Morgenausgabe Er. 149 A 75 4S. Jahrgang Wöchentlich LS Pf, monatlich 3.60 M. im voraus zahlbar, Postbezug 4,32 M. .-inschliehlich SOPf. Postzeitun x»- und 72 Pf. Postbestellgebuhren. Auslands« adonnement 6,— M. pro Monat; fu? Lander mit ermägigtem Drucksache»»» oorto S.— M. H- Der„JJonndrts* erfchtlnl wochentSg« (ich zweimal. Sonntags und Montag» einmal, die Abendausgabe für Berlin und im Handel mit dem TUel„Der Abend" Illustrierte Beilage»Volt und Zeit" Ferner.Frauenstimme"� »Technik".„Blick in die Dücherwelt". ,Jugend-Bonvärts"u.,Stadtbeilage� Berliner VoUsblatt Sonnlag 29. März 1931 Groß-Äerlin 15 Pf. Auswärts 20 pf. Die ein Ip all. Nonpareillezeile 80 Pf. N-klamezeile S.— NM.„Meine Pn- zeigen" da» fettgedruckte Wort 25 Pf. (zulässig zwei fettgedruckte Wortes, jedes weitere Wort 12 Pf. Rabatt lt. Tarif. Neklamezeile zeigen" da» sellgeoruorre Jason z (zulässig zwei fettgedruckte Wortes, jedes weitere Wort 12 Pf. 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Der Redner führte ans, datz drei große Probleme zur Zeit Frankreich beschästigten: das russische, das deutsch« und das italienische. Deutschland habe in letzter Zeit zahlreiche beunruhigende Kundgebungen veranstaltet. Damit habe es Frankreich, das im Be> griffe gewesen wäre einzuschlafen, vielleicht � einen Dienst erwiesen; denn Frankreich'sei jetzt aufgewacht und alarmiert worden. Die gegen jeden Krieg gerichtete Genfer Erklärung der Außenminister Deutschlands, Frankreichs, Englands und Italiens scheine jetzt durch den Plan eines deutsch-österreichischen Zallbündnlsses dementiert(!) worden zu sein. Deutschland scheine die alt- preußische Aussaugungspolitik vor 1870 wieder auf- nehmen und ein um Berlin kristallisiertes Mitteleuropa schaffen zu wollen.„Wir bitten die Regierung— erklärte Berenger wörtlich weiter— um Auskunft darüber, welche Antwort Frontreich der kühnen Initiative Schobers und Curtius entgegensetzen will. Wir wollen wissen, welche tatsächlichen Garantien die französische Außen- Politik unserer nationalen Entwicklung im Rahmen eines aus der Einhaltung der Verträge basierten Europastatus bietet." Am Nachmittag nahm der Vorsitzende des Auswärtigen Aus- schusses B e r a r d das Wort, der vor allem die deutfch-österreichisch« Zolloerswbarung als»m Widerspruch mit de« Ver» trögen steheno kritisierte und erklärte, diese Vereinbarung habe leider den Optimismus verscheucht, der sich allmählich in der öffent- lichen Meinung Europas durchgesetzt habe. Trotzdem wandte sich der Redner dagegen, daß Frankreich die Politik der g e- schlossenen Faust anwende. Es müsi« an der Politik der offenen Hand fest halten, die allein Frankreichs Prestige sicherstellen könne. Der nächste Redner, Senator L 6 m« r y, griff die deutsche Re- gierung in heftigen Ausdrücken an und verlangte von der französischen Regierung energisch« Maßnahmen zur Verhinderung der Durchführung des deutsch-österreichischen Zollbündnisses. Sodann nahm auch Vriand das Wort. Roch kurzen Erklärungen über die Beziehungen Frank- reichs zu Rußland und Italien ging er ausführlich aus die d e u t s ch- österreichische Vereinbarung ein. Er sagte: Wenn jemand in dieser Angelegerchest eine unangenehme Ent- t ä u s ch u n g empfunden hat, so ist es vor allem der Mann, der vor Ihnen auf der Tribüne steht. Was man einen Mangel an Rücksicht genannt hat, hat auch mich berühren müssen, da ich immer wieder jedes schlechte Verfahren vermieden habe. Briand betonte, man dürfe nicht die Nerven verlieren und die ganze französische Außenpolitik wegen dieses Zwischenfalls modifizieren. Das Prestige Frankreichs sei durch das Vorgehen Deutschlands und Oesterreichs nicht berührt worden: denn es sei über derartige Ereignisse erhaben. Das Abkommen könne auch keine Bedrohung Frankreichs darstellen: denn Frankreich sei stark genug, wn der Stimme der Vernunft Gehör zu verschaffen. Briand ging aus die Entstchung der Anschluhbewegung ein und erklärte, die politische und wirtschaftliche Lag« Deutschlands und Oesterreichs fei durch den Versailler Bertrag f e st g e l e g t worden, und er müsse als Außenminister auf die sich aus den Ver- trägen ergebenden Schwierigkeiten Rücksicht nehmen. Bor einigen Jahren sei bereits ein politisches Anschwhunternehmen im Gang« gewesen, das er auf der Tribüne des Völkerbundes denunziert habe. Im Laufe der Zeit sei dann eine Beruhigung eingetreten und im Jahre lSZ2 habe Oesterreich, damit es wirtschaftlich lebensfähig bleibe, durch den Völkerbund eine A n l e i h« erhalten, wofür es sich dazu habe verpflichten müssen, weder direkt noch indirekt seine Unabhängig- keit aufzugeben. Was das Ernsteste an dem jetzigen Zwischenfall ist, fuhr Briand fort, sei das Verfahren. Es sei beunruhigend und widerspreche vollkommen den Bedingungen für eine europäische Zusammenarbeit. Frankreich habe 48 Stunden vor allen übrigen Staaten Wind bekommen und er, der Minister, habe sofort die Vertreter Frank- reichs in Berlin und Wien angewiesen, Demarchen bei den Regierun- gen zu n ki che», um die Stellungnahme Frankreichs darzulegen. Aehnlich« Demarchen feien auf den Wunsch Frankreichs auch von den anderen Ländern unternommen worden. England habe schließlich erklärt, man könne nichts weiter unternehmen, ohne vorher den Bölkerbundsrat zu befragen. Dieser Ansichr habe sich Frank- reich angeschlossen, denn man könne keinen anderen Weg wählen, wenn man nicht alles zerstören wolle, was seit zehn Iahren ausgebaut worden sei, „Van deutscher Seit« Hobe ich— so schloß Briand unter großem Beifall— schon oft Enttäuschungen erlebt, wenn ich aas«eine» pofiev bleib«,«erde»ch dl« begonnen« ittOen mit bem festen Mllen weiterführen, bei Deulschlaad und Oesterreich durchzusetzen, daß sie nicht auf ihrem plan bestehen, feierlich übernommen« Verpflichtungen zu verletzen." Noch einer kurzen Erwiderung Lemerys wurde dann der Etat des Außenmimsteriums ohne jede Debatte angenommen. Stne französische Mahnung zur Vernunft. Paris. 28. März. Professor Scell« von der Universität Dijon beschäftigt sich im„Peuple" mit dem deutsch-österreichischen Zollangleichungs- abkommen. Er schreibt, es wäre gefährlich, wenn man in Paris, Rom oder Prag nicht den Sinn der Ereignisse begreifen würde. Di« ganze reaktionäre und nationalsstischc Meute Hobe bereits ein Gebell angestimmt, und zwar unter dem Vorwand, daß es sich um den Anschluß handele. Diese kurzsichtigen Leute bildeten sich zweifellos «in, ewig den Lauf derEreignisse aufhaltenzu können. Gewiß könn« man in Paris und Prag sich dem Abschluß des öfter- reichisch-deutfchen Abkommens widersetzen und den Dälkerbundsrat eingreifen lassen. Man könne unter dem Druck kurzsichtiger Egoismen die Atmosphäre so erhitzen, daß der europäische Dampfkessel durch eine bolschewistische Explosion in die Luft flieg«. Aber man könne auch versuchen, vernünftig zu denken, und die Texte des Friedens- vertrage» von St. Germain und des AllleiheprotokoL« von 1922 be- nutzen, um sich iSier die Vereinbarung de» deutsch-österreichifchea Abkommen, mit dem europäischen wirtfchaftsföderallsmu, zu unterrichten, den man in Genf vergebens versucht habe. Die einzige Art und Weise, dem österrcichisch-dcutschen Zollverein jedes Gift zu nehmen, sei, ihn zu einem der Elemente des europäischen Zollvereins zu machen� Erledigte Zwecklüge. Wien, 28. März.(Amtlich,) Di« von einein Poriser Blatt verbreitete Meldung, daß die österr«ichtsch�>eutschen Abmachungen über eine Zollocreinigung eine geheime gegen die Kleine Entente gerichtete M i l i t ä r k l a u s e l(!) enthalten, entbehrt jeder Grundlage. Schweiz und Rußland. Bundesrat sagt: Kein Dumping. Bern, 28. März. Im schweizevischen Nationatrat wurde die Anfrage eines waadt- löndischen Abgeordneten über die Auswirkungen des sowjetrussischen Dumpings verhandelt. Bundesrat S ch u l t h e ß gab die Erklärung ab, daß der Wert der russischen Einfuhr in die Schweiz im vergange- nen Jahre 18,7 Millionen Franken betrug, die schweizerische Aus- fuhr dorthin 16,5 Millionen Franken. Die Schweiz bezog fast nur Rohstoffe und Lebensmittel aus Rußland: der russische Anteil betrug dabei nur«inen kleinen Bruchteil der schweizerischen Gesamt» einfuhr. Durch die billigen russischen Geireidepreise werde die schweizerisch« Erzeugung in keiner Weise geschädigt, bei der russischen Holzeinfuhr sei zu berücksichtigen, daß andere Länder noch billiger lieferten. Der schweizerisch« Handels, und Industrie- verein habe dem Bundesrat auf Anfrage erklärt, daß die russische Einfuhr nach der Schweiz keine wirtschaftlichen Nach- teil« mit sich bring«. Maßnahmen dagegen würden nur den schweizerischen Export nach Rußland schädigen, der vor- nehmlich aus Maschinen, Uhren und Chemikalien besteht, Inter- nationale Maßnahmen gegen das russische Dumping kämen nicht in Frage. Auf die Borgänge im Innern Rußlands habe die Schweiz keinen Einfluß, Uebrigens habe bis jetzt noch kein schweizerischer Produktionszweig eine Beschränkung der Einfuhr aus Rußland verlangt. Nazi-Wehrorganifation aufgelöst. Zn der Tschechoslowakei Prag, 28. März. Die Prager Polizeidirektion hat am 87 März dem tschechischen Faschistensührer und Abgeordneten G a I d a als dem Vorsitzenden der Nationalen Fafchlstengemelnde einen Erlaß zugestellt, durch den die Wehrorganisation der Faschisten o u s g e l ö st wird. Als Grund wird angeführt, daß die Faschistenorganisatiou die Vorstellung der Over„Maschinist Hopkins" im tschechischen Nationolthcater durch lärmende Szenen vereitelt hätte, und daß sie serner an den Aus- schreitungen gegen die deutschen Tonfilme führend beteiligt gewesen fei Die Notverordnung. Sie sei Mittel zur Wiederherstellung der Ordnung und der vollen Demokratie! Die Notoerordnung des Reichspräsidenten vom 28. März ist auf Grund des Artikels 48 Abs. 2 der Verfassung erlassen, der folgendermaßen lautet: Der Reichspräsident kann, wenn im Deutschen Reiche die öffentliche Sicherheit und Ordnung erheblich gestört oder gefährdet wird, die zur Wiederherstellung der öffent- lichen Sicherheit und Ordnung nötigen Maßnahmen treffen, erforder» tichenfalls mit HUfe der bewaffneten Macht einschreiten. Zu diesem Zwecke darf er vorübergehend die in den Artikeln 114, 115, 117, 118, 123, 124 und 153 festgesetzten Grundrechte ganz oder zum Teil außer Kraft setzen. Art. 114 garantiert die Freiheit der Person, Art. IIS die Unverletzlichkeft der Wohnung, 117 die Unoerletzlichteit des Postgeheimnisses, 118 sichert die Freiheit der Meinungs- äußerung, 123 und 124 gewährleisten die Versammlungsund Vereinsfreiheit, 1S3 den Schutz des Eigentums. Die Verordnung des Reichspräsidenten schränkt die Ver- sammlungs-, Vereins- und Pressefreiheit deutlich ein. Wie steht es mit den anderen staatsbürger- lichen Rechten, von denen in Absatz 2 des Art. 48 die Rede ist? Auf diese Frage gibt die Verordnung keine ganz ein- dcutige Antwort, indem sie in ihrem§ 16 besagt: Die in Artikel 48 Absatz 2 der Reichsverfassung genannten Grundrechte werden für die Geltungsdauer dieser Verordnung in dem zu ihrer Durchführung erforderlichen Um- fang außer Kraft gesetzt. Bei einer etwas elastischen Auslegung können also alle im Art. 48 Abs. 2 angeführten Staatsbürgerrechte bei der Durchführung da neuen Verordnung in Mitleidenschast gezogen werden. Das Reichsministerium des Innern hat auf Anfrage erklärt, daß ein Eingriff in das Brief-, Telegramm- und Telephongeheimnis nicht beabsichtigt ist. Bezüglich der Frecheit der Person, der Unverletzlichkeit der Wohnung, des Eigentums liegen ähnliche Erklärungen nicht vor. Die Be- Hörden können in Ausführung der Verordnung ohne weiteres auch Personen festsetzen, in Wohnungen eindringen und Be- schlagnahmen aller Art vornehmen. Kein Zweifel, daß die neue Verordnung des Reichspräsi- denten eine scharfe und gefährliche Waffe darstellt. Es wird ganz darauf ankommen, wie sie angewandt wird! * Ist die Sicherheit und Ordnung in Deutschland wirtlich so erheblich gestört, daß die Inanspruchnahme des Art. 48 gerechtfertigt ist? Diese Frage kann leider nicht verneint werden. In keinem Lande der Welt sind in dieser Zeit Aus- schreitungen im politischen Kampfe häufiger als in Deutsch- land. Fast an jedem Tag, gewiß aber nach jedem Sonntag müssen die Zeitungen von blutigen Kämpfen berichten. die zwischen den extremen politischen Richtungen oder zwischen einer von ihnen und der Polizei ausgetragen werden. Die Verlustlisten dieses schleichenden Bürgerkriegs nennt Tote über Tote. Die Verwundeten der Zivilparteien werden oft gar nicht gezähtt, well sie von ihren Kameraden schleunigst weg« geschafft und verborgen gehalten werden. Es entspricht der Psychologie des Bürgerkriegs, daß die Schuld an geschehenem Bürgerkrieg immer den anderen auf» gebürdet wird. Auf diese Weise wird der G e i st d e r R a che und der Vergeltung wach gehalten und immer aufs neue aufgepeitscht. Ueberfälle aus dem Hinterhalt, Meuchel» morde und Totschläge sind die Folge. Das sind Zustände, die nicht mehr lange ertragen werden können. Entweder es gelingt der gegenwärtigen Staats- gemalt, ihnen ein Ende zu bereiten, oder sie müssen eines Tages in den offenen Bürgerkrieg umschlagen. Was am Ende dieses Bürgerkriegs steht, weiß keiner. Sicher ist nur. daß die Kommunisten durch ihre Spaltungs- und Zer- setzungsarbeit, von der fle nicht lassen können, nicht für den Sieg der Arbeiterklasse, sondern für den Sieg des Faschismus wirken. Wahrscheinlich ist, daß am Ende eines solchen Bürger- kriegs ein verwüstetes und ausgebeutetes Deutschland stünde, in dem es den Arbeitern noch viel schlechter ginge als in dem gegenwärtigem Zu einem Bürgerkrieg darf es nicht kommen. Darum dürfen die Zustände, wie sie jetzt bestehen, nicht länger bleiben. -» Nach Abs. 3 de» Art. 48 sind die Maßnahmen, die unter Berufung auf ihn getroffen werden, außer Kraft zu setzen, wenn der Reichstag es verlangt. Der Reichstag ist zur Zeit nicht oersammelt, er hat sich bis zum 13. Oktober ver- Ein Notschrei an Preußen. Die Krisenlast und die Gemeindefinanzen. Der Preußische Städtetag übergibt der Oeffentlichteit neues Material über die finanzielle Lage der preußischen Gemeinden, dem lpix.- folgendes entnehmen: D»e Gemeinden werden als Träger der Lasten für die lang- fristigen Erwerb Slc-fen von den Erschütterungen der Wirtschaft neben dem Reich am schwersten getroffen. Di« Zahl der Wohlfahrt s- erwerbslosen in allen preußischen Gemeinden und Gemeinde- verbänden stieg von rund 225 000 am 1. Januar 1930 auf 591 400 am 1. Januar 1931 und auf 665 100 am 1. März 1931, Das bedeutet ein Ansteigen des Unter st ützungsaufwandes für die Wohlfahrtserwerbslofen von 185 Millionen im Jahr« 1930 a u f 3 45 Millionen Mark. Dieser beträchtlichen Mehrbelastung steht ein Rückgang auf der Einnahmeseite gegenüber. Ein Ausgleich tonnte nur durch Aus- gabendrosselu.ng geschaffen werden. Es ist bei einer großen Reih« von Städten gelungen, einen Rückgang im Geamtbeftand des Personals herbeizuführen. Noch einschneidender sind die Maßnahmen bei den sächlichen Verwaltungskosten. Vielfach hat man sogar noch durch besondere Sparkommissionen bei allen nur irgendwie denk- baren Positionen eine rücksichtslose Bedarfsminderung eintreten lassen. Dies gilt vor allem auf dem Gebiet des Bauwesens(Gebäudeunter. Haltung, Tiefbauverwaltung. Strahenunterhaltung), des Schul- und Bildungswesens und selbst vor dem Sozialhaushalt hat die tom- mimale Ausgabendrosselung nicht haltmachen können Dies« rigorosen Abstriche, am Gemeindehanshalt haben 1930 den drohenden Zusammenbruch der Gemeindefinanzen zwar aufgeschoben, aber die akute Gefahr keineswegs beseitigt. Der Abschluß des Etat- sichres 1930/31 ergibt, daß die a ll e r s chär fsten Gefährdungen zu befürchten sind, wenn den Gemeinden nicht eine Aenderung der Lastenverteilung in der Wohl- sahrtvpflege zu chilse kommt. Bei den gegenwärtigen Beratungen zur Aufstellung des Haus- haltsplanes 1931 /32 machen sich die Schwierigkeiten der vergangenen Lahre in verstärktem Maße geltend. Der Gesamlfehlbetrag in allen preußischen Gemeinden für 1931/32 muß mit rund 400 Millionen Mark angesetzt werde». Die Schlußfolgerimg, die sich aus diesem Finanzbild ergcht, zeigt, daß die finanzwirtschasttichen Bedingungen der Gemeinden in allem wesentlich ungünstiger sind als die Preußens. Da angesichts der gesamten wirtschaftlichen Situation gegenwärtig Steuererhöhungen nicht in Betracht kommen können, steht im Mittelpunkt der Frage einer Sanierung der Gcmeindesinanzen das Problem einer Neu- regelung der Erwerbslosenbetreuung. Es ist in diesem Zusammenhange aus die bekannten Vorschläge des Deutschen Etädtetages hinzuweisen. Die Anträge des Städtetages auf Hilje des Reichs bei der Wohlfahrtserwerbslosenfürsorge werden nur dann von Erfolg begleitet sein, wenn ouch das Land Preußen dem Reiche tätige Hilfe in bestimmte Aussicht stellt. Der«tädtetag glaubt, daß es dem Lande Preußen gelingen wird, Mittel für diesen Zweck, die Rettung der preußischn Gemeinden vor dem unvermeidlichen Ausainmenbruch, entweder aus seinem Haushalt oder auch durch Kreditausnahm« zu finden. Preußen sorgi für Landarbeiier. Erhöhte Einrichtungekredite für Landarbeitersiedlonqen. Der preußische Landwirtschaftsminister hat die unzureichend gewordenen Bestimmungen vom 13. März 1929 über die Gewährung von Einrichtungskrediten bei Landarbeiterstedlungcn ausgehoben. Jnsolge der Auslösung zahlreicher Güter und der damit schwindenden Arbeits gelcgenhetten'müssen die für die Landarbeiter bestimmten Stellen größer angelegt werden, womit «in größeres Eigenkapital nötig wird, das den Landarbeitern aber regelmäßig leicht zur Verfügung steht. Versuchsweise soll deshalb in der Zukunft den mit preußischen Mitteln finanzierten Land- arbeitersiedlungen ein Einrichtungskredit bis zur Höhe von 3000 Mark gewährt werden. Während der ersten beiden Jahre sind Zinsen- und Tilgungsbeträge nicht zu entrichten. Nach Ablauf der Freijahre erfolgt eine Verzinsung mit 2,5 Proz., zu der in den folgenden Iahren noch eine Tilgung hinzutritt. Zur Sicherung des Einrichtungskredits wird im Grundbuch der Siedlerstelle eine b rieslose Darlehnshypothek eingetragen. anschlägt, daß die Landwirte annehmen müssen, wir wären nicht nur »m Staat, sondern auch im Reich von Vollidioten regiert. Ich jag« das auf die Gefahr hin, von Herrn von Strüwy auf der nächsten Kreistagstagung gestukt zu werden. Ich denke dabei vor allem an den Artikel„Das Affentheater der Osthllfe" in der letzten Nummer dieses Organs.' Di« Deutschnationalen nahmen dies« Ausführungen mit großer Unruhe auf. . Gozialfafchisi Nazille. Die APD sorgt für politische Bildung. Die kommunistisch« Organisation für Schüler höherer Schul- v gibt ein» ZeSschrlft„Der Schullampf' heraus. Dies« Zeitschrnt wird von den Intellektuellen der APD. lärmend gelobt. Wir finden in der Aprilnummer dieser Zeitschrist die folgenden Palen: „Das württembergische svzialdemnkratische Kultusministerium bat de»„bringenden Wünschen der Oeffentlichkeit' stattgegeben und eine Verordnung gegen vari->i- politisch» Betätigung der Schüler«lassen. Wie man sich denken kann, ist L a z i l l e wieder einmal von der gesamten bürgerlichen Presse uneingeschränktes Lob ausgesprochen worden... Das ist unsere Antwort dem Sozialfaschist cn B a Zill e! Ilm Beispiele aus der neuesten Acit zu nennen: Es gehören hierher die Schulerlasse, die den Schiller der ihm durch die Ver- fassung gewährleisteten Rechte berauben: der württember- gische Erlaß des Sozialdemokraten Bazille...' Die Kenntnisse in neuester Geschichte, die die Redaktion dieser Zeitschrift entwickell, sind fabelhast! Nächstens wird sie den Schülern erzählen. Herr Hugenberg fei Sozialdemokrat! Wenn der stock- reaktionäre Herr Dazille, der zwischen Westarp und Hugenberg steht, das Blättchen nur nicht wegen Beleidigung verklagt! tagt, er kann aber jederzeit wieder zusammentreten, wenn eine Mehrheit das fordert. � Die Komrn,umsten werden die sofortige Wiedereinberufung des Reichstags verlangen, und die Entscheidung darüber wird bei der Sozialdemokratischen Partei liefen. Die Sozioldemo- kratische Partei hat aber nicht die Absicht, der Staatsgewalt in den Arm zu fallen in dem Augenblick, in dem sie den Kampf gegen tatsächlich ganz unhaltbare Zustände ausnimmt. Ueber Einzelheiten der Verordnung kann man sehr ver- schiedener Meinung sein— aber die Verantwortung dafür, daß überhaupt nichts geschieht, kann mit gutem Gewisien keiner übernehmen. Die Sozialdemokratische Partei ist und bleibt grundsätzliche Anhängerin der voll- st eu staatsbürgerlichen Freiheit. Sie hat diese Freiheit in allen ihren Programmen gefordert und hat unter ihrer Einschränkung selber schon gelitten. Daß jetzt neue Einschränkungen notwendig geworden sind, empfindet sie als e i n e Schande. Aber diese Schande ist die Schande der Nationalsozialisten und d e r K o m m u n i st e n, die es so weit getrieben haben! Je früher bei diesen Parteien wieder Vernunft, Anstand und Achtung vor Menschenleben wieder Einzug halten, desto früher werden wir diese Verordnung los werden und desto besser wird es sein! » Die Sozialdemokratische Partei kann aber nicht das Tor öffnen,' durch das der Bürgerkrieg seinen Einzug halten will. Sie muß vielmehr ihre eigene Schlüsselstellung ausbauen und sich ihre weiteren Entscheidungen vorbehalten. Vor allem muß sie darüber wachen, daß die neue Verordnung auf keinen Fall und in keiner Weise gegen die legitimen Bestrebungen der sozial! st ischen Arbeiter» bewegung mißbraucht wird. Die Verordnung legt in die Hände der Landesbehörden und der örtlichem Behörden eine ganz ungeheure Macht. Damit ist auch die Gefahr von Fehl» griffen gegeben. Ihr wirksam entgegenzutreten wird die Aufgabe unserer örtlichen Organisationen und unserer Presse sein. Kommunisten und Nationalsozialisten wollen das, was die Notoerordnung vorübergehend einführt, als Dauer- zustand. Für die staatsbürgerlichen Rechte der Verfassung von Weimar ist weder in„Sowjetdeutschland' noch im„Dritten Reich" auch nur der geringste Platz. Sie wollen beide regieren durch die physische Vernichtung ihrer Gegner. Wir Sozialdemokraten wollen nicht die physische Der- mchtung unserer Gegner. Wir sind vielmehr bereit, ihnen genau dieselbe Freiheit zu gewähren, die wir für uns falber in Anspruch nehmen. Wir wünschen den Tag herbei, cn dem die Verordnung vom 28. März überflüssig wird und verschwinden kann. Wann dieser Tag kommt, hängt jedoch leider viel weniger von uns ab als von denen, die durch ihr schändlich« Treiben ein scharfes Eingreifen der Staatsgewall hsrausgefordert haben. Dies Verordnung darf gegen keinen angewandt werden, der m anständigen Formen von seinem Recht der Meinungs- frskhell Gebrauch macht! Auch die ernste Diskussion über Probleme des Glaubens oder Nichtglaubsns darf durch sie nicht unterbunden werden! Wir fordern für uns und für alle gegenüber dem Staat und der Kirche da« Recht der freien Kritik! Vor allem aber fordern wir. daß diese Verordnung keinen Tag länger m Kraft bleibt, als bis ihr Erziehungszweck erfüllt und sie damst überflüssig geworden ist! Preußen und die Ikoiverordnung. Auöführungsbestimmungen bevorstehend. Der Amtliche Preußische Pressedienst schreibt: Der Reichspräsi- öent hat auf Grund des Artikels 48 der Reichsverfasfung eine Der- ordmmg zur Bekämpfung politischer Ausschreitungen erlassen, die der Polizei«ine Reihe von Handhaben gibt, um den täglich bedroh- ticher in die Erscheinung tretenden Auswüchsen im politischen Leben wirksamer als bisher entgegenzutreten. Die Verordnung richtet sich nicht gegen die Freiheit der politischen Betäti- gung in anständiger und sachlicher Form und de- schränkt die Möglichkeit, sich zu politischer Tätigkeit zu vereinigen oder den politischen Meinungskampf durch die Presse zu führen, in keiner Weise. Die Verordnung will lediglich den Mißbrauch politischer Rechte, wie er in letzter Zeit in unerträglichem Umfang getrieben wird, verhüten. Gewisse, hiermit verbundene Beschränkungen, die kein ruhiger und sachlich denkender Bürger als solche empfinden wird, müssen dabei zur Erreichung des erstrebten Zieles einer Entgiftung und damit wahren Befriedung des öffentlichen Lebens hingenommen werden. Es wird Ausgab« einer gerechten polizeilichen Handhabung der Verordnung durch die zuständigen Behörden sein, jede kleinlich« und dem Sinn und Zweck der Verordnung widersprechende BeHand» lung zu vermeiden, dagegen in allen Fällen, m denen ein« Gesähr» dung der öffentlichen Sicherhell und Ordnung zu befürchten ist, sich der gegebenen Mittel wirksam zu bedienen. Di« preußische Regierung wird die zur Sicherstellung einer solchen Anwendung der Bestirn« mungen erforderlichen Weifungen alsbald an die nachgeordneten Behörden ergehen lassen. Schwere Krawatte in Lüdenscheid. Zwanzig Schwerverletzte. tüdeuscheid. 28. März.(Eigenbericht.) 2n Lüdenscheid kam es gestern abend nach einer uatlonal- sazialifklfchen Versammlung, die wegen Srawall vorzeitig von der Polizei aufgelöst wurde, zu Zusammenstöße» Mische» Zlakionalsozialisten und Kommunisten. Es entwickelte sich eine wüste Schlägerei, bei des es 20 Schwerverletzte gab. Ei» Sturm- versuch auf das Rathaus konnte van d« Polizei abgewehrt werden. Der Remarque-Mm in Athen zugelassen. Di« Ausführung des- Remarque-Mms„Im Westen nichts Neues" ist von der Polizei ge» stattet worden, nachdem- der amerikanische Gesandte sich für die Zu» laffung des m Amerika gedrehten Film» eingesetzt hatte. Krau Or. Kietile in Kreiheii. Widerspruchsvolle Erklärung der Gerichtspressefielle. Frau Dr. Kienle ist heute nachmittag aus der Hast entlassen worden, nachdem der Gerichtsarzt chre weitere Hastfähigkell bezweifelte. Die Gerichtspreffestelle teilt dazu mit: Frau Dr. Kienle ist im Hungerstreik verblieben. Di« inzwischen unsblässtg fortgesetzten Ermittlungen lassen eine fernere Verdunkelungsgefahr nicht mehr als begründet erscheinen. Deshalb hat die Unter- fuchungsbehörde von ihr« gesetzlichen Befugnis, die Zwangs- «rnährunz durchzuführen, leinen Gebrauch gemacht. Frau Dr. Kienle ist im Hinblick auf dos Zeugnis des Gerich rsarztss, der bei ihrem derzellizen durch den Hungerstreik verursachten Schwächezustand die weitere Haftfähigkeit ernstlich bezweifelt, aus der Haft entlasse» worden. * Die Msttvibrng der Gerichtspreffestelle laßt den Lafttzstandal «kennen. War die Lerdurckelungsgesahr wirklich gerade in dem Augenblick beseitigt, als«ine Katastrophe drohte? Wenn ab« kein« Bsvdunkelungsgefcchr mehr bestand, so mußte die Hasterttlaffung «folgen— warum also die Begründung mit der Haftunfähigkell? Das läßt nicht auf geordnete In st i z z u st ä n d e schließen! Roch ein Dolchstoß. Diesmal vom.Hakenkreuz. Es wiederholt sich alles. Der Sozialdemokratie ist wimer wieder— mit bewußter Fälschung— gerade von öen deutsch.. Ileberpatrioten nachgeredet worden, daß sie die deutsch« Abwehr- front im Kriege durch«inen„Dolchstoß" erledigt habe. Jetzt erhebt sich der gleiche Dolchstoßvorwurf gegen die Wortführer der Hitler- Propaganda. „Der Iungdeutsche", an dessen zuverlässiger nationaler Gesin- nung selbst die Hugenberg« nicht zweifeln dürsten, unterstreicht die Tatsache, daß das Hitler-Blatt in München in geradezu pein- licher Weise Oer Hoffnung Ausdruck gibt, daß Frankreich die österreichisch-deutsch« Zollunion kaputt machen werde.„Der Iungdeutsche" nennt das einen Dolchstoß Rosenbergs und stellt zum Schluß fest, daß„die Führung der RSDAP. diese Ge- (egenheil benutzt, um die ausländische Gegenwirkung zum innenpolitischen Kampf gegen die deutsche Re» g i e r u n g auszunutzen. Dabei wagt man«s, sich„nationale Oppo. sttion" zu nennen l Fort mit solcher Opposition!" Wir haben dem nichts hinzuzusügen! Agrardemagogen entlarvt. Gras Könitz gegen von Gatzl. Königsberg. 28. März.(Eigenbericht.) Im Berlvuf d«. Beratung d« Ost Hilfe im ostpreußi- schen P r o v i n z l a l l a n d t a g hielt d« volksparteiliche Abgeordnete Graf Kunitz seinen Junkcrgenossen eine derbe Standpauke. Er sagte u. a.: „Ich kann es wohl verstehen, daß Herr von Gaql im Reichs rat seinen Unmut über das Gesetz, das viele Schönhells- fehl« hat, Ausdruck gegeben hat. Sein« Stimmenthaltung hätte ich ab« in keinem Falle mllgemacht. denn das. was gegeben worden ist, ist kein Butterbrot,, sondern sehr viel. Ich bedauere auch, daß Herr von Gayl die Industriemnlage als llmbrin- gungsumlage bezeichnet hat. Ich heg« die berechtigte Sarg«, daß die scharf« Oppositionsstellung der Rechtsoppvsitio» in ihren Auswirkungen der Landwirtschost nicht helfen kann. Alles, was Sieich und Staat tun, wird in der Rechtspresse mll Hohn und Spott über» schüttet. Dies« Kritik würde' berechtigt sein, wenn die Rechtsopposttion Gelegenheit hätte, etwas Besseres und Vernünftig««» zu tun. wenn sie an die Regierung kommt. Durch diese haßerfülve Opposition wird- bei d« Landwirtschaft der Eindruck unberechtigter Hoffnungen erweckt. Ich bebau«« auch, daß das Organ des Landwirt- tchaftsverbanbes, dessen Kroisffihr« ich bin, manchmal einen To» Die KpO.-Säge. Koenen wird Bezirksleiter m Hamborg. Hamburg. 28. März.(Eigenbericht.) Schon seit langem hing üb« dem Kopf des Lellers des SPD.- Bezirks Wasserkante. Schubert, M. d. L., das Beil der Absetzung. Schubert war und ist nicht mehr linientreu. In vertraulichen Briefen hat Schubert heftige Kritik an der Zentralleitung geübt, die er in ihr« polltischen Taktik Ruth Fisch«, seligen Angedenkens, und ihrem Kur« gleichsetzte. Bezutsleller Schubert ist jetzt abgesägt worden. Sein Nachfolg« ist b«ells bestimmt. Der neu« Lest« de» Bezirk» Wasserkam« der KPD. ist Herr Koenen aus Halle a. S. Diesem Mann geht ein„großer Ruf" voraus. Er ist es gewesen, unter dessen Regie der Konsumverein in Halle bis zum Ruin heruntergewirt- schastet wurde. Für Hamburg ist ihm nun die besondere Ausgab« gestellt, den konnnunfftischen Eroberungsseldzug in der„Produktion" zu organisieren. Für diese Aufgab« hat« gleich einen Assistenten erhallen, nämlich Franz Iatobsen aus Kiel. Herr Koenen wird in Hamburg manches blaue Wunder«leben. Llm den Gchenkervertrag. Reichsbahn hält ihren Standpunkt aufrecht. D« Reichsverkehrsminister hat am 26. Marz dem Schenkervertrag sein« Genehmigung versagt. Die Reichsbahngefell- sihaft nimmt dazu in folgender Weis« Stellung: Es bestätigt sich, daß der Reichsverkehrsministei: der Reichsbahn mitgeteilt hat. daß« der j« tz i g« n F a s s u n g des Bahnspedllions- vertrage» die Genehmigung verjag«. Demgegenüber muß an den Standpunkt der Reichsbalm erinnert werden, daß der Bahn- speditwnsvertrag nicht der Genehmigung d« Reichsregierung be- dürfe. Auf der anderen Selle wurde von der Reichsbahn nach der letzten Berwaltungsratsfitzung vor einigen Tagen die Auffassung vertreten, daß in gemeinsamen Beratungen mit der Reichsregierung sowie mll den Spitzenverbänden der Wirtschaft ein Ausgleich in der Lahnspedlliousfrag« gesucht werden muß. Die von der Sozialdemokratie beantragt« Entscheidung de» Reichsbahngerichts dürste jetzt notwendig werden. 25 proz. Verdienst am Volksbegehren. Wie sie gegen Preußen sammeln oav daran verdienen. Auf unferen Redaktioasklsch flatterl das Schreibe« eines der Berliner»Beanflragten für da» Volksbegehren znr Auf. lösrnig des preußischen Landtages" vom 24. März an einen der vielen„vaterländischen" Verbände. Es wird darin znr Geldsammlung für die Landtagsanflösung aufgefordert und 25 Prozent Provision zugebilligt. Das Schreiben lautet: .,a) Ich erinnere daran, daß die Verbände eine Umlage von 10 Pf. pro Kopf ihres Mitgliederbestandes zur Deckung der ersten Unkosten aus das Postscheckkonto einzahlen wollen. K) Sammellisten sür das Voltsbegehren mit dem Stempel des Stahlhelm, LV. Gr.-Verlin, die allein Berechtigung haben, bitte ich anzufordern und anzugeben, in welchem Bezirk gesammelt werden soll. Die Sammellisten werden Ihnen durch die Ortsbezirtsleiter unter Angabe eines von ihnen zu bestimmenden Bezirkes zugehen: denn es dars nicht planlos gesammelt werden, so daß manche Per- jonen eventuell mehrmals angegangen werden. Die Gelder sind unter Angabe der Sammellisten-Nummer, a b- züglich LS Prozent des gesammelten Betrages auf das unter Ziffer S» genannte Postscheckkonto— Blatt II— raten- weise abzuführen. Listen, auf denen keine Sammlungen mehr er» folgen, bitte ich abzuschließen und an mich«inzusenden. Zum 30. März 1931 bitte ich mir mitzuteilen: 1. Name und Anschrift derjenigen Personen, welche von Ihrem Verband« noch Sammellisten in Händen haben, unter Angab« der Sammellisten-Nummer. 2. Daß Si« in diese Listen am 28. oder 23. März 1331 persön- lich Einsicht genommen haben und sich überzeugten, daß dieselben noch ordnungsgemäß vorhanden sind. c) Baustein«. Beifolgend erhalten Sie... Blocks ä 10 Bausteine, die Sie bitte bei jeder sich bietenden Gelegenheit(auf der Straße, in den Häusern, bei Versammlungen usw.) bis zum 14. April 1931 vertreiben wollen. Das vereinnahmte Geld ist auf das Post- scheckkonto unter Ziffer Sa abzuführen. 4. Propagandamaterial... S. Dersammlungen...— Und nun wollen wir alle Kräfte einsetzen sür das große Ziel und für die Erfüllung unserer Forderung �Im Guten oder Bösen, der Landtag ist aufzulösen!" gez........ Major a. D." « Die„vaterländische" Begeisterung der Zerstörer Preußens ist wirklich imponierend: fie wird durch ein« nur fünsundzwanzig- prozentige Provision angefeuert! Oas Lkrteil im Llllstein'prozeß. Die Angeklagten Or. Llllfiein und Rornfieia freigesprochen. Punkt 12 Uhr nachte verkündete Amtsgerichtsrot Bues im Prozeß Bernhard gegen Dr. Franz Ullstein folgendes Urteil: Die Angeklagten Dr. Ullstein und Bornstein werden auf Kosten des Privatklägers freigesprochen. Gegen das Urteil besteht das Recht der Berufung. In der mündlichen Begründung führte Amtsgerichtsrat Bues u. a. aus: Das eben durchgeführte Verfahren war von ganz be- sonderen Ausmaßen, nicht nur durch die Bedeutung der Sache. sondern auch durch die Tragik dar Persönlichkeiten, die in sie verwickelt waren, äas&ir--------.....—........... ______ Sowohl Dr. Ullstein als auch Professor Bernhard habe« An- jpruch auf die größte menschlich» Teilnahme. Sowohl Schriftsätze als auch Artikel der Beklagten waren geeignet, die Ehre des Klägers aüfs stärkste anzutasten, insbesondere, da sie m einer Zeit des Wahl- kämpfe««schienen find und die wirtschaftliche und politische Existenz des Klager,«rf» schwerst« zu schädigen geeignet waren. Der§ ISS wäre auf da» Inhalt der Schriftsätze und der Artikel anzuwenden. Des weiteren führt die Urteilsbegründung aus, aus welchem Grund« jedoch trotzdem«in Freispruch erfolgen mußte. Es wird u. a. festgestellt, daß die über Frau Rose Ullstein vor- handenen Akten nicht zu einem Verdacht der Spionage ausreichen konnten. � polnisch-russische Spannung. Vor dem Warschauer Alieulaisprozeß. Moskau(über Kowno), 28. März. Im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Prozeß in Warschau gegen den geheimnisvollen Attentäter P o l j a n s k i, der am 26. März 1930 einen Bombenanschlag gegen die russische Gesandtschaft in Warschau versuchte, ist wegen der Angeklageschrift ein« neue Spannung entstanden. Die Räteregierung betrachtet diese Anklage- schrist als eine Provokation des Sowjetst rates, da es in ihr heißt. daß der Attentäter in Sowjetdiensten gestanden haben soU Die Sowjetregierung hat die polnische Regierung davon ver- ständigt, daß unter diesen Umständen die Teilnahm« der Sowjetunion als Nebenkläger im Prozeß nicht angängig sei, da dieser Prozeß als«in Versuch betrachtet weiden müsse, das Ansehen der Sowjetregierung herabzusetzen. Ei« Königsberger Zwischenfall. Königsberg, 28. März. Warschauer Blätter berichten, daß ein polnischer Journalist, der Vertreter der Expreß-Agentur in Darschau, von der Pressetribüne des ostpeußischen Prooinziallandtages ausgewiesen sei. Der Zwischen- fall hat sich folgendermaßen zugetragen: Seit einigen Tagen erschien dieser Journalist auf den Presse- platzen. Er hatte es verabsäumt, sich beim Präsidium oder Land- tagsbüro eine Zulassung zu besorgen, war jedoch vom Saaldicner aus Vorzeigen seiner Legttimatton eingelassen worden. Der Präsident ließ sich diese Legitimation vorlegen und entschied, daß dem Vertreter mangels Erlaubnis der Aufenthall im Saale nicht gestattet werden könnte. Als dies dem polnischen Journalisten i n u n n ö t i g barscher Form ausgerichtet wurde und er dagegen protestierte, wurde ihm unverblümt nüt dem Hinauswurf gedroht. Der Vorsitzende des Verbundes der oftpreußischen Presse. Dr. Leo. an den sich der Pole um Schutz wandt«, erklärte ihm. daß die deutschen Kollegen es bedauern mühten, wenn ihm unhöflich begegnet worden sei, die Entscheidung des Präsidiums aber nicht beanstandet werden könnt«. Dr. Leo setzt sich mit dem Präsidenten von Berg in Verbindung, der erklärt«, daß ein« solch« Ausführung feine. Austrage« selbstverständlich nicht in seinem Sinne gewesen sei;«r hat dies« sein« Susfassung schriftlich bestätigt und sein Bedauern wegen de» Zwischenfalls ausgesprochen. El» pnefwechsel de» letzten Zaren nnt seinem Onkel und Well- krieg sgeneralissimu» Rlknlaft Rikolafewitsch ist bei Arbeiten im Keller»ine« Museum» gefunden worden und fall demnächst im "■ylsWf**1'-'«« verösjentlicht— So sammelt der Stahlhelm! »Hier trommelt zum Sommeta!' »Es will sich kein Volk sammeln/ .Ihr Idioten, da drüben solltet Ihr sammeln!" »Siehstewoll- da kimmt er!" Oer wahre Ootchstoß. So sah es im Hauptquartier aus. Im neuesten Heft der neuen politischen Wochenschrift„Der Staat seid Ihr" wird folgende zeitgeschichtliche Anekdote veröffentlicht, die ungemein charakteristisch ist für die Berwir» rung, die das politische Leben Deutschlands während der Kriegszeit kennzeichnete: „Im Hauptquartier war«», m Eharleville-Mezieres, Januar 1915, der Berichterstatter hatte«ine politische Mission zu erfüll«« in Besprechungen Mit. dem Kaiser und dem Kanzler, dem Chef des ZioUkobwstts, den zwei militärische« Spitzen(der Obersten Heeresleitung und des MilMrkaöinette) und de» drei gteichgeord- rieten Chefs der Marin«(he« Reichomorinsamts, de» Admiralstabs und Sckz Marmakabinette). Es gab aber daneben— gleichfalls gleichgeordnet— noch zw« Marwechef», naturgemäß nur nicht persönUch im Hauptquartier anwesend: den Chef der Flott« und den der Küsteaverteidigung. Und es gab überhaupt außer allen diesen„Chefs" noch einige gleichfall« gleichgeordnet« Stelleu— wie zum Beispiel die Generalkommandos, die preußischen Staats. Ministerien usw. Rur Reichsminister gab es im damaligen Deut- scheu Reich noch nicht. Der Kaiser— als einziger oberster Chef— sollte alle diese auseinanderstrebenden und gegeneinander webenden Interessen und Intrigen harmonisieren"-- er, der in Wirt- lichkett immer weniger„Deutscher Kaiser" war und mehr und mehr„Oberster Kriegsherr" wurde und selbst als solcher aus scheinbarer Allmacht durch den diktatorischen Willen Luden- dorffs in eine wirkliche Ohnmacht sich gedrängt fühlte. Wie ging es im Hauptquartier zu? Der Berichterstatter war einmal bei Tirpitz eingeladen; dieser(Ches des Reichsmarineamts) wohnte parterre in der gleichen Villa, von der sein Kollege Admiral von Pohl(Chef de» Admiralstabe«) den ersten Stock in« hatte. Tirpitz fragte nebenbei(gegen die Decke zeigend):„Haben Si« schon den Jgnoranten da oben gesprochen?"... Und als der Gast andern Tags bei diesem Ignoranten" oben zu tun hatte, da wurde ihm dort gesagt(mit dem Blick auf den Fuß. baden):„Sie waren gestern bei dem Intriganten da unten!" Und so ging es rundherum: Admiräle gegen Kollegen. auch gegen Generäle, und noch häufiger beide zusammen gegen „Zivilisten und Politiker" wie Reichskanzler und Staatssekretäre... und so fort. Es war, als ob jede Villa eines Chefs sich hinter Drahtverhau verschloß und Giftgas versendete-- gegen die anderen... Eindruck und Erlebnis, mit Alpdruck als Folge. Ws der Berichterstatter sein Entsetzen darüber dem Rsichekanzler aussprach und diese» Vorwürfe machen wollte, daß er nicht als Ministerpräsident leite, zusammenführe und zusammenhatte— da lächelte dieser resigniert und wie» auf die deutsch« Verfassung hi»v die /sine» führend en Reichskanzler kannte, nur»inen„primus intcr per»-*, einen Aufsichteratsvorfitzende«, einen„Ersten unter- Gleichen", m Wirklichkeit einen Ungleichen unter überlegenen Militär?. überlegen nicht nur mtmerisch, zahlenmäßig, sondern auch durch Einfluß infolge der öffentlichen Mentalität, mSb»sondere im Kr!"?. Das war die Desorganisation einer„Reichsleitung" durch eine Verfassung, von der der Reichskanzler Bsth- mann-Hollweg später im Parlamentarischen Untetssuchungstmsschun sagte:„Die Unoolltommenheit unserer Verfassung wurde uns zum Fluch." Oder schon ein Bismarck vor dem Reichstag(1877 bereits): „Die Reibung hinter den Kulissen, ehe ich«in Wort zu Ihnen sprechen kann, ist drei Biertel meiner Arbeit!" Oder der Kronprinz Friedrich Wilhelm selbst, der jene Verfassung ,ten kunstvoll angefertigt?; Chaos" nannte. Oder schließlich der konservative Staatssekretär des Reichsschatzamtes, der eines Tages dahin resümierte:„Einen Reich»- wagen, vor den dreizehn nicht eingefahrene, nach allen Richtungen ausschlagende Pferde gespannt seien, hätte auch ein Bismarck nicht mehr kutschieren können."— Und so ist dieser Konservativ«„Demokrat" geworden der noch während de» Weltkrieges die Stärkung eines Gegengewichts als notwendig erklärte: Mehrung der parlamentarischen Mitwirkung und Verantwortung..." Di« hier gekennzeichnet Verwirrung mutzte schließlich zum w i r t- schaftlichen und militärischen Zusammenbruch Deutsch- land« führen. Nicht von hinten wurde die Front erdolcht, sondern durch die Eifersüchteleien und Ungeschicklichkeiten jener„Igno- ranten" und„Intriganten", die ausgerechnet in Deutsch- lands schwerster Zeit das Steuer in der Hand hatten. Brief an Laban. Die Zukunft deck Balle ttanzeck.- Die abgebauten Tanzsolisten der Staatsoper ver» öffentlichen«inen offenen Brief an Rudolf von Laban. dem Direktor des Balletts der Staotsoper. In dem Schreiben heißt es: „Roch der erfolgten Kündigung der gesamten Ballettsoli st en der Staatsoper Berlin und den danach er- folgten Acußsrungen der Presse bitten wir Sie, Ihr« künstlerische Stellungnahme zu dieser überraschenden Maßnohme zu äußern. Es handelt sich hier nicht um die Kündigung einzelner Solisten. sondern um die Abschaffung der Solotänzer g r u p p« an der Berliner Staateoper, womit ein Präzedenzfall an der ersten Opernbühne Deutschlands geschaffen wird, der de» Sofistenstand im ganzen Reiche gefährdet. Wenn diese Kündigung an anderen Theatern Schul« macht, so würden nicht nur die Solotänzer.darunter leiden, sondern der Theatertanz als selbständige Kunstgattung würde zu existieren auf- hören; denn nur das Operntheater bietet die Möglichkeit, große Ballettwert« wie Strauß'„Josephs- legende", Strawinskys„Petruschta", Ballette von Hiudemith, Rat- hau», Milhaud, Ravel u. a. aufführen zu können. Sollten Sie, Herr von Laban, der Meinung sein, daß der Theatertanz sich zu einer Kollekttvtunst entwickelt, so ist doch nicht einzusehen, daß der Solotanz schon jetzt gänzlich von der Bühne ver- schwinden soll, da bisher der rein« Gruppentanz sich noch an teinem Theater durchgesetzt hat. Dann die Wirkung der erwähnten Ballette beruht aus Gegenspiel von Solo»ud Gruppentanz, selbst in Opernballetten ist diese Wirkung er? probt und wie in jeder darstellenden Kunst(Schauspiel, Oper) feststehende» Gesetz geworden. Es ist uns als Tänzern unverständlich. wohin diese radikalen Aenderungen führen sollen. Wo bleibt der Künstler im Tänzer, wo die Entwicklung des Talents, wo bleibt der Tanz als selbständige Kunst? Wir sehen«in, daß durch die allgemeine finanzielle Notlage Sparmaßnahmen notwendig geworden sind. Die Kündigung der Tanzsollflen ist aber mit f in anz teilen Erwägungen nicht hinlänglich begründet, da sonst«in prozentualer Abbau innerhalb des gesamten Ballettkörpers vielleicht wohl näher gelegen hätte. Fordert Ihr« künsllerische Einstellung gerade de» Abbau Ihrer Spitzen träft«? Di« Unklarhett und mangelnd« Ueberzeugungskraft der für die Entlassung angegebenen Gründe, die unseren künstlerischen Ruf gefährden können, zwingt uns, uns öffentlich an Sie zu wenden. um von Ihnen Aufklärung über die wahren Gründe einer Ent- scheidung zu fordern, die nach unserer Ueberzeugung ohne Ihren aus- drücklichen Willen nicht hätte getroffen werden können." Zioowden wiederhergestellt. Schatzkanzler Snowden ist von seiner Crtmnkung bereite so weit wieder hergestellt, daß»r mit den Vorarbeiten sür das kommend« Budget beginnen konnte. Das Bud- get wird voraussichtlich am 29. und 21. April von Snowden persön- lich tm Unterhaus eingebracht werden. Zu Estland ist der Zustand des verstärkten Schutzes nach alt- russischem Gesetz, ein gemilderter Kriegszustand, bis zum 1. Rovem- der verlängert worden, well di« neuen Kommuntstenverhastun. gen bewiesen hätten, daß der« staatsfeindliche Umtriebe immer noch eine Gefahr sei«. Wochenprogramm des Berliner Rundfunks. Sonntag, 29. März: 7: Funkeytnnastik. Anschließend Prühkonzert. 8: Pflr den Landwirt. 8.50: Morgenfeier. Anschließend Glockengeläut des Berliner Doms. 10.05: Wettervorhersage. 11: Ausschnitt ans der Kundgebung zur 10. Wiederkehr des Oberschi esischen Abstimmungstagcs. 11.30: Elternstunde. 12: Aus Leipzig: Mittagskonzert. 14; Jugendstunde. 14.45: Volkslieder. 15.05: Im Lande Fritz Reuters. 15.30; Konzert. 16; Orchesterkonzert, 17.45: Programm der Aktuellen Abteilung. 18: Vorträge. 18.40; Duett bei Verdi. 19.25: Alfons Paquct liest aus eigenen Werken. 19.50: Sportnachrichten. 20: Volkstümliches Orchester» Konzert. 22: Wetter-» Tages- und Sportnachrichten. Danach Tanzmusik. Montag, 30. März: 7: Funkgymnastik- Anschließend Frühkonzert. 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt 14: Schallplattenkonzert. 15.20: Arbeitsgeräte hn Gartenbau. J5.40: Romantik der Maske. 16.05: Schaffung neuer Arbeitsmöglichkeiten durch Siedlung. 16.30: Neue Unterhaltungsmusik. 17.30: Jugendstunde. 17.50: Glück haben— Uebungssache! 18.15: Violinvorträge. 18.45: Mitteilungen des Arbeitsamtes. 18.50: Funkporträt 19.40: Unterhaltungsmusik. 21; Tages- und Sportnachrichten. 21.18: Ein Mensch mit Büchern und Schallplattcn. Danach Abendunterhaltung. Dienstag, 31. März: 7: Fnnkgymnastlk Anschließend Frühkonzert. 12.30: Die Viertelstunde für den Landwirt- 14: Schallplattenkonzert 15.20: Künstlerkrauen. 15.40: Was ist richtige Ernährung? 16.05: Programm der Aktuellen Abteilung. 16.30; Aus Leipzig: Konzert 17.30: Jugendstunde. 17.50; Bücherstunde. 18.20: Arbeitslosigkeit— ein Problem der Volksgesundheit 18.45: Mitteilungen des Arbeitsamtes. 18.50: Unterhaltungsmusik. 20; Wovon man spricht. 20.30: ..L'Arlösieune." Musikalisches Funkspiel. Musik von Bizct. 22.15: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Mittwoch, 1. April: 7: Funkgymnastik. Anschließend Frühkonzert. 12.30: Wettermeldungen fhr den Landwirt 14: Schallplattenkonzert. 15.20:" Wohltätigkeit— eine Kunst 15.40; Rccbtskuriosa. 16.05; Jugendstunde. 16.30; Konzert. 17.10: Frank Arnau liest eigene Erzählungen. 17.40: Sozialpolitische Umschau. 18.10; Unterhaltungsmusik. 20: Röckblick auf Platten. 20.30: Balladen, Geschichten, Romanzen. 22: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. 22.30: Abendunterhaltung. 0.30; Mozartabend, Donnerstag, 2. April: 7; Fnnkjrmnastik. AnschlieCend Frfihkonzert. 12.3(1: Die Viertelstunde för den Landwirt 14: Schallplattenkonzert. 15.20; Bilder aus dem Leben der marokkanischen Frauen- 15.40: Menschen und Schicksale. 16.05: Wählt man noch Kunstberufe?'16.30;„Das musikalische Opfer" von Job. Seb. Bach. 17.45: Neue katholische Lyrik. 18.10: Blindenkonzert. 18.50: Vom Anfang der Welt und von der Entstehung des Lebens. 19.15: Blasorchester-Konzert 20.30: ».Passion." Ein geistliches Spiel. 22.15: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. 22.30;„Parsifal", Bühnenweihcfestspiel von Richard Wagner.(3. Akt.) Freitag, 3. April: 8J50; Morgenfeier. Anschließend Glockengeläut des Berliner Doms. 10.05: Wettervorhersage- 11: Choral vorspiele. 11.30: Spiele von Leiden und Sieg— 700 Jahre Osterspiel. 12: Mittagskonzert 14: Jugendstunde. 14.30: Passions- dichtungen. 15; Schallplattenkonzert 15.40: Redaktionskollege Löns. 16; Streichquartett 17:„Jedermann." Das Spiel rora Sterben des reichen Mannes. 18: Aus Leipzig:„Matthäuspassion" von Job. Seb. Bach. 22; Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Sonnabend, 4. April: 7; Funkgymnastik. Anschließend Frühkonzert 12�8: Wettermeldungen für den Landwirt 14; Schallplattenkonzert 15.20: Jugendstunde. 15.45: Die Werksgemeinschaft als Grundlage einer neuen Wirtschaftsordnung. 16.05: Unterhaltungsmusik. 17: Aus Hamburg-Humraelsbüttel: Länder-Hockey-Spiel Deutschland— England. 18: Das neue Buch. 18.10: Moussorgski— Liedervorträge. 18.35: Naturverständnis. 19; Orgelvorträgc. 19.30: Nikolaus Schwarzkopf liest aus eigenen Werken. 20: Orchesterkonzert. 22; Wetter-, Tagesund Sportnachrichten. 22.30: Konzert Königs Wusterhausen Sonntag, 29. März: Ab 7: Uebcrtragnng aus Berlin. 18; Stande des Landes. 18.30: Tagebuch- blätter einer Westfrontfahrt 19; Nietzsche und die Musik. 19.30: Josef Friedr. Perkonig liest aus eigenen Werken. 20: Dentschlandsender: Aus Hamburg: Bunter Abend. Anschließend Ucbcrtragung aus Berlin. Montag, 30. März: 16: Pädagogischer Funk. 16.38: Aus Berlin: Nachmittagskonzert. 17.30: Nikolaus Schwarzkopf liest aus seinem Roman»Judas Lskariot". 18: Dentfch für Deutsche. 18.30: Anfänge des Christentum». 19: Englisch für Anfänger. 19.30: Stunde des Landwirts. 20; Dentschlandsender: Aus Breslau:„Volk an der Grenze". Staffcl-Hörbericht aus Obcrschlcsien. 21; Aus dem Regensburger Dom: Geistliche Abendmusik. 21.50; Aus Leipzig: Klaviervorträge. Anschließend Ucbcrtragung aus Berlin. Dienstag, 31. März: Ii: KCastlerisctie Handarbelten. 16.30: Ans Leiprli: Nacbralttazskoniert. 17.30: CinführunE in die neue Musik. 18; Da» Zentrum in der Dynamik der deutschen Politik. 18.30: Stil der Zeit. 1»; rranzBslsch für Anfäneer. 1,-30: Vorschau auf das AprilproEramm. 1,.50: Wetterbericht für die Landwirtschaft. 20: Dcutscfalandseoder: Aus Bremen: Militärkonzert. 21: Abendmeldunsen. Anschließend Konzert. 22.20; Politische Zeituntsschau. Anschließend Wetter-, Tates- und Sportnachrichten. Danach aus Hamburs: Instmmentatkonzert. Mittwoch, 1. Aprils 16: PädaEOElscher Funk. 16.30: Aas Hambarj: Nachmlttatskonzert. 17.30: | Passionsdichtunzen und Passionslieder. 18: Lehrzant für Einheitskurzschrift 18.30: Die Eroberunz der Welt l,: Die beamtenrechtliche Bedeufnnz der Notverordnunz. 1,-30; Die Senkonz der Baakosten. I,.SJ: Wetterbericht tOr die Landwirtschaft Anschließend Uebertrazunz ans Berlin. Donnerstag, 2. April: 16: Einrlcblunz und Arbelt einer zrenzmärkiseben Kreislichtbildstelle. 16.30; Aus Berlin: Nacbmlttazskonzcrt 17.48: Genie nnd Sport. 18: Sinnbilder der Passion. 18.30: Qrundlrazen der modernen Psycbolozie. I,: Enz- lisch für Fortzeschrlttene. I,.25: Die totale Mondfinsternis am 2. April. 18-18: Stunde des Landwirts. 20: Dentschlandsender; Aus Breslau:..Die Jndas- apieler", HSrspiel von Rndolf MJrbt 20.M; Aus Breslan: Abendberichte. M; km Breefaa: Stnfodekoenert, ttMs'km Brest«*'. XheodberfeMt. tat schließend Uebertrazunz aus Berlin, Freilag, 3. April: Ab 8.50; Ucbcrtragung aas Bcriin. 16; Der ewige Mensch. 15: Tage- buchblätter einer Westfrontfahrt. 18.40: Albrccht Schaeffers„Parzival". 19.05: Okkultismus und religiöse Erfahrung. 19.35: Deutscblandsender: Aus Frankfurt ara Main: Franz-Schubert-Konzert 20.30; Aus Frankfurt a. M.: Christuslcgcndfl von Selma Lagerlöf. 21: Ans Frankfurt a. M.; Kammermusik. Sonnabend, 4. April: 16; Neue Wege In der katholischen Internatserziehung. 16.30: Aus Ham- bürg: Nachmittagskonzert. 17; Ucbcrtragung aus Berlin. 17.40; Viertelstunde für die Gesundheit. 18.05; Französisch für Fortgeschrittene. 18.30; Reise- eindrücke aus Rußland. 19: Sinnbilder der Passion. 19.30: Stille Stunde. 19.55; Wetterbericht für die Landwirtschaft. Anschließend Ucbcrtragung aus Berlin. (Gewerkschaftliches siehe 4. Beilage.) s. m»» dies« Stele im Kerbst»»ri«e» Jahre» über dir iitictcITaitte Ladenau»seute zur Unmöglichkeit. Em gutes Zeugnis von dem Bildungsbestreben der Schule lieferten die vorzüglichen Musikvorträge des Schulgeigenchors sowie die gut- geschulten Gesangsvorträg« unter Leitung des Lehrers Fürstenau. Auch eine klein« Ausstellung von Zeichnungen und sauberen Buch- bindcr- und Klcbcarbeitcn der Schüler half den guten Eindruck ergänzen, den Schüler und Lehrer an ihrem Jubiläumssesttagc boten. Auch wir wünschen von Herzen, daß die 118. Volksschule weiter blühen und gedeihen möchte. Flucht in die Fremdenlegion. Statt drei Tage Arrest sieben Lahre Sahara. Im März des Jahres 1024 wurden dem Kanonier Franz N«ß von der 10. Batterie im Art.-Reg. 3 in Ulm drei Tage Arrest zu- diktiert, weil er zu spät angetreten war. Der Kanonier glaubte ungerecht behandelt worden zu fein und in gekränktem Ehrgefühl beging er Fahnenflucht. Mit ihm flüchtet« sein Freund, der Ober- kanonicr Reiff. Wohin sie gehen wollten, wohin si« sich wenden wöllt'en, wußten sie nicht. Sie fühlten sich als ein gehetztes Wild und faßten schlichlich den Entschluß, in die F r« m d« n l c g i o n zu gehen. Doch nur Franz Neß war es bestimmt, in das große Heer der Fremden einzutreten. Reiff schreckte im letzten Augenblick zurück, wurde aufgegriffen und bekam eine Gefängnisstrafe. Mit ihm hatte es das Geschick besser gemeint als iiüt feinem Kameraden. Franz Neß blieb sieben Jahre in der Fremdenlegion. End- lich wurde er am 10. März 1931 als todkranker Mcnn in Mar- jeille entlassen. Er kam nach Deutschland, in die 57eimat zgrück. Hier erwartete ihn der Staatsanwalt. Trotz aller Reue über feine Fahnenflucht nahm der Staatsanwalt bei Neß einen besonders schweren Fall an, da er ja in Geineinschast mit einem anderen aus- geführt worden war. So wurden 10 Monate Geiängnis gegen den Mann beantragt, der 7 Jahre Fremdenlegion hinter sich hatte. Entsprechend dem Antrag erging auch das Urteil: Franz Neß wurde zu 10 Monaten Gefängnis verurteilt. Er wird sie verbüßen müsse». Genau so wie die Zeit der Fremdenlegion. Sieben Jahre Sahara, zehn Monate deutsches Gefängnis— als Strafe für ein Zuspätantreten. Wieder zwei Kinder durch Aukos getötet. In der H o h e n st a u f e n st r a ß e in Schöncbevg lief gestern nachmittag der öjähvige Kurt F« n d r i ch aus der Lmdauer Straße 2 beim Spielen in ein Privatauto hinein. Die Räder des Fahr- zeiizes gingen fo unglücklich über den Jungen hinweg, daß der Tod auf der Stelle eintrat. Der zweit« tödliche Unfall trug sich vor dem Haufe Reinickendorfer Straße 93 auf dem Wedding zu. Dort geriet der dreijährige Helmut Franz in der Nähe der elter- lichen Wohnung beim Ueberfchrciten des Fahrdammes unter ein Lastauto. Das Kind wurde mit einem Schädelbruch zur nächsten Rettungsstelle gebracht, wo der Arzt bei der Einlieferung nur noch den Tod feststellen konnte. Haussuchung in der Kommunistischen Zentrale. Auf Ersuchen des Obcrreichsanwaltes sst gestern nachmittag eine Durchsuchung des Karl-Liebknecht-Haufes, in dem b«- kanntlich auch die„Rote Fahne" ihre Räume hat, oorgenomm.m worden. Es wurde vermutet, daß ein Kommunist, der seit einiger Zeit vom Oberreichsanwalt g«sucht wird, sich dort ver- borgen hält. Die Polltische Polizei des Polizeipräsidiums wurde von der Maßnahme des Reichsgerichts m Kenntnis gesetzt und nahm eine Verhaftung vor. „Hellseher" Hauuusseu verhastet. Die KrimmalpolZzei Stettin teilt mtt. daß der durch Expcrimental- vortrage auf dem Gebiete der Graphologie und Telepalhie bekannt« Hellseher Albert Hellwig aus Berlin, der unter dem Namen Hettfefstr Erik Jan Hannussen auftritt� vo» der — Genossinnen unck Ge Nossen, welche vor und während des Sozialistengesetzes für diePartei tätig waren, werden zu einem Gemütlichen Beisammensein am Sonnabend, dem 4. April, 19 Uhr nach dem großen Saal des Gewerkschaftshauses, Engel- ufer 24-25, mit ihren Familienangehörigen freundlichst eingeladen. I. A.: Wilhelm Gründe!. Breslaucr Kriminalpolizei wegen Diebstahls festge- n o m m e n worden ist. Der Hellseher hat bei einer Anhängerin seiner Lehren in Stettin ein Sparkassenbuch entwendet und 230 Mark abgehoben. Er wurde dem Gerichtsgefängnis in Breslau zugeführt. Rekordfange der Hochseefischerei. Aber kein Absah auf dem deutschen Markt. Nach Mitteilung des Reichsseefischausschusses landet zur Zeit vi« deutsche Hochseesischerei R c k o r d f ä n g e an den deutschen Fisch- Märkten. So seltsam es erscheint, Riesenmenge» dieser Fische, ins- besondere Kabeljau�, wandern in die FiiäMchlsabriken, weil sie auf dem deutschen Markt nicht unterzubringen sind. Haus-> frauen und Lerpflegungsstätten können die günstige Gelegenheit ausnutzen, in den Seefischen ein gesundes unb vollwertiges Nah- rungsmittel zu niedrigen Preisen zu erwerben, und zwar in allen Fischgeschäften Deutschlands. llm Prozeß wegen des Zusammenbruchs der Lcamlenvercini- gung gegen den Präsidenten a. 2. Gottfried v. I a c o b n, den Der- sicherungsdirektor Willibald Seift fit, als Vorstand der Berliner Bcamtenvcreinigung, den Justizinspektor und Stadtrat o. D. R u t- s a tz als Borstand der Behag, und den Gcschästsführcr Kurt P o p p l o w i t s ch von der Fahrradwerk A.-G. wurden sämtliche Angeklagten freigesprochen. Preußen, das Bollwert der Demokratie. Der kommende Parteitag beschäftigt bereits die Parteimitglieder und gibt Anlaß zu Diskussionen. Aus der Delegierkuversammlung des 2V. Kreises Reinickendorf, hielt Landtagsabgeordnetc.' Genasse Otto Meier einleitend ein Referat über die polttische Lage und die letzten Vorgänge im Reichstag. Der Kampf der Partei geht jetzt um die Erhaltung der Demokratie und die Abwendung der faschistischen Gefahr. Die schwierig« Situation der Partei besteht heute darin, daß sie im letzten Ziel« die lieber- Windung des kapitalistischen Systems will, aber heule gezwungen ist, im tapitaliftischen Staat um die ErlialtUirg der parlonientanschen Demokratie zu kämpfen. Wir befinden uns heute in der Bcrtcid!- aungsstellung. Vor allem müssen wir verhindern, daß Nazis und Deusschnationale den Weg zur Macht im Reich über Preußen nehmen. Preußen ist iin'ReichdasBvllwerkder Demokratie, und wir müssen die demokratischen Grundrechte schützen, wenn wir unser polittsches Lebensrccht wahren wollen. Unter diesem Gesichtspunkt gesehen, ist auch die Haltung der i:cun Neinsager, bei aller Würdigung der inneren Gründe,»ichtt zu billigen, da dadurch der Schein einer Krise erweckt werden konii. Die lebhafte Diskussion beschäftigte sich eingehend mit der von, Genossen Meier vertretenen Meinung. Ein Antrag, der sich gegen die lioltung der.Fraktionsmehrheit wendete, wurde mit starker Mehrheit obge- lehnt. Der Krcisvorsigende. Genosse.Karl Schwarz, wurde als Partcitagsdelegierter gewählt. Zum Schluß wurden eine Reil)« Anträge zum Parteitag dlsturlcrt. WERTHEIM Leipziger Str.(Versand-AbL> Königstr. Roeenthaler Str. Moritzplatz tßilUge WWMMMIMIlüIülllMMIIW Jfc WWMIlM«IIMM«IIMiaW»Wa>UIW»«II Jackenkleid für Middien, a. Tweed od. Wollschotten, mit weiter Wollkrepp-Bluse, Läng, SS 1250 M. well. Lg. b. IS cm I JS melif Damen« Hut einfarbig und bunf Zso Damen«Kappe flotte Form, viele Farben Damen«Pullover 3.90 Kunstseide gemustert Sporthemd-Bluse 4.90 für Damen, Waschpopelin Damen- Kleid Trikot charmeuse, Taille bunt bedruckt 1250 Kinder«Hänger reinw. Cräpe-Caid, m, weifjer Garnitur... Länge 45 cm*�e i- VF Handschuhe für Damen, Schweden imit., 4 mod. Stulpe, weih, gelb, färb. 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Die Pfandbriefe sind zum Handel und zur Notiz an der berliner Börse zugelassen und bei der Reichsbank in Klasse I beleihbar. Die Stücke sind sofort porto- und spesenfrei lieferbar und müssen bis spätestens 2. Mai 1951 abgenommen werden. Zeichnungen nehmen alle Banken, Sparkassen und unsere eigenen Kassen in Hildesheim und Berlin entgegen. Hildesheim-Berlin, den 28. März 1951. Hannoversche Bodenkredit- Bank Dr. Meyer Astor Kühneck .Zum Osterfest. verkauft große Trauring- Fabrik direkt an Private tugealoie Trauringe 'Kalling| 1 Ring 333 eestemp. n n i 4$0 01& 7.SO Mk 1, 585 leicht. 1, 385.. mittel It.JO I, 585_ schwet 13.75 1."MO„ leicht 15.80 1, 900_ tnittet 10.30 > 000 schwer 17.- Qes. geschätzt earintietoMin. sratneren grttu uisn z. nmaenmsn Artmtntstrai« au < Psssaau stt. 12 S. RottDuiar Dmm 2 Hermann Wieset Atiira Bilanz zun. 31. Dezember 1930 Passiva Kasse, Guthaben bei Noten- und Abrccb- nungsbaaken................................ Wechsel und unverzinsliche Sdiauamvcisungen Nostroguthaben bei Laaken. Bankfirmen und öftcntlichea Kassen mit Fälligkeit bis zn 3 Monaten davon innerhalb 7 Tagen fällig.......... Lombards gegen börsengängige Wertpapiere Eigene Wertpapiere.......................... Pfandbriefe aus der Ausländsanleihe........ Kurzfristige Zwisdienkredite und Schuldner in laufender Rechnung.................... davon gedeckt............................ Schuldner aus Reichsfonds.................... Reallasten auf Feingoldbasis................ Nicht im Umlauf befindliche Rentenbriefe.. Beteiligungen................................ Geschäftshäuser.............................. Mobilien...................................... Transi torische Posten........................ Aval- und Bürgschaftsschuldner.............. RM 25 731 039,84 127 199 720,51 2 505 241.— RM 690 859.02 16 937 432.95 33 225 131,69 4 215 416,70 4 316 149.39 21 342 451,20 127 595 605,01 22 275 718,57 133 373.94 424 626,09 7 990 825,31 2 100 000,— 1.— 341 779,77 243 589 370.64 Aktienkapital— Reservefonds............................. Pensionsreservefonds..................... Rückstellung für schwebende Geschäfte Ausländsanleihe........................... Emission 6%iger Feingoldrentenbriefe...� Gläubiger.................................. davon innerhalb 7 Tagen fällig........ darüber hinaus bis zu 3 Monaten fällig.. nach mehr als 3 Monaten fällig.......... Reichsfonds................................ Transitorische Posten...................... Aval- und Bürgschaftsverpflichtungen...... Eigene Indossamentsverbindlichkeiten ans weiterbegebenen Wechseln.............. davon in spätestens 14 Tagen fällig.. Gewinn.................................... Vortrag aus 1929........................ Reingewinn RM 23 615 664,(4 65 658 631.95 73 123 342.51 2 505 241,— 36 350 612.18 7 285 997,94 238 457,69 S 518 328,71 24 800 000,— 2 800 000,— 200 000,— 500 000— 21 340.506,92 558 000.-� 162 397 638,60 26 906 551.19 829 837.53 3 756 786.40 243 589 370.64 Aufwand €ft«wBnn- und W�rlusZrecBsnunfB zum 31. D�zc�mbcsr 1030 Ertrag Abschreibungen Unkosten......... RM 216 191.54 2 042 873.53 3 756 786.40 6 015 851.47 Vortrag aus 1920, Zinsen........... Provisionen.... RM 238 457.69 4 508 632,57 t 268 761,21 6 015 851,47 Berlin, den 31, Dezember 1930 Deutsche Bau- und Bodenbank Aktiengesellschaft Dr. Kämper Dr. Fr i e d r i eh s Wildcrmuth Zehl Dr. Ohlmer Dr. Sarrazii Die vorstehende Generalbilanz nebst Gewinn- und Verlustrechnung haben wir geprüft und mit den ordnungsgemäß geführten Geschäftsbüchern in Ucbcreinstimmung gefunden. Berlin, den 3. März 1931 Deutsche Revisions- und Treuhand-Aktiengescllsdialt gez. S u s a t gez. L V. 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Gerade in der Umgeimnq von Berlin hat die Parzellierung von See ufern einen Umfang angenlmnnen, der geradezu kataftrophal ist. Di« Ufer des Scharmützelsees sind parzelliert; der Tiefe See bei Prieros ist von Villenkoionien umgeben, der Mellen« s e e und der Rangsdorser See im Süden Berlins sind dem Wanderer nur an wenigen Stellen noch zugänglich. Die U f« r d e r H a v« l s« e n wenden irmner weiter bebaut; der Z i e st s e e bei Bindow in der Mark, mitten im Walde gelegen, ist ein Opfer der Porzellierungsseuche geworden; die Dahme zwischen Bindow und Gussow ist kaum noch zugänglich, well sich an ihren Ufern überall Wochenendkol onien aufgetan haben. Sogar bis a n den Unterspreewald erstrecken sich die ParzellierungsplSn« der Berliner Grundstücksspekulanten, die dort jedes verkäufliche Ge» lände an sich bringen. Das Neueste ist die Parzellierung des zwischen Potsdam und Wannfe« an den Usern des Jungfemfees gelegenen Schloßparkes von Glienicke. Das Glienick«? Schloß, das am Eingang des Parkes liegt, soll als Gaststätte ausgebaut werden l In wenigen Tagen findet in Berin der vierte deutsch« Natur« schutztag statt und es wäre zu wünschen, daß er sich auch sehr enerigsch mit dieser Frag« befaßte, wobei es sich allerdings nicht ver. meiden lassen wird, daß den vielfach sich sehr national gebärdenden Vertretern privatkapitalistifcher Grundstücks« und Spekulations- Interesien mal auf die Hühneraugen getreten wrrd. Was spielen die Kinder? Berliner Kinder vererben unter sich, der jeweiligen Jahreszeit entsprechend, ihre gebräuchlichen Spiele. Gestern wanderten sie noch mit dem Rodelschlitten, der jetzt bereits mit jeinen eingefetteten eisernen Lausschienen auf dem Boden steht. Heute beherrschen Boll und „Murmeln"' dle Straßen und Spielplätze. Die.Möller" ersetzen die Schlitten. Unter den Ballspielen treten neben den entarteten„Straßen- Fußballspielen" der r e i b a l l" auf, bei dem der„Ausschneker" den Ball dem„Schläger" zuwirft, der ihn dem Dritten zum Fangen zuschlägt. Wird der Ball nicht getrossen oder aus freier Luft auf- gefangen, so muß der Schläger seinen Platz räumen. Auch �Hapsball" wird in den Anlagen gespielt, bei dem die rechte Hand den Ball hoch in die Lust wirft, der mit der linken Jjand„gehopst", d. h. wieder aufgefangen wird. Wird fehlgehapst, so beginnt der„Andere". Gewonnen hat. wer zuerst„sechzig" erreicht. Nicht sellen unangenehm für Pasianten wird der„Ra-Boll". Eine kleine Holzkugel pendelt auf der Bahn zwischen den zwei Grenzlinien hin und her, von den Stockschlägen der beiden Parteien traktiert. Dabei kommt es ab und zu vor, daß die krummen und winkligen Schlaghölzer des Nach» bars Schienbein statt den Holzball treffen. Die Berliner Murmelspiele mit den gebrannten Ton- kügelchen oder den farbigen Glaskugeln,„Bucker" genannt. sind eine Abart eines altmärkischen Osterspiels. Dasselbe, in der Süd- mark„Walkspiel" genannt, wird mit Ostereiern ausgeführt. Dabei graben die Spieler zunächst schräg in die Erde hinein eine Bahn, „Walk" genannt. Der erste Spieler kullert ein gesottenes Ei die Walk hinunter, die sich muldenförmig verbreitert. Trifft dann der zweite Spieler mit seinem Ei das erste, so ist dieses„geschlagen" und zahlt ein oder zwei Pfennig. Gleichzeitig wird es zunächst aus dem Spiel gezogen. Do den Stadtkindern gesottene Eier seltener zur Verfügung stehen als ihren Altersgenossen aus dem Dorf, spielen sie mit„Mur- mein", als Nachbildung des alten Osterspiels. Die kleinen Grub«», die sie auswerfen, werden„Topp" genannt. Jeder Spieler versucht. aus einer gewissen Entfernung seine Murmeln in diesen„Topp" zu wersen und durch Anstoßen der Kugeln des anderen dies« zu „schlagen". Im Laufe der Zeit variierte dieses ursprüngliche Osterspiel, und die Berliner Jugend, die allerdings ssch nicht mehr des Ursprungs dieser ihrer Gepflogenheit erinnert, kennt verschieden« Murmel- spiele. 150 weil Leiser in Qualität, Auswahl und Preis mehr bietet/ r i NEWfc h <-, cfeiser bringt zu Ostern besondere Überraschungen: Damen-, Herren- und vor allem Kinder- und Sport-Schuhe, wie sie schöner und billiger gar nicht denkbar sind 50 Kaffeebraun Boxealf mit mode Vor. erung, feine Ftaiimenarfoeit 90 Oerriohtige T rotteur aus feinem braun Boxoatf Braun echt Bengal-Eideohse« mit haaelnuaa Chevreau [50 Braun echt Chevreau, heil gepaspelt Caramel mit Braun— der moderne Pumps SO 90 Sandaletten, die grosse Mode, caramel mit braun Opanke Stellen Sie also Ansprüche an (Q), Q) wird Sie nie enttäuschen!. Es hätte keinen Sinn gehabt, zu bringen, wenn es nicht eine große Verbesserung gegen früher gewesen wäre! will mehr leisten als andere Reinigungsmittel, und leistet mehr! Nehmen Sie alle solche Sachen, deren Reinigung Ihnen bisher am meisten Mühe gemacht hat! Nehmen Sie den Mop, wenn er nach längerem Gebrauch recht verschmiert und verölt ist, oder nehmen Sie Putz- und Bohnertücher, in die Schmutz und Wachs tief eingedrungen sind. Wie wollten Sie diese Sachen bisher schnell und gründlich säubern? zeigt Ihnen, wie es gemacht wird! Die macht es spielend, und wenn Sie es sehen, werden Sie davon überzeugt sein: Eine Reinigungshilfe, die so leistungsfähig ist wie Ist wirklich ein wundervoller Helfer bei jeder Reinigungsarbeit, die vorkommt! I Eßlöffel® auf 10 Liter heißes Wasser! Vk Hergestellt in den Persi[werken BERLIN HAM&URO ALTONA KÖLN ESSEN DÜSSELOORP HANNOVER £ '�4 ÄsZ-zcys-KH 1931 dewidtmel xzxid. Copuright bg Kurt Liseer Reklame DORTMUND DUISBURO MAGDEBURG FRANKFURTS WUPPERTAL BREMEN ÜÄiises ■wolleii. achdrucK von Wort und Bild verboten! NuniTBieg 63 Heute, da diese Zeilen geschrieben werden, zeigt der Kalender den 23. März. Andauernd schwirrt das Telefon, aus all' unseren Geschäften kommen die Meldungen Ober den ersten Tag unseres Wettbewerbs: .Macht Ernst Ernst?' Ueberelnstimmend melden sie. daß man unserem Preisausschreiben größtes Interesse entgegenbringt Ueberall ist das Wettbewerb• Fenster von rate- und schaulustigen Menschen umlagert, und schon die bisher ausgegebenen Stimmzettel lassen eine weit größere Beteiligung erwarten, als wir angenommen hatten. Jetzt allerdings, da Sie diese Zeilen lesen, ist—(seit letzten Donnerstag)— der Wettbewerb bereits beendet— die große Frage gelöst Aber da— wie gesagt,— diese Anzeige schon 3 Tage vor Beendigung des Wettbewerbs in Druck gehen mußte, kann sie leider nicht das Ergebnis nennen. Doch seit letztem Freitag prangen an allen unseren Fenstern Plakate, die Ihnen die richtige Lösung verkünden—— und mehr noch als das, die Ihnen verkünden, daß Jedermann die 4 Kleidungsstücke, um die es ging, also den Hut das Kostüm das Kleid den Anzug zur Hälfte des ausgezeichneten Preises bei uns kaufen kann. 11 Die Sichtung der eingegangenen Lösungen und die anschließende Preisverteilung wird noch etwas dauern, denn es ist gewaltige Arbeit zu bewältigen. Aber einerlei, ob mit Erfolg oder ohne, jeder, der an unserem Wettbewerb teilgenommen hat. wird doch die Ueberzeugung mit nach Haus genommen haben: „Es ist ganz fabelhaft, was hier geboten wird, und wohl wert, der Parole zu folgen: Sin ganz tntja§ Wunderhüdsche» Com» plet, hochfesch kombiniert — au» Romain— de» Modeftost— mit dns- tigern«uustseiden-Ma» cocain. Siefen und Bogen zieren«leid smit langem Bermel) und lose Zack«, auch te Rücken. Sein g*—qq Preis— nur 29 Das ist letzter Trumpf: Man trägt jetzt den Strumpf Nicht mehr»ur am Bei», Sonder»— leicht u»d klei» Und an» Stroh gestrickt Auf die Löckche» gedrückt Da umrahmt er» Gesicht Einfach«nd schlicht— Wirkt sehr pikant— Setzt Herze» in Brand— Gefällt ungeheuer— Und— ist doch gar nicht traerl DI« neu» kokett« Vtrumpf-Sapp«— de« El» der Mode— in den elegantesten Farben-«�oo «ombinationen— kostet bei nn» nur«A Kennen Sie Jen? .Welch' rassiger Hund', sagt Hack« zu Peter. .welch' edle, Tier. Der hat doch sicher seinen Stammbaum.' .Och', spricht Peter,.das kann man etgent« lich nicht sagen, er benutzt so ziemlich jede«, »n de«»r vorbei kommt' ") Verzeiht die vielen poettschen Ergüsse. — Der Frühling ist d'ron schuld. Oraniemtr.40 Ab Oranienplatz Chaimeestr.113 Könlgrtraße 33 Sei» Staltlaar Bahnhof Am Bahnhof Alezondarplatt DI*«big«» Angobot« slohen Ihnen ab Moifig zur Verfügung I— Schriftliche Bestellungen können nicht berückslebflg« wortfenf w Patt« mit Jabot Marocalnkragon Sehalkragen Kleiderpatse Georgettepatt« Zaekenkrag«n K1«id«rw«tt« OeiHdct, lehr weifi oder mit doppelten Beffchen, OUR geröiJitem Volencienne, neue Modefarben wie I hott, CrSpede Ml» fBiöitn mir an uafm 3)li.:filtebcr ein« Reibe con. ftraer&sloi'errfgrtrB av«a»vrA. ©rec* Sor�ieurt« des JUitciItebsbirtf-M ent btz StempeHart« a«bo> n» bat vorraron de» Tbeatsr» am Allowvlat an». S«wisll wird. btmien. Herste. Samstag. Heimabende. Sachplat: Wülienoenftt. 5.— Wedddgt:©tHdenwBftt. S.— VNSSiO, 9L F.: Sillder mnftr. 5-—»eddrag�ord: Silldemuoftr. S.—«aleaHaide- ScHe�raiance-Seim.-©teflfll I: Wrechttrr. 47._©ante* «reche 44.— r-a-l- Babnhosstt. 15.-»taidendnoWB*: Seid�r. 1. «- Wekien: 14 Mt Bbk. Bülowstnche: Besuch der Bocksbübae. td Uhr St-U.« S»»imaf*ni).©entbincr Sit. 17.—«raswalder Pia» I: 14V, Übt Arbeits- »emeintdwft beim©crofTen©rler. isrz Iftt ebendort(TurfriDitöafiSanfl, » Ute Leimabend Raftenbaraer Etrabe.—«rasmald« Pia» II: 1» Ubr isnÄtionSrsibura. Rasteaburqer Str. 1«.—«alt-a: Besichri-mn« de» Bach- drucket. VC Us-S. 10 Ubr Bbf. Weißen se«.— F-Upla» I:»¥, Üb».Rate OSfe* tut Serbuna.—«iw-nicker Viertel: 18% llbr.-Jotet Trrff".— grdleadarf. Dahlem: IS Ubr Aiadergarten Auerbabnbal»:..Unsere tsahrtea-'.— ReatZlln t: 19 Übt Rkulerpla». ffilawbenii.— Reu toll» IX; Bei febönem Wetter ab 10 Uhr Spielen in der Soniasbcibe. Steffpunft 0% Übt Bbf. Hermamritreche.—■ Barben: Seiambende fallen bis auf a>eitexcs wegen Rensnieruaa des Heims aus. Werbe bezirk Ziergarten: 10 Uhr W.-B.-Vorstandsntnma beim Genossen Schlrael. Iagoarstr. 4b. 19lH llbt Lichtbiidervortroa. Eentbiner Str. 17. Weebebcrirk Rculilln: Stadtiaal. Beraltr. 147, Rimabend:.�ahnbuch» balter Rrempte" u. c. 1. Borfteilun«; 17 Ubi, Beginn 17% Ubr; 2. Vor» liellang: 19% Ubr, Beginn 20% Ubr. Eintritt 60 Vf. Morgen, Montag. 13)4 Uhr. Moabit DI: Lehrter Str. 18—19: tfinfübninaeobenb.— galkpla» 1: Sonnanburger Str. 20: Besprechung der Osterfabrt.— Sebönbnnfec Varstndt: Sonnenburger Str. 20: Miirr�defallenenseier.— ifeiedrudsbain: Dielielmend» ftrafte 5—6: Letzte Becbctcituns tur ssahrt.— Lichterfelde: Albrech'ssr. 14a: ssiinktionoefitznng.— 3obccklos. Eine überragende Leistung} Boenlcke's Hausmarke- Coronas-Sorfiment zu 12, 15, 18, 20 Pf. mmummK WU�rnmü Wmlllmim Abbild lausmorke rr WF�WWm Die allgemein gesehBfzte Preististe kostenfrei das altbewährte Qua litäts- Fabrikat. Trotz Tabaksteuer fast sämtliche Sorten noch zu blsheripen Preisen! Zum Osterfest: ............... m ii mmm Jubiläumsmarke von 15 Pf. bis M 1,' LICET IN«IST. 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April, 12t/,(jhr, im Krematorium Cericht- straße statt Am 28 März verstarb nach langen mit großer Geduld ertragenen Leiden mein lieber Mann Franz Schmidt im 62- Lebensjahre. Dies zeigt tiefbetröbt an Hedwig Schmldi, geb. Kroll Cbarlottenburg. Am Volkshaus 1 Die Einäscherung findet am Mittwoch, dem 1. April, 18 Uhr, Im Krematorium Cerichtstraße statt Nadiruf Am Dienstag, dem 2«. März, verschied nach kurzem schweren Krankenlager unser lieber Kollege WUli Klemm im blflhenden Alter von 22 Jahren Wir verlieren in ihm einen lieben, aufrichtigen Kollegen und werden sein Andenken stets in Ehren Belegschaft des Kraftwerk* halten legsch Spandau-Hakcnfcldc, Bewag Die Einäscherung findet am Dienstag, dem 31. März, !*>-- Uhr, Im Kremetorlnm Gerichtet, aße statt Für die uns in so hohem Maße erwiesene Anteilnahme anläßlich des Minscheidens unseres teuren Entschlafenen sprechen wir allen Beteiligten unseren tiefempfundenen Dank aus. Neukölln, den 28. März 1931, Jetzt Schudomastr. 3/4. Anna Reiseck und Kinder. Am fDirnsto«, brat. 24. März, rat- Ichliri uni er lieber EoHit. mein gtucr Bruber Willi Klemm im 23 Lebens laher. In liefet Trauet t Gustav ki-t- uab Fzaa Luise, gib Haack Gertrad, als Schmestez Betim�egeU den 27. März 1381 Sblitaecftt, 23 Die Einäscherung findet am Dienstag. dem Si März. IS»/, Uhr. im Rrematormm Setilhifirah« IIa t QntttaBBS-.läbttl- a.Keklaneinarkes gegen Nachahmung gesetzt, gssch. fertigt seit«4 Jahi als SpcslaUtfii Conrad NOller Leipzig• Schkeuditz Unermattet aber erlZst von fdisnem m;t Gebnlb ertragenen Setben Harb am 26. März mein liebet Mann. Nifier guter Araber und Schwager. bet Dachangestellts Kart Qolze Di« zeigt tiefbetrübt an an Samen bet chnüffbltehrnen Marie Qoiaa als Frau Die tfnBJttzms ftobrt Dienstag. bat 31. März um IN,, Uhr(V,7) im gfnlm Inm jjamnlchuienmeg Natt. Tnnnpl! :r Berlins OPüocPMiafi flßp uomsiiDiiiie Am 25. März verstarb nach langem Leiben unser Abliege Erich Karl 66 Gruppe Sie Beisetzung findet Montag, dem 30. März. IN/, Uhr. auf dem Fried- hol in Laumjchnlenweg, Rielholz- ftraße. statt. Rege Beteiligung erwartet Der Vonlaad Mens Demokratie ist Alle Pollzeibeamie und Börger laden wir hiermit ein zur H. MdiMM OonDtW am DteasMk dem M. Mfirs mi i 40 Uhr. in den„Kammerafile, TcUowrer Strafie t«4. gegen das Volksbegehren desStahlhelms and der NationalsosiaHsteo. Redner: Pol�Präs. Grzeelaskl. Abg. Hauff u. Pol�Major Meyer. Es lebe der Volkssiaat Preu' enl Es lebe die preußische Demokrade I DecnokralUdie Pellael-neeoitm Verelalgnag. Danksagung Für die ntelen Bewetfe herzlicher Teilnahme beim Hinscheiben mein« lieben, unoergehllchen Manne«, un. lere» guten Bater», Echwiegeraatec» und Dpa» Kichsrck Voges sagen mir allen Freunden, Kollegen und Senofira. dem Deutschen Holz. arbeiterverdanb. bee SS Abi der SPD. dem Berein der Freidenter und den Rednern unleren herzlichsten Dans In tiefer Trauer Marie Voges u. Kinder Neukölln. 28. Mär, t93L OaakMgaag Für die Bielen Beweise aufrichtiger Tefinahme und herrlichen Blumen- soenben bei dem Heimgänge memes lieben Mannes .Josef Kramer spreche ich allen Freunden und Be- lärmten, mabejoabete Herrn«Biopeit "" Metall innigsten Dans au» WUhelaUae Kremer nebst Pstegelohn Man. Für die mir beim Tode mein« Manne« erwiesene Teilnahme sage ,ch alle» Parteigenoffea and Ber> dandetollegen meinen innigen Dans Berte KSUer, Saldemarftr. 33 VON der Balle jncfld: Chirurg Dr. 6. Hoiayte [III] Pertnx- Batterien sind durch längste Lebensdauer im# Gebrauch am billigsten/ Osterwein in. DAWAR*, Im bNMwmB||. 50 10 Hark in prina Ware, 10 BdelbatAroeea M. 3.—, 20 St M. 4 50; KieflcrroKa 1 St 0.45. 10 St M. 4.-: HochtL Rosen« 75—100 cm hoch. St M. 1.80, UO—I+O hoch I St M. 1- sowie sämtliche Obstbäume. Beeren- und Ziersträucher, Blumenzwiebeln etc. Fordern Sie' Preisliste gratis. Nicht gefallende rrmM �_ Mnw ein* worriarkt Gebr. Sommer, Unaeloöe 78. bei Eirasbora. 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Im Zageadhetm de» verdaadshaafe». Liaienflr. 93/93 II III Hertas, 3 Treppen Konferenz der «elvi. Vertrauenspersonen und BetrlePsratot Tagesordnung: 1. Sortroj de« Kollegen Sie vom Hauptvotltanb Über»Der Faschismus und feine Auswirkung für die Ar< beiterkiafie". 2. Berbanbsangelegenheiten und Ber- schieb ene». Da ber Bortrag für all»«ganlfierten Kolleginnen von großem Inferefie ist, werben die Funftionärinnen ersucht, für die Konferenz rege Propaganda zu machen und pünfllich zu erscheinen Organisierte Kolleginnen binnen eis chäste an der Konferenz teilnehmen. ksnepsiuerssminiiinsi Safere atbcnlliche Ocactal' »eriammlang fstr da» t. Quartal flndst am Monlag, dem 18. Mal »031. stall. AnlrSge da,»«nfiffea dl» fpfikestea» Sonnabend, den It. April>031. nnchrniltag» 1 Ahr.>« Besitze der Octsocrmallnna fein. Die----- n» erben 9. Mal 1031 adgehalteN.(Ehoaige Seooamelbnngen oon Delegierten nfiffea bis fpälefien» IRonlag, den 11. Mai 1831. erledigt n erben. wah Körperocrfammlangcn i tw»er Zell oon 27. April bis 1031 abgchallsa. Etwaige Der Oflec-Feierfage wegen bleiben die Bfico» vom Freitag, dem 3 di» IRonlag, den 0. April geschloffen. Sir feilten unsere RoBegen an •oReglnnen diese AaNz jn den Verfang! fonktioDire der noideii-Bezlrlt Bon AprU ab lagen die Bezirk». Ber» irauenkMänner.Konserenzeu der Norden- Beztrfe getrennt. 15. Bezirk: Berbandshau». Lwirasttaß« 83/85, Eihnngsiaal 3 Treppen. IS Uhr. 18 Bezirk: Lokal Sachse. Berlin R85, Linbower Straße 23. I0>-, Uhr 17,«ezirl: Lo a! Neumann. B«fia R 31 Hermsborier Siraße 3. im-, Uhr. 18»«ziel Berbandshau, Lmienstraß» 83/85. Sipungsiaal I. 17 Uhr. 1». Begirf: Lokal ftuitbeL Berlin S DB, Kastanienall«« 88 Wt Uhr. Spielplan tnalcesc fiaallncabteilnng Zn dae Woch, onn dfi Mäng bf» 8 ApaU 1 Die Köuigm ba Stnce. 3 Ausbflbaag bet Schiffsmannschaften. 8 Humor««!» jn der Noch,»an 7. bi» 12. Aprik L Manschen am Sonntag. 2. Siwa» vorn Hamster. 3 Humore- te. In der Woche aom IS. bis 19. AprS: 1 Sprengbaggez 1010. 2. Humoreske. Anfragen wegen Besuch unb Uebez- lasiung der Abteilung sind telwbonifch oder schrfMich an bi» Kuliurabfeitung I Büro Linien strJS/«5, Zimmer 20) zu richten. Der Dsterselerlng« nagen bleibt die Kniwrabtellnng Rarirelb 3. AprU, Sannadend, den 4. Ofterlannlag.dtnd. April, und____ rnanlag. den 8. AprU, geschloffen. Antzerdew dleldl die Knllnradkel. Inno an vonnernlng, den 10. AprU. geschloffen, Die Oilaeti waltna g. - Sa VfiWIW« lieg, den 4. AprIL in« Dfter- M.-I00. trauftnl JABiinagfliie JiiliBiDUiflaie JirtlliiijaiflsgB JibiiäDiBsaallaie Verlag Der Bücherkrelt O. n. b. K« e Barl In SW 61, Bafla-AUesn PUk 7 Oskar Wöhrle Üft MMIIS anöfdntStttfide Neue Teränderte, endgültig» Fassung 1951 L.F.i« echter sfiddratschor Schelm«n- roroan." VltJ)3t3mmmlt'3arm1,mJIIUmrm.B3a. „Der„Baldamus" gehört zu den wichtigsten Volksbüchern unserer Zeit." Martin Rockaniach Im 9OrptW w... ein modernes, realistisches Gegenstück zu Eichendorffs romantischem „Leben eines Taugenichts". mAriciUr~Jufmf. Serttn Umfang 224 Seiten• GantleineB Preis 4.SO Mark (Für Mitglieder Sondtrftele) i li °»'Z!ZZZZ SCHUHHOF Pfinrtnn / / Bluse •ot Crtpa marocobi Sportbluse � mm svt*ffl OCp* d« Oiiit» 16,/ 0 SCunrtMid*), wein«. farbig 675 sWW i Sportpullover Qpartf 5»in» Well«, für Dam««». Herren 6,90 , Damen-Handschuhe� Kttfttheid«, farbig>�w:\»ehrkleld»ain«Form, 1A � jjß&W\ aus feinem Spiit- t�O gef.ochf, in vielen Farben 6 75 Bieg. Damen- Apartes Handschuhe Besudistflschchen mm echtem Rind- oder n Ar SoÄonl«öer fear J.,45 2,85 Menganabgeb« verbebabee Strümpfe Damen-Strömpte Wasch kunstseid«, Stroparier- 1 A C qualitöt.................... Paar l/�Tv Damen-Strumpfe 1 OS „Hertie-Rekord", gute Kunst-/ � seide, mod.Strosaenlarben, Paar Z Paar 5,65 Damen-Strümpfe 0 A1� „Hertie- Gold", feinmaschig, «last., gr. 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Schon heute ist es in der normalen Arbeitszeit unmöglich, die Anträge sachgemäß zu bearbeiten, da nicht genügend Personal infolge der bürokratischen Maßnahmen der Reichsanstalt zur Verfügung steht. Wenn ab 1. April 1931 bei gleichbleibender Zahl der Ar- beitslosen 15 Proz. des Personals, das find 300 Angestellte, zur Entlassung kommen, ist eine Aufrechlerhallung des Dienstbetriebes unmöglich. Für unrichtig berechnete Anträge macht die Reichsanstalt die An- gestellten schadenersatzpflichtig. Die Angestellten sind daher unter allen Umständen verpflichtet, die Unterstützungsanträge auf das gewissenhafteste zu bearbeiten. Infolge der Verminderung des Personals werden ab 1. April 1931 die Arbeitslosen noch länger als bisher auf die Erledigung ihrer Anträge warten müssen. In den menschenunwürdigen Absertigungsräumen sind dann Tumulte und Zusammenstöße unvermeidlich. Die Personaloerminderung ist von der Hauptstelle der Reichs- anstall angeordnet worden, ohne daß in den Berliner Arbeitsämtern an Ort und Stelle die Möglichkeit einer solchen Personalverminderung geprüft worden wäre. Bisher ist noch in keinem Berliner Arbeitsamt seit der Eingliederung der Arbestsämter in die Reichsanstalt— 1. Oktober 1928— der Präsident der Rcichsanstall oder einer der leitenden Beamten der Hauptstelle der Reichsanstall in den Bersscherungsabtellungen erschienen, um sich ein Bild von der Ucberlastung des Personals zu machen. Die Beschlüsse der Selbst- Verwaltungsorgane werden durch die Hauptstelle der Reichsanstalt nicht beachtet, sondern sabotiert. Der verwallungsausschuß des Landesarbeilsamles Brandenburg hat zum Haushalt für das Jahr 1930 einstimmig beschlossen, daß, solange nicht die organisatorischen und räumlichen voraussehungen für eine Vereinfachung der Verwaltung geschaffen sind. Jb i e bisherige M e ß z i f f e r für die zahlenmäßige Berechnung des Personals in der Versicherung weiter angewendet werden muß. Trotz dieses Beschlusses wird ohne Berücksichtigung der örtlichen, großstädtischen Verhältnisse die Verminderung des Personals gefordert. Durch die freigewerkschoftliche Organisation der Aroeitsamts- angestellten, den Zentralverband der Ange st eilten, ist die Reichsanstalt in einer Verhandlung am 10. März 1931 aus den drohenden Zusammenbruch der Berliner Arbeitsämter hingewiesen worden. Die Anträge der Organisation sind unbeachtet geblieben. Ab 1. Mai 1931 sollen bei gleichbleibender Zahl der Arbellslosen weitere 300 bis 500 Angestellt« ent- lassen werden. Wir fordern die lestenden Beamten der Hauptstelle der Reichs- anstatt hiermit össentlich auf, in den Berliner Arbeitsämtern in der Zeit der Abfertigung der Arbeitslosen sich an Ort und Stelle von den menschenunwürdigen Räumen, von dem stundenlangen Wartenmüssen der Arbeitslosen und der unbeschreiblichen Arbeitsüberlastung der Angestellten zu überzeugen. Für das, was sich in den Berliner Arbeitsämtern ab 1. April 1931 abspielen wird, trägt die Haupt- stelle der Reichsanstalt die Verantwortung. Die Angestelltenschaft hat durch ihre Organisation oft genug ge- warnt und mit Rücksicht auf die zu betreuenden Arbeitslosen Nerven und Gesundheit geopfert, um den Zusammenbruch der Ar- bettsämter zu vermeiden. Die Grenze des Erträglichen ist heute schon überschrillen. Den hunderttauscnden Berliner Arbeitslosen sei gesagt, daß nicht die Angestellten der Arbeitsämter, sondern dje Beamten der Hauptstelle der Rcichsanstall, Berlin, Scharnhorststraße 35, die Schuld tragen. Die Wahlen im Siemens-Konzern. NGO. wird durch Nazis abgelöst. Die Lctrisbsrätewahlen im Siemens-Konzern sind noch nicht ganz abgeschlosseil. Aus dem Dyaamowerk der Siemeas-Schuckerl.Werke liegt folgendes Ergebnis vor: Bei den Arbeitern«rhielten die freien Gewerkschaften 1132(1281) Stimm«» und damit 10(8) Man- date im Betriebsrat, die Gelben 215(288) Stimmen und 1(1) Mandat. Ungüllig waren 188 Stimmen. Bei den Angestellten erhielten die�. freien Geuxrkschasten 3«7(539) Sinnmin, derGDA. 42(07),-d«r- DHV. 4S(84). di« '.>tationalsozialisteie-137(156)-- und«ne unpolitische List« 90'Stimm«». Ungüllig waren 14 Stimmen. Mandate erhalten die sr«i«n Ge- werkschastsn Z(4) und die Nationalsozialisten 1. EdA., DHV. und Unpolitische fallen aus. Siemens-Plania, Lichtenberg. Bon den Arbeitern stimmten für di« freigewerkschaft- l i ch e 2> st e 486, für die RGO. 386. Ungültig waren 160 Stimmen. Die freien Gewerkschaften erhalten 5 Mandate im Betriebsrat und 1 Ergänzungsnillglled, die RGO. 4 Mandate und 1 Ergänzungs- Mitglied. Don den Ange st eilten«rhiellen die freien Gewerkschaste» 112 Stimmen, der DHV. 98. Ungüllig waren 9 Stimmen. In diesem Werk war im Vorjahre bei den Arbeitern nur eine freigewerkschaft- liche Liste eingereicht, so daß sich eine Wahl erübrigte. Siemens u. halste A.-G.. Bauleitung. Die freien Gewerkschaft«» erhielten 176 Arbeiterstinimen, die Nazis 42 Stimmen. Ungültig war«n 7 Stimmen. Damit haben die freien Gewerkschaften 6 Sitze im Betriebsrat und 1 Ergänzungs- mstglied, die Nazis 1 Sitz. Bei den Angestellten crhielt die Liste der freien Gcwerk- schasten 31(35) Stimmen, die Nazis 56(64). Mandate: freie Go- werkschasteu 1(1) Betriebsrat, 1(1) Ergänzungsmilglied, Nazis 2(2) Betriebsrat, 2(2) Ergänzungsmttglieder.. Bei den Siemens-Schuckcrt-Wcrken 2l.-G., Bahnhalle und Autowerk. war nur je eine freigewerkschaftliche Lifte eingereicht worden, Die bisherigen Wahlergebnisse aus dem Siemens-Konzern sind insofern interessant, als es trotz aller Anstrengungen der RGO. nicht ge- l u n g e n ist, in allen Werken Listen aufzustellen. Di« kommunistische Welle ist von der nationalsozialistischen Welle abgelöst worden. Vor einiger Zeit hat ein Nazilümmel im Verwaltungsgebäude der Siemens-Schuckert-Werke einem Arbeitskollegen während der Arbeitszeit einen Revolver vor den Bauch gehalten. Die polizeilich« Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen. Die Sieniens- Bauabteilung ist ja in Berlin schon dafür bekannt, daß sie ihre Arbeitskräfte nach Möglichkeit aus der Hedemannftraße, und zwar direkt von den N a t i o n a l f o z t a l ist c n, bezieht. Deny die Bästlührcr sind Nazis._..._____ � * Im'Dynamowcrk hatten die floininunulen die Parole ausge- geben, auf den Stimmzettel. NGO. zu schreiben. Der Erfolg sak> aichers- aus.' Die Urbestersc�st' fösgle dickem Rus« nicht. Bei Mix& Genest. NGO verliert zwei Sitze im Arbeiterrat. Die Betriebsrotswahlen bei der Firma Mix u.'Genest am Freitag hat der RGO. nicht den Erfolg gebracht, den sie sich von ihrer üblichen Ijetze gegen die freien Gewerkschaften versprochen hat. Von den Arbeitern ivoren 1402(im Vorjahr 1806) walzlberechtigt, und von den Angestellten 616(613). An der Wahl haben sich 1204 (1422) Arbeiter und 523(481) Angestellte beteiligt. Von den Arbeitern stimmten 840(861) fürdie sreigewerkschaftliche L i st« und 348(537) für die RGO. Ungültig waren 16(24) Arbeiter- stimmzettel. Die freien Gewerkschaften sind demnach im Arbeiterrat mit 8(8) Sitzen vertreten und die RGO. mit 3(5) Sitzen. Während bei den A n g e st e l l t e n im vorigen Jahr nur je eine freigewerkschastliche und eine GdA.-Liste eingereicht war. kam in diesen: Jahr noch eine Liste der Nazi hinzu. Bon den Ange- stellten stimmten für die sreigewerkschaftliche Liste 326 (317), für die Liste des GdA. 114(148) und für die Nazis 73. Der Angestclltenrat fetzt sich zusannnen aus 6(6) Freigewerk- schaftern, 2(3) Mitgliedern des GdA. und 1(—) Nazimann. Der Betriebsrat fetzt sich genau wie im vorigen Jahr aus 14 Personen zusammen. Die freien Gewerkschaflen haben im Betriebsrat 10(10) Sitze, der GdA. 1(1) und die RGO. 3(3). BGO. macht Eisenbahnerstreik. Am Montag soll die Aktion beginnen. Oppeln, 28. März. Eine Versammlung der Revolutionären Gewerkschaftsopposition in Oppeln hat einen Beschluß zum Streik der Relchsbähnarbsster gefaßt. Der Beginn des Streikes soll von der gewähllen Streik- leitung bestimmt weiden. In Anschlägen bei den Dienststellen macht die Reichsbahndirektion Oppeln darauf aufmerksam, daß unent- schuldigtes Fernbleiben von der Arbeit in jedem Falle fristlose Ent- lassung nach sich ziehen werde. Au dieser TU.-Meldung erfahren wir: Die RGO. Hütt eine Reichst onserenz der Eisenbahner nach der anderen ab, auf denen Chwaleck, Icndrosch und andere stundenlang reden und den Massenstreik zum 3l. März propagieren. Die Teilnehmer an diesen Konscrenzen werden scharf kontrolliert, da nach Angabe des KPD.-Mannes Dahn in der RGO. viele Spitzel seien. Die Agitallonsfordcrungcn der KPD. sucht man den Eisen» bcchnern dadurch schmackhaft zu machen, daß man ihnen erfolgreiche Abwehr gegen den Lohn- und Gehaltsabbau, Beseitigung des Gcdingesystems und anderes in Aussicht stellt. Herr Chwaleck, M. d. R. und Vorsitzender des Betriebsrats der Reichs- bahndirektion Oppeln, kündigte an, die Durchführung der RGO.» Forderungen durch Massenstreik zu erzwingen und wenn das nicht hilft mit Gewalt. In dem Feierschichtenftrest ordnete Herr Chwaleck eine Unterschristensmnmlung an, um zu zeigen, daß auch die RGO.» Eisenbahner gegen die Feierschichten ankämpfen. Heiirtlich aber hatte Chwaleck mit seinen Getreuen schon vorher ausgemacht, die Listen mit de» Unterschriften bei der Direktion nicht abzuliefern, und so sielen denn auch die 368 Unterschristen unter den Tisch. Auf der Berliner Reichskonferenz der RGO. fragte ein Dcle- gierter die Herren: Wo ist denn nun euere Einheitsfront. Bildet euch doch nicht ein, daß ihr die Massen der Eisenbahner hinter euch habt! Die Streikgefahr in Oppeln ist also nach allem nicht so groß. Sollten die RGO.-Leute doch etliche Dumme sinden, die sich voll -ihnen aus der Arbeit reißen lassen, dann haben sie es sich selbe? zuzuschreiben. Die praktische Tätigkeit der„revolutionären" Maulaufreißer ist gleich Null. Das zeigt sich auch in Berlin, wo der RGO.-Betriebsrat des Vw-Alzb. es duldet, daß die Belegschaft 53 Stunden im Wochendurchschnitt arbeitet. AlleBc strebungen des Einhoitsverbandes der Eisenbahner Deutschlaitds auf Einführung der 48-Stunden- Woche werden hier glatt sabotiert. 20 Tage hintereinander wird lsier ohne einen dienst- freien Tag gearbeitet. In dieser 3-Wochen-Arbeitszeit bleibt nur eine kurze Ruhe von 24 Stunden. Wo sind da die revolutionären Betriebsräte B o r ch a r d t und Lukas? Der kommunsstische Betriebsrat Jäger von der Bw. Westend schreit andauernd über„Verrat der reformistischen Betriebs- räte" und des Einheitsverbandcs der Eisenbahner. Aber er hat es bis zum heutigen Tag nicht fertig gebracht, sich gegen das Ab- feiern der Mehrarbeit zu erklären. Angeblich versteckt er sich hinter feine Mitarbeiter, denen er ein derartiges Ansinnen nicht zumuten könne. Die RGO.-Leute fragen den Teufel danach, ob d rr nTtrmfTiirMmjF gf mmwa itcn gMofssnetftlZsf- einbarungcn auf Verkürzung der Arbeitszeit durchgeführt werden oder nicht. Aber sie schimpfen tüchtig über den Einheitsverband. Die Eisenbahner haben jedenfalls alle Ursache, sich ihre REO.- Gönner etwas näher anzusehen und ihnen mehr auf die Finger als auf den Mund zu sehen. Bilanz des Gesamiverbandes. Die Derliner Ortsverwaltung zählt fast 126000 Mitglieder In Berlin dürste der Gesamtoerband wohl die einzige frei- gewerkschaftliche Organisation sein, auf die der Druck der Arbeits- lasigkeit ihrer Mitglieder nicht derart hemmend wirkt, wie bei den übrigen Verbänden. Nach dem Geschäftsbericht für das Jahr 1930 zählte die Berliner Ortsverwaltung des Gesamtverbandes zu' Anfang des Berichtsjahres 5467 arbeitslose Verbandsmitglieder oder 4,37 Proz. aller Mitglieder, und am Schluß des Vorjahres waren nur 10 030 Mitglieder arbeitslos, 7.98 Proz. der Verbandsmitglieder. Die Erklärung dafür bietet die Struktur dieser Organisation: während in cinein Teil ihrer Branchen, beispiels- weis« bei den M e t a l l t r a n s p o r ta r b e i te r n, die Arbeits- losigkeit ziemlich hoch ist, ist sie bei anderen Branchen, insbe- sondere bei den städtischen Wer karb eitern, verhältras- mäßig gering, woraus sich der im Hinblick auf andere reine Fach- arbeiterorganisationen sehr niedrige Durchjchmttsfatz von erwerbs- losen Mitgliedern ergibt. Die Verschmelzung erweist sich also auch nach dieser Seite vamenslrvmM ffoe Seidenglonz, haltbar«», dachte* Gawobe, in vielen neuen Forben, Paar JC Koncbeide, b»ondar» got#yeratorkf# neue Farben, Paar JC I« J40 Domen T asdientoft out Reinlvinan, gosä«"», Gröft» 30<» 14 Dtid. JL SdilDpfftelnkleld Ol» kuncMdeneni Trikot-Chormeu»« In weiO, Champagne, rartladw oder beige Jt. Domen-Nodimemd 0 01» zart geblümtem Batut mit einfarbiger Ver- 25• zierung jl V# Domen-Dlnsen~. 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Landeshuter Leinen- und Gebildweberei Auf VuMditfw leidiccrr« Zthlunp- bedmfunjfen (Moasoncen) Großfes Sonderhaus für Leinen und Wasche Berlin• Leipziger Str.20-22,Kui,furstendanim 227 hin ols ein Lorteil. Das zeigt sich besonders bei den Kasienverhält- nissen. Der Lokalkassenbestont» ist im Laufe des Berichtsjahres, ob» wohl an die arbeitslosen Verbandsmitglieder aus der Lokalkasse ein« wcihnachksunkerstühung von über 104 000 ZK. gezahlt wurde, nur um rund 12 300 M. auf 1 028 495 M. zurückgegangen. während viele andere Verbände infolge des starken Aus- falls von Mitgliederbeiträgcn durch die Arbeitslosigkeit teilweise ganz erhebliche Unterbilanzen haben. Gewaltig ist auch die Leistung der chauptkasse an Unterstützungen. Insgesamt wurden von ihr im Vorjahre 1 595 352 ZK. an Unkerstühungen ausgezahlt, wovon allein auf Arbeitslosen- und Kranke NU ntcr- st ü tz u n g 840 675 M. entfallen. Der Mitgliederbestand erhöhte sich um 707 auf 125 775 Mitglieder. An dem agitatorischen Erfolg ist besonders das Personal der Feuerwehr stark beteiligt. Der Erfolg in lohnpolitischer Beziehung bleibt natürlich hinter denen der Vorjahre zurück, ist aber immerhin noch beachtlich. Bei 56 Lohnbewegungen in 430 Betrieben mit 75 491 Beschäftigten konnte ein« wöchentliche Lohnerhöhung von 108 338 M. oder 1,43 M. pro Kopf der Beschäftigten erreicht werden. Angesichts dieser vom Genossen O r t m a n n in der Generalversammlung am Freitag erläuterten Erfolge wirkte es geradezu lächerlich, daß einige „grundsätzlich Oppositionelle" mit kleinlichen Nörgeleien an dem Kassenbericht auf den Plan traten. Dies« choarspaltereien wurden dann auch von der Generalversammlung gebührend gewürdigt. Gegen eine einzige Stimme wurden zum Schluß der Versammlung die Geschästsleitung und die übrig«ir Körperschaften der Bezirks- und Ortsoerwaltung en bloc wiedergewählt. 71/2(Stunöenfchicht im englischen Nergbau. London. 28. März.(Eigenbericht.) Die Regierung hat für den 1. April jede über den 7 1H-Stundcntag hinausgehende Arbeitszeit in den Gruben für ungesetzlich erklärt. Das gilt auch dort, wo eine Mehrarbeit zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern vereinbart worden ist. Berliner Gewerkschaftsschnle. Demnächst besinnen 2 B-triebsrätckurse:„Das Wabloer fahre n, die(Sc- fchäftsWiruna, Einsvruchsverfahrcn und Enttassungsschlch". Die Kurse finden wie folgt statt: Sew. 13. Mittwach, 8. April. 19 Uhr, im Eoal 11 des Ecwcrkschoftsliauscs. Enaelmcr 21—25. Lehrer: Anh STcitfe.— O. 11, Montaa. 13. April. 19 Uhr, im Sophien.Lmeum, Weinmeisterstr. 11— lä. Lehrer: Otto Bach. Dauer der Kurs« Z Abends. Kursusgebühr insflesamt 2 M. Anmildunnrn rönnen am ersten Unterrichtsabend im Kursus selbst, oder Man- taa» und IZreitaas in den Lehraana-Sprechstunden der Sewertsehaftsschule. Berlin, Engelufer 24— 2ö, 2 Treppen..Zimmer 2S,«emacht werden. Bauarwertschast Berlin, Fackaruppe der zliesenleqer. Mareen. Mantoa. 19 Uhr. ,.Refide»i-!sestsäle". Landsberaer Sfc. 31, Versammluna. Bericht von de» Tarisoerlmndlunqen. Ballitithliges Erscheinen aller Mitalieder erforderlich. Mitaliedsbuch leaitimiert. Die Zacharuppenleituilq. EPD.-zrattion des Stadt. Vieh, und Schlachthofs und der fleisch. MI beschau, ssraktionsvecsammluna morgen. Montag. IS Uhr, im Lolal MI Riga er Str. 83. Wichtige Tagesordnung, welche in der CiSung bekannt. MI gegeben wird. Mitgliedsbuch zwecks Kontrolle mitbringen. Der FraUjousnorstanb. W SPD.-iiraktion der arbeitslosen qraphischen Kilfnarbeiter und W •arbeilerinnr». Versammlung morgen. Montag. 1214 Uhr, im Lokal MZ Saiibahn, Luisenustr 32. Vortroa des Genossen Buchmann. Lnnrpothi. M! sterende, die gewerkschaftlich und politisch auf unserem Boden stehen, ßst können duröt Parteigenossen eingeführt werden. Der Araltiansvorstand der Arbeitslosen. AI AEE., Treptow, ssraitionsversammlnng der SPD.-Genossen Dlcns- Mi tag, 31. Marz, UZ Uhr. im Kino„Alhamhra". Treptower Ehauffee. Der jfraktionsnorftand. HZ DPD.-zialtion beim Bezirksamt Weihen fe«. Morgen, Montaa, MI Wri Uhr, Lokal Gallas, Weistensec, Lehderste. 122, ssraktionsvcrsamni- MI lung. Vortrag dcs'tSenosscn Max sZechner, M. d. L.:„Das Geseh Graft- W Berlin". W SPD.-IZraktion beim Bezirksamt Neukölln. Mittwoch. 1. April, r i 19'- Uhr. Bürgcrsiilc, Neukölln, Bergstr. 141, ssraktionsoersammlung. Ml Genosse Sans Bauer:„Die volikische Lage". MZ Perband der Nahrungsmittel, und Getränlcarbcitcr, Sektion MZ Tteifcher, SPD.-Isr«Ition. Donnerelag. 2. April, 19 in Uhr, Palois des Zentrums. Noseutholer Str. 38, wichtig« zraktionsversammlung. Werner A.-S.. Mariensclde, SPD.-Bctriebssraktion. Morgen. Mon- W lag, Lokol Wiidgrube, Kiepertplaft. Israltiousvcrsainmlu»«. Referat des Genosten Emil Barth. �reieGewerkschaiis-Luaend Berlin ! Karte» tue die Iugcudvorstkllung der Volksbühne im Theater am Blllowplog:„Die Gesellschaft her Menschenrechte", heute um 15 Uhr. find zum Vreii« von 89 Pseunig n»ch an her Kaste erhaltlich. Arbeit». lose erhalte» geacn Vorzeiguug ihrer Stcmpellarte unb Ihres Keimausweise« Freikarten.— Südkrei,: 18>s Uhr im Jugendheim Gewerkschastsbaus. Engel- ufrr 21— 35,„Bunter Abend".— Kreis Sübring: 30 Uhr im Jugendheim ZIcu- kölln, Bergstr. 29,.Lustiges Allerlei".— Wanderleiterl Besichtigung des Schul. gartens Blankcnseld«. Treffen 10 Uhr vor dem Schulggrtcn. ssahrverbindung: U-Bahn bis Pankow, umsteige» in Autovmnib»» 8. bis Blankenfelde. Kalte- stelle Schulgarten.- vstersahrten. Die Anmeldungen mllssen bei der Reichs, bahn bis spötcftens den 31. März um 18 Uhr porgenommen werden. @Lsuaendoruppe ves�entralverbandes der Anaesteliten Seute, Sonntag, finden folgende Veranstaltungen statt: Sonntagsve» anstaltung im Jugendheim Nowawes, Priesterstrafte, von 18 bis 22 Uhr. — Heute findet die Zugendvorftellung in der Volksbühne um lö Uhr statt. Karte» sttld noch am Eingang zu habe».— Morgen. Montag, finden folgende Veranstaltungen statt: Wedding: Zugendheim Turiner Ecke Eeestrafte. Kragen und Antworten.— Brift: Städtische» Zugendheim sRathaus). Anssprackteabcnd: „Warum gewerkschaftlickic Jugendarbeit?"— Urban: Jugendheim Habrecht. Ecke Sanderstraßc. Bortrag:„Hinter den Kulissen de» Kilms". Referent Kurt Tiedtkc.— Weiftense«: Jugendheim PIstoritlsstr. 24. Vortrag:„Jazztang und Jazzmusik". Reserentin Herta Polemann. Gestrenge Bauherren. Verzweifelte und hoffnungslose Mieter. Das eigen« Heim— früher eine Selbstverständlichkeit, heute ein Wunschtraum— zählt längst zu den kostspieligen Freuden unseres Daseins und hat darum meist nicht allzu langen Bestand. Als die 96 Mieter des Baublocks in der Kurischen Straße im vorigen Jahr ihren freudigen Einzug hi«lten, da waren sie alle noch in Lohn und Brat und unterschrieben und zahlten schließlich auch, was van ihnen verlangt wurde: Mieten von durch- schnittlich 80 M. pro Monat für Stube, Kammer und Küche, ahne Zentralheizung und Warmwasser mit fünfjährigem Mietskontrakt. Das war natürlich ein riesiger Preis, aber man hatte wenigstens ein Dach über dem Kopf. Nun hat sich inzwischen aber vieles zum Schlechten gewendet, Abbau, Lohnkürzung und Kurzarbeit haben ihren traurigen Einzug in die Reihen der Mieter geHallen, und nun wissen sie nicht, woher sie das Geld nehmen sollen, um die Miete zu bezahlen. Zudem sind sie auch stark verärgert, weil ander- wärts die Mieten bedeutend niedriger gehalten sind und die Baugesellschaft, die noch dazu das Prädikat„gemeinnützig" führt, taube Ohren für alle ihre Wünsche und Klagen hat. Sie besteht wie Shylock auf ihrem Schein: kein Mietcnnach laß und vor allem keine Aufhebung oder Vertürzung des Miets- kontraktes. Nun flattern die Zahlungsbefehle fleißig ins chaus. Am Monatsende gibt es schon verschiedene Termine, alles ist verzagt und verzweifelt. Wohin? Billige Wohnungen sind nicht zu haben, möblierte Zimmer sündhaft teuer und für die meisten unerschwinglich, weil sie ein Abhängigkeitsverhältnis zu dem Vermieter herstellen. Die Wohnungsfürsorge erkennt die Mieterbeschwerde'.n bezug aus den hohen Mietepreis an und will sich bei der Bau- gesellfchaft für einen Mietenachlah verwenden. Inzwischen geht die Zeit weiter, es kommt eine neue Miete hinzu und der Ermlltierungs- termin rückt unerbittlich näher. Dann liegen wieder Menschen aus der Straße, die die Masse der Unterstlltzungsanwärter oermehren helfen... Reichsbahn sörderi das Osterreisen. Vier billige(SonSerzüge. Aür den bevorstehenden Reiseverkehr zu Ostern hat die Reichsbahndireklion Verlin die nötigen Vorkehrungen getrosfea. Die fahrplanmäßigen Züge werden verstärkt werden. Außerdem sind in der Zeit vom 31. März bis 5. April 19 7 Vor- bzw. Rachzüge vorgesehen, die nach Bedarf gefahren werden. An Sondcrzügen mit Fahrpreisermäßigung sind vorgesehen: a m 1. u n d 2. A p r il je ein Sonderzug 3. Klasse nach Ostpreußen, Bahnhof Berlin-Friedrichstraße ab 20.38 ithr (Berlin— Königsberg i. Pr. 32 M. für Hin- und Rückfahrt, zwei Monate gültig); am 2. April ein Sportfonderzuo?. und 3. Klaffe nach dem Iser- und Riescngcbirgc Berlin- Görlitzer Bahnhof ab 23.40 Uhr, Rückfahrt 6. April Schnucdebcrg ab 18.03 Uhr, Berlin— Krummhübel 2. Klasse 27 M., 3. Klasse 17.80 M. für Hin- und Rückfahrt): am 5. April ein Sonderzug 3. Klasse nach Hamburg, Berlin-Lchrter Bahnhof ab 6.48 Uhr, Rückfahrt Hamburg— Berlin am 6. April 19.30 Uhr.(Berlin— Hamburg 15.60 M.) Für diese Fahrt werden Zusatzkarten für Rundfahrt, Mittagessen und Uebcrnachtung ausgegeben. Näheres ergeben die Bekanntmachungen auf den Bahnhöfen. Zur größeren Bequemlichkeit der Reifenden fahren ferner fol- gende direkte Züge: Am 2. und 4. April je ein Vorzug zum Eilzug 129 bis H e r i n g s d o r f, ab Stettiner Lahnhof 13.50 Uhr. Am Karfreitag und O st e r f o n n t a g ist wieder die beliebte durchgehende Frühoerbindung in das Rheins- bergcr Ausflugsgebiet ohne Umsteigen vorgesehen: Am 3. und 5. April oerkehren je ein Personenzug über Löwenberg, Rheinsberg, Zcchlin-Flecken, ab Stettiner Bahnhof 7.07 Uhr.— Für die Ausflügler in die Sächsische Schweiz wird der sonst nur an Sonn- und Feiertagen und an Tagen nach diesen verkehrende Personenzug 320, ab Anhalter Bahnhof 23.40 Mhr mit Anschluß Max Roth dirigiert hundert steltungslose Musiker im Theater im Admiratspalast, und dieses Konzert übernimmt der Berliner Sender. Das Orchester ist gut im Zusammenspicl. Die Hundert, deren Los die Ungunst der Zeit verschuldet hat, spielen mit Können und künstlerischem Empfinden. Haben sie Aussicht, in ihrem Beruf wieder festen Fuß zu fassen, besteht eine Möglichkeit? Das Konzert ist gut in programmatischer und in künstlerischer Beziehung und hält jede» Vergleich aus, darum könnte der Rundfunk diesen Engagementslojen öfter Gelegenheit geben, vor die Oeffent- lichkeit zu trete». Der Tenor Morcell W i t t r i s ch von der Linden- oper singl als Solist Lieder aus Operetten mit kultivierter und warmer Stimme. Jssrthur Künert lieft im Rahmen der Erzählung der Woche eine Skizze aus den Bergen, die Schilderung eines Lawinenungtücks. Kunert gibt einen Tatsachenbericht in fast nüchternem Stil, er sucht in dem Alltagsschicksal das tragische, dramatische Moment, und es gelingt ihm, den Tod des Mannes in der Lawine erschütternd darzustellen. Der Abend gehört Wien. Das Konzert Korngolds kann als Austakt dazu gelten, denn in Korngolds Kompositionen, etwa in der Musik zum Shakespeare- Lustspiel„Viel Lärm um nichts", lebt«ine weiche Melodik, eine Freude an der melodiösen Linie, Die Reportage aus der Stadt Wien übernehmen Alfred Braun und Professor Willi Schmieder, der Wiener Sprecher, der sich dem Berliner Hörer als liebenswürdiger, schlagfertiger und witziger Reporter vorstellt. Ein paar Augen- blicksbilder aus Eafes und Gaststätten, aus-dem Stephansdom und von der Straße tauchen auf. Kurze Dialoge mit Kutschern und Kellnern werden gehalten und Charakterlstisches ist herausgeschält. Diese Reportage ist lebhast u»id interessant: sie vermittelt Atmosphäre und eme Ahnung des Milieus. Es folgt dann Wiener Unter- Haltungsmusik. Leb. in Dresden-Hali ptbahnhof nach Bad Schandau und Bodenbach auch in den Nächten vom 2. zum 3. und vom 4. zum 5. April gefahren. Die Mitteleuropäischen Reisebüros(MER.) im Potsdamer Bahnhof, Bahnhof Friedrichstraßc, Unter den Linden 57/58 und Kurfürstendamm 17 sind von Montag, 30. März, bis einschließlich Donnerstag, 2. April, täglich von 8 bis 13 Uhr geöffnet. Wie vottziehi man den Kirchenausiriit? Wer seinen Kirchcnau stritt so vollzieht, daß cramZI. März noch in den.Händen des Amtsgerichtes ist. bezahll nur noch drei Monate Kirchensteuern. Die Kirchenaustrittserklärung muß beim Amtsgericht des Wohnbezirks von jedem Erwachsenen sowie Kindern über 14 Jahre persönlich zu Protokoll gegeben werden. Di« beim Amtsgericht zu Protokoll gegebene Kirchenaustrittserklärung ist kostenlos. Personalausweis mitnehmen.(Polizeiliche Anmeldung, Stammbuch, Mietkontrakt, amtlich« Lichtbidausweise usw.). Auch schriftliche Einsendung der Kirchenaustritts- erklärungeit an das Amtsgericht ist zutässig, jedoch erfordert dies «ine schriftlich« Erklärung, bei der die Unterschrift von einem Notar beglaubigt werden muß.(Polizei oder Schiedsmann usw. ge- nügi nicht.) Auch in diesem Falle ist«in Personalausweis dem Notar vorzulegen. Der Deutsche Freidenker-Berband E. B. bietet Gelegenheit, an folgenden Stellen den Kirchenoustritt bei einem Notar reibtswirkfam zu vollziehen. Di« gesetzliche Gebühr betrögt 2 M. Jeden Montag und Donnerstag, 19 bis 20 l.hr, SW29, Gneisenaustraß« 41; jeden Dienstag und Freitag. 19 bis 20 Uhr. O. 17, Große Frankfurter Str. 141, v. 2 Tr., Ecke Fruchtstraße: jeden S o n ne a b e n d, 17 bis 18 Uhr. Charlotteuburg, Rosinenstraße 4, l Tr., im Jugendheim:. L i cht e n b e rg: seden 1. und 3. Montag im Monat von 19 bis 20 Uhr. Weichj.ss- ftrahe 28. Bibliothek: Prenzlauer Berg, Weißemfee, Pankow, jeden Montag von 19 bis 20 Uhr, Lokals Reinhardt, Rodenbcrgstraße 18, Ecke Srahlheimer Straße: Neukölln jeden D i e n s t a g von 18 bis 19 Uhr, Kreisbüro Neukölln, Fuldastr. 55'65, Ideolpassage. Jeden Montag, Dienstag, Donnerstag. Freitaa, 18 bis 19 Uhr, Reinickendorfer Straße 118. I T.: m Spandau erteilt Heinrich Salzmann, Aeppeiinstraße 7. bereitwilligst Auskunft._ Zirkus Karl Hagenbeck. In einem mächtigen Viermastzelt erfreut zur Zeit Zirkus Hagen- deck in der G ne if« n a u st ro h e die Berliner. Ein Riejenoufgebot bekannter und unbekannter Tiere fetzt die Besucher in Erstaunen,-in richtiges Zrrkusprogromm, auf alter Tradition aufgebaut. Die schönsten und edelsten Pferd« zeigen hervorragend« Dressuren, Lulu G a u t i e r reitet auf„Nena Sahib" Hohe Schule. Dann gibt es die Künste von Seelöwen und Walrossen. Maultieren, Elefanten, Kamelen und Zebras zu sehen. Die gemischte Raubtiergruppe Löwen, Tiger und Bären, vorgeführt von Dompteur Kaden, dürfte in der Art ihrer Zusammenstellung kaum ihresgleichen finden. Für alle Tierliebhaber ist die gute Form, in der sich sämtliche Tiere befinden, eine Ertrafreude. Artisten von Rang, u. a. die fünf Kleins in ihrem Luitart unter der Zirluskuppel und die gelenkige Nina Karpova am Trapez vervollständigen das Programm. Am heutigen Sonntag ist dreimal Gelegenhell gegeben, den Zirkus Hagenbeck in der Gneisenaustraße(Halteftelle der U-Bah>, und der Straßenbahnlinien 3 und 141) zu besuchen: Sonntag vor- mittag ab 10 Uhr ist die Tierschau geöffnet. Nachmittags 3K Uhr Familienoorstellung mit dem gesamten Abendprogramm. Kinder und Erwachsene zahlen hier halbe Preise. Abends 8)4 Uhr große Abendvorstellung. Ende gegen 11 Uhr. „Fröhliche Arbeit" heißt ein« Ausstellung, die die 1. Hilfs- schule Neukölln bis zum 28. März, täglich von 17 bis 19 Uhr, Sonntag von 10 bis 2 Uhr, in ihren Räumen, Neukölln, Kaiser-Friedrich-Str. 207, zeigt. Der Titel der Veran- staltung ist gut gewählt. Ueberall sieht man an den Ausstellungs- obj eklen, daß in diesen Räumen ein fröhliches Schaffen in Neuzeit- lichem Sinne die Herrschaft hat. PensFarv" Teppiche qes.qesch. rein.Wolle m.Mandfranse, getreue Kopien von Pers-Teoo. 1Q�i9Q50 >!?. 260L3« zum Aussuchen ca.. 125 230 Smyrna- Teppiche beste mechan Qualität Petser-u. mock. Muster ca. 300 9QQ. kum LJjJ A20 Aussuchen Quali�ahs- Teppiche hochwertig. seitJahrzehn» ten erprobte Marke, beste Kammqarnwolle Zum Aussuchen Riesengroße Teppiche beliebteste Markenqua« liräten, Perser-Muster, reine Wolle m.Handfrse. cJ5P 470 520 620 278.- zum Aussuchen Farben Prima BoudeTeppidv aus bestem Haargarn, mod. Muster1 iÄ' ml 2 Brücke i BelTvorlagen ?din30 t/15 SQ20 155 IVy. I 114*+. ioov/. «/..«werfM GARDINEN-ABTEILUNG: Dekorationen u. 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Uhr itaatütdiller'Ilieater.Qiarltlig. 20 Uhr Bürger Schippel Ende gegen 22',- Uhr Bad Salzuflen Zkui0igWaidj{erz-JUieuma.-S/eroen-JCuftrvegje-JrcajjeriteiderL~€rm.Xw1axe\ ZTzahurixkohlensSurereiche JÄernuxlspraclel.— /iacdl. TCoiel TiirdeTJui/KI.Ji. Tknsion v.Mk.ß.SOan.-Frosp. d.(Rjü&eiwos u.'Badeverrvaliung. PI/Aza i Tägl. S u. eis Zonal. Z. Ii. 8" E 4. Alex. 8066 Nohm. 50 Pf.— I M., abds. 1-2 M. Hermann Leopoldi der berühmte Wiener Humorist Oilanilo-Tnipiie. EsraanoH» Garta us*. rügl, 2 Vorst.— Tel. Meidenoamm 3840 1 nachm. AV, Uhr; M Ptg.- 1.90 Mk, labonds Uhr; 30 Ptg.— 3— Mk. | Sonntagsa Vorst.�1!», 5 i-S'liü. Ab 1. April: «ollst. Neues Programm I •'�CASmO-TBEATEß»V'Uh. Loihrtnger Strohe 87. riii ii im iiiiiiinuiiiiiiiiiiii iiiiiiiii■iiiniiMiiiiiiiiiiiiiiiDiiiainniM Nor noch bis 2. April 0 fliese schwiegervälep und das erstkl. bunte Programm! Zmadmil. de» 4. tpril 1931 zum enteu Mali „Er träumt von jus" Gatsdkcln 1— 4 Personen Eauteuil 1.26 M.. Sessel 1,75 M. 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Mitglieder des Berliner Sinfonie-Orchesters— Dirigent Efrem Kurtz Platzkarten 2—, 3.-r und 4.— Mark bei Wertheim, Treu, Bote und Bock, sowie an der Kasse des Theaters am Bülowpiatz(10-2 Uhr). Loskarten für Mitglieder der Volksbühne 130 Mk. in den Verkaufsstellen der Volksbühne GROSSES SCHAUsPIELHAUä Tägi. 8 Uhr. im weissen ROtsi. Stg. nachm. 3 Uhr Originalbesctzung billige Preise Regie: Erik Charell. GLEISER DAS HAUS DER GUTEN MÖBEL BEI GRÖSSTER AUSWAHL NIEDRIGSTE PREISE Die Ausstellung am Alexanderplatz ist eine Sehenswürdigkeit Berlins Frodrttr. Lieferung- Kojtenl. Lagerung.- Katalog 33 grata. Philharmonie 7'/» Uhr; KONZERT d.Pbilharmon.Orch. Dir. Prof. J. Prüwer LICHT Die SehenswurdtgKelt Berlin* Die tunreiHM Variete- and Fiimbütmt Direktion: Luis Gutman Berlin- Gesundbrunnen Freuen. 27. Man tu Moataa. a.*prU| BÜHNENTEIL ltdilbnrg- symptionie-Oröiesier Ulilgem Peel Hensel 10 tSgiges Gastspiel Sylvester Sdiatlcr Ute größte Schenswürdigkeil des InlernallonelCB Verle.6» Syiv. Schäficr zeigt sein gesamtes Programm in jeder Vorstellung FILMTEIL „Bine Stund« Humor" Besuch im Karzer mit Carl Platen, Georg John Filde 22 Flodcles nenest. Abenteuer Die Verwandten der Micky-Maus 10 Minuten Aufenthalt Groteske in 2 Akren mit dem bekannten Komiker Davlson Aktueller BIldberidttd.Lldi bürg Wochent 5'- u. 8',. Uhr, Sonnabends, Sonn- und Feiertags 3, 5'«, 8'/« Uht. Preise d. Plätze; 0.80 bis I.SO i Parkett und Rang; 2,—, 2.50 Balkon u. Logen Sonnab..Sonn-u.Fe ert nachm. 3 Uhr Einheitspreis; Parkett u. Rang 0,80 M., Balkon und Loge 1,20 M Berliner||lk-Trie N• H K 8 1 1■. w Lthnatr. 74/76J ROSE THEATER Grofie Frankfurter Straße 132 U-Bahn Strausberger Platz 6 tttfriger Vorverkauf täglich 1 von 11— z Uhr und 4— 9 Uhr I Tel. Bestelig.; Alex. 3422 u. 3492 I 5�11 9�|| | Vem MontAvL.ScnnaN.I auCer Karfraita« j Operette von K&lmia Regie: Pool Rose Tanze: Georges Blonvadet An beiden Oaterfciertogen:| rnm Die letze« IOyt)r| 2 Aufführungen: „Madame Bonivard" Die letzten 4 Auffuhrungen „Die Faschingsfee" Dienstag, den 7. April: Premiere! | Erstaufführung für Barlln:| Die Sache, | die sich Liebe nennt 1 KoniÖ4Üein3 AktenvonE.Burfce I Holzbaracke 1 0 x 30 m (Ilt Sport- und Bert mszw ecke Mf. 1160, am Stairbort Berlin. Kämper& Seeberg, Bettln 3835, Potedam« Straß- 31. Sanatoriüm Bad Ritheide ciiefurzt Prof. Dr. Erist Neisser (bisher Stettin) Klinisch geleitete Kuranstalt Hm- und OeläUaldtn, BlulkrankheHen Baitdov, Zuo-erkrankhert s». Eigene Sprudelbäder im Haute Diätkuren Fernsprecher 216 S Prospekte kostenlos Baroowslij-BlIhiiBR letaler Ig 8er stmunamati. 8'/, Uhr Amphitryon 38 Komödie von Jean Giraudoux Inszenierung; Victor Barnowsky Komödlonhaue 8'/i Uhr Eins KBniBiiche Familie Piscalor-BQIine (Wallner- Theater) Alex. 4502-93. Täglich 8>l. Des Kaisers Ku(i FGr User unumZiitung Or.-Sesul ititt 6 eurJH Parhett-F.. 4,2,. ., 3. 1.5Q Baug. 2. 1 H Lustspielhaus Täglich 8'ft Uhr Der Lugnar u. die Neune von Kurt Götz Mm. Westens Täglich 8'/* Uhr sevlt Sonntags audi v-3 Franz Leh4rs Sensationserfolg! schön ist die weit micsanser m btltm.ttr.i � Tärl-S'/.Chr Ki* n.r CBfC■uittarst.- Abeud! Wtf Sonntags MW sicka. IVr Ikr wfa irnäR Prell» Am Ostersonnabend, dem 4. April 1931, bleiben unsere Geschäfte und Wechselstuben in Berlin und Vororten mit sämtlichen Kassen geschlossen— Nur für die Hinterlegung von Aktien zur Teilnahme an Generalversammlungen, sofern es sich um den letzten Tag der Hinterlegungsfrist handelt, und für Wechselzahlungen wird im Hauptgeschäft ein Schalter von 10 bis 12 Uhr vormittags geöffnet sein. Berlin, den 29. März 1931. Berliner Handels-Gesellschaft S. Bleichröder Commerz- und Privat-Bank Aktiengesellschaft Darmstadter und Nationalbank Komm. Ges. a. Akt. Delbrück Schickler& Co. Deutsche Bank und Cisccntc Gesellschaft Dresdner Bank i. Dreytus& Co, Hardy& Co. G. m. b. H. Mendelssohn 8g Co. Lazard Speyer-Ellissen K. a. A. Trenchcoat ■■prtsawa M bUo um) ms«. 17° Sport-Anzug StalUg. modane pamukter« 48°° ei«rf«nb,kt*iduflt OamanbekleMuB« KlndarkMdung eine Stütze, 4 Vff t'i-■■■'f j KAUFHAUS Jbiss BERLIN C ROSENTHALER STR. 58 f [JSiS* llaWJg Kteine Anzeigen Auf alle tarifmäöigen Anzeigenpreise z. 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Es waren vorhanden Juni 1924..... 36 000 versicherte Ansang 1926..... 340 000 Versicherte Anfang 1928..... 1 000 000 Versicherte Anfang 1931 über 1 ZNillioa 500 000 Versicherle Die Auszahlungen für unsere Versicherten betrugen im Jahre 1925... 1 Millioa 600 000 RM im Jahre 1926... 2 Millionen 940000 RM im Jahre 1927.:. 4 Millionen 440 000 RM im Jahre 1928... 5 Millionen 756000 RM im Jahre 1929... 6 Millionen 790 000 RM im Jahre 1930... 7 Millionen 200 000 RM insgesamt seit stnfaag 4924 über 28 Millionen Reichsmark verlangen Sic kostenlose unverbindliche Auskunft. Geschäflsstellen in allen Stadtteilen Groß-Berlin und in Städten Deutschlands. Tilchbohrir.as'hin«, mSalichst elrltrlsch 220 äStdifclftrom. Nur schriftliche An- gebo'e a»LchneU>er. Wattstraßc S. !l!L!l!iii>gzz!lli:ii». Wscfte usw. I Wohnungen 1 Neitbauwoliilu»«. 2H Sirnmct. sofort, SS.jO,.«atctlänb*, ssriedrichosrlde, Dol- brüdflcoSe 17. � Möbliert«» .Zimmer, 25 Sri Cpiti, flottbulTcs Ufer 33, Garben. baus 4. 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Wenn schon, dann jedenfalls eine ungewöhnlich groß geraten«. Sie hat jetzt, glaube ich, 12 Millionen Einwohner. In der Provinz tritt die strenge Gesetzmäßigkeit, mit der das amerikanische Leben abläuft, viel deutllcher ins Auge. Es zeigt sich, daß alle amerikanischen Städte nach einem, frellich unausgesprochenen Plan angelegt sind. Der Grundstock jeder Stadt besteht aus einem Wirrsal von Bretterbuden, die«inen rund herum laufenden, zu ebener Erde liegenden Balkon haben, auf dem wenigstens zwei Schaukelstühle stehen. Manchmal gibt es auch noch eine Bank, die an zwei Stricken aufgehängt ist. Es ist eigentlich gar kein Wirrsal, sondern die Hauptstraße, die Mainstreet, an der neben den Wohnhäusern mit Sicherheit ein« Tankstelle liegt. Ein Geschäft für gebrauchte Zlutos(Kauf, Verkauf und Tausch) findet sich erst später ein. Hier können die Menschen von den Autoe leben— sie bilden es sich wenigstens ein—, und ein« Krämerei, auch Grocerie genannt, wirkt schon als Ueb ergänz zum ernsthaften Dasein. So bildet sich di« amerikanische Stadt. Wie weit ist es von diesem Willen zur Zivilisation bis zu den großen Fabriken, die den Angestellten Tennisgründe bauen und Schwimmplätz« unter freiem Himmel. Wie weit ist es von der Grocerie, in der Pappschachtel neben Pappschachtel steht, bis zum laufenden Band. Und wie weit ist es von dort wieder bis zu einem Wunderwerk, wie ich es heut« gesehen habe, diesem Packinghouse, das man auf deutsch als Großschlächterei mit Maschinenbetrieb be- zeichnen würde. Hier kommt man als Schwein oder Kalb hinein und ist nach ungewöhnlich kurzer Zeit als Konservenbüchse wieder draußen. Die Schweine, wenn sie wüßten, wie großartig alles funktioniert, würden verstummen. Sie haben in diesem Betrieb nichts zu tun als zu sterben: aber wenn man ihre Meinung hören könnt«, würde man vielleicht erstaunt sein. In dieser Schweinegrohschlächterei mit Maschinenbetrieb am laufenden Band ist das auf die höchste Spitz« getrieben, was die Amerikaner als.Efficiency' bezeichnen. Das heißt, es wird nichts dem Zufall überlassen, sondern alles der Stoppuhr, deren Eigen- tümlichkeit es ist, ihrem Namen kein« Ehre anzutun und niemals zu stoppen. So läuft das eisern« Band in zwei Schichten von je acht Stunden und viel« hundert Kälber müssen während dieser Zeit daran glauben. Die Leute, die in den Hunderttausenden von kleinen Drug. stores und Restaurants ihre» Schinken essen, wußten vielleicht ein« mal, was sich in solchem Packinghous begibt; aber sie haben es mit Recht vergessen. Wenn man bei jedem Schinkenstück an das Schwein denken wollt«, das daran gestorben ist, mühte man auch bei jedem Schritt an den Herzschlag denken, der einer von den vielen ist, die uns mit Sicherheit dem Tod« näherbringen. Sterben ist hier in Amerika nicht schlimm; wenn man tot ist, kümmert sich sogleich ein Mann darum, der sich als„Funeral Direk- tor" bezeichnet und sein Geschäft sicherlich auf das beste versteht. Alle Leute verstehen hier ihr Geschäft aufs b�ste, und jedes zweite Wort, das man hört, ist:.1«ill äc» my best." Das heißt auf deutsch: ich werde alles daran setzen, daß du aus anständige Weise unter die Erde kommst. Hier in Amerika werden die Toten, ehe man sie in die Erde versenkt, schön zurechtgemacht, geschminkt— so rosig, daß sie wieder lebend aussehen; es ist, wie gesagt, alles vom Reinsten und Besten. Die Schweine in den in den Packinghouses werden an den Beinen festgehakt, über«in großes Rad gedreht und dann schon langsam und ruckweise an«wem Mann vorbeigesührt, der nichts Böses im Schllde führt. Dieser Mann ist fest angestellt und verdient noch deutschem Geld« im Monat wenigstens 5lK) Mark. Dieser Mann ist von Beruf Schweinetöter; er macht daraus kein Hehl, auch den Schweinen gegenüber nicht, die schon an dem Blut, in dem er watet, sehen könnten, daß es ums Ganze geht. Der Schweinetöter befühlt, wenn die Schweine an ihm vorbeikommen, ihr« Gurgel mit einem leichten Griff, so. als wenn er sie streicheln wollte; dann schneidet er die Gurgel durch, ganz einfach mit einem langen energischen Schnitt, und das Blut schüttet aus der Wunde. Dos hast du nun davon, daß du ein Schwein bist oder ein Schaf oder ein Rind und kein Mensch. Hier w der Großschlächterei gilt es Hammer oder Amboß sein; Amboß sind die Tiere, da ist kein Zweifel, diese guten, dummen Tier«, die Gras und Abfälle fressen und auf der Weife so romantisch aussehen, daß st« von den jungen Collegestudentinnen photographiert werden. Ein dicker Neger ist hier, der den Kühen und Rindern, die den Todesgong zu gehen haben, mit einem großen Hammer aus den Kopf schlägt. Dann fallen sie betäubt um und merken es nicht mehr, wenn ihnen di« Kehle durchschnitten wird.(Wahrscheinlich vom Tierfchutzverein durch. gesetzt.) Die Schafe, die einmal im französischen Rokoko alle Men» schen begeistert haben, werden hier mit einem Stich erledigt. Ich habe das nie gewußt, daß man ein Schaf mit einem Stich hinters Ohr umbringen kann. Sie sagen nichts, sie schlagen nicht um sich, sie sind tot. Dann kommen die Arbeiter und zerlegen di« Tiere in Hammelsteats. Jeder dieser Arbeiter hat eine bestimmte Funktion, und wenn diese Funktion nur um einen Bruchteil nicht funktioniert, wird er entlassen und er kann sich seine fünfzehn Dollar die Woche bei den Arbeitslosenheeren suchen. Eins möchte ich noch erwähnen: die Schafe wollen häufig nicht in das Packinghaus hinein, da sie den Braten riechen sozusagen. Wenn sie nun begriffen haben, daß sie hier nur als Lend.nstück wieder herauskommen, und sich sträuben, läßt man eme Ziege mit einem Zicklein vor ihnen herlaufen. Die dummen Schafe folgen der Ziege, die genau weiß, daß sie gesund bleibt. Die Dummheit hat gesiegt.... Wenn die Tier« reden könnten, würden vielleicht die Aktien dieses Geschäfts sinken. Und deshalb ist es gut, daß sie stumm sind. Ich machte einen Rundgang durch das ganze Geschäft und nie- mals ist mir die„Efficiency" so klar geworden wie hier. Von dem einfachen Grundsatz ausgehend, daß der Mensch von Fleisch lebt, Hot sich dies alle» ausgebaut. Dom Schweineschwanz bis zur Auf- stchtsratssitzung, das ist ew Weg, den die Amerikaner hinter sich gebracht haben. .Sl. Soritfeh: JlUSpVOhieVi Lorigen Herbst kam in unser Dorf«ine mechanisch« Holzsäge. Sie wurde aufgestellt und bald setzte sie alle durch ihre Schnelligkeit und die Sauberkeit ihrer Arbeit in Verwunderung; die Säge erweckte bei allen Holzarbeitern und Bauern der Umgebung großes Interesse. Den ganzen Tag über, solange die Säge im Betrieb war, wurde sie von einer Menge Neugieriger umstanden. Um einen Unfall zu verhüten, wurde die Säge unter die Aufsicht eines besonderen Wächters gestellt. Am dritten Tage in der Mittagspause war der Zulauf besonders groß. Die Säge arbeitete, aber der Mechaniker hielt im Wacht- Häuschen fein Mittagschläfchen. Nur der Wächter Fomka Sysych. den di« Leute Uhu nannten, harrt« auf seinem Posten aus. Die Holzknechte mit den Aexten im Gürtel besprachen eifrig die Vor- und Nachteil« der Maschine. Ununterbrochen rieselte ein goldener Schwärm von Sägespänen von den erhitzten Zähnen der Säge herunter. „Wie die arbeitet!" rief begeistert ein kleiner untersetzter Arbeiter in einer alten Pelzmütze.„Da kann man drunterlegen, wa» man will, die beißt alles durch! Wieso nur die Menschen auf solche Ideen kommen?!" „Die haben schon so ein Fach im Hirn." „Die Fächer werden doch wohl bei allen die gleichen fein!" „Was du nicht sagst! Nicht einmal zwei gleiche Eier gibt es, ge- schweige denn zwei gleiche Menschen. Bei einem ist die Kraft in den Händen, beim andeven im Kopf. Am schlauesten sind aber die Deutschen, viel schlauer als die Amerikaner. Die sind sogar daraus- gekommen, wie man aus der Luft Zucker machen kann." „Aus der Luft?" „Jawohl! Der Deutsche nimmt einen Schlauch her. eine Pumpe dazu, von der einen Seite kommt Lust herein, auf der anderen rinnt Kristallzucker heraus." „Hast du das selbst gesehen?" „Ich nicht, ober die Gefangenen haben es erzählt." „Warum machen denn wir das nicht nach?" 3)ie liefllc&orlchungsl1äUe der Well Zwei Tiefseeexpeditionen, die von kühnen amerikanischen For- schern unternommen wurden, erregen wegen der ungewöhnlichen Umstände und der eigenartigen Forschungsergebnisse Nicht nur in Amerika, sondern auch in Europa großes Aufsehen. Es Hansell sich um die Expedition«» von Professor Williams und Professor Wil- liam Bebe. Von Ihnen ist die des Prof. Beb« die bemerkenswertere, denn sie führt« bisher in die größten Tiefen, die je ein Forscher er- reicht hat. Vor einiger Zeit brachte Sie„Review of Reviews' dar- über«inen größeren Bericht, der sich wie die Phantasie eines Dich- ters las. Schon die Forschungsergebnisse von Prof. Williams, der im Jahre 1329 mit Frau und Kind eine Tiefseexpedition in einer Stahlkugel unternahm, war«n sehr interessant, obwohl Williams nur eine Tiefe von etwas mehr als 100 Metern erreicht hat. Pro- fessor Bebe dagegen ist fast bis zu einer Tiefe von SOl) Meter unter dem Meeresspiegel vorgeorungen. Aber er hat für ftin« Expedition eine Stahlkugel herstellen lassen, die einen InHall von ungefähr St> Kubikmeter hotte. Die Stahlkugel konnte luftdicht verschlossen werden und war so konstruiert, daß sie einem Druck von 20 Tonnen gewachsen war. Da er bis zu einer Tief« von ungefähr S00 Metern tauchen wollte, so kam zwar ein derartig groß«r Druck nicht in Betracht, aber er sorgte dafür, daß die Stahlkugel auch den größten Anforderungen gewachsen war. In der Kugel hatte«r ein ganzes Loboratorium untergebracht. Hier waren Vorkehrungen für elek- irisches Licht angebracht, ferner Sauerftoffbehäller. Signaleinrichtun- gen für di« Außenwelt, ein Fernsprechapparat, mit dem er mit dem Schifs verbunden war, von dem aus er sich in die Tiefe hatte sinken lallen. Außerdem war die Stahltugel mll Quarzfenstern versehen, um«neu Ausblick auf den Grund des Ozeans und die Wasftr- umgelm»� haben. Von hier aus konnte Prof. Lebe ungewöhn- lich« BeobacktunFen machen. Es gelang ihm. einen Einblick in die Geheimnisse der Tiefste zu erlangen, wie ihn bisher noch kein Mensch gehabt hatte. Bemerkens- wert ist di« Tatsache, daß die meisten Tiere in diesen Tiefen mit L Suchtvorrichtungen ausgestattet sind. Die Natur sorgt in der wunderbarsten Weif« dafür, daß auch in ewiger Nacht 0a, Leben gedeihen kann. Ander« Tiere wiederum hatten phantastische Fi- guren und Gestalten, wie sie dem hohen Wasserdruck angemessen sind, unter dem sie leben. Es ist selbstverständlich, daß die Tiere in Tiefen von mehreren 100 Metern andere Lebensbedingungen haben als die Fisch«, die wenige Meter unter der Oberfläche des Wassers ihr Dasein verbringen. Da andererseits wiederum dies« Lebewesen nicht an der Obersläche atmen können, wie anzunehmen ist, sondern auf ein Leben in den Abgründen des Ozeans angewiesen sind, so werden Menschen nie Gelegenheit haben, diese Geschöpfe zu sehen. Es ist also durchaus glaubwürdig, daß sich hier zahl- reiche Tiere befinden, di« der Wissenschaft bisher noch völlig unbe- kannt sind. Vielleicht werden sie auch stets unbekannt bleiben, da der Mensch unter normalen Umständen nicht zu ihnen vordringen kann und sie selbst nicht an die Oberfläche komnien können. Aus diestm Grunde hat Prof. Bebe auch Wert darauf gelegt, in solche Tiefen vorzudringen, um festzustellen, wie weit das Dichterwort wahr ist:. Da unten ist es fürchterlich..." Ob die leuchtenden Werkzeuge, mit denen die Unterseesische ausgerüstet sind, der leuch- tende Nebel, den sie um sich verbretten können und andere ähnliche Einrichtungen, die Bebe in allen möglichen Abarten hier beobachtete, dazu da sind, um den Tieren den Weg zu weisen pder um als Schutz- und Blendmittel gegen Verfolger zu dienen oder gar viel- leicht als Anlockmitdel für ihre Beute, konnte nicht festgestellt werden, da dazu die Beobachtungsstation zu klein war. Beb« hat versucht, von diesen phantastischen Bildern, die oft wie Erscheinungen eines Alpdruckes im Traum aussahen. Filme herzustellen. Hoffentlich ist es ihm gelungen. Er hatte zu diesem Zweck besonders licht- empfindliche Film« in sein Tiefseelaboratorium mitgenommen. Unter ollen Umständen sind seine Schilderungen, die teilweise auch in amerikanischen und englischen Zeitungen erschienen, von größtem Interesse, da es ihm zum erstenmal gelungen Ist, in di« großen Tiefen des Ozeans zu Beobachtungszwecken zu gelangen. Man wird darum seinen eigenen authentischen Bericht über die Ergebnisse seiner Tieffeeexpedttion in der Stohlkugel mit größtem Interesse er- warten dürfen. »Bei uns im Dorf hat es einer ohnehin versucht, hat alle» zu- sammengestellt, Pumpe und Schlauch..." „Na und?..." „Verhaftet haben's ihn. Statt Zucker ist bei ihm nämlich Wodka herausgekommen." Die Umstehenden grinsten. Ein« Zeitlang verfolgte man schweigend den regelmäßigen, eiligen Gang der Säge. Die schweren Klötze fielen mit unerhörter Geschwindigkeit wie von einem unsichtbaren mächttgen Arm gestoßen heraus. „Fichtenholz schneidet sie großartig," stellte der Klein« fest.„Aber was wäre, wenn man es mll einem Eichenstamm oersuchen wollte. Da würde sie wohl stecken bleiben." „Aber wo!" sagte der Wächter Fomka. Er war der Held de» Tages und ging stolz neben der Säge auf und ab.„Für eine ameri- konische Säge ist ein« Eiche eine Kleinigkeit." „Ich denke aber, das wäre doch ein zu harter Brocken für sie." „Auch schon«in Denker! Was verstehst denn du davon?" sagte Fomka ärgerlich und war sichllich gekränkt. „Ein Eichklotz ist zu viel," sagte skeptisch ein anderer Arbeiter. „Da muß sie versagen. Eine deutsch« Säge wäre es vielleicht noch imftand, aber die da..." Die Leute schwiegen abwartend. Fomka war tief getroffen. Er fühlte, wie der Nimbus, der die wunderbare Maschine umgab und auch auf ihn abfärbte, zu verblassen begann. Er zog di« Brauen zusammen und dachte angestrengt nach. „Her damit!" sagte er plötzlich.„Schafft einen Klotz her!" Einige Mann schienen nur aus diese Worte gewartet zu haben. Sie stürzten zum Lagerplatz und suchten dort den dicksten ästigen Stanim aus. Die Säge durchschnitt ihn ebenso leicht wie die Fichten- stämme. .Herrliches Luder!" sagte der Kleine entzückt.„Als ob es ein Grashalm wäre! Und die Wurzel nimmt sie auch? Die Säge nahm auch die steinhart« Wurzel: sie winselte nur auf. für einen Augenblick stockte ihr Gang. „Sie weint ja?" sagte der Skeptiker.„Eine deutsche Säge würde nicht weinen, eine deutsche Säge nimmt sogar einen feuchten Eich- stamm." „Unsere auch!" brüllte Fomka. Er war in Schwung gekommen und schob seine Mütze weit in den Nacken zurück..Her mit dem feuchten Stamm!" Man brachte«inen riesigen mit Wasser vollgesogenen Eichklotz. Die Leute schleppten ihn mit schwerer Mühe heran. Die Säge ging sosort langsamer. Sie stöhnte und zitterte wie ein lebendiges Wesen im Fieber. Dennoch bewältigte sie auch das feuchte Eichenholz. „So etwas!" sagt oerwundert der Skeptiker..Hat sich nicht ver. kutzt. Und wird sie das schlucken?" Er hob ein« Konservenbüchse vom Boden auf und warf sie unter di« stählernen Zähne. Mit einem entrüsteten Aufschrei biß die Säge die Dose entzwei. Da begannen die Leute voller Neugier der Säge vorzuwerfen, was ihnen unter die Hände kam: Nägel, Drähte. Ziegelsteine... Die Säge stöhnte und krächzte, zerschnitt aber alles, was in ihre Nähe kam. „Die nimmt alles!" rief Fomka in hellem Entzücken.„Für die ist selbst eine Eisenschiene ein Kinderspiel!" „Da werden wir ihr so etwas zum Dessert geben, ob sie auch das schluckt?" sagt« der Kleine. Er nahm eine dicke Eisenstange und jagte sie, unterstützt von zwei freiwilligen Helfern, in einen Holzklotz. Dann hoben sie zu Dritt das schwere Stück und legten es unter die Säge. „Mit Gott!" sagte der Kleine. Alles blickte gespannt auf die Säge, die mit Leichtigkeit das Holz zerschnitt. Als sie jedoch die Eisenstange erreicht hatte, glitt sie einige Male zähnfletschend darüber. Dann vernahm man ein Krachen und ein Zahn sprang heraus und flog zur Seite, dann ein zweiter. dritter... Die Maschine blieb stehen. Der verstümmelten Säge fehllen sechs Zähne, die anderen waren verbogen und verdreht. ,Mlso doch zu schwach!" sagte befriedigt der Skeptiker. Wenn es eine deutsche Säg« gewesen wäre, hätte sie es bestimmt zerschnitten. Aber eine amerikanische hat natürlich versagt. Und dabei haben wir dafür sicher eine Menge Rubel bezahlt, unfere hartvevdienten Rubel!" Der Mechaniker lief herbet. „Was habt ihr denn da angestellt?" rief er außer sich. „Wir haben sie ja nur ausprobiert," antwortete de« Kleine verlegen. sUebnlett von StlnonSet»ertth-nfftiii.) Qie fWUßcGgareUe dick im�rund Armin Wegner: 3)er �urm von ffiabylon nie er heute auslieht Em mit dunkelgrünem Wasser gefüllter Traben breitet sich zwischen flachen Erdhiigeln. Salzige Wüstenpflanzen strecken am Ufer die bleichen Stengel der unbarmherzigen Sonne entgegen. Frösche oerschwinden bei meinem Nahen in der schweigenden Flut. Was ist das?... Dar diesem gärenden traurigen Tümpel geführt, vermag der Beschauer sich nur mühsam eine Vorstellung davon zu machen— daß dies der Turm von Babylon ist! Er war der mächtigste Wunder- bau der alten Welt. Seine gewaltigen Mauern, aus Ziegeln und Erdpech zusammengefügt, strebten in das Unendliche. Mächtige Treppen führten zu feiner Höhe: an der Spitze der Haupttreppe standen drei goldene Bildsäulen des Zeus, der Rea und der Hera. Die Gestall des schreitenden Zeus maß vierzig Fuß in der Höhe und war tausend babylonische Talente schwer. Rea saß auf einem goldenen Stuhl. Hera hielt in der Rechten eine Schlange am Kopf und in der Linken ein mit Edelsteinen besetztes Zepter. Aber Terxes zerstörte den Bau, und ob auch Nebukadnezar stolz der Nachweld verkündete:.Um Etemenankis Spitze aufzusetzen, daß sie mit dem Himmel wetteifern soll, legte ich Hand an"— es blieb so wenig davon übrig, daß man sich verwundert fragt, wie es möglich gewesen ist, den Standort des Turmes überhaupt festzustellen. Sein« Mauern zerfielen, und wie ganz Babylon dienten ihre Reste den avabischen Ziegelräubern jahrhundertelang zur Plüirde- rung, ehe die deutschen Ausgraber vor dem Kriege im Auftrage der Generalverwaltung der früheren königlichen Museen und der deutschen Orient-Gesellschaft die Trümmer in ihren Schutz nahmen. Geschlechter auf Geschlechter von Arabern haben die unendlichen Ziegelmassen der antiken Stadt abgetragen. Gebrannte Ziegel, deren Herstellung Mühe und Kosten bereitete, waren in Mesopotamien immer ein wert- voller Besitz. Die nicht weit am Euphrat gelegene arabische Stadt Hillch wurde ganz aus den Mauertrümmern von Babylon erbaut, und ihre Stein« zeigen noch heute die Ziegelstempel Nebukadnezars. Aber man begnügte sich nicht damit. Als man mit dem Ab- tragen der Ziegel am Erdböden angelangt war, führt« man di« Plünderung bis zu den Grundmauern fort bis endlich der Wasser- spiegel ihr ein Ende setzte. Bon den Grundmauern blieben nur die tiefen Erdschächte übrig, in denen sie einst gestanden hatten: denn die Erdausfüllungen schonte man sorgfällig, damit sie nicht einfielen und die Ziegelräuber bei ihrer Arbell begruben. Was so übrig blieb, ist nichts als ein Abdruck des verschwundenen Gebäudes, der nicht leicht zu enträtseln ist. Ergriffen sieht man, wie aus dem höchsten und gewalligsten Bauwerk des Alter- tu ms, das alle Völker jener Zeit bewunderten, weniger als nichts übrig blieb. Allmählich füllten die Erdschächte sich mll Wasser. Der Turm wurde zum Brunnen. Nach den rechten Winkeln des Grabens zu schließen, muß die große Ringmauer nahezu ein Viereck gebildet haben. Hier ruhten die Grundmauern von Ctemenanki—„der Grundstein des Himmels und der Erde", wie die Babylonier den Turm nannten. Auch die Anlage einer großen Freitreppe läßt sich aus den aufgedeckten Gräben erkennen. Die Vorspränge der hohen, enggestellten, aus ge- brannten Ziegeln erbauten Türme treten aus den Wänden schwach hervor. Die beschrifteten Ziegelreste, die beim Entleeren dieser Gräben von den deutschen Ausgräbern noch gefunden wurden, erzählen uns, daß Asarhadonn, Sardanapcl, Nebukadnezar, viele Geschlechter an diesem Werte gebaut haben. Wie Prof. Koldewey, der vor einigen Jahren verstorbene deutsche Entdecker des wiedererstandenen Babylon, aus den Abdrücken in der Erde festgestellt hat. zog sich um den inneren Turm die welle doppelt« Umfassungsmauer mll den Grund- rissen zahlreicher kleiner Gebäude und Kammern, die den Priestern und Pilgern zur Wohnung dienten. Als Vertreter des Gottes, der die Königswürde von Dabylonien verlieh, nahmen sie ohne Zweifel eine bedeutende Stellung ein. Zahlreiche Türme führten in das Innere. Der welle Platz vor dem Turm, durch den jetzt- der Fahrweg von dem Dorf« Kwairisch nach Hilleh führt, wird von den Aarabern noch heute di«.Pfanne" genannt. Doch Pfanne bedeutet nach dem gegen- wärtigen Sprachgebrauch des Irak bildlich nichts anderes als den freien, von Säulengängen umschlossenen Platz, der in Kerbela und Nedschef um die großen Wallfahrtsmoscheen läuft. So hgt sich die wahre Bedeutung dieses Platzes bis heute in der Sprpache der Wüstenbewohner erhalten. Aber wie sah dieser Turm wirklich aus? Wahrscheinlich ist es ein Stufenturm gewesen, einer von jenen in allerer Zeit in Mesopotamien viel verbreiteten massigen Türmen. um deren Außenwand herum ein langsam ansteigender Weg bis zur Höhe führte. Ein Turm erhob sich über dem anderen in sieben Ge- schössen immer schmaler werdend, so daß sich eine spitz zulaufende Pyramide von Türmen ergab. Ein anderer deutscher Forscher, Prof. Andrae, hat nach den in Assur aufgedeckten Funden eine genaue Zeichnung eines solchen Turmes angefertigt. Das Dach des obersten Tempelturms hoch über der von Sand- winden erfüllten Ebene, hinter denen Sonne und Mond oft zu blut- roten Flecken werden, diente den Sterndeutern Babylons zum Stand- platz. Der ganze mächtige Mauerblock aber, seine zahlreichen Höfe mll ihren Vorratshäusern und Fremdenkammern, die weißen Wände, bronzene Türen und drohende Festungszinnen, und dies alles über- ragt von einem Wald von tausend kleineren Türmen— muß«inen überwältigenden Eindruck der Macht und Fülle hervorgerufen haben. Die biblische Legende hat deshalb darin ein Wert menschlicher Ueberhebung gesehen und erzählt, daß der Turm von den Königen Babylons errichtet wurde, um auf seiner Treppe in den Himmel Gottes selbst einzudringen. Göll aber, der vom Himmel herab- schauend die Gefahr mll dem Bauwerk heranwachsen sah, verwirrte die Sprache der Menschen, um die Fortsetzung ihres Werkes zu verhindern. Doch die biblische Erklärung für„Babel"(balal) ist vor- aussichtlich nur ein jüdisches Wortspiel: denn Babel war niemals ein hebräisches Wort. Wahrscheinlich entstand die Sage unter den fremden Kaufleuten, die mit ihren Karawanen bis nach Babylon kamen und ihren Lands- leuten zu Hause überschwenglich die Wunder der fernen Weltstadt schilderten. Denn Babylon war der Markt der alten Welt, auf dem die Völker und Schätze der Erde zusammenströmten, um in vielerlei Zungen miteinander zu reden, in einer sprachlichen Verwirrung, die nicht Gottes Rache, sondern natürlich« Wirklichkeit war. Und auch der Turm selbst wurde nicht geschaffen, um frevelhaft Gottes Woh- nung zu stürmen, sondern, wie dies in dem frommen und noch von tiefer Weltangst erfüllten Wesen der Babylonier lag, zu seiner Ehre und Andacht. Frellich war«s nicht Jawe, sondern Baal, dem sie dienten. Es war das eherntorene Heiligtum des Gottes Belos. das Herodot uns geschildert hat: „In der Mille des Heiligtums erhebt sich ein fester Turm, ein Stadion lang, ein Stadion breit. Auf diesem Turm steht ein zweiter, auf diesem ein dritter und so fort bis zu acht Türmen. Auf die Zinne führt eine Treppe, die um all diese Türme außen herum geht. Ungefähr auf ihrer Mitte ist ein Absatz mit Bänken, auf welche die Hinaussteigenden sich niedersetzen, um auszuruhen. Auf dem letzten Turm aber steht ein großer Tempel und darin ein geräumiges, wohl- vereitetes Bett mll einem vergoldeten Tisch davor. Kein Standbild schmückt diesen obersten Tempel, und nachts bleibt niemand dort außer einem eingeborenen Weibe, das der Gott sich gerade aus- erwählt hat." Hoch über der Stadt, mll ihren lärmenden Gassen, über dem brütenden Dunstkreis der Ebene, den Sternen nahe schwebte das Bett der Liebe. Und Gott selbst stieg herab und ruhte auf dieser Lagerstätte. Stille. Die Welt schläft. Fern über den verwehten Mauern von Etemenonki steht die babylonische Sonne wie ein goldfunkelnder Schild, der seine sengen- den Strahlen auf die Grabhaufen der stummen Stadt herabschickt. Das geblendete Auge sucht die dürre Erde wieder. Ich stehe auf dem flachen Erdhaufen und blicke in die stille Wasserfläche des Brunnens hinab, aus dessen Tiefe sich einst die himmelragende Mauer von Etemenanki erhob. Die Erdwände spiegeln sich in der Flut, gleich den tönernen Füßen, mll denen die tote Stadt noch immer in den geheimnisvollen Sumpfwassern des Euphrat steht. Kein Zelt eines Beduinen leuchtet zwischen den Hügeln. Kein Schrill naht auf dem Wege, und beklemmend fühlt man in der tödlichen Stille seinen Atem oergehen. Plötzlich springt dicht vor meinen Schrillen aus einer Crdrinne ein Schakal auf. Da ist mir, als öffnete der Brunnen zu meinen Füßen seinen finsteren Mund und begänne mll der Stimme des Jeremias zu reden: „Darum sollen Wüstentier« und wilde Hunde darin wohnen und die Stadt soll nimmermehr bewohnt werden und niemand darin hausen für und für. Und ich will herausnehmen allen frohe» Ge- fang, die Stimmen der Mühlen uill» das Licht der Lampen, daß dieses ganze Land wüst und zerstört liegen soll. Und Babel soll zum Steinhaufen werden und zur Wohnung der Schadale, zum Wunder und zum Anpfeifen! I..." Schweigen. Weiße, goldene Trauer. Eine Staubwalke erhebt sich lautlos und legt einen Schleier auf die Farbe der Abenddömme» rung. Leise beginnt zu meinen Füßen ein Frosch in der schläfrigen Stille sein Lied, wie die Stimme der Unendlichkeit, die sich vor sich selber fürchtet._ KuH Rudolf lleubert: ScltTtUC••• Ich wußte von einem Menschen, nur durch seine Schrille. Don seinem Kommen und Gehen, von seinen Gewohnheiten und kleinen Abenteuern. Ich nahm teil an seinem Dasein, das für mich mir „da war" durch feine Schritte. Dieser Mensch: über mir, eine Trepp« höher. Mieter wie ich, Mieter eines möblierten Zimmers. Vielleicht sah ich ihn hin und wieder im Hausflur, ohne zu wissen, daß es der Mensch war, dessen Schritte ich über mir hörte, wenn er morgens ausstand wenn er mittags, abends oder erll nachts heimkam, wenn er nachts hin und her ging unruhig, und ich dachte: Warum? Was fehll ihm? Hat er kein Geld? Hunger? Wartet er auf edien Brief? Ist ihm jemand gestorben? Manchmal nahm ich mir vor, morgen früh die Wirtin zu bitten, sie möge den Herrn ersuchen, seine langen nächtlichen Spaziergänze tm Zimmer einzustellen oder sich einen Teppich anzuschaffen, aber ich vergaß es dann, es erschien mir nicht mehr sc wichttg, ich wurde lllernnter. Morgens um sieben standen die Schritte auf und huschten über die Dielen� sie waren kaum zu hören, nur mein geübtes Lhr ver- nahm den Druck der Füße, die nackt sein mochten oder in leichten Haueschuhen steckten. Dann stampften sie plötzlich ein paarmal schwerer, sie hatten Gewichte bekommen, sie gingen hin und her, wie zum Probieren neuer Schuh«, und dann gingen sie fort, über die Treppen, auf die Sllaße hinaus und verloren sich im Lärm.. Manchmal kamen sie mittags zurück, wenn ich auf dem Sofa lag und las. Dann waren sie müde, und sie gingen nur«in paarmal -hin und her und fielen dann tief und schwer in die Stille. Sie schliefen ein... Oft waren sie den ganzen Tag nicht zu Haus. Oder ich hörte sie nicht, weil die Schreibmaschine in meinem Zimmer lärmte. Oder ich hörte sie nur in unregelmäßigen Intervallen, wenn ich einhielt und nachsann nach einem Wort, einer Form, einem Rahmen für ein Bild, dann störten sie mich wie an Sommerabenden die schwirrenden Mücken. Abends gingen sie meist fort, die Schritte. Federnd gingen sie, als wären sie eben aufgestanden, ausgeruht. Wenn sie dann nach mir heimkamen, waren sie schwer, plump, oft torkelnd. Sie schleppten sich. Sie purzelten ins Bett. Sie kamen aber auch leise an in der Nacht und brachte andere Schrttte mit, noch leisere. Es war, als kicherten diese Schritte in die Dielen über ihr Geheimnis. Sonst aber war System in diesen Schritten, wis Aufstehen, Kommen und Gehen anbetraf. Es waren wohl die Schritts eines kleinen, berufstätigen Mannes mit 200 Mark M-'nllseinkommen und monatlicher Kündigung. Nach einiger Aett jedoch kam Unordnung in diefts System. Sie erhoben sich nicht mehr um sieben Uhr früh, sie schliefen noch um neun, um zehn, dann standen sie widerwillig auf. Sie blieben immer länger zu Haus und abends gitizen sie nur selten fort. Sie waren auch nicht mehr so federnd, ausgeruht, wie sonst noch einem Bad, nach Eau de Cologne und gebügelten Hosen. Iimner mehr konnte ich mich mll diesen Schrillen beschäftigen, da ich krank lag und Zell hatte für solche akustischen Vorgänge nahen, doch unbekannten Daseins. Vieles lernte ich nun aus diesen Schritten erkennen: wenn der Mann über mir auf das Mittagessen verzichten mußte, wenn er em« freudige Botschaft erhatten hotte oder ein Paket, wenn«r allein war, einsam, verbittert, verzweifell... Und es kamen Nächte. da hörten die Schritt« gar nicht auf. Si« stampften stumm« Flüche in die Dielen, si« knirschten über Mietsrechnungen und defekte Schuh- fohlen. Und dann waren sie einmal weg, blieben aus, kamen nicht wieder. Niemand lief oben nachts spazieren. Niemand sprang morgens aus dem Bett. Es war still. Noch immer hängt unten das Schild: Zimmer zu oennieten? Driller Stock rechts. •.J"''' VV>- ; r..f. V Wer möchte nicht, f estlich geschmückt, das junge Ostergrün bewundern? Alle D a rn e o and Kinder finden bei ans die ersehnte frtthlahrskleldnng in tausendlacfaen Formen. 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Aeierlog), ist das Bezirks- sekrelarial bis 13 Uhr geöffnet.— Alle Partcinachrichtcn. die noch zur Veröffentlichung kommen sollen, sind möglichst schriftlich bis spätestens Donnerstag, den 2. April, mittags 13 Uhr, an das Lezirkssekrelarial einzusenden. Der Bezirksvorstand. Beginn aller veranstallongen 1 S Uhr, sofern keine besondere Zeilangabel—(SB.--- Sreisoorstand.) heute. Sonntag. 29. März. IL Ztrei, 1« Uhr verongalten die Schöneberaer Rrbeitersportler in der Turn» balle der Mittelschule RirtberstraKe ein Schauturnen. Di« Parteilienosfinnen und-genassrn ir>erd:!i ersucht, die Beranstaltuna»u unterstiiben. 1Z. Kreis. 17 llbr: ili-Iabr-Erundunaefeicr der Partei im P-rkrelkanrant Süd« r de.— Kapelle Otto 5>«rm1ach.— Aktuelle Kleinku-stbübne.— Kest. ansprach«: Minister a. D. Robert Schmidt.— Erutrittspr.is einschiieblich Tan, 60 Pf.— Errverbslose Genossen frri! 1». Krci». Karten ,ur Iuaendweib« sind vollkoinmen vergrisfeu. Morgen. Montag. 30. März. 2. Krel». Eintrittskarte» ,ni Tilmoeraustaltuna am 21. MSr, mnilen Mo». taa bei den«bteilunaskasslcrcra bestimmt abacrcchnet werde». Krelzoertretersitnina mit de» Beisikcr» uod 1. Bdteilunaslcitern bei Beraer, Iaftow-, Ecke Lcoebowstrase.— Achtu»a. Kreiobillmual Am Moutaa!äori. frfcutta de, Knrkus der Genossin Aabia». 22 llbr, bei Röltel. Putliultr. Id. Dicnatop, 21. Mär,. 22 llbr, Dorsübruua des isilmc, im KlelN-Lnreum, Lcncbouistr.«. Abt-iwno»kaslicr«r roerbe« aebetea, die Karte» sa schnei wie Mödlich mit dem Kreiskassieree Bauer ab,»rechne». 7. Krci».»eeia-ertreterocrsammlnna Im„Türkische» Zelt'. Berliner Str. 22. Stellunanahme ,»m Beiirka»»nb Reichaparteitaa. Rcserent: Kurt Sciuia, M. d. R.— Mandat u»d Mitaliedsbuch ist am Eiaaa»,»ormueiae».— Erireitrrt« Borstaudssitzuna-bcndort«in« Stunde srüber. 17. Krci». KP.-Sibuna an bekannter Stelle. I». Kreis. 19 llbr. Fraktio»»siku»a mit de» Büraerdeputierte» im Ratio»». Zimarer II«. 22. Abt. 12 Uhr, Borstandssikuna. 22 llbr, Tunkt ionär Ii tiuna mit de» Krei». delegierten. 22. Abt. 20 Uhr. bei Bartusch. Trieben skr. 82, Siüung der Beiirkskllbrer und Revisoren.— Abrechnuna.— Die Kassenacschäste der Abteiluna führt ab 21. Mär, der Genosse Walter Danschke, Lebuser Str, S, bis auf weiteres. 42. Abt. Kunktionäriitiunq bei Echrvilkowski, Wranaelstr. 27. 48. Abt. 22 llbr. bei Keller, Türvenstr. I. Tunktionärkonfcren,. 128.»»b 128». Abt. Werbcncranstaltuna aemciniam mit der SRI. Im»raica Saal de« Staks ihorters, Trledrichstr. 6.— Sesam». Musik, isilnu-era». ktalliuig. Eintrittspreis 22 Bs. Dienstag, 31. März. 4. Krei«. Kreisnertreterpersammluna im Sartensaal de» Saalba» Triedrsch». Hain. Siealried Aufkäufer, M. d. R.: Die Anfaabc» de» Rcichsvartcitaa«, in Le!p,il!. b. Krei«. Krei»»«rtret»r»ersa«ml»»a In de» Andreas-Testsüse», Andeea,. straße 21. Bortraa de-«-»olle» Earl Silke, M. d. R.—«teflunanabme «im Reich«,»nd»e,irksparteitag.—»rcisvorsta-d und Abteilunasleiter treffen Nch dartselbst 18Vi Uhr.— Partei-Miigliedsbuch»ab Delegierte». karte mitbringe». 2. Kreis. Achtung, Ordner! 18% Lkr, Reue Welt. 7.»reis. Krei»a»sschuft kür s»,. Bildnnasarbeit. Borftellnng der aktuelle« Klelskunslbübne in«bler, T-stiSle». Berliner Straße 8»!.Am l-»se»de» Band der peif. Karten» 2« Bs. find bei de» TnnitwnSre»»nb an der Kasse zu haben, 9. Kreis. 22 Uhr, Krel-nertreternersamml»»«, Viktoria.Garten, Wikbelm». an« 114. Stellungnahme»um Parteitag. Mitgliedsbuch»nd Mandatskartr legimiert. 17. Abt. TunktionSrsit,uns bei Dose, Rordhafe» 2.___ 18. Krei». 30 llbr, Kreissunktionärstbung bei Nagel, Piskvrlusskr. Tl. 85. Abt. 30 Uhr, Tunklionärfitiung bei Pinoer. Dorrstr. 20. Auch die Be- triebssunktionäre find eingeladen. Regicrungsrat Dr. Muhle:„Wo bleibt der»weit« Mann?" Um 19 Uhr Sihung der Zeitungskommisnon bei Pinger, Dorfstr. 20. 92. Abt. Tunktionürfituna bei Lobann. Wiprerftr. 18/19. 120. Abt. Di« Funktionärsitiung findet erfi 20 llbr. Lokal Schade Satt. Mittwoch. 1. April. 26.«tt. Tunktionklrfibung bei Beinlich. Weißenburger Str. 1. 48. Abt. Bei Teßlofs. RitterNr. 83, Diskusfionsabend der svngeren Gen offen. 52. Abt. Gruppe Siemensstadt. Sruppenversamniluna, Lokal Marsandt, Ronnendamm. Allee 89 Stadtrat Albert Horliß:.Was bringt NN» da, neue«Sefeti Sroß-Berlln?� 161. Abt. Spedition, Borsiandsfißung. Donnerstag, 2. April. 15. Kreis. Lokal»»bat,«ieberschüneweide, Brückeustr. 12, Slßnnq der fiei. tnnqskammisfiouc». ist. Abt. 20 llbr. Tunktionürfißung bei Kader, Berliner Straß« Eckt Prwü- Heinrich �Straße. Krauenveranstaliunaen. i. Krei«. Montag. 80. Mär,,« Uhr, bei Santow, Fleusburger Str. 8. Tuicklionärionenfißung. �. 20. Krei». Dienstag, 81. Mäti 20 Uhr, im Iugendgelm Tegel, Schöneberger Straß« 8. Sunktionärinnen. und Heiserinnenfidung. Sofern keine besondere Zeit angegeben wird, ist der vegina der Veranstaltungen Uhr. Montag. 30. März. 5.»it. Im R-sentholer tz-f, R-lenthal-r Str. 11/12. Heiterer Abend. Bor. tragender Hans Fuhrmann. �..... 8.«b� Bei Rickeri. Sieinmeßstr. 28»..Beethoven als Mensch und Künstler'. Vortrag de» Eenoiscn Dr. Bolfgong Herbert smil SchaUpIotienooriragen). 14. Abt. Im Swinemllnder Geiellschasiehau«, SwinemUnder Str. 42,„Pillker- bund und Völkerverständigung�. Resereniin Luis« Kähler, M. d. R. 15. Akt. Bei Len,, Demminer Str. ll>,.Die En,vklika de, Papste«'. Res». rentin Helene Michaeli».___ 17.«dt. Bei Klinge, Sellcrstr. 14,.Die SnjyNlka des Papstes'. Referentin Mari« Knhneri, M. b. R. 1«. Abt.»ei Eorgaß, Userstr. 12, Heiterer Abend. Bort ragender Genosse Hann, H. Kamm.„» 19. Abt. In der roten Schule, Sotenburger Str. 2 iKonserenzinnmer),»Die En,vllcka de» Papstes'. Resereniin Dr. Frida Alexander. . 20 llbr------ m..WMM gung'. Referrntin Erna Tichouer. � � �. 27. Abt. Bei Reetz, Sonncnburger Str. 1,.Kirche und z 218'. Referenli» Matbiide Burm, M. d. R. 41. Abi. Bei Erdmann, Belle-Avian-e-Str. 74»,.Die letzten politischen Er. eignisse'. Referent Dr. Hans Cohn...... 44. Abt. Bei Ewald, Slalitzer Sir. 12«,„Die ErwerbstSiigkeit der prrheirateten Frau'. Resereniin Gertrud Hanna. M. d. L. � 69. bi, 72. Abt. Bei Kulka, Laucnburger Sir. 21, Lahroang 1902— die Poll. tisch« Mission der Jugend'. R-screni Dr. Kurt Löwenftein. M. d. R. 78. Abt. 20 Uhr dei öoäui«schür,. RUthienstr. 9,.Erziehung|um Sozialismus'. Resereniin Genossin Bär..... 79». Abt. 22 Uhr Im Ledigenheim Lindenhof, Frauenseierstunde.,._, 82. Abt. 20 Uhr bei Täiellhale, Ahornstr. 15»,.Proletarisch« Festkultur'. Res«. rentin Moria Krisch«. 89. Abt. Bei Gronrmeck. Sanderstr. 10,„Unser Kampf gegen den 5 Slfr. Referrntin Dr. Böte Frankenthal.._ «2. Abt. 20 Uhr bei Schmidt, Kaiser-Friedrich. Ecke Elbestraße, BorMhrung de» Film».Bollssürsorge und ihr- Bedeutung'._., tl. Abt. Bei Kutzll. Leine. Ecke Hermannstraß«,»Die Enzisklika de» Papste». Resereniin Minna Todenhagen. 68. Abt. ZV vir tn der Schule Marfendorser Weg 5,.Die Fva» im Dritte« Reich'. Rescrentin Genossin Thorhorst. 66. Abt. Im Ibeal-Bersommlungsteller, Hannemannstr. 40/tz Uhr Treffpunkt Kochbahnhof Danzigee Stra«.— Gruppe Freiheit: Di« Gruvpenoeranstaltunaen falle» vor Ostern aus. Wiederbeginn Donnerstag. 9. Avril.— Dienstag gusammenkunft der Ostersahrtteilnehwer.— Freitag. 7 Uhr, Faskenecke zur Ostersahrt. Dienstag l M. mitbringen. Krei, Charlottcnbnrg. Montag wegen der Krcisvcrtrctervcrsammlung keine Eliernversawmlung. Rote Fallen und Iunafalken beieiligen sich Montag am Eingckreis für die gehn.Iahres.Feier. Treffe» um 16 Uhr am Wilhewiplatz. 30 Pf. Fabraeld. Krei» Schcncberg. Alle Rot. und Iungfalken. die mit auf vsterfahrt gehen, melden sich spätestens Montagabend bei Grete Peierson, Feurigstr. 66. f Sterbetafel der Groß- Berliner Partei- Organisation 66». gahlmoegen. Ullsicin-Beirieb. Am 26. März ist unser lieber Genosse Paul Bertram, Neukölln, Weserstr. 2, gestorben. Einäscherung Dienstag, 14 Uhr, Baumfchulenweg. 41. Abt. Unser langjähriger Genosse und Funktionär Willi Ritzenhain ist plötzlich»erstorben. Ehre seinem Andenken. Einäscherung Diensiag, 31. März, 191, Uhr, im Krematorium Baumfchulenweg. Rege Beteiligung wird erwartet. 99». Abt. Am 25. März oerstarb unser Genosse Erich Karl, Liningstr. 12. Echre seinrm Andenken. Einäscherung Montag, 80. März, ISlt Uhr, km Krema, wrium Baumschulenweg. Wir bitten um rege Beteiligung. 139. Abt. Am Dien-tag, dem 24. März, oersiarb unser Genosse Willi Klemm. Eh« seinem Andenken. Einäscherung Dienstag, den 3l. März, 18)6 Uhr, im Krematorium Gerichtftraße. Wir bitten um rege Beteiligung. Vorträge, Vereine und Versammlungen. # Reichsbanner„Schwarz-Rol-Gold". Gefchäftsstellr: Berlin S 14. Sedaftianstr 37—38 Hol 2. Tr. Friedrichshai»(Iungbanner): Montag, S0. März. Jugendheim Frankfurter Me« 307. Für Lagow-Fahrer Mitteilung und Melde» schluß.— Dienstag, 31. März. Mitte, 4. Kameradschaft: 20 Uhr Mitglieder- Versammlung im Klubbaus„Bclvedere', Alexandcrstr. 31. Krenzbera(Orts. verein): Unser Kamerad Wilhelm Ritzenhain ist am 26. Mär, verfwrben. Einäscherung um 19)tz Uhr im Krematorium Baumschulenweg. Rege Beteili» gung wird erwartet.— 20 Uhr»rwcilcrie Borstandssitzung bei Seehat. Willi- bald- Äser is- mil r.J.nd. 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