Nr. 115. crfcheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Biertel jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mr., wöchentlich 28 Bfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags.Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. ☐ Vorwärts tu der Boft 8eitungs: Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. 13. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pf., für Vereins- und Berfammlungs- Anzeigen 20 fg. Inferate für die nächie Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochens tagen bis 7 Uhr abends, an Sonns und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Eernsprecher: Amt 1, tr. 1508 Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Dienstag, den 19. Mai 1896. " . Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3: W in Die Angriffe auf die ReichsParlamente einbrachten, so wie jene hohe Körperschaft selbst, I sind auch die Ausführungen des Herrn Möller. Derselbe hat indem sie unter dem 21. März 1893 die Nothwendigkeit nach den stenographischen Berichten wörtlich gesagt:„ Die kommission für Arbeiterftatistik. erkannte. einer gefeßlichen Regelung der Arbeitszeit in Läden an mächtigsten Arbeitervereinigungen Englands, so weit sie von In einem recht bedenklichen Lichte erscheint Alters her selbstbewußt organisirt sind, fämpfen gegen den Normal Die Angriffe auf die Thätigkeit der Reichskommission die norwegische Voltsvertretung, welche im September 1894 Arbeitstag und nur die sozialistische Agitation hat es temporär für Arbeiterstatistik wurden im preußischen Abgeordneten beschloß, daß die Arbeitszeit in gewissen staatlichen Waffen- vermocht, eine Mehrheit für die Einführung des Maximal Ar hause, in dieser auf grund des Dreiklaffen- Wahlrechtes fabriken und Schiffswerkstätten auf 58 Stunden per Woche zu beitstages herbeizuführen." reduziren wäre und zwar ohne Lohnreduktion. Für recht aufgebauten sogenannten Volksvertretung Herr Möller stellt also die Behauptung auf, daß die alten in einer hart gefottene Sozialdemokraten müssen den Herren Brütt und englischen Trade- Unions einen Maximal- Arbeitstag perhorrezziren, Schärfe vorgebracht, die den Vorstoß der beiden Bued die amerikanischen Fabrik- Juspektoren gelten. Auf der und daß die der gefeßlichen Regelung der Arbeitszeit günstigen tonservativen Parteien des Reichstages in Schatten 7. Versammlung, welche die Factory Inspektors der Vereinigten Beschlüsse, welche die Trade- Unions auf dem Kongresse von Norwich stellten. Von blindem Klassenhaß und Klaffen Staaten während des Septembers 1893 in Chicago abhielten, führte gefaßt haben denn doch wohl auf diese bezieht sich der Schluß egoismus getrieben, haben die Brütt, Eynern, Bueck und der Inspektor für Massachusetts aus, die heutigen Maschinen des angezogenen Sages- um deswillen bedeutungslos feien, weil Möller in der Sigung des preußischen Abgeordnetenhauses machten eine Abkürzung der Arbeitszeit nothwendig, weil sie eine fie fich als ein nur vorübergehender Erfolg einer sozialistischen vom 7. Mai d. J. trotz aller verhallenden Redensarten große Sorgfalt und eine ununterbrochene Aufmerksamkeit erforderten. Agitation charakterisiren. In der Verhandlung am 7. d. M. er bewiesen, daß ihnen die Thätigkeit, ja schon die Existenz unausgesetzte Anspannung des Geistes und Anstrengung der Augen, eben dieier Abgeordnete, als vor Jahresfrist im Reichstage die Es wäre weniger Mustelarbeit nothwendig, wohl aber eine schienen die Trade- Unions also als Musterbilder. Nun hat aber der Reichskommission für Arbeiterstatistit ein Dorn im wodurch der menschliche Körper erschöpft würde. Es ist für Frage des Vereinsrechts der Arbeiter diskutirt wurde, in verschiedenen Auge ist, daß ihnen nichts erwünschter wäre, als mich überraschend," endigte der Redner, daß die Arbeitgeber Reden die Trade Unions geradezu als schwarze Schafe hingestellt. der Kommission, der einzigen und in vorsichtigster Weise vom nicht die Schrift auf der Mauer sehen, daß die Grenze mensch Damals erklärte Herr Möller, der Kongreß in Norwich hätte in Reichskanzler, dem Bundesrathe und dem Reichstage zu licher Anstrengung erreicht ist." Auf dem gedachten Kongreß ellatanter Weise zum Ausdruck gebracht, daß die Mehrheit der sammengesezten Behörde zur Aufhellung der sozialen Bu- wurde eine Resolution dahin angenommen, daß ein zehnstündiger Trade- Unions sozialistisch geworden wäre; er bekannte sich au stände den Garaus zu machen. Nichts fürchten eben die klassen- Maximalarbeitstag für alle Arbeiter einzuführen wäre. einem auf dem Kongreß von Mailand gefällten Urtheile, die bewußten Vertreter der Bourgeoisie mehr als die Darstellung Fälle der Begünstigung sozialdemokratischer Bestrebungen be des Reichstages vom 6. Februar 1895 drückte er weiter ſein Ich könnte den Herren Brütt und Bueck noch viele andere Trade Unions wären Streiforganisationen. In der Sigung der sozialen Zustände wie sie sind. So lange sich die Kenntniß unserer Arbeiterverhältnisse im wesentlichen auf führen. Das gesagte dürfte aber genügen, um flarzustellen, daß Bielen abgewichen, daß fie Rampfesorganisationen geworden wären ziehungsweise des Versuches einer solchen Begünstigung vor Bedauern darüber aus, daß die Trade Unions von ihren alten private Erhebungen der sogenannten fahrenden Schüler der die Kommission für Arbeiterstatistik auf der Anklagebant, auf zur Verkürzung der Arbeitszeit und Verminderung der Arbeits Nationalökonomie und auf im Reichsamte des Junern wohl welche die Herren Brütt und Bueck fie verwiesen haben, sich leistung. Ich fann biernach nicht umhin, gegen Herrn Möller gefeilte und gesiebte Berichte unserer in der Bismarckschen wenigstens in guter Gesellschaft befindet den Vorwurf zu erheben, daß er die englischen Arbeiter. Feindschaft gegen jede ernsthafte Sozialreform aufgewachsenen Die Kommission ist von der Ansicht ausgegangen, daß die Dauer organisationen à deux mains( bald in diesem, bald Fabrikinspektoren beschränkte, war es den Vertretern der der in den Bäckereien und in den Ladengeschäften üblichen Arbeits- jenem Sinne) benuße. Wenn es sich darum handelt, Bourgeoisie nicht allzuschwer gemacht, die Klagen der Arbeiter zum theil eine so übermäßige sei, daß sie die Gesundheit der Argumente gegen das Vereinsrecht der Arbeiter ins Feld über Ausbeutung, elende Entlohnung, übermäßige Arbeitszeit, verschieden sind, ist die Sozialdemokratie geleitet worden, als sie die hin; daß dieser Charakter ein nur temporärer" gewesen sei, da Durch Erwägungen, welche davon ganz zu führen, stellt er die Trade Unions als sozialistische Vereine geistige, förperliche und fittliche Verkümmerung als agitatorische Uebertreibungen einfach zurückzuweisen. Nun folche Regelung das Mittel, um, wie ein politischer Freund Herrn ein Wort. Gilt es dagegen, eine Anklage gegen die Rommission Forderung eines Maximalarbeitstages aufstellte; für sie ist eine von findet sich in seinen Reden aus dem Jahre 1895 auch nicht aber, wo eine amtliche Stelle zur Erforschung der Bueck's einmal im Reichstage richtig bemerkte, die Arbeitsleistung für Arbeiterstatistik zu erheben, so werden die Trade Unions Arbeiterverhältnisse geschaffen ist, wo alljährlich mehrere zu vermindern und dadurch Platz für mehr Hände zu schaffen." plöglich zu Vorbildern für die deutschen Arbeiter. Im ersten Falle Berichte dieser Kommission, geschmückt mit dem Wappen Die ratio, welche die Sozialdemokratie beftimmt, liegt also auf wirft Herr Möller ihnen vor, fie fämpften für Verkürzung der des Reiches, erscheinen, in denen Materalien in großer wirthschaftlichem Gebiete; sie will die ökonomische Lage der Arbeitszeit und Verminderung der Arbeitsleistung, im zweiten Menge gesammelt sind, die beweisen, daß die Klagen arbeitenden Klassen verbessern, die Kommission für Arbeiterstatistit rühmt er ihnen nach, daß sie wider den Maximalarbeitstag zu der Arbeiter ebenso richtig, wie die Schönfärbereien Dieser Verschiedenheit der Beweggründe entspricht auch die Verbat ihr Gutachten nach hygienischen Gesichtspunkten abgegeben. Felde ziehen.... des Unternehmerthums verlogen sind, ist es nicht mehr schiedenheit einerseits der Forderung der Sozialdemokratie, Vorschläge seien dazu angethan, unsere Nation von der ernsten Herr Bueck hat der Kommission den Vorwurf gemacht, ihre möglich, mit einem vornehm sein sollenden Achselzucken andererseits des Vorschlages der Kommission. Ersterer will einen Arbeit abzulenten und sie zu gewöhnen an geringere Leistungen". sich über die Klagen der Arbeiter hinwegzusehen. Deshalb achtstündigen Arbeitstag für alle geschäftlichen Betriebe gesetzlich Zum Beweise dafür beruft er sich auf das Borhandensein einiger und weit weniger wegen ihrer bisherigen Leistungen die festgelegt wiffen; die Kommission hat befürwortet, daß in Bäckereien alter Herren, die schwer, viel schwerer als heute, in threr Behr scharfen Angriffe gegen die Reichskommission. Man will die die Gehilfen eine, wenn ich nicht irre, neunstündige Nube ge- lingszeit gearbeitet haben und die gerade durch diese Rommission diskreditiren, ihr die Arbeitsfreudigkeit rauben, sie nießen sollen, und daß die Gehilfen in Ladengeschäften nicht schwere Thätigkeit die Tüchtigkeit erreicht haben, die lahmlegen, ihre Autorität vermindern, um sie dann desto leichter länger als 181/2 Stunden beschätigt werden dürfen sie so hoch geführt hat im Leben." Die Bueck'sche einschlummern zu lassen, wie die statistische Zentralfommission tennt, wird bestätigen u. f. w." fann ich nicht eingeben. Der erzieht und vervollkommnet den Menschen. Auf das Argument: Wer die Verhältnisse auf dem Lande Argumentation läuft also darauf hinaus: schwere Arbeit Preußens. Die Bötticher und Berlepsch haben die Angriffe artige Berufungen auf eine angebliche Notorietät sind eben unwider. auf die Kommission nicht mit der nöthigen Entschiedenheit legbar. In England ist die Frage einer Abkürzung der Arbeitsabgewiesen, fie fürchteten wohl dort anzustoßen, wo der zeit in den Ladengeschästen vielfach behandelt worden, im ParEinfluß des Herrn v. Stumm sich breit macht. Die lament, auf Kongressen, selbst von der Kanzel herab. Man darf Majorität der Kommission besteht aus Beamten, bei denen wohl behaupten, daß dort Einstimmigkeit darüber herrscht, daß das Schweigen zur Berufspflicht gehört. Und die Mitglieder etwas gethan werden müsse, und zwar vermittelst der Gefeß des Reichstages, die der Kommission angehören, waren in gebung. In England erachtet man es eben für erwiesen, daß recht übler Lage, da die Mehrzahl derselben durch die die Arbeitszeit in Läden, wie es in einem Parlamentsberichte aufgestellt und gegen die Kommission fruftifizirt hat, ist derselbe Haltung ihrer Fraktionen an der Vertheidigung der Kom- heißt auſirengend und gefährlich für die stärksten jungen zweifellos unrichtig. Hätte Herr Bueck Recht, so müßten die Leute" ist. Der mission gehindert waren. englische Arbeitgeber erkennt dies un- Neger, welche in den amerikanischen Plantagen arbeiten, die umwunden an; eine überwältigende Mehrheit der Ladenbesitzer," vollkommenste menschliche Rasse des Menschengeschlechts dar In dieser peinlichen Situation erstand der Reichs- Rom so besagt eben jener Bericht, hat sich für gesetzliche Regelung stellen. In Wirklichkeit ist das bekanntlich keineswegs der Fall. miffion für Arbeiterstatistik ein Anwalt, der gehört werden muß: der Arbeitszeit in den Ladengeschäften ausgesprochen. Auf ver- Nicht etwa deshalb, weil der Neger von Natur intellektuell Herr v. Rottenburg, der bis vor kurzem die Kommission schiedenen Kongreffen der Merchants and Shopkeepers ist ein zurückſteht; jeder, der die betreffenden Verhältnisse kennt, wird leitete. Zur Abwehr der Angriffe, deren schärfste von timmig die Refolution gefakt worden, daß die lange Herrn Bueck bestätigen, daß die Negerkinder in den Ber nationalliberaler Seite kamen, sandte Herr v. Rottenburg Arbeitszeit in Läden die Gesundheit der Leute zerstöre, einigten Staaten auf den Schulen dieselben Fortschritte so beachtens machen wie ihre weißen Mitschüler. der National- Zeitung", dem Hauptorgane der national- und dieses Urtheil follte für national- werther liberalen Partei, einen längeren Artifel, aus dem wir die Werther sein, als die Arbeitszeit in den englischen Läden durch und die Qualität der Plantagenarbeit haben den Neger in seiner Hauptstellen wiedergeben: schnittlich 84-85 Stunden während der ganzen Woche, in Entwickelung gehemmt. Der Bueck'sche Saß ist also nur wahr, Deutschland dagegen schon während der sechs Wochentage wenn man ihn wesentlich modifizirt, es muß in denselben eine In der That ist die Kommission beschuldigt 84 Stunden beträgt. Das also ist die allgemeine Meinung jen- Berücksichtigung des Quantums und der Qualität der Arbeit aufworden, eine gesetzgeberische Maßregel befürwortet zu haben, feits des Kanals, und dieselbe wird gestüßt durch die Gutachten genommen werden. Ich darf dies indessen Herrn Bueck überderen Durchführung ich zitire die Worte eines der Anfläger von Sachverständigen, gegen welche die Herren Brütt, Bueck lassen; für meine Zwecke genügt es, den Nachweis erbrachi zu beinahe ein Verbrechen" darstellen würde, und was zur Be- und Möller, auch mit vereinten Kräften schwerlich einen Ein- haben, daß die bedingungslose Werthschätzung der Arbeit, wie gründung dafür angeführt worden ist, erinnert lebhaft an die wand herausfinden werden. Den genannten Herren dürfte be- Herr Buect fie ausstellt, jeder Berechtigung entbehrt. bekannte Beweis Marime: Roma locuta, causa finita.( lom hat fannt sein, welch angesehene Stellung das Royal College of Die Kommission für Arbeiterstatisiit hat befürwortet, daß dis gesprochen, die Sache ist daher erledigt.) Physicians in England einnimmt, und nicht nur dort, sondern offenen Verkaufsstellen von 8 Uhr abends bis 5 Uhr morgens für Die Antläger der Kommission haben sich faft ausschließlich man darf sagen, in der ganzen wissenschaftlichen Welt. Nun, den geschäftlichen Verkehr geschlossen sein sollen; fie will eine Be auf allgemeine Deduktionen beschränkt. Damit aber lassen sich der ehemalige Bräsident eben jener Körperschait hat auch seiners schäftigung der Handlungsgehilfen während 13 Stunden zu fozialpolitische Probleme nicht lösen. Ich bin daher stets be feits in die Diskussion der Frage des Ladenschlusses eingegriffen lassen. Nun wird, meine ich, Herr Bueck nicht in Abrede stellen müht gewesen, bebuss der Lösung der der Kommission gestellten und erklärt, er zögere nicht au fagen, daß es teine wirksamere tönnen, daß damit der Arbeit ein genügender Spielraum gelassen Aufgaben ein möglichst reichhaltiges Material von Erfahrungen Ursache für schlechte Gesundheit und frühzeitigen Tod durch ist, um ihre erzieherische Kraft zu bethätigen. Ich behaupte, daß zu sammeln..... Was ist nun aber in der Ver- Schwindsucht gebe als die langen Arbeitszeiten in Lären." die Kommission für Arbeiterstatistit, wenn sie die Grenzen weiter handlung vom 7. b. M. seitens der Herren Brütt und Bueck Diesem Urtheil haben sich die ersten wissenschaftlichen Nota- gesteckt hätte, schwer gefehlt haben würde. gegen die Kommission vorgebracht worden? Wenn man ihre bilitäten Englands angeschlossen. Wenn ich an ihren Vorschlägen etwas zu tabelu babe, Argumentation destillirt, so bleibt nur der Satz übrig: Wer für Die Reden, die jüngsthin im Reichstage und im Abgeordneten- so ist es dies, daß sie die Zeit der Muße zu eng begrenzt hat.... eine Beschränkung der Arbeitszeit erwachsener männlicher Arbeiter hause gehalten worden sind, tönnen das wird kein Un- Mit dem Einwande, daß die arbeitenden Klassen die freie eintritt, macht sich der Begünstigung sozialdemokratischer Be parteiischer in Abrede stellen, nicht als Beweis dafür dienen, Beit, welche man ihnen gewährt, mißbrauchen würden, hat man strebungen schuldig. daß unsere Voltsvertretungen die große politische Bedeutung der von jeher die Verkürzung der Arbeitszeit bekämpft; mir ist aber Ich möchte bezweifeln, ob die Herren sich bewußt sind, zu Frage einer Abkürzung der Arbeitszeit erfaßt baben, und gewiß nicht bekannt, daß bisher zu gunsten derselben etwas weiteres welchen Konsequenzen diese Logit fie nothwendig führt, und ich auch nicht als Beweis dafür, daß sie das Material beherrschen, angeführt worden wäre, als vereinzelte Erfahrungen, deren erlaube mir daher, diesen Punkt furz zu berühren. mit Hilfe dessen allein eine Lösung gewonnen werden kann. Beweistraft nicht über den individuellen Fall hinausreichte, Ein Normal- Arbeitetag besteht in verschiedenen europäischen Nachdem ich Jabre lang die Verhandlungen der Kommission für dem sie entnommen waren. Diejenigen, welche dank Staaten, und zwar in industriell hoch entwickelten. Arbeiterstatistik geleitet habe, darf ich behaupten, daß dieselbe in ibrer Berufsbeschäftigung in der Lage waren, größere In zahlreichen Fällen werden die Herren Brütt und Bueck der in Rede stehenden Frage sich unsern Parlamenten überlegen Kreise der arbeitenden Klassen zu überblicken und zu sich genöthigt sehen, auf das Vorhandensein des Versuches einer gezeigt hat. beurtheilen, sind meines Wissens zu einer abweichenden Begünstigung sozialdemokratischer Befirebungen zu erkennen. Kennzeichnend für die Art und Weise, in welcher die Gegner Auffassung gelangt. Eo spricht sich ein englischer Fabrik Eines solchen Verfuches haben sich z. B. diejenigen schuldig des grünen Tisches", die Männer des praktischen Lebens die Inipettor aus bem Jabre 1868 wie folgt aus: gemacht, welche die jüngste Early Closing Biú im englischen wichtigsten Fragen auf dem Gebiete der Sozialpolitik behandeln, Massen haben sich des Geschenkes würdig gemacht, das ihnen zu .• uns um Meines Der Satz klingt so überzeugend, als hätte er einen unbestreitbaren Charakter, und nach dem stenographischen Berichte ist er denn auch mit Beifall aufgenommen worden. Grachtens aber hat die Kommission für Arbeiterstatistik sehr weise daran gethan, daß sie sich durch dieses scheinbare Axiom nicht hat bestimmen lassen. In der Allgemeinheit, in der Herr Bueck den erwähnten Sah Nein, die Härce ..Die dann theil geworden ist; sie haben mit der Gabe feinen Mißbrauch 1 Tas Herrenhaus erledigte am Montag eine Reihe von landesherrlichen Familie darstellende Bilder hängen hatte. mißliebig über diese Gemälde aus getrieben. Bieles ließe sich darüber sagen, was die Fabrik fleineren Vorlagen ohne wesentliche Debatte und beschäftigte sich Frau A. sprach sich Frau auf, sie zu entfernen. Lektere arbeiter mit ihren Mußestunden begonnen haben: wie Abend- sodann mit Petitionen. Eine längere Erörterung rief nur die und forderte die den Borfall zur Anzeige und daraufhin schulen benutzt worden sind, wie verschiedene auf gegenseitiger Petition der westpreußischen Landwirthschaftskammern betr. Die brachte Förderung beruhende Vereine im Werth gestiegen sind, wie die Konvertirung der 31/2 und 4 prozentigen Staatspapiere hervor. ward die Anders unter Anklage gestellt. In der gestrigen Oster- und Pfingstfeiertage mit vernünftigeren Vergnügungen als Während die Kommission Uebergang zur Tagesordnung empfahl, Verhandlung, die unter Ausschluß der Deffentlichkeit stattfand, früher hingebracht werden, wie die Intelligenz, die Unterordnung beantragte Graf von Stollberg mit Rücksicht darauf, gab die Angeklagte an, daß sie die inkriminirte Aeußerung nur unter das Gesetz, der allgemeine Ton und die allgemeine Haltung daß auch das Kapital für landwirthschaftliche gethan mit Rücksicht darauf, daß die Bilder auf Abzahlung entwenn der haben sei, des Arbeiters Schritt gehalten haben mit dem Fortschritt des Pfandbriefe billiger zu Staat nommen seien und daß sie dadurch bedeutend theurer würden, Zeitalters." mit der Konvertirung seiner Anleihe vorgeht, die Petition als wenn man sie gleich baar bezahle; den Kaiser oder die der Kommission zur Berücksichtigung zu überweisen. Gegen landesherrliche Familie zu beleidigen habe ihr fern gelegen. Der diesen Antrag, der von verschiedenen Seiten unterstüßt Gerichtshof vermochte nach dem Ergebniß der Beweisaufnahme wurde, sprach sich der Finanzminister Dr. Miquel aus, der in der Aeußerung der Angeklagten eine Majestätsbeleidigung den Zeitpunkt der Konvertirung noch nicht für gekommen hielt, nicht zu erblicken und erkannte auf Freisprechung. obgleich er sich im Prinzip nicht als Gegner der Konvertirung bekannte. Die Petition wurde schließlich durch Uebergang zur Tagesordnung erledigt. Morgen: Anerbenrecht und Kreditvorlage. Ich habe mich dafür ausgesprochen, daß auf dem Wege der Selbsthilfe ein Erfolg nicht erreicht werden kann. Versuche mit der Selbsthilfe sind auf diesem Gebiete meines Wissens nur in England und Schottland gemacht worden. In Schottland sind dieselben vollständig mißglidt. Der vortreffliche Bericht, welchen Miß Irwin über die weiblichen Angestellten im Kaufmannsgewerbe erstattet hat, besagt, daß zahlreiche Ladeninhaber eine kürzere Arbeitszeit probeweise eingeführt haben, daß sie aber durch die Konkurrenz gezwungen worden sind, zu der alten Arbeitszeit zurückzukehren. Diese Ladeninhaber haben jedoch überein stimmend erllärt, fie feien bereit, ihre Geschäfte um 7 oder 8 Uhr zu schließen, wenn der Ladenschluß allgemein gefeßlich vorgeschrieben .. In einem Parlamentsberichte aus dem Jahre 1895 heißt es: Durch eine fünfzigjährige Erfahrung fei es feftgestellt, daß Selbsthilfe ein Instrument ſei, das in der Hand des Reformators zerbreche." Dem entsprechend beschloß das Parlament, wie Eingangs erwähnt, im Jahre 1893, der Ladenschluß wäre gefeßlich zu regeln. werde. auf immer weitere Gebiete des sozialen Lebens ausdehnen wird." Politische Mebersicht. Berlin, 18. Mat. " Der Frankfurter Volksstimme" war von dem dortigen Polizeipräsidenten eine ähnliche Berichtigung wegen der angeblichen 40. Verhaftungen wegen Majestätsbeleidigung zuge gangen, wie sie von dem„ Wolff'schen Telegraphen- Bureau" in richtigung folgende Bemerkung an: Der Prozeß gegen Auer und Genossen ist erst in die Welt gesetzt wurde. Unser Parteiorgan fnüpft an jene BeIndem wir unsere Meldungen über einzelne Spezial. später Nachtstunde durch ein Erkenntniß beendigt worden, das einen Theil der Angeklagten, den Parteivorstand und fälle von Verhaftungen wegen angeblicher Majestätsbeleidigung die Vorstände von vier Wahlvereinen zu Geldstrafen verin vollem Umfange aufrechterhalten, verweisen wir urtheilt, die anderen Angeklagten freispricht. Näheres finden darauf, daß der Herr Polizeipräsident im offiziösen Dementi- Stile unsere Leser in dem Prozeßbericht. Hier müssen wir uns Werth darauf legt, daß während der Frieden festtage Teine Verhaftungen stattgefunden haben. Da eigentlich nur von vorläufig mit einigen kurzen Betrachtungen begnügen. Die staatsretterifchen Berge haben gefreist, mit einem einem Friedensfesttage, den 10. Mai, gesprochen werden kann, so wissen wir nicht, was der Herr Polizeipräsident für Tage im Auf einer Rede in Birmingham 1892 über den Laden gewaltigen Geföller fing es an, dreiviertel Jahr hat der Auge hat, wenn er von mehreren spricht. Dadurch wird die schluß erklärte Chamberlain, ein Mann, dem gewiß niemand Prozeß gedauert und es ist weiter nichts geboren worden, ganze Berichtigung für uns werthlos, da wir nicht speziell bei Kenntniß des geschäftlichen Lebens absprechen wird: Ein einziger als ein lächerliches polizeiliches Mäuschen. Das Urtheil, das unserer Meldung einen oder mehrere bestimmte Tage, sondern an eigensinniger übelwollender Kerl, der nur auf seine eigenen der Angeklagte Bebel in seinem Schlußworte über die Anstifter die ganze Zeit vorher gedacht haben, welche bereits Interessen bedacht ist, kann eine Vereinbarung illusorisch machen, der Anklage mit den Worten fällte:„ Eine größere moralische unter dem Einflusse des Friedensfestes stand, und in der alle übrigen beigetreten sind... Blamage der politischen Polizei ist mir noch nicht vor welcher ohne Widerspruch Verhaftungen wegen angeblicher Wir stehen mit ber Ich bin überzeugt, daß unsere Entwickelung sich nicht in gekommen", wird selbst von unseren Gegnern ratifiziert werden Majestätsbeleidigung erfolgt sind. der Richtung einer Beschränkung der Staatsgewalt bewegt, müssen. Wie bei vielen anderen Prozessen der jüngsten licher Majestätsbeleidigung eine Nacht im Polizeigewahrsamt ge. genauen Angabe der Adresse eines Mannes, der wegen angebsondern daß im Gegentheil die Aktionssphäre des Staates sich Beit waren es auch diesmal nicht die formell Ange- balten wurde, bereitwilligst zur Verfügung, und werden auf klagten, die die vor der öffentlichen Meinung auf der Verlangen noch andere Abreffen beibringen. Wenn übrigens Am Dienstage steht auf der Tagesordnung des Ab- Armensünderbant gesessen haben, sondern Einrichtungen, die durch unsere Meldung die Polizei sich veranlaßt gesehen hat, die Denn vorgekommenen Fälle nicht weiter zu verfolgen, wie vielleicht geordnetenhauses der Antrag der Konservativen und unserer Staatsordnung als Stüßen dienen sollen. der Berichtigung zu schließen ist, so freut uns Nationalliberalen gegen die Verordnung des Bundesraths mit der politischen Polizei verfällt auch das preußische aus Die Angabe, zum Schutz der Bäckerei- Arbeiter. Da haben die Herren Vereinsgesetz der Verurtheilung. Selbst der Staatsanwalt gab, das im Interesse der Betroffenen sehr. Brütt, Bueck, Möller und Genossen Gelegenheit, auf die wenn auch in verklausulirten Worten, die Untauglichkeit daß es sich um vierzig Verhaftungen handle, haben wir dem nationalliberalen Frankfurter Journal" wuchtigen Hiebe, die Herr v. Rottenburg austheilte, zu dieses Gesetzes zu. Und insofern der Prozeß gegen Auer entnommen und ohne Anstand zu nehmen, wiedergegeben, weil antworten. Biel mehr als Nedensarten werden sie aber und Genossen das einmal augenfällig allen Parteien klar wir uns nicht denken fonnten, daß ein so unschuldiges Blatt nicht vorzubringen wissen. gemacht hat, haben sich dessen Veranstalter, mögen es nun ohne genaueste Information eine derartige Meldung bringen Herr v. Köller und Herr Schöne gemeinschaftlich oder, wie würde. Weshalb der Herr Polizeipräsident gerade die„ Bolts. der Kriminalkommissar behauptet, er allein gewesen sein, stimme" für eine Berichtigung aussucht, welche etwas trifft, was ein unläugbares Verdienst erworben. Denn auch unsere wir gar nicht behaupten wollten, wissen wir nicht." Als wir die Nachricht von den 40 Verhaftungen brachten, Gegner werden nicht bestreiten können, daß gerade die batten wir ausdrücklich wir ausdrücklich das nationalliberale Frankfurter Aus dem Reichstage. Wie es scheint, haben von sozialdemokratische Partei sorgfältiger als irgend eine Journal" als Quelle angegeben. Um so unerfindlicher ist es, ihre Organisation den bestehenden wie auch das„ Wolff'sche Telegraphen- Bureau" hier wegen der den Herren Reichstags- Abgeordneten bereits viele ihre andere Partei auch dem preußischen, an Nachricht der Sozialdemokratie die Schuld zu geben verPfingstferien angetreten. Denn trotzdem eine, wenn auch deutschen Vereinsgesetzen, Alle anderen Parteien haben sich weit sucht. Wir erwarten nunmehr zuversichtlich, daß das Wolff'sche unbedeutende Militärvorlage auf der Tagesordnung stand, gepaßt hat. Einen neuen schlagenden Bureau, sich berichtigend, seinen Stolophoniumbliß gegen das fand sich bei allen Parteien nur ein sehr kleines Häuslein weniger Mühe gegeben. Da hat Frankfurter Journal schleudern wird. Getreuer ein. Im wesentlichen bezweckt die Vorlage eine Beweis dafür hat der heutige Tag gebracht. In Göttingen wurde der Schneidergeselle G. aus Anklam Aenderung der Heeresorganisation, die ohne Erhöhung der nämlich gestern der konservative Verein vor dem Halleschen Friedens Präsenzstärke durchgeführt, immerhin eine Thore in der Stöcker- Sache einen Beschluß gefaßt, in dem wegen Majestätsbeleidigung von der Straffammer zu vier Monaten Gefängniß und vier Monaten Haft, einmalige Ausgabe von 10 Millionen Mark erfordert, zu der Rücktritt des Obersten Krause von dem Vorsitz im Wahl- sowie Ueberweisung an die Landes Polizeibehörde verurtheilt. Ju Hamburg ist, wie das Hamburger„ Echo" berichtet, der sich für den nächsten Etat noch 3 Millionen an fort verein verlangt wird. Dann heißt es in der Resolution fowie Ueberweisung an die Landes Polizeibehörde verurtheilt. Laufenden Ausgaben gesellen werden. Die sogenannten wörtlich: eine Antlage wegen Majestätsbeleidigung gegen den verantwort Behufs Stellungnahme zu diesen Fragen erachtet der Verein lichen Redakteur und Verleger der Gedenkschrift Bum Halbbataillone, die infolge der Militärvorlage 1893 eingerichtet wurden, sollen sich nach den von der Re- den Zusammentritt und die gemeinschaftliche 18. März", Rudolf Seiffert, sowie gegen den Tagung der Gesammtvorstände der ton Rebatteur Gerhardt und den Expedienten Bahn in gierung gegebenen Motiven zur Vorlage nicht bewährt haben. fervativen Vereine Berlins für nothwendig." Breslau, ferner gegen den Buchhändler Langer in Chemnitz er Deshalb beabsichtigt man, je 2 diefer Bataillone zu einem Den waderen Ronservativen wird es sicher nicht in den hoben worden. Die Majestätsbeleidigung soll enthalten sein in Vollbataillon zusammenzulegen, und die bisherigen Voll- Kopf gekommen sein, daß sie damit an die konservativen einem Gedicht auf der Titelseite der Gedenkschrift und in einem bataillone sollen um ein geringes in ihrer Präsenz ver- Vereinsvorstände direkt das Ansinnen gestellt haben, eine aus der" Manheimer Abendzeitung" des Jahres 1848 mindern werden. In In der Debatte versuchten mehrere ungesetzliche Handlung zu begehen. nommenen Artikel, betitelt Kampftage vor dem 18. März". Redner von der Regierung eine bestimmte Erklärung Aber gerade in der Naivetät, mit der die Mitglieder Seiffert soll sich als Redakteur und Berleger der Majestätszu erlangen, ob die Vorlage etwa den Weg zu dieser vorzugsweise staatserhaltenden Partei zu einem Vor- beleidigung schuldig gemacht, Gerhardt, Bahn und Langer sollen durch Verbreitung der Gedenkschrift hierbei Beihilfe geleistet neuen Forderungen bilde und ob mit dem Verschwinden stoß gegen das Vereinsgesetz öffentlich auffordern, liegt der haben. Die Anklage ist von der Staatsanwaltschaft in Breslau der Halbbataillone auch der zweijährigen Dienstzeit das gleiche Beweis dafür, daß das öffentliche Leben nothwendigerweise erhoben und ist von ihr bei dem Landgericht in Breslau die Schicksal bevorstehe. Eine nicht minder bedeutende Rolle spielte über dieses Gesetz hinwegschreiten muß. Und deshalb muß Eröffnung des Hauptverfahrens beantragt worden. die Forderung der Militär- Strafprozeßordnung. Lieber, Richter der Prozeß allen Parteien die Augen darüber aufknöpfen, und Haußmann machten die Stellung ihrer Partei von einer daß sie in ihrem eigenen Interesse genöthigt sein werden, bestimmten Zusicherung nach der Seite hin abhängig. Der dies Gesetz aus dem Wege zu räumen. - Der Staatsministerialerlaß vom 18. April Reichskanzler konnte wenigstens die Erklärung abgeben, daß die Militär- Strafprozeßordnung im Herbst an den Reichstag Das Duell Kote- Schrader hat eine militärgericht- 1896 über die Betheiligung der Staatsbeamten an politischen veröffentlicht: gelangen werde. Diese Vorlage soll, nach der Angabe des liche Sühne erhalten. Der Ober- Zeremonienmeister v. Koße Agitationen wird in der Staatsbürger- Zeitung" im Wortlaut " Es ist nenerdings die Wahrnehmung gemacht worden, daß Redners, soweit es die militärische Disziplin zuläßt, den ist dem Hann. Kur." zufolge wegen des Duells, worin der modernen Rechtsanschauungen entsprechen. Dagegen war über Ober- Zeremonienmeister v. Schrader fiel, vom Kriegsgericht Staatsbeamte Petitionen unterzeichnet haben, welche darauf abdie beiden anderen strittigen Punkte, zweijährige Dienstzeit zu zwei Jahren Festung verurtheilt worden. zielen, die parlamentarische Körperschaft zu einer ablehnenben und die zukünftigen Pläne der Regierung in bezug auf Es ist das das niedrigste Strafmaß, auf das erkannt werden Saltung gegenüber Regierungsvorlagen oder Militärforderungen, teine präzisere Erklärung zu erlangen. fonnte. Da in den Kreisen, aus denen die Duellanten hervor zu einer wesentlichen Abänderung derselben zu bestimmen. Auch Der Kriegsminister lehnte es sogar sehr entschieden ab, sich gegangen sind, die Anschauungen vorherrschen, daß an öffentlichen Versammlungen, in denen solche Petitionen be zu einer solchen Erklärung durch die Stellung der Parteien gewisse Beleidigungen nur mit Blut abgewaschen werden rathen worden sind, haben Staatsbeamte einen Antheil geeine Abwehr, sondern vielmehr um eine Förderung zwingen zu lassen. Wie nicht anders zu erwarten, gaben können, und da die Kotze Schraderei standesgemäß, wie nommen, welcher erkennen läßt, daß es ihnen nicht um สิน sagen pflegt, der Blutwäsche dringend der gegen Regierungsvorlagen unternommenen die Herren Bennigsen und Rickert auch ohne solche Bu- man ficherung ihre Bereitwilligkeit zu erkennen, für die bedürftig ist wurden die beiden Duellanten durch ihre Agitation zu thun war. Ein solches Verhalten ist Vorlage zu stimmen, während die konservativen Redner Standesgenossen doch moralisch zum Duell genöthigt unvereinbar mit den Pflichten eines Staatsbeamten, welche ihm v. Podbielski und v. Kardorff sowie der Antisemit Lieber kann die Milde des Urtheils nicht wunder nehmen. Wir gebieten, sich der Theilnahme an Bestrebungen zu enthalten, bie mann von Sonnenberg ohne Vorbehalt für die Vorlage darauf gerichtet sind, der Durchführung der Regierungspolitik Schwierigkeiten zu bereiten. Das Staatsministerium hält es für plaidirten. angezeigt, die Beamten sämmtlicher Refforts hierauf mit dem ibrer Auffassung eintretendenfalls unnachfichtig Geltung zu Bemerken hinzuweisen, daß die Regierung willens ist, dieser verschaffen. Berlin, den 18. April 1896. Stönigliches Staats. " ministerium." Deutsches Reich. # glauben auch kaum, daß das Urtheil abschreckend auf die Duellbefürworter wirken wird. Unbelehrt und unbelehr In die Ferien geht der Reichstag erst morgen, da die bar bringen sie ihre Albernheiten zur Rechtfertigung des erste und zweite Lesung des Nachtragsetats für Südwest- Duells vor. Es lohnt sich nicht, ernsthaft darüber zu rechten. afrika noch erledigt werden soll. Gleichzeitig steht die Was soll man beispielsweise dazu sagen, wenn in den Kanalabgabe für den Nordostsee Kanal, sowie Petitionen, Mecklenburger Nachrichten" ein edler Obotrite schreibt: Der offene ehrliche Zweikampf, Mann gegen Mann, mit Neu ist das nicht. Hat doch der frühere Reichskanzler Fürst Wahlprüfungen und der Beschluß der Geschäftsordnungsgleichen Waffen, ist nach der heiligen Schrift gar nicht verboten: Bismarck sogar von seinen Diplomaten verlangt, daß sie eins Kommission, betreffend das Mandat des Abg. Köhler, zur benn als David sich der Herausforderung des schwenken müssen wie die Unteroffiziere. Diese aus dem MilitärBerathung. Riesen Goliath stellte, erwähnte die Schrift mit in das Zivilverhältniß übertragene Auffaffung tritt auch in dem Das preußische Abgeordnetenhaus beschäftigte sich am feinem Worte, daß er hiermit eigentlich ein Unrecht gethan hat." vorstehenden Erlaß zu tage. David und Goliath haben doch nicht im Zivil brech?( nath.), betr. Die Sicherstellung der Forde verhältniß sich zur Reinwaschung ihrer Ehre im Duell Montag mit dem Kommissionsbericht über den Antrag Wallrungen für Lieferungen und Arbeiten bei ausgefochten. Wir wären es aber sehr zufrieden, wenn Bauten. Die Kommission beantragt, die Regierung um Vor alle Kriegs helden wie David und Goliath internationale legung eines Gefeßentwurfes zu ersuchen, worin gefordert wird, Fehden zum Abschluß bringen wollten. daß zu Neubauten die Polizeibehörden in denjenigen GeEine merkwürdige Kundgebung hat das kaiserliche meinden, für welche diese Bestimmungen mittels töniglicher Berordnung eingeführt worden, nicht eher die Erlaubniß er- Telegramm an Herrn Hingpeter noch nachträglich hervor. theilen, bevor ein zu schaffendes Bauschöffenamt erklärt hat, daß gerufen. In der Kreuz Zeitung" lesen wir an hervor Der Bauherr Sicherheit biete, für die Befriedigung der Forde ragender Stelle: rungen der Bauhandwerker, Lieferanten und Arbeiter. In zweifelEingesandt. haften Fällen kann vom Bauherrn die Bestellung von Sicherheit In betreff des faiserlichen Telegramms möchte ein älterer verlangt werden. Der Bauherr haftet allen Handwerkern, Geistlicher den lieben Amtsbrüdern den Rath geben, über das Lieferanten und Arbeitern persönlich. In der Debatte erklärte felbe möglichst wenig zu sprechen, sondern sich lieber dahin zu fich nur Abg. J& del( frf. Bp.) gegen den Kommiffionsantrag, vereinigen, mit erhöhter Inbrunst des theuren Kaisers Majestät während alle übrigen Redner dafür eintraten, auch der Frei- in ihre tägliche Fürbitte einzuschließen. tonservative Abg. Schreiber, obgleich deffen Partei prinDer Gedankengang dieses älteren Geistlichen ist uns zipiell der Ansicht ist, daß diese Angelegenheit durch Reichs- trotz ernſten Nachdenkens unklar geblieben, auch wissen wir gefet zu erledigen fei. Schließlich Dr. nicht, was durch die Fürbitte in diesem Falle bezweckt miffionsantrag Irmer( f.), durch die Regierung aufgefordert werden soll. angenommen, den ebenso wurde der Komein Antrag 91 Das Berliner Polizeipräsidium hat die antigliederliste einzureichen, femitischen Bereine aufgefordert, eine neue, ganz genaue MitWerden die Antisemiten etwa nicht mehr zu den ftaats. erhaltenden Parteien gerechnet? Die Kölnische Beitung" bei Hofe verboten! Berschiedene Blätter glauben aus zuverlässiger Quelle mittbeilen su tönnen, daß auf Befehl des Raisers von jetzt ab bie " Rölnische Zeitung" in den königlichen Schlössern nicht mehr gehalten werden darf. Dieses kaiserliche Werbot wird wohl nicht mit unrecht mit den jüngsten Artikeln der Köln. Beitung" gegen das Flügeladjutantenthum in Verbindung gebracht. Die Kölnischen Zeitung" mag nun sehen, wie sie den Schaden wieder gut macht. -3um Magimal.Arbeitstag in Bädereien. Die Frankfurter Beitung" erfährt, daß außer dem konser= vativen Antrage, der verlangt, daß die Verordnung über die Arbeitszeit in Bäckereien nicht in fraft trete, ein anderer in Vorbereitung fei, der dahin gehe, daß die Arbeitszeit in Bäckereien anders als in der Verordnung geregelt, wird, für befferen Schuh der dringlichen Forderungen Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. und zwar die Stundenzahl nur für die ganz der Bauhandwerker zu sorgen, sowie ein Antrag v. Eynatten Die zweite Strafkammer des Landgerichts Berlin II verhandelte Woche, nicht für den einzelnen Lag festgesezt ( 3.), wonach Kirchen- und Wohlthätigkeitsbauten von der Brüfung durch Bauschöffenämter ausgenommen werden sollten. gestern gegen die Frau Karoline Anders aus Rigdorf werde. Hierzu bemerkt die Deutsche Tageszeitung", bas Organ Morgen: Anträge auf Borlegung einer Medizinalreform, sowie wegen Majestätsbeleidigung. Die Angeklagte tam eines Tages im November v. J. zu ihrer Nachbarin, welche an der der nimmersatten Agrarier:" Wir würden bedauern, wenn der Antrag betr. Geschäftsbetrieb in Konditoreien und Bäckereien.-Band ein Kaiserbild, sowie andere Persönlichkeiten aus der konservative Antrag zu gunsten dieses neuen zurückgezogen T Im Ministerium war er Vertreter des reinen Manchesterthums werden sollte; denn unseres Erachtens liegt auch zu einer folchen eines pathologischen Instituts) wird in 8. Lesung debattelos gehebulgent aufgefordert, ihre Beobachtungen über die Arbeits Regelung der Arbeitszeit in Bäckereien teine Beran- nehmigt. verhältnisse in dieser Branche ebenfalls der Kommission mitlassung vor." Es folgt der Kommissionsbericht über den Autrag zutheilen." Aber für Liebesgaben an die ostelbischen Großgrundbesitzer Wallbrecht( natl.) betreffend bie Einführung von ift immer Veranlassung da! Arbeitszettel find weiter eingeführt worden vom Gewerbe Orte statuten zur Sicherung der Bauforderungen. Die gericht in Kreuznach. - Otto Gamphaufen ist heute im 84. Lebensjahre einen Gefeßentwurf vorzulegen, nach welchem mittels tgl. Ver Kommission schlägt schlägt vor, die Regierung zu ersuchen, Ein Volksbureau, das jedermann unentgeltlich Rath und gestorben. Er war von 1854 bis 1869 Präsident der Seehandlung ordnung für einzelne Land- und Stadtgemeinden nachstehende Auskunft in allen auf die Reichs, Landes- und Orts. Gefeßund von da ab bis zum Februar 1878 preußischer Finanzminister. Bestimmungen Gesetzestraft erlangen: 1. Die Bauerlaubniß muß gebung bezüglichen Fragen ertheilt und auch Schriftfäße, soweit und des rücksichtslosen Unternehmerthums. Von ihm rührt das Wort von der Genehmigung eines Bauschöffenamts abhängig gemacht sie ohne juristischen Beistand gefertigt werden fönnen, unher, daß das beste Mittel zur Sicherung der Stellung Deutschlands werden; 2. für die Zusammensetzung des Bauschöffenamts entgeltlich liefert, ist von der thüringischen Stadt Ruhla er auf dem Weltmarkte das Herabdrücken der Löhne sei. find Bestimmungen zu zu treffen; 3. außer den Bau richtet worden. Bismard Vorbereitungen traf, die Wirthschaftspolitik von den plänen find Kostenanschläge einzureichen; bei Bedenken Die deutsche Auswanderung ist in diesem Jahre größer freihändlerischen in die schutzöllnerischen Bahnen zu lenten, trat gegen Zahlungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Unter- als im vorigen. Ueber Bremen, Hamburg, Stettin und andere er aus dem Ministerium aus. Im Jahre 1881 hatte Camp nehmer fann das Bauschöffenamt Kautionsstellung ver- deutsche Häfen wanderten im April 3545 Deutsche aus, gegen hausen einen viel bemerkten Zusammenstoß mit Bismarck im langen. 4. Der Bauherr haftet für alle Forderungen der Arbeiter 3007 im April vorigen Jahres, und auch die Auswanderung Herrenhause über die Wirthschaftspolitit. und Handwerker, deren Forderungen gegenüber Beschlagnahmen über belgische und holländische Häfen ist gestiegen. Im ganzen und Verfügungen über die bestellte Sicherheit unwirksam find. traten im April d. J. über deutsche und fremde Häfen 4271 Der Verein zur Förderung der Handels. 5. Gegen Anordnungen des Bauschöffenamts findet Beschwerde beim Deutsche die Reise über's große Wasser an, gegen 3510 in der freibeit, die Organisation des Restchens von Manchester- Kreisausschuß statt, der endgiltig entscheidet. 6. Auf Reparatur-, gleichen Zeit des vorigen Jahres. männern, hielt am 16. Mai in Lübeck seine Generalversammlung Reichs, Staats, Provinzial, Kreis- und Gemeinde- Bauten Aus Würzburg berichtet die„ Unterfränkische Volkstribüne": ab. Einstimmig wurde die folgende von Brömel begründete findet das Gefeß keine Anwendung. Resolution angenommen: Als Die Versammlung erblickt eine schwere Bedrohung der gefammten Gewerbthätigkeit Deutschlands in den agrarischen Bestrebungen, welche unter dem Vorgeben, der deutschen Industrie günstigere Absazbedingungen auf überseeischen Märkten erwirten zu wollen die dauernde Abschließung des deutschen Marktes gegen den überseeischen Wettbewerb durch Kampfzölle bezwecken und, wenn erfolgreich, die Vernichtung des deutschen überfeeischen Handels und der auf die Ausfuhr angewiesenen Judustrie zur Folge haben würde. -Zu dem Vorgehen der Lauterberger Fabri tanten, die 450 Stuhlmacher aussperrten, hat nun auch der Herr Landrath Stellung genommen, indem er am Donnerstag folgendes anschlagen ließ: Der fönigl. Landrath des Kreises Osterode am Harz. Journal- Nr. 4886 I. # Bei der Neuwahl des Obermeisters fam es zu turbulenten In der Mainzer Bäckerinnung tracht es in allen Fugen. Szenen, so daß die Versammlung geschlossen werden mußte. Der Streit Wegen Beschäftigung von Gehilfen und Lehrlingen in Hierzu ist von dem Abg. Irmer( f.) ein weiterer Antrag Bäckereien und Konditoreien hatte die tgl. Regierung gestellt, die Regierung wolle erwägen, ob für die Bauforderungen die Handels- und Gewerbekammer zu einem Gutachten auf außer den persönlichen Ansprüchen nicht auch ding gefordert. Nach dem Referate des Herrn Wolpert begutachtete liche Ansprüche an das Baugrundstück gewährt werden können. Die Kammer, daß Gehilfen und Lehrlinge in Bäckereien Abg. b. Eynatten( 3) will zu den Ausnahmen der von nachts 12 bis mittags 12 Uhr und in Konditoreien von Biffer 6 des Kommissionsantrages auch Kirchen- und nachts 12 Uhr bis nachmittags 2 Uhr( also 14 Stunden un ohlthätigteitsbauten aufgeführt wiffen. unterbrochen beschäftigt werden dürfen. Aus den 12 be= Die Abgg. Bröse( f.) und Felisch( f.) treten für die Rom ziehentlich 14 Stunden werden aber oft genug 14, 16 und missionsanträge und den Antrag Frmer ein. Von dem Abg. mehr Stunden. Dafür leben wir auch im Zeitalter der SozialFelisch wird namentlich betont, daß eine ernstlich in Angriff ge- reform". fachen würde.( Beifall rechts.) Leider würden nach dieser Richtung nommene Organisation des Handwerks die Materie sehr vereinhin die fortwährenden und dringenden Wünsche seiner politischen Freunde nicht berücksichtigt. Abg. Jäckel( frs. Vp.) bekämpft die Kommiffionsvorlage, unmehr hat der gesammte Vorstand sein Amt niedergelegt und wird diese angenommen, so wird kein anständiger Mensch mehr hat seine Ursache darin, daß ein großer Theil der Mitglieder die muß jezt das Kreisamt eine Neuwahl anordnen. bauen wollen.( Widerspruch rechts.). Einsichtige Handwerker be- Auflösung der Innung und die Gründung einer freien Genossens dürfen einer solchen staatlichen Bevormundung nicht. Die Haft- schaft anstrebt. Haft- Auflösung barkeit( Punkt 4 des Kommissionsantrages) sei eine Härte. Infolge der Arbeitseinstellung in den Stuhlfabriken zu Lauterberg, Barbis und Doerfeld sehe ich mich veranlaßt, beantragt, den Antrag Wallbrecht der Regierung als Material darauf hinzuweisen, daß die Uebung eines Zwanges gegen zu überweisen. diejenigen Arbeiter, die arbeiten oder weiter arbeiten wollen, Rommissionsberathung und bittet, den vorgeschlagenen Anträgen Abg. Wallbrecht( natl.) ist erfreut über das Ergebniß der Achtung, Klavierarbeiter, Tischler und Polirer! Der sowie auch die Aufforderung zur vorschriftswidrigen Einstellung der Arbeit strafbar ist, daß allen arbeitswilligen Arbeitern polizei- zuzustimmen. Gerade anständige Leute werden fünftig bauen Lohnkampf der Klavierarbeiter Berlins dauert schon die 5. Woche licher Schutz gewährt, und allen Versuchen, dieselben von der Arbeit und die Bauschwindler werden es nicht mehr wagen, Bau- und umfaßt noch immer 2600 Mann. Erlaubniß nachzusuchen. abzuhalten, entgegengetreten werden wird. Jusbesondere warne ich Abg. Schreiber( t.) schließt sich dem Vorredner an. auch vor allen Versuchen, durch Mittel der Ueberredung, Berführung oder gar Einschüchterung Arbeiter von der Arbeit oder von der Vorlage einverstanden, hat aber gegen einzelne Bestimmungen Abg. Schmidt- Warburg( 3.) ist mit dem Grundgedanken der Wiederaufnahme der Arbeit bezw. von der Erfüllung ihrer ver- des Kommissionsantrages Bedenken; er will aber für tenselben tragsmäßigen Verpflichtungen, sei es auf den Arbeitsstellen bezw. stimmen, ohne sich für später an aue Ginzelheiten des Antrages in der Nähe oder sonstwo abzuhalten. Im übrigen warne ich alle vor jeder Stöeung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, mit 84 binden. dem Bemerken, daß gegen etwaige Ausschreitungen sofort und unnachfichtlich eingeschritten werden wird. au Bekanntmachung. Der Landrath. um " Er Die Abgg. Dr. Lewald(*) und v. Willisen( k.) stimmen dem Kommissionsantrage im Interesse des Handwerks bei; letterer bemerkt, daß die Kommissionsanträge nöthig sind, da die Herren Juristen uns in dieser Frage sowohl zivilrechtlich. wie strafrechtlich im Stiche gelaffen haben. den Kommissionsvorschlag, will aber doch für denselben in dem Abg. Dr. Jrmer( f.) hat schwere prinzipielle Bedenken gegen Sinne stimmen, daß die Regierung fernere Erwägungen zum Schuhe der Bauhandwerker anstellen wird. Nicht auf öffentlich rechtlichem, sondern auf privatrechtlichem Gebiete werden gesetzgeberische Aenderungen anzustreben fein. Daß die Anregung hierzu von den Nationalliberalen ausgeht, ist erfreulich; die Herren vereinigen sich vielleicht mit uns auch in der Forderung des Befähigungsnachweises für das Handwerk. Bedenken. Gewerkschaftliches. Das Unternehmerthum sucht sich auf jede Weise, besonders durch die hiesige und auswärtige Presse Ersatz für die streifenden nicht kargt, und Personale zu schaffen, wobei es mit schönen Versprechungen dem Publikum wird vorgespiegelt, ber Betrieb sei in vollem Gange. Besonders bringt die Berliner Volts- Beitung" in ihrem Arbeitsmarkt eine Menge Arbeitsangebote. Man sucht 3. B.:„ Klavierarbeiter, welche sich nicht im Ausstand befinden gute Möbeltischler und Tischler, welche sich im Pianofach ausbilden wollen." Bisher ist es dem Unternehmerthum aber nur in ganz vereinzelten Fällen gelungen, Rollländer, Geh. Regierungsrath. etliche junge Leute einzufangen, und zwar ist es hauptsäch lich die Berliner Tischler Innung, welche den Mehr behördliches Entgegenkommen werden wohl die Fabrikanten selber nicht beanspruchen. Daß auch fie den§ 153 Silfe zu bringen sucht. Diese Bunftbrüder, welche dem Fabrium theil schon am finanziellen Abgrund stehenden Fabrikanten der Gewerbe- Ordnung zu beachten haben, davon steht in der Bekannt fantenthum in ihrem Berufe so spinnefeind sind, weil es den machung nichts. Röstlich ist die Warnung vor den Mitteln der Ueber goldenen Boden des Handwerks" untergrübe, treten hier als redung" und die Stelle von der Erfüllung der vertragsmäßigen Patrone derselben Unternehmerklasse auf. Weil es sich darum Verpflichtungen". Man vergleiche damit den Fabrikanten- ukas, der in der letten Sonnabendnummer des„ Vorwärts" veröffent: handelt, die Interessen des Geldsacks gegenüber dem Recht der licht ist. Daß ein höherer Beamter desselben Preußens, wo lebendigen Arbeit zu vertreten, marschiren Tischlermeister Zopf vor mehr als einem Dutzend Jahren die Sozialreform inaugurirt und Pianofabrikant Pros Arm in Arm!- Berufsgenossen Deutsch wurde, gegenüber einem Fabrikantenvorgehen von der Sorte lands und besonders Berlins, folgt den Lockrufen unserer Fabrikanten des Lauterbergischen eine solche Bekanntmachung erlaffen mit dem Kommissions antrage einverstanden und haben nur gegen fallt uns nicht in den Rücken und bedenkt auch, daß unsere Geld= Die Abgg. Kirsch( 3.) und Ples( 3) sind im wesentlichen nicht; bleibt fern von unseren Arbeitsstätten; baltet Guch so, wie wir es im letzten Lohnkampf der Berliner Tischler gethan haben; würde, das ist nur in einer Periode nicht erstaunlich, wo ein Einzelheiten, namentlich gegen den Umfang der Sicherheitsleistung, Mann wie Stumm den Ton angiebt. mittel sehr gering find, so daß wir in der Hauptsache auf unseren Ueber den Stand des Streits ist zu berichten, daß die Fabrikanten alles aufbieten, Es werden die Rommissionsanträge, fowie die Opfermuth, auf unsere Ueberzeugungstreue angewiesen sind. bringen, die Arbeit zu den bekannten schmählichen Kirchen und Wohlthätigkeits- Bauten unter die auf uns zu nehmen, so ersuchen wir Euch, durch finanzielle und bie Arbeiter dazu beiden dazu vorliegenden Amendements( Aufnahme der Wie wir, die Streifenden, uns verpflichteten, alle Entbehrungen Bedingungen wieder aufzunehmen. Ein Fabrikant hat einem Ausnahmen der Nr. 6 und Erwägung, dinglicher Rechte moralische Unterstützung nach Kräften dazu beizutragen, daß wir seiner Arbeiter eine hohe Geldsumme versprochen, wenn er sich für die Bauforderungen) angenommen. den schweren Kampf siegreich beenden. Halten die Ausständigen der Bewegung nicht anschlösse, und hat damit leider auch Erfolg gehabt. Die Haltung der Ausgesperrten ist musterhaft. Eine Es folgen Petitionen, meist von Gemeinde. und nur noch wenige Wochen zusammen, so müssen die Fabrikanten nachgeben. Hoch die Solidarität! Alle Arbeiterzeitungen. von 600 Personen besuchte Bersammlung, wo Beims aus Eisenbahnbeamten um Verbesserung ihrer Gehaltsverhältnisse. Goslar und Traute wein aus Quedlinburg referirten, sprach Rommissione vorschläge durch Annahmie anderweiter, für die instrumenten- Arbeiter Berlins. Die Petitionen werden mehrfach unter Ablehnung der werden um Nachdruck gebeten. Die Lohnkommission der Mufitihnen ihre thatkräftige Sympathie aus. Petenten günftigerer Anträge erledigt. Bei ber Alb- Achtung, Zimmerer! In den Baugeschäften von Mittag, Frankreich. stimmung über einen derartigen Antrag des Ab- Kurfürstendamm 21, und Lenz, Yorkstr. 40, haben am Montag Paris, 17. Mai. Mehrere tausend junger Leute machten geordneten Witt( fonservativ), der eine Petition der Tele- die Zimmerer die Arbeit niedergelegt, weil 10 Stunden gearbeitet vor der Statue der Jeann d'Arc eine Kundgebung zu gunsten der Veranstaltung eines Nationalfestes zu Ehren der National- Gehalts- und Alterszulagen der Regierung zur BerückPlaz am Urban, arbeiten die sechs dort beschäftigten heldin. Darauf begaben sich die Manifeftanten unter Ausstoßen sichtigung( die Kommission beantragte„ als Material") über- Bimmerer 10 Stunden. Borgenannte Geschäfte sind so von Rufen vor die Redaktionslokale der„ Libre Parole", des wiesen wissen wollte, wurde Auszählung nöihig. Es ergaben sich lange zu meiden, bis die Differenzen geregelt sind. Peuple Francais" und des Intransigeant", indem sie ver. 67 Stimmen für und 67 Stimmen gegen den Antrag. Das Haus Der Zimmermeister Georg Mant in Schöneberg hat die neunfuchten, unter dem Rufe:„ Nieder mit Rochefort" die Thüren ist nicht beschlußfähig. stündige Arbeitszeit wieder eingefübrt. Mittwoch, den 20. d. M., der legtgenannten Redaktion zu sprengen. Die Polizei mußte Morgen 11 Uhr: Antrag Kruse betr. Medizinalreform; abends 8 Uhr, wird bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44, eine Playmehrere Male mit der blanken Waffe vorgehen, ehe sie die Nuhe- Antrag v. Arnim( t.) betr. Bäckereibetriebe. Deputirtenfigung abgehalten. Wir ersuchen hiermit nochmals, ftörer zerstreuen konnte; sie nahm drei Verhaftungen vor.von jeder Arbeitsstelle einen Vertreter zu entfeuden. Die Lohntommiffion. J. A.: Theodor Fischer, Danzigerstr. 83. Zum Berliner Tabatarbeiterstreik. Die Firma Dorendorf, Brunnenstraße, erklärte sich auf Ehrenwort bereit, von Sozialdemokraten bestehenden neugewählten Ausschuß der die Lohnkommission, sie aus der Liste der Firmen zu streichen, die Die Statthalterei in Lemberg in Galizien hat ben aus jegt an ebenfalls den tarifmäßigen Lohn zu zahlen, und ersuchte Bezirks- Krantentasse aufgehoben, nachdem er vom noch nicht bewilligt haben. Diesem Ersuchen wird hiermit nachMagiftrat genehmigt worden war. Natürlich wird dieser gekommen. Die Lobutommission. Geniestreich der höheren Bureaukratie die Ausbreitung des SoAchtung, Schmiede, Arbeiter! Seit 4. Mai steben die zialismus in Galizien wieder ein beträchtlich Stück fördern. Schmiede Leipzigs im Kampfe um 35 Pf. Mindest Savannah, 17. Mai. Die Aufständischen unter Gomez und Bezeichnend ist der Vorgang aber für das in Galizien herrschende Stundenlohn und um 91/2 stündige Arbeitszeit. Jeder, der einen Hoyos wurden bei Piedra Plata mit einem Verluft von brutale Regiment. Im übrigen Oesterreich haben die Aufsichts- Einblick in das Schmiedegewerbe hat, wird diese Forderungen 17 Todten in die Flucht geschlagen. Ebenso wurde die Schaar behörden den Willen der Krankenkassen Mitglieder respektirt, als gerechte und mäßige bezeichnen müssen. So hofften denn Cepero's bei Limonar geschlagen und verlor 15 Todte. Der indem sie die vielfach aus Sozialdemokraten bestehenden Vorstände auch die Schmiede Leipzigs, die Forderungen auf gütlichem Wege Verlust der spanischen Truppen betrug nur einige Verwundete. der Bezirks- Krankenkassen nirgends anfochten. Und nach all' diesen tagtäglich gemeldeten Siegen verlangt General Weyler 60 000 Mann Verstärkung. Seine Lügendepeschen baben turze Beine. Paris, 18. Mai. Bezüglich des Ursprunges der Krisis in der royalistischen Partei bestätigt der„ Gaulois", daß der Herzog von Orleans beabsichtigt habe, sich bei verschiedenen Staats- und Munizipalwahlen als Kandidat aufstellen au laffen. Das royalistische Komitee sei diesem an Boulangismus erinnernden Plan entgegen getreten. Amerika. Savannah, 17. Mai. Der Insurgentenführer Maximo Gomez rüdt weiter vor; die Vorhut desselben ist in der Nähe von Colon eingetroffen.Afrika. In Pretoria herrscht, wie englische Blätter melben, große Erregung infolge der von der" Johannesburg Times" im Facsimile veröffentlichten Pläne Jameson's zu einem Ueberfall und Bombardement von Pretoria, welche, wie man behauptet, nach dem Gefecht von Doornkop in bem Gepäck Jameson's vorgefunden wurden. Der Ausführende Rath der südafrikanischen Republik hat bie Berbaunung der Gefangenen bestätigt. Einer berselben, namens Grey soll irrsinnig geworden sein und sich die Keble durchschnitten haben. Massauah, 17. Mai. Ras Sebat hat den gefangenen italienischen Lieutenant Poggi freigelassen; derfelbe ist gestern im Hauptquartier der Italiener eingetroffen. Die Freilassung der in Tigre befindlichen italienischen Gefangenen fteht unmittelbar bevor. Gerüchtweise verlautet in Suatin, ber Khalif in Omdurman sei gestorben. Abgeordnetenhaus. 78. Sigung vom 18. mai, 11 Uhr. Am Ministertische: Finanzminister Dr. Miquel und Rom miffarien. Der Nachtragsetat( 200 000 m. erfte Rate zur Erbauung graphisten baith Berliner Polizeipräsidium um Regelung ihrer werden sollte. Bei der Baufirma Basedom 11. Wolf. Schluß 44 Uhr. Partei- Nachrichten. " Schweiz theilt der Grullianer" mit, daß die Feier in zirka Ueber die Betheiligung an der Maifeier in der 50 Orten begangen wurde, was gegenüber früheren Jahren eine starke Zunahme bedeutet. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. " bilfen zu verhandeln. Es werden deshalb die Schmiede gebeten, zur Geltung bringen zu fönnen. Aber vergebens. Die Herren Unternehmer balten es nicht einmal für nöthig, mit ihren Ges sich nicht durch Agenten oder sonst wie nach Leipzig locken zu laften, und alle Arbeiter werden ersucht, die Ausständigen finanziell nach Kräften zu unterstützen und dafür zu wirken, daß Redakteur Wolfgang in Brandenburg hat die der Zuzug von Schmieden nach Leipzig unterbleibt. zwei Monate Gefängniß verbüßt, die ihm wegen Majestäts- Alle Arbeiterblätter, auch die des Auslandes, werden beleidigung auferlegt waren. In Aussicht steht ihm noch eine um Abdruck gebeten. Sendungen an Heinrich Schrader dreimonatige Gefängnißstraße wegen Beleidigung des Super in Leipzig, Münzgaffe 6. intendenten Zander in Luckenwalde, sofern nicht das Kammer- Der Vertrauensmann der Schmiede Leipzigs. gericht das Urtheil der Vorderinstanz aufhebt. Der Drucker der Magdeburger Boltsstimme". Metall- und Holzarbeiter der Waschinenfabrik von Horney Achtung, Metall- und Holzarbeiter! Am 9. Mai haben Genosse Louis Arnoldt, hat am 15. Mai an den Justiz= minister Herrn v. Schönstedt eine Depesche folgenden Inhaltsregelung zweier Arbeiter, welche bei der Direktion vorstellig und Roedel in Neustadt( Mecklenburg) infolge Maßabgefandt:„ Am 1. Mai war in meinen Geschäftsräumen polizeiliche Haussuchung. Ueber beschlagnahmte Sachen erhielt ich kein wurden, die Arbeit niedergelegt. Es werden die Metallarbeiter die nächst betheiligten find Dreher, Schloffer, Schmiede Verzeichniß, habe am 11. Mai Berzeichniß erbeten, bis heute fowie sämmtliche Holzarbeiter aufgefordert, hiervon Kenntniß zu darauf noch ohne Bescheid; bitte, untere Behörde zum Bescheid nehmen. Zuschriften sind zu richten an Karl Haarber, per zu veranlassen." Verhaftung wegen des Maibildes der„ Voltsstimme" eingelegte Adresse R. Bader, Fremdenverkehr, Neustadt in Mecklenburg. Beschwerde ist vom Gericht mit derselben Begründung zurück- Von den Holzarbeitern war in diesem Jahre ein inters gewiefen worden, wie die Beschwerde des Verlegers ar baum; nationaler Kongreß in Amsterdam geplant. Wie nunmehr auch sein Gesuch, ihn gegen Kaution auf freien Fuß zu setzen, berichtet wird, ist die Abhaltung desselben wegen der voraus wurde abgelehnt. sichtlich geringen Betheiligung aufgegeben. Dagegen will man versuchen, auf dem allgemeinen Kongres in London eine festere internationale Annäherung der Holzarbeiter zu schaffen und besonders mit den englischen Berufsgenossen in möglichst enge Der preußische Handelsminister hat die Gewerbe Beziehung treten. Zu diesem Zweck baben die Delegirten des Aufsichtsbeamten und Polizeibehörden im An- Holzarbeiter- Verbandes auf dem Berliner Gewerkschaftekongreß schluß an die von der Reichskommission für Arbeiterstatistik über beschlossen, ihren Berufsgenossen zu empfehlen, Rloß aus die Zustände in der Konfektionsindustrie vorgenommenen Er. Stuttgart als Delegirten für Deutschland nach London zu Die vom Redakteur Schröter gegen seine Soziale Mebersicht. Tenden. Die Holzarbeiter werden ersucht, ihre Zustimmung zu diesem Vorschlag in öffentlichen Versammlungen zu geben, und durch freiwillige Saminlungen die Kosten für die Delegation zu decken. Die Erklärungen über das Einverständniß zu diesem Beschluß find an Röske in Hamburg- Eimsbüttel, Bismarckstraße 10, au senden. Die organisirten deutschen Böttcher haben gegenwärtig ca. 750 Streitende zu unterstützen, darunter über 400 Schäffler in München. Die Auflösung der Berliner Partei- Organisation vor Gericht. Berliner Karket- Organisation ( Schluß aus der 1. Beilage.) Angell. Singer hebt nochmals hervor, daß die Besprechung des Bierboykotts in einer von öffentlichen Bersammlungen ge wählten Kommission stattgefunden hat. daß sich in einer Person oft mehrere Aemter vereinigten, dürfe Aus dem Umstande, nicht auf eine Verbindung zwischen den einzelnen Vereinen ge schlossen werden. Er erwarte mit Bestimmtheit die Frei fprechung. Die übrigen Angeklagten haben nichts anzuführen. Versammlungen. Herr Direktor Samst vom National Theater läßt uns eine Berichtigung zugehen, die sich auf den in unserer Donnerstagsnummer enthaltenen Bericht über eine am Tage vor her stattgefundene Kellnerversammlung bezieht. Herr Sam st wie das übrigens mit dem beigefügten Kontrakt übereinstimmt. giebt in seinem Schreiben alles in unserem Bericht gesagte zu, Der ausdrücklichen Bestätigung der Angaben, daß die Kellner je Dauer der Ausstellung bei Strafe des Verlustes ihrer Kaution 50 M. Raution hinterlegen müssen, daß sie während der nicht fündigen dürfen, während sie vom Prinzipal sofort entlassen werden können u. s. w., läßt dann Herr Sam st eine längere Erzählung folgen, in der er mittheilt, daß er acht Kellnern Ueber den Breslauer Maurerstreif berichtet die„ Volkswacht", daß die Meister darauf beharren, nur 37 Pf. anstatt der geforderten 40 Pf. Stundenlohn zu bewilligen; wie den Maurern wollen sie auch den Arbeitsleuten nur 2 Pf. mehr geben. Betreffs der Arbeitszeit, die jetzt 11 Stunden beträgt, machen sie gar keine Konzessionen. Eine Versammlung der Streifenden beschloß Fortsetzung des Ausstandes, erklärte fich jedoch jederzeit zu Verhandlungen bereit, wenn von den Meistern und Unternehmern oder dem Gewerbegerichts- Vorsitzenden Stadt- Staatsanwalt Schweigger: Aus dem Umstande, daß gegenüber, die sich des schlechten Geschäftsganges wegen mit der syndikus Göz der Wunsch danach ausgesprochen werde, und wählte ich die Anklage gegen die Bertrauensleute habe fallen laffen Bitte um Entlassung an ihn gewandt halten, von seinem ihm für diesen Fall eine befondere Verhandlungskommission, wobei und mich mit den Zeugenaussagen nicht weiter beschäftigt habe, laut Vertrag zustehenden Rechte einen Gebrauch gemacht sie sich jedoch das Recht der endgültigen Beschlußfaffung über baben Bertheidiger und Angeklagte geschlossen, daß ich das habe. Er habe ihnen ihre Kaution sofort zurückgezahlt. Vereinbarungen ausbedang. Inzwischen haben 22 Unternehmer Material für nicht verwerthbar gehalten habe. Das ist nicht Wenn wir auch gern glauben wollen, daß es Unternehmer die Forderungen der Maurer bereits bewilligt; zu den neuen der Fall, ich habe dieses Material verwerthet, es scheint mir nur geben mag, die rücksichtsloser auf die im Kontrakt enthaltenen Bedingungen arbeiten 100 Maurer. 3uzug nach Breslau nicht für die Verurtheilung auszureichen. Von einer Niederlage schlimmer Mißbrauch der wirthschaftlichen Macht überhaupt, Bestimmungen bestehen, so bleibt es nichts desto weniger ein ift streng fernzuhalten. der politischen Polizei kann unter diesen Umständen keine Rede sein. Herr Bebel soll doch nicht den Tag vor dem Abend loben olche Verträge dem ökonomisch Schwachen zu oftroiren. Uebrigens war die Handlungsweise des Herrn Sam ft im und abwarten, ob nicht der Gerichtshof noch zu einer Ver- Uebrigens war die Handlungsweise des Herrn Samft im urtheilung fommen wird. Im übrigen erkläre ich dem An- obigen Falle für ihn selbst noch recht einträglich, denn er wurde geklagten Bebel: Ich werde sein Material über andere Parteien auf gute Manier acht Leute los, denen er doch einen wenn auch winzigen Gehalt zu zahlen und Roft zu dankbar entgegennehmen und ihn freudig als Mitarbeiter bei verabreichen hatte. Und diese Großmuth erblaßt noch mehr, meiner Arbeit begrüßen, Rechtsanwalt Heine: Es war bisher stets Prayis in allen wenn man in betracht zieht, daß der von Herrn Samst, wie politischen Prozessen, auch zur Zeit des Sozialistengesetzes, daß der von fast allen Wirthen der Ausstellung aufgestellte Kontrakt der Gerichtshof im Interesse der Unmittelbarkeit des Berber ungleichen Kündigungs Bedingungen wegen ungefey Verfahrens nur das von den Zeugenaussagen als Unterals Unterlich ift. eigener Wahrnehmung bekunden konnten, nicht was sie vom Weberür. 17, tagenden Versammlung war eine sehr rege Agitation lage für ſein Urtheil ansah, was die Beamten aus Fachverein der Bäcker. Zu der am 12. d. 13. bei Nieft, Sörensagen hatten. An der Niederlage der politischen Polizei entfaltet worden und hatten mehr denn 500 Bäckergesellen ber wird, planhe ich, auch durch ein. Verurtheilung der Angeklagten Einladung Folge geleistet. Pörsch referirte in einem beifällig nichts geändert werden. aufgenommenen Vortrag über das Thema Weshalb organisiren nichts ändert werden. wir uns?" In der Diskussion wurde der Wunsch ausgesprochen, angesichts der Thatsache, daß die beiden konservativen Fraktionen im Reichstage den Antrag auf Zurücknahme der Bundes. raths Verordnung vom 4. März gestellt haben, den Vertrauensmännern anheimzugeben, die Uebelftände in den Renntniß zu bringen, sowie eine Boltsversammlung einzu Bäckereien der Berliner Einwohnerschaft in einem Flugblatt zür Die Tischler- Aussperrung in Leipzig dauert fort. Ein Theil der dem Unternehmerring aber nicht der Innung angehörigen Fabrikanten haben kapitulirt und die Arbeiter eingestellt. Gegen fie will die Junung auf Zahlung der 1000 M Konventionalstrafe für jeden Fall wo diese Fabrikanten Arbeiter eingestellt baben, flagbar werden. Wenn bis Dienstag nicht alle ausgesperrten Tischler eingestellt sind, wollen die arbeitenden Tischler einmüthig die Arbeit niederlegen. An Ersatz haben die Unternehmer bis jetzt 38 Mann bekommen. Der Dortmunder Zimmererstreik dauert unver Der Dortmunder Zimmererstreik dauert unver. ändert fort; man möge sich nicht von gegnerischen Blättern beirren lassen, sondern nach wie vor den Buzug streng fernhalten. Um 3 Uhr zieht sich der Gerichtshof zur Berathung zurück Nach siebenstündiger Berathung, um 10 Uhr abends, kehrt der Gerichtshof in den Saal zurück. Trotz der späten Stunde ist der Zuschauerraum überfüllt. Der Vorsitzende beginnt: = berufen. Die Filiale des Allgemeinen Deutschen Tapezirerveretus hörte in ihrer sehr gut besuchten Mitgliederversammlung vom über„ Die Deutschen im Auslande". Unter Bereinsangelegen 13. Mai einen interessanten Vortrag des Genossen Ledebour Aus Mainz. Der Streit der 3 wicker und Auspuher in der Albert Reifenburg'schen Schuhfabrik dauert bereits in die dritte Woche. Um nicht nachgeben zu müffen, hatte der Fabrikant eine zeitlang den Betrieb der Fabrik gänz lich eingestellt; in letzter Woche hat er ihn mit Hilfe einer neu angeschafften amerikanischen Zwickmaschine wieder aufgenommen. Dadurch will er sich der Nothwendigkeit entziehen, mit den Aus" Ich werde jetzt das Urtheil verkünden. Ich erwarte, daß ständigen zu unterhandeln, weil er angeblich keine Handzwicker das Publikum eine angemessene Haltung bewahren und weder mehr braucht. Infolge des Druckes der öffentlichen Meinung, eine Aeußerung der Zufriedenheit oder der Unzufriedenheit laut die auf Seite der Streifenden steht, fand am Sonnabend zwischen den Ausschuß der Schuhmacher und Herrn Reifenburg werden wird. Ich müßte sonst zu unnachsichtlich strenger Beheiten giebt Pönicke den Bericht vom Streit bei Bodenheim und vor dem Oberbürgermeister Herrn Dr. Gaßner eine Verhandlung strafung schreiten. statt, wo gewisse Bedingungen für die Wiederaufnahme der Arbeit getroffen wurden. Weil aber der Fabrikant hinsichtlich des Lohnes der an der neuen Maschine zu beschäftigenden Arbeiter keine genügende Zusage gemacht hatte, lehnte eine Schuhmacherversammlung die getroffenen Vereinbarungen ab und beschloß die Fortsetzung des Streifs, Der Zuzug ist also noch fernzuhalten. Es sind verurtheilt worden: Auer zu 50 M.; Bebel zu 75 M.; Singer, Pfannkuch, Gerisch, und Kiefel zu je 40 M.; Antrick, Lange, Griese, Erbe, Runge, Babel, Drescher, Hübner und Schumann zu je 30 M. Meyer. Die Situation ist wenig verändert. 4 Streifende haben Beschäftigung gefunden, so daß noch 5 Mann im Ausstand ver die Arbeit aufgenommen hatten, befindet sich nur noch einer in bleiben. Von den 5 Kollegen, welche den Streifenden zuwider der betreffenden Werkstelle. Sämmtliche Redner ermahnen zum ausharren, da immerhin der Streit noch einen günstigen Aus gang verspricht. Die übrigen Angeklagten sind freigesprochen. In Graz streifen 400 Arbeiter der Eisenwaaren 2., 4., 5. und 6. Wahlkreises. Nicht geschloffen die Wahl- dem Bericht des Kassirers verblieb im Monat Mai ein Raffen Geschlossen sind die Parteileitung, die Wahlvereine des Die hiesige Zahlstelle des Verbandes der Bäcker hielt am 12. Mai ihre regelmäßige Monatsversammlung ab. Nach Fabrit von Lapp wegen fortwährender Maßregelung von Bertrauensleuten. Sie fordern nun: 1. Anerkennung der Ver- vereine des 1. und 3. Wahlkreises, die Preß-, Lokal- und bestand von 102,73 M. Die Mitgliederzahl ist auf 246 gestiegen. trauensmänner der Arbeiterschaft, 2. die Zugehörigkeit zur Agitationskommission, sowie die Organisation der Bertrauens- Sandhoff legt alsdann in längeren Ausführungen dar, wie sehr Arbeiterorganisation und die Thätigkeit für dieselbe bilden keinen leute. Die Verbindung hat der Gerichtshof in der Uebermittelung es im Intereffe der Gesellen läge, das Roft- und Logiswesen Entlassungsgrund, 3. die Lohn- und Affordfäße werden in Hinkunft beim Meister abzuschaffen. Auch gegen die sogenannte weder einzeln noch allgemein reduzirt und wird bestimmt, daß von Geldbeträgen und der Lieferung von Druckschriften erblickt. Backstubenverordnung wendet sich der Redner. Zwar habe er das Komitee der Arbeiter das Recht hat, mit Herrn Lapp in Ein dolus brauchte den Angeklagten nicht nachgewiesen zu noch fein Gremp'ar diefer Ordnung in die Hand bekommen, doch Unterhandlungen zu treten und namens der Ausständigen Ver- werden. Ein Irrthum über den Inhalt des Gesetzes schützt sie wie er die Meister tenne, wird sie wohl viel Aehnlichkeit einbarungen zu treffen, 4. Entlassung des Ingenieurs Langenfipp. nicht vor Strafe. baben mit den Hausordnungen in den Strafanstalten. 2000 Tischlergesellen sind am Sonnabend in Prag Folgende Resolution wurde einstimmig angenommen: Die Bei den Vertrauensmännern waren so ziemlich alle Mert- Bersammlung protestirt dagegen, alle in Arbeit tretenden entlassen worden, weil sie ihre im Streit stehenden Kollegen von male des Vereins gegeben, es fehlte aber ein wesentliches, das Gesellen der Firma Röhrs unterstützten. Durch die nachgerade zum auf ihren Gesundheitszustand untersuchen 818 Sport gewordene Aussperrerei werden die Unternehmer in Defter der Leitung. Der wechselnde Vorsitz bei den Sigungen konnte laffen und erklärt dieses Vorhaben als einen Eingriff in die reich sowohl wie in Deutschland gerade das Gegentheil des er- als Leitung nicht angesehen werden, namentlich nicht für die Zeit persönliche Freiheit der Gefellen. Sie fordert die Innung auf, ftrebten Zweckes erreichen. Sie sperren aus, um die Arbeiter wo die Vertrauensleute nicht zusammenkamen. Es mußte daher die ferner, mit allen Kräften danach zu streben, das Rost- und Logis diesen Beschluß rückgängig zu machen. Die Versammlung erklärt organisationen zu vernichten; die Aussperrungen lehren aber den Arbeitern die Nothwendigkeit der Organisation viel eindringlicher, Freisprechung fämmtlicher Vertrauensleute erfolgen, selbstverständlich wesen beim Meister abzuschaffen." Hierauf hielt Genoffe Schmidt als die fleißigste Agitation es vermag. deshalb auch die Freisprechung der Frau Scholz und des Frl. Baader, einen Vortrag über das Bunstwesen im Mittelalter. denen nicht nachgewiesen worden ist, daß sie Mitglieder des Wahlvereins waren. Ju Bern haben fämmtliche Angestellte aller Zweige der Gemeindeverwaltung eine Eingabe eingereicht, worin sie Besoldungsaufbesserung und Versicherung gegen Krankheit sowie gegen Unfall verlangen. Die Lokalfommission hat der Gerichtshof zwar als Verein angesehen, aber nicht als politischen. Ihre Thätigkeit stand zwar Die schweizerischen Textilarbeiter halten am Pfingst- in einem gewiffen Zusammenhang mit politischen Dingen, ihre Sonntag in Bürich eine Delegirtenversammlung Aufgabe selbst, die Erlangung von Versammlungssälen war eine ab. Auf der Tagesordnung stehen: Gründung einer die ganze Schweizerische Textilarbeiterschaft umfassenden Organisation, unpolitische. = Revision des Fabritgesetzes zur Einführung des Zebuftunden- Bei der Preß- und Agitationskommission mag unerörtert tages, Freigabe des Sonnabend Nachmittage für Arbeiterinnen, bleiben, ob sie politische Vereine waren oder nicht. Hier ist keine die Attordlöhne, internationaler Textilarbeiter- Rongreß. Verbindung mit anderen Vereinen nachgewiesen und es mußte Der Verband der schweizerischen Arbeiterinnenvereine deshalb Freisprechung erfolgen. hält an den Pfingstfeiertagen in Basel seine Delegirten Berfammlung ab. Anders liegt die Sache bei den Wahlvereinen und der Zum Dockarbeiterausstand in Notterdam wird uns aus Parteileitung. Die Parteileitung hatte ihre Leitung in dem Holland geschrieben: Wie schon furz berichtet wurde, sind die Vorstand, der sich aus Vorsitzenden, Schriftführern und Kassirer Dockarbeiter( Getreide- und Erzauslader) in Rotterdam in den zusammensetzte. Daß er Statuten nicht hatte, ist unerheblich und Ausstand getreten. Vor einigen Wochen ging ein partieller Aus- fein Grund gegen die Annahme eines Vereins. Die Wahlstand dieser Arbeiter wegen Mangels an Organisation verloren. vereine sind Vereine und haben mit dem Vorstand durch die Es ist die Firma Müller, durch welche die Streitigkeiten entstanden. Diese Firma zwingt durch ihre scharfe Konkurrenz die Hingabe von Geldern in Verbindung gestanden. Es war für anderen Cargadors( Spediteure), die Löhne der Arbeiter zu ver- den Gerichtshof irrelevant, ob diese Gelder durch Vermittelung mindern. Der Nieuwe Nederlandsche Bootwerferbond" hat des Vertrauensmannes oder direkt dem Parteivorstande übernun eine Lohntabelle aufgestellt, die von allen Dockarbeitern angenommen worden ist, und für deren Einführung jetzt gekämpft geben worden sind. Die Angeklagten haben sich darauf wird. Sogar der Fachverein der tatholischen berufen, daß andere Parteien ähnliche oder gleiche Arbeiter hat sich mit den Streikern folidarisch erklärt. Organisationen unterhalten. Die einzige Konsequenz wäre die, Obgleich die Arbeiter sich völlig ruhig und würdig verhalten, daß diese Vereine sich auch strafbar gemacht haben. Das Gericht erregen die Behörden die Gemüther durch ein lächerlich großes tonnte diesen Einwand nicht prüfen, denn es unterliegt nur Aufgebot von Polizei und Militär. Der Bürgermeister ging fogar so weit, den Belagerungszustand über die Stadt zu ver- seiner Beurtheilung, was in der Anklage und in dem Eröffnungshängen. Drei Führer der Arbeiter wurden aus bisher unbekannten beschlusse steht. Ein anderer Einwand besagte, daß die strenge InneGründen polizeilicherseits zu Protokoll genommen. Die provo haltung des§ 8 ein Parteileben überhaupt unmöglich mache. tatorische Haltung der Behörden hat schon zu Zusammenstößen geführt, wobei fechs Personen leichte Verwundungen befamen. Das ist nur ein Zweckmäßigkeitsgrund, der Erwägungen für den Ueber den vermuthlichen Ausgang diefes berechtigten Lohn Gesetzgeber zeitigen tann, aber für den Gerichtshof nicht in betampfes( bie Arbeiter behaupten, daß in Rotterdam von allen tracht kommen darf. Der Richter muß sich streng an das beeuropäischen Häfen die geringsten Löhne bezahlt werden) stehende Gesetz balten. läßt sich nichts Bestimmtes sagen. Es scheint, daß der berüchtigte englische Streitbrecherverein den Cargadors seine Hilfe 84- Die Details werden im schriftlichen Urtheil näher aus gefagt hat. geführt werden. Es sei hier nur gesagt, daß der Gerichtshof ein Aus London wird uns über den bereits ausführlich er- Inverbindungtreten beim Vorstand des ersten und dritten Wahl wähnten Ausstand im Baugewerbe noch geschrieben: Der vereins nicht für nachgewiesen gehalten hat und deshalb die Streit im Baugewerbe nimmt immer größeren Umfang Vorstände dieser Vereine freigesprochen, auch auf die Schließung an. Nachdem vor etwa 3 Wochen die gesammten Maurer und dieser Vereine nicht erkannt hat. Freigesprochen sind schließlich Maurergehilfen( Bricklayers und Labourers) zur Erzielung höherer Löhne in Ausstand getreten waren, bewilligten die Arbeit die Vorstandsmitglieder Ernst und Kröhn im Wahlverein des geber den Maurern 1/2 Penny, den Gehilfen 4 Penny 6. Wahlkreises, weil sie erst ganz kurze Zeit amtirt haben und Die Stunde mehr. Die Maurer nahmen an und kehrten ihnen eine Geldübermittelung nicht zur Last fällt. zur Arbeit zurück. Die Gehilfen lehnten ab und verharrten im Streif ungefähr 10 000 Mann start. Ihnen Bei der Strafzumessung wurde berücksichtigt der Umfang der schlossen sich vom 1. Mai an die Stuckateure( plasterers) an Thätigkeit, die Stellung in der Bewegung und die Vorstrafen gegen 500 Mann und nun haben die Zimmerer und Bau des einzelnen Angeklagten. tischler 8000 Mann beschlossen, vom Montag, den 18. Mai ab, ebenfalls zu streiken. Auch die Gasarbeiter treten für die Streifenden ein, deren Sieg bei dem sich so glänzend bethätigenden Solidaritätsgeist der Arbeiter mit Bestimmtheit zu erwarten ist. im Die Kosten fallen für die Freigesprochenen der Staatstaffe, übrigen den Verurtheilten zur Last. Damit ist diese Sache beendet. Ich schließe die Sigung. Schluß 10% Uhr abends. Charlottenburg. Die Maurer verhandelten in einer öffentlichen Versammlung am 12. Mai über die Beschlüsse der letzten Versammlung in Berlin, die den allgemeinen Streit für aufgehoben erklärte und die Anordnung der Sperre empfahl. In der Versammlung begegnete diefer Beschluß vielfachem Widerspruch, der aber nach einer ausführlichen Klarstellung von seiten Silber schmidt's beigelegt wurde und beschloß die Versammlung, sich mit dem Vorgehen der Berliner Maurer einverstanden zu erklären. Jeden Sonnabend werden Eammelbogen und Marken im Lokal Bismarckstr. 74 verausgabt. Diejenigen Maurer, die nur drei Tage in der Woche gearbeitet haben, sollen 50 Pf. und diejenigen, die voll beschäftigt waren, 1 M. an den Streitfond abführen. Gerichts- Beitung. 16. lära 1882 verhängnißvoll geworden. Das genannte Mandat In Hamburg ist einem Lotteriekollekteur ein Mandat vom bedroht den Verkauf jeden Looses einer in Hamburg nicht zus gelassenen Lotterie mit einer Geldstrafe von 100 Reichsthalern. Der Lotteriefollefteur H. hatte nun 15 Loose der neuen un garischen Klaffenlotterie verkauft und ist jetzt deshalb auf grund 1883 noch geltenden Mandats vom Schöffengericht II zu einer des nach einem oberlandesgerichtlichen Erkenntniß aus dem Jahre Geldstrafe von 4500 m. oder 300 Tagen Gefängniß verurtheilt worden. Die Haftbarkeit des Arztes. In Preungesheim hatte ein Kind von Geburt an eine Augenkrankheit, die häufig vorkommt Der dortige Arzt wandte dieses Mittel an, hatte jedoch einen und nach einer bestimmten Methode durch Aezen behandelt wird. negativen Erfolg. Das Kind erblindete. Die Mutter flagte nun, wie die" Frks. 3tg." schreibt, bei der zweiten Zivilkammer dahin, daß der Arzt für allen entstandenen und noch entstehenden Familie 5000 M. Schadenersatz geboten. Eine Reihe von ärstSchaden aufzukommen habe. Bergebens hatte der Arzt ber lichen Gutachten und ein Obergutachten äußerten sich dahin, daß die Aegung zu früb und zu oft angewendet worden sei. Das Urtheil stellte fest, daß der Arzt für alle jeßigen und späteren Rente wird später verhandelt werden. Folgen aufzufommen habe. Ueber die Höhe der zu gewährenden Deprefihen und letzte Nachrichten. Rotterdam, 18. Mai.( W. T. B.) Obwohl die Arbeits geber den Forderungen der Arbeiter bezüglich der Löhne nachgegeben haben, wurde in einer heute Vormittag abgehaltenen Bersammlung der Schiffsentlader einnimmig beschlossen, die Arbeit nicht vor Abstellung der übrigen Beschwerden wieder auf. zunehmen. Auf den Schiffen aus Harwich haben fast alle Arbeiter die Arbeit wieder aufgenommen. Die von der Great Easterns Company gesandten Engländer find noch hier, arbeiten aber nicht. Auf dem Schiff aus Leith arbeiten schottische Arbeiter, auf dem aus Grimsby Engländer und ein Theil der Bemannung. Im ganzen find 125 Engländer hier. In den Häfen harren 110 Seedampfer und 25 Segelschiffe der Ausladung. Bauarbeiter begann heute früh, indem 12 000 Zimmerleute und London, 18. Mai.( W. T. B.) Der Ausstand der Londoner Tischler nach der Frühstücksstunde die Arbeit niederlegten. Die Bahl der gesammten beim Ausstand betheiligten Arbeiter wird auf 25 000 geschäßt. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Vading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 115. Reichstag. Dienstag, den 19. Mai 1896. 13. Jahrg. feinen Erfolg gehabt. Ich würde dem Kriegsminister und dem darauf, was nachher geschehen wird, wenn die Frist Reichskanzler zu Dant verpflichtet sein, wenn er vor für die zweijährige Dienstzeit abgelaufen ist, um so mehr, der weiteren Berathung der Vorlage mit einer bündigen wenn die Anschauungen sich so schnell ändern. 92. Sigung vom 18. Mai 1896. 1 Uhr. Erklärung zur Beruhigung etwas beitragen könnte. Man Dagegen fann uns nur schützen die Aufnahme einer Bestimmung Am Tische des Bundesraths: Fürst Hohenlohe, mag zur Vorlage stehen, wie man will, die Miß in das Geseh, welche die zweijährige Dienstzeit. v. Marschall, Bronsart v. Schellendorff, Schott ſtimmung über das Ausbleiben diefer Reform wird gefeßlich festlegt. Von einer solchen Bestimmung werden D. Schottenstein. nachtheilig bei allen Parteien wirken. Der wesentlichste wir die Zustimmung zum Gesez abhängig machen.( Sehr richtig! Auf der Tagesordnung steht die erste Berathung des Gesetz- Punkt dieser Reform ist die Deffentlichkeit und Münd- links.) Darin bestärkt uns der Umstand, daß alle Gegner der entwurfs enthaltend Abänderung des Gesezes betr. lichkeit des Verfahrens gewesen, wovon man eine zweijährigen Dienstzeit wieder munter geworden sind und für die Friedenspräsenz stärte des deutsch en Schädigung militärdienstlicher Interessen befürchtet. Meine polis die dreijährige Dienstzeit eintreten.( Sehr richtig! links.) Daß Heeres in Verbindung mit der ersten Berathung eines tischen Freunde stehen, wie zu allen Zeiten, auch noch auf dem die Probezeit für die zweijährige Dienstzeit noch nicht abgelaufen Nachtragsetats für das Etatsjahr 1896-97. Standpunkt der Deffentlichkeit und Mündlichkeit, wobei die ist, gilt auch von der Probezeit der Halbbataillone. Schlechte GrZur Einleitung der Debatte nimmt das Wort preußischer Schädigung militärischer Interessen sehr wohl vermieden werden fahrungen in militärtechnischer Beziehung hat man nicht gemacht. Kriegsminister Brousart v. Schellendorff: Sie finden in der kann. Ob die zweijährige Dienstzeit sich bewährt, kann doch erst nach gedruckten Begründung den Sat: Wie die vierten Bataillone, so Die Neuforderungen der Militärverwaltung sind aller 1900 ersehen werden, wenn die ersten, welche zwei Jahre gedient Dienen auch die neuen Regimenter im Frieden zur Entlastung dings maßvoll. Ueber die Mehrausgaben brauchen wir uns haben, in das Landwehrverhältniß treten. Die Probe auf den der alten; bei einer Mobilnachung aber bieten sie nicht nur nicht allzusehr zu erhitzen. Der Schwerpunkt liegt in dem Ernstfall kann man nicht machen, aber 1866 und 1870 waren Stämme für Neuformationen, sondern festgefügte Truppentheile, Busammenhange der vierten Bataillone mit der zweijährigen die meisten Leute nur zwei Jahre oder wenig länger im Dienst welche zu jeder Verwendung im Felde brauchbar sind. Damit Dienstzeit. Die vierten Bataillone dienten zur intensiveren gewesen. Wirthschaftliche Interessen liegen vor, welche die Ent entsprechen sie in vollem Maße dem Grundgedanken der 1893 erfolgten Gestaltung der Ausbildung in den übrigen Bataillonen. Die scheidung dieser Frage bis 1899 hinauszuschieben nicht gestatten. Heeresverstärkung: Vermehrung der Leistungsfähigkeit der Feldarmee. Erklärung, daß die neu zu schaffenden Bataillone, Regimenter Geht man darauf hinaus, daß die jetzt den Vollbataillonen entDer Grundgedante der Heeresverstärkung war eine Verstärkung und Brigaden denselben Zweckt haben sollen, wie die vierten zogenen 19 Mann später durch eine Heeresvermehrung wieder desjenigen Theiles, welcher den ersten Stoß des Feindes zu Bataillone, vermag nicht zu beruhigen darüber, daß man damals eingeholt werden sollen? pariren hatte. Das Material war vorhanden in der großen den vierten Bataillonen einen so großen Werth beimaß, und Sollen die Regimenter mit zwei Bataillonen nach ihren Zahl brauchbarer junger Wehrpflichtigen, die überzählig ge- zwar wurden alle Erwartungen an diese Halbbatailloue ge- dritten Bataillonen schreien? Der Kriegsminister sprach davon, blieben und der Erfahreserve zugeschrieben, mangelhaft oder gar- fuüpft, so daß man nicht recht daran glauben kann, daß es daß die neuen Bataillone 4 neuen Armeekorps gleichtämen. nicht ausgebildet waren. Zur Verstärkung des Feldheeres mußte damals sich nur um einen Versuch gehandelt hat. Genau Sollen neue Armeekorps mit der dazu gehörigen Kavallerie und man auf ältere Jahrgänge zurückgreifen. Es lag ein Aft aus: das Gegentheil ist der Fall gewesen. Die vierten Bataillone, Artillerie geschaffen werden? Nicht 1893, sondern jetzt macht man gleichender Gerechtigkeit darin, daß es ermöglicht wurde, die sagt man, seien nur vorübergehend, dagegen die zweijährige einen Sprung ins Dunkle bezüglich der zweijährigen Dienstzeit und jungen Jahrgänge vor den älteren ins Feld zu stellen. Es ist Dienstzeit dauernd festgelegt. Wir haben gegen eine solche Fest der noch weiter zu schaffenden Formationen. Entweder es bleibt ein unbestreitbares Verdienst des Grafen Caprivi und des legung gestimmt, weil die zweijährige Dienstzeit der Verfassung alles beim alten oder man schafft Klarheit in bezug auf die damaligen Kriegsministers, diesen Gedanken durchgeführt zu nicht entspricht und weil wir ein Aeternat der Friedenspräsenz zufünftigen Absichten. Am 10. Dezember 1895 erklärte der haben. Nun bestand die Frage, wie wird das vermehrte Refruten nicht schaffen wollten. Die Vorlage betrifft die zweijährige Kriegsminister, daß es noch zweifelhaft sei, ob die Militär- Straftontingent am wirksamsten verwendet. Man konnte die Kopf- Dienstzeit nicht. Wir würden gegen jede Aenderung prozeßordnung und die Vorlage über die vierten Bataillone noch stärke allgemein vermehren; dadurch verjüngte man die Armee. der Vorlage sein, welche die zweijährige in dieser Session vorgelegt werden könnten. Merkwürdig ist es, Ein zweiter Weg war die theilweise Bertheilung an die Bataillone Dienstzeit erschüttern fönnte. Uns fehlt die Einsicht, daß die so lange vorbereitete Militär- Strafund die Bildung schwacher Kadres; dadurch war auch eine Ver- wie in diesen Neucrganisationen, in diesen neuen Regimentern und prozeßordnung nicht so schnell fertig ger stärkung des Feldheeres möglich. Man founte drittens starte Brigaden die Truppen ganz anderer Regimenter in ihrer Ausbildung worden ist, wie die bezüglich der vierten Friedenstadres schaffen, die eine reelle Verstärkung des Friedens entlastet werden können. Ehe uns in dieser Beziehung nicht Bataillone. Warum wird die jetzige Vorlage nicht heeres bildeten. Die Militärverwaltung entschied sich für den Beruhigung gegeben ist, sind wir nicht in der Lage, uns für die bis zum Herbst vertagt, wie die Wilitär Strafprozeß zweiten Weg; damit wich sie ab von dem Grundgedanken Vorlage auszusprechen. Ein weiteres Bedenken ist die Zuordnung? Ein innerer Zusammenhang besteht allerdings zwischen der Verstärkung. Jedes volle Bataillon ist eine Kern fammenfassung je zweier Bataillone in ein Regiment. Werden beiden nicht. Aber die Voltsvertretung hat doch den Wunsch, truppe, befähigt für alle Aufgaben alle Aufgaben des Krieges und diese neugebildeten Regimenter nicht nach ihren dritten daß nicht blos dasjenige durchgeführt wird, was die Regierung des Friedens; Referveformationen sind keine Kerntruppen; Bataillonen verlangen?( Heiterkeit.) Wir älteren Mitglieder des jetzt machen will, sondern auch das, was der Reichstag seit es ist bedenklich, sie in die erſte Linie stellen. Parlaments haben ja eine solche Entwickelung schon einmal 25 Jahren verlangt.( Sehr richtig! links.) Man ist allmälig Sie sind minderwerthig nicht an Tapferkeit, sondern an innerem durchgemacht und wir wollen uns nicht festlegen für mißtrauisch geworden, und wir glauben nicht an die Reform der Zusammenhalt. In diesen schwachen Kadres werden die Mann eine Erhöhung der Präsenzstärke des Jahres 1899, Militär- Strafprozeßordnung, bis sie schwarz auf weiß gedruckt vor schaften nur mangelhaft ausgebildet; sie bilden gewissermaßen oder vielleicht schon früher. Die Frage, ob man Regimenter mit uns liegt. Daß die Militär- Strafprozeßordnung endlich zum AbReserven zweiter Qualität aus. 10 pet. aller Reserven gehen drei oder vier Bataillonen bilden will, kann in der Kommission schluß kommt, liegt nicht blos im Interesse des Ansehens der Volksdurch diese vierten Bataillone. Will man das Feldheer an erster besser erörtert werden. Meine Freunde sind geneigt, in eine vertretung, sondern auch im Interesse des preußischen StaatsLinie wirksam verstärken, so giebt es nur ein Mittel: Ver- ernste fachliche Prüfung der Vorlage einzutreten, sie tönnen aber ministeriums und des Reichskanzlers, denn wenn auch heute Gr mehrung der Friedensverbände. Für Preußen wird die feine Aussicht eröffnen, daß die Vorlage zur Verabschiedung flärungen abgegeben sind, wer garantirt, daß die Minister im Infanterie um 3 Armeekorps, für das Reich um 4 Armee gelangt, wenn ihnen nicht sichere Gewähr geboten werden kann Herbst noch da sind? Unsere Verhältnisse sind ja auf die torps vermehrt. Die vierten Bataillone tönnen das und wird, daß die zweijährige Dienstzeit nicht erschüttert wird Plöglichkeit eingerichtet. Wir müssen eine Realsicherheit haben: niemals aufwiegen, zumal sie nur in zweiter Linie als Befagungs- und daß nicht durch sie ein Weg gebahnt wird zur Erhöhung der die gesetzliche Festlegung der zweijährigen Dienstzeit und die und Etappetruppen Verwendung finden könnten. Der damalige Friedenspräfensstärke. Sicherheit der Reform der Militär Strafprozeß- Ordnung. Ohne Entwurf ist nicht von mir gemacht; die Vorlage ist also auch Reichskanzler Fürst zu Hohenlohe Schillingsfürst: Der diese beiden Dinge sind wir für die Vorlage nicht zu haben. nicht von mir erfunden, sie ist von Sr. Majestät eigenhändig Vorredner wünschte eine bindende Erklärung seitens des Bundes-( Beifall links.) aufgestellt. Zu der Schaffung von fah raths zu erlangen. Wenn ich auch den Zusammenhang zwischen Abg. v. Podbielski( t.): Ich kann dem Vorredner nicht man sich veranlaßt durch Erwägungen, die mit der gleich der Ihrer Berathung unterstehenden Frage der Vorlage und der folgen. Er will seine Wünsche durchseßen; wir wollen aber zeitig beabsichtigten Einführung der zweijährigen Dienstzeit Militärprozeßordnung nicht zu erkennen vermag, so bin nur dasjenige bewilligen, was im Intereffe der Armee nothzusammenhingen. Die personellen und finanziellen Mehrleistungen, ich doch bereit, die Frage zu beantworten.& swendig ist; liegt die Vorlage nicht im Interesse der Armee, so die gefordert wurden, waren nicht unerheblich; deshalb trat die ist allgemein anerkannt, daß unsere Militär- werden wir sie ablehnen, trotzdem es uns schwer wird, dem Frage nach Erleichterung auf durch Verkürzung der Dienstzeit. Strafprozeßordnung der Verbesserung bedari jezigen Kriegsminister etwas zu versagen. Die einmaligen Auss Ueber die Zweckmäßigkeit der zweijährigen Dienstzeit gingen die und daß die deutsche Armee ein einheit gaben für die Unterbringung der Truppen find nothwendig, Meinungen auseinander sowohl innerhalb wie außerhalb der liches Strafverfahren nicht entbehren tann. weil die Kasernen jetzt überfüllt sind und für die Unterbringung Armee. Technische Erfahrungen darüber besaßen wir nicht; da Das hat dazu geführt, daß schon vor längerer Zeit, wie Sie der Mannschaften gesorgt werden muß. Die Aufrechnungen, werden Sie es zweckmäßig finden, daß die Militär- wissen, eine Bearbeitung stattbefunden hat. Der Entwurf welche Herr Richter gemacht hat, gehören nicht hier. verwaltung besorgt besorgt war, Mittel zu suchen, um die ist nunmehr so weit vorbereitet, daß ich die her; die Ausgaben sind meist aus anderen Gründen vermeintlichen Nachtheile der zweijährigen Dienstzeit der zweijährigen Dienstzeit zu bestimmte Erwartung begen darf, denselben nothwendig geworden.( Sehr richtig! rechts.) Von den beseitigen. Die vierten Bataillone sollten die Garantie im Herbst dieses Jahres den gefeßgebenden Abgg. von Manteuffel und von Huene ist stets bezweifelt bieten, daß bei den Regimentern die Mannschaften unbelästigt Körperschaften vorlegen zu könne 11.( Lebhafte worden, ob man diese Halbbataillone überhaupt als Bataillone durch Nebendinge ausgebildet werden könnten in zwei Jahren. Zustimmung.) Derselbe wird, vorbehaltlich der Be- bezeichnen solle; man hat sie als minderwerthig gekennzeichnet. Jedem Regiment wurde ich will nicht sagen ein Aschen- sonderheiten, welche die militärischen Gin Die knappe Begründung der Vorlage zeigt, daß die damaligen brödel aber so etwas Aehnliches hinzugefügt, auf welches man richtungen erheischen, auf den Grundsägen Bedenken jetzt von den Sachverständigen getheilt werden. abwälzte, was der Truppe unbequem und läftig war. Zuerst all- der modernen Rechtsanschauungen aufgebaut Erfreulich ist es, daß die Militärverwaltung ungefäumt mälig, aber schließlich immer stärker trat eine Drehung ein; die sein.( Lebhafte Zustimmung.) Im übrigen muß ich es nach dieser Erkenntniß die Borlage gemacht hat. Wie Frage der Heeresverstärkung wurde in den Hintergrund gedrängt selbstverständlich ablehnen, näheres über den Juhalt mitzu die zweijährige Dienstzeit auf die Landwehr wirken wird, und es trat die Frage in den Vordergrund: Was brauchen wir, theilen, so lange die Vorlage nicht dem Bundesrath zugegangen ist. Die erst im Ernstfall zusammentritt in besonderen Formationen, um die Friedensausbildung in zwei Jahren durchzuführen? Abg. Richter( frf. Vp.): Bei der Feststellung des Haupt- darüber fehlt uns jeglicher Anhalt. Die anderweitige Formation Es hat sich herausgestellt, daß die vierten Bataillone eine gründe etats haben wir uns eifrigst bemüht, die Anleihefredite herab- der vierten Bataillone präjudizirt der zweijährigen Dienstzeit doch liche Maßnahme nicht waren, daß es nicht richtig war, drei zusehen, sodaß wir in diesem Jahre ohne Anleihekredit bätten feineswegs. Aehnlich liegt es mit der Militär- Straf Bataillone auf Rosten eines vierten gut auszubilden, daß die auskommen fönnen und jetzt wird doch wieder ein Anleihekredit prozeß- Ordnung. Wir freuen uns über die Erklärung vierten Bataillone nicht in die erfte Linie im Kriegsfalle gestellt gefordert. Es müßten sich doch Wege finden, auch ohne des Reichskanzlers, welche in dieser Beziehung eine Beruhigung werden konnten. Ihre Aufgabe haben die vierten Bataillone nicht Erhöhung der Matrikularbeiträge und ohne Anleihekredite die für weite Kreise gebracht hat, der es eigentlich nicht bedurft überall erfüllt. Bewährt hat sich aber die Aushebung des Nach- Mittel zur Deckung zu gewinnen. Im Nachtragsetat wird allerlei hätte, da der Kriegsminister dasselbe schon früher erfazes für die Bataillone gleich von vornherein. Diese gefordert, was mit der Militärvorlage garnicht im Zusammenhang gefagt hat. Das Militär Wochenblatt steht Maßregel wollen wir auch aufrecht erhalten. Ein Schablonifiren steht. Wieso z. B. die Vertretung durch den deutschen Botschafter bei mit der Armee in teiner direkten Beziehung. Das bei Ausrührung der Vorlage soll nicht stattfinden; Erleichte den Moskauer Krönungsfestlichkeiten 250000 M. erheischt, vermag omtliche Blatt ist das Armee Verordnungsblatt. Das rung, Aushilfe und Ausgleichung soll da erfolgen, wo es noth- ich infolge meiner diplomatischen Unkenntniß nicht zu beurtheilen. Militär Wochenblatt ist lediglich ein Privatunternehmen. Es wendig ist. Die neuen Vollbataillone und die daraus gebildeten Die Kosten der Vollbataillone sind höher bemessen, als man an brauchte in diesem Blatt allerdings manches nicht zu stehen. Regimenter sollen diefelbe Aufgabe erfüllen, wie bisher die nehmen sollte; eigentlich müßte eine Minderausgabe entstehen Aber das Kriegsministerium würde mit einer unleidlichen Arbeit vierten Bataillone. Gegen den Vorwurf, daß die Militär- durch den Wegfall der Hälfte der Stabsoffiziere. Die Mehrkosten belastet werden, wenn es jedem Artikel sein Placet geben sollte. verwaltung nicht wisse, was sie wolle, daß sie kein Ver- sind dadurch entstanden, daß die Bataillone zu Regimentern zu Bei der flaren präzisen Fassung der Vorlage wären wir für die trauen mehr verdiene, nehme ich sie in Schuh. Sie fammengelegt werden. Das giebt ein schönes Avancement. Aber Berathung im Plenum gewesen, indessen können wir uns dem that damals einen Schritt ins Dunkle; daß es sich nur das kann doch nicht maßgebend sein! Graf Caprivi nicht verschließen, daß manche Bedenken für die Verweisung der um einen Versuch gehandelt hat, darüber ist niemals ein Zweifel hat ausgeführt, daß bei der Mobilmachung die Regimenter Vorlage an die Budgetkommission sprechen. Für die Kriegsgewesen. Der ist zu tadeln, der das Facit eines Versuches nicht mit 4 Bataillonen ausrücken sollen( Widerspruch); da müsse doch tüchtigkeit der Armee sind wir bereit der Regierungsvorlage zu ziehen weiß. Unsere guten Organisationen, unfere ausgezeich das 4. Bataillon bei seinem Regimente bleiben. Der Kriegs- zuzustimmen. neten Einrichtungen, unsere Taktik sind nichts weiter als der minister meinte, er wolle etwas zugeben und die Mehrausgabe Kriegsminister Bronsart v. Schellendorff: Der Abgeordnete Niederschlag praktischer Erfahrungen und sorgsamer Versuche, decken aus einem liquiden Posten, der bestimmt war für eine Lieber hat Bezug genommen auf einen Artikel des Militär die wir gemacht haben. Die Ergebnisse dreier Feldzüge| Vermehrung der Unteroffiziere und Offiziere bei den Spezialwaffen. wochenblatts". Ich habe den Artikel nicht gelesen. Es war aber liefern den Beweis dafür, daß die Militärverwaltung Wenn dafür kein Bedürfniß vorhanden ist, dann kommt auch der wenige Tage vorher ein anderer Artikel erschienen, der sich mehr wenigftens so ziemlich das Richtige getroffen hat.( Heiterfeit.) Poften in Wegfall; der Kriegsminister hat doch keinen Privatanspruch den Anschauungen des Herrn Lieber näherte. Ein Einfluß auf Die laufenden Ausgaben beabsichtigt die Militärverwaltung zu daran. Da fönnten wir mancherlei Gegenrechnungen aufmachen; das Blatt steht mir nicht zu; aber ich habe schon lange darüber nachbestreiten aus liquiden Posten; es wird von Mehrausgaben keine es ist für Bespannung von Geschüßen, für Meldereiter, Divisions gedacht, ob ich nicht die amtlichen Berichte in einem anderen Blatte Rede sein; bezüglich der einmaligen Ausgaben fordern wir das, ärzte u. f. w. viel mehr gefordert worden, als man in Aussicht abdrucken lassen kann. Es erscheinen dort allerlei Artikel für was für eine längere Reibe von Jahren bereits in Aussicht ge- gestellt hatte. Die Unterbringung der Vollbataillone toftet oder gegen die zweijährige Dienstzeit, für Batterien mit 4 oder stellt ist, jest in fürzerer Frist. Sollte das Haus sich nach An- 10 Millionen mehr als die der Halbbataillone. Mit der 6 Geschützen u. f. w. Die Duellfrage ist eingehend behandelt hörung der Budgetkommission von der Richtigkeit der Vorlage Steigerung der einmaligen Ausgaben sollte man es doch nicht worden, und beim besten Willen konnte ich als Mitglied des überzeugen, so bitte ich, sie einstimmig anzunehmen. leicht nehmen, da für die Kafernirung der Truppen in den nächsten Bundesraths keine andere Erklärung abgeben, als die des Abg. Licber( 3.): Wenn wir uns an die heftigen Widersprüche 9 Jahren 180 Millionen für Preußen allein erforderlich find. Etaatssekretärs v. Bötticher, die im Auftrage des Reichskanzlers in den Verhandlungen von 1893 erinnern, wo wir als unaus Den 3usammenhang der vierten Bataillone abgegeben ist. Will Herr Lieber meine persönliche Anschauung bleiblich voraussahen, was heute eingetroffen ist, so tönnten mit der zweijährigen Dienstzeit tann man nicht hören, so stehe ich jeden Abend von 9/2 Uhr ab zur Ver wir mit Schadenfreude blicken auf diejenigen, welche uns ent- scharf genug hervorheben, um falsche Konfügung und bin auch bereit, den Stenographen zu bestellen. gegentraten. Die Halbbataillone verschwinden jegt, wie wir es sequenzen zu vermeiden. Man muß sich wundern, wie( Heiterkeit.) Herr Richter und Herr Lieber meinen, jetzt sind die vorausgesehen hatten. Zwei Dinge machen es uns leicht, die rasch sich die Anschauungen in Militärkreisen ändern können. vierten Bataillone gefallen, jezt wird die zweijährige Dienstzeit Vorlage mit der Ruhe zu betrachten, welche sie verdient. Am Damals verwahrte man sich dagegen, die vierten Bataillone als fallen. Die Vertreter der dreijährigen Dienstzeit fönnten aber 21. April hat der Reichstag Stellung gegen das Schwamm zu betrachten; jetzt nennt man sie schon Aschenbrödel. jetzt fagen: Das einzige Argument gegen die zweijährige DienstDuell, besonders im Heere genommen. Am Durch die damaligen Ausführungen des Generals v. Goßler seit, die vierten Bataillone verschwinden jegt und damit die 25. April vertheidigte das Militärwochenblatt" über die Bedeutung der vierten Bataillone erklärten sich die Möglichkeit der Wiedereinführung der dreijährigen Dienstzeit. 3weitampf in einer Brüstirung des fonservativen Mitglieder und auch der freifinnige Abg. Hinte, Mit der Vorlage steht die zweijährige Dienstzeit in keinem Zus Reichstages geradezu das Unmögliche leisten ein ehemaliger Militär, für bekehrt.( Heiterkeit.) Ich habe fammenhang; fie ist bis 1899 gesichert. Ich weiß nicht, was den Weise, und versuchte den Nachweis, daß damals gezweifelt, daß die Verstärkung der Bataillone ausreiche, dann militärische Sachverständige für ein Urtheil abgeben. 1899 das Duell eigentlich ganz bibelmäßig sei. ( Heiterkeit.) um die zweijährige Dienstzeit durchzuführen obne Halbbataillone. baben wir noch keinen einzigen Landwehrmann aus der zweis En zweiter Punkt ist die Reform unserer Militär: Ist die Regierung der Meinung, daß nach der Vorlage die zweijährigen Dienstzeit. Darauf tommt es aber hauptsächlich an, Strafprozeßordnung, die eine über ein Viertel- jährige Dienstzeit durchgeführt werden kann? Es tommt nicht wie verhält sich die zweijährige Dienstzeit zu der Landwehr? Diese jahrhundert alte Geschichte hat. Alle Anregungen haben bisher blos darauf an, was die jßige Regierung dentt, sondern auch rein technische Frage ist nicht zu verquicken mit irgend welchen Den 1 • 4 " politischen Tragen. Ich würde es auch nicht empfehlen, der die gewünschten Erklärungen in zufriedenstellender Weise abgeben der Herausgabe der rothen Märznummer beschäftigt. Es ist uns Militärverwaltung Entscheidungen abzunöthigen. Ich würde mir wird. Ich möchte auf die Förderung für Südwestafrika eingehen. Die daraufhin auch gelungen, einen Theil diefer Nummer zu beschlag= unter keinen Umständen etwas aufzwingen laffen. Daß die verbündeten Regierungen legen besonders Werth darauf, daß nahmen. In der Versammlung in der Stallschreiberstraße ist übrigens Regimenter zu zwei Bataillonen in folche zu dreien umgewandelt diese Forderung bald zur Berathung in der Budgetkommission auch der Angeklagte Pfannkuch zugegen gewefen. Am werden sollen, ist nicht richtig. Woher sollen die Mannschaften gelangt, da die Absendung in furzer Frist erfolgen soll. Jch 4. September 1895 hat eine geheime Versammlung Lindenstr. 6 genommen werden? Darüber muß doch erst mit dem Reichstag möchte mir den Antrag erlauben, daß die Vorlage über Südwest- getagt, die sich mit der Vorbesprechung der Delegirtenwahl zum verhandelt werden und daß aus dessen Reihen das Angebot der afrita der Budgetkommission überwiesen wird, bevor sie im Parteitag beschäftigt hat. Die Wahlen haben dann thatsächlich dritten Bataillone erfolgen sollte, daran glaube ich nicht. Haufe berathen ist. Tem Hause wird dadurch nicht präjudizirt, stattgefunden. Jm Januar 1895 handelte es sich in einer in ( Heiterkeit.) Die Bedürfnisse der Armee wechseln mit dem Fort ein solches Verfahren liegt aber im Interesse der Sache. Die " 1 " " schritt der Technik und Taktik und auch mit der Politit. Abg. Nickert( frf. Bg.): Denn leyten Wunsche des Vor- schluß des Restaurateurs Goldſchte. Dieser Ausschluß ist in der Stärke des Feldheeres wird immer in Relation rebners tönnte nur Folge gegeben werden, wenn niemand nächstfolgenden Generalversammlung auch erfolgt. Rechtsanw. ftehen zur Bevölkerungsziffer, diese Schwankungen werden im Hause widerspricht. Wenn der Kriegsminister das Heine: Wissen Sie näheres über die in den Akten als geheime einen Einfluß auf die politische Bedeutung des Reiches Militärwochenblatt" auch äußerlich seines amtlichen Charakters Versammlung angegebene, die am 5. September Dranienstr. 51 haben. Die Gesammtkosten des Heeres werden weit mehr be entkleidet, so würde das in weiten Kreifen mit Freuden begrüßt stattgehabt haben soll? 3enge: Ich entfinne mich so speziell gründet durch die Präsenzziffer als durch die Ginzelorganisationen. werben. Der Artitel über das Duell hat in weiten Kreisen das nicht. Rechtsanwalt Heine: Es soll sich um die AnEs ist rathfam, in dieser Beziehung der Militärverwaltung eine peinlichste Auffehen erregt, namentlich da er mit der amtlichen gelegenheit Vogtherr gehandelt haben. Beuge: Ich ente fleine Freiheit zu gewähren. Der Reichstag foll natürlich auch Erklärung des Reichstanzlerr in schroffitem Widerspruch stand. finne mich dunkel. Rechtsanwalt Heine: Dann fon in der Frage der Organisation mitsprechen. Aber so lange Der Reichskanzler hat durch seine Erklärung anerkannt, daß die statire ich, daß diese Versammlung in der Oranienvir uns innerhalb der Präsenz halten, möchte ich Reform der Militär- Strafprozeßordnung im Zusammenhange steht straße 51, die Sie als eine geheime überwachen ließen, doch Die Herren inständigst bitten, uns bas Ge mit der Vorlage, natürlich nicht in den Sinne, daß die Bewilli- eine öffentlich angemeldete gewesen ist, die forderte 311 bewilligen. Ich bin ein Freund der gung der letzteren von der ersteren abhängig gemacht werden könne. auch im Vorwärts" angezeigt war. Polizeiwachtmeister Regimenter zu zwei Bataillonen. Ich trage aber Bedenken, Das Bolt fonnte aber eine endliche Regelung dieser Frage ver Diener meldet sich und sagt, im Anschluß an die öffent Sr. Majestät das vorzuschlagen, weil dadurch neue Regiments fangen. Die Verdienste des Grafen Caprivi in der Militär- li che Versammlung fand die geheime Versammlung statt. släbe erforderlich wären. Bielleicht kommen wir nach dem verwaltung müssen anerkannt werden. Ich bin persönlich der Angeklagter Drescher erklärt, die Versammlung, die die An nächsten Kriege darauf zurück.( Seiterkeit.) In Preußen Ueberzeugung, auch wenn 10 Kriegsminister es wollen, die zwei gelegenheit Golfchte behandelt habe, war eine gewöhnliche hatten wir 1815-1861 neun Infanterieregimenter mit givei jährige Dienstzeit kann nicht wieder beseitigt werden. Vorstandssitung des 5. Wahlvereins. Angell. Bebel bittet Bataillonen gehabt, die sich ganz wohl dabei befunden haben. Abg. Haußmann( füdd. Boltsp.): Wenn die Militär- den Kommissar Schöne zu fragen, ob die Polizei verlangt, daß Sie haben ihre dritten Bataillone erst bekommen, als das Geld Strafprozeß- Ordnung noch nicht reformirt ist, so liegt das haupt alle Borstandssitzungen öffentlich gewählter Vorstandsmitglieder und die Kräfte dazu vorhanden waren. Die Bil fächlich daran, daß Herr v. Bennigfen und seine Freunde nicht polizeilich angemeldet werden. Vors: Herr Kommissar, dung von Regimentern und Brigaden haben wir ver energisch genug dafür eingetreten sind. Kann nicht 1899 der halten Sie die Vorstandssigungen für geheime Berlangt, 21111 ein festes Gefüge zu haben. Divi dann im Amte befindliche Kriegsminister erklären: Mein Vor fammlungen?- 3euge: Das tommt darauf an, was ver fionen und Generalfommandos zu bilden, lag fein Grund gänger hat sich in dieser Organisation der Regimenter mit handelt wird. Vors.: Müssen die Vorstandssigungen Dor. Im Kriege haben wir Brigaden und Divisionen zwei Bataillonen vollständig geirrt? Die 1898 geschaffene polizeilich angemeldet werden? Beuge: Nein, das zufammengelegt, und sie nachher wieder aufgelöst. Herr Richter Organisation der vierten Bataillone stand im Zusammenhange wird wohl nicht verlangt.( Bewegung im Zuhörer. hat recht, der liquide Posten, von dem ich gesprochen habe, mit ber zweijährigen Dienstzeit; wir dürfen eine Aenderung nicht rau m.) Der Vorsitzende droht mit der Räumung der würde mir nicht zugesprochen werden, wenn ich mit dem Reichs- vornehmen, wenn wir nicht die gesetzliche Zusicherung haben, daß Tribünen. Angell. Bebel: Dann meine ich, geht es aber tage einen Zivilprozeß führen müßte, namentlich wenn Herr die zweijährige Dienstzeit bestehen bleibt. Warum will man sich nicht an, die Vorstandssigungen als geheime Versammlungen anRichter als Anwalt auftreten würde; ich sehe aber in dem diefer Buficherung entziehen, wenn man nicht Hinterzusehen. Angeti. Auer konstatirt, daß die rothe Märznummer Reichstage feinen Prozeßgegner, sondern einen guten Freund, der gedanken hat? Es entspricht den Bedürfnissen des Volkes im Zweifarbendruck und sehr hoher Auflage gedruckt worden ist. mir einen Mantel versprochen hat und wenn ich aber nur und der Armee, dauernde gesetzliche Zustände zu haben. Es ist schon technisch unmöglich, diese Auflage in der Zeit vom einen fürzeren Ueberzieher fordere, sagen wird: Jetzt erst er Die Militärverwaltung hat durch die Ausarbeitung der neuen 8. bis 16. März, wo diese Nummer beschlagnahmt worden ist, tenne ich Dich in Deiner ganzen Bescheidenheit.( Heiterkeit.) Militär- Strafprozeßordnung deren Priorität vor der jetzigen herzustellen. Ich will weiter feststellen, daß die Beschlagnahme Abg. v. Bennigfen( natl.): Ich hoffe, daß in der Kom- Borlage anerkannt; der Reichstag hat also das volle Recht, die der Märznummer erfolgt ist, nachdem das Pflichteɣemplar an miffion und später im Reichstag eine Verständigung mit der Re- jet zur Berathung stehende Borlage zurück 15. März beim Polizeipräsidium eingereicht war. Bors: Ist gierung erfolgen wird. Die außerordentlichen Kosten für die zu stellen, bis die Strafprozeßordnung erledigt das fo, Herr Kommissar?- 3euge: Ich kann es wirts Rafernirung follten eigentlich willkommen sein, denn im Hause ist. Durch die Presse ist festgestellt worden, daß die Vorlage lich nicht ganz genau sagen. Der Vorsitzende frägt hat man ein rascheres Borgehen auf diesem Gebiet gewünscht. ausgearbeitet ist, daß die meisten verbündeten Regierungen sich nun den Zeugen nach der Versammlung, wo ber Schon im sanitären Interesse müßten die jetzigen dafür erklärt haben, daß aber die Vorlage aus dem Militär- Fall Stadthagen verhandelt worden ist. Der Zeuge interimistischen Unterbringungen beseitigt werden. Der fabinet nicht herauskomme, weil unverantwortliche Rathgeber der erzählt, es sei ihm vertraulich berichtet worden, daß über StadtKriegsminister hat e3 offen ausgesprochen, daß mit Krone fich dieser Reform entgegenstellen. Nichts hat so zur Verhagen die zwei Frauen Mesch und Gerndt Beschwerde geführt den vierten Bataillonen ein verunglückter Versuch gemacht wirrung der öffentlichen Meinung geführt, als daß haben sollen. Vertrauensmann Friz sei beauftragt worden, worden ist. Wenn das offen ausgesprochen wird, so die verantwortlichen Bathgeber der Krone nicht die nöthige noch nähere Erkundigungen einzuziehen. Rechtsanwalt Heine: schadet das der Autorität der Militärverwaltung nicht nach den Autorität besigen, um dem Treiben der unverantwortlichen Ist es nicht möglich, daß die Informationen Ihres Vertrauens großen Erfolgen, welche sie im Krieg und im Frieden erzielt hat. Rathgeber entgegenzutreten. Ebenso wie gesagt wurde, politische mannes über diese Angelegenheit auf den Notizen beruht, die der ( Sehr richtig! rechts.) Auf dem Boden der Zivilverwaltung Paftoren sind ein Unsinn, tann man mit größerem Sozialist" über Stadthagen gebracht hat? Zeuge verneint werden die Gesetze nach wenigen Jahren oft in ihren grund- Rechte sagen: politische Adjutanten find ein bies. Rechtsanwalt Heine: Warum soll es denn nicht möglich legendsten Bestimmungen geändert! Hier sind zwei Fragen voll- Unsinn. Der Reichskanzler sprach blos die Erwartung aus, sein, daß man Ihnen als geheim meldet, was schon vorher im ständig auseinander zu halten. Wenn ich auch nicht so weit daß er die Vorlage machen würde. Warum fann er sich nicht Sozialist" gestanden hat? gehe, wie Herr Richter, daß er von der zweijährigen Dienst- bestimmter aussprechen? Ist noch nicht jeder Widerstand ges Angell. Bebel: Der Beuge hat am Sonnabend gesagt, daß zeit die Vorlage abhängig mache, so steht diese Frage brochen? Oder theilt der Reichstangler selbst die Ansicht, daß es bei den Korpore- Versammlungen auch Mitglieder der Parteileitung doch mit dieser Vorlage in engerem Zusammenhange als die höchft zweifelhaft sei, ob er im nächsten Jahre noch Reichskanzler sein zugegen waren. Ich frage ihn jetzt, nachdem er seine Notizen nach Militär Strafprozeßordnung. Herr Richter hat solche Gr- wird? Man spricht ja davon, daß man wünscht, der gegenwärtige gesehen hat, welche Mitglieder des Parteivorstandes dabei waren flärungen schon öfter abgegeben; er hat solche Anträge formulirt, Reichskanzler möge unmittelbar vor seinem Abgange noch diese Beuge: Ich kann mich auf den einzelnen Fall nicht befinnen, aber es bleibt doch immer beim Alten. Herr Richter und seine Vorlage fertig stellen.( Heiterkeit.) Als ich vor wenigen Wochen das ist doch gar nicht denkbar. Mir sind vertrauliche MitFreunde hätten doch nicht für das betreffende Gefes gestimmt. über die falsche Art der Pensionirung der Offiziere sprach, da theilungen zugegangen, aber direkte Angaben kann ich nicht Wird denn Herr Richter auch sicher für dieses Gefek stimmen, erhielt ich eine wegwerfende Antwort seitens des Generals machen. Angefl. Bebel: Ich konstatire aber, daß diese Bewenn seine Bedingung angenommen wird?( Beiterkeit.) In v. Spig, der nun selbst pensionirt worden ist, man sagt, wegen hauptung eine Antlage gegen uns ist. Bors: Ste einem gewissen Zusammenhange steht die zweijährige Dienstzeit feiner Stellung zur Strafprozeß- Ordnung. Was der Kriegs- hören aber, daß der Beuge teine Auskunft geben kann. aber timmerhin, auch die Militär- Strafprozeßordnung; es ist minister über die zweijährige Dienstzeit gefagt hat, ist durchaus Angett. Bebel macht darauf aufmerksam, daß Kommiffar werthvoll, daß heute eine fo tlare Aeußerung des unverbindlich für seinen Nachfolger. Ich bebaure, daß das Pars Schöne am Sonnabend gesagt hat, die Mitglieder der geheimen Reichstanzlers über die Militär- Strafprozeßordnung erhalten lament nicht zur Durchsetzung seiner Wünsche den Standpunkt Korpore vertheilten Flugblätter und fragt ihn: Ist Ihnen nicht haben, die auf Grundlage der modernen Rechtsanschauungen auf festhält, daß die zweijährige Dienstzeit festgelegt und die Vorlage bekannt, daß im Vorwärts" sehr oft Aufforderungen an Genoffen gebaut sein soll.( Sehr richtig!) Wenn auch Richter die Er nicht eher bewilligt wird, bis die Reform der Militär- Strafstehen, in denen diese zum Flugblattvertheilen aufgefordert flärung bemängelt hat, so sind doch nach meiner Auffaffung alle prozeßordnung gesichert ist. Wenn selbst Herr Rickert nachgiebt, werden?- Beuge: Jawohl. Angeklagter Bebel: Ist anderen Parteien davon befriedigt. Diese Erklärung ist er dann wundere ich mich nicht über die Nachgiebigkeit der Ihnen nicht weiter bekannt, daß die Sigungen der Breßkommission freulich. Der Kriegsminister, ein so einfichtiger und er- Nationalliberalen. Aber wir wollen die Verantwortlichkeit für stets im Vorwärts" angezeigt waren, damit sich die Beschwerdefahrener Mann, wird mir zugeben, daß es sich dabei um eine solche Nachgiebigkeit nicht tragen. führer rechtzeitig melden und einfinden konnten?- 3euge: Imponderabilien handelt, die bei der Berathung jeder Militär- Ein Schlußantrag wird zurückgezogen, nachdem Abg. Jawohl. Angeklagter Bebel: Und doch bezeichnen Sie die vorlage von großer Bedeutung find.( Sehr richtig! rechts.) Biebermann von Sonnenburg die Beschlußfähigkeit Sitzungen als geheime? Herr Präsident, das ist doch die Stimmung, der gute Wille, ber badurch hervorgerufen wird, des Hauses bezweifelt hatte. mehr als merkwürdig. Rechtsanwalt Heine: War Ihnen tönnen entscheidend fein für eine solche militärisch- technische Vor Abg. Liebermann v. Sonnenberg( deutschsoz. Refp.): Da der Inhalt der Märznummer schon vorher bekannt?-8euge: lage. Ich freue mich, daß hier eine Gefahr schwerer Berwürf von der Vorlage die Schlagfertigkeit der Armee abhängig ist, so Jawohl, ich habe schon vorher ein Exemplar gehabt.- Rechtsniffe auf einem anderen Gebiete beseitigt ist. Die zweijährige ist sie nur zu beurtheilen nach ihrer Ausführbarkeit und nach anwalt Heine: Also Herr Kommissar, Sie geben zu, daß auch Dienstzeit und der Zusammenhang mit den Halbbataillonen ist ihren Koften. Als Kompenfationsobjekt darf sie niemals in betracht auf Ihren Redaktionstisch Zeitungen fliegen, die noch nicht ausvon Herrn Richter betont. Gine Schwärmerei für die Halb- tommen, denn durch die Annahme der Vorlage bindet sich gegeben sind.( Heiterkeit.) bataillone habe ich niemals empfunden. Sie wurden uns empfohlen niemand bezüglich seiner Stellung zur Militärjustizreform, oder Wors. Legen Sie nun noch Werth auf die Bernehmung als eine zulässige Maßregel, um eine größere Bahl von Wehr zur zweijährigen Dienstzeit. Um so mehr begrüßen wir die des Herrn Stadthagen? Um so mehr begrüßen wir die bes Herrn Stadthagen? Rechtsanwalt Hersfeld: Ich halte tüchtigen einzustellen. In der Kommission wird das Hauptgewicht Erklärung des Reichskanzlers, und meine Freunde sind der den Antrag aufrecht. darauf zu Tegen sein, daß noch bestimmter als es Meinung, daß an der zweijährigen Dienstzeit ohne Noth Der Gerichtshof beschließt den Beweisantrag und die Ber bisher geschehen ist, eine Erklärung bahingehend erfolgt, baß die nicht gerüttelt werden dürfe. Die Nothwendigkeit der nehmung des Abg. Stadthagen abzulehnen. Frage der Ausführung der zweijährigen Dienstzeit ebenso wenig Beseitigung der vierten Bataillone ist nachgewiesen; Rechtsanw. Heine beantragt aus dem Korrespondenzblatt bes wie die Frage der Präsenzziffer irgendwie durch die jetzige Bor- es muß verhütet werden, daß minderwerthig ausgebildete Bundes der Landwirthe einen Paffus zu verlesen, der Iage alterirt wird, daß vielmehr das Verhältniß, wenn wir Soldaten in die Reserve übergehen. Unsere Heeresverwaltung von der Beitragszahlung an die Vertrauensleute handelt. Die auch diese Vorlage annehmen, vollkommen intakt bleibt besitzt das Vertrauen im Lande in steigendem Maße, zum theil Berlesung geschieht und es ergiebt sich, daß der Bund der bis zum 11. April 1899. Was nachher wird, darüber durch die ungerechtfertigten Angriffe der Sozialdemokraten. Landwirthe eine weit verzweigtere Organis tann der Kriegsminister doch jetzt nichts sagen. Darauf schließt die Diskussion. Die Militärvorlage wird fation unterhalten, an der Vereine, Bertrauenspersonen Befürchtung, daß nach Annahme der Vorlage nunmehr ohne der Budgetkommission überwiesen. und Zentralstellen betheiligt sind. weiteres zur dreijährigen Dienstzeit zurückgegangen werde, hat Schluß 51/4 Uhr. Nächste Sigung Dienstag 1 Uhr. Angeklagter Gerisch überreicht eine Rarte, die die Einsich bestärkt durch die thörichten Versuche konservativer Blätter,( Nachtragsetat für die Schußgebiete, soweit er fich auf Südwest theilung der Distrikte enthält, welche den Mitgliedern der welche die Rückkehr zur dreijährigen Dienstzeit direkt gefordert Afrika bezieht; dritte Lesung der Vorlage betr. die Tarife auf Agitationstommission zugetheilt waren. haben. Dadurch ist die Sachlage erheblich erschwert worden. Ist dem Kaiser- Wilhelm- Kanal; Petitionen, Wahlprüfungen.) Die Beweisaufnahme wird geschloffen. denn aber die Rückkehr zur dreijährigen Dienstzeit so leicht zu Es folgen die unternehmen und wird sie gelingen? Wenn man zur dreijährigen Staatsanwalt Schweigger: Es ist mit der Dienstzeit zurückkehrt, bann muß man darauf verzichten, Schließung der Organisation zum ersten Male in das Leben wirklich alle wehrfähigen Mannschaften einzustellen. Das einer Partei eingegriffen worden, die nach der Ueberzeugung der tann fein Kriegsminister oder Reichstag verantworten föniglichen Staatsanwaltschaft mit dem preußischen Vereinsgefeß gegenüber dem Borgehen Frankreichs. Will man alle inkonflitt gefommen ist. Dem Prozesse ist eine gewisse politische wehrfähigen Mannschaften heranziehen, dann muß man Bedeutung beigelegt worden und so weit die Rechtsfrage eine solche Vermehrung der Präsenzziffer vornehmen und damit in betracht kommt, ist das auch richtig. Unrichtig ist es, daß eine Mehrbelastung des Landes, daß gleich beim ersten Anlauf die Staatsanwaltschaft hier einen parteipolitischen Prozeß eine derartige Vorlage scheitern müßte. Ich glaube, man tann eingeleitet hat. Es ift eingewendet worden, daß andere sich daher beruhigen und braucht keine bindenden gesetzlichen Be Parteien biefelben Organisationen unterhalten. Ich erkläre, stimmungen über die Zeit nach 1899 hinaus. Wir haben bis die Staatsanwaltschaft ist streng objektiv befliffen, dem 1899 einen loyalen Versuch zu machen und nachher werden wir Geseze genüge zu verschaffen und sie wird gegen andere uns schlüssig zu machen haben, was weiter geschehen soll. Deshalb Parteien ebenso einschreiten, wenn sie in die halte ich es nicht für richtig, in dieses Gesetz eine Bestimmung auf age tommt, fich amtlich mit der Frage zu beschäftigen. zunehmen. Ich schließe mit der Hoffnung, daß, wenn der Bericht der Hier ist ihr das Material überreicht worden und es ist gewissenhaft Sommission vorliegen wird, eine Verständigung zwischen den geprüft worden. Der Redner legt seinen weiteren Aus verbündeten Regierungen und dem Reichstage zu ftande führungen die reichsgerichtliche Auffaffung über Begriff des Bereins zu grunde. Ein Verein sei danach jede Abg. v. Karborff( Rp.): Ich schließe mich dem Wunsche Vereinigung mehrerer Personen zu gleichen Zwecken mit des Vorreduers an und möchte daran erinnern, daß ein Theil gleichen Rechten. Er bezeichnet auch den Partei- Borstand als meiner Freunde 1898 den Wunsch hatte, die Geider, welche für Berein; er fei nicht etwa der Vorstand eines Vereins, denn man das Landheer verwendet worden sind, für die Flotte zu ver Der Gerichtshof zieht sich zur Berathung über den Beweis habe aus praktischen Gründen absichtlich Abstand genommen von wenden. Ich habe damals kein Glück damit gehabt. Aber die antrag zurück und verfündet, daß er sich den Beschluß, ob einer Bildung eines die ganze Partei umfassenden Vereins. Boraussicht hat sich erfüllt, daß die Einführung der zweijährigen Stadthagen zu vernehmen sei, vorbehalte bis nach der Ber- Es sei eingewendet, daß jedes politische Leben lahm gelegt Dienstzeit dem Lande große Rosten verursacht. Aber ich habe nehmung des Kriminalfommiffars Schöne, die nun erfolgt. werde, wenn die Leitung nicht mit den einzelnen Bereinen in gehört, daß die zweijährige Dienflzeit sich in höherem Maße Borf.: Können Sie uns nun heute einzelne bestimmte Fälle Verbindung treten tönne; das sei aber tein juristischer bewährt hat, als man früher annahm( hört! links); wir über die sogenannten geheimen Versammlungen nennen? Ginwand, sondern eine politische Zweckmäßig. brauchen also teine Rlaufel zur Erhaltung der zwei- euge: Jawohl. Um 5. Dezember 1894 ist mir berichtet, daß teitsfrage. Für einen politischen Verein halte er auch die jährigen Dienstzeit; ich schließe mich in dieser Beziehung dem in der Lindenstr. 10 eine geheime Bersammlung abgehalten Breßfommission, denn sie habe fiber den lokalpolitischen Borredner an. Die vierten Bataillone wurden damals von uns worden, in der über Arbeitslosen Versammlungen Beschluß ge- Theil des Vorwärts" zu entscheiden gehabt, also sich mit poli und von der Armee mit großem Mißtrauen angefehen, und das faßt worden ist. Diese Arbeitslosen Versammlungen haben am tischen Dingen beschäftigt. 3weifelhaft set, ob die Lokal. Mißtrauen hat sich als gerechtfertigt erwiesen. Die Neuorgani 18. Januar 1895 stattgefunden. Eine andere Versammlung hat im tommiffion ein politischer Verein sei, er gebe in dieser Beziehung sation wird uns nicht präjudiziren bezüglich der Erhöhung der Februar 1895 in der Stallschreiberstraße stattgefunden und dort ist die Entscheidung dem Gerichtshofe anheim. Was das preußische Präsenz u. f. w. Es werden noch manche andere Forderungen beschlossen worden, Protestversammlungen gegen die Tabaksteuer Vereinsgefeß betrifft, so dürfe man nicht vergessen, daß dasselbe von der Regierung verlangt werden, wobei der Reichstag abzuhalten, die denn auch thatsächlich stattgefunden haben. Am aus einer Zeit stammt, wo das politische Leben noch so zu sagen seinen Einfluß geltend machen kann. Ich hoffe, daß die Regierung 8. März 1895 hat in der Bülowstr. 95 eine Versammlung sich mit in der Wiege lag, und damals tonnte durch leichte Nahrung tommen wird. Die Die Auflösung der Berliner Partei- Organisation vor Gericht. Berlin, 18. Mai 1896. Dritter Verhandlungstag. Der Vorsigende Landgerichts- Direktor Sta eller eröffnet die Sigung um 94 Uhr. Im Zuhörerraum drängt sich Kopf an Kopf eine mehr als hunderttöpfige Menge. R. A. Hersfeld beantragt die Vernehmung des Reichstags Abg. Stadthagen. Er soll befunden, daß eine Versammlung, in ber über angeblich unfittliche Handlungen Stadthagen's verhandelt worden sein soll, nicht stattgefunden hat. Rechtsanwalt Heine fügt hinzu, Stadthagen werde bekunden, daß die Versammlung, deren Inhalt so gedeutet worden ist, wie es Herr Schöne gethan bat, einen ganz andern Inhalt gehabt hat. Die Betundung wird ergeben, daß die polizeilichen Berichte sehr unzuverlässig sind und auf Kombinationen und Bermuthungen beruhen. Plaidoyers. den A = " Giebt es Das Verfahren gegen die Partei- Organisation wurde mit ungeheurem Lärm in Szene gesetzt und erregte großes Aufsehen, und jetzt endet es in einer Verhandlung ohne besonderes Juteresse. Machen Sie der Sache, die schon mehr Worte gekostet hat, als sie werth ist, ein Ende, sprechen Sie frei! bas neugeborene Rind befriedigt werden. Jetzt allerdings ist das wenn die Mitglieder des Vorstandes den Geld abliefernden Bertauens- zur Berhütung eines Gebrauch der verfassungsmäßigen Kind herangewachsen und verlangt recht laut nach einer mann gefragt hätten, was das für Gelder feien, der Vertrauensmann Vereinsfreiheit", sondern sie ist zur Verhütung des Miß. anderen Nahrung. Aber der Staat hat dafür zu sorgen, hätte feine bestimmte Auskunft geben tönnen. Die Mitglieder des brauch gegeben. daß die Gefeße aufrecht erhalten werden, und wenn Vorstandes können deshalb nicht für die Annahme solchen Geldes Was die einzelnen Beweismittel betrifft, fo liegt gegen die das Kind sich selbst die Nahrung nehmen will, so sind die Bestrafrechtlich verantwortlich gemacht werden. Ich mache übrigens Parteileitung nur vor, daß fie Gelder vom Vertrauensmann be hörden verpflichtet, dem unartigen Kinde auf die Finger zu darauf aufmerksam, daß im ersten und im dritten Wahlkreise nicht lommen hat, die den Ueberschuß von Summen bildeten, die zum tlopfen. Der Staatsanwalt fährt fort, daß er auch die Bertrauens erwiesen ist, daß die Bertrauenspersonen dieser Kreise überhaupt theil auch aus Beiträgen der Vereine gebildet waren. Ein solcher männer für einen Berein halte, und zwar sollten sie lediglich die Geld von den Wahlvereinen erhalten haben. Die Ueberschuß ist aber nicht diefelbe Sache, wie die einzelnen Umgebung des Vereinsgefezes ermöglichen, eine gitationstommission ist ebenfalls tein Verein, Beträge, woraus er nach Abzug der Untoften entstand. Der VorBerbindung zwischen dem Vorstand und den Wahlvereinen her fondern nur ein Komitee, ganz gewiß nicht ein Verein, ber and hat auch mit feinem auswärtigen Vereine einen gegenstellen. Die Verbindung sei durch die Geldübermittelung der politische Gegenstände in öffentlichen Versammlungen feitigen Briefverkehr, den das Gefeß allein verbietet, unterBereine an die Parteileitung durch die Vertrauensmänner erörtert, sondern höchstens ein solcher, welcher Einwirkung halten. Der einzige Brief, der nach den Aufklärungen noch in erfolgt. Es sei festgestellt, daß die Vertrauensmänner für die auf öffentliche Angelegenheiten bezweckt. Ich will dem betracht tommt, ist nicht beantwortet worden. Wahlvereins und andere Gelder eine gemeinsame Kasse geführt Staatsanwalt recht geben, es soll fich hier nicht um Daß Mitglieder des Parteivorstandes oft an Sigungen der haben, die Gelder nicht getrennt verwaltet haben. Des Politit, sondern um juristische Konstruktionen handeln. Preßtommission theilnahmen, beweist teine Verbindung. balb ist die Verbindung juristisch da. Die angeklagten Aber die juristische Auslegung in uß sich den beste ben. Es tonnte jeder angefehene Genoffe das zuhören; weshalb sollten Mitglieder des Vorstandes bestreiten, gewußt zu haben, daß in den Zuständen anpassen und wenn wir mun es nicht die, deren Interesse wegen des Verhältnisses des„ Vorden Geldern Wahlvereinsgelder enthalten waren. Das ist ihre ein allgemeines Wahlrecht, einen Reichstag baben wärts zum Parteivorstande am größten war? Manchmal Schuld, fie hätten sich darum fümmern können. und solche Organisationen zur Erreichung dieser verfassungs- mag auch Herr Auer dort allerhand Reibungen gemilbert haben, Es ist weiter festgestellt, daß der Angell. Gerisch der Agrar- mäßigen Einrichtung nothwendig haben müssen, so wozu er sich bei seinem bekannten milden Wesen so eignet. tommiffion eine Summe Geldes überwiesen hat. Die Agrarkommision wird man das Gesetz auch nach den bestehenden Ge( Auer ruft: Dante schön".) ist unbedingt ein politischer Verein, das Inverbindungtreten feges Einrichtungen interpretiren müssen, Was nun die angebliche geheime Organisation" an zweifellos festgestellt. Der Vermerk, der neuen Parteileitung nicht nach der Beit des Erlasses des Gesetzes, wo ein betrifft, von der die Polizei so viel zu wissen glaubt, so überwiefen", den der Abg. Singer auf das Gesuch des Vereins in Reichstag noch nicht existirte. Wenn man das Vereinsgesetz war es charakteristisch, daß der eine Beamte fagte, man Furtwangen geschrieben hat, beweist die Verbindung zwischen zeitgemäß interpretirt, so zweifle ich nicht, wird der Gerichtshof werde Mitglied der geheimen Organisation dadurch, daß dem Verein Furtwangen und der Parteileitung. Die Mit zur Freisprechung fämmtlicher Angeklagten kommen. man mit dem Vertrauensmann befreundet sei. Wenn das glieder des Vorstandes haben an Sitzungen der Preß- Bertheidiger Rechtsanwalt eine: Ich beantrage, die eine geheime Organisation ausmacht, daß politische Gesinnungstommiffion theilgenommen. Kommt der Gerichthof zur Ueber- sämmtlichen Angeklagten freizusprechen. genossen, die täglich mit einander zu thun haben, auch zeugung, daß die Preßkommission ein politischer Verein Was uns die Zeugen vorgebracht haben, ift zum größten befreundet sind, und daß einer des anderen Nath einholt, dann ist, dann ist die Verbindung gegeben. Hoch ist Obmann Theile solches Material, das nach dem Grundfaße der Un- fann ich allerdings verrathen, daß es viele folche geheimen der Preßkommission, er hat die Situngen geleitet. Die mittelbarkeit des Verfahrens hier gar nicht berücksichtigt werden Organisationen giebt, und daß täglich unzählige geheime Ver Agitationskommission ist ein politischer Verein, sie hat ihre fann. Denn nur was ein Beuge aus eigener Wissenschaft sammlungen in Privaträumen und in öffentlichen Lokalen beim Sigungen angemeldet, Dimmick war Obmann, denn er hat Auf- weiß, tommt als Beweismittel in betracht, nicht was die Zeugen Glafe Bier stattfinden, aber freilich nicht nur in der Sozial rufe der Kommission unterschrieben. Die Lotalfommission von ungenannten Gewähremännern wissen. demokratie, sondern in allen Parteien. ift erwiefenermaßen mit auswärtigen Lokalkommissionen in Ver Troydem bedauere ich die drei Tage, die wir hier mit dieser Wenn das Gericht troydem verurtheilen sollte, so halte bindung getreten. Ich komme zu dem Verein der Ver Beweisaufnahme zugebracht haben, keineswegs, denn sie gab ich sowohl das beantragte Strafmaß für zu hoch, als trauensmänner. Die Vertrauensmänner hatten eine große uns einen Einblick in die Art, wie solche Pro auch die Schließung der Organisationen für unan Bedeutung, fie überragten sogar die Bedeutung der Wahl- zesse vorbereitet werden. gebracht. Der Herr Staatsanwalt erkannte selber an, vereine. Die Anklage hatte angenommen, daß die Vertrauens- Ich kann dem Wunsche des Herrn Vorsitzenden, die Beugen daß das Vereinsgesetz einem Kleide gleiche, das der auss männer unter sich einen Verein bildeten. Ich muß zu nicht persönlich anzugreifen, um so eher nachkommen, als die gewachsenen Gesellschaft zu eng geworden sei. Wenn nun geben, daß die Werhandlung am Freitag Beugen ja so so gut wie nichts bekundet haben. der Bube wirklich mit dem Ellenbogen durch den zu engen und Sonnabend nicht erwiesen hat, hat, daß Im Gegentheil, ich muß auf die politische Polizei Aermel geplant fein foute, darf man das dann gleich so schlimm dieser Verein existirt. Ich glaube dadurch die Sache Berlins gewissermaßen ein Loblied fingen. Wir haben ansehen? Der Herr Staatsanwalt führt als besonderen Er. sehr zu vereinfachen. Ich stelle aber feft, daß ich das Institut neulich gelesen, daß in einem Prozeß in Westdeutschland schwerungsgrund an, daß die Sozialdemokratie die bestehenden der Bertrauenspersonen für ungefeglich halte, wenn ich es das Gericht einige Polizeibeamte nicht vereidigen fonnte. Staats- und Gesellschaftsformen beseitigen wollte. auch nicht für erwiesen erachte, daß die Vertrauenemänner Berlins weil sie sich dringend verdächtig gemacht hatten, zu den Hand- vielleicht eine Partei, die das nicht will? Jede erstrebt es in einen Verein im Sinne des Vereinsgesetzes gebildet haben, und bin lungen erit angefiftet zu haben, die Gegenstand der Auflage ihrer Art. Die Schließung ist unnöthig, denn die Orgas der Ueberzeugung, wenn es so weiter ausgebaut wird, waren; und ähnliches wurde vor zwölf Jahren hier in dem nisationen würden für die Zukunft sicher noch sorgfältiger die daß man zur Annahme der Bildung eines Vereins Ihring Prozesse festgestellt. So unerquicklich e Form bewahren und von der Staatsanwaltschaft die Belehrung tommen wird. Ich will nur noch eine Angelegenheit von Dinge haben wir heute nicht erlebt. Was wir von der annehmen, daß die Vertrauensleute die von den Wahlvereinen allgemeinem Jntereffe zur Sprache bringen: Die Absendung des Thätigkeit der politischen Polizei Berlins hier erfahren haben, erhaltenen Gelder getrennt zu verrechnen und nur aus ihren Telegramms der Vertrauensleute nach Paris, das ganz Deutsch das zwingt mich zu dem Urtheil: Die politische Polizei anderen Einnahmen etwas an die Partei zu geben hätten; und dann land in Aufregung verfekt hat. Die Gerichtsverhandlung Berlins ist ungemein harmlos geworden! wäre ja dem Gesetze genüge gefchehen. Die Schließung ist aber hat ergeben, daß sich der Schankwirth Augustin heraus-( Seiterkeit.) Freilich fleißig war sie im höchsten Grade, auch sonst nuglos, denn es kann sich jeden Tag eine neue Orga genommen hat, dieses Telegramm auf eigene Hand abzu- namentlich mit den Beinen. Unaufhörlich liefen viele Beamten nisation bilden. senden. Es wird späterhin bei ähnlichen Anläffen nothwendig hinter einer Anzahl von Sozialdemokraten her, und was für fein, nach der Legitimation zu fragen, ob nicht etwa die Entfernungen! Sie notirten sich auch fleißig, wo einer in die Unterschrift wieder un echt ist und unter falscher Flagge als Pferdebahn stieg, und auch wo er sie wieder verließ wenn sie Rontrebande eingeschmuggelt worden ist. nämlich inzwischen nicht die Spur verloren hatten. In bezug auf die beiden Frauen ist die Anklage nicht Sie beobachteten auch fleißig, aber wie? Sie beobachteten aufrecht zu erhalten, ich beantrage gegen sie die Freigeheime" Versammlungen, indessen der Wachtmeister Tiener Angeklagter Auer: Ich habe nicht viel mehr anzuführen. sprechung, ebenso gegen den Angeklagten Mehner, der muß selber als möglich zugeben, daß auch Versammlungen von Der Staatsanwalt hat selbst das Vereinsgesetz als ein solches mur Kontrolleur war, mit der Führung der Parteigeschäfte nichts Bezirksführern eines Vereins, als geheim" überwacht wurden, die bezeichnet, das hinter der heutigen Zeit zurückgeblieben ist und zu thun hatte. Die Freisprechung der achtzehn Ver- ganz richtig polizeilich angemeldet waren. In der That felbst zugegeben, daß für das politische Leben eine solche Organi trauensleute beantrage ich ebenfalls. Dagegen beantrage ich ein heiteres Bild! Innen, wo die Versammlung tagt, fißt ein fation, wie wir sie haben, nothwendig ist. Dann verstehe gegen die Angeklagten Auer, Bebel, Singer, uniformirter Beamter, der die Aussicht führt. Für ihn ist die ich aber nicht, wie er gegen diejenigen, bie, wenn sie wirklich gefühlt Gerisch und Pfannkuch als Mitglieder der Bersammlung angemeldet. Draußen auf der Straße aber stehen haben, sich in einer Bwvangslage befinden, ein so hohes Strafmaß Parteileitung je 150 Mart Geldstrafe, gegen Schuylente in Zivil. Die wiffen so muß man doch zu ihren beantragen kann. Es ist doch einmal so, die Reich 3alle übrigen Angeklagten 100 Mart Geld gunsten annehmen nichts von der Anmeldung, darum ist die verfassung hat die Existenz politischer Vereine zur strafe oder für je 5 M. einen Tag Haft. Wenn ich nun weiter Versammlung geheim, nämlich für sie, und da wird dann ins Vorausseßung. Ich mache die Herren Richter darauf auf die Schließung aller Vereine aufrecht zu erhalten beantrage, so Notizbuch eingeschrieben wen man hat hineingehen sehen. merksam, daß, als die Schließung der sozialdemokratischen Organi läge es nabe, mich in politischen Betrachtungen Die politische Partei hat aber auch geheime Bersation und die Anklage hier im Reichstage besprochen wurden, über die Sozialdemokratie zu ergehen, ich beschränke trauensleute und Berichterstatter. Die haben nun der Führer des Zentrums, Herr Dr. Bach em, in öffentlicher mich aber auf die beiden Thatsachen, daß erstens das Endziel Herrn Schöne ganz vorzüglich informirt, so gut, daß er die beiden Parlamentssigung erklärte: Sind die sozialdemokratic der sozialdemokratischen Partei der Umsturz der be- Birkulare Nr. 1 und 12, die in tausenden von Exemplaren verfchen Organisationen schuldig, fo find alle stehenden Staats- und Gesellschaftsordnung breitet sind, und von denen eins im Vorwärts" abgedruckt war, Parteien schuldig. Wir haben auch die übrigen ift. Selbstverständlich haben Staat und alle diejenigen, noch nicht kannte und für, geheim" hielt. Parteien alle der gleichen Handlungen beschuldigt, der wir bezichtigt die mit diesem Ziel nicht einverstanden sind, das lebhafte weiben, sie haben die Dichtigkeit entweder zugegeben oder Intereffe, dagegen Ginspruch zu erheben. Zweitens besitzt geschwiegen. Dagegen protestirt hat keine einzige Partei. Die fozialdemokratische Partei eine Organisation, wie sie meines Ich komme zu der Frage, ob die Parteileilung und die Der Herr Staatsanwalt hat von unartigen Kindern gesprochen, Wissens teine zweite Partei besitzt. Die Organisation ist der Kommissionen als Vereine zu betrachten sind. Die Definition denen auf die Finger geflopft werden müsse. Ganz richtig. Stolz der Partei und das Mittel, mit der sie ihre großen des Staatsanwalts vom Verein ist falsch, auch wenn sie ein§ 8 des Vereinsgefeges ist von jeher nichts anderes gewesen Erfolge erzielt. Ich meine, wenn in diefer Organisation mal vom Reichsgericht angenommen sein sollte. Uebrigens als ein Mittel, Oppositionsparteien bamit Ungefeßlichkeiten vorkommen, hat das Gericht die Pflicht, mit find solche sogenannten Definitionen, die in Wahrheit zu brangfaliren und den Grundsatz zur Geltung zu Entschiedenheit von den Mitteln, die ihm das Gesetz an die Hand nur Umschreibungen sind, für den Juristen ohne Werth. bringen: Wenn zwei dasselbe thun, ist es nicht daffelbe! Mag giebt, Gebrauch zu machen. Der Richter soll sich nicht in ihre Fesseln einengen, sondern er das Urtheil ausfallen wie es wolle- wir sind auf Rechts Anwalt Herzfeld: Ich beantrage Frei muß Augen und Ohren öffnen. Dann wird er sehen, daß kein eine Verurtheilung gefaßt. gefaßt. Wir sind uns aber be [ prechung aller Angeklagten und die Schließung aller Wiensch darüber im Zweifel ist, was faktisch als Verein" bewußt, alles gethan Bu haben, um das Gesetz zu Vereine aufzuheben. Als die Schließung erfolgte, erließ die zeichnet wird, und daß eine Preßkommission und der Partei- achten. Nicht aus besonderer Hochachtung vor diesem Gesez oder Parteileitung einen Aufruf, in dem sie aussprach, fie hoffe vor vorstand darunter nicht fallen. weil wir es für ein Wunderwerk der Gesetzgebungstunst ansehen, Gericht zu erweisen, daß die Echließung unberechtigt erfolgt ist. Jedenfalls sind alle diese Gruppen feine Vereine nach§ 8 sondern im wohlverstandenen Intereffe unserer Partei. Schließt Ich glaube, dieser Beweis ist durch die Verhandlung auf's glänzendfte des Vereinsgesetzes, die bezwecken, politische Gegenstände in sich der Gerichtshof der Auslegung des Staatsanwalts an, so geführt worden. Das bei den Haussuchungen beschlagnahmte Versammlungen zu erörtern". Zusammengekommen find allerdings sind wir eben hilflos. Wir hoffen aber, daß wir frei Material wie die Vernehmung der Angeklagten haben nichts alle diese Gruppen, jede für sich, aber daß sie dabei miteinander gesprochen werden und daß nur eins verurtheilt werden Belastendes ergeben. Was sind dagegen die Zeugenaussagen der redeten, war nicht ihr Zweck, sondern nur Mittel zum Zwecke. wird, das antiquirte Vereinsgefeß aus dem Jahre 1850. Polizeibeamten? Ich brauche darauf nicht einzugehen, denn der Wenn die Herren Abgeordneten politische Gegenstände Angeklagter Bebel: Auch ich habe den Eindruck, Staatsanwalt hat diese Zeugenausfagen selbst vollständig fa II en erörtern wollen, wenn es ihuen uns Reden au daß bei diesem Prozeß nach dem Grundsay verfahren worden gelassen. Die sozialdemokratische Organisation ist schon 1876 tbun ist, so gehen sie in den Reichstag oder in Berift, wenn zwei dasselbe thun, so ist es nicht dasselbe. Der Herr einmal geschlossen worden. Damals hat man die Partei als einen fammlungen. Der Zweck des Vorstands und der Kom- Staatsanwalt hat sich zwar gegen den Vorwurf der Parteis großen Verein bezeichnet. Is 1890 die Partei sich von neuem missionen war ihre Wirkung nach außen, und demgemäß fallen politik verwahrt und zwar mit recht. Wenn aber auch die organisirte, vermied fie vorsichtig und geschickt die Vereinsbildung. Die Zusammenfünfte dieser Gruppen nicht unter§ 8, wie auch Staatsanwaltschaft dieser Vorwurf nicht trifft, so trifft er doch Sie richtete die Juftitution der Bertrauensmänner ein; auf das Ober Berwaltungsgericht für eine Breßkommission ibre Hilfsorgane. Die Verhandlung hat ergeben, daß der ihnen allein beruht die ganze Organisation. Es soll nicht be ausdrücklich anerkannt hat. Staat eine große Anzahl von Beamten unausgesetzt thätig ftritten werden, daß die Vertrauensleute eine große Bedeutung Die Agrarfommission war eine Studienkomsein läßt und sie dafür bezahlt, daß sie uns täglich und baben, sie sind in der That das Rückgrat der Partei. Der Herr mission, deren Hauptthätigkeit in der Vornahme von fündlich observiren, und alles ausfpioniren, was Staatsanwalt fagt aber, man hat die Vertrauensleute blos zum wissenschaftlichen Enqueten bestand. Ihre Mitglieder wir nicht öffentlich, sondern privatim thun. Und nicht blos Schein eingerichtet. Das ist eine einfache Behauptung, die durch erledigten ihre Thätigkeit hauptsächlich schriftlich. Wenn sie das, der Staat und die Polizei fuchen sich auch elende Ge teine Thatfa che gestützt wird. Die Partei hat mit den außerdem wiederholt zufammengekommen sind, so war auch das fellen, charakterlose Burschen, die sich nus freundVertrauenspersonen nicht das Gesetz umgehen, sondern nicht der Zweck, wozu die Kommission gestiftet war. Die lich stellen und dann, was sie erfahren, dort berichten. fich dem Gesez anpassen wollen. E2 egistiren in Kommission war eine Beauftragte der durch den Vorstand ge- Vors.: Ich bitte Sie, Herr Bebel, nicht solche Ausvielen Wahlkreisen überhaupt feine teine Vereine, aber in leiteten Gesammtpartei. Mit ihr konnte der Vorstand also brücke zu gebrauchen. Bebel: Ich meine nicht die jedem Wahlkreis eristirt ein Bertranensmann. Die Organisation unbedenklich Verbindung halten. Polizeibeamten. Vors.: Nein, nein, ganz recht, aber beruht nicht auf den Vereinen, sondern auf den Vertrauensleuten. Die Mitglieder der Agitationstommission arbeiteten meiden Sie, bitte, folch scharfe Ausdrücke gegen abwesende Dritte, Die Wahlvereine sollen ihre Mitglieder erziehen im sozialdemo- jedes für sich in einem räumlich getrennten Bezirke. Darin lag die sich nicht vertheidigen können. Bebel( fortfahrend): Nun tratischen Sinne, die Vertrauensleute sollen ihre Thätig der Zweck der Kommission. Die Zusammenkünfte der Mitglieder gut. Ich habe unter dem Sozialistengefez theils als Angeklagter feit auf die nichtorganisirten Partei Angehörigen erstrecken. hatten nur nebensächliche Bedeutung, die Kommiffion fält also theils als Beuge sehr vielen politischen Prozessen beigewohnt, Wie kann man da sagen, daß die Thätigkeit von Wahl auch nicht unter§ 8. aber ich muß sagen, noch in keinem diefer Prozesse vereinen und Vertrauenspersonen zusammenfällt?! Die Die Aufgaben der 2otalfommission und der Breß hat die politische Polizei eine so große moralische Wahlvereine sollen nun mit der Parteileitung in Verbindung Kommission lagen überhaupt nicht auf politischem Gebiete, Niederlage erlitten wie in diesem. Nachdem getreten fein und zwar zu gemeinsamen Zwecken. Nun haben Vereine sind sie gleichfalls nicht. man Jahre lang spionirt und gekundschaftet aber Wahlvereine und Parteileitung ganz per. Wenn man aber auch alle diese Organisationen als Vereine bat, tommt nicht einmal so viel zu tage, daß der schiedene Zwecke; man tann also unmöglich von gemeinsamen ansieht, so ist doch nichts vorgebracht, wonach sie thatsächlich in Staatsanwalt das Material nur verwerthen kann. Die Bwecken sprechen. Ist denn in der Verhandlung auch nur strafbarer Weise mit einander in Verbindung getreten Konsequenz aus dem Prozesse werden wir noch ein einziges Moment zu tage getreten, wonach beide irgend sind. Das Zirkular 1 soll ein Beweis für die Anklage fein. an anderer Stelle ziehen. Wir werden da einmal die etwas gemeinschaftlich gethan haben? Der Bor Wenn aber dort gesagt ist, daß die Parteileitung durchaus nicht Frage aufwerfen, wozu überhaupt die politische stand ist kein Verein, sondern höchstens ein Komitee, ein mit Vereinen in Verbindung treten wolle und könne, und wenn Polizei noch nüße ist, wenn sie ihrer Aufgabe so wenig Beutralorgan. Das Gesetz sagt, es ist den Vereinen verboten, dann ausgeführt ist: gewachsen ist, wie sie hier gezeigt hat. durch Komitees oder Zentralorgane mit einander in Nun muß aber die Parteileitung überall hin Ver Als Angeklagter, der ich mir bewußt bin, nichts gegen Verbindung zu treten. Die Komitees sind also im Gesetz nur als bindungen haben," das Gesez gethan zu haben, erwarte ich meine Frei die Bindemittel bezeichnet und es ist doch logisch nicht angängig, fo heißt das doch für jeden, der lesen kann und will, nicht daß sprechung, als Polititer muß ich sagen, wäre es mir sehr diese Bindeglieder selbst als Berein zu bezeichnen. Außerdem Verbindungen mit den Vereinen gefchaffen werden sollen, angenehm, verurtheilt au werben. Einmal, um hält doch der Vorstand keine Versammlungen ab, aber nur sondern nur, daß die Parteileitung an allen Orten statt der das Vereinsgefeß an sich ad absurdum zu führen, andererseits folche Vereine wollte nach den Verhandlungen im Landtage unzulässigen Verbindungen mit den Vereinen andere haben um dem Staatsanwalt Gelegenheit zu geben, sich wirklich der Gesetzgeber treffen. Das Gericht follte dieser Ab will, nämlich die durch die Vertrauensleute. Von einer auch einmal mit den anderen Parteien zu beschäfti ficht des Gesetzgebers folgen. Es mag zugegeben werden, daß Umgebung" des Gesetzes kann man dabei nur dann reden, gen, die ihm viel leichtere Handhaben zum Eins die Vereine dem Vertrauensinann Geld gegeben haben. Der wenn man die politische Agitation an sich als ichreiten bieten. Er wird dann hoffentlich selbst den Vertrauensmann hat nun eine gemeinsame Kasse geführt und den verbotene, durch das Gesetz zu verhindernde Sag: Wenn zwei dasselbe thun, ist es nicht daffelbe", Ueberschuß an die Parteileitung abgeliefert. Ich behaupte: felbft Sa che ansieht. Das Gesez heißt aber nicht Berordnung über den Haufen werfen. Ich halte eine Berurtheilung bes " Was soll man vonder 8uverlässigkeit solcher Quellen halten? Parteivorstandes für unmöglich, er ist fein Verein, er steht| Während der Nabbiner Dr. Stier zu Ehren des Wochenfestes was ein, der neben dem Theater werden nämlich die Marineschauspiele, ein Hauptstück des Treptower Kultur- Rummels, aufgeführt und das giebt einen Heidenlärm. Ehrlicher in ihrer Absicht geben sich Bleibtreu's lose Szenen, unter feiner Leitung, er ist selbst die Leitung. Wir sind predigte, ertönte plöglich unter der Zuhörerschaft der Ausruf: beren pruntvolle Rhetorit einen lyrischen Grundaktorb zu den gewählt und es liegt nicht in unserem freien Willen, was wir Nieder mit der Thora." Als das Publikum sich zu dem Schreier Wuchervorgängen und den Maffenaufzügen auf der Bühne abthun und nicht thun, das ist uns alles genau vorgeschrieben. wandte, begann dieser derart zu lärmen, daß die anwesenden geben sollen. Die Götterdämmerung ist über das Reich Wodans, Niemand, der Laie ist, wird den Parteivorstand als Berein Frauen in der Meinung, daß Feuer ausgebrochen sei, zum theil wie über die Herrschaft des wendischen Triglav in märkischen ansehen und ich meine, es kommt doch darauf an, schreckerfüllt auf die Straße strömten. Es tostete Mühe, den Landen hereingebrochen; Brennibor( Brandenburg) ist von den der Staatsbürger, das Volk, der Gesezgeber offenbar Geistesgestörten, dessen Name nicht festgestellt wurde, deutschen Christen erobert worden und Jaczko, der lezte als Verein ansieht. Wendenfürst, schwimmt auf der Flucht durch die Havel Und ich glaube, selbst der Herr zu entfernen. Staatsanwalt wird zugeben, daß 1850 der Gesetzgeber nicht auf Verschwunden ist seit etwa 14 Tagen der 44jährige Haupt- und betet zu Chriftus, wenn ihn der Gott errette. Das Wunder geschieht und Jaczko springt glücklich bei Schildhorn den Gedanken gekommen ist, es könnte einmal das ausführende mann a. D. Gustav Neumann aus der Königgrägerstr. 28. Organ einer Partei als Verein angesehen werden. Ich habe zu. Selbstmord. In der Nacht zum Sonntag um 11/2 Uhr aus Land. Dort empfängt Jaczko die Taufe. Gespielt wird im Ausstellungs- Theater in einem komödian. gegeben, an Sigungen der Preßtommission theilgenommen zu haben. Aber ich halte die Preßkommission nicht für einen fiel in dem Park zwischen der Gerichts. und Müllerstraße tischen Stil, der mitunter geradezu wie eine groteste Parodie plötzlich ein Schuß, und Hinzueilende fanden einen jungen wirkt. Selten fällt ein schlichter Ton auf. Dazu kommt das Verein, noch viel weniger aber für einen politischen Ber- Mann mit einer tiefen Wunde im Kopfe in den letzten Gebeul und Salvengefuatter aus der Nachbarschaft, unmittelbar sie hatte eben teine politischen Dinge, sondern Zügen auf. Die Polizei des 57. Reviers stellte in dem nur Beschwerden persönlicher und lokaler Natur Toten den 19 Jahre alten Tischler Heinrich Meffing aus der verhandeln. Der Vorsitzende fragte uns Mitglieder Müllerstraße fest. Bei der Leiche wurde die Waffe, aus der der Parteileitung zum Schluß noch, об wir alle Die erste Räuber- Ankündigung". Es dürfte wenig Mitglieder der Wahlvereine find. Er scheint auf die Schuß abgefeuert war, sowie ein goldener Ring und eine Uhr Vereinszugehörigkeit also ganz besonderes Gewicht zu legen. Ich vorgefunden. oder gar nicht bekannt sein, in welch origineller Weise die erste Ueberfall? Sonnabend Abend meldete sich der Arbeiter Aufführung von Schiller's" Räubern" in Mainz am 30. Januar I will dem hohen Gerichtshofe sagen, wir sind als Sozialdemo fraten verpflichtet, alles zu unterstützen, was die Partei- der Schultheiß'schen Brauerei Friedrich Henke auf der Wache des 1788 angekündigt wurde. Die Geschichte des Mainzer Theaters interessen fördern fann, wir müssen den Wahlvereinen als 28. Polizeireviers mit der Angabe, er sei soeben von dem Arbeiter von Beth theilt das eigenartige Schriftstück mit: Die hiesige Mitglieder beitreten und thun es auch gern. Deshalb spielen Buckuck, mit dem er in Feindschaft lebe, auf einem finsteren Haus Schauspielgesellschaft wird die Ehre haben, heute" aufzuführen wir darin aber feine irgend wie hervorragende Rolle. Wir flure in den Kopf geschossen worden. In der Unfallstation wurde ein großes, neues, noch auf keiner anderen als der Mann zahlen eigentlich nur unsere Beiträge. Hätte übrigens die Polizei auch wirklich eine gefährliche Verlegung der Schädeldecke bei ihm heimer National Schaubühne aufgeführtes, von Herrn Friedrich die Auffassung gehabt, daß unsere Vorstandssigungen geheime festgestellt. Der Arbeiter Guckuck fonnte bis jetzt noch nicht er- Schiller verfertigtes Driginal- Trauerfpiel in fünf Aufzügen, genannt„ Die Räuber". Dieses im Geschmacke des berühmten Versammlungen find, so hätten sie doch das längst in hi- mittelt werden. biren müssen. Aber sie hat uns selbst bisher nicht Ueberfallen und vergewaltigt worden ist nach ihrer An englischen Dichters Shakespeare geschriebene Trauerspiel verdient als Verein angesehen, denn sie hat nie von uns die gabe fürzlich abends auf dem Wege von Rigdorf nach Britz die nach Aussage aller Kenner neben, Hamlet"," Macbeth"," Lear" u.s.w. Einreichung von Statuten gefordert, nie von uns eine unverehelichte Sch. aus Briz. Auf erstatteter Anzeige ist es unstreitig seinen Platz. Die erhabensten Ausdrücke, die grauen Anmeldung verlangt. Sie hat uns 5 Jahre lang aber der Polizei jetzt gelungen, einen gewissen Hermann S. als Thäter vollsten Situationen, die außerordentlich gezeichneten Charaktere gewähren lassen. Herr Rechtsanwalt Heine erklärte die Be- zu ermitteln. zeigen allerorten das feurige Genie eines jungen Dichters, das fundungen der Kriminalschuyleute für harm Io3. Ja, warum Wegen Diebstahls von Seidenwaaren in einem hiesigen einst der deutschen Bühne Meisterstücke liefern und ihr das sein waren sie harmlos, die Aussagen? Weil die Beamten andere großen Geschäft ist der Handlungsgehilfe Möller in Untersuchungs- wird, was Shakespeare- der englischen war. Die Verzierungen als harmlose Dinge trotz angestrengtester Thätigkeit bei uns nicht haft genommen worden. Auffallend erscheint, daß Möller, der der Schaubühne und das Kostüm der Kleider wird der Zeit und finden konnten. Es hat sich schließlich herausgestellt, daß das ganze bereits acht Jahre in dem Seidenlager angestellt war, das aus dem Orte vollkommen angemessen sein, und wir schmeicheln uns, Material für den Staatsanwalt nicht verwerthbar war. den fortgesetzten Diebstählen( es werden ihm etwa siebzig selbst die Zufriedenheit unserer verehrungswürdigen Gönner und Ich muß fagen, eine größere moralische Blamage der ständige Handlungen zur Last gelegt) gewonnene Gelb nicht ver- Freunde, deren schäßbaren Beifall zu verdienen." politischen Polizei ist mir noch nicht vor- geudete; er hat vielmehr den gesammten Betrag für die von ihm gekommen.- Noch ein paar Worte über die Agrar- versetzten Waaren gespart und auch die Pfandscheine auf tommission, ich halte sie nicht für einen Verein, sie war eine gehoben, so daß die betrogene Firma nicht sonderlich geschädigt Studienkommission, die einen bestimmten Auftrag zu erfüllen worden ist. hatte. Als sie sich ein Jahr lang im Schweiße ihres Angesichts gequält hatte und mit ihren Vorschlägen vor den Parteitag trat, sagte dieser:„ Eure Arbeit taugt gar nichts", und die Kommission wurde nach Hause geschickt.( Heiterkeit.) Ich schließe. Meiner Auffassung nach liegt für die Strafanträge des Herrn Staatsanwalts nicht der geringste Anlaß vor. ( Schluß im Hauptblatt.) Lokales. Ju Adlershof steht das Lokal Wöllstein's Lustgarten der Arbeiterschaft zu Versammlungen zc. unter den bekannten Bedingungen zur Verfügung. In Alt- Gliene de ist kein Lokal zu haben. In Fürstenwalde a. d. Spree ist die Schloß fellerei, gleich hinter der Domkirche zu empfehlen. Gegen das freisprechende Urtheil in Sachen off. mann und Genossen hat der Staatsanwalt Berufung eingelegt. Der Fall betrifft die wundersame Anklage, die erhoben worden ist, weil nach behördlichem Beispiel und gemäß der ausdrücklichen Bestimmung des Preßgefeßes auf einem gewöhnlichen Formular, das zur Anzeige des Austritts aus der Landeskirche dienen sollte, der Name des Druckers und Verlegers(!) nicht enthalten war. wird Erhängt vorgefunden wurde Sonntag Vormittag die an einer Geisteskrankheit leidende 35 jährige verebelichte Schneidermeister Emma Muth in ihrer Wohnung, Wasserthorstr. 63, und Nachmittag die unterleibstranke, 49 Jahre alte verehelichte Arbeiterin Luise Natus, geb. Seifert, in ihrer Wohnung, Pallifadenstr. 75. Wetter- Prognose für Dienstag, den 19. Mai 1896. Ziemlich mildes, vorherrschend wolkiges Wetter mit leichten Regenfällen und schwachen westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Professor Heinze, Lehrer für Strafrecht an der Universität Seibelberg, ist dort am Montag Vormittag gestorben. Gerichts- Beitung. Dienstmädchen- Elend. Vor dem Rigdorfer Schöffengericht wurde von ihr " Der Amtsanwalt war der hatte sich die verehel. Kaufmann Louise Marie Lambre ghts geb. Engelhardt, Kottbuser Damm 100 wohnhaft, wegen Mißhandlung und Beleidigung des Dienstmädchens Wlarie Gründer zu verantworten. Die Beweisaufnahme ergab folgenden That Mit einem Revolver hat sich der 57 Jahre alte Buch bestand: Das Dienstmädchen Marie Gründer war am 29. Nos bindermeister Ludwig Friedrich von der Friedrichsgracht Nr. 8vember v. J. bei der damals an einem Fußübel leidenden erschossen. Unheilbare Krankheit soll den Armen in den Tod ge- Angeklagten in Dienst E3 getreten. trieben haben. nicht nur die Besorgung der häuslichen Arbeiten und Bei der Hilfeleistung vernuglückt. Sonntag Mittag die tägliche Reinigung der sehr großen Wohnung verlangt, wurde in der Leipzigerstraße das Pierd eines Geschäftswagens sondern das Mädchen sollte auch noch drei kleine Kinder und durch das Läuten der Pferdebahn scheu und ging durch. Um es die kranke Herrin bedienen. War es von vornherein schon faft aufzuhalten, sprang der auf dem Wagen sigende Arbeiter Gottlieb unmöglich, daß ein einziges junges Mädchen dies alles be Henkelmann herab, wurde zu Boden geschleudert und überfahren. wältigen fonnte, so wurde der Gründer das Leben noch dadurch Er erlitt einen Bruch des Unterschenkels und mußte nach der besonders schwer gemacht, daß die mißtrauische Dienstherrin das Verlangen stellte, das Mädchen solle ihr stets rapportiren, Charitee gebracht werden. womit fie beschäftigt sei. Mar bas Mädchen also in Der Küche mit dem Schälen von beispielsweise Kartoffeln beschäftigt, sollte sie zu der Angeklagten eilen und So blieb das sagen: Jetzt schäle ich Kartoffeln" u. s. iv. Mädchen beständig in einem Rennen, was natürlich zur Folge hatte, daß ein Theil der Arbeiten liegen bleiben mußte. Die Der letzte Sonntag vor Pfingsten war für die Geschäfts- Kunst und Wissenschaft. Angeklagte machte sich dann dabei, das Mädchen anzuspornen", leute weder ein goldener noch ein silberner, ja nicht einmal ein fupferner. Die meisten Kaufleute hielten ihre Läden trotz der Im Dentschen Theater macht sich der Wonnemond, der die indem sie dasselbe mit einem Schrubber oder einem Kindergewehr Erlaubniß nicht lange auf. Nur die Zigarrenhändler in den zur Saison abschließt, aus der Wahl der Stücke heraus recht be- stieß. Acht Tage lang ertrug das Dienstmädchen diese Behand Ausstellung führenden Straßen machten einigermaßen lohnende merkbar. Bom findlich- naiven Lumpazivagabundus, der das lung geduldig, dann aber fühlte es sich so frank und matt, daß Geschäfte, schloffen jedoch auch bereits vorzeitig ihre Lotale. Repertoire jetzt wunderlicherweise beherrscht, wurde am Sonn- es den Dienst aufgab, wobei es wiederum zu stürmischen Szenen Das Publikum wußte meistens gar nicht, daß die Geschäfte abend ein Sprung gemacht zu Ibsen's Stüßen der Ge- tam. Das Dienstmädchen ließ sich nun von einem Arzt unteroffengehalten werden durften. Wann wird die Verkümmerung sellschaft, dem vortrefflichen Werke, das seit 18 Jahren suchen und dieser konstatirte, daß das Mädchen am Mund, auf den Armen, dem Schlüsselbein, der Brust und dem Rücken blut der Sonntagsruhe an den Sonntagen vor den Festen aufhören? fchon so manchem Theaterdirektor erst vor wenigen Wochen unterlaufene Stellen habe, welche von den Stößen der Dienste Herrn Löwenfeld aus der Repertoireverlegenheit hat Wüstling Simon Blad wird die nächste Stadtverordneten müssen. Hoffentlich gehen die Herren und Damen vom Schiller: Gründer in Begleitung einer Bekannten ihre Sachen abholen, bei Die Angelegenheit des Denkmals für den verstorbenen Schiller- herrin herrührten. Einige Tage nach ihrem Abgang wollte die Theater ein wenig bei Herrn Brahm in die Schule. Was in der welcher Gelegenheit die Angeklagte das Mädchen mit EheSigung beschäftigen. Wallnertheaterstraße tlobig erschienen war, zum theil am brecherin, Mörderin" und ähnlichen Ausdrücken bedachte. Die Ein neues Eingemeindungsprojekt hat dieser Tage die einer Provinzbühne würdig, das ward hier in musterhafter Aus- Gründer stellte nunmehr gegen die Lambregths Strafantrag. In Gemeinden Schöneberg und Friedenau beschäftigt. Man ist jetzt feilung vorgeführt. Welch ein prächtiger Schiffszimmerer war doch, auf den Gedanken gekommen, Friedenau von Schöneberg eins um nur eine der minder hervortretenden Rollen zu nennen, der der Hauptverhandlung suchte die Angeklagte sich mit der gemeinden zu lassen. Der Schöneberger Gemeindevorstand hat Auler des Herrn Hermann Müller! Wie prächtig trat der Behauptung zu entschuldigen, das Dienstmädchen sei faul und indeß beschlossen, das Projekt abzulehnen. Mit diesem Abwehmüthige Hang am Hergebrachten in ihm hervor, schwach in unwissend gewesen und da sie, die Angeklagte, durch ihre Krank Handlungen hinreißen lassen. lehnungsbeschluß wird zugleich ein anderer Plan hinfällig: die schwer verhaltenem Ingrimm aufflackernd, als auf die Ersetzung beit so wie so gereizt gewesen, habe sie sich zu den inkriminirten Zusammenlegung der drei Gemeinden Schöneberg, Wilmersdorf der mit ihm grau gewordenen Kameraden durch die neuen Meinung, daß die Angeklagte eigentlich ins Gefängniß gehöre und Friedenau zu einem neuen selbständigen Stadtkreise. Maschinen Hilfsarbeiter die Rede kommt, und wiederum sich Pindter in Schlorrndorf. Der Geh. Kommiffionsrath in einer Art überlegenem Humor äußernd, als es gift, dem ver- und nur ihre bisherige Unbescholtenheit und die damalige Ge E. F. Pindter, der frühere Chefredakteur der„ Norddeutschen brecherischen Verlangen des gesellschaftstüßenden Unternehmers zu reiztheit bestimmten ihn, eine Geldstrafe von 200 M. zu be Allgemeinen Zeitung", ist unter die Verleger gegangen. Er hat wehren. Es war gar fein moderner Arbeiter, dieser Auler, aber antragen. Der Gerichtshof schloß sich diesen Ausführungen an die Charlottenburger Zeitung" gekauft und das doch in seiner erfrischenden Natürlichkeit jedermann flar ver- und erkannte gegen die Angeklagte auf 150 M. Geldstrafe, event. 30 Tage Gefängniß. Blatt laut eigener Ankündigung unabhängig nach jeder ständlich. Herrn Müller tam zu statten, daß der Larsteller des Das Pariser Appellgericht sprach am Montag den im Richtung, in Liebe zum teutschen Vaterland, Achtung vor Konsuls Bernick, Herr Emanue Reicher, auffallend die frommReligion und Gefeß" weiter führen. Vielleicht giebt es auch da geduckte und heuchelwüthige Seite dieses Muster Bourgeois Erpreffungsprozeß Lebaudy verurtheilten Ulrich de Givry frei Der Augenaufschlag hervorkehrte. allein macht noch und bestätigte das auf 13 Monate Gefängniß lautende Erkennt. ein bischen zu reptilisiren. ber Gesellschaft aus. Gewiß mag niß gegen de Cefti. Ein schwerer Vorwurf wird gegen mehrere berittene nicht die Stütze Schuyleute erhoben. Am Sonntag Abend befand sich, nach die Grömmelei die gesellschaftliche Position festigen; aber um sie zu feiner und seiner Begleiter Angabe, der 36jährige Schneider erringen, wie zu ihrer Erhaltung, bedarf es eines derben Stückes Franz Weinberg aus der Kurstr. 32 vor Zelt Nr. 3 auf einem Brutalität. Meisterhaft gelang Herrn Reicher der schroffe UeberUebergange über den Fahr- und Reitweg, als plöglich mehrere gang von naturnothwendigen Ordnungsheuchler zum märchenhaften Schuyleute im Galopp herangeritten famen. Sei es nun, daß Wahrheitsmenschen. Das befremdliche, das in diefer optimistischen die Beamten den Mann nicht gesehen haben es war in der Rundgebung des Dichters liegt, wußte Herr Reicher wesentlich zu zehnten Abendstunde sei es, daß sie ihre Pferde nicht recht- mildern. Aus dem übrigen Ensemble ſei die ausgezeichnete zeitig mehr anhalten konnten, genug, Weinberg wurde nieder- Leistung des Herrn Jarno als Hilfsprediger Rohrland noch Das verderbenbringende Unwetter in einem Theil der geritten und am Kopfe und an der rechten Hüfte so schwer vers hervorgehoben. letzt, daß seine Begleiter ihn in ein Krankenhaus bringen mußten. Im Ausstellungs Theater Alt Berlin lernte man am Vereinigten Staaten dauert noch an. Aus New York beDen Schuhmännern muß die Schwere des Unglücksfalles wohl Sonnabend den zweiten Zyklus der Historien kennen, die für richtet eine vom Montag datirte Depesche: Cyklone richteten Er umfaßt die dramatisirte gestern in den Counties Marshal und Nemaha in Kansas großen entgangen sein, denn sie ritten in demselben Tempo weiter, sodas Alt- Berlin geschrieben wurden. Der dritte Theil der Stadt Seneca( Kansas) ist Ohne Zweifel Legende Die Wendentause" von Karl Bleibtreu und ein Schaden an. man ihre Persönlichkeiten nicht feststellen konnte. wird die Behörde den Unfall genauer untersuchen, um ihn ent- Schauspiel aus der Zeit des brandenburgischen Kurfürsten Johann zerstört. Sechs Personen wurden getödet, viele verlegt. Fünf weder richtig zu stellen oder die Schuldigen zu bestrafen. Georg, Die Büßerin" von Konrad Alberti. Im vorletzten hundert Personen sind obdachlos. Tie Umgegend von Paducah Die Untersuchung wegen der vor acht Tagen in der kgl. Heft der Zukunft" hat Konrad Alberti selbst über fein( Kentucky) und Theile von Jalinois wurden ebenfalls von einem Stück Auskunft gegeben; und er meinte, ein besonders prophetischer Cyklon heimgesucht. Aus New- York wird berichtet: Nach den letzten Nachrichten Artillerie wertstatt zu Spandau entdeckten MetallKopf zu sein, wenn er annahm, die Genossen" werden diebstähle nimmt ungeahnte Dimensionen an. Im ganzen sind ihn des Byzantinerthums und die" Bourgeois" revolutionärer wurden bei dem Zyklon in Sherman( Texas) 120 Personen ge hiesigen Blättern zufolge jetzt schon vier Verhaftungen vor Neigungen zeihen. Während er, ein Biedermann in künstlerischen tödtet und 100 Personen verwundet. Die Körper der Umgekom genommen worden; zuletzt wurde der im Lager beschäftigte Dingen, doch nichts anderes, als ein psychologisches Problem menen sind schrecklich verstümmelt. militärische Beamte, ein Depot- Vizefeldwebel, in Untersuchungslösen wollte. In der Hauptsache nun hat sich der Autor sicher Die Cholera in Egypten. In Alexandrien find, wie vom haft abgeführt. Wie weit dieser schuldig ist, steht noch nicht lich geirrt. Weder ein Genosse noch ein Bourgeois werden sich Sonntag gemeldet wird, zu den bisherigen 54 Erkrankungsfällen neue Erfranfungen und außerdem fest; möglich ist, daß ihm nur Nachlässigkeit bei der Beaufsichti er- 20 Todes älle hinzugetreten; in Kairo, woselbst bisher 2 Krank Alt Berlin überhaupt gung des Lagers zur Last fällt. Werthvolle Metalle, meist um Rourad Alberti's Komödie, wie um die Schau- und Aus- an Cholera gestern 23 stattungsstücke des Theaters Kupfer, find seit geraumer Zeit in großen Mengen heimlich aus bigen. Ob die bekannte altpreußische Loyalität ein wenig beitsfälle gemelder waren, wurden 9 weitere Erkrankungen und 9 Todesfälle festgestellt. der Fabrit geschafft worden; es wurden Bestellzettel und Lager- Dicker oder dünner aufgetragen wohl ist, das das wird bücher gefälscht; auch mit Geschäftsleuten, die unbrauchbar ziemlich gleichgiltig bleiben. Das psychologische Problem gewordene Metalle kauften, scheinen Verbindungen in betrügerischer in der„ Büßerin" lautet: Darf ein Fürst zu Zwecken höherer Absicht bestanden zu haben, indem zu ihren gunsten mehr ver- Staatsraison wortbrüchig werden? Johann Georg hat bei Lebladen worden ist, als in Rechnung gestellt wurde. zeiten feines Vaters Joachim Eid und Brief geleistet, die Frau Einen bedauerlichen Unfall hat, wie die„ Vossische 3tg." Sydow, die Mätresse Joachims, immerdar in Rechten und im meldet, der erst fürzlich aus Rom zurückgekehrte Prof. Theodor Besitz zu schützen. Als Johann Georg aber selbst Landesherr Mommsen erlitten. Nach dem Aussteigen aus einem Pferdebahn- wird, jagt er die Sydow in den Thurm zu Spandau. Denn das wagen in der Lützowstraße wurde er gestern von einem Radfahrer moralische Volt von Berlin, vertreten durch den berühmten angefahren und niedergefahren. Glücklicherweise scheint der Un- Berliner Schusterjungen, der dreift und gottesfürchtig immerzu fall für den hochbetagten Herrn keine ernsteren Folgen gehabt zu den Nagel auf den Kopf trifft, verabscheut das Rebsweib; und haben, da er ohne Unterstügung den Weg zu seiner Wohnung der Hofpfaff fegnet den Entschluß seines Gebieters. Von pfycho logischer Feinfühligkeit ist in dem Stücke, das sonst stellenweise zurücklegen konnte. ganz gefchickt mit trivialen Theatereffekten rechnet, nicht viel zu " " " Vermischtes. In Madrid explodirte in der Nacht zum Montag in einer Straße in der Nähe des töniglichen Schlosses eine Bombe, ohne jedoch Schaden anzurichten. Man glaubt, daß diefelbe mit gewöhnlichem Schießpulver geladen war. Zur Ermittelung des Urhebers find Nachforschungen eingeleitet. Ueber eine Explosion liegt aus Braß in Guinea die folgende, vom Sonnabend datirte Meldung vor: Zu Bida in der Landschaft Nupe fanden infolge einer furchtbaren Explosion, welche das Haus des Emirs vollständig zerstörte, zweihundert Menschen den Tod. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstnude findet am Montag, Dienstag, Freitag und Sonnabend, abends von 6-7 Uhr statt. Sch., Brandenburg. In Ihrer Sache wird Genosse Ludwig Bachmann, Steglitz, Düppelstr. 28, IV, Ihnen Auskunft geben tönnen. Ein Jerfinniger rief gestern Morgen in der Synagoge in Der Lindenstraße einen überaus peinlichen Auftritt hervor. merken. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. 2. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 115. Versammlungen. In einer gut besuchten Mitgliederversammlung der Musikinstrumentenarbeiter am 9. Mai referirte Dr. Paul Bernstein in einem interessanten Vortrage über Geistestrantheiten. Die Mitglieder Bloffies, Grundmann und Kleinlein berichteten über den Stand des Lohnkampfes, der, wenn die nöthigen Unterstüßungen einlaufen, bald zu gunsten der Arbeiter verlaufen wird. Nachdem der Vorsitzende einen träftigen Appell zur Mitarbeit an den Bestrebungen des Vereins an die neuaufgenommenen 42 Rollegen gerichtet hatte, wurde die Versammlung geschlossen. Die Korbmacher vollzogen am 11. Mai in ihrem neu gegründeten Lokalverband die Wahl des Vorstandes. Gewählt wurden: 1. Vorsitzender: Jungnickel, 2. Vorsitzender: Freese, Schriftführer: Brückner, Kassirer: Hauschild, Beisitzender: Schwedler, Revisoren: Westphal, Lemke und Seefeld. Der Arbeitsnachweis befindet sich bei Jungnickel, Wienerstraße 11. Die Versammlungen finden jeden Montag nach dem 15. des Monats Dranienstraße 51 statt. Dienstag, den 19. Mai 1896. 13. Jahrg. gefüllt und waren sowohl die Streifenden wie auch ein Theil trauensleute mittheilen. Die Lohukommission wird einstweilen der arbeitenden Juſtrumentenarbeiter anwesend. Das ein noch ihr Amt beibehalten. des Streifs hielt der leitende Referat über den Stand Neu- Weißensee. Am 11. Mai sprach hier Genosse 8ubeil und Zuckersteuer- Vorlage. Arbeiter- Bildungsschule. Dienstag Abend von 9-10% Uhr: Güd. ft Schule Waldemaritr. 14: Deffentliche Gesundheitspflege ( Nahrungs- und Genußmittel, Wohnung und Geſundheit, öffentlicher Kinderrinnen.) schuß, Schulgesundheitspflege, Fabritgesetzgebung, Fürsorge für ArbetteHerr Dr. Gustav Heymann. Nordschule, Müllerstraße 179a: Natur- Erkenntniß.( Antike und moderne Naturbetrachtung. NevoExperimentelle Forschung. lution durch Kopernifus, Galilei und Newton. Selbst Philosophie und naturwissenschaftliche Forschung. Innerer Zusammenhang der Naturkräfte. Rob. Mayer, Helmholz. Gesetz von der Erhaltung der Kraft und des Stoffes. Einheitlichkeit der Materte. Grundzüge des Darwinismus.) Herr Dr. C. Joël. werden neue Theilnehmer, Damen und Herren, jeder Zeit aufgenommen. allen Unterrichtsfächern Zentralverein der Bildhauer, Annenstr. 16. Heute Abend 8 Uhr: Steinbildhauer- Abend. Bericht vom Gewerkschaftstongreß. im Zotale Alte Jatobftr. 37. Barbiere, Friseure. Dienstag, den 19. b M.: öffentliche Versammlung Ladenschluß. Meferent: A. Hoffmann. Bet Vortrag über: Der gefeßliche AchtuhrRaucherbund Berlins und Umgegend. Aenderungen im Der Verein der Plätterinnen und Berufsgenossen nahm in seiner Sigung am 5. Mai nach einigen geschäftlichen An- Klaviaturarbeiter Kleinlein. Er führte aus, die Situa in einem beifällig aufgenommenen Vortrag über die MargarineE3 scheine die gelegenheiten die Abrechnung vom ersten nartal entgegen. Da- tion sei im wesentlichen unverändert. nach betrug die Einnahme 418,64 m. und die Ausgabe 106,11 m. Absicht der Fabrikanten zu sein, die Streifenden à la Kühnemann Potsdam. Maurer Schigo1sti sprach hier am 12. Mai Vom Maskenball erzielte der Verein einen Ueberschuß von auszuhungern und zu ächten. Trotzdem die Fabrikanten bei Die Unterstützungstaffe weist einen Bestand von jeder fleinen Forderung auf Lohnerhöhung die Antwort geben, in einer Maurerversammlung über die Mißstände im Bau286,77 M. auf. Bei der hierauf vorgenommenen Wahl der sie müßten zu grunde gehen, die Konkurrenz geftatte ihnen nicht, gewerbe. In der Diskussion wurden die Lohnverhältnisse kritisirt Revisoren wurden Frau Stenzte, Frau Gräfe und Frau Krüger die Löhne zu erhöhen, so beweise der jetzt schon vier Wochen und sodann beschlossen, mit den Unternehmern um die Einführung währende Streit das Gegentheil. Die zahlreichen Annoncen eines Minimallohnes von 40 Pf. zu unterhandeln. Zum Schluß und zum Vorsitzenden Herr Porth gewählt. allerdings die Verlegenheit der Fabrikanten. und persönlichen Versuche, Arbeitskräfte anzulocken, zeigen wurden Brinkert und Kernke zu Delegirten für das GewerkschaftsDie Haltung fartell gewählt. der Ausständigen sei bis jetzt eine musterhafte. Nur einige Arbeiter haben haben bei Bechstein angefangen. 2600 Männer und Frauen seien gewillt, den Kampf fortzuführen, trok des ablehnenden Bescheides, den die Kommission bei den meisten Gewerkschaften auf ihr Unterstützungsgesuch erhalten habe, da diese meist selbst Streits durchzufechten hatten. die Hamburger Kollegen haben außer einer Solidaritätserklärung nicht viel mehr aufbringen fönnen. Es gelte daher nur auf die eigene Kraft bauend auszuharren. Auch mögen sich die Streifenden nicht provoziren lassen, trotz der Vorkommnisse wie bei Neumeyer in Rigdorf, wo fünf ruhig paffirende Streifende vor der Fabrik verhaftet und zwei davon nach der Wache transportirt wurden. Redner empfiehlt der Versammlung am Schluß seines Berichtes, da die Pfingstwoche die Ent- Gefelliger Verein Frohsinn. Am 25. b. M.( 2. Pfingstfeiertag) Lands scheidung bringen müsse, bis nach Pfingsten weiter zu streiken, selbst willkommen. Donnerstag, den 21. D. M., abends 9 Uhr: Sigung; Restaurant parthie nach Schildhorn. Treffpunkt Bahnhof Börse, präzise 8 Uhr. Gäste dann, wenn eine Unterstützung nicht gezahlt werden kann. In der Schulz, Brunnenstr. 150. Diskussion äußern sich sämmtliche Redner zu letzterem Vorschlage Bereinstalender sind zu richten an Otto Schulz, Stottbuserdamm 72. Dienstag: in zustimmendem Sinne. Wustrow tritt den unwahren Be- Gutgefinnte Freunde, Georgentirchstr. 65 bei Spät. Anglers hauptungen der Unternehmerpreffe betreffs des hohen Verdienstest auch flub I, Bimmerftr. 55 bet Ruppert. der Musikinstrumenten- Arbeiter entgegen. Zum Beweis für seine 8% Uhr bet Steppin, Ostbahnhof 4, Rauchtlub Grüne Giche, Planufer 92 bei Serrath. Rauchklub. Deutsche Flagge, Wrangelstr. 32 bet Lutas. Behauptung führt er die gegenwärtigen Preise und die nach dem Rauchklub Am balema, Grünauerstr. 17 bei Poremba. Neuer Tarif von 1873 an. Nach Ansicht des Redners ergiebt sich Berliner Rauchflub, Liegnigerstr. 30 bet Rafemann. Phönig, hieraus, daß jezt für fast sämmtliche Arbeiten taum soviel Mart Schöneberg, Hauptstr. 57 bei Bo cherd. Domingo, Wendensir. 8 bet Thaler. An der weiteren Dis= Meze. gezahlt werden, wie 1873 Alter Friß, Weißensee, Charlottenburgerstr. 59 bet Daumeta. Arbeiter- Sängerbund Berlins und umgegend. Borsigender: Ad. Neus Die Freie Vereinigung der Kaufleute hatte am fuffion betheiligen sich Jakob, Wegel, Bielecke, Riediger, Mahnte, mann, Basewalterfir. 3. Alle Aenderungen im Bereinskalender sind zu richten 13. d. M. eine Vereinsversammlung einberufen, zu der nur Voigt, Arndt und Mattutat. Im Schlußwort spricht Kleinlein seine an Friedr. Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Dienstag, Abends 9-11 Uhr: Mitgliedern Zutritt gewährt wurde. Hinze referirte über das Freude über die Haltung der heutigen Versammlung aus und Uchungsfiunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Gefangverein Steinete Senefelder, Rosenthaler Thema: Die Liga und die Freie Vereinigung. Redner führte aus, daß hofft, daß die Einstimmigkeit der Ansichten die Gewähr biete für ftraße 67 bei Babiel. ( Böttcher), Neue Friedrichstr. 20 bet Keller. Gerechtigkeit Westen, Bülowstr.59 b. Werner. mit der Gründung der Liga entschieden ein Fehler gemacht fei den Sieg der Streifenden. Die inzwischen eingelaufene& cho II, Linienstr. 19 bei Neumann.- Freiheit II, Adlershof, Wöllund die ganze Sache nnr eine Bersplitterung der Sträfte bedeute. Resolution: Die heutige öffentliche Versammlung der fein's Lufigarten. Ihn'scher Humor, Straußbergerstraße 8 bei Röll. Freies Lieb, Alb. Kohn, welcher das Korreferat übernommen hatte, ver- streifenden Musikinstrumentenarbeiter verpflichtet sich, unter Friedrichsberg, Friedrich- Karlstr. 11 bei Heirecte. Unverzagt II, Moabiter Klubhaus, Beuffelstraße 9.— Männerchor Nord- Ost, theidigte die Liga. Dieselbe sei seiner Ansicht nach viel eher in allen Umständen an ihren Forderungen festzu- Landsberger Allee 152 bei Göbel. Gesangverein Rothe Ne Ite II, der Lage, die Massen der Handlungsgehilfen aufzurütteln, als halten, selbst dann, wenn die Kommission Ruppiner und Schönholzerstraßen Ecke. Arbeiter Gesangverein nur eine georwärts III, Rathenow, Restaurant eine rein politische Organisation, wie sie die Freie Vereinigung ringe oder gar keine Unterstützung zahlen faun, " Zur Erholung" bei Friefecte. Alpen glocke, Große Frankfurterstraße Nr. 33 bet Gold. ift. Die darauf folgende Diskussion zeitigte eine gründliche Aus der Streit zu gunsten der Ausständigen siegreich beendet werde- Eich entranz, Prenzlau, Stettinerstraße. Raisergarten". Ginig= sprache, an der sich besonders die Kollegen Liepmann, Schreyer, gelangt unter stürmischem Beifall der Versammlung ein- teit II. Weinstraße Nr. 11 bei geind. Weddinger Harmonie, Vorwärts VIII, Marwig i. b. Mart, Blum und andere betheiligten. Die vom Referenten gestelltet i m mig zur Annahme. Die in Arbeit befindlichen Anwesenden bei W. Nölte. Reinickendorferfir 2a bet Echulz. Wach' auf, Pantow, Wollantstr. 122 bei Klemens. Resolution wurde mit überwiegender Majorität angenommen: enthielten sich der Abstimmung. Mit einem dreimaligen Hoch Concordia, Simeonfir. 28 bei A. Flick. Frete Sänger III, HeegerDiefelbe lautet: Die Mitglieder- Versammlung der Freien auf das Gelingen der Bewegung wurde die imposante Ber- mühle bet Gberswalde.- Gefangvereti 21 c acte( gemifchter Ghor), MayVereinigung der Raufleute erklärt, daß die Herbeiführung, der sammlung geschloffen. Verkürzung der Arbeitszeit und des Achtuhr- Ladenschlusses einzig und allein durch diejenigen Organisationen, welche auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung stehen, zu geschehen hat. Sie erklärt es für unvereinbar mit den Prinzipien der Freien Vereinigung, daß Vorstandsmitglieder derselben gleichzeitig dem Vorstande der Liga angehören. Die Schäftearbeiter beschlossen in einer außerordentlichen Generalversammlung einstimmig den Anschluß an die Zentralis sation der deutschen Schuhmacher und gründeten eine eigene Filiale des deutschen Schuhmacher Verbandes. Sodann brachte der Kassirer die Abrechnung vom 1. Quartal zur Verlesung, die einen Bestand von 50,75 M. aufweist, wovon 25 M. der AgitationsKommission überwiesen wurden. Eine in 1 A 4 13 Rauchtlub Eldorado, M Wilmersdorfer 2iedertafel, Deutschstraße 37 Jablonski. Wilmersdorf, Berlinerstr. 40 bei Klingenberg.- Gefangverein Arion, Wacht auf I, Wörther Wittenberge, Thurmstraße 23, Bentralhalle. und Rytestraßen Ecke. Harmonie III, Rigdorf, Bergstraße 142 bet Echimtäfe. weiß I, Melchiorfir. 16 bei Stehmann. Alpenglühen, Manteuffelstraße 9 bet Nowack. Edels Waldtapelle, Fürsten firaße 18 bei Hering.- Gefangverein Kreuzberg, Schönleinfir, é bet kraak. Gesangverein Deutsche Liedertafel, Blumenstr. 38 bet Wiebemann. Gesangvercin der Enterbten, Ewinemünderstr. 120 bet D. Bachgänger. Gesangverein Frohsinn 1, Rummelsburg, Göthestraße, Ecke Kantpraße Arbeiter Gesangverein Olympia, Adalbertfir. 8 bet bei Mertens. Cauermann. Gefangverein Abendroth, Deutsch Wilmersdorf, Bers linerstraße 40 Voltsgarien". Deutscher Männerfang, Prenzlauer Allee 26 bei Wartenberg. Handschuhmacher- Gesango. Arion III, Branden Hauptstraße, Wintel's Calon. Gefangverein Rütli, Friedenau, Hondjery- und Rönnebergerstraße- Ecke im Restaurant Weinert. Gefangverein Sängerhorst, Mariannenfir. 48 bet Liebehenschel. Gejangverein Süd- Ost, Cuvryftr. 25 bei Wilhelm Erbe. Gefangverein Gefangverein rete geldlume Wienerfiraße 31 bei D. Klein. Liberté, Wrangelst raße 84 bei G. Redanz. Gesangverein Frets beit III in Weißens ee, König- Chauffee ss bet Pfeifenmüller. Freier Gänge rchor Alt Glienice, Stopeniderstraße bet Karl Witte. Gesang= in Band I, Mariannenstr. 41 bei Richter.- Gefangverein Georginia, verein Wiederhall, Admiraljr. 21 bei Schnieber. Gesangverein Hand Görligerstr. 62 bei Vogel. Gesangverein Myrthenblätter, Prenz lauer Allee 6 bei Stein. Gesangverein Junge Etche, Reinickendorf, stolonieftr. 147 bet Anton.- Gesangverein Kornblume, Gr. Frankfurter traße 133 bei Gold.- Gesangverein Orante, Weißensee, Langhansstr. 106 bei Häling. 9 Die Arbeiter und Arbeiterinnen der Hutbrauche waren am Sonntag im Schweizergaiten versammelt. Lausch te berichtete über die Verhandlungen der Lohnkommission mit dem Fabrikantenverein in Sachen des Ausstandes vei Neffel und bei Silber und Brandt. Der Fabrikant Nessel hat bekanntlich seine Arbeiter wegen Lohndifferenzen ausgesperrt. Dieselben sind nuns Die Weißbierbrauerei- Arbeiter beschäftigten sich am mehr ausgeglichen, weshalb der Streit in dieser Fabrit als bei 14. d. Mts. im Englischen Garten mit der Tagesordnung: Die gelegt zu betrachten ist. Bei Silber u. Brandt legten die Arbeiter die gewertschaftliche Organisation und die Lage der Arbeiter in den Arbeit nieder, weil sie die Entlassung ihres Vertrauensmannes Weißbierbrauereien. Nach dem Referat des Genossen Pörsch Eichendorf als eine Maßregelung ansehen und dessen Wieder- burg a. 5. schilderte der Brauerei- Hilfsarbeiter Schüler die Verhältnisse einstellung verlangen. Der Fabrikantenverein warf in den Weißbierbrauereien von Hilfebein, Landré und„ Germania". diesem Falle den Arbeitern vor, sie hätten durch das eigenIm weiteren Verlaufe der Debatte theilte ein Brauerei- Arbeiter mächtige Niederlegen der Arbeit die seinerzeit vom Einigungsmit, daß in der Brauerei Borsdorf bedeutende Abzüge dem amt festgesetzten Bedingungen durchbrochen und könnten daher Fahrpersonal gemacht worden sind und den im Betriebe Be auf tein Entgegenkommen des Fabrikantenvereins rechnen. schäftigten die Vesperpause entzogen wurde. Zum Schluß ge- Obgleich nach Ansicht der Kommission die Firma Nessel langte folgende Resolution einstimmig zur Annahme:" Die Ver- durch die provokatorische Entlassung der Arbeiter zuerst die fammlung erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten fraglichen Einigungsbedingungen verletzt hat, wodurch sich die einverstanden und verpflichten sich alle, Mann für Mann der Arbeiter zu ihrem Vorgehen bei Silber u. Brandt berechtigt bestehenden Organisation der Brauerei und Bierverlags Hilfs glaubten, war doch die Kommission zu der Erklärung bereit, daß arbeiter beizutreten, um dadurch bessere Lohn- und Arbeits diese Arbeitsniederlegung eine übereilte gewesen sei, und daß die Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend verhältnisse zu erreichen. Die Versammlung erwartet von dem Arbeiter ihr Unrecht einfähen. Man wollte mit dieser Er- alle Zuſchriften, den Bund betreffend, find zu richten an erm. Jahn, Verein, daß er weitere Versammlungen einberuft, um die Mängel flärung den Fabrikanten jeden Vorwand zum Abbruch Schönhauser allee 177 c. Dienstag. Mufitverein offnung, Beughofftr. 23. Wufitverein Münstermann, Hochstr. 32a bet Schmidt. Theater in den Weißbierbrauereien aufzudecken. der Berhandlungen nehmen. Dieselbe aber nur unter gesellschaft Liberté, Grünauerstraße 16 bei Richter. Bergnügungsverein Theaterverein der Voraussetzung abgeben, daß alle Arbeiter der Firma or dwacht, Perlebergerstraße 28 bet Hermerschmidt. öffentliche Versammlung der Händler und Freier Wille, Admiralstraße Nr. 18c, Märkischer Hof. Theaterverein Silber 11. Brand, also auch also auch Eichendorf, wieder ein Händlerinnen, die am 15. Mai im Englischen Garten tagte, gestellt würden. Muntere Geister, Brunnenstr. 52 bei Saschte. Verein für volts: Die Fabrikanten gingen auf diese Be- thümliche Kunst, Blumenstraße Nr. 32 bet Reich. Geselliger Klub beschäftigte sich mit dem Kleinhandel auf der Berliner GewerbeAusstellung und der Gewerbe- Novelle. Der Referent& wald bingung nicht ein, sie wollten allein über Annahme und Ent- Musteltraft, Wiesenstr. 39 bei Schröder, Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Dienstag. Männer- Gefangs hatte feinen recht interessanten Vortrag auf dem Grundsatz auf Silber u. Brand kam demnach feine Einigung zustande. lassung der Arbeiter entscheiden. Wegen des Ausstandes bei verein angestreue, abends von 8%-10% Uhr bei Prog, Annenstr. 9.Diejen Mufitverein Frisch auf", Sieichenbergerfir. 24 bei Tauschte. Gesangs gebaut, der besagt, daß, wenn etwas geschieht, was dem Volte Darlegungen folgte eine sehr lange und lebhafte Debatte. Eichen Annenstraße 16 bei Bergner, früher Ehrenberg. verein Anatreon, abends von 9-11 Uhr im Louisenstädtischen Klubhaus, nützlich sein soll, dabei auch allen Bevölkerungsklassen Rechnung dorf erklärte, Gefangverein Schild um die Ursache des Streits zu beseitigen, horn, Usedomsir. 33 bet Olbötter. Theaterverein Tata Toto, getragen werden müsse. Bezüglich der Zurückweisung der wouе er auf seine Wiedereinstellung bei Silber u. Brandt Sigung abends bet Röllig Neue Friedrichstraße 44.- Arbeiter 8ither Händler und Händlerinnen von der Gewerbe- Ausstellung hielt er verzichten. Die Hochherzigkeit dieses Entschlusses wurde allerein Einigteit, bet Streit, Naunynſtr. 86,[ ebungsstunde. es für durchaus ungerecht, wenn zur Bequemlichkeit einiger gemein anerkannt, jedoch war man der Meinung, daß man aus Arbeiter Bitherflub Freiheitstlänge, abends von 8 bis 11 Uhr eine ganze Anzahl Gewerbetreibender in ihrem Broterwerb ge Prinzip an der gestellten Forderung festhalten müsse, da die gruß, abends 9 Uhr in den Oranienballen, Oranienſtr. 51. bei W. Richter, Bülowstr. 65 am Dennewig- Plaz. Bitherklub Alpen. schädigt werde. Sodann kritisirte Redner eingehend die Bestimmungen des Entwurfs zur Gewerbe- Ordnung, der gleich: Waßregelung Eichendorf's als ein Schlag gegen die Organisation verein Schellenbaum, abends von 8 bis 10% Uhr, im teftaurant Bitherklub falle für bie Händler eine schwere Schädigung enthält. Nach anzusehen set. Wenn man diesmal nachgebe, so würden bald rob finn, abends 8½ uhr, bei Reich, Blumenfiraße 32. Theaterverein 9 Uhr bei Raporte, Solmsstraße 1. Gäste einer längeren Diskussion erklärte sich die Versammlung durch alle gewerkschaftlich hätigen Kollegen auf der Straße liegen. will be andere Entlassungen folgen und so lange fortgesetzt werden, bis Freundestreis um Bergnügungs- Verein Gemüth Itch tett, Gigung Annahme einer Resolution mit den Darlegungen des Referenten Die Sache Eichendorf's sei in diesem Falle die Sache der All- Rheingold II, abends 10 1hr Ackerstraße 145 bet Wigel. Strautsstraße 6 beim Gafiwirth Böttcher. Berliner Dilettantenbühne vollständig einverstanden. In den Verordnungen des AmtsGeselliger gemeinheit. Lund machte den Vorschlag, in anbetracht Berein Brüderschaft Berlin Nord- West, Perlebergerstraße 9, vorstehers von Treptow erblicke sie eine Schädigung der Existenz, und beauftragte das Bureau der Versammlung. Schritte den Strek beizulegen. Er berief sich auf einen Brief des Ver- berg sweg 11D. der ungünstigen Situation und der Erklärung Tambourverein Eichendorf's Restaurant Dittmann, abends 9 Uhr, darauf Fidelitas. Freiweg, gegründet 1890. Uebungsstunde bei Oberschmidt, Wein um Aufhebung dieser Maßnahmen zu unternehmen. Es gelangten bands- Hauptvorstandes in Altenburg, der den Berliner Stollegen bei Bogel, Görlizerftr. 52. Statklub Schlechte arte", abends von 9-11 Uhr Musikverein Andante bei Krüger, Fenne sodann die Antwortschreiben auf die Ankündigung einer Deputa denselben Rath ertheitt. Die Versammlung wies diese Zumuthung ftraße 5, abends 9 Uhr. tion beim Regierungs- Präsidenten und auf die Petition bei der Turnverein Fichte. Mitglied des deutschen Arbei ter Turnerbundes. töniglichen Regierung zu Potsdam zur Berlesung. Leßtere ent- jedoch mit Entrüstung zurück. Me dk el und aufchte erklärten 6. Männer hielt abschläglichen Bescheid, während aus dem Inhalt der namens der Lohnkommission, daß diese jezt nicht mehr mit den Fabrikanten unterhandeln könne, da der Verzicht Eichendorf's als ersteren hervorging, daß eine Deputation überflüssig ist. Die Händler entschlossen sich daher zur Beschreitung des ein Rückzug anzusehen sei, und den Kollegen angesichts der ver änderten Situation nichts anderes übrig bleibe, als die Arbeit letzten Ausweges, zu einer Eingabe an den Amtsvorsteher von bedingungslos wieder aufzunehmen. Ein dahingehender Antrag wurde fast einstimmig abgelehnt und beschlossen: Die Arbeiter Die ausständigen Musikinstrumenten Arbeiter waren und Arbeiterinnen der Firma Silber u. Brand sollen am Montag am Sonntag im großen Keller'schen Saale versammelt, um sich zusammentreten, um sich über ihr ferneres Verhalten schlüssig zu über den Stand ihres Streits und über das Verhalten der Streifen- werden und ihren Entscheid einer am Montag Abend statt. den zu informiren. Der Saal war bis auf den letzten Platz findenden gemeinsamen Sigung des Vorstandes und der Ver. Arbeitsnachweis und Verkehrslokal Treptow. der Musikinstrumenten- Arbeiter[ 50472* Naunguffr. 78 bei Anton Böker. Stein- Kreble anerkannt ff. Delitateßsorte, liefert m. Garantie springlebender Ankunft je Nophastoff SP Reste in Rips, Damast, Crêpe, Phantasie, Gobelin und Plüsch spottbillig! Proben franko! Läuferstoffe 10- Bfb.- Storb frt. p. Nachn. 120 Suppen Emil Lefèvre, Berlin S, krebse M. 5; do. 80 Tafel mit 2 fetten Scheeren M. 5,75; do. in allen Qualitäten zu Fabritpreisen. Oranienstraße 158. W. Pahr, 60 Riesen M. 6,50; do. 40 Solo Arbeitsanzüge Brunnenstr. 112. trebse M. 8,50. Muschel- Wirthschaft Peuckert, Röpnickerstraße 88. Gäste willkommen. Mustt geden Dienstag und Freitag abends von 8-10 Uhr: 2. Männerabtheilung Staligerfraße 55/56. 4. Männerabtheilung Stepbauftr. 3. abtheilung Ackerftr. 67.- 1. Lehrlingsabthetung Friedenstr. 87, 8. Lehrlings abtheilung Boechstraße 27. 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Vortrag über das Denunziantenwesen unserer Frauen und welche Folgen dasselbe nach sich zieht. 2. Diskussion. 1473b Die Kommiffion. Metallarbeiter Am Mittwoch, den 20. Mai, abends 82 Uhr: 3öffentl. Versammlungen im Kösliner Hof, Köslinerstr. 8, Referent Paul Litfin; im Märkischen Hof, Admiralstraße 18c, Referent A. Körsten; in Henke's Salon, Naunynstraße 27, Referent Otto Naether. Tages Ordnung: Der Stand der gegenwärtigen Lohnbewegungen der Metallarbeiter und unsere weiteren Maßnahmen. Bahlreiches Erscheinen nothwendig! Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. Otto Naether, N., Antlamerstraße 44. Buchbinder! 282/8 Falzerinnen! Mittwoch, den 20. Mai, abends 8 Uhr: der Maurer Berlins und Umgegend am Mittwoch, den 20. d. M., abends 8 Uhr, 1. Joël's Festsäle, Andreasstr. 21, E 2. Märten's Festsäle, Friedrichstr. 236. Tagesordnung in beiden Versammlungen: 1. Die Nothwendigkeit der Verkürzung der Arbeitszeit für die Berliner Maurer. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Lohnkommission der Maurer Berlins and Umgegend. 135/11 M48/ 5] J. A.: Fr. Kater. ardinen- Deutscher Holzarbeiter- Verband. Reste ( Zahlstelle Berlin.) Morgen, Mittwoch, den 20. Mai, abends 8% Uhr, bei Cohn, Beuthstr. 21/22( großer Saal): Bon 2 bis 4 gener, Vertrauensmännerversammlung sämmtl. Bezirke Fenstern, weiß, Spottbillig, empfiehlt J. Adler Teppichfabrik, Spandauerstr. 30, gegenüber dem Rathhause. Zages Ordnung: 1. Die Lohnkämpfe in unserem Gewerbe. 2. Verbandsangelegenheiten. 284/8 Die Kollegen werden ersucht, darauf zu achten, daß aus Reichilluftr. Preisliste grat. u. franto. jeder Werkstatt ein Vertrauensmann erscheint. Die Ortsverwaltung. Achtung! Achtung! Künstl. Zähne v. 3 M. an, Theilz. wöchentl. 1 M., wird abgeholt. Za Verein der graphisch. Arbeiter u. Arbeiterinnen ziehen, Bahnreinigen, Nervtödten bei Bestellnig umsonst. 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Mai, abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Hoffmann, Alexanderfstr. 27e; Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Bericht über den beendeten Streit bei Lange u. Wundsch, sowie über die letzte Statistit. 8. Diskussion. 4. Abrechnung der Matineekommission. 5. Verschiedenes. Un pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht 102/13 Die Verwaltung. Oeffentliche Versammlung der Holz- u. Bretterträger, sowie Brettschneider Berlins und Umgegend wahrungsspeichern aufbewahrt, durch eigene am Donnerstag, den 21. Mai, abends 8½ Uhr, in Keller's Festsälen, Koppenstraße 29. Tages Urdnung: Gespanne transportirt und aufgestellt. 4251L⭑ 6 Pfund Albrecht's 1. Unsere Lohnbewegung. 2. Verschiedenes. Brot für Bäckerei, pünktliches Erscheinen ersucht 50 Pfennig liefert Wrangel- Strasse 8. Langestr. 26, Falckensteinstr. 28 Große öffentliche Versammlung Unerreicht billig!!! der in Buchbindereien beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen in Bolt Festfälen, Alte Jakobstr. 75. Zages Ordnung: 1. Die Handlungsweise des Herrn Buchbindermeister3 D. Agthe, ortièren, zirka 900 Paar, gute wollene, mit Bordüre und Querstreifen, in allen Farben, 1,80 Mark empfiehlt b. älteste Teppich., Gardinen-, Möbelstoff- und Portièren- Geschäft Berlins. Berlin C., Potsdamerstr. 110 gegenüber seinen Arbeiterinnen und die sonstigen Mißstände Otto Büchler, Königstr. 26, daselbst. Referentin: Frau Greifenberg. 2. Diskussion. 8. Verschiedenes. 26/6 Herr Ag the ist hierzu eingeladen. Um zahlreiches Erscheinen, hauptsächlich der Kolleginnen, ersucht Der Vertrauensmann: Franz Bytomski, Waldemarstr. 64. Achtung! Bimmerer! Achtung! Donnerstag, den 21. Mai, abends 8, Uhr, bei Cohn, Beuthstr. 21: Mitglieder- Versammlung der Zentral Kranken- u. Sterbekasse der Zimmerer ( E. H. Nr. 2, Sig Hamburg), Oertliche Verwaltungsstelle Berlin. Zages Ordnung: 259,' 9 1. Abrechnung vom 1. Duartal 1896. 2. Bericht der Delegirten von der General- Versammlung zu Rassel. 8. Gründung einer Filiale für WeddingGesundbrunnen. 4. Bericht des Vorstandes und Neuwahl desselben. Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand. Freie Vereinig. der Kaufleute in Berlin. Mittwoch, den 20. Mai, abends 9 Uhr, im Lokale des Herrn Busching, Neue Rossstrasse 3: Dortrags- Abend. Herr Dr. med. R. Friedeberg über: Die Verkürzung der Arbeitszeit vom Standpunkt der Gesundheitspflege. Diskussion. Gäste( Genossen und Genoffinnen) herzlich willkommen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 90/19 Der Vorstand. Achtung! Zimmerer. Achtung! Am Mittwoch, den 20. Mai, abends 8 Uhr, bei Nöllig, Neue Friedrichstraße Nr. 44: Sibung der Platdeputirten. Erscheinen ist dringend nöthig. Die Lohnkommission. 288/6 Zentral- Krankenkasse der Tabakarbeiter Berlin II. Mittwoch, den 20. Mai, abends 9 Uhr: Ausserordentliche Mitglieder- Versammlung bei Gründel, Brunnenstr. 188. Zages Ordnung: Rechnungslegung. Anträge zur GeneralVersammlung zu Altenburg und Wahl eines Abgeordneten zu derselben. Die Ortsverwaltung. 189 10 Ecke Klosterstraße. Berfandabtheilung D. 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Durch den Brand, w welcher am 9. d. M. in meinem Engros- Lager stattfand, erleidet der Geschäftsbetrieb keinerlei Unterbrechung. Mein Vorrath an Hüten iſt bereits durch die allerneuesten Formen reichlich ergänzt, und bitte ich meine geehrte Kundschaft wegen des großen Andranges vor dent ihren Bedarf möglichst frühzeitig zu decken. Feste Alvin Sussmann, Hut- Engros, Holzmarktstrasse 38. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlaa von Max Bading in Berlin. Telephon Amt IV 447.