BERLIN Sonnabend 28.»5 1931 10 Pf. Nr. 148 B 74 4«. Jahrgang LrscheinttiKlichaußerSsvutags. Zugleich Abendautgabe bei.Vorwärts'. Bezugspreis beide Ausgaben SS Pf. pro Woche, pro Monat. Redaktion und Expedition: BerlinSWSS.Lindenstr.Z Fernsprecher: Dönhoff 292—297 fftärWasfa Anzeigenpreis: Die eiuspoltigeNonpareillezeile 80 Pf., Reklamezeile 5 M. Ermäßigungen nach Tarif. PvKscheckkonto: Vonvärts-Derlag G.m. b.H.. Berlin Nr. 37 536.— Der Verlag behält(ich da« Recht der Ablehnung«icht genehmer Anzeigen»orl AoivewrdniW über VersamilMMN Kampf gegen Ausschreitungen im politischen Leben Der Reichspräsident hat eine Verordnung auf Grund des Artikels 48 erlassen, die den politischen Ausschrei» t u n g e n entgegenwirken will. An sich kann nicht der ge- ringste Zweifel daran bestehen, daß Maßnahmen zum Schutz oonLebenundGesundheitim politischen Kampf not- wendig geworden sind. Dafür haben jene extremen Parteien gesorgt, die den politischen Kampf zu einer Rauferei mit Dolch und Revolver erniedrigt haben. Als vor kurzem in Hamburg das kommunistische Bürger- schaftsmitglied Henning von Nationalsozialisten überfallen und in viehischer Weise abgeschlachtet wurde, nahm der Reichs- tag auf sozialdemokratischen Antrag eine Entschließung an, die ein Gesetz zur schärferen Bestrafung der Aufforderung zum Morde verlangte. Ein Gesetz zur Verschärfung der W a f f e n- Vorschriften ist vom Reichstag noch erledigt worden. Nationalsozialisten und Kommunisten haben kein Recht, sich über die neue Borordnung zu beklagen. Denn erstens haben sie selbst die Zustande herbeigeführt, die zu neuen Maßnahmen geradezu zwingen, und zweitens sind sie entschlossen, wann und wo sie. zur Herrfchaft kommen. Bor- schriften zu erlassen,.denen gegenüber die soeben herausge- kommcnen die. reinste Harmlosigkeit sind Äst also die Absicht, von der die Verordnung ausgeht, zu billigen,� so dürfen wir uns Kritik im einzelnen vorbehalten. Schon jetzt kann gesagt werden, daß dos starke Hervorheben des R e l i g i o n s f ch u tz e s den Zentrumseinfluß deutlich er- keimen läßt. � � Im übrigen wird die Ausführung in der Hand der Landesbehörden liegen. Dos politische Kräfteverhältnis in den Ländern gewinnt damit erhöhte Bedeutung. Was eine reaktionäre Landesregierung aus dieser Verord- nung machen könnte— das kann man sich mit Schrecken vorstcllcir. Wortlaut der Verordnung. Abschuill I. 8 l. t. Oeftenttiche politische Versammlungen sowie olle Versammlungen und Auszüge uuler freiem Himmel müssen spätestens 24 Stunden vorher unter Angabe des Ories. der Zeil und des Verhandlungsgegenstandes der Ortspolizeibehörde angemeldet werden. Sie können verboten werden, wenn nach den Um- standen zu besorgen ist, 1. daß zum Ungehorsam gegen Gesetze oder rechts- gültige Verordnungen oder die innerhalb ihrer Zuftändigleit ge- trofsenen Anordnungen der verfassungsmäßigen Regierung oder der Behörden aufgefordert oder angereizt wird oder 2. daß Organe, Einrichtungen, Behörden odcrleitcnde Beamte des Staates beschimpft oder böswillig verächtlich gemacht werden oder' 3. daß eine Religionsgei ellschaft des öffentliche» Rechts, ihr« Einrichtungen, Gebrauche oder Gegenstände ihrer religiösen Verehrung beschiinpft oder böswillig verächtlich gemocht werden oder 4. daß in sonstiger Weise die öffentliche Sicherheit oder Ordnung gefährdet wird. 2. Statt des Verbotes kannn eine Genehmigung unter Auflagen erfolgen. 3. Ausgenommen sind gewöhnliche Leichenbegängnisse, die her- gebrachte Züge von Hochzeitsgesellschaften, kirchliche Prozessionen, Bittgänge und Wallfahrten. 8 2. Mit Gefängnis nicht unter drei Monaten, neben dem auf Geldstrafe erkannt werden kann, wird, soweit nicht die Tat nach anderen Vorschriften mit einer höheren Strafe bedroht ist, bestrast: 1. wer ohne die nach Z 1 erforderlich« Anmeldung oder in ab- sichtlicher Abweichung von den in der Anmeldung gemachten Angaben oder unter Zuwiderhandlung gegen ein Verbat oder eine Auf- lag« eine Versammlung oder einen Aufzug veranstaltet oder leitet oder dabei als Redner auftritt: 2. wer öffentlich zu einer Gewalttat gegen emc bestimmte Person l Frick in Röten „Zhr sollt auf meine Worte schonen und nicht auf meine Taten'" oder ollgemeln zu Gewalttätigkeiten gegen Personen oder Sachen ausfordert oder anreizt. 8 3.- Iver an einer verbotenen Versammlung keil- nimmt oder den Raum sür sie zur Verfügung stellt, wird mit Ge- fängnis oder mit Geldstrafe bestraft. 8 4. 1. Die Vorschriften des§ 1 gelten entsprechend für Personen- fahrten auf L a st w a g e n, die von Mitgliedern politischer Per- eimgungen oder zu politischen Zwecken unternommen werden. 2. Wer ohne die nach Abs. 1 erforderliche Anmeldung oder in absichtlicher Abweichung von den in der Anmeldung gemachten Angaben oder unter Zuwiderhandlung gegen ein Verbot oder eine Auflage eine Lastwagcnsohrt veranstaltet, wird mit Gefängnis nicht unter drei Monaten bestraft: daneben kann auf Geldstrafe erkannt werden. 3. Wer cm einer verbotenen La st wage»fahrt teilnimmt oder den Wagen sür sie zur Verfügung stellt, wird mit Gefängnis oder mit Geldstrafe bestraft. 4. Wird zu einer nicht angemeldeten oder verbotenen Fahrt ein Lastkraftwagen benutzt, so kann seine polizeiliche Zulassung bis zur Dauer eines Jahres entzogen werden. 8 s- DJer eine Schußwasseunbefuglführl und eine Gewalt- tätigkeil mit ihr gegen einen anderen begeht oder ihm androht, wird. soweit nicht die Tal nach anderen Vorschriften mit einer höheren Strafe bedroht ist. mik Gefängnis nicht unter sechs via. n a k e n bestraft: daneben kann aus Geldstrafe erkannt werden. 8 K- Versammlungen und Aufzüge der im§ 1 bezeichneten Art können a u f g e l ö st werden, 1. wenn sie entgegen der Vorschrift des§ 1 nicht angemeldet oder wen» sie verboten sind, 2. wenn von den Angaben der Anmeldung absichtlich abgewichen oder wenn einer Auflage zuwidergehandelt wird, 3. wenn in ihnen eine der in 8 1 Abs. 1 Nr. 1 bis 3,§ 2 Nr. 2, § Z bezeichneten Handlungen begangen wird oder dem§ 13 Abf. 2 Satz 1 des Reichsvereinsgesetzes zuwidergehandelt wird, 4. wenn in ihrem Verlauf die öffentliche Sicherheit oder Ord- nung gefährdet wird. § 7. Vereinigungen, deren vlitglieder wiederholt gegen die §§ 2 bis 5 dieser Verordnung, gegen 8 107a des Strafgesehbuches oder gegen 8 3 des Gesetzes gegen Masfenmißbrauch vom 2S. März lS3l(Reichsgefehbl. I S. 77) verstoßen haben und in denen solche Handlungen gebilligt oder geduldet werden, tönuen aufgelöst werden. Wer sich an ein« hiernach ausgelösten Vereinigung al» Mitglied beteiligt od« sie aus andere Weise unvrflntzl od« den durch die Vereinigung geschaffenen organisatorischen Zusammen. halt weil« aufrecht erhält, wird mit Gefängnis nicht unter drei Monaten bestraft, soweit nicht die Tot nach anderen Vor. schriften mit ein« höheren Strafe bedroht ist. 8 8- Für politische Vereinigungen kann das Tragen einheit-- licher Kleidung oder Abzeichen verboten werden. Das Verbot kann sich aus das Tragen bei bestimmten Gelegen- Herten beschränken. Wer eine verbotene Kleidung oder ein ver» bodenes Abzeichen trägt, wird mit Gefängnis nicht unter einem Monat, wem, mildernde Umstände vorhanden sind, mit Geldstrafe bestraft soweit nicht die Tat nach anderen Vorschriften mit einer höheren Strafe bedroht ist. 8 9. Äst eine Versammlung verboten oder für aufgelöst erklärt oder ist gemäß§ 4 Abs. 1 eine Persoi«nfahrt auf Lastwagen verboten worden, so. hat die Polizeibehörde dem Leiter oder Veranstalter der VersPMNlung oder der Fahrt die mit Tatsachen zu belegenden Gründe der Anordnung schriftlich mitzuteilen, falls er dies binnen drei Tagen bcontrogt. Abschnitt II. 8 10. 1. Plakate und Flugblätter, deren Inhalt geeignet ist, die öffentliche Sicherheit oder Ordnung zu gefährden, können poliztilich beschlagnahmt und eingezogen werden. 2. Plakate und Flugblätter politischen Inhalts sirtd mindestens 24 Stunden, ehe sie an oder auf öffentlichen Wegen, Straßen oder Plätzen angeschlagen, ausgestellt, verbreitet oder sonst der Oeffentlichkeit zugänglich gemacht werden, der zuständigen P o l i- zeibehörde zur Kenntnisnahme vorzuleg'en. Pia- kate und Fluglbläitcr. die entgegen dieser Vorschrift der Oeffentllch- keit zugänglich gemacht werden, können polizeilich beschlagnahmt und eingezogen werden. 3. Die öffentliche Ankündigung politisch« versomm-c langen darf nur die zur Bekanntgabe der Versammlung erforder. lichen sachlichen Angaben über Ork und Zeit der Versammlung, Veranstalter. Teilnehm«. Redn«. Vortragsgegenstand. Aussprache und Eintrittsgeld entHallen. Vlakate und Alugblätler. in denen unl« V«lehung dieser Vorschrifi politische Versammlungen öffentlich angekündigt werden, können polizeilich beschlagnahmt und eingezogen nwrden. 8 II- 1. Wer Plakate und Flugblätter politischen Inhalts an od« auf öffentlichen Wegen, Straßen oder Plätzen anschlägt, ausstellt, verbreitet od« sonst der Oeffentlichkeit zugänglich macht, die nicht mindestens 24 Stunden vorher der zuständigen Behörde zur Kennt- nisnahme vorgelegt' worden sind, wird mit Gefängnis bis zu drei Monaten oder mit Geldstrafe bestraft. 2. Ebenso wird bestraft, wer der Vorschrift des§ 10 Abf. 3 zuwider eine politische Versammlung öffentlich ankündigt. 8 12- 1. Druckschriften, in denen eine Kundgebung der im ß l Llbs. 1 Nr. 1 bis 3 bezeichneten Art enthalten ist, können polizeilich be ichlag nahmt und eingezogen werden. 2. Handelt es sich um periodische Druckschriften, so können sie. wenn es Tageszeitungen find, bisauf die Dauer von 8 Wochen, in anderen Fällen bis auf die Dauer von 0 Monaten verboten werden. Für die gleiche Dauer können periodische Druckschriften verboten werden, als deren verantwortlicher Schriftleiter dem Verbot des Reichsgesetzes vom 4. Marz 1931 (Reichsgesctzblatt I S. 29) zuwider jemand bestellt oder benams ist, der nicht oder nur mit besonderer Zustimmung oder Genehmigung strafrechtlich verfolgt werben kann. 3. Das auf Grund dieser Vorschrift oder auf Grund des 8 13 des Gesetzes zum Schutze der Republik vom 23. März 1930(Reichs- gesctzülart I S. 9l) erlassene Verbot umfaßt auch die in demselben Verlag erscheinenden K o p s blatte r der Zeitung sowie jede angeb- lich neue Druckschrift, die sich sachlich als die alte darstellt oder als ihr Ersatz anzusehen ist. Abschnitt III. 8 13. 1. Zuständig sür die in den§§ 1, 6, 10, 12 Abs. 1 dieser Verordnung zugelassenen polizeilichen Maßnahmen sind, soweit die obersten Landesbehörden nichts anderes bestimmen, die Orts- Polizeibehörden. Zuständig für die in den§8 7, 8, 12 Abs. 2 Englan d/ Völkerbund/ Zollunion Die Komödie der Irrungen— Oer Ausweg über den Rat dieser Verordnung zugelassenen Aiaßnahwen sind die obersten Landesbehörden oder die von ihnen bestimmten Stellen. Gegen die getroffene Maßnahme ist in den Fällen der ZA 1, 6, 10, 12 Abf. 1 die Anfechtung nach den Bestimmungen des Landesrechts, in allen übrigen Fällen die Beschwerde an«inen vom Präsidium zu be- stimmenden Senat des Reichsgerichts gegeben. Die Einlegung der Rechtsmittel hat keine aufschiebende Wirkung. Die Beschwerde ist in den Fällen der§Z 7. 8, 12 Abs. 2 bei der Stelle einzureichen, gegen deren Anordnung sie gerichtet ist. Diese hat sie unverzüglich der obersten Landesbehörde vorzulegen. chllst diese der Beschwerde»uht ab, so hat sie sie unverzüglich an den Reichsminister des Innern weiterzuleiten. Der Reichsmiulster des Innern kann der Beschwerde abhelfen, andernfalls hat er sie unverzüglich dem Senatdes Reichsgerichts zur Entscheidung vorzulegen. Gegen eine Entscheidung d.'S Reichsmmisters des Innern, die der Beschw«rde abhilft, kann die oberste Landesbehörde die Entscheidung des Senats des Reichsgerichts anrufen. 3. Der Reichsminister des Innern kann die ober st«Landes- behörde um eine der in den§8 7, 8. 12 Abs. 2 bezeichneten Maß- nahmen ersuchen. Glaubt die oberste Landeebehörd« einem solchen Ersuchen nicht entsprechen zu können, so teilt sie dies unver- züglich auf telegraphischem oder telephonischem Wege, spätestens aber am zweiten Tage nach Empfang des Ersuchens dem Reichs- minister des Innern mit und ruft gleichzeitig auf demselben Wege die Entscheidung des Senats des Reichsgerichts an. Entscheidet dieser für die Aulässigkeit der Maßnahme, so hat die oberste Landesbehörde dem Ersuchen sofort zu entsprechen. Einer Beschwerde gegen eine auf Ersuchen des Reichsministers des Innern angeordneten Maßnahme kann die oberste Landesbehörde nicht ab- Helsen. 8 U 1.)llr Aburteilung der In dieser Verordnung mit Strafe bedrohten Handlungen ist das Verfahrea uach ß 212 der Strafprozeß- Ordnung auch dann zulässig, wenn der Beschuldigte sich weder freiwillig stellt noch infolge einer vorläufigen Jesk- «ahme dem Gericht vorgeführt wird. 2. Dasselb« gilt für alle übrigen zur Zuständigkeit der Amts- gerichte gehörenden strafbaren Handlungen, die an öffentlichen Orten, in Versammlungen oder durch Verbreitung oder Anschlag von Schriften, Abbildungen oder Darstellungen begangen worden sind. 3. Solange in einem Verfahren, das wegen der in den Absätzen 1 und 2 bezeichneten strafbaren Handlungen nach§ 212 der Straf- Prozeßordnung«ingeleitet ist, ein Urteil noä) nicht erlassen ist, kann das Gericht die Sache als zur Verhandlung in diesem Verfahren un- geeignet an die Staatsanwaltschaft zurückverweisen; geschieht das, so gilt die öffentliche Klag« als nicht erhoben. Der Beschluß ist nicht anfechtbar. 8 15. 1. Die zur D u r ch f ü h r u n g dieser Verordnung erforderlichen Maßnahmen trifft der Reichsminister des Innern, und zwar soweit es sich um Vorschriften über das Verfahren vor d«m Senat des Reichsgerichts handelt, im Einvernehmen mit dem Reichsmimster der Justiz. Er kann, soweit er es für erforderlich hält, R i ch t- ltnien für die handhabung der Verordnung erlassen. 2. Der Kreis der leitenden Beamten im Sinne dieser Verordnung(§ 1 Abs. 1 Nr. 2) wird, soweit es sich um Reichsbsamte handelt, von dem Reichsminister des Innern, soweit es sich um Landesbeamte handelt, von den Landesregierungen bestimmt. 3. Der Reichsmimster des Innern kann die Vorschrift des 8 1 Abs. 1 Nr. 3, soweit ein Vedürfnis besteht, auch auf andere Religionsgesellschaften und auf Vereinigungen, die sich die gemeinschaftliche Pfleg« einer Weltanschauung zur Ausgabe machen, für entsprechend anwendbar Erklären. 8 m Die in Artikel 48 Abs. 2 der Reichsoerfassung genannten Grund» rechte werden für di« Geltungsdauer dieser Verordnung in dem zu ihrer Durchführung erforderlichen Umfange außer Kraft gesetzt. 8 17. Diese Verordnung tritt mit Ausnahme der 88 1. 10 Abs. 2 und 3 mit ihrer Verkündung in Kraft. Die Vorschriften der 8 1. 10 Abs. 2, 3 treten mit Beginn des dritten Tages nach der Verkündung in Kraft. Der Reichspräsident. gez. von hindenburg. Der Reichskanzler. gez. Dr. Brüning. Der Reichsminifler de» Zanern. gez. Dr. Wirth. Regierungserklärung zur Erläuierung. Aus Anlaß dieser Notverordnung werden vom Reichsinnen- minfftcrium oll die traurigen Vorgänge und Erscheinungen be- zeichnet, die seit längerer Zell Deutschland als ein Land hinstellen, in das«in schwerer Einbruch von Unkultur erfolgt ist. Neben den wörtlichen und tätlichen Ausschreitungen hat beson- ders die heftige antireligiöse Agitation diese Verordnung veranlaßt. Die testenden Körperschaften der christlichen Kirchen und auch des israelitischen Glaubens haben wiederHoll di« Reichspegierung und auch den Reichspräsidenten um Schutz gegen diese Beschimpfungen ihres Glaubens, des Gottesbegriffs, der Glaubens ei nrichtunzen usw. angerufen und der Reichspräsident hat sich wiederholt erkundigt, was denn dagegen geschehe. Auch die antisemitische chetze gehört ziz den Anlässen dieser Verordnung, die mll voller Zustimmung der Innenminister der größten deutschen Länder ausgearbeitet worden ist. die vor kurzem die bekannte Konferenz mst dem Reichsinnemninister in Berlin ab- geHallen haben. Es wird hervorgehoben, daß besonders mit dem preußischen Innenminister Seoering volles Einvernehmen besteht. Unmittelbare Veranlassung der Verordnung scheint die An- kündigung kommunistisch-antireligiöser Versammlungen zu Ostern gewesen zu sein. Aber auch das Bevorstehen verschiedener Wahlen, so in Oldenburg, hat Maßnahmen notwendig gemacht, di« dazu beitragen sollen, den Kamps der Parteien und Weltanschauungen wieder zum geistigen Kamps zu machen. Im Artikel 16 der Per- ordnung ist gesagt, daß die verfassungsmäßigen Grundrechte soweit aufgehoben werden, als es zur Durchführung der Notoerordnung angebrecht erscheine. Auf eine Frage hat das zuständige Reichsinnemniniste» rium ausdrücklich geantwortet, daß das verfassungsmäßige Brief-, Telegramm- und Telephongeheimnis nicht darunter fällt, also auch seine teilweise Aufhebung nicht erfolgt. Noch am heutigen Tage wird der Reichstnnenminifter an die London, 28. März. Außenminister chenderson nahm am Freitag, unmittelbar nach seiner Rückkehr aus Paris, mst leitenden Beamten des Foreign Office die Besprechungen über die durch die Ablehnung des chendersonschen Vorschlages seitens der deutschen Regierung geschaf» fene Lage auf. Wie der diplomatische KorrespondeM des.Daily Herald" mitteilt, sind bisher noch keinerlei neue Beschlüsse üher die Haltung Englands zu dem deutsch-österreichischen Abkommen gefaßt worden. Der Korrespondent hält es jedoch für wahrscheinlich, daß die englische Regierung ungeachtet der deutschen Haltung die An- gelegenheit auf die Tagesordnung der M a i s i tz u n g des Völker- bundsrales setzen lassen will. Im übrigen habe man hier aber die Hoffnung nicht aufgegeben, daß die deutsche Regierung doch noch den Dorschlag Hcndersous annehmen werde.„Daily Herald" erklärt in diesem Zusammenhang, man hahe in Berlin anscheinend noch nicht in vollem Maße erkannt, daß die englische Regierung keines- we g s eine Prüfung des deutsch-österreichischen Zollabkommens nach politischen Gesichtspunkten hin durch den Dölterbundsrat vorschlage. Der Völkerbundsrat würde sich lediglich mit der technischen Seite des Abkommens zu beschäftigen haben und die ganze Frag» werde wahrscheinlich dem Haager S ch i« d s g c r i ch t zur Enlschci- dung unterbreitet werden. Die. Komödie der Irrungen um die deutsch-österreichifche Zoll- union ist. wie sich aus der vorstehenden Meldung ergibt, noch immer nicht beendet. Verantwortlich dafür sind in hohem Maße recht törichte Auslegungsstrestigkeiten. Die Wikhelmstraß« hotte erklärt. daß Deutschland eine Behandlung der Frage im Völtcrbund?rat mit politischen Gesichtspunkten nicht für zukssig Halls— damit sollte gemeint sein, eine Behandlung noch Artikel 11 oder 15 der Satzung. Gewiß ist es richtig, sich gegen eine Behandlung der Frage als einer„Kriegsdrohung" gemäß Artikel 11 Absatz 1 zu wenden, so wie es„Pertinax" gefordert hatte. Auf der anderen Seite.scheint man sich nicht darüber klar zu sei», daß einer An- Wendung des Absatz 2 des Artikels 11 nach den Präzedenzfällen nichts Stichhaltiges entgegenzustellen ist. Absatz 2 besagt nämlich, daß ..jeder Umstand, de? von Einfluß ans die lnfcmalbmrlcn Beziehungen fein kann". der Ausmerksamkest des Rates unterbreitet werden kann— daher ist z. B. die Rechtsordnung der A lo Nd s- I nf e ln. der berühmte rumänisch-ungarische Optanten st reit, und der Strest- leitenden Stellen der verschiedenen Rekigionsgenossenschastcn das wiederHoll« Ersuchen richten, dahin zu arbesten, daß in den Gottes- Häusern usw. die Polemik gegen Dissidenten in jener einwandfreien Form gehalten werden, wie sie die Ver« fassung auch für Antitirchenpropaganda gestattet. In B e r l i n hatten die Kommunisten bereits eine ganze Anzahl Soolversammlungen gegen die Feier des Karfreitags und des Oster- festes angekündigt, während bisher ein verbot von Versammlungen in geschlossenen Räumen rechtlich kaum möglich war. dürfte auf Grund der Notverordnung das Verbot dieser Versammlungen er- gehen. Rundtelegramm Wirths. Reichsinnemninister Dr. Wirth hat an die Innenminister der Länder folgendes Rundtelegramm gerichtet: „Auf Grund des Arttkcls 43 der Reichsoerfassung hat der Herr Reichspräsident heute eine Berordnung zur Bekämpfung politischer Ausschreitunzen erlassen. Danach können die das christliche Empfinden schwer verletzenden kommunistischen Anti- Osterkundgebungen, insbesondere Fahrten, verhindert wechcn. Ick, darf Ure besondere Ausmerksamkest aus die politische Bedeutung der Verhinderung dieser Fahrten lenken." Zum Tode Hermann Müllers. Frau Hermann Müller bittet uns mn Veröffentlichung folgender Notiz: Zum Hinscheiden meines geliebten Mannes sind mir aus allen Kreisen des In- und Auslandes so zahlreiche Bekundungen auf- richtigen Mitgefühls zugegangen, daß ich nur auf diesem Wege meinen herzlichsten Dank aussprechen kann. Besonders danke ich allen Teilnehmern an der letzten Ehrung des Toten. Gottliebe Müller. Von Oingeldey bis Kränzen. Oer �eaktionsblock von Vraunfchweig. Braunschweig. 28. März.(Eigenbericht.) Sonnabendmittag verabschiedete der Braunschweigische Landtag mit 21 Stimmen der vereinigten Bürgerlichen und Nazi einschließlich des jungdeutschen Abgeordneten Schra. der den neuen Etat. Di« Opposition zählte 18 Stimmen, da ein sozialdemokratischer Abgeordneter wegen Kranthest fehlte. In der heutigen Sitzung war«in sozialdemokratischer Antrag auf Erhöhung der für Bauzwecke vorgesehenen ungenügenden Mittel von 2 aus 4 Millionen Mark mit derselben Mehrheit abgelehnt worden. Der neue Etat ist in jeder Beziehung volksfeindlich, da oi« Einsparungen hauptsächlich an den Sozial- aufwendungen, auf dem Gebiet der Volksschulen und an den Löhnen der Staatsarbeiter, gemacht werden. Ley verhastet. Statt in die Versammlung muß er ins Kittchen. Köln. 28. März. Der nationalsozialistische Reichstagsabgeordnete Dr. L s y, der Gaulester der rheinischen Nationalsozialisten, wurde am Frestag auf dem Weg« zu einer nationalsozialistischen Versammlung in Köln-Deutz von der Kölner Kriminalpolizei ver- haftet. Dr. Ley wurde ins Gefängnis übergeführt zur Ver» büßung einer vierwöchigen Gesängnisstras«, die er wegen Beleidi« gung durch die Press« erhalten hatte. fall über den auf der Dulkanwerft für Griechenland gebauten Kreuzer„Selamis" von den Rat gebracht worden. Die Reichsregie- rung wäre schlecht beraten, wenn sie aus einer„Rechtsauf- fassung" heraus, di« die Wirklichkest der Lölkerbundspraxis nicht klar vor Augen hat. sich weigern würde, die Zollunion international behandeln zu lassen. Da außerdem das Genfer Protokoll von 1922 über die österreichische Anleihe sowieso die Besassung des Rates mst der Eiche- rung der Anleihegläubiger vorsieht, sst auch aus diesem Grunde die Prüfung der Angelegenheit durch den Rat eine Selbstverständlichkeit, Sie ist sogar so selbstverständlich, daß auch das Kommunique vom Mittwochabend über die Unterredung Brüning mit dem britischen Botschafter diesen Weg als Möglichkest offen ließ. Man kann der Reichsregierung in ihrem eigenen Interesse nur raten, daß sie ertlich auch der Oeffenllichkest es als ihre von jeher gehabte Meinung klar werden läßt, daß sie gegen eine Völkerbunds- beratung schon deshalb nichts einzuwenden hat, weil auch ihr daran gelegen sein muß. Europa für die rechtliche Zulässigkeit und wirtschaftliche Zweckmäßigkeit der deutsch-öster- reichijchen Zollunion zu gewinnen. Daß dabei ein„juristisches" Gutachten durch den Haager Ee> richtshof im Interesse der.Sache unerwünscht ist, haben wir schon vorgestern abend ausgeführt— es würde die Unterzeichnung hinaus- zögern und die Atmosphäre vergiften. Andererseits braucht als Mitglied des Rates Deutschland doch die Erneuerung des Anschlußverbots von 1922 nicht fürchten. Das Genfer Anleihe- Protokoll von damals ist ohne Deutschland zustange gekommen, Nichts wäre wünschenswerter, als daß es jetzt m i t Deutschland eine Interpretation erhall, die die Bildung des Kernes europäischer Wirtschaftseinheit nicht aufhäll, sondern fördert. Die Kleine Enienie vorverlegi. Anfang April Tagung gegen unsere Zollunion. Pari?, 28. März. Der Korrespondent des..Petit Parisien' in Belgrad berichtet seinem Blatt, daß die für Mai in Hertulesbod'in Rumänien ge- plante Besprechung der Außenminister der Kleinen Entente, die sich mit den deutsch-österreichischen Zollvereinbarungen beschäftigen wird, auf Anfang April vorverlegt worden sei. Zu Tode gerast. (Schweres Mo schwach- Geschlecht.— Deutsche, Tb«at«r! Der Launtmann von .«ovenick.— Aammerlxielc: Bi» 31. Diese alte Canaille! Ab 1. av'chlosscn.— Die Ztomädic:«lommt-in Bossel ssesloaen.— Theatrr in dar Strcsema»»- strahr: Bi» 1. Amvbilrnon 33. 2. oetchlossen. Ad 4. Gestern und beute.— Zlomödierhav»! Eine lönissliche ffamilic.— Grone, Schauspielbaus: gm weißen Ritfn.— Komische Oper: Peopina.— Deutschez ltuustlertbeatei: Ritter Blaubart» achte ssrau. 2«. 12 Ubr. Täw«:.Darntbca W>u.— Ranaiffanee-Tbeater: 29. Durchaus unarlaudt. 30., 31. aeschlossen. Ad 1. chell- leberej.— Theater in der BeHrcnftrah«.'3—«4! Die SIllckssträbnc.— Metropol' Theater: Da» Veilchen non Montmartre.— Reue, Theater am Zoo: Bi, 2. Poruntersuchung.— Die Tribüne: Bis 2. Liebe. Mord und Attobdl. Ad 4. Da» Märchen von der glederwaus.— Rulc-TH-oter: Dir gaschi nasse?.— Casino. Theater: Di» 2. 0. diele Schwi-a-rväter. Ab 4. Er träumt von Ilse.— Wiuteraarten. Pla,a, Skala: Interiiationales Barirt«.— RcichsballeU'Theatrr: Stettiner Eänaer.— Tbeatcr am Zlattbusser Tor: Glitc-SiiNsser. ' Zlachminägsveraostüllungen: Grphe, schausvl'lbau»! 29..."..JI. gm weihen Swss'l.— R» mische Ovo«: 29.. ö.-Bevjknä.— Mctrovol-Theater:~3i.- Da»- B eibchen von Monimärtie.... I Reue» Theater am Zoo': 29. Lorunlersuchunss.— Rase-Tbrater: 3,, B. IS Ubr: Madam« Bonivarh. 1"% Ubr. Die Faschinsssfee.— Wintcrssarteo: 4.. Z.. 9. Internationalrs Variete.— Pla,a; Slala: Internationales Variete.— Reichs- hallen. Tbeatcr: 29.. z, s. Llcttiner Sänsscr.— Theater am Aottbusscr Tor: 29., S.. 0. ElitslSäNsser. Erstaufführungen der Woche: Mittwoch. Renaissance. Tb-atcr: Sellseherei.— Savuerstaa. Schausvielbaus: Die rortüssalesssche' Schlacht.— T b e a t e r in der «losterstcabe: Affäre Drenfuö— Zr-itass. Tb e a t e r i>«» W- st e n»: Der Evansselimann.— Sannadeub. Tbeatcr in her Stresemann- st ra k-: Geiler» und beute.— Tribüne: Da» Märchen von der Redet. mau».— Admiralsvalast: Der lustisse Kricss. Zlnt Karfreitag bleibe» sämtliche Theater geschloffen. Voriräge,Vereine undVersammlungen. Ecutcrud?. Sonntaci. 10 Uhr> im Saa.! de» Stebtbausjs, Klosterstraße 5Ü, Iuqcndaxnhe. Hintritt frei. Be-rantwortl. für die Redaktion: Herbert Lepk-re, Berlin? Anzeigen: Tb. Slocke. Berlin. Verlag: Vorwärts Verlag Hö. m. b. A.. Berlin. Druck: Vorwärts Dutö, druckerei uni> Berlagsanstalt Paul Singer 6e Co.. Berlin SW 68, Liudenstraste Z. Hierzu 1 Beilage. WW Unit. 2819. fiauto ertanU. Bin alles überragendes V arletdprogramm juBerileni Brsit«nchäter prässutierf Pistulla. Soanaland unil Sonataas ja 2 tmlaldmaaii 4und8"Uhr. 4 Uhr kleine Pr. 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Das ist eine Chronik, die sich in Privatbesitz befindet, die ziemlich unbekannt sein dürfte, und— darin Ein- ficht zu bekommen, war mit erheblichen Schwierigkeiten ver- buniten. Die Chronik ist wertvoll, weil der Verfasser Schriften einsehen konnte, bt« heute nicht mehr vorhanden sind. Wo war der Anfang? „Anfangs sind in gantz Teutschland nur zwo Städte gewesen: die eine heißet Trier/ welche onnoch berühmt ist/ und ist er- bauet zu den Zeiten Abrahams/ und zwar im siebenten Jahre feines Afters: die. andere aber ist Barde wick gewesen/ an der Cftnenau gelegen/ so vor der Zerstörimg/ welche Herzog Heinrich von Braunschwcig darin« angerichtet/ 2060 Jahr erbauet worden/ Das klingt unglaubwürdig, obgleich eine Inschrift am Bardowicker Dom, die noch heute zu lesen ist, behauptet. Bardowick sei 34? o. Chr. gebaut. Der Chronist Schöpken sogt weiter: „Daß Bardowick eine uhrofte Stadt/ jaälter/ als das alt« Rom selbst gewesen/ ist nicht nur eine alte Tradition, die von den Einwohnern dieses Ortes für wahr gehalten wird: sondern man s indes auch verschiedene Geschichtsschreiber/ die derselben Beyfall geben. Wie man liefet in den' Spiegel/ welches ein Buch ist/ darin olle Geschichte oussgezeichnet sind/ Dieser„Spiegel* ist heute nicht mehr vorhanden und kann nicht auf sein« Glaubwürdigkeit geprüft werden. Stichhaltiger erscheint die Beweisführung dafür, daß Bardowick bereits 112 v. Chr. eine bedeutende Handels st adt war: ./ist denmoch ferner zu wissen/ daß in hiesigem Archioo ein« ofte Schrift vorhanden/ welche man dagegen hält/ was C r a n z i u s, entweder aus dem Saxan« Sialandico, oder aus den alten teutschcn Liedern erzehlet/ klar beweiset/ daß Bardewick schon vor Christi Zeiten/ und also gantz vermuthlich von Anfang her/ insonderheit S e« w e r t s gehandelt Hobe. Nemlich/ es gedencket Cranziiis an angezogenem Ort«/ daß die ältesten Einwohner unserer Gegend gantz Hollstein und Jütland beherrschet: so ober noch dem unglücklichen Zweykampsf/ welchen der hiesigen Bälcker König oder Fürst Hundigus mit der Dänen König« bey Stade geholten/ verlohre« gangen: und hotten sie solches nicht können wieder gewinnen/ ob sie gleich lange und blutige Kriege darum geführet. Cranzius schreibt(Ausf Deutsch also): Dannenhero ist es geschehen/ daß die Sachsen Jütland wieder abtreten müssen. Ist demnach zu dieser Zeit die Cimbrische.Halbinsel wieder unter her Dänen Boimäßigkeit gekommen: und Man liefet auch nicht 7 daß sie nach diesem Tag« den Sachsen jemahls UNterthärkig worden. Di« Sachsen sind zwar öfters in diese Landschaft cinga- sollen/ Jütland ist offt verheeret worden: ja, bißweilen sind die Sachsen noch wohl des vorderen Theils desselben/ welches ist dos Hcrtzogthum Schleswig/ Meister worden: aber niemals ist/ von bem Tage an/ gantz Jütland wieder unter das Sächsische Joch gebracht. Run aber berichtet die allhier verhandne Schrift/ daß die allen Sachsen Meister von Jütland gewesen: insond erHeft habe Bordewickdie HerrschaftauffderClbe undSe« gehabt. Hat also di« Stadt Bardewick/ vermöge dieser Nachricht/ zur See schon geherrschet und gehandell/ ehe die hiesigen Einwohner .Hollstein und Jütland verlohren/ welches doch/ nach Eranzii Anzeige/ vor der Cimbrer und Teutonum Auszug«/ und also bey die anderthalb hundert vor Christi Zeiten geschehen. Die Worte des MSti(Manuskripts) sind davon diese: De Stadt Bardewick hadd öhren dominat von de Oelve up de See in Derne- marck mit hen in Jütland/ da de Eimbri öhren. Sift hefst Hot /« ronstituert/ welches lange binne hat hefst/ äoerst noch fehlen Diden mit graten Blotvergeten aftreden möten.* Nach Schlöpken sollen in der Zeit Julin auf dem Wolliner Werder und B i n e t a auf der Insel Usedom, zwei Städte, die der Sage' angehören, die Konkurrenten von Bardewick gewesen sein. Schlöpken berichtet, daß Julin 1l70 vom Dänenkönig Waldemar I zerstört worden sei und behauptet, Bincta sei von Holdungo, dem König der Schweden, oerwüstet und 8Z0 durch ein« Sturmflut ver- nichtet worden. Tatsache ist, daß Bardewick in den Annales Francici, dem ersten deutschen Geschichtswerk, erwähnt wird. Karl der Grofjc triff auf Dfe Gründer Bardowicks sind Borden, Sänger gewesen. In den Ccnturiatones Magdeburgenses steht: „Bey den Holsteinern waren Dichter und Priester/ welche zu Bardewick wohneten/ und außer denen Opffern die T Haien der Sachsen mit Versen und Reimen in ihrer Sprache beschrieben.* Im Radebrock, einem Wold« nah« hei Bardowick, war ein dem Radegast geweihtes Heiligtum. In Bardowick scheint damals «in« Art Dichterschule gewesen zu sein. Daher erklärt es sich auch, daß Bardowick bereits ein Flecken war, als die Germanen noch in Einzelsiedlungen wohnten. Wyk, vom lateinischen vicus, be- deutet Flecken. Bardowick: bsräorum vicus, der Flecken, wo die Sänger wohnen. Auf keinen Fall, sagt Schlöpken, ist Bardowick di« Gründung eines Fürsten Bardo noch der Langobarden, di« in der Gegend von Bardowick gewohnt haben. Den Namen Longo- barde leitet Schlöpken von Longe Börder ab. Ein« Börde ist ein Land, das viel Frucht trägt oder bürdet oder bohrt: die Eimbeckische Börde, die Magdeburger Börde. Die Börder, die Acker- Kaller waren, waren friedfertig, waren bestrebt, recht lange in ihrem Lande zu bleiben. Dasselbe behauptet Paulus Diaconus, ein La ngobarde, der die Geschichte seine» Lölkes geschrieben hat. (Uebrigens: noch heute kennt die plattdeutsche Sprach« den Ausdruck bohren— etwas reichlich tragen. Bgl. im Englischen: to bear.) Ms das Christentum m Deutschland eingeführt wurde, fft die neue Religion schon vorher, ehe Karl der Große das Sachsen- land gewaltsam christianisierte, in Bardowick gepredigt worden: „Der andächtige Marianus, des Wilhadi Schüler/ hat mit der Predigt des Evangel'i der Gemeine zu Bardewick käglich zedienet f und dem Bolcke dessekben Ortes/ wie auch denen benach- tetet Hyden/ das Wort Gottes verkündiget. Die L«d«vicher Hobe» dafür wenig Verständnis gehabt: Sie verfolgten ihn(Marianus)/ daß er aus der Stadt fliehen mußte; als er nun diesen Ort! mrt er vorhin toglich predigt«/ verließ/ und aufs die Brücke kam/ so bey Bardewick über die Elmenaw gehet/ haben sie ihn daselbst gegriffen/ und mit Schwerdtcrn und andern Waffe» ermordet. Es ist solches geschehen am 3. Tage Rooembris des 7S2st«n Jahres.* Karl der Große hielt in Bardowick einen Gesandten, einen Missus Regius. Karl hat Hochburi, Hamburg, gegründet, als Schutzburg gegen die Wenden, aber Bardowick war damals die ein- zige Handelsstadt Rorddcutschlands, Karls Stützpunkt im Kampf gegen di« Sachsen und hat seine Förderung erfahren. In den Eonstitutionibus Caroli Magni wird angeordnet,„daß die Handels- Leute /'so mft denen über-Elbischen Wenden ihre Lerkehrung hätten/ allhier zu Bardowick/ als der domahligen einigen Handels- stadt in dieser Gegend/ ihre Wooren seil haben/ und nicht förder '• tflecbe mft lasciri/t über dem aHea BIngäng zum Bardowicker Dom'' in der Wenden Land gehen sollten.* Und an anderer Stelle wird gesagt:„Tho Bardewick is veel« Handels und Wandels gewesen/ mit Kopenjchoppe und Segelloze van der Elbe up de See in Denne- mark und sünderlicken in Jütland. Ja/ wie aus dem Helmoldo zu sehen/ so ist die Handlung nicht nur ausf Jütlmrd und Däne- mark/ sondern auch ausf Norwegen/ Schweden/ Rügen und andere an der Nord- und Ostsee gelegen« Plätze gegangen.* Zu der Zeit scheint Bardowick B i s ch o sssitz gewesen zu sein. Herrmanno, Bischof von Verden schreibt:„Bor und« bat tho düher Tydt/ do Bardewick noch eine berömode Stadt/ unde nach 31 Jahren verstöret worden/ is bat Münster eddsr Eollegium, Pf de Fatres hiesülost vm' encm Borweser/ so man Proepositum ge- nömet/ äoer I1ICL Jahr verweldet unde und besorget worden. Da Herrmanno das Jahr 1138 meint, so kommt, 330 Jahre zurück- gerechnet, die Zeit Karls des Großen in Betracht. Jedenfalls ist von Bardowick und Bremen aus die Ehristionisierung des Nordens betrieben worden. Auch die Nachfolger Karls haben sich Bardowicks angenommen. Heinrich l. bezeichnet Bardowick als eine urbs vetustissima, eine ehrwürdige Stadt. Der Waffengesährte Ottos des Großen, der Sachsenhsrzog Hermann Billung, hat Bardowick besonders gefördert: „Dlcherv/ als Bardewick durch die Kriegesunruhe voriger Zellen sehr mitgenommen/ und fast gäntzlich ruiniret/ hat er höchsten Fleiß angewandt/ sonderlich den verfallenen Handel Wiederaus f'zurichten/ und die Stadt mit mehreren Bürgern zu besetzen. Wie denn auch durch gedachte Veranstaltung unser Bardewick sich bald wiederum erhohlet/ und in solchen Flor ge- bracht/ daß man es denen vornehmsten Handelsstädten im gantzen Reich gleich geschätzet.* Und als Otto der Große 972 Magdeburg eine Zollfrei hcit verleiht, wird Bardowick ausdrücklich ausgenommen. Konrad II. Hot diese Verfügung 1024 wiederholt und bestätigt. Als unter Heinrich IV., bekannt durch seinen Streit mit dem Papst, di« Ostsachsen sich empörten, ist Bardowick in den Kriegstrubel mit hin- eingezogen worden und oft das Heerlager sowohl Ottos v. Northeims als auch des Königs gewesen. Verschieden« deutsche Kaiser haben Bardowick besucht:„Anno dlCXXXIV. hefst de Kayser Lüder, vel Lotharius Saxo(Lothar o. Supplinburg) binnen der Stadt Bardewick cnen Dag geholden/ und daselbst mit den Bischoppen und Predigern gehandelt von der Religion." Bardowick wird da- rnols als ein vicus nobilis bezeichnet. Aus dieser Zeit hören wir auch, daß dos Stist Corwey und das L ud g e r ik l o st« r in Helmstedt ihre Dienstleute nach Bardowick entsandten, um�dort. Fische einzukaufen. Offenbar ist Bardowick jetzt schon als eine Stadt bekannt, in der gut leben ist. Der lebhafte Güterverkehr, der sich über die uralt« Zugbrücke in Bardowick nach und von den Ländern jenseits der Elbe und rund um die Ostsee bewegte, hat viel Reichtum mitgebracht. Noch heute ist die Bardowicker Erde mft Ton- s ch e r b« n durchsetzt— pin Trümmerfeld vermutlich kostbarster Scholen und Gefäße, das von einem Reichtum erzählt, der in da- maliger Zeit ungewöhnlich war. �iefe Annahme wird durch den Fund eines Münzenschatzes gestützt, drr 1912 unweit der Zug- brücke gehoben wurde. Cr liegt fttzt im Lüneburger Museum und besteht aus ft»«gener Werkstatt hergestellten Geprägen, die. wie Kenner versichern, an Schötcheit ihres gleichen suchen. Wo solche Münzen in Umlauf waren, da müssen auch alle Hausgeräte, die Inneneinrichtung der Häuser von erlesenstem Geschmack gewesen sein. Die Klaue Heinrichs des Löwen Arn meisten hat sich für Bardowick eingesetzt— sein nachmaliger Zerstörer: Heinrich derLöwe. Das ist zu erkennen aus einem .Brief, den er an dem Grafen Adolf v. Schauenburg ge- richtet hat: „Es ist uns ohiüängft zu Ohren gekommen/ daß unsere Stadt Bardewick wegen der Stadt Lübeck und deren öffentlichen Marckt/ wohin fast alle Kausleut« reisen/ nicht geringen Zlbgang und Nach- theil. im Handel und Wandel leide. Wie denn auch die/ so zu Lüneburg wohnen/ gleicherweise klagen/ daß unsere Sültze daselbst von der euren/ so ihr zu Todcslo(Oldeslo) angefangen habet/ gantz zu Grunde gerichtet werde. Begehren demnach/ daß ihr uns die Hälfte der Stadt Lübeck und der Sültze überlastet/ damft uns die Verwüstung unserer Stadt erträglicher werde: oder wir werden/ in Entstehung dessen/ ins künfftige allen Handel und Wandel ausf Lübeck verbieten. Denn wir können nickst leiden/ daß um aift»erer Leute Nutzen willen unser väterliches Erbe ruiniert werde." Kein bescheidenes Verlangen! Heinrich der Löwe hat sein« Drohung auch wahr gemacht, er hat den Handel mit Lübeck oerboten und die Oldesloer Salzquellen zustopfen lassen! Erst als Heinrich der Löwe spater Lübeck bekommen hat und ihm die Augen über di« Zu kunftsmöglichkeiten Lübecks aufgegangen sind, und er feine Fürsorge dieser Stadt zuwandte, hatte Bardowick schwer zu kämpfen. Die Bardowicker Handelsherren werden nicht wenig auf ihren Landesvater erbost gewesen sein. Der Gong der deutschen Politik nobm vom Jahre 1174 ab einq Wendung, die in den Mauern Bardowicks zweifelsohne mit Genug- tmrng begrüßt sein wird, lieber Heinrich den Löwen wurde am 13. Januar 1180 wegen Verweigerung der Heeresfolge die Rei ch s a cht ausgesprochen. Damit wurde das Hasentreiben gegen ■ den einzigen deutschen Fürsten eröffnet, dessen Politik fraglos vernünftiger gewesen war, als die der deutschen Kaiser und Könige, die Unsummen Geldes und Blutes darauf vergeudeten. Italien in ihrem Besitz zu halten, wahrend Heinrich der Löwe das Schwer- gewicht feiner Politik nach Norden verlegt hatte. Glimpflich ist in dem Feldzug gegen den Löwen nicht verfahren morden: „Dieses zu bewerckstelligen fiel der Ertz- Bischofs von Cölln/ ingleichen der B i s ch o f f v o n H a l b e r sta d t in Henrici Leonis(Heinrich des Löwen) Länder/ fengeten und brannten/ wo sie hinkamen/ fchoneten auch nicht der Kuchen und Gottes- Häuser/ sondern plünderten alles/ nahmen gefangen und schändeten auch gar die geistlichen Jungfrauen.* Als der Löwe in Bardowick Zuflucht suchte, wurden die Tora, vchi-ihmn.er schlösse m Big- Biftger sollen sich, in wenig anständiger Stellung auf den Mauern gezeigt haben mit einer Auf- torderung, die.- Goethe später im Götz veäemigt. hat: Der Löwe schwor Rache. Noch- semer' Rückkehr aus der Derbannung in.England brachte er zunächst Holstein wieder in seine Gewalt, der nächste Schlag, den er führte, galt 1189 den Bardowicker Pfeffersäcken. Nachdreitägiger Belagerung soll ein weidender öfter den Belagerungsttuppen«ine unbekannte Furt durch die Ilmenau ge- zeigt haben. Die Stadt wurde erobert und zerstört: .„Hieraulf ging alles über und über. Was dem ergrirmneten Feinde auff den Gasten vorkam/ ward allesniedergehauen: hernach wurden auch die Häuser geöffnet/ und was lebendiges darinn gefunden/ ermordet/ dos übrige geraubej. Ja/ wo des Henri« Aqiftlonipolensis Erzehlung zu trauen/ Hot Henricus Leo die Vornehmst« derStodt/ wie ehemals Alerander M. die von Tyro, gor an den Galgfi" hängen lasten.* Zum Andenken an die Zerstörung ließ Heinrich dos Bild des Löwen mit der Inschrift über dem Eingang zum Dom anbringen. der, wie heute noch zu sehen, erhalten blieb. Aus einer blühenden Stadt, die neun Kirchen und viele Klöster in ihren Mauern gehobt hatte, war ein Trümmerhaufen geworden. Die Ueberreste wurden verkauft. „Die großen Quaterstein«/ wovon an dem gantzen Elbstrom durch die Stadt/ von dckin Winscr Untcrbaum biß an den Oberbaum große Mauren wider des Masters Gewallt auffgebauet/ als noch heutigen Tages zu sehen/ aus hiesigen ruderibus, van Henrico Leon«, um 300 Marck erkauffet sind." Eine alte Handschrift besagt:„Der awerwunnten Börger Guht lebt he bringen tho Lüneborgnp den Borg/ und von den Stenen der verstöreden Stad Bardewick buwede he de Stad Lünebarg.' Abgcsang Dem Löwen durfte niemand damit kommen, daß er Bardowick wieder aufbauen sollt«. Und mich seine Nachfolger haben den Haß ihres Borjahren geehrt. Inzwischen traten Lüneburg, Lübeck, Bremen und Hamburg das Erb« Bardowicks an. Und daß Bardowick incht vollkommen verschwunden ist, wird darauf zurück- geführt, daß das Stift erhalten blieb. Erst Herzog Wilhelm nimmt sich um 1371 wieder Bardowicks an: „Und well auch um diese Zeit der Bardcwickischen Bogt« zu erst ausdrücklich gedacht wird/ ist daraus nicht anders zu urthellen/ afs daß auch die verstörete Stadt unter höchstgedachtcr Herrschast sich mehr als vorhin erhohlet/ und damals die jetzig« Gestallt eines Fleckens bekommen habe." Heber die nachfolgende Zeit weiß der Chronist noch viel Jnter» cssantcs zu berichten: 1437 kostete ein« Kirche zu bauen 700 M. und zwei Bauernhöf« waren für 70 SR. feil, Straßenräuber und Landsknecht« brandschatzten den Ort. im Dreißigjährigen Kriege hausten die Schweden Bannier und Lesle in Bardowick, über Kornpreise und Wcfter wird berichtet(„1701 Pfingsten auffm Eiße"), wer etwas für den Dom gestiftet hat. wird erwähnt, die .ZaN der Konfirmanden alljährlich— aber Angelegenheiten van wellgeschichtlicher Bedeutung werden nicht mehr aufgeführt. Bardowick mußte sich hinfort mft der Rolle eines bäuerlichen Gemeinwesens bescheiden, das bis heute di» Erben seiner geschichtlichen Stellung mit Gemüse versorgt.„S p i« a t. Z i p p e l n. W ö tt e ln!* rufen die Bardowickerinnen, die in ihren überlieferten Trachten auf den Wochenmärkten Hamburgs und Lüneburgs fitzen, und nur der Dom erinnert noch an den Ruhm vergangener Zeiten. Erich Preusse. / Rund um den Radsport (Eiöffoungstcnoen in Jtanffutl a. Al. und Dresden. Die ersten diesjährigen Radrennen auf der Stadionbahn!n Frankfurt a. M., die am O st e r f o n n t a g vor sich gehen, erhallen durch das Debüt von Adolf Schön als Dauerfahrer eine besondere Note. Der als Straßen- und als Sechstagefahrer überaus erfolgreiche Wiesbadener bestreitet hinter seinem Schrittmacher Gedamke drei Douerrennen über 10, 22 und 40 Kilometer, für die als weiterer Teilnehmer der Kölner Paul Krewer verpflichtet ift.— Die Jahres- Premiers der Bahn in Dresden geht am O st e r m o n t a g vor sich. Am Dauerrenen um den Großen Eröffnungsprei», der in drei Läufen über 20, 20 und 40 Kilometer ausgefahren wird, nehmen A. Schmidt-Dresden, Schindler, Thollembeek, Hille und zwei weitere Steher teil. Zum Schuhe deutscher Rennfahrer. Bei Verpflichtungen europäischer Rennfahrer nach Australien hat es sich wiederHoll er- eignet, daß Fahrer bei ihrer Ankunft im jüngsten Erdteil feststellen mußten, daß sie Betrügern zum Opfer gefallen waren. Um Wieder- holungen vorzubeugen, hat die australische Radfahrbehörde„The Australian Cycling Council" mit dem Siß in Melbourne die An- ordnung getroffen, daß ihr in Zukunft vor Antritt der Reis- alle Verträge der nach Australien verpflichteten europäischen Rennfahrer zur Prüfung und Begutachtung zu übersenden sind. Der Bund Deutscher Radfahrer hat nach Rücksprache mit der UCJ. sich diesem Beschluß zum Schutze der deutschen Berufsfahrer angeschlossen. 12 Deutsche bei Paris— Brüssel. In die Teilnehmerliste für die klassische Radfernfahrt Pari»—13 r ü s s e l, die am 12. April zum 23. Male zum Austrag gelangt, hat sich jetzt auch eine zwölf Köpfe starke deutsche Mannschaft einschreiben lassen. Es sind dies die Berufsfahrer Hermann Bufe, H. Sieronski, E. Ussat, H. Schusfenhauer(Berlin). Ritzschk«(Magdeburg), O. H-rtwig (Dresden), K. Olböter(Stettin), St. Wawrik, K. Effing, E. Metze, H. Müller(Dortmund) und L. Geyer(Schweinfurt), die an dem schweren, 367 Kilometer langen Rennen, das von Paris über Ehateau Thierry, Reims, Charleroi und Genoppe nach Brüssel führt, teil» nehmen wollen. Die gleiche deutsche Mannschaft starret bereits am kommenden Sonillag bei der„Rundfahrt durch die flämischen Pro- vinzen" über 221 Kilometer und wird sich vorausstchtlich ani Öfter- sonntag auch an„Paris— Roubaix" beteiligen. Sroschel- INIelhe in St. Etienne. Ein Nachläufer der Saison ist das S e.ch s t a g e r e n n« n in der sranzöstschen Proviirzstodt St. E t i e n n e, das am Karsrellag, 3. April, seinen Anfang nimmt und deutscherseits die beiden Berliner Kroschel-Miethe am Start sehen wird. Die welleren teilnehmenden Paare sind: Raynaud- Doyen, Broccardo- Guimbretiere, Mouton- Bresciani, Debruycker- Billiet, Haefendonck- Mortelmae, H. Aerts- Muller, Pagnoul- Verscheiden, De Martini- Robache und Pomeon- Foraizon. Di« üblichen Vorrennen bestrellen Gcrardin, Scheerens, Guerra, Blanchonnet, Grassin und Lacquehay. keine Fernfahrt Turin— Brüssel. Die im Vorjahre erstmalig als Gegenstück zur„Tour de France" veranstaltete Etappensahrt von Turin nach Brüssel findet in diesem Sommer leine Wiederholung. Die Fahrt ist zwar vom Kalcnderkongreh der UCJ. für den Monat August bereits genehmigt worden, doch hoben sich die Veranstalter aus finanziellen Gründen entschlossen, auf eine neuerliche Durch- führung des Rennens zu verzichten. Basler Winterbahn in Konkurs. Wie aus Basel gemeldet wird, ift über die Sporchalle A.-G. Winterrennbahn Basel jetzt der Konkurs ausgesprochen worden. Paillard wiederhergestellt. Der französische Stehermeister George Paillard, der sich vor einigen Wochen bei einem Sturz in Marseille«inen Schlüsselbeinbruch zuzog, ist soweit wiederhergestellt, daß er schon am kommenden Sonntag an den Start gehen kann. Paillard trifft aus der Bahn in Marseille in den Dauerrennen u.a. mit Wcllmeister Erich Möller zusammen. Spori am Sonnlag Die Arbeiter-Fußball-, Handball- und Hockeyspieler setzen mit den gestern angekündigten Spielen ihre Serie fort. „Soli" wirbt im Weslent Im Rahmen der Kartell-Bcranstal- tung des Bezirks Schönoberg-Friedeiwu zeigen morgen die Saal- fahrer von Schöne bera und Steglitz einiges aus ihrem Uebungs- betrieb. Schulreigen, Kunstreigen, Steuerrohrreigen, Farbenrcigen und Radballspiele werden neben den turnerischen Vorführungen das Programm interessant gestaltem Bei dieser Dergnstaltung werden auch Neuaufnahmen bei„Soli" gemacht, da am 29. März der Werbe- monat April nnt freiem Eintritt beginnt. Die Veranstaltung beginnt um 15.30 Uhr in der Turnhalle der Mittelschule, Schöneberg, Rätherstraße. Weddinger Arbeitcrsportler in der Halle. Morgen Sonntag ver» anstaltet der„ASV. Wedding" in der Turnhall« des Lessing-Gym- nasiums, Pankstratze 18, ein Hallensportfest. Im Rahmen des Pro- gramms wird«in Hallen-Hockcyipiel der Männer und ein Hallen- Handlxrllspiel der Frauen stattfinden. Alle Freunde und Sympathisierend« sind zu dem Fest herzlichst eingeladen. Als Abschiiißsc>er findet in den Pharussälen. Müllerstr. 142, eine Nachfeier mit Tanz statt. Eintrstt hierzu 50 Pf. 30 ouswörligc Arbeiter-Ringer in der„Ileuen Welt"., Am Sonntag werden in der„Neuen Welt", Hasenheid« 108— 114, dreißig i«r besten Ringer Ostdeutschlands zum Kampf um die Auescheideing der 2. Arbeiter-Olympiade in Wien antrelcn. Pommern, Schlesien, Lausitz und Berlin sind mit je 7, Ostpreußen mit 2 Kämpfern ver- treten. Di« Auslese ist von so hoher Klasse, wie sie die Reichs Haupt- stadt noch nicht gelabt hat. 57 Kämpfe sind notwendig, um wieder- um die 7 Klassenbesten zu ermitteln, die D«uis6>Ioiid auf der Olympia in Wien vertreten sollen. Gegen 16 Uhr werden die Vorlämpse soweit erledigt sein, daß«in« Stund« später, nach einer großen Ar- t'stcnveranstaltung, die Endkämpse stattfinden. Di« Eintrittspreise sind der Zeit entsprechend niedrig gehalten. Arbeiker-Waflerballscrie. Den Arbeiter-Wasserballern ist es in- folge der ungünstigen Berliner Schwimmhallenverhältnisie bekannt- j lich nur nwglich,«in oder zwei Spiele pro Woche im Hasenseer Lunabad aus.zutragen. Die Abwicklung der Serienspiele zur Er- mittlung des Krcismeisters erfoidert daher erheblich mehr Zeit, als es bei allen anderen Ballspietern der Fall ist. Die im September begonnen« Winterserie nähert sich jetzt ihrem Ende. Am Sonn- abend, 21.30 Uhr, spielt die Gruppe Lichtenberg der Freien Sifywinr- mer Groß-Berlin gegen die Freien Schwimmer Spandau. Letztere kranken bereits geraume Zeit an Indispositionen ihrer Spieler und sollten e» schwer haben, gegen ihren spieltüchtigen Gegner zu be- stehen. Am Sonntag, 14 Uhr. trifft der Tabellenletzte, Hellas II, auf Freie Schwimmer Groß-Berlin, Gruppe Neukölln. Wir erwarten Neukölln als sicheren Sieger., Das llnwn- Schwimmsest. Wie alljährlich im Frühjahr veran- staltet auch in diesem Jalzre die Berliner Schwimm-Union im Stadt- bad Friedrichshain, An der Schillingsbrücke, chr Internes Schwimmsest. Hier soll gezeigt werden, welche Arbeit der Der- ein in den Wintermonaten geleistet hat. Interessante Wettkämpse werden die Zuschauer in Spannung halten. Tauchen, Springen, Reigenvorführungen sind im Programm vorgesehen. Die Rettnngs- schwimmer werden dem Publikum zeigen, daß auch diesem Zweig besonder« Beachtung geschenkt wird. Der Eintrittspreis beträgt 50 Pfennig. Beginn de» Festes: 15 Uhr. Alle Arbeiler.Fußballvcreine, die an den Feiertagen gegen aus- wärtige Dereine in Berlin oder auswärts spielen, melden dies so- fort an die Kreis-Presiestelle(Schüller) zwecks Veröffentlichung in der Presse. -» Pferderennen am Sonnlag. Nachdem die deutsche Galopprenn- saison bereits vor acht Tagen in Dortmund eröffnet wurde, folgt morgen die traditionelle Berliner Premier« in Strausberg. Ringen. Die Europameisterschaften im griechisch- römischen Stil sind in Prag in vollem Gange. Wir werden das Ergebnis mitteilen. Den TiteZ erfolgreich verteidigt Edcr bleibt deuhchcr Meidcr im Wcltergcwichl Der sympathische Münchener Boxer Konrad Stein, der die Hand nach der Meisterkrone ausgestreckt hatte, mußte gester» eine arge Enttäuschung erlebe». Mit ihm wurden die oieleit enttäuscht, die in Stern noch einigen famosen Leistungen im Berliner Box- rinacn den kmnmeiiden Meister im Weltergewicht sahen. In der 7. Runde wurde Stein gestern im Spichernring ausgeknockt. Eder hat feinen Titel erfolgreich verteidigt. Er hat allerdings einen Gegner geschlagen, der nicht aus der Hohe seines Könnens stand. Das war gestern abend nicht der Stein, der im Oktober osr- gangenen Lahres dem Meister einen hervorragenden Kampf lieferte und fast nach Punkten gewonnen hätte. Wie es heißt, ging stein mit einer schweren Erkältung in den Ring, um den Kampf- tag nicht zu gefährden. Das war ein großer Fehler. Man sah es Stein an. daß er nur mit Aufbietung aller Kräfte bis zu dem ent- scheidenden Niederschlag kämpfe» konnte. Eder merkte nur zu bald, daß er gewonnenes Spiel hatte. Eder ift der Ueberlsgene geblieben. der Titel befindet sich aber nicht in den schlechtesten Händen. Der in guter Form liegende Meister hatte nicht ollziwiel Mühe, Stein bereits in der 3. Runde zweimal kurz auf die Bretrer zu bringen. In der 4. Runde wari ein rechter Konter den Münchencr abermals bis„7" zu Boden, doch mit Aufbietung aller Kräfte hielt sich Stein noch bis zur 7. Runde. Da erreichte ihn ein linker Haken, der ihn über die Zeit nach unten brachte. Von den Rahmenrämpfen gefiel die Begegnung zwischen Paul Nicht er- Dresden und Rudolf B o g u h n- Berlin am meisten. Es gab in ieder Ritnde heiligen Schlagwechsel. Richter batte durch seine wirksame Linke zwar knappe Vorteile, doch wurde der Kamps unentschieden gegeben. Mit dem gleichen Ergebnis trennten sich Erwin A ol k in a r- Berlin und Fritz K ü h n» Hirschberg, der seine größere Stärke gegen die Cleverneß des Berliners nicht erfolgreich in die Waagschale werfen konnte. Einen verdienten Punktsieg trug �der Hannoveraner Gustav E y b l über den Düsseldorfer Peter "Drekopf davon. . Kleiner Sport Zm Programm der Aktuellen Abteilung der Funk- Stunde nur!» heute abend eine Reportage von dem Komps um di« deutsche Welter- gewichtsmeistcrschait im Spichernring aus Schallplalten oufgenom-' men und gegen 11 Uhr au-schnittsweise gesendet. Achtung. Lavsißsahrcr. Am Montag, dem 30.- März. 20 Uhr, slndet in der Geschäftsstelle N 24, Johannisstr. 15, die TeilneHmn- Zusammenkunft aller derer statt, die an der Gesellschastsiahrt des Touristcmserelns„Die Naturfreunde" an den Oftertag-m ins Laust tzcr Gebirge teilnehmen. Einige Gäste können sich noch melden. Grupenwaldlaus der Z. Gruppe des 2. Vezieks im 1. kreise. Am Karfreitag, dem 3. April, findet in Bötzow der Früb. jahrswaldlauf der Gruppe statt. Für sehr viele Naturfreund« ist. Bötzow während des ganzen Jahres der Auspange punkt oder das Ziel der Wanberungei, durch den schönen Krämer. Zur Aus- Ichreibuna kommen Einzelläui? mit und ohne Mannschaftswertung iiver 5000. 3000, 2000 und 1000 Meter für Männer, Frauen, ältere Sportler und Jugend. Beginn des Woldlauis um 14 Uhr. An- Meldung der Teilnehmer bei der Ankunft im Bötzow«? Gesellschafts. Haus erbeten. Fahrgelegenheit vom Stcitiner Borortbahnhof bis Hennigsdorf oder Velten. lieber feine Fahrt von Marokko zum nördlichen Polarkreis in 17 Fahrlagcn ans dem Motorrad spricht Julius v. Kr ahn an- läßlich eines Vortragsabends Montag, 30. März. 20 Uhr, im Ulap, Alt-Moabit 4/10. Im Anschluß daran referiert Ehefreda'teur Dipl.-Jng. Paul Friedmann, technischer Sachverständiger des DRAC., über das Thema:„Was muß der Motorradfahrer von seiner Maschine wissen?" Dcronstaltcr des Zlbends ist das Motor- radkartell beim Deutschen Reichs-A»to-Cl»b, Eharkottenburg, H.irdenbergstr. 18(Tel. C 1 Stcinpl. 8066). Eintritt frei. Gäste herzlich willkommen! Auch Reusel im„Rene-Welr-Ring. Mit einem vielversprechen Den Programm öffnet der Boxring.Neue Welt' in der Hascnheide am Donnerstag. Z. April, seine Pforten. Der schlagstarke und zu- kirnstsreiche Mittelgewichtler Josef B« s s el ma nn- Köln trifft mit dem österreichischen Meister Hans Fra berger-Wien zusammen: der harte Wiener Karl Neubauer, der vor kurzem dem Berliner Walter Funke die erste Ko.-Niederlage beibringen tonnte, wurde mit dem Krefelder Franz Krüppel gepaart und schließlich ist auch noch der ausgezeichnete Bochumer Schwergewichtler Walter Nersel verpflichtet worden, der gegen-inen erprobten Inter- nationalen gestellt wird. Eine Aulomesse für gebrauchte Kraftwagen findet vom 11. bis 14. Zlpril in der„Reuen Welt" statt. Jedes Fahrzeug, auch Motor- räder, wird mit einem festen Verkaufspreis sichtbar ausgezeichnet sein, der von der Tax- und Treuhandstclle Berlin auf Grund ein- gehender Untersuchung festgesetzt wird. Räch Wien im Auto! ist der Titel einer neuen, küm tierisch aus- gestatteten Werbeschrift, die von der Fremdenoerkehrskommission der Bundesländer Wien und Niaderösterreich unter Mitwirkung des Oesterreichischen Automobilklubs und des Oesterreichischen Touring- klubs lierau- gegeben wurde und soeben erschienen ist. Besonderes Lob verdient die schmucke Ausstattung des Heftes mit farbigem Um- schlag und vielen aucgezeichneten Lichtbildern. Die Werbeschrist kommt in großer Auflage in deutscher, sranzösischer und englischer Sprache unentgeltlich an die Krastfahrvereinigungen, Automobil- und Touring-Elubs, sowie an die größten Reisebüros zur Versen- dung.__ Segelflugzeug in Trebbin In Trebbin(Kreis Teltow) haben es einige junge Leute gemeinschaftlich mit einigen Berlinern unrernommen, in ihrer Frei- zei: unter Leitung eines Berliner Fachmannes ein Segelslug- zeug herzustellen. Seit einiger Zeit ist in einer eigens für diesen Zweck gemieteten Werkstatt an dam Flugzeug gearbeitet worden. Das Stahlrohrgeripp« ist bereits fertiggestellt. Die Mittel sind bisher fast ausschließlich von den Beteiligten selbst aus- gebracht worden. Man hofft, das Flugzeug bis Ende Mai fertig- zustellen. Die ersten Probeflüge sollen in der hügeligen Um. gebunz Trebbins stattfinden._ S5«ie®toii*n«T«nZ-Ctxlia«.». fausiauififiuMttunuJ©onntMlci», 2. Avril. 20 Uhr.©cfdjäftslkHe. doupttiorftanft eine Stunde fcü&ct.— ttnvpe Siemenestadt. S-.ruvo-nvcrkainmlun» ffteitaft, 3. Äoril, 30 Ißt, bei Sommer, Ronnendammallee. Ziatinlreu, dc.ZuilvionSrlueln«..�adruna butä» das Statudunticmufeum Sonitto«. 29. Mdr.i. 9 Übt.®eattinfome tfcfitt»um Uedetfwbaus cm IL und 12. April. LtZUer JlutfuMbenb cm I«. April in der Schule Seimncistir- liragr IS— 17. ZV. ,Iie Salutfeunbe',«dt. aeciEdn. Mornen, Sonntaq. Spielfobtt an den STotlapidbUtlsn an der Groben.«rantpe. Treffpunkt 7% Ißt Rinabakmbof Neukölln. ZTll'B.. Nudrrbcairt. Sonnte«, 20. Milra. Anrudern. Treffen t Ißt. Abfahrt 10 Uhr. ,-IcI SJhiflBdoUfe. Ankunft im vooishaus 16 Ißt. ASD. Neukälln. lleichlaßlcten. Sonnlaa. 2!>. Märii. Plabtrainin« im Neu» köllner Siad!on. Treffpunkt III Ißt bei CpMcmami, Cmfet Stiege. Stolkiiiiioit SicBiiCa-Scifc. Stute. Sonnabend. 28. Mara, Brreinslebrftunde um 19 Ubr in der Turnballe Seffr. tittrafec. 21 Ißt Eitiuna aller Techniker und mit dem?<-riva«une>«au»fchuk bei Grieaer, Seffinaflt. 9. Saute, Sonn- abend. 2. 3u««rb-, Iunamddchen., Stauen, und Männerabdeiluna Quaria!»- -oer'ammluna im lwaendkeim Slaibau, GboufTecfttofic. Bartraa:.Arbeiter- spart und Satftlullut." Alle— auch Äinbetabteilunqen— April-Nitteilu»«». oiatt adbolen am Montaa. dcm 30. Mär,, bei Gundelach, Neukölln, ffulbc strebe 55—56, Außana 6, III Sonnabend, 28. März. Berlin. 16,05 Dr. Nicolaue Fuinbers; MussorssVy? 16.30 ttelnz Cesparl; Wenn man bei macbt's ein* SraB Eine Berliner Be- getnunc. 17.00 Admlralapalast: Kontert van 100 arbeitslosen Musikers. Dir.: Max Roth. iS.ns Zehn Minuten Film. )3.1J Kriminalkommissar Werneburg und Dr. Gertrud Haupt: Wl« kann man sich gegen riuberlsche Uebertllla acblitzen? 18.45 Erich Wollgang Komgold. 1. Au» der Musik ta..Viel Linn um nichts". op. II. 2. bieder.(Hanna Schwarz, Sopran. Flügel; Der KoraponisU 3. Fantasie aus..Violanta", op. 8.(Der Kemponlst.) 19.25 Die ErziMung der Woche.(A. Kuhnert.) 20.00 Wien:..Besuch in Wien".(Mikrophon: Alfred Braun, Berlin, und Prof. Willy Schmieger. Kavag. Wien.) 21.00 Wien: Untethaltungskonzert.„Wiener Abend." 22.00 Wetter-, Tages- und Sporlnachrtchlen. AnscbllcScnd bis 0.30; Tanzmusik. KSnlgswnsterhaasen. 16 00 Prof. Aloy» Timpc: Wirtschadsmalhematlk Im Unterricht 16.30 Hamburg: Konzert. 17.30 Gerichtsverhandlung gegen die Grippe.(Ein hygienlsehe« Lehrspie! rm Dr. Cur! Kayser und Prof. Hochstettet.) 18.00 Französisch für AnUnger. 18.30 Prof. Dr. W. Köhler: Orundfraten der modernen Psychologie. P.OO' Albert Dsudistel erzählt. 19.30 Elly Hcull-Knapp: Slllle Stunde.„Heilsamen Leiden." Sonntag, 29. Marz. Berlin. 7.00 Funkgimnasllk. Anschließend Frühkonzert. 8.00 Für den Landwirt. 8.50 Morgenfeier. 10.05 Wettervorhersage. II 00 Wintergarten: Kundgebung zur 10. Wiederkehr des Oberschlesisehen Ab- stlmmongstages. 12.00 Leipzig; Mitlagskonzert. >4.00 Jugendstunde. Kinder spielen und musizieren eigene Erfindungen. Mitv.; Schüler der stddliachen Jugend- und Volksmusikhochschule Prenzlauer Berg und ihre Lehrer. 14.45 Volkslieder. 15.05 H. Pöh] mann: Im Lande Frilz Reuters. 15.30 Philipp Seharwenka: Sonate für Violine und Klavier(Werner Lywea, Vielina. und Erna Klein, Flügel). 16.00 Orzhesterkonzsrt. 17.45 Aktuelle Abteilung. 18.00 Diclzensehmidt. J. Der Dichter spricht mit Wellgang Bardach. Z. Dr. H. F. Christians liest die Novelle.,1812". 18.40 Felix Stössinxer:„Duett bei Verdi". Ein Vortrax mit Melsterplatten. 19.25 Alfons Paquet liest aus eigenen Werken. 19.50 Sportnachrichten. 20.00 Orchesterkonzert. 22.00 Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. AnschllcBcnd bis 24.00 Tanzmusik. Köulgswusterhauacu. 7.00 Hamburg: Halenkonzert. 11.30 Else Budnowski: StraBe und Kind. 18.00 Dr. Keller: Fr8hliche» Handwerk. 18.30 Walter Boenigk: Tagebuchbläller einer Westfrontfahrt. 19.00 Dr. Gürster: Nietzsche und die Musik. 19.30 Perkonig liest aus eigenen Werken. 20.00 Hamburg; Bunter Abend. Die einzige Ersatzkasse für sämtliche Berufszweige ist die Urciiftlcen- und Sierbefeosse filr das DeuiscBie Reicfli •m Jtaabsrd«««-» i dLlfSatferteEalcsr ErmateBaeaas«)< ■an J«aBar« fOS4 ate�ranaled dl© Versicherungspflichtigen und Nichtversichorungspflichtlgen ausreichenden Krankenversicherungsschutz bietet raaltfontf: Berlin N 24. Oranlenburdc�r Stfr. 99 und 300 Verwaltungsstellen im Reich