Nr. 117. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. tu der Post Beitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. = Vorwärts S 13. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochen= tagen bis 7 Uhr abends, an Sonnund Festtagen bis 9 1hr vormittags geöffnet. Sernsprecher: Amt 1, Nr. 1508 Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Das neue Buckerffeuer- Gesek. Nach langen Verhandlungen in der Kommission und hinter den Koulissen haben die Zuckerinteressenten ihre Beute in Sicherheit gebracht. Am Freitag wurde das neue Zuckersteuer- Gesetz mit 144 gegen 124 Stimmen im Reichstage angenommen. Donnerstag, den 21. Mai 1896. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. nach den zwei Höchst produktionen der letzten drei Mecklenburg, Pommern und selbst Brandenburg wahrhaftig Jahre; sie streicht also für den expansionslustigen Osten nicht verdenken, wenn sie darum anfangs sich gegen jede nicht die für ihn günstigsten Ziffern weg, sondern schreibt Kontingentirung erklärten. Die Annahme des Antrages sie ihm gerade gut. Graf Carmer und Genossen hat nunmehr fast jede Gefahr Weiter war die Betriebssteuer in der alten Form für gründungsluftige Großgrundbesizer und Bauern abhauptsächlich ein Hemmschuh für die modernen Großbetriebe gewendet: Fabriken, die den Rübenlieferanten gehören, er= der jungen Zuckerdistrikte. Die Steuer sollte, in Stufen von halten schon im zweiten Jahre ihres Bestehens In letzter Stunde wurde sogar die Begrenzung der immer 5000 Doppelzentneru, jede mehrproduzirte Bucker- das halbe, im nächsten Jahre das ganze Kontingent. Giltigkeitsdauer bis 1903, also bis zum Ablauf der menge mit je 5 Pf. Mehrbelastung pro Doppelzentner treffen. Sie haben mithin höchstens ein Strafjahr durchHandelsverträge, wieder aufgehoben. Daß aber dabei auch Die Zuckerfabriken sollten also Betriebsabgabe zahlen: für zumachen, um auch an die Prämienschüssel heranzukommen. nur ein Abgeordneter an ein langes Leben dieser monströsen jeden Zentner unter 5000 Doppelzentnern 5 Pf., von da Damit hat sich der Osten seine Entwickelungsfreiheit soweit Ausgeburt des industriell- agrarischen Scharfsinns geglaubt ab bis zu 10 000 Doppelzentnern für jeden Zentner Zucker als möglich gewahrt. Die Pläne der alten Zuckerdistrikte, haben sollte, erscheint uns sehr zweifelhaft. 10 Pf., vom zehntausendsten produzirten Zentner ab bis die neuentstehende Konkurrenz im Reime zu unterdrücken, Die Mehrheit im Reichstage stand fest, sowie man die zum fünfzehntausendsten für jeden neuen Zentner 15 Pf. sind zu Wasser geworden. jenigen Bestimmungen des Regierungsentwurfs aufhob oder Und so fort, sodaß eine Fabrit mit 200 000 Doppelzentnern Freilich war die mit der Produktionsvermehrung rasch bis zur Unkenntlichkeit und Bedeutungslosigkeit milderte, Jahreserzeugung zwar für ihre ersterzeugten Zentner auch nur steigende Betriebssteuer sowohl wie die Kontingentsfestsetzung die der Vergrößerung der alten und der Gründung neuer 5 Pf. Buschlag gezahlt hätte, für die zuletzt hergestellten unter Weglassung der Höchstproduktion, wie endlich auch Buckerfabriken im deutschen und deutsch- polnischen Ost en jedoch volle 2 M.! Auch dieser Pfeil galt dem Osten! er die schlechte Behandlung der neuen Fabriken ein Mittel, den Weg verlegen sollten. Diese Abschwächung ist in der war seinerzeit im Antrag Paasche sogar noch viel schärfer wenn auch ein plumpes, schreiend ungerechtes Mittel, gegen That in einer Weise eingetreten, daß die Polen und nach dieser Seite zugespitzt. Der schließlich als hohles das unheimlich rasche Anschwellen der Zucker diejenigen Deutschkonservativen, die während der Dekorationsstück angenommene, echt nationalliberal- ver- produktion. Schon im Caprivi'schen Entwurf von ersten Plenarverhandlungen und in der Kommission noch in waschene Bentrumsantrag( Pingen und Genossen) läßt 1891 begründete die Regierung die Herabsetzung und schließscharfer Opposition sich befanden, bei der letzten Entscheidung den Zuschlag nur um 2½( nicht 5) Pf. nach je liche Aufhebung der Prämien mit der immer größer ein paar verneinende Stimmen lediglich zur Aufrecht 10 000( nicht 5000) Doppelzentnern steigen. Das war immer werdenden Gefahr der Ueberproduktion. Diesmal hieß es erhaltung des Scheines der Opposition abgaben. Von noch ein kleiner Nadelstich gegen die großen Etablissements in den Motiven: den 19 Polen blieben 16 der Abstimmung fern. Herr der neuen Zuckerprovinzen. Aber er war noch ungefähr v. Stauby hatte als Adjutanten nur den Grafen v. Schlieffen- licher als es selbst nach den mitgetheilten Ziffern scheint, weil Schlieffenberg neben sich; das ganze Fähnlein der der Antrag Bingen gleich mit 10 Bf. 10 Pf. Betriebsdissentirenden Konservativen hatte es vorgezogen, zu steuer vom ersten Zentner an beginnt und bis zu 40 000 Hause oder doch im Foyer zu bleiben; zum theil schwenkte Doppelzentnern an diesem Satz festhält, um erst es sogar in die Reihen der Mehrheit ein. Vor den paar vielleicht noch nicht befriedigten Juteressenten und Landwirth schaftskammern kann man sich so darauf berufen, nicht für das Gesetz gewesen zu sein; vor dem eigenen parlamentarischen Gewissen hat man das beruhigende Bewußtsein, auch hier keinen Beutezug gegen die Taschen der Konsumenten verhindert zu haben. Die unverhältnißmäßig große Ausdehnung der Produktion, zu der sich die inländische Industrie bereits bisher tro niedriger Preise und geringer Staatsfubvention gedrängt gesehen hat, kann durch eine bloße Erhöhung der Ausfuhrzuschüsse nur eine weitere Steigerung erfahren.. Erscheint daher eine Einschränkung der Rüben, beziehungsweise Zuckererzeugung mittelst gefeßlichen 3wanges schon gegenwärtig erstrebenswerth, so dürfte bei der geplanten Erhöhung der Prämien eine solche Maßregel völlig unabweisbar sein. dann die schwache Staffelung eintreten zu lassen. Eine Fabrik mit 200 000 Doppelzentnern Produktion ist so im Durchschnitt nur um 23 Pfennige pro Zentner un günstiger gestellt wie die kleinste Rübenquetsche". Diese paar Pfennige heben den Vortheil des Großbetriebes Von diesem Kampfe gegen die Ueberproduktion ist in gegenüber dem kleinen inländischen Fabrikanten wahr dem neuen Gefeße nichts mehr übrig geblieben. Im Gegenhaftig nicht auf. Am allerwenigsten sind sie ein theil, indem schließlich jeder Fabrik ein gleicher Prozentsatz Die ursprüngliche Vorlage und ebenso schon ihr Grund, daran eine Erhöhung der Prämien von ihrer vorangegangenen Höch st produktion als liebesgabenVorläufer, der Antrag Paasche, der ja im Halberstädter 1,25 auf 2,50 M. pro Doppelzentner scheitern zu lassen! empfangendes Kontingent zugewiesen wird, wird Bezirk ausgebrütet worden ist wollte bekanntlich die Dann gab es für den Osten nur noch einen Stein des jede Fabrik zur Ueberproduktion gerade angespornt, altbestehenden, besonders also die kleinen und mittleren Anstoßes: die Errichtung neuer Fabriken war weil die rascheste Ausdehnung auch ein überFabriken der Zuckerdistrikte Mitteldeutschlands, mit derartigen ihm allzusehr erschwert. Besonders in den deutsch- polnischen durchschnittliches Wachsthum des Kontingents sichert. Steuervorrechten ausstatten, daß der Osten, in dem seit ein paar Provinzen wollte man nicht einsehen, warum man in Zukunft Bei 2,50 Mark Liebesgabe ist dieser Ausporn natürJahren Riesenbetrieb um Riesenbetrieb emporwächst, lieber die Schaaren billiger Arbeiter nicht an Ort und Stelle lich doppelt so start wie bei 1,25 M. Mit tausend Masten auf jede Erhöhung des Ausfuhrzuschusses verzichten wollte. ausbeuten dürfe, sondern sie weiter nach den alten Aus- segelte so die Regierung wieder einmal in einen Ozean voll Er fürchtete die höheren Prämien der Konkurrenten im beutungsstätten, nach Sachsen und Hannover ziehen lassen unreifer Pläne zur Einschränkung" der Zuckerproduktion Auslande viel weniger, wie die vorgeschlagenen abnormen solle. Der Regierungsentwurf versagte den neuen Fabriken hinein. Was sie auf gestrandetem Kahn heimbringt, ist Begünstigungen der Konkurrenten daheim. im ersten Jahre jedes Kontingent, im zweiten Jahre die genau das Gegentheil: wir haben in dem neuen Gesetz Die Regierung wollte das steuerbegünstigte Ron- Hälfte davon; erst im dritten Jahre ließ der Fiskus auch Prämien ausgeschrieben für die rascheſte Steigerung der tingent jeder Fabrik festsetzen nach ihrer Zucker- über diese Mißliebigen seinen Subventionsregen im vollen Produktion, die natürlich sehr bald wieder zu einer Kataproduktion während der letzten fünf Jahre, aber unter Strome herab fließen. Der Antrag Paasche schnitt so strophe und Krisis führen muß. Weglassung der höchsten Produktion. Damit war die gar für die ersten drei Jahre jedes Kontingent Auch sonst waren der Regierung immer mehr die Zügel Grundlage der Berechnung wesentlich geschmälert für alle ab und ließ die neugegründeten Fabriken für jeden erzeugten Fabriken, die eben erst ihren vollen Betrieb und damit Zentner Zucker die volle Ausfuhrvergütung( 4 Mart!) als ihre Höchstproduktion erreicht hatten. Die neue, nunmehr Betriebsabgabe zahlen! zum Gesetz erhobene Kontingentsregelung erfolgt gerade Man konnte es den Landwirthen in Posen, Ostpreußen, auf ihm die gelbe Butter, und der braune geriebene Pfefferkuchen; das Ganze ein Sinnbild der wiederkehrenden, Leben und Segen spendenden Sonne. 29 29 Tene. " auf diesem Gebiete entglitten, bis sie zuletzt nicht nur auf alle ihre erklärten Absichten, sondern auch auf ihre stillgehegten Wünsche bezüglich einer Steuer mehreinnahme verzichten mußte. Die alte Vorlage hätte der Regierung etwa Aber Matz! Wie kannst D' nur das arme Ding so in Verlegenheit bringa! Siegst's doch, daß sie noch a Kind is?!" Der Bauer kniff die Augen zusammen. " Glaubt's schon, Margheth! Aber mit sechszehn Jahren weiß ma halt doch schon, daß a Bub'n auf der Welt giebt. Net wahr, Margheth?" ( Nachdruck verboten.) Noman von Nicolaus Krauß. Vom Dreikönigstag bis zu Maria Lichtmeß dauerte im Wenn der Flauger einen Laib Brot abschnitt, machte Flauger Hof nach altem Brauch die Kälberweis". Wenn er mit dem Messer einen Krager, der ein Kreuz vorstellen das Vieh versorgt war, gab's für den ganzen Tag teine follte, thatsächlich aber die Form eines Trudenfußes Arbeit mehr. Der Bauer hatte seine Schnizbank in die aufwies. Und dieses Zeichen prangte auf den Quertheilen Stube gezogen, besserte die Nechen aus, schnitte neue Stiele Die Bäuerin erhob sich und humpelte zu ihrem Manne seiner Bettstatt, auf allen Truhen, auf der alten Wiege, für die Schaufeln, Hacken und Harken, flickte aus steifem hinüber. die droben in der" Hummel" mälig verwurmte, auf den Schweinsleder" Häupter" für die Drischeln zu= Lump, dreckiger!.. Einihauen sollt ich Dir Eine... Brotteig wurde es gedrückt und auf die Butter, die aus sammen. Lene hatte vollauf Zeit, ihre Kleider aus Berdient hätt'st D' sie..." dem Butterfaß tam, die Fensterläden zeigten es in rother zubessern, aus der Leinwand, die sie zu Weihnacht Der Bauer that, als müßte er sich ihrer erwehren. und weißer Farbe, und am dreieckigen Hausgiebel war es von dem Bauer erhalten, fich neue Schürzen und" Na langsam Margheth, na langsam. Siahst, zuerst zu sehen, an der von einem gezogenen Birnbaum um- Hemden zu schneiden. Sie strickte neue Strümpfe und flickte rubft net, affa fagft,' s Bein thut Dir weh... Geh und sponnenen Walu". die alten. Wenn sie spinnen wollte, konnte sie es thun; set' Di wieder auf Dein' Ofenbant..." Und wie mit allem anderen, so hielt es der Bauer aber das fertige Garn gehörte ihr, für den gelieferten Lene stand dabei und sah zu, wie die beiden einander auch mit den Feiertagen und dem feiertäglichen Effen. Flachs mußte sie einige Docken Gespinnst abgeben. neckten. Sie machte ein ganz verlegenes Gesicht. War das Von den andern Klein- und Mittelbauern des Dorfes Der Flanger- Bauer gab sich in dieser Zeit ver- Scherz oder Ernst? Erst als die Alten aus vollem Halse hatten die meisten im Laufe der letzten Jahre das alte hältnißmäßiger Ruhe ganz anders als sonst. Er war lachten, wußte sie, wie sie daran war. Herkommen verlassen, die einen, weil ihnen Schulden das offener, gesprächiger geworden, behandelte Lene nicht wie Lene hatte noch nie an einen Tschamstara oder Lieb. Einhalten schwer machten, andere, weil sie in ihrer Knauferei einen Dienstboten, mehr wie ein eigenes Kind. Sie mußte haber gedacht. Ihre rauhe Jugend, deren Ideal sich in den Dienstboten die geringen und seltenen Genüsse nicht ihm von ihrem Vater erzählen, wie es ihr in der Schule einem Stück Brot verkörperte, und die Lehren der Tante, gönnten. Lene erhielt alles, wie es seit jeher Regel war. ergangen und im Wirthshaus zu Zettenberg. War er ganz die von den Männern stets mit erbarmungsloser Schroffheit Für sie hatte die Kirweih im Flauger Hof drei Feiertage, besonders gut aufgeräumt, dann schickte er sie nach einer sprachen, wirkten noch bei ihr nach. Verheirathet sein der Kuchen wurde ihr nicht vorgeschnitten, an jedem der Maß Bier. Lene erhielt einen Schluck davon und auch die und Mangel leiden und weinen müssen, war bei ihr eins. drei Tage gab's zweimal Fleisch und zwar zweierlei, und Bäuerin ihren Theil. Die alte Frau trant ihr Bier nie. Sie Die Erfahrungen, die sie im Wirthshaus zu Zettenberg mit am Dienstag sogar Fische. Sie konnte sich zu Allerheiligen goß es in einen Topf, warf ein Stück Zucker, brockte Brot den Gästen gemacht, konnten sie nicht weicher und freundlicher in Semmeln und und Milch ,, die der besten Milch die Schönheit hinein und löffelte es langsam aus und schmaßte dazu stimmen. Wie oft träumte sie noch von dem Unhold, dem eressen", und am Weihnachtsabend stellte der Bauer, ganz gewaltig mit den Lippen. Da mußte der Bauer lachen Hofbauer! Und wenn sie dann mit einem Schrei erwachte, nachdem der schwarzgefottene Fisch Fisch verzehrt war, und ganz plöglich fragte er die Lene: war sie jedesmal wie aus dem Wasser gezogen. Wen ihr Aepfel und Nüsse, Huzeln und Pflaumen Na, wie ist's denn, Moidl, hast schon an Tschamftara?" tanute sie denn von den jungen Burschen? All die freien und ein Glas süßen Kümmel auf den Tisch. Zu Weih- Das Mädchen wurde glühend roth und schaute den Sonntagsnachmittage hatte sie bisher im Schulhause bei nachten aß Lene auch zum ersten Male jenen Egerländer Dienstherrn mit hilflosen Augen an. Gleich mischte sich die ihrer Taute verbracht. Da tam öfters der Kaspar zu Hirfebrei, der glühendheiß aufgetragen wird, handhoch steht Bäuerin drein: Besuch. Er war jetzt Schulgehilfe droben irgendwo bei 14 Millionen Steuer- Mehrertrag von dem vereinigten werden. Gegen§8 sprachen nur die Ober- Bürgermeister Belle- Die Stumm'schen Organe stehen natürlich im Kampfe gegen Beutezug des Fiskus und der Interessenten gegen die Berlin und Struckmann- Hildesheim. Nach kurzer Spezialdebatte ein sozialpolitisches Vorgehen mit in erster Reihe. Die„ Berliner Zuckerkonsumenten gelassen. Herr Meyer- Danzig selber wurde sodann die Vorlage mit Einschluß des Assessoren- Paragraphen Neuesten Nachrichten" schreiben: V und von der Linken Eugen Richter strichen ben rein fiskalischen Mehrausschlag auf auf den Zucker: Herr Meyer Danzig, weil er bei zwanzig Mark Steuer auf einen größeren Zuckerabfaß im Inlande rechnet wie bei einer Verbrauchsvertheuerung um 21 Mark Herr Richter und die Linke, um den Konsumenten zu entlasten, soweit es im Rahmen dieses Gesezes möglich war. So haben die Zuderfabrikanten für 17 Mill. Doppelzentner Produktion eine Liebesgabe von 2,50 M. pro Doppelzentner; 11 Millionen werden sie mit dem Ausfuhrzuschuß über die Grenze schaffen, bei den anderen 6 Millionen wird sich der Gewinn im erhöhten Inlandspreise ausdrücken. Der Konsument hat die Ehre, zu den bisher schon gezahlten etwa 15 Millionen Mark Ausfuhrzuschüssen fünftig noch eine Verbrauchssteuererhöhung von 18 auf 20 M. auf seinen Schultern tragen zu dürfen. Die Regierung endlich kann sich mit gutem Gewissen wieder schlafen legen, denn von den 12 Millionen Verbrauchssteuervermehrung bleibt so gut wie nichts in ihren Kassen, es fließt alles als Ausfuhrprämie an die Inhaber der 400 Zuckerfabriken ab. Und bei einer solchen Selbstlosigkeit spricht man noch non Herrschaft der Interessenpolitik! Politische Uebersicht. Berlin, 20. Mai. Für ein Kartell der bürgerlichen Parteien gegen die Sozialdemokratie hat die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" seit längerer Zeit wieder eifrig die Werbetrommel gerührt. Die Organe der verschiedenen Parteien haben diesem Appell nur eine laue Aufnahme bereitet. National- Zeitung" und Kreuz- Zeitung" begegnen sich in dem Gedanken, daß von einem Kartell in dem früheren Sinne nicht die Rede fein könne. Die Kreuz- 3tg." erklärte aber doch wenigstens zu einer Verständigung von Fall zu Fall, voraussichtlich also besonders für Stichwahlen ihre Zustimmung. Die Germania" meint, es fomme darauf an, mit was für Mitteln die Sozialdemokratie bekämpft werden solle. Mit Freudigkeit geht nun die Stumm'sche Post" auf den Vorschlag ein, indem sie schreibt: und der großen Menge ihrer Wähler " Die Sozialdemokratie rühmt sich gern ihrer Gefchloffenheit es wird nur von den deutschen Wählern abhängen, ihr dieses Aushängeschild zu rauben, indem treu dem Throne, dem Altar und dem Vaterlande und somit in sich einig die Gegner der Sozialdemokratie zu der Wahlurne treten!" Mit der Zeit wird man allerdings in ganz Deutschland zu solchen sächsischen Zuständen kommen. Vorläufig aber sind wir noch nicht so weit. " der Kommissionsfassung angenommen. Der so gestaltete Geſetzmit geringfügigen Aenderungen gegenüber entwurf wird nun nochmals an das Abgeordnetenhaus gelangen. Soffentlich wird die Spekulation des Justizministers, daß einige Gegner des Assessoren- Paragraphen inzwischen anderer Meinung geworden sind oder doch wenigstens bei der Abstimmung ab fommandirt werden, sich als verfehlt erweisen, ob= gleich man freilich bei der eigenartigen Zusammens fegung des Abgeordnetenhauses alles gefaßt sein Drenkmann, die Regierung aufzufordern, baldthunlichst eine Zur Annahme gelangte ferner Resolution geeignete Schritte zu thun, um eine Reform des RechtsanwaltsStandes, insbesondere zum Zweck der Vermeidung der über mäßigen Ansammlung von Rechtsanwälten in den Großstädten herbeizuführen.-- Nachdem noch einige kleinere Vorlagen, sowie der Nachtragsetat für den Umbau des Pathologischen Instituts der Charitee angenommen waren, begab sich das Haus in die Ferien. muß. 4 Im übrigen beschränkt sich die ganze Ausführung auf dialektische Argumente zur Entgegnung; eine Widerlegung der schweren sozialpolitischen Bedenken, die vom Standpunkte des Publikums wie auch der Ladenbesitzer gegen die Schlußzeit geltend gemacht worden sind, hat der Verfasser der Zuschrift unterlassen. Ebensowenig tönnen wir finden, daß etwas Durchschlagendes zur Entkräftung der auf die BäckereiVerordnung bezüglichen Einwände angeführt worden ist. Die ganze Veröffentlichung dürfte daher auf die bisherige Beurtheilung der geplanten Umgestaltungen eine Einwirkung nicht üben." Der letzte Satz ist für das Organ der Reichspartei wohl die Hauptfache. In einem anderen Stumm'schen Organe, der„ Deutschen Volkswirthschaftlichen Korrespondenz", wird gegen Frau Gnauc Kühne, deren Schrift über die Lage der Arbeiterinnen in der Berliner Buchbinderei von den Organen aller Richtungen mit Ausnahme der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" als eine sehr werth Der Sturm auf die Sozialpolitik. Heute antwortet Herr streng wissenschaftliche Studie anerkannt wurde, in einem langen volle Bereicherung der sozialpolitischen Literatur und als eine Bueck auf die bemerkenswerthe Erklärung des Herrn v. Rottenburg. Artikel polemisirt. Der Hauptsaß der langen Polemit, der aber Auch er versucht es nicht, das Material entfräften, mit feinem Sterbenswörtchen begründet wird, lautet: das, Herr von Rottenburg 311 gunsten der Verkürzung die Thatsachen herum. Es kommt ihm auch nicht darauf an, der Arbeitszeit zusammengestellt hat, er drückt sich um seine Unkenntniß selbst zu erweisen. So schreibt er: " Wenn Herr Dr. v. Rottenburg beispielsweise auf England verweist, so darf nicht übersehen werden, daß die größten Erfolge der auf Kürzung der Arbeitszeit gerichteten Bestrebungen dort wesentlich in der Zeit erreicht wurden, als England mit feinen Erzeugnissen den Weltmarkt beherrschte und die Preise diktirte. Ob heute die englischen Arbeitgeber, hart bedrängt von dem Wettbewerb anderer Länder, namentlich von Deutsch land, sich zu ähnlichen Zugeständnissen bereit finden würden, erscheint höchst zweifelhaft." ,, Die Studie ist politisch werthlos." Korresp." ist, die Frauen vor den Einflüssen der Frau Gnand Der Hauptzweck des Angriffes in der Deutschen Volksw. Kühne zu warnen. Herr Professor Schmoller, der sich wahrlich als übervorsichtiger Sozialpolitiker nach der Richtung der Uebervorsichtigkeit mehr als genug bewährt hat, erhält von Herrn Stumm's Preßkuli den Vorwurf, daß er die treffliche Arbeit der Frau Guauck in seinem Jahrbuche aufgenommen hat. Der Angriff schließt mit der Bemerkung, daß die Arbeit in eine ernsthafte politische und wissenschaftliche Literatur nicht hineingehöre. Es dürfte sich empfehlen, Herrn Stumm als OberZensor der nationalökonomischen Zeitschriften und Bücher an= zustellen. Dann werden sie wohl den Vorwurf der Unwissenschaftlichkeit in der Deutschen Volkswirthschaftlichen Korrespondenz" nicht mehr zu hören bekommen. Von der Entwickelung der englischen Gesetzgebung in der letzten Zeit, von den großen Kodifikationen der Jahre 1878 und hat Herr v. Bueck natürlich keine Ahnung. An einer anderen Stelle fagt er: Die Angriffe auf die Sozialpolitik find zahlreich, aber sie Meine Argumente richteten sich, wie hier, so auch in werden nichts nühen, sozialpolitische Maßnahmen zu unterlassen meinen Ausführungen im Abgeordnetenhause, wesentlich gegen ist heute unmöglich, und würden die um Stumm auch einige die zwangsweise Einschränkung der Erwerbsfreiheit; diese Jahre des Stillstandes erzwingen, so würde bald der äußere aber wird als hervorragendstes Ziel von den Sozialwang desto stärker ein entschiedenes Eingreifen der Staatsdemokraten und deren Organisationen erstrebt, denn sie ist gewalt zu gunsten der ausgebeuteten Arbeiter nothwendig machen. eines der Mittel, die Lage der Arbeiter zu verschlechtern und sie unzufriedener zu machen." Auf den erhabenen Gedanken, daß durch Arbeiterschutz- Gesehe die Arbeiter unzufrieden gemacht werden, braucht sich Herr Bueck fein Patent geben zu lassen, denn nicht so leicht wird jemand die Stirn haben, seine Gedanken ernsthaft zu wiederholen. Seine Ausführungen gipfeln in dem Sage: Bor den erwachsenen männlichen Arbeitern und zumal vor der Freiheit des Betriebes sollte man aber, soweit nicht zwingende Gründe vorliegen, Halt machen." Presstimmen zum Prozeß gegen Auer und Genossen. Die voltsparteiliche Frankfurter Beitung" schreibt: Der ganze Aufbau polizeilicher Feststellungen ist in sich zuſammengefallen, die angebliche geheime Organisation der Vertrauensmänner war nicht erweislich und die Berbindung der Parteileitung mit den Vereinen ist auch mehr künstlich konstruirt wie wirklich erwiesen worden. Dagegen bedeutet der Gerichtsbeschluß eine ernste Gefahr für das ganze politische Leben durch die Anwendung des Vereinsbegriffes auf gewählte Ausschüsse. Wir haben schon früher dargelegt, wie unhaltbar es ist, und wie es auch der ganzen biz Gegen Eisenzölle und andere Schutzölle, gegen Staats- Sub- herigen Praxis widerspricht, solche Delegationen, die nur auf ventionen an Kleineisenbahn- Unternehmungen und Kolonial- Gesell- Beit von andern berufen sind, als selbständige Vereine anzusehen. Das Herrenhaus erledigte am Mittwoch zunächst einige schaften, gegen Bevorzugung inländischer Kartelle zu gunsten billiger Das Gericht hat dennoch an dieser Praris festgehalten und nur Rechnungsfachen und trat sodann in die Berathung des Geseß- ausländischer Unternehmungen seitens der Staatsverwaltungen als Voraussetzung ausgestellt, daß auch eine bestimmte Leitung entwurfs betr. die Regelung der Richtergehälter hat bekanntlich Herr Buec niemals etwas einzuwenden gehabt, festgesetzt sein müsse." und die Ernennung der Gerichtsassessoren. Die dagegen ist eine Ruhezeit von 9 Stunden für die HandlungsDie Berliner Zeitung"( freisinnig) sagt in bezug Debatte drehte sich fast ausschließlich um den Assessoren- Para- gebilfen ein unberechtigter Eingriff in die Freiheit des Betriebes. auf die Versicherung des Staatsanwalts, er sei bereit, auch gegen graphen, den das Abgeordnetenhaus abgelehnt hatte und dessen Herr Bueck weiß natürlich auch nicht, daß dem österreichischen andere Parteien in der gleichen Weise vorzugehen:" Es wird sich Wiederherstellung die Kommission in folgender Fassung be- Abgeordnetenhause eine Regierungsvorlage zugegangen ist, in der dann bald zeigen, daß bei strikter Anwendung des preußischen Verantragte: Die Gerichtsafjessoren können auf ihren Antrag der 12 stündige Maximalarbeitstag für Handlungsgehilfen fest- einsgesetzes politische Organisationen und politisches Leben überhaupt einem Amtsgericht oder Landgericht oder einer Staatsanwalt- gesetzt ist. Herr Bueck ist im Nichtkennen unbequemer That nicht möglich sind, und wenn erst jede Partei an ihrem Leibe fchaft zur unentgeltlichen Beschäftigung überwiesen werden. Die fachen Meister, desto besser weiß er, was dem momentanen Interesse erfahren haben wird, was für ein vorsintfluthliches Unding dieses Bezeichnung der Behörde erfolgt durch den Justizminister. seiner Brotgeber, den rheinischen Großindustriellen, entspricht. Gesetz vorstellt, werden sie alle darüber einig sein, daß es in die Die Versehung der Gerichtsassessoren von dem Orte, an welchem Würdig dieses Meisters sozialpolitischer Ignoranz sind die Rumpelkammer gehört. Und so werden wir schließlich noch fie einem Gericht oder einer Staatsanwaltschaft zur unent- Leistungen des geschäftsführenden Vorstandes des Verbandes Herrn v. Köller's genialem Streich ein modernes den Bedürfnissen geltlichen Beschäftigung überwiesen sind, ist nur mit ihrer deutscher Bäcker- Junungen Germania". Dieselbe hat soeben eine der politischen Parteien entsprechendes Vereinsgesetz verdanten. Zustimmung zulässig. Gerichtsaffessoren, welche innerhalb Grklärung bezüglich des Maximal- Arbeitstages in Bäckereien er- Wenn das der Fall sein sollte, werden wir gern zugestehen, daß eines Zeitraumes von vier Jahren feit ihrer Ernennung eine laffen. Bu deren Charakterisirung heben wir folgenden Saß auch er, der uns so früh Entrissene, nicht umsonst gelebt hat." Ueberweisung zur unentgeltlichen Beschäftigung nicht beantragen Die bismärckisch- stummschen Neuesten Nachrichten" oder nicht erlangen, scheiden aus dem Justizdienst aus." Der Die 1890 erschienene Bebel'sche Broschüre, welche die an- suchen selbst die Ankündigung, daß die bürgerlichen Parteien Antrag der Kommission will also im Prinzip dasselbe wie geblichen Mißstände in den Bäckereien behandelt, machte Auf- mit gleichem Maße gemessen werden sollen wie die Sozialtie Regierungsvorlage, er unterscheidet sich nur da: sehen in den Kreifen der Regierung und der Volkswirthe. Eine demokratie, zu der Empfehlung von Ausnahmegefeßen durch von ihr, daß er dem ungewissen Zustande, in dem ähnliche Broschüre über Mißstände in englischen Bäckereien gegen unsere Partei auszunügen. Das Unternehmerorgan sich die Assessoren befinden, erst nach vier Jahren ein Ende hatte der bekannte Sozialist Mary verfaßt, welche schreibt nämlich: Will man also alle Parteien mit gleichem macht. Für den§ 8 traten außer dem Justizminister Schön 1863 erschienen war und die Zustände in den dortigen Maße messen was der Staatsanwalt und der Ges stedt Herr v. Levehow und Graf Klinto w ström, sowie Bäckereien in einem staunen- und efelerregenden Lichte richtshof ausdrücklich erflärt haben, dann ergeben in besonders eifriger Weise der Kammergerichts- Präsident Drenkschilderte. Obwohl wir nicht in der Lage find, die sich aus solcher Praxis ganz unhaltbare Verhältnisse, mann ein. Letzterer führte aus, daß man, um das Ansehen des Verhältnisse in englischen Bäckereien, zumal vor 83 Jahren, unter denen jedes politische Leben erstarren muß. Für Richterstandes zu heben, auf die gesellschaftliche Stellung Rücksicht beurtheilen 311 fönnen, leuchtet doch Uebertreibung uns ist diese nicht abzuweisende Konsequenz ein neuer nehmen und verhindean müßte, daß minderwerthige" Elemente, aus jeder Zeile hervor. Boraussichtlich ist das Leitmotiv zur die wo anders nicht unterkommen, in der Justiz beschäftigt Herausgabe der Broschüre bei Herrn Mary dasselbe wie bei Herrn Bebel gewesen, und zwar das der sozialdemokratischen Propaganda." " hervor: " Echönbach. Gehalt erhielt er noch nicht, aber freies Essen Bekanntlich hat Mary niemals eine Broschüre über die Verund Trinken von seinem Lehrer. Wie wohl that es Lene, hältnisse der englischen Bäckereien geschrieben, deshalb fonnte wenn sie ihm einen Zwanziger, das Stallgeld", das sie dieselbe auch nicht zu Zwecken der sozialdemokratischen Propa beim Flauger von einem Fleischer, der eine Kuh oder ein ganda verfaßt worden sein. Was die Herren meinen, findet sich in der Kalb geholt, zustecken konnte. Dafür erzählte er ihr alles, hervorragendsten Leistung der wissenschaftlichen Nationalökonomie wie es ihm ging, was seine Lehrerin für eine Frau sei, dieses Jahrhunderts, im I. Bande des Kapital" von Karl Mary auf den Seiten 210 11. ff. der vierten Auflage. Dort wie die großen Baßgeigen und die kleinen Kindergeigen in Schönbach gemacht, wie die Wirbel gedreht und schildert Mary als Beispiel der englischen Industriezweige ohne geigen in Schönbach gemacht, wie die Wirbel gedreht und gesetzliche Beschränkung der Ausbeutung die englischen Bäckerei die Saiten gesponnen würden. Und da sollte sie wie die betriebe, und zwar auf grund eindringlicher, amtlicher Erandern jungen Mägde im Trupp durch das Dorf ziehen, hebungen. % " " schlagen der Beweis für die unausweichliche 9othwendigkeit der Stellung der Sozialdemo tratie unter ein Ausnahmegefeß. Befäßen wir ein folches schon jetzt, so hätte die sozialdemokratische Organisation in ganz anderer Weise, als es möglich gewesen ist, unterbunden werden können, ohne dabei indirekt gleichzeitig die anderen Parteien der Gefahr einer Lahmlegung auszusehen. Wenn jetzt von einem Theile der Presse auf die Unzulänglichkeit des preußischen Vereinsgesetzes hingewiesen und die Schaffung eines neuen ver langt wird, welches die Behörden nicht zu so weitgehenden Machtbefugnissen berechtige, so begeht man dabei den Fehler, die Sozialdemokratie erneut als eine mit den anderen politischen Gruppen gleichberechtigte Partei zu behandeln und dem Staate die Preisgebung von Machtmitteln ihr gegenüber anzusinnen, auf die er unter feinen Umständen verzichten kann, wenn er nicht vollständig wehrlos werden will. Ein anderes Vereinsgefeh zu den Klängen einer Mundharmonika schreien, was nur Wir wollen die Herren Innungsmeister einer be aus dem Halse ginge, in den Höfen hußen" herumgehen, sonderen Widerlegung nach diesem Beispiele ihrer Gewissen würde der Sozialdemokratie am meisten zu gute kommen, Parteien aber wenig oder gar, wenn getanzt wurde, unten an der Stiege stehen losigkeit in Aufstellung von Behauptungen nicht weiter würdigen, den übrigen Gewinn bringen. in sich widerspruchsvolle - denn hinauf in den Tanzsaal durften Mädchen in ihrem sondern blos bemerken, daß sie alles bestreiten, was über die Daß aber ber gegenwärtige, Alter noch nicht gesundheitlichen, Reinlichkeits- und Arbeitszeit- Verhältnisse in Zustand, der die härtesten Ungerechtigkeiten gegenüber den - und sich von einem Knechtel ein Pfeffer- beutschen Bäckereien von amtlicher und nichtamtlicher Seite feft- bürgerlichen Parteien in sich birgt, nicht fortdauern fann, herz schenken lassen oder einen Trunk Bier?! Nein, dazu gestellt wurde. Die würdigen Jnnungsmeister schließen ihre muß anerkannt werden. Hieraus folgt jedoch, daß, wenn fam sie sich zu gut vor und zu alt. Das hatte ja doch Erklärung mit folgenden Säßen: man zu einent normalen gesetzlichen Verhältniß auf dem keinen Zweck. Lernen wollte sie etwas, damit sie einmal„ Wenn nun thatsächlich in einer fleinen Zahl von Be- Gebiete des Vereinslebens gelangen will, die erste Vorwas verdiente, und Geld wollte sie sich sparen, soviel sie trieben zu lange Arbeitsdauer besteht, so brauchte man nur bedingung dazu die gesetzliche Aussonderung der Sozialnur konnte. den bestehenden Junungen und Genossenschaften die erforderliche demokratie als einer mit den anderen nicht gleich zu Sandhabe zu geben, die Uebelstände würden sachgemäß ohne messenden Partei ist. Ohne diese Unterbindung der letzteren Schädigung beseitigt worden sein. vermittelst eines Ausnahmegesezes wird es überhaupt unmöglich sein, das Vereins- und Versammlungswesen mit den er forderlichen Freiheiten auszustatten, ohne dabei gleichzeitig der Sozialdemokratie neues Rüstzeug zu liefern. Unseres Erachtens liegt daher in dem Ergebniß dieses Prozesses für die preußische Regierung die dringendste Aufforderung, diese Konsequenzen zu einem gesetzgeberischen Akte zu verwerthen und zunächst im Bundesrathe den Erlaß eines Ausnahmegesetzes zu beantragen, Als der leitende Vorstand des Zentralverbandes deutscher um dann sich ein eigenes Bereinsgesetz zu schaffen." Bäckerinnungen fühlen wir uns verpflichtet, in anbetracht der Selbst die in gleichem Fahrwasser segelnde, Post" gelangt tief einschneidenden Wirkung, welche diese Verordnung im in ihrem Urtheil über den Prozeß nicht zu einer solchen Ge Gefolge haben muß, noch einmal alle Verhältnisse soweit als fchmacklosigkeit wie die Neuesten Nachrichten". Sie giebt sogar, thunlich flar zu legen und auf das bedenkliche der Verordnung wenn auch in verklausulirter Form, die Reformbedürftigkeit des hinzuweisen. Möge ein gütiges Geschick die deutschen Bäcker preußischen Vereinsgesetzes zu: vor diesem Unheil bewahren." Bur nächsten Biehzeit verließ Lene den Flauger Hof. Es kam ihr schwer an, und sie wäre am liebsten geblieben. Aber die Bäuerin war im letzten Herbst so elend geworden, daß sie bald das Bett nicht mehr verlassen konnte. Da brauchte der Bauer einen älteren, erfahrenen Dienstboten, der zugleich auch kochen konnte. 7. Als Lene in die schmale von Zäunen umschlossene Gaffe einbog, die zum Streicher- Hof hinauf führte, wurde sie von rückwärts angerufen. Die Vicenzin, welche ihr auf einem Schubkarren ihre Truhe nachführte, wollte etwas ver schnaufen, um nicht ohne Athem im Hofe zu erscheinen. # Jeffas, Lene, der Schnee!" häschte die Taglöhnerin. Mein Lebtag hab' i so was net g'seh'n. Und ballen thut er sich! Schau, schon wieder is' s ganze Radl voll." Lene hörte nur mit halbem Ohre hin. Ihre Augen waren auf den Hof vor ihr gerichtet, dessen großes Viereck beinahe die Loh sperrte, die von hier aus nach den Feldern führte. Auf den hohen Dächern der Gebäude lastete der Schnee in fußhoher Schicht, und die Sonne brannte darauf, daß es Lene vor den Augen flimmerte. Das Tropfen der schmelzenden Eiszapfen tlang bis zu ihr herab. ( Fortsetzung folgt.) Mit der Verordnung wird nur das Arbeitsfeld der Sozialdemokratie geebnet, welche in Berlin bereits unverkennbare Fortschritte bei den Bäckergesellen gemacht hat, feitdem der Maximal- Arbeitstag auf der Tagesordnung steht. Befriedigung dagegen empfinden die dieser Richtung angehörenden Gesellen durch diese Verordnung nicht; man betrachtet dieselbe nur als eine Etappe zu weiteren Forderungen. " Daß die Auslegung, welche das Gericht in diesem Falle, Wer den Jnnungen die Ordnung der Arbeitsverhältnisse übrigens in voller Uebereinstimmung mit der Rechtsprechung des einräumen will, der muß den Fuchs zum Hüter der Hennen Reichsgerichts, dem Begriff" Berein" gegeben hat, aufs neue die machen. Das gütige Geschick, das die Bäcker vor dem Unheile der Reformbedürftigkeit des preußischen Vereinsgesetzes nabe legt, innung„ Germania" nur für Weister und nicht auch für Gesellen be- ähnlicher Vereine, welches wohl jezt allgemein als veraltet gilt, Bundesrathsverordnung bewahren soll, dürfte nach Ansicht der Bäcker- ist selbstverständlich. Das Verbot der Verbindung politischer und stehen, letzteren wird das gütige Geschick" die Verkürzung der Arbeits- erscheint danach unhaltbar, und zwar umfo mehr, wenn der zeit doch wohl gönnen" können. Nach der„ Köln. Boltszeitung" Staatsanwalt, wie er in Aussicht stellte, auch gegen andere gilt eine Zurücknahme der Bäckereiverordnung in unterrichteten Vereine entsprechend einzuschreiten gedenkt. Allein man wird aus Kreifen für ausgeschlossen, da von fast sämmtlichen Bundes- den untereinander in enger Verbindung stehenden Systemen von staaten die Einführungsbestimmungen bereits erlassen feien. Schuhwehren gegen Mißbrauch des Vereins- und Bersammlungs : M N % rechts nicht diefen einzelnen Punkt herausreißen und es so durch I merkungen registrirt: Aus der gestrigen Reichstagsfitung hats München, 19. Mai. Die Kammer der Reichsräthe löchern dürfen, sondern man wird an eine Neuordnung des Vereins- sich bekanntlich die erfreuliche Thatsache ergeben, daß der Wider- stimmte heute dem Beschlusse der Kammer der Abgeordneten zu, und Bersammlungsrechts im ganzen gehen müssen, welches mit stand der Umgebung des Kaisers gegen die Reform es sei an die Staatsregierung das Ersuchen zu stellen, bei Militär Strafprozeß Ordnung der Beseitigung unnöthiger Schranken der Vereins- und Ver- der gebrochen Die dem Bundesrath auf Einführung eines Eingang- Bolles auf ist. fammlungsfreiheit auch wirklich wirksame Schuhwehren gegen Richtigkeit der Angabe des Hof Berichterstatters voraus- Quebrachoholz hinzuwirken. ben Mißbrauch desselben bietet. Daß in dieser Hinsicht der in gefeßt, hätten die Höflinge dagegen in einer kleinen Neben--Württembergischer Landtag. Die bereits schon der Reichstags- Kommission ausgearbeitete Entwurf eines Reichs- frage einen symptomatisch interessanten Sieg errungen. Es früher gemeldeten Eingaben der württembergischen VolksschulVereinsgesetzes ungeachtet des auch von uns früher schon gab eine Zeit, da die Kreuz- Zeitung" aus den kaiserlichen lehrer kamen in der Montagsigung zur Debatte und wurde in empfohlenen Ausschlusses der Minderjährigen von den politischen Schlössern verbannt wurde; jezt trifft das Loos, den Blitz Jupiters erster Linie über die Einrichtungen im Schulwesen" verhandelt, Vereinen und Versammlungen nicht entfernt zureicht, wird näherer auf sich zu lenfen, ein gemäßigtes Blatt. Hoffentlich wird das unter welchen die Lehrer die Aufnahme von Realien, Turnen, Darlegung nicht bedürfen. Bürgerthum nicht durch Thatsachen genöthigt werden, aus dieser Zeichnen und weiblichen Handarbeiten wünschen. Schon bei Die Firma Fieterling, Kögler u. Co. Eine nette Wendung Schlußfolgerungen darüber zu ziehen, was die Uhr am diesem Punkte zeigte sich die Unduldsamkeit der Kirche. Dom= tapitular v. Linsenmann als Mitberichterstatter meinte, daß Enthüllung hat wieder der Prozeß gegen den Raubmörder Berliner Hofe geschlagen hat." Wenn das Bürgerthum sich dadurch beeinflussen läßt, was die Kirche den Beruf habe, die Schule zu be Kögler in Reichenberg in Böhmen gebracht. Wie aus die Uhr am Berliner Hofe geschlagen hat, so tönnte es leicht aufsichtigen, es müsse an der tonfessionellen Schule unter dem in unserer gestrigen Nummer mitgetheilten Telegramm von Tag zu Tag mit seinen Entschlüssen hin- und herpendeln allen Umständen festgehalten werden. Eine allgemeine Staats hervorgeht, sagte der als Zeuge vernommene Polizei- müssen.schule ohne den Einfluß der Kirche wäre sicher der erste Schritt tommissar Hübner aus Gablonz aus, Kögler habe vor seiner Zur Eidesfrage. In der Kreuz- Beitung" empfiehlt zur Kommunalschule des Sozialismus. Der Privilegirte Graf Ausweisung aus Gablonz längere Zeit als Polizei- Prof. Medem in Greifswald eine Aenderung der bisherigen Abelmann fühlte sich hierauf berufen, den Lehrern Zufriedenheit spion gedient und weitverzweigte Verbindungen mit der Formel des Beugeneides. Der Beuge hat jezt zu befchwören, zu predigen; sie, die Lehrer, sollen dem Bolte mit dem guten Verbrecherwelt unterhalten. daß er nichts hinzugefeht und nichts verschwiegen" habe. Prof. Beispiel der Zufriedenheit vorangehen und sich nach der Decke Medem schlägt nun vor, hinter: ,, verschwiegen" die Worte strecken; der Redner wurde aber von verschiedenen Rebnern, u. a. einzufügen: worüber ich vernommen worden bin." dem Abg. Kloß, der den sozialdemokratischen Standpunkt vertrat, Die Worte haben früher in dem Eide gestanden. Die jetzige gehörig heimgeschickt. Es wurde sodann der Antrag der RomFormel fann jedenfalls zu Mißdeutungen führen. Der Medem'sche mission, die Eingabe der Regierung zur Erwägung mitzuBorschlag ist immerhin eine Verbesserung, obgleich ja dadurch theilen, angenommen. Voraussichtlich wird am nächsten der schwerste Uebelstand der Eides formel, thre tonfessionelle Donnerstag der Landtag feine Pfingsferien antreten. Grundlage, unberührt gelassen wird. - In der Verfassungs Rommission # Da haben wir also binnen wenigen Tagen zwei Enthüllungen über die Sorte dunkler Ehrenmänner erhalten, auf deren Spionierdienste sich die Kriminalpolizei bei ihren Untersuchungen zu stüßen pflegt. In Frankfurt a. M. waren Sicherheisorgane mit einem Zuhälter und Einbrecher im Bunde, in Gablonz die österreichische Polizei mit einem der gefährlichsten Raubmörder. Wenn man sich erinnert, daß in - Pastor Rauh in dem pommerschen Dorfe Clabow, badischen 3weiten Rammer gab Minister Eisenlohr allen politischen Prozessen die Aussagen solcher geflissentlich im einer der begabtesten und eifrigsten unter den christlich- sozialen zu den Anträgen auf Abänderung des Wahlsystems und der Dunkel gelaffener Staatsretter eine große Rolle gespielt haben, Geistlichen, ist wegen schweren Diebstahls, Unterschlagung amt- Wahlkreiseintheilung eine Erklärung ab, in welcher er wenig tritt die Wichtigkeit dieser Enthüllungen tlar hervor. licher Gelder und Urkundenfälschung verhaftet und dem Entgegenkommen gegen die ausgesprochenen Volkswünsche zeigt Könnte man allen polizeilichen Ermittelungen bis auf die Gerichtsgefängniß in Fiddichow a. D. eingeliefert worden. Die und zu der Befürchtung Anlaß giebt, daß die Wahlreform an Quelle nachgehen, so würde man voraussichtlich eine an- Verbrechen Rauh's tamen dadurch an das Tageslicht, daß der der Abneigung der Regierung und der Nationalliberalen muthige Gallerie von Charakterköpfen bekommen, die der Superintendent Gehrke in Greifenhagen zum Sonntag, den scheitern wird. Der Minister erklärte den Antrag auf Ein. beiden Stichproben Fieterling und Kögler werth sein würden. dem Pastor Rauh vorher mitgetheilt hatte. Darauf erhielt ersterer Wahl für ebenso un annehmbar wie den auf Einführung 17. d. M. eine Rassenrevision angekündigt und, wie üblich, dies führung des Proportional- Wahlsystems mit direkter Es lohnt sich jedenfalls, diese beiden Adressen von Polizei- am Freitag ein Schreiben, worin Rauh bat, von der beabsichtigten des direkten Wahlsystems mit Einzelwahlbezirken. Gewährsmännern im Gedächtniß zu behalten. Kaffenrevision abzusehen, die Rasse stimme nicht, weil er ihr Der Antrag Fiefer und Genossen, welcher neben direkt gewählten 37 000 m. entfremdet habe. Später soll Rauh dann noch Abgeordneten noch solche will, welche in einer Anzahl von Städten nähere Mittheilungen gemacht haben, aus denen hervorgeht, durch die Bürgerausschüsse zu wählen wären, nähere sich dem - Apothekerrath. Bei der Medizinalabtheilung des daß er bei seiner Kassenplünderung wie der gewiegtefte Standpunkt der Regierung und könne zu einer Verständigung Ministeriums der geistlichen 2c. Angelegenheiten ist ein Apotheker Verbrecher zu Werke gegangen ist. Er habe die unter Verschluß führen. In welcher Weise dagegen der Antrag sich dem Standrath errichtet worden, nachdem die zu diesem Zweck erforder- zweier Kirchenältesten im Pfarrhause befindliche Kaffette mit den punkt der Regierung nähert, und nach welcher Richtung hin eine lichen Mittel durch den Staatshaushaltsetat bewilligt worden Werthpapieren der Kirchen Gladow und Kehrberg vermittelst Verständigung möglich wäre, sagt der Minister nicht. Die Kom find. Der Apotheferrath, neben welchem die technische Kommission eines zu diesem Zwecke beschafften Nachschlüssels geöffnet mission hat daher um eine Vervollständigung der gegebenen Er für die pharmazeutischen Angelegenheiten in ihrer Stellung und ihren und von dem Inhalte nach Bedarf etwa 85 000 m. entwendet, tlärungen gebeten. Funktionen ganz wie bisher bestehen bleibt, ist eine berathende versilbert und für sich verbraucht, nachdem er die Inkurssetzung Behörde und hat die Aufgabe, der Medizinalverwaltung in durch Fälschung der Unterschriften zweier Mitglieder des Organisations- und Verwaltungsfragen, welche das Apotheker- Gemeindekirchenraths und Hinzufügung seiner eigenen nebst dem wesen betreffen, als Beirath zu dienen und Gutachten zu er Rirchenfiegel bewirkt habe. statten. Demgemäß hat er über die ihm von dem Medizinalminister vorgelegten Fragen sich gutachtlich zu äußern, tann aber auch aus eigenem Antriebe dem Minister Vorschläge zur AbStellung von Mängeln aus dem Bereiche des Apothekerwesens machen oder Maßnahmen zur Förderung des letzteren bei dem Minister in Anregung bringen. $ * Deutsches Reich. W " " 87 Mainz, 16. Mai.( Frantf. 3tg.) Der sozialbemokratische Landtags- Abgeordnete Jöst hat in der zweiten hessischen Kammer folgenden Antrag eingereicht: Bei Austritt aus einer der bestehenden Religionsgemeinschaften mus - Für die Reichstags- Nach wahl im Kreise gegenwärtig für alle über 14 Jahre alten Personen bei der BeS ch we( Westpreußen) stellt die freitonservative Partei den urkundung des Austritts ein Stempel von 6 m. verwendet bisherigen Vertreter dieses Kreises Holh Parlin wieder auf. werden. Dieser Betrag ist für viele unerschwinglich und muß Herr Holh wird von den übrigen Kartellparteien unterstützt daher als ein direkter Gewissenszwang betrachtet werden. werden. Als polnischer Gegenkandidat wird Herr von Sasizweite Rammer möge deshalb beschließen, die großherzogliche Res Jaworski genannt. gierung zu ersuchen, alsbald eine Beseitigung dieser Stempelgebühr Der Apothekerrath besteht aus dem Direktor der MedizinalBraunschweig, 20. Mai. Der Landtag genehmigte die herbeizuführen." Abtheilung als Direktor, sowie aus den technischen vortragenden Regierungsvorlage, betreffend die Bewilligung einer staatlichen Frankreich. Mäthen dieser Abtheilung, ferner aus vier Apothekenbesitzern und Beihilfe von 400 000 m. zum Bau einer Schmalspurbahn Paris, 19. Mai.( Eig. Ber.) Finanzminister ochery aus vier approbirten nichtbefizenden Apothekern als Mitgliedern. Tanne Walkenried bezw. Tanne- Braunlage im arbeitet fleißig an der Verhunzung der Steuerreform. Sein Der Direktor wird vom Könige, die Mitglieder werden vom Harz. bezüglicher Entwurf ist bereits in den Hauptlinien bekannt Medizinalminifter ernannt, ernannt, und zwar diejenigen aus dem Aus Bremen. In der Sache des Krankenhaus geworden. Selbstverständlich beseitigt er gründlich das von der Apothekerstande auf die Dauer von fünf Jahren. Die Berufung des Apothekerraths erfolgt durch den Medizinal- lichen Kommission jetzt erstattet worden. Scholz hatte im Allgemeinheit und der Progressivität der Einkommensteuer. Die Medizinal- Direttors Dr. Scholz ist der Bericht der bürgerschaft- Kammer unter dem Kabinet Bourgeois votirte Prinzip der minister in der Regel jährlich einmal. vorigen Sommer im Streit gestanden mit dem Biele neue Steuer soll vielmehr, ähnlich wie die englische in come Bom Bunde der Landwirthe. Der Hamb. felder Pflegepersonal Des Pastors V. Bodelschwingh, tax, die verschiedenen Einkommensarten in verschiedenem Grade Correfp." bringt eine eingesandte Statistik der 88 Erfaz bem er, geftugt auf gute Beugen, religiöse Belästigung der treffen. Zu diesem Zwecke wird das Einkommen in drei wahlen, welche nach den allgemeinen Reichstags- Wahlen Kranken und robe Mißhandlung der Irren vorwerfen konnte. Kategorien eingetheilt: das Arbeits-, das landwirthschaftliche von 1898 ftattgefunden haben. und Das Facit ist, daß trop Die ganze Orthodoxie stand auf Seite der Bielefelder und leider das Kapitaleinkommen. Innerhalb dieser Kategorien aller Agitation des Bundes und troh ber von ihm auf- fällte auch der Senat eine äußerst peinliche Entscheidung, indem wird die Steuer proportional sein. Das wird dem Agrarier Meline gewandten großen Geldmittel die Bündler bei den 38 Ersatz- er Scholz als Direktor der Krankenanstalt entließ und ihm die erlauben, unter den Vorwand der Entlastung des Bruders Bauer wahlen nur 1 Mandat gewonnen, dagegen 5 ver Schuld an den eingetretenen unleidlichen Zuständen beimaß und ihn die Großgrundbesiger zu bevorzugen. Die industrielle Bourgeoisie loren haben. Berloren wurden von bundesfreundlicher Seite: der Unwahrhaftigkeit bezichtigte. Die Bürgerschaft theilte damals braucht sich jedoch darüber nicht zu beklagen, da Cochery's Entwurf Pinneberg( früher freikonservativ und bündlerisch) an die Sozial- die Erregung der ganzen Bevölkerung und setzte eine Kommission weder die Selbſteinschätzung noch die behördliche Einschätzung des demokraten, Plauen( früher konservativ v. Polenz) an die Sozial zur Untersuchung der ganzen Angelegenheit nieder. Der Bericht Ginkommens vorsieht. Die Steuer wird einzig nach den äußeren demokraten, Moers Rees( früher Gefcher) an das Zentrum, nunmehr stellt fest, daß wiederholt ungerech t- Anzeichen" des Reichthums bestimmt werden. Diese Anzeichen", Kolberg Röslin( früher v. Gerlach) an die Freifinnigen und fertigte Mißhandlungen" in in der Frrenabtheilung wie namentlich die Höhe der Wohnungsmiethe, haben den Vorzug, Herford Halle( früher v. Hammerstein) an die National durch das Bielefelder Personal vorgekommen find. Das Ge die großen Einkommen fleiner, die mittleren und insbesondere die liberalen. In allen diesen Fällen hielt es der Bund mit Gato fammtbild über die Zustände der Krankenanstalt ist höchst um kleinen Einkommen größer erscheinen zu lassen. Cochery's und unterstützte die unterliegende Sache". Der einzige erfreulich. Die Kommission ist aber zu dem Resultat gekommen, Reform" würde alle tapitalistischen Herzen mit Freude erfüllen, Sieg wurde mit Bundeshilfe von den wenn Antisemiten daß die Form der Kündigung des Dr. Scholz durch den Senat nicht die Frage der Rentenbesteuerung wäre. in Waldeck über Dr. Böttcher erfochten. Machtlos zeigte sich nicht gerechtfertigt sei, daß wenn der Direktor Scholz auch Cochery selbst ist für die Besteuerung der Staatsrente in der Bund bei den Wahlen in Eisenach, Lennep, Mettmann, verschiedentlich gefehlt und die ihm als Beamten der Kranken- der Höhe von 4 pCt., was dem Fiskus zirka 383 Millionen Dresden- Land, Dortmund, Ulm, Osnabrück, wo der Bund eben anftalt obliegenden Rücksichten verschiedentlich verletzt hat, der jährlich einbringen würde. Cochery's Kollegen wollen aber falls auf Seiten der Minderheit saß. Nach solchen Ergebnissen felbe doch die in der Mittheilung des Senats und dem Berichte das Allerheiligste der französischen Bourgeoisie unangetastet muß man sagen, daß die Herren Bündler in ihrem öffentlichen der Inspektion gegen ihn erhobenen schweren Vorwürfe, im wissen. Die Frage wird nächstens vom Ministerrathe ent Auftreten in unverantwortlicher Weise den Mund vollnehmen, besonderen des Mangels au Wahrheitsliebe und der Inhumanität ſchieden werden am wahrscheinlichsten im fapitalistischen indem sie sich geriren, als hätten sie die weitaus größere Hälfte gegen seine Kranken nicht verdient." Die Kommiffion beantragt Sinne. Jedenfalls darf man sich auf heiße Steuerdebatten geder deutschen Wähler in der Tasche. schließlich:" 1. Die Bürgerschaft wolle ihrerseits sich mit der faßt machen, schon deshalb, weil Cochern sich so ungenirt über Bismarck über Gamphausen. Der wirkliche Bewilligung eines Lebenslänglichen Ruhegehalts für Direktor das Kammervotum betreffend die Allgemeinheit und Progressivität geheime Chefredakteur der Hamburger Nachrichten", dem be- Dr. Scholz nach Maßgabe der gefeßlichen Bestimmungen über der Steuer hinweggefeßt hat. Der nunmehr veröffentlichte Brief des orlea. fanntlich alle Selbstkritik fehlt, der auf den Splitter im Auge das Nuhegehalt der Bremischen Beamten einverstanden erklären. des Nächsten ebenso gerne zeigt, als er den Balfen im eigenen 2. Dieselbe wolle dem Antrage des Senats auf Niedersehung einer nistischen Prätendenten an den Herzog d'AudiffretAuge übersieht, schreibt auf Anlaß des Todes von Camphausen: Deputation zur Erörterung über die Stellung und Organisation Pasquier hat einen Heiterkeitserfolg erzielt. Mit Ausnahme In den Nekrologen der Presse beim Tode des ehemaligen der Krantenanstalt zustimmen." Der Ansicht der Kommission der monarchistischen Preßorgane, lacht alle Welt über den im preußischen Finanzministers Camphausen wird immer wieder die in bleibt die der Senatsfommission stritte gegenüber stehen. Die Königlichen" Briefe so naiv und drastisch hervortretenden Kontrast ficht vertreten, daß der Verstorbene f. 3. infolge von Differenzen lehteren Herren wollen für den Senat auch recht behalten. Es wäre swischen Zweck und Mittel. mit dem Fürsten Bismarck aus dem Amte geschieden sei. Wir Pflicht der Bürgerschaft, bemerkt die Bremer Bürgerstg", energisch Der junge Philipp d'Orléans glaubt in allem Ernst, den tönnen nur wiederholen, daß dies unzutreffend ist. Der Grund gegen den Senat für den verdienten Dr. Scholz einzutreten. Soll Thron auf dem Wege der Aufstellung seiner Kandidatur des Rücktritts Camphausen's war der, daß er von den National- ihm recht geschehen, so hat man ihm nicht das Wundpflaster des in einigen royalistisch gebliebenen Wahlkreisen erobern zu können. liberalen im Reichstage fo feindlich angegriffen wurde, daß er lebenslänglichen Ruhegehalts aufzulegen, sondern ihn voll in sein Der orleanistische Partei Ausschuß hatte tlugerweise den König sich schließlich der Thränen nicht erwehrte. Auch dann noch Amt als Leiter der Krankenanstalt wieder einzusetzen. von Gottes Gnaden von der Blamage gerettet, in den Gemeinderath einiger verschollener Dörfer gewählt oder auch nicht gewählt bat Fürst Bismarc ihn nur ermuthigt und feine eigenen Ent Ans Sachfen. In Dresden legte, wie wir ber zu werden. schlüsse infolge dieser Abschlachtung", wie Gamphausen es Sächsischen Arbeiterzeitung" entnehmen, am Montag mitten in felbft nannte, abgewartet, ohne sie zu befördern. Das ber Verhandlung der Rechtsanwalt öffer sein Mandat beschlossene Sache. Laut einer halbamtlichen Meldung habe die Unter Die Vertuschung der Südbahn Affäre ist bereits spätere Rentontre im Herrenhause wurde als Vertheidiger nieder. Es geschah dies in einer Verhandlung fuchung die schneeweiße Unschuld aller parlamentarischen Südisten dadurch hervorgerufen, daß Herr Camp gegen den Bauunternehmer Georg Gustav Ferdinand Müller ergeben. Nur der Direktor der Südbahn- Gesellschaft, Felix hausen in seiner Eigenschaft als abgetretener aus Dresden, der des Meineids und betrügerischen Bankrotts Martin, der unter dem Kabinet Ribot vom Schwurgericht Minister der Regierung, welche die von ihm ab- angeklagt war. Müller modifizirte gewiffe Aussagen, die freigesprochen war, wird nochmals gerichtlich verfolgt werden. gegebenen Geschäfte weiter führte, in bitterer Weise er früher gemacht hatte, und der Vorsitzende, Landfritisirte; darauf erfolgte von feiten des Minister- gericht 3- Direktor Frommhold, bemerkte Freilich ist Martin seit langem über alle Berge und Meere. Er präsidenten die Abwehr des unerwarteten Angriffs eines bis holt baut jetzt Eisenbahnen in Japan. Seine Verfolgung kann daher gegen die Geschworenen: Beachten Sie wohl, feinem Rouvier und feinem Roche durch etwaige Enthüllungen herigen Kollegen. Fürst Bismard war und ist daß Müller andere Aussagen macht, seit er diesen Vertheidiger gefährlich werden. der Ansicht, daß ein Minister, der gegen hat!" Die auffällige Wiederholung dieser Worte mußte den athurin, den Hauptmacher des tonkinesischen Opium Ferner ist der Verhaftungsbefehl gegen seinen Willen aus dem Amte gedrängt wird, Wertheidiger im höchsten Maße verletzen; er wurde dadurch schwindels, annullirt worden. Mathurin, der unter dem fehr wohl das Recht hat, das verbleibende schließlich veranlaßt, die Vertheidigung niederzulegen, und mußte früheren Ministerium die Flucht ergriffen hatte, hält sich gegen. Ministerium im Parlamente anzugreifen, daß dieserhalb der Prozeß bis zur nächsten Geschworenengerichts. ein Minister aber, der freiwillig ausscheidet, oder, wie Herr Periode vertagt werden. Gs soll nichts Neues sein, daß ein wärtig unbehelligt in Paris auf. Camphausen, auf parlamentarischen Druck hin auf die Weiter Anwalt sich durch das Verhalten des Landgerichts Direktors führung der Geschäfte verzichtet, nicht den Beruf hat, seine Frommhold verletzt gefühlt hat. Aehnliches kommt auch in Loudon, 19. Mai. Unterhaus. Auf eine Anfrage wegen früheren Kollegen, die sich im stande fühlen, die von ihm ver- Preußen vor. ber geplanten Untersuchung über die Chartered Company laffenen Geschäfte aufzunehmen und weiter zu führen, öffentlich München, 18. Mai. Nach der Münch. Post" erklärten sich erwiderte Chamberlain, über die Form der Untersuchung Belanntlich hat niemand außerhalb des Parlamentes die die töniglichen Hüttenwerte bereit, der Landes'schen sei noch nicht endgültig Beschluß gefaßt; dieselbe müſſe von dem Minister Caprivi, Bötticher, Marschall und Berlepsch so scharf Maschinenfabrik, in der ein Formerstreit ausgebrochen ist, Umfange, der der Untersuchung gegeben werde, abhängen. Sollte durch Stellung von Arbeitern auszuhelfen. angegriffen, wie der frühere Reichskanzler und Minister Fürst hatten Münchener sowohl wie Vorher sich die Untersuchung auf die frühere Verwaltungsthätigkeit auswärtige Fabriken und der Gesellschaft erstrecken, sowie auf die Vollmacht Vorschläge v. Bismard. Auch der Sohn des Chefredakteurs der„ Hamburger Gießereien ähnliche Gesuche ber ins Gedränge Nachrichten", Graf Herbert Bismarck, hat es an Angriffen auf tommenen Landes'schen Maschinenfabrit abgelehnt. Eine Gegen- walteten Gebiete zu machen, dann würde ein parlamentarischer ge- für die fünftige Regierung der von der Chartered Company ver die Nachfolger im Amte nicht fehlen laffen. Die Bismarcks find freilich nicht freiwillig gegangen, sondern sehr deutlich ge vorstellung der fireikenden Arbeiter bei der Generaladministration Ausschuß am besten für den Bwed geeignet scheinen. Sollte hin gegen nur eine richterliche Untersuchung des Einfalles in Transgangen worden. Sie haben also nach der vorstehend aufgestellten der Königlichen Berg- und Hüttenwerke war erfolglos. Mit welchem Recht die königliche Hüttenverwaltung glaubt, vaal und der damit zusammenhängenden Umstände gewünscht Doktrin ein Recht, auf die Regierung zu schimpfen. ihre Arbeiter zu einer solchen Streitbrecher- Thätigkeit in einer werden, dann würde die Untersuchung durch eine richterliche Die Werbannung ber Kölnischen anderen Fabrik abkommandiren zu dürfen, ist uns unklar. Eine Kommiffion einige offenbare Vortheile bieten. Für die EinBeitung" aus den föniglichen Schlössern wird von dem ftaatliche Anstalt hätte unseres Erachtens umsomehr die Pflicht, fegung gemeinsamer parlamentarischer Ausschüsse seien zahlreiche nationalliberalen Blatte selbst mit folgenden zusäßlichen Be- strengste Neutralität in allen Arbeitskonflikten zu bewahren.- Beispiele aus der Beit vor 1695 vorhanden; in dem Zeitraum anzugreifen. " " wieder. England. • Die Führer der Opposition beabsichtigen, den Vorschlag der Regierung, Indien mit den Ausgaben für die nach Suatin entsandten indischen Truppen zu belasten, nach drücklich zu bekämpfen. Norwegen. wischen 1695 und 1864 sei eine solche nicht erfolgt; habe jedoch Berathung im Hochsommer zur Uninöglichkeit machen werde. hinzu eine Forderung der Stahlpincenez- Arbeiter, die sich un feitdem wieder oftmals stattgefunden. Einen genauen Präzedenz- Selbstverständlich präjudizire diese Bereitwilligkeit in feiner Weise gefähr in derselben Höhe bewegt. fall gebe es nicht. ihrer Stellung zu den Einzelheiten des zweifellos außerordentlich Nachträglich erfahren wir, daß auf beiden Seiten die Abverbesserungsbedürftigen Entwurfes. sicht besteht, das Gewerbegericht, das schon einmal angerufen war, Zur dritten Lesung der Gewerbe- Ordnungs- Novelle zum zweitenmal um seine Vermittelung zu ersuchen. hat die sozialdemokratische Fraktion die Einfügung einer Be- In der geftrigen Notiz aus Stettin sollte es heißen: stimmung beantragt, nach welcher da, wo eine Polizei Hafenarbeiter- Streit, ftatt Holzarbeiter- Streit. stunde für Schankwirthschaften gesetzt ist, diese für Die Hutarbeiter Breslaus hatten in fünf der größten alle Gastwirthschaften desselben Ortes gleichmäßig gesetzt Geschäfte folgende Forderungen gestellt: 1. Verkürzung der werden muß, und nach welcher die Bestattung von Tanz- Arbeitszeit auf die Zeit von früh 6-6 Uhr abends; 2. Wegfall Iustbarkeiten feinem Gastwirth eines Ortes versagt werden darf, sämmtlicher Ueberstunden; 3. Streichung des Paragraphen der wenn sie unter gleichen Umständen einem Gastwirth desselben Ortes Fabrikordnung, betreffend die Ueberstunden; 4. bumane Beertheilt ist. Durch Annahme des Antrages würde der Möglichkeit poli- handlung der Arbeiter seitens der Angestellten.' Diese Forderungen zeilicher Chikanirereien von Gastwirthen wegen religiöser, politischer mit Ausschluß der ersteren wurden bewilligt. oder privater Differenzen ein Danum gesetzt und den vielfachen In der Delfabrik von Gaiser u. Komp. in Harburg nach dieser Nichtung hin von Schankwirthen erhobenen Be schwerden Abhilfe geschaffen werden. Es bleibt abzuwarten, wie Unterhandlungen anzuknüpfen, erklärte der Firmeninhaber, Herr dauert der Streit fort. Auf einen Versuch der Streitkommission, die nationalliberale und freisinnigen Parteien diesem gegen gesetzliche Brettschneider, daß er zunächst auf fünf Wochen ins Bad Polizeiwilltür gerichteten Autrage gegenüber sich verhalten werden und ob die ultramontane Partei diesem Antrage zustimmen wird, reisen werde. der zweifellos dem Interesse des Kleinbürgerthums dient, als dessen Anwalt das Zentrum sich gern betrachtet. Chriftiania, 19. Mai. Dem Vernehmen nach wird die Regierung demnächst einen Gesetzentwurf für eine Staatsanleihe von 25 Millionen Kronen vorlegen, von denen 16 Millionen zum Bau von Eisenbahnen, 6 Millionen zu Telegraphen- und Telephonanlagen und 2 Millionen als Beiträge zum graphen- und Telephonanlagen und 2 Millionen als Beiträge zum Bau von Privateisenbahnen verwendet werden sollen. Türkei. - Kretentisches. Aus Athen wird den„ Time3" vom 18. d. M. gemeldet: Gestern tödtete ein türkischer Soldat in Vamos auf Kreta einen christlichen Gendarm, worauf die Christen die Garnison in ihren Quartieren belagerten. Von Ganea find 400 Mann abgegangen, um die Garnison zu befreien. Vom 19. d. M. wird den„ Times" aus Athen gemeldet! Die Garnison von Vamos wird noch belagert. Die Christen haben die Landung der von Canea entfendeten Verstärkungen verhindert. Der Dampfer, auf welchem die Verstärkungen befördert wurden, ist wieder abgesegelt, nachdem er einige Salven ab= gegeben hatte. Philippopel, 20. Mai. Hier eingegangene Berichte aus Konstantinopel melden die Entdeckung einer armenischen Vereinigung, deren Ziel die Ermordung hoher Würdenträger war. Worgestern und gestern wurden in Konstantinopel zahlreiche Ver baftungen vorgenommen; wahrscheinlich sind dieselben vorsichts. halber anläßlich des Kurban- Bairam erfolgt. " Amerika. Venezuela und England. Nach einem Telegramm cus Caracas erbietet sich die Regierung von Venezuela, die englische Goelette New- Day", welche wegen Verlegung des Zollreglements mit Beschlag belegt war, unter der Bedingung freizugeben, daß eine Schadloshaltung nicht gefordert werde. Diese Bedingung ist indeffen abgelehnt worden. Afrika. Partei- Nachrichten. Von den ausgesperrten Arbeitern und Arbeiterinnen der Mohr'schen Margarinefabrik in Bahrenfeld bei Altona sind am Montag 175 wieder in Arbeit getreten. Die während des Streits in Arbeit getretenen, haben noch für diese Woche Lohn bekommen, ohne dafür zu arbeiten. Ein Theil der Ausgesperrten ist nicht wieder in Arbeit gekommen und muß unterstützt werden. Bum internationalen Arbeiterkongres in London wird uns geschrieben: Alle Vorbereitungen vollziehen sich auf das Der Ausstand der Schuhmacher in Blankenese bei Glatteſte. Die Gerüchte, daß zwischen den Trades Unions und den politischen Organisationen Differenzen beständen, welche den Hamburg hat mit Bewilligung der Arbeiterforderungen geendet. Ju Elmshorn dauert der Schuhmacherstreit fort, Erfolg des Kongresses, oder wenigstens seinen sozialistischen Charakter in Frage stellen könnten, sind ebenso un da die Fabrikanten auf einen abermaligen Vermittlungsversuch begründet, wie das Gefafel von einer anarchistischen Störung des Bürgervereins von 1896 feine besseren als folgende Bedin des Kongresses. Die Anarchisten mögen ihr Glaubensbekenntniß gungen gestellt haben: 1. Die Arbeit wird zu den alten Lohnnoch so hartnäckig verleugnen und sie mögen noch so viel Revo- fäßen wieder aufgenommen, 2. sämmtliche Arbeiter werden vor lutions phrafen in die leere Luft schicken weder bei den eng- Pfingsten noch, soweit wie irgend möglich, wieder eingestellt, lischen Trades- Unions noch bei den englischen Sozialisten- Drga- 3. sämmtliche ausständigen Arbeitnehmer müssen die Arbeit bei nisationen haben sie auf die geringste Sympathie zu rechnen. Dem früheren Arbeitgeber wieder aufnehmen, 4. Maßregelungen Wenn in dem Blatt Keir Hardie's, dem„ Labour Leader", die finden nicht statt. 5. Der Verein kann in nächster Zeit vorausZulassung der Anarchisten befürwortet wurde, so war das eine sichtlich keine Konzessionen auf Erhöhung des Lohnes der Exportvereinzelte Stimme, die nicht ins Gewicht fällt. arbeit geben. Die Maurer Dortmunds beschlossen, überall da zu kündigen, wo ihre Forderungen nicht bewilligt werden. Um cine Anarchistendebatte kommen wir freilich nicht herum, allein sie wird voraussichtlich viel fürzere Zeit in Anspruch - Südafrikanisches. Eine in London aus Pretoria lieben es nicht, die Zeit todtzuschlagen. Und diesmal wird nehmen, als in Zürich. Die Engländer sind praktische Leute und Der Maurerstreik in Oldenburg, der zehn Wochen eingetroffene Privatdepesche besagt, Präsident Krüger habe die Frankreich besser vertreten sein als 1893, wo die tüchtigsten währte, soll nach bürgerlicher Angabe als erfolglos eingestellt, 59 Johannesburger Gefangenen begnadigt. der aktiven Genossen durch die Wahlkampagne zurückgehalten waren. worden sein. Bestätigung der Nachricht bleibt abzuwarten. leber das Schicksal der 4 Führer meldet die Depesche nichts. Man erwartet aus Frankreich gegen 50 Delegirte, wie über. Jedenfalls ist der Zuzug vorläufig noch streng fernzuhalten. Dagegen theilen die" Times" eine Depesche aus Pretoria haupt die Vertretung eine sehr zahlreiche sein wird. Die Tischler der Firma Ch. Fr. Winter, Gölsch mit: Der Eyekutivráth beschloß, den Oberst Rhodes, Die Frist für die Anmeldung der Delegirten wert Falkenstein im sächsischen Vogtlande, befinden sich in Phillips, Farrar und Hammond mit 15 Jahren zu bestrafen." wird voraussichtlich verlängert werden müssen, da die Kongreß- Lohndifferenzen mit dem Unternehmer. Derselbe sucht nun ander Das Blatt bemerkt hierzu: Das Telegramm aus Pretoria wahlen nicht überall bis zum 1. Juni beendigt sein fönnen. Es weit gute Möbeltischler auf feine Tische, Stühle und Photos fagt nicht, ob es sich un 15 Jahre Gefängniß oder Verbannung liegt aber im Interesse der Delegirten selbst, sich unver- graphen- Apparate fofort bei gutem Verdienst" und unter Zu züglich bei dem Exekutivkomitee William Thorne, ficherung dauernder Arbeit. Die Tischler allerorts werden dem Secretary, 144 Barting Road London, an gegenüber um solidarisches Verhalten ersucht. melden. handelt. Parlamentarisches. Zum Delegirten für den internationalen Arbeitertengreß Die Kommission zur Berathung des Entwurfs eines Bürgerlichen Gesetzbuchs beendete am Mittwoch in ihrer 44. ist von den Breslauer Parteigenossen Redakteur Scheb3 ron 10 bis 3 Uhr dauernden Sigung die erste Lesung des Ent- gewählt worden. " 1 " 1 Bolizeiliches, Gerichtliches 2c. Gewerkschaftliches. Der Ctreif in der Schuhfabrik von B. Görber u. Ro. in Arnstadt i. Th. dauert fort. Ein nochmaliger Versuch. mit dem Firmeninhaber zu verhandeln, wurde zurückgewiesen. Obwohl der Fabrikant selbst Arbeiter war, sett er jetzt alles daran, um die Organisation der Arbeiter zu zerstören und die jenigen, die für bessere Arbeitsbedingungen eingetreten sind, zu unterdrücken. Die Haltung der Streifenden ist ausgezeichnet. Vor allen Dingen ist Zuzug streng jernzuhalten. Zu unterstützen sind ca. 40 Personen. Alle Sendungen sind zu richten an R. Riese wetter in Arnstadt, Portenstr. 10. " Im Maurerftreik in Gera ist noch keine Aenderung ein. getreten. Vor der Arbeitseinstellung waren, wie die Reuß. Tribüne" mittheilt, dort etwa 850 Maurer beschäftigt, davon traten gegen 600 in den Streit, die übrigen arbeiten weiter. Zur Fertigstellung der in Angriff genommenen oder geplanten Bauten find 1000-1100 Maurer nöthig. E3 mangelt also an 7--800 Maurern. Die Streikenden haben meist auswärts Arbeit ge funden. Trotzdem sitzen die Meister immer noch auf dem hohen Pferde. Die Zimmerer Süddeutschlands haben ihren fünften Provinzialtag, der während der beiden Pfingstfeiertage abgehalten werden sollte, auf unbestimmte Zeit verschoben, da in den meisten Städten eine Lohnbewegung im Gauge ist. Ju Offenbach a. M. wollen die Wagnergehilfen nach 14 Tagen die Arbeit niederlegen, wenn die Meister nicht folgende Forderungen bewilligen: Abschaffung von Rost und Logis beim Meister, zehnstündige Arbeitszeit, 15 pet. Lohu erhöhung, 25 pet. Lohnzuschlag für Ueberstunden. Der Schreiner: und Lackirerstreik in Isenburg ist Gegenstand der Verhandlungen des Einigungsamts. In Nürnberg ist der Streit bei öblein u. Krafft für beendet erklärt; unter welchen Bedingungen, ist in der Be tanntmachung der Streitkommission nicht gesagt. In der Reißzeugpolirerei von A. Stiegler wurde im Ber handlungswege die Arbeitszeit von 662 Stunden auf 60 Stunden bei gleicher Lohnzahlung wie bisher reduzirt und für Uebers stunden ein Aufschlag von 10 pet. gewährt. Die Spengler Münchens ersuchen um Vermeidung des Zuzugs. Sie stehen in einer Bewegung, um den Neunstundentag unter Beibehaltung des bisherigen Lohnes, einen noch festzusetzenden Minimallohn und die Abschaffung der Ueberstundenwurfs. Der Rest des Erbrechts( bis§ 2359) wurde mit un- In Luckenwalde haben die im Stadtverordneten erheblichen Menderungen dem Entwurf entsprechend angenommen. Rollegium fitzenden sechs Arbeitervertreter sich zu einer Das Einführungsgefeß besteht aus 217 Artikeln. Die Fraktion vereinigt, um eine gemeinsame Tattit befolgen zu meisten derselben waren bereits im Zusammenhang mit den fönnen. cinzelnen Materien des Entwurss berathen. Aus der Berathung ist folgendes hervorzuheben. Die Kommission lehute e3 ab, den Genosse Arnoldt in Magdeburg, der Drucker der Art. 72 zu streichen, der im Absterben begriffene, aber landes- Boltsstimme", hat am 16. Mai das gewünschte Verzeichniß der gesetzlich noch konservirte Zwangsrechte, Bannrechte und Real- bei ihm beschlagnahmten Gegenstände endlich durch den Kriminalgewerbeberechtigungen aufrecht erhalten will. Mit einer Stimme Polizei- Inspektor Schmidt erhalten. Beschlagnahmt find: 25 unMehrheit stimmte hingegen die Kommission dem vom Bundesrath vollständige Exemplare( Hauptblätter) der Nr. 102 der Bolts beschlossenen Artikel 215 zu, der die landesgefeßlichen Vorschriften in stimme" vom 1. Mai 1896, zwei Abzüge des in dieser Nummer trast läßt, nach welchen die Mitglieder gewiffer ritterschaftlicher veröffentlichten Bildes, das Cliché zu dem inkriminirten Bilde, Familien bei der Ordnung der Erbfolge in ihrem Nachlaß durch ein Stück des Manuskriptes zum Leitartikel der Nr. 102 der tas Pflichttheilsrecht nicht beschränkt sind. Abgelehnt Boltsstimme". wurde eine von Frohme und Stadthagen eingebrachte Das Hauptblatt der Nummer 20 der Wahrheit", Resolution, den Reichskanzler zu ersuchen, bei Aenderung der Wochenblatt für den Kreis Waldenburg, ist wegen des Artikels Zivilprozeß- Ordnung in Erwägung zu ziehen, ob nicht ent- Pastorenweisheit" auf Anordnung des Waldenburger Amts: sprechend dem früheren Recht dem Richter die Befugniß ertheilt gerichts beschlagnahmt worden. Durch den Artikel soll die werden soll, mäßige Zahlungsfristen und Raten- Geistlichkeit, insbesondere der Pastor Seibt in Waldenburg be: zahlungen zu gestatten. Für die Resolution stimmte nur der leidigt sein. Die Verfügung des Amtsgerichts ist vom 16. Mai Abg. Vielhaben( Antis.). Der freisinnige Abg. Kauff datirt. An diesem Tage ist die Nummer erst in Waldenburg 111a1111 meinte im Gegensatze zu den Anschauungen verbreitet worden. Da nach§ 194 des Strafgesetzbuchs die Verder Antragsteller, die bestehende Exekutionsmöglichkeit fei folgung einer Beleidigung nur auf Antrag eintritt, muß das eine sehr milde. Der anderweiten Anregung unserer Genossen, Waldenburger Amtsgericht mit einer erstaunlichen Firigkeit gebei Revision der Zivilprozeß- Ordnung den Umfang der nicht arbeitet haben, um das sozialdemokratische Blatt zu fassen. pfändbaren Gegenstände zu erweitern, stehe er hingegen sympathisch Anfänglich hat es die ganze Nummer beschlagnahmen lassen, gegenüber. Von allen übrigen Abänderungsanträgen wurde nur nachträglich am 18. Maischied es die beiden Beilagen der ein Abänderungsantrag des Abg. Gröber angenommen.§ 67 Nummer aus. des Zivilstandsgesetzes droht dem Geistlichen Strafe an, der ohne Nachweis der vollzogenen Ziviltrauung religiöse Chefeierlichkeiten vornimmt. Diese, Bestimmung hatte einen Sinn, als es sich um Einführung der Zivilehe handelte, denn ohne Der Berliner Anwaltverein wird sich heute in einer eine solche hätten damals vielleicht orthodoxe Be. Sigung mit den Forderungen beschäftigen, die von der Agitations völkerungsschichten geglaubt, solche religiöse Feierlichkeiten er- kommission der Berliner Bureau- Angestellten in einem Olegulativ setzen die Zivilehe. Nachdem seit dem 1. Januar 1876 nur noch zur Regelung der Arbeitsverhältnisse der bei den Rechtsanwälten 2c. von Zivilstandsbeamten giltige Ehen geschlossen werden können, beschäftigten Personen aufgestellt worden sind. Herr Rechtsanwalt ist dies jetzt allgemein bekannt und feinem Geistlichen fällt refchner I ist Referent. Bei den geradezu unerhörten, faum mehr ein eine uur firchliche Ehe unter der Benuzung eines glaublichen Zuständen wie sie in diesem Beruf bestehen, ist nur etwaigen Irrthums zu schließen, eine solche Ehe habe zu wünschen, daß die Berliner Rechtsanwälte ihren Angestellten und Sonntagsarbeit durchzusehen. anerkannt. Abg. Gröber beantragte deshalb mit recht, die geradezu unbegreiflich, wie die Angestellten bei den Löhnen, die Strafbestimmung des§ 67 zu fireichen, eventuell zu be- im Durchschnitt seitens der Anwälte gezahlt werden, ihr Leben den Gehilfen eine Frühstücks- und Vesperpause von je 15 Minuten stimmen: Straflosigkeit tritt ein, wenn der Geistliche oder fristen tönnen, wozu noch kommt, daß diefelben außerhalb jeben ohne Lohnabzug, wöchentliche Lohnauszahlung und Vermeidung Religionsdiener im Falle einer lebensgefährlichen, einen Auf Schutzgesetzes stehen und feinen gefeßlichen Kündigungsanspruch der Ueberstunden bewilligt. Zur Arbeiterbewegung in Württemberg. Allzugroße schub der Eheschließung nicht gestattenden Krankheit zu den haben, also stündlich ohne weiteres auf die Straße gesetzt werden religiösen Feierlichkeiten einer Eheschließung schreitet." Für fönnen. Arbeiterfreundlichkeit kann man den Stuttgarter Stadtbeide Anträge stimmten Frohme und Stadthagen. Der Zweds Abrechnung über den Rottbuser Streit er- vätern nicht nachsagen, denn in der letzten Gemeinderaths- Sigung, wo die städtischen Arbeiter um den Zehnstundentag und Prinzipalantrag fiel jedoch mit Stimmengleichheit; der suchen wir alle Adressaten, an welche wir Listen gesandt haben, 10 Pfennige Aufbeffering petitionirten, wurde mit einer Stimme Eventualantrag wurde angenominen. Von den abgelehnten Anträgen mag noch ein Antrag Frohme- Stadthagen an- felbige sammt den etwa darauf gezeichneten Beträgen an den Mehrheit der Beschluß gefaßt, ihnen provisorisch 10 Pfg. geführt werden:" Diejenigen privatrechtlichen Bestimmungen der Unterzeichneten einzusenden. Alle Partei und auf dem Boden Aufbesserung and 10/2 indige Arbeitszeit zu gewähren. Landesgesetzgebung ausdrücklich aufzuführen, die nach dem der modernen Arbeiterbewegung stehenden Gewerkschaftsblätter. a. zehnständige Arbeitszeit, wöchentliche Lohnzahlung und Die Wagner und Schmiede Stuttgarts verlangen Infrafttreten des Bürgerlichen Gesetzbuchs noch in Geltung bleiben werden um Veröffentlichung dieser Aufforderung gebeten. Von Entschädigung für Ueberstunden und Sonntagsarbeit. Nächsten Artikel 1 des Einführungsgesezes bestimmt über die Beit den infolge des Streits Gemaßregelten und Arbeitslosen sind Donnerstag werden die Antworten der Meister eripartet; Zuzug des Intrafttretens des Bürgerlichen Geseybuchs wie noch gegen 70 Personen vorhanden und zu unterstützen. Wir ist vorerst fernzuhalten. folgt:„ Das Bürgerliche Gesetzbuch tritt an einem durch bitten auch hiervon Notiz zu nehmen. Das ehemalige Streit faiserliche Berordnung mit Zustimmung des Bundesraths festzu- fomitee der Textilarbeiterschaft zu Rottbus. setzenden Tage, spätestens am... gleichzeitig mit einem Gesetz, Ulrich, Kaiser Wilhelmplatz 48. betreffend Aenderungen des Gerichtsverfassungsgesetzes, der Zivil: Ulrich, Kaiser Wilhelmplatz 48. Bingen, 20. Mai.( W. T. B.) Ueber ein Schiffsunglück prozeßordnung und der Konkursordnung, einem Gesetz über die Ueber den Streik der Brillenarbeiter in Nathenow am Binger Loch meldet der Rhein- und Nahebote" des Bwangsversteigerung und die Zwangsverwaltung, einer Grund- berichtet die Brandenburger Zeitung", daß eine Einigung weiteren: Heute Mittag 1 Uhr fuhr das Dampfboot Disch Nr. 3" buchordnung und einem Gesez über die Angelegenheiten der zwischen Grossisten und Einschleifern nicht erfolgt ist, und daß von Aßmannshausen zu Berg mit einem Schiff in Schlepptau. freiwilligen Gerichtsbarkeit in traft." Man nimmt an, daß das deshalb nicht nur diese in den Ausstand treten, sondern auch Bald nach der Abfahrt, kurz vor dem Binger Loch, sah man zu Gesetz danach frühestens am 1. Januar 1900, spätestens am vielen Meistern seitens der Grossisten aufgegeben wurde, den bei beiden Seiten des Dampfbootes Dampf mit großer Gewalt ent1. Januar 1905 in fraft treten wird. Die zweite Lesung des ihnen beschäftigten Fassungsarbeitern zu kündigen. Eine am weichen und vernahm den Knall des explodirenden Kessels. Das Entwurfs wird in der Kommission am 2. Juni um 10 Uhr be- Sonntag abgehaltene Versammlung beschäftigte sich Versammlung beschäftigte sich mit Schiff drehte sich einige Mal im Kreise herum und flog dann ginnen. Ein Antrag des Abgeordneten Bielhaben( Antis.), die diesen Verhältnissen und kam zu einem Beschluß, der sämmt in die Luft. Der Kapitän mit Frau und Kindern, 7 Mann der zweite Rommissions lesung bis zum Herbst aufzuschieben, lichen Brillenarbeitern u. f. w. aufgab, am Montag zu Besatzung und der Steuermann Erlenbach aus Caub fanden wurde von allen anderen Kommissionsmitgliedern bekämpft. Auch fündigen, weil durch die Kündigung der Grossisten der dabei ihren Tod. Nur ein einziger Mann wurde gerettet. Das im unsere Genossen betonten: so richtig es gewesen wäre, vorher vor dem Einigungsamt erzielte Vergleich hinfällig wird und die Schlepptan befindliche Schiff blieb unbeschädigt. Die Ursache der ausgiebigere Zeit zum Studium der 2576 Paragraphen zu geben ganze Art der Kündigung auf die Zerstörung der Organisation Katastrophe konnte nicht festgestellt werden. und vor allem Arbeiter zu der Vorkommission zuzuziehen, abzuzielen scheint. Diesem Angriff soll durch die Kündigung seitens Newlyn( Cornwall), 20. Mai.( W. T. B.) Die Unruhen unter so liege doch der Kommission die allerdings mühevolle Aufgabe sämmtlicher Arbeiter begegnet werden. Die Versammlung er den hiesigen Fischern erneuerten sich heute Vormittag. Aufrühre ob, die Kommissionsarbeit ohne Verzug zu Ende zu klärte ferner, daß die Brillenarbeiter nicht abgeneigt seien, sich, rische Fischer griffen den Hafenmeister an, welcher von der führen. Auch dem Plane, die zweite Lesung im Juli obwohl sie zu diesen Maßnahmen durch die Grossisten gedrängt Polizei beschützt merden mußte. Die Menge griff hierauf die im Plenum stattfinden zu lassen, wollen sie sich nicht sind, mit diesen wieder zu einigen; bevor diese Einigung aber Polizei selbst an, wurde jedoch von derselben, die Gebrauch von widersetzen, glauben aber, daß die nicht unter deutsch erfolgt fet, folle die erste Forderung, 11stündige Arbeitszeit und ihren Knüppeln machte, zurückgedrängt, ohne daß das in der obrigkeitlicher Botmäßigkeit stehende Julisonne eine Plenars ein Lohnzuschlag von ca. 20 pet. erhoben werden. Nen kommt Nähe befindliche Militär herangezogen wurde. bürgerliche Wirkungen oder votant is Ghe Entgegenkommen zeigen. Sit es für den Fernſtehenden doch Die Maler- und Tünchermeister Ludwigshafens haben sollen." 3. A.: Carl Depeschen und lehte Nachrichten. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 117. nicht arbeiterffveiks in Rotterdam = 0 Donnerstag, den 21. Mai 1896. " -O 13. Jahrg. tommen. das Serum 2112= darauf Bedacht zu nehmen, daß die Anbringung von Wetter- diesem Raume schlafen des Nachts vierzig bis fünfzig Kellnerinnen. Ueber die Ursachen des Dock- tarten und Berichten, wie solche früher von der Urania Ueber diesem Schlafsaal liegt ein zweiter, der drei Meter länger Uhren- und Säulen- Gesellschaft an den Säulen unterhalten ist als der untere, welcher an seinem Ende noch eine Vorraths= worden sind, baldigst wieder ermöglicht werde. fammer birgt. Die Fenster des zweiten Schlafraums, die sich wird uns von dort geschrieben: Vor ungefähr 7 Wochen brach ebenfalls alle auf einer Seite befinden, sind 45 Zentimeter hoch bei der Firma Müller u. Co. ein Streit der Dockarbeiter hat sich im Vierteljahr Januar- März d. J. gegen den gleichen beherbergt. Wenn die Kellnerinnen des Morgens aufstehen, so Die Gasherstellung in den städtischen Gasanstalten und 1 Meter breit. Auch hier sind vierzig bis fünfzig Mädchen aus, weil für das Löschen der Frachten elektrische Krähne Beitraum im Jahre 1895 um 2513 000 cbm, nämlich von eingeführt wurden, wodurch die Arbeiterzahl um ein Viertel redu 33 550 000 cbm auf 36 063 000 cbm, mithin um 7,490 v. S. feben sie, wie uns geschrieben wird, blaß und matt aus und die zirt wird. Dieser Streit ging verloren. Die Folge davon war, erhöht, ein Zuwachs, wie er seit längerer Zeit nicht festzustellen meisten klagen über Uebelkeit. Kein Wunder, da in nächster Nähe daß die Firma Müller u. Co. nicht mehr im Afford arbeiten ließ, war. Die Zahl der von den städtischen Gasanstalten gespeisten der Schlaffäle alle Küchenabfälle, wie Knochen, Gedärme und sondern 150 Arbeiter auf festen Wochenlohn( 15 fl.= 25 M.) einstellte; Privatflammen vermehrte sich um 10 403, so daß am 1. April Fischreste hingeworfen sind, sodaß zuweilen ein geradezu etelaußerdem versprach sie ihnen eine Prämie, die nach Jahresfrist zahl- Dieses Jahres ihre Zahl 944 125 betrug. Deffentlich aus den hafter Gestank herrscht. Das Schönste aber ist, daß die Mädchen bar sein sollte. Auf diese Weise kam diese Firma zu billigeren städtischen Gasanstalten versorgte Flammen waren 25 073 vor veranlaßt worden sind, für dieses Gute monatlich noch zehn Arbeitskräften und konnte infolge dessen leichter mit den übrigen handen und der Bestand der öffentlichen Petroleumlaternen belief Mart Reinigungsgeld zu zahlen! Spediteuren konkurriren. Diese setten nun die Löhne ihrer sich auf 1165. Blrbeiter herab, vorläufig um 10 pбt. Die Organisation Zum Fall Langerhans liegt nun endlich ein amtliches per Dockarbeiter war beim Müller'schen Streit noch sehr Im Krankenhause Moabit wurden 1894/95 7640 Kranke Gutachten vor, welches der stellvertretende Direktor der staattchwach; in den letzten 7 Wochen haben sich ihr behandelt, wovon 583 aus 1893/94 übernommen und 7057 neu lichen Kontrollstation für das Diphtherieserum, Professor Ehrlich, aber mehrere Tausend Dockarbeiter angeschlossen. Sowie nun aufgenommen wurden. Von letzteren wurden 2409 auf eigene in der legten Ausgabe der Berliner Klinischen Wochenschrift" aufgenommen, 1218 bekannt geworden war, daß die Epeditionsfirmen die Löhne Meldung von Armenkommissionen, bekannt giebt. Der genannte Forscher hebt hervor, daß die herabsetzen wollten, berief der Neue Niederländische Bootarbeiter- 511 vom städtischen Obdach, 78 von der Polizei, 42 von Station durch die untersuchung des eingelieferten Serums Bund eine Versammlung ein, um Stellung zu dieser Angelegen- anderen Verpflegungsanstalten überwiesen; ferner 2845 von und durch die Zurückziehung aller nur etwas abgeschwächten In dieser Versammlung wurde beschlossen, Rassen it. f. w., 486 von Dienstherrschaften, 18 von fremden Ge Sorten dafür sorgt, daß in Deutschland am Krankenbett bei allen Speditionsfirmen die Arbeit niederzulegen, um die meinden. Die letzten 3 Gruppen, denen bei Raummangel nur mustergiltige Präparate zur Verwendung Wiedereinführung des alten Lohnes auch bei der Firma die Aufnahme verweigert werden kann, machten zusammen 2799 Die Prüfung der eingesandten Proben geschieht in der Müller u. Co. zu erreichen, und auf keinem Platze die( 391/2 pCt.). Wegen Raummangel zurückgewiesen wurden sorgfältigsten, jeden Irrthum ausschließenden Weise durch Arbeit früher aufnehmen, bis alle Firmen bewilligt hätten. 490 Aufnahmesuchende, außerdem 162, weil sie nicht aufnahme- zwei gleichzeitig und unabhängig von einander arbeitende Binnen wenigen Tagen war der Generalstreit perfekt. 5 bis bedürftig waren. Raummangel machte sich besonders fühlbar Assistenten, nöthigenfalls unter Buziehung des Direktors selbst. 6000 Dockarbeiter sind daran betheiligt. Fast der gesammte bei einigen akuten Infektionskrankheiten, für die es infolge In dem Falle Langerhans nun ist die Kontroll- Nummer 216 der Handel Rotterdams lag still. Allein die Schiffe der Harwich der fortgesetzten Zunahme der Belegungsziffer des Kranken- Höchster Farbwerke zur Anwendung gekommen. Sofort nach Linie wurden noch gelöscht und zwar mit englischen Arbeitern. hauses an einer hinreichenden Zahl geeigneter Isolirräume Kundgabe des Todesfalles wurde dieses Serum bezw. Fläschchen Dann tam aus England der Präsident der National Union of fehlte. Eine große Anzahl zu isolirender Kranker," sagt der Be- derselben Kontrollnummer einer eingehenden Nachprüfung unters Dock labourers, Havelot Wilson, herüber und über richt für 1894/95, mußte deshalb wegen Raummangels abgewiesen zogen. Das Serum erwies sich bei vollem Wirkungswerth als über- richt 1894/95 ,,, mußte redete in einigen Versammlungen die an den Schiffen der werden." Es starben 814 Personen, 103/4 pCt. der Behandelten, absolut teimfrei, so daß die nachträgliche Bildung etwaiger giftiger Harwich Linie beschäftigten englischen Arbeiter zur Theil davon in den ersten 6 Tagen 275 und von diesen in den ersten Batterienprodukte ganz ausgeschlossen ist. Auch der Karbolgehalt nahme an dem Ausstand, so daß auch diese Linie still- 24 Stunden 36. Aus dem ärztlichen Bericht ist bemerkenswerth war, wie eine größere Reihe von Thierversuchen ergab, nicht höher Es entsprach mithin das Serum auch bei der liegt. Die Haltung der Streitenden ist ruhig, ernst und sieges- die Erklärung, die für die feit mehreren Jahren beobachtete als erlaubt. Weiterhin gewiß. Die Behörden scheinen den Kopf verloren zu haben oder Zunahme der chronischen fonftitutionellen Erfrankungen ge- Nachprüfung noch allen bestehenden Vorschriften. wollen ein Blutbad anrichten: Die Polizei ist verstärkt, die geben wird. Sie machten 1891/92 4,2 pCt., 1892/93 4,9 pet., ergaben die Nachforschungen bei verschiedenen Krankenhäusern, Marinesoldaten find Tag und Nacht im Dienst, die Schüttery 1893/94 7,4 pt, 1894/95 10,4 pt. aller in der inneren die dieselbe Serum- Nummer benutzt hatten( in Berlin, Hamburg, ( eine Art Kommunalgarde) ist, 1 Regiment start, unter die Waffen Abtheilung behandelten Krankheitsjälle aus. Der Bericht sagt Würzburg, Kiel, Magdeburg und Krefeld), daß nirgends eine gerufen, ein großes und drei kleinere Kriegsschiffe liegen im Hafen, dazu: Die vermehrte Ueberweisung von Alterserkrankungen besondere, etwa gar giftige Nebenwirkung beobachtet wurde. In noch andere sind nach hier beordert. Der fleine Belagerungs von seiten der Armenärzte behufs Ueberführung der Kranken einem der Fälle erhielt ein anderthalbjähriger Knabe das Zehnzustand ist erklärt. Troß allen diefen provozirenden Maßnahmen in die Siechenhäuser ist zum theil Veranlassung für diese fache der bei dem kleinen Langerhans benußten Dosis, ohne die der Behörden haben sich die Streifenden noch immer ruhig ver- Steigerung, dann aber drückt sich in dieser Zahl die soziale geringste Störung zu zeigen; andererseits sind auch Schutzhalten, dank der guten Leitung. Sollte es zu Ausschreitungen Noth der arbeitenden Stände aus, denen eine Pflege chronischer impfungen mit demselben Serum vorgenommen worden, ohne Es muß also so tommen, was bei der Zusammensetzung der Dockarbeiter Kranfer in der eigenen Häuslichkeit weniger möglich ge- irgend welche übelen Nachwirkungen. schließt Professor Ehrlich sein Gutachten verwunderlich gar zu wäre; fo worden ist." tragen die Maßnahmen der Behörden die Hauptschuld Hauptschuld daran. Die Die. Verkehrsverhältnisse auf der Stadtbahn gestalten r. 216 als ein den bestehenden Vorschriften vollständig ents Bewegung ist nun in ein neues Stadium getreten durch die sich immer unerquicklicher. Die mit 18 bis 25 Personen gefüllten sprechendes Präparat von durchaus normaler Beschaffenheit beDazwischenkunft der Frauen. Ungefähr 300 Frauen von Streifenden Koupees sind in den Abendstunden von 6 bis 8 Uhr zur Regel zeichnet werden. zogen durch die Stadt. Zum Bürgermeister, zum Chef der Firma geworden. Man kann es den Leuten nicht verdenken, wenn sie, soweit Die Nothwendigkeit einer ständigen Sanitätswache im Müller u. Co.( Stroeller) wurden Deputationen abgesandt und in sie es können, zur Selbsthilfe greifen. Sobald das Koupee gefüllt ist, Moabiter Kriminalgericht wurde durch die jüngste Verhandlung einer Dockarbeiterfrauen- Versammlung, in der ungefähr 1000 Frauen versperren vielfach die Darinsihenden die Thür, indem sie irgend des Schwurgerichts am Landgericht II wieder einmal erwiesen. anwesend waren, wurden die Dockarbeiter zum Ausharren angespornt. einen Gegenstand so unter den Drücker stellen, daß dieser nicht Auf der Anklagebank befand sich ein alter Mann, der infolge Auch ist ein Verein von Dockarbeiter Frauen gegründet bewegt und die Thür nicht geöffnet werden kann. Bu einer einer überstandenen Operation weder stehen noch sihen konnte worden, dem mehrere hundert Frauen beitraten. Von Interesse gründlichen Untersuchung ist bei der Schnelligkeit des Verkehrs und deshalb in einem Krankenstuhle lag. Diesem Manne wurde ist noch, daß die Firma Müller u. Co. eine deutsche ist und fast keine Zeit und in den alten Wagen wurde mit diesem Kunstgriff plöglich die Verhandlung dauerte bereits zwei Tage alle holländischen Bourgeoisblätter aus diesem Grunde auf seiten der beabsichtigte Zweck auch erreicht; bei den neuen Durchgangs- wohl und fast gleichzeitig fiel eine mitangeflagte Frau in Ohnder Streifenden stehen. Selbst katholische Zeitungen bezeugen wagen ist das nicht mehr möglich. Dabei kann die Stadtbahnmacht. Es wurde nun nach dem Lazareth des Untersuchungsdiesen ihre Sympathie, obgleich diefelben Blätter zustimmten, als in verwaltung entschieden mehr thun. Die Züge fahren um die gefängnisses geschickt, von hier kam jedoch die Nachricht zurück, Maastricht der Glasfabrikant Regout 167 Arbeiter aussperrte, weil sie angegebene Zeit meist nur mit acht Wagen, die leicht um je daß der Arzt eben zu Tisch gegangen set und der Lazarethgehilfe nicht aus dem Fachverein austreten wollen. Die Handlungsweise zwei Wagen vermehrt werden könnten. Eisenbahnbeamte be- feinen freien Tag habe. Die Gerichtsdiener mußten sich daher der Firma Müller u. Co. ist sehr dazu angethan, dem Deutschen- haupten sogar, daß unsere Stadtbahnlokomotiven bei den Steigungs- darauf beschränken, die Kranken mit Wasser zu erfrischen, so daß haß in Holland neue Nahrung zu bieten. Verhältnissen auf dem verkehrreichsten Theile zwischen Charlotten- nach einer Erholungspause die Verhandlung fortgesetzt werden Bon anderer Seite wird uns aus Holland noch mitgetheilt: burg und Schlesischem Bahnhof sehr wohl zwölf Wagen befördern konnte. Der Rotterdamer Ausstand hat sich bis Schiedam und Dortrecht könnten. Ferner fönnte während dieser Zeit des starten Ver ausgedehnt. Die Firma Müller 1. Co. erklärt sich fehrs eine schnellere Aufeinanderfolge der Züge namentlich der Sonntagsruhe nud Bierausschank. Der Polizeipräsident schon zu einigen Ronzessionen bereit. Sie will die Löhne ihrer am meisten überfüllten Ringzüge stattfinden. Leider haben die veröffentlicht folgende Bekanntmachung:" Den Gast- und SchankArbeiter auf die von den Streifenden geforderte Höhe bringen, neuen Einrichtungen auf dem Bahnhof Friedrichstraße den be- wirthen ist an Sonn- und Festtagen außerhalb der für den aber dasjenige, was sie dadurch mehr bezahlen muß, nur als quemen Zugang vom Stadtverkehr nach dem Vorortsverkehr ganz Hauptgottesdienst bestimmten Zeit der Ausschank von Wein und eine nach der Vollendung der Arbeit zu bezahlende Prämie be- erheblich erschwert und damit eine weitere Belastung des ersteren Bier vom Faß unbeschränkt, d. h. an Ort und Stelle, sowie trachten und dem gegenüber einige Vortheile ihrer Arbeiter zu Wege gebracht. Jedenfalls sind die Verhältnisse gegen über die Straße gestattet. Jeder andere Verlauf über die Straße ( Unfallversicherung u. f. w.) aufheben. Die Arbeiter erflärten wärtig so unerträgliche, daß energisch auf Abhilfe aedacht unterliegt den beschränkenden Vorschriften, die über die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe erlassen worden sind." unter großer Begeisterung, Begeisterung, diese Bedingungen nicht werden muß. anzunehmen und proklamirten Fortsetzung des Aus Der Zirkus Schumann am Friedrich Karl- Ufer wird bald leber die Volksernährung auf der Gewerbe- Ausstands. Die Haltung der Behörden wird erklärlicher durch den Umstand, daß der Bürgermeister S. Jacob in finanziellen Be Beitungsannoncen mit, daß vom 1. bis 12. Mai gegen Die Eisentheile, aus denen der Bau im wesentlichen besteht, stellung theilt der Geschäftsführer Herr Abraham durch vom Erdboden verschwunden sein. Schon hat man mit dem Abbruch, der auf vier bis sechs Wochen berechnet ist, begonnen. ziehungen zu der Firma Müller u. Co. steht. Es erregt all150 000 Portionen verkauft worden sind. Als Vorwand zu gemeine Unzufriedenheit, daß die Mitglieder der Bürgerwehr dieser Reklame benutzt er den ihm wohl nicht unerwünschten Säulen, Wellblech zc., werden zu Wasser nach Magdeburg ver( Schüttery) ihrer beruflichen Beschäftigung unnöthigerweise ent- Umstand, daß sein Unternehmen von verschiedenen Seiten an- laden, um dort wieder aufgebaut zu werden. worden ist. Es ist begreiflich", schreibt er, daß ein Ueber den neuesten Stand der Dinge liegen folgende Mel- folcher Erfolg auch Anfeindungen hervorruft, obwohl die Ge- angenehme Erfahrung gemacht: Reichspost und Gendarmerie Die Packetfahrt M.-G. hat auf der Ausstellung eine une Rotterdam, 19. Mai.( Privattelegramm des„ Berliner meinnützigkeit des Werkes solche ausschließen sollte". Das klingt haben eine Beschlagnahme vorgenommen, nachdem festgestellt Tageblatt.") An ftelle der ausständigen Schiffsentlader sind so, als ob die Angriffe nur aus intereſfirten Kreisen gekommen worden ist, daß die Packetfahrt von der Ausstellung aus geschlossene 500 englische Schiffsentlader engagirt. Die Streifenden über bankten. Herr A. wird damit gänzlich unverdienter Weise laftungsmaterial zu erhalten, selbst geschlossene Briefe der Packetfeien und nur dem Konkurrenzueid ihre Entstehung ver- Briefe beförderte. Wie es heißt, hat die Reichspost, um Befielen den Chef des Hauses„ Müller und Kompagnie", Stroeller, in das Licht eines Märtyrers für die gute Sache gerückt. Auf die fahrt zur Beförderung übergeben. auf offener Straße und bedrohten denselben. Kroeller flüchtete in ein Polizeibureau, wo er von den Arbeitern förm- ersparen zu dürfen gemeint. Er begnügt sich damit, darauf hin- werde, wird von dem„ Berl. Tagebl." bezweifelt. Von der AusAngriffe selber klar und deutlich zu antworten, hat er sich Daß Fritz Friedmann schon am Sonnabend ausgeliefert lich belagert wurde. Erst bewaffnete Macht befreite Kroeller aus zuweisen, daß in der Küche der Boltsernährung bezüglich der feiner Lage. schlimmert sich die Lage im hiesigen Hafen. Eine Versammlung Dr. Elsbach, bezüglich der Zubereitung der Speisen eine große wisse man noch nichts von der neuen Wendung der AnTrotz der Zugeständnisse der Arbeitgeber ver- verwendeten Produkte als Chemiker die Herren Dr. Virchow und lieferung sei der Kriminalpolizei noch gar keine Mittheilung zugegangen. Auch in französischen Gerichts- und Polizeitreifen von mehreren tausend Streifenden beschloß die Fortsetzung des Zahl von Ehrendamen der Berliner Gesellschaft die Aufsicht Ausstandes. Die Frauen bekämpfen insbesondere jebe Wieder ausüben". Der Hinweis auf die Ehrendamen scheint den der gelegenheit. aufnahme der Arbeit. Die Entladung der wenigen Schiffe, welche Küche gemachten Vorwurf der Unappetitlichkeit und Unsauberkeit Ganz eigenartiger Betrügereien wegen ist gegen einen im hiesigen Hafen einlaufen, kann nur unter starkem Polizeischuß entfrästen zu sollen. Schreiber dieser Zeilen hat diesen Vorwurf hiesigen Schlächtermeister bei der Staatsanwaltschaft eine geschehen. Zwei Bataillone Husaren sind tonsignirt, da Unruhen bei 7 von 8 Portionen verschiedener Speisen und Getränke, die Anzeige erstattet worden. Der betreffende pflegt mit Vorliebe befürchtet werden. leider bestätigt aus Molkereibetrieben Kühe aufzukaufen und soll in mehrRotterdam, 19. Mai.( W. T. B.) Die fireifenden zu verschiedenen Zeiten gekauft wurden, gefunden. Die Aufsicht der Ehrendamen hatte nicht fachen Fällen unter Vorspiegelung, daß die erstandenen Thiere Schiffsentlader haben in einer Versammlung mit 1182 gegen verhindern zu vermocht, 11113 daß unter anderem nach dem Schlachten voit den Aerzten des Zentrals 431 Stimmen beschlossen, heute Nachmittag die Arbeit wieder ein start bestaubtes und betrocknetes Gericht Kartoffelsalat Schlachthofes als zur menschlischen Nahrung ganz oder theilaufzunehmen. Die Opposition protestirte gegen den Beschluß, da und als Zugabe zu einem Paar Würste ein buchstäblich stock weiſe untauglich verworfen worden, sich bedeutende Beträge von nicht alle Streifenden in der Versammlung zugegen wären. Antwerpen, 20. Mai. Die Schiffsentlader, welche bartes Stück Brot servirt wurde. Aber vielleicht sind andere der Verkaufssumme haben zurückzahlen lassen. Durch NachDie Schiffsentlader, welche beffer bedient worden. Was die Belehrung angeht, die nach forschungen eines in dieser Weise betroffenen Molkereibesitzers nach Rotterdam zum Ersatz der Ausständigen fahren wollten, wurden am Bahnhof überfallen, arg mißhandelt und Herrn A.'s Erklärung viele tausende von Besuchern bei ihm ge. hat sich herausgestellt, daß die Angaben des Schlächtermeisters ihrer Sachen beraubt. Viele Personen wurden wegen dieser Aus- funden haben sollen, so ist uns unklar, worin sie bestehen soll vollkommen unwahr waren, und er hat nunmehr in Gemeinschaft Daß man mit halb oder ganz geschenkten Lebensmitteln, mit mit anderen Geschädigten Strafanzeige bei der Staatsanwaltschreitungen verhaftet.-- Infolge des Ausstandes in Holland freiwilligen Hilfskräften u. f. w. billiger verkaufen tann als schaft erstattet. nimmt der Schiffsverkehr im hiesigen Hafen bedeutend zu. andere Leute, das ist nicht neu und dürfte auch ohne Besuch der Abraham'schen Küche jedem ohne weiteres einleuchten. Man hat dem Unternehmen direkt vorgeworfen, daß, wenn auf diese Weise gezeigt werden soll, wie große Voltsmaffen billig ernährt werden können, das Publikum einfach getäuscht wird. Auf diesen anderen, schlimmeren Vorwurf geht Herr A. in seiner Erklärung zogen werden. dungen vor: Tokales. Der Ausschuß der Stadtverordneten- Versammlung zur Urania. Sanlen hat am Dienstag Abend unter Vorsitz der Borberathung der Magistratsvorlage betreffend den Betrieb der Stadtverordneten Dr. Schwalbe und in Anwesenheit des MagistratsKommissars, Stadtrath Voigt beschlossen, der Versammlung zu mit feiner Silbe ein. Schlafräume für Ausstellungs- Kellnerinnen. Im VerArbeiters Hermann Rudolph beschlagnahmt worden, der Dienstag Von der Staatsanwaltschaft ist die Leiche des 45jährigen Abend gegen 8 Uhr, als seine Frau auswärts mit Waschen beschäftigt war, von seinem von einem Ausgange heimkehrenden Halleschestr. 14 todt aufgefunden wurde. Rudolph scheint an 13jährigen Sohne in der Wohnung im Keller des Hauses einem Herzschlage gestorben zu sein. empfehlen, die vom Magistrat seiner Vorlage vom 25. April cr. gnügungspark bei Schippanowsty steht ein aus Fachwerk mädchens Klara Galle sol neuerdings wieder aufgenommen Die Untersuchung wegen Ermordung des Diensts beigefügten Bedingungen, auf grund deren ein Vertrag mit dem errichtetes Gebäude von etwa zwanzig Meter Länge und fünf worden sein, nachdem durch eine anonyme Anzeige zwei Personen Berlagsbuchhändler Siegfried Cronbach über den ferneren Betrieb Meter Breite. Im untersten Raume, der den Steller vorstellt, unter Angabe von Einzelheiten als der Thäterschaft verdächtig der Urania- Säulen abgeschlossen werden soll, mit einigen redaktio befinden sich drei Abtheilungen für Bier, Wein und Fleisch. bezeichnet worden sind. Ein Ergebniß der neu eingeleiteten nellen Aenderungen anzunehmen und folgende Resolution zuzufügen: Namentlich aus letzterem Raum strömen nicht gerade die besten untersuchung liegt noch nicht vor. 1. Die Versammlung ersucht den Magistrat, ihr baldmöglichst Gerüche. Ueber dem Keller liegt ein sogenannter Echlaffaal, eine Vorlage wegen weiterer Aufstellung von zentralregulirten der zwei Meter hoch, an einem Ende fünf, am anderen Ende Von einem Jrren wurde gestern Vormittag Geheimrath Uhren in den verschiedenen Gegenden der Stadt und zwar sechs Meter breit und zwanzig Meter lang ist. Fenster be- Prof. Dr. Jolly, der leitende Arzt der Frrenabtheilung der unter Ausschluß jeder Retlameeinrichtung zu finden sich nur auf einer Seite, und zwar fünf von Charitee, überfallen. Am 12. d. M. brachte, wie wir damals gehen zu lassen; 2. die Versammlung ersucht den Magistrat, je anderthalb Meter Höhe und einem Meter Breite. In mittheilten, der Pianofortefabrikant Anton Pfeiffer aus der Der Architekt Herr Karl Lobber, Berlin SW., Hafenplay 5, Der Architekt Herr Karl Lodder, Berlin SW., Hafenplay 5, bittet diejenigen Personen um Angabe ihrer Adresse, welche Augenzeugen des in unserem Blatte mehrfach erörterten Unglücksfalles in der Dorfstraße gewesen sind, bei welchem der Schlosser Lodder getödtet wurde. n Waffergaffe feine angeblich kranke Frau, die er in Watte und noch Busch geboten, von Adolph Ernst und Frische ganz zu gehender Beweisaufnahme nicht klären, welche Bewandtniß es Betten gepackt hatte, in die Charitee, nachdem er am Tage schweigen. Wer genau beobachtet, wird zu seinem Privat- mit der angeblich zum Schein ausgestellten Urkunde gehabt. vorher schon seinen Sohn eingeliefert hatte. Es stellte sich vergnügen noch finden, daß sich unter den Balleteusen neben den Der Gerichtshof hielt eine Beleidigung des Klägers v. N. beraus, daß die Frau und der Sohn durchaus gefund gewohnten Berliner Gesichtern auch wirklich englische Typen be- für vorliegend. Es sei nicht erwiesen, daß derselbe sich unlauterer find, Pfeiffer jedoch, ein Mann von 45 Jahren, plöglich geistes- merkbar machen, die direkt von London hergekommen sind, um Mittel bedient habe, um die Wechsel von seinem früheren Mündel trank geworden war. Während die Krankheit bis dahin die Berliner Gewerbe- Ausstellungsbesucher durch ihre strammen zu erlangen. Die Fassung des ganzen Berichts sei für den Privatgutartig gewesen war, trat gestern plötzlich eine Wandlung Exerzitien wie durch ihre Rasse in Staunen zu verfeßen. Und Kläger ungünftig, da nur angeführt worden sei, was gegnerischer cin, die Geheimrath Jolly beinahe verhängnißvoll geworden all diese bunte Kostümpracht ist, wenn man man den ehr- feits vorgebracht wurde. Dem Privatbeklagten sei aber zugegeben wäre. Als der Arzt zwischen 10 und 11 Uhr seinen Rundgang lichen Versicherungen des Textbuchs trauen barf, so worden, daß er sich im guten Glauben befunden habe und des durch die Abtheilung machte, riß Pfeiffer unversehens von einer gar von einer Handlung getragen, von der auf der halb sei gegen ihn nur auf eine Geldstrafe von 100 M. erkannt eichenen Bank eine Querlatte ab und verfekte damit dem Arzte Bühne allerdings ebenso wenig zu merken ist als von den Ur- worden. Die Veröffentlichung des Urtheils habe in der einen wuchtigen Schlag über den Kopf. Geheimrath Jolly, der fachen, welche den„ Dichter" bewogen haben, das aufgeführte Vossischen" und in der National- Zeitung" zu erfolgen. blutüberströmit war, wurde von Geheimrath König verbunden Schaustück„ Der Orient" zu nennen. Handlung und Idee Gegen das Erkenntniß wird Berufung eingelegt werden. und von zwei Angestellten der Charitee in feine Wohnung ge- würden hier auch nur als störendes Beiwerk empfunden werden. Wie vorsichtig man als Zeuge bei Beantwortung ber bracht. Die Befürchtung, daß der Schlag eine Gehirnerschütterung Man gloßt das ganze an, wie den Riefenbau einer Kaserne oder von dem Richter gestellten allgemeinen Fragen zu Werke gehen herbeigeführt habe, hat sich glücklicherweise als grundlos heraus wie eine Parade auf dem Tempelhofer Felde. Der Glanz blendet, muß, bewies eine Strafsache, welche gestern vor der ersten Straf gestellt. Der Verlegte befindet sich bereits wieder außerhalb des aber künstlerischen oder gar ethischen Gewinn daraus ziehen zu kammer des Landgerichts II zur Verhandlung gelangte. AnBettes und hat auch seine Wohnung schon verlassen können. wollen, wäre einfach lächerlich. Man muß daher auch die neueste geklagt wegen fahrlässigen Meineides war der Kohlenhändler Art der Bühnenkunst, mit der Deutschland nunmehr von Amerika Karl Gottfried Täschner aus Briz. Am 15. März d. J. wurde und England aus beglückt worden ist, als eine vielleicht noth der Angeklagte in einer Untersuchungsfache wider den Tischlermeister wendige Erscheinung der Zeit hinnehmen. Sie bringt nichts als Lehrich wegen vorsäglicher Störperverlegung an seiner Person vor dem zur höchsten Entfaltung, der als die Begleiterscheinung und Kenn- figenden, ob er bereits bestraft sei, beantwortete Läschner mit den auf blöde Schaulust spekulirenden barbarischen Geschäftsgeist Schöffengericht in Rixdorf vernommen. Die Frage des Vorzeichnung einer absterbenden Geschichtsperiode immerhin von Be-" nein". Später stellte es sich heraus, daß er im Jahre 1869 und deutung ist. im Jahre 1878 wegen Diebstahls mit Strafe belegt war und auf Theaterchronik. Jm Schiller Theater geht heute grund dieser Feststellungen wurde alsbald Anklage gegen T. erzum ersten Male Shakespeare's Lustspiel Viel Lärm um Nichts" hoben. Vor der Straffammer gab letzterer den Thatbestand zu in Szene. Die Hauptrolle der Beatrice spielt Frau Klara Meyer und führte zu seiner Entschuldigung an, daß er geglaubt habe, als Gaft. Guido Tielscher, der Komiker des Adolph- Ernst der Richter habe gefragt, ob er wegen Meineids bestraft sei Durch unvorsichtigen Gebrauch von Benzin hat sich am Theaters, ist für das Deutsche Theater verpflichtet worden und diese Frage sei dann von ihm allerdings verneint Dienstag Abend in der Wallner- Theaterstraße 23 ein schweres und wird an dieser Bühne seine Thätigkeit schon im neuen Spiel worden. Der Vertheidiger Rechtsanwait Bürtner wies darauf Brandunglück ereignet. Gine der in der dortigen Busfedernfabrit jahr beginnen. Im Berliner Theater wird nächstens hin, daß nach der jetzt herrschenden Praxis die Zeugen nur nach angestellten Arbeiterinnen reinigte nach Schluß des Geschäfts die dramatische Umdichtung der Novelle Meine offizielle Frau" den Vorstrafen wegen Meineides gefragt würden und daß daher ihr Kleid mittels Benzins. Sie trat alsdann unvorsichtiger- von Hans Diden aufgeführt werden. sein Klient wohl der Ansicht sein fonnte, daß auch ihm diese meise an den heißen Kochherd heran und sofort fing das Frage vorgelegt worden wäre. Der Gerichtshof schenkte zwar Benzin Feuer. Einen Augenblick später standen die Kleider den Angaben des Angeklagten Glauben, erblickte aber gerade der Unglücklichen in hellen Flammen. Einer Feuersäule gleichend, darin die Fahrlässigkeit, daß er die Frage des Richters nicht rannte sie in ihrer Todesangst auf die Straße hinab. Dort eilten ihr die Droschkenkutscher, die vor dem Hause hielten, au mit dem Titel: L'evoluzione storica della proprietà"(„ Die geEin Werk von dem sozialistischen Abgeordneten De Felice gehörig überlegt habe. Unter Zubilligung mildernder Umstände lautete das Urtheil auf 1 Monat Gefängniß. Silfe, rissen sie zu Boden und erstickten mit den Wagendecken die schichtliche Entwicklung des Eigenthums") wird in den nächsten Flammen. Der herbeigeholte Arzt erachtete den Zustand des Tagen im Berlage von Barbagallo und Scuderi in Catania er Mädchens, das Brandwunden am ganzen Körper erlitten hatte, scheinen. G3 soll eine fleißige Studie über den Sozialismus auf als so schwer, daß er dasselbe sofort nach dem städtischen Kranken- Sizilien sein; De Felice spricht von den Latifundien, von den Gehause am Friedrichshain überführen ließ. meindeländereien, von der wirthschaftlichen Lage der Bauern, von der Lage der Frau, von dem zivilisatorischen Einflusse der Arbeiter Das Werk wurde fasci", von dem Kollektiv Eigenthum 2c. während der Gefangenschaft des Autors geschrieben. Von einem Kopp'schen Krankenwagen wurde Mittwoch Nachmittag ein unbekannter Knabe an der Ecke der Jnvaliden. und der Rathenowerstraße in Moabit überfahren. Das schwer verletzte Kind wurde auf dem Wagen gleich in ein Krankenhaus befördert. Tiferarisches. Gerichts- Beifung. Ein thränenreicher Amtsrichter erschien gestern vor der fünften Strafkammer am Landgericht I als Zeuge. Der Nutzrichter Dr. v. Constein hatte an einem schönen November- Nach mittage einen Spaziergang gemacht. In der Belle- Alliancestraße begegnete ihm der Kassenbote Thamm und stieß ihm in eiligem Der Amtsrichter wendete Polizeibericht vom 20. Mai. Am Dienstag Mittag wurde Vorübergehen an den rechten Arm. sich nun um, lief dem Kassenboten nach und ließ ihn festder 12jährige Sohn der Wittwe Eichelmann vor dem Hause nehmen. Der Amtsrichter begnügte sich aber nicht mit Schwedterstr. 241 durch einen Handwagen überfahren und am der Stellung des Strafantrages, sondern schrieb auch noch Kopfe und am Unterleibe verlegt. An der Ecke der Charlottenan den Brinzipal des Kaffenboten und legte ihm nahe, er möge und Schüßenstraße fiel nachmittags der 28 jährige Bierfahrer Emil Gude bei dem Versuche, auf den Vorderraum eines in den Kassenboten entlaffen. Da aber Thamm sich bei seinent Prinzipal des allerbesten Rufes erfreute, und da der Prinzipal der Fahrt befindlichen Pferdebahnivagens zu springen, gerieth Konsumvereine, welche in einem offenen Ladengeschäft auch wegen des nach seiner Ansicht ganz minimalen Renkontres nicht mit dem rechten Fuße unter die Räder und erlitt eine schwere Branntwein abgeben wollen, sind nach dem Gewerbesteuergefeß einen pflichttreuen und zuverlässigen Mann, der noch dazu Familie Quetschung der Behen. Er wurde nach einer Unfallstation steuerpflichtig. Mehreren Parteigenossen aus Langenbielau wurde hatte, mitten im Winter auf die Straße werfen wollte, ward aus gebracht. Gegenüber dem Grundstücke Kirchstr. 27 stürzte der vorgeworfen, die bezüglichen Bestimmungen verletzt und sich einer biefem Verlangen nichts. Das Strafverfahren nahm aber seinen Fort18 jährige Franz Baulinat beim Spielen von der Wassertreppe Steuerdefraudation schuldig gemacht zu haben. Thatsächlich gang, und das Amtsgericht nahm an den gestoßenen Ellenbogen so In die Spree, wurde jedoch durch einen ihm sofort nachspringenden hatten sie von der Abficht, Branntwein ebenfalls umzusehen, dem regen Antheil, daß es gegen den Angeklagten, dem von dem SynHerrn gerettet und zu seinen Eltern gebracht. Nachmittags Ortsvorsteher Mittheilung gemacht, fälschlicherweise diefelbe aber dikus seines Prinzipals das allerbeste Zeugniß ausgestellt wurde, wurde die fünfjährige Tochter der Wittwe Herrwig in der an den" Amtsvorsteher", der mit jenem in der Person iden auf fage und schreibe einen Monat Gefängniß Adalbertstraße durch einen Geschäftswagen, dessen Führer an- tisch ist, adressirt. Ferner tonnte von einem offenen Laden im erkannte. Hiergegen legte der Angeklagte selbstverständlich Be scheinend nicht die erforderliche Aufmerksamkeit aufgewendet hatte, Sinne des Gesetzes überhaupt nicht die Rede fein; rufung ein, und vor der Straffammer erschien wieder überfahren und am rechten Unterschenkel schwer verletzt. was die Staatsanwaltschaft als solchen angesehen wünschte, der Amtsrichter als Zeuge. Er meinte, es sei eine nur thatsächlich und Schuppen noch dazu unerhörte Witternugsübersicht vom 20. Mai 1896. Dreiftigkeit des Angeklagten, ein verschlossener. Das Schöffengericht erkannte troß haupte, er habe nicht absichtlich angerempelt, den erstens dem nach dem Antrage des Staatsanwalts auf schuldig hätte dann der Stoß den linken Arm treffen müssen, und und verurtheilte jeden der Angeklagten zu 20 M. Strafe zweitens sei bald nach dem Rentontre auch eine Dame dem AnDie Straflammer in Schweidnis indessen hob das Urtheil auf geklagten ausgewichen. ausgewichen. Ich habe," fuhr der Amtsrichter Stationen. Swinemünde Hamburg Berlin Wiesbaden München Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung NNW Windstärke 12| 4| 0( Stala 1-12) etter Temperatur ( 5°.= 4° R.) nach Celsius 756 755 • 756 GSD MNM 4 758 NW 759 23 Wien. 757 Still Haparanda. 758 wollig wolfig bedeckt heiter woltig wolkenlos wolkenlos 11 10 10 12 14 13 Petersburg . Cork Aberdeen. Paris.. 768 760 • 162 9 ៦ ៩ គ ឌ 1 7 8 halb bedeckt wolkig heiter 9 21283 Wetter- Prognose file Donnerstag, den 21. Mai 1896. Etwas fühleres, veränderliches, vorwiegend trübes Wetter mit Regenfällen und ziemlich frischen nordwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Theater. war ein wenn er be= und sprach die Angeklagten frei. Nach ihrer Annahme fehlten fort, schrecklich geweint vor Schmerz, ich habe auch auf der dem Schuppen die äußeren Merkmale eines offenen Ladens"; Polizeiwache schrecklich geweint und habe auch zu Hause schrecklich damit war für das Berufungsgericht natürlich auch die formale geweint, sodaß ich garnicht zu beruhigen war." R.-A. Justizrath Frage nach der Anmeldung beim Ortsvorsteher erledigt. Am v. Winterfeld legte hierauf dem Zeugen die Frage vor: Haben 18. Mai hatte sich der Straffenat des Kammergerichts als Sie vor Schmerz oder vor Aufregung so schrecklich geweint? Revisionsinstanz mit der Sache zu befassen. Der Ober- Staats: 3euge: Ich sagte es ja schon, vor furchtbaren Schmerzen; es anwalt felbft beantragte jedoch die Freisprechung, weil für die ist ja aber möglich, daß ich leichter weine, wenn zu den fürchter Entscheidung der Frage, ob ein offener Laden in Frage lichen Schmerzen noch eine große seelische Erregung tritt. stand oder nicht, die thatsächliche Feststellung des Berufungs- R.A.: Sie sind wohl sehr nervös, Herr Amtsrichter? gerichts maßgebend sei. Der Senat erkannte denn auch auf Ver- 3euge: Jawohl, ich bin etwas nervös, soviel wie eben werfung der von der Staatsanwaltschaft eingelegten Revision. jeder Richter nervös ist, wenn er viel arbeitet; aber durch Der einstmalige Chefredakteur der Kreuz- Beitung", aus nicht frankhaft! Der Vertheidiger ging in seinem Rammerrath Philipp v. Nathusius( Vorgänger des Freiherrn Plaidoyer mit dem Amtsrichter, dessen Zugeständniß, daß jeder v. Hammerstein) hat gegen den Berichterstatter Gustav Meyer Richter nervös sei, geradezu klassisch war, scharf ins Gericht und eine Privatbeleidigungsklage angestrengt, welche gestern vor dem gelangte zu der Ansicht, daß die Schlüsse des Zeugen TrugSchöffengericht zur Verhandlung gelangte. Es handelte sich um schlüsse seien, durch die nun und nimmer bewiesen werden könne, einen Bericht, der gleichlautend in der„ Vossischen Zeitung" und daß der Angeklagte absichtlich den Herrn Amtsgerichtsrath in der National- Zeitung" erschienen war und einen Zivilprozeß angerempelt habe. Dieser Ansicht war das Gericht auch, es betraf, der am 21. Oftober v. J. zwischen Herrn v. Nathusins erkannte aber wegen fahrlässiger Körperverlegung auf 60 M. und dessen Verwandten und früherem Mündel, dem Hauptmann Geldstrafe. " v. Päzold stattgefunden hatte. Es wurde mitgetheilt, daß Herr And Noth zum Betrüger geworden. Wegen Betruges v. N. bei einer passenden Gelegenheit für ca. 30 000 M. Wechsel- stand gestern der Steindrucker Karl T. vor der 129. Abtheilung afzepte aus feinem Mündel herausgelockt und sich nach des Schöffengerichts. Der Angeklagte war im Februar d. J. Das Olympia- Riefentheater hat am Dienstag Abend vor längerem Drängen dazu verstanden hatte, vor einem Notar durch Zufall in den Besitz eines Formulars gelangt, welches einer dichtgedrängten Zuschauermenge seine erste Vorstellung ge- eine fofort vollstreckbare Schuldurkunde auszustellen. Dies zum Kollektiren für eine Diakonissenanstalt benutzt werden aber für ben geben. Die Frage, warum dem Institut dieser Name ward, hätte Hauptmann von Pätzold teinen sollte. Der Angeklagte sammelte nun selbst milde Beiträge kann nur der reine Thor stellen, der nicht weiß, daß die Unter- praktischen Werth gehabt, denn die versuchte Zwangs- ein, die er in seine eigene Tasche fließen ließ. Durch nehmungen der Herren Blumenthal und Löwenfeld auch ver vollstreckung gegen Herrn v. N. sei fruchtlos ausgefallen. Die den Erfolg dreist geworden, begab der Angeklagte sich sogar zum teufelt wenig mit den im Olymp wandelnden Männern gemein fraglichen Wechsel seien theils von befreundeten Offizieren des Minister v. Berlepsch. Hier wurde er aber vom Geschick ereilt. haben, nach denen berechnender Geschäftssinn sie benannt hat. Hauptmanns v. P., theils von dessen Verwandten bezahlt worden. Dem Minister kam die Sache verdächtig vor, er ließ den Und da der Himmel der Alten des Schutzes zum Glück Herr v. Nathusius habe dann eine Gegentlage gegen Haupt- Kollektanten feststellen, wobei der Betrug ans Tageslicht tam. nicht theilhaftig wird, den der Gotteslästerungs- Paragraph mann v. P. angestrengt, weil dieser zu unrecht von der Schuld- Der Staatsanwalt wollte den Angeklagten mit einer Ge des Strafgesetzbuches den obrigkeitlich anerkannten Be- urkunde Gebrauch gemacht habe, welche nach Angabe des Klägers fängnißstraße von fünf Monaten bestraft wissen, der Vers hörden bietet, fo werden die Erbauer des Riesen- nur zum Schein" ausgestellt worden war. Das Gericht zu theidiger, Rechtsanwalt Reiche, wies aber auf die Nothlage hin, ft alles, in Dem figen das Publikum den Potsdam hatte ihn abgewiesen, das Kammergericht aber am in welche der Angeklagte mit seiner Familie infolge längerer Sommer hindurch zweimal täglich eingeladen wird, nachtheilige 21. Ottober eine Vertagung eintreten lassen, damit den Arbeitslosigkeit gerathen war und erreichte dadurch, daß es bei Folgen wegen der Namensnennung nicht weiter zu befürchten Parteien noch Zeit zu einer Einigung gegeben einer Einigung gegeben wurde. einer Strafe von zwei Monaten und drei Wochen Gefängniß be haben. Driginell mag der Gedanke sein, den Zuschauerraum in Während ber beklagte im beklagte Meyer geftrigen Termine lassen wurde. einen schreiend armfeligen und nüchternen Gegensatz zu der Pracht behauptete, daß er genau den Sachverhalt so wiedergegeben habe, Antisemitischer Boykott vor Gericht. Von der Strafzu stellen, die sich auf der Bühne ausbreiten soll, aber das Gefühl wie er vor dem Kammergericht von dem Vertreter des damaligen fammer Hagen sind die verantwortlichen Verfasser eines FlugDer Unbehaglichkeit, das sich beim Eintritt in das Gebäude un Beklagten, Justizrath Wolff, geschildert worden sei, erklärte der blattes, in dem die Aufforderung enthalten war, Weihnachts. willkürlich einstellt, verliert sich auch nach dem Aufgehen des Privatkläger, daß der Bericht die Thatsachen völlig entſtelle. einfäufe nicht bei Juden zu machen, zu je 30 Mart Geldstrafe Borhangs nicht. Ja, zum Unbehagen gefellt sich eine Art Ge- Bor Jahren sei er mit seinem früheren Mündel sehr befreundet verurtheilt worden. Die Straffammer hatte zuerst die Er= drücktheit und Aengstlichkeit beim Anblick der ungewohnten Riesen- gewefen, sie hätten sich gegenseitig mit Gefälligkeitsatzepten aus- öffnung des Hauptverfahrens abgelehnt, das Ober- Landesgericht pracht, die sich auf der breitgedehnten Bühne schnell entwickelt. geholfen, die nach und nach eine Gesammthöhe von 38 000 m. aber die erneute Strafverfolgung angeordnet. Wir brauchen Gine prüde Engländerin foll beim Anblick einer nackten Roloffal- erreicht hätten, wozu noch etwa 4000 M. an Binsen und Kosten wohl kaum zu sagen, daß wir eine derartige Berurtheilung statue in Rom erklärt haben, daß bei solchen Dimensionen die gekommen feien. Er habe seinem Mündel viele Wohlthaten ebenso bedanerlich finden, wie andere Gerichtserkenntnisse, die in Unfittlichkeit aufhöre. So ungefähr ist es auch im Olympia: erwiesen, sei aber mit Undant belohnt worden. Jähnlichen Fällen gegen Sozialdemokraten ergangen find. Theater, wenn zweihundert Frauenbeine sich auf einmal Jahre 1892 habe Hauptmann v. P. eine reiche Heirath gemacht. zum Himmel emporstrecken. Man wird erdrückt von dem vielen Er habe den reichen Verwandten seiner Frau nicht die Fleisch und der bunten Massenhaftigkeit, und trotz der Präzision, ganze Höhe feiner Schulden beichten, aber doch Geld von mit der die wohl an Tausend zählenden Menschen beiderlei Ge- ihnen haben wollen und da habe er, der Kläger, sich denn von Achtung, Klavier, Klaviatur und Piano Mechanik schlechts auf der Bühne sich bewegen, ermüdet das Auge unter ihm überreden lassen, ihm eine vollstreckbare Urkunde über den Anstrengungen, die ihm beim Verfolgen so ausgedehnten 30 000 m. auszustellen. Diesen Schein wollte der Hauptmann fabrik- Arbeiter! Der Ausstand ist noch unverändert. Die Arbeiter verharren auf ihren Forderungen. Troßdem die pekuniäre Flitterstaates zugemuthet werden. So mag es fommen, daß bei den Verwandten unterbreiten, um dadurch zu beweisen, daß er diefem Schauspiel finnliche Regungen weit mehr zurücktreten, durch andere Leute in Schulden gerathen sei. Hauptmann v. B. Unterstützung sehe minimal ist, sind sich die Streifenden alle als in normalen Ballettheatern, und daß beim Aufstehen von habe ausdrücklich erklärt, daß er von der Urkunde feinen Ge- einig, dem Unternehmerthum nicht zu willfahren, das Wiederdem harten Sitz, der einen drittehalb Stunden gedrückt hat, sich brauch machen würde. Die Wechsel seien dadurch aus der Welt aufnahme der Arbeit zu den alten Bedingungen verlangt- eine fast ein Gefühl geltend macht, als ob eine schwere Arbeit über geschafft worden, daß 10 000 Mart aus der Privatschatulle des Bumuthung, die um so größer ist, als man die Klaviatur geworfen hat. standen wäre. Man denke, was der Zuschauer alles zu beaisers gezahlt worden seien, 9000 M. habe Prinz Albrecht ge: Arbeiter, bedenkt, wir stehen einer der rücksichtslosesten wältigen hat! Ein Dugend weitläufiger Tänze, Massenaufzüge deckt, beides gegen Bürgschaft des Klägers v. Nathufius, 15 000 M. fonder Bahl, ganze Reitergruppen hoch zu Roß, Kameele, Efel, habe der Sohn des legteren übernommen. Der Rest sei von den Unternehmer- Vereinigungen gegenüber; es ist Eure Pflicht, uns moralisch und materiell zu unterstützen. Vor allem ist Geld zwei Elephanten, eine allerdings aus Pappe gefertigte Riefenfchlange, Verwandten des Herrn v. Pätzold gedeckt worden. In dem Redturner, Buftspringer, Klowns, eine Drahtseiltänzerin und zu Artikel des beklagten Meyer war noch erwähnt, daß gegen Herrn nöthig, um den 2600 Ausständigen wenigstens ein paar Groschen letzt, auf dem breiten Waffergraben, der die Bühne vom Zu- v. Nathufius ein Strafverfahren wegen Unterschlagung, Ürkunden vor den Feiertagen auszahlen zu können. Geldsendungen und schauerraum trennt, eine Anzahl elektrisch erleuchteter Schiffe, fälschung und Betrugs schwebe. Herr v. N. erklärte, daß sich Anfragen find zu richten an A. Kleinlein in Berlin SO, per die wirklich hin und her schwimmen! Nebenher ertönt sogar zu- dies Verfahren auf einige polizeiliche Ermittelungen beschränkt Adresse: Henke, Naunynstraße 27. Sämmtliche Arbeiterzeitungen werden um Abdruck gebeten. weilen Chorgefang. Auch macht die 70 Mann starte Stapelle habe, welche ein durchaus negatives Ergebniß gehabt hätten. Da Au die Gewerkschaften Berlins und Umgegend! Nacheine Musik zum Ganzen, die zum theil recht melodiös Dies wurde vom Vorsitzenden aus den Akten bestätigt. ist. So viel ber Bracht hat bislang Renz Hauptmann v. Pägold nicht zur Stelle war, ließ sich troß ein- dem zur genüge befannt ist, daß der Ausstand der Berliner Gewerkschaftliches. arbeiter ohne weiteres Musikinstrumenten Arbeiter schon die fünfte Woche der Zuzug von auswärts zurückgehalten wird. Die Agitations-| infolge Explosion des Dampftessel3 unter; zwei im Schlepptau befindliche, beladene Kähne sind ebenfalls untergegangen. Acht andauert und immer noch 2600 Arbeiter umfaßt, sehen wir uns Rommission der Schuhmacher Berlins. Vermischtes. richtet: Im Laufe der flerital- monarchistischen Manifestation ereignete fich am Sonntag folgender interessante Vorfall. Die Schußleute hatten den Auftrag erhalten, den Eingang in die Rue Laffitte, wo sich die Rothschild'sche Bank befindet, zu sperren. Dabei wurde veranlaßt, abermals auf den Beschluß der Gewerkschaftskommission Die Leipziger Holzindustriellen haben die schwarze Liste Personen sind umgekommen, eine größere Anzahl schwer verletzt. aufmerksam zu machen, wonach es Pflicht aller Gewerkschaften der von ihnen ausgesperrten 450 Tischler außer fraft gesetzt. Die neuerbaute Eisenbahnstrecke Halle- Hettstedt wurde ift, bie Arbeiter eines im Ausstand befindlichen Berufes nicht nur etwa 100 Tischler sind noch außer Arbeit. Dieses ver- am Mittwoch dem Betriebe übergeben. nur moralisch, sondern hauptsächlich auch materiell zu unter- hältnißmäßig günstige Resultat ist eine Folge des guten Polizeiliches aus Frankreich. Aus Paris wird bes stüßen. Bisher sind uns gegenüber aber nur 4 Gewerkschaften Busammenhalts der Tischler, vor dem der Unternehmerring in diesem Beschluß nachgekommen. Arbeiter Berlins! Blicht auf die Brüche ging. zum Banner der Solidarität, gedenkt unseres schweren Kampfes, die Brüche ging. berücksichtigt die trotz sehr geringer Mittel musterhafte Standhaftigkeit und Ausdauer der Streikenden. Laut Versammlungsbeschluß wollen sie mit wenig oder keiner Unterstützung ausharren, aber die in Mitleidenschaft gezogenen Frauen und Kinder Eine praktische Flugmaschine soll jetzt wirklich der Sekretär ein Gymnafiaft, der noch durchwischen wollte, von einem müssen wenigstens zu den Feiertagen mit einer kleinen Unterstützung des Smithsonian- Instituts in Washington, Prof. Langley, erfunden Schußmann in roher Weise zurückgeworfen. Ein Herr, der in bedacht werden. Geradezu heroisch ist der Geist der Ausständigen. haben so behaupten Newyorker Blätter. Langley nennt sie Aero- diesem Augenblick auf dem Trottoir des Boulevards daher kam, Abtrünnige find fast gar nicht zu verzeichnen, es liegt in der brom; Gas soll zum Aufstieg dieses Luftrenners nicht nöthig sein. setzte dieserhalb den Beamten zur Rede und empfahl ihm größere Mäßigung. Der Schußmann wünschte, über diese zurecht Hand sämmtlicher Gewerkschaften, unserer Sache zum Siege zu Die Maschine ist aus Stahl gebaut und etwa 1000 mal schwerer verhelfen. Darum helft möglichst schnell, Geld herbeizuschaffen! als die atmosphärische Luft, welche ihn trägt, wie eine dünne Eis- weisung beleidigt, nun den Namen dieses Herrn zu wissen. Es war der Minister des Innern! Es braucht nicht erMit solidarischem Gruß der Vertrauensmann der Musikinstrumenten- fläche den Schlittschuhläufer. Die Kraft wird mittels einer Dampf- wähnt zu werden, daß der Gymnasiast, der auf dem NachhauseArbeiter Berlins und Umgegend. maschine und Schrauben erzeugt. Prof. Graham Bell, der Erfinder des nach ihm benannten Telephons, war kürzlich Zeuge mehrerer weg war, nun durchgelassen wurde. Aus Budapest wird gemeldet: Das Gerichtsgefängniß in praktischer Versuche mit dem neuen Luftschiff. Er kam zu der Ueberzeugung, daß das Problem der Luftschifffahrt nunmehr Szegszard ist völlig niedergebrannt. Die Gefangenen fonnten Der Ausstand der Berliner Schuhmacher währt nun- gelöst worden sei. Bei zwei Ausflügen erreichte der Aerodrom" nur mit größter Mühe gerettet und in Sicherheit gebracht werden. mehr vier Wochen. Die Forderungen sind bisher von 28 Ge- eine Geschwindigkeit von zwanzig englischen Meilen die Stunde. Das Feuer soll von Sträflingen angelegt sein. Als kein Dampf mehr da war, sant das Luftschiff ganz Die Cholera in Egypten. Am Montag famen in schäften mit einem Personal von 196 Arbeitern anerkannt allmälig zur Erde hinab, ohne beschädigt zu werden. Alexandrien 28 Todesfälle und 6 neue Erkrankungen vor. In worden. Bom Streik betroffen sind 26 Firmen mit 304 Behilfen. Auf den Probefahrten wurden keine Fahrgäste an Bord Alt- Kairo erkrankten 18 Personen und aus Turah bei Kairo, Unserer Aufforderung, abzureisen, sind zirka 30-40 Gehilfen genommen. Prosessor Langley ist der wissenschaftlichen Welt wo 800 egyptische Soldaten garnisoniren, wird ein Erkrankungsnachgekommen, sodaß augenblicklich am Orte nur ungefähr 270 fein Unbekannter. Er besitzt die goldene Denkmünze der britischen fall gemeldet. Im ganzen zeigt die Epidemie ein leichtes Anmeist verheirathete Kollegen zu unterstützen sind. Wir appelliren an das Solidaritätsgefühl der Arbeiter, uns moralisch und materiell föniglichen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft. Seit wachsen. vielen Jahren hat er sich mit dem Problem der Luftschifffahrt zu unterstützen. Die Fabrikanten versuchen alles mögliche, den vielen Jahren hat er sich mit dem Problem der Luftschifffahrt beschäftigt. Sein nunmehriger Erfolg, wenn er sich bestätigt, Widerstand ihrer Arbeiter zu brechen, bis jetzt ist ihnen das noch kommt seinen Bekannten daher nicht unerwartet. Der Professor nicht gelungen, da volle Einigkeit unter den Ausständigen herrscht. ist ein angehender Sechziger.- Abwarten! Die Unternehmer müssen sich daher mit ungenügenden und . 2. 76. Sie sollen jetzt überhaupt nicht nach Paris mangelhaften Arbeitskräften begnügen, die sie auf den christlichen Aus Bingerbrück wird über eine furchtbare Dampferreisen, denn die dortigen Arbeiter wollen die Ausstellung zur Herbergen zu angeln suchen. Wir ersuchen die auswärtigen Explosion folgendes berichtet: Am Mittwoch 1 Uhr Mittage Aufbefferung ihrer Löhne verwenden, und daran kann ihnen Arbeiterzeitungen, von unserer Bewegung Notiz zu nehmen, damit I ging im Bingerloch der große Rad- Schleppdampfer Disch Nr. 3" Zuzug aus Deutschland nur hinderlich sein. Heute, Donnerstag, nachmittags 4 Uhr, wird bei Keller, Roppenstr. 29, eine Versammlung der ausständigen Musik instrumenten- Arbeiter abgehalten. Für den Inhalt der Juserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, den 21. Mai. Opernhaus. Ingo. Neues Opern- Theater.( KroII). Zar und Zimmermann. Schauspielhaus. fungen. Wie die Alten Adolph Ernst- Theater. Bum 45. Male: Das flotte Berlin. Große Ausstattungs- Gesangspoffe in 3 Akten von Leon Treptow und Ed Jacobson. Stuplets und Quodlibets von G. Gör B. Mufit von G. Steffens. 2. Aft: ,, Alt Berlin." Anfang 2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Alt- Berlin Bei günstiger Witterung, nachmittags Deutsches Theater. Lumpacivaga- 8 Uhr: Wendischer Jago- u. Beuteaug. bundus. Lefnug Theater. Waldmeister. Berliner Theater. König Heinrich. Nenes Theater. Tata- Toto. Residenz- Theater. Villa Beau= mignard. Vorher: Vermischte Anzeigen. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Hungerleiber. Schiller Theater. Viel Lärm um Nichts. Nachmittags 6 Uhr: Aufzug zum Ringelstechen. Drei Musikkorps. Gemischter Chor d. Theaters Alt- Berlin. Boltsbeluftigungen. Seiltänzer. Bauberei 2c. Irrgarten. Diorama 2c. 2c. Eintritt: 25 Pig. Donnerstag 50 Pf. Passepartouts à 4 Mk. Belle- Alliance- Theater. Die Kinder Theater Alt- Berlin. National- Theater. Moderne Naub- Die schwere Noth. Die Büherin. des Kapitän Grant. ritter. Theater Unter den Linden. Der Großherzog. Adolph Ernst- Theater. Das flotte Berlin. Alexanderplatz Theater. Die tleinen Lämmer. Borher: Bantteufelchen. Reichshallen- Theater. SpezialitätenVorstellung. American Theater. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Bor stellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Donnerstag, abends 8 Uhr: 3.1. Male: Viel Lärm um Nichts.( Beatrice: Frau Clara Meyer a. G.) Freitag, abends 8 Uhr: Viel Lärm am Nichts.( Beatrice: Frau Clara Meyer a. G.) Märkisches Ringelitechen. Anfang 7/2 Uhr. Billetverkauf in den Niederlagen von Löser& Wolff und in der BentralBuchhandlung( Rudolf Engländer), Bentral- Hotel, woselbst auch Textbücher zu haben sind. Kaufmann's Variété- Theater Königstraße, Colonnaden. Gröffnung d. Sommer- Saijon im neuen großen Garten. Täglich: Grosse Vorstellungen. Von 6 Uhr an: Doppel- Konzerte von 2 Kapellen. National- Theater. 26 Elite- Nummern, Große Frankfurterfraße 132. Direktion: Max Samst. Volks- Vorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen. Moderne Ranbritter oder: Wie's gemacht wird! Geschichten aus dem Berliner Gewerbeleben in 5 Akten( 8 Bildern) nach wahren Begebenheiten für die Bühne bearbeitet von Carl Pohle. Regie: Fritz Schäfer. Morgen: Diefelbe Vorstellung. Sonnabend: Zum ersten Male: Die Reise durch die Gewerbe- Austellung. Große Posse mit Gefang und Tanz in 3 Atten und 6 Bildern von Hugo Busse. U. a.: Die Perle aller Clowns Willy Aegoston, Der Rattenkönig Barna. Um 12 Uhr vormittags: Grosse Matinee. Puhlmann's Vaudeville- Theater. Schönhauser Allee 148. Dir. E. Nadolny. Sonntag, 24. Mai( 1. Feiertag): Eröffnung der Sommer- Saison. Apollo- Theater Gr. Glite- Theater- Vorstellung. Passage- Panopticum. und Concert- Garten Friedrichstraße 218. Dir. J. Glück. Novität! Novität! Mit vollständig neuer Ausstattung Die Spree- Amazone. Gesangsposse in 1 Att v. A. Sennfeld. Mufit von Paul Lincke. Ferner: Auftreten sämmtlicher 14 Nummern. Spezialitäten. Staffeneröffnung 612 Uhr. Konzert 7 Uhr. Auf. d. Borstellung 8 Uhr. Nur noch kurze Zeit! Ein afrikanischer Urania. Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt. ab. Eintritt 50 Pf. Wissenschaftl. Theater abends 8 Uhr. Invalidenstr. 57/62, Lehrt. Stadtbahnh. Sternwarte täglich geöffnet v. 7 Uhr abends ab. Eintritt 50 Pf. Wissenschaftl. Vorträge abends 8 Uhr. Näheres die Tagesanschläge. " " Achtung! Briefkasten der Redaktion. Achtung! Künstl. 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Vorlehte Vorstellung in dieser Saison. Todes- Anzeige. Achtung, Zimmerer! Den Mitgliedern des Verbandes deutscher Gold- und Silberarbeiter zur Freitag, den 22. Mai, vormittags 10 Uhr, Sonntag, den 24. Mai( 1. Pfingstfeiertag), nachm. 22 Uhr Nachricht, daß unser Kollege, der in Cohn's Festfälen", Beuthstraße Nr. 20-22: Wilhelm Tell. Letzte Vorstellung in dieser Saison Silberarbeiter Carl Müller im 38. Lebensjahre am 18. d. M. ver Montag, den 25. Mai( 2. Pfingstfeiertag), nachm. 22 Uhr: storben ist. Die Räuber. Karten à 60 Pf. find in den bekannten Geschäften zu haben. 283/20 Olympia- Riesentheater. Alexanderstrasse, Ecke Magazinstrasse. Heute zwei Vorstellungen. Bolossy Kiralfy's ,, Orient." Grösstes Schaustück der Welt. Feenhafte Wasserschauspiele. Grossart. Scenerien. Ca. 1000 mitwirkende Personen. In London 500 Mal hintereinander aufgeführt. Beginn des Gartenkonzerts 3 Uhr, der Vorstellungen nachmittags 5-7 Uhr, abends 9-11 Uhr. Morgen, Freitag: Vorstellung abends 7%, Uhr. Berliner Gewerbe- Ausstellung 1896 Mai bis Oktober. Deutsche Fischerei- Ausstellung Deutsche Kolonial- Ausstellung Kairo Alt- Berlin* Riesenfernrohr Sport- Ausstellung Alpen- Panorama Nordpol * Vergnügungspark. Gewerbe- Ausstellung 1896. Spezial- Ausstellung KAIRO Von 7 Uhr abends ohne Gewerbe- Ausstellungs- Billet direkt v. Köpnicker Landstrasse u. v. Ausstellungs- Bahnhof zugänglich. Waffensammlung d. Chediwe. Ausstellungen egypt. Staatsbehörden. Salon bedeutendster Orientmaler.- Hofkapelle des Chediwe in Uniform. Riesen- Arena: Monstreaufzüge v. ca. 500 Arabern etc. um 5 u. 81/2 Uhr nachm. Kasseneröffnung 10 Uhr vormittags. Entree 50 Pf. Kinder unter 10 Jahren Elitetag( Dienstag) 1 Mk. die Hälfte. Dauerkarten: à 15 M. f. Erwachsene; Kinder unter 12 Jahren 8 M. 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Schweizer Garten Deffentliche Versammlung sämmtlicher arbeitslosen und gemaßregelten Zimmerlente. Tages Ordnung: B Die Beerdigung findet am Freitag, 1. Warum sind wir arbeitslos? Referent Ernst Obst. 2. Diskussion. den 22. d. M., abends 6 Uhr, von der Leichenhalle des Paulskirchhofes( Seestraße) aus statt. Um rege Betheiligung ersucht 72| 1 Der Vorstand. 288/7 Die Lohnkommission. Achtung! Maurer. Achtung! Am Freitag, den 22. d. M., abends 8 Uhr, findet wiederum in Verband aller in der Metall- Cohn's Festsälen eine Oeffentliche Baudeputirten- Sihung Industrie beschäftigten Arbeiter statt. Wir ersuchen dringend, auf jedem Bau einen Kollegen zu ernennen Berlins und Umgegend. Todes Anzeige. = Am Montag, den 18. Mai, verstarb unser Mitglied, der Gürtler Eduard Strohbach. 117 Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 23. Mai, nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des städtischen Friedhofs zu Friedrichsfelde statt. Um rege Betheiligung ersucht Der Vorstand. MöbelAusverkauf wegen Umzuges zit außergewöhnlich billigen Preisen. Für Brautleute ganze Einrichtungen von 200-1000 Mt. Theitzahlung gestattet. Elegante Nußbaum- und Mahagoni- Kleiderspinden und Bertifors 30 mt., einfache 15 Mt., Sophas, Bettstellen mit Matraßen 20 Mt., Waschtoiletten, Küchenspinden, Kommoden 12 Mt., Stühle 3 Mt., Sophatische 6 Mt., Säulen- Trumeaur 65 Mt., Plüschgarnitur co ut. 100 Mt., Muschelspinden 40 Mt., Paneelsophas 80 Mt. Buffets, und in diese Sigung zu entfenden, um im engeren Kreise alle wichtigen Momente für oder wider unsere Bewegung zu besprechen. 135/15 Die Lohnkommission der Maurer Berlins und Umgegend. J. A.: Fritz Kater, Lübeckerstr. 36. Metallarbeiter! Laut Beschluß der Versammlungen vom 7. Mai hat jeder Berliner Metallarbeiter für die am 1. Mai ausgesperrten 500 Kollegen pro Woche 50 f. an den Agitations- und Unterstützungsfonds der Berliner Metallarbeiter zu zahlen. Zu diesem Zweck werden Marken à 50 Pfg. sowie Sammellisten an folgenden Stellen ausgegeben: 282/10 Jm Horden: W. Stähr, Pasewalferstr. 11, 3. Ging. II.( derselbe tafsirt jeden Sonnabend abends von 8-10 Uhr bei Marten, Ackerstr. 123). Im Süden: Otto Günther, Boechstr. 47( derselbe faffirt jeden Sonnabend abends von 8-10 Uhr bei Schwarzkopf, Staligerstr. 11). Im Osten: Alb. Heyne, Langestr. 75. Im Westen: R. Gabriel, Schöneberg, Grunewaldstraße 121 Silberschränke, Herren- Schreibtische, Schreib-( derselbe kassirt jeden Sonnabend abends von 8-10 Uhr bei Obst, Grunewaldstr. 110). sekretäre, Zylinder- Bureaux, Spiegel. Wenig gebrauchte Möbel zu halben Preisen und sollte es niemand verfäumen, der gut und reell faufen will, mein großes Lager zu besichtigen. Gefaufte Möbel werden drei Monat tosten= frei aufbewahrt, transportirt und aufgestellt Schützenstr. 2, Möbelfabrik. 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In anbetracht der Feiertage ist den Ausgesperrten eine Extras Unterstützung zugebilligt worden und erwarten wir daher, daß jeder Kollege dem Beschluß entsprechend handeln wird. Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. Otto aether, N., Anklamerstraße 44. Verband der in Buchbindereien, der Papier: 1. Ledergalanteriewaaren- Industrie beschäftigt. Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, den 25. Mai( 2. Feiertag): Bringst- Ausflug Achtung, Puter bitte ich folgendes nach Stolpe bei Wannsee( Restaur. Lindenhof von A. Mattausch). aufzunehmen: Ich, der Putzmeister Gustav Scharf, 3ionstirchstr. 20, habe die Butzarbeit Graunstr. 7 und Ecke Lortzingstraße mit Rüstunglieferung übernommen, die Bahlung erfolgt alle Sonnabende, der Satz Bankauweifung ist wahrheit, da die Bauherren sehr gut fituirte Leute sind. Achtungsvoll Gustav Scharf. Eisenbahnfahrt bis Wannsee: ab Schlesischer Bahnhof früh 7,36, Alexanderplatz 7,44( ie 40 Pi.); Friedrichstraße 7,52, Potsdamer( Wannsee) Bahnhof früh 7.50 und 8,10( je 30 Pf.) Vidinidt im Walde beim Wege nach Kohlhasenbrück( für Bier ist ge forgt). Zur Unterhaltung finden Gesellschafts- und Preisspiele, sowie Freitang statt. Alle Mitglieder nebst Angehörige ladet freundlichst ein Das Vergnügungs- Komitee. Ein grosser Posten 26/7 eröffnet die Haupt- Saison Achtung, Buger! Steppdecken Wie schnell= Pfingstsonntag( 24. Mai) mit Früh- Konzert und Vorstellung. Tägliche Vorstellungen Auf dem Bau Zorndorferstraße 37 liefert der Puhunternehmer Buck aus Friedrichsberg sämmtliches Rüstzeug; auf dem Bau Bredowstr. 21 liefert der Bußunternehmer Hensel sämmtliches Rüstzeug; wir ersuchen die Kollegen, 135/14 die Bauten zu meiden.: Die Lohnkommission der Putzer. des neu engagirten Theater- und Spezialitäten- Enſembles. Möbelpolirer! Ostbahn- Park Rüdersdorferstr. 71. Am Küstriner Park. Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Garten- Concert von der 24 Mann starken Hauskapelle unter Leitung des Musikdirektors Herrn P. Nimscheck. Kaffeeküche 3-5 Uhr.- Entree 15 Pf., wofür ein Glas Bier gratis. Volksbeluftigungen jeder Art. 4 Kegelbahnen zur Verfügung. Gute Biere, ausgezeichnete Küche zu soliden Preisen. H. Jmbs. Dampfer- Fahrt mit Musik ( 3 Dampfer) am Sonntag, den 24. Mai( 1. Pingßfeiertas), nach Hessenwinkel bei Erfner am Dämeriksee. Abfahrt zweimal, früh 5 und 10 Uhr, von der Stralauer Brücke bei Rahut u. Herzer. Billet hin und retour 1 M., Kinder die Hälfte. Im Vorverfauf bis Sonnabend, den 23. Mai, nur Stralauer Brücke 5( Stehbierhalle) 75 Pf. Tanz frei. Bei Just, Blumenfir. 30, haben die Kollegen wegen Lohnabzug die Arbeit niedergelegt. 148/19 Der Vorstand. 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Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Vading in Berlin, Kräftige Arbeitsleute als Bärzieher 14346 am Fallwerk verl. Sebastianstr. 20. 1431b 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 117. zu veranstalten. " Donnerstag, den 21. Mai 1896. " Soziale Rechtspflege. 13. Jahrg. Bakterien sie diesen nicht die genügende Widerstandsfähigkeit entgegenzusetzen vermögen. Eo lange, schloß Redner, die heutigen wirthschaftlichen Verhältnisse eine derartige Aenderung nicht erfahren haben, wie sie frankheit bezw. die Lungenschwindfucht die Begleiterscheinung die Sozialdemokratie anstrebt, so lange wird auch die Lungendes Proletariats, des arbeitenden Boltes sein und bleiben. Die fussion nicht stattfand und weiteres nicht auf der Tagesordnung Versammlung dankte durch lebhaften Beifall dem Reduer für seinen interesanten Vortrag und wurde dieselbe, da eine Disstand, sodann gefchloffen. " Der deutsche Holzarbeiter- Werband( Bezirk Moabit) ere ledigte in seiner letzten Sizung eine Reihe interner Werkstatts intereffanten medizinischen Vortrag, der in der Versammlung zu angelegenheiten. Hierauf hielt Herr Dr. Bernstein einen lebhaften Fragestellungen Anlaß gab. Unter beffere, theils wenigstens leidliche Zustände zu schaffen. Nach einer eingehenden Definition des Wortes Proletarier an Soziale Mebersicht. Noch zu häufig find aber, wie die Revisionen ergeben, Räume sich, sowie der im Volksmunde bezeichneten Proletarierkrankheiten, anzutreffen, wo es an dem allernothwendigsten fehlt, trat Redner der Anschauung entgegen, daß der Krankheitserreger Bur Feier der Einführung des gesetzlichen 12ftündigen und die als Schlaf- und Aufenthaltsräume von Menschen, zumal der Lungenschwindsucht einzig und alleinder sogenannte Bazillus fei. Maximal- Arbeitstages haben die organisirten Bäcker Hamnach beendeter schwerer und unsauberer Arbeit überhaupt nicht Aehnlich so führte Redner aus, wie der Aasgeier nur todtem burgs beschloffen, am 1. Juli eine Massenversammlung, Mufit geeignet sind. Angesichts dieser Zustände und namentlich der Fleisch oder beinahe dem Verenden nahen Fleisches etwas anzu und sonstige Unterhaltungen, sowie einen Umzug durch die Stadt verhältnißmäßig zahlreichen zahlreichen Zuwiderhandlungen haben vermag, während er gesundes Fleisch unberührt läßt, hält der Regierungspräsident eine schärfere polizeiliche io vermag auch der Bazillus nur denjenigen Körpern Mit dem Maximal- Arbeitstag im Bäckergewerbe Beaufsichtigung der Biegeleien für geboten und wünscht Schaden zuzufügen, die bereits wegen mangelhafter Gr fcheinen sich die Bäckermeister eher zu befreunden, als daher, daß für die Folge die Gewerbe- Inspektoren durch eine nährung fowie sonstiger ungenügender Lebensverhältnisse man es, nach allen Gegenagitationen zu urtheilen, für möglich vermehrte und regere Thätigkeit der Ortspolizeibehörden und so heruntergekommen sind, daß gehalten hatte. Es wird jetzt bereits über die Ein- örtlichen Polizeiorgane in der Beaussichtigung der Ziegelei theilung der zwölf Stunden gesprochen und in der betriebe unterstützt werden. Bäcker- und Konditor- Zeitung" betont man, daß alle Petitionen fruchtlos bleiben werben, fo lange nicht praktische Versuche gangen wird, kam in einem Bivilprozeß vor dem Amtsgericht Wie von Bergwerks- Verwaltungen das Gesez um gemacht worden sind, um mit den 12 Arbeitsstunden aus in Bochum zu tage. Der Berg. und Hüttenarbeiter Zeitung" zukommen. Daß die Backarbeit vielen Zufälligkeiten ausgefeßt wird darüber berichtet: ift, heißt es da, tann nicht bezweifelt werden, ebensowenig aber auch, daß man che halbe Stunde vertrödelt wird in der Zeche flagbar geworden auf Entschädigung, weil er an Ein Arbeiter von Zeche" Hanibal" war gegen den Direktor den Bäckereien. Bleibt nun die unfelige Verordnung bestehen, so haben geblich eine schlechte Abkehr erhalten hatte. Der Obersteiger die Bäcker alle Ursache, Mittel und Wege zu suchen, welche ein Verhoen von Zeche Präsident" war als Gutachter gelaten; schnelleres Fertigwerben bewirken. Zunächst müßte derselbe sagte wie folgt aus: Gefeßlich ist es nicht zu Der Verband der in der Kürschnerbrauche beschäftigten also die Arbeitseintheilung streng geregelt werden. Jeder fäffig, daß wir Fleiß und Führung auf einem Abkehrschein Arbeiter und Arbeiterinnen hatte am 14. Mai eine Bersammlung Mann an seinen Platz und an seine regelmäßigen Pflichten, bemerken; wir haben jedoch auf unseren Formueinberufen, in der Dr. Weyl in interessanter Weise über Hypnodamit es nicht vorkommen kann, daß die Arbeiten versäumt aren noch eine Rubrik für werden und die Leute das dann entschuldigen. Der Betrieb muß Führung Fleiß und tismus sprach. Bei der Erledigung geschäftlicher Angelegenheiten vorgesehen, welche wir, wenn ineinandergreifen wie ein Uhrwert. Die oft ins Feld geführten Mann sich gut geführt, der vollzog man die Erfazwahl des zweiten Schriftführers, mit ausfüllen. Sind wir mit welchem Amt das Mitglied Ramm betraut wurde. Ferner Temperatureinflüsse lassen sich durch aufgehängte Thermometer be m Manne nicht zufrieden, dann be wurde die Errichtung einer zweiten Zahlstelle im Zentrum ber zwar nicht verhindern, aber beobachten. Selbstverständlich hängt merken wir von Fleiß und Führung nichts; be- Stadt beschlossen. Im Anschluß darau empfahl die Versammlung die Gahre mit der Verwendung der Hefe zusammen und folite es steht der Abgefehrte jedoch auf einem Vermerk über Fleiß und den Mitgliedern der größeren Werküätten, unter sich einen Berheute nicht auf den doch nur vermeintlichen Pfennig Hefen- Führung, so bekommt er eine besondere Abkehr auf einem Bogen trauensmann zu wählen, der die Beiträge einzufammeln und ersparniß ankommen, sondern die beste Hefe verbraucht werden, Papier. Auf Befragen des Richiers und des Klägers( resp. spätestens alle 14 Tage in der nächsten Zahlstelle abzuliefern hat. welche zulässig ist. Sehr wichtig wird es sein, öfter die nöthigen defien Vertreters) erklärte der Obersteiger noch, daß, wenn ein Der Fachverein der Stellmacher beschäftigte sich am Utensilien auf ihre Brauchbarkeit zu prüfen; ebenso wichtig ist abgefehrter mit einer Abkehr tommt, wo die 17. Mai cr. mit der Stellungnahme zum Anschluß an den Holzes, daß der Meister dafür Eorge trägt, daß beim Backen aus. Rubrik über Fleiß und Führung offen steht, arbeiter Verband. Nach einer sehr regen Diskussion, in der reichend Buthaten zur Hand sind. Es muß nur eines Griffes je de Beche annimmt, daß der Mann nicht taugt. mehrere Redner prinzipiell für die Bentralisation, aus taktischen bedürfen und nicht erst großer Lauferei, damit alle ZeitHier ist, schreibt das genannte Bergarbeiterorgan, jeder Gründen jedoch für die jetzige Organisationsform eintraten, beverschwendung vermieden wird. Wo keine Gaseinrichtung Kommentar überflüssig. An Gericht te stelle wird eidlich ausschloß die Versammlung fast einstimmig, die jeßige Organisation vorhanden, müffen die Lampen stets fix und fertig gefagt, daß im Ruhrgebiet allen mißliebigen Bergleuten ein beizubehalten. Hierauf wurden in den Vorstand Köhnke als zum Anzünden dastehen, um Himmelswillen nicht aber erst die Uriasbrief bei ihrer Entlassung mit auf den Weg gegeben wird. erfter, Singert als zweiter Vorsitzender; Neumann als Lampen mit Petroleum auffüllen, wenn sie gebraucht werden. Ist das ein Vergehen gegen den§ 113 der Reichs Gewerbe- erster, Ahrens als zweiter Kassirer; Beyer als erster, 2eitKleine Ursachen haben oft große Wirkungen; so kann es vorkommen, Ordnung? Es soll uns wundern, was unser öffentlicher An- me yr als zweiter Schriftführer; Jakobzik, Melcher und daß sich der Backprozeß um 1 Stunde verzögert, wenn- fein Streich fläger im Gerichte bezirke Bochum zu unserer Witbeilung fagt. Bernsdorf als Revisoren gewählt. Für das am 27. Juni holz vorhanden ist. Für diese Kleinigkeit forge lieber der Meister selbst als der Stift. Ist aber alles wohl besorgt, und sind dadurch VerDie unentgeltliche Beerdigung wird in der Stadt Bern in Noad's Festsälen" stattfindende Sommervergnügen wurde ein zögerungen vermieden, so befleißige man sich noch, das durchaus eingeführt. Der Gemeinderath( Magistrat) hat bereits eine be- fünfgliedriges Komitee eingesetzt. Diejenigen, die an der Herrennur nothwendige Quantum Waare herzustellen. Daß bei der zügliche Vorlage dem Stadtrath( Stadiverordneten) unterbreitet. partie nach Birkenwerder theilnehmen wollen, haben fich am ersten Feiertag früh 5½½2 Uhr im Verkehrslokal einzufinden. arg beschnittenen Arbeitszeit jede Minute ausgenutt werden muß, versteht sich wohl von selbst; deshalb müssen immer nebenher Aufräumungsarbeiten gethan werden, das Herum stehen hat ein Ende, das obligate Echläschen während des Büchner, den Inhaber des Pfungstädter Ausschants in der AusMit einer Klage bayerischer Kellnerinnen gegen Herrn Bukommens" der Teige auch zc. Erst wenn der Maximal- Arbeitstag auf diese Weise erprobt und zu kurz befunden worden stellung Stairo, hatte sich am Mittwoch das Gewerbegericht unter ift, werden Petitionen an der Hand der Erfahrungen Erfolg dem Vorsiz des Assessors v. Schulz abermals zu befaffen. Diesmal Der allgemeine Arbeiter und Arbeiterinnen- Verein haben. Bielleicht aber auch dann nicht, so lange der Beweis waren es sechs der auf die schon vor einigen Tagen berichtete Weise hielt am 18. d. M. eine Mitgliederversammlung ab, in der aus Bayern fortgelockten weiblichen Angestellten, welche sich durch Raftan einen beifällig aufgenommenen Vortrag hielt. fehlt, daß Menschen aus Mangel an Brot gestorben sind! Demnach scheint es sich doch noch zu machen mit den zwölf Herrn Weigert vertreten ließen. Sie forderten unter Vorbehalt Vereinsangelegenheiten kam der Anschluß an die Zentralisation Stunden und die Bäckermeister werden nicht ſammt und sonders weiterer Ansprüche eine dreitägige Verdienstentschädigung wegen zur Sprache, und wurde beschlossen, zur weiteren Besprechung zu grunde gehen. Vor allem also:" Reformen in der Badstube!" Klägerinnen febr bestimmt machen, ist die Entlassung am berufen. unberechtigter Entlassung. Nach ihren Angaben, welche die hier er in 14 Tagen eine neue Mitgliederversammlung einzus Jufolge der hohen Wohnungsmiethen und dem geringen letzten Montag gelegentlich eines Streites über die AbEinkommen vieler kleinen Leute hat sich auch in Leipzig das zahlung von Vorschüssen seitens der Frau des Beklagten bei Wilfe, Andreasstraße, ab. Die Möbelpoliver hielten am Montag eine Versammlung Schlafstellenwesen ungemein ausgebreitet. In etwa flar ausgesprochen worden, während der Vertreter des Beklagten, Von einem Referat mußte 25 000 ohnungen werden Theile derselben abvermiethet. Dit Bauer, behauptet, die Kellnerinnen seien nicht entlassen, sondern Abstand genommen werden, da der Referent am Er. beschränkten sich Familien, um nur Schlafleute aufnehmen zu selbst davongelaufen. Auch geben die Kellnerinnen an, daß sie scheinen verhindert war. Im zweiten Punkt der Tageskönnen, auf den denkbar geringsten Wohnraum. Hierin soll von der Wirthin Dinen geschimpft worden seien; erstattete Schulz den Bericht über die Arbeitsgeschimpft worden seien; der ordnung nun ein in der letzten Stadtverordneten- Sigung beschloffenes Vertreter machte darauf aufmerksam, daß sich auch aus niederlegung bei Just. Den dort beschäftigten Polirern Regulativ über die Theilvermiethungen derart dieser Beleidigung schon das Aufgeben der Arbeit unter sei, nachdem bereits wiederholt Lohnreduktionen erfolgreich abWandel schaffen, daß nur wirkliche Wohnräume dann untervermiethet Borbehalt entsprechenden Entschädigungsanspruchs rechtfertige. gewehrt worden sind, wiederum eine Lohnreduktion, die bei den werden dürfen, wenn sie vom Koridor eigene Zugänge haben und für Nacht em die Zeugen in der Sache mit Ausnahme der Frau des Lohnarbeitern 3 M. pro Woche betrage, bei den Akkordarbeitern jede Person mindestens 10 Kubikmeter Luftraum und mindeſtens 31½ Beklagten vereidigt worden waren, fällte das Gericht folgendes sirfa 1,50 M., zugemuhet worden. Die Arbeiter ſtellten einQuadratmeter Bodenraum bleibt. Für 3 Familien oder 10 Personen Urtheil: Den Klägerinnen wird der Eid darüber aufmüthig die Arbeit ein, um die Errungenschaften der letzten muß mindestens ein Abort vorhanden sein. Betten dürfen nicht erlegt, daß die Ehefrau des Beklagten gesagt habe, fie Lohnbewegung aufrecht zu erhalten. Redner empfiehlt, übereinander gestellt werden. Die untervermiethenden Räume nären Dirnen. Leisten sie den Eid, dann ist der Beklagte die noch Ausständigen angemessen zu unterstützen und müssen mindestens aller 3 Jahre neu getüncht oder aller 6 Jahre verurtheilt, an jede von ihnen 18 M., pro Tag 6 M., als Nach längerer Diskussion, an der sich Lederhause, Reuter, Otto über die Werkstatt Just die Sperre zu verhängen. neu tapezirt werden. Die Polizei hat die Wohnungen zu prüfen angemessene Entschädigung zu zahlen. Leisten sie den Eid nicht,.. betheiligten, beschließt die Versammlung demgemäß. Als and darüber Bescheinigungen auszustellen, ob solche Theile so sind sie kostenpflichtig abzuweisen. Hiergegen ist die Berufung dann erstattet Lederhause den Bericht über die Maifeier. Die der Wohnung untervermiethet werden dürfen." Buwider zulässig, da die Klagesumme insgesammt 100 Mark übersteigt. Einnahme durch Tellersammlung habe an diesem Tage 31,80 M., handlungen gegen diese Bestimmungen sollen mit Geldstrafe bis Gründe: Der Gerichtshof bat aus der mündlichen Ver- die Ausgabe für Annoncen, Dekoration, Sänger 2c. 51,30 M. betragen. 311 60 M. oder Haft bis zu 14 Tagen bestraft werden. handlung und der Beweiserhebung den Eindruck gewonnen, Die Betheiligung sowohl an der Versammlung, wie an dem AusBur Untersuchung der Wohnungen wurde tem Stadtrath ein daß es äußerst wahrscheinlich ist, daß die Klägerinnen flug nach Schönweide war nach dem Bericht eine sehr gute. Im Berechnungsgeld von 10 000 m. zur Verfügung gestellt, doch mit dem Ausdruck" Dirnen" belegt wurden. Darin sollen bei der Untersuchung folgende Punkte besonders berück- liegt aber entschieden eine Punkt Verschiedenes wurden von der Versammlung noch einige grobe Verlegung, die nach fichtigt werden: a) die Bahl der Betten in jedem Raum; b) das§ 124 Nummer 2 ber Gewerbe Ordnung zur Niederlegung Wertstattangelegenheiten und allgemeinere Fragen erörtert. Geschlecht der darin schlafenden Personen; c) die Art der darin der Arbeit ohne voraufgegangene Kündigung berechtige. Eine Versammlung der lokalorganifirten Gewerk schlafenden Personen( Angehörige, Echlafgänger, Bimmermiether); Aber die Klägerinnen haben auch ein Recht auf Entschädigung fchaften, die am Dienstag von Frau Dmoch einberufen war d) die Beschaffenheit der einzelnen Räume nach den Merkmalen: für den während der vertragsmäßigen Zeit entgangenen Verdienst, und in der über den Gewerkschaftskongreß gesprochen werden gut unterhalten vernachlässigt feucht; e) die weil die Frau des Beklagten, die hier auch seine Vertreterin follte, wurde des schwachen Besuchs wegen Zahl der Thüren eines Raumes unter Angabe, wohin diese war, die Schuld daran trägt. Bei der vorhandenen Sachlage 40 Personen anwesend- nicht abgehalten. Thüren führen und ob verschließbar. war der zur Vervollständigung der Beweisaufnahme dienende Die Barbiere, Friseure nud Perrückenmacher hielten Auf die Schlafstellen der Lehrlinge, der bei den Meistern Eid lediglich den Klägerinnen aufzuerlegen. gestern Abend eine öffentliche Versammlung ab, um zur Frage des arbeitenden Gesellen, der Diensiboten und der Kellner und Kellnerinnen diese Bestimmungen auszudehnen, lehnten die Stadt- Wichtigkeit, welche die 4. Kammer des Gewerbegerichts am Der Referent, Adolf Hoffmann, Für Affordarbeiter ist eine Entscheidung von großer ch tu bt- Schlusses der Geschäfte Stellung zu nehmen. betonte die Nothväter ab, obgleich dort bereits Mißstände bestehen, wie der im Barbier= Gewerbe, rath selbst zugeben mußte. So weit ging eben die Fürsorge der Jahti u. Löhnich thätig war, hatte den Auftrag übernommen, wo die Gehilfen unter der überaus langen Arbeitszeit zu leiden 14. Wiai fällte. Der Möbelpoliver Wolf, welcher bei der Firma wendigkeit, daß auch gerade Stadtväter nicht. 10 Bettstellen in Alford zu poliren. Da das Holz an ver- hätten, die Geschäfte um 8 Uhr geschlossen würden; deshalb könne Ueber die Zustände in den Ziegeleibetrieben giebt ein schiedenen Stellen schadhaft war, mußte er den Afford unter- man dem diesbezüglichen Gefeßentwurf nur zustimmen.( Beifall.) Runderlaß des Regierungspräsidenten zu Frankfurt a. D. an die brechen. Es wäre nunmehr Aufgabe eines Tischlers Nach kurzen Debatten in obigem Sinne gelangte einstimmig Aussichtsbehörden bemerkenswerthe Schilderungen. Tanach be- gewesen, die Bettstellen zu repariren. Die Geschäftsfolgende Resolution zur Annahme: In Erwägung, daß die finden sich nach Maßgabe der eingehenden Berichte der Geleiter bekümmerten sich jedoch wenig darum, darum, so daß Arbeitszeit für die Angestellten im Barbier, Friseur- und Perrückenwerbe Inspektoren in dem Regierungsbezirk Frank Wolf nach 18 Tagen immer noch nicht im ftande war, macher- Gewerbe 15-16 Stunden, Sonntags auch 8-9 Stunden furt a. D. gegenwärtig 485 revisionspflichtige Ziegeleien, den übernommenen Akkord zu vollenden. Als ihm die Geschichte beträgt, in Erwägung ferner, daß diese lange Arbeitszeit für in welchen insgesammt 6152 Arbeiter, und zwar 4858 männ zu lange dauerte, wurde er beim Gewerbegericht flagbar, und die in der körperlichen fowie geistigen Entwickelung befindlichen liche und 860 weibliche erwachsene Arbeiter, 322 männ zwar verlangte er jetzt die volle Affordsumme bezahlt. Der Barbiers und Friseurgehilfen, besonders aber für die Lehrlinge, liche und 99 weibliche junge Leute und 74 männliche Vertreter der Beklagten machte geltend, daß sie zur fraglichen eine durchaus schädliche ist, erklären die Versammelten des und 4 weibliche Kinder ermittelt worden sind. Ferner Beit nicht in der Lage gewesen seien, die Reparatur ausführen Barbier- und Frifeurgewerbes es für durchaus dringend nothbeschäftigten 70 Anlagen Wanderarbeiter, deren Zahl 584 be- zu lassen. Es wären feine Arbeitskräfte zu bekommen gewefen, wendig, daß das Gesetz Schluß der Geschäfte um 8 Uhr trägt. Bei den im Jahre 1895 ausgeführten Revisionen haben trog aller Bemühung nach solchen, und die bei ihnen nun die Gewerbe- Inspektoren bei den 485 Betrieben in 248 beschäftigten Tischler hätte man nicht aus ihren Arbeiten Biegeleien 258 8uwiderhandlungen gegen die Vor herausreißen fönnen. Der Gerichtshof verurtheilte aber die schriften der Gewerbe- Ordnung und sonstiger auf Firma, die verlangten 72 M. an Wolf zu zahlen. Affeffor Biegeleien bezügliche Bestimmungen festgestellt. In denjenigen Dr. Brasch führte zur Begründung aus, es wäre die Möglichkeit Fällen, welche dazu angethan waren, haben die Gewerbe- Inspektoren vorhanden gewesen, die Reparaturen ausführen zu lassen; die die gerichtliche Bestrafung beantragt. Dagegen ist in den Fällen, Beklagte hätte ja nur einen ihrer Affordarbeiter den Atford welche eine mildere Beurtheilung zuließen, vorläufig von unterbrechen lassen und damit betrauen tönnen, jene Arbeit in der Stellung eines Strafautrages Abstand genommen und Lohn zu machen. Der bezügliche Einwand ihres Vertreters sei zur Beseitigung der vorgefundenen Mängel eine Nachrevision nicht stichhaltig. Die streifenden Klaviatur- Arbeiter hielten am 19. Mai vorbehalten worden, was namentlich von fleinen Anlagen gilt, eine Versammlung ab, in der Gülmg über den Stand der Lohnderen Besitzer vielfach weder von dem Bestehen der bewegung berichtete. Redner betonte, daß unter den Arbeitern einschlägigen Vorschriften Renntniß haben, der Klaviaturbranche wohl der festeste Zusammenhalt zu fonnoch überhaupt wissen, daß ihre Betriebe den Der sozialdemokratische Verein ,, Vorwärts" batte am statiren sei. Den Grund dafür fönne man wohl in den schroffen Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung unter Dienstag im Lokale von Wernau, Schwedterstraße eine Mitglieder Maßregeln seitens der Fabrikanten erblicken. Redner ersucht Besonders lassen die Wohnungs- Verhältversammlung anberaumt, welche gut besucht war. Vor Eintritt in deshalb die Anwesenden, weiter in der Einmüthigkeit aus. nisse der in Ziegeleien vorübergehend beschäftigten Ar- die Tagesordnung ehrte die Versammlung in üblicher Weise nach zubarren. In der Diskussion äußerten sich Schumann, Mahnke, beiter und Wanderarbeiter meist viel zu wünschen übrig. einigen Worten des Vorsitzenden das Andenken des jüngst ver Wetzel In zwanzig der Abhilfe besonders bedürftigen Fällen storbenen belgischen Parteigen offen Jean Volders. Nach mitgetheilt wurde, find bei Buchholz 12, bei Rößner 5, bei Laben sich die Gewerbe Inspektoren veranlaßt sehen müssen, Genehmigung des Protokolls der vorigen Versammlung erhielt Gallowsky 2 und bei Merseburg 2 Arbeiter in Arbeit getreten. die Schlafräume zu beanstanden und darauf hinzuwirken, theils Heir Dr. Meyl das Wort zu seinem Vortrage Proletarierleiden". Aus allen anderen Fabriken sind keine Abtrünnigen zu ver • trocken Versammlungen. u. A. es waren 30 bis auch auf unser Gewerbe ausgedehnt wird. Die Versammelten erklären sich daher mit dem Referenten einverstanden und be= auftragen den Vertrauensmann, den gefeßgebenden Körperschaften ( Bundesrath, Kommission für Arbeiterstatistik) eine diesbezügliche Eingabe zu unterbreiten!" Da diese Resolution von der Zentral- Agitationskommission Deutschlands" unterzeichnet war, so ist anzunehmen, daß diefelbe auch in anderen Städten Versammlungen, die dem gleichen Zweck dienen, unterbreitet wird. und Gumlich im Sinne des Referats. Wic Arbeiter Gesangverein Bineta, Gleichheit 2, KreuzKrenrmen, Berlinerstraße Nr. 289, Restaurant R. Urad. berger Harmonie, Admiralstr. 18c bei Möhring. Bretelschluß, Gesangverein der Vergolder, Oranienstr. 51( Oranienballen) bet Helfer. Frühling, Seidelstr. 30 bei Arndt. Harmonie 4, Röpenickerstr. 68 bei Schöning. Gesangverein Völter: Gefangverein Schneeglöckchen 2, Gefangverein Botsdam, Brandenburger Kommunikation 16 bet Glaser. Adlershof in Adlershof, Oppenſtr. 1 bet Echubert.- Feldblume, Staligerfir. 117 bei Breitenfeld. Gesangverein Hilaritas, Hochstr. 32a bei Schmidt. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Suchsdorf. scher Männerchor von 8-9 Uhr Notenstunde; von 9-11 Uhr Uebungsfunde bei Brüning, Rosenthalerstr. 12.- Gefangverein Jugendfreuden, Männerchor. Abends von 9-11 ühr bet Wernau, Rosenthalerstraße 57. Biropfenverein Wedding, abends 8 Uhr Sigung beim Reftaurateur 9-11 Uhr mit Damen bei Voffmann, Beuffelstraße 32. Wolff, Gerichtstr. 44. Vergnügungsverein Alpengrün, abends von Geselliger Berein Frohsinn bei Geife, Eminemünderstr. 20, abends 9 Uhr, Sigung mit Damen. Tambourverein Froh Frei, Uebungsstunde Montags und Tonnerstags 9 Uhr bei Rausch, Huffitenstr. 9.abends 9 Uhr Sigung Atalbertſtr. 51. Geselliger Verein Hertha, Dilettanten- Orchesterverein Allegro, Sigung mit Damen. chungsstunde Donnerstags 8 Uhr bei Rautenberg, Oranienstraße 180.Theatergesellschaft Evelina, abends 9 Uhr bei Gonell, Falckensteinstraße 5, Büherflub Alpengrüße Uebungsstunden abends 9 Uhr bei Neumann, Geselliger Arbeiterverein Hoffnung Gittler, 1 straße 26. Vergnügungs- und zeichnen. Mehrere Redner sprachen ihren Unwillen über das wählt: Witte, erfter, Go eß, zweiter Vorsitzender; Klingen Fest, Ballisadenstraße 62 bei Reiser. unsolidarische Verhalten der Tischler aus, die, es sind dies meist berg, erster, Kübler, zweiter Kassirer; Berndt, erster, Safianien- atlee 11 bei Augustin. Alpenröslein, Bergstraße 60 bei Hilgenfeld. Gesangverein Oberon, Alte Jakobstraße 68 bet junge Leute, den Lockrufen der Fabrikanten Folge leisten. Botani Soelte, zweiter Schriftführer; Berndt und Roßmann, Dieffenbach). Alpenrose, Forsterstraße Nr. 22 bei Kunze. erklärt, daß im Holzarbeiter- Verband so viel als möglich für Revisoren. Der Vorsitzende gab bekannt, daß in letzter Zeit Edelweiß III, Wollinerstr. 62.- Morgenroth I, Rummelsburg, Türrden Streit agitirt werde. Möller beantragt, daß die mehrere Mitglieder abgemeldet wurden, weil diefelben ihren bei Röllig.- Gefango. Lyra II, Charlottenburg, Wallstr. 102 bei Maschestt. schmidtstr.33 bei Fechner. Gesangv. Morgengrauen, Neue Friedrichstr. 44 Kommission init dem Vorftande der Tischler- Innung in Verpflichtungen gegen den Verein nicht nachgekommen waren. Gefangverein Vorwärts IX, Charlottenburg, Wilmersdorferstr. 39, BisVerbindung trete, um zu verhindern, daß seitens des Innungs- Die Abrechnung des Kassirers weist eine Einnahme von 60,90 m. mardshöhe". Arbeiter- Gesangverein Spandau in Spandau bet Radike, Arbeitsuachweises den Fabrikanten Arbeiter zugesandt werden. und eine Ausgabe von 52,40 M. auf. Neumeisterstr. 5.- Glasarbeiter, Köpenick, Rosenstr. 101 bei Troppens. Gefangv. Sängerlust, Werder a. H., Kugelweg. Edelweiß III, Diesen Antrag lehnte die Versammlung ab. Ein weiterer An- Reinickendorf. Im hiesigen Arbeiter- Bildungsverein Zu Wollinerstr. 62, Restaurant. Männerchor Süd- Ost, Köpenickerstr. 191 bei trag: Aus den Fabriken, wo es noch nicht geschehen, das Werk- kunft" sprach am 10. Mai Genosse Duchateau in einem bei- doge. Summerscher Gesangverein, Langejir. 65 bei Dwzarec. seug abzuholen, wurde angenommen. Nachdem noch Fischer und fällig aufgenommenen Vortrag über das Thema„ Regierung, Gintracht 1, Nieder Schönweide, Grünauerstraße bei Streifer. Freiheitstlänge III, Luckenwalde, Haag Nr. 3, Restaurant Gerhardt. Kleinlein für unbedingte Fortführung des Streiks gesprochen, ge- bürgerliche Parteien und Sozialdemokratie". Die Diskussion Männerchor St. Urban", Mariannen- Ufer Nr. 2, Restaurant Lurbof. Tangte folgende Resolution einstimmig zur Annahme:" Die Ver- bewegte sich zustimmend zu dem Referat und gelangten sodann reiheitsglocken, Wörtherstr. 39 bei Buchholz. fammlung beschließt, unerschütterlich wie bisher an ihren Forde einige örtliche Angelegenheiten zur Besprechung. rungen festzuhalten und die Arbeit nicht eher aufzunehmen, bis die Forderungen erfüllt sind. Köpenick. Hier sprach am 13. Mai Fräulein Baader Gleichzeitig verurtheilt über die Arbeiterinnen und die heutige Gesetzgebung. Dem mit die Versammlung sehr entschieden das Verhalten der Tischler, welche lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag folgte eine rege Disden Lockrufen der Klaviaturfabrikanten Folge leisteten". Ein Einigungsversuch in der Klaviaturfabrik fussion, in der Genosse Richter in drastischer Weise eine Reihe von Bohn u. Komp. dürfte als gescheitert anzusehen sein, da eine von Uebelständen in den hiesigen Fabriken zur Sprache brachte. Bewilligung verweigert wurde. Der Arbeiter Bildungsverein für Mariendorf hielt am 17. Mai seine regelmäßige Mitgliederversammlung ab. Da der Eine gut besuchte Versammlung der Gastwirthsgehilfen, Referent Genoffe Bruns am Erscheinen verhindert war, hörte die am 19. Mai bei Cohn, Beuthstraße, tagte, beschäftigte sich die Versammlung eine Vorlesung aus der„ Neuen Zeit" an. mit dem Thema: Welche Lohnforderungen gedenken die Deur neuen Statut gemäß beschloß man, dem Vorstande zu Gastwirthsgehilfen für die diesjährige Sommersaison zu überlassen, regelmäßig stattfindende Lese- Abende einzuführen. stellen? Nachdem der Referent 3eiste in eingehender Velten i. Mark. Am Sonntag, den 17. Mai, fand hier in Weise die mißlichen Lohnverhältnisse im Gastwirthsgewerbe Grunow's Lokal eine stark besuchte Versammlung der in den beleuchtet und auf die Arbeiter anderer Berufe hingewiesen hatte, Thouwaaren Fabriken beschäftigten Arbeiter statt. die fast alle die augenblicklich günstige Konjunktur benutzt haben, Jacobey- Berlin referirte über: Der zweite deutsche GewerkschaftsKollege wendigkeit eines festen Lohntarifs betont wurde. Bemängelt wurde, in der alle Redner die Nothwendigkeit anerkannten, sich möglichst mariannenstraße 48. Alle 14 Tage abends s¼ ühr. lich ausgedehnte Diskussion, in der von allen Rednern die Noth- aufgenommenen Vortrage folgte eine recht lebhafte Diskussion, Lothr irgerſtraße 105. Zitherflub Heimathsflänge 1895. Sinbomerdaß verschiedene Bureaus von Gehilfenvereinen, insbesondere aber einheitlich zu organisiren. Die Versammlung beschloß ferner, an Touristentlub Freie Brüder, abends 9 Uhr bei Roll, Adalbert hatte, Jahre festgesetzt war, nicht innegehalten haben. Die große Zahl die jetzt üblichen Stunden- und Akkordlöhne um die der Gastwirthsvereine, den minimalen Tarif, der im vorigen die Beltener Ofenfabrikanten mit der Forderung heranzutreten, Ruderverein o'r wärts, abends 9 Uhr im Reſtaurant Neues Klubhaus, Kommandantensiv. 72, Stattlub Sanfter Heinrich bei H. Brandt, der privaten Stellenvermittler, die die Nothlage der Angestellten zu erhöhen. Die Forderung wurde damit begründet, daß die Krebs. 10 pet. Reichenbergerstr. 122. Stattlub Süd, abends 8% Uhr, Böchstr. 21 bei im Stattlub Grand Schwarz, abends von 9-11 1hr bei Gastwirthsgewerbe in unglaublicher Art ausnüßen, Abzüge in den letzten 8 Jahren für alle in den Fabriken G. Stein, Chriftburgerſtraße 46. Echwimmklube.ch t", abends 9 Uhr, placiven selbstverständlich ohne Rücksicht Stattlub Tourné, abends auf die Lohn beschäftigten Arbeiter 30-40 pCt. betragen und von einer ver= im Restaurant Richter, Marianmenstr. 41. 9 Uhr bei Nedrenz, Wrangelstr. 81. und Arbeitsbedingungen. Nachdem noch allseitig aufgefordert Inünftigen Arbeitsweise nicht mehr die Rede sein könne. Die Jonasstr. 4 bei Nigbuv. Stattlub Fortuna abends sy Uhr, wurde, die privaten Stellenvermittler zu meiden und unter keinen Umständen billiger als zu den festzustellenden Bedingungen zu ihre Leistungen gestellt werden, seien geradezu als unmenschlich ſtraße 8. Rauchflub hneforge, Abends 9 Uhr, bei Münsberg, Louiſenufer 52. Anforderungen, welche an die einzelnen Arbeiter in bezug auf Rauchklub Kernspige Abends 9 Uhr, bei A. Böhl, Rüdersdorferarbeiten, wurde mit allen gegen eine Stimme befchloffen, folgenden Rauchklub peifendedel, Abends 8 Uhr, bei Jeratsch, Rauchtlub Felfeufest bet H. Schmidt, Köpenickerstr. 171. Tarif bis auf weiteres festzusetzen: Minimallohn pro Monat bei fester zu bezeichnen. Eine spätere Bersammlung soll über den Ausfall gele- n. Diskutirklubs. Donnerstag. Dieggen, abends 8½ 1hr Stellung 20 M., Aushilfsarbeiten: für den 1. und 2. Pfingstfeiertag der Verhandlungen mit den Ofenfabrikanten befinden. Die Verbei Echröder, Wiesenstr. 39. Neue Beit, abends 8 Uhr, Boyenstr. 40 bet à 5 M., für die Sonntage, 3. Pfingstfeiertag und alle Nachtarbeiten ſammlung war insofern von Erfolg begleitet, als zirka 50 von Klub der Freunde bet Gnadt, Buttbuserstraße 32. 3 Mart, für gewöhnliche Wochentage ohne Nachtarbeit 2 Mark. den Anwesenden dem allgemeinen Verein der Töpfer und BerufsSozialistischer Lese- und Distutirtlub, abends 8% Uhr, Reichenbergerstr. 157, Sigung. Die Nachpuzarbeit soll in feinem Falle über Mittag hinaus genossen Deutschlands als Mitglieder beitraten. Lese und Distutirtlub August dauern. Die Kellnerinnenfrage, die von Frau Dmoch an- ofichule, Waldemarstr. 14: Arbeiter- Bildungsschule. Tonnerstag Abend 9 Uhr bis 10% Uhr: Süd- Geib, abends 8½ 1hr, im Restaurant Streit, Naunynftr. 86. Deutsch.( Literatur des neunzehnten ese und Distutirtlub Reimer, abends 8 Uhr, bei geregt wurde, fam, als nicht zur Tagesordnung gehörig, Jahrhunderts. Auffazlehre.) Herr Heinrich Schulz. Nordschule, Seidel, Gerichtsstr. 19. Lese- und Distutirtlub Friedrich Engels, nicht zur Diskussion und wird eine spätere Versammlung beschäftigen. Müllerstr. 179 a: Geschichte.( Nenere Geschichte von der Reformation abends 8 Uhr, bei Stiefel, Weißenburgerstr. 53.- Lese- und Diskutirklub Der Bericht des Delegirten zum Gewerkschafts- Kongreß wurde ostalismus und der politischen Parteien Deutschlands.) Herr Dr. C. Binn. und Diskutirklub Pestalozzt, abends 9 Uhr bei Behlendorf, Beughofstr. 8. bis zur Gegenwart mit besonderer Berücksichtigung der Entwickelung des Leopold Jatoby, abends 9 Uhr, Blumenstr. 52 bei leinau. gleichfalls vertagt. Unter Verschiedenem wurde bekannt ge- Die Eduliäume sind zur Benuhung der Bibliothek und des reichhaltigen geben, daß von den Beisitzern des Gewerbegerichts unter anderen Beitschriftenmaterials schon von 8 Uhr an geöffnet. 3 Kellner ausgelooft wurden. Von den Vorsitzenden des Gewerbegerichts war der Wunsch geäußert, daß die Gastwirthsgehilfen Au gunsten der anderen Branchen, die in der 6. Stammer vertreten Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Berfigender Ad. Neufind, auf einige Size verzichten sollen. Nach kurzer Diskussion mann, Pascallerstr. 3. Alle Aenderungen im Bereinstalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Donnerstag. Abends 9 bis wird diese Angelegenheit einer späteren Bersammlung überwiesen. 11 uur: Uebungsfiunde und Aufnahme neuer Mitglieder.- Gesangv. Freund Ein Schreiben des Herrn Direktor Samst an den Stellenvermittler ich aft I, Brunnenstr. 148 bei Fischer. Vorwärts 11,( Beutner'scher Schulz, Bernauerstraße, in welchem Herr Samst den Stellen Männerchor) Echönhauser Allee 28 bei stelle. straße 59 bei Werner. 8aget nicht, Efeglig, Albrechtstraße 125 im vermittler aufforderte, den Kellnern, die wegen des schlechten schwarzen Adler. Borar, Manteuffelstraße 9 bet Nowac. Har= Geschäftsganges nur kurze Zeit bei ihm waren, die Vermittelungs- monte I, Tempelhof, Torfir. 18 bei Gerth. Steinfeger Sänger Flöter'scher Gesang= gebühren von 20 R. zurückzuzahlen, fam zur Verlesung. Wie or, iftanten Allce 28 bet Fiebiger. verein, Keppenstr. 47 bei Wilhelm Lorenz. Sängerchor Berliner die betreffenden Kellner mittheilen, hat der Stellenvermittler erschner, Weinfir. 11 bei Zeindt. Arbeiter Gesangverein Oranien fich geweigert, das Geld zurückzuzahlen und ihnen das Lokal ver- burger Vorstadt, Aderstr. 123 bci Martens. 0st- und Westpreußischer wiesen. Männer Gesangverein, Blumenstraße 32 bei Reich. Arbeiter Gefangverein Morgenroth IV, Köpenick, bei Schulz, Schönerlinderstraße 9. Wilmersdorf. Der Arbeiter- Bildungsverein vollzog in Afrion II, Tanzigerstr. 78 bei Meßmann. Sutunft 11, Belten i. d. W., Wilhelmstr. 19 im Hotel feiner letzten Sigung die Wahl des Vorstandes. Es wurden ge- w. Grunow.- Kornblume, Gr. Frankfurterstr. 130 bet Gold..-Treu und = und der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend Ale zufchriften den Bund betreffend sind zu richten an: Sahn, Schönhauser Allee 177 c. Pfälzer SchuhFabrik- Niederlage. Berlins anerkannt billigste und reellste Schuh- Verkaufshäuser. Specialität: Braune Strand- Promenadenschuhe zum Schnüren, aus garantirt feinstem echt Ziegenleder 51382] für Damen nur für Herren nur Mk. 4,75. Mk. 5,90. 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