Nr. 131. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Biertel jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage„ Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. n der Post Zeitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Eernsprecher: Amt 1, Nr. 1508 Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Moralische Eroberungen. Sonntag, den 7. Juni 1896. H Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3: hat, daß sich der Zehnstundentag nicht blos in Fabriken, entgegenstehenden Schwierigkeiten sind keineswegs un sondern auch im Handwerk langsam einbürgere: überwindbar, erscheinen sogar geringer als diejenigen, Nach allem erscheint eine vernünftige Weiterentwickelung welche z. B. die gefeßliche Durchführung der Sonntagsruhe ge des auf diesem Gebiete bisher Errungenen um so wünschens boten haben dürfte. In allen mindestens zwanzig Arbeiter be Man kann nicht gerade sagen, daß die herrschenden werther und berechtigter, als die allgemeine Durchschäftigenden Fabriken, hat in Gemäßheit des§ 134b Biffer 1 Gewalten in der letzten Zeit große moralische Eroberungen führung einer nicht zu ausgedehnten Arbeitszeit einerseits für eine Regelung der Arbeitszeit stattgefunden und diese ist in gemacht hätten. Wir sehen eigentlich nur moralische Ver- die Arbeiter von der größten sozialen Bedeutung ist, anderer nahezu 80 pet. aller Fälle eine übereinstimmende. Zivölfluste: die Verstimmung der verschiedenen Christlich- Sozialen feits offenbar auch dem wirthschaftlichen Fortschritte der Unter- ftündige Arbeitszeit, im Sommer von 6-6 Uhr und im Winter durch das Kaisertelegramm, die moralischen Niederlagen nehmungen nicht im Wege steht." von 7-7 Uhr, mit einstündiger Mittagspause und je einer halbim Bernstein- und im Berliner Parteiprozeß, und schließlich Und an einer anderen Stelle seines Berichtes meint ftündigen Pause vor und nachmittags, bildet die Regel... die Unsicherheit an maßgebender Stelle über das Wann der Münchener Beamte, dem Drange der Entwickelung" Der Zehnstundentag, unter Wahrung der für die einzelnen Judustrien erforderlichen speziellen Freiheiten, erscheint und Wo in Militärfragen wohl bekomme alles dem könne fich auf die Dauer" kein Gewerbe verschließen", als eine ohne große Schwierigkeiten burchherrschenden Regime! Moralische Eroberungen zu machen, notabene, wenn der" Drang" durch eine tüchtige Arbeiter auführende Forderung und als eine Maßregel, welche scheint thatsächlich nur der Sache der Proletarier vor- organisation verstärkt wird. Und für die Bewegungs- zahlreichen, aus einer übermäßig ausgedehnten Arbeitszeit entbehalten zu sein, und in neuester Zeit besonders eine freiheit der Weiterorganisationen muß der bayerische springenden, die Gesammtheit der Arbeiter schädigenden MißSache, die unsere Bewegung mit aller Macht vertritt: Jahresbericht der Aufsichtsbeamten aus den praktischen ständen entgegen zu wirken geeignet ist. Sind doch zahlreiche die Arbeitszeit Verkürzung! Es ist unseres Erfahrungen desselben heraus so energisch und oft unglüc3fälle mit Sicherheit auf eine verminderte Wissens thatsächlich neu, daß sich so viele deutsche Amt 3- eintreten, daß Genosse Scherm neulich im bayerischen Land- Spannkraft des Körpers und auf das Nachlassen der vollen stellen für die gefeßliche allgemeine Einführung einer tage bei seiner Rede gegen die Uebergriffe der Polizei weiter Aufmerksamkeit durch Ueberanstrengung bei über. schehen ist. Früher hatte man noch viel mehr Angst vor einfach vorzulesen und den Minister ins Gesicht zu fragen, brauchen wir wohl vorläufig nicht. In Desterreich und der verkürzten Arbeitszeit aussprechen, wie in letzter Zeit ge- nichts zu thun brauchte, als die zahlreichen Berichtsstellen mäßiger Arbeitszeit zurüdgeführt worden." Wiehr an Zugeständnissen seitens amtlicher Stellen solcher Stellungnahme. Aber es scheint in der That, daß was er denn zu diesem Urtheil seiner Inspektoren und dem Schweiz besteht erst der gesetzliche Elfſtundentag für alle Die allgemeine Desorganisation der bürgerlichen Gesellschaft Berhalten der Polizei, das in krassem Widerspruch dazu Arbeiter, im Reichstage und Landtag laufen die bürgerund Verwaltung manche Geister, Zungen und Feder all- ſtehe, sage? Gine ausdrückliche Antwort hat er natürlich lichen Parteien gegen jeden weiteren Arbeiterschutz Sturm, mälig freier macht. Väterchen Stumm hat ja deshalb nicht erhalten, aber das ist bekanntlich auch eine. Und die aber unsere einsichtigen deutschen Inspektoren plädiren eigentlich von seinem Gewaltsstandpunkt aus recht, wenn bayerische Gewerbe- Juspektion läßt sich hoffentlich durch bereits für den allgemeinen Zehnstundentag, und wir anter für eine strammere Disziplin im Staate eifert; es zersetzt diese Zwischenfälle nicht abhalten, weiter auf dem Weg des worten mit der nachdrücklich erhobenen Maiforderung: acht sich und zerfällt thatsächlich vieles, was früher starke Stüße offenen und muthigen Bekenntniſſes für eine als richtig Stunden Arbeit, acht Stunden Erholung, acht Stunden Schlaf. des Klassenstaates war. Nur hilft das Eifern für strammere erkannte Bewegung vorwärts zu schreiten. Zuvorgekommen ist Wir nehmen aber natürlich den Zehnstundentag als AbZuchtmittel nichts, denn eine Zersetzung ist am aller- ihr darin bereits an noch größerer Energie der wenigsten dadurch aufzuhalten, daß man Säuren auf fie Beamte eines zweiten süddeutschen Staates, der Aufschlagszahlung, weil er auch schon ein Fortschritt ist. Aber nur ein Fortschritt nach der Seite, daß dem Proletarier gießt; dann geht es nur desto schneller. Und der Gedanke fichtsbeamte des zweiten Bezirks im Großherzogthum einer allgemeinen Arbeitszeitverkürzung macht wirklich er- Hessen. Das Land, über welches das konservative Mi- eine Stunde mehr frei wird für seine Bildung, für seine staunliche moralische Eroberungen. nifterium Finger und das nationalliberale Fabrikantenthum Organisation. Nicht nach der wirthschaftlichen Seite, daß Die Amtsstellen, von denen heute die Rede sein soll, in Worms und Offenbach wacht, hat kein Kapitalistenglück irgendwelcher Platz für die Arbeitslosen mit ihm geschaffen würde. Dies kann nur der Achtstundentag bewirken, wie find die Gewerbe- Aufsichtsbeamten. Wer ihre Berichte seit mit seinen Fabrikinspektoren. Der Vorgänger des jezigen uns wiederum der österreichische Zentralinspektor in seinem Fahren studirt hat, weiß, wie ängstlich sie sich lange Beit Inspektors, von dem wir reden, that in seinem letzten neuesten Bericht durch ein Beispiel aus einer Seidenfabrik vor einer offenen Stellungnahme Jahresbericht die ehrliche Aeußerung von der Untergesetzlichen zur Einführung eines allgemeinen Maximal- Arbeitstages fonsumtion, welche der Arbeitertlaffe aufgezwungen werde. bezeugt, und beim raschen Fortschreiten der Technik reicht vielleicht gar bald nicht einmal mehr der Achthüteten. Der verhängnißvolle Bismarck'sche Einfluß Er ging, und über die wirthschaftliche Lage der Arbeiter $ Dann wird sich wirkte da noch lange nach. Höchstens, daß der badische finden sich nunmehr keine so rebellischen Aeußerungen mehr ſtundentag für diesen Hauptzweck. weiteres finden. finden. Einstweilen aber zieht unser MaiBeamte in seiner bekannten diplomatischen Sprache dann in den Berichten. Dafür ist der Nachfolger des abgegangenen gebante der Arbeitszeit- Verkürzung siegreich durch und wann an die unſagbaren Folgen der herrschenden Ar- Beamten ein warmer Bekenner der gefeßlichen allgemeinen die Welt; er dringt in Amtsbureaus, in ſtarre Bureaubeitszeit rührte. Was aber so lange zurückgedämmt wurde, Arbeitszeitverkürzung. Er schreibt in seinem neuen Bericht tratenherzen, in staubige Aktenkammern, er spielt mit den bricht jetzt mit elementarer Macht durch. Fast in allen für 1895: bisher erschienenen Inspektionsberichten für 1895 bernahme Jede über eine gewisse Grenze hinausgehende Inanspruch besiegelten Pergamenten einer noch gar nicht lange übergrößeren deutschen Staaten lautet die Parole: es muß ein name der Körperkräfte durch zu lange Dauer der Beschäftigung wundenen Aera, die ihn gebannt zu haben glaubte auf schädigt Leben und Gesundheit bes Arbeiters. Demnach ist immer. Er hat sich durchgerungen und wird sich weiter Fortschritt über den gesetzlichen Elfſtundentag für Frauen die Nothwendigkeit der gefeßlichen Festlegung durchringen, allen Hindernissen zum Troß,„ dieweil er ein hinaus gemacht werden. Der oberbayerische Beamte in einer Maximal Arbeitszeit auch für die er Kulturgedanke ist", und alle Reichstage und Landtage München, der eine Art Zentralinspektion für ganz Bayern wachsenen männlichen Arbeiter taum zu be werden auf die Dauer vergeblich gegen ihn protestiren". geworden ist, drückt dies so aus, nachdem er mitgetheilt streiten. Die einer gefeßlichen Regelung der Arbeitszeit Das nächste Mal brachte Lene dem Hirten ein Päckchen Moidl, magst tanzen?... Geh tanz a Stück!!... Tabat mit. Moidl, wennst mittanzst, zahl i den Musikanten an Guld'n.. Dös schickt der alte Bauer! Laft's ent schmecken!..." Heut tommt' s mir net drauf an... Der Alte sah die Magd von der Seite an und lachte: Lene gab keine Antwort. Da trat ein schlanker Bursch Moidl, Du lügst... Hälft denn mi für an heurigen zu ihr, dem ein blondes Bärtchen die Oberlippe zierte. Has'n, weilft mir so was vormachen willst? Du lernst mir und schon hatte er sie umfaßt und drehte sich mit ihr im d'Bauern kenna! Du!... Ja, glei geht d' Leich... Kreise. 43 Tene. ( Nachdruck verboten.) Roman von Nicolaus Krauß. Bei der Zene hatte auch diese Philosophie keinen Erfolg. Es war etwas Sehnendes in ihr, das nach Befriedigung und Erfüllung lechzte, aber das Mädchen that keinen Schritt, um diese herbeizuführen. " Na ja... Wenn sie a mal groß thun wolln, da hau'n sie Nach einigen Runden kam eine Unruhe in den Reigen, Auf diesen Sonntagsausflügen nach Mühlefsen traf mit'n Bankazettel um, wei net g'scheidt... Wenn's aber ein Paar nach dem anderen trat aus und stellte das Tanzen Lene öfter den Hirten von Hartessenreuth, den alten Hiat um an Dienstbote oder an Armen geht, halt aus, dös is ein, die übrigen verloren Takt und Rythmus, die Musik Hanrich. Wenn sie am Nachmittag wieder nach ihrem Hofe wieder was anders... Eher bring i aus ein'm Todten schmetterte noch eine Weile recht herzhaft, dann schwieg auch zurückkehrte, fand sie ihn auf einer Anhöhe figen und über an Zon aussa, als aus so Ein'm a Bierkreuzerstückel, wenn fie. Und jetzt hörte man auch ganz deutlich die höhnischen das Land hinblicken, in einem Mundwinkel hing ihm die da Hiat- Hanrich kein Tobat net hat... Wei wär denn Worte einer sommersprossigen Blondine: Pfeife, aber er rauchte meistens kalt", weil er feinen Tabat Dein alter Bauer za so viel Geld tumma?... Dreißig" Ich hab' allweil dacht, im Oberreuther Wirthshaus hatte. Als ihm Lene den Gruß vom alten Bühl- Bauer Gaua war i ba ihm Taglöhner, u wei's dann net recht tanzen die Bauerntöchter. Wenn jetzt auch Dienstboten bestellte, nahm er die Pfeife aus dem zahnlosen Munde und mehr ganga is, was hat a denn g'sagt? Marsch aussi herauf dürfen, dann geh' ich..." ticherte: mit'n Hanrich aus'm Häusl! Unnüße Fresser sau mir Lene stand da wie blutübergoffen. Der ihr angethane " In den Huaf dienst D'? Da muß ma Dir ja grata' widerer wei saures Bier..." Siehst D', sonach geht Schimpf war zu groß. Am liebsten hätte sie in die Erde lieren! War dreißig Jahr Taglöhner am Bühl, b' Uhr!. finten mögen. Sie biß die Zähne zusammen und wandte bis ma' s Wei g'storben is... Gratalieren ho i Im Herbst des zweiten Jahres, das Lene im Bühl- Hof sich nach der Thür. Hinter ihr drein stelzte der alte g'jagt? .. Hm! Mußt's net so g'nau nehma... verbrachte, sollte sie wieder einmal den alten Bauer Bauer. Unsere Bauern san wie's Eghaland... Sua lang ma mit aus dem Wirthshaus abholen. Es war ein Sonntag.„ Moidl, Moidl! Du wirst mi do net sigen lassen?!... ihnen z' thuen hat, könnt ma aus da Haut fahr'n. Schon von weitem drang Lene der Trompetenton und Was hast denn?... Ich komm ja schon... Ich geh' ja wenn ma affa weg is un nemats mehr sieht, affa g'fallet's das Klarinettengequietsch entgegen, im Gasthaus zu Ober- schon!... Wirth! Da is die Zech'!..." Ein'm wieder. Ja, der Mensch is dümmer, wie a reuth wurde getanzt. Der Bauer war nicht im Schank- Drunten vor der Thür schloß sich den Beiden der Haubenstock, hat da Pfarrer g'sagt, wir er über'n Roch zimmer. Bursche an, der mit der Lene getanzt hatte. Der alte Bauer löffel g'stolpert is.. Aber mach d'r nir draus, Moidl.., D," meinte der Wirth, der sitt droben im Saal sah ihn prüfend von der Seite an. G'red't muß was werd'n, sonst g'frieret ja's Vaterunserloch und schaut zu. Er hat schon die sieb'te Halbe zou Alsdann, grüß'n läßt er mi.. Schön a no? Ungern ging Lene die Stiege hinauf. Es war gerade Na ja... Ea weiß a, warum. Wei dös Brüderl no jung eine Pause. Burschen und Mädchen standen paarweise beiwar, hat a jeden Tag geschrieen:„ Gurgl thu di auf, eitza fammen, plauberten, trauken, gingen im Saale auf und ab. timmt a Plaßreg'n...", u wär am liebsten glei ins Bier Endlich hatte Lene den alten Bauer erspäht. In einer Ecke faffel einitrochen. Hätt' ich ihn nur damals net faß er ganz allein an einem kleinen Tisch, sein Kopf aussazog'n, wie er mit sein Winterpelz in sein war schon ganz roth. Lene zupfte ihn am Arme. Balter einig'falln war u nur no quergelt hat " Du bist's Ja Ja I geh schon Dersoff'n wär a wie a bleierne Ent'. Grüß'n läßt er nur an Schleifer hör i mir no mit an... Da set' Di mi!... Na ja... Kost ihm nex und schaut was gleich. u trint amal! A Backl Tobak wär mir lieber g'wesen... Aber jetzt mach', daß D' heim zum Füttern kommst, sonst kriegst D's Banken mit Dein'm Bauern..." ... ... ... " Die Musikanten probirten ihre Instrumente, im nächsten Augenblick mußte ein neuer Tanz beginnen. Da schrie der alte Bühl- Bauer, daß man es im ganzen Saal hörte: . Was willst denn Du?..." " Ich?... Ich geh z' Haus... Ob ich beim Schulhaus an Berg naufsteig oder im Sträßl bleib und ums Dorf rum geh, bleibt sich für mich gleich Einige Schritte ging man, da knurrte der Alte wieder. Wo stammst Du denn eigentlich her?" " Ich?... Ich bin der Stingel- Hans aus Ragengrün. Mein Vater hat a Wirthschaftl. Im nächsten Frühjahr will er mir's übergeben... Die Lene da kenn ich schon lang. Schon wie sie noch in Mühlessen war und mit dem großen Lehrersbub'n nach Kulm um Hoftien gangen ist...“ ( Fortsetzung folgt.) Politische Mebersicht. Berlin, 6. Juni. verächtlich machen wollte, sondern als eine bestimmte Gesellschafts-| feine Karte und ist dann nach Hause gegangen. Dieser Obers tlaffe, die fich seiner Sympathien nicht erfreue. In seiner er- amtmann macht ja in trefflicher Weise Propaganda für die neuten Revifion gegen das Urtheil bestritt der Angeklagte, Sozialdemokratie. Denn tann er einen Arbeiter wirksamer Ans dem Reichstage. In der Generaldebatte über sich einer Beleidigung der Garde Offiziere in bezug auf ihren darüber aufklären, daß er einer unterdrückten Klasse angehört den Börsengesehentwurf, welche heute fortgesetzt wurde, be Beruf schuldig gemacht zu haben. Gesellschaftstlaffe und Berufs- und daß solche Buftände von grund auf geändert werden müssen, herrschte die Differenz über den Nußen oder die Schädlich- laffe feien nicht identisch mit einander. Der Reichsanwalt er als durch eine derartige Behandlung? klärte das Urtheil für unbedenklich, wenn auch nicht verkannt feit des Terminhandels die Ausführungen sämmtlicher wurde, daß es statt von Gesellschaftstlaffen beffer von Berufs- tagsruhe in den Mühlen" referinte auf dem eben ge- Ueber, bie Arbeitsdauer und die Sonn Redner, welche überhaupt zur Sache sprachen. Letzteres tlaffen hätte sprechen sollen, die es offenbar damit gemeint habe. haltenen Berbandstage deutscher Müller Herr K. W. Kunis trifft nun freilich für den Antisemiten- Häuptling Lieber Das Reichsgericht verwarf bie Revision und das Leipzig der in bezug auf diese Frage für gleiches Recht für alle, mann v. Sonnenberg in keiner Weise zu. Während Graf Urtheil ist somit perfekt geworden. Groß und Kleinbetrieb eintrat. Die Diskussion war eine sehr Kanig, welcher vorher sprach, mit keiner Gilbe die Angelegenheit Ein eigenartiges Verfahren hat sich in Kiel bei der Ver- lebhafte und es wurde künstlich ein Gegensah zwischen Großdes Herrn v. Plötz berührte, ließ Liebermann volle Breitſeiten urtheilung von Majeftätsbeleidigungen geltend gemacht. Während und Kleinbetrieb herauszufonstruiren gesucht. Ein Großmüller der ordinärsten antisemitischen Redensarten gegen unseren bis vor einiger Zeit noch trotz der unter Ausschluß der Deffent meinte hierzu, wenn man derartige Gegenfäße tonstruire, so Genossen Singer los, um damit den letzteren dafür zu lichkeit stattfindenden Verhandlungen dem Publikum im Zuhörer- tönnten sie sich alle begraben lassen.( Ünrube!). Ein Kleinmüller das ftrafen, daß er am Freitag den Agrarierhäuptling v. Plötz raum die Personalien und die Anklagefchrift, oder doch wenigstens gegen hob unter dem Beifall der Anwesenden hervor, daß gerade fie an den verdienten Pranger gestellt hatte. Dieses Mal tam ein Theil derfelben bekannt wurde, sieht sich jetzt das Gericht unter dem Druck der großen Dampfmühlen zu leiden hätten. der schnodderige, abgedankte Lieutenant von Liebermann veranlaßt, bem Antrage der Staatsanwaltschaft entsprechend, Die Windmüller verlangten mindestens 26 freie Sonntage, sonst der schnodderige, abgedankte Lieutenant von Liebermann sofort bei Beginn der Verhandlung die Deffentlichkeit mit den stände ihr Ruin bevor. Auf Vorschlag des Vorsitzenden erklärte freilich an ben Unrechten, denn Singer schüttelte Bertretern der Presse auszuschließen, so daß der Deffentlichkeit man sich damit einverstanden, dahin zu wirken, daß gerade der nachher den ungezogenen Kläffer so energisch und wohl das Urtheil, aber nicht die Person, welche auf der kleine Müllereibetrieb mehr geschützt werden soll. Möglichst soll rücksichtslos, daß derselbe sich in halbweinerlichem Antlagebant steht, kennen lernt. Und dieses ängstliche auf fortwährende Arbeitsgelegenheit hingewirkt werden. Tone beschwerte, daß er von sozialdemokratischer Seite Verfahren bei reinen Lappalien. Go hatte am 28. April Die Müller beginnen fomit auch schon den Kampf gegen gar so grob behandelt werde. Herr v. Plötz zog es vor, der Gelegenheitsarbeiter Antrid qu Rendsburg in das zum Schuße ihrer Arbeiter geplante Arbeiterschußgefeß. nicht im Saale anwesend zu sein, während der Liebermann einem start angetrunkenen Zustande an einem Trupp Schulknaben, Bur Entkräftung der Feststellungen der Reichskommission für und Dr. Hahn( Bismarckhahn) den, allerdings sehr ver- der sich mit Steinwerfen beluftigte, eine Aufforderung gerichtet, Arbeiterstatistik über die Lage der Arbeiter in den Getreide unglückten Versuch machten, ihn vein zu waschen. beamter hatte ben finnlos betrunkenen Antric verhaftet, ohne bie até worden ist die als Majestätsbeleidigung aufgefaßt worden ist. Ein Polizei- mühlen wissen sie nichts vorzubringen. Nachdem die Generaldebatte geschlossen war, wurden Ein die ca. 80 Paragraphen im Laufschritt angenommen. Ein Versuch des Grafen Arnim, im Ausland anhängig gemachte Schulden aus börsenmäßigem Differenzspiel im Reiche für nicht eintreibbar zu erklären, wurde, weil mit den internationalen Verträgen in Widerspruch stehend, von der Regierung bekämpft und abgelehnt. Schließlich wurde das ganze Gesetz gegen die Stimmen der Linken und des Abgeordneten Siegele angenommen. Der Versuch des Herrn Präsidenten, den Handelsvertrag mit Japan noch zur Erledigung zu bringen, scheiterte baran, daß der Vertreter für Hof, Münch- Ferber, eine längere Rede ablas, wodurch sich der Staatssekretär von Marschall zum antworten genöthigt sah, während dessen aber sämmtliche Bogenlampen erlöschten. Der Gegenstand mußte also zum Montag vertagt werden. Außerdem steht an diesem Tage die Gewerbe- Ordnung auf der Tages ordnung. " die Worte gehört zu haben. Erst später sah sich ein wackerer- Ein heitles Thema hat die Poftverwaltung in Bürger Rendsburgs veranlaßt, auf die Erzählung der Kinder neuerer Zeit den Kandidaten für die mündliche höhere Ber hin den Arbeiter wegen Majestätsbeleidigung zu denunziren. waltungsprüfung des Postfach es zu behandeln aufIn der geftrigen Verhandlung erschienen denn auch als Haupt- gegeben. Der Bolts- Zeitung" zufolge lautet es: belastungszeugen brei Schulknaben im Alter von 10 Jahren. Zur Bemeffung des Bedarfs an Beamtenkräften für die Der Staatsanwalt wollte das Verbrechen" mit fünf Monaten Berkehrsanstalten find seitens der oberften Verwaltungsbehörde bestimmte Wochenleistungsmaße an Dienst gefühnt wiffen, während das Gericht mit dem Strafminimum stunden festgesetzt. Bei den Unterbeamten von zwei Monaten Gefängniß sich begnügte, wogegen die sechswöchentliche Untersuchungshaft nicht an ist eine solche Festfehung unterblieben. Welche Gründe mögen hierfür bestimmenb gewesen sein und würde gerechnet wurde. Kandidat eine Aenderung für empfehlenswerth halten? Da wird ja der Kandidat auf ein gefährliches Gebiet gelockt. Wie nun, wenn er erwidert, er halte es für gerecht, daß auch die Unterbeamten durch ein Wochenleistungsmaß gegen übermäßige Ausbeutung ihrer Arbeitskraft geschützt werden müßten? Wir glauben kaum, daß ihm eine derartige Antwort für sein ferneres Fortkommen sehr dienlich sein würde. das ertheilt. Deutsches Reich. A wurde " - Der Bundesrath hat in feiner legten Sigung außer den schon in der vorigen Nummer gefaßten Beschlüssen den Entwurf einer Berordnung über die Raution des Rendanten der Bureautaffe beim Reichs- Versicherungsamt, die Vorlagen zu der allgemeinen Rechnung über den Landeshaushalt von richt. Der vielfach auch mit Zuchthaus bestrafte Tapezirer Der Polizei- Agent Fieterling vor Ge. Elsaß- Lothringen für 1891/92 und zu der Uebersicht der Ausgaben und Einnahmen der Landesverwaltung von Elsaß- Wilhelm Fieterling, der, wie in dem Frankfurter Die Krebsschäden des Militarismus liegen fo Lothringen für 1894/ 95- den zuständigen Ausschüffen über Schaffnerprozeß zur Sprache kami, zwei Hamburger Polizeioffenkundig zu Tage, so unablässig brechen neue Geschwüre wiesen. Dem Ausschußantrage, betreffend die Abänderung beamten in ausgedehntem Maaße Spigeldienste geleistet hat, auf, bald hier bald dort wird sogar gerichtlich fest des Boll- und Salzsteuer Verwaltungskosten Etats für stand am 2. Juni in Hamburg nebst einer Anzahl anderer geftellt, wie zerrüttend auf die zum Heeresdienste gezwungenen Großherzogthum Baden die Bustimmung Personen vor der Straffammer IV des Landgerichts unter der jungen Männer das ganze Kasernenleben, der erzwungene Außerdem wurde über die Vergebung eines anklagederkuppelei. Die Eheleute S. wollen völlig schuldDer Staatsanwalt hält sämmtliche Angeklagte für schuldig und blinde Gehorsam einwirken, daß es den Vertheidigern Arbeitsplatzes bei der zoologischen Station in Rovigno, los fein, ebenso Fieterling, während die Eheleute Buck geständig sind. über die dem Raifer zu unterbreitenden Vorschläge des militärischen Theiles der göttlichen Weltordnung außer wegen Befehung einer Hathsstelle beim Reichsgericht, mehrerer beantragt gegen die Eheleute Sievers je 5 Wochen, gegen bie ordentlich schwer fällt, irgend etwas für ihre Sache vor- Stellen bei den Disziplinarkammern und der Stelle eines vor. Eheleute Buck je 3 Wochen und gegen Fieterling 3 Monate Gezubringen. Aus dieser Berlegenheit erklärt es sich, wenn tragenden Raths bei dem Rechnungshof des Deutschen Reichs fängniß. Der Gerichtshof verurtheilte die Eheleute Sievers zu je 3 Wochen, die Eheleute Buck zu je 2 Wochen Gefängniß, bie Nordd. Allgem. 8tg." den tühnen Versuch macht, den sowie über verschiedene Eingaben Beschluß gefaßt. Prozeß Schöler als einen unanfechtbaren Beweis für Heute hielten die vereinigten Ausschüsse des Bundesraths spricht aber Fieterling wegen nicht erbrachten Beweises die bewunderungswürdige Fleckenlosigkeit des Militarismus für Boll- und Steuerwefen und für Rechnungswesen sowie die fostenlos frei. Im Laufe der Verhandlungen hatte Fieterling erklärt, daß auszuschlachten. Ja, wenn es nur auf den Wortlaut des vereinigten Ausschüsse für Zoll- und Steuerwesen und für Handel er in dem Frankfurter Prozesse thätig gewesen", eine Reise nach Urtheils ankäme bann könnte man wenigstens den und Verkehr Sigungen. Frankfurt mit zwei Hamburger Polizei- Offizianten zur Aufttärung Auguren des Bindterblattes den guten Glauben zu Im Interesse dea Kriegsministers ver- des Sachverhalts gemacht und mit einem Rathe bei der billigen, aber das Blatt hat ja doch selbst die Verhand- öffentlicht der Reichs Anzeiger" eine Erklärung, die ihn vor Polizeibehörde zu gleichem Zwecke Befprechungen lungen abgedruckt. Da war z. B. darin zu lesen, dem Berdacht beschüßen soll, sich für die Oeffentlichkeit gehabt habe. des Militär Strafprozeffes in einer Budgetkommissions Sigung daß der Soldat Amstedt als geistestrant allgemein bekannt vom 5. Juni ausgesprochen zu haben. Nach dieser Erklärung höchft unbequem. Im Hamburg. Correspondent" erscheint denn Das ist nun augenscheinlich den Hamburger Ordnungsstühen war, nur dem Hauptmann Moll nicht, der sich weiter kein hat also auf die Frage des Abg. Richter, ob auch der Kriegs- auch unter der Ueberschrift, Die Staatsautorität und Kopfzerbrechen darüber machte, daß der Amstedt in den minister die von dem Herrn Reichskanzler ausgesprochene Gr- das Spielwesen" flugs eine Buſchrift, in der bestritten Ecken vor sich hinftierte, Worte murmelte, Papier in Feßen wartung bestimmt hege, daß dem Reichstag im Herbst dieses wird, daß Fieterling eine Unterredung mit einem höheren Bezerriß, kurz allerhand Symptome geistiger Störung zeigte. Jahres der Entwurf einer neuen Militär Strafprozeßordnung amten gehabt haben könne. Das sei undenkbar. Dann aber Hauptmann Moll schickte den Unglücklichen trotzdem in zugehen werde, der Kriegsminister erwidert: wird refignirt gesagt: Arrest, ber später im Gefängniß durch Selbstmord endete. Wenn man nun Moll von aller Schuld freispricht, so muß man um so mehr das System verdammen, das folche Greuel ermöglicht. Doch dem Pindterblatte das begreiflich machen zu wollen, wäre ja vergeblich, kommt es doch sogar bei dieser Besprechung des Prozesses gegen einen frei finnigen Rebatteur auf seine alten Leiertaftenrefrains zurück, baß alle staatserhaltenden" Parteien zusammenwirten müssen, um die Sozialdemokratie zu zerstören. Durch Wieber holung wird dieses Mahnwort nicht wirksamer, denn Pinbter's Erbe ist kein Cato und die Sozialdemokratie tein Karthago. Gegen den Maifeier Erlaß der Sachfen Meiningenschen Regierung führen die hiesigen Neuesten Nachrichten" die bekannte Ste de Kaiser Wilhelm's am Sedanstage ins Gefecht und verknüpfen sie mit folgender Drohung: M Wenn der Herr Reichskanzler diese Erwartung aus gesprochen hat, wird auch jeder Kriegsminister fie begen dürfen." Anlaß überhaupt nicht die Rede gewesen. Ueber Einzelheiten des neuen Strafverfahrens sei bei biefem Man kann es allerdings dem Kriegsminister bezeugen, daß biese Erklärung so unverbindlich ist, wie sie sich ein preußischer Minister in heutiger Zeit nur wünschen kann. Ein neues Lehrerbesoldung 3- Gefeh ist, wie die„ Bolts- Beitung" zu berichten weiß, im Kultusministerium in Arbeit. In bezug auf die Staatsbeiträge der größeren Städte wolle die Regierung weitere Zugeständnisse machen und den Städten diejenigen Summen belaffen, die sie bisher erhalten haben. Dagegen sollen die Bestimmungen über die Alterszulagen Rassen unverändert aufrecht erhalten werden. " S ,, Dagegen wird die Behauptung des Mannes, von 2 Ham burgischen Polizeibeamten mit nach Frankfurt genommen zu sein, um hier als Lockspizzel Dienste zu leisten, um so mehr als zu treffend angenommen werden müssen, als in dem Frankfurter Prozeß die Thatsache, daß vorbestrafte Menschen zweifelhaftesten Rufes zur Ueberführung der Bahnbeamten zur Berwendung ge langten, nach den Zeitungsberichten flar zu tage trat. Weß Geiftes Kind feine Persönlichkeit ist, dafür geben folgende Einzelheiten einigen Anhalt: Der Mann hat, aus Süddeutschland stammend, hier in Hamburg, großentheils arfeitslos, mit einer Dirne zusammengewohnt, die für ihn die Mietbe bezahlte, ist von 1886 bis 1892 nicht weniger benn ſechs. Strafen von 4 Wochen, 6 Monaten, 9 Monaten, 1 Jahr 6 Mo zehn Mal vorbestraft, darunter sechs Mal wegen Diebstahls mit naten Gefängniß und 1 Jahre Zuchthaus, ferner acht mal wegen Körperverlegung, Widerstandes gegen die Saatsgewalt und Be - Einem Vereins- Nothgeseb, daß sich auf die brohung mit Gefängnisstrafen bis zu 7 Monaten, hat sich unlängst Beseitigung des Verbots der Verbindung von politischen Ver- wegen seines Buhälterthums vor dem hiesigen Gerichte vereinen unter einander beschränkt, dürfte die Regierung zustimmen, antworten müssen und wurde nur deshalb freigesprochen, weil wie die Germania" vermuthet. ein zwingender, Beweis gegen ihn nicht geführt werden Wäre Fürst Bismarck noch Reichskansler, so würde der im tonnte. Und einen solchen Menschen, dem nebenher noch Reichstags Erfahwahl übrigen sehr patriotische, reichsfreundliche Herzog, ein Herr von Erfahwahl in Ruppin nationaler und tapferer Gesinnung, wohl binnen 24 Stunden nach Templin. Nach amtlicher Feststellung erhielten bei der am für eine Reihe von Jahren die bürgerlichen Ehrenred te Bekanntwerden jenes Grlaffes ersucht worden sein, einen Minister 2. d. Mts. im Reichstags- Wahlkreise Ruppin- Templin statt. aberkannt sein werden, wählen polizeiliche Unterbeamte, die doch anzustellen, der sich auf der Grundlage der heutigen Staats- und gehabten Stichwahl von 18 457 abgegebenen Stimmen Lessing der Kontrolle ihrer Vorgesetzten auch in diesem Punkte unters ( frf. Vp.) 9764 und v. Arnim( t.) 8648. Ersterer ist mithin Schaffner der Polizei in die Arme führe! Es wird wenige stehen sollten, zu ihrem Begleiter nach Frankfurt, damit er die Gesellschaftsordnung befinde." Die Neuesten Nachrichten" müssen sich gedulden. gewählt. Bei der nach der Hauptwahl vom 15. Juni 1893 noth- Leute geben, die die Benutzung eines derartigen Mannes ab= Sollten die unberechenbaren Fügungen des Schicksals einmal wendig gewordenen Stichwahl wurden 20 102 giltige und 64 feiten staatlicher Beamten, zu welchem Zwecke es auch sei, nicht den Freiherrn v. Stumm oder den Grafen Bismarck auf ungiltige Stimmen abgegeben; damals erhielt der freisinnige in ihren Empfindungen verletzt. Schon allein politische Klugden Freiherrn v. den Reichstanzlerseffel heben, dann können auch noch die Ranbibat 10 152, alfo 888 Stimmen mehr als diesmal, der heit müßte dazu führen, Anweisungen zu ertheilen, die eine von ihr gewünschten Brutalisirungen der Bundesstaaten" tonfervative Kandidat erhielt 9950 Stimmen, somit haben die man verhehle sich nicht, daß es genug Leute im Staate Wiederholung ähnlicher Vorkommnisse unmöglich zu machen.... wieder vor sich gehen. Konservativen diesmal 902 Stimmen verloren. Hieraus erklärt giebt, die für Aufrechterhaltung der behördlichen Autorität sich der Jammer der konservativen Organe. alles einzufezen gewillt sind, deren Rechtsbewußtsein aber durch Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. - Der Schußverband gegen agrarische Aus das Unwürdige, das in der Verwendung vielfach vorbestrafter, Der Rebakteur ber demokratischen Düsseldorfer Bürgerzeitung" schreitungen will auch mit babei gewesen sein bei bem übel berüchtigter und von ihren Mitmenschen mißachteter Leute Gottfried Stoffer 3, war wegen" Majestätsbeleidigung in zwei Fällen, wovon der eine ideell mit einer Beleidigung der Offiziere des Siege über einen der 27 Arnims in Ruppin Templin. Er läßt zu gedachtem Zwecke liegt, empfindlich verlegt wird, und die in Bardetorps tonturrirte, vom Landgericht Düsseldorf au 9 Monaten der Welt mittheilen, daß er der freifinnigen Volkspartei einen bem dadurch heraufbeschworenen Konflitte einen Kampf mit sich selbst führen müffen, um nicht angesichts solcher Vorgänge in das Gefängniß verurtheilt worden. Auf seine Revision wurde bas Geldbetrag von 1700 M. zur Verfügung gestellt habe. Urtheil vom Reichsgericht aufgehoben und die Sache an die Bei der Wahl in Ruppin Templin haben Lager der Oppofition hinübergetrieben zu werden." Was wird denn aber das Organ des Sachsenwaldes dazu Borinstanz zurückverwiesen, insoweit es die Beleidigung fich wieder die alten Drangfalirungen der nicht landrathfrommen der Offiziere des Gardekorps betraf, da nun Jdealkonkurrenz Wähler gezeigt. Nicht nur die Sozialdemokratie ist dem aus- sagen? Das wird doch gewiß den Fieterling, der an die mit einem Falle von Majestätsbeleidigung vorlag, mußte gefeßt gewefen. Folgende Mittheilung wird der Neuruppiner schönsten Zeiten der Aera Bismarck- Puttkamer erinnert, in Schutz auch hinsichtlich deffen die Aufhebung erfolgen.. Die Rassirung Beitung" aus Sieversdorf gemacht, über ein" Borkommniß nehmen. T Ueber ein ganz neues Preßvergehen ent reichend begründet sei, daß eine Beleidigung der Gardeoffiziere Gestüt. Bei der Vertheilung der Arbeiter gab der nimmt die Boffische Zeitung" Nürnberger Blättern fol in bezug auf ihren Beruf vorliege, da in dem Falle der Straf Oberamtmann jedem Arbeiter einen Arnim'schen Stimm- gende Mittheilung: Ein Kohlenhändler hatte Kohlen aus einem antrag des Kriegsministers nicht genüge. Darauf hat das zettel. Der Maurer Karl Müller tam nachträglich ins Komptoir bestimmten Werte angekündigt. Da nun behauptet wird, er bes Landgericht Düsseldorf am 27. März 1896 unter Berück- und wurde gefragt, ob er schon einen Wahlzettel habe. Als er ziehe von diesem Werte keine Koblen, wurde gegen ihn Unterfichtigung der vom Reichsgericht gegebenen Direktiven es bejahte, mußte er denfelben vorzeigen und dann angeben, von fuchung auf grund des Gesezes zum Schuße der Waarens den Angeklagten wieder zu neun Monaten Gewem er denselben erhalten habe. Er nannte den Arbeiter bezeichnung eingeleitet. Die Straffammer erklärte dies für un fängniß verurtheilt. In dem inkriminirten Artikel Wieder aufing, welcher ihm den Stimmzettel gegeben habe. Der zulässig, weil ein Preßvergehen vorliege, so daß die Sache eine Kaiserrede" war abgesehen von der angeblichen Majeftäts- Lessing'sche Bettel wurde sodann mit einem Arnim'schen um- nunmehr dem Schwurgericht verhandelt beleidigungen erwähnt, der Kaiser habe die Jarde" zum Kampfe getauscht. Nach dem Frühstück kam der Oberamtmann wird. Wir haben es hier wiederum mit einer mertgegen bas oppofitionelle Bürgerthum aufgerufen; daß dies einen Beder aufs Feld und fragte Laufing, ob er noch mehr Bette! würdigen Erweiterung des Begriffs der Preßvergehen zu Kampf mit geistigen Waffen geben werde, war bezweifelt, denn, habe. 2. gab offen den Sachverhalt zu, er habe von zwei thun, denn es ist doch ein höchst unbilliges Verlangen, daß der so war in dem Artikel ausgeführt, auch der verwegenfte Jarde- Betteln für Lessing einen derfelben auf dem Felde dem Müller verantwortliche Redakteur sich um das Ursprungszeugniß der in Lieutenant fängt feinen Streit an, wenn er weiß, daß seine Waffen gegeben. Laufing mußte sodann den Lessing'schen Bettel zeigen, seinem Blatte annoncirten Kohlen bekümmern soll, die mit dem fürzer sind, als die des Gegners." Das Gericht stellte feft, daß worauf der Oberamtmann diefen Bettel zerriß, Wesen der Preffe doch nichts zu thun haben. Das Vorgehen das Heranziehen der Garde vom Angeklagten gesucht und lediglich dann eine Vorhaltung machte, daß Laufing dem Löwen, der noch des Nürnberger Gerichts greift offenbar dein Gesetz über den unfeiner Absicht entsprungen sei, dem Stande eins auszuwischen, in- im Käfig fäße, die Thür öffnen wolle"(?) und dergleichen mehr. Lauteren Wettbewerb voraus, und zwar in irrthümlicher Andem er die Offiziere als beschränkte Menschen hinstelle. Es wurde Schließlich bemerkte er, daß er für solche Leute wie Laufing wendung. Vollkommen unbegreiflich ist es dem Laienverstande, weiterhin festgestellt, daß er die Offiziere nicht als Privatpersonen teine Arbeit mehr habe. Laufing forderte sich hierauf weshalb die Gerichte nicht gegen den Kohlenhändler vorgehen, des Urtheils wegen der Beleidigung erfolgte, weil nicht hin- auf dem töniglichen Friedrich Wilhelms Dor werden dessen Nnm« doch»wetfeNoS unter der Ankündigung gestanden dal, iin anderen Falle aber mit Leichtigkeit zu ermitteln ist. Die gesetzliche Verantwortlichkeit des Kohlenhändlers auf den„»er- antwortlichen" Redakteur abzuwälzen, das heißt diesen Begriff i» ebenso neuer wie unberechtigter Weise auslegen.— Kiel, S. Juni.(Privatdepesche d«S„vorwärts".) In dem Prozesse wegen der fürchterlichen Brückenkataftrophe auf der Germaniawerft am 14. August 1895, die 13 Menschenleben als Opfer forderte, wurden sämmtliche Angeklagte freigesprochen, der Werftdirektor Hagen, weil er nicht verpflichtet war. alles nachzusehen, der Erbauer der Brücke, der früher, Baggermeister Hinrichsen, weil ihm die Qualifikation alS Fachmann fehlte, der Platzmeister Ehrhorn, weil er unmöglich alleS übersehen konnte. Der Staatsanwalt hatte gegen Hinrichsen und Ehrhorn je 1 Jahr Gefängniß, bez. Hagen's Freisprechung beantragt. Es entsteht nun die Frage, ob die Staatsanwaltschaft gegen diejenigen Anklage erheben wird, welche den früheren Bagger- meister, dem die Qualifikation zum Brückenbau fehlt«, mit der Erbauung der Brücke betraut haben.— Elberfeld, 8. Juni.(Freie Presse.) Einem on-dit zufolg« sollen in den höheren Polizeiregionen von Elberfeld seit längerer Zeit schon Friktionen bestehen. Nach derselben Quelle soll der viel- genannte Polizeikommissar Kammhoff seine Stellung hier quittiren und in einem Privatdienst«ine ergiebiger« Stellung annehmen wollen. Ob dieser Austritt deS Kainmhoff aus dem Polizeidienst mit jenen Friktionen zusammenhängt, können wir nicht bestimmt bchaupten, wird aber verschiedentlich als sicher angenommen. Diese Friktionen sollen nach dem letzten großen Polizeiprozeß ein« bedeutsamere Schärfe angenommen haben. Wie dem nun auch sei, wir haben keine Ursach«, den«vent. Abgang des Kaminhoff irgendwie zu beklagen, aber auch zum Gegentheil kein« Veranlassung. Di» Thätigkeit dieses verdienstvollen Beamten auf politischem Gebiet war eher dazu geeignet, für unsere Partei Propaganda zu machen. Man erinnere sich nur der Vorkommnisse bei dem großen Sozialistenprozeß mit den Gewährsmännern und deren abstoßendem Gebahre», der vielen Versaiumlungsauflösungen, die durch Kainmhoff gethätigt wurden, und nicht zuletzt der vielen Hausdurchsuchungen, die dieser Be» amte namentlich in den Räumen vorgenommen hat, in denen die „Freie Presse" hergestellt wird. Freilich hat bei letzterer Thätigkeit der Kainmhoff keine süßen Früchte davongetragen und muhte zumeist mit leere» Händen von dannen ziehen. Einmal soll es sogar vorgekommen sein, daß der Kammhoff in einer gericht- liche» Untersuchungssache gegen die„Freie Presse" zu Protokoll gegeben habe, eine Hausdurchsuchung habe keinen Zweck, die Er- fahrung habe gezeigt, daß man in der„Freien Presse" doch nichts finde Es ist ja anzuerkennen, daß dies Erkenntniß, wenn auch lang- sam, so doch, wie Figura zeigt, sicher bei dem Kainmhoff aufge- dämmert ist. Seither ist man auch mit den Hausdurchsuchungen etwas sparsamer umgegangen und hat dann, wenn man solche für uöthig hielt, ander« Beamte dazu herangezogen— mit de», gleichen Resultat. Einer ganzen Reihe von Strafanzeigen gegen die verschiedenen verantwortlichen Redakteure der„Freien Presse" soll der ttammhoff ebenfalls nicht fern gestanden haben. Doch darüber sind die Akten noch nicht gänzlich geschlossen, und wenn «S wahr werden sollte, daß wir den Kammhoff als Polizei- kommissar verlieren, dann ist ja auch noch nicht aller Tage Abend.— München» 3. Juni. Die Kammer der Abgeordneten nahm mit 88 gegen 8 Stimmen den Militäretat für 1898/97» n- verändert an. Der Gesetzentwurf über die definitive Ver- wendung der Ersparniff« aus den für die in Frankreich nach dem Feldzuge gestellten Okkupationstruppen bezahlten Verpflegungs- gelber» wurde an den Finanzausschuh zurückverwiesen. Der Entwurf wollte die Summe, die etwa 800009 M. beträgt, als Stammkapital für den UnterstützungSverein der Hinterbliebenen bayerischen Offiziere verwendet sehen, während die Abgeordneten der Regierung anheimgestellt haben, bis zur nächsten Eesfion ein« neu« Vorlage fertig zu stellen, i» welcher dieHinterbltebenensämmtlicherVeterjanen berücksichtigt werden.— Tarmstadt, 4. Juni.(Gig. Bericht.) In der Z w e i t e n Kammer des hessischen Landtages stand wiederholt der Antrag deS ultramontancn Abgeordneten Wasserburg zur Berathung auf Einführung direkter Wahlen »um Landtag an stelle d«S bisherigen Wahlmännersystems. Vor einigen Monaten hatte die Kammer den Antrag an- genommen, die Erste Kammer hatte ihn jedoch abgelehnt. Ruw mehr hat sich auch die nationalliberale Mehrheit der Kammer wiedergesunden und den Antrag niedergestimmt. Weshalb auch «ine Ausnahme machen. Ihrem anderen Beschluß von früher, die Re- gierung zur Aufhebung des Weinsteuer-Gesetzes von 1878 aufzufor- dern, blieb indeß der Kammer treu und beschloß, den Betrag auS dieser Sleuer in Höhe von 200 000 M. aus dem Budget zu streichen. Die Erste Kammer hatte sich bekanntlich in ihrer letzten Tagung für Anstellung von weiblichen Fabrikinspektoren ausgesprochen, während die Zweit« Kammer sich mit der Annahme eines Antrages auf'Anstellung von Assistenten der Jiispekloren begnügt hatte. Die Mehrheit der Kammer war dieses Mal bereit, dem Beschluß der Ersten Kammer beizutreten. AlS jedoch Regierungsrath Emmerling die Erklärung abgab, daß die Regierung in daS nächste Staatsbudget die Anstellung von Assistentinnen vorsehen werde, sah die Kammer von ihrem Vorhaben ab und erklärte sich mit dem Vorgehen der Regierung einverstanden. Hesse» wird demnach der erste deutsch« Staat sein, welcher ivewliche Kräfte im FabrikinspcktoratZszur Verwendung bringt. Di« erste Anregung kam aber von den Sozialdemokraten.— Oesterreich. Wie», 5. Juni. Der Steuerausschuß setzt« heute Abend die Beralhung des Zucker st euer-GesetzeS fort. Im Laufe der Debatte wendet sich Abg. Groß dagegen, baß die Erhöhung der Prämien durch die erhöhte Konsumabgabe gedeckt werden soll; er beantragt Uebergäng zur Tagesordnung und eine die Aushebung der Zuckerkartelle bezweckende Resolution. Nach längerer Debatte, in welcher die meisten Redner für da» G«s«tz eintraten, wurde der Antrag Groß auf Uebergäng zur Tagesordnung abgelehnt. die von demselben eingebrachte Resolution jedoch a n g e n o m m« n; serner wurde das Eingehen in die Cpezial- debntte beschlossen, in welcher daS ganze Gesetz unverändert an- genommen wurde, nachdem der Finanzminister v. BilinSki sich gegen die von Peschka beantragte Erhöhung der Verbrauchs- abgab« auf 12 Gulden anstatt auf 13 Gulden ausgesprochen hatte. Ein Antrag des Abg. Kramar, die Marimalsumme der Ausfuhr- Prämien auf 10 Millionen Gulden festzusetzen, wurde abgelehnt.- Lemberg, 8. Juni. In der hiesigen Zitadelle erschoß sich gester»«>» Kadett des 80. Jnfanterie-Regiments. Dies ist seit Beginn des laufenden Jahres bereits der sechste Selbst- m o r d i n diesem Regiment. Erst vor einigen Tagen ivar «in Selbstmord gemeldet worden.— Frankreich. PariS, 6. Juni. Der Staatsrath hat in seiner gestrigen Sitzung die Gilligkeit der B esch la g u a h in« von M o b i l i e n derjenigen religiösen Gesellschaften anerkaniit, welche sich weigern, die Aboiuiementssteuer z» zahlen.-» Holland. Amsterdam, anfangs Juni.(Eig. Bericht.) Im Jahr« 1884 war die Masse deS niederländische» Volkes ergriffen von der Agitation für das allgemeine Wahlrecht. Mit großer Begeisterung wurden in verschiedenen Städten Versammlungen abgehallen, i» denen dieses erste Bolksrecht verlangt wurde, und im September desselben Jabres überreichten die von ihm gewählten Vertreter, nach einer imposauten Manisrstation im Haag, dem damaligen Minister eine Adresse, worin seine Forderung begründet war. Jetzt, nach 12 Jahren, während welcher Zeit durch ver- fchiedene Umstände eine unleugbare Erschlaffung in der Be- wegung eingetreten ist, sind wir endlich einen kleinen Schritt weiter gekommen auf dem Wege zum allgemeinen Wahlrecht. Nach langen Berathungen hat die zweite Kammer Artikel I. der Wahlrechtsvorlage van Hauten, nachdem sie einige Ver- änderungen erfahren hatte, mit 82 gegen 86 Stimmen an- genommen. Eine große Anzahl von Amendements, welche eine größere Ausdehnung deS Wahlrechts bezweckten, wurden durch eine aus katholischen, konservativ-liberalen und konservativ- antirevolutionären Mitgliedern bestehende Majorität verworfen. Mit dem Artikel 1, der bestimmt, welche Person«» das Wahl- recht ausüben dürfen, ist der wichtigste Theil deS Entwurfes an- genommen und es ist nicht zu erwarte», daß die Wahlreform jetzt noch erweitert wird. Das neue Wahl- recht ist noch immer ein Zensus- Wahlrecht, man hat die Schranke»ur ein wenig weiter gesetzt, indem man die erforderliche Summe, die der Wähler alS Steuer zu entrichten hat, herabgesetzt hat(so z. B. die Grundsteuer von 10 auf einen Gulden), und 2. neue Kategorien von Einwohnern zu der Wahlurne zuläßt, so Familienhäupter, die eine Wohnung inne haben, für welche eine für jede Gemeinde absonderlich festgesetzte Miethe bezahlt wird, oder auch solche, die ein Fahr zeug von 24 cbm inne haben; Personen, die eine bestimmte Zeit im Dienstverhältnisse zu einer und derselben Person gestanden haben oder im elterlichen Betriebe wirksam waren und einen für jede Gemeinde festgesetzten Lohn verdienen; auch die Pension, die jemand vom Staate oder der Gemeinde bezieht, wird zu dem Lohne gerechnet. Schließlich sind noch Wähler solche Personen, die 100 Gulden in National schuld oder 50 Gulden in den Relchspost-Sparkassen hinterlegt haben oder einen bestimmten FähigkeilSnachweiS geliefert haben Dem gegenüber hat nian das für die Wahlberechtigung erforderliche Alter von 28 auf 25 Jahre erhöht. ES kann nicht wunder nehmen, daß das Volk ohne jede Begeisterung die Annahme dieses elenden Machwerkes des Ministers van Honten hinnimmt. Wegen der politischen Indolenz. in die eS seit einigen Jahren verfallen ist, mag es sich die Be> leidigung, mit einem derartigen Linsengericht abgefunden zu werden, gefallen lassen. Das ist alles. Wir hoffen aber, daß von min an eine neue Epoche ansängt. Es kann nicht aus bleiben, daß das Eintreten eines Theiles der Arbeiterschaft in die politische Arena die noch zur politischen Unmündigkeit ver- urtheilten Arbeiter eifersüchtig macht. Sie werden sich ihres uu- würdigen Zustande? mehr als bisher bewußt werden, und»in »rneuerteS Auflebe» der Agitation für das allgemeine Wahlrecht wird davon die Folge sein. Ein Glück ist es. daß ein« zwar noch kleine, aber zielbewußt« sozialdemokratische Arbeiterpartei dm steht, um die Lage auszunützen und den neuen Wählern den richtigen Weg zu zeigen. Die Anhängerschaft Domela NieuwenhniS', die durch ihre verwirrten und verwirrenden Phrasen auch einen Theil der Arbeiterschaft lahm gelegt hat, schmilzt zusammen und bietet den Arbeitern außer der gewerb schaftltchen Thätigkeit, die auch von der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei propagirt wird, nur noch öffentliche Lustbarkeiten die nicht einnial zur allgemeinen Zufriedenheit verlaufen. Der letzte Kongreß der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei hin- gegen hat seine Wirkung nicht verfehlt. Neue Abtheilungen sind hinzu gekommen, und die bestehenden Abtheilungen sind an Mitgliederzahl gewachsen. Wir haben daher guten Grund mit der größten Zuversicht weiter zu kämpfen, und, wenn es uns gelingen sollte, bei den erftfolgenden Wahlen»ach dem neuen Wahlgesetz auch»ur einen Kandidalen durchznbringen, so haben wir schon viel gewonnen, und nicht lange wird es mehr dauern, bis die Sozialdemokratie auch in den Niederlanden den ihr zukommenden Platz im politischen Leben eingenommen haben wird.— England. London, 4. Juni. Unterhaus. Der Statßsekretär für die Kolonie» Ehamberlain erklärte, er hege infolge amtlich ihm zugegangener Nachrichten keinen Zweifel, daß Cecil Rhodes nicht die Kontrolle über die Zivil- und Militärangelegenheitcn in dem Gebiete der Chartered Company übernehme. General Earriugton befehlige sämmtliche znr Bekämpfung der Matabili im Felde stehende» Streitkräfte. G r e y sei Administrator der Chartered Company im Matabtliland, aber nicht Betriebs direkt or.— Die„Times" setzen die Hetzerei gegen die TranSvaal-Republik fort. Sie bringen aus Kapstadt eine Depesche:„Die Vertreter der Netherland-Eisenbahn-Gescllschaft und die Regierung von Transvaal mache» große Anstrengungen, das Oranje-Freistaatz Eisenbahnnetz sich zu sichern. Sie haben angeboten, die Garantie für eine Anleihe von 5 bis 6 Millionen Pfund Sterling zu übernehmen. Tie Retherland-Eiseubahn-Gesellschast und die Holländer in Pretoria warten»ur darauf, da« Oranje- Freistaat-Eiseubahnnetz an sich zu bringen, um die Delagoa-Bai für sich auszuinitzen und die englische» Interessen zu schädigen Wenn die Buren über ihre eigenen Eisenbahnen selbst be- stimmen wolle», so ist da? jedenfalls ihre Sache. Da habe» die Engländer nichts dreinzureden.— — Im englischen Unterhause ist durch L a b o u- chere und Harcourt die Regierung wegen deS Sudan- f e l d z u g e s interpellirt worden, hat sich aber durch diplomatische Winkelzüge um jede wirkliche Aufklärung herum gewunden.— Italien. Rom, 5. Juni.(Eig. Ber.) Die Stadt Rom, welch« keine eigene Industrie von»enueuswerther Bedeutung besitzt, ist trotzdem oder vielleicht eben deshalb in den letzten Jahren wiederholt der Schauplatz zweiselhafler ökonomischer Unternehmungen gewesen von denen man mit einem Male die Vorbereitimg eineS u» erhörten Wohlstandes erwartete. Dahin gehörte die Bnnspekulatiou der achtziger Jahre, die mit einem völlige» Bankrolt endigte und deren Folgen noch heule nicht überwunde» sind; dahin gehörte auch das von dem bekannte» Baccelli protegirte Projekt einer Metall industrie-Ausstellung in Rom, das glücklicherweise an dem Wider stand des Ministeriums Giolitli scheiterte. Wer die nicht sehr saubere Agitation miterlebt hat, welche zu gunsten dieser beiden Unternehmungen ins Werk gesetzt wurde, wird nicht ohne Miß- trauen die Ankündigung eines neuen Unternehmens vernomnien haben, welches jetzt als Universalheilmiltel für die ökonomische Rolhlage der Stadt Rom angepriesen ivird und daS den Titel: „Rom Seehufen"! führt. Es handelt sich darum, an der Tibermündung, bei Ostia, einen Seehafen ersten Ranges zu bauen und diesen mittels einer direkle» Bahn mit Rom zu verbinden. Zwei englische und belgische Bankhäuser haben sich bereit er- klärt, dieses Unternehmen durchzuführen. Wozu der projektirte Hasen eigentlich dienen soll, wird nicht augegeben; man be- schränkt sich aus die allgemeine Boraussetzung, daß es in der Stadt und Provinz Rom nur deshalb weder Industrie noch intensiven Ackerbau gebe, weil es an einem Hafen fehle, der Rom in direkte Verbindung mit dem Weltmarkt setze. Die Be- dingungen, unter denen die auswärtigen Bankhäuser das Unter- nehme» durchführen wollen, klingen, so weit man sie kennt, für den Staat nicht allzu belastend; aber wen» sich schließlich her- »usstellen sollte, daß die ganze Hafenunternehmung nicht im stände ist, an der wirlhschaftlichen Lage der Landschaft und Stadt etwas Wesentliches zu ändern, dann find auch die ver- hältnißniäßig nicht starken Zuschüsse, welche man vom Staat verlangt, weggeworfenes Geld. Zunächst bedient man sich zur Agitation für das Projekt des Huiweises daraus, daß die Hasen- und Bahnarbeiten zahlreichen Arbeitern, die seit der Bau- spekiilation, die sie»ach Rom rief, unbeschäsligt geblieben sind, Arbeit verschaffen werde; und man sucht dies« beschästigungs- losen Arbeiter zu gunsten des Projekts in Bewegung zu setzen. Natürlich ist dies nicht der Zweck des Unteruehmeus. Dasselbe wird nicht günstig beurtheill werden können, wenn man be- rücksichtigt, was für Elemente zu seiner Empfehlung auftreten. Besonders scheint der bisher von Crispi aus Staatsmitteln unterstützte Theil der hauptstädtischen Presse in dem HafenprojeU einen Ersatz für jene jetzt versiechende Geldquelle zu erblicken.— - ZumFriedenSschluß mit Abessynten schreibt die„Neue Zürcher Zeitung": Der in Zürich lebende alS Vertrauensmann deS Königs Menelik bekannte Ingenieur Jlg hielt sich in den letzten Wochen wiederholt in Rom auf. Jlg wird, wie genanntes Blatt wissen will, nächste Woche aus dem kürzesten Wege zu Menelik reisen mit einem Präliminarvertrag, welcher bestimmt, daß Italien ans den Verlrag von Ucciali, aus das Protektorat und auf die Bedingung verzichte, daß Abeffynien unter kein anderes Protektorat treten dürfe. Als Grenze werde der Marebflnß festgesetzt, Jlg glaubt, von Menelik die Freigabe der Gefangenen erlangen zu könne». aber erst nach dem endgiltigen Friedensschlüsse; darum sei auch von einem Lösegelds in dem Bertrage nicht die Rede. JtaUe» verpflichte sich überdies, dem Negus die Verpflegung und den Trausport der Gefangenen zu vergüten. Jlg werde über Obeck reisen und hoffe, in fünf Wochen mit Menelik in Entoto zu- samnienzutreffen.— Massanah, 8. Juni. Der Prozeß gegen General Baratieri hat gestern begonnen. Nach Verlesung der An- klageschrift wurden von der Vertheidigung sechs Nichtigkeits- einwände gegen die Strafuntersuchung erhoben, welche jedoch abgewiesen wurden. Auf Verlangen der Änklagebehörde schloß das Gericht den General Baldissera als Entlastungszeugen ans. Danach begavn Baratieri sein Verhalten genau auseinander- zusetzen, doch wurde die Verhandlung wegen des erschöpften ZustandeS Baratieri'S aus heute Vormittag vertagt.-- Spanien. Madrid, 5. Juni. Unter den B-setzeSvorlagen, welche dem Vernehmen nach der Finanzminister im Parlamente einbringe» wird, soll sich auch eine befinden, durch welche auf die Einfuhr ausländischer Kohlen«in Zuschlagszoll von einer Peseta per Tonne gelegt wird.— Barcelona, 6. Juni. In der Nähe der Kathedrale wurden zwei Orsiniboinben aufgefunden; dieselben sind dem Arsenal über« geben worden, um analystrt zu werden.— Türkei. — KretensischeS. In A t h e» eingetroffene Depeschen auS Canea melden, daß nunmehr 18000 Mann türkischer Truppen auf Kreta seien. Die Plünderungen der christlichen Dörfer durch die Muhamedauer dauerten fort. Dem russischen Konsul in Canea wäre berichtet worden, die Truppen aus Zeit»», welch« gestern in Canea gelandet seien, hätten geplant, mit Unterstützung der orlsangesessenen Muhamedauer die Stadt zu plündern. In türkischen Kreisen versichert man, im Besitze von Beweisen zu sein, daß der Aufstand auf Kreta von griechischer Seite unter st lltzt werde, da unter den bei den Aufständischen vorgefundenen Kriegswnffen sich auch solche griechischer Herkunft befänden. Eine» niit den seitens des russischen Geschäftsträgers bezüglich Kreta's bei der Pforte er- hoben«» VorsteUungen analogen Schritt hat auch der französische Botschafter in Konstanlinopel Canibon unternommen, indem er der Pforte den Rath ertheilte, nach Unterdrückung des Auf- standes im eigenen Interesse den Bertrag von Haleppa wieder aiizuerkennen. In hiesigen diplomatischen Kreisen hält man die Fortsetzung der Versuche Griechenlands, eine diplomatische Intervention in der lretenfischen Frage herbeizuführen, für wahr- scheinlich.— Amerika. — Die Währungsfrage wird in der amerikanischen Präsidentschaflskampagne voraussichtlich eine grobe Rolle spielen. Während die Demokralen sich der freien Silberausprägung zuneigen und eine ihrer Staatslonventionen sich bereils sür ein gesetzliches Verhältnis des Silbers zum Golde wie 1 zu 16 ausgesprocheil bat, meldet ein« Depesche ans N e w- I o r k, in dortigen Finanzkreise» verlaute, der Brief, in dem Mc. Kinley die republikanische Kandidatur sür den Präsidentenposten annehme, iverde sich offen für Goldwährung und daS republikanisch« Programm aussprechen.— Em Stück unZttPtimdtfckev Ktvüeitevüemesuns. AuS Budapest wird uns geschrieben: Mit der Schmach innerer Zerwürfnisse und Streitigkeiten ist die ungarisch« Arbeilerbewegung in den Augen der auS« ländischen Genossen behaftet. Wie überall, Ivo die moderne Arbeiterbewegung mistritt. stelle» sich auch in Ungarn Männer, frei von jedem Hinter- gedankeu mit Ausopserung und Hingabe für den Be- sreiungskampf des Proletariats zur Verfügung. Und obzwar Erfolge auf dein Gebiete eineS KamvfeS viel von der Gewandtheit und de» persönlichen Fähigkeiten dir Führer abhänge», die diesen Kampf leiten, so sind doch nach dieser Richtung auch gewisse Schranken gezogen, deren Nicht- beachlung räckwirtend den Mulhigsten in diese Grenzen weist, ost aber mit den verhängnißvollsten Folgen. Zu den Pfingstseiertageli tagte i» Budapest der vierte Parteilag der»ngartändischen Sozialdemokratie, der laut Be- stimmuug des im Jahre 1894 stattgehabten und von der auf jenem Kongresse gewählten Parteileitung einberufen wurde. Die eigenen Kräfte überschätzend und oo» sanguinischen Voraussetzungen über die zur Verfügung gestandenen ivtiltel, ivie aber auch über daS thatsächlich in der Bewegung bestandene Be- dürfniß nach einem täglich erscheinenden Parteiblalte, unlernahm mn» im verflossene» Jahre die Herausgabe eines solche». Am I.Mai 189S ist dasselbe erschienen, nicht ohne schon denKei», seines Untergangs in sich getragen zu haben. Die Mittel znr Herausgabe suchte man in. Kreise der Genossen im Wege von Authcilscheinen(Aktien) uutzubringeu, und du die«rfordeiliche Summe nicht zur erhofften Zeit aufgebracht werden konnte, ließ man sich die Kaution(sie das Preßgesetz bestimmt) von einer kapitalistische» Unternehmung, die auch den Druck des Blattes besorgte, bei der Behörde erlege». Nicht lange und der Konflikt des Geldsackes mit de» Be- stredungen eines sozialdemokratischen Blattes trat zu tage. Man entzog dem Blatte die Kaulion, wonach eS nicht mehr über Politik schreibe» durfte, und dadurch die Vorbedingung für den agttalorischen Erfolg eines Tageblattes verlor. In dieser»»- erquickliche» Lage, da das Fiasko einem jeden vor Auge» lag, iittsestelte» sich persönliche Leidenschaften in, engeren Kreise der Genossen, die noch daS ihrige dazu beitrugen, de» Fall des Blattes zu beschleunige». Persönliche Interessen platzte» aus- «inander and der leidige Pnrleikonflikt trat in die Oeffentlich- keit. von du ad wäre gut, loeuu der Schleier der Vergessenheit .e eher je besser»uf die nun folgenden Ereignisse gedeckt würde. Bei den äußersten Anstrengungen einzelner Genossen mußte dennoch die Herausgabe veS Tageblattes eingestellt und die Zeitung als Wochenblatt weiter erscheinen. Zersprengt, in Erbitterung und enttäuschter Hoffnung nieder- geschlagen, hat sich ein großer Theil der aktiven Elemente zurückgezogen, ei» underer Theil wurde zu cachsüchiige» Zwecken von einzelnen Personen mißbraucht, um obendrein den jeinben der Eozialdemokralie Freude zu beretten. Die besonneneren Elemenle schlössen sich eng der Partei- leitung an, obzwar niemand dieselbe von taktischen Fehlern in der ganze» Sache freisprach. So war es möglich,«ine gänzliche eigene Randidaten aus agitatorischen Rücksichten aufzustellen. 0 ,, Vorwärts" entstehen konnten, wollen wir bemerken, daß wir Auflösung der Partei zu verhüten und die Kräfte soweit wieder barum, bas so glücklich eingeführte Inftitut entsprechend fort- Blatner engagirt. Ob die Hoffnungen bes Fabrikanten damit zu sammeln, daß der regelrechte Parteitag einberufen werde konnte, zuentwickeln." in Erfüllung gehen, bleibt abzuwarten. Ueberhaupt ift Herr der in bezug auf die Anzahl seiner Theilnehmer alle vorherigen ,, Sozialreform in Oesterreich" ist der Titel eines vor Erpel wenig wählerisch in der Wahl seiner Mittel. So hat derübertraf. furzem im Verlage der ersten Wiener Volksbuchhandlung als felbe ohne jede erkenntliche Veranlassung am vergangenen Es waren auf demselben aus Budapest 27 Organisationen Broschüre erschienenen Vortrages von Gen. Dr. Leo Berkauf. Donnerstag einen der Streifenden mehrere Male mit einem mit 54 Mandaten, von der Proving 46 Orte mit 80 Mandaten In derselben wird eine Taktik an der jüngst dem österreichischen Stock über den Kopf geschlagen. Natürlich setzte sich vertreten. Aus dem Parteiberichte, der als erfter Punkt zur Abgeordnetenhause zugegangenen Gewerbenovelle geübt. Ab- der Geschlagene hiergegen zur Wehr und wird die AnVerhandlung gelangte, ist trotz der störenden Ereignisse der ver- gefehen von einer Einleitung enthält die Schrift folgen- gelegenheit noch vor dem Strafrichter ein Nachspiel haben. Da floffenen Periode ein nicht unbedeutender Fortschritt der Be des Kapitel: Der Der Befähigungsnachweis, die Gewerbe. bisher die Gerichte bei derartigen Ausschreitungen, wenn sie von wegung ersichtlich. Es haben sich in dieser Zeit in Budapest 13 Fach genossenschaften, der Arbeitsvertrag und seine Beschränkungen, Arbeitern verübt wurden, sehr harte Urtheile fällte, so dürfte, und 5 Arbeiterbildungsvereine, in der Provinz 14 Fach- und bie Genossenschafts- Krankenkassen, das Straffyftem der wenn mit demselben Maaß gemessen würde, dem Herrn für 25 Arbeiterbildungsvereine gebildet. Die Verfolgungen vermehrten Gewerbe Ordnung. Die Schrift, die 20 Pfennige toftet, alle Zukunft ein derartiges Benehmen gegen seine Arbeiter sich mit der Ausdehnung der Bewegung. Preßprozesse hatte die informirt aufs beste über die in Desterreich geplanten Reformen vergeben. Wahrscheinlich wird Herr Erpel in auswärtigen Partei in der Hauptstadt 26 zu bestehen, wovon 6 mit Frei auf dem Gebiete der gewerblichen Gesetzgebung. Bei der ständigen Beitungen Arbeiter suchen. Die Schuhmacher werden deshalb spruch endeten; in 20 Fällen wurden 1124 Tage Gefängniß zu Berufung unserer Innungszöpfe auf das Beispiel Desterreichs gebeten, darauf acht zu geben und den Zuzug streng fernzuhalten. erfannt. Wegen fonfliger Bergehen und Verbrechen wurden und mit Rücksicht auf die demnächst uns im Reiche beschäftigenden Die Agitations- Kommission. 155 Genoffen zu 18 245 Tagen Gefängniß verurtheilt.. Der Reformpläne des Herrn v. Berlepsch wird es sich empfehlen, von Den Stockarbeitern geben wir bekannt, daß die Angelegen Parteibericht wurde gegen 8 Stimmen zur Kenntniß genommen. dem Inhalte der Berkauf'schen Schrift Kenntniß zu nehmen. heit in der Werkstatt Gembecki, Berlin, Wilhelmstr. 124, erlebigt Bei der Verhandlung über taktische Fragen wurde beschloffen, bei den folgenden allgemeinen Wahlen in den Reichstag Reich über deutsche Häfen, Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam Ueberstundenarbeit nicht mehr stattfindet. Um Mißverständnissen Die überseeische Auswanderung aus dem Deutschen ist, indem uns das feste Versprechen gegeben wurde, daß die überall bort, wo sich eine genügende Anzahl Genoffen vorfindet, belief sich nach den Zusammenstellungen des Kaiserlichen Statisti- vorzubeugen, die nach dem Versammlungsbericht in Nr. 128 bes Der intereſſanteſte Punkt, per zur Verhandlung stand, war schen Amts in den Monaten Januar bis März 1896 auf 6096 über das persönliche Benehmen des Werkführers durchaus nicht Personen. Hiervon tamen aus der Provinz Posen 860, aus bie Zandarbeiterfrage. Nicht etwa, daß man hier weitausholende Bayern rechts des Rheins 496, ber Provinz Brandenburg mit auflagen haben. Es war in der Versammlung lediglich be auf wissenschaftlichen Argumenten beruhende Ausführungen über Berlin 454, Hannover 424, Westpreußen 396, Pommern einflussen lasse und so die Fühlung mit den Arbeitern verliere. hauptet, daß der Werkführer sich zu ſehr von seinen Chefs bedie auf diesem Gebiete zu befolgende Taktik zu hören bekommen 396, Schleswig Holstein 361, dem aus hätte, wie dies beispielsweise am Parteitage in Deutschland der Württemberg Königreich Die Arbeiter der Stockfabrit Gembecki, Wilhelmstraße. 812, der Provinz Rheinland 271, dem Fall war. Hier handelte es sich nicht um Theorien, Königreich Sachsen 269, aus der Rheinpfal; 233, der Provinz Ein Streik der Landarbeiter erregt die Gemüther in sondern man forderte ein praktisches Eingreifen, um die Lage Heffen- Nassau 161, der Provinz Sachsen 145, Westfalen 138, Arnswalde. Der Besitzer des Rittergutes Schulzendorf hatte durch des proletarisirten Bauern und Kleinhäuslers in absehbarer Zeit Ostpreußen 181, Schlesien 123, aus dem Großherzogthum Baden einen Vermittler 90 polnische Landarbeiter( 30 Männer und einer Befferung zuzuführen. Es waren 48 Delegirte anwesend, die dem Feldarbeiterstande 120, Dibenburg 74, Seffen 66, Mecklenburg- Schwerin 52. Der 60 Frauen) angeworben, welche vor sechs Wochen angekommen Es waren 48 Delegirte anwesend, die dem Feldarbeiterstande Rest von 614 Personen entfällt auf die übrigen Gebietstheile waren. Bald kam es zwischen dem Gutsherrn und den Arbeitern angehörten und in ihrer schlichten Manier die Leiden schilderten, des Reichs. An der Beförderung dieser Auswanderer sind die 3 Differenzen, in deren Folge einzelne Arbeiter die Arbeit denen sie durch die Anwendung des fapitalistischen Betriebes bei beutschen Häfen mit 4855 Personen betheiligt, und zwar gingen niedergelegt hatten. Am letzten Sonnabend nun wurde den der Landwirthschaft ausgesetzt sind. Sie sehen den Abgrund vor über Bremen 2467, Hamburg 2065, Stettin 323. Von Antwerpen Leuten nur ein kleiner Theil des verdienten Lohnes ausgezahlt ihren Augen, da die Anwendung der Technik nicht nur immer reisten 899, von Rotterdam und Amsterdam 842. Ueber deutsche und ihnen bedeutet, daß der stehengebliebene Lohn einbehalten mehr Hände bei der Arbeit entbehrlich macht, sondern durch Häfen wurden außer den 4855 Deutschen noch 21 154 Aus- würde, um weitere Arbeitseinstellungen zu verhindern. Auf das Die Konkurrenz immer neue Massen aus dem Bauern= wanderer aus fremden Staaten, und zwar über Bremen 13 702, Borhalten der Arbeiter, daß fie mit so wenig Geld nicht leben stande in das Proletariat schleudert. Ungarn hat nach Hamburg 7824, Stettin 128 befördert. tönnten, tam es zu Streitigkeiten, die in Gewaltthätigkeiten und dieser Nichtung seine eigenartige Entwickelung, da ea Arbeiterrifiko. Ein schwerer Unfall ereignete sich nieder und wandten sich an die Bel örde von Arnswalde um Körperverlegungen ausarteten. Die 90 Arbeiter legten die Arbeit Bauerstädte oder Gemeinden aufweist, in denen bis zu 30 000 Landarbeiter an einem dieser Orte wohnhaft sind und von denen am 2. Juni in den Bergwerken von Rochebelle durch Entzündung Schutz und Reisegeld. Auf Vermittelung der Behörde hin wurden kaum mehr als der vierte Theil, auch noch weniger, am Orte von schlagenden Wettern. 25 Bergleute kamen hier die Arbeiter am Dienstag auf Kosten des Arbeitgebers nach ihrer Arbeit findet; diese sind daher gezwungen, sich im ganzen Lande zu zerstreuen, um theilweise bei Dammbauten und Fluß Die französische Regierung hat sofort nach Eintreffen der Heimath befördert. regulirungsarbeiten ein fümmerliches Brot zu finden. Die Industrie, Nachricht von dem Grubenunglück in den Berg- Kongreft ist zum 13. und 14. Juli d. I. nach Eisenach eindie trotz großem Geschrei unserer Patrioten noch auf schwachen werken von Rochebelle im Gard Departement die berufen. Als provisorische Tagesordnung ist aufgesetzt: 1. GrFüßen steht, ist nicht im stande, die ihrer Existenz beraubte Land- nöthigen Maßnahmen ergriffen, um den Hinterbliebenen der ledigung der geschäftlichen Angelegenheiten. 2. Die Bewegung in bevölkerung zu absorbiren. Durch diese Thatsache ist der Sozial- 25 Bergleute zu Hilfe zu kommen. der Konfektions- Industrie.( Bericht der Fünferkommission. 3. Die demokratie ein dankbares Feld geboten, da unter solchen UmForderungen der Schneider und Näherinnen an die Gesetzgebung. ständen der revolutionäre Gedanke überaus reiche Nahrung in 4. Presse und Agitation. 5. Der internationale Sozialisten- und diesen Verhältnissen findet. Gewerkschaftskongreß und die internationale Schneiderfonferenz in London. Dem Kongreß wird sich sodann der Verbandstag der Schneider- Organisation anschließen. so bei um. SO Gewerkschaftliches. " Ein allgemeiner Schneider- und SchneiderinnenMan war auch diesmal, wie beim Rongresse 1894 höchlich Zur Lohnbewegung der Tabakarbeiter. Der Arbeiter liberrascht, von diesen schlichten Bauern Reden vorgetragen zu schaft Berlins und Umgegend zur gefälligen Nachricht, daß die hören, die nicht nur in ihrer Begeisterung und ihrem Feuer den Fabrikanten Barkey, Kastanien- Allee 55, Bennewiß, Badstr. 23, Von der Lohnbewegung der Leipziger Sattler. In ungarischen Charakter widerspiegelten, sondern in ihrer Form und Dünnebach, Dragonerstr. 47, Gnida, Rheinsbergerstr. 62, Rendihrem Aufbau allen Regeln der Rhetorit entsprachen, aber auch be- schmidt, Huppinerstr. 19, Schmidt, Prinzenstr. 62, von der am einer am Mittwoch Abend in Leipzig abgehaltenen Versammlung 23. Mai in Nr. 119 des Vorwärts" veröffent der Sattlergehilfen, welche von etwa 120 Personen besucht war, fundeten, daß diese Redner über die Ziele der Sozialdemokratie ganz lichten iste derjenigen Fabritanten, welche den wurde, der Leipz. 3tg." zufolge, mitgetheilt, daß die haupt im klaren find. Alle Einwürfe, die gegen die Sozialdemokratie, o tarifmäßigen Lohn nicht zahlen, durch ihre nachträglichen sächlichsten Fabrikbetriebe und größeren Werkstätten die Gehilfenauch in bezug be3 Grundauftheilens gemacht werden, wurden Erklärungen der Lohnkommission gegenüber zu streichen forderungen- 18 M. Mindestwochenlohn, 91/ aſtündige Arbeitsvon diesen Landarbeitern fo meisterhaft widerlegt und sind. Gleichzeitig machen wir die Tabatarbeiter auf die seit 2c.- mit mehr oder weniger geringfügigen Modifikationen so nach gewiesen, daß der Ausnahmezustand, der auf grund eines ministeriellen Erlaffes im ganzen Alföld( Tiefland) aufrecht am Dienstag, den 9. Juni, abends 82 Uhr, bei Gründel, bewilligt hätten. Auf grund dessen wurde beschlossen, in einen erhalten wird, gegen den Fortschritt des Sozialismus Brunnenstr. 188( bei dem Rosenthaler Thor), stattfindende große allgemeinen Ausstand nicht einzutreten, sondern lediglich über die nichts helfe, daß wirklich berufene Vertreter der Bourgeoisie öffentliche Versammlung( Tagesordnung siehe Inserat) mit dem einzelnen Werkstätten, deren Inhaber den Gehilfentarif nicht andaran sehr lehrreiche Studien machen konnten. Bemerken aufmerksam, daß der Versammlung seitens der Lohn- erkennen, die Sperre zu verhängen. Ueber den Ausstand der Schiffsentlader in Norden= kommission wichtige Beschlüsse unterbreitet werden soln und erwartet lettere, daß die Tabatarbeiter sich recht zahlreich an dieser ham berichtet die„ Weser Zeitung" weiter: In einer Vers Versammlung betheiligen werden. Die Lohnkommission. ſammlung, die am Montag Abend stattfand, wurde beschloffen, Die selbständigen Müzenmacher rüften sich gegenwärtig erhalten, da in allen anderen Unterweserhäfen der gleiche Tage die Forderung von 4 M. für den Tag unbedingt aufrecht zu behufs Aufbesserung ihrer äußerst traurigen Lage zu einer Lohn- lohn gezahlt werde. Es sind bereits 4000 m. von dem Berband bewegung. Die Löhne sind in den letzten Saiſons um 25 pCt., ber Hafenarbeiter in Hamburg für die Ausständigen bewilligt, ja bei einzelnen Artikeln sogar um 50 pet. reduzirt worden, hinzu weitere 4000 m. stehen zur Verfügung. Die Arbeiter, die am fommt, daß der Selbständige fast jede Saison neue Formen Dienstag hier eintrafen, erhielten je 10 m. und Mittagessen, bringen muß, um Arbeit zu erhalten. Die Untoften hierfür, worauf sie mit dem Mittagszuge Nordenham wieder verließen. den Arbeitsraum, sowie für den Werkzeug Nähmaterial, Seit dieser Zeit ruht die Arbeit vollständig. Watte u. f. w. fällt demselben zur Last. Es ist von der bestehenden Organisation sowohl, als von der gewa Straßburg i. E. haben nach einer Mittheilung des„ Elsäffer" gewählten Die Holzarbeiter der Möbelfabrik Ehrhardt Friese in Fünferkommission eine umfangreiche Agitation entfaltet und hofft Die am Rongreffe vertretenen Elemente der Opposition be- man in anbetracht der guten Geschäftskonjunktur auf einen gün- wegen Lohnstreits die Arbeit niedergelegt. 13 stigen Verlauf der Bewegung. Leider ist die Organisation der flanden aus 18 Mann hoch, welche bei entscheidenden Fragen ehilfen augenblicklich sehr schwach und lehnen sie es auch aus gegen die Anträge der Majorität stimmten. Gewiß sind auf diesem Kongresse nicht alle Fragen zur Be- finanziellen Gründen ab, mit den Selbständigen Hand in Hand Die Fünfer friedigung aller Anwesenden erledigt worden; es ist auch nicht gegen das Fabrikantenthum zu kämpfen. anzunehmen, daß die persönliche Erbitterung einzelner Theilnehmer om mission. J. A.: W. Thomsen, Weißenburgerstr. 23, vermindert wurde, aber vieles ist geklärt und es hat sich gezeigt, vorn 4 Tr. daß, solange die Gemüther in der Hauptstadt noch nicht ganz beruhigt sein werden und einzelne theils in ihrer Sturzsichtigteit, theils aber auch aus Bosheit in ihrer Keiltreiberei fortfahren, die Parteileitung in der Proving aber auch in der groß über wiegenden Mehrheit der Genoffen Budapest's ihre sichere Stüße findet. In einer Resolution wird ausgesprochen, für den Herbst dieses Jahres wie es schon verflossenes Jahr von der Proving angeregt einen Landarbeiter- Kongreß einzuberufen behufs Feststellung eines Organisationsplanes und eines einheitlichen Programmes in bezug der Lohnforderungen und der Arbeitszeit bei der Felbarbeit. Es wurde auch beschloffen, zur Förderung dieser Bewegung ein wöchentlich erscheinendes Blatt herauszugeben. In weiterer Verhandlung wurde ein Organisationsplan für bie Partei angenommen. Forderungen in bezug des Vereins-, Bersammlungs- und Koalitionsrechts wurden aufgestellt, sowie auch über die Preffe eine Resolution beschlossen. In bie Barteileitung wurde ein großer Theil der früheren Parteileitung angehörenden Genossen wiedergewählt. Es wurde auch beschlossen, von nun an aüjährlich einen Barteitag abzuhalten, wo dann entstehende Differenzen schneller ausgeglichen oder begangene Fehler leichter gut gemacht werden können. Jedenfalls wird nach dem Kongresse eine neue lebhaftere Thätigkeit in der Bewegung playgreifen, um der Organifation des Proletariats für seinen Befreiungskampf vorwärts zu helfen. Soziale Mebericht. " eines N V Eine Depesche aus Paris meldet zu dieser Frage ferner: Die Delegirten fämmtlicher Syndikate der Eisenbahn- Beamten Frankreichs haben gestern eine geheime Sigung abgehalten, in welcher über einen eventuellen allgemeinen Ausstand berathen Arbeiter, auf dem 180 Arbeiter Fachvereine vertreten sind, Der 7. Landeskongreß der französischen Eisenbahnwurde am 4. Juni eröffnet. Zwei Punkte der Tagesordnung sind besonders erwähnenswerth, nämlich derjenige des Ausstands. rechtes und die Frage, ob das Eisenbahnarbeiter= Syndikat Eisenbahn Aktien erwerben soll, um seinen Mitgliedern Ueber den Ausstand der Angestellten der Privatpost den Zutritt zu den Generalversammlungen der Aktionäre geht uns folgende Mittheilung zu: Von der Direktion wurden zu ermöglichen. Das Prinzip dieser Taktik war bereits eines Delegirten von Bordeaux gestern die Ausständigen aufgefordert, ihre Uniform und voriges Jahr infolge sonstige der Gesellschaft gehörige Gegenstände abzuliefern. angenommen worden, der damals äußerte: Unsere Aktien Auf dem Hauptamt in der Niederwall Straße entwickelte werden das Brecheisen sein, welches im stande" ist, die Geld. sich deshalb ein lebhaftes Rommen und Gehen. Vor der Thür schränke der Kompagnien aufzusprengen." batten mehrere uniformirte Polizeibeamten Bosto gefaßt und ebenso bemerkte man auf dem Hausflur und in der Nähe einige Im Bureau felbft geschah die AbKriminalbeamten. lieferung unter Assistenz eines Kriminalbeamten. Der Prober Gesellschaft, Herr Brasch bedeutete den wurde. furift Die Porzellanfabrikanten von Limoges haben über beiAngestellten, daß ihnen von ihrer Raution pro Tag 5 M. in Summa für 3 Tage 15 M. abgezogen würden und die Heraus- läufig 15 000 Arbeiter die Aussperrung verhängt. gabe der Kaution erst in vier Wochen erfolge. Natürlich erregte Grund: die in der Porzellanfabrik Guérin beschäftigten 800 Ardiese Maßnahme starten Unwillen unter den Anwesenden, worauf beiter hatten eine Lohnerhöhung gefordert. Und doch beträgt Herr Brasch in befehlendem Ton erklärte, indem er ihr bisheriger Lohn blos 1 Fr. 75 Cts.( 1,40 M.) pro Tag! Um die Gefängnißarbeit einzuschränken, ist aus der auf den Kriminalbeamten hinwies: Wer nicht ruhig ist, wird Allem Anschein nach handelt es sich um einen brutalen Versuch, Mitte thüringischer Gewerbevereine neuerdings an- verhaftet!" Diefem Schicksal verfiel denn auch einer der An- die sozialistischen Arbeiter, die den Opportunisten den Gemeindegeregt worden, eine Petition an den Reichstag des wesenden, jedoch konnten seine Begleiter für diese Maßnahmen rath entrissen haben, mürbe zu machen. Juhalts zu erlassen, daß Schritte gethan werden möchten, um feinen Grund finden. In ähnlicher Weise erging es dem im Strafgesetzbuch einen Paragraphen aufzunehmen, der bestimmt, Angestellten Expreßfahrer W., der auf dem Hausflur den baß Verbrecher, die zu drei und mehr Jahren Fahrmeister Pue in Begleitung Kriminalbeamten Depeschen und letzte Nachrichten. Zuchthaus verurtheilt worden find, nach den afrita traf. Sofort entfernte sich Herr Bue und tam nach Ansbach, 6. Juni, abends 10 Uhr.( W. Z. B.) Reichstagsnischen Kolonien geschafft werden. Man sieht, daß furzer Zeit der Beamte zurück, um den W. zu verhaften. So- Stichwahl im Wahlkreise Ansbach- Schwabach. Bisher sind ge= die Reaktionäre in den freien Gewerbevereinen nicht beffer und dann wurde der Fahrer St. fistirt, weil er angeblich gegen einen zählt für Konrad( Boltspartei) 1736, für Hufnagel( fonservativ) flüger sind, als die Innungszöpfe. jetzt Angestellten der Gesellschaft eine Drohung aus 5384 Stimmen. Ausständig find 269 Beamte und Die volksthümlichen Universitätsvorträge in Wien. gestoßen haben soll. Paris, 6. Juni.( W. T. B.) Jules Simon leidet seit Der Reftor der Wiener Universität Dr. Anton Menger ver- haben bisher nur 3 Expreßfahrer sowie einige Briefträger wieder einiger Zeit an einer nervösen Magenkrankheit. Infolge mangeis öffentlicht als Vorsitzender des Ausschusses für die volksthüm- angefangen. Die Stimmung unter den Streifenden läßt darauf hafter Nahrungsaufnahme trat heute ein sehr bedenklicher Schwächelichen Universitätsvorträge einen Bericht über die Erfolge der schließen, daß sie ihren Kampf mit Ausdauer fortsetzen. Sollte zustand ein. Die Aerzte fürchten, Simon werde die Nacht nicht felben im Studienjahre 1895/96. Die 58 Kurse, die in drei aber die Direktion glauben, daß durch die Bemühungen bei der überleben. Serien November 1895 Dom bis Ostern 1896 statt- Polizei ihrer Sache ein Dienst geleistet wird, so wird Madrid, 6. Juni.( B. H.) Sämmtliche Attenstücke über fanden, wurden vielmehr läßt sich erwarten, daß die Duell- Angelegenheit Martinez Campos- Borrero stellte die von Die größte fie sich darin irren, 6172 Hörern besucht. Hörerzahl wiefen bie medizinischen Vorträge auf( 2388), die Streikenden zu einem noch fefieren Zusammenhalt angespornt Regierung dem Obersten Kriegsrath zur Verfügung, welcher sound auf jeden medizinischen Kurs entfielen 137 Hörer; werden. fort nach Prüfung der Dokumente den Prozeß einleiten wird. Zum Schluß möchten wir die Streifenden ermahnen, sich von Der Oberrichter Ceballos, ein Sekundant des Marschalls dann kamen die naturhistorischen mit 1793, die historischen mit 987, die literar- und Kunsthistorischen mit 852, endlich die juri- jeden Provokationen fern zu halten, da es ihrer Sache nur Campos, hat seinen Abschieb eingereicht. Die Vorsitzenden der bischen Vorträge mit 229 Hörern. In einzelnen tech- Schaden zufügen kann. Ebenso warnen wir sie gegen die in Kammer und des Senats verhinderten eine von der Opposition nischen Kursen bildeten die Arbeiter 70 pCt. Beschäftigung Stehenden Drohungen auszustoßen. angeregte Debatte über die Duellangelegenheit. ber Zuhörerschaft. Professor Dr. Anton Menger Die Berliner Schuhmacher befinden sich in folgenden Havannah, 6. Juni.( W. T. B.). Durch die Regenzeit fagt zum Schlusse des Berichtes: Ueberblidt man die Wertstätten im Ausstand: Breitsprecher, Neue Wilhelmstr. 13a; beginnen die militärischen Operationen sehr schwierig zu werden. Ergebnisse der volksthümlichen Universitätskurse der Wiener H. Müller, Potsdamerfir. 22a; Bock, Französischestr. 19; Pape, Kapstadt, 5. Juni.( W. T. B.) Der gesetzgebende Rath Universität im ersten Jahre ihres Bestandes, so erscheint das Kochstr. 5; Rath, Neue Wilhelmstr. 8a; Herzberg, Friedrichstr. 250 hat einen Beschlußantrag angenommen, in welchem der Wunsch Urtheil wohl gerechtfertigt, daß dieselben sehr befriedigender und Schuhfabrik von Erpel, Kaiserstr. 21. Der lettere Fabrikant ausgedrückt wird, die Charter der Südafrika Gesell Art find. Die Frequenz hat das erwartete Maß annoncirt auch unter Magazinstr. 1 und Schillingstr. 28. Die fchaft möge in einer Weise abgeändert werden, welche die Ges jedenfalls weit überschritten. Die große Be Ursache der Arbeitseinstellung in der Fabrik von Erpel ist auf fellschaft hindere, eine Quelle der Gefahr für den Frieden und friedigung, welche ausnahmslos feitens der Dozenten bezeigt eine Lohnreduftion, die den Zwickern in Aussicht gestellt wurde, das Gedeihen Afrika's zu sein. wurde, gestattet auch einen Rückschluß auf die Empfänglichkeit zurückzuführen. Da nun in dieser Fabrit schon äußerst niedere Bloemfontein, 5. Juni. Der Volksraad des Oranje- Freiund das Verständniß der Hörerschaft. Die in Wien begonnene Löhne gezahlt wurden, so legten von den 35 Arbeitern bis auf staats hat einen Beschlußantrag zu gunsten der Uebernahme Bewegung hat sich bereits anderen Hochschulen mitgetheilt, und drei die Arbeit nieder. Wie uns bekannt der Eisenbahnen durch den Staat angenommen; zur volksthümliche Universitätskurse werden in anderen geworden ist, hat Herr Erpel zum 8. Juni den Berathung der hierfür geeignetsten Maßregeln wurde eine Koms Universitätsstädten ins Leben gerufen. Es handelt sich jetzt mitinhaber einer verkrachten Straußberger Schuhfabrik Herrn mission eingesetzt. Berantwortlicher Rebakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Truck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 131. Reichstag. # Sonntag, den 7. Juni 1896. 0 13. Jahrg. Herrn v. Liebermann einzugehen. Ich habe das Zutrauen zu| abgeschloffene Geschäfte unklagbar sein sollen; auch soll schon dem Hause und namentlich zu der öffentlichen Meinung, geleistetes zurückgefordert werden können. daß fte bei der Abklärung der 98. Sigung vom 6. Juni 1896. 2 Uhr. Wahrheit dessen, Abg. Graf Schwerin( f.) erklärt, daß er vor mehreren was von antisemitischer Seite und was Am Bundesrathstisch: Fürst Hohenlohe, v. Mar- demokratischer Seite gesagt wird, doch zur Ueberzeugung aber er habe erkannt, daß die Termingeschäfte verderblich seien von sozial Jahren auch Termingeschäfte zu seiner Deckung gemacht habe, schall, Graf von Posadowsty, Roch. tommen muß, daß die Wahrheit auf der sozialdemokratischen und daß namentlich die Auswüchse so groß geworden sind, daß Die dritte Berathung des Börsengefeßentwurfes Seite ist.( Lachen rechts.) Lassen Sie doch mal die öffentliche er nicht nur teine derartigen Geschäfte mehr machen könne, sondern wird fortgesetzt. Meinung die sittliche Qualität Ihrer Führer und der sozial- auch dem Verbot zustimmen müsse. Abg. Graf Kanik( dr.): Die Herren Frese und Träger demokratischen Führer vergleichen! Wir haben teine Zucht Abg. Graf Arnim( Rp.) begründet seinen Antrag. prophezeiten gestern alles mögliche Nachtheilige von der Aufhäusler, teine Meineidigen in unsern Reihen, hebung des Getreide Terminhandels, namentlich ein Drücken feine, Reichsbant Präsident Koch wendet sich gegen den Antrag die in der öffentlichen Meinung des Grafen Arnim. Der Preise; Herr Singer behauptete das Gegentheil; mit recht verachtet sind. Vor dem Forum Abg. Paasche( natl.): Unser Antrag, den Rammzugweil daraus eine Steigerung der Preise folge, will der öffentlichen öffentlichen Meinung tann die sozialdemokratische Termin handel zu verbieten, ist in zweiter Lesung der Kommission er gegen die Vorlage stimmen. Ich glaube nicht, daß ein Partei einen Bergleich mit der antisemitischen aushalten. Man verworfen worden, nachdem der Vertreter der sächsischen ReSinten der Getreidepreise eintritt, ebenso wenig glaube ich an muß das Gebahren der Antisemiten innerhalb und außerhalb des gierung erklärt hatte, daß diese selbst dieses Verbot beim Bundesein erhebliche Bertheuerung. Herr Singer vergißt, daß der Ge- Hauses zurückweisen, weil es zu Gewohnheiten sich ausbildet, bei rath beantragen würde. In dieser Erwartung verzichten wir treideterminhandel jetzt bereits in Zeiten fnapper Ernten eine er- denen man entweder mit dem Dreschflegel dreinschlagen oder auf die Stellung eines Antrages. hebliche Vertheuerung des Getreides herbeiführt. 1891, stillschweigende Verachtung üben muß. Abg. v. Strombeck( 3.) regt die Frage an, ob der Börsenals eine schlechte Ernte war, thaten fich große Bizepräsident Schmidt- Elberfeld: Jch muß Sie doch bitten, Terminhandel in Antheilen von anderen Erwerbsgesellschaften Firmen zusammen und trieben die Preise noch mehr sich in den Ausdrücken bezüglich der Herren im Hause als Bergwerks- und Fabrikunternehmungen auch dann gestattet in die Höhe.( Sehr richtig! rechts.) ( Sehr richtig! rechts.) Daß der Termin- etwas zu mäßigen. sein soll, wenn das Kapital der betreffenden Erwerbsgesellschaft, handel preisausgleichend wirte, ist doch ein längst Abg. Singer( fortfahrend): Der Vorredner hat das bekannte welches mindestens 20 Millionen Mart betragen soll, nicht nur überwundener Standpunkt. In bezug auf die Beseitigung des Fechterkunststückchen gemacht, daß er das, was man gesagt hat, in das in Attien, sondern auch in Obligationen besteht. Terminhandels haben wir ein gutes Gewiffen, namentlich auch Gegentheil umkehrt und daraus seine Schlüffe zieht. Es ist mir Abg. Gamp bejaht diese Frage. dem Handelsstand gegenüber. Mit der großen Mehrzahl aller garnicht eingefallen, aus den Motiven, die der Vorredner mir reellen und soliden Getreidehändler Deutschlands befinden wir unterschiebt, Staatssekretär von Marschall: Die Auffassung trifft nicht meine Bemerkungen gemacht zu haben; ich zu, daß ein auswärtiges Urtheil nicht vollstreckt zu werden braucht, uns in Uebereinstimmung. Die Bremer Getreidehändler haben habe sie gemacht, um nachzuweisen, wie wenig wenn wir den Terminhandel verbieten. einstimmig( hört! rechts) beschlossen, für das Verbot des Termin Berechtigung die Entrüstung jener Herren Abg. Graf Udo Stolberg( t.) tritt für den Antrag des handels einzutreten, und das sind nicht die großen Händler allein, über die Börse hat. Wenn ich auch die Kamerad Grafen Arnim ein. sondern auch die kleinen Händler( sehr richtig! rechts), welche schaft des Herrn von Liebermann Herrn von Plötz gönne, Abg. Barth( frf. Vg.) verwahrt sich dagegen, daß bei dieser durch die großen Händler gerade mit Hilfe des Termin- so glaube ich doch, daß Herr v. Plöß doch sagen wird in diesem Gelegenheit auch noch der Kammzug Terminhandel abgethan handels vernichtet werden. Geheimrath Diffené in Mann- Fall: Gott schüße mich vor meinen Freunden, mit meinen werden solle. heim ist auch ein scharfer Gegner des Terminhandels. Daß Feinden will ich selbst fertig werden. Die gestrige Rede des man im Auslande juble über die Beseitigung des Terminhandels, Herrn v. Plöß hat- wahrscheinlich nicht blos auf mich allein Reichsbankpräsident Koch weist darauf hin, daß der Antrag des Grafen Arnim sich nicht blos auf den Getreidehandel erist durchaus nicht richtig; denn der Terminhandel ist durchaus den Eindruck einer rechten Verlegenheitsrede gemacht. Nach dem streckt, sondern auch auf jedes Lieferungsgeschäft; es würde also nicht immer gewinnbringend. Warum verzichtet denn Hamburg Bericht der Kreuz- Zeitung" hat sich Herr v. Plöß gerühmt, daß der Verkehr mit dem Auslande schließlich ganz abgeschnitten sein. auf den Terminhandel in Getreide? Man hat damit gedroht, ich zugestanden hätte, daß ich vielfach das, was ich gesagt hätte, daß in Rotterdam der Termin handel eingeführt werden solle. nicht hätte beweisen fönnen. Man fann Herrn v. Plöß gratuliren wünschte Ergänzung der Vorlage. Abg. Schmidt- Warburg( 3) hält den Antrag für eine erDazu gehört mehr als ein Beschluß der Kaufleute, dazu gehört zu seiner Bescheidenheit, wenn er aus der Richtigstellung eines nebenein großes Rapital. Trotzdem die Hälfte des nach Deutschland ein- fächlichen Punttes den Beweis schöpft, daß ich meine ganzen Angaben schiebt: soweit Staatsverträge nicht entgegenstehen." Abg. Graf Arnim ergänzt seinen Antrag dahin, daß er eingehenden fremden Getreides über Rotterdam geht, hat als nicht beweisbar zugestanden hätte. Aus dem Umstand, daß sich dort noch kein Terminhandel entwickelt. Der Antrag des Grafen Arnim wird nach einer Die großen das Geschäftsverhältniß nunmehr gelöst ist, kann er gar teine kurzen Bemerkung des Bantpräsidenten Koch, gegen die Stimmen Getreidegeschäfte in Antwerpen find ชิน grunde ge- Entlastung für sich herbeiführen. Er sollte sich also hüten, den der Konservativen, Antisemiten und einiger Mitglieder des gangen an dem Zerminhandel, der wenige Monate nach seiner Stab über die zu brechen, die dieselben Geschäftsmanipulationen Bentrums abgelehnt.§ 50 und die übrigen Paragraphen Einführung wieder abgeschafft wurde. Redner empfiehlt dann gemacht haben, wie er. Er hat es so dargestellt, als ob des vierten Abschnittes werden angenommen, ebenso ohne Debatte die von ihm eingebrachte Resolution, nach welcher die ver- ich den Herren, welche Mitglieder eines Aufsichts- der fünfte Abschnitt: Kommissionsgeschäfte. bündeten Regierungen aufgefordert werden, durch internationale rathes find, hätte einen Matel anhängen wollen. Die Schlußbestimmungen werden angenommen und zwar in Vereinbarung die Beseitigung des Terminhandels im Auslande Herr von Plöß meint, es täme darauf an, welche Aufsichtsräthe es§ 82 dahin, daß das Gesetz mit dem 1. Januar 1897 in fraft herbeizuführen. Der Schwerpunkt der Thätigkeit liegt freilich in find: also darf ich annehmen, daß er die Aufsichtsräthe, die sich tritt, mit Ausnahme des Börsenregifters, welches schon am den Parlamenten; aber der Verlauf der Entwickelung wird ge- aus den Seinigen rekrutiren, für berechtigt hielt; er meint, es 1. November 1896 in traft treten soll; ferner sollen die börsen fördert, wenn die Regierungen eingreifen. Wenn der Termin- käme darauf an, was fie arbeiteten; darauf fann mäßigen Termingeschäfte nur bis zum 1. Januar 1897 gestattet handel beseitigt wird, so werden die Regierungen sich ein unver- es aber nicht ankommen, weil sie überhaupt nicht arbeiten. sein, wenn sie bis zu diesem Tage abgewickelt sind. gängliches Denkmal setzen. Wir haben vor unserer Thür gefegt, Sehen Sie sich nur einmal an, was die Herren von der Deutschen Damit ist die dritte Berathung des Börsengesetzes erledigt. mögen die anderen Staaten auch vor ihrer Thür fegen.( Bei- Bant 2c. für Tantiemen beziehen für die Paar Daffelbe wird im ganzen endgiltig angenommen. fall rechts.) Aufsichtsraths Sigungen. Herr v. Plöz hat dann Ohne Debatte genehmigt das Haus ferner die gestellten Abg. Liebermann von Sonnenberg( dsoz. Refp.): Der eine lange Geschichte erzählt von einer Gründung, und doch Resolutionen des Grafen Kanit betr. die internationale Entwurf erfüllt nicht alle unsere Wünsche, aber er giebt die habe ich nur ganz andeutungsweise diese Angelegenheit gestreift. Das Vereinbarung wegen Beseitigung des Terminhandels und des Möglichteiit, Verbesserungen im Laufe der Zeit herbeizuführen. eigenthümlichfte in der Rede des Herrn v. Plötz war die Auffassung, Grafen Arnim wegen anderweiter Ordnung der Produkten Won seiten der Linten hat man uns den Vorwurf der Börsen- daß er seine Termingeschichte nur zum Studium gemacht hätte; börsen und Betheiligung der Landwirthschaft und Müllerei an feindschaft, der Berkennung der Bedeutung des Handes gemacht; große Geschäfte habe er nicht gemacht, nur teine. Das erinnert der Leitung derselben, an der Preisfestsetzung und der Bestimmung. aber mit unrecht, benn wir wollen nur die Auswüchse mich an eine englische Novelle, in welcher eine Dame sich mit der Lieferungsqualitäten. der Börse beschneiden, während für die Linke die Börse ihrer Amme unterhält und sich nach deren Manne erkundigt. Darauf folgt gegen 6 Uhr die erste Berathung des ein noli me tangere iſt. Wir sind durchdrungen von der Als sie erfährt, daß diese feinen Mann habe, sagte sie:" Sie Handelsvertrages mit Japan. Bedeutung des Handels, der seine Aufgabe darin hat, alle Pros haben ja aber ein Kind!"" Ja", meinte sie, aber nur ein ganz Abg. Münch- Ferber( natl.) empfiehlt unter großer Unruhe dukte der Kunst und Natur zusammenzutragen dorthin, wo sie kleines, gnädige Frau!"( Schallende Heiterkeit.) Herr v. Plötz hat und Unaufmerksamkeit des Hauses die Annahme des Vertrages. gebraucht werden. Aber der Handel muß Diener der Produktion in 500 Tonnen Weizen spekulirt; solche Geschäfte übersteigen das Schon während der Rede des Abg. Münch Ferber bleiben und darf nicht ihr Herr werden, weil er dann Produktion Minimum dessen, was an der Börse gehandelt wird, und die waren die meisten der elektrischen Lampen des Saales infolge und Ronfumtion schädigt. Wir begrüßen mit Freude, daß das Verbot Geschäfte sind von ihm gemacht worden zu einer des Gewitters erloschen. Bei Beginn der Rede brannten nur des Terminhandels eine so große Mehrheit gefunden hat und Zeit, als Herr von Plös schon Präsident de 3 noch 6 von den 16 Lampen. Bei Beginn der folgenden Rede hoffen, daß die Regierung demselben zustimmen wird. Im Lande Bundes der Landwirthe war. Hier braucht man nur des Staatssekretärs v. Marschall brannten nur noch drei wird man fich dadurch wie von einem Alpdruck befreit fühlen. Worte und Handlungen gegenüber zu stellen. Schließlich ist Lampen, davon eine auf der Seite der Journalistentribüne. Die Verleitung zum Börsenspiel hat viel Berderben ge- Herr von Plöß sentimental geworden und hat gemeint, Staatssekretär v. Marschall weist auf die Thatsache hin, stiftet. Es ist daher erfreulich, daß ein Verbot des Termin- es sei nicht angenehm, in diesem Sinne im Reichs- daß Japan nunmehr als gleichberechtigter Faktor innerhalb der handels in gewissen Werthpapieren in der Vorlage enthalten ist. tag zu handeln. Ich kann es nicht als meine Mission Nationen anerkannt ist. Das Börsenspiel sollte wenigstens auf Dinge beschränkt werden, anerkennen, den Herren von der Rechten Unannehmlichkeiten zu Damit schließt die erste Lesung. die nicht zur Boltsnahrung nothwendig sind. Redner wendet fagen; so stehen wir nicht zu einander.( Heiterkeit.) Wenn das sich gegen den Abg. Fischbeck, der ihm vorgeworfen, daß er in nicht angenehm ist, so liegt das nicht an dem der die Mittheilungen der Kommiffion nicht Anträge genug gestellt habe; er wäre allein macht, sondern an dem, der die Ursache dazu giebt. Ich bin mir in der Kommission gewesen und hätte sich begnügen müssen mit feiner Handlung bewußt, die die Deffentlichkeit zu scheuen brauchte: der Unterstützung der Anträge von anderer Seite, die dasselbe also heraus mit dem Fledermisch! Sagen Sie mir, was Sie von mir erreichten, was er wolle. Die Annahme dieses Gesetz wissen, wenn es wahr ist. In geradezu unverantwortlicher Weise entwurfs ist schon an sich ein Sieg des antisemitischen werden wir hier Tag für Tag angegriffen. Gegen wen wird mehr Gedankens, der die Agrarier, den Mittelstand bewegt. gelogen und verleumdet, als gegen die Sozialdemokratie! Sehen Vom Antisemitismus bis zu Herrn Singer ist nur ein Schritt. Sie doch nur Ihre Preffe an; da wimmelt es von Vorwürfen ( Heiterkeit.) Die Sozialdemokratie zeigt in dieser Frage das über die erpreßten Arbeitergroschen, daß wir uns von dem Janusgesicht, welches auf der einen Seite die Züge des Herrn Schweiße der Arbeiter mästeten und so weiter, und da Schoenlant und auf der anderen die des Herrn Singer trägt. sollten wir unsere Gegner schonen; die uns am liebsten Soll das Reich, der Staat, die Gemeinde, oder welche ( Heiterkeit.) Herr Schoenlant trat für ein Börsenreform Gefeß mit Strick und Galgen bedrohen! Herr v. Plöh hatte meine öffentlich- rechtliche Körperschaft souft den Beamten angestellt ein, aber Herr Singer wollte die Interessen der Börse nicht Behauptungen als unverschämt und meine Berichte als gemeine hat, mithaftbar für Beschädigungen sein, die ein Beamter schädigen, denn sie ist die milchende Kub für die Sozialdemo- Lügen hingestellt; er hat es sich daher selbst zuzuschreiben, daß in Ueberschreitung feiner amtlichen Wirksamkeit angerichtet tratie. Man hoffte auf ein unschädliches Gesetz; aber es tam ich den Beweis erbracht habe, daß er an der Börse anders hat? Der Privatmann ist nicht im anders. Es wurden wirksame Vorschriften in das Gesetz auf handelt, als er in der Presse schreibt und im Reichstag spricht. Beamten, mit dem er und der mit ihm zu thun hat, stande, sich den genommen und da wollen die Sozialdemokraten nicht mehr mit Abg. Hahn: Der Terminhandel gleicht allerdings die auszuwählen, der Staat müßte als sogenannter Repräsen machen. Das ist die beste Empfehlung für den Entwurf, die Preise aus, aber er schafft auch neue Preisunterschiede künstlich, tant der Rechtsordnung es für eine Ehrenpflicht halten, man fich irgendwie wünschen kann.( Beifall rechts.) während vor seinem Bestehen die natürlichen Fattoren mehr zur für die Mißgriffe feiner Beamten einzustehen. Die Bejahung Abg. Singer( So.): Ich will die Genugthuung des Vor- Geltung famen. Wir wollen die Preisbildung wieder natürlicher der oben aufgestellten Frage entspricht so klar dem Gerechtigkeitsredners über die Mehrheit für das Gesetz nicht beeinträchtigen. machen und unabhängiger von der Berliner Börse. Wenn die gefühl die Frage ist auch von einigen Kleinstaaten gesetzlich Die Herren vom Zentrum und die Nationalliberalen werden sich Preise für Getreide etwas höher werden, so dient das der Land- bejaht daß die Kommission für das Bürgerliche nicht freuen, von Herrn Liebermann v. Sonnenberg gelobt zu wirthschaft und Sie( Sozialdemokraten) merken auch wohl jetzt, Gefehbuch in ihrer ersten Lesung wenigstens die subsidiäre werden. Wir können die Herren ruhig ihrem Schicksal überlassen. daß es Ihnen nicht gelingt, die Arbeiter auf dem platten Lande Haftpflicht durch folgenden§ 823 Absatz 4 einführte;" Ist in Die Herren glauben, daß das Verbot des Terminhandels bessere für sich zu gewinnen.( Widerspruch bei den Sozialdemokraten.) den Fällen des Absages 1, 2 der Erfaz des Schadens von dem Zustände an der Produktenbörse herbeiführe; ich meine, daß Die Bauern und Handarbeiter brauchen nur aufgeklärt Beamten nicht zu erlangen, so ist zur Leistung des Ersatzes die die Börse den Herren an Findigkeit über ist und die zu werden über diese Verhältnisse, dann werden solche jenige juristische Person des öffentlichen Rechtes verpflichtet, welche Erwartungen auf eine Sanirung in moralischer Hinsicht nicht Dinge wie in Ruppin- Templin nicht mehr vorkommen.( Wider den Beamten anstellt hat." Allerdings war dieser einen wesentlich erfüllen wird. Wenn Sie meinen, daß durch die Beschränkung spruch und Gelächter links.) Fortschritt bedeutende Beschluß nur mit 11 gegen 10 Stimmen zur des Terminhandels volkswirthschaftliche Schäden beseitigt würden, Abg. Barth( frs. Vg.): Die großen Getreidehändler find Annahme gelangt. Dieser Beschluß wurde in der find Sie eben verpflichtet, für das Verbot zu stimmen; aber das dem Verbot des Terminhandels garnicht abhold. Graf Arnim zweiten Lesung in der Sigung der Kommission leider wieder felbe Recht der Ueberzeugung müffen Sie auch denen zugestehen, will mit einem feiner Anträge ein geradezu ungeheuerliches Straf- beseitigt. Selbst der Antrag, die Haftpflicht wenigstens auf die die gegentheilige Ansicht haben. Wenn man auch die Motive, verhältniß schaffen. Ansprüche aus im Auslande abgeschlossenen Mißgriffe von Reichsbeamten und auf Mißgriffe von Beamten welche Herr v. Liebermann seinen Gegnern unterschiebt, noch so oft börsenmäßigen Termingeschäften sollen nicht flagbar sein, ja es durch Verlegung der persönlichen Freiheit zu erstrecken, fiel. Für zurückweift, macht das auf das Gehirn des Herrn v. Liebermann doch soll sogar bereits geleistes noch zurückgefordert werden können. den Antrag wurden 9( 3entrum, Polen, Freisinu, Sozialfeinen Eindruck. Er sagt, die Sozialdemokratie stimme gegen das Dadurch wird ja geradezu eine Prämie auf das Jobberthum demokraten), dagegen 10 Stimmen abgegeben. Die Abgeordneten Gesetz, weil sie die goldene Quelle der Börse nicht verstopfen gesetzt und das Ansehen der Kaufmannschaft geschädigt. Munckel( freif.) und Lieber( 3.) waren leider am wolle. Was würde er sagen, wenn ich sage, Rudolph Herzog Abg. Liebermann v. Sonnenberg: Die Tonart des Herrn Erscheinen verhindert. Abg. Jstraut( Antis.), der an stelle habe die Schulden eines gewissen Herrn bezahlt, damit er anti- Singer hat ihn selbst gerichtet. Herr Singer hat daran erinnert, des Abg. Vielhaben eingetreten war, stimmte natürlich gegen semitische Agitation treibt?( Heiterkeit rechts.) ( Heiterkeit rechts.) Die Aus- daß ich als junger Mensch eine Zeit lang in Wucherhänden ge- die Haftpflicht des Staats! Bielhaben ist aus der Kommission führungen des Herrn von Liebermann tragen von vorn- zappelt habe. Ich habe gefehlt, ich habe gefühnt. Ich stehe ausgetreten, weil, wie er schrieb, ihm der Entwurf nicht ge= herein das Gepräge des absichtlichen Mißverstehens oder seitdem 16 Jahre in der Oeffentlichkeit und Herr Singer wird fallen, er aber nicht wisse, wie er denselben bessern könne. der Umkehrung in das Gegentheil unserer Ansichten, daß es sich in der Deffentlichkeit mit seinen Andeutungen keinen Eindruck Weitere Kreise des Volks wüßten das auch nicht, eigentlich taum verlohnt, auf diese Ausführungen einzugehen. machen. hätten aber das dunkle Gefühl", was eigentlich zu ge Er vergißt, daß zur Zeit, als wir uns für die Börsenreform Damit schließt die Generalbiskussion. schehen hätte. Seine Fraktion billigte seinen Standpunkt und erklärten, von dem Verbot des Terminhandels teine Rede war, In der Spezialdiskussion werden die§§ 1-47 ohne Debatte belegirte an seiner stelle denjenigen ihrer Parteigenossen, and wenn er ehrlich sein würde, dürfte er jetzt nicht diese Motive genehmigt. den sie als mit dem dunkelsten Gefühl behaftet erachtete, n die Diskussion bringen, wozu er fein Recht hat, weil unsere Der vierte Abschnitt betrifft den Börsen Terminhandel Abg. Jstraut ist sich in seinem dunklen Drange nicht des rechten Stellung in dieser Frage von Anfang an durchaus konsequent ist und(§§ 48-69). Weges bewußt, wohl aber des Weges zur Rechten wohl bewußt. wir vom ersten Augenblick, wo das Verbot des Terminhandels Bei§50, welcher den Börsen Terminhandel in Getreide Die Rommission nahm, um scheinbar wenigstens etwas gethan brohte, von vornherein erklärten, das können wir nicht mitmachen. untersagt, in gewiffen Effekten beschränkt, beantragt Abgeordneter zu haben, eine lendenlahme Resolution an, die eine Haftpflicht Ich halte die Sache doch für zu ernst, um auf den Zon des Graf Arnim( p.)" einen Zusaß, wonach im Auslande des Reichs für Verschuldungen der Reichsbeamten geregelt Abg. v. Manteuffel beantragt die Bertagung. Präsident v. Buol glaubt mit Rücksicht auf die höhere Ge walt, die vorliege, diesen Antrag ohne Abstimmung als genehmigt ansehen zu dürfen. Schluß nach 614 Uhr. Nächste Sigung Montag 2 Uhr. ( 3weite Lesung des deutsch- japanischen Handelsvertrages und dritte Berathung der Novelle zur Gewerbe- Ordnung.) Parlamentarisches. " zu sehen wünscht. DaZ Plenum wird hoffentlich de» bezüglich der Haftpflicht von Beamten gefaßten Beschlüssen gegenüber einen dicken Strich machen. Die weiteren Bestiinmungen des Obligationenrechts(Recht aus Schuldverhältnifsen) wurden den Beschlüssen erster Lesung ent sprechend angenommen. Desgleichen wurden znm zweiten Buch (Sachenrecht: Besitz, Eigenthum. Pfandrecht u. s. w. tzß 838 bis 1279) wesentliche Beschlüsse nicht angenommen. Zur Annahme gelaugte noch ein Antrag v. S t u m m. der im Eegensatz zum Beschluß erster Lesung das reaktionäre Recht des Ehe mannes, Arbeitsverträge, die seine Ehefrau geschlossen hat, sofort ohne deren Zustimmung zu lösen. durch folgende Bestimmung»u Z 1341 verbessert:„Hat sich die Frau einem dritten gegenüber zu einer von ihr in Person zu bewirkenden Leistung verpflichtet, so kann der Mann das RechtSverhältniß ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist kündigen, wenn au Antrag des Mannes das Vornumdschaiftsgericht den Mann zu der Kündigung ermächtigt hat. Das Vormundschafts gericht muß die Ermächtigung ertheilen, wenn die Fortsetzung der Thätigkeit der Frau sich als eine Schädigung der ehelichen und Familieninteressen erweist. Das Kündigung� recht des Mannes ist ausgeschlossen, wenn der Mann der Vev pflichtung der Frau zugestimmt hat, oder seine Zustimmung au Antrag der Frau durch das Vormundschastsgericht ersetzt worden ist* Ferner wurde das Recht des Ehemannes, ohne Zustimmung der Ehefrau deren Forderungen, falls sie nicht auf Zinsen stehen. einzuziehen(Z 1359 Nr. 2) gestrichen. Weitergehende Anträge wurden abgelehnt. Die Debatte mußte bei§ 1890, der eine neue Handhabe zur Einkasstrung von öffentlichen Sammlungen dar bieten soll, abgebrochen werden. Zur Berathung stehen noch außer dem E i n f ü h r u n g s g c s e tz aus: die Abschnitte über Eheschließung, über Ehescheidung, uneheliche Kinder, Vereinsrecht und Erbrecht. Die nächste Sitzung findet am Montag statt, am Sonnabend gedenkt man zum Schluß der KominissionSberathnng zu gelangen. Die Ndressen der Lokalkoinmissiouö-Mitalicder sind: 1. Wahlkreis: Fr. K u b a t, Neue Friedrichstr. 3, v. 4 Tr.; O s k. K e n k e l, Stralauerstr. 54, v. 3. Tr. 2. Wahlkreis: W i l h. M e w s, Mariannenstr. 13. v. 4 Tr.; Ew. Krüger, Schöncberg, Kaiser Friedrichstr. 14. 3. Wahlkreis: O s k. M a h l e. Ritterstr. 104, Hof 3 Tr.; Wilh. Hinz, Dresdenerstr. 48, 3 Tr. 4. Wahlkreis(Ost): O s k. B l u m e, Frankfurter Allee 81; Heinr. Faber, Friedrichsselderstr. 31, v. 2 Tr. 4. Wahlkreis(Südost): K.Scholz, Wrangelstr. 32, v. park.; Rh. La ng ner, Wieuerstr. 23, v. 3 Tr.; Wilh. Jöchel, Köpnickerstr. 190, Seitenfl. 2 Tr., für Treptow. 5. Wahlkreis: Spät, Weinstr. 23, v. parterre; Busse, Sophienstr. 28/29. 6. Wahlkreis: H. Tausche!, Grenzstr. 4, v. parterre; ©. H e r r in a n n, Puttbnserstraße 45, pari.; E. Schulz, Kastanien-Allee 4, Seitenfl. 4 Tr. Alle Anfragen resp. Briefs endungm in Lokalangelegenheiten sind an Karl Scholz, Wrangelstr. 32, v. part., zu senden. Wir ersuchen die Genossen, bei ihrem Verkehr die Lokalliste streng zu beachten, damit der Zweck derselben voll erreicht wird. Ei« grosses Volksfest wird genieinschaftlich von Partei- genossen des 4. Berliner und des Niederbarnimer Wahlkreises am Sonntag, den 21. Juni, im Schloß Weißensee abgehalten. Mit glieder der Arbeiter-Bildnngsschule und deS Arbeiter-Sängerbundes werden ihr bestes thun, um die Veranstaltung zn einer würdigen und genußreichen zu machen. Da trotz des überaus reichhaltigen Programms, über welches im Jnseratentheil nähere? mitgethem ist, das Billet im Borverkauf nur 20 Pf. kostet, wird auf zahlreichen Besuch auS allen Kreisen der Arbeiterschaft zu rechnen sein. Der Waljlvcrei« deS dritten Reichstags- Wahlkreises unternimmt heute, Sonntag, den 7. Juni, einen Familienausstug nach Friedrichshagen, Lokal Ravenstein, links von der Bahn. Abfahrt früh 10 Uhr vom Schlestschen Bahnhof. Für die Parteigenosse» des fünften Wahlkreises findet am Mittwoch Abend im Schützenhause, Linienstraße, eine öffent- liche Versammlung statt. In anbetracht der wichtigen TaaeS- Ordnung, in der die Organisatioussrage erledigt werden soll, machen wir die Genossen ganz besonders auf diese Versammlung aufmerksam. Achtung, kstixdorf l Den Genossinnen und Genossen zur Nachricht, daß am Mittwoch, den 10. Juni, abend? 3 Uhr, eine Volksversammlung in den Viktoria-Sälen, Hermannstr. 48—50, stattfindet, in welcher Genossin Frau Mesch über„Frauenrechte und Frauenpflichten" referiren wird. Znr Lokalliste für FriedrichShage« und Umgegend. Den vielen Anfragenden sei hierdurch mitgetheilt, daß das Lokal von Rapmund, Hessenwinkel am Dämeritz-See, für die Arbeiter- schaft nicht zu haben ist. Die Lokal-Kommission für Fri ed r i chs h-ag en. Eine Heldin verläßt in den nächsten Wochen das— Kr» ch t h a u s. Eine Frau, die an Tapferkeit und Opfermuth fast einzig unter den Vertretern ihres Geschlechts in der Won vev Getoevlse � Am Fasse der Vnramiden. Ta-bum-dum. Ta-dum-dum, Dililililililili-dilililililili. Njäää—NMä—, Queck— tfcherk.Oueck—tscherk—.Kschsch— Rfchfchl Man denke sich alle diese Geräusche gleichzeittg heroraebracht, ohne Takt und ohne Rhythmus, gebe dann noch da? Schnauben der Pferde und die klatschenden Schläge hinzu, mit denen die Kameele und Reitesel ttaktirt werden, und dann hat man die Musik, mit der die große Karawane über den Sand der Arena in Kairo zieht. Dem Auge erscheint daS Bild nicht so uneben. Borau der Scheifh im weißen Burnus auf einem Prachtschimmel, dann etwa dreißig Reiter auf echten Arabern, die ihre Füße setzen wie Tänzerinnen, mehr als ein Dutzend Kameele, Frauen hocken auf ihnen, und von zweien wird ein Häuschen gelragen; dann Büffel und langnasige, hornlose Schafe, zum Schlüsse ein halbes Schock Jungen, auf derben, lustigen, an den Gelenken tätowirten Eseln. Zwischen drin die schöne Musika. Paukisten, die darauf loSwettern, als hätten sie es in Akkord, Klarinetten- bläser, die gleichzeitig auch dem Dudelsack näselnde Töne ent- locken, Leute, die an einem Lendenschurz hunderte von Ziegen- klauen tragen und sie fortwährend schütteln. Es ist das Schluß- bild der Arena-Vorstellungen, das ich zu skizziren versuchte Die Zuschauer sind noch kaum auS dem weitausholenden Bretterbau heraus, sind die Eseljungen und Kameeltreiber schon mitten unter ihnen. Und nun beginnt das Reiten. Der Aufsteigeplatz liegt am Fuße des Palmenhains, in dem die Wustenaraber einige Zelte aufgeschlagen haben. Fast stet? sieht man darin nur die Frauen, kleine Gestallen mit einem blauen, eintätowirten Dreieck auf der Oberlippe; die Hände haben sie mit Henna gelbroth gefärbt, pfundschwere Siiberbänder umschließen die Handgelenke. Ansangs will niemand auf die Esel hinauf. Kinder, Jungen und Mädchen, brechen dann den Bann, und jebt werden auch die Großen neugierig. Einer nach dem andern wagc einen Versuch, bald trabt ein Esel nach dem andern dahin, die Ganiclye, Kameelstraße, hinab über den Chedivalplatz um die Mosch« Kait- Bay herum, deren schlanker Thurm sich höher«ch trhedt als die 30 Meter hohe große Pyramide, und zurück d««n bi« zum Ausgangspunkte. Hinter jedem Grauthier Gegenwart dastehen dürste, Frau AgneS Rein hold, ist am 10. Juli 1890 vo» dem Reichsgericht zu Leipzig zu sechs Jahren Zuchthaus verurtheilt worden, weil man sie für überführt erachtet halte, Flugblätter anarchistischen In- Halts, die sich auf den Bergarbeiter-Streik bezogen, verbreitet zu haben. Mit ihr waren ihr Gatte Hugo Reinhold, der Maler Behr und der Schlosser Wagenknecht angeklagt worden, znr Ausführung eines hochverrätherischen Nnternehmcns aufgefordert zu haben: in der Verhandlung führte die Heldin die Sache aber so schneidig, daß sie alle Schuld auf sich nahm, so daß ihr Mann und die beiden Mitangeklagten freigesprochen werden mußten; sie allein wurde zu 0 Jahren Zuchthaus und 6 Jahren Ehrverlust verurtheilt. Die edle Frau hat nunmehr sechs Jahre lang an einer der furchtbarsten Stätten menschlichen Leidens, hinter den Mauern eines deutschen Zucht- banseS, geduldet. Sie kehrt heim zwar mit dem offiziellen Stempel der„Ehrlosigkeit" versehen, aber kein Proletarier wird der Heidin seine tiefste Sympathie versagen. Als Fran Rheinhold über die Schwelle deS Zuchthauses trat, ließ sie ein geordnetes Hauswesen hinter sich zurück; jetzt, wo sie wieder zur Menschheit zurückkehrt, ist ihr Heim zerstört, sind die Trümmer desselben in alle Winde verstreut. Frau Neinhold ist genöthigt, das Zuchthaus mit dem Elend und der Roth zu vertauschen, wenn ihr von feiten der Arbeiter nicht thatkrästige Hilfe zu theil wird. Wir stimmen in dieser Sache rein menschlichen Mitgefühls dem hiesigen„Sozialist" bei, wenn er schreibt, daß es hier die Tapferkeit und den Opfermuth einer Freiheitskämpferin zu ehren gilt, und erwarten, daß die Arbeiterschaft der aus dem Zuchthause heimkehrenden Heldin nach Kräften helfend zur Seite stehen wird. Gelder für Frau Reinhold werden, wie der„Sozialist" bekannt giebt, von Robert Winkler, Berlin, Gränauerstr. 3, Hof 4 Tr., in Empfang genommen. Die MagistratS-Kommissio» zur Berathung über einen zwischen Kultusministerium und Magistrats-Kommissarien ver- einbarten Vertrags- Entwurfs über Angliederung des In- f e k t i o n s-(K o ch' s ch e n) Instituts an das zu errichtende vierte städtische Kranlenhaus hat in der gestrigen Magistrats- sitzung dem Kollegium Bericht erstattet. Dieselbe hat nun folgende Vorschläge gemacht: Das Institut für Jufektionskrankheiten wird außerhalb der Anlage des vierten städtischen Krankenhauses, auf einem von dem Fiskus von der Stadt käuflich zu er- werbenden städtischen Grundstücke neben dem Krankenhause errichtet. In dem vierten städtischen Krankcnhause wird eine Abtheilung für Jnfektionskranke von 100 Betten eingerichtet. Die Leitung dieser Ablheilung untersteht einem städtischen dirigirenden Arzte, der mit allen Rechten und Pflichten eines solchen zugleich Mitglied des Instituts ist. Das Institut ist ver- pflichtet, für die Siadt alle bakteriologischen Untersuchungen, welche nach dem Urlhetle der Krankenhaus-Direktion im Interesse des vierten städtischen Krankenhauses erforderlich werden, kosten- frei auszuführen. Der Vertrag soll mit der Eröffnung deS vierten Krankenhauses in kraft treten und während der ersten fünfzehn Jahre seines Bestehens unkündbar sein. Das Kollegium hat diesen Vorschlägen seine Zustimmung«rtheilt. Eine ent- sprechende Vorlage wird der Stadtverordneten-Versaininiung dem- nächst vom Magistrat unterbreitet werden. Vom bevorstehenden Rücktritt des Ober- Bürgermeisters . e l l e brachten einige Abendblätter Meldungen. Die Nachrichten öllen unwahr sein. Patriotismus auf internationaler GefchastSbastS. Wie alle Unternehmungen, soweit sie einträglich bleiben sollen, im Zeitalter des Kapitalismus über die engen Grenzen des Vater- landes Hinanswachsen müssen, so auch die des Patriotismus. Dies hat eine smarte amerikomsche Geschäfsfirma begriffen, die 'eit einiger Zeit mit Druckerschwärze in allen Ländern der Welt ür Ordnung, Religion und Sitte kämpft, und allem Anschein nach geschäftlich dabei gut ans die Kosten kommt.„The Werner C o m p a g n i e" hat ihren Zentraksitz in Chikago und unterhält außer in einer ganzen Reihe Städte der Union in Kapstadt, Melbourne, Sidney, Berlin, Paris, London und Madrid Filialen von anscheinend beträchtlicher Ausdehnung. Das Geschäft führte sich gelegentlich des SedanspektakelS durch ein„Prachtwerl" in Lieferungen ein, welches unter dem Titel „Bismarck-Denkmal für das deutsche Volk", den„großen" Krieg und namentlich des noch größeren Bismarck Leben und Thaten überschwenglich verherrlichte. Alsdann bot sich der amerikanischen Werner Compagnie die Gewerbe-Ausstellung als willkommene Gelegenheit, durch ein„Prachtalbum", das soeben erschienen ist, weiter in preußisch-deutschem Patriotismus Geschäfte zu machen. Ein wesentlicher Theil des uns vorliegenden ersten Heftes ergeht sich über die Bedeutung der Hohenzollern für das Treptower Unternehmen; patriotisch-militärische Illustrationen fördern weiter den Ruhm des Deutschen Reiches auf internationaler Geschäfts- zrundlage. Unseren deutschen GeschästSpattioten müssen vor sieid die Augen übergehen, wenn sie sehen, wie die amerikanische Firma ihnen die fette» Brocken vor dem Munde wegschnappt, die doch von Gottes und Rechts wegen den deutschen Schnäbeln ebührten, wenn anders der ganze Geschäftspatriotismiis einen lweck haben soll. Leider sind wir nicht in der Loge unseren iesern zu berichten, ob das internationale Geschäftshaus für Patriotismus in seiner Pariser Filiale den französischen ChaiwmS mit demselben Eifer dient wie in Berlin den preußisch-deuischen. Wer wollte aber zu bezweifeln wagen, daß die Werner Compagnie i5. drein springt schreiend der Eseljunge. Zum Besteigen der Kameele lud Treppen vorgesehen. Das„Kairo" der Berliner Gewerbe- Ausstellung zerfällt in drei Gruppen. Dem altcgyptischen Theil gehört der in >alber Größe nachgebidet» Tempel von Eds» an. Statuen, die itzende Männer darstellen, bewachen den Eingang. Im vorderen Theile de? Tenipels befindet sich eine Waffensammlung, und mehrere von Diamanten strotzende Tschibukpfeifenspitzen aus Bernstein sind zu sehen, rückwärts ist eine Reihe von Bildern untergebracht, die auf das Nilland in irgend einer Weise bezug haben. Es macht den Eindruck, als habe man nicht recht gewußt, was man mit den weiten Jnnenräumen des alten Tempels anfangen sollte. Der kleinere fast zierliche Tempel zur Linken des Edfu� Tempels ist dein nachgebildet, der sich am Sethos-Brunnen im alten Egypten erhob. Mit recht zartem Geschmack hat man in denselben die Druckeret eines Berliner Blattes einquartirt. Nur weiß man nicht recht: Hat das Blatt hier Unterkunft gefunden, weil«S ich gewaschen hat, oder, weil es einer Reinigung dringend bedarf. Wendet man sich der großen Pyramide zu, so gelangt man an einen kleinen Teich. Anfang Mai träumte hier tagelang ein alter Pelikan. er scheint die Berliner Luft nicht vertragen und sich empfohlen zu haben. In den Weiber hinein reicht ein Wasserrad, wie es heute noch zur Feld- bewässerung in Ober-Egypten im Gebrauch ist. Thönerne Krüge chöpsen das Wasser und tragen es zu einer Rinne hinauf, von Büffelochsen, denen man die Augen durch nasse Fetzen verhängt, wird das Rad in Bewegung gesetzt. Der schon erwähnte Palmenhain folgt dann, hinter dem sich die elsengräber befinden, und dann die Pyramide. Man kann ein tück an der Außenseite hinausklettern, ans der Rückseite sührt ein Aufzug in wenigen Minuten bis zur Plattform hinan. An die Pyramide schließt sich ein modernes Fellachendorf, dem ähn- lich, das sich bei den Pyramiden von Gizeh befindet. Den Haupttheil der Ausstellung füllt eine Nachbildung deS modernen Kairo. Das Interessanteste daran sind die Bazare zwischen der Kait-Bey-Moschee und dem Es-Suweleh-Thor, die Kameel- und Zuckerstraße. Nicht blos die Läden und Buden werden uns zezeigt und die Haupthandelsartikel des heutigen Kairo, in dem Bazar, der von der Sukkarijeh nach der Nabhaslnstraße führt, sieht man Schuster und Schneidtr bei der Arbeit, Goldarbeiler an allen Orten gleich tüchtige und geschäftSgewandte Ver- treter hat? Vom Polizeikampf gegen Anarchisten meldet der „Sozialist", daß der Redakceur Richard Weiß am Mittwoch früh l/s5 Uhr verhaftet worden ist, offenbar zum Antritt seiner sechswöchigen Strafe, die er sich wegen Beleidigung von Beamlen der politischen Polizei zugezogen hat. Das Blatt fragt: Warum ist Weiß verhaftet worden? Warum ist er nicht, wie es jedem bürgerlichen Preßsünder gegenüber geschieht, zum Antritt seiner Strafe einige Tage vorher aufgefordert worden? Ferner ist der Anarchist Snudat am Mittwoch früh 4 Uhr aus dem Bett nach Piötzensee'geholt worden. Gr hatte die Nummer des Blattes verantwortlich gezeichnet, welche den oben erwähnten Artikel von Weiß enthielt, und war mit diesem zu gleicher „Strafe" verdammt worden. Der JournaliSmnS ans der Höhe. Ein eigenartiges Geschäft bcireibt der Meldung eines Berichlerstatters zufolge ein Wiener Blältchen. dessen Herausgeber ein gewiffer Herr Spitz ist, und welches sich„Wiener Wespen", hmnoristisch-beileiristisch- national-ökonomiscke Revue, nennt. Das angezogene Blatt be- nutzt den größten Theil seines Raumes zu einer Schilderung der Berliner Gewerbe-Ausstellung. Die Notizen sind meist persönlicher Natur, d. h. sie beziehen sich auf die Ausstellungen einzelner Firmen, denen ein Loblied gesungen wird; jedoch nicht für umsonst. Einer der so Gelobten, ein Mitglied des Gesammlvorstande? der Ausstellung, Herr Otto Matern, erhielt von der Redaktion des genannten Blartes die schriftliche Aufforderung, gegen Einsendung von 20 M. auf die„Wiener Wespen" zu abonniren, wofür die Aufnahme einer stehenden Annonce zugesichert wurde. Wenige Tag« später wurde die Administration etwas deutlicher; sie sprach ihre„besondere Verehrung und Werthschätzung" Herrn M. gegenüber aus und erwartete, bauend ans seine Groß- muth" und im Vertrauen auf seine„bekannt« Großmulh", welche auch den indirekten Schaden der„Wiener Wespen" nicht zulassen werde, die Erledigung der Angelegenheit. Bereits am folgenden Tage erhielt der Fabrikant eine Quittung über die gesandten 20 M., wiewohl nicht ein Pfennig von Herrn M. abgeschickt worden war. Die„Wiener Wespen", die gewiß auch noch andere Geschäfte gebrandschatzt haben, betreiben ihre Praktiken ein wenig ungenirt. Aber an sich stehen sie kaum viel liefer da als die Mehrzahl der liberale», konservativen und unparteiischen Berliner Blätter, die gleichfalls ohne Skrupel im redaktionelle» Theil Geschäftsreklnmen bringen, daß es nur so hagelt— voraus- gefttzt, daß die gewissenlosen Jrresührungen des Publikums reich- lich bezahlt werden. Vom inneren NuSba« deS Deutschen Reiches. Der Bau des neuen Stnatsgefängnisses in Tegel wird»och in diesem Monat in Angriff genommen werden. Das Grundstück liegt am nordöstlichen Ausläufer der Jungfernhaide, westlich von der Tegeler Chaussee, nahe dem Artillerie- Schießplatze an der Schwarzen Brücke. In der Urania in der Taubenstraße wird das Wissenschaft- liche Ausstattungsstück„Durch den Gotthard" die ganze Woche hindurch wiederholt. Im Berliner Aqnarinm erregen außer den zahlreichen neuangekommcnen Seltenheiten ans den Klassen der Fische, Kriech-, Weich-, Krebs- und Wurnithiere, namentlich verschiedene Zucht- erfolge die Aufmerksamkeit der Besucher. In einem der ans- gedehnten, von drei Haifischarien bewohnten Seewasserbecken des unteren Rundtheils haben einige Weibchen deS weißgetüpfelien dalmatinischen Kaßenhai eine absonderliche Laichstätlc erwählt. Sie befestigen nämlich ihre etwa kleinfingerlangen, eine länglich. viereckige Hornhülle besitzenden Eier mittels rankenartiger An- hängsel der letzteren an einer aus der linken Seite des Bassin? in die Höhe geführten GlaZröhre.Zwelche sie zu dem Zweck mehr- malS umschwimmen. Jedes Weibchen legt zwei Eier hinter ein- ander ab, dann nach Verlaus von«inigen Tagen wieder zwei ,c. Um dieselben nicht zu gefährden, werden sie in einem der kleineren oberen Behälter untergebracht, wo die Keimlinge ihre mehrere Monate beanspruchende Entwicklung durchmachen und wo auch bereits die Jungen einer größeren Hatfischart gezeitigt worden sind. Gegen die verlängernng der elektrischen Bahn Gesund» brunneu— Pankow bis zur Straße Unter den Linde», bezw. gegen die projektirte Trace dieser Verlängerung, ist in der letzten Ver- sammlung deS Fachvereins der Berliner Droschkenbcsttzer Protest erhoben worden. Die Droschkenbesttzer weisen daraus hin, daß, wenn durch diese, fast durchweg sehr enge» Straßen sich auch noch die Wagen der elektrischen Bahn bewegen würden, die un- ausbleibliche Folge davon eine große Anzahl von Unglücksfällen sein würde. Die Erhaltung alter Bauwerke und anderer Gegenstände von wissenschastlichcm, historischem und künstlerischem Werthe wird in einem Erlaß, den der Kultusminister kürzlich an die ötegiermigSprästdenten gerichtet hat, den Gemeinden bei Erthei- iung von Konsensen zn Neubauten zur Pflicht gemacht. Heber den Kampf deS elektrische« LichtS gegen daS GaSlicht giebt der lüizlich erschienene Bericht der städlischen Gaswerke interessante Mittheilungen. Danach hat ans den Absatz deS Gases die vermehrte Anwendung deS elellrifchen SlromeS zu Beleuchtungs- und gewerblichen Zwecke», besonders auS den Aulagen der Berliner Elektrizitätswerle, deren Kabelnetz und Leute, welche die porösen Thongesäße drehen, die im ganzen Orient im Gebrauche sind, und in einem Winkel der Nabhas!»- straße kann man sich von der Kunstfertigkeit eines egyptischen Blechschusters überzeugen, und das wenige Handwerkszeug be- trachlen, nnt dem der egyptisch« Färber arbeilet. Alle diese Straßen, Gäßchen und Winkel werden wohl von einigen hundert Gästen aus dem Nillande bevölkert. Und alles handelt und will Geld verdienen. Immer wieder erscheinen die drei in gelbe Kaflane gekleideten StraßensSng«r. und dort, wo die Besucher am dichiesten stehen, beginnen sie zu singe». Jetzt näseln sie and dann schreien sie,»eigen sich vor und werfen sich nach rückwärts, stecken die Köpfe zusammen und drehen sich zum Schluß wie rasende Derwische. Sind st« ganz besonders gut aufgelegt, dann lassen sse daS Trara di bummdieh steigen. Und dann gehen sie absammeln. Und dasselbe ihnen dr« gewichsten Musiker, dir wir schon von der Arena her tennen, und Sie Säbelfechter, die auf einander losgehen, die reinen Berserker. Ich glauvr,»n Kairo macht jeder die Hand hohl, mit Ansnahnie der beiden alten Könige, die man vor den alte» Ed-Fu-Tempel vostirt. Eine Wahrsagerin orakelt in fünf Sprachen hintereinander, and vor einer Thür schieit einer, oft sünf Minuten ununterbrochen: Der Bauchtanz, der Bauchtanz.... Und hat er an dem geniig, dann kommt iu,S Bauchtanz an die Reihe, dem die Bauchtanz folgt. Ein eifriger Neger steht daneben und be» kräftigt die Aussage seines Kollegen mit einem Nebelhorn- kräftigen:„Hier!" Nach der Südseite, dem„Nordpol" zu, und der Köpenicker Landstraße entlang wird die Landesausstellung„Kairo" von Cafes und Gastwirthschaften flankirt, und das ist ihr dritter Theil. Hinter dem an der Straß« hinführendem Zaune bäckt ein egyptischer Bäcker vor den Augen der Zuschauer Brot, große, runde, hohle Fladen. Ich sehe heute noch die Augen, die un- längst«in kleines Mädchen zu deuiWorten machte:„O jeh, wenn das Windbeutel wären!" Auf dem freien Platz, der seinen Namen von dem Khedive hat, spielt unter Palmen ragtäglich eine Kapelle. Die Musiker lind Egypter, der Kapellmeister stammt anS Böhmen. Ich will nichts gegen die braven Männer sagen,— da sei Allah vor!— aber so oft ich ihnen noch zuhörte, kam mir daS Bild ans den „Fliegenden Blättern" in den Sinn: Der kleine Moritz und der Biß in die Zitrone. von m Betriebsjahre 1894.95 fich auch über die untere Friedrich vorstadt, bei gefchloffener Barriere das Geleise zu überschreiten. Könnte[ schen Boltsstückes Der Schlagbaum bas einattige Schauspiel die Schöneberger Vorstadt, die Oranienburger und Rosenthaler Bor hier nicht ein Bahnwärter stationirt werden? Soldatenherzen von Adolf Rosée zum ersten Male aufstadt ausgebreitet hat, beeinträchtigend eingewirkt. Auch der fortdauernd zunehmende Ersatz gewöhnlicher Brenner älterer Systeme Schulknabe Edmund Lange aus der Brunnenstr. 95 in der Gegend Billets zu dieser Vorstellung frei zugefchickt werden. Beim Baden ist am Freitag Nachmittag der zehnjährige geführt. Den Abonnenten des Berliner Theaters werden die durch Gasglühlichtbrenner, der zwar der Verbreitung des elektrischen am Treibelweg im Spandaner Schifffahrtskanal ertrunken. Vor Das Residenz Theater bringt von dem Brisson'schen Lichtes sehr bemerkbar entgegenwirkte, trug sehr wesentlich dazu dem Baden im offenen Gewässer, dessen Tiefenverhältnisse man Schwant: Hals über Kopf die legte Sonntagsvorstellung. bei, eine bem wachsenden Lichtbedürfniß entsprechende Wer nicht kennt, kann nicht dringend genug gewarnt werden, da es Sonnabend, 13. d. M., gelangt ein neuer französischer Schwank: mehrung des Gasverbrauchs zu verhindern. Nach statistischen jahraus jahrein namentlich unter der Jugend immer wieder zahl- Der Stellvertreter( Le Remplaçant) von William Busnach und Busammenstellungen entsprechen die von den Berliner Elektrizitäts- reiche Opfer fordert. Georges Duval, in deutscher Uebersetzung von May Schönau werken und aus Einzelanlagen mit elektrischem Strom versorgten Lampen, zur ersten Aufführung. Im Schiller Theater werden Motoren und Apparate einer Anzahl Aus dem Polizeibericht vom 6. Juni. Gestern früb heute Sonntag Abend Kleist's Berbrochener Krug und das 283 650 Gasflammen. Die Zahl der von den städtischen Krankenhause untergebrachte 69 Jahre alte Kellner Wilhelm. Lurgenjew'schen Schauspiel Natalie mit Frau Klara Meyer in wurde der wegen eines schweren Krebsleidens im St. Hedwigs Lustspiel Die zärtlichen Verwandten gegeben. Von dem Gaswerken versorgten Gasflammen betrug Ende März 1895 947 888; ber Werth der vorhandenen elektrischen an der Thür feines Krankenzimmers erhängt vorgefunden. Der Titelrolle finden vier Wiederholungen Montag bis einber Werth der vorhandenen elektrischen Lampen berechnet sich demnach auf 29,94 vom Sunbert 3wei Unfälle wurden gestern Vormittag durch Zusammenstöße schließlich Donnerstag statt. Freitag geht der Keller- Brentano'sche Lampen berechnet sich demnach auf 29,94 vom Hundert zwischen Fuhrwerken, herbeigeführt. In der Vorfstraße fuhr die Schwank Vergnügte Flitterwochen zum ersten Mal in Szente der Gasflammen gegen 28,18 v. H. im Vorjahre. Es hat sich 54 Jahre alte Wittwe Auguste Rabulis mit ihrem Geschäfts- und wird Sonnabend zum ersten Mal wiederholt. also das Verhältniß wieder zu ungunsten der Gaswerke verfuhrwerke auf dem Geleise der elektrischen Straßenbahn und ver- plan des Abolf Ernst Theaters wird von Sonntag ab Der Spielschoben, jedoch nicht in dem Grade wie im Borjahre, in welchem ließ baffelbe auch nicht troh mehrfacher Glockensignale, so daß bis einschließlich Sonnabend der kommenden Woche ausschließlich big beherrscht berichte Gegen die im Jahre 1891/92 für den Privatverbrauch abgegebene ihr Pferd von dem Straßenbahnwagen zu Boden geworfen und von Charley's Tante und Die Bajazzi beherrscht werden. Menge von 88 080 857 Rubikmeter Gas, der bisher höchsten Jahres bei von ihrem Wagen, erlitt aber nur eine leichte Verlegung am eine Strecke weit fortgeschoben wurde; die Rabulis felbst fiel hierabgabe, ist die Abgabe in diesem Jahre zurückgeblieben. Die Steigerung Ropfe.- Gin zweiter zusammenstoß fand nachmittags vor dem Hause des Gasverbrauchs durch Private ist eine Folge der vermehrten Friedrichstr. 39 zwischen einer Droschte und einem PferdebahnZwecken gewesen. Die Zahl der zur öffentlichen Straßen- wagen statt. Hierbei wurde eine in der Droschke ſizende Frau beleuchtung verwendeten elektrischen Lampen umfaßte Ende herausgeschleudert, scheint jedoch keinen besonderen Schaden ges März 1895 185 Bogenlampen gegenüber einer Zahl von nommen zu haben, denn sie sprang fofort auf und fuhr in dem felben Wagen davon. 21 366 Gasflammen. Anscheinend infolge ehelichen Unfriedens Wohnung in der Schönholzerstraße sich mit Strychnin zu verversuchte nachmittags der 29jährige Tischler Eduard M. in seiner giften. Nachdem ihm durch einen Arzt Gegenmittel verabreicht worden, wurde der Mann mittels Krantenwagens nach dem Lazarus Krankenhause gebracht. Im Landwehrkanal an der Lichtensteinbrücke wurde gegen Abend die Leiche einer etwa 80 Jahre alten Frau angeschwemmt und nach dem Schauhaufe gebracht. In der vergangenen Nacht fiel ber 37jährige Bildhauer Richard Krebs in der Schönhauser Allee infolge eines Fehltritts zur Erde und zog sich einen Bruch des rechten Fuß gelents zu. 8 Vom Verein Berliner Handbiener wird uns zu der in Nr. 123 gebrachten Notiz über die Berliner Packetfahrt Aftien gesellschaft mitgetheilt, daß nicht acht, sondern nur vier Vereins mitglieder an stelle der Entlassenen eingestellt worden seien. Diese vier Hausbiener hätten aber nicht gewußt, daß die Direktion an den Entlaffenen eine Maßregelung begangen habe; überdies befinden sie fich zur Zeit gar nicht mehr in Stellung bei der Packetfahrt. Prügelei im Zeichen des Verkehrs. Auf dem Bahnhof Ausstellung versuchte am Freitag Abend ein Herr ein Kupee zweiter Klaffe zu befteigen. Er wurde jedoch von einem Insassen zurückgestoßen, weil das Rupee befetzt war. Es entstand nunmehr eine Schlägeret, bei welcher die beiden Gegner mit Stöcken auf einander einbieben, ohne Rücksicht auf das umstehende und im Wagen befindliche Publikum. Die widerliche Szene dauerte so lange, bis sich der Zug in Bewegung setzte und beide Schläger start blutende Kopfwunden bavontrugen. Von dem Bahn personal batte es niemand versucht, die Schlägerei zu stören oder zu hindern. = 1 = Wetter Prognose für Sonntag, den 7. Juni 1896. füblichen Winden, etwas Regen und fortdauernder Gewitter Warmes, theils heiteres, theils woltiges Wetter mit mäßigen ando abode neigung. Berliner Wetterbureau. Kunst und Wissenschaft. Bräsident des Gesundheitsraths Prouft hat einem Ausfrager Ein Cholera- Impfstoff? Aus Paris wird berichtet: Der gegenüber bestätigt, daß die Entdeckung des Cholera- Impfstoffes Versuche seien bereits gemacht worden; es erübrige nur noch, nahezu gewiß sei. Zu sicheren Schlußfolgerungen berechtigende Versuche feien bereits gemacht worden; es erübrige nur noch, den endgiltigen Verfuch zu machen. Gerichts- Beitung. Aus Mannheim wird über den Prozeß, der, wie gestern unter Ein Profeffor des Strafrechts auf der Anklagebank. den Depeschen mitgetheilt, mit der Verurtheilung des Professors Dr. v. Kirchenheim gu 400 m. Gelbftrafe endete, foas folgende berichtet: Ein Beleidigungsprozeß, in welchen eine merkwürdige Entmündigungsfache hineinspielt, beschäftigte am Freitag die britte Strastammer des hiesigen Landgerichts. In Mosbach, einem kleinen, in der Nähe von Heidelberg belegenen Städtchen, wohnte eine Frau Ott, die auf Antrag ihrer Berwandten entmündigt wurde. Alle Bemühungen der Frau Ott, wenigstens die folglos. Da erschien in der konservativen Badischen Landpost" Verfügung über einen Theil ihres Mobiliars zu erhalten, blieben erein Artikel, in dem die Angelegenheit näher beleuchtet wurde. Die betreffende Nummer der Landpoft" wurde beschlagnahmt und gegen den Redakteur des Blattes ein Strafverfahren einFrau Raabe befindet sich gegenwärtig mit ihrer Stiefmutter aufheater- Chronit. Opernhaus: Sonntag, 7.: Lohengrin er dem Vormund die Anweisung, Das Kornblumenpflücken in den Kornfeldern ist von mehreren Ortsvorstehern der Umgegend bei einer Strafe bis zu Gewerbe- Ausfellung 1896. geleitet. Allein der Artikel hatte dennoch die Wirkung, daß Frau Ott das, was fie auf geordnetem Beschwerdewege fünf Jahre Keine billigen Sonntage? Es wird gemeldet: Die lang nicht hatte erreichen können, binnen acht Tagen erhielt Auf dem alten Nikolai- Kirchhof in Spandan haben Frage des Fünfundzwanzigpfennig- Sonntags wurde am Freitag in und daß ihr Vormund abgesetzt wurde. Gleich darauf stellte der Berliner Lumpenhändler am Freitag von zwei Gräbern ein einer Sigung des Arbeitsausschusses besprochen, fand jedoch teine Anwalt der Entmündigten den Antrag, da die Entmündigte großes eisernes Kreuz und eine eiferne Gedenktafel, insgesammt Majorität. Dagegen wurde in Aussicht genommen, Ge wertbereits seit sechs Jahren in Heidelberg wohnte, letteren Ort auch 100 Kilogramm fchwer, gestohlen und die Gegenstände auf ihrem fchaften, abrite 2c. für den Besuch der Ausstellung er- als ihren Wohnfig anzuerkennen und die Vormundschaft nach Sundefuhrwert fortgeführt. Bevor fie die Beute aber in Sicher- mäßigten Preis zu gewähren.- Jn wie weit diese Mittheilungen Heidelberg zu verlegen. Diefer Antrag wurde jedoch aus heit bringen konnten, wurden fie betroffen und verhaftet. Anspruch auf Glaubwürdigkeit verdienen, wiffen wir nicht; fals formellen Gründen des französischen Rechts abgelehnt. Da Selbstmord hat am Freitag Vormittag der Raufmann fie sich aber bestätigen sollten, so würden sie von der Un- aber der neu ernannte Vormund selbst der Meinung Richard Raabe aus der Französischenstraße Nr. 57/58 begangen. entschloffenheit und geschäftlichen Baghaftigkeit der Ausstellungs- war, daß sein Mündel in Mosbach nie zu seinem Ranbe, ein Mann von 46 Jahren, stammt aus Frankfurt a. D. leiter ein neues Zeugniß ablegen. Rechte gelangen würde und ihm außerdem die VormundSeine letzte hiesige Wohnung hatte er mit seiner Frau und Eine Ausstellung von Schülerarbeiten der neunten schaft über eine seiner Meinung nach geifte gesunde Person feinem 16 jährigen Sohne, der eine höhere Schule besucht, feit städtischen Fortbildungsschule befindet sich bis 19. Juni im fäftig war, so wandte er sich an den Profeffor Dr. zwei Jahren inne. Seit längerer Zeit schon war er alleiniger Pavillon der Stadt Berlin. von Kirchenheim in Heidelberg. Letterer nahm sich auch der Inhaber des Bigarrengeschäfts, das unter der Firma Hösuer Sache an und entwarf für den Vormund eine Anzahl von u. Borchert in dem Hause Friedrichstr. 85 a betrieben wird. Schriftäßen für feinen Verkehr mit dem Vormundschaftsrichter in Mosbach. Als dieser hiervon Kenntniß erhielt, ertheilte einer Reise durch die Schweiz, während der Sohn tagsüber die ihm die Schriftstücke Schule besucht. Gestern Vormittag um 9/2 Uhr fand man Raabe Anfang 7 Uhr. Montag, 8.: Ingo. Dienstag, 9.: Fidelio su übergeben, was auch thatsächlich geschah. Die Schrift erschoffen im Bette. Ueber die Ursache des Selbstmordes ver- Mittwoch, 10.: Oberon. Donnerstag, 11.: Wilhelm Tell. Tell stücke wurden den Akten einverleibt. Da ein Antrag des lautet nichts näheres. Hr. Theodor Reichmann von der Hofoper in Wien als Gaft. Anfang Professors Dr. von Kirchenheim an den Staatsanwalt, auf Eins Uhr. Freitag, 12.: Rienzi. Anfang 7 Uhr. Sonnabend, 18.: leitung eines Strafverfahrens gegen den Amtsrichter, abgelehnt Mignon. Sonntag, 14.: Der fliegende Holländer. Montag, 15.: wurde, beantragte er bei dem Präsidenten des Landgerichts im Beschlossen. Im Opernhause findet ein am 12. Juni beginnender Dienstaufsichtswege" die Herausgabe jener Schrifftücke. In einer Von einem seltsamen Abentener, das die Bewohner eines und am 30. Juni endender Wagner- 3yklus ftatt. Dieser um Wendung diefes Antrages, wonach der Amtsrichter durch unrechtHauses in Spanbau mit einem Unteroffizier zu bestehen hatten, faßt alle Werke des Meisters von Rienzi bis zur Götterdämmerung.mäßiges Handeln in Besitz der von dem Antragsteller verfaßten berichtet die Volts Btg.". Als der Unteroffizier in vorgerückter Nacht Schauspielhaus: Sonntag, 7.: Doktor Klaus. Montag, 8.: Schriftftüde gelangt sein soll, erblickte der Landgerichts- Präfident Stunde etwas angeheitert nach Haufe tam, trat er, mit den Verhältnissen Die Braut von Messina oder die feindlichen Brüder. Dienstag, eine Beleidigung des Amtsrichters. Er stellte für letteren den nicht recht vertraut, in eine falsche Stube und legte sich in das 9.: Egmont. Anfang 7 Uhr. Mittwoch, 10: Die Komödie der Strafantrag und daher hatte sich am Freitag der beleer darin befindliche Bett, wo er einschlief. Gleich darauf erschien Frrungen. Die Dienstboten. Donnerstag, 11: Wallensteins Tod. fannte Kriminalist, Profeffor des Strafrechts an der Universität aber die wirkliche Bewohnerin des Zimmers, ein Dienstmädchen, Die Piccolomini. Freitag, 12: Wallensteins Tob. Sonnabend, Heidelberg und langjähriger Leiter des Zentralblattes die bei dem Anblick des unbekannten Mannes natürlich nicht 18: Die Karolinger. Sonntag, 14.: Wie die Alten fungen. für Rechtswissenschaft", Dr. v. Kirchenheim, wegen Beleidigung wenig erschrat. Sie bolte die Herrschaft herbei, der Unteroffizier Montag, 15.: Geschloffen. Neues Opern Theater des Amtsrichters zu Mosbach vor eingangs bezeichnetem Gerichtswollte jedoch das Felb nicht räumen, sondern eröffnete gegen alle( Rroll). Sonntag, 7.: Don Juan. Montag, 8.: Der Waffen- bofe zu verantworten. Die Beleidigung fand der Gerichtshof in Bersonen, die zur Stelle waren, einen regelrechten Kampf. Schmied. Dienstag, 9.: Hänsel und Gretel. Die Puppenfee. zwei Eingaben, welche an den Landgerichts- Präsidenten wie an Schließlich holten die Bewohner eine Militärpatrouille herbei, Mittwoch, 10.: Gefchloffen. Donnerstag, 11.: Cavalleria rusti- bas Amtsgericht au Mosbach gerichtet waren. Angesichts des die den Unteroffizier abführte. cana. Slavische Brautwerbung. Freitag, 12.: Der Trom Umstandes, daß der Angeklagte sich aus edlen Motiven der Frau peter von Säffingen. Sonnabend, 18.: Die vertaufte Ott angenommen, hat ber Gerichtshof von einer Freiheitsstrafe Braut. Carneval( 2. Bild). Sonntag, 14.: Der Prophet. abgesehen. Jedoch mit Rücksicht auf die Schwere der Beleidi Johann: Hr. Emil Göße, fgl. Rammerfänger, a. G. Anfang gungen, auf die Vermögenslage und auf die soziale Stellung des Theater bringt in dieser Woche Wiederholungen 7 Uhr. Montag, 15.: Geschlossen.- Das Deutsche Angeklagten hat der Gerichtshof eine empfindliche Geldstrafe für Lumpacivagabundes" außer heute, Sonntag, auch Mittvon angezeigt gehalten. woch, Freitag und nächstfolgenden Sonntag. Die Weber tommen am Dienstag und Sonnabend zur Aufführung, Montag geht Hamlet und Donnerstag Der Meister von 150. verboten worden. Einer taum glaublichen Rohheit hat sich der Maler R. in Hennigsdorf schuldig gemacht. Er hat seine Frau, die eben erft das Wochenbett verlaffen, brutal mißhandelt, so daß die Aermste blutüberströmt zum Amtsvorsteher flüchten mußte. Der Unmensch wurde darauf verhaftet und in das Gefängniß zu Spandau transportirt. Durch Hitschlag ist am Freitag der Maler Bruno Liebler vor dem Hause Weberftr. 52 getödtet worden. = " M " Vermischkes. Oberforstmeister Otto in Oldenburg, der, wie wir gestern Ein furchtbares Eisenbahn- Unglück ereignete fich am Balmyra( zum 25. Male) in Szene, beide Stücke mit Herrn meldeten, wegen Betruges in vielen Fällen zu einem Jahre Ge Donnerstag am Uebergange der Potsdamer Stammbahn bei Kainz in den Titelrollen; die Ophelia spielt Frl. Sandow. fängniß verurtheilt worden ist, hat sich am Sonnabend it Dippel. Die achtjährige Tochter des Arbeiters Liefeld follte bem Das Lessing Theater fündigt auch für diese Woche Schloßgarten zu Oldenburg erschossen. Bater den Nachmittagstaffee nach feiner Arbeitsstätte, dem Neu- ausschließlich Aufführungen der Operette Waldmeister" an. bau des Urban", bringen, fand die Barriere verschlossen und Im Berliner Theater geht heute Abend Wildenbruch's beging den Leichtsinn, darunter hindurch zu kriechen. In demselben König Heinrich in Szene. Das Drama wird ferner aufgeführt Moment faufte ein Schnellzug heran, erfaßte das Kind und tödtete Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag( zum 100. Male) und es auf der Stelle. Erwähnt sei noch, daß die Barriere von Sonntag, Freitag( Abonnementsvorstellung) geht zum ersten Male P. Mainz. Aus Ihrer Anfrage ist nicht zu ersehen, welche einem entfernt stehenden Wärterhause aus in Betrieb gefegt wird, das Sardousche Luftspiel Der letzte Brief in Szene. Sonnabend freie Hilfskaffe mit dem Sig in Mainz Sie meinen. Wir bitten und daß es zu den Gewohnheiten vieler Passanten gehört, selbst wird in Verbindung mit der ersten Wiederholung des Lees um nähere Angabe. " vormals Schloss Weissensee zum Sternecker. Sonntag, den 7. Juni 1896: Herrn F. Menseler. techn. Hrn. A. Bock, Grosses Konzert unter Leitung des Muſikmeisters Gr. Land- u. Waffer- Feuerwerk ausgef. v. d. PyroIn dem 10 000 Quadratfuß großen Bal champêtre Gr. Ball. unter Leitung des Tanzlehrers Herrn E. Stiehler Volksbelustigungen aller Art. Dampferfahrt auf dem 40 Morgen gr. See. Die Kaffeeküche ist den geehrten Damen von 2 Uhr ab geöffnet. Anfang 4 Uhr. Entree 20 Pf. Rud. Schenk. 28 Briefkasten der Redaktion. Ostbahn-Park! Rüdersdorferstr. 71. Am Küstriner Park, Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Garten- Concert von der 24 Mann Harken Hauskapelle unter Leitung des Musikdirektors Herrn P. Nimscheck. Kaffeeküche 3-5 hr.- Entree 15 Pf., wofür ein Glas Bier gratis. Volksbeluftigungen jeder Art. 4 Regelbahnen zur Verfügung. Gute Biere, ausgezeichnete Küche zu foliden Preisen. H. Jmbs. vorzügl. u. Garantie, schmerzl., Bahnschmerz beseitigt, schmerz Bereinen u. Gesellschaften empf. mein Lokal z. Abhaltung v. Festlichkeiten. Künstl. Zähne, loses anziehen. heilzahlung. Goldstein, Oranienſtr. 128. Ruhlaerker. 2021 Sanssouci" Schmargendorf avte Bestens, Chen he saw on Whats Achtung! Achtung! vis- a- vis Schützenb., Künstl. Zähne v. 3 M. an, Theilz. direkt am Wald gelegen, großer Tanzfaal, Kaffeeküche, große Spielpläge, 2 gute wöchentl. 1 M., wird abgeholt. Bahn Regelbahnen, Voltsbelnftigungen aller Art. Vorzügliche Speisen und Getränke, ziehen, Zahnreinigen, Nervtödten bei solide Preise. Vereinen und Gesellschaften bestens empfohlen. 52902 Bestellung umsonst. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Anfang 4 Uhr. Alfred Malitz. Seeschlößchen", Wilmersdorf, Kaiser- Alle. 20806 Jeden Sonntag, Mittwoch und Donnerstag: Gr. Konzert, Theater, Ballet u. Spezialitäten- Vorstellung. Im parquettirten, mit Gasglühlicht versehenen Saal: Grosser Ball. Mierke's Volfogarten. Schönhauser= Jeden Im Allee 1012. Guckel, Lausitzerplay 2, Elfafferftr. 12 Muschel- Wirthschaft vertaufe sofort spottbillig ,. vollständige Wohn- u. Schlafzimmer- Einrichtungen, Darunter 8 Fenster neue Gardinen, Brautleuten geeignet. Frau Büttner, Röpnickerfir. 141, Borderhaus 1. Etage. Kostenfreie Sonntag: Frei- Konzert. saale: Gr. Ball. de Freunde und Ge- ärztliche Behandlung Minderbemittelter. noffen lade ergebenft ein. Tägl. 8-5 Uhr. Neue Königstr. 22, L. Milchkübel, Kannen, Satten, Dezimal- 11. Tafelwagen Jordan, Kleine Markus Straße Nr. 28. Erde tann abgeladen werden Rutscher erhalten 25 Pf. Gas- Anstalt Rirdorf. Preise Zahn- Klinik event. Theilzahlung. Frau Olga Jacobson, Invalidenstr. 145. Gestern Nachmittag verschied nach schwerer Krankheit mein geliebter Mann, unfer guter Vater, der Töpfermeister Carl Reh. Die Beerdigung findet Dienstag, nachm. 5 Uhr, von der Leichenhalle des Zentral Friedhofs in Friedrichsfelde statt. Die Hinterbliebenen. Patentanwalt A. Dammann, Ingenieur, OranienStrasse 61 a. Morigpl. Aust. tostenfrei. KinderwagenBazar Max Brinner, Jerusalemerstr. 42 am Dönhoffplatz und Brunnenstraße 6. Großartig. Auswahl von Kinderwagen, Puppenwagen, tinder- Sportwagen billigst. Biele 2nerfennungen. Theilzahlung gestattet. Knaben- Stoff- und Bach- Anzüge Fahrrad 150 M., ganz ne, hocheleg., fehr billig. mit sämmtl. Neuerungen, Hoffmann, Veteranenstr. 14 19406 Schulte, Wrangelfir. 81, I. Für den Juhalt der Juserate übernimmt die Redaktion dem Bublifum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, den 7. Juni. Opernhaus. Lohengrin. Montag: Ingo. Neues Opern Theater.( Rroll.) Don Juan. = Montag: Der Waffenschmied. Schauspielhaus. Doktor Klaus. Montag: Die Braut von Messina. Deutsches Theater. Zumpaci- Baga. bundus. Montag: Hamlet. Leffing Theater. Waldmeister. Montag: Dieselbe Vorstellung. Berliner Theater. König Heinrich. Morgen: Diefelbe Vorstellung. Nenes Theater. Tata- Toto. Montag: Dieselbe Vorstellung. Residenz- Theater. Hals über Kopf. Der neue Ganymed. Montag: Dieselbe Vorstellung. Theater Unter den Linden. Drpheus in der Unterwelt. Montag: Dieselbe Vorstellung. Schiller Theater. Der zerbrochene Krug. Die zärtlichen Verwandten. Montag: Natalie. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Montag: Dieselbe Vorstellung. Belle- Alliance- Theater. Die Kinder des Kapitän Grant. Montag: Dieselbe Vorstellung. National Theater. Vor Sonnens aufgang. Montag: Dieselbe Vorstellung. * Urania. Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt. ab. Eintritt 50 Pf. [ Achtung! 4. Wahlkreis Achtung! und Niederbarnimer Kreis. Wissenschaftl. Theater Sonntag, den 21. Juni, im„ Schloß Weißensee": abends 8 Uhr. Invalidenstr. 57/62, Lehrt. Stadtbahnh. Sternwarte täglich geöffnet v. 7 Uhr abends ab. Eintritt 50 Pf. Castan's Panopticum. Das 165 Friedrichstrasse 165. Bärenweib phänomenales Naturspiel aus den Felsenbergen New- Mexico's! Illusionen Kasperle- Theater Damen- Kapelle- Irrgarten. Passage- Panopticum. Friedrich- Wilhehu hädt. Theater. KAIRO Spezialitäten Borstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Vorftellung. Banfmanu'. Variété. Spezialitäten KAIRO Borstellung. Schiller- Theater. KAIRO ( Wallner- Theater.) Sonntag, abends 8 Uhr: Der zerTekke Woche!! Ein afrikanischer Grosses Volksfest arrangirt von den Parteigenossen des 4. Berliner Reichstags- Wahlkreises und des Niederbarnimer Wahlkreises unter Mitwirkung von Mitgliedern der Arbeiter- Bildungs- Schule und des Arbeiter- Sängerbundes. Vokal- und Instrumental- Konzert Musik von Mitgliedern der Fr. Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker. Massengefänge. Bücher- n. Bilder- Verloosung. Volksspiele. Großes Schauturnen. Kinder- Belustigungen. Politisch- fatirisches Kasperle- Theater. Die Kaffeeküche ist den ganzen Tag geöffnet. Jm Bal champêtre von 4 Uhr ab: Harem TANZ. Serren, welche daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Feuerwerk. mit echten Bauch- Anfang vormittags 8 Uhr.- Billets im Vorverkauf 20 Pf., am Eingang 25 Pf. tänzerinnen. Billets sind in allen mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. von 7 Uhr abends ohne Gewerbeausstellungs- Billet zugänglich. von 10 Uhr vorm. geöffnet. 1. Eingang: Ausst.- Bahnh, II. Eing.: Köpnick. Landstr. Waffensamml. d. Chediwe; Samml. d. egypt. Behörden, Schwert des Mehomet- Ali. Salon bedeutender brochene Brug. Die zärtlichen KAIRO Orientmaler. Verwandten. Montag, abends 8 Uhr: Natalie. ( Natalie: Frau Clara Meyer a. G.) Theater Alt- Berlin. KAIRO ( Berliner Gewerbe Ausstellung 1896.) Jeden Rachmittag 31/2 u. 51/2 Uhr: Märkisches Ringelstechen. Entritt 60 Pf., Parket 1 M., Loge 2 M. Abends 7 Uhr. Die were noth. An mein Volk. Ringelstedjen. Alt- Berlin. Bei günstiger Witterung nachmittags 3 Uhr: Wendiſcher Jagds it. Beutez Nachmittags 6 Uhr: Aufzug zum Ringelstechen. Drei Musikkorp8. Gemischter Chor d. Theaters Alt- Berlin. Boltsbeluftigungen. Seiltänger. Bauberei zc. Irrgarten. Diorama 2c. 2c. Eintritt: 25 Pfg. Donnerstag 50 Pf. Passepartouts à 4 Mk. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Anfang 8 Uhr. Schwant in 3 Aften von Brandon KAIRO KAIRO Riesen- Arena mit MonstreAufführungen v. 500 Pers. m. Pferd., Dromedaren etc. Leibkapelle d. Chediwe 60 Mann in Uniform, 3 Hauskapellen, Arena: Beduinenkämpfe und Reiter- Fatasias um 5 und 81 Uhr nachm. KAIRO Cheops- Pyramide mit Königsgräbern. KAIRO Entree 50 Pf. KAIRO Elitetag( Dienstag) 1 Mk. Dauerkarten: Erwachsene 15 Mark, Kinder 8 Mark, im Bureau Kairo und bei.C. Stangen, Mohrenstrasse 10. Apollo- Theater Dir. J. Glück. und Konzert- Garten Friebrichstraße 218. Die Spree- Amazone Thomas. Repertoireſtück des Globe- u. Salerno, The Avolos, The Kurrakins, Theaters in London. In Szene gefeßt von Adolph Ernst. Borher: Mit neuer Ausstattung: Die Bajazzi. Parodistische Boffe mit Gesang in 1 Att von Ed. Jacobson und Benno Jacobson. Musit von F. Roth. Morgen: Dieselbe Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterßtraße 132. Direktion: Max Samst. Volksvorstellung zu bedeutend ermässigten Preisen. Vor Sonnenaufgang. Soziales Drama in 5 Aften von Gerhart Hauptmann. Regie: Frith Schäfer. National- Theatergarten. Gr. Konzert. Spezialitäten 1. Ranges. Theaterstücke. Reichshallen Im prachtvollen Garten, Leipzigerstraße, am Döuhoffsplay. Täglich: Norddeutsche Sänger Heute, Sonntag: Grösstes Schaustück der Welt. Ca. 0001 Mitwirkende. Sensationellst. Erfolg d. Saison, 2 Vorstellungen täglich Bolossy Kiralfy's„ Orient“ im OlympiaRiesentheater. Alexanderstr., Ecke Magazinstr. Nachmittags 5-7 Uhr, Abends 9-11 Uhr. Uebertrifft alles bisher Dagewesene. Mal im 500 Unterbrechung gegeben. zu London ohne Olympia- Theater Von Publikum u. Presse einstimmig anerkannt. Bur Wolfsschlucht" Eig. Auschank d. Bürgerlichen Brauerei Am Tempelhofer Berg Nr. 6, zwischen Bergmannund Fidicinstraße. Täglich Grosses Forsid d [ 58148*] Auftreten der Berliner Singspiel- Gefell haft. Frei- Konzert u. Spezialitäten- Vorstellung. Wie bekannt: 3/10 Ltr. vorzügliches Lagerbier 10, 1/2 Ltr. desgl. 15 Pf. Vorzügl. Küche. Herrlicher, geschützter, zugfreier Garten m. Springbrunnen. Gr. Saal zu Festlichkeiten. Kleine Räume für Vereine etc. Die Spree- Amazone Berliner Gewerbe- Ausstellung 1896 und Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Die Spree- Amazone. ut. Salerno, The Avolos, The Kurrakins etc. etc. Raffeneröffnung 512 Uhr. Ronzert 6 Uhr. Auf. der Vorstellung 71/2 Uhr. Viktoria- Brauerei Lützowstrasse 111/112. Hente fowie täglich( außer Sonnabends): Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader). Anfang heute Sonntag, präz. 7 Uhr. Entree 50 Pf. Nach der Soiree: Tanzkränzchen. Morgen, Montag: Soiree. An 1000 Mark Belohnung. fang 8 Uhr. Jum 10 Uhr: Hoffmann mit die Musik der armen Lente. Um 1/211 Uhr: Vorverkauf billets für die Wochentage à 40 Pf. u. Familienbillets à Mart. Siehe Plakate! Alle fünf Barrisons Unterricht f. Maur. u. Zimmerer Anfang Sonntags 7 Uhr. Entree 30 Pf. billig. Spezial- Ausbildung zum Polier Referv. Platz 50 Pf. Bei schlechtem d. erf. pratt. Lehr. m. Staatsprüf. Trift. Wetter im Saal durchweg 50 Pf. straße 5, r. part. Sonnt. 8-12, Mittw. 8-10. Mai bis Oktober. Deutsche Fischerei-Ausstellung Deutsche Kolonial- Ausstellung Kairo Alt- Berlin Riesenfernrohr Sport Ausstellung Alpen- Panorama -O * * Nordpol Vergnügungspark. Schweizer Garten Am Königsthor. .808 Am Friedrichshain. Täglich: 1 Konzert. Theatervorstellung. Spezialitäten- Revue. Volksbelustigungen. Jm großen Saale Ball. Entree 30 Pf. während und nach der Vorstellung Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Neu eröffnet! Vollständig renovirt! Neu eröffnet! Riesen- Restaurant. Gr. Frühstücks-, Mittags- u. Abendtisch. Festsäte, Vereinszimmer bis 1000 Personen faffend. Ausschant von echtem Münchener, Pilsener u. hiesigem hellen Lagerbier. Gebr. Mielitz, Gastwirthe. 216/4 Aktien- Brauerei Friedrichshain Heute Sonntag: Großes MilitärKonzert. Eintritt 10 Pfg. Programm unentgeltl. W. Noack's Sommer- Theater. Brunnenstr. 16. Täglich: Konzert, Theater und Spezialitäten- Vorstellung. Jeden Sonntag, Montag, Dienstag und Donnerstag: Saal: Gr. Ball. Das Königreich der Weiber. Operette in 3 Bildern von Millöcker. Julius Ernest, Liederfänger. Franziska Wünsch, Roftüm- Soubrette. Willi Reuschel, Gesangs Humorist. Janka Ros'l, Opernsängerin. Geschw. Romany, Gesangs Duettisten. Puhlmann's Vaudeville- Theater. Schönhauser Allee 148. Täglich: Das wunderbare JuniProgramm. Erna Rolla die muß man sehen. Prof. Matutta, Jllufion. RajadeTrio. Nelli u. Albert. Rappmann, Duett. Geschw. Trancy, Trapez 2c. Entree 30 Pf. Brauerei Borussia, Nieder- Schönweide a. d. Oberspree, hinter der Ausstellung Treptow, Görliger und Stadtbahn. Dampferstation. Schönfter Garten am Wasser. Jeden Sonntag und Mittwoch Grosser Ball. Kegelbahn. Ausspannung. Sonntag und Mittwoch Konzert. Gustav Busack, Defonom. Max Mörschel's Salon u. Garten, 28. Schönhauser Allee 28. Jeden Sonntag, Dienstag u. Donnerstag Gr. humoristische Soirée der Berliner Volkssänger- Gesellschaft. Dir. H. Lewandowsky. Regelbahn neu renovirt. Kaffeekochen Liter 60 Pf. Weiße 20 Pf., 4/10 Liter Bairisch 15 Pf. 47442* Kinderwagen Kranken, Sportund Leiterwagen Kinderklappstühle, 2c. Theilzahl. geft. A. W. Schulz, 1. Geschäft: Brunnenstr. 95, gegenüber Humboldhain. 2. Geschäft: Brunnenstr. 145, Ecfe Rheinsbergerstraße. Musterb. grt. u. fvt. Fernspr. Amt III. Nr. 1767. Zähne 1 M., äuß. haltb., fefts., sehr brauchb. b. Essen, Garant., Spezialität Aluminium. Dresdenerstr. 105.[ 46| 11 Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. 2. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 131. Mai. Unterm neuesten Kurs. 1. Hildesheim. 30 M. Geldstrafe Genosse Birkner wegen Beleidigung eines Wertmeisters. 6. Erfurt. Genosse Wiertelarz wegen Beleidigung des Friedhofwärters in Gotha 400 M. Geldstrafe. " Chemnitz. Wegen Vornahme einer nicht erlaubten Geld. sammlung Genosse Irmscher 100 M. Geldstrafe. 7. Luckenwalde. Wegen des gleichen Vergehens zwei Ges nossen je 30 M. Geldstrafe. " Leipzig. In der Revisionsinstanz Genosse BlockDortmund wegen Beleidigung von Rechenbeamten vier Wochen Gefängniß. 9. Stade. Wegen Verrufserklärung und Beleidigung eines Wirthes die Genossen Kauffmann und Thiel aus Harburg je 500 M. und Genosse Weniger 100 m. Geldstrafe. " Breslau. Genosse Gerhardt wegen Richterbeleidi gung 1 Monat Gefängniß. 11. Gera. 2 Monate und 2 Wochen Gefängniß Genosse " " Sonntag, den 7. Juni 1896. " " " Nanen. Genosse Müllen städt wegen Bergehens gegen das preußische Breßgefet 30 M. Geldstrafe. Breslau. 20 M. Geldstrafe Genosse Neukirch wegen Verübung groben Unsugs. 30. Berlin. . " Die Arbeiterin Pacholl wegen Vergehens gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung eine Woche Gefängniß Harburg. Gleiche Strafe wegen des gleichen Delikts der Arbeiter Schühner. 3 13. Jahrg. 27. Halle. Wegen Beleidigung des Bergraths Leuschner, würden sich dieselben nicht mehr an die Abmachungen halten, soGenosse Weißmann 100 m. Geldstrafe. bald die geschäftliche Konjunktur ihnen eine Durchbrechung des 29. Frankfurt a. D. 100 M. Geldstrafe Genosse Schöpflin Tarifs gestatte. Würden die Gehilfen dagegen den Tarif brechen, wegen Beleidigung eines Fabrikanten. falls während seiner fünfjährigen Giltigkeitsdauer ein besserer Dresden. Wegen Uebertretung des Kinderfest- Erlasses Geschäftsgang eintrete, so könnten sie von den Prinzipalen 3 Genossen je 60 M. Geldstrafe. als wortbrüchig bezeichnet werden, und biese hätten dabei die bürgerliche Rechtsanschauung auf ihrer Seite. Ihm( Redner) sei es bei den Tarifberathungen nur darum zu thun gewesen, die Verbesserungen des Tarifs unter Dach zu bringen, die Tarifgemeinschaft aber den Prinzipalen vor die Füße zu werfen. Auch die Gehilfenvertreter wären vor den Verhandlungen derselben Meinung gewesen, hätten sich aber dann von den Prinzipalsvertretern übertölpeln lassen. Man habe in Leipzig nicht ver handelt, sondern ge handelt. Er glaube nicht, daß die Berliner Kollegen diese Abmachungen gutheißen.( Rufe: Nein!) Durch die Einrichtung des Tarifamtes als oberste Justanz zur Erledigung von Tarifftreitigkeiten werde die Organisation, an der die Kollegen sonst einen Rückhalt in derartigen Streitfällen hatten, lahm gelegt. Auch mit dem gemeinsamen Arbeitsnachweis werde es dahin kommen, wie seinerseit in Leipzig, wo den Gehilfen das Zusammenwirken mit den Prinzipalen durch diese unmöglich gemacht worden sei, so daß erstere sich zurückzogen, und die Prinzipale nunmehr die schöne Einrichtung für sich haben, die sie zum Nachtheil der Gehilfen benußen. Wenn andere Gewerkschaften eine so gute Organisation hätten, wie die Buchdrucker, würden sie sich nicht auf derartige Abmachungen einlassen. Redner halte es für seine Pflicht, diese Vereinbarungen, sowie das Streben Wenn laffe und die Verhandlungen bis in den Sommer hineingezogen nach Harmonie um jeden Preis zu bekämpfen. man sich von den Prinzipalen an der Nase herumführen würden, werde man das Nachsehen haben.( Langer, stürmischer Beifall) Der Verbandsvorsitzende Döblin wendet sich zunächst " Dresden. In der Berufungsinstanz Genosse Wittich Leipzig 14 Tage Haft wegen Verübung groben Unfugs. Kottbus. Wegen Landfriedensbruchs die früheren Arbeiter der Geißler'schen Fabrit Deutschmann 1 Jahr 6 Monate, Reller 9 Monate und Buder und Dotter je 6 Monate Gefängniß. Insgesammt wurden erkannt auf 8589 Mart Geld- und Seifert wegen Beleidigung eines Lehrers und eines 6 Jahre 9 Monate 3 Tage Gefängnißfirafe. Baumeisters. Kottbus. Wegen Richterbeleidigung Genosse Rölbel 1 Monat Gefängniß. Antrag 3 Monate. Halle. 7 Tage Saft Genosse Weißmann wegen Verübung groben Unfugs. 13. Kottbus. Die Genossen Neugebauer und Krähe zu 3 bezw. 2 Wochen Gefängniß wegen Vergehens gegen § 153 der Gewerbe- Ordnung. 15. Kiel. 4 Monate Gefängniß Genosse Ströbel wegen Majeftätsbeleidigung. " " " " " " " Hamburg Eimsbüttel, den 6. Juni 1896. Eichenstr. 4, I. Der geschäftsführende Ausschuß. Versammlungen. Versammlung des Vereins der Berliner Buchdrucker und SchriftDie Buchdrucker beschäftigten sich am 3. d. M. in einer gießer mit dem Konflikt, der zwischen dem Zentralvorstand des Verbandes einerseits und dem Redakteur Gasch vom Gehilfenorgan Correspondent" andererseits ausgebrochen ist. Gasch vertritt im Correspondent" die Ansicht, daß die Er rungenschaften der Gehilfen durch die Tarifvereinbarungen " werden. Ein Chemnik. Wegen des gleichen Bergebens Genosse Schubert aus Kriebethal 6 Monate Gefängniß. 18. Hamburg. 1 Monat Gefängniß ein Schneider wegen in persönlichen Ausführungen gegen Gasch und meint, es Vergehens gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung. werde hier eine Komödie durchgeführt, in der die Rollen gut Berlin. Wegen Bergehens gegen das Vereinsgesetz zu winzig feien, und wendet sich namentlich dagegen, daß die vertheilt wären.( Große Unruhe und Schlußrufe.) Redner sucht nachzuweisen, daß Gasch nicht immer Gegner der Tarifgemein Singer, Gerisch und Riesel je 40, sowie weitere Dauer eingegangen sind. Der Zentralvorstand und die Gehilfen bemokratischen Programms zu beweisen, daß das Verhalten Genosse Bebel 75, Auer und Pfannkuch 50, Gehilfenvertreter auf die Tarifgemeinschaft mit fünfjähriger nachzuweisen, daß Gasch nicht immer Gegner der Tarifgemein schaft war und bemüht sich, an der Hand des sozial10 Borstandsmitglieder der geschloffenen Wahlvereine des vertreter bezeichnen die Haltung des„ Correspondent" in dieser der Tarifvertreter mit demselben in Einklang stehe. Gasch hoffe, 2., 4., 5. und 6. Wahlkreises je 30 M. Geldstrafte. Straf- Angelegenheit als eine die Interessen der Organisation fumme 575 M. schädigende. In einer zum Freitag, den 5. dieses Monats eine Generalversammlung werde ihm Gelegenheit geben, die Leipzig. In der Revisionsinstanz Genoffe Wiertelara einberufenen Konferenz der Gauvorstände sollte Gasch wegen Saat ber 3wietracht weiter zu verbreiten. Gasch gehe aus Erfurt wegen Richterbeleidigung 1 Monat Gefängniß. feines Verhaltens zur Rechenschaft gezogen darauf aus, eine radikalen Scheidung zwischen und In gleicher Instanz Genoffe Dertel, Nürnberg, wegen Antrag Salamons, diese Konferenz von Berlin aus nicht der Borstand) vor allen Dingen die Einigkeit unter den minder radikalen Gehilfen herbeizuführen, während wir ,, versuchter Erpressung" 2 Monate Gefängniß. zu beschicken, gab Anlaß zu der vorliegenden Debatte. Stollegen erhalten wollen, damit nicht ein Streit in unsere Harburg. Wegen Vornahme einer nicht erlaubten Geld: Giesecke führte aus, daß eine fammlung Genoffe Kauffmann 21 M. Geldstrafe. Tarif Festlegung Reihen getragen werde, wie er in den letzten Jahren bei den 19. Schweidnitz. Genoffe Feldmann Ober- Langenbielau verhältnisse im Buchdruckgewerbe nothwendig, ja selbstverständlich Konferenz der Gauvorstände stellen, um sich dort zu verantworten. auf mehrere Jahre für die Stabilisirung der Arbeits- Maurern getobt hat. Wenn Gasch Muth habe, solle er sich der Feldmann- Ober- Langenbielau wegen Beleidigung eines Försters 50 M. Geldstrafe. 20. Erfurt. 300 M. Geldstrafe Genosse 3iegler wegen die Organisation zerstört werden. sei. Wenn man nach dem„ Correspondent" handeln wolle, würde Der Verbandsvorsitzende Gasch wolle nur die Organisation zertrümmern, in wessen AufUnteroffizier- Beleidigung. Crimmitschau. In der Berufungsinstanz 7 Genossen Gasch habe nicht nur mit ihm, sondern auch mit den diesen versteckten Verdächtigungen hinaus? Es wäre männlicher Döblin besprach die Ursachen der Bewegung und meinte, trage, wiffe Redner nicht.( Wo will denn Herr Döblin mit und würde er seiner Sache mehr nüßen, wenn Herr Döblin offen je 50 M. Geldstrafe wegen Verübung groben Unfugs durch Gehilfenvertretern der Tariffommission Differenzen. Gasch und die und würde er seiner Sache mehr nüßen, wenn Herr Döblin offen Flugblattvertheilung. Leipziger Kollegen seien ursprünglich gegen jede Bewegung ge- Gasch sucht.( R. d.„ V.") Der Zentral- Vorstand bedaure, daß ausspreche, welche geheime Macht er hinter seinem Gegner Plauen. Der Spinner Sties aus Reichenbach 4 Monate wesen. Der Redner hebt hervor, daß man diese Errungen er gegen Gasch Stellung nehmen müsse, es sei aber nothwendig, ba bie Gefängniß wegen Majestätsbeleidigung. schaften, so so Schwertstreich erreicht habe, und geht dann auf die Einmischung scheue, vertrauliche Korrespondenzen zu diesem Zweck zu benußen. gering fie auch sein mögen, doch ohne Schreibweise Gasch's die Organisation schädige, und derselbe sich nicht der Parteipresse in die inneren Angelegenheiten der Buchdrucker ein, welche diese Presse Wenn Sie( die Versammlung) Gasch für den Mann der Zukunft: gar nichts allgingen. Die Opposition gegen die Tarifvereinbarung bestehe nur biefen Machinationen gegenüber stand, solange ich Kraft dazu halten, werden Sie teine guten Erfahrungen machen. Ich halte aus Schreiern, die für nichts verantwortlich seien, während er habe.( Lebhafter Beifall.) Giesecke sucht in längeren und die übrigen Vertreter die Verantwortung für die Ab21. Breslau. Drei Wochen Gefängniß Genoffe Neukirch machungen zu tragen hätten. Ausführungen das Verhalten Er habe nicht nur nach der Gehilfenvertreter bei wegen Beleidigung des Fürsten Bleß. rechts, 22. Leipzig. In der Revisionsinstanz Genoffe Dier!, Redner polemifirt weiter gegen Gasch, der seiner Meinung nach der wegen seiner Vergangenheit das Vertrauen der Kollegen sondern auch nach links Rückgrat gezeigt. Der den Tarifberathungen zu rechtfertigen und schildert unter großer Unruhe und fortgesetten Schlußrufen Gasch als einen Mann, Berlin, wegen Majestätsbeleidigung 5 Monate und aus dem Verband ausgeschloffen werden müßte. Wegen der nicht verdiene und darum von seinem Boften entfernt werden 2 Wochen Gefängniß. Quertreibereien durch Gasch würden die Prinzipale den neuen Tarif jedenfalls nicht einführen. Die Debatte, welche oft von Beifall Fortschritts und werde deshalb von Giesecke, der den Rückschritt müsse. Gasch erwiderte darauf, er vertrete das Prinzip des und Mißfallsbezeugungen unterbrochen wurde und zum Schluß einen einer von etwa 1000 Personen besuchten außerordentlichen Ber- sondern nur gewinnen, wenn sie den Prinzipalen Widerstand sehr erregten Verlauf nahm, wurde vertagt nnd am Freitag in vertrete, bekämpft. Die Organisation fönne nicht verlieren, bandsversammlung fortgesetzt. Als erster Redner erbielt af ch entgegensetze. Döblin vertrete nichts anderes, als die Hirsch. das Wort, der von der Versammlung mit stürmischem Beifall haben. Diesen Standpunkt würden die Berliner Buchdrucker Duncker'schen Ideen, welche die Arbeiter längst verworfen begrüßt wurde. In zweistündiger Rede stellte er den Gang ber nicht billigen. Nach Schluß der Debatte, die bis 2 Uhr nachts Tarifbewegung, sowie der Verhandlungen des Tarifausschusses dar, währte, wurde eine Resolution, die ein Mißtrauensvotum gegen und wendet sich ganz entschieden gegen die Tarifgemeinschaft; Gasch ausspricht, abgelehnt, eine andere aber gegen wenige man habe sich seinerzeit gefreut, als man dieselbe losgeworden Stimmen angenommen. Dieselbe hat folgenden Inhalt:" Die war, und müsse bedauern, daß sie nun doch wieder eingeführt Versammlung erklärt sich mit der von Prinzipals und Lugan wegen Haltens einer nicht erlaubten Grabrede. worden wäre. Er sei stets Gegner der Tarifgemeinschaft Gehilfenvertretern gefaßten Resolution gegen den Correspondent" gewesen, die dem Bestreben Berhältnisse " " " " Berlin. Der Schneider 3 imar 3ti wegen Hausfriedensbruch Ausübung der Kontrolle bei dem letzten Aus stand 1 Monat Gefängniß. Zwickan. Wegen Verkaufs der Maifest Zeitung" die Ehefrau des Genoffen Steintuhl in Willau 10 Mart Geldstrafe. Lüneburg. Wegen Beleidigung eines Fabrikanten Genosse Ottawa 100 M. und wegen ungebührlicher Aeußerungen in einer Beschwerdeschrift 3 M. Geldstrafe. Chemnių. Die Genoffen ösel und Dertel in Ginfiebel je 10 M. Geldstrafe wegen unbefugten Antlebens von Plakaten. Stettin. Wegen Bedrohung zc. eines Streitbrechers 3 Schneider 2 bezw. 3 Monate 10 Tage Gefängniß. 26. Plauen. Genoffe Künzel in Falkenstein wegen Richterbeleidigung 1 Monat Gefängniß. Zwickau. 20 m. Geldstrafe Genosse Schnabel in " " 27. Harburg. 4 Wochen Gefängniß Genosse Thiele wegen Beleidigung eines Polizeibeamten. Berlinchen. Genoffe Perschte 60 M. und die Genoffen Quade und immer je 30 M. Geldstrafe wegen Ver" stoßes gegen das preußische Preßgefez. Sonntagsplauderet. zu stabilisiren, зи des Zentralvorstandes, die danken wäre. Das " nicht einverstanden; sie spricht dem Redakteur Gasch für sein lange Hinausschieben der Verhandlungen beweise, daß es den mannhaftes und muthiges Eintreten für die Interessen der Ge Prinzipalen nur darum zu thun war, den günstigen Zeitpunkt für bilfen ihre Anerkennung aus und erwartet, daß derselbe auch ein erfolgreiches Vorgehen der Gehilfen verstreichen zu lassen, auch ferner den„ Correspondent" in diesem Sinne redigiren werde." " Mer Elsässer mache de Grand- Nation. Syther war's Frank Aktiengesellschaft gebildet, um den guten Herzog Philipp zu reich, allweil thumme mer zu Uech, do werd't Ihr de gründen. Und so viel Geld sei schon zusammen, daß der König Mitjauchzen sollte das deutsche Volt, als sich der Bar in Grand- Nation." Der Glaube macht seelig, sagt man. Mit in spe auf jede Zivilliste verzichten und seinen guten" Franzosen Moskau die Krone des Russenreiches aufs Haupt fegte; man hat denen, die an den vornehmsten Platz der Welt glauben, dürfte alljährlich noch etwas herauszahlen wolle. Die Sozialisten nichts davon bemerkt. Als aber die Kunde tam, daß bei der der Herr Geheimrath seinen Dom nicht füllen können. werden nicht unter die guten" Franzosen gerechnet. Sie haben Geschenkvertheilung tausende von armen Teufeln niedergetreten, Was man jezt zu hören und zu lesen bekommt, ist überhaupt erklärt, sie dankten für die Ehre, und es ginge ohne Phili auch. zerstampft und zermalmt worden, da gab das Mitgefühl Antwort der Zeit ungleich. Wie beim Thurmbau zu Babel fommt's einem Die Umzugskosten würden sie ihn bezahlen, wenn er dorthin in der Brust des deutschen Proletariers, seine Brüder waren es, manchmal vor, die eine Hälfte der Welt versteht die andere nicht mehr. ginge, wo der Pfeffer wächst. die eines Schluckes Bier halber, wegen zweier Fladen und einer In Köln haben sie vor einigen Tagen einen Zeitungsmenschen Vorsicht! Für die spanische Regierung scheint das Wort und Hand voll Nüsse einander zu Tode getreten auf dem weiten verdonnert, weil er in seinem Blatte einen Bericht über eine der Begriff extra erfunden zu sein. Bald nennt sie sich Paradefelde vor Moskau, Brüder, die noch schmachteten in der Gerichtsverhandlung und in demselben Aeußerungen aus tonservativ, bald liberal, wie sich's eben trefft". Aber vorsichtig Nacht der Unwiffenheit, Brüder, denen das Elend die Vernunft Beugenaussagen und Vertheidigungsreden gebracht. Das Gericht ist sie immer. Besonders bei den Korteswahlen. Bei den letzten geraubt. Hunger hatten die einen, und etwas verdienen wollten erklärte, die Deffentlichkeit erstrecke fich nur auf die im Gerichts scheint sie überaus vorsorglich zu Werke gegangen sein. Auf andere beim Wiederverkauf der„ Krönungsbecher", deren reeller Werth faal anwesenden Personen, die Presse sei nicht berechtigt, irgend Kuba tamen alle eingeschriebenen Wähler zur Urne, und so haarkaum mehr denn 10 Bf. betrug. Und so geschah das Unglück. Die Blut- welche kränkenden Bekundigungen aus Gerichtsverhandlungen scharf hatten sie es sich ausgerechnet, daß jeder für den Regieschuld fällt auf die, die das Volk mit Absicht in Dummheit und Knecht weiter zu verbreiten. Wie nun, wenn ein Gericht ein Urtheil rungs- Kandidaten seine Stimme abgeben konnte genau nach der schaft erhalten, mögen sie in Rußland an der Macht sein oder in einer Zeitung veröffentlichen läßt? So etwas soll doch alphabetischen Ordnung, wie er in der Liste stand. Zeigt das nicht anderswo. Sie wollen freilich von einer Verantwortung nichts vorkommen. Wird da niemand dadurch gekränkt? Aber vielleicht von weiser Vorsicht der Regierung? Aber diese ging noch weiter. In wissen, und um ihre Gesinnung zu zeigen, haben sie in der Nacht, haben wir Unrecht. Es giebt ja Leute, die einer Zeitung nur den einer spanischen Stadt brachte sie es so weit, daß ihr Kandidat mit die dem Unglückstage folgte, während die Opfer noch nicht ein- Hofbericht, die Rangliste und allenfalls einige Inserate zubilligen Hilfe der Schweine durchgedrückt wurde. In der Stadt hatte mal unter die Erde gebracht waren, getanzt, geschäfert und sich wollen. Leider ist in dieser Beziehung die Presse noch schlecht, die Opposition ihr Umsturzhaupt erhoben, und peinlichste Vorerlustirt bis zur grauen Frühe. Wenn das nicht Uebermuth ist, sehr schlecht. Eben haben sich sogar Blätter gefunden, sicht war geboten. Da wurden am Wahltage alle Schweineherzloser, gemüthloser Uebermuth, dann giebt es einen solchen die gegen einen Grafen von Reventlow losfuhren, der ställe der Stadt geleert und die Borstenthiere nach dem Stadt. überhaupt nicht. im Holstein'schen eine Versammlung verbot, weil die hause gebracht. Von allen Enden stürmten die erschreckten Eigens Etwas viel Rohl hat sich auch unlängst der Erbauer des Schlöffer all den Thüren des Versammlungs Lokales thümer herbei. Die Obrigkeit meinte lächelnd: Heute ist WahlBehn Millionen- Domes herausgefaßt, der Herr Geheime Rath den polizeilichen Vorschriften nicht genügten. Verdient tag. Wird der Kandidat der Regierung gewählt, dann giebt es Professor Raschdorff. Er bezeichnete in einem Vortrage den Platz, eine solche Vorsicht wirklich den Spott? Wie Viele sind schon am Abend eine Siegesfeier, und jeder fann sein Säulein der vom Zeughaus, den Museen und dem neuen Dom gekommen und wollten mit aller Gewalt Berlin zu einer Unter- vom Stadthaus wieder abholen. Siegt aber die Opposition, begrenzt wird, als den vornehmsten Platz der Welt". Ueber grundbahn verhelfen. Aber da schlug man ihnen das Grund- dann werden die Schweine untersucht. Dann ist es sehr leicht das, was vornehm ist, gehen die Meinungen auseinander, buch auf und zeigte ihnen die Hypothekenlaften, die auf den möglich, daß Trichinen gefunden und die Thiere vertilgt werden, Bei Emporkömmlingen gilt es als vornehm, mit dem, was man Häusern wuchteten. Und da verzogen sie sich. Sie hätten bis Die Schweine brauchten nicht getödtet zu werden, der Regierungshat, zu prunken. Andere wieder halten ein Zeughaus, und wenn zum Mittelpunkt der Erde gehen müssen und wären vielleicht mann ging mit großer Majorität durch. es auch mit einigen Schlüter'schen Masken geschmückt ist, noch auch dann noch ebenso stecken geblieben, wie die, so unter der Friz Friedmann ist wieder in Berlin. Seine Freunde meinen, durchaus nicht für den Gipfel der Vornehmheit. Wie hat man Spree nach Treptow wollten, zur Zeit, da man die dreimal er wäre etwas unvorsichtig gewesen und hätte deshalb gegen seinen nicht gelacht und gespottet über die Pariser Hurrahschreier, die glorreiche Berliner Gewerbe- Ausstellung eröffnete. Willen die Reise von Bordeaux nach Moabit machen müssen. Ich # = an der Spitze der Zivilisation marschiren wollten! Und heute Etwas Borsicht tann überhaupt niemals schaden. Das hat glaube, der Mann ist nicht ohne Vorsicht. Kaum war er auf dem noch ist das Hohnwort von der Grrrand- Nation nicht ver- auch der Herzog Philipp von Orleans eingesehen. Er hält sich Berliner Bahnhof angekommen, erkundigte er sich schon, ob ihn schollen. Aus dem letzten Kriege stammt eine in dieser Beziehung für einen zukünftigen König von Gottesgnaden, und wenn er etwa seine Frau empfangen würde. Und als die Frage vers fehr bezeichnende Anekdote. Am Tage der Schlacht bei Sedan heute ein Manifest oder eine Ansprache loslassen würde, so neint wurde, athmete er auf. Sonderbar. Der Mann, der der wird eine Schaar gefangener Franzosen hinter die deutschen dürften darin die treuen Unterthanen" nicht fehlen. Trotzdem Madame Juftitia mehr als eine Nase gedreht, zagt vor seiner Linien geführt. Da tritt ein blutjunges Bürschlein aus der bemüht er sich, recht viel Geld aufzutreiben, ehe er den Griff nach Hausehre. So giebt sich mancher als Eisenfresser und derweil Reihe und deklamirt zu einem bayerischen Adjutanten gewandt: der Krone wagt. Es heißt, amerikanische Millionäre hätten eine trägt er Sommer wie Winter einen Safenbalg als Brustlay. Die Freie Vereinigung der Kaufleute hatte am Mitte woch in ihrem Vereinslokal Neue Roßstr. 3 einen Vortragsabend, der trotz der warmen Witterung von Mitgliedern und Walded Manasse hielt einen sehr interessanten Vortrag über: Gästen, namentlich weiblichen Angestellten, gut besucht war. Die Religion und der Militarismus, der von den Anwesenden Bei Keller, Roppenstraße, woselbst der obere Saal big mit lebhaftem Beifall aufgenommen wurde. auf den letzten Platz gefüllt und ein Theil der Anwesenden in Rigdorf. Hier tagte am 1. Juni in ben Bittoriasälen eine dem angrenzenden Nebenraum Platz genommen hatte, referirte gut besuchte Holzarbeiter- Versammlung, die sich mit dem Streit das Mitglied der Lohnkommission Aug. Richter, die Ergebnisse in der Werkstatt von Virgens beschäftigte. Hoppe erläuterte den der vorgenommenen Baukontrolle im Gegensatz zu den Be- Anwesenden die Ursache der Differenzen. Die Arbeiter der Werkstatt hauptungen der Innung klar legend. Die anschließende Diskussion, hatten einen Lohntarif ausgearbeitet, zu dem der Meister seine Unterdie sich zu einer äußerst regen gestaltete, ließ erkennen, daß die schrift zunächst gegeben hatte, nachträglich aber zurückzog. Hierauf Versammelten gewillt sind, mit aller Energie an der Forderung legten sämmtliche Arbeiter die Arbeit nieber. Der Streit dauert des Neunstundentages festzuhalten. bereits die dritte Woche. Wie weiter mitgetheilt wurde, sollen Raf öffentliche Versammlungen der Maurer waren sammlung mit dem Vorschlag vom 8. Juni vollständig einver- aufgenommen wurde. An der darauf folgenden Diskussion be. zum 5. Juni von der Sohnkommnission einberufen, die sich mit standen erklärt und verspricht, mit aller Kraft für denselben einzu- theiligte fich Borth. Unter Verschiedenes machte der erste Vordem Thema: Wollen die Maurer am Montag für den Neun- treten. Des weiteren erklären die Anwesenden, dahin zu wirken, sigende bekannt, daß bei Frau Schulz die Billets zum SommerStundentag eintreten?" zu beschäftigen hatten. Die endgiltige baß auf allen Bauten, wo zehn Stunden gearbeitet wird, die vergnügen zu haben wären. Es wurde auch beschlossen, im Beschlußfaffung über diese Frage sollte, wie in dem verbreiteten Arbeitseinstellung eintritt. Ferner verpflichtet sich die Versamm: Auguft eine Dampferpartie nach dem neuen Krug zu machen, Flugblatt bekannt gegeben wurde, der am Sonntag, den lung, den Beschluß bezüglich des Streitfonds hochzuhalten und auch wurden die Mitglieder darüber einig, am 4. Oktober wieder 7. Juni, vormittags 10 Uhr im Feenpalaft" für rege Sammlung zu demselben Sorge zu tragen. eine Urania- Vorstellung zu arrangiren; ferner wurden den stattfindenden allgemeinen Bersammlung vors Ebenfalls seht gut besucht war die Versammlung streikenden Musikinstrumenten- Arbeitern 20 Mark bewilligt. behalten bleiben. In sämmtlichen Bersammlungen famen im Zofal von Meyer, Müllerstraße, woselbst Schigolsti daš Listen zur Vertheilung, worauf das Ergebniß der am einleitende Referat übernommen hatte. Die Ausführungen, in denen 2. Juni stattgefundenen Baukontrolle mit Angabe der Namen Redner die der Wahrheit zuwiderlaufenden Aufstellungen der Innung ber Unternehmer und der Bahl ber auf den einzelnen Bauten aufs schärffte kritisirte, fanden allseitigen Beifall. Die nach beschäftigten Maurer, sowie die Arbeitszeit derselben, genau verfolgenden Redner, die im Sinne des Referenten sich äußerten, Beichnet waren. ermahnten zu feftem Zusammenschluß, um die Forderung des Für den Süden und Westen tagte die Bersammlung in dem Neunstundentages endgiltig zu erwirken. Bühlte'schen Lokal in der Dennewißstraße. Das Referat hatte Silberschmidt übernommen. Redner nahm bezug auf den Beschluß der am 3. Junt stattgehabten öffentlichen Maurer Berfammlung, der besagt, daß die Berufskollegen gewillt sind, am Montag, den 9. Juni von neuem mit einem kräftigen Borstoß für bie Erringung des Neunstundentages vorzugehen. Hierbei wies Redner die unwahren Behauptungen der Maurer- und BimmerJnnung in einer scharfen Kritit zurück. Während jene Herren in der Baugewerts- Beitung" das Ergebniß einer von ihrer Seite aufgestellten Untersuchung über das Zahlenverhältniß der NeunIn Hente's Saal, Naunynstraße, waren an 500 Maurer sich bereits Meister gefunden haben, welche die Arbeiten für stundenbauten dahingehend veröffentlichen, daß von den versammelt. Hier sprach Frische unter lebhaftem Beifall über Herrn Birgens anfertigen; diese Machinationen find aber durch 800 untersuchten Bauftätten nur 90 Bauftätten den Neun- das Resultat der Erhebungen der Lohnkommission. Vor allem die Umsicht der Streitenden theilweise vereitelt. Sämmtliche stundentag bewilligt hätten, verhalten sich in Wirklich ersuchte Redner, mehr als in letter Zeit sich an Sammlungen Diskussionsredner verurtheilten entschieden das Berhalten einiger teit die Dinge ganz anders. Nach genauer Untersuchung für den Streitfonds zu betheiligen, damit die zur Arbeits- Arbeiter, welche unbekümmert des Streits die Arbeit fortsetzen. feitens der Lohnkommission fonnte am 2. Juni festgestellt werden, niederlegung gezwungenen Kollegen genügend unterstützt werden Eine in diesem Sinne gehaltene Resolution gelangte hierauf baß auf 594 Bauftätten 6540 Maurer arbeiten, und zwar auf können. Nach einer ausgedehnten Diskussion im Sinne des einstimmig zur Annahme. 833 Bauftätten 4019 Maurer mit einer neunstündigen Arbeits- Referenten fand eine Resolution Annahme, die sich im Sinne geit; auf 261 Bauftätten 2521 Maurer mit einer zehn mit der oben erwähnten deckt. ftündigen Arbeitszeit. Den vielfachen Behauptungen, daß Zentralverband der Maurer. In einer außerordentlich start besuchten Versammlung für den Westen, die am 30. Mai rung, abends von 7-9 Uhr: W. Buchholz, Suffitenftr. 36, v. 3 Tr. tagte, sprach Genosse Silberschmidt über das Thema: Ift 8-9 Uhr abends. B. Biefel, Gartenfir. 55, v. 2£ r. E. Simanomstt, die Verkürzung der Arbeitszeit nothwendig? Unter Verschiedenem Ackerstr. 101, 1 Tr. M. Stuhlmann, Oberbergerstr. 37, 4 Er., von 6 bis wurden die Verhältnisse auf einigen Bauten kritisirt und sobanna. Boigt, wiefenfir. 41-42. G. arnst, Kolbergerfir. 7, von 6-7 Uhr beschlossen, den Hilfskassirern 50 Pf. Entschädigung für jeden Bablabend zu gewähren. Vor Berliner Arbeitervertreter Verein. Auskunft wird ers theilt: Im Norden Berlins: Für Unfalls, Invaliditäts- und Alters- BerficheA. Daehne, Demminerfir. 66, v. 3 Tr. R. Gutheit, Wiesenftr. 29a, von Uhr abends. St. Tamm, Huffitenstr. 6. von 8-9 Uhr abends. abends. Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: F. Blume, Im Süd- Westen: Nur für Unfallversicherung: G. Sänet, Solmsftraße 44. Im Nord- Weften: Nur für Unfallversicherung: 3. raufe, tls= nacerfir. 19. 9, Stephan, Seffingfir. 84. Im Zentrum: Nur für Unfallversicherung:. 2öffler, Alofterftraße 91. Bei sämmtlichen vorgenannten Perfonen, bet benen hier feine Sprechzeit angegeben, ist dieselbe Wochentags von 7-8 Uhr; ferner wird Austunft ertheilt in den regelmäßigen Monatsverfammlungen bes Berliner ArbeiterDertreter: Bereins jeden Dienstag nach dem erften im Monat bei töllig, Neue Friedrichstr. 44, abends 8 Uhr. bie Maurer mit einem tapitalfräftigen Unternehmer thum zu rechnen haben, ist entgegen zu halten, daß zwei Drittel der Unternehmer lediglich vom schnellen Fortschritt des Baues in ihrer Existenz abhängig sind. Dem gegenüber fann es sich nur um Tage handeln und der Neunstundentag für Berlin ift so gut wie ficher durchgeführt. Es sei jezt Sache der BerufsStreligerfir. 58. P. Meimann, Bellermannftr. 88. F. Trapp, Schul follegen, die auf den 10 Stundenbauten beschäftigt sind, sich dar straße 56, von 7-8 Uhr abends. über flar zu werden, ob sie sämmtlich gewillt sind, am Montag Der Fachverein der, in der Lederwaaren- Branche be Im Nord- Oßen: Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: bie Arbeit niederzulegen. Hierüber soll eine Aussprache stattfinden, schäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen hielt am 1. Juni W. Mohs, Schönhauser Allee 62. Im Often: Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: E. Bader, endgiltiger Beschluß steht erst der am Sonntag im Feenpalast statt- feine Vereinsversammlung bei Roll, Adalbertfir. 21, ab. Auf der Gr. Frantfurterftr. 34, v. 4 Tr. Im Süd- Oßen: Für Unfalls, Invaliditäts- und Altersversicherung: findenden großen Bersammlung zu. Hinzuzufügen sei noch, daß nach Tagesordnung stand: Einladung der Kollegen und Kolleginnen Schalthoff, Michaelfirchfir. 18. bem amtlichen Mitgliederverzeichniß vom 1. April die Berliner ber Fabriken Ranis, Mai, Paul Belaer u. May Belaer. Im Süden: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: Jnnung 282 Innungsmitglieder zählt; hiervon find 61 Maurer- sigender Schulz referirte über die Organisationsfrage unb tadelte. Stügelmater, Grimmftr. as. Nur für Juvaltbitäts- und Altersmeifter, diese beschäftigen auf 111 Arbeitsstätten 1488 Maurer. Das Fernbleiben der Kollegen. Die Mitglieder Heindke, Weide und versicherung: B. Keller, Camphaufenstr. 5. Von diesen arbeiten 649 auf 48 Arbeitsstätten 9 Stunden; auf Dertel wendeten sich gleichfalls gegen das indifferente Benehmen der 68 Arbeitsstätten arbeiten 784 Gesellen 10 Stunden. Außerdem Kollegen in den Fabriken von Paul und Max Belaer und besprachen find 8 Firmen zu verzeichnen, wo theils 9, theils 10 Stunden sodann einige Mißstände sowie die schlechten Preise bei legtgearbeitet wird. Hieran schloß sich eine rege Diskussion. genannter Firma. Sodann lag folgender Antrag zur BeschlußGegner des Neunftundentages waren nicht vorhanden. Alle faffung vor: Der Verein wolle beschließen, in anbetracht unserer Diskussionsredner erklärten sich mehr oder minder energifch für in Aussicht stehenden Lohnbewegung den Vereinsbeitrag auf Durchführung des Neunstundentages. Im Schlußwort richtete 15 Pf. pro Woche für männliche, für weibliche Mitglieder auf Silberschmidt die kurze, bündige Frage an die 30 Pf. pro Monat festzusetzen. Nach einer längeren Debatte Versammelten, ob ob sie entschloffen feien, am Montag wurde dieser Antrag einstimmig angenommen. überall da, 100 zehn Stunden gearbeitet wird, Die Arbeit niederzulegen. Mit einem einstimmigen" Ja" antwortete am 1. d. M. im Lotal Annenftr. 16 statt. Genoffe F. Hansen Eine Versammlung der Gold- und Silberarbeiter fand die Versammlung. Nach der beschließenden Versammlung am hielt einen mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag über: Sonntag fei zum Dienstag- Bormittag abermals eine Versammlung Oftaften und sein Einfluß auf die europäische Volkswirthschaft. im Feenpalaft in Aussicht genommen, in welcher Bericht über Fine Diskussion findet nicht statt. Die nächste Mitglieder- Ber die Situation erstattet werden soll. Sollte am Sonntag die fammlung findet am 29. Juni statt. Die Kollegen werden ersucht, Niederlegung der 10 Stundenarbeit beschlossen werden, so fich doch früher in den Bersammlungen einzufinden, damit find am Montag fogleich wieder sämmtliche Kontroll resp. spätestens um 9 Uhr begonnen werden kann und die BerBahlbureaus, wie fie im legten Streit errichtet waren, geöffnet. fammlungen früher beendet werden. Sobann wurde auf das Sämmtliche Kollegen, die die Arbeit nieberlegen, haben sich gefchloffen von der Bergnügungskommission zu veranstaltende Sommernachtsmann, Bafewalterfir. 3. Alle Menberungen im Bereinskalender find zu richten nach dem Bureau zu begeben, in dessen Bezirk ihre Bauftätte fest aufmerksam gemacht. liegt; hier erhalten sie ihre Streiftarte und werden den Büreaus überwiesen, in deren Bezirk ihre Wohnung liegt; sie haben sich täglich von 9-11 und von 2-4 Uhr zur Kontrolle zu melden und sich gleichzeitig zu Rontrollirgängen u. s. w. zur Verfügung zu stellen. Den Neunstunden- Arbeitern liegt ebenfalls die Kontrolle der Bauten ob, in deren Nähe ihre Bauftätte liegt, fie haben sich morgens danach einzurichten. Nachdem der Meinung der Kommission Ausdruck verliehen worden, daß die Unterstügung schon vom zweiten oder dritten Tage an gezahlt werden wird, wurden die arbeitenden Kollegen an ihre Beitragspflicht gemahnt. Mit einem Soch auf das Gelingen der Einführung des Neunstundentages schloß die impofante Bersammlung. öffnet. Sigung. Bahlhelle 1 bet Feinbt, Weinfir. 11. Babfftelle a bet Grünbel, Brunnen Rautenberg, Oranienftr. 180. 8. Junt, abends sy br, bet Sanfel, Brunnenfir. 173, Bortrag des Herrn Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag und Montag fein Unterricht. Die Referäume fb von 10-12 Uhr vormittags refp. von 8 Uhr abends an ge Sühnenverband Preziosa". Seute nachm. 6 Uhr, bet Krebs, Dbmftr. 3, Verein deutscher Schuhmacher. Montag, den 8. Junt, abenb88 Uhr. ftraße 188. Bahlstelle 3 bei Lorenz, Markgrafenftr. 88. Babiftelle 4 bet esmos", Berein für voltsthümliche Wissenschaft. Montag, den Gericke über: Don Carlos. Diskussion. Gäfte willkommen. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Berfigenber Ab, Neus an Friedrich Kortum, Manteuffelfir. 49, v. 2 Tr. Arbeiter Raucherbund Berlins und Umgegend. Menderungen Berlins und der Umgegend hielt am 2. Juni ihre ordentliche ane Bufchriften den Bund betreffend find au richten an: Die Freie Vereinigung der Graveure, 3iseleure im Bereinstalender find zu richten an Otto Schulz, Rottbuferdamm 72. Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend Hermann gut besuchte Versammlung ab. Genoffe Hansen hielt an stelle sahn, Schönhauser Allee 177 c. des Genossen Wagner einen äußerst feffelnden Bortrag über Chriftlich- sozial", wofür er reichen Beifall erntete. Es wurde Eingelaufene Druckschriften. befchloffen, die Diskussion, ba diefelbe nicht zu Ende geführt von der Wenen Zeit"( Stuttgart, J. G. W. Dies' Berlag) in foeben bas werden konnte, in der nächsten Bersammlung fortzusetzen. Im Geschäftlichen gab Rollege W. Das Sommerfest bekannt und empfahl die Entnahme von Billets. Jm Arbeitsnachweis wurden in den letzten 14 Tagen 9 Biseleure und 6 Graveure verlangt, gemeldet hatten sich 6 Biseleure und 10 Graveure. 36. Seft des 14. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Bor und hinter ben Soulissen. Die neue Frau in der Dichtung. Bon Lily v. Gizycki. Staatsfireich und politischer Maffenstreit. Bon Parvus, 6. Der Staatsstreich, der Militarismus, die Agrarter. 6. Die Barrikadenrevolution. Die Fabritiufpeftion in Süddeutschland während bes Jahres 1895. Von Dr. Mar Quard( Frankfurt a. M.). Feuilleton: Das Ende vom Liebe. Eine Geschichte von Konrad Zelmann.( Forts fegung.) neuesten Nr. 36 folgende lettende Auffäße: Die Familienherkunft der Defterreichische preußifchen Juristen. Von Cberlehrer Dr. E. Suckert. Aus dem und deutsche Gewerbe- Infpettion. Bon Dr. jur. M. Duard. Notizentheil heben wir hervor: Arbeitsnachweise und NaturalverpflegungsStationen in Böhmen. Sicherungshypothet für Bauhandwerker in Sachsen.- Städtisches Auktionshaus für Berlin. Gassteuer als KampfSteuereinziehung burch Banten in Berlin. Stäbtischer Bauarbetter- Schuh in Nürnberg. Schweizerische Gewerk Bon Prof. schaften. Arbeiter als Bergiverts- Inspettoren für Belgien. E. Vandervelde. Private Bergbaupolizei im Ziele- Winkler'schen Regalbezirk. Die deutsche Krantenversicherung im Jahre 1893. Von Dr. W. Roth. Freie Arztwahl bet der fädtischen Armenpflege in Rheydt. Berpachtung städtischen Geländes an Minderbemittelte in Darmstadt und Neus in Berlin. Staatlicher Lehrmittelverlag im Kanton Zürich. gestaltung des Boltsschul- Unterrichts. Thesen der deutschen Lehrerversammlung. Die Nummer 28 bes 4. Jahrgangs vom 6. Juni 1996 ( Ferd. Dümmler's Verlagsbuchhandlung) hat folgenden Inhalt: Realpolitik. Die Ehre auf der Degenfpige. Von einem Freunde deutscher Gefittung." Trusis." Moderne Auswüchse der Gründungsthätigkeit in Deutschland. Von Guftav Maier. Das Tolstoi'fche Ideal. Bon Leopold Besser. Die rothe Fahne. Bon G. Gente. Bermischtes: Macaulay über die Berkürzung der Arbeitszeit. Der Verband aller im Handels- und Transportgewerbe Bis zum Testen Plaz gefüllt war der Saal bei Gründel, Brunnenstraße, wo Kater, Mitglied der Lohn- beschäftigten Hilfearbeiter hielt am 2. Juni feine Mitglieder Soziale Bravis, Zentralblatt für Sozialpolitik" enthält in threr versammlung ab. Die Versammlung ehrte das Andenken des tommiffion, die augenblickliche Situation schilderte und für ein verstorbenen Kollegen Moldenbauer in üblicher Weise. Der Bor geschloffenes Vorgehen zur Erringung des allgemeinen NeunStundentages eintrat. In der darauffolgenden Diskussion, die eine figenbe theilte mit, daß 5 Kollegen frank feien. Im Mat find fehr rege war, führte ein Redner unter dem Beifall der Ver- 292 Kollegen dem Verbande beigetreten. Am 18. Juni findet in mittel in refelb. der Brauerei Friedrichshain ein Sommerfest statt. Mayer theilt fammlung an, daß die Kollegen, welche am Dombau beschäftigt mit, daß noch vom Jahre 1895 Billets vom Maskenball und find, bereit wären, gleichfalls die Arbeit niederzulegen, wenn dies auch auf anderen Bauten der Firma Held u. Franke geschieht. Ein vom Sommerfest ausstehen. Den Inhabern werden in nächster Redner wünscht, daß auf solchen Bauten, wo der Neunstundentag Beit Zahlungsbefehle zugestellt werden. Hierauf hielt Genoffe eingeführt, aber der festgelegte Stundenlohn nicht gezahlt wird, Barlamentarismus und Gewerkschaften. In der Diskussion trat Pörsch einen mit Beifall aufgenommenen Vortrag über ebenfalls die Arbeit einzustellen ist. Wie weiter mitgetheilt wurde, statscher für die Bestrebungen der Anarchisten ein, er bekämpfte sollen die Maurer- Poliere in einer ihrer letzten Bersammlungen ben Barlamentarismus, er glaubte, daß nur durch die Gewerkfich dahin ausgesprochen haben, den Gesellen in teiner Weise hindernd bei der Bewegung entgegen zu treten. Schaften für die Arbeiter etwas erzielt werden könne. In der Ethische uitur. ausgedehnten Debatte wurden diese Ausführungen Katschers In seinem Schlußwort wies Rater auf die nächsten Aufgaben durch Bolig, Raßler, Nein, Schertel und vom Referenten widerhin, welche zu erfüllen sind und giebt bekannt, daß am Sonntag legt. Unter Verbandsangelegenheiten werden dem Kollegen in fämmtlichen Filialen Flugblätter und Liften zur Ausgabe ge- Marucke, welcher sich in besonderer Noth befindet, auf Antrag langen, welche auf allen Bauten zirkuliren sollen um festzustellen, Bulzer 30 M. Unterstützung bewilligt. wieviel von den auf den einzelnen Bauten beschäftigten Maurern gewillt sind, die Arbeit am Montag niederzulegen. Nachdem festgestellt Briefkasten der Redaktion. R. V. 101. Wenden Sie sich an den Vorsitzenden Saß, Der Verein der Blätterinnen und verwandter Be worden war, daß ein großer Theil der Anwesenden noch auf rufsgenossen Berlins hielt am 2. Juni in Böll's Lotal, Bauten, wo zehn Stunden gearbeitet wird, beschäftigt ist, wurde Straußbergerstr. 3, eine Versammlung ab. Genosse Saffenbach einstimmig eine Resolution angenommen, in der sich die Ver- hielt einen Vortrag über Aberglauben, welcher mit reichem Beifall Linienftr. 230. Wer- Stoff- hat! fertige Anzug, 20 M., feinste Zuthaten, saubere Arbeit, zwei Anproben, Hofe 3,50. Münzftr. 4, Engel. Hosen! Anzüge! Paletots! nach Maaß bestellt, nicht abgeholt, verkaufe Hälfte Rostenpreis Münz straße 4, Engel. Herrenanzugreste. Reste zu Knabenanzügen!! Gelegenheitstäufe, umsonst augeschnitten, Herrenhofen- Refte spott billig Münzftr. 4, Engel. Die Firma besteht seit 1873, GESCHAFTSHAUS S HEINE Größte KinderwagenAusstellung. Eleg. Neuheiten zu reell billigst. Preisen Fabriklager: A. v. Langheim Oranienstr. 65. Monatl. v. 10 M. an Theilzahlung. liefert elegante S Anzüge nach Maaß Tomporowski, Schneidermeister. Berlin C., Jüdenstr. 37, 1 r. Kleider- Stoffe o Neuheiten für die Sommersaison alt außergewöhnlich billigen Preisen! Auslage neuer Elsasser Druckstoffe: Mousseline, Levantine, Sommerflanell u. Cattun Meter von 30 Pf. an. Geschmackvolle originelle Muster in den neueften Farbenstellungen, garantirt waschecht! Fertige Kostüme, Blousen- u. Kostümröcke, sowie Morgenröcke, Unterröcke und Schürzen in größter Auswahl vorräthig, eventuell Maaßanfertigung schnell! Berühmte Spezialität der Firma: Die schönsten Kinderkleider BERLIN für Mädchen jeden Alters. Grosse Auswahl, bill. Preise. CHAUSSEESTR.14 Soeben erschien: Die Sommer- Ausgabe Des ArbeiterVerkehrs= Almanach für Berlin und Umgegend. Preis 20 Pf. Bu beziehen durch alle ParteiBuchhandlungen, Kolporteure und Zeitungsspediteure, sowie vom Verlage Hans Baake, Berlin S., City- Passage. Metzner's 1. Korbwaaren- Fabrik, Berlin, 2. Gefch: Andreasstr. 23, 5. pt., gegenüb. Andreasyl. Kinderwagen, cher gratis. Theilzahlung ge2. Gesch.: Brannenstr. 95, gegenüb. Humboldtshain. größtes Lager Berlins. Musterstattet. 500 Mark zahle ich Jedem, der mir nachweist, daß ich nicht das größte Kinderwagen- Lager Berlins habe. Erlaube mir mitzutheilen, daß ich hier Andreasstr. 57( neben der Markthalle) ein Uhren-, Gold, Silber- n. Alfenide- Waaren- Geschäft eröffnet habe. Verabfolge nur vorzüglich geschmackvolle Gegenstände unter streng reeller Bedienung und Garantie. Bestellungen werden nach Wunsch fachgemäß in eigener Werkstatt sauber und solid angefertigt und Reparaturen nur gut und billig hergestellt. 51758* Hermann Freymuth, Juwelier und Uhrmacher. Rixdorf. " Sozialdemokratischer Verein Vorwärts". Mitglieder- Versammlung Dienstag, den 9. Juni 1896, abends 81% Uhr, in den Viktoria- Sälen, Hermannstr. Nr. 48-50. Tages Ordnung: 239| 1 1. Vortrag des Genossen Dr. Pinn über: Feudalismus und Zunftwesen. 2. Distussion. 8. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes.- Gäste willkommen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Künstl. Zähne 2 M. Schmerzloses Zahnziehen u. Nervtödten 1 M. Plomb.1,50. Rep. sof. Theilzahlg. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22. Spr. 9-7 Uhr. Verband aller im Handels- u. Transportgewerbe beschäftigten Hilfsarbeiter. Sonnabend, den 13. Juni, in der Aktien- Brauerei Friedrichshain, Am Friedrichshain, Königsthor: Großer Sommernachts- Ball bestehend aus Konzert und Tanz. Täglich: Warmes Frühstück 2 O zur Ke Auswahl. 550 Zur alten Linde Admiralstr. 40a am Platz Echt Münchener Bürgerbräu Pilsener, hiesiges hell. u. dunkl. Lagerbier Weissbier. tannten mein Weiß- und Bairisch Empfehle allen Freunden und BeBier- Lokal, Garten und Kegelbahn. Vereinszimmer ist noch einige Tage in der Woche zu vergeben. 46418* Aug. Neyher, Pallisadenstr. 62. Allen Freunden und Bekannten empfehle mein Weiß und BairischBier- Lokal, sowie meinen reichhaltigen Bereinszimmer für 30 Personen. Frühstücks, Mittags- und Abendtisch. Hermann Raabe, Staligerstr. 22. Empfehle meinen 49642* Frühstücks-, Mittags- und Abendtisch, 109/11 B. Liebehenfchel, Mariannenstr. 48. 49652 Um 10 Uhr: Große Fackel- Polonaise, unter Borantritt einer Musikkapelle. Stocklaternen sind am Eingang zum Preise von 5 Pf. an haben. Eröffnung 6 Uhr. Anfang 7 Uhr. Billets für Damen 30 Pf., für Herren 50 Pf. Billets sind zu haben bei den Vorstandsmitgliedern, in den Zahlstellen, sowie im Bureau, Kommandantenstr. 25, I. Telephon: Amt IV, 3973. zu zahlreichem Besuch ladet ein Achtung! Moabit. Der Vorstand. Achtung! Sonnabend, den 13. Juni 1896, in der Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 47-49: SOMMER- FEST verbunden mit Spezialitäten- Vorstellung veranstaltet vom 2040b Vereinszimmer mit Piano zu vergeben, auch Sonnabends. Raumann, Blücherstr. 42. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Montag, den 22. Juni cr., abends präzise 8 he, im Saale der Brauerei Friedrichshain: Uebungsstunde. Geübt werden die Lieber: 1. Frühlingsruf. 2. Liebesluft. 3. Saat und Ernte. 4. Weltenfriede. Während der Uebungsstunde im Nebensaale: Außerordentliche Ausschuß- Sihung. Tagesorduung: Unser Sängerfest. sucht, pünktlich zu erscheinen. Ausschußmitglieder sowie alle Mitglieder der Bundesvereine werben er 16/19 Dev Vorstand. NB. Das Sängerfest findet voraussichtlich am 9. August in Schloß Weißensee statt. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Vertrauensmänner- Versammlung d. Drechsler am Montag, den 8. Juni, abends 8 1hr, im ,, Englischen Garten", Alexanderstraße Nr. 27c. Tages Ordnung: 284/18 Die Vorarbeiten zur Normirung unserer Forderungen. Bur Beachtung! Die Vertrauensmänner werden dringend ersucht, die fchriftlichen Angaben über Arbeitszeit, Durchschnittsverdienst und Zahl der beschäftigien Kollegen mitzubringen. Sämmtliche Werkstätten müssen unbedingt vertreten sein. Dienstag, den 9. Juni, abends 82 Uhr, bei Keller( großer 291 2 Gesellschafts- Haus Saal), Koppenstraße 29: 35, Swinemünderstr. 35. Jeden Sonntag: Ball. Säle für Verfammlungen. GesellGeneral- Versammlung. Tages Ordnung: Raffenbericht vom ersten Quartal. Bericht des Vorstandes der Werkschaften vergebe auch Sonntags den statt Kontrollkommission und des Arbeitsvermitilers.- Abrechnung vom unteren Saal, 200 Personen faffend. Tischlerstreit. Bericht vom Gewerkschaftskongreß. NB. Den geehrten Vereinen empfehle ich zu Sommerfesten Garten und Bühne Jedes Mitglied ist verpflichtet, in dieser Versammlung zu erscheinen. unter toulanten Bedingungen.[ 49962* Mitgliedsbuch legitimirt. Die Ortsverwaltung. Brochnow's Ball- Säle, Sebastianstr. 39, a. d. Jakobstr. Größter und schönster Garten Verein der Alphalteure und Berufsgen. Der Louisen adt, mit großer Anfang 5%, Uhr. Entree: Herren 50 Pf. Damen 25 Pf. Freunde und Gönner werden höflichst eingeladen. Achtung! Dampferfahrt Das Komitee. Sommerbühne, ist für Vereine noch 52972* einige Sonnabende frei. Jeden Sonntag: Gr. BALL. Bezirk Friedrichsberg- Rummelsburg. Mitglieder- Versammlung Montag, den 8. Juni, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Heineke, Friedrich Karlstr. 11. $ Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen B. Pörsch. 2. Diskussion. 3. Verbands. angelegenheiten. 4. Verschiedenes. Achtung! Restaurant Rene Bag 2 grosse öffentliche Versammlungen nach Spandau, Potsdam, Nedlik, Römerschanze usw. am Montag, den 8. Juni, arrangirt vom Rauchklub ,, Fidelia". Fidelia". E Hafenhaide 88-97. Empfehle den geehrten Genossen und Vereinen meine renovirten sechs Regel2075b 265 19 bahuen. Abfahrt morgens 9 Uhr vom Schlütersteg beim Schiffbauerdammi( Bahnhof Friedrichstraße). Billets à 1 Mart, Kinder die Hälfte, in der Stehbier halle von Emil Mitternacht, Stralauerbrücke Nr. 5, am Dampfer 1,25 M. Moabiter Klub- Haus, No. 9. Beusselstrasse No. 9. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Mufit, ausgeführt von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Bivil. Berufsmusiker. Saal mit Theaterbühne, bis 400 Personen fassend, steht den Parteigenoffen und Vereinen zu Vergnügungen und zu Versammlungen unentgeltlich zur Verfügung.-Tages- Restaurant, Weiß- und Bairisch- Bier einige Tage zu vergeben. G. Schönefeld, Bächter. Schmiedel's Festsäle, Alte Jakobfir. 32, neben Zentraltheater. Ich empfehle meine eleganten Festfale zur Abbaltung jeder Festlichkeiten, Kommerse, Versammlungen 2c. 52988* Wwe. E. Schmiedel. sämmtlicher Schmiede und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. 1. Am Montag, den 8. Juni, abends 8½ Uhr, im Wedding- Park, Müllerstr. 178. 2. Am Dienstag, den 9. Juni, abends 8½ Uhr, bei 3ühlke, Dennewigstr. 13. Tages- Ordnung: Feen- Palast, Theodor Metzner. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. st 1. Der Zweck und Nußen der Verkürzung der Arbeitszeit. Referent: Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Kollegen, in diesen Versammlungen zu erscheinen. 219/12 Die Lohukommission. Lokal.- Großer Mittagstisch mit Bier 60 Pf. 2 Vereinszimmer find noch größeren Vereinen u. Gesellschaften zu Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holz4957* C. Fischer. WaldemarVereinshaus Süd- Ost", strasse 75. Empfehle meinen Saal, 500 Personen fassend, zu allen Festlichkeiten und Versammlungen; im Juni, Juli und August ist derselbe noch an Sonnabenden an Vereine zu vergeben.[ 4955*] Hermann Brüder. Jägerhaus Schönhauser Allee 103. Neu renov. schatt. Garten( 6000 Personen faffend), gr. Tanzsaal, 4 Regelbahnen, Kaffeeküche v. 2 Uhr ab. Grösste Volksbelustigungen in ganz Berlin. Str. 22. Divettion: Winkler& Fröbel. steht auch während der Sommermonate Größtes Vergnügungs- Lokal Berlins, Bersammlungen und Festlichkeiten unter sehr fulanten Bedingungen zur Verfügung. Sprechst.: vorm. von 11-1 Uhr im Bureau des Feen- Palast und abends von 8 Uhr im Alcazar( City- Bassage). Montag, den 8. Junt, abends 812 Uhr, bei Wilke, Andreasfr. 26: Wedding- Park. Am Weddingplatz, Müllerstr. 178. Jeben Sonntag Frei Ronzert und plägen beschäftigten Arbeiter Deutschlands. ( Filiale Berlin 1.) Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht des Delegirten vom Gewerkschaftskongreß. 2. Gewerkschaft. Ball. 7 Kegelbahnen, Billard, Kaffee: liche Mittheilungen und Anträge. 3. Wahl eines Mitgliedes zur RechtsschutzRüche. 5000 Perf. faff. Garten. 52022* Kommission. Ausschank! B In dieser Versammlung gelangen die Billets zur Dampfer Partie zur Ausgabe. Die Mitglieder werden ersucht, ihren Pflichten nachzukommen. Der Vorstand. Märkischer Hof, geben Sonntag im prachtvollen Berl. Gewerbe- Ausstellung 1896 297/1 Admiral- Strasse 18 c. Spiegelfaal großer Festball. Anfang 4 Uhr, Ende 2 Uhr. Entree frei. Tanz frei. Die beiden Säle sind noch einige Sonnabende frei zu Sommernachts. Bällen, zu Hochzeiten, Festlichkeiten u. Versammlungen. Gr. Vereinszimmer. Weissensee. Restaurant zum Linden- Park. Jeden Sonntag: Grosses Garten- Konzert. SpezialitätenVorstellung. Entree frei. A. Bierwagen, Berlinerstraße 156. Bart- Restaurant. Treptow. Wilhelm Jakob. Köpnicker Landstrasse. Drittes Lokal hinter der Verbindungsbahn. Prachtvoller schattiger Garten. Birka 5000 Plätze. Lagerbier, 10 elegante Kegelbahnen, Kaffeeküche. NB. Meine Lokalitäten( einschl. großem Konzertsaal mit Bühne und 2 tl. Sälen) find noch einige Sonnabende zur Abhaltung von SommernachtsFesten 2c. zu vergeben. Bier in tl. Gebinden zum Auflegen stets vorräthig. 0. Hille u. G. Schmidt [ 51472 erlauben sich Freunden und Bekannten bei dem Besuch der Berliner Gewerbe- Ausstellung ihr Restaurant Zur Harzer Zahnrad- Bahn ( Spezial- Ausstellung„, Nordpol", am Köpnicker Weg) in Empfehlung zu bringen. Gute Speisen und Getränke zu soliden Preisen. Extra- Entree wird nicht erhoben. Wirthshaus Schmargendorf, Warnemünderftr. 6 3. Lotal v. Ecke Breitestr., unmittelbar am Grunewald, mit schattigem Garten. Familien- Kaffeeküche, à Liter 60 Pf.; ff. Weiße 20 Pf.; Lagerbier 10 Pf. Jeden Sonntag: Großer Ball. Saal, 200 Personen fassend und Vereinszimmer zu Versammlungen und Festlichkeiten. Alte Taverne" Max Schulze, Roch. Stralan, Dorfkrake 25 Jeden Sonntag: Gr. Konzert. Schöne Aussicht nach der gegenüber liegenden Gewerbe- Ausstellung. Gr. Garten, Saal mit Bühne, für Vereine und Fabriken schon jetzt zu Sommervergnügungen zu vergeben. Chr. Schröder. PP Kosthalle Täschner und Kofferarbeiter. Berliner Großdestillateure. Täschner Abtheilung Nr. 12: Julius Abraham empfiehlt seine bekannten[ 5209L* Spirituosen nud Spezialliköre. 4 Säle su Bersammlungen und Festlichkeiten unentgeltlich zu vergeben. ,, Englischer Garten", 52621*] Alexanderstr. 27c. Wirthshaus zur Tanne 2 Minuten v. Bahnhof Schönholz links. Heute, Sonntag, den 7. Juni: Großes Sommerfest, Garten- Konzert Spezialitäten 11. Front- Feuerwerk ausgeführt v. Julius Malinowsky. Volksbelustigungen, Karussel, Schaukel, Schiess- u. Würfelbuden etc. Es ladet alle Genossen freundlich ein Frick. Dost& Hilpert S., Kottbuser- Damm 10. Fabrik für Restaurations- Artikel. Billigste Bezugsquelle für Restaurateure. Bitte Preishurante zu verlangen Filiale des Verbandes der Sattler. Dienstag, den 9. Juni 1896, im Lokale des Herrn Pasch, Alte Jakobstraße 83: Versammlung. 287/10 Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Verschiedenes. Der Vorstand. Tabak- Arbeiter n.-Arbeiterinnen. Dienstag, den 9. Juni, abends 8, Uhr: Große öffentl. Versammlung bei Gründel, Brunnenstr. 188. Tages- Ordnung: Bericht u. Anträge der Lohukommission. Das Erscheinen Aller ist dringende Nothwendigkeit. Die Lohnkommission. Zimmerer! Berlin) zur Kenntniß, daß unsere Monats- Versammlung erst am 21. Junt Den Mitgliedern des Verbandes deutscher Zimmerlente( Zahlstelle stattfindet und nicht, wie im Zimmerer" steht, am 14. Juni. Den Mitgliedern der Bezirks- Zahlstelle Nr. 2 theilt Unterzeichneter mit, daß laut Vorstandsbeschluß Kamerad Siegmann, Reichenbergerstr. 81, Quergebäude 3 Tr., bis zur Genesung des Kamerad Bachmann als Bezirkstassirer eingesetzt ist. 255/1 Der Vorstand. Wilmersdorf, H. Klingenberg's Volksgarten". Berlinerstraße 40 und Gasteinerstraße. Schöner Naturgarten. Kaffeeküche und drei neue Regelbahnen stehen täglich Volksbelustigungen. 52431* Jeden Sonntag: Großes Gartenkonzert und Ball. zur Verfügung. 410 Liter Bier 15 Pf. Achtung! Achtung! Parteigenossen des Y. Wahlkreises! Mittwoch, den 10. Juni cr., abends 8½ Uhr: Zentral- Kranken- u.Sterbekaffe Zentralverein der Bildhauer. der Tischler u. ( Verwaltung Berlin E.) Montag, den 8. Juni, abends 81/2 Uhr, 3: Dienstag, den 9. Juni, abends 29 Uhr, Annenstr. 16: Versammlung. Oeffentl. sozialdem. Partei- Versammlung Generalversammlung Kollege Dupont. Wahl eines Vorstandsmitgliedes. im ,, Alten Schühenhaus", Linienstraße 5. Tages Ordnung: 217/15 1. Wie stellen sich die Parteigenossen im V. Wahlkreise zur Gründung einer Organifation? Referent: Reichstags Abgeordneter Rob. Schmidt. 2. Diskussion. = Bahlreiches und pünktliches Erscheinen der Parteigenossen erwartet Der Einberufer. Berlin Moabit. Große öffentliche Versammlung am Dienstag, den 9. Juni, abends 8, Uhr, in Ahren's Brauerei, Thurmstraße 25/26( Gartenfnal). Vortrag des Herrn Dr. med. Hirschfeld- Charlottenburg über: Lungen katarrh und Lungenschwindsucht, ihre Verhütung und naturgemäße Behandlung. Viele Tausende könnten jährlich gerettet werden, wenn man die natür lichen Heilfaktoren kennen und in den ersten Stadien anwenden würde. Der obige interessante Vortrag wird hierzu die beste Gelegenheit geben. Der Vorstand 2070b des( I.) Charl. Vereins für Naturheilkunde und Gesundheitspflege. Oeffentliche Versammlung der selbständig. Mützenmacher und deren Frauen am Montag, den 8. Juni, abends 81, Uhr, im Saale der Brauerei Böhow. Zages Ordnung: 20716 Zages Ordnung: 0 1. Vorstandswahl und Wahl der Silfstassirer. 2. Kassenangelegenheiten und Verschiedenes. Mitgliedsbudy legitimirt. Sprechstunde fällt für diesen Abend aus. Zahlreiches Erscheinen ist erwünscht. Die Ortsverwaltung. 183/8 28/16 Tagesordnung: Die Beschlüsse des Gewerkschaftstongresses. Referent Der Vorstand. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 7. Juni 1896, abends 72 Uhr, Alexanderßraße 27c im, Englischen Garten": 57/13 " Versammlung. Vortrag: Wider unsere Prügelpädagogen!" Referent: Herr Heinrich sein und Tanz für Mitglieder und eingeführte Gäste. Morgenroth Schulz. Distuſſion. Nach der Versammlung: Geselliges BeiſammenRummelsburg. Diejenigen, die dem Gesangverein Morgenroth" noch schulden, werden aufgefordert, bis spätestens 1. Juli Achtung! Bimmerer. ihren Verpflichtungen bei Unterzeichnetem Montag, den 8. Juni, abends 8 Uhr, bei Herrn Cahn, nachzukommen. Anderenfalls werden die Namen hier bekannt gegeben. 2481 Alb. Pahl, Rummelsburg, Schillerstr. 15. Ein strammer Sozialdemokrat hat das Licht der Welt erblickt. C. Staats,( Maurer) Puzer. Als Zuwachs wird der als achter bei uns aufgenommen. Todes- Anzeige. Am Donnerstag den 4. Juni, morgens 1/2 Uhr, verstarb plötzlich in unserer bruder, der Schloffer 288/10 Benthstr. 20-22: Versammlung der Platzdeputirten. Das Erscheinen sämmtlicher Vertreter ist unbedingt nothwendig. Die Lohnkommission. Allgem. Arbeiter- u. Arbeiterinnen- Verein Berlins und Umgegend. " Montag, den 8. Juni, abends 8½ Uhr, im Englischen Garten", Alexanderstr. 27c: Außerordentliche weite unſer treuer und eifriger Sanges General- Dersammlung. Otto Piepenburg. Ehre seinem Andenken. 20826 Tages- Ordnung: 1. Vortrag über Zentral- und Lokalorganisation. 2. Wie stellen sich die Mitglieder zum Anschluß an den Verband der Fabriks, Land- und Hilfs1. Vortrag: Ueber Lohnbewegung der Hausindustrie.( Referent: ReinDie Beerdigung findet heute Sonn- arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands? 3. Antrag und Bericht der Rechtsschutz- Kommission. 4. Vereinssachen. hold Schöpfe. 2. Bericht über den Stand unserer Lohnbewegung. tag Nachmittag um 21/2 Uhr vom Es ist Pflicht, daß sämmtliche Mitglieder in dieser Versammlung 3. Diskussion. 4. Geheime Abstimmung über den Tag der Arbeitsniederlegung. Trauerhause, Rügenerstraße Nr. 7, erscheinen. 19 11 Der Vorstand. Die Fünfer- Kommission. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltung Schöneberg. 285/19 Sonnabend, den 13. Juni, in Dt. Wilmersdorf ( Lehmann's Seeschlößchen), Kaiser- Allee: 1. Stiftungs- Fest verbunden mit Sommernachts- Ball. Unter gütiger Mitwirkung des Gesangvereins Liedertafel( Mitgl. d. A.-S.-B.), des Volkshumoristen R. Klein u. des Theatervereins Freier Humor. Anfang des Konzerts: 5 Uhr. Programme à 25 Ff. find bei den Komiteemitgliedern und allen mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Achtung! Das Komitee. Achtung! aus statt. Gesangverein„ Sangesluft". Achtung! ( Mitgl. d. Arb.- Sängerbundes.) Danksagung. Für die vielen Beweise innigster Kürschner! Achtung! Größe öffentliche Versammlung Theilnahme bei der Beerdigung meines aller in der Kürschnerbranche beschäft. Arbeiterinnen unvergeßlichen Mannes, unseres Vaters, Großvaters und Schwiegervaters, des Arbeiters Karl Janz, fagen wir allen denen, welche ihm die letzte Ehre erwiesen haben, unseren besten Dank. Die Hinterbliebenen. Hausmädchen- Schule. Junge Mädchen, Töchter ehrbarer Eltern, welche einen Lehrkursus in der Hausmädchen- Schule des FröbelOberlin- Vereins, Wilhelmstraße 10 zu durchnehmen, erhalten nach Roll-, Geschäfts- und Lastfuhrwerks- Kutscher, Möbeltransport- Beendigung deffelben durch uns Stellen und Speicher- Arbeiter, Getreideträger 2c. Sonntag, den 7. Juni 1896, abends 6 Uhr: Große öffentliche Versammlung im ,, Englischen Garten", Alexanderstr. 27 c. Tages- Ordnung: 1. Berichterstattung vom 2. Berufskongreß. 2. Diskussion. 3. Bericht der Gewerbegerichts- Beifizer. 4. Verschiedenes. Um recht zahlreichen Besuch, auch der Frauen, bittet 109/18 Der Einberufer: Karl Muck wer, Landsberger Allee 8. Nach der Versammlung findet ein Geselliges Beisammensein mit Tauz, arrangirt vom Verband, statt. als befferes Hausmädchen od. Jungfer in feinen Häusern. Der Eintritt kann an jedem Ersten und Fünfzehnten im Monat geschehen. Gelernt wird in der Hausmädchenschule: Serviren und Tischdecken, Friftren, Weißnähen, Schneidern, Glanzplätten, Anstandslehre zur Aneignung guter Manieren. Es ist eine bekannte Thatsache, daß die Nähmaschine und die Fabrikarbeit ungünstig auf das törperliche und geistige Gedeihen einwirken, dagegen kann sich jedes gesunde Mädchen in einem herrschaftlichen Haushalt eine lohnende und glückliche Stellung erringen. Der nächste und sicherste Weg zu diesem Ziele ist der Verband deutscher Schneider u. Schneiderinnen Befuch unferer Hausmädchen- Schule. Filiale Berlin. Mitglieder- Versammlung am Montag, den 8. Juni, abends 8 Uhr, in Bolt' Festfälen, Alte Jakobstr. 75( fr. Feuerstein). Zages Ordnung: 1. Berichterstattung über den letzten Gewerkschaftstongreß. 2. Die fuffion. 3. Aufstellung von Kandidaten für den Verbandstag in Eisenach. 4. Unfer Arbeitsmarkt". Wir ersuchen die Mitglieder, zahlreich zu erscheinen.- Gäste, Kollegen und Kolleginnen sind willkommen. 162 20 Die Bevollmächtigten. Achtung! Achtung! Fachverein der Bäcker Berlins und Umgegend. Dienstag, den 9. Juni, nachm. 21/2 Uhr, bei Gründel, Brunnenstr. 188: Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: 1 1. Regelmäßige Monatsgeschäfte. 2. Vortrag des Herrn Dr. Weyl über Berufskrankheiten im Bäckergewerbe." 3. Vereinsangelegenheiten. Die Kollegen werden darauf aufmerksam gemacht, daß die Versammlung diesmal pünktlich zu der angegebenen Zeit eröffnet wird. In anbetracht der unter Vereinsangelegenheiten" vorliegenden außerordentlich wichtigen Dinge hofft auf zahlreiches Erscheinen Der Vorstand. " NB. Die Kalendertafeln mit den Vorschriften des Bundesrathes liegen in der Versammlung zur Ansicht aus. Verein deutscher Schuhmacher. Versammlungen 40/2 Eltern und Vormünder, welche um das Wohl und die Zukunft ihrer Töchter und Mündel besorgt sind, mögen uns dieselben zur Ausbildung anvertrauen, und Arbeiter am Montag, den 8. Juni 1896, abends 8 Uhr, im alten Schühenhause, Linienstr. 5. Tages Ordnung: = 1. Vortrag der Genossin Frau Rohrlack über: Was haben die Arbeiterinnen zu thun, um entgegen den ihnen auferlegten Pflichten auch Rechte zu erlangen?" 2. Diskussion. 3. Bericht vom internationalen Sefretariat. 4. Verschiedenes. 93/19 Um zahlreiches Erscheinen ersuchen Die Vertrauenspersonen. Metallarbeiter! Dienstag, den 9. Juni, abends 8 Uhr, in Cohn's Fettsälen, Beuthstraße Nr. 20: Oeffentliche Versammlung. Zages Ordnung: 1. Wie können wir die gegenwärtige günstige Geschäftslage für uns ansnühen? Referent Paul Litfin. 2. Wie stellen sich die Mitglieder der Freien Vereinigung der Metallschleifer zum Anschluß an den Berliner MetallarbeiterVerband? 3. Wahl eines Vertrauensmannes. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen nothwendig. Oeffentliche Metallarbeiter- Bersammlung 282/17 da wir den jungen Mädchen nicht nur am Montag, den 8. Juni 1896, abends 8 Uhr, die erste Stelle nachweisen, sondern dieselben immer wieder Stellung erbet Gründel, Brunnenstraße 188. Zages Ordnung: 1. Die Bedeutung des internationalen Kongresses in London. 2. Wahl Der Einberufer: Otto Plato. halten und unter unserem Schutz und Fürsorge stehen. Das Lehrhonorar eines Delegirten. 3. Verschiedenes. beträgt für den ganzen Lehrkursus 285/18 25 Mart, der Kursus währt 21/2 Monate, für solche, die Stellungen als Jungfer einnehmen wollen, 3 Monate. Aus wärtige erhalten in unserem Schulhause billige Pension. Prospekt mit Lehrplan senden wir gratis. Anmeldungen zur Aufnahme nimmt entgegen die Vorsteherin des Fröbel OberlinAchtung! Charlottenburg. Achtung! Große öffentliche Versammlung Vereins, Frau Erna Grauen- aller Metallarbeiter und-Arbeiterinnen horst. Berlin, Wilhelmstraße 10. Möbel- Kaufgelegenheit, paffendste Gelegenheit fürBrautleute, GneisenauStraße 15, parterre, in der Möbelfabrit sollen ca. 200 tomplete Wohnungs- Einrichtungen, verlieben gewesene und neue Möbel zu jedem annehmbaren Preise verkauft werden. Theilzahlung gestattet. Beamten ohne Anzahlung. Besonders billig sind die an Herrschaften turze Beit verliehen gewesenen Möbel. Kleiderspind 15, Küchenspind, Komode 12, Bettstelle mit Matraße 18, Nußbaum- Kleiderspinden 30 Mart. Muschel Kleiderspinden und Vertikows 36, französische Muschelbettstellen mit Matraßen 45, V Säulen- Kleiderspinden 46 Mart. Trumeaur mit Stufe 60, Plüschgarnituren 60 Mart, neue, hochelegante Garnituren 105 Mart. Buffets, Couliffentische, Paneelsophas mit Satteltaschen und Plüscheinfaffung in allen Farben, Damenund Herrenschreibtische. Getaufte Möbel werden unentgeltlich 3 Monate auf meinen AufbeGespanne transportirt und aufgestellt. 4251L* am Montag, den 8. Juni 1896, abends 8 Uhr: wahrungsspeichern aufbewahrt, durch eigene Bahlstelle bei Feind, Weinstr. 11. Bahlstelle II bei Gründel, Brunnenstr. 188. Bagistelle II bei Lorenz, Martgrafenftr. 83. Bahlstelle IV bei Rautenberg, Oranienftr. 180. Tagesordnung in allen Versammlungen: Vortrag. Angelegenheiten. Verschiedenes. 168/15 Die Bersammlungen werden Buntt 81/2 Uhr eröffnet. Stammtische, eichene mit gedrehten Säulen, Stühle, 150 am Dienstag, den 9. Juni, abends 8 Uhr, bei Reichenkron, am Wilhelmsplah( Eingang Spreeftr. 30). Tages Ordnung: 1. Der internationale Arbeiter- und Gewerkschafts- Rongreß in London. Referent: Genosse Faber- Berlin. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Delegirten zum Kongreß. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer. 285 17 Achtung! Charlottenburg. Achtung! Deutscher Metallarbeiter- Verband. Ortsverwaltung Charlottenburg. Sonnabend, den 13. Juni, in der Gambrinus- Brauerei, Wallstraße 94 u. Bismarckstraße 22a: 1. Stiftungs- Fest, verbunden mit Sommernachts- Ball. Vokal- u. Instrumental- Konzert. Theatral. Aufführung. Lebende Bilder. Stück Holzböcke mit Blatten, arten Festrede, gehalten vom Reichstags- Abg. W. Liebknecht. Vereins- laternen, Marmorsäulen, Zelt- Pläne, Tischdecken, fünfarmige Gastrone, Transparente verkauft billig Carl Kanffmann, Grimmstr. 29 am Urban. 285/16 Die Bevollmächtigten. Anfang 6 Uhr. Tanz frei. Ende? Programme sind bei den Vorstands- u. Komiteemitgliedern zu haben. J. A: Das Komitee. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, 3. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 131. Sonntag, den 7. Juni 1896. 13. Jahrg. Arbeiter, Varteigenoffen Berlins! Am Donnerstag, den 24. September d. J., finden in Berlin die Gewerbegerichts- Wahlen statt und nimmt der Magistrat zu diesem Zwecke die Neuaufstellung der Wählerlisten vor. Bur Theilnahme an den Wahlen sind nur berechtigt: a) solche Arbeitgeber, welche das fünfundzwanzigste Lebensjahr voll: endet und seit mindestens einem Jahre im Gemeindebezirk Berlin Wohnung oder eine gewerbliche Niederlassung haben, b) solche Arbeiter, welche das fünfundzwanzigste Lebensjahr vollendet haben und seit mindestens einem Jahre im Gemeindebezirk Berlin wohnen oder, falls sie außerhalb wohnen, hier be= schäftigt sind. Nicht wahlberechtigt find solche Personen, a) welche nicht Angehörige des Deutschen Reiches sind, b) welche die bürgerlichen Ehrenrechte infolge strafrechtlicher Verurtheilung verloren haben, oder gegen welche das Hauptverfahren wegen eines Verbrechens oder Vergehens eröffnet ist, das die Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte oder der Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Aemter zur Folge haben kann, c) welche infolge gerichtlicher Anordnung in der Verfügung über ihr Vermögen beschränkt sind, und d) die Mitglieder von Jnnungen, für welche ein Schiedsgericht in Gemäßheit der§§ 97a und 100d der Reichs- Gewerbe- Ordnung errichtet ist, sowie die von denselben beschäftigten Arbeiter. Das Reich, der Staat, die Gemeinden und sonstige öffentliche Verbände sowie juristische Personen üben ihr Stimmrecht durch ihre gesetzlichen Vertreter aus. Die Wahl ist geheim und erfolgt durch Stimmzettel. Den Arbeitgebern stehen die mit der Leitung eines Gewerbebetriebes oder eines be= ftimmten Zweiges desselben betrauten Stellvertreter der selbständigen Gewerbetreibenden gleich, sofern ihr Jahres- Arbeitsverdienst an Lohn oder Gehalt 2000 m. übersteigt. Die der Zuständigfeit des Gewerbegerichts unterstellten Hausgewerbetreibenden sind, sofern sie gemäß§ 14 der Gewerbe- Ordnung den selbständigen Gewerbebetrieb angemeldet haben, als Arbeitgeber, andernfalls als Arbeiter wahlberechtigt. 26. Oftober In Gemäßheit der Bestimmungen des§ 8, Absatz 3 des Ortsstatuts vom; 2. November 1892, betreffend das Gewerbegericht zu Berlin, hat die Ausloosung des ausscheidenden zweiten Dritttheils der Gewerbegerichts- Beisiger jeder Kategorie 70 Arbeit geber und 70 Arbeitnehmer stattgefunden. Danach werden Ergänzungswahlen in folgenden Wahlbezirken erforderlich: 1. Wahlbezirk enthaltend Stadtbez. 1-5, mit Au3schluß der Grundstücke: Alexanderstr. 18 von Stadtbez. 8, Kl. Präsidentenftr. 6 und 7 und Neue Promenade 9 und 10 von Stadtbez. 5. zu wählen: 1 Arbeitnehmer. 2. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 6-10 und von Stadtbez. 144: Kl. Rurftr. 9, Niederwallstr. 24 und 25, Spittelmarkt 14 und 14a. Bu wählen: 1 Arbeitnehmer. 3. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 11 bis 15, 18 bis 20 und von Stadtbez. 16: Markgrafenstr. 37-38 und 57-58; von Stadtbez. 17: Charlottenstr. 29-32 und 61-62, Friedrichstraße 63-60 und 186-190, Kronenstraße 60; von Stadtbez. 21: Königgrägerstraße 121; mit Ausschluß der Grundstücke: Rraufenftr. 1-3 und 72-77, Mauerstr. 8-11 und 69-79 von Stadtbezirk 18. Bum Zwecke der Aufstellung der Wählerlisten werden die zur Theilnahme an der Wahl berechtigten Personen der eingangs erwähnten Wahlbezirke aufgefordert, ihre Stimm berechtigung unter Vorlegung der erforderlichen Bescheinigungen innerhalb der nach§ 13 des Ortsstatuts vorgeschriebenen zweiwöchigen Frist b. i. vom 16. bis eins schließlich 29. Juni d. J.- und zwar an den Wochentagen von 5 bis 8 Uhr abends, an den Sonntagen von 12 bis 3 Uhr nachmittags in den nachstehend genannten Anmeldestellen mündlich oder schriftlich anzumelden. Die Anmeldungen werden entgegengenommen: 1. im Wahlbureau, Poststr. 16, 2 Treppen; 2. in der Turnhalle der 131./169. Gemeindeschule, Tempelhofer Ufer 2; 3. in der Turnhalle der 62. Gemeindeschule, Schmidstr. 38; 4. in der Turnhalle der 115./170. Gemeindeschule, Skalizerstr. 55/56; 5. in der Turnhalle der 23. Gemeindeschule, Straußbergerstr. 9; 6. in der Turnhalle der 8./63. Gemeindeschule, Gipsstr. 23A; 7. in der Turnhalle der 15. Gemeindeschule, Kastanien- Allee 82; 8. in der Turnhalle der 118. Gemeindeschule, Pankstr. 8; 9. in der Turnhalle der 113./128. Gemeindeschule, Thurmftr. 86. Als Ausweis genügen für den Arbeitgeber die Bescheinigung über die erfolgte Anmeldung des Gewerbebetriebes oder die letzte Quittung über Zahlung der Gewerbesteuer; für den Arbeitnehmer ein Zeugniß seines Arbeitgebers oder der Polizeibehörde, sowie Steuer. quittungen 2c., daß er seit mindestens einem Jahre innerhalb des Gemeindebezirks wohnt oder in Arbeit steht. 10 Es wird ganz besonders darauf aufurerksam gemacht, daß bei unterlasfeuer recht. zeitiger Anmeldung das Stimmrecht ruht; die Ausstellung der Wählerliften erfolgt nur auf grund der jezigen Anmeldungen, die aus früheren Jahren werden nicht berüc fichtigt. Die näheren Bestimmungen hinsichtlich der Wahl, des Ortes und der Stunden für diefelbe, die Abgrenzung der Wahlbezirke, welche mit den zur Wahl der Stadtverordneten Vers fammlung gebildeten 42 Wahlbezirken der III. Abtheilung zusammenfallen, die Anzahl der in jedem derselben zu wählenden Beisiger, sowie die Bedingungen der Wählbarkeit werden seinerzeit noch besonders bekannt gemacht werden. Formulare zur schriftlichen Anmeldung für Arbeitnehmer und Arbeitgeber können im Gewerkschaftsbureau, Berlin S., Annenstraße 16, v. part., in der Zeit von 9-1 Uhr und von 6-8 Uhr in Empfang genommen werden. Zu wählen: 1 Arbeitgeber und 2 Arbeitnehmer. 14. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 95 bis 103 und| anlagen bis zur Warschauerstraße; von Stadtbez. 172: RüdersWienerstr. 68 und 69; mit Ausschluß der Grundstücke: von Stadtbez. 94: Lausigerstr. 1, Staligerstr. 39, 40 und 46, dorferstr. 41-51; von Stadtbez. 173: Koppenftr. 34. Manteuffelstr. 42, Dranienstr. 1' von Stadtbez. 95, Mariannenstr. 51-53, Naunynftr. 2-15, Mariannenplay 6a von Stadtbez. 97. Zu wählen: 1 Arbeitgeber und 2 Arbeitnehmer. 16. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 79 bis 81, 86 und 87 und von Stadtbez. 83: Adalbertstr. 85 und Naunynstr. 59; von Stadtbez. 89: Reichenbergerstr. 173; mit Ausschluß der Grundstücke: Elisabeth- Ufer 36 von Stadtbez. 81, Dranienstraße 24-26 und 180-183 von Stadtbez. 86, Admiralstr. 36 bis 40a, Brizerstr. 25, Kottbuserstr. 7 und 8 von Stadtbez. 87, Bu wählen: 2 Arbeitgeber und 1 Arbeitnehmer. 17. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 114-117, 123 und 124, mit Ausschluß der Grundstücke: Brandenburgstr. 17 und 64, Wafferthorstr. 25 a von Stadtbez. 116, Prinzenstr. 91, Ritter straße 19 a- 29 und 96-105 von Stadtbez. 123. 161, 179-181, 189-191 und von Stadtbez. 153: Gr. Frants 26. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 157, 158, 160, furterstr. 127, Roppenstr. 35; von Stadtbez. 155: Pallifadenstraße 88-89, Straußbergerstr. 9 und 35; von Stadtbez. 159: Gr. Frankfurterstr. 19, Koppenstr. 37-40, Pallifadenstr. 38; mit Ausschluß der Grundstücke: Am Friedrichshain, Straße I von Straße Am Friedrichshain" bis Straße II( Abtheilung XIII¹ des Bebauungsplans) von Stadtbez. 189. Zu wählen: 2 Arbeitnehmer. 27. Wahlbezirk enthaltend die Stadtbezirke 152-156, 159 und von Stadtbez. 146: Gr. Frankfurterstr. 70, Schillingstr. 20; von Stadtbez. 151: Krautstr. la- 2 und 54a- 55a; von Stadtbezirk 162: Andreasstr. 41-44 und 47, Blumenstr. 34a- 41 und 43-51, Krautstr. 53-54; mit Ausschluß der Grundstücke: Gr. Frankfurterstr. 49 und 89, Markusstr. 30 von Stadt= Zu wählen: 1 Arbeitgeber und 1 Arbeitnehmer. bezirk 152, Gr. Frankfurterstr. 90-100 und 127, Markusstr. 29, 18. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 118-122 und Koppenstr. 35 von Stadtbez. 153, Pallisadenstr. 88-89, 127 und von Stadtbez. 116: Brandenburgstraße 17 und 64, Straußbergerstr. 9 und 35 von Stadtbez. 155, Gr. Frank Wasserthorstr. 25a; vom Stadtbez. 123: Prinzenstr. 91, Ritter- furterstraße 38-48, Weberstr. 64 von Stadtbez. 156, Große straße 19a- 29 und 96-105; mit Ausschluß der Grundstücke: Frankfurterstr. 19, Koppenstr. 37-40, Pallisadenstr. 38 von Brandenburgstr. 32-36 und 48-49; Mathienstr. 1 von Stadt- Stadtbez. 159. bezirk 122, Alexandrinenstr. 39, Alte Jakobstr. 116, Kommandantenstr. 43, Oranienstr. 70-75a und 130-136 von Stadt. bezirt 127. Zu wählen: 1 Arbeitgeber. Zu wählen: 1 Arbeitgeber und 1 Arbeitnehmer. 4. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 16, 17, 22-25 und Bu wählen: 1 Arbeitgeber und 1 Arbeitnehmer. von Stadtbez. 18: Krausenstr. 1-3 und 72-77, Mauerstr. 8 bis 11 und 69-79; von Stadtbez. 26: Charlottenstr. 11-12; von 28. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 182, 183, 196 bis 200 und von Stadtbez. 184: Barnimstr. 50, Landsbergerstr. 17 Stadtbez. 27: Junkerstr. 1, Lindenstr. 89, Markgrafenstr. 10 bis bis 19 und 101-105; von Stadtbez. 188: Barnimstr. 35 und 39a, 16 und 85-94; mit Ausschluß der Grundstücke: 19. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 125, 126, 131 bis Georgenkirchfir. 59, Fliederstr. 17; von Stadtbez. 195: Neue Markgrafenftr. 37-38 und 57-58 von Stadtbez. 16, Char- 134 und von Stadtbez. 122: Brandenburgstr. 32-36 und 48 Rönigstr. 19-19c und 76, Gollnowstr. 1; von Stadtbez. 201: lottenstr. 29-32 und 61-62, Friedrichstr. 68-65 und 186-190, bis 49, Mathieustr. 1; mit Ausschluß der Grundstücke: 1 Georgenkirchplatz 33 und 84, Neue Königstr. 47-49, Kurzestr. 1, Kronenftr. 60 von Stadtbez. 17, Wilhelmstr. 42a, Zimmer- Neanderstr. 17-18, Annenstr. 4-10 und 41-45, Dresdener-| Landsbergerstr. 60-67, Prenzlauerstr. 32 und 32 a, Alte Schützenstr.8 straße 1 von Stadtbez. 22. straße 52-54 von Stadtbe 3. 134. bis12; von Stadtbez. 202: Alexanderstr. 53, Prenzlauerfir.30/ 31; mit Aussch In ß der Grundstücke: Büschingplatz 1, Mehnerstr. 8, Weinstr. 20 und 20a von Stadtbez. 183. Bu wählen: 4 Arbeitgeber und 1 Arbeitnehmer. Zu wählen: 4 Arbeitgeber und 2 Arbeitnehmer. 5. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 21, 26 bis 30 und 20. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 136 bis 142 und von Stadtbez. 22: Wilhelmstr. 42a, Zimmerstr. 1; mit Aus von Stadtbez. 134: Annenstr. 4-5, Neanderstr. 17-18; mit schluß der Grundstücke: Königgrägerstr. 121 von Stadt- Ausschluß der Grundstücke: Neue Jakobstr. 1-14, 17-22 und bezirt 21, Charlottenftr. 11-12 von Stadtbez. 26, Junter 24-28, Inselstr. 13-13a, Schmidstr. 22 von Stadt bez. 136, straße 1, Lindenstr. 89, Markgrafenftr. 10-16 und 85-94 von Inselstr. 10-12 von Stadtbez. 142. Stadtbez. 27. Zu wählen: 3 Arbeitgeber und 1 Arbeitnehmer. 6. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 40 bis 42 und 50 bis 53 und von Stabtbez. 31: Linkstr. 46; mit Ausschluß Grundstücke: Dennewigstr. 9 und 33-38, Kurfürstenstr. 173 bis 173 a von Stadtbezirk 42: Zu wählen 1 Arbeitgeber. zu wählen: 1 Arbeitgeber. 21. Wahlbezirk enthaltend Stabtbezirke 128 bis 180, 185, 143 und 144 und von Stadtbez. 127: Alexandrinenstr. 39, Alte Jakobstr. 116, Kommandantenstr. 43, Oranienftr. 70-75a und 130-136; von Stadtbez. 134: Annenstr. 6-10 und 41-45, Dresdenerstr. 52-54; von Stadtbez. 136: Neue Jakobstr. 1-14, 17-22 u. 24-28, Inselstr. 13-13a, Schmidstr.22; von Stadtbez. 142: Inselstr. 10-12; mit Ausschluß der Grundstücke: Kl. Kurstraße 9, Niederwvallstr. 24 und 25, Spittelmarkt 14 und 14a von 7. Wahlbezirk enthaltend Stadtbez. 31 bis 39 und von Stadtbez. 45: Frobenstr. 1-11 und 41, An der Apofteltirche 1, Kurfürstenstr. 29-46 und 139-150; von Stadtbez. 46: Bülow- Stadtbez. 144. straße 93; mit Ausschluß des Grundstückes: Lintstr. 46 von Stadtbez. 31. Zu wählen: 3 Arbeitgeber und 1 Arbeitnehmer. 8. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 48 bis 49 und von Stadtbez. 42: Dennewigstr. 9 und 33-38, Kurfürstenstr. 173 bis 173a; mit Ausschluß der Grundstücke: Frobenstr. 1-11 und 41, An der Apostelkirche 1, Kurfürstenstr. 29-46 und 139-150 von Stadtbez. 45, Bülowstr. 98 von Stadtbez. 46. Zu wählen: 3 Arbeitgeber und 2 Arbeitnehmer. 9. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 54 bis 62, mit Ausschluß der Grundstücke: Belle- Allianceftr. 107, Blücherplatz 1 und 2, Hallescher Kirchhof von Stadtbez. 54. Zu wählen: 4 Arbeitgeber und 1 Arbeitnehmer. 10. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 68 bis 73 und von Stadtbezirt 54: Belle- Allianceftr. 107, Blücherplay 1 und 2, Hallescher Kirchhof; von Stadtbezirk 63: Belle- Allianceftr. 90, Gneifenaustr. 1. Zu wählen: 2 Arbeitnehmer. 11. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 63 bis 67 und 74 bis 78 B, mit Ausschluß der Grundstücke: Belle- AllianceStraße 90, Gneisenaustr. 1 von Stadtbez. 63. Zu wählen: 2 Arbeitgeber und 3 Arbeitnehmer. 12. Wahlbezirk enthaltend die Stadtbezirke 104 bis 113. Zu wählen: 1 Arbeitgeber und 5 Arbeitnehmer. 13. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 88 bis 94 und von Stadtbez. 87: Admiralftr. 36-40a, Brizerstr. 25, Rottbuserstr. 7 und 8; mit Ausschluß der Grundstücke: Reichenbergerstr. 173 von Stadtbez. 89, Laufigerstr. 1, Stalizerftr. 39, 40 und 46, Wienerstr. 68 und 69 von Stadtbez. 94. Zu wählen: 1 Arbeitgeber und 1 Arbeitnehmer. Zu wählen: 2 Arbeitgeber und 2 Arbeitnehmer. 22. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 145 bis 148, 150, 151 und 201 und von Stadtbez. 3: Alexanderstr. 18; von Stadtbez. 152: Gr. Frankfurterstr. 49 und 89, Markusstr. 30: von Stadtbez. 153: Gr. Frankfurterstr. 90-100, Markusstr. 29; von Stadtbez. 156: Gr. Frankfurterstr. 38-48, Weberstr. 64; mit Ausschluß der Grundstücke: Gr. Frankfurterstraße 70, Schillingstraße 20 von Stadtbez. 146, RI. Martusstr. 14-15, Krautstr. 16-16a von Stadtbez. 150. Krautstr. 1a- 2, 3-10, 47-52 und 54a- 55a von Stadtbez. 151, Georgenfirchplatz 33 u. 34, NeueKönigstr.47-49, Kurzestr. 1, Landsbergerstr. 60--67, Prenzlauerstr. 32 und 32a, Alte Schützenstr. 8-12 von Stadtbez. 201. " Zu wählen: 2 Arbeitgeber und 1 Arbeitnehmer. 29. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 184 bis 188, 192 bis 195 und von Stadtbez. 183: Büschingplatz 1, Mehnerstr. 8, Weinstr. 20 und 20a; von Stadtbez. 189: Straße Am Friedrichshain", Straße I.( Abtheilung XIII des Bebauungsplans) von Straße Am Friedrichshain" bis Straße II.; von Stadtbez. 287: Heinersdorferstraße 1 und 2 und Prenzlauer Allee 21/22; mit Ausschluß der Grundstücke: Barnimstr. 50, Landsbergerstraße 17-19 und 101-105 von Stadtbez. 184, Barnims straße 35 und 39a, Georgenkirchstr. 59, Fliederstr. 17 von Stadtbez. 188, Neue Königstr. 19-19c und 76, Gollnowstraße 1 von Stadtbez. 195. Bu wählen: 4 Arbeitgeber. 30. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 202 bis 209, und von Stadtbez. 210: Gipsstr. 18, Rosenthalerstr. 25; von Stadt bezirk 213: Linienstr. 202; mit Ausschluß der Grundstücke: Prenzlauerstr. 30/31 und Alexanderstraße 53 von Stadtbez. 202, Münzstr. 8-9 von Stadtbez. 205, Münzstr. 1-7, Rochstr. 1-6 und 15-19, Neue Schönhauserstr. 21, An der Stadtbahu 40 von Stadtbez. 206, Neue Schönhauferstr. 1 u. 1a, Weinmeisters straße la- 8 von Stadtbez. 207. Zu wählen: 8 Arbeitgeber und 2 Arbeitnehmer. 31. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 210-215 und von Stadtbez. 5: Kl. Präsidentenstr. 6 u. 7, Neue Promenade 9 u. 10; von Stadtbez. 205: Münzstr. 8-9; von Stadtbez. 206: Münz straße 1-7, Rochstr. 1-6 und 15-19, Neue Schönhauserstr. 21, Zu wählen: 4 Arbeitgeber und 2 Arbeitnehmer. An der Stadtbahn 40; von Stadtbez. 207: Neue Schön. 23. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirfe 149, 162 bis 165 hauferstr. 1 und 1a, Weinmeisterstr. 1a- 8; von Stadtbez. 216: und von Stadtbez. 150: KI. Markusstr. 14-15, Krautsir. 16 Auguftstr. 1-2 und 89-93; mit Ausschluß der Grundstücke: bis 16a; von Stadtbez. 151: Krautstr. 3-10 und 47-52; Gipssir. 18, Rosenthalerstr. 25 von Stadtbez. 210, Artilleriemit Ausschluß der Grundstücke: Andreasstr. 41-44 und 47, ftraße 13-16, Ziegelstr. 14-21 von Stadtbez. 211, LinienBlumenstr. 34a- 41 und 43-51, Krautstr. 53-54, von Stadtstraße 202 von Stadtbez. 213, Artillerieſtr. 4a- 4c, 21 und bezirk 162. 31-31a, Auguststr. 4, Oranienburgerstr. 35-39 und 64-69 von Stadtbez. 215. Zu wählen: 1 Arbeitgeber und 2 Arbeitnehmer. 24. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 168 bis 173, mit Ausschluß der Grundstücke: Breslauerstr. 17, Fruchtstr. 9-10 und 81-82, Schlesischer Bahnhof, Empfangsgebäude und Bahn anlagen bis zur Warschauerstraße von Stadtbez. 168, Rüdersdorferstraße 41-51 von Stadtbez. 172, Koppenstr. 34 von Stadtbez. 173. Zu wählen: 2 Arbeitgeber und 3 Arbeitnehmer. Zu wählen: 2 Arbeitgeber und 3 Arbeitnehmer. 32. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 218 bis 225 und von Stadtbez. 226: Fehrbellinerstr. 58-62; von Stadtbez. 288: Raftanien- Allee 36 und 70, Schwedterstr. 29; mit Ausschluß der Grundstücke: Angermünderstr. 1, Christinenstr. 1, Lothringers straße 23-27 von Stadtbez. 221, Chorinerstr. 4-6 und 78 bis 86, Zehdenickerstr. 9 von Stadtbez. 225. 25. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 166, 167, 174 bis 178 und von Stadtbez. 168: Breslauerstr. 17, Fruchtstr. 9-10 und 81-82, Schlesischer Bahnhof, Empfangsgebäude und Bahn- 268 Zu wählen: 2 Arbeitgeber. 33. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirte 226, 227, 255, 256, und 269 und von Stadtbez. 221: Angermünderstr. 1, Christinenstr. 1, Lothringerstr. 23-27; bont Stabtbez. 225: Chorinerstr. 4-6 und 78-86, Behdenickerstr. 9; von Stadtbez. 257: Ackerstr. 27-28 und 143, Invalidenstr. 5, 148-163 und Bergstraße 30 und 31, Pappel- Play; von Stadtbez. 267: Bergftr. 62; mit Ausschluß der Grundstücke: Fehrbellinerftr. 58-62 Stabtbez. 226, Gartenfir. 26-35 und 145-155, Invalidenftr. 18-23 und 129-132 von Stadtbez. 268, Elfafferstr. 27-30 von Stadt bez. 269. von Schwedterstr. 29 von Stadtbez. 233, Beritauerstr. 26 Stadt bez. 235, Rheinsbergerstr. 79 von Stadtbez. 236. von[ straße 4a- 4c, 21 und 31-31a, Auguststraße 4, Oranien. burgerstr. 35-39 und 64-69; von Stadtbez. 286: It. Moabit 129 und Werftstr. 21; mit Ausschluß der Grundstücke: Auguftstr. 1-2 und 89-93 von Stadtbez. 216, Invalidenftr. 80-83 von Stadtbez. 282. Zu wählen: 1 Arbeitgeber und 3 Arbeitnehmer. 36. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 237 bis 250, mit Ausschluß der Grundstücke: Heinersdorferstr. 1 u. 2 und Prenzlauer Allee 21/22 von Stadtbez. 237. Zu wählen: 1 Arbeitgeber und 1 Arbeitnehmer. 37. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 251 bis 254c, 260 bis 264 und von Stadtbez. 235: Bernauerstr. 26; von Stadtbezirk 258: Bernauterstr. 15-24 und 84-92; von Stadtbez. 259: Strelitzerstr. 30-36 und 39-46; von Stadtbez. 265: Gartenftraße 96-112; von Stadtbez. 266: Aderftr. 69-70. Zu wählen: 2 Arbeitnehmer. Zu wählen: 2 Arbeitgeber und 3 Arbeitnehmer. 34. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 228, 257-259 und 265-267 und von Stadtbez. 236: Rheinsbergerstr. 79; von Stadtbez. 268: Gartenstr. 26-35 und 145-155, nvalidenstr. 18; mit Ausschluß der Grundstücke: Ackerstr. 27-28 und 143, Invalidenstraße 5 und 148 bis 163, Bergstraße 30 und 31, Pappelplatz von Stadtbez. 257, Bernauerstr. 15-24 und 84-92 von Stadtbez. 258, Streligerstr. 30-36 und 39 bis 46 von Stadtbez. 259, Gartenftr. 96-112 von Stadtbez. 265, Ackerstr. 69-70 von Stadtbez. 266, Bergftr. 62 von Stadtbez. 267. Zu wählen: 1 Arbeitgeber und 2 Arbeitnehmer. 39. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 216, 217, 279 bis 35. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 229 bis 286, mit 283 und 285 und von Stadtbez. 211: Artillerieſtr. 13-16, Ausschluß der Grundstücke: Rastanien- Allee 36 u. 70, Biegelstraße 14-21; von Stadtbezirk 215; Artillerie38. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 270 bis 275 und von Stadtbez. 268: Invalidenstr. 19-23 und 129-132; von Stadtbez. 269: Elsasserstr. 27-30; von Stadtbez. 282: Invalidenftraße 80-83. Zu wählen: 1 Arbeitgeber. Wie die Leser aus dem Tableau ersehen, sind nicht in allen Bezirken Vertreter bei dem Gewerbegericht ausgeschieden. In einigen Wahlbezirken wählen die Arbeitgeber oder auch nur Arbeitnehmer. Es werden deshalb die Arbeiter gebeten, genau auf das Tableau zu achten, und empfehlen wir, das heute abgedruckte Tableau aufzuheben. Wir dürfen ferner erwarten, Zu wählen: 1 Arbeitgeber und 1 Arbeitnehmer. mit Ausschluß der Grundstücke: Alt- Moabit 129 und Werft40. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 284, 286-804, straße 21 von Stadtbez. 286. 3u wählen: 3 Arbeitgeber und 6 Arbeitnehmer. 41. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 305-318 und von Stadtbez. 319: Pantstr. 7 und 47; mit Ausschluß der Grundstücke: Schulstr. 61-86 Exerzierftr. 12 und 13 von Stadtbez. 813. Zu wählen: 1 Arbeitgeber und 3 Arbeitnehmer. 42. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 276-278, 319 bis 326 und von Stadtbez. 313: Schulstr. 61-86, Exerzierstr. 12 und 13 mit Ausschluß der Grundstücke: Pantstr. 7 und 47 von Stadtbez. 319. Zu wählen: 2 Arbeitgeber und 3 Arbeitnehmer. daß in anbetracht der Bedeutung des Gewerbegerichts die Einzeichnung zu den Wählerlisten von den Gewerkschaften eifrig befürwortet und die Arbeiter der Aufforderung mit gewohntem Eifer Folge leisten werden. Die Berliner Gewerkschafts- Kommission. J. A.: R. Millarg. Bekanntmachung. Eine grosse Sendung von mehreren Tausend Stück wollener Kleiderstoffe, Waschstoffe, Mousseline de lain, Sammetund Seidenwaaren sind eingetroffen und werden solche, da einzelne Sachen für den Laien kaum merkliche Webefehler haben, zu noch nie dagewesenen Preisen abgegeben. Mousseline de lain: Levantine, wasch- u. luftecht Feine Batiste Englische Zephyrs Madapolam in den schönsten Dessins Englische Neuheiten, doppeltbreit.... Englische Mohairs, doppeltbreit um Der unzähligen Genres wegen ist es mir nicht möglich, jeden Posten anzuführen und werden einzelne untenstehende Preise genügen, dem kaufenden Publikum die grossen Vortheile klar zu machen. Um sich von der grossen Billigkeit zu überzeugen, wird auf Wunsch je eine Probe in meinem Geschäftslokal an Jedermann abgegeben. Mtr. 45 Pf.| Schwarze reinwoll, gemusterte Stoffe, doppeltbreit Mtr 28 Pf. Mtr. 33 Pf. Reinwollene Cheviots in allen Farben Mtr. 55 Pf. 120 cm breite elegante Neuheiten Mtr. 30 Pl. Reinwollene Cöper Beige, doppeltbreit Mtr. 54 Pf. Seidene Changeant zu Blousen Mtr. 98 Pf. Echter Kleidersammet in allen Farben B Patent- Sammet in allen Farben • Mtr. 68 Pf. Schwarz Merveilleux Mtr. 72 Pf. Mtr. 1,10. • Mtr. 72 Pf. Schwarz rein seiden Damast Mtr. 1,70. B · Mtr. 1,28. Schwerste rein seidene Foulards Mtr. 98 Pf. B Mtr. 85 Pf. Changeant Damast, in den schönsten Farben Mtr. 1,38. Mtr. 78 Pf. Morgenrock- Barchende Mtr. 1,35. . Mtr. 35 Pf. Der grosse Ausverkauf von Schirmen, Handschuhen und Cravatten findet in dem von mir gemietheten Nachbar-. Laden ungehindert seinen Fortgang. Central- Haus D. Kirschner, Bellealliance- Straße 101. Touristen- Anzüge fehr elegant, dauerhaft und praktisch in Loden, Cheviot, Zwirnbuckskin 2c. 20, 22,50, 25, 27, 28,50, 87,50 N. Havelocks in porös wasserdichten Loden 9, 10, 12, 15, 18-33 m. Sommer- Anzüge in dauerhaften Stoffen 6, 8,50, 10, 12-20. Sommer- Jackets in Lüftre, Panama, Cachemire 2c. 2,50-12 m. Sommer- Joppen von 1,25 M, an. Sommer- Hosen in Wasch- und gezwirnten Stoffen 1,75-5 M. Sommer- Hosen in elegant. Stoffen 3,00, 4,00, 4,50, 5-15. Carl Stier Fabrik für Herren- n. Knabengarderobe Berlin S., Oranienstr. 168. Potsdam, Brandenburgerstr. 23. Möbeltischlerei und Dolfferwaaren- Fabrik von A. Schulz, Reichenbergerstr. 5, an der Ritterstrasse. Gegründet 1878. Liefere Wohnungs- Einrichtungen unter Garantie in Nusbaum und Mahagoni von 240, 300, 400, 500, 600 bis 6000 Mt. in anerkannt gediegener Ausführung. Auch Einzelverkauf zu Fabrikpreisen. Billigste Preisberechnung. Preislisten franko. 4612L* Zweiggeschäfte existiren nicht!!! Meu eingetroffen! Fahrräder erste Fabrikate zu enorm billigen Preisen.] SOOLKLEIE SCHWEFEL FICHTENNADELBÄDER. 4959L* Nur Chausseestrasse 57 Ecke Liesenstrasse, D. Perleberg Berlin N., Chausseestraße 57, Ecke Liesenstraße. Größtes und ältestes Etablissement des Nordens für Herren- u. Knaben- Moden. Anfertigung nach Maaß, Werkstatt in der ersten Etage. Specialitäti Radfahrer- und Touristen- Anzüge. Berlauf zu außergewöhnlich billigen aber streng festen Preisen. Gegen Erkältung, Gicht und Rheumatismus. Loh- Tannin-, Heisstrockenluft- u. Dampfkastenbäder m. Verpackung, Massage. Ritter- Bad, Bad Frankfurt, 18. Ritterstr. 18.( Ecke Prinzenstr.) 136, Gr. Frankfurterstr. 136. Bäderlieferung für sämmtliche Krankenkassen Berlins u. Umgeg. Hoffmanniamos neukreuz, Elfenbau, mit größt. Confülle, in schwarz ob. Nußb., lief. 8. Fabrifpr. unt. 10jähr.Gas rantie, gegen Theilz.mtl. mr. 20 ohne Preiserb., nach auswärts frt., Probe( Referenzen u. Natal. gratis) Jerusalemerstr.14, Berlin. 52266 Für Zigarren- Wiederverkäufer! Hervorragend leistungsfähige Bigarrenfabrit empfiehlt ihre reellen, gediegenen Fabritate aus nur edlen, garantirt rein überseeischen Tabaken in jeber Preislage von 2,40 M. pro 100 an. Große Auswahl abgelagerter Bigarren, 2062b Reflektanten belieben sich zu wenden an die Exp. d. Bl. sub Chiffre, Bigarren". Der Kampf gegen die Schleuder- Gelchäffe die markts ber Herren- und Knaben- Garderoben- Branche, den ich vor einem Jahre unternahm, hat zum theil einen guten Erfolg gezeitigt. Das Publikum wurde über die Machinationen und schreierische Reklame aufgeklärt. Die Ausverkäufe, die nur darauf berechnet waren, das Publikum irrezuführen, find fast gänzlich, nachdem ich ihre unlautere Handlungsweise aufgedeckt habe, wenigstens in meinem Stadttheil, von der Bildfläche verschwunden. Wie schon im vorigen Jahre, so nehme ich auch jetzt wieder, bei Beginn der Sommer- Saison, Veranlassung zu betonen, daß reelle Waaren reelles Geld foften. Denn immer wieder versucht es die eine oder andere Firma, dem Publikum Sand in die Augen zu streuen und Waaren als gut und billig zu empfehlen, die jeder Fachmann troß der billigen Anpreisung immer noch als viel zu theuer erkennt. Deshalb richte ich an das verehrliche Bublifum im eigensten Interesse die Aufforderung: stets nur in renommirten Geschäften zu kaufen. Ein zufriedener Kunde ist die befte Empfehlung. Der langjährige gute Ruf meiner Firma ist eine Folge der gewissenhaften Bedienung meiner weit verbreiteten Kundschaft. Somit gehört auch mein Geschäft zu den bestrenommirtesten des Süd- Ostens. Meine 5 großen Schaufenster Köpnickerstraße 121, Ecke Michaeltirchstraße, zeigen den Passanten reelle Waaren zu reellen Preisen. Auf jedem Stück in der Auslage befindet sich der feste Preis deutlich in Zahlen vermerkt. Die zu verkaufenden Garderoben sind genau ausfalkulirt und ist der Nußen hierbei, meinem großen Umsatz entsprechend, ein nur mäßiger. Die ausgestellten Kleidungsstücke sind in allen Größen( auch für ganz starte Figuren) am Lager vor handen. So bedeutend wie in fertiger Herren- und Knaben- Garderobe, ebenso überraschend reichhaltig ist auch mein Lager in- und ausländischer Stoffe zur Anfertigung nach Maak. Die Werkstatt befindet sich im Hause, und wird jeder Auftrag in türzester Zeit, wenn nöthig, binnen 12 Stunden ausgeführt. Zur Bequemlichkeit und ungenirten Anprobe sind Ankleide- kabinete vorhanden. Ich lade ergebenft zur Besichtigung meiner Geschäftsräume und ausgestellten Waaren ein und gebe mich der Hoffnung hin, daß die Ueberzeugung von der wirklich reellen Bedienung, der vorzüglichen Qualität meiner Stoffe und dem tadellofen Sitz der Kleidungsstücke meinem altrenommirten Geschäft viele neue Kunden zuführen und so meinen Sieg über die unreelle Konkurrenz in dieser Gegend zu einem vollständigen machen wird. Hochachtungsvoll Karl Zobel, Serren- und Knaben- Garderoben- Geschäft, Berlin So., Köpnickerir. 121, Auf der Berliner Gewerbe- Ausstellung: Gruppe II, Saal C, Nr. 607, Ecke Michaelkirchstraße. Ausschneiden. Inhaber dieser Annonce erhält das erste Bad für 1 Mk. Sie brauchen dies Jahr nicht in's Bad, IT Hinaus! denn Münsel's Loh- Tanninbäder ( nebft Packung und Massage) Ansbacherstr. 19, Wallstr. 70, Neu- Köln a. W. 6-8, und Pantstr. 32, Berlin, heilen sicher und radikal jeden Rheumatismus, Gicht, Ischias, Podagra, veraltete Geschlechtsleiden, Folgen von Quecksilberkuren, Haut-, Blut- und Frauenkrankheiten, sowie Magen, Nerven-, Nieren- und Blasenleiden. Täglich geöffnet für Damen und Herren bis abends 10 Uhr. Sonntags nur Vormittags. Aerztliche Sprechzeit jeden Montag und Donnerstag 61/ 2-71/ 2 Ansbacherstraße 19 und jeden Dienstag und Freitag 6/ 2-71/ 2 Wallstraße 70. Pension für ausw. und schwerkrante Batienten Pantstraße 32. Prospette mit Hunderten von Dantschreiben Geheilter gratis und franto. Auch werden die Ingredienzien zu meinen Bädern mit Gebrauchsanweisung per Dutzend für 18 Mart per Post versandt. Wo alles vergebens, helfen meine Bäder sicher, bitte daher, einen Versuch zu machen. Inhaber dieser Annonce erhält das erste Bad zum halben Kaffenpreise für 1 Mark. Loh- Tanninbäder für Krankenkassen. Loh Tannin Bad Größtes Kinderwagen- Fabrik- do 36 Lager Lands Puppenwagen, Kindersportwagen Kinderstühle, Kinderbettstellen. Anerkannt d. eleg., best. u. am billigsten bei E. Stiassny. Berlin, C., nur Wallstr. 21. Zurückgesetzte billiger. Nur allein die echten Freund'schen Thilophag- Platten, braune Farbe, entfernen gänzlich Hühnerangen, L* Ballen 2c. zu haben in allen Apotheken und Droguerien 12 Stück für 70 Pf. oder 2 Stück 15 Pf. nebst Gebrauchsanweisung. Engros- 1. Lachmann, Lager Berlin 0., Holzmarktstraße 36. Ende Juni findet meine erste Juventuraufnahme statt. Am heutigen Tage eröffne ich daher, um mit den überaus großen Waarenvorräthen zu räumen, einen Ausverkauf baber ungekannt zu bisher niedrigen Preisen. Das einjährige Bestehen der Firma bürgt dafür, daß ausschließlich moderne Waaren zum Verkauf gelangen, und nur solide Fabrikate. Seidenstoffe, Foulard, Bengaline, Merveilleux, Changeant, Taffet Meter 75 Pf. Kleiderstoffe, reine Wolle in verschiedenart. Geschmack, doppeltbreit, Meter 65 f. Hauskleiderstoffe in träftigen Qualitäten, doppelt breit, Meter 30 Pf. Elsasser Waschstoffe, Levantine, Batist, Organdi, Rips, waschecht Mt. 30 Pf. Damen- Hemden St. 65 Pf. Hemdentuch Mtr. 19 Pf. leinene Laken St. 1,30 M. Beinkleider 90 Pf. Feder- Inlett 45 Pf. fertige Bezüge, 2,20 9. Jacken 95 Pf. Bezug- Damast 65 Pf. 35 Pf. fertige Kissen Lein. Damast- Stubenhandtücher St. 33 Pf., Lein. Küchenhandtücher St. 13 Pf. Gardinen, abgepaßt, das Fenster 1,50 W. Salon- Teppiche Stück 3,40 m. Damen- Bloufen in größter Auswahl, Stück von 1,50 M. an. 86 Große Frankfurter Straße 86, " " " " " " W. Pestachowski, zwischen Markus- und Marfiliusstraße. Bestes Fleckenwasser der Welt ist Opoc OPA M Was? Schon zum dritten Male im Jahre eine neue Uniform; da muss ja Ihr Posten eine nette Nebenrente abwerfen. Was? in der Tonne. ist wohlriechend u.nicht feuerOpalist gefährlich, entfernt selbst Wagenschmiere, alte Oelfarben und Echt chinesische Mandarinendaunen bas Pfund Mt. 2,85 übertreffen an Haltbarkeit und großartiger Fülltraft alle inländischen Daunen; in Farbe ähnlich den Eider baunen, garantirt neu und bestens gereinigt; 3 Pfund zum größten Oberbett ausreichend. Tausende von Auer fennungsschreiben. Berpackung wird nicht berechnet. Bersand( nicht unter 3 Pfund) gegen Nachnahme von der ersten Bettfebernfabrit mit electrischem Betriebe Gustav Lustig, Berlin S. Prinzenstraße 46. 4983L* Möbel- Gelegenheitskauf günstigste Gelegenheit für Brautleute, Hotels, Wiederverkäufer. In meinem 6 Etagen großen Möbelspetcher, alles hell und übersichtlich, tein aben, follen sofort ca. 200 neue ganze WohnungsEinrichtungen von 100-1000 Mart und darüber verfauft werden. Speziell empfehle ich die großen Borräthe verlieben gewesener zum Theil sehr wenig benutter Möbel für jeden annehmbaren Preis. Thellzahlung gestattet. Kleiderspind, Sopha 18 Mart, Kommode, Küchenspind, Wasch jeden sonstigen Fett- und Schmutz- Bum umzug Oranien- Straße 73, of I., fleck sofort, ohne Farbe und Stoff im geringsten anzugreifen, während Benzin feuergefährlich und schlecht riechend ist, nur Fettflecke entfernt und Ränder hinterlässt. Man kaufe daher nie mehr Benzin, sondern nur noch Opal in der Tonne à 30, 50 u. 90 Pfennige. toilette 12 Mart, Stühle 3 Mart, Bettstellen mit Febermatraße und Reiltiffen 18 Mart, Opal- Schwämmchen, extra präparirt, elegante Nußbaum Kleiderspinde und Wäschespinde 30 Mart, Muschelspinbe 40 Mart, 15 Pfennige. Säulen Kleiderspinde und Bertitows, hoch= Fabriklager bei F. Ketzer& Co., elegant 46 Mart, Trumeaug mit Stufe 55 Mart, Berlin N. 24. Halten zu Gnaden, Herr OberKontroleur, es ist dies noch meine vorjährige Uniform, die ich durch En détail in allen Drogenhandlungen. das neue ,, Opal- Fleckenwasser" wie A. Wasmuth& Co., neu mache. So, so, danke... Soll meine Frau auch anschaffen. Brunhilde Hamburg. Roland- Cheviot felbstgewebte, echtfarbige und un- Spezialität unerreicht in verwüftliche Haustleiderstoffe. Haltbarkeit und Eleganz; andere Ortrud und Rosalinde Herrenstoffe in nur modernen und neueste und eleganteste Promenaden- geschmackvollen Dessins zu sehr billigen Preisen. Kleiderstoffe. Portièren in grösster Auswahl. Alle Aufträge von 20 M. an und Muster stets franto. Carl H. Klippstein& Co. in Mühlhausen i. Thür. Weberei und Versandt- Geschäft. Berlin C. 3, M. Wolff's Nähmaschinen, Neue Grünstr. 27. 48 Mk. sind die anerkannt besten und dadurch in ganz Deutschland sehr stark eingeführt. Meine hocharmige Familien- Nähmaschine, sehr elegant, mit allen Neuerungen der Jehtzeit verfehen( für Damenschneiderei und Hausbedarf), mit Verschlußtaften und zum Fußbetrieb eingerichtet, inkl. sämmt licher Apparate und Verpackung foftet nur 48 M. Alle Arten Schneider und Schuhmacher Maschinen, dementsprechend billigste Preise. 30 tägige Probezeit und 5jährige schriftliche Garantie. Jede Maschine, die nicht gefällt, nehme auf meine Kosten zurück. Prospekt mit Anerkennungen fostenlos und frei. Homöopath. Arzt Dr. Hösch, Linienftr. 149. 8-10, 5-7, Sonntags 8-10 Uhr, für Brust, Unterleibe, Frauen, Nerven, Hautkrankkeiten, Gicht, Rheumat. Plüschgarnituren 60 und 100 Mart, Paneelgarnituren, Paneelfopha 80 Mart, Muschelgarnituren, Chatfelongue, Schlaffophas, Schreibtische, Kouliffentische, Buffets, Schreibsekretäre, Tische, Spiegel zc., alles staunend billig, sowie fertig betorirte Salons, Speise- und Schlafzimmer. Besichtigung erbeten ohne Kaufzwang. Gekaufte Möbel tönnen dret Monat fostenfrei lagern und eigene Gespanne werden durch transportirt und aufgestellt. S IN MENS SANA CORPORE SANO Gründl. Heilung bei Gicht, Rheumatism., Nerven., Hautleiden, sonstigen frischen u. veralteten Krankheiten, besonders Unterleibsleiden der Männer und Frauen, sowie Folgen der Quecksilberkuren u. der Influenza, durch unsere patentirte Heisstrockenluft- Behandlung. Für Rachen, Kehlkopfu. Brustleidende Heisstrockenluft- Inhalatorium. Prospekte gratis. Privat Heilanstalt Timarianum Gr. Hamburgerstr. 20. 216 5035 L* KinderwagenBazar ,, Baby" I. Alexanderplay, Ecke Landsb.- Str. II. Jnvalidenst. 160 III.Reinickendorferstr. 2 E. Katal. grat. Größtes Spezial- Geschäft für Kinderwagen, Kinderbettstellen. Auch Theilzahlung 4,- monatl.* Zurückgeschte( wenig fehlerhafte) Teppiche!! Portieren!! Gardinen!! Steppdecken!! erstaunlich billig in der Fabrit. Emil Lefèvre, an Berlin So Oranienstr. 158. Prachtkatalog mit buntfarbigen TeppichIllustrationen, sowie zirka 200 Gardinen und Portièren- Abbildungen in künstlerischer Ausführung auf Wunsch gratis und franto! Größtes Teppichhaus Berlius Möbel- Ausverkauf des Möbelspeichers Rosenthalerstr. 18. Wegen ganz bedeutender Vergrößerung meiner Räumlichkeiten vertaufe ich mein Waarenlager zu noch nie dagewesenen Preisen vollständig aus. Rum Umzuge und für Brautlente ist somit die einatg reelle Gelegenheit gegeben, Ausstattungen, sowie einzelne Stücke gediegen und billigst einzutaufen. Man lasse sich nicht durch unmögliche Anpreisungen blenden, sondern besichtige fich die Möbel, welche man taufen will, genau und vergleiche dieselben mit meinen nur gediegenen Möbeln und anerkannt billigsten Preisen. Durch Eintauf von 9 großen Möbellagern zu günstigen Bedingungen verkaufe ich ganze Einrichtungen, sowie einzelne Stücke ganz bedeutend billiger als jeder andere Möbel= händler. Auch größtes Lager gebrauchter und verliehen gewefener Möbel zu wahrhaften Spottpreisen. Kleiderspind 15 Mart, Nußbaumfleiderspind 30, Muscheltleiderspind35, Kommode 9, Sopha 16, Bettstelle mit Sprungfebermatrage u. Reiltissen 18, Spiegel 9, Stühle 2, Nußbaumtrumeaug mit Stufe 60, Plüschgarnitur 50, neue, hochfeine Plüschgarnitur 105 Mart. Hochfeine Nußbaum- und Mahagoni- Möbel spottbillig. Auch gebe ich Einrichtungen auf Thellzahlung. Brautleute, welche ihre Möbel bet mir faufen, erhalten ein Hochzeitsgeschent gratis. Kein Abzahlungsgefchäft. Eigene Tapesteru. Tischlerwertstätten, vier große Möbelspeicher. Getaufte Möbel tönnen tostenfrei auf meinen Lagerspeichern 3 Monate stehen bleiben und werden dann durch eigene Gespanne sauber transportirt und aufgestellt, auch nach außerhalb Klagen, Eingaben, Unfallsachen, Bugger, Stegliterſfir.65. Kur- Bade- Anstalt und Massage von H. Mania, Brunnenstr. 16. Dampf- und Heißluft- Kattenbäder, Wannen- und medizinische Bäder. Fuß-, Arm- und einzelne Glieder- Bäder ohne den ganzen Körper zu strapaziren. Lieferant und Masseur sämmtlicher 4961* Orts- Krankenkassen und freien Hilfskassen. Dienstag und Freitag von 1 hr ab nur für Damen. Die Filiale nur für Massage ist Thurmstraße 46, 4 bis 51/2 lhr. Elfenbein- Seife Elfenbein- Seifenpulver Schuhmarke ,, Elefant sind die vortheilhaftesten und bequemsten Waschmittel für den täglichen Gebrauch in der Hauswirthschaft. Nur echt mit„ Elefant". In fast allen Kolonialwaaren- und Seifengeschäften zu haben. bei Herren Engros- Lager Löwe& Seibt, Berlin N., Borsigßraße 2. System Karnad- Gachfeld. Unterrichtsbriefe für das Selbststudium bes gesamten Hoch- und Tiefbauwesens. des gesamten Maschinenbauwesens. BAUGEWERBE SCHULE MASCHINENBAU Der Bolier ca. 60 Briefe à 60 Pf. Der Monteur, Borarb. Maschinist 60 B. à60. Der Baugewerksmeister, 120 Br. à 60 Pf. Der Wertmeister ca. 120 Briefe à 60 Pf. Der Maschinenkonstrukteur, 160 B. à 60Pf. Der Tiefbautechnifer ca. 120 Br. à 60 Pf. Jeden Sonnabend erscheint ein Brief. Diese von Bresse und Fachwelt als unerreicht dastehend bezeichneten Werte, die sich streng an den Lehrplan von Fachschulen anlehnen, geben in einfachster Darstellung, teinerlei besond. Borkenntnisse vorausseßend, vollst. Unterricht in fämtl bau- und maschinentechnischen Lehrgegenständen und ermöglichen, von Stufe zu Stufe forts fchreitend vermittelst dieser auf Grund reichster Erfahrung planmäßig angelegten Werke in überraschend leichter Weise diejenigen Kenntnisse auf allen Gebieten des Bau- und Maschinenwesens 31 erwerben, um innerhalb des Berufes die höchsten Ziele zu erreichen. Durch jede Buchhandlung zu beziehen. Berlag v. Bonnes& Sachfeld, Potsdam u. Leipzig. J.B. Von 4 M. an Elegante Valciots und Anzüge. 7 Mark. J. Baer, Berlin N., 4960* nur Gesundbraunen 26, Badstraße 26, Ecke Prinzen- Allee, empfiehlt, wie bekannt, in reellster Ausführung und allerbilligsten Preisen Herren- u. KnabenGarderobe, Arbeitssachen. Anfertigung nach Maaj. H* Elegante Paletots und Anzüge. Billigt. Detailverkauff. deutsche u. engl. eis. Bettstellen. Patent- atrahen- Fabr. mit Dampfbetrieb.( Preiskourant gratis) Detailvert. it. KöpnickerE. Sass, strasse 127, D. pt. Berlin, Pfälzer Schuh Fabrik- Niederlage. Berlins anerkannt billigste und streng reellste Schuh- Verkaufs- Häuser. Fünf Filialen in Berlin: SW., Friedrich- Strasse 227. N., Chaussee- Strasse 35. SO., Dresdener- Strasse 126. C., Münz- Strasse 7. S., Neue Ross- Strasse 8. Unsere enorm billigen Preise sind, wie schon allgemein bekannt, bis jetzt noch von feiner Konkurrenz erreicht worden. Durch die sich fortwährend steigernde Beliebtheit unserer Fabritate haben wir so folossale Umfäge in der kurzen Zeit unseres Bestehens erzielt, daß wir heute in der angenehmen Lage sind, unserer werthen Kundschaft noch eine weitere Preisherabsetzung bieten zu können und ist es nun ganz undenkbar, daß irgend eine Ronkurrenz auch nur annähernd zu diesen fabelhaft billigen Preisen verkaufen kann. Als ganz besonders preiswerth empfehlen wir unsere folgenden Spezialartitel: Hochelegante Schnürschuhe für Damen mit Prima- Lackblatt à Paar nur: Hochelegante braune Schnürschuhe für Damen, à Baar nur: 3.90 3.90 Dieselben in feinftem, garantirt echt Ziegenleder, 475 unverwüstlich in der Farbe u. im Tragen, für Damen à Paar nur: Für Herren à Paar nur: 590 Von keiner Konkurrenz bis jetzt erreicht! Braune ausgeschnittene Lederschuhe mit 225 Schleife für Damen, riesig billig, à Baar nur Streng reell! Keine Uebervortheilung! Jedes Paar trägt den festen Fabrikpreis deutlich auf der Sohle. ! Jede Dame lele! T Die lustige Station Briefe aus u. über Wörishofen von Quidam. Inhalt: Zur Einleitung. Einiges über den Wunderort und seine Bewohner Wie der Herr Prälat kurirt. Wie der Herr Prälat konvertirt. Wie der Herr Prälat profitirt. Die lustige Station Schlusswort. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen und Kolporteure, sowie direkt vom Verlag v. Wörlein& Co. in Nürnberg gegen Einsendung von 70 Pfennig in Marken. Teppiche mit kleinen Webefehlern in echt Tournay, Smyrna, Brüssel, Velvets, Velours, Tapestry und prima Axminster, in allen Größen, bedentend unter Fabrikpreis, per Stück M. 3,-, 5,-, 10,-, 15,-, 20,-, 25,-, 30,- bis 100,- Mart. Blousen Trauringe 48322* reell Dukaten, gestempelt 980. 2 Dukat. 22,50 M. 1/2 Dukat. 17,50 M. Kronengold geftempelt 900. 7 Gramm Damen und Mädchen 20,50. 54 Gramm 15,50 M. schon von 95 Pf. an Alle anderen Goldsachen ebenso reell. In den neuesten Façons and Hugo Lemcke, part, habe reizendsten MaassCarl Schloss Waarenhaus ,, Süd- Ost", 22. Wiener Strasse 22, 1. Grünauerstr. 1. Anfertigung binnen 24 Stunden. der Oranienburgerstraße. Gegr. 1840 Knaben- Was chanzüge u. Blousen. Zu kaufen gesucht zu guten Preisen: ältere sozialistische Bücher und Broschüren( von Weitling, Lassalle, Marx, Engels u. a.) sowie Zeitschriften( Neue Zeit, Nordstern, Volksstaat, Vorbote, Sozialdemokrat, Zukunft u. a.) Auch einzelne Hefte u. Nummern. S. Calvary& Co, Berlin NW., Luisenstr. 31. Unerreicht billig!!! ortièren, P zirka 900 Paar, gute wollene, mit Bordüre und Querstreifen, in allen Farben, 1,80 Mark empfiehlt d. älteste Teppich-, Gardinen-, Möbelstoff- und Portièren- Geschäft Berlins. Otto Büchler, Berlin C., Königstr. 26, Ecke Klosterstraße. Versandabtheilung D. Eckladen! RE Baar Geld lacht! Arbeiter! Handwerker! Bürger! Großartiger Gelegenheitskauf zu halben Preisen. $ 115 000 elegante, schneidige Jacket- u. Rodt- Anzüge jetzt zu halben Preisen, nur 8, 10, 12, 15, 18, 21, 24, 27, 30 M. 10 000 entzückende Sommer- Paletots ( Werth das Dreifache), jezt von 8-20 M. F 8000 olen, schwarze Anzüge, einzelne Röcke, Jackets und 6000 Knabenund Burschen- Anzüge jezt halb und Drell Jackets v. 1,50 M. an. J. Adler Teppich- Fabrit, umfonft.- 8000 Dreugofen,& üfire. Berlin C., pandaner- Straße 30, vis- à- vis dem Rathhause. Reichillustr. Preisliste gratis u. franco. 5302L* Kinderwagen, Reisekörbe. Größtes Lager, billigste Preise, auch Theilzahlung. W. Holze, Oranienstrasse 3. Hochelegante Modelle ragen, Capes, Handverpertungen auf Tüa Möbel, gebrauchte, tauft Burow und Spizen, Seidenplüsch, früherer Preis 60,-, 50,-, 40,-, 30,-, jest 7,50-25,-. Reisemäntel, Regenmäntel, Jackets, Stofftragen ausverkauft. Landsbergerstr. 59, 1 Tr.( Kein Laden.) von 2,50-20,- M. werden, um zu räumen Echt Werdersches Bier s Tonne 2,50, 16 Tonne 1,30. 18 ' aa salpjazgasm Potsdamer Stangenbier 1/8 Tonne 2,75. Extra- Gebräu 1/8 0.3,40,1/ 16 To. 1,701 Schutz- Marke do. nach Pilsener Lagerbier, hell u. dunkel, do. nach Münchener Art, Art, Sämmtliche Biere( außer Extra- Gebräu) in Flaschen 36 Stück für Mart 3, ( Extra- Gebräu Werdersches Bier) do. 24 Stück für Mart 3, liefere frei ins Haus ohne Pfand. Vereinigte Werdersche Brauereien Haupt- Niederlage: Berlin, Adalbert- Straße Nr. 80. Fernsprecher Amt IV, 9865. Berliner Gewerbe- Austellung 1896. Abtheilung ,, Nordpol", neben Kairo, an der Köpnicker Landstraße Halle V, unter d. Ausstellungs- Bahnhofsbrücke. Rosenthalerstr. 18. Grösste Auswahl. Billige Preise. Filiale im Norden Brunnenstr. 182. Roh- Tabak Emil Berstorff. Filiale im Osten: Koppenstr.9 3 Minuten vom Schlesischen Bahnhof. Garant. fletten u. sicheren Brand. Noh- Tabak. 48332* Größte Auswahl. Billigste Preise. ff. Uckermärker 64-78 Pf. verft. P. E. Platt und Söhne, Brunnenstr. 197( a. Rofenth. Th.). Stengel werden zurückgekauft. Rohtabak en gros. 5002* Kleider- Bascha Jnh. O. Polke Rosenthalerstr. 32 Ecke Sophienstr.( Eckladen). Man achte genau auf 32 u. Eclad. Eckladen. Bettfedern, brif gereinigte 50, 70, 90 Auf Theilzahlung! Schlag- Regulat. 14 Tg. geh. 18 M. Silb. Herren- Remont.- Uhr 15 2jähr. Garant. Charlottenstr. 15. Rein Abzahlungsschwindel. * Kinderwagen. Kasten, Leiter it. Sportwagen. Gr. Loner Berlins, Fabrikpreise. Reine Marktschreier. Muster- Bücher gr. Alte Wagen täuflich. Theilzahlung ges stattet, wöchentlich 1 M. Vom 1. Mai bis 15. Oktober GewerbeAusstellungs- Hauptgebäude. Andreasstr. 53, 1. Etage. Fahrräder an Genossen 52352* 3. Engros- Preis liefert Carl Karras, Langestr. 15. Mühlenstraße 8, nahe Oberbaum, ist ein freundlicher Laden nebst Stube und Zubehör, für jedes Geschäft passend, billig zu ver miethen. 52858* Schlafft. Reichenbergerstr. 60, 2 Tr. bei Tauchert. Freundl. Schlafft. f. 2 Hrn. bei Frau Leidel, Hagenauerstr. 11, Stfl. 1 Trpp. Frdl. Schlafft. Mariannenftr. 8 v. 2 Tr. r. Möbl. Schlafft.( fep. Eing.) 6 M., Pallisadenstr. 57 im Schuhgeschäft. Möbl. Schlafft. für 2 Herren billig. neue, vorzügl. füllend, Manteuffelstr. 50 v. 2 Tr. Wwe. Linke. Eine möbl. Schlafft. m. sep. Eing. hell, Pfd. 1,60. Daunen von vorzügl. Fülltraftan 2 anft. Gen. zu verm. bei Richau, ( 3 Bfb. genügen zum größten Oberbett) Pfund Galbdaunen Bd. 1,10. Balbdaunen, füberPfd. 2,75, empfiehlt das als fireng reell befannte, Bergstr. 39 Quergeb. 2 Tr. 1870 gegründete Spezialgeschäft v. S. Pollack, Oranienstr. 61. am Morigplay. A. Tuchen Optiker Lothringer Strasse 28. Rathenower Brillen und Pincenez ff. Stahl I Mk., Nickel 2 Mk., Aluminiumgold, von Gold nicht zu unterscheiden 2,50 Mk., Operngläser 6,50 Mk., bestes Opern- u. Reiseglas Marke, Eureka" 12 Mark mit Le ler- Etui und Riemen Lieferant für alle Krankenkassen Haben Sie Wanzen? Haben Sie Schwaben? 2073b Möbl. Schlafft. mit Balkon f. H. fof. 3. verm. Manteuffelstr. 69 bei F. Hannig, v. 3 Tr. 20676 Schlafft. verm. Dobert, Neue Königs Straße 9. 20686 Möbl. 3. 15. z. verm. Adalbertstr. 84 b. Ww. Gesch. 20816 Ein möbl. Zimmer, sep. Eing., 1 od. 2 H. z. verm. Wollinerstr 11 v. Hochparterre. 20776 Arbeitsmarkt. Adtung, Solzarbeiter! In der Sargtischlerei von Nobert, Botsbamerstr. 114( Werkstatt Steinmey on ohnabzügen die Arbeit einstraße 6) haben die Kollegen infolge gestellt. Zuzug fernhalten! Dann ist es Ihre Schuld!- Verwenden Sie doch R. Hoffers Spezialmittel, welche Die Ortsverwaltung diese Thiere u. ihre Brut sofort tödten des deutschen Holzarbeiter- Verbandes. und ihr Wiederkommen verhindern. Dofis 50 Pf. und 1 M. beim Erfinder. Achtung, Parquetbodenleger! Rud. Hoffers, Reichenbergerst. 55. Manteuffelstr. 87 11. Zeun& Ellrich Deutscher Porter. Rheinsbergerstr. 67( nahe Brunnenstr.) Dessert- u. Malzkraftbier I. Ranges. Roh- Tabak ( sehr preisw. Sumatra's) Rud. Völcker& Sohn, Köpnickerstr. 45.[ 49682* Noh- Tabak. Bier- Quelle, Café und Würstel- Stube ,, Nordpol und ausländischen Rohtabaken und in von Benno Stabernack. Empfehle Freunden und Bekannten mein obiges Unternehmen und bitte um gütigen Zuspruch. Für gute Waaren, bei soliden Preisen wird bekannter Weise bestens gesorgt. Eintritt frei. Seebad 53082* Abonnement bedeutend ermäßigt. Preis für 1 Bad 15 Pf., Kinder 10 Pf. Pferdebahn- Berb. Heinersdorferstr.- Schl.Weißensee 10 Pf. Königsthor 15ẞf Regelbahn. Schattiger Garten. Kaffeeküche. Täglich: Tanz frei. E. Segger. 2052b Roh- Tabak Weissensee. J. Fränkel, 49671* Das reichsortirte Lager in allen in. allen Preislagen empfiehlt W. Lindenstädt, 179 Brunnen- Strasse 179. 48 Landsberger- Strasse 48. Rohtabak. Grösste Auswahl! Billigste Preise. Sämmtliche Fabrikations- Utensilien. Heinrich Franck, Nr. 185, Brunnenstraße Nr. 185. Rohtabak Grösste Auswahl! Billigste Preise! Sebastian Gröbel, No. 11, Brunnen- Strasse No. 11. Brauerei Burghalter, Potsdam, gegr. 1736, besond. f. Blutarme, Brustkr., Bleichs., Wöchn., Refonv. 2c. d. leicht bekömml., nahrhaft. fräftigste Bier.- Ist blutbildend, desh. beff. Gesichtsfarbe. Gewichtszun. überrasch. 14 Fl. drei, 50 Fl. zehn Mt. exkl. In Geb.( 1/4, 1/8, 1/16) 3. Selbstabz. wesentl. billiger. Allein. VerFolgende Geschäfte haben unseren Tarif nicht bewilligt: Ende, Kochs straße 50/51; Rosenfeld u. Cie., Mohrenstraße 11; Bendir Söhne, Andreassir. 32, und Vater, Steglit, Schüßenstr. 43. Zuzug ist fernzuhalten. Die Ortsverwaltung des Deutschen Holzarbeiter- Verbandes. Versilberer und Versilberinnen finden in unseren neuen Fabrikräumen dauernde Beschäftigung. 20786 Hugo Naucke& Co., Fichtestr. 3. Gürtler auf komplizirte chirurgische Jufirumente verl. Gebr. Montigel, Chauffeestr. 2 E. Flotter Stanzer 2079b wird bei höchsten Berliner Löhnen gesucht von Norddeutscher Filzschuhsandist. f. Berlin u. waaren- Fabrik Paul Erfurth, SonnenProvinz: Porter barg bei Rüstrin. fellerei Ringler, Berlin, Brunnenftraße 152. Nicht Flaschenzahl, Quali tät entscheidet! Leder- Abfälle! Oberleder, groß und klein, billige Blätter, fohlled. Köpfe u. Bäuche, brandfohlled. Bäuche 2c. stets preiswerth am Lager. A. Zerkowski, Berlin C., Klosterstr. 5/6. Angel Kahn mit Segel ist z. vert. Ritter, Johannisstr. 3, Querg. II. Plättdirektrice oder erste Plätterin verlangt. Auch werd. noch Plätterinnen für alle Zweige angestellt. Wäschefabrik Freyer, Georgenkirchstr. 24. 1076b Tüchtige Mechaniker bei hohem Verdienst sofort verlangt Aktien- Gesellschaft Mix& Geneft. Mamsells auf bessere Knabenanzüge verl. Stein, Adalbertstr. 22. Flotte Einleister werden bei höchsten Berliner Löhnen fofort verlangt. Norddeutsche Filzschuhwaaren- Fabrit Paul Erfurth, Sonnenburg bei Cüftrin. Berlin C., Klosterstrasse No. 72. Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin.