Morg«nausgabe©oniHog v Z'i'Z ■■ MMs W�Tl■■[ W M �. Auswärts 20 Pf. -inIchlicßl!ck60Ps. Postz-ilung». uni, PH fe* W W B Ux W W W W IL W M 72 Ps. P°Itbe!,-llg-bllhr°n. Ausl-nds. �WW ll-�D B B W � W B>B B B M � B»1-.Insp al� R°np<.»Ill.»II. W P,. »bonnem.nt S�-M. pro Monat; w' W«M B B B B B B B B B B B Z R.Nomoz.il. S.- RM...«lein««n. Zünder mit ermäßigtem Drucksachen. 1 I BHI B B B B B IB B B B B«eig«»" da, s-ttgedruckt« Won 2S Ps. pono d, 3R,-HSBS 1 B B B �H\ Bdai BB SB B lzulassiz s-ttgedruitt« WorI->. t-de, * H l H B Bl..�Bk> �B�HL JBv B°,-lt«r- Wort l2 PI. Robott lt. Torts. »«r.Dorwört,-«rlchkin, woch-nti». I �Bx]H Et-ll«ngeluch« dos fr(tc Wort IS Ps. lich zweimol. Sonntog, und Montag, ��n||H� �Bv //'K i\ n T m s.-ss.'Kre&'s; � � M«kSsssp äiS"säs ä&äää Vrmmrv V�WKpDMk aS- Hm-ä Jenieawvsan der Sozialdemokratischen Vartei Neutschlands Redaktion und Verlag: Berlin SW 68. Lindenstr. 3 Fernsprecher: Dörchofs 292—297. Telegramm-Adr.: Sozialdemokrat Berlin. V. Lcd. Genf, 16. Mai.(Eigenbericht.) Der französische Eegenplan, vom Unterstaatssekretär F r a n- e ois Poncet in cinundciirhalbstündigcr Rede entwickelt, hat durch die Fülle seiner Anregungen und durch die relativ weitgehende Durcharbeitung seiner Vorschläge überrascht. Auch in der deutschen Delegation erkennt man an, daß Frankreich diesmal eine ernsthafte Anstrengung unternommen hat, um an der Ueberwindung der Wirt- schastskrise positiv mitzuwirken. Der ernsthaste Versüch Frankreichs, zu dem sich Deutschland zwar im einzelnen kritisch, aber im allgemeinen durchaus positiv stellt, wird auf deutscher Seite als eine nützliche Folge des Zollprojcktes bezeichnet; Frankreich sei durch die Ankündigung der Zollunion aufgerüttelt und gezwungen worden, aus seiner bisherigen Passivität herauszugehen und nicht mehr lediglich allgemeine Redensarten, sondern konkrete Vorschläge auszuarbeiten. Allerdings nimmt man man, daß sich bei der Durchführung des französischen Planes noch sehr erhebliche Widerstände bemerkbar inachen werden, sowohl hinsichttich der vorgeschickten Präferenz- zölle, wie auch bezüglich der internationalen I n d u st r i e- k a r t c l l e, die Francois Poncet als ein wesentliches Mittel zur llebcrwindung der europäischen Wirtschaftskrise gerühmt hat und die nach der Methode des Stahltrusts auf alle Schlüsselindustrien langsristig erweitert werden sollen. ITiian erwartet besonders Widerstände von Italien, das durch Grondi feine yedenken sowohl gegen die Zollunion, wie auch gegen das Prüserenzsystcm schon jetzt angemeldet hat. und von England, dessen Anßcmninisler hcndcrson noch nicht zum Wort gekommen ist. England Hot wesentlich anders geartete Interessen als die Kantinen- talftaoten, das Hot sich bereits in der Vergangenheit gegenüber dem europäischen Eisenkartell gezeigt. Man erwartet, daß chender- son am Montag, entgegen den französischen Vorschlägen von Prüfe- renzzöllen, die grundsätzliche Forderung einer allgemeinen erheb- lichen Zollsenkung erheben wird. Dessenungeachtet scheint die Reichs- regierung, obwohl die deutsche Delegation bisher ihre Stellungnahme nicht zu erkennen gegeben hat, den Grundideen des französischen Planes zum Teil recht sympathisch gegenüberzustehen, nament- lich den Vorschlägen über eine internationale Krcdithilfc. Freilich geht ihr Bestreben dahin, den französischen Plan nicht für sich allein, sondern neben der Zollunion weiter zu verfolgen. Das ist eben der schwierige Punkt: Der sranzösische Plan ist offenkundig als Gegen plan gegen die Zollunion gedacht, er soll sie ausschließen. Das hat nicht nur Briand am Vormittag, sondern auch Poncet nachmittags klar zu verstehen gegeben. Auch Poncet behauptet schlankweg, daß die Zollunion im Widerspruch zu den bestehenden Verträgen stehe: er ironisierte die Be- Häutung, daß der wirtschaftliche Anschluß Oeslerreichs an Deutschland mit einem politischen Anschluß nichts zu tun habe. Er hatte dabei die Lacher auf seiner Seite, weil er aus einem früheren Buche des österreichischen Sektionschess Schüller, eines der Väter des Zollunionsplanes, ein« Stelle zitieren konnte, die deutlich besagt, daß wirtschastliche Abmachungen zwischen Deutsch- lond und Oesterreich unmöglich seien ohne einen gleichzeitigen politischen Zusammenschluß. Frankreich hat sich also auch hier in aller Farm gegen die Zollunion festgelegt und dabei, ebenso wie am vergangenen Freitag in der Resolution der Deputiertenkammer, die juristische Entscheidung des chaager Gerichtshofes, die man doch erst einholen will, in seinem Sinne vorwegzunehmen versucht. Indesien wird es schon als ein Erfolg der deutschen Delegation empfunden, daß Deutschland und Oesterreich nicht daran gehindert werden konnten, ihren Standpunkt zur Zollunion vor aller Oessentlichkeil in der Europakommissioo darzulegen. während zweifellos ursprünglich das Bestreben vorhanden war, sogar das zu verhindern. Die österreichischen Delegierten haben natürlich einen noch schwereren Stand als die reichsdeutschen, zun«! der Vorwurf der Vertragsverletzung sich in erster Linie gegen Oesterreich wegen des Genfer Anleiheprotokolls von 1322 richtet. Ein ungeheurer Druck wird hier auf Oesterreich ausgeübt, ein Druck, der neuerdings weniger aus Drohungen, als au» verlockenden Angeboten einer vorzugsbehandlnng besteht. Di« Rede Schobers Hot jedoch keinen Anlaß gegeben, von einem Um fall zu fprechen. In dieser Rede setzte der österreichisch« Vizekanzler die langjährigen, unermüdlichen, aber vergeblichen Versuche Oesterreichs auseinander, zu einer wirtschaftlichen Ver- ständigung mit den Nachfolgestaaten oder mit Italien zu gelangen. Schfrfier führte einige erschütternde Zahlen an. dix die wirt- schastlichen Kalamitäten, die über Oesterreich lasten, deutlich zeigten, und ließ dabei seine Skepsis durchblicken, ob auch die. neuen französischen Angebote einer Vorzugsbehandlung Oester- reichs m der Praxi» sich durchführen lagen würden. Vorwärts-Verlag G. m. b. H. Er schloß mit der Versicherung, daß Oesterreich in der gegenwärtigen Lage keinen anderen Weg gehe» konnte, als den, den es neuerdings«ingeschlagen hat. Die Nachmittagssihung. Genf. 16. Mai. In der Aussprache des Europa-Ausschusses führte der italienische Außenminister Grandi aus: Bisher fei die Lage um so schlimmer geworden, je mehr man beroten habe. Man müsse zu dem Grundsatz der Solidarität und der Zusammenarbeit der Staaten zurückkehren. Die Interessen einer Gruppe denen einer anderen gegenüberstellen, heiße zum Nachteil aller handeln. Man habe auch zu oft die Verschieden- heit der einzelnen Nationalwirtschaften verkannt. Den Gedanken der Verbesserung der internationalen Kreditbedingungen begrüße Italien. Die internationalen Industrie- und Landwirtschaftskartelle halte Italien nicht für geeignete Mittel zur Lösung der Krise, da sie erfahrungsgemäß den Protektionismus nicht ver- hindert, sondern im Gegenteil verschärst haben. Das System der Präferenzbehandlung könne nur zum Teil als wirtschaftlich gesund betrachtet werden, da es neue Handelshemmnisse schasse. Beiern Gedanken der Zollunion verbinde sich das wirlschaftsiche Element mit dem politischen und juristischen zu einer Zeit, wo gegenseitiges. Pertrauen und Ruhe der Völker unerläßliche Voraussetzung für die Wohlfahrt Europas feien. Die chondelskonvention von 1930 enthalte positive Elemente, die ihre Inkraftsetzung ermöglichten; das beantrage die italienische Regierung. Der französische Unterstaatssekretär Jranxois Poncet erläuterte den französischen Wirtschaftsplan. Zu den Ausführungen Grandis erklärte Francois Poncet, Frankreich werde sich ollen Be- mühungen auf Inkraftsetzung der Genfer Handelskonvention an- schließen. Die sranzösische Regierung glaube nicht, daß die Auf- teilung Europas in mehrere Wirtschaftsblocks ein gutes Mittel zur Sicherung des Friedens und zur Ueberwindung der Wirtschaftskrise sei. Politik und Wirtschaft ließen sich so scharf nicht trennen. E« genüge, daß eine alle Tendenz zur politischen Verbindung fortbestehe, um die bloße Ankündigung einer Zollunion aus Mißtrauen stoßen zu lassen. Die Schaffung eines Wirtschaftsblocks würde die Entstehung kon- kurrierender Blocks zur Folge haben und in der weiteren Entwick- lung zu internationalen Spannungen und zur Erschütterung des Völkerbundes fuhren. In englischer Sprache plädierte der österreichische Vizekanzler Dr. Schober für die Sache seines Landes. Er begann mit der Berufung auf das schon im Jahre 1925 von Mr. Layton und Professor Rist verfaßte Gutachten über die wirtschastliche Lage Oesterreichs, in welchem klipp und klar festgestellt wurde, daß das österreichische Wirtschoftsproblem eine europäische Wirtschaftsfrage ist, bedingt durch die Handels- beziehungen Oesterreichs zu feinen Nachbarn. Daß diese Diagnose richtig gewesen sei, habe sich aus der Geschichte der letzten sechs Jahre ergeben. Oesterreich sei sich darüber im klaren, daß mil den bisher üblichen Methoden der Handelspolitik keine Erleichterung des curopäischeu Handelsverkehrs zu erreichen ist. Die in den letzten Monaten in Genf, Paris und Rom ab- gehaltenen Konferenzen scheinen zu beweisen, daß Vorzugszölle keinen Ausweg aus dem Gestrüpp des übertriebenen Protektio- nismus darstellen. So bleibe nur mehr die Methode der Zollunion als Hilfs- mittel für jene Staaten, die nicht einfach zu allgemeinem Freihandels übergehen können und doch zu einer wesentlichen Erleichterung ihres Handelsverkehrs gelangen müssen. Dr. Schober betonte am Schluß die ernste Absicht Oesterreichs, sich und seine regionale Aktion in den europäischen Rahmen einzufügen. Oesterreich könne nicht mehr länger warten, es müsse auf positive Verhandlungen bestehen.„Das sind wir", schloß Dr. Schober,„unserem Volke schuldig." Der Europa-Ausschuß vertagte sich Hann auf Montatz nachmittag 4 Uhr. Am Montag nachmittag wird sich der Völkerbunds rat mit dem englischen Antrag zum deutsch-österreichischen Zollprotokoll w ätkenllicher Sitzung beschäftigen. Postscheckkonto: Berlin 37 536.— Bankkonto: Bank der Arbeiter, Angestellten u»d Beamten, Lindenstr. 3, Dt. B. u. DiSc.-Ges., Depositen!., Jerusalemer Str. S5<6«. Alte und neue Außenpolitik Nachdenkliches zur Bölkerbundsihung in Genf. Es war wirklich viel schöner, als noch hohe Politik mit Für st en besuchen gemacht wurde! Wenn Niki in der preußischen Generalsunifonn seinen Willi in der russischen Generalsuniform auf beide Wangen küßte und die beiden Majestäten dann miteinander zur Jagd fuhren, merkten die beiden Völker sofort, wie gut sie regiert waren. Gab es gar ein Rendezvous mit dem Onkel Eduard oder kam Ferdinand, der Uneigennützige, von Bulgarien zu Besuch, so verstärkte sich bei allen Gutgesinnten das Gefühl, daß die europäische Völker- familie in der Obhut ihrer Monarchen wohl aufgehoben sei. Da gab es Hofkutschen mit Leibjägern auf dem Bock und Uniformen und Orden und Militärmusik— kurz alles, worauf der Bürger in einem geordneten Staatswesen Anspruch hat. Nur, was das alles zu bedeuten hatte und worauf es hinauslief, davon erfuhr der Bürger nichts-- bis es im Iuli-Auguft 1914 herauskam. Später, als die Uniformen ausgezogen wurden, kam aller- dings auch etwas schmutzige Wäsche zum Vorschein. Sic wird noch jetzt fleißig gewaschen, ohne sauber zu werden. Jede neue Erinnerung, jedes neue Bekenntnis, komme es von B ü l o w oder Valentin!, ist eine neue Bloßstellung des alten Regiments. * Mancher, der einst die Hofberichte verschlungen hat, schimpft heute über den„Schmus aus Genf". Und es ist ohne weiteres zuzugeben, daß die Berichte über die Ber- Handlungen im Völkerbundrat viel weniger amüsant zu lesen sind als die Schilderung einer Jagd im Romintener Forst oder eines Empfangs im Weißen Saal. Es besteht ein großer Unterschied zwischen der geistigen Kost, die für Untertanen, und jener, die für Staatsbürger bereitet wird. In Genf erleben wir keine Prunkvorstellungen, keine Paraden. Aber wie sehen dort die Entwicklung von Völkerschicksalen deutlicher, als sie je zuvor für einen gewöhnlichen Sterblichen zu sehen gewesen sind, und wir finden, daß um die Interessen der Völker und ihrer notwen- digen Ausgleich mit ehrlicherem Eifer gerungen wird als je zuvor. Das ist schon ein großer Fortschritt. Aber auch die beste Sache hat ihre Schattenseite, und wir sehen die Schattenseite des neuen Systems vor allem darin, daß es jeden dieser ösfent- lich verhandelnden Minister in die Versuchung bringt, wie ein Schauspieler für die Galerie zu agieren und seinen persön- lichen Erfolg mit dem sachlichen zu verwechseln. Nicht jeder besitzt jenen Fanatismus der Sachlichkeit und jene souveräne Verachtung menschlicher Kleinlichkeiten, mit der beispielsweise ein Hermann Müller in alle internationalen Verhand- lungen hineinging. Man sollte im Genfer Völkerbun.dhaus seine Büste aufstellen... Will Briand die Niederlage, die er in Versailles er- litten hat, durch billige Triumphe in Genf ausgleichen? Das wäre seiner nicht würdig. Und doch klang die Antwort, die er gestern Eurtius erteilte, wie eine Arie für die nationa- listische Galerie! * Die letzte Sitzung des Völkerbundrates im Februar dieses Jahres beschäftigte sich hauptsächlich mit den deutschen Be- schwerden über die Behandlung derMinderheiten in Polen. Deutsche„nationale" Kreise überschlugen sich damals in ihrem Eifer, die ungeheure Wichtigkeit dieser An- gelegenheit zu betonen, und wer neben ihr noch einige andere wichtige Dinge auf der Welt sah, der war ein Saboteur, ein Dolchstößler und Landesverräter. Seitdem sind ganze drei Monate vergangen— und man kann nur mit schmerzlichem Bedauern feststellen, daß sich, abgesehen von der Sozialdemo- kratie, niemand mehr so recht um diese Frage kümmert. An dieser bedauerlichen Entwicklung ist die Regierung nicht ganz unschuldig. So sehr wir auch die schamlose Hetze verurteilen, die die„nationale" Presse noch vor kurzem um diese Dinge herum getrieben hat, so entschieden fordern wir eine deutsche Außenpolitik, die ihre berechtigten Ziele mitbeharrlichem Ernst verfolgt. Es hätte nicht so kommen dürfen wie jetzt, da wohl die polnische Regierung aufgefordert worden ist, in der gegen- wärtigen Ratssitzung über ihre Maßnahmen zur Abstellung der berechtigten Beschwerden zu berichten, aber sich niemand mehr so recht um diesen Bericht kümmert, weil man jetzt schon wieder ganz andere Sorgen hat. Das Interesse der„nationalen" Presse an der Minder- heitenfrage ist in dem Augenblick erloschen, in dem sie nicht Die Genfer Zolldebatte. Frankreich unnachgiebig— Oesterreich unter schwerem Druck. Europäische Planwirtschast. Krankreichs Vorschläge in Genf: Absatzregelung und Kredite. Genf. IS. Mai. Der„KaiistrilktivstUm" ver französischen Regierung ist von der französischen Delegation heute nachmittag im Wortlaut und in einem Auszug veröffentlicht worden. Der Aufzug beginnt mit der Bs» mertung, die französische Regierung sei der Ueberzeugung,.daß das deutsch-österreichische Zollunionsprotokoll, das den üb» liehen internationalen Verpflichtungen widerspricht, nicht ge- eignet sei, den Beteiligten oder Europa die Vorteil« zu bringen, ine die Urheber des Planes erwarten. Di« französische Regierung sehe sich veranlaßt, in Genf einen Konstruktivplan vorzulegen, der die Möglichkeit beschleunigter und praktischer Lösungen für die dringendsten Probleme enthalte.* Diese Vorschläge würden nach Ansicht der französischen Regierung auch der österreichischen und der deutschen Regierung die von der Zollunion erhofften Erleichterungen bringen. Sie behandeln insbesondere die folgenden Problem«: Verwendung der Getreideüberschüsie der Agrarstaaten Ost- und Mitteleuropas. Behebung der Absahtrise der Industrie. Beseitigung des Kapitalmangels und der Kredilsthwierlgtetten. namentlich in Mittel- und Osteuropa. weitere Maßnahmen zum Wiederaufbau Oesterreichs. Im einzelnen wird zu den vier Punkten bemerkt: Zur Re» gclung der Getr« i de fra g e schlägt die französische Regie» rung ein PräserenMtem vor, das den Exportstaaten gewährt wer» den soll, wofür diese jedoch nicht zur Gewährung eines gleichen Vorzugssystems für Industriewaren der Getreideeinfuhrländcr ver- pflichtet werden sollten. Di« Vorteile einer solchen Gegenleistung müßten vielmehr allen Staaten, die den Borzug der Meistbegünsti- gung genießen, zugutekommen. Die Lösung dieser Frage würde bedeutend erleichtert, wenn die Agrarländer eine Ark vertaussorganisalioa bilden würden, die die Aufgabe haben soll, mit den Einfuhrländern zu oerhandeln. Auf der anderen Seite sollten die Industrieländer, die das fragliche Präferenzsystem zu gewähren hätten, sich zu- sammentun, um durch gemeinsame Abmachungen die betreffenden Fragen zu regeln. Außerdem tritt die französisch« Regierung sür den weiteren Ausbau internationaler Abmachungen auf in- dustriellem und landwirtschaftlichem Gebiete ein. Die bisherigen Versuche, durch Abmachungen allgemeiner Art die internationalen Handelzschwierigkeiten zu beheben, seien meistens gescheitert. Die Vergangenheit lehr« obeH daß die versuche zur Organisierung der Märkte, zur Regulierung und Verbesserung der Handelsbeziehungen, stets dann erfolgreich gewesen seien, wenn man sich auf«in« bestimmte Kategorie beschränkt hatte. Das französische Memorandum wefft auf die zahlreichen bestehenden Kartell« hin, die den Beweis lieferten, daß dies« Methode geeignet sei, praktisch« Ergebnisie herberzuführen. Die französische Regierung befürworte aber die Ausdehnung der internationalen Kartell« auf ander« industrielle Produkte, wie Textilien. Glas. Kohl« usw. und ebenso auf londwirtschaffliche Erzeugnisi«. wie Getreide. Mais und Holz. E» besteh« begründete Hoffnung. daß die Organisierung eines europäischen Marktes auf dem Weg« der Industrieabrnachungen zum Abbau der Zollschranken führen würde. Was die landwirtschaftlichen Kreditschwierig- leiten onbelangt. so wird auf die in Gang befindlich«» Verhandlungen zur Schaffung eines internaklonalen Agrarlredlt-Institut» hingewiesen und dazu bemerkt, daß die französische Regierung darüber hinaus bereit sei, mit den französischen Banken über die Bedingungen zu verhandeln, zu denen sich diese an der Finanzie- rung der Ernte beteiligen könnten. Frankreich sei überdies willen». jede Art von Zusammenarbeit des französischen Marktes mit den anderen Märkten zu erleichtern, und zwar sowohl bezüglich der laufenden Finanzoperationen, als auch bezüglich der großen Staatskredite. Man sei auch bereit, einem besonderen Büro des Völkerbundes oder dem Finanztomitee die Ausgabe zu über- tragen, solche Anleihen vorzubereiten und zu beaufsichtigen und weitgehend an der Unterbringung solcher Anleihen mitzuarbeiten, vorausgesetzt, daß diese Anleihen einen internationalen Charakter hätten. Zu Punkt 4 de- Konstruktivplanes, der sich mit der Wirtschaft- lichen Lage Oesterreichs befaßt, wird festgestellt, daß diejemgen Staaten, denen gegenüber Oesterreich sich seinerzest oerpflichtet hatte, seine wirtschaftliche Unabhängigkeit zu wahren, auch die Pflicht hätten, zu seiner wirtschaftlichen Entwicklung beizutragen. Um Oesterreich eine direkte und wirksame Hilfe zu gewähren, er- wäge man den Gedanken von besonderen handelsvorleilen zugunsten Oesterreichs. Alle Hauptkunden dieses Landes sollten ausnahmslos aufgefordert werden, durch ein« gemeinsame Abmachung Oesterreich Erleichte- rungen zur Entlastung seines Absatzmarktes zu gewähren. Man sei berechtigt, zu glauben, daß dieses System der österreichischen Wirtschast Helsen würde, ohne die Handelsbeziehungen dritter Staa- ten zu erschüttern, und daß es zugleich Oesterreich die Lorteile bringen würde, die die Urheber der Zollunion im Aug« hatten. Di« französische Regierung sei sich darüber klar, daß ihre Vorschläge über die Behebung der Schwierigkeiten in den Agrarstaaten für Oesterreich eine ihm günstige Abweichung von der Meistbegünsti- gungsklausel bedeuteten. Hier Lege aber eine außerordentliche Situation vor, wozu noch käme, daß die in Aussicht genommenen Maßnahmen nur zeitlichen Charakter hätten. Oer italienische Segenplan. Rom, 16. Mai.(Eigenbericht.) Noch dem„Giornale d'Jtalia* schlägt der italienische Plan vor: Wirtschastsabkommen, wie sie Italien schon mit Oesterreich und Un- garn abgsschlosien hat, sollen wechselseitig abgeschlossen werden, b«- sonder» mit allen Donau- und Balkan st aaten. Diese zweiseiligen Abkommen untereinander mit Krediterleichterungen und Transportermäßigungen stellen sich offen dem pan- europaplan Briands entgegen. Zum Unterschied vom Berlin-Wien-Plan und in Annäherung an den französischen würde jede Möglichkeit zu in sich geschlosienen Wirtschastsblöcken verhindert, jedes politische Moment ausgeschlossen, wie e» angeblich bei dem Plan Berlin-Wien vorhanden sei. Interessen Dritter würden nicht verletzt und die wirtschaftlichen Vorteile würden aus Gegenseitigkeit beruhen. Di« praktiiche Wirkung würde sich angeblich sofort einstellen. Deutschland soll natürlich in den Plan insofern einbezogen werden, ats ihm alle Sonderabkommen mit Einzelstaaten, vor allem der Donau- und der Balkanstaaten völlig freistehen. Aber der Zollplan Berlin- Wien wäre nach Annahm« des italienischen Vorschlages seiner wesentlichen Bedeutung und seines Zieles beraubt. Vie Verhandlungen mit Llngartt. Rom. 16. Mai.(Eigenbericht.) Zu dem Wirtschastsabkommen zwischen Oesterreich und Italien erfahren wir noch: Die Meldungen, daß Ungarn in dieses Ab- kommen hineingezogen und gewissermaßen«in Bertrag zu Dreien geschlossen sei, sinv falsch, allerdings infolge solcher Darstellung in der italienischen Press«. Das Abkommen, ein Zusatzabkmti- men zum ttoliemsch-österreichischen HandglZvertrog, ist erst im Prinzip, keineswegs fest abgeschlossen. Außerdem wird zwischen Italien- Ungarn und Oesterreich. Ungarn feit langem verhandelt, und zwar hauptsächlich über die Abnahm« des großen ungarischen G e- treideüberschusses. Ein« Verbindung dieser Berhond» lungen mit dem italienisch-österreichischen Abkommen könnt« hoch- sten» darin gesehen werden, daß Italien die schon vereinbarte Ge» Währung von Exportkrediten für Oesterreich zu ganz ge- ringen Zinssätzen davon abhängig gemacht hat, ob Oesterreich sein« Bereitschaffserklärung zur Abnahme eines bestimmten Teiles des ungarischen Weizens erfüllt. Rnand arbeitet. Bukarest. 16. Mai. Der.CurentuI* meldet, im rumänischen Außenministerium sei eine Drohnot« Briands eingegangen, wonach eine Zustimmung Rumäniens zur öfterreichisch-deutschen Zollunion insofern unangenehme Folgen für Rumänien haben könne, als dadurch einige Agrarstaaten, wie Dänemark und Holland, schwer betroffen würden und infolgedessen eine antirumänisch« Front entstehen müsse.- mehr als Mittel,>ie Regierung zu stürzen, zu gsi> rauchen mar. Desto heller ist ihre Begeisterung für die öfter- reichisch-deuttche Zollunion aufgeflammt. Da staunt der Fachmann nicht, nur der Laie wundert sich. Jl- Für die„nationale" Rechte ist die österreichisch-deutsche Zollunion jetzt genau dasselbe, was vor drei Monaten die deutsche Minderheit in Pokpn gewesen ist: nämlich ein Mittel. der Regierung Verlegenheiten zu bereiten und die nationalen Leidenschaften aufzuwühlen. Dabei hat sie das große Glück gehabt, in der Mehrheit der französischen Nationalversamm- lung einen äußerst wirksamen Gegenspieler zu finden. Sie hat aber noch ein anderes großes Glück gehabt. Die Regierung Brüning-Curtius konnte den Erfolg, den sie im Februar gegen Polen errungen hatte, festhalten und vertiefen. Statt dessen hat sie eine neue Aktion unter- nommen und sie in einer Art vorbereitet, die die„nattonale Opposition" mit neuen Hoffnungen erfüllt. Diese„nationale Opposition" glaubt, die Regierung habe sich aus eigenem Eni- schluß in eine Sackgasse begeben, darum ruft sie jetzt ihr pathetisches:„Nie zurück!" ->- Die Sozial demokratijchePartei, die mit dieser Regierung nicht verbunden ist, die an ihrem Bestände nur so- weit interessiert ist, als es gilt, das Kommen einer noch schlechteren zu verhindern, darf die Entwicklung der Dinge in Genf aus einer gewissen Distanz verfolgen. Von den Poli- tikern der nationalen Phrase, den Demagogen und Intriganten des Nationalismus unterscheidet sie sich dadurch, daß sie u m das Schicksal des deutschen Volkes diesseits und jenseits der österreichischen Grenze auf- richtig besorgt ist. Sie betrachtet es als die Ausgabe der deutschen Vertretung in Genf, aus einer schwierigen Situation— die nicht ohne Schuld der deutschen Regierung schwierig geworden ist— das Beste für das deutsche Volk herauszuholen. Ob dieses Beste genau so aussehen wird, wie man es sich in einigen Büros der Wilhelmstraße vor Beginn der Verhandlungen vorgestellt hat, ist nicht entscheidend. Hoffentlich ist wenigstens die groteske Phantasie einer deutsch-österreichisch-ungarischen Blockbildung erledigt, nach- dem, wie zuvor schon der Ungar B e t h l e n jetzt der Italiener G r a n d i von dem österreichisch-deutschen Projekt öffentlich abgerückt ist. Wir fordern von der deutschen Vertretung in Genf eine sachliche Politik, die der schweren Not des deutschen Volkes gerecht wird, eine Politik des Brotes und nicht der > spiele, eine Politik ohne Paraden und ohne Militärmusik. Politik mit Kürten? Oer Kriminalfall als Mittel politischer Propaganda. Das Preußenkabinett hat zu der Frage, ob die Todes- strafe an Kürten vollstreckt werden soll, noch nicht Stellung genommen. Dagegen bemüht sich die rechtsradikale Presse, den Fall Kürten ins Polttische zu ziehen und daraus agita- torisches Kapstal gegen die Preußenkoalition zu schlagen. So teilt Hugenbergs Sensationsblatt, die„Nachtaus- gäbe", seinen Lesern mit:„Massenmörder Kürten hofft auf die„Einsicht" der Linken." Es sst richtig, daß die grundsätzlichen Gegner der Todesstrafe, und also auch die Gegner der Vollstreckung des Todesurteils an Kürten vorzugsweise auf der Linken vertreten sind, doch ist die Gegnerschaft gegen die Todesstrafe durchaus keine Partei- angelegenheit. Wer sie zu einer Parteiangelegenheit machen will und einen Kriminalfall zu demagogischer Parteipropa- ganda auszunutzen versucht, dem fehlen die sittlichen Voraus- setzungen, um über das Problem Todesstrafe oder nicht urteilen zu können. Für Hugenbergs„Nachtausgabe" ist der Fall Kürten Ge- legenheit zur Sensationsmache und zur Hetze. Die Sensation besteht in Gerüchten über Kürtens Spekulationen. Aengfte und Hoffnungen. Kürten hat zwar erklärt, er finde sich damit ab, daß sein Leben zu Ende sei, so teilt sie selbst mit — aber Gesängnisbeamte, so erzählt sie weiter, meinen, daß er mit den politischen Verhältnissen in Preußen spekuliert. Nämlich: eine Linksregierung würde ihn begnadigen, wenn er aber bis nach den Preußenwahlen warten müsse, so würde eine künftige Rechtsregierung ihn hinrichten lassen. An diesem Punkte beginnt die Hetze sichtbar zu werden, die Agitation mit Kürten: die Linke, das sind die Leute, auf die die Massenmörder hoffen. Der Appell an die Bluttnstinkte soll der Wahlagitation dienstbar gemacht werden. Zu diesem Zweck wird die Erfindung von dem politischen Spekulanten Kürten in die Welt gesetzt. Der Tiefftand der Hugenberg-Propoganda konnte nicht besser aufgezeigt werden als durch den schlecht verhüllten Ber- such. Kürten zum Wahlhelfer des Rechtsradikalismus zu machen! Wie ein Schlachtschiff stirbt. Als Zielscheibe zusammengeschossen. Die Zerstörung des nach dem Londoner Flvttenoertrag zu vernichtenden Schlachtschiffes„Emperor of India" wird auf eigen- artig« Weife erfolgen. Das Schiff wird von seinen beiden Schwester- lchiffen„Nelson" und„Rodney" im Kanal mtt IS- und 16-Zoll- Geschützen beschossen und schließlich zum Sinken gebracht werden. Diese Methode wurde gewählt, um die zerstörende Kraft der Ge- schösse zu prüfen. Arbeiter-Vildner-Tagung. Am 2 0. und 21. Juni findet im Städtischen Kurhaus in Bad Grund(Harz) eine Arbeiterbildnertagung statt, die die folgenden Fragen behandeln wird: 1. die Volkshochschulen und ihr« Beziehung zur sozialistischen BUdungsarbeil, 2. die Schulung?» arbeit in den Heimvolkshochschulen. Zur Tagung sind die sozia- listischen Leiter und Lehrer der kommunalen Bolkshochschulen, der Heimvoltshochschulen, sowie der Arbeiterbildungsorganisationen, so- weit sie besondere Schulungsstätten(Schulen, Seminare usw.) unter- halten, eingeladen.'Anmeldungen sind an den Reichsausschuß für sozialistische Bildungsarbeit, Berlin SW 68, Lindenstr. 3, zu richten. durch den auch die näheren Bedingungen für die Teilnahme an der Tagung zu«ftchrea find.______ Oer ofioberschlesische Wahlterror. Polens Verteidigung in Senf. Satlowitz, 16. Mai. Polnische Zeitungen veröffentlichen den Bericht der polnischen Regierungen an den Völkerbundsrat über die Bekämpfung des antt- deutschen Terrors in Ostoberschlesien. Der Bericht führt aus, daß infolge der Regierungsmaßnahmen wieder Ordnung und Ruhe herrsch«: er führt öffentliche und innerdienstlich« Weisungen des Wojewoden Dr. Grafzynski an, die Schutz der deutschen Minderheit anordnen. Da» Borsitzendenamt des Wojewoden im Aufständischen- verband dürfe nach seiner Erklärung vor den Starosten(Landräten) nicht etwa Gewährenlassen von Ausschreitungen der Lerbandsmit- glieder zur Folge haben. Die jüngste Session des schlesischen Sejm sei harmonisch verlaufen, auch die Deutschen hätten für das Budget gestimmt, dcuffche Einrichtungen, so das Kattowitzer Theater, würden aus öffenllichen Mitteln unterstützt. Wegen Ausschreitungen gegen Deutsche habe die Staatsanwaltschaft in 121 Fällen Klage er- hoben, in 104 Fällen hätten die Geschädigten keinen Sttafanttag gestellt, obwohl der Staatsanwalt daran erinnert habe, daß die Klage persönlich zu erheben sei. In 27 Fällen hätten die Geschä- digten ihrer Verwunderung darüber Ausdruck gegeben, daß chr Fall in der Bittschrift des Deutschen Volksbundes an den Völker- bund mit angeführt fei, und der Staatsaiuvolt Hobe festgestellt, daß der Volksbund ohne den Willen der Geschädigten die Unterschrift unter ihre Klage setzte. Nur in 10 Fällen hätten die Schuldigen nicht ausfindig gemacht werden können und in 22 Fällen sei die Sache niedergeschlagen worden, da kein Grund zur Klage vorlag. In 62 Fällen seien die Beschuldigte« mit Geldstrafen bis zu einigen 10 000 Z l o ty oder bis zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Verurteilung deutscher Redakteure. Soltawih, 16. Mai. Da» Burggericht Kattowitz verurteilt« gestern die verantwortlichen Redakteure der„Kalt Ztg.", des.Oberfchles. Kuriers" und de« �Taruow. Kreisbl." wegen eines Arttkels über da» Austreten de» Starosten Dr. Boche usti in Tarnowitz während der ant i. deutschen Woche im November vorigen Jahres zu insgesamt 2100 Zloty Geldstrafe. Oeuffcher Schulstreik in Pommerellen. kattowitz, 16. Mai. In einigen Gemeinden des Schwetzer Kreises hallen die deutsch- evangelischen Eltern chre Kinder dem Religionsunterricht fern, weil dieser auch für die deutschen Kinder in den polnischen Dolks» schulen fast nur noch in polnischer Sprache erteill wird. Bor 30 Iahren hatte die deutsche Schulbehörde angeordnet, daß die polnischen Kinder der Oberstufe auch in der Religion in deutscher Sprache unterrichtet werden sollten, weshalb der sen- sationelle Wreschener Schulstteik ausbrach. Di«„Kattowitzer Zeitung" erinnert« an dies« Vorgänge und schreibt dazu:„Die deutsche Behörde erließ diese Verfügung, als die Provinz Posen schon über 100 Jahr« unter preußischer Herrschaft stand und die deutsche Sprache von fast allen Polen verstanden und gesprochen wurde. Und der Religionsunterricht sollte auch nur in der O b e r st u s« in deutscher Sprache erteilt werden, während der Schwetzer Kreisschuliuspektor jetzt nach zehn Iahren polnischer Herrschaft die völlige Aus- schließung der deutschen Sprach« im evangelischen Rellgionsunier- richt auch in der untersten Stufe verfügt Wenn die Polen von ihren Leiden unter preußischer Herrschaft sprechen, weisen sie imffier wieder auf den Wreschener Schulstreit hin. Daß ein Schulstreik notwendig war, wird geradezu als ein Beweis für preußisches Barbarentum hingestellt. Der Schwetzer Kreisschulinspektor hat durch seine Verfügung, die zu einem ähnlichen deutschen Schulstreik geführt hat das Polentum mit seinen eigenen Waffengeschlagen." Die schwedisch« Protestwelle. Wegen der Niederschieße ny demonstrierender Sogewertstreiker in Odoleo haben die Arbeiter in ganz Schweden Massenkundgebungen veranstallet. Die Stockholmer Bauarbeiter haben am Freitag und Sonnabend aus Protest nicht gearbeitet Dos Militär und die Polizewefftärtung im llnruhegediet wurden zur Beruhigung der außerordentkich gererzts» Artailevschajt zarückgezogen. J, Llralzeff in Hast. Erst wird sein»kleiner" Prozeß verhandelt. Der �eld des dsutschnationalen Raiffeisen-Standals, der Russe U r a l z e f f, ist zusammen mit seinem Rechtsanwall Türk auf Veranlassung des Dresdener Amtsgerichts in Haft genommen worden. Gegen die Genannten sowie gegen drei weitere Angeklagte, darunter den Rechtsanwalt Steinmetz aus Kassel, wird am 28. Mai in Dresden die Hauptoerhandlung wegen Betruges und Urkunden- fälschung stattfinden. Es handelt sich jedoch in diesem Prozeß nicht um den Raiff- eisen-Komplex. In der Raisfeisen-Sache ist, wie wir unlängst mit- teilten, nach sechsjährigem Hin und Her zwar endlich die An- klage fertiggestellt und erhoben, ober noch immer nicht das Haupt- oerfahren eröffnet worden. In Dresden steht ein Betrugsmanöoer Uralzesss zur Verhandlung, das— gegen die 20 Millionen der Naiffeifen-Bank gehalten, die Uralzeff in seiner Glanzzeit ergaunerte, dickt dürftig aussieht. Es handelt sich nämlich„nur" um etliche Zehntausend, um die der gerissene Hochstapler nach seiner Ent- larvung mit Hilse einer gesälschtcn notariellen Urkunde eine Anzahl Vertrauensseliger prellte. Uralzeff behauptete nämlich. die Deutschnationale Volkspartei habe ihm«ine große Summe für die Herausgab« belastender Dokumente geboten, erst sprach er von 50 000, dann von 250 000, schließlich sogar von 750 000 Mark(!), die ihm laut der— gefälschten— Urkunde die Deutsch- nationalen als Schweigegeld geboten hätten. Im Vaterlande des Hauptmanns von Köpenick und des Harry Domela fanden sich Leute, die auch dies glaubten und unbesehen die erhofften deutschnationalen Schweigegelder dem Uralzeff bevor- schuhten. Sie sind ihre Tausende natürlich glatt los geworden. Immerhin dürfen sie sich damit trösten, daß die deutschnatio- nalen Direktoren der Raifseisen-Bank ebenso leicht- sinnig etwa ebenso viele Millionen Mark wie sie T a u s e n d e dem Uralzeff hingeworfen und auch nichts davon wiedergesehen haben. Hoffentlich wird aber nach diesem Vorspiel nun endlich, endlich einmal der Raiffeisen-Vetrug von 1924/25 zur Verhandlung kommen. Zeit hierfür ist es mittlerweile wohl geworden... Die Verfaffungsfragen in Bayern. Stoatsgerichtshof in seine Schranken verwiesen. Münch««. 16. Mai. Der Verfasiungsausschuß des Landtags beendet« am Sonnabend die Aussprache über die Entscheidung des Bayerischen Staatsgerichts- Hofs in der Verfasfungsstreitigkeit wegen der Un- gültigkeitserklärung von Landtagsbeschlüssen. Der Ausschuß stimmte, teils bei Stimmenthaltung der Nationalsozia- listen und der Sozialdemokraten, einer Reihe von Richtlinien zu, wonach u. o. zunächst ein neue», verfassungsmäßig u»bestrittenes Wahlgesetz zu schaffen und der laufend« Staatshaushalt zu erledigen und dann erst über die Wahlprüfungen zu entscheiden ist. Weiter wurde in den Richtlinien in bezug auf das Verhältnis zwischen Landtag und Staatsgerichtshof die Auffassung de» Land- tags dahin zum Ausdruck gebracht, daß die Aufgab« des Staats- gcrichtshofs sich in der Entscheidung anhängig gemachter Derfassungs- streitigkeiten erschöpfe, daß ihm aber die Erteilung von Direktiven gegenüber dem Landtage nicht zu- komme. Ein nationalsozialistischer Antrag, wonach die Auflösung de» Landtags am Tage noch der Erledigung der Houshaltsberatungen auf die Tagesordnung gesetzt werden soll, falls bis dahin ein« Klag« gegen das neu« Wahlgesetz beim Staotsgerichtshof« nicht«ingereicht ist, wurde gegen die Stimmen der Antragsteller und der Deutsch- nationalen abgelehnt. „üitisiizia c Libcrtö". Hereingelegte Faschistenblätter. Mit Verblüffung hoben die italienischen Zeitungsleser, die ge- wöhnt sind, von ihrer Presse gar nichts zu erwarten, in der Nummer vom 9.'Mai des„Corriere della Sera" und vom 10. Mai der „Tribuno" im Anzeigenteil ein« Annonce gefunden: das den meisten Italienern bekannte Wahrzeichen der revolutionären Organisation „Giustizia e Liberia". Und dies«? Zeichen mtt dem flammenden Dolch wird als Heilmittel angepriesen:„Das wahre Stärkung?- mittel",„das wahre Verjüngungsmittel" ist rings herum zu losen. KWiWMK tUMMMM Da wachen nun Faschio und Polizei mit tausend Augen über jedem Wort, das in den Zeitungen steht, und dann schleicht sich eine solche Annonce ein! Es ist um aus der Haut zu fahren! Wo sich noch jedes Blatt ausdrücklich das Recht vorbehält, die chm ungeeignet scheinenden' Annoncen ohne Begründung zurückzuweisen. Dieses Stärkungs- und Vsrjüngungsmittel schien ihnen als geeignet. Zweifellos sind die Zeitungen hineingelegt worden, aber ebenso zweifellos ist es, daß sich dabei die?lugen mehrerer Kontroll- organe wohlwollend geschlossen haben müssen, damit dies allen bekannte Zeichen sich zwischen Wurst, und Bierreklamen ein- nisten tonnte: dies Symbol des Opfers auf dem Jahrmarkt des Profit«. Und die Polizei schnüffelt auch schon nach Ver. i ch w ö r- r n und wird künftighin mehr Personal brauchen, wo die Gefahr besteht, daß die Seelen der Faschisten jetzt auch durch Annoncen vergiftet werden können. Was gäbe es Verletzbareres, als ein Regime, das sich sogar vor Annoncen fürchten muß! Dem sogar eine Reklame in der Hand explodiert! Wie wärs, wenn die Italiener es mit dem angeprisfenen Stärkungsmittel versuchten? Eine Woche Aazi vor Gericht. Leicht ist's, Verleumdung auszuschreia, Soll man beweisen, so wird man klein. Justitias Schwert, aus Goebbels sausend: Er wird verurteilt zu Fünftausend; Doch Hugenberg ficht ganz verwundert: „Goebbels fünftausend— und ich nur fünfhundert?!" Ist das auch legal? Eine Probe aus den Eid des Herrn Hitler. Am Sonntag, d«m 10. Mai, überfielen Nationalsozialisten nach einer Standorten weihe da» sreigewerkjchaftliche Vnltshaus in Lemberg bei Pirmas«n« und im An- schlutz daran«ine Gastwirtschaft, die in der Regel von Sozialdemokraten besucht wird. Den ganzen Tag verfuchten die uniformierten Hitlerianer die Arbeiterschaft zu provozieren. Wz sie damst ken«» Erfolg hatten, gingen sie am Stoend.zchn Angriff vor, worüber ein Unbeteiligter folgendes mitteill: Ohne jeden Anlaß wurde das am Dorfansgang nach Pirmasens gelegene Dolkshaus der Lemberger Arbeiterschaft an- gegriffen. Mit Vslastersteiaea«ad hol, knüppeln wurde» die Fenster- scheiden demollert und versucht, in dq» GebSude einzudringen. Das groß« eisern« Hostor konnte noch rechtzeitig geschlossen werden. Nun kletterten die fanatisierten Braunhemden über das Tor und öffneten es von innen. Inzwischen waren vier Polizeibeamte hinzugekommen, die nur unter Einsatz ihre» Lebens und mit der Pistole in der Hand die aufgewiegelten Nazis zurückhalten konnten. Dabei hat sich besonder, der Lehrer von Lemberg hervorgetan, auf dessen Verantwortung dieser Landfriedensbruch geht. Di« abgefeuerten Schüsse drangen in die wand de» Aufenthalt,. räume», der gerade in dieser Zell stark beseht war. Die anwesenden Frauen und Kinder muhten in de« Keller verbracht werden. Schlimmer hauste die Bande dann in der Wirtschaft. Diese liegt an der Straße Lemberg— Pirmasens und mußte von den Hiflerianern passiert werden. Nachdem eine Abteilung der voll- ständig uniformierten Stoßtrupps vorbei war und schwarz« Sturm- obtellungen nachrückten, wurde plötzlich von einem Hornisten Sturm geblasen. Im gleichen Augenblick wurde dos ganze Gebäude umzingelt und mit allerlei Schlagwerkzeugen tSchlagringen, Gummiknüppeln, Messern usw.) auf die ahnungslosen Gäste«ingehauen. Fensterscheiben fielen klirrend zu Boden, Biergläfer flogen durch die Fensterrahmen, Frauen und Kinder wurden vetlehl, auf den am Vodcn liegenden Leuten herumgetrampelt. Dem Gastwirt wurden verschiedene schwere Verletzungen bei» gebracht, so daß seine Ueberführung nach dem Krankenhau» not- wenhig wurde. Es besteht Gefahr, daß er das Augenlicht verliert. Der Sozialdemokrat W:lle. der am Eingang sich der Bond« ent- gegenstellte, erhielt mit einem Schlagring eine tief« Kopfwhnd« und mußte gleichfalls ins Krankenhaus sich begeben. Bei diesem Ueberfall wurde auch die Büfettkassc geplündert und in der Küche der Versuch gemacht, das dort aufbewahrte Geld zu rauben. Ein« Frau aus Pirmasens erhielt einen Dolchstich in den Arm und mußte sich in ärztliche Behandlung begeben. Noch diesem Ueberfall marschierte die legale Garde Hitlers in Marsch- ordnung nach Pirmasens zurück. Kommunisten übersatten Hakenkreuzler. Schwere Auelschreitungen in Sunzlau. Dünzlau. 16. Mai. Am Freitag drangen etwa zwanzig Kommunisten in das Hotel„Fürst Blücher" ein, wo gerade Nationalsozialisten «ine Führerbesprechung abhielten. Die Kommunisten stürzten sich auf die Anwesenden und schlugen ohne jeden Anlaß auf sie ein. Einig« Personen wurden erheblich verletzt. Hitlers trojanisches Pferd. Adolf, der Listenreiche. Das Stennes-Blatt schreibt über die Aufnahme des Httlerfchen Legalitätseides bei den Hiller-Anhängern: „Werden diese Hitlerianer nun auf unleugbare, nicht mtt billi- gem Disput zu vertuschende Tatsachen hingewiesen, au» denen klar und eindeutig hervorgeht, daß der verantwortliche Führer der Partei in aller Form, mit Eid bekräftigt, seinen Frieden mtt dem herrschen- den politischen System geschlossen hat, so wiederHoll sich mtt belustt- gender Regelmäßigkeit immer der gleiche Vorgang. Der Hitler- Mann setzt dann eine feierlich-geheimnisvoll« Miene auf. Es fehlt nur noch, daß er verstohlen um sich sieht und die markige Männerstimme zum scheuen Flüsterton herobsenkt, um nach diesen, höchste dramatische Spannungen erzeugenden Vorbereitungen mtt dem klügsten Augenzwinkern eine streng vertrau- liche Mitteilung zu machen. Danach seien all« Erklärungen und Eide nicht so ernst zu nehmen. In Wahrhett handele es sich um eine ungemein raffiniert gesponnene Kriegslist. Alles hat nur den einen Zweck, den Gegner über die wahren Absichten zu täuschen, ihn über die drohenden Gefahren einzulullen. Literatur- kundige Leute pflegen anzudeuten, daß in Hitler der notionalsozia- listischen Bewegung ein den verschlagenen Odyfseus an Listenreichtum übertreffender Kops erstanden sei. So wie das Heer der Griechen vor Troja, so stehen die 500 000 Parteimttglieder vor den Regierungspalästen. Hitler» Eid sei gewissermaßen dem berühmten trojanischen Pferd zu vergleichen. Mtt diesem Eid soll das bisher ver- fchlossene Tor zur Regierungsbeteiligung geöffnet werden. Sei dann die kühn« Schar der nationalsozialistischen Kampfminiftcr erst in das Innere der feindlichen Stellung eingedrungen, dann— wird es ein schreckliches Erwachen geben." Traktorenwerk liegt still. Wegen Mangel an Rohstoffen, Maschinen und Personal. Moskau, 16. Mal. Die durch den Fünfjahresplon entstandenen Merke ln Tscheljabinsk, die größten Traktorenwerke der Sowjet- uaion, haben am Freilag ihren Betrieb stillgelegt. Di« Stillegung erfolgte wegen Mangels an Rohmaterial. Moschinen und qualisi- zierten Arbeitern. Der wellberühmt« italienische Dirigent Toscaninl wird jetzt, nach der Mißhandlung durch die Bologneser Faschisten, in Mailand polizeilich bewacht, damtt er nicht etwa ins Ausland reise, obwohl er sich für Konzerte der Wiener Festwochen verpflichtet Hot. Italien kann stolz darauf sein, wie es den Mann behandelt, der fein Stolz sein müßte. Der Reichsverband der Deutschen Dresse hält soeben seinen Ver- bandstag in Wien ob. Iustizminister Dr. Schürff teilt« in seiner Begrüßungsrede mit, daß die Ungleichung der Preßgesetze in den beiden deutschen Republiken der Vollendung nahe sei. Reichs- gesandter Dr. Rieth wies aus die Berbundenhctt der beiden Staaten hin. Nationalratspräsident Dr. Renner betont«, daß Volksvertretung und Presse sich nur in unbedingter Freihett ent- falten könnten. Der Hauptvorstand, darunter unser Redakttons- kallege K l ü h s, unt». der Reichsausschuß wurden vom Bundespräsidenten Miklas empfangen.- ver wissenschaftliche hilfsarbeiler Dr. Obitz ist aus dem Dienst der Tierärztlichen 5)ochschule entlassen worden, weil eine von ihm herausgegebene Masurenzeitschrist Artikel gegen Deutschland und für Polen gsbracht hat. Landtagswahl Ein neuer Wirkt» Heute wird in Oldenburg der Landtag neugewahlt. Die letzte Landtags wähl hat im Jahre 1328 stattgefunden. Nach dieser Wahl verteilten sich die 48 Landtagssitze wie folgt: 13 Sozialdemo- traten, 1 Kommunist, 5 Staatsparteiler, 9 Zentrumsabgeordnete, 5 Volksparteilcr, 3 Deutschnationale, 2 Wirtschaftsportciler, 5 Nationalsozialisten, 2 Wirtschastsparteiler, 2 Landoorkleutc. Die Regierung wurde von der bürgerlichen Mitte gebildet, sie wird als Beamtenregierung bezeichnet. Nach den, Ergebnis der Reichstagswahlcn voin 14. September 1939 würde der Lairdtag bei 48 Sitzen folgendes Aussehen gehabt haben: 14 Nationalsozialisten, 2 Deutschnationale, 2 Christlichnationale Bauern, I Wirtschastsparteiler, 2 Bokksparteilcr, 9 Zentrumsadgeordnete, 2 Staatsparteiler, 12 Sozialdcmo- k r a t e n und 2 Kommunisten. Kommunalwahlen, die nach der Rcichstogswahl stattgefunden hoben, brachten weiteren Rückgang der sozialdeniokratischen Stimmen, starke Verluste der bürgerlichen Mitte und weiteres Anwach- sen der nationalsozialistischen Stimmen. Die Nationalsozialisten sind in die oldenburgischen Bauerndörfer eingebrochen, die früher eine Hochburg der Demotraten waren. Hier kämpft jetzt die Staatspartei einen schweren Kamps. Der bürgerliche Mittelstand hat sich ebenfalls sehr stark dem Hakenkreuz zugewandt. Bauern und Mittelstand geben in Oldenburg den Ausschlag, eine stark« Jndustriebevölkerung fehlt. Man wird des- halb den Ausfall der OldcnKurger Wahlen nicht als ein all- gemeines Stimmungsthermometer ansehen können. Der Wahlkampf ist von allen Seiten mit großer Intensität geführt worden. Hakenkreuzler und Deutschnotionale haben einen sehr heftigen Angriff gegen die bürgerliche Mitte ge- führt. Sie wollen in Oldenburg Ersatz für die in Thüringen oer- lorengegangene Position schaffen und eine Hakenkreuzregierung an die Stelle der bisherigen Beamtenregierung setzen. Ucber die Stimmung der bürgerlichen Mitte unterrichten die folgenden Sätze aus der Nationalliberalcn Cor- respondenz: „Die Nationalsozialisten hoben sehr stark Gelände gewonnen, und die einst liberale und freisinnige Landwirtschaft ist im Wider- spruch zur Tradition und in völliger Verkennung ihrer eigenen Interessen stark zu ihnen übergegangen und damit das bedauer- liche Opfer einer Radikalisierung geworden, die sich über kurz oder lang schwer rächen wird. in Oldenburg. Was schert Herrn Hitler und seine Getreuen das«chicksal des Landes Oldenburg! Einer der ortsansässigen Nozi-Führer ließ die Kotze aus dem Sack:„Wer in Oldenburg regieren soll, wird ollein Adolf Hitler bestim- m e n.' Das eben ist dos Unverständlichste: die Heimattreuen und allem Fremden stark abholden Oldenburger sehen nicht mehr, wohin das Ganze steuert. Landfremde sprechen heute große Worte in den Versammlungen der Nationalsozialisten, Landsrenide sollen die Oldenburger Landespolitt bestimme». F r i ck ante portas! Dann zieht auch in Oldenburg das Regiment radikaler Partei- fanatiker ein. Der Aufkloningskampf. den die Deutsche Volkspartei zu führen hatte, ist schwer. Schon lastet die Thüringer Atmosphäre auf dem Lande. Der Terror der Sturm- abteilungen Hitlers macht anders Denkende mundtot. Nur so „hiMen herum" hört man munkeln, daß doch noch nicht alles bei den Nazi ist. Die Alten im Lande schütteln den Kopf, hallen sich zurück, schweigen. Junge Leute demonstrieren aus den Straßen und geben den Ton in den Versammlungen an. Die Phrase feiert Triumphe, das Schlagwort beherrscht die Massen. Sachlichkeit gilt nichts mehr, und alle ernst gemeinten Warnnungen werden in den Wind geschlagen. Darüber droht ein Land, dos bisher von ernsten Stürmen verschont blieb und es auch bleiben könnte, zugrunde zu gehen. Die Aussichten der Wahl lassen sich unmöglich vorher be- stimmen. Das Bürgertum gibt sich auf und wirft sich anscheinend dem Radikalis mus in d i e H ä nde." So wird diese Wahl zu einer lokalen Kraftprob« zwischen den Hokenkreuzlern und chrem Anhang und der bürgerlichen Mitte werden. Dos Ergebnis wird wahrscheinlich eine Verstärkung der rechtsradikalen Tendenzen zeigen— noch über die Reichstagswahl vom September 1939 hinaus. Schahkanzler Snowden muß aufs neue das Bett hüten. Dieser Rückfall ist die Folge der Anstrengung, die Snowden sich bei der Einbringung des Budgets und bei der Verteidigung seiner Grund- wertsteuer zumuten mußte. Zwar wird ein Rücktritt oder auch nur»ck,, Urlaub des Ministers nicht erwogen. Die Regierung be- absichtigt aber, Snowden einen Mitarbeiter in Form eines Unter- staatssekretärs zur Seite zu geben. Der Zremdenlegionär Alfred Scharf aus Remscheid ging 1929, noch minderjährig, in die französische Fremdenlegion. Deutsche Acrzte behaupten, daß er nicht geistig zurechnungsfähig fei. Auf Inter- vention der Deutschen Liga für Menschenrechte ist es gelungen, die Entlaflung und Heimbeförderung Scharss zu bewirken. Parteitag-tSZ-l. Am 3». Mai in Leipzig. Der Parteivorstand beruft hiermit den diesjährigen Parteilag zum 31. Mai und folgend« Tage noch dem..Voltshaus" in Leipzig ein. Als vorläufige Tagesordnung ist festgesetzt: 1. Kapitalistische Wirtschaftsaoarchie und Arbeiterklasse. Refes rent: Fritz Tornow. 2. Die Ueberwindung des Faschismus. Referent: Rudolf B r e i t s ch e i d. 3. Partei und Jugend. Referent: Erich Ollenhauer. 4. Bericht der Reichslagsfraktion. Berichterstatter: Wil« Helm Sollmann. 3. Bericht de» Partei Vorstandes: a) Allgemeines. Berichterstatter: Max Westphal. b) Kasse. Berichterstatter: Konrad Ludwig. 6. Bericht der Kontrollkommission. Berichterstotter: Wilhelm Bock. 7. Wahl des Parteivorstandes und der Kontrollkommission. 8. Erledigung der Anträge, soweit sie durch die vorstehende Tagesordnung nicht erledigt sind. Der Partettog setzt sich zusammen aus den in den Bezirks» verbänden gewähllen Delegierten, der Vertretung der Reichstags- fraktion, den Mttgliedern des Parteivorstondt», des Partei- ausschusses und der Kontrollkommission. Wegen Wohnungbeschaffung müssen sich die Delegierten rechtzeitig beim Lokalkomitee melden. Adresse: Karl Schrörs, Leipzig. Tauchoer Straß« 19/21. Gastkarten für den Parteitag werden von dem Lokalkomitee in Leipzig ausgegeben: Zutrtttskarten für die Berichterstatter der Presse nur vom Partei- vorstand, Berlin SW 68, Lindenstraße 3. Der Parlcivorstand. Nicolas Salmeron war 1873 Präsident der spanischen Republik. Jetzt ist seine Witwe im Alter von 91 Jahren gestorben. Die Re- gierung will am Sonntag die Beisetzung mit allen Feierlichkeiten begehen! Voraussichtlich werden der Toten die einem Staats- Präsidenten zustehenden Ehren erwiesen. (Gewerkschaftliches siehe 4. Beilage.) Verantnwrtlich für Politik: gr»»,»lüto: Wirtschaft:®. Älinflelfibfet; Ecwerkschaftsinwmuna: 3. Stein»; geuillkton:»i. gobn Schikon>«Ii: Lokales irnd Eoniiiaes! gti* fiotftäbt; äinjeiflen: Th.»lock«; samtlich in Berlin. Berlaa: Vorwärts-Berlaa® m. b.$.. Berlin. Druck: Borwärts-Buchdruckerrl und Berlagsanltoit Paul Ein«« u. Co..»«Ii» EW. KS, Linden strafte Z. Hier«» 5 Bell»»«». b I u S« avts Wa»ekllun»t»»i6«.«it langan Ärmeln, vorn© reich mit Falten garniert, offen und ny_ � geschlossen zu tragen, 50 weiss und pasteiifarbig# wmm Plisseerock aus vorrügliche« rein-£ wollenen CrÄp« Caid mmmm Kleid bedruckte Kunstseide, in hellen Farben, m. weisser/ A Kragengarnitur, bis Gr.48 Jr mmmm Mantel reinwollener Rips, Rucken m. Biesen gor- niert, ganz bis G rö ssen gar- mm 2922 Damen-Bouclimütze IIS Damen-Wäsche Badeartikel Für den Herrn 322 312 Handarbeit, modern© kleine Form, pasteiifarbig Wickelschürze ohne Aermel, aus Trachtenstoff, mit mo- 95 Druckmustern jSammmm Kostenlose Reise- u. �anderberatung von 3-7Uhr im 1. Stock Hemdhose aus farbigem Batist| 95 mit Yalencicnnes- Spitze I wmrm Hemdhose doppelt Charmeuse- trikot, mit eleganter£ vO S p itzengarnierung Prinzessrock doppelt Charmeusetrikot, mit eleganter Spitzengarnie- r u n g, gute Qualität Schlafanzug farbig Batist, langer Armer, farbige Aufschläge und Weste Büstenhalter Ä vorzügl. Trikot, mit tiefem# 5 Rücken, moderne Form Eleganter Hüfthalter sehr gute Passform, seitlich zum Haken, � VO m I t 4 H a I t e r n jBbmm Damen-Strümpfe könstl. Waschseide, teils m» eleqan!9 ä-jour-Zwickel,| O P feintädig, vorzügl. Qual. I wmmm Reinseid. Strümpfe reine unboschw. Tramo- soido>ochwertige u.foin- mm maschigeQual.,m. kräftig. j V O ohle, mod. Farben J&mmma Damen-Badeanzug reine Wolle, gestrickt, gute solide Qualität, einfarbig, bleu, kornblau,]ade, marine u. 422 Florsoh schwarz, Grösse 40—48 Damen- Badeanzug reine Wolle, gestrickt, mit ge- ringeltem Oberteil, w v kornbiau, grün oder f 5 rost, Grösse 40— 48 m mmmm Herren-Badeanzug reineWojie, gestrickt, ointoil.,rnorine- f arbige Hose mitmarinel mm m weiss od.komblou/weiss- Mtm/ 3 meliert. Oberteil, Gr. 3-6%0mmmm Bademantel für Domen und Herren, mm__ mit Schalkragen, in/ 5 modernen Mustern jm uum Frottierhandtuch weiss/ bunt, Indanthren, �£ kariert, Grösse ca. 50/100 mmmm Frottierlaken—._ gleiche Ausfüh- Jm 4 5 rung, 140/180 cm Tum Frottierstoff—._ tweedartig, schwarz/ 4 5 blau u. braun /weiss,! 55cm �Jmmmm Badeanzüge, bekannte Markenfabrikate, in vielen Mustern stets am Lager Für den Garten Für das Heim Sportanzug reine Wolle, weitgeschniltene Golf- hose, flotte hellgrau oder mod© ge- must. Cheviots, gute jm mm._ Qualität, Sakko ganz mit Lüster gefuttert m mmmm Oberhemd aus gutem Popeline mit passendem Kragen, 90 moderne Streifenmuster �Jmmmm Oxfo r d he md das praktische Hemd für Reise und Öport, neueste mm Mustor, mit festem Kragen und Krawatte �Jfmmmm Herren-Kniehose im Bund mit Gummizug, auss. prakt., weiss, echt Mako, solide, gut© Qual. Binder reine Seide in feschen Sireifon u. Figurenmuslern Herren- Hut Flachrand oder Bolero- jm form, in modernen hellen&> vs Sommerforben 5.90%Jfmmm» MädehenjOoldung S p o r t k I e i d aus vorzüglichem Trikol ette. weiss oder hellblau, länge 60 cm (Steigerung 0,50) 112 022 Sommermodenschau »Bad.Sportund Reise« am 27., 28. und 29.Mai vorm. 11 Uhr• nachm. 4 Uhr Gutsdielne im Werte von M. 1,50 berechtigen zum freien Eintritt (nur für Domen). Die Gutscheine werden im ganzen Hause in Zahlung genommen. Vorverkauf ob Montag, Kasse 8, im Erdgeschoss- BERLIN C 2. SPANDAUER- KONIGSTRASSE. GEGRÜNDET 1815 Fan d g a 9. Chiffontuch reine Seide, mit Hand- maierei, rnocL Farben' Flotter Hut »«t■i' JLgo r n i e r i i90 Ff. 226» 4S. Jahrgang©onnfog/ ir.OTo» 1931 Wqh der 7ttaifvic&c in den SehuCdtutm. Seftiekbaie elne& UH�e�aktten Cln$ug&.— Wiedexsehen au§(faetCiH-Wlitte* Nur noch eine Woche trennt uns von den Pfingstfeiertagen. Es ist ein jahrzehntealter Brauch, am P fingst sonntag zum ersten Male den neuen, frisdi gebügelten, eben erstandenen Anzug anzuziehen. Jeder hat den Wunsch, zu Pfingsten wie„aus dem Ei gepellt" zu sein. Aber die Zeiten sind sdiledü. Woher das schwere Geld für den neuen Anzug oder das neue Kleid nehmen, ohne ein anderes Lodi in dem ohnehin sdion besdici- denen Haushaltsbudget aufzureißen. Da ersdieint als willkommene Reitling aus der Not die Möglichkeit der Teilzahlung. Viclfadi ohne jede Anzahlung und mit weitest gehender Verteilung der Raten kann jeder einigermaßen kreditwürdige Mensdi den fehlenden Ausrüstungsgegenstand erstehen. Diese Methode ist, bildlich gesehen, ein zweischneidiges Schwert. Sie birgt die Gefahr in sidi, daß über das Bedürfnis hinaus Einkäufe gemadrt werden, daß die Wirtsdiaft wohl neuen Auftrieb durch eine Konsum Steigerung erlebt, die im Kern jedodi ungesund ist. Demgegenüber haben die Teilzahlungsmänner mit ebenso gutem Grund angeführt, daß gerade heule das Kreditbedarf nis der Massen ein außerordentlich hohes ist, und daß sie auch gar nicht einsehen, warum, der Kunde erst monatelang sein Geld in den Strumpf stecken soll, um die große Summe zusammenzuhaben, für die er sich dann einen Anzug kaufen kann. Heber dieses Für und Wider haben sich Wirtschaftsgelehrte lange den Kopf zerbrochen und haben auch nicht den Stein der Weisen gefunden. Die Berliner aber sind hingegangen und haben einen Witz daraus gemadit:„Du brauchst einen Anzug, Karl? Hole dir doch einen auf Stottern. Die erste Rate in sechs Wochen, der Rest in Berlin-Mitte." Wir wollen einmal Umschau halten, ob jemand wegen eines nicht bezahlten Anzugs durch Instanz zu Instanz wandert, um sddießlich im Schuld türm zu sitzen. Schwindler und ihr Trick. Natürlich wird das System der Teilzahlung gehörig von Ve- trügern auszunutzen versucht. Di« einzelnen Firmen führen aus- gedehnte schwarze Listen und daneben noch eine Ortskartothek, wo das ganze Sündenregister der faulen Kunden fein säuberlich auf- geschrieben steht. Dazu kommt noch ein besonderer Eildirnst, der den Aüchenschwindler schnell entlarven würde. Bei den Unter- suchungen des Enqucteausschusscs, wo eingehend die Inhaber be- deutender Abzahlungsgeschäfte vernommen wurden, wurde diesen auch die Frage vorgelegt, wer denn nun ein sicherer Kunde sei, der Arbeiter oder der Beamte. Ueberraschendcrwcise schnitten in der Beurteilung die Arbeiter besser ab, weil die Beamten an sich wohl sicherer sind, da ober einem Beamten allerorten das Kausen so über- aus leicht gemocht wird, können sich viele untere Beamte vor Schulden nicht mehr retten. Neuerdings wird auch von jedem Kunden eirr Nachweis über seine Einkommenshöhe verlangt: ge- wohnlich wird erst Kunden Kredit gewährt, die mehr als 225 M. im Monat verdienen. Denn bekanntlich sind 195 M. pfändüngs- freies Einkommen, und wenn die Firmen den Einkommensnachweis nicht verlangen und sie geben einem Mann mit nur 189 M. Ein- kommen einen größeren Kredit, dann hört der eines schönen Tages mit dem Bezahlen auf, läßt sich ruhig verurteilen, da ihm ja doch nichts passieren kann. Die Seele des Geschäfts ist aber die stunden- kartothek. So sagte ein Firmeninhaber aus, daß früher bei ihm auf 100 Sunden 20 klagen kamen, seitdem er aber mit Hilfe seiner Kartothek, die 40 009 Abzahlungskäufer umfaßt, alle säumigen Zahler rücksichtslos ausgemerzt hat, braucht er jetzt von 100 Kunden nur noch fünf zu verklagen. Dieser Prozentsatz ist sehr gering, wer weniger fleißig recherchiert, merkt das sofort an den höheren Aus- fällen, lag doch die Aussage eines Geschäftsmannes vor, dem nichts weiter übrig blieb, als ein Viertel seiner Kundschaft zu verklagen. Die jetzige Krise, die viele arbeitslos gewordene Käufer zahlungs- unfähig gemocht hat, hat naturgemäß den Prozentsatz der Klagen stark erhöht, aber das beste Gerichtsurteil nützt nichts, wenn der Arbeits- los« kein Geld hat. So kommen aus 100 Klagen etwa zwei Drittel Dollstreckungeu, die allerdings meist fruchtlos verlaufen. Deshalb werden von den Firmen viele Beträge gar nicht erst ausgeklagt, da man nicht einmal feine Kosten wiederbekommen würde. Als einziger Trost bleibt dann, den Beklagten auf die schwarze Liste zu fetzen und ihm nichts mehr zu verkaufen. Betrüblich für die Ab- zahlungsgcschäfte ist auch, daß sie den Kunden wohl sechs Monat« Kredit einräumen, der Kunde aber stillschweigend daraus zwölf Monate macht. Venn alle Schuld rächt sich... Wer etwas Zeit hat, möge einmal nach dem Alexanderplatz auf das große Amtsgericht Berlin- Mitte gehen und am Hauptportal den Pförtner nach dem Zimmer 182 fragen. Da wird so mancher sein blaues Wunder erleben. Die Korridore und Der- Handlungssäle interessieren diesmal nicht so. es geht oben im dritten Stock an den Ehescheidungskammern vorbei, wo an den Terminzetteln eindeutig genug geschrieben steht: Müllcr-Müller oder Schulze- Schulze, da» heißt, daß die Frau Müller gegen den Herrn Müller oder der Herr Schulze gegen die Frau Schulze auf Ehescheidung klagt. Aber zu diesem Flügel des dritten Stockwerks würde auch ein Blinder mit dem Krückstock finden, denn auf den Korridoren ge- bürdet sich das aufgeregteste Publikum, das es gibt, nur der„Schei- dungsgrund" steht betteten etwas abseits. Also auch hieran geht es vorbei, dann merkt man an schwarzen Tafeln, die an den Wänden hängen, daß man langsam die gesuchte Region erreicht.„Einttitt verboten!" steht an die Türen geschrieben und„5?ier keine Aus- kunft!", aber die Tafeln sind geschwätziger als das ärgste Klatsch- maul. Da steht haarklein ausgeschrieben der Name des Schuldners, seine Adresse, sein Geschäft, sein Konkurs, und daß in einigen Wochen die erste Gläubigcrversammlung sein wird, wozu rechtzeittg alle Forderungen anzumelden sind. Das mag wohl das Konkursverzeich- nis von einer knappen Woche sein, und trotzdem ist die Tafel schier endlos, gar nicht so unbekannte Betriebe sind darunter. Danken, Banken, Banken gleich eine ganze Mandel und Filmgesellschaften, Kartoffelgroßhandlungcn, Autogaragen, Baugcschäfte, Hosenttäger- fabrikanten und eine Buchdruckerei dazu. Mitunter bleibt jemand stehen vor diesen Tafeln, findet einen bekannten Namen, und es entringt sich ihm ein stiller Seufzer:„Ach Gott, der auch." Dann endlich, mag die Tür zum Zimmer 182 aufgehen. Ein großer, weiter Raum, eigentlich zwei, mit Hunderten von Kartothek- kästen, in denen Zehntausende von kleinen gelben, roten, blauen und grünen Zetteln ruhen. Auch diese bunten Zettel sind geschwätziger, als manchem lieb ist. Da steht genau, wann der Herr Teophil Kacz- marek das letztemal zum Offenbarungseid vorgeladen war, wann er in Schuldhaft genommen werden sollte oder wann er Konkurs Die Orangfamilie im Zoo. Das ist die zweite Ehe des Orangweibchens Elia im Berliner Zoo. Kurz nachdem der erste Gatte starb, bekam sie ein Junges. Die junge Mutter ober faßte das Kind am Bein, schwang es wie zum Spaß herum und mit gebrochenen Rippen blieb das Kleine tot liegen. Aus der zweiten Ehe entsproß nun wieder ein Kind. Die Mama hielt auch diesmal Säuglings- gymnastik für angebracht. Nicht so der Papa. Er übernimmt jetzt selbst die Erziehung des Sprößlibgs, während seine Frau turnt. Das Kleine hält sich eigentlich nur bei der Mutter auf, wenn es gesäugt wird. Alle jungen Assen, besonders aber die Menschen- asfenarten. hängen in der ersten Zeit ihres Lebens an der Brust der Mutter festgeklammert. Obwohl die kleinen, beinahe nackten Tierchen mit dem Riesenkopf so schwach sind, daß sie in den ersten Monaten nicht laufen können, so haben sie doch in ihren kleinen Armen genügend Kraft, um sich andäuernd im Brustfell der Mutter festhalten zu können. Während nun die niederen Affenarten noch dieser ersten Lebenszeit von olleine anfangen zu lausen, lehren die Menschenasfenmütter ihre Jungen gehen, indem sie selbst rückwärts laufen, das Kleine an den Händen fassen und es«ms diese Weis« zur Fortbewegung zwingen. gemacht hat. Wir müssen schon Kaczmarek sagen, denn von den Lehmanns gibt es bald fünf Kästen, die erst noch einmal alphabetisch nach den Vornamen geordnet sind, und wenn wir als Beispiel sagen wollten Fritz Lehmann, dann fühlten sich zwanzig Herren mit diesem Namen getroffen. Dieses Schuldnerverzeichnis des Amtsgerichts Lerlin-ZNitte kann jedermann einsehen, und es wird ausgiebigster Gebrauch davon gemacht, eifrig werden die Kästen auf und zu ge- schoben, und sorgsam gehütete Privatgeheimnisse, die eine kleine Kartothek hier offenbart, in dicke Notizbücher eingetragen. Manche gehen rasch mal ins Zimmer 182 und sehen nach, wie es denn um Freund Heinzebusch steht, der gestern abend wieder so angegeben hat, doch man braucht nicht erst zu lesen, man hört's schon an dem Lachen, wie dick Hcinzebuschs Karte beschrieben sein muß. Eisiges Schweigen wird Herrn Heinzebusch empfangen, wenn er morgen wieder in die Kneipe kommt. Die Angst vor dem Schuldturm. An den Karwthckkarten interessiert besonders die Mittelspalte, die über etwaige Haft Auskunft gibt. Nun hat bald jede dritte Person einen Vermerk in dieser Rubrik, und wer annimmt, olle diese Schuldner hätten schon einmal im Schuldturm gesessen, der müßte letzten Endes zu dem Schluß kommen, wir mühten heutzutage Schuldtürme haben, die fünfmal so groß sind wie alle Berliner Gefängnisse zusammengenommen. Glücklicherweise bedeutet bei den meisten Personen der Vermerk jedoch nur, daß gegen sie wohl einmal die Haft beantragt war, der Schuldner ober im letzten Moment noch die Sache geordnet oder den verlangten Offenbarung?- «id geleistet hat. Wir haben nun über diese merkwürdige, heut- noch bestehende und aus dem Mittelalter übernommene Einrichtung des Schuldturms in Berlin Umfrage gehalten. Das Strafvollzugs- amt erstmal hat mit der Sache gar nichts zu tun, denn der Schuldturm befindet sich nicht in Moabit, auch nicht in Tegel oder Plötzen- see, sondern wer wirkUch in Schuldhaft genommen wird, kommt in das seinem zuständigen Amtsgericht angegliederte Gerichlsgefängnis, also z. B. nach Neukölln, Lichtenberg oder Charlottenburg. Da wird, wie uns gesogt wurde, hin und wieder wohl jemand an- gebracht, neulich saß ein bekannter linksradikaler Schauspieler im Schuldwrm, aber daß nun ganze Gefängnisflügel als Schuldturm bcrgerichtet sind, wo die Häftlinge in Scharen sitzen, das ist Mum- pitz. Außerdem ist der Schuldturm für den Gläubiger eine teure Angelegenheit, er muß die täglichen Uerpslegungskoslen von 1,50 Hl. «nif einen ganzen ZNonot voraus bezahlen, das find 45 M. Wenn also jemand 50 M. van seinem Schuldner zu bekommen hat, sdann muß er noch einmal zu den übrigen Kosten 45 M. ans Bein binden. um den Mann in den Schuldturm setzen zu lassen. Diese Art Hast »st übrigens begrenzt, sechs Monate darf sie nicht übersteigen. Döch der Anblick der Zelle soll bei ollen Schuldnern Wunder wirken, fast alle Schuldner, auch die hartgesottensten, brauchen nur ins Büro des Gefängnisses gebracht zu werden, dann bitten sie schon, den Offen- barringseid leisttn zu dürfen. Und ist der Eid geleistet, dann kann die Forderung in den Rauch geschrieben werden. Es ist schon mancher. Gläubiger arm an seinen Schuldnern geworden. * Nach einer Erhebung desReichsverbandesdes kredit- gebenden Einzelhandels, dem 1400 Betriebe angeschlossen sind, das find etwa 40 Proz. aller Teilzahlungsunternehmungen, ver- teillen sich die Kunden 1926 wie folgt: Angestellte und Arbeiter 62 Proz�, Beamte 16 Proz„ freie Berufe 8 Proz. und Gewerbe- tteibende 14 Proz. Wie der Verband hierzu sagt, sind durch die Teilzahlung Schichten ersaht worden, die früher nicht daran gedacht hatten, auf Abzahlung zu kaufen, insbesondere die freien Berufe. Es liegt auch dem kreditgebenden Einzelhandel durchaus nichts daran, den Kunden mit schlechter Ware übers Ohr zu hauen, denn wenn zum Beispiel ein gelieferter Anzug schon vor der letzten Ratenzahlung aufgetragen ist, dann lehrt die Erfahrung, daß von dem Kunden nur sehr schwer die letzten Raten zu kriegen sind. Abgesehen davon wttd er weidlich über die Firma schimpfen, was immerhin das Gegenteil von einer Empfehlung ist. Nesehung der freien Magifiraisposten. Keine Beratungen.— Keine Entscheidungen. Bürgerliche Blätter beraten zur Zeit über die Besetzung der beide« freien Stadtratsposten. Hierbei werden, vor allein, soweit der besoldete Posten in Betracht kommt, die Namen der Partei- genossen Fla tau. haß und Dr. Hertz genannt, wie wir an maßgebender Stelle erfahren, ist weder in der sozialdemokratischen Stadtverordnetenfraktio«», noch an anderer entscheidender Stelle diese Angelegenheit auch nur andeutungsweise behandelt worden. Die drei genlwnteu Genossen dürften, wie wir sestg-ftrv« habe«, auch keineswegs die Absilht haben, zu kandidieren. Endgültige Entslheiduagea in dieser Frage find erst in den nächsten Wochen zu erivartea. en, laufen o.Dekarüfi&ßsfdfen, ßan/fnen, Decken SPANDAUER STR.10fs rneg l Ein mildes Urteil. Nachspiel zu den Unruhen am 13. Oktober. Vorm Schöffengericht Verlin-Mitte verantworteten sich gestern der Aedaktsur der„Deutschen Zeitung" Kolbe, der Studienrat E w e r t h nnd der kaufmännische Angestellte K l u s c z i n s t i. Die Anklage g«gen den Redakteur Kolbe lautet auf Beleidigung des Polizeimajons Heinrich, gegen den Studienrat auf Beleidigung, Auf- lauf, Bairnkraisverletzung, Widerstand gegen die Staatsgewalt, Auf- forderung zum Widerstand, gegen Klusczinfki auf Bannkreisver- lctzung und Auflauf. Am 13. O titober, am Reichstagserofßnungstage, hatte sich eine große Menge Nationalsozialisten vor dem Reichstagsgebäude ange- sammelt, um sich die Uniformmaskerade ihrer Abgeordneten anzu- sehen. Es wurd„Heil Hitler" und„Deutschland erwache" gerufen. Die'Polizei hatte MiiHe, die„enthusiasmierte" Menge im Zaum und den Berkehr aufrechtzuerhalten. Unter den neugierigen Zu- schauern befand sich auch der Kaufmann Klusczinfki in Begleitung eines alten Herrn. Die Anklage behauptet, daß Klusczinfki in der Nähe des Kaifer-Frisdrich-Denkmols die Aufforderung der Polizei, den Platz zu räumen, mit den Worten beantwortet habe:„Sie haben kein Recht, mich hier wegzuweisen, ich kann als Staatsbürger flehen, wo ich will." Als er der dreimaligen Aufforderung nicht nachkam, schob ihn der Polizeimajor Heinrich zur Seite. Klusezinski fiel hin. Der Studienrat Ewerth sagte darauf dem Polizeimajor Heinrich in aufgeregtem Tone, daß sein Verhalten eines Offiziers unwürdig fei. Er soll auch einige Male ein „P f u i" ausgestoßen haben. Als er zwangsgestellt werden sollte, leistete er, wie die Anklage weiter behauptete, Widerstand und reizte die Menge auf, ihn aus den Händen der Polizeibeamten, die selbst zuzufassen gezwungen waren, zu befreien. Noch in dieser selben Nacht sandte der Studienrat, nachdem er auf freien Fuß gc- setzt worden war, an die„Deutsche Zeitung" einen Bericht, in dem es Unter anderem hieß:„Potizeimajor Heinrich sprang wie ein Wilder auf die Leute und hieb und stieß... Major Heinrich brüllte wie ein Rasender:„Verhasten Sie ihn, zur Wache mit ihm, dir werde ich es anstreichen." Der angeklagte Redatteuv-Kolbe erklärte gestern vor Gericht, daß er den Artikel, bevor er in Satz gegeben wurde, nicht gelesen, sondern bloß einen Abzug gesehen habe, und daß auch die Ueber- schriften nicht von ihm stammten. Die Angeklagten Klusczinski und Ewerth schildern die Dinge so, als wären sie vom Major Heinrich in vollkommen ungerechtfertigter Weise, der eine niedergestoßen, der andere oerhaftet worden. � � In der Beweisaufnahme standen zwei Aussagegruppen ein- «nder kraß gegenüber. Die Zeugen der Angeklagten, gleichfalls Teilnehmer an der Demonstration vor dem Reichstag, wollten die Vorgänge genau so beobachtet hoben, wie sie die Angeklagten dar- stellten. Von einem Widerstand seinerseits könne keine Rede sein. Nach der Darstellung der Polizeibeamten aber hat sich der Studien- rat gegen die Festnahme g e st r ä u b t, fein Widerstand mußte durch den Polizeigrisf gebrochen werden. Der Angeklagte Klusczinski gehöpt Zu den wenigen, die der mehrfachen Aufforderung, weiter- zugehen, nicht Folge geleistet hatten. Major Heinrich unterstützte dulH-fxine Bekundungen die Aussagen der Poljzeiwachtmeister. Er hatte' den Angeklagten Klusczinfki fünf- b i�'sie ch s m a l ä u f- o e sio-r d �r t /- weiterzugehen., Als er dieser' Ausforderung nicht FolA-feistete, hat er ihn mit sireiden Händen weitergeschoben. Major Heinrich erklärte ferner, er habe den Angeklagten Ewerth Zwangs- stellen lassen, da dieser ihn mit den Worten:„Als Offizier sage ich ?hnen, daß Ihr Verhalten eines Offiziers unwürdig ist", b e- l e i d i g t habe. Den Ausdruck:„3ch werde es dir anstreichen", habe er nicht gebraucht. Rechtsanwalt Dr. E v« r l i n g versuchte die Glaubwürdigkeit des Majors Heinrich zu erschüttern; er warf ihm scine öffentliche Tätigkeit zugunsten des Reichsbanners vor, wärmte verschiedene verleumderische Behauptungen über ihn auf und mußte sich eine tüchtige Abfuhr gefallen lassen.„Es ist gegen jedes An- ftandsgefühl", sagte Major Heinrich,„wie hier unter dem Deck- mantel der Rechtsanwaltsrobe Unwahrheiten gesagt werden." Der Staatsanwalt beantragte gegen den Angeklagten Klusczinski 10 Tage Gefängnis, gegen Studienrat Ewerth 2 Wochen Gefängnis und 400 Mark Geldstrafe wegen der beiden Beleidö- gungen und gegen den Redakteur der„Deutschen Zeitung", Kolbe, wegen Beleidigung 100 Mark Geldstrafe. Nach längerer Beratung verkündigte das Gericht folgendes Urteil: Der Angeklagte Klusczinski wird freigesprochen. Der Angeklagte Studienrat Ewerth wird unter Freispruch im übrigen wegen öffentlicher Beleidigung zu 50 211. Geldstrafe verurteilt. In einem weiteren Fall der Beleidi- gung wird er für straffrei erklärt. Der Angeklagte Kolbe wird wegen Beleidigung zu 200 2Nark Geldstrafe verurteilt, für die im Nichtbeitreibungsfälle 20 Tage Haft treten. Dem Major Heinrich wird Publikationsbefugnis in der„Deutschen Zeitung" auf Kosten der Angeklagten Kolbe und Ewerth zugesprochen. H 2-tS dient Erpressern. Ein Arzt in den Händen eines?yjahrigen. Der Unheilparagraph 218 zeigte sich in einer Verhandlung vor dem Schöffengericht Berlin-Mitte von einer neuen Seite— in der Rolle des Erpressers. Der Arzt, als Nebenkläger, der ihm zum Opfer gefallen war, fühlte sich von den beiden wegen Erpressung Angeklagten durch die Behauptung, er habe Abtreibungen gemocht, beleidigt. Sein Acrztebuch wurde von der Staatsanwalt- schaft beschlagnahmt, anscheinend harrt seiner eine Anklage. Als Erpresser fungierten der 20jährige Arbeitslose R. und sein« Freundin, die 27jährige Köchin des Arztes, S. R. besuchte seine Landsmännin, die E„ ging mit ihr au», zuweilen auch in Gefell- schast der anderen Hausangestellten des Arztes, C. Die beiden Mädchen unterhielten sich über die Praxis ihres Arbeitgebers, auch von seinen angeblichen Abtreibungen und von den großen Hono- raren, die er den Patienten abnehme. Eines Tage» verschwand aus dem Arbeitszimmer des Arztes das Aerztebuch und die Krankenkarte einer Patientin. Das geheimnisvolle Verschwinden fand sehr bald eine überraschende Aufklärung. In der Sprechstunde erschien ein junger Mensch, stellte sich als Kriminalbeamter vor, erklärte, er habe den Auftrag, den Arzt zu beobachten, gab ihm zu verstehen, daß er in dem Besitz seine» Aerztebuches sei, daß die Sache aber für 3000 M. aus der Welt geschafft werden könne. Zwischen dem Arzt und dem angeblichen Kriminalbeamten fanden mehrfach Begegnungen statt, der Erpresser ließ mit sich han- dein, er erhielt einmal 250 Mark, dann, 50 Mark. Zwar gab er das Aerztebuch und die Krantenkarte zurück, setzte aber seine Er- pressertätigkeit fort. Der Arzt schöpfte Verdacht gegen seine Köchin, sagte ihr auf den Kopf zu, daß sie bei der Erpressung ihre Hände mit im Spiele habe, sie legte ein halbes Geständnis ab und wurde fristlos entlassen, R, wurde verhaftet. Vor Gericht bestritt R. Erpressungsabsichten. Wohl habe er sich das Aerztebuch angeeignet, wohl habe er Anzeigeabsichten gehabt, nicht er habe aber von dem Arzt Geld gefordert, sondern dieser ihm Schweigegeld angeboten, ja ou/gedräugt. Di« S. habe von der ganzen Sache nichts gewußt. Scine Erpresferbriefe straften ihn aber Lügen. Das Gericht verurteilte R. wegen Erpressung zu S Monaten Gefängnis und sprach die S. frei. -*](&■ (ii �oeske-Testameni echt. Einspruch der Verwandien auch in zweiter Instanz zurückgewiesen. Der Prozeß um die Loeske-Millionen ist nunmehr zu Ende gegangen. Auch in der zweiten Instanz erkannte der söge- nannte Erbschastssenat des Berliner Kammergerichts, der dritte Zivllsenat, die Echtheit des Millionentestaments an. Am 17. Juli vorigen Jahres hatte bereits das Landgericht I in Berlin ein entsprechendes Urteil gefällt. Die 88 Verwandten des Juweliers Locske, die nicht wahr haben wollten, daß der Verstorbene fein gesamtes Vermögen seiner Freundin, Frau B l a u st e i n, und seinem Sozius, vermacht hatte, hatten gegen dieses Urteil Be- rufung eingelegt. Durch verschieden« Beweisanträge glaubten sie die Behauptung erhärten zu können, daß das betrejfcnde Testament gefälscht resp. von Loeske im Znstand der Geistes-fchwäche geschrieben sei. Außerdem erklärten sie Frau Blausteia als„erbunwürdig". In beiden Instanzen vermochte das Gericht dieser Beweisführung der Verwandten nicht zu folgen. Das Urteil ist vorläufig voll- streckbar, Einspruch beim Reichsgericht jedoch noch möglich. Flugtatafirophe in Schweden. Militärflieger abgestürzt.— Zwei Tote. Stockholm, Ib. Mai. Ein Militärflugzeug stürzte heute vormittag in V ä st e r a s aus geringer Höhe ab und zerschellte ausdem Hofder Flug. zeugwerkstälten. Bon den drei Insassen waren zwei so- fort tot, der dritte wurde lebensgesährlich verletzt. Autounfall nach der Trauung. Fünf Verletzte bei einem Autozusammenstoß. In S t e g l i tz an der Ecke Albrecht- und Stindestraße fuhren am Sonnabend zwei besetz te Autodroschken mit großer Hef- tigkeit zusammen. Beide Fahrzeuge wurven zertrümmert. Drei In- fassen sowie die Chauffeure der Wagen erlitten schwere Verletzungen. Die Verunglückten wurden durch die Feuerwehr in das Lankwitzer Krankenhaus gebracht. In dem einen Unglückswagen saß ein j u n» g e s Paar, das wenige Minuten zuvor auf dem Standesamt g e- traut worden war und in die Wohnung fahren wollte. Vor dem Hause Albrcchtstraße 131 in Steglitz ereignete sich in den gestrigen Abendstunden ein tödlicher Unfall. Der 21jährige Radfahrer Bernhard Qual aus der Dorfstraße in Lichterfelde hotte sich an ein Lastsahrzeug angehängt. In dem Augenblick, als sich O. von dem Wagen loslöste, war ein in gleicher Richtung fahrender Autobus der Linie 20 herangekommen. Der junge Mann wurde von dem Autobus erfaßt und auf der Stelle getötet. Arbeitslose Musiker spielen auf. Im Saalbau Friedrichshain sitzt eine halbe Hundert- schaft erwerbsloser Musiker und bietet einem zahlreich erschienenen Publikum einen schönen, genußreichen Abend. Voll und geschlossen klingt ihr Zusammenspiel, der Dirigent Ernst Ewald Gebert Hot sein Orchester gut in der Hand. Webers„Freifchütz'-Ouvertürc macht den Anfang, dann folgt Schuberts„Unvollendete", in dar ins- besondere die Streicher mit schönem Empfinden das Letzte aus ihren Instrumenten herausholen. Die Fünfte Sinfonie von Beethoven bildet den Programmschluß. Es wäre. zu wünschen, daß dieser voin Volksbildungsamt K r e u z b e r g veranstaltete Kunstabend auch in anderen Bezirken baldigste und reichliche Nachahmung findet; einmal, weil all die Menschen, die mit ihre Kunst so vielen anderen Freude bereiten, bitterste Not leiden und wenig Aussicht besteht, sie wieder ihrem Berufe richtig zuzuführen, das andere Mal, weil dem Publikum durch solche Darbietungen wirkliche Kulturwertc vcr- mittelt werden. Langanhaltender,' reichlicher Beifall lohnte die schönen Leistungen der Musiker und ihres Dirigenten. Vom Kohleukra» erschlagen. Auf dem Gelände der Osram-Werke in Siemens st ad t. Nonnendammallee, kam am Sonnabend nachmittag, kurz vor- Arbeitsschluß, der 26jährige Arbeiter Hermann Kalm aus der Seegefelder Straße in Spandau auf furchtbare Weife uins Leben. K. war mit dem Abladen von Kohlen beschäftigt, wozu ein Förder- kran benutzt wurde. Aus noch' ungeklärter Ursache saufte der viele Zentner schwere K r a n g r e i f e r p l ö tz l i ch a u f Kalm nie der.. Der Unglückliche konnte von hinzueilenden Arbeitskollegen nur. noch als L e ich e geborgen werden. Zwei jugendliche Räuber verhastet. Von der Berliner Kriminalpolizei wurden gestern zwei Burschen festgenommen, die am 1. Mai im Hause Schöne- b e r g e r S t r a ß c'2 5 die 78jährige Hausbesitzerin Rosa S c n f t im Treppenhaus niedergeschlagen und die Handtasche' mit 470 M. Mietgclder geraubt hatten. Es handelt sich um den 22jährigen Harry S y m m i n g und einem 21 Jahre alten Gerhard Würschel. Wie die Vernehmungen der beiden jugendlichen Räuber ergeben haben, wurde die greise Hausbesitzerin monatelang von ihnen beobachtet, ehe sie zur Zlussührung ihres Ueberfollcs schritten. Die Beute wurde von den Tätern in wenigen Tagen durchgebracht. Das TNärkische Trachten- und Bolkslanzfest im Stadion Neu- kölla beginnt heute, um 2 5 Uhr. Eintritt für Erwachsene 30 Pfennig. Kinder 20 Pfennig. Die Festrede hält der preußische Innenminister Carl Severin g. l Roman aus d«n Ungarisdien von Alexander Ton Sacber-Masoch. Sie fuhren auch wirklich bis zum Schindanger und nahmen dort in Mister Jacks Gegenwart erfolgreich die Ent- Häutung vor. Sie sperrten erst dann die Mäuler auf, als Mister Jack mit der Haut einfach zurückfahren wollte. Das ging so weit, daß sie Mister Jack schließlich mit den Schinder- pfählen beibringen mußten, daß ihn die Haut des Verbliche- nett'nichts mehr anginge. .Mister Jack kam halb totgefroren und benommen von Wut und Gestank gegen Abend heim, um erst einmal meinen Vater um Rat zu fragen, ehe er wegen der verdammten Schinder zur Polizei ging. Mein Vater klärte ihn dann über die heimatlichen Bräuche auf. Nämlich, wenn Mister Jack sein Kamel eigen- bändig getötet hätte, um jetzt die Schinder zu rufen, dann stünde ihm das Eigentumsrecht ohne weiteres zu; da er das Tier jedoch von selbst krepieren ließ, ging das Recht der Beute an den Schinder über. Das war ihr Haupteinkommen. Zwanzigstes Kapitel, berichtet von einem anderen gelehrten Tier, dem Storch. Offenbar bedeutete es für dos arme Kamel keine große Genugtuung, daß-bald darauf auch die ungezogenen Ferkel daran glauben mußten."' Das Schlachtefest fiel mit Weibnachten zusammen. Natürlich war auch Freddys Familie bei- uns zu Gast, bestaunten den Weihnachtsbaum, erbauten sich mit uns am Kantus der Bethlehem-Sänge.r. Sogar zur Mitternachtsmesse begleiteten Mister Jack und der i Direktor meine Eltern. Im Endergebnis verdarb sich die ganze Familie- den Magen bei dem ungewohnt gewürzten und fetten.Festfraß. Die Sache mit der Kuch und die Annahme einer Dienst- als eine Stütze meiner Mutter bei der Hausarbeit gedacht. Die Arme genoß nicht viel von dem Schatz, ausgenommen, daß sie in dieser Zeit von meines Vaters Launen weniger be- helligt wurde. Dagegen hatte sie neuerlich Gelegenheit, über den wieder erwachten Leichtsinn meines Vaters zu trauern, der mit anerkennenswerter Schnelligkeit das Geld veraus- gabte. Meine Mutter stand auch jetzt genau so mit dem ersten Hahnenschrei auf und oft erreichte sie die Mttternacht, wie sie mit erstarrten Fingern unsere Lumpen flickte. Eines Morgens, ganz früh, als wir uns noch im Bett auf die andere Seite wälzten, aber in der Küche das Feuer bereits brannte und der Duft des Kaffes zur Tür hereinflog, erwachten wir aus unseren Halbschlummer. Wir hörten un- gewohntes Laufen, Türen wurden zugeschlagen, erregte Stimmen flüsterten. Es schien uns gleich, daß im Herrenzimmer etwas vor- gefallen war. Als hatten wir vorher Frau Griseldes schrille Schmerzensschreie vernommen, die jetzt schon verstummt waren, aber das Hin- und Hergelaufe blieb weiterhin ver-. dächtig. Auch unsere Mutter fanden wir nicht in der Küche. Rur mein Vater schnarchte unerschütterlich im anderen Zimmer. Anscheinend war er erst vor kurzem heimgekehrt. Wir sprangen aus dem Bett und berieten: Was mochte das sein? Wir streiften unsere Wintermäntel über unsere Hemden und schlüpften mit nackten Beinen in die Stiefel.- Durch das kalte Vorzimmer liefen wir an die Türe unserer Mieter, um gewohnheitsgcmäß erst zu lauschen und dann an- zuklopfen. Die Türe öffnete sich jedoch plötzlich vor unserer Nase und Meine Mutter ckschien auf der Schwelle: „Was sucht ihp hier? Marsch, hjnüberl" jagte sie uns. -■„Was ist- geschehen, Mutter?" fragte meme Schwester. „Wir hörten Frau Griselde weinen." .„ Unsere komische Ueberraschuno entlockte meiner Mutter ein Lächeln. „Macht, daß ihr fortkommt!" stieß sie uns in unser Zimmer zurück.„Sie weint nicht, mehr. Es ist alles in Ord- uung. Gott sei Dank! Das ging rasch", fügte sie- unwillkürlich' hinzu, gleichsam zu sich selbst. „Was ist es, Mutter?" riefen wir neugierig. »Ihr.wechet es jchao erjnhren? Hai jetzt ztcht au. wenn ihr schon auf seid, dann könnt ihr wenigstens eure Auf- gaben durchnehmen. Da ertönte auf einmal wieder Geschrei aus dem Herren- zimmer, aber eine komische, fremde Stimme; wao! Wao!— wie das Miauen einer heiseren Katze. Jetzt hatten wir schon so eine Ahnung vom Geschehenen. „O! Ich weiß es! Es ist ein Baby gekommen!" sagte meine Schwester mutig.„Das ist ja großartig!". Aber wir. hatten keine Zeit mehr, die Sache zu besprechen, denn wir. sahen verwundert, daß der Direktor und Freddy fertig angezogen gerade von der Straße hereinkamen, mit Mister Jack im Schlepptau. Meine Mutter und die Hebamme hatten sie von zu Hause fortgetrieben, da sie so nur im Wege gewesen wären. Gegen Mittag, als wir aus der Schule heimkamen, durften wir schon in das geheimnisvope Zimmer. Frau Griselde lag im Bett. Sie war etwas bleich und hatte Ringe unter den Augen, aber sie strahlte, vor Glücke Meine Mutter druckte sie vergeblich in die Kissen. zurück, sie erhob sich immer wieder, um zu beobachten, wie die Hebamme ein miauendes kleines Ding in der Miste des Zimmers badete, in einem Waschtrog.-.....'■ Der Direktor, Mister Jack, Freddy und wir beäugten teils erstaunt, teils lächelnd; aber im Innersten olle gerührt, den minzigen, neugeborenen Helden.-Sogar der Affe hüpfte interessiert und quietschend in die Richtung des Troges. Tatsächlich konnte er mit einem gewissen Recht glauben, der Storch habe dieses kleine Ding zur Erheiterung seiner ein- samen Stunden gebracht. Denn es war mit-semer faltigen, schokoladenbraunen Haut und seinem verkrampften Gcsichtchen nicht im geringsten schöner als er. Auf alle Fälle war es ein Junge. Meine Mutter dachte der Komödiantenfamilie diesmal wirklich aus großer Verlegenheit zu helfen, als sie aus der untersten Schublade der Kommode unsere Säuglingswäsche hervorsuchte und Frau Griselde. brachte,-für den kleinen Kerl. Als sie dort eintrat, sich schon im voraus entschuldigend, daß sie die Sachen nur zur Aushilfe brächte, wurde vor ihren Augen eine Kiste. geöffnet. -- So herrliche, spitzengesäumle, seidene,' gestickte Hemdchen. Wickel, und Binden h.otte sie in ihrem Leben noch nie gesebeck. Selbst die Frau Obergespan hätte bei diesem Anblick ihre Mgm seroU wt Erstmuien und.(Zortsi pigßj ArvekierSttdungsschule. Der N e z i r k s a u s s ch u ß für sozialistische Vil- bungsarbeit, Berlin, veranstaltet auch in diesem Spätsommer drei Ferienkurse, die wie im vergangenen Jahre in Klein- Kons, im Ferienheim der Naturfreunde- Recherhorst.- stattfinden. Die Unkosten für den ganzen Kursus(eine Woche) betragen ein- schließlich Fahrgeld ab Berlin, Hörgeld, Verpflegung und Quartier 33,60 Mark. Es finden folgende Kurse statt. 1. Kursus vom 36. bis 22. August, Lehrer Dr. Hermann B r i l l- Weimar; Thema: Das sozialdemokratische Programm. 2. Kursus vom 23. bis 29. August. Lehrer Dr. Carl M i c r e» d o r f- Darmstadt: Thema: Der deutsche Parlamentarismus, was er ist und wie er arbeitet. 3. Kursus vom 30. August bis 5. September, Lehrer Dr. Arkadij G u r l a n d- Berlin: Thema: Das Proletariat in der Krise. An- Meldungen sind zu richten an den Bezirksausschuß für sozialistische Bildungsarbcit, Berlin SW. 68, Lindenstratze 3, 2. Hof II. Allgemeine Wetterlage. Wochenprogramm des Berliner Rundfunks. -IS.Mai-193-1, abds ■ V« i?Lc' & fcH- oJN � wolkenlos,(5 heirtir.Q halbbedockt ®wolk�,*be£leoJSctinM:Sfehet,'llGewittec@Wm<)sfäle 7fr Im Nordosten und Nordwesten' traten am Sonnabend Nieder- schlage, zum Teil in Begleitung von Gewittern auf. Die Tempera- turcn stiegen im größten Teil des Rcikes au�27 bis 29 Grad. Die Gistnete tiefen Luftdrucks, die über der Biskaya, Frankreich und Eng- land lagern, dehnen sich immer weiter nach Deutschland hin aus und dürften morgen auch unser Wetter bestimmen. ch Wetteraussichsen für Berlin: Wechselnd wolkig und warm. Ge- witterregen, südliche Winde.— Zur Deulschland: Im Osten keine Aendcrung, sonst wolkig und warm mit Gewitterregen. Sonntag, 17, Mai 6.30: Funksrymnastik. Anschließend Frühkonzert. 8; Für den Landwirt. 8.55; Morgenfeier. Arischlicßerid Glockcneetäut des Berliner Doms. 10.05: Wcttervorhersajfc. II; Fltcrnstundc. 11.30: Aus Leipzig: Bach-Konzert. 12; Kurzgeschichten. 12.30: Mittagskonrert. 14; Jugendstunde. 14.20: Der Rügcndamm. 11.45; Aus Grünau: Ausschnitt von der Deutschen Autborcf- Pegatta. 15: Gesangsvorträgc. 15.20: Aus dem Stadion Keukplln: Festrede des preußischen Ministers des Innern Dr. h. c. Karl Severine auf der Werbe- vcranstaltung für die Jugendherbergen. 15.30: Hans Friedrich Blunck liest „Neue Balladen". 16: Aus Königsberg: Konzert. Als Finlagc: Aus Haniburg: Fndspiel um die Deutsche Fußballmeisterschaft. 18.15; Aus Mozarts Leben. 19.15: Tagesglossen. 19.45: Sportnachrichten. 20: Aus der Städtischen Oper Charlottenburg:„Angelina", Komische Oper von Rossini. 22.30; Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Danach Tanzmusik. Montag, 18. Mai: 6.30; Funkgymnastik. Anschließend Prühkonzcrt. 12 30; Wettermeldungen für den Landwirt. 14; Schallplattenkonzert. 15.20: Soll man Bettlern geben? 15.40: Die deutsche Jugendbewegung. 16.05: Richtige und falsche Anwendung der Kurzschrift. 16.30: Unterhaltungsmusik. 17.30; Jugendstunde. 17.50: Staatsbürgerliche Aufklärung tut not. 18.15: Konzert. 18.35: Vorschläge für eine billige Somrmrrcfse. 19: Konzert. 19.25; Mitteilungen des Arbeitsamts. 19.30; Wovon mau spricht. 20; Konzert. 21: Tages- und Sportnachrichten. 21.10:„Lin Volksfeind" von Ibsen. 22.15; Werter-, Tages- und Sportnachrichten. Danach Tanzmusik. Dienstag. 19. Mai: 4.30: Funkuvninastik. AnscHliel!fii(j rrflbkonrert. 11.30: Au? Hamburs; Stapellauf des l'aneerkreuzers A. 12.30: Die Poliaei im Dienste der Wirtschaft. II: Schaltrlattenkonaert. T5.30: Das unbekannte Siriüen. 15.40: Kcmnrob'cme der Musikphilosophie. 16.01: Produktive Gestaltuni der Wirtschaft. 16.30: Aus Lcipzis: Allerlei Tänze. 17.30: Jugendstunde. 18: Kolo- ratnr-OcsänKe. 18.2«: Bücherstunde. 18.60: Bach-Sonaten. 19.20: Von der bildenden Kunst. 19.30: Blasorchester-Konzert. 21; Tases- und Sponnach- richfen. 21.10: Karl Kraus liest Raimunds„Der Alpenkduir und der Menschenfeind". 1. Akt. Mittwoch, 20. Mai: 4.30: runksymnastik. AnschlieBend Prflhkonzert. 9: Von der Denlschen Welle: Schulfunk. II; Aus dem Zoo: Denkmals-Cinu-eihunc..Der Blinde nnd sein Hund". 12.3«: Wettermelduneen für den Landwirt 14: Schallplatten- kouzeit.' 15.20: Rundschau für Blumen- und Gartenfreunde. 15.40: Eine Viertelstunde Technik. 16.05; Gervinus und die deutsche Demokratie. 14.30: Kontert. 17.30; Musikalische Jugendstunde. 17.50: Wissenswertes von der Umsatz- und Gewerbesteuer. 18.10: Bailaden. 18.28: Programm der Aktuellen Abteilung. 18.55: Mitteilungen des Arbeitsamtes. 19: Unterhaltungsmusik. 20.30: Ans Breslau:„Das ist Schlesien". Bericht. Spiel und Dichtung. 22: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Danach Tanzmusik. Donnerstag, 21. Mai: 4.30: Funkiymnastlk. Anschließend Frtlh kontert. 12.30: Die Viertelstunde fßr den Laniwirt. 14: SchallpiatVenkonrett. 15.20: Berufsarbeit nnd Berufs- aufstieg der Hausgehilfin. 15.40: Besuch deutscher Polizei auf dem Balkan. 14.05: Jugendstunde. 14.30: Solistenkontert. 17.30: Von Syrien nach der Heimat der Weitreligionen. 17,50: Weshalb wandern die Menschen? 18.20: Carlo von Bremen liest eigene Dichtungen. 18.40; Aus den Archiven der Männergesangvereine. 19: Die Aufgaben des Voiksstaates. 19.40: Fantabcnd. Als Einlage: Frdhliches Podium. 22: Wetier-, Tages- und Sportnachrichten. Danach Abcndunlerhaltung. Als Einlage: Hermann Münk: Lieder znfLaute. Freitag, 22. Mai: 4,30: Funkgymnastik. Anschließend Frühkonzcrt, 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt. 14: Schallplattenkonzert. 18.18: Eröffnung der Usedomer Bädcrbrückc. 15.10: Schulz der Wohnung.. 14.05; Musikalisches Magazin. 17: Wanderungen und Jugendherbergen im Grenzgebiet. 17.25: Konzert. 18: Das neue Buch. 18.10: Deutschland und die olympischen Spiele 19J2 in Los Angeles. 18.30: Das Wochenende. 19: Politische Zeitimgsschau. 19.15; Mitteilungen des Arbeitsamtes. 19.20: Unterhaltungsmusik. 20.30: Programm der Aktuellen Abteilung. 21: Fünf Minuten: Wegweiser ins Wochenende. 21.05: Tages- und Sportnachrichten. 21.15: Orchesterkonzert. 22.15:\5ctter-, Tages- und Sportiuchrichtcn., Danach Tanzmusik. 25. Todestage Ibsens. 16.05: Blasorchester-Konzert. 18: Jugend regiert die Welt. 18.30: Lieder. 18.55: Mitteilungen des Arbeitsamtes. 19: Die Erzählung der Woche. 19.30: Zur Unterhaltung. 20.15; Haben Schlager künstlerischen Wert? 21; Tages- und Sportnachrichten. 21.10:„Frühlingscocktail." Danach Tanzmusik. Königswusterhausen Sonntag, 17. Mai: Ab 6.30: Ueberlragung ausf Berlin. 14.20: Dichterstunde. 17.45: Der deutsche Parlamentarier in Phantasie und Wirklichkeit. 19.15; Aus der Märchenwelt der amerikanischen Tropen. 19.40: Ans dem Leben des Cervantes. 20: Deutschlandsendcr: Aus Hamburg: Sonntajjskonzert. 22: Wetter-, Tascs- und Sportnachrichten. Anschließend Ucbcrtrasuns aus Berlin Montag, 18. Mai: 16: Aus der Schulfunkarbcit. 16.30; Aus Berlin: Nachmittasskonzert. 17.30: Joseph- Joachim-Gedenkstunde. 18; Die Adoption. 18.30; Wechselbeziehung zwischen Innen- und Außenpolitik. 18.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft., 19; Englisch für Anfänger. 19.25; Stunde des Landwirts. 19.45: Viertelstunde Funktechnik. 20; Deutschlandsender: Aus Wien: Konzert. Anschließend Ucbertragung aus Berlin. Dienstag, 19. Mai: 16; Künstlerische Handarbeiten. 16.30: Aus Leipzig: Nachmittagskonzert. 17.30; Venezuela und Deutschland. 18: Die Eisenbetonbauweise im Hochbau. 18.30: Eine Wanderung durch Deutschlands Gaue. 18.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft. 19; Französisch für Anfänger. 19.30: Volkswirtschaftsfunk. 20: Dcutschlandscnder: Querschnitt durch die Stadt Brandenburg. 21: Ucbertragung aus Berlin. 21.10; Aus München: Unterhaltungskonzert. 22.25: Politische Zeitungsschau. Danach aus Hamburg: Korzert. Mittwo'di, 20. Mai: 16: Aus der Praxis der Landschularbeit. 16.30: Aus Hamburg: Nach- mittagskonzert. 17.30; Das Melodram. 15: Technische Kurzweil während der Bahnfahrt. 18.30: Die großen Mächte der Gegenwart. 18,55; Wetterbericht für die Landwirtschaft. 19; Stunde des Be-rrden. 19.20: Vorherrschaft des Staates. 20: Bilder vom heutigen Rußland. 20.30; Deutschlandsendcr: Orchesterkonzert. Anschließend Ucbertragung aus Betlin. Donnerstag, 21. Mai: 16: Die Berufsschulcrzichung unter iugendpsychologischcn Gesichtspunkten. 16.30: Ans Berlin: Nachmittagskonrert. 17.30; Hausmusik- 18; Querschnitt durch deutsche Zeitschriften. 18.25; Fausts Ringen um das Kulturidcal und die innere Not unseres Zeitalters. 19: Wetterbericht für die Landwirtschaft. 19.05: Englisch für Fortgeschrittene. 19.30; Der Niederungsmoorboden, ein Schatz für den landwirtschaftlichen Betrieb. 20; Deutschlandsendcr: Aus Leipzig: „Das Liebesverbot". Große komische Oper von Wagner. 21.30: Aus: Leipzig: „Gegenwart vor 100 Jahren". Aktueller Querschnitt aus alter Literatur und Publizistik von Hannes Küpper. 22.15: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Anschließend Ucbertragung aus Berlin. Freitag, 22. Mai: 16; Pädagogischer Funk. 16.30: Aus Leipzig: Nachmittagskonzert. 17.30: Elektrizität im Haushalt 18: Wirtschaftskrisen nach Weltkriegen. 18.30; Skandinavien in der Weltliteratur des 19. und 20. Jahrhunderts. 18.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft. 19: Wissenschaftlicher Vortrag für Tierärzte. 19.30: Eine Sprechstunde bei der Fürsorgeärztin. 20: Der Dramatiker Pedro , Cafderon(zum 250. Todestage). 20.30; Deutschlandsendcr; Aus Köln:„Der �Richter von Zalamea" von Caldcron de la Barca. Danach Ucbertragung aus Berlin. Sonnabend, 23. Mai: 16; Bekämpfung der Brandschäden durch Mitarbeit der Schule. 16.30; Aus Hamburg: Nachmittagskonzert. 17.30: Unsere Jüngste be�m Zahnarzt. 18: Französisch für Fortgeschrittene. 18.25: Fausts Ringen um das Kulturideal und die innere Not unseres Zeitalters. 19; Wetterbericht für die Landwirtschaft. 19.05; Chtrakterkunde. auf Reisen. 19.30: Stille Stunde» 20 Aus Köln: Lustiger Abend. 22; Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Danach Ucbertragung aus Berlin. Sonnabend, 23. Mai: 6.30: Funkgymnastik. Anschließend Frühk' für den Undwich Scsi jilpl»t}fnVT4«.rt- 1 onrert. 12. J0: Wettermeldunten Kits: Jutf ndrtuarie. 15.40: Zum Ttuhlverstopfung. Nach den an den Kliniken für innere Krank« hesten gesammelten Ersahrungen ist das natürliche„Franz-Josef"« Bitterwasser ein äußerst wohltuendes Abführmittel. Im Apoth. erh. OPANKENÜI ■Ii n s gra SANDALEN V... t'•■■aFjWi'&idfll t FLECHTSCH Scihuh haus TOURINSnEFEUB TURNSCHUHE SOCKCHEN« WERTHEIM Reise- u. Verkehrs- Ausstellung Bflder Sommerfrischen Kurorte Leipziger Str.(Versand-Abt.) Königstr. Rosenthaler Str. Moritzplatz (Pfht£st-&n£ebote Sporfkleid reinseidener bedruckter Bast Frühjahrs- Komplef bedruckter Vollvoile, indanihren lugendliches Kleid �Äunsheid. 9.75 Sommerkleid 19.75 Elegant. Jackenkleid saknn.T.. 22.75 Frauenkleid 29.75 Ripsmantel reine Wolle, ganz gefüttert, marine u, schwarz 28.50 39.00 Wipcord-Mantel 49.00 Tailor made-Kostüm marine und schwarz Sportbluse ohn* lcan5t,ew.n.r To«. 3.75 Satin-Charmeuse-Bluse ohne Ärmel, pasteHfarbig 6.50 nanger bunt bedruckt. 4 or LXng« 40 bis 40 cnv Uinge 40■«w J Jede veft. Gröfje bis 40 em 0J5 mehr Kinderkleid W.schitoH, ahn. Ärmel, lg. SS Jede well. GrB�e bl« W cm OJS Backfischkleid reinteid. Doupplon. Sport- 4 Ä 7 K form» pastellfarbig. Gr. 30-42 � Kieler dnjdrt2.65 Anzug aestrelft. Kadi blagwalfi-gestreift. Kadett- 9 7/% stotf oder welker Setin..** Jede weit. Gr. bis 12 Jahre 0.40 mehr (Waiß voamia Kleiderplastron n0r CrApe de Chine, in.feln.Splfje Passe m. Jabot 4 oc Volle» mft SpHjengemierurtg■* Madeirapasse, Voll», m. Spitt— i u. Kn6pfd«— I»«m— Schalkragen j7S Madeira-Volle, mH Spieen~ Piasfronkragen, on M.d.}r.-Voit. u. SpHjenkreg.—•'— Cachenez"Äf* handg.m.H«. Saodgedrvdd 3.90 Damenstrümpfe 1.35 Damenstrumpfe 2.25 � C" ä....-.....-. Blumen-Kappe f\-je kleidsame Form/ J Eleganter Hut w cf\ mit Unterblende. m JVJ Jugendl. Strohglocke 3 ta mit Bandgamifur—" Backfischhut 4.90 Kleiderhut elegante Form 1 2.7 5 Am Pfingstgonnabendfdeni 23. Mai 1931» bleiben unsere Geschäfte und Wechselstuben in Berlin und Vororten mit sämtlichen Kassen geschlossen.— Nur für die Hinterlegung von Aktien zur Teilnahme an Generalversammlungen, sofern es sich um den letzten Tag der Hinterlegungsfrist handelt, und für Wechselzahlungen wird im Hauptgeschäft ein Schalter von 10 bis 12 Uhr vormittags geöffnet sein. Berlin, den 17. Mai 1931. Berliner Handels-Gesellschaft S. Bleichröder Commerz- und Privat-Bank Aktiengesellschaft Darmstädter und Nationalbank Komm. Ges. a. Akt, Delbrück Schickler& Co. Deutsche Bank und Disconto-Geseilscbatt Dresdner Bank J. Dreytus& Co. Hardy& Co. 6. m. b. H. Mendelssohn& Co. Lazard Speyer-Eilissen K. a. A. ■ Zum Pf in�stf f. IrflOtflMtriR* 31 w, Paisaosr Str. 11 S. KotnnssRrBannil Hermann Wiese MAN SCHREIBT HEUTE AUF OLYMPIA1 Industrie, Handel und Behörden kennen und schätzen die Vorzüge unserer SCHREIBMASCHINEN und BUCHUNGSMASCHINEN mit„SALDOMAT" Erleichterte Zahlungsbedingungen Schreibmaschinen mietweise Berlin N 24 Verkaufsbüros: Berlin N 24. Friedrichstr. 110-112. Br«sfau. Kais«r- Wilhelm-Str. 88-90. Dresden, Neurtädter Markt 11. Fhedrichstr. 1 10-112 Düsseldorf. Oststr.£1. Erfurt Mainrerhofplatz'3. (Hau» dar TecKnikl Frankfurt M, Friedensstr. 2. Hamburg, Kaiser-Wilh- ,. c. Str. 25-31. Hannover, Am Schiffgraben 15. Köln. r.'.'ssr.TT!. WeiBenburgstr. 78. Leipzig C 1, Augustuspla:z 7. D.. Waidandamm 5 421 Magdeburg. Otto-v.-Guerlcke-Str II Mannheim N.7.5. Mönch.. FSrbergraben 1. Nöfnbg.. Marienforgraben 11. Stuttgt, Tübinger Str. 33, Köln, Hohenzollemring 46. 1/Bln. Vertreterbesuch unverbindlich Moderne Glocken Kappen fitftAonxem SttufsrA/ends Fleisch Willy Fricdridishagcn, Fricdrichstr. 97 billig gut Wurst 1119 NIEDRIGE NOBEL-PREISE ZU PFINGSTEN mm inoBCL HOCHWERTIGE QUALITÄT AUCH TEILZAHLUNG- 24 MONATSRATEN ZENTR.: ELSASSER STR. 37 AM ORANIENBURGER TOR 1. RATE JULI- PROSPEKT E KOSTENLOS! WMfOeBT« Z4MNC»€mMCHTUN6t* VOM DEN EINFACHSTEN BIS ZU DEN ELEGANTESTEN MUSTERN STEHEN ZU IHRER BESICHTIGUNG BEREITS Nr. 226» 4S. Jahrgang 2. Beilage des Vorwärts Sonntag, 47. Mai 4934 Parteinachrichten Ewseadimge» für diese Ziabril s Berlin SB tS, f T für Groß-Verlin stets n da« Dezirrsseteeteri-lt 2. Hof, 2 Steppe« rechte, ,» richte» Beginn aller Veranstaltungen 19M Uhr. sofern keine besondere Zeitangabe! Henke, Sonntag. 17. Mai: dz. Abt. Dicienigen tarteigencITm, treWc sich an der gohrt nach Leipzig am Zl. Mai 1381 beteiligen, wollen iich bis spätestens Mittwoch. 2g. Mai. bei dem Abteilungskassierer,«den. Marx, Steinmedstr. 18. gegen Gablung von ß,sg Mk. ssahrkosten für Sin» und RUckfabrt melden. 128. Abt. Di« Genossen treffen sich zur sslugblattperbrciwng in der Lauben. kolonie am Sonntag, 3 Uhr, bei ttober. Morgen. Monkag, IS. Mal: 1. ftrcis. Areisfuuktionä'' Versammlung i«.Sachesch«» Kos', Rofc»thal«r Straße«3/81. Stadtv. Willi Riefe:..gommurole Tagesfrage».' 2. Äeeis. Dildunosausschusssßuna 20 Ubr bei Hiibner, Wilsnockcr Str. 8t. 7. Nreis. Uhr Pünktlich Benirksperordncten-ffroktwnsssßung mit lömt» liehen Büraerdeputierten im Rathaus Charlottenburg. Sitzungszimmer 1.— 17 Uhr Kilmportrag mit dem Themo:..Wir klaaen an' vom Zentral. pcrdand der Arbeits! npaliden in.Ablerts sseftfälen', Berliner Str. 88 Ecke Brauboiüraße. Unkostenbeitraa 80 Bf. 1Z Breie, ssraktionssstzung Tempeldos. Dorfstr. 82. 17. Breis. 18 Be!>irkeverord»ett».i?raktionssißu»g im Rathaus, MZIendovf- strahl 6, Zimmrr 38. 87, Akt. frunktiopärsstzung bei Roschke. Abt. 20 Uhr Gruppe iünaerer Barteiarnvssen, Lokal Rosenau, Laubacher Straß« fh-i der Ringbahn). Ref. Dr. Dahl:.Was erwarten wir uom larteitag?' Dienskag. 19. Mai: 8 Kreis. 70 Ubr Brei-m-taliedemertammluna bei Raab«. Mihtessr.?9. Ref. Dr. Sildebranbt. M. d. R.:..fa-rt mit dem Brotwucher!' MitaNedsbuch legitimiert.— BN. und Abteilungsleiter treffen fich 18 Uhr im kleinen S'tzunas-immer. 3fl Abt. Mitaliedeiuerfammluna in der Borl-Marr-Lchule. Baifer-�riedrich» Straße 209. Referenten: Dr. Burt Ldwenftein und Erich Schmidt, Bor» dsender der Berliner SAB., übe':»Dartei und Buaend.' 9??bt. Arbeitskreis junger Genossen. Lokal Wendland, Treptower Str. SO, Bunter Abend. Rezitationen. Gelang und Schallplatten füllen den Abend mit ernsten und heiteren Darbietungen aus. Seid pünktlich, damit ihr nissit» perfäumt!(freund f Saft! 95. Abt. 20 Ubr Arbeitskreis junoer und neu eingetretener Darteimitglredar, Schule Bopfltraße. Bortrag: S-idelb erger Programm.' »8. Abt. Borftantesstzung mit B-zirkefOhrern bei Teich. Bneiebeckstr. 185. 111. Abt. 20 Uhr, Jugendheim Wachtelstraße, Grunpe her jüngersn Genosse», Ref. Süttler sun.:.sfreund« internationaler Kleinarbeit.' iz?. Abt. 20 Uhr Borüandolitzung»ttt den Bezirksführern im.Balkshaus', Echarnweberür. 118. Mikkwoch, 20. Mai: 8. Abt. Apbeitekreisabeitd der jungen Darteiaenossen im ksugsudheirn,»«»- thiner Str. 17, Zimmer 8. Thema:.Wirtschaftsdemokpatt«.' 22. Abt. Zusammenkunft der jüngeren Parteigenosse» in der Sochschul. brauerei. 27. Abt. Zusammenkunft jüngerer Parteigenossen in der Bolksspeisestell» Gleim» straß« 85. Bortrag:.Jugend und Gewerkschaft.' 81. Abt. Schwerhlrtge. Mi'aliede-verfemmluna im Zuaendhei«. Lindealte. 4, a. 1 Sc. Dr. Saas(lohn:.DI« Zolluaivv»ab dl« i»ter»at>ona?e politisch« Lage.'—.Vorwärte'-Leser uud Lumpatbisseread« ssud eiuaeladeu. 88. Abt. Mitgliederversammluna im Lokal Last..Ai» Rußbaum', Straß« 13 am Berbindungskanal in Pli>ß:ns«e. Erich Buttner, M. d. L.:»Di« Stell»»« der Parter zur Regierung Brüning.' 87. Abt. 13 Ubr erweitert« Borstandsstzung, um 20 Uhr(funktionärsstzung bei Thiruack. Wtelandstr. 8. «7», 58.»ad 7». Abt. 20 Uhr Zusammenkunft der jüngeren«enossiw»» und Genossen Lokal Wurzbacher. Babnhofsrcstaurant Grunewald. Aussprach« über Akttonsprogramm der Partei. 78b.«it. 70 Uhr bei Stockmann. Mackmower Straße. M ItgltedePveesaaaalun». Matz(fechner, SU. d. L.:.Was wird aus Preußen?' 82. Abt. 20 Uhr bei Sch-Ildal-. Ahornftr. 15s, Migliederpersammluag. Reinst des Genossen Betnaretf über: Bolksssaat und RoNzei'. 187.«dt. 20 Uhr MitgNederpersammlung bei Hees», Berliner Str. 78. Portegg: .Reich, Staat und Bommune'. Bezirksfahrer laden dazu ei». U. Donnerstag, 21. Mai: Sttttptftte 28 30. vOBtlttQ. WUt UMO» MCfttSlU Dr. Br-Sfchwidt. Miwlled.buch ist vor,»zeige». 25. Abt. 18>/, Cothen . Ausschußsieung, 20 Uhr Borsiandsfltzung bei Krametz, ...ckusftr. � 85. Abt. 20 Uhr Zahlabend: 1. Bezirk: Lokal Pinger, Dorfstr. 80. Gen. Prof. Bernstein, Bortrag. �rauenveranstaltungeu. Montag. 13. Mal: 18. Breis. Ausgab« der Dampferkarten in der Zeit»o» 18 bi» 18 Uhr tm Parteibüro Fulbastr. 5ä«._..«_ 7.«St 13-', Uhr bei Petran, Schleg-Iftr. 9, Hsiterar«erbeadend.«ortragende 13.«b�°20 Uhr�fcei'sfeifjel. Pulli»., Eck« Salzwedel« Straße,»prtra,: Zölle als(feinde der Hausfrau'. Referent Matz Heydemonn. �, 19. Abt. lS-/> Uhr in der schule Gothenburger Str. 2. Vortrag:.Religio», Kirchs, Sozialismus'. Referent Lehrer Hans Bunflaiann. 23. Abt. iSdf Uhr bei Sein»«,«arsuO. Ecke«lazoower Straß,,»srteag: .Di« Stellung der Fvau in Sowjet-Rußland'. Referenttn Slsdeth Weich. Hirt H TT.... -----.Ursache» der Ardeite» Hanna,». d. E. Dortrag:„Politische Satire', Rezitationen. Bortragender Paul Hoffmann. »3.«dt. 19� Uhr Zugendheim Goßlerftr. Ol. Ltchtbilderwortraa: freund« und die Eozialiftilche Ardeitersugend'. R. Abt. 19-/, Uhr In der Juristischen Sprechstunde. Lindeastr. lb recht und fiettlux(Sottbtlf. DreibuÄt� 11.-ote-Ä-.Dte Enzyklika des , Frauengestalten in dsr Grimmste. 1, Bortoag: .vis Btndsr. ». Vortrag:„t 82. Abt. 20 Uhr bei Höhlke. Bergmannstr.(_, modernen Ltteratur'. Dortragend» Genoi 83. Abt. Achtung! Reues Lolall 19-/, Uhr i..--....________.------- Wer ist Doppele, tbtenec?' Referent Dr. Hans Sohn. 85. Abt. 13-/- Uhr bei Wincter, Reichenberger Str. 108, Bortea«:..Zoll« als Feind» de- Hausfrau'. Referentin Nora Henke. 8«. Abt. 10-/« Uhr bei Adam. Lübbener. Ecke Sdrlißer Straß«, Vortrag:.Unser Barnpf gegen den z 21S< Reserentin Dr. Bäte Fraatenthal. Abt. 19-/- Uhr bei T-tzlafs. Rilterstr. 88,.Bunter Abend'. Bortra�ade 88.' Margarete Wolkotte. Diskussionsaband ___ I W>___ Abend'.»ortragM. der Hanns H. Kamm. Ersatzwohl. 88. Abt. 20 Uhr dei Delam..Bahnhofstr. Ol. vortteg: Lst die heutig, Form der gesetzlichen Eh« zu b-iahe»?' R-fermitm lüarparete Schenkalowsti. »7. Abt. 13-/, Uhr bei Bußki. Lmnestr. l, Vortrag:„Soztalhogienlsche Fords» rungen für die Proletarierfrau'. Rrf.r-Nttn Dr. Frida«tetzand-r._ 103. Abt. 19": Uhr bei TSmper. Frischen., Ecke Luisenstraß«,»ortrag: �1« Zölle als Feinde der Hausfrau'. Referent Hans Waldmantt. 108. Abt. 19", Uhr bei Pamp. Hasselwerder, Ecke Feunstraße,.Lunter Absud. "■' Zucker nährt— und ist billig! 185.«it. 19'/, Uhr im R-ferentin Blara 108».«bt. 20 Uhr bei. Frau in den Parlam. 128. Abt........ JÄ.Äh.fc, Hohenzollernplatz, Vortrag:.Di» Arbeit der eferentin Helene Schmitz. M. d. L. 13»..„_r Hosemann. 188. Abt. 1»-/, Uhr bei______________ Bekämpfung der Arbeitslofigkeit'. Referenttn Minna Todenhagen. 180». Aht. 20 Uhr im Lokal Schulz, am Bahnhof Wittenau-Rord. Bortrag: .Di« Frau als Staatsbürgerin'. Referenttn Elfe Lcheibenhuber. Dienskag. 19. Mai: 20. Abt. 30 Uhr dei Bontt«, schulstr. 74, Dortraa:.Die Stellung dir Frau in Sowjetrußland'. Referenttn: Slsdeth Weichmann. 52. Abt. 20 Uhr bei Bade, Baiserin-Augusta-Allee 52, �Heiterer Abend', vor- tragende Eifriede Wollmann. >8». Abt. 20 Uhr in der Schule, Parchimer Alle«, Portrag:„Die Frau in Wirtschaft und Politik'. Referentin Nora Henke. 117.«bt. Der Frauenabend im Mai fällt wegen der Pfingstfeiertage aus. Dienstag, 19. Mai, 15 Uhr, Führung durch das Altersheim Biesdorf. An. schließend gemütliches Beisammensein. Die Genossinnen teeffen fich 18-/, Uhr am Bahnhof Wuhlgarten. Ernstste. 1, Vortrag:.Unser« Borschliig« zur Oeffentiiche Versammlung am Mittwoch, dem 20. Mal, 19 Vz Uhr, Im.SwfnemOnder Qesellsdiaftehaas'*, Swlncmfinder Strafe 42.— Thema: Sagen den Faschismus" Redner: Robert Breuer. Volksgenossen! Folgt unserem Rufe! Kommt zur Versammlung! Helft den Fnsdilsmus bekfimpfenl 99 128a. Abt. 20 Uhr im 128.»bt. 12»/» Uhr bei________....■■ W>„. WWW zur Bekämpfung der Arbettslossakeit'. Referent Dr. Hans Sohn. 128.»dt. 19-/, Uhr im.Türkischen Zelt', Breite Straß«, Borteag:.Arbeiter. dichtung'. Vortragende Genossin Stelter. Abt. Der Frauenabend im Mai füllt wegen der Pfingstl«: ertage aus. Dienstag, 19. Mai, Befichtigung des Konsums im Betrieb. Wir fahren pünktlich 8.53 Uhr Endhaltestelle des Autobus ab. 138. Mittwoch. 20. Mal: 17. Breis. 20 Uhr im Lokal zum Treffpunkt lZn». Henseleis. Borhagener Eck« Reue Bahnhofstraß«, Vortrag:.Politisch« Strömunge» der Gegenwart uud dt, Frau. Referentin Bitth« Bern. 88.»bt. 19-/, Uhr in der sHlaula Manteuffelfte. 7. Lichtbilderparteag des Genossen Rektor Fischer:.Die deutsch« Aeichsuersassung, Aufbau und Auf. gaben des Reiches', Vorführung des Films„Der Weg einer Proletarier. krau'. Mitwirkung der SAI._ 97. Abt. Mittwoch, 20., nicht Dienstag, 19. Mai, 19-/, Ubr in der Echulaula, Manteuffelfte. 7, unter Mitwirkung der SAI. Lichtbllderportrag des Ge. Nossen Rektor Fischer über.Di« deutsch« R-ichsv: rfassung, Aufbau und Aufgaben des Reiches', ferner Vorführung des Films.Der Weg einer i'. Die Genossen find miteingeladen. «im. Rofinenstr. 8, Borirag: Organisation und Gesundheiiswefens". Referent Wilhelm Petersen. jus, Rankeftr.. 8, Vortrag:.Di« Schweiz, Land _________.tefnenttn Gertrud Diit». TS. Abt. 20 Uhr bei Winster, Breite Straß«, Eck» Friedrichshailee Straß«, Vortrag:.Der international« Befreiungskampf der Frau'. Reforenti»: Margsrete Hartiz. 77.«dt. 20 Uhr bm Jürgens, Barbarossastr. 5», Vortrag: �>i« Enzyklika des Papstes'. Referentin Benny Zaduezynski. 79. Abt. 20 Uhr bei Reimann. Sedanfte. 17, Borteag:»Wirtschaftekämpfe der Gegenwart'. Referent August Rtemaun. 88. Abt. Der Frauenabend Mt in diesem Monat aus. 81.»bt. 20 Uhr bei Blabe, Sandjerystr.«l'81, Vortrag:.Sozialdemokratto und Birch«'. Referent Göttlich Reese._ 88. Abt. 20 Uhr bei Fritsch, Berliner Str. 128d, Vortrag:.Sie Arbsiterin»«». Hemmung'. Referentin Gertrud Hanna, M. d. L. II. Abt. Besuch des Botanischen Gartens in Dahlem. Treffpunkt 11 Uhr Y.vahn Hermannpla«. unterer Bahnsteig..._ Abt. 20 Uhr bei schartbtdauer, Bismarckstr. 78. Dartrag:»Unsere Bor. OKäg» zur Vektmpfung bsrArbeitslofigkeit". Referenttn Dr. Erna � »irtfStft tnS" Boltt Donnerstag, 21. Mal: 21, ßlbt. 19-/« Uhr Gaeiochlehrrrrstihrung NLll-rstr. IS. 38. Abt. Buckow. 20 Uhr bei Dietrich, Dorfstr. 1, Vortrag: �Dte»UMkraa des Papstes'. R-ferentin Bstte Bern. 110. Aht. 20 Uhr btt Werner. Böpenicker Str. 125, Vortrag:»linset Barnpf gegen den 5 21S'. Referenttn Dr. Frida Aletz ander. 122. Abt. 20 Uhr bei Hühner. Bahnhof., Eck« Wilhelmfteaß«,.Bunte» Abend'. Bytztragender Franz Hosemann. klika des Papstes'." Referentin Eis« Michaelis. . Sozialistische Studentenschaft. Ortsgruppe Berlin, Sektion UntecrfitSt: SoziakSonomische Fachschaft: Montag, 18. Mai.» Uhr. Im«tudentenw-rk. Zimmer 158. Sonzsse Dr. Paul Hertz spricht über:.Sozial. demotratie und Finanzpolitik'. Znetstlsch« Fachschast: Donnerstag. 21. Mai. Ardeitsgeweinschaft..Struktur. «lement, der Berfassuns'. Gen. Dr. Franz Neumann spricht über:.Di, Fran. zöstsckte Reoolutton'. Beginn 20 Uhr. Ort wird am Brett, bekairntgegeben. Ansfprach«abend der Ortsgruppe- Donnerstag. 21. Mal. 20 Uhr, im»und. Uhr, in d« Duitfchen Hute für Politik, Am Schmkelplatz. Arbeitsgemeinschaft Dr. Mttnitz!»: ÄÄp." �ntet�Uunr.*'«««POteWrn. Mittwoch. ?M»«te�den� der'«udÄtfi��Ftt�gruppe imSturmro�l beginut ulung am Montag, 18.»-I, 1« Uhr. aus dem Gelände des Sturm. dl» «ÄtttMIBtepet�Konta«. 18. Mai. 20 Uhr, in«und, Archettsgemetnschaft. irtzismus�md Psychologie'. Es spricht Gen. Müller-Jteyn über: Lndwt. �"Mr'�tei�gsn uns an»eichsparteitag t» Leipzig am U. Mai. Anmeldungen l>1» spÜtefteM 2T�gai an �Uuiyersttät! Mittwoch, 20. Mai. 20 Ubr, im spricht Gen. H. Schlimm«(ADSB.) über: Aufbau und Organisation ckschaften". Arbeitsgemeinschaft der Kinderfreuade Groß-Derlia. Amte Brrmbera. All« Material«r Zelllager bis Dienstag in der A mörfttofte 77 äbcRDilu Gruppe GSrlitzrr Stenß». Am Steuataa fängt die Wisse a». Wir tneffe» »»8 17 Uhr Gdrlitz, r Bahnhof.___„_. Zentente Das Zclt-aserinaterial kann am Mittwoch, dem 20. Akai,»an 17-4 Ms m4 Uhr, kretsweife in der Llndenstr. 8(Schuppen. Eingang Alte teMgen st» an der»önoetfammfuna am Dteiustaa um 17 Uhr dei schönem " in der Sonnenallee.— Elter nzujamwe, kauft.- lk kommen am Dienstag um 20 Uhr in der «piannplatz zusammen. Wichtig« S ?u>Ze��oM�l8�s°17�iR�� mehr stattfindet.— De» Znstenu-entaUrei» kommt am Donnerstag nickt bei Rudolf B-rthel zusammsn, da»in» ander» Sache dazwischen mtome» ist.— De, Ezakanflstenlnrfns für Hellet beginnt am Donnersiag. dem 23. Mai. 20 Uhr. im Zuaendheim Steinmetzstr. 118 in ReukiDn. bis U>Bahn Bergstraße. — Vollnerfammlnna aller Gruppen am Dienstag um 18 Uhr Spielplatz Sonne». alle«. Zeltlager, Reftfalkenlager, Probelager und Pfingmahrt. Bleistift und Papier mitbringen. Di« Meldungen zum Prodelager und der Pfinastfahrt müssen von allen Gruppen morgen, Montag, in der Arbeitsstunde um 18 Ubr erfolgen. Bezirk Friedrichshain. Breisoeranstaltungen: Zungfallenfahrt heut«. Sonn. tag. Treffen 7tz4 Uhr W eberwiese. Kosten 15 Pf. End« 13 Uhr.(Trinckbechcr mitbringend Montag, 191? Uhr. BB.-Sitzuna im Leim Diestelmeyerstr. 5—8. Berichtsdogsn und Meldezettel für Zeltlager mitbringen. Dienstag, 19-4 Uhr, Helfers, tzung im Seim Dieftelnreyerfte. 5—8. Mittwoch. 18 Uhr, Spielen auf dem Sportplatz Friedrichshain. Zutritt nur mit Bwdcrfart« Mr 1991. Don» »erstag, 18 Uhr, Zusammenkunft aller Zeltlagerfahrer im Heim Diestelmener- steaße 5—8.— Achtung. Pfingstfahrt! Fahrt vom 28. bis 31. Mai<8 Taget nach Lehnitz dei Oranienburg. Boftcn für Fahrgeld und polle� Berpfleguna 10 M. Meldungen nur noch bis 13. Mai. Es fahren die. Gruppn Martha Demmning. Freiheitsdrang. Margarete Wengeis. Landsberger Platz und Biwenick.— Gruppe Margarete Wengels(Petersburger Platz) tagt Dienstags und Freitags pon 18 bis 13-4 Uhr im Jugendheim Tilsiter Ste. 8. Brei« Mitte. Morgen. 18. Mai. Helfersstzuna um 20 Uhr im Jugendheim Eltsabeihkirchstr. 19. Mar Löwenstein spricht über Erziehungsfragen. Breis Wcddiug. Dienstag. 19. Mai. 20 Uhr, siternperfaurmlung der Zelt. lagerteilnehmer im Jugendheim SchSustedtstr. 1. Dienstag, 9 Uhr, kommen die. Helfer zum Arbeitsdienst nach dem Sporthau» Rehberge. Die Sprechstund« ist im Anckleideraum der Spielwiese Schillerpark jeden Donnerstag von 18 bi» 20 Uhr. Gruppe Schillerpork. Die Turnabend« fallen am 22. und 39. Mai aus. Gruppe Lichterfeld«. Mittwoch. 20. Mai. 17 Uhr. in den Lichterfelder Fest» fillen Breisssngestimd«. Liederbücher mitbringen. Sterbetafel der Groß> Berliner Partei- Organisation� 20. Alt. Genosse Ehristian Barth el, Belforter Str. 85. ist plötzlich oeo, storben. Ehre seinem Andenken. Einäscherung Montag. 18. Mai, 1514 Uhr, Bttuiototium Serichtstraße. Sozialistische Arbeiterjugend Groß-Serlio Slnfmdwigm für dies« Ztedttk no, os dg« SattaOlttrettiUL Gerfl« SU» 58. rtabenffrafe, Vorfitzenden-Konfer«»» morgen. 1014 Uhr, im Sitzungssaal das ßted-rks» omts Breuzberg, Porckstr. 11. Oh»« Ausweis und Wltgliedsknich kette Kutrttt. Anträge einzureichen: für Fahrten nach dem Osten am Bahnhof, fite Fahrten nach dem Westen am Bahnhof Charlottenburg. Die Bilder vom Maijngendtgg liegen zur Ansicht und Brstellm«» im Sekt«- tariat aus. heute, Sonntag. 17. Mal: Arvsw-lder Platz 1: Rastenburger Str. 18. Heimabend.— Sckinhouier ------"—-—'----------* v, Tteki. Ziethenfte. 58. Lustiger Abend.— Lichten berg.Rord: Gunterstr. 48. 17 Uhr: Ueben»um Elternabend.—«ittengu: Sauptstr. 13. Heimabend. Werbebezirk Tempclhos: Zugendherbergstag im Volkspart Mariendorf. Treffpunkt 12 Uhr der Ordner, 13 Uhr sämtlicher Genossen. Wertebczirl Lichtenberg! Gunterstr. 88. 20 Uhr Sitzung der ZeMagerkom» mifston und des engeren Borstandes. Restlose Abrechnung des Teilnehmer. bertoages dortselbst. Erscheinen aller erwerbslosen Genossen ist notwendig. Morgen, Montag. 18. Mai, 19% Uhr: Hansa: Bochumr Str. 8d..Religiöser Sozialismus.'— Moabit Ir Wal- denferstr. 20..Zweck und Ziel« der Fugendtag«.'— Moabit He Lehrter Straße 18-19. Politische Zeitungsschau.— Moabit lll- Lehrter Ste. 18-19. Moderne Literatur.— West«»: Genthmer Str. 17..Die SA F. als Bultur. bowegung.— Aenswalder Platz n: Rastenburger Ste. 18. Berliner Humor.— führung in den Marrismus.'— Oterdosten ll: Danziger Str. 82. B. 8. stampf gegen die Bris«.'— Prenzlauer Vorstadt: Gleimstr. 88—8». Engend und Sport.'—«ckünhaufer Borstadt! Sonnenburaer Str. 20. Tagespolttik.— Andreasplatz: Brommystr. 1..8 218."— Luisenstadt: Daiserioritr. 9. Em- «-eF.h®s___________ m______ � Roonstraß«. Botflandssttzung.— Hochplatz: Jugendsaal, Ledigenheim Schönstedt- straß« 1..Die Auswirkung der Rotoerordnungen auf bis Bulturorganisattonen der Arbeiterschaft.' Werbe be,, rt Weddlng: Erwerbslos«ngrupp« 15 bis 17 Uhr Heim Ssestr. 88. Wssieleztel Reukilln: Enwerbsloseirgrupp« 12 Uhr Bergstt. 29..! 218/ O. Teil.' Vriefkasten Ser Redaktion. P. H. 5152. Außenantennen bedürfen keiner polizeilichen Genehmigung. wohl«der kann«ine Bauanzeig« in Frag« kommen. Wir empfehlen, fich mtt der Baupolizeibehlrds lheim vezirkeamt, in Berbwdung« setzen.— 2t. 82. 1. Ja. Vora-rssetzung ist jedoch, daß dis Tochter imstande ist, den Unterhalt zu Ähren. 2. Rein.— vsisfW-Sensammler. Anfragen an Richard Götze. 118, Ueckermündee Str. 13. Rückporto beilegen. Tepplchhaus Fisch«, n. Wo! Straße. Auch in dem großen Spandauer Str. 19. Eck« Bais»r-Wi lhelm- ungsaueoerkauf, in dem diese brfannte tena außergewdhnlich billige Angebote in Teppichen, Brücken, Mädel- und Läuferstoffen, in Dekorationen. Eardinen, Decken lTlsch-, Diwan-, Stepp- decken), Bettumrandungen usw. bringt, werden den Bunden weiterhin die günstigsten Zahlunaserleichterungen geumhrt. Was tun die Jadianer M rollst-n Stände auf Ausführung auffällt, Ist der{_________________...________________ Er stammt pon der bewährten Meisterhand von Adolf Mahnke. dem künstle. tischen Beirat der Dresdner Staatstheater. Es lohnt stch. dem«inladenden Aussehen dieses rewräsentattven Standes zu folgen, denn was hier gezeig! wird, ist tatsächlich ein Beweis des Durchdringens moderner, hygienischer Gedanken. Eine Zigarre nach der anderen von immer gleichem Aussehen, gleicher Schwere und gleicher Mischung wandert auf die Maschin« und wird. ohne von Menschenhand berührt zu werten, in die hygienische und Stanioloerpackung acbraäit und zum Schluß mit»tnem Ring versehen Diese Berpackung garanti-rl dem Raucher, daß er die Zigarre in dem Zustand erhält, une W« Fabrik es für den Feingeschmack fite notwendig hält. Wer aber den Stand der Brenter Zigarrenwert» betreten hat und von den BISngen des Indianer �zchlagers' begrÄt worden ist. interessiert fich auch für das gesamt« Problem der modernen hygienischen Ziqarrenherstellung durch die Moschine. Es sei sede« Besucher der Hygieno-Ausstellung dringend empfohlen. Ms Indianer auf der Hygiens-Ausstellung zu besuche», da sie mit di« inter. «ssantesten neue» Gäste auf der wiedererstandeiten Ausstellung find. Ur»»!«« U»»»W> Rar«los llröotortznr, wie de sdx»«eU Jahrtaascnden rom dar Uldemde» MeneetebeU angewendet wird, Ist das einzig Bleibende Im tortwthrenden Wechsel medizinischer Systeme gewesen. Die giftfreien Hellkriuter führendem Orgsnismus diejenigen Substanzen zu, die unbedingt zur Ausscheidung kranker Stofte notwendig sind.— Aus diesem Grunde sollte jedermann, der das Blut dienen, dessen segensreiche Wirkung er alsbald am eigenen Köroer verspüren wird.— In fast allen Apotheken seit SO Jahren kauflich. 5 M. 1,50.(Kurpackung 10 Kartons M. 13,—.) Ein Büchlein über Krankheitsbilder und Gutachten gratis durch H. Kwiets Pflasterfabriken. Berlin 8W es, Alezandrloenstr. 30 a. UPCAfL FAHRRADER" NAHNASIHINEN fürRM-89.5D§3. sbb mm-m (ÄflÄStf- mm-m � besucht unsere Niederlagen, benutzt die Abqabeläqer der Ortsausschüsse � des /c, D. G B., verlangt Kataloge von Euem Verbanden oder direkt vom UNDCAR-Fahrradwerk A G Berlin-Lichtenrade- Unfernehmen der Gewerksthaffen \\,vvvv..V— h' � � NR - U// TWC* v 1 ; y V*; s-\ gX-VN*.«V; 1 7' t.'v� r/l:. NJEDERLASE mit REPARATUR-WERKSTATT in Bwiln, Alte JfkoWraß« 148-155(DMV-HAÜS)— Dort auch koctenlocar üntciTicM Im IWhan, Sticken und Stopfen SCHEUER PULVER -fein- HENKELUIE.A-6: oüsseldohk kannst Du alle Sachen Auch alle Pfannen, klein und groß, putzt ATA rem und fleckenlosl Verwendest ATA du im Haus sieht's stets bei dir wie Sonntag aus! Ist zäh und klebrig auch derSchmutz schnell zieht er ab beim ATA-Putzl Henkels Putzümi Scheuerpulver putzt und scheuert alles! Hergestellt in den Persilwerken ****/*** Bei Fliesen und Majolika mit ATA bleibt kein Flecken dal Der hübsche Zierat deiner Zimmer bekommt durch ATA Glanz und Schimmer! Holzsachen sehen aus wie neu« verwendest ATA du dabei) Qurch ATA wird der Küchenherd im besten Sinne„Goldes wert"! Momit Du ißt, muß sauber sein, nit ATA wird es blank und reinl Zum Bad gehöret Sauberkeit, drum halte ATA stets bereit! BERUM HAMBURG ALTONA KÖLN ESSEN DÜSSELDORF MANN OVER DORTMUND DUISBURG MAGDEBURG FRANKFURT*« WUPPERTAL BREMEN .tfAMas Tfingstfest ist, nun weda�nqß, tyrnt ffiefa bald sa C& fll'l *Das schönste, so, wies dir gefällt, IBefommst du dort für wenig Gefdl "Eingesandt wm Frau Marg. F.,... r Hamburg. Die. Beiträge dieser Seite stam> men ausschließlich aus dem Kreis unserer Kundschaft. Eine ganz winzige Auswahl aus den Zuschriften, die uns ununterbrochen zugehen. Wir stellen das mit Freuden fest, und wenn es uns auch bei den großen Mengen der Eingänge leider ganz, unmöglich ist, sie alle oder auch nur zum kleinen Teil hier zu veröffentlichen— die Freude Ober diese vielen freundlichen Einsendungen erhellt uns manche Muhe and Sorge des Alltags. / Aas dieser regen Beteiligung unserer Kundschaft an dem Zu- Standekommen der C& A.-Seite darf man wohl auch den Schluß ziehen— und das Ist uns natürlich die größte Befriedigung— daß man mit uns, unserer Ware und mit unseren Preisen zufrieden ist. (in vielen Briefen Ist sogar von Pankbarkeit die Rede.) Wie gesagt, es ist uns eine große Befriedigung, aber-— es wundert uns nicht. Dens wohl nie in den letzten 15 Jahren konnte man so vorzügliche und schöne Kleidang für so wenig Geld kaufen, wie dies lern bei uns möglich ist. Pfingsten steht vor der Tür. Lassen Sie sich die Freude daran nicht dadurch schmälern, daß Sie nicht modisch und neu eingekleidet sind. Kommen Sie zu uns! Sie werden staunen. wie wenig Sie hier auszugeben brauchen, um das zu bekommen, was jeder Mensch zu Pfingsten anstrebt: neue frühlingsschöne Kleidung. Fangen Sie schon jetzt an, ffingsten richtig zu feiern—— Jugendlich■ fesche» Sommerkleid in rein» seid. Dnpion— dem schicken Modestoss— wunderhübsch verardet- trt. Der neu«,'/< lange Aermel, der volle Za> botfragen haben Plissee» kante, dazu ein voller Blütentusj— M»00 und doch uurg«W Entzückende» Bolero» Neid, au» modern de> drucktem Kunstseiden- Marocain mit lichtem uni Marocain. elegant kombiniert: der Rock mit Faltenpartie: duftig ist die Plisseegarnlerung, apart die fein« Leder- blume. Für M»»2g nur— J# Heißa, wie das mir Freude macht. Deshalb malte ich zwei Bilder, Darauf zu sehen sind zwei Schilder. Schreibt mir bitte recht bald ab, Wie Euch alles gefallen hau Doch lacht mich nicht aus, Ihr lieben Gesichter, Denn ich bin ein schlechter Maler und Dichter. Man nennt mich der Mutter Jüngsten, Von ihr und mir herzliche Grüße zu Pfingsten! Eingesandt van Kurt Braun(11 Jahre alt) Dortmund-Hörde. -ZX Kunstseiden Beide rwand- Kleid m. Batist Schürz«. Grübe SO— ig. Grüße 50 sür �25 nur— Allerliebster Mantel au» fchünem Kunst» seiden- Rips. Grüß««v— SV. Gr. 40£90 für not (andere Größen entsprechend.) Daschanzug: blau-weiß ge- streister Satin, uni Garnitur. Für ea. 2 bi»Z Jahre«75 nur M Die so beNebten Rollblusen on, uni Trle».«■ 78 Um bringen mir sür 1—2 Jahre schon ob H Wahre* Gcschichlchcn Ein Kunde au* Frankfurt' M., Herr Michael Sp..... r, schreibt uns: Geht da ein alter Ftankfurter auf der geil ipazieren und sieht, daß die Schaufenster pon i5& A von einer Menschenmenge belagert sind. Cr drückt sich vorn dran, besieht sich die ausgestellten Anzüge und Mäntel, schüttelt den Kopf, und geht schließlich ins Geschäft. Noch kurzer Zeit kommt er mit einem neuen" Anzug und Mantel angetan wieder heraus, schmunzelt vergnügt in deg Bart und sogt zu einigen, die dastehen: .Unser Goethe hat doch recht gchadh als er sagte: „Frankfurt steckt voller Merdostrdigkeitenl." M! Auch Sie werden das feststellen, wenn Sie einmal zu uns kommen, vielleicht schon an diesen Beispielen. An» Mouline-Diogo. nal«In eleganter und sehr aparter Mantel, an dem die Rückenpar- tie, Bermel u. Taschen besonder» schick veror. beitet sind. Ganz auf gutem Futter, mit Lack» gürtel und zweifarbiger Lederblnme Ä/J75 tostet er nur Sehr eleganter Mab« tel in Fleur b« laine» der modern« Jabotkro- gen, die Aermel mW Bogenzaruieruug. Der' reiche Hrrmelin-Kanin». Kragen und dl« apart» Rückenpartie geben die schick« Rot«. Ganz aus gutem Futter der Preis mt»aC9 Der reinwol- lene Gabardi. ne Mantel, iu Blau und di. versen anderen Farben, elegant einschließlich der Aermel ganz ans Kunst leid«. 4%WSQ Rur£3 Der elegante, graue Lämmer- Anzug in gu» »er. Ichmerer. reiner Kamm. garnwar«. Ei«. gant nerardei. tet und auoge» stattet kästet er bei«, anoo un» 99 W Spart Anzug mit Knicker b ocker-Hos« in rein wollenem Stoff, entspre» chend gute An». stottuug und Paßform. Sie kaufen ihn bek »n» für«9D Stoffen, bekomme» Sie schon sür 27' Elegante Anzüge on, reinem Komm.««00 gor» kaufen Sie bei un» Ich»n ab«?Cp Mob. Spart- Anzüge, lebhast ge»<|O80 mustert, mit Knickerbocker Hase schon ab■ w* ★ [Unsere v»e* lHc.cn.K-, 1 40 Jeder hat ihn gern! Er ist sehr modern, Wirkt furchtbar schick, Bringt manchmal viel Glück! Ist fesch und kokett, Und ungeheuer nett, Und jugendlich geschmückt. Kurz— jeder ist entzückt Von dem modernsten der Welt Für so wenig Geld! Eingesandt von Fräulein R. H ,.*.ch (Quartanerin) Berlin- StegUta ■* Hier dieser sehr elegant« Eanotler au» modernem, weißem„jopan. Papcc-Panama* mit zwei. 90 farbigem Bandputz kostet bei un» nur 9 Kennen Sie den? Losverkäufer:„Nun, Fräulein, wollen Sie Ihr Glück nicht einmal in der Dombau- Lotterie versuchen?" Dienstmädchen:„Ach, lieb« nichts II habe schon so genug Arbei», und wenn ü wirklich den Dom gewinne, muß ich nachher die vielen großen Fenster putzen!- Eingesandt von Lydia N..... 4 Hannover Oranlenttr.40 Am Orenlenplatt Chaufteeftr.113 Könlgitrate 33 Sctm Sttttlaar BaMwl AmSatmbof Aiexandarpua •b Hontas zurVerfOsunal« Schriftlkbe BesielHinsei» kömiei) nJdit bedbckslchtlgi medml JUBILÄUMS-VERKAUF 50 JAHRE KARSTADT 0 JUBILÄUMS-VERKAUF.50 JAHRE KARSTADT r Fun die Dame Förden Herrn Für das Kind Für die Dame H Ta-Ußende Pakete füllten iin& tre Lager wieder auf. Troiz ded Anaturma der Hund tritauB ende tfind Auswahl und Leisfungen nach, wie vor Komplet aus kunstieldun. leinen, Kleid ärmellos, Jodce m. Arm, sehr sportTidi.. M. Komplet sehr elegon», reinseid lellforbig mil Tupfendrvdc 167i Sacco-Anzug 39« Bost, pcstoHfarbig mit O 0�2 neuestem Tuofendrudc A. A.• 1 od. Zrhg., fesdie Form, mod. Stoffe, vielseit.Aus- wahl..M. 79.00, 59.00, Halbschuhe für Herrer» aü$ feinem braun. Boxcalf, rassige Formen, Rahmenorbeit 125S Damenmantel HerrenhOte engl. Art, gani o. Kunstseide gefüttert, In vielen O d 75 hellen u. dunklen Des- J /\_ «ins, Gr. 42-52..... M. Im** 9 moderne Formen U.Farben, riesige Auswahl, fabelhaft J billig....... M. 4.90, 3.90, A. Selbstbinder 75 nrtmAnmnntP entrückende Neuheiten, L/amClUnUIIICI kervorraoend areiswert. reinseidener Juwel in d. Farben schwarz.morine- ä/ nn blau, nachtblau, mode.« weit geschnitl. Gr. 42 52 WN�• Entz. Kappe sehr fesdie Form, In werft � und vielen Farben...... M. w• EleganterHut 0 aus hondgcfloditenem Ha- y Uenischom Material..... M./• entzückende Neuheiten, y#■ hervorragend preiswert, M. 2.75, 1.45.......... Oberhemden mit Kragen aus modern gestreiftem Popeline, unterföt- terte Brust, die Pfingst-< � schlager........ M. 5.90, W• Oberhemden weiß Popeline, mit abknöpf baren Reservemanschetten, gute Qualitäten..M. 7.50, :59e i, sJ• U-BAHNHOP HER MAN N P L A T Z KAR vi Waschhosen f. Knaben a. dunkelblauem Satin, moderne Sportform, Größe 0(Steig. 26 Pf.).. A4. Rollblusen f. Knaben aus Trikolette od. mod. gemustert, oxfordart. m« r Stoff, m. Klappmanschetten, I Größe 0(Steig. 30 Pf.)..A4. I• Kleidchen aus wciß.VolIvoile mit bunt. J 7 c Stickerei und Hohlsaum, Größe 40-60(Steig. 50 Pf.)• Hütchen �_ für Kinder, sehr kleidsame sy GloÄenform, div. Färb. Pf.# W Kinderstiefel braun Boxcalf, in den Größen 23/26.......... M.\J• Kinder-Söckchen Spangenschuhe ... 390 weiß Leinen, geflochtenes Vorderblatt, saiöne Färb- Zusammenstellungen••••A4a Damen-Pumps aus feinem hoselnußfarbi- fNOft gern Chevreauleder mit be->< zogenem Louis XV. Absatz w 9 Damen-Strumpfe künstliche Waschseide, fein-#• masdiig mit Spitzhochferse, w'N moderne Farbtöne...... Pf. X w gute Baumwoll-Qualität mit farbigem Wollrand, ent- »50 farbigem Wollrand, entzückende Muster, al1' Größen........... 50 JAHRE KARSTADT M JUBILÄUMS-VERKAUF 50 JAHRE KARSTADT � JUBILÄUMS-VERKAUF Damen-Strumpfe kunstliche Waschseide, fein- 4 jr masdi. besond. haltb. Qual. 1 In d. neuest. Frühiahrsfarb. I• D'-Handschuhe künst). Waschseide, flotte Sdilupfform, eleg. Applikationen u.possendeiiAufnaht Bade-Anzug reine Wolle, gestrickt, in vielen modernen Farben A4, w 9 DER K A R S T A D T- B A H N H O F .»•-.»». '•»5 �«r�ellen und Wohnungen ..... Vji-J l'lr, 2- u�IrZimm,-Wohnungen mit Zcntralbclxcmg and Warmwuserversorgond iBinidteoflorl-Ost, PaDkower Allee. KülileweiDitraSe Aoslranfli VrrvaUcr Hcnsd. Isarstraftc 77 Telephon Reinickendorf 30S5 eaherdem einige l'lr, 2-, 2'!-- uJlrZiim-Wohnunp Utfort oder später Berlin VOSS, OrellstrsOe 50«{Bahnhof Weilenseel, J. Füssel. Alexander /4& Berlin M 05, Swakopmunder Str. 22, Moth. Wedding 1727 Berlin H20. Soldinar Straße 57, Wlegand Belnidienaorl-Osl, Breitkopfstr(früh. Sdnntagstr.) 45. Schmidt ?nn](0W, T relleborger Str. 41 L Bahrend t. Pankow 3596 AOlersbOf Krong�rlmenstr. 120. Friadrich. Adlershof 7788 Sleei.tZ, OpitzstraSe 5 I, Kockwitz Steglitz 8084 BelnfcUendorl'Wegl, Waldowstraße 32. Friedrich Reinickendorf S0U Besichtigung täglich 9— 5 Uhr, Sonntags 10—1 Uhr. WBuggsUaBgeseiisihanjiiiradir Potsdamer Straße III. Karfftrsl 5814-5817 <><>OOBiiBSeDCCBOB»f OBBBBBBBBBBBf 1 Udiöne, helle, sonnlöe PjMjjjhMii am Schäfersee in Beriin-Reinickendori-Ost, sofort beziehbar gegen Wo hnbcrechtlgungssch ein. Zentralheizung. Warmwasser. Kein DaukostenxnacfauS. Keine Mletsvoraassablnntf. Besichtigung werktäglich von 9 bis 4 Uhr. H Telephon: Reinickendorf(D9) 5251. ' Unsere anerkannt gut' sesclinltlenin 2- bis 3-Z.-Wohnung8n| mit Rosarien nnd BaUcon werden fetal per fall vermietet. Wohnberechtigungsschein, kein Baukostenzuschuß, kein Mleterdariehn.| Zentrale Lage am Kölln. Ufer, Eckt Treptower Straße, Neukölln, mit best eu Verbindungen. VermietcngsbOro Im Bau„Treptower Straße". wöchentägl 14—18 U. Sonntags 10— I3U. Id.: Qiirbisu 2151 1 In den übrigen Zeiten erteilt Auskunft; TerwaJtangabttro Obcrsprec 1633 Frenekeiiiie Crandstücksverw., G, m. b. H., W 55,| Am Karlsbad 10. Boba'Poneüen 0 Slrfaamacbec: CanOßana- Sicblnna, mitttn im Ott, Lshm- beben, am 1,75. Auskunft Keskon- ronl(Befellfdlaflaßau. 2) Vorgaborf! direkt am Saßn- ßof. Inmitten Kochwnlb. nur nech eine Itola« ttnsabl DacjaOan, Auskunft," Velber Hirsch 3)«Bortoastodk Ocanlcnbacg: Clchl am Sahabaf Cebnlft. (fianj«cimalfla« i.Qen ja 1 BSLsor qm. (dafoe am Sohaßof. 4) Wl-eilosUtf«: bot«blora- hos. biteft am Ort Sie loHlra 30 SaapacjaDoa. Bichl u. Wasser nerhanben. Vrrkoaf Im Ort- taalabaaa an bor»chönofolbor Stroh«, 700 mir.«aa brr Strohonboha 84. Beel* per Onabtalmeln ab 1.18. Trotz der aBocdiaigflen Sectio noch mild aar Noloste An- and «bjohlnngen. „Boba" Boden- u. Ban-fiec. m.vB. verlln SV. 88. ArledrlchAr. 43 VÖnhoft 8114 and 828» rDuiSOPLan� verkaufen die Städte: � Slraus|>orfl u. MUnchaberg ca 1000 idyllisch gelegene Wald-, i Vandparzeiian.— Bau- WollenSie billig bauen? Kommen Sie zu uns. Nur gering. Eigen- kapital erfordert. Arsch. w«e*e n. Pla- dsetekl, Berlin 0. 17, Perslusstraße 3 (Am Bahnhot Stra lau-Rummalsburg) «lUWAbi KlosterfeMe bei Wandlits qmnur4S bis 70 Pfennig bei 30 Mark AnBahlung für Jeden erschwinglich Verbindung; Stelltner Bahnhof, Station Klosterfelda. Omnibus Stettiner Bahnhof— Wa ndlltijee Wodieniag* Auskunft bei Quast, Klosterfelde. Senntags auf dem Gelände. Treder&Ce. Ansbacher StraBe SO Bavarla 2180 Nur eine Schlüter-Parzelle Allerbes! er Kaltarboden. Absablnng nad> Vcrclnbarang. Baucrlaubnls ohne Zwang. Sofortige AatlaMang. An- und Keine Vermessangskosten, keine Wertsawadbsstaaar ab Granau mit Omnibus 36 bis Bohnsdorf-Kirche kleiner Fußwej | Schenefeld. Chaussee unweit See, Bau- u. Wohngenehm., schon von 30 em an Sensal Einheitspreis Stück(ür Stück RM 1700.- Siedlang ..BtBennelm 2" Ruf; F 3 Grünau MOS ab Adleribol Aitg'ienliKe mit Linie 84 und 184 bis Altglienicke Haltesielie Bergstr. Fußweg 3 Minuten Fianxenstraße gensall oneUer Ein- heitsprets; Stück für Stück RM 1000.— Siedlung „EKCnltehn 4" Ruf; P9Adlershof777f Rudow mit Linie 47 bis Haltestelle Köpenicker Straße in Rudow Verkaufsbüro direkt an der Haltestelle Gas, Wasser, elektr. Licht unweit Gelände qm von RM 1.80 an gicdlang „Etgenb-lni«" Ruf; F 9 Adlershof 272 Budiow-Wetl mit Linie 99 bis Haltestelle Merienfelder Chausse t od Linie 29 bis Endhaltestelle Buckow, dann 5 Min. Fußweg— Verkaufsbüro: Mitled. Marien- fe der Chaussee. Gas, Wasser, Elektr. vorhanden qm von RM f. SO an Siedlang ..BiHOBSielnt 1" j Verkauf täglich von 9 Uhr bis zur SunkeSheit 5omit>4» Auto v. 10 Uhr n ttbf. Grßaea(Bofln'dorfer Saite) a. Am Hzwolbüro i» Radoor Franz Sdilüler, BIn.-R.adow, Köpenicker Str. 86 c. F 9 Adlershof 271 l'/n kleine 2- a.grMere 2-Zlniiiierwohnungen mit ZentralbeUnoö. Warmwasser and medianisdier Zcntralwascb- kQcbe. Miete RM 00.— bezw. 72— ausschließl. Heizung u. Warmwasser zum 18. oder später zu vermieten Varmietnngsbdre, Tempelhof. Tankredstr, ll.Mittwoch.Sonnabe d u Sonntag v. 10-5. Tai- Südring 2021. Berliner Spar« Q.Baflvereln CkarlotuatNug 8. Knobeisdorifstr. 96. Wasser« n genchmigung 15% Anzahlung und 6*/. Zinsen. Verkäufer in der Panellu-äuskonff a. Hauptbhf. Strausberg AlleinbHuftragtar R i c g« r Berlla C 75, PrntUur Str. 32. K. oroBes FratiKonzen mit Volksbelustigungen an beiden Plingst- Feiertagen in der Siedlung Prlort-DOberltz Vorortverkehr Bahnfahrt bis Priort(Wusferrnark Ort um- , steigen) oder bis Wustermark Vertrhlebebahnhof und dann mit dem Autobus zur Siedlung AI I O Vjf| 1 M CT"!"• Telef.t Wustennark 130 oder Berlin W 8, O rX LJ IN r I. Französische Strebe 17. AI Jäger 052« fiatlanslall leeaeluncli bei Oranienburg Ab Stettiner Vorortbahnbof, Siedler-Karte 80 Pf. Warum haben wir die größten Verkaufserfolge zu erzielen? Weil wir für den D-m erstklassigen Mntterboden an verlangen, bei SO M. Anzahlung und Monatsraten von 20 Mark, Käufer Massiv- oder Holzhäuser jeder vncu; so außerdem bauen darf, jadoch nicht zum Bauen verpflichtet ist, ferner die Auflassung sofort erfolgen kann. Provision oder Wertzuwachssteuer ist nicht zu zahlen Genehmigter General-Siedlungs- ond Bebauungsplan vorbanden. lßwwev Sie Doch heute— vir erwarten Sie bestimist! Unter Omnibus steht täglich, auch Sonntags, in dar Zelt von 9—7 Uhr, am Bahnhof Oranienburg den geehrten Interessenten kostenlos und unverbindlich zur gefl. Bedienung. Näheres: B. Kaluzny, Berlin'Hermsdorf SchloOstraße 18. Togal 3021. Der vimauin loilioe«nlsprertisnii in trsim vertraasiaDr erheblich herabgesetzte mieten für unsere groBen 2-,2V.8-Zlmm.-ulolin. mir Loggien oder Balkon in neuboim- Treptower Straße- Ecke KOlfnisches uter, mit besten Uerbindungen Bezugsfertig 1 8. 31, wenn gewünscht such späterer Einzug ohne Vorzahlung. Wohnberechtlgungsschein— kein Mieterdarlehn oder Baukostenzuschuß— größtes Entgegenkommen. smblISÜu'il T"lettlwii55 SSI JSwtilewselti 5 Minuicn v. Bhf. Dallgow-Döberitz, links südlich der Bahn Gariensfadf Dallgow Wasserltg, Gas, elektr. Liehe Paradies um von M. 2.— an. Ohne AazablnnS, Monatuetc Kolonie Ncn-Rohrbcdi 15 Min. v. Bahnhof Dallgow-Döberltz. Parxellen qm von M. 1-— an. Obs« Anzahl anj. Monatsrate M. 15,-. Kein Verkaafstnod am BahzÜsoL Anslnsnit: Dallgow, Bahnbofstr. 15(Falkensee 388) ond Bln.-Laak wltz, DlUgezdratze 54(Lichterfelde 21 IQ. Müller-Worgf. Waldpanellen-> Auch ohne Anzobluna. Direkt oom Hloezrttimer! Sofort, eonttlanb. o.Saujtsang. KrineWertzmoochOit. Rl.Moootzrotr», qm n. g.SSB an SiBüiBDg JaldesrolT Um, oohz htm P rohen geefener Her tO Minuten oom Bohnhof KSaigzwazterbaazea Rurs not Dorf am Bold- «ea. der zur Siedlung fuhrt! orossez Sdjllh! Fahrzeit vom chörliz.Bhf. öiz Rßnia»wusterhaufen 40 Min.. Siedlertart, 30 Pf. mGranper, Berlin U Solmsttr. 37 Tel. Bergmann 270. fkäglicher verkauf In der Siedlung Perkauf»- Pllro; Tel. Rgsm. 321 psnelsenotteneWerM. Sie zthlen bei Ankauf einer Parzelle in der Siedlung Hoiiander-Hoppegarien monatlich auf Je 1000.— RH. Kaufpreis 13.50 RM. inkl. Abzahlung und Zinsen. Rio wiederhebrende Gelegenheit Verkaufsbüro- Niederheiden- Ecke Festinostrala— Fernsprecher: Neuenhagen 2604 Sonntags wegenfrestahrt ab Bebnbot Hoppegarten. Nr. 226* 48. Jahrgang 3. Beilage des Vorwärts Gonntag, 47. Mai 4934 vis schöne und nützliche Wohnung Gelöstes Problem: Das wohnbedUrlnls schaut die wohnuns Eine Darstellung des Wohnraums in Nalurgröße, mit völliger Wöblierung, sindel man in Halle II der Douousstellung. ZIllseiligss Zoiereste macht diese Halle zum auschaulichsten Objekt, zum Mittel- punkl der nicht genug zu lobenden Schau, der schönsten und instruk- Kosten seit dem Kriege. Daß hier eine ganz neuzeitliche Auffassung in sozialer wie archi- tcktonischer Hinsicht zu finden ist, lehrt ein Blick über das Ganze. Ausschließlich„funktionalistischc" Formen, das heißt S ch n f s u n g der Wohnung vom Wohnbedürfnis aus. Lichtfülle, Rücksicht aus Hygiene, niedrige Räume, glatte Wände, kubische Ge- samtform mit Flachdach sind überall selbstverständlich: in sozialer Beziehung: Vorherrschen des kleinen und kleinsten Typs mit ollem heute verlangten Komfort, lieberall sind die Räume direkt belichtet und durchlüftbar, auf Gestaltung von Küche und Bad wird größte Aufmerksamkeit verwendet, die Möblierung ist sachlich, arbeitsparend und dabei von möglichster Schönheit des Materials und der Farbe. „Raum ist in der kleinsten Hütte", ja: aber nur, wenn der Bau» meister auch auf die lebenserhöbenden Umstände so liebevoll bedacht ist, und wenn er vor allem dos.heim der Mittellosen billig und an- heimelnd baut, wie bei diesen hervorragenden Beispielen. Die»kleinste Hütte� wird sehr wörtlich genommen. Man verzeichnet zweierlei Typen einer Bauweise auf dem Standard von 36 bis öl> Quadratmeter fwobei wohl die ausgezeichnete Idee verschiebbarer Zwischenwände vorauszusetzen wäre, die Mies v. d. Rohe in der Stuttgarter Weißenhofsiedlung 1927 zuerst durchgeführt hat): die Einraum» wohnung und die Teilung in möglichst viele Einzelräume. Eine Fa- milie von mehr als fünf Köpfen kann aber in keinem Fall in solchen Kleinstwohnungen menschenwürdig untergebracht werden: das Ideal ist das Ehepaar mit einem Kinde— eine bittere, aber sehr zeit- gemäße Lehre unserer besten Baumeister. Einraumwohnun- gen zeigen Marcel Breuer und F i e g e r. Sie beruhen auf dem Prinzip abgeteilter, durch Vorhänge verschließbarer Nischen für die unterschiedlichen Wohnfunktionen und aus der Möglichkeit, die- selben Räume(durch Aufttapp-Stahlbetten) als Tages- und Schlaf- zimmer zu benutzen. Man hat hier den unschätzbaren Borteil eines größeren zusammenhängenden Wohnraums, der besonders im Falle Fieger recht anmutend gestaltet ist. K l e i n st w o h n u n g e n mit fester Teilung stammen von den Architekten Schuster, Höring, hilberseimer, Otto u. Ruthcnberg, haesler u. Völker. Das Dessauer Bauhaus Hot eine Zweizimmerwohnung beigesteuert, die ein Muster an sachlicher Helligkeit ist. während die übrigen drei bis vier Zimmer geben. Der interessanteste Grundriß ist der von Haesler u. Böller, weil er den Flur, nur als Zugang zur Küche, Bad und Wohnzimmer, sehr klein hält, die drei Schlafzimmer lediglich vom Wohnraum aus zugänglich macht: Raumersparnis zugunsten des Hauptraums, die etwas sehr Bestechendes hat. Auf die strenge Raumklarheit bei hilberseimer, auf die ehrliche Durchführung dcs absoluten Kleinstprinzips mit drei Zimmern bei S ch u st e r, aus die beiden originellen Reihenhäuser h. Hörings von äußerster Kostenbeschränkung eines Flachbau-Eigenheims mit zurückliegendem Garten sei besonders hingewiesen und aus die oft sehr praktischen Möglichkeiten der Möblierung. Die Couch, die tagsüber als Diwan und nachts als Bett dient, die hell oder farbig getönten Möbel mit ihren lustigen Bezugstoffen, die breit durchlaufenden Fenster und lichten Vorhänge, die praktische Verschiedenheit eingebauter oder beweglicher(und möglichst niedriger) Möbel sind Dinge, die ein« mannigfaltige Lösung nach persönlichem Geschmack und Geldbeutel gestatten. Led'genzimmer. Nicht minder wichtig ist das L e d i g e n z i m m e r— besser als Einraum als wie die mit Unrecht in der heutigen Praxis be» vorzugte 1)4-Zimmerwohnung zu gestallen. Musterhaft ist das wahrhaft schöne und überzeugende Beispiel von Mies van der Rohe. Mehr theoretisch als anschaulich treten seine Vorzüge in der originellen Anordnung des G r o p i u s schen Hochhauses hervor, das er ursprünglich für die Haselhorstsiedlung in Aussicht genommen hatte. Man erhält hier ober eine vortreffliche Vorstellung des zwölsgeschossigcn Gemeinschaftshauses mit Schwimm- und Sport- hallen, Dachgarten und Bad. Studentenzimmer und Schülerinnenheim auf kleinster Grundfläche sind so an- heimelnd und zugleich praktisch durchgebildet(besonders die bezau- bernden Mädchenzimmer der Gewerbeschule in Rheydt), daß man selber noch einmal dort seine Jugend verleben möchte. Mit einem schnellen Blick wären auch�die übrigen, sozusagen öffentlichen Räume zu streifen, die das hochbauamt dcs preußischen Finanzministeriums in geschlossener Reihe vorführt: Büroräume, Seminarsaal, Gc- fängniszelle für vier Personen— in der Brandenburger Anstalt— von hygienischer und sachlicher Vorbildlichkeit: die Gefangenenzelle vor allem nach dem Prinzip: Menschlichkeit und Erziehung anstatt Bestrafung. In unseren preußischen Kasernen hat es nicht so hu- man ausgesehen: eine bedeutungsvolle Wandlung sozialen Geistes! Die relativ kleinste Wohnung von vier Zimmern stammt von dem vortresslichen G u t k i n d: sie ist in bezug auf Wohnlichkcit, Heiterkeit und Farbengeschmack wohl die schönste in der Schau. Nahebei steht die Eleganz und technische Sauberkeit des Einfamilien- Hauses der Brüder Luckhardt, mit vorbildlichen Wand- schränken und Stahlrohrmöbeln. K a n d i n f k y gestallet mit far- bigen Keramikplatten einen wundervoll klingenden Musiksaal, in seiner Abstraktion ein wenig kühl: M. Breuer das heim eines Sportsmannes in ausgezeichneter Raumteilung: Hauptsaal zu Uebungen und Geselligkeit, anschließend gereiht fünf Gebrauchskojen. Fast nur geistvolle Raumspielerei bedeuten die ausgedehnten Flach- Häuser von Lilly Reich und vor allem M i e s v. d. R o h e. So könnte man nur inmitten eines riesigen Parkes wohnen, durch riesenhafte Glaswände und Terrassen ganz mit der Natur verbunden. Bon den freistehenden Häuschen auf dem Freigelände, neben der fröhlichen Landwirtschaft, mag auf die Kupserhäuser, die ein etwa?, veraltetes Äleinbürgerideal verkörpern, und auf einig« W och e n c n d säü s e r �ngeMesen��rden, bki'Aeistli neben clkk-" modischen Liliput„villen" auch einige sympathische Modelle sich her- vortun, wie ein dreizimmeriges Dauerwohnhaus in holz(von Otto Loeb) und ein reizendes Stahlhaus(von G. Kunze) mit einem Raum, praktisch und von sachlicher Anmut. Laul F. Schmidt. Turnen für Klemkinder. Der Begriff Säuglingsgymnastik nach der Methode von Neu- mann-Neurode ist einer der wichtigsten heilstützen bei der BeHand- lung roochstunrsgeftörter Kleinkinder geworden. Im Charlotten- burgcr Frauenklub unterhielt in einem sehr interessanten Vortrog Frau Dvra Sa l i n ge r- P e rl s Frauen und Mütter über die Bedeutting des Turnens für die Kleinkinder. Die Vor- tragend« berichtete aus ihren Erfahrungen an der Universitätsklinik, daß fast 80 Proz. aller eingeschulten Großstadtkinder Neigung zu Verkrünrmungen zeigen. Sie bedauerte, daß sich die Wirkung der Säuglingsgyinnastik nicht weiter bemerkbar mache, und emp stehlt dringend bei gefährdeten Kindern die Fortsetzung des Spielturnens. Ihre Uebungen, die sie nach dem Bortrag auch an einer Kinder- qruppe praktisch demonstrierte, beruhen darauf, den Körper des Kindes zu lockern, dem Kind richtige Atemtcchnik beizubringen und alle Teile des kleinen Körpers so zu kräftigen, daß sie gesund wachsen. Dann geht in diesen turnerisch geübten kleinen Körpern auch eine geistige Erneuerung vor sich. Wie erreicht die Vortragende ihre verblüffenden Erfolge? Ganz einfach durch die Gabe, daß sie die Kinderpsyche. selbst dcs kleinsten Kindes, zu erfassen vermag und ihr orthopädisches Turnen in reizende Kinderspiele verkapselt. Gewissermaßen im Rhythmus des gesungenen Verse? schwingt die Phantasie des Kindes im Spiel mit und zaubert sich selbst die Heilung, die es für seinen kranken Körper so dringend bedarf. Schade nur, daß dieser Gedanke nicht für die Tausende von kleinen Geschöpfen fruchtbar gemacht werden kann, die durch die Arbeits- losigkeit und Rot der Eltern zum Siechtum verurteilt sind. Wirtschastsnot— Iugendnot. Der Werbebezirk Tiergarten der Sozialistr- schen Arbeiterjugend veranstaltete einen anregenden Die- kussionsabend im Natiönalbof, der sich mit dem Thema„Wirt- schafFurot— Jugendnot" beschäftigte. Der Redner, Reichstagsobge- ordneter Genosse Dr. Kurt Löwen st ein, stellte seinen Aus- führungen die Betrachtung vorweg, daß es sich vor allem darum handele, die Dinge so zu sehen, wie sie sich min einmal in der Wirk- lichkeit abspielen. Und es war die nackte Wirklichkeit, die er den Jugendgenossen vorführte, ohne Absicht, si« in falsche Hoffnungen zu wiegen. Die Erwerbslosigkeit betrifft die Jugend, die erst durch mmvi'sik sozialdemokratischer Juristen Am Moniati, dem 18. Mai, abends 8 Uhr, im GroHen Saal des Deutschen Meiallarbeites-Verbandes, AUeJakob- straße 148-155(Ecke Gilschiner Sirahe) Der moderne Strafvollzug in der Praxis unter Berücksichtigung der aufgaben der Arbeiterwohitahrt Vortragender ist Genosse Frilz Kleist, der Direktor der Strafanstalt in Celle. Krieg und Inslatio» gehen mußte, die nichts als Enttäuschungen kennenlernte. Belastet mit einer solchen Vorgeschichte, wirkt die Ausslhallung au? dem Produktionsbetrieb besonders verheerend. Ueberall kommt sich diese Jugend vor, als stehe sie den anderen im Wege. Die soziale Gesetzgebung, die noch lange nicht ousreichenS ausgebaut ist, wird von dem Unteruehmertuin als Einbruch in ihre Front«mpfurrden: deshalb der mit allen Mitteln geführte Kampf um ihren Abbau. Es kommt darauf an. daß wir die Massen auf ihre eigenen Lebensinteressen aufmerksam machen. Satz unsere Macht auch außerhalb des Parlaments so wächst, daß man sie nicht mehr unberücksichtigt lassen kann._ Dr. Lohmann auf dem Wege der Genesung. An dem Zustand des seit längerer Zeit an einer schwierigen Blinddarmoperation daniederliegenden Pressechefs der Stadt Berlin und sozialdemokratischen Landtagsabgeordneten Genossen Dr. Richard L o h m a n n ist erfreulicherweise eine starke Wendung zur Besserung eingetreten. Es ist zu hoffen, daß Dr. Lohmann die Privatklinik Dr. Borchardts in einigen Wochen gesundet ver- lassen kann. Die Zugend im Kampf gegen die Reaktion. Die„Iugendliga für Menschenrechte" als Tochterorganisation der„Deutschen Liga für Menschenrechte" veranstaltet am kommenden Montag, den 18. M,ai, 20 Uhr, im Plenarsaal des Reichswirtschastsrats, Bellevuestr. 15, eine Kundgebung, die sich mit dem Thema„Die Jugend im Kampf gegen Sie Reaktion" beschäftigt. Es werden da? Wort nehmen: Hubertus Prinz zu Loweusteiu, Werner Burmcister, Wolfgang de Haas, Konrad Rosenstein, Polizeioberst o. D. Hans Lange, Professor Alfons Goldschmidt, Leo Lania. Karten an der Abendkasse. Geldstrafe für Unteroffizierbeleidigung. Ein Echrifileiier zu llOO Mark verurteilt. Das Amtsgericht Berlin-Mitte verurteilte den Schriftleiter des „Kommunalbeamten" Wilhelm Soldes und Dr. L ü d e r s, die in ihrem Blatt über die Unteroffiziere der alten preußischen Armee ab- fällige Bemerkungen gemacht hatten, wegen übler Nachrede zu je 100 Mark Geldstrafe. In der Urteilsbegründung heißt es u. a.: Die Kritik ist über das erlaubte Maß hinausgegangen. Es sollte durch die Kritik der Eindruck erweckt werden, als ob das Schinden der Mannschaft durch die preußischen Unteroffiziere in der alten Armee allgemein üblich gewesen sei. Der scige Menschen- schinder wurde als der Typ des preußischen Unteroffiziers hin- gestellt. Der Angeklagte Soldes hat sich ja auch in seiner Bertei- digung dahin ausgelassen, daß das Schinden der Monnschast durch die Unteroffiziere Ursache von tausend Rekrutensclbstmordcn jährlich gewesen sei. Wie wir in unserem Gerichtsbericht anläßlich der Bcrhandlung berichteten, hatte Dr. Lüders in einer im„Kommunalbeamten" ver- öffentliditen Besprechung des Buches von Peter Riß„Stahlbad 1317" unter anderem von„sadistischen Schinder» mit Achselstücke» und Tressen", von„kulturwidrigem, teils feigem Gesindel" ge- sprachen,„für das selbst ein Strick zu schade wäre". Er hatte damit einen gewissen Typ des deutschen Unteroffiziers gemeint. Der Ren- dant des„Reichsbundes Zivilversorgungsbercchtigter", der Oeko- nomie-Jnsepktor i. R. Ewald Grünbein, hatte sich durch diese Aeühe- rung beleidigt gefühlt und gegen die beiden Angeklagten Straf- anzeige erstattet. Die in der Buchbesprechung gebraudsten Redewendungen wäre» bestimmt nicht glücklich gewählt: sie konnten als Verallgemeinerung aufgefaßt werden. Daß sie nicht so gemeint waren, wird man den Angeklagten glauben dürfen. Beisetzung der Feuerlandfliegcr. Auf dem Lichterfelder Parkfriedhof fand gester» die Beisetzung der Asche der beiden verunglückten deutschen Feuer- landflicgcr Gunther Plüschow und Ernst Dreblow statt. Die Urnen wurden von Fliegerkameraden unter Trommel- Wirbel zur Urnenstättc getragen, während einige Flugzeuge aus der Lust den toten Fliegern die letzten Grüße entboten. Seinen 75. Geburtstag begeht am Montag, dem 18. Mai, Ge- nosse Julius Sadise, Linoower Straße 26, zur gleichen Zeit sein äOjäHriges Jubiläum als Gastwirt. Genosse Sachse ist seit 1893 Parteimitglied und seit vielen Jahrzehnten ist seine Gastwirt- schaft das Parteilokal. Post an den Feiertagen. In Groß-Berlin werden am 1. Pfingst- feiertage Briefsendungen. Zeitungen und Pakete zugestellt: ä m 2. Pfiingsttage ruht die gesamte Zustellung. Die Paketannahmen sind an beiden Festtagen geschlossen. Die Schalter- dienststundcn an beiden Pfingsttagen sind die gleichen wie. an Sonn- tagen. Vorträge,Vereine undVersammlungen. G Reichsbanner..Schwarz-Rot-Gold". GsCcklättstiell»: Berlin 6. 14. Cebadianstr. 37—33. Sof 2. Sc. Somwiltonb. C» werten Aainpfmannschoften im Boren oufncftelit. Leiter der Gansportraart. Interessierte p.ameroden melden sich Don» ncrsta«. 2l. Moi. 20 Uhr, Turnhalle LiUticher Str. 4.— Ronta«,>s. Mai. Mitte lIunabanner). Loimadend fällt aus. Dafür alles Dienstaa. 19M Uhr, Sackefcher Los. kleiner Saal. Fricdrichshai» lZunabanner). 20 Uhr im de. lanntcn Iupendheim. Kamerad Politcioberleutnant a. D. Bathke spricht Uber: .Dentschlants Tatrnaräber-'. Altkameraden sind eingeladen. Tempelhaf lOrts» verein). 20 Uhr Schul« Monteuffelstrasic Uebunasabent. Reulsilln-Brih. 1. Name. radfelmst, 3. äufl. 20 Uhr Mit pli cdcrv c rsammlu na bei Jahn. Weserstr. 4l. Iunk» tionäre 39 Uhr. 2. Nameradsillaft. 20 Uhr Mitaliederversommluna im Lokal Nönias Ziachf., Böhmische Str. 43. 4.«omcradschoft. 20 Uhr Mitalicderner. sammluim in Beckers Gffellsllivstshauo, Brisi, Chausieestr. 97. Referent: flame. rad Koubach.— Dienstag. 1«. Mai. PrrnUauer Berq. Kameradsllmftsver» sammlnngen in bekannten Lokalen. Srnuberg lOrtsncrei»). 20 Uhr Bollver» lammlung aller oktioen Ramcraden in BundcÄIeidung. Rades Ieslsale, Iichte» strasie 29, unterer Saal.— Steglig(Ortsverein). Jeden Donnerstag um 20 Uhr llebunasabend in der Turnhalle Ringstrasic.— Renksilln.Brih. 3. Kameradschaft. 1. Zug. Rkontag. 18. Mai. 20 Uhr, Mitgliederversammlung bei Schröder. Stoinmegstr. 20. 3üg Sbert. Dienstag. 20 Uhr, Mitgliederver» sammln ng bei Wesenick, Roaatstr. 33—34. Iungbanner. Dienstag, 19. Mai, 19 Uhr, Schiel» und Sportabend auf dem Hpvrtchlag Trefebvrger Ufer.-» Wasieiipartabteilung. Iva Oberspre«. Dienstag, 19. Mai, 20 Uhr, Mitglieder» versainnikung im Bootshaus Wendenfchlosi. Wichtig« Tagesordnung. Arbeiter. Radio-Biind Deutschlands e. B., Ortsgruppe Berlin. Tharlotl-n. bürg: Lokal Lehmann. Königsweg 3. iZeeitag, 22. Mai, fällt aus.— Inedriche» seid«: Lokal Tempel. Gudrunstr. 7. Montag, 13. Mai, Ausschracheabend«20 Uhr). — �riedrichslmin: Lokal Wcrlalla. Lohenloheftr. 3. Donnerstag. 22. Mai, Er» verimentier. und irrageabcnd<20 Uhr).— Gesundbrunnen: Anschrift: E. Borr» mann, N., Prins-Gugeu-Str. 23.- Krcu4berg.T°mpelhof: Lokal Thiele, liilr» bringerstr. 9. ssreitag. 22. Mai, Vortrag:„Dos Budion". Referent: Genosse Ringel<20 Uhr).— Lichtenberg: Lokal Särmuerlein, Rigaer Sir. 50—31. llrei» tag. 22. Mai. Baun kund(20 Uhr).— Reukölln.Trepwm: Lokal Schikorra. Elbe» strasie 14. Ereitog. 22. Mai, praktischer Gruchpcnabend. Leitung: Gcnolsc Kirsch (20 Uhr).— Brenzlauer Berg: Lokal Klug, Daiwger Str. 71.©iciutan, 19. Mai. Mitgliederversammlung, anschliesiend technische Plauderei<20 Uhr). — Achtun«! Zu der Besichtigung des Fuickhaufes am Montag, dem 13. Mol, treffen sich olle Teilnehmer um 2v>/i Uhr Im Beftiblll des Iunkhaufes. De» achlet auch die Mitteilungen im„Arbeiterfuni". Zentraloerband der ArbeUsinoaliden und Witwen Deutschlands, Gau Co roch» Berlin. Geschäftsstelle: Berlin W. 57. Blllowsir. 49. Montag, 13. Man Eharlottcnburg: Milerts Iestläl». Berliner Str. 38, Eck Brauhofstrosie. Bor. filhrirng das Iilms:„Wir klagen an"<17 Uhr).— Dienstag, 19. Mai. Tier» «arten: Arminius-szesisäl«, Bremer E!r. 73<15 Uhr). Referent: Gauleiter Kolleg« Boigt. streireligiöfe Gemeinde. Donntag, 11 Uhr, Bappelalle« IS. Bortra» de» Serrn W. Richter:„Marim Gorki. der Dichter des russischen. Proletariats". Gäste willkoinmen. Reimblikanisch« Rcdnervcrelnigung. Montag, 20 Uhr, Alier Askanier, Bor. Irag:„Wns sagt UNS die Grapdologie?" Gäste und Smnvathisterende will» kommen. Die Vcreiniguna nimmt an diesem Abend neue Kursusieiinehmer auf. Bund Entschiedener Gelwlresormer. Pädogogisehe Arbeitsgemeinschaft Mon. loa. 13. Mai. IWi Uhr, Kochstr. 13. Thema:„Sinn und Praris des Schulgartens". Redner: Äonrckwr Albert Leng. Museum siir Raturkunde. Gemeinverständliche und unentgeltlich« Vorträg». Iirvalidenstr. 43. Mittwochs. 18 Uhr lpllnktlich). 20. Mai. Bon den Schlupf» welven lProf. Bischoff). 3. Juni. Sin« Forschungsreise noch Sstd-Dolivien Sonnen-, Strand- ond Ruderanzüge für Damen, weiße Blase ib. blauer Hose 1.50 Bade-Mäntel fflr Dsmen ud Btmtt ans gutem ErimelatoU 97 Bade-Kappen in eleganten Mustern AuOerat prolswert. Bade-Anzüge aas E8ling«r Troeken- jJV —oll«, in sehCn«nSB_ ........ rU.lS Allerneuestes! tJngebenre änswebl in Boarl.- PhIIot.» in modernsten Formen Bnd Farben, mit reicher Stickeret am Haltansrcbnitt mit.4 mt ohne Aermcln J Im � äerme!( nara%S0 nur ity p- er ei«in xäfiibausFroniK IS.AÄÖ. r E nur%r o Eine Kaufgelegenheit ersten Ranges. Eingebogene Statistik. Broipreisidyll im Giaiistifchen Reichsami. Das am Freitag erschienene erst« Maiheft»an �Wirtschaft und Statistik" fherausgegeben vom Statistischen Reichsamt) muß in Er» staunen setzen. Man hat so viel Uber Rrotpreiserhöhung geredet. Die Statistik des Reichsomts über die Brotpreisbcmegung im Monat April weist aber nur Brotpreiserhöhungen in einigen Stödten nach, so für Berlin(immer pro Kilogramm) von 36 auf 38 Pf., für Hamburg von 38 auf Zg Pf., für Breslau von 32 auf 34 Pf., für Dortmund von 36 auf 38 Pf. und schließlich für Lübeck von 44 auf 4S Pf. Auf Grund dieser Statistik Hot der Reich»- «rnährungsminister Schiel« gefolgert, daß der Brotpreis im April unter dem Staad des letzten halben Zahre» gelegen Hab«, womit sich Maßnahmen gegen die Brotpreiserhöhung, wie sie der Minister in Berlin eingeleitet Hot, erübrigt««. Das Reichsstatistisch« Amt kommentiert seine Brotpreizstatistik wie folgt: �Jn 13 Crchebungsgemeinden sind die Preis« für Roggen-. Grau-, Misch- und Schwarzbrot heraufgesetzt worden; im Reichs» durchschnitt betrug die Erhöhung 1,7 Proz. gegen den Vormonat. Im Vergleich zum Durchschnittspreis für die Monat« Oktober 1930 bis März 1931 ist der Preis im Durchschnitt des Monats April 1931 um 0,4 Proz. niedriger." Das ist ja allerliebst, und wir müflen ganz energisch Protest dagegen erheben, wie die Statistik umgebogen wird. Zuzu- geben ist, daß der Durchschnittspreis im April gegenüber dem Durchschnittspreis in der Zeit von Oktober 1930 bis März 1931 um 0,4 Proz. niedriger ist. Jeder weiß aber, daß die Drolpreiscrhöhungen erst im letzte« Drittel de» Äloaat» April erfolgt »» Stettin.... Lübeck.... Altona,.«, Hamburg.»» Breslau,». Leipzig,».. • a«• Magdeburg,. Braunschweig., Erfurt...» Hannooer»,, Göttingen«,, Kastel»«,» Hagen.,.. Duisburg. i, Krefeld.»,» Düsseldorf... »Barmen Snb« Vurchschniltevrel« AprU 1931 Ott. 1930 W.SWrj 1981 (Bretprel» pro Allozramm w sind. Auch jetzt treffen täglich Meldungen über weitere Brotpreis» erhöhungen ein. Da» aber nur nebenbei. Rimmt man nun den Gesamtmonotsdurchschnitt, so ergibt sich zweifellos von der erfolgten Brotteuerung«in unrichtige» Bild. Das laßt sich zahlenmäßig be- legen. Wir stellen im Gegensatz zum Statistischen Reichsamt fest. daß Ende April in folgenden Städten der Brotpreis höher war als der Durchschnittspreis der Monate Ottober 1930 bis März 1931: Slbo,lchWW»«M D»«chsch>mü»e. - 3-8 - U - 1,9 — 2 - U — 2 — 2 — 2 -2.5 — 0,5 — — 2 - 1J5 — 3 — 2 — 2 - QJS - 1.2 — 0/ — OK Frankfurt a. M. 40 37 töA 40 38,7 34 36 37K 86,5 36 34 34,6 35 33 40 48 32 50 315 40,1 44 36,2 35,5 43,5 38 37 32 34. 3V3 34 355 33,2 34 » 315 37 46 30 495 305 485 411 Damtt ist wohl klar, daß man an» der Arbeit de» Reich»- statistischen Amte» für die Maßnahm« auf dem Brotwarkt kein« Schbüste ziehen kann. Notwendig ist de»halb, daß da» Reichsamt der veffchttlichkeit nicht nur die Brotpreisverhältniste aus einer kleinen Reihe von Stödten mitteilt, sondern daß da» Amt oll« 34 Tag« die Brotpreisverhältniste in sämtlichen Städten, die überhaupt Kleinhandelspreise statistisch ersasten, veröffentlicht. Bor allen Dingen darf nicht von dem schematische« Älouawdsrchschvitt ausgegangen werden, sondern von einem Stichtag. Dadurch ergibt sich überhaupt erst ein brauchbares Ergebnis. Wird nicht in dieser Weife verfahren, so hat die gesetzliche Bestimmung, daß die Reichsregierung verpflichtet ist, eine Erhöhung des Brotpreifes über den Durchschnittspreis der Monat« Oktober bis März oorzu- beugen, gar keinen Sinn. Der Reichsernährungsminifter Schiel« müßte für eine solch« Statistik überaus donkbar fein; denn dies« Statistik ist die best« Brotpreiskontroll«. Hoffentlich wird man das auch im Stotfftifchen Reichsamt einsehen. Europäisches Kunstseidekartell. Monopolpreise für Deutschland? Roch langem erbitterten Streit ist e» gelungen, den FHeße» in der Kunstseidenindustri« herzustellen. Man hat. wie man so sagt, bei diesem Friedensschluß Nägel mit Köpfen gemacht und eine hundertprozentige Einigung erzielt. Wo» da» bedeutet, werden die deutschen Verbraucher bald an den Kunstseide»« preisen merken. Wir fühlen uns veranlaßt, schon jetzt die Aufmerksamkeit der Regierung, die sich für de« Lohnabbau ei»» gesetzt hat und die damit die Verantwortung für den Preisabba» trägt, auf die Bewegung der Kunstseidenpreise zu richten. Wen« nicht alles täuscht, werdeu diese Preise bald in die Höh« schießen, was doppelt unberechtigt ist, da die Kunsffeidenpreis« selbst währeud de« heftigsten Kampfe» um den deutfchen Markt stark überhöht blieben. Bei den Kämpfe« auf dem Kunstseidenmarkt handest es sich zunächst um die beiden alten Rivalen, die Elberfelder Glanzstoffabriken(Akugruppc) und die IG.- Farben i n d u st r i e. Die beiden Gruppen werden in Zukunft in«in Syndikat zusammengefaßt. Dem Farbentruft ist es gelungen, sich«ine Quote von etwa 15 Proz. zu sichern, während die Aku» grupp« 50 Proz. de» deutschen Absatzes an Biscoseseide liefern wird. Di« restliche« ZS Proz. entfallen auf die anderen deutschen Kunst- seidengruppen und das Aasland. In Frage kommen Italien, Frankreich und Belgien. Di« Linder werden in das Syndikat auf- genommen. Italien, da» wichtiger Exporteur für Sunfffeid« ist und an besten Sunstseidenindustrie die deutschen Gruppen stark finanziell beteiligt sind, erhält ein« Quote von 17 Proz. Aber man hat sich mit der Quotenzuteilung nicht begnügt. Man wird de» Import von Kunfiseüx noch Deutschland in Zukunft zum Teil über zentrale Ber» kaufsbüro» ketten. Das gilt besonders für die italienisch« Ausfuhr. Die ganz« Regelung bedeutet also, daß die Akugrupp« und die IG.-Fard«undustr« da» Angebot in Deutschland regulieren und damit beliebig« Preis« machen können. E» ist vor- «»»zusehen, daß mit Hilfe diese» Apparate» der Sunstseidenprei, in Deutschland weit über den Auslandspreis getrieben wird. Da» liegt «cht im Interesse der Verbraucher, ist auch das ungeeignetfte Mittel. die Leistung»fähigt«tt der an sich übersetzten Kunstseidenindustri« im Einklang mit dem Verbrauch zu bringen. Für die»erarbeiten d» Industrie und für den Export«geben sich ähnliche Probleme wie in der Eisenindustrie. Die Textilindustrie verwendet immer mehr Kunstseid«. Die TgxtL- mduftri« stellt ad««inen»«cht tinwesentlichen Teil da» deutsch« Export». Treibt nun da» Kunstseidenkartell die Preise in die Höh», dann erschwert e» die Wettbewerbsbedingungen für die deutsch« Textilindustrie. Die deutsche Textilindustrie kann unmöglich mit überhöhten Inlandspreisen in Wettbewerb mit den Textilindustrien de»»«»lande, treten. Wißbegierige Garotii-Akiionäre. Oisitllssion auf der Generalversammlung. Der zugeknöpft« Geschäftsbericht, de« die diesmal besonder» schweigsame Sarotti Schokoladenfabrik A.-G für da» Geschäftsjahr 1930 herausgegeben hat. mußte die Neugirr verschiede- ner Aktionäre begreiflicherweise anregen. Besonder» interessierten auf der gestern abgehaltenen Generalversammlung die Fragen, die mit der Aufsaugung von Sarotti durch den Schweizer Schokoladentonzern Restle in Zusammenhang stehen. So fragt««in Aktionär, ob durch die Ausnahme der Schweizer Schokoladenmarkeu dieFabrikationderSarotti-Warte» gelitten habe, ferner, ob sich der Umsatz einschließlich der von Sa- rotti»«kauften Schweiz« Rarken verfteh«, und schließlich wie hoch Sorottis Umsatz im letzten Jahr überhaupt gewesen sei. Auch die Frag« de» Werke» Hattersheim wurde wieder angeschnitten. Diese» Werk gehörte früher zur Nestle-Grupp« und ist nach der Fusion Restles mit Sarotti al» deutsche» Werk dem Sarotti-Betrieb«in- gegliedert worden. Nach den kurzen Bemerkungen im Geschäst»b«icht scheint da» Hattersheimer Wert kein« gering« Belastung für Sarotti darzustellen, denn während all« Stammbetriebe von Sarotti auch 1930 rentabel arbeiteten, hatte Hattersheim Verlust« auf- zuweisen. Allen diesen Fragen kleinerer Aktionäre, deren Beantwortung die Publizität bei Sarotti in ein bessere» Licht gerückt hätte- wurde mit Ausflüchtea begegnet. Nur über den Gehalt»- abbau äußerte sich der Vorsitzende«ingehender. Danach sollen die Gehälter der Angestellten ab 1. April um 5 Proz, die der Prokuristen um 10 Proz. und der Norstandsdirettoren um 30 Proz. abgebaut sein. Di« Frage dürfte hier besonders inter- estieren, ob dieser 30prozentige Gehaltsabbau bei den Direktoren fich auch auf die Gewinnbeteiligung oder nur auf da» Gehattsfixum be- ziehen. Bekanntlich stellt die Gewinn- und Umsatzbeteiligung bei den Vorstandsmitgliedern von Aktiengesellschaften den wesentlichsten Teil ihres Einkommens dar, während der Abzug vom Fixum ihnen nicht sehr wehe tun wird. Sodann verneint« der Vorsitzende die Frage, ob der frühere Oberbürgermeister B ö ß in den Aufsichtsrot «intreten werde.— Ueber die Aussichten des Geschäfts wurde noch mitgeteilt, daß noch der Flaute In den ersten Monaten dieses Jahres pch fett dem April eine kräftig« Umsatzbelebung bemerkbar mache General Eleciric vermindert ihr Kapital. D« größte Elektrokonzern der Bereinigten Staaten arbeitet seit «in« Reihe von Jahren mit einem Aktienkapital von rund 223 Nil- Soven Dollar(etwa ein« Milliarde Marl). Hierunter befinden sich 4». 9 Million«» Dollar Vorzvgsaktien. die mit s Praz, oHo für die USA. oechälwismäßig hoch zu vszmfen find: Die vnwattung will mm dies« Aktien einziehen: zum August ist den bisherigen Inhabern gekündigt worden. D« Uebernohmekurs soll 110 Proz. de» Nennwertes betragen, so daß die General Electric für diesen Zweck etwa 47 Millionen Dollar aufzuwenden hat. Da» sind rund 200 Millionen Mark. Zur Aufbringung dies« gewaltigen Mittel bedarf«» keiner Bantenhils«. Denn nach d« letzte« Vifanz(für Ende 1980) betrugen die fbüffigen Mittel der Ge< sellschaft, d. h. Kassenbestände und Bankguthab««. nicht wenig« ol» 142 Millionen Dollar, da» sind 596Millionen Mark. Nur ein Drtttel dieser Summ« ist also erforderlich, um die beträchtliche Herabsetzung de, Attienkapital« durchzuführen. Vi« hierdurch eintretende jährliche Ersparnis stellt fich aus über 10 Ril- lirarv Stark. Baa ein« großen Fleischfadrik in Moskau. Die Dundesver- «inigung der russischen Fleischindustrie„Ssojosmjasto" hat in Mos- kau mit dem Bau einer großen Fleischfabrik begonnen. Di« Fabrik soll 700 verschieden« Fleischwaren herstellen und 3000 Ardeiter de- schäftigcn. Die Wurstabtellung der Fabrik soll täglich 210 Tonnen Wurstwaren herstellen. Die Inbetriebscyung der Fabrik ist für 1933 vorgesehen. Die Bautosten r�.rden auf 20 Millionen Ziubel»er- anschlagt. 6 Proz. Rhrinstahl- Dividende. Der Auffichtsrat d« Rh«»- Nischen Stahlwerte A.--G. in Esten, di« unter dem Einfluß des Fardentrusts steht, beschloß für da» Geschäftsjahr 1930 ein« Dividende von 6 gegen 7ii Proz. im Vorjahr auszuschütten. Großhaudekiadex unv« ändert. Di« Großhandelsindexziff« des Etatifttschen Reichsamt» wurde am 13. Mai unverändert gegenüber d« Vorwoche mit 1135(1913— 100)«rechnet. 10 proz. Umfaßrückgang bei den Warenhäusern. Nach den Fest- stellungen des Konjuntturinstitut» lagen die Umsätze der Waren- däuscr im März wertmäßig um 4 Proz. unter Vorjahreshöhe. Im ersten Vierteljahr 1931 ergibt sich gegeniib« dem Januar bis Marz 1930 ei» Umsatzrückgang vm 10 Prozent. Die Vlriweißoefahrea im Mal«gemerbe behandelt ein« Broschüre, die der Verband der Maler und Lackierer unter dem Titel „50 Jahre Kampf um da» Vleiweißverbot" heraus- gegeben Hot. Verfasser ist der frühere Verbandsoorsitzend« der Maler, Genosse S t r e i n c, der in der Schrist einen Dortrag zu» arunde gelegl hat, den er im Herbst vorigen Jahre» vor dem Der. oandsbeirat gehallen hat. Di« Schrist ist«in« chronologische Dar- stellung de» vor etwa fünfzig Iahren aufgenommenen Kampfe« de» Malerverband«« gegen die Bleiweihgciohren, der bisher nur verstreut in Berbandstagsprototollen, wissenschaftlichen Gutachten und anderer Berbandsliterotur registriert war. Das unermüdlich« Wirken des Malerverbandes für ein völliges Bleiwcißvcrbot vom Gründunos- verbandstage im Jahre 1884 an bis zum vorläufigen Abschluß dieses Kampfe», der durch die am 27. November 1930 in Kraft getreten« Verordnung des Reichsarbeitsminister» zum Schutze gegen Bleioer- aistung bei Anstrichorbeiten herbeigeführt wurde, wird in überficht» licher Form in dies« Schrist aufgezeigt. % % C:' y? Ö# '•$] m Ts? rothC Würtwe ibefijJJ SJJS-�SS «ssssSgsS �«ssssss® SCHUHHOf ÜnKsh:11,Wilrner5dorfer5fct17/TUnmh,.45 Kleiderstofte_ Belderwand ä»— •cbtf arbig, n«a« Streif««, in großer UH"fr � Aaswahl...... M«Ur O.S5 Auswahl...... MeUr 0.85 Zephir für Sport- oder Ober- TP hemden, sehr preiswert, Meter 0.05 wR V M �9 Ozf Ordfßr Knabensporthemden 3£ Meter........ t.ta O.S5 TrachtenstoUe. Ä indaathreo, etwa 80 cm breit, für Garteokleider•••.Meter 1.10 WoHmnsseUae m.«-«.._ breit, in reuenden Druckneuheiten T J2,"Sh Riesen auswabl, Meter 2- 85. t.95■ B IT-WJ Seidenstoffe_ Waschkunstseide___ letzte Druckneuheiten, in großer UH � Auaway Meter 1.45. 1.25, a»5 W«#*0 Bastseide reine 4 AK Seide........ M.l.r 1.93■■■ Tolle reine Seide, iür du__ ,ant. SportkUid, r>»I» moderne 4 CS*% Farben....... Meier 2.90■»ersr Nene Eappe «in- und zwei- /i ßk farbig.... Eine Sensation I Sctiallpiatten doppelseitig, elektrisch aufgenommen, 25 cm Durchmesser. Die neu- «sten Schla-�UU ger Stück I Kunstseiden eb gut Meter Grdpe Marooain Knaat-___ seid«, etwa 100 cm breit, neu« ent- jS. zückend« Druckmuster.Meter 5.50","®"■ Kw etwa 100 cm breit, in neuen Farben n»> Jute weichfließende Kleiderware Damenmäntel Trench-coats f CA fest« Qualitit••■••••• 9.75■ Klnblacke Q TC fesche Form, gut« QoaiiUU•••• ��5• 9# 5 Mantel beliebt« Gürtelform. 75 iemgemustert, ganz gefüttert,•.•+0 Alpacca-Mantel 4 A"TC auch in großen- Weiten....■• m+0 Damenmantel Jabotform, Crdpe Friac, gynz W MM F gefüttert...........■*0äM W Seldenmantel Kan.u.id. imprigniert, Raglanform oder eingesetater Aermcl« euch in großen Weiten....... Hotte marine, braun Damenstrümofe Damen-Strflmple«m Mako, moderne Farben, Paar 0.95 Damen-Strflmple k&nat- lieh« Waschseide, feinmaschig Paar 1.95 1.85 Damen-Strflmple ksn.t- liehe Waschseide plattiert, elegant und haltbar, Paar... 2.95 2.25 Elegante Strflmple künstliche Waschseide, besonders gute Ausstattung, Paar... 2.95 Damenwäsche Trftgerhemd ringsherum mit aparter Stickerei Pyjama farbig Batiat mit buntem Einsatz, Knopnorm... Schlflpler Kunstseid« Charmeuse Prlnzefirock Ka».i.-!d. Charmeuse mit apartem Tüllgalon Weißwaren Kleider-Passe»u ob..- kragen und Kunstseiden- Msro- cain mit Madeira-Stickerei•••• FlChUS aus Crflpe de Chine mit Kunstseiden-Spachtei-ApUka- tion Klelder-vamlinr Fichus mit Beffchen aus Cräpe de Chine mit Madeira-Stickerei• Kleider-Weste miis-b,,. kragen ausgebogt und Kunstseiden- Rips, mit Knöpfen garniert..•. Plastrons G..r,.it.. mit kunstseidener Spachtel-Spitae Prefrwetfca Sommer-Komplet aus Vollvoile, in modernen Mustern, mit durchgehendem Glok- kenrock u. loser Jacke Entzückendes Sommerkleid aus Vollvoile, in zarten Blumenmustern, mit Blumentuff u. durchgehendem Glockenrock Sportkleid Waschkunstseide n _ aus gestreifter /'äschkunstseide mitRevers, Rock in gelegten Falten....... Sportkleid non« Fon». weißem Frikoline, mit Revers und Bieaenverarbeitung...... Sommerkleid.u, v»». voile in aparten Blumenmustern weißer plissierter Kragengarnitur, Glockenrock u. neuart Puffärmel Dnltiges Sommerkleid- aus Bömberg- Georgette-Kunstseide mvv C A in aparten Mustern, mit spitzem Ausschnitt und weitem Glockenrpck�K �F 5.90 9.75 155° 24.50 '-55, fileine A nzeigen wirkungsvdii und billig. ÜS«r«airrftt»ert Ii PI., Tntmwn 13 M./ Wi»««,»S»,»- 10—«I S%. 70 mol o4«r IOOO Wort. AbMiilaA JO« 2000 War». 13». AOOO Wort. 30» »toMooyo�rtho: übor.chfifnwort 13«f.. To.twort IQ H AwoHn»« doo Varl««, Undomtr. 3 l't« ba 5 Uh-V»od Vorw«rt* SUI�ao u. A»»«abo«»oU»o | uernaiite| Senpiibbau« emil ScKore, !B,tUn, feit 49 Jahren nur Qranien» Itrake 15«.»ab. lunn-erleichteruna «hneAuffchlog.Sbe. »iallataloa lullen frei.' Teppich«, Selten. Elaunenerreaenb. Srachlleppiche 19,— Riefenloper sämt lieber Größen. Lim. ferftoffe, Brllcke», ffiiwonbeifcn S,—. fTeiietbctten, Stand 23,—.(fteine Set- fakmoM.X&arbincn- lauer. Psanbleid- Sertaufsbaus «Sdiönbaufct Allee Db.Norbrina.__ Abban-Preise in Teppichen! Teilweise bis 30°/«! u. a. ca. 2X8 34.—, 35,—, 48,—, co. 2!* mal 3H 29—, 33,—, ca. 8X4 38—, 47,—, 85,—. Teppich■ ftStner, Votabamer Str. 26h. 9SaUen tafeln, Cchlittfchutfreiter, Sxifenträaet.®üt. t,I. fsrottblianb. tficher, Senfel, »nönfe, fReisnäflrl, Seife». Naiierllin. «,n liefert preis- wert Haberfelbt, siochftraße 1. Linoleum, Stillot, Kolonieftr.T Kenia aeteagene Gabarb-ine.Mantel Marengo» Sonnner. poletots, Sportan» zllse, ffrackaiuüg«, Emolinfnnuiiia«. Sebrackantitge, Iackettantitae, für jede ssiaur passend. Spetialttät: Bauch. antüae. Spattbilliq. Vcfellfchaftsanzllge werben verliebe». Salpern, Rosen. tbalerftraß« 4, eine Treppe. ssüchfe 26,— an, Peklra» watten. Telle, Be. faße am besten und billiaftrn Leibbaus Morißplok 56-. Keine Lombard. wae«.- msvsi Schlaf, immer. Anileibefchranl Birke poliert. 200 breit, lompl. 625.—, Sveife,immer. echt Eiche. 180 breit, mit Bitrin«, komplett 833,—. Westfälische Küche, lästert. 180 breit, komplett 195,—. Rrichbalttae Auswabl in ein- fachen und besseren Einrichtunaen sowie Eintelmöbef. 2500 Quadratmeter Ge. fchäftsräume. Mö. belmafioiin Inoa» lidenstr. 128 und 181 fStettinerBabn- bof). Stammbaus Rüaenerfpaße 13. U.Badn Wainmaifterftrafi« acht«bn. Ecke Ro- sentchaler Straße. Eeufationsverkauf r» Serrenbeklei. inina aller Art, wenia aetraaene ?fn/»Uae, Baletots, selten divia. Anrnae 90,—, Baleioli. Monatsaarderob«. (Keine Verla 8. war«.) Vfanbleib- Berkaufskaus Schösbauler Aller US, ZtonM-aw. KassakSuferl «ufaepaßt! ©olbbirlc.Stblofjim, mer. 180 breit! Aus» poliert!- 793,—, Eiche. Rußbaumab. lepuna. 180 breit. hochelegant, 495 Mark. Speise, im. mer! Alles rundi 180 breit. ssront Kaukastsch-Rusi. bäum. Rinbleber. »üble 435.—. Mö- befbaus Reander- sttaße elf. Vatentmateapen .Vrimifstma". Me. tallbetten. Aufleae. matcatun, Ebaiie- longues Walter. Stargarberstraße achtjebu.«einLaben Sofakissea«rati»! Metallbettra 12.— Eouchs 55,— Ebaifelonaues 20,— Bettkasten 53,— Vatentmatrat. 9,— Aussagen 8,— Ueberall!?reifen. bung.Pappelalleel«, Pankow, Schmidt- ftraße 1._ Billig: Eichen, Büfett 230,—, Schreibtische 90, Bibliotbeken 143,. AnIIcibeschrank 105,—. Riefenaus- wähl. Innung». meister Pohl, Acker ftroße 180.' Möbelba»ar, Möbelbakar, »nglantllche »assarabalte. Möbelba,-r. Röbelisnler »eele: Kredit und bar Möbelba»ar, groß« Auswabl, Sraiationapreif« «eilpielsweife: Schlaf, immer4Ä,—, Speise,imn>erS17,—, Sem n,inunct388,— Spieaelfchränke 118,—, Dielenaarni- turen 88,—. An. richteküchen 9«,—, Mefstngbett 88.—, KfeiberfchrLnke48,— Ebaifelonaues 28,—, Metalldettstellel«.—, Aussegematroße 13,—, fonstig« Mö- bei, angemessene Preise. Teiljwblunfl ausschlagfrei, Wochenraten. Mo. natsraten, auch ohne Aiuiablunaen Kredite bis ,wei Iabre. mäßiger Zins. Hauptgeschäft Strgfiß, Schloß» straße Nr. 1IJ7, am Schilbbornola». 2. Geschäft Neu- kölln, Hermann- plaß 3. 8. Geschäft Belle-Allianre- Straße Rr. 95, Un. teearundbabn. 4. Geschäft Schöne. berg, Hauptftr. 25. Katalog franko. Be. leuchtunasförper aller Art weit unter ssabrlkpreifen. � Teil,abl»aa. Komplette Zimmer, E>n,elmbbel bwig. Wenger, Marstliuo- '' cit RSbe rvlat. Möbel im ssabrikgebäute, Küchen, Schlaf, im- mer, Speisezimmer, EinnefmSbel enonn billig, da geringe Spesen. Teilzahlung gestattet. Mar Berg u. Co., Komman- bwntenstraße 44». Ecke Oranienstraße. Doßko wstn stra ßeWa. Ecke Alt- Moabits Teilzahlnngl Teilzahlung I Teilzahlung! kulant, billig, reell. Möbel-Misch. Große ssrankfueterste. 45/48 Speise, immee 390.—. Polstersessel 22.—. Riesenaus- wabl. Teilzahlung. Kamerfing. Kasta nienallee 56.' Tischlermftr. Fitzner. Elsässerstr. 5. Schöne Schlafzimmer von 435,— an. 180er Speisezimmer kam. plett 500,—. Herren. »immer und Küchen, rücksichtslos herab» gefeßte Veeife. Möbes-Udeloman» nur »leranbeeste. 14/14» Da» San, der guten Onalitzten! Verkauf»u Senfa. tionspeeisen: Schlaf- »immer. Mabaaoni. Birke. Nußdaum, Birnbaum, Eiche, nur 845,—, Eveise- »immer, echt Eiche, mit Keiftallvitrine nur 295�—, Herren, »immer, apartes Modell. 286. Küchen 85,—. Sämtliche Einzelmöbel zu Spottpreisen! Rie- senauswahll Lang. iährige Garantie! Besonder» astnlirg« Gelegenheit für Kassakäuser! Eiche- ren Kunden auch Zahlungs- Erleichte runa. Abgebaut ssnb unsere Preise. Sieben. staunen. Sellen schöne Schlafzimmer, Herrenzimmer in einfacher und oan, reicher Ausfübruna »u Spottpreisen. Rioseuauswabl. Dofste». Kastanien» alle« ST.* Gebrauchte Möbel preiswert abzugeben Riesenauswahl. Mö- bel.Maga,i», Inoa. libenstiaße 131. Mäbelbao« Udelsmanu Rur Wiener Straß« Pierzeha B, Ecke Lauscher Straße. Gut« Ware»u billigen Preisen! Sensationelle An, geböte! Schlafznn, mer, Mabaaoni, Birnbaum, Birke, Nußbaum, Eiche 385,—, Speise, im mer, Eiche mit kon. kastsch Nußbaum, Glasoitrine 235,—, Herrenzimmer 285... Küchen 85.— Ankleideschränke mit Spiegel 88,—, Einzelmöbel»u Spottpreisen. b«. sonder, günstig für Kassakäuser. Sicheren Kunden Zoh- sungserfeichterung. Wichtig! sürsebermann. Täglich werden verkauft guterhaltene Klei. berfpinbe. Vertiko- 24,—. Bettstellen 27,—. sslurschränie, Wafchloiletten 24,—, Chaiselongues 24,—, Kommoden 19.—. Bücherfpinbe. Schreibtische 32,—, Büfette 35,— ,- Tni- meaus 29,—, Standuhren 68,—, Klubsessel, Klaviere. Rie. senauswabl. spott- billig, 800 Teppiche Speise, immer, gut erhalte», komplett 225.—, Kernnzim. mer. säst neu. kom. plett 295.-, Schial- »immer, fabrikneu, komplett 288,—, Wohnsalon, wenia benußt. 195,-. 100 Küchen, entzückend» Modelle, aebrauchte 48,—. Staraardt« Möbel, und Lom bardspeicher. Brenz» lauer Straße sechs. Ecke Linienstraße, am Prenzlauer Tor. ssahroerbinduna bis Prenzlauer Tor: Siraßenbahnlinien: 1. 2. 80. 81. 82. 31, 72. 38. 34. 134. Auto. bus: 8. 12. 14. 80. Untergrundbahn Schönhauser Tor.• Urb hing, Kassakäuser! AnUeideschräuk«. 180 breit, mit Spie gel 113,—, jede Größe. Riesenaus- wohl. Schlaszim- mer. 180 breit, alles rund, komplett 450,—. Epeifezim- mer, hochelegant, Eiche mit Nußbaum, komplett 830,- Mö- belhaus. Prinzen- straße vi und Dres- benerstraße 48.• MUSIK- Instrumente Kofsmaan.Piano». Georg Hossmann, Pianosabeik. Gesell schaff beschränkter Haltung. ssgbrik: ssrankfurterallee 40. Stammhaus ge. arünbet 1883. 100 Instrument« Au». wahs. Reue Pianos 810.—, sslügel 1830,—, Harmo. niums 180.— netto an. Taufende Aner» kemrungen. Lang» jährig« ssadrik. garantie. Ständig preiswert« Gelegen. betten. Gebrauchte .300,— an. Teil- zahlung. Lieferung frei Haus. Alte Instrumente An. eechnuna. Stimmen, Revaraturen fach. männssch. SW. 53. Leipzigeestroße 57 lSpittelmarkl). Linkpianos, Mietvianos über. aus preiswert. Pranokabrik Link. Drunnenstraße 85' Gebrauchte Piano» 120,—; 150,-; 175,-: 420,— sowie große» Lager von neuen. Langjährige Garan- tie. Bestchtigungdes reichhaltigen Lager» lohnend. Ratenzah- lung. Lerer. Brun- nenstraße 191. ein« Treppe, Rosentbaler Bla».' Gebrauchte Lualüätspiano», Blüthnerpian» 850�», Teil«blung. Serer. Prinzen- Pianos, Gelegenheitskäufe. gebrauchte von 125.— an. Zah- lungseeleichieiung. Thür. MMizstraße dreißig.___• »andonionlager, Pionookkordeons, Fachberatung. Ab- zahloerkauf. Unter. richt. Ackerstraße 88. ßsain Anoden, Neunziger 4. Hunderter 4,50, Svarröhren 2,—. Schöltleinstraße 2.• Fanrr8fl»r Ballonrenner, Ballontauren-, Bad iondamen. Maichi» nen 58,—, 63,—, 35,—. Original» Brennabor- Ballon- räder Sn,—. Mach- now. Weinmeister, straße 14 156 aebrauchte Fahrräder. 15,—, 20.- 25,— 30,—. Machnow Weinmeisterstr. 14. Ballanfahrräber. Brennabor.. Dta. manträdrr. Göricke. rädrr. Multipler- räder. Erpreßräder. Wittlerräder.Pracht. volle Rennmafchi» nen. hochmoderne Damenräder, schnell- lausende Touren- sahrräder. Monat. sich 10.—. Echlawe. Weinmeistcrftraße vier.' Ben» Sie Grll> sparen wollen, dann kaufen Sie Ihr Fahrrad bei Werner. Abalberl. straße 9�_ Fahrraddecken 2/—, Schläuche OM), Pedalen IM, Vorderräder 3,50. Sc. varaturen billigst. Schdnleinstraße 2.' Littauer. Rähmaschiue» Mr Saushalt und alle Gewerbe. Preis- abdau. Rundlchiss che» 180.—; Brr. srnkbare 180,— und 210.—; Schrank, hochelegant. 260,—. Bei Teilzahlung günstigste Badin- gungen. Auch gr. brauchte Maschinen außerordentlick» vreiswert. Höchste. straße 89: Land». brrgerstraße 28: Moßstraße 13. Wei- tere Verkaufsstellen in allen Stadtteilen. Anzahlnngasrei. Nähmaschinen. So fortige Lieferung. Postkarte erwünscht. «lohn, Landwehr- straß« 19. »nnsn. tsuns und Balkon Pumpen aller Art billig. Theodor Kaulen, Neue Friedrichstraße 61-88. Näbe Börse. Abefstn i erpumpen, Flllaelpumprn. Rohre, Filter. Schläuche, frosdstchrre Siedlerpumpen, Zu» dehör ollcrbilligst, Tiefpumpen. Bus Wunsch mit Aus. stellung. Jauche. pumpen. Revara. ture». Wolss. Bum. pcnsabrik, Gartrn. straße 38. Wedding «9t0. Fabrikneu« Fahr. räder, 86.-. 39—, 45,-. Machnow. Wein. meisterftroß« 14. I Bunmnseninsn| Nähmaschinen, gebrauchte, neu«, sämtliäie Snsteme. 1,— bis 2— pro Woche. Po scharte genügt. Flanter», Nähmaschinen, Ge» fchdft. Richthoßen. straße 24. Körria. stadt 7202. Wochenendhäuser, doppelwandig. von 300.— an und Lau. benmatrrial liefert A. Ehrist, Frieden. au, Rembrandt» straße, Einaang Kärnerstraße. Sonn- tag vormittag» ge- öffnet. Für Laubeuba» Krhlleisten. Bretter, Fußboden, Kantbolz. Fenster. Türen, Sperrholz. Dalent in. 3 Geschäft«: Ofenerstraß« 10. Ehausseestraße 91. Sähonhause rAll««42. Andreasstroße 55. Andreasstraß« 54. Oranienstraße 189. Köpenick. Bahnhof- straß» 48. Drahtzäun«. Zaunmaterial aller. billigst. Mar Ten«». bäum, Breslau«! Straße 88, Alar- ander 5851. Gänsekücken! Enlentücken. Lüh. nerkücken. Brrslauer Straß« A. INgllMllMl Zahngeblff«, Blalinabfälle. Queckstlber. Zinn- Metalle, Silber. schmelze. Goldschmel. zerei. Ehristwnat. Köpenickerstraße 89 Salteftelle Adalbert. straße. Zahngebisse. Edelmetollbruch, Queckstlber. Zinn. Blei, Eilberschmelze Ehriftionat, Köve» nickcrstraße 20» lManleusselstraße.) s slarmarki j\ BBiBuerKelir"] Zweitausend Mark erste Hnpo thek. zehnprozentig, von Genossen o». sucht, Borwärls- Ausgab« Berlin. Adlershos. Gemein- schostsstraße 10. Hypotheken, Baugeldcr, Zwischen. kredite, Prloatgeld ab 1000 M. vergibt sofort günstigst B-nkgrschäst Westers, Friedrich. straße 138(U.Bahn Französische straße). \ uiascnereion""! Jeder Ebel zieht Bewerber mil Svraebkenntnisien, vorl Drum lern« Sprachen in der Berliß Schoo!. Leiv- ziger Straße 110 Kurfürsten» dämm 26a. Ernzel» Unterricht, Zirkel Breieabdao:_ IQ"lo Technisch« Privatschul« Dr Werner. Regie- rungsbaumeister. Berlin. Reander. straße 3. Maschinen, bau, Elektrotechnik. Hochbau, Tiefbau Eteinmeßschnle. Heizungstechnik' Abiturinm. Einjähriges. Direk- lor Dr. Fackelmana, Anstalt, Hohen» zollerndamm 19«. I MUSIK u. BossüiTI Unterricht. Klavier. Bioline Gesang. Svezialilät Chorgefona Rosen. thal. Svarrstr. 23. ÜL«'- schiedenes Genossen. die Wäsche nur zur Damvfwäscherei ..Merkur", Berlin O. 112. Frankfurter Allee 803. Andreas 2820. Preisliste verlangen. Frei« Ab- holun» täglich durch Automobile. Mit. aiied SPD. n. RB Wäscherei Kubasch. Köpenick. Grünauerstraße 43 sTeleph.: F 4, 0587). wäscht und plättet sämtliche Haus- und Leibwäsche. Bezug 80. Damenhemd 13. Abholung Donners- tag. lMitalied SPD. und RB.)• Kipeutcker Damvfwäscherei .Eharlotte" Grü- nauerstraße 83a, Telephon F 4. 0687, wäscht ohne An. Wendung scharfer Mittel, trocknet im Freien. Billigste Preisberechnung. Abholung täglich. Deteitlvbstr, Stalchel, Chaussee. straße 73 Fern» lvrecher Wedding 3880 Beodach-un- gen. Ermittelungen Auskünfte allerorts Wäscherelbetrieb Frau Welke. Käve- nick. Mittelheibe 80. Telephon F 4 1285. liefert billigst, laa- der. ohne scharfe Mittel im Freien etrocknete Wäsche. lbholuna M-ttwoch. mangelt 082. Ab- holung Versicherung frei. vfunbwäfcherei Deutscher Fleiß. Waldemarstraße V4a Oberbaum 3740. Bllltenweiße Wäsche, bodenfertig 0,18. schrankfertig ae» getrocknet 0,23, Hur-, trnoiungs- aUlBDlDSIt Gastwirtschaft «eatseldt. Dabei in Meilsen dura, herrlich an Wald und Wasser geleaen. nimmt Sommergäste aus. Voller Pensionspreis pro Tag 4 Mark.' Luftkurort Gustebiefe IReumari). Wunder. volle Lage an Wald und Wasser, Angeln, Freibad, elekirisches Licht, Warmbad im Saufe. Kroßer Gar. ten, hefte reichliche Verpsseguug(fünf Mahlzeiten). mit Zimmer 4, 425 M. Penston Deussches Hauo. Tel.: Nr. 6. Herrlich« Sommerfrische, Selbstbeköstigung, sonnige Einzel. »immer mit je Alleinküche, in mgld. und wasser- reicher Gegend. Gut« Bade- und Angelgelrgeuhei:. Ehepaar 2,50. Sin. der 050 pro Tag H. Müller. Bindow. a. d. Oder. uep- mieiunoen | lonnungon"1 Neubauwohnung, 2!? Zimmer, 88—, Bad. Loggig, sofort. „Boterland". Fried. richsselde, Delbrück' straße 17. ftmmor Z» vervneten sauberes, möblierte? Zimmer, Bad.Kalweit.Göhre. nerstraß« 6. Näbe U-Bahn und Ring. bahn. Zu erfragen nach 8 Uhr. Stube mitKochgelegenheit, separat. Gas. Eick- trisch. an junge, Paar, Mohlsdorf, Florastraße 83. Neubau, immer. Warmwasscr, Zeu» tralheizung. Näh« Rehbera«, preis. weet. Förster. Afri. tanifchestr. 141», ob 4 Uhr. Leerzimmer für 2 Personen, se» parat, Kochgeleaen» Seil, eleltrisch«, Licht, vorn ein« Treppe, zum 1. 6. vermietet Fischer, Pollasstraße 6. � Misigesucns j Porteiaenosse sucht möblierle» Zimmer bei Ge. Nossen, Nähe Echo- neberaee User. Ol- ferte» unter P. 73 an Haupierpedirion Vorwärts. Lindeu- strafte 3. lapveilzinspüil | sieiiBnangotio'B| Hohen Berdienft erzielen Herren durch lieber- nähme der Bertr-» tung Istir Berlin und Provinz) einer wirklich guten Mit- telstanb». Kranke». versicheruna mit Krankengeldverstche. rima. Auch neben. derullich gut für Pertreter von Mo- deblätiern, Bestat» tungsvereinen usw. geeignet. General. direktion: Berlin N. 24. Oranien. durgerstr. 21. SO. 36, LaustßerPlaß 10. N. 65, Ravendstr. 8. RQ. 55, Iadlonski. straße 1. Wilmers. dorf, Günßelstr. 83». Portierftelle vergibt zum I. Juni gegen biensttr-ie Zwei. Zimrnerwoh. nung Malerhlllte, LandsbcrgerAllee 8«. em HiftelsfandS' Krankenversicherung sucht solvente Herren als Vertreter Geboten wird Provision und bei nachwe sbaren Erfolgen auch Gehalt Ancebote Ilo. D. 4941 bef Rudolf Mosse. Rosentbaler Str 48. Unserer heutigen Auflage liegt ein T— Berlin, low in t» einem Teil der Auflage«in 1�"°. Sdltok«uer"t-e" der Firma H ermann Tlei*, ..____ ,'pctt der Firma Facti» Schabe. 72, tut woraus wir unsere Leser Nr. 226 ♦ 48. Jahrgang 4. Beilage des Vorwärts Gonntag, 47. Mai 4934 Llngenügende Entlastung des Arbeitsmarkts. Kampf gegen Arbeitszeitverkürzung mit Zitatfälschungen. End« April pflegt die winterliche saisonüblich« Belastung unseres Arbeitesmarktes so gut wie vollständig überwunden zu sein. Im Durchschnitt des Jahrfünfts 1924 bis 1928 war zu dieser Jahreszeit die Arbeitslosigkeit in der Saisongruppe nurum4,2Proz. höher als in der Konjunkturgruppe, und die saisonübliche Arbeitslosigkeit — im Vergleich mit dem sommerlichen Tiefstand— ließ sich etwa auf 1 Proz. schätzen. Um so eindrucksvoller sind die Aprilberichte der Gewerkschaften, die eine nur unerhebliche Entlastung des Arbeitsmarktes nachweisen. Von 1 Gewerkschaftsmitgliedern waren arbeitslos bzw. standen in Kurzarbeit: 1931: Dagegen 1930: In der gn-■ In der In der Zu- Saison- sam» Konjunktur- Saison- sam- Monat?- ende Kanjunrtur- ßnippc gruppe wen gruppe gruppe men 55,5 22,2 59,5 23,7 50,2 21,9 42,9 20,5 2,2 10,6 2,0 12,5 1,4 12,1 1,2 11,7 waren arbeitslos: Januar.. 25,8 72,8 34,5 14,2 Februar.. 25,8 74,7 34,8 15,0 März... 25.6 7l,4 34,0 151 April... 25,2 63,7 32,3 15,2 standen in Kurzarbeit: Januar.. 22,6 2,3 18,8 12,6 Februar.. 23,1 2,2 19,2 15,1 März... 22,4 1,7 18,6 14,7 April... 21,5 1,5 17,9 14,3 Es ist allerdings zu betonen, daß das Jahr 1930 für das Bau- ge werbe ein ausgesprochenes Krisenjahr gewesen ist. Niemals hatte früher Ende April die Arbeitslosigkeit in der Saisongruppe «ine ähnlich« Höhe erreicht. Heute liegen in den meisten Bau- berufen etwa zwei Drittel bis drei Viertel der Bauarbeiter auf der Straße, wobei nur wenige unter ihnen hoffen können, in absehbarer Zeit Beschäftigung zu finden. Unter den Gewerkschaftsmitgliedern waren nämlich arbeitslos: Ende April Ende April Ende April Ende April 1931 ISM ISIS 19W Pro». Pro». Pro». Pro». Maurer...... 71,4 47,0 18,8 10,6 Bauhilfsarbeiter... 70,5 53,0 23,8 18,4 . Tiefbauarbeiter... 62,3 43,7 23,8 21,3 Zimmerer 71,5 51,4 27,9 17,7 Maler....... 60,5 36,0 15,0 7,2 Dachdecker..... 65,3 53,7 25,3 24,5 Stein arbeiter.... 57,8 41,4 11,7 4,1 Grobteramiker.... 51,8 29,8 15,6 5,2 InderKonjunkturgruppe wurde eine Verbesserung fühl- bar: Im Organisationsbcreich des Gesamtoerbandcs(Verkehr), in der Tabakindustrie, im Bekleidungsgewerbe, Holzgcwerbe und bei den Fabrikarbeitern. Die Neueinstellungen in diesen Berufsgruppen waren zum Teil aus Saisoneinflüssen oder aus besonderen Bedin- gungen in den betreffenden Industrien(z. B. in der Tabakindustrie) zu erttären. �. Von 100 Verbandsmitgliedern waren arbeitslos: Gesamtverband.. TabakarbeUer.. Bekleidungsarbeiter Holzarbeiter... Porzellanindustrie. Glasindustrie.. Sattler..... Dagegen ist in der Metallindustrie und Textilindustrie, im Ver- wielfältigungsgewerbe, bei den Lederarbeitern und Schuhmachern, im Nahrungsmittel- und Gctränkegewerbe u. a. m. die Lage unverändert geblieben. Aus einigen Berufen wird sogar über einen weiteren, allerding« unerheblichen Anstieg der Arbeitslosenzahl berichtet. Bei dieser Sachlage erhält die Frage der Arbeitsstreckimg immer größere Aktualität. Es ist keine erfreuliche Erscheinung, daß inmitten der höchsten Not die Kurzarbeit in der Industtie stärker als die Vollarbeitslosigkeit zurückgeht. Nur in der Glasindustrie und Chemie war der Rückgang der Arbeitslosenzahl(von 41,5 Proz. auf 40,7 Proz. bzw. 23,6 Proz. auf 23,3 Proz.) wenigstens zum Teil auf die weitere Arbeitsstreckung zurückzuführen. Dagegen ist aber eine ganze Reihe von Berufen zu verzeichnen, wo im Bcrichtsmonat die Kurzarbeit zurückgegangen ist, obwohl die Lage der Beschäftigung die Verlängerung der Arbeitsstunden der Kurzarbeiter nicht rechtfertigen konnte. Di« Zahl der vrrktlrzt Die Zahl der Poll- Arbeisenden ghtz»»rllck arbcit.Iose» stieg an von auf von auf Proz. Proz. Proz. Proz. Metallarbeiter.... 28.2 27,7 30,7 30,8 Kupferschmiede.... 8,0 6,8 42,6 43,0 Papierherstellung... 21,9 21,6 19,3 19,8 Buchdrucker..... 4,1 Z,8 22,1 22,2 Buchbinder...... 36,5 32,3 25,9 27,1 Friseure....... 22,5 19,0 17,9 20,2 Auch unter Berücksichtigung der Schwierigkeiten, die stir die Arbeitsstreckungsaktion aus der Lohnkürzung bei den Arbeitenden entstanden sind, muß man erkennen, daß eine derartige Entwicklung der Arbeitszeitgestaltung nicht zulässig ist und die Notwendigkeit der gesetzlichen Regelung der Frage beweist. * In der letzten Eingabe der Spitzenorganisationen der Unter- nehmer an die Reichsregierung wurde die an dieser Stelle erschienene Ucbcrsicht über die Lage des Arbeitsmarktes Ende Januar gegen die Forderungen der Gewerkschaften auf Arbcitsstteckung ausgespielt. Es wurde nämlich behauptet, daß der letzte„freigewcrkjchasttiche Bericht über die durchgeführte Arbeitszeitverkürzung" zu dem Ergebnis kommt, daß„eine entscheidende Bcfscrung der Lage durch die Arbeits- streckung nicht mehr in Frage kommt". Gemeint wurde ein Artikel im„Vorwärts" vom 18. Februar. Die Berufung auf ihn stellt aber eine dreifache Fälschung dar. Zunächst ist ein gezeichneter Artikel kein„freigcwerkschaftlicher Bericht", zweitens ist durch die Einschaltung des kleinen Wörtchens„mehr" dem angeblichen Bericht ein Gedanke zugeschrieben, der dem Verfasser vollständig fremd war: drittens ist durch das Loslösen des Satzes aus dem Text sein Sinn umgedreht. Ich habe wörtlich geschrieben: „Eine entscheidende Besserung der Lage durch die Arbeits- streckung kommt nicht in Frage. Aber auch wenn nur einige Hundert- tausende aus diesem Wege in die Produktion einzuschalten sind, muß dies geschehen. Die Entwicklung im Berichtsmonat bringt uns einen Beweis dafür, daß auf diesem Gebiet ein weiterer Erfolg immer noch möglich ist." In diesem Zusammenhang ist vollständig klar, was ich unter „entscheidende Besserung der Lage" verstanden habe. Zur Zeit, wo 5 Millionen Arbeiter auf der Straße liegen, kann man nicht die Einschaltung von 600 000 bis 650 000 in die Produktion als eine entscheidende Besserung der Lage betrachten. Dies besagt aber nicht, daß man sich mit den erreichten Erfolgen der Arbcitsstteckung zufrieden erklärt. Der Sinn meiner Aeußerungen konnte nicht von den Verfassern der Eingabe mißverstanden sein, sie haben ihn aber derart umgedreht, daß ich selbst meinen Satz in der Wiedergabe des „Arbeitgebers" nicht mehr erkennen konnte und sicher war, daß es sich entweder um einen mir unbekannten Verfasser oder um eine Erfindung der Unternehmer handelte. In Wirklichkeit war es weder das eine noch das andere, sondern einfach eine F ä l- s ch u n g. Mir ist unklar, was man mit derartigen Methoden ge- Winnen will: die Erfahrung zeigt, daß jedes falsche Zitat früher oder später entlarvt wird. WI. Woytinsky. Albert Thomas warnt. Nie Gefahren der Weliwirtfchastskrife. Der Direktor des Internationalen Arbeitsamtes in Genf, Albert Thomas, widmet seinen Jahresbericht zur 15. Internationalen Arbeitskonfcrenz, die am 28. Mai zusammentritt, vollständig der Frage der Arbeitslosigkeit und ihrer Bekämpfung. Wie der deutsche Brauns-Bericht, so sieht auch Albert Thomas die Ur- fachen der Arbeitslosigkeit in der La n d w ir ts ch a st s k r is«, in der indu stielten Ucberproduktion, in der zu weit- gehenden Rationalisierung, der schlechten Gold» Verteilung, den: Preissall des Silbers, dein Preis- stürz der Rohstoffe, den � zu hohen Produktions- kosten, den Handelshindernissen oller Art und dem Mangel an Vertrauen. Thomas betont, daß die Mitwirkung des Internationalen'Ar- beitsamtes nur auf einigen eng begrenzten Gebieten erfolgen könne, die ihm fein Statut offenlasse, daß eine Hoffnung auf Beseitigung de- Uebels aber nur bestehe, wenn alle Stellen der internationalen Staaten, der Pttoatwirtjchaft, der Gewerkschaften.usw. sich ihrer bestmderen Aufgaden bero-üßt s.'icn. Als�Beitnrg des Internationa- len Arveitsaintes zur Milverüng der Arbeitslosigkeit bringt er, wie schon in seinem Bericht an den Europa-Ansschuß, einige sehr um- strittene Mittel zum Vorschlag, nämlich: 1. Bildung einer inter- nationalen Arbeitsbörse. 2. Allgemeine- Programm für Wände- rungen der Arbeitskräste und Erschließungsarbeiten in brachliegen- den Gebieten. 3. Prüfung eines internationalen Abkommens über die Arbeitslosenversicherung auf einer der nächsten Arbeitskonferenzen. 4. Aufstellung und Durchführung eine- internationalen Programms öffentlicher Arbeiten. Im übrigen vertritt Thomas die Auffassung, daß die Ar- beitszeit international verkürzt werden müsse, und zwar über dos in Washington vorgesehene Maß von 48 Stunden hinaus, vielleicht auf 40 Stunden, daß es aber vor allem notwendig fei, daß all« Staaten dos alte Washingtoner Achtstunden- abkommen ratifizieren. An einer Stelle seine- Berichtes geht Thomas auch kurz auf das Reparationsproblcm ein und sagt:„Hier ist nicht der Ort, dieses delikate und schon oft behandelte Problem der Reparationen ouszugreisen. Seine juristische, politische und moralisch« Seite können nicht vergessen werden. Aber Tatsache ist es doch, daß die international-wirtschoftliche Auswirkung des Reparationsproblems und sein« Rückwirkungen auf den Beschäjtigung-grad der Arbeiter- Massen mehr und mehr Aufmerksamkeit finden, sowohl vom Ge- sichtspunkt der Schuldner- als auch der Gläubigerländer aus. Ohne prüfen zu wollen, ob Deutschland zahlen kann oder nicht, wie kürz- list der italienische Finanzministcr de Stefani schrieb, besteht kein Zweifel, daß die Schulden- und Reparationsfrage erneut geprüft werden muß, nicht im Sinne des Wohl- wollens gegen dicjes oder jene- Land, sondern als ein Krite- r i um des W c l t n.u tz.e n s. das mit Vorteil sogar fti�. die 'GläubigcMndcr selbst gel�t werden tatrn.'" �. Bemerkenswert ist, daß Thomas sich ziemlich' scharf gege n «ine wirtschaftliche A n t i d u m p i n g- A k t i o n gegen Rußland ausspricht. Es stehe nicht einwandfrei fest, daß Ruß- land wirklich Dumping im tatsächlichen Sinne des Worte- treibe und andererseits hätten die billigen russischen. Rohstosflieferungen zur Belebung europäischer Märkte beigetragen. Thomas schließt: „Gebt acht! Wenn die industrielle Welt nicht den notwendigen Mut und Geist findet, die neue Ordnung des Friedens und der Gerechtigkeit zu schaffen, dann wird der Geist der Zerstörung und der Revolte, dem sich heute fertige Schlagwortc anbieten, nicht ver- fehlen, fürchterlich« Umstürze herbeizuführen, und das in eine? Stunde, wo e- ohne Zweifel möglich ist, Werkzeuge zu einer neuen Ordnung und Zivilisation zu schmieden." Nie Reichsanstali und ihre Angestellien. Ein befremdendes Urteil des Neichsarbeiisgerichts. Als im Jahre 1927 die R e i ch s a n st a l t für Arbeitsvermitt- lung und Arbeitslosenversicherung ausgebaut wurde, forderte man die bei den Kommunen und Gemeinden tätigen Arbeitsnachweis- angestellten auf, ihre Tätigkeit als Angestellte der Reichsanstalt fortzusetzen. Der Z 228 des Arbeitslofenversichcrungsgefetzes regelte die Uebernahmebedingungen und. sagt wörtlich:„Bei Angestellten und Arbeitern, die bei Inkrafttreten des Gesetzes ausschließlich oder über- wiegend in einem Arbeitsnachweisamt tätig sind, tritt die Reichs- anstatt mit dem Tage, an dem das Arbeitsnachweisamt ihr ange- gliedert wird, an Stelle des bisherigen Arbeitgebers in dessen Rechte und Pflichten ein, sofern der Arbeitnehmer die Ucber- nähme bis zu diesem Tage beanttagt." Die Personalverhältniste waren noch nicht konsolidiert, als schon von feiten der Reichsanstolt versucht wurde, die alten Rechte der übernommenen Angestellten zu beschneiden. Die Personalverwaltting stellte sich auf den Standpunkt, daß der.§ 228 in seiner Auswirkung sehr beschränkt sei, weil er mit vielen anderen Paragraphen im achten Abschnitt des Gesetzes' stehe, der allgemein die Ueberfchrift „11 ebergangsbestimmungen" trage. Das Reichsarbeit Sgcricht teilt jetzt in seiner Entschci- dung diesen Standpunkt und sagt:„Zudem handelt es sich sowohl bei dem§ 228 AVAVG. wie bei§ 40 des Tarifvertrages um „U e b e r g a n g s b e st i m m u n g e n", die schon ihrem Wesen nach keinen Dauerzustand schaffen können und sollen, also den. über- nommenen Angestellten nicht für immer eine Sonderstellung gegen- über der sonstigen Angesttlltenschaft und auch der Beamtenschaft der Beklagten gewähren. Ueber die Dauer der Uebcrgangszeit, die ja das Wesentlichste wäre, wenn es der Gesetzgeber im Sinne des Urteils gemeint hätte, sagt aber weder das Gesetz etwas noch das Urteil des Reichsarbeits- gerichts. Das Reichsarbeitsgericht geht aber noch viel weiter. Es ttisft auch gleich noch Bestimmungen für die Zeit nach„Ablauf der Ueber- gangsbestimmungen", also für eine Zeit, die der Einzelfall(?) und nicht das Gesetz entscheidet, und sagt: ...so erhebt sich kein rechtliches Bedenken dagegen, daß die Beklagte nach Ablauf der Uebcrgangszeit zum Zwecke der...er- strebten Vereinheitlichung der Dienstverhältnisse ihr notwendig er- scheinende und wirtschaftlich erforderliche Maßnahmen ergreift. Als solche Maßnahmen können nach dem Gesagten an sich auch Kündigungen in Bettacht kommen. Sie werden zur Herbeiführung einer einheitlichen Gestaltung der Dienstverhältnisse um so ange- brachter fein, je größere Unterschiede bei dem auch dem Reichs- arbeitsgcricht bekannten Umfang des Verwaltungskörpers der Be- klagten zwischen den bisherigen Rechten und Pflichten des von anderen Behörden übernommenen Personals und den Arbeits- hß Stunde Wohlbehagen ver- ÖS Minuten kosthcnes Mise?' SOHN*. �. ßrüäcr S--U. bedtnglmg« Ser»HnWnfSot Irt Snt Slntff 5er Retchsanstav.. � eingetreten sind. Eine Frist also, die kemer kennt und von der im Gesetz nichts steht, ist um so kürzer, se mehr Rechte der betreffende Angestellte im. Vertrauen auf den Wortlaut des Gesetzes und das Wort des Präsidenten mit zur Reichsanstalt gebracht hat. Diese Art Rechtsprechung wirkt auf die alten und wirklich und in den schwersten Kriscnzeitcn erprobten Angestellten befremdend. Um so mehr, weil dasselbe Reichsarbeitsgericht früher, als diese Fragen noch yicht angeschnitten waren, ganz anders ge- urteilthat. So spricht ein Reichsarbeitsgerichtsurteil im Februar 1330 davon, daß das Uebernohmcrccht der Arbcitsamtsangestellten Bestimmungen enthalte, wie sie umfassender nicht gedacht werden können, und daß es alles erfasse, was der Angestellte an Einzel» rechten aus seinem früheren Vertragsverhältnis mitgebracht Hobe. Gegen zweiten Lohnabbau! Sine neue Erklärung Stegerwalds. Dieser Tage fand eine Besprechung des Reichsarbeitsministers mit den Gewerkschaften über die besonderen Schwierigkeiten der Ar- beitsmarktlage in Sachsen statt. Die Besprechung, an der auch der sächsische Ardeitsminister teilnahm, steht in Zujamtnerchang mit dem Versuch der Unternehmer, für Sachsen einen besonders scharfen Lohn- obbau von oben her genehmigt zu bekommen. In der Besprechung warnten die Gemerkschaftsvertreter unter Hinweis auf den in Sachsen besonders scharfen Lohnabbau und auf die durch Kurzarbeit gesteigert« Notlage der Arbeiterschaft dringend vor einem weiteren Abbau der an sich unzureichenden Lohne. Dem sächsischen Arbeitsmarkt könne nicht durch Lohnoerelendung, sondern höchstens durch eine kräftige Berücksichtigung der sächsischen Wirtschast bei der Verteilung von Reichsausträgen und bei der Vergebung von Reichs- Mitteln zum Zweck der ÄrbeitSbeschossung geholfen werden. Der Reichsarbeitsminister erklärte nach Zuständigen Verstand- langen, daß weder er noch der Reichskanzler den sächsischen Unter- nchmern irgendwelche Zusagen für eine« b�mtdere« Wltal 5«e sächsischen Löhne gemocht habe. Wenn die Unternehmer ewc« Der- artiges behaupten, so entspreche eine solche Behauptung nicht den Tatsachen. Er halte eine zweite allgemeine Lohnabbau welle aus sozialen und wirtschasiiichen Gründen für untragbar. Ob in einzelnen Industrien und Bezirken aus Grund besonders un- günstiger Verhältnisse noch eine weitere Lohnentlastung nötig fei, müsse v on F a ll z u Fall in Einzelverhandlungen geprüft werden. Ein allgemeiner Abbau der sächsischen Löhne komme für ihn nicht in Frage. Dieser Stellungnahme des Reichsarbeitsministers kommt gerode in diesem Augenblick besondere Bedeutung zu. Zur Zeit schwebt der große Gehaltskonfllkt der Ange- stellten der Schwerindustrie a n d c r R u h r. Ist er etwa so«in Einzelfall, in dem ein neuer Abbau zugestanden werden soll? Schon betonen die Angestelltenorgans, daß ihr scharfer Protest gegen den mit den Stimmen der Unternehmer gefällten Gehaltsabbauschiebs- spruch, von dem 30 000 Angestellte direkt und weitere 10 000 indirekt betrosfen werden, ollem Anschein nach im Reichsarbeitsministerium ungehört verhallt. Uns dünkt der„Ucberfall an der Ruhr", wie„Der freie Angestellte", das Organ des ZdA. den Schiedsspruch charakterisiert, alles andere als eine nur lokale Angelegenheit. Seine Verbindlich- keitserklärung wäre eine Sanktionierung der Untcrnehmersorderung, daß die Lohn- und Gehaltssätze um mindestens 20 Proz. gekürzt werden sollen. Bei dem Kamps der Nordwest-Angestellten gegen d»e Verbindlichkeitserklärurrg des Schiedsspruchs mutz sich in Kürze zeigen. ob»on den Erklärungen des Reichsarbeitsministers gegen einen neuen ollgemeinen Lohnabbau das Wort gilt: Ein Mann— ein Wort. Naziwahlhilfe der Neichspost. Wahlpropaganda auf Skaaiskofien. Wir beschäftigten uns schon einmal mit der. Betriebsrätewahl bei der Deutschen Reichspost und stellten fest, daß sich die Ehristliche deutsch« Postgcwerkschoft für die Wahl zum Zentralbetriebsrot mit hat RoHnualfoziaflsien veiMndeif hol WlZhrenb Me RfflQ. tssäet der falschen Flagge von Einheit?-, Brot- nnd Freiheftsliften im Trüben fischt, verbuchen die Nationalsozialisten, für die Bezirks» betriebsratswahl im Bereich der Oberpostdirektion Berlin dadurch Propaganda für sich zu machen, daß sie ein D i e n st z i m m er der R« i ch s p o st als Auskunstsbüro für die National- sozialistische Partei bemrtzen und von dort aus die Wahlarbeitcn für die NSDAP, im Bezirk Berlin zu leiten. Der„Angriff" vom 15. Mai bringt einen Ausruf:„Achtung, Betriebsratswahl bei der Deutschen Reichspost!", der in seinem ersten Teil hinsichtlich der Zentralbctriebsratsroahl Propaganda für die Lifte 2 der Christlichen deutschen Postgewerkschaft macht, für den Bczirksbetnebsrat dagegen seine eigene Liste„Nationale Sozialisten" anpreist. Der Schluß des Ausrufs lautet wörtlich: „Auskunft in allen Wahlangelegenheiten vom 15. bis 18. Mai cr, unter Telephon Nr. A 2 Flora, 7181, Zimmer 507." Die Reichspost, die sonst ängstlich darauf bedacht ist, die Neu- t r a l i t ä t gegenüber allen am Betriebsrätewahlkamps Beteiligten zu betonen, hat hier ohne Scheu ihre Diensträum« und das Dienst» tclephon der NSDAP, für Propagandazwecke zur Verfügung gestellt. Wir fragen den Präsidenten der Oberpostdirektion Berlin: Was würde mit dem Hesser geschehen, der Diensträume und Dienst- telephon zur Wahlpropaganda für die freigcwerkschaftliche Liste benutzen würde? Warum ist man gegenüber den Nazis so wolst- wollend? Den Wählern aber sei in letzter Stund« zugerufen: Aua erst recht die Liste I des Gesamtverbaudevt 5 proz. Abbau in der mitteldeutschen Chemie. In dem Tarifstreit der Angestellt«» für die che» mische Industrie Mitteldeutschlands(Sektion Vb) ist heute ein Schiedsspruch mit Wirkung vom 1. Mai ab gefällt worden. Der Schieds- spruch sieht eine Herabsetzung der bisherigen Tarifgehälter um 5 Proz. vor. Die Laufdouer ist bis zum ZI. Dezember d. I. Den Parteien ist eine Erklärungsfrist bis zum 21. Mai gefetzt. Carsssei' Preisabbau f Fahrrad- o.»otomd-ZiibeliSTteU« m raffle■OVlVSa noch nie dageweser« Preisen. Hau« Halbpeoner o. TonrenrjUlar eobon für 36.—, 38.—, 4«.— 5».—. Nene Daicmtehrrtdar 45.-, 55.-. 65.-, Orlir. Br«nii«.bor.R*deT 7#.-. Stern Räder Kreons Räder 010 pr&IÄstm»a5r.i! Ballon-Banner Mit. 66.-. 63.-. 75-, 85.-.V5.-. Bnl Ion-Touren-, Ballon. Dnmennmaeliinon Mk. 60.. 66.-. HO.-. Orlrinal-Brennabor- Ballonrddor Mk. 83,—. B.Z.iUülar 75.—, 8».—.03.-. Traospore-ZwaiTldar t.OS— as. Gebraueilte»abrr&der Mk. 15.-' so.-, 36,, so.-, 85.-. 4000 KioderHMor Mk.-7.SO. 10,-. 15.-. 19,-. JncendTSdev Mk.35.- an. Rahmen Mk. t5.—. 18.—. 30.—, 25.—, so.—. Motor- Fahrrkder ml« Saelis- Motor mt« ZwelgansFEOtrtobe. Tomen- a. Sportmodell«. Fahrr&danbehCrtelle bedeutend biUlger. Anto- nnd SotorradanbehOrteile, grfteet« AneaabL Oroseer Poeten neue erstklassige PTätimascbinen Mk. 85—, mit ßlektro- Motor Mk. Utk—, Moderne Kinderwagen insserst preiswert.__ (•.„ook-MAoakSnoie grösste and schönste Auswahl rem Berlin. Kotferapinurata bpreenmasemnen Mt. 10.-,»s»4. so.-, s».- so.-, ss.-, scbanpiatten 6.45. 0.80, 1,—. 13 000 emtklasaire Doppelt ederMbneekenwerke Mk. 7.50 bfs IS.—. Slmtliohe Zabehfirtelle, Federn alle gangbar. Grossen Mk. 1— 1.50. Tonanne, leere Gehtase n. alle Zubehörteile aSelbetbaoen. Badlo grtsste Answahl. Eadio-ZahehOrtei le, elmtl.Baetlennaterial«tw, Katalog, 865 Sölten atark, naeh aocw&rtc|r»Ua und franko. Bmmb««* EWQ«amlnMnk«!# BERUM«. Welnmeisterstrassc 14. crnsi naennow, Dcatsemaads. Finale: Charlottenburg, teindaebeidatr. Meke Kantatr. 2. Filiale: Kantstr. 54. 31'C Schütze Deine Familie durch Deinen Beitritt zum Deutsche» Herold Seine Begräbnis-Versicherung enthebt die Hinterbliebenen von den für die Bestattun�ö-AuS- führung notwendigen Besorgungen und sichert eine würdige Bestattung oder auf Wunsch Äarleistung. Seine ftindcrvcrsicherung sichert den Söhnen die Kosten der Berufsausbildung oder deS Studiums, den Töchtern die Kosten der Brautausstattung.� Seine Lebensversicherung sichert den Eltern einen sorgenfreien Lebensabend. Niedrige Prämien; keine Wartezeit, loyale Aufnahmebedingungen und doch größte Sicherheit der Leistungen. Von der machtvollen Entwicklung des Deutschen Herold zeugen folgende Zahlen. Es waren vorhanden Juni 1924....... 36 vvv Versicherte Anfang 1926...... 349 lX>0 Versicherte Anfang 1928...... 1 999 999 Versicherte Anfang 1931 über I Million 599 999 Versicherte Die Auszahlungen an unsere Bersicherken betrugen im Jahre 1926... 2 Millionen 949 999 RM im Jahre 1927... 4 Millionen 449 999 RM im Jahre 1928... 5 Millionen 756 999 RM im Jahre 1929... 6 Millionen 799 999 RM im Jahre 1939... 7 Millionen 299 999 NM Verlangen Sie kostenlose unverbindliche Auskunst. Geschäftsstellen in allen Stadtteilen Groß-Berlins und in allen Städten Deutschlands. VvitlilittKttolS' Volks- und Lebensversicherungs-AG. Berlin EW 48, Friedrichstr. 219-220— Fernruf: F 5 Bergmann 9200-9219 Tüchtige Mitarbeiter, auch nebenberuflich, überall gesucht. Wichtig furalle Damen: Neu: Camelia tSociaf Alle Damen solliin dl« vielen Dorzllge der Beform-Damen bind» „Eamella- ftimra lernen. Deshalb »stellt das(Someiia- Werk neben den "befannten Packungen jetzt mwp- elne besonder» billiae Vackuag her. nllmvch: � .eamsiis-SocM*� 6 Stück . Borzstgo v« 0brigi!K.««u«na"»vuckUunen>»orch vefrttung von de« sonst vdlichrn Beschwerden tOAtie Skaat aus. Ele verjllogi sich. „vsmölis" erfüllt güg Mnsoks: keiff. Qei-vctidinctenck. HVvnrm«tu>»»abent> sie Betriebnite findet statt am Stenata«, den, 19. Rai. 1* Ufer, im Saal 3 de« ©nncrtlimftaboitst», stvaelnfer 24—». Leite, de» Infarmation«abead» ist der Geaaste Dr. straft jfraenkel. stntritt baben all, steiqenxrtschaftlich orqani. sterten«etriedaräte. stin««rheri««atnelduna ist nicht«rlardettich. Sie tritifluna ist laste irla»._ SlkSl-BetriebaeLt«' 9Bot9ct, Btaeteg. IWi Hbf,«tchtia« SetriebrrZtever. fontmTon» in den Mustiin>ffestsat«a Recht.«SehältsemvfZnaer»der Stunden wdnrr?) Redner: Sau- leiten Sons chotGurcht««, tzdZ.«»spräche, tzutritt nur«ea-n«»rm'is der stinladuna»tlüeich mit dem AfZd«naveis JfT dam. �1" und dem flillltaen Mityliedsduch einer AstZUGeweitkschaft. «tädticher«fest, und«chlnchtb-f kamt« jfleifchbefchan. SYS.. � ZraktimmnerKmmnluna Wautaa. I». Mai. 1» UKe. im Labrl Riaaer Straste Zd. Wichtiae Taaesordnuno. Mstaliedsbuch ist bestimmt mit- lä fubrinaen. m SPS.�stnttian der knftchanfa. Mittwoch. 20. Rai. ZBId Uhr. dn W Lotal Richter ttrsther Wodrak», Soandauer Straße, ffrasttlanewer. tS fommtuna der GBD. Genossen mit Eunrprtchistrrenden. fsrair, ststnstler. M. d. R.: �>ie politifche äaaf. kl 2. 2«»««ab Zypaamp».»«tniebafealtiao de,«PS. MitNroch. PI». Mai.»14 afct, bei Oeblkchistaor.---■" Z schon«. Berlichuw-nslr. b. groktwns. Freie G ewertfchafts»Jugend Berlin WMMWM-sMIs »aiwuö. Betrlebsraie! Dienstag, den 19. Mai, abends 7 Ahr, im verband»Hanf«, Linienstrahe 83 SS, Sihnagssaol Betrlebsräleversannnlnnä der HaupiSroppen 3 nnd 6, UnterSroppcn 8, 9. 10, 18 nnd 19 Taaesordnung: 1. Dorlrag Uber Invaliden- nnd«n- acstelltcn-Versicheruna. Referent: Per» waltunqsdirettor Röhn, Landesver- slchcrungsanstalt Berlin. 2. SiakufUon. Z. Verschiedenes. Dienstag, den IS. Mai, abend» 7 Ahr, im$arlcrrrfeal de» verbondshanfe», Llnienstr. 8388 «rsiilNev'VersammMnS aller in der 2l»e»I,a»»trnhtla», Signal» baa, Fabritnhl- and Aafzagban bexchSttigten Kollegen sotrle aller Monlenre nnd Helfer auf Kanten Tagesordnung: 1. Jahresbericht. 2. Diskussion. 3. Branchenangelegenheiten. Ohne Mitgliehsduch lein tzutritt. Zahlreicher Besuch wird erwartet. 5pislp>sn unserer Snlluradkellung. In der Sache vom 18. dt» 24. Mol: 1. US«. Im wilden Westen. 2. Die Stadt Bremen. 3. Humoreske. Ja der Woche so« 25. bis 81, Mal: 1. Kanada(Das Land der viele» Winde) 2. Fahrt in, Sommerglück. 3. Humoreske. In der Boche vom 1. bis 7. Znnl: 1. Der Mann, der dos Gedächtnis verlor. 2. Konsum-Film. 3, Humoreske. Anklagen wegen Besuch und Ueder- lasiuug der Abteilung find(televhonisch oder schriftlich! an die Kulturabteilung Büro Ltnienstr. 83/85, Zimmer 30 zu richten. Der Pfinastselertage wegen blribt die Knlwrabteiltmg Montag, de» 25., ond Dienstag, de» 2«. Mai, geschloffen. Ole 0, l»»ei»altnng. ' Heute. Sonntag. 17. Mai. Kvei« Oberlprae: Spieltag an der Großen Koampe. Treffen» Uhr Kaoenick, Schtoßniaß. Ioqendgrvppe des Zentralverbandes tXr Angestellten beute find folgende Veransialtirnaen: 2. Reichowerbetn« de« Gaues Matt Broittenburg im ReiSwverdand stlr Deutsche Iuaendhercheraen. -7- Morgen, Montag, find folgend« Beranswltungen: Weddioa: Jugendheim Tumnar Ecke Teestraße. Di-ckussionrnbend über:„Jugend und Alkohol".— atttß: Süidtifche« Jugendheim(Rötha US). Dorlrag:.«US der Geschichte der sreieu EewerSchaTtsbewegung". Referent: Derta«.— Urban: Jugendheim Hobrechi. Ecke Sonderst nahe..Lamm der, spiel mit."— ZSeißensee: Jugend. beim Pistvriusstr. U. Dalitisch- satirischer Abend. Die ,Wi'Wo' dehnt sich aus. Bar sieben Jahren, 1924, mit zwei Angestellten ganz Nein und bescheiden beginnend, heute mit mehr als 70 Beschäftigten und einem Jahresumsatz van Millionen zu einem Großunternehmen geworden, ist jetzt die„Wi»Wo A.-G." tWirtschafts- und Wohb fahrlseinrichtungen des Allgemeinen Deutschen Beamtenbundes) zu einem Ausbau ihre, Hauses m der Lindenstrafje 42 ge-e schritten, der es oerdient, von ihren Freunden und Kunden beachtet zu werden. Schon die prächtige Ausgestaltung der Schaufenster weist auf die Dergrötzerung und Erweiterung hin. Im Innern aber ist nichts mehr zu spüren von irgendwelcher Enge, die vielleicht früher, als wohl der Umsatz stieg, aber der Raum nicht wuchs, in die Augen fiel. Die ganze erste Etage, zu der man auf einer bequemen Treppe gelangt, ist hinzugekommen und dient fetzt der erweiterten Herren- und Damenkonfektion. Daneben haben hier auch die Büroräume, die bisher den größten Teil der linken Parterreseite einnahmen, ihren Platz gefunden, so daß es obcn und unten gleich lufth es der Geschästsleltung| I neben dem Ausbau der bisher geführten Abteilungen«ine neu« Warengattung: Wirtschaftsartikel einzstführen. Die Keller- räume gleichen heute geradezu einem Spezialgeschäft für Wirtschaftseinrichtungen. Die rührige„Wi-Wo hat sicher durch ihren Ausbau zu den alten neue Freunde gewonnen. lnd unten oleich luftig und angenehm ist. Weiterhin aber ist Keschäftslcitung gelungen, nach den Wünschen der Kundschaft Mlstvst» KUCHEN Farbige; Kchen| »illitf« liC C C W E w I AMBAHNHOFBDRSE NEUE PROMENADE 6 Bis Pfingsics«af meine mettbillitf en Kaueprelse noA 5 Prosenl* t Homöopathie Hier.-. Blas.-. Ball.-. Haoen-, Darm-. Han-, Innere a.Namni.. I Aspp MÜnsstr.». BrtaniL aar l M. LUsCI j-l.i-l.stj-Mii Rundgang in Gpindlersfeld. Was best berüchtigte Fahn der Zeit an unserer Kleidung sündigt. das oftenbart sich in Spindlersfeld in einem wahren Riefenorjenal inehr oder weniger ramponierter Kleidungsstücke, die durch den Prozeß des Reimgens oder Färbens zu neuer Schönheit aiijerstehen sollen. In Riesensälen sitzen und stehen' Hunderte von Männern schwarze Brühe und jedes Gewebe verlangt ein« andere Art der Behandlung: Hier wird kalt, hier warm gefärbt, hie? schnell, dort langsam getrocknet. In der Entfleckerei wird mit Benzin und Seft« den: Schäsen energischst zu Leibe gerückt: wo die Farbe nachläßt. muß dann wieder nachgefärbt«erden. In der Büglcrei stehen die wahren Märtyrerinnen ihres 5iandwerks kunstgerecht und mit unerhörter Fixigkeit saust der Plättbolzen seine Bahn. In der Schneiderei wird genäht, auf- oder abgetrennt, in der Gardinen- und Teppichstopf erei werden wahre Wunderwerk« mühsamster, kunstvoller Stopsarbeit geleistet, uns im Appreturraum erholten die Gewebe den Hochglanz. Im Bersaudraum, wo die fertigen Stück« hängen, zeigt sich dann die Metamorphose, das Produkt fleißiger, geschickter Hände. Hier im Remigungsbetneb hat noch menschliche Arbeit die Oberhand, denn all dies« komplizierten, kleinen Arbeitsgänge lasten sich nicht durchweg mit der Maschine erledigen. Jetzt, in der Hauptsaison, laufen pro Tag etwa 3000—4000 ver« schonerungsbedürftige Kleidungsstück« ein. die mit viel Müh« und ungefähr 100000 Liter taglichem Benzinverbrauch bearbeitet werden. C« alle Fennen, die keinen Pnbee veewenden, weil sie»ine Bortäirfibuna Nim Schönheit, die nicht«irchanben ist, ablehnen. Die wissend« Dam« lächelt über die Rainifät: unb Unkenntnis der Mirtchwestem und bleibt weiter ihrem..Mnstirmn-Gemnxtctt treu, well st« weiß, daß dieser Edelnuder bei einer vorbildlichen Terntpflea« einfach unenfMheiich ist. Er Jfhrsckd* ietn» Schiin. bell vor. sondern beseitiat mn im Rv den nnschünen F-italane den Haut, brinat deren nntllrkich», oastellsetne LiedlickBeit wieder»um Borschein, bebt, veredelt die Eipenart der Gästcht-qüae und bleibt dank seiner unnachabmbaren Feilcheit voMommen imftibtbar. Auch die äußere Austnachuna von.Mvstikum- Cvmvactt ist, wie bei allen Erueuanissen der Firma Scherl. Berlin, aeschmack- vail und eiaenartig, k» Saß er auch dem kostbarsten HandtSschchen»ur Zierd, sereicsit. Zum Pstngftsest deran» au» der druckenden Luft des«lltaa». Heran» au« dem«laidern bat Arbeit, in sommerlich neuer Sleiduua da« frisch» Grurt und die Kchchcheitan der tkatur IM aevießen. Wn» Sie auch kaufen wollen, muß Nicht nur mm bester Beschoftenbeit. sondern auch mobern und elegant sein! SelbswerstStchikich fallen Sie auch außerordentlich vorteichaft bam kmmnen. Sa»u bietet der avaße Pstnaftverkaus bei H. Iosevb n. So.. Reukälln. Berliner Straß« stl— 55. gute G«!«aenb»it. Wunderbar sind dl« Muster der neuen Waschstoffe und Seiden. Lassen Sie stch dies« Reu bei« n vorleqen und Sie werben enttvckt sein. ,Jn den bebeutenden Abteilungen Damen- und Herren. kleiduna. Puß u»d Schubwaren finden Sie die neuesten Echopsunaen der Mob« in einer obnealeichen, vereint mit der Schönheit an Farbe und ---�fggaLaaaigy Ms -�ySietalienM?- Wir fertl«en elegant« Anzüge n. Mäntel aas nitsebraehten Stoffen für M 39.— efavrhliefillcb nnserer eftmt* I lietieo Zutaten.— Tadel- loeer S1U— Roßhaar* vararbeltuno. An« nnserrn mg BS Mark Stoffen.. Ton m an. BerrenkieMerABfeiiiaaiid 6ear, im Gebr. Piket Big. 1913 Klosterstr. 65. Bwollna 0885, 0«t«n. k renkt ort» AllM 384 Watten 1 Angtfeurgar StraSa 43. Norden; Chautscnitr. 47, Lad4n Moabit; Sollngtr UraBa 9 ObonchSnawelde: BlanwntstraB» 14 NwkBlln: PIIGgantraB« 25 Tampalhof; Kaliarln-AugiMta-Strafi» 71 «-bwna! Hausfrauen I***"»« neue Wochenmarkt Berliner Allee 77, Ecke Wetfenentr., am Wettzense«, wird am Dienstag, dem 19. Mai. eröffnet und abgehalten. Die geehrten Hausfrauen werden ge- Beten, bei der Eröffnung bollzählig zu er- scheinen und uns mit ihrem werten Besuch zu beehren, ho wir stet« bemüht sein werden, mit guter und preiswerter Ware zu dienen. Markttag« find: Dienst, n. Freit, oorm. bi» 1 Uhr, Sonnob. nachm. von 3—7 Uhr. Hochachttingsvoll Die Standl» Halter. BETTFEDERII »!p». erster Hand Cun 0.90, 0.75. 0.80 Villa S.-, i,i ASO, 1.90 Duaa 9.—, 7.—, 4.— Otartntt gifUt 12�, 9J0, 7-50, 8.90 Rinn gd.S.5b ,3�0,1.40 UniwD-ObfiWt.. 31.50 und andere Sorten in groBer Auswahl. Bettfedernrelnlgung SACHSEL& STADLER BAbaliaes BeraoUem-Soexlal-HsM C.2Ö, Und tbergcrStr.«/slOOhaUomMvL) und Helling I Kostenlose Broschüre über Selga. Pads. „Durch diene Kor I» Kürze wunderbar sb- geheUl-." K.R. Tausende PankBehioIben Ober geheilte Flechten, Eklem e, Mitesser. Pickel »autjucken. Proben gegen TO Pt(Bi marken). Kurpackung S Mk. General- Depot: Bstbeaa> Apotbake; DftueldoH 57. In Berlin; Elcfeaten.Apotbebe, SWt9. Leipziger Str. 74.— Rsdlsner's Kronen-Apottfceke, W 8, Frledrlefc. nicht teurem- oJZief%essB�\ W o'hin. dcken wir� keuie 2 Sonntag, 17. 5. . Staats-oper Unter d. Linden 2 SR, A.-V. 19 Uhr Der Rosen- kavailer EndcmZaVr L'hr Staa!s-Oper im Platt drr Rspubiil. 19. R.-S. 20 Uhr Perichole OcffenH. KartOTVRrkanf Ende 23 Uhr Sonntag, 17. Z.> Stadt. Oper Gismarckstr. Turnus II 20 Uhr Angelina Ende n. 22 Uhr Staatl. Sdiausph. (an Gradannnnatktl. 222. A.-V. 20 Uhr Kffnig Hahnrei Ende 22V» Uhr MI.WIIer-MMMIU 20 Uhr Die flekehrung des Ferdys Pistora Ende gegen 22'/- Uhr SgA|4 Die große Revue LIEBE MICH ROSE THEATER Not) Je iiint Mfnner" | I.astspiel von Carl RöBler Dienstag bis Freitag 8lß Sonnabend 700 1016 Sonntag 230 544 900 Eröffnung des Rose-Gartens am i. Pfingstfeiertag. An beiden Feiertagen 600 das traditionelle Frühkoosert| mit Variete 800 nachm. Konzert» Variete! u. d. Opcrettenschwank; „Das Liebesverbot"| Große Frankfurter Straß« 13a U-Bahn Straus berger Platz 6tägiger Vorverkauf tigHeh I | von 11— x Uhr und 4—9 Uhr| Telefonische Bestellungen; E7 Weichsel 3422 Reichshallen-Theater Allabendlich|>*[ Uhr Stettiner Sänger natt ihrem fabel- hafien Programm J Populäre Preise. LUNA PARK Heule ab 3 Uhr Hochbetrieb Konzert Variete FEUERWERK Eintritt Pfennig Winror * Garteru Programm hervorragend! * Dayelma-Balleit Original Pariser Cancan Kuban-Kosakcn-Chor 2 Alvarez. Lcvanda. Bil n. Bil. 2 Dakotas. 2 Boods. Carl Brann Hanta senntag 2 vorsteliaiigan 4 und 8" Uhr. 4 Uhr kleine Pr, GROSSES SCHAUSPIELHAUS Täglich 8 Uhr: IM«elfSen RBlSl. ia der Pitinierenliesetzaiig not»odi 3 Worten Regie; Erik Charell. BETRIEB KEMPIHSKlO Volbsbtthne UmfiraniBDIovplat:. 8 Uhr Die Ehe S.Woche in Berlin Staati.Sdiillet-Ili. 8 Uhr Die Bekchrnno des Ferdrs Plslora fleDtsöies TDeater 8 Uhr Der Haapf mann von ROaeniik v. Carl Zuckmayei Regie: Heim Hilpert Die KomSdie 8',»! Uhr Dienst am Kunden von Cmt Bois und Hai Hanseo Regie; HansDeppe RurlOrstendamm Theater Bismarck 449 l�tlhrj Alles Schwindel Tod Marcelim Srtiffer. Musik von Mischa Spoliansky. Dizii: Gustaf Grlndgnn — Elite-Sänger— i Kottbusser Str. 6 Täglich «>/« Uhr Jm der Liebe Vorher: Etil ersiKl. Solotsll. uchitr or GROgTADT (Der neue große Charlie Chaplin-Film) TSglich S, 7, 9" nur Im UFA- PAVILLON Täglich 8'/» Uhr Husarenfleber Kastner, Herrn. Böttcher, Colani Neues Theater am Zoo lioiBalinli.Zoo. Stpl. 6554 Täglich 8'/» Uhr ... und tuen uerurteilen Sie? Komödie von Alfred Herzog POLARTAHRT».AJU-4.AUG. D..SIERRA COROOSA. VON RM.730,. AN' NORDKARFAHRT 4.. Ig. JUU D..LOTZOW. VON RM. MO,. AN' NORDKAPFAHRT?1. JUU- 5. AUGUST Ol»LOTZOW. VON RM.»90, AN' NORDKAPFAHRT 4.-94. AUGUST 0..SIERRA COROOBA. VON RM. 440, AN AUSSERDEM RUNDFAHRTEN NACH MADEIRA UND DEN CANARISCHEN INSELN. MAROKKO UND RNMANO A.akanft*md Protp.klc JttA•-»«'« V«rtf.l..f.. In B.Hin: Norddni/tschor Lloyd, Agentur Barlin G.m.b.H., Unter den Linden 1(Hotel Adlon), Fernspr.: Sammeinummer Pier. 6601; Filiale KurfUrstendamm 17, Fernsprecher: J. 1, Bismarck 2284. Norddeutscher Lloyd, Kurt Montanus G.m.b.H., Invaliden- straBe 93, Fernspr.: D. 2, Weidendamm 2241 u. 7966. WeltrelseMro Union G.m.b.H., Unter den Linden 22. In Potsdam; I. RBBIer, Brandenburger StraBe 32 VoIHsfiirsor�« G ewer ks cb aftlidi. Genosse Osch afi Ii ehe Ver- skhernngs-AlKüeBgesellschafl, Hambarg 5 Größte volKsvensicherungs- geselischeft Deutschlands Gegenwärtig rund 2,2 Millionen Versicherte mit 900 Millionen RM. Versicherungssumme, 150 Millionen RMark Vermögen, davon Eigentum der Versicherten: Primienreterve; Uber 100 Millionen RMark Gewinnanteile: 32 Millionen RMark zusammen über 132 Millionen RMark. Verslcherungslelstungen: rund 12 MI». RMark seit November 1923(Ende dar Inflation) Nähere AasKunft erleilen die Redt nan�ss teilen: Bcrün s 4?. Rutcrstraae 12s Beilin-Mariendürf, RathausstraDe 93, pt; Berlin-KöpenicK, BahnhoisiraBe 31; Berlin-Lichtenberg, Frankfurter Allee 122; Berlin-Reinickendorf-Ost, Schönholzer Weg 39; Berlin-Pankow, GaillardstraBe 26; Berlin-Spandau. GötelstraSe 5, pt, oder der Vorstand de: In Hamburg 5, An der Alster 57—61 der Volksfürsorge flnfeente im Cß OoctoacW sichern Erfolg! Alexanderplatz Neue Könißstr.4-3 Tkeatcr im' Admiralsoalast Täglich S'/i Uhr Der lustige Krieg Arnold, Ahlers, Schollwer, Lilien Barnowsky- Bohnen Thealer In der Streienunnsir. Täglich 8'/. Gestern n. Heute Kom6di.nh.uo Täglich 8i, i Uhr Schwengels mit Felix Bressaii und Rosa Valetti Komische oper 8>d Uhr Alt-Heidelberg Ucie Eoglisrt, Westtmeier. H.J.Moebis, Muri Merl Ms Täglich S'U Uhr Das TeiKhen von Montmartre Bei groSe Opentlenerfolg von Kaiman Lustspielhaus Tägl. 8 Vi Uhr Das Spiel mit dem Feuer. Berliner UlkTriO N S H k 6 1 1 n.—— Lahmtr. 74J7bJ Mercedes-Palast Neukölln, Hermannstr. 312-846 Ab Freitag, 15. Mai, täglich 6.30 Uhr n. 9 Uhr abends: Gastspiel»Neues Theater am Zoo< in dem größten Theatererfolge dieser Spielzeit Vonintenuchuiig Schauspiel von Max Alsberg u. Otto Ernst Hesse Kein Film! SprechbOhne I Trotz Originalbesetzung volkstümliche Preise. Ueber 160 ausverkaufte Vorstellungen im»Renaissance- Theater« und im»Neuen Theater am Zoo«. meiropoi-ineaier Blumensgenden Täglich 8'/, Uhr Die Toni aus Wien Mady Christians, Michael Bohnen jeder Art liefert preiswert Paul Golletz vormals Robort Hejer Marlannenstr. 3 FB. Oberbaum 1303 margarete waikone Bln.-Steglitz, Fichtestr. 10. Tel Steg1.36*4 Lieder znr Lante- Rezitationen Montag, den 18. Mai nachm. 3 Uhr RENNEN GRUNEWALD HEUTE SONNTAG 17. MAI 3 Uhr 30 nachm. Preis der Deutschen Beu-Ausstellung Prüfungspreis 25 900 M Preise Ml Fitlmagcr. Ichlbd» nk. KrOger A Lathan Fiapnfdink Hm Fiiedrirtsfr. 106/107 2 Min. t. Elf. Jjtioo.ihkrüd! STOnERII Wichtige Heilschrift kostenlos. Gliaadisl. Berlin-Charlotienb, Dahlmannstraßc 24 Rtidien, Sdilafzinuner, Speisezimr Preiie bedeatend hCT.bRe.etrt Max Berg& Co., �?��.dc !.A..,. Staats- Theater MWmelllseiliiMU sSl nie Svieizell igzi-z? I (Beginn l. September 1931.) Großer Preisabbau. Wesevttiche Verbesserung einzelner Plahgrnppen durch Vorverlegung. Sehr bequeme Zahlungsbedingungen. I Es werden ausgegeben: für die Staatsoper Anter de« Linde«: Jahresabonnements(etwa 260 Vorstellungen, die im Bekannten- kreise beliebig unterverteilt werden können) je Karte Z.SO— 5,00— 5,50— 6,50 und 7,50 RM Der Erwerb eines Jahresabonnements bietet die grSHten Borteile Teilabonnements(1 1 Vorstellungen) je Karte 6,50— 7,50 und 8,50 RM Zusahabonnements nach freier Wahl für die Städtische Oper für das Staatliche Schauspielhaus: Teilabonnements(II Vorstellungen) je Karte 1,80— 3,00— 4,00— 5,00 und 6,00 RM für das Staatliche Schillertheater: Teilabonnements(1 1 Vorstellungen) je Karte 1,50— 1,75— 2,25—2,75 und 3,25 RM Auskünfte und Anmeldungen: für die Staatsoper und das Staatliche Schauspielhans: Abonnementsbüro W 56, Oberwallstr. 22, Fernsprecher: A 6 Merkur 9024; für das Staatliche Schillertheater: Abo n n e in en t s b ü r o Charlottcnburg, Grolmanstr. 70, Fernsprecher: C 1 Steinplatz 6715. 31r. 22«» 48. Iahrgang 5�* Counfag, 17. Mai i931 Stichard SCuelfenbeck: �öfclflC IVI In Deutschland weiß man von diesem Lande so wenig, obwohl hier eine große deutsche Kolonie sitzt und die Deutschen sehr an- gesehen sind. Seit fünf Jahren reise ich durch die bewohnte und unbewohnte Welt: ober als ich in Havanna den Entschluß faßte, noch Port au Prince, der Hauptstadt Haitis zu fahren, war in meinem Kopf nichts weiter als die Vorstellung eines wilden Neger- landes und ich beschloß, den größeren Teil meines Gepäcks zurückzulassen. Ich dacht«, es sei nötig, nach Havanna zurückzukehren, wenn man aus Westindien in zivilisierte Länder heimfahren wollte. Ich muß meine gänzliche Unkenntnis eingestehen: Haiti ist ein zivilisiertes Land, es bot eine demokratische Regierung, an deren Spitze der Präsident Vincenz steht, es hat eine reinliche, gut an- gezogene, mit neuen Gummiknüppeln versehene Polizei und es hat eine Armee, zwölfhundert Mann stark, die Garde d'Haiti. Ich wußte auch nichts von dem großen Pech. da» den Haitianern im Jahr« 1915 geschehen ist. In diesem Jahre wurden sie nämlich von den Amerikanern besetzt und seit dieser Zeit gibt es im Lande ein amerikanisches Marinekorps, das mit frisch- gestrichenen Lastwagen herumfährt und in Wittmeiers Bar Whisky trinkt. Die Amerikaner behaupten, vor chrer Ankunft habe die haitianische Garde aus zerlumpten Wegelagerern bestanden und erst durch ihr« Sorgsalt sei sie zu einer wirklichen Truppe gediehen. Ob das wahr ist, weiß ich nicht. Möglich ist es; denn kurz ehe die Amerikaner das Land besetzten, war in Port au Prince eine Re- volution, aus den Bergen des Nordens kamen wie so oft die Kalos, das sind politische Räuber und Mordbrenner, und der damalig« Präsident Dillebren Guillaum« wurde vor der französischen Gesandt- schast in Stücke zerrissen, nachdem er selbst zweihundert Geiseln im Gefängnis hatte auf nicht sehr schöne Weise umbringen lassen. Bor dem Präsidenten Bincenz gab es hier einen Präsidenten Borna. Er wurde im Jahr« 1915 von den Amerikanern gezwungen, den Besatzungsvertrog zu unterzeichnen: aber später, so sagt man. wußte er das nationale Unglück zu seinem Borteil auszunutzen, indem er einen Teil de, Geldes, das die Amerikaner vorschössen, für sich selbst verwandte. Da, sind hier selbswerständliche politische Methoden: doch in jener Zeit, als die Leidenschaften hochgespanni waren, nahm man es übel. Herr Borna floh nach Paris, mit seinem Geld natürlich, und da sitzt er nun und ist ein ständiger Gast der Boulevardtheater. Der Präsident Borna wurde von den haitianischen Nationalisten gestürzt; ihr Mann war Stenio Bincenz, ein intelligemer Mulatte, früherer Journalist. Journalist ist hier jeder, der Wert darauf legt. politisch ernstgenommen zu werden. Jeder prominent« Politiker hat seine eigene Zettung: und die Zeitungen, da» ist komisch, sind oll« noch Poriser Muster gemacht: sie heißen Le Temp», Le Matin, L« petit Impartial. Sie bestehen aber nur aus zwei Blättern und sind so schlecht gedruckt, daß man sie kaum lesen kann. Das Land hat zwei Parteien, erstens alle, die für die Freiheit Haitis sind, die eingeborenen Haitianer, die Neger, Mulatten und «ine klein« Anzahl Ausländer, Freunde diese» mutigen Ländchens. das sich im Anfang des vorigen Jahrhundert» durch eine einzig- dastehende Revolution von der Sklaverei befreite. Die zweite Partei sind die Amerikaner, die chre Besetzung rechtferttgen wollen, und die meisten Fremden, die fürchten, nicht mehr so viel Geld zu ver-, dienen, wenn die Zeiten der positischen Unruhen zurückkehren. Um die Garde d'Haiti wird die Eisersucht zwischen den beiden Parteien ausgefochten. Die Haitianer sagen voll Stolz: da» sind unlere Leute und die Garde ist unser Werk. Aber die amerikanischen Offiziere, die die kleine Arme« zusammengedrillt haben, lächeln. Sie behaupten, die Neger seien von Natur unmilitärisch und ohne den Druck zivilisierter Gehirne sei es ganz unmöglich, ihnen Pünkt- lichkeit. Reinlich kett und andere militärische Tugenden beizubringen. In den Zeitungen ist großer Streit deswegen. Di« Haittaner fordern haitianische Ossiziere: aber die Amerikaner behaupten, zum Offizier- lein ginge den Haitianern jede Eigenschaft ab. Wie wird das nun enden? Wenn man mit einem Haitianer zusammensitzt, fragte er nach einiger Zell:„Was sagen Sie zu unserer Armee? Schneidig, was?" Aue der Eifersucht und au» der Unruh«, sich zur Schau zu stellen und zu zeigen, was man gelernt hat, sind die Paraden geboren. Sie finden jeden Dienstag und jeden Freitag, zweimal in der Woche, abends um fünf Uhr auf dem Marifeld statt. Das j Mörsfeld ist natürlich nach Pariser Muster benannt. Um vier Uhr kommen einige schwarze Soldaten und stecken das Terrain ab. auf dem die Parade stattfinden soll, und sie verhindern die Frauen, die Bananen und Gemüse auf dem Kopf schleppen, vor der Tribüne vorbeizugehen. Die Tribüne ist aus solidem Eisen gebaut und hat Platz für mehrere Hundert Menschen. Jeder, der ordentlich ange- zogen ist und den Eindruck macht, politisch interessiert zu sein, hat da- Recht, sich dort niederzusetzen. Polizisten halten die Menge im Zaum: aber es kommt höchst fetten vor, daß es Zusammenstöße gibt. Biel eher kommt es vor, daß ein Polizist seinen Beruf vergißt. den Gummiknüppel wie einen lästigen Regenschirm in die Ecke stellt und mtt den Leuten, die er in Schach halten soll, Karten zu spielen beginnt. Die Garde, die sich zu so eindrucksvoller Parade zusammen- findet, hat ein große» Musikkorp», das von einem ofenrohrschwarzen Musikmeister ausgezeichnet geleitet wird. Dieser Mann kann nicht nur olle Noten genau unterscheiden, er treibt auch mtt seinem Stock prachtvolle Gymnastik, er tänzelt rückwärts und vorwärts, wirft seinen Leib im Rhythmus und ist die Freud« der Kinder, die ihn mit großen Räderaugen verfolgen. Di« Kapell« hat blitzblanke Instrumente, Bahtrompeten und Hörner und Triangel und die großen Pauken, die einen so mächtigen Ton von sich geben, daß man den Eindruck hat, die Berge werfen ihn zurück. Di« militärische Parade aus dem Champ de Mar» in Port au Prince ist sehr eindrucksvoll. Es find nicht nur die Sonn« und die klare Luft und der mächtige Schatten der Berge, die Mango- bäume und die nahen Bananenwälder, die die Sache bunt und wichtig machen. Die schwarzen Soldaten, die in ihren khakifarbenen Uniformen in begeistertem Stechschritt vorbeimarschieren, sind nur ebenso unvergeßlich. Böswillige Leute sagen von diesen Negern immer, sie sähen so aus, als ob sie gar nicht wüßten, was mit ihnen geschehe, und man könne noch dem Abzug der Amerikaner mtt Sicherheit darauf rechnen, daß sie sofort auf ollen Vieren in den Busch zurückkehrten. Die Augen der Neger. Die zwecktüchtigen Europäer verstehen nicht in den Augen der Neger zu lesen. Es ist darin eine Ruhe, die sie selbst niemals besitzen werden. Schön: die Neger sehen so aus, als ob sie ständig über die Dinge hinwegsähen. Es ist ähnlich, als wenn du vor einem Löwenkäsig stehst und du machst olle Anstrengungen, um dich dem Löwen bemerkbar zu machen: aber er schaut, als ob du gar nicht da wärst. Das ärgert die Europäer natürlich, aber es sagt noch nicht, daß die Neger ihren Beruf verfehlt haben. Aus den früheren deutschen Kolonien hat man immer berichtet, die schwarzen Askaris seien ausgezeichnete Soldaten. Mtt den Haitianern ist es dasselbe: aber sie verstehen nicht nur den Ernst sondern auch den Spaß. Die Parade in Port au Prince ist in wahrstem Sinne des Wortes ein klingendes Spiel. Es könnte durchaus sein, daß die Musiker plötzlich wie Mister Meschugge an- fmgen, Rod zu schlagen und dabei die Trompete zu blasen und daß die Generäle, die so würdig auf ihren Pferden sitzen, sich mtt luftigen Schreien wie ein Karussell im Kreis« zu drehen begännen. Kein Mensch kann hier Ernst und Spaß voraussehen: und das ist einer der Hauptreize dieses Landes. Dies« haitianische Parade ist eine Art soldatischer Reigen unter tropischer Sonne. Di« Truppe besteht aus drei Kompagnien und jede Kompagnie marschiert einzeln vor und stellt sich in langer Reihe auf. Dann marschiert der Fahnenträger vor— es versteht sich, daß die Musik und der tänzelnde Kapellmeister dabei ihr Bestes tun— und dann kommen die Offiziere, die die Fahne bekanntermaßen als Zaun zu schützen haben. Dann steht alles still, daß man hören kann, wie der Wind die Spitze der Grashalme bewegt, und die politisch interessierten Leute auf der Terrasse, diese vor Neugierde und Schau- lust berstenden Negerväter und Negermütter, hatten den Atem an. Es ist der feierliche Augenblick, wo die Fahne vor dem General gesenkt wird. Die Fahne hat die Farben rot und blau und ist so groß und schwer, daß dem Träger, einem Mann, der Dempsey jede Konkurrenz machen könnte, die Schweißtropfen von dex Stirn fallen. Und nun die Nationalhymne.... Die Nationalhymne von Haiti klingt nicht' wie grollender Wogenschlog: es ist weder Fels noch Meer, noch irgendeine Vor- stellung von hochragenden uneinnehmbaren Burgen darin, sondern das ist wie ein Tanz. Die Haitianer haben einen nationalen Tanz, der einen dunkele« Ton stets wiederholt: die Meringue. Aehnlich ist die Nationalhymne. In diesem Lande ist Polttik vom Tanz« nicht so sehr unterschieden. Und doch erstarrt alles für einen Augen- blick, wenn die ersten Töne erklingen und der General, der schon genau so schön dick ist wie die Generalstäbler in unseren Ländern, die Spitze seines Degens senkt. Man nimmt den Hut ob, und die Leute auf der Tribüne denken: Nun ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis wir die Amerikaner hinauswerfen. Aber dos abendlich« Gewttter, die Abkühlung noch vierzig Grad Celsius, läßt sie schon milder denken. Freund und Feind treffen sich dann in Witt- meiers Bar. Theodor SSlanck: 3)Cf SlMTOpHMlCiji&tr Der Wurzersepp, das war ein Kerl. Was sag ich? Ein Genie war er. Selbswerständlich ein Muskelgenie. Sein Geist war schwach. Aber was machte das aus? Gar nichts. Nur Ellenbogen muß der Mensch heutzutage haben, um sich durchs Dasein zu schlagen. Und Ellenbogen die hatte der Sepp. Weiß Gott. Außer- dem aber hatte ihm ein gütiges Geschick ein paar Fäuste mtt in die Wiege gegeben...„Ja mei", hatte damals die Mutter gesagt,„wo hat der Bua nur die Pratzen her?" Und wahrhaftig, die waren nicht ohne. Sogar der Sepp selbst mtt seinem vermauerten Hirn- kästen hatte das sehr bald erfaßt. Und so kam es, daß er schließlich keine Gelegenhett mehr ausließ, sich dieser unheimlichen Dinger zu bedienen, und zwar, wie sich das von selbst versteht, stets mtt dem nötigen Nachdruck. Was war die Folge? Er wurde entdeckt, und seine Fähigkeiten wurden trainiert und geschäftlich umgesetzt. Mtt einem Wort- man machte einen Boxer aus ihm. Und man hatte gut daran getan. Denn er machte in unglaublich kurzer Zett Karriere und schlug seme Gegner samt und sonders kurz und klein. So auch erst vor einigen Tagen in London bei der Austragung der Europa- Meisterschaft, den gefürchteten Italiener Alberto Zllbertini. Jetzt stand ihm der Weg zur Wellmeisterschaft offen. Amerika, das Land der Reklame, lag vor ihm. bot sich ihm an. ja wollte mit ihm verhandeln. Sepp aber verhandelte nicht, dazu hätte es bei ihm nicht recht gelangt.„Aber wozu auch", sagte er.„Zwegen dem is doch der Manager da." Er selbst, Joseph Wurzer, der Europa- meister, braucht« Ruhe und Erholung. Und so la» man denn in den Zeitungen, Joseph Wurzer, der neue Europameister, begibt sich zur Erholung in seine Heimat. Der kleine Gebirgsort stand Kopf. Joseph Wurzer, der große Sohn seiner Heimat, war zurückgekehrt, und heut« war großer Empfang beim Brauhauswirt. Man sah festlich gekleidet an langer Tafel in dem mtt Maien geschmückten Saal. Wellmännisch, im Smoking, mit leuchtend weißer Hemdbrust, hob sich der Gefeierte von seiner Umgebung ab. Reden wurden geschwungen. Man sprach von dem Helden, von dem Stolz der Berge.. der Bürgermeister sprach sogar von einem Kulturträger und dergleichen... Leutselig lächelnd dankte der Meister und ging auf die Rede de» Bürger- meisters ein. „Daß er schon eingedenk sei"", sagte er herablasiend,„von die kulturelle Bedeutung und die Mission und den Pflichten, wo er zu erfüllen habe. Aber er fühle sich auch berufen dazu, und überhaupt das Vaterland und seine Ehre als Boxer..." Hier unterbrach wilde Begeisterung und vielfache Hochs seine Rede. „Guat hat er gesprochen", hörte man die Frauen tuscheln. „Ja freili. und was er für«in Kavalier geworden is!" „Grad schaun tust!" „Und hast es geseh'n, die seidenen Streifen an seinem Rock. Dö«, meine Liebe, wenn seine Mutter verlebt hätt'." O diese Weiber. Alle schienen sie es auf den Sepp abgesehen zu haben. Er imponiert« ihnen gewaltig. Sein unbedeutender Kopf und die schief« Nas« konnten es eigentlich nicht fein. Also war es wohl mehr die Er- scheinung, der Muskelmensch, der große Name. Alle wollten sie mit ihm tanzen. Und Sepp tanzte und fühlt« sich geschmeichelt. Aber doch— etwas wurmte ihn. Da hinten, ganz hinten, bei dem wider- lichen Doktor saß da» blonde Lenerl— und nahm so gar keine Notiz von ihm. Und gerade sie sah so fesch aus— und blitzsauber. Sepp schnalzte mit der Zunge. Dann grübelte er. Sollte sie ihm das von damals nach immer nicht vergessen haben, das Busserl, das er ihr einstmals so unversehens gegeben hatte. Sakra, sakra— der Sepp wurde plötzlich rot, hatte ihn damals der Sandener Karl— eben jener Doktor, der jetzt bei ihr faß— ein paar Watschen herunter- gehaun. Sepp glaubt« in diesem Augenblick, die Watschen wieder zu spüren. Na, der sollte nur noch einmal kommen, der Hanswurst, der windige... Dann könnte aber sein... Sepp wurde eifersüchtig und redete sich immer mehr in seine Eifersucht hinein. Schlichlich hielt er e« nicht mehr au» und ging zu ihr. Sie saß gerade allein. „Und warum willst jetzt net mit mir tanzen?" fragte er gereizt, als Lenerl ihm einen Korb gegeben hatte. „Weil i net mag", entgegnet« sie schnippisch. „Du und net mögen. Daß ji net lach. Der Doktor will's hall net haben, ßag's doch glei wie's is. Der Doktor, 0 mei", Sepp machte eine geringschätzige Geste. „Wie nur so a schönes Madel sich an so an Bauerndoktor, an «lendigen hinhängen kann?" „Bauerndokwr, elendiger, hinhängen! Wer hängt sich hin?" ertönte eine scharfe Stimme, und der Doktor, ein Hüne von Gestall und gut einen halben Kopf größer als der Sepp, stand neben ihm. „Die Leni an Di", gab der Sepp höhnisch zurück. „Patsch, Patsch", schallte es da durch den Raum, und zwei Pfundwatschen schleuderten den Europameister zu Boden. Die Blamage war ungeheuer. ,�)und, verfluchter", brüllte zwar der Sepp und sprang auf, aber zu spät. Man trennte die Gegner. Das Fest war au», und der Nimbus des Europameisters hin. „A Europameister will dös fei", tuschellen die Weiber,„und laßt si von unserm Doktor zsammhau'n." „Mtt gangst!" .La dös, wenn sei Mutter verlebt hätt'." „Im Grab tat sich die Frau umdreh'n..." Sepp konnte sich nicht mehr auf der Straß« sehen lassen. Man bespöttelte ihn. Bagage, traurige, dachte er und brach seinen Cr- holungsurlaub ab. Da oben bei die Berliner und die Ausländischen hatte man eben mehr Verständnis für die Qualitäten eines Boxers. 8in für Flieger gefährlicher„Vlagnelberg" In der Frankfurter Wochenschrift„Die Umschau" macht Pro- feflor Dr. H e n n i g nach Mitteilungen des Fliegers K i n g» f o r d- Smith auf die für Flieger sehr gefährliche Nähe von Neufund land aufmerksam. Dort versagte der Kompaß, so daß der Flieger vollständig die Richtung verlor und mit seinem Flugzeug„Southern Croh" statt nach Südwest in Richtung New Dort nach Nordnord- west weiter flog und dadurch beinahe verunglückt wäre. Auch den berühmten Amerikafliegern Hermann Köhl und Freiherr v. Hüne- feld versagte vor drei Iahren nachts in derselben Gegend der Kam- paß in genau derselben Weis«; sie hatten jedoch klares Wetter und tonnten sich nach den Sternen orientieren. Gewöhnlich herrscht aber über Neufundland starker Nebel, und Kingsford-Smith ist daher der Ueberzeugung, daß die vielen verschollenen Flieger der Jahre 1927 bis 1928 in jener Gegend durch Versagen des Kompasses die Orientierung verloren, in» Ungewisse steuerten und nach Erschöpfung ihres Brennstoffes ins Meer stürzten. Ein solche» regelmäßiges Versagen des Kompostes in der Nähe von Neufundland hält Professor Hennig für sehr wahrscheinlich, well Neufundland überaus reich an Eisenerzen ist, so daß es gewisser- maßen eine„magnetische Untiefe" von großem Ausmaße bildet. Derartige Störungsstellen gibt es auf der Erde noch mehrere, z.B. am Ilsenstein im Harz: allerdings haben die bis jetzt bekannten nur einen sehr geringen Umfang, so daß sie für Flieger nicht ge- fährlich werden können, wie es anscheinend die magnetische Untiefe von Neufundland ist. In diesem Zusammenhang erinnert Hennig an die Mittelalter- liche Sage von dem für die Schiffahrt gefährlichen Magnetberg, der hier in gewissem Sinne für den Flugverkehr in gefährlicher Weise aufgelebt sei. Flugzeuge müßten dieses Gebiet also umgehen oder vielmehr umfliegen, und wenn einem Flieger das nicht mög- lich wäre, müßte er sich in anderer Weise als durch den Kompaß orientteren, etwa durch«in« mitgeführt« Funkanlage. St. Ein Gramm Radium entwickelt eine Energie, die genügt, um 5000 Zentner 1000 Meter hoch zu heben. AufSpitzbergeo wächst jetzt keine Pflanze höher alz fünf Zentt- meter. Vor vielen Jahrtausenden mutz e-s dort ungeheure Wälder gegeben haben, wie auch die großen Kohlsnfunb« beweisen. , PrimaTOURIUy- VELOUR! | rein« �arnmqarn.wundervolie Penermusterj 1 m 1159.- I2I8: IOEKODATIONEN HALBSTOßE METEDWADE Jocguond-Öips, Kunst Gittertüll mit Einsotr Afä seideschweneQuolitot, u.Fronseca?15cmhoch I. forben�Foim�Boden �jSjfnvrSpandauerStr.Q i iGornitur' I Iprirna BOUCLE-TEPPICHE laus bestem Haorgom.modMusteru. Farben( |ci9Ca»i brt.Hir Sf kleiner fßaedei Die Offrnborung der Schönheit ostpreußischer Landschaften gc- schieht dem empfindsamen Wanderer in symphonischer Steigerung, wenn er den Weg vom Wold zum Meer wählt. Die Fahrt au? dem Reick) noch der durch den posen-wcstpreußischen Korridor ge- trennten nordöstlichsten Provinz bringt den im abgeriegelten Aug, aber sonst weiter nicht mit allzu lästigen Kontrollen behelligten An- reisenden in Dcutsch-Eylau wieder auf deutschen Boden. Schon hier grüßen Wälder und Seen von unermeßlicher Weite— eine Seenfahrt von Osterode nach Dcutsch-Eylau ist ein selig entspannender Traum an nur von Buchen- und Tannenwäldern belebten Hang- ufern entlang. Nur dann und wann taucht zwischen den beiden Stödten ein Dorf, ein Outshous auf. Die große ostpreuhische Stille beginnt. Zunächst noch einmal unterbrochen vom lebhaften Getriebe des zu einer blitzsauberen Mittelstadt gewordenen Allenstcin mit seinem sehenswerten Abstimmungs- und Borzeitmuseum in der alten Ordens- bürg. Doch dann, wenn man mit dem gemächlich trottenden Per- sonenzug schon das nach der Russenzerstörung in schmucken Straßen wiedererstandene Ortclsburg hinter sich gelassen hat, wandern ur- waldstill, ganz in östliche weite Einsamkeit abseitig verträumt, Tannen um Tannen, hin und wieder von Buchen und Eichen ab- gelöst, zu beiden Seiten des Zuges. Dichter und dichter wird der Waldbestand, auch breite Landstraßen, die durch den Wald führen, tun sich in einer weißen Stille auf. Wenn über diese Woldandacht ein blauhoher, sonnenwcißer Sommertag sich wölbt, so wird die eigene Seele winzig vor dem blitzenden Gefunkel in den ober tausend Wipfeln, auf den Försterpfadcn und Fahrwegen. Erdbeerbüschel stehen unberührt am Bahnhang. Leise weiße Blumen grüßen wie herabgefallene Sterne. Die Iohannisburgcr Heide, der größte zusammenhängende Wald Deutschlands, den schönsten aller Seen, den Niederste, und den seltsamsten aller Flüsse, die Cruttina, in sich bergend, schenkt einem das alte deutsche Wunder„Wald' wieder. Unberührt. Kein Klang der aufgeregten Zeit drang noch in diese Einsamkeit." Verlasse die Eisenbahn, wandere in diesen Wald hinein, fahre die spreewaldübertrumpfende Cruttina in breitem Masurenkahn ent- lang, steige aus den Dampfer und laß die in tagelangem Dahin- gleiten durch sommerliches Licht, das Silberschätze über den sanften Wellen der riesigen Seen ausschüttet, die sich hier, bald mit märchen- hast verwunschenen Buchen, bald mit ins Unendliche vermögender breiter Spiegelfläche, immer vom jetzt ganz naherückendcn, dann wieder in der Ferne verwondernden Wald umstanden, einer nach dem anderen dohinreihen. Ueber Rudczanny, Nikolaiken, wo der kostbarste Fisch dieser Gewässer, die Moräne, zu Hause ist, nach dem im Weltkrieg so tapfer verteidigten Lätzen und weiter noch an der zeitoerlorenen Insel Upalten vorüber bis nach Angerburg, dos neuer- dings das Ziel winterlicher Eissegler geworden ist, bringt dich der Dampfer und verkündet ununterbrochen, daß Ostpreußen Kleinode andächtiger Schönheiten in sich birgt. Still wie dieses südostpreußische Waldland sind die Menschen. Ihr Leben vollzieht sich in lächerlicher Einfalt. Masuren. Sie sprechen ihren slawischen Dialekt. Doch ihr Glaube ist protestantisch und sie wollen von polnischer Kulturbeglückung nichts wissen. Sie verstehen olle die deutsche Sprache und sprechen sie auch im ofsi- ziellen Umgang. Nur mit der Heimat und mit Gott, wenn sie ihre alten Lieder singen, dann brauchen sie den alwertrauten Laut wie ein seit Jahrhunderten an sein« Melodie gewohnter Waldvogel. Bon Angerburg eilt ein flinkerer Zug noch Goldap, der Hützel- frohen Grenzstadt, die auch einen der ostpreußischen Seen in ihrer Nähe besitzt. Die Romintener Heide baut hier ihre tausend grünen Dome aus Um Rominten wirst sich das Land in kühnen hohen Waldwellen dahin, und die Rominte, ein Flüßchen von thüringcn- hafter Lieblichkeit, führt auf wechfelvollcn Pfaden zum Romintener Iadgschloß, das seine norwegischen Holzbauten ohne Prunk in das Waldidyll einschmiegt. Nicht viel mehr als drei, vier still« Forst- Häuser birgt einige Kilometer weiter das von hohem, ernstem Wald umschlosien« Iogdbude. Und je näher der Weg an die Grenze führt, ier für Oftpreuflen um so stiller wird's rundum in den steiler und steiler zum Himmel ragenden Tannen. Wege sind hier, wahrhast aufgebaut von gött- licher Meisterhand, fehlerlos in einer naturhaftcn Gotik. Wer bis Szittkehmen gelangt, hat nicht nur Wold durchwandert, sondern auch — Ewigkeit. Hier hält die tobsüchtige moderne Zeit noch ihren Atem an. Der Wald segnet uns. Sein Duft schafft kindheitsholde Träume. Die Seele breitet ihre Flügel-- und landet auf der stillen Hirschwiese hinter dem Marinowosee, dessen Blinken den Man- derer aus dem Wald heroorlockt, der mit einem unvergleichlichen Verweben von Laub- und Nadelholz den besonders im Herbst färben- bunten, im Frühling kristallgrün glänzenden Rahmen für einen kleinen, aber unendlich anmutigen Seespiegel schafft. Ein in den See aus Pfählen hineingebautes Kurhaus bietet hier olles, was der Rastende sucht. lieber Tilsit, wo die Stätten von 1807 und die schon in russischer Strombreite dahinfließende Memel sehenswert sind, fährt der»Zug durch das Trakehner Pferdegestütland nach Königsberg. Das mäch- tigste oller Ordcnsschlösier mit dem gewaltigen Mostowitcrsaol steht in Ostpreußens Hauptstadt an dem von den Ordensrittern angelegten Schloßteich, in den die Burgkirche hineinschaut. Der Paradeplotz zeigt uns Kants Standbild: am quadratisch schlicht errichteten Dom ruht der große Philosoph unter schlanken, viereckigen Säulen, nur den gestirnten Himmel über sich. Und Rauschen ist in der Nähe mit seinen herrlichen, Rügen in den Schatten stellenden bewaldeten Steilufern, die sich über den drolligen Zipfelberg, über den Wachtbudenberg und das in grünen Dünen verzauberte Klein-Kuhren bis zu dem meereinsamen Leucht- türm vom Brüsterort mit einem majestätischen Schwing ausdehnen. Nach Norden verflachten sich über das fischerstille Neukuhren und das mondäne Cranz hin die Ufer, um in die Kurische Nehrung ein- zufließen— und nun beginnt ein Silbcrglanz des aus der grünen Ostsee steigenden weißen Landes, wie ihn keine Küste kennt. Immer höher, immer weltverlorener, schließlich wüstenweit und wüstenstill weiten sich die in kindheiliger Reinheit erglänzenden Sanddünen der Nehrung zwischen Meer und 5)aff. Urland birgt hier Urvolk. Die alten Kurvenkähne gleiten über das Haff. Der Elch lugt aus Birken und Erlen. Jenseits des Haffs atmet das Moosbruch Weltverloren- heit. Nur in Rossitten, dem zur Grenzstation gewordenen Badeort, schaffen die Vogelwarte und das Segelfliegerlager Betrieb. Als Abgesang: Frauenburg mit seinem Kopcrnitusturm und dem Dom am Haff, die hanghohen Wälder am Frischen Haff aus Elbing zu, dos ein paar schön« Türme und Tore hat— und dann Maricnburg— Marienwerder— Heilsberg— Tannenberg. Da spricht noch aus Millionen alten Steinen mächtig die Historie zu uns. Ordensritter- zeit— 1806/7— Weltkrieg. Die mittelalterlichen Kunstfleiß erhoben dokumentierenden Ordcnsschlösier von Marienburg und Marien- werder bewachen heut an Nogat und Weichsel die Grenze. Das Simfertal bei Heilsberg, Markt und Schloß dieser freundlichsten aller ostprcußischen Städte sind noch einmal die Fahrt ins Land hinein wert. Auch hier hat wie in Allenstein und Frauenburg Kopernikus die Geschichte der Sterne erforscht. Wer will, kann noch nach dem ländlich anspruchslosen Mohrungcn gehen und Herders Geburtshaus aufsuchen. Ach, manches unberührt Schöne in dem Land voller Wälder und einsamer Wasser blieb hier ungesagt. Stille Winkel im Samland— die Bernsteinküste von Palmnicken— majestätisch« Wälder im seenreichcn Süden— die Unhcimlichkcit nur von Elch- -rudeln durcheilter Brüche und Moore— nur der hier Beheimatete findet diese abseitigen Naturwunder in Jahren langsamen Ber- Wachsens. Doch wo die Wälder im Land zurückbleiben und die groß« Ebene beginnt, erheben sich heut«, an den genialsten Sieg des Welt- krieges gemahnend, die Türme de? Tonnenbergdentmol«. Hier ist Ostpreußens Walstatt. Auf dem Ehrenfriedhof von Waplitz ragen die Kreuz« der Gefallenen. Die Grenze ist nah. Und seit einem Jahrtausend voller Unruhe. Aber still und stark wächst aus dem einsamen, schwermutsüßen Land der deutsche Mensch und baut die Mauer aus Blut. 'Jlurune; Stalichläge für die ffieife Diase Ratschläge las der Handlanger Paul während der Pause. Alle aßen noch chrc Wurststullen und tranken Bier,:mr Paul hott« seine Schmalzstullen schon verdrückt. Er begann dos Blatt zu studieren, in dem feine Schmalzstullen eingewickelt waren. So kam Paul zu den„Ratschlägen für die Reise", die ursprünglich in der Retsewlmmer einer mondänen Zeitschrift standen. Es war ein schöner Belog mit Kupfertiefdruck. Paul sah Abbildungen von Reise. koffern, Anzügen, Schuhen und daneben im Sperrdruck die Rat- schlage: Für die Reise reichen folgend« Anzüge aus: gestreifter, zweireihiger Flancllonzug. dunkler, einreihigcr Anzug, heller, leichterer Sommeranzug mit ein- oder zweireihiger Weste, Sportanzug mit Knickerbockers, Sportbazer, Smoking und ein dunkler, blauer Anzug... „Allerhand!" sagte Paul und sah aus seine kalkbespritzte, ge- flickte Hose. In Gedanken begann er nun zu Häufe in seinem Schrank unter den Anzügen zu suchen: einen neuen grauen Anzitg, von acht Wochenlöhnen mühsam abgezahlt, ein« helle Hose, von der Stange gekauft, augenblicklich mit Flecken, die auch mit Spektral nicht herauszukriegen waren, dann: eine Jacke, die an den Aermeln defekt war, und dann: alles Sachen vom Bau, Arbeitssachen. „Reichen aus..." las er,„reichen aus..." Er lächelte verächtlich. Und las weiter: Sechs Paar Schuhe genügen: braune Fulüirogues, Halbbroguss, ein Paar braumveiße, ein Paar weiß« mit Gummisohlen und Smokingschuhe... Paul sah auf seine Schuhe. Die hatten einen großen Riester an der Seite. Die waren faltig und krummgelausen, als hallen sie schon auf dem Müllhaufen gelegen. Roter Ziegelstoub und Kolk- spritzer fraßen sich in das Leder«in. „Sechs Paar Schuhe genügen..." dachte Paul. Er versuchte plötzlich zu kauen, als hätte er noch etwas von den Schmalzstullen im Mund, aber es war Leerlauf, was er trieb. Darum gab er es bald auf. Und spuckte aus. Und los weller: SchOll Sparrnarkaw eine gleichartig« Packnng BfOtlS jade Ptekong enthilt Drei Arten von Hemden find für die Reife wichtig: Sport- Hemden mit festen, weichen Kragen. Aunte Trikoline- oder Zephir- Hemden mit passend buntem, weichem oder steifem Kragen und fiir den Abend das Smokinghemd... Paul sgß wie erschlagen da. Seine Augen suchten im Leeren. „Mensch, was ist dir?" fragte jemand und stieß ihn an. „Nichts!" sagte Paul erwachend, strhr sich mit der Hand über den Mund und öffnete den Eivfotz feines schwitzigen, bestaubten Arbeitshemdes. Der Tag war Heiß. „Wenn man jetzt dos Hemd wechseln könnte..." dachte Paul. „Warum denn?" dacht« derselbe Paul einen Augenblick später, „hier bei diesem Staub und Dreck?'" „Drei Arten von Hemden..." las er. „Buntes Trtkolinshemd mit paffend buntem.Kragen..." Paul dachte:„Donnerwetter. Sonnabend muß die Wäsche bc- zahlt werden." Jetzt pfiff die Fabriksirene, fünf Minuten vor Schluß der Pause, zum erstenmal. Der Bauführer trat schön aus der Bretterbud«. Der Polier steckte die Kosseeflasche weg. Sein« langen Beine machten Startversuche. Dach sein mosiwer Körper blieb noch auf der Holzbank. Paul drehte das Blatt um und las: Zu einem Paar Knickerbockers aus grauem Flanell sollten nn- bedingt noch eine weiße und eine graue Flancllhofe eingepackt werden... „Jawohl!" sagte Paul,„jawohl, unbedingt..." „Drei Pyjamas!" las Paul weiter, unter dem Fettfleck, den die Schmalzstullen hinterlassen hatten,„sechs Untergarnituren..." „Idiot!" sagte da Paul. Sein Nachbar fuhr auf:„Idiot? Wer?" Pauk wußte nicht, wer. Ob er selbst, ob sein Nachbar, ob der Polier, ob der Bauführer, der jetzt dicht bei ihm stand und ihn merk- würdig ansah, obwohl es noch eine Mirmte bis zum Schlußpfiff der Paus« war. Paul blieb sitzen. Alle waren schon aufgestanden. Paul dachte yämlich an seine Sommerrcise. Er war gerade beim Packen des Koffers mll den ausreichenden Anzügen, den drei Arten von Hemden, den genügenden sechs Paar Schichen, den drei Pyfamas und den acht Untergarniwrcn. Da pfiff die Fabriksirene mitten in seinen Troum von der Sommerreise. Paul stand aus. Ballte das Blatt mit den Ratschlägen zu einein Knäuel und warf es fort. Ging zu seiner Ziegelkorre. Bald lief ihm der Schweiß von der Stirn.„Soinmcrretsc," dachte er noch einmal, ehe er es ganz vergaß,„meine Sommerrcise ist der Bau- platz, und man muß froh sein, daß man noch auf diese Art reisen kann: jeden Morgen srüh um sechs mit dem Rade ein« Stunde bis zur Baustelle..." Wrwälder in ä)euifchland Schon im vorigen Jahrhundert gehörten Urwälder in Deutsch» land zu den größten Seltenheiten. Nachdem man dann längere Jahre angenommen hatte, daß die Urwälder bei uns überhaupt restlos vernichtet seien, setzte eine genaue Durchforschung ein, und hierbei stellte sich dann heraus, daß noch niehrerc Waldungen in Deutschland vorhanden waren, die den Urwaldscharakter unver- fälscht bewahrt hatten. Es waren dies die Söllbachau bei Tegcrn- see in den bayerischen Alpen, der Sumpfwald im Brunnenholzried in Württemberg, ein Urwald im Gebiet des Arbers und des Großen Falkensteins nördlich von Zwiesel im Bayerischen Wold, der Reuen- burger Urwald bei Barel in Oldenburg, der Hosbrook, 25 Kilometer südlich von Bremen, der Wald Süll bei Unterlüß in der Lüneburger Heide und der Urwald aus der Insel Bilm bei Rügen. Alle sind jetzt unter Naturschutz gestellt, werden also nun im Urzustände er- halten bleiben. Der Süll war schon in größter Gefahr, in langweiliges Kicsern- gehölz verwandelt zu werden: es waren schon schöne Partien niedergelegt und ausgeforstet, als glücklicherweise Professor Eon- wentz aus Donzig erschien, auf dessen Antrag dann der Vernichtung Einholt getan wurde. Die drei Urwälder Nordwestdeutschlands sind, trotz ihrer Schönheit, bis jetzt nur wenig bekannt. Alle drei ähneln einander darin, daß sie inmitten größerer Waldbestände ge- schützt liegen, unmerklich in diese übergehen und dadurch größer er- scheinen, als sie in Wirklichkeit sind. Von ihnen wurde der abseits liegende Hasbrook zuerst bekannt, und zwar durch den oldenburgi- scheu Moler Willers, der um 1860 einige der mächtigsten Eichen darstellte und die Bilder dann am bayerischen Hose dem König Maximilian II. vorlegte. Dieser bezweifelte anfänglich, daß solche Bäume überhaupt in Deutschland zu finden seien, überzeugte sich dann aber persönlich bald von der Wahrheit der Bilder. Von den großen Eichen, von denen noch etwa 100 verstreut im Walde vor- hondön sind, hoben eine erhebliche Zahl ein Alter von 1000 und mehr Iahren. Als wegen einer Weganloge ein ziemlich gesunder Stamm gefällt werden mußte, benutzte man die Gelegenheit, um die Jahresringe zu zählen. Man fand 600 Jahresringe mit bloßem Auge, ferner 200 mit der Lupe. Außer diesen Ringen gab es aber noch Holzmasie, in der keine Ringe mehr zu erkennen waren: nach der Dicke dieser Substanz mußten aber noch mindestens 300 Ringe vorhanden fein. Danach betrug das Alter dieses Baumes etwa 1100 Jahre, er keinite also im 8. Jahrhundert! Fast noch wilder als der Hasbrook ist der Reuenburger Urwald. An vielen Stellen herrscht in ihm, selbst um Mittag, Dämmerung, bei bedecktem Himmel sogar tiefes Düster. Das Unterholz bildet oiclsach ein Dickicht von niedrigen und hohen Stechpalmen, so daß man an manchen Stellen Mühe hat, den Wold zu durchdringen. Auch dieser Wald enthält kein Nadelholz, sondern nur Laubholz. Eichen, Buchen, Hornbäume und Birken jeden Alters setzen ihn zusammen. Den Boden, der erheblich feuchter als der des Hasbrook ist, bildet zu- meist schwarze Walderdc. Zahlreiche, vielfach schlanke, hoch empor- strebende Baumlcichen heben sich auffällig von den noch lcbcns- frischen anderen Woldriesen ab. Eine besondere Merkwürdigkeit ist eine mächtige Buche von mindestens 45 Meter Höhe, deren Ricsen- stamm aus fünf verwachsenen Einzelstämmcn besteht. Der Gesamt- «indruck dieses Urwaldes sowohl in seinen Einzelerscheinungen als auch in seiner Gesomtgruppicrung ist so großartig, daß man in ganz Deutschland vergeblich nach gleichem suchen wird. IFosbii Jtlll? Wer in einen Laden geht und fragt, was dieser oder jener Artikel kostet, erhält zur Antwort: So und so viel Mark. Es würde nämlich niemand einfallen, Reichsmark zu sagen, weil wir eben keine andere Mark mehr hoben. Geschrieben und gedruckt wird aber immer noch RM. Als die deutsche Währung befestigt wurde und noch Popiermark in Umlauf waren(die berüchtigten Millionen und Billionen), war es immerhin begreiflich, daß man die neue Bezeichnung Reichsmark gcbrau6)tc, um einer etwaigen 'Verwechselung vorzubeugen. Seither ist aber die Papiermark längst aus dem Berkehr verschwunden, und auch die kühnsten Optimisten wagen nicht mehr zu hoffen, daß sie einst ihren früheren Wert wiedererlangen werde. Deshalb konnte man unbedenklich im gc- schäftlichen Verkehr sich mit der Bezeichnung Mark(abgekürzt M.) begnügen. In Bonken und sonstigen großen Geschäften könnte man dadurch täglich Millionen Buchstaben mit entsprechendem Zeitaus- wand ersparen. Ä)a« JCand der Makieen Die eigentliche Heimat der Kakteen sind die wasserarmen, sonnenheißcn öden Ebenen Mexikos. Sie sind die Charokterpslanzen des Landes, die schon unter der Kazikenherrschaft im Berein mit Schlange und Adler das Reichswappcn abgaben. Fast überall findet man einzeln oder in Gruppen die bald säulenförmigen, bald kürbis- runden, bald schlangenartig gewundenen graugrünen Gestalten. Riesige Fackeldisteln, Cercusarten, furchtbar bewehrte Opuntien be- gleiten den Reisenden auf seinem Weg. Gewaltige Dimensionen nehmen einzelne Arten dort in der ungehinderten Bolltrast des Gc- deihens an. Die wuchtige Säule des Igelkaktus, Ecliinocaetus wisliceni, erreicht einen Umfang von zwei bis drei Metern und eine Hohe von anderthalb Metern, ohne dabei die größte ihres Geschlechts zu sein, denn Ectiinocsctus ingcns und platyceras sind noch gewaltiger. Eine Eclünoeactus-Art erreicht einen Durchmesser von einem Meter, eine andere einen solchen von anderthalb Meter bei einem Gewicht von zwanzig Zentnern. Der botanische Garten in Kew» erhielt im Jahre 1846 ein solches Kakteenungeheuer, das dieses Gewicht hatte, dabei drei Meter hoch war und achthundert Liter Walser enthielt. Uebcrhaupt weist die Gattung Echinocäctus sehr verschiedenartig- Bertreter auf. psekunz SOpfg. Gro8*Paekung 1.50 RM. SeC-GaanMe