Mr. 130. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. 1 der Post- Zeitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Beretus- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonnund Fefttagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508 Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Bur Einigung der franzöfifchen Sozialisten. Paris, 2. Juni 1896. Sonnabend, den 6. Juni 1896. " Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3: liche Eroberung der politischen Macht vermittelst des allgemeinen Wahlrechts einem revolutionären Vorgehen wird Platz machen müssen, falls die Bourgeoisie es wagen sollte, auf das einzige Befreiungsmittel Hand zu legen, welches gegenwärtig dem organisirten Proletariat zur Befügung steht." die Monarchisten in den letzten Jahren mehr und mehr sich in die Deputirtenkammer unter der republikanischen Flagge einzu schmuggeln suchen, wie die hartgefottensten republikanischen Ronservativen und sogar Reaktionäre sich den Wählern als Progreffisten" vorstellen, so nehmen die Radikalen, die Anhänger Das Banket der sozialistischen Gemeinderäthe einer mehr oder minder weitgehenden Sozialreform im Rahmen Der am 29. Mai vom Nationalrath der Arbeiterpartei den Frankreichs war mehr als eine Festversammlung. Schon der und unter Aufrechterhaltung der Grundlagen der kapitalistischen sozialdemokratischen Gemeinderäthen gegebene Ehrenpunsch hatte Umstand, daß, mit Ausnahme der Allemanisten, sämmtliche Rich Gesellschaft, den Titel Sozialisten für sich in Anspruch. Ja, übrigens gezeigt, daß, von Paris abgesehen, die sozialdemokratische tungen des französischen Sozialismus zum ersten Mal in brüder- sie erklären sich sogar für die einzig wahren Sozialisten. Richtung die Hauptkraft der sozialistischen Bewegung Frankreichs licher Eintracht den gemeinsamen Wahlsieg der sozialistischen Nach und nach ist es dazu gekommen, daß für den bildet. Der Ehrenpunsch versammelte die Vertreter der meisten Partei feierten, verleiht der Kundgebung eine große politische Beitungsschreiber wie für den Zeitungsleser Sozialismus und und bedeutendsten sozialistischen Mittelpunkte der Provinz. Die Bedeutung. Die Einigung der Sozialisten erschien als eine Rollettivismus aus zwei einander übergeordneten Begriffen, Ausführungen Guesde's und Lafargue's auf der Festhandgreifliche, vollendete Thatsache. Nicht minder wichtig ist es von denen der letztere den ökonomischen Kern des ersteren bildet, versammlung vom 29. Mai in bezug auf die wachsende Be fodann, daß das Banket zum Ausgangspunkt einer zu kontradiktorischen, einander ausschließenden Begriffen geworden einfluffung der übrigen Richtungen durch die Sozialdemokratie prinsipiellen Klärung innerhalb der Partei sind. Wenn die Heuchelei nach Voltaire ein Kompliment des haben auf dem Bantet vom 30. Mai eine glänzende Bestätigung geworden ist. Dazu hat, neben den Reden von Guesde, Lasters an die Tugend ist, so darf doch die Tugend nie zulassen, erfahren. Jaurès und Vaillant, namentlich die Programmrede durch das Laster hinauskomplimentirt zu werden. Das Kompli Die kollektivistischen Erklärungen Millerand's werden indeß Millerand's beigetragen. ment des Radikalismus an den Sozialismus zielt aber in Wirt- Auseinandersetzungen innerhalb der sozialistischen Kammergruppe Die wachsende Popularität des Sozialismus sowohl unter lichkeit auf die Verdrängung des Sozialismus ab. veranlassen. Diese Gruppe umfaßt nämlich eine erhebliche Zahl bem Proletariat wie in den Kreisen des Kleinbürgerthums hat Um der überwuchernden politischen Falschmünzerei ein Ende Gefühls- Sozialisten, die sich nie zum Kollektivismus bekannt zur Folge gehabt, daß zur Wahlzeit in den großen Städten und zu machen, tam in den sozialistischen Kreisen immer mehr der haben. Giner derfelben, Abg. Mirman, erklärt nun in einem namentlich in Paris jeder Kandidat, der nicht von einer der Wunsch zur Geltung, die allen Richtungen gemein- offenen Briefe an Millerand, daß dessen Banketrede die GrundGeldsackparteien unterstügt wird, schlankweg sich zum Sozialisten samen Grundprinzipien festzulegen, deren Anerkennung für lagen der parlamentarischen sozialistischen Vereinigung" wesent ftempelt. Der eine nennt sich sozialistischen Republikaner, der jeden Sozialisten unerläßlich sein soll. Das ist nun lich verschiebe. Auf Mirman's Verlangen wird die Kammer andere sozialistischen Demokraten, ein dritter sozialistischen Revisio- geschehen durch Millerand's Programmrede auf dem Banket fraktion über die Frage zu entscheiden haben, ob sie unter den nisten oder revisionistischen Sozialisten oder gar nationalistischen vom 30. Mai. Millerand war hierfür besser als die langjährigen alten Bedingungen weiter bestehen bleiben tönne oder aber sich Sozialisten u. f. f. Alle Welt will sozialistisch sein, weil Borkämpfer des Sozialismus. Guesde, Vaillant und Brousse, auf einer neuen Grundlage reorganisiren müsse. dieser Titel die beste Aussicht auf einen Wahlerfolg sichert. geeignet, weil er, feiner bestimmten Richtung angehörend, un- Welches das Resultat der Fraktionsberathung sein möge, Dieser Wahlzeit- Sozialismus ist gegenwärtig vielleicht die befangener und daher auch erfolgreicher das allen Richtungen der französische Sozialismus kann durch die flare Feststellung der mißlichfte Folge des Nebeneinanderbestehens von verschiedenen Gemeinsame herausgreifen konnte. Als solche gemeinsamen Haupt- von allen seinen Vertretern unbedingt anzuerkennenden Grundsäge durchaus selbständigen sozialistischen Partei- Organisationen. Die punkte, die die Grenzen der sozialistischen Partei scharf marquiren, nur gewinnen. Jede Einigung, die nicht auf gemeinsamen Prinvon diesen Organisationen anerkannte tattifche Hegel, wonach bezeichnete Millerand folgende drei Grundfäße: Allmälige und zipien beruht, ist innerlich schwach, weil der Laune der wechselnden der im ersten Wahlgang weniger begünstigte sozialistische Kandidat fortschreitende Bergesellschaftlichung der tapita politischen wie persönlichen Momenten unterworfen. Ist dagegen erst fich in der Stichwahl zu gunsten des meistbegünstigten zurückzu- list is chen Betriebe in dem Maße, als diese sich ein Einigungsprogramm zu fiande gekommen, dann wird auch die sieben hat, leidet mitunter in der Praxis unter der buntscheckigen zu einem Monopol einiger weniger Kapitalisten auswachsen; organisatorische Verschmelzung der sozialistischen Richtungen auf Mannigfaltigkeit der unabhängig von jeder Organisation Eroberung der politischen Macht vermittelt die Dauer nicht ausbleiben können. fich hervorthuenden sozialistischen Kandidaturen. So wurde des allgemeinen Wahlrechts; internationales Die furzsichtigen bürgerlichen Politiker, die bereits schaden. beispiel? weise in den Pariser Gemeinderaths Wahlen durch Einvernehmen( entente) der Arbeiter. Und zwar ist froh in Mirman's Protest den Anfang einer Spaltung" er die Ueberschreitung jener Regel der Sozialist Picau die Vergesellschaftlichung nicht etwa mit einer Verstaatlichung blicken, bekennen dadurch wieder einmal ihre Verständnißlosigkeit vom auch sozialistischen Freischüßen Bos, einem Mit auf dem Boden der bestehenden Ordnung zu verwechseln. in bezug auf den Sozialismus. Was sie als eine Spaltung arbeiter des rabifalen Blattes„ Rappel" verdrängt. Millerand betonte ausdrücklich, daß das nothwendige und hin- im sozialistischen Lager" betrachten, das ist vielmehr die engere Daß ferner die sozialistische Wahl propaganda, die reichende Mittel zur Inangriffnahme der Vergesellschaftlichung Aneinanderfügung der rein sozialistischen Sozialistische Aufklärung der Masse arg geschädigt wird, so lange der Produktionsmittel" eben nichts anderes ist als die Grobe Elemente und deren eben dadurch hervorgerufene prin. feine fest bestimmten und allgemein anerkannten prinzipiellen rung der politischen Macht durch die sozialistische Partei". zipielle Abgrenzung von den halben Sozialisten. Merkmale den ehrlichen Sozialisten vom auch- sozialistischen Der allgemeine Beifall, der seinen Ausführungen zu theil Stimmenfänger unterscheiden lassen, braucht in diesem Blatte wurde, bewies, daß der hervorragende sozialistische Taktiker das Politische Mebersicht. nicht erst betont zu werden. Im gegenwärtigen Augenblick erlebt richtige getroffen hat. Das von ihm entworfene Programm gerade Paris das Schauspiel eines legislativen Wahlkampfes, in fann in der That die Zustimmung aller sozialistischen Sichtungen Berlin, 5. Juni. welchem die sozialistische Kandidatur Gabriel Deville's finden und andererseits die theoretische Konfusion beseitigen, die Aus dem Reichstage. Wenn man mit dem Geschrei, vom Gegenkandidaten Paul Degony, einem sonst sehr den Radikalen erlaubt, ihr halb kleinbürgerliches, halb staats- das über den Börsengesehentwurf seit Monaten schon ge achtungswerthen radikalen Politifer, nicht etwa vom Standpunkt sozialistisches Programm für Sozialismus auszugeben. der bürgerlichen Sozialreform, sondern im Namen des- Sozia lismus bekämpft wird!. Das Wort Sozialismus hat eben hier in der politischen Umgangssprache seinen reellen begrifflichen Inhalt verloren. Wie 42 Tene. ( Nachdruck verboten.) " Es sei noch hervorgehoben, daß Millerand sein vereinigendes macht wird, die Besetzung des Hauses heute, wo die ent theoretisches Minimalprogramm im wesentlichen dem Programm scheidende dritte Lesung begann, vergleicht, dann kommt der sozialdemokratischen Arbeiterpartei entlehnte. Guesde man zu dem Ergebniß, Freunde wie Gegner der Vorhatte daher in seiner Ansprache nur hinzuzufügen, daß die fried lage haben über die Bedeutung derselben schwer ge= Eß- und Viehkartoffeln in ganzen Wagenladungen, die Gehaben, ob es das offene braune Auge und das ernst waren dort gut und billig. Oft kaufte er auch mehr, als schöne Gesicht war, das ihr das Vertrauen erwarb, darüber er brauchte, lagerte sie ein und machte an ihnen im Früh wußten wohl weder sie noch die andern im Ernst sich jahr noch einen guten Schnitt. Viel Erdäpfel wurden im Rechenschaft zu geben. Ein sonderbares Paar war es ja, Hofe selbst nicht verzehrt. In dieser Beziehung hielt es das da vor dem Dämmern die Wiesen hinaufschritt und der Bauer mit den uralten Egerländern, die der Meinung vorsichtig über den spizwinkeligen Schmalsteg fußelte. Und gewesen, vom Kartoffelessen werde man dickbäuchig und un manch' einer von denjenigen, die mit ihrer Arbeit nicht fertig würden, und wenn sie bis Mitternacht auf dem Felde blieben, schrie ihnen nach: Na ja! Die Große vom Bühl- Bauer is a Abg'feimte. A ganz an Alten hat sie sich ausg'sucht, der keine großen Sprüng' mehr machen kann.. Wenn der Alte so etwas hörte, dann faßte er den Arm seiner Begleiterin schärfer und meinte: „ Laß sie reden, Moidl!... Moidl, laß' fie faspern! Du kriegst amal was von mir. In mein Testament stehst D', wie' s Amen im Gebet." Roman von Nicolaus Krauß. Noch nie hatte Lene eine so schnelle Frühjahrsbestellung miterlebt. Jeden Abend sagte der Bauer: Wenn Ihr morgen mit dem und dem Stück zu Ende seid, ist Ruh. Eintheilen könnt Ihr's Euch, wie Ihr wollt. Aber ich will beholfen. gute Arbeit sehen Der alte Bauer führte ein ruhiges, stilles Leben, das Und er ging selbst hinter dem Pfluge, zog mit der sich nur noch mit der Vergangenheit beschäftigte. Die Schaufel die Wasserfurchen und Wiesengräben, prüfte und Dienstboten sahen ihn gern, wenn er in seinen flatternden mischte den Düngerkalt und den Guano und sah nach dem Gewändern um die Felder daher geschritten fam, Komposthausen, der sich in einer Ecke des Gemüsegartens einem von ihnen auf die Schulter tippte und zu ihm sprach erhob. Die Düngerstätte war ausgemauert, das Tauben- in seiner langsamen, nachdrücklichen Weise: haus auf die Seite gerückt, damit es nicht hinderte. Kein„ Siehst, Moidi, vor zwanzig Gauan is af dean Stück Tropfen der Jauche ging verloren, sie wurde von Zeit zu Hofan g'stand'n. Koan Mensch haut in dean Gana oin Beit in ein großes Faß gepumpt und auf die Wiesen ge- baut, wei da Baua am Bühl. Drei Stöß haben ma auf fahren. Immer wieder mußte fich Lene des verlüderten richt'n müssen. Dös war a Numro!... U je! Wei Im Sommer besuchte Lene fast jeden zweiten Sonntag Streicher- Hofes erinnern. Wenn sie die hohen luftigen d'Beit vageiht!... Giza, na, möcht' nimmer wirth- ihre Tante in Mühlefsen. Auf dem Wege tehrte sie immer Ställe betrachtete, beren Gewölbe auf auf Steinsäulen schaft'n. Ich will nex geg'n Rustler so schrieb sich sein in der Schmiede zu Hartessenreuth ein. Die Wirthin war ruhten, die steinernen Tränttröge, die aus Granit Schwiegersohn sag'n, aber umg'stürzt hat er all's. Na, in den Jahren, seit sie Lene zum ersten Male gesehen, waren, wie der große Wassertrog am Rande des sauberen er versteht seine Sach', u haut meihara g'lerut, wie wir gealtert, mit dem Laufen ging es nicht mehr recht, Gesicht Pflötes, in den der Röhrbronnen seinen armbicken Strahl Alt'n, aber mitthun möcht' i nimmer. Ja, wei ich nu und Gestalt waren noch voller als sonst, aber in den hellet goß. Dem Hofhund blieb die Qual und Marter der Kette g'wirthschaft ho, u da Hiathanrich ba uns war Augen lachte die Freude am Leben. Die alte Frau war erspart, frei lief er im Hofe umher. Die Tennen bestanden' n Hiathanrich kenn ich", warf einmal die Lene ein. der jungen Magd mütterlich zugethan. Nur eines perdroß aus Luftziegeln, die man auf den Kopf gestellt hatte, und Sua!... Sua!... Dös mouß aber scho a ihr: Lene war zu ernst. Während die Alte noch lachen auf der einen stand eine Dampf- Dreschmaschine, die wie ein ftoanalts Manul sau... Na ja... Er soll ja da droben, konnte, daß ihr die Thränen über die Backen fugelten, Ungethüm aussah. wo Du aufg'wachs'n bist, Hiat san... Wenust a mal za und sie sich die Seiten halten mußte, saß das Mädchen In der Charwoche holte der Bauer die Karpfen aus ihm finnst, thou ihm ja schöin grüß'n von mir..." ganz ruhig neben ihr, zupfte an ihrem Schürzenband den von Duellwasser gespeisten Baltern", in welchen sie Wenn es das Wetter halbwegs erlaubte, ging der alte und verzog höchstens den Mund zu einem schnell überwintert hatten, that sie in Fässer und fuhr mit dem Bauer am Nachmittage nach Oberreuth zum Bier. Mit verschwindenden Lächeln. Ordentlich zornig wurde die Wirthin, Großknecht und zwei Wagen nach Schönbach und Roßbach, einigen anderen Alten, die Auszügler waren wie er, setzte wenn sie das sah. um sie zu verkaufen. er sich an einen Tisch zusammen, plauderte und trant seine Aber Moidl, was hast denn? Du machst ja a G'sicht, Der Bauer am Bühl baute fast nur Frühkartoffeln. fünf Halbe. Oft, wenn der Diskurs yar zu schön war, wie wennst Sauerampfer g'effen hätt'st. Haben Dir d' Wenn bei den anderen Bauern die Erdäpfel erst zu blühen wurde es auch eine mehr. Dann stolperte der Alte Hühner wirkli' s Brot g'uumma? Weißt, dös hat begamen, stand er oder sein Großknecht schon mit einem auf dem Heimwege. Damit er bei so einer Gelegenheit nicht fein Zweck. Wer schnell ernst wird, is bald alt... Wennst Wagen neuer Knollen auf dem egrischen Wochenmarkte, und in den Bach falle, mußte ihn jeden Tag jemand aus dem jezt in Dein schönsten Jahren net a weng lusti sein willst, verkaufte darauf los, nach dem Gewichte, nach dem Hohl- Hofe abholen. Früher war das ein Knecht gewesen. Als was machst D' denn, wennst a alt's Mutterl word'n bist? maße, wie man es wünschte. The ihm die andern Kou- die Lene einzog, warf der alte Bauer sein Auge auf fie. Sterb'n mußt D', ob Du lachft oder greinft.... Mir hat furrenz bieten tonnten, hatte er meisiens ausverkauft. Dann Die Tochter des Bachschusters hatte überhaupt Glück mit no tan Pfarrer g'sagt, daß Lachen a Sünd is..." fuhr er nach der Falkenauer Gegend und holte sich seine alten Leuten und Kindern. Ob es das ruhige, verständige ( Fortsetzung folgt.) " flunkert. Die und ur die Bäufe Börsianer und Gründer von Plög nur anzuführen, daß er nur immer mit verhältnißmäßig fleinen Summen betheiligt war und daß es von seinen früheren Geschäftsfreunden von der Börse nicht hübsch sei, daß sie seine kleinen Beziehungen zu ihnen ausgeplaudert haben. Die Rechte war durch die Erklärung ihres Führers niedergebonnert; gruppenweise standen die Herren von und wozu bei einander und berathschlagten, Herr v. Plötz aber saß allein auf seiner Bank, gemieden von seinen Freunden, die er zu sehr blamirt hatte. mals. dazu " S ge= Bänke aller Parteien waren leer hat viel dazu beigetragen, daß der europäische Friede, trok dem zuständigen Ausschusse. Ebenso wurden die Beschlüsse des paar Kampfhähne standen gerüstet mancher im vergangenen Jahre im Orient aufgetauchten be- Landesausschusses zu dem Entwurf eines Gesetzes für Elsaßzum Streit. Der mangelhafte Besuch mag sich übrigens unruhigenden Symptome, nicht gestört wurde. Die von meiner Lothringen über die Wahlen der Mitglieder der Bezirks- und im Regierung engen Einverständnisse mit unseren be- Kreisvertretungen, sowie der Entwurf eines Gesetzes wegen Fest auch daraus erklären, daß das Schicksal der Vorlage entwährten Bundesgenossen diesfalls entfalteten Bemühungen er- ftellung eines zweiten Nachtrags zum Reichshaushalts- Etat für schieden ist. Dieselbe wird angenommen, obwohl für eine freuten sich der sympathischen Mitwirkung aller Großmächte. das Etatsjahr 1896/97 und die Vorlage betreffend die Ausder entscheidensten Bestimmungen, nämlich das Verbot des Sie förderten speziell in bezug auf die Erhaltung des prägung von Kronen, den zuständigen Ausschüssen überwiesen. börsenmäßigen Terminhandels, teine Majorität vorhanden status quo auf der Balkan- Halbinsel eine- Was die Ronturrenz alles macht! Eine wäre, wenn nicht die Angst vor den Agrariern die Majorität& in müthigkeit zu tage, deren zu erhoffende Fortdauer Lokalforrespondenz schreibt! des Zentrums fürre gemacht hätte. die friedliche Entwickelung der internationalen Beziehungen ge Am Donnerstag früh fonnten wegen des ausgebrochenen Ausstandes die Briefe seitens der Privatpost zunächst mangels Ohne dieses Verbot, dessen ausgesprochener Zweck nur wärtigen läßt." Darauf brach die Neue Freie Presse", das Haupt- Personal nicht bestellt werden. Die Direktion ordnete sofort ist, den Getreidepreis künstlich zu treiben und damit die Brotpreise zu erhöhen, würde auch unsere Fraktion für die Vorlage organ des verkrachten österreichischen Liberalismus in helle an, daß sämmtliche Briefe mit Reichs postund der Reichspost zur geftimmt haben. Diesen unseren Standpuntt legte Genoffe Jubeltöne aus, sie deutete die Rede Franz Josef's Marten versehen Nach den für der Dreibund habe ein orientalisches Bestellung übergeben werden. Ginger flar, er that aber noch mehr; er setzte näm- dahin, welches zudem vollständig über Berlin geltenden Bestimmungen wurden die ersten 15 Briefe lich den Hauptschreier des Bundes der Landwirthe, Programm, Herrn v. Plöß, auf das Armesünderbänkchen und hielt ihm einstimmte mit den alten Forderungen der österreichischen mit 10 Pf., die folgenden mit je 5 Pf. frankirt und am Schalter geschah morgens 8 Uhr. Abends 7 Uhr famen eine Stanbrede, wie sie einem Mitgliede des Reichstags Monarchie, die nichts wolle als Selbständigkeit der Balkan- aufgeliefert. Die Briese wurden auch abgenommen. Dies wohl noch nie gehalten worden ist. Seit Jahren toben länder, die Unabhängigkeit der Nationen, den Schutz der sämmtliche Briefe wieder zurück, da die Reichs= von Plötz und seine Freunde gegen den Giftbaum der Börse, Verträge. Für dieses Programm solle fünftig nun auch post die Bestellung verweigerte!! Durch alle Hilfs. fräfte, Fahrrad- Dienstleute und so weiter ließ die Divon dem Juden und Judengenossen die goldenen Früchte ein- der Dreibund seinen ganzen Einfluß einsehen. nun der Privatpost noch die Bestellung der heimsen. Unser Genosse Singer bezüchtigte nun Herrn v. Plöz, Nunmehr, nachdem mehrere Tage vergangen find, rettion Das verauslagte Porto für daß er selbst jahrelang von den Früchten dieses Giftbaumes scheucht irgend ein offiziöser Dreibunds- Schuhmann in der Briefe selbst vornehmen. genascht und nicht nur dies, sondern daß er auch bis zum Kölnischen Beitung" den unbedachten Dreibunds- Be- die verklebten und auch abgestempelten Briefmarken will vorigen Jahre sich an dem jetzt so verpönten wunderer der Neuen Freien Presse" durch folgenden An- die Reichspost der Privatpost zurückerstatten. Angeblich beruht diese Rückweisung auf Verfügung der Ober- Postdirektion." Termingeschäft in Getreide betheiligt schnauzer in seine Schranken zurück: Wenn man diesen Vorgang mit der Erwägung erklären bas Wiener Wir wissen nicht, welches Ziel das Wiener Blatt damit wollte, Stephan wolle den Streifenden einen Dienst erweisen, so habe. Unser Genosse nannte Daten und Firmen und erbot sich, wenn von Plötz etwa leugnen sollte, die Behaup- verfolgt, daß es jetzt plößlich und grundlos der deutschen würde man natürlich auf falscher Fährte sein. Aber wenn die Regierung einen Programmwechsel audichtet. tungen außerhalb des Hauses zu wiederholen, um so den Der Dreibund hat sich innerhalb der Grenzen, in denen er seit leidige Konkurrenz nicht wäre! Angegriffenen zur Klage zu zwingen. Das Duell Wagner Stumm ist bekanntlich nun bald fünfzehn Jahren abgeschlossen worden ist, nach Unter solchen Umständen blieb dem Führer der Land- allseitiger Ueberzeugung für alle verbündeten Reiche wie nicht mit scharfer Waffe zum Austrage gekommen, sondern hat wirthe, der noch am 28. April auf bezügliche Andeutungen für den europäischen Frieden so gut bewährt, daß kein sich in eine fortgesette Preßfehde aufgelöst, in der hauptsächlich hin die Stirne hatte, von ganz gemeinen lügenhaften Grund vorliegt, ihn über diese Grenzen hinaus auszudehnen und die" Post" für den König Stumm Klopffechter Dienste ver Berichten" zu sprechen, nichts übrig, als ein Schuld- ihn dadurch auf eine verhältnißmäßig schwankende und unsichere richtete. Der evangelisch- soziale Kongreß hatte der" Post" die erwünschte Gelegenheit geboten, Professor Wagner aber bot Anlaß geständniß abzulegen. Herr v. Plötz, der Börsen- und Grundlage zu stellen." ihr eine anzurempeln. Andere Offiziöse in Deutschland reden in gleicher legentliche Bemerkung des Judenfeind, der sich in seinen Bauernversammlungen nicht christlich sozialen Professors, genug thun fann im Zetern über den unlauteren und fündhaften Tonart. Das ist jedenfalls schmerzlich für so ein Wiener daß er lieber mit Bebel als mit Stumm seinen Namen Gewinn an der Börse, er mußte zugeben, daß er jahrelang liberales Blatt, daß es aus dem Kummer über die eigene unter ein Zirkular( es handelte sich dabei um ein Zirkular zu selbst an der Börse gespielt habe, und daß sein Bankhaus Parteimifere nicht einmal vorübergehend sich durch speku gunsten der Beschaffung von Sigen für Ladnerinnen) sehen wolle. 1887 sein Schlußkonto ausbezahlt habe. Herr von Plög lative Kannegießereien über die Dreibundsherrlichkeit heraus. So etwas grenzt, nach Ansicht der" Post", natürlich an Hochverrath. Prof. Wagner hat nun in einer Zuſchrift an das„ Volt" mußte auch bestätigen, daß er, der Bauernretter, noch bis reißen kann. zum Jahre 1895 sich an der wucherischen Getreidespekulation Energisches Vorgehen der Regierung gegen das Veranlassung genommen, sich über Herrn v. Stumm auszusprechen. Er sagt da: betheiligt habe. Und wie es vielen Verbrechern geht, Duell in Spanien. Aus Madrid wird telegraphirt: Jedenfalls will ich lieber in einer solchen guten Sache mit wenn sie erst einmal ins Gestehen kommen, so erzählte auch Der Ministerrath beschloß, Marschall Campos und General einem persönlich achtungswerthen Manne wie Bebel als in Herr von Plög, wonach er gar nicht gefragt war, daß er Borrero sollten bis auf Widerruf Hausarrest haben um jedes irgend einer Sache auf einem Zirkular je mit einer Persönlichauch an diversen industriellen Gründereien betheiligt war, Duell zu verhindern. Wie es heißt, hätte General feit wie etwa dem Herrn v. Stumm zusammenstehen. Das Borrero das Kommando des 7. Armeekorps niedergelegt. war und ist wohl verständlich und wendet sich nicht nur sei daraus in der Regel nichts geworden, da Borrero bas Kommando des 7. Armeekorps niedergelegt. Wenn man berücksichtigt, daß Marschall Martinez gegen den Sozialpolitiker Stumm, noch lautet es für die Gründer eine Provision verlangten, so hoch, Campos die einflußreichste Persönlichkeit Spaniens ist, so ben Sozialpolitiker Bebel, sondern es vergleicht die menschdaß der wackere von Plötz sie nicht zahlen Ueber meine Stellung zu wollte oder konnte. Zu seiner Entschuldigung wußte der erscheint das Vorgehen der Regierung höchst anerkennens- lichen Bersönlichkeiten beider. werth. beiden sonst habe ich mich nicht einmal andeutungsweise ges spanisch vor. Uns in Deutschland kommen diese Nachrichten ganz äußert, wie mir die" Post" infinuirt. Soll ich es aber thun, so sage ich offen: Bebel ist mir nicht ein ernstlicherer" Gegner als Herr v. Stumm, wohl aber ein ehrlicherer". Ob überhaupt Die Richtigkeit der englischen Meldung von der Er- aber noch ein ernster", d. h. ein ernst zu nehmender mordung des deutschen Instruttions Offiziers Gegner in Herrn v. Stumm zu sehen ist, darüber sind die Krause in Nanking wird von der„ Norddeutschen Allgemeinen schon im vorigen Jahre bei mir und anderen aufgetauchten mittlerweile Zweifel allerdings noch Zon gestiegen. Beitung" in folgenden Worten bestritten: An hiesiger amtlicher Stelle ist von diesem Vorgange bisher und Inhalt seiner seiner Angriffe gegen Chriftlich Soziale, nicht das mindeste bekannt, und da die Meldungen des" Bureau Evangelisch- Soziale, Pastoren, Professoren, Beamte, überDalziel" an notorischer Unzuverlässigkeit franken, so wird auch haupt alle Andersmeinenden, lassen immer mehr be wohl die erwähnte der Glaubwürdigkeit entbehren." zweifeln, ob man es mit einer noch völlig für Wie erklärt sich aber die plötzliche Entsendung deutscher feine Aeußerungen verantwortlichen Persön Kriegsschiffe nach Nanking? lichkeit bei Herrn v. Stumm zu thun hat. Die Einen Versuch zur Rechtfertigung der Flibustier jüngsten Vorgänge, feine Reden und Ausfälle in Saarbrücken, Jameson und Konsorten macht die sonst anständige englische beswegen verzichte ich darauf, ihm und seinen Organen, Poft", haben wohl in weiten Kreiſen dieſe Zweifel beſtärkt. Schon Monatsrevue Nineteenth Century", indem sie den Nachweis" Schleifstein", eine Abwehr ihrer Berunglimpfungen unferer Die Aussichten einer Vereinsgesetz- Reform. Wie zu führen sucht, daß Deutsche in Transvaal mit Krüger guten Sache und unserer Personen zu theil werden zu laffen." bie Staatsbürger- Beitung" aus sicherer Quelle erfahren konspirirt hätten; und daß es sich für Jameson darum-Wegen eines Hochs auf die internationale haben will, lehnt die preußische Regierung eine Neu- gehandelt habe, im Interesse Englands das Prävenire zu revolutionäre Sozialdemokratie, bas er am 1. Mai regelung des Vereinsdes Vereins- und Versammlungsrechts von spielen. In einer großen Volksversammlung zu Bradford ausgebracht hat, wurde der Zigarrenmacher Otto Broefche am Reichswegen ab und beharrt auf dem Standpunkt, am 30. Mai entwickelte Liebknecht das Unsinnige dieser 2. Juni vom Schöffengericht zu Mühlhausen in Thür. zu 10 M., daß diese Materie den Einzelstaaten überlassen bleibt. Behauptung. Was gehe es Deutschland an, wenn ein paar bezw. 2 Tagen Haft verurtheilt. Dieser an sich nicht mehr un Es ist sonach außer Zweifel, daß auch der deutsche Abenteurer ähnlichen Kolonialunfug getrieben hätten, gewöhnliche Urtheilsspruch erhielt durch die richterliche BeBundesrath seinen Beschluß in diesem Sinne fassen und wie Jameson und seine Leute? Es seien gewissenlose gründung doch noch einen besonderen Beigeschmack. Der Anden vom Reichstag in zweiter Lesung angenommenen Abenteurer, für die Deutschland nicht verantwortlich gemacht geklagte hatte zu seiner Rechtfertigung geltend gemacht, daß die betreffende Versammlung als eine sozialdemokratische angemeldet Gesezentwurf über ein neues Reichs- Vereinsgesetz mit werden könne. Und daß solche Jutriguen vorausgesetzt, und auch nur Sozialdemokraten dort anwesend großer Mehrheit ablehnen wird." sie haben wirklich stattgehabt, ohne alle praktische Konsequenz gewesen seien, bei denen dieses Hoch kein ergernis erregt habe. Der Gerichtshof begründete indeß sein Urtheil Es ist hieraus nicht klar ersichtlich, ob die preußische gewesen wären, das mußte Herr Jameson wissen. Regierung sich auch gegen das geplante Nothgesez zur Dieser letztere versuche umsonst, sich ein ideales Ziel mit der Ausführung, es sei anzunehmen, daß auch Nichtsozial. Regelung des Vereinswesens von Reichswegen entschieden zu geben, er habe als bezahlter Agent einer der demokraten, b. h. Neugierige dort anwesend gewesen seien, Aus außerdem könnten sich auch Sozialdemokraten hat. Ein solcher Widerstand wäre schwer verständlich, da niederträchtigsten fapitalistischen selbst die besten Freunde der gegenwärtigen Regierung, zu beutungsgesellschaften, der Chartered Company, über ein solches Hoch ärgern, da, wie selbst ReichstagsAbgeordnete im Reichstag ausgeführt, ein Theil der Sozialdenen man doch die bornirten Inspiratoren der„ Hamb. Nach- gehandelt, und sei nichts als ein gewissenloser demokraten bemüht sei, die bestehenden sozialen und wirthschaftrichten" nicht rechnen tann, sich der Einsicht, daß der gegen lichen Verhältnisse nur auf gesetzlichem Wege, nicht wärtige Zustand unhaltbar ist, nicht verschließen. So schreibt durch Revolution zu ändern. die National- Zeitung": Die wackeren Schöffen von Mühlhausen könnten sich indeß darüber beruhigen. Kein Sozialdemokrat wird Anstoß daran " Wir begreifen vollkommen die ablehnende Haltung der Regierungen gegenüber dem Vereinsgesetz Entwurf der Kom- In allen Meetings, die Liebknecht hielt, und in nehmen, wenn ein Hoch auf die internationale revolutionäre miffion. Da in einer Anzahl Einzelstaaten die bestehende denen auch tausende von Nichtarbeitern waren, zeigte sich Sozialdemokratie ausgebracht wird. Judeß verurtheilt muß ja Vereinsgefeßgebung als an manchen Punkten unzulänglich zur mit bezug auf die Transvaal- Angelegenheit genau dieselbe werben, sei es mit dieser, sei es mit jener Begründung. Verhütung von Ausschreitungen erachtet wird, ist es Stimmung. Karlsruhe, 3. Juni,( Eig. Ber.) Der badische Land. nur natürlich, daß der Bundesrath nicht einem ReichsVereinsgefehe zustimmen will, welches kaum das Mindestmaß der Der„ Dalles" scheint bei den Anarchisten sehr groß tag nahm in seiner heutigen Sigung einstimmig den Gesezentwurf, betreffend einige Abänderungen der Wahl. allen einzelstaatlichen Vereinsgefeßen gemeinsamen Vorkehrungen zu sein. Die von Most herausgegebene wöchentlich er- ordnung an. Danach müssen sich die Wähler sowohl bei ben gegen den Mißbrauch des Vereins- und Versammlungsrechts scheinende Freiheit" mußte lezthin eine Nummer ausfallen ordnung an. Danach müssen sich die Wähler sowohl bei den Wahlmänner als Abgeordnetenwahlen in einen verallgemeinern würde. Aber warum die Regierungen lassen, weil das Geld fehlte, den Papierhändler und Drucker Beobachtung unzugänglichen in unmittelbarer Nähe des Wahlan dem Verbot der Verbindung von Vereinen zu bezahlen, und die von Max Baginsky in Chikago heraus- lokals sich befindenden Raum begeben, wo sie ihren Stimmzettel festhalten sollten, ist unverständlich; es tann gegebenen Sturm- Glocken" haben schon nach der dritten in einen amtlich gestempelten Umschlag legen und so dem Wahl nichts beitragen zur Festigung der Staatsordnung, aber es Nummer ihr Erscheinen wieder eingestellt, weil, wie Most schreibt: Tommissär übergeben. Stimmzettel, welche nicht in diesem Umschlag tompromittirt fie ebenso, wenn es angewendet," Beitungen schmähliches Geld tosten und das bei denjenigen, find, müssen vom Wahlkommissär zurückgewiesen werden, ebenso wie wenn es nicht angewendet wird." Für Zustände, die unter allen Umständen kompromittiren, welchen Sturm" wie Musik in den Ohren klingt, stets das die Stimmzettel solcher Wähler, welche den oben angeführten Raum noch nicht betreten haben. Die Annahme dieses Gesetzhaben nun allerdings Naturen von der Verfassung des ver- wenigste ift." floffenen Herrn v. Köller durchaus kein Verständniß. Sollte Bu Butttamer's Zeiten stand das besser mit den an- entwurfes bedeutet ja gewiß eine Verbesserung des Wabl Allein das badische Volt verlangt mehr geheimnisses. Den vor zwei Jahren von der Geist des edlen Junkers uns doch noch in dem heutigen archistischen Organen. So fonstatirte die Denkschrift über als ein solches Linsengericht. die Ausführung des Kleinen" vom 19. November 1885, der Rammer fast einstimmig gefaßten Beschluß, Einführung direkter Ministerium erhalten geblieben sein? daß die Freiheit" in 5000 Exemplaren gedruckt wurde, Wahlen nach dem Proportionalsystem, hat der Minister EisenNB. In unsere gestrige Notiz über das gleiche Thema hat von denen 4500 nach Europa d. h. nach Deutschland und lohr vollständig ignorirt. Das badische Bolt wird diese sich ein sinnentstellender Druckfehler eingeschlichen. G3 muß nämlich im Eingangsfaße heißen:„ Das Nothgesetz für politische Desterreich kamen. Wer diese große Auflage aber bezog Forderung so lange aufstellen und mit allem Nachdruck vers nämlich im Eingangsfaye heißen:„ Das Nothgesetz für politische und bezahlte, wurde 1894 in einem Prozeß gegen unseren theidigen, bis man dem einmüthigen Wunsche entsprechen wird. Vereine, für das, wie der Vorwärts" gestern mittheilte, Krewinkel aufgedeckt, wobei sich ergab, bereits( nicht: Teider) im Reichstage eine Mehrheit gesichert Genossen ift...." daß ein gewiffer Polizeikommissar Möhlig aus Aachen, Wien, 5. Mai. Bei der Berathung des Zuckersteuer. die Freiheit" packetweise über die Grenze schmuggeln Geseyes im Steuerausschuß erklärte der Finanzminifter, die Der Dreibund ist ein zartes Treibhauspflänzchen, das ließ" und dafür bezahlte. Bekannt ist auch, daß zeit- Regierung stehe auf dem Standpunkte, daß es sich im vorliegen. den Luftzug öffentlicher Erörterung schwer vertragen kann. weise die Herstellungskosten der Freiheit" sogar direkt aus den Falle um ein Nothgesek handele, welches berufen sei, einen Sowie irgend ein begeisterter Freund dieses diplomatischen Mitteln gezahlt wurden, welche von der Polizei zum Zwecke wichtigen Export zu schüßen, aber nur ein Jahr dauern solle, Kunstprodukts seine praktische Verwendbarkeit erörtert, kommt der politischen Spionage geliefert wurden. Heute scheinen weil offnung vorhanden fei, daß auf diplo. weichem Beye bie Abfchaffung der Exports sicher irgend einer der offiziellen Treibhaus- Wächter für solche Zwecke keine Gelder mehr flüssig zu sein. Für matischem Wege die Abschaffung der Exports und warnt ein verehrliches Publikum, ja nicht das gewisse Leute Grund genug zur Wuth über den Grafen dringend sei und die Verhandlungen mit Ungarn schwierig ges prämien herbeigeführt werde. Da die Angelegenheit empfindliche Ding zu berühren. Da hatte neulich der Kaiser Caprivi, der den Welfenfonds abschaffte und damit die wesen wären, bitte er, teine Aenderungen vorzunehmen. von Desterreich vor den Delegationen seines an beiden Mittel zur Korruption beschnitt. Ufern der Leitha belegenen Doppelstaates sich in einer der üblichen, mit wohlwollenden, aussichtsfrohen, aber um so inhaltsloseren Redensarten aufgepuzten Thronrede über die auswärtige Lage geäußert. Er hatte darin gesagt: Nach der Hammerstein'schen Blamage, einen solchen Reinfall mit v. Plötz; fie haben wirklich Pech unsere Edelsten und Besten"! " Morgen ist Fortsetzung der Berathung des Börsengesetzes. : = benteurer. Diese Ausführungen fanden stürmischen und ein stimmigen Beifall, und wurden von englischen Rednern noch verschärft. " ** * Deutsches Reich. Der Bundesrath überwies in seiner heutigen Das fefte und zielbewußte Auftreten des Dreibundes Sigung den Antrag Preußens, betreffend Bulaffung von Au3 in allen wichtigen, das europäische Interesse tangirenden Fragen' nahmen von dem Verbote der Sonntagsarbeit, # Desterreich. Frankreich. Paris, 4. Juni. Das in der La France militaire" ver öffentlichte Schreiben des Generalintendanten Baratier an den früheren Kriegsminister Cavaignac wirft legterem Perfidie vor. Cavaignac batte als Kriegsminister den Generalintendanten Baratier zur Disposition gestellt, weil lekterer den An macht hat. Rom, 4. Juni. Die Deputirtenkammer nahm in geheimer Innern an.- A Abstimmung mit 214 gegen 88 Stimmen das Budget des worden. " " " " ihren " Soziale Uebersicht. eber eines des Unterschleifs beschuldigten, domizil verurtheilte Genosse Gaetano Benzi und der zu Ge-| breiten, fenerrothen(!!!) Schleifen an einem Lebensbaum n einer Offiziers bestraft hatte. fängniß verurtheilte Genosse Gaetano Zirardini ernannt; in Höhe von 2/2 Metern befestigten beziehungsweise auf einem Wirklichkeit führte den Vorsitz der Advokat Paris, 4. Juni. Die in meinem letzten Bericht angekündigte In der Vormittagsfihung wurden Tagesordnungen über die besten vorübergehenden Besucher der genannten Friedhöfe ungebühr Balducci. Grabstein niederlegten, was geeignet gewesen sein soll, die dort Berathung der sozialistischen Kammerfraktion fand Organisationsmethoden votirt; zum Siz der Bezirkskommission licherweise zu belästigen und den öffentlichen Frieden zu stören. gestern statt. Das Ergebniß der Berathung hat die Spaltungs" wurde Bologna und zu Mitgliedern der Kommission wurden So, also trauernde, leidtragende Friedhofsbesucher, die ebenfalls Propheten der Bourgeoisie gründlich enttäuscht. Das gemeinfame Borgehen der Fraktion auf dem Boden„ der parlamentarischen Sassi( Bologna), Ghirardini( Ravenna), Baraldi( Ferrara) und gekommen sind, an unvergeßliche Todte zu denken, sollen sich nach same Borgehen der Fraktion auf dem Boden„ der parlamentarischen Schiavi( Forli) gewählt. Zum Vertreter der Nomagna bei dem Ansicht des Staatsanwalts geärgert haben, weil andere Leute und politischen Aktion" wurde einstimmig aufrechterhalten. Demnächst stattfindenden Nationalkongresse wurde der Advokat von gleichem Gefühl beseelt waren und dies in ihrer Weise Was das von Millerand entworfene Einigungs Pro Balducci ernannt, da der ursprünglich ernannte Vertreter Andrea zum Ausdruck brachten! gramm betrifft, so gelangte daffelbe zur Annahme mit Costa nach dem Parteistatut als Abgeordneter ohnehin an dem diese in Wir wären wirklich neugierig, 26 Stimmen bei 9 Enthaltungen und 8 Abwesenden. Die Gefühlen verletzten" Leute tennen ชิน jenem Programm gemäß formulirte Prinzipien Wahltaftit debattirt. Es wurde bestimmt, daß die Sozialisten beiden als Beugen angegebenen Polizisten.- Die beiden Kongresse theilnimmt. In der Nachmittagssigung wurde über die lernen. ErWahrscheinlich ist es weiter niemand als die flärung befagt:„ Die Kammerfraktion erklärt unumnatürlich richterliche Entscheidung anwunden daß sie, in Uebereinstimmung mit dem Grund- ur in bestimmten Fällen schon beim ersten Wahlgange für den Genossen haben Kandidaten einer naheftehenden Partei stimmen dürfen. gerufen. Vielleicht fizzen dann pietätlose Bourgeois zu Gericht gedanken der Sozialisten aller Länder und mit der französischen sozialistischen Ueberlieferung feit der Re und erkennen, daß die Ehrung ihrer Todten grober Unfug ist. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Die Thüringer Tribüne" wird weiter konfiszirt. volution, danach strebt, das das kapitalistische Regime abGenosse Bernhard Harbaum ist endlich am Am Mittwoch Nachmittag wurden in ihrer Expedition die Beis zuschaffen und der Ausbeutung des Menschen durch den 2. Juni aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Aus dem lagen von Nr. 92 der Thüringer Tribüne" und Nr. 91 des Menschen ein Ende zu sehen, und zwar vermittelst der Eroberung Festzug der Maidemonftranten heraus wurde unser Genosse am Nordhäuser Boltsblatt" wegen Beleidigung" tonfiszirt. der politischen Macht durch das Proletariat, der Ersetzung des 1. Mai vormittags verhaftet und nach kurzem Ver Tapitalistischen Eigenthums durch das gesellschaftliche Eigenthum hör auf dem Polizeibureau in Die Thüringer Tribüne", das meist konfiszirte Blatt dem Polizeibureau in Neustadt in Unter- Deutschlands, wird bald das Jubiläum ihrer 50. Konfistation und des internationalen Einvernehmens der Arbeiter." Dem uchungshaft genommen wegen dringenden Vernach hat sich die Fraktionsmehrheit, die die Vertreter dachiz Der feiern können. Au Hochs auf die Preßfreiheit wird es dabei Beihilfe zur Kaiserbeleidigung. nicht fehlen. aller sozialistischen Richtungen( mit Ausnahme der Allemanisten, Wegen einer zu erwartenden hohen Strafe hielt das die von jeher abseits von der Kammerfrattion stehen) umfaßt, tönigliche Amtsgericht die Inhaftirung wegen Fluchtverdachts auf sozialdemokratischen Boden gestellt, ohne daß dadurch die begründet. Eine von Harbaum hiergegen eingelegte Beschwerde sozialistische Einigung im weiteren Sinne des Wortes irgendwie wurde vom königlichen Landgericht zu Magdeburg zurückgewiesen. gelockert wäre. Tas königliche Oberlandesgericht zu Naumburg hat mal in erfreulichster Weise beeilt, die Ergebnisse ihrer letzten Die Reichskommission für Arbeiterstatistik hat sich dies. Belgien. jedoch den Haftbefehl mangels ausreichenden Erhebungen möglichst schnell der Oeffentlichkeit vorzulegen. Nach Brüssel, 5. Juni. Infolge der Auslaffung des Sozialisten luchtverdachts aufgehoben. Das Oberlandes Demblon in der Repräsentantenkammer, welche die Mitglieder gericht hat angenommen: Die Thatsache, daß Genosse dem in diesen Tagen der Bericht über die Verhandlungen und der Rechten als gemeine Verbrecher und Mörder bezeichnet, Harbaum Verleger der Volkeflimme", verheirathet, Water Erhebungen über die Kleiderkonfektion veröffentlicht wurde, ist fordert der Kammerpräsident Beernaert eine Umänderung eines Kindes ist, spricht eher dafür, daß er sich der gestern das Protokoll über die Verhandlungen der Kommission der Geschäftsordnung. Die Reglements follen Strafverfolgung durc die Flucht nicht entziehen wird. für Arbeiterstatistit vom 28. bis 30. April und die Vernehmung verschärft werden. Vorstehende Mittheilung der bürger. Wir haben die gleiche Behauptung bereits früher erhoben. Har von Auskunftspersonen über die Verhältnisse in der Wäschelichen Blätter muß lückenhaft sein, denn es ist nicht anzunehmen, baum, welcher vom 1. Mai bis 3. Juni in Untersuchungshaft onfektion" erschienen. Hoffentlich schreiten die Arbeiten daß Demblon seine Aeußerung ohne jede Einschränkung ge- geseffen hat, ist sonach in unsere Reihen zurückgekehrt und von auch weiter in gleicher Raschheit fort. Am Reichstag und Bundesseinen Freunden, seinem Weibe und Kinde herzlich begrüßt rath liegt es dann allein, das dem gedrückten Proletariate in den Norwegen. Konfektionsindustrien gegebene Versprechen rasch und ganz einzulösen. Chriftiania, 4. Juni. Das Odelsthing nahm heute einen-Wegen Veranstaltung einer Tellersamm= Gefeßentwurf an, welcher bestimmt, daß alle Männer das lung gelegentlich einer Versammlung im Luisenpart in Magde- Zum Feldzug gegen den Fabrikinspektor Wörishoffer. tommunale Stimmrecht haben, welche im legten Jahre burg standen am Montag drei unserer Genossen in Magdeburg Der Neckarauer Fabrikdirektor Went ist mit seiner Klage gegen vor der Wahl direkte Vermögens- oder Einkommensteuer an den vor den Schranken des Amtsgerichts. Der Amtsanwalt Fabrikinspektor Wörishoffer abgefahren. Die Straßb. Poft" Staat oder die Gemeinde bezahlt haben und die letzten zwei beantragte selbst Freisprechung, da eine schreibt darüber aus Karlsruhe unterm geftrigen Datum:" Wor Jahre vor der Wahl festen Wohnfig in einer Stadt gehabt Zellerfammlung in einer Versammlung als dem Verwaltungsgerichtshof fam heute die Vorfrage zur Ents haben; ausgenommen hiervon sind die Dienstboten. Ferner wird eine öffentliche Rollette nicht angesehen scheidung, ob gegen den Vorstand der Fabrikinspektion, Obers in dem Gefeßentwurf bestimmt, daß jeder, der 400 Stronen jähr werden fann. Der Gerichtshof schloß sich den Ausführungen Regierungsrath Dr. Wörishoffer, eine Privattlage wegen Bes liches Einkommen hat, Gemeindesteuer zahlen soll. Der Entwurf des Amtsanwalts an und legte außerdem noch die Kosten des leidigung erhoben werden dürfe, und zwar auf grund einer Stelle wurde mit 44 Stimmen der Linken gegen 41 Stimmen der Berfahrens der Staatskasse zur Laft. feines Fabritinspektionsberichts, durch welchen sich eine dort Rechten angenommen. Der Redakteur Kauffmann vom„ Boltsblatt" nicht mit Namen genannte große Anlage für Seilfabrikation in Italien. in Harburg ist wegen Aufforderung zur Unterstügung streifender Mannheim, bezw. deren Direktor für beleidigt erachten wollte. Arbeiter auf grund des alten hannoverschen Polizeiftrafgefeßes Der Verwaltungsgerichtshof hat nicht darüber zu entscheiden, ob von 1847 in Verbindung mit§ 120 des Reichsstrafgeseyes mit eine Beleidigung vorliegt oder nicht, sondern auf Antrag des 21 M. Geldstrafe bedacht worden. Dieses alte Strafgesez ist in Ministeriums mur darüber, ob sich der mit der Klage angegangene Beamte einer Uebertretung seiner dienstlichen Befugnisse schuldig Rom, 4. Juni. In der Villa Corsini fand heute eine einer Buchhandlung, selbst nicht in Hannover, erhältlich. - Sächsisches. Fast kein Tag vergeht, an dem vor gemacht hat oder nicht. Der Gerichtshof verneinte die Vorfrage Garibaldifeier statt. Die Polizei verbot den den Dresdener Gerichten nicht gegen Sozialdemokraten und schnitt damit die Weiterverfolgung der Privatklage ab." Sozialisten, mit der Fahne in Rom einzuziehen. prozessirt wird. Heute beschäftigte das Gericht wieder einmal Bei der Orts- Krankenkasse Berliner Gastwirthe waren Infolge dessen kam es zu einem Handgemenge, wobei ein zur Abwechselung ein verbotener Umzug. Streifende in den drei Monaten Juli, August und September 1895 durchPolizist verwundet wurde. etallschläger, die Genossen Brüder Schreiber, Dritschler, schnittlich 2472 Kellnerinnen gemeldet. Für diese flossen der -Der sozialistische Abgeordnete Agnini hat Birnbaum, Günther, Kühne und Gebauer gestatteten sich am sasse in den drei Monaten 7755,56 M. an Eintrittsgeld und in der Kammer die folgende Interpellation eingebracht: Nachmittag des 29. April einen Bummel" nach dem wegen Beiträgen zu. Dagegen beanspruchten und erhielten die GeDer Unterzeichnete interpellirt den Ministerpräsidenten, den seiner Naturschönheiten bekannten Schooner Grund. Als nannten in dem gleichen Zeitraum an statutenmäßiger UnterMinister des Innern und die Minister der Finanzen und der sie am Abend gegen 1/28 Uhr durch das Dorf Cotta ftützung als Krankengeld, Verpflegung, Arzt und Arzneifosten Justiz, um zu erfahren, ob sie es nicht für nöthig halten, die famen, wurden fie plöglich von dem hinzueilenden Gendarm 9948 M. 5 Pf. Hierzu die Verwaltungskosten mit pro Kopf für Handlungsweise jener Industriellen für strafbar zu erklären, Schlager, der in diesem Trupp einen Umzug" fab, aufgelöst" 3 Monate à 1,36, ift 3361,92 m. Auf das Jahr berechnet, erwelche, um unbegründete Reduktionen der Einkommensteuer zu und nach dem Gemeindeamt sistirt. Auf dem Wege dahin giebt sich für die 2472 Kellnerinnen eine Mehrausgabe von erlangen, ihre Fabriken zeitweise schließen und hunderte und schlossen sich etwa 30 andere Arbeiter an und fangen. Ein 22 217 64 Pfennig zu ungunsten der anderen tausende von Arbeitern auf die Straße werfen." Metallschläger hatte auf dem Wege einen alten Blechtopi, der Rassenmitglieder. Durch diese Thatsache veranlaßt, will die vielleicht früher als Bonbonenveloppe gedient haben mag und Kasse von den Bestimmungen des Krankenversicherungs- Gesekes, wie eine Trommel angemalt war, gefunden. Auf diesem Topfe welche besagen, daß bei verschiedenen Betriebsarten in ein und In Minst hat der Krönungstag ebenfalls foll er mit den Fingern getrommelt und dadurch die öffentliche derselben Kasse, je nach der Erkrankungsgefahr, verschiedene einen traurigen Abschluß gefunden. Im Gouvernementsgarten Ordnung" gestört haben. Ein anderer hatte eine Geige mitge- Prozentfäße als Beiträge ausgerechnet werden dürfen, Gebrauch brach, wie einem hiesigen Blatte aus Petersburg telegraphirt nommen. Geige und Trommel wurden konfiszirt und lagen in machen. Weiter wird angeführt, daß im Durchschnittt 40 bis wird, während des Volksfestes am Abend das Geländer einer der heutigen Verhandlung, in der sich die 7 Metallschläger wegen 45 pet. beschäftigte Kellnerinnen überhaupt nicht gemeldet Brücke über den Swislotsch Fluß ein. Infolge des großen Bergehens gegen§ 18 des sächsischen Vereinsgesetzes( nicht ge- werden. Die unter bedeutendem Kostenaufwande vorgenommenen Volksandrauges stürzte eine Menge Menschen ins Wasser: viele nehmigter Umzug) und wegen groben Unfugs verantworten mußten, Recherchen haben ergeben, daß in 14 Geschäften im Laufe eines als corpus delicti auf dem Tische des Hauses. Als die Ge- Jahres insgesammt 604 überhaupt nicht und 345 mit unrichtiger schichte von der Auffindung des alten Blechtopfes erörtert wurde, Angabe des Antrittstages gemeldet wurden. Von allen für die Kretenfische 3. Ueber Athen kommen folgende stellte der Staatsanwaltsvertreter den An- Kassen in betracht kommenden Arbeitgebern wurden 276 ermittelt, Meldungen: Der von Rethymo nach Canea zurückgekehrte trag, gegen den Finder das Strafverfahren welche sich ihrer Meldepflicht ganz oder theilweise entzogen hatten. Kreuzer Cosmao" berichtet, daß die Türken in der Umgebung wegen Diebstahls und Fundunterschlagung Gewiß ein Beweis von der Achtung, welche die Herren Gastvon Rethymo zwei Dörfer verbrannten. In Canea sind zwei sofort zu eröffnen. Es konnte dies aber nicht sofort" ge- wirthe vor dem Gefeß haben. englische Panzerschiffe eingetroffen. schehen, weil sich der betreffende Angeklagte nicht damit ein= verstanden erklärte. Aber nach Versicherung des Vorsitzenden, Amtsrichter Dr. Weingart, wird es noch geschehen! Auf diesen Prozeß sind wir gespannt. Man bedenke, eine alte werthlose Zum Berliner Sutarbeiter Streit. Um allen falschen Büchse, wie man sie zu hunderten auf manchem Schutthausen Darstellungen gegnerischer Blätter entgegentreten zu können, finden kann, die von ihrem einstigen Besizer verächtlich weg- fehen wir uns veranlaßt, die Entstehung des Streiks, sowie die Amerika. geworfen, wird noch eine so große Rolle in einem sächsischen bis jetzt gepflogenen Verhandlungen nochmals zu schildern. Am New- York, 4. Juni. Die demokratische Ron Sozialistenprozesse spielen! Der als Zeuge vernommene Diener 6. Mai wurde von der Firma Silber u. Brandt ein Vervention von Kentucky in Lexington nahm heute eine Redes Hermandad erklärte, das er singen gehört habe, und das trauensmann gemaßregelt. Die Arbeiter und Arbeiterinnen folution an zu gunsten einer freien und unbeschränkten Prämüßten unbedingt die 7 Angeklagten gewesen sein, wenn legten hierauf sofort einmüthig die Arbeit nieder gung von Silber und Gold im Verhältniß von 16 zu 1 un- er fie auch mit Rücksicht auf die Finsirigkeit" forderten die Wiedereinstellung des betreffenden Kollegen. abhängig von dem Vorgehen irgend eines anderen Landes. nicht habe mit dem Maule" wackeln sehen können. Die An- Nach Verlauf einer Woche brachte man in Erfahrung, daß Hawaii. geflagten versicherten, daß die Arbeiter, die ihnen in Cotta nach sämmtliche Wollhutfabrikanten, die sich zu einem Ning zusammenAus Honolulu vom 28. v. M. wird gemelbet, der gegangen seien, nicht zu ihnen gehört haben. Eine Zengin er gefchloffen haben, ihre Fabriken schließen würden, wenn die hawaische Senat und die Kammer hätten Resolutionen ange- lärte unter ihrem Eide unter anderem, daß der Auflauf Arbeiter und Arbeiterinnen der Firma S. u. 2. auf ihre Dies bewog den gemaßnommen, in welchen ausgesprochen wird, daß das Parlament und erst durch das Eingreifen des Beamten hervor Forderungen bestehen bleiben. die Wähler noch für die Annexion durch die Vereinigten Staaten gerufen worden sei. Trotz dieser Aussagen wurden regelten Kollegen G., um nicht die Veranlassung zu einer 5 Angetlagte verurtheilt, und zwar 1 zu 30, die solchen Aussperrung zu geben, auf seine Wiedereinstellung bei feien. übrigen zu 20 W. Geldstrafe. Zwei wurden nur um der Firma S. u. B. zu verzichten und erfolgte eine dahingehende Afrika. Wieder eine europäische Niederlage in beswillen freigesprochen, weil sie vor dem Dorfe fich ein Erklärung in einer Versammlung, die am 17. Mai abgehalten Jedoch fam man in dieser Versammlung zu Afrita. Aus Braß( an der Nigermündung) wird tele- wenig verweilt und dann erst ins Gemeinde- Amt gefommen waren, wurde. graphirt: Die auf dem Wege nach dem Niger begriffene wo man sie im übertriebenen Pflichteifer aufgeschrieben hatte. feinem eigentlichen Beschluß, wohl aus dem Grunde, weil des so fieben Mann ein verbotener Umzug! Dies das Verzichten französische Expedition unter dem Lieutenant Salage Urtheil ist wieder einmal eine föstliche Perle in dem Kranze, etwas überraschend tam. Wlan berief deshalb zum nächsten Kollegen E. auf Wiedereinstellung ist im Lande Borgu vollständig geschlagen Tage eine Sigung der Vertrauenspersonen sämmtlicher worden. Drei Europäer und viele eingeborene Soldaten sind den Sachsen der heiligen Justitia windet. durch vergiftete Pfeile getödtet worden. Der Rest der Expedition lösungsgründe für Versammlungen ist jetzt von einem preußischen Arbeit nunmehr bedingungslos wieder aufgenommen werden solle. - Die be- rühmte sächsische Findigkeit in bezug auf Auf- Fabriten und des Vorstandes, um endgiltig zu beschließen, ob die tam am 12. Mai in Riama an. Die Nigerkompagnie hat von Berwaltungsbeamten doch noch überboten worden. Herr Graf Jn diefer Sigung wurde allfeitig eingesehen, daß es nur darauf Ghajibo aus Hilfe gesandt." von Reventlow aus Preez erklärte nämlich eine Versammlung, die abgesehen war, die Arbeiter und Arbeiterinnen zu provoziren, und Kapstadt, 4. Juni. Der Premierminister Sprigg bezifferte im unsere Genossen in dem Lokale„ Sophien- Höhe" in Gaarden bei man beschloß deshalb, diesen uns aufgezwungenen Kampf abzuRap- Parlament den Ueberschuß des vergangenen Finanzjahres auf Stiel abhielten, deshalb für aufgelöst, weil die Schlösser an den wehren und der Fabrikanten- Kommission bei der nächsten von ihrer 1/2 Millionen Pfund Sterling, welche hauptsächlich für öffent Thüren den polizeilichen Vorschriften nicht Seite einberufenen Sitzung die Erklärung abzugeben, daß, nachliche Arbeiten und für die Herabminderung der Staatsschuld begenügen. Das geht doch noch über die offenen dem der Kollege E. auf die Wiedereinstellung verzichtet hat, die stimmt seien. Der Betrag von 100 000 Pfund solle zur Er- Fenster, durch welche die Versammlung zu einer solchen Arbeiter und Arbeiterinnen der Silber u. Brandt'schen Hutfabrik richtung von Bauten für Bertheidigungszwecke in der Tafelbay, unter freiem Himmel geworden sein soll. Unsere Leser die Arbeit wieder aufnehmen werden, jedoch mit der ausdrückder Algoabay und in East London verwendet werden. Der Ueberneugierig sein, was denn Die Saal lichen Erklärung: daß wir die Entlassung des Kollegen E. nach schuß des laufenden Finanzjahres werde auf 828 000 Pfund ge- thüren polizeiwidriges an sich hatten? Der Herr Graf hat diese wie vor als eine Maßregelung, betrachten und die Ber schätzt, wenn nicht die völlige Beseitigung der Rinderpest Geld- Auskunft gegeben. Das Gebäude ist noch ziemlich neu und die liner Hutarbeiterschaft gegen jede Entlassung. in der aufwendungen bedinge. Thüren find in bester Ordnung, nur und das soll der Grund sie eine Maßregelung erblickt, mit derselben Energie der Auflösung sein die Riegel sind statt außer protestiren wird, wie in diesem Fall. Troh dieser, auch den halb, innerhalb der Thüren angebracht. Hut ab Fabrikanten nicht unbekannt gebliebenen Erklärung prangte am Zum Stadtgemeinderath wurde in Markranstädt vor solcher Findigkeit! Uebrigens sei bemerkt, daß sofort nach nächsten Tage in sämmtlichen Räumen aller Fabriken folgende der aufgelösten Versammlung eine öffentliche Tanz- Bekanntmachung: bet Genosse Franz Kindler mit einer Stimme Majorität musik in dem Lokale stattfand, die polizeilich in feiner Weise Laut Mittheilung ihres Mitgliedes Gustav Schulze hat sich gewählt, während der Kandidat der Hausagrarier nur geftört wurde. die Zwölfer- Kommission der Arbeitnehmer aufgelöst, ohne den 21 Stimmen auf sich vereinigte und durchfiel. Es ist dies der Die Ehrung der Opfer des Dresdner Maistreitigen Fall Silber u. Brandt erledigt zu haben; lant erste Genosse, der hier in den Gemeinderath einzieht. Aufstandes Grober Unfug! Der Staatsanwalt hat gleicher Mittheilung hat E. in öffentlicher Versammlung erklärt, Unser Parteigenosse Bergarbeiter Meyer, der, wie wir gefunden, daß die Art der Pietätsbezeugung der Dresdner Ge- er wolle bei der Firma Silber u. Brandt nicht wieder eintreten; neulich meldeten, im Zuchthaus schwer erkrankte, ist nach uns nossen Grober Unfug" sein soll. Die Genoffen Lange und damit fällt jeder Vorwand zur Fortsetzung des Ausstandes bei Jugegangenen Mittheilungen wiederhergestellt. Zimmermann erhielten auf Antrag der Staatsanwaltschaft amts: dieser Firma. In der außerordentlichen Generalversammlung des von ihnen ertranten. " Rußland. B Türkei. Die Nachricht, auf Kreta sei der Belagerungszustand protlamirt worden, wird für unbegründet erklärt. Es hat sich hier ein Nationalkomitee gebildet, um alle Hilfeleistungen zu gunsten der Kretenser zu vereinigen. Partei- Machrichten. " Gewerkschaftliches. = und Der Kongreß der romagnolischen Sozialisten( Provinzen richterliche Strafbefehle über 75 und 100 M., weil sie am 9. Mai Fabrikantenvereins wurde deshalb folgender Beschluß gefaßt: Ferrara, Bologna, Ravenna und Forli) trat am 2. Juni in 1896 vormittags gemeinschaftlich dadurch die öffentliche Ordnung Falls der Firma Silber u. Brandt bis Mittwoch, den 20. Mai, irüb, Forli zusammen. Vertreten waren 37 Seftionen, Gruppen u. s. m. verlegt haben sollen, daß sie auf dem Trinitatis- und Annenfriedhofe nicht die Möglichkeit gegeben ist, ihren Betrieb wieder aufzunehmen, mit 55 Delegirten. Zu Ehrenpräsidenten wurde der zu Zwangs- je einen Lorbeerkranz mit einen Meter langen und 15 Zentimeter so schließen sämmtliche Fabriken der Vereinsmitglieder am Sonn " Es heißt in diefer Bekanntmachung: die Kommission der Arbeitnehmer habe sich aufgelöst", dieselbe besteht aber nach wie vor, und man hat wohl diese unwahrheit nur deshalb erfunden, um nicht mehr mit den Arbeitern verhandeln zu brauchen. Nunmehr war es der gesammten Hutarbeiterschaft Berlins flar geworden, daß die Fabrikanten auf alle Fälle einen Kampf herbeiführen wollen und daß sie denselben nur hingezogen haben, um ihre Pfingstkommiffionen zu erledigen. auf die Berliner Arbeitsverhältnisse freiheit und Fortschritt. Die Entscheidung kann Euch nicht abend, den 23. Mai, abends; die Wiedereröffnung der Fabriken| Einfluß der Bund findet nur auf Vereinsbeschluß statt." im Baufach hat. Nach dem Mitgliederverzeichniß vom 1. April schwer fallen. Viele Mitglieder des Kaufmännischen Vereins." Durch mehrere Redner wurde die in diesem Flugblatt aus 1896 gehören demfelben 282 Mitglieder an. Davon beschäftigen nur 61 Mitglieder Maurer, und zwar auf 111 Baustellen mit gesprochene Ansicht heftig vertheidigt, worauf die Versammlung mit 72 gegen 46 Stimmen beschloß, der Ansicht der Braun 1433 Maurern. Davon wird auf 43 Baustellen mit 649 Maurern 9 Stunden schweiger nicht beizutreten und gegen den Verein für fauf und auf 68 Baustellen mit 784 Maurern 10 Stunden gearbeitet. männische Angestellte nichts zu unternehmen. Als der Borstand Die übrigen Herren vom Bund sind Feldherrn ohne Soldaten. fich weigerte, diesen Beschluß auszuführen, wurde ihm mit Vom 8. Juni cr. ab werden wir wahrscheinlich wieder den 72 gegen 38 Stimmen ein Mißtrauensvotum ausgestellt. Die partiellen Streit aufnehmen. Wir richten nun an alle Arbeiter Versammlung wurde nachts 1 Uhr geschlossen und steht der Rücktritt des Vorstandes bevor. die Bitte, für Fernhaltung des Zuzuges nach hier zu sorgen. Der Ausgang unseres Rampfes wird Euch nicht gleichgiltig Der Streik in der Bürstenfabrik von Pensberger n. Co. Die Haltung der sein. Siegen wir, so ist der Verkürzung der Arbeitszeit im Bau- in München dauert noch immer fort. beruf die Bahn im ganzen Lande geöffnet. Unser Sieg ist Euer Streifenden ist gut, und hoffen dieselben auf baldigen Sieg, wenn Sieg. Darum wirte jeder in seinem Kreise und halte den Zuzug die Kollegen allerorts ihre Solidarität bezeigen und die von Maurern nach hier fern. Streifenden nach Kräften materiell unterstützen. Hoch die Solidarität der deutschen Arbeiter! Hoch der Neunstundentag! Mit Gruß und Handschlag: Die Lohnkommission der Berliner Maurer. H. Silberschmidt, Neue Friedrichstr. 44, Restaurant Röllig. Alle arbeiterfreundlichen Gewerkschafts- sowie politischen Blätter werden um Abdruck ersucht. Arbeit auf denjenigen Bauten niederzulegen, wo bisher wieder Die Maurer Berlins gedenken am Montag aufs neue die eine Verlängerung der Arbeitszeit stattfand oder der neunftündige Arbeitstag noch nicht zur Durchführung gelangt ist. Alle Zuschriften und Sendungen sind zu richten an: Ant. Raith, Schreiner, München, Klenzestr. 97, 8 Tr. Alle arbeiters Kollegen, bezeigt Gure Opferwilligkeit! freundlichen Blätter werden um Abdruck dieses gebeten. Die Metallbrücker Nürnbergs ersuchen wegen Lohn differenzen, den Zuzug von Metalldrückern nach dem Blechspielwaarengeschäft von Hans Eberl( Inhaber Schwarz bauer), Schanzäckerstr. 34, bis auf weiteres fernzuhalten. Tabakarbeiterstreik in Bretten. Wegen Nichtbewilligung der Forderungen ist unter den Zabakarbeitern in Bretten( Baden) ein Ausstand eingetreten. Sämmtliche der Organisation Angehörige haben hier die Arbeit niedergelegt und sind in den Streik eingetreten. Zur Arbeiterbewegung in Stuttgart. Der Streit der Schmiede naht seinem Ende, es haben beinahe sämmtliche Meister genehmigt, so daß nur noch ca. 20 Gesellen ausständig find.- Die Wagner( Stellmacher) haben einmüthig ihre Arbeit am Montag niedergelegt, mit Ausnahme von zwei Ge schäften, wo die Forderungen sofort bewilligt wurden. Der Geist der Ausständigen ist ein guter und ist auf einen vollständigen Sieg zu rechnen. Die Drechsler wollen ebenfalls in eine Bewegung eintreten und haben ihre Forderungen den Prinzipalen eingereicht. Die minimalen Forderungen verlangen Abschaffung von Koft und Wohnung beim Meister, zehnstündige Arbeitszeit und 15 M. Minimallohn, 25 pet. Zuschlag für Ueberstunden, 100 pet. für Sonntagsarbeit, sowie wöchentliche Lohnzahlung. Zuzug von Bildhauern, Schmieden, Wagnern und Drechslern nach Stuttgart ist daher fernzuhalten. Zugleich hatte ein Theil der Ausständigen von der Firma Silber u. Brandt am Dienstag, den 19. Mai, brieflich die Aufforderung erhalten, falls sie am Mittwoch, den 20. Mai, sich nicht zur bestimmten Zeit zur Arbeit einfinden, sich als entlassen zu betrachten. Da nun festgestellt wurde, daß ein Theil derfelben teine Buschrift erhalten hatte und eine Verständigung sämmt licher Kollegen und Kolleginnen bis dahin unmöglich war, so wurde der Fabrikantenverein brieflich benachrichtigt, daß die Arbeit aus den angeführten Gründen unmöglich am Mittwoch, sondern erst am Donnerstag wieder aufgenommen werden könne. Der Arbeiterausschuß der Fabrik Silber u. Brandt wurde am Mittwoch früh zur festgesetzten Zeit in der Fabrik vorstellig, um die Verlängerung der Frist bis Donnerstag zu erbitten. Sie wurden aber kurzer Hand abgewiesen, mit dem Bescheid: da sie sich nicht zur Arbeit eingefunden haben, so feien sämmtliche Arbeiter und Arbeiterinnen, gleichviel, ob sie die Aufforderung erhalten haben oder nicht, entlaffen, es sei nicht mehr Sache der Firma, darüber zu bestimmen, sondern die des Fabrikantenvereins. Dieser Bescheid Die Zimmerer Berlins werden hiermit nochmals auf den hatte denn doch die Geduld der Arbeiterschaft bis aufs äußerste Beschluß unserer Versammlung vom 31. Mai aufmerksam gemacht getrieben und man legte am Mittwoch Nachmittag und Donnerstag und erwarten wir, daß jeder Zimmerer, der in Berlin und der früh in sämmtlichen Fabriken Berlins die Arbeit nieder, um den Umgegend seinen Wohnsis hat, sich im Laufe dieser Woche in den Herren Fabrikanten nicht noch den Gefallen zu thun, die Pfingst- Besitz einer Arbeitskarte fehen muß, gleichviel ob er in Arbeit aufträge fertigzustellen, damit sie die Arbeiter und Arbeiterinnen steht oder nicht; in derselben muß sowohl die Arbeitslosigkeit als nach Pfingsten unbesorgt aufs Straßenpflafter werfen fönnten. auch die Zeit, in welcher jeder in Arbeit gestanden hat, bescheinigt Zugleich wurden von den nunmehr Ausständigen folgende werden. Die Karten werden jedoch nur für solche Geschäfte aus Forderungen aufgestellt: Neunstündige Arbeitszeit, 10 pCt. gestellt, in welchen die neunstündige Arbeitszeit eingeführt ist. Karten, Lohnzuschlag für Affordarbeiter, ein Minimallohn von 18 M. welche mit dem Namen resp. Baugeschäft nicht übereinstimmen, sind für männliche und 12 M. für weibliche Arbeiter, Anerkennung ungiltig und ist jeder berechtigt, derartig unrichtige Karten des von der Organisation errichteten Arbeitsnachweises, sowie abzunehmen und der Lohnkommission abzuliefern. Die Arbeits Freigabe des 1. Mai. farten werden für Charlottenburg, Wilmersdorf und Schöneberg Der Kampf ist nun entbrannt, die Hutarbeiter Berlins bei Bartel, Charlottenburg, Bismarckstr. 77, für Berlin und die werden fest geschlossen ausharren, denn sie sind sich bewußt, daß, übrigen Vororte im unserem Bureau, Neue Friedrichstr. 44, aus wenn sie unterliegen, ihre Organisation zerstört und mit dem gestellt. In den Baugeschäften von Peuckert, Plößenfee und Fr. Augenblick den Fabrikanten wiederum die Macht gegeben ist, Fritz, Sebastiansir. 7, sind die Differenzen wieder beigelegt und nach Herzensluft Abzüge vorzunehmen. Gerade diese Angriffe fann dort weiter gearbeitet werden. Des weiteren ersuchen wir Die ungarische Schuhmacher Organisation hat in auf unsere Organisation seitens dieser Herren, wodurch sie zeigen, speziell die Arbeitslosen, genau auf die gestern im Inseratentheil deutscher und ungarischer Sprache soeben einen Bericht über die wie sehr sie ihnen im Wege ist, belehrt die Arbeiter, daß sie nur verzeichneten Baufirmen zu achten. Die Lohnkommission der zweijährige Thätigkeit des Zentral Organisationskomitees ber durch die Organisation dem Kapital Widerstand leisten können. Bimmerer Berlins und Umgegend. J. A.: Theodor Fischer, ungarländischen Schuh- und Tsismenmacher- Gehilfen und Klein. Die Berliner, sowie die gesammte deutsche Hutarbeiterschaft Danzigerstr. 83. gewerbetreibenden an den III. ungarländischen Fachkongreß hat sich stets im vollsten Maße den anderen Gewerkschaften Das Schriftchen dürfte auch für die deutschen gegenüber solidarisch gezeigt, indem sie stets nach ihren Kräften der Privatpost A.-G. mit ihren Angestellten anberaumten Berufsgenossen nicht ohne Interesse sein. Es ist zu beziehen burch Zu der gestern laut Säulenanschlag von der Direktion herausgegeben. Unterstüßung gewährt hat, und sie ist daher auch feft überzeugt, unterhaltung" hatte sich kein einziger Angestellter ein- die Redaktion des„ Csipesz" in Budapest. daß, möge der Kampf auch noch so lange dauern, sie nicht im gefunden, die Direktion war vollständig unter sich, und konnte Stich gelassen wird. so mit Ruhe über die Solidarität der Arbeiter BeEs ist dies seit dem 25 jährigen Bestehen unseres Vereins trachtungen anstellen. Angeblich soll der Betrieb voll, das erste Mal, daß die organisirten Hutarbeiter fich an die Allständig bis auf den Expreßverkehr wieder aufgenommen Der Sozialdemokratische Wahlverein für den 3. Berliner gemeinheit wenden, da der Verein, dem sämmtliche Berliner fein, man frage aber nur nicht wie. Das Personal, Reichstags- Wahlkreis hielt nach sechsmonatlicher Zwangs. Streifenden angehören, außerdem seit Monaten 250 Streifende das heißt die angeworbenen Streitbrecher, denen die Direktion pause feine erste diesjährige Versammlung am Mittwoch bei in anderen Orten unterstützte und noch zu unterstützen hat. jetzt täglich 3 M. bezahlt, während sie ihre alten Angestellten Brochnow ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung ehren die Gegen 1000 Streifende mit gegen 700 Kinder sind zu mit 2 M. entlohnt hat, besteht aus sehr gemischten, nichts Versammelten ihr verstorbenes Mitglied Mar Kirsch durch unterstützen; hervorheben wollen wir noch, daß unter weniger als zuverlässigen Personen. Die Herberge zur christ- Erheben von den Plägen, worauf mit einem Hoch auf die inter den 1000 zirka 500 Arbeiterinnen mit in dem Kampfe lichen Heimath, der Alexanderplat und die Bimmernationale Sozialdemokratie der Borsigende die Wiedereröffnung stehen. Ueberzeugt, daß wir durch schnelle thatkräftige Unter- straße lieferten dazu das Material. Viele davon wissen der Vereinsthätigkeit anzeigte. Genosse Bogtherr referirte ftügung zum Siege verholfen werden, zeichnet mit solidarischem nicht einmal die Straßen, viel weniger, daß sie alsdann über„ Die politische Lage", wobei der stattgehabte MaffenGruß Die Ortsverwaltung. regelrecht bestellen könnten. Im Südosten stand gestern Nach- prozeß, dem die Auflösung der Wahlvereine vorausging, ge H. Lund, Prenzlauer Allee 11. mittag 4 Uhr noch an den Briefkästen: abgeholt wird von 8 bis bührende Beleuchtung fand. Nach dem mit lebhaftem Beifall Buschriften, sowie Geldsendungen find an E. Kempe, Wein- 9 Uhr früh. Die Verbindungen mit den einzelnen Aemtern aufgenommenen Vortrage betheiligten sich die Genossen Kahle, ftraße 12, zu richten. wurden gestern und vorgestern durch Droschken hergestellt. Wagner und Kortha an der Diskussion. Unter Vereinsangelegen Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden gebeten, hiervou Die Direktion hat in ihrer Berichtigung über die heiten ersucht Sträter, den Vorstand nunmehr in seinen von Notiz zu nehmen. 7 stündige Arbeitszeit der Sammler ziemlich geflunkert. neuem aufgenommenen Arbeiten zu unterstüßen. Die Bahlstellen Achtung, Holzarbeiter Berlins! Die Aussperrung der Von den alten Angestellten hat sich nur eine verschwindend des Vereins werden demnächst im„ Borwärts" mit dem Inserat Lauterberger Kollegen ist noch nicht aufgehoben. In einer Reihe kleine Anzahl zu Streitbrechern hergegeben. Der Geist der für die im Juli stattfindende General- Bersammlung bekannt gedeutscher Städte wie München, Mülhausen i. E., Neu Isen Streifenden ist ein ausgezeichneter und dürfte sich die Direktion geben werden. burg 2c. dauert der Streit unverändert fort. In Rixdorf ist sehr irren, wenn sie glaubt, die Angestellten würden zu Kreuze Die ausständigen Musikinstrumenten- Arbeiter nahmen eine Anzahl Kollegen zu unterstützen, da dieselben durch die friechen. Indem die Direktion alle Verhandlungen mit der KomWortbrüchigkeit einzelner Unternehmer gezwungen waren, in mission direkt ablehnt, wird sie sich wohl kaum das Wohlwollen des am Freitag Nachmittag bei Lips Stellung zu dem Bescheid einen Abwehrstreit einzutreten. Auch sind infolge des Klavier- Bublifums erwerben. Die in bürgerlichen Blättern gemachten der Fabrikanten auf den Einigungsversuch vor dem arbeiterstreiks noch größere Summen nothwendig. Wir bringen Mittheilungen, die Streitenden hätten sich zu Aus- Gewerbegericht. Grundmann verliest einleitend folgenden Bedeshalb den Beschluß der Vertrauensmänner Versammlung auf schreitungen verleiten lassen, sind nach unserer zuverlässigen scheid des Gewerbegerichts: straße 14/16, au richten. ein durchaus ruhiges bezeichnet werden.- Einige Verhaftungen, Information unwahr; das Benehmen der Ausständigen darf als die vorgekommen sind, dürfen als solche bezeichnet werden, die in letzter Zeit regelmäßig von der Polizei bei Streits erfolgen. Es handelt sich dabei meist darum, daß einer oder mehrere von den Streifenden vor den Betriebsämtern auf und abgingen. Das find also die großen Ausschreitungen. E. Raßler. Zahlung von 30 Pf. pro Woche zum Streitfonds in Erinnerung. Die Ortsverwaltung des deutschen Holzarbeiter- Verbandes. Achtung! Tischler, Bau- und Bleiglafer! In Leipzig find die Rahmen- und Blankglaser wegen Nichtbewilligung des Tarijs im Ausstand. Jedenfalls werden die Meister versuchen, von auswärts Gesellen heranzuziehen. Es ist Pflicht der Kollegen, Zuzug nach Leipzig fernzuhalten. Anfragen und Sendungen sind an das Streifbureau der Glaser Leipzig." Flora", Windmühlen in den Kreisen der hiesigen Geschäftsleute macht sich bereits eine Ueber den Streik in der Privatpoft wird uns gemeldet: Zugleicher Zeit theile den Stollgen mit, daß wir im Herbst jedenfalls nicht ganz ungerechtfertigte Antipathie gegen die Gesellschaft bein eine Lohnbewegung treten werden. Jeder Kollege, welcher noch fern merkbar, da man fein rechtes Bertrauen zu den neuen Brief steht, schließe sich unserer Organisation an und komme zur nächsten trägern hat; in den Annahmestellen sind heute sehr wenig Werthöffentlichen Versammlung, welche am Sonntag, den 7. Juni, zeichen verkauft worden, verschiedene kleine Geschäfte wollen sogar vormittags 10 Uhr, bei Bolz, Alte Jakobstr. 75, stattfindet. die Annahmestelle aufgeben. Aufnahme zum Verband findet auch in unserem Verkehrslokal, Die Musikinstrumenten- Arbeiter Berlins haben gestern Arbeitsnachweis und Herberge bei Stramm, Ritterstr. 123, zu Nachmittag beschlossen, den Streit für beendet zu erflären. Der jeder Tageszeit statt. Die Vertrauensmänner der Berliner Glaser. Ausstand währte zirka sechs Wochen und ist der Erfolg nur ein J. A.: W. Starte, Boechstr. 34, H. 1 Tr. sehr minimaler gewesen, da nur einige Fabrikanten kleine zu geständnisse machten, die übrigen aber bis gegenwärtig jede Forderung zurückwieſen. An die Arbeiterschaft Deutschlands! Seit dem 20. April befinden sich die Maurer Berlins in der Lohnbewegung. Bis 2. Mai verharrten wir im partiellen Streit. Der Erfolg war, Die Feilenhauer der Feilen fabrit in Artois, daß auf 348 Bauten mit 4100 Kollegen unsere Forderungen: einem Orte im schwärzesten Winkel Westfalens, befinden sich seit 9stündige Arbeitszeit und 55 Pf. Lohn durchgesetzt wurde, ungefähr dem 1. Juni im Streit, sie fordern 10 prozentige Lohnerhöhung 2500 arbeiteten noch zu den alten Bedingungen; da die Arbeits- und anständigere Behandlung seitens der Fabrikanten. Bisher losigkeit noch ziemlich umfangreich war, so wurde am 3. Mai wurde bei minimalen Löhnen 13-15 Stunden gearbeitet. vom Streit zu Bausperren übergegangen mit dem Bemerken, zur geeigneten Zeit wiederum offensiv vorzugehen. " Versammlungen. " Es gereicht Ihnen hiermit zum Bescheide, daß die uns be zeichneten Arbeitgeber es ablehnen, zur Beseitigung der Lohnbewegung in der Musikinstrumenten- Branche die Vermittelung des Gewerbegerichts als Einigungsamtes anzurufen. Das Gewerbegericht zu Berlin. v. Schulz." längerung der Arbeitszeit unmöglich zu machen. Blossis $ Auf grund dieses Bescheides und der Thatsache, daß schon seit voriger Woche die Unterstützungsgelder zu Ende gegangen sind, größert, sehe sich die Kommission veranlaßt, auf grund eingehender die Moth der Streifenden sich bedeutend mit jedem Lage ver Prüfung der Verhältniffe den Kollegen die Aufnahme der Arbeit zu empfehlen. Im Interesse der Organisation sei dieser Schrittt Jedoch empfehle er den Kollegen, darauf zu nothwendig. achten, daß sämmtliche Ausständigen wieder an ihre früheren Arbeitsplätze gestellt werden und Lohnkürzungen, sowie Ber Seibt und die empfahlen Annahme dieses Kommissions. ihre Groschen" in Zukunft für sich zu behalten und nicht für vorschlages, ersterer fordert aber die Versammlung auf, " politischen Kram" auszugeben, da den Klavierarbeitern weber burch die Arbeiterpresse noch durch die Zentral- Organisationen genügende Unterstüßung zu theil geworden sei. Die übrigen Redner Arndt, Zits, Klemm, Röhn, weisen diefen Standpunkt entschieden zurück und äußern sich zu der weiteren Taktit. Carow führt aus, daß es unberechtigt sei, den Gewerkschaften mangelnde Solidarität vorzuwerfen, vielmehr müßten sich die Klavierarbeiter bei einem späteren Kampf vorher vergewiffern, ob sie einen genügenden Kampffonds haben. Die Neider( Federmesser- Arbeiter) in Solingen streiken. Der Holzarbeiter Verband habe sein möglichstes gethan. Unseren Herren Meistern vom Bunde der Bau, Maurer- und Der Verein für kaufmännische Angestellte in Frank- Nachdem die Debatte geschlossen, gelangte folgende Resolution Bimmermeister ist aber das Vorgehen und noch mehr der Erfolg furt a. M. soll befanntlich, wie wir in unserer Nr. 127 mit gegen 23 Stimmen zur Annahme: Die Versammlung beschließt der Gesellen ein Dorn im Auge. Zunächst versuchten sie, uns in theilten, wegen sozialdemokratischer Umtriebe auf Antrag des den Streit aufzuheben. 2. Die Vertrauensleute werden beauf ihrem Organ todtauschweigen. Da trotzdem aber die bösen Gesellen faufmännischen Vereins zu Braunschweig aus dem deutschen tragt, morgen mit ihren Arbeitgebern wegen Aufnahme der Arbeit ruhig weiter lebten und energisch ihre Forderungen verfochten, Verbande ausgeschloffen werden. Der Vorstand des nichtsozial zu verhandeln, um sofort Nachmittag der Kommission von der Vermußten die Herren wohl zu anderen Mitteln greifen. In Nr. 42 demokratischen faufmännischen Vereins in Frankfurt hatte nun- handlung Bericht zu erstatten. Ferner werden die arbeitenden ber Baugewertszeitung" erschien nun das Resultat einer ver- mehr drei Delegirte beauftragt, auf dem Verbandstage den Kollegen verpflichtet, nach Kräften ihre Schuldigkeit zu thun, um anstalteten Umfrage bei 300 Baugeschäften. Hiernach sollte nur Braunschweiger Antrag zu unterstützen. Dagegen machte sich die Gemaßregelten in jeder Weise zu unterstützen und verpflichten auf 90 Bauten in Berlin 9 Stunden gearbeitet werden. So nun doch in den Kreisen dieses Vereins eine lebhafte Gegen sich, alle der Organisation beizutreten. mit fei festgestellt, daß die Behauptung der agitation geltend, welche denn auch in einer stattgehabten Maurer Lohntommission falsch und nur eine Versammlung die Oberhand behielt. Am Eingange zur Vereigene Selbstverherrlichung und Täuschung des sammlung hatten die Gegner des Antrages folgendes Flugblatt Publikums sei. vertheilen lassen: Am 2. Juni veranstalteten die Maurer eine gründliche Feft- Vereinskollegen! Wegen seiner politischen Anschauung soll wurden 596 Baustellen mit 6629 Maurern. Davon wird geschlossen werden. Seit wann aber decken sich Ansichten einauf 332 Baustellen mit 4083 Maurern 9 Stunden gearbeitet. zelner Personen in bezug auf Politit mit denen eines Vereines? Leipzig, 5. Juni.( W. T. B.) Die Revision der Redakteure Auf 264 Baustellen mit 2546 Maurern wird noch 10 Stunden Politik darf bekanntlich in unseren Körperschaften überhaupt Krause und Krug vom Kleinen Journal", welche am 28. März gearbeitet. Vierzehn Tage mühten sich die Herren im Schweiße nicht getrieben werden. Drum fann sogar an der Spitze unseres wegen Beleidigung bes Staatsministers v. Buttfamer, begangen ihres Angesichts, um die Gesellen Lügen strafen zu können; das Vereines und des Verbandes ein Mann stehen, welcher gleich durch einen Artikel über die Tischordnung zu Holtenau, zu je Resultat war: Unfähigkeit, eine Erhebung veranstalten zu können, zeitig der hiesigen nationalliberalen Partei als Präsident an- 3 Wochen Gefängniß verurtheilt worden waren, wurde heute oder Unterschlagung der Thatsachen, um der öffentlichen Meinung gehört. Mitglieder! Seid deswegen gerecht und protestirt vom Reichsgericht verworfen. und dem bauenden Publikum Sand in die Augen zu streuen. gegen den ersten Versuch, Parteipolitit zu treiben. Die Freiheit Mannheim, 5. Juni.( W. Z. B.) Der Strafrechtslehrer Prof. Dieses Gebahren des Bundes der Bau-, Maurer- und Zimmer- der Meinung ist in Gefahr und schon mehren fich die ext. Dr. v. Kirchenheim an der Universität Heidelberg wurde meister Berlins und ihres Organs, übergeben wir hiermit der Beichen, daß noch ganz andere Fragen aufgeworfen werden heute wegen Beleidigung des Oberamtsrichters Sautier und Deffentlichkeit. Die Arbeiterschaft Deutschlands aber wird sollen. Tretet gefchloffen für jenen Verein ein, der des Amtsgerichts zu Mosbach, begangen durch eine Eingabe an wiffen, welchen Werth das Geschreibsel der Baus zwar unser Gegner, aber auch gleichzeitig unser Mit den Präsidenten des hiesigen Landgerichts, zu 400 M. Geldstrafe gewerts- Beitung" hat und was man von ihrer Wahrheits- tämpfer ist. Auf der einen Seite steht Rückschritt verurtheilt. Der Staatsanwalt hatte eine mehrwöchige Haftstrafe zu halten hat. Noch sei kurz bemerkt, welchen und Gewissenszwang, auf der anderen Gesinnungs beantragt. # 〃 Allgemeiner Verein der Töpfer und Berufsgenossen Deutschlands. Sonntag, den 7. Junt, vormittags 10 Uhr, bet Bable! früher ernau, Rosenthalerstr. 67, Bersammlung. Bahlreiches Erscheinen der Mitglteber erwartet der Borstand. stellung im Streifgebiet Berlin. Dieselbe ergab: Kontrollirt der Verein für kaufmännische Angestellte aus dem Verbande aus. Depeschen und lehte Nachrichten. liebe Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Druck und Berlag von May Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 130. Reichstag. 97. Sigung vom 5. Juni 1896. 2 Uhr. Am Tische des Bundesraths: von Bötticher, von Berlepsch, Reichsbank Präsident Koch. Auf der Tagesordnung steht die dritte Berathung Börsengeseyes. Co Sonnabend, den 6. Juni 1896. 13. Jahrg. dann Terminhandels es uns unmöglich macht, für dieses und zwar mit dem Bankgeschäft Jean Fränkel, jedoch hat das ganze Gesez zu stimmen. lettere bereits seit mehreren Jahren jede Verbindung mit Herrn Herr Freese hat hier die Jnteressen des Handels in der v. Plötz gelöst."( Heiterkeit.) Aus welchen Gründen ein einseitigsten Weise vertreten. Ich will sein Loblied auf den Bankhaus solche Verbindungen löst, kann man sich uns Handel nicht abschwächen, aber ich meine, daß auch der Handel gefähr denken.( Heiterkeit. Die Gründe, aus denen sich Schranken gefallen lassen muß, wenn er Publikum und Herr 0011 Plötz jetzt jetzt teine Spekulations- Geschäfte an Massen schrankenlos ausbeutet. Er kann doch für sich keine der Börse macht( Rufe links: des Ausnahme verlangen, während Gewerbe und Industrie sich eine dadurch nicht fittlicher, daß er, weil er keine Verluste treiben kann!), werden Aufsicht des Staates gefallen lassen müssen. Herrn Gamp mehr erleiden will, feine Geschäfte mehr macht. Und Herr Ju der Generaldiskussion bemerkt ist es wohl nicht gelungen, dieses Gesetz der Börse v. Plötz ist einer, der Zetermordio über den Sündenpfuhl in der Abg. Gamp( Rp.): Außer durch das Verbot des Termin- mundgerecht zu machen nach Art des Hahnes, der Burgstraße schreit. Herr v. Plötz ist auch einer der enragirtesten handels werde niemand geschädigt. Die Staatsaufsicht bestehe den legenwurm verschluckt und sagt, na, es thut ja nicht weh, Vertheidiger des Verbots des Terminhandels, fein Organ, die schon, sie ist niemals in einer die Börseninteressen es ist ja nicht so schlimm. Dieses Gesetz muß einschneiden, wenn Zeitung des Bundes der Landwirthe stimmte ein Jubelgeschrei schädigenden Weise ausgeübt worden; ihre Ausdehnung es unerträgliche Mißstände beseitigen soll. Wir haben darüber über den Reichstagsbeschluß an. Aber die Entrüstung des Herrn fann also keinen Schaden anrichten. In der Protest teinen Zweifel gelassen, daß wir die Einführung des Staats- v. Plöß über den Terminhandel kann auch erst neuesten Datums versammlung im Berliner Börsengebäude sei fei behauptet kommissars, des Registerzwanges und weitere Bestimmungen für sein, denn Herr v. Plötz hat 1894/95 bei der hiesigen Firma May worden, daß eine solche Gesetzgebung für die Börse allein nothwendig und richtig halten. Die Revisionsbestimmungen Arnhold, die jetzt den Namen Kreditaustalt Hamburg führt, in diese beleidige und schädige. Die Bäckerverordnung schädige die find das werthvollste an dem ganzen Gesetz. Daß Getreide an der hiesigen Börse spekulirt( Hört! Hört! lints), Bäcker vielmehr als diese Borlage die Börsenbesucher. Redner ver- man sich vor Thoresschluß bemüht, das jetzige Gefeß möglichst und er kann doch nicht die Geschäfte, die er selbst gemacht hat, weist darauf, daß das Aktiengeset verbiete, Attien unter 1000 M. in den auszunuzen, beweist, wie nothwendig solche Einschränkungen sind. als unfittlich bezeichnen. Sollte Herr v. Plöß diese Angabe bes Verkehr zu bringen; diese Bestimmung sei im Interesse des fleinen Das Verbot des Terminhandels nöthigt uns aber, wie gesagt, streiten, so werde ich sie außerhalb des Hauses wiederholen, Publikums getroffen. Aber die Aeltesten der Kaufmannschaft in gegen das Gesetz zu stimmen. Berlin z. B. dächten garnicht daran, diese Bestimmung auch auf hoffentlich wird er dagegen klagen. Ich werde dann die Bücher Charakterisch ist das Schweigen der Revon Jean Fränkel vorlegen und meinen Zeugen nennen. ES ausländische Gesellschaften anzuwenden. Es werden Aktien in gierungen. Sie haben nicht Kraft genug, ihrer eigensten wäre ehrlos für uns, wollten wir die Beschlüsse der zweiten den kleinen Beträgen zugelassen. Das Börsenregister wird ge- Ueberzeugung den Herren von der Rechten gegenüber Ausdruck Lesung annehmen gegen unsere Ueberzeugung. Stellen Sie tadelt. Man meint, daß diejenigen, welche sich eintragen zu geben. Sie brauchen die Herren für die Geschäfte, die sie die Regierungsvorlage wieder her, laffen würden, weniger kreditwürdig sind. In das Handels vorhaben. Nachher heißt es dann sehr schön: Wir beugen werden wir für dieses Gesez stimmen.( Lebhafter register müssen sich auch alle Staufleute eintragen lassen, uns dem Willen der Volksvertretung. Niemand hat Beifall links.) welche sich unter das Handelsgesetzbuch stellen wollen. schärfer als die Vertreter der verbündeten Regierungen gegen Abg. Paasche( natl.) weist den Vorwurf zurück, daß die müssen auch diejenigen, welche Termingeschäfte das Verbot des Terminhandels gesprochen, jetzt aber liefert sich Vorlage ein Schlag ins Gesicht des Kaufmannsstandes, eine Be machen, sich in das Terminregister eintragen lassen. die Regierung mit gebundenen Händen den Agrariern aus. Die leidigung desselben sei. Das Verbot des Getreideterminhandels ist Man hat in der Presse gemeint, man fönne über das Verbot berechtigten Klagen über den Terminhandel hätten durch die von der Kommission zuerst angenommen, dann wieder abgelehnt leicht hinwegkommen, indem man den Terminhandel nach Rotter- Vorschriften über die allgemeinen Lieferungsbedingungen berück- worden. Herr Singer meint, das Verbot vertheuere das Getreide; dam verlege. Davor sollten die Herren sich hüten, denn die Gesichtigt werden können; Lieferung von Schund, Täuschung und dann kann es aber doch dem Landmann nicht schaden, dem es febgebung fann es nicht zulassen, daß man ihr ein Schnippchen Betrug muß allerdings vermieden werden. Ten Herren kommt bessere Preise bringt. Die Sozialisten in Frankreich haben einen schlägt, und die Herren würden nachher keinen Grund haben, es aber auf etwas ganz anderes an. Graf Kanit hat es Antrag gestellt, ähnlich dem Antrag des Grafen Kanit.( Wider sich über weitere Maßregeln der Gesetzgebung zu beschweren. uns verrathen: sie wollen eine Steigerung der Getreide- spruch Singers.) Gegen das Verbot des Terminhandels führt Bu einer derartigen Entrüstung, wie fie in den preise. Wir aber, die wir die Interessen der man an, daß die Berliner Börse doch ohnmächtig sei gegenüber dem Tauf männischen Kreisen herrschte, lag durchaus tein Anlaß vor, Gesammtheit vertreten, tönnen da nicht mit Weltmarkt. Einen guten Theil des Weltmarktes für Weizen stellt denn um einen Angriff auf die kaufmännische Ehre handele es ma chen, unsere Arbeiter haben von der Verdie Berliner Börse; für Roggen aber giebt es nur einen Weltfich in keiner Weise. theuerung des Brotes teinen Nugen, sondern markt, nämlich Berlin. Die Vereinigung der Bremer GetreideNbg. Frese( frf. Vg.): Herr Gamp wirst den Kaufleuten Schaden. Das Verbot des Terminhandels wird zum Brot- händler( Zuruf links: Nicht Handelskammer) hat den Senat von vor, daß ihre Klagen über die Vorlage aus dem Mangel an wucher führen und so dieselbe Wirkung haben, wie der Antrag Bremen aufgefordert, für das Verbot des Terminhandels zu objektiver Auffassung entsprungen seien; ich meinerseits bin Kaniß haben würde. Sie werden begreifen, daß wir das nicht mit- stimmen, weil sie ein solches Verbot mit Freuden begrüßen würde, der Meinung, daß die Vorlage entsprungen fei dem machen. Dazu würde das Verbot des Terminhandels neben weil der Berliner Terminhandel den Bremer Getreidehandel Mangel an objektiver Auffassung der kaufmännischen Geschäfte. der natürlichen Steigerung der Preise infolge großen Angebots oft geschädigt habe.( Widerspruch links.) Und da sagt man: Die Vorlage wird die Stimmung in den kaufmännischen Kreisen auf dem Markte noch der Willfür Thür und Thor öffnen; es Der Getreidehandel könne den Terminhandel nicht entbehren. verbittern. Der Jubel bei dem Verbot des Terminhandels hat wird neben den Großhändlern auch den Großgrundbesitzern die Die größten Getreidehändler in der Provinz haben sich seinen Widerhall in der agrarischen Presse gefunden; aber er wird Möglichkeit geben, sich zu einem Ring zusammenzuschließen und gegen das Termingeschäft erklärt.( Zuruf links: In ihrem bald verhallen und man wird sich bange fragen, ob doch nicht dem Volte die Brotpreise vorzuschreiben. Herr Bachem verfolgte eigenen Interesse!) Auch in Mannheim verlangt man etwas schlimmes angestiftet sei. Die tlugen Yanfee's und die in der zweiten Lesung eigentlich nur eine Politik der Bosheit, die Beseitigung des Terminhandels. Die Waare, die die Müller Holländer jubeln über die Beseitigung des Terminhandels in als er für das Verbot eintrat, und er wollte sich nicht den Vor- zur Deckung an der Berliner Börse kaufen, können sie gar nicht Deutschland, und der preußische Finanzminister wird mit Neid würfen der Agrarier aussehen. Auch die enragirtesten Anhänger brauchen, sie müssen versuchen, sie im Börsenspiel wieder an den auf den Umsatz sehen, der im Auslande gemacht wird; denn was des Verbots versprechen sich keinen großen Nutzen davon. Mann zu bringen. Die Berliner Lieferungspreise sind der Krebsnüßt ihm der Umsatz, wenn er ihn nicht besteuern fann! Graf Ranit hat es auch nur als ein kleines Mittel zur Hilfe schaden für den Landwirth, denn ohne Rücksicht auf die Qualität Redner wendet sich gegen die Einführung des Börsenregisters, der Landwirthschaft angesehen; er warnte vor allzu optimistischen wird nach diesen Preisen gezahlt welches feinen Schuß gewähren wird gegen die Lumpen, welche Anschauungen über die Wirkung des Verbots auf die Erhöhung Qualität wird ( Buruf: Bessere höher bezahlt!), die beim Differenzspiel nur Gewinne einheimsen, aber ihre Verluste werden dem Händler, aber nicht dem Landwirth gezahlt. besseren Preise nicht bezahlen wollen. Wenn man den Terminhandel nach dem Auslande verlegt, nach Abg. Graf Arnim( t.): Die Börse war bisher ein noli me Holland oder Amerika, dann bleibt das auswärtige Getreide tangere für die Gesetzgebung; die Vorlage ist ein Anfang zu wenigstens im Auslande und übt keinen Preisdruck auf das deutsche einer reich gefeßlichen Segelung des ganzen Börsenwesens. Daß Getreide aus. wir Feinde der Börse sind, ist unrichtig. Die Mängel des Gesebes sind sehr zahlreich. Es ist zu bedauern, daß mein Antrag Abg. v. Plötz( t): Ich hatte mich zum§ 50 zum Wort gemeldet, weil bei diesem Paragraphen Herr Singer seine An wegen der Haftpflicht der Emissionshäuser als unannehmbar be Wollen Sie nur Ihren moralischen Empfindungen gegen griffe vorgebracht hat. Er hat sie nicht blos gegen mich gerichtet, zeichnet worden ist. Prüfen Sie die Vorlage darauf hin, ob auch die Börse Ausdruck geben, dann brauchen Sie nicht das sondern eine schwarze Liste derer vorgetragen, welche in den nur eine der erotischen Anleihen, an denen wir soviel Geld ver- Verbot des Terminhandels, sondern könnten sich mit den Aufsichtsrath eingetreten sind, um ihnen einen Makel anzubeften, loren haben, daß wir davon sehr gut das Lehrerbesoldungs- Bestimmungen der Regierungsvorlage genügen lassen. Die um ihnen zu sagen: Ihr nehmt das Geld und schimpft Gesetz machen könnten, auf grund derselben fern gehalten sittliche Entrüstung, die immer gegen die Börse nachher auf Börse, Aktien, werden könnte vom deutschen Markt. Ein zweiter Punkt ist die zur Schau getragen wird, sollte doch, wenn sie echt wäre, Bei einem Herrn hat er die Summe genannt; dieser Herr wäre Aufsichtsräthe 11. f. w. Stellung der Aktien. Die Aktiengesellschaften beginnen zum auch getragen sein von der Sicherheit, daß die, zufrieden, wenn er diese Extraeinnahme gehabt hätte; jedenfalls großen Theil mit erheblichen Dividenden; nachher verschwinden welche so fittlich entrüstet über das Börsen ist das nicht der Fall gewesen. Herr Singer hat es so dardie Dividenden und es zeigt sich erst wieder eine kleine Steigerung treiben sind, sich selbst frei von jeder Schuld gestellt, als ob ivir alles, was an der Börse geschieht, Ankauf derselben, wenn junge Attien ausgegeben werden sollen. Ueber fühlten.( Heiterkeit.) Graf Kanitz würde die Hände über und Verkauf von Papieren und Getreide, gewissermaßen für den Terminhandel hat sich die sozialdemokratische Wolfstribüne" den Kopf zusammenschlagen, wenn er in den Kundenregistern etwas Unfitiliches halten; wer sich an die Brust faßt, muß einmal dahin ausgesprochen, daß der Börsenschwindel eine der Bantiers und Maller die Masse von Namen der Edelsten sagen: Ein Spekulationsgeschäft an sich, sei es in Papieren, gute Hilfe für den Berfall der bürgerlichen Gesellschaft der Nation sähe. In Saling's Börsenbuch finden Sie als sei es in Effekten, sei es in Getreide, das ist niemals sei; deshalb solle der Staat nicht dagegen einschreiten. Aufsichtsräthe von Attiengesellschaften den verboten und nichts Unlauteres. Der Fall Ritter und Blumenfeld zeigt, daß mehr Getreide ver- Grafen Douglas, den Freiherrn v. Eckardstein, Ich freue mich, daß Herr Singer heute seine neuliche Be ( Große Heiterkeit links.) tauft wird, als vorhanden ist, daß die Preisbildung in Berlin Herrn v. Eynern aus der nationalliberalen Partei( Heiter- hauptung, daß ich mit einem Bankhause heute noch in Vers also eine andere ist, als im ganzen Lande. Unsere Freunde in feit), Graf Henckel v. Donnersmard und auch bindung stehe, modifizirt hat. Ich ging damals mit einem England begrüßen das Verbot des Terminhandels als einen ge- Herrn v. Kardorff, der im Aufsichtsrath der Zeugen gleich zu dem Bauthause Jean Fränkel, der Chef war funden Gedanken, der dazu dient, das ehrliche effektive Geschäft Schlesischen 3inthütten sigt, eine Thätigkeit, die leider verreist und im Bade, der erste Prokurist erklärte mir, er zu begünstigen. Die großen Getreidegeschäfte, die am Termin- ihm jährlich 20 000 Mart. einbringen foll. Die Gründer- wundere sich, wie eine solche Notiz in die Deffentlichkeit und in handel betheiligt sind, schießen auf wie die Rateten und ver- jahre haben schlagend bewiesen, wie die, welche sich die Hände des Herrn Singer gekommen sei. Ich erhielt folgende schwinden dann, während die großen Geschäfte in der Provinz immer als Bertreter der Moral aufspielen und nicht genug schriftliche Erklärung:„ Ich bestätige Ihnen gern, daß seit dem prosperiren. Die Preisnotirungen für Getreide sind derartig, scharfe Worte für die Verurtheilung des Börsentreibens finden Jahre 1881 feinerlei börsenmäßige Geschäfte durch meine daß fie zum Himmel schreien. Es werden Preise notirt, fönnen, in den Reihen derjenigen standen, die aus solchen Ge- Firma für Sie ausgeführt wurden mit Ausnahme des Antaufs zu denen gar nicht gehandelt worden ist. Deshalb wird schäften Nutzen ziehen. Das ganze Geheimniß ist klar. Solange resp. Verkaufs einiger tleiner Staatspapiere wie der Meiningerman Registerstellen einführen müssen für das Lotogeschäft, um die Herren bei ihren Börsenspekulationen Geld verdient haben, und Barlettaloose, und daß am 30. April 1887 Ihr werthes eine wirklich genaue Preisfeststellung zu erreichen. Redner vers haben sie die Gewinne eingestrichen, und sowie die Geschichte Konto mit einem Saldobetrag von 4 m, beglichen wurde." Was weist auf die englische corn reture act, die in dieser Beziehung mal umgeschlagen ist, fangen sie an zu schreien, aber nicht über vor 1881 geschehen, ist so lange her, daß man sich darum nicht noch viel weiter geht. Redner empfiehlt die von ihm bezüglich die Unfolidität, welche sie veranlaßt hat, solche Geschäfte zu zu bekümmern braucht; was ich damals gemacht habe, braucht diefes und einiger anderer Punkte gestellte Resolution. Wenn machen, sondern darüber, daß ihnen mal Geld abgenommen ist, das Tageslicht nicht zu scheuen. Herr Singer hat dann die Getreidespekulanten damit drohen, daß sie ins Ausland gehen während sie früher das Geld, das anderen abgenommen ist, erwähnt, das Haus hätte mich abgestoßen, es wollte würden, so muß festgestellt werden, daß im Auslande abgeschlossene mit großem Behagen eingestrichen haben.( Rufe rechts: Beweise!) mit mir nichts zu thun haben, obwohl es nicht als Geschäfte untlagbar sind in Deutschland und daß Urtheile aus Daß die Herren über das Börsentreiben fett fehr penibel bekannt wäre( Sehr richtig links); es ländischer Gerichte, welche in dieser Beziehung gefällt sind, in so entrüstet sind, erklärt sich daraus, daß sie habe abgelehnt ein Gründungsgeschäft mit mir einzugehen. Deutschland nicht vollstreckbar sind. Durch die Börsenreform vielleicht schwer gerupft find an der Börse und Ich habe niemals einem Baufgeschäft, geschweige Herrn Fränkel wollen wir verhindern, daß der Handel zu einem unsoliden nun alle Schicht machen wollen. In der zweiten Lesung habe einen derartigen Antrag gestellt; das wird der Herr bestätigen Spiel wird. ich in bezug auf den Abg. v. Plötz, nicht um ihn persönlich zu können.( Abg. Singer: aber Eugen Landau!) Das Bankgeschäft Abg. Singer: Der Vorredner hat gemeint, seine Freunde in verlegen, sondern um davor zu warnen, daß die Herren ihre Landau kenne ich absolut nicht, weder aus dem mündlichen noch England freuten sich über das Berbot des Terminhandels in fittliche Entrüstung ausschütten, während sie vor ihrer Thür schriftlichen Verkehr. Ich möchte Herrn Singer bitten, nicht uns Deutschland. Es besteht also feine Verbindung zwischen den ebenfalls reichlich zu fehren haben, bemerkt, daß die Spaßen es bewiesene Behauptungen in die Welt zu schleudern; nach dem deutschen und englischen Agrariern, eine agrarische Inter von den Dächern pfiffen, daß Herr v. Plögin Be alten Sprichworte bleibt immer etwas daran hängen. Im Laufe nationale. Die Herren scheuen ihrerseits nicht internationale ziehungen zu dem hiesigen Bankhause Jean der letzten drei Jahrzehnte sind mehreremale Anträge an mich ge= Verbindungen, während sie uns dieselben als Vaterlands- und Hoch- Fräntel steht. Herr v. Plöz hat das in einer per- tommen, meine industrielle Besizung zu verkaufen. Die Ververrath aurechnen. Graf Arnim hat dann aus der Volks- sönlichen Bemerkung als gemeine Lüge bezeichnet und handlungen darüber sind niemals zu einem Abschluß gekommen, Tribüne" einen Artikel zitirt, m dem der Satz vorkommt, daß wollte am nächsten Tage darauf zurückkommen, 100 aber ob ein Zwischenbankier bei Herrn Landau gewesen ist, geht mich der Börsenschwindel ein werthvoller Bundesgenosse für ihm wie mir das Wort durch den Schluß der Debatte nichts an, mit meinem Wissen ist es nicht geschehen. Herr Singer die Sozialdemokratie bei ber Abwirthschaftung der abgeschnitten wurde. Ich muß mich heute dahin berichtigen: mag auf Landau deswegen gekommen sein, weil möglicherweise heutigen Gesellschaftsordnung sei; er hat daraus einen Schluß Herr v. Plöß steht nicht, sondern stand in Spekulations die Unterhändler auf die Gründung einer Attiengesellschaft hinaus auf die Stellung der Sozialdemokratie zur Börsenreform herleiten beziehungen zu Jean Fräntel.( Aha! rechts. Heiterkeit links.) wollten. Wir waren bereits einmal mit dem Geschäft beinahe wollen. Hätte Graf Arnim in loyaler Weise im Zusammenhang D, meine Herren, diesen feinfühligen Unterschied zu machen, haben fertig, am nächsten Morgen sollte die erste Anzahlung von vorgelesen, dann hätten wir vernommen, daß der Artikelschreiber Sie feine Veranlassung, denn ich will Herrn v. Plötz nicht per- 100 000 m. erfolgen; da bieß es: Nach der jetzigen Gesetzgebung genau so wie ich, zu dem Ergebniß tommt, daß die Börse sönlich angreifen, sondern nur feststellen, daß die moralische Ent- dürfen wir keine Gründerspesen annehmen, das Geld liegt schon eine Sumpfpflanze ist, nur auf dem rüstung der Herren über das Börsentreiben nicht gerechtfertigt seit Jahren parat im Geldschrank; quittiren Sie doch 200000 m. der Getreidepreise. Da haben die recht, welche meinen, das Verbot nüße den Agrariern nicht viel, schade aber durch Vertheuerung des Brotes gerade die Klassen, welche in ihrer wirth schaftlichen Lage am allerwenigsten im stande sind, diese Mehr belastung zu tragen. Die ganze Liebesgaben- Politit seit Jahren tommt nur den Kreisen zu gute, die Riemen aus der Haut der Aermsten schneiden. Sumpfboden der heutigen Gesellschaft geift, weil sie es selbst mitgemacht haben; es fommt mir mehr, dann sind wir gesichert. Ich hätte allerdings mit deihen kann und wie alle kapitalistischen Einrichtungen garnicht darauf an, ob Herr v. Plöz 1885 oder 86 oder Vergnügen verkauft und mich auch unter Umständen an schließlich der Sozialdemokratie zum Siege verhelfen muß, 1892 oder 95 diese Geschäfte gemacht hat. Ich will der Aktiengesellschaft betheiligt; aber als ich das hörte, insofern sie die Zeit abkürzt, in der der Zusammenbruch der Herrn v. Plötz nicht den Triumph vergällen, hier sagen bin ich sofort von dem Geschäft zurückgetreten. Ich tapitalistischen Gesellschaft erfolgen wird. Das ist eine rein zu können, daß die Verbindung ziemlich weit zurückliegt, habe mich mein Leben lang nicht in große Getreides theoretische Auffassung und Graf Arnim hätte die Haltung unserer aber die damaligen Entrüstungsrufe der Rechten über meine Be- spekulationen eingelaffen.( Buruf links: Große!) Der Fall Fraktion zum Ausgangspunkt seiner Kritit machen sollen. Wir merfung gingen auch durch die Presse. Ein hiesiges Börsenblatt allerdings, den Herr Singer genannt hat, ist richtig; er betrifft haben uns stets zustimmend verhalten zu einer schrieb damals: Singer hat einen formellen Fehler gemacht, das Geschäft von May Arnhold. Von diesem wird allerdings Börsenreform, die im stande ist, die Auswenn er von den Beziehungen als gegenwärtig sprach; die Ver- die Mittheilung nicht in die Deffentlichkeit gekommen sein; er wüchse, den Schwindel an der Börse ein bindung des Herrn v. Plöß mit einem hiesigen Bankhaus zum ist gestorben. Ich kann mir nicht denken, daß ein ehrlicher zudämmen. Wir bedauern nur, daß das Verbot des Zweck von Börsenspekulationen hat bestanden Jahre hindurch Geschäftsmann dies in die Oeffentlichkeit hinausbringt.( Große machen " wie auch gegen Heiterkeit links. Abg. Singer: Ausgezeichnet!) Ich habe den erübrigte sich der gestellte Antrag. Nur wurde noch die Noth-| mancher Fabrik bis an die 15 Jahre recht trocken faßen, liegen Herrn damals fennen gelernt und mit ihm sehr viel wendigkeit betont, die Zuständigkeit der Gewerbegerichte auf jett ohne Arbeit auf der Straße. Und das haben sie nur dem über Terminspekulation gesprochen und versucht, mich zu Streitigkeiten gegen solche Schwindler auszudehnen. Die Anträge gewissenlosen bezahlten sozialdemokratischen Diese offenbar von orientiren; wir haben uns lange darüber herumgeftritten auf Aufhebung der Gesinde- Ordnungen und Ein Agitatorengesindel zu danten." und er hat mir den Vorschlag gemacht, einen kleinen Versuch zu führung einer reichsgesetzlichen 3wangs der Unternehmerschaft inspirirte Gemeinheit schien unserm Genossen des Unfallversicherung dann würde mir die Sache schon flar werden. Kranten und Ge Pörsch danach angethan, die Probe auf das Erempel zu machen. ( Große Heiterkeit). Er hat mich nicht hineingelegt, wie es sonst sind es wurden bis zur Berathung des Einführungs- Als Leiter des Streits der Treibriemenarbeiter stellte er nach wohl zu geschehen pflegt. Ich habe mit den kleinsten Summen gesetzes zurückgestellt. Aus der weiteren Berathung dem Muster des Herrn Prezel gegen den verantwortlichen Res gehandelt; ich habe es ein bis zweimal wiederholt und ist folgendes hervorzuheben.§ 809 bestimmt: Wer dakteur der Staatsbürger- Beitung" ebenfalls einen Strafs dann ist das Geschäft in aller Ruhe wieder aufgelöst. Das habe eine Frauensperson durch Hinterlist oder unter Mißbrauch eines antrag wegen Beleidigung. Doch die goldenen Worte unseres ich frei und offen zu erklären, mehr können Sie nicht ver- Abhängigkeitsverhältnisses zur Gestattung der außerehelichen Bei- Justizministers in Ehren. Von demselben Ersten Staatsanwalt, langen. Seitdem, es sind über 2 Jahre, habe ich die Finger weg- wohnung verleitet, ist ihr zum Ersatz des daraus entstehenden der es aus Gründen des öffentlichen Interesses für nothwendig gelassen nach diesem kleinen Versuch. Schön ist es nicht, daß Schadens verpflichtet." Dieser Paragraph wurde auf Antrag befunden hatte, sowohl gegen Pörsch, der Reichstag herangezogen wird, um solche Sachen zu ver- des Abg. Gröber durch Einschaltung des Wortes Drohung" unseren Parteigenossen Sassenba ch strafrechtlich wegen handeln. Ich möchte Herrn Singer fragen, ob es ihm angenehm verbessert. Lebhafte Angriffe erhoben die Jagdlieb- Beleidigung einzuschreiben, erfolgte am 3. d. M. an Pörsch die wäre, wenn ich das alles hier vorbringen würde, was man sich haber auf die Bestimmungen über Ersaz des Wild- Antwort, daß er gegen den verantwortlichen Redakteur der vielleicht von ihm erzählt. Persönliche Angriffe follte man nicht fch a dens, soweit derselbe durch Hasen oder Fasanen Staatsbürger- Beitung" nicht vorgehen werde, weil, so heißt es schadens, so weit treiben. Nicht das kleine legitime Geschäft greifen wir herbeigeführt ist. Diese kühnen von der Regierung wörtlich im Amtsstil weiter," Gründe des öffentlichen Interesses, an, sondern die Auswüchse des Börsengeschäftes. Wir werden unterstützten Angriffe wurden mit knapper Majorität zurück welche ein diesseitiges Einschreiten rechtfertigen würden, nicht in derselben Weise fortfahren und ich hoffe, daß die geschlagen. Ein Antrag unserer Genossen auf Einführung einer vorliegen". Pörsch hat vom Staatsanwalt erhalten, was große Majorität der zweiten Lesung sich jetzt wieder finden wird. unbedingten Haftpflicht der Beamten, sowie ein er erwartet haben mochte, ein für die Arbeiterschaft werthvolles Abg. Träger( frf. Bp.): Es ist eine undankbare Aufgabe, Verbesserungsantrag des Abg. Gröber zu§ 828 Absatz 2, der Dokument über den Stand unserer heutigen Justizpflege. an diesem Geseze noch mitzuarbeiten. Wir haben uns bemüht, dieselbe Materie betrifft, wurden leider abgelehnt. Die Debatte Die Errichtung einer Volks- Badeanstalt für die Schön mitzuarbeiten an der Beseitigung der Mißstände, welche an der brach bei§ 823 Absatz 4 ab. Dieser Absatz 4 führt im Gegens Börse vorhanden sind; aber wir können uns nicht dazu ent- faz zur Stegierungsvorlage die subsidiäre Haftplicht hauser Vorstadt, welche dringend nothwendig ist, geht ihrer Wer Dem Magistrat ift es nämlich endlich fchließen, das Erwerbsleben einzuschnüren, weil diese Maß des Staats, der Gemeinden u. f. w. für durch ihre Beamten wirklichung entgegen. regeln vollständig ihren Zweck verfehlen. Der Antrag angerichteten Schaden ein. Unsere Genoffen beantragen die gelungen, fich ein hierzu geeignetes Grundstück, welches außer des Grafen Kanib, welchee die Regierungen auffordert, prinzipale Haftpflicht des Staats u. f. w. neben der Haft- einem 5 Meter breiten Zugangsstreifen nur aus Hinterland besteht in Berhandlung zu treten mit den anderen Staaten pflicht der Beamten selbst.( Prinzipale Haftpflicht des Staats und zirka 3640 Quadratmeter groß ist, in der Oberbergerstraße wegen Beseitigung des Terminhandels, ist sehr naiv. Der heißt: der Staat haftet, ohne daß man zuvor den Beamten zu zu sichern und es wird, wenn die Stadtverordneten- Versammlung Bundesrath foll entschlossen sein, das Verbot des Terminhandels verklagen hat; subsidiäre Haftpflicht des Staats: der Staat zu dem Ankauf dieses Grundstücks ihre Zuftimmung gegeben anzunehmen, besonders mit Rücksicht auf die große Majorität, haftet erit, nachdem die Erefution gegen den Beamten fruchtlos hat, mit den Vorbereitungen zum Bau der Badeanstalt vor. mit welcher es beschlossen ist. Abgesehen von dem schlimmen ausgefallen ist.) Abg. v. Buch fa schlägt Streichung des§ 823 gegangen werden. Beschluß ist das sehr erfreulich; denn ich hoffe, daß die Abs. 4 vor und wird von der Regierung, die schon die subsidiäre Stellungnahme des Bundesraths fich nicht blos bezieht Haftpflicht des Staats, der Gemeinden u. f. w. für unannehmbar auf die Majorität dieses Reichstags und auf diese hält, lebhaft unterstützt. Die Debatte wurde bis zur nächsten Majorität, sondern daß eine dauernde Praxis daraus wird. Sigung( Sonnabend um 10 Uhr) vertagt. Das Verbot des Terminhandels wird nur zum Schaden den Fleineren Geschäften gereichen, die großen aber stärken. Welche Begründung ist für die Einrichtung des Registers vorhanden? Da tönnte man ja für jede Geschäftsbranche ein Register einführen. Der Vergleich des Herrn Gamp mit dem Handelsregister trifft durchaus nicht zu. Alle Maßregeln helfen nicht so viel wie die Thatsache, daß an der Börse wie überall derjenige, der die Augen nicht aufmacht, den Beutel aufmachen muß. Das ist die beste Erziehung. Eine falsche Erziehung ist es aber, wenn man die Leute in Sicherheit wiegt, als wenn slets das Auge des Staates über ihnen wacht, Abg. Bachem( 3.): Die Stellung des Zentrums hat sich seit der zweiten Lesung nicht geändert; ich will nur protestiren gegen die Ausführungen des Herrn Singer, als ob ich aus Bosheit für das Verbot des Terminhandels gestimmt hätte, um den Landwirthen zu zeigen, daß dasselbe wirkungslos ist. Ich habe allerdings auch die Bedenken und Nachtheile dargelegt, welche das Verbot des Terminhandels mit sich bringt; aber ich habe mich auch wie ein großer Theil meiner Freunde gegen den Terminhandel an sich als bedenklich ausgesprochen. Darauf wird die weitere Berathung vertagt. Abg. Graf Kanit verweist darauf, daß bezüglich der Aeuße rungen im, Hamburger Korrespondenten" bereits eine Auseinandersegung zwischen ihm und dem genannten Blatte stattgefunden habe. Schluß 53/4 Uhr. Nächste Sigung Sonnabend 2 Uhr. ( Fortsetzung der dritten Berathung des Börsengesetzes und zweite Berathung des Depotgesetzes.) Parlamentarisches. Lokales. Hilfsarbeiter, Magistrat und Reichsgericht." Gin Aufruf mit dieser Ueberschrift giebt folgende Schilderung von der Lage der städtischen Hilfsarbeiter:" Bekanntlich beschäftigt der Magistrat über 700 Hilfsarbeiter gegen Diäten. Die Arbeiten dieser Beamten sind dieselben wie die der größten Anzahl der Sekretäre und Assistenten, welche mit Pensionsberechtigung lebenslänglich angestellt sind. Die Gehälter der letzteren sind wie Die Preßkommiffion hat nunmehr wieder ihre Thätigkeit folgt normirt: Höchstgehalt Sekretäre I. Klaffe 4800 M., Sekretäre II. Klasse 4000 M., Assistenten 3000 M. Die denselben Dienst ver begonnen, nachdem ihre im November v. J. erfolgte polizeiliche richtenden Hilfsarbeiter, welche übrigens selbständig mit voller BerAuflösung durch das Urtheil in dem bekannten Prozeß über das Vereinsgefeß gerichtlich annullirt worden ist. Die Sigungen der antwortlichkeit arbeiten, beziehen nur 1080 m. bis höchstens 1920 m. Kommission finden an jedem ersten Donnerstag im Monat statt: jährlich und können nach der bisherigen Praxis des Magistrats felbft Beschwerden u. f. w., welche den lokalen oder Annoncentheil nach 20 jähriger Dienstzeit gekündigt und nach vier Wochen entdes Vorwärts" betreffen, find an eines der nachstehend verlassen werden, ohne daß ihnen ein Anspruch auf Pension zu zeichneten Mitglieder zu richten: " Für den 1. Wahlkreis: Herm. Soyka, Lübbenerstr. 14 II., Joh. Timm, Alte Jakobjir. 18/19. Für den 2. Wahlkreis: Paul Jakob, Gneisenauftr. 82 II. bei Springer, H. Knüpfer, Schöneberg, Golgstr. 17, Quergebäude III, Für den 3. WahItreis: Franz Hoch, Admiralstr. 7, IV. Auguft Pohl, Staligerstr. 118, III. Für den 4. Wahlkreis: ( Für den Osten): W. Schulz, Weidenweg 5, III. ( Für den Südosteu): Paul Böhm, Görlizerstr. 58/54, Für den 5. Wahlkreis: Leopold Liepmann, Straßburgerstr. 12. Für den 6. Wahlkreis: Dito Näther, Anklamerstr. 44. " gebilligt wird. Die Bureaudiener, welche nur rein mechanische Dienste verrichten, erhalten dagegen bis 2150 M. Gehalt und Das find lebenslänglich mit Pensionsberechtigung angestellt. Reichsgericht erklärt nun diese Maßnahmen des Magistrats für ungefeßlich und bestimmt ganz im Sinne der StädteOrdnung, daß die Bureaubeamten auf Lebenszeit alt bes rufen sind; jede vertragsmäßige Abmachung einer Kündigung stehe im Widerspruch mit den Gesetzen und sei infolgedeffen rechtsunwirksam. Dennoch weigert sich der Magifirat beharrlich, den Spruch des höchsten Gerichtshofes anzuerkennen und aus. zuführen. Es bezogen die Bureau- Hilfsarbeiter bisher ultimo jeden Monats ihre Diäten postnumerando. Neuerdings ist nun durch eine Verfügung des Oberbürgermeisters dieser Bertrag ein. feitig aufgehoben und angeordnet worden, daß die Diäten vom 1. bis 20. eines jeden Monats und vom Monate vorher vom 20. bis Ende am 20. des nächsten Monats ait liquidiren und nach weiteren fünf Tagen auszuzahlen find." Jm städtischen Haushalte werbe also über 700 Beamten Otto Schmidt, Schwedterstr. 22, Seitenflügel IV. ein Drittel ihres nachträglich zur Auszahlung kommenden Monats= Folgende Lokale stehen der Arbeiterschaft in Treptow gehaltes weitere vier Wochen vorenthalten. Man berücksichtige Aus der Berathung, die die Kommission für den zur Verfügung: Hijertberg, Neue Krug- Allee; Otto's nur, was es heißt, einem Familienvater, der nur 100-150 m. Restaurant Bum Karpfenteich"; Park- Restaurant, monatlich verbient, von diesem Gehalte 331/3 oder 50 W. weitere Entwurf eines Bürgerlichen Gesetzbuches am Freitag vor: Inhaber Jacob, an der Verbindungsbahn; 3ornow, Neue 4 Wochen einzubehalten. Wenn bei Vorstellungen über diese nahm, ist folgendes hervorzuheben. Zum Titel„ Dienstvertrag" Krug- Allee; Schulmeistrat, Neue Krug- dee. Sämmtliche unnöthige Vergewaltigung so zahlreicher Beamten und Familiens wiederholten unsere Genoffen einen Theil der von ihnen bereits anderen Lokale sind für die Arbeiterschaft nicht zu haben. Die väter den Betenten nun noch gesagt wird, sie mögen sich Geld in erster Lesung gestellten Anträge, soweit dieselben abgelehnt Genossen werden ersucht, sich danach zu richten. pumpen, wenn sie mit den zwei Dritteln ihres bisherigen Einwaren. Dasselbe Schicksal theilten ihre Anträge in zweiter Lesung. Die Arbeiter Schönebergs machen wir darauf auf- tommens nicht zu wirthschaften vermögen, so zeigt dies eine Jedoch follen einige Darlegungen der Regierung mertfam, daß am nächsten Montag im Arbeiter- Bildungsverein ißachtung der sozialen Lage dieser Beamten, welche von einem Manne, der an der Spitze einer Haupt- und Residensstadt steht, im Bericht Aufnahme finden, denen sich die Rommission anschloß ein hochinteressenter Vortrag des Genossen Dr. Bruno Manne, der an der Spiße einer Haupt- und Residensstadt steht, und die einem Theil des Verlangens unserer Genoffen durch Borchardt über die materialistische Geschichtsauffassung statt geradezu unbegreiflich ist.“ Der Näheres im Inserat der Sonntagsnummer. authentische Auslegung einiger angenommener Paragraphen Rech findet. Vom Verkauf tuberkulösen Fleisches. Die Bestimmungen über die Verwerthung des zum Verkauf in sterilisirtem Zustande nung trugen. So wurde anerkannt, daß, entgegen einigen gericht- Vorstand. lichen Entscheidungen, bei Affordarbeiten, auch wenn der Ausschluß Dürfen anständige Arbeiter in Gastwirthschaften verzugelassenen tuberkulösen Fleisches auf dem Schlachthofe bedürfen bringend der Abänderung. Die Polizeibestimmung vom No. jeglicher Kündigungsfrist vereinbart ist, im Zweifel( also, wenn feine entgegenstehende ausdrückliche Vereinbarung oder Branchen. kehren? Einen drastischen Beweis vom Wirken der Sozialvember 1893 läßt die Errichtung von Verkaufsstellen für dieses Fleisch in verschiedenen Theilen der Stadt zu es hat sich aber gewohnheit besteht) anzunehmen ist, daß das Arbeitsverhältnis reform erhielt am geftrigen Freitag ein ausständiger Sutarbeiter. Dember 1898 läßt die Errichtung von Verkaufsstellen für dieses Der Arbeiter befand sich mit einer Reihe Kollegen in erst mit Fertigstellung des Stücks oder der Stücke, deren Her dem Lokal des Gastwirths Mortens in der Landwehrstraße; vom werden. So ist, wie die Allgem. Fleischer- Zeitung" mittheilt, in gezeigt, daß die vorgeschriebenen Bedingungen nicht immer erfüllt stellung im Akford übernommen sind, aufgehoben werden solle. Gaftzimmer aus hat man einen Ausblick auf die der Filiale in der Wiesenstr. 27 auf dem Schilde zwar deutlich Weiter ist aus diesen Darlegungen anzuführen, daß der Antrag im selben Grundstück befindliche Hutfabrik von J. Bambus. angegeben„ Verkauf von gedämpftem Fleisch vom Zentralschlacht. Frohme Stadthagen:" Von der Kündigung eines Gegen Mittag erschien in dem Lokal, begleitet von zwei Unter- hof", aus dieser Bezeichnung aber kann fein Käufer entnehmen, Dienstverhältnisses ab ist der Dienstberechtigte verpflichtet, gebenen, ein Polizeilieutenant. Der Mann fah sich eine Weile baß es sich um ursprünglich beanstandetes, tuberkulöses Dem Dienstverpflichteten auf Verlangen eine ange= in der Gaststube um, richtete an einen der Ausständigen die messene Beit zum Aufsuchen 0011 Arbeits dann zu dem Arbeiter: " Das hier zum Verkauf kommende Fleisch ist unter polizeilicher gelegenheit zu gewähren", als überflüssig bezeichnet Frage, wer er sei, und sprach dann gegen den Hutarbeiter die Fleisch handelt. Nur in ganz kleiner Schrift ist hinzugefügt: wurde. Denn es folge diese Verpflichtung entgegen hier und da, Drohung aus:" Wenn ich Sie noch einmal in diesem Aufsicht gedämpft, so daß es die menschliche Gesundheit nicht wurde. Denn es folge diese Verpflichtung entgegen hier und da, otal treffe, verhafte ich Sie auf der Stelle." fchädigt." Es muß verlangt werden, daß in all' diesen Verkaufszum Beispiel in Berlin, bestehender Uebung zweifellos aus dem in das Gesetzbuch aufgenommenen Prinzip von Treu und Als diese seltsamen Worte, wie erklärlich, ihre ziemlich erheiternde stellen genau und deutlich angegeben ist, welchen Ursprungs und Glauben. Die ausdrückliche Betonung dieser Pflicht, wie sie der Wirkung ausgeübt hatten, richtete der Beamte an den betreffenden welcher Art das dort zum Verkauf kommende Fleisch ist, so daß Arbeiter das Verlangen, ihm zur Revierwa che zu folgen. Da Antrag verlangt, tönne aber au Mißverständnissen über jeder Käufer sich überlegen kann, ob er Fleisch solcher Herkunft andere Verpflichtungen auf diesem Gebiet und auf dem der Polizeibeamte keinen Haftbefehl oder sonst eine Legitimation erwerben will. Aber freilich ist das nur durchführbar, wenn ein vorlegte, verbat sich nunmehr der Wirth des Lokals ent- Verkaufsverbot dieses Fleisches an Restaurateure, Speisewirthe Gebiet des Miethsrechts führen. Nach dieser Erklärung schieden das fernere Wirken des Mannes und forderte der Regierung und nachdem konstatirt war, daß die Rommission alseitig derselben Ansicht ist, und daß dies im Be- ihn unter Hinweis auf den vom Hausfriedensbruch handeln und Händler eingeführt wird, während jezt die Restaurateure 2c. richt zum Ausdruck gelangen foll, begnügten sich die Antragsteller Gastwirthschaft zu verlassen. Hieran fehrte sich der Polizei in die Küche gekommenes Fleisch erhält oder daß es ihm mitKommission allseitig derselben Ansicht ist, und daß dies im Be- ben Paragraphen des Strafgesetzbuches auf, schleunigst die ganze Schinken, Bungen, Rippespeer 2c. dort kaufen. Daz Publikum fann verlangen, daß es im Restaurant gesundes, frisch mit der Ueberweisung des Antrages an die Redaktionskomission. beamte aber nicht im geringsten und der Hutarbeiter, der als getheilt wird, daß es sterilisirtes, ursprünglich tuberkulöses Fleisch Gegen Bauschwindler und Lohnfchwindler jeder kauft. Art, sowie gegen die Begünstigung dieser Sorte von Leuten, die ordnungsliebender Staatsbürger unangenehme Auftritte vermeiden getheilt wird, daß es sterilisirtes, ursprünglich tuberkulöses Fleisch die Früchte der Arbeit anderer durch Schwindel umsonst an sich wollte, folgte schließlich um des lieben Friedens willen gutwillig dem Beamten, ohne zu wissen, zu welchem Die Große Berliner Pferdebahn- Gesellschaft soll beabs reißen, durch die gelehrte" Rechtsprechung im Gegensatz zu der Rechtsprechung durch Laiengerichte, wendete sich folgender Antrag Zweck er denn auf der Wache erscheinen solle. Auf dem Polizei- fichtigen, fobald ihre Unterhandlungen mit dem Magiftrat wegen bureau begnügte man sich damit, das Nationale des Giftirten Umwandlung des Pferdebahn Betriebes in einen elektrischen, der Genossen Frohme und Stadthagen: Ist eine Arbeitsleistung für ein wirth, festzustellen; nachdem dies geschehen, schob man ihm einen Stuhl erfolgreich beendet, sofort die Ringbahn zu einer elektrischen Linie schaftliches oder gewerbliches Unternehmen hin. Der Hutarbeiter saß eine beträchtliche Zeit, ohne zu erfahren, umzubauen. Die Dampfergesellschaft Stern" hat sich verpflichtet, geleistet, so haftet für die Entrichtung des worauf die ganze Geschichte denn eigentlich hinauslaufen sollte. Da zog endlich der Lieutenant nach langer, langer ihre Dampfer im Bedarfsfalle auch bis nach 12 Uhr nachts von Lohnes außer dem unmittelbar Vertrag Pause feine Uhr und sagte schließenden derjenige, in dessen Nugen die Go, es ist jetzt 1% auf drei; jetzt können Sie, da die Mittags- der Ausstellung nach Berlin verkehren zu lassen. Arbeitskraft vom Arbeitnehmer verwendet ist," So, 1/4 Ein Kulturbild" aus dem Militärstaat. Ein völlig falls er wußte oder hätte wissen müssen, daß pause vorüber, teinen der aus der Fabrik von Bambus herausdie Arbeitsleistung von dem Vertragschließen kommenden Arbeiter mehr belästigen. Sie können daher kriegsgemäßes Bild entrollt sich jetzt in Spandau und der Umgehen." Bir sind gespannt, welchen Erfolg die Beschwerde gebung. Es findet eine unaufhörliche Bewegung von Truppens den nicht bezahlt werden kann oder soll." Die Regierungsvertreter erklärten, daß durch den im Gegen- haben wird, die, wie wir vernehmen, sowohl von dem Hut- massen statt. Nach der Garde- Fußartillerie aus Küstrin find die satz zur ersten Lesung gemachten Zusatz falls..." allerdings arbeiter, als auch von dem Wirth gegen das Wirken des Polizei- Garde- Felbartillerie Regimenter angekommen, um in der Stadt lieutenants an zuständiger Stelle erhoben werden soll. ein großer Theil der früheren Bedenken beseitigt sei. zum Manöverterrain durchmarschirt sind die Gardepioniere, der Indeß laffe die Tragweite des Antrages sich nicht übersehen. Wenn zwei daffelbe thun. In der Nr. 7 der in Berlin Gardetrain, die Luftschiffer- Abtheilung und die Militär- Tele Unbedenklich haften aber Baugeldgeber, die wissen, daß der Ar- erscheinenden Sattler- und Zapezirer- Zeitung" war von unserem graphenschule, jede Truppe mit vielen Geräthefuhrwerken. Das beiter von dem Bauschwindler nicht bezahlt werden soll oder Parteigenoffen Börsch ein Artikel über den Streit der Berliner graphenschule, jede Truppe mit vielen Geräthefuhrwerken. Das fann, aber Nutzen von der Arbeit haben, Eigenthümer oder Treibriemen Arbeiter veröffentlicht worden, der auch bezogen. Am Donnerstag ist die Garde- Fußartillerie mit schweren Barackenlager in Döberig hat die erste Garde- Infanteriedivision Baugeldgeber, die zwischen sich und den Arbeiter in der Absicht, auf die Thätigkeit, welche der antisemitische Stadtverordnete bezogen. Am Donnerstag ist die Garde Fußartillerie mit schweren die Früchte der Arbeit anderer mühelos und entgeltlos Brezel bei diesem Ausstande ausgeübt hatte, einging. Prezel Beschüßen nach dem Manövergelände abgerückt. Das Biwak ber zu genießen, Kolonnenführer stellen, Ziegeleibefizer, die die be- war nämlich Leiter des Ringes der Treibriemen Fabrikanten. gesammten Truppen findet in der Nacht zum Sonnabend bei faunten Verträge mit fogen. Ziegelmeistern schließen, Ron- Der Herr wurde als Antisemiten Häuptling und Judenfresser Rohrbeck statt; Dallgow ist die nächste Eisenbahn- Station. fektionäre, die Schwigmeister zwischen sich und den Arbeiter dargestellt; auch zweifelte Börsch in dem Artikel an der Chriftlich- Fernsprech- Verkehr mit Dänemark. Außer mit den biz. schieben, durchaus entsprechend der Praxis feit dieses Fabrikanten. Prezel antwortete auf diese Angriffe her zugelassenen dänischen Orten Kopenhagen und Odense ist Des Berliner Gewerbegerichts zum mindesten durch einen Strafantrag, dem der Erste Staats- vom 1. Juni ab der Fernsprech- Verkehr mit Esbjerg, Kolding, bereits auf grund der Bestimmung des§ 810: Wer durch eine anwalt am hiesigen Landgericht I, Herr Drescher, auch bereit Fredericia, Veile, Horsens, Aaarhuus, Svendborg, Faaborg, Handlung, die er nicht in Ausübung eines ihm zustehenden willigst stattgab. Die im öffentlichen Interesse" erhobene An- Assens, Middelfahrt, Bogense, Kjerteminde, Nyborg und Korför Rechtes vornimmt, in einer gegen die guten Sitten verstoßenden tlage schwebt zur Zeit noch. eröffnet worden. Die Gebühr für ein gewöhnliches Gespräch Nun hatte die Weise einem anderen vorsätzlich Schaden zufügt, ist dem anderen antisemitische Staatsbürger- bis zur Dauer von drei Minuten beträgt im Verkehr mit zum Ersatz des Schadens verpflichtet." Dieser Erklärung der Beitung" in ihrer Nummer 165 gleichfalls eine Notiz über Kopenhagen und Körför 3 M., mit übrigen dänischen Orten Regierung traten sämmtliche Kommissionsmitglieder bei. Dadurch den Streit gebracht, in der es hieß:" Familienväter, die in 2,50. 27 W V Witterungsübersicht vom 5. Juni 1896. Elendsstatistik. Im städtischen Obdach befanden sich am t 1. Mai 17 Familien mit 53 Personen, darunter 43 Säuglinge und 34 Einzelpersonen, zusammen 90 Personen. Am 1. Juni war der Bestand 17 Familien mit 45 Personen, darunter 11Säuglinge, und 26 Einzelpersonen, zusammen 71 Personen. Stationen. Das Asyl für nächtliche Obdachlose daselbst benutzten im Laufe des Monats Mai 18 119 Personen, und zwar 17 316 Männer, 808 Frauen. Von diesen Perfonen wurden 7 dem Krankenhause im Friedrichshain, 84 dem Krankenhause Moabit, 8 der Charitee Swinemünde überwiesen, 293 der Polizei vorgeführt. Von den nächtlichen Hamburg Obdachlosen sind ferner überwiesen der Krankenstation des Ob- Berlin dachs 15, der Anstalt Wuhlgarten 3 und der Anstalt Herzberge Wiesbaden 1 Person. Gebadet haben 5079 Personen. München Im Zentralverein für Arbeitsnachweis haben sich im Wien. legtverflossenen Monat 2418 Arbeitsuchende gemeldet, von denen Haparanda 1593 in Stellung gebracht werden konnten. Davon 1459 Männer Petersburg. und 184 weibliche Personen. Die Zahl der angemeldeten Stellen Cort. betrug 1648, Aberdeen. Paris. Barometerftand in mm, d. Meeressp. O Windrichtung Windstärke Wetter Temperatur nach Celfius ( 50.4° R.) 758 GGD 3 758 2 heiter wolfig 20 758 . SW 2 759 MW 1 761 SM 3 heiter wolfenlos wolfig 18 20 18 17 762 ND bedeckt 8 754 756 759 SSW NO 3 wolkig 16 bedeckt 8 2 a bedeckt 2 Gewerbe- Ausfellung 1896. 15 gebühren, die Zahl der von auswärts herangezogenen Arbeits fräfte, die Höhe des Gehalts, die Höhe der Abgaben für Hilfsarbeiter, Bruch, Kostüme u. dergl. festgestellt werden soll. Außerdem wird Auskunft verlangt, ob Kost gewährt wird, wie dieselbe beschaffen ist, ob Strafgelder erhoben, in welcher Höhe und zu welchem Zweck dieselben verwandt werden. Des weiteren wird gefragt, wieviel Entlassungen seit Eröffnung der Ausstellung bisher stattgefunden haben. Die Kommission beabsichtigt, daß auf diese Weise gewonnene Material zusammenzustellen und zu veröffent lichen, um das Publikum auf die ungeheure Ausbeutung, der die Gastwirthsgehilfen in der Berliner Gewerbe- Ausstellung seitens der Gastwirthe und seitens der Stellenvermittler unterworfen sind, aufmerksam zu machen. Bedauerlicherweise stoßen, wie uns mitgetheilt wird, diejenigen Personen, welche sich der Mühe unterziehen, das Material zu sammeln, auf verschiedene Schwierig= teiten, da ein Theil der Arbeiter den Werth einer solchen Statistik noch nicht begriffen hat. " Etwas Erheiterndes von der Wolfsernährungs": Ein heilloses Geschimpfe erhebt sich zur Zeit in antiAusstellung, die bisher so viel Widerwärtiges geboten hat, femitischen Blättern über das Vorgehen der Postverwaltung in möchten wir unseren Lesern nicht vorenthalten. In der für einem Fall von gröblicher Beleidigung, deren sich der hiesige Herrn Abraham's Unternehmen geschriebenen, schon von uns Korrespondent des Londoner Daily Telegraph, J. L. Bashford, erwähnten Broschüre über„ Boltsernährung" wurden, wie bekannt, gegen zwei Beamte des Haupt- Telegraphenamtes schuldig gemacht die„ billigen" Lieferanten aufgezählt und empfohlen. Der Auhaben soll. Der Staatssekretär des Reichspostamts, Herr Neber Maschine und Kunsthandwerk sprach am Mittwoch preifung der aus einer Stettiner Bichorienfabrik bezogenen v. Stephan soll nämlich die Zurücknahme des gegen den Herr Dr. Vollbehr aus Magdeburg vor etwa 50 bis 60 Personen Raffeefurrogate" wird eine statistische Notiz über den Eugländer gestellten Strafantrages versprochen haben, nachdem im Hörsaale des Chemiegebäudes auf der Berliner Gewerbe- starken Verbrauch von Zichorie angefügt, und es wird dazu dieser sich angeblich bereit erklärt hat, den verhältnißmäßig Ausstellung. Der Vortrag gipfelte in der Behauptung, daß das Kunst- bemerkt:" Daraus(!) ersieht man, daß diese Surrogate bei geringfügigen Betrag von 100 Mart an die Postunterstüßungs handwerk burch die Maschine in feiner Weise gefährdet sei, daß die unserer Bevölkerung einer Beliebtheit(?) sich erfreuen, so daß kaffe zu zahlen. Dieses Vorgehen des Herrn v. Stephan wird Maschine keine Gegnerin, sondern eine Förderin der Kunstfertigkeit deren Anwendung bei uns begründet erscheint." Herr Abraham, empörend genannt. Wir finden an sich nichts Tadelnswerthes sei, und daß man es nur froh begrüßen müsse, wenn sie diejenigen Ar- der Boltsernährer, ist, wie man sieht, ein entgegenkommender darin und wünschen nur, daß die Reichs- und Staatsbehörden beiten, welche sie verrichten könne, dem Menschen abnehme und diesem Mann. Es ist pure Liebenswürdigkeit, wenn er den Kaffee in Fällen, wo Deutsche sich in den Fangeifen der Beleidigungs- dadurch die Zeit gebe, sich voll und ganz auf das Individuelle durch Cichorie ersetzt. Wir hätten nun nur noch die eine Bitte, paragraphen verstricken, eine gleich verföhnliche Haltung zeigen. und Persönliche, das eigentlich Runfimäßige in der Arbeit zu fon. daß Herr A. auch mittheilt, in welchem Verhältniß er Da dies bislang im Reiche der Gottesfurcht und frommen Sitte zentriren. Er wies darauf hin, daß der Geschmack und Kunstsinn Kaffee und Cichorie mischt. Wir haben uns, offen gestanden, auch nicht entfernt üblich war, und namentlich Herr v. Stephan unserer Frauen gewiß nicht geringer geworden sei, trotzdem die allerlei Gedanken darüber gemacht, als wir seinen Raffee" oft in Angelegenheiten, die nur 311 sehr eine Kritik Maschine ihnen ganz bedeutende Arbeiten, welche früher fast ihre kosteten. erheischten, mit Beleidigungsstrafanträgen fam, so können wir ganze Zeit ausfüllten, wie Spinnen, Weben 2c., abgenommen Die unglückselige elektrische Rundbahn hat Donnerstag die Mittheilung von der Zuvorkommenheit, die er einem an habe; die Maschine habe im Gegentheil als Pionier für das Mittag ohne vorherige Ankündigung abermals ihren Betrieb wieder scheinend ruppigen Ausländer gegenüber geübt haben soll, vorab Kunsthandwerk gewirkt, indem sie Sinn für schöne Formen unterbrechen müssen, weil- infolge eines Defektes an der Maschine nur mit sehr großem Zweifel registriren, unter Boltsklassen verbreite, welche das theure Kunsthandwerk der Strom ausgeschaltet wurde. Sämmtliche Wagen blieben allein nie gewinnen tönne; sei der Formensiun einmal ge- auf der Strecke liegen, und der größte Theil der Baffagiere zog weckt, dann verlangten die Menschen mit der Zeit auch es nach länger als halbstündigem Warten vor, den Weg zu Fuß folche, in welchen die Individualität des Verfertigers zum zurückzulegen. Ausdruck komme, und seien so als Kunden für das Kunsthandwerk gewonnen. Herr Vollbehr meinte, man müffe, um feine Beit zu verstehen, mit ihr fortschreiten; es sei thöricht, die Maschinen zertrümmern zu wollen, weil sie die Menschen schäIm Schiller- Theater folgt als Novität, Vergnügte Flitterdigen und brollos machen, sie seien im Gegentheil ihre besten wochen" von Fritz Brentano und Julius Keller, dann als Lustdie helfende Thätigkeit der Maschine anzuerkennen und zu und die Satire von Elsa v. Schabelsky„ Die Frauenfrage". Freunde; er schloß mit der Mahnung an das Kunsthandwerk, spiel, Ein Schritt vom Wege" von Ernst Wichert benutzen. Vier Wochen von Mitte Juli bis Mitte August Auch wir sind der Meinung, daß es in der Natur der Schiller- Theater außer Abonnement. spielt bas Maschine liegt, die Thätigkeit des Menschen zu erleichtern, ihm zu gewähren; daher erwarten wir ja auch von der sozialisirten Gerhart Hauptmann, welches bereits über 300 Mal mit dem Zeit für edlere Beschäftigungen und Ausbildung des Kunstsinnes ,, Vor Sonnenaufgang", soziales Drama in 5 Aften von Gesellschaft ein bisher unerhörtes Aufblühen der Kunst. größten Erfolge am National Theater in Scene ging, erlebt Gegenwärtig aber dient die Maschine dazu, die Arbeitszeit heute seine Wiederaufnahme; die Hauptrollen liegen in den seit zu verlängern und das Elend der Menschen zu steigern. Händen der Damen Griep und Arco, sowie der Herren Schäfer, Eine Zweigstation des meteorologischen Juftituts der Wenn Herr Vollbehr fagt, er verstehe die Klagen des Kunst Bruck, Aschinger und Wach. Berliner Universität, welches auf dem Telegraphenberge bei handwerks über die Konkurrenz der Maschine nicht, so gesteht er Potsdam erbaut ist, ist jetzt am Havelufer auf dem Grundstücke damit ein, daß er die Wirkung der Maschine in der gegenwärtigen des Kommerzienraths Röfice aus Berlin, der Meierei Louisen- Gesellschaftsverfassung, und damit die Zeit, in der er lebt, abfolut hof", au wissenschaftlichen Beobachtungszwecken errichtet. Diese nicht versteht. Das ist nicht wunderbar, wenn man sieht, welches 3weigftation ift mit dem meteorologischen Institut durch Verständniß er für die Bergangenheit hat. Er betrachtete in 10 elettrische Leitungen verbunden. Auch auf dem kleinen Ravens- feinem Vortrag auch frühere Kulturperioden, in welchem es noch berg ist eine Zweigstation erbaut. Die Haussuchung nach dem Buche Die Geheimnisse bes Beremonienmeister3", die wir gestern meldeten, soll erfolgt sein, weil es einen unfittlichen Inhalt hat und Majestätsbeleidigungen enthält. Das in Romanform erschienene Buch ist von Cäsar Schmidt in Zürich herausgegeben. Die städtischen Sprengwagen auf dem Tempelhofer Felde. Von Herrn Stadtverordneten August Mentel wird uns mitgetheilt, daß die Kosten für die Besprengung des Tempel hofer Feldes bei Abbaltung von Paraden nicht aus städtischen Mitteln, sondern aus solchen von seiten der Garnisonver waltung bezahlt werden." Somit ließe sich ja gegen die Be Sprengung des Feldes durch städtische Sprengwagen nicht viel einwenden, wenn, was wir hoffen, die Besprengung der Berliner Straßen an Paradetagen keine Einbuße erleidet, und wenn ferner, was wohl schwer anzunehmen, der Fiskus der Kommune ebenfalls in jeder Beziehung helfend zur Seite steht. Ein Geschäft mit Herrn v. Bleichröder. Eine kostspielige Erwerbung ist für den Staat das Haus Wilhelmstr. 64, das von dem Bantier v. Bleichröder für 1900 000 m. für das Justiz ministerium gekauft wurde. Das Haus, in dem Bureauräume eingerichtet werden sollen, erwies sich so baufällig, daß man gleich 50 000 m. für Ausbesserungsarbeiten aufwenden mußte. Trotzdem kann es auch jetzt nur zum theil benutzt werden, während viele Räume leer stehen, weil sie für den Zweck, dem fie dienen sollten, nicht paffen. Um es ganz in Gebrauch nehmen zu können, wird man nochmals eine bedeutende Summe anlegen müssen. Run und Wissenschaft. Budapest eine Anstalt eingerichtet werden. Die Anregung dazu Nach dem Muster der Berliner Urania soll jezt auch in gab der bekannte Astronom an der Budapester Universität, Prof. v. Kövesligethy, der sich an den Direktor der Berliner Urania, Herrn Dr. Meyer, gewandt hat, mit der Bitte, ihm all' die Publikationen zur Verfügung zu stellen, die auf die Eins teine Maschinenarbeit gab, das griechische Alterthum richtung und Leitung der Berliner Urania bezug haben. Herr und das mittelalter. Gab es da wirklich keine Maschinen- Dr. Meyer hat, wie man uns mittheilt, sich hierzu gern bereit Feudaler konnte doch nicht selbst verbrauchen, was seine Sklaven follen aus privaten Mitteln bestritten werden, doch hat der arbeit? fragt er. Ein reicher Athener oder ein großer erklärt. Die Kosten zur Errichtung des Budapester Institutes oder Hörigen für ihn schafften; er mußte also auf Vorrath ungarische Kultusminister die Zusage gemacht, unter irgend einer arbeiten lassen, Massenartikel herstellen, für welche er dann Form materiell zu unterstützen. einen Markt suchte. Maschinenarbeit? Was ist das im Wesen anderes als Adolf Sonnenthal und Ludwig Martinelli haben in Wir glaubten zuerst, wir hätten nicht recht gehört. Ganz diesen Tagen in Wien ihr 40 jähriges Jubiläum begangen. abgesehen von der unglaublichen Gleichstellung menschlicher Sonnenthal ist bekanntlich im Hofburg- Theater, Martinelli am Vollbehr das Alterthum und das Mittelalter als eine GesellMassenarbeit mit Maschinenarbeit malt sich im Kopfe des Herrn Deutschen Bolkstheater thätig. Der große italienische Heldendarsteller Ernesto Roffi schaft ab, die hauptsächlich Waaren für fremden Wer ist am 4. Juni, 67 Jahre alt, in Pescara gestorben. Geschäftliches von einer Unfallstation. Uns wird be branch produzirt; gelegentliches Vorkommen erhebt er zur richtet: Am 26. Mai verunglückte der Kutscher Fritz Ambos; charakteristischen Eigenschaft dieser ganz anders als bie die Verlegungen, die er an Kopf und Arm erlitten hatte, ließen unsrigen gearteten und gestalteten Zeitverhältnisse. Schon es gerathen erscheinen, ihn in einer Droschte nach der Unfall- aus dem alten Adam Smith hätte er lernen können, daß station in der Lindowerstraße zu bringen. Der dort befindliche eben, weil die großen Absatzgebiete fehlten, ein Produziren für Dr. Frizz Friedmann in aller Kürze abwickeln. Wie wir Aller Voraussicht nach wird sich die Strafsache gegen den Seilgehilfe erkundigte sich zuerst, ob Ambos auch Geld habe, es den Verbrauch im großen also unmöglich war, die Reichen ihre hören, ist ihm die Anklage bereits zugegangen und da die Sache tofte 4 M. und 20 Bf. Ueber diese Geschäftspraxis äußerte Bornehmheit in ganz anderer Weise zeigten und zeigen mußten, felbft recht einfach liegt und ein großer Zeugenapparat nicht in der Berlegte in nicht mißzuverstehenden Worten seine Bedenken, als heute, 8. B. in verschwenderischer Gastfreundschaft, in einem Bewegung gesetzt zu werden braucht, so ist es nicht unmöglich, worauf der Beilgehilfe dem Hilfesuchenden erwiderte, daß er ihn Gefolge zahlloser Diener 2c. Aber wir wollen uns nicht zu weit daß der ganze Fall Friedmann" in zwei bis drei Wochen überhaupt nicht behandle, wenn er noch rüdig" werde. Die verlieren. Bei Auffassung des geschichtlichen Verlaufs ist es nur Hilfe der Unfallstation wurde daraufhin denn auch mit Dant natürlich, wenn Herr V. sagt: Und als die Maschine nun beendigt sein kann. von dem Verlegten abgelehnt. Am Die Eisenbahnbureaukratie und die Gewerbe Aus$ 3 Gerichts- Beitung. wirklich auftrat, da revolutionirte sie nichts, da schaffte sie Der Kaufmann Siegfried Cohn, der in der BelleallianceDie früher bei hiesigen Rechtsanwälten beschäftigt ge- nichts wesentlich Neues, sondern baute das Borhandene nur aus. Straße ein Handschuh- und Kravattengeschäft betreibt, war f. 3. wefenen Schreiber Reichelt und Schirach wußten, daß die Bureau Wir sind überzeugt, daß das Kunsthandwerk trotz der Mah. vom hiesigen Schöffengericht zu 4 Monaten Gefängniß verräume in den Mittagsstunden ohne Aufsicht gelassen wurden, und nungen des Herrn V. in der kapitaliſtiſchen Geſellſchaft fortfahren urtheilt worden; weil er sich an einer feiner Verkäuferinnen in benutzten dies, Einbrüche bei Rechtsanwälten auszuführen. wird, über die ertödtende und vernichtende Konkurrenz der Maschine schamloser Weise vergriffen hatte. Er hatte gegen das schöffen. 3. d. M. wurden beide auf frischer That betroffen und fest- behalten sein, die Maschine ausschließlich zum Segen der Mensch der 6. Straffammer unter Ausschluß der Deffentlichkeit geführte zu klagen, und mit recht; erst dem Sozialismus wird es vor- gerichtliche Erkenntniß die Berufung eingelegt. Die gestern vor genommen. Eine ganze Anzahl bereits angezeigter gleicher Einheit anzuwenden und damit auch eine neue Blüthe der Kunst Verhandlung endete damit, daß die Strafe auf zwei Monate brüche konnte ihnen nachgewiesen werden. In den meisten heraufzuführen. Fällen war von den Geschädigten der Verdacht, die Einbrüche Gefängniß ermäßigt wurde. begangen zu haben, auf das Bureau Personal gelenkt worden. Um den Tischlerstreik in Brandenburg, der noch ver Ein Mor Mord und Selbstmord grauenhafter Art ist am bedingungen, unter denen das Eisenbahnministerium auswärtigen in einer Verhandlung am 3. b. M. vor der Strafkammer stellung. Von den so genial verklausulirten Ausnahme- schiedentlich die Gerichte beschäftigen wird, handelte es sich auch 8. Juni in 3ossen verübt worden. Der vor kurzem feines Arbeitern den Besuch der Gewerbe Ausstellung angeblich er- in Potsdam. Im Januar war bei dem Bauunternehmer Amtes entsegte Chauffee- Aufseher Steinert hat seine Frau durch leichtern will, haben wir berichtet: Gine erhebliche Ermäßigung Scheffler in Brandenburg ein Streit der Tischler ausgebrochen. einen Beilhieb niedergeftreckt und ihr dann mit einem Rasir der Eisenbahnfahrpreise zum Besuch der Gewerbe- Ausstellung In einer dieserhalb abgehaltenen Boltsversammlung wurde meffer den Hals durchschnitten. Hierauf hat er Hand an sich selbst gelegt; er öffnete sich die Pulsader am linken Arm und pellation des Eisenbahnministers im Abgeordnetenhause herbei theidigt. Hierüber erbittert, soll der bis dahin ebenfalls bei selbst gelegt; er öffnete sich die Pulsader am linken Arm und will diesem Vorhaben gegenüber der Abg. Broemel durch Juter- Scheffler scharf angegriffen, von dem Schlosser Bredow aber verbrachte fich einen tiefen Schnitt in die Reble bei. Man fand führen. Der Herr macht folgende Borschläge: Es sollen in fort Scheffler beschäftigte Speichert den Bredow„ Lump, Plunder, ihn zwar noch lebend, auf der Leiche seiner Frau liegend, vor, gesetzter Folge ganze Sonderzüge dritter Klasse nach Berlin Vagabund" genannt haben. Er wurde deshalb von den Schöffendoch ist er Donnerstag Morgen 4 Uhr im Kreis Krankenhause laufen, für welche der Fahrpreis nur einen Pfennig pro Rilo- gericht in Brandenburg zu einem Monat Gefängniß ebenfalls verstorben. Ein 4 Jahre alter Sohn des Steinert'schen meter betragen soll. Diese mögen dann immerhin Arbeiterzüge verurtheilt, indem das Gericht die Beweggründe Speichert's zur Ehepaares war Zeuge der Ermordung seiner Mutter gewesen. heißen, allein sie müssen allen Kreisen der Bevölkerung ohne Be Beleidigung als besonders verwerflicher Natur bezeichnete. Wegen unglücklicher Liebe hat sich die 22 Jahre alte schränkung und ohne Vorprüfung zugänglich sein. Die Aus- Speichert legte hiergegen Berufung ein und wurde von der Schneiderin Lucie Schröder in ihrer Wohnung Lothringerstr. 33 stellung der Stadt Berlin zum Beispiel biete Lehrern Straftammer in Potsdam vom Rechtsanwalt Dr. Heinemann durch Gift getödtet. Das arme Mädchen war von ihrem und städtischen Beamten eine Fülle von Belehrungs- aus Berlin vertreten. In der Hauptverhandlung standen sich Bräutigam verlassen worden. stoff, wie sie ihn sonst sich nicht verschaffen könnten. Der Lehrer Speichert und Bredow wieder in außerordentlich feindseliger Beim Nafiren hat sich der Gastwirth Kluge aus der Zimmerliche Arbeiter, für einen Pfennig pro Kilometer nach Berlin zu glaubte jedoch dem Bredow, folgte aber den Ausführungen des mit seinen fargen Mitteln habe dasselbe Interesse wie der gewerb Weise gegenüber. Speichert bestritt seine Schuld. Das Gericht straße 22 eine Blutvergiftung zugezogen. Der Mann erkrankte fahren. Die Eisenbahnverwaltung würde bierbei stets vollbesetzte Bertheidigers wenigstens insoweit, daß es anstatt der Gefängniß. so schwer, daß er eine zeitlang in Lebensgefahr schwebte und Sonderzüge und damit einen finanziellen Erfolg haben. Als ftrafe von einem Monat eine Geldstrafe von 30 m. als nicht transportfähig war. Das Uebel ist jetzt so weit beseitigt, Billets fönnten die einfachen Fahrkarten vierter Klaffe, die dem ausreichende Sühne aufah. daß Kluge zur völligen Wiederherstellung seiner Gesundheit ein Preise für Hin- und Rückfahrt entsprächen, Verwendung finden, Krankenhaus hat aufsuchen können. wenn sie durch einen Stempel für die Rückfahrt giltig gemacht wurde am 3. Juni unter großem Andrange des Publikums ein Vor der Strafkammer des Landgerichts Oldenburg Der Rittmeister a. D. v. Hünerbein, der vor längerer würden. Damit würde allen Wünschen ohne besondere VorZeit von seinem Schwiegervater im Zweikampfe augeschoffen schriften und Umständlichkeiten entsprochen. Wenigstens aber burgischen Forst- und Jagdwesens, Oberforst meister fenfationeller Fall verhandelt. Der oberste Beamte des olden= wurde, ist in das Krankenhaus, das er türzlich verlaffen hatte, follte jeder Arbeiter, der sich an der Stationskaffe als solcher Otto, eine bisher im ganzen Lande hochangesehene Persönlich zurückgekehrt. Man will jezt das Geschoß aus dem Wundkanal, ausweist, ohne weiteres ein billiges Billet erhalten. Es braucht feit, war angeklagt, seit dem Jahre 1884 die Hof- und Staatsin bem es immer noch steckt, durch einen chirurgischen Eingriff wohl faum erwähnt zu werden, daß die Eisenbahnbureaukratie taffe fortgefekt betrogen zu haben, entfernen. Dann kann die Schießerei wieder losgehen. für so was nicht zu haben ist. für gemachte Dienstreisen, Besichtigungen u. s. w. sich Erhebungen über die Placirungs- und Arbeits aus beiden Kassen die Diäten und Reisegelder auszahlen verhältnisse der Angestellten in den gaftwirthschaftlichen ließ, desgleichen für vorgebliche Reisen, Auslagen u. s. w. Be Betrieben der Berliner Gewerbe- Ausstellung werden zur träge von den Kassen erhob. Es wurden ihm im ganzen Zeit von der in der Versammlung vom 12. Mai gewählten 157 Fälle zur Laft gelegt. Die Verhandlung, die gegen sechs Fünfer- Kommission vorgenommen. Der zu diesem Zweck ver- Stunden währte, ergab die Schuld des Angeklagten, und er breitete Fragebogen bezieht sich auf Röche, Kellner und Kellnerinnen wurde nach dem Anfrage des Staatsanwalts in eine Gesammte und enthält 10 Fragen, durch welche die Zahl der Angestellten, strafe von einem Jahre Gefängniß verurtheilt und ihm der Name des Placeurs, die Höhe der gezahlten Vermittelungs- die Fähigkeit zur Bekleidung offentlicher Aemter auf die Dauer Die Bendlerstraße von der Thiergartenstraße bis zur Hausgrenze Nr. 18/19 wird wegen Asphaltirung vom 8. d. m. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Wetter- Prognose für Sonnabend, den 6. Juni 1896. Etwas fühleres Wetter mit meistens nur schwachen füde westlichen Winden, veränderlicher Bewölkung und Gewitterneigung. Berliner Wetterbureau. indem er von fünf Jahren aberkannt; der Antrag der Staatsanwaltschaft| folchen Volksmaffen, wie sie hier versammelt sind, wenn sie erst| Arbeiter vor dem Sonnenbrand zu schüßen und ihnen zu er auf fofortige Verhaftung wurde jedoch vom Gericht abgelehnt. durch einen allmächtigen Trieb in Bewegung gerathen, auch Ver- möglichen, auf die Erhaltung ihrer Gesundheit zu achten, ohne Der Verurtheilte, der nahezu 70 Jahre alt ist, war bei Verletzungen vorkommen." Das ist alles! Dafür enthält dieselbe dabei ihre Pflichten zu vernachlässigen.". nehmung des Urtheils vollständig gebrochen. Nummer der St. Petersburger Zeitung" eine offizielle Be- 1 Vermischtes. " " Ein Jubiläum im Jubeljahr von Deutschlands Einigung, schreibung darüber, wie glänzend es bei dem Tanzvergnügen das seine besondere Bedeutung gewinnt, wenn man weiß, daß zugegangen, das am Abend des Unglückstages in der die Hinrichtungen vor 1870 in Deutschland vollständig abgekommen französischen Botschaft in Gegenwart des neugekrönten Raiser- waren, hat gestern der Scharfrichter Reindel aus Magdeburg Die ruffische Presknebelung und die Moskauer Blut: paares stattfand. begangen. Der Mann vollzog nämlich gestern die 150. Hin weihe. Von den russischen Preßzuständen, die bekanntlich noch Ahlwardt giebt in New- York ein Antisemitenblättchen her- richtung; das Jubiläumsopfer war der Raubmörder Dehlmann weit unter denen des Deutschen Reiches stehen, geben die Beaus, will aber den Schriftsetern die tarifmäßigen Löhne nicht der von Reindel in Braunschweig getöpft wurde. richte, welche die Blätter im Knutenlande anläßlich der Moskauer bezahlen, weshalb die zuständige Gewerkschaft, die deutsche Ratastrophe bringen, ein interessantes Zeugniß. Nach einer Typographia Nr. 7", die Druckerei sperrte. Ein deutscher Hagelschläge berichtet, die am Mittwoch und Donnerstag großen Aus der Rheinpfalz wird über schwere Gewitter und recht pläfirlichen Blauderei über die Krönungsfeste wird in der Weteranenbund in New- York soll sich geweigert haben, den be- Schaden angerichtet haben. St. Petersburger Zeitung" der folgende Eiertanz aufgeführt: rühmten Mann als Mitglied aufzunehmen. Es ist in der That heute Morgen schlimm genug hergegangen in dem ungeheuren Gedränge. Mein Diener hatte mir schon, Ueber einen Hanseinsturz in Stettin berichtet die„ Neue bevor ich ausfuhr, mitgetheilt, daß viele Menschen schwer verStettiner Beitung": Unter dumpfem Getöse stürzte am legt, auch eine seiner persönlichen Bekannten, irgend eine Prasstowja Mittwoch Nachmittag der Seitenflügel des dem Kauf Jwanowna, andere gar todtgedrückt worden seien. Es flang das mann Köppe gehörigen Hauses Friedrich Karlstraße 1, zwischen St. Goarshausen und Kestert sind derart mit Schutt gerade nicht sehr ermuthigend, aber aufrichtig gestanden, ich in dessen drei Stockwerken sich Schlaf- und Ankleide- maffen überschwemmt, daß dieselben voraussichtlich für einen glaubte ihm nicht. Ich kenne ja als alter Jounalist die hundert zimmer der Herrschaften und Badezimmer befanden, zusammen. Tag gesperrt und für diese Zeit Umsteigeverkehr eingeführt aüngige Fama mit ihren aufgeblasenen Backen und ihrer ewigen Nur das Dach des Gebäudes blieb infolge seiner festen Wer- werden wird. Wie die„ Frankfurter Zeitung" aus St. Goar meldet, sind infolge wolkenbruchartigen Regens in der vorlegten Nacht bes deutende Bergrutschungen vorgekommen. Strecken der lints rheinischen Bahn bei St. Goar und der rechts- rheinischen Bahn Uebertreibungsluft. Aber als ich mich dem Festschauplatze näherte, bindung mit dem Vordergebäude hängen. Schon im Laufe des In den letzten Tagen find über Antwerpen und um. drängten sich drei Feuerwehrwagen durch die Menschenmasse, die Vormittags wurde in dem Gebäude ein unheimliches Knistern gebung mehrere heftige Gewitter niedergegangen. Sieben Perteine Sprizen oder Tonnen führten, sondern eine mit Lindenbast- vernommen, auch bemerkt, daß sich Kalk von den Decken löfte fonen sind vom Bliz erschlagen worden. matten zugedeckte Last, die mich in unbestimmten Formen an und ein Riß in der Mauer entstand. Die bei dem Neubau be- Aus Lemberg wird berichtet, daß in der Nacht zum geschlachtetes Vieh erinnerte, ohne daß ich etwas Böses dabei schäftigten Maurer und beim Ausschachten des Nebengrundstücks 4. d. M. die Stadt Baligrod zur Hälfte niedergebrannt ist. Die dachte. Erst beim dritten Wagen, wo sich die Matten durch das thätigen Arbeiter waren nach einer Meldung zur Zeit der Löschungsarbeiten wurden durch den herrschenden Sturm start Rütteln verschoben hatten, sah ich plötzlich ein rothbeftrumpftes Katastrophe gerade bei der Vesper, nach einer anderen wurden beeinträchtigt. Fast gleichzeitig entstand auch in der Stadt Frauenbein hervorragen. Da wurde mir erst flar, was für sie von dem Polier, der gewisse verdächtige Anzeichen gemerkt, Kossow eine Feuersbrunst, welcher 40 Wohnhäuser zum Opfer eine Last dort fortgebracht wurde: Opfer finnloser Gier derer, fortgeschickt. Unfehlbar wären ohne besonders glücklichen Zufall fielen. In beiden Fällen scheint Brandstiftung vorzuliegen. die die Vorderleute zerdrückt und zerquetscht und erstickt hatten. einige von ihnen unter den Trümmern begraben worden. Ich will die Zahlen nicht nennen, von denen man spricht, zweifelsohne in maßloser Uebertreibung. Eins ist zweifellos, es ist ein großes Unglück geschehen, vermuthlich durch nicht ausreichende administrative Vorsicht bei der Vertheilung der Geschenke. Und das ist tief zu bedauern; denn es wirft einen Schatten auf Alle bei Festungsbauten und in Fabriken beschäftigten einen Tag der Freude und der Luft. Gerüchte mag ich nicht Arbeiter sollen täglich acht Stunden arbeiten, vier am Morgen wiedergeben, ich erzähle nur, was ich mit eigenen Augen ge- und vier am Nachmittag. Die Stunden sollen von den In sehen habe. Es ist allerdings fast unvermeidlich, daß es bei l genieuren auf die zuträglichste Tageszeit verlegt werden, um die Für denJuhalt der Inserate überZur Geschichte des Achtstundenarbeitstages erwähnt das Journal des Débats", daß vor 303 Jahren König Philipp II. von Spanien in den Verwaltungsbefehlen, die er an den Vizetönig von Indien richtete, folgendes aufnehmen ließ: Aus Smyrna wird gemeldet: Die Tochter eines hiesigen amerikanischen Raufmanns wurde am hellen Tage auf offener Straße von Räubern angefallen, getnebelt und entführt, um von den Eltern ein hohes Lösegeld zu erpressen. Die schnell herbeigerufene Polizei fand das Mädchen in Burnowa, einem bekannten Räuberneste, in äußerst verwahrloftem Zustande und konnte dasselbe erst nach heftigem Kampfe befreien, wobei es auf beiden Seiten einige Todte und Verwundete gab. Mehrere Räuber wurden verhaftet. Schiller- Theater.| Adolph Ernst- Theater.| Passage- Panopticum. ( Wallner- Theater.) Zum 55. Male: nimmt die Redaktion dem Publikum Sonnabend, abends 8 Uhr: Natalie. Das flotte Berlin. gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, den 6. Juni. Opernhaus. Der Freischütz. Neues Opern Theater.( Kroll.) Zar und Zimmermann. ( Natalie: Frau Clara Meyer a. G.) Sonntag, abends 8 Uhr: Der gerbrochene krug. Die zärtlidhen Verwandten. KAIRO von 7 Uhr abends ohne Gewerbeausstellungs- Billet zugänglich. von 10 Uhr vorm. geöffnet. Schauſpielhaus. Ein Sommernachts- KAIRO Eingang: Ausst.- Bahnh, traum. Deutsches Theater. Die Weber. Testing Theater. Waldmeister. Berliner Theater. König Heinrich. Neues Theater. Tata- Loto. 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Im großen Saale Erna Rolla die muß man sehen. Prof. Matutta, Illufton. Rajade- Franziska Wünsch, Rostüm- Soubrette. während und nach der Vorstellung Nelli u. Albert. Rapp- Willi Reuschel, Gesangs Humorist. Trio. mann, Duett. Geschw. Trancy, Trapez 2c. # Janka Ros'l, Opernsängerin. Entree 30 Pf. Geschw. Romany, Gesangs- Duettisten. Billets à 25 Pf. find vorher Volksbelustigungen. Ball. in den Handlungen zu haben. Freier Damentang. Entree 30 Pf. Angel Kahn mit Segel ist z. vert. Ritter, Johannisstr. 3, Querg. II. Schöne Schlafstelle zu vermiethen. Waßmannſtr. 85, v. IV. we. Gofiniac. Arbeitsmarkt. Klavierarbeiter. Der Streik der Berliner Blavier-, Klaviatur- und PianoMechanikarbeiter dauert unverändert fort, wir ersuchen die Kollegen und verwandten Berufsgenoffen, die Tischler, den Zuzug fernzuhalten. 286/7 Die Lohnkommission. Achtung, Parquetbodenleger! Folgende Geschäfte haben unseren Tarif nicht bewilligt: Ende, Roch straße 50/51; Rosenfeld u. Cie., Mohrenstraße 11; Bendir Söhne, Andreasstr. 32, und Vater, Steglit, Schüßenstr. 43. Zuzug ist fernzuhalten. Die Ortsverwaltung des Deutschen Holzarbeiter- Verbandes. Gesucht! wird von einer leistungsfähigen Kleiderfabrit ein tüchtiger Vertreter für Luckenwalde und Umgegend. Bewerber wollen ihre Adressen in der Expedition dieser Zeitung unter KI.-F. niederlegen. 20326 Tüchtige Mechaniker bei hohem Verdienst sofort verlangt Aktien- Gesellschaft Mix& Genet. Flotte Einleister werden bei höchsten Berliner Löhnen sofort verlangt. Norddeutsche Filz schuhwaaren- Fabrit Paul Erfurth, Sonnenburg bei Cüstrin. 2060b Tücht. Versilberer auf matte Ranten verl. Muskauerstr. 29. H. Bergemann. Arbeiterinnen auf Kostüme gesucht. Stern, Alte Jakobstr. 53. Tücht. Barockvergolder u. Mattirer findet bei 27 M. Lohn dauernde Be fchäftigung.C.Barthels, Goldleistenfb Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. 2. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Jr. 130. Soziale Rechtspflege. Er nahm an, Radon Sonnabend, den 6. Juni 1896. 13. Jahrg. vertrat. Besonders heftige Kämpfe wurden um die Alimentations- dadurch die elenden Lohn- und Arbeitsverhältnisse bei der Privatpost pflicht geführt, die der Angeklngte Beischau bestritt. Der Prozeß wurde amtlich bekannt würden und infolge deffen die öffentliche Meinung diesem Prozeß gegen ihn aufgetretene Zeugin die Strafanzeige wegen Vorschlag fand einstimmige Annahme. Ueber die gegenwärtige zu seinem ungunsten entschieden. Er erstattete alsdann gegen eine in zweifellos auf die Seite der Angestellten treten werde. Dieser meineides und als er auch hiermit fein Glück hatte, ließ er sich Situation der Bewegung berichtete Ra Bler: Nachdem sich die von dem Rechtskonsulenten Rremte sowohl eine Beschwerde an Direktion anfangs entschieden ablehnend die Oberstaatsanwaltschaft, als auch eine Eingabe an die lungen mit der Kommission verhielt, gegen VerhandAnwaltskammer anfertigen und beschuldigte darin den Rechts- fugniß derselben zur Vertretung weil sie die Bes anwalt Dr. G. neben anderen Dingen auch dahin, daß er im sei es den Bemühungen der Kommiffion gelungen, eine der Angestellten bestritt, Interesse seiner Klienten Zeugen gedungen" habe. Die Beweis- Unterredung mit Direktionsmitgliedern zu erlangen. Dieselben ers aufnahme ergab, daß der Rechtsanwalt in feiner Beziehung lärten sich bereit, Donnerstag nachmittags 2 Uhr mit der Rom gegen seine Amtspflicht gehandelt hätte, gleichzeitig konnten aber mission zu unterhandeln, welche der Einladung folgte. Die Be= auch, die Angeklagten nachweisen, daß sie sich bei ihren Ein- handlung der Kommissionsmitglieder seitens der Direktion sei jedoch gaben auf die Mittheilung einer dritten Person gestügt hätten. eine so unwürdige gewesen, daß man es für nothwendig hielt, die Der Gerichtshof war deshalb mit dem Rechtsanwalt Morris Verhandlungen abzubrechen. Die Angestellten fönnten mit aller darin einig, daß die Anklage wegen wissentlich falscher An- Ruhe dem weiteren Verlauf der Dinge entgegensehen. Zwar habe schuldigung fallen müsse, er hielt aber den Ausdruck Beugen fich eine Anzahl von Streitbrechern gefunden, doch werde es der gedungen" für eine schwere Beleidigung des Rechtsanwalts und Direktion nicht möglich sein, mit diesen ungeübten Arbeitskräften verurtheilte den Angeklagten Beisch au zu einem Monat, den Betrieb aufrecht zu erhalten. Daß die Direktion derfelben den schon mehrfach vorbestraften Krem ke zu drei Monaten Ansicht sei, beweise, daß sie nun ihre Angestellten zu einer VerGefängniß. sammlung behufs Unterhandlung eingeladen habe. Da aber nicht einer der Angestellten dieser Einladung Folge gez Für Bierfahrer und andere Wagenführer, die neben ihrer Thätigkeit als Rutscher zugleich die des Rassirers aus zuüben haben, ist ein Unfallprozeß von großer Wichtigkeit, der vom Reich 3 Versicherungsamt dieser Tage erledigt wurde. Der Fahrer Poller zu Berlin zog sich im Lokale des Gastwirths Hillerscheidt, Inselstraße, am 30. März 1895 gegen 11 Uhr nachts dadurch eine Beinverlegung zu, daß er plöglich ausrutschte und zu Boden fiel. Ein Anspruch desselben auf Unfall rente, den er damit begründete, daß er sich zur Unfallzeit im Intereffe des Brauereibetriebes seines Arbeitgebers im H.'schen Lokal aufgehalten habe, wurde von der Brauereis und Mälzerei Berufsgenossenschaft abgewiesen. Der Sektionsvorstand stüßte fich auf die polizeiliche Unfalluntersuchung, die als wahrscheinlich ergeben hatte, daß Poller infolge eines Stoßes anläßlich eines Streites zwischen Herrn und Frau Hillerscheidt zu Falle kam. daß hierbei jedes Betriebsinteresse aus geschlossen sei, wenn auch Poller sich nur bei dem Gastwirth aufgehalten habe, um für den Brauereibefizer Gelder einzutafsiren. Das Schiedsgericht er= kannte auf die Berufung des Klägers ebenfalls zu feinen Die ,, Deutsche Glasglühlicht- Aktiengesellschaft" theilt leistet habe, so schlug der Redner vor, daß auch die ungunsten, worauf dieser beim Reichs- Versicherungsamt Rekurs mit: Heute stand vor der Nichtigkeits- Abtheilung des kaiserlichen hier Anwesenden die von der Direktion einberufene Versammlung einlegte. Letzteres erhob nochmals Beweis und stellte fest, daß Patentamts Termin in der Nichtigkeits- und Zurücknahmeklage nicht besuchen sollten. Der Vorschlag wurde angenommen und der Kläger auf ausdrückliches Verlangen des Hillerscheidt erst von seiten der Firmen: Continental- Gasglühlicht Aktiengesellschaft, ein Bote an die Direktion gesandt, mit einem Schreiben des spät abends sich in der Kneipe eingefunden und dann noch Meteor, vorm. Kroll, Berger u. To. und F. Butzke, Aktiengesell Inhalts, daß die Angestellten zu Unterhandlungen bereit seien längere Zeit auf deffen Wunsch gewartet hatte, bevor er das im schaft für Metall- Industrie gegen das der Deutschen Gasglühlicht- und zu diesem Zweck dem Erscheinen der Direktion im VerAuftrage seines Arbeitgebers einzuziehende Geld erhielt. Ferner Attiengesellschaft gehörige Brenner- Batent 43 991( Bintsch- Patent) fammlungslokal bei Bolt bis 1/21 Uhr entgegensehen. Der hielt aber das Gericht für erwiesen, daß Poller nach Empfang an. Die Kläger Aktiengesellschaft Meteor und Buzke wurden Bote kam nach einer halben Stunde zurück mit dem Bescheid, des fraglichen Betrages sich nicht gleich entfernte, sondern mit ihren Nichtigkeits- und Zurücknahme- Anträgen tostenpflichtig daß die Direktion die Angestellten ersuche, sofort nach noch einige Minuten im Lokale verweilte, dazu durch abgewiesen und das Brenner- Patent der Deutschen Glasglühlicht- der Wafferthorstraße zu kommen, um mit ihnen die Absicht des Wirthes veranlaßt, ihn trotz der späten Aktiengesellschaft für zu recht bestehend erkannt. Stunde noch zu begleiten. Als Kläger dann gehen wollte, glitt er nach der Aussage eines Zeugen ohne erkennbare Ursache aus und erlitt einen Knöchelbruch. Auch das Rekursgericht wies die Forderung des Klägers zurück. Das Kassiren sei sehr wohl eine Betriebshandlung gewesen, diese hätte indessen mit dem Einstecken des Geldes ihren Abschluß erreicht gehabt. Der weitere Aufenthalt im Lokal habe in keinerlei Beziehung mehr zum Brauereibetriebe gestanden, Kläger hätte vielmehr, als der Unfall passirte, sich nur aus persönlichen Gründen noch im Lokal befunden, und das sei ausschlaggebend. Gerichts- Beifung. Die Vertheilung der Verantwortlichkeit unter mehrere Redakteure behandelt ein Erkenntniß des Reichsgerichts, welches heute in der Prozeßfache gegen den Redakteur Karl Thiel in Harburg gefällt wurde. In unserem Parteiorgan, dem " Volksblatt für Harburg", war die Berufungsschrift in einem Prozeffe gegen einen Kolonialwaarenhändler in Lüneburg veröffentlicht worden, bevor die Berufungsverhandlung stattgefunden hatte. werden dürfen, " " 811 unterhandeln. Diese Antwort wurde mit Heiterkeit aufgenommen Der verhaftete ehemalige Direktor der Rheinisch West und auf Vorschlag Kaßler's beschlossen: Da es unmöglich ist, fälischen Bant, Hermann Friedmann, ein Better bes mit 3-400 Personen erfolgreich zu verhandeln, so ist nach wie Dr. Frizz Friedmann, wird in der im Juli stattfindenden letzten vor die Kommission ermächtigt, die Verhandlungen im Namen Schwurgerichts- Tagung vor den Gerichtsferien abgeurtheilt der Angestellten zu führen, wozu sie jederzeit bereit ist. Dieser werden. Er ist am 8. Februar in Haft genommen worden und Beschluß wurde sofort der Direktion telephonisch mitgetheilt, wird beschuldigt, außer Kraft gefeßte Aktien der Potsdamer worauf die Antwort erfolgte, daß die Direktion auf ihrenr Straßenbahn unter Beseitigung des betr. Vermerks verpfändet Standpunkt beharre, und die Angestellten erwarte. Sie fei zu haben. allenfalls bereit, mit einer Kommission zu unterhandeln, die aber nur aus Angestellten, die noch bei der Gesellschaft in Arbeit Wegen der Metalldiebstähle in der kgl. Artilleriewerkstatt stehen, zusammengefeßt sein dürfe. Die beiden Kommissionshaben zwei daran betheiligte Personen bereits ihre Strafe er- mitglieder Schumann und Kaßler lehne sie unter allen Umständen halten. Es sind dies der Klempner Bauer in Berlin und der ab. Wenn die Angestellten nicht diese beiden Mitglieder fallen Arbeiter Gabriel in Spandau, die sich vorgestern deshalb vor ließen, dann verzichte die Direktion auf weitere Unterhandlungen. dem Schöffengericht zu verantworten hatten. Ersterer wurde zu Die Versammlung beschloß dagegen, die Kommission in der bis4 Wochen, der andere zu 2 Wochen Gefängniß verurtheilt. herigen Zusammensetzung bestehen zu lassen und unter feinen Beide waren über 20 Jahre hindurch in der Fabrik beschäftigt Umständen auf ihre Vertreter Kaßler und Schumann zu vers und haben nun ihre Stellungen daselbst eingebüßt. Die anderen zichten. Am Sonntag Vormittag findet wieder eine Versamm in dieser Sache verhafteten Personen sind, wie es heißt, erheblung lich schwerer belastet und werden, sobald die Untersuchung ab- ung der Angestellten bei Boltz statt. geschlossen sein wird, der Straftammer überwiesen. die Versammlungen. In einer öffentlichen Malerversammlung, die am Der preußische Gendarm und die Rechtsprechung. Eine Donnerstag im Louisenstädtischen Konzerthaus tagte, wurde zuerst Daran waren Grörterungen über Vereine und Gerichtsverhandlung vor dem Landgericht II mußte gestern vertagt der Rechenschaftsbericht über die verflossene Lohnbewegung er Vereinsrechte geknüpft worden. Es lag ein Bergehen gegen§ 17 werden, weil ein als Zeuge geladener Gendarm angezeigt hatte, stattet, an den sich eine ziemlich erregte Debatte knüpfte. des Preßgefehes vor. Das Landgericht Stade, welches am 8. April in dieser Sache verhandelte, hat den' Redakteur er sei bis Ende Juni zur Dienstleistung in der Gewerbe- Aus- Nikolai beanstandete namens der Revisoren einen Ausgabeposten von 63 M., davon kommen je 27 M. auf die LohnThiel zu 50 M. Geldstrafe verurtheilt. Nun war die betreffende stellung kommandirt und daher„ unabkömmlich". tommissions- Mitglieder Link und Böhling, die denselben für ihre Zeitungsnummer von mehreren Redakteuren verantwortlich ge= In dem Strafverfahren gegen den amerikanischen Renn- Thätigkeit in der ersten Streitwoche zu unrecht gezahlt zeichnet worden. Verantwortlich für die Rubriken Politit", stallbefizer Thomas Kneeb 3 ist zum 4. Juli d. J. vorm. 9 Uhr worden sein sollen. Die gleiche Besoldung der übrigen 3 Nom " Feuilleton" und„ Vermischtes" war Thiel, für den gesammten Termin zur Hauptverhandlung vor der vierten Straffammer des missionsmitglieder für die erste Woche wird feitens der Revisoren übrigen Inhalt der Zeitung aber Heinrich Kaufmann. Die in- Landgerichts I anberaumt worden. nicht beanstandet, da diese ihre Arbeit bei Meistern, die bewilligt triminirte Notiz hatte nicht in einer der drei besonders gehaben, im Intereffe der Kommissionsarbeiten niederlegen mußten, nannten Rubriken gestanden, sondern in dem übrigen Theile. was bei den beiden erstgenannten nach Ansicht der Revisoren Das Landgericht hatte aber nur Thiel zur Verantwortung genicht der Fall war. Mit sehr scharfen Worten bezeichnete zogen, weil die Notiz wegen des Zusages als politische Nitolai das Verhalten Link's, der ferner als Kommissions= angesehen wurde. Auf die Revision Thiel's hob das Eine öffentliche Versammlung der Klempner, die am mitglied einen Betrag von 9 M. erhob für zwei Tage, an denen Reichsgericht im Einverständniß mit dem Reichsanwalt das 3. Juni bei Cohn, Beuthstraße, tagte, beschäftigte sich mit dem er beim Meister in Arbeit stand. Diese Handlungsweise wurde Urtheil auf und verwies die Sache an das Landgericht zurück. Thema: Wie erhalten wir das im Frühjahr Errungene auf- auch von anderer Seite scharf getadelt, während man bezüglich Es tomme bei der Vertheilung der Verantwortlichkeit(§ 7, 2 recht?" Nach dem Referat des Vertrauensmannes der Berliner des anderen Punktes der Meinung war, daß für die Preßgesez) nicht nur auf den Inhalt an, sondern auf Form Metallarbeiter, Mäther, ist die neunstündige Arbeitszeit bei erfte Woche entweder tein Kommissionsmitglied, oder und Inhalt. Die Rubriken seien hier anscheinend in erkenn- den Klempnern zum theil durch die häufigen Ueberstunden, die aber alle gleichmäßig besoldet werden müßten, umsomehr, barer Weise abgegrenzt. Dann komme es nicht auf den Inhalt gemacht werden, wieder illusorisch. Ebenso wie der Zuschlag als auch Lint und Böhling behaupteten und andere an, sondern auf den Platz, wo die inkriminirte Notiz stand. Als von 25 pet. Zuschlag für Ueberstunden nicht selten verweigert Kollegen bestätigten es, daß auch sie der Kommissionsarbeiten verantwortlich müsse dann auch derjenige Redakteur angesehen wird, ist von den Unternehmern wiederholt versucht worden, wegen ihre Berufsarbeit aufgeben mußten. Nach sehr langer werden, der für die betr. Rubrik gezeichnet habe. und sogar theilweise mit Erfolg, den Stundenlohn von 45 Pf. Debatte, in der auch mancherlei persönliche Angelegenheiten zur Die Veröffentlichung der Anklageschrift. Eine für die u reduziren. Um genau festzustellen, inwieweit eine Aenderung Sprache tamen, wurde folgender Antrag angenommen:„ Die VerBreffe bedeutungsvolle Entscheidung fällte am 4. Juni der erste Statistik aufnehmen und dann, wenn sich die Nothwendigkeit fommiffionsmitglieder für die erste Streitwoche als gerechtfertigt, in den Verhältnissen stattgefunden hat, will man zunächst eine sammlung erklärt die Besoldung sämmtlicher LohnStraffenat des Reichsgerichts in einem Prozesse gegen den Rechtsanwalt Reinhold Schraps aus Zwickau. Derselbe ist am ergiebt, geeigneten Schritte unternehmen. Zunächst tadelt aber ganz entschieden den Kollegen Link dafür, daß er sich fei aber darauf achten, สิน daß die 5. März vom Landgericht Hof von der Anklage aus§ 17 des Werkstätten als Lohukommissionsmitglied zwei Tage bezahlen ließ, an denen Vertrauensmänner eine intensivere Preßgefeßes freigesprochen worden. Dieser Paragraph besagt, Weiter forderte der Redner auf, den Beschluß, wöchentlich 50 Pf. erhaltenen Betrag sofort zurückzahlen werde und damit die Sache Agitation entfalten. er feiner Berufsarbeit oblag." Link erklärte, daß er den zuviel daß die Anklageschrift oder andere amtliche Schriftstücke eines zur Unterstützung der Gemaßregelten abzuliefern, hochzuhalten, für erledigt halte. Die Versammlung erklärte ihre Sympathie Strafprozesses durch die Presse durch die Presse nicht eher nicht eher veröffentlicht um bei der Kraftprobe, welche das Unternehmerthum beabsichtigt, für den Londoner Kongreß, beschloß aber, denselben der hohen als bis sie in öffentlicher Verhandlung in jeder Weise gerüstet zu sein. In der darauffolgenden Dis- Kosten wegen nicht zu beschicken. Nach kurzer Debatte wurden fundgegeben worden sind oder das Verfahren sein Ende fussion wurden die Ausführungen des Referenten, allseitig be- als Kandidaten für die Gewerbegerichtswahl Schlaf und erreicht hat. Rechtsanwalt Schraps war in Zwickau stätigt und verschiedentlich der Indifferentismus, der einen großen Now us ch aufgestellt. Da das Mandat der Lohnkommission in einen Beleidigungsprozeß verwickelt wusch über die vom Staatsanwalte gegen das landgerichtliche Urtheil worin die Versammlung ihr Einverständniß mit den Aus- gewählt. Theil der Klempner noch beherrscht, bedauert. Eine Resolution, erloschen ist, wurde zur Leitung der Agitation Kollege Jakobei eingelegte Revision vom Reichsgerichte entschieden worden war, führungen des Referenten erklärt und als einziges Mittel, das in einem Hofer Blatte einen Artikel veröffentlicht, in welchen im Frühjahr Errungene festzuhalten, den Zusammenschluß in ein Satz aus der Anklageschrift hineingeflochten war. Er be: hauptete, er sei sich nicht bewußt gewesen, die Anklageschrift der Organisation erblickt, fand einstimmige Annahme. ganz oder theilweise wiederzugeben. Das Landgericht fonnte Eine öffentliche Versammlung der Kunstschmiede und gemeine Nationalökonomie. Wesen der gesellschaftlichen Arbeit. Die vernicht zu der Ueberzeugung gelangen, daß in der Zwickauer Ver- Schloffer tagte am 4. Juni bei Meier, Müllerstraße. Das handlung gegen den Angeklagten jene Stelle der Anklageschrift nicht Thema war wieder: Wie stellen sich die Schlosser und Kunstnur dem Sinne nach fundgegeben sei, und sprach deshalb frei. schmiede zum Neunstundentag. Das Referat hatte der VerDer Reichsanwalt hielt die Revision des Staatsanwalts nicht trauensmann der Berliner Metallarbeiter D. Nät her überfür begründet. Das Reichsgericht erkannte jedoch auf Aufnommen, der in seinen Ausführungen auf die Schäden der langen hebung des Urtheils und verwies die Sache an das Land- Arbeitszeit in sanitärer und fittlicher Beziehung hinwies und gericht Hof zurück. Die Gründe lauteten: Da für die Anklage- bezugnehmend auf die große Zahl der Arbeitslosen und die schrift jetzt besondere Bestimmungen nicht mehr bestehen, so ist hieraus resultirenden niedrigen Löhne, die Nothwendigkeit der Hamburg, Filiale Berlin 9. Mitglieder- Versammlung am Sonntag, den Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter.( E.H. 29) sie all den übrigen Schriftstücken gleichzustellen, bezüglich deren Verkürzung der Arbeitszeit eingehend begründete. Dem. mit leb7. Junt, Vormittag 10 Uhr bei Vieck, Siemensstr. 17. Tagesordnung: es in§ 17 des Preßgefeyes heißt, daß sie nur dann veröffent- haftem Beifall aufgenommenen Referat folgte eine furze Dis- 1. Kaffenbericht. 2. Bericht der Delegirten von der Generalversammlung. licht werden dürfen, wenn sie in öffentlicher Verhandlung funds fussion, in der zum Anschluß an die Organisation und zur regen 3. Dreuwahl der gesammten Ortsverwaltung. 4. Verschiedenes. gegeben worden sind oder das Verfahren sein Ende er Agitation aufgefordert wurde, um die Durchführung des Neun- Umgegend. Sonntag, den 7. Juni, nachmittags 5 Uhr, in der Oranienreicht hat. Nun ist nicht ausgeschlossen, daß auch stundentages zu ermöglichen. Außerdem wurden verschiedene ftraße 51, Versammlung. eine Anklageschrift unter Umständen etwa zur Er Mißstände von einigen Werkstätten kritisirt und von mehreren kreis Stralsund- Franzburg- Rügen. gänzung des Eröffnungsbeschlusses ober aus Sonstigen Rednern auf das Verwerfliche der Ueberstundenarbeit hingewiesen. 10 Uhr, bei einte, Judenstr. 36: Sigung. in legaler, prozeßmäßiger Weise, sei es Nachdem noch aufgefordert worden war, in allen Werkstätten Verband der in Holzbearbeitungsfabriken und auf Holzplähen vom Vorsitzenden oder vom Gericht oder mit Erlaubniß des Ge- Vertrauensmänner zu wählen und Werkstättenversammlungen beschäftigten Arbeiter Deutschlands, Filiale Berlin 1. Mitglieder- Berrichts in der Hauptverhandlung fund gegeben werden kann. Daß einzuberufen, um die Frage der Verkürzung der Arbeitszeit eindies im vorliegenden Falle geschehen sei, ist aus dem Urtheil gehend zu diskutiren, gelangte folgende Resolution einstimmig nicht zu ersehen. Ist aber diese Kundgebung im gesetzlichen zur Annahme:" Die Versammlung erklärt sich mit den AusSinne nicht erfolgt, dann durfte die Veröffentlichung nur dann führungen des Referenten vollständig einverstanden und verpflichtet erfolgen, wenn das Verfahren geschlossen war, was nicht der sich, pro Woche 50 Pf. an den Agitations- und UnterstützungsFall war. Deshalb muß die Auffassung des Landgerichts, daß fonds zu entrichten; erner eine rege Agitation, in allen Werf die Anklageschrift in der Hauptverhandlung„ kundgegeben" stellen für den Neunstundentag zu entfalten, damit möglichst noch worden sei, als auf Rechtsirrthum berühend bezeichnet in diesem Jahre eine diesbezügliche Forderung an die Unter werden. nehmer gestellt werden kann." Gründen und hatte, bevor oft schule, Waldemarfir. 14: Redeübung.( Die wichtigsten Gesetze für die Arbeiter- Bildungsschule. Sonnabend Abend von 8-9% Uhr: SüdKunst des öffentlichen Redens, Lehre vom Aufbau eines Vortrages.) Herr Heinrich Schulz. Nordschule, Müllerstr. 179a: National- Dekonomie. duktionsform. schiedenen Produktionsformen. Das charakteristische der kapitaliſtiſchen ProNationalötonomie. Mary' Fortführung und Kritik: Werth, Mehrwerth, Theorien zur Erklärung des Kapitalismus, die klassische Birtulation des Kapitals, Profit, Handelsgewinn, Grundrente. Dié tendenzen der freien Konkurrenz und der Emanzipationskampf der Arbeitertlaffe. Die ökonomische Theorie von Mary in ihrem Verhältniß zur materialistischen Geschichtsauffassung) Herr Dr. Konrad Schmidt. Schulräume sind zur Benutzung der Bibliothet und des reichhaltigen Zeitschriftenmaterials schon von 8 Uhr an geöffnet. Die Verein der Maschinisten, Heizer und Berufsgenaffen Berlins und Sozialdemokratischer Agitationsverein für den Reichstags- WahlSonntag, den 7. Juni, vorm. fammlung am Montag, den 8. Juni 1896, abends 8 Uhr, bei Wilte, andreasfir. 26. Tagesordnung: 1. Bericht der Delegirten vom Gewerkschaftstongreß. 2. Bei schiebenes. Berlins und umgegend, Sonntag, den 7. Juni 1896, vorm. 10% uhr, MitFachverein der Holz- und Bretterträger, sowie der Bretterschneider glieder- Berfammlung Müllerstr. 7. tommen. den Bittoria- Sälen, Hermannstr. 49, Vereinsversammlung. Privat- Theatergesellschaft Dornröschen". Sonntag, den 7. Juni, nachmittags, bei Bötführ, Invalidenstr. 5, 1 Tr., Sigung. Gäste will Risdorfer Buchdruckerverein. Sonntag, 7. Juni, mittags 12 Uhr, in Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. Neumann, Pafewalterstr. 3. Alle Aenderungen im Vereinskalender sind zu richten Wegen wiffentlich falscher Anschuldigung und Be- Die Angestellten der Privatpoft, welche sich seit an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. leidigung eines Rechtsanwalts hatten sich gestern der Schneider Donnerstag im Streit befinden, hielten am Freitag Vormittag im Vereinstalender sind zu richten an Otto Schulz, Kottbuserdamm 72. Arbeiter Randherbund Berlins und Umgegend. Aenderungen Beischau und der Rechtskonsulent Kremte vor der eine sehr zahlreich besuchte Versammlung ab. Etwa 500 Personen Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend 2. Strafkammer des hiesigen Landgerichts I zu verantworten. füllten den Saal von Bolz bis auf den letzten Platz. Zunächst alle zuschriften den Bund betreffend find zu richten an: Hermann Der erste Angeklagte hatte gegen seine Ehefrau einen Ehescheidungs machte Schumann den Vorschlag, das Einigungsamt des Gegrozeß angestrengt, in welchem Rechtsanwalt Dr. Gabriel die Frau werbegerichts anzurufen. Dies Verfahren habe den Vortheil, daß Jahn, Schönhauser Allee 177 c. Achtung! Metallarbeiter. Montag, 8. Juni, abends präz. 62 Uhr, bei Herrn Joël, Andreasßtr. 21: Oeffentl. Versammlung der Metallarbeiter. Tages Ordnung: 1. Die gegenwärtige Lage der Metallarbeiter. Referent Rollege Litfin. 2. Diskussion. 8. Verschiedenes. Besonders werden hiermit die Kollegen der Firmen Dr. Meyer, Holzmarktstraße, G. Solms( Juh. Bernhard Harz), Holzmarktstraße 50, C. Lärm, Andreashof, Brück mann, Mittag, Rärger, Stein, Julius Pintsch, Andreasstr. 72-73 eingeladen. Kollegen, die Versammlung kann direkt von der Werkstatt aus von jedem Arbeiter besucht werden. Es ist Ehrenpflicht aller, pünktlich zu erscheinen. Der Vertrauensmann: Alb. Heyne, Langeftr. 75, v. 3 Tr. NB. Die Juhaber der Formerlisten Nr. 161, 162, 163, 164, 166, 167 werden hiermit aufgefordert, dieselben abzurechnen. 282/15 Maurer! Große öffentl. General- Versammlung der Maurer Berlins und Uingegend Todes- Anzeige. Allen Freunden und Kollegen die Verein der Maschinisten, Heizer n. Berufsgen. Berlins und Umgegend. 189/19 traurige Nachricht, daß mein lieber Sonntag, den 7. Juni, nachmittags 5 Uhr, in der Oranienstraße 51: Mann Richard Henning nach schweren Leiden am Donnerstag, den 4. Juni, verstorben ist. Die Beerdigung Versammlung. 1 Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Verschiedenes. 3. Fragekasten. 4. AufDer Vorstand. findet Sonntag, nachmittags 5 Uhr, nahme neuer Mitglieder. von der Leichenhalle des Begräbnißplages der Zions- Gemeinde aus ftatt. Die Emilie Henning geb. Schunke. Hiermit die, traurige Nachricht, daß meine liebe Frau Elisabeth Basemanu nach schwerem Leiden am 3. Juni gestorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 7. Juni, nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle des St. PaulsKirchhofs zu Plößensee aus statt. Um stilles Beileid bitten 2066b Die Hinterbliebenen. Danksagung. Für die so außerordentlich zahlreiche Betheiligung bei der Beerdigung meiner Frau Christiane, geb. Hindenberg, sowie für den hochherzigen Opfermuth der Frauen und Genossinnen im Gefolge, für die so reiche Blumenspende, für die uns so tief zu Herzen gehenden, vom Kollegen Gutheit am Grabe gewidmeten Worte, insbesondere den Verband der in Buchbindereien, der Papier- u. Ledergalanteriewaaren- Industrie beschäftigt. Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, den 8. Juni, abends 8% Uhr, im Lokale des Herrn Th. Boltz, Alte Jakobstr. 75: Mitgliedschafts- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Weyl über:" Hypnotismus". 2. Das graphische Kartell. 3. Mitgliedschaftsangelegenheiten. 26/9 Es ersucht um zahlreichen Besuch Derband aller Der Vorstand. in der Metallindustrie besch. Arbeiter Berlins und Umgegend. Sonnabend, den 13. Juni 1896: Meistern und Kollegen der Firma Grosses Sommernachts- Fest Brodnih u. Seidel für Betheiligung und Kranzspende, allen sagen wir unferen aufrichtigen Dank. 2057b in den Gesammträumen der Sonntag, den 7. Juni cr., vormittags 10 Uhr, im Seinrich Endrikatis nebst Kindern. neuen Welt, Hasenhaide 108-114. Feen- Palast, Burg- Straße 22. Tages Ordnung: 3 1. Endgiltige Beschlußfassung über die Frage: Treten wir am Montag den 8. Juni für den Neuntundentag auf den Bauten, wo noch 10 Stunden gearbeitet wird, zin? 2. Bekanntmachungen. Die Lohnkommission der Maurer Berlins und Umgegend. Glaser! 140/4 Große öffentliche Versammlung Sonntag, 7. Juni, vormittags 10 Uhr, bei Bolk, Alte Jakob- Straße Nr. 75. Tages Ordnung: 1. Welche Lohnforderungen denken die Glasergehilfen im Herbst zu ftellen? 2. Wahl der Vertrauensmänner. 3. Verschiedenes. Danksagung. Für die überaus vielen Beweise innigfter Theilnahme und für die zahlreichen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben unvergeßlichen Mannes, des Zeitungsspediteurs May Kirsch, ist es mir nicht möglich, jedem einzelnen meinen Dant auszusprechen, deshalb sage ich auf diesem Wege allen Freunden, Kollegen u. Parteigenossen, insbesondere dem Herrn Theodor Wegner für seine mich erschütternde Ansprache meinen tiefgefühlten Dant. Ww. Emilie Kirsch, Ritterstr. 107, 2061b nebst Verwandten. Bekanntmachung der = Grosses Konzert.= Grosse Spezialitäten- Vorstellung. Großes Brillant- Land- und Wasser Feuerwerk. In beiden Sälen: Grosser Ball, Anfang Nachmittag 4 Uhr. Alles Nähere besagt das Programm, welches beim Eintritt zur Ausgabe gelangt. Billets inkl. Tanz à 30 Pf. sind bei den Werkstatt- Vertrauens männern, bei den Kassirern, in sämmtlichen Zahlstellen, sowie auf dem Arbeitsnachweis, Annenstr. 39, zu haben. [ 293/7] Der Vorstand. Ostbahn- Park Rüdersdorferstr. 71. Am Küstriner Park. Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Garten- Concert von der 24 Mann starken Hanskapelle unter Leitung des Musikdirektors Herrn P. Nimscheck. Kaffeeküche 3-5 Uhr.- Entree 15 Pf., wofür ein Glas Bier gratis. 78/ Drts- Krankenkasse d. Gewerbes volksbeluftigungen jeder Art. 4 Regelbahnen zur Verfügung. Bei der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht der Kollegen, recht zahls reich zu erscheinen. Der Einberufer. Große öffentliche Versammlung der ausgesperrten Hutarbeiter u. Arbeiterinnen am Sonntag, 7. Juni, vormittags 10 Uhr, bei Lips( Brauerei Friedrichshain). Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Adolf Hoffmann über:" Das moderne Raubritterthum". 2. Bericht über die gegenwärtige Lage des Streiks. 3. Diskussion. 4. Berschiedenes. 88/11 Die Lohnkommission. Verband der Möbelpolirer. der Lackirer. Außerordentliche Gute Biere, ausgezeichnete Küche zu foliden Preisen. H. Jmbs. Material, 2 M. 1. Babuziehen unentgeltl. Lachgas, Schmerzlos General- Versammlung 2,50 at omben 1 M., künftl. Zähne, beſtes Zahnärztliche Klinik Wedding, Müllerstr. am Sonnabend, den 13. Juni, abends 81/2 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Tages Ordnung: 1. Abnahme der Jahresrechnung pro 1895 und Bericht der Revisoren. 2. Erfahwahl für ein ausgeschiedenes Vorstandsmitglied( Arbeitnehmer). 3. Verschiedene Rassenangelegenheiten. Arbeitgeber sowie Arbeitnehmer find hiermit eingeladen. M., Arminhallen, Kommandantenftr. 20. Heute, Sonnabend, vorm. 10 Uhr: Eröffnung. Restaurant, großer schattiger Garten. Festfäle und Vereinszimmer jeder Größe. Allen Arbeitern ganz Wir geben ferner hiermit den Mitgliedern bekannt, daß die ärztliche Be- besonders zu empfehlen. Grünau. Allen Arbeitern ganz besonders zu empfehlen. Friedrichhandlung vom 8. Juni d. J. wieder Gastwirthschaft G. Lindenhayn, a 2. Montag Abend 8 Uhr bei Kranz, Bad- Straße Nr. 12: von den Mitgliedern des Vereins der Versammlung. Lages Ordnung: 1. Bortrag des Kollegen Händel über: Platonischer und urchrift licher Kommunismus". 2. Der Streit bei Just, Blumenstr. 30, und wer tritt die Arbeiterrechte mit Füßen? 3. Das Berhalten des Möbelpolirers Ferdinand Bolt. 4. Verschiedenes. Außer Bolt sind noch Mint, Graubaum und Krüger, welche jetzt bei Just die Polierarbeit verrichten, hiermit eingeladen. Zimmerer! 290/5 Den Mitgliedern des Verbandes deutscher Zimmerlente( 3ahlstelle Berlin) zur Kenntniß, daß unsere Monats Bersammlung erst am 21. Juni stattfindet und nicht, wie im Zimmerer" steht, am 14. Juni. Den Mitgliedern der Bezirks- Zahlstelle Nr. 2 theilt Unterzeichneter mit, daß laut Vorstandsbeschluß Kamerad Siegmann, Reichenbergerstr. 81, Quergebäude 3 Tr., bis zur Genesung des Kamerad Bachmann als Bezirkstassirer eingesetzt ist. Der Vorstand. 255/1 Gürtler! Montag, 8. Juni, abends 8, Uhr, in Henke's Salon, Naunynstr. 27: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Der gegenwärtige Stand der Aussperrung, mit besonderer Berücks sichtigung der Situation in den Werkstätten von Frister und Schäffer u, Dehlmann. Referent Otto Näther. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Kandidaten zu den Gewerbegerichtswahlen. 4. Verschiedenes. Der Bedeutung der Tagesordnung entsprechend, werden die Kollegen ersucht, zahlreich zu erscheinen. Der Vertrauensmann der Gürtler: 282/16 R. Heinrich, Wienerstr. 61. Rixdorf. Sozialdemokratischer Verein ,, Vorwärts". Mitglieder- Versammlung Dienstag, den 9. Juni 1896, abends 8, Uhr, in den Diktoria- Sälen, Hermannstr. Nr. 48-50. Tages Ordnung: = 1. Vortrag des Genoffen Dr. Pinn. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Gäste willkommen. Um zahlreiches ErDer Vorstand. scheinen ersucht. 239/1 freigewählten Kaffenärzte stattfindet, da die Verfügung des Magistrats vom Garten Kegelbahn Kleiner Saal mit Plano Straße Verkehrslokal des 20. Dezember v. J. vom Ober- Präst- Arbeiter- Bildungs- und Gesangvereins. Speisen und Getränke in bekannter benten aufgehoben worden ist. Güte. Gr. Weisse 20 Pf. 4/10 Bötzow Versand 15 Pf. 104| 18 Bitte genau auf No. 35 z. acht Der Vorstand. 3. B.: Herm. Runge, Vorsitzender. Jede Uhr repariren u. reinigen toftet bei mir unter Garantie des Gutgehens nur 1.50 Pf. außer Bruch, fleine Reparaturen billiger. Großes Lager neuer und gebrauchter Taschenuhren, Regulaforen und Becker, alle Arten Ketten, sowie Brillen und Pincenez. Carl Lux, Uhrmacher, 35, Chaussee- Strasse 35. Hosenfabrik Einzelverkauf Alexander- Str. 38 a, 1. links, am Alexanderplak, unterhält großes Lager zu Engros Preisen in Herren- Hosen, Burschen Hosen, einzelne Schul- u. KnabenHosen für jedes Alter und giebt FlickTappen gratis. 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V.: Röttger. In Sachen s Mampe Carl Mampe TAB BERLINN WANE ST Preisi AMPE BERI M Zuit hat sich das Publikum vielsach beschwert, daß viele Falsifi Auszug aus dem Gesetz zum Schutz d. Warenbezeichnung vom 12. Mai 1894. § 14. Wer wissentlich oder aus catu dus von mir allein grober Fahrlässigkeit Waren fabrizieten hibers, Halb oder deren Verpackung oder Umhüllung, oder Ankündigun Geschäftsgen Preislisten, briefe, Empfehlungen und Halb," Mampe mit nungen oder dergleichen mit Pomeranzen unter ähn lichen Etiketts varkauft werden. dem Namen Firma eines Anderen oder mit einem nach Massgabe dieses Gesetzes geschützten Waren Zeichen widerrechtlich versieht oder dergleichen widerrechtlich ge kenntzeichnete Waren in Verkehr bringt oder feilhált. 1st dem Verletzten zur Entschädi gung verpflichtet. Hat er die Handlung wis sentlich begangen, so wird er einhundertfünfzig tausend Mark oder mit Gefängnis bis zu sechs Monaten bestraft Die Strafverfolgung tritt nur auf Antrag ein. Die Zurücknahme des Antrages ist § 15, Ich habe jetzt den Ge. samenteindruck der gut ausserdem mit Geldstrafe von zen Flasche gesetzlich schüt zen lassen um bitte das verehrliche Publikum bn zulässig. sonders darauf zu achten, daß jede Flasche so aussicht mie sie die nebenstehende Abbildung zeigt. Juin Flasche trägt erni Eithts and main na Untarpfeift. barl Mampe Alleiniger Fabrikant des échten Halband Halb" Mampe mit Pomeranzen. Berlin. N. Veteranenstrasse 24. Beg.4212 Wer zum Zweck der Tän⚫ schung in Handel und Verkehr Waren oder deren Verpackung oder Umhüllung, oder Ankündigungen, Preislisten Geschäftsbriefe, Empfehlungen. Rechnungen oder dergleichen mit einer Ausstattung, welche innerhalb betheiligter Verkehrskreise als Kennzeichen gleichartiger Waren eines Anderen gilt. ohne dessen Genehmigung versieht, oder wer zu dem gleichen Zwecke derartig ge. kennzeichnete Waren in Verkehr bringt oder feilhält, ist dem Verletzten zur Entschädigung verpflichtet und wird mit Geldstrafe von einhundert bis dreitausend Mark oder mit Gefängnis bis zu drei Monaten bestraft. Die Strafverfolgung tritt nur auf Antrag ein. Die Zurücknahme des Antrages ist zulässig. Martin Meyerstein Magazin für elegante Herren- Moden Berlin W., Friedrichstr. 72, zwischen Tauben- und Jägerstrasse. Fertige Anzüge in erften Qualitäten und bester Arbeit von 30 Mark au. Anfertigung nach Maass stellt sich 6 Mark theurer. Die Firma besteht seit 1848. Ich bitte, um Berwechselungen zu verhüten, genau auf meine Firma zu achten. 0. J. Engelke, Neue Jakobstr. 26, 5236L* Achtung! 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Auf dem ca. 1000 Quadratruthen umfassenden Grundstück Kantstrasse 8 bis 12 hat Herr Baumeister Bernhard Sehring nach eigenen Plänen und Entwürfen ein neues Schauspielhaus errichtet, welches am 1. Oktober dieses Jahres seiner Bestimmung übergeben werden soll. So recht eigentlich im Mittelpunkte jenes vornehmsten Stadttheils belegen, den man als den Westen Berlins bezeichnet( trotzdem er auch stattliche Parthien von Charlottenburg und Schöneberg in sich schliesst), wird das neue Haus mit Recht den Namen führen. Theater des Westens Das Theater liegt zwei Minuten entfernt vom Bahnhof ,, Zoologischer Garten" und vom Bahnhofe Savigny- Platz. In unmittelbarer Nähe führen zahlreiche Dampfund Pferdebahn- und Omnibus- Linien u. s. w. zu ihm es ist vom Mittelpunkte Berlins sowohl, wie von den Vororten aus genau so bequem zu erreichen, wie jedes andere Theater der Hauptstadt. Halteplätze für Droschken I. und II. Klasse sind vorgesehen. Der Weg vom Stadtbahnhofe zum Theater wird elektrisch beleuchtet werden. Nuscha Butze, Auguste Wilbrandt- Baudius, Maria Barkany, Martha Hachmann- Zipser, Leona Bergére, Margar. Rupricht, Marie Immisch, Clara Wenck, Stefanie Salta, Ella Gabri, Georgine Sobieska, Grethe Gallus, Margarethe Albrecht, nebst reichem jugendlichem Nachwuchs. Der Spielplan unserer Bühne wird dem eines vornehmen Theaters ersten Ranges mit Ausschluss der Oper entsprechen. Er wird vor allem erprobte und der Mühe lohnende Werke aus der klassischen Dramen- Literatur, daneben das moderne Schau- und Lustspiel, jedoch auch das Volksstück, die Posse und das Liederspiel umfassen. Von älteren Erzeugnissen der modernen Dramatik haben wir uns eine Reihe bewährter, in unseren Rahmen passende Stücke gesichert. Zur Aufführung angenommen ist ferner eine grössere Anzahl von Novitäten, darunter Werke von François Coppée, G. von Ompteda, Alexander Baron von Roberts, Axel Delmar, Friedr. Gustav Triesch, Paul M. Potter( Trilby), Dr. O. Girndt, Holger Drachmann, Rud. von Gottschall, Heinrich Stobitzer, Felice Cavalotti u. a. m. Die Spielzeit am Theater des Westens beginnt mit dem ersten Oktober dieses Jahres und währt bis zum 30. Juni 1897. Der Ruf des Erbauers bürgt dafür, dass sich geläuterter Geschmack, ausgesuchter Comfort Für diese neun Monate eröffnen wir hiermit ein mit praktischer Anlage in dem Neubau vereinigen werden. Ueber dem Parquet, das 528 überaus bequeme Sitzplätze aufweist neben 16 Plätzen in zwei Orchesterlogen, 48 Plätzen in gegenüber der Bühne angeordneten Parquetlogen, sowie je sechs Plätzen in zwei unmittelbar neben dem Orchester gelegenen, Herren- Logen" ersten Range steigen die drei Ränge auf. Im auf je 40 giebt es ausser zwei grossen, je 9 Plätze enthaltenden Fremdenlogen rechts und links, je fünf kleinere Logen mit zusammen 64 Plätzen; ferner eine an der Rangbrüstung gelegene von 60 Plätzen. 177 Plätzen aus. befindet sich das Balkonreihe Den Mittelgrund des ersten Ranges füllen sechs Sitzreihen mit zusammen Unmittelbar hinter den letzteren I auf die Kantstrasse hinausblickend prächtige Foyer, 30 Meter lang, 10 Meter breit und 11 Meter hoch ein Erholungsraum, wie ihn in dieser Schönheit kein Berliner Theater besitzt. Hier wird in den Pausen die Zwischen- Akts. Musik ausgeführt werden. Eine grossartige Treppenanlage führt vom Foyer aus direkt in den Sommergarten. Mit grossartigem Baumbestand, mit Terrassen, Fontainen und Bildwerken geschmückt und ca. 2000 Sitzplätze enthaltend, ist dies eine Anlage, die dem früher so beliebten Kroll'schen Etablissement nichts nachgeben wird. Der zweite Rang Abonnement beziehungsweise je 20 Vorstellungen und Freitag. zunächst für jeden( ersten oder zweiten) Montag Die Abonnements sind unpersönlich, d. h. sie können von Jedermann benutzt werden, der im Besitz der betreffenden Tageskarte sich befindet. Der Abonnent erhält die ihm zustehenden 40( oder 20) Originalbillets, so dass ein Umtauschen an der Kasse nicht nothwendig ist. Die Billets sind zusammengeheftet und perforirt; sie können einzeln losgetrennt werden. Ein volles, aus 40 Billets bestehendes Abonnement berechtigt zum Besuch des Theaters je einer Montags- oder Freitags- Vorstellung in jeder Woche. Halbe Abonnements( 20 Billets umfassend) gelten für jeden zweiten Montag oder Freitag. Das Theater des Westens wird den Schwerpunkt seiner Wirksamkeit auf ein lebhaftes Wechselrepertoir legen. Es darf deshalb den Abonnenten zugesichert werden, dass es an Mannigfaltigkeit im Spielplan nicht fehlen wird. Preise der Plätze: Fremdenlogen Orchesterlogen Herrenlogen I. Rang- Logen weist ausser einer Vorderreihe mit 70 Plätzen in Seiten- und Mittelreihen zusammen 120 Sitz- Parquetlogen plätze auf, während sich im dritten Range 400 Sitzplätze und 140 Stehplätze befinden. Vier bequeme Treppen führen zu diesen beiden Rängen, für welche je ein besonderer Erfrischungs- I. Rang- Balkon raum vorhanden ist. . II. Rang- Balkon( 1. R.) • M. 4,50 " 2,50 " 2, III. Rang- Balkon( 1. R.)" 1,50 • M. 9, I. Rang " 7,50 " 7,50 II. Rang . " . 6, " 4,50 " 6, ,, 6, III. Rang Parterre . • " " 3Parquet 1.- 7. Reihe.» 4,50 III. Rang- Stehplatz Lüftung und Heizung des Hauses erfolgen durch ein kombinirtes System von expandirter und komprimirter Luft. Die splendide Beleuchtung geschieht durch eine eigene, Parquet 8.- 19. Reihe. von der Allgemeinen Elektrizitäts- Gesellschaft errichtete Station. In Haus und Bühne zusammen genommen werden rund 5000 Glühlampen, vor dem Hause 25 Bogenlampen und in den vier Erkerkuppeln des Vorderbaues 8 Scheinwerfer funktioniren. Die Bühnen Einrichtung ist dem Ingenieur C. Kortüm übertragen worden. Zur Herstellung der Dekorationen wurden die vornehmsten Maler- Ateliers herangezogen das Bühnenbild wird ganz und gar dem schönen Rahmen entsprechen. Für die artistische Leitung ist Herr Direktor Fritz Witte- Wild Aufgeld wird nicht erhoben. " I, ― • " I, • ."<-, 60 Von diesen Preisen, soweit sie das Parquet, die Logen, den I. und II. Rang betreffen, bewilligen wir für Abonnements 33' pCt, Rabatt, 3 dauernd gewonnen worden. Dieser feinsinnige Inszenator, der sieben Jahre hindurch das Breslauer Lobe- Theater leitete, und zwar mit stetig steigendem künstlerischem Erfolge, hat eben erst Gelegenheit gehabt, an provisorischer Stelle, mit dem Personal einer so dass zum Beispiel ein 40 Vorstellungen umfassendes Parquet- Abonnement( Nominalpreis Sommerbühne, der Berliner Kritik wie dem Publikum glänzende Proben seiner Regie- Kunst 120 Mark) sich auf 80( achtzig) Mark stellt. Bestellungen auf Abonnements bittet man an das Bureau zu geben. Es ist nicht zu bezweifeln, dass bald unsere besten Autoren ihm ihre Werke zur Erst- Der Abonnementsbetrag ist zur Hälfte in der Zeit vom 1. bis 15. September, der Rest in aufführung anvertrauen werden, zumal eine Reihe erprobter Regiekräfte ihm zur Seite stehen. der Zeit vom 15. bis 31. Dezember d. J. zu zahlen. Es mögen hier nur genannt sein: Emil Drach, der vormalige Leiter des Dresdener Hofschauspieles; der erfolggekrönte Führer des Münchener Ensembles", Max Hofpaur; Ferdinand Bonn vom Wiener Hofburg- Theater; Willy Rohland, langjährig unter WitteWild Regisseur am Breslauer Lobe- Theater vorher am Stadt- Theater in Leipzig-u. a. m. " Das Darsteller- Personal, Kantstrasse 158 II., zu dem in erster Reihe die Vorgenannten zählen, umfasst Namen von gutem Klange: Ernst zu richten, woselbst auch Pläne zur Auswahl der Plätze ausliegen und in den Stunden von 8-10 Pittschau vom Deutschen Theater. Bernhard Vorwerk vom Lessing- Theater, Alfred und von 5-6 Uhr weitere Auskunft bereitwilligst ertheilt wird. Halm, Julius Ries, Gustav Kober, Max Löwe u. s. w. u. s. w.; von Damen Theater des Westens Die Direktion. Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacoben, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Vading in Berlin.