Nr. 120. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Viertel: jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage„ Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Defterreichs Ungarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Beitungs- Preisliste $ für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Inferttons- Gebühr beträgt für bie fünfgespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pf., für Vereins- und Berfammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 1hr abends, an Sonns und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, v. 1508 Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Pinglfen. Sonntag, den 24. Mai 1896. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. armen Fischer vom See Genezareth; was sie sagten, flang so überstrahlte Natur, muß es ihm unwillkürlich durchfahren: einfach wie die Wahrheit: Gleich seien die Menschen und gleich Ja, wie hier jeder Baum und Strauch, jedes Blatt und Wer sie jetzt sieht, die von Tag zu Tag mehr und berechtigt solle sein einer dem andern. An diesem Tage jeder Halm sich regt und streckt, so willst auch Du Dich mehr aufschießende Saat, dem lacht vor Freud' das Herz schlug die Gleichheitslehre, die der Nazarener als erster regen unablässig und immerdar im Dienst der einen großen im Leibe. Die zwölf harten Wochen des Winters hat sie diesseits des Euphrats verkündet, Wurzeln in den Hirnen Sache; und wie einst die Jünger in Jerusalem, so wirst siegreich überstanden, nicht sie, ihr alter, grimmer Be- der Menschen. Ihre Apostel waren keine Geistes riefen, aber auch du deinen Brüdern die Wahrheit künden, die Fackel dränger mußte weichen; die lockende Gnadensonne des die Wahrheit ist so einfach wie das Leben, ein jeder kann der Erkenntniß leihen, sie erfüllen mit lohender Be Vorfrühlings riß sie nicht zur Ueberhebung, und als das fie begreifen und künden. Die Jünger waren arm, geisterung, Buversicht, Kraft und Stärke. Ja, dann wird Wetter wieder umschlug und sie überschüttete mit Ungnade, aber sie hatten keine Bedürfnisse. Weder Stellung auch endlich einmal Weltpfingsten kommen, nicht das mit talten Schauern und rauhen Nächten, stand sie, der und Rang besaßen sie, aber ihnen stand zur Seite Pfingsten, das die Erfüllung in Aussicht stellt, nein, die Er Dinge wartend, die da kommen sollten, furchilos, mit jeder die Kraft der Ueberzeugung und die Arbeitsfreude. füllung selbst, die Zeit, in der das Leben eine Freude ist, Wurzel, jeder Faser sich flammernd an die nährende Bald hob die staatliche Macht ihre schwere Hand wider sie, die und die Arbeit eine Luft. Muttererde. Zahl ihrer Anhänger wuchs mehr und mehr. In allen Und das Schwerste, Härteste hat sie hinter sich. Ein Provinzen, in allen Städten und Orten des römischen Weltschier unendliches, wogendes Heer steht sie da, Blatt an Blatt, reiches tauchten Chriften auf, versammelten sich erst im geheimen, Die internationale und Halm an Halm, ein jeder mit spizzer Lanze nach schlossen sich dann in Gemeinden zusammen und traten an die Politik der Sozialdemokratie dem Biele zeigend, saftgeschwellt und voll der Kräfte. Deffentlichkeit. Bei den Legionen am Niederrhein waren Mag der Wind schmeicheln und blasen, woher er will, fie vertreten und an den Gerichtshöfen in Rom; mancher vor dem Londoner Sozialistenkongreß. niederzwingen wird er sie nicht mehr. Wohl, einige ihrer Priester verlor den Glauben an seinen Jupiter und London, 21. Mai. Glieder find unbrauchbar geworden für den Endzweck, der predigte von besseren, kommenden Zeiten. Da fuhr ein Mit dem Wachsthum der sozialdemokratischen Parteien Halm ist verblichen zu strohiger Indolenz, jenem hat Bös- Ausnahmegesetz über die Anhänger der neuen Lehre. in den verschiedenen Ländern wächst ihr Einfluß wie auf willigkeit die Verbindung zum Nährboden gesperrt, was Und Jahrhunderte hindurch wuchtete das erzene Joch auf die innere so auch auf die äußere Politik dieser Länder. rechnen fie gegen die Millionen der andern, die wissen, daß Nacken und Schultern der Bekenner. Raiser tamen und Es ist keine Uebertreibung zu sagen, daß sich dieser fie ihr Biel erreichen? Ja, in ihnen lebt die Gewißheit, gingen, einer übertraf den anderen im Ersinnen neuer, für Einfluß schon heute sehr bedeutend fühlbar gemacht baß sie das Brot der Zukunft schaffen werden, das füße die Staatsfeinde bestimmter Gewaltmaßregeln. Die Zahl auf den Gang der Ereignisse bei verschiedenen Brot der Erfüllung. der Christen wuchs. Sie ftieg, als das Reich in seinen Gelegenheiten und mit bezug daß verschiedene Fragen bea Pfingsten! Durch die Natur schwingt der Jubel feffel- Grundvesten erbebte, und als es barst und zusammenbrach, stimmend eingewirkt hat. Man braucht dabei gar nicht in freier Werdeluft, ungehemmter Schaffenskraft und froher trat das Cristenthum an die Stelle des Götterglaubens. erster Linie an das Auftreten der sozialdemokratischen AbWachsthumsfreude. Die in der Sonne tanzende Mücke fingt Es wurde Staatsreligion und der Macht unterthan, die es geordneten in den Parlamenten zu denken. Schon die davon, das Blatt am Baum erzählt von ihnen und der so lange bekämpft. Aber noch Jahrhunderte hindurch Thatsache, daß eine starke raditale Oppositionspartei im Fisch schnellt empor, sicher seiner Kräfte. bildete es den Hauptfaktor im Leben des Einzelnen, im Leben Bolte existirt, die jeder abenteuernden, angriffsweise Pfingsten! Einem jeden kommt der Tag, an dem ihm der Völker. vorgehenden oder provokatorischen Politit feindselig gegen die Gewißheit wird, daß ihm die Erfüllung nahe. Und Heute hat auch das Christenthum seine Pfingsten hinter übersteht und daher, falls eine solche doch eingeschlagen auch den Parteien kommt dieser Tag. Die andern haben sich. Seinen Grund- und Eckstein, die Gleichheit aller, hat würde, aus jedem Fehlschlag Stärkung ziehen, größere Macht ihr Pfingsten gehabt, in ihrer Maienblüthe steht allein die es entweder ganz verworfen oder läßt ihn nur noch in erlangen müßte, kann nicht anders als dämpfend auf die Sozialdemokratie, einer Saatweite vergleichbar an einem einem„ bessern Jenseits" gelten. Seine Triebkraft ist zum Kriegsgelüfte der jeweiligen Rabinets lenker einwirken. Wer Maimorgen. Die zwölf Jahre, in denen das Sozialisten- Stillstand gekommen, in Afrika tann es nicht einmal mehr weiß, ob ohne die Existenz der Sozialdemokratie wir nicht gefet winterte, liegen hinter ihr, die Aprilschauer des innern mit dem Islam konturriren, die Anstrengungen seiner Ver- doch schon einen" Revanche-" oder" Antirevanche"- Krieg Haders, die Lockungen der Machthaber hat sie überstanden; treter erschöpfen sich in dem Bemühen, wenigstens den bis zwischen Frankreich und Deutschland gehabt hätten. Jeden fett steht sie da mit festen Wurzeln im Volte gründend, herigen Besißstand zu wahren. An die Stelle des Christen- falls ist ganz unbestritten, daß die Sozialdemokratie für die alle ihre Kräfte find entfesselt und streben im schönsten thums aber ist bei dem arbeitenden Bolke aller Länder der Fragen der auswärtigen Politik ein Faktor geworden ist, Wettbewerb dem gleichen Biele zu. Sozialismus getreten. Er zeigt ihm ein Ideal, dessen der ein gewichtiges Wort mitzusprechen hat. Pfingsten! Bor mehr denn achtzehnhundert Jahren Verwirklichung mit keiner Anstrengung zu theuer erkauft Wacht giebt Verantwortung, und wo diese ist, genügt versammelten in dieser Zeit sich zum ersten Mal nach dem ist, er giebt ihm die Ueberzeugung, der Wahrheit zu dienen, es nicht, sich auf die Wirkungen vager Gefühlsregungen zu Tode ihres Meisters die Jünger und Schüler des Galiläers. und entzündet ihm Begeisterung im Herzen, er steckt ihm das verlassen. Selten liegen bei internationalen Konflikten In der alten Tempelstadt Jerusalem war es. Einträchtig Biel und weißt ihm den Weg, der zu jenem führt. Der die Dinge so einfach, daß sich auf den ersten Blick erkennen faßen sie beisammen und berathschlagten über die Mittel Sozialismus ist heute der Träger des Fortschrittes, der Ge- läßt, wo das Recht und wo das Unrecht ist, vielmehr und Wege, wie sie den Lehren ihres Herrn Eingang ver- fittung, der Kultur, und seine politische Verkörperung, die handelt es sich gewöhnlich um eine Vielheit sich kreuzender schaffen könnten unter den Menschen. Und da kam die Er- Sozialdemokratie gleicht der schwellenden, sprießenden Natur] Interessenfragen. Ganz besonders schwer aber wird Leuchtung über sie, sie gingen hinaus zu dem Volke, das zu zur Zeit des Maien. für den Mann aus dem Volte die Stellungnahme, wo es dem jüdischen Feste von überall her zusammen geströmt war, Wenn der klaffenbewußte Arbeiter an einem der schönen sich um Konflikte handelt, deren Objekt sich außer und predigten in, feurigen Zungen." Und das Volk verstand die Pfingsttage heraustritt in diese vom leuchtenden Sonnenauge halb des eigenen Erdtheils befindet, also um Fragen der und einem Drachen zu Leibe gehen. Die Männer auf den so man Trampelthier nennt, her gemacht. Die drei anderen Bildern sind individualisirt, ihre Gesichter und Linke zieht mit dem Leitriemen den Kopf des Thieres Kleider tragen modernen Charakter, als wären sie nach der nach abwärts, die Rechte ist zum Schlage erhoben, und wird Natur geformt. Wer sie ansieht, muß sich sagen: Das sind im nächsten Augenblick einen hölzernen Steinmetzschlägel auf Maler oder Steinmegen im Arbeitsanzuge. Diese Männer die krumme Nase des Kameels niedersausen lassen. Auf Noch ein Kameel- Relief. Dem Herrn Ba urath Schwechten scheinen es die Rameele angethan zu haben. Noch ist der Architekten scherz" von der Gedächtnißkirche in aller Gedächtniß und schon ist der bekannte Steinmetz wenn es erlaubt ist, in der Sprechweise des " Hammerschmiedes" Stumm zu reden abermals mit einer Kameeldarstellung vor die Deffentlichkeit getreten. Das neuere Bilbwert spricht zwar nicht die deutliche Sprache, mit der vor Jahr und Tag die Väter der Stadt beehrt wurden, es hängt aber insofern auch mit der Gedächtnißkirche zusammen, als der Brunnen, an dem es angebracht ist, vor dem Pfarrhause dieser Kirche Aufstellung finden soll. % رد dem dritten Bilde wird ein recht blöde dreinschauender Elephant mit einem Kantschu bearbeitet. Alle Thierkörper sind nur zur Hälfte mehr oder weniger naturgetreu dargestellt, den Hinterleib bildet ein Schwanz, aus dem gewöhnlich fünf lange Hälse hervorpendeln, von denen jeder einen Kopf des betreffenden Thieres trägt. Die Thiere sind also nicht wirkliche Thiere, sondern Symbole, Ber treter einer ganzen Gattung, einer Partei oder sonst etwas. Hat man erst diesen Faden, dann kann man den Sinn, den Gedankeninhalt des ganzen Bildwerks etwa folgendermaßen präzis firen: dem edlen und tapferen Feinde ( Löwe, Drachen) ehrliche" Waffen( Speer und Schwert); dem Unverstand( Stranß) aber, der Dummheit( Kameel), der Dicks felligkeit( Elephant) die Faust, den Hammer, die Peitsche. Das wäre allgemein gesprochen. Das Bildwerk meist aber augenscheinlich auch auf einen besonderen Fall. Von den Kleidern und Gesichtern der drei Männer war schon die Rede. Unter den Schwänzen der Thiere befindet sich ein Ding, das aussicht, wie ein doppeltes Bahlbrett, und die über ihm pendenden Wer das Hauptgebäude der Bers liner Gewerbe Ausstellung durch das goldüberladene Hauptportal betritt, findet sich in einem kleinen Kuppelbau, dessen einziger Schmuck in einem maurischen Springbrunnen besteht. Wie eine Inschrift besagt, stammt der Entwurf dieses Brunnens vom Baurath Schwechten. Drei runde Schalen bauen sich übereinander auf, fünf stilisirte Löwen und kleine Säulen bilden die Träger. Um den äußeren Rand der zweiten Schale läuft ein in sich zurücktehrendes Friesband mit bildlichen Dar stellungen in Reliefform. Aus dem Ornamentenschmuck heben sich fünf Gruppen deutlich ab. Es sind Kampffzenen, in jeder| fämpfen nicht gegen so erschreckliche Thiere wie die beiden Hälse und Köpfe machen den Eindruck, als würden ist ein Mensch im Kampfe mit einem Thiere dars Krieger. Der eine hat mit der Rechten einen großen sie die auf dem Brett liegenden Schäße bewachen. gestellt. Alle fünf zerfallen wieder in zwei Haupt- Vogel, der wohl einen Strauß darstellen soll, am Halse Der Fries bildet überdies nicht den einzigen Schmuck gruppen. Zwei Bilder zeigen schablonifirte Krieger- gepackt und drückt ihn so, daß dem Thiere der Athem aus der zweiten Brunnenschale. Zwischen je zwei der gestalten, die mit Spieß und Schivert einem Löwen geht. Der zweite hat sich über ein ziveihöckeriges Rameel, Kampfbilder drängt sich ein Wasserspeier hervor, ein wie Rolonialpolitit, bie nun einmal, mögen wir es wollen oder solle mit dem Mandat, die Ereignisse zu überwachen und„ kanadischen Sümpfe und die Wildniß von Neu- Südwales". nicht, heute wieder in hohem Grade maßgebend geworden um im geeigneten Moment entsprechende Maßregeln zu Es blieb fruchtlos, und jeder Versuch, um die kapitalistische find für die Beziehungen der Großstaaten zu einander. Er treffen und so eine neue einheitliche und bestimmte inter- Welt eine chinesische oder, wenn man will, barbarische ist in den meisten Fällen auf Berichte angewiesen, die ge- nationale Politik für die Sozialdemokratie aller Länder Mauer zu ziehen, bis die sozialistische Revolution vollzogen, färbt find, lernt gewöhnlich den Fall nur kennen, ohne Rücksicht auf die sogenannten nationalen Interessen muß heute umsomehr fruchtlos bleiben, als diese Welt seiter sich unter dem Gesichtswinkel der Kolonial- eingeleitet werde". Der Vorschlag ist, wie ich vernehme, dem erweitert und ihre Verkehrsmittel vervollkommnet intereffenten des eigenen Landes darstellt. Darf die Sozial von der Exekutive der Sozialdemokratischen Föderation auf worden sind. Der gordische Knoten läßt sich auf diese demokratie es darauf ankommen lassen, darf sie genommen worden und wird als der ihrige dem inter- Weise nicht lösen. es ruhig mitansehen, daß sich im gegebenen Fall eine öffent- nationalen Kongreß unterbreitet werden. liche Meinung im Volte bildet, ohne daß sie selbst mehr thut, als ihrem grundsäglichen Gegensatz gegen die Kolonials politit im allgemeinen und die Kolonialraufereien im besonderen Ausdruck zu geben? " Es steht wohl außer Zweifel, daß er abgelehnt werden Politische Mebersicht. wird. Die Genossen können ihn unmöglich sorgfältig geprüft haben. Er ist widersinnig und utopistisch. Er bedeutet Berlin, 23. Mai. ein Rennen gegen die unvermeidliche Entwickelung der Chriftlich- Soziales. Auch der Führer der jüngeren Sicherlich nicht. Nachträgliche Protefte verfehlen in der Dinge ein Beginnen, das in den verschiedensten Formen christlich- sozialen Geistlichen, Pfarrer Naumann in Frank Regel ihre Wirkung, und dies um so mehr, je mehr sie all- feit Generationen versucht worden ist und in jeder fehl- furt a. M. hat jetzt Gelegenheit genommen und zwar gleich gemein gehalten sind, auf bloßer Negation beruhen. So geschlagen hat. Wenn unsere Bundesgenossenschaft den zweimal, sich über das kaiserliche Telegramm auszusprechen. lange es noch getrennte Nationen giebt, ist das National- Widerstand der Wilden oder Barbaren wirklich zu stärken Da ist es uns nun eigenartig gegangen mit seinen Kundgefühl ein Faktor, dessen Mißbrauch und dessen Auswüchsen vermöchte, so würde er nur das Gegentheil von dem be- gebungen. Als wir lasen, was er in seinem Organ, der„ Hilfe", man entgegenwirken kann und muß, dessen Existenz man wirken, was Bay will; statt den Zusammenbruch der geschrieben hat, da sagten wir: das ist doch noch ein Mann, der fich aber nicht verhehlen darf. Immer noch eine Minorität fapitalistischen Aera zu beschleunigen, würde er ihn hinaus wird Stange halten! Als wir aber dann zu Gesicht bekamen, im Volte, kann die Sozialdemokratie nicht erwarten, baß schieben. Aber es ist ganz verkehrt, irgend etwas derartiges zu was er in der Zukunft" dem patriotischen Lesedie Mehrheit desselben nach denselben Grundsägen urtheilt erwarten. Bay meint, die zu Abentheuern geneigten Elemente publikum vorredet, da wurden wir unwillkürlich an Ehrenwie fie. Will sie sich nicht darauf beschränken, durch ihre unter uns sollten, statt sich den Horden der mit Frei- Schnock aus Shakespeare's Sommernachtstraum erinnert, bloße Existenz passiv oder indirekt zu wirken, will sie briefen ausgestatteten Gesellschaften anzuschließen, sich da- der gar fürchterlich den Löwen brüllt, dann aber die Mähne was fie als tämpfende Partei muß attiv in durch verdient machen, daß sie die Eingeborenen zum abnimmt und ein verehrliches Publikum bittet, nur nicht den Gang der Ereignisse eingreifen, um nach Widerstand einegerzieren und ihnen den Gebrauch der zu arg zu erschrecken, er sei gar fein Löwe, sondern nur ein Möglichkeit Unheil zu verhindern, so muß fie im Feuerwaffen lehren". Er scheint ganz vergessen zu haben, harmloser Schnock. In der Hilfe" sagt Naumann nach gegebenen Fall in der Lage sein zu beweisen, daß ihre daß erstens dies Geschäft des Einschulens der Wilden auf Erörterung des an Geheimrath Hinspeter, zu Händen des Politit nicht etwa nur die edlere, sondern auch die beffere Feuerwaffen von den Kapitalisten und ihren Agenten aufs Freiherrn v. Stumm gerichteten Telegramms: ist, die den wahren Interessen des Volkes angemessenere. wirksamste besorgt wird, und daß zweitens die Wilden, die" Wir klagen über solche Fälle nicht, denn al3 Sozialisten Mit ihrer zunehmenden Stärke erwächst ihr auch die Pflicht, Feuerwaffen haben, Pulver brauchen, daß sie das Pulver nur wiffen wir, was andere sozialistische Gruppen vor uns getragen der auswärtigen Politik erhöhte Aufmerksamkeit zu auf dem Wege des Tauschhandels mit Europäern erhalten haben, und als Chriften wiffen wir, was Jefus denen verheißt, die widmen, und Wege zu finden, sich über die in deren Bereich können, und daß, wenn sie erst einmal mit denselben tauschen, Fällen zu unseren Freunden reden, um die Lage der Christlichum der Gerechtigkeit willen leiden. Aber wir müssen von solchen einschlagenden Verhältnisse die beste Information zu ver- fie ihnen auch schon verfallen sind. Unsere Bundesgenossen Sozialen zu verstehen. Die Zeit der stillen Vorbereitungen schaffen, um auch hier allezeit schlagfertig auf dem Plan er- fchaft oder Interessengemeinschaft mit den Wilden könnte ist vorüber, der Rampf beginnt, der ernste, scheinen zu können. nur dann ihrer Sache im Bay'schen Sinne förderlich sein, sähe, opfervolle Kampf. Jest muß und wird es sich Die Erkenntniß, daß die Sozialdemokratie immer mehr wenn wir in der Lage wären, die Gesetzgebung der zeigen, wie viele nur christlich- sozial waren, so lange es bequem thun muß, den Unfrieden zwischen den Völkern säenden kapitalistischen Länder entsprechend zu beeinflussen. Das war. Das aber trauen wir unserer Bewegung zu, daß sie sich Mächten entgegen zu wirken, ist allgemein. Wir haben in sind wir nun aber nicht, wir können wohl im Verein mit weder entmuthigen noch verbittern läßt. Wir wollen uns nicht der jüngsten Zeit verschiedene Hetzen sich abspielen sehen: anderen Parteien gewisse Gesetze zum Schuße der Ein- darüber täuschen, daß die Fälle Kößschke und Becker nur Eineine Engländerheze in Deutschland und Frankreich, eine geborenen durchsetzen, aber Gesetze, die der fapitalistischen Leitungsfälle sind. Sollen wir etwas nüßen, so muß es uns erst Deutschenheze in England, und überall haben Sozialisten sich Gesellschaft ihre weitere Ausbreitung verbieten, wird die noch schwerer gemacht werden. Nur wer gedrückt worden ist, lernt dem Volfe recht dienen." im fräftigen Protest gegen die Verhegungen aufgelehnt. Aber es Sozial emokratie nicht eher durchsetzen können, als bis sie es In der Zukunft" tönt Herrn Naumann's Stimme scheint verschiedentlich Zweifel daran aufgestiegen zu sein, ob diese nicht mehr nöthig haben wird. anfangs auch täuschend löwenähnlich, dann aber nimmt fozusagen vereinzelten Proteste unter allen Umständen aus- Bei aller Anerkennung der guten Absichten von Bay er die Mähne ab und sagt wehmüthig: reichen würden, ob sie stärkeren Bewegungen gegenüber im und seinen Mitantragstellern kann man nur sagen, daß„ So schreibt ein Pastor, dem sein Kaiser die Politik vera stande wären, auf die nichtsozialistische Masse zu wirken, fie int dem Bestreben, radikal vorzugehen, bas bietet, der aber dennoch politisirt, weil er sich von und es find Vorschläge gemacht worden, die Gegenaktion Pferd am Schwanz statt am Kopf aufgezäumt haben. Sie der Hoffnung der Rückkehr zu 1890 noch immer gegen die Völkerverhebung planmäßiger zu gestalten, ihr sind in einen uralten Frrthum zurückgefallen. Die Aus- ntcht trennen tann. Er fann noch nicht daran glauben, eine bestimmtere Grundlage zu geben, womöglich dauernde wanderung", schreibt Bar, ist nur ein feiner Plan, eine daß Stumm mit der Geschichte des neuen Deutschen Raiserspezielle Organe für sie ins Leben zu rufen. Revolution daheim, durch die eine radikale Aenderung des thumes unlöslich verknüpft ist. Wenn es so wäre, dann, nur dann würde er Verständniß be In der Maifeftnummer der Justice" hat der englische jetzigen Systems bewirkt werden könnte, zu verhindern und tommen für das schwere Wort: Politische Genosse Bar unter Berufung darauf, daß die Politik der den Wirkungsbereich dieses Systems auszudehnen." Vor Pastoren sind ein Unding", denn er fann Rolonialunternehmungen, der Reichserweiterungen und Er- mehr als sechzig Jahren schon wurde die Auswanderung fich keinen ehrlichen evangelischen Pastor denten, der mit Stumm schließungen dunkler Erdtheile nur darauf hinausläuft, die mit ganz denselben Argumenten denunzirt. Nicht ein geht, und feinen, der prinzipiell gegen feinen Galgenfrist des Kapitalismus zu verlängern, den Vorschlag junger Mann sollte fortgehen", schreibt der Poor Mans Raiser geht. Wenn wir wirklich gezwungen fein sollten, gemacht, daß die Sozialdemokratie in allen Ländern der Advocate 1831, bevor er es erlebt hat, daß dieses Land Kaiser und Stumm zusammen zu denken, dann erst käme die Gründung neuer Kolonien den äußersten Widerstand ent- degenerirt worden. Wir werden die jungen und kräftigen Frage, ob wir weiter Politik treiben könnten. Ich sagte gegensetzen und zu diesem Behufe mit den barbarischen Völkern Leute bald brauchen." Und es ist Raum und Nahrung genug und aber auch, daß ein evangelischer Pastor nicht prinzipiell gegen feinen Kaiser sein könne. So fest wir den volksfreundlichen Inin ihrem Widerstand gegen die Einbrüche von Europäern mehr als genug in England, wenn wir es nur fertig seinen Saifer sein könne. So fest wir den volksfreundlichen Inhalt des Evangeliums halten, eben so fest halten wir in ihr Land gemeinsame Sache machen, ihnen in jeder bringen, die Steuerschlucker und die politische Dekonomie unsere Pflicht gegenüber ber uns von Gott ge. Weise beistehen sollen, daß auf dem nächsten Kongreß über Bord zu werfen. Das ist es, was geschehen muß." fetten Obrigkeit. Die Ansichten der Obrigkeit brauchen ein ständiges internationales Komitee ernannt werden Das war geschrieben gegen die Auswanderung in die wir nicht zu theilen, aber ihr Amt und ihren Dienst sollen wir Menschenkopf meist semitischen Gepräges. Die Köpfe find platte, eine Truhe u. a., welche in teiner Weise den auf einem und den naturwissenschaftlichen Unterricht unterstützen sollen. stilifirt, aber die Bartformen find modern, selbst der in der befonderen Tische als Privatarbeiten der Lehrer bezeichneten Da ist z. B. das Modell einer Lokomotive, in welchem die ein Runstwerken nachstanden, so daß mir ein leiser Zweifel aufstieg, zelnen Theile deutlich hervortreten und an welchem die Mitte ausrafirte, sogenannte Raiserbart" fehlt nicht. Was also hat sich der Zeichner gedacht, als er diesen ob diese Arbeiten wirklich ausschließlich von Schülern ver Funktionen derselben ganz trefflich erläutert werden können. Ferner ist die Wand mit einem hübschen Bilde geschmückt, Bilderzyklus entworfen? Aufs Haar genau läßt sich dies fertigt find. Erwähnenswerth ist auch ein schönes Modell, welches die welches die Leuchtgasbereitung darstellt. Wir sind mit den nicht sagen! Nicht ein einziges Wort findet sich an dem Veranstaltungen zeigt, die in Spindlersfelde für die kleinen, Beranstaltern der Ausstellung ganz einverstanden, Brunnen. Vielleicht legen wir überhaupt zu viel Gedanken- noch nicht schulpflichtigen Kinder der dort beschäftigten Arbeiter fie meinen, daß die Erläuterung derartiger, für unser inhalt in das Bildwerk. Künstler sind sonderbare Leute. Und getroffen sind. Die Kleinen werden daselbst mit allerlei nied- modernes Lehen außerordentlich wichtiger Prozesse den der Gebrauch von Handzeichen" ist unter ihnen auch lichen Handarbeiten, zum theil nach Fröbel'scher Art be- Zwecken der Schule förderlicher ist, als manches, was heute heute noch im Schwange. Da war einmal einer, und der schäftigt. Gegen die Berstörung und Untergrabung der in derselben getrieben wird; schließt sich an dieselbe z. B. noch malte Zeit seines Lebens nichts als Kazen; man Familie, welche darin liegt, daß schon die Erziehung der ganz nannte ihn den Kazen- Raphael. In der Berliner National- leinen Kinder der Mutter und dem Hause genommen und in folche Fabrikschule verlegt wird, haben wir von unferem Standgallerie hängen wohl ein Duzend Stillleben, alle von der punkte aus gewiß nichts einzuwenden; freilich wo in der Hand deffelben Weisters gemalt. Und auf jedem Bilde kapitalistischen Gesellschaft solche Ansätze zu gesunder zukünftiger findet sich ein Tropfen. Das eine Mal ist es ein Waffer Gestaltung zu finden sind, da erwachsen sie meist aus dem Eigen- Besonders reichhaltig find die ausgestellten Lehrmittel. Sehr tropfen, der über eine polirte Tischplatte rollt, dann wieder nutz der Unternehmer und gereichen diesen, nicht den Arbeitern, praktisch scheinen mir plastische Nachbildungen der verschiedensten ein Safttropfen, der aus einer überreifen Weinbeere bricht, zum Vortheil; fo bilden auch die niedrigen Löhne der weiblichen Pflanzen zu sein, welche als Modelle zur Erläuterung des es mögen Blumen, Früchte oder Geschirre auf dem Bilde zu Arbeitskräfte in Spindlersfeld ein Hilfsmittel, das folche An- Blüthenbaues dienen sollen. Die Anzahl der Pflanzen, welche einer sehen sein, ein Tropfen ist immer dabei. stalten zum Nußen der Fabrik ermöglicht. Schulklasse zur Verfügung stehen, ist nur gering; außerdem sind die Hält sich Herr Baurath Schwechten vielleicht auch noch Gemeindeschulen waren, wie schon gesagt, nicht vertreten, unmöglich, dafür Sorge zu tragen, daß jedes Kind eine richtige Die öffentlichen Schulen, speziell die Berliner einzelnen Theile, z. B. die Staubgefäße, sehr flein; es ist daher an diesen Gebrauch, ebenso etwa, wie er in der Gedächtniß- weder in ihren Leistungen, noch in ihren Einrichtungen; wenigstens Vorstellung der einzelnen Theile bekommt. Am vergrößerten Kirche das Genre Architektenscherz" wieder zu pflegen ver- fonnte ich trotz eifrigen Suchens nichts entdecken, was mir ein Modell ist das sehr leicht; nur muß natürlich die Pflanze daneben fuchte? Ein Wort von ihm würde allen unsern Zweifeln Bild dieser Schulen zu geben im stande war. Dagegen sah ich vorhanden sein, schon aus dem Grunde, daß sich keine falsche und Dualen mit einem Schlage ein Ende machen. eine Menge guter und nüßlicher Dinge, welche mir zeigten, wie Anschauung von den Größenverhältnissen bilden soll. Die schön unsere Schulen eingerichtet werden tönnten, wenn... Verlagsanstalt von Brendel hat solche Modelle ausgestellt, und " " wenn der Besuch der Gasanstalt unter sachverständiger Führung, so gewinnen die Schüler sicherlich einen besseren Einblick in das moderne Leben, in die Bedingungen und den Werth unserer Kultur, als wenn sie die sogenannten Großthaten des Baterlandes und seiner Herrscher auswendig wiffen. $ Von der Gewerbe- Ausstellung. wenn wir nicht mehr im Zeitalter des Rapitalismus lebten. ebenso die Berliner Lehrmittel Anstalt von J. Bischof; dieſe So befindet sich dort ein hübsches Modell einer Turn- lettere ist auch mit einer großen Sammlung von physikalischen Einen sehenswerthen Theil bildet das Gebäude für Wohlhalle und eines Turnplages; die Räume sind hell und luftig, und chemischen Apparaten, wie Luftpumpe, Elektrifirmaschinen, fahrts, Gesundheits- und Schuleinrichtungen. Die Geräthe praktisch und zweckentsprechend eingerichtet. In Mikrostopen 2c. vertreten, mit deren Hilfe der Unterricht natür Am Eingang deffelben stehen eine Anzahl schöner Schiffs- Berlin wird ja auch geturnt; aber es giebt Turnhallen, in welchen lich fruchtbarer gestaltet werden kann, als wenn man dieselben, modelle, vermuthlich, um anzudeuten, daß die Entwickelung der die Lehrer manche Geräthe überhaupt nicht benutzen, weil sie wie es heute leider meist der Fall ist, entbehren muß. Seefahrt eine unerläßliche Bedingung zur körperlichen und schädliche Folgen für die Gesundheit fürchten. So werden in Erwähnen möchte ich auch die schöne Reihe von Reliefgloben, geistigen Gesundung unserer Nation ist und daß die Schule es manchen Schulen die Sprungmatrahen nicht ausgeklopft; welche Tellurien und Planetarien, welche die geographisch- artistische fich angelegen sein lassen muß, die Liebe zur Seefahrt in die Massen von Staub sich in ihnen anfammeln müssen, ist ohne Anstalt von Ernst Schotte u. Go. ausgestellt hat. Nur mit Gemüther der Knaben und Mädchen zu pflanzen. Vielleicht weiteres tlar, wenn man bedenkt, daß die Turnhallen selbst wehmüthigem Gefühl fann man alle diese und viele ähnliche haben sie auch noch einen anderen verborgenen Sinn, in den durchaus nicht täglich einer Reinigung mit Hilfe des Waffers Sammlungen durchmustern, wenn man daran denkt, mit wie einzubringen mir die Blödigkeit meines Geistes verwehrt. unterzogen werden; vernünftige Lehrer verzichten daher auf ihre unvollkommenen Mitteln man sich in unseren Schulen, behelfen Gleich hinter den Schiffen befindet sich die Ausstellung der Benutzung, um sich und den Schülern das Einathmen des Staubes muß. Auf der einen Seite haben wir Lehrer und Schüler, Geologischen Landesausstellung. Da sind Modelle von Maschinen zu erfparen. welche sehnsüchtig ihre Blicke auf diese Hilfsmittel des Unterund Apparaten, welche bei der Erforschung der tiefer gelegenen Weiter fanden wir in Treptow eine Schulstube, bei deren richts richten und ihre Hände danach ausstrecken; auf der anderen Schichten der Erde gebraucht werden; weiter Thiere und Theile Anblick wir ganz aus der Gegenwart entrückt schienen. Zunächst Seite stehen die Verfertiger dieser Dinge, welche sie ja doch ledig. von Thieren, welche in diesen Schichten eingeschlossen gefunden waren die Schulbänke vernünftig eingerichtet; die Platten zum lich dazu anfertigen, daß sie in Gebrauch genommen und wurden; ferner Landkarten, welche die geologischen Berhältnisse Schreiben lagen schräg und waren beweglich, ebenso zum theil die Size; zweckmäßig benutzt werden. Aber zwischen beiben befindet sich der verschiedensten Gegenden deutlich zeigen. Bemerkenswerth fie waren so gebaut, daß sie dem Schüler eine gesunde Haltung eine unübersteigliche Schrante; unsere Gesellschaftsverfassung sind unter den ausgestellten Mineralien vom Eise sowie vom des Körpers in bequemer Weise ermöglichen sollten. Die Wand- hindert sie, zum Segen der Menschheit das zu thun, was sie Winde geschliffene Gesteine; die ersteren sind zum Theil ganz tafel bestand aus einer mit Schiefer überzogenen Linoleumplatte, gerne möchten. Wir wissen zwar, wie Schulräume gesund einzus glatt, als ob sie fünstlich bearbeitet wären, während bei die oben und unten über eine Walze geht und endlos weiter richten sind, wir verstehen in reicher Menge die Lehrmittel herzuben letzteren sich solche beinahe polirte Flächen nicht vor- gedreht werden kann; die Kurbel befindet sich am unteren Ende, stellen, welche den Unterricht gedeihlich gestalten, und doch unter. finden. so daß auch der kleinste Knirps fie erreichen und bequem bewegen lassen wir beides, weil die fapitalistische Gesellschaft keine Mög Mein Besuch galt diesmal hauptsächlich der Schule und taun. Solche Tafeln möchten wir auch der Universität sehr em- lichkeit dazu gewährt. Wie überall, so ist sie auch auf diesem Gebiet zu ihren Einrichtungen und Leistungen; in dieser Beziehung sah ich pfehlen; besonders in mathematischen Vorlesungen reicht oft der einer Fessel und einem Hemmschuh des Fortschritts geworden, der mich leider getäuscht. Ueber die Leistungen der Berliner kleine Raum auf den jetzt üblichen Tafeln nicht aus, die große beseitigt werden muß und beseitigt werden wird. Die Ausstellung Affentlichen Schulen fand ich fast gar nichts. Einige Menge der nothwendigen Formeln aufzunehmen. der Lehrmittel und der auf die Schule bezüglichen Gegenstände private Veranstaltungen, z. B. der Letteverein, hatten Ganz besonders erregte die Ausschmückung der Wände unser zeigt uns von neuem die Ohnmacht des Kapitalismus gegenüber zum theil recht schöne Arbeiten ihrer Schüler ausgestellt; auch Staunen. In Schulstuben pflegen wir sonst die Bilder der ver- den Aufgaben, welchen die gesunde Weiterentwickelung an die der Berliner Hauptverein für Knaben- Handstorbenen und der lebenden Herrscher zu finden. Vermuthlich Gesellschaft stellt und welche der Sozialismus spielend überwinden arbeit zeigte seine Leistungen in einer schönen, ich soll deren Gegenwart eine erziehliche Wirkung auf die heran- wird; denn daß in der sozialistischen Gesellschaft die angedeuteten möchte beinahe sagen, zu schönen Ausstellung. Ginige wachsende Jugend ausüben; die Kinder sollen sich an den Bildern Fragen eine natürliche Antwort finden, daß dort die schönen der ausgestellten Holzschnitzereien waren mit waren mit dem Namen die Ruhmesthaten der verschiedenen Herrscher gegenwärtig Dinge nicht zu Schaustellungen, sondern zur Benutzung für dies und Alter des Berfertigers versehen; aber dies waren halten und dadurch zu patriotischer Begeisterung entflamnit jenigen, welche sie verwenden und benutzen können, in unserem durchweg ziemlich mangelhafte Arbeiten, während einige werden. In der Zukunftsschulstube auf der Gewerbe- Ausstellung Falle also für die Schulen, hergestellt werden, ist wohl selbst nicht mit dem Namen des Verfertigere versehene geradezu Runft ist auf diesen erziehlichen Zweck auch nicht in der leiseften verständlich. Auf diesem Gebiet wie auf jedem andern stellt der werte bildeten; 8. B. befanden sich dort ein Tablett, eine Tisch- Weise hingedeutet; dagegen sehen wir Bilder, die den Anschauungs. Sozialismus eben die fortgeschrittenere Gesellschaftsform dar. ebrent. Daß werden wir in den nächsten Jahren unter mancherlei 1 blatt" selbst auf Baltien anwendet. Soll es denn unsere Auf- 1noch immer unwählbar. Die Annulirung seiner Wahl zum Schwierigkeiten zu bewähren haben." gabe sein, in ben polnischen Gegenden sprachliche Mestizen, Gemeinderathsmitglied und deffen Suspendirung vom BürgerWas heißt das anders als: Go lange noch die nicht aber gebildete und brauchbare Staatsbürger" heranzuziehen? meisteramte dürften also nicht lange auf sich warten lassen. Die Möglichkeit vorhanden ist, daß das Telegramm des Kaisers Beiläufig bemerkt, handelt es sich bei uns um zwei Millionen Carmauxer Arbeiter, die ihren treuen Vorfämpfer aus Proteft gegen nur einer augenblicklichen Stimmung seinen Ursprung ver. Polen, in Baltien aber nur um etwa 250 000 Deutsche,( denn die opportunistische Klassenjuftig gewählt hatten, werden die dankt, werden wir uns für unsere chriftlich- sozialen Grund- die Esthen und Letten sprechen tein Deutsch.)" Antwort auf die neue Herausforderung nicht schuldig bleiben. fäge in der Politik bethätigen können. Das ist eben das charakteristische an unseren deutschen aber heraus, daß der Monarch sich fortdauernd die und freiwillige Entdeutschung der Deutschen im Auslande die ein paar Wochen manifeftirten die Bonapartisten vor der Bendômes Stellt es sich Chauvinisten, daß sie mit dem Gejammer über die gewaltsame die leritalen und monarchistischen Elemente Morgenluft. Vor in dem Telegramm ausgesprochene Anschauung bewahrt, plumpe Bertheidigung der zwangsweisen Germanifirung anderer Säule unter den nachsichtigen Augen der sonst so brutalen Polizei, bann treten die chriftlich- sozialen Paftoren vom Forum des Volksstämme in Deutschland zu vereinen wiffen, ohne in ihrem Leyten Sonntag veranstalteten die Kommanditäre der Firma Meline öffentlichen Lebens zurück, da sie zwar nicht mit und blöden Chauvinismus zu bemerken, daß sie dadurch dem Deutsch- u. Ko. eine flerital- monarchistische Rundgebung unter dem Vorwand für Stumm, unter feinen Umständen aber gegen den thum im Auslande durch Entfesselung des Nationalitätenhaders der Ehrung der Jungfrau von Orleans. Und nun erdreiften fie fich gar, Monarchen politisch kämpfen wollen; dann ade Arbeiter fremder Völker den schwersten Schaden zufügen. Konsequent in die Freiheit des Unterrichts durch Radaumachen zu stören. Der gut freundlichkeit, Ade Sozialismus! der Nationalitätenfrage ist nur die Sozialdemokratie, die ver- bürgerliche Literatur- Profeffor an der Sorbonne, Albert La Roy, Im Volt" läßt sich gleichzeitig ein anderes christlich- langt, daß in jedem Staate einer jeden dort ansässigen Nationalität mußte feine Borlesungen einstellen, weil foziales Schnöckchen vernehmen. Ein Pfarrer Sprenger, das Recht gewährt werden muß, fich frei auszuleben. fatholischen" Studenten, 3öglinge der flerifalen Lehranstalten, bem vor einigen Tagen gar tapfere Worte über die Lippen rung läßt bislang die klerikalen Radanmacher ruhig gewähren, nicht dulden wollten, daß er wahrheitsgemäß die Ausgelaffenheit bes hohen Klerus im 18. Jahrhundert schildert... Die Regie gequollen waren, erläßt jetzt folgende trotz der Protefte der unabhängigen Presse. Erklärung. In dem in Nr. 118 diefer Beitung veröffentlichten Artikel: „ Der Gewissensstandpunkt in der Politik", ift mir der Satz mit untergelaufen:„ Oder sollen wir( Pastoren) auch ein absolut ergebenes Rorps werden, bas der Monarch lediglich für die Noth als stets bereite Waffe in der Hand hält?" Diefen Satz bebauere ich nachträglich, da er dem sonst möglichst objektiv gehaltenen Artikel ein schlecht subjektives Ges präge giebt und nehme ihn als übereilt hiermit zurück. P. Sprenger. Sülbeck. Deutsches Reich. die und Stadtverordneten. Mitte Mai ſtellte in der Unabhängigkeit von ben Stadträthen Stadtverordneten- Versammlung von Reichenbach i. S. Genoffe Neu einen Antrag dahingehend, daß es in Bukunft weder den Stadträthen noch den Stadtverordneten gestattet sein solle, sich Paris, 22. Mai. Die Polizei ist zur Ronfissirung an Ausschreibungen und Lieferungen für den Stadtrath zu be- von Plataten beauftragt worden, welche eine Verherrlichung theiligen. Da sich an diesem Abend nicht genügende Unterstüßung für des Herzogs von Orléans enthalten und von den Royalisten in ben Antrag fand, der Bezug hat auf einen jüngst zwischen dem Stadt- Tours gelegentlich der für Sonntag beabsichtigten Reise des rath und zwei Baumeistern geführten Prozeß, so zog der Antrag Präsidenten Faure öffentlich angeschlagen werden sollten. fteller ihn vorläufig zurück, wird ihn aber demnächst aufs neue auf die Tagesordnung bringen. Serbien. Paris, 23. Mai. Der Staatsrath hat gestern einen Entwurf Braunschweig. Gegen seine Verhaftung wegen Beleidigung des Kolonialministers angenommen, wonach das Kolonial. Das ist der Fluch der evangelischen Staatskirche, des Regenten hat der frühere Hofstaatssekretär Rönne de beim minifterium in drei Abtheilungen eingetheilt wird. Die erfte daß das Staatskirchenthum, die lutherische Knechtselig Landgericht das Rechtsmittel der Beschwerde eingelegt, mit Abtheilung wird die afrikanischen Kolonien verwalten, die zweite feit vor der Obrigkeit", den Pfründen Exspettanten der Begründung, bie inkriminirte Aeußerung sei nicht öffentlich, diejenigen in Asien, Amerika und Australien, die dritte die Strafdas Rückgrat ein für allemal gebrochen hat. sondern in einem an den Vertreter des General Hofintendanten folonien. Ein in diesem Prozesse gerichteten Privatbriefe geschehen. Ueber die John Knox, der den Muth hat, auch gegen den landes- Beschwerde ist noch nicht entschieden. Im übrigen verlautet, daß Belgrad, 23. Mai. In eingeweihten Kreisen spricht man bischöflichen Monarchen das zu verfechten, was er für Recht die in der Könnecke'schen Wohnung vorgenommene Hausdavon, daß die Radikalen im letzten Augenblick den Eintritt in erkannt hat, wird aus ihren Reihen nie erstehen. Bildet such ung gewisses erwartetes Material nicht den Verfassungs- Ausschuß von Garantien für die Wahl. Herr Naumann fich denn im Ernst ein, daß auf das Bolt ergeben habe. R. behauptete, in Erwartung seiner Fest- freiheit der großen Stupichtina abhängig machen. Der Ministereine politische Richtung wirklichen, dauernden Einfluß ge- nahme dieses Material längst in Sicherheit gebracht zu haben.rath hatte sich gestern dieserhalb unter Borsiz des Königs versammelt, ge- nahme winnen kann, die im voraus ihr öffentliches Eintreten für soziale Reformen davon abhängig macht, ob sie Gnade vor über die Eingaben der Volksschullehrer wird in der Donnerstag fordert die Entfendung von Kommiffarien aller drei Parteien zu Württembergischer Landtag. Die Debatte doch hält man den Beschluß noch geheim. Die radikale Partei den Augen des Monarchen findet oder nicht? ben Wahlen. Allgemein glaubt man, die Regierung werde mit fizung fortgefeßt und endlich unter theilweiser Unruhe des den Wahlen. Allgemein glaubt man, die Regierung werde mit Hauses nach dreitägigen Verhandlungen beendet. Auch in dieser Rücksicht auf die eigene Partei auf diese Forderung nicht ein Sigung traten die Anmaßungen der Vertreter der christlichen gehen und der Ausbruch einer Krisis stehe unmittelbar bevor. Kirchen, die die Lehrer unter ihrer Obhut halten wollen, klar zu Türkei, Die Wahl in Ruppin Templin, beren End- tage, doch hatten die Lehrer mit ihren Eingaben etwas mehr Glück resultat zwar noch nicht vorliegt, hat, wie schon die bisherigen als an den vorhergehenden Tagen. Bei der Frage der Bezirks der Ferman betreffend den Aufschub der Arbeiten des tretenfischen Bahlen beweisen, mit einem großen Erfolge unferer Partei geendet. fchulaufsicht wurde den Wünschen der Lehrer einigerSchon jetzt haben wir 3730 Stimmen gegen 3105 bei der Haupt- maßen Rechnung getragen und beschlossen, die Regierung möge Landtages aufgehoben und bestimmt, daß der Landtag im Laufe wahl. In Stichwabl kommt der Freifinnige Leffing mit dem in Erwägung ziehen, daß die Bezirksschulaufsicht fachmännisch der nächsten Woche zusammenberufen wird. Der Grlaß des Ronservativen v. Arnim. Konservative und Freifinnige haben gebildeten Männern im Hauptamt übertragen werden, trog Frade ist der diplomatischen Einwirkung der Mächte zustarte Stimmeneinbuße zu verzeichnen. Die Antisemiten haben des Protestes des Zentrums, welches die geistlichen Bezirks. Schulzuschreiben. es auf über 2300 Stimmen gebracht, obgleich sie zum ersten Male Inspektoren beibehalten wissen wollte. Unter dem Punkt Wie das„ Reuter'sche Bureau" vom 22. b. aus Candia in diesem Kreise kandidirten. Oberschulaufsicht wünschen die Lehrer, daß die Leitung meldet, wurden die zum Entsatz des belagerten Vamos ausdes Volksschulwesens dem Bereiche des evangelischen Konsisto- gerückten Truppen gestern von den Aufständischen angegriffen und riums und des katholischen Kirchenraths ganz entnommen werden mit beträchlichen Verlusten auf Calivas zurückgedrängt. soll". Das Haus stimmt aber dem Kommissionsantrag zu: Die Regierung möge in Erwägung ziehen, daß vom evangelischen Konsistorium eine selbständige Abtheilung für das Volksschulmesen unter befonderem Borstande als evangelische die Aufständischen einen Eisenbahnzug mit Hilfe Dynamits jum Oberschulbehörde abgezweigt und dem Ministerium des Kirchen- Entgleisen. und Schulwesens direkt Schulwesens direkt unterstellt werde, in welche, Afien. wie auch in den katholischen Kirchenrath, mindestens ein schul- Die Reichstags- Nachwahl in alle findet am 30. Juni statt. Von unserer Partei ist Genosse Fritz Kunert wieder aufgestellt. Die Handwerter Borlage ging am 22. b. M. dem Bundesrath zu. Kretenfisch e 3. Durch ein Frabe des Sultans wird Amerika. - Nach einer Meldung aus Havanna h brachten " - Echt Bismärdisch. Der Reichsbote" hat folgende Mittheilung gebracht: In dem Herzogthum Lauenburg wurde bisher am 1. Mai eine Ernte- Bitifeier( fogen. Hagel- Bittfeier) abgehalten. Diese Feier stand unter gesetzlichem Schuh, technisches Mitglied zu berufen ist. Bei der Frage der turrena in Afghanistan. Den Times" wird aus Simla - Englisch russische Eisenbahnbau Ron und war an bem Tage die Feldarbeit verboten. Lehrerbildung fingen einige Bentrumsredner zu bremsen vom 21. d3. von vertrauenswürdiger Seite gemeldet, Rußland Neuerdings ist nun auf Beschwerde des Fürst en an, man möge die Zahl der Lehrfächer nicht vermehren, sondern beabsichtige nicht nur die Eisenbahn von Merw nach dem Thale Bismard, der bekanntlich im Lauenburgischen Groß- eher beschränken, der Lehrer könnte bei befferer Bildung eventuell bes Suscht weiter auszubehnen, sondern auch eine Linie von grundbesiger ist, das Verbot der Feldarbeit über feinen Stand hinaus sich erhaben fühlen, der Lehrer hat Ghariui, den Drus entlang, nach Karti zu bauen. Auf am 1. Mai durch ministerielle Berfügung auf nichts auf der Universität zu suchen u. s. w. Das waren die diese Weise würde der Vormarsch auf Kabul bedeutend erleichtert gehoben. Der Tag der Hagelseier, feit mehr als 300 Jahren Ausführungen der schwarzen Aufklärung fürchtenden Herren, werden. Der Korrespondent der Times" schlägt vor, England firchenordnungsmäßig in Lauenburg gefeiert, hat somit aufgehört, folle als Antwort hierauf vom Emir die Erlaubniß zur Her ein gefeglich anerkannter Feiertag zu sein." stellung der Erdarbeiten für eine Linie von Neu- Chaman Da hat der Heros des Jahrhunderts gleich zwei Fliegen nach Kandahar verlangen. mit einer Klappe getroffen: Er hat sich einen Tag mehr gesichert, an dem er seine Leute zur Feldarbeit zwingen fann, und den bösen Sozialdemokraten im Lauenburgischen die Feier des 1. Mai erschwert. So vereinigt ein fluger Diplomat das Nügliche mit dem Augenehmen. Der Die bürgerliche Prefe und die bas Haus ging auch über den Antrag, betreffend Universitätsbesuch zur Tagesordnung über und empfahl nur den Wunsch, daß die Präparandenanstalten zu Staatsanstalten er hoben werden", der Staatsregierung zur Erwägung. Die Bitte die unständige Dienstzeit nicht über das 25. Lebensjahr auszudehnen" wird der Regierung zur Kenntnißnahme mitgetheilt, desgleichen die Regelung der Besoldungen ständiger Lehrer, resp. Reichung der sämmtlichen Gehälter aus Kassen - Herr Drend mann, Präsident des Rammergerichts, baß die Grundgehälter einheitlich gestaltet, bie Unterbes Staates, auch möge die Regierung in Erwägung ziehen, Bewegung in der Berliner Kofektions- Induſtrie. hat im preußischen Herrenhause für den Affefforen- Paragraph sich schiede zwischen Stadt- und Landgemeinden beseitigt und und Knaben- Konfektion und vor allem auch die Art, wie jene Der hinterliftige Vertragsbruch der Unternehmer der Herrenausgesprochen, weil das gesellschaftliche Ansehen des Juristen- eine stufenweis aufsteigende Gehaltsordnung flandes dadurch gehoben werden könne. Die Erschwerung des werde. hergestellt Butritts zur Richter und Advokatenlaufbahn, meint er, würde wandelt werden". Die Naturalbezüge follen in Geldbeträge ver. Broßen diesen Gewaltakt zu rechtfertigen fuchen, hat in letzter einen veredelnden Einfluß auf den ganzen Stand ausüben. nicht zur Schulheizung gezwungen werden können" wird ein größeres Intereffe zu widmen. Ein Antrag Der Lehrer foll des ferneren Beit sogar die bürgerliche Presse veranlaßt, biefer Angelegenheit Bekanntlich rügte noch Wir würden es unsererseits für wahrscheinlicher halten, daß durch ebenfalls zur Kenntnißnahme der Regierung empfohlen. türzlich der Fabrikant Weigert in einer Zusammenstellung folche Maßnahmen nur ein noch ausgeprägterer Reserve- Difiziers- Bitte der Lehrer um Abnahme des Meßnerdienstes( Rüfter) der bisherigen Erhebungen des Berliner Einigungsamtes in der Geist in die Männer im Talar und Barett einzieht. Das mag foll entsprochen werden und wird der Regierung zur Berück- bes Sozialen Praxis", daß die Berliner Tagespresse, mit Ausnahme zwar vielen Leuten vornehmer dünken, die Rechtspflege könnte sichtigung empfohlen, auch möge die Regierung die besondere des„ Vorwärts", von dem freien Zutritt zu den Verhandlungen nur Schaden darunter leiden. Es steht jetzt schon schlimm genug Belohnung für den Organisten- und Kantorendienst in Erwägung feinen Gebrauch machte. Die Nichtbeachtung dieser Zustände habe ziehen, sowie einen einheitlichen Satz für Abtheilungsunterricht dazu beigetragen, den Ausgleich vom 19. Februar zu Falle zu Nachdem noch ver- bringen. Das erhöhte Interesse, welches die bürgerliche Herr von Rottenburg antwortet heute in der( Turnen und Zeichnen) bestimmen.-National- Beitung" auf die Bertheidigungen der Möller und schiedene Eingaben Eingaben der Lehrer zur Kenntnißnahme der Presse den Vorgängen in der Konfektions- Industrie entGenossen gegen feine von uns ausführlich wiedergegebene Regierung angenommen werden, wird der Schlugegenbringt, scheint durch Anregung einer die drohenbe Erklärung in Sachen der Reichskommission für Arbeiter antrag angenommen: Den Erwägungen der Re- Erneuerung des Streifes Erneuerung des Streifes im Konfektions Gewerbe bestatistit. Er weist nach, wie fadenscheinig der Einwand des gierung anheim zu geben, in welcher Zeitfolge die gestellten treffenden vertraulichen Erörterung Herrn Bueck ist, daß der Normalarbeitstag in Desterreich, Anträge in einer den Kräften des Landes entsprechenden Weife Frauen der verschiedensten Berufs- und Parteistellungen, darunter der Schweiz und in England nicht durchgeführt werde. Sehr ihrer Verwirklichung entgegengeführt werden sollen." Die Lehrer wurden die uneingeladen erschienenen Konfektionäre nicht zu einige Abgeordnete, hervorgerufen zu sein. Zu dieser Konferens richtig sagt Herr v. Rottenburg: werden nun wohl aus der dreitägigen Debatte ersehen haben, " Die Argumente Herrn Bueck's find so todtgeboren, daß daß sie von seiten der Geistlichkeit und der bürgerlichen Parteien gelaffen. Der„ Konfektionär" brachte darauf eine von uns bereits ein näheres Eingehen auf dieselben mir nicht angemessen nichts zu erwarten haben, fie alle glauben den Lehrer bevor erwähnte, Notis, in der er gegen die Stathederprofessoren" munden zu müssen und der Lehrerstand wird erst dann gehoben loszieht. scheint." werden, wenn die Lehrer nicht erst bitten, sondern verlangen. Mögen die Lehrer eingesehen haben, daß nur der sozialdemokratische Abgeordnete Kloß ihre Interessen voll vertreten hat und mögen sie daher auch für die Zukunft die Konsequenzen um fie. Er schließt seine Ausführungen mit den folgenden Säßen: Ich ersehe, daß die Anschauungen des Herrn Bueck und die meinigen über daß Maß von Recht und Billigkeit, das man auch dem Gegner in politischen Diskussionen zubilligen soll, zu verschieden sind, als daß ich von einer weiteren daraus ziehen. Behandlung der zwischen uns strittigen Frage einen Erfolg erwarten dürfte. Bur Bermeidung von Mißverständnissen erlaube ich mir noch zu bemerken, daß ich niemals für einen all gemeinen Normalarbeitstag eingetreten bin oder eintreten werde. Meines Erachtens läßt sich die Arbeitszeit nur in ganz bestimmiten Betrieben gesetzlich regeln. Dazu gehören aber der Bäckereibetrieb und das Ladengeschäft." Ungarn. 0 Budapest, 23, Mai. Wie hiesige Blätter melden, soll der siebenburgische evangelifch reformirte Bischof Szaz fich in große Börsenspekulationen mit dem gesammten, 8 Millionen Gulden betragenden Vermögen des Kirchendistrikts eingelassen haben. Ob Gewinn oder Berluft zu verzeichnen ist, ist noch nicht bekannt, da der Bischof die Geschäfte unter eigenem Namen eingeleitet hat. Charakteristisch für die Einigkeit im Rampfe gegen jebe ver Agram, 21. Mai.( N. Fr. Pr.) Achtzehn Jahre un nünftige Sozialreform ist die Thatsache, daß die Organe der schuldig im Kerter. Das hiesige Gericht hat einen schreckbeiden erbittertften politischen Gegner im Reiche, des Herrn lichen Justizmord entdeckt. Eugen Richter und des Herzogs von Lauenburg heute Leit Schmied Anton Grischnit und der Im Jahre 1878 wurden der der Bauer Andro Celto artifel gegen ben Herrn von Rottenburg und die des wegen Ermordung eines Postillons und Beraubung Reichskommission für Arbeiterstatistik bringen. Wie im Poftwagens lebenslänglichem schweren Kerfer verKampfe gegen die Sonntagsruhe sind auch diesmal Richter und urtheilt. Gelfo starb nach fiebenjähriger Kerkerhaft, Grischnit Bismarck ein Herz und eine Seele. Diesem edlen Bruderbunde verbüßte soeben das achtzehnte Jahr feiner Strafe. Nach der tann die Sparagnes ihren Segen geben. jüngst erfolgten Verhaftung der Räuberbande von Stenjevec be. - Sprachliche Meftigen. In einem„ baltischen tam das Gericht die Beweise in die Hand, daß diese den Mord Briefe" flagt im Deutschen Wochenblatt" ein Balte sehr lebhaft an dem Postillon begangen habe, und in geheimer Sigung über die Russifitation der deutschen Schulen wurden Grischnik und Celko von dem Verbrechen freigesprochen. in den Ostseeprovinzen. Die russifikatorischen Maßregeln hätten Nach achtzehnjähriger unschuldig verbrachter Rerterhaft wurde das baltische Schulwesen in einen jammervollen Zustand" ver Grischnit nunmehr in Freiheit gesetzt. seht, so daß es nur ein sprachliches Mestizenthum, nicht aber gebildete und brauchbare Staatsbürger hervorzubringen im ftande Frankreich. fei". Und daffelbe Deutsche Wochenblatt", bemerkt hierzu die Paris, 21. Mai.( Eig. Ber.) Barthou, Minister des Rölnische Volkszeitung" mit recht, vertritt die Germanisation Innern, hat vom Präfeften des Departements Tarn einen der Schule in Posen und Oberschlesien und tadelt die dringlichen Bericht eingefordert über die Wahl Calvignac' 3 Zentrumspresse unter gehässigen Vorwürfen, wenn sie dieselben zum Bürgermeister von Carmaux. Calvignac ist bekanntlich fachlichen Argumente gebraucht, welche das Deutsche Wochen- infolge eines Tendenzprozesses unter dem Ministerium Dupuy " von Männern und Von der National- Zeitung" wird den Leitern der Berliner Herren- und Knaben- Konfektion dringend gerathen: ihre Interessen nicht weiter in dieser Art vertreten zu laffen: sie würden nur dadurch die öffentliche Meinung, die fich bei einer Widerholung des Streites im Konfektions- Gewerbe schwerlich anders als im Januar und Februar d. J. verhalten würde, gegen die Konfektions- Industriellen aufbringen." verhalten hat, bringt in der gestrigen Morgen- Nummer einen Die Vossische Zeitung", welche. fich bisher sehr reservirt längeren Artikel, in welchem fie u. a. schreibt: " Es ist bedauerlich, daß eine Reihe von Unternehmern schon bisher, wie öffentlich ohne Widerspruch behauptet werden konnte, den Vertrag vom 19. Februar im geheimen gebrochen haben, angeblich, weil von 82 Berliner Firmen nur etwa 60 dem Abkommen beigetreten seien und die Arbeiter dann die Minderheit der Konfektionäre nicht in Verruf gethan haben. Es kann nicht die Aufgabe der Tagespresse sein, in alle Einzelheiten der Verhandlungen, die gepflogen werden, einzudringen. Das aber kann nicht bestimmt genug erklärt werden, daß die Industriellen sich in verhängnißvollem Ferthum befinden, wenn fie glauben, fie tönnten bei einer Hintertreibung der Ausführung jenes Abfommens, durch das der Kampf am 19. Februar vorläufig beigelegt wurde, auf die Unterftüßung der öffentlichen Meinung rechnen. Im Gegentheil, Die Zustände im Konfektionsstreit sind der= art, daß fie feit geraumer Zeit die unbefangenen Beobachter zu der Ueberzeugung geführt haben, es seien durchgreifende Aenderungen in den ganzen Betriebswesen unerläßlich. Mit der Behauptung, daß die Zustände nur von der Sozialdemokratie düster geschildert, von ihr aber absichtsvolle Schwarzmalerei betrieben werde, ist angesichts der amtlichen MittheiIungen, einer Schrift, wie der von Oda Olberg über das Glend der Hausindustrie der Konfektion, und angesichts der zahlenmäßigen Ergebnisse der Erhebungen des Einigungsamtes nichts gethan." Ter " am Reichsbote" nimmt bezug auf die Verhandlungen vor| Materialien im Zweifel find. Die Herren Schuhmachermeister| Mitnahme von 600 m. nach Solland entfohen; fm Dezember bem Einigungsamt und das nachherige Verhalten der Konfektionäre der Friedrichstadt, welche sich solist durch ihre, den hochtrabenden tehrte er zurück und stellte sich der Auflagebehörde. Die Antlage und schreibt darüber: Namen Künstlerverein Hans Sachs" führende Organisation von lautete auf wiederholte Urkundenfälschung, Betrug, Untreue und Das ist ein ellatanter Vertragsbruch; denn sie hatten den plebejifchen" Innungsmeistern abschließen, suchen nunmehr Unterschlagung. Zum theil selbstverschuldete unglückliche fich verpflichtet, den Lohnzuschlag bis zum Zustandekommen diefelben auf, damit sie ihnen als Retter in der Noth dienen. Familien- und Vermögensverhältnisse haben den Angeklagten zu den des neuen Tarifs zu bezahlen; sie selbst aber haben das Zu- Haben wir aber die übrigen Meister zur Rapitulation ge- ihm zur Last gelegten Strafthaten verleitet. Die Anklage beschuldigt standekommen desselben verzögert und varen also nicht be- zivungen, so hoffen wir auch auch noch den Fabrikanten ihn, daß er im Jahre 1895 die Zeitungskommission, an die er rechtigt, diese Verzögerung als Grund für ihren Vertragsbruch ring zu sprengen und damit den Lohnkampf zu beenden. die Ueberschüsse aus dem Druckereigeschäft abzuführen hatte, in geltend zu machen. Das Gewerbegericht hat trobem unter Nöthig ist es aber, daß uns die Berliner Arbeiterschaft in diesem sieben Fällen durch falsche Buchungen um insgesammt 2791,70 M. den schwierigen Verhältnissen seine Vernehmungen fortgesetzt Rampfe nach Kräften unterstützt, wir bitten umso mehr darum, benachtheiligt, ferner als Bevollmächtigter der Gesellschaft und dieselben bis auf die Knabenkonfektion beendigt, und es wird als, wie bekannt, gerade die Schuhmacher zu den am schlechtesten Vereinshaus" derfelben 1288,90 m. veruntreut habe. Da das dieselben zu Ende führen, um dann auf grund seiner Erhebungen gelohnten Arbeitern der Großstadt gehören. Wir machen noch Gericht annimmt, daß die Druckerei fein, nicht Parteigefchäft ist, einen Minimaltarif aufzustellen und ihn zur Bereinigung den aufmerksam auf die Dienstag Morgen 91/2 Uhr erfolgte Freisprechung. Doch wurde die Angelegenheit wegen Interessenten vorzulegen oder falls feine Bereinigung zu stande bei Martens, Friedrichstr. 236, tagende öffentliche Schuhmacher- betrügerischen Bankrotts und wegen Geldmitnahme vor das Tommt, einen Schiedsspruch zu fällen. Bis dahin hätten die versammlung( siehe die heutige Annonce). Alle Arbeiterblätter, Schwurgericht verwiesen und Gottlieb weiter in Haft behalten. Ronfettionäre den provisorischen Tarif, dem sie damals selbst zu- namentlich die von Dänemark, Schweden, werden ersucht, Kennt stimmten, und den auch die Zwischenmeister und Arbeiter an- niß von unserem Ausstand zu nehmen, damit der Zuzug be- 4. März folgende Notis gebracht: Die konfervativen ,, Dresdener Nachrichten" hatten am genommen haben, einhalten müssen." fonders aus leßtgenannten Ländern ferngehalten wird. Das Aber sie sollen nur nicht meinen, daß der Staat und Streitbureau befindet sich im Restaurant Freygang, Schüßendie Gesellschaft verpflichtet seien, sich ihrer frivolen Gewinnstraße 18/19. Briefe sind zu richten an W. Schuhmacher ehensucht willenlos zu unterwerfen und ruhig zuzusehen, wie da- daselbst. Geldsendung an August Adamszack, Taubenstr. 4, 3 Tr. durch so ungeheueres Elend angerichtet wird, wie in dieser Die Agitationsfommission. Konfektionsbranche. Es muß und es wird noch Mittel geben, um solchen Uebermuth zu brechen und die Herren zu zwingen, ihrer Profitwuth soziale und fittliche Bügel anzulegen." Die Kreuz- Zeitung" äußert sich folgendermaßen: ► = Der Streit der Buchdruckerei Hilfsarbeiter Arbeiterinnen Berlins dauert fort, da die effektive neunstündige Arbeitszeit in 13 Druckereien noch nicht bewilligt ist. In den übrigen Geschäften ist sie nach den an uns gelangten Mittheilungen überall bewilligt worden. Auf eine Lohn erhöhung ist es bei der Bewegung bekanntlich nicht abgesehen. Die Behauptung der Deutschen Warte", daß der Streit wenig günstig stehe, ist vollständig falsch. Wird der Zuzug streng ferngehalten, so ist uns der vollständige Sieg sicher. Die Streit Kommission. " Berlin. Der fozialdemokratische Bäckermeister Behold aus Löbtau bei Dresden, der bei der Enquete der Neichs tommission für Arbeiterstatistik als Auskunftsperson diente und für die Forderung des Marimalarbeitstages im Bäckergewerbe eintrat, ist mit Hinterlassung einer großen Schuldenlaft verschwunden. Er foll hauptsächlich Genossen hineingelegt haben." Mit dieser schofeln Notiz sollte natürlich die Sozialdemokratie getroffen werden, gegen die den sauberen Nachrichten" jedes Mittel recht ist. Doch war das ganze Geschmier von Anfang bis Ende erlogen; nicht ein Wort davon beruhte auf Thatsachen. Pezold fandte eine Berichtigung an die Redaktion, diefelbe ge langte jedoch nicht zum Abdruck. Die„ Nachrichten" haben über. haupt ihre niederträchtige Lügennotis bis heute nicht widerrufen. Der Bäckermeister Petzold ist durch die schändliche Lüge des fonservativen Blattes finanziell aufs schwerste geschädigt worden. Er strengte Privattlage an und das Schöffengericht hat jezt den verantwortlichen Redakteur der Dresdener Nachrichten", einen Herrn Schmidt, verurtheilt. Pegold hatte eine Buße von 3000 Wiart gegen den Redakteur beantragt. Das vom Vor fizzenden des Gerichts verkündete Urtheil lautete wie folgt: Der Die Wagner Stuttgarts stellten den Meistern, die bisher Angeklagte habe zwar im guten Glauben" gehandelt, es läge auf die ihnen unterbreiteten Forderungen nur spärlich Antwort aber eine grobe Fahrlässigkeit vor. Die„ Nachrichten" brauchten gegeben haben, ein Ultimatum bis Mittwoch den 27. Mai. Wenn nur nach Löbtau( einem Bororte Dresdens) zu schicken, da konnte bis dahin keine Einigung zu stande gekommen ist, soll am folgenden man sich von der Unwahrheit der aus Berlin telephonitten NachSonnabend die Arbeit niedergelegt werden. richt überzeugen. Das, was die Nachrichten" gethan, sei ge= Wenig Vertrauen hat die Kreuz- Zeitung" zu der Sozial- In Darmstadt find am Streit in der Herdfabrik von eignet gewesen, die Existenz eines Handwerkers geradezu zu verReform" der Regierung. Sie schreibt: Gebrüder Röder 104 Arbeiter betheiligt. Ursache des Aus" Nachdem im Reichstage und im Preußischen Landtage stands ist die Weigerung des Inhabers der Firma, über die nichten. Nur weil das Pezold'sche Geschäft gut fundirt war, die Gegner der Sozial- Reform mit so großer Dreiftigkeit auf- Forderungen zu unterhandeln, die von den Arbeitern gestellt überstand es diese Krise. Im Hinblick hierauf war der Angeklagte härter als bisher zu bestrafen( der angeklagte Redakteur des getreten sind, muß man leider bezweifeln, ob eine abermalige worden waren. Die Darmstädter Filiale des Metallarbeiter- fonservativen Blattes ist bereits zehn Mal wegen Interpellation über die Lage der Konfektions- Arbeiter im verbandes ersucht um strenges Vermeiden des Zuzugs. Der Wortbruch der Konfektionäre ist von der Berliner Breffe im allgemeinen mit einer Gleichgiltigkeit aufgenommen worden, die sehr abftach von dem Feuereifer, der sich im Februar zeigte. Indeß ist diese Presse ja noch lange nicht die öffentliche Meinung, und man darf wohl erwarten, daß diese wieder auf feiten der Arbeiter stehen würde. Die beste Hilfe für sie bliebe aber immer der gut gewählte Zeitpunkt. Wenn das Geschäft leidet, werden die Herren Konfektionäre rasch klein beigeben. Durch die Erfahrung belehrt, tönnte man dann ja in etwa Borkehrungen treffen, damit ein abermaliger Wortbruch erschwert würde. Selbstverständlich wünschen und hoffen wir, daß es nicht zu einem Streit kommt, sondern die Kon fettionäre noch rechtzeitig einlenten. Daß sie höhere Löhne bewilligen können, unterliegt gar keinem Zweifel, und eben so wenig, daß die Lage der Konfektionsarbeiter infolge der schlechten Löhne elend ist." T " Die Stuckateure Leipzigs ersuchen die auswärtigen Rameraden, den Zuzug nach Leipzig fernzuhalten, da fünf Geschäfte die von den Stuckateuren bei ihrer Lohnbewegung ge stellten Forderungen noch nicht bewilligt haben. Anfragen sind zu richten an Franz Schäfer in Leipzig, Beißerftr. 21. Gerichts- Beitung. " " Reichstage bie allgemeine Unterstützung finden würde, wie im Nicht die organisirten Pariser Droschkenkutscher, sondern eßbeleidigung beftraft), und es sei deshalb auf 300 M. Geldstrafe erkannt worden. Das Gericht verfenne nicht, daß Februar. Das wird aber, wie wir annehmen dürfen, die die organisirten Droschten befizer der Seinestadt haben sich unter allen Umständen die Berechtigung eines Buße Regierung nicht hinderu, ihre damals gegebenen Busagen zugegen die Einführung des Tarameters erklärt. antrags vorliege. Pezold fei jedenfalls sehr hoch, wenn auch erfüllen, und die Kommission für Arbeiter- Statistik nicht Danach ist die neuliche Mittheilung, die uns von einem nicht bis zu 3000 m. geschädigt. Aber das Material, was vorgelegt erlahmen laffen in dem Eifer, die Verhältnisse unter den Korrespondenzbureau zuging, zu berichtigen. Die Pariser Droschten- wurde, genüge nicht zu einem sicheren Urtheil. Wenn die Zeugen Ronfektions- Arbeitern zu untersuchen und Vorschläge zur tutscher erblicken im Taxameter vielmehr das einzige Mittel zur ihre Bücher revidiren, werden sie genaue Biffern geben fönnen. Abhilfe zu machen. Aus sich allein und mit Unterstützung des Erreichung eines fest bestimmten Lohnes. Wollte man jetzt eine Buße festseßen, so liege die Gefahr vor, Publikums fogar sind diese Arbeiter nicht im stande, ihre Lage einem Theile unrecht zu thun. Pezold fei deshalb auf den Zivil. so, wie es nöthig ist, zu bessern. Es muß hier von Staats weg zu verweisen, wo er zweifellos einen angemessenen Anspruch wegen eingegriffen werden. Die Regierung kann zwar die Löhne nicht feftfeßen, aber sie tann Vorschriften erlassen, durch Die Frage, ob auf Berliner Polizeiwachen geprügelt durchsetzen könne. Die Sächs. Arb.- Big." bemerkt zu dem Urtheil: Auf dem die das Elend und die Ausbeutung bedeutend herabgemildert worden ist, sollte man eigentlich für abgethan halten. Trotzdem wird. Die Verhandlungen über die erwähnte Interpellation hat sie vorgestern vor der Straffammer zu Liegnitz eine ein- Rorridor konnten wir mehrfach hören:„ Wenn ein Redakteur der geben eine Menge Winke dafür." gehende, und wie gleich vorausgeschickt sei, für die Polizei wohl Arbeiter- Zeitung" das geschrieben hätte, würde er auch mit nicht gerade erbauliche Erörterung gefunden. Der Redakteur 300 m. davon gekommen sein? Die Frager vergessen jedoch, daß Franz Feldmann vom„ Proletarier aus dem Eulengebirge" eine solche schmugige Beleidigung nicht in der Urb.- 3tg." vorin Oberlangenbielau hatte am 14. April v. J. im Wiesenkretscham tommen kann. Wenn Verurtheilung wegen eines Schriftfakes in 31 Peterwig, Kreis Jauer, eine sozialistische Volksversammlung ab- der„ Arb.- 3tg." erfolgt, so war derfelbe ganz gewiß von fitt Von dem Schriftfaz der Nach gehalten, in welcher er u. a. dafür plaidirte, daß die anzustellenden lichen Motiven eingegeben. Beamten nicht vom Staate ernannt, sondern vom Volfe erwählt richten" werden das selbst die Ordnungstreuesten nicht behaupten werden sollten, damit Vorgänge vermieden würden, wie solche wollen. Eine ganz niedrige Gesinnung war es, aus der derselbe auf einer Polizeiwache in Berlin vorgekommen seien; daselbst seien entsprang. Darum ist es auch billig, daß diese Gesinnung mit 300 M. befiraft wird. nämlich Arrestanten von Beamten derartig geschlagen worden, daß es fich angehört hätte, als wenn Teppiche geklopft würden. Diesen Passus der Rede brachte der die Versammlung überwachende Oberwachtmeister Glanz aus Liegniß zur Kenntniß der Staatsanwaltschaft. Dieselbe erblickte in dem Passus eine Be leidigung von Beamten des Berliner Polizei Wo der Hafe im Pfeffer liegt, fpürt man an folgenden präsidiums und veranlaßte den Berliner Polizeipräsidenten Auslaffungen des Blattes: zur Stellung des erforderlichen Strafantrages gegen Feldmann. " Obwohl die Angelegenheit der Konfektionsbranche unserer Die hiesige Straffammer lehnte jedoch die Gröffnung des Haupteigentlichen Aufgabe ferner liegt, halten wir es doch für unsere verfahrens ab, worauf der Straffenat des Oberlandesgerichts zu Pflicht, die öffentliche Meinung über die Zustände aufzuklären, Breslau auf die Beschwerde des Staatsanwalts die Hauptverhandund auch auf diesem Gebiete der sich mühenden deutschen lung anordnete. Dieselbe fand schon am 3. Juli v. J. vor der hiesigen Arbeit zu ihrem Rechte zu verhelfen, gegenüber der schamlosen, Straftammer statt und Feldmann erbot sich in derselben, den Befich an Versprechen nicht bindenden Ausbeutung des vorzugsweis der Wahrheit für die inkriminirte Aeußerung anzutreten. weise jüdischen Großkapitals." Die Deutsche Tageszeitung" leistet sich folgenden Erguß: Das ganze Auftreten der großen Arbeitgeber, das nicht scharf genug verurtheilt werden kann, merkwürdigerweise aber von der sozialdemokratischen Presse ziemlich glimpflich behandelt wird, wird einigermaßen erklärlich, wenn man hört, daß an der Spitze dieser Arbeitgeber die Herren Rosenbaum, Hopp, Moral, Gottschalt, Löwenthal, Prenzlau, Goldberg 2c. stehen." Es ist kaum verwunderlich, daß die Redakteure der„ Deutschen Tages Beitung" nach den leztwöchentlichen großen Aktionen auf die Taschen der Steuerzahler teine Zeit fanden, sich über unsere Stellungnahme zu der Konfektionsarbeiter- Bewegung zu informiren. Wir fö ten deshalb auf eine Widerlegung der Anrempelung versichten, weil sie nur aus Unkenntniß oder aus Gehäffigkeit begangen sein tann. 19. Da haben wir es. An sich regen die Herren Agrarier sich über die kapitalistische Ausbeutung nicht auf: Wo es sich aber um vorzugsweise jüdisches Kapital handelt, nun ja, da kann man schon einmal mitmachen. Parket- Nachrichten. Den Leitern der Berliner Gewerkschaften und Ver: anstaltern von Versammlungen zur Nachricht, daß mitt. Versammlungen. Die Zustände in der Bauhandwerkerkaffe. Vor einigen Tagen ging uns von dem Vorsitzenden der BauhandwerkerKrankenkaffe folgende Erklärung zu: " " Erwiderung. Auf die in Nr. 105 vom 6. Mai, 2. Beilage im Vorwärts" gebrachte Anmerkung zu dem Versammlungsbericht der Bauhandwerker Krankenkasse, daß die Behauptung des Vorstandes: Man habe von seiten des Vorwärts" Leute aufgefordert, einen Artikel gegen oben angeführte Kaffe zu schreiben, völlig aus der Luft gegriffen ist, erwidere ich, daß in der Sigung des Borstandes mit der Aerztefommission Herr Dr. H. erklärte, Der Gerichtshof tam indessen auch ohne diese Beweisführung es habe ihm fern gelegen, die Bauhandwerker Krantenkasse zu damals zur Freisprechung des Angeklagten, weil in dem schadigen, im Gegentheil, als er in der Redaktion des VorPaffus nicht genügend erkennbar sei, welche Beamten eigent- wärts" war, wurde er aufgefordert, einen Artikel gegen die Baue lich beleidigt sein sollten. Gegen diese Entscheidung ergriff die handwerker- Krankenkasse zu schreiben; dieses habe er abgelehnt. Wir haben Herrn Dr. Heymann Einsicht von der Erklärung Staatsanwaltschaft wiederum Rekurs und das Reichsgericht hob denn auch das Urtheil auf und verwies die Sache zur noch gegeben und die folgende Antwort erhalten: maligen Entscheidung an die erfte Jnstanz zurück. Jeyt„ Herr Meyte hat für die Ausführungen, die ich in der bot der Angeklagte wiederum den Wahrheitsbeweis für Sigung mit der Aerztekommission gemacht habe, ein etwas falsches und nun wurde demselben statt- Verständniß gezeigt. Ich habe nicht gefagt, daß ich von der feine Behauptung an gegeben. haben in der Zwischenzeit Zwischenzeit umfaffende Redaktion des Vorwärts" aufgefordert wurde, einen Artikel Zeugenvernehmungen stattgefunden. Die Aussagen dieser gegen die Bauhandwerkerkaffe zu schreiben. Ich habe nur woch, den 3. Juni, abends 8 Uhr, bei Lip3, Am Commiffarisch vernommenen Zeugen wurden in der gestrigen behauptet, daß ich manche Eigenthümlichkeiten der Bauhand Friedrichshain, eine Voltsversammlung abgehalten wird, es mir für die den Vortrag zu halten der Reichstags. Abgeordnete Strafkammerfihung verlesen. U. a. hatte der Bäder Kautsch werkertasse in einem ausführlicheren Artikel im Vorwärts" bedarauf angekommen wäre, August Bebel zugesagt hat. Ottilie Baader, Berbekundet, er sei am 1. Mai 1892 in betrunkenem Zustande auf handelt hätte, wenn Außer einem falschen Verständniß eine Berliner Polizeiwache geschafft worden und habe die Kaffe zu schädigen. trauensperson der Frauen. dort Ohrfeigen rechts und links erhalten. Dabei habe ihm zeigt Herr Meßte aber noch ein furzes Gedächtniß und ein Beamter zugerufen: Euch Sozialdemokraten ein eigenthümliches Tattgefühl. Die Theilnehmer der Sizung werden wir den 1. Mai austreiben." Ein Glaser beschlossen am Ende derselben, daß aus dem materiellen Inhalte Glienice, der seine Wohnung unter einer der Berliner der Diskussion außer der vereinbarten Erklärung nach außen hin Polizeiwachen hatte, will gehört haben, daß Arrestanten bort feinerlei Kundgebung erfolgen dürfe und daß in Rücksicht auf die geschlagen wurden. Als er dann gerufen, man möge doch auf Erklärung auch ber die Angelegenheit behandelnde Punkt der Tageshören mit schlagen, habe man ihm erwidert, wenn er auch ordnung einer demnächst stattfindenden Mitgliederversammlung ge Schläge haben wolle, möge er nur herauskommen. Die strichen werden solle. Das Versprechen wurde so gehalten, daß die AnEhefrau des Zeugen bestätigt diese Darstellung ihres Ehemannes. gelegenheit des Breiten in der Mitgliederversammlung erörtert Polizei- Oberst Krause hat nie gesehen, daß Mißhandlungen von wurde und daß Herr Mezke Mittheilungen aus der inhaltlich Arrestanten vorgekommen, hält dies aber immerhin für möglich; geheim zu haltenden Sigung, wenn auch Phantasiemittheilungen, in solchen Fällen sei dann eine Bestrafung der Beamten eingetreten. machte. Ich überlasse den Lesern des Vorwärts" das Urtheil Bestreiten müsse er, daß das Beispiel des Teppichtlopfens über die Handlungsweise des Herrn Meßte. Dr. Gustav Heymann. auf etwaige vorgekommene Mißhandlungen Anwendung finden könne. Damit erscheint uns die Angelegenheit, soweit sie den„ VorDie Lohnbewegung der Schuhmacher Berlins dauert Ein weiterer Zeuge, Neumann, hat bekundet, daß ihm auf der unverändert fort. Geeinigt haben sich mit ihren Gehilfen 33 Ge- Polizeiwache der Mund verbunden worden sei, ein anderer wärts" angeht, erledigt. fchäfte mit 240 Arbeitern, noch nicht geeinigt 22 Firmen mit Beuge behauptet, er habe es" bummfen" gehört. Bur Beweisauf " " Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Der Verleger der Magdeburger Volts: stimme" Genoffe Harbaug, bleibt in Haft. Sein er neutes Haftentlaffungs- Gesuch ist mit der Begründung" zurüfgewiesen worden, die Ermittelungen hätten feine Angaben, daß der Gesundheitszustand seiner Frau ein besorgnißerregender sei, nicht bestätigt. Da aber die Frau unferes Genoffen in 2-8 Monaten ihrer Entbindung entgegensteht, ergiebt sich von selbst das unbegründete diefer richterlichen Begründung. Gewerkschaftliches. 246 Manu. Bon letteren haben zwar mehrere Geschäfte mitnahme wurden dann noch die Strafakten wider die Skriminalschule Depeschen und lekte Nachrichten. Beuthen, 23. Mai.( W. T. B.) Die neue Strecke BeuthenChorzow ist infolge Dammrutsches unfahrbar. Sämmtliche Büge verfehren über Königshütte. ihren Gehilfen unterhandelt, aber so geringe Bugeständnisse Rapuczinski, Heuer und Lehmannvorgelegt, doch Feststellungen gemacht, daß die Berhandlungen zu nichts führten. Die größten daraus nicht getroffen. Der Erste Staatsanwalt führte aus, Geschäfte bewilligten noch nicht. Ihre Inhaber vereinigten daß der Beweis der Wahrheit für die inkriminirte Aeußerung fich zu einem Ring und sind die Verpflichtung eingegangen, nur nicht erbracht worden sei und beantragte 6 Monate Gefängniß das zu bewilligen, was von der letzten Meisterversamms gegen den Angeklagten, sowie Publikationsbefugniß. Der AnNeichenberg i. B., 23. Mai.( W. T. B.) Das Urtheil lung beschlossen wurde, und sich überhaupt streng an geklagte, der sich selbst vertheidigte, beantragte seine Frei in dem Prozeß Kögler wurde um 6 Uhr abends gefällt. Den Mitsprechung und die Erstattung seiner nothwendigen Auslagen, Geschworenen lagen 39 Fragen vor. Die Frage wegen vollbrachten die Beschlüsse der Meisterversammlungen zu halten. allen Mittelu sucht der Fabrikantenring auf die Geschäfts- da der Beweis der Wahrheit geführt sei. Der Gerichts: Raubmordes an Georg Rauchfuß wurde mit 8 gegen 4 Stimmen, inhaber einzuwirken, welche sich mit den Gehilfen geeinigt hof erachtete weder den§ 185, noch§ 186 des Strafgesetzbuches diejenige wegen versuchten Raubmordes an Frau Rauchfuß mit der Wahrheit für die 9 gegen 3 Stimmen und diejenige wegen versuchten Raubmordes haben. Er hat denselben die Zumuthung gemacht, ihre Arbeiter für anwendbar, da der Beweis sämmtlich zu entlassen und sie somit zu schnödem Wortbruch inkriminirte Aeußerung als geführt zu erachten fei; an Emilie Wawersich mit allen 12 Siimmen bejaht. Kögler wurde, verleiten wollen. Weiter suchten die Mitglieder des Ringes auch aus der Form der Behauptung und sonstigen Umständen wie gemeldet, zum Tode durch den Strang verurtheilt. ihre drängende Arbeit in den Geschäften fertig stellen habe sich die beleidigende Absicht nicht feststellen lassen. Der AuWien, 23. Mai.( W. Z. B.) Nach hier vorliegenden zu lassen, bewilligt haben. Dieser Schachzug ist geklagte sei fonach freizusprechen. G3 rechtfertige sich aber Meldungen aus Konstantinopel ist ein im Dienste der türkischen Gehilfen burch die Wachsamkeit der vereitelt worden. auch der Antrag, ihm die nothwendigen Auslagen aus der Stants Geheimpolizei stehender Armenier in Galata in der Nacht er. Die Arbeiter des Hoflieferanten Esser, Alexanderstraße, machen taffe zu erstatten, da er den Beweis der Wahrheit schon früher mordet worden. wir darauf aufmerksam, daß die Firma Wenzel u. Sicer angeboten habe, ohne daß man darauf Rücksicht genommen hätte. Die fretenfische Nationalversammlung wurde auf den 27. Mai versucht, bei vorgenanntem ihre Waaren verfertigen zu laffen. In Bremen wurde am 21. Mai vor der Straffammer der einberufen. Weiter ersuchen wir alle übrigen Kollegen, besonders die Prozeß Gottlieb verhandelt. Wie erinnerlich sein wird, ver( W. T. B.) In dem Reschizaer Budapest, 23. Mai. jenigen, welche bei Jnnungsmeistern arbeiten, Obacht zu geben, schwand Gottlieb, der Verleger der sozialdemokratischen Bürger- Rohlenbergwert fand eine Explosion schlagender Wetter statt. und nichts anzufertigen, wenn sie über den Ursprung der zeitung" war, am 14. September aus Bremen. Er war unter Bisher sind 30 Schwerverwundete heraufbefördert worden.. Berantwortlicher Rebatteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 4 Beilagen die " T. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 120. Lokales. Sonntag, den 24. Mai 1896. 13. Jahrg. c) im Handel mit Kolonial- und Borkostwaaren, mit| bau- Verein errichtet hat. Sie erhielten seinerzeit für ihre Arbeit Brennmaterialien, mit Bier und Wein, mit Tabat und Zigarren: statt baren Geldes eine Art Antheilscheine über 20 pCt. ihrer Den Parteigenoffinnen und Genoffen zur Nachricht, daß mit Blumen: während der Beit von 7 bis 10 Uhr vormittags hat jetzt der Ronkursverwalter Brinkmeyer die Handiverter auf während der Zeit von 8 bis 10 Uhr vormittags; d) im Handel Forderungen. Nachdem der Bauverein in Konfurs gerathen ist, am Sonntag, den 14. Juni, vormittags 10 Uhr, eine Versamm und von 12 bis 2 Uhr nachmittags; e) in der Zeitungsspedition: gefordert, den Betrag der Antheilscheine nicht etwa zu erheben, lung im Feenpalast stattfindet, in welcher die Wahl der während der Zeit von 4 bis 9 Uhr vormittags. Jeder sonstige sondern an die Konkursverwaltung einzuzahlen. Man hatte zwar Delegirten zum internationalen Rongreß Geschäftsbetrieb ist am ersten Feiertage untersagt. Am zweiten die Papiere für werthlos gehalten, aber doch nicht geglaubt, daß erfolgen soll. Die Parteigenossen werden ersucht, an diesem Feiertage finden lediglich die allgemeinen Bestimmungen über die sie ihren Inhabern derartige Ueberraschungen bringen könnten. Zage teine Vormittags Versammlungen einzuberufen. Der Sonntagsruhe Anwendung. Vertrauensmann des ersten Reichstags- Wahlkreises. # wie man ver " in Unglücksfälle auf der Ausstellung. Auf der elet. Parteigenoffen des IV. Berliner Wahlkreises! Am für den Montag das sonst erhöhte Eintrittsgeld von 1 M. auf gekommen. Beim Rangiren von Wagen auf dem tobten Geleife Die Internationale Kunstansstellung Berlin 1896 hat trischen Rundbahn ist gestern der erste Unglücksfall vors 2. Pfingsfeiertage finden in den Lokalen: Oft bahnpart, gehoben und es auf 50 Pf. ermäßigt. am Bahnhof gerieth einer der Beamten mit dem rechten Fuß Rüdersdorferstraße, und Brauerei Stralau in Straulau vei große Früh- Konzerte ftatt. Ersteres für die Die Leitung des Berliner Aquariums hat unter Mit zwischen die Buffer von zwei Wagen und erlitt so erhebliche Kontusionen, daß er nach der Unfallstation gebracht Genoffen des Oftens, lezteres für den Südosten. Da hilfe einer hiesigen Firma eine neue Anlage geschaffen, durch die werden mußte. Ebenbaselbst gelangte eine der dasselbe von den Genossen des Kreises arrangirt und auch die sie sich den Dank aller Freunde der Süßwasserwelt und aller Parteigen offen der Besuch sehr zu empfehlen. Liebhaberei nachhaltige Unterstützung und Förderung angebeihenfch ludt hatte. Die Nadeln konnten jedoch von den Aerzten Auswahl des Programms eine äußerst forgfältige, fo ift den Liebhaber von Zimmer- Aquarien verdienen und dieser schönen Welt- Musik" angestellte Münchener Kellnerin zur Behandlung, welche aus Bersehen drei Stecknadeln ver Arbeiter Bildungsschule. Die Pfingfiferien dauern von freien Rande der Treppengrotte sind auf einem eisernen Gestelle gestrigen Abend erlitt einer der bei der Beleuchtung Angestellten laffen wird. Am hinteren Ende des oberen Beckenganges, am nicht mehr herausgeholt werden. Bei der Jülumination am vor Sonntag den 24. Mai bis zum Donnerstag den 28. Mai ein- fünf aus Metall und Glas gefertigte viereckige Aquarien aufschließlich. Der Unterricht beginnt in beiden Schulen wieder am gestellt und in mustergiltiger Weise so, schwere Brandwunden an beiden Händen und im Gesicht. Freitag den 29. Mai. Da der Kursus in den einzelnen Unter- e3 bei fachgemäß behandelten Zimmer Aquarien richtsfächern noch nicht weit vorgeschritten ist, so können neue langt, Die Müllverbrennung in der städtischen Versuchsanstalt eingerichtet worden. Einmal Theilnehmer noch eintreten. Der Lehrplan, aus dem alles übrige die Naturfreunde sollen diefelben soll dem Vernehmen nach in den nächsten Tagen eingestellt anregen und belehren, wie berartige werden. Die zu diesen Versuchen von der Gemeindevertretung ersichtlich, wird Anfang Juni wieder veröffentlicht werden. Behälter zu schaffen und zu unterhalten sind, und zum bewilligte Summe( 130 000 M.) ist zwar noch nicht aufgebraucht, andern sollen sie dem Beschauer stets die neuesten und beliebtesten indeß wird der Magistrat nach den bis jetzt vorliegenden oder doch empfehlenswerthesten Aquarien- Bewohner aus fremden Ergebnissen schon jetzt ein abschließendes Urtheil darüber Ländern vorführen. fällen tönnen, ob sich die Einführung der Müllverbrennung Beantwortung der Frage sein, ob die in hygienischer Hinsicht zu für Berlin eignet oder nicht. Ausschlaggebend wird dabei die erwartenden Vortheile den hohen Kostenaufwand rechtfertigen. In Fachkreisen steht man den Müllverbrennungsversuchen jetzt ziemlich steptisch gegenüber, so daß eher die Ablehnung, als die Einführung der Müllverbrennung für Berlin zu erwarten ist. Ende dieses Monats wird der Stadtrath Bohm seinen Bericht über das Gesammtergebniß der Versuche vollendet haben und dem Magistrat zur Beschlußfassung vorlegen. Der Vorstand der Arbeiter- Bildungsschule. Ju Rheinsberg steht das Restaurant Zum Stadtgarten", Mühlenstraße( Paarmann) den dortigen Genossen zur Verfügung. leben ließ. = auf ihrer Linie Spittelmarkt- Gewerbe- Ausstellung( Kairo) den Die Neue Berliner Omnibus Aktien Gesellschaft hat Fahrpreis für die ganze Tour auf 10 Pf. festgesetzt. Das Fundbureau der Gewerbe- Ausstellung befindet sich im Hauptgebäude. In Reih und Glied, übersichtlich geordnet, wenn Der Berliner Asylverein für Obdachlose hat gestern erforderlich kouvertirt und mit Nummern versehen, liegen die das Richtefest seines Neubaues in der Wiesenstraße gefeiert. Auf von ehrlichen Findern abgelieferten Gegenstände da aufgestapelt, dem festlich geschmückten Bauplatz verfammelten sich sämmtliche während besondere Werthstücke im Kassenschrank der BetriebsArbeiter, die Leiter des Baues sowie die Baukommission und inspektion verwahrt bleiben, bis der sich legitimirende Eigen mehrere Mitglieder des Verwaltungsraths. Unter den Klängen thümer sie abholt. Merkwürdigerweise aber wird verhältnißmäßig der Musik wurde die Richttrone emporgewunden. Alsdann hielt wenig abgeholt, trotzdem sich unter den Fundstücken Dinge beder Zimmerpolier eine Ansprache, welche in einem Hoch auf Bau- finden, die der Verlustträger doch absolut vermissen muß. Wir herrn, Meister und Arbeiter ausflang. Bei einem frugalen Jmbiß wollen nicht von der üblichen Legion von Taschentüchern, Hand. In der Angelegenheit Friedmann wird aus Bordeaux blieben die Versammelten noch ein Stündchen beisammen und schuhen, Regen, Sonnenschirmen und Spazierstöcken reden. berichtet: Advokat Lainé benachrichtigte den ehemaligen Rechts nahm hierbei der Vereinsvorsize Thölbe Beranlassung, den Neben einem Hörrohr paradirt eine prächtige eingelegte Karls- anwalt Fritz Friedmann, daß seine Auslieferung bewilligt fei. Meistern und Arbeitern für die prompte Fertigstellung des Roh- bader Zigarrentasche, auch den zahlreichen Veriustträgern von Friedmann schien nicht fiberrascht und erklärte, er werde sich vor baues zu danken, während der Kurator des Männerasyls, Singer, Uhren, Ringen, Armbändern dürfte zu rathen sein, sich nach dem feinen Richtern vertheidigen. in einer die Bedeutung des Asylvereins würdigenden kurzen Fundbureau zu bemühen, da hier eine erfleckliche Anzahl solcher Ansprache die treuen Helfer und Mitglieder des Vereins hoch- güldenen und filbernen Sächelchen eingeliefert wurde. Auch einige Portemonnaies, darunter solche mit nicht unbedeutendem Jnhalt, Wo zwet und brei zusammenftehen, da foll man aus- Pincenes in allen möglichen Faffungen. Zwei Schläger und eine harren da ihrer Erlösung, und nicht gering ist die Anzahl der einandergeben! Diese Warnungsworte, die Heine zur Zeit von buntfarbige Schärpe figuriren als Ueberbleibfel des großen mit einem Amtsrichter ist durch eine von legterem abgegebene Die viel besprochene Differenz der hiesigen Anwaltschaft Krähwinkels Schreckenstagen in die Welt gefandt hat, haben auch Künstlerfestes unter den gefundenen Sachen. Die letztere scheint Erklärung, wie in der letzten Sigung des Berliner Anwaltvereins in der Hauptstadt des Reiches der Gottesfurcht und frommen beredtes Zeugniß für die Feuchtfröhlichkeit des Festes abzulegen, festgestellt wurde, zur allseitigen Befriedigung gelöst worden. Sitte noch ihre Bedeutung. Eines Tages stehen zwei junge denn gewiffe Spuren deuten darauf hin, daß ihr Träger einige Damen auf dem Bürgersteige und wechseln ein paar Worte mit Male mit dem Erdboden innige Bekanntschaft gemacht hat, und abend ein junger Mann, dessen Persönlichkeit bisher nicht festJu einem Vorortzuge hat sich in der Nacht zum Sonn einander. Da tritt ein Schuhmann auf sie zu und forderte sie der Kleidergürtel einer Dame nebst daran hängendem Schleier mit Schuhmannshöflichkeit auf, weiter zu gehen. Als eine der dürfte hoffentlich keine Illustration zu Schiller's Mit dem gestellt werden konnte, erschossen. Man fand die Leiche jungen Damen ob dieser Aufforderung ein paar in feiner Weise Gürtel, mit dem Schleier" bilden. Als Kuriosum erwähnen die gegen 11 Uhr in einem Abtheil zweiter Klasse. verlegende Worte der Berwunderung äußert, wird sie auf die Offiziellen Ausstellungs- Nachr.", daß dieser Tage das zusammens Der Nachlaß des Simon Blad hat bei der Versteigerung Hevierwache befördert. Die Folge dieses Vorgangs ftellte gestellte Fahrscheinhest eines Provinzialen als gefunden ein nur eine geringe Summe gebracht. Unter dem Mobiliar befand fich für beide Miffethäterinnen in folgendem folgendem Straf- geliefert wurde, dem eine Stunde später dasjenige seiner Frau sich eine Rococo- Garnitur aus dem Schlosse zu Versailles( ver. mandat ein: Sie haben am 12. Mai d. J., nachmittags 121/2 Uhr, folgte, das ein anderer Finder überbrachte. Auch die Kehrfeite goldete Gestelle mit grün- feidenen Polsterbezügen), welche der auf der Granitbahn des Bürgersteigs in der Kommandantenstraße der Medaille, das Verzeichniß der als verloren angemeldeten Verstorbene von einem spanischen Kunsthändler für 10 000 m. vor Nr. 28 mit der unverebelichten( folgt Name) gestanden und Gegenstände ist ganz interessant. In ihm finden sich eine Fülle eritanden hatte. Dieselbe brachte nur 450 M.! Ein pracht haben badurch den Verkehr behindert. Der Aufforderung eines von Dingen, namentlich aber zahlreiche wirkliche Werthgegen volles gefchnißtes Eichenbüffet ging mit 205 M. weg, ein großer Aufsichtsbeamten, weiter zu gehen, haben Sie keine Folge geleistet. Stände, so daß anzunehmen ist, daß viele derselben nicht verloren, Smyrnateppich mit 70. und die kostbaren Bronces und Die Uebertretung wird bewiesen durch das Zeugniß des Schuß- sondern in die Hände von Langfingern gerathen sind, wie z. B. Porzellan- Gegenstände wurden geradezu für ein Spottgeld losmanns Ruschel 3708. Auf grund 2c. wird deshalb gegen Sie das Portefeuille einer amerikanischen Dame, in dem sich zwanzig geschlagen. So brachte der Gesammt Nachlaß, der mit etwa eine Strafe von zwei Mart verhängt." Da die Damen sich in Bwanzigdollarstücke, mehrere einzelne Dollars, 50 m in 50 000 m. versichert war, taum 8000 M. feiner Weise bewußt sind, eine Verkehrsstörung durch ihr kurzes deutschem Gelde und ein werthvolles Hamburger Staats- Anleihe Gespräch verbrochen zu haben, so wollen sie zunächst einmal Papier befanden. hören, was der Richter zu diesem Stück von Verhinderung der Bewegungsfreiheit sagt. A " W Eine eigenartige leberraschung wurde, wie der„ V.- 3." berichtet wird, Donnerstag mittag dem Garnisonarzt in Spandau, Für die Frühkonzerte in der Ausstellung während Oberstabsarzt Dr. Villaret, bereitet. Nach 12 Uhr klingelte an der Pfingstfeiertage find folgende Bestimmungen fest der Wohnung ein zwölfjähriger Knabe, der dem öffnenden Dienst Ueber den schlechten Besuch der wissenschaftlichen Borgesetzt. träge in der Gewerbe- Ausstellung wird in einer an die in den Marine Schauspielen zwei Es tonzertiren in der Ausstellung zwei Kapellen, mädchen ein Packet" überreichte und dann fortlief. Das Mädchen und in ber Welt- trug das Badet hinein und übergab es seinem Herrn, der es so. Woff. 3tg." gerichteten Buschrift Klage geführt. Nach den Mufit" im Vergnügungspark ebenfalls zwei Kapellen. Die fort öffnete. Er entnahm dem Packet einen in saubere weiße bisherigen Erfahrungen haben diefe Worträge für die zur Konzerte finden statt in der Zeit von 7 bis 9 Uhr, die Er- Wäsche gehüllten, wenige Tage alten Knaben, der jetzt laut ju Bestreitung der Unkosten 50 Pfennige erhoben werden, mit einem öffnung der Kassen zur Ausstellung sowie der Eingänge der schreien begann. Dem Packet entfiel ein Brief, der an einen Besuche von höchftens 80-50 Personen zu rechnen, von denen legteren morgens um 6 Uhr. Der Eintrittspreis zur Ausstellung Sergeanten des 3. Trainbataillons, der bei dem Arzt als Obers etwa die Hälfte Freifarten befigt. Es wird schließlich vor- ist für die sämmtlichen Festtage auf durchweg fünfzig Pfennige lazarethgehilfe u. A. Schreibarbeiten verrichtet, adressirt war. geschlagen, diese Vorlesungen unentgeltlich stattfinden zu lassen. festgesetzt. Ju dem Briefe theilt ein junges Mädchen, mit dem der Sergeant Das ist gewiß das vernünftigfte. Aber uns dünkt, daß der ganze Charakter der Ausstellung nicht genügend danach angethan Ein Streit der Eseljungen in ,, Kairo" scheint, wie die früher ein Verhältniß hatte, diesem mit, daß sie ihm als dem Vater des Kindes das kleine Wesen überlasse, sie könne es nicht ist, die Besucher für die wissenschaftlichen Borträge im Chemie" Germania" schreibt, nahe bevorzustehen. Die jungen Leute sind ernähren. Der Oberstabsarzt ließ das Kind alsbald der Polizei gebäude empfänglich zu machen. E3 herrscht zu sehr das mit ihrem Loose höchst unzufrieden. Von der Direktion beAmüsement vor, und daher werden sich auf dem Ausstellungs- tommen sie nur freie Verpflegung, aber kein Gehalt, und nun ist überbringen, die es einem Krankenhause in Verpflegung gab. Die terrain, so bedauerlich dies ist, immer nur verhältnißmäßig wenig ihnen auch noch das Trinkgeldnehmen verboten worden. Auch Mutter des Kindes war früher in Spandau Fabritarbeiterin, Leute finben, die geneigt sind, sich mit ernsten Dingen zu be in ihrem Reinlichkeitsbedürfniß fühlen sie sich verlegt, weil, wie wohnt feit längerer Zeit in Berlin, von wo sie am Donnerstag zu schäftigen. Wir haben überdies schon fürzlich hervorgehoben, daß fie behaupten, für ihre Wäsche nicht genügend gesorgt wird. Um dem Zwecke, sich des fleinen wesens zu entledigen, nach Spandau Arbeiter durch die unpassende Nachmittagsstunde abgehalten sind, Abhilfe für diese Mißstände zu erlangen, beabsichtigen die Efel- gekommen war. Ter Sergeant behauptet, mit dem Mädchen seit Esel- Jahr die Vorträge anzuhören. jungen, fich beschwerdeführend an den türkischen Konsul zu Jahr und Tag nicht mehr verkehrt zu haben. Ihren Verlegungen ist im Krankenhause am Friedrichs hain die Arbeiterin Bertha Borrmann erlegen, die bei einer Benzinexplosion in der Putzfedern- Fabrik von Schöniger in der Waunertheaterstr. 23 schwer verunglückt war. wenden. Bur Fleischbeschlagnahme in der Abtheilung für Volks. ernährung auf der Ausstellung schreibt die„ Aug. Fleischer- 3tg.", Ein allgemeines Sterben der jungen Fischbrnt in der der wir die Verantwortung dafür überlassen müssen, folgendes: Abtbeilung für Fischerei auf der Ausstellung hat sich leider beDas Etablissement Bur Boltsernährung" auf der Gewerbe- mertbar gemacht und mußte infolge dessen die Fischbrut bereits Ausstellung, dem neulich ein Posten Fleisch konfiszirt wiederholt erneuert werden. Ueber die Ursache dieser Sterblichkeit, wurde, hat nicht zum ersten Male: von dem früheren von welcher hauptsächlich Forellen und Lachsbrut betroffen Sattlergefellen, jebigen Fleischhändler Jde- Grevesmühlen Fleisch werden, ist man sich bis jetzt noch nicht völlig klar; doch glaubt bezogen, wiewohl be bei der hiesigen Fleischschau als Lieferant man annehmen zu dürfen, daß das bei der Zucht benußte Spree franken Fleisches berüchtigt ist. Am 18. Mai bezog schon das waffer für diese beiden Gattungen von Fischen nicht zuträglich Etablissement von Jde 255 Kilo Fleisch, am 16. Mai 107 Kilo. fei; jedoch ist geeignetes anderes weiches Wasser nicht zu er Es handelt sich also bei dem jetzt konfiszirten Fleisch nicht, wie langen. behauptet wird, um einen ersten Versuch, sondern um eine dritte Der Verein Berliner Volksküchen von 1866 fendet uns Bestellung. Joe liefert, wie hier bekannt ist, nur Ausschnitt eine Buschrift, in der er bittet, darauf aufmerkjam au machen, fleisch, dessen Einführung laut Reglement in Berlin überhaupt daß zwischen ihm und der„ Voltsernährung" des Herrn Abraham verboten ist. Die Konfiszirung ist nicht infolge einer keinerlei Gemeinschaft bestehe. Denunziation erfolgt, sondern durch die Wachfamkeit und daraufhin Die Leiche des ertrunkenen Referendars v. Bötticher ist geftern im Wittwtensee gefunden worden. straße in den Tod getrieben. Helwig wollte es nicht gelingen, Arbeitslosigkeit hat den Kellner Helwig aus der Albrecht. Stellung zu bekommen und er nahm sich das so sehr zu Herzen, daß er schwermüthig wurde. Am Freitag vermißte seine Frau den Bodenschlüsse und ließ, Böses ahnend, die Thür durch einen Schloffer öffnen. Ihre Befürchtung bestätigte sich: ihr Mann hatte sich auf dem Boden erhängt. Beim Betreten eines Krankenhauses wurde Sonnabend Morgen um 9 Uhr der 40 Jahre alte Maschinenputzer am Büchermarder treiben in der Ausstellungs- Lefehalle Stettiner Bahnhof Hermann Schulz aus der Gartenstr. 156 vom eines Fleischschaubeamten auf dem Güterbahnhofe er= ihr Unwesen. Troß schärfster Kontrolle der daselbst angestellten Tode ereilt. Der Arme, der vom Delirium befallen war, möglicht worden, ber beobachtete, daß bas Fleisch nicht zur Untersuchung gebracht wurde Aufsichtsbeamten werden täglich mehrere der theilweise sehr wollte sich durchaus nicht mit dem Krankenwagen auf die die Beschlagnahme veranlaßte."- Wie die Direktion der Bolts- wertvollen Bücher und Fachzeitschriften entwendet. lim den Station bringen lassen, sondern zu Fuß gehen. Kaum hatte er ernährung mittheilt, ist von dem juristischen Beirath der Volks- ich mehrenden Diebstählen vorzubeugen, find nunmehr fämmt den Garten der Anstalt betreten, als er strauchelte und todt ernährung, Herrn Rechtsanwalt Wurm, an den Absender der vor liche Bücher mit„ Leſehalle der Berliner Gewerbe- Ausstellung" zusammenbrach. Schulz hinterläßt eine Frau mit einem fünfeinigen Tagen fonfiszirten Fleischsendung die Mittheilung gerichtet abgestempelt worden, auch hat die Leitung für die Ermittelung jährigen Kinde. worden, daß er infolge seiner strafbaren Handlungsweise für alle jener Diebe eine Belohnung ausgefeht. Aufangs April wurde von einem etwa 17jährigen Burschen der Voltsernährung dadurch entstehenden Schäden verantwortlich Kleine Ausstellungsnotizen. Die Betriebsinspektion und ein dunkelroth gestrichener, aweirädriger, verschlossener aftens gemacht wird. Zivilrechtlich natürlich. Ueber die Personen, die die Plazinspektion der Ausstellung machen bekannt, daß die zur handwagen mit zwei Stoßstangen, ohne Firma und mit eisernem sonst noch strafrechtlich verantwortlich zu machen sind, wird von Fertigstellung von Arbeiten ausgegebenen blauen Passirtarten an Laternenhalter versehen, auf dem Grundstücke Bergstr. 35a aufder Direktion nichts berichtet. den drei Pfingftfeiertagen feine Giltigkeit haben. Die Ge- gestellt. Der Wagenkasten ist 1 m lang und 0,65 m hoch, der Die Sonntagsruhe an den Pfingstfeiertagen in Berlin sammtsumme der Versicherungen auf der Ausstattung beläuft sich ovale Deckel mit Blech beschlagen. Der gut erhaltene Wagen ist. geftaltet sich genau nach derjenigen der Osterfeiertage. Hiernach auf mehr als 30 Millionen Mart.70 000 Personen haben am bisher nicht abgeholt. Der Eigenthümer möge sich im Zimmer 332 dürfen im Handelsgewerbe, soweit der Gewerbebetrieb in offenen vorgeftrigen Illuminationstage die Ausstellung besucht. Das bes Polizeipräsidiums an einem Wochentage Vormittags melden. Verkaufsstellen stattfindet, Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter nur Taxameter- Fahrseffel- Institut giebt bekannt, daß es Fahrscheinhefte nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen beschäftigt werden: von 4 Scheinen à 50 Pf. vertaufe, welche je zu einer viertel Berner'schen Zimmerplatz in der Juliusstraße zu Rigdorf. Eine Ein bedauerlicher Unglücksfall ereignete sich auf dem a) Im Handel mit Milch, mit Back, Konditorwaaren und Kon- stündigen Fahrt berechtigen, Schaar Kinder spielte daselbst und machte sich dabei mit einem fitüren: während der Zeit von 5 bis 10 Uhr vormittags und Eine eigenthümliche Erfahrung haben die Handwerks. Balfen zu schaffen, der von seinem Blak herabfiel. Hierbei wurde voll 12 bis 2 Uhr nachmittags; b) im Handel mit meister bei dem großen Eckbau an der Münz- und der Kaiser der siebenjährige Sohn Richard des Juliusstraße 66 wohnFleischwaaren: während der Zeit von 5 bis 10 Uhr vormittage; Wilhelmstraße machen müssen, den der Kaiser Wilhelm- Straßen- haften Arbeiters Elshola fo unglücklich am Kopf getroffen, daß der Ruabe schwer verfekt nach dem Brißer Krankenhaus ge| Sattlermeister Rudolf W. infolge eines plöglichen Unwohlfeins| Baar gab alsdann feine Pariser Adresse, ba biefelbe aber bracht werden mußte. Hier ist er furs nach seiner Einlieferung zur Erbe und trug eine Verlegung am Hinterkopfe davon.als falsch erkannt wurde, geht die Polizei jeht mit der Unteran einer Schädelzertrümmerung verstorben. Abends wurde auf dem Mariannenplage der 54 jährige Maurer fuchung vor. Hermann Jäckel mit einer schweren, angeblich von einem Falle Die franzöfifche Regierung wird, wie aus Paris berichtet herrührenden Verlegung am Fuße angetroffen und nach Bethanien wird, in nächster Beit in den übrigen europäischen Staaten gebracht. .0081 in Witterungsübersicht vom 23. Mat 1890. Stationen. Barometer ftand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. O Windrichtung DND Windstärke 108811( Stala 1-12) Swinemünde 763 Hamburg 768 SW Berlin 762 Wiesbaden. 763 München 762 23 Wien. 759 Haparanda. 762 Still Petersburg. 763 GO Cort 766 NW Aberdeen. 760 SM . Paris.. $ 9 etter Temperatur ( 50.4° R.) Fnach Celfius bedeckt bedeckt bedeckt heiter bedeckt bedeckt 10 10 Mebel woltig wolkig 4 16 14 halb bedeckt 14 3 Wetter Prognose für Sonntag, den 24. Mai 1896. Ruhiges, mildes, zeitweise heiteres, vielfach woltiges Wetter ohne erhebliche Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Dermischtes, ung Unterhandlungen einleiten, damit die Zarife für internationale Preß- Telegramme um 50 pCt. reduzirt werden. Diese Reduktion besteht bereits in Frankreich. Die Delegirten der franzöfifchen Breffe in Budapest werden bei den dortigen Kongreßverhandlungen denselben Antrag stellen. Gattenmord. Aus KI. Besten an der Görlitzer Bahn, im Bezirk des Landgerichts Berlin II., berichtet eine Bokal Ans New- York wird ein 5 auseinsturz gemeldet: In Korrespondenz über einen Gattenmord. Der Bahnwärter Befch Buffallo stürzte ein mehrstöckiges Haus ein, die Bewohner in sich ist dort in der Nacht zum 12. Mai von seiner Ehefrau mit einem begrabend. Bisher wurden 32 Leichen hervorgezogen. Man Revolver erfchoffen worden. Um den Verdacht von sich ab- befürchtet, daß sich noch weitere 20 Leichen unter den Trümmern zuwälzen, hatte die Frau folgende Geschichte in Szene gefeßt: befinden. Für die Krenz- Beitung". ( Eingesandt.) In betreff des Falles Rauh Gladom möchte ein älterer Geistlicher den lieben Amtsbrüdern den Rath geben, darüber möglichst wenig zu sprechen, vielmehr sich dahin zu vereinigen, mit erhöhter Inbrunst jegliches Kirchenvermögen in ihre tägliche ( Aus dem„ Kladderadatsch".) Fürbitte einzuschließen. Briefkasten der Redaktion. wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine gabb anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. A. W. Das Reichstagsgebäude ist an den Feiertagen nachmittags von 2-4 Uhr, an Werktagen von 8-9 Uhr und 12-1 Uhr unentgeltlich zu besichtigen. Das Publikum hat sich in der Martehalle des Hauses zu versammeln. 9 Am Morgen des 12. Mai erschien fie gegen 7 Uhr nur noth7 dürftig belleidet bei den Nachbarn und erzählte, daß sie nachts 11 im Bette von ihrem Manne gewürgt worden sei. Sie habe sich aber losgeriffen und sei aus dem Hause geflüchtet. Dabei habe ihr der Mann nachgerufen:„ Na, wenn Du nicht sterben willst, dann thue ich es allein!" In das Haus habe sie nicht mehr zurückkehren können, denn der Mann habe von innen alle Thüren verfchloffen, weshalb sie die Nacht im Freien habe zu bringen müssen. Die Nachbarn sahen durch das Fenster ber Befch'schen Wohnung, daß der Mann mit blutendem Kopfe im Bett und vor dem Bett ein Revolver lag. Da es nicht möglich war, durch die Thüren einzubringen, so ging man daran, die Fenster einzuschlagen; dabei gab ein Flügel nach, und es stellte fich heraus, daß das Fenster nur von außen zugeschoben war. Aus dem Polizeibericht vom 23. Mat. Im Landwehr. Der Kopf zeigte an der rechten Schläfe mehrere Schußwunden; tanal am Garten- Ufer wurde am Freitag früh die bereits start die Hände der Leiche waren unter der Bettdecke, so daß es un verweste Leiche eines etwa 30 Jahre alten Mannes angeschwemmt. möglich erscheint, daß 3. sich Telbst entleibt hat. Da sich außer Vormittags wurde der in einem Haufe der Albrechtstraße dem noch andere Verdachtsgründe gegen die Frau häuften, so F. B. 1. Wenn sie Erbe geworden ist, ist fie bis zum 1./10. wohnende 40jährige Kellner Robert H. auf dem Boden dieses ist sie in das Amtsgericht zu Königs Wusterhausen eingeliefert gebunden. 2. Nein. M. 2. 11. Ghebruch ist Scheidungs. Hauses erhängt vorgefunden.- Bormittags wurde in der Gr. worden. grund. Den Ghebrechern ist die Heirath miteinander nur gegen Hamburgerstraße der auf dem Dreirade fahrende Bote der Privatpoft Wilhelm Träger von einem Omnibus umgeworfen und er- 42 Wohngebäude niedergebrannt. Dieselben waren erst neu mann. Sie können lediglich an den Vorstand der AnwaltsIn der Gemeinde Malombaza bei Dedenburg find Dispens gestattet. 100 Abonnent, Röbel: Ja.- Winkellitt eine Verlegung am rechten Knie. Ebenfalls durch einen gabe Omnibus wurde vor dem Hause Oranienstraße 52 der einen errichtet, da vor zwei Jahren eine Feuersbrunst den Ort heim- fammer sich nochmals wenden und eventuell auf Heraus. bes Urtheils flagen. Der Vorstand pflegt hier auch allerdings der Ansicht zu fein, Handwagen vor sich herschiebende Schlofferlehrling Robert Lind gesucht hatte. ein zur Wahr holz überfahren und am Unterschenkel verlegt, so daß er nach Ueber eine geheimnisvolle Affäre wird aus Paris vom nehmung von Rechten beigeordneter Anwalt habe das bem Krankenhause am Urban gebracht werden mußte. Der Unfall Sonnabend das folgende berichtet: Bedienstete des Bahnhofs Erkenntniß erft nach Zahlung der Gebühren herauszugeben. wurde dadurch herbeigeführt, daß der Omnibus auf dem feuchten Couville bei Cherbourg entdeckten gestern in einem Reiseforbe, Neite. Leider ist die Innung im Recht: Sie hätten die Wahl Bflafter schleuderte, gegen den Handwagen stieß und den Knaben der im Gepäckraum zurückgelaffen war, den Leichnam eines nicht ablehnen sollen. Haifisch. Sie haften weder für die zu Falle brachte. Nachmittags gerieth der einundsechzig Jahre jungen Menschen. Einige Stunden später wollten ein Mann und Strafe noch für die Kosten, die im Strafverfahren wiber ihren alte Rentner Emil Lüdicke aus Groß Lichterfelde vor dem eine Frau den Reiseforb abholen. Arretirt erklärten sie, ste minderjährigen Sohn erwachsen sind. Georgenkirchstr. 64. Wirth Hause Friedrichstraße 41/42 unter die Räder einer übermäßig hätten den Reisekorb mit sich aus Paris gebracht, wofelbft ihnen Der befindet fich im 536 R., Recht. schnell fahrenden Droschte und erlitt Quetschungen des Unter- derselbe von einer Person übergeben wurde, welche auf diese F. P. 3, J. N. 36, 2. 85, 100 W. B. Neist. Schenkels. J der Straußbergerstraße fiel der 54 jährige Weise die Transportkosten für einen Sarg sparen wollte. Das Benice. 1. Ja. 2. Geldstrafe, auch Gefängniß. Für denJuhait der Juferate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, ben 24. mai. Volks- Vorstellung im Belle- Alliance Theater, nachmittags 1/23 Uhr: Wilhelm Tell. Montag Nachmittag 1/28 Uhr: Die Räuber. Opernhaus. Fidelio. Montag: Die Afrikanerin. Nenes Opern Theater.( Rro II.) Carmen. Montag: Mignon. Schauspielhaus. Die Karolinger. Montag: Wilhelm Tell. Deutsches Theater. Nora. Nachmittag 8 Uhr: Die Stüßen der Gesellschaft. Montag Nachmittag 8 Uhr: Jugend. Abends 8 Uhr: Lumpacivagabundus. Dienstag: Die Weber. Selfing Theater. Waldmeister. SP Montag und Dienstag: Dieselbe Bor. ftellung. Berliner Theater. König Heinrich. Montag: Dieselbe Vorstellung. Dienstag: Kornelius Voß. Benes Theater. Zata- Zoto. Montag und Dienstag: Dieselbe Bor ftellung. Residenz- Theater. Hotel zum Freihafen. Montag und Dienstag: Dieselbe Bor ftellung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Hungerleider. Montag: Dieselbe Vorstellung. Alexanderplatz Theater. Die fleinen Lämmer. Borher: Ham. let's Geift. Theater Unter den Linden. Der Großherzog. Montag und Dienstag: Dieselbe Vorftellung. Schiller- Theater. Minna von Barn helm. Nachmittag 3 Uhr: Der Raub der Sabinerinnen. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Der Raub der Sabinerinnen. Sonntag, abends 8 Uhr: Minna von Barnhelm.( Minna: Frau Clara Meyer a. G.) Montag, nachmittags 8 uhr: Die Kinder der Exzellenz. Montag, abends 8 Uhr: Viel Lärm nm Nichts.( Beatrice: Frau Clara Meyer a. G.) Dienstag, abends 8 Uhr: Viel Lärm um Nichts.( Beatrice: Frau Clara Meyer a. G.) Alt- Berlin An den beiden Pfingst- Feiertagen von 8-10 hr morgens: Gr. Extra- Frühkonzert. Urania. Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt. ab. Eintritt 50 Pf. Wissenschaftl. Theater abends 8 Uhr. Invalidenstr. 57/62, Lehrt. Stadtbahnh. Sternwarte täglich geöffnet v. 7 Uhr abends ab. Eintritt 50 Pf. Wissenschaftl. Vorträge abends 8 Uhr. Castan's Panopticum. Das 165 Friedrichstrasse 165. Bärenweib phänomenales Naturspiel Bei günstiger Witterung, nachmittags aus den Felsenbergen New- Mexico's! 8 Uhr: Wendischer Jagd- u. Beutezug. Nachmittags 6 Uhr: Aufzug zum Ringelstechen. Drei Musikkorps. Gemischter Chor d. Theaters Alt- Berlin. Boltsbeluftigungen. Seiltänzer. Zauberei 2c. Irrgarten. Diorama 2c. 2c. Eintritt: 25 Pfg. Theater Alt- Berlin. ( Berl. Gewerbe- Ausstellung 96.) Sonntag, den 24., Montag, den 25. und Dienstag, den 26. Mai( 3 Pfingstfeiertage) Nachmittags 3, Uhr: Die schwere Noth von E. v. Wolzogen. Zum Schluß: Märkisches Ringelsteden. Abends 7 Uhr: Die schwere Noth von E. v. Bolzogen. Hierauf: Die Büferin von Conr. Alberti. Bum Schluß: Märkisches Ringelstechen. In Vorbereitung: Gotskowsky, von A. v. Hanftein. An mein Volk, von A. Delmar. Heimkehr, von A. v. Roberts. Montag Nachmittag 8 Uhr: Die Adolph Ernst- Theater. Rinder der Exzellenz. Charley's Tante. Abends 8 Uhr: Biel Lärm um Nichts. Sonntag, Montag und Dienstag: Dienstag: Viel Lärm um Nichts. Adolph Ernst- Theater. Charley's Zante. Borher: Die Bajazzi. Montag: Dieselbe Vorstellung. Belle- Alliance- Theater. Die Kinder des Rapitän Grant. Montag: Dieselbe Borstellung. National- Theater. Die Reise durch die Gewerbe- Ausstellung. Montag und Dienstag: Dieselbe Borftellung. Reichshallen- Theater. Spezialitäten. Borstellung. American- Theater. SpezialitätenBorstellung. Schwant in 3 Aften von Brandon Thomas. Repertoirestück des Globe Theaters in London. In Szene gefeht von Adolph Ernst. Borher: Mit neuer Ausstattung: Die Bajazzi. Barodistische Boffe mit Gesang in Illusionen Kasperle- Theater Irrgarten. Damen- Kapelle National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Direttion: Max Samst. Novität! Novität! Die Reise durch die Gewerbeausstellung. Große Bosse mit Gefang und Tanz in 3 Akten( 6 Bildern) von Hugo Busse. Regie: Max Samst. Morgen, 2. Pfingstfeiertag: Dieselbe Borstellung. Dienstag, 3. Pfingftfeiertag: Dieselbe Borstellung. National- Theatergarten. Nachmittag 4 Uhr: Gr. Konzert. Spezialitäten 1. Ranges. Entree 20 Pf. Ref. Sperrfis 40 Pf. Morgen und folgende Tage dasselbe Programm. Apollo- Theater und Konzert- Garten Dir. J. Glück. Friedrichstraße 218. An allen dret Feiertagen: Die Spree- Amazone und 14 hervorragende Spezialitäten. Die Spree- Amazone 1 Att von Go. Jacobson und Benno und 14 hervorragende Spezialitäten. Jacobson. Musit von F. Roth. Anfang 2 Uhr. Mittwoch: Dieselbe Borstellung. Die Spree- Amazone und 14 hervorragende Spezialitäten. Ronzert Passage- Panopticum. Staffeneröffnung 58 Ubr. pelle- Theater. Spezialitäten- Bor Passage- Panopticum. ftellung. Baufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Christus in der deutschen Kunst. 9 Gemälde, soeben vollendet von den Prof. F. Skarbiua in Berlin, Marr, Max, Stuck. v. Uhde und Zimmermann in München, Brütt und Kampf in Düsseldorf, Hans Thoms in Frankfurt a. M. Im alten Reichstag, Leipzigerstr.4. Tägl. geöff. von 10-7. Eintritt 1 M. X Nur noch kurze Beit! 6 Ühr. Anf. b. Borstellung 7/2 Uhr. Puhlmann's Ein afrikanischer Vaudeville- Theater. Harem Schönhauser Allee 148. Dir. E. Nadolny. 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Entree 50 Pf. Die Soiréen der Stettiner Sänger finden jetzt wieder täglich ( außer Sonnabends) in der ViktoriaBrauerei statt. Anfang Wochentags 8 Uhr. Vorverkaufs Billets für die Wochentage à 40 Pf. und Familienbillets( für drei Personen giltig) à Mart in den bekannten Handlungen. Rixdorf. Am Donnerstag, den 28. Mai cr.: Grosse Soirée ber 51942 Norddeutschen Sänger. W. Noack's Sommer- Theater. Brunnenstr. 16. Täglich: Wiersing's Ball- Salon Konzert, Theater und und Garten. Knesebeckstr. 113. Hermannstr. 119. im Garten: Am 1., 2. und 8. Pfingst Feiertag Gr. Theater- u. SpezialitätenENG Vorstellung bei freiem Entree. Jm Saale: Grosser Ball. 2 verbeckte Regelbahnen. Die Raffeeküche steht den geehrten Damen zu jeber Tageszeit zur Verfügung. Es ladet freundlichst ein 1558b Ed. Wiersing. Kaufmann's Variété- Theater Königstraße, Colonnaden. Am 1., 2. n. 3. Nfingsfeiertage: Spezialitäten- Vorstellung. Jeden Sonntag, Montag, Dienstag und Donnerstag: Saal: 3m. Gr. Ball. 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Jahrg. gegengebracht wurde, so muß nunmehr, um zu der noth- werden, welche heute schon den tarifmäßigen wendigen und einheitlichen Auffassung der Kollegen in der Lohn zahlen. werden, Wie uns mehrfach mitgetheilt wird, herrscht in der Arbeiter. Tariffrage zu gelangen, die Thatsache beachtet daß unter anerkennender und thatsächlicher Zustimmung schaft Berlins die Meinung, daß Herr Jaques Raphaëli der in Frage kommenden Prinzipalsvertreter tarifliche mit zu den Fabrikanten gehöre, welche nach dem Minimal- LohnRechtsgrundsäge an stelle des jetzigen Tarif- Interregnums tarif zahlen, weil er sich in den Kolossal Annoncen im„ Vorwärts" treten sollen, welches weiter bestehen zu lassen nicht im Intereffe als den zweitgrößten Fabrikanten Berlins bezeichnet hat. Hierauf der Gesammt- Kollegenschaft liegen fonnte. Sollten die materiellen haben wir zu bemerken, daß Herr R. keinen einzigen Arbeiter Ergebnisse der Tarifverhandlungen nicht allseitig den Wünschen beschäftigt, daß er nur solange Arbeiter sigen hatte, als er die der Kollegen entsprechen, so bilden fie neben der Arbeitszeit jetzigen Werkaufsräume leer stehen hatte; zu der Zeit waren die Co viel wir wissen, Bur Buchdrucker- Bewegung. In den Tagen vom 15.- 19. Mai find in Berlin die Schlußberathungen des Tarifausschusses der Prinzipale und Gehilfen vor sich gegangen. Die Gehilfenvertreter des Kreiſes Sachsen betheiligten sich infolge der bekannten Beschlüsse der Leipziger Buchdruckergehilfen nicht daran. Das Resultat der Berathungen ist in der Hauptsache folgendes: 1. Für Braunschweig, Wilhelmshaven, Harburg, München, Potsdam, Beuthen in Schlesien wird der Lokal zuschlag um 21/2 pt. erhöht, für Brandenburg auf 5 pet. festgelegt und für Rostock und Lübeck um 22 pet. herabgesetzt. Der Lokalzuschlag für Geeftemünde, Bremerhaven und Lehe wird später befferungen. Sofern die Prinzipalität in der Praktik ben ernst- Fabrikanten einzuführen durch die großen Reklame- Annoncen und festgesetzt. 2. Der neue Tarif gilt auf 5 Jahre, und zwar bis lichen Willen zu erkennen giebt, für den von ihr mit geschaffenen unter dieser Flagge minderwerthige Schleuderwaare ins Publikum zum 1. Juli 1901; wird nach Ablauf von 3 Jahren nicht Tarif und dessen Ein- und Durchführung in entschiedener Weise und namentlich unter die Arbeiter zu bringen. Wir wissen als festgestellt, daß die Zahl der den Tarif anerkennenden Prinzipale und der nach demselben arbeitenden Gehilfen einzutreten, ist mit diesem Augenblick auch für die Gehilfenschaft Fachleute, daß Bigarren, die mit 1,75, 2 M. 2c. zc. pro 100 Stück Brinzipale und der nach demselben arbeitenden Gehilfen die unabweisbare Pflicht vorhanden, ihr tarifliches Gesetz mit verkauft werden, nur in Zuchthäusern, Strafanstalten oder fortgesetzt größer geworden ist, so kann der Tarif bereits am 1. Juli 1899 für den 1. Oktober 1899 gekündigt werden. Wird fördern und verallgemeinern zu helfen. Die Gehilfenvertreter von solchen freien Arbeitern", welche den Arbeitern der beiden der Tarif nicht mindestens 3 Monate vor Ablauf von mindestens tragen für ihre Thätigkeit bei den Tarifverhandlungen die Ver- vorhergenannten Kategorien technisch leider in nichts nachstehen, antwortlichkeit und zweifeln durchaus nicht, daß diese Thätigkeit verfertigt werden können. Thatsächlich werden Gastwirthe 2c. 20. 4 Prinzipal oder 4 Gehilfenvertretern im Auftrag ihrer Kreise im Sinne der Kollegen und zum Nutzen der Allgemeinheit ge- durch Anpreisung dieser Waare verleitet, diese Waare ihren gekündigt, so verlängert er sich stets um ein Jahr. Etwaige Anträge auf Abänderung einzelner Theile des Tarifs sind bis zum fchehen zu betrachten ist." 1. Juli jedes Jahres also eventuell erstmalig am 1. Juli 1899 -von mindestens 4 Prinzipals- oder 4 Gehilfenvertretern ein- Das Fazit der diesmaligen Bewegung der deutschen Buch zubringen. Ueber die eingegangenen Anträge muß bis zum 1. Oftober bruckergehilfen, ift, nüchtern betrachtet, nunmehr das folgende: des betreffenden Jahres Beschluß gefaßt werden; die beschlossenen Die Buchdruckergehilfen zogen aus, hauptsächlich Abänderungen treten am darauffolgenden 1. Januar in Kraft. 3. Es um den Arbeitsmarkt durch Verkürzung der Arbeitszeit um ist wieder eine Tarifgemeinschaft zwischen Prinzipalen eine Stunde von Arbeitslosen zu entlasten; das ist ihnen nicht und Gehilfen geschaffen, deren Organ ein aus zusammen gelungen, denn die Prinzipale bewilligten nur eine halbe Stunde, 9 Prinzipalen und 9 Gehilfen der einzelnen Kreise bestehender die die Zahl der Arbeitslosen wenig oder gar nicht verringert, Tarifausschuß ift; der Ausschuß hat über Abänderungen des weil eine halbe Stunde durch größere Intensität der Arbeit bald Tariss und über Maßnahmen zur Durchführung desselben zu wieder eingebracht wird. Das eigentliche Proletariat der Buchberathen. Zur Ausführung seiner Beschlüsse sowie zur druckergebilfen ist also in der Hauptsache leer ausgegangen. Vermittelung des Verkehrs zwischen den Prinzipalen und Die Buchdruckerei besiger aber haben durch die kluge Gehilfen in Beziehung auf den Zarif ist ein Zarifamt Taktit, die Bewilligung auch dieser geringfügigen Zugeständnisse errichtet, dessen Siz und dessen Mitglieder der Tarifausschuß davon abhängig zu machen, daß die Gehilfen sich zur Er aller drei Jahre bestimmt und das aus 3 Prinzipalen und neuerung der von ihnen beim 1891er Streit auf3 Gehilfen nebft Stellvertretern besteht. Das Zarifamt ist gegebenen dauernden Tarifgemeinschaft be= wie der Tarifausschuß dauernd und hat unter anderen quemten, wieder den großen Vortheil errungen, daß die Ge- wald in Böhmen, deren Arbeiter im Streit stehen, beabsichtigt, wichtigen Obliegenheiten noch die Verpflichtung, Schieds- hilfen gute Geschäftstonjunkturen nicht so gründlich und vor Meister nach Deutschland, und zwar hauptsächlich nach Hagen gerichte und Arbeitsnachweise an den verschiedenen allem nicht so schnell ausnußen fönnen, als das sonst möglich ist. und Plettenberg sowie nach Oldenburg und Württem Druckorten zu errichten. Seine Beschlüsse faßt das Tarifamt Es versteht sich, daß ein Tarif besser auf eine bestimmte verkürzung dennoch die unverrückbare Grundlage, den Ausgangs- Verkaufsräume an der Neuen Promenade. punkt weiterer und fortschreitender wirthschaftlicher Ver- hatte die damalige Fabrikation für ihn nur den Zweck, sich als Kunden, die doch meist Arbeiter sind, zum Preise von 5 Pf. pro Stück zu verkaufen. Wir machen deshalb die Arbeiter Berlins ganz besonders hierauf aufmerksam und ersuchen sie, sich das obenerwähnte Inserat( Nr. 119 1. Beilage) ausschneiden und aufheben zu wollen. An die Tabatarbeiter richten wir das dringende Ersuchen, uns Meldung zu machen, wenn sie in Erfahrung bringen, daß irgend eine Firma noch unter dem Tarif zahlt oder von dem bewilligten Lohn wieder Abzüge zu machen sucht. Gleichzeitig theilen wir noch mit, daß die Versammlung beschlossen hat, die Steuer von 1 2. für Zigarrenarbeiter und Sortirer, 50 Pf. für Wickelmacher noch ferner zu erheben, bis die Ausständigen unter gebracht sind. Die Lohntommission. J. A.: Butry.( Bureau: Wein- Straße 11.) Die Teplitzer Schaufel- und Werkzeug- Fabrik in Eich. selbständig nach einer vom Tarifausschuß aufzustellenden Beitdauer abgeschloffen wird. Ueber diese Zeit hinaus sollte sich berg zu schicken, die dort Ersatzkräfte für die Ausständigen anGeschäftsordnung. Die Arbeitsnachweise müssen in allen aber der Arbeiter nicht binden, und das geschieht bei den Buch- werben sollen. Die Arbeiterpreffe jener Distritte größeren Druckorten errichtet werden und sollen nur" tariftreue druckern durch die Annahme des Tarifamts, mag es sonst so wird deshalb durch den Eichwalder Metallarbeiter- Fachverein Gehilfen in„ tariftreuen" Buchdruckereien unterbringen. Die nüßlich wirken als es will. Jedenfalls aber war es ein Unfinn, dringend ersucht, ihre Leser genügend von dem Streit zu unterEintheilung der Tarifkreise richtet sich nach der Kreiseintheilung 1891 die Tarifgemeinschaft aufzugeben, wenn man sie heute in richten. Namentlich sucht die in Nede stehende Fabrik Gabelder deutschen Buchdrucker- Genossenschaft. viel verschärfterer Form wieder einführt. und Sägen- Arbeiter. Ans London wird uns geschrieben: Der Bauarbeiters streit ist aller Berechnung nach gewonnen. So ziemlich Am 17. Juni tritt der Tarifausschuß wieder in Berlin zufammen, um das Tarifamt zu konstituiren. Dem Redakteur des Gehilfenblattes Correspondent", Gasch " Gewerkschaftliches. wurden von den Prinzipalsvertretern wegen seiner Haltung Der Berliner Anwaltverein hat, wie wir hören; in die Hälfte der Unternehmer hat die Forderungen der Arbeiter zu den Leipziger Tarifabmachungen Vorwürfe gemacht, und aus seiner Sizung vom 21. d. M. die Denkschrift der Agitations- bewilligt und die übrigen werden wohl oder übel dem Beispiel den Kreisen der Gehilfenvertreter wurde darauf den Prinzipalen kommission der Bureau- Angestellten einer eingehenden zu folgen haben. Im Kohlen gewerbe steht ein Klaffen. versprochen, die Buchdruckergehilfen- Organisation würde dafür Besprechung unterzogen. Das Borhandensein von Mißständen kampf auf noch größerem Fuß als die beiden letzten Kohlen sorgen, daß der" Correspondent" künftig nicht aus der Reihe ist fast von allen Rednern anerkannt worden und man wählte gräber- Streiks bevor. Die Minenarbeiter von Durham haben sich tanze. In einem Artikel erwidert nun die Redaktion des eine Kommission von fünf Mitgliedern, die nach einer Ber- gegen das Schiedsgericht erklärt und die Entscheidung der obCorrespondent", daß, nachdem die Herren Gehilfenvertreter ständigung mit den Vereinen der Angestellten ein Regulativ aus schwebenden Streitfragen bis zum Herbst vertagt, wo der Vertrotz alles Widerspruchs eine Tarifgemeinschaft in strengsten arbeiten soll. trag der Grubenbesizer mit der Miners' Federation ab Formen, durch die dem Verbande thatsächlich die Initiative in läuft. Beide Organisationen werden dann unzweifelhaft Feststellung und Wahrung der Arbeitsbedingungen entzogen wird, An die Arbeiter Berlins und Umgegend! gemeinsame Sache machen, was früher nur in fehr beschränktem abgemacht haben", bie Haltung des„ Correspondent" wiederum 3um Berliner Zabatarbeiter Streit. Aus- Maße der Fall war. Und geben die Grubenbesiger nicht nach, danach einzurichten wäre, wie die Kollegenschaft die Berliner ständig sind heute noch 66 Arbeiter und 20 Arbeiterinnen, welche so wird dies der größte Streit sein, den England jemals Abmachungen befände. von unserer Seite so lange zu unterstützen sind, bis auch ihnen gehabt hat. Die acht Gehilfenvertreter, die die Berliner Ab- der tarifmäßige Lohn zu theil geworden ist oder bis sie ander- Aus Florenz wird telegraphirt, daß den streitenden machungen mit zu ftande brachten, erlassen eine Erklärung an die weitig untergebracht sind. Strohhutflechterinnen von den Arbeitgebern" Bu Buchdruckergehilfen Deutschlands, worin sie sagen:„ Bon der Da der Beistand der gesammten Arbeiter Berlins und Umgeständnisse gemacht worden seien; die Arbeiterinnen hätten das Ueberzeugung durchdrungen, die Berbesserung der Lohn- und gegend nöthig ist, um dem Rest der Tabatarbeiter den tarifmäßigen günstig aufgenommen und so sei auf baldige Beendigung des. Arbeitsbedingungen der Kollegen fortgesetzt und mit Nachdruck Lohn ebenfalls zu erringen, beziehentlich den errungenen Lohn Streits zu hoffeit. verfolgt zu haben, blicken die unterzeichneten Beauftragten der auch zu behaupten, so appelliren wir an die Genossen, an Gehilfenschaft auf jene Thätigkeit zurück, welche sie in den ver- die gesammte Arbeiterschaft, sowie an die flossenen Tarifverhandlungen zu Leipzig und Berlin auszuüben& a st wirthe, Händler und Konsumvereine verpflichtet waren. Wenn von einem Theile der Kollegen der Berlins und Umgegend, sich die im gestrigen ungemein schwierigen Aufgabe, welche befriedigend zu lösen uns Inseratentheil veröffentlichten Firmen genau In unserer Expedition ist ein Mitgliedsbuch nebst Streitaufgegeben war, nicht das wünschenswerthe, auf eingehender au merten und dahin zu wirken, daß auch diese Kontrollfarte des Fachvereins der Musikinstrumenten- Arbeiter Kenntniß der gegebenen Verhältnisse beruhende Verständniß ent- Firmen sich den übrigen bald anschließen als gefunden abgegeben worden. Sonntagsplandevei. Briefkasten der Expedition. der oberste Wächter und Großrichter über altrussische Gesinnung, frachtbeladene Kähne an den Ufern entlang schleppen der haßerfüllte Vorfämpfer wider den westeuropäischen Geist, ein müssen, zu ihrem harten, ewig gleichen, einförmigen Tagewerk ungekrönter König in seinem weiten Reiche. singen. Ich kenne einzelne dieser Melodien. Sie erinnern in Am Dienstag in der Pfingstwoche erfüllt sich das Mysterium Unzählige Flüche von Landesflüchtigen, ins Elend Gejagten, ihrer Monotonie an langgedehntes, schluchzendes Klagen. Kaum im heiligen Mostau. Ein Weltherr drückt sich die Krone aufs unzählige Verwünschungen von Märtyrern, die über den sibirischen wird ein übermüthig Liedchen angestimmt, ohne daß eine wehmuthHaupt; und während dieses feierlichen Attes sollen die Unter Grenzen aus der frohen Welt der Lebenden getilgt wurden, knüpfen erfüllte Cadenz die Ausgelassenheit dämpfte und unterbräche. thanen seiner Welt in frommen Schauern erbeben. Darum der sich an den Namen Pobedonoszew. Wie muß dieser Mann, der in Wie manche Dichter und Künstler sind der russischen Nation unerhörte Pomp, darum der dröhnende Glockenschlag von den seinem Machtbewußtsein, in seinem Kampfeseifer an gewisse päpsts entstanden, feurige Patrioten, schwärmerische Phantasten, Thüren des glänzenden Kremls, darum die hirnverwirrenden Prachtliche Erscheinungen aus dem Mittelalter mahnt, ingrimmig vor sich zürnende, feierliche Propheten und beißende, geistelude Satiriker. aufzüge und Wallfahrten der orthodoxen Kirche, darum die hinlächeln, wenn er die trunken- ekstatische Menge zu Moskau vor Jn Dur und Moll haben sie ihr Volt, den„ greinenden fürstlichen Abordnungen von Westeuropa bis zum fernsten dem neuen Zaren, wie vor einem thronenden Gögen, fnien sieht! Lümmel", beschworen. Sie wurden zu Anklägern und haben China. Der Pfingstzauber, den die grünende Natur er Sein Sinn wird durch das Pfingst- Mysterium auf dem Kreml das große, große Kind ermahnt, doch die Augen zu öffnen zeugt, versagt zwar diesmal im heiligen Moskau, dem Herzen nicht verwirrt; er weiß, was der Alwille des Baren in Wirk- und zu erwachen aus jahrhundertelangem, dumpfem Schlaf. Rußlands. Rauh fegt der Wind durch die Gassen, winterlich lichkeit bedeute; jenes Baren, den selbst am Weihefefte feiner Sie haben ihre Nation mit den zärtlichsten Rosenamen übernoch und eisig; ein Meer von schmutzigem Morast bedeckt den Krönung ein Heer von Polizisten und eine lebendige dichte häuft und sie haben sie mit Ruthenstreichen gezüchtigt. Ihre Boden. Allein das Märchenschaustück versetzt troßdem die Ge- Mauer von Soldaten vor jedem Luftzug sorglich hütet, der ihn Sprache floß über vor Bitterkeit und wiederum suchten müther in gährende Exaltation. Mit Märchen fpeist man von der Außenwelt her berühren könnte. Er weiß, daß manche sie die Gemüther ihrer Heimathsgenossen durch Enthusiasmus nicht blos Kinder ab, und die Priester, die seit Jahrhunderten Baalsfigur, die die Menschheit schreckte, inwendig hohl war. zu entflammen. Doch auch ihr Enthusiasmus, wenn er am das Krönungs Mysterium im vielhundertthürmigen Moskau Er weiß, daß die Tausende und Abertausende, die heute in stolzesten segelt, läßt zum Schluß die Flügel finken. ins Wert feßen, verstehen verstehen sich vortrefflich auf das russischen Reihen mit angstvoller Spannung auf das Antlitz des wenn Dichter Hymnen singen, enden sie mit einem feierlichen, Inszeniren großer menschlicher Komödien. Der überhigte Sinn, gefalbten Baren blicken, ob es für sie Sonne bedeute oder be- aufwärts weisenden Afford. Rußlands Hymnendichter brechen tas überhitzte Gemüth öffnen sich weit für mystische Schauer; wölkten Unmuth, nach großem Maßstab gemeffen, ein tindisches in Melancholien ab, ihr Sang endigt in einem bewegten Aufund wenn Väterchen Nikolaus im Krönungsdom die höchste Thorenwert verrichten, daß die Gottähnlichkeit des einsamen schrei, in sehnsüchtiger Frage. Das ist mitunter von unheim Weihe an sich selber vollzieht, so wird er für die kindlichen Despoten so häufig ein bloßes Blendwerk sei. licher Wirkung und erschüttert bis ins Innerste der Seele. Geister der Unterthänigen wirklich wie ein Abgesandter des Es ist möglich, daß westeuropäische Blicke die überragende Als Nikolas Gogol seinen Roman Die todten Seelen" Himmels auf Erden, wie ein Gewaltiger, furchtbar in seinem Gestalt Pobedonoszew's, des Herren vom frommen Synod, in schrieb, ein Kulturdokument ersten Ranges aus der Zeit der Grimm, allerbarmend in seiner Liebe erscheinen. vergrößerten Maaßen noch erschauen. Bielleicht hat er in Leibeignen Frohnde, da übermannte es den Dichter ähnlich. Wie weit die Seele des Baren selber von der mystischen vorausberechneter Schlauheit selber sein Walten in mysteriöse Vor seiner schwärmenden Phantasie wuchs sein Rußland. Er Feierlichkeit, die ihn umgiebt, deren Mittelpunkt er ist, mit Beleuchtung gerückt. Ohne Komödianterei im großen Stil übersah die unerschöpften Reichthümer und die Urkraft des ergriffen wird, wie weit sie sein cäsarisches Wähnen bestimmt, hätte er nicht den suggestiven Bann auf sein Bolt geübt. Aber Bodens auf den endlos weiten Ebenen. Mit dem Herzen, das wer möchte das ergründen? Es wäre wohl interessant, in dieser was wissen die meisten unter uns deutlich von dem Riefenleib, überquoll vor Liebe, rühmte er in trunkener. Begeisterung Seele wie in einem offenen Buch zu lesen. Wer von Weihrauchgewölf der sich heute von der polnischen Weichsel bis gegen die Weltmeere die weiche, die innige, in milder Güte große Natur der umwallt, von orientalischer Pracht umgeben ist, wie Väterchen Asiens erstreckt? Was bringt über den straff gezogenen geistigen russischen Voltsseele. Und da plötzlich war sein Ges Nikolaus heute, wenn die Machthaber aus allen Theilen der Grenzwall zu uns herüber? Erstarrt ist drüben der Geist der Deffent- dankenflug auf die Gegenwart abgelenkt und düstere Bezivilisirten und halbzivilisirten Welt huldigend nahen, der müßte lichkeit. Wo man nach Fortentwicklung sich sehnt, da muß man in fümmerniß warf die Frage auf: Wann, wann endlich wird schon ein Genie sein im Geist und Charakter, um für seine aller Heimlichkeit sich rüsten; und was durch das Mittel der Literatur dies Edelmetall, das ungenügt in Rußlands Volkskraft begraben Person nicht den geringsten Antheil an mystischer Verzückung zu und Kunst, die trotz alledem und alledem kein plumper und liegt, zum Heil der Menschheit ans Licht gefördert? haben, um scharfen Auges allen Eitelkeiten auf den Grund zu unwissender Zenfor erwürgen konnte, an unser Ohr dringt, Wenn Gogol heute auferstände, er würde schmerzbewegt mit schauen. das läßt uns dennoch viel zu rathen übrig. In Wehmuth ge dem Kopf schütteln. Noch wird Rußlands Volksfeele in weiten Fein im Hintergrund bleibt der greise Pobedonoszew, der taucht ist die russische Volksseele; auf ihrem Grunde wohnt die Kreisen in trägen Schlummer gewiegt. Noch ist das Befreiungs. Allgewaltige des geweihten russischen Synods. Er ist kein Mann Empfindung des lastenden Drucks. Zu Nischni- Nowgorod, der werk nicht durchgeführt. Noch drückt der Absolutismus in grauder Feierlichkeit. Er gehört zu den Priestern, die die vielbewegten Handelsstätte im Osten, wird in diesem Sommer samer Macht auf Geister und Gewissen. Noch übt das selbstherrliche Mysterien für die staunende Menge vorbereiten. Er selber aber, eine große, große Ausstellung erbaut. Sie hat weit mehr ge- prunkvolle Zarenthum, beschirmt von der kirchlichen Orthodoxie seinen ein Regisseur auf der Weltbühne, tritt ebensowenig in den tostet, als unsere Berliner Schau. Die Zauberstadt in Nowgorod mystischen Zauber auf breite Voltsmengen. Aber auch sie werden Vordergrund, wie seine Kollegen in den gewöhnlichen Komödien verschlang 15 Millionen Rubel. Ein Heer von Luftfahrern aus ihrem Kindheitszustand zur Mannheit erwachsen, wenn der häusern auch. Er hat Alexander, den Zweiten, fallen sehen und wird mehr als sonst zur Messezeit die Fahrzeuge auf der Wolga geistige Grenzwall gebrochen wird. Sie werden erweckt werden; er hat den britten Alexander, den Menschenfurcht zum einsamen bevölkern. Das soll ein wundersam beiter bewegtes Leben sein, und dann werden die Pobjedonoszew nicht mehr die Zauberer Manne machte, die tragische Sühne des Despotenthums, durch voll fetter, materieller Ueppigkeit. Ein ewiger Rausch für den, von Moskau sein, sondern zahnlose, keifende alte Komödianten, seine Machtmittel beeinflußt. Und immer noch ist der stille der solche Luftfahrt mitmachen darf. Und mitten in diese Vergnüglich deren Deklamationen in leerer Luft verhallen. Alpha. Pobedonoszew, der strenge Hüter des einigen Glaubens, teit tönen die Lieder hinüber, die arme Wolgaschiffer, wenn fie Ats Werthpapier aufzubewahren! Ich zahle keine Ladenmiethe! 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Pfingstfeiertag), vorm. 10%, Uhr, im Feen- Palast, Burgstr. 22: Große öffentliche General- Versammlung aller in Berlin und Umgegend beschäftigten Maurer. in Zukunft zu gestalten? 2. Distusfion. 3. Verschiedenes. 135 16 Zages Ordnung: 1. Wie gedenken wir den Kampf zur Erringung des Nennstundentages Hierzu find besonders die Kollegen, welche noch 10 Stunden arbeiten, eingeladen. Die Lohnkommission der Maurer Berlins u. Umgegend. J. A.: H. Silberschmidt, Culmstr. 24. Unterricht f. Maur. u. Zimmerer billig. Spezial- Ausbildung zum Polier prakt. Lehr. m. Staatsprüf. Trift. straße 5, r. part. Sonnt. 8-12, Mittwv. 8-10.. Zu kaufen gesucht zu guten Preisen: Altere sozialisti sche Bücher und Broschüren( von Weitling, Lassalle, Marx, Engels u. a.) sowie Zeitschriften( Neue Zeit, unter Mitwirkung der Gesangvereine Borax, Edelweiß, Nordstern Collegia und Treue, sowie der musikalischen Clowns Gebrüder Marcelli. Von früh 5 Uhr ab im großen Saale: Tanz. Herren, die daran theilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. Musikinstrumenten- Arbeiter. Dienstag, den 26. Mai, vormittags 9½ Uhr, bei Lips ( Brauerei Friedrichshain): Oeffentliche Versammlung Tages Ordnung: Der Stand unserer Bewegung. Es ist Pflicht aller Kollegen, zu Volksstaat, Vorbote, erscheinen. Kontrolle der Streitenden am 27. Mai von 81/2 Uhr an. Die Lohukommission. Sozialdemokrat, Zukunft u. a.) Auch einzelne Hefte u. Nummern. S. Calvary& Co, Berlin NW., Luisenstr. 31. 216/10 Berlin Westen u. Schöneberg. Billets find an den bekannten Stellen zu haben. Der Vertrauensmann. Um zahlreichen Besuch ersucht Dienstag, den 26. Mai 1896( 3. Pfingsfeiertag), in Louis Keller's Festfälen( großer Sanl), Koppenstraße 29: Zur Feier des 2. Stiftungs- Festes der Freien Vereinigung der Händler und Händlerinnen Berlins und Umgegend Konzert u. Theater- Vorstellung " idols. unter Mitwirkung des Gesangv. Kaiser'scher Männerchor( M. d. A.-S.-B.) Festrede. Anfang 6 Uhr. Auftreten der Geschwister Rebeetisch. Zur Aufführung gelangt: 12 Jahre der Verbannung von M. Scavola( in zwölf lebenden Bildern). Eröffnung 5 Uhr. Billets à 30 Pf. find vorher bei N. Sa ß, Linienstraße 230, und in den mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. 265 17 Kreuzbergstr. 48. Kreuzbergstr. 48. Goßmann's Kasino. Montag, den 2. Pfingstfeiertag, früh 5 Uhr: Gr. Frühkonzert nebst Ball, veranstaltet vom Gesangverein ,, Rothe Uelke I"( M. d. A.-S., B.). Entree 20 Pf. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. Billets sind an der Kasse zu haben. Deutsches Club- Haus. Badftr. 58. Großes Früh- Konzert 67/20 Badstr. 58, am Montag, den 2. Pfingstfeiertag, veranstaltet vom Gesangverein ,, Maiglöckchen"( Mitglied des A. S.-B.). Während des Konzertes im Saale Tanz. Die Kaffeeküche steht den geehrten Damen von 4 Uhr an zur Verfügung. Anfang des Konzertes 5 Uhr. 1576b Empfehle mich den Genossen zur pünktlichsten Lieferung des Vorwärts, Wahren Jakobs, Volksblatts, 286/9 Achtung, Holzarbeiter! Mittwoch, den 27. Mai, abends 8 Nhr, Postillons, der Neuen Zeit, sowie in Keller's Festsälen, Koppenstraße Nr. 29: der gesammten Partei- Literatur. Nebenbei bemerte, daß ich den Botenfrauen für nur einmalige Morgentour schon seit Jahren denselben Preis bezahle wie die Partei- Speditionen. 51220* Ferdinand Kleinert, Berlin W., Lüßowstraße 118. Bur Leuchtkngel! Große öffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Die Lohnkämpfe in unserem Gewerbe. Referent: Th. Glocke. 2. Diskussion. Kollegen! Die Bedeutung der Tages- Ordnung macht es jedem zur 284/13 Pflicht, in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Vertrauensmann. Weissensee, König- Chauffee 46. Empfehle allen Freunden und Befannten mein neu renovirtes Weiß- und Bairisch- Bier- Lokal. 1576 b Julius Brennert. Empfehle m. Freunden, Kollegen u. Befannten mein Weiß- u. Bairisch- BierLokal, Naturgarten nebst Vereinszimmer. Hasenhaide 52/53. Louis Adolph, 57/11 früher Boeckhstr. 46.1 1527b Friedenau. Casino, Rheinstraße 10. Schöner Garten, Saal, Regelbahn, Veranda, 3 Billards. Angenehmer| Aufenthalt für Familien und Vereine. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 24. Mai 1896, Alexanderstraße 27c im ,, Englischen Garten": Versammlung. Vortrag: Thomas Münzer und die Wiedertäufer in Münster." Referent: Herr Dr. Pinn. Die kussion. Nachdem: Geselliges Beisammensein und Tang für Mitglieder und eingeführte Gäste. 2. Feiertag: Ausflug nach Schmargendorf, Restaurant Sanssouci. Treffpunkt 1 Uhr Potsdamer Bahnhof. Achtung! Parquetbodenleger Berlins. Kaffeeküche bis 6 Uhr abends. Bayr. Dienstag, den 26. Mai 1896, vormittags 10 Uhr, im Lokale des Bier 10 Pi, ff. Weiße 20 Pf. Bei Herrn Zubeil, Lindenstraße Nr. 106: empfohlen. Ausflügen ben Berliner Genoffen beft. 15296* Franz Raschke. Restauration, heit verläuflich. blühend, wegen Krant Prinzenftr. 99. 1526b Dost& Hilpert Oeffentl. Parquetbodenleger- Versammlung. Tages- Ordnung: 284/12 1. Der Stand unserer Lohnbewegung. 2. Wie stellen wir uns den Geschäften gegenüber, welche unseren Lohntarif noch nicht bewilligt haben? 3. Verschiedenes. Pflicht sämmtlicher Parquetbodenleger Berlins ist es, in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Vertrauensmann. Tapezirer! S., Kottbuser- Damm 10. Mittwoch, den 27. Mai, abends 8½ Uhr, bei Zubeil, Fabrik für Restaurations- Artikel. Programme à 25 Pf. sind in den mit Plakaten belegten Geschäften Billigste Bezugsquelle für und an der Kasse zu haben. Das Komitee. Marienbad Badftr. 35-36( Gesundbrunnen) Fadftr. 35-36 Montag( 2. Pfingstfeiertag): Großes Früh- Konzert arrangirt von den 15436 Gesangvereinen Oranienburger Vorstadt u. Weisse Rose I ( Reinickendorf)( Mitglieder des Arb.-S.-B.) Dirigent A. Miesch. Anfang 5 Uhr. Programm 25 Pf. Die Kaffeeküche ist geöffnet. Das Komitee. Brauerei Pichelsdorf( Gewerbe Die Eröffnung unseres großen Ausschaut- Lokales im Vergnügungspark Restaurateure. Sitte Preiskurante zu verlangen. Hanke's Lindenstraße 106: Versammlung. Tages- Ordnung: Vortrag, Diskussion und Vereinsangelegenheiten. Zu dieser Versammlung sind die Herren Gottschalk, Holten: müller und Bork, welche bei der Firma Bodenheim n. Meyer, Bellealliancestraße, die Tapezirerarbeiten verrichten, hiermit eingeladen. 177/19 Der Vorstand der Filiale Berlin des Allgemeinen Dentschen Tapezirer- Vereins. am Nordbahnhof, Bernauerstraße, morgens 7 Uhr 30 Min. NB.: Am 2. Pfingstfeiertag Ausflug nach Waldburg. Treffpunkt D. D. Achtung! Schuhmacher. Achtung! Dienstag, den 26. Mai( 3. Pfingsfeiertag), vormittags 912 Uhr, in Marten's Kasino, Friedrichstr. 236: Brot- Bädereien Gr. öffentliche Versammlung. liefern das größte Roggenbrot, welches Zages Ordnung: feit Jahren in verschiedenen Stadt- 1. Vortrag über:„ Der gewerkschaftliche Kampf als Mittel zur Hebung theilen Berlins durch Größe und be- der Lebenslage der Arbeiterklaffe. Referent Genosse Pörsch. 2. Der gegensonders schönen Geschmack anerkannt wärtige Stand unserer Lohnbewegung. worden ist. Außerdem auffallend große Stoffen Märkischer Hof, admiralftr. 18 c., 170/10 Am 1. Pfingstfeiertag vom und Napftuchen, welche nur mit reiner Verein: Konzert u. Tanz. Am 2. u. 3. Pfingstfeiertag: Großer Fest- Ball. Naturbutter gebacken werden, sowie Anf. 4 Uhr, Ende 2 Uhr. Große Horn- u. Streichmufit. Am 2. u. 3. PfingstBackwaare 5 St. 10 Pf. feiertag stehen die Restaurationsräume den geehrten Familien zur Verfügung. Die beiden Spiegelsäle sind noch mehrere Sonnabende an Vereine zu Sommernachtsbällen, Hochzeiten und allen Festlichkeiten, sowie Versammlungen zu vergeben. 1. Bäckerei Alte Schönhauferstr. 39/40. Köpnickerstr. 23. Dresdenerfir. 104. Greifswalderstr. 12. 2. " Ausstellung). 3. 4. " 5. Gollnowstr. 8-9. 6. Grünerweg 63. 7. 8. " 9. " 10. " Der Berliner Gewerbe- Ausstellung( nahe der Kolonial- Abtheilung) findet am #tatt. 1. Pfingstfeiertage, Morgens 7 Uhr, bei Frühkonzert unserer Matrosenkapelle, Entrée frei, Borzügl. Diners zu 4 Gängen von 1-4 Uhr à 80 f. Reichhaltige Mittags- und Abendkarte zu kleinen Preisen. Helles u. dunkles Bier à Glas 15 Pf. Café und Conditorei, Weine aus der Weinhandlung ,, Der Kaiserhof" zu Originalpreisen. Täglich Frei- Konzerte in der Zeit von 10 hr morgens bis abends 11 hr. Das Lokal faßt 6000 Personen. Homöopath. Arzt Dr. Hösch, Linienftr. 149. 8-10, 5-7 Sonntags 8-10 Uhr, für Brust, Unterleibs Frauen-, Nerven, Hautkrankheiten, Gicht, Rheumat 96 Gartenstr. 194. Rolbergerstr. 1. Holzmarktstr. 20, Jakobstr. 174. Fruchtweine Johannisbeerwein, weiß n. roth, Stachelbeerwein, Heidelbeerwein pro Glas DEUTSCHES FREICH 10 PFENNIG Rofthalle 1/10 Liter. 1896. der Berliner Groß Destillatenre Berliner Gewerbe- Ausstellung Eugen Neumann& Co. Elektrische Eisenbahn, Haltestelle 4. ( Marineschauspiele.) 50278* Jägerhaus Schönhauser Allee 103. Neu renov. schatt. Garten( 6000 Personen fassend), gr. Tanzsaal, 4 Kegelbahnen, Kaffeeküche v. 2 Uhr ab. Grösste Volksbelustigungen in ganz Berlin. Am 1., 2. und 3. Pfingsfeiertag: Großes Früh- sowie Nachmittags- Konzert. Sanssouci", Schmargendorf, Rublaerstr. 20121, ( Juh.: Alfred Malitz.) direkt am Wald gelegen, großer Tanzfaal, Kaffeeküche, große Spielpläge, Boltsbelustigungen aller Art. Vorzügliche Speisen und Getränke, solide Preise. Vereinen und Gesellschaften bestens empfohlen. Am 1. Feiertag: Gr. Garten- Konzert bei freiem Entree. Am 2. und 3. Feiertag: Grosses Konzert u. Ball. Ostbahn- Park Rüdersdorferstr. 71. Am Küstriner Park, Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Garten- Concert von der 24 Mann starken Hauskapelle unter Leitung des Musikdirektors Herrn P. Nimscheck. Kaffeeküche 3-5 hr.- Entree 15 Pf., wofür ein Glas Bier gratis. Volksbelustigungen jeder Art. 4 Kegelbahnen zur Verfügung. Gute Biere, ausgezeichnete Küche zu soliden Preisen. H. Jmbs. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. 3. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 120. in Sonntag, den 24. Mai 1896. 13. Jahrg. nicht mit einer anderen ansteckenden oder einer ekelerregenden| Denunziation seitens eines der Angeklagten kam die Sache heraus. Boziale Webericht. Krankheit behaftet sind. Das Heilverfahren ist das hygienisch- In der Verhandlung wurde festgestellt, daß die Betrügereien nur Neber die Gesundheitsverhältnisse der Angestellten im diätetische und wird nur soweit dies erforderlich, durch möglich waren, weil es an der nöthigen Kontrolle fehlte. Gin Berliner Gastwirthsgewerbe giebt der foeben herausgegebene medikamentöse Behandlung unterstüßt. Die für Unterkunft, ärzt- Vorarbeiter erklärte sogar vor Gericht, daß er drei Verliner Gastwirthsgewerbe giebt der foeben herausgegebene liche Behandlung und Verpflegung einschließlich der außer- bejahrten Arbeitern mehr aufnotirt habe, als Verwaltungsbericht für das Jahr 1895 der Ortskrankenkasse der Gastwirthe und verwandten Gewerbe einigen Aufschluß. Arbeits gewöhnlichen Stärkungsmittel, in der Heilstätte zu entrichtenden sie fertigftellten und zwar habe er das gethan, um ihnen einen einigermaßen anständigen Lohn zu sichern. Auch die Sachunfähig frank waren im Berichtsjahre 1902 männliche und 2853 Gesammtkosten betragen für den Kranten täglich 3 M. weibliche, zusammen 4755 Mitglieder, welche insgesammt 181 220 verständigen mußten tonstatiren, daß die Akkordsäge zu niedrig Tage frank waren, und zwar die männlichen 51 319 und die weib- 26 Bentral- und Lokaltassen angehören, hatte, wie in der am schon vorher diese Ansicht getheilt zu haben, denn sie hat nach Der Verband freier Krankenkassen, dem zur Zeit sind, und die Generaldirektion der Staats- Eisenbahnen scheint lichen 79 901 Tage, also pro Kopf der männlich Erkrankten 27, der 27. April in Hamburg abgehaltenen dritten Generalversamm Bekanntwerden des Betruges troßdem alle Arbeiter wieder einweiblichen 28 Krankheitstage. Die Krankheitsdauer bei den An- lung festgestellt wurde, im vorigen Jahre eine Einnahme von gestellt und die Löhne verbessert. Zwei der Angeklagten ergeftellten im Gastwirthsgewerbe ist also eine weit längere, als 2346,60 M., einschließlich eines früheren Bestandes von 51,44 M. hielten je 2 Monate Gefängniß, drei je 3 Wochen Gefängniß, der Durchschnitt, der für das Deutsche Reich per Krankheitsfall Die Ausgaben beliefen sich auf 2315,52 M., so daß 31,08 m. einer 10 Tage Gefängniß, 5 Angeklagte wurden zu Geldstrafen 17 Tage beträgt. Die Kaffe hatte im Berichtsjahr 95 Sterbe Bestand blieben. Beschlossen wurde u. a., zur Deckung der im verurtheilt und drei freigesprochen. fälle zu verzeichnen, wovon 52 auf männliche und 48 auf weib laufenden Jahre entstehenden Verwaltungsfoften einen Pfennig liche Mitglieder entfallen. Bei 27 männlichen und 15 weiblichen pro Kopf und Jahr der Versicherten zu erheben. Zu einer sehr niedrigen Strafe wurde der Direktor Mitgliedern, also 45 pCt. aller Verstorbenen, war Schwind- wahl hatte folgendes Ergebniß: Die Vorstands der bekannten Schiffs- und Maschinenbau Werkstätte Vulkan fucht die Todesursache. Es bedeutet dies wieder eine Steigerung G. Blume, Vorsitzender, Hamburg, Bismarckstraße 10; bei Stettin, Herr Stahl, verurtheilt. Wie der„ Volkszum Vorjahre, in dem 42,6 pCt. der Schwindsucht erlegen sind. W. The mar,' Stellvertreter, Altona, Friedrichsbaberstr. 28: bote" mittheilt, ist in diesem Betriebe die Vorschrift der GeDieser enorm hohe Prozentsaz fällt umso mehr auf, als nach der J. H. Bulle, Kassirer, Hamburg, Grabenstr. 28; F. 3affte, Bei- werbe- Ordnung noch nie ma 13 erfüllt worden, wonach den preußischen Statistik vom Jahre 1888 nur 121/2 pCt., in Berlin 15 pCt. fizer, Hamburg, Z.-W.-N., Wilhelmftr. 6, 1 Tr.; D. Niemeier, jugendlichen Arbeitern sowohl vor: wie nachmittags eine halbe aller Verstorbenen der Lungenschwindsucht zum Opfer fielen. Erklär- Beisiger, Hamburg, Hamburgerstr. 129; Ersatzmänner: P. Otto, lichen Unterlassung wurde der Direktor aut ganzen 20 m. ver Stunde Effenspause gewährt werden muß. Wegen dieser fträflich ist diese Erscheinung nur dadurch, daß die Arbeitsverhältnisse Hamburg, Mozartstr. 5, und J. Maßmann, Hamburg, Oster- urtheilt. Daß für den Direktor eines so großen Betriebes wie der Angestellten im Gastwirthsgewerbe ganz abnorme find. Die firaße 94g. außerordentlich lange Arbeitszeit 16 und 18 Stunden schlecht ventilirten und rauchgeschwängerten Räumen, die folge- gehörenden„ Sanitätsverein von Hamburg" von den dortigen kann, versteht sich von selbst. Erwähnenswerth ist eine Klage, die gegen den zum Verband den Bultan eine so geringe Strafe nichts fürchterliches haben deffen zu furz bemessene Schlafzeit von Ruhe und Erholung Apothekern geführt wurde. Es handelte sich dabei um Nachtann dabei keine Rede sein Aus Mainz. Obwohl die Dienstboten von der Zu bedingen, daß ein solch aus zahlung von einigen Pfennigen, welche bei der Revision der ständigkeit der Gewerbegerichte auf grund des be gemergelter Rörper besonders empfindlich ist. Hierzu kommt Rezepte durch den vom Verband dazu angestellten Dr. Dronte treffenden Gesetzes ausgeschlossen sind, ist das hiesige Gewerbe noch die Thatsache, daß das Effen, abgesehen davon, daß es abgestrichen und somit bei späterer Rechnung weniger bezahlt gericht im letzten Geschäftsjahre häufig zur Schlichtung von meist recht geringer Qualität, in der Regel in aller Haft, da waren. Das Amtsgericht verurtheilte den Sanitätsverein mit der Streitigkeiten zwischen Dienstboten und Dienstherrschaften fanPausen wie in anderen Berufen hierzu nicht gestattet werden, Begründung, daß durch Annahme und volle Begleichung gegangen worden und hat auch in den meisten Fällen eine Vers verschlungen werden muß, so daß Magenleiden zu den häufigsten der Rechnung dieselbe seinerzeit anerkannt Krankheiten der Kellner gezählt werden müssen. Diese und noch andere fomit und ständigung vorwiegend zu gunsten der ersteren herbeigeführt. ein späterer Abstrich zu Mißstände, die in sanitärer Beziehung im Gastwirthsgewerbe Das Landgericht hob dies Urtheil auf und stellte sich auf den gerichts, Herr Rechnungsrath A mend, in dem nunmehr er Unrecht erfolgt sei. Ueber diese Angelegenheit äußert sich der Vorsitzende des Gewerbevorhanden sind, fördern das Eintreten der Lungenschwindsucht rechtlichen Standpunkt, daß zu unrecht erhobene, gegen die schienenen Jahresbericht folgendermaßen: unstreitig und machen die ungemein hohe Ziffer der Sterbefälle Medizinaltage ausgestellte Forderungen, durch vorläufige Bebegreiflich. Angesichts solcher Erfahrungen, die vielfach auch anders Die dem Bericht beigefügte Belehrung über die zahlung als nicht zu recht erhoben gelten. Die Apotheker wärts gemacht worden sind, wird der gegenwärtig im Gange ersten Anzeichen beginnender Lungenschwindsucht und Mahnung wurden kostenpflichtig abgewiesen. Es ist nun erzielt, daß befindlichen, weite Kreise umfassenden Bewegung, die auf eine zu deren Beachtung" wird für die Gastwirthsgehilfen nur einen gerechte Abstriche nicht weiter beanstandet werden, außerdem Erweiterung der Zuständigkeit der Gewerbeproblematischen Werth haben, wenigstens solange, bis die Arbeits- können eine Menge Abstriche von den Apothekern nicht mehr gerichte abzielt, eine Berechtigung nicht abgesprochen werden verhältnisse in den gastwirthschaftlichen Betrieben gefeßlich ge nachgefordert werden. Dieser Erfolg ist von unschätzbarem Werth Dürfen. Wenigstens ist nicht erfindlich, welche unüberwindlichen regelt und dadurch den Angestellten die nöthige Zeit zur richtigen für den Verband. Pflege und Erholung des Körpers gegeben wird. In dem Be Schwierigkeiten einer Regelung der Verhältnisse der Dienst= richt wird das Verhalten des Berliner Magistrats mit folgendem fosten, indem der Verpflegungssatz von 2,50 M. pro Tag für Personen und In Lübeck erwachsen den Kassen ganz enorme Krantenhaus boten, der in der Landwirthschaft beschäftigten ind her taufmännischen Gewerb3. erwähnt: Auswärtige an sich schon ein hoher zu nennen, dann aber auch gehilfen in der gleich einheitlichen Weise entgegenstehen sollten, " Nachdem außer anderen Städten auch die Hanseatische daselbst die Bestimmung besteht, daß für jeden eingelieferten Sie für die gewerblichen Arbeiter nach der Ansicht aller Versicherungsanftalt bereits im März 1894 275 000 m. zur Kranken 1 volle Woche bezahlt werden muß( 17,50.), auch unbefangen Urtheilenden mit gutem Erfolge durchgeführt iſt, ſei Errichtung einer Heilanstalt für Brustkranke an einem Punkte dann, wenn der betreffende nur 1 Tag Aufenthalt im Kranken- es durch Ausstattung der Gewerbegerichte mit weitergehenden des Harzgebirges bewilligt, und die Leipziger Stadtverordneten hause bedürfe! Gegen diese in Deutschland einzig dastehende Befugnissen oder, wie solches für die kaufmännischen Angestellten in ihrer Juli- Sizung vom Jahre 1895 200 000 m. zu eben- Berordnung ist man beim Senat der freien Stadt Lübeck vor- vielfach verlangt wird, durch Bildung den Gewerbegerichten solcher Anstalt, welche im Erzgebirge zu errichten fei, an- stellig geworden, leider ohne Erfolg. Auch erschwert man den ähnlicher Schiedsgerichte. Jedenfalls wird die Frage, welche gewiesen haben, geht Berlin als Reichshauptstadt und Haupt Kaffen die Führung der Geschäfte ganz außerordentlich dadurch, die rechtliche und damit zugleich die wirthschaftliche Befferstellung heerd der Schwindsucht langsam hinterdrein, indem daß man ihnen jedwelchen Kredit verweigert, hingegen für jeden breiter Volksschichten bezweckt, nicht von der Tagesordnung ab da es ja teine Eile hat der Berliner Magistrat den Stadt eingelieferten Kranten eine Vorausbezahlung der Kosten für vier gesetzt werden können, bevor nicht eine befriedigende Lösung ge verordneten zunächst empfahl, die zum Zwecke der Begründung Wochen zur Bedingung der Aufnahme macht. Eine wunderliche funden ist." einer felbständigen" Brustkranken- Heilanstalt vom Geh. Maßregel angesichts der Thatsache, daß die Rassen durch Rüd Kommerzier rath v. Bleichröder testamentarisch vermachte eine lage der gefeßlichen 10 pet. Riesensummen ansammeln, fomit Million Mark in der Art zu verwenden, daß diese Anlage im eine Bahlungsunfähigkeit niemals eintreten tann. Es ist hierAnschluß an das an der See- und Triftstraße zu errichtende gegen in Lübecker Blättern ein„ Eingesandt" erlassen, weiter vierte städtische Krankenhaus in Gestalt eines besonderen find Abzüge hiervon als Flugblätter verbreitet worden, aber Pavillons ausgeführt werde, da das Legat zur Errichtung einer ebenfalls bisher erfolglos. felbständigen Anstalt nicht ausreiche." Die in diesem Sinne der Stadtverordneten Versammlung unterbreitete Vorlage wurde bekanntlich, nachdem sie von faft allen Rednern bekämpft worden war, abgelehnt. Der Bericht weist sodann auf die durch den Verein vom Rothen Kreuz eingerichtete Heilstätte für Brustkranke hin, die am 1. Mai am Grabowfee bei Oranienburg eröffnet worden ist. Die Aufnahmebedingungen, die ebenfalls darin enthalten sind, besagen im wesentlichen folgendes: Aufnahme finden männ Iiche Lungenkranke, deren Leiden Aussicht auf Wiederherstellung oder erhebliche Besserung der Eriverbsfähigkeit bietet und welche I.' $ = = hatte ein heiteres Nachspiel, nämlich die Auflösung des„ nichtDer Ausfall der Gewerbegerichts- Wahl in Mannheim fozialdemokratischen Arbeitervereins der Delfabrik auf Lindenhof". Trotz offizieller Aufforderung zur Wahlenthaltung hat eine ganz erkleckliche Anzahl nichtsozialdemokratischer Arbeitervereinler der Delfabrik doch gewählt und zwar sozialdemokratisch, in der königlichen Wagenwerkstätte in Cannstatt( Württemb.) leitung wurde nun die Auflösung des zur Bekämpfung der Der Staat als Arbeitgeber. Recht nette Zustände, die was daraus nachgewiesen werden konnte, daß in ganz Mannheim nur zwei weiße Zettel abgegeben worden sind. Von der Fabriks herrschten, wurden durch eine Gerichtsverhandlung ans Licht ge= zogen. 14 Eisendreher waren wegen Betrugs angeklagt, verübt Sozialdemokratie gegründeten Vereins dekretirt. dadurch, daß sie, um einen höheren Lohn zu erreichen, abgedrehte Die Arbeiterbeifiter des Gewerbegerichts in Nadgeftelle im Afford in größerer Anzahl verrechneten als sie Tuttlingen in Württemberg haben sich bei dem königlichen fertiggestellt; sie haben diese Methode feit einigen Jahren Landgericht über den Vorsitzenden des Gewerbegerichts beschwert, prattizirt. Einige sollen infolge dieses Verfahrens 690-1370 m., weil derselbe seine Amtsführung nicht unparteiisch ausübe. andere 19 M., 100 m., 300 m. u. s. w. mehr Lohn erhalten Arbeitslosenversicherung im Kanton Baselstadt. Die haben, als ihnen laut Attordvertrag zukam. Durch die Kommission des Kantonsraths, welcher vor Jahresfrist der Internationale Kunfaustellung gleich Paris und gleich Rom. Das Preußenthum aber unter teit, treu und wahr zu charakterisiren) taugten nichts." und auf Fürstendittat eine künstlerische Pflanzschule werden, sehr gut, aber seine Zeichnung und fein Ausdruck( seine Fähig dem damaligen Kurfürsten Friedrich III. wies damals durchaus Besne war auch unter Friedrich II. noch beliebt; er kam der Unter dem Zeichen der Jubelfeier ist die diesjährige inter- feine geistig fünstlerischen Reime auf; Berlin stat in voller Zuneigung des zweiten Friedrichs für den zierlich- eleganten nationale Kunstausstellung in Moabit eröffnet worden. Zwei- Unbildung und Untuliur, wer genußgierig und verwildert. französischen Watteaugeschmack entgegen. Sonst währten die hundert Jahre sind vergangen, feit die Berliner Kunstakademie, So mußte man denn auf glänzende Namen von auswärts bedacht tläglichen Zustände der Berliner Akademie ruhig weiter. die dritte in Europa, die erste in Deutschland, gegründet wurde. sein, wollte man der neuen Akademie Schüler gewinnen. Damals Friedrich II. fümmerte sich nicht um sie und wenn in seiner In zwei große Gruppen zerfällt die massige Kunstschau. In lebte nun ein Maler von Weltruf, der am Hofe des Sonnen Beit ein paar bedeutende Künstlergestalten auftauchen, so sind sie eine historische, die eine Anzahl von Werken akademischer Mitfönigs, des vierzehnten Ludwigs, seinen fünstlerischen Abel nicht mit, sondern trotz ihm zur Werthschäzung gelangt, die glieder von 1696 bis 1896 umfaßt; und in eine inter- gewann, ein Künstler von Schweizer Abkunst, Josef Werner, ihnen eigentlich erst unsere Gegenwart in vollem Maß gewährte. nationale, an der sich sämmtliche Kulturvölker Europas, im mächtigen Augsburg. Er hatte eine Tochter aus der reichen Gegen den größten Berlinischen Künstler des 18. Jahrhunderts, den wenngleich verschiedenartig betheiligt haben. Bürgerfamilie Mayr in Augsburg geheirathet, er muß also in Kupferstecher und Maler Chodowiecki, der aus Danzig stammt Daneben ist als Anhängsel die Ausstellung im sogenannten seiner Stunft ein Grand- Seigneur gewesen sein. Dieser Josef verhielt sich der alte Fritz sogar spöttisch ablehnend. Ehrensaal, dem ersten vom Haupteingang zu betrachten. Künst Werner wurde nun als erster Akademiedirektor in glänzend Nicht warm genug empfehlen möchte ich die Stiche und Ierisch genommen ist der Ehrensaal am hohlsten ausstaffirt. monopolifirter Stellung nach Berlin berufen, und heute, Genrebildchen des merkwürdigen und fleißigen Danzigers. VielMittelmäßige Maler zumeist sind es, die sich hier in Fürsten- nach zweihundert Jahren, sind dem Schaffen des fach sind sie aus Privatbesitz für die Jubiläums- Ausstellung her dienst stellen, und gleichgiltige Fürstenporträts, so ein völlig damals weltbekannten, gefeierten Künstlers taum schwache geliehen. Sie find in ihrer realistischen, wahrheitseifrigen fchemenhaftes, glattes und kaltes Porträt des jetzigen Baren, Spuren übrig. Die zierlichen Bildchen, die einst an dem Prunt- Weise- mag ihnen mitunter auch ein Zug korrekter Nüchternheit oder breite, wenig fagende Marinen, wie die Hans Bohrdt's, aus hofe Ludwig's bewundert und mit Gold aufgewogen wurden, eignen kultur- und kunstgeschichtliche Denkmale zugleich. stellen. Was sich da als Historie giebt, wie Rudolf Eichstädt's find verschollen, und hätte das Museum von Bern, der Heimath Ein einzig Bildchen von Chodowiecki ist für altberlinische Victoria!"( Die Berliner begrüßen vor den Thoren der Josef Werner's, nicht einige Allegorien für die Berliner Art wesentlicher, als der ganze Schaurummel Alt- Berlin auf Hauptstadt die heimkehrende Siegesgöttin) ist Hurrahpatriotismus Jubiläums- Ausstellung geliehen, der erste Akademiedirektor wäre der Treptower Wiese. Dankenswerth zugleich ist die Sammlung und fünstlerischer Stelzengang. So dichtet die akademische hier unvertreten geblieben. Die Allegorien, die in der historischen von Bildnissen des Schweizers Anton Graff, eines Freundes Jugend vaterländische Jambendramen. Abtheilung zu sehen sind, die Gerechtigkeit, die Erfahrung, die von Chodowiecki. Er war ein schlichter deutscher Meister, fein Entgegengesetzt vom Ehrensaal am anderen Ende des Aus- Republit, bilden jetzt feinen Maßstab mehr dafür, woher die un- Genie, doch ein wackerer, wahrheitbeslissener Künstler, der in ftellungsgebäudes ist die historische Abtheilung, die eigentlich geheure Werthschägung Werner's als Künstler stammte. Dresden viele namhafte Personen seinerzeit porträtirte. Mit akademische Jubelausstellung in einem Haupt- und Auch die Brandenburgische Apotheose des Holländers eindringlicher Kraft vertiefte er sich auch in das Innenleben mehreren Nebensälen untergebracht. Sie hätte für den ver- Terwesten, der mit Werner nach Berlin berufen wurde, läßt seiner Modelle, wie das feinhumoristische Bildniß Chodowiecki's gleichenden Kunstforscher, wie für den Kunstliebhaber von ganz nach ihren malerischen Eigenschaften die damalige Bedeutung und die Porträts von Gotthold Ephraim Lessing darthun. Nächst besonderem Werthe fein fönnen, wenn sie planmäßig angeordnet des Künstlers nicht erkennen; unter ihnen in der fürstlich- höfifchen ihnen beiden spricht der Antwerpener Bildhauer Tassaert, und wenn Fürstenliebhabereien weniger schmeichel dienerisch Werthschätzung eine andere gab es in dem damaligen Berlin von dem eine interessante Marmorbüfte Moses Mendelssohn's gehuldigt worden wäre. Der Hauptfehler war, daß nicht, stand Andreas Schlüter, der bedeutende Hamburger und in der Ausstellung aufgenommen ist, am ehesten zu unserem es jeden Mitglied der Akademie frei stand, nach seinem der Schöpfer des vollendetsten Berliner Denkmals auf der Kur- modernen Empfinden. zur Zeit ihrer Volkraft Anregung, noch schufen sie sich von willfürlichen Ermessen Kunstwerke einzusenden. Nun leben fürstenbrücke. Schlüter's Andenken steht fest in der Baugeschichte Mit Johann Gottfried Schabow, bem Bildhauer, heute zahlreiche Akademiker als lebendig todte Menschen, das Berlins. Die beiden Königsstatuen in der Ausstellung sind nicht einem geborenen Berliner und mit Schinkel, einem Sohn heißt im Sinne ihrer Kunst lebendig todt. Sie gaben weder der stärkste Ausdruck seines Könnens. märkischer Erde, tauchten die ersten namhaften Künstler auf, die Als der Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. auf den Thron nicht von auswärts für Berlin angeworben wurden. Schadow eine besondere bemerkenswerthe Kunſtſpezialität. Sie mochten kam, war es mit der ersten Blüthe der jungen Bierpflanze auf ist nur mit zwei Bronce- Medaillons und einem Marmorbildniß, selbst beliebte Modekünstler sein, sie waren doch nur Mitläufer Berlinischem Boden vorüber. Die Akademie, die ja von vorn Schinkel, der Klassizist, dessen Einfluß im Monumentalbau Berlins und in der Gegenwart sind ihre Namen wie verschollen, ihr herein feine breitere volksthümliche Grundlage hatte, verfiel so deutlich wahrzunehmen, ist mit einigen Theaterdekorationen Wirken vergessen. Sie blieben also für das Fortschreiten in der ganz jäb. Nur ein berühmter Maler und der einzige und ähnlichem vertreten. Bedeutsamer erscheint auf der AusKunst, wie für die geschichtliche Kunstbetrachtung ohne aus damaliger Zeit, der heute noch wie eine frische Eigenart stellung die Sammlung von Broncen, Marmorbüsten und Reliefs Belang. Hätte da eine fichtende Hand gewaltet, man wäre wirkt, erhielt sich in Berlin trotz der Kunstbarbarei unter Friedrich von Christian Rauch, dem Schöpfer des Friedrich- Denkmals der Ueberladung und der verwirrenden Fülle ausgewichen. Wilhelm I. Es war Antoine Pesne, ein Pariser. Viel Unter den Linden. Freilich hätte man manchem der alten Herren arg wehe leicht half hierbei Fraueneitelkeit mit. Denn Pesne, ein eleganter, Es war inzwischen die Akademie von Grund aus neus gethan. Dagegen wäre an charakteristischen und lehrhaften Bei- flotter Künstler, vom Rokokogeist beseelt, verstand es insbesondere, organisirt worden. Die fremden, französischen, holländischen und spielen klar geworden, wie die wechselnden Beitgewalten Frauenbildnisse zu verschönen. Ihn kann man in der Jubiläums- schweizer Meister, die ins Land kamen, wußten feinen Nachwechselnde künstlerische Empfindungen erzeugen, wie eine spätere ausstellung, wo einige seiner bekanntesten Bilder, wie das Portrait wuchs zu erziehen, hatten wohl auch kein tieferes Interesse Zukunft mannigfach erst das richtige Verhältniß zu einer künst Friedrich II.( als Kind mit der Trommel), das Portrait der darin, ihre fünstlerische Weise in einer Reihe von Schülern fort lerischen Größe findet, der ihre Mitwelt unrecht gethan. Zänzerin Barbarina, hängen, trefflich kennen lernen. Scharf, zupflanzen. Die historische Abtheilung giebt geradezu ein flaffisches aber zutreffend urtheilt über Besne sein Kunstgenosse Chodowiecki. Es ist schade, daß die neue Periode so wenig instruktiv, so Beispiel hierfür. Als die Berliner Kunstakademie gegründet Wohl nennt er Befne einen Mann voll Grazie und Genie, feine verworren in der historischen Abtheilung sich darstellt. Sie wurde, da sollte Berlin auf einmal nach Fürstengnaden Busammenfeßung, seine Arbeit, seine Beleuchtung waren würde bis in die neueste Beit reichen; und gerne hätte jeder auf Theater. regierungsräthliche Entwurf für die Arbeitslosenversicherung au gewiesen wurde, hat jeht ihren Bericht veröffentlicht, wonach sie in mehreren wichtigen Punkten den Wünschen der Arbeiter ent Fräulein Klara Leno, Mitglied des Berliner Theaters, gegengekommen ist. Die Kommission hat die Bedingung des ist von Herrn Direktor Löwe für das Breslauer Stadt- und einjährigen Wohnfizes im Kanton für die Zulassung zur Ver- Lobe- Theater vom 1. September d. J. für die nächsten 3 Jahre ficherung gestrichen, dagegen das nichtversicherungspflichtige Lohn- verpflichtet worden. minimum der Lehrlinge und Volontäre von 200 auf 300 Fr. befreit. feit tritt. wanderer. 90. Male) Stunde stillschweigend übergehen möchten, damit die Anwesenden erst ihr Bier austrinken und sich zum Entfernen bereit machen fönnten. Der Straffenat wies aber die Revision Vöros zurück. Wenn die Polizei eine milde Praris üben und das Präsidium seine Beamten dementsprechend instruire, dann entstehe hieraus für Gastwirthe und Ballsaalinhaber noch tein Rechtsanspruch Theater Wochenchronik. Opernhaus. Sonntag: barauf, Gäfte länger im Lokal verweilen zu lassen, als sie es erhöht. Arbeiter, welche bereits einer genügenden Arbeitslosen Fidelio. Montag: Die Afrikanerin. Anfang 7 Uhr. Dienstag: gemäß den einschlägigen Vorschriften dürften. taffe( Buchdrucker) angehören, find vom Versicherungszwang Hänsel und Gretel. Phantasien im Bremer Rathsteller. Mitt- Der Prozeß Hofrichter ist, wie gestern gemeldet wurde, Zur Wahl der fünf Arbeitervertreter in die woch: Ingo. Donnerstag: Der fliegende Holländer. Freitag: am Freitag vertagt worden. Wir lassen einen Bericht über den Berwaltungskommission find alle Versicherten, also auch die Aus- Robert der Teufel. Anf. 7 Uhr. Sonnabend: Paradevorstellung. Gang der furzen Verhandlung von diesem Tage, die immerhin länder, berechtigt. Statt der ursprünglichen zwei Berufsgruppen Anfang 8 Uhr. Sonntag: Oberon. Montag: Tannhäuser. Anfang einiges Interesse bot, hier folgen. bat die Kommission deren drei statuirt, nämlich 1. eine folche 7 Uhr.- Neues Opern Theater( Kroll.) Sonntag: der Arbeiter in den nicht zu dem Baugewerbe gehörenden Fabrik Garmen. Montag: Mignon. Dienstag: Der Trompeter von von Spiegel ließ die von der Staatsanwaltschaft und der Der Vorsitzende des Gerichtshofes, Landgerichtsdirektor Herr betrieben; 2. Der Bauarbeiter in den der regelmäßigen Arbeits- Sätlingen. Mittwoch: Margarethe.( Faust: Herr Emil Göße, Bertheidigung geladenen Beugen aufrufen- es waren insge losigkeit am wenigsten ausgesetzten Betrieben, und 3. aller übrigen fgl. Kammerfänger, als Gast.) Schauspielhaus. Sonn- fammt etwa 15 Beugen erschienen und theilte ihnen die vom GeBauarbeiter, die vorwiegend auf Arbeit im Freien angewiesen tag: Die Karolinger. Montag: Wilhelm Tell. Dienstag: Bur richt schon beschlossene Bertagung mit. Der Vorsitzende führte sind und deren Arbeitsbetrieb von den Witterungsverhältnissen Erinnerung an die vor 75 Jahren erfolgte Eröffnung dabei aus: Von der Vertheidigung wie von der Staatsanwalts abhängig ist. Die Versicherungsbeiträge wurden auf grund neuer des neuerbauten töniglichen Schauspielhauses: Iphigenie auf schaft find in letzter Stunde eine Anzahl Beugen geladen worden, Berechnungen reduzirt bei unveränderter Beibehaltung der Unter- Tauris. Mittwoch: Die Karolinger. Donnerstag: Judith. Die aber unverrichteter Sache wieder nach Hause zurückkehren fügungsanfäße. Es wird indeß wohl geraume Zeit bauern, bis Freitag: Das Leben ein Traum. Sonnabend: Die Karolinger. müssen. Der Angeklagte will den Beweis der Wahrheit für die in Basel die staatliche Lebensversicherungs- Anstalt in Wirksam Sonntag: Die Jungfrau von Orleans. Montag: Die Karolinger. in dem inkriminirten Artikel behaupteten Thatsachen erbringen. Im Deutschen Theater findet heute Sonntag Abend Das ist sein gutes Recht und wir müssen dieses Antreten Die Unentgeltlichkeit der Lehrmittel für 21 470 Schüler die lehte Aufführung von Jbsen's Nora in diesem Spieljahre des Wahrheitsbeweises gestatten. Ich möchte ihn aber hat den schweizerischen Ranton Neuenburg im Jahre 1895 ftatt mit Frau Sorma in der Titelrolle. Das ist zugleich das darauf aufmerksam machen, daß er wirklich einen Wahrrund 87 000 Fr. getoftet, wovon der Staat 70 000 und die Ge- letzte Anftreten der Künstlerin vor ihren Ferien. Heute Nach- heitsbeweis, nicht einen Wahrscheinlichkeitsbeweis er. meinden 17 000 Fr. verausgabten. mittag werden Die Stützen der Gesellschaft gegeben, Montag bringen muß. Der Grundsatz: in dubio pro reo And der Schweiz ausgewandert nach fiberfeeifchen tommt am Abend Lumpacivagabundus, Nachmittag Jugend zur muß bei Vergehen gegen§ 186( öffentliche Beleidigung) zu Ländern find im Jahre 1895 4268 Personen gegenüber 3849 im Aufführung. Dienstag gehen Die Weber zum 150. Male in Szene. gunsten dessen Anwendung finden, dessen Ehre verlegt worden Jahre 1894 und 6177 im Jahre 1893. Davon gingen 8697 nach Mittwoch Hamlet mit Herrn Kainz; Donnerstag und nächstfolgen ist. Es sind in der Sache schon mehrfach Urtheile gefällt worden den Vereinigten Staaten, 354 nach Argentinien, 29 nach Afrika. den Sonntag Abend Lumpacivagabundus, Freitag Abend sowie u. a. durch das Schwurgericht in Essen. Durch dieses Urtheil Der Landwirthschaft gehören 1887 an, alfo ein Drittel der Aus. nächsten Sonntag Nachmittag Die Stüßen der Gesellschaft, ist implicite eigentlich ausgesprochen, daß die hier behaupteten Sonnabend Die Mutter. Das Leffing- Theater bringt Thatsachen nicht wahr sind. Ich gebe aber zu, der Angeklagte Ein öfterreichischer Krankenkassen- Tag wird am 28. und auch in dieser Woche ausschließlich Aufführungen der Operette Sofrichter ist trotzdem in der Lage, von neuem den Wahrheitsbeweis Waldmeister. Am nächsten Dienstag findet bereits die 25. Vor- anzutreten. Es wird aber zuzugeben sein, daß das Essener Urtheil 29. Juni in Wien abgehalten, um wegen der von der Restellung statt. Im Berliner Theater geht heute Abend auf grund eines Materials von etwa 100 Beugen gefällt worden gierung für den Herbst dieses Jahres in Aussicht genommenen Wildenbruch's Tragödie König Heinrich in Szene. Das Drama ist und daß diesem großen Material gegenüber das hier bei Krantenversicherungs- Enquete wenigstens in den ( zum wird ferner aufgeführt Montag Hauptfragen, welche bei einer Reform der Krankenversicherung Sonnabend. Schiller's Wilhelm Tell wird Freitag zum ersten beweis wirklich geführt werben, so ist es nothwendig, außer und gebrachte Beweismaterial viel zu klein ist. Soll der Wahrheitsaufgeworfen werden müssen, unter den Interessenten eine Einigung herzustellen und so jene Berfahrenheit zu vermeiden, Male aufgeführt und Sonntag, 31. Mai, zum ersten Male wieder dem neuen Beweismaterial noch einmal hier das ganze bereits die sich bei der vorjährigen Unfallversicherungs Enquete zum Biel Lärm um nichts wird im Schiller Theater von lehnt es ab, heut zu verhandeln und ersucht den Angeklagten und holt. Die Freitagsvorstellung findet im Abonnement statt. in Effen beigebrachte Beweismaterial aufzurollen. Der Gerichtshof Montag an die ganze Woche hindurch gegeben. In all diesen seinen Vertheidiger, nun sobald als möglich das ganze große Beweis Borstellungen spielt Frau Klara Meyer. Außerdem spielt sie material herbeizuschaffen. Es kommt noch zu einer Aussprache heute, Sonntag, zum ersten Mal die Minna von Barnhelm. zwischen dem Vertreter der Anklagebehörde Staatsanwalt Heute Nachmittag findet eine Aufführung von Der Raub der Olbricht und dem Vertheidiger Rechtsanwalt Deubel. Sabinerinnen statt, Montag Nachmittag wird das Wolzogen- Beide" Parteien" verpflichten sich, einander von den beiderseitigen Schumann'sche Zustspiel Die Kinder der Excellenz gegeben. Im Zeugenladungen in Kenntniß zu setzen und auch die BeweisTheater Unter den Linden finden an beiden Festtagen themata anzugeben. Aufführungen vom Großherzog statt.- Der Hungerleider, Hierauf wurden die Zeugen entlassen, in die Verhandlung bas Ausstattungsstück des Friedrich Wilhelm wurde nicht eingetreten. städtischen Theaters, wird auch noch an beiden Festtagen zur Aufführung gelangen. Charley's Tante Die Engelmacherin Dyer aus Reading, die in London Soziale Rechtspflege. und Die Bajazzi bleiben auch während der Pfingstfeiertage über 50 angenommene Kinder erdroffelt und die Leichen in die auf dem Spielplan des Adolph Ernst Theaters. Themfe geworfen hatte, wurde, wie die Bossische Zeitung" Gegen Herrn Brüchner, den Restaurateur in Kairo", 3m Bellealliance Theater find für die Feiertage meldet, gestern nach zweitägiger Verhandlung der Ermordung haben nunmehr auch noch die letzten drei der 12 Münchnerinnen, folgende Aufführungen angefeßt: Nachmittag, am Sonntag: zweier Kinder überführt und zum Tode verurtheilt. Der Eindie bei ihm als Kellnerinnen thätig waren, auf Entschädigung Wilhelm Tell, am Montag: Die Räuber. Abends an beiden wand, daß sie geisteskrank sei, wurde von den Geschworenen getlagt. Ueber das erhaltene Effen machten sie dieselben Angaben, Tagen: Die Kinder des Kapitän Grant und zum Schluß zurückgewiesen. wie ihre Kolleginnen, mit deren Ansprüchen sich das Gewerbe- die Bosse: diese Ausstellung.- Das National: Die Auflage gegen den früheren Reichstagsabgeordneten gericht fürzlich befaßt hat. Im übrigen behaupteten sie, durch Theater hat für alle drei Pfingstfeiertage die neue wisser wird in der am 8. Junt in Erfurt beginnenden Schwur allerlei Chikanen aus ihrer Stellung hinausgedrängt zu Poffe Die Reise durch die Gewerbe- Ausstellung angesetzt. gerichtsperiode zur Verhandlung kommen. sein; fie machten außerdem geltend, daß sich der Aus- Im Alexanderplay- Theater gelangen auch während der brud Dirnen", welcher im letzten Prozeß eine hervor Feiertage Die fleinen Lämmer zur Aufführung. Dem Vaudeville ragende Rolle spielte, auch auf sie bezogen habe. Die voran geht der Siegwart und Lippschütz'sche Schwant Hamlets damit bewirkte grobe Verlegung ihrer Ehre genüge an und für Geist. An allen drei Pfingstfeiertagen finden im Theater sich schon, ihren Entschädigungsanspruch zu begründen, selbst Alt Berlin nachmittags und abends Vorstellungen statt. Der Streit in den Berliner Wollhnt Fabriken bildete dann, wenn angenommen werden sollte, sie wären nicht entlassen An den Nachmittagen gelangen Ernst v. Wolzogen's Die den Gegenstand der Berathung in einer von etwa 1500 Arbeitern worden, sondern freiwillg gegangen. Herr Brüchner schob die schwere Noth und das Märkische Ringelstechen mit seinen und Arbeiterinnen der Hutbranche besuchten, in der Brauerei Schuld an den Differenzen den Kellnerinnen zu und gerirte prächtigen equeftrischen Leistungen zur Darstellung. In den Friedrichshain" am Freitag stattgehabten Versammlung. Wie fich als der honettste Geschäftsmann von der Welt. Interessant drei Abendvorstellungen gesellt sich zu den genannten Stücken bereits im Hauptblatt vom Freitag unter Gewerkschaftliches" ist die im Laufe der Verhandlung gemachte Feststellung, daß die Conrad Alberti's Die Büßerin. Die bisherigen Wieder ausführlich mitgetheilt wurde, verlangte die Firma Silber Klägerinnen a u 3 Mangel an Verdienst gezwungen waren, holungen legtgenannten Stückes fanden allabendlich dieselbe günstige u. Brandt, daß ihre streifenden Arbeiter am Mittwoch die vom Beklagten erhaltene Wechselfaffe von je 30 M. zur Be- Aufnahme wie am Premièrenabend. In Vorbereitung befinden wieder in Arbeit treten follten, widrigenfalls alle streitung fleiner Bedürfnisse und zur Zahlung der Logismiethe an sich Ad. v. Hanstein's Gotskowsky, Arel v. Delmar's An mein den Beklagten anzugreifen. Die Parteien einigten sich schließlich. Bolt und Baron v. Roberts' Heimkehr. Im Olympia Herr Brüchner verzichtete auf die Erstattung des verausgabten Riesentheater finden täglich zwei Borstellungen von 5 bis Wechselgeldes, sowie der gewährten Vorschüsse von 40 und 30 m. 7 1hr und 9 bis 11 Uhr statt. Beginn des Garten- Konzerts welche zur Anschaffung schwarzer Kleider gedient hatten, und 4 Uhr., zahlte dann jeder Klägerin noch das Geld zur Rückfahrt nach München und ein Zehrgeld von 10 Mart. Die Klägerinnen verzichteten auf alle weiteren Ansprüche aus ihrem für die Dauer der ganzen Saison berechneten Vertragsverhältnisse. Echaden der Sache bemerkbar machte. Die franzöfifche Tabakmonopol- Verwaltung beschäftigte im Jahre 1894 in den Tabatfabriken 16 182 Arbeiter, und zwar 1616 Männer und 14 566 Frauen. Der durchschnittliche Tage: John bei einer Arbeitszeit von 10 Stunden betrug 5 Frts. 8 Gent. für den Arbeiter und 3 Frks. 17 Cent. für die Arbeiterin. Für 3wede der Altersversorgung, Unterstützungen und Entschädi gungen der Arbeiter, fowie an Beiträgen für verschiedene Arbeiter faffen gab die Monopolverwaltung in demselben Jahre 1 179 660 Franks aus. = Gerichts- Beifung. = " " Versammlungen. Sie riethen den Hut. " Mitglieder des Fabrikantenvereins am Sonnabend ihre Fabriken schließen würden. Den Arbeitern von Silber u. Brandt, die bereit waren, am Donnerstag die Arbeit wieder aufzunehmen, wurde daraufhin bedeutet, daß fie nunmehr entlassen feien. Um die gegenwärtig noch günstige Geschäftslage auszunuzen und der von den Fabrikanten angedrohten Aussperrung zuvorzukommen, haben sämmtliche Arbeiter der dem Fabrikantenverein angehörenden Fabriten am Donnerstag einmüthig die Arbeit niedergelegt. Man ist allgemein der Zu einem Arbeiter, der gelegentlich des Ausstandes Ansicht, daß es den Fabrikanten nur darauf ankommt, die Organi eine Anzahl heute höchst gleichgiltiger Kunstwerke verzichtet, ungeachtet der Streifenden fortsetzte, hatte der Tischlergeselle mit aller Entschiedenheit verhindern. Sämmtliche Redner traten in der Wagenknecht'schen Fabrik zu Rummelsburg die Arbeit fation der Arbeiter zu zerstören und will daher dies Vorhaben wenn bewußter Kunftverstand eine richtige Auslese getroffen Theodor Gäbel gesagt: 8. junge! Mach, daß Du mit großer Ginmüthigkeit für den Streit ein. Auch die Frauen hätte. So hängt alles in den Sälen durcheinander, fast wie es wieder nach Berlin tommst." Die Sache tam zur Anzeige, Gäbel Dmoch und Gubela nahmen das Wort. Sie wiesen auf den Konfektions der Bufall fügte, und am schlimmsten ist es im Hauptsaal der wurde angeklagt und vom Schöffengericht am Amtsgericht II zu arbeiterftreit hin, der 40 000 M. getoftet, und nicht für einen historischen Abtheilung. Wie interessant wäre eine Unordnung gewesen, die ein brei Tagen Gefängniß verurtheilt. Der königl. Staatsanwaltschaft Pfennig Nußen gebracht habe, da die Bewegung von den Führern übersichtliches Bild über den Einfluß der Kunstforscher Winkel- schien das zur Anwendung gebrachte Strafmaß für viel zu niedrig bes Streits verpfuscht" worden sei. mann und Lessing und später über den Einfluß der Romantiker gegriffen. Diefelbe legte Berufung ein. Vor der zweiten Instanz arbeitern, nicht in denselben Fehler zu verfallen. Nach längerer oder über die Entdeckung des Bauern, der Dorfnovelle für die suchte der Vertheider, Rechtsanwalt Dr. Leonhardt Friedmann, Debatte wurde beschloffen: Die Versammelten sind bereit, den Kunst gewährt hätte. So muß man Aquarelle und Studienblätter Bedrohung noch eine Berrufserklärung zu finden fei. Es sei fie beauftragen die Kommiffion mit der Aufstellung von Kunst gewährt hätte. So muß man Aquarelle und Studienblätter geltend zu machen, daß in den inkriminirten Worten weder eine ihnen aufgezwungenen Kampf mit aller Energie durchzufechten; des klassizistischen Carstens, die Gemälde des farben= astetischen Peter Cornelius, bie Genrestücke und Dorfgeschichten barin nur eine Redensart zu erblicken, die den Arbeitern Forderungen auf folgender Grundlage: 9 stündiger Arbeitstag, fehr geläufig sei, ohne eines Ludwig Knaus, den Tiroler Landsturm Defregger's, daß jemand dabei an eine Anerkennung des Arbeitsnachweises der Organisation, prozentuale ernsthafte Drohung denke. Der die Proben von Wilhelm Raulbach, einzelne Düsseldorfer daß derselbe eingehend erwogen habe, was die inkriminirten wurde mitgetheilt, daß ein Arbeiter, der vor der Fabrik von Gerichtshof publizirte, Lohnerhöhung und Freigabe des 1. Mai. Unter Verschiedenes" Genrestücke von Hasenclever oder Bautier, etwa auch Worte zu bedeuten hätten. Muntacsy's Novelle„ Der Held des Dorfes" unter einem Drohung gefunden werden, daß es einem Arbeiter, der nicht Brokuristen der genannten Firma ohne ersichtlichen Grund nach der Es könne darin sehr leicht die J. Bambus die Kontrolle ausgeübt hatte, auf Veranlassung des Wust von Bildern mühsam aufsuchen. Menzel in feinem Reichthum als Runsigenie, der ohne streifen wolle, schlecht gehen könne, wenn er die Arbeitsstätte Wache fiftirt wurde, weil er sich der Bedrohung der arbeitenden nicht meide. Gelange man zu dieser Auslegung und der Geakademische Bildung und in jahrzehntelangem Stilstand der richtshof sei bazu gelangt- so dürfe eine solche, wenn auch nur Rollegen schuldig gemacht haben soll. Berliner Atademie als einziger den Ruhm Berlins im inter indirette Drohung nicht zu gelinde bestraft werden. Das erste inter- richtshof nationalen Runftleben wahrte, ift ganz einseitig auf der Urtheil sei daher aufgehoben und auf 14 Tage Gefängnißarbeiterversammlung statt, in der Maether über die gegenwärtigen Jubiläumsschau als preußisch- dynastischer Maler zu fchauen. erkannt worden. Lieb Baterland, kannst ruhig sein! Lokalgeschichtlichen Werth, abgesehen von seinen malerischen Vorzügen, hat das große Gemälde Franz Krüger's:„ Eine Gegen die Schlächtermeister Burmeister und Lewin, Barade 1887", ein anschauliches Bild aus dem vormärzlichen welche beschuldigt sind, mittels eines gefälschten Stempels des Untersuchungsamtes I verdorbenes, zur menschlichen Nahrung unDürftig, ich spreche nicht aus politischer Tendenz, ist geeignetes Fleisch eingeführt zu haben, ist Termin zur Hauptdas, was sich speziell als tünstlerische Verherrlichung verhandlung auf den 9. Juni vor der 2. Straftammer des Landbon 1870 giebt. Die Kriegszeit hat im allgemeinen gerichts I anberaumt worden. Burmeister wird vom Rechtsein fleines Künstlergeschlecht enthusiasmirt. Welche Massen anwalt Dr. Schwindt, Lewin von Dr. Coßmann vertheidigt. nehmen die Glorien, Repräsentations- und Schlachtengemälde ein; und wie wenig fünftlerische Seele offenbart sich in ihnen. Rammergerichtsentscheidung Intereffe haben, in der ausgesprochen verein Genosse Binn einen beifällig aufgenommenen Vortrag. Für Photographen dürfte eine am 21. Mai gefällte Friedrichsberg. Am 19. Mai hielt im Arbeiter- BildungsAufdringlich herrscht in Hauptfaale Anton v. Werner, Neus wird, daß ein Photograph, der umherreift, und die Negativ- Bei Besprechung der Vereinsangelegenheiten wurde beschlossen, preußens Hofmaler. Welche Haupt- und Staatsaktionen und wie aufnahmen gleich bei dem Kunden vollzieht, ein Gewerbe im von der Abhaltung eines Stiftungsfestes in diesem Jahre Ab armfelig die innere Bewegung! Die Künstlerschaft Berlins, die, wie etwa Liebermann oder Umberziehen betreibt. In dem vorliegenden Fall wurde der von der Abhaltung eines Stiftungsfestes in diesem Jahre AbDie Künstlerschaft Berlins, die, wie etwa Liebermann oder Angeklagte nebst seinem Gehilfen zu 24 Mart Geldstrafe ver- Arrangement eines solchen Festes fast unmöglich geworden ist. stand zu nehmen, da durch den Erlaß des Landraths das Leopold v. Hofmann um modernste Probleme ringt, konnte in der historischen Abtheilung natürlich keinen Platz finden. Dagegen urtheilt, nachdem er vom Schöffengericht und Landgericht frei- Die nächste Versammlung findet am 16. Juni Dorfstr. 2 statt. find einzelne toftbare Stücke auswärtiger Künstler, die zu Mit gesprochen war. gliebern der Akademie ernannt wurden, und meist aus Privat Vöros Miska, der bekannte ungarische Musikmeister und besitz vereint. Man sollte die Gelegenheit nicht verfäumen, Inhaber eines Balllokals, war vom Schöffengericht und auch von fie anzusehen. Da sind in erster Reihe drei Böclie da, unter der Straffammer zu einer Geldstrafe verurtheilt worden, weil er ihnen die Pietà, das Eigenthum der Nationalgallerie, das vielleicht noch nach Eintritt der Polizeistunde in seinem Lokal Gäste geaus heuchlerisch- pietistischen Gründen lange Zeit verborgen geduldet hatte. Er legte nunmehr beim Kammergericht die Rechts. halten wurde, bis die Presse Lärm machte. Da sind einige fein- beschwerde ein und berief sich unter Betonung des Umstandes, finnige Gemälde der Wiener Rudolf Alt und Passini, daß die betreffenden Gäste sich höchstens um 13 Minuten zwei farbenprächtige, sorgsam ausgeführte Stücke des Spaniers verspäteten, auf eine Instruktion des Polizeipräsidiums an Pradilla, Porträt und Studien von enbach, uhde's dessen untere Beamten. Dieselbe geht nach den Ausführungen ergreifender Gang nach Bethlehem", Bildnisse von Hertommer, seines Vertreters, Rechtsanwalts Leopold Meyer, dahin, dem Londoner, und dem Belgier Wauters, und endlich Kunst- daß die Schuyleute nicht gleich Anzeige erstatten sollten, wenn proben des russischen Bildhauers Antocolsty und des jüngst erft eine turze Zeit nach Eintritt der Polizeistunde vergangen in Wien verstorbenen Vittor Tilgner. Vom Bildhauer sei, sondern daß sie je nach der Größe der Lokale UeberBleinhold Begas wird bei neuberlinischer Kunst zu sprechen sein. schreitungen der Polizeiftunde von einer viertel bis einer halben Berlin. 11 Charlottenburg. Am 13. Mai d. J. fand hier eine MetallLohnkämpfe der Berliner Metallarbeiter referirte. Die Auss führungen des Redners wurden mit Beifall aufgenommen. In der Diskussion rügten König, Barowsky, Montag, Guzinski n. a. das Borgehen der Berufsgenossen in betreff der Sammlung zum Unterſtüßungsfonds und den in der Angelegenheit enthaltenen Aufruf im Vorwärts" vom 14. d. M. Zum Schluß wurden die Kollegen des Deutschen Metallarbeiter- Berbandes aufgefordert, nur Marken von der Agitationskommission des D. M.-A.-V. zu entnehmen. Adlershof. Jm sozialdemokratischen Arbeiter- Bildungsverein sprach am 21. d. M. Genosse Pörsch über das Thema: Der Parlamentarismus und die Arbeiterklasse. Dem beifällig aufgenommenen Vortrag folgte eine rege Diskussion, die sich im Sinne des Referats bewegte. Arbeiter Bildungschule. Die Pfingsferien dauern von Sonntag, den 24. Mat, bis einfchließlich Donnerstag, den 28. Mat. Wieber beginn des Unterrichts in beiden Schulen am Freitag, ben 29. Mat. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Bersizender Ad. Neumann, Pafewalterfir. 3. Alle Menderungen im Bereinskalender sind zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelitr. 49, v. 2 Tr. Arbeiter- Raucherbund Serlins und Umgegend. Menderungen Bereinstalender find zu richten an Otto Schulz. Kottbuferdamm 72. Sund der geselligen Arbeitervereine Berline und Umgegend Alle Buschriften den Bund betreffend sind zu richten an: Hermann im zahn, Echönhauser Alee 177 c. Bekanntmachung. Eine grösse Sendung von mehreren tausend Stück wollener Kleiderstoffe, Waschstoffe, Mousseline de lain, Sammet- und Seidenwaaren sind eingetroffen, und werden solche, da einzelne Sachen Der unzähligen Genres wegen ist es mir nicht möglich, jeden Posten anzuführen und werden einzelne untenstehende Preise genügen, um dem kanfenden Publikum die grossen Vortheile klar zu machen. Um sich von der grossen Billigkeit zu überzeugen, wird auf Wunsch für den Laien kaum merkliche Webefehler haben, zu noch nie dagewesenen je eine Probe in meinem Geschäftslokal an Jedermann abgegeben. Preisen abgegeben. 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Gardinen!! Steppdecken!! geht auch daraus hervor, daß die großen Schuhmacher- und Schneider- Streits erstaunlich billig in der Fabrit bei mir spurlos vorübergegangen sind; denn auch hier zahle ich aner kanntermaßen bedeutend über die üblichen Arbeitslöhne. Ich bitte die qu. Publikation soweit fie mich betrifft als eine Erfindung anzusehen, mit der lediglich beabsichtigt worden ist, mein Renommée und meinen großen Geschäftsumsatz zu schädigen, und ersuche Sie auf grund § 11 des Preßgesetzbuches gefl. dahin wirken zu wollen, daß ich durch Wider o ruf in morgiger Nummer rehabilitirt werde, umsomehr, da ich es stets fűt einen Ehrenpunkt angesehen habe, meine Mitarbeiter Handwerker oder Rauf leute über ihre Verdienste zu belohnen. Hochachtungsvoll Jacques Raphaëli. Die Mittheilung, daß ich hier Andreasstr. 57( neben der Markthalle) ein Uhren, Gold, Silber- u. Alfenide- Waaren- Geschäft eröffnet habe. 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Borgerückten Saiſon wegen im Preiſe bedeutend Ginfarbige Tyroler Lodenftoffe, 120 cm breit Meter 80 Vf. Meine Sparkasse 15. Mai! mußte fich heute eine Revision durch mich gefallen lassen, da ich in den nächsten Tagen verschiedene Einkäufe machen will. Ich muß mir einige Kostüme anfertigen lassen und möchte die Stoffe gern felbst besorgen. Mein Bedarf ist groß, der Raffenbestand aber nur sehr klein. Wo taufe ich nur billig und trotzdem gut? Antwort.: 16. Mai! Singer& Co., Chauffcestr. 56. Zum Einkaufen bin ich noch immer nicht gekommen. Heute bin ich in meinem Leben zum ersten Mal in einem Geschäft gewesen, ohne etwas getauft zu haben. Warum nicht? Weil es unmöglich war, in Der Fülle des Gebotenen gleich die richtige Wahl zu treffen. Die Absicht des Einkaufens mußte eben der Bewunderung des in Augenschein genommenen großartigen Lagers weichen. Notiz für morgen: Der erste Besuch und Weg, der gemacht wird, führt mich morgen wieder zu: Singer& Co., Chauffeestraße 56. 17. Mai! Ich bin zufrieden, meine Schneiderin ift entzückt und meine Freundinnen beneiden mich, alles lobt meinen Geschmack in der Wahl der von mir getauften Stoffe. Wo hast Du getauft? Was haft Du gezahlt? Du fagst mir doch auch die Firma so schwirrte es um mich her. Ich entzog mich dem luftigen Durcheinander und sagte nur: Singer& Co., Chausseestraße 56, wird Euch durch nachstehende Preise Auskunft geben. herabgefeht: Seidenstoffe. Reinseid. gem. Foulardstoffe, nur nene Muster Meter 70 Bi. Reinjeidene Merveilleng, schöne glanzr. Qualit. Meter 1,10 M. Reinseid. schwere Damaste, prachtv. Muster Meter 1,65 M. Reinseid. Taffete, nur neue Farbent, 55 cm breit Meter 1,30 M. Reinseid. gem. Pongée, neue Farben, 55 cm breit, Meter 80 Pi. Reinseidene gestreifte Taffete, 55 cm breit, Meter 1,35 M. Seid.Bengalines, entzückende Dessins in 12 Farben Meter 1,20 m. Gestr. Seidenstoffe, 60 cm breit, nur neue Farb. Meter 1,10 m. Changeant- Seidenftoffe, 58/60 cm breit, 12 Farb. Meter 70 Pf. 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Mein Etablissement, welches sich in furzer Zeit zu einem der ersten emporgeschwungen, wird sich nun unter den obwaltenden Umständen in meinem eigenen Hause in Zeit zu eine noch fürzerer Zeit zu einem der allerersten gestalten. Mit billigen Preisen concurrire ich nicht ich liefere nur das Beste für billigste Preise, wofür ich garantire. Schuhwaaren zu bei mir noch * nie dagewesenen billigen Preisen unter sicherster Garantie für beste Haltbarkeit durch Garantiescheine, die Jedermann beim Einkauf erhält, für auswärtige Käufer genügt die empfangene Rechnung. Die mit einem bezeichneten Artikel sind ausnahmsweise theils mit Factiszuthaten in der Einlage hergestellt, da sie sonst ihren Zweck- sehr leicht zu fein nicht erfüllen würden. Diese Artikel find als solche auch die reellsten und werden nicht anders in den Handel gebracht. Es lebt im Publikum die Anschauung, daß jene Einlage, die fich in Schuhwaaren zwischen Sohle und Brandsohle befindet, minderwerthig ist, sobald site aus Spahn und nicht aus Leder besteht. Spahneinlage ist nicht nur leichter, sondern auch Diese Ansicht ist eine irrige. Die Spahneinlage ist um mehr als das vierfache theurer als das Leder, welches man hierfür zu verwenden pflegt. in sanitärer Hinsicht mehr zu empfehlen als Leder. Auf die Haltbarkeit übt die Einlage feinen Einfluß aus. der gegen Nachnahme oder vorherige Einsendung des Betrages geschieht, ist Francatur ausgeschlossen. Lefern, welche fich auf diese Zeitung beziehen, versende von 15 Mart an franco auf meine Roften. Nichtconvenirendes nehme im Originalzustand zurück, jedoch tritt letterer Fall deshalb nicht ein, weil jeder Nachbar, welcher der Stiefel ansichtig wird, dieselben auch mit gutem Nugen dankbar behält. Das Maß bitte durch Versenken eines genau passenden 7 Stabes in den getragenen Stiefel festzustellen und in Centimetern anzugeben und ob Spanne hoch oder niedrig. Für Gummischuhe, obgleich zu den besten Fabrikaten gehörend, übernehme feine Garantie. Für den Versand von Schuhwaaren, Herren- Fußbekleidung!| Prima Kalbleder- Besatz- Zugstiefel mit zartem Ralb- Glacé Gin- Zugstiefel von feinem Wildroßleder, angenehmſtes Tragen, wunder• voller Sih, sehr hoch im Zuge, mit Herzblatt oder Vordernaht und Lackzierkappe Mk. 6,90. Satin- Kalbleder- Zugstiefel in vorstehender Ausführung, geschmeidiges, zartes und dabei durchaus dauerhaftes Oberleder Mk. 7,25. fah, aufgesetter, durchlochter Querkappe, tadellose HandGlatte Rossleder- Halbschuhe mit zwei Seiten- Gummizügen, fräf- arbeit, in verschiedenen Formen Mk. 9,50. tige durchgenähte Sohlen, mit Keil, Lederkappen, Leber: Ia Karlsbader Kalbleder- Zugstiefel mit zwischengelegter Doppelbrandsohle, Lederfutter, sowohl als Haus-, Turn- und Straßensohle, vornehmste Façon- Handarbeit. Rühmlichst bekanntes schuhe geeignet Mk. 3,40. Fabrikat Mk. 11,25. Besatz- Halbschuhe, von Roßleder mit Gummizug. Bierlicher Knopf- Lederpantoffel mit Absatzflect, durchgenähter Ledersohle Mk. 2,40. besatz und Cordelkappen, derbe Strapazirschuhe mit foliber Cord- Pantoffeln mit Filzfohle genagelter Sohle, hohem oder niedrigem Absah. Mk. 4,50. Plüschpantoffeln mit durchgenähter Ledersohle und Absay Extra prima satinirte Kalbleder- Zugstiefel. Das Dieselbe Ausführung zum Schnüren oder mit Gummizug, nur leichter und gefälliger, mit genähter Sohle und martirtem gelbem Rand, unter Garantie für beste Haltbarkeit Mk. 5.-. Besatz- Halbschuhe von feinem prima Roßleder zum Schnüren oder mit Gummizug mit durchlochten Zierkappen und Knopfbesatz. Sauber auf Rand genäht, tadellofer Sig, Mk. 6,50. Prima Satin- Kalbleder- Halbschuhe in vorstehender Ausführung Mk. 7,50. Herren- Segeltuch- Schnürschuhe mit durchgenähter Ledersohle, Lederabsatz u. Lederkappe Mk. 4. Dieselben mit durchgenähter Gummisohle. Mk. 3,75. Echt Ziegenleder- Strandschnürschuhe in spiger u. eckiger Façon mit durchgenähter Ledersohle, Lederkappe u. Lederbrandsohle u. Lederfutter Mk. 5.85. Glatte Rossleder Zugstiefel mit reinen Lederzuthaten, streng solide genagelte Sohlen, niedrige oder hohe Absäge Mk. 5,-. Dieselben in noch eleganterer Ausführung mit Besah, Cordelkappen und Knopfverzierung. Mk. 5,25. 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Kalblack- Salonschuhe, das Vollkommenste anEleganz, kein Wachsoder Ledertuch, in denkbar bester Ausführung Mk. 3,25. Dieselben Schuhe in schwerer Ausführung, mit reinem Lederabsaz Mk. 3,85. Nochmals verweise ich auf den unvergleichlichen Unterschied zwischen diesen Kalbleder- Lackschuhen und solchen, die, von Wachs- und Ledertuch angefertigt, vielfach als Lackschuhe verkauft werden. Damen- Segeltuch- Schnürschuhe mit durchgenähter Ledersohle, Lederbesatz und Lederkappe Mk. 3,25. Dieselben mit durchgenähter Gummisohle Mk. 3,45. Prima Rossleder- Halbschuhe zum Schnüren, Kalblackblatt, durchgenähter Ledersohle, Lederkappe, Lederbrandsohle u. Lebers futter Mk. 5,25. Mk. 5,50. Dieselben zum Knöpfen Rossleder- Halbschuhe, zum Schnüren, mit durchgenähter Soble, Mk. 4,10. Leberkappe und Lederfutter. • • Echt Ziegenleder- Strandschnürschuhe in spizer u. runder Façon, mit durchgenähter Ledersohle, Lederkappe, Lederbrandsohle u. Lederfutter. Mk. 4,50. Mk. 4,75. Dieselben zum Knöpfen Satin- Kalbleder- Halbschuhe, zum Schnüren oder zum Knöpfen, auf Rand genäht, peinlichst sauber gearbeitet, in allen Ausführungen Mk. 6,-. Mk. 6,50. Dies elben mit Kalblackblatt Zugstiefel von 60 er Lasting,* 13 cm hoch im Gummizug, mit Lacjeitenleder, Lederkappe und durchgenähter Sohle Mk. 3,35. Dieselben mit eleganter Bier- Lackspite Mk 3,60. Rossleder- Zugstiefel, solid und dauerhaft, mit Herzblatt, 13 cm hoch im Zuge, genagelt, Lederkappe und Lederbrandsohle, überhaupt mit reinen Lederzuthaten angefertigt Mk. 3,90. Dieselben 15 cm hoch im Zuge, genähter Sohle mit martirtem Rand Mk. 4,75. Rossleder- Zugstiefel, sehr hoch im Zuge, mit Herzblatt oder Bordernaht und Lackspitzkappe, auf Rand genäht, in denkbar zuverlässigfter Ausführung Mk. 5,75. Wohlthuendste für empfindliche Füße, außergewöhnlich hoch, auf Rand genäht, in verschiedensten Façons Mk. 8,75. Kalb- Glacé- Zugstiefel mit echtem Seehundblatt oder Vachettelackblatt und aufgesetter, höchst eleganter Zierkappe. Dieser Stiefel besitzt nicht nur hinsichtlich der Dauerhaftigkeit, sondern auch in Bezug auf vornehme Eleganz die höchste Vollkommenheit Mk. 9,50. Glacé- Zugstiefel( für ältere Damen), vornehme Form, für breite Zehenlage, niedrig im Zuge, sammetweich Mk. 9,50. Knopfstiefel von prima satinirtem Kalbleder, ringsherum mit Besatz von gleichem Leder, innen mit Satin- Futterbesah, in sonstiger Ausführung, wie man sie von einem hocheleganten Stiefel erMk. 10,25. 40 Pf. Cord- Pantoffel mit Filzfohle Plüschpantoffel mit durchgenähter Ledersohle u. Absatzfleck 90 Pf. wartet [ 10308a Für Mädchen und Knaben! Rossleder- Turnschuhe mit 2 Seiten Gummizügen, durchgenähter Ledersohle, reine Leder- Buthaten, bis zur inneren Länge von 18 cm Mk. 2,25, 22 cm Mk. 2,75, 26 cm Mk. 3,-. Rossleder- Zug- u. 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Unsai zu einer Gytursion in das Vegetarische nimmt, während freigesprochen worden, die er sich geholt hatte, weil er die Praxis legen, das Fleisch in zweite Linie schiebt und beinahe einen| Genosse durch die Darmstädter Straffammer von der Anklage er doch z. B. im„ Gesundheitsbüchlein" des Reichs- Gesundheits- der Unfallversicherung fennzeichnete, wie es sich gehörte. Man amtes Seite 81 nachlesen könnte, daß die hervorragende halte dagegen die S. 65 des Berichtes geschilderte zaghaftig. Bedeutung, welche das Fleisch für die menschliche Ernährung feit der Berufsgenossenschaften ihren Unternehmerkollegen besißt, in der verhältnißmäßig großen Menge und der für gegenüber, selbst wenn lettere wegen fahrlässiger Verschuldung uns leicht verdaulichen Form seiner Eiweißtörper beruht." Er von Unfällen strafgerichtlich verurtheilt sind! Und man nehme, fügt übrigens selbst hinzu, daß bei der billigen fleischlofen Rost um das Bild der„ fegensreichen Wirkung" der Versicherungs nur Arbeiter bestehen tönnen, die feine anhaltende sitzende Lebens- Gesetzgebung zu vervollständigen, die Notiz auf S. 53 hinzu, nach weise zu führen haben oder deren Gesundheit nicht schon sehr ge- welcher Entlassungen stattfinden, wenn alte und in ihren schwächt ist". Bei welchem zu den gegenwärtigen Hungerlöhnen Leistungen reduzirte Arbeiter in den Bezug einer Invalidenschaffenden Proletarier ist aber das letztere nicht bereits der oder Altersrente fommen." Den Mannheimer Hafenarbeitern wurde bei ihren Vor- Fall? Solche Einrichtungen sollen wir Die verschiedenen Bezirksärzte, mit benen sich die lobpreisen? Das hieße uns selbst entmannen. arbeitern und Schwihmeistern insofern zu ihrem Recht verholfen, badische Fabritinspektion anerkennenswertherweise immer mehr Nein aus diesem Pandämonium führt nur ein Lichtals diese nicht mehr willkürliche Lohnabzüge machen dürfen, ein in Verbindung feßt, berichten es ja mehrfach: die Lungen- ftrahl, dem wir nachzugehen haben: das immer mehr wachsende Borgang, deffen Einzelheiten( S. 49 ff. des Berichts) viel sch windsucht mache unter den Arbeitern einen un Selbstbewußtsein der Arbeiter", bas die badische leicht vorbildlich fein tönnen für eine Besserung der Ver- geahnten Fortschritt", und das sei im wesentlichen Inspektion als Heilmittel gegen sittliche Schäden richtig begrüßt, bältniffe auch in norddeutschen Hafenplägen. Aus den darauf zurückzuführen, daß der Körper der Fabritarbeiter durch und das sie an anderer Stelle hervorhebt, wo sie sagt, daß Angaben des Berichts über Gesundheitsschädigungen ist Unterernährung für die Infizirung durch den Krankheits die Arbeiter selbst mehr Interesse" für den berauszuheben, daß nach Ansicht des Beamten eine Besserung erreger besonders disponirt sei". Wenn dabei von den Kampf gegen frevelnde Unternehmer entwickeln müssen, wenn der unerträglichen Zustände in Lumpenfortirereien erst eintreten Aerzten nach dem Alkoholismus gefchielt wird, so ist Fortschritte zu verzeichnen sein sollen. Wir können der badischen wird, wenn eine allgemeine Anordnung zur Sicherung der darauf zu erwidern, daß dieser Fehler ebenfalls in der Unter- Fabritinspektion und den herrschenden Gewalten zum Schluß Arbeiter( diefer Branche) erlassen würde". In einigen Betrieben, ernährung und in der mangelhaften Bildung seine Wurzel hat, versprechen, daß wir unsere Schuldigkeit thun werden, um das welche als Spezialität die Herstellung kleiner Bregeln betreiben, die der heutige Staat dem Proletarier zukommen läßt. Die Interesse" und das„ Selbstbewußtsein" der Proletarier zu wecken. mußte erst von der Inspektion extra verlangt werden, daß eigentlich Schuldigen sind also ganz deutlich bezeichnet. Ueber Stühle für die Arbeiter, namentlich die weiblichen, angeschafft die Kleidung der Arbeiter und ihre Kulturhöhe wird nichts würden; bis dahin hatten diese ohne jede Nothwendigkeit den gesagt. Sie läßt sich aber ermessen nach den Mittheilungen ganzen Tag stehen müssen. In einer Korsetfabrik wurde auf Anregung über standalöse Wohnungszustände, die aus Stadt von der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Die y' Verlag) ist soeben das der Jnspektion der Fußbetrieb der Nähmaschinen durch Dampf- und Land im Bericht stehen, und betrieb ersetzt und dadurch die Leistungsfähigkeit der Fabrik wohl, zu lesen, wie die badische Inspektion betont, daß gesteigert und dabei billigere Produktion erzielt." Deutlicher kann die erschreckende Beschaffenheit vieler Arbeiterwohnungen direkte nicht bewiesen werden, daß besserer Arbeiterschutz und rentabler Ursachen für die sonstige irrationelle Lebensführung namentlich Großbetrieb zwei durchaus verträgliche Dinge sind. Was sonst lediger Arbeiter sind. Derartige unangemessene Lebensverhält für bessere Lüftung der Arbeitsräume 2c. gethan wurde, mag im uiffe," so heißt es ausdrücklich sind eine der wichtigsten Ursachen einzelnen Falle recht verdrießlich sein, änderte aber an der Lage für unerfreuliche Zustände unter den jüngeren Arbeitern. Diese der Arbeiter im allgemeinen wenig. selbst machen troydem vielfach den Eindruck, als ob sie der fultivirenden Einwirkung günstigerer Wohnungsverhältnisse zus gänglich wären." Freilich sind sie das; aber Wohnungsgesetze, Städtefanirungen und ähnliches bilden eben Dinge, für die man in Deutschland kein Geld übrig hat. Und dann kommen preußische Aufsichtsbeamte, um über die ,,, moralische Verrohung" der arbeitenden Jugend zu zetern, oder im Reichstage donnern hohe Herren gegen die Sozialdemokratie, die nur die Begierden" der Jugend aufstacheln. Wenn sich nur die gesunden Begierden" im Proletarier noch schneller aufstacheln" ließen, desto besser wäre es um sie und die Menschheit bestellt. Klagt doch auch die badische Fabritinspektion darüber, daß ein Theil der Arbeiter durch das Elend schon so stumpf geworden ist, daß sie gar keines Aufraffens mehr fähig erscheinen. " 1 " es thut dabei Eingelaufene Druckschriften. 34. Heft des 14. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Knechtseliges. Gottfried Keller und die Gedankendichtung. Von Franz Korn. Aus den deutschen Ziegelhöllen. Von P. Umbreit. Die Goldwährung in Rußland. Bon Parvus, Schopenhauer über Ehre und Duelle. Notizen: Konzentration der Produktionsmittel in Frankreich. Feuilleton: Das Ende vom Liede. Eine Geschichte von Konrad Tel mann.( Fortsetzung.) 1 Ethische Kultur. Die soeben erschienene Nummer 20 des 4. Jahrgangs vom 2. Mai 1896 hat folgenden Inhalt: Die Regierung und der Klassentampf. Zur Serual Ethit. Von Leopold Besser. Serual- Ethif und Frauen- Befreiung. Von Wilhelm Förster. Man muß das Gemüth packen. Von Fr. Staudinger. Afflamationswahlen. Von N. Penzig. Ver mischtes Bebel als Gutsbesizer. Afrifa in Deutschland. Aus der ethtschen Bewegung: Abtheilung Breslau. Neue Revue", Die Wochenschrift für Politit, Wissenschaft, Kunst und öffentliches Leben Neue Revue" veröffentlicht in Heft Nr. 21( 7. Jahrgang) vom 20. Mai 1896 folgende Aufsätze: " R. v. 2.: England, Deutschland und der Dreibund; A. Spanuth: Mädchen Gyninasten;. Ingwer: Der Bericht der Gewerbe- Inspektoren; G. Sotal Energetische Studien; S. Schilder: La bête humaine; G. Bola: Der Tod des Reichen; Miniaturbilder aus der Zeit. Soziale Pravis, Zentralblatt für Sozialpolitik" enthält in ihrer neuesten Nr. 34 folgenden lettenden Auffah: Borschläge zu kommunaler Arbeitslosen- Versicherung. Von Prof. G. Adler. Aus dem Notizentheil heben wir hervor: Die Deutsche Gesetzgebung über die Fürsorgepflicht für erfranttes Gesinde. Bon Finanzrath Dr. F. W. N. Zimmermann, Gesammtverband deutscher Verpflegungs- Stationen.- Arbeitslosen- Kolonie in Amerika. Arbeitsvermittelung durch Vereine in Deutschland.- Bins Kommunalbetrieb in eng Itfchen Städten. Kommunale Lohnpolitik bet Submissions- Bedingungen in Belgien. Kommunale Maffenquartiere in London. Berbot mer tautilischer Steuerpolitit in rheinischen Städten. Sittlichkeits- Schuß für weibliche Angestellte in taufmännischen Geschäften. Von Agnes Herrmann. Gewerbe Juspektion in Braunschweig. Berufsgenossenschaftliche Fabritaufsicht und Gewerbe- Inspektion. Dampftessel- Revision und Ge werbe- Infpeftion in Preußen.- Frauen als Armenpflegerinnen in deutschen Städten. Armenhaus und Frauen als Armenpflegerinnen in England. Rentnerheim in Peine. Ausdehnung der polizeilichen Wohnungs- Inspektion in Deutschland. Bon Dr. jur. R. v. Mangoldt. Wohnungs- Infpeftion in europäischen Staaten. Lex Adickes in Baden. 1 Diese allgemeine Lage wird vielmehr, manchmal in die fubtilsten Einzelheiten hinein, als eine furchtbare geschildert, und das ist und bleibt das Hauptverdienst der Bericht. erstattung in Baden. Um bei der Lohnhöhe anzufangen: die Verdienste werden im allgemeinen als niedrig" bezeichnet in der mörderischen chemischen Industrie; der ohnehin geringe" Verdienst der Zigarrenarbeiter habe eine weitere Berringerung er fahren"; von Färberei- Arbeitern heißt es gelegentlich, daß sie 1,70 bis 1,90. bei elfstündiger(!) Arbeitszeit verdienten; aus wärtige Arbeiter werden mit der Vorspiegelung hoher Verdienste angelockt; sind sie im Betriebe, so wird der vorgespiegelte Verdienst manchmal nicht zur Hälfte erreicht", bei welchem Anlaß( S. 62/63) die Inspektion den Unternehmern ein träftig Wörtlein ins Stammbuch schreibt. Aus allen abstufung im Duisburger Sparkaffen- Statut. Und zur Kritik der bestehenden Zustände die schonungslose diesen Symptomen läßt sich schließen, wie das Einkommen Kritik der Lahmen. Abhilfemaßregeln des herrschenden der badischen Arbeiter beschaffen ist. Auf die Vorhaltungen in Systems! Die unglaublich laye Durchführung des eigentlichen der schon zitirten Broschüre unseres Genossen Quarck wegen der Arbeiterschutes wurde schon im vorigen Artikel geschildert. Sier schon lange fehlenden erschöpfenden Lohnstatistik erwidert übrigens als Ergänzung die Thatsachen, welche die badische Inspektion der Bericht, es solle, wenn thunlich schon im nächsten über die deutsche Arbeiterversicherung mittheilt, mit der Berichtsjahre versucht werden, derartige Lohngruppirungen man fich offiziell auf Die brüstet. für einen oder den anderen Industriezweig herzustellen." Verwaltung der Krankenkassen wird mehrfach als„ liberal" Das wäre ein weiterer Fortschritt im beschreibenden bezeichnet, einfach weil in ihnen die Arbeiter selbst Haupttheile des Berichts. Und dann die Folgeerscheinungen zu sagen haben, die Herr von Berlepsch so gern aus der Ber- Bon der Wiener Wochenschrift Die Zeit" ift foeben das 85. Heft erschienen. ber ungenügenden Entlohnung. Wenn die badische Inspektion waltung heraus hätte. Aber die berufsgenossenschaftliche Unfallauch gar nichts über die letztere gesagt hätte, fie ginge doch versicherung! Gine ganze, höchst lefenswerthe Studie hat der hervor schon aus der„ ungenügenden Ernährung", die selbst badische Beamte der niederträchtigen Praris der hier verwaltenden von den Arbeitgebern in den verschiedenen Theilen des Unternehmer gewidmet, aus schäbiger Knauferei die Bruchschäden Landes" zugestanden wird, wie die Inspektion berichtet. grundsätzlich nicht mehr als Betriebsunfälle anzuerkennen. Dabei passirt es dem Berichterstatter übrigens, daß er in Das unhaltbare dieses Zustandes wird schonungslos aufgedeckt. dem Bestreben, die Möglichkeit einer billigeren Ernährung darzu Mit auf grund dieser Darlegung ist fürzlich ein hessischer 32 Tene. ( Nachdruck verboten.) Na, fag's nur aussa, ich weiß ja, was D' sagen willst," meinte die Brony in dem treuherzigsten Tone, der ihr zur Verfügung stand. A weng verliedert schaut halt die ganze Wirthschaft aus... Göll fann ja net anders sein. Du hast's ja schon heut' g'sehen, wie viel sich der Bauer um sein' Wirthschaft kümmert. Das i net lach!.. Na, und a Bäuerin ist halt a keine da..." Warum heirath't denn der Bauer net? Er muß doch bald an die Vierzig zui kommen?" Weltausstellungen Thiere schlug mit den Hörnern an die Holzwand oder rieb sich den Kopf an der Heuraufe. In dem alten Gesperre des Daches gab es einen Knacks, dann zitterte wieder ein dumpfer Ton durch das Haus, man konnte nicht sagen, woher er fam. Gegen Mitternacht fuhr Lene mit einem Ruck aus dem Halbschlaf. Im ersten Augenblick wußte sie nicht, wo sie war. Drunten wurde eine Thür zugeschmettert, und zwei Stimmen, eine polternde und eine feifende, machten fich Luft. Der Großknecht warf sich herum, daß die Bettstelle krachte. " Aus dem Inhalt desselben heben wir hervor: Das Meifteriüd tes Grafen Wadent. Wont x, x.- Französische Kolonialpolitik. Aus dem Nachlaffe bes Geh. Justizrathes Dr. Heinrich F. Geffcken. Desterreichische Tarif- Wirren. Bon Alexander Freund. Spekulation und Publikum.( Finanzieller Brief ans Deutschland.) Von S. v. 5. Der römische Grenzpfahl in Deutschland. Von Dr. S. Frankfurter. Akademiter, Profeffor und Zenfor. Von Professor Boris Minzės. Poefte und Leben. Von Hugo von Hofmannsthal. Gibsons Zeichnungen. Bon Theodor Beer. Lyrisches. Hermann Bahr. Die Woche. Bücher. Revue der Revuen. dichte in Profa. Von E. Christomanos. Won Ge wußte kaum, was sie zuerst thun sollte. Für die Schweine und den ganzen Kubstall mit dem Jungvieh trug sie die Verantwortung. Die Häcksel sollte ihr der Großknecht schneiden. Da aber der Bauer nie einen Handschlag that, hatte der Knecht sonst genug zu thun, und oft stand Lene noch bei sinkender Nacht droben auf dem Futterboden und drehte das zweimefferige Schwungrad, bis ihr die Arme herabfielen. War abgefüttert, waren die Kühe gemolken, hatte Lene die Milch abgerahmt, die geringere, die zur Suppe verwendet wurde, von der besseren gesondert, dann mußte sie in die Scheune zum Dreschen. " " „ Der Teufel und seine Lebenstag! Net amal in der " Ja, Moidl, dös ist halt fua a Sach'! Siehst, die er Nacht hat man a Ruh!.... Natürli hat a wieder Die Göpelmaschine gab Wirrstroh, das man nur zum will, mögen ihn net, und die ihn will, hat z'weng Geld. an Mordskanon... Und zankt jekt mit seiner Mutter.. Einstreuen gebrauchen konnte; alles Bänder- und HäckselEr braucht halt eine, die viel Geld, viel und viel Geld A schöne Mett'n!... Jetzt haut er noch d'Gschierbank a stroh mußte mit der Hand gedroschen werden. Beim hat. Sonst ist's g'fehlt..." 3'samm. Herrgott, wenn i nur aus dem Hof wieder Streicher, einem ganzen Hof", konnte nur zu acht geLene schwieg, sie tannte die Verhältnisse nicht, draußen wär' droschen werden, das erforderte die Ehre" des Besizers. außerdem gefiel ihr auch die Vrony nicht be: Lene jagte ein Schauer nach dem anderen über die So wurden zu den sechs Dienstboten jedesmal die beiden sonders: Sie wußte nicht recht, wohin sie die Wirth- Haut, der Augstschweiß brach ihr aus, und sie zitterte an Taglöhnerleute zugezogen und zwei Stroh" zugleich schafterin rechnen sollte, unter die Verwandten, die allen Gliedern. In was für ein Haus war fie da ge- aufgelegt. An jedem standen vier Drescher, zuerst Freundschaft" des Bauers oder unter die Dienstboten. rathen!... schlugen die ersten Vier zu, dann die anderen Wie eine Magd sah sie nicht aus. Sie war etwas größer Am anderen Tage konnten die Dienstboten Hühner- der zweiten Abtheilung, daß ein regelmäßiger Vers zu als die Lene, schlank und mochte hoch in den Zwanzigern fleisch essent, so viel sie wollten. Als der Bauer vollständig Gehör kam, mit acht Hebungen und einer Cäsur in der fein. Schwer gearbeitet hatte sie wohl noch nie. Aber die betrunken in der Nacht nach Hause gekommen war, hatte Mitte. Zwischen den beiden Dreschergruppen häuften sich die alte Bäuerin sah sie kaum von der Seite an, und die er seine Mutter geweckt und eine Gierspeise verlangt. Die enthülsten Körner zu einem langen Beete. Lene verglich andern Dienstboten behandelten sie wie ihresgleichen. Lene alte Frau wollte ihre Ruhe haben und sagte, die Hühner dieses Dreschen mit der Art und Weise, wie sie im Flaugerbeschloß, das nächste Mal ihre Tante zu fragen, wer die hätten in diesem Jahre noch nicht gelegt. Mit dem Lichte hof hatte dreinschlagen müssen, und es tam ihr beinahe wie Bronn sei und woher sie stamme. Die mußte es wissen, die in der Hand stürzte der Bauer nach der Hühnersteige. Hoch- eine Spielerei vor, so leicht ging es ihr von der Hand. kannte ja das halbe Egerland. deutsch, wie er immer redete, wenn er betrunken war, Der Auswärts" brachte Lene neue Arbeit. Die meisten schrie er: der Kühe hatten gefalbt, die Milch und Butter konnte im Was brauchen wir Hühner, wenn sie keine Eier Hauswesen nicht mehr bewältigt werden, das ganze legen!" griff durch die Lücken der Steige und riß all den Taubenhaus stat voll junger Vögel. Da die Kleinmagd Hühnern, die er erreichen konnte, die Köpfe ab. Seine verhältnißmäßig schwach war, mußte Lene 34 Mutter hätte keine Bäuerin sein müssen, um dieses unsinnige Markte gehen". Am frühen Morgen hob ihr die WirthGethue ruhig mit anzusehen. schafterin den mit blechernen Milchkrügen ganz vollgestopften Korb auf den Rücken, band an die rückwärtige Handhabe den Sack, in welchem die jungen Tauben gigerten, und Das machte den Bauer noch wüthender. Einen ganzen rechnete ihr schnell noch einmal vor, wie viel Geld sie für Arm voll thöneruer Schüsseln und Teller nahm er aus die Butter, den Weißtäse, die Eier, die Milch und die der Geschirrbaut und warf sie in die Stube, vorn beim Tauben mitbringen sollte. Lene griff nach dem langen Ofen, wo sie mit Ziegeln gepflastert war. Mit einem Haselnußstecken, den sie sich hatte vom Großknecht schneiden Ausschrei verstummte die alte Bäuerin. Der Streicher laffen, und keuchte los. feuerte auch noch das Licht in die Scherben, dann fiel er ins Bett. Die erste Nacht, die Lene im Streicher- Hof verbrachte, fand sie keinen Schlaf; die Wirthschafterin hatte sie länger zurückbehalten und ihr die Pflichten und Obliegenheiten, die fie fünftighin zu erfüllen hatte, auseinandergesetzt. Als sie den Boden betrat, waren die Andern schon zu Bette gegangen. Von der Seite der Knechte kam ein Geräusch wie das Geknirsch von verschieden großen Sägen. Lene zog das Ueberbett bis zum Munde herauf und starrte ins Dunkle. Durch die Fenster fiel etwas Schneelicht, wie leises Dämmern. Plöglich vernahm fie zu ihrer Linken eine Flüsterstimme: " Waberl, bist no munter?" Ja, was willst D' denn?" Die Antwort flaug rauh, wie aus einer Bubenkehle. Hast D's g'seh'n, wie sich heut da Girgl d' Huas'n a'riffen hat?" Dös is a wos?!..." " Ja, aber... " Bfuff elender!" treischte sie weinend, Du bist ja dem Teufel' schlecht!" Hinter dem Dorfe erwarteten sie die Mägde aus den anderen Höfen, die ebenfalls zu Markte gingen. Eine Lene war als Magd schlechthin gedungen worden. Man hinter der andern stapften sie dahin, bald war ein Gespräch hatte ihr gesagt, sie würde überall mit zugreifen müssen, im Gange, und alle Neuigkeiten wurden ausgekramt. In Das Geflüster wurde noch gedämpfter, dann praffelte wo es nöthig sei. Dafür erhalte sie aber auch einen Jahres jedem Dorfe, durch das sie kamen, schlossen sich ihnen ein zweistimmiges Richern auf. John von vierzig Gulden. Und das sei doch ein schönes neue Marktgeherinnen an, und als sie nach zwei Sofort kam von der anderen Seite ein grobes Knurren Geld für ein Mädel von siebzehn Jahren. Aelter sei sie Stunden in Eger einzogen, waren sie mehr als ein herüber. doch nicht, wenn sie auch ausschaue wie eine mit zwanzig. Dußend. Auf dem Marktplatz, auf auf der linken " Saumenscha! Net amal in da Nacht könnans ihre Lene war auf die Bedingungen, welche die alte Botenfrau Seite des alten Häuserkaftens, den man das„ Stöckl" nennt, Loferu halten. Wenn net glei( ch) a Ruh wird, fomm i üwi als Vermittlerin überbrachte, eingegangen, Schon nach traten sie zu den anderen Mägden, die bereits in zwei n hau enk an d' Wänd einigen Tagen merkte sie, daß das" Mitzugreifen" recht viel Reihen mit den Gesichtern gegeneinander Aufstellung geDas Geflüster verstummte. Vom Ochsenstall herauf Arbeit bedeutete. Im Grunde genommen mußte sie all die nommen hatten, ftellten ihre Körbe vor sich hin und ertönte von Zeit zu Zeit das Klirren einer Kette, eines der Arbeiten verrichten, die sonst der Großmagd zufielen. Sie warteten die Käuferinnen ( Fortsegung folgt.) Goldarbeiter H. Gottschalk, 37. Admiralstrasse 37. Uhrmacher Reichhaltigste Auswahl in Gold-, Silber-, Alfénidewaaren, Uhren, Regulatoren, Wecker. Feffe, billige Preise. Trauringe, 2 Dukaten schwer, reell 900 gestempelt, 20 Mark. Central- Leihhaus, Jägerstrasse 72, Institut für Gelegenheitskäufe, einzig in seiner Art in Berlin. Zwischen Kanonier- n. 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Wie schon im vorigen Jahre, so nehme ich auch jetzt wieder, bei Beginn der Sommer- Saison, Veranlassung zu betonen, daß reelle Waaren reelles Geld foften. Denn immer wieder versucht es die eine oder andere Firma, dem Publikum Sand in die Augen zu streuen und Waaren als gut und billig zu empfehlen, die jeder Fachmann trotz der billigen Aupreifung immer noch als viel zu theuer erfenut. Deshalb richte ich an das verehrliche Bublifum im eigensten Interesse die Aufforderung: stets unr in renommirten Geschäften zu kaufen. Ein zufriedener Kunde ist die beste Empfehlung. Der langjährige gute Ruf meiner Firma ist eine Folge der gewissenhaften Bedienung meiner weit verbreiteten Kundschaft. Somit gehört auch mein Geschäft zu den bestrenommirtesten des Süd- Ostens. Meine 5 großen Schaufenster Köpnickerstraße 121, Ecfe Wichaeltirchstraße, zeigen den Baffanten reelle Waaren zu reellen Preisen. Auf jedem Stück in der Auslage befindet sich der feste Preis deutlich in Zahlen vermerkt. Die zu verkaufenden Garderoben find genau ausfalkulirt und ist der Nutzen hierbei, meinem großen Umsatz entsprechend, ein nur mäßiger. Die ausgestellten Kleidungsstücke sind in allen Größen( auch für ganz starke Figuren) am Lager vor handen. So bedeutend wie in fertiger Herren- und Knaben- Garderobe, ebenso überraschend reichhaltig ist auch mein Lager in- und ausländischer Stoffe zur Anfertigung nach Maak. Die Werkstatt befindet sich im Hause, und wird jeder Auftrag in fürzester Zeit, wenn nöthig, binnen 12 Stunden ausgeführt. Zur Bequemlichkeit und ungenirten Anprobe sind Ankleide- Rabinete vorhanden. Ich lade ergebenft zur Besichtigung meiner Geschäftsräume und ausgestellten Waaren ein und gebe mich der Hoffnung hin, daß die Ueberzeugung von der wirklich reellen Bedienung, der vorzüglichen Qualität meiner Stoffe und dem tadellosen Sitz der Kleidungsstücke meinem altrenommirten Geschäft viele neue Kunden zuführen und so meinen Sieg über die unreelle Konkurrenz in dieser Gegend zu einem vollständigen machen wird. Hochachtungsvoll Karl Zobel, Herren- und Knaben- Garderoben- Geschäft, Berlin SO., Köpnickerstr. 121, Auf der Berliner Gewerbe- Ausstellung: Gruppe II, Saal C, Nr. 60%, Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Vading in Berlin,