Morgenausgabe Nr. 218 A 110 4S.Iahrgang DöcheutNch KV Pf, moooMch 3,60 M im voraus zahlbar, Postbezug 4,32 M. einschließlich 60 Pf. Postzeitua gs- und 72 Pf. Postbestellgebühren. Auslands» obonnement 6,— M. pro Monat; für Länder mit ermäßigtem Drucksachen« vorto b— M. Der„Connärts* erscheint Wochentag» »ich zweimal. Sonntags und Montags einmal, die Abendausgabe für Berlin und im Handel mit dem Titel.Der Abend- Illustrierte Beilage.Volt und Zeit". Ferner.Frauenstimme-. �Technik-.Blick in die Bückerwelt- .Iugend-Borwärts-u..Stadtbeilage- Berliner Voltsbla« Dienstag � Mai 1931 Groß-Äerlin 10 Pf. Auswärts 15 pf, Die einspalt. Nonpareille»eile 80 Pf. Reklamezeile 5.— RM.„Kleine An» zeigen" das fettgedruckte Wort 25 Pf. (zulässig zwei fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 12 Pf. Rabatt lt. Tarif. Stellengesuche das erste Wort 15 Pf, jede« wettere Won 10 Pf. Wotte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Arbeitsmarkt Zeile 60 Pf. Familien« anzeigen Zeile 40 Pf. 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Bis zuletzt hatte sich der schlaue Taktiker und hervorragende Kenner der Stimmung im Par- lament hartnäckig geweigert, seine Entscheidung offiziell bekannt zu geben. Er wußte nur zu gut, daß er durch einen vorzeitigen Entschluß die Wühlarbeit seiner zahlreichen und erbitterten Gegner nur erleichtern würde, er wollte, um volkstümlich zu sprechen, nur bei „Nummer sicher" gehen. Allein die Tatsache, daß er jetzt zugesagt hat, bedeutet eigentlich, daß seine Wahl durch die in Versailles als Kongreß versammelten' Senatoren und Deputierten so gut wie sicher Ist. Ein merkwürdiges, unerwartetes, in feinen Ursachen und Zu- sammenhängen nicht ganz klares Zwischenspiel am heutigen Tage hätte beinahe Briand veranlaßt, seine Kandidatur abzulehnen. Gerade ein Teil der Radikalen Partes, also der eigenttichen bürger- lichcn Linksgruppe, erhob Bedenken gegen eine FesUegung zugunsten Briands. Radikale Führer wie ch e r r i o t und D a l a d i e r hatten geltend gemacht, daß ein Mitglied der eigenen Partei, nämlich der Senatspräsident Paul Doumer seine Kandidatur bereits akgemeldet bot. Run ist Doumer zwar seit einigen Jähren angeb» lich Mitglied jener Gruppe der„demokratischen Linken", die im Parlament als Parteivertretung der Radikalen gilt. Aber nach seiner ganzen Vergangenheit fältt es schwer, in ihm einen Exponenten der Linken zu erblicken. Bereits vor genau 2S Jahren war Doumer der unglückliche Kandidat der Rechlsparleien zur Präsidentenwahl von 1906. Damals unterlag er gegen den Kandidaten der Linken Falliere. Mag er sich auch fett dem Kriege etwas nach links entwickelt haben, es wäre geradezu ein Witz, wenn man ausgerechnet ihn als Expo- nentcn der Linken gegen Briand bezeichnen würde. Diesen Witz aber haben sich sonderbarerweise Herriot und Doladier zunächst wenigstens andeutungsweise geleistet. Man kann sich ihre Beweggründe schwer erklären, und so ist die einzige Erklärung, die man überall dafür hört, daß herrlol aus priand eifersüchtig sei und ihm deu höchsten Posten im Staate nicht göuue. Indessen ist es den anderen radikalen Führern, insbesondere M a l v y und E a i l l a u x, gelungen, Briand dennoch zu bewegen, sein Ja endlich auszusprechen. Die Bedenken, die Briand dabei aus- gesprochen haben soll, braucht man nicht allzu schwer zu nehmen: das waren die selbstverständlichen Widerstände eines Mannes, der den Eindruck erwecken will, als bringe er ein schweres Opfer durch die Aufgabe jenes Ministeriums des Auswärtigen, das er schon seit sechs Jahren ununterbrochen verwaltet, und durch das er einen Weltruf erlangt Hot. Aber man geht wohl nicht fehl in der An- nähme, daß der fast siebizjährige Briand den ehrenvollen Ruheposten des Staatspräsidenten sehr gern betleiden wird. Der Bersuch, der auf Veranlassung Briands selber am Abend unternommen wurde, Doumer zum Verzicht auf seine schon gemel- dete Kandidatur zu bewegen, ist geschettert. Es wird also in Ber- sailles zum Ka m p f kommen. Der Ausgang dieser Kraftprobe ist kaum zweifelhaft. Doumer hofft zwar noch immer; denn die gesamte Rechte hol ihn jetzt zu ihrem Schildhaller bestimmt, und er, der angebliche„Radikale", läßt es sich gefallen. Er glaubt, daß es ihm möglich� sein wird, den Präzedenzfall von 1921 zu wiederholen, bei dem es einem Mann der Linken, Gaston D o u- m e r g u e, gelang, mit chllse der gesamten Rechten und eines Teiles der Linken gegen den Kandidaten des Linkskartells, P o i n l e v e, durchzukommen. Aber wenn nicht olles täuscht, dürfte diese'Rech- nung sehlgehen: die zahlreichen persönlichen Sympathien, die Dou- mergue besonders unter den linksgerichteten Senatoren und Ab- geordneten aus Südfrankreich besaß, dürften Doumer diesmal nur vereinzelt zugute kommen. Der ehrwürdige, aber farblose und langweilige alt« Herr wird fast ausschließlich von der Reaktion unterstützt werden. Das wird kaum ausreichen, nicht einmal um einen zweiten Wahlgang zu erzwingen. Denn ernstzunehmende weitere Kandidaturen sind bisher nicht vorhan- den. Daß der Kognokfabrikant chcnnesfy, ehemaliger Bot- schafter in Bern und Landwirtschaftsminister, seine Kandidatur auf- gestellt hat, ist eine sonderbare Geistesverirrung. Als stein- reicher Mann mag er ein oder zwei Dutzend Freunde bewegen können,. für ihn zu stimmen, das dürste aber ebensowenig wie die Zöhlkandidatur der Kommnuisten, die bestenfalls ein Dutzend Mann aufbringen werden, ausreichen, um eine Stichwahl hervorzurufen. Man rechnet daher heute allgemein mit einem Zwei- kämpf Briand- Doumer, der bereits im ersten Wahlgang zugunsten Briands, zwar nicht mst überwältigender, aber doch mit einer sicheren Mehrheit entschieden werden wird. Rur dann, wenn wider Erwarten ein zweiter Wahlgang zustande käme, wären Ueberraschungen noch möglich. Die Sozia- listen, die erkannt haben, daß es vor ollem gilt, die Reaktion zu schlagen und gefährliche Manöver bei einer Stichwahl zu verhin- dern, werden zweifellos auf die in früheren Zeiten übliche Zähl- kandidatur im ersten Wahlgang ganz verzichten und ihre fast 130 Stimmen— 110 Deputierte und 20 Senatoren— von vornherein für Briand als den Todfeind der Rationalisten in die Waagschale werfen. Sie legen damit mehr realpolitische Einsicht und Gradlinigkest an den Tag. als jener Teil der Radikalen, besten Haltung am heutigen Tage reichlich verworren und zwei- d e u t i g gewesen ist. Klöster brennen in Madrid. Belagerungszustand.- Die Gxireme rechis und links arbeiien Hand in Hand. Madrid, II. Mai.(Eigenbericht.) Die Unruhen vom Sonnlag nahmen am Montag mit immer ernsterem Charakter ihren Forlgang. Die Holt»- wut richtete sich in erster Linie gegen die Klöster. Am Montag- nachmittag standen sechs Slosterkomplexe in Flammen, darunler die hauplresideoz der Zesuiten auf der Grania. Der in perinanen, tagende Ministerrat beschloß am Montag- Nachmittag, in Anbetracht der durch die monarchistischen provokatio- nrn herv>z>rgerusenen Unruhen, den Belagerungszustand zu verhängen und die Börse zu schließen. Ilm zwei Uhr ließ die Regierung erklären, daß sie mit aller Schärfe durchgreifen werde und stch dabei insbesondere ans die hinter ihr stehenden Poll- tischen Parteien und Gewerkschaften stützen werde. Di« Regierung hat Beweis« dafür, daß die Unruhen von rechts organisiert wurden und die Monarchisten mit kommunistischen Elemenken im Einvernehmen standen. Die sozialistische Partei und die Gewert- schalten forderten ihre Anhänger am Montagnachmittog zur so- fortigeu Wiederausnahme der Arbeit aus. Während des Ministerrats erschien eine durch den Freund Fran Aergernis erregender Darstellung des Nackten entgegenzutreten. Wirklichen Schmutz und Schund verachten wir Sozialdemokraten mindestens so wie Bolkspartei und Zentrum. (Sehr gut! bei den Soz.) Das hat mtt. Wellanschauung gär nichts zu tun. Aber die Mißstände werden überschätzt, es ist in den letzten Iahren wesentlich besser geworden. Ich hoffe, daß wir uns olle einig find, daß eine Einengung dcr künstlerischen Freihett nicht in Frage kommt.(Lebhafte Zustimmung.) Ich stimme mit dem ver- storbenen Reichskanzler Fürst Hohenlohe überein, daß man ein Volk nicht durch Strafgesetze tugendhaft machen kann. Es handell sich um eine Erziehungsaufgabe, die von dem gesunden Kern unseres Volkes ausgehen muß. und ich betrachte es als eine meiner vornehmsten Ausgaben, den Gesundungsprozeß mtt allen geeigneten Maßnahmen zu fördern. Die Wünsche auf Vermehrung und Besserstellung der Kriminal- Polizei teile ich. Leider schließt die gegenwärtige Finanzlage ihre Erfüllung aus. Ich werde deshalb mit Ihrer Erlaubnis die große Anfrage hierüber 1932 beantworten— allerdings unter der Vor- ausfetzung, daß ich dann noch auf diesem Platze stehe.(Hetterkett und lebhafter Beifall.) Abg. Vorck(Dnat.): Immer wettere Volkskreise betlagen mit uns die Verwilderung der Jugend und wünschen mtt uns die Wiederkehr der zweijährigen Dienstzeit. Abg. Dr. Graß(Z.) setzt sich mit den Deutschnationalen über die angebliche Bevorzugung des Zentrums in der Beamtenpolitik auseinander. Die Weiterbc ratung wird auf Dienstag, 11 Uhr, vertagt.— Außerdem Polizeiverwaltungsgefetz. Karl Eberl. Oer neue Intendant der Städtischen Oper. In der Aufsichtsratssitzung der Städtischen Oper wurde gestern abend Professor Karl E b e r t zum Jnteudanten gewählt. Karl Eberl verdient, mit Sympathie und aufrichtigem Ver- trauen begrüßt zu werden. Der neue Intendant, dessen Wirken ats Schauspieler am Staatstheater unvergessen ist/ hat sich als Chef des hessischen L and es th e a t e rs in Darmstadt besonders auch in der Leitung der Oper bewährt, sein organisatorisches Geschick wird ebenso gerühmt wie die Sicherheit seines Urteils und die klare Festigkeit seines Willens. Wir dürfen hoffen, daß er, mtt den Ver- Haltnissen der Reichshauptstadt von früher her vertraut, dcr Mann sein wird, in schwerer Situation zwischen den künstterischen. materiellen und sozialen Forderungen dieser Zeit mit Entschlossen- heit einen Kurs zu steuern, der aus der Unbeständigkeit der letzten Jahr« zur inneren Gefundung und zu neuem Aurstieg der Städti- schen Oper führt. Vom Intendanten, der sein Amt. wie wir hören, schon in aller- nächster Zeit antreten soll, haben wir gewiß nicht am ersten Tage ein völlig neues Programm zu erwarten. Karl Ebert kommt nicht von der Musik her: der Stunde seiner Ernennung tritt das Problem der musikalischen Führung in den Vordergrund. Im Interesse der Stabilität der künstterischen Arbeit wäre es gewiß nicht ratsam, im Augenblick des Intendantenwechsels auch ent- scheidend« personelle Veränderungen im Kapellmeister-Ressort durch- zuführen. Aber«ine neue Regelung der Kompetenzen ist nun drin- gend geboten. Die höchste Verantwortung in allen musikalischen An- gelegenheiten kann nicht auf mehrere Köpfe verteill werden. Die Be- trauung Dr. Fritz S t i e d r y s, der nicht nur als erster Musiker des Hauses, sondern auch als geistig überlegene, erfahrene Führer- persönkichkett erprobt ist— seine Betrauung mtt entsprechenden Völttnachken vermag allein d« musikallschen. Grundlagen des Opern- betrieb s. dem olle Erschütterungen unsicherer Experimente erspart bleiben müssen, für die Zukunft zu garantieren. Dos ist kein« Titel- frage: es ist eine künftlsrifche Lebensfrage des städtischen Opern- instituts. Ihre Lösung wird die erste, unairffchiebbar« Aufgabe]v«s neuen Intendanten sein. HI aus Pringsheirn. Das nemtle Schuljahr. Jn Rr. 206 des„Vorwärts" vom Dienstag, den S. Mai, ist die Denkschrift über das neunte Schuljahr abgedruckt worden, die von den Spitzcnorganisationen der frei- gewerkschaftlichen Verbände und dcr Arbeitsgemeinschaft sozialdemo- kratischer Lehrer und Lehrerinnen gemeinschaftlich ausgearbeitet worden ist. Aus Versehen ist vergessen worden, mitzuteilen, daß auch der Allgemeine Deutsche Beamtenbund an der Ausarbettung und endgülligen Formulierung beteiligt ist. Nicht verboten, sondern aufgeschoben. Die Beröffenttichung dcr englischen Ausgabe der Bülow-Meinoiren ist auf Grund eines Briefes unterblieben, den Lord Lonsdale an den Verleger richtete. Darin droht er mit gerichtlichen Schritten, falls er die Veröffent- lichung in der gegenwärtigen Fassung vornehmen sollte. Die be- anstandete Stelle bezieht sich auf eine Bemerkung, die König Eduard VII. angeblich über Lord Lonsdale gemacht hoben soll. Di« Verlagsfirma teilt mit, daß die Angelegenheit noch nicht endgültig entschieden sei. Egal legal! M MW Oer Schausenstersturm vom Ottober 1930 wurde al« organisierte« Unternehmen der S«. festgestellt. h:t£br Sem Legalen ist alle«(l)egal! Kein zweiter Lohnabbau. Einstimmiger Schiedsspruch im Kuhrgewerbe. jo dem Streik im Lastsuhrgewerbe ist gestern vom Schlichlungs- uusschuh Berlin ein einstimmiger Schiedsspruch gefällt worden, der vorsieht, dast die bisherigen Lohnsähc in wir- kung bleiben mit der Maßgabe, daß sie mit monatlicher Frist erstmalig zum Zt. August l9Zl gekündigt werden können. Der Manteloerlrag bleibt in seiner bisherigen Form mit unwesentlichen Abänderungen bis zum Zt. März 1332 bestehen. Die Streikenden werden zu diesem Schiedsspruch heute iu einer Versammlung in Boekers FestsSlen. weberstraße 17, Stellung nehmen. * Das Bedeutsame an diesem Schiedsspruch ist, daß er den Ber- such, die Löhne ein zweites Mal zu kürzen, zurückweist. Bedeutsam ist auch, daß der Schiedsspruch einstimmig— also auch mit den Stimmen der Unternehmeroertreter— erfolgt ist. Das ist ein voller Erfolg des Abwehrstreiks, den der Gesamt- verband führt. Bekanntlich haben sowohl der Borsitzende der Fuhrherrninnung wie auch deren Syndikus den Versuch gemacht, sowohl den Schlich- tungsausschuß wie die Vertreter des Gesamtverbandes zu bluffen mit der Behauptung, im Reichsarbeitsministerium sei man der Auf- fassung, die Löhne im Berliner Fuhrgewerbe seien auch nach dem Lohnabbau von 814 Proz. noch zu hoch. Wir haben diese Behauptung veröffentlicht, um dem Reichs- arbeitsminister Gelegenheit zu geben, öffentlich Stellung zu nehmen zu der nunmehr akut gewordenen Frage einer zweiten Lohn- abbauwelle. Der Reichsarbeitsminister hat es zwar vermieden. zu der allgemeinen Frage Stellung zu nehmen oder vielmehr seine früheren präzisen Erklärungen zu wiederholen, aber für diesen Fall war das Dementi klar und einwandfrei. Die Streikenden können für sich in Anspruch nehmen, daß sie dank ihrer guten Organisation einen mit ebensoviel Tücke wie Brutalität versuchtet, Lohnabbau mit vollem Erfolg abgewehrt haben. Die Unternehmer haben zwar zu dem Schieds- spruch selbst noch nicht Stellung genoinmen, nach Lage der Sache wird ihnen aber nichts anderes übrig bleiben, als den Schiedsspruch anzunehmen. Tun sie es nicht, dann werden sie durch den Streik dazu gezwungen werden. Für Nordwest noch keine Entfchetdung. Oer ZieichSarbeitsminister muß zu seinem Wort stehen. Unter der Angestelltenschaft der nordwestlichen Schwerindustrie herrscht st arte Erregung: denn im Tarifkonflikt ist noch immer alles in der Schwebe. Zur Zeit bestcht ein tarifloser Zustand. Was aus dem Schiedsspruch, den die Schlichterkammer unter dem Vorsitz von Dr. B r a h n gefällt Hot, werden wird, ist noch immer ungeklärt. Dieser Schiedsspruch will die bestehenden Tarifgehallssätze, ob- wohl zu Beginn des Jahres bereits eineKürzungum KProz. erfolgte, in den Gruppen I und II um 10, in den übrigen Gruppen um IS Proz. senken, und zwar ohne Verkürzung der Arbeitszeit. Der Schiedsspruch wurde von allen Angcstelltenoerbänden ob- gelehnt. Sie haben sich bei dem Reichsorbeitsminister dafür eingesetzt, daß der Schiedsspruch nicht in Kraft gesetzt wird. Der Gau- leiter des Zentralverbandes der Ange st eilten in Nordwest hat den Minister in einem Schreiben mit besonderem Nach- druck darauf aufmerksam gemacht, daß der Schiedsspruch, wenn er in Kraft treten würde, eine kaum absehbare Verelendung der Angestellten mit ihren Familien zur unmittelbaren Folge habe— ganz abgesehen davon, daß eine neue Kürzung der Angestellten- geholter die gesamte Tariffront oller Angestellten und Ar- beiter in ganz Deutschland aufrollen würde. Diese Ansrollung ist die Absicht der Schwer- industriellen. Direktor Raab Hot bei den Verhandlungen offen erklärt:„Wenn nicht im ganzen Deutschen Reich die Lohne und Gehälter um 2 0 Proz. gekürzt werden, dann kann die deutsche Wirtschast nicht wieder auf die Beine kommen. Das ganze Reich muß unserem Beispiel folgen. Wir werden alle chebel in Bewegung setzen, um den 20prozentigen Ab- bau zu erreichen." Wenn die Entscheidung über den Tarifkonflikt, der Angestellten 'kn Nordwest solange auf sich warten laßt, so ist das nur ein Zeichen, daß Herr Stegerwald vor dem Druck der S6;werindustriellen schwankend geworden ist. Er muß sich endlich entscheide». Die katastrophale Arbeitslosigkeit als Folge des Lohnabbaus zwingt Herrn Stegerwald zur Ablehnung der Vcrbindlichkcitscrklörung. Es gibt keinen anderen Weg aus der Krise. Entlarvte Spalter. (Sei wird reiner Tisch gemacht. Lei der Neuwahl der Gruppenleitung im Ver- band der Nahrungsmittel- und Getränkearbeitcr für die Arbeiter der Wurst-, Fleischwarcn- und Konservenfabriken im Februar war die bisherige„reformistische" Gruppcnleitung mit 21 Stimmen den „oppositionellen" Gegenkandidaten unterlegen. Der kommu- nistischeu Gruppenleitung mußte aber die Bestätigung versagt werden, weil sie sich nicht verpflichten wollte, die gewerk- schastsselndlichen Richtlinien der REO. unbeachtet zu lasten und sich bei ihrer Arbeit nur nach den Satzungen und Beschlüssen der Organisation zu richten. In der Branchcnvcrsaminlung am 14. April bemächtigte sich die kommunistische Gruppenlcituiig widerrechtlich der Bersammlnngs- leitung, und in einer von ihr einberujcnen Branchenversammlung an» 21. April forderte sie die Verbandsmitglieder zur Beitrags- sperre und zur Abgabe der Mitgliedsbücher auf. In den Betrieben zog man teilweise unter Borspiegelung falscher Tatsachen Mitgliedsbücher ein und führte sie an die RGO. a K. Die Organisationsleitung hat diesem Treiben mit vem Aus» s ch l u ß der kommunistischen Spalter ein Ende gemacht. Am 31. Mai soll nun der„revolutionäre" Verband für die Nahrungs- und Genußmittelindustrie aus der Taufe gehoben werden. Der Name für hen neuen Gewcrkschastsladen ist schon gefunden, die „Führer" sind auch schon da, bloß mit den Mitgliedern hapert es noch sehr. Die sind immer noch beim Verband der Nahrungs- mittel- und Getrönkearbeiter, wie die Gruppenverfammlung zeigte. Zum ersten Mole seit längerer Zeit konnte in dieser Versammlung wieder sachliche Gewerkschaftsarbeit geleistet werden. Es ging förmlich ein Aufatmen durch die Versammlung, daß die Krakeeler endlich einen Klub für sich gegründet haben. Der Sekttonsleiter Genosse Schulz legte den Versanunellen klar, wie die Spaltung schon von langer Hand vorbereitet worden ist. Die Diskussion war für die Treue der Mitglieder zur Organi- sotion ebenso ein Beweis wie die einmütige Zustimmung zu der von uns bereits veröffentlichten Entschließung der Funktionäre, in der die Ausschlüste der Spalter gebilligt und der RGO. der schärfste Kampf angesagt wird. Die beste Antwort erteilte jedoch die Versammlung den Spallern mit der Wiederwahl der allen„reformistischen" Grnppenlcitung, die gegen fünf Stirn- men erfolgte. Streik bei der„Kölnischen Zeitung". Gegen den Abbau der Leistungsmlagen. Köln. 11. Mai.(Eigenbericht.) In der Druckerei der volksparteilichen„Kölnischen Zeitung" trat das Setzer-Pcrsonal am Montag in den Streit. Der Verlag der Zeitung hotte die Absicht, bei einigen Buch- druckern die übertarifliche Bezahlung der Leistungen von sieben Mark wöchentlich auf vier Mark herabzusetzen. Mit der Betriebsleitung entstände» hierüber scharfe Differenzen. Eine . Betriebsratssitzung am Montag vormittag, die die Differenzen mit der Geschöftsleitung erledigen sollte, flog infolge der Unnochgiebig- keit der Geschäftsleitung auf. Infolgedessen legte die gesamte Be- legschoft am Montag mittag die Arbeit nieder.„Die Kölnische Zeitung" und der„Stoatsanzeiger" erscheinen deshalb zunächst nicht. „Nationale" Agrarier. Deutsche Landarbeiter arbeitslos, ausländische beschäftigt. Noch vor Jahresfrist klagten die landwirtschaftlichen Unter- nehmer über Arbeitermange.l in der Landwirtschaft. Heute scheinen diese Klagen v e r st u m m t zu sein. Das ist verständlich. Obwohl die Beftellungsarbeiten schon kräftig im Gang sind, warten nach unzählige deutsche Landarbeiter auf Beschästigung. Die Zahl ist mit 200 000 bestimmt nicht zu hoch begriffen. Das hindert die Landwirte nicht, schon jetzt polnische Land- arbeiter einzustellen. Es sieht überhaupt so aus, als wenn sich di« Ding« vollkommen gewandelt hätten. Früher wurden die polnischen Landarbeiter nur während der Saison beschäftigt, während di« deustchcn Arbeiter auch außerhalb der Saison' be- schäftigt wurden. Heute finden die polnischen Landarbeiter Be- schäftigung, während die deutschen Landarbeiter vergeblich auf Arbeit warten. Typisch noch der Richtung hin sind die Berhältnisse in der Landwirtschast der Kreise Jericho I und II. Die Gutsverwal- tung in L. hat ausländische Wanderarbeiter einge- stellt, obwohl erst kürzlich ein Landarbeiter mit der Motivierung entlasten wurde, es fehle an Arbeit. Auf dem Guts des Besitzers E. in R. stehen drei Landarbeiterwohnungen leer, es ist also Platz fiir deutsche Arbeiter vorhanden. Trotzdem wurden nicht deutsche Arbeitskräfte, sondern sechs polnische Landarbeiter eingestellt. Auf den Domänen F. und D. sowie auf den Güter« P. und Z. haben ebenfalls polnisch« Landarbeiter Arbeit ev» hallen. Die einheimischen Arbeiter warien noch heute auf Wiedereinstellung. Auf dem Gute K. sind gleichfalls Wanderarbeiter untergebracht worden, ohne daß man sich der einheimischen Land» arbeiter erinnerte, die ohne Arbeit sind. Die Arbeitsämter müssen unbedingt rühriger werden. Sie müssen sich verpflichtet fühlen, ausländisch« Landarbeiter e r st dann zuzuteilen, wenn von den betreffenden Unternehmern nach» gewiesen werden kann, daß einheimische arbeitslose Landarbeiter eingestellt wurden. In den Fällen, wo die Zuweisung ausländischer Landarbeiter berells erfolgt ist, die Unternehmer aber sich weigern, einheimische arbeitslose Landarbeiter einzustellen, müßten die zu- gewiesenen ausländischen Landarbeiter unverzüglich zurückgezogen werden._ Die unbeliebte RGO. Von ihren eigenen Wählern abgeführt. In einer Betriebsversammlung der Belegschaft der Engel» Hardt-Brauerei in Pankow sollte auf Einladung des „revolutionären" Arbellerratsvorsitzenden ein Abgesandter der NGO. teilnehmen. Der die Versammlung leitende Borsitzende des Be- triebsrotes lieh aber die Versammlung selbst entscheiden, die gegen ganze 21 Sttmmen auf die Anwesenheit diese»„Arbeitervertreters" verzichtete. Darauf verließen sieben Mann den Saal, kamen aber wieder, als sie sahen, daß di« Versammlung ruhig weitergeführt wurde. Nach geraumer Zell erschien plötzlich eine kommunistische „Klasse., kämpferin", die den Versuch unternahm, der Versammlung ohne vorherige Anmeldung beim Dersammlungsleller beizuwohnen. Auch ihr blühte das Schicksal, den Versammlungsraum verlassen zu müssen. So hatte sich die RGO. in ihrer„Hochburg" die Geschichte nicht gedacht. Die Arbeiterschaft will in ihren Versammlungen Betriebs- und Gewcrkschaftsangelegenheiten besprechen usb nicht die Tiraden der RGO. anhören. Interessant war ja zu erfahren, daß di»„rokittalen" RGO.» Leute bei der vorigen Streitabstimmung aus Angst vor den Gc» werkschaftsführeri, nicht für den Streik gestimmt hoben. Zum Schluß eine Frage an den kommunistischen Borsitzenden des Arbellerrats: Worum gab er nicht, wie es die Tagesordnung vorsah, den Bericht über die Tätigkeit des Arbeiterrates, sondern überließ dies dem„reformistischen" Betriebsratsvorsitzenden? Während dieses Berichts verließ er die Versammlung! Oder hat sich seine Tätigkeit bisher nur auf den Kampf gegen die„Bonzen" beschränkt? Tarifverhandlungen mit der Reichsanstatt. Vom Zentralverband der Ange st eilten wird uns mitgeteilt: Im Dezember 1030 kündigte die Reichsonstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung den für die An- gestellten der Arbeitsämter bestehenden Tarifvertrag zum Zwecke der Tarifrevifion. Bier Monate brauchte sie, um einen Ent- wurf für den neuen Tarifvertrag auszuarbeiten. Dieser Entwurf weicht in vielen Bestimmungen von dem gegenwärtig noch geltenden grundsätzlich ab. Am 8. Mai begonnen die Verhandlungen über die Neugestallung des Tarifvertrages. Die Gewerkschaften überreichten ihre Gegen- vorschlüge zum Manteltorifvertrag. Die Verhandlungen wer- den am 13. Mai fortgeführt. SPD.'�vaftion, Surick ssmt Vre«, laue? Vcrq. Morgan. Mitt- M � woch. 15Ü irftt, im Toiukist Str. 64. öffentlich« Ver- � £=} fommluuQ oller beim Bezirksamt beschädigen Arbeiter. AnqesteKten.?? � und Beamten. Tagesordnung:„Tie Deanttanbung der BO. durch den M � Oberpräsidenren. Der j7»akttouvvorstaud. JilJiJdbfry i�reie Gewerkschafts-Jugend Deriin fj Seilte, Menstaq. 19S Ufit, toorn die<6mo»en: Treptow! Zuqen». heim, Sdiul« ffifttenbnidrftt. 53—54(SorbiunTOt). SRätftMl« Saqrn und 6i>ulctc(d>iditen.— Aroirl Isetee«Occ: Etädt. Sufltn&titim Litauer Straf,« 18. Warum Obcrprüfftrlie und AUmjenfirr?— Ltrt-trniKrqi Iuaend» heim Dossestr. 2?. Wa» ist s«.iiaii»nrn»?— Rea-Lichtenderq: Iini-irdderin Eimieritr. 44. Lichibildervoetraai Irt) Satire Bereehr.- Paolow! Iuaend- beirn SUiTmaonitr. 48. Zimmer 3. Wir feiern unseren erstennri?!as>.— G«werlschaftakan»: Suaendfeim CnaeTufft 24— 26. Saal 11. Setmfitiiittdnmfl. — Schiinruieide! Inaendhaiin RiederschSneweide. Berliner Str..31. Sebach» Lelirabend.— Adlerobos! Iuaendlieim Bismarrfsir. 1. Seimbesprechuna.— IBtbWno: Iu«ndl>eim Willdenawstr. 3, 11. ssadrtenvlauderei.— Ostend«: Suaenddeim flarlskiarst, Trc-eowallee 44(BonNS dnilt). Die wirtschaftliche Citlrmtfhm« der Zürnschdrit. 0Iuaendaruppe des?en bracht. So erreichten sie, daß die Löhne, Holzeinkäufe, Fahrkosten usw. usw. doppelt bezahlt wurden. Den Doppelgewinn steckten sie in die eigenen Taschen. Die Ungetreuen hatten es klüglich vermieden, Belege und Rechnungen zu fälschen, da dies ohne Zweifel früher ans Licht gekommen wäre. Dadurch aber, daß sie die echten Rechnungen unterschoben und zum zweiten- mal erscheinen ließen, verzögerten sie die Entdeckung und erschwerten jetzt auch die Untersuchung. Nachdem der Tatbestand durch die Untersuchung so weit geklärt war, konnte es keine Frage mehr sein, daß an diesem Schicbersystem nicht nur ein einzelner teilgehabt hatte. Es mußten unbedingt mehrere unter einer Decke stecken und Hand in Hand gearbeitet haben. Diese Annohme hat sich auch be- stätigt. Die ungetreuen Beamten bezogen durchschnittlich ein Monatsgehalt von 500 bis 700 M. Wirtschaftliche Not ist bei keinem von ihnen festgestellt. Die veruntreuten Gelder haben sie für großen Aufwand vertan. Soweit Vermögenswerte vorhanden waren, find sie sichergestellt, sie decken aber nicht im cnt- ferntesten den Schaden. Mord aus Angst vor Wahnfinn. Ein Sohn tötet seine geistesgestörte Mutter und sich selbst. Rottenburg, 11. Mai. Im benachbarten Hcm Mendorf tötete der 24 Jahre alte Landwirtssohn Decker seine Mutter durch einen Schuß in den Kopf. Er benutzte zu seiner Tat ein abgeändertes Militärgewehr und beging kurz darauf mit derselben Waffe Selb st- mord. Die Ermordete zeigte während des Vormittagsgottes- dienstes Spuren geistiger Störung, was den Sohn so in Aufregung versetzte, daß er die grauenhafte Tat beging. Vlütenparadles Glindow. In Werder blühen wieder die Bäume wie alle Jahre, und jeder Berliner hat den Wunsch, einmal im Jahr in Werder gewesen zu sein. In Guben ist es, wie man weiß, auch sehr schön. Die mit Blüten bedeckten Höhen und Hänge der Ludst sind sehenswert. Aber Guberrftst ein bißchen, teuer und ein ein bißchen unbequem zu crreichettllMnki'-außer' Werder und Guben gibt es nochijün herrliches, immer noch nicht genügend bekanntes Blütengebiet, das größte der Mark Brandenburg überhaupt: das von Glindow, gleich hinter Werder gelegen. Wer den„Betrieb" in Werder nicht liebt, der wird in Glindow alles finden, was er wünscht und erhofft: Ein Blütenparadies mit ollen Schönheiten, Aussichtspunkte, die dem überraschten Wanderer nicht nur Glindow erschließen, sondern auch den prachtvollen Blick auf die Westseite der Werderschen Berge, einen wunderbaren Frieden über der Land- schaft, in der man nur das Summen und Brummen der fleißigen Honigsammlerinnen hört und schließlich auch eine vorzügliche, ollen Wünschen angepaßte Verpflegung. In den Glindower Wirtschaften ist nichts von„Betrieb" zu spüren, wohl aber eine behagliche Art, bei der man sich wohlfühlt. Auch die Gemeinde bemüht sich, durch Herrichtung und Instandhaltung von Wegen, Aussichtspunkten und Ruhegelegenheiten um das Wohlbefinden ihrer Besucher. Die „G l i n d o w e r Alpen" mit ihrem Blick auf blaue Seen und eine weiß-rosige Blütenwelt ist und bleibt einzigartig. Der Ber- kehrsausschuß in Glindow erteilt jede gewünschte Auskunft. Wintergarten. Der Wintergarten konnte im April mit dem D a n e l m a- b a l l e t t einen grvßen Erfolg buchen und so prolongierte er das erfolgreiche Gastspiel und man kann die reizenden Mädels, ihre fchwarzbestrumpften Beine und ihren im Osfenbachrhythmus ge- stampften Cancan weiter bewundern. Besonders gefällt auch dies- mal wieder der„Flötenspieler", von Germainc Myrtill getanzt. Der Kuban-Kosakcn-Chor— sehr elegant wirkende Kosaken— besticht wieder durch seine feinen russischen Weisen: auch sind alle Teilnehmer Meister der Balalaika. Die zwei Alvarcz zeigen allerlei nette, ober keineswegs ungefährliche Scherze auf dem Trapez. M. und P. Bood veräppeln äußerst lustig und mit großem artistischen Können ihre Kollegen. Bei den zwei Dakotas ist man oft im Zweifel, ob man es mit Imitatoren oder mit echten Indianern zu tun hat. Ihre Seilakrobatik ist ausgezeichnet. Henry Smith, der vorzügliche Schwergewichtsathlet, Bit und Bil, die lustigen Matrosen und Carl Braun, der Verwand- lungskünstler, sind auf den Brettern des Wintergartens bekannt und wohl gelitten. Alles in allem ein apartes Pfingstprogramm. Cinführungskursus in das Gebiet der Feftkultur. Der Reichsausschuß für sozial! st ische Bildung?- arbeit veranstaltet in der Woche vom 8. bis 13. Juni 1931 in der Bundesschule des Arbeiter-Turn- und Sportbundes in Leipzig einen Kursus zur Einführung in das Gebiet der s o z i a l i st i s ch e n Feste und Feiern mit folgendem Programm: Grundsätzliche und historische Einführung. Das Fest als Ausdruck des Massen- willens im Zusammenhang mit dem Theater-, Film- und Laienspiel, dem Sprech- und Bewcgungschor, der Musik und dem Gesang. Die Feier im Rahmen der Arbeiterbewegung in Verbindung mit den verschiedenen Organisationen(Partei, Gewerkschaften, Kindcrfreunde, Arbeiterjugend, Arbeitersportgruppen) als Träger und Mitgestalter. Die verschiedenen Formen der Feiern, Programmaufbau, Propa- ganda in künstlerischer Form. Aktuelle Bühne, sozialistische Revue und Kabarett. Der Kursus wird als Arbeitsgemeinschaft mit prak- tischen Hebungen und Versuchen unter Leitung von Prof. Leo Kestenberg durchgeführt. Daneben sind Abendveranstal- t u n g e n als Beispiele künstlerischer Gestaltung vorgesehen. Die näheren Bedingungen sind durch den Reichsausschuß für sozialistische Bildungsarbeit, Berlin SW 58, Lindenstraße 3, zu erfahren: ebenso sind Anmeldungen an diese Adresse zu richten. Schriftsteller Z?ritz Bley aufgefunden. Der 78iährige Schriftsteller Fritz Bley, der in der Nerven- Heilanstalt Wollorf bei Braunschweig untergebracht war und seit einigen Togen vermißt wird, ist, wie die„Braunschwcigische Landeszeitung" berichtet, völlig ermattet in der Nähe von Gifhorn aus der Landstraße aufgegriffen worden. Man brachte ihn nach dem Pensionshaus Hagenhof bei Kaeftorf, wo er einstweilen in Pflege genommen wird. Der bedauernswerte alte Mann war geistig so verwirrt, daß er seinen Namen nicht mehr wußte, und erst durch umständliches Fragen konnte festgestellt werden, daß es sich um den Vermißten handelt. Fritz Bley(nicht zu verwechseln mit dem Berliner Schriftsteller Franz Blei) ist lange Zeit Mitarbeiter nationaler Zeitunzen gewesen, seine bekanntesten und wertvollsten Schriften sind seine Tiergeschichten. Lebenslängliches Zuchthaus für Reincrs. Düsseldorf, 11. Mai. Im Prozeß gegen Rein er s, Arnemann und Flink, die im vorigen Jahr einen Ueberfall auf einen Kassen- beamten der Regierung verübten und bei der Gestellung einen Polizeibeamten erschossen hatten, wurde heute das Urteil gefällt. Nach langer Beratung verkündete das Gericht folgendes Urteil: Reiners wird wegen Totschlag zu lcbensläng- lichem Zuchthaus, wegen Totschlagsversuchs und Raubes zu acht Iahren Zuchthaus bei Aberkennung der bürgerlichen Ehren- rechte auf Lebenszeit verurteilt. A r n e in a n n erhält wegen schweren Raubes zehn Jahre Zuchthaus, Flink wegen des gleichen Deliktes fünf Jahre Zuchthaus. Der Staatsanwalt hatte gegen Reiners die Todesstrafe beantragt. Neue Erdstöße in Italien. In M e l s i in Italien wurde während des Gottesdienstes ein heftiges Stoßbeben verspürt, das sieben Sekunden dauerte und eine große Panik unter den Andächtigen in der Kathedrale hervorrief. Mehrere Frauen wurden ohnmächtig, doch kam sonst niemand zu Schaden. Eine Kirche muhte sicherheitshalber q e- schloffen werden. IDie goldene ttledaUle auf der 5.'JniernatlonaLen Oabak- Ciusfteilung in Saloniki 1930( WiazedonLen) beweist die anerkannte Qualität der «MW m Sdbrikcde. Augsburg— München elektrisch. Am Montag fand die offizielle Inbetriebnahme der«lektri- fizierten Bahn st recke Augsburg— München statt. Die 62 Kilometer lange Strecke München— Augsburg wurde mit einem Extrazug in 45 Minuten durchfahren, was einer Stunden- gefchwindigkeit von 85 Kilometer entspricht. Die nächste Etappe wird die Elektrifizierung der Strecke Augsburg— Stuttgart fein. Das neue Reichskursbuch ist erschienen. Das von der Reichs- p o st und der Reichsbahn gemeinsam herausgegebene Reichs- kursbuch mit den am 15. Mai in Kraft tretenden Sommerfahr- Plänen ist soeben erschienen. Der Preis beträgt für die Große Aus- gäbe 6.5t) M die Kleine Ausgabe, die den gleichen Inhalt hat mit Ausnahme der Abteilung„Fremde Länder", kostet 4,5t) M. H Sozialistische Arbeiterjugend Groß-Berlin «asaidimgen für öltfe Shibrit NM-» da« JuomWtJrtlortoi Bftfl»®2B SS. flnboiffrsfa 3 ©tnacfici«: Slntocn, Mittwoch. Heben im Seim Mllbenowltr. S, Ig'/- Übt. Die Auträae für die Fahrn eei-etmäbigAna für die Psinastsahrt mttfieit bis fodteftens Tienstaq, ifl. Mai, 18 Übt, cinactcicht werden. Bei Fahrten tum der Stadtbahn sind die Attträae ainsureichen, für Fahrten nach dem Osten am Schlestschen Bahnhof, für Fahrten nach dem Westen am Bahnhof t-horlottenbura. heute, Dienstag. 1?. ZNai. Ahr: vranienburaer Tor: Tieckstr. 18...Nie wieder Kriea" Roseuthaler Vor- ftftbt; Eluabethlirchstt. Ifl..Dos Heidelberger Ptoarvmm". I.— gentrum: Landsberaer Str.->g. Alt-Berliner Humor.— Brunnennlast und Hochnlast: Bandst. 20—21...Marxisinus." Leonoldnlast: Seeftr. 84. Taaesnoütil.— Schillernarl: Schoninastr. 17.»SPD. und Wehrmacht."— Weddina: Willdenow, ftroste Z..Freikdtxertultnt." Weddina fR.-F.le Willdenowftr. 5. Mitalieder. oerfainmluna.— Weddina-Nord: See. Ecke Tnriner Straße. Alt-Berliner Humor.—«rnimplast: Sonnenburaer Str. 2st. Fimmer 4.„Unfere Fugend» internationale."- Brnswaldee Plast l: Rostenburaer Elr. 16. Ritaliederoer- iammluna.— Balkon: Mandelstr. 2.»Gemeinsame Er�ieliuna der Geschlechter." — Selmdolstnlast: Daniiiaer Str. 6?. Barocke 2.„Der FSst.»nd seine Fiele." - Nordosten l! Danziaer Str. 62, Baracke 8. r.»Die Politik der SPD. nach dem 14. Seniember."— Wärt her Plast: Kastanienallee 82.„Das Heidelberaer Proaramm". II. Teil. Kafenheidc: Baffertorfie. fl.„Die Bedentuna des l. Mai." Köneuicker Pieetel: Wranaelstr. 128. Taaespalitik.— Reicheuberaer Viertel: Reicheuberaer Str. 66...SozialiiUfche Sirtfchaftstheorie", II. Teil.— Süden: Borckftr. il. Zimmer■>.„Unser Gemeinschaftsleben."— Schön ebera 111: Sauptstr. 16.„Das Werden im Weltall."— Schöne Hera 16': Hanntstr. 15. Rundsunkabend. Eharlotteubnea-Noed: Kaiserin-Auausta. Allee fllo. Ein- lUhrunasadend.— Ehaelottendura-Tüd: Goethestr. 11.„RGO. und Marrismus." - Lichterfelde:«lbrechtitr. llo..Warum sind wir in der SRI.?"— Marien. does I: Nile Schule, Dorfstr. 6.»Das Proaramm der NSDAP."— Reu. kölln I: Sonder. Ecke Sobeechistraße.„Der ADSB."— Reukölln ll: Stein. meststr 14.„Die Frau im Dritten Reich."— Neukölln M: Zietheirstr. 58.„Die Wahrheit über Sowieirußland."— Neukölln IV«Aelteret: Kanner Straße. ..Rußland."— Reukölln Vll: KMS. Politischlaiirischer Abend.— Neukölln Vlll: RsttlitSchnle.„Der Reichstaa."— Reukölln X: Bergstr. 29, Raum 3. Tages. Politik.— Karlshorst: Gnmnastum Treskowallee 44.„Soflialdemrckratie und Kirche."— Nen-Lichtenbera: Hauisstraße. Radioabend.- Kern«does: Roon» straße.„Politische Eriiehuna»der politische Perhestnnii?"— Neinickendoes. Ost: �indauer Straße.„Sernelle Fraaen", I>. Teil.— Niedeeichöuhansen: Linden» straße 47...Geae» das Pfaffentnm."— Pankow I und II: Görschstr. 14.„Der Völkerbund." SS«. Schöuebera: Sauptstr. 15, 171- Uhr, Poinmernzimmer.„Ansstch-trn der akademischen Berufe." SSG. Pankow: Kisstnaenstr. 47. 17gs Uhr.„Die SPD. vor und nach dem Kriege." S tH Weddina-Nord und Weddina iR.»ff.): Wie treffe:', uns Sur Sin. Sfcheruna nm'erer Genossin Chaelotie Sendrich um 1771 Uhr vor dem i■ E'ft Kremaiorimn, Gerichtstroße. Falkentracht. 1-7 Mahlsdors: Moraen Fahrt nach llestdorf. Treftnunkt Uhr Balm Hof Mahlsdors. Sumaunnlast: Moraen Fahrt Sur Inaendherherae Lehmstsre. areswunkt IS Uhr Bahnhof Prenzlauer Allee. Balkon: Moraen Fahrt nach Uestdorf. Treffpunift 20 Uhr Bahnhof Wklßensee. Spart. Rennen zu Ruhleben am Montag, dem 11. Mai. 1. R e n n e n. 1. Feodora Eudoxia(SB. Czerson), 2. Union, 3. Ali, 4. Elite. Toto: 116: 10. Platz: 20. 27, 25,20:10. Ferner lies-»: Kimiko, Range, OHIendors, Margarete. Herz Atz(3. diSq., 80 Proz. Platz zur.), Quivila. Jasmin, Marriett. Kordula I. 2. Rennen. 1. Eminenz(I. Frömming), 2. ASmobi. 3. Lu-Lo. Toto: 20:10. Platz: 13, 15, 41:10. Ferner liejen: Alma Mater, Harsnerin, Prachtmädels Tochter, Perlenieite. 3. Rennen. 1. Donald(J. MillS), 2. Britta, 3. Diane. Toto: 57:10. Platz:>8, 28. 22:10. Ferner liefen: Donia, Schwarzer Peter, Palamedes, Lerche. Sllter Ego, Felicitas. Alabaster. 4. R r n n e n. 1. Sweet Echo(P. Finn), 2. Nerv, 3. Parmenio. Toto: 16:10. Platz: 11.11,13:10. Ferner liefen: Dr. Wagner, Lindowgold, Mephisto, Eckstein, Jngelinde. 5. Renne n. 1. Champignon(Bes.), 2. Siegsried, 3. Arola, 4. Herbst. astcr. Toto: 69:10. Platz: 15, 16. 20, 17:10. Ferner liefen: Erich 2., Hardenberg. Ncbellapve, Prachtbetcr, Turmfalke, Baronctz E., Palmette, Padrcl, Edelmeister, Mayalenc, Natur,«elamlif, Sldresse. 6. Rennen. 1. Voraus(G. Neuensetd), 2. Herold, 3. Kavalla. Toto: 40: 10. Platz: 18, 19, 38: 10. Ferner liefen: Leib-Garde-Husar, 2. Peter Brussiloff, Huberta, Dattel, Conflantin Frisco, Ovation. 7. R c n n e n. 1. Nimmersatt(I. Kaupper), 2. König Lear, 3. Mengede. Toto: 80:10. Platz: 19,17:10. Ferner liefen: Turteltaube, Rentmeister. K.Rennen. 1. Flieder(Jautz jun.), 2. Morgan, 3. Cortez. Toto: 18:10. Platz: 13, 15, 13:10. Ferner liefen: Heldin, Oueenie, Eppi, CreSceuS, Herzblatt, Heureka, Dewell Pillat. 9. R e n n e n. 1. Satire(I. Frömming), 2 Wilkes, 3. Rubin. 4. Santo Dufsy. Toto: 27:10. Platz: 15, 27, 19, 35:10 Ferner liefen: Schenken- dorff. Eulenspiegel, Max Kuser, Friesin, Gottfr!ed, Siegesadler, Harfen- mädchen, Torrcro, Modena, Pistazie(o. W.), Gras Doorn, Dawson BattS. Voriräge, Vereine undVersammlungen. # Reichsbanner„Schwarz-Rot-Gold". Geschilftsstelle: Berlin S. J4. Sebastianlir. 37—38. Hof 2. St, Dicnttoa, 12. Rai. Pecnrlauor»ctfl. Kamerad Otto Kaiweit ist nerfwrbcn. Brerdiauna 12. Mai, 14 Uhr. Fitdischer Friedhof. Weißen» fre, Nene Halle. Beteiliauna Pfticht. Ruderriege, lflgj Uhr Mitgliederoersamm. luna IM Gauhstro. Sebastianftraße. Ritte. 1. und 6. Kameradschaft. 20 Uhr Turimbend Albrechtftr. 2st. Weddina«Ortsverein). Achtung. Sportler! Ad heute jeden Dienstaa 18 Uhr Trainina oabeird im Bolksvarl Redberae, Stadion. — Donnerstag, 14. Mai. Köpenick. Kameradschaft. 54- Uhr Ahsahrt nach Neurunpin. Trefftnntkt Körner4Zchu1e. Fahrpreis 2 M. Kreis Osten. Auto» fahrt nach Neuruppin Treffpunkt der Ortsnereine 50V Meier por Senniasdorf. Mitte lDrtsvereinf. 5% Uhr Antreten Neuer Markt. Autofahrt nach Neuruppin.»eenzberg(Ortsverein). Uhr Abfahrt Fontanepromenade. Mit Minik und Fahnen._ Sprachklub„TheEnKlIsh Speakers"; Meetings takc place on everyTuesday at nine o'clock p m. in the Nordwest-Kasino; NW 87, Alt-Moabit 55(near Ootzkowsky Bridge). Topics and debates of general interest. Cuests— Ladies and Qentlemen— will experience a cordial welcome. Touristeunerein„Die Naturfreunde". Dienstaa, 12. Mai, 20 Uhr, Abt. Mitte. Iohannisftr. Ist, moderne Satire(Lau). Wedd-ing-Gesundbr unnen: ffuaendheim Willdenowftr. 5(Oueraebäude 1 Treppe, Zimmer 4). Geschäftliches, Aktuelles. Humboldthain: Stammabteiluna im Iuaendheim Willdenowftr. 5, Zimmer IS.„Der Nationalsozialismus." Humboldthain: Kinderaruppe im Fuaendhenn Pank, Ecke Wiefenstraße, Zimmer 3. Fahrtenerlebnissr. Norden: Seim Eonnenburger Str. 20. Zimmer 4. Gefchäftlidies und Spiele. Fried- tiihehain: Iuaendheim Frankfurter Allee 307, Ebert-Saal.„Aus dem Beea» mannsleden"(Hildebrand). Osten: Iuaendheim Ebertnftr. 12. Raturkundlidsee Portraa(Lampo stall. Edsönebera-Friebenau: Iuaendheim Offenbacher Str. 5». Arbeitskreis der Illiiaeren. Iuaendheim Fluahafenstr. 68. Senniasdorf: Iu- aendheim B'östowstr. 18. Tvetteraosfichlen für Verlin. Wolkiges bis heiteres und noch etwas wärmeres Wetter, mäßige südwestliche Winde.— Für Deutschland. Im Nordwesten leicht veränderlich, stellenweise etwas Regen, sonst im Reiche keine wesentliche Aenderung. Am Montag, dem II. Ma! 1711. vormitlags ir.40 Uhr, wurde unser lieber Solln, Bruder, Schwager, Neffe, Cousin und Freundx Erich Heintze von seinem mit großer Geduld ertragenen Leiden durch den Tod erlöst. Dies zeigt tiefbetrübt im N'amen der Hinter- büebenen an Familie Franz Heintze Schöneberg/Wünsdorf Die Einäscherung findet am Sonnabend, dem 16 Mai. 16": Uhr(nachm. 4"- Uhr), im Wilmersdorfer Krematorium siatt. WM«MMM!MiI Aditang! BaaansdilSger I vienstag, den 12. Ntai. abends 7 Uhr. im Betbaadoljaufc, Ciaienftcagc 83 85 Branäien-Versanunlane Tagesordnuna: 1. Verbands- n. Branchenongelcgenheiten. 2. Distutsion. 3. Perfchicdenes. Dir Kollegen werden ersucht, die Per- sammlung zahlre ch zu besuchen. Ohne Mitgliedsbuch keinen Zutritt. Dia OrtiverwaUimii. WM Metallartieiter-YeM Verwaliangssiclle Berlin Nachruf Den Mitgliedern tut Nachricht, daß unser Kollege, der Mechaniker Wanner am 7. Mai gestorben ist. Am 8. Mai die Arbeiterin starb unsere Kollegin. Angnsle Scbilebener Ehre ihrem Andenken! Die Beisetzungen haben bereit» staltgesunden. Die Ortoverwaltnng Einheifsvemand d. Elsenbahner Deuisdiiands.OrtsBrucDe Berlin Den Bcrdandskollegen hiermit ,ur Kenntnis, datz unser treues Mitglied Bmil Guse am 10. Mai d. I. verstorben ist. Ehr« feinem Andenken! Die Einäscherung sindet Mittwoch, den>3. Mai, abends 6", Uhr, im Krematorium Ger chtstraßc statt. Recht zahlreiche Beteiligung er- wartet Dle Ortseerwaltnng. Homöopathie Nier.-. Blas.-. Galt.-. Maacn-, Darm-, Ben-, Innere n. Nerven!..| j&egsp MOmsir. o Lehandi. nnr 2 M. Iw jl>l S-2.4-l.Sli.no BiumensDenflen jeder Art liefert preiswert Paul Golletz vormals Robort Keyer Marlannenstr. 3 FS, Oberbaum 1303 ifiiididdis — Berlin WS.loiDziqerStr 122-123—-J fS • Irksau sind die KLEINEN ANZEIGEN in der Gesamtanf läge des„Vorwirts" and Alfred Wlldegäns Betatfr«lllda xusi«l. BudmmcnaZssn- ttrdUcta zwiat< Hanplstelle: Berlln-Neuhölln, Hermannsfr. 10 Am SQdaueoano dos U-Bahnhofes HermannstraOe Fernsprecher; Neukölln(F 2) 7771 und 7772 Telegrammadresse: Ansaferox-Berlin Nebenstellen: MeSpalast: Ritterstr. 69. Leiter: WM v Zschlescbe.— BellcAl lance: Yoick- s raBe 69. Leiter Erwin Vanehr.— Chausseeati.! Chausseesir 116. Lei er; Otto Radke— Wuhelmplatz i Charlottenburg. Berliner Str 79. Leiter: Ma* Cor- nellus.— Kaiserdamm: Charlottenbutg, Kaiserdamm 21. Leiter: et, Linnemann Weltscheine w rden in allen Annahmestellen elnjcclöslt Was fich feit 30 Jahren bewährt hat, muß gut fein. P& C-ErzeugnilTe haben feitl901 einen ftändigwachfenden Freundeskreis für fertige Herrenkleidung gefunden. Unfere Grundfätze:»Sorgfältige Anfertigung in eigenen Betrieben und Verkauf nur gegen bar« gelten heute wie vor 30 Jahren. Die Größe unferes Unternehmens sichert ftets eine reiche Auswahl für jede Figur und jeden Anspruch. 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Man scheut sich nun nicht, Armut künstlich herbeizu führen, bloß um dieser Gaben teilhaftig zu werden.— Letzter Anstoß zu nachfolgenden Aeutzerungen ist ein Experiment, da» von einem ungarischen Journalisten im Aufttage einer Berliner Zeitung gemocht wurde, der ohne Paß und Geld in Berlin an- kommend sich durchschlagen und hernach darüber berichten sollte.— Für Beobachtungen auf dem Gebiet„Elend spielen" ein klassischer Fall.- Zunächst: aus welchem Grunde wurde diese Reise in die Tiefe unternommen? Damit einem einzelnen Gelegenheit geboten werde, seinen Er- lebnishunger zu stillen und im ganzen daran zu verdienen? Oder um den Lesern einen anregenden Lesestoff zu bieten? So wäre dieser Stoff, wenn er es schon absolut sein muß, besser von einem bedeutenden Schriftsteller frei gestaltet dem Publikum zu servieren oder aber von einem wirklich Armen, Paßlosen. Oder wurde diese Expedition unternommen, um einen For- schungsbericht über die Gründe der Heimat- und Vrotlosigkeit vor- legen zu können? So war es. milde bezeichnet,«in vollkommen nutzloses Unter- nehmen— Nie kann vtm Leser auf diese Weise ein tatsächliches, ei» wahr- Haftes Bild aller dieser Dinge vermittelt werden.-- Und dann... sieht denn niemand, welche erschreckende Frivolität in diesem Ber- such liegt? E» laufen heute Tausende und Tausende herum, ohne voll- gültig« und vollständige Ausweispapiere zu besitzen, ohne gemeldet zu sein oder ohne Aufenthaltsbewilligung und haben auch kein Geld. Wie kann man diese» Ekend spielen wollen? Und wie weit ist man davon entfernt, wenn man es spielt? Jener Entdeckungsreisende kann tPeter Shrälorim: 3)er Wann, der Augen macht Eine Industrie, die fast völlig unbekannt ist und die doch innerhalb der Heilkunde einen nicht zu unterschätzenden Faktor dar- stellt, ist die Herstellung künstlicher Augen für Menschen. ZsiOW) Kriegsopfer gibt es allein in Deutschland, die das Augenlicht osr- lo:«n haben, und über 33 000 Menschen gibt es ferner, die durch Unfälle und Unvorsichtigkeit ihr kostbarstes Gut, da» Augenlich,, eingebüßt haben. Für alle diese Menschen— und wieviel Hunderttausende in allen anderen Ländern der Well kommen noch dazu— mußte«in Mittel erschaffen werden, das ihnen entweder die Entstellung nahm oder ihnen sogar neue? Augenlicht gab. Die„Industrie für künstlich« Augen" ist verschwindend klein. Die„Augenmacher" in der Welt kann man zählen. Und doch ist es interessant zu erfahren, daß Deutschland fast eine Monopolstellung in der Welt einnimmt, denn fast sämtlich« künstlichen Augen stammen entweder direkt aus Deutschland oder wurden im Ausland von deutschen Künstlern geschaffen. Hören wir zuerst die Geschichte des künstlichen Auges. In Aegypten, im alten Griechenland und im Römischen Reich kannte man schon künstliche Augen, zwar nicht aus Glas, sondern am Halbedelsteinen und Elfenbein. Man setzt« dies« Augen den Mumien «in. um ihnen einen möglichst lebenden Ausdruck zu verleihen. Im Jahre lMO nahm der französische Wundarzt Ambroise Parö zueist Augen für lebendige Menschen und dann bildete sich im Laufe oer Jahr« allmählich in Frankreich eine richttge Industrie für diese Augen. Zuerst aus Gold gemacht, fand man schließlich, daß Glas natürlicher und billiger wäre, und dann zogen diese Männer, wie aus alten Chroniken ersichtlich ist, durch die Lande und paßten ihre Augen den Kranken persönlich an. Währenddessen fabrizierten im Thüringer Wald deutsch« Glasbläser ebenfalls Augen, aber nicht für Menschen, sondern jür Puppen. Ein Meimnger Arzt, der dies« in Deutschland hergestellten Puppenaugen überaus natürlich fand, wandte sich an einen Gpezial- arbeiter in Lauscha, an den Glsbläser Ludwig MUller-Uri, und forderte diesen auf, doch anstatt Augen für leblose Wesen. Augen für Menschen herzustellen. Der junge Glasbläser ließ sich diesen Vorschlag durch den Kopf gehen und bastelte, verbesserte und schuf endlich wirklich gute und brauchbar« künstliche Augen, die sogar besser alz die französischen Produkt« waren. Frankreich, da» einst. mal» erklärt hatte, daß sämtlich« Länder der Welt ihm durch die Alleinherftellung der Glasaugen tributpflichtig wären, wurde von der Spitze oerdrängt. Seit dieser Zeit hat die deutsche Industrie sich ständig verbessert, während man in Frankreich immer noch nach den allen Methoden arbettet. Di« Herstellungsart blieb in den Händen«wer Familie— fast bis auf den heutigen Dag. Als der alle Müller-Uri starb, folgte sein Sohn und dann dessen Söhne, die heute das Geschäft leiten. 8000 Augen werden durchschnittlich pro Jahr angefertigt, und zwar lediglich von den Nachkommen des Müller-Uri. In Berlln und Leipzig befinden sich Werkstätten und außerdem ein« wettere in Wiesbaden, die von einem Vetter ge- leitet wird. Sonst gibt es in Deutschland nur noch wenige Her- steller. Im Ausland befinden sich ebenfalls nur wenige wirklich« Künstler; aber fast alle diese Glasaugenhersteller sind Schüler der Familie Müller. So gibt es in Amerika 5, in England 2, in Oesterreich 1 Glasaugenmacher. Die.Zentral« in Berlin aber arbeitet für die ganze Welt. Da kommen Briefe, Postkarten und Kartons mit Mustern aus der ganzen Well, denn„Müllers Augen sind die besten", so heißt es, denn die deutschen Augen holten im Durchschallt drei- bi» viermal länger als die französischen Augen. Wie werden nun diese Augen gemacht? Ein Besuch in der kleinen Spezialwerkstatt ist höchst interessant. Die Patienten war- ten auf ihre Augen und können bei der Arbeit zuschauen. Herr Müller hat den Kranken neben sich sitzen, denn dann kann er ständig bei der Arbeit das gesunde Auge des Patienten mtt deni neuen vergleichen. Da» Auge, das aus Glas hergestellt wird, entstammt einer Kryolithglasröhre. Diese» Gla» kommt extra aus Grönland und Hot den Vorzug, daß es im Urzustand sehr weiß ist. Bei 1000 Grad Hitze wird dos Auge geformt. Di« Flamme erhitzt das Gla« derartig, daß nach wenigen Minuten dos Produkt sich m einem wachsartigeu Zustand befindet. Man zieht dann das Röhr- chen auf der einen Seite zu einer dünnen Stange. Durch das dünne Röhrchen blasend, formt dann der Augenkünstler den in oie Stichflamme gehaltenen Teil der Röhre zum Auge. Dann werden Pupille und die schillernde Iris eingelassen. Mit einem abgerun- deten Stäbchen wird mit Mangan, da» die Schwärze der Pupille herstellt, sowie verschiedener, aus Metalloxyden hergestellter Farben das Kunstauge getreulich der Natur nachgebildet. Selbst die feinen roten Aederchen lverden aufgetragen. Der so gewonnene Augapfel wird dann innen hohlgeformt und endlich durch Abschmelzen von dem Glasröhrchen befreit. In einer knappen Stunde ist das Auge fertig. Der Patient probiert fein neues Auge und kann dann mit Erstaunen feststellen, daß selbst ander« Patienten nicht feststellen können, welches Auge echt und welches künstlich ist. Herr Müller erzählt, daß«in Patient«inen Paß erhielt, in dem nicht verzeichnet war, daß der Inhaber ein künstliches Auge besaß. Ja. gut sind diese deutschen Glasaugen, denn fix werden in der ganzen Welt verlangt, und wenn fast IS Diplom« di« Wänoe der Ärbeilsräume schmücken, so sind sie ebenfalls nur ein Beweis dieser Kunst, die wiMH chresgleichen fucheu kann. darüber berichten, daß man um 8 Uhr früh bei Aschinger für zehn Pfennige eine Tüte mit altem Kuchen bekommt und daß man in der Friedrichstraße in einem Heim nächtigen kann. Das stimmt sicher. Aber sonst?.... Er weih, in vier Wochen, in sechs Wochen ist all das vorüber, er ist wieder im Besitz einer Wohnung, hat ein reines Bett, Geld und einen Paß mit allem, was dazu gehört und außerdem eine besser gefüllte Brieftasche als zuvor. Das Wesentliche fehlt! Das aufreibende Wissen:„Du gehst ganz nah, ganz nah am Rand, du wirft vielleicht ewig in diesem Elend bleiben oder es wird noch größeres über dich kommen; wenn man dich erwischt, wirst du ausgewiesen, du hättest aber kein Geld zu einer Reise, also Schub und wohin? Und was dann dort? Im Ernstfall oerhaftet zu werden, wäre nur willkommene Ten- sation für den Journalisten, dem es herrliche Würze für seine Reportage abgegeben hätte. Ein wahrhaft Paß- und auch Mittel- loser würde es nie wagen, so vielen von seinem Makel, denn dies fft ein Makel, Mitteilung zu machen. Das Schreckliche ist die Angst, die fortwährende, die jede Bewegung hindert. Du scheust dich davor, dich selbst nur an eine halboffizielle Stelle um Hilfe zu wenden, Ber- derben könnte ja auch dort auf dich lauern.— Du wagst es kaum einen Schupo nach dem Weg zu stagen, er könnte doch zufällig---- usw. Einem festen bürgerlichen Beruf nachzugehen, davon wirst du wohl nachts ttäumen, aber bei Tage kaum einen Versuch in dieser Richtung wagen.— Er. der Forscher, kommt aus einem gesicherten Leben, er ist satt seit Iahren und seine Nerven in normalem Zustand. Er hat die Möglichkeit, unter seinen Kleidern Passendes für seine Expedition zu w äAen.■: Beim wahrhaft Armen, wie wett liegt da ein gesicherte» Leben zurück? Und war es überhaupt jemals wirklich satt und gesichert? Er hat einen monate» vielleicht jahrelangen aufreibenden Kampf hinter sich, denn tatsächlich arm und unterstandslo» wird man nicht in einer Minute— Eine zweckmäßige Sostümierung für sein Leben als Unterernährter. Wohnungsloser kann er sich auch nicht wählen. Was noch übrig geblieben ist, was andern schon zu schlecht war, ist seine Kleidung. Und nun steht er da und ist nach langem Auf und Ab unterstandslo» und ohne Geld. Zu vielen vergangenen Heim- suchungen ist noch eine letzte, neu«, die schon lange, bevor sie eintrat, ihn ängstigte..— gekommen. Mit seinem tatsächlichen Leben konnte jener Journalist eins unmöglich abstreifen: den Grad seiner Bildung, seinen geschulten, flink arbeitenden, gewitzten Verstand. Mit diesem Kapital ist er in den Kampf getreten. Selbst in Lumpen bleibt ein Mensch gebildet(und event. Bourgeois) und das hilft.— Es geht den oberen Zehntausend und auch anderen wirklich rührend zu Herzen, wenn sie einen der Ihren abgerissen und verhungert vor sich sehen.„Ein gebildeter Mensch, mein Gott, man kann ihn doch nicht verhungern lassen.—" Wie ist es aber mit diesen Kapitalien(Verstand und Bildung) bei dem wahrhaft Armen? Die Gebildeten könnten wohl von ihrer Bildung Nutzen haben, aber wirklich im Elend haben sie Hem- mungen, und der Verstand ist natürlich längst nicht mehr imstanve, jede sich bietende Chance sofort wahrzunehmen, denn langes Elend trübt den klaren Blick. „Cr" läuft mit dem vermeinttichen Mut der Verzweiflung von Pontius zu Pilatus, um sich zu helfen und helfen zu lassen. Es gibt auch Mutlosigkeit und Lethargie der Verzweiflung, die lernen aber nur die kennen, bei denen es ernst ist.— Ich glaube, es ist klar, wie unendlich die Differenz zwischen der Wirtlichkett und einem auf solch« Weise zustandegetommenen Bericht sein muß, und vielleicht wird es auch einleuchten, wie verantwor- tungslos derartige Unternehmungen an dem Schicksal Tausender handeln, das in den Augen des Publikums so zu einer abwechslungs- reichen, mit angenehmem Nervenkitzel versehenen Komödie wird, in der man womöglich am liebsten gleich mitspielen möchte.— Und welcher Triumph: der gute Sendbote ist nicht verhungert! Nein, er wäre es nicht und er wird es gewiß auch nie, nie!— Aber ich weiß, ohne daß ich dem nachgespürt hätte, von zweien, die innerhalb der letzten zwei Monate doch ganz einfach verhungert sind und die auch keiner daran verhinderte. Beides waren Frauen, noch nicht all. Einer der Fälle wurd« mir durch die Zeitung bekannt, allerdings nahm er nicht den Raum jener Reportage ein und konnte daher leicht übersehen werden.— Die Ursach«, über diesen Punkt zu triumphieren, ist also wirklich nicht groß. Eine Siegesmeldung über den Sieg, der leider noch lange nicht erfochten ist, denn es ist noch ohne weiteres möglich, daß hier mitten unter uns, nicht in Indien oder China, nein hier in Berlin Menschen verhungern, und wir verweilen mit unseren Gedanken und unserem Gefühl nicht länger bei einer solchen Meldung als bei vielen anderen.— Und das charakterisiert am besten die Sttuation in dieser Hinsicht.—_ Die„schwärzeste" Stadl der Erde ist Washington in den Vereinigten Staten. insofern, als 30 Proz. ihrer Einwohner Neger sind. Kein« andere Stadt der Erde— auch nicht in Afrika— weist ebensoviel Neger auf. Der Mississippi führt bei Niedrigwasser in der Sekunde 3000 Kikbikmeter Wasser dem Meere zu, bei Hochwasser dagegen die zehn- jache Menge. Nr. 2�»» 4S. Jahrgang 2» Olenstag. �2. Mai-1931 Interessenienwirtschast! Llngerechtfertigte Verteuerung des Rauchtabaks.— Ltnterbindung des Zigarettendrehens. Wir haben vor einigen Tagen eine Znschrist wiedergegeben, in der auf die unsoziale Form der Abwälzung der letzten Tabak st euererhöhung auf die Verbraucher sowie auf neue Plön« des Finanzministeriums hingewiesen wurde. Diese find indessen Wirklichkeit geworden. Durch eine neue Verordnung wird des Mindestpreis für ein Päckchen Rauchtabak aus steuerbegünstigtem Feinschnitt auf 50 Pf. festgelegt(durch Einführung einer Mindestbanderole in Höhe von 10 Mark per Kilogramm steuerbegü�ftigten Feinschnitt): serner wird die Schnittbreite dieses zu 50 Prozd mis inländischen Tabaken hergestellten Feinschnittes erhöht. Da der deutsche Tabak infolge seiner Beschaffenheit nur in mög- lichst fein geschnittenem Austande r a u ch b a r ist, bedeutet diese Dorschrist eine wesentliche Absatzerschwerung, wenn nicht sogar die Unverkäuflichkeit für die aus inländischem Tabak her- gestellten Sorten. Die unmittelbare Folge dieses Erlasses des Finanzministeriums find umfangreiche Arbeit erentlasfun- gen und Massenkündigungen, insbesondere in der Bremer Rauchtobakindustrie, die in erheblichem Umfange bisher auf die Ver- arbeitung von Inlandstabak zu Feinschnitt eingestellt ist. Die neuen Bestimmungen sind nicht vertretbar, weder wirt- schaftlich und sozial noch fiskalisch. Das Finanzministerium dekre- tiert einen Mindestpreis von 50 Pf. für die kleinste Packung steuer- begünstigten Feinschnitt, obwohl alle leistungsfähigen Fabrikanten auch nach der Steuererhöhung noch 40-Ps.-Packungen, die G e- nofsenschaftsfabriten sogar nach preiswertere Marken herzustellen in der Lage waren. Lediglich weil einige Fabrikanten mit Gewichtsverminderung der Packungen»ach dem Muster der Zigarettenandustrie schlechte Erfahrungen gemacht haben und behaupten, nicht eine Preislage von 40 Pf. herstellen zu können, verbietet dos Finanzministerium auch den leistungsfähigen Fabriken die Bereitstellung billiger Sorten. Eine merkwürdige Finanzpolitik, die die preiswerte Versorgung unterbindet, aber zu jeder Preiserhöhungsmaßnahme einzelner Interessenten, auch wenn dadurch der Konsum gedrosselt wird und die Steuereinnahmen zurückgehen müssen, ihre Hand reicht. Die Erhöhung der Schnittbreite des seingefchnittenen Rauch- tabaks von � auf 1 Millimeter soll die Verwendung dieses Tabaks zum Selb st drehen von Zigaretten unterbinden! Aber die Zunahme des Selbstdrehens war ja gerade eine Folge der konfumentenfeindlichen Steuerpolitik. Das Finanzministerium hat zunächst eine Verteuerung der Zigaretten zugelassen, die erheblich über die eingetretene letzte Steuererhöhung hinausging. und hat dann, dem Wunsch der Großindustrie folgend, noch dazu den Berpackungszwang eingeführt, d. h. die Einzelabgabe von Zigaretten verboten. Die Folge ist ein außerordentlich starker Rückgang des Zigarettenabsaßes und damit ein Ricsenloch in den Tobak- steuereinnahmen der Reichs lasse. Der Zigarettenabfatz soll im ersten Vierteljahr 1331 nach unwidersprochenen Angaben der bürger- lichen Presse auf Milliarden Stück zurückgegangen sein, während er im gleichen Zeitraum des Vorjahres, gleichfalls umnittel- bar nach einer Tabaksteuererhöhung, 7 Milliarden Stück, also fast das Doppelte, betrug. In einer Periode ungeheurer Arbeitslosigkeit und stark ob- sinkender Massenkoufkraft war es fiskalisch wie sozial unverantwort- lich, eine starke Ueberteuerung der Zigaretten zuzulassen und zu- gleich noch ein« derartig schikanöse"und konsumentenseindlich« Maß- nähme wie den Verpackungszwang einzuführen. Da sich nun das Fiasko in der Sleuerpolilik im Schleppkau von Znleressenlenwünschen herausstellt, versucht man, das Pferd am Schwänze aufzuzäumen: man will mit wirtschaftsfchädlichen Maßnahmen den Verbrauch billigen Rauchtabaks sowie das Selbstdrehen von Zigaretten, zu dem der Raucher infolge der übennäßigen und ungerechtfertigten Verteile- rung seine Zuflucht genommen hat, unterbinden. Wir glauben, daß endlich mit diesen unsozialen und fiskalisch törichten Maßnahmen Schluß gemadjt werden muß. Die neuen Verordnungen sollten umgehend aufgehoben wer- den, damit neue Belastungen der Derbraucher, Schädigung des leistungsfähigen Tabakgewerbes, des inländischen Tabakbaues sowie ein weiteres Anwachsen der Arbeitslosigkeit der Tabakarbeiter ver- hindert werden. Es muß aber ferner auch im Interesse der Kon- sumenten wie des Steuerfiskus der Verpackungszwang verschwinden, wie es in einer Mehcheitsentschließung des Reichstages und neuerdings anch von der preußischen Regierung gefordert wurde. ttm das Kasein. Ein verrücktes Zollprojekt und ein noch bedenklicheres Kompromiß. -rrvgzSH« Landwirtschaft und die Kaseinsabrikanten forderten, ur- sprünglich eine Erhöhung des jetzigen Kaselnzolles von 6 M. aus 80 M. je Doppelzentner. Kasein wird aus Magermilch gewonnen zur Herstellung von Leim, Lack und auch Farben. Da das Kasein frei deutsche Grenze gegenwärtig 30 bis 3S M. kostet, würde die geforderte Zollerhöhung«ine Wertbelastung von etwa 2 0 5 P r o z. bedeuten. Einen ähnlich hohen Zoll gibt es für kaum eine andere Ware, weder in Deutschland noch in einem anderen Lande. Diese Zollechöhung hätte die' Kaseinoerbraucher(Papier- 'Industrie, Sperrholzindustrie, Kunsthornindustri«, die zusammen gut zwei Drittel der gesamten Kaseinmenge oerarbeiten) um so schwerer getroffen, als sie auf das ausländische Kasein an» gewiesen sind. Einmal haben die deutschen Kaseinsabriken im Jahre 1330 nur etwa 800 Tonnen hergestellt, das ist nur ein Zwanzigstel der Einfuhr(15 800 Tonnen). Zweitens läßt die Qualität des beut- schen Kaseins zu wünschen übrig, worüber besonders die Sperr- Holzindustrie als der zweitgrößte Verbraucher klagt. Die Kaseinsabrikanten sind selbst zu der Einsicht gekommen, daß«in Zoll von 60 bis 80 M. für die Kasein verarbeitenden In- dustrien untragbar ist. und man suchte, da man um jeden Preis sich unter der Schiele-Zollkonjunktur«inen„Schutz" sichern wollte, nach neuen Wegen. Eine Zeitlang war dann von einem Verwendungszwang für deutsches Kasein die Rede. Dieser Plan ist bald wieder fallen gelassen worden, da«r von den Derbrauchern entschieden abgelehnt wurde und auch praktisch undurchführbar gewesen wäre. Run kommen die Kaseiofabrikaiüen und die Magermilchliefe- ranten mit einem neuen Vorschlag, der die Einführung eines Kascin-Bezugsschein Zwanges fordert. Angeblich handelt es sich um einen...Kompromißvorschlog" der Produzenten und der Verbraucher. Und dazu sollen der Staat und der Steuer- zahler direkt bluten. Dos bisherige Zollaufkommen in Höh« von 000 00 M. soll den Magermilchliescronten und den Kaseinfabriken zur Ermöglichung der Produktion, ihrer Erhaltung und allmählichen Steigerung als U eberpreis zugeführt werden, und»war bis zur Besserung der Weltmarktlage. Also eine echte Subvention. Die Reichsregierimg soll durch ein« Aenderung des Zollgesetzes verfügen, daß bei der Einsuhr von Kasein der Importeur«inen Bezugsschein vorzeigen muß, der einen Wert von 0 M. je Doppelzentner Kasein hat. Dieser Bezugsschein ist zu beziehen und bar zu bezahlen bei dem Deutschen Kasein- Kontor, einer neu zu gründenden Organisation, die zugleich die gemeinsame Verkaussstelle der deutschen Kaseinsabrikanten ist. Das Deutsche Kasein-Köntor verteilt den Erlös aus den Bezugs- scheinen an die Lieseranten der Mogermilch. Ferner kontin- g e n t i e r t es die deutsche Produktion und verkauft das deutsch« Kasein freihändig. Ein Teil des Gesamtkontingenls kommt zunächst nicht zur Bertcilung, sondern wird für solche Mogermilchliescranten zurückbehalten, die noch keine Kaseinanlogen haben, ober an einem Ueberflllß von Magermilch„leiden". Also subventioniert« Ausdeh- nunz der Produktion. Dem Aufsichtsrot des Deutschen Kasein- Kontors soll auch ein Vertreter des Reichsernährungs- Ministeriums angehören, der die Rechte eines beaufsichtigenden Staatskommissars erhält. Der Verband der Kaseinsabrikanten bemerkt zu diesem Vor- schlage, daß er ein Kompromiß sei, und daß er„jetzt von allen Be» teiligten mehr' oder weniger offen akzeptiert worden ist, so daß einer Entsprechenden gesetzlichen Regelung oön interessierter Seite kein Widerspruch entgegenstehn dürfte". Es mag sein, daß Produzenten und Konsumenten sich einig sind, da dieses Geschäft aber aus Kosten des Reiches geht, so hat die Oeffentlichkeit auch ein entschiedenes Wort mitzusprechen. Die 600 000 M. Zolleinnahmen können unter den heutigen Verhält- nisten wahrlich nützlicher verwandt werden als zur Aufpäppelung eines recht fragwürdigen Industriezweiges. h. s. Verkehrsrückgang bei der Post. Die Deutsche Reichspost, deren Rechnungsjahr im Zu- sammenhang mit dem Finanzjahr des Reiches vom April bis März läuft, legt jetzt ihren Bericht über das vierte Quartal 1330/31, also die Monate Januar bis März, vor. Der Berkehr ist gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres in allen Dien st zweigen zurückgegangen. Besonders stark prägte sich der Rückgang im Paket-, Wert- und TelegranwwcrkeHr aus. Die Postscheckkonten vermehrten sich dagegen in der Berichtszeit noch um 5502 und erreichten damit 337 318. Ausgeführt wurden im Postscheck- verkehr ip der Berichtszeit rund 184 Millionen Buchungen über rund 32 Milliarden Mark, von denen rund 25 Milliarden bargeldlos beglichen wurden. Ini Telegrammvcrkehr wurden 0.0 Mil- lionen Telegramme befördert. Die Zahl der Fernsprechstellen»er- ringerte sich um 4551 aus 3 170 304 Sprechstcllen. Von diesen wurden 022 gegen 032 Millionen Gespräche in der gleichen Zeit des Vorjahres ermittelt. Der Funkverkehr nach dem Auslände umfaßte 607 900 Telegramme. Demerkenswert ist, daß die Zahl der Runds unkteilnehmer in der Berichtszeit einen weiteren kräftigen Aufstieg um 222 172 auf insgesamt 3.73 Millionen ge- nommen Hot. Von diesen waren 134131 Teilnehmern die R u.n d- sunkgebühren aus sozialen Gründen erlassen. In den Monaten Januar und Februar stellten sich die Ein-, nahmen der Reichspost auf 350 Millionen, denen Ausgaben in Höhe von 353 Millionen gegemiberftanden. Der Kassenabschluß für den Monat Mörz steht wegen des damit verbundenen Jahres- abschlusses noch nicht fest. Welt- Holding für Grammophoninieressen. Oer größte Teil der Schallplattenindustrie vereinigt. Der Zusammenschluß zwischen den beiden großen englischen Erommophonkonzernen E o l u m b i a Grammophone Eo. und Grammophone Co. Ltd. findet jetzt durch die Bildung einer gemeinsamen Dachgesellschaft ihren Abschluß. Die neue Gesell- säpist wird den Nomen Electric and Musical Industries Ltd.(Elektro- und Milsikolien-Industrie-Gestllschaft) führen. Ihr Aktienkapital wird aus 5,81 Millionen Pfund Sterling Stammoktien und 400 000 Pfund Borzugsaktien bestehen, insgesamt also einen Wert von über 125 Millionen Mark hoben. Diese Gesellschaft wird dann auch den «lliuj._____.... trollieren. Ihrerseits wird sie von der Radio Corporation o f A m e r i c o beherrscht, deren Kontrolle wiederum bei der amerika- Nischen General Electric Co. liegt. Durch die neue Gründung ist die Vereinheitlichung des größten Teils der Schallplattenindustrie der Welt vollzogene Tatsache geworden. Die Erhöhung der Brotpreise. So stand es Ende April in 23 Großstädten: Inzwischen sind die Brotpreise fast überall weiter gestiegen! Erweiterung des Gchiffahrttrusts. Zusammengehen der Hopag-Lloyd-llnion m t Hamburg-Süd Die Verhandlungen, die seit mehreren Monaten zwischen der Hamburg-Südamerika-Linie, der Hapag und dem Norddeutschen Lloyd wegen eines gemeinschaftlichen Fahrt- dienstes nach Südamerika im Gange waren, sind jetzt zum Abschluß gekommen. Zwischen der Hapag-Lloyd-Union und der Hamburg- Süd ist. ein Vertrag abgeschlossen worden, der zunächst auf zehn Jahre einen gemeinsamen Fahrtdienst nach Südamerika vorsieht. Die Aufteilnng der Schiffahrtserträge erfolgt nach einem bestimmten Schlüssel. Dieser Vertrag stellt sozusagen den Schlußakt der von der Hapag und den Norddeutschen Lloyd unternommenen großen Zu- sammenschlußaktion in der deutschen Schifsahrt dar. Bisher hatte die Hamburg-Südamerika-Lime sich gegenüber den Ausgininenschiuh- bestrebungen der anderen Großreedereien sehr kühl verhalten, wobei es im Laufe der letzten Jahre zu scharfen Kämpfen um den ent- scheidenden Einfluß bei der Hamluirg-Süd gekommen war. Wenn diese Reederei es jetzt verhältnismäßig schnell zu einer Einigung kommen ließ, so wird dazu in erster Linie die außer- ordenlliche Verschärfung der Wirtschaftskrise in Südamerika beigetragen haben, unter der diese Reederei, die ausschließlich diese Strecke besährt, besonders stark zu leiden hatte. Näheren Aufschluß über die Folgen der wirtschafllichen Schwierig- leiten in den südamerikanischen Ländern für die Hamburg-Süd- amerika-Linie wird noch der in den nächsten Tagen zur Veröffent- lichung gelangende Jahresbericht der Gesellschaft geben. Jedenfalls hat die Entwicklung in Südamerika der Hamburg-Süd ganz empfindliche Ausfälle im Frachtverkehr und dementsprechend in den Einnahmen gebracht, so daß. die Gesellschaft sich gezwungen steht, ihre Dividendenzahlung für 1331 einzustellen, nachdem noch im Vorjahr 8 Proz. ausgeschüttet wurden. Gchuckerts Glanzabschluß. Wir haben die wichtigsten Ziffern des Abschlusses der Schuckert u. Co. A.-G. in Nürnberg für das am 31. März beendete Geschäftsjahr 1330/31 bereits mitgeteilt. Donach hat dieses Unternehmen, das keine eigenen Betriebe führt, sondern eine reine Derwaltungsgesellschaft ist. aus seinem nur unwesentlich verringerten Reingewinn von 0,3 gegen 0,7 Millionen einc Dividende von 11 gegen 12 Proz. im Vorjahr beschlossen. Diese einprozentige Senkung ist, wie im Geschäftsbericht festgestellt wird, nur als eine Vorsichtsmaßnahme zu bewerten, die dos Unternehmen gegenüber weiteren Auswirkungen der Krise starken soll. Der Schuckcrt-Abschluß ist aus zwei Gründen besonders inter- essant. Einmal reicht das Berichtsjahr bis zuln Ende März 1931, umfaßt also minden st ens sechs Monate der schärf st en K r i s e n z e i t, ohne daß sich bei den Gewinnen entsprechende Wirkungen einstellten. Zum anderen hat die Gesellschaft, deren wichtigsten Besitz in der fast 50prozentigen Beteiligung an den Siemens-Schuckert-Werkcn in Berlin besteht, aus der Dividenden- senkung von Siemens-Schuckert von 10 auf 7/4 Proz. Ausfälle von mindestens 11» Millionen erlitten. Ausländsanleihe der Preag überzeichnet! Die für die P r e u- ßische Elektrizitäts A.- G.(Preoig) bestimmte Anleche der Continentalen Electricitäts-Union A.-G., Basel, in Höhe von 25 Millionen Schweizer Fronken(etwa 20 Millionen Mark) ist überzeichnet worden. Die Bedingungen für diese im Zusammenhang mit der Bemag-Umgründung ausgenom- inen« Anleihe ist für deutsche Verhältnisse sehr g ü n st i g— bei einer Verzinsung von 0 Proz. für die Anleihezeichner stellt sich die G e s o in t b e l a st u n g für die Preag(also einschließlich Provision usw.) aus 6'A Proz. des aufgenommenen Kapitals jährlich. Verlangen Sie nur echt Chlorodont und weisen, Sie jeSen Ersatz dafür zurück Tube 54 Pf. große Tube 90 Pf. ____»logen fax Mefe Subtil Rnb «.»Ii» SB 68, Einbcnilrafet 3, parieinachnchten für Groß-Vertin stet»»« d«, Sciirbfebtterta - Hos, 2 Sttpptn recht«, zu richte*. Die Mitgliedsbücher Nr. 264 und 266 des©eitofjcn Franz Aznch und der Genossin Luis« AHife, beide eingetreten im Mörz 1922. sind verloren gegangen.— Sollten diese Bücher irgendwo als Ausweis benutzt werden, dann sind sie anzuhatten und an das Büro einzuschicken. I. A.: Alex Paget«. -p Beginn aller Veranstaltungen 19% Uhr, sofern keine besondere Zeitangabe! Heule. Dienstag. 12. Mai: S. Xttt«. StiMrtriofen.tzufamnwnlunft bereite 15 Uhr. Di« Seiwffe« wolle- pü-ttlich erscheinen. 7. Ättis. Äternbeiräte und deren Ersoslpersoneu sowie Schulinteresse-te- der Liste Schulaufbou. Jugendheim. Rosinenstr.«. 1. Bedeutung und Susgoben der Liste Schulousba» für die Bollsschulen. Referent Genosse Rektor W. Schmucker. 2. Einleitung einer Werdeoktiou gegen Schulrealtion. Ref. Genosse Hinrichsen 13.«res» Teorvelhes. Junge Parteigenossen, gusammenlunft im Heim Ger. manwstrah« sEingang GStzstroßej At Uhr. Thema:.Iugendfragen aus Parteitageu�. 8. Bbt. Wegen Borstandslonfereng fällt die Funktionärsssping aus. 6». Adt. 20 Uhr bei Sulla, Laucnburgcr Str. 21. Zahlabend. Genosse Klingel. böfert»Dos Brauns�Sutachten und die Wirtschaft". 85. Abt. Zahlabend des 4. Bezirks im Lokal Poimnerening. Berliner Str. ION. Bortrag:.Abtreibung oder gesunde Geburtenregelung�. Referent Genosse Oehlschläger. Mitgliederversammlungen und Zahlabende am Mittwoch, 13. Mai. in nochstehenden Lokalen: I. Um». Achtung! Zohlabeodc der 14. bi» 23. Abteilung i» den belau-tr- Lokale». t. Abt. Hockescher Hof, Rosrnthaler Str. 40141. Hrnning Duderstadt:.Faschi». mu, und Arbeiterklasse". I. Abt. Lohann. vrliderstr. 1«. Dr. Mar Schlttte:.Bom Werden der beut» schen Republik". 2. Abt. Saal I Gewerkschaftshaus, Engeluser St/23. Dr. Julius Moses:„Zur politischen Lage". 4. Abt. Lokal Belveder«, Alcranderstr. 21. Dr. Siegsried Weinberg:.Ehe- rechtsreform. Bericht vom Bezirksvarteitag". 5. Abt. Roscnthaler Hos, Rosrnthaler Str. 11/12. Bericht oam Bezirkstag. Diskussion. I. Abt. Zahlabende in den bekannte» Lokalen. 7. Abt. Zahlabende in den bekannten Lokalen. 6. Abt. Keglereck, Perlederger Strohe, Ecke Quihowstrahe. Sradtverortmetrr Hermann Arnberg:„Das Gesetz Groß. Berlin". 16. Abt. Mitglied erversommlvng Schnlaulo, Gethaedtstrohe. lhewa:„14 Monat« Feick.Thb ringe-". Singesadrte Giifte habe« Zutritt. U. Abt. Berget. Levetzonnir. 21. Ecke Iagowstrotzc. Stadtverordneter Heinrich Schäfer:„Die letzten Porgänae im Rathau»". 12. Abt. Fischer, Beusselstr. 32. Stadtrat Ortmann:..Da» Gesetz Groß- Berlin". 13. Abt. FilmvorAhrung:.Unser Konsum". 19% Uhr Armi mushallen, Bremer Straf« 72. Der Film ist interessant und lehrreich. Alle Genossen und .Vorwärts". Leser sind herzlichst eingeladen..2Zvr->ärts"�)u>twna mit- brinaen. Eintritt kvlienkos. 24. Abt. 1. Gruppe: Räsner. Immanuelkirchstr. 23. l» Gruppe: AHIschlSgrr, Wins-, Ecke Christburger Straße. 2. Gruppe: Bieberstein, Danziger Str. 46. Bortrag:„Klasse nsustl/". Referent Wilhelm Leminsii. 3. Gruppe: Wenzke. Earmen-Sylva-Straß« 5l, Ecke Hosemannstraß«. Bortrag:„Da» neue Gesetz Groß-Berlin" Referent Gen. Dr. Reinemann. 4 Gruppe: Restaumni „Hermannsheim", Laubenkolonie, 20 Uhr. Vortrag:„Die Sozialdemokratie und da« neue kommunale Berlin". Ref. Gen. Hermann Harnisch. M. d. L. 25. Abt. Achtung Genossen! Abteilungsoersawmluog schon am 13. Mab. 26 Uhr, Gartensaal de» Saalbau Friedrichshain, Am Friedeichshai» 16—23. Bericht »am Bezirksvaeteitag. Miigliedsduch dient als Ausweis. J*. Abt. Zahlabende: 2. Gruppe: Betulich, Weißenburger Str. 1. Z. Gruppe: Lokal Bogen, Schwedt« Str. 23. Referent Hermann Holzrichter. 37. Abt. Zahlabende in den bekannten Lokalen. 28. Abt. Schwedter Festsäle, Schwedter Str. 23. Kurt Sein ig, M. b.„Der ans der Wirtschaftsnot. Borwärtslese, und Sqmpath>fi«ende könne» j Mitglieder erugefbhrt werden. Zll»kt!o»ärfitzung eine Stunde»orhrr ebendset. 26. Abt. Altersheim. Danziger Str. kv. Sann« H. Komm:„Wie«eht es dem Arbeiter tn lltalien? 36. Abt. Zahlabende in den bekannten Lofglen. 31. Abt. Zahlabende bei: Goldschmtdt. Stolpisch« Str. 36! Meißnet, Schioel. dein« Str. 37: Schwär,� Bornbolmar Str. 9. Reuer Zablabeud fiir die Be- r. Ecke Walmöer Straße. ______ Gruppe Fiedtkou bei Krvmphardt, Baul�inger-Straße 4». Lichtbildervortrag. Gruppe Kluge bei Balentin. Ärautstr. 36. Lichtbildervortrag. Gruppe Schödel bei Haberland, Andreas-, Eck« Holzmarktstooße. Ernst Reumann:.Bolschewismus in d« Sackgasse". Gruppe Wartmonn: Schmidt.' Frucktftr. 36. Gruppe Buchmann: Drescher. Stpalauer Platz 5. Bez. 306/305 bei Schröter. Friodrichsfev»« Str. 24. Thema:„Das politisch« Kind der bstrizerlichrn Gesellschaft". Ref. Genossin Bub«. Gruppe Meger Douuerstag b«t Baientin. Krontstr. 36. ----*■"" 10. Wi'"......— «irfe: Gerdt, Haus, Willig«. Bornholmer, 32. Abt. Zahlabende in folgenden Lokalen:< Paul-Einzer-Straße 49. Lichtbild ervortrai .«dt. tzilhilm Tretgen»:„Arbeiter und Aka. Reisch, Gadi-er Str........„ ftemtfet*. Seiblitz, Rominten er Str. 7. Neumann, Gubener Str. 67. 33. Abt. Schub! Samariterstr 20: Gnaubner. Boigtstr. 26; Mitt, Boigtstr. 38: SchiUne. Samariterstr. 36; Referent: Genosse Zippel:„Sozialvei-ficherung". Lembl«, Schreinerssr. 33. Thema aus allen Zahlabenden:„Die Krise der Koenmunalwlrtschaft". 36. Abt. Gruppe l: Busch, Tilfiter Str. 27. Gruppe N: Korn, gorndorfrr. Ecke Löweftraße. Gruppe IN: Kirsch, Petersburger Str. 31. Gruppe IV: Bittschuß, Peteroburger Str. 5. 36, Abt. Zm Bauqewertshau».»roßbeerenfte. 96,»ortrag de» Gesöffe» Kümmert:„Klasse» kämpf". 36*. Abt. Zahlmargen Iriih 5 Uhr bei Emil Zoh», Innketstr. 18.«euoffe Emil Barth:„Da» Arbeitelosen-Problem". 61. Abt. 42.«bt. 44.«bt. 20 Uhr Zahlabende in den bekannten Lokalen. 20 Uhr Zahlabende in den bekannten Lokale». Abteilungsversammlung Schulaula, Mariannenstr. 67. Bericht»mu »Parteitag. Mitgliedobuchkontrolle. 19 Uhr Zahlabende in den bekannten Lokalen. Grnpp« Hohlfteiu: Frledenshsttte. Wiener Str. 36. 67. Abt. Zahlobend für die Stadtbezirke»7 bis 106 wie llÄNch: die Stadl. bezirk« 32-30 haben den Zahlade iid»ich: bei Baader, sondern bei Rozariu». Adalbertstr 19. Referat auf jedem Zahladerd. 68. Abt. 20 Uhr Zahlabend bei: Keller, Fllrstenstr. II: Präike, Prinzenstr. 23; Ehemann, Bvandenburgstr. 1; Tetzlaff. Ritterstr. 30; Zimuterliug, Ritter. stvaße 96.« II. Abt. Gruppe 1 bis 6: Zahlabende mit Vortrag in be» bekannten Lokale». 62. Abt. 20 Uhr bei KofKe, Sai serin eAngustoAllee 81,„Bericht vo» Bezirks. Srteitag". Ref. Gen. M. König. lt. Zahlabend« in den bekannten Lokalen. 56. Abt. 20 Uhr Jugendheim, Rossnenstr. 6. Etadtoerordnetrr Robert Rahde: Was wird aus Berlin?" 56. Abt. 20 Uhr Funktionörsttzung bei Iuskowiack, Holtzendorffstr. 20. 57. Abt. Bortragsabead«.„Der Kampf um Preußen." 1. Gruppe bei Arndt, Kantstr. 51. Ref.: Gen. Pfarrer Bleier. 3. Gruppe bei Thunack, Wieland. straffe 4. Ref.: Gen. Joses Ernst. 3. Gruppe bei Hinzmanu, Schlüterstr. 38, Eck« Mommsrnstraße(neues Lokal». Ref.: Gen. Stadtrai Horlitz.—»ae- anzeige! Mittwoch, 27. Mai, Abteilungsversammlung mit Gästen im Fest- saal de»„SchillereRestaurants", Bi«navcksir. 110.»Die Polizei im Volks- staat". Ref.: Gen. PoNzoivräsldcnt Grzestnski. W. Abt. Zahlabend im„Rankehaus", Ronkestr. 4. Erwerbslosigkeit." Referentin: Dr. E. Magnus. partriiag. m. Abt. 20 Uhr, Turmzimmer de» Neue« Rathause«, Margarete Schenkalowlkq: Uvrr politischen Lage." 68. Abt. 2V Uhr bei Sandmann, Westfälische Str. 42. Robert Schirokaurr: Disziplinbruch der neun Abgeordneten bei der Abstimmung� 71. UM. Zahlabend bei Lau, Sildegardstr. 16. Ausgab« der Gutschein« fstr die 72.05. Bezirk bei Wendland, Treptower Str. 90, Gen. Stadtrat Schneider:„Kommunalpolitik." 34., 36. und 103. Bezirk bei Damm, Hertz- bergstr. 22. Gen. Stadtv. Beduareck:„Die Polizei im Bolksstwai." 104., 111. nnd 114. Bezirk bei Stolz. Böhmische Str. 43/44. Gen. Dr. Karl Schrö- der:„Sozialismus und Kommunismus." 106., 1(77. und 110. Bezirk bei Einkopf. Koiler-Friedrich. Eck« Mareschstroße, Gen. Kurt Sieckert:„Italieni- scher Faschismus". 108. und 109. Bezirk: Siedlung im Bärwinkel. Gen. Albert Regg«:..Bericht vom Bezirksvarteitog." 112. und 113. Bezirk bei Just. Niemetz. Eck« Kanner Straße. Gen. Hilarius Berg:„Äultarbolschew,». mu».* 115. Bezirk bei Rönig. Kanner Straße. 116. und 117. Bezirk bei Warnstedt. Thüringer Ecke Kanner Straß«, Gen. Barth jun.: Bericht vom Bezirksvarteitag.__ 94. Abt. 40. und 69. Bezirk bei Kuchfeld. Lichirnrader Sir. 58. 42. und 66. Be- zirk bei Lenk. Selchower Str. 6. 70.. 93 und 96. Brzirk bei s«?. Schiller- Promenade. Gen. Heinz Lowi:„Die Preußenwüniche der Reaktion." 67. und 63. Bezirk bei Breuer. Schill erpromenade 39. 71.. 94. und 85. Bezirk ber Schräder. Steinmetzstr. 52. 97. und 93. Bezrrk bei«urella. vkrrstr. 15. Rel. Gen. Arndt.__„..... 95.«dt. Zahlabende bei«rieger. L-Mnaftr. 9. Gen. R-kwr Gustav Hädicke: Klein. Prinz- Handjerp. Etr. 34. Gen. Hans Bauer:„Proletariat und Straf. recht": Keusch. Iägerstr. 10, Gen. Lies«: Bericht vom Bezirksparteitag; Haas«. SteimneK strahe 78. 96.«bt..Bereinshau« Einigkrit".«irchhosstr- 41. Gen. Artur Reichardt: „Jugend und Partei."''...... Etz 98. Abt. Mitgllederverkammbirrg bei Terch. Knesebeck str. 135.■ 99. Abt. Zahlabende: Bezirl 152 und 153 im Sitzirngoraum. Sanneuuinufft. 40. Gen. Artbur Roda. Bezirk 154 und 155 bei Schilling. Gbausseostr. 35. Bezirk 156 bi, 159 bei Triftram. Bllrgrtitr.(8/40. Gen. Bittor Mallna: „Entstehung des Wrstbildes." Bezirk 169 bei Discher. Buckow. Cbausseestr. 12. Mr die Bemrk« 147 und 148 findet der Zahlabend acht Tage später statt. 99» Abt. Thema in allen Zablabenden: .Politik im«pten Hau»." Referenten: 149. Bezirk. Barackenschule. Stadtv. Gen- Bürgern« ster: 150.. 161. und 162. Bezirk. Wolf, Buckow-Ost, Rudower Straßo. Kommunalsekr. Gen. Paul Robinson: 151- Bezirk. Achtung! Halle im Hufeisen. Gen. Lengerodors vom Gesamt-Drrband. 106. Abt. Lokal Rnpvert. Neuköllner Strohe. Ott» Schultz«: Dm Partei. ffcfdndrt« Rudows..__„_. 101.«bt. 1. Bezirk be! Stephan, Graetzsir. 1.„Der ö-Iahres-Plan. Referent: Georg Münk!«. 2. Bezirk.„Unsere Borfchläg« zur Bekäinpfung der Wirischart-krise." Referrntt Kurt Schindler. Manz.»iesiholzstr. 21. 3. Be- zirk bei Danrntick, Groetzstr. 26.„Papbei und Gewerkschafi." Referent: Mar Freiqang. 4. Bezirk bei Doehlina, Kiesholz- Ecke Elsenstraße. 5. Be- zirk im Lokal Beermannftr. 10. In beiden Zablabenden:„Bedeutung der Bolkssürsorge." 6. Bezirk. An bekatrnter Stell«.„Die Zollunion." Refe- renk: Dr. Orimairn. Außer den Referaten in alle- Bezirken Bericht vom Bezirksoartritag. �.. 163. Abt. Mitqliedrarersannnlttna«enieirtfam fllr alle Bezncke 1 bt» 16 em Saal de»„Alten Eierhäuschen"«Bieler). in Treptow. Dr. Arvn:„Die Strllmtg der SPD. zur Zollpolitik. Preissteigerung. Lohn- und Gehalts- adbau. Bericht vom Bezirksvarteitag. Die Bezirkssiihrer laden restlos ein. 163. Abt. Zahlabende in den bekannten Lokalen. 4.. 5. und 6. Bezirk»eues Lokal im Kaffee Eipel. Wilihelrmnenhofstr. 26. Referendcn die Genossen Scharf, Zobel, Dr. Fraenkel und Kurt Kketzmaiin._ 1*4. Abt.«leiner«o-ck de, Kpffhäufer. Berliner Str. 91. Dr. Theodor Sau- dach: �der Komipf um Pveuhen".„„ 165. Abt. Ratskeller, Bismarcksir. 38.«emosse Fritz Raphiwll:.WrrAchatt». 168. Abt. Der Borirog de, Srnossen Zosef Orlopp über den Berkauf der städtischen Werk« findet»wständehalber erst im Juli statt. Am 18. Mai Bariraa de» Genossen Fritz Müntzner:„Sine Reif« durch Spanien. Logen- Haus. Friedrichstr. 6. Bericht vom Bezirksparteitag._, 167, Abt. Gemeinschaftshaus der Gartenstadt Fafsettberg. Paul Becker:„Der Reichopaeteitag in Leipzig". Barieiangeleg-nheiten und Verschiedenes. 166. Abt.(«öllnischs Lorstadt.) Lokal von Sintz. Schonerlinder Str. 5. Genosse V. Küster:„Das neue Gesetz Groß-fflerli»". Der Zahlabend für In« Kietzer Berstadt findet«oft in der nächsten Woche(20. Mai) statt. 166». Abt. Nördliche Datranoorstodi bei Klose, Mahlsdorser Str. 1. Hein� Mann:„Die Betrieb« der Arbeiierschofi". Südliche Dammoorstadt bei v. Schulz. Bahichokstr. 84. Eduard Zochert, M. d. R.t Jim politischen Lage". 166. Abt. Mitgliederve rsammluna wegen Berhinderung des Referenten eine Woche später. Mittwoch. 20. Mai. Stadtverordneter Siegbert«oewv:„Da, new» Gesetz Groff-Berlin". 116. Abt. 20 Uhr bei Werner. Köpenicker Str. 126. Bericht vom B«»lrk«partei. tag. Berschiedene»._ III. Abt. 20 Uhr bei Hermann. Walte rsdorfer Str. 106. Erich Kuttner. 39. b. L.t „Panzerkreuzer und Parteidiszipljn." 114. Abt. Logenkassnr,«narrproenenad» 2. Stadtrat Carl Wcrmukh:„Unsere Siellung zum Staat". 115. Abt. 1. Gruppe bei Stöbe r, Iungstr. 23. 2. Gruppe im Restaurant Tivoli, Weichselstr. 6. 3. Gruppr bei Radcke, Mllgqel- Ecke Schar» weberstraß«. 4. Gritppe bei Seipke, Krön prinzenstr. 47. Referent: Genosse Elia«:„Das neue Gesetz Grvh. Berlin". 11». Abt. Lokal Hemeler. Barbogener Str. 62. So» ig Klaußlier. M. d. L.: „Aaravwirtschaft und Agrardemogogie". 117. Abt. Kerns Festiäl«. Mar Eiever«:„Die Auswirkung dm Rotverord- nungen". 113. Abt. Zahlabende in den bckiannien Lokalen. Bericht vom Bezirksparieiia». 119. Abt. Zadlaoeiid bei Wegener. Frankfurter Alle« 286. 126. Abt. Tempel, Printz-nallee 46. Bortrag de» Genossen Bürgermeister Dr. Ostrowski. 121.«bt. 20 Ubr bei«Snr«. Genosse Georg Schulze:„Wirischaftsfragen". 122. Abt. 20 Übe. Einlaß 1936 Uhr. Schul» Biesdorf. Lichtbildervortrag de, G-nossen Soirnendurq:„Bom Urtier»um Menschen". Gäste milldommen. 122«. Abt. 20 Uhr Zahladend ort bekannter Steile. �, 128. Abt. Säützenklausc, Hönower Straß« 5. Dr. Hämisch:„Sie Weiinnrt» schastskrisö". 124. Abt. Zahlabende finden statt für: Mablshmk-Höhe bei Jakob. Lemke- straße. Mablriwri-Ort bei Anders. Thema:.Mowerordnuno und Kultur. rolitik". Siedlung, Teil I im Lokal Nordstern". Thriua: Kirche und Sozialdemokratie". Reimer: Genosse Rektor Fritz Schmidt. Siedlung, Teil li im Lokal Schnudt. Thema:.JlrKc in Wirtschaft und in der Sozialpolitik". Redner: Genosse Erwin Brill?:..... 124», Abt. Zahlabend bei Traber. UHIandstr. 13. Bart rag de« Genossen S:egl« über das Arbritslosenproblem.„.„...�.. 127.«bt. Lokal Sotzr. Berliner Sir. 90. Stadtverordneter Carl Bublitz:„Di- letzten Vorgänge im Rathaus". � 123. Abt. 1. Bezirk bei Roack. Kaifer�riedrich�Str. 58. Referent: Lötfler. 2. Bezirk bei Srifsel.?ia:scr.Frredrich.Str. 16. Referent: Dr. W. Groß: „Grundlagen der neuen Erziehung". 3. Bezirk bei Kober, Berliner Stvaße 36. Referent: Flegel:„Arbeitsrecht". 4. Bezirk bei Fulde. Ber. liner Straße 97. Rrfereut: Vorn. Die politische Lage. 5. Bezirk bei Boreik, Berliner Str. 93—99. Referent: Hartleben:.Woh-iurutsfro«»». 6. Bezirk bei Seinze. Kisstnoonstt. 46. Referent: Gutiahr:„Wirtschaf!"-. frag-tn". 7. Bezirk bei Bader. Kissmgeuslr. 4. Referenl: S. Iokubowtcz: „Karl Morr". 3. Bezirk bei Grass«, Kisstnqevstr. ,11. Rererent: Buch. mann. Die politische Lage.— 9. und 10. Bezirk bei Lehmann. Mühlen. Ecke Marimilianstraßr. Referent: Goiwmski:„Der Sturnrvogell. 129. Abt. 1. bis 4. Bezirk im Lokal Sängcrheim. Florastr. 95. Robert Breuer: „Der Kampf um Preußen". 6. bis 3. Bezirk im Türkischen Zelt. Breite Straße 14. 9. Bezirk bei Reumann. Mcndelstraße. Genosse Gtomotka: „Sozialisserung". 10. Bezirk bei Mandel. Galenusstraß«. Bortrag:„Sozio. ist und Konsum".,.. 130. Abt. Schulz. Tininsstr. 60. Mai: Hendemann:..Zur poliiischen La�. IZl. Abt. 20 Ubr Lokal Sanssouci. Nordend. Kasser.WllheltrnStraße. Bericht nvm Bezirksporteitog u'tb.._„ 132. Abt. Leckal Klug. Doristr. 2. Willn Roaa«:„Ausweg au? der Krise. 133. Abt. Zahlabrnd bei Rossack. Hauptstr. 71. Funktionäre em« halbe Stunde früher. 134. Abt. Der.Zahlabend fallt in diesem Monat au». 136. Abt. Zablobend« in den deiannien Lokalen., U7. Abt. 20 Übt bei Heese, Betlimr Str. 73. Mar„(BpwHmüi St�ieHuntt". Volkshous Scharvivcberstr. N4. Mattetn. E,chboenstr. 94. In ollen Zahsobeniden Borträa«... �. 138. Abt. Lokal ssorschaus. Ausvste-Viktotlo-Allee 34. Gottlieb Neese: �.Deutsch. österreichischer.?ollver!ro<( unter Berllekslchtwuna tn europäischen Aoll. 13». Mit!"«»« Stria. Saupistr. 14. Bericht vom Bezitksvarteiiog. 149.«bt. Lokal Woitschoch, Ernstsir. 1. Jockel Meier:„Di« Zollerhohunaen und deren Auswirkungen für die Arbeiterschaft". Barteiangelegenhe-ten. 14»,. Abt. 20 Ubr bei Hees«, Berliner Etr. 73, Abteilungsversammlung, l. Rr. ferat des Genossen Graul sGeschäfte-führer de» Deutschen Freidenkenoer. bände» Berlin) über:.Frridenter, Kirche und Notverordnung". 2. Bericht rom Bezirksvariritag. �....„. 141. Abt. Lokal Hoffmann. Edelwrißstr. 5, Mitgltederoersammlnng. Bortrao: ..Kommunalpolitische« aus dem 20. Kreis". Referent: G«n-ss« Kräutlei» 143. Abt. 20 Uhr bei Iariv». Fürst.Bismark-Straße...Demokratie und D.ktatur. Genosse Professor Abrainowttsch. Bezirisführer laden«in. * 13. Kreis. Sonntag. 17. Mai. von 13 bis 1» Uhr. ist»in« Wercheveranstaliung im Bolkspark Mariendorf ziigunsten der Fugendherbergen. Seranftailer und die Sozio kistisä>e Arbeiicriuaend. Frei« Gewerkschafbsiugend und Kinderfreunde. Paririgrnossen, besucht die Beegnstaliuii«. Arauenveranstaltungen. 78. Abt. Das Thema in den Mvizohlaberiden lautet:„Die Fror in Politik und Partei". Alle Frauen müssen ihren zuständigen Zahdadend besuchen. Beginn 19% Ubu. 99a. Abt. Keule. Dienstag. 12. Mai, Treffpirickt am Bnschkritg /nicht am Duschlvea). Sozialistische Sludenienschafk Berlin. Drisgrnppe. Arbeiisgemeinschasi:„Arbeitsntarkt und Löhne im organisierten Koritalismus" sFragen der Morktvoritck). Leiwng: Genosse Dr. Ritnitzkn. Dienstag, 20 Uhr. in der Hochschni« Mr Politik.— Marristischrr Arbeitskreis. Üei'itna: Dr. Falk und Dr. Brriifcheid. Thema:„Die Politik der Partei rorn Mai 1928 bis Februar 1930". Beginn: Freitag. 15. Moi. Dann 14taalich ab 20 Uhr in der HFP— Ausspracheabend« der Ortsgruppe im Bund. Begmn: Freitag, 15. Mai. 20 Uhr. Referat: Genosse Hartwig:.12 Jahre Demokratie". — Sonnabend, 16.. und Sonntag. 17. Mai. Fahrt ms Neu-Kolländer Luch. Dreisen 17 Uhr Stettiner Borortdahnbos.— Alle Genossen an der Gguß-Schnle Berlin wollen ihre Anschrift an die Ortsgruppe einsenden.— Wir teisen mit daß der Genosse Wvlsgona Ewer, BerlwrSchöneberg. au» unserer Organ:- sation au-aeschlvssen wurde.......„. Di« neugegründete Fachgruppe Berwaltuuqmtkodewi« aedort ab 1. Mai zur Sektion Univeriilät. Fachschaftzleiter: Genvssr Paul He-mn-rling. Ken- niinasdors. Fonianestr. 72.— Seitin- Universität. Montag. 11. Mai. in der Universität. Sör'aal 72. 20 Ubr. Genosse Pfarrer Diotrich Trttmonn:„Eoau. gelium und Sozialismus". Phitniopdliche Fachlchaft. Arbeit sgemouifchatt: �ozialpädagogiiche Pro. blewe des Fuaendlichen". Referent: Genoss« LLovenstein. 20 Uhr im Bund. Siitvrilche Arbeitsgemrinlckast. Dienst-». 12. Mai, 13 bis 16 Uhr. im Bund. Leituna: Genosse Professor Rosenhera. Juristische F-chfchaft. Mirtwoch. 13. Mai. 20 Uhr. im Bund. Arbsit?. gemr-nichaft:.Strukiurrloment« der Berfossung". Leitung: Genosse Dr. Kirch. betmer. Medizinisch« FachsSo st. Montag. 11. Mai. 29 Uhr. Bund. Arhe'tsgeme'n. fchast:„MgriiTMus und madrrrre Psychofogie". Genosse Abramnnärich svricht über:.Personlicksteiisbegriffb. Di« veranftulinuaen der übrigen Eektisne» ssnd durch Arckchloa an den Brettern bekanntgegeben. Die Spartgrupp« trainiert unter Leitung eitle» Sportlehrer» Mittwoch und Sonnabend von 7 bis 9 Uhr im Poststadion(Leichtathletik. Schwimmen). Akademisch« Fliegergruppe im.Sturmnogel". Die Taufe unserer Maschine findet am Donnerstag, dem 14. Mai. auf dem Sportplatz Friedrichshain statt. Tresspmckt 15 Uhr dort. All« Reichsdannerkaweraden werden dringend«rsucht. ihre neuen An. schriften im Lauf« der Doch« denn Obmann bzw. beim Ortsgmppenvorstand abzugeöen. � Zlrbeiksgememschast der Siuderfreunde Groß-Berlia. Krti» Neukölln. Bericht igunq. Für die Nestfalonaruppen(oll«S nicht heißen: Treffen am Freitag Sonnenallee, sondern hriite. Dien«og, 17 Uhr. Spielplatz Sonnenalle«.— Gruppe Avauti. Zungtalken«ch RMc Falken um nü Uhr. Nestfalken um 161* Ubr Schule«eisrstraße. Kreis Steglitz. Am Mittwoch, dem 13. Mai. findet in den Lichierfelder Festsälen, Lickiterield«. Zehlendorfer Str. 5, von 17 di» 10 Uhr. die erst« Singefwnde unsere» Kreises statt. Am 16. Mai. von 16 bi» 13 Ubr. findet im Jugendheim Sieglitz. Albrechtstr. 47, ein Svielnachmirtag be» Kreises ftoit. Sterbetafel der Groß« Berliner Partei«Organisation 23. Abt. Di« Einäscherung de, verstorbenen Genossen Willi Wölm», Togo- stvaße 3, findet am Dienstag, dem 12. Mai, l&.i Uhr, im Krematorium Gerichtstraße statt. 29. Abt. F» der Nacht von Sonnabend zu Sonntag verstarb nach kurze»! Krankenlager unser Parteigenosse, der«rimtnalassistent Martin Dreger. im .95. Lebensjahr. Wir verlieren in ihm einen»nserer Besten. Die Beerdigung findet am Mittmvch, dem 13. Mai, 16 Uhr. ans dem Friedhos der Sethsemaue. Gemeinde in der Röskeftraße in Weißensee statt. 72. Abt. Unser langjähriger Genosse Ernst Wittig. Augustastr. 32 ist om Sonnabend, dem 0. Mai. verstorben. Ehr« seinem Andenken. Die Beerdigung findet om Mittwoch, dem 16. ZRai. 15 Uhr, aus dem Sophienkirchhof, Freien. walder Straß«., statt. Um rege Betriliguiig wird gebeten. Di« Abteilung». leitung. Tieh zeigt das neue mBiflra'- Gewebe. In ihren Häusern Leipziger Straste und Alexander- platz zeigt di« Firma Hermann Tietz«in neues, seidenartige» Gewebe.ZBistra": ein« au» Fichtenholz auf chemischem Wege er- zeugte feinste Spinnfaser, deren Faden dem der Naturseide ähnelt. wird in den Spinnereien zu Garn verarbeitet und eignet sich in seiner weichen, fließenden Art zu allen möglichen Erzeugnissen. Man fertigt Kleider, Wäschestücke, Trikotagen davon an, da» Ge> webe ist leicht waschbar, verliert hierbei auch nicht seinen Glanz, man kann es sogar im weißen Farbton kurz kochen. Das Produkt ist nicht mit Kunstseide zu verwechseln und unterscheidet sich von dieser hauptsächlich im Fadenmaterial, das bei der Kunstseide au» ganz langen, lose zusammengczwirnten Einzeltäden besteht, wä'i- rend bei dem Distragarn kurze gekräuselte Faserflocken mechanisch usammengesponnen sind. Aus daß das neue Prodult wirksamste Zublikumsaufnahm« finde, haben die Erzeuger getreu dem Motto: Es soll der Zeichner mit dem Fabrikanten geh»" sich den Propa- gandisten Paul Simmel verschrieben. sOuabisit beweisen- für alle Speisen: 2 tb SN Ii I2J DIE FEINE PREISWERT WIE KEINE Einladung zur Zeichnung auf RM. 34000000,- Aktien der Gruppe A der Berliner Kraft- und Licht-Aktiengesellschaft zu Berlin. — Dividendenberecbtigt vom Tage der Eintragung der Gesellschaft in das Handeleregister ab— Zefichnungspreis: 1100|o Die Berliner Kraft- und Licht-Aktiengesellsdiaft ist am! 1923 zur Verfügung stellen, mit der Maßgabe, daß die ngi 11. Mai 1931 gegründet worden. Ihre Eintragung in das Handelsregister wird umgehend erfolgen. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Berlin. Zweck der neugegründeten Aktiengesellschaft ist die Versorgung Berlins und anderer Gebiete mit Elektrizität durch Errichtung und Betrieb elecktrowirtschaftlicher Anlagen für Kraft-, Licht- und Wärmezwecke sowie jede weitere Betätigung auf elektrowirlschaftlichem Gebiet und auf verwandten Gebieten. Zur Erreichung ihres Zweckes ist die Gesellschaft berechtigt, gleichartige oder ähnliche andere Unternehmungen zu übernehmen oder sich an solchen zu beteiligen. Die Gesellschaft ist ferner berechtigt, Unter- gesellschatten zur selbständigen Durchführung einzelner ihr übertragener Aufgaben zu bilden sowie Interessengemein- schaffs- Verträge abzuschließen. Das Geschäftsjahr beginnt am 1. Juli und endet am daranffolcenden 30. Juni. Das erste Geschäftsjahr beginnt mit der Eintragung der Gesellschaft in das Handelsregister und endet mit dem darauffolgenden 30. Juni. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt Reichsmark 240 000 000.—, eingeteilt in: RM. 160 000 000,— Aktien Gruppe A und RM. 80 000 000,— Gruppe B. Die Aktien der Grunpe A lauten auf den Inhaber, die Aktien der Gruppe B laufen auf Name.n. Das gesamte Grundkapital wird bis spätestens Ende Mai d. J. voll eingezahlt werden. Die gesamten RM. 160 000 000,— Aktien der Gruppe A sind von einem internationalen Konsortium fest übernommen worden, dem außer der unterzeidmeten deutschen Gruppe eine belgische, eine amerikanische, eine englische, eine schweizerische, eine holländische, eine skandinavische und eine italienische Gruppe angehören. Von den Aktien der Gruppe B befinden sich nom. RM. 30 000 000,— im Besitz der Stadt Berlin, nom. RM. 25 000 000.— im Besitz der Flektro-Werfcc A.-G. und RM. 25 000 000,— im Besitz der Preußischen Elektrizitäts- A.-G. zn Berlin. Sämtliche Aktien sind in Stücken zu BM. 500.— ausgefertigt. In' der Generalversammlung gewährt jede Aktie der Gruppe A 1 Stimme, jede Aktie der Gruppe B 2 Stimmen. Von dem seitens der deutschen Gruppe überneunmenen Aktien-Beträge von 44 Milk RM. der Gruppe A werden die oben angegebenen 34 Millionen zur öffentlichen Zeidv nun? aufgelegt. Die restlichen RM. 10 000 000,— sind bereits fest begeben. Die Berliner Kraft- nnd Lfchf-A.-G. hat bei ihrer Gründung von der Stadt Berlin folgende Vermögenswerte übernommen: sämtliche Aktien der Berliner Städtische Elektrizitätswerke Aktiengesellschaft(Bewag) mit Dividenden- Berechtigung vom 1. Januar 1931 an.% alle, dem Unternehmen der Bewag dienenden, aber nicht im Eigentum der Bewag stehenden Anlagen und die damit zusammenhängenden Rechte. Anwartschaften, Beteiligungen und sonstigen Vermögensobjekte,, alle sonstigen der Stadt gehörigen, der Berliner Stromversorgung und den damit verbundenen Zwecken dienenden Anlagen. Rechte, Anwartschaften. Beteiligungen und sonstigen Vermögensobjekte, soweit sie im Gesellschaftsvertrag nicht ausdrücklich ausgenommen werden. Bei der Gründung der Gesellschaft ist diesen Anlagen nach Berücksichtigung der auf ihnen ruhenden Lasten einschließlich des Wertes von nominell RM. 15 000 000.— Bewag- Aktien ein Gesamtwert von rd. RM. 360 000 000,— zugrunde gelegt worden. Die Stadl Berlin hat der Gesellschaft das ansschlieB- lidie Recht zur Versorgung des gesamten gegenwärtigen Stadtgebietes nnd seiner späteren Erweiterungen mit elektrischer Energie auf Grund eines besonderen Kon Zession s- Vertrages übertragen. Die Betriebsführung wird wie bisher bei der Bewag liegen Zu diesem Zweck wird die Berliner Kraft- und Licht-A.-G. die übernommenen Anlagen, wie dies bisher seitens der Stadt Berlin geschehen� ist. der Bewag unter Aufrechterhai tun? des zwischen der Stadt und der Bewag geschlossenen Pachtvertrages vom 21. Dezember Bewag alle Zahlungen, soweit sie auf Einnahmen ans Stromverkauf entfallen, der vom t. Januar 1931 ab erfolgt ist, an die Berliner Kraft- und Licht-A.-G. zu leisten hat Die Bewag gehört zu den größten deutschen Elektrizitätserzeugern und ist die maßgebliche Versorgerin von Groß-Bcrlin mit elektrischer Energie. In den von ihr betriebeneu Kraftwerken wurden im Jahre 1930 1056 430 446 kWh erzeugt. An Fremdstrom wurden bezogen von der Elektro- Werke Aktiengesellschaft 414 273 313 kWh nnd aus anderen Quellen 26 756 796 kWh. Insgesamt wurden erzeugt und bezogen: 1 497 460 555 kWh. Verkauft wurden t 290 642 317 kWh. Die Gesamtzahl der eingebauten Zähler stellte sich am Ende des Jahres 1930 auf 949 620 Stück, die der Hochspaunungs-Meßaggregate auf 1076 Stück. Die Zahl der Hausanschlüsse und TTochspannungsübergabe- stationen betrug zum gleichen Zeitpunkt 93 554. Aus der Gewinn- und Verlustrechnung der Bewag für das Geschäftsjahr 1930 geht hervor, daß die Bewag im Jahre(930 nach Abzug aller Unkosten, Bestreitung des Zinsendierstes einschließlich eines Zinsen- und Tilgungsdienstes in Höhe von rund RM. 6 4 Millionen für städtische Anleihen. Vornahme der Abschreibungen pp. einen Gesamtgewinn von RM. 58 837 432,12 erzielt hat. wovon RM. 57 247 536,52 als Abgabe pn. an die Stadt Berlin auf Grund des vorher erwähnten Pachtvertrages gezahlt wurden, so daß RM. 1 389 875,60 als Reingewinn auszuweisen waren. Durch die Uebernabme des gesamten Aktienkapitals der Bewag hat die Berliner Kraft- und Licht-Aktiengesellschaft den Anspruch auf den gesamten Jahresgfwinn der Bewag erworben; sie hat ihrerseits aus ihm die Verpflichtung zur Zahlung einer Konzessionsabgabe an die Stadt über- nommen. Die Verteilung des nach Abschreibung von 3% auf die Anlagewerte verbleibenden Reingewinnes der neuen Gesellschaft ist im Gesellschaftsvertrage wie folgt vorgesehen: 1. 5% Ueberweisnng an den gesetzlichen Reservefonds. bis dieser den zehnten Teil des Grundkapitals erreicht bat. 2. an die Inhaber der Aktien der Gruppe A bis zu 8Ä Gewinnanteil, sodann an die Inhaber der Aktien der Gruppe B bis zu 8 S5 Gewinnanteil auf den Nennbetrag ihrer Aktien, 3. von dem Ueberrest an den Aufsichtsrat eine Tantieme von 2H%, wobei auf den Vorsitzenden 2 Kopfteile, auf die vier stellvertretenden Vorsitzenden je 1 H Kopfteile entfallen, 4. hierauf wiederum an die Inhaber der Aktien der Gruppe A bis zu 2 N Gewinnanteil, sodann an die Inhaber der Aktien der Gruppe B bis zu 2% Gewinnanteil auf den Nennbetrag ihrer Aktien. Der schließlich noch verbleibende Reingewinn wird an die Inhaber der Aktien der Gruppe A und B nach dem gleichen Hundertsatz auf den Nennbetrag ihrer Aktie ver gleid Teilt. Ein Spitzenbetrag, der einschließlich des Vortrags aus dem Vorjahr 34% des Grundkapitals nicht übersteigt, kann auf neue Rechnung vorgetragen werden. Bei dem gegenwärtigen Geschäftsstande der Bewag erscheint die Verteilung einer Dividende von mindestens 10% sowohl auf die Aktien A wie auf die Aktien B gesichert. Die Gesellschaft ist berechtigt, die Preise für Elektrizität so zn bemessen, daß die Gestehungskosten einschließ. lieh der erforderlichen Abschreibungen und Rücklagen gedeckt werden, der tatsächliche. Aufwand für Verzinsung und Tilgung des Anleihe- und.Betriebskapitals gesichert ist und eine jährliche Verzinsung des Aktienkapitals der Gesellschaft von mindesten 10 Goldmnrk(1 Gold- mark= 1/2790 kg Feingold) auf je 100 Reichsmark Aktiennennbetrag erzielt wird. Die Gesellschaft gewährleistet der Stadt, daß Beschlüsse über Festsetzung oder Abänderung von allgemeinen Stromliefcningstarifcn für Niede.rsnannungsstrom in den zuständigen Organen der Gesellschaft einer Mehrheit von drei Vierteln der vertretenen Stimmen bedürfen. Die erwähnte Konzcssionsabgabe an die Sladt wird aus den üeberschüssen der Gesellschaft gezahlt, nachdem eine Dividende von 10% auf das Aktienkapital zur Verteilung gelangt ist. Die Konzcssionsabgabe lehnt sich an den jeweils verfügbaren, nach den Bestimmungen des Gesell- schaftsvertrages zn berechnenden Rohüberschuß der neuen Gesellschaft an. Die Konzessionsabgabe setzt sich zusammen aus: 1. einem Betrage von 6 400 000 Goldmark als Beitrag zur Verzinsung und Tilgung städtischer Schulden, 2. einem weiteren Betrage von 16 000 000 Goldmark. An die Stelle der Beträge zu 1. und 2. tritt der Betrag des verfügbaren Roh Überschusses, falls dieser niedriger ist als die Beträge zu 1. und 2. 3. einem Anteil an dem den Betrag von 22 400 000 Goldmark etwa übersteigenden verfügbaren Rohiiber- schuß(weiterer verfügbarer Rohüberschnfl): dieser Anteil beträgt» a) 40% des weiteren verfügbaren Rohüberschusses. soweit dieser nicht höher ist als 3H% des Aktienkapitals der Gesellschaft, b) 50% des weiteren verfügbaren Rohüberschusses. der 354% des Aktienkapitals der Gesellschaft überschreitet. Die Stadt Berlin hat sich der neuen Gesellschaft gegenüber ein Rüdckaufsrecht vorbehalten, das erstmalig zum 30. Juni 1956 und sodann zum 30. Juni jedes fünften auf das Jahr 1956 folgenden Jahres mit 6monatiger Frist ausgeübt werden kann. Im Falle der Liquidation der Gesellschaft erhallen von dem nach Berichtigung der Schuldon verbliebenen Vermögen der Gesellschaft zunächst die Inhaber der Aktien der Gruppe A. alsdann die Inhaber der Aktien der Gruppe B den Nennwert auf ihre Aktien in Goldmark umgerechnet. Der alsdann verfügbare Uebersdiuß wird auf die Inhaber beider Akliengruppen im gleichen Hundertsatz auf den Nennwert ihrer Aktien verteilt. Auf Grund des vorstehenden Prospektes werden ItM. 2400»«00,- Aktien der Gruppe A der Berliner Kraft- und Licht-Aktiengesellschaft zu Berlin — divjdendenbereditigt vom Tage der Eintragung der Gesellschaft in das Handelsregister ab— ausgefertigt in Stücken zu RM. 500,—— zur öffentlichen Zeichnung aufgelegt. Die Zeichnung findet in der Zeit vom 12.-16. Mai d. Js. statt. Vorzeitiger Schluß bleibt vorbehalten. Der Zeichnungspreis beträgt 110o|o. Die Börsenumsatzsteuer ist vom Zeichner zu trägen. Zeichnungen werden bei den unterzeichneten Banken und Bankfirmen sowie deren sämtlichen Niederlassungen und Filialen während der Üblichen Geschäftsstunden entgegengenommen. Ausführliche Zeichnungsprospekte sind daselbst erhältlich, Die Zuteilung auf die gezeichneten Beträge bleibt dem Ermessen der Zeichnungsstellen überlassen. Zeichnungen, für welche, eine Vcrkanfssperxc bis zum 13. November d. J. übernommen wird, werden bei der Zuteilnng vorzugsweise berücksichtigt. Die Bezahlung der zugeteilten Beträge hat bei derjenigen Stelle, bei welcher die Zeichnung angemeldet worden ist, am 20. Mai d. J. zn erfolgen. Die Einführung der gesamten Aktien der Gruppe A an den Börsen zn Berlin und Hamburg sowie an den maßgeblichen ausländischen Börsen wird nach der Ausgabe der Aktien beantragt werden.* Bi° zur Fertigstellung der Aktien erhalten die Zeichner auf Wunsch Kassenquittungen, gegen deren Rückgabe später die Aktien mit zugehörigem Gcwinn-Anteilschembogen ausgehändigt werden. Berlin, Dresden, Essen, Hamburg, Köln, im Mai 1981. PrenBische Staatsbank (Seehandlung) Deutsche Bank und Disconto-Gesallschaft S. Bleichröder Commerz» und Privat bank Aktlangesellacheft Dresdner Bank I. Dreyfus A Co. Mendelssohn A Co. Gebr. Arnhold M. M. Warburg A Co. Reichs-Kredit-Oesellschafft Aktiengesellschaft Berliner Handefs-GeselischaN Darmstädter und Nationalbank Kommandltgeaellachaft auf Aktien lacquier A Securlus Simon Hirschland A. Levy KLEINE ANZEIGEN miwiwuunmuimiimiiuiiiiimjiimiNiiiiiuiHiimmii Uebertchriffttwort SS Pf., Teitwort 12 Pf. Wlederholungsrabatt: 10 mal 6 Proz, 20 mal oder 1000 Worte Abschluß 10 Fror, 2000 Worte 15 Proz. 4000 Worte 20 Proz./ Stellengesuche: Ueberschriftswort 15 Pf.. Textwort 10 Pf./ Anzeigen, welche für die nSchtte Nummer bestimmt sind, mQssen bis 4t/aUhr nachmittags im Verlag, ündenstr. 3, oder auch in sämtlichen Vorwirts-Filialen und •Ausgabeatetten abgegeben sein iieriiaiiie| Beut« ttsüte toSStnlL Snctndj.Räcnct, SSotäbamctftc. 286. SeuriA-SaAiaft. leilmeifc bi* zu 50 Trojent, w. 1x8 24,—. 35.-, 48.-. M-«6X886 28,—- 37/--, M. 3X4 38.—. . 65.— Tvtnch- RlatdvngutUcKs. UliSCtWUM. Bcaifl«citanc»« I SttwnfloTbtrobc, teils auf Seide. tiertaiife foottbiHic: SodcttomsUae, Snro. fiivqonsflae, Pole. tots, Ulster. Bein. Reib« sowie erst» Iloffiae neue(Bat.' derobe.(Erfag für Mob. Spejialtlät: Soucöan, eilat. Ber» leib von schastsantilaen. Plandleide Bein- garten, Briiuen. fteofte 88. >»» K«Mlku« weni««ttraauit unb nett Jackett- anzüg«, Smoking» aiuüge. ffrackan. süg«. Bauchan, iig«. Ulk». Paleivt«. iebe IN«-- vaiienb. Herren, und Da» nwnpeUe, enorm billig. Leibbaus ffriebrichliraäe 3, ÄSeMOaSaB«** was lagt Leibbaus Morifc-ls»«ot Vergleichen Sie Preise unb Quält. toten, unb Sie wer, den seben. bak wir unerbbrt billig sind. Bon Saoalieren wenig getragene Uatbeteb«, teils ouf Seide.»» nie wie- bertebrende» Brei. sev. AnMlge- blau, Kammgarn 83.—, Sabardineiniiniel 80,— an, Bel,. Mäntel 66.— an. Damenmäntel von 16,—. 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Telepbon 8, B»,irk Ifranknirt» Sbe». »enbanMsbnnngen. 116»- kleine 2- und grbtrro 2-Ätmmer. Warmwasser unb! mechanischer 8en. teglwaschküch«. Miete«»,— b»w. 72,— aiioschlieftltch Leitung und Warm» wasser»um 1.«u- gltst oder später ,u vervlieten. Bermie- tungobllro: Tnnp-I. bat, Tank r» Wir. 11, Mittwoch. Sonn. abend und Sonntag von 10 bis 6. Telephon Eüdring 20L1. Berliner Spar, unb Bauoer. ein, Ilborlottrn» dura 9,«nobels. dorffstrag« 96.' I««»«iipdoüil bi« Geld perdienen wollen. ,um Ber- lauf von Sol». stange» und Bier. aebäck(50 Prv»,i, können sich Tdaer. straft« 24, v. N Trp. link«, melden,«oed und Busch« wild vi« äurelt äon Toä des Stellen- Inhabers freigewordene Stelle des MurtsniMiirs ist sofort wlederzubesetzen. Bewerber müssen eine abgeschlossene Ausbildung einer staatlichen höheren Gartenbau- Lehranstalt nachweiser, künstleiische Veranlagung und gründliche Erfahrung in der ifetwaliung öffentlicher Gancn- und Frledhofsan lagen besitzen und sich in schöpferischer Tätigkeit bewährt haben Uie dstentlichen An'agcn der Stadt umfassen xur Zeit ein Gebiet von 70 ha In der Stadt befinden sich 7 Friedhöte. Die Besoldung erfolgt nach Gruppe 2 d der städtischen Besoldungsordnung: dleseGruppc entspricht der preußischen Besoldungsgruppe 2 b, wobei dasRMk- Grundgehalt mit 6,08 in Franken umgerechnet wird(neben einem Wohnungs- geldruschuß von jährt 3972,— Franken). Die Beschäftigung erfolgt gegebenenfalls zunächst ein Jahr auf probe und dann als Beamter entsprechend den ortsgesetzlichen Bestimmungen Auf Besoldungs- und Ruhegehalts- dienstalter können auswärtige Dienst- Jahre angerechnet werden. Bewerbungen mit Lebenstauf, Zeugnisabschriften nnd Llchibiid sowie m.t Angabe von Auskunftspersonen sind bis 30. Mal 1931 an das Personalamt der Stadtverwaltung Saarbrücken zu richten Saardrücken, den 9. Mai 1931. Dar Ofceefcdi che, useitter Ac.-Itotkcs. IL A. Di? Zusendung von| Lebensmitteln erfolgt bei Bestellung 1 1 von 5.00 Mark«n froiM i«r OI«Mtag rad MJttvochl Frisches Fleisch Schweinebauch 0,66 Schweineblatt..... pm.0,70 Schweineschinken.„a mit B«in................... Pfd-U,/« Schweinekamm nno •Seh oft, ohne v.stj Schweinekotelett ron 1,08 Kassler»>ud......Pt«. tob 0,94 RückenfettbrotferUg.Pfd. 0,58 Kalbskammo.»!?. Pid- To» 0,68 Kalbsbrust-" m tob 0,78 Suppenfleisch pul tob 0,64 Hammelvorderfl.PfiTOBO, 86 Bratwurst BorUMrXit.PM. 0,80 Rinderherzen.......Pfd.0,44 Rinderleber friMh....Pfd.0,88 Euter.................. Pfd. 0,22 Rinderlunge........ Pf». 0,30 Schweineköpfe"1� ph* 0,36 Hammelvorderfleisch-_. gefroren............... Pfd. von*-'»04- Hammelrücken gefr�pid.0,64 Suppenfleisch itir-M.»« 0,54 ' 10# MMh«id toisktTBrdwMidw Waraa«lad»am Vtnaad«aagctehloti«. Verkauf»owtil Vorrat Feite und Käse Räucherwaren Obst und Gemüse Tischbutter.......... pm. 1 ,44 Markenbutter doanei». wt 1 ,48 Margarine Pfd. 0,75 Kokosfett..»..�..spfd. 0,75 Holländer««......�Pfd, 0,70 Edamer toi........... jid. 0,70 Tils.Blockkäse»*)» pm. 0,68 Schweizer........ Pfd. T»« 1,12 Stangenkäse ao«!,... Pfd. 0,36 Eier................. tostack 0,65 Bücklinge....... pm-tob 0,30 Seelachs ceriaehart, Pfd. 0,34 Makrelen certBehert..FM.0,38 Oelsardinen sport-Do«. 0,95 Oelsardinen..____ Marke.Hertie".. Doee 0,45 0,55 Gurkensalat....'t vcs 0,58 Fleischsalat------ Pfd. 0,75 Heringssalat........ Pfd. 0,70 Amerik. Aepfel Pfd.Toc 0,45 Zitronen..... Kotzend von 0,32 Bananen.....— 2 Pfd. 0,88 Apfelsinen.-�..s Pfd. 0,73 Blattspinat........3 ptd. 0,28 Rhabarber 3 ptd. 0,20 Salat............... 2 Kopf 0,25 Gurken......... stock 0,38 Schoten.............. Pfd. 0,25 Neue Kartoffeln 4 pm. 0,85 ä* Uengenabgabe V«crbebaltea. Konserven>,.00-. Stangenspargel«ahntsric 2,35 Brechspargel axtraatark 2,25 Brechspargel ohneKapfe 1 ,50 Kaiserschoten........ 1,15 JungeErbsen mitteuein 0,78 Gem. Gemüse mitteiiein 0,98 Leipziger Allerlei...... 0,78 Apfelmus................ 0,65 Gemischte Früchte... 1 ,50 Pflaumen m» stein....... 0,68 PisoliA ln*"en Häusern traa#! 1 w auoser Andrsaaatraaae Kabeljau Uf.oÄopt.pfd.T. 0,12 Seelachs L«,eiopf,pfd.T. 0,1 2 Rotbars............. Pfd. 0,12 Kabeljaufilet........ Pfd. 0,20 Zander friaeh.......... pm. 0,28 Amur-Lachs SÄ* 0.58 Leb. Karpfen...Pfd. Ton 0,85 Wurstwaren Feine Leberwurst Pfd. 1,08 Mettwurst■.Brimch«. Art Ptd. 0,88 Jagdwurst.......... Pfd. 0,96 Holst. Zervelat�pTd! 1.30 Speck tettPId O.eSmajTf Ptd. 0,88 Schinkenspeck....Pfd. 1,30 Nuss-Schinken... Pfd. 1,63 Backartikei Auszugsmehls-Pfd-Btt i, 651,45 Sultaninen........... Pfd. 0,40 Süsse Mandeln... pm.1,60 Kokosraspel......;.pm. 0,48 Korinthen.......— Pfd. 0,48 Maispuder.......... Pfd. 0,32 Vanillezucker...« Pakete 0,24 Kolonialwaren Kartoffelmehl....... pm.0,18 Eierbandnudeln..pm. 0,44 Bruchmakkaroni..Pfd. 0,46 Birnen getrocknet...... Pfd. 0,55 Pflaumen getrocknet, PM. 0,28 KakaOloso, starkenlölt, Pfd. 0,48 Kaffee............ ffd-Ton 1,80 Cannaknollen 0,65 1,80 Stack 3 Stack Uanlten sortiert« Pracht--._. färben.................... Stttek 0,40 S B«ck 1,10 Dahliengrosshlnmlg, Pracht. färben gemischt.......... Stack 0,35 3 Stack 1 ,00 Lilien getigert......... Stack 0,20 3 Stack 0,50 Blumenzwiebeln, Grassamen und Pflanzendünger Lilien nmheUatnm.... Stack 0,20 3Stack0,50 Montbretien...... e stock 0,25 10 stock 0,45 Begonien.......... s stock 0,30 w stock 0,55 Wunderzwiebeln stock 0,35 3 stock 1,00 Grassamen pid. 0,75« pfd 3,60 Grassamen wi-chu�ii, Pfd. 0,65 s Pfd. 3,20 Blumen- u.GemUsesamen b««l 0,25 Beut 0,75 Äa-Äffir 0,50.,.kg1,20skg7.00 Hornspäne.............. pm. 0,30 5pii1,40 Gladiolen sortierte Prachtlarben 0,20 10 Stock Theater, Lichtspiele usw. Bvbarossi 9256 ■Tigf. 5 u. 81/2 U. Nfli. 50 Pf.-3 M. Ab. 1-611 ÖBiere Orig. Alfred Jackson Girls Togo, Pslsr PI««. Zslllnl,LcrdAlnssw. PLAZA Welctul E 7, M3t Täglich 6 n. 8M Sonntags 2, 5 1.815 |Hm. 50 Pt.-l M. Afc.1-2 M 3 Wiere Bros. Baflett Gerard ■.»eitere Sssretlenes Reichshalien-Theater Allabendlich 8 TJhr Stettiner Sänger Das wunderbare MAI- PROGRAMM. Populäre Preise. Resfaiitiiii Berlins BETHIEB KEMPIHSKllJ Winfer * CjarreriA Programm hervorragend) * Dayelma-Balleh Original Pariser Cancan Kuban-Kotakcn-Chor 1 Alvarcz. Lcvanda. Bil u. Bil. 1 Dakotas. 1 Boods. Carl Brann GROSSES SCHAUSPIELHAUS Täglich 8 Uhr: Im oreUssn MSSI. in dtr Pitniennbuetiung nur nodi z Wodm Regie; Erik Charcll. IVeUhr CASWO-THEATER»»VW Lothringer Strafe 37. Nur noch kurze Zeitl Craf Koks and der große bunte Teil. BtUlgl Sommerpreise: BlUfgl v.«. 0.75, 1,— Mk. bis 1.50 Mk. LUNA PARK Heule Feuerwerk Ejnlrilt60 Pfennig Rennen aRarlsborst Dienstag, den 12. Mai 1931 nachmittags 3 Uhr Jagdrennen der Vieriaiulgen ToiKsbiUuie Dintr>» BBiaaplalr. 8 Uhr Die Ehe Staatl.SdiiIler-Ili. 8 Uhr Emilia Galotti Staatsoper Am Pl.d.Republik 8 Uhr: Oer fliegende Hollander BemsoiK meaier 8 Uhr Der Hanplmann von RöDeolik v. Carl Zuckmayer Rqii: Beim Hilpert Die Komödie 8'A Uhr Dienst am Kunden voa Cot Bois iid HnBaiuo Regie: Hans Deppc Xnrfllntendamn- TUeater Bismarck 440 | 8'fr Uhr| Alles Schwindel vtt Marttlte SAiffe. Musik von Mi&cha Spoliansky. h|ii: 6ut«( Barnowsiij-SllliaM nuter in ttr Simnanattr. Täglich 8V« Gestern n. Heule KomOdlanhau« Täglich 8>l> Uht Schwengels ml« Felix Bressar« und Rom Valettl Theater tm AdolralsDnlnsl Täglich 8-0 Uhr Der lustige Krieg Oehmann. Ahlers, Trautenhayn a. G. metropoi-itieater Täglich 8", Uhr Die Toni aus Wien Mady Christians, Michael Bohnen Tägl. S-h Uhr Das Spiel mit dem Feuer. UM LMM Täglich S-'i Uhr Nor bU 1«. Mai Kurzes Gastspiel mistinguett mit ihrem eigenen Rerueensemble Neues Ibeater — am Zoo mm» tiDBaknlLZN. StpL655t Täglich 8-/, Uhr Ueber ISO Mal: voruntDrsochuno von Max Alsberg u Otto Ernst Hesse hniim-IiiM Täglich 8-/« Uhr Husarenlleber Guido Tklelscber, Kastner. Rex, Colani ftrieilT Berlin- Gesundbrunnen DM Ideale UnierhaltunstDObne tur jeder mann Das eiaiige Onternehnien Berlins,»tldies iafolt eniinng DnWW. larieti. Raluntt. stmnint uiil tcoDenda Filmt ii liDtm Programm bittet Dleostaa. 12. Mit als Hoatag. 18. Mal BÜHNE: LldHbara-OrdiasUr. Laltmg: Pail Hassel 4 Saphirs Der ausgezeichnete Lnftakt Willi Kanson Der beste Parodist Cord nnd dliette Die lustigen Rad iah rar Edith Hagedorn in ihren Phant-Szenen nnd Farbenwundern FILMTEIL Der neueste Tonfilm-Sensatlons- Erlolg HARRY FIEL in SCHATTEN DER UNTERWELT Beginn der VoriteUungen: Wochen«. Z-h u. 8'', Uhr, Sonntags 3. 5-b, 3-/, Uhr. Preise der Plätze: 0,80 bis I.SO M. im Parket» und Rang, 2,00 M, 2�0 M Balkon und Logen. Sonntags 3 Uhr Einheitspreis; Parkett und Rang 0.80 M., Balkon und Loge 1,20 M. Tel Humboldt 1636-1537. ROSE T H e A 1 E R „Die ifinf Fraoldiirter LoatÄpicl von Carl Rößkr Dien«tag bis Freitag 815 Sonnabend 700 1015 Sonntag 2» 545 g« Eröffnung des Rose-Garten« am z. Pfingstfeiertag An beiden Feiertagen 600 das traditionelle FrQhkoozen I mit Variet6 500 nachm. Konzert, Variete u. d. Opercttcnschwmak: Das Liebesyerbot<( 1 55 Große Frankfurter Straße 132| U-Bahn Strmusberget Platz «tägiger V« von 11- Igcr Vorverkauf täglich 1— 1 Uhr und 4— 9 Uhr Telefonische Bestellungen; E 7 Weichsel 34» mm Elite-Sänger— � Kottbusser Str. 6 Tä glich M*l* Uhr Jm Rosengarten der Liebe Vorher: Ein entkl. SololeU. Komiscne oper 8'/2 Uhr Alt-Heidelberg Ludi Eoglbdi Westemtir.B.I Mortis, Pnkirt («Air AUSSTELIUNG Täglich g e ö Ff n et vo n 9-� ö, runkturm'garfen ünd Deutsches DorF.bis Mitternacht BERLINS GRDSSTE AUSSTELLUNG SEIT 1896- 8 GROSSE HALLEN UND DAS NEU ERSCHLOSSENE RIESENFREI- GELÄNDE IM FRUHUNGSSCHMUCK MIT UBER 60 EINZELBAUTEN ERWARTEN SIEI KOMMEN SIE ZUM DEUTSCHEN DORF AM FUNKTURM BEI JEDER WITTERUNG ANGENEHMSTER AUFENTHALT• EINTRITTSPREIS RM 1.50, FÜR JUGENDLICHE RM 0.75• KAUFEN SIE KARTEN FÜR DIE GANZE DAUER VOM 9. MAI BIS 2. AUGUST FÜR NUR RM 5.—, FÜR JUGENDLICHE NUR RM Z—. AUCH ABENDS IM FUNKTURM- GARTEN UND IM DEUTSCHEN DORF GÜLTIG. KARTEN ZUM DREIMALIGEN BESUCH RM Z— Max Frankenbach Berlin S 14, WallstraOe 76-79 r«. Spezlal-Nlederlage der Gruschwltz Textil A G., Bindfäden::;; Cordel „Traumland" Schloß Schönholz * Heute Groß-Feuerwerk * Letzter Tag: 7- Juni �•1 Up» reinigt wäscht f ä rbt Pfingatauftr&ge sofort srbeten. Abholen und Zustellen kostenlos. Anruft Wedding 2268. 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