BERLIN Dienstag 31.«5 1931 10 Pf. Nr. 152 B 76 4». HHrg�ans erscheinttislichasßerSvsittag«. Zugleich Abendausgabe de«.Vorwärts'. Beiugspreis beide Ausgaben 8S Pf. pro Woche. s,<50M. wo Monat. Redaktion und Expedition: Berlin SWfW.LindenHr.Z Fernsprecher: Dönhoff 292— 2S? n\joiWwd6 Anttiseaprei«: Die eiaspaltige?ionparetllqetle So Pf.. Reklameleile» M. Lnnäßigun en nach Tarif. Postscheckkonto: Vvrwärrs-Verlag S.m. b.H» Berlin Nr.»7 686.- Der Verla« behält(ich da« Recht der Ablehnung nicht genehmer Anzeigen vor! Curtius antwortet Aufbau Europas von unten— Oer Weg der Zollunionen Ztt der henklgeu Sitzung des Reichsrate» hielt Relchsminifler des Zluswärtigcn Dr. Curklus die angekündigte Red« über die deulsch-Sslerreichischen Zollvereinbarungen. Der Minister führte v. a. aus: Die internationale Diskussion des deutsch-österreichifchen Der» träges zu Ungleichung der zoll- und handelspolitischen Verhältnisse der beiden Länder ist an einem gewissen Zlbschnitt angelangt, Ins- besondere, seitdem feststeht, dah sich der Dölterbundsral demnächst mit der An. gelegenhell befassen wird. Ich seh« mein« Aufgab« darin, einmal die wirtschaftliche Be. deutung des Vertragswerks klar herauszustellen und seine Einfügung in die Pläne einer besseren Organisation der europäischen Gesamt- Wirtschaft zu betoneii, sodann die hier und da aufgetauchten Zweifel an der Einhaltung der Verträge und an der Loyalität unseres Vor» gehens zu zerstreuen. Polemik liegt mir fern, soviel Anlaß dazu gegeben wäre. Mein Weg soll ruhige Aufklärung sein. Ich verfolge das Ziel, fachliche und gerechr« Veurteilung des Planes zu erleichtern und die zum tCTft erreg!«»rn• SB�tnung KU entfpannen. Herr Vriand hat in seiner Red« vor dem französischen Genar die Gefahren erkannt, die die Bolkswirtschaften der Länder Mittel- und Osteuropas bedrohen. Wirtschaftssorgen sind es. die die öfter- rsichische und deutsche Regierung zusammengeführt haben. Wirt» schaftsnot ist es, die uns zu unserem Vorgehen treibt. Deutsch- land mit einer Arbeitslosigkeit von fünf Millionen Arbeitswilligen, mit drückenden politischen Berpstichtungen, mit gänzlich unzureichen» der Kapitaldecke bei tiefer Notlage seiner Landwirtschaft, ist von schweren wirtschaftlichen und sozialen Gefahren bedroht. Rebe» der Sanierung und Hebung des Binnenmarktes stehe« wir unter dem Zwang der Markterwelterung. der Ausweitung unseres Außenhandels. Oesterreich, das aus einer großen Wirtschaftseinheit herausgerissen ist, das eine zu schmale Grundlage für seinen Wirtschaftsapparat besitzt und dessen Bevölkerung seit einem Jahrzehnt unter ihrem Kulturniveau lebt, muß die gleichen Ziele verfolgen. Alle unsere Bestrebungen der jüngsten Zeit sind von solchen Wirtschastsgesetzen diktiert. Wir erwarten beide, durch Angleichung unserer zoll- und handelspolitischen Verhältnisse, durch freien Wirtschaftsverkehr beide Volkswirtschaften zu beleben, zu heben und zu er- w e i t e r n. Unser Borgehen bewegt sich in den Bahnen der gesamteuropäischen Kooperation. Wir haben die Pläne, durch weitestgehend« Zusammenarbeit die europäisch« Ordnung zu verbesiern. die gesamteuropäische Wirtschast zu organisieren, leb» hast begrüßt. Die werdende Solidarität der europäischen Wirtschaft ist gleich im Beginn der gemeinsamen Arbeiten schweren Rückschlägen aus- gesetzt worden. Wir haben uns in Genf offen darüber ausge- Iprochen. Der Wille, trotzdem im gesamteuropäischen Gremium am Ausgleich der Spannungen, an der Erleichterung des Wirtschofts- lebens, an der Hebung des Wohlstandes zu arbeiten, bleibt bestehen. Aber zu der Beeinflussimg der europäischen Wirtschaft durch Gesamt- plan« und Richtlinien sowie Anstrengungen, die von der Zusammen- arbeit aller, gewissermaßen von oben, ausgehen, muß ein Aufbau von nuten her. eine Zusammenfassung von Teil- klSflen treten. Erst aus dem Zusammenwirken dieser beiden Tendenzen kann wirklicher Fortschritt entspringen. Es ist in den internationalen Distuyionen der letzten Jahre oft dargelegt und anerkannt worden, daß die Wirtschaftsnot Europas in erster Linie auf seine Zerstückelung zurückzuführen ist. Sie hat das Bestreben auch der kleinsten Wirtschaftsgebiete nach land- wirtschaftlicher und industrieller Autarkie, sie hat überprotektio- nistische Zölle und damit verbundene Hemmnisse für den Handel zur Folg« gehabt. Was not tut. ist die Vereinigung zu größeren Wirt- schastsgebieten. die Niederlegung von Zollmauorn zwischen bisher gctremucn Wirtjchaslcn, die Schaffung größerer und widerstandsfähigerer Binnenmärkte. Das Ziel ist nicht der Abschluß solcher größeren Vinnenmärtte nach außen. Ich bin vielmehr überzeugt, daß die Tendenz nach Erweiterung u�cd freierem Wirtschaftsverkehr über sie hinaus naturgesetzlich ist. Die Nee regionaler Verständigungen und Jusammenschlüfle tritt immer mehr in den Vordergrund. Der österreichische Vunde»- kanzler Dr. S ch o b e r hat auf der Völkerbundsversammlung im September 1SS0 den Weg regionaler Verständigung, zunächst de« Wirth gegen Stützet Die bayerische Regierung und die Notverordnung Zwischen der heute morgen veröffentlichen bayerischen Regierungserklärung und der Darstellung des Reichs- innen min Isters Dr. Wirth über die Unterrichwng der bayerischen Staatsregierung von der damals bevorstehenden Not- Verordnung zum Schutze der öffentlichen Ordnung besteht ein Wider- spruch. Dazu erfahren wir aus dem Reichsinnenministerium: Bei Gelegenheit der Konferenz Dr. W i r t h s mit den Innenministern der größeren deutschen Länder ist der Bert reter Bayerns über die Absicht, ein« solche Notverordnung zu Llnglück über Llnglück! »Und das soll künftig verboten sein?!" erlassen, und über ihren Inhalt unterrichtet worden. Gewiss« Wünsche Bayerns sind bei der Ausarbeitung der Verordnung auch berücksichtigt worden, öie von Bayern gewünschte Darlegung des Verordnungstextes vor dem Erlaß der Verordnung konnte aber nicht erfolgen, weil das nach der Meinung der Reichsregierung ein Eingriff in die Rechte des Reichspräsidenten gewesen wäre. Fort mit Hmdenburg! Oie.nationale Opposifton" will ihn loswerden. Der„Deutsche Schnelldienst", mit dem der Huzenberg-Konzeru die Prornnzpresse versorgt, weint laut über die scharfe Zurück- Weisung, die Reichspräsident und Reichsregierung der sogenannten „nationalen Opposition" erteilt haben. Er revanchiert sich mir Nadelstichen gegen den Reichspräsidenten: „Der bitter- Kelch muß bis zur Neige geleert wsrden- Hindsnburg verschlleßt sich uns und er ist für uns nicht mehr zu sprechen. Er bleibt für uns immer die verehrunaswürdig« Gestalt de« Heerführers im Wellkriege. Aber als Reichs- Präsident, als politischer Führer m der Nachkriegszeit ist er uns. seinen Wählern, unerreichbar fern gerückt. Wir können nur auf eins noch hassen. In: Frühjahr ist die Amtszeit des Reichspräsidenten abgelaujen und dann muß eine Neu- wähl erfolgen. Man hört davon, dah zwischen Zentrum und Sozialdemokratie und Gruppen der Mitte bereits mehr ober minder bindende Winachungen vorliegen, die Reichspräsidenten« wohl zu verschieben oder hindenbura zu veranlassen, sich er« neut zur Wahl zu stellen. Wie seinerzeit dem Drängen seiner freunde, vor allem des Großadmirals Tinritz, so widerstrebt hindenburg auch diesmal dein Drängen anderer, neuer Freunde, auf«ine neue Kandidatur, hier hoffen wir, daß der Feldmarschall des Krieges wenigstens fest bleibt." Man spürt das Gift im Stachel! Sie wollen hindenburg los sein— je eher um so lieber. Wenn es möglich wäre, gegen ihn einen Mißtrauensantrag«inzubringen, so würden sie für«inen kommunistischen oder nationalsoziaiistischen Mißtrauensantrag gegen hindenburg stimmen. Siaaksgerichtshof, hilf' Hitler wD beim Staatsgerichtshof auf Aufhebung der Rot- Verordnung klagen, um, wie er mittellen läßt, ihre„rechlliche lln« Haltbarkeit und Unzulässigkeit" festzustellen. Seine juristischen Berater mögen sich ihre Studiengelder zurückzahlen lassen! Noch gibt«s keinen Berfasiungsgrundsatz: Hitler-Recht bricht Reichsrecht. Zusamemnschluh zwischen solchen europäischen Staaten propagiert, zwischen denen die Verschiedenheit der Loraussetzungen geringer ist al» zwischen der Gesamtheit der europäischen Staaten. Der Gedanke regionaler Wirtschaftsoereinbarungen beherrschte die Zusammenkünfte der südofleuropälscheu Agrarstaaten. Er führte zu grundsätzlichem Einverständnis über gemeinschaftliches Vorgehen zwischen den skandinavischen Staaten, Holland und Belgien. Ihm entspringt der Plan einer Zollunion zwischen Ingo- s la w i e n und Rumänien, wie aus ihm heraus schon vor Iahren Estland und Lettland eine Zollunion erwogen haben. In seiner Linie liegen die Vorarbeiten wirtschaftspolitischer Organi- sationen, die im vorigen Herbst auf einem Kongreß in Lüttich eine iranzösisch-belgische Zollunion angeregt haben. Alle diese Bestrebungen und Pläne sind organisch gewachsen. Sie erfordern gegenseitige Rücksichtnahme und Einfügung in die gesamteuropäische Solidarität und Gemeinschaftsarbeit. Die deutsche und östcr- reichische Regierung sind sich bewußt, mit ihrem Plan in der gleichen Richtung vorwärts zu streben. Ihre Erklärung der VereUschast zu verhaudlungeu mit anderen Ländern über elue gleichartige Regelung eulspringl der Ueber- zeuguug. damit den europäischen Wirtschaflsgefetze« zu folgen. Ihre Pläne sind weniger exklusiv als die des tschechoslowakische» Außenministers, der unser Angebot im voraus ablehnte und«ine Zollunion der kleinen Entente mir Einbeziehung Oesterreichs unter ausdrücklichem Ausschluß Deutschlands anstrebt. Der rein wirtschaftliche Charakter des deutsch-österreichischen Plane», der aus dieser Gesamtsituation hervortritt, steht nicht im Widerspruch zu völkerrechllichen Berpslichtungen und Bindungen. Wir haben gehört, daß Frankreich den Abschluß des in Aussicht genommenen deutsch-österreichischen Vertrags als rechtswidrig an- sehe, weil er mit den internationalen Verträgen, insbesondere mit den Abmachungen im Widerspruch stehe, die England, Frankreich, Italien und die Tschechoslowakei im Jahre 1922 mit Oesterreich aus Anlaß der ihm gewährten Anleihe getroffen haben. Zu der Tragweite dieser Abmachungen Stellung zu nehmen, ist in erster Linie Sache Oe st erreich». Aber«» versteht sich von selbst, daß wir wich unsererseits diesen Pakt nicht unberücksichtigt lassen konnten und ihn gemeinsam mit der österreichischen Regierung auf das gewlsienhofteste geprüft haben. Wir waren uns beide vom ersten Augenblick der Besprechungen an darüber klar, daß auch der bloße Anschein einer Verletzung der Unabhäaginkeit Oesterreich» unter allen Umständen vermieden werden müsie. Gerade das ist für den ganzen Aufbau des Paktes, wie er in den vereinbarten Richtlinien skizziert worden ist. maßgebend wcsen. Gerade da, hat dazu geführt, ein Vertragsverhältni« ins Aug« zu fassen, in das beide Staaten als völlig gleichberech- tigte Partner eintreten, das keinerlei staatsrechtlich« Berschinel- Nazi-Muita Wie die SA.-Nowdys eine Das ungemein rohe verbrechen der nalionalsozia- listischen SA.-Leute in der Hebbel st ruhe in der Nacht zum 29. Januar ist noch iu frischer Erinnerung. Damals wurde der Arbeiter vlax Schirmer von den Nazistrolcheu der- maßen zugerichtet, daß er bald daraus starb. Vor dem Landgericht III haben sich nunmehr wegen gemein- schaftlicher gefährlicher Körperverletzung mit tödlichem Ausgang zu verantworten der Kraftwagenführer Paul Markowski, der Arbeiter Martin Froschhauer, der Zimmerpolier Fritz Dom- n i n g, der Autoschlosser Konrad D o m n i n g. der Schlächter Paul Foyer und der Konditor Kurt Becker. Außer Konrad Domning befinden sich sämtliche Angellagten in Untersuchungshaft. Markowsft Froschhauer, Domning und Becker sind vorbestraft. Becker und Domning sind 18 Jahre alt, die anderen stehen im Alter von 24 bis 31 Jahren. In der Nacht zum 29. Ianitar gegen 2 Uhr befanden sich fünf Arbeiter, nämlich Erich Friedrich, der Bauschlosier Georg Goegge, der Bauarbeiter Willi Leber, der Arbeiter Max Schirmer und ein fünfter nicht ermittelter Arbeiter auf dem Heimwege. Friedrich. Leber und Schirmer sind Kommunisten. Bor dem Lokal Reisiq in der hebbelstr. 29 kam Schirmer plötzlich der Wunsch noch ein Glas Bier zu trinken. Alle fünf betraten das Lokal Reisig. Anscheinend wußten sie nicht, daß e, ein Stammlokal der Nationalsozialisten ist. Friedrich, Schirmer und Leber setzten sich an den Tisch neben der Tür, Goegge und der fünfte Arbeiter bestellten an der Theke fünf Glas Bier. Andere Gäste befanden sich nicht im Vorraum. Eben waren die fünf im Begriff, ihr Bier zu trinken, als sich die Tür zum Hinteren Raum öffnete und etwa fünf Leute auf die am Tisch sitzenden Leber, Friedrich und Schirmer zukamen. Einer von diesen fünf, der Zimmerpolier Fritz Domning, fragte sie: Was wollt ihr in dem Lokal? Wohl spionieren? Der jetzt flüchtige Klemt, ein früherer Mitschüler von Friedrich, schrie Friedrich zu: Was willst du hier, du freches Schwein? Im nächsten Augenblick schlugen die beiden und die anderen SA.-Leute auf die drei ruhig am Tisch Sitzenden ein. Von den Lärm herbeigelockt eilten aus dem Hinterraum auch die übrigen SA.-Leute herbei und fielen über die„Eindringlinge� her. Der Angeklagte Froschhauer holte aus der Küche ein« Hundepeitsche, die übrigen bedienten sich ihrer Fäuste und Koppel. Eine Flucht war unmöglich, Fritz Domning verstellte die Tür. Als Friedrich, Leber und Schirmer endlich die Tür doch erreicht hatten, war sie ver- schlössen. Es gelang ihnen, das Glas einzudrücken und sie ge- langten unter den brutalen Schlägen der SA.-Leute ins Freie. Schirmer erhielt dabei drei Messerstiche in den Rücken. Ein Schupomann, der in der Nähe seinen Posten hatte, nahm sich des Verwundeten an und fetzte ihn in das Auto des Angeklagten Markowski. Als er sich ins Lokal begab, um von hier aus das Heber- fallkommando anzurufen, vor Gericht x KpO.-Arbeiier erdolchten liefen die StL-Leule auf die Straße, rissen die Ivagenkür auf und schlugen anfs neue auf den Schwerverletzten ein. Mtt knapper Not gelang es ihm, auf der anderen Seit« des Wagens herauszukommen. Erst die Rücklehr des Beamten rettete ihn vor wetteren Schlägen. Zwei Tage später erlag«r fernen Verletzungen. Als erster hat der Angeklagte M a r k o w s k i Rede und Antwort zu stehen. Er wird beschuldigt, Schirmer den tödlichen Stich beigebracht zu haben. Er bestreitet das und sagt: „Ich bin mehr für geistige Auseinandersetzung- und hakte an jenem Abend überhaupt nur ein Nlaniküremesserchev bei mir. Markowski hatte, wie auch sonst allabendlich den Redakteur des „Angriff-, Tiefer, in seinem Wagen in das Lokal zum Abend- essen gebracht. Man hatte einen Stiesel Bier herumgehen lassen. Dann verbrettete sich Plötzlich das Gerücht, die Kommunisten hätten an diesem Abend etwas gegen das Lokal im Schilde. Er fuhr mir einem anderen Kameraden in das kommunistische Stammlokal in der Nehringstraße, stieg für fünf Minuten aus, um die Gegner auszu- horchen und kehrte dann in das Lokal Reisig zurück. Wieder wurde tüchtig getrunken. Plötzlich hieß es, die Kommunisten seien da. Als er sich nach vorn« begab, war bereits die Schlägerei im Gange. Er sagte sich es sind genug Kameraden zugegen, ich brauche nicht mu- zuschlagen. Als die Kommunisten herausgedrängt wurden und er dabei half, war schon ein Schupowachtm erster da, der ihm, da er den Chaufteurmantel anhatte, befahl, den gestochenen Schirmer ins Auto zu setzen. Daß aus den Verletzten im Wagen noch einge- schlagen worden sei, habe er nicht gesehen. Wer gestochen hat, wisie er nicht. ver Angeklagte Froschhauer will sich den kommunistischen Eindringlingen gegenüber ganz besonders höflich benommen haben. Er hat sie„gebeten, das Lokal zu verlassen-, damit Streitigkeiten vermieden werden und da er der Ansicht war, daß der Wirt da: Hausrecht auf dem Sturmführer übertragen habe, so habe er den Arbeiter Leber friedlich„an die Hand genommen-, um ihn aus dem Lokal hinauszusühren. Da Hab« er aber schon seine Schläge weg-i gehabt und sei zu Boden gefallen. Der Angeklagte Domning war gerade im Begriff, nach Hauie zu gehen, als die Schlägerei entstand. Er ist grundsätzlich gegen Schlägerei und hott in der Regel in ähnlichen Fällen die Schupo. Diesmal entwickelle sich alles mit einer derartigen Geschwindigkeit, daß er dazu überhaupt nicht kam. Zwar hatte er ein Taschen- Messer bei sich geführt, er hätte jedoch unter keinen Umständen davon Gebrauch gemacht. Er kann auch nicht sagen, wer geschlagen hat. Nur einen Schläger kann er nennen, den flüchtigen Klem:. Der Staatsanwalt stellt fest, daß Domning sich wegen versuchten Totschlags in Untersuchungshaft befinde und daß er in einem iihn- kichen Fall« nach gelungener Tat die Waffe, d. h. das Mesier, in der Küche abgelegt hat. Auch die übrigen Angeklagten behaupten, nicht sagen zu können. wer dem Arbeiter Schirmer die tödlichen Stiche beigebracht ha!. zung,. keinerlei staatsrechtliche Organe«nchält, das die Völkerrecht» liche Handlungsfähigkeit unberührt läßt, und das endlich unter Kündigungsbedingungen steht, wie sie für jeden gewöhnlichen Handelsvertrag passen würden. Gewiß, der Plan geht auf eine Jollunipn, Freiheit des Warenverkehrs nach innen, Identität der Zoll- und Handelspolitik nach außen, aber auf eine Zollunion sui gentris, angepaßt der besonderen Lage Oesterreichs. Es ist ange- sichts dieser Struktur der Vereinbarungen schwer zu verstehen, in- wiefern durch sie die Unabhängigkeit Oesterreichs angetastet werden könnte.' Ulan behauptet zwar die Verlragswidrigkeit des plane», hat aber bisher»och niemals versucht, sie zu begründen. Wir haben noch kein Wort darüber gehört, worin denn eigentlich die Unzulässigkeit unseres Borgehens bestehen soll, das heißt, welche konkreten Punkte der deutsch-österreichifchen Richtlinien eine Verletzung des Genfer Protokolls in sich schließen sollen. Wenn Luxemburgs Zollunion mit Belgien, die doch eine un» gleich stärkere Bindung des kleinen Landes mit sich bringt, keine Schmälerung seiner Souveränität und Unabhängigkeit zur Folge hat, so kann dies unmöglich bei der deutsch-österreichifchen Zollunion der Fall sein, deren innerer Aufbau die politische admini- strative und wirtschaftliche Selbständigkeit beider Länder gleicher- maßen gewährleistet. Zieht man das in Betracht und berücksichtigt man daneben, wie sorgfältig wir ayf die Achtung der nun einmal auf Oesterreich lastenden besonderen Bindungen Bedacht genommen haben, so kann man sich kaum der Befürchtung erwehren, ols ob hier nicht mit dem gleichen Maße gemessen würde, als ob die Konstruktion der Vertragsverletzung auf einer Auslegung der Verträge nnd des Genfer Protokolls beruhten, die nicht mehr auf die Wahrung der. Unabhängigkeit Oesterreichs, sondern im Gegenteil auf seine Herabwürdigung zu einem Staatswesen zweiler Klasse hinaus- läuft. Es geht überhaupt nicht, die Basis der Gleichberechtigung zu ver- schieben/ ähnOie ein konstruktiver Ausbau Cttropas undenkbar ist. Ich will aber eine solche Perspektive nicht wetter verfolgen. Ich will auf eine ungerechte Krttik nicht mit Gegenvorwürfen antworten: mir liegt allein daran, für die Rechtmäßigkeit und Loyalität unseres Vorgehens auch dort Verständnis zu erwecken, wo unsere Absichten bisher verkannt woroen sind. Sie wissen, daß die englische Regierung, ohne damit sachlich gegen den Plan Stellung zu nehmen, mit dem Vorschlag an uns herangetreten ist, vor weiterer Entschließung die rechtliche Seite der Frage im Völkerbundsrat zur Erörterung zu bringen. Ebenso bekannt ist Ihnen die Antwort, die der Reichskanzler dem englischen Botschafter gab. Ich habe die gleiche Haltung wie der Reichskanzler eingenommen, als der englische Botschafter mich am nächsten Tage aus Anlaß einer Rückfrage aussuchte. Es ist klar, daß wir unserer- seits eine Erörterung der Rechtsfrag« nicht für erforderlich erklären können, da der ganze Plan auf unserer und Oestereichs Ueberzeugung beruht, daß er sich völlig t m Rahmen der inter- nationalen Verträge hält. Es versteht sich aber von selbst, daß wir uns einer solchen Behandlung der Sache im völkerbundsral seitens der Signatarmächle des Genfer Protokolls von 1922 nicht entziehen. Wir brauchen sie ja in keiner Weise zu scheuen. Unser politischer Einwand bezog sich darauf, daß im VAkerbundsrat etwa unser« rein wirtschaftliche Vereinbarung, wie einige Stimmen dies forderten, als eine Gefährdung des Friedens zur/ Diskiisston gepelftf würde. Eine solche Uitterstellung würde jeder takfächlichen Begrün- dung entbehren, eine solche Argumentation wäre u n zulässig. Herr-Henderson hat angekündigt, daß er beantragen werde, die Ange- legenheit auf die Tagesordnung der nächsten Ratstagung im Mal zu setzen. Wir können nichts dagegen einwenden und rechnen überdies damit, daß schon vorher in dem paneuropäischen Studienkomitee«ine Aussprache über die ganze Frage statt- finden wird. Ich hoffe, daß beide Aussprachen die Mißverständnisse beseitigen werden, die in der Debatte der letzten Tage aufgetreten sind. Ich komme zu dem zweiten Hauptpunkt der gegen unser Vor- gehen geübten Kritik, nämlich der Beanstandung unserer diplo- matischen Schritte. Ueber diplomatische Mechoden läßt sich strecken, Mit der materiellen Beurteilung der Sache selbst hat unser Vorgehen wenig oder gar nichts zu tun. Aber ich will darauf eingehen. Die Bedeutung der Formen des diplomatischen Verkehrs ist nicht gering. Ich fühle auch persönlich das Bedürfnis, daß die A u ß e n m i n i st e r, insbesondere in einer Zeit der Spannungen, Gärungen, Krisen, wie der heutigen, sich gegenseitig ihr außenpolitisches Geschäft möglichst erleichtern. Aus dieser Einstellung heraus habe ich die beteiligten Außenminister stets rechtzeitig, offen und weitestgehend unterrichtet. Ich habe mir auch im vorliegenden Fall nichts vorzuwerfen. Wir haben in dem- selben Augenblick, wo sich die deutsche und die österreichische Re- gierung über Tragweite und Charakter ihres Planes klar geworden waren, unsere Missionen angewiesen, die fremden Regierungen zu v e r st ä n d i g e n. Es ist nicht nur eine Verkennung der von mir vorhin geschilderten Entwicklung der ganzen Verhandlungen, sondern eine Verkennung des Wesens der Sache selbst, wenn man noch frühere diplomatische Schritte dieser oder jener Art fordert. Daß wirtschaftliche Fragen zwischen Oesterreich und uns verhandelt wurden, daß bei diesen Verhandlungen die Möglichkeiten einer wirt- schafiNchen Annäherung beider Länder erörtert wurden, war der Welt kein Geheimnis. Das war auch in allen Verlautbarungen, die sich schon vor meiner Abreise mit meinem Wiener Besuche be- schäftigten, zum Ausdruck gekommen. Was hätte man in diesem Stadium den anderen Mächten sagen können? Daß die Möglich- ketten eines wirtschaftlichen Zusammenschlusses geprüft würden? Tragweite und Sinn eines solchen ZusanimiMschlusses hingen doch ganz davon ab, in welcher Weise, mit welchen Mitteln und zu welchem Zwecke er durchgeführt werden sollte. Die Gespräche darüber haben sich in der Tat aber erst bei meinem Wiener Besuch konkretesiert und sind zum wirklichen Abschluß erst in den späteren beiderseitigen Kabinetteberatungen gekommen. Erst ani Donnerstag, dem 19. März, war die übereinstimmende Auffassung des Berliner nnd des Wiener Kabinetts gesichert, und schon am übernächsten Tage find die Demarchen der deulschen und österreichischen Missionschefs in London, Paris und Rom erfolgt. Solange sich Deutschland und Oeslerreich selbst noch nicht dar- über klar und einig waren, was sie wollten, war eine ver- ständigung anderer Regierungen naturgemäß gar nicht möglich. Wir haben aber die Bekanntgabe schon unserer vorläufigen Ver- «inbarung, schon der Aufstellung bloßer Richtlinien für richtig- gehalten, um die anderen Regierungen und die Oeffentlichkeit nicht gleich vor die vollendete Tatsache der Zollunion zu stellen. Man kann vom internationalen Standpunkt nicht loyaler handeln, als wenn man vor dem Abschluß eines Vertrages die Absichten und Grundgodanken dieses Vertrages vor aller Welt sozu- sogen aus den Tisch des Hauses legt. Wir wären froh, wenn man uns immer mtt gleicher Loyalität und Offenheit behandette. Man sollte übrigens Deutschland und Oesterreich doch nicht für so unklug hatten, als ob sie es darauf hätten ankommen lassen wollen, durch ein zuerst geheimes und dann sensationelles Manöver eine ganze Welt gegen sich in die Schranken zu fordern. Dazu wissen Deutschland und Oesterreich zu genauz wie stark ihre eigenen Inter- essen mit denen der anderen Länder verflochten sind: dazu wissen sie zu genau, daß sie nicht weniger als irgendein anderer Staat auf vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den anderen Ländern angewiesen sind. Wir konnten nicht daran denken und haben nicht daran gedacht, die Welt mtt einem polttischen Schach- zug zu überraschen, der geeignet wäre, die allgemeinen europäischen Bestrebungen zu stören und zu verwirren. Ich glaube deshalb. daß man der Sache in keiner Weise gerecht wird, wenn man sie mtt einer gewissen Geflissentlichkeit als einen„Zwischenfall- be- zeichnet. Was wir wirklich gewollt haben, habe ich beretts vorhin gesagt und wiederhole es noch einmal in voller Uebereinstimmung mit dem. was der Reichskanzler darüber schon öffentlich erklärt hat: Wir wallen im Rahmen der geltenden Verträge mit möglichster Beschleunigung unseren beiden in schwerer Rot befindlichen Ländern die Vorteile verschassen, die sich aus der Erweiterung des Wirtschaftsgebiets ergeben. Wir wollen zugleich den Bemühungen um eine Neuorganisierung der europäischen Wirtschaft einen neuen Impuls geben. Es ist mir eine Genugtuung, feststellen zu können, daß diese unser« Ziele in der Welt weitgehendes Verständnis gefunden haben. Wenn trotz- dem der deutsch-österreichische Plan Erregung verursacht hat, so geben die wirklichen Absichten Deutschlands und Oesterreichs dazu keinen Anlaß. Ihr« Vcrkenmmg läßt sich nur dadurch erklären, daß man die ganze Angelegenheit ohne Grund vom wirtschaftlichen auf das politische Terrain verschoben und mit politischen Zielen in Zusammenhang gebracht hat, mit denen sie nichts zu tun hat. Daß das deutsch-österreichische Vorgehen wirt- schaftliche Fragen dieser oder jener Art aufwirft, läßt sich verstehen. Nicht verständlich erscheint es mir aber, dabei von einer Störung des guten Einvernehmens unter den Nationen oder wohl gyr von einer Gefährdung des Friedens zu sprechen. Ich kann deshalb auch nicht zugeben, daß. der deutsch-österreichische Plan zu einem Hemmnis für die Abrüstungskonferenz des nächsten Jahres werden könnte. Kein Land in der Welt ist an dem Frieden Europas und seinem gemeinsamen Wiederaufbau mehr interessiert, als Deutsch- land und Oesterreich es sind: dessen sind wir uns stets bewußt. Kein Land kann auch mehr als sie den Wunsch haben, die Zusammenarbeit gefördert und schließlich von Erfolg gekrönt zu sehen. Wird der deutsch-österreichische Plan so verstanden und gewürdigt, wie er von den beiden Partnern gedacht ist, so wird sich, wie ich bestimmt hoffe, die Erkenntnis durchsetzen, daß er sich in die allgemeinen europäischen Bestrebungen einordnet. Defizit in England. Das neue englische Budget wird am 27. April im Unterhaus vom Schatzkanzler eingebracht werden. In parlamentarischen Kreisen verlautet, daß Snowden den Fehlbetrag des abgelaufenen Finanzjahres auf etwa 29 bis 2S Millionen Pfund schätzt, den er durch neue Steuererhöhungen für Tabak, Bier und Motorbetriebsstosf« abzudecken beabsichtigt. Görliher hakenkrcnzbuben übten bei Friedland sNordböhmen) ihr«.Geländespiele-. Man schickte sie über die Grenze zurück, aber drei wurden ins Kreisgericht Reichenberg gebracht. il60 000 Mark veruntreut. llaterfchlagungen bei einer Dersicherungsgesellfchast. Umfangreichen Unlerschlagnngen. deren Höhe man ,vr Zell ans etwa 160 000 Mark schätzt, ist man heule bei der ventschen Allgemeinen Versicherungsgesellschaft. Tanbenstraße 4—6. aus die Spur gekommen. Die Unterschlagungen rühren aus jähre- langen raffinierten Fälschungen eine« Obcrbuch- Halter» her. ver Defrandant ist flüchtig. Mtt der Klärung des Falles ist die Kriminalpolizei zur Zeil noch beschäftigt. Kränzen wütei vor Toresschluß. Nadelfiichpolitik gegen sozialdemokratifthe Lehrer. Braunschwelg. 31. März.(Eigenbericht.» Der Naziminister Franzen begnügt sich nicht mit der Brotlos- machung der 26 dissidentischen Lehrer und der Entlassung sämllichcr dissidentischer Hilfslehrer und-lehrerinnen, darunter Familienväter, die jetzt auf Wohlfahrtsunterstützung angewiesen sind, sondern er hat zur planmäßigen Zerschlagung der welllichen Schulen auch zun, 1. April eine Reihe von Versetzungen ausgesprochen, die nur als Maßregelungen von sozialdemokratischen Lehrern anzusprechen sind. Unter anderm wurde der Rektor Neddermeyer von Braunschweig nach Schöningen strafversetzt.' weil er als rühriger Leiter der braunschweigischen Kindersreunde- bewegung und der Sozialistischen Arbeiterjugend der Naziregieruug ein Dorn im Auge war. Andererseits wurde der R e k t o r G c- nasse Göddecke von Schöningen nach Braunschweig versetzt, obwohl er dort Stadtverordneter ist. Gegen ihren Willen wurde eine ganze Reche anderer Voltsschullehrer aus ihrem bisherigen Wirkungskreis herausgerissen und strafversetzt, nur weil sie als Funktionäre der sozialistischen Bewegung hervorgetreten sind. Gprengstoff-Kund bei Kommunisten. Feststcllungen der Breslauer Kriminalpolizei. Breslau, 31. März. Die Breslauer Kriminalpolizei hat am Freitagabend in einer Garage in der Ottostraße, in der ein Auto der kommunistischen „Arbeiter-Zeitung- untergebracht ist, große Mengen Sprengstoffe mit Sprengkapseln und Zündschnuren beschlagnahmt. Die Spreng- stosfe hätten, wie mitgeteilt wird, genügt, um größere Häuserblocks in die Luft zu sprengen. Ein Beamter der Breslauer Krimmal- Polizei hat sich nach Berlin begeben, um mit dem dortigen Vertr.tcr des Oberreichsanwalts über dies« Angelegenheit Rücksprache zu nehmen._ Die Relchsverlrelung in München ist aufgelöst worden. Der Reichskanzler hat an den in den einstweiligen Ruhestand versetzten Staatssekretär Dr. Hantel ein Dankschreiben gerichtet. Vostminister Rykofs. Zum Volkskommissar für das Post- und. Telcgraphenwesen der UdSSR, wurde Rykofs an Stelle Antipoffs ernannt. Antipoff ist zum stellvertretenden Volkskommissar der Arbeiter- nnd Bauerninspettion der Sowjetunion ernannt worden. Die Not der Berufsmusiker Abwehrmaßnahmen Wenn das Los der Berufsmusiker so besonders schwer ist, wenn der Prozentsatz der Arbeitslosen bei ihnen höher ist als in jedem anderen Beruf, sind nicht nur Wirtschaftskrise und Rationalisierung daran schuld, sondern außer diesen eine Reihe anderer Faktoren. Sicherlich: die Wirtschaftskrise allein würde genügen, um zahllos« Musiker um ihr Brot zu bringen: denn heute sind die Er- werbsmöglichkeiten der von der Lage des Gastgewerbes abhängigen Musiker sehr gering. Den Privatmusiklehrern geht es nicht besser; nach den neuesten statistischen Berechnungen kommen aus einen Lehrer im Durchschnitt höchstens zehn Schüler. Früher vie�- beschäftigte Lehrer fallen der ösfenllichen Fürsorge zur Last. Das Angebot an Lehrkräften' aber ist immer noch im Steigen, da die arbeitslosen Musiker sich ebenfalls um Schüler bemühen. Auch die rücksichtslos rasche Technisierung und Rationali- sierung der Musik hat viel zu ihrem Elend beigetragen: der Ton- film hat sie aus den Kinos gejagt(von den tZOOO bis 15 000 Kinomusikern in Deutschland sind etwa noch 1000 beschäftigt). Schall- platten ersetzen die Tanzkapellen, auch der Rundfunk macht viele brotlos. Der Kampf der Musiker gegen die„mechanische Musik", ihre Bemühungen, den Tonfilm zu diskreditieren, blieben erfolglos. Auch heute dürfen wir die Opposition gegen den Tonfilm(Eharlie Chaplin) und die Tonfilmmüdigkeit des Publikums nicht überschätzen. Mag man auch tellweise, wie es in England und Amerika bereits geschieht, zum stummen Film zurückkehren, weit über die Hälfte des Arbeitsmarktes bleibt auch im günstigsten Fall für immer verloren. Auch die Rationalisierung ist nur eine Teilerscheinung des gewaltigen Umschichtungsprozesies. in dem wir leben. Unser Musikleben, das immer noch den Ausdrucksformen der bürgerlichen Kultur des vorigen Jahrhunderts verhaftet ist, wird auf einer neuen. unbürgerlichen Basis aufgebaut werden müssen. Vergleicht man die Stellung der Theater und Orchester, die nur mit Hilfe immer wachsender Subventionen ihr Leben fristen können, mit der der mechanischen Reproduktionsmittel, so fällt der Vergleich ohne Zweifel zu deren Gunsten aus. Sie bedürfen kemer Subventionen, sie werden massenweise erzeugt, wenden sich an die Masse, sie sind billig und bequem, daher zeitgemäß und kein Privileg der besitzenden Klassen.- Die trotz Wirtschaftskrise und Rationalisierung noch vorhandenen Arbeitsmöglichkeiten werden den Musikern von Konkurrenten aller Art noch genommen: diese in keinem anderen Beruf an- zutreffende Tatsache erklärt vor allem die abnorm hohen Arbeits- loscnzifsern: von 67 000 Musikern und Musiklehrern in Deutschland sind 40 000(in Berlin allein 4000) brotlos! Während es für deutsch« Musiker im gesamten Ausland keine Arbcitsmäglichkeiten gibt, spielen bei uns immer noch gegen 4000 Ausländer. In Frankreich z. D sind alle Restaurants, Kinos, Kabaretts, die«ine amerikanische Jazzband engagieren, verpflichtet, gleichzeitig eine französische Kapell« zu bezahlen. Arbeitslose der unterschiedlichsten Berufe versuchen durch Musi- zieren sich über Wasser zu halten, unterbieten jeden Preis und steigern das Angebot ins Ungemessene. Soweit Nachfrage über- Haupt vorhanden ist, blüht die wilde Stellenvermittlung, da das Reichsarbeitsministerium den im Gesetz vorgesehenen Melde- zwang immer noch nicht eingeführt hat. Die Arbeitsämter haben so wenig Stellen zu vergeben, daß von ihnen aus viele Musiker das ganze Jahr über keine Beschäftigung erhallen. Hier wäre der Benutzungszwang der staatlichen Vermittlungsstellen von großem Vorteil, der allerdings ein eigenes Gesetz erforderlich machte. Die grimmigsten Feind« der Berussmusiker aber sind die so- genannten Doppelverdiener; darunter sind alle zu verstehen, die die Musik nur nebenberuflich betreiben, einen anderen Haupt- beruf haben oder Pension beziehen. Hoffentlich legt ihnen der Reichs- tag durch Annahme des Initiativantrages der sozial- demokratischen Fraktion bald das Handwerk. Den Beamten (meist ehemalige Milttärmusiker) darf jetzt die Spielerloubnis nur erteill werden, wenn laut Auskunft des Arbeitsamtes geeignete Be- rufsmusiker nicht vorhanden sind. Auch hier würde sich der Melde- zwang bewähren. Neben den aktiven sind auch die pensionierten Beamten in Betracht zu ziehen.-Den Militärkapellen hat der Reichswehrminister das Konzertteren gegen Entgell untersagt. Trotzdem macht sich auch diese Konkurrenz noch fühlbar. Schließlich stellen zahllose politische und sportliche Vereine eigene Kapellen aus. Ueber deirM u si k u nt e r ri ch t wurde schon gesprochen. Um die Konkurrenz durch die staatlichen Lehrkräfte für die notleidende Privatmusiklehrerschaft auszuschalten, hat das Provinzialschul- kollegium für Berlin und Provinz Brandenburg eine Verfügung erlassen, nach der Lehrpersonen Unterrichtserlaubnisscheine nicht mehr erteilt oder auch wieder entzogen werden sollen. Wir sehen also: die Not der Berufsmusiker hat nur zum Teil ihre Ursache in der allgemeinen Wirtschaftskrise und dem unaufhalt- samen Rattonalisierungsprozeß: zum Teil kann ihnen geholfen werden. Der Reichstag und die Behörden haben es in der Hand, den Meldezwang, allenfalls den Benutzungszwang der staatlichen Vermtttlungsstellen einzuführen und damit die wilde Stellenver- mittlung unmöglich zu machen; sie können die ausländischen Ka- pellen, die Beamten- und Militärkapellen, die Laienmusiker und Doppelverdiener vollkommen ausschallen und so erreichen, daß die vorhandene Nachfrage restlos dem Angebot der Berufsmusiker offen- gehalten wird: damit wäre schon viel gewonnen und viel Elend gelindert. Dr. Arnold Walter. Die eigenen Kinder mißbraucht Schweres Vergehen eines Justizangestellten Eines schweren Verbrechens wird ein 35 Zahre aller Zusiizangeslelller w. beschuldigt, der in der Tempelhcrrn- slraßc In verlin SD. wohnte. Es wird ihm zur Last gelegt. sich fortgesetzt an seinen beiden Töstterü. die sieben und mm-—'-1 ach* 3ab«t;")ä4ieh. netaaaäea lu haben,»„"ir 1 Der Mann war bei dem Amtsgericht in Charlolten- bürg angestellt. Seine Ehe war zunächst glücklich, wurde aber getrübt, als sich nervöse Störungen bei chm bemerkbar machten. Diese führten dazu, daß er seine Frau schlecht behandelte, so daß sie es vorzog, zu ihren Ellern zurückzukehren. Die Kinder blieben zunächst beim Bater. Erst nach einiger Zeit konnte die Mutter das j ingere zu sich nehmen und später auch das ällere, von dem sie erfuhr, was sich in ihrer Abwesenheit zugetragen hotte. Auch W. kam zu Ohren, daß die Kinder bei den Großeltern berichtet hatten. Um einer Festnahme vorzubeugen, begab er sich in eine Nerven- lieilanstalt bei Oranienburg. Inzwischen waren die Kinder durch die Kriminalpolizei vernommen worden. Als der Beschuldigte festgenommen werden sollte, ergab sich, daß er aus der Anstalt verschwunden war. Nunmehr ist ein Haftbefehl gegen ihn eigangen. Bisher ist es aber noch nicht geglückt, seinen Aufenthalt aussindig zu machen. Verbrecherjagd in der Alistadt. Vier entkommen, einer wird festgenommen Im Stadlionern spielte sich ia der vergangenen Nacht eine wilde Verbrecherjagd ab. Eine Bande von fünfEinbrechern fuhr in der Hedemann straße mit einem gestohlenen Auto vor ein Radiog eschäst vor und plünderte dort das Schaufenster aus. Polizeibcamte, die sich � ous einer Streife befanden, entdeckten die Täter und gaben auf die mit Vollgas davonfahrenden Flüchtigen zahlreiche Schüsse ab. Am Potsdamer Platz wurde pas Auto gestellt. Leider gelang es picr von den Tätern, noch bevor die Polizei zur Stelle war, in der Rich- tung nach dem Tiergarten zu flüchten. Lediglich«in 22jähriger Kutscher Leo S m i a l e k aus der Belfortstrahe wurde von Passanten festgehalten und der Polizei übergeben. In dem Auto, das verschie- den? Einschüsse aufwies, wurde am Führersitz ein« groß« Blut- lache entdeckt. Es besteht die Wahrscheinlichkeit, daß der Mann, der am Steuer saß, von einer Kugel der Polizeibeamten getroffen und schwer verletzt worden ist. Vereinbarung mit der Reichsbahn. Durch Feierschichtenregelllug Massenentiassungen verhütet. Ende der vergangenen Woche wurde in der Hauptverwattung Zwischen den Tarifkontrahenten über Arbeitsstreckung verhandelt. Die Hauptverwaltung verlangte von den Organisationen die Zu- stimmung zur Einlegung von Feierschichten und zwar sollten für die Rcichsbahnausbesserungswerke fünf und für die Reparatur- betriebe der Bahnbetriebswerke, größeren Güterböden und in der Bahnunterhallung bis zu drei Feierschichten im Monat festgelegt werden. Die Organisationen lehnten die Feierschichten in einem selchen Ausmaße mit Entschiedenheit ab. Am Sonnabend, dem 28. März, drohten die Verhandlungen zu scheitern. Di« Vertreter der Hauptverwaltung erklärten daraufhin, daß sich dann die Reichsbahnverwaltung gezwungen sehe, 15 000 Derkstätlenarbeiter zu entlassen. Die Verhandlungen wurden dann unter dem Vorsitz eines Vertreters des Reichsarbeits- Ministeriums fortgesetzt. Sie führten aber auch jetzt zu keinem Erfolg. Erst als die Gewerkschaften sich am Sonillag mit dem Generaldirektor persönlich in Verbindung setzten, wurde mit diesem in längeren Verhandlungen die Grundlage für eine Der- einbarung getroffen. Am Montag ist nun in der Hauptverwaltung eine Verein- b a r u n g zustande gekommen, wonach in der Zeit vom 1. April bis 3 0. Juni für die Werkstätten zwölf Feier- schichten und für die Reparaturbctriebe der größeren Betriebs- Werkstätten bis zu drei Feierschichten eingelegt werden. Durch diese Regelung ist 15 000 Eisenbahnern das Arbeitsoerhällnis erhalten worden.—.....------~ Ob die Eisenbahner diese Belastung auf so lange Zell trogen können, muß abgewartet werden. Oer Kampf um H 216. Eine Entschließung der württembergtschen Aerztekammer Stuttgart, 31. März.(Eigenbericht.) Die württembergische Aerztekammer hat in ihrer Vollver- sammlung folgende Entschließung gefaßt: „Die württembergische Aerztekammer geht davon aus, daß die notwendige Aenderung des{5 218 des Reichsstrafgesetzbuchcs in erster Linie getragen sein muß von der Fürsorge für die Gesunderhaltung der betreffenden Frau.' Sie anerkennt einstimmig die Notwendigkeit der Berücksichtigung der wirtschaftlichen Lage beim Borliegen der medizinischen Indikation für die Unterbrechung der Schwangerschaft. Sie ist nach wie vor der Ueber- zeugung, daß rein wirtschaftliche Gründe bei einer körperlich gesunden Frau vom ärztlichen Standpunkt zur Unter- brcchung der Schwangerschast nicht genügen. Sie Hütt eine Er- wellerung der Fürsorge für Schwangere, Bevorzugung kinderreicher Familien für erforderlich. Sie erwartet, daß die von der ärztlichen Standesvertretung schon längst für notwendig erachtete und empfohlene Milderung des Z 218 unabhängig von der Reform des Strafgesftstmches sofort durchgesührt wird." Mit diesem Beschluß hat die württembergische Aerztekammer einen entscheidenden Schritt nach vorwärts zur Förderung der Be- lämpsung der jetzigen Härten des tj 218 gemacht. Hitlers Geldquellen. Die Firma Oyckerhoff berichtigt. Wir erhalten folgende Berichtigung:„Es ist unwahr, daß einer der Herren Kommerzienrat Dyckerhoff, Dr. A. Dyckerhosf, Dipl.-Jng. A. Gastell, sowie die Direktoren Schindler und Jung, oder ein« der Firmen, denen diese Herren angehören, sich an einer Spende oder sonstigen Zuwendung für irgendeine Organisation der National- sozialistischen Deutschen Arbeiterpartei beteiligt haben." „Oer König der Vagabunden." Mozartsaal. Eine solche Sammlung von Edelkitsch ist uns im Film sellen iieboten worden. Zu allem Uebersluß ist diese große Oper von Franqois Villon, dem Sänger und Bettlertönig,. der dem patholo- gischen Ludwig XI. seine Stadt Paris von der Belagerung der Burgunder befreit und selbst vor dem drohenden Galgen durch die ebenso süß« wie schöne Nichte des Königs gerettet wird, in Farben angelegt. Sie wirken wie bisher immer süßlich und knallig. Nur an einzelnen Stellen der Regie merkt man, daß nicht der Nächstbeste Regie geführt hat, sondern Ludwig B e r g e r. Ihm ist Hollywood nicht bekommen(so wenig den meisten deutschen Regisseuren die Gewalthaber des deutschen Films bekommen). In diesem französischen Film wird englisch gesungen, und der ganze angelsächsische Cant in Liebesdingen aufgeboten,> die Dialcge werden erfreulicherweise dagegen in deutschen Titeln gegeben. Dennis King stellt den Villon dar, geschmeidig und sympathisch; das amerikanische Schönheitsideal wird durch di« hochblqpde Jeanette Macdonald repräsentiert. Ganz in amerikanischem Geschmack sst auch das Vagabundenmädchen, das Lillian Roth spielt. Einen Rekord stellt der Film im Schmachten der Verliebten dar. Von guter filmischer Wirkung ist die Szene, da der Vagabundenkönig im Schloß, frei nach Schluck und Jau, als Großmarschall aufwacht. Sehr lebendig sind die Vagabunden in chrer Herberge und beim Ausmarsch gegen die Burgunder. Aber sonst?— r. Die„Affäre Dreysus", die nach der Wiederaufnahme jetzt endgültig vom Spielplan des Theaters Ambigu abgesetzt ist, wird nun- mehr, wie aus Paris gemeldet wird, in einer Reihe von Provinz- theatern aufgeführt werden und soll später auf Boulevard-Bühnen gespielt werden. Die Streichung vom Spielplan ist auf Wunsch der Polizei erfolgt, die dem Direktor zu verstehen gab, daß sie nicht täglich tausend Polizeibeamte mobilisieren könne, um di« Ruhe und Ordnung aufrecht zu erhalten. „Do» schöne Spanien" Der Verein für Deutsches Kunstgewerbe Der- an statt et Mittwoch eine iZitmattssührung.Das schöne Spanien' im Hörsaal der Slaatl'chen Kunstbibliolhck. Beginn 8 Uhr. 3m INusenm für Itolurlurde spricht Mittwoch, S Uhr, bei freiem Ein- tritt, Dr. Hering über das Thema.Zwischen den Geschlechtern': von Bastarden, Zwittern und Jnterlcxen ber Jnselten. Ein Internationaler Tobkrkn'ole-Kergretz wurde Montag w Bordeaux eröffnet. An ibm nahmen etwa 800 Vertreter aus allen Staaten Europas und Amerikas teil. Die Sarsrettagsauslühruag de»„Orphen» vtonyso»" von Felix Emme! mit der Musik von Chr. W. Gluck. Choreographie und Jn',eniirung Maroarete Wallmann, die abends 8>/, Uhr im Theater am Bülowplatz stattfindet, wird eingeleitet durch eine Reihe von Orchestervorträgen des Berliner Sinfonieorchesters. Die Schausvielrr- Itachlvorflellung, die beute, in Carows Lachbuhn« angesetzt war, wird aus unbeilimmte Zeil verlegt. Ruadfuukvortrag über Detriebrrälewahlen. Der Letter der Berliner Gewerkschaftsschule, Fritz F r i ck e. spricht heute abend um 8 Uhr im Programm der Aktuellen Abteilung der Berliner Funkstunde(Vortragsreihe:„Wovon man spricht") über„Die Be- triebsrätewahlen". Weller für Berlin: Wctterhrn kalt und wechselnd bewölkt; Nord- winde.— jüt Deutschland: lleberall Fortdauer der kalten Witte- rung, im Westen und Süden heiter, im Osten bewölkt und strichweise etwas Schnee. A fEw Dienstag, 31. März. Berlin. 16.05 Aktuelle Abteilung. 16.30 Leipzig: Konzert 17.30 Sport und Qesclilcktichkett(Peter Coeldel). 17*50 Bücherstunde. Reisen.(Arn Mikrophon: Kurt Biglng.l 18.20 Dr. Julius Moses, M. d. R.: Arbeitslosigkeit— ein Problem der Volks- gesundheit. 18.45 Mitteilungen des Arbeitsamtes. 18.50 Unterhaltungsmusik. 20.00 Wovon man spricht 20.30„L'Arlesienne"(Die Arlesierln). Ein musikalisches Eunkspiel, frei nach Alphonse Daudet Von Felix M. Mendelssohn. Musik von Georges Blzet. 22.15 Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Königsvnsterhausen. 16.00 Künstlerische Handarbeiten. 17.30 M«rsnunn: Meue-M.usik, 18.00 Dr. Leo Schwerlng: Das Zentrum in der Politik. 18.30 Prof. Dr. Sachs: Stil der Zeit 19.00 Französtsch(ür Anfänger: 19 JO Dr. Karl Würzburger: Vorschau auf das Aprilprogramm. 30.00 Hamburg: Militirkonzert 22.20 Dr. Josef Räuscher: Politische Zeitungsschau. 4 AnschlieSend Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Anschließend bis 24.00 Von Hamburg: Instruraentalkabarett. VeiantWertL für hie Redaktion; getbrrt gcpdtc, Berlin: Ans-igcn: Ib. Stocke, Berlin. Brilag: Bozwürts Vertag®. m. b. S.. Berlin. Druck: Vorwärts Vudi- bruckerei und Berlagsonftatt Paul Singer 6: Co.. Berlin S3B 68, CinbtnlltaRe 8. Sietss 1 Beilage. in braun und schwarz Boxcalf, Lade, mit doppelseitiger Gelenkstütza, Stahlfedergelenk, Gummi-Ecken rtVftVnVAVA VAWAVAVA Biuse Sportfonn.«- Trikot- t CharmeuM, mii Tasche o. Krawatte i B USG tus kunstseid. Crlpe] de Chine m. Hohlfaltea a. Krawatte< ES I USG atis reinseidenem 1 Qripe de Chiy. keine Säumchen. Sport-Bluse in weiß und farbig... aus gut. TrikoU Blusen-Rocker Popeline mit Falten........ � Blusen-Rock. mod. Karos m. tief eingelegten Falten«, Püsse-RocksjplcSd( Schotten-Kappe j Flotter Hut KSÄi Fesche Strohgiocke trat Strohborte komhimcrt... C Strohkappe s£Ä' Beste Qualitäten zu ungewähnlich billigen Preisen 95a Frühjahrs-Kostüm schwere Herren war*, Smoking ROQ gute Ausarbeittag••••.."VvP Pullover«»vs rdne Wolle, langer Ärmel.. Lumberjack reine Wolle, einfarbig mit Jabot In aparten Farben...... wD Tweedkleid sportlich, mit Falten und weiße» Jf Überkragen........ m Backffischkleid aus kunsts. Marocain, Rock mit � Falten, aparte Garnitur...« 4Sm Flottes Kleid aus modernem Noppeu-Tweed. � Je'*® reine Wolle, neuartige Garnitur> WF Nachmittagskleid a. kunsts. Marocain« Passe mit 4| Madeira-Slickerei......| 9 lugendi.Hantel aus gemustert Stoß, ganz gefüt- � tert, mit Sommer pclr...■ 5 MlP Flotter Hantel a.Stoff engUArtganz gefütt, apart � Ä3® Vcrarb. m. T aschcn u Lcdergürtel> HzP Elegant. Mantel Stoff mod. engl, Art Rückenlinie leicht taiIliert,4T asch.,LedcrbIuro M» so Taghemd � _ Wäsche tucb. m. Blende u. Stickereieiasatr i Taghemd ZllLT soo arbeit, zarte Wäschefarben.... Nachthemd W&echetuch in rersch. Ausführungen Nachthemd mit langem Ärmel weiß oder farbig 14S 2» Nachthemd �»s farbig Battist mit Handarheft..X5 aw PL Bubikragen we mit BiSchca...... 95 PL M 9Pt Kleider-Westen künstliche RiM-Seide« verschiedene Farben..• 14« i FPL Oberhemd Zefir, gefütterte Brost., 29S Sporthemd a»o Flanell fesler Kragen und Binder. Oberhemd farbig, Ersalr-Manschetten. IR90 neue Muster'. Oberhemd mit Kragen, Popeline, �575 neue Modefarben Handschuhe Schlüpfer. faniL Schweden« in blau, gelb und farbig•.. Strumpfhalter- Gürtel ndtiHaiimi 9«P!,# Öpl Hüfthalter 975 f. starke Damen, mit 4 Haltern 335, Ms Schlüpfer für Damen, künstl Waschseide, aparte Farben...... 1,45 Schlüpfer .Cbarmcuso, 90 künstliche Waschseide 1 1•• 3*35 I Schlüpfer Tramatine. ��45 künstheb« Waschseide« t. Wahl.. A Etamine für Scheibengardinen•. Mtr. Landhaus-Qardmen «reiß und buntfarbig, mit EjA Volants......... Htr.*9$et PL Bootskissen � modern gemustert, gute Füllung Halbstore««a hoch mit Franse...... Mtr.■ 80 Dekorations. Stoffe Noppen- Rips, einfarbig und gemustert....... Mtr. Steppd ecken*« oa ca. 160X210.>/, Wollfüllung. I| Damen-Strümpfe KflrutL Wasch.eU.,,. tSS PL Damen-Strümpfe 448 feiniädige künstl Waschseide 1.90 I Herren-Socken bunt gemagert..... 99 PL Tf PL Sport-Strümpfe 95 n moderne Muster. i 135 Waschkunstseide yo modern bedruckt und einfarbig. Mtr. 98 M � Crepe de Chine reine Seide, weiß und viele moderne Farben, � 95 ca. 95 cm.......... Mtr, 2.90> Crepe Marocain alle Farben, reine Kunstseide, 95 cm Mtr. 330 Veloutine fuu 900 ca. 95 cm........... Mir. 3.90 Ä Crepe Satin reine Seide, elegante Kleiderware, schwarz �290 und farbig, ca. 95 cm..»... Mir. 5.90 009 290 FlGinmgO Wolle mit Kunstseide. �9 90 schwarz und marina, ca. 95 cm. Mtr. 4.90 4M Crepe Georgette a9o reine Seide, gute Qualität...... Mtr. chM Crepe Marocain reine Seide, gute Qualität h» modernem 50 Färb Sortiment, ca. 95 cm*#•. Mk, 5.90 Tweed qs„ modern klemgemustcrtc Dessins. Mir. Nw**. CrSpe de Chine«es ' reine Wolle, modernes Farbsortiment. Mtr. B MOUSSeSine reine Wolle, neue s> Mtr.| Muster in reicher Auswahl•«•• Tweed reine Wolle, neue Muster••• e es • a•• Mtr. 1 Flamingette der dezent«95 musterte Kleiderstoff, ca. 100 cm.. Mtr.«Bs Mantelstoff-Neuheiten englische Art und Kammgarn- Dessins, 95 ca. 130— 140 cm........... Mtr.& Woii- Georgette- moulinä gute Qualität für Kleider und Komplets. �595 ca. 100 cm............ Mtr. 4p Q UAVAUlW ÜAVAt/AVo- C/AVAt/nVAWA(WM WaWAVAW/I AUAVAVAVn»UAUrUAVAUA nVrMnVnV/\ UMMNiMW PROGRAMM tilr die Zeit vom 31. MÄrz bis 2. April K l N O-T A P i I. PROGRAMM tOr die Zeit vom 31, MSrz bü 2. April Potsdamer Strafe 35 W. 5. 7. 9 Uhr S. 3, 5, 7, 9 Uhr Arlwe mit ElUabeth Bergaer, Radoli For.ter Rheinstra�e 14 W. ab 5.15 Uhr 5. 3.15 Uhr Die Docks von New York m. George Baccroti Das Mädchen mit der Kamera mit Bebe Daniels(7 Akte) Eintritispreis zu joder Vorstellung auf allen Plätzen 0.50 M. Odcon, PoUdamerStr.75 W. 5, 7, 9 Uhr 5.3,5,7,9�1 Fladumann als Frxicher mit Charlotte Ander, A. Brenn, P. Hcndcels Turmstra�e 12 s z?5.7.9u. Verlingert! Die Prlvelcckretdrin mit Renate MOllcr, F. ßrcert, H. Thlmlg Alexanderstr. 39-40 (Passage) Den ganzen lag geöffnet! Verlängert! Die 5-GTO.*dlcn-Opcr 5 West-n"k Primus-Palast Potsdamer Str. 19 Ecke Margarctenstr. W. 5.1a, 7.15. 9.15 Uhr S. ab 3.15 Lhr Uraufführung I Tonfilmschwank: Der wahre Jakob mit Anny Ahler., Felix Brcuarf, Ralph A. Roberts Frtedrlchstailt U Franziskaner ablit�lmm. Oeorgensiraße(Ecke Friedrichstraße) Um II, 2, 5 8 und 11 Uhr: Fi(aIcio Else m. Cilwiheth Bergaer (nach Möilven von Arth. SdmUxler. Um 12, 3, 6 und 9 Uhr: Seine befangene mit MUlon Stil, Um 1, 4. 7 und 10 Uhr: Dealacfae Frauen— deutsche Trene Nenc.te Wochen- und Koliursdiati Karfre tag geschlossen i € Moabit A_«1,xKnf Film- u. W a«.3!» Uhr AriUSQOT fjühx>K S. ah 5 Uhr Perleberger Str. 29 lOOproz Tonfilm! Mannria(eine Liebesgeschichte von Rio Grande)— Tonbeiprogramm BOhnenaihaa \Vr«14 ICInn Wochent 6.45, 9.05 W CU-lVinO Sonntags ab 4 45 Ut-Moabit 99 Der große Tonlilmerfoig! Zwei Menschen mit Charlotte Sota, Ga.tav Fröhlich— Töneades Beiprogramm Kant-Lichispiele Kamslr 54(an der WUmersdorfer Str.) W. 5. 7, 9 Uhr 5 lg. ab 3 Uhr Tonfilm; Ariane mit Elisabeth Bergner, Rudolf Förster Schlütcr-Theatcr Schlüterstr. 7 Beginn: 5, 7, 9 Uhr Sig ab 3 Uhr: Jugend-Vorstellung Charlie* Karrlere mit Ch. Chapl n Tonfilm: Mit Büchse und La*so durch Afrika(U Heck)— Jugend! Zutritt! Atrium ßeba-Palaal 7�9.i5uA Kaiserallee, Ecke Berliner Straße Sonnabend u sonntags 5, 7 u. 9.15 Uhr Tonfilm- Humoreske: Er und seine Schwester mit Anny Ondra, Vlasfa Bnrian, Roda Roda— bdprogr. Jugend!. Zutritt!- Ab Donnerstag: Arme kleine Eva m. Grete Motbcim Titania Scfaönebg. s�Iil Hauptstraße 149 lOOproz.Tonfilm! Der Tanz gehl welter mit Wilhelm Dlelcrle, Lissl Arna— Beiprogramm Kronen-Lichtspiele Rheinstr. 55 W. 7, 9, SbtL, So. 5. 7, 9 Nochmals der größte Lachertoig! S Tage Miitelarrcst— Relchh. Beipr. Steglitz Titania-Palast sig.UVm Steglitz. Schloßstr.5. Ecke Gutsmuthsstr 100pror.Tonfllm: Arlane m.Ellsabclh Bergner, Rad. Förster. Regie: Paul Czinner— Tönendes Beiprogramm Wochentags 7. 9,10 Uhi acCaz bor.ntags 5. 7, 9.10 Lhr Potsdamer Str. 50 Stg 2 30 Jugendv Tonfilm: Schnberis Frühlingsiranm mit C Jökcn, Grell Tbelmer— Bei- Programm Mariendorf V4_ T z Martendorf er Wochentg. I ia-Lrl Uchtoptete ab 7 Uhr Chausseestr. 305 Kriminaiionliim; Der Tanz gehl weller mit Wilhelm Dlelcrle, Llssi Arna— Tonbelprogr.— Achlnngl Am Karlreitagi Der Miilionenfl m: Oer König der Könige— Jugend!. haben Zutritt TempolhoF Tivoli Berliner Str. 97 Beg. 5, 7, 9, Sonntags 3 Uhr: Jug.-Vorst 100 proz. Tonfilm: Die Dreigroschen- oper m. Carola Ncher.Rnd. Förster, Relnh. Schänzel- Tonbelprogr.- Iprogr.- Der M Uli- Achtung I Am Karireilag: 1 onentilm; Oer König der Könige Jugendliche haben Zutritt: H""�ttd weatän" Film-Palast Kammersäle Teltower Str. I W. 5J0, Stg. 3.30 U- lOOproz. Tonfilm: Grodc(Aus dem Leben eines weitber. Clowns) mit Liane Haid Jugendliche Zutritt Primus-Palast Am Hcrtnannplatz, Urbanstr. 72/76 Wo. 6.45, U, Sonnt ab 3 U. Tön. Film: Unsichtbare Fesseln mit Greta Garbo- Bühne Eric Dalsen, oriental. Zauberscnau. Verschenk» in jeder Vorst eine gold. 14 kar Uhr. Th. am Moritzplatz Beg.. Wochtg ab 5 Uhr, Stg. ab 4 Uhr Tonfilm; Ein Borschenlicd aas Heidelberg mit W, Forst, D. öyrd— Malroacnstr eiche Naukölln Mercedes- Palast Hennannstraße 212, Ecke Jägerstraße Werktags 6Ac Uhr, Sonntags 3 Uhr Tönend: Harold, der Draehenlöter mit Harold Lloyd— Beiprogramm Böhnensch au Kukuk Wochent. 6A5, 9 U Sonnt. 3, 5. 7. 9 U. Kottbusser Damm 92 Großtonfilm Schallen der Manege mit Liane Haid, Walter Rllla— Beiprogramm Fvz-«s|«inw Wochent. 6.45. 9 U- DXCCISlOr sonntags 3. 5. 7. 9 U Kaiser-Friedrich-Straße 191 lugendfrel Grodc in seinem Tonfilm mit Liane Haid— Beiprogramm Stern, Hermanmtra�e 49 Wo. 6,45, 9. Sbd. 5, 7. 9. Stg. 3, 5 7, 9 Uhr lOOproz. Tonfilm! Der Mann, der seinen Mörder sucht mit Llen Beyers, Heinz Röbmann— Beiprogramm Filmeck Skalitzer Straße, am Görlitzer Bahnhof Beginn Wochentags: 6J0 nnd 9 Uhr Sonntags: 3. 5. 7. 9 Uhr Tonposse: Die Firma heiratet mit Ralph. A. Roberts, CharL Ander - Bühne Luisen-Theater Reichenberger Str. 34 Anf.W. 6 30 u. 9 U Stg. 3. 5, 7, 9 U. Tönend: Welge Schatten mit Monte Btne— Belpr.— Böhnes, schau Stella-Palast Köpenicker Straße 11—14 Wochtgs. 6J0, 9 U. Sonntags ab 3 Uhr Das große tönende Lustspiel: Hamid, der Draehenlöter mit Harold Lloyd Dazu das gute Betprogramm upd die ausgewählte ßöhncnschan Sternwarte- Treptow Mittwoch, 8 U, Donnerstag 8 U tllberkondor über Feuer taud. Film von Gunther PiQschow g Nordosten� „Elysium Prenzlauer Allee 56 W 5.15, 7.9.15. S. 3.15,5. 7.15, 9.15 Uhr Tonfilm: Moritz macht sein Glöck mit Slegtr. Arno— Gro�e Bühnen- schau— Foxionwoche Flora-Lichtsp. Wo. 6.30. 0. Sbd. ab 5. Sonnt ab 3 Uhr. Raab im Wcslexprcfj. Ihr Juo�e mit Magda sonra, Hi ss Fcher. Uiens tag L Vorstellung persön. anwesend Germania-Palast Frankfurter Allee 314 Wochemgs. 6 30 U, Sbds. S, Slgs. 3 u. 100 ptoz. Tonfilm; Nor am Rfcein mit Daisy d'Ora. Truus v. Aalten. Ige Sym, Julius Falkenstein— Belprogr.— Bühne i Rinaldl in ihrer sensaL Szene: Weekend Luna-Palast Woch 30 5 Uhr Gr. Frankfurter Str. 121 Stg. ab 3 Uhr Tonoperette: Die lästigen Weiber von Wien mit Willy Forst, Lee Parrv Bühne: Lafos Szcndy, Parodien am Flügel— Beiprogramm Frankenburg, sWAdv Große Frankfurter Straße 74 Tonposse: Drei Tage Mittelarrest mit Bressari, Schulz— Beiprogramm Bühne: Sold&tenbamorcske Schwarzer Adler Xu« w Woch. 5. 7. 8 45. Sonntg. 3,5.7.8 45 Großtonfilm; Ahaune mit Brigitte Helm. Albert Bassermann Tonbeiprogramm— Wochenschau Concordia-Palast Andrcasstr. 64 W. ab 6 U. Stg. ab 3 U. '00 proz. Tonfilm: Grock m Liane Haid, Lon Chancy— Da» eiserne Netz— Bühne; Brono Kastotr, Lies! Tirscfa V iktoria Lichtbild Th. Frankfuner Allee 48 Woch. 5. 7. ca 8.45. Stg. 3. 5. 7. 8.45 U. Großtonfilm: Zweierlei Moral mit Elga Brink, Walter RHU Tonbelprog' amm— Woche W r Babylon, am BOlowplaiz ■ Wochentags 5 U. Sonntags 3, letzte 9.10 U. Varl elf schau Tonfilm: Der Fall des Gcneralstabs- oberst Redl mit Theodor Loos, L. Dagovcr ����Ltehtentoerg�JI Kosmos-Lichtspiele Lückstr. 70 Woch 5. 7. 9 u. 51g 3. 5. 7, 9 U. >06 proz. Tonlusispiel: Zaptenslrelch am Riceta mit Sicgirlcd Arno. Charlotte Suse— Tonbeiprogramm Kino Busch agiteSf'slihr Alt-Fnedrichsfelde•• Ton-Spreehfilmerfolg: Die singende Stadl mit Brigitte Helm. Jan KUpora Lustiges tönendes Beiprogramm g Weinänsao g Schloßpark Film. Bühne Berliner Alice 206—210 Tonfi m: Der Mann, der den Moid beging mit George Menschen Im Beuch— Böbncsschan Norden Albambra SÄ«34- Wochent. 5, 7, 9 U, Sonnt 3, 5, 7, 9 U. Nur 3 Tage! Tonfilm: Die Priratsekreflris mit Renale Möller, F. Bressari Besuch im Karzer Pharus-Liditspiele Mülierstr 142 W.5,7,9U, Stg. 3.5,7.9V. Wegen Riesenerfolg noch 3 Tage! 100 proz. Tonliim: Die Dreigroschen- oper mit Carola Neber, Rudolf Forster— Beipro ramm Prater-Lichlspici- Palast Kastanienallee 7-8 W. ab 6. Stgs 4 U. Uraufführung: Da* Geheimnis seiner Frau mit E. janu ngs— Seemaans- Ilcbcfaen— Bühne Reichhaltiges Var leteprogramm_ Filmpalast Puhimann Schönh auser Allee 1 43 W. 5, S. 4 U. Tonfilm: Zaptenslrelch am Rhein mit S. Arno Beiprogramm— Vartetesdiau Panko Palast-Theater Breite Straße 21 a W 7 u. 9. Stg. 5. 7. 9 Tonfilmoperet e: Kop'.öber Ins Glöck mit Jenny Jugo» Fritz Schulz BühncnscbäU � Hlederiehkinhauien � Film-Palast STöd"!«*«» Blankenburger Str.. Sonnt 21* Jgd.-V. Wochent. 6.30 8 45. Sonnt 430. 6 45,9 a Tonfilm; Alraune mit Brigiite Helm, Dauer mann— Tonhciprogramm T e g e c Filmpalast Tegel KSw®'" StgS. 2 ü Jgd.-VorSL W. 6. Stg. 41|» U. Tonfilm: S örme über de n Montblanc m:t Leu'. Riefen. iah!, Sepp Rist— Gnies lieiprogramm Jugendliche haben Zutritt Union-Theater Hauptstr.3 W 6, bha. Stg. 4»;». 69». W' U stg. 2 a jgd.-v. Das ousrezelchnele grofte Zwel-Sch-ager-Frogramcn 6 HenntSiacior» B Fiimpalast Stg ,�6>t Ä.�a Berliner Straße 59 St«. 2v lug.-Vorst. Du erstklassige Fimrrogiamm Beilage Dienstag, 31. Marz 1931 Sm'WkmS StutlcutkOaSte. jiei Kr 11 st Kali n, Frankfurt a. M. tlebHPtenreieltff ang in stedt Land Di« schw«r« Arbeitslosigkeit hat die Erörterung des Geburten- rückgangs etwas zurückgedrängt.' tltamentlich halten sich die Befür- morl«r größerer Zkinderzahl und deshalb auch einer aktiveren Bevölkerungspolitik für den Augenblick zurück. Sobald aber di« Krise gemildert und der Beschäftigungsgrad gestiegen sein wird, dürste die Aufmerksamkeit sich erneut auf das Problein einstellen, dürfte die Diskussion mit verstärkter Energie einsetzen. Mit großer Deut- lichkcit nämlich wird sich dann zeigen, wie rapide von Monat zu Monat die Geburtenkontrolle Fortschritte gemacht hat. Das Ueberhandnehmen vor allem der kinderlosen Ehe hinten- läßt den Eindruck, daß inau heute zutrcfsender von Gebärstreik als von Geburtenbeschränkung reden muß. Inwieweit die akute Wirt- schaftsnot, also«ine hosscntlich vorübergehende Erscheinung, in dieser neuesten Phase stärker mitgewirkt hat als bei dem seitherigen Per- lauf, ist ein« zweite hier nicht zu erörternde Frage. Wenn dann die Gründe und eventuell auch die Bekämpfung des Bevölkerungsrückganges erneut erörtert werden salllen, so wird fraglos das Problein StadtundLand stärker als bisher in den Vordergrund treten. Die gegen den Bevölkerungsrückgang wirkenden Bevölkerungspolitiker arbeiten nämlich mit Vorliebe mit zwei Be- griffen: der„steriler»* Stadt— besonders mit der sterilen Groß- stadt— und dem„unerschöpflichen Jungbrunnen des platten Landes". Dieser Gegensatz ist— mindestens historisch— durchaus nicht abzuleugnen, wenigstens für Deutschland. Im Ausland nämlich liegen die Dinge zum Teil längst anders, wie ein Blick auf Frank- reich zeigt, wo agrarische, besonders wohlhabende agrarische Departements die Ausgangspunkte der Kinder- armut waren und wo heute vor allem großstädtische und gerade industriell« Bezirke die durchschnittliche Äänderzahl des Landes er- höhen. Bei genauerem Zusehen könnten freilich auch in Deutschland ländliche Gemeinden in Hüll« und Fülle gefunden werden, wo seit Generationen aus Erboevhältnissen heraus eine konsequente Niedrig Haltung der Nachkommenschaft beobachtet wird. Zergliedert man die statistischen Daten in Deutschland, so ergibt sich auch für das platte Land ein grundsätzlicher Unter» schied hinsichtlich des Kinderreichtums zwischen Selbständigen und Unselbständigen, oder anders ausgedrückt: zwischen dem Landwirt jeglicher Spielart vom Großgrundbesitzer bis zum kleineren Bauern einerseits und dem ländlichen Proletariat anderer- jeits. In dieser Hinsicht ist die amtliche preußisch« Statistik, die der Beoölkerungsfroge große Aufmerksamkeit schenkt, sehr aufschlußreich. Aus den Arbeiten des Amtes geht hervor, daß im Jahresdurchschnitt ISLS bis 1927 die selbständigen Landwirte, Bauern usw. mit 9.49 Kindern auf 109 stehende Ehen nur sehr wenig sich über dem Lai�esdurchschnstt von 8,95 erhoben, ja sogar hinter blieben, so hinter den Rechtsanwälten(19.23) und vor allem hinter den Arbeitern(19,99). Wenn trogdem jene Behauptung für die Vergangenheit und auch für die Gegenwart stimmt, so sind offentsichtlich die unselbständigen Landbewohner die Ursach« der dort größeren Kinderzohl: Nicht weniger als?2.8 Geburten auf 190 Ehen, also mehr als dos Zwei- «inhalbfache des Landesdurchschnittes, wurden für diese ländlichen Proletarier in jener Untersuchung festgestellt. Der ländlich« Arbeiter also, nicht der Land- bewohner schlechthin, ist es bisher gewesen, der bei uns die st ärkere Nachkommenschaft geliefert hat. Die selbständigen Landwirte haben aber in Preußen, genau so wie der Städter, ausgehört sich zu vermehren: ihre Kinderzahl genügt nicht mehr, um die Volkszahl aufrecht.zuerhaltcn. Wenn der Unterschied zwischen dem„jruchtboren Land" und der „sterilen Stadt" historisch als bis zu einem gewissen Grad richtig anerkannt wurde, so ist das in bezug auf die Stadt noch schärfer zu präzisieren: Die mittelalterliche und die frühkapitalist'ifch- Stadt wuchs nicht aus sich heraus, sonderrp dank des Zuzuges aus der länd- lichen Ueberschußbeoölterung. Jene mangelnde Vermehrung aus eigener Kraft war aber nicht auf«ine radikale Kinderbcschränkung nach heutiger Art zurückzuführen— davon mar als Massenerschei- nung nicht die Rede—, sondern auf die fürchterliche S t c r d- lichkeit in den licht- und �lustlosen Wohnungen im Zeitalter endemischer und epidemischer Seuchen. Ms dann Wasserleitungen und Kanalisation gelegt wurden und Straßendurchbrüch« erfolgten, ergab sich das rapide Wachstum der Srädte zum Teil durch eigene Krai:: denn zunächst sank die Geburtenzahl keineswegs so rasch wie die Sterblichkeit: noch in den l88<)«r Jahren zeigten heute so berühmt kinderarme Städte wie Berlin und Frankfurt pro Ehe drei bis vier Kinder, d. h. mehr als heute unsere ländlichen Bezirke. Erst in den allerletzten Jahren beginnt der Geburtenüberschuß in den Großstädten rasch kleiner zu werden und allmählich überhaupt keine Rolle mehr zu spielen. Um so wünschenswerter ist daher eine Klarheit darüber, wie di« Dinge sich aus demLande verhallen. Auch der praktische Poll- tiker wird hier vom Statistiker Aufschluß erwarten. Für alle, die den Geburtenrückgang bedauern und be- kämpfen, könnte unter Umständen etwa unsere Agrar- Politik ganz besondere Bedeutung gewinne», nämlich dann, wenn durch sie mehr Menschen auf dem Lande gehalten und dadurch das Wachötum der Bolkszahl gefördert würde, selbst auf Kosten der ökonomischen Raison im engeren Sinne. Wenn schon obige Unterscheidung zwischen Selbständigen und Unlelbständigen zu denken gibt, so sind die Ergebnisse der Statistik nicht minder merkwürdig: Aus den amtlichen Feststellungen für den Freistaat Preußen ergibt sich nämlich: Es entfielen in Preußen auf 1009 Einwohner Geburten: �-.x«Ulf dem Lank Was bedeutet diese Reih«? 1. Unstreitig ist die Kinderzahl heute auf dem Lande noch größer als in der Stadt. 2. Der Unterschied des ländlichen und städtischen Kinderreich- tums in Stadt und Land ist sogar noch etwas größer, als di« kleine Statistik zeigt, weil in der Stadt rclatio mehr gebärfähigs Frauen drzw. zeugungsfähige Männer als auf dem Lande sind: Di« Zahl der Eheschließungen ist dort um etwa lä Proz. größer als hier. 3. Der absolute Borsprung des Landes vor der Stadt geht jedoch unverkennbar zurück. Offenbar ist der Geburtenrückgang in der Stadt berells aus einer Stufe an- gelangt, von der aus er nicht mehr in gleichem Tempo fortschreitet. 4. Ofsensichtlich vollzieht sich aus dem Lande«in Prozeß, der in der Stadt schon länger zu beobachten ist: Neben einer allgemeinen Neigung, die Kinderzahl zu beschränken, tritt di«!« Tendenz wesent- lich stärker als bisher auch bei den Besitzlosen hervor. Der ländliche Arbeiter scheint allmählich dem Beispiel seiner städti- schen Klassengenossen zu folgen; er wird zum Anhänger einer Gc» burtenkontrolle. Jene preußischen Ziffern liegen uns leider nur bis Ende 1923 vor. Es wäre von wesentlicher Bedeutung, die Tendenz auch in der allerjüngsten Zeit zu verfolgen. Das ist möglich auf Grund anderer Untersuchungen für das erste Halbjahr 1039 für Preußen und das D e u t s ch e R e i ch. Geburtenziffern im 1. Halbjahr: Freistaat Preußen. preußische Großstädte 1928 29,99 18,52 1939 19,9d 17,75 Rückgang ~ 0,95 - 0,77 Nimmt man an, daß etwa die Hälfte der Menschen in Preußen Großstadtbewohner sind, so ergibt sich, daß in dem nichtgroß' städtischen Teil des Staates«in Geburtenrückgang von 21,48 auf 20,35,(lifo mit 1,13 je Tausend vor sich gegangen ist gegen nur 9,77 in den Großstädten. Das ist ein unzweifelhafter Beleg dafür, daß die geschilderte Entwicklung weiter geh t•) Für das ganz« Reichsgebiet liegt eine Berechnung vor, aus der man das deshalb noch bester nachweisen kann, weil sie eine noch feinere Unterteilung vornimmt: Lebendgeborcne auf 1999 Einwohner im Deutschen Reich: Hier sind zwar die Landgemeinden nicht gesondert ausgewiesen. Indes läßt sich berechnen, daß in den Orten unter 15 9.99. einer Gruppe also, in der das p l a t t« La n d die entscheidend« Aolle spielt, der Geburtenrückgang in den ersten Halbjahren der letzten zwei Jahre wiederum nur um etwa 1"Im zurückging gegenüber etwa 9,1 in den Großstädten. Späteren Untersuchungen soll es vorbehalten bleiben, sestzusiellen, wie sich der Geburtenrück- gang in den einzelnen Landcsteilen auswirkt, je nachdem, ob Großgrundbesitz oder Klein- und Mittelbetriebe vorherrschen. Zusammenfassend kann also gesagt werden: Der frühere außerordentlich große Unterschied in Kinder« reichtum zwischen Stadt und Land verringert sich ebenso. wie der Unterschied zwischen den einzelne« Konfessionen. den einzelnen Landeögegenden und de« einzelnen Klasse» nach frühere» Untersurhuagcn zusammenschrumpft. *) Neuere amtliche Ziffern siir das Deutsche Reich tiegen noch nicht vor;«s ist schon heute anzunehmen, daß die derzeitige Krise vorübevgehend die Großstädte besonders scharf in bezug auf Gc- I burtenrückgang treffen wird. Atenisvl»«» imd Masclimen Ein Amerikaner gegen den Kapltalismns Zahe 1913 1921 1922 1923 1924 1926 1926 1927 1928 oitf dem Laru-l 32,10 29,17 26,74 24,63 25,44 24,82 23,27 21,69 21.61 ra der Stadt 25,66 22,67 20, k9 18,27 18,82 19,04 17,95 17,08 17.39 auf dem Lande mehr als in der Stadl + 6,50 + 6,50 + 6,15 + 6,38 + 7,12 + 5.78 + 5,22 + 4,66 + 4-22 Stuart Chase schreibt mit seinem Buch„Moloch Maschine"(Verlag Dicck u. Co., Stuttgart. Geh. 4�0 M.. geb. 6,50 M.) eigentlich ein Buch gegen den Kapitalismus. Aber Stuart Chase schreibt in Amerita, und schon aus diesem Grund Pt die Tendenz seines Werkes getarnt. Es macht die Maschin« .für die unerträgliche, Situation unserer Kultur verantwnrttich, wo er nur das lapitalsttstche Produktionssystem meinen kann, das di« Maschinen zur?lusbeutung des Menschen benutzt, statt sie dazu zu verwenden, unser Leben leichter, freier, glücklicher, sorgenloser zu machen. Hinter, dieser Untersuchung über die Wechselbezichmrgeu zwischen Menschen und Maschinen, Technik und Kultur steht ein ausgezeichnetes Archiv: was die Weltanschauung betrifft, die dahinter steht, so ist sie, wie gesagt, getarnt. Aber so ganz fest umrissen und klar wäre sie wohl nickst, selbst ohne Tarnung, wenn auch Stuart Ehase manche?lnalysen gibt und manchen Beweis erbringt, den man nur als marxistisch bezeichnen kann. Stuart Chase ist eben Eklektiker, dafür versteht er es, eindringlich und doch populär komplizierte SackTverhaite aufzudecken und zu belehren, ohne lehr- Haft zu wirken. Die Roboter Arbeitslosigkeit, Ueberproduktion, Kulturgefährdung. Kriegs- drohung, dos find die Fragen, die Chase kritisch untersucht. Der Literatur über das Fließband fügt er ein sthr lesenswertes Buch- kapitel hinzu.„Die Roboter" nennt er es. Ms Roboter be- zeichnet Chase seinn Arbeitertyp, der an das lausende Band oder ckbe andere Arbeitsnurschine fixiert ist, und dessen Tätigkeit in genau festgelegten, immer zu wiederholenden wenigen Handgriffe» besteht, 5 Prozent aller'Arbeitenden in der ganzen zivilisierten Welt sind nach dem statistischen Material des Amerikaners solche Roboter, die rein mechanisch arbeiten und bei der Arbeit nichts zu denke» brauchen. „Der Roboter ist von Jndustriekrankbeiten und iln fällen verfolgt: er unterliegt einer wachsenden Bürde geistiger Zerrüttung, die aus Ncroenzusammenbrüchei», Neurosen und Psychosen herrührt. Er wird zum Untermenschen, verliert seine Fähigkeit, an den Interessen des Staates ciircn ver- . nünftigen Anteil zu nehmen und damit die Neigung, sich in den Gesamtbetrieb einzufügen." Diese Feststellungen des amerikanischen Wirtschaftsspezialisten Chase decken sich mit den Ergebnisten der ärztlichen Untersuchungen über die Arbeit am laufenden Band, die Dr. Mayer-Dax- landen angestellt hat.(Siehe„Abend" vom 24. Februar 1931.) ?iuch nach Chase ist nicht die Arbeit an der Maschine, als solch«, die Quelle aller möglichen Neurosen und Psychosen, sondern nur die rein mechanisch« Zlrbeit, die den Menschen zum willen- losen Hebel macht, die ihn maschinisiert. Schauen wir uns einen Lokomotivführer an. Für ihn ist feine Arbeit eine Bestätigung seiner Kraft und Nützlichkeit.„Eine starte, kraftvolle Maschine mit einem Höchstmaß von Vcrantwort- lichkeir zu führen, ist nicht etwa eine«insörmig«, niederdrückende, seelenmordend« Arbeit, ganz im Gegenteil, sie fördert das Selbst- bewußtz'ein, verleiht Selbstvertrauen, beseitigt innere Hemmungen und hält uns von Unfug ab." Wer könnt« Chas« hier widersprechen? Die Schichten des Proletariats, die die qualifizierteste Arbett leisten, haben von je die führenden Kadres für den Klassenkampf gestellt. Ein Ülrbeiter aber, der aus dem Rücken unter dem Montageband „wie in einer Wiege" liegt und immer wieder den gleichen Bolzen festmacht, der sich bei dieser Arbeit wohlsühlt und heftig protestiert. wenn man ihn an«inen anderen Arbeitsplatz versetzen will, weil er nach seiner Auffassung den größten Druckposten im Wert hat, ein solcher Arbeiter wird nun und nimmer ein guter Gewerkschafter sein. Dos hat wohl auch D u b r e u i l«rsahren. Vorstandsmitglied der französischen Arbeitzkonföderotion und ehemaliger Arbeiter in USA., den Chase mehr sack) zitiert. Auch Dubreuil stellt in seinem Buch„Arbeiter in USA"(Bibliographisches Jnslüut, Leipzig) fest, daß man unmöglich das Maschinenwesen der„Dertierung" de« Arbeiters zeihen dürfe, da die Fließbantarbeit« vorzugsweise aus den stumpssinnigen Dauern gewählt würden, die aus dem ösllichen Europa zuwanderten, stumpf und dumpf seien und auch schon äußerlich an Gorillas erinnerten—„Gorilla" ist hier eine Anspielung aus einen Ausspruch Frederik W. Taylors, dem Initiator der wissenschaftlichen Betriebsführung, deren„Ideal vom Wirkungsgrad des einzelnen Arbeiters in der Industrie tarin be- steht, die Arbeit so weit zu vere'nsachen, daß ein dressierter Gorilla sie leisten kann"._____ „-- tör ein Norrenhaus passend" Aus die Frage„Ist das System richtig?" kommt Chase zu einer bitteren Verurteilung unserer Wirtschaft»-» ordnung und ihr« Gesetze, die er als„für ein Narren« Haus passend" bezeichnet. Denn das herrschende System über- nähme zwar bedingungslos alle Fortschritt« der Technik, denk« aber gar nicht daran, einen Ausgleich für die Menschen zu schaffen, die unter die unbarmherzigen Rollen der Dampfwalze eines Fort- jchritts fallen, der sich gegen die richtet, die ihn schassen. Chase fordert, daß die Beschäsligungsmöglichkeit mit der Arbeitszeit in Einklang gebracht werden muß: „Wir stehen einer immer rascheren Zunahme der Arbeits- n a t gegenüber, und wem: nichr sehr bald etwas geschieht, wird uns in Kürze ein böser Wechsel in Gestalt von CIcnb und Der- zweisiung präsentiert werden." Das wurde vor der Krise geschrieben. Der Wechsel ist inzwischen präsentiert worden! Ehase führt weiter aus. daß die- II e l>« r k a p a z it ät der Produktion, di« Jrsslation der Aittomattfierung aller Produk- tion». und Vcrbrouchsoorgänge eine Anarchie heraufbeschwören muß: „Die Erfindung löst die Arbeitskrast in noch nie dagewesenem Tempo ab. unA der Mann über 49 Jahren ist es. den dies« Tatsache am härtesten trifft." Die Ausschaltung erfahrener und stabiler Elemente aus dem Produktionspro, zeß Hot bösere Folgen, als sich bei oberflächlicher Beobachtung feststellen läßt. Daß nicht nur in dem gelobten Lande jenseits des Ozeans, sondern auch schon bei uns ein angegrauter Buchhalter sich die Haare färben und auf bleiche Wangen Rouge auflegen muß, das ist nur ein kleines äußeres Zeichen für die Entwertung von Menschen, die just durch ihre Reife und Geklörtheit besonders produktiv werden könnten. Was tun? Was tun? fragt Chase.„Nur«in von Grund aus um» wälzender Neuaufbau unserer Kapttalordnung kann diesen tückischen Entwicklungsgang, diese Schraube ohne Ende, zum guten Ausgang führen." Ehase weist nach, daß sich die Besitzer der Produktionsmittel immer und in jeder Situation gegen jeglichen sozialen Fortschritt gesträubt haben. So war es bei der Einführung der Dampf- Maschine, mit der die maschinell« Produktion begann; so ist es noch heute.„Die Verblendung der Zeit hat sich zu einer phantastischen Doktrin von freiem Unternehmertum erhärtet." 'Allmählich sängt die Welt an,„den Zusammenhang von Lohnhöhe, Kurzarbeit und Hygiene mtt Wirkungsgrad und gesunder Wirtschaft zu begreifen.?lder kein typischer englischer „Master" aus den dreißiger Jahren hatte von so etwas je gelstirt, und er hätte es auch für baren Unsinn erklärt, wenn ihm einer damit gekommen wäre. Und solch« Käuze gibt es übrigens heute noch!" Und daß in der Tat unsere heutigen Käuze und ihr« Argumente mtt den„Masters" von vor 199 Jahren und deren Argumente» durchaus geistesverwandt sind, das können wir nach- prüfen, wenn nur im Interesse unserer fünf Millionen Er- werbslosen eine Verkürzung der Arbeitszeit for- der». Die Einwände, die heute vorgebracht werden, sind um nichts stiehhatttger! Geor« Schwnrx. Olympiade- Ausscheidungen der Athleten Ostdeutschlands Ringer fertig für Wien Eine der stärksten Waffen Deutschlands auf der 2. Arbeiter- olympiade in Wien werden wieder die Kraftsportler sein. Im Ringen, Boxen und Heben steht der Deutsch« Arbeiter- Athleten-Bund nicht nur zahlenmäßig an der Spitze. Di« deutschen Vertreter im Ringen auf der Olympiade werden nun im ganzen Reich einer letzten Prüfung unterzogen, den Anfang machte Sonntag die ostdeutsche Gruppe mit Berlin und Brandenburg. Nachdem in den fünf Kreisen Ostdeutschlands die besten und technisch vollkommensten Könner der Ringkunst ermittelt waren, standen diese mehrfach ausgesiebten Techniker nun nochmals auf der Matte, um aus Ihren Reihen endgültig die sieben Besten aus ganz Ostdeutschland für die Wettkämpfe in Wien hervorzubringen. Die dem 4. Kreis(Berlin-Brandenburg) zur Durchführung übertragene Schlußrunde wurde in der„Neuen Welt" abgewickelt und gestaltete sich zu einem großartigen Ringkampfereignis für Berlin. Für die Vorkämpfe stellten die Kreise Pommern, Ostpreußen, Schlesien und Berlin-Brandenburg 23 Ringer: die Lausitz war nicht vertreten. Die Treffen standen unter Leitung des Kreisfportwarts Fischer und nahmen einen sportlich einwandfreien Verlauf. Um den Zu- schauern Gelegenheit zu geben, jeden Kampf zu verfolgen, hatte sich die technische Leitung entschlossen, die Kämpfe nur auf einer Matte austragen zu lassen. Das war praktisch gut, kam doch dadurch«in leder der Zuschauer auf seine Rechnung. Obwohl die krofwollen Ringer au« dem Reich die stärksten Angreifer waren, verstanden es die Kämpfer des 4. Kreises, durch feinere Technik ihre Gegner ge- schickt abzufangen und auf die Schulter zu zwingen. Di« Berlin- Brandenburger Ringer entsandten in die sieben Schlußkämpf« vier Vertreter, von denen sich drei erfolgreich behaupten konnten. Mit einer fast verdoppelten Energie wurde in den End- kämpfen zwischen den Erfolgreichsten der einzelnen fassen ge- rungen, hier gab es stets ein ganz erbittertes Ringen um«inen klaren und überzeugenden Erfolg. Die letzten Raffinesien und besten Tricks wurden blitzschnell und in wechselseitiger Folge angewandt. Und reicher Beifall belohnte die Ringer in diefer letzten Prüfung. Für die 2. Arbeiterolympiade placierten sich somit endgültig: Fliegengewicht Schmidt(Breslau), Aentamgewicht Naulin(Stettin), Federgewicht Hüffner(Berlin), Leichtgewicht Möller(Stettin), Mittelgewicht Eckert(Berlin), Halbfchwerge- wicht Fischer(Brandenburg), Schwergewicht Walloschk« (Breslau). Berliner Boxer in Landsberg Eine kombinierte Boxmannschaft aus den Berliner Arbeiter- athletenvereinen„Tegel" und„Lichtenberg-Friedrichs- f e l d e" weilte am Sonnabend in Landsberg-Warthe und trug gegen die Kombination„Eiche"-„Iahn"-„Boxfreunde" einen Mann- s cha ft s b ox ka m p f vor sehr gut besuchtem Hause aus. Die Ueberlegenheit der Berliner war zu groß, sie waren ihren Gegnern um Klassen voraus, dementsprechend ist der Sieg von Berlin mit l3 zu 3 Punkten einzuschätzen. Im Fliegengewicht wurde Hoff- mann-Tegcl Punktsieger über Löffel-Landsberg. Bantamgewicht: Henneberg-L.-F. zwingt seinen Gegner Schmunk-Landsberg bereits in der ersten Runde zur Aufgabe. Federgewicht: Berndt-L.-F. siegt über Granse-Landsberg in der ersten Runde durch k. o. Gmyrcck- L.-F. schlägt Apitz-Londsberg in der ersten Runde k. o. Im Leicht- gewicht führte Gellrich-L.-F. bereits hoch nach Punkten, als ihm in der dritten Runde ein Genickschlag unterlief, der seine Disqualifika- tion zur Folge hatte; Sieger Wolj-Landsberg. Preller-L.-F. wurde Punktsieger über Petrik-Landsberg. Weltergewicht: Schröter-Tegel schlägt Lauterboch-Londsberg in der dritten Runde k. o. Iachmann- Frankfurt/Oder muß die Ueberlegenheit von Schröter-Tegel durch ein« Punktniederlage anerkennen. Mittelgewicht:«inen äußerst horten, spannenden Kampf lieferten sich Stadler-Tegel und Schade- Frankfurt, er wurde nach drei Runden unentschieden gegeben. Oer rechte Mann am Schlauch! Einbrecher in„Rot Sport" Im kommunistischen Sport können es anscheinend nur solche Leute zu etwas bringen, die einen dicken Kumpen Dreck am Stecken haben. Wir haben aus diesem Loger schon allerlei Leute kennen- gelernt, über deren Herkunst ein« nicht gerade vertrauenerweckende Dunkelheit lagerte. Vom gleichen Stamm« scheint auch der Mann zu sein, der das kommunistische Blatt„Rot Sport" leitet. Aus den Spalten dieses Organs steigt ein Duft auf, der wohl nur für kommunistische Nasen so lange erträglich ist, wie sie nicht an die frische Luft kommen. Wird ihnen einmal ein Luftwechsel zuteil, dann fällt ihnen der penetrante Geruch so auf die Nerven, daß sie heftig zu nießen beginnen. Der Mann, der den Inhalt des besagten Blattes zu mixen hat, heißt Eugen Vetzer und ist«in ehemaliger Bauhilfsarbeiter aus dem anarcho-syndikalistischen Lager. Welche Rolle er dort spielte und wie man ihn dort geschätzt hat, das erfahren wir von einem, der ihn näber kennt. In der„Arbeiterturn, und Sport- zeitung" schreibt ihm M. Z.(ein bekannter von der„Roten Fahne" und der KPD.„abgebauter" und durch Streikbrecher ersetzter„Rene- gut"!) einiges ins Stammbuch. Danach ist der Eugen Betzer seinerzeit von dSn Syndikalisten wegen Einbruch in deren Büro und systematischer Versammlungssprengungen ausgeschlossen worden. Er wirkte als Anführer einer Bande von Gesinuungs- teufen. Das Rundschreiben mit dem damaligen Beschluß der Organisation wird in der„Arbeiterturn- und Sportzeitung" wörtlich abgedruckt. Man muß schon sagen, der Mann paßt in den Rot-Sport-Laden wie nach Maß gemacht. Solch« Helden braucht man dort zu dem duftenden Handwert der geistigen Fäkalienbereitung. Je übler es duftet, um so mehr zieht es gewisse Elemente an. Da darf auch ein Mann wie das immunisierte M. d. R. G r u b e seine Jauche auf die Gellert und Wildung ausschütten, ohne daß ihm«in verantwort- licher Leiter des Blattes das Nachtgeschirr aus der Hand schlägt. Doch legen wir wieder den Deckel auf Die Jauchengrube, es möfft denn doch etwas zu lieblich daraus hervor. �.iheiter-'L urner in der Serie Die Bezirksmannschaft des 1. Bezirkes(Osten) weilte zum Wettkantpf in Berlinchen und konnte die dortige Städtemann- schast nur sehr schwer schlagen. Das Resultat von 662: 631 Punkten sagt ganz deutlich, in welchem Maße die Teilnehmer zur Hergabe ihres Könnens gezwungen wurden. Es ist das erstemal, daß Wett- kämpfe in dieser Form stattsanden. Der Techniker des 1. Bezirks hat einen glücklichen Griff getan, indem er seine Vertreter aus den besten Bezirksvereinen FTGB.-Lichtenberg und Eintracht-Mahlsdorf entnahm. Die Berliner Vertreter wurden in dem kleinen Provinz- städtchen auf das herzlichste empfangen; dem Gastgeber wurde für die erwiesene Aufnahme bestens gedankt. In der Männer-L-Klasse der Serienwettkämpfe in Berlin gab es ein knappes Resultat. Mit 6 Punkten Vorsprung behauptete sich ASV.-Schöneberg über FTGB.-Osten 2. Resultat 393: 337 Punkte. Nur durch Pech unterlag Osten.— Eintracht-Mahlsdorf setzte die Siegesserie fort. Für die Spitzenreiter bietet Mahlsdorf fetzt eine starke Konkurrenz. In dem 417;SS4- Ergebnis ist die klare Ueberlegenheit gekennzeichnet. In Nowawes gewann Sportverein Moabit im besten Stil. Leuth old von Moabit turnte hervorragend und buchte an allen Geräten die meisten Punkte. Gespannt erwartet man nun den Ausscheidungskampf am 17. April: Wird es Moabit oder FTGB.-Lichtenberg machen? In der kam» wenden Woche stehen sich am Dienstag. 31. März, in der Turnhall« Straßmannstr. 6 um 29 Uhr FTGB.-Osten und FTGB.-Mitte gegenüber._ Die Europameisterschaften im Ringen. Bei den Europa� Meisterschaften im griechisch-römischen Ringen in Prag konnte Deutschland im Endergebnis einen guten Platz hinter Finn- land und Schweden erringen. Estland und Italien waren auf den nächsten Plätzen. Nur eine einzige Europameisterschaft ging an Deutschland, und zwar im Leichtgewicht, wo der Nürnberger S p e r li n g siegte. Einen zweiten Platz errang Deutschland im Federgewicht durch seinen Vertreter Hering, während dritte Plätze im Bantamgewicht durch Leucht, im Halbschwergewicht durch Vogedes und im Schwergewicht durch Gehring erzielt wurden. Die ersten Flachrennen. Nach einem kurzen Auftakt der deutschen Galopprennzeit mit einigen Hindernisrennen tritt am Mittwoch auch der Flachsport in seine Rechte. In Strausberg gelangen neben vier Prüfungen für die Steepler und�Hürdenspezialisten drei Flach- rennen zur Entscheidung._ BctfcMü&nnBrn im SStjrtf StrtntietQ. SH« ffTSB.Sddeu Bült k>!> ötripen Utbunqfa&cr.ie in den Lallen Böckbstr. 17—1» somU Kaiser-lsriedrilli. C-lraSe 4 und Sctlintt Str. 10 In Neukölln aufrecht. Die 2. Fiau-nabteilun, benudt ab Dien-Itaki. 14. Äpril. die aröftere und bessere Halle Beramann- fltoftc 60-65. Dort fiirden ffMucn über 35 Iabre Dienztaas von 2»— 22 Ubr beste Selkst-nbeif. moderne Srmnaftik iiu üben. Daneben ist für Spiel. Svort L-ichtatbleiit Eeleaenbett ,ur B-tätissuna IM greien auf folaenden Uebunasplästen: Srortvlast am Urban' Montags Spielen: Donners'aas Spl-le. Cvort und Leichtatblet.k. Plast am»reuiibera,«astbachstrasse: ffreitag, Sand- bollspiel, auch fllr den Nanubeziik.—«ei-ri Westen: Leute lest Irr Turnabend. Wahrend der Osterferien fällt der Uebunqsdetrieb aus. Wiederbeginn 14. April. — T-iirt 2 Karlottenburg: Karfreitag Tagestour aller Abteilungen nach ESnoante. Treffpunit Bhf. Ilharlottenbura 6 Ubr. fttr Rachgügler 6.40 Ubr Bihf. Gesundbrunnen. Gäste beglich willtommen. Arbeiter-Selüstenbund Groß-Berlin, e. B. Techniierststuna Mittwoch, 1. April. 1» Uhr. bei Tristram, Brist, Bllrgerstr. 4S—tS. 1. Beiirk. Borturnerkurl»». Mittwoch. 1. April, 20 Ubr, M Segner. Frankfurter Allee 236. Vor' ragsabend:„Unsere Organisation und tbr« Ein- richtungen". Galt« willkommen..____ Eiuzelmitglieber der Ruderer und Kannsahrer«» A.-T.«. 1.«reis. Genoss-n, die gewillt find, an der Osterfabrt teilstunehmen, treffen ssch ,ur Besprechung am Mittwoch. 1. April. 20 Ubr. in der Badeanstalt Sartenstrasse. Gäste willkommen._...,,-... startellbcsir! Charlottenburg. Rur Bestattungsfelei von ssrang Schur bt am Mittwoch, 1. April, 1b Uhr.«rematorium Wilmersdorf, treten die Bannet. und Kabnendeputationen 11% Uhr vor dem Arcmatoriulll an.— Ilm 20 Uhr Deltgiertenoersammluig bei Adler.„.,,_ greie äattbootsahrer Berlin, e. B. Osterfahrten. Abfahrt Donnerztaq. 1. Miestel ab Soldin. Abfahrt 17.« Ubr Echlessscher Bahnhof. sZllhrer: L. Lorn. 2. Spree ab Ubnst. Abfahrt 16.41 Uhr Anhalter Bahnhof UNS 17.32 Uhr Görlistcr Bahnhof(Rückfahrkarte Salbe). Mlhrer: Iungbluth. 3. sslösta und sfreiberger Mulde. Abfahrt 23.40 Uhr Anhalter Bahnhof(Rück- fahrkarte Dresden). Zllbrer: Tummcfcheit. 4. ssreitag. Z. April. Bleiske ob Lagow. Abfahrt 2.42 Uhr ssricdrichstrastc(Rückfahrkarte Krankfurt). Trommer. 5. Wentow. und Templiner Gewässer. Abfahrt 550 Uhr Gtettince Bahnhof(Rückfahrtarie Türftenbera). glHirer: Meoer. 6. Spree von«efttius bU B-estow. Abfahrt 6.55 Uhr Görlister Bahnhof, ifllhrer: Geifer. 7. Sonn. tag, 5. April. Dahme von Galssen bis Zlönigowustcebaufen. lfllhrer: Von. 8. Rhin von Rheinsbcrg bis Kremmen. Mhrer: R. Sturstwag«.». Ziievlist und Ruthe. Abfahrt 8.30 Uhr Bahnhof Sharlottenburg. Kllhrer: ftMiet. Säfte bei allen Zährten williomnien. Touriftenoercin„Die Roturfrenndc", zentral. Wie».«Ien,tag,»1. R-r,. 20 Uhr. Abt. Zriedrichshain: Zranf'urter Allee 307: Sefchäftliche«.— Abt. Zriedcnau: Offenbacher Str. 5a: Diskufsionsabend.— Abt. Lumboidthain: Willdenowstr. ö: Erunpenfragen(ONerfahrt)-— Abt. Norden: Lonnenburger Nrastc 2»: Eruppenangelegeubeiten.— Mandolinenorchester: 10-�21 Ubr ?-hannisstr. 15.— Str-ich-rch-stcr: 10-21 Uhr bei Beist-nberger. isrell>«a?k. strafte 0. vorn 1 Tr.— Abt. Südwest: Borckstr. 11: L-iMabend.— Statur. kundliche Abteilung: Zohannisstr. 15: Arbeitsabeud. Volkssport Rcukölln.Brist. 2. Männerabteiluna: Uebungsstunde» trvst Öfter. fericn- Donnerstag. 2. unb 0. April, Turnhalle Shausseestr. 137. Sumnaftit- abteilung: Dienstag. 31. Mär, und 7. April. Suf-ilenhalle.- Lesttt lWorma. tion und Anmeldung der RachMgler»ur Biertage-Osterfahrt der 2. Mädchen. abteilung: Donnerstag. 2. April. Treffpunkt der Biertagefahrer: Karfreitag. 3 April, 81h Uhr, Buschtrug.— 1. ffrauenabteilung: 2uartal«v«ilaimnlung Mittwoch. 8. April. 20 Uhr. bei Srieger. «GUM» MVMP fvesfaiiiiut Berl I ins BETRIEB KEMPIMSKlO Tässl. 5 u. Gl'-) Sanol. 2. 5 n. Eu E 4. Alex. 8056 Nehm. 60 Pf.— 1 M., abds. 1-2 M. Heute letzter Tagl Hermann Leopoldi der berllhmte Wiener Humorist Drlamio- Trappt. Esaaaofi 1 Gerta usw. Mo» gen Premiere mit neuen Attrakiionen! | Das neue Carisch- Porzellan isf da! Benen,Benfedern aiie firien Beumuiolluiaren billig und dauerhaft bei Ed. Hofffmeister, SO 36, Wiener StraBe 20 seit 40[ahren am Görlitzer Bahnhof Banrsiieiei seltsueiei braue,«cbwara 29.30 fKlotorradsilefei 22.50 25.50 MersliefeUlMst, 11.50 13. SO 15. SO Alle Sorten Sport-, Jaqd-, Reil-. Bsrufssticfcl SS. miätotr berlln SW 1» Spitt? kaarkt 7 \nr kt Brtd'i) MntarlTM NiooebhurzeM wird mein Lagerbestand in flerren-Anzflgen Mänteln, Lederjacken, Hosen usw. au Jedem annehmbaren Preis verschleuderl.— Unter anderem ein Posten herrlicher Modell- Anzüge 50 bis 70% billiger. Mer&erg ReaaMMiar Str. 8 200.000 Tafeln Oster- Schokolade Speise. Milch, Mocca, Milchr-Nuss lOOgr-Tafel nach Wahl 0.20 CARIfCH- KAFFEE CARISCH-OSTEREIER Sorte D? guter Santos Pfund 1.80 in grosser Auswahl! Zum Knabbern» Prävaal 1|2Pfd.Pakef 1.20 Sandgebäck m. Schokolade'Iz Pfd. O.SO Wiekend M2" 1.60 Montagne feiner span. Rotwein'(l Fl.exkl.GI. O.98 Carissima ,|2-- 1.80. Liebfraumilch fein u. mild O.9Ö | Das neue Carisch- Porzellan isf da! 80CARIICH- LXDEH Berliner npcTriO N C U k 5 i i B, w Labnetir. 74/7U Adrian;! An>1!« Arinihjensiaii Scrlin and Siglind I aiiilligerSillaserlSLiSSufaniiWi >r neun Sieh ist m fHästi nid KsieürsrinA btrocsfeUt ui rit Surrijohi« nne'cK. Carastieri 5 bis t beeil Aeuiiitr. In iskrier AasMuon, bajeatiltt, ml! riniarügar y'iastn nrnniOT. 3 st.ar ser! Kt. On ümllidier stammen!. Für Xinoar Z Paar 3,56 Hi. st-ibsawi. Fibdri Imii Erna Pnstkarli girügt, tdlBhlisus Bars Wllltersllltfl, KrooaBl, Irautaraar SiraSe 21(Oberfiukca). Gustav Bargende 1. Kaiserdamm 3, am Sophie-Ohariotte-Plata WindscbeidstraSe 11, Bahcbol Cbariottecburs Sarnmehmmmer C 4 Wilhelm 2640 «SSSSSSSA Uttfetera©euoifen- Paar und 4ii. laugjährigen Funklwnären« Aldln nnd Alice Verl| zu ihrer sllberne» Hochzeit hierniii gs bia horztichsten GlOckn-ansche: st, 01e Oeoossinocn und Oeunssen«> der 91. Abteilunst NeukSiln. Jii o« eseeee«*' Oster-Aßgebole! Bouctm-Teppichfi, ca. 200,800... IS. 50 Xamwgarn-Pliäsehtepiiicbs, 200,300 St.— Toumay-Teppicbe, 200 300.... 94.— Toornay- Lanier, ca. 68 cm br... 7.80 Wollplüsch-Diwandecken, ISO 300. 29.60 Gobeiin-Diwandecken...... 7.76-° Eoucle-Länler, mod. Streiten... 2.26a» Linoleum, Stragula-Teppiche o. Läufer