Mr. 158. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mart, monat= lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags- Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg Insertions- Gebühr berre fit on fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprech- Anschluß: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Die Polizei und Herr von Bleichröder. Freitag, den 10. Juli 1891. paffende regierungsfeindliche Preſſe einigermaßen gezügelt wird." Expedition: Beuth- Straße 3. in dessen Auftrage Gelder ausgezahlt hätten, wenn es sich. bestätigen sollte, daß der Polizeipräsident von Madai persönlich die frühere Maitresse Bleichröder's zu dessen Gunsten zu beeinflussen versucht hat, wenn in der That Berliner Santini's liegt, namentlich da nach den französischen Gesezen und Regierungsgewohnheiten die Macht der Polizei buchstäblich eine unbeschränkte ist und eigentlich nur durch die scharf auf Die Polizeiwirthschaft der französischen Bourgeoisrepublik Polizeidirektoren die Kassirer des Millionärs gespielt und In der Vossischen Zeitung"( Nr. 308 vom 6. Juli 1891) standalisirt sich ihr Bariser Korrespondent, Herr Süd- ist schmählich, kein Zweifel! Aber die öffentliche Kritik in seinem Auftrag der Bleichröder'schen Geliebten a. D. feld genannt Nordau, über die tiefgreifende Verderbniß der setzt scharf ein, die Presse erhebt warnend ihre Stimme und größere Summen übergeben hätten, so läge hier ein Fall Pariser Polizei. Eine Reihe von Schelmenstücken und die Justiz ruft die Polizei vor ihre Schranken nicht als des Boykotts unter obrigkeitlichem Schuße vor, wie er Das wäre eine Bubenstreichen höherer Polizeibeamter wird sorgsam ver- Beugen, sondern als Angeklagte, ja, sie verurtheilt diese ärger nicht gedacht werden kann. offenbare Verlegung des Rechts, eine krasse Gefährdung der zeichnet. Da giebt es Polizeikommissare, die zur Er- Angeklagten auch. Nun ist kürzlich eine Broschüre erschienen, die den be- öffentlichen Sicherheit, ein flagranter Mißbrauch der AmtsSchleichung von Unterschriften es handelt sich um die unrechtmäßige Erhebung von Depots sich schamlos her fannten Antisemiten Rektor Ahl wardt zum Verfasser gewalt und das schneidigste Eingreifen der Gerichte wäre geben und mit den liderlichen Vetteln, denen sie diesen hat:" Der Verzweiflungskampf der arischen Völker mit dem etwas Selbstverständliches. Die Berliner Polizei, sonst so argusäugig, wenn auch Freundschaftsdienst leisten, das ergaunerte Geld theilen. Judenthum. II. Theil. Der Eid eines Juden." Ahlwardt ift seiner ganzen politischen Richtung entsprechend ein streng- nur der Name des Verlegers auf irgend einer Druckschrift Hören wir Herrn Nordau selbst: Man jetzt sich immer dem Vorwurfe der Ungerechtigkeit, fonservativer, seiner Königstreue und Loyalität sich rühmender fortgeblieben ist, sonst so eifrig im Anstrengen von Be ja der Verleumdung aus, wenn man einzelne ungünstige That Mann, der sicher nicht wagen würde, gegen die mächtige leidigungsprozessen, hat bis jetzt noch keinen Schritt gefachen verallgemeinert und aus ihnen ein umfassendes Urtheil Stütze des heutigen Staats, die Polizei, fich zu wenden, than, um die schweren Vorwürfe, welche Ahlwardt gegen sie ableitet. Wir wollen also nicht verallgemeinern und etwa wenu nicht der Zug der Verhältnisse ihn gebieterisch dazu geschleudert, zu entkräften. Der Minister des Innern ist fagen: die Pariser Polizei wird von Betrügern und Schwind- gedrängt hätte. Daß er gegen die Polizei losschlagen muß, der Vorgesetzte des Berliner Polizeipräsidiums; es ist seine lern geleitet, sache bestehen, daß in einer einzigen Woche drei höhere Polizei- geschieht deshalb, weil er gegen Herrn von Bleichröder zu Sache, auf das schnellste dafür zu sorgen, daß die ihm beamte wegen ehrenwidriger Handlungen bestraft worden sind. Den Anfang machte Lalmand, Kommissar der Gerichts die Gidgeschichten. Ahlwardt sucht den Nachweis zu er heften will, sich reinige. Uns fümmern nicht die sittlichen Qualitäten der Frau polizei. Diesem Beamten lag die heifle Aufgabe ob, die bringen, daß der Leibbankier des früheren Reichskanzlers, Untersuchungen gegen betrügerische Bankiers, Börsen- und Kompagnon der Reichsregierung," ein markanter Typus Croner, die übrigens nach Ahlwardt im Jahre 1883 sogar Da die Mary Raynauds, der Bismarckei, in einer sehr unsauberen Geschichte einen vom damaligen preußischen Justizminister Friedberg in Finanzleute durchzuführen. Macé Berneaus, Jouanno's u. f. w. hier eine häufige Eid geleistet habe, der mit den Thatsachen nicht in Einklang Audienz empfangen worden ist, Alles- immer nach Ahlwardtim Interesse des Kompagnons der Firma BisGattung sind und jeden Augenblick ein Bantier" mit zu bringen sei. Doch uns fümmern hier nicht die privaten Liebeshändel marck, uns fümmert nicht der verbohrte Antisemitismus einigen Hunderttausenden oder Millionen durch die Lappen wischt, die er dem trefflichen es Lalmand nie an Beschäftigung. Es scheint nun, daß das des Barons von Bleichröder, dieses Häuptlings der Börse, Ahlwardt's, der im Geldjuden Bleichröder viel mehr den dieſes Bortänzers beim Reigen um während in Berührung ſtand, die guten Sitten des Polizei- Ahlwardt beschuldigt in seinem Schriftchen die Berliner allein um eine Rechtsfrage. Es giebt nur zwei Dinge: tommiffars verðarb. Er ließ sich bestechen, und wenn man Bolizei, dem Bleichröder bei seinen Versuchen, die widerlegen, bündig, schlüssig widerlegen oder eingestehen. zu unterdrücken, Aber was Noth thut, ist rascheste Aufklärung, ohne Aufschub, ihm nicht freiwillig Geld anbot, so verlangte er solches mit Skandal Affäre zu vertuschen und zu sein und ihm die rücksichtslos. Liegt eine unbegründete Anschuldigung vor, einer fühlen Offenheit, welche ihm die Bewunderung seiner an die Hand gegangen Runden aus dem Untersuchungsgefängniß erwerben mußte. mannigfachsten Dienste geleistet zu haben. Hier ist ein wohlan, den Verleumder wird die wohlverdiente Strafe Natürlich leistete er für das Geld entsprechende Dienste, ließ öffentliches Interesse in Frage. Es handelt sich darum, fob treffen. Ist hier ein böser Schaden aufgedeckt, so pade belastende Schriftstücke verschwinden, gestattete den faulen die Sicherheitsbehörde in der That einem reichen Privat- man die Schuldigen. Bankiers, die er faßte, ihren Mammon in Sicherheit zu bringen 2c. Er hatte einen Gekretär, Rouquier, der eben mann es ist für uns gleich, ob Repräsentant des befalls den Nang eines Polizeikommissars innehatte. Dieser schnittenen oder getauften Kapitals in einer solchen Annahm sich an seinem Vorgesetzten ein Beispiel und suchte gelegenheit so zu Willen gewesen ist, wie Ahlwardt auf ebenfalls im trüben Wasser strafrechtlicher Untersuchungen Grund von angeblich in seinem Besitz befindlichen amtlichen etwas Geld zu angeln, nachdem Lalmand seine größeren Fisch und sonstigen authentischen Material behauptet und zu erzüge ausgeführt hatte. Beide waren aber für Polizisten weisen versucht. merkwürdig findlich. Sie bedienten sich mit Vorliebe des Die Pflicht der Presse, wie überhaupt jedes Bürgers, gefährlichsten Werkzeuges, das es für Leute in ihrer Lage giebt, der Feder, und schrieben ihren Zuchthaus- Schützlingen jedes Steuerzahlers ist es, dringend eine rasche, bündige Erliebevolle Briefchen, wenn sie von ihnen Geld haben wollten. klärung der zuständigen Behörden, eine richterliche, unbe- tärzwecke werden dem Reichstage im nächsten Herbste zuDas wurde dann auch ihr Verderben. Unter den Papieren fangene Untersuchung zu heischen. Wenn es wahr wäre, daß gehen" eines gewissen Doucat, der fürzlich wegen Schwindels ver- laut einem kammergerichtlichen Erkenntniß vom 26. März 1881 thaten, taucht wieder und wieder in solchen Zeitungen auf, haftet wurde, aber zufällig nicht von Zalmand und Rouquier, ein höherer Polizeibeamter bei der Vornahme einer amt von denen man annimmt, daß sie zu Regierungskreisen fand man Briefe dieser beiden Beamten, in welchen sie bald lichen Handlung, der Aufnahme eines für die Klägerin Beziehungen haben", oder richtiger gesagt, daß sie Regnügte sich damit sie zit verabschieden. Eine gerichtliche Ber- wichtigen Protokolls als Bevollmächtigter des Beklagten gierungs- Einflüssen und Regierungs- Einfluſterungen(„ Inum 100 und bald um einige" 100 Franken baten. Man beines ist eine( Bleichröder's) thätig gewesen" ist, wenn wirklich preußische spirationen) zugänglich seien. Die Nachricht hat leider so etwas unheimliche Borstellung, daß die Sicherheit der Bariſer Polizeikommissäre eine Herrn von Bleichröder läftig ge- viel innere Wahrscheinlichkeit, daß wir sie für richtig Bevölkerung in den Händen solcher Lalmand's, Rouquier's und wordene Frau nach Kopenhagen transportirte und ihr dort halten müssen. Der berühmte„ Plan", welchen der vorige folgung hielt man nicht für nothwendig. Feuilleton. Nachdruck verboten.] „ Lasset uns dem lieben Gott durch ein andächtig Vater unser danken!" Er kniete zwischen seinen beiden Freunden nieder, und all' die Tausende folgten seinem Beispiele und ( 106 die Waffen im Arme sprachen sie laut das Gebet. In brünstig kam es aus den Herzen und wie ein Flammen brausen stieg es von der blutigen Wahlstatt zum Himmel empor. Auch die Sachsen fielen überwältigt auf ihre Knie Die Falkner von St. Vigil. Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tyrol von Robert Sa, weichel. Du guter Alter," murmelte er bewegt mit einem letzten Blick auf ihn. Langsam zog er seinen Säbel und darauf verschlang ihn das wüfte Ringen in Staub und und beteten mit. Sofer entließ sie nachher mit freundlichen Worten in die Heimath auf das Versprechen, nicht mehr gegen Tyrol die Waffen zu ergreifen. Politische Uebersicht. Berlin, 9. Juli. Erhebliche Mehrforderungen für Milidiese Nachricht, deren wir bereits Erwähnung einem französischen Obersten abgenommen worden. Die eroberten Fahnen und Adler wurden voran getragen. Dicht umdrängten die bewaffneten Schaaren das stolze Gespann, und die Straßen waren voll Menschen und aus allen Fenstern schauten sie und winkten mit den Tüchern und schrieen und jubelten, und alle Glocken läuteten und am Das war der Einzug Jun donnerten die Kanonen. eines Königs. Hofer hatte sich lange gesträubt, ehe er sich bewegen ließ, den Wagen zu besteigen, aber das litt er nicht, daß man ihn nach dem Schlosse fuhr. Zum Adler, seinem gewöhnlichen Absteigequartier, ging der Haspinger und Speckbacher brachen vom Schlachtfelde Triumphzug. Aber Ruhe fand er hier noch lange nicht. zur Verfolgung des Feindes auf, der sich an beiden Ufern die Straße vor dem Wirthshause blieb gedrängt voll des Jum zurückzog. Ambros war mit den Seinigen an der Menschen und sie fuhren fort, ihn hoch leben zu lassen und Pulverdampf. Dem Speckbacher gegenüber, bei Wiltan, standen die Spitze der Vorhut. Unablässig war er dem Feinde auf nach ihm zu rufen. Da trat er an ein Fenster und wie es Sachsen. Sie fochten als tapfere Soldaten und der Wasser- der Ferse, der die Höfe, Dörfer und Getreidefelder in still wurde, sprach er: fall der Gill war von Blut gefärbt, aber sie waren ohne Brand steckte, um die Verfolger aufzuhalten. Aber es half Freudigkeit. Die Hekatomben der Ihrigen, welche in dem Eng- nichts. passe zwischen Sack und Mittewald gefallen waren, hatten sie nicht zur Rache entflammt, sondern mit Schmerz erfüllt, mit für den Ehrgeiz des torsischen Eroberers gegen die Freiheit zurück: eines so heldenmüthigen Volkes streiten zu müssen. Als Speckbacher nun mit aller Wucht sich auf sie warf, baten sie um Pardon und streckten die Waffen. Er schützte sie, der indem er den Seinigen zuruf:" Denen thut nichts, es sind Sachsen und ganz brave Leut." " Gelt, das ist' ne lustige Jagd?" rief Herr Planta glänzenden Augen dem Landrichter zu und dieser rief Auf den Feind! Auf den Feind!" Durch Feuer und Flamme zum Land hinaus!" rief tothbart, und der Speckbacher scherzte: ,, Das ist das Fegfeuer für seine Sünden. Fegt ihn! Fegt ihn!" Und wie der Wind die Spreu fegt von der Tenne, so fegten sie den Feind aus dem Lande. „ Nun, so grüß' Euch Gott, meine lieben Sprugger. Ihr habt's mich zum Oberkommondanten haben wollen; so bin ich halt da. Andere sind auch noch da, die keine thun wollen, sollen heimgehen. Meine braven WaffenSprugger find. Haben auch tapfer mitthan. Die das nicht brüder werden mich nicht verlassen, so will ich Euch auch nicht verlassen, so wahr ich Andreas Hofer heiß! So, gesagt hab' ich's Euch, gesehen habt's mich. Jetzt behüt' Euch Gott!" Da waren die„ Sprugger" zufrieden und zerstreuten sich. Neuntes Kapitel. Von Wiltau aus fiel er dem Feinde in die rechte In allen Kirchen Tyrols, selbst in dem kleinsten DorfFlanke und entschied dadurch vollends den Sieg seiner LandsJust am Napoleonstage den fünfzehnten August leute. Marschall Lefebvre trat den Rückzug an. Mitten im Feld trafen sich Hofer, Speckbacher und hielt Andreas Hofer seinen Einzug in Innsbruck. In firchlein ward die Befreiung des Vaterlandes durch DankHaspinger und schüttelten sich die Hände, Dann erhob der grauer Lodenjoppe und Spithut ſaß er in dem Wagen, gottesdienst gefeiert. Einhellig hatte sich das ganze Bolt ben vier prächtige Schimmel zogen. Das Fuhrwerk war erhoben, keinen Unterschied des Standes hatte es in den Sandwirth seine Stimme und rief: Kriegsminister in der Budget Kommission des Reichstages enthüllte, ist zwar nachträglich dementirt worden, allein er entspricht so vollständig den Anschauungen maßgebender Kreise, und ist überdies so logisch vom Standpunkte des Militarismus aus, daß es eine optimistische Thorheit wäre, anzunehmen, er sei endgiltig aufgegeben. Dem Militarismus kann die gegenwärtige Kriegsstärke der deutschen Armee nicht genügen. Er hält den Krieg für die natürliche Bestimmung der Staaten und muß für Deutschland darauf bedacht sein, eine Truppenmacht ins Feld zu stellen, die der vereinten Truppenmacht Frankreichs und Rußlands gewachsen ist, denn der deutsche Militarismus ist zu realistisch, um die Armeen Desterreichs und Italiens als sicheren Faktor in Rechnung zu bringen. Diplomatische Schöpfungen, die ein politischer Windstoß über den Haufen werfen kann, haben in den Augen kalkulirender Militärs niemals Werth gehabt. Auf der andern Seite ist der Militarismus von einem tiefen Mißtrauen gegen das Volf erfüllt er hat den inneren Feind" ebenso wohl im Auge als den äußern und betrachtet daher die allgemeine Voltsbewaffnung als demokratisches oder sozialdemokratisches Teufelswert. Unter so bewandten Umständen muß der Militarismus fonsequenter Weise und konsequent ist er nach einer Verdoppelung der heutigen Heeresstärke streben genau wie der vorige Kriegsminister es als sein Jdeal bezeichnet hat. Am 4. Juni Morgens 9 Uhr hat unser Vertheidiger, Herr Rechtsanwalt Kohn, dem Ersten Staatsanwalt Schlüter und dem Staatsanwalt Sandmeyer in Essen mündliche Anzeige von den auf dem„ Bochumer Verein" vorgekommenen Betrügereien erstattet. Er hat den Herren genau an gegeben, in welcher Werkstätte die falschen Stempel angefertigt und aufbewahrt würden und einen ortskundigen Führer gestellt, damit auf dem Bochumer Verein" sofort eine Haussuchung vorgenommen werde. Leider hat die königliche Staatsanwaltschaft sich hierauf nicht eingelassen. Die von uns verlangte Haussuchung hat nicht stattgefunden, und die auf dem Bochumer Verein" aufbewahrten, falschen Stempel find natürlich sofort nach dem Bekannt werden unserer Beschuldigungen in den Schmelztiegel gewandert. Hätte die königliche Staatsanwaltschaft unserer wohlüberlegten und gutbegründeten Forderung entsprochen, so hätte sie die falschen Stempel jeht nach Duhenden im Besize." Die Staatsanwaltschaft wird, gegenüber dieser positiven Anklage, nicht umhin können, ihr eigenthümliches Handeln oder richtiger Nichthandeln zu rechtfertigen. Uebrigens sollen, nach Angabe eines hiesigen Berichte erstatters, auf dem Berliner Anhalt'schen Bahnhof Schienen in größerer Zahl mit nach= gemachtem Stempel" vorgefunden worden sein. Der Erfurter Todesmarsch war weit verhängnißvoller, als die ersten Nachrichten vermuthen ließen. Dußende haben dauernde und Hunderte vorübergebende Schädigungen Der Reichstag wies vor anderthalb Jahren den Plan" ihrer Gesundheit davongetragen. Und offenbar sucht man zurück, jedoch, dank der Feigheit des Zentrums, in einer die Sache zu vertuschen, so daß es sogar einem Korreso schwächlichen Form, daß die Vertreter des Militarismus spondenten des Leipziger Tageblatt" zu arg wird; derselbe die Ablehnung nicht für definitiv halten konnten. Sie warten schreibt: nur auf eine günstigere Zeit, und wenn nicht alle Anzeichen trügen, so glauben sie dieselbe gekommen. Wir müßten uns sehr täuschen, oder der Reichstag wird bei seinem Zusammentritt im nächsten Herbst sich mit dem Ideal" des vorigen Kriegsministers zu beschäftigen haben, das bis dahin greifbare Gestalt angenommen haben wird. Und wenn das Bolt seine Vertreter nicht kräftig ins Gebet nimmt und ihnen das Rückgrat nicht steift, wird der Reichstag sicherlich nicht den Muth und wohl auch nicht den Willen haben, scharf und entschieden Nein! zu sagen. Einen Nothstand sieht der Landrath des Kreises Hameln, der zu Sammlungen für eine Anzahl Gemeinden auffordert, in welchen die letzten Unwetter alle Feldfrüchte zerstört haben. Da es nun in Deutschland Hunderte von Gemeinden giebt, die sich in gleicher Lage befinden, so wird Herr von Caprivi schließlich doch wohl zu der Erkenntniß gelangen, daß er durch seine Ableugnung des Nothflandes in einen bedenklichen Konflikt mit den That fachen gerathen ist. Weimar, 7. Juli. In den hiesigen Blättern wird heute eine amtliche Darlegung der bedauerlichen Vorkommnisse bei den neulichen Gefechtsübungen veröffentlicht, die aber leider als eine befriedigende nicht anzusehen ist. Festgestellt ist hiernach, daß in der geradezu furchtbaren Hitze noch zur Mittagszeit eine weitere Gefechtsübung vorgenommen wurde, trotzdem die Mannschaften schon in aller Frühe aufgebrochen und über 20 Kilometer vor den ersten Uebungen marschirt waren, sowie trotzdem daß man wußte, daß das halbe Bataillon noch einen großen und sehr beschwerlichen Marsch auf schlechten, von guter Luft fast abgeschlossenen Wegen bis zu den Quartieren zurückzulegen hatte. Verschwiegen bleibt die auffällige Thatsache, daß kein Arzt zugegen war, sowie der Vorfall in Azmannsdorf, der den Bataillonskommandeur veranlaßte, allein mitten in der Nacht sich nach Weimar zu begeben. Man wird nunmehr das Ergebniß der eingeleiteten Untersuchung abwarten müssen." Strafen geendet hat, ist in mancher Hinsicht merkwürdig. E3 mußte überraschen, im republikanischen und demokratischen Frankreich ein Schauspiel zu sehen, das man höchstens in Deutschland zur Zeit des Sozialistengesetzes und der„ NichtGentlemen" oder" Schufte" erleben zu müssen erwarten durfte. Lafargue wurde wegen einer Rede verurtheilt, aus der dem blos Gerichtshofe ein Auszug vorlag, den ein wahrscheinlich absinthbeduselter oder von Natur trottelhafter Polizist angefertigt hat. Dieser Nichtgentleman" Tegte Lafargue Worte in den Mund, die er schlechterdings nicht gesprochen haben kann. Lafargue soll gesagt haben: " Die Unternehmer sind Müßiggänger und Säufer. Sie find unnük. Was macht man nun mit unnüßem Gethier? Man schlägt es todt.... Sie sind verfault. Man müßte sie also nicht todtschlagen. Denn man könnte aus ihrer Haut nicht einmal Handschuhe machen." Da hätte Lafargue also in einem Athem gesagt, man müsse die Unternehmer todtschlagen und man dürfte sie nicht todtschlagen. Nun genügt es, eine Seite von Lafargue gelesen zu haben, um überzeugt zu sein, daß der Polizist ihn verleumdet. Lafargue ist der Verfasser des( in Deutschland unter dem Sozialistengesetz verbotenen, übrigens in die meisten europäischen Sprachen übersegten) Buches„ Das Recht auf Faulheit", daß sich durch strenge Logik und würdige Ausdrucksweise auszeichnet. Rohe Worte, wie der Polizist sie ihm zuschreibt, vermeidet er stets, und man darf ihm glauben, wenn er in seiner Vertheidigungsrede entrüstet erklärte, der Belastungszeuge sei offenbar unfähig, einer zusammenhängenden Rede mit Verständniß zu folgen. Trotzdem hat der Gerichtshof geglaubt, Dr. Paul Lafargue, einen der berufensten Vertreter des wissenschaftlichen Sozialismus in Frankreich, zu einjährigem Rerter verurtheilen zu dürfen. Der Fall von Euline liegt etwas anders. Dieser Mann, ein ehemaliger Maschinist, zuletzt Handelsagent, hat wochenlang in Fourmiers gehegt und gewühlt und am 1. Mai die ausständigen Arbeiter aufgefordert, der Gendarmerie und der Truppe zu trogen, die Verhafteten zu befreien, vor den Soldaten nicht zu weichen u. s. w. Wenn es zum Schießen fam, so war es wahrscheinlich, weil das Volk der Versicherung Culine's glaubte, daß die Truppe niemals wagen würde, von ihrer Waffe Gebrauch zu machen, und infolge dessen ausharrte, als der Befehl zum Vorgehen und schließlich zum scharfen Schießen gegeben wurde. Er hat dafür sechs Jahre Gefängniß bekommen, immerhin eine schwere Strafe für bloße Reden, auch wenn diese Reden böse Folgen hatten. Voraussichtlich werden weder Lafurgue noch Culine ihre Strafen abbüßen, selbst wenn sie in der Berufung bestätigt werden sollten. Es wird ziemlich regelmäßig jährlich einmal für politische Verurtheilte die Amnestie gefordert und von der Regierung gewährt. So muß das Rechtsgefühl des Volfes eine doppelte Erschütterung erleiden: einmal durch das unverhältnißmäßig strenge und mangelhaft begründete Urtheil und ein zweites Mal durch den Nichtvollzug der Strafe." So ein Bourgeoisblatt. Wir werden auf diesen Prozeß, ber für die moderne Bourgeoisie charakteristisch ist, noch zurückkommen. Ueber den„ Vorfall in Azmannsdorf" sind wir nicht unterrichtet. Daß den oder die Offiziere, welche es veranlaßten oder duldeten, daß mit dem Leben der Soldaten sammlung zur Entgegennahme des Berichtes über das ErDer schweizerische Bundesrath hat die Bundesver in dieser Weise gespielt wird, eine schwere Verantwortung gebniß der letzten Boltsabstimmung auf den 27. Juli eins Was wir gestern über die schlimmen die schlimmen Ernte trifft, das bedarf keiner ausdrücklichen Hervorhebung; berufen. Aussichten in Rußland sagten, wird uns von und das Volk, welches dem Staat eine so schwere Blutabsolut zuverlässiger, Börseneinflüssen steuer entrichten muß, hat ein Recht und die Pflicht zu beiläufig absolut unzugänglicher- Seite vollauf beverlangen, daß das Leben und die Gesundheit seiner Söhne stätigt. In verschiedenen Gouvernements herrscht bereits nicht in solcher Weise aufs Spiel gesetzt, und daß die Hungersnoth die Getreidepreise steigen fortwährend, und Schuldigen aufs Strengste bestraft werden. Sie Regierung fürchtet den Ausbruch ernsthafter Unruhen. Auch die Handelskammer in Danzig, dem Mittelpunkt des Roggenhandels, spricht in dem Gutachten, das fie auf Veranlassung des Handelsministers soeben abgegeben hat, die Ueberzeugung aus, daß eine weitere Steige cung der Getreidepreise zu erwarten sei. Außerdem kommt noch die Nachricht, daß auch in Indien eine Mißernte zu erwarten sei. Wird nun endlich die Regierung von ihrem Optimismus gurückkommen und das thun, was die französische Regierung schon vor einem Monat, und unter weit weniger drückenden Verhältnissen gethan hat: die Abschaffung oder zum mindesten die Suspension der Kornzölle beantragen? Jedenfalls muß das deutsche Volt mit der Agitation gegen die Kornzölle fortfahren, auf der schleunigen Aenderung der Brotvertheuerungs- Politik bestehen und die sofortige Einberufung des Reichstages fordern. Die Untersuchung gegen Baare wird mit auffallender Schonung geführt. Herr Fusangel erklärt in seinem Blatt: ,, Die gebildeten und besigenden Klassen haben gern darauf verzichtet, sich durch ein Nothgesetz schützen zu laffen," heißt es in dem eben erschienenen Bericht des Meltesten Kollegiums der Berliner Kaufmannschaft bezüglich der Aufhebung des Sozialistengesetzes.„ Die freie, entschlossene und aufklärende Diskussion und das" feste Busammenhalten der gebildeten und besitzenden Klassen und der ihnen anhänglichen Arbeiter bilden einen Damm gegen die Sozialdemokratie." Welche Kourage das AeltestenKollegium auf einmal hat! Die Sozialdemokratie braucht nur einmal zu pusten, und der Laskerknüppel fällt den Börsenhelden aus den Händen, während das Herz ihnen in die schlotternden Hosen sinkt. Die Verurtheilung Lafargue's und Culine's von denen letzterer sogar sechs Jahre Gefängniß erhielt, blos weil er die Arbeiter gewerk schaftlich organisirt hat, erscheint selbst bürgerlichen Zeitungen monströs. Der„ Vossischen Zeitung" wird darüber aus Paris d. d. 6. Juli geschrieben: Jn Carlow in Irland wurde gestern ein Antiparnellit mit einer Majorität von 2200 Stimmen gegen einen Parnelliten gewählt. Die Sache Parnell's scheint verloren zu sein. Er selber hatte erklärt, daß der Ausfall der Wahl ein Zeichen für die Aussichten und die Stärke seiner Partei sein würde. Jetzt rechnen englische Blätter aus, daß bei den nächsten allgemeinen Wahlen kaum drei Barnelliten wiedergewählt werden würden. Am vorigen Freitag haben in Rom die Ver handlungen gegen einen Theil der Verhafteten vom 1. Mai d. J. begonnen. Einundfünfzig Beschuldigte sitzen auf der Anklagebant, nachdem sie länger als zwei Monate sich in Untersuchungshaft befunden haben. Sie sollen der bewaffneten Macht Widerstand geleistet und mit Steinen nach ihr geworfen haben. Der Beweis hierfür steht auf sehr schwachen Füßen. Unwiderleglich festgestellt wird nur, daß Militär und Polizei bei der Säuberung des Plates di San Croce in rohester Weise vorgegangen sind, und daß die Soldateska es an den üblichen Heldenstückchen gegen wehrlose Weiber und Kinder nicht hat fehlen lassen. Wer der Polizei in den Weg kam, wurde verhaftet, und diese Verhaftung genügte, um die Anklage zu erheben. Trotzdem ist das Schicksal der Angeklagten, das in den Händen der Klassenjustiz liegt, höchst unsicher. Mehrere hundert Jahre Kerker werden im Ganzen wohl verhängt „ Die Straffache gegen Paul Lafargue und Culine, die gestern in Douai mit der Verurtheilung beider zu schweren werden. Reihen der Streiter gegeben und ohne jede fremde Beihilfe, Hauptleute; denn die Wirthsstube im Adler erwies sich als nicht selten war's, daß ein Bäuerlein, welches bei der Felddurch seine eigene Kraft allein, hatte es den Feind ab- gar zu eng. Doch blieb Hofer, in dessen Händen jekt alle arbeit war, oder ein alt Weiblein, das des Weges tam, getrieben. Bivil- und Militärgewalt von Tyrol lag, im Adler wohnen ihm zurief:" Du, Andrä, halt' mal still!" Und der Andrä Das war ein Freudentag und für Hannes war es der erste und kostete sein Lebensunterhalt dem Lande täglich nur hielt still und stand den Leuten treuherzig Rede auf ihre glückliche Tag seines Lebens. Das große Ziel, zu dem er etwas über einen Gulden. Den Teppich, der den Fußboden zutraulichen Fragen nach allem Möglichen. Nu, phüt Di sich aus allem persönlichen Leid erhoben und für das er des Prunksaales bedeckte, hatten die bäuerlichen Helden Gott!" hüben und drüben und Jedes zog zufrieden seine feine ganze geistige Kraft eingesetzt, war ja erreicht. Warm säuberlich zusammengerollt, damit sie die schöne, bunte Straßen. strömte es ihm in der Predigt nach dem Hochamte über die Wirkerei nicht mit ihren Nagelschuhen verdürben. An die Speckbacher hielt unterdessen sein Augenmerk auf die Lippen; jedoch unter seinen zahlreichen Zuhörern wußte wohl unheilbaren Schrammen und Furchen, die ihr derbes Schuh- Vertheidigung der Landesgrenzen gerichtet und trug nur Lisei allein, wie tief aus seiner eigenen Brust der Sat werk in den spiegelglatten, viel kostbareren Parketboden Sorge, daß die Verhaue in den Alpenübergängen besser geschöpft war, daß der Mensch, wie er sein Dasein nicht riß, dachten sie nicht. Was wohl die Männlein wieder hergestellt und neue Befestigungen angelegt wurden. seinem eigenen Willen verdanke, auch die Arbeit seines und Fräulein, für deren Perrücken und Seidenfracks, Auch richtete er regelmäßige Wachen bei denselben ein. Lebens seinem Mitmenschen schuldig sei; daß er es für das Reifröcke, Buder, Schminke und Schönpflästerchen die ver Peter Mayr und Ambros gingen dem großaugigen Bauern allgemeine Wohl zu leben und dafür es hinzugeben habe, schnörkelte Pracht des Saales von Stuck, Vergoldung und von Rinn bei diesen Arbeiten tüchtig zur Hand. Ambros wenn es sein müßte. Das Bewußtsein, daß sie für ihrer Spiegelglas gedacht war, gesagt haben würden, wenn sie war wieder sein Ordonnanzoffizier geworden und der anAller Befreiung und in der Vertheidigung ihres heiligen diese derbkuochigen, urwüchsigen Gestalten in der groben strengendste Dienst war ihm der liebste. Der einst so überGlaubens gefallen wären, würde den Schmerz ihrer An- Bauerntracht auf den zierlichen Stühlen hätten sigen sehen, müthige Bursche war sehr, sehr ernst geworden. gehörigen mildern. Als er unter den Gefallenen auch den übelriechenden Tabak aus kurzen Pfeifen qualmend, und Mit dem edelsinnigen Peter Mayr und Hofers DrNamen des alten Arigaya nannte, wagte Liſei nicht, die gehört hätten die ranhe Sprache, das schallende Gelächter donnanzoffizier, dem heiteren Peter Siegmayr aus Ollang Augen vom Boden zu erheben. Die Ehre des Vaters ließ und die Scherze dieser ungefügen Bergföhne mit den nackten hielt er gute Kameradschaft, aber sein Weh trug er schweisie die Schande des Sohnes, der ihr Mann war, nur um Knieen! Mancher Damastsessel und manches lackirte Stühle gend für sich. so brennender empfinden. Afra's Augen aber wurden feucht. chen krachten bedenklich unter der Last, die sie zu tragen Es kam der Herbst mit feiner klaren Luft und seinen Hatte er sie selbst doch mit dem Schilde seiner Ehre gegen hatten, und gingen aus dem Leim; die Hauptsache aber leuchtenden Farben. Die Heerden wurden zu Thal getrieben die Menschen gedeckt, wie noch Jerg mit seinem Tode. daß Tyrol nicht krachte und nicht aus den und das Laub wandelte sein Grün in Gold und Roth. Im " Der Jerg ist ja krant, darum muß ich wohl ausziehen Fugen ging. Im Gegentheil, diese gewiß nicht Rebengelände harrten die saftvollen Trauben der Lese. Nach an seiner Statt," war sein letztes Wort zu Frau und Schwieger- immer ganz reinlichen Bauernfäuste, welche den Marschall einer Reihe milder, sonniger Tage, in denen Ferner und tochter gewesen. Die Nachricht von seinem Tode hatte Lefebvre so wüthig gezauft hatten und auf die mit köstlichen Schroffen, Wälder, Strom und Wiesen noch einmal Afra tief erschüttert, nicht nur weil sie seiner steten Güte Hölzern und Perlmutter ausgelegten Tische hineinhieben, als lächelten wie unter dem berauschenden Brautkusse des Frühs gegen sie gedachte und seiner Fürsorge für sie über das ob es eichene Wirthshaustafeln gewesen wären, führten lings, breitete sich ein grauer Himmel über das Thal und Grab hinaus, einer Fürsorge, über die Jerg vor Wuth Tyrol gar sänftiglich, und das ganze Land fühlte sich so entzog die Bergspizen dem Blicke. Aus dem Grau tönte schäumte, als er bei der Erbschaftsregulirung davon erfuhr. wohl wie nie unter dem Regiment des Hofer und seinem das Geschrei der Wildgänse und bleifarben rauschte Er strengte auch gegen Afra einen Prozeß auf Herausgabe Parlament von Bauernkönigen. Sie tannten freilich das der Inn. Eben an diesem Tage sah man die Innsdes Geldes an, das der Alte auf ihren Namen in Bruned Land und liebten es und besaßen gesunden Menschenver- bruder in ihren Festkleidern nach der Hofkirche bei deponirt hatte, obgleich der Landrichter ihm vorstellte, daß stand und Redlichkeit. Da gab es kein Schreiberwesen und der Burg strömen, unter deren Wolbung er den Handel nie gewinnen könnte. Nein, der Tod ihres Aftengeschmiere; mündlich, kurz und bündig ward resolvirt kunstvolle Grabdenkmal des Kaisers Maximilian aufMannes gemahnte fie an das Wort Lisei's, warum an und der Weg in die Burg stand siedem offen. Der Sand- ragt. Unheimlich fast erhob es sich in der grauen ihr der Tod im Kampfe vorübergegangen war. Dennoch wirth trug das ganze Staatsarchiv in seiner Joppentasche Dämmerung, und düster standen ringsum und schauten die vermochte sie ihr heißes Herz nicht in Reue zu beugen. bei sich. Haspinger war sein Minister des Innern, ehernen Standbilder der Männer und Frauen aus des Ambros war in Junsbruck geblieben und dort, in der Speckbacher sein Kriegsminister. Hofer selbst ritt und fuhr Raisers Geschlecht und unter ihnen die des Gothentönigs kaiserlichen Burg am Rennplage tagten Hofer und seine viel im Lande umher und sah selbst und hörte selbst und Theodorich, des ritterlichen Arthur von der Tafelrunde war, das ist.zeb adap Eine zweite Gruppe Angeklagter soll vor das Schwur- Isichten bereits mehrfach in offiziellen Neden der Partei ausge- nicht mehr zu sprechen komme und dens gericht gestellt werden. Sie gelten als die schwereren Ver- fprochen worden sind. selben als unabänderlich afzeptire. Die brecher", als geheime anarchistische Verschwörer, wie sie in Bei freier Wahl hätten wir Die Annerion von Elsaß Konsequenz wäre, daß die Sozialdemo italienischen und anderen Polizeigehirnen ausgebrütet werden. die deutsche Einheit 1870/71 Lothringen ist vollzogen, und tratie ihre Zustimmung zu den Rüstungen Unter ihnen befindet sich auch der deutsche Studiosus sicherlich anders gestaltet. Aber und hier im Hause sind von geben müßte, welche der„ Dreibund im Seite Körner, der nie in seinem Leben ein Anarchist gewesen nun sie einmal so und nicht unserer die unzweinteresse des Friedens" für nothwendig anders ist, sollen wir unsere deutigsten Erklärungen abgege- hält, und damit die Verantwortung Kraft nicht in unaufhörlichen worden, daß wir den bestehenden für die katastrophe mit übernähme, Aus Chicago- Vereinigte Staaten ist heute und unfruchtbaren Erörterungen Rechtszustand heute anerkennen." nachstehende Depesche eingetroffen: des Vergangenen vergeuden, Auer, Reichstages.v.9. Febr.1891. bie, wenn nicht eine Verständigung mit Frankreich erreicht wird, als Folge der Ereignisse von 1870 mit Nothwendigs fondern uns auf den Boden der Der Eretutivausschuß des Farmerbundes hat an seine Thatsachen stellen und unser Befeit eintreten muß und durch den Dreibund nicht verhindert Mitglieder ein Rundschreiben versandt, welches die Forderung streben darauf richten, die werden kann. enthält, daß der Terminhandel in Getreide verboten werde. Mängel jenes Wertes nach Abgesehen von dieser wesentlichen Verschiedenheit in Das Schreiben führt aus, der Spekulant sei der größte Feind Kräften zu beffern..." Auffassung der äußeren Politik nimmt Vollmar in seiner des Farmers. Denn da der Spekulant auf Lieferung nach Rede auch in Bezug auf die innere Politik einen Standeinigen Monaten verkaufe, zwinge er den Waarenbedürftigen, Wenn eine Arbeiterbewegung ,, Keiner der für den intersich einen Vorrath anzulegen, sodaß der Farmer, wenn er fein die Pflichten der internationen nationalen Gedanken noch so punkt ein, der unseres Erachtens für die Partei un Korn auf den Markt bringe, bereits die Mehrzahl seiner Kun- Verbrüderung zu allen Zeiten sehr begeistert ist, wird fagen, möglich ist. Die Haltung der Regierung in der Arbeiterden durch den Spekulanten versorgt finde, welcher bereits die erfüllt hat und weiter erfüllen wir haben keine nationalen schutzgeseh- Frage wir erinnern nur an den berüchtigten Lieferung übernommen habe. So bleibe dem Farmer keine will, so ist es die deutsche. Aber Pflichten." § 153 Die Rede Caprivi's über die Unteroffiziers Wahl, als mit großem Verlust an die Glevatoren zu ver- damit ist nicht ausgeschlossen, Liebknecht, Parteitag zu prämien, das Eintreten der Regierung für die Getreide faufen. Das Rundschreiben räth den Farmern, die neue daß es für uns nicht auch Halle, 15. Ottober 1890. zölle u. s. w. alles das hindert Herrn von Vollmar Weizenernte nicht zu schnell auf den Markt zu bringen nationale Aufgaben und Pflichten nicht, einen Optimismus zur Schau zu tragen, um den ihn der vertrauensseligste Nationalliberale beneiden könnte. Wir Es ist erfreulich, daß wir in„ Ich stimme bei, daß Deutsch- haben keine Neigung, uns in eine weitere Bolemit einzu Frankreich sozialistische Freunde land entschlossen ist, den Frie- lassen, weil wir der Ansicht sind, daß der einzige Ort, wo haben, welche dem chauvinistischen den zu halten. Ich bin über- solche Differenzen in einer für die ganze Partei befriedigenden Treiben widerstehen. Aber wes zeugt, daß weder in den höchsten Weise erledigt werden können, der Parteitag ist. Abgesehen halb leugnen, daß die maß- Kreisen, noch sonst in irgend höchstens von etwa nothwendig werdenden kurzen sachlichen gebenden Kreise jenes Landes einer Schicht der Gesellschaft die Richtigstellungen wird der„ Vorwärts" die Affäre Vollmar" durch einen verderblichen Chau- Absicht besteht, Deutschland in vor dem Erfurter Parteitag nicht mehr berühren. vinismus und durch ihr efel- einen Krieg irgend einer Art zu mit dem stürzen. Gleichwohl aber haftes Kokettiren ruffifchen Barismus viel Schuld wir sind hier in Verhältnissen, die von unserem Willen unan der Unruhe in Europa und den unaufhörlichen Rüstungen abhängig sind. In Frankreich tragen?. = und setzt den Minimalpreis für nach New York zu liefern- giebt." den Weizen auf 1 Dollar 35 Cents fest. Die Farmer werden aufgefordert, sich zusammenzuthun und sich zu verpflichten, nicht zu niedrigeren Preisen zu verkaufen, außer wo fie kontraktlich dazu verbunden seien. Die Verfasser des RundSchreibens sprechen die Zuversicht aus, daß die Farmer diesen Rath befolgen werden." Die Nothlage der amerikanischen Farmer ist unzweifel haft eine Folge des Kapitalismus. Sie sind zu neun Zehnteln in den Händen der Spekulanten und Eisenbahn- Kompagnien, von denen sie aufs Schmählichste ausgebeutet werden. Der Terminhandel" ist selber nur ein Auswuchs des kapitalistischen Systems, welches die amerikanischen Farmer ebenso ficher zu Grunde richtet, wie die deutschen Bauern. Nach einer Depesche aus Amerika hatte die chilenische Kongreßpartei einen entscheidenden Sieg über den Diktator Balmaceda davongetragen. Möge die Nachricht sich bestätigen! Die Münchener Post" enthält betreffs der Bollmar'schen Rede folgenden Artikel, den wir im Jnteresse eines objektiven Urtheils veröffentlichen: Eine Feststellung. Der Parteivorstand hat, auf Andrängen aus dem Auslande, die Erklärung abgegeben, daß die bekannte Eldorado- Rede die persönlichen Ansichten Vollmar's über die innere und äußere Lage des Deutschen Reiches wiedergebe und nicht Namens der Partei gehalten fei. Diese Erklärung ist formell insofern unanfechtbar, als jede nicht auf Grund eines ausdrücklichen Parteibeschlusses gemachte Aeußerung eines sozialdemokratischen Redners oder Verfassers Es braucht Niemandem verzunächst nur die persönliche Ansicht ihres Urhebers ist, bis sie von einem mehr oder minder großen Theil der Partei angenommen sichert zu werden, daß wir zur wird. Diese Selbstverständlichkeit war aber schon bisher Nie- Diplomatie und ihren Werten mandem unbekannt, und ebenso wenig fonnte bei irgend einem wenig Butrauen haben. Nichts denkenden Hörer oder Leser der Eldoradorede ein Zweifel darüber destoweniger müssen wir für den bestehen, daß es Vollmar nicht eingefallen ist, seinen Worten ein Dreibund eintreten, weil seine anderes Gewicht als das ihres eigenen sachlichen Werthes geben Tendenz auf Erhaltung des zu wollen, was ja die Erklärung des Parteivorstandes auch selbst Friedens gerichtet und beshalb hervorhebt. Die deutschen Parteigenossen erfahren mithin aus eine gute ist." letzterer nichts Neues, außer dem Einen: daß es nämlich ausländische Sozialdemokraten zu geben scheint, welche sich vorstellen, daß unsere Abgeordneten und übrigen Vertreter ihre Reden nicht nach ihrer eigenen freien Ueberzeugung halten, sondern nur nach vorher genehmigten Heften lesen. Wenn die Erklärung des Parteivorstandes den Erfolg hätte, diese sonderbare Auffassung vom Wesen einer sozialdemokratischen Partei ein für allemal und in den weitesten Streifen abzuthun, so könnte dieser Nußen verschiedene Bedenken aufwiegen. " Wenn jemals im Auslande werden. todoc 10 man mag das verurtheilen, man mag das auch bedauern, die Thatsache ist unumstößlich -in weiten Kreisen Frant reichs und zwar in den maßgebenden Schichten denkt man nach wie vor daran, die Erfolge des Krieges 1870/71 wieder zu beseitigen... Aus diesen Motiven resultirt das Bündniß, das heute zwischen Rußland und Frankreich besteht. Mag es nun schriftlich abgeschlossen sein oder nicht; es ist durch eine gewisse Interessensolidarität zwischen den beiden Ländern gegen Deutschland vorhanden und wird zur Durchführung gebracht." Bebel, Reichstagssigung, 25. Juni 1890. sid V " Die Münchener Post" enthält folgende Notiz: Ueber diese( die Berliner Feenpalast-) Versammlung hat die Berliner Bolts- Zeitung" einen Bericht veröffentlicht, welchen natürlich die gegnerischen Blätter mit Bergnügen ab drucken. Diesem Berichte zufolge hätte Bebel in Bezug auf Vollmar's Eldorado- Rede gesagt: Dieselbe sei von allen Genossen verurtheilt worden, die Frattion billige sie nicht und er ( Bebel) habe Vollmar bereits schriftlich mitgetheilt, daß der nächste Parteitag ihn ob seines Verhaltens zur Rechenschaft ziehen werde." Wie zuverlässig dieser Bericht ist, ergiebt sich daraus, daß die sämmtlichen obigen Behauptungen desselben in der gegebenen Form die baare Unwahrheit sind. Wollmar Rede ist nicht nur nicht von allen" Genossen verurtheilt wor den, hat vielmehr in der Parteipreffe nicht wenig Zustimmung, Die nirgends aber prinzipielle Gegnerschaft gefunden. " Fraktion" fann schon deshalb nichts mißbilligen, weil sie seit neun Wochen nicht mehr verfammelt war. Und Bebel hat Vollmar nicht ein einziges Wort in der angegebenen Richtung geschrieben!" Nach dieser Notiz könnte es scheinen, als habe Vollmar überhaupt keinen Brief von Bebel erhalten, und als habe Bebel in jener Versammlung die Unwahrheit gesagt. Bebel Wenn es gelungen ist, den hat aber eine Bestätigung des Empfanges jenes Briefes Wenn es gelungen ist, den Dreibund zu Stande zu bringen... durch Frau v. Vollmar erhalten. Es handelt sich also nur so ist eben dieser Bund zu Stande um den Wortlaut des Urtheils, das Bebel über die gekommen, weil die Interessen Vollmar'sche Rede gefällt hat, und da braucht Vollmar mur der drei Reiche gegenüber den die betreffenden Stellen des Bebel'schen Briefes zu veröffent Bestrebungen, die Frankreich und lichen, und der Fall ist aufgeklärt. Rußland miteinander im Bunde verfolgen, nothwendig solidarisch find, wie immer auch sonst die Bölfer dieser einzelnen Staaten zu Korrespondenzen und Parteinachrichten. einander stehen Ich habe die Ueberzeugung, daß fein Staatsmann, weder in Defterreich, noch in Italien, noch in Deutschland, so lange diese Lage Aus dem Kreije Hörde, 6. Juli. Der sozialdemokratische dauert, je sich den Gedanken bei- Abgeordnete Molkenbuhr hat eine Agitationsreise in den hiesigen kommen lassen kann, von diesem Bezirk unternommen. Derselbe stößt bei Abbaltung von Ver Bunde sich loszulösen, weil er sammlungen aber auf einen Widerstand, an den er wohl nicht damit fein eigenes Heimathland gedacht hat. Die Wirthe weigern sich nämlich vielfach, ihre Säle der drohenden Gefahr aussehen zur Abhaltung von Versammlungen herzugeben, weil die Polizeiwürde, falls die beiden anderen behörde für solche Versammlungen die Schantsperre einführt. verbündeten Mächte in einem Der Wirth darf zwei Stunden vor und nach derselben feine Kriege niedergeschlagen würden, geistigen Getränke verabreichen. Die Polizeibestimmung beruht mit Kriegsgefahr und Untergang auf einer Verordnung von anno Tobak". fich bedroht zu sehen." Bebel, Reichstagssigung, 25. Juni 1890, Wir haben es schon oft er Was nun die Aufnahme der Erklärung in der Presse betrifft, so reiben sich verschiedene gegnerische Blätter bereits vor Vergnügen die Hände, weil sie darin eine vollständige Desavouirung Bollmar's" sehen und hieraus in der einen oder anderen Weise Nußen zu ziehen hoffen. Sie werden wohl enttäuscht werden, wie sie es noch immer wurden, so oft sie in den zur Bildung einer Parteimeinung in irgend einem Punkte nothwendigen Erörterungen nichts als Streit und Spaltung sehen konnten. Uebrigens wollen wir, zur Klärung der Sache, schon jetzt zeigen, daß die bekannten Ansichten Volmar's feineswegs nur feine eigenen find. Nachstehende Zusammenstellung derjenigen Punkte der Eldorado- Rede, welche im Auslande am meisten Staub auf irgendwo die Hoffnung bestehen flärt, und auch ich kann er gewirbelt haben, mit einer Reihe von Aeußerungen anderer sollte, daß im Falle eines An- klären, daß wir bereit sind, dem Barteivertreter ergiebt vielmehr die Thatsache, daß dieselben An- griffes auf Deutschland auf uns Baterlande gegenüber genau die zu zählen wäre diese Hoff selben Pflichten zu erfüllen, wie Ich Sobald unser Land weiß, daß nicht einer unter uns Gottfrieds von Bouillon und Karl des Kühnen von nung würde gründlich enttäuscht alle anderen Bürger.... Burgund auf Andreas Hofer und seine Heldenführer vor von außen angegriffen wird, ist, der in dieser Beziehung dem Altare. Der Prälat Egle zelebrirte das Hochamt und giebt es nur noch Gine Partei, anders denkt." Weihrauchduft erfüllte die Trübe. Dann winkte der Geist und wir Sozialdemokraten werliche dem Befreier Tyrols und Andreas Hofer beugte das den nicht am letzten unsere Pflicht Altars und der hoch- thun". Rnie auf den Stufen des Altars würdige Herr legte um seinen Nacken eine goldene Gnadenkette, die Kaiser Franz dem treuen, tapferen Manne für seine Verdienste um das Vaterland reichen ließ. Die in der Kirche Anwesenden weinten Freudenthränen über die kaiserliche Huld, die ihrem Hofer zu Theil wurde, und selbst das Feuerauge des ehemaligen Wilderers Spect bacher vergoß eine Thräne. Die milden, klaren Augen des bärtigen Andrä leuchteten, als er wieder zu seinen Hauptleuten trat und stumm bewegt, mit einem Blicke, der zu sagen schien: Ihr seid es, die der Kaiser in mir ehrt, drückte er ihnen die Hand. Still ging er in ihrem Geleit aus der Kirche. Wollmar, München, 1. Juni 1891. Auer, Reichstagssigung. vom 8. Dez. 1890. Es ist erklärt worden,.. der Deutsche Reichstag nehme sich nicht mit solcher Wärme der Bertheidigung des Vaterlandes an, wie das französische Parla2ment. Nun, ich möchte sagen, daß, was die Vertheidigung des Baterlandes betrifft, alle Parteien einig sind; wenn es gilt, einem äußeren Feinde zur Abwehr entgegen zu treten, da wird keine Partei zurückbleiben." Liebknecht, Reichstagssizung vom 16. Mai 1891. * * * Leipzig. Das„ Leipziger Tageblatt" druckt einen Artikel des fogenannten„ Deutschen Bürger- und Bauernfreundes" ab, in welchem es u. A. heißt: Hat es ein Arbeiter herausgekriegt, daß es sich bequemer von den Arbeitern, als von der Arbeit leben läßt, und hat er sich durch Schimpfen auf die„ Bourgeoisie" und auf die„ Ausbeuter" einiges„ Ansehen" verschafft, dann ist für ihn der herrliche„ Zufunftsstaat" eigentlich schon da. Er macht eine Kneipe auf oder ein Bigarrengeschäft und die„ Genossen" nun tönnen haufenweise ihr Geld bei ihm sitzen lassen. Der Wirth oder Zigarrenhändler unterläßt natürlich nicht, bei jedem Glas Bier, Das er bringt und bei jeder Zigarre, die er hergiebt, einige schöne Worte von der Bedrückung der Arbeiter und der alleinfeligmachenden Sozial demokratie zu sagen bas gefällt dem Arbeiter und dem Ver Täufer bringt es noch mehr Kundschaft. Bei Kneipen und Zigarrenläden bleibt es aber nicht allein. Andere machen Kramläden auf und die Frauen der„ Genossen" müssen dort den Hausbedarf einkaufen, wobei natürlich der Herr„ Führer" außer der Waare sich auch seine sozialdemokratische Gesinnung" bezahlen läßt. Neuerdings arbeiten" die Herren Agitatoren auch als Stadtreifende und BücherVerkäufer. Dem Arbeiter ist es natürlich eine Ehre". wenn der angesehene Genoffe ihn aufsucht und von dem Heile der Menschheit mit ihm redet. So nebenher muß er natürlich etwas kaufen, was er nicht braucht und was ihm ein Stück Geld gekostet, das er für seine Familie hätte verwenden sollen. Den Arbeitern wird vorgeschwindelt, daß sie mit dem Einkauf die Partei unterstügen, denn ein Theil von dem Ertrage der abgesetzten Waaren fließe der Parteikasse zu. Das ist natürlich Betrug! Die Herren" Führer" nehmen, wie die tägliche Erfahrung lehrt, lieber etwas aus den Parteikassen heraus und gehen damit durch, als daß sie etwas zufließen" lassen. Wie lange sich deutsche Arbeiter von einem Haufen maulnoch nicht viel Aussicht auf Besserung vorhanden. In Berlin " Die Stadt gab ihm zu Ehren ein Festmahl und um ihn saßen seine lieben Waffengefährten, die Bauernhauptleute und Volksführer. Laute Fröhlichkeit herrschte an den Zu dieser„ Feststellung" haben wir Folgendes zu be- fertiger Müßiggänger noch ausbeuten lassen werden? Jezt ist Tafeln; doch Andreas Hofer war still und in sich gekehrt und ein wehmüthiges Lächeln schwebte um seinen wohl- merken: Die zitirten Neußerungen Liebknecht's und Bebel's über und Hamburg ist zwar vor den„ Geschäftssozialisten" gewarnt geformten Mund. Hoch schwellte die Hoffnung jede Bruft; denn der Kaiser hatte ja nun anerkannt, was seine treuen tlangen die Tyroler gethan, und auch Geld hatte er geschickt, und hell die politische age unterscheiden sich darin von denen er fann gegen ſie ankommen? Baben den ne flangen die Gläser auf das Wohl der kaiserlich königlichen Vollmar's, daß jene den Status quo als Thatsache an Geschäftssozialiſten die ganze Partei in der sand. Wein verscheuchten nicht die trüben Ahnungen Hofers. warfen. Liebknecht und Bebel haben insbesondere den Drei- der Name, der ihm für jene freche literarische Schwindelei Oberkommandanten von Tyrol. Jedoch die Lust und der erkannten, aber sich nicht zu seinen Lobrednern auf mit Fug und Recht Bauernfänger nennen. Das ist etwa Dachte er bei dem Glimmern der Gnadenkette mit dem bund stets als die traurige Folge der Ereignisse von 1870 gebührt. Bildnisse des Kaisers auf seiner Brust, daß man das und 1871 angesehen, die Frankreich in Rußlands Arme wurden, durch welche seitdem ganz Europa in ein großes Opfer zu bekränzen pflege, bevor man es zum Tode führt? trieben und die Ursache zu jenen ungeheuren Rüstungen ihnen fertig. Nur wenige Tage später kam Haspinger in großer Waffenlager verwandelt worden ist. Liebknecht und Bebel auch! der Innsbrucker Zeitung"; darin stand, daß Kaiser Franz hingewiesen und als einziges Mittel, ihm ein Ende zu raths- Wahlen hierselbst wurde Genosse Ignaz Hartmanı Aufregung in den Adler zu Hofer mit der neuesten Nummer haben stets auf die Ursachen jenes Zustandes mit" dem Kaiser Napoleon zu Schönbrunn Frieden ge- machen, die Aussöhnung mit Frankreich ver- mit 163 von 300 Stimmen gewählt. schlossen hätte. Hofer schüttelte den Kopf; er glaubte es langt. Vollmar weist nicht nur diese Aussöhnungen nicht. ( Fortsetzung folgt.) zurück, er verlangt sogar, daß man auf die Ursachen, welche biefen gegenwärtigen Zustand Europas geschaffen haben. Solchen Subjekten giebt man einen Tritt, und ist dann mi Und mit dem„ Leipziger Tageblatt"( humoristischer Theiv Krautergersheim, 6. Juli. Bei den gestrigen Gemeinde Theater. Freitag, den 10. Juli. Leng- Theater. Cavalleria rusticana. Borher: Der Barbier von Bagdad. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Orpheus in der Unterwelt. Bellealliance Theater. Tricoche und Cacolet. Ostend Theater. Berlin unter Wasser. Adolph Ernst- Theater. Die Gigerln von Wien. Schmöckwitz. Allen Freunden und Bekannten empfehle mein Arbeiter- Bildungs- Schule. Restaurant zum Segler- Schlößchen Freitag, ben 10. d. Mts., Abends 8 Uhr, im Saale der in Schmöckwitz. Her Für 2 and- und Wasserpartien zu empfehlen. Mehre Sonn- und Wochentage sind noch zu vergeben. Für vorzügliche Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. Ergebenst F. Wieland. 900L Wegen Aufgabe des Geschäfts E Königsbank, Gr. Frankfurterstr. 117: Versammlung. Vierter Cyclus- Vortrag des Herrn G. Ledebour über ,, Rassenkunde und Urgeschichte", behandelnd:„ Die Rassenelemente der europäischen Völker". Diskussion. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Gäste zahlen 20 Pf.[ 400/8] Der Vorstand. Kaufmann's Variété. Große Spe Großer Ausverkauf von Schuhen u. Stiefeln Achtung! zialitäten- Vorstellung. Concordia. Große SpezialitätenVorstellung. 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( Der Reinertrag ist für die sächsischen Landtagswahlen bestimmt.) Der Verfasser entwickelt in der vorliegenden Broschüre die Gesichtspunkte, die für die Betheiligung der sozialdemokratischen Partei an den sächsischen Landtagswahlen bestimmend find. Er bietet in ihr, neben einer Darlegung der bisherigen Thätigkeit der Parteivertreter im sächsischen Landtage, reiches statistisches Material, das, entsprechend benußt, für die Wahlagitation außer ordentliche Dienste leisten wird. Wir empfehlen den Parteigenossen die weiteste Ver breitung der Schrift und bemerken noch, daß dieselbe, in Rücksicht auf den Zweck, nur gegen Baarzahlung ab. gegeben wird. Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt" Berlin SW., Beuthstrasse 2. In unserem Verlage erschien soeben: Was die Sozialdemokraten sind und was sie wollen. Von Wilh. Liebknecht. Neue berichtigte und vervollständigte Auflage ( die zweite in Deutschland). Preis 10 Pf. ( 100 Exempl. M. 7,50, 500 Exempl. M. 30, 1000 Exempl. M. 50.) Der Werth der vorstehenden Schrift als Agitationsmittel ist überall bekannt: in wenigen Wochen ist eine 20 000 Exemplare starte Auflage abgesetzt worden, was am besten für ihre Brauchbarkeit nach dieser Richtung hin spricht. Hamburg!!! rdbeer- Bowle, Flasche 75 Pf., Glas Pferdewilhelm, zu seinem heutigen Dem Genossen Wilh. Gary, gen. 15 Pf.; Himbeersaft, Ltr. 1,50 M.; Wiegenfeste ein dreimal donnerndes Allen Freunden und Bekannten hierMed. Ungarwein, Fl. 1,50 u. 2 M.; Soch! von den Rothen aus allen Eden. mit zur Nachricht, daß der Stuckateur Hermann A. G. Sommerlade am Dienstag, den 7. Juli, 6½½2 Uhr Nachmittags im Eppendorfer Krankenhaus gestorben ist. Rothwein, Fl. 1,50 M.( Orig.- Abz.) Franz Beyer,[ 954L Prinzessinnenftr. 15. Parteigenossen u. Genossinnen empfehle ich meinen neu eingerichteten Garten mit zwei Kegelbahnen. Auch Empfehle allen Freunden und Genoffen mein Cigarren- und CigaretonGeschäft an der Grenze v. Tempelyof. 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Fieker, Oranienstraße 2a. 983L Sommer- Fest des Gauvereins Berliner Bildhauer morgen, Sonnabend, den 11. Juli 1891, in der , Neuen Welt" Hasenhaide 108. Grosses Fest- Konzert. Auftreten sämmtlicher Spezialitäten. Die Erstürmung des Schlosses bei Schorndorf. Historisches Kolossalgemälde aus der Zeit der Bauernfriege, das gegen 9 Uhr Abends seinen Anfang nimmt, auf der Schaubühne und im Garten zur Darstellung gelangt und seinen Höhepunkt in der unter Kanonenschlägen und grossem Brillant- Feuerwerk stattfindenden Erstürmung u. Zerstörung des Schlosses durch die Bauern erreicht. Im Göttersaal: Ausstellung von Folterwerkzeugen. Sehr beachtenswerthe Sehenswürdigkeiten, Ruinen, Burgen und sonstige Gegenstände, aus dem Jahre 1514 stammend. Grosser Fest- Ball Die Kaffeeküche ist von 4 Uhr an geöffnet. f. Eintritt 40 Pf., mit Programm, an der Kaffe 50 Billets find beim Raffirer Kühling, Oranienstr. 204, III, und in 878/15 den mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Der Vorstand. Verein der Sattler Tischler- Verein. u. Fachgenossen. Sonnabend, 11. Juli, Abends 9 Uhr: Sonnabend, den 11. Juli, Abends Geschlossene Mitglieder- Versammlung im Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom II. Quartal. 2. Ersaywahl des zweiten Vorsitzenden, eines Beisitzers, sowie der Revisoren. 3. Unsere Berichte im Vorwärts". Hierzu ladet ein 261/4 Der Vorstand. NB. Die Fahrscheine des am 18. Juli stattfindenden Sommerfestes des Vereins müssen am Dienstag, den 14. Juli, Abends 81/2 Uhr im Vereinslokale ab gerechnet werden. Achtung! Maurer 9 Uhr, Melchiorftr. 15: Generalversammlung der Krankenkaffe. L.- D.: Raffenbericht und Wahl zweier Beisitzer. Das Quittungsbuch legitimirt. 967L Der Vorstand. Bitte, lesen Sie! jeder Art vom billigsten Arbeits- bis Jedem, der seinen Bedarf an Kleidung zum feinsten Kammgarn- Anzug reell und billig faufen will, empfehle mein bekanntes, sehr reichhaltiges Lager in Anzügen, Paletots, einzelne Röcke, Jackets, Hosen, Westen 2c. 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Lithographen, 468b 527 L Carl Aurin. uopfloch- Stepper verlangt sofort Hartmann, Christinenstr. 2. 239b Tücht. Durchschnitts- Arbeiter finden dauernde Beschäft. b. Louis Michaelis, Steindrucker u. Berufsg. Stofftnopffabrit, Jeruſalemerſtraße 15. Sonnabend, den 11. Juli: Nachtpartie des Gesang Vereins Blätten lernen Pfandleihe G. Meyer, Staligerstr. ,, Senefelder" nach Grunewald. junge Mädchen( über 16 Jahre) und reff: 9 Uhr Abends präz. bei Triesch- werden dann gegen gute Löhne dauernd mann, Jüdenstr. 55. Alle Koll. eingeladen. beschäftigt bei Müller& Sussmann, Grüner Weg 119. Nr. 25. Pro Mt. u. Monat 2 Pf., üb. 30 M. 1 f. Zinsen. Verkaufe Uhren, Kleidungsstücke billig. 87b Größtes Lager Berlins Krankenkassen- Bücher Kinderwagen. Andreaskr.23, 5.v. find verloren gegangen im StadtbahnPlätterinnen 455b Allen Freunden und Genossen empfehle ich mein Weiß- u. BairischBier- Lokal, sowie Frühstück- und Soeben erschien: Ferd. Lassalle, wagen 3. Klasse am 7. 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Ein Zoll auf's Korn ist Zoll auf's Leben, Ein Zoll auf's Korn ist Volkes Tod, Ein Zoll auf's Korn heißt Satten geben Und rauben Hung'rigen das Brot. Kein Zoll auf's Korn! Kein Zoll aus's Leben! Kein Zoll auf Arbeit, Salz und Brot! Doch harten Zoll auf jedes Streben, Das Gold schlägt aus des Voltes. Noth. Freitag, den 10. Juli 1891. 8. Jahrg. Die berühren, als im April d. J. die gesammte Bourgeoispresse die Kandidaten gefallenen Stimmen erscheint um so befriedigender, sonst so geschmähten Bebel, Liebknecht 2c., nunmehr als sozial- wenn man in Betracht zieht, welche unerhörten Anstrengungen politische Musterknaben vorführte, deren gutem Beispiele die bösen seitens unserer Gegner bei dieser Wahl gemacht wurden. So Buben in Desterreich aus höllischer Niedertracht nicht folgen etwas hatte man in Mülhausen bisher nicht gesehen. wollten. Der Arbeiterfeiertag hat eben eine internatio- materiellen Mittel, über welche die zwei gegnerischen Hauptnale Bedeutung oder gar keine und die österreichischen Dele- parteien- klerikale und Bürgerpartei- verfügten, waren natürgirten zum Brüsseler Kongreß wurden beauftragt, für die Einheitlich viel reichere, als sie uns zur Verfügung standen. Dies era lichkeit der Feier wenigstens der Zeit, wenn nicht der Form nach, möglichte ihnen einen bedeutend größeren Aufwand an Flugblättern, energisch einzutreten. Der Umstand, daß der 1. Mai 1892 auf einen Plakaten, Stimmzetteln. Ein großer Nachtheil für uns war es Sonntag, 1893 auf einen Montag fällt, wird übrigens die Eini- ferner, daß die Zahl unserer Kandidaten feine vollständige gung vorläufig erleichtern. Bei der ungeheuren Raschheit, mit war; diesen Umstand machten sich die Gegner zum Theil in der welcher sich unsere Verhältnisse entwickeln, kann Niemand eine unehrenhaftesten Weise zu Nuze, indem sie den Glauben unter bindende Entscheidung auf viele Jahre hinaus verlangen. den Wählern zu verbreiten suchten, die nicht mit ganzen 36 Namen versehenen Stimunzettel feien ungiltig. Dieses schändliche Manöver hat uns ohne Ziveisel manche Stimme mega genommen. Um so schöner ist das troß alledem erzielte Resultat. Den Herren Leitern der Wahlhandlung gebührt keine besondere Anerkennung. Zahlreiche Wähler erhielten feine Wahlfarte und als gegen 4 Uhr das Ende des Wahlgeschäfts herangekommen war, lagen noch ganze Stöße von Wahlkarten im Rathhause, in deren Besitz die betreffenden Wähler nicht gekommen waren, weil sie ihnen nicht nach Hause gebracht wurden und weil der Zudrang der Abholenden im Wahlbureau auf dem Rathhause zu stark war. Geradezu großartig hat sich die internationale Solidarität, Andererseits kam es wieder mehrfach vor, daß ein Wähler mehrere welche im vielsprachigen Desterreich die Proletarier aller Zungen fest verbindet, erwiesen. Daß es gerade tschechische Ge- Jm Wahllokal in der Straßburgerstraße( Kleinkinderschule) soll nossen waren, welche gegen eine, übrigens höchst unbedeutende, die Urne 1813 Stimmzettel enthalten haben, während im Ganzen chauvinistische Schilderhebung energisch Front machten, ist um so nur 1799 als abgegeben notirt waren. Ohne Zweifel wäre die bedeutsamer als gerade den slavischen Arbeitern vielfach vor: Wahl aus diesen Gründen anfechtbar. Zu rügen ist auch, daß finnung nicht erheben und als in Böhmen eben jetzt wieder der u. s. w. seitens der betreffenden Bureautheilnehmer in fran tschechisch nationale Fanatismus Orgien feiert. Der Wiener 3ösischer Sprache vorgenommen wurde, die von dem größten Parteitag hat wahr gemacht, was unser Altmeister Engels in Theil der anwesenden Wähler nicht verstanden wird. Den Herren seinem Begrüßungsschreiben aussprach: muß in Erinnerung gebracht werden, daß die Wahlhandlung eine öffentliche und für jeden Wähler kontrollirbare sein soll. Sehr befriedigend mußte der ruhige, fachliche Zon wirten, in welchem die Debatten geführt wurden. Im Charakter fast aller österreichischen Volksstämme liegt mehr Fähigkeit zu flammender Begeisterung als zu nüchternem Urtheil und zäher Arbeit. Der Wiener Parteitag hat bewiesen, daß die Arbeiter gelernt haben, das Eine mit dem Anderen zu vereinigen. Das geistige Niveau der Partei hat sich ganz außerordentlich gehoben und sie verfügt heute über eine stattliche Zahl von geschulten, fachkundigen Kräften, welche ihrer schweren Aufgabe voll und ganz gewachsen sind. Wahlfarten erhielt. Robert Seidel( Zürich). Der Parteitag der österreichischen geworfen wird, sie könnten sich zu wahrhaft internationaler Ge- in verschiedenen Wahlbureaus die Stimmen verlefung Sozialdemokratie. Wien, den 6. Juli. = Unfer Rongreß hat in Wien stattgefunden, zwei Wochen Welch unbesiegbare innere Kraft unsere Partei besitzt, das Sehr bequem machte sich's das Wahlbureau im Steigerungsnachdem die Aufhebung des Ausnahmszustandes erfolgt war. beweist sie nicht nur durch ihre einander rasch ablösenden ErWohl ist bis heute die Ausweisung einer ganzen Anzahl von folge; nicht nur dadurch, daß sie, wie voriges Jahr in Deutsch- saal des Rathhauses. Trotzdem Jedermann auf das Wahlresultat Parteigenossen aus Wien aufrecht geblieben. Da aber die Regie- land, so dies Jahr in Desterreich den Ausnahmezustand über- mit der größten Ungeduld wartete, schlossen die Herren ganz ge= rung wiederholt und gerade in den letzten Tagen erklärt hatte, wunden hat. Sie beweist diese ihre Kraft noch weit mehr dadurch, müthlich gegen 8 Uhr das Wahllokal ab und begaben sich in diese Maßregel richte sich nicht gegen Sozialdemokraten, so ergab daß sie in allen Ländern Hindernisse besiegt und Dinge vollbringt, staunenswerther Gemüthsruhe für eine Stunde zum Nachteffen. fich die erwünschte Gelegenheit, einmal die Herren beim Wort zu vor denen die übrigen, aus den besitzenden Klassen sich rekru- Kommoder kann man sich's wahrhaftig nicht gut machen! Warum nehmen und die Gestattung der Rückkehr für einzelne Genossen tirenden Parteien ohnmächtig Halt machen. Während die be- ließen sich die Herren nicht ablösen, wenn ihnen der Magen denn ausdrücklich zum Zwecke des Besuchs des Partei- fizenden Klassen Frankreichs und die besitzenden Klassen Deutsch- so gar gewaltig fuurrte?" Die Stimmenzahl, welche unsere Genossen erhielten, stellten tags zu verlangen. Da die Regierung noch dazu unmittelbar lands sich mit unversöhnlichem Haß befehden, arbeiten französische vor einer Diskussion über Staatspolizei und Ausnahmszustand und deutsche Proletarier Hand in Hand. Und während bei Euch sich folgendermaßen: Hickel, Charles, 2612; Doppler, im Parlamente stand, gab es für sie aus dieser Zwickmühle in Desterreich die besitzenden Klassen der verschiedenen Kronländer Jérôme, 2485; Meyer, Conrad, 2476; Meyer, Emil, 2461; feinen anderen Ausweg als die eingebrachten Rückkehrs im blinden Nationalitätenhader des letzten Restes von Fähigkeit Müller, Philipp, 2456; Englert, Chriftian, 2452; Ruhn, begehren schleunigst bejahend zu erledigen. Damit ist nun zur Herrschaft verlustig gehen, wird ihnen Euer zweiter Parteitag Ignaz, 2451; Schüler, Georg, 2448; Fischer, Hilaire, 2447; auch in den Rest von Ausnahmezustand Bresche geschossen, was das Bild vorführen eines Desterreichs, das feinen Nationalitäten aug, Jakob, 2446; Ghrhard, Georg, 2443; ipéíius, Charles, 2440; Wilde, Ostar, 2416; Stipler, Albert 2394. für die Bewegung nicht nur in Wien, sondern in ganz Defter hader mehr fennt- des Desterreichs der Arbeiter." reich von ungeheurem Werthe ist. Korrespondenzen und Parteinachrichten. * Herr Straßburg, 6. Juli. Als es bekannt wurde, daß auch die Der Parteitag selbst, dessen Verlauf und wesentlichste Besozialdemokratische Gruppe" sich an den Gemeinderathswahlen schlüsse bereits mitgetheilt wurden, zeigte das erfreulichste Bild. betheiligen wolle, da gab es in gut bürgerlichen und besseren Für zurückgebliebene Länder wie Desterreich fann nicht der bureaukratischen Kreisen des spöttischen Kopfschüttelns und der faktische Bestand, sondern nur der Fortschritt gegen frühere hämischen Bemerkungen viel. So ganz sicher schien man sich vor Jahre für die Beurtheilung entscheidend sein. Der Wiener der importirten Waare" denn doch nicht zu fühlen und der Parteitag wies nun in Bezug auf die Breite und die Tiefe der tapfere Volksvertreter" Petri entwickelte eine ungeheure Thätige Bewegung ganz großartige Fortschritte auf. Von der allergrößten Halle a. S. Die Ordnungsparteien vereinigten sich feit. Mit der Schnelligkeit eines Orient- Expreßzuges eilte er bei Bedeutung ist es, daß große Voltstreife, welche früher ganz ferne ge standen haben, nunmehr Vertretung fanden. So ist es wichtig, daß hier bekanntlich aus purem Patriotismus, um zu verhindern, daß den bürgerlichen Kandidaten umber und hielt ihnen das rothe Die sich sonst hassen wie Feuer und Wasser, die slovenische Arbeiterschaft, bis vor kurzem dumpf und willenlos in die gute Stadt Halle eines schönen Tages von den Sozialdemo- Gespenst vor. den Händen der nationalen Heger und Pfaffen, sich zu regen be fraten umstülpt werde. Nach einem Bericht unseres hallischen Katholiken und Protestanten, Einheimische und Altdeutsche, sie ginnt, daß die Arbeiterbewegung in Galizien einen sehr aner Bruderorgans ſieht es aber aus, als ob die Errichtung der vereinigten sich zu den friedlichsten Kompromissen, und aus ihren fennenswerthen Aufschwung genommen hat. Das Lestere ist um großen Brei- Organisation, zu welcher sich die verschiedener Reihen bildete sich ein Bentral Komitee mit einer gemeinsamen so erfreulicher, als die Organisation der deutschen und czechischen Brüchen der Ordnungsparteien vereinigten, gerade noch zur Liste. Dann kam die sozialdemokratische Wahlversammlung, die Arbeiter in einem der wichtigsten Gebiete, in Desterreich- Schlesien, rechten Zeit vorgenommen worden wäre, um den finanziellen in ihrem guten Verlauf doch etwas verolüffend auf die Herren Die Sache schien also wirklich ge= durch den bisher todtliegenden polnischen Theil der Arbeiter auf Krach der Halleschen bürgerlichen Partei- Organisation zu be- vom Geldsack wirkte. Die„ 2-300" Schritt und Trift gehemmt wurde. Freilich stellte es sich auf mänteln. Das„ Voltsblatt für Halle und den Saalkreis" schreibt fährlicher, als man es sich gedacht hatte. Sozialisten mit ihrem populären Programm konnten wirklich dem Parteitage wieder einmal heraus, daß die österreichische nämlich: 250 M. hat die Deutsche Reichspartei nach Verlegenheit bereiten. Es wurde also für gut kenntliche StimmRegierung erdrosselt, was sie erdrosseln kann. Ihr guter Wille den Interessen der„ öffentlichen Ruhe und Ordnung", d. h. dem ihrer Auflösung noch an Schulden zu verzettel gesorgt: recht dünnes Papier und fetter Druck, der auf der Geldsack der Besißenden zu dienen, ist überall der gleiche; aber zeichnen. Dieselben sind, wie es in einem Zirkulare heißt, anderen Seite gut durchschimmerte. Die Vorsteher der Wahlder Erfolg des Druckes nimmt ab, sowie die Wider durch die erheblichen Ausgaben entstanden, welche im Laufe bureaus waren vertrauenswürdige" Männer 2c. Noch in letter standsfähigkeit der betreffenden Arbeiterschichte zunimmt. dieses Frühjahrs durch Veranſtaltung zahlreicher Versammlungen Stunde wurden die Arbeiter der Artilleriewerkstätte mobil gemacht. Während die deutschen Arbeiter in Desterreich sich trotz aller nothwendig wurden. Die Schulden der Deutschen Reichspartei Man fabrizirte aus ihrem Werkmeister schleunigst einen„ Arbeiter: können unmöglich von der neu- kandidaten", der am 3. Juli, also gerade vor dem Wahltag, proheißt es in dem Zirkular Drangfalirung den nothwendigsten Raum für ihre Bewegung erzwungen haben, sind die czechischen bereits erheblich schlechter gebildeten Allgemeinen Ordnungspartei übernommen werden und flamirt wurde. Es geschah das in einer Wahlversammlung, die baran, und gegenüber unseren polnischen und slovenischen Partei- werden dieserhalb die Mitglieder der nunmehr in die Allgemeine so verlief, daß es eine grobe Unterlassungssünde wäre, sie nicht genossen giebt es weder Recht noch Gesetz, sondern nur eine Ordnungspartei aufgegangenen Deutschen Reichspartei hierdurch in ihrem Verlauf zu schildern. Anwesend waren 25 Arbeiter der ein 15-20 unbetheiligte Neugierige und Paschawillfür, für welche der Ausdruck Polizeimaßregelung ein ersucht, freiwillige Beiträge zur Deckung des obenbesagten Defizits Artilleriewerkstätte, 1 Schreiber, der Kandidat, 80 SozialdeuroGerade diesen Theilen der an den Schatzmeister der Allgemeinen Ordnungspartei gelangen fraten, Goeler. Der Schreiber erklomm die Tribüne und ve unverdienter Ehrenname wäre. Vorschläge zur Bureauwahl. Ein Arbeiter Arbeiterschaft wird darum in nächster Zeit die Aufmerksamkeit laffen zu wollen." Also nicht einmal Iumpige 250 M. sind von der Hallischen langte und thatbereite Hilfe der Partei in erhöhtem Maße zugewendet werden müssen. Ebenso wurden zum ersten Male auf einem deutschen Reichspartei rechtzeitig gedeckt worden, und dieselben verlas sechs Namen, worunter der Schreiber als Vorsitzender. Wer Berge zu Nichts regt sich. Es muß also anders probirt werden. fozialdemokratischen Parteitage die Beschwerden der ärarischen wohlhabenden Leute, welche dieser Partei angehörten, muthen den Der Schreiber:" Wer damit einverstanden ist, erhebe die Hand." den Konservativen, gegen die genannten Herren ist, der stehe auf." Nichts regt Arbeiter laut und gaben Zeugniß dafür ab, daß der vielfach an- deutschen Arbeitern zu, an die goldenen Unter gepriesene Staatsbetrieb sehr wohl verträglich ist mit einem glauben, welche bei den Wahlen von einer ungeheuren Heiterkeitssalve klimmt das gewählte" Bureau Grade niederträchtigster Ausbeutung, welche der Privat Unter Nationalliberalen, Freisinnigen zc. so verschwenderisch versprochen sich. Also ist das vorgeschlagene Bureau gewählt!" auf das Podium. Schreiber Weiß hält nun eine große Rede, in nehmer faum erreicht; die Unersättlichkeit des einzelnen Rapi- werden! talisten erscheint im Staatsmonopolismus nur noch unverhüllter Mühlhausen i. E. Ueber den Ausfall der Gemeinderaths- der er die Vorzüge eines konservativen Arbeiters auseinandersetzt, und mit folossalen Machtmitteln ausgerüstet. Eine Hauptaufgabe des Parteitages war es, sich über die wahlen schreibt die sozialdemokratische" Elsaß- Lothringiſche Bolts und empfiehlt als Prototyp dieser Vorzüge seinen KandidatenErfolge zweier wichtiger Agitationsmittel Rechenschaft zu geben, zeitung" in 14517 lingeschriebenen wma, haben wir dies. Werkmeister. Nach ihm fagt irgend jemand aus der Bersautwelche in letzter Zeit zur Anwendung gekommen waren: die mal erlebt; 9087 an der wall theilgenommen haben nicht lung daſſelbe. Gin„ Arbeiter“ und der Herr Goeler flatschen Theilnahme an der Wahlbewegung und die Maifeier. weniger at 91ie bier et lich ungewohnte also ungefähr wüthend Beifall. Dann spricht Genosse Böhle, der nach einiger Es ist sehr bezeichnend für die Reife und die Einheitlichkeit der zwei Drittel. Die hier gänzlich ungewohnte Wahlagitation der Mühe das Wort erhalten, und wäscht den konservativen, Arösterreichischen Sozialdemokratie, daß in Wien, auf dem klaſſiſchen letzten Woche ließ bereits eine derartige Theilnahme voraussehen. beitern" tüchtig den Kopf.( Ungeheures Bravo. Den r Boden der anarchistischen Taktif, welche jede politische Bethäti- Wit erheuchelter und zum Theil aufrichtiger Befriedigung stellen ſizenden wird die Sache unheimlich, er entzien) Dem Borgung ausschließen wollte, auch nicht die Spur eines Widerspruchs die Blätter des Bürgerthums diefes erwachende Interesse nichtigen Vorwand Böhle das Wort. Der Patriot" Göler hält den öffentlichen Angelegenheiten fest, vergessen aber dann eine Schimpfrede, in der er die anwesenden Genossen„ herdes Folge ent- gelaufene Menschen" nennt. Genosse Hufenbeck machte noch che thin gegen die Betheiligung bei wichtigen Wahlen laut wurde. Von an allen Seiten, von Vertretern aus allen Provinzen, wurde hervor hinzuzufügen, ganze Boltstreise erst erschlossen, wie Kleingewerbler und Eine Ausnahme macht hiervon die" Frankfurter Zeitung", welche fervativer" Redner, der den Kandidaten herauszustreichen ver Bauern, die bis dahin ganz fremd und verständnißlos der schreibt:" Noch nie, so lange man sich denken kann, hat eine sucht. Der Vorsigende winkt dem Sprecher ab. In einer längeren Sozialdemokratie gegenübergestanden haben, nun anfingen zu Wahlbewegung die Einwohnerschaft der guten Stadt Mülhausen Ansprache stellt sich dann der Kandidat noch vor.( Goeler flatscht werden. so lebhaft erfaßt, wie diejenige, die binnen zwei Tagen zur Er- wieder wüthenden Beifall.) Die übrige Versammlung weiß sich und unserem unferem Programm zugänglich zu allseitigem Bravo,„ da ja völligen Zufriedenheit erledigt Ebenso erfreulich aber iſt es, daß die österreichische Sozialdemo. neuerung des Boeingis unpallein die Sostater Bevor Seiterfeit faum zu fassen. Der Vorsitzende begveiß sich So einfältig diese ganze fratie, so sehr sie bereit ist, jedes Mittel der Propaganda, also wegung sind Sozialdemo- Situation auch das Wahlrecht auszunuzen, so sehr sie aus jeder Schein- traten Schuld; fie sind es, die den Stein ins die Tagesordnung zur die Arbeiterschaft und ihre Organisation Vortheile zu ziehen dankenlos oder gleichgiltig war, aufgerüttelt Versammlung" war, so wurde sie von der unparteiischen" tonzession, welche die vielberufene„ Sozialreform" ihr bietet, für Rollen gebracht und Alles, was bis dahinge fei", die Sizung auf. teineswegs Jllusionen macht. Auch das hat der Parteitag/ bewußten Arbeitervertretern in das Rathhaus ist es, welche die eine eminent wichtige Rundgebung patriotischer Arbeiter herausdenken gezeigt. : daß es nur Gemeinderaths eine all' " und hebt unter " " " die gestrichen. Die Wahltage kamen heran und von Seiten der gleichgiltigsten Spießer diesmal an die Urne gejagt hat. Unsere Partei kann mit dem Resultat vollauf zufrieden sein. Gegner blieb kein Mittel unversucht, um einen Sieg der SozialDie Diskussion der Maifeier hat zu einem Beschlusse geführt, der auch für das Ausland nicht unwichtig ist. Die Ueber ein Viertel aller abgegebenen Stimmen sind auf demokratie zu verhindern. Unsere Stimmzettelvertheiler hat man sterreichischen Arbeiter sind durch die politischen Verhältnisse unsere Kandidaten geht er flere er gefriedigung befogar mit- Verhaftung bedroht. Troßdem haben von 9000 thres Landes darauf angewieſen, an der Arbeitsrube amgilenen Stimmen eine faum veränderte iſt, daß sich also unten lern der 4 städtischen Bezirke 1316 fozialbem 2000 Parteitag gezeigt, sich auch durch erheblich größere Opfer wie Parteigenossen weder von persönlichen noch nationalen oder irgend- Stimmen noch ab, so haben wir ein Sechstel aller städtischen unzweifelhaft ihre Lage durch das Verhalten der Partei in Parteipflicht genügt haben. Diese Thatsache erfüllt uns mit ermuthi- Bewegung in Straßburg ein vollgiltiger Beweis, denn die ZählDeutschland, durch das Verlegen der Hauptfeier auf den Sonn- gender Zuversicht für die Zukunft. Die Zahl der auf unsere probe ist für die Zahl der sozialdemokratischen Stimmenabgabe Wir treten hier nicht in eine Diskussion über die Mai- Kleinbürgerliche Element ihre eigenen Listen hatten, für die sie wenn wir die Zahl der Genossen, welche aus diesem oder jenem noffen, und ständen fie ignen so nahe, wie die deutschen, zu feier ein auf dem Brüsseler Kongreß und dem Erfurter Partei- gestimmt haben. Es wird wohl nicht zu hoch gegriffen sein, Schulden tommen au lassen. Aber es mußte sie höchst peinlich tag wird sich Gelegenheit dazu finden. tag. Die Defterreicher haben gar feine Luft, sich eine unberechtigte Einmischung in Berhältnisse und Entschlüsse ausländischer GeRed. d. V. als eratt maßgebend zu betrachten, da die Protestler und das Grunde nicht wählen konnten, auf 900-1000 schätzen, sodaß wir in einer Zahl von über 2000 zielbewußten Sozialdemokraten hier vertreten sein mögen. Ein hübscher Posten importirter Waare". Gegen die Kornzölle. angekündigt, in der Zeit vom 15. bis einschließlich den 30. d. M. vor den Augen seiner Begleiter lautlos in der Tiefe verschwand, täglich von Vormittags 9 bis Nachmittags 2 Uhr im städtischen ohne daß es den Erschrockenen gelang, den in den Fluthen vers Wahlbureau, Poststraße 16, 2 Treppen, öffentlich ausliegen. sinkenden Freund zu retten. Erst nach mehrstündigem Bemühen Während dieser Zeit fann jedes Mitglied der Stadtgemeinde gelang es, die Leiche des R., welcher im Wasser von einem gegen die Richtigkeit der Liste Einwendungen erheben. Diese Schlaganfall betroffen und so ertrunken war, aufzufinden und Einwendungen müssen in der gedachten Zeit schriftlich beim Ma- dieselbe nach der Wohnung seiner Eltern in Berlin zu bringen. gistrat von Berlin angebracht werden. Später eingehende Einsprüche kennen nicht berücksichtigt werden. Gewarnt wird vor einem Zigarrenschwindler, welcher sich den hochklingenden Namen von Bardeleben beilegt. Der= Lennep, 7. Juli. Die Volksversammlung am letzten SonnBekanntlich haben unsere Topfgewächse viel von den selbe, ein noch jugendlicher Bursche, erschien vorgestern in einem tag, in welcher der Reichstags- Abgeordnete Ulrich über die Regenwürmern zu leiden. Es fressen nun zwar die Regenwürmer Bigarrenladen in der Seydelstraße, kaufte für 9 M. Zigarretten, Forderungen der Sozialdemokratie und die Getreidezölle referirte, wie noch vielfach angenommen wird die Pflanzenwurzeln welche er in seiner Wohnung, Zimmerstraße 74, zu bezahlen verwar gut besucht, obwohl das schöne Wetter viele ins Freie ge- nicht ab, thun aber dadurch großen Schaden, daß durch die sprach. Als der Geschäftsinhaber die Waare durch seinen Sohn lockt hatte. Nach beendigtem Vortrag, welcher von der Verſammlung sehr beifällig aufgenommen wurde, beschloß die- Kanäle, die der Regenwurm gräbt, das Wasser sofort aus dem an den bestimmten Ort schicken ließ, wurde sie ihm dort auf dem felbe, der Wahl des Genossen Karl Meist als Delegirter Burzelballen abgeleitet wird und so das Austrocknen desselben Flur abgenommen; statt der Bezahlung aber erhielt der Ueberherbeiführt, was das Absterben der Pflanze zur Folge hat. bringer einen Bettel, ausweislich dessen der Besteller die Schuld um internationalen Arbeiterkongreß zu Brüssel zuzustimmen. Man vertreibt die Regenwürmer aus den Blumentöpfen am noch an demselben Tage selbst berichtigen werde. Wie sich nun Wilfter( Holstein). Eine am 3. Juli hier stattgehabte Volts- besten damit, daß man Senfmehl mit dem zum Gießen be- herausgestellt hat, handelt es sich um einen Betrüger; denn es versammlung nahm die Resolution des Parteivorstandes einstimmten Wasser vermischt. Die Würmer kommen bald nach wohnt ein Herr von Bardeleben in dem genannten Hause nicht. stimmig an und wählte Genosse Wolkenbuhr mit der dem Gießen an die Oberfläche und können dann entfernt felben Stimmenzahl zum Delegirten für den Brüsseler Inter- werden. nationalen Arbeiterkongreß. Bretenheim, 6. Juli. In einer gut besuchten Volks versammlung sprach gestern Nachmittag im Gasthaus zur„ Krone" der Reichstags- Abgeordnete Jöst über Kornzoll und" Reichsregierung und kritisirte die Haltung der letzteren in scharfer Weise unter allgemeiner Zustimmung. Wie aus Köpenick gemeldet wird, hat am verflossenen Montag der 12jährige Sohn eines Berliner Handwerkers, eines Gegen die Verbreitung unzüchtiger Bilder entfaltet jetzt Tischlermeisters Rudolph in der Brunnenstraße, einem 8jährigen die Polizei eine rege Thätigkeit. So wurde erst vor Kurzem bei Mädchen das Leben gerettet. Die Kleine spielte unbeaufsichtigt dem hiesigen Photographen V. eine ausgedehnte Haussuchung ge- am dortigen Mühlenfließ in der Nähe der Mendelssohn'schen halten und eine große Anzahl obsköner photographischer Platten Fabrik, beugte sich dabei zu weit über die steile Böschung hinaus und photographischer Abbildungen beschlagnahmt. Der betreffende und fiel in's Wasser. Der Vorfall war von mehreren Personen Photograph betrieb seit vielen Jahren ein ausgebreitetes Export- mit angesehen worden, die vergeblich versuchten, einen Kahn geschäft, besonders in„ Studien". Durch Annonziren, daß schöne loszumachen und so Hilfe zu bringen. Unter denselben befand Dorotheenthal( Schlesien). Der Reichstags- Abgeordnete Ge Mädchen von schöner Figur und schönem Kopf zu künstlerischen sich auch Emil Rudolph, welcher bei Verwandten seiner Eltern nosse Schwartz sprach hier am Sonnabend unter großem Bei- Zwecken nicht nur unentgeltlich photographirt werden, sondern zu Besuch in Köpenick weilte; der Knabe warf schnell entschlossen fall der Versammelten gegen die Kornzölle. Die Resolution fand auch eine Anzahl Photographien gratis erhalten, erwarb sich der Jacke und Weste ab, sprang in's Wasser und schwamm auf die einstimmige Annahme.- Zwei Voltsversammlungen im Neu- felbe im Laufe der Jahre eine große Anzahl Kundinnen; wie Stelle zu, wo die inzwischen bewußtlos gewordne Kleine wieder roder Kreis, in denen derselbe Genosse referirte, hatten das viele von diesen und zu welchen Bedingungen sich zu solchen aus den Fluthen emporgetaucht war. Es gelang dem muthigen gleiche Resultat. Die anwesenden„ Schwarzen" hatten nicht den künstlerischen Zwecken dienenden Aufnahmen" hergabeu, darüber Jungen, das Kind zu fassen und mit demselben nach dem Ufer Muth zur Entgegnung. schweigt des Sängers Höflichkeit; Thatsache ist, daß der betreffende zu schwimmen, wo er erschöpft zusammenbrach. Der Retter wie Bockenheim- Frankfurt a. M., 8. Juli. Trotz des Verbots Photograph mit diesen Studien" ein sehr flottes Geschäft machte. Die Verunglückte, die sich schnell wieder erholte, wurden in die einer beabsichtigten Bolksversammlung unter freiem Himmel und Bei einem anderen Photographen M. in Friedenau wollte die Wohnungen ihrer Angehörigen geschafft und wenige Stunden ungeachtet der Saalverweigerungen hatte auch unsere Stadt ihre Polizei vor einiger Zeit ebenfalls eine Haussuchung vornehmen; später spielte der kleine Lebensretter wieder vergnügt auf der Brotestversammlung. Gestern Abend versammelten sich die am als die Beamten dahinkamen, fanden sie aber das Nest leer. Bei Donnerstag nach der Germania geladenen Protestler bei regnerisch dem M. fand schon einige Monate vorher eine polizeiliche Hausrübem Wetter in der entlegensten Wirthschaft Bockenheims, um fuchung statt und wurde damals eine sehr große Anzahl start ine kurze Ansprache des Genossen Karl Freytag über die obstöne photographische Platten und ein bedeutender Borrath Agrarpolitik" anzuhören. Nach Annahme einer bündigen Reso- ebensolcher Photographien konfiszirt und M. sofort in Haft ge lution und einem anregenden Meinungsaustausch, in welchem auch nommen. Er wurde dafür mit vier Monaten Gefängniß bestraft, Saalsperre und die Gewerbeschiedsgerichts- Einrichtung besprochen jedoch gegen Hinterlegung einer Kaution auf freien Fuß gesetzt. wurden, schieden die Genossen mit einem dreifachen Hoch auf die M. hat die Kaution im Stich gelassen und ist„ verduftet." internationale völkerbefreiende Sozialdemokratie. 1 " Straße. Polizeibericht. Am 8. d. M., Vormittags wurde auf dem Spittelmarkt ein gelähmter Schlächtergeselle von einer Droschke zur Erde gestoßen und erlitt dabei so bedeutende Verlegungen am Kopfe, daß er nach der Charitee gebracht werden mußte. Unter der Stadtbahn- Ueberführung an der Spandauerbrücke gerieth zu derfelben Zeit ein obdachloser Lumpensammler unter die Räder eines Geschäftswagens und wurde an den Unterschenkeln Ein frecher Diebstahl ist gestern Abend in der Zeit von so schwer verletzt, daß seine Ueberführung in die Charitee erHermsdorf bei Hohenstein( Sachsen). Am 7. Juli cr. tagte 9-10 Uhr im Hause Ritterstr. 101 ausgeführt worden. Hier be- forderlich wurde.- Nachmittags versuchte eine Wirthschafterin hier im Waldschlößchen eine öffentliche Volfsversammlung zum findet sich parterre das Weißbier- Lokal von J. Krause, eine in der Wohnung ihres Dienstherrn, am Enteplat, sich mittelst ersten Male unter freiem Himmel. In derselben referirte Genoffe Treppe die Wohnung; auf der halben Treppe ist die Kammer Morphium zu vergiften. Sie wurde noch lebend nach dem Franz Hofmann aus Chemnitz. Der Besuch war gut, es waren des Dienstmädchens von Krause, der Ottilie V. Als dieselbe sich Strantenhause Am Urban gebracht. In der Kaiser- Wilhelmca. 900 Personen anwesend, welche die Protestresolution eingestern um 10/4 Uhr in ihre Rammer begeben wollte, fand sie straße vor der Zentral- Markthalle, fiel zu derselben Zeit der stimmig annahmen. Die Kommode erbrochen und ihre Werthfachen: goldene Uhr nebst Kutscher Berger von dem von ihm geführten Geschäftswagen und Pirmasens. Am Sonnabend, den 4. Juli, tagte hierselbst filberner Kette, ein Weihnachtsgeschenk ihres Bräutigams, erlitt eine so bedeutende Verlegung am Hinterkopf, daß er nach eine öffentliche Volksversammlung mit der Tagesordnung: Die goldenes Armband, Ringe, Halskette verschwunden. Wie man der Charitee gebracht werden mußte.- An der Stralauerbrüde, Getreidezölle und die Reichsregierung". Referent war Genosse aus den Spuren an der Thüre ersteht, hat der oder die Diebe unter der Stadtbahn- Ueberführung, geriethen zwei Mädchen unter F. J. Ehrhart von Ludwigshafen am Rhein. Die von der mit einem Stemmeisen die Thür aus dem Schlosse gehoben, nach die Räder eines Geschäftswagens, wurden jedoch anscheinend nur Fraktion vorgeschlagene Resolution fand einstimmige An- vollbrachter That aber wieder eingeklemmt. Da der Diebstahl leicht verlegt. Am 8. d. W. Nachmittags und in der darauf zu einer Zeit ausgeführt wurde, wo Herr und Frau Krause im folgenden Nacht fanden Schützenstr. 79 und Alexandrinenstr. 1 Lokal, das Dienstmädchen aber in der Küche beschäftigt ist, so zwei Brände statt. scheint man es mit ortskundigen Dieben zu thun zu haben; indeß fehlt jede Spur von ihnen. Die Polizei wurde noch in der Nacht benachrichtigt. nahme. Lokales. " " -M. Lokal- Lifte. Ned. d. Vorwärts. Vor den Augen zahlreicher Passanten sind in heutiger Der Freifinnigen Zeitung" scheint die Magenfrage" Nacht zwischen 11 und 12 Uhr Leichenfledderer" in der Maste fehr am Herzen zu liegen. Wenigstens benutzt sie unsere von Samaritern" thätig gewesen. Der in der Königstraße Wir ersuchen alle Parteigenossen, sowie insbesondere die neuliche Bemerkung zu der Küche der Zukunft", daß in dem wohnende Kutscher Albert Richter hatte in angetrunkenem zu vorgeschrittenen Amerita das Hotel bereits ernstlich die Küche" stande nach 10 Uhr Abends eine Destillation in der Linienstraße Vorstände von Vereinen, Kassen 2c. die hier folgende Lokalliste verdränge, zu einer Polemik gegen unsere Behauptung, und läßt verlassen, sich sodann auf einer Steinstufe, die an der Hausthür auszuschneiden und aufzubewahren. Wir können in Zukunft nur auch diese Gelegenheit, vor dem„ sozialdemokratischen Zukunfts- des Gebäudes der Ecke der Dragoner und Linienstraße an- die nothwendigen Veränderungen bringen, die sich dann Jeder staate" graulich zu machen, nicht unbenugt vorübergehen. Die gebracht ist, niedergesetzt und war alsbald eingeschlafen. Mehrere mit leichter Mühe selbst in sein Exemplar eintragen kann. " Freifinnige Zeitung" schreibt nämlich, der Vorwärts" wolle Personen versuchten vergeblich, den R. aus seinem Schlummer zu das Hotel an die Stelle der Küche setzen und im sozialdemo- erwecken; doch gelang es nicht, bis zwei anständig gekleidete kratischen Zukunftsstaate müsse jeder für seine Verpflegung einer Männer hinzutraten, die erklärten, daß der Schlafende entschieden ganz bestimmten Rüche zugetheilt werden und sich diejenige Me- frant sein müsse. Einer derselben wollte nunmehr prüfen, ob nageloft gefallen lassen, welche auf dem Speisezettel angegeben ist. R. auch noch lebe, knöpfte die Weste des Betrunkenen auf und Das Volk der Philister wird nach Meinung der Freifinnigen fühlte nach dem Herzschlag desselben. Dann entfernten sich beide Zeitung" gewiß entsegt vor dem sozialdemokratischen Zukunfts- mit den Worten:„ Der Mann ist doch gesund, lassen sie ihn nur Staate" zurückschrecken bei dem Gedanken daran, daß die eigene seinen Rausch ausschlafen!" Ale R. bald darauf erwachte, verKocherei im Hause aufhören soll, daß man sich nicht mißte er seine Uhr, die von der Kette abgeschnitten war; jedenmehr seine Leibgerichte bereiten und nicht in alle Töpfe gucken falls ist der Raub durch die menschenfreundlichen Männer aussolle. In der That ein schrecklicher Gedanke! Die Freifinnige geführt worden, die sich inzwischen in eiligstem Laufe nach dem Beitung" scheint aber schon mehr im Zukunftsstaate" zu leben, Schönhauser Thor zu entfernt hatten. Die gestohlene Uhr ist eine als in dem gegenwärtigen Klassenstaate", denn sonst müßte sie filberne Zylinderuhr mit goldenem Rande. wissen, daß in allen größeren Städten das Gasthaus( um diesen Die Lokalkommission veröffentlicht nachstehend die Liste der Wirthe, die ihre Lokale zu Versammlungen unentgeltlich hergeben und bemerkt hierzu, daß Veröffentlichungen in Bezug auf die Lokalfrage nur von den Herren Wilhelm Werner, ElisabethUfer 55, 2ilelm Lock, Friedrichsbergerstr. 11, und Otto 3 abel, Frankfurter Allee 90, auszugehen haben. Alle event. Unregelmäßigkeiten sind an die genannten Herren zu berichten. Aftienbrauerei Moabit. Die Lotalliste ist bis auf Weiteres die folgende: Rönigsbant, Gr. Frankfurterstr. 117. Albrecht, Schönhauser Allee Nr. 103. Königshof, Bülowſtraße. ( Jäger- Haus.) Arminhallen, Kommandantenstr. 20. G. Bachmann, Dresdenerstr. 45. straße 57. wald). Bodbraueret, Tempelhofer Berg. Bögow's Brauerei. Böhmisches Brauhaus. Bolzmann, Andreasftr. 26. Braueret Tivoli, Kreuzberg. Brauerei Königstadt. Brauerei Friedrichshain(@ips). Brauerei Friedrichshöhe( Payzenhofer). Bräuer, Gr. Frantfurterfir. 74. Braueret Pfefferberg. populären Ausdruck statt des fremden Hotel" zu gebrauchen) be- Aufsehen erregte am Dienstag Abend ein ältlicher, etwas Bergschloßbraueret, Rirborf. reits sehr stark die Familienküche verdrängt. Ungezählte ärmlich aussehender Mann am Bahn- Aufgang zum Stralauer Ver- Berliner Ressource, Kommandanten Schaaren von Männlein und Weiblein speisen heute schon in bindungsbahnhof. Der Mann stand an die Böschungswand ge- Beyer, Neue Grünftr. 14. den Gasthäusern, theils gezwungen, theils aus Bequem- lehnt da, hatte über seinen Oberkörper ein Frauenheid gezogen Bielefeld, Hafenhaide( Neuer Spreelichkeit, und wie viele Familien lassen sich aus gleichen Gründen und auf dem Kopfe anstatt des Hutes, der neben ihm auf der ihre Menage" aus den Gasthäusern holen. Die Freifinnige Erde lag, einen aus Eichenblättern zusammengeflochtenen Kranz. Beitung" scheint ganz zu vergessen, daß die Speisekarten der In dieser malerischen Tracht theilte nun der sonderbare Mann Gasthäuser eine sehr reichliche Auswahl von Gerichten bieten, so auf jeden der vorübergehenden Passanten mit hochgehobenen daß jeder Gelegenheit findet, seinem augenblicklichen Geschmacke Händen seinen Segen" aus, wobei er allerhand unver entsprechend sich zu beföftigen. Selbst jeder sogenannte„ Budiker- ständliche Gebetformeln murmelte und sich als der auf Teller" hat mindestens eine Auswahl von drei Gerichten! Also erstandene Apostel Paulus" bezeichnete; hierbei ermahnte fann man sich getrost die Menagenkost gefallen lassen, welche auf er seine Zuhörer an die Vorbereitung zum jüngsten dem Speisezettel angegeben ist, was indessen die Freisinnige Gericht, welches in spätestens acht Tagen eintreten Zeitung" als einen 3wang" hinstellen möchte. Ein derartiger und die Welt vernichten würde. Da die Vorübergehenden bald 3wang existirt wohl nur in den heutigen Volksküchen; da giebt es einsahen, daß man es mit einem Frren zu thun habe, übergaben allerdings nur ein Gericht und das muß jeder essen ohne Murren. sie ihn einer vorübergehenden Nachtpatrouille. Diese fannte aber Die Lina Morgenstern'schen Volksküchen entsprechen nun aber den„ Heiligen" bereits. Derselbe entpuppte sich als ein Delirant, feineswegs den„ Küchen der Zukunft" des sozialdemokratischen der bereits sechs Mal in der Charitee war, sich aber jetzt im Zukunftsstaates", das wird wohl selbst der Freisinnigen Zeitung" Rummelsburger Hospital befindet; es ist ein früherer Tafeldecker. einleuchten! Sie hat wieder einmal eine Grrlehre" zu verbreiten Der sonderbare Heilige wurde nun auf Veranlassung der Polizei gesucht, mit der sie sich indessen wenig Anhang schaffen wird. zum siebenten Male nach der Charitee gebracht. Die ganze Entwickelung drängt hin auf die Küchen der BuTunft"! " Buggenhagen, Morigplay. Konzertpark Ostend, Frankfurter Allee. Elysium, Landsberger Allee. Krieger's Salon, Wasserthorstr. 68. Krüger's Bierhallen, Frankfurterstr.102. Kuhlmey's Gesellschaftshaus, Rösliners ftraße 17. Meißner, Gartenstr. 162. A. Möwes' Gesellschaftshaus, Fichter ftraße 29. Müller, Johannisfir. 20. Nebelin, Langeftr. 108. ,, Neues Gesellschaftshaus"( Reinhardt), Hafenhaide 57. Neustädtischer Voltsgarten, Prostauer straße 11-12. Nieft's Salon, Weberstr. 17. Norddeutsche Brauerei, Chauffeeftr. 58. Nürnberg, Schönhauser Allee 28. Orschel, Sebastianſtr. 39. Parlamentshalle, Landsbergerstr. 35. Pyrtet, Gipsstr. 3. Rau's Salon, Staliger. 125( Wolf u, Krüger). Reichert, Müllerstr. 7. Buß' Salon, Gr. Frankfurterfir. 37. Bürgerſäle, Dresdenerstr. 96. aufmann's Bariete, Königstolonaden. Deigmüller's Salon, Alte Jakobstr. 48a. Gisteller- Gtablissement, Chauffeeftraße. Feen- Pataft, Wolfgangstraße. Feldschlößchen( Müller), Müllerstr. 142. Feuerstein's Salon, Alte Jakobstr. 75. Freischüß", Fruchtstr. 36a. Gaillard, Prinzenfir. 87. Gebrandt, Gerichtsstr. 10. Gesellschaftshaus„ Oftend", Rübers- Sanssouci, Rottbuserstr. 4a. Gratweil's Bierhallen, Kommandanten- Schloßbrauerei Schöneberg. Reischach'scher Braueret- Ausschant W. Rehliy, Bergstr. 12. Reng' Salon, Naunynsir. 27. Nennefahrt's Salon, Dennewigstr. 12, Reyer, Alte Jakobstr. 83. ( Stralau- Rummelsburg). Feind, Weinstr. 11. dorferstr. 45. firaße 79. Gründel, Dresdenerstr. 116. Plögensee. Deutscher Der Kaufmann Krüger, dessen polizeilich sistirte Beerdigung so viel Aufsehen erregte, ist an einer Blutgefäß- Berreißung, die Das Invaliditäts- und Altersversicherungs Gesetz be- allem Anschein nach durch die an ihm vorgenommene Schwiztur stimmt in§ 75, daß Personen, welche Anspruch auf Bewilligung nach dem Baunscheidt'schen Verfahren hervorgerufen ist, gestorben. einer Invaliden- oder Altersrente erheben, diesen Anspruch bei Aerztlicherseits wird noch hierzu mitgetheilt, daß das Baunder für ihren Wohnort zuständigen unteren Verwaltungsbehörde scheidt'sche Verfahren, wenn es auch für Gesunde im Allgemeinen Gnadt, Brunnenstr. 38. anmelden müssen; dies ist für Berlin der Magistrat, Abtheilung ungefährlich ist, obschon es absolut nichts nützt, doch für Kranke, Gründer's Salon, Schwertnſtr. 13. für Invaliditäts- und Altersversicherungs- Sachen( Molfenmarkt 1,[ peziell Lungenleidende, geradezu todtbringend ist und namentlich Sabermann's Infel- Restaurant, Zimmer 12). Die häufig vorkommende Anmeldung des Anspruches die Verpackung des Patienten in Watte in vielen Fällen infolge Sabel's Braueret, Bergmannftr. 5-7. beim Vorstand der Versicherungsanstalt bedingt hiernach nur eine der verstärkten Blutzirkulation eine Lungenblutung oder aber bei Heise, Lichtenbergerfir. 21. Verzögerung, da der Antrag von hier aus der unteren Verwal- dazu veranlagten Menschen eine Gehirnblutung hervorruft. Hensel, Brunnenstr. 129. tungsbehörde, also dem Magistrat, zugestellt werden muß. Ebenso Namentlich wird die Baunscheidt- Kur bei rheumatischen Leiden Herzog Memelerstraße, find an den Magistrat, nicht an den Anstaltsvorstand, alle Be- angewendet und erzielt dieselbe auch in leichteren Fällen Erfolge Serzog, Stromstr. 28. schwerden zu richten, welche die unterlassene oder unrichtige Ver- durch die anstrengende Schwißlur, doch ist derselbe Erfolg ebenso&. Sense, Staligerfir. 54. wendung von Marken, sowie die Berechnung und Anrechnung und zwar in ungefährlicherer Form durch innere Schweißmittel, Heydrich's( Norbert) Säle, Beuthder Beiträge betreffen. Auch die nicht selten eingehenden Anträge die der Arzt weit billiger und bequemer verordnet, zu erzielen. Friz Siges, Wilsnackerstr. 63. auf Ausfertigung neuer Quittungskarten an Stelle abhanden ge- Ein kolossaler Schwindel ist der„ Lebenswecker", der ja nur eine Industrie- Hallen, Mariannenſtr. 31-32. tommener, tönnen vom Anstaltsvorstande nicht erledigt werden; Hautentzündung hervorrufen soll; der Erfolg desselben ist durch Joel( früher Keller), Andreasstr. 21. Kastanien- Wäldchen, Alt- Moabit 89/90. die Antragsteller müssen sich vielmehr direkt an das zuständige eine spanische Fliege oder durch Auflegen von Senfpapier zu ersteller's Sofiäger, Inh. M. Fröhlich, Polizeirevier wenden. reichen! Schließlich bemerken wir noch, daß in Berlin allein Hafenhaide. etwa zwanzig Baunscheidtisten, theils öffentlich, theils im Ge- eller, Bergstr. 69. Klein's Festfäle, Dranienstr. 180. heimen ihr Unwesen freiben. Kliem, Hafenhaide. Senebel, Badstr. 68( neben Weimann's Voltsgarten). Mehrere auswärtige Gemeindeschulen haben in den Tetzten Tagen die Ferienzeit zu Ausflügen nach Berlin benutzt, um hier einige Sehenswürdigkeiten in Augenschein zu nehmen. Aus einigen Dörfern des Spreewaldes waren Schüler und Lehrer eingetroffen, um die naturgeschichtlichen Institute und Museen der Reichshauptstadt zu besuchen. Die Liste der stimmfähigen Bürger ist nach Vorschrift ber Städte- Ordnung berichtigt und wird nunmehr, wie bereits Ein erschütternder Unglücksfall, der leider ein Menschenleben gefordert hat, wird aus Buckow gemeldet: In voriger Woche unternahm der im Schönhauser Viertel bei seinen Eltern wohnhafte 19jährige Maler Krug mit zwei Freunden einen für mehrere Tage berechneten Ausflug nach der Märkischen Schweiz. Vorgestern Morgen gegen 6 Uhr badeten die drei jungen Leute in einem der zahlreichen Seen unweit Buckow, als plöslich K. Kaiser". straße 18-21. Röutg, Neue Friedrichfir. 44. Roll, Adalbertstr. 21. Ruhland, Moabiter Schüßenhaus. Sachow, Müllerstr. 136. Saeger, Grüner Weg 29. Sahm's Klubhaus. Annenstr. 16, Scheffer's Salon, Inselstr. 10. Schmiedel's Salon,( Orpheum), Atte Jakobstr. 32. Schnegelsberg's Salon, Jahnstr. 8. Schneider, Belforterstr. 15. Schröder, Müllerstr. 178( Wedding part). Schwarzmüller, Kolbergerfir. 23. N. Seefeld, Grenadierstr. 33. Silber's Salon Schwedterstr. 24. Specht( Brauerei- Ausschant), Neue Jakobfir. 26. Süd- Ost, Waldemarstr. 75. Thalia, Lichtenbergerstr. 16. unionsbraueret, Hasenhaide. Vereinsbraueret,( Rirdorf). Bittoriabrauerei, Lügowstraße. Bolfsbrauerei( Moabit). Wedding- Kasino, Schulstr. 29. Wilte Hochstr. 32 a. Wollschläger, Blumenftr. 78. Wohlhaupt, Manteuffelstr. 9. Bemter, Münzftr. 11. Bittoria- Salon, Berlebergerfir. 13. Weigt, wartgrafen.. Da verschiedene Veränderungen vorgekommen, ersuchen wir die Parteigenossen, genau auf diese Liste zu achten, besonders machen wir noch darauf aufmerksam, bei Festsetzung von Vergnügungen auf diese Liste Bezug zu nehmen. Gleichzeitig weifen wir nochmals darauf hin, daß Beröffent lichungen Stritiafiten mit mirthen 2c., welche die Lokalfrage betreffen, immer nur von der Lokalkommission unterzeichnet werden; alle anderen Veröffentlichungen ersuchen wir unbedingt zu unterlassen, da die Kommission erst alle Streitfragen prüfen muß, um die Verantwortung übernehmen zu können. Werner. Lock. 3abel. Lokalliste für die Umgegend Berlins. Um den Parteigenossen der Umgegend Berlins eine leichtere und bessere Agitation für unsere Partei- Interessen zu ermög lichen, halten wir es für angebracht, den Berliner Parteigenossen bei Ausflügen, Partien 2c., folgende Lokalitäten zu empfehlen und zu ersuchen, daß diese Inhaber unbedingt berücksichtigt werden, damit durch den Druck der Verhältnisse alle noch hartnädig fich weigernden Wirthe in Zukunft ihre Lokale den Ar beitern zu Versammlungen öffnen. Durch die Energie der Genossen von Adlershof sind die meisten der Säle für uns frei geworden und infolge dessen zu berücksichtigen.- In Adlershof hat es der Herr von Oppen, seines Zeichens Amtsvorsteher, durch allerlei liebenswürdige Machi nationen, als da sind: Beschränkung auf Polizeistunde, Tanzentziehung u. s. w., soweit gebracht, daß die Wirthe, die den Arbeitern ihre Säle zu Versammlungen hergeben, in ihrer Griſtenz schwer bedroht sind. Der Besuch von Adlershof wird den Berliner Parteigenossen daher auf das Wärmste empfohlen. Wir lassen nunmehr die Lokale aus der Umgegend von Berlin folgen: Kreis Teltow- Beeskow- Charlottenburg. Adlershof: Wiedemann und Manofsky. Albrecht. Reller. zu empfehlen: Miserra( Restaurant). Kuhle ( Restaurant). Brit: Gebr. Walter's Nosen Seeterrasse, Chausseestraße 69/70. Rudolf's Restaurant( Ww. Müller), ChausseeStraße 89. Chymert's Restaurant( Bum alten Gasthof), Chauffeestr. 18. Adam's Restaurant( Buschkrug). Güldner's Restaurant, Rudower Chauffee 66. Charlottenburg: Bismarckhöhe, Wilmersdorferstraße, Ecke Bismarckstraße. Gambrinus Brauerei, Wallstraße. BärenBrauerei, Spreeftr. 3. Brauerei Spandauer Berg. Grischow's Salon, Rosinenftr. 3. Friedenau: Kurhaus Restaurant. Frenkel, Gesellschaftshaus, Rheinstr. 14. Grünan: Rob. Schmidt, Köpenickerstr. 108( Grünauer Volksgarte..). i Zubilligung mildernder Umstände zu einer Gefängnißstrafe von vier Monaten verurtheilt. Nüdersdorf( Kalfberge): Gasthof Zur Berghalle." Reinickendorf: Böttcher's Seeschlößchen, Markstr. 1/2. & ü dicke, Amendestraße 1. Bude wih, Hausotterstraße 4. Wenzelau, Sausotterstr. 81. Benke, Nordbahnstraße 1. Der Handelsmann S. Podefchwa stand gestern unter der Caro, Residenzstr. 101. Gebeter, Provinzstr. 45. Teichert, Anklage der Urkundenfälschung vor der vierten Straftammer des Bentral- Schüßenhaus, Scharnweberstr. 4. Mark's Restaurant Landgerichts I. Der Angeklagte ist Inhaber eines Schnittwaarenum Feuerwerker, Scharnweberstraße. Gorde's Waldschlöß geschäfts. Im Oktober vorigen Jahres erschien in seinem Laden chen, Wald- und Eichhornstraßen- Ece. ein Gerichtsvollzieher, um wegen einer Schuld von 68 Mark eine un., Restaurant. Alte Taverne. Stralau: Gräfl. Neischach'sche Brauerei. Wilh. Gaster Pfändung vorzunehmen. Der Beamte, der wohl vermuthete, daß man ihm nicht gutwillig den Kassenschlüssel aushändigen würde, Schönholz: Schloß Schönholz. hatte sich gleich einen Schlosser mitgebracht. Dieser öffnete auf Schöneiche: G. Pedal. Geheiß des Gerichtsvollziehers die Kaffe, der der Letztere die zu Bum deutschen Hause." Tasdorf( 15 Minuten vom Bahnhof Rüdersdorf): Gasthof pfändende Summe entnahm. Nun eilte der Angeklagte zum Rechtsanwalt, um sich eine Beschwerdeschrift über das Verhalten hansstraße. Kaiser Wilhelms- Restaurant( eng bei), Königs: derselbe die Rasse erbrochen und Geld daraus entnommen habe, Weißensee: Hohenzollern- Restaurant( Hähling), Lang- des Gerichtsvollziehers ausstellen zu lassen. Er behauptete, daß Chaussee. Zur Flora( Döpke) Gustav Adolphstraße. Schloß welches nicht ihm, dem Angeklagten, sondern seiner Ehefrau Weißensee( terneder). Irrgang, Heinersdorferweg. gehörte. Für die Wahrheit dieser Behauptungen berief der Rettig, Berlinerstraße. Dewein'3 Restaurant, Königs- Angeklagte sich auf das Zeugniß seiner Verkäuferin. Rechtsanwalt erklärte ihm, daß die Verkäuferin das Schriftstück Chaussee. Duse dann, Charlottenburgerstraße 151. Wilhelmsberg: Restaurant„ Wilhelmsberg"( Trinkau 3). unterzeichnen müsse. Die Letztere weigerte sich aber, da sie von Schölzel's Geeschlößchen( früher" Zum Fürsten Wolfgang" einem„ Aufbrechen" der Kasse nichts gesehen hatte. Sie verlangte, an der Landsberger Chaussee. Voigt. Ferner zu empfehlen: daß Podeschwa diese Worte durchstreichen solle. Der Angeklagte Franz, Restaurant. Wolf, Restaurant. Kreis Ober- Barnim. Der Buckow bei Müncheberg: Gasthaus„ Bur Märkischen merkte sie, daß die Bleistriche ausradirt und anstatt dessen die Schweiz". " 1 Biesenthal: Restaurant Wernigf. Eberswalde: Restaurant zur Mühle". Freienwalde: Gasthof Zum goldenen Anker". Strausberg: Restaurant Fr. Krüger. Wir ersuchen die Mitglieder der verschiedenen Lokalkommissionen, falls in dieser Liste Neuerungen und Veränderungen gewünscht werden, dieselben den Unterzeichneten sofort mittheilen zu wollen. J. A.: Der Lokalkommission. Werner. 2od. Zabel In einer am 30. Juni d. J. stattgefundenen öffentlichen Boltsversammlung zu Charlottenburg wurde beschlossen, das Bier der Kaifer- Brauerei in Charlottenburg nicht mehr zu trinken, da dieselbe ihren Saal nicht mehr zu Bersammlungen hergiebt. Die Versammlung sprach den Wunsch aus, daß die Berliner Genossen sie in diesem Kampfe unterstützen möchten. Gerichts- Beitung. Johannisthal: Genitleben's Restaurant. Köpenick: Raiserhof( Rausch), Grünstraße. Zu empfehlen auf dem Wege von hier nach Grünau oder Glienicke folgende Lotale: Jante, Berlinerstr. Gabriel, Schmidt, Babel, Grünauerstraße. 2e brecht, Glienickerstraße. Auf dem Wege nach Müggelschloß oder Müggelsberge: Markan, Grünauerfir. Schulz, Amtsstraßen- Ecke, gegenüber dem Schulhaus. Tauchert, Müggelsheimerstraße. En ger's Restau Auf gemeinschaftlichen Straßenraub lautete die Anklage, rant Waldhaus", an der Straße nach Friedrichshagen, der halbe welche gestern vor dem Schwurgerichte des Landgerichts I gegen Weg, und 3ibolsky, Müggelschloß. An der Chauffee, halb- die Arbeiter" Otto Schirrmann und Paul Lorenz verwegs nach Friedrichshagen: Tabbert's Hirschgarten". Am handelt wurde. Während der Letztere noch unbescholten ist, fennRaulsdorfer Weg über der Bahn: Hoffmann's Restaurant, zeichnet Schirrmann sich durch seine Vorstrafen als ein äußerst Pferdebuchte. Innerhalb der Stadt: Stub, Schloßstraße. gefährlicher Mensch, welcher sich schon auf den verschiedensten Gebieten des Verbrechens versucht hat. Am Morgen des 26. April Troppens, Rosenstraße. Bris, Alter Markt. d. J., gegen 4 Uhr, kamen die beiden Angeklagten nach einer durchschwelgten Nacht aus einer Kneipe am Rottbuser Thor. Als sie die Straße betraten, begegnete ihnen der völlig fremde " 1 Mariendorf: Schensch( Reichsgarten). Groß Lichterfelde: Weichert's Salon. Ferner zu empfehlen: A. Hamm, Restaur. A. Abraham, Restaur. Mittenwalde: Benedek's Salon. Nowawes: Kein Lokal. Zu empfehlen: H. Bathe, Friedrichstr. 1, Reinickel, Wallstraße. Gärtner, Wallftraße. Arbeiter Kuhn, der sich nach seiner Arbeitsſtelle begab." Gieb machte mit einem Blei einen Strich durch die beanstandeten Worte und nun unterzeichnete das junge Mädchen. Als das Schriststück ihr später vor Gericht wieder vorgelegt wurde, bebetreffenden Worte mit Dinte unter strichen waren. Diese Aenderung foll von dem Angeklagten vorgenommen sein. Er bestritt es unter der Behauptung, daß er, der erst vor Kurzem aus Galizien eingewandert sei, weder lesen noch schreiben könne, der Gerichtshof hielt ihn aber durch die Beweisaufnahme für überführt und verurtheilte ihn zu einer Woche Gefängniß. Mehrere auf der Straße begangene Rohheiten wurden gestern durch Urtheil der 89. Abtheilung des Schöffengerichts empfindlich geahndet, da der Gerichtshof der Ansicht war, daß nur durch eine energische Bestrafung der immer mehr überhandnehmenden Unsicherheit auf den Straßen wirksam entgegengetreten werden könne. Der Arbeiter" Friedrich Wilhelm Handtke wollte am Abende des 16. März den letzten Pferdebahnwagen vom Kreuzberg nach Mariendorf benußen. Als er den Hinterperron besteigen wollte, erklärte der Schaffner ihm, daß dort kein Platz mehr sei und er den Vorderperron aussuchen müsse. Der Angeklagte versuchte dennoch seinen Willen durchzusehen und als der Schaffner ihm den Weg vertrat, hieb er denselben mit seinem Stocke. Trotzdem der Schlag nur die Hand des Schaffners traf und keine Verlegung herbeiführte, erkannte der Gerichtshof den noch auf eine Woche Gefängniß. Der Nachfolger auf der Anklagebank war der Arbeiter" Karl Hell. Am Nachmittage des 15. April stand der pensionirte Feuerwehrmann St. mit einer Bekannten am Bethanien- Ufer und führte mit derselben eine furze Unterhaltung. Hell ging zwischen den beiden Personen durch und ohne eine Bemerkung zu machen, versetzte er dem St. eine Ohrfeige. Im Termine wußte der Angeklagte irgend einen Grund für seine rohe That nicht anzugeben. Der Gerichtshof belegte ihn mit zwei Wochen Gefängniß. Arbeiterbewegung: einen Groschen zu Schnaps her!" herrschten ihn die beiden AnLüneburg. Seitens des hiesigen Magistrats war, ebenso. geklagten an. Ruhn, der sich mit den beiden wenig Vertrauen erweckenden Gestalten allein auf der Straße fah, wurde ängstlich, wie dies in Harburg geschehen, die Bedürfnißfrage bezüglich der Nieder- Schönweide: Borussia- Brauerei. 3u empfehlen: er holte ein Zehnpfennigftück hervor, reichte es dem Schirrmann Errichtung eines Gewerbegerichts verneint worden. Darauf und ging eilig weiter. Nach einer kurzen Strecke wurde er von wurde in einer am Montag vom hiesigen Wahlverein einberufenen Siebenbaum, Restaurant. Vereins- den Angeklagten wieder eingeholt und noch ein Zehupfennigstück öffentlichen Versammlung nach einem Vortrag von Fischer- Hams Nigdorf: Bergschloß Brauerei, Hafenhaide. brauerei, Jägerstraße. Maue's Variété Theater, Hermann- von ihm verlangt. Kuhn erklärte, daß er kein Geld mehr befize, burg über die Gewerbegerichte beschlossen, an den Magistrat das straße 18. Kummer'3 Salon, Berlinerstr. 136. off- und nun foll nach seiner Aussage Lorenz ihn angegriffen und Ersuchen zu richten, für Errichtung eines Gewerbegerichts Sorge Dann sei Schirrmeister hinzu- zu tragen; andernfalls soll das gleiche Ersuchen an die Landesa mann's Festfäle, Bergstr. 133. Niesegt's Salon, Berg- zu Boden geworfen haben. Einen be Bentralbehörde, den Oberpräsidenten der Provinz Hannover, ges straße 129. Barta, Deutsches Wirthshaus, Bergstraße 120. gekommen und habe seine Taschen durchsucht. der Zeuge Kuhn C3 zu ver richtet werden. Stolzenburg's Kaiser Wilhelmsbad, Canner Chauffee. fonderen Zustande hatte Hoffentlich ist diese Maßnahme von Erfolg. Daß übrigens Wiersing's Salon, Knesebectstr. 77. Würschmidt's banken, daß sein 45 Mark enthaltendes Portemonnaie den Räubern entging. Er trug dasselbe in der Seitentasche seines die Gemeindebehörden vieler Drte in gleicher Weise verfahren Salon, Knesebeckstr. 16. Ueberrockes, die Tasche hatte ein Loch und das Portemonnaie wie der Lüneburger und Harburger Magistrat, das kennzeichnet Nudow: Kein Lokal. war durch dasselbe hindurchgefallen und fand sich später zwischen die inferiore Stellung, welche die heutigen Gemeinde- Obrigkeiten Medaillon ein, die Uhr bekamen die Angeklagten nicht, da die kapitalismus ist bekanntlich selbst der zahme Rechtsweg, den die Rette zerriß, als sie mit Gewalt daran zerrten. Die Geschwo- Gewerbegerichte für die Lösung sozialer Konflikte bedeuten, eine renen sprachen die Angeklagten deshalb nur schuldig des ver- Art Pentagramma, vor dem er wie Mephisto scheut. such teu Straßenraubes und billigten dem Angeklagten Planen, 6. Juli. Die hiesigen Steinmeggehilfen Lorenz auch mildernde Umstände zu. Der Staatsanwalt beantragte gegen Schirrmann 4 Jahre Zuchthaus, gegen Lorens haben heute die Arbeit eingestellt. Vormittags erschien bei den 2 Jahre Gefängniß. Das Urtheil lautete gegen Schirrmann, der Meistern die Lohnkommission der Gehilfen und verlangte von den noch eine erhebliche Buchthausstrafe zu verbüßen hat, auf andert. Meistern die Anerkennung eines Lohntarifs, giltig für die nächsten halb Jahre Zuchthaus zufählich, gegen Lorenz auf ein beiden Jahre. Die Meister lehnten sämmtlich das Ansinnen Jahr Gefängniß. " Bur Palme"( Kurras). Schmöckwis: Restaurant„ Seglerschlößchen". Restaurant Schmargendorf: Friedrichs- Garten( P. Kübler). Steglitz: Restaurant" Zur Börse", Schloßstr. 66a. Schöneberg: Schloßbrauerei Schöneberg, Hauptstr. 64-65. Treptow: 8or now's Nestaurant. Bender's Restaus rant. I a cob's Restaurant. Nitsch's Restaurant. Senze, Restaurant zum Karpfenteich. Bade's Volfsgarten. Tempelhof: Rein Lokal. Wannsee: Wirthshaus Wannsee( Beelithof.) Wilmersdorf: Pietsch's Voltsgarten. Gräs, Branden burgische Straße. Landhaus, Berlinerstraße und Kaiser Allee- Ecke, rundweg ab; da die Zementarbeiten schon jetzt den Sandsteinarbeiten empfindliche Konkurrenz bereiten, was noch schlimmer werden könne, wollten sich die Meister über die zu zahlenden Warnite, Teltowerstr. 23. Rähte, Hauptstraße. Haupt, auf der Straße berauben, stand gestern in der Person des Schnei Lohnsäge im Boraus nicht die Hände binden. Darauf legten die Zehlendorf: Rein Saal vorhanden. Zu empfehlen: Potsdamerstraße. Kreis Nieder- Barnim. Einen jener gefährlichen Personen, welche die Kinder ders Friedr. Bollenhagen vor der II. Strafkammer des Landgerichts I. Der Angeklagte hat im Monate April ganz Berlin Schilsen die Arbeit nieder, bezw. erklärten, nur noch die angeunsicher gemacht, aus allen Stadtgegenden liefen Anzeigen von Dieb- fangenen Stücke fertigstellen zu wollen. Nach einer dem„ 2. Z." in den Monaten Mai und Juni d. J. wöchentlich im Durcha Bernan: N. Bohre, Kaiserfir. 82. Richter, Elysium. Stählen ein, die stets in derselben Weise begangen wurden. In allen zugegangenen Mittheilung sollen die hiesigen Steinmetzgehilfen Junker, Schützenhaus. Zu empfehlen: Feder, Berlinerstraße Fällen waren es Kinder im Alter von 6-9 Jahren, die von dem Diebe schnitt bei Schmeißer 25-44 W., bei Geibel 20-41 m., bei Zum Kronpring". Kluge, Kronenstraße. 3ernikow, Tuch. bestohlen worden waren. Ihre übereinstimmende Mittheilung Gebrüder Genzsch 18-41 m., bei Prost u. Co. 25-30 m. vers macherstraße. A. Gary, Beeger, Weinbergstraße. G. Schöder, Brüderstr. 142 ging dahin, daß ein Mann mit einem dunklen Schnurrbart sie dient haben. Die hohen Löhne sind natürlich, wenn sie wirklich Der freundlichsten Weise gefragt habe, wohin sie wollten. gezahlt wurden, nur den Wertführern 2c. bezahlt worden. Die Tonn, Berlinerſtraße. Krupsad, Berlinerstraße. Wag Wenn die Antwort ertheilt wurde, daß sie Einkäufe zu machen Ehrlichkeit hätte auch erfordert, den Löhnen vom Mai und Juni Friedrichsberg: Spitig's Ballsalon, Frantf. Allee 198, hätten, so wich der Mann nicht von der Seite des Kindes und die Löhne vom Dezember, Januar und Februar gegenüberzustellen; Müller's Kronprinzen Garten, Chauffee Nr. 3. We ftwußte es durch Versprechen eines Zehnpfennigstücks zu bewegen, die Biffern würden dann weit niedrigere gewesen sein. : = Der Angeklagte, der früher geständig gewesen, legte sich im Termine wider Erwarten auf's Leugnen, sodaß die Verhandlung ( Volksstimme", Mittweida.) Leipzig. Da in der Schuhfabrit von Greve und Sauer die Lohnreduktion von 20-381/ 3 pet. hochgehalten wurde, haben am 4. d. M. sämmtliche Arbeiter und Arbeiterinnen die Arbeit niedergelegt. Die Zahl der Ausständigen beträgt 27. Die Firma sucht in den Zeitungen Arbeiter bei den höchsten Akkordlöhnen, da aber bei den früheren Löhnen nur ein Durchschnittslohn von 12-18 M. erzielt wurde, kann sich jedermann zuhalten. Arbeiterfreundliche Blätter werden um Abdruck ges beten. Die Fälschung eines Einquartierungszettels lag der Paris, 6. Juli. Die Papier waaren Arbeiter bes Verhandlung zu Grunde, welche gestern vor dem Schwurgericht des Landgerichts I stattfand. Auf der Anklagebant befand sich riethen gestern in der Arbeiterbörse über an die Meister zu die verehelichte Zimmermann Minna Hansen, welche ihr Ver- stellende Forderungen. Dieser Arbeiter giebt es in Paris gehen reumüthig eingestand. Die Angeklagte hatte im vorigen gefähr 4000( 1500 Arbeiter und 2500 Arbeiterinnen). Sie theilen Herbste zwei zum Manöver eingezogene Soldaten in Quartier sich in zwei Klassen; von denjenigen, welche die feinen Arbeiten ungefähr 600 erhalten die Männer 5,50 und genommen; wofür ihr vom Magiftrat pro Mann und Tag 80 Pf. anfertigen vergütet wurden, sodaß sie nach neuntägiger Einquartierung eine die Frauen 3,50 Frants, die übrigen, welche für die großen Gea Anweisung über 14 m. 40 Pf. erhielt. Die Beschuldigte lebte schäfte arbeiten, sind viel schlechter bezahlt. Die Männer vers damals in sehr traurigen Verhältnissen; ihr Ehemann hatte sie dienen täglich 4,75 und die Frauen 2,25 Franks. Da sie für das verlassen und die Angeklagte hinter seinem Rücken den größten Stück bezahlt werden, so verdienen die letzteren häufig nur 2 Frants Theil seiner Kleidungsstücke versetzt. Ihr Mann wollte zurück- den Tag. Fischerhütte( Kemperling). Restaurant G. Wöhlert zwecks Ladung einer großen Anzahl Zeugen vertagt werden denken, wie hoch die Löhne jetzt sein mögen. Zuzug ist fern23 est in einem benachbarten Hause eine Bestellung auszurichten. In phahl's Schwarzer Adler, Frankfurter Chaussee. Sufott's ben meisten Fällen gelang es dem freundlichen Mann dann, das Kind zu überreden, ihm den Korb oder das für den Einkauf beSalon, Frantf. Allee 176. Friedrichsfelde: Rein Saal. Bu empfehlen: Momber, stimmte Geld zur Aufbewahrung zu geben, bis es die Bestellung Ramerun, Frankfurter Chauffee. Müller, für ihn ausgerichtet hatte. Wilhelmstraße. für ihn ausgerichtet hatte. Wenn das Kind die Straße wieder betrat, ohne die von dem Auftraggeber bezeichnete Person geBerlinerstraße, Ecke Schloßstraße. Friedrichshagen: Waldhaus( E. Schmidt). Gesellschafts- funden zu haben, war derselbe natürlich verschwunden. haus( F. Rest in). Reſtaurant U. 21 ante. Gisfeller( R. Richter. Restaurant C. Conrad. Brauerei Ausschank F. Wolf. Bad Bellevue( F. Wulff). Seeschlößchen( E. Schulze). Restaurant Bandelow. Müggelfchlößchen( 3ibolsky). Restaurant, Waldfater"( Stautsch). Raiserhof( W. Schmidt). Wilhelmsbad( Schönknecht und Zimmermann). Frib Lerche, Am Rundtheil. Bertha Schulze. E. Böttcher. C. Ma gde A. Röstel. C. Peynid. E. Wandrey. W. Kursis. A. Rakow. burg. W. Berenstecher. Damis. E. Jones( Ravenstein). 3 ab amet. Lichtenberg: Schwarz' Konzert- Garten. Kirch ba ch, Prinzen- Allee 9. Hohen- Schönhausen: Jaenice, Restaurant. Zu empfehlen: Weber, Kuß, Großmann, Sommer. Malchow: Lindede. Nieder- Schönhausen:„ Elysium"( Großjean), Linden holzerstraße 8. ſtraße 25. Stoch zu empfehlen: Hempel, Restaurant, Buchfehren, die Angeklagte mußte deſſen Sachen unbedingt wieder Charleroi, 9. Juli. Ein Wolff'sches Telegramm einlösen. In ihrer Nothlage griff sie zu einem gefährlichen meldet: Der Arbeiterstreit ist nunmehr beendigt. Die Mittel. Sie änderte auf dem Einquartierungsbillet die Zahl der Wiederaufnahme der Arbeit wurde gestern von dem Rathe der Oranienburg: Restaurant Waldhaus". Bankow: Hermann Sander, Kaiser Friedrichstr. 50/51 aufzunehmenden Soldaten um, indem sie aus der 2 eine 4 machte," Ritter der Arbeit" beschlossen. Heute haben 4500 Arbeitgeber ( nahe der Brauerei E. Willmer). Noch zu empfehlen: W. sodaß sie darnach eine Forderung von 20 m. so Pf. an den on a Arbeit aufgenommen; die übrigen Arbeiter werden more bie Borchardt, Schulzestr. 27, an der Nordbahn. Kunert, gistrat haben mußte. Diesen Zeitel brachte sie zum Pfandlether selbe thun. Der Ausstand dauerte 70 Lage. Marseille, 7. Juli. Die 3 immerleute haben die Forts Schönholzerstr. 10. Milte, Kaiser Friedrichstr. 70/71. Pro- und erhielt gegen Hinterlegung desselben die Sachen ihres Mannes gab an, daß sie den früheren Bettel verloren hatte und bat um fehung des allgemeinen Ausstandes bis zur Annahme ihrer Bebrock, Kreuzstr. 7. Blauermel, Mühlenstraße( Ecke Flora- heraus. Dann ging die Angeklagte nach dem betreffenden Bureau, straße). Rummelsburg: Weigel's Ballsalon, Thürschmidtstraße. Ausstellung eines neuen. Ihr Wunsch wurde erfüllt, worauf die dingungen durch sämmtliche Arbeitgeber beschloffen. Ww. Spörer, Hauptstraße. Müller, Neue Prinz Albert- Angeklagte 14 2, 40 Bf. bei der staffe expobane, ben pfand, stutscher und Schaffner der Omnibusse haben straße. Borchmann, Hauptstraße. Rummel,( Weg nach leiher bald darauf ben gefälschten Schein vorzeigte, mußte bie fich angeblich entzweit, so daß bei der heutigen Sachlage die pen That der Angeklagten ans Licht tommen. Dieselbe wurde unter den Ausständigen errungenen Vortheile wieder in Frage stehen. der Röpnicker Haide). Edinburg, 3. Juli. 6000 Schiffsbau- Arbeiter in Clyde haben die Arbeit niedergelegt und es steht zu erwarten, daß der Ausstand bedeutend größere Ausdehnung annehmen wird, da die Ausständigen sich die aufgezwungenen Lohnherabsehungen auf keinen Fall gefallen laffen wollen. Soziale Uebersicht. Schönebeck bei Magdeburg. Alltäglich Mittags 12 Uhr, wenn die Schule ihre Aufgabe erfüllt hat, pflegen 150 bis 200 Kinder am Bahnhofe sich einzufinden, um dann in zu diesem Zwecke besonders bestellten Wagen nach Grizehne und von dort per Fuhrwert nach den Aeckern des Amtsraths Dieze befördert zu werden, desselben Dieße, der seiner Zeit das Mandat zum Reichstag einem Sozialdemokraten überlassen mußte. Unter den Kindern befinden sich viele, welche wohl kaum das 6. Lebensjahr überschritten und theilweise faum erreicht haben dürften. Für den Arbeitstag erhalten diese Kinder eine Belohnung von 35. Pf. Abends 8 Uhr befördert man die Aermsten dann auf demselben Wege wieder nach Hause. Andere Güter holen sich allmorgendlich eine oder mehrere Fuhren Kinderhände per Ochsenwagen aus Schönebeck, um sie am Abend den hocherfreuten Eltern wieder mittelst desselben Vehikels zurückzustellen. Und Leute, die sich eine derartige Ausbeutung der Kinderarbeit zu Schulden kommen lassen, wagen es noch, sich ihrer Arbeiter freundlichkeit" zu rühmen. " 455 Reichenbergerfir. 83 bei Trude.- Gefangverein Soffnung", Friedricheinenſtr. 3 bei Grifol. 34. Grischow. Lülow. Gäste willkommen. willkommen. 1 Gefangverein yra 2", Charlottenburg, Vermischtes: " London, 3. Juli. Gestern wurde eine Anzahl Theilnehmer| faus eingehende Besprechung. Hauptsächlich erörterte Redner die an dem Streik der Omnibuskutscher zu Gefängnißstrafen Erbverhältnisse. Aus seinen Ausführungen ging hervor, daß in bis zu 4 Monaten verurtheilt, weil sie nichtstreifende Kutscher Judäa der Anhäufung von Besitzthümern in einem kleinen Kreise Gefang-, Turn- und gesellige Vereine.„ Männerchor Waldess eingeschüchtert und thätlich angegriffen haben sollen. dadurch vorgebeugt war, als in bestimmten Zeitabschnitten eine rauschen", Martgrafenſtr. 87 bei Weigt.- Männer- Gesang- Berein„ Union" Abends 9 Uhr, in der Berliner Boc- Brauerei. Musikdilettanten- Berein allgemeine Regulirung der Besigthümer stattfand. Es fanden Glode" 9-11, Uebungsstunde. Neue Mitglieder werden aufgenommen. 3. B. alle 7 Jahre Schulderlässe statt und alle 50 Jahre das fo- Gesangverein„ ibertee". Bei Ulrich, Wrangelſtr. 84. Stimmbefähigte Gegenannte Halljahr, in welchem Jeder wieder zu seinem noffen werden gewünscht. ursprünglichen Eigenthum gelangen mußte. Ferner war dadurch Fichteftr. 29. Nach der Sigung Tanz. Gäste willkommen. Vergnügungsverein„ GIüd auf", Abends 8 Uhr, Sigung bei Möwes, Vergnügungsdafür gesorgt, daß das Kapital nicht von der Arbeit getrennt berein Beilchen", Sigung mit Damen von 9 Uhr ab, Admiralstr. 38 bei werden konnte, wie es jetzt der Fall ist. Es war also quasi ein mit Damen Abends 9 Uhr im Restaur. Wohllebe, Alexandrinenstr. 110. Nach der Bergnügungsverein, Euphrosyne". Sigung sozialdemokratischer Staat vorhanden und es gab einen sozusagen Sigung Tanz. Gäste willfommen. Geselliger Verein" Immergrün sozialdemokratischen Bauernstaat, gemäß dem Grundsatz: es Abends 9 Uhr, im Restaurant Heinicke, Oranienstr. 36. Verein ehem. solle kein Bettler unter dem Volke sein". Jedoch erstreckte sich Schüler der 38. Gemeinde- Schule, Sigung, Abends 9 Uhr, im die solchermaßen gepflegte praktische Nächstenliebe nicht über die Grand Restaurant Kornblume"( Inh. Dito Noll), Andreas str, 3. Gäſte Rauchtlub„ Ohne 3wang", Abends 8 Uhr, bei W. Spaeth, Stammesgrenzen hinaus. Betreffs der Ueberlieferungen der Weinstraße 28. Stattlub, Tournee", Abends 8% Uhr, beim Genossen Josualehre oder der Lehre vom Nazarener bemerkte der Referent, Karl Ullrich, Wrangelſtr. 84. Gäste durch Mitglieder eingeführt willkommen. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. daß uns erst in neuerer Zeit durch die aufgefundenen Schriften greitag: Berein„ Grüne Tanne" 9 Uhr bei Teßner, Martusſtr. 8. der Buddhisten der eigentliche Urgrund jener Lehre offenbar Rauchtlub Rothe Quaste" bei Gimede, köpniderstr. 130. wurde. Der Buddhismus, der 1000 Jahre älter als das Christenverbreiteter als dieses sei, thum und auch noch viel lehre faft dasselbe wie jenes. Referent citirt hierbei verschiedene Stellen aus einem Buche Dr. Karl Neumann's, welches die innere Verwandtschaft der aus dem Originaltert überfetten buddhistischen und christlichen Lehren darthut. Ferner Bremen. Die Schlußrechnung über die hier abgehaltene fommt er auf eine Aeußerung zu sprechen, wonach derjenige, Nordwestdeutsche Handels- und Industrie- Aus. welcher den Ursprung des Christenthums begriffen hat, unchriftlich stellung hat ein Defizit von 150 000 M. ergeben. handelt, wenn er die Religion in den Parteistreit hineinzieht. Er Ahlen bei Biberach( Württemberg). An der Grenze der bezeichnet diejenigen als Mammonspfaffen, die der Sozialdemo tratie von der Grundlage des Christenthums aus entgegentreten, Oberämter Riedlingen, Biberach und Ehingen hat ein Unund zwar ließe sich letzteres nicht allein die evangelische, sondern gewitter am 3. Juli Abends 5 Uhr furchtbar gehaust. In auch die katholische Kirche zu schulden fommen. Referent be- Ahlen ist der Winterösch total verwüstet, ebenso der größte Theil spricht ferner das Buch eines französischen Untersuchungsrichters, des Brachösches und zwar so, daß man nicht mehr erkennt, welche welches sich mit der sozialen Frage beschäftigt, und eine Rede Fruchtgattung auf dem Acker gestanden ist. Kein Halm steht des Erzbischofs von Köln, worin dieser die Nothlage der Arbeiter mehr aufrecht; manche Bauern, deren Aecker in dem verhagelten Barmstedt, 1. Juli. Am legten Sonntag sind alle hiesigen vollkommen anerkannte. Die Geistlichkeit aber trete mit falschen Bezirke gelegen sind, werden keine einzige Garbe einernten. Auch Schuhmacher ausgesperrt worden, die sich nicht der Lehren an die Arbeiter heran, um aus ihnen ein billiges und Kartoffeln, Kraut, Rüben, der junge Klee sind vollständig verInnung unterworfen haben. Wir sollten den Arbeitsnachweis gefügiges Arbeitsmaterial herzustellen. Daß der Papst jüngst eine nichtet. Der Sommerösch ist gleichfalls schwer mitgenommen; der Innung unter allen Umständen anerkennen, während die Encyklika herausgab, die sich ebenfalls mit dem Nothstande doch ist von einzelnen Feldern noch einiger Ertrag zu hoffen. In Innungsmitglieder sich bis zu 10 M. Strafe verpflichtet haben, der Arbeiter befaßte, fei nothwendig geworden insofern, als dem benachbarten Rupertshosen soll es noch schlimmer aussehen; den Arbeitsnachweis des Vereins deutscher Schuhmacher nicht bekanntermaßen im Peterspfennigfädel sich ein bedeutendes Defizit dort sollen alle drei Desche gleich verwüstet und sogar die Rinde anzuerkennen. Wir haben versucht, Unterhandlungen anzufnüpfen, herausgestellt habe, das auf irgend eine Weise gedeckt werden von den Bäumen abgeschlagen sein. Versichert ist in Ahlen erhielten aber den Bescheid, daß sie nur mit uns unterhandeln, mußte; und so erschien denn jene Encyklika, die den sozialen wenn wir zuvor das Jnnungswesen vollgiltig anerkennen würden. Nothstand anerkannte und die katholische Kirche als Helferin darTrotzdem ein Theil der Innungsmitglieder sehr stark zu leiden stellte. Die Sozialdemokratie dagegen habe den Grundsatz aufgehat, glauben sie, daß wir nicht lange im Stande sein werden, ſtellt, Religion jei Privatsache, und das echte und rechte ChristenDie Ausgesperrten unterstützen zu können, und daß wir ihnen bald thum habe mit der sozialen Frage nichts zu thun. Man solle zu Füßen fallen. Es sind im Ganzen 46 Verheirathete mit 87 Kindern zurückkehren zur alten mosaischen, sozialdemokratischen Anund 63 Ledige ausgesperrt worden, die Ledigen sind bis auf 4 ab- schauung und sich abwenden vom heutigen Pfaffenthum, auf daß gereift. Die Innungsmeister haben am Altonaer Markt vielfach be- es bald Friede auf Erden werde und den Menschen ein Wohlhauptet, wir hätten Lohnerhöhung gefordert. Wir weisen dieses gefallen! Referent erntete für seinen Vortrag reichen Beifall. An aber zurück, da wir solches nur bei einer günstigen Geschäfts- der hierauf folgenden Diskussion betheiligte sich zunächst der GeTonjunktur gethan hätten, diese aber wohl in diesem Jahre nicht noise und Theologe Wächter, welcher Jesus Christus eintreten wird. Ferner folportirt die Junung mit Vorliebe, daß als sozialdemokratisch gesinnt hingestellt wissen wollte und auch sie bei einer Lohuregulirung vor zwei Jahren sich hätte ver- ebenfalls aufforderte, sich von der Geistlichkeit loszusagen und pflichten müssen, nur unseren Arbeitsnachweis anzuerkennen. fich dafür der Sozialdemokratie anzuschließen. Ferner sprechen Wir erklären dies für Uuwahrheit, da die Innungsmitglieder die Genossen Seidenberg, Zeidler und Lindenheim im Sinne des damals nur den Lohntarif haben unterschreiben müssen. In der Vortrages. Im Schlußwort erwiderte der Referent dem Genossen Innungsversammlung am 29. Juni haben die Meister eine frei- Wächter betreffs der Auslegung der Lehre Christi. Unter Verwillige Sammlung veranstaltet, diese hat 63 Mark ergeben. fchiedenem brachte Frau Kimmriz zur Sprache, es sei schon zwei London, 9. Juli. Nach einer bei Lloyds eingegangenen Damit wollen sie in auswärtigen Blättern annonciren. Wir mal ein Geistlicher zu ihr gekommen, um sie vom Austritt aus der Depesche aus Montevideo vom 8. d. ist der deutsche Dampfer ersuchen deshalb, den Zuzug strengstens fern zu halten. Alle Landeskirche wieder abzubringen; derfelbe habe ihr bei seinem Kleopatra" aus Hamburg in der Magellans- Straße auf arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. Alle letzten unerbetenen Besuch gesagt, sie wäre die erste Ber- einen unter Wasser liegenden Felsen gestoßen und mußte ge Briefe und Sendungen sind zu richten an J. Lüdemann, Adr. linerin, welche ausscheiden wolle, was sie ihm strandet werden, um das Untergehen zu verhindern. Bald Hergmann, Königstr. 12. aber nicht glaubte. Sie wende sich deshalb hiermit öffentlich an darauf begann das Schiff auseinanderzubrechen und geht wahrdie Versammlung, um festzustellen, ob der Prediger scheinlich gänzlich verloren. Die Mannschaft und die Passagiere die unwahrheit gesagt habe. Hierauf meldeten sind gerettet. sich von allen Seiten Berliner Frauen, die bereits seit Gravesend( England). Nach einer Lloyd- Depesche stieß in längerer oder fürzerer Zeit aus der Kirche ausge- der Nacht vom 6. Juli, 2/2 Uhr, der Dampfer Kinloch" aus schieden sind; der betreffende Geistliche war also Glasgow, von Zebu( Philippinen) kommend, drei" Meilen von öffentlich der unwahrheit überführt. Mit einem Dover auf den Dampfer„ Dunholm", aus Westhartlepool und begeisterten Hoch auf die Sozialdemokratie wurde die äußerst nach Rio de Janeiro bestimmt. Der Dampfer Dunzahlreich besuchte Versammlung geschlossen; in gemüthlicher holm" fant innerhalb zehn Minuten; 17 Leute von der Unterhaltung blieb man noch bis zum Anbruch der Nacht bei Bemannung werden vermißt. Die übrige Mannschaft wurde fainmen. Am Sonntag, den 26. Juli, findet in vom„ Kinloch" an Bord genommen und in Gravesend gelandet. demselben Lokal wiederum eine Versammlung. für Frauen und Männer statt, zu welcher Frau Apotheker Emma Ihrer aus Welten das Referat übernommen hat. Zahlreiches Erscheinen ist erwünscht. Der Ueberschuß der heutigen Versammlung von 10,25 M. wurde Sem Vertrauensmann übergeben. Danzig, 5. Juli. Auch in der hiesigen Gewehrfabrik finden zahlreiche Kündigungen statt. Köln, 9. Juli. In einer vorgestern in Dortmund statt gehabten Versammlung der Zechen wurde, wie die Kölnische Boltszeitung" meldet, beschlossen, von den Feterschichten abzusehen, aber den Zechen für die Sommermonate eine nur mäßige Förderung anzuempfehlen. Versammlungen: Niemand. Wieu, 6. Juli. Der Gemeinderichter Tomanet der ungarischen Ortschaft Burszenpeter wurde gestern unter dem dringenden Verdachte verhaftet, in der Sylvesternacht von 1889 zu 1890 einen Ortsinfassen ermordet zu haben. Tomanek fungirte noch bis zu den letzten Tagen. Petersburg. Die Gouvernementsstadt Jekaterinoslaw wurde durch einen vier Stunden anhaltenden Wolkenbruch überfluthet. Das Waffer stand fünf Fuß hoch in den Straßen, 58 kleinere Häuser und 4 Brücken wurden von den Fluthen fortgerissen, gegen 50 Personen ertranten, fünf wurden vom Bliz erschlagen. Viele brotlose Familien lager in den Straßen. Paris, 9. Juli. XIX. Siècle" wird aus Alexandrien ges meldet, daß in Ras el Salah die Cholera ausgebrochen ist; 50 Personen sind erkrankt, 15 gestorben. " " Triest. Berichten aus Treviso zufolge wurde der dortige Jahrmarkt durch eine blutige Schredensszene gestört. Ein ca. 60 Jahre zählender Herr hatte sich gegen ein 29 jährige, auffallend schöne Bäuerin einige Vertraulichkeiten erlaubt. Die Frau wurde dadurch derart in Zorn und Entrüstung versetzt, daß sie plötzlich auf offenem Markte mit einer scharf geschliffenen Sichel ihrem Verfolger den Kopf fast vom Rumpfe trennte. Monsuns( Wind, welcher vom Indischen Meere kommt und Regen Madras, 9. Juli. Infolge theilweisen Ausbleibens des bringt) droht eine Hungersnoth in mehreren Distrikten mit einer Gesammtbevölkerung von 10 000 000 Seelen. Die gestern im Feenpalast abgehaltene Volksverfamm. Tung, welche über die Beschickung des Brüsseler internationalen Arbeiterkongreffes endgiltig zu beschließen hatte, war von zirka 5000 Personen besucht. Dieselbe wurde vom Genossen 3 u beil Der Verein der Einseher( Tischler) hielt am 5. Juli geleitet und nahm nach eingehender Erörterung aller obschweben- feine ordentliche Generalversammlung im Vereinslokal, Neue Den Fragen folgende Resolutionen mit großer Majorität an: Friedrichstr. 44, ab. Auf der Tagesordnung stand: 1. Kassen: " Die heute im Feenpalast versammelten Sozialdemo- und Revisionsbericht. 2. Diskussion betreffs Verlegung des fraten Berlins erblicken in der Solidarität der tlaffen Arbeitsnachweises. 3. Wahl einer Arbeitsvermittelungs- Kommission. bewußten Arbeiter aller Länder eine vortreffliche und 4. Fragekaften. unentbehrliche Waffe zur Befreiung der Arbeiterklasse aus Nachdem das Protokoll verlesen und die Aufnahme der neu politischer und ökonomischer Knechtschaft. Cincinnati, 8. Juli. Die Waarenhäuser der Pelzeingetretenen Mitglieder vollzogen war, erhielt der Saffirer Herr händlerfirma Burkhardt u. Co. und der KonKnabe zum ersten Punkt das Wort. Derselbe gab den Kassen- fektionsfirma Geilshofer u. Co. find nieder. bericht vom zweiten Quartal, welcher von den Herren Revisoren gebrannt. in allen Punkten für richtig anerkannt wurde. Man ertheilte geschätzt. Der Schaden wird auf eine Million Dollars dem Rassirer Decharge. Hierauf stellte der Kassirer den Antrag, 50 Pf. zur Begräbnißunterstützung zu erheben, welcher Betrag von jedem Mitgliede zum 1. Oktober gezahlt sein muß. Nachdem dafür und dagegen gesprochen und der Antrag des Herrn SchmidtMoabit, die Krankenunterstüßung aufzuheben, durch Uebergang zur Tagesordnung erledigt war, gelangte der Antrag des Herrn Die Redaktion stellt die Benugung des Sprechfaals, soweit der Raum dafür abzu Knabe mit großer Majorität zur Annahme. Unterm zweiten geben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Punkt der Tagesordnung erklärten sich die Herren Schönberg, Intereffes zur Verfügung; ste verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit den Lorenz und Schmidt- Moabit für Berlegung des Arbeitsnachweises Inhalt desselben identifiziert zu werden. und Wahl einer Kommission. Herr Schubert meinte, bei ge Aufforderung! nügender Thatkraft aller Mitglieder gegen die Verlegung des Mal auf, fich mit uns unverzüglich in Verbindung zu setzen, Herrn Robaczewsky fordern wir hiermit zum letzten Arbeitsnachweises und die Wahl einer Kommission kein Bedenken widrigenfalls wir uns veranlaßt sehen, ihm gegenüber andere zu haben, so aber bitte er, sich das Projekt noch recht reiflich zu Maßregeln zu ergreifen. überlegen. Die Herren Pitters und Bienefeldt traten für Bei- Im Auftrage der Kommission der Damenmäntel- Schneider und behaltung des jetzt Bestehenden ein. Schließlich wurde folgender Antrag des Herrn Herold angenommen:" Den Beschluß der Arbeiterinnen der Bekleidungs- Industrie: Generalversammlung vom 24. Mai aufzuheben und den ArbeitsFrau Schwarz, Reichenbergerstraße 150, 1 Tr. nachweis, wie derselbe bis jetzt bestand, bestehen zu lassen." Die Herren Schmidt und Schönberg hatten gegen diesen Antrag gesprochen. Gleichzeitig fiel durch diesen Beschluß der dritte Punkt der Tagesordnung, und da der Fragetasten nichts Besonderes enthielt, so wurde die Versammlung geschlossen. Sie beschließen daher, den diesjährigen internationalen Arbeiterkongreß zu beschicken. Der oder die gewählten Delegirten haben die Berliner Genossen auf dem Brüsseler Kongreß entsprechend den Parteigrundsätzen und nach Maßgabe der seither inne gehaltenen Parteitaktik zu vertreten. Insbesondere haben fie dafür einzutreten, daß der Maifeiertag als proletarischer Fest- und Protesttag beibehalten werde; in der Fest segung des Tages und der Art der Feier ist aber den einzelnen Nationen unter Berücksichtigung der wirthschaft lichen Verhältnisse, der geschichtlichen Entwickelung und der Landesgesetzgebung freie Hand zu lassen." Ferner beschloß man drei Delegirte zu entfenden und wählte als solche die Genossen 8ubeil und Robert Schmidt, sowie die Genossin Fräulein Ottilie Bader. Die Verhandlungen waren im allgemeinen der Größe und Bedeutung Berlins angemessen. Mit einem braufenden Hoch auf die internationale revolutionäre Sozialdemokratie ging die Versammlung auseinander. Ausführlicher Bericht folgt Morgen. In der öffentlichen Versammlung für Frauen nud Männer, welche am Sonntag, den 5. Juli in Knebel's Salon, Badstr. 58, stattfand, hatte Regierungsbaumeister a. D. Keßler das Referat über das Thema„ Sozialdemokratie und Christenthum". Referent" charakterifirte die Gesetze des Jehovah, u. a. den Sah, welcher vom Wohlergehen bis ins Verein der Bau- und gewerblichen Hilfsarbeiter für Rirdorf und Varietee- Theater, Nixdorf, Hermannstr. 18 und Wißmannfir. 18, bestehend aus wirkende( Kellner, Musiker u. f. w.) Arbeiterorganisationen angehören, ladet alle Genoffen und Genoffinnen freundlichst ein. Der Borstand. Neue Grünftr. 14. Tagesordnung: Bortrag. Distuffton. Verschiedenes und Achtung, Schäfte- Branche! Sonnabend, den 11. Jult, Bersammlung, Fragetaften. Ausgabe der Billets zur Dampferpartie. Sprechlaal. Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Frankfurt a. M., 9. Juli. Gestern Abend entgleiste bet Briefkaffen der Redaktion. tausendste Glied handelt; ferner gelangte zur Erörterung die Umgegend. Großes Arbeiter- Sommerfest am Sonnabend, den 11. Juli, im Lochem, wie die Frankfurter Zeitung" meldet, der Eilzug von Lage der Juden in Palästina und Egypten. Im letzteren Lande Konzert, Theater, Vorträgen, lebendem Bild( Schuß der Arbeit) und Tanz. Arnheim nach theine. Die Maschine fiel ins Wasser, zwe befand sich alles Eigenthum schon in Händen des Pharao und unter gütiger humoristen Baul Gent u. a. m. entre at neaus ir Schaffner wurden schwer verwundet; von den Reisenden ist jedoch ein ausgedehntes Klassensystem war vorhanden. Die große Masse rang theilnehmen, zahlen 50 pf. nach." Anfang 6 1hr, 20. Herren, die am Niemand verlegt. Tanz die ge= des Volkes mußte ebenso hart für die herrschenden Klassen arbeiten, öffnet. Bu diesem Feste, welches ein rechtes Arbeiterfest sein soll, da alle mitwie es heute überall der Fall ist. Noch vor 50 Jahren sei der Khedive in Egypten der unumschränkte Ausbeuter der Fellahs gewesen. Schon der sicherlich bedeutende Moses hatte eingesehen, daß das Land durch die Ausbeutung zu Grunde gerichtet werden müsse. Er war der Meinung, bei einer weisen Staatseinrichtung Bet Anfragen bitten wir die Abonnements Quittung beizufügen. Briefi Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marr", Abends 9 Uhr, brauche es feinen einzigen Bettler unter dem Volfe zu geben. bet Grube, Mariendorferstr. 10. Gäste haben Zutritt.„ Süden", Abends Antwort wird nicht ertheilt. Referent gab hierzu die mannigfachsten Hinweise auf die Uhr bei Schwarzkopf, Etaligerstr. 11. Gäfte, Damen und Herren, einen vermietheten und dem Miether bereits übergebenen Boden 1865 Picklerfrage. 1. Der Wirth ist nicht berechtigt burch Mitglieder eingeführt, willkommen. Bibel und erläuterte alles in der deutlichen Weise. Des Arbeiter- Hängerbund Berlins und Umgegend. Freitag. Uebungs- aufzubrechen und denselben kleiner zu machen. Der Miether faun weiteren bemerkte er, daß die biblischen Personen geschichtlich nicht stunde Abends 9 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. atfer' fer zweifellos wegen Besitstörung auf Wiederherstellung des alten beglaubigt seien. Sie sowohl wie die geschilderten Sachen und verein„ Nord", Brunnenstr. 38 bet Gnadt.- Gefangverein Bor wärts 1, Bustandes flagen und würde wahrscheinlich auch mit Stellung Männerchor", Schönhauser Allee 28 bet Kuhlmey. Arbeiter Gefang Borgänge feien von den Schreibern der biblischen Geschichte ganz G.D. Adalbertstraße 21 bet Roll. Gefangverein orbeer trang", Wein eines Strafantrages wegen Hausfriedensbruches durchdringen. so aufgefaßt worden, wie sie sich zur Zeit des betreffenden ftraße 11 bei Feind. Summer' scher Gesangserein", Elisabethstr. 11 bei Schreibers im Volksmunde ze. darstellten, während sie, um torrekt Rütb.- arthaus'fcher" Gefangverein, Frankfurterftr. 79 bet Strüger. Jenseits. Es ist nicht zulässig, daß Sie die Kinder Ihrer gezeichnet zu sein, in der Art und Weise einer viel früheren Zeit Buchbinder Männerchor" Berlins, Alte Jatobftr. 75 bei Feuerstein. Frau aus erster Ebe ohne Weiteres auf Ihren Namen schreiber Gefangverein Matglödchen", Hochstraße 32a, bet Wilte. hätten geschildert werden müssen, sofern sie überhaupt jemals verein Gemüthlichfeit"( Buber), Seydelstraße Nr. 30.- Gefang: lassen. Höchstens tönnten Sie zusammen mit dem Vormund der Gefangverein Jris", einen Kinder beim Polizeipräsidium um Erlaubniß der Namensänderung Gefangverein„ Gollegia", Reichenberger das Pfandnehmen, der Grundbesitz unter den Juden fand gleich- ftraße 16 bet pagold. Wilhelm Seeger'sche Biebertafel", halten. einfommen, obgleich wir einen Erfolg nicht für wahrscheinlich Verantwortlicher Redakteur: N. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. " existirt hatten. Die Familienentwickelung, die Handelsfreiheit, Stopnideifir. 127a bei Stüfter. Jugendfreuden", Bergstraße 68 bei Reller.