BERLIN Sreftog 27. Februar 1931 10 Pf. Nr. SS B 49 43. Lahrgang Auzleich Zlbendanegab« de«.Vorwärts. Vqagsprei« beide Ausgabe» SdPf.»ro Woche. SFvM. reo Monat. Kedattio» und Exoedition; Berlin SW 6», LindenKr. 3 JJ&h/toLfh SKtelgetdtei«: Die einspaltige NonvareMeieile 90 Pf.. Reklamezeil« 6 M. Ermäßigungen nach Tarif. Pokschecktoot«: DonvänS-Derlag T. m. b.H„ Berlin Nr.»?bZK. Fernsprecher: Dönhoff 292 bi« 29? Lüaenanklaae gegen Menschewiki Sie wollen Intervention und Sabotage betreiben Um de««esfischen Volk die ständig behauptete„Sa» botage des sozialistischen Aufbaues" aufs neue glaubhaft zu machen und die suggestiv antreibende Wirkung dieser Propaganda zu steigern, lägt man in Moskau zwei neue Schauprozesse steigen: gegen die technischen Verfasser des Fstnfsahresplaues und gegen 14 augebliche Sozialdemo- k raten— sämtlich Leute, die seit mehr als elf Jahre» keinerlei Verbindung mehr mit den Parteien der Mensche- wlki und des jüdische«„Bund" gehabt haben. Wegen Znsammenarbeitens mit ihnen ist auch der alte Blicher» mensch Rjasanoff nicht nur ans der Leitung des Marx» Vngels-Jnstitnts. sonder« auch ans der APR. hinaus» geworfen worden— was zu der Entziehung seiner wissen» schaftliche» Lebensarbeit auch noch seine staatbiirgerliche Entrechtung, bielleicht sogar de» Raub seines Lebens» Unterhalts bedeutet. Selbstverständlich ist dqs. was diese Anklageschrift über ein« Mitwirkung der deutschen Sozialdemokratie und der Sozialistische« Arbelter-Jutcrnationale an irgendwelche« Sabotage» oder J«terv«utionsplänen behauptet, ein ab» soluter Schwindel, der nur deu Aommunisteu im Ausland ei« weiteres Hetzmittel gegen die sozialdemokratische« Parteien liefer» soll. Die Anklageschrift umfaßt 110 Seiten und richtet sich gegen Sie nsBrlich—».geständigen� 14 Angeklagten: Gormann, Scher, Sucha» noff. Gmsburg. Jakubowitsch, Sokolowski, Saltin, Wolkoff. Petunin, sfinnjenotojewski. Berlazki. Teitelbaum und Rubin. In dieser An- klage heißt tf: Diese Organisation, die mit der Industriepa riei und der sozial- reoolutlonaren Kulakengruppe Tschajanofs und Kondratjeif in Ler- mrtdung flano, fnchte wie diese die Wiederaufrichtung der -.F-w-"®erhöltniffe in der Sowjetunion durch a5 Repräsentantenhaus hielt trotz energischem Veto des Prä- sidenten Hoover mll 328 gegen 70 Stimmen die vcteranenz�eß- gebung aufrecht und überwies den Gesetzentwurf dem Senat. Hier dürft««in« ähnlich« Entscheidung fallen. Präsident Hoover ertlärie in seiner Einspruchsbotschast. daß gegenwärtig für derartige An- sprüch« kein» Staatsgelder vorhanden seien, die Kosion würden sich schätzungsweise auf ein« Milliarde Dollar b»- lauf««. Neues im Oustric-Gkandal Oer srühere Zustizminister peret immer schwerer belastet Park, 27. Februar.(Eigenbericht.) In der parlamentarischen Untersuchungskommission im Oustric-Skandal sind Dokumente zur Verlesung gekommen, die angesichts ihres schwer belastenden Charakters für den einstigen Justizminister P c r e t unter den Kommissionsmitgliedern große Erregung hervorgerufen hoben. Es handelt sich um ein Protokoll, das eine Unterredung midergibt, die der Nachfolger Perets, Iustizminister Cheron mit dem Generalstoatsanwalt nach dem Rücktritt Perets hatte, zu dem Zwecke, sich in der Affäre genau zu instruieren. Aus diesem Protokoll geht hervor, daß der General- staatsanwalt schon am 21. Oktober beim Iustizminister Peret erschienen war, um ihm Mittellung davon zu machen, daß die Der- Haftung des Bankiers Oustric bevorstehe. Zehn Tage später wurde der Generalstoatsanwalt zum Iustizminister Peret geladen, der ihm erklärte, daß er das Dossier Oustric genau durchgesehen habe und nach Rücksprache mit dem damaligen Finanzminister R« y n a u d zu der Ueberzeugung gekommen sei, daß ein Grund zur Verhaftung nicht vorliege. Weiter« zehn Tag« später, am 1. November, ist dann das groteske Polizeiversahren gegen die Daifsicrs an der Pariser Börse eröffnet worden. Des weiteren hat die Kommission einige Aufsichtsratsmitglieder der der Oustric-Bank angeschlossenen Konzerngesellschasten ver- nommen. Es ist hierbei festgestellt worden, daß der ehemalige Unter- staatssekretär für öffentliche Arbeiten Falcoz von der französischen Filiale der Ford-Automobilgesellschaft ein jährliche» Gehalt von 100 000 Franken und von der Linoleumgesellschaft Salpa 30000 Franken empfing. * Der Oustric-Stcmdal erweist sich noch al» viel schlimmer, als man bisher annahm. Es war bereits bewiesen, daß Peret 1920 als Finanzminister, der nur noch für wenige Stunden die laufenden Geschäfte zu erledigen hatte, das Dekret unterzeichnete, durch das allen Warnungen zum Troß, die Aktien des itolie- Nischen Kunstseidekonzerns Sma Viscosa an der Pariser Börse zugelassen wurden. Die Snia Viccosa war nämlich das Voniben- gefchäft Oustrics und Peret stand als Rechtsberater mit hohem monatlichen Fixum in Oustrics Diensten. Er blieb der bezahlte Berater dieses Finonzhochstaplers all die Jahre hindurch, auch in der Zelt seiner Tätigkeit als Iustizminister im Kabinett T a r d i e u. An der Snia Viscoja und an anderen Aktlcngesell- schoften Oustric» sind Hunderte von Millionen kleiner Sparer verloren gegangen. Perets Auslieferung an den Staatsgerichtshof ist bereit» im Aus- schuh grundsätzlich beschlossen worden. Di« Enthüllung, daß er als Minister dem Generolstaatsanwalt in den Arm fiel und die Per- Haftung seines Geldgebers tagelang verhindern tonnte, dürfte lein Schicksal besiegeln. Daß er sich dabei aus den damaligen Finanz- minister R e y n a u d berufen konnte, der jetzt wiederum Minister im Kabinett Laval geworden ist, dürfte sür die Regierung überaus peinlich sein. Die Bernehmung des ehemaligen FinanMinisters Cheron hat sodann die Richtigkeit der gemachten Feststellung bestätigt, wonach Peret in seiner Eigenschaft als Jiistizminifter monatelang die beabsichtigte Untersuchung gegen Oustric oerhindert hat. Eheron tonnte nichts anderes als das amtliche Protokoll als richtig anzuerkennen. Im Anschluß daran machte er die aussehenerregende Mitteilung, daß er bereits im November 1929 damals in der Eigenschaft als Fwanzminister auf die Machenschaften des Bankiers Oustric aufmerksam geworden war und«in« gerlcht- liche Untersuchung gegen den Bankier angeregt habe. Chiron war damals von einem hohen Beamten des Finanzministeriums von seiner Absicht abgebracht worden. Dieser Beamte war. wie sich nunmehr heraasgestellt hat.«o» Oustric gekauft. Des weiteren erklärt« Cheron, daß im März 1939»och einmal die Absicht bestand, gegen den Bankier Oustric gerichtlich«inzu» schreiten. Diesmal hatte sich jedoch Oustric die Hilfe verschiedener einflußreicher Abgeordneter versichert, die durch Interventtonen die Gefahr hintertrieben. Parallel mit den Arbeiten der Untersuchungstommiffion geht nunmehr ein neuer Feldzug der pariser Polizei. Sie hat am Donnerstag vormittag unoenrmtet in dem Privathaus des Senators Lederlin eine Haussuchung abgehalten, desgleichen in den Büroräumen der von Lederlin kontrollierten Groß- dampfwäscherei Thaon in den Vogesen, wo auch die beiden Privat- sekretäre vernommen worden find. Bier dicke Pakete mit Korrespon- denzen fielen der Polizei hierbei in die Hönde, über deren Inhalt jedoch noch nichts bekant geworden ist. Die Justiz vor dem Landtag. Mimsier gegen deutschnalionale Enlstel.nngen. Auf der Tagesordnung der heutigen Landtagssitzung stand ein Antrag der Deutschen Dolk-partei, der das Staatsminist«. num ersucht, sofort anzuordnen, daß die ösfenllichen Gebäude tn Prcußeu an dem am 1. März stattsindenden.Dolkstrauertag" halb- mast zu flaggen haben. Der Derfasiung-ausschuß, der-noch gestern abend über diese Angelegenheit beraten hat, schlug dem Hause vor, den Antrag ab» zuXehnen und dafür an das Staatsministerium das Ersuchen zu richten, eine alsbaldige Regelung über die Einführung«mes Volks. trauertages herbeizuführen. Im Ausschuß hatten sich die Regie- rungoparteion auf die Ablehnung de- Antrages gesimgt. Heute früh ficlen dagegen, infolge der Einwirkung der Dolkspartei, Zen- trum und Staatspartei um. Unter diesen Umständen beantragt« Abg. Jürgensen(Soz.� die Rückoerweisung des Antrages an den Verfassungsaus- schuh. Der Antrag wurde mit allen bürgerlichen Stimmen gegen Sozialdemokraten und Kommunisten abgelehnt. Nunmehr bean- tragten die Sozialdemokraten namentlich« Abstimmung, wobei sie und die Kommunisten sich der Ettmme enthielten. Die bürgerlichen Parteien, die jetzt diesen Antrag für so dringend hallen und die insgesamt über 257 Mandate verfügen, brachten davon nur 123 auf. Das Hau» war also beschlußunfähig. Präsident Bartels hob dt« Sitzung auf. In der sofort eröffne- ten neuen Sitzung darf nach der Geschäftsordnung am Gegen» stand, der die Beschlußunsähigkeit herbeisührte, nicht mehr behondelt werden. Da sich der Landtag heute auf Dienstag vertagt, besteht für die bürgerlichen Parteien also praktisch kein« Möglichkell, ihren Willen bis zum 1. März durchzusetzen. Hierauf wird die Iustizdebatte fortgesetzt. Als erster Redner ergreift das Wort Iustizminister Dr. Schmidt. der sich zunächst mit der gestrigen Red« des Abg. Weißermel (Dnat.) beschäftigt. Er könne die Ansicht dieses Redner«, daß«in großer Teil der Richter da» neue Schlagwort(Gesesielle Justiz) für nchtig halt«, nicht teilen. Er persönlich habe nicht den gering- sten Zweifel, daß die überwiegende Mehrheit der preußischen Richter den Vorwurf von sich weist, daß sie „oefefUll' sei. Di« Mehrheit der Richter beurteile das Buch nicht anders als die Mehrheit des Hauses, nämlich als ein Machwerk, dem leider ein« hemmungslos« politische Propaganda eine völlig unverdient« Beachtung»erschafft hat. Der Minister erklärt, daß er seine eigenen Ausführungen im Hauptausschuß an die Justizbehörden mit den Niederschriften über die Beratungen des Justizhaushalls dem Ausschuß und dem Plenum zugehen lasten wird. Er weist hierauf die K r i t i k des Abg. Weißermelan seiner Personalpolitik zurück. Er habe seinen Ausführungen vom vergangenen Jahre nicht» hinzuzufügen, es fei denn, daß er den Wünschen des evangelischen Volkstcils durch Beschung zweier leitender Stellen im Rheinland entgegengekommen sei. Er habe die feste Ueberzeugung, daß die während seiner Amtszeit ernannten Herren sich bewähren und damit der Oessentlichkell beweisen, daß sein« Per. sonalpolittt die richttge ist. Er wendet sich zum Schluß den Ausführungen der einzelnen , Debotteredner zu und erklärt dabei, daß er der Red« des Abg. .Kuttner(Soz.) sachlich vollauf zustimmen könne. (Große Unruhe rechts.) Er sei tatsächlich der Auffastung. daß Herr Kuttner gestern«ine wertvolle Red« gehalten habe- vi« Debatte wird fortgesetzt. Oer Kampf gegen den Lärm. In der Urania sprach am Donnerstag Professor Johannes Viehle, Vorsteher de» Institut» für Raum- und Bou-Akustik an der Technischen Hochschule. Di« Notwendigkeit einer Lärmbekämpfung wird vom wirtschaftlichen, praktischen, gesundhelllichen und juristischen Standpunkte hinreichend anerkannt. Daher erscheint es wichtig, erneut die M ö g- lichkeit der Bekämpfung zu erörtern und den Nachweis zu geben. da» die Störungen, die ihrer Natur nach vielfach als unvermeidlich angesehen, in einem«eitergehenden Maße eingeschränkt, herab- gesetzt oder ganz unterdrückt werden können. Ausgehend von den physikalischen Verhältnissen läßt sich eine wissenschastlich« Grundlog« bilden, von der aus die Lärm- blkämpfung in den verschiedenartigsten Richtungen einheitlich ausgebaut werden kann. Ist schon die Raumakustik als ein besonderer Fall der Lärmbekämpfung ausfaßbar, so ist die Bau- a k u st i k da» Gebiet, welches als Schutzmaßnahme gegen Lärm di: vollste Aufmerksamkeit und Ausnutzung erfordert. Namentlich ist von ihr der Wohnbau abhängig und die Wohnlichkell und Brauch- barkell eines Miethauses bedingt. Es genügt aber nicht die Auf- stellung der Lorschrift hinsichtlich Mauerwert, Fenster und Türen. sondern auch der innere Ausbau, die Installation aller Rohr- leitungen, Motoren ist bis ins einzelne auszubilden! Die technischen Maßnahmen müssen sich weiterhin ouf die konstruktive Durchbildung aller Maschinen unter dem Gesichtspunkte der Geräuschverminderung erstrecken. Schließlich bildet da» Verhallen der zusammen wohnenden Menschen, ihre Erziehung zur Rücksichtnahme und zur Vermeidung des Vermeidbaren einen wesentlichen Faktor. Am ohrenfälligsten erscheinen sür die Allgemeinheit die Miß- stände im öffentlichen Verkehr, der besonders der behörd- lichen Regelung unterworfen werden muß. Die Frage der Wirt- schaftlichkeit ist letzten Endes eine Frage der Gesundheit, da die Leistungsfähigkeit aller Kopfarbeiter von der Schonung der Nerven abhängig ist. Denn wie«s unwirtschaftlich ist. weil eine Kraft- Vergeudung, wenn Maschinen nichtgewollte akustische Vorgänge her- vorrufen, so ist es unwirtschaftlich, die Gedankengänge des Geistesarbeiters durch Gehöreindrücke zu durchkreuzen und die Gedanken- Verbindung zu hemmen. Somit ist die Wirtschastlichkell gleich zu setzen mit N e r o e n ö k o n o m i e. Darüber hinaus sind die Ge> Höreindrücke noch für die Entwicklung des Gemütslebenz, für unser« seelische Verfassung von richtunggebender Bedeutung, so daß schließ- sich die Lärmbekämpfung eine ethische Frage ist und zu einer Kultursroge größter Bedeutung wird. Daher hat das an der Technischen Hochschul« bestchend« In- stitut für Raum» und Bauakustik. Salzuser 11. auch die Lärmbekämpfung in ihre Ausgaben eingeschlossen, und eine voll- ständig« Sammlung aller Materialien und sonstiger der Lärm- bekömpfung dienenden Einrichtungen geschaffen. Die Razi-Zeasur. Im Phöbos-Palast in Nürnberg kam es gestern abend bei der Aufführung des Films„Dreigroschenoper" zu Zwischenfällen Al» di«..Hochzeitsszene im Pserdestali" auf der Leinwand erschien, setzten auf den vorderen Reihen des Zuschauer- räume» Pfuirufe ein, die zu wmultartigem Lärm anwuchsen. Erst da, Uebersallkommondo und verstärlter Polizeischutz konnten nach Entfernung der Hauptprer«ine rulsig« Willersührung der Bor. stellung sicherstellen- Nach der Vorstellung wurden unter den Sitzen de? hinausgewiesenen Ruhestörer Stintbomben und Niespulver ge- funden. Die Philharmoniker lv prüsiel. Dos Berliner Philharmonisch« Orchester brack ie gestern abend unrer der Leitung von Wilhelm Furt- wänaler im Palais der Schönen Künste in Brüssel Wert» von Beechoven zu Gehör. Der groß« 2500 Personen fassend« Konzertsaal war bi» aus den letzten Platz besetzt. Der freundlich« Empfang, der den deutschen Künstlern zu Beginn des Konzert, zuteil wurde, steigert« sich im Laufe des Abends zu einer stürmischen Kundgebung. vte 5»lck>e vper tat im Rabmen einer allaemelren Vreitsenkirnq s»sn icli den Pikil(flr den IV. Rana von S,— Dll. aus 1.80 Mt. gesenkt- nur sllr Eistau sfühimigeu bleibt der bisherige Einiiittsprci» bestehen. Oer Kall Bäsler. üochflapelei erwiesen. Am Donnerstag fand der letzt» Termin in dem Prozeß des Lud- ameritajorschers Dr. B ä» l« r gegen den Schriftsteller S» l s s g r» ch statt, der Dr. Bäsler einen„wissenschastlich«» und literarischen Hoch- stapler' genannt hat. Helfserich behauptete, die vielen Artikel und Vorträge, die unter dem Namen des Dr. Bäsler veröffentlicht seien. seien sein geistiges Eigentum. Er habe auf Grund eines Vertrages die Ausarbeitung vorgenommen und dabei bloß das Material be- nutzt, das ihm Dr. Bäsler gegeben habe. Auch behauptet« er, daß Dr. Bäsler sehr viele von den Orten, di« er in seinen Reisebeschrel- düngen genannt habe, gar nicht aufgesucht habe. Die Verhandlwtg dauerte stundenlang. Da» Gericht sprach Helfferich frei mit der Begründung, daß Helfferich in der Hauptsache den Wahrheitsbeweis für fein« Behauptungen gegen Dr. Bäsler geliefert habe. Berihold Held gestorben. Der bekannt« Schauspieler, Regisseur und drnnatische Lehrer Berthold Held ist heute früh im Hedwigskrankenhous noch langem und schwerem Leiden gestorben. Er stand im 6Z. Lebensjahr«. Das Berliner Kunstleben verliert in Held eine hervorragende Persönlich- kell. Bor dreißig Iahren traf Held mit Max Reinhardt in Solzburg zusammen. Die beiden Künstler schlössen«ine Freundschaft fürs Leben. Als Reinhardt fein eigenes Theater in Berlin eröffnen konnte, war Held sein nützlichster Mitarbeiter. Er trat als ein kluger Darsteller meist nur in kleineren Episodenrollen auf, doch er war der emsigste Mitregisseur Reinhardts. Er bereitete ihm jene pompösen Borstellungen vor, di« historisch wurden. Vor 25 Iahren wurde die Reinhardtsche Theaterschule gegründet, die sich schon in der ersten Zeit ihres Bestehens neben den staatlichen Instituten behauptete und immer wieder die Bühnen Deutschlands mll neucn Talenten vev- sorgte. Berthold Held war der Direktor dieser Theaterschul«, er war der glücklichste Talententdecker. Da» Unternehmen wurde muster- gültig, und es überdauerte alle wirtschaftlichen und künstlerischen Krisen unserer Zeit. Das ist Held, großes Verdienst. kratag, 27. Februar. Berlin. 16.0$ r. Linke: Eros and unsere Erkenntnis Ober den Ben dee WetMlle. 16.30 Oeflentllehe Meinung nnd Reportage Im Volkelled. 17.05 Nash keierahend(Dr. Klthe Wvlnson). 17.39 Cysar»: Zur Geittesgeechlcbte das Weltkrieges(Max Niemeyer. Melle a. d. S.). Am Mikrophon: Heb Bachmann. 17.d0 I. Haydn; Trio»flr PISte. Kontra ba 8 nnd Klavier, t e) Uadevr: Ff6- lude; b) Rouucl: Ran aus.Joneurs de PlOie". 3. Bonls; Seher»»(Alfred Lichtenateln. Flfite; Rudolf Kllctx. Konlnbal: J. Bürger, Flügel). 18.00 Hans Reisiger liest eigene Arbeiten. 15.30 Dr. Wolltang Pohl: Soglaleelltische Umschau. 19.00 Unterhaltungsmusik. 50 00 Sprechstunde vor dem Mikrophon. 50.« Orgelwerke von Joh. Beb Dach. 1. Prllndhrni nnd fuge B-Onr H. Dp. estt. Adegle und Fuge C-Dnr(Frei. Frtu HeHmtn*. Oraei). 51.00 Tsgee- und Sportneebrichte» 21.10 Breslau; Heimat m Sekleetee. Urtendssc. De» Leben dee JWkgon Christian OOnther. 23.10 Weiter. Neehrlehwn ned Sport AnsehUeteod Staad« Ur dw Winterhille, K 5 1 1 g e*• 1 1 e r I«« e e n. 16.00 Dr. Aug Leffeou und 0- Siedln,: Dichter ned Heini 16-30 Lelpilg: Kontert. 17.30 W. ßa rdecb- Benniet: DtetzengehnHdt 15.00 Erieh Sauer: Konzentreöon las Ree Utrecht 1830 Soorden: Fragen der modernes tmttrong 1,30 Englisch(«r Fortgeeeh ritten e, 14.30 wiaaenachaitl icher Vortreg dp TVeitrse» 21.00 KMa: Slnfoeiekeuen. Oer neue Welikrieg. 3tn Moskauer Meyerholö-Theater. Aus Moskau wird geschritben:.Der letzt« Entschei» dungskampf' von W. Wischnewski. die Februar-Premiere de, Moskauer Meyerhold-Theater», dehandelt zum erstenmal auf der Sowjetbühn« den kommenden, von der Sowjetunion erwarteten Angriffskrieg der kapitalistischen Westmächte gegen den Sowjetstaat. Wischnewski. der Verfasser des Bürgerkricasstückes.Die Erste Ka- oalleriedwiflon'. ist al« Kenner und Schilder«? de» Roten Arme«. und Flottenmilieus bekannt. Sein neues Bühnenwerk gilt insbe- sondere der Verherrlichung der Roten Flotte, die szenischen Er- eiznisse spielen sich tn einem Sowjethafen, an Bord eings Kriegs- schiffe» und auf einem gefährdeten Grenzposten ab. Der Regisseur Meyerhold zeichnet wie gewöhnlich als.Mitautor' der Auf- führung.' In seinen Regiemelhoden erweist sich Meyerhold diesmal mehr denn je als Schüler de» japanischen Theaters. Die Bühnen» musik— von W. Schebasin— ist ein wichtiger Stimmungsfattor: auch der Film findet Verwendung. Der Hauptakzent in den Kampf» szeilen ist auf di« naturalistische Darstellung der Kriegsschrecken ver- legt, was von der Eowjetkritik scharf getadelt wird. .Meyerhold will un» durch die Schrecken des Krieges Furcht einjagen', schreibt der.Trlld', da» Zentralorgan der Gewerkschaften, .er deckt nichh wie«» einem Bolschewisten geziemt, die Unabwend- barkcit und tiefste historisch« Zweckmäßigkeit des Klassenkriege» auf.' Auch die.schematifch« und grobe Arbeit der Agitation' wird von der Sowjllpresse abgelehnt, do.eine solche in ärgerlicher Weis« di« politisch« Bedeutung der ganzen Aufführung herabmindere.' Der Inszenierung mangelt es an Einheitlichkeit und organi- scher Geschlossenheit des Stils: anfangs Ist es der Ton einer derben Buffonade(eine Satire auf den pseudorevolutionären Anstrich der neuen Sowsitopirn und Ballett« mit ihren tanzenden Matrosen und roten Iungsturm-Girls), im weiteren etn psychologisches Konversationsstück und schließlich ein« melodramatische Apotheose mit allen Effekten blendender Thiatrallk. Auch fehlt es nicht an naiven Gelchmacklcsiiteüen: ein Beispiel, wie Meyerhold sich den Zukunft»» krieg vorstellt: Aus der Bühne sind richtig« Maschinengewehre aufs gestellt.«» wird ohrenbetäubend geknattert, verwundet« stöhnen, Tote fallen schichtweis« übercinand-r, alles mit Begleitung einer blechern heulenden Radiom-sik, die von Moskau her In die vor- d-rslen Kampfstellungen grfendet wird(und das im«ntfcheidendcn Augenblick des bittersten Hauptkampse»)!£,« schauspielerische" Leistungen sind gute» Mittclmaß. Di« ganz« Ausführung erweckt den Eindruck«ins» halbreif»» Experimortts. Di« fvinssche Rezierur« verteuert die Eisenbohnpcrsonewahrteit irnö verpflichtet die Bahngesellschoften zu einer Lohnerhöhung ftir Schxonlenwörter und Eisenbohnarbeller, damit sie ruhig bleiben. Der repubNkanIlch« Schriftsteller O r t« a a p Gösset Ist zu s e ch» M o natsit Gefängnis und füll) Peseten Geldstrafe oerurteilt worden. Vetter für verlm: Deränderlich mit einzelnen Schauern. Sehr Kchle Nacht Am Tag« wieder langsamer Temperaturanstieg.—(für Deulschlond: Allgemein unbeständig, vlelsach Schauer, stellenweise »achtjräp«. uns ist tteko ein ernstes Wort Als eiste fönderung� derzeit; pieHöchstleistung fer Billigkeit Vorverkauf Sonnabend, den 2t. Februar Beginn; Hontag, den 2. 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Beilage Freitag, 27. Februar 1931 DprAHenD Was will Hitler eigentlich? Ein Hakenhreuxspiegel Unter dem Ittel„Äedankenschatzdes�akenkreuzes' vcröfsentlicht Genosse A. Schifrin im Februarheft der„Gesellschaif eine ausgezeichnete Studie, die über die Ideenwelt des National- sozialismus, sofern man hier überhaupt von einer Ideenwelt sprechen kann, eindeutige Klarheit schafft. Es ist wichtig, eine„Ideenwelt"', die am 14. September 6'� Millionen deutsche Wähler so beeindruckt Hot, zu kennen, wenn man sie wirksam bekämpfen will. Nicht nur die„Brechung der Zinsknecht- schast" hat„die Panik im Mittelstand" erzeugt, hat viele Angestellte, Bauern, Handwerker, ehemalige Offiziere. in das bunte Lager der Nationalsozialisten getrieben, zweifellos hat auch die stark ge- fühlsbetonte Haltung der nationalsozialistischen Agitation eine starke Anziehungskraft ausgeübt. Nation, Ehre, Familie, Aolk, Baterland, Sippe, Treue, Opfer, Mut, Rasse, Seele, solche und ahn- liche unbestimmte und schwer bestimmbare Begriff« haben viele Deutsche stimmungsmäßig und gefühlsmäßig dieser Partei folgen lasten. In einer Zeit wie der unsrigen, in der die gesellschaitlichen, wirtschaftlichen und politischen, kurz die gesamt- kulturellen Probleme so im Fluß befindlich sind und an die Er- kenntmskraft und-fähigkeit des einzelnen so große Anforderungen stellen, darf es nicht Erstaunen erregen, wenn sich viele, statt um die Vertiefung in diese schwierigen Zusammenhänge zu bemühen, von einer richtungslojen und buntfarbigen Gefühlsfeligkeit einsangen lassen. Um so schärfer muß sich unsere Werbung, in deren Zeichen die Partei jetzt ficht, auf die radikale Enthüllung dieser „Ideen" einstellen. Stimmzettel?— Schmutziger Wisch! Di« Nationalsozialistische Partei ist grundsätzlich und ausweislich ihres Progvammes eine a n t i p a r l a m e n t a r i s ch e Partei, die durch einen revolutionären Machtakt— den Marsch nach Berlin, nach dem Beispiel von Mussolinis Marsch auf Rom— zur Macht ge- langen will. Das heute geltende Wahlrecht würdigt der Chefredakteur des„Völkischen Beobachters", Alfred Rosenberg, in seinem neuen Buch,„Der Mythos des 20. Jahrhunderts", in folgenden bezeichnenden Sätzen: „Heute sieht der erwachende Mensch, daß der Gott Stimmzettel ein leerer, schmutziger Wisch, das vierfchwänzige— allgemeine. gleiche, geheime, direkte— Wahlrecht keine magische Wünschelrute ist. sondern ein Z e r s e tz u n g s w e r k�z e u g volksfeindlicher Demagogen. Dieses allgemeine«stimm- recht soll osto der Frau genommen werden? Ja!— und dem Manne auch! Ein vökkifchcr. Staat wird Wahlen nicht durch anonyme— männliche und weibliche— Massen vornehmen lasten, sondern durch verantwortliche Persönlichkeiten." So Rosenberg. Bei Goebbels steht es allerdings etwasz anders. Goebbels spricht in seinem Buch„Der unbekannte SA.-Mann" von dem„Aristokraten des Dritten Reichs, der Tag für Tag feine Pflicht tut, einem Gesetz gehorchend, dos er nicht kennt(!) und kaum versteht(!)." Der Unterschied von Goebbels und Rofenöerg ist für das schillernde Wesen der nationalsozialistischen Ideologie bezeichnend. Aber— das„Tritte Reich"! Wie soll nun derstaatim„Dritten Reich" ausgebaut werden. Schifrin gibt die knappe Antwort: „Die Konstruktion des kommenden Reiches unterscheidet sich in nichts von dem Staate der faschistischen Diktatur: ein Diktator als Staatsoberhaupt, ein„deutscher Orden" als die Spitze der herrschenden Partei, und ein G r o ß r a t, genannt Ordensrat und Ständevertrewngenl Die Ungleichung an das faschistische Vorbild ist hundertprozentig." Damit ist jedoch keineswegs behauptet, daß die gesellschaftliche Tendenz des deutschen Nationalsozialismus und des italienischen Faschismus gleichgerichtet ist. Während der Faschismus Mussolinis gegenrevolutionör ist, muß der deutsche Nationalsozialismus als echte Restauratlons bewegung verstanden werden. Welcher gesellschaftliche Zustand soll im„Dritten Reich" wiederher- gestellt werden? Oer moderne Kapitalismus soll gleichsam zurück- geschraubt werden, die Großstädte sollen abgebaut, der Lebensraum der Nation soll der Ackerboden sein:„Mit Schwert und Pflug für Ehre und Freiheit." So wiederum Rosenberg. Man sieht, das Denken des führenden nationalsozialistischen Theoretikers ist typisch vorimperialistisch. Die„Geistesgemeinschaft zwischen der Armee des deutschen Faschismus und der traditionellen ostelbischen Reaktion"(Schifrin) dokumentiert sich unverhüllt- Herr Pott- fried Feder, der„Entdecker" der Theorie von der Brechung der Zinsknechtschaft sitzt— bzw., aber nur vorläufig, saß— im Reichstag neben Herrn Oldenburg-Ianuschan. Welch bemerkens- wertes äußeres Symbol! Und— die„Zdeale"! Prüft man die geistige Herkunft der nationalsozialistischen Ideologie, so sind es im wesentlichen drei Jdeen-„Welten", die hier zusammengeschmolzen werden und die dann den„Mythos des 20. Jahrhunderts" ausmachen: Die altkonservative Jdeo- logic, wie sie Friedrich August Ludwig von der Mar- wig(1777—1837) vertreten hat. die universale Rassen- lehre und der germanische Mythos. In Marwitz' Theorie ist bereits alles enthalten, was der deutsche Faschismus gegenwärtig aufzufrischen versucht: der Kampf gegen das mobile Kapital, der Protest gegen die„Zinsknechtschaft", die Bekämpfung der Freizügig- keit und der„Zersetzung" der gesellschaftlichen Ordnung durch die Proletarisierung.(Schifrin.) Man sieht, wie die nationalsozialistische Ideologie in der Tat auf den v o r k a p i t a l i st i s ch e n. nahezu vergessenen Marwitz(Das„Handwörterbuch für Staatswissenschaften" verzeichnet ihn nicht) zurückgreift, um ihre Theorie„autoritativ" zu belegen. Das„Dritte Reich" soll noch den Borstellungen eines Men- scheu, der zu Anfang des vorigen Jahrhunderts lebte, aufgebaut werden! Auch Paul La gar de, der' emphatisch träumende deutsche Oberlehrer, wird von Rolenberg wieder aus dem Grobe erweckt. „Rosenberg folgt chm in der Ablehnung des Bismarckfchen Reiches, in der Kampfansage an den Katholizismus als einer zersetzenden und revolutionären Kraft, aber auch in den außen- politischen Hauptgedanken. Der von Rosenberg und Hitler propagierte Gedanke der deutschen Expansion noch Polen und W e st r u ß l a n d ist ein Lagardescher Gedanke. 'Auch der von Rosenberg vertretene Plan eines deutschen Mitteleuropas stammt von Sagarde... Sogar der geniale Gedanke Rosenbergs, die Juden nach Madagaskar anzu- siedeln, stammt von Lagarde."(Schifrin.) Die universelle Rassenlehre der Nationalsozialisten stützt sich aus H. St. C h a m b e r l a i n, der vor ollem durch sein Werk„D i e Grundlagen des IS. Jahrhunderts" bekannt wurde. Oswald Spengler und endlich auch die„Forschungen" von Hans Günther, über die hier im„Abend" schon berichtet wurde. Der„nordische" Typ, in dessen Zeichen die„Ausordnung", nicht der Untergang des Abendlandes erfolgen soll, wird allerdings nur von 1V Prozent aller Deutschen vertreten, vielleicht wird das Verhältnis im„Dritten Reich" besser... Und dann: Mussolini! Endlich der germanische Mythos:„Hierzu gehört die deutsche mittelalterliche Mystik, die altgermanische Sage— alles in allem ein germanistisches Ideal, dessen Ablehnung dem Landesverrat gleichgestellt werden soll."(Schifrin.) Die Bedeutung des Mythos soll uns sogleich Gelegenheit geben, den italienischen Faschismus mit dem deutschen Nationalsozialismus zu vergleichen. Die National- fozialisten wollen die germanische Götterwelt künstlich lebendig machen, wobei sie wahrscheinlich an Mussolinis Mythen-Praktik anknüpfen wollen. Gewiß, Mussolini hat als Schüler Georges Sorels klar erkannt, daß Mythen, gleichgültig ob sie realisierbar sind oder nicht wirksamer als Programme die Masse zum Handeln antreiben Noch Corel(sein Hauptwerk führt den bezeichnenden Titel„Reflexionen über die Gewall") ist der Mythos ein' Mittel, aus das Geschehen der Gegenwart einzuwirken..„Die Größe des italienischen Volkes", ,chos römische Reich": diese Mythen hat' der italienische Faschismus in Hundnitausende von Köpfen hinein- gehämmert. Mussolini ist jedoch ein sehr geschiätct Regisseur„seiner" Mythen, er kann etwa beim„römischen Reich" auf die Ruinen Roms hin- weisen und wenn er antike Bauwerke wiederhergestellt hat, so kann er doch eine scheinbare Tradition lebendig fortsetzen. Den deut- sehen Nationalsozialisten wird es jedoch kaum gelingen, die ger- manischen Wälder wieder rauschen zu lassen... 7. P. Mayer, Autos sehen mich an Gang durch eine Ausstellung— von Heinrich Hemmer Schon vor den schneeumwirbelten heiligen Hallen standen sie in endlosen schrägen Zellen Parade: Autos über Autos, wie e'me feindliche Macht— Fußgänger, weh dir! Drinnen überließ ich den Freund, der mich Hergeschleist, einen 300-Mark-den- Monat-Freund, dem Studium eines Z000-Mark-Frontantriebwogens mit Schwingachsen und schob mich, Hände in der Hosentasche, als absoluter Laie und unbeirrbarer Fußgänger in einem Strom von Fachleuten und Sonntags« mhusiosten zwischen den in allen Farben glänzenden Autos durch, hie mich vorwurfsvoll anblickten. Menschenwürde zwischen Automobilen. Ich hätte Prospekte in der Hand hallen sollen. Nicht„Das Leben der Autos" von Ilja Ehren bürg. Dieses gottes- lästerliche Buch, behauptend, das(angebetete) Auto fei berufen, den Menschen auszurotten. In diesen, dem Auto geweihten Hollen, werden die Bor teile der Fabriksäle gegeneinander abgewogen. (Nachtelle kann ein Auto höchstens gegen ein anderes haben.) Das ist die Apotheose des Kraftsahrzeuges. Das göttliche Auto ist„der Freund des Menschen"— Fußgänger weh dir! Wie friedlich wie dienstreich, wie appetitlich blinken sie an jedem Stand. Aber dräußen drehen wir Fußgänger ängstlich die Köpfe, rcchtsrmn, linksrum... rennen um unser Leben: draußen! Draußen herrscht jene hoch angepriesene polierte Fcchrkiste zu unserem Mißvergnügen: diese zu unserem Komfort ersonnene Maschine wird zum Diskomfort— Fußgänger, weh dir! Ja, ja, Ilja Ehrenburg, ich war 25 Jahre„aus der Well", und habe es bei meiner Rückkehr klar gesehen, wie häßlich und hastig sie das Auto gemacht hat. Armes stilles alles Europal Ich kenne auch Ilja, den Frondienst auf den(dem Autoreifen geweihten) G u m m i p l a n t a g e n im Malaienlande, habe selbst die arme Südsee nach Fronarbeiten abgegrast. Mexiko und das reichere Venezuela und die bei�in-gebvrenen südamerikanischen.Revo- lutionen. Die Toxturen am lausenden Band sind mir ebensowenig fremd, Ilja, wie die Panzerungen Kriegs„triumphe" und die Unfall- stotistiken: ich brauche deine Warnungen nicht. Ich wehre mich täglich gegen das Auto, das gegenüber von meinem Zimmer auch einen„Stand" hat— das überoll steht und überall fährt— Fußgänger, weh dir! Ich kenne die großen und sticheligen kleinen Aetgernisse und Ueberheblichkeiten dieser Selbstfahnmaschine, ich kenne da« gierig« Schielen nach den Autos, die hochfahrenden Blicke aus den Autos. Ich weiß Bescheid und oersuche den„Pferdekräften" ohne Pferd mit einem Rest von Menschenwürde zu begegnen. Die„realen" Idealisten. Aber wie voll ist die Halle, Ilja, wie viel gelesen und wie wenig beherzigt wird dein Buch. Sieh dir diese Menschen an. Bon jedem Standtisch nehmen sie ein Prospekt aus und lassen es zwischen viele andere gleiten, die sie in der Alltagshand halten. Sind es Käufer? Sie sehen bescheiden aus: aber wissend. Sie wissen ein anderes Wissen um das Auto. Die technischen Daten sitzen ihnen im Kopf, seit Iahren lesen sie alle einschlägigen Zeit- schriften, studieren ehrfürchtig jedes neue Automodell auf der Straße. Kennen den Brennstoffverbrauch von jeder Stuckmaschine: können sie auseinandernehmen und zusammensetzen wie Hexenmeister. Sie wollen so ein Dinz besitzen: das ist ihr Traum. Aber in der Westen. tasche macht es nicht kling-kling. E i n m a l I sagen sie, einmal wird's werden. Das sind theoretische Käufer. Und mein Freund? Mit einem Sprung war er auf dem Führersitz und packte, bleich vor Erregung, das Steuerrad— während Schün-Trudchen selig die Sitze umklappte... wie ist's mit Pinke- Pinke, der Direktor blickt mit einem Auge... Di« Konkurrenten. Hinter dem„Lager" sitzen sie in zigarrenumdufteter Konferenz — Attitüde— die Herren Direktoren und ihre Herren Per» treter, sozusagen in äußerster Geschästsberellschajt. Großstädtisch gekleidete Provinzjtodtgrößen(vielfach), die Wichtigkeit des Augen. blickes dieser Schaumode erfassend. Kaufen Sie? Sie scheinen nur dem Auto und dem Publikum dienen zu wollen, ach Göll! Und auf der Galerie ist wiederum alles ausgestellt, was dem Auto dienen mag, von der AutoHupe und dem Spiegclputzer(kein Wind, kein Donnerwetter kann das Fenster trüben: so weit haben wir's' gebracht)— bis zum Reserverad, der Karosserie, der Blendlaterne.(Blendet nicht alles? Sind wir nicht alle Geblendete, Verblendete?)/ Wx siegt unter eych Angepriesenen? Der� Bastard zwischen üinwussuc und Kabpiolell?. Dqs vielumgebene und besessene 1350- Mark-Kleinauto: Frontantrieb. Erichs zweisitziger Sportwagen, der sein Debüt macht? Jedem dos seine. In der General» direktorslimousine sperrt eine Glasscheibe den Chauffeur aus: man hat zu reden. Eine K o m b i n a t i o n s l i m o u s i n e ist auch da, die Hinteren Sitze mögen einem kleinen Lieferwagen dienen — wenn der Autobesitzer„geliefert" ist. O der Landschafts. Phaeton für schwärmende Snobs! Schlafauto? Der(de- monstrierende) Jüngling klappt die Tür vorne auf und zeigt, daß man auch hinten aussteigen kann(es ist eine Durchgangstüre). Und man kann sie hinten aufklappen und sie dreht sich vorne ums Scharnier, man kann alles machen: je zwei Sitze zu einem Bett um» klappen und das Dach läßt die Sonne rein und hält den Regen ab, man tut mit dem leichten Ding, was man will. Ford offeriert zwei Typen auf Stottern 56 Mark 75 und 57 Mark 55 genau kalkuliert(bald wirds heißen 55 Mark 99)— der„Wochenlohn" eines hochqualifizierten Arbeiters. Und wenn ich ihn verdiente und nicht bisweilen essen müßte, könnt« ich..., aber nein, pfui, ich bin � autorein. Auto und Steppe. In der R u tz f a h r z e u g- H a H e, wo eine Reklamehupe all« zwei Minuten losheult und die Leute in bauchigen Omnibussen sitzen und in Gedanken weiß Gott w o h i n fahren, traf ich den.Löwenjäger". Cr verließ soeben den Stand etiles 150g-Mark- Weekend» Kamps„komplett"— wittlich sehr komplett: das Frauen herz- zerreißende Seufzer entlockt und schritt auf einen Anhänger- wagenäla Sinclair zu.' „Freut mich, daß du dich bekehrt hast", sagte der einst Löwen und jetzt Taxifahrgüste Jagende. Die Wildnis kann man nur im Auto genießen. Was ist Afrika, und(du weißt) was Australien ohne Auto? Wie soll man von Ost nach West, von Novd nach Süd durch Steppe, durch Wüste, wie von Farm zu Farm. Wie seine Waren zur Bahn bringen,, wie die Einsamkeit, durchbrechen, wie soll man Freunde und Kollegen besuchen, nach wilden Tieren jagen, Sportfeste besuchen... Der Löwenjäger hatte ein Erbschaft gemacht und suchte em Tourenauto, das die Pässe schlechter Afrikastraßen aushält und auf den guten, den unvergleichlichen vierzelligen, nach zwei Richtungen benutzbaren, wo alles, jeder, jede Weiße im Expreß» lempo dahinjagd, das dort Ehre einsetzt, Rekord macht... das das Glück des Afrikaners bedeutet, seine Bewegungsfreiheit... Freiheit. Das Geschäft abgemacht. Freund Erich saß noch immer im Frontantriebwagen.„Soll man sich in der Untergrundbahn quetschen," sagt« er(und wie stimmungsvoll ist's dort manchmal, sage ich),„soll ich zwischen Häusern hcrumschleichen, soll ich ersticken ich brauche Luft, Er» holung. ich brauche Szenerie...(das brauchen sie alle, aber wie blaß sehen sie dann aus... und ich habe noch nichts von Auto» wäldlyrik gehört...) stecken Sie Ihren Ilja Ehrenburg ein." „Lassen wir den Ilja, aber glauben Sie nicht, Erich, diese un» proportioniert große Anstrengung, die Sie für eine unproportioniert ' große Ausgabe machen, wird das wohlgcrcgelte Leben außer Pro- Portion bringen? Der Mensch braucht mehrere«. Kann das Auto alles ersetzen? Soll man nur«in Auto leben leben? Bedenken Sie Erwin, daß—" „Wie finden Sie unser Auto, Hemmer", sagte Erwins Trudchen, groß und schlank und goldig-strahlcnd. Ich steckte den Ilja ein.„Bezaubernd", sagte ich,„gra— tu- — Kere und bitte, nehmen Sie mich mit, ich fahr« so gerne Auto." Szezzezx�uclii im IMäaex, Unser einfacher Bienenstand steht fertig und wohlgerüstet in einem molligen Winkel des Gartens oder Hosraumes. Er wartet auf seine Bestimmung. Der Emkauf von Bienenvölker« ist eine für den Betrieb ungemein wichtige Sache. Wie der Einkauf, so die Honigernte! Dabei lassen wir uns von folgenden Erwägungen leiten: 1. Bann kaufe Ich ein? In deutschen Landen besteht vielfach der von alters her über- uommene Brauch, Bienenvölker so um die Faschingszeit herum;u erstehen. Nur dann könnten sie Glück und Segen bringen. Das ist heller Widersinn. Um solche Zeit kann nie ein Bienenvolk auf sein« Qualität richtig untersucht werden. Die Brut ist noch zu wenig fortgeschritten und diese zu konstatieren, ist beim Kaufe die Hauptsache. Wir kaufen also Ende März oder den April über. Las Geschäft aus einen späteren Dermin zu oerschieben, ist nicht rat. sam, weil unmittelbar vor der Schwarmzeit gut« Völker nur um verhältnismäßig sehr hohen Preis zu haben sind. Frelland-Bienentränken Wer Schwärme kaufen will, der nehme nur solche, die noch vor Mitte Juni fallen und mindestens ä bis 3 Pfund reines Bienen- gewicht hoben. 2. Welche Rasse wähle ich? Ztur di« angestonimte deutsche dunkle Biene. Sie ist die beste Honigfammlerin, die ich kenne und bei naturgemäßer Be- Handlung auch«in« zufriedenstellend« Schlvarmbiene. Fremd« Völker werden plötzlich, ohne jeden Uebergang, aus gewohnten Lebens- bedingungen herausgerissen und benötig«» oft lange Zett, sich anderen klimatischen und Vegetationc Verhältnissen zu fügen, sofern ihnen dies überhaupt je gelingt. Draußen auf dem flachen Lande, bei unseren bäuerlichen Imkern, ist die reine bodenständige Biene noch zu haben. Wenn nicht, nehmen wir(die Aufzählung erfolgt der Qualität nach): Deutschkrainer, Deutschitaliener, rem« Lrainer oder rein« Italiener. Diese fremden Nassen und Varietäten bezichen wir am vorteil- haftesten au» deutschen Züchtereien. Sie haben sich dort schon ein wenig.pwrattlimatistert". Z. korb- oder Kostenvölker? Anfänger erstehen sich lieber gute Äorbvölter. Sie sind viel leichter zu bewirtschaften, setzen wenizer theoretisch« Kenntnisse voraus, verleiten nicht zu allzu vielen, oft ganz unnötigen Ein- griffen und erbringen im„gemischten" Betrieb«(über den wir später noch berichten werden) eine Ausbeute an Honig, die der des reinen Äastenbetriebes in nichts nachsteht. Sie stellen auch an die Zeit nicht allzu hohe Anforderungen. 4. wieviel Völker kaufe ich ein? Für den Anfang genügen ein paar gute Korbvölker. Nur di« Sache nicht gleich zu hoch aufzäumen! An der kleinen Zahl von Kolonien studieren, lernen wir: wir zahlen dann nicht zu hohes Lehrgeld. S. wie kaufe ich ein? Das bez. Korbvolk wird ruhig vom Stande genommen, so auf den Boden oder eine Bank gestellt, daß das hell« Licht in die Waben- gasten fallen kann. Etwa vordringend« Bienen werden mit wenig Nauch zurückgetrieben. Nun biege man dort, wo die meisten Bienen sitzen, die Waben etwas auseinander und suche nach Brut. Dies« ist um diese Zeit schon so weit fortgeschritten, daß sie auch vom Anfänger leicht gefunden werdsn kann. Das Brutnest muß gefchlosten fein, d. h. innerhalb der Bruttreife sollen sich wenige oder gar keine leeren Zellen befinden. Dos zeigt von einer«rstkkofstgen Mutter. Nebenbei schauen nur auch darauf, daß dos zu erstrebende Volk mindestens 4 bis S Gonzrahmen und ebenso viele Wabengassen voll besetzt halten kann, daß die nötigen Vorräte an Honig und Pollen vorhanden sind und der Wabenbau nicht gar zu alt und verdickt ist. Wer sich ein Volt im Kasten kaufen will und dazu noch nicht di« nötige Erfahrung hat, ziehe unbedingt einen ver- lässigen, praktischen Nachbarimker zu Rate. Dann noch eines: kaust niemals ein schwaches Volk, oder laßt euch ein solche» schenken! Der Schwache hat auf dem vienenslande keine Exislenzberechligung. Aus nichts wird nicht». An Standarbeiten für schon etwas fortgeschritten« ymker sind auszuführen: Bei der Stockreinigung den Bienen treu zur Seite stehen: Bodenbelege her- aus, ander« dafür eingeschoben! Alle nicht von Bienen besetzten Rahmen au- dem Bnitraume genommen, das Fenster angeschoben, den freien Raum zwischen diesem und der Kastentüre lose mit wärmendem Material ausgefüllt. Die Völker das ganze Frühjahr über recht warm halten! An irtlschen Tagen die Macht der locken- den Sonnenstrahlen durch halb herabgelassene Läden oder vor die Flugöffnungen gestellte Blenden, Vordächer usw. abschwächen. Auf Räuberei achten! Niemals bei Tage füttern! Sonst aber Ruhe den Bienen für und für. Das Wassexbcdiirfnis der Bienen ist im Frühjahr groß. Um die Arbelterinnen von weiten, gefähr- lichen Ausflügen zurückzuhalten, errichten wir ganz in der Nähe des Standes, an windgeschützter sonniger Stelle eine Frei band- tränke und halten ste stets instand. Ein klein«, Fäßchen wird am Boden angebohrt, durch die Oesfnung steckt man einen Federkiel und durch diesen wieder«in zurechtgeschnitztes Hölzchen, so daß das Wasser nur tropfweise abgeht. Dos Fäßchen stellt man auf«in Raturtifchchen, von dem«in mit Moos belegtes Brettchen zum Erdboden führt!(Abbildung!.) Es ist ein bezaubernder An- blick. Hunderte von geschäftigen Sammlerinnen sich an der T'ätzks tummeln zu sehen. Als Notbehslf kann man auch sin alte» Küchen- geschirr mit Moos füllen und es noch Bedarf mst abgestandenem Wasser übergießen. Man stellt das Gefäß auf zwei gekreuzt« Latten oder Stangen, di« in bis Erde gerammt werden. Aus hygienischen Gründen ist natürlich die Tränk« mit fließendem Wasser ollem anderen vorzuziehen. W. FÜR DEN KLEINGÄRTNER iimuimumwRimiimiminHinHHmmuiiminminnmmiiiuiimitmiiinmuraaN Erste Saatarbeit Bei einigermaßen mildem Wetter und abgetrocknetem Boden kännen verschieden« Gemüse jetzt ins fvei« Land gesät werden. So nor allem die Karotten, für die man, um später bequem hacken zu können. Reihensaat wählen sollte— aber auch Spinat und die bei vielen beliebten Puffbohnen, dl«, früh gepflanzt,«ine viel größere Widerstandsfähigkeit gegen die schwarzen Läuse aufweisen als die bei wärmerer Temperatur in den Loden gebrachten. Auch Zwiebeln und Petersilie lasten sich früh auesäen. Für Erbsen ist ein« früh« Saat an geschütztem Ort möglich, doch hat man im allgemeinen keinen Dorteil davon: der Boden ist noch nicht genügend erwärmt, um ein schnelles Wachstum zu gestatten. Desinfektion der Anzuchtbeete Um gegen Dermehrungspilz, Wurzelfäule und dergleichen er- folgreich anzukämpfen, muß nicht nur auf Lüften der Fenster und Gießen mit lauem Wasser geachtet werden, sondern man muh auch die Erde und das Pflanzgut einer Desinfektion unterziehen. Für die Erde eignet sich frisch gelöschter Aetztalk, der mit IM Gramm pro Quadratmeter aufgebracht und leicht eingeharki wird. Ein anderes Desinfektionsmittel ist Uspulun-Universal, dos vierzehn Tage vor der Benutzung des Kastens angewendet werden muh. Das Pflanzgut sollte ebenfalls mit U-pulun behandelt werden. Man stellt einen Uspulunlehmbrei h«(2,5 Gramm Uepulun ia 1 Liter Waster gelöst, wird mit Lehm zu einem Brei verwischt), in den man die Pflanzen bis zum Wurzelhals eintaucht. Edelwicken England und Amerika wetteifern in der Hervorbringung neuer. in der Haltung und den Farben immer schöner wertenden Blumen: . Wer heute einen Katalog in die Hand nimmt, steht verwirrt vor dem reichhaltigen Angebot. Er ist in der gleichen Lage wie bei der Auswahl von Dahlien oder Chrysanthemen. Das heutige Streben. langgestielte Blumen darzubieten, ist nun auch für die Treibedelwicken der Spenterklaffe in Erfüllung ge- gangen. Als riesenblumige Wechnachtee�elwicken stellen sich etwa 50 Sorten zur Auewahl— da ist es begreiflich, daß alle Farben- wünsche berücksichiiot werden können. Unter den diesjähri-en Rauheiten befinden sich zwei Arten mit doppelter Fahne: Duplex Pioneer und Eorly Fandängo. beide In rosa Farbe. Der Beschreibung Nack ma�en beide den Eindruck einer gefüllten B'ume. Wer'en d ele Weihnacktsw'ck'N nicht getrieben, sondern ausgepflanzt, so blühen sie zwei Ms drei Wochen vor den änderen SpeNte'-w'cken. Man konnte di» Wcken nach den Färben wohl in ein Dutzend Gruppen unterbringen, aber«« genügt zu sagen, daß die Farben we'ß, gelb, rosa und rot. blau, lila und violett In asten nur denk. baren Nuancen vertreten sind. Fede Farbenaruppe zählt etwa zehn bi» zwölf Sorten, bietet also für fe'en Geschmack etwüs. Inter- «stant ist, daß jetzt die Neuheittnzüchter bemüht sind. Möglichst klar« Farben herauszubringen, deren Leuchtkraft aufs höchste gesteigert ist.— Als Orchidee des tleinen Mannes ist die Wicke in England und Amerika ungemein populär: auch bei uns sollte st« ein« ähnlich« Rolle spielen(ist sie sogar als Schutzwand für den Balkon verwendbar. Um langes Blühen zu erzielen, Ist es notwendig, sich.zeigende Schoten sofort zu«ntsernen. Erst Ende des Sommers läßt man sie stehen, um Samen für das nächste Hahr zu gewinnen. Man hat also nur«ine einmalige Ausgab« nötig. Koniferenpflanzung Di« deutschen Bamnschulen benutzen Mit Recht jede Gelegen- heil, um sür die deutschen Erzeugnisse zu werben, für die Sorten- echtheit und Freiheit von Krankheiten garantiert wird. So war der Bund deutscher Baumschulenbesitzer auf der„Grünen Woche"»er- treten und in einem Werbeheft, das ausgegeben wurde, hat er erfreuliche rioeise die Gehelmnisse gelüftet, die mit Oualitätsbezeich- nungen und garantierten Längen- und Breitemaßen für den Laien verbunden sind. Darüber hinaus enthält die Schrift aus der Praxis geborene Pflanzanwcifungen. So z. B. über Koniferen- p f l a n zu n g. Die beste Zeit für das Pflanzen aller Arten Tannen, Fichten. Lebensbaum, Zypresien. Wacholder und Eiben beginnt mit Mitte Mai, wenn die Tnebfpigen sich zu regen beginnen. Bei dem Pflanzen ist auf möglichste Schonung des Erdbollens zu achten, der daher mit Leinewond umwickelt geliefert wird. Das Einsetzen in den Boden muß fest geschehen, damit der Wind die Pflanze nicht lockert, wogegen auch gutes Einschlämmen dient.?ln Bewässerung darf es in der ersten Zeit auch nicht fehlen. Bei Sonnenbrand schütze man die Pflanze mit einer Packleinewanddccke. Da Koniferen auch den Vögeln guten Schutz bieten, ist auch für den kleinsten Garten dos Vorhandensein von«in oder zwei Exemplaren zu empfehlen. Kartoffeltransport! Die Preußische Hauptlandwirtschaftsiammer hat jetzt über di« Behandlung der Kartoffel» beim Transport mehrere Blatter mit farbigen Bildern herausgegeben, die zur ver- ständigen Verladung mahnen. Es wird gezeigt, wie bei der Anfuhr zum Bahnhof di« Kartoffeln dem Regen ausgefetzt sind und durch di« Räsie Einbuf« an der Güte erleidcn. wie serner Einladen mit unzweckmäßigen Gabeln di» Zahl der anqestofenen Kartoffeln ver- mehrt, was naturaemöß Reklamationen herbeiführt. Am besten<]t die Anfuhr in Säcken, die dann in den Wogzon hinein«ntlecrt ozerden. Sehr gut ist auch die Mahnung:„Verdirb nicht das Aus« sehen der fertigen guten Ladung durch Hineinwerfen der wenigen in den Dreck gefallenen Kartoffeln!" Für die Fraftpsriode werden Angaben sür frostsichere Verpackung gegeben, auch hier heikck die Mahnung: Spare nicht an Stroh und Brettern, damit die Türen gut abgedichtet werden. Das Strohquantbm errechnet dl« Kammer auf tz— Zenmer für l Waggon. zBuch SEtvei Südamerikaromane Horacio Oulroga's ,Llu»wander er"(Safari-Ber- log, Berlin) ist kein Auswondererhandbuch, sondern eine(meister- hafte) Schilderung tragi-scher Menschenischickfale im novdargentinischen Urwald— also(eher) eine Auswanidererwarnung. Horacio Quiroga — das-ist nicht zuviel gesagt— mag als der Edgar Allan Poe des Urwaldes gelten. Das kleine Büchlein gibt mit dichterischer Prä- zision das große Grauen. Phantasie eines Tollwütigen, den man von einem Baume herunterschießen muh. Delirium tremens eines ehemals verdienstvollen schwedischen Arztes: nach Jahren der Arbeit zahlt er seinen Tribut an das zermürbende Tropenklima. Fieber- tod eines in den Schilf geflüchteten Kontraktarbeiters. Rache eines indianischen Peons, mit der Peitsche jagd er den Weißen aus ein lostreibendes Floß. Die fukzesswen Wirkungen eines tödlichen Schlangenbisies. Fiebervrsionen eines zusammenbrechenden Aus- wanderer», der, feine tote Frau auf dem Rücken, reich und glücklich in sein schlestsches Heimatsdorf einzuziehen wähnt. Der Abschied eines sterbenden Urwaldsiedlers von seinen kleinen Kindern, die in der Wildnis allein zurückbleiben. Unausdenkbare Tragödien sind in dieser kleinen(leider indexloscn) Kurzgeschichtenfammlung onfchau- üch dargestellt, schlicht, echt, an das Herz greifend. Quiroga ist kein globctrottender Journalist, sondern Ranchobesitzer. Er gibt sein« Welt plastisch wieder. Der argentinisch-drastiianische Urwald mit seinen Bewohnern spricht zu uns. Zum erstenmal sieht man einen leibhaftigen Peon: unterwürfige Arroganz im dandyhoft geklei- beten sehnigen Arbeitskorper. Und dieser köstliche, ewig sein leckes Dach reparierende, alle Reporte in einer Biskuitbüchse aufbe- wahrende Standesbeamte! Und der nimmer versagende einarmge Urwalderfinder, die leichtiertigen Schönen der Unralidstadt Poladas und die Fahrten auf dem Paranä. Soweit es ein Buch bewerkftelli- gen kann, erlebt man UrwaUfchickfale. Ein zweiter Roman mit füdameriaknifchem Urwaldmilieu: „Millionen am Amazonas" von Artur Heye (Safari-Berlag. Berlin). Unzweifelhaft kann er was. dieser schwung- volle Globeirotterautor. Kraft, die dem Neuling Echtheit oerbürgt. tobt sich vielfach aber in junkerhoften Kraitausdrücken aus. in Boxer- geften. Reue. Prahlertum, Fußtritten. Maulschellen, in nicht immer angenehmen Burlesken. In diesem autobiographisch angehauchten Roman versährt Heye relativ sparsam mit dem Ueber-Tramp- Requisttorium.„Mist verdammter...", damit beginnt und endet symbolisch der Roman im romanischen Cafä. Eine am Amazonas zusammenbrechende heterogen konstituierte Filmexpedition. Gut« Stellen. Das große Ganze läßt unbefriedigt. Der autobiographische Autor imponiert mehr in seinem Roman als durch seinen Roman: schade um Heye, der, wie gesagt, etwa» kann und gar nicht impo- nieren zu wollen braucht._ H. Hemmer. Von Herrman Müller» im Dücherkreis unter dem Titel"D i e Novemberrevolution"«ifchienenen Erinnerungen kam lo- eben in einer zweiien durchgesehenen Auflage das 31.— 38. Tausend heraus. Itecbisfraffen des Tages Quittung ula Eablungsbeweia. Wenn jemand eine Geldforderung bei Gericht ein- klagt, so hat er zunächst nur zu beweisen, daß er diese Forderung— sei es für«ine Warenlieferung, ein« Arbeitsleistung oder au» irgendeinem Bertragsverhältnis— gegen den Beklagten hat. Der G e g n e r hat— falls er di- Forderung nicht bestreitet— dagegen zu beweisen, daß er st» bezahlt hat. Ein solcher Beweis wird regelmäßig al» erbracht angesehen, wenn«ine Quittung über den geforderten Geldbetrag vorgelegt werden kann. Im nadr stehenden Fall genügte indes die Quittung nicht. Eine Brauerei versandte mit Ihrem Wagen Bier in di« Um- gegend von Berlin und zählte zu ihren ständigen Kunden die Do- sitzerin einer Gastwirtschaft auf dem Lande. Es wurde so geHand- habt, daß der Kutscher bei Ablieferung des Bieres die schon z« Hause fertig gestallte Quittung der Kundin übergab und den Betrag jedesmal einkassierte. Run ergab es sich, daß ein Rechnungsbetrag über eine größer« Bierlieferung ausstand, und die Brauerei erhob Klage beim Amts- gericht. Die Gastwirtin legte ihre Quittung vor. Nun war es Sache der Klägerin, zu beweisen, daß trotz der Quittung der Betrag nicht bezahlt war. Sie benannte ihren Kutscher als Zeugen, und dieser bekundete, daß er der Frau wohl die Quittung ausgehändigt, das Geld aber nicht erhalten habe. Bei der Ablieferung des Bieres sei über andere neue?lusträge des längeren verhandelt worden, und darüber die Bezahlung In Vergessenheit geraten. Der Kutscher wurde vereidigt. Es kam nun für den Richter darauf an. ob er durch diese Aus- sage den der Klägerin obliegenden Beweis der Nichtzahlung als erbracht ansah. Es erwies sich, daß der Kutscher seit vielen Jahren bei der Brauerei angestellt war und stets gewisienhaft und zuoer- lässig gewesen war. Es lag kein Grund vor, seiner beschworenen Aussage nicht zu glauben. Die Gastwirtin wurde zurZahlung verurteilt. Hier galt also die Quittung nicht als vollgiAtiger Zahlungs-- beweis. dlarsarctbe Lsllcenkelä. Entgleisungen.** Das Landesarbeitsgericht Berlin hat in mehreren sehr bemerkenswerten Entscheidungen festgelegt, daß auch der Arbeitnehmer ein Mensch ist, dem sozusagen einmal ,chi« Galle überlausen" kann, und daß selbst eine gelegentliche„Eni- g l e i s u n g" den Unternehmer nicht berechtigt, einen sonst einwand- freien Angestellten schlechtweg der Existenz zu berauben. So wurde eine Firma wegen Vorliegens„unbilliger Härte"(§ 984 RBG.) dazu verurteilt, eine entlassene Arbeiterin roeiterzubcschöftigcn oder zu entschädigen,„die sich bei ihrem Meister über angeblich ungerechte Arbcitszuteilung in erregtem Tone beschwerte und äußerte, wenn das so weiterging«, passe ste. Derartiges einmaliges Verhalten sei zwar ungehörig, doch zumal bei längerer Dienstzeit kein trif- tiger Grund zur Kündigung." Ein anderer Fall betraf einen bereits vier Jahre beschäftigten FleischSkgesellen, der„wegen nicht nachgewiesener Eirtwenduug einer Pökelrippe entlassen werden sollt« und gesagt hat, dann werde er den Fall an die veffenllichkelt bringen und die Arbeiteischaft we'de das...wert Meiden." Auch hier nahm dos Landesarbeltezcricht .unbillige Härte" an und verurteilt« die Firma zur Em- schädigungszablung. Es Ist lelbstoerständUch. daß ein Betrieb ohne Disziplin nicht zu fuhren ist. in den erwähnten Fällen handelte e« sich sedoch Nicht um einen eigentlichen Verstoß dagegen. Es ist erfreulich, daß da» LandesarbeilSgericht dem gesetzlich festgelegten Härtcparagrophen bei derartigen Entlasfüngsn so energisch" Gelwng»erschafft. Dr. EsniiUa Stietner. -ARBEtTEH ntSSEALL Die Spiele am Sonnlag Am koimn-nden Sonntag finden folgend« Fußballspiele statt: Pankow gegen Luckenwalde I in Pankow, Kissingenstraße. Spandau 2S gegen Butab in Spandau. Stadwn Datenfeld«. Lucken- wald« Iki gegen Lichtenberg\ in Luckenwalde, Hetzheid«. Eiche- Köpenick gegen Minerva 28 in Grünau am Stichkanal. Hertha geg«n Luckenwold« II in Luckenwald« am Wasserturm. Lichten- berg II gegen H«rzselde in Lichtenberg, Normannenstraß«. Hoppe- garten gegen Osten in Alt-Lairdsberg. Storkow gegen Britz 88 in Storkow. Schöneberg gegen Telww in Schöneberg, Dominicus- platz. Volkesport Neukölln-Britz gegen Friedenau. T«mpelhos gegen Wilmeredorf. Jüterbog gegen Ruhlsdorf. Luckenwalde I(Vereins- Mannschaft) gegen Woltersdorf. Kloster Zinna gegen Riemegk. Tr«uenbri«tzen gegen Dahme. Altranft gegen Freienwalde. Alt- glietzen geg«n Od«rberg. Dann«nberg gegen Neuenhagen. Kyritz gegen Pritzwalk. Perleberg gegen Wittftock. Wittenberg« gegen Haoelberg. Zweite Mannschaften: Lichtenberg ll gegen Herzfeld«. Hoppegarten gegen Osten. Stokow gegen Britz 88. Wildau I gegen Lichtenberg l. Eiche gegen Minerva. Kogel I gegen Wacker 30. Strausberg gegen Eich« III. Storkow III gegen Selchow I. Deutsch-Wusterhaufen gegen Friedersdorf. Alttanft gegen Freien- walde. Dannenberg gegen Neuenhagen. Schiffmühl« I gegen Oderberg. Kyritz gegen Warnsdorf. Perleberg gegen Wittftock. Wittenberge gegen Havelberg. Wittenberg III gegen Pritzwalk. Schöneberg gegen Teltows Neukölln gegen Friedenau. Lucken- walde I gegen Wollersdorf. Luckenwolde V gegen Niemegt. Bei- zig 1 gegen Dahme. Klausdorf I gegen Hertha.— Jugendmannschaften: Lichtenberg II gegen Lichtenberg I. Britz 88 gen ASV.-Neukölln. Vorwärts-Wedding gegen Nowawes. Wil- Wersdorf gegen Minerva. Saxonia gegen Minerva I. Nowawes II gegen Spandau 2S. Beginn der Spiele: Erste Männermannschaften IS Uhr. Zweit« Männermannschaften 13.15 Uhr. Iugendmonnschaften 13.30 Uhr._ Der erste Boxabend bundestreuer Athleten Am Pvemierenabend der n eu g eg r ü n de t« n Boxabtei- lu ng d«s bund«»tre»»n Arbeiter-Athletenvereins �Lichtenberg- Friedrichsfeld« 0 4� standen den Anfängern des veranstalten- den Vereins die Besten des Sportklubs„A l t- W e d d i n g* im Ring gegenüber: für viele der gut veranlagten Neuling« war es gleichzeitig der erst« öffentliche Start. Durchweg gab es flotte, interessante Kämpf«. Im Fliegengewichtstresfen He«rer(A.-W.) gegen Preller II (L.-F.) verschaffte sich der ruhiger« und viel prächtiger Mögende P. bereits in der ersten Runde einen klaren Varspruag: in der zweiten Runde warfen die Sekundanten des noch unfertigen H. dos Handtuch. Der Federgewichtler Hahn(A.-W.) zwang schon in dar ersten Stunde den Lichtenbevger Fritz mit schweren Körper- treffern den Kampf vorzeittg zu beenden. Die Leichtgewichte Faber (IL-W) und Gemirek(L.-F.) lleferten eine äußerst abwechjlung»- reiche Begegnung: beide kämpften noch fehlerhaft. Dos ungewöhn- sich harte Treffen endet mit einem etwas schmeichelhaften Punktsieg für Gemirek. Als ein schlagstarker Boxer erwies sich Preller 1 (L.-F.) gegen den Weddinger Gerischer. Die kurz und sicheren, in schneller links, und rechtshändiger Folg« gesetzten Kopf», Herz, und Magenschläg« überraschten den Gegner in allen drei Runden. G. wurde noch kurz vor Schluß der letzten Runde ausgezählt. Der weit überlegenen Keter(L.-F.) zwang den erstmalig im Ring kämpfenden Fricke(A.-W.) in der ersten Runde zweimal zu Boden, in der folgenden Begegnung gab F. vorzeitig auf. Den einzigen Mißklang des Abends bracht« der ganz eigenartig kämpfende Kell (A.-W.):«r glaubte, den Boxsport als Schlägerei nehmen zu dürfen. Der Halbschwere Henke(L.-F.) konnte mit dem sonderbaren Stil seines Gegners nichts anfangen und begnügte sich mit einem Un- entschieden. Das Treffen der Weddinger Klubkameraden Willing gegen Detmann gewann der famose M. sicher nach Punkten. Der leider oft zu nochsichtige Ringrichter war Kunstmann(L.-F.). Es wird weiter gelogen Ein kommunistischer Bluff Die kommunistische Tages- und Sportpresie wartet mit einem„Schlager* auf. In den dicksten Lettern verkündet sie: .Gellerts Niederlage! Alle Ausschlußbeschlüsse, Briefe. Aufrufe des „ED.-Bundes* als null und nichtig festgestellt.* In der Einleitung zur Begründung wird ein Prozeß zwischen der Zentralkommission und Rot-Sport angeführt, mit dem der Arbeiter-Turn- und Sport- bund e. V. nichts zu tun hatte. Schließlich tellt man mit, daß da» Landgericht Chemnitz gegen den ATSB. so beschlossen hätte. wie die anreißerische Schlagüberschrift besagt, aber den Prozeß zu nennen, in dem«in solches Urteil gefällt sein soll, das tut diese Presie, die die Lüge zum Grundsatz erhoben hat, nicht. Dem Arbeiter-Turn» und Sportbund Legt«in« ganze Reihe Gerichtsurteil« vor, die gerade im entgegengesetzten Sinne entschieden haben. Die sensationelle Ueberschrist der kommunisti- schen Presse ist das Steckenpferd, das der kommunistische Rechtsanwall Dr. Samter vor den Gerichten gegen den ATSB. reitst. um nachzuweisen, daß der„EV.-Bund* nicht der alte 1893 gegründete, sondern ein neuer Bund sei. Als ihm einmal der den Bund vertretende Rechtsanwalt die Frage stellte, wer denn da eigentlich der alt« Bund sei und wo er seinen Sitz hätte, nannte Dr. Samter die Ausgeschlossenen und als Sitz Berlin, Neue Friodrichftr. 79a. Ein noch dort an den angeblich alten Arbeiter-Turn- und Sportbund gerichteter Einschreibebrief kam zu- rück mit dem Vermerk»unbekannt*. Di« in der Neuen Friedrichstr 79a ansässige Reichsleitung de» kommunistischen Sport- Verbandes wußte sehr gut, daß sie mit einem Arbeiter-Turn- und Sportbund nicht identtsch ist, und nahm daher den Brief nicht an. Li»«,Ehren*'mitglied der roten Armee Im Sommer 1930 schickte der deutsch« kommunistische Sport- verband eine Fußballmannschaft nach Rußland, die dort vier Wochen lang als die echteste Vertretung der revolutionären Sportler Deutschland» gefeiert wurde. Als besonders echter revo- lutionärer Sportler galt der Berliner Spieler Dauda, der wegen feiner Hundertprozentigen revolutionären Gesinnung zum Ehren- Mitglied der Roten Armee ernannt wurde. Der so ge- ehrte Kommunistensportler spielt jetzt im bürgerlichen Ligaverein Viktoria-Berlin, um dessen Mannschaft zur Berliner Meisterschaft des bürgerlichen Verbandes zu verhelfen. Die bürgerliche Sportpresse Berlins jubell darüber. Der Uebertritt wird Dauda nicht schwer gefallen sein, denn zwischen dem Personenkull im russischen Sport, seinem deutschen kommunistischen Ableger und dem deutschen bürgerlichen Sport ist kaum ein Unterschied zu finden. Line Mahnung Wo bleibt die Naturschuizaussfellnng? Es ist begrüßt worden, daß endlich— im Rohmen der„Grünen Woche*— eine großzügige Ausstellung ausgiebig die Bevölkerung mit den Aufgaben und den Arbeiten des Naturschutzes ver- traut machte. Sie sollte auch weiterhin der Oessentlichkett ihr Material zugänglich machen, sei es durch Führungen, sei es durch weitere Offenhaltung. Gewiß hat man eine Wiedereröffnung zum Naturschutztag für die Zeit vom 2. bis 9. April vorgesehen. Aber für die Zwischen- zeit ist alles still geworden. Das ganz« wundervolle Material liegt brach. Von zeitweiser Oeffnung der Ausstellung für das interessiert« Publikum zu erschwinglichem Preise hört man plötzlich nichts mehr. Unter vielen Vereinen hatte sich auch der Touristenverein „Die Naturfreunde* vorgenommen, in der Zwischenzeit Führungen vor allem für die Arbeiterschaft vorzunehmen. Zudem ist festzustellen, daß in der vorgesehenen Ausstellungszeir vom 2. bis S. April die Jugend kaum zum Besuch der gerade für sie so wichtigen Naturschutzausstellung kommen wird. Da dann die traditionellen Osterfahrten stattfinden, sind große Teile der Intere- essenten außerhalb Berlins. Und an den wenigen Wochentagen bleibt keine Zeit mehr. Im besonderen Interesse der Jugend sollte man also die Ausstellung zu Führungen der Vereine und mindestens an den Sonntagen zum allgemeinen Besuch freigeben. Schleunige Entscheidung in diesem Sinne wt not. Ertreulicfae Nachricht aus Spanien Aus Madrid wird die bevorstehende Gründung einer s p a n i- schen Arbeitersportbewegung angekündigt, die der Sozia- listischen Arbeitersportinternationale angeschlossen werden soll.— Im Hinblick auf die gegenwärtigen Ereignisse in diesem Lande freuen wir uns besonders, dies« Nachricht bringen zu können, und wünschen den Genossen in Madrid, die gleichzeitig Mitglieder der Sozialistischen Partei und der Sozialistischen Arbeiter-International« sind, einen vollen Erfolg. -i- Der belgisch« sozialistische Turnverband hat die erste Aus- gab« seiner technischen Zeitschrift ,43« M oniteur*(Lorturner) herausgebracht. Si« ist in französischer und flämischer Sprach« er- schienen und bringt Uebungszusammenstellungen für Männer und Frauen. Zur wetteren Steigerung der technischen Arbeiten in den Vereinen hat der Verband eine Einrichtung des Deutschen Arbetter- Turn- und-Sportbundes übernommen, indem an bestimmten Sonn- tagen in allen Vereinen besondere Lehrslunden durchgeführt werden. wie zum Beispiel für Vorturner usw. Diese Lehrstunden werden in, deutschen wie im belgischen Verband an den gleichen Tagen statfinden. Oer Radsport am Wochenende Im Vordergrund des Interesses steht am diesmaligen Wochen- ende das 8 Breslauer Sechstagerennen. Folgend« 13 Mannschaften werden sich am Freitagabend in der Sportarena auf die lange Reise begeben: Piet van Kempen-Rieger. Pijnenburg- Schön. Thollembeek-Braspenning, Faudet-Peix, Bühler-Renaud, Dinale-Negrini. Preuß-Resigcr. Göbel-Iunge, Tietz-Maczynski. Siegel-Thierbach, Krüger-Frmlda, Knappe-Kutz und Hosfmann-Mai- dorn.— In der Kölner Rheinlondhalle finden die Schlußrennen um die Wintermeistevschaften der westdeutschen Anrateure statt. Von [ PROGRAMM für die Zelt vom 27. Februar bis 2.M&rz CDOIQ K I N O-T A F E L Potsdamer Strafe 38 W S. 7. 9 Uhr S.?. 5, 7,» Uhr Priedrleh Zelnik* tönende o.»Insende FdrsterrtrUtl mit Irene EUiager Rhcinstralje 14 W. 5.18 Uhr S. 3.15 Uhr Die Moiorbmt mit Lac Perrr PrInzeMta TrnUU mit LU. iUrrcr Odcon, Potsdamer Str. 75 W. 5, 7, 9 Uhr S. 3. 5, 7. 9 Uhr. Der Mörder Dlmltrl Kar. majoft mit Frilz Kortner Turm strafe 12 Der Mörder Dlmilrl Karamuolf mit Fritz Kortner Alexanderstr. 39-40 (Fassage) Den ganzen Tag geöftnei! Der Mörder Dimltri Karsmaso« mit Frllz Kortner « W««tan- p Primus-Palast Potsdamer Str. 19 Ecke Margaretenstr. W 5 15, 7 15, 9.15 Uhr S. ab 3J5 Lhr Der Mörder Dimltri KaramasoCf mit Fri.z Kortner, Ana« Stern Franziskaner zbTfüÄm GeargenairaSe(Ecke FrlcdnchstraSe) II, 2, 5, 8 und II Uhr: Tönbfld: Meyers aod Kanford«af der Walze- Kriminalfilm; Stimme aas dem jesseits JS S, 6 afld* Uhr Keneste Warben, ond Kalter sch.a ('Kunst das Segaifiuges— Farben ton. vi id. Herrsdtcs de* Urwaldes 1130. 3 30, 6&< und 930 Uhr: TöSfllfn; OU FrtralsekrelSrl« mit Raa ata Möller. Hermaan TUmld, Fcliz Bteamr.. Uidwt««össel Die Kamera i s.�'iJ'hr Unter den Linden M dritte Woche UraatfBhrnng das Knssenfilms; Moabit 5 Uhr Artushof Büh'ne"' Sa-Vuhr i'erleberger StraBe 39 Namensheirat mit Ereiya Holl, W. RUla— Moral nm MUtemadit Bahnenschan or—ls Wochen«. M5, 9.05 W Cll-IVinO sonntags ab 4.45 \lt-Moabit 99 Das Tagesgesprfch Berünsi lOOproz. Tonlustspiel: Die Privat« sekretSrin mit Renale Müller, Felis Brcssart— Besuch Im Kai»er— Fos tönende Wocbensdiao Kant-Lichtspiele Kamslr 54 tan der Wilme. sdorter Str.i w. 5, 7, 9 Uhr Stg. ab 3 Uhr Toniilm: Oer Mö'der Dimltri Kara. masotl mit Frilz Kortner Tonbeiprogratam Schlüter-Theater SchlOterstr. 17 Beginn: 5, 7, 9 Uhr Stg ab 3 Uhr: Jugend-Vorstellung Tonfilm: Das Lied Ist aas mit Liane Haid. Willy Forst Tonbeiprogramm villmarador«""h Atrium Bcha-Palast �"wjfÜ'hr� Kaiserallee. Ecke Berliner StraBe Sonnabend und Sonntag» 5. 7.9.15 Uhr Urautlührung, 100 pror. TonfilmI Die Drelfiiosdunoper mit Radoit Förster. Carola Neher, Reinhaid Schänzel. Frllz Rasp. Frei nach Brecht Mu»i<. Weil! Tönendes Beiprogramm if Scnanenxtrq B Titania Sdhonebg. Hauptstraße H9 lOOproz. Tonil Im! Dar Mörder Dimltri Karamasott mit fit» Kör ner. Anna 5 tan ??? IlltC Titania-P alast Steglitz. Schlotstr.S. Ecke Ouismutfisstr S" Störma Ober dem riontklanc m Lern Rieienstabl. Ernst Udat. Frtedr. Kaytüer. Mafia. Wie. Frank ■•r•öröjtm: er- wie- '••*- Brirnla. Regie: Dr. Arnold Marlandorf Vf. f• Marienderter Wochentg UI a— L I Lichtspirir ab 7 Uhr Chausseestr. 305 100 proz. Tonfilm! Der Mörder Dimltri Karamasott mit Frtlz. Kortner, Anna Sien Gr. Beiprogramm(auch am Volkstrauertag) Ternpelhof Tivoli Berliner Str. 97 Beg. 5, 7, 9. Sonntag» 3 Uhr: Jug.-Vor»t. lOOprosTonoperette Der Bettelst od ent m. Jarmlla Nayafna. Frllz Scholz, H Bollmann. Großes Beiprogramm (Auch am Volkstrauertag) �»üctwntan"Tfr Lichtspiele Südwest BIDcherstr. 12 W. 5. So. ab 3 Uhr lOOprotTonfilm: Die singende Stadl Brigitte Helm. lan_Kiepura. m Bclprogn nm. Foz-Toawochc Film-Palast Kammcrsälc Tcltower Str. 1 W. S. 7, 9. Stg. ab 3 U. lOOpror-Toniilm: D. PilTaisekrelirln mit Renate Möller u. Felis Brcssart Beiprogramm B SUdnn"fc Primus-Palast Am Hermannplatz, Urbanstr. 72/76 Wo 64% U., Sonnt a'j 3 U Der gewaltige Tonfilm; Mit Blrd zum SOdpol Jugendliche haben Zutritt Baiprogramm Auf der Bühne; internationale Bfibnenschan Th, am Moritzplatz Beg.: Wöchig ab 5 Uhr, Stg. ab 4 Uhr Tontnoi; Eine Freundin so goldig «ic da m. A. Ondra, Oressarl, 5. Arno Gute Beiprogramme m WauteatiH Mercedes- Palast Hermannstraße»2. Ecke JXgerstraßt Werktags 6A» Uhr, Sonntags 3 Uhr lOOpsaz. TönOIm; Kopföher tnsUlfidt tn. Jenny Ingo ll. Frtix Schulz Beiprogramm) BOünenschau ICsileilk Wochent 645. 9 U IgUtallta Sonnt. 3. 5. 7. 9 u. Konvusser Damm 92 looproaToniiim; Der Bettelsfndent mit Jarmlia No- rotea. Frilz Scholz— Beiprogramm Jugendliche haben Zutritt i g? yra-askaHs�H. Wochent. 6.45, 9 U. Qxeeisior Bonntags 3. 5. 7. 9 U Kaiser-Friedrich-StraBe 191 Tonposse: Zapfenstreidi am Rhein mit Charlotte Snsa, Arno, Vcrehes Belprogr Stern, Hermaniutratze 49 Wochentags 6,45. 9, Sonntags 3. 5 7, 9 U. 100 Prot. Tonfilm: Daa Schicksal der Renate Langen tn. Mady Christians Beiprogramm Sternwarte- Treptow Sonnabend 8, Sonntag 4, 6, 5 Uhr: Silberkondor über Fenerland Film Ton Gunlbcr PIQsctionr � WordostärrT���� „Elysium Prenzlauer Allee 55 W. 5.15, 7,9.15. S 3.15. 5. 7.15, 9.15 Uhr Tonfilm: Oer Mörder Dtmitrl Kara- raasott m. Fritz Kortner, Anna Sien foxtonwotfce Grobe Biih reusdhan Flora-Liditsp. Wo. 630, 9. Svd. ab 5. Sonnt ab 3 Uhr. Tonfilm: Der Mörder OimUrt Kara- masott m. Frilz Kortner, Anna Sien Beiprogramm ■ 0*,*W» Germania-Palast Frankfurter Allee 314 Wochen gs. 630 U. Sbds. 5, Stg» 3 U. 100 proz. Tonlustspiel. Eine Freundin so goldig wie da mit A. Ondra, 5. Arno. F. Brcssart Tönendes Beiprogramm Auf der Bühne: I erstklassige Vartctö-At'Taktionee Luna-Palast �ochabsuhr Stg. ab 3 Uhr Gr. Frankfurter Str. 121 Firma heiratet m. Ander, B0hne Marie Guidos, Shcw; t—-- Erelyn Roberts Diw. n< Marie Guidos, Diu»'. Jazz- tr, Boys, Qlrig. fanaea.r cobs u. yn D. eke, Tinz-Aitriköor. Frankenburg, Große Frankfurier Strafe 74 W. ö, 9,& ab 5 Uhr. Stg 3 Uhr(agendv Der gewilü-e Küssen filmt Fanm- iranspor«— Grobes Beiprogramm Schwarzer Adler X2»« Woch. 5. 7. 8.45, Sonnig. 3,5,7.845 160 proz. Tonfi m! Oer Tau geht weiter m. Wiih. Dielerle. Uul Arne Tönendes Betpmgramm Concordia-Palast Andreasstr. 64 W. ab 5 U.. Stg. ah 3 U. iOOproz. Tonfilm; Schadtmalt mit Gerda Maurus •sie Rose des tödmu Böhnrn, eheu Viktoria-Lichtbild-Th. Frankfurter Allee 48 Woch. S. 7, ea 8.45, Stg. 3, 5, 7, 8.45 U. IOOproz. Tonlastspiel: Die Prlrat- Sekretärin mit R. Malier» F. Brcssart Ton belprogramm G K n m Babylon, am BQlowplaiz Wochentg». 5, letzte 9.10, Sonntgs. ab 3 U. IOOproz Tonfilm; Der Mörder Dlmilrl Karamaielt mit Fritz Kertnrr, Anna(ten Bühne: EUI OlMner W Nnu-Lict»tnrt»erH H Kosmos-Liditspiele LOckstraBc TD Beginn: TigL S, 7, 9 U 100 proz Tonoperette; Die Martha Isc roa Pompadour mit Anal Ahlen, Walter Janknhn Tonbeiprogramm Kino Busch kÄtSSSr Alt-Friedrichsfelde 3 Beiprogramm Krieg im Oiinkel mit Greta Garbo hünoc hoch mit Ken Maynaxd g � WktllkN»»» g Schloßpark Film- Bühne Berliner Allee 706—210 Tonfilm; Der Mörder Dlmltrl Karamasott mit Erlte Korteer Tcmhetprograzam— Böhneaschaa ■ WoreiGn■ Alhambr« Wochent. 6, 7, 9 u. Sonst 3. 5. 7. 9 U 10OO Warte Deutsch mit Pol oed Paieshon— Jogendl. haben Zutritt Toabelptogramm Pharus-Lichispiele Mailerstr.142 W.5,7.9U, Stg. 3,5, 7, 9 U 100 proz. Tonfilm: Danton, der grobe Renolntlongr mit Frilz Kortner Teabelpeedromm PROGRAMM für die Zeit vom 27. Febraar bis 2. März Pratcr-Liditspiel-Palost Kastanienallee 7� W. ab 5. Stgs. 4 U. 1 Menschen m. G. Fröhlich. Ch. Suse Der Heldenritt in SOd-Wcst Bühne; Und das alles tör die Liehe Mila-Palasf Schönhauser Allee 130 Tonfilm Bühnenscfaai» W.S, 5.3U. Tonfilm: Ich siege nur für dUhl Tonbei programm Filmpalast Puhlmann Schönhauser Allee 1 48 W. 5, S. 3V- U. Wegen RJescnerfol« verUngert: Toniilm: Die PrlyatiekretSriu mit Brcssart. Renate Möller Böhne Palast-Theater Breite Straße 21 a W. 7 u. 9, Stg. 3,7,9 IOOproz. Tonfilm; Der Mörder Dlmltrl Karamasott mit Fritz Kortner, Anna 5 ten Böhncnschan a Miftdartchönhauieti U Film-Palast— Blankenburger Str. 4 So. 24, Jgd.-V. Wöchig 630, 9 U, So. 4.30, 645. 9 U. Tonfilm; Er oder Ith! m. Harry Fiel Der h aue Expreß ■'«««'» Filmpalast Tegel Stgs. 2 U. Jgd.-Vorst. W. 6. Stg. 4Jh U. Tonfilm: Do bist nicht die Erste (Iftre Msjefiät die Uebe) mit K.». Nagy. Fr. Lederer Unglücksrabe mit Charly Chaplia Bat Programm Umon-Theater Nacptn.s W 6 8'n, Stg. 4-/«, 6>/i. 8?« v- Stg.!U.Jgd-V. Fat»nd Fat ach cm tn» Fraler Monte Carlo, Paradies dar Uehe Jugendvor sieflang Filmpalast J Berliner StraBa 59 Stg. 2 Tonrü.mr KotfhlmeU TWtUnr nm ntnny* ortett, rrttt SüfffSÄS*" Ö WH. «MpC9M ben SJtrenflaümtgen i» Zlustande ist die auf der Pariser«inter- bahn an erster Stelle zu nennen. Das internationale Winterkriteriun, der Steher führt Weltmeister Erich Möller mit Graffin, Paillord und Saeger in einem Lauf über 100 Kilometer zusammen. Das Rahmen- Programm ist diesmal den Amateuren vorbehalten.„Großer Preis von Europa" betitelt{ich ein 100-Kilometer-Einzelfahren. das die Winterbahn in Brüssel am Sonnabendabend zur Durchführung bringt. Auf der Teilnehmerliste stehen u. a. die beiden Berliner Examateure Bauers und Schimming. serner Girardengo. die chollän- der Valentijn und Danderleur sowie die Einheimischen Ronsse, ch Aerts, Bermandel, Verschucren. Jules van Hevel, Haemerlinck, Bonducl und Wauters. In Berlin hält der Verband Deutscher Radrenn- bahnen eine außerordentliche HauptversammliMg ab, die sich vor- nehmlich mit der Festsetzung der Termine für die diesjährigen Bahn- rennen besaßt. Leichtathletik am Wedding Di« Bereine Volkssport Wedding E. B. und V. f. L. Ostring des Arbeiter-Turn- und Sportbundes tragen heute Freitag in der Les- sing-challe, Pankstr. 18, Mannschaftskämpfe in Staffeln, Spielen und anderen DiszipNn«« aus. Seid« verein« verfügen über gut, Seicht. athleten, sodaß spannende Kämpfe zu erwarten sind. Ein Völker. ballspiel und ein Wettstreit nn Tauziehen umrahmen das reich. haltige Programm der Veranstaltung, deren Besuch den Anwohnern des Weddings wärmftens empfohlen werden kann. Beginn der Wettkämpf« 20 Uhr. Im Rahmen der Ausstellung der Faltbool-Ablciluug des T.-B. ..Die Raturfreunde" findet heute, 20 Uhr, in der Iohannisstr. IS, ein Lichtbildervortrag über„Basteleien am Faltboot" und Sonntag über„Im Faltboot auf Inn und Donau" statt. Der Eintritt ist frei. T-urist«a»er«i»„Die Vtafutftmtbe, zentral« Sien. Freitag, 27. Februar, 20 llhr. Abt. Charlottenburg: Lpreestr. 30: Diskutllonsob'nb.— Jugend. gruvve Lumbolbihain: Pank» Eck« WiesenstraKe: Kumpels Leid und Freud" (Ejri>.— Faltbootabteilung: Iohannisstr. 15:»Wasscroerckchrsregeln".— Abt. Trid: Chausseestr. 48:.Der Tonsilm".— Abt. Sitdosl: Sriftcr Str. 37.— Abt. Treptow: CIsenstr. 3:„Von ber Waterkont".— Abt. Binctaplati: Lorhing. Ecke Graunstrahe.— Photogenieinickaft Abt. Osbtn: Frankfurter Allee 307: »Das Diapositiv".— Photogemeinslbaft Abt. Neukölln: Vcrgstr 29.— Montag, 2. Märg. Ortsgruppe Berlin: Beteiligung an der Kundgebung her Partei im Sportpalast<1914 Uhr). Sinldsiiartcn 30 Pf. Fahnendelegationen der Abteilungen um 18% lllir im Umkleideraum des Sportpalastes. Einmarsch in Sportkleidung. Gintritt fllr Fahnenträger frei.— 20 Uhr: Pho'ogemcin» aaiiialobi. m 90et»m d»«MM•*. fWinbnM» JUm«hat» als SMazbetaaunf. Mite willkommen.— Malaemeinfchakt: ilSeange llle. 123. Efperan'o: TUstber Str. 4.— Fahrte» Saaatog, L Mär». Abt. Friedrich«» haiu: Dahmsdorf- Mstncheberg.— Abt. Wedding-Gesundbruauev: Sanaelt» berg, 0.20 Uhr von Erkner.— Abt. Tiergarten: Nachtsahrt nach Kremmen.— Abt. Mitte: Dabiawisi— KSnigswusterhaufe». 7.11 Uhr Potsd. Ningbhf.— Ingendgrupp» Osten: Potsdam— Wildpark, Treffpunkt 7 Uhr.— Abt. Ebar» lo'tenburg: Bernau— Bsgenfe«, 7?l Uhr Etett. Borortbhf.— Dbow»Osten: Frohnau— Tegel. Treffpunktdeianntgabe im Seim. FTGB., Bezirk Südost-Treptow. 1. Mari» Beoirksfahrt. Treffpunkt 9 und 10 Uhr©ötliOct Bahnhof, Eingang Wiener Strafte. 4. März, aufterordent- lich« Be.sirksvcrfaimnlung in der„Ringeltaube", Eraeftstrafte 1. Ruderoerria Eollegia. Freitag. 13. Mär». Baukosscngeneralverfaimnluna um 20 Uhr bei Tbunak. Kastenrudern Sonnabend filr Anfänger bei Borwäris um 19 Uhr. fllr Mannschaften um 20 Uhr in der Ruderanlage TZergartcn. Richtschwimoierausdilduna jeden Sonnabend um 16 Uhr in der Bärwaldstraftc. Arbeiter.EcksiOenbnpd e. B. Abt. Eharlottenbnrg. Freitag. 20—22 Uhr, llebunasabend bei Sandmann. Wilmersdorf, Westfälische Str. 42. Der ßeinr- abend der Zugcndab'erluna fällt Montag, 2. Marl, aus. Wir nehmen an der Kundqeduua im Sortpalait teil. ASB. Neukölln. Trainirg�ag«. Montag, 20 Uhr, Musterklaif«. Mittwoch. 20 Uhr, Sportabteiluna, vorher von 13 bis 20 Uhr Kinderabteilung, Donner?» tag, 20 Uhr, Iungmädchenableiluna, Freitag, 20 Uhr, Männerabbrilung. vorher von 10 bis 20 Uhr Kinderabbeiluna in der Walter-Tathenau�Schule, Bvddin- strafte. Korten mm Sallenfportfest sipd bei Kroll ,u haben.— Seichtathleteo. Sonntag, 1. Mär,, Waldlauftraininq im Neuköllner Stadion. Anschlieftcnd Siftung. Treffpunkt Uhr bei Oppermann, Emser Strafte. Berontwortl. für dl» Redak'ion: Lerbert L-pere, Berlin: Anzeigen: Th.«locke, Berlin. Verlag: Vorwärt, Verla»«. m. b. L.. Berlin. Druck: Vorwärts Vud. druckerei und Berlagsanstalt Paul Singer& So. Berlin SS 68. Lindenstrafte 3. Sictjn 1 Beilage. iSexir« ITor den- liMMSl Genossen! linterstützt Enre eigenen Betriebe! Deckt Euren Bedarf a. Urnen u. Grabdenkmälern nur in der Steinmetzhütte, «cfaDlenweg, Kiefholrstr«»rgrnübrr d. Kremalorinm. Tel.: F3. Oberspree 1685 Lieferung nach allen Friedhöfen in Groß- Berlin. Bltie aal die kllvlä affilell. SOBnlSSS EOOnneL Frisier-SaBen iMift Gute Bedienung W Damen/ Herren mm BILLIGE PREISE Stadtbad Mitte Berlin N, Gartenstr. 5-6 Seilen-Hans Heinrich Hamel Berlin 0. 17, Koppenstr. 71 Parfümerien ♦ Geschenkarlikel Billige PreUel Beste QaaUlüenl Johannes Buchweitz Berlin»Rosenthal, Angerweg SO Fsrnsprecner; 0 9 Reinieksndon 4284 Kunstschmiede u. 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