Nr. 133. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnentent: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Gingetr. 11 der Post Zeitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Juferate für die nächste Nummer müssen bis 4 1hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 1hr abends, an Soun und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Eernsprecher: Amt 1, v. 1508 Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. arbeit. Mittwody, den 10. Juni 1896. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3: Dieser seit langem von sozialistischer Seite verkündete Satz| zwischen Kleinmeistern, die für ein Großhandelshaus arbeiten Bur Bekämpfung der Schwitz ist nun auch das Ende vom Liede der übrigens alles Lob ver- und solchen zu unterscheiden, die für eigene Rechnung arbeiten dienenden einschlägigen Untersuchungen des Herrn Booth und und vielleicht ihre Produkte dem Großhandelshaus verkaufen, seiner Assistenten, wie er schon vorher das Endresultat gewesen und so sei es klar geworden, daß es weder der Kontrakt war der Untersuchungen der 1888 eingesetzten Kommission des noch der Zwischenkontratt sei, was mit den Haufes der Lords über das Schwißarbeitssystem. Oder viele beln des Ausschwigens zu verbinden sei, mehr über das Schwizarbeits wesen, denn es giebt sondern das Arbeiten für Kleinmeister.( Auseine ganze Reihe von Syftemen der Schwißarbeit. sage Nr. 5415.) " " London, 7. Juni 1896. I. Charakteristit. Die gewerbliche Hausarbeit der Siz des Uebels. Die Nebel jener Abart der modernen Lohnarbeit, die man nach dem Beispiel Englands, wo sie zuerst im großen entwickelt Es ist wichtig, sich darüber klar zu werden. Bis in die Aber, wie gesagt, nicht das Arbeiten für Kleinmeister allein. worden, Schwiharbeit( sweated labour, wörtlich: erschwitzte jüngste Zeit hinein hatte sich die öffentliche Meinung daran Eine der Mitarbeiterinnen an Herrn Booth's großem Werk, Frau Arbeit) nennt, sind nachgerade so bekannt, daß jede Zeile ver- gewöhnt, in der Existenz eines Mittelsmannes zwischen Fabrikant Beatrice Webb- Potter, hebt in einem Vortrag über das Schwizloren erscheint, die heute noch darüber geschrieben wird. Philan- und Arbeiter( Zwischenmeister, Verleger 2c.) die Wurzel der system") hervor, daß der kleine Schwizmeister in verschiedenen tropen, Hygienifer, Sozialpolitiker haben sich nach einander mit der Schwizarbeit und in diesem Mittelsmann den eigentlichen Aus- Gewerben in raschem Verschwinden begriffen ist, ohne daß des= Brandmarkung dieses greulichen Auswuchses am Körper des mo- schwitzer oder Schweißtreiber wie man es nennen will zu halb die Schwiharbeit ein Ende nähme. Sie werden sich erdernen Industriesystems beschäftigt, alle Welt ist darüber einig, erblicken. Aber jene Ermittelungen haben bis zur Evidenz fest- innern," führt sie aus, daß unr die Zeit der Untersuchungen des daß diese Blüthe des Kapitalismus im hohen Grade„ werth ist, gestellt, daß, wie oft auch der Mittelsmann ein Schweißtreiber fein Hauses der Lords ein Vollbild im" Punch" erschien, das den daß sie zu grunde geht." Aber leider geht die Einigkeit nicht mag, die Sache doch nicht an seiner Person hängt, auch ohne ihn gedeiht. Mittelsmann als eine aufgedunsene Spinne darstellte, die weit über das akademische Verdikt hinaus. Kommt es dazu, Wohlgemerkt, es handelt sich hier nicht um Arbeitstreiberei schlecht- den sie herum arbeitenden Männern und Frauen Maßregeln zur Bekämpfung des Uebels zu ergreifen, so tauchen weg, wie sie in jeder Form des Arbeitens unter ökonomischer das Lebensblut aussaugt. Wohlan, ehe ich an das tausend wenn und aber auf und die Gegensätze der Interessen Kontrolle möglich ist, sondern um die Auspreffung von Arbeit zu Studium der Verhältnisse im Londoner Ostend ging, glaubte und der grundsätzlichen Auffassung der Dinge verdrängen die untermenschlichen Bedingungen, zu Bedingungen, die nicht ein- auch ich, daß das schauerliche Ding wirklich existirte. Aber ich schöne Einigkeit der Gefühle und frommen Wünsche. mal das Minimum einer menschlichen Existenz gestatten, sondern fam bald dahinter, daß es entweder eine bloße Mythe sei oder Trotzdem wäre es verkehrt, jeden Fortschritt in bezug auf Hunger und äußerstes Elend zur Norm der Existenz machen. daß die Zeiten zu schwer für es geworden und es von irgend die Behandlung des Problems in Abrede zu stellen. Wir sind Arbeit bei unmenschlich niedrigen Löhnen, unmenschlich langer einem noch größeren Ungethüm ausgepreßt worden sei. Denn daran gewöhnt, daß jedesmal, wenn durch einen sensationellen Arbeit und in unmenschlich elenden Arbeitsräumen. So, wenn ich fand bald, daß in dem Herrenmäntel- Geschäft und der Vorgang die Blicke des großen Publikums auf die weniger offen auch nicht ganz mit denselben Worten, definirte die Kommission Fabrikation billiger Schuhe die leider ausschließlich in den zu tage liegenden Scheußlichkeiten des Systems gelenkt werden, des Hauses der Lords die Schwizarbeit. Diese Ausschwitzung Händen von Juden sind wo die Arbeit noch von kleinen dasselbe und seine Presse sich so geberden, als handle es sich um wird oft genug durch den Mittelsmann besorgt, aber weder ist Kontraktmeistern übernommen wird, diese Mittelsleute, weit enteine ganz neue, ungeahnte Entdeckung, um eine nie vorher sie an seine Person gebunden, noch ist es nothwendig, daß er, der fernt davon, aufgedunsene Nichtsthuer zu sein, ebenso schwer, dagewesene Erscheinung. Auf keinem Gebiet- das, was man den Vortheil von ihr hat, den„ Gytraschweiß" einheimst. wenn nicht schwerer wie ihre ausgeschwißten Gehilfen, arbeiteten Philofophie nennt, vielleicht ausgenommen werden so viele alte Die verbreitete Meinung über die Zwischenkontrakte und und oft weniger verdienen als die von ihnen bezahlten Maschinisten Geschichten neu entdeckt, wie auf dem der Sozialpolitik. Neben diesen ihre Anwendungen", sagte. Herr Charles Booth vor der könig- oder Presser( Bügler). Andererseits ist in den Gewerben, die englische Dutzendentdeckungen fehlen jedoch zum Glück die Arbeiten nicht, lichen Kommiffion von 1891/94 über die Arbeiterfrage, die ihnen Arbeiterinnen beschäftigen, wie die Fabrikation von Henden, welche die Erkenntniß wirklich erweitern und Fingerzeige geben, einen so schlechten Namen giebt, fei die, daß jemand, der einen oder die von Shlipfen, Schirmen, Kinderanzügen zc., die Mittels wo die beffernde Hand mit Erfolg anzulegen ist. Kontraft auf Lieferung einer bestimmten Arbeit abgefchloffen hat, person im schnellen Berschwinden begriffen.... Neuerdings haben Bor 40 Jahren hatten wir das Buch von Mayhew fiber sie gegen Profit an kleine Meister weiter verdingt, die sie vielleicht die unternehmenderen Großfabrikanten gefunden, es sei boch das Londoner Elend und heut haben wir das Buch von Charles ihrerseits wieder weiter verdingen, und daß die Profite vom höchst ungerecht, daß der Mittelsmann die zwei Pence( pro Booth" sagte Wilhelm Liebknecht jüngst in dem großen Kontraktor wie Unterkontraktor aus den Arbeitern aus Schilling Arbeitslohn einheimse. Um dieser Ungerechtigkeit abMeeting in Queens Hall. Die Gegenüberstellung dieser beiden geschwißt" werden. Diese Idee habe sich als grundlos zuhelfen, haben sie im ganzen Londoner Ostend Werkstätten aufWerke ruft eine weitere Erinnerung wach. Wayhew's Buch herausgestellt; solche Unterverdingung fomme felten vor, gemacht, wo sie die Arbeit genau so ausgeben, wie es der Mittels,, London Labour and London Paar" erschien 1850, zur selben Zeit, öfter vielleicht in Bezug auf auf spezielle Theilarbeiten mann zu thun pflegte, erst an die Maschinen- und dann an die wo der christliche Sozialist Charles Kingsley als Pfarrer Zot" die häufig die bestbezahlten der betreffenden Gruppe feien... Fertigarbeiter. Aber sonderbar genug, sie zahlen dem Arbeiter gegen die Schwizarbeit in der Schneiderei zu Felde zog. Es Diejenigen, die die Arbeit von dem Großhandelshaus direkt zu- nach wie vor 10 Pence( statt des Schilling) und der einzige athmete den guten Willen kleinbürgerlicher Philantropie und getheilt erhielten, würden gewöhnlich in keiner Weise besser Unterschied ist der, daß austatt daß die Differenz dem Mittels teren sozialpolitischen Impotenz. Im Anschluß an dasselbe und bezahlt als die, denen dieselbe Arbeit durch eine Mittelsperson mann zufällt, fie die zwei zwei Pence selbst einstecken. erneuert und unterstützt von Karl Mary schrieb damals J. G. überwiesen wird. Der Profit des Mittelsmannes erweise sich Auch fümmern sie sich nicht im geringsten darum, Eccarius in der Revue der„ Neuen Rheinischen Zeitung" seinen demnach als ein Kostenzuschlag auf die Arbeit und nicht eine wo die Bekleidungsstücke gemacht werden. Das geit vortrefflichen Aufsatz über die Schneiderei in London, worin die Kostenauflage gegenüber dem Arbeiter. Das Wort„ Zwischen den Großfabrikanten nichts an. Kein Zweifel, daß er auch Fabrik als die nothwendige Vorstufe der Befreiung des Arbeiters kontrakt" werde ferner oft gebraucht, um das Vergeben von erzählen wird, der Mittelsmann sei ein Schwigmeister gewesen in der Schneiderei erklärt wird. In einem Nachwort, das Arbeiten an Kleinmeister zu fennzeichnen. Thatsächlich sei es und er habe ihn abgeschafft. Aber leider hat er das, was er dem Aufsatz Ende der sechziger Jahre anhängte, ein Rontratt, aber in Verwechselung der Begriffe, und um der der praktische Beobachter das Ausschwißen nennt, weder abgab Eccarius diesem Gedanken, unter Hinweis auf leichteren Verurtheilung willen nenne man es einen Zwischen geschafft, noch auch nur verringert. Der wirkliche Ar= die inzwischen vollzogene weitere Entwickelung in seinem Ge- fontratt. Es sei bewiesen worden, daß dieses System sehr all- beiter gewinnt durch das Werschwinden des werbe, noch schärferen, bestimmteren Ausdruck: Nieder mit der gemein und durchaus nicht durchgängig mit Nebelständen ver- 3 wischenkontrattoren, Mittels manns oder Dachstuben- Maschine, nieder mit den kleinen Dorfmeistern", bunden sei, daß es jedoch stets zu gewerblicher schließt er, der Großbetrieb ist die erste Bedingung der Unterdrückung führe, wo die Arbeiter hilf-*) How best to do away with the Sweating System. Emanzipation der Arbeiterklasse!" Ios seien. Endlich habe es sich als unmöglich erwiesen, Manchester, Cooperative Union, 1892. 45 Tene. " ( Nachdruck verboten.) Roman von Nicolaus Krauß. Was machen die Bienen, Mutter?" " O, der Vater ist recht zufrieden. Wir haben jetzt wieder soviel Stöck' wie damals vor dem großen Sterben. Deiner lebt auch noch und er trägt immer viel ein..." Die Lehrerin machte eine Pause und warf einen kurzen Blick auf die Lene. weiter" Alsdann, dann bleibts dabei. Zu Pfingsten reden wir Lene vertraute sich ihrem Dienstherrn an. D ja, meinte dieser, sie könne sofort Geld bekommen, wenn sie zu einem egrischen Wucherer gehe und diesem ihr Erbtheil verkaufe. Abgezogen werde ihr allerdings ein hübscher Bazen werden, und wenn es krumm ginge, dann könnte sie ihren Bruder so hineinreiten, daß er von Haus und Hof käme. Ob er, der Bauer, ihr das Geld nicht vorstrecken tönnte?! . weit, ihr Bruder konnte sie doch nicht stecken lassen, und der Girgen Vetter war auch noch da. Am Pfingstsonntag ging jedes Jahr eine Prozession von Oberreuth nach Maria- Kulm. Der Pfarrer mit seinen sechs rothgekleideten Ministranten führte sie an, zwei große Fahnen wurden mitgetragen, und unter den Weibern schritt als Vorbeter ein Mann aus der Stadt, den sie den KrenAdl hießen. .. Aber am Mit dem Beten wollte es der Lene nicht recht gehen. Ihre Gedanken kehrten immer wieder zu der Sache zurück, wegen der sie den Bittgang unternommen. Auch am Singen betheiligte sie sich nicht. Sie hörte es kaum, wie die Weiber trotz des Widerspruchs des Vorbeters, der mit Aufbietung seiner ganzen Lungenkraft weiterschrie, anstimmten, wie sie bei jeder Strophe höher einsetzten, bis sie feinen Ton mehr herausbrachten und zum Vergnügen des Kren- Adl, eine nach der andern, verstuminen mußten. Diesmal ging auch Lene mit. Sie wollte kein Mittel " Der Vater hat alles aufg'schrieb'n, was Dein Bien unversucht lassen, um aus ihrer Bedrängniß herauszuin den Jahren her einbracht hat... Ja, und wennst Du's Der Bühl- Bauer blickte einige Minuten finnend auf kommen. Vielleicht half ihr doch die heilige Mutter Gottes einmal brauchst, friegst Qu's auch... Aber ein bisl die Tischplatte. Danu hob er das Auge und sah Lene auf dem Kulmer Berge, die ja so vielen Menschen geholfen warten mußt halt noch, Lene... Siehst D', was der Kaspar voll an. hat, wie in dem Büchlein geschrieben stand, das sie in für Geld foft't hat, das weißt ja selber. Der Margareth Mit Dir kann man deutsch reden, Du bist ein ver- Mühlessen so oft durchgelesen. Für den Abend hatte sie geht's gut in ihrem Bayern draußen, aber die Lise und die ständiges Moidl. Können? Sechshundert sich mit Hans verabredet, sie wollte ihm die entscheidende Franzl können noch nichts verdienen und der Christoph Gulden?... Mit'm fleinen Finger; und tausend und Antwort geben. geht noch in die Schul'... Siehst, und der Vater klagt mehr auch noch. Darüber is keine Red. schon eine ganze Zeit her über die Brust... Jeden Tag Mögen und Wollen liegt's!... Ich bin kein Heiliger und muß er rohe Eier trinken, sonst könnt' er net amal Schul' fein Engel und will auch keiner wer( d) n. Aber a Bauer halten... Gelt, Lene, Du wart'st noch a weng?.." bin ich. " bin ich.... Soll i vielleicht noch dafür zahlen, daß i a Was sollte Lene der Frau sagen, die sie wie eine wirkliche tüchtige Magd verlier?... Moidl, die Welt ist keine Mutter aufgezogen? Wortlos nichte sie mit dem Haupte. Hühnersteig. Burschen giebt's g'nug. Wart' noch a Weil, Den zweiten Versuch machte Lene bei ihrem Bruder. 3 kommt schon a anderer. Sie sagte ihm, daß sie ihr Erbtheil brauche und zu Lene war schier verzweifelt. Jetzt wußte sie niemand was sie es gebrauche. Sein freundliches Gesicht wurde nicht mehr, an den sie sich wenden sollte. Ja, der Bauer hatte um eine Linie strenger, und seine Stimme klang brüderlich, leicht reden. Als Sohn eines Mittelbauers hatte er die als er ihr die Antwort gab. einzige Erbin des Bühl- Hoses erwischt, um die sich selbst Aus' m Gröbsten bin i raus.. Daß der Hof a Beamte umsonst die Füße abgelaufen. Der konnte leicht ganz anders Aussehen hat, wird Dir a schon aufg'fallen lachen. Im Anfange war Lene der Bauer als ein jüngerer Hundert Schritte vor dem Wallfahrtsorte kam die sein... Die Barbara mit ihren sechshundert Gulden hat Flauger erschienen. Jetzt wußte sie, daß etwas anderes Prozession in Unordnung. Die Weiber blieben stehen, die mir a bisl wehthan... Was Du verlangst, is nur Dein in ihm steckte. Was Du verlangst, is nur Dein in ihm steckte. Das war kein reiner Bauer mehr, das Männer saben sich um, gingen ein paar Schritte und Recht, und ich wills Dir auch schaffen, wennst auch noch war ein Geschäftsmann. Wenn er nicht zufällig in einen machten dann auch Halt. Der Pfarrer, dessen schnupfnet großjährig bist. So hart's mir auch fällt.... Weißt, großen Bauernhof gerathen wäre, hätte er auch Schlächter tabacksdosengroße Nase wie ein Lötkolben glühte, gerieth Lene, ich hab no fan Wei( b)...' s soll ja bald loss werden können. ' 3 soll ja bald los- werden können. Und es wäre ihm auch da geglückt. in Zorn und wetterte über die Störung. Da kam durch gehen, wenn nir dazwischen kommt... Weißt was, warum er seine Dienstboten gut behandelte? Damit sie ihm die gelösten Reihen der Kren- Adl dahergesprengt. In der Lene? Komm wieder a mal zu Pfingsten... Nothwendig recht viel verdienten. Rechten schwang er eine große, rafselnde Blechbüchse. Er is doch' s Heirathen bei Dir noch net? Was? Als Lene zu dieser Erkenntniß gekommen war, wurde sie war ganz aufgeregt. Lene warf ihrem Bruder einen zornigen Blick zu. Wie wieder ruhiger. Wenn andere nur an sich denken konnten, das ( Fortsetzung folgt.) er ihr so etwas zumuthen tönne! traf sie auch noch. Und dann war ja Pfingsten nicht mehr " Als die Prozession durch Kazengrün zog, stand der Stingl- Hans am Fenster, Lene gab ihm einen Wink, nicht mitzukommen. werden. Politische Weberlicht." V Von fogenannten Schwihmeisters absolut nicht 3.1 gebracht auf den Prinzen Heinrich und alle Fürsten, die spanische Regierung an das rothe Gespenst. Deshalb In Ost London ist der Wechsel, soweit die Arbeiter in betracht im Gefolge" dieses Vertreters des deutschen Kaisers in tamen ihr die Bombenattentate in Barcelona, mag sie sie tommen, fein anderer gewesen, wie der aus der Bratpfanne ins Moskau erschienen seien. Alsbald habe sich Prinz 2udwig veranlaßt haben oder nicht, jedenfalls sehr gelegen. Sie Feuer". von Bayern, der bayerische Thronfolger, erhoben, um gegen lenken immerhin für einige Tage die Aufmerksamkeit des Diese Erklärung wird viele überraschen, aber die Masse das Wort„ Gefolge" zu protestiren; er habe erklärt: Wir wolfes von dem vollgeschriebenen Schuldbuche der Re der vorliegenden Beweise erhebt ihre Richtigkeit über jeden sind nicht ein Gefolge, nicht Vafallen, sondern Ver Zweifel. Nicht der Zwischenmeister an sich, sondern die besondere bündete des deutschen Kaisers. Als solche standen wir, gierung ab. Auch der Belagerungszustand, mit dem nach Arbeitsorganisation, auf grund deren er existirt, ist die Wurzel wie Kaiser Wilhelm I. immer anerkannt hat, vor dem bekannten Worte Cavour's jeder Esel regieren fann, der Schwißarbeit, und an sie muß die Hand angelegt werden, 25 Jahren an der Seite des Königs von Preußen, als wird das Ministerium Canovas und das bourbonische will man das Uebel ausrotten. Und diese Organisation heißt: folche werden wir wieder zusammenstehen, falls Deutschland Herrscherhaus nicht vor dem Untergang retten können. industrielle Hausarbeit. Gewerbliche Arbeit in Privat- wieder in Gefahr fäme. Dies mögen die Deutschen allerorten wohnungen, in Räumen, die sich der öffentlichen Kontrolle, der bedenken und neben dem großen Vaterland auch die engere Die Mißhandlung deutscher Militärinstruktoren Fabrikinspektion, dem Fabrikgesetz entziehen, Arbeit unter Ver- Heimath und Anhänglichkeit an die angestammte Dynastie nicht in Nanking wird nun doch amtlich zugegeben. hältnissen, die eine gewerkschaftliche Organisation, gewerkschaft- vergessen." Nach dieser Rede sollen Prinz Heinrich und der Berlin aus wird nämlich durch den offiziösen Telegraphen lichen Widerstand der Arbeiter unmöglich machen dies die deutsche Botschafter sammt dem Botschaftspersonal das Fest ver- folgende Mittheilung verbreitet: Grundlage, der Nährboden der Schwizarbeit. Wenn lassen haben. Nach amtlichem Bericht aus Peking hat Unteroffizier wir den Schwizmeister mit einem widrigen Insekt zu Aus dieser Geschichte wird in der staatserhaltenden Partei- Krause in Nanting bei einem Angriff, welchen alte vergleichen haben", sagt Frau Webb- Potter sehr richtig, dann presse nun eine Haupt- und Staatsaktion gemacht. Man wittert Truppen auf neue wegen Benutzung des Exerzierplatzes unter follten wir ihn zutreffender mit der Made vergleichen, die im eine Auflehnung gegen das Reich und lange staatsrechtliche nahmen, eine nicht lebensgefährliche Stichwunde erhalten; Fleisch erscheint, nachdem Bersetzung eingetreten ist." Die Made Deduktionen über das Verhältniß der Bundesstaaten zum im übrigen find nur Chinesen verwundet worden. fann ja auch recht gefräßig sein. Aber sie ist nicht die Ursache des Generalgouverneurs und der der Zersehung. Die gewerbliche Hausarbeit macht den Schwitz- Reich werden in usum Delphini zu Nuh und Frommen des Troz Proklamation es getroffenen Schuhmaßregeln fam am 4. b. Mts. zu meister möglich, ruft ihn ins Leben, aber hängt nicht an ihm, bayrischen Thronerben, vom Stapel gelassen. Welch schwaches einem neuen Zusammenstoß. Das Tjungli Yamen( Auswärtiges geht nicht mit ihm zu Grunde. Vertrauen zum Reich müssen diese patriotischen Staatsretter Amt in Peking) hat dem deutschen Gesandten umgehende strenge So darf die Bekämpfung der Schwizarbeit auch nicht beim haben, wenn sie glauben einige extemporisirte Tischreden Bestrafung der Schuldigen zugesichert. Der Kommandant des Mittelsmann Halt machen oder einseitig auf ihn zugespitzt könnten es gefährden! Da sind wir sogenannten„ Reichsfeinde" deutschen Kriegsschiffes" Prinzeß Wilhelm" wird Schutzmaßregeln werden. Sie wird ihn nicht ignoriren dürfen, weil er, wenn doch bessere Menschen; wir glauben, daß alle derartige des Generalgouverneurs, wenn nöthig, militärisch unterstützen. auch nur Produkt oder Werkzeug, Werkzeug, so doch in vielen Reden ohne jede Bedeutung für die Entwickelung des Jedenfalls läßt sich nicht mehr vertuschen, daß Fällen ein so wichtiges Werkzeug des Schweißtreiberei Deutschen Reiches sein werden. der frischgebackene chinesisch deutsche Freundschaftstopf Systems ist, daß mit feinem Wegfall der Betrieb bereits in Scherben gegangen ist, worüber sich der russische desselben bis zur Unleiblichkeit sehr erschwert wird; Die auswärtige Lage und die Politik Desterreichaber sie wird auch ihn nur faffen können, wenn sie an die Ungarus. Im Budgetausschuß der österreichischen Erbfeind nicht weiter betrüben wird, da er als fundiger Wurzel des Uebels geht. Ein allgemeines Verbot des Zwischen Reichsraths- Delegation gab der Minister des Aus- Realpolitiker in Ostasien seine heiligsten Güter schon in meister- Systems ist unter den heutigen ökonomischen Verhält- wärtigen Goluchowski ein Exposé über die auswärtige Politit Sicherheit gebracht hat. niffen weder möglich, noch selbst wünschbar. Auch ein und hob hervor, die Wirren in Makedonien sowie die allgemeines Verbot der gewerblichen Hausarbeit würde sich bei nicht minder bedenklichen Borkommnisse in Kleinn einer Wirthschaft zu Worms faß am 2. März der 35jährige Chronik der Majestätsbeleidigungs Prozesse. dem gegenwärtigen Stande der Dinge nicht durchführen laffen. asien hätten hauptsächlich die europäische Diplomatie be- In einer Wirthschaft zu Worms saß am 2. März der 35jährige Aber die gewerbliche Hausarbeit ist die Quelle, der eigentliche schäftigt; beide beide Fragen feien geeignet gewesen, einen Rüfer Christian Hartmann aus Roth in Württemberg in Siz des Uebels, und so muß trotzdem bei ihr der Hebel zu seiner Brand zu entfachen. Zuerst vereinzelt auftauchende Wirren angetrunkenem Zustande und schimpfte auf den deutschen Kaiser. Ein Heizer, der dort Karten spielte, drohte ihm, wenn er nicht Ausrottung angesetzt werden. in Makedonien hätten sehr bald einen Widerhall in Bulgarien gefunden, 100 eine weitverzweigte Organisa- aufhöre, werde er ihn verhaften laffen. Als der Trunkene dem eine weitverzweigte Organisa- Rath nicht folgte, führte der Heizer seine Drohung aus. Harttion den Ausbruch einer fast alle Balkanstaaten umfassenden Bewegung leicht zur Folge haben konnte; erst auf die mann stand deshalb in Mainz am 8. Juni vor der Straftammer des Landgerichts, angeklagt wegen Majestätsbeleidigung, Berlin, 9. Juni. Initiative Desterreich- Ungarns sei eine Kundgebung sämmtlicher Im Reichstage wurde heute die Generaldiskussion Signatarmächte des Berliner Vertrages erfolgt und habe dem und wurde zu vier Monaten Gefängniß verurtheilt. Im Januar d. J. wurde die Ehefrau des Arbeiters über die Gewerbe- Ordnungs- Novelle unter großer Unruhe wüsten Treiben ein Ende gemacht. Schon nach wenigen Wochen Piger in Gießen wegen Majestätsbeleidigung zu 3 Monaten zu Ende geführt. Recht wirksam sprachen gegen die habe eine ersprießliche Wirkung der Aktion konstatirt werden können. reaktionären Maßnahmen die Abgeordneten Pachnicke und Nicht minder habe sich eine vom Standpunkte des europäischen Frie- Gefängniß verurtheilt. Denunzirt war die Frau von einer Gastdens angestrebte und zuletzt erzielte Einmüthigkeit der Mächte in wirthsgattin Kragenberger, mit der sie in Feindschaft Richter. Besonders der letztere polemisirte ungemein wirk der armenischen Frage bewährt." Wir wollten, so fuhr der lebte. Die Angeklagte betheuerte fortwährend ihre Unschuld und fam gegen das Bünftlerthum, das sich immer mehr breit Minister fort, uns ursprünglich an der von England, Frankreich erreichte schließlich, daß das Verfahren gegen sie wieder aufmacht. Daß troß der glänzendsten Beredtsamkeit der und Rußland inszenirten Aftion troß der Sympathie für die genommen wurde, nachdem sie dem Gericht einen Entlastungszeugen benannt hatte. Gegner die Zunftbrüder ihren Willen haben werden, unter- chriftliche Bevölkerung in Kleinasten nicht betheiligen, da wir urtheilung einen Brief, in welchem ihr ein junger Maun liegt bei der jezigen Zusammensetzung des Reichs- neben anderen Ursachen von einzuleitenden diplomatischen Schritten namens to the mittheilte, er bebauere, erft jezt Renntniß tages teinem Zweifel. Das Zentrum giebt in allen feine ersprießliche Wirkung erhofften, vielmehr für die Armenier von ihrer Berurtheilung erhalten zu haben. Er sei an jenem diesen Dingen den Ausschlag, und in den gewerbepolitischen Unheil vorahnten. Thatsächlich blieben die bewilligten Abend, an dem die Majestätsbeleidigung begangen sein soll, Reformen ein todter Buchstabe und führten Fragen wandern die Herren Hize und Genossen einfach die andererseits zu den bekannten Greuelthaten. zugegen gewesen. Er könne beschwören, daß die unter Strafe Bahnen, wie sie Herr Ackermann weiland vorgezeichnet hat. Die besten Absichten des Sultans fcheiterten verfahren befchwor Rothe denn auch, daß jene Aeußerung anders gestellte Aeußerung nicht gefallen sei. Im WiederaufnahmeSo wurden denn auch die Artikel 1 und 2 der Vorlage au dem unbesiegbaren Widerstande der vielfach gelautet habe und demzufolge von einer Majestätsbeleidigung heute mit großer Mehrheit angenommen. torrupten türkischen Verwaltung. Die Gegenfäße feine Rede sein könne. Die früheren Belastungszeugen blieben Morgen um 2 Uhr wird die Tagesordnung fortgesetzt, hatten sich soweit zugespitzt, daß die Gefahr eines einseitigen Ein- bei ihren Aussagen und die Frau wurde abermals zu 3 Monaten wobei über die Artikel, welche die Konsumvereine ein- greifens und somit das Aufrollen der ganzen orien verurtheilt, Rothe aber wegen Verdachts, einen schränken und den Detailhandel dem Hausirgewerbe gleich- talischen Frage immer drohender wurde. Wir meineid geleistet zu haben, sofort verhaftet. Er stand stellen wollen, namentliche Abstimmungen stattfinden dienten dem Intereſſe des Friedens, als wir gleichzeitig den am 8. Juni in Gießen vor dem Schwurgericht und festen Entschluß bekundeten, den status quo der Balkanwurde freigesprochen. An seiner Stelle wurde aber der halbinsel aufrecht สิน erhalten. Andererseits glauben Arbeiter Piger in Haft genommen, weil er sich meineidss dent Dant und die Erkenntlichkeit der Türkei Das preußische Abgeordnetenhaus nahm am Dienstag wir verdächtig gemacht hat. Wer will hier ein Ende absehen? tönnen; Zu möge Diese feine Sigungen wieder auf und erledigte zunächst eine Reihe beanspruchen Erkenntlichkeit Der frühere Hofstaatssekretär Rönnede in Braun. fleinerer Vorlagen, um sich sodann mit dem konservativen An- darin bethätigt werden, daß die Türkei sich um die Herbei- schweig ist aus der Untersuchungshaft in die Frrenanstalt nach trag auf Besteuerung der großen Waarenhäuser führung erträglicher Zustände ihrer Provinzen aufrichtig bemühe Königslutter gebracht worden. Er führte einen Zivilprozeß gegen zu beschäftigen. Die Kommission, der der Antrag zur Vor- und Vorkehrungen treffe, welche das Vertrauen Europa's in ihre das Hofmarschallamt des Prinzen Albrecht von Preußen und hat berathung überwiesen war, beantragte die Annahme einer Refo- Lebensfähigkeit rechtfertigen tönnen, sonst werden ihre sich dabei angeblich einer Majestätsbeleidigung schuldig gemacht, lution, worin die Regierung um die Einbringung eines Gesetz besten Freunde, zu welchen auch wir gehören, die ihn in Untersuchungshaft brachte. entwurfs ersucht wird, nach welchem von gewerbesteuerpflichtigen sie vor dem schließlichen Niedergange nicht Der Redakteur der volksparteilichen Münchener Freien Waarenhäusern, Bazaren und Versandgeschäften neben der Ge- behüten können. Minister ging sodann auf Presse, Rost, ist vor das Schwurgericht wegen Majestätsbeleidi werbesteuer eine besondere Betriebssteuer erhoben wird. Diese die Besprechung des Verhältnisses zu gung( Beleidigung des deutschen Raisers) verwiesen. Es handelt Steuer soll bei einem jährlichen Ertrage von etwa 20 000 m. Mächten über und hob in erster Linie die Intimität, fich um Bemerkungen des Blattes zu der Bezeichnung des oder einem jährlichen Umsatz von etwa 300 000 m. beginnen, das gegenseitige Vertrauen und die enge Ver- Raisers Wilhelm I, als der„ Große" und über die im Januar nach der Zahl der geführten Waarengattungen, sowie nach dem ständigung mit Deutschland hervor." Unser Ber- erfolgte Stiftung eines preußischen Ordens zur Erinnerung an jährlichen Umsatz aufsteigen und den Kommunalverbänden hältniß zu Deutschland ist fester denn je. Ebenso intim überwiesen werden. Ferner sollen die einzelnen in betracht kom- und vertrauensvoll ist unser Verhältniß mit Raiser Wilhelm I. menden Waarengattungen unter Ausschluß der Produkte der Italien."" In erfreulicher Weise gestalten sich auch unfere Landwirthschaft" gefeßlich festgestellt werden. Es ist sonderbar, Beziehungen zu Rußland. Rußland hat so tateReichseinnahmen. An Einnahmen( einschließlich daß diefelben Parteien, welche im Reichstage durch Verbot des gorisch die Erhaltung des status quo und das unverbrüchliche Detailreifens die großen Waarenhäuser begünstigen, im Landtage Festhalten an den bestehenden Verträgen als das Ziel der kreditirten Beträge) aus Zöllen und gemeinschaftlichen Verdem Großbetrieb zu Leibe gehen wollen. Abg. Richter, der seiner Politit bezeichnet, daß wir keinen Grund haben, brauchs- Steuern, sowie anderer Einnahmen sind im Deutschen auf diesen Widerspruch hinwies, erklärte sich als Gegner der seiner Politik zu mißtrauen." Redner weist diesbezüglich auf die Reich für das Etatsjahr 1895/96 zur Abschreibung gelangt: Bölle 415 393 393 M.( gegen denselben Zeitraum des VorResolution, nicht etwa aus Freundschaft für die großen Stellungnahme Rußlands in einer der letzten Phasen der orientajabres(+27739 606 M.), Tabatsteuer 12353381 M.(+598193 Betriebe, auch nicht, weil er einsah, daß die Ent- lischen Krisis hin. wicklung derselben eine Naturwendigkeit sei, sondern Als nämlich die revolutionäre Bewegung in Konstantinopel Mart) Zuckersteuer 86 235 765 M.(+1 121 286 M.), Salaftener weil man durch die Zerstörung dieser Betriebe dem Sozialismus einen immer gefahrdrohenderen Charakter gewann, entstand die 46 529 128 m.(+ 1174965 m.), Maischbottich- und Branntweinin die Hände arbeite. Bum Beweis für diese kühne Behauptung Frage, ob Europa dem Sultan zur Wiederherstellung der Drd- material- Steuer 22 925 123.(+ 832 733 M.), Verbrauchs berief er sich hauptsächlich auf seine bekannten Pamphlete gegen nung verhelfen sollte, was mittels einer genau umschriebenen abgabe von Branntwein und Zuschlag zu derselben 115 188 440 m. die Sozialdemokratie und anf einige Stellen aus Bebel's" Frau", Aktion sämmtlicher Mächte, unter Aufhebung gewisser Bestimmungen(-2 848 015 M.), Brennsteuer 1409 767.(+1409 767 M.), die er offenbar noch immer nicht verstanden hat. Gegen die des Pariser Vertrages für eine möglichst furze Zeit, durchführbar Brausteuer 28 544 690.(+2 178 877 m.), Uebergangsabgabe Resolution sprachen noch Abg. Gothein( frf. Bgg.) und die gewesen wäre. Rußland erklärte damals, es hege die größten Bedenken von Bier 3 751 259 M.(+126 210 M.); Sum me 732 325 946 Nationalliberalen Hausmann und Bued. Letterer stimmte gegen diese Weise des Vorgehens als ein gefährliches Präzedens und Mark(+ 32 388 122 M.) Stempelsteuer für: a) Werthpapiere bei dieser Gelegenheit ein Loblied auf die humane Behandlung, fönne teiner Vorkehrung zustimmen, welche den Bestimmungen 15 522 532:(+6 484 551 m.), b) Rauf- und sonstige Ans die verhältnißmäßig turze Arbeitszeit und die guten Löhne der An- des Pariser Vertrages zuwiderlaufe. Wir haben uns dieser schaffungsgeschäfte 19 888 583 M.(+8 481 664 m.), c) Loose zu: gestellten in großen Geschäften an und verstieg sich sogar zu der Be- Auffassung angeschlossen und nahmen von dieser Erklärung mit Privatlotterien 3 082 162.(+739 607 m.), Staatslotterien hauptung, daß die jungen Leute es als ein großes Loos ansehen, in Befriedigung Kenntniß als von einer neuen Bürgschaft für die 16 542 449.)(+ 4 569 390 m.), Spielfartenstempel 1437 997 solchen Geschäften unterzukommen, weil sie hier vor Noth und Fortentwickelung friedlicher Zustände. Unsere Beziehungen zum Mart(+38 068 M.), Wechselstempelfieuer 8 734 508 M.(+ Elend geschüßt seien. Für die Resolution treten die Konser- rumänischen Königreiche sind die allerbesten und erfreulichsten. 586 671 M.), Post- und Telegraphenverwaltung 287 049 616. vativen, das Zentrum und die Freitonservativen ein, während Bei weitem nicht so zufriedenstellend sei die Lage in Serbien;(+17 271 614 M.), Deichs- Eisenbahnverwaltung 68 545 988 m. die Regierung, in deren Namen General- Stenerdirektor Burg dieses Land ist innerlich so zerrüttet und wandelt(+ 5 787 945 M.) Die zur Reichskasse gelangte Ist Einnahme abzüglich der hart sprach, noch keine Stellung dazu genommen hat. Nach so unsichere Wege, daß seine Freunde die der Erklärung des Regierungsvertreters ist so gut wie teine Entwidelung der legten Jahre nur bedauern Ausfuhrvergütungen und Verwaltungskosten beträgt bei den Aussicht vorhanden, daß dem Hause ein Gefeßentwurf, wie ihn tönnen. Man habe in Belgrad Neigung, andere für eigenes nachbezeichneten Einnahmen für das Etasjahr 1895/96: 3ölle die Resolution verlangt, zugeht. Trotzdem wurde die Resolution Verschulden verantwortlich zu machen, verkenne aber die daraus 383 242 362.(+20 561 378 M.), Tabatsteuer 10 906 188. (-423 782 M.), Zuckersteuer 80 535 083.(+ 162 898 M.), schließlich in einer etwas abgeschwächteren Form, die der Re- entspringenden Gefahren. gierung vollkommen freien Spielraum läßt, angenommen. Am Der Minister erklärte sodann:„ Mit Frankreich fabren Salzsteuer 45 466 602 M.(+ 1003 853 M.), Maischbottich, und Mittwoch steht die Denkschrift über Arbeiterwohnungen und wir fort, auf freundschaftlichstem Fuße zu stehen, Frankreich Branntwein Materialsteuer 18 207 527 2.(+182 632 m.), Petitionen auf der Tagesordnung. zeigt sich so aufrichtig und loyal für den Frieden ein Verbrauchsabgabe von Branntwein und Zuschlag zu derselben Der Umgang mit Prinzen ist offenbar recht schwierig. in der Forderung einer friedlichen Lösung ber(+ 1 090 775 M.), Brausteuer und Uebergangsabgabe von Bier genommen, daß wir auch auf ein zusammengehen 95 140 810 D.(-4459 690 M.), Brennsteuer 1090 774 M. Gar leicht stolpert jemand gegen die Etikettenschranken, der europäischen Fragen stets zählen können. Mit 27 483 722 M.(+ 1963 564 M.), Summe 662 023 069 M. nicht durch jahrelange Uebung sich für Hofzeremonien ge- England verbindet uns eine traditionelle Sympathie und(+ 20081 628 M.), Spielfartenstempel 1349546 m.(+69 489.) Hätte Herr v. Posadowsky nicht eine nie zu stillende Sehns drillt hat. Und nun gar wenn zwei Prinzen untereinander beiderseits ist das Bestreben vorhanden, dieselbe in den fortin Mißhelligkeiten gerathen sind. Bassirt solch' ein Unglück, laufenden Beziehungen zum Ausdruck zu bringen." Schließlich sucht nach neuen, natürlich indirekten Steuern, so müßte er von dann ist's nicht, als wenn so ein Paar gewöhnlicher Hinz besprach der Minister die Frage der Dongola Expedition und den Ergebnissen des legten Rechnungsjahres recht befriedigt sein. und Kunz sich gegenseitig über die Achsel angesehen haben. erklärte, Desterreich- Ungarn hätte die Angelegenheit nur von Den nimmersatten Agrariern wird das Ergebniß auch nicht in finanzieller Seite zu prüfen, er habe daher in Uebereinstimmung den Kram passen. Mehr als 2012 Millionen mehr an Reins Ein prinzlicher Zwist zaubert gleich die bekannten dunklen Punkte mit dem deutschen und italienischen Kabinet auf das englische einnahmen bei den Zöllen und der Rückgang der Verbrauch an den politischen Horizont; es giebt diplomatische Voten Anfinnen eine bejahende Antwort ertheilt. abgabe von Branntwein paßt recht wenig in das Formular der und alle Buthaten einer Haupt- und Staatsaktion. Die Das spanische Rabinet scheint nur noch mit Attentaten agrarischen Agitationsredner. Moskauer Krönungsfeierlichkeiten haben einen solchen Etiquettenkonflikt gezeitigt. Gleich anfangs wurde schon und Belagerungszustand regieren zu können. Die Miß- schrieben: Die Ueberweisungen an die Bundesstaaten sollten nach dem in deutschen patriotischen Zeitungen feierlich Klage darüber Stimmung des Volkes gegen die Regierung nähert sich ihrem geführt, daß Prinz Heinrich von Preußen nicht rechtzeitig Höhepunkte. Die Noth im Lande ist riesengroß, der Steuer- Etat 373,8 Millionen Mark betragen; sie würden sich auf 414,6 durch die russischen Großfürsten empfangen worden sei, so bruck lastet schwer auf der Bevölkerung, dem Beamtenthum Millionen stellen und die Matrikularumlagen mit 384,5 Millionen daß er schon auf dem Sprunge gewesen sei, wieder abzu- schuldet man die Gehälter, die Mißbräuche bei den Wahlen Mart um rund 30,2 Millionen Mark übersteigen, wenn nicht reisen. Jetzt wird mit noch weit feierlicherem Ernst über schreien gen Himmel, die Unfähigkeit des Militärs ist durch das Reichsgesetz betreffend die Verwendung überschüssiger Reichseinnahmen die Hälfte dieser Summe zur Tilgung von auf Ruba erwiesen worden, die Korruption ber folgenden prinzlichen Zwischenfall berichtet: Immerhin fließt den Reichsschulden zurückbehalten wäre. Behörden ist offenes Geheimniß, so steht Bundesstaaten noch eine Summe von über 15 Millionen Mark Bei einem Fest, das die Moskauer Deutschen den anwesenden höchsten deutschen Prinzen und ihren Begleitern gaben, habe der Vor- die Monarchie vor einer Katastrophe. Wie der Ertrinkende über die von ihnen aufzubringenden Matrikularumlagen zu. fizende des Vereins der deutschen Kolonie einen Trintspruch aus sich an einen Strohhalm trampfhaft flammert, so die Preußen, welches nach dem Etat 288,2 Millionen Mart an Der den verschiedenen Deutsches Reich. $ Zu der Uebersicht wird in den Berl. Polit. Nachr." Makikularumlagen zu zahlen hatte, während eZ nur auf 226,3 Millionen Mark an Uebenveisungeu, mithin mit einem Fehl- betrage von 6,7 Millionen Mark zu rechnen hatte, wird über 243 Millionen erhalten, während ihm ohne die Zurückhaltung eines Theiles der Summe zum Zwecke der Tilgung von Reichs- schulden über 232 Millionen Mark zufließen würden. — Der Entwurf des neuen Handelsgesetz- buch es wird nach einer Mittheilung des Geheimrathes Dr. Hoffmann vom Reichs-Justizamte auf der Hauptversammlung des Deutschen Verbandes kaufmännischer Vereine schon in 16 bis 14 Tagen im Buchhandel erscheinen. — Die Wühlarbeit gegen die zweijährige D i e» st z e i t wird von der offiziöse» Presse eifrig weiter be- trieben. So schreibt die„Straßburger Post", dag sich nicht eine einzige Stelle unter den berichtenden höchsten Instanzen rückhalt- los sür die zweijährige Dienstzeit ausgesprochen habe. Es sei schon vielfach darauf hingewiesen worden, daß beiden technischen Waffen mit der zweijährigen Dienstzeit keine sonderlich günstigen Erfahrungen gemacht worden seien, ob sich dies i» den nächsten drei Jahren wesentlich besser gestalten wird, erscheine sehr frag- lich. Schon jetzt werde von bayerischer Seite darauf aufmerksam gemacht, daß namentlich die Pioniertruppe in zwei Jahren nicht die erforderliche kriegsmäßige Ausbildung erhalten kann. Andere Offiziöse versichern, es bestehe hinsichtlich der Fußartillerie, der Pioniere und der Eisenbahntruppen die gleiche Auffassung auch auf preußischer Seite. Der wahre Grund dieser Leute für die ersehnte Verlängerung der Dienstzeit ist natürlich der Wunsch, die Truppen zum Kampfe gegen den inneren Feind besser einzudrillen.— — An 15 Mich des Todes Jules Simons sandte der Kaiser Kondolenzdepeschen an den Präsideuten der Republik und an die Wittwe des Verstorbenen. Ans der Depesche an den Präsidenten der französischen Republik ist der folgende Satz bc- merkenswerth; Seine liebenswürdige Persönlichkeit wird mir stets gegen- wärtig sein, wenn ich mich der Tage erinnere, wo er mir seine werlhvolle Unterstützung zu theil werdeu�ließ, um das Schicksal der arbeitenden Klasse zu verbessern. Bekanntlich hat Jules Simon die Erfüllung der kaiserlichen Versprechungen vom 4. Februar 1330 nicht erlebt.— — Der preußische Justiz mini st er Herr Schön. st e d t hat wieder ein charakrerisches Lebenszeichen von sich ge- geben. Der„Freisinnigen Zeitung" wird nämlich mitgetheilt, Herr Schönstedt habe einem jüdischen Assessor gegenüber er- klärt, daß er von dem Grundsatz ausgehe, nur so viele jüdische Richter an zu st eilen, als das V erhält» i ß der Zahl der christlichen Be- Völker ung zur jüdischen Bevölkerung er« gebe. Der Minister soll den betreffenden Assessor, dessen Name uns angegeben wird, aufgefordert haben, hiervon seinen jüngeren Kollegen jüdischer Konfession Mittheilung zu machen.„Die Strömung", soll der Minister gesagt haben,„verlange es, daß nicht mehr jüdische Richter als nach Maßgabe der Be- vötkerung angestellt würden." Eine treffliche Illustration ist das für die„Gleichheit vor dem Gesetz". Für die Sozialdemokraten kommt es zwar auf eins hinaus, ob sie von Juden oder Christen abgeurlheilt werden. Aber für die Denkweise des Herrn Schönstedt ist die Geschichte bezeichnend. Der Herr gehört doch nicht zu jenen befähigten Leuten, die sich in ihrem Gewissen gedrungen suhlen, sich jeder Strömung zu akkomodiren, mit der der Zickzackkurs gerade segelt.— — Herr v. Plötz. Die„Köln. Zeitung" schreibt in ihrer Nummer vom 6. Juni:„Seit dieser Zeit(28. April) hat Herr v. Plötz die Angelegenheil auf sich beruhen lassen. Gestern ist nun im Reichstage der Abgeordnete Singer auf die Sache zurückgekommen; er konnte dabei die Behauptungen, die Herr v. Plötz mit dem Muthe der Kaltblütigkeit als gemeine Lügen bezeichnet hatte, in allen wesentlichen Punkten aufrecht- erhalten. Herr v. Plötz sah sich genöthigt, zuzugeben, daß er früher mit der Firma Jean Fränkel in Spekulations- Verbindung gestanden habe und daß er vor drei bis vier Jahren einige kleine Versuche im Getreide-Termingeschäft gemacht, seitdem aber die Finger davon gelassen habe. Wir sind nicht der Ansicht, daß Herr v. Plötz durch seine Betheiligung am Börsenspiel sich eines todeswürdigen Ver- brechens schuldig gemacht hat. Aber durch die klägliche Art, wie Herr v. Plötz seine Sache geführt hat, ist er zu e i n e r F i g u r geworden, die eine e r n st- hafte politische Partei unmöglich in ihrer M i l t e d u l d e n k a n n. Er hat zunächst uuter einem bedeuten- den Aufwände von Wortklauberei und sittlicher Entrüstung alles bestritten; erhatdanndieBebauptungenSinger's alsimwesenl- lichen zutreffend anerkennen müssen, hat sich dabei aber in einer mitleiderregenden Weise wie ein Wurm ge- krümmt und gewunden. Herr v. Plötz glaubte offenbar sehr klng zu handeln, wenn er versuchte, die Aufmerksamkeit aus gleichgilti ge Nebenpunkle abzulenken; inWirklichkeit hat er damit ledig- lich die Komik seiner Position verstärkt, die ohnehin auf die Lachmuskeln einen großen Reiz ausübt. Wer wird nicht in befreiender Heiterkeit lächeln, wenn ein Agrarier, der sich beim Differenzgeschäft die Finger leicht versengt hat, mit breitbrüstigem Pathos über die Verwerflichkeit des Börsenspiels jammert? Wenn der biedere Landwirlh aber die Naivität soweit treibt, daß er das kleine Börsen- spiel des Junkers als legitim hinstellt, wenn der kleine Schäker scharssinnige Untersuchungen darüber anstellt, ob ein Bankier, der das Börsenspiel des Junkers ausplaudere, noch als lügend- Haft gelten könne, so erwirbt er sich einen berechtigten Anspruch auf den Dank der gesammten lachlustigen Menschheit. Man kann nunmehr getrost abwarten, ob der Bund der Landwirthe nach dieser Entlarvung eines Mannes, der viel zur Verhetzung der deutschen Produktivstände bei- getragen hat, das Bedürfniß empfinden wird, zu beweisen, daß die große Masse seiner Mitglieder moralisch und geistig der Bundesleitung überlegen ist. In weiteren Kreisen wird man der Sache eine typische Bedeutung beimessen. Es ist leider viel- sach Sitte, daßLeute mit kleinem Vermögen und geringer landwirthschaftlicher Bildung aus Großmannssucht große Güter kaufen und nun, um aus einer unhaltbaren Lage herauszukommen, an der Börse spielen und nach Staatshilfe rufen. An einem Musterbeispiel ist einmal gezeigt worden, was für Existenzen es sind, die in agrarischen Kreisen die Hetze gegen Industrie und Kapital betreiben und zugleich dem Landwirlh einreden, der Staat habe die Pflicht, dem Bauersmann alle wirthschaftlichen Sorgen abzunehmen. Der„Reichsbote" schreibt: „Es fällt uns nicht ein, Herrn v. Plötz entschuldigen zu wollen, daß er nun selbst zugestehen mußte, noch 1394 und 1393 Getreide-Termingeschäfte an der Börse gemacht zu haben, während er im Lande gerade wegen solcher Geschäfte die Börse aufs heftigste bekämpfte, und daß Graf Schwerin-Löwitz dasselbe thal. Was man öffentlich als Unrecht und als volksverderblich be- kämpft, das darf man nicht heimlich selbst treiben, auch nicht, wie Herr v. Plötz, angeblich um es kennen zu lernen, und noch weniger wie Graf Schwerin, um an dem Spiel zu gewinnen. Diese Doppelrolle ist unter allen Umständen verwerflich und ist dazu geeignet, auch die beste Sache zu diskreditiren. Man darf sich deshalb auch nicht darüber wundern, daß die Börsenpresse(?) diese Zugeständnisse der beiden Agrarier benutzt, um nicht blos die ganze Tendenz des Gesetzes, sondern auch die Parteien und Bestrebungen, denen diese Herren zugehören, in Mißkredit zu bringen, und es ist begreiflich, daß ihnen das um so leichter gelingen müßte, wenn diese Parteien solche Sünden ihrer Mitglieder vertheidigen oder beschönigen wollten; denn dadurch würden sie sich selbst ihrer theilhaftig machen. Es hat uns deshalb gefreut, daß kein Mit- glied der konservativen Partei das Börsenspiel der Herren v. Plötz und Graf Schwerin vertheidigt hat, sondern daß man denselben sehr deutlich die Mißbilligung der Fraktion hat zu er- kennen gegeben." Von dieser Mißbilligung ist nicht allzuviel zu bemerken ge- wefen.— — Ohne Unterschied der Partei. In dem Bismarck- Organ„Hamburger Nachrichten" findet sich die folgende Depesche aus Hannover: Aus Friedrichsruh ist hier die Nachricht eingetroffen, daß Fürst Bismarck sich freuen würde, die Hannoveraner am 3. Juli zu empfangen, wenn inzwischen sein Gesundheitszustand besser geworden wäre. An der Huldigungsfahrt nehmen die Hannoveraner ohne Unterschied der Partei theil. Was das Geflunker werth ist, zeigt die Wahlstatistik. Am 13. Juni 1393 wurden im Kreise Hannover- Linden Stadt von 42 344 abgegebenen Stimmen 29 301 sozialdemokratische, welfiscke und freisinnige gegenüber 13 033 nationalliberalen und anti- semitischen Stimmen abgegeben und in der ganzen Provinz sind die bismarckfeindlichen Stimmen stärker als die bismarckfreund- lichen, so daß der Herzog von Laucnburg sich mit der ,,Hul- digung" einiger nationalliberaler Fabrikanten wird begnügen müssen.— — Aus R u p p i n- T e m p l i n wird uns geschrieben: Der königliche Landrath, Geheimer Regierungsrath von Arnim zu Templin besuchte am 22. April 1896 die durch Bekanntmachung im Kreisblatt Nr. 47 ausgeschriebene Antisemitenversammlung zu Templin und zwar in Begleitung des königlichen Ober- försters, Amtsvorstehers und Amtsanwalts Fischer zu Reiersdorf. Letzterer trug ganz frei seineu mit den: Offiziers- portepee gezierten Hirschfänger, betrat damit zweimal die Redner- bühne und achtete nicht auf den laut schallenden Ruf ans der Versammlung:„Säbel weg!"— Der Leiter der Versammlung (Antisemit Böckler), der Gendarmerie-Oberwachmeister Klander, der Gendarm Schmidt, der Polizeiverwalter von Templin— Bürgermeister Nitzschke—, und der genannte Landrath v. Arnim — niemand von allen diesen Anwesenden schritt gegen das Auftreten des bewaffneten Redners ein. Der Redner ist konservativ. Zur selben Stunde war Herr von Arnim: Landrath, Wahlkandidat der konservativen Partei, und W a h l k o m m i s s a r. Erst am 23. April hat der Regierrnigs- Präsident einen anderen Wahlkommissar ernannt, laut Amtsblatt Nr. 18. — Die„Kölnische Volkszeitung"(Zentrumsblatt) vom 23. April ist am letzten Sonnabend, also N/s Monate nach ihrem Erscheinen, konfiszirt worden. Anlaß zu dieser Maß- regel, bei der von vornherein das nachträgliche Vorgehen ver- wunderlich erscheinen muß, hat eine Betrachtung über das Ver- halten der Behörden im Fall 5totze-Schrader gegeben. Die „Kölnische Volkszeitnng" hatte Bezug genomnien auf eine Aeuße- rnng des Staatssekretärs v. Vötticher im Reichstage, der be- stritten hatte, daß die Organe der Staatsgewalt, die strafbare Handlungen möglichst zu verhüten haben, gegenüber den Zwei- kämpfen ihre Schuldigkeit nicht gethan hätten. Das Blatt halte demgegenüber die Frage gestellt, weshalb die Staats- anwaltschaft, die doch bei jedem kleinsten Vergehen sofort mit umsaiigreichen Vernehmungen bezw. Verhaftungen bei der Hand ist, im Falle Kotze-Schrader die doch jedenfalls zu ihrer Kenntniß gelangte längst vollendete strafbare Handlung der Heran s- forderung zum Zweikampfe nicht rechtzeitig verfolgt hat, und weshalb»lan Kotze nicht sofort nach dem tödtlichen Ausgang des Duells verhastet habe, anstatt ihm„Urlaub" zu einer Reise zu bewilligen. Hieran knüpften sich Betrachtungen über die Einseitigkeit des staatsanwaltlichen Vorgehens, die anscheinend von einem eifrigen Aufspürer von Preßdelikte» als strafbar herausgefunden worden sind.— — Das Tie le-Winkler'sche Bergregal. In dem Beschwichtigungsversuch des„Reichs-Anzeigers" betreffs des Tiele-Winkler'schen Bergregals im Bezirk der Kleophasgrnbe war behauptet worden, daß der Regalinhaber die Abgabe bereits freiwillig von 10 Prozent auf 3 Prozent ermäßigt habe. Dazu bemerkt die Leipziger„Volkszeitung":„Was speziell die Kleophas- grübe betrifft, so widerspricht dieseBehauptung des „Reichs-Anzeigers" de» Thatsachen. Ans der Kleophasgrube lastet die Abgabe in ihrer vollen drückenden Höhe von 10 Prozent. Jede Ermäßigung ist rück- gängig gemacht, da ist es denn allerdings erklärlich, wenn das Geld zu Arbeiters chutzvorrichtu n gen knapp wird."— — Der ch r i st l i ch- s o z i a l e Pastor Rauh hat bei seinen Verbrechen ganz nach dem Hammerftein'schen Vorbild gehandelt, wie die„Sletlincr Abeiid-Zeilung" mittheilt; so drohte er einem der Kirchenältesten, dem die Sache mit der Kirchenkasse doch wohl nicht recht geheuer vorgekommen sein mochte, mit einer Klage beim Staatsanwalt. Die Unterschristen der Kirchenältesten, die zur Versilberung der Werlhpapiere nöthig waren, sind flott gefälscht worden. Einige kostbare Alter- thümer, ein Kruzifix und ein Abendmahlsbecher sollen gleichfalls in gangbare Münze durch Verkauf umgewandelt worden sein. Auch einige kleinere Kassen, die der Pfarrer ver- waltete, sind leer. Die Unterschlagungen des Pastors sind nur dadurch an das Tageslicht gekommen, daß der ihm befreundete Chef eines Bankhauses, von dem der Pastor bei drohenden Kassenrevisioiien derartige Summen stets für einige Tage entliehen hatte, kurz vor der letzten Kassenrevision starb.— — Einen Kampf um den Kommerziellraths- Titel soll der degradirte Köthener Kommerzienrath Nathan H e r z b e r g ausnehmen wollen. Das„Berliner Tageblatt" ver- kündet feierlich, Herr Herzberg habe die Rückgabe des ihm ver- liehenen Diploms verweigert und es bei einem Rechlsanivalt deponirt, der von ihm mit der Beschreitung des Klageweges be- traut worden sei. Es muß dem Kommerzienrath auch schwer ankommen, den Titel fahren zu lassen. Er hat es sich sicher große Summen für Denkmäler und sonstige patriotische Zwecke kosten lassen, um die Augen Serenissimi auf sich zu ziehen, und nun soll das alles sür nichts gewesen sein, blos weil dem Koni- merzienrath in einem Gerichtserkeiintniß eine unsaubere Geschäfts- praxis nachgewiesen wurde?— Miiuchen, 6. Juni. Die R e i ch s r a t h s k a m»i e r hat in ihrer heutigen Sitzung, in welcher vom kgl. Hause die Prinzen Rnpprecht. Carl, Arnulf, Ludwig Ferdinand, Alfons und Herzog Ludwig anwesend waren, ans Antrag des Reserenten von Auer beschlossen, die von der Abgeord- netenkawmer zu Kapitel 10§ 3 des Knltusetats gefaßten besonderen Beschlüsse, die Erhöhung der Lehrer- gehälter und-Pensionen betreffend, abzu- lehnen, da der Beschluß der zweiten Kammer„zu weit"(!) gehe, weit über das Vermögen der Staatskasse hinaus.(Die Apanagirung der Prinzen geht den hohen Herren nicht zu weit.) Es sei jedoch das Ersuchen an die Staatsregierung zu richten, nach gepflogenen Erhebungen eine Gesetzesvorlage an den Land- tag zu bringen, welche die Bezüge und Pensionen der Lehrer „einer Revision unterstellt".— — Abgeordneter Dr. Bürklin. Wie dem„Berl. Tageblatt" geschrieben wird, soll der Reichstags- Abgeordnete Dr. Bürklin beabsichtigen, aus Gesundheitsrücksichten sein Mandat niederzulegen. — Fünf Jahre und einen Tag Gefängniß Unter der Anklage des militärischen Vergehens der Aufwiegelung stand am Sonnabend der Gemeine Adolf Huber der 11. Kom- pagnie des königl. bayerischen 1. Jnfanterie-Regiiiients vor den Münchener Militärgeschworenen. Am 9. April l. I. hatte die Kompagnie unter dem Kommando des Haupmanns Höller eine Uebung, welche über die festgesetzte Zeit verlängert wurde, weil Höller mit dem Exerzieren unzufrieden war. Hierüber gerieth Huber in Aerger und äußerte:„Jetzt mag ich nicht mehr!" wobei er absichtlich umgefallen fein soll. Hauptmann Höller befahl ihm einzutreten, erhielt aber die Antwort:„Parole Häuptling, 160 Tage haben wir noch, die halte ich auch noch aus." Als Hauptmann Höller das Kommando gab:„Parade- marsch auf der Stelle, ohne Tritt Marsch!" rief der in der letzten Sektion befindliche Huber den neben ihm marschirenden Mannschasten laut zu:„Schmeißt den Parademarsch um, wechselt den Tritt!" worin nach der Anklage eine Aufforderung zur Gehorsamsverweigerung zu erblicken ist. Die Aufforderung uber's blieb jedoch wirkungslos. Auf das Kommando des auplmanns:„Frei weg!" drückte Huber jedoch entgegen diesem efehl direkt auf seinen Nebenmann, so daß mehrere Leute auS Reih und Glied gedrängt wurden und die Front in Unordnung gerieth. Huber gesteht letztere Handlung zu, stellt aber die gravirende Aeußerung in Abrede. Auf grund des Wahrspruchs der Geschworeneu wurde Huber zu fünf Jahren 1 Tag Ge- fängniß verurtheilt, wovon 1 Mouat 1 Tag erlittene Unter- suchnngshaft abgehen. Damstadt» 7. Juni.(Eigener Bericht.) In der Zweiten Kammer stellte der nationalliberale Abg. Muth den Antrag, den Schulunterricht ans dem Lande in anderer Weife einzutheilen, um die Schüler von 12—14 Jahren zur Feldarbeit heranziehen zu können. Die Regierung verhielt sich mit recht ablehnend und der Antrag fiel dann auch mit allen gegen zwei Stimmen durch. Der ultramontane Abg. Frhr. v. Köth hatte dazu einen Eventual- antrag eingebracht, wonach die Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren an Sommernachmittagen keinen Unterricht haben sollen. Von sozialdemokratischer Seite sprach der Abg. Cramer gegen den Antrag, der ebenfalls mit allett gegen die fünf ultramontanen Stimmen abgelehnt wurde. Nngnrn. Budapest, 6. Juni. Eine außerordentliche Ausgabe des „Amtsblattes" veröffentlicht ein kaiserliches Handschreiben an den Juslizminister vom 1. April, wonach dieser wegen der B e- g n a d i g u n g von solchen Personen, die vorher nicht be- straft waren und eine Gcsetzesverletzung aus Unbedachtsamkeit, wegen drückenden Elends oder bei augenblicklichen Leidenschafls- ausbrüchen verübten, ferner«on Personen, die wegen p o t i- tischer Verbrechen, wegen Beleidigung des Monarchen und von Mitgliedern des könig- lichen Hauses oder Aufreizung gegen den Kaiser verurtheilt wurden, einen Vorschlag unterbreiten sollte. Infolge der Unterbreitung des Ministers begnadigte der Kaiser 149 Verurtheilte, und wurden diese auch vorgestern srei- gelassen.— Budapest, 9. Juni. Beim gestrigen Huldigungs-Festzug des Parlamentes und der autonomen Körperschaften kamen zahlreiche Unglücksfälle vor. Die Grafen Kezlevich und Georg Szapary, Sohn des ehemaligen Ministers Julius Szapary, sowie mehrere Fahnenträger stürzten von den Pferden und wurden ernstlich ver- wundet. Auf dem Franz-Joscf-Platz wurde ein eisernes Gitter eingedrückt, wobei sechs Personen schwer verletzt wurden. Ebenso kamen mehrere Hitzschläge vor. Frankreich. — Die sozialistischen Siege in Paris. Grousster (Soz.) wurde mit 3316 von 10 333 und Dejeante(Soz.) mit 3312 von 3701 abgegebenen Stimmen im ersten Wahlgange ge- wählt. Deville, der auch für die Deputirlenkammer, nicht wie wir gestern irrtbümlich angaben, für den Senat kandidirte, erhielt von 7760 abgegebenen Stimmen 2774, außerdem bewarben sich noch acht andere Kandidaten um das Mandat. Der Deville am nächsten kommende Gegner erhielt nicht einmal die Hälfte der auf Deville gesallenen Stimmen. Die Wahl Deville's scheint gesichert zu sein. — Bon den drei Nachwahlen in der Provinz. die auch am letzten Sonntag stattfanden, endete eine gleichfalls mit einem Triumphe des Sozialismus. Im Departement Ardeche wurde der Sozialift Perrin mit 6336 Stimmen gegen den Republikaner Cl-ry, der blos 3403 Stimmen erhielt, gewählt.— Paris, 3. Juni. Deputirtenkanimer. Das Haus ist stark besetzt. Genosse I a u r ö s bringt eine Interpellation ein über die jüngste Ernennung von Präfekten, welche die Feindseligkeit des Kabinets den Sozialisten gegenüber be- weis e. Redner fügt hinzu, das K a b i n e t werde von der Rechten unterstützt, bei der Macht aber, die der Sozialismus erlangt habe, müsse mit ihm oder gegen ihn regiert werden. Eine Politik der gemäßigten Parteien sei nicht mehr möglich, die Partei der Opportunisten sei verurtheilt.(Beifall auf der äußersten Linken.)� Nach den Ausführungen Jaurös' erwidert der Minister des Innern Barthou, die Ernennungen von Präsekten seien im Geiste der Mäßigung und der Beruhigung erfolgt. Die Regierung bestrebe sich, die Volksmassen an sich zu ziehen, während die Sozialisten an die Bonapartisten appellirten(?? Red.).(Bei- fall im Zentrum, Widerspruch auf der äußersten Linken.) Die Politik der Regierung sei leicht zusammenzufassen: dieselbe sei eine fest und eiitschlossen republikanische und von den Sozia- listen getrennte.(Beifall im Zentrum.) Redner schloß: Mille- rand hat in seiner jüngsten Rede erklärt, außerhalb des Kollek- tivismns gebe es keinen Sozialismus; nun denn, wir sind gegen revolutionären Sozialismus und gegen 5�ollektivismus nicht nur ohne Nachgiebigkeit und Schwäche, sondern auch ohne Zögern. Ihnen gegenüber wäre Zögern unverzeihlich, verbrecherisch. Wir sind eat- schlössen, sie zu bekämpfen. Wir wollen ihre Hilfe nicht und haben nichts gethan, ihr Vertrauen zu verdienen. Wir sind gegen den revolutionären Sozia» lismus und gegen den Kollektivismus.(Leb- haster Beifall.) Aus eine Anfrage des Deputirten Jsambert, ob das Kabinet sich auf die Klerikalen und die Ralliirte» stütze, erwidert Ministerpräsident Meline, man wisse wohl, daß das Kabinet nicht klerikal sei.„Wir wissen, daß unser Pro- gramm den Sozialisten nicht gefällt, und fordern deshalb alle Republikaner aus, mit uns zu stimmen."(Beifall.) Nach Er- widerungen der Deputirten Jaures und Goblet wird die Dis» kussion geschlossen. Jsambert bringt eine Tagesordnung ein. welche besagt, die K a in m e r w e r d e i h r V e r t r a u e n nur einem K a b i n e t schenken, welches mit der republika- nischen Mehrheit regiere. Sauzet bringt eine Tages- ordnnug ein, in welcher die Erklärung der Regierung gebilligt wird. Diese Tagesordnung wird von dem M i ii i st e r p r ä s i d e» t e n genehmigt. Die Priorität zu gnnsten der Tagesordnung Jsambert wird mit 382 gegen 233 Stimmen abgelehnt und die Tagesordnung Sauzet mit 318 gegen 233 Stimmen angenommen.(Lebhafter Beifall im Zentriun.) Die Sitzung wird hierauf geschlossen.— Paris, 8. Juni. Der Genieinderath hat für die durch die Moskauer Katastrophe Betroffenen 10 000 Franks bewilligt.- Der Zar sollte es eigentlich als Schimpf betrachten, daß für die bei seinem größten Feste Verunglückten vom Auslande Gilder zur Unterstützung der Opfer gesandt werden.— Belgien. Brüssel, 9. Juni.(„Magdeb. Zeitung.") Die Liberalen sprengten eine sozialistische Wahlversanmilung in einem Vororte, wobei e? zu einem blutigen Handgeinenge kam, in dem mehrere Personen verwundet wurden. England. Afafcheh, 9. Juni. Major Burn- Murdoch erorberte mit| Beifall deutsch und englisch, Dr. Aveling, der die Versammlung London, 8. Juni. Unterhau 3. Der Staatssekretär für Ravallerie Suerda, wobei eine Anzahl Derwische umtamen leitete und Frau Mary- Aveling englisch, Jedzrejowski polnisch, die Kolonien Chamberlain erklärt, die Grenzlinie und bemächtigte sich auf dem Marsche eines ganzen Lagers der Leßner deutsch, Burrows englisch und Shayer im polnisch- jüdischen awischen dem deutschen und britischen Neu- Derwische, wo er 40 Gefangene machte und eine große Menge Dialekt. Eine Resolution gegen politische Verurtheilungen wurde Guinea sei im Jahre 1885 vereinbart worden. Ob die Vorräthe in Besih nahm. einstimmig angenommen. Der Schluß von Liebknecht's hiesiger Grenzlinie an Ort und Stelle abgesteckt werden solle, sei General Kitchener läßt die Infanterie von Firket aus vor- Thätigkeit war heute Morgen eine kurze Rede vor den Ver eine Frage der Regierungen von Queensland und anderer rücken, um Suerda zu halten, dessen Einnahme die Egypter tretern hiesiger Organisationen, etwa was wir in Deutschland australischer Kolonien; er erachte es für unnöthig, in dieser zu Herren des Nils im Norden dieser Stadt macht. Die ge- die Vertrauensmänner nennen würden. Es zeigte sich sowohl in Angelegenheit vorzugehen. Er habe keine Nachricht, daß sammte Streitmacht der Derwische im Norden von Suerda ist der Klarlegung der gegenwärtigen Barteiverhältnisse, des Standes und der glatten Erledigung verschiedener der britische Unterthan Braddon, welcher auf der Gold- getödtet oder gefangen worden mit Ausnahme von ungefähr der Bewegung suche in Britisch Neu Guinea war, von deutschen Be- 200 Mann. hörden aufgefordert worden sei, Stücke Golders auszuliefern, weil er dieselben auf deutschem Gebiete gewonnen habe. Der Sekretär des Aeußern Curzon erklärt, von der angeblichen Hinrichtung von 23 indischen Kaufleuten in Kilwa in Deutsch- Ostafrika habe das Auswärtige Amt nichts gehört. Die englischen Blätter legen der Entscheidung des Gemischten Gerichtshofes in Kairo in Sachen der Raffe der öffentlichen Schuld kein Gewicht bei. Nur die" Daily News" befürchtet, die englischen Steuerzahler würden die Kosten der Expedition tragen müssen. Norwegen. Serbien. - Folterungen und Verstümmelungen durch Beamte. Die„ Srpska Zastava", das Organ des Erregenten Ristic, veröffentlicht eine Eingabe an den König aus Pozarevaß, welche die furchtbare Thatsache enthüllt, daß die Häftlinge in den serbischen Kerfern gefoltert und verstümmelt werden. Die Eingabe, welche auf das jetzige Regime in Serbien ein schauerliches Licht wirft, lautet nach der Bolts Zeitung" wörtlich: Eiv. Majestät! Deine treuen Unterthanen aus dem Pozarevazer Kreise werden unschuldigerweise von einem schrecklichen und unerhörten Unglücke verfolgt und die Urheber dieses Unglückes find Deine eigenen Beamten, welche Ordnung und Geseglichkeit verbürgen sollten. " In den Gefängnissen dieses Kreises schmachten unschuldige Leute dugendweise unter dem Verdachte erdichteter Verbrechen. Darunter befinden sich die angefehensten, ehrbarsten und wohlbabendsten Männer der ganzen Gegend, welche wiederholt zu Ortsvorstehern gewählt wurden. In diesen Gefängnissen werden fie lebendig begraben gehalten und nur von Zeit zu Zeit dringt ein Schrei der Verzweiflung aus diesen Räuberhöhlen, wo diese unglücklichen Opfer einer thierischen Gewalt mit den schrecklichen Foltern gemartert und verstümmelt werden. beben. Herr! Wir erdulden heute weit schrecklichere Qualen als jene waren, welche deinen Vorjahren Milos bestimmten, die Fahne des Aufstandes gegen die türkischen Unterdrücker zu erDie Gefangenen find bleich und gleichen Skeletten, die man aus dem Grabe ausgräbt. Ihre Wäsche und Kleider sind von den verübten Folterungen in Blut getränkt. An ihrem Körper tragen sie die Spuren der schrecklichen Qualen, mit denen sie gepeinigt werden. Einzelnen Gefangenen sind die Hände verdorrt, indem man sie an den Händen aufhängte und so lange hängen ließ, bis ihnen die Gliedmaßen abgestorben waren. Erbarme Dich, Herr, hilf und errette uns! Partei- Nachrichten. schwebenden Fragen, daß die früheren Schwächen offenbar überwunden und Einigkeit, Straffheit an stelle der einstmaligen Zersplitterung getreten sind. Die Organisation entspricht, in allen wichtigen Punkten durchaus der deutschen und läßt für die Zu kunft die besten Resultate erwarten. " fonnte. Die . Aus Hildesheim. Wenn die niedere und höhere Bureaufratie Hannovers etwa glaubt, die Erklärung der Gewerkschaften Aus Amerika. Die Maifeier in der Union ist, zu politischen Vereinen werde der Ausbreitung des Sozialismus so weit Berichte vorliegen, unter lebhafterer Betheiligung als in abträglich sein, so befindet sie sich gründlich auf dem Holzwege. früheren Jahren begangen worden. In New York war am Die Verfolgungen der Gewerkschaften haben natürlich nur Abend des 2. Mai eine Demonstration auf dem Union Square, die Wirkung daß für die Grundsäge der Sozial die eine Menschenmasse zusammenführte, wie sie auf diesem demokratie noch fleißiger agitirt wird, als bisher. Wo historischen Plaze nur während der hochgehenden Arbeiter es irgendwo auf dem Lande möglich ist, da wird bewegung des Jahres 1886 versammelt war. Besonders start eine Versammlung abgehalten, und an Literatur wird verbreitet, war die italienische Sektion der sozialistischen Arbeiterpartei was nur die Mittel der Parteigenossen Hildesheims erlauben vertreten. Christiania, 9. Juni. Die Budgetkommission wollen. Die Gegner sind denn auch über die Menge der sozial- Am 4. Mai waren es 10 Jahre, daß in Chitago auf nahm einstimmig die Regierungsvorlage betreffend die Aufdemokratischen Versammlungen höchft erbost, und daß aus Hildes- dem Heumarkt das bekannte Bombenattentat verübt nahme einer neuen Staatsanleihe von 25 Mill. heim feit Oktober 200 M. an die Parteitasse abgeführt werden wurde. Die dortige Arbeiterbewegung hat sich von den Folgen Kronen a11. fonnten, ist natürlich nicht geeignet, ihre Wuth zu stillen. Kurz, bis heute noch nicht erholt. die sozialistische Bewegung macht vortreffliche Fortschritte, was Der Parteigenosse Forker, der auf einer Agitationstour unsere Frommen veranlaßt, alles mögliche anzustellen, um ihre durch die Union begriffen ist, hat in Cincinnati erreicht, Gläubigen zusammenzuhalten. So war jüngst ein polnischer Geist- daß sich dort die bisher unabhängige sozialistische Organisation licher in Hildesheim, um durch polnische Beichte, polnische Messe der Partei angeschlossen hat. Auch sonst ist seine Agitation und durch eine polnische Versammlung die dort arbeitenden nicht ohne Erfolg. Er bedient sich bei seinen Vorträgen einer Proletarier des slawischen Ostens vor den sozialistischen mächtigen Laterna Magika", mittels deren er die in der Ideen zu feien, und ein katholischer Verein polnischer Arbeiter heutigen Gesellschaft herrschenden Zustände in der drastischen ist gegründet worden, damit die streng religiös denkenden beffer Weise bildlich zur Darstellung bringt. Da wechseln Bilder aus zusammen bleiben. Selbstverständlich wurde an dessen Spize dem Arbeiterleben mit solchen aus dem Leben der Reichen ab, ein Geistlicher gesetzt. Trotz der größten Anstrengungen hat ein Vanderbilt'scher Palast erscheint neben dem Interieur" einer man aber nur 30 Polen zum Beitritt zu bewegen vermocht Miethskaserne u. s. w., u. s. w. Auch illustrirt er mittels dieser und wer weiß, ob für diese nicht auch noch die Beiträge bezahlt Lichtbilder seine Ausführungen über die maschinelle Entwicklung, werden müssen, denn um etwas fünstlich zu erhalten, läßt man welche von Jahr zu Jahr, ja von Monat zu Monat einestheils fich's ja schließlich auch etwas fosten. Außer dem polnischen immer mehr gelernte" Arbeiter überflüssig macht, anderntheils soll noch ein fatholischer Verein deutscher Arbeiter ins Leben ge- ganze Massen fonstiger Hände" gänzlich in die Armee Arbeitslosen wirft. rufen werden. Der Ausfall der nächsten Wahl wird aber zeigen, der Wie aus allen Orten, in daß unseren Gegnern alles nichts genutzt hat. Die Arbeiter denen Forker derartige Vorträge hielt, gemeldet wird, bewegung geht vorwärts, und weder der Nationalliberalismus hat diese Methode einen ungemein packenden Eindruck gemacht. noch die katholische Kirche könne das verhindern. ( Freilich muß man amerikanisches Publikum dazu haben. St. d. V.) Das Landeskomitee der Sozialdemokratischen Partei In Fortaleza, einer ca. 45 000 Einwohner zählenden, im Großherzogthum Hessen hat sich nunmehr konstituirt. Den direkt am Atlantischen Ozean liegenden Stadt der nordVorsitz führt Genosse Ulrich- Offenbach, Kassirer ist Orb Offen- brasilianischen Provinz Ceara, besteht seit 15. Juni 1890 cin bach und Beisiger die Genossen Drbig- Gießen, Berthold- Darm- Sozialdemokratischer Klub, der den Namen Partido Operario stadt und Jöst Mainz. Betreffs der bevorstehenden Landtagswahl führt und gegenwärtig rund 500 Mitglieder hat. Dieser Klub hat das Komitee in einer gestern stattgehabten Sitzung beschlossen, veranstaltete eine Sammlung unter der dortigen Arbeiterschaft, ein Flugblatt im ganzen Lande zur Vertheilung zu bringen. Die aus deren Ertrag eine äußerst imposante Maifeier ver Regelung der Kandidatenfrage soll den einzelnen Kreifen über- anstaltet werden Arbeiterschaft Fortalezas lassen werden. Das Landeskomitee will nur auf Wunsch hierzu ist auf das gute Gelingen der Maifeier nicht wenig stolz, zeigt Stellung nehmen. Vor Beginn der Wahlagitation findet eine es doch, daß die Ideen des Sozialismus auch in dieser uns so Konferenz sämmtlicher Vertrauensmänner des Großherzogthums fernen Stadt tief Wurzel geschlagen haben, und mit um so wärmerer statt behufs einheitlicher Regelung des Agitationsplanes. Sympathie werden daher die Grüße aufgenommen werden, die wird, hat in einer geschlossenen Mitgliederversammlung der Deutschlands durch uns übermitteln laffen. Wie der Frankfurter Zeitung" aus Mainz berichtet die Arbeiter Fortalezas hierdurch den sozialdemokratischen Arbeitern sozialdemokratischen Partei der Abgeordnete Jöst den Antrag Todtenlifte der Partei. Ein tragisches Geschick hat am gestellt, zur Aufsicht über die Geschäftsführung des Partei- Organs Montag einen unserer wackeren Mitkämpfer ereilt. Genosse ( ,, Mainzer Volkszeitung") eine siebengliedrige Preßkommission Großmann aus Pieschen bei Dresden ist auf einem Bau, Fordern diese Zustände nicht gebieterisch eine europäische geschrieben, der ein Mißtrauensvotum gegen den Parteivorstand einem niederstürzenden Gerüst mit 25 Zentnern Biegellaſt erau ernennen. Der Antrag, so wird dem genannten Blatt weiter wo er den ersten Tag als Maurerpolier beschäftigt war, von Intervention? So fragt die„ Semliner Zeitung". enthält, der gegenwärtig die Oberaufsicht in Händen hat, wurde nach schlagen worden. Er hinterläßt Frau und drei unerzogene mehrstündigen Debatten mit 45 gegen 15 Stimmen abgelehnt Kinder. Großmann war jederzeit ein eifriger, thätiger ParteiSofia, 8. Juni. Die Agence Balcanique" hebt hervor, daß und der Parteivorstand aufgefordert, in der seitherigen Weise genoffe. Wir bewahren dem im Dienste der Arbeit ums Leben weiterzuarbeiten. Natürlich tann es sich nur den Gekommenen ein treues Andenken! die Verhandlung des Appellgerichtshofes über die Klage des Naum Parteivorstand der hessischen Sozialdemokratie handeln, denn die Polizeiliches, Gerichtliches c. Tufektschiew erschütternde Einzelheiten ergeben habe. Wegen Verbreitung von Wahl Flug Gendarmen hätten gestanden, daß Tufektsch ie w Leitung der Gesammtpartei hat mit der Führung des Mainzer Parteiblattes nichts zu thun. bis zur Bewußtlosigkeit geschlagen und blättern wurde entgegen der Bestimmung des§ 48 der Ge in Gegenwart des Polizeikommissars miß= Zum Internationalen Kongreß entsenden die Genossen von werbe- Ordnung in Halle a. S. ein Genoffe fiftirt. handelt worden sei. Der Polizeikommissar habe alle Reuß j. 2. ihren Abgeordneten Wurm. Groben Unfug soll das„ Voltsblatt für, Halle und Verantwortlichkeit übernommen, um den Polizeipräfekten Lukanow den Saalkreis" verübt haben durch die vor mehreren Wochen zu entlasten. Zu fettschiew sei im Spital gestorben wird uns geschrieben: Der Landesausschuß der deutschen nachbarten Oppin. Am Sonnabend hatte Genosse Weißmann in Deutsche Sozialisten in der Schweiz. Aus Zürich veröffentlichte Notiz über den Landarbeiterinnen Streit im be und die erste hätten 2ungenschwindsucht als Sozialisten- und Arbeitervereine beruft auf Sonnabend, den der Sache Vernehmung. Todesursache angegeben. 20. Juni, vormittags, eine Landeskonferenz nach Bern Das Appellgericht verurtheilte gutanowein mit folgender Tagesordnung: Bureauwahl, Thätigkeitsbericht verantwortlichen Redakteur der Thür. Tribüne", Der Staatsanwalt Schubert hat gegen den und Totem zu je sechs Jahren und den früheren des Landesausschusses, Antrag Luzern: Zentralisation der Ariertelarz, Strafantrag gestellt, weil er sich durch zwei Genossen Gendarm 3uteff zu einem Jahr Gefängniß.beitervereins- Krankenkassen, Antrag Zürich: Errichtung eines Artikel der„ Tribüne" beleidigt fühlt, welche in Abwehr von om Türkei, eigenen Depots für den Schriftenverkauf, Antrag Frauenfeld: Angriffen, welche derselbe Staatsanwalt gegen dieses Blatt ge Kretensisches. Nach einer Meldung der„ Agenzia Regelung des Unterstützungswesens, Antrag St. Gallen, Amris richtet, geschrieben waren. Stefani" aus Canea konnten die türkischen Truppen am 6. d. M. weil: Agitationsreisen durch tüchtige, bekannte Redner aus Wegen gemeinsamer Aufreizung von Ber. nach dreitägigem Kampfe die in verschiedenen Dörfern der Pro- Deutschland oder Desterreich. Antrag Schaffhausen: Bildung sonen des Soldatenstandes zum ungehorsam vinz Kidonia und Kissamo eingeschlossenen türkischen Familien von Fachgruppen innerhalb der Mitgliedschaften oder Vereine wurden am 2. d. Mts. vom Amtsgericht Sondershausen die Gebefreien. Gegenwärtig sind in keinem von Chriften bewohnten an Orten, wo weder Gewerkschaft noch Fachverein besteht. nossen Wilhelm Nottrodt aus Greußen zu vier Mound naten Albert Voigt Dorfe die mohamedanischen Einwohner in den Häusern ein- Obligatorischer Beitritt zum Gewerkschaftsbund. Wahl des Bor zu sechs geschlossen, wodurch die Lage sich bedeutend gebessert hat. Während ortes, Anträge von den Mitgliedschaften und Vereinen. Gefängniß und Tragung der Kosten verurtheilt. des Kampfes wurde viel Eigenthum verbrannt, es ist jedoch un- Der vierzehnte Jahreskongreß der sozialdemokratischen Genossen sollten am 18. November 1895 das Flugblatt Das bekannt, ob dies durch die türkischen Truppen oder durch die Arbeiterpartei wird am 21. Juli in ille zusammentreten. Schlachtenjubiläum" in Sondershausen an im Stadtquartier Eingeborenen geschah. Auf der Tagesordnung stehen folgende Punkte: 1. Der Inter- liegende Soldaten vertheilt und sich dadurch oben genanntes Bers Ein Telegramm der in Athen erscheinenden Zeitung Asiy" nationale Kongreß zu London und die auf demselben zur Ver- gehen zu schulden haben kommen lassen. Der Staatsanwalt hatte aus Santorin meldet, daß die Mohamedaner in Heraklion handlung kommenden Fragen. 2. Die Arbeiterpartei und die 3 beziehungsweise 5 Monat beantragt, der Gerichtshof glaubte eingedrungen find, indem fie Wache bezwangen. Erneuerungswahlen von 1897 zum Senat. 3. Vereinheitlichung aber noch einen Monat hinzufügen zu müssen, wobei bei Voigt Die Läden in der Stadt find geplündert. Die der Thätigkeit der von der Partei gewonnenen Gemeinderäthe. feine Zugehörigkeit zum Soldatenstande erschwerend ins Ge in den niedergebrannten Dörfern geraubten Gegenstände 4. Stellung der Partei zu den übrigen sozialistischen Organisa- wicht fiel. werden in Canea offen verkauft. Die blühende Ort- tionen. Die Dauer des Kongresses ist auf vier Tage feftDem Redakteur der Oberfränkischen Volkszeitung" Ge schaft Galata ist. vollständig zerstört worden. Die Einwohner gefeßt, so daß die Verhandlungen vor Eröffnung des Inter- nosse Geißler in Hof wurden 40 M. Geldstrafe zudiktirt, fordern den Schuß der Kommandanten der fremden Schiffe; diese nationalen Rongresses geschlossen sein werden. weil er durch eine Kritik der Arbeitsverhältnisse der mechanischen antworteten jedoch, ihr Auftrag erstrecke sich nur auf den Schuß Weberei des Reichstags- Abgeordneten Herrn Walther Münch ihrer respektiven Staatsangehörigen. Von Liebknecht's Agitatiousreise. Aus London schreibt Ferber dessen Direktor und Leiter des Betriebes beleidigt Der Agence Havas" wird aus Athen gemeldet, während man uns unterm 7. Juni: Am 1. Juni fand die Liverpooler haben sollte. des Gefechts bei Bukolies habe ein türkischer Kreuzer die Versammlung in Picton- Hall vor ca. 2000 Personen statt, aber-- Hjelmar Branting, der Führer der schwedischen Stellungen der Aufständischen beschossen. Dem genannten Bureau mals wie in Edinburgh geleitet von einem Geistlichen Rev. Sozialdemokratie, der nach seiner ersten Mairede im vorigen wird ferner gemeldet, nach einer Depesche der Afty" aus Adams. Zum Anfang und zum Schluß des Meeting erhob sich Jahre wegen Aufreizung gegen giltige Gefeße" angeklagt wurde Cerigo, erscheine der ganze Horizont in der Richtung nach Kreta lauter Beifall und der Vorsitzende, der sich selbst zwar zu und vom Untergericht zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt, in Flammen getaucht. Kommandant Hood habe berichtet, die einem fonfessionell gefärbten Sozialismus bekannte, dankte Lieb- ist nun in höchster Instanz statt dessen zur Zahlung einer Buße Dörfer auf den Höhen von Kissamo ständen seit gestern in fnecht in warmen Worten für seinen Vortrag. Sodann begrüßte von 500 Kr. verurtheilt worden. Unsere Parteifreunde, sowohl Flammen. Der Kommandant habe ein Boot nach der nahen die Fabian Society" London unseren Genossen am 5. Juni in in Schweden, als in Norwegen, haben mit aller Kraft eine Rüfte geschickt, um genaue Nachrichten einzuholen. Effer Hall. Beinahe sämmtliche hervorragende Mitglieder der Sammlung für die Straffumme begonnen, um Branting vor direktem Berlust zu behüten. Pozarevah, 3. Juni 1896. wenn Bulgarien. Die um " Monaten Die beiden " Im englischen Parlamente führte der Staatssekretär Curzon Gesellschaft, die mit ihrer eigenthümlichen Taktik der permeation aus, bereits im Dezember sei der britische Botschafter an-( Durchdringung) der sozialistischen Schulung von Einzelfräften gewiesen worden, die Aufmerksamkeit der Pforte auf die Zu- durch Wort und Schrift und deren Entfendung in Organisationen Depelchen und lehte Nachrichten. stände in Rreta zu lenken, welche ernste Befürchtungen er- und Körperschaften der Selbstverwaltung, seit Jahren der Sache weckt hätten und die Gefahr ernster Unruhen zu betonen, des Sozialismus nicht zu unterschätzende Hilfsdienste leistet, waren Bordeaux, 9. Juni.( W. T. B.) Der schwedische Dreid. nicht Maßregeln zur Abhilfe befchloffen würden. zugegen. Sidney Webb, Beatric Potter( jezige Frau Sidney Webb), master Arel Waftse" hatte am 5. b. M. an der spanischen Rüste Diese freundlichen Vorstellungen seien seitdem mehr als ein- Beafe, Blant, Bern. Shaw, Gr. Wallace, die Tochter von William einen Busammenstoß mit dem belgischen Dampfer Princesse mnal durch den Geschäftsträger erneuert worden. Neuer- Morris u. a. Von dieser Gesellschaft war auch die Einladung Clementine", welcher auf der Fahrt von Genua über Livorno dings fei der Konful in Kreta ermächtigt worden, gemeinsam Liebknecht's vor zwei Jahren, nach England zu kommen, aus- nach Antwerpen begriffen war. Die Besatzung des Axel Waftse" mit den Vertretern der anderen Mächte mit den türkischen Be- gegangen. Das Auditorium von etwa 600 Personen folgte der wurde von dem französischen Dreimaster Rhone" aufgenommen hörden und den lokalen Führern Unterhandlungen anzufnüpfen, Rede mit Spannung. Es gehörte ausschließlich den besser fituirten und kam heute hier an, während die Besaßung der„ Princesse um eine Wiederholung der Ruhestöruugen zu verhindern und und wissenschaftlich gebildeten Ständen an. Am 6. Juni im Clementine" von einem andern Dampfer aufgenommen wurde. eine befriedigende Lösung der Frage anzubahnen; die türkische Eastend Londons( Whitechapel Great Assemby Hall) re- London, 9. Juni.( B. H.) Aus Dublin wird gemeldet, Regierung sei davon unterrichtet; der Großvezier habe sich präsentirten im Gegensatz hierzu 5000 Köpfe das arbeitende daß die Geheimpolizei in dieser Stadt das Bestehen eines hat. In einem Hause wurde dieserhalb mit dem türkischen Befehlshaber auf Kreta in Ver- London jenes östlichen Stadttheiles, der die neu ankommenden Anarchistenklubs entdeckt wobei zahl= bindung gesezt. Zwei britische Kriegsschiffe seien nach Kreta deutschen und östlichen Arbeiter zuerst aufnimmt, tausende und gestern Abend eine Haussuchung vorgenommen, abertausende dem mörderischen sweating.system unterwirft und reiche Revolver, Munition und Bombentheile gefunden worden gesandt worden. mehr Elend und Noth birgt als manche Provinz eines Landes. find. Aus einer beschlagnahmten umfangreichen Korrespondenz Genosse Motteler hielt eine deutsche Ansprache, die die Neu- geht hervor, daß die Anarchisten im Einverständniß mit ihren ankommenden aufforderte, sich zunächst unter sich zu organisiren, Londoner Komplizen im Begriff stehen, die Propaganda durch nicht aber um sich dauernd als Fremdelement zu isoliren, sondern die That wieder aufzunehmen.(?? Ned.) um sich alsbald auch den englischen Organisationen anzuschließen und Venedig, 9. Juni.( B. H.) Wie die Gazetta di Benezia" Schulter an Schulter mit dem englischen Arbeiter den Klaffen- meldet, ist ein hoher Funktionär des Schaßministeriums nach tampf burchzufechten. Liebknecht sprach unter nicht endendem Verübung großer Beruntreuungen geflüchtet. Afrika. Brak( an der Nigermündung), 8. Junt. Die Ueberlebenden der in der Landschaft Borgu aufgeriebenen französischen Expedition, Hauptmann Toutée, 2 andere Europäer, 60 eingeborene Soldaten und 120 Träger befinden sich auf dem Wege nach Lagos, Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 133. Reichstag. 100. Sigung vom 9. Juni 1896. 2 Uhr. Am Tische des Bundesraths: v. Böttiche r. Mittwoch, den 10. Juni 1896. " " 13. Jahrg. Die son als vorher, daß er jezt mehr als früher anerkennt, daß es unter| Versuche, das Zentrum zur Einführung der von konservativer den Detailreisenden nüßliche Elemente giebt. Warum soll nicht Seite vorgeschlagenen fakultativen Bivilehe umzustimmen. Ihre durch eine Enquete noch genauere Aufklärung geschafft werden, Versuche schlugen fehl. Was könnt Ihr arme Teufel von der ehe der Reichstag die Frage entscheidet? Warum soll der konservativen Partei ohne Unterstützung der Regierungen bieten", Bundesrath allein entscheiden ohne Zustimmung des Reichs- wie weit entfernt seid Ihr Konservative von der Erkenntniß Auf dem Tische des Präsidenten prangt ein Blumenstrauß tages? Die Ausarbeitung eines Gesetzes ist doch schließlich beffen, was man religiöse Gewissensfreiheit und was in einer Vase, welche in weißen Blumen die Zahl, 100" trägt. nicht schwieriger als die Ausarbeitung einer Verordnung. selbständige religiöse Gemeinschaft ist", so flang Präsident v. Buol: Ich danke für den mir vom Bureau Das Rufen nach Staatshilfe, die Sucht, die Konkurrenten durch es aus der Antwort des Zentrums zurück. Damit der gewidmeten Strauß und nehme denselben als Hüter und Bewahrer staatliche Hilfe zu beseitigen, das ist das Zeichen der Zeit. Der sür die Sozialdemokraten und freisinnigen Partei recht entgegen; ich widme ihn aber meinerseits dem Hause und den Reichskanzler hat nicht Strömungen und Mehrheitsbeschlüssen, töstliche Handel auch des humoristischen Beigeschmacks nicht ent Mitgliedern des Bundesraths, welche uns bei unserer Arbeit die seiner Ueberzeugung widersprechen, zu folgen. Wenn er ein behre, schmetterte Herr Istraut( Antisemit) noch einige durch unterstützt haben.( Lebhafte Zustimmung.) Gesetz nicht billigt, darf er es nicht unterzeichnen, sondern muß ihre Hohlheit sich über Gebühr auszeichnende WortzusammenDie dritte Berathung der Novelle zur Gewerbe der Mehrheit überlassen, den Reichskanzler zu stellen, welcher stellungen heraus, deren Sinn( sein Frationsgenosse Förster hatte Ordnung, und zwar die Generaldebatte, wird fortgesetzt. dafür die Verantwortung übernimmt. Denn eine Genehmigung im Plenum für die obligatorische Ehe sich ausgesprochen und Abg. Pachnicke( frs. Vg.): Die gestrige Rede des Prinzen eines Gesezes, welches er nicht billigt, würde Verwirrung sein Fraktionsgenosse Vielhaben in der Kommission für die Hohenlohe war das schärffte Verdikt gegen die Vorlage, das nin- stiften und das Ansehen der Regierung schädigen.( Sehr richtig! Bivilehe gestimmt) dahin gehen sollte, daß er das christs somehr Bedeutung hat, als der Redner durch seine Ver- lints.) Eine Untersuchung über diese Frage würde an der liche Deutschland vertrete, der Zivilehe den Kehraus wandtschaft der leitenden Stelle im Reiche sehr nahe steht. Hand der Petitionen sehr schnell angestellt werden können. Die zu machen, mindestens die Fakultation durchzusehen fich fräftig Herr v. Bötticher lehnte in bezeichnender Weise die Urheberschaft Detailreisenden verbreiten Waaren, welche nicht überall verkauft und mächtig fühle. Er würde, falls die Kommission sich nicht für die Vorlage ab. Von allen Anträgen ist allein der berech werden, die also z. B. die Landleute infolge der Sonntagsruhe noch besinne, mit seinen Freunden gegen das Bürgerliche Gesetz tigt, welcher die Regierung auffordert, eine Untersuchung darüber nicht mehr selbst in den städtischen Geschäften kaufen können. buch stimmen, wenn seine parlamentarische Befähigung, Aus anzustellen, was denn eigentlich an dem Detailreisen schädlich Der Detailreisende, der Sachen nach Maß liefert, wird vom zählung zu beantragen, nicht schon vordem den Reichstag müde sei. Darf der Wein vom Detailreisenden angepriesen werden, Handwerker auch verwendet. Wenn ein Schneider in der Kur- gemacht hätte. Frohme erklärte, daß er für die ultramontanen nicht aber die Zigarre, welche den Genuß des Weines noch er- fürstenstraße, die auf der einen Seite zu Berlin und auf der Anträge, die wir gestern mitgetheilt haben, stimmen wird; nach höht? Darf die Nähmaschine auf diese Weise vertrieben werden, anderen zu Charlottenburg gehört, über die Straße geht zu diesen Anträgen wird die obligatorische Zivilehe unter dem nicht aber der Rock, der damit angefertigt wird? Es Kunden, ohne bestellt zu sein, verfällt er der Strafe. Wenn ein Namen bürgerliche Ehe" aufrecht erhalten, dem Prinzip der giebt auch zünftler und Agrarier unter den Kaufleuten. Der Schneider aus Berlin, der in Charlottenburg einen Kunden hat, Gewissensfreiheit entspreche es, im übrigen jedem zu überlassen, Apotheker haßt den Droguisten, der seßhafte Gärtner den diesen auf Bestellung besucht und dabei zu gleicher Zeit einen welche Förmlichkeiten er sonst noch vornehmen wolle. fliegenden. Aber zahlen nicht alle dem Staate Steuern und andern Kunden besucht, der ihn nicht bestellt hat, so muß man Anträge des Zentrums wurden dann mit allen gegen die haben die gleichen Rechte? Seit der zweiten Lesung haben sich ihn warnen, namentlich vor dem Schneider, der vielleicht in 4 Stimmen der Konservativen und des Antisemiten angenommen. die Kaufleute und Gewerbetreibenden in großen Schaaren ge- demselben Hause wohnt und der genau aufpaßt.( Heiterkeit.) Herr Iskraut verließ dann die Kommission. Der Rest der meldet und protestirt gegen den Artikel 8, der ihnen das Leben Bei näherer Untersuchung wird es sich zeigen, daß ein großer Sigung wurde mit der Debatte über Anträge, betreffend Alendeerschwert, namentlich den kleinen, denen es nicht möglich sein Theil des Detailreifens garnicht Frage des Streites sein kann. rungen des Eheschließungs- und des Ehescheidungsrechts auswird, das Gesez zu umgehen. Ausnahmen sind gemacht worden Man sagt: das Detailreisen soll das stehende Gewerbe nicht gefüllt. Leider wurden sämmtliche Anträge abgelehnt. Hervor für den Buchhandel und für die Leinenindustrie, weil sie schädigen. Ich meine: das Detailreisen darf nur verboten zuheben sind folgende Anträge: Frohme und Stadthagen es verstanden haben, ihre Verluste möglichst klar zu werden, soweit es soweit es das Publikum schädigt. Dem seß beantragten, die Einwilligung der Eltern zur Eheschließung nicht schildern und einige Abgeordneten für sich zu gewinnen. haften Geschäftsmann foll ein Schuß gegeben werden. Aber be wie nach dem Entwurf bis zum zurückgelegten 25., Sind aber andere Industrien weniger werth als der Buchhandel zieht der seßhafte Geschäftsmann denn seine Waaren nur dern nur bis zum zurückgelegten 21. Lebensjahr stattfinden und die Leinenindustrie? Redner empfiehlt daher die Ablehnung von den an seinem Orte vorhandenen Produzenten? Warum will zu lassen. Der Antrag fiel mit 7( Sozialdemokraten, Freisinn der Vorlage, speziell des Art. 8. man dem Publikum nicht dieselbe Freiheit gewähren wie dem und einigen Ultramontanen) gegen 8 Stimmen. Der Antrag Abg. Jacobskötter( f.): Die Klagen über das Detailreifen Geschäftsmann, seine Waaren zu beziehen, wo sie am billigsten unserer Genossen, folgenden Ehescheidungsgrund einzuschalten, kommen nicht aus den großen Städten, sondern aus den kleineren sind. Herr v. Stumm und Herr Schädler haben die Bestimmung wurde gegen die Stimmen der Freifinnigen und zwei Sozial Ortschaften, die mit den Detailreisenden überschwemmt werden. angenommen, daß die vorgängige Aufforderung oder Bestellung demokraten abgelehnt:„ Ein Ehegatte kann auf GheDas Detailreifen fürchten wir nicht, das haben wir deutlich nothwendig sei für den Detailreisenden. Herr Schädler betrachtete das scheidung klagen, wenn nach seiner Ueberzeugung( eventuell genug gezeigt. Die Gegner des Detailreifens sind durchaus nicht als eine Abinilderung, Herr v. Stumm als eine Verschärfung.( Wider nach Ueberzeugung beider Ghegatten) eine so tiefe Berrüttung Krämer. Daß Handwerker sich auf das Detailreisen werfen, spruch des Abg. v. Stumm.) Sie sehen, selbst mir wird es nicht des ehelichen Verhältnisses vorliegt, daß dem Ehegatten die Fort tommt vor; aber das sind gewöhnlich nicht die tüchtigsten, sondern leicht zu unterscheiden die Auslegung der beiden Antragsteller fegung der Ehe nicht zugemuthet werden kann." Mit gleichviel die aufdringlichsten; denn es ist nicht jedem gegeben, seine( Große Heiterkeit.); wie soll es erst den armen Detailreifenden Stimmen wurden auch von freisinniger Seite auf Erleichterung Waaren anzupreifen, dazu gehört eine besondere Natur. Aller- gehen!( Heiterkeit.)' Wenn ich einen Detailreisenden erst einladen der Ghefcheidung gerichtete Anträge abgelehnt. Der Antrag, die dings sind nach der zweiten Lesung 77 Petitionen gegen die Vor- foll, dann bin ich dem Detailreisenden gegenüber in einer viel Bestimmung der Regierungsvorlage wiederherzustellen, wenigstens Tage eingegangen, aber fast nur von Interessentenkreisen, die weniger freien Lage; wenn er mich unaufgefordert besucht, kann für die Fälle absolut unheilbaren und offenbaren Wahnsinns wenig davon berührt werden, z. B. von den Schneidermeistern, ich eher sagen: bedauere sehr, ich habe nichts zu bestellen. die Scheidung zuzulassen, wurde mit 12 gegen 8 Stimmen die durchaus nicht in ihrem Geschäftsbetriebe gestört werden. Eine schriftliche Aufforderung ist nicht nöthig. Soll( Freifinnige, Nationalliberale, Soziald.) abgelehnt. Am Mittwoch Liebesgaben wollen die Handwerker und Geschäftsleute nicht er fich die mündliche Aufforderung erst eine halbe gelangen zunächst die Anträge unserer Genossen, betr. die Rechte baben, sondern eine bessere Ordnung an stelle der zur Stunde vorher abholen? Jeder Geschäftsreisende, der der unehelichen Kinder, zur Debatte, sodann das EinführungsGewerbefrechheit ausgearbeiteten Gewerbefreiheit.( Beifall rechts.) nicht in einen Geschäftsraum eintritt, wird der Polizei verdächtig gefeß. Am Donnerstag wird die Kommission ihre Arbeiten Abg. v. Stumm( Rp.): Der Standpunkt des Prinzen fein, und die Polizei wird davon so in Anspruch genommen, daß voraussichtlich schließen. Es soll dann Ende nächster Woche die Hohenlohe würde zur Ablehnung der ganzen Vorlage führen die Spizbuben um so freieres Feld haben werden.( Heiterkeit.) Plenarberathung beginnen. müssen. Aber die Mehrheit des Reichstags steht wohl auch heute Die ganze Vorlage führt nur eine Unsumme von Scherereien und noch auf dem Standpunkt, daß den Schwächeren von seiten des eine Fülle von gehässigen Denunziationen mit sich, und so find Staates geholfen werden soll. Der Staatssekretär v. Bötticher Sie unter dem Banner von Wahrheit, Freiheit und Recht, als hat vollständig recht, daß die Mehrheit des Reichstages diese Freunde des Mittelstandes auf dem besten Wege, eine willkürliche Vorlage der Regierung abgerungen hat. Die fleinen Detail- Polizeiwirthschaft herbeizuführen.( Beifall links.) geschäfte werden geführt von den Personen, welche für die Abg. Gräfe( Reform- P.) tritt für die Vorlage ein. Der schwere törperliche Arbeit nicht kräftig genug sind. Diese Krämer Staat soll den Schwachen zu Hilfe kommen und wir sind der haben vielfach die Unterstützung der Handelskammern gefunden. Meinung, daß noch vieles gerettet werden kann, sonst bleiben nur Ein absolutes Verbot des Detailreisens ist von keiner Seite ver- wenige Großkapitalisten übrig, mit denen die Sozialisten schnell langt worden. Die Regierungsvorlage wollte ein Verbot mit aufräumen tönnen. Es ist gut, daß der Reichskanzlerposten nicht Ausnahmen; dadurch würden diejenigen Industrien, welche unter erblich ist, sonst würden wir sehr schlecht fahren; ich Die Polizei des Staates der Sozialreform ist geradezu die Ausnahmen fallen, besonders begünstigt werden. Wenn der erinnere nur an den höhnischen Scherz des Prinzen Hohenlohe, unermüdlich darin, angesichts der Versprechungen des kaiserlichen Antrag Richter angenommen würde, der alle Ausnahmen, die daß wir ja mit solchen Einschränkungen warten könnten bis zum Erlaffes vom Februar 1890 den Arbeitern in der Wahrnehmung von verschiedenen Seiten beantragt werden, zusammenfaßt, was fozialistischen Zukunftsstaat. Das Urtheil der Freisinnigen 3tg." ihrer Interessen dienlich zu sein. Am Montag Morgen würde dann noch übrig bleiben von einem Verbot? Ein über diese Rede ist treffend: Die Rede konnte von freisinniger verbreitete ein Parteigenoffe vor der Firma Engel anderer Weg ist der, das Verbot des Detailreifens Seite nicht besser gehalten werden. Prinz Hohenlohe hätte seine und Hegewald Einladungen zu Bersammlungen. Bislang nur da zu durchbrechen, wo der Konsument, der Kunde den Be warnende Stimme bei der Bäckereiverordnung erheben sollen; viel war fein Polizeibeamter auf den Gedanken gekommen, daß der such des Detailreisenden selbst wünscht. Dahin geht unser Antrag leicht erhebt er sie bei der Verordnung über den Achtuhr- Ladenschluß. artiges den Gesetzen des Staates der Sozialreform zuwider sei; zu Artikel 8, der keinen Gewerbezweig vor den anderen begünstigt. Wir lönnen Gott danken, daß für die Handwerker gesorgt wird. am Montag aber geboten die Organe der Polizei in der Zahl Der Antrag Haffe ist aber durchaus unannehmbar. Wenn beim Allen Respekt vor der Berliner Gewerbe- Ausstellung; aber sie von drei uniformirten und drei nicht uniformirten Beamten dem Detailreisen Auswüchse entstehen, so müssen sie beseitigt werden; ist nicht zu flande gekommen durch den Gewerbefleiß der Hand. Bettelverbreiter zunächst, sich auf den Straßendamm zu begeben. man tann aber nicht das Detailreisen im Prinzip zulassen und werker, sondern des Großkapitals. Angesichts der Schädigung Bald darauf erschien der Fabrikant Hegewald. Der Herr bat dem Bundesrath die Pflicht auferlegen, feinerseits an die Stelle durch die Sonntagsruhe, der Belastung durch die soziale Gesetz- sich einen der Zettel aus und schimpfte den Bertheiler der Gesetzgebung zu treten und das Detailreisen in einzelnen gebung ist es dringend nothwendig, den Mittelstand in zwölfter dann in der der Sprechweise der Gebildeten als AufFällen zu verbieten. Stunde zu schützen und ihn zu erhalten als einen zuverlässigen wiegler, der sich wegscheeren möge. Indessen war auch Württembergischer Ministerialbirektor v. Schicker: Schon Baustein für Christenthum, Vaterland und Monarchie.( Bu- wieder ein Beamter herangetreten, der darauf den Namen des 1882 waren die verbündeten Regierungen in ihrer Mehrheit stimmung rechts.) Bettelvertheilers notirte und ihm dann die fernere Verbreitung dafür, daß eine solche Bestimmung gegen das Detailreisen aufgenommen werden folle in die Gewerbe- Ordnung. Von einem unbedingten Verbot des Detailreisend ist überhaupt feine Rede. Das Detailreisen ist nach wie vor gestattet, nur sollen die Detailreisenden nicht das Privileg haben, von den Steuern be freit zu sein, welche die Hausirer bezahlen müssen.( Sehr richtig! rechts.) Die Hausirer sind darum steuerlich so belastet, weil man aus polizeilichen Gründen den Gewerbebetrieb im Umherziehen nicht begünstigen will. Wenn man in Erwägung zieht, was der Detailreisende an Steuern spart gegenüber dem Hausfirer, so wird man sich sehr fragen müssen, ob das ökonomisch begründet ist. Daß der Bundesrath sich selbst Ausnahmen zu machen vorbehält, ist kein Widerspruch gegen das Prinzip; der Bundesrath erkennt nur an, daß für einzelne Industriezweige Ausnahmen gemacht werden müssen. Das ist eine sehr schwierige Aufgabe, der sich aber der Bundesrath unterziehen muß. Lokales. Die Errichtung von öffentlichen Leschallen ist in der gestrigen Sitzung der städtischen Kommission für die Verwaltung der öffentlichen Volksbibliotheken zum Beschluß erhoben worden. Vorläufig hat die Kommission die Errichtung von etwa vier oder fünf derartigen Instituten ins Auge gefaßt.. Abg. Hahn: Die Klassenschilderungen des Herrn Richter der Versammlungseinladungen mit der Motivirung verbot, daß treffen durchaus nicht zu. Allerdings sind verschiedene Geschäfts- der Inhalt die öffentliche Verbreitung nicht zulaffe. zweige jetzt der Meinung, daß das Detailreisen beschränkt Gegenüber den Mittheilungen der Magistrate- Hilfewerden müsse; sie sind durch die großen Geschäfte dazu gedrängt arbeiter, ihre Lohnverhältnisse betreffend, wird von seiten des worden. Aber im sozialpolitischen Interesse muß das Detail- Magistrats gemeldet, daß die Gehaltszahlung an die Hilfsarbeiter reisen beseitigt werden, im Interesse der jungen Leute selbst und bis zum 31. Dezember v. J. allerdings am Ultimo erfolgt sei, im Interesse der kleineren Städte, deren Gewerbetreibenden ge- und zwar gegen Präsentation einer Bescheinigung, in welcher schädigt werden. dem Vorzeiger schon am 25. des Monats amtlich attestirt wurde, " Damit schließt die Generaloiskussion. Artikel 1, welcher daß derselbe bis zum Ultimo beschäftigt gewesen. Diese zweifeleinen Zusatz zu§ 30 der Gewerbe- Ordnung betreffend die los inforrette Brayis sei nun, da die Magistratstasse am Konzessionirung von Krankenanstalten enthält, wird ohne Debatte Monatsschluß ohnehin stark belastet wäre, dahin abgeändert, genehmigt. daß jener Beschäftigungs- Nachweis am 20. ausgestellt Art. 2 betrifft die Konzeffionirung von Theaterunternehmungen, werden und und die Gehaltszahlung am 25. jeden Monats insbesondere die Schaffung finanzieller Garantien. erfolgen mußte. Danach erhielten die Hilfsarbeiter ihr Abg. Beckh( frs. Vp.), von lauten Rufen des Unwillens Gehalt pro Januar dieses Jahres am 25 Januar, also empfangen, als er die Rednertribüne betritt, spricht sich gegen fünf Tage früher als sonst, und zwar für die Zeit vom 1. bis Abg. Nichter: Das Handwerk ist durchaus nicht ruinirt: Art. 2 aus, gegen welchen daffelbe gelte, was Prinz Hohenlohe 20. Januar; am 25. Februar das Gehalt für die Zeit vom Es leistet mehr als früher, und wenn Sie es nicht glauben gegen Art. 8 vorgebracht habe. 21. bis 31. Januar und vom 1. bis 20. Februar; am 25. März wollen, dann gehen Sie in die Berliner Gewerbe- Ausstellung. Abg. Förster- Neustettin( Reform- P.) führt aus, daß nach der das Gehalt für 20. Februar bis 20. März und so fort. Bon Da werden Sie Abbitte thun müssen für die Anklagen gegen die Meinung eines berühmten Schauspielers der Artikel 2 ein fleines einer Borenthaltung" eines Drittels des Gehalts tönne somit Gewerbefreiheit und gegen die ganze Kulturentwickelung. Die Palliativmittel enthalte. Damit könne man sich vorläufig be- teine Rede sein. feßhaften Kaufleute sind durchaus nicht Gegner des Haufirens gnügen. Aber das Agentenwesen auf dem Gebiete des Theaters und des Detailreifens; denn viele dieser Kaufleute sind aus dem erfordere eine eingehende Neugestaltung. Stande der Haufirer und Detailreifenden hervorgegangen. Es Direktor im Reichsamt des Innern v. Wödtke empfiehlt wird geleugnet, daß das Detailreisen verboten sei; es wird nur die Annahme des Artikels 2, weil dadurch eine kleine Befferung dem Hausiren gleichgestellt. Das ist eben das Unrecht, daß man für die Schauspieler geschaffen wird, insofern als der Theater verschiedene Geschäfte einander gleichstellt. Der Haufirer setzt unternehmer sein Unternehmen nicht willkürlich verändern kann, die von ihm mitgeführte Waare ab; der Käufer hat das Risito, ohne eine neue Genehmigung nachzusuchen. nachdem er baar bezahlt hat. Der Detailreisende aber erhält Artikel 2 wird darauf genehmigt. nicht sofort das Geld, die Waare wird später geliefert und kann daher von dem Kunden, wenn sie nicht paßt, zurückgewiesen werden. 2 Uhr vertagt. Das Hausiren ist erschwert und soll noch mehr erschwert werden, und unter diese schweren Bestimmungen möchte man auch das Detailreisen stellen; dadurch wird es thatsächlich unmöglich gemacht. Die Petitionen, welche seit der zweiten Lesung beigebracht Das Feilhalten von Obst betreffend ordnet der Polizeifind, enthalten eine Fülle sachlichen Materials; sie zeigen, daß Weshalb habt Ihr mit uns" keinen Pferdehandel präsident an: Um die aus dem Genusse unreifen und ver= zwischen Hauſirern und Detailreisenden ein großer Unterschied abgeschloffen? Wir hätten ja bessere Preise geboten. Wir borbenen Obstes entstehenden Gesundheitsschädigungen zu verbesteht. Auf diese Einzelausführungen haben die Freunde des find noch immer gern bereit, schlagen Sie noch jetzt ein, es ist hüten und den Obsthändlern Weiterungen zu ersparen, weise ich Verbots des Detailreifens garnichts Sachliches ชิน er noch Zeit". Das war der langen Reden kurzer Sinn, mit denen darauf hin, daß unter der Bezeichnung Obst( Kirschen, Stachelwiedern; sie berufen sich immer nur auf die Petition des in der Donnerstags Sigung die tonservativen Mitglieder beeren u. dergl.) nur die sum fofortigen Konsum geeignete großen Senators von Gifhorn. Von Herrn v. Bötticher der Kommission für das Bürgerliche Gesetzbuch drei reife und frische Waare feilgehalten und verkauft werden darf habe ich den Eindruck, daß er seit Empfang der Deputation, die Stunden lang das Zentrum apostrophirten. Graf v. Roon, und daß unreises oder überreifes Obst von dem reifen gesondert bei ihm war, eine etwas andere Kenntniß von der Sachlage hat, Herr v. Salisch und Herr Himburg machten die lebhaftesten und besonders bezeichnet werden muß. Um 53/4 Uhr wird die weitere Berathung bis Mittwoch Parlamentarisches. Die Verhandlungen der Stadt mit der PferdebahnGesellschaft nehmen, wie einige Blätter wissen wollen, einen Vereinbarung so ausfallen werde, wie wir schon vor längerer günstigen Verlauf. Es ist die beste Aussicht vorhanden, daß die Beit mitzutheilen in der Lage waren. Die Hauptsache ist: Üm wandlung des Pferdebetriebes in den elektrischen und Einführung des Zehnpfennigtarifs. Namentlich der Polizeipräsident soll sehr für diese Aenderungen eintreten. Eine neue Pferdebahnlinie will die Große Berliner Pferdebahn- Gesellschaft vom Halleschen Thor durch die Blücherstraße und die Straße Hafenhaide" über den Hermannplah bis zum Ringbahnhof Rigdorf" einrichten. Aftenstudien im Pferdebahnwagen kann man in Berlin 1 hayn wurde zur Wache gebracht. Nachdem er von dort ent- Traktätchen und Predigten will dieser Tage ein Bielefelder häufiger beobachten. So befand sich, vie uns ein Bericht- lassen worden war, stürzte er sich von der Kurfürstenbrücke in Pastor unter lebhaftem Zuspruch des Publikums auf dem Auserstatter meldet, auch am Montag Nachmittag gegen 2 Uhr an die Spree. Er wurde noch lebend aus dem Wasser gezogen und stellungsterain vertheilt haben. Hat der Mann eine Ahnung von Mann eine Ahnu scheinend ein junger Jurist im Pferdebahnwagen der Strecke nach der Charitee gebracht. Berlin! Lüßomplatz- Schloßplah mit einem dicken Aktenstück, in das er sich Aus Anlaß eines ehelichen Zwistes drang gestern Abend Kleine Ausstellungsnachrichten. Die Rolonial. wohl sehr vertieft haben mußte, fodaß er weder bemerkte, daß vor dem Hause Landsbergerstr. 12 der 30 jährige Arbeiter Otto Abtheilung hat ihren„ Elitetag" von Donnerstag auf Mittein neben ihm sigender älterer Herr Blatt für Blatt mitlas, Feige mit einem Taschenmesser auf seine Frau ein und verlegte woch verlegt. Am heutigen Mittwoch findet bei günstigem noch daß eine rechts von ihm ſizende Dame mitunter einen verstohlenen Blick auf das unzweifelhaft interessante" Protokoll sie so schwer am Halse, daß sie nach dem Krankenhause am Wetter auch die Sonnabend nicht erfolgte festliche Beleuch tung des Ausstellungsgebäudes durch 8000 Beleuchtungskörper warf. Der Berichterstatter selbst, welcher Anhalt- und Wilhelm- Friedrichshain gebracht werden mußte. F. wurde verhaftet. statt. In dieser Woche findet in der Gruppe II im oberen straßen- Ecke den Wagen bestieg, fonnte vom Hinterperron Stockwerk des Pavillons der Trachtenausstellung eine Sonder des Wagens aus beim Buklappen des Volumens deutlich auf ausstellung von Damenhüten, Buzartikeln, Blusen, Bajjes dem Aftendeckel links oben die Worte, Landgericht" und menterien, Stickereien und Weißwaaren- Konfektion statt. Darunter, Eheklage" lesen. Man sollte derartige diskrete 330 3öglinge des städtischen Waisenhauses haben am Montag Sachen nicht gar so sehr zur Schau stellen. Alt- Berlin besucht. Es muß sehr Wunder nehmen, Spree fiel. geborgen. Witterungsübersicht vom 9. Juni 1896. Ertrunken. Im Laufe des Montag Nachmittag stürzte an der Schöneberger Brücke der sechsjährige Sohn des Hotelpförtners Redepenning von der Landungsbrücke in den Landwehrkanal und ertrank; die von der nahen Feuerwache herbeigerufenen Feuerwehrmänner vermochten nur noch die Leiche herauszuziehen. Auf dieselbe Weise büßte der 9jährige Sohn des Schlossers Im Passage- Panoptikum sind die Dahomeh- Amazonen Tomaßewsti sein Leben ein, indem er am Gröben- User in die daß den Waisenkindern noch nicht allgemein der Besuch der wieder eingezogen. Im Reiche des nunmehr ja wohl zu seinen Die Leiche wurde von einem dort liegenden Schiffer Gesammtausstellung zugesagt ist. Was hat Alt- Berlin allein den Vätern versammelten Königs Behanzin schützt bekanntlich das Kindern viel zu bieten?" Der Deutsche Verein von Ga 3. schöne Geschlecht den Thron gegen äußere und innere Feinde so und Wasserfachmännern hält seine XXXVI. Jahresver erfolgreich, daß seine schwarze Majestät vor einiger Zeit ruhig fammlung am 16., 17. und 18. Juni in Berlin ab. Die Sigungen eine Mustersammlung seiner Leibtruppen nach Berlin ablassen finden an den genannten Tagen im Hörsaal des Chemiegebäudes statt. Tonnte. Die Bewunderung, welche die Damen hier bei ihrem Infolge des großen Andranges" von Besuchern auf früheren Auftreten erregten, reizte ihren Ehrgeiz derart, daß sie dem Sanitätsschiff hat sich das Zentralfomite des Rothen dann im Siegeszuge Rußland durchzogen, von wo sie reich mit Stationen. Kreuzes veranlaßt gefehen, ein Entree von 10 Pf. pro Person zu Lorbeer beladen nunmehr wieder an die Stätte ihres einstigen Berheben. Der Ertrag ist für wohlthätige Zwecke beftimant. Wirkens zurückgekehrt sind. Zwar ist nicht allen das Heil Das Voltsbrausebad des Berliner Vereins für Volts, widerfahren, sich hier im Glanze des Ausstellungstrubels sonnen bäder auf der Gewerbe- Ausstellung wird nach den Beschlüssen der letzten Vorstandssitung täglich von 8-10 Uhr früh ausschließlich für Frauen reservirt bleiben, um den weiblichen Angestellten der Ausstellung Gelegenheit zur Benußung zu geben. Die Badezeit für Herren, die bisher von 10-6 Uhr ging, ist bis 8 Uhr abends ausgedehnt worden. Die Besichtigung des hierfür reservirten Theiles der Anstalt steht jedermann von 8-8 Uhr unentgeltlich frei. Verabreicht sind bisher in der Anstalt 1400 Braufebäder, seit dem Eintritt wariner Witterung macht sich ein stetig wachsender, oft faum zu bewältigender Zuspruch bemerkbar. Ein Bad kostet 10 Pf. zu dürfen. Es wird ein wahres Nibelungenlied von Abenteuern Swinemünde gemeldet, das diejenigen, welche die Sehnsucht unterwegs ins Hamburg Schwarze Afrifa zurücktrieb, erlebt haben. Sind doch, wie be- Berlin richtet wird, einige der Damen gar den Heldentod gestorben; Wiesbaden. und die Lücken im europäischen Theile der Armee wurden so München groß, daß direkt von Afrika her Erfaßtruppen nach Berlin Wien fommen mußten. Doch der nach Europa delegirte Theil der Haparanda. Dahomeh'schen Vaterlands- Vertheidigerinnen ist nunmehr wieder Petersburg fomplet, und man darf wohl hoffen, daß in dem wilden Krieges- Cort tanze, den die afrikanischen Amazonen fortan wieder zum besten Aberdeen. geben, so leicht keine schöne Heldenlanze brechen wird. Sind die Paris. Kriegerinnen doch im grunde ihres Herzens gar nicht so wild, als sie vor dem lieben Publikum im Eifer des Gefechts meistens thua! . Barometers stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung ND 757 755 755 750 752 SD 755 GO 761 NO 761 MSM 753 NNW 756 GO 748 SD Windstärke ( 1-1) 22425220314 Wetter Temperatur QUASSIONNN nach Celsius ( 50. 4° R.) heiter 20 heiter 20 heiter 21 bedeckt 20 wolkig 19 wolfenlos 16 bedeckt 10 bedeckt 18 heiter 15 bedeckt 11 bedeckt 15 Wetter- Prognose für Mittwoch, den 10. Juni 1896. Zunächst sehr warmes, vorwiegend trübes Wetter mit GeBerliner Wetterbureau. Gewerbe- Ausstellung 1896. Kunst und Wissenschaft. Vom Impfstoff gegen die Cholera. Der Pariser ,, Matin" die Cholera von dem französischen Professor Roux und dem deutschen Professor Behring getheilt werde. Roux enflärt selbst, die von ihm erzielten Erfolge verdanke er größtentheils den Forschungen Behring's, welche ihm bei seinen Experimenten als Grundlage und Ausgangspunkte dienten. Eine derbe, aber verdiente Lektion wurde am Montag witterregen und frischen nordöstlichen Winden; nachher fühler. meldet, daß das Verdienst der Entdeckung des Heilferums gegen Nachmittag einem„ Mädchenjäger" ertheilt, der in frecher Weise in der Schlesischen Straße eine junge, anständige Dame bes läftigte. Da der Aufdringliche trotz der abweisenden Haltung der Dame seine Ungezogenheiten fortsette, versetzte ihm dieselbe, als er sogar seinen Arm um ihre Taille legte, mit ihrem Herrn Abraham's ,, Volksernährungs- Ausstellung ist Schirme einige so schnelle und derbe Hiebe, daß er erschrocken unverdienterweise angegriffen worden, so steht es zu lesen in zurücktaumelte, dann aber mit seinem Stocke die Schläge er- einer jetzt veröffentlichen Erklärung des das Unternehmen leitenden widern wollte. Die resolute, übrigens garnicht kräftig aus- Komitees, die alle Angriffe der letzten Wochen als gehässige Verfehende Dame ließ aber dem Lüstling so rasch eine zweite dächtigungen, Lügen und Verleumdungen hinstellt. Dreierlei war Büchtigung angedeihen, daß die zu ihrer Hilfe herbeieilenden dem Unternehmen, insbesondere dem Geschäftsführer und Komitee Personen nicht mehr nöthig hatten, einzuschreiten. Der so Vorsitzenden Herrn A., vorgeworfen worden: Unsauberkeit, Be schmählich abgeblikte Don Juan stieg eilig in eine Droschke schlagnahme einer Sendung verdorbenen Fleisches, Täuschung des und verduftete unter den höhnischen Zurufen und dem Gelächter Publikums durch theilweise Abwälzung der Kosten des Unterdes Publikums. nehmens auf die Lieferanten. Unfauberkeit hat das Komitee trok An der Berliner Gewerbe- Ausstellung arbeiten seit einiger gründlichster Ermittelungen" nicht zu entdecken vermocht, die Beit auch Strafgefangene mit. Die Motorboot- Gesellschaft Küche sei vielmehr eine Musterstätte der Sauberkeit und pein muß, um ein bequemes Anlegen zu ermöglichen, erhebliche Aus- lichster Ordnung". Leider beziehen sich die Ermittelungen auf die baggerungen am Spree- Ufer vornehmen lassen. Dazu ist eine Beit nach dem Auftreten der Klagen über Unsauberkeit. Die VerRolonne von Strafgefangenen des Hilfsgefängnisses in Rummels- antwortung für die Beschaffenheit des beschlagnahmten Fleisches burg gemiethet worden. Diese Leute werden früh und abends wird in der Erklärung allein dem Lieferanten aufgebürdet, der für mit Booten vom Gefängnisse zur Ausstellung und zurück ge- 35 Pf. pro Pfund Rindfleisch und 40 Pf. pro Pfund Kalbfleisch fahren. Ihr trockenes Brot nehmen sie in einem Fouragebeutel gute Waare zu liefern versprochen habe und die erſten beiden Male auch geliefert habe. Ob diesem Lieferanten für die Er mit, Waffer giebt es an Ort und Stelle. Die Morgen und Abendkost wird im Gefängnisse selbst eingenommen und die laubniß, liefern zu dürfen, noch ein Beitrag zu den Kosten Mittagstoft wird ebenfalls durch ein Boot an die Arbeitsstätte des Unternehmens zugemuthet worden ist, wird nicht gefagt. Andere Lieferanten haben dazu beitragen müssen; das wird auch befördert." Freie" Arbeiter giebt es wohl nicht, oder sind diese in der Erklärung zugegeben. Wir meinen, daß es Pflicht des der Motorboot- Gesellschaft zu theuer? Herrn A. wäre, auch diejenigen über sein Verhältniß zu Einen schwunghaften Handel mit gestohlenen Aus seinen Lieferanten aufzuklären, die nicht am Gröffnungsstellungsbillets betrieben am Sonnabend Nachmittag in tage bei ihm waren. Will er das nicht, so möge er die an seinem Weißensee drei Knaben auf dem dortigen Wochenmarkt. Ein Etablissement prangende Inschrift beseitigen:" Es wird hier auf fie aufmerksam gemachter Gendarm nahm die Burschen in gezeigt, wie es möglich ist, für den billigen Preis von 10 Pfennig Verhör und stellte fest, daß sie ein in der Sedanstraße wartender schmackhafte und an Nährstoffen reichhaltige Speisen zu bereiten." Mann zu dem Verkauf der Billets veranlaßt hatte. Der Wie es möglich ist, das hat die Mehrzahl der Besucher der Betreffende wurde ermittelt und gestand, daß er an der Aus- Küche erst durch die Presse und nicht durch Herrn 2. erfahren. stellungstaffe mit zwei Komplicen 625 Billets gestohlen hatte. Daß die Leiter des Unternehmens sich über diesen Punkt nicht lipp und klar geäußert haben, das ist der Hauptvorwurf, den wir ihnen zu machen haben. Sie bringen dadurch die Boltswir ihnen zu machen haben. ernährungs". Ausstellung in den Verdacht, ein ganz gewöhnlicher Mumpit" zu sein. Ein Wunderdoktor. Der Polizeipräsident erläßt folgende Warnung: Der Reifende Eduard Damp, hier, Heinersdorfer straße 12, 1 Tr., wohnhaft, der sich auch fälschlich als Schiffs offizier a. D. bezeichnet, erbietet sich in Annoncen und in einer Vom Verkehr. Die Eisenbahnen haben in der Woche vom von ihm verfaßten Broschüre: Wie ich von meinem langjährigen Lungen- und Kehlkopfleiden geheilt bin", zur Vornahme 30. Mai bis 5. Juni d. J. rund 219 000 Personen nach Treptow von Kuren. p. Damp, der nicht die geringste Vorbildung für und rund 350 000 zurück nach Berlin benutt. Am Sonntag die ärztliche Kunst genossen hat, verabfolgt seinen Patienten betrugen die Zahlen 54 000 und 68 000. Durch das öffentliche Leinfamenthee und Spartiumthee. Die Untersuchungen haben er- Fuhrwesen wurden 124 000 Personen nach Treptow und ebenso geben, daß der Spartiamthee ein heftig wirkendes Herzgift viel zurück befördert. Am Sonntag waren es faft 23 000 hin enthält, daß die zum Preise von 12,80 M. abgegebenen Mittel und beinahe 30 000 zurück. Zu Schiff wurden 20 000 Personen einen Werth von höchstens 1,50 m. besitzen, und daß die ge- nach der Ausstellung und 17 000 nach Berlin zurückbefördert. nannte Broschüre völlig werthlos ist. Ich warne daher dringend, fich in Krankheitsfällen an den p. Damp. zu wenden." " Polizeilich verhindert wurde Montag Nachmittag das Ausrufen von Extrablättern, die unter der gruseligen Spigmarke Ein blutiges Familiendrama" ausgebrüllt wurden. Das„ Allerneuefte", das faft wörtlich den Montagsblättern entnommen war, stammt aus der berüchtigten Extrablattfabrik von Jd. Wegener, Friedrichstr. 250. Mehrfach wurden auch Sistirungen von Händlern vorgenommen. Die Zahl der in Hotels, Fremdenlogis 2c. beherbergten Personen betrug in der Woche vom 30. Mai bis 5. Juni 18 311, alfo ebenso viel wie in der Pfingstwoche, und etwa 4000 mehr als in den Vorwochen. er die Von Andrée's Nordpolfahrt. Wie wir bereits meldes ten, find die Mitglieder der Andrée'schen Nordpols Expedition am Sonntag Vormittag nach Spißbergen ab gefegelt. Die Ankunft in Spißbergen ist zum 18. oder 19. d. M. zu erwarten, einen Monat später ist der Ballon tlar zur Abreise. Der von Lachambre in Paris angefertigte Ballon bildet, wie man aus Paris schreibt, die große Sehenswürdigkeit der französischen Hauptstadt. In der Galerie neben dem Zentralbom des Ausstellungspalastes auf dem Marsfelde reichte der Koloß in aufgeblasenem Bustande, obwohl er auf der Seite lag, bis zum Dach. Der Ballon ist aus tausenden von rechteckigen Stücken chinesischer Seide zusammengenäht, und diese sind von solcher Dauerhaftig teit, daß es unmöglich ist, mit Handkraft auch nur den kleinsten Riß hervorzubringen. Der Korb bildet eine gefchloffene Roje, die mit kleinen Glasfenstern versehen und in der ein kleiner Theil als Schlafraum für zwei Personen eingerichtet ist. Einer Vor kurzem hat der drei Theilnehmer muß stets Wache halten. eine Probe mit dem vom Ingenieur Gt tonftruirten Wasserstoffapparat stattgefunden, wobei der Apparat in derselben Weise arbeitete, wie er es auf Spißbergen thun foll. Die Gasentwicke lung dauerte ununterbrochen über 2 Stunden, wobei mit beiden Behältern durchschnittlich 67 Rubikmeter Gas in der Stunde ge wonnen wurden, ein Ergebniß, das den Voranschlag um 10 pet. übertrifft. Die Ballonballe, die dem Ballon auf Spitzbergen während der Füllung und des Abwartens günstigen Windes zum Schuße dient, wurde bei Gothenburg im Bau vollendet. Als Abgangsort des Luftballons ist eine der norwegischen Inseln der Nordwestecke von Spitzbergen ausersehen. Sollte das Schiff des Gifes halber nicht bis dahin vordringen können, ist die südlicher gelegene Amsterdam- Insel in Aussicht genommen. Da der Andrée'schen Expedition gleichzeitig eine geologische, eine hydrographische und eine zoologische Expedition folgen, werden Andrée und feine Begleiter im Verein mit jenen eine nugbringende Thätigkeit auf Spißbergen ausüben können, sofern der Ballon expedition schon auf Spitzbergen ein ernstlicher Unfall zustoßen sollte. Gerichts- Beitung. Einen ganz ungewöhnlichen Aufturm des Publikums rief eine Verhandlung hervor, die gestern vor der 1. Strafkammer des Landgerichts Berlin I stattfand. Der Gerichtssaal war dicht umlagert und die Gerichtsdiener waren nicht im stande, die Menschenmenge zurückzuhalten, so daß einige Schuhleute mit ein greifen mußten. Die Angeklagten, die ein so lebhaftes Jutercise. erregten, waren der Schlächtermeister Ernst Adolf Gustav Bur Jm Dienste ist am Montag der 49jährige Weichen meister und der Schlächtermeister Hermann Lewin. Beide fi eller Friedrich Schmidt aus Dobrilugt zum Krüppel gefahren worden. Schmidt hatte dort auf dem Bahnhofe für Die Lohuverhältnisse der Kellner auf dem Ausstellungs: sind beschuldigt, im Januar und Februar cr. gemeinschaftlich, Bureinen Rangierzug die Weiche zu stellen und achtete nicht auf terrain führen noch fortgesetzt zu unerquicklichen Auseinander- meister auch in den Jahren 1892-1895 allein öffentliche Urkunden feine Umgebung. Unversehens wurde er von einer anderen segungen. Neuerdings haben sich die Zahlkellner im Café Bauer fälschlich angefertigt und von denselben zum Zwecke der Den Borsiz führte Rangiermaschine gefaßt und überfahren. Der Verunglückte wurde an den Geschäftsinhaber um Nachlaß der 4 pet. Provision ge- Täuschung Gebrauch gemacht zu haben. mit zertrümmertem Unterschenkel in ein Berliner Krankenhaus wandt, welche sie über ihre Einnahme hinaus abliefern müssen. Landgerichts- Direktor Ka eller, die Auflage vertrat Staats. gebracht und liegt hier schwer danieder. Die Kellner gaben als Ursache für ihr Gesuch an, daß auf diesem anwalt Borchert, die Vertheidigung führten die Rechtss Ausstellungskafé die Trinkgelder lange nicht in dem Maße ein- anwälte Dr. Schwindt und Dr. Eoßmann. Burmeister gehen, wie in der Stadt, da die Provinzialen, welche die Aus- betrieb in früheren Jahren zu Friedrichsberg eine Schlächterei. stellung besuchen, durchaus nicht derart an die Unfitte Im Januar und Februar d. J. schlachtete er gemeinschaftlich des Trinkgeldgebens gewöhnt sind, wie das Berliner mit Lewin in tessen in Heinersdorf bei Berlin belegenen Bublikum. Herr Bauer hat sich jedoch auf nichts ein Schlächterei. Schon seit dem Jahre 1892 stand Burmeister in gelassen. Als Grund für seine ablehnende Haltung führte dem Rufe, daß er mit einem falschen Stempel das von ihm ge ull, daß entstehenden Menge des Bruchs" schlachtete Vieh selbst stempele. Diese Thatsache ist durch die es ihm unmöglich mache, auf das Geld seiner Kellner Verzicht zu Wahrnehmungen einer ganzen Reihe von Zeugen bestätigt worden. leisten. Als die Zahlkellner einwandten, daß sie durch ein der- Während Burmeister die Behauptungen der Anklagebehörde artiges Verhalten geradzu gezwungen würden, das Publikum zu entschieden bestritt, war Lewin im allgemeinen geständig. Da er Muß es an sich sugab, daß das Verfahren den Zweck gehabt habe, die Gebühren betrügen, zuckte der Cafetier mit den Achseln. schon als eine nur im Gastwirthsgewerbe mögliche Ungeheuerlich für die Untersuchungsstempel zu ersparen, so mußte der Gerichts feit bezeichnet werden, daß die Kellner das Geschirr bezahlen bof prüfen, ob er zur Aburtheilung der Straffache überhaupt müssen, welches ohne ihr Verschulden dem Wirth zerbrochen wird, zuständig sei. Nach§ 268 Str.-G.-B. find die Schwurgerichte so liegt die Sache im Café Bauer nach Ansicht der in betracht zur Aburtheilung berufen, sobald die Fälschung einer öffentlichen kommenden Angestellten in so weit noch besonders traurig, als sie Urkunde in der Absicht begangen ist, sich oder einem andern Selbstmordversuch. In einem Gasthause in der Invaliden- annehmen, daß die Eigenthümer des bekannten Etablissements, einen Vermögensvortheil zu verschaffen. Nach dem Geständniß straße versuchte sich Montag Vormittag der 26jährige Agent unter denen sich auch der Millionenbankier Stein in des Lewin lag dieser Thatbestand hier vor und der Gerichtshof Ernst Baumbach aus Schöneberg durch einen Schuß in den Düsseldorf befindet, am allerwenigsten nöthig haben, von einem beschloß daher, die Sache dem Schwurgericht zu überweisen. Stopf zu tödten. Er wurde schwer verlegt, aber noch lebend, Theil ihrer Arbeitskräfte Tag für Tag durchschnittlich 120 Mark Der vierzigjährige Kassirer Paul Alexander aus Halen. mittels Krantenwagens nach der Charitee gebracht. Die Ver- für angeblich zerbrochenes Geschirr zu erheben. Mehrere der fee, der sich am 13. Dezember v. J. an einem Schulmädchen, das Verfür anlassung zu der That konnte noch nicht festgestellt werden. Zahlkellner im Café Bauer haben ihre Stelle bereits wieder mit ihm zusammen in einem Rupee der Stadtbahn saß, unfittlich Auf dem Anhalter Bahnhof warf sich Montag Abend aufgegeben. vergangen hatte, ist gestern von der Strafkammer am Land gegen 10 Uhr ein dem Arbeiterstande angehöriger junger Mann Die noch immer mangelhafte Beleuchtung des Vergericht Berlin II. zu 6 Monaten Gefängniß verurtheilt worden. plöglich zwischen die Wagen eines langfam fahrenden Buges. Er gnügungsparkes der Berliner Gewerbe- Ausstellung wird wurde auf der Stelle getödtet. Die Leiche wurde nach dem zu einer großen Anzahl von Schadenersatzprozessen führen, die Schauhaufe gebracht. fich theils gegen das elektrische Syndikat theils gegen den Arbeitsausschuß richten. Ein Banunfall hat sich Dienstag morgens um 9 Uhr in der Schönhauser Allee zugetragen. Dort fiel der 20jährige Arbeiter Dstar Bilasz aus der Sophie- Charlottenstraße zu Charlottenburg aus der Höhe des dritten Stockwerks herab und wurde am Kopfe und innerlich so schwer verletzt, daß man ihn, nach dem er auf der nächsten Unfallstation einen Nothverband erhalten hatte, in ein Krankenhaus bringen ließ. Die Heiligkeit der Ehe in allerhöchsten" Streifen. Die ermittelungsgebühren für das Zustandekommen einer prinzlichen Heirath bilden den Streitpunkt eines inter. Vor der Hutfabrik von Bambus in der Landwehrstraße 11, effanten Zivilprozesses, der vor dem hiesigen Landgericht I ans deren Arbeiter fich bekanntlich im Ausstande befinden, sammelten Die Uneigennütigkeit des Herrn Kühnemann wird an hängig gemacht ist. Der Beklagte ist ein jüngerer Prinz, der als fich, wie polizei- offiziös gemeldet wird, mehrere Arbeiter an. Die scheinend noch durch seine Versöhnungssucht übertrumpft. Das Sohn einer österreichischen Erzherzogin bis vor kurzem in Berlin Aufforderung des dort aufgestellten Schußmannes zum Weiter Berliner Tagebl." schreibt: Die Beleidigungsklage des Kommer in Garnison stand. Seine Vermögensverhältnisse waren in Un gehen beantwortete einer von ihnen, der Arbeiter Paul Falken zienraths Friz Kühnemann gegen den Redakteur der Ausstellungsordnung gerathen, so daß er eine reiche Heirath machen wollte, hayn, mit höhnischen" und" beleidigenden" Reden und leistete Beitung" Hans Löwe wird bestem Vernehmen nach nicht zur Ein hiesiger Vermittler brachte die Heirath mit einer Tochter bei seiner Festnahme so heftigen Widerstand, daß der Beamte Verhandlung kommen, vielmehr ihre Erledigung auf dem Wege eines großen Plantagenbesitzers in Amerita zu stande und vor zur Waffe greifen mußte, ohne ihn jedoch zu verlegen. Fallen- leines Bergleichs finden. wenigen Monaten fand die Hochzeit statt. Als vorläufige Mite gift erhielt die amerikanische Millionärstochter zwei Millionen Dollars. Dem Agenten waren füradie Vermittelung 100 000 m. zugesagt. Um nun zu seiner Provision zu gelangen, mußte der Heirathsvermittler den Klageweg beschreiten. Die Religion muß dem Volte erhalten werden. = Abermals ein Nachtwächter Prozeß. In dem Prozeß der früheren Nachtwächter gegen die Stadtgemeinde Posen wegen Weiterzahlung des bisherigen Gehalts auf Lebenszeit ertannte gestern die Zivilkammer des Landgerichts auf Abweisung der Klage, weil die Nachtwächter bei ihrer Anstellung von der Regierung nicht bestätigt worden seien, mithin als Beamte nicht angesehen werden könnten. daß von Gewerkschaftliches. Bier Bildhauer der Breslauer Bildhauerwerkstätte von Buhl legten die Arbeit nieder wegen Bevorzugung einzelner I Die Arbeiterschaft Berlins wird hiermit auf den Zimmerer Arbeiter. Drei andere Bildhauer, die bei der Sache mit interessirt Friedrich Pometh, Buttbuserstr. 42, aufmerksam gemacht. Der sind, die aber nicht dem Gauverbande, sondern dem Hirsch betreffende geht angeblich im Auftrage der Lohnkommission auf Duncker'schen Gewerkverein angehören, sind zu einem Ent Das Prügeln in der Schule. Der Gemeindeschul- Lehrer Listen ohne Stempel in Restaurationen und bei Geschäftsleuten schluß noch nicht gelangt. Wie immer: Langsam und bedächtig! Behmisch hatte die Tochter des Handelsmannes Karl Sommer- Gelder für streifende Bimmerer sammeln. Wir bemerken hierbei, feld eines Tages wegen einer Ungezogenheit mit einem Rohrstock unserer Seite derartige Listen nicht herausgegeben Vom Streik im Enlengebirge. Langenbielau, 8. Juni. geprügelt. Dies war Sommerfeld von einer Mitschülerin hinter- worden sind. Sollten derartige Listen noch sirkuliren, so find Heute Morgen begab sich der Arbeiterausschuß abermals zu Herrn bracht worden, worauf der Vater den Lehrer in der Schulklasse dieselben sofort anzuhalten. Die Lohnkommission der Zimmerer Neugebauer und theilte demselben mit, daß die Arbeiter ben nicht allein zur Rede stellte, sondern ihn auch thätlich Berlins und Umgegend. schlossen hätten, auf ihren Forderungen zu bestehen. Herr Neu J. A.: Theodor Fischer, gebauer erklärte, daß er nicht bewilligen fönne, weil er sonst in mißhandelte. Wegen diefer Strafthat wurde Sommerfeld gestern Danzigerstr. 83. drei Wochen seine Fabrit schließen müsse. Die Arbeitszeit könne vor der 139. Abth. des Schöffengerichts Berlin zu 150 M. Geld- Au die Musikinstrumenten- Arbeiter Berlins! Nachdem er nicht verkürzen, weil dadurch die Produktion vermindert würde. ftrafe verurtheilt. Man sollte denken, daß die Lehrer der Ge- der Streit aufgehoben war, sahen sich die Arbeiter veranlaßt, Herr Gewerbe Inspektor Töpert gab in der heute Mittag abmeindeschulen ebenso gut ohne den Rohrstock ihr Erziehungswert ihre Arbeitskraft wiederum den Fabrikanten anzubieten. Daß gehaltenen außerordentlich stark besuchten Versammlung der üben tönnten, wie die der höheren Töchterschulen. Wie so dies manchem unserer Kollegen schwer wird, ist einleuchtend, Streifenden die Erklärung ab, daß er sich im Interesse der manches Beispiel lehrt, ist man aber selbst in Berlin noch nicht aber um so schändlicher ist das Benehmen des Streifenden bei Herrn Neugebauer verwandt habe. Herr Neus so weit. triumphirenden Ausbeuterthums, das uns entweder mit gebauer habe erklärt, daß er feine Bestrafung der Streifenden ironischer Miene eine verneinende Antwort ertheilt oder ver wegen Kontraktbruchs herbeiführen und auch die Streifführer langt, wir sollen die Erlaubniß desjenigen Fabrikanten haben, nicht maßregeln wolle, wenn die Arbeiter morgen( Dienstag) bei welchem wir vor dem Streit thätig waren, erst dann könne die Arbeit wieder aufnehmen würden. Nach dieser Er eine Einstellung erfolgen, d. b. sich als reuiger Sünder zu be- tlärung frägt der Vorsitzende die Versammlung, ob jemand kennen. Wir begreifen den Groll diefer Ringherren über den dazu das Wort wünsche. Niemand meldete sich. Ein furrenten abgejagte Absatzgebiet; jedoch wir sind informirt, daß die Forderungen bewilligt find. Thatsächlich sind denn verlorengegangenen Profit und das ihnen von Ron- stimmig wird abgelehnt, die Arbeit aufzunehmen, ohne Aufträge sind vorhanden, die Geschäftskonjunktur ist die gleiche, auch die Arbeiter und Arbeiterinnen fast ausnahmslos in den wie vor dem Streit, somit hat es das Unternehmerthum nur Streit eingetreten. Bekannt gemacht wird, daß auch diejenigen darauf abgesehen, sich eine Reserve von Arbeitern zu schaffen, der Streikenden, welche nicht Mitglied des Verbandes sind, welche sich willig und gefügig allen Anforderungen seitens der Unterstüßung erhalten werden. Ferner soll mit den GeschäftsFabrikanten ohne zu murren unterzieht. Auf diesem Gebiet Teuten verhandelt werden dahingehend, daß sie während der Sauptversammlung des Deutschen Verbandes kaufzeichnen, sich besonders die Fabrikanten Bechstein, Quandt, Streifzeit eine Ermäßigung der Waarenpreise eintreten lassen. männischer Vereine. Den ersten Gegenstand der Tagesordnung Siebert u. a. aus, die jeden Streifenden, der es wagt um Da die Arbeiter und Arbeiterinnen fest zusammenhalten bildete die geplante Abänderung des Allgemeinen Deutschen Arbeit nachzufragen, ohne weiteres die Thüre weisen, dafür und deren Arbeit nothwendig gebraucht wird, so ist ihr Sieg Handels- Gesezbuches. Der Referent Helms- Hamburg, Sekretär aber jeden sich anbietenden Tischler in den Betrieb auf sicher, wenn die deutsche Arbeiterschaft es nicht an der nöthigen des Hamburger Vereins für Handlungs- Kommis von 1858" nehmen. Wir haben durchaus nichts dagegen, daß sich unsere Unterstützung fehlen läßt. Schnelle Hilfe ist aber dringend nothbetonte ganz besonders, daß die Kündigungsfrist nächsten Berufsgenossen bei uns einreiben, aber während wir wendig. Am Mittwoch findet eine Volksversammlung statt, eine feste gesegliche Regelung erfahren uns im Lohnfampf befinden und jetzt, nachdem 5-600 auf welche Stellung zum Streit nehmen wird. müsse. Im weiteren sei zu fordern, daß der Prinzipal ver- der Strecke liegen bleiben, ist es höchst unsolidarisch und pflichtet sei, in Krankheitsfällen das Gehalt 6 Wochen lang zu jedes ehrlichen Arbeiters unwürdig, seinen Mitmenschen, ist heute beigelegt worden. Die Wiederaufnahme der Arbeit Der Streik in der Gayser'schen Oelfabrik in Harburg zahlen, gleichviel, ob der erkrankte Gehilfe einer Krankenkasse welche sich eine höhere Lebenshaltung zu erringen bestrebt erfolgt zu den alten Lohnfäßen; eine Lohnerhöhung erfolgt nach angehöre oder nicht. sind, zu schädigen, ihm in den Rücken zu fallen und auf diese brei Wochen. Der Streit hat acht Wochen gedauert. Ferner müsse gefordert werden, daß der Prinzipal genöthigt Art unseren Feinden in ihrem verwerflichen Treiben Vorschub fei, einem zur militärischen Uebung eingezogenen Sehilfen wenigstens leisten. Tischler Berlins! Beherzigt diese Worte, ermannt Euch, 6 Wochen lang fein Gehalt zu zahlen. Der Referent begrüßte im denkt darüber nach, daß 5--600 brave Proletarier unserer Branche weiteren Verlauf das in Aussicht stehende Gesetz über kaufmännische als Gemaßregelte bezeichnet werden müssen, deshalb haltet den Schiedsgerichte mit Freuden. Zuzug nach allen und besonders nach den bezeichneten Fabriken Die Lohnkommission. Soziale Meberlicht. Achtung, Tabakarbeiter! Aus Bremen wird gemeldet: Bei der Firma Hagens u. Schmidt, Buchtstraße, sowie bei der Firma Weiß u. Schädlich, Kielstraße, liegen Lohndifferenzen vor. Dieses den Tabatarbeitern zur besonderen Kenntnißnahme. Geh. Ober- Regierungsrath Dr. Hoffmann fern. Vier Vereine von Bäckergehilfen, die in Hamburgvom Reichs Justizamt: Die Veröffentlichung des Entwurfes des Handels- Gesetzbuches gefchieht nur zu dem Zwecke, um Zur Lohnbewegung der Steinsetzer. In Hamburg find Altona bestehen, haben sich dahin geeinigt, den 1. Juli, als weitere Vorschläge und Anregungen zu empfangen. Die Regie- infolge des Beschlusses, die sogenannten Ueberlandarbeiten nicht Einführungstag der bundesräthlichen Verordnung bezüglich des rung wird, soweit als möglich, alle Abänderungsvorschläge, die unter dem aufgestellten Tarif auszuführen, 21 Mann ausgesperrt Marimal Arbeitstages festlich zu begehen. Geplant ist ein ihr von Sen betheiligten Kreisen zugehen, verwerthen. worden. Es ist infolge deffen über die beiden betreffenden Firmen Demonstrationsfestzug vom Holstenplay nach einem großen Ver Die Regierung hat das Bestreben, alle betheiligten Kreise, auch die Sperre verhängt worden und darf dort so lange kein anderer in gnügungs- Etablissement. die der Handlungsgehilfen zu hören und deren Wünsche nach ist, daß auch die übrigen Firmen gelegentlich dem Beispiele der Rad wit wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. Sie Arbeit treten, bis diese 21 Mann wieder eingestellt sind. Da anzunehmen Ju Wandsbeck haben 18 Bautischler des Villenbauers Möglichkeit zu berücksichtigen.( Bravo.) Der Redner versichert: Die Regierung wird bemüht sein, Ihren Wünschen auch beiden ersten folgen werden, so ist bis auf weiteres zuzug von fordern 50 Pf. Stundenlohn, während der Unternehmer nur in dieser Beziehung möglichst Rechnung zu tragen.( Lebhaftes Hamburg streng fernzuhalten. Ein Antrag auf Ein- 45 Pf. zahlen will. Bravo.) Es entspann sich hierauf eine sehr lange, lebhafte Debatte. tritt in den Generalstreik wurde nach fünfstündiger sehr lebhafter Der Gerberstreik der Heil'schen Bederfabrit in Endlich wurde folgenden Anträgen zugestimmt: 1. Antrag Debatte in der letzt stattgehabten Versammlung abgelehnt. In Wandsbet mußte von den Arbeitern für beendet des Vorstandes:„ Die Jahresversammlung ermächtigt den Vor- Brandenburg a. H. und Querfurt ist die Situation noch unver stand, dem zweiten Entwurfe gegenüber Stellung zu nehmen." ändert, die meisten der Ausständigen sind in auswärtiger erklärt werden, da es leider Herrn Weil gelungen ist, 2. Antrag Silbermann Berlin:" Der Lehrvertrag ist für die Arbeit. In Oschersleben hat sich auch der dritte Meister auf auswärtige Arbeitskräfte heranzuziehen; auch waren 12 von Dauer von mindestens einem Jahre zu schließen. Personen Unterhandlungen eingelaffen, so daß ein baldiger günstiger Abschluß den 85 in den Streit getretenen Arbeitern und Arbeiterinnen unter 16 Jahren gelten unter allen Umständen als Lehrlinge." zu erwarten ist. Auch hier sind jedoch sämmtliche Ausständige zu Streitbrechern geworden. Das Gewerkschaftskartell beschloß, die Die Prenzlauer Steinfegmeister be- Ausgesperrten auch ferner zu unterstützen. 3. Antrag Mittnacht- Mainz: Mindestens darf die Kranken- Ent- in auswärtiger Arbeit. schädigung am Gehalt nicht gekürzt werden, wenn der Versicherte harren immer noch auf dem bisherigen ablehnenden StandIn Darmstadt ist bei der Firma Rodberg ein Streit aus. das Krankengeld ganz bezahlt." Folgender Antrag von Kauf- punkt gegenüber der Forderung der Arbeiter auf Einführung gebrochen. mann- Mannheim: Vereinbarungen, durch welche den An- der zehnstündigen Arbeitszeit. gestellten eines Geschäftsbetriebes Beschränkungen auf- forgen, daß auch von allen diesen Orten der Zuzug noch fern Die Dachdecker der Firmen Friedrich Müller und Henkel erlegt werden, bezüglich der Anwendung seiner Kenntnisse bleibt. Die Bromberger und Insterburger Steinseher haben die in Ludwigshafen befinden sich wegen Lohnerhöhung im oder seiner Arbeitskraft nach Ablauf des Dienstverhältnisses, Berkürzung der Arbeitszeit auf 10 refp. 11 Stunden durchgesetzt; Streit. find nichtig, es sei denn, daß die Inhaber des Geschäftsbetriebes lettere auch noch den von ihnen aufgestellten Arbeitstarif. BeDie Tischler und Lackirer von Neu- Isenburg, deren sich für die Dauer der Bestimmungen verpflichtet haben, den An- züglich des letzteren Punktes mußten verschiedene Unternehmer Meister zuerst die Bemühungen des Gewerbegerichts zur Beigestellten für die in der auferlegten Beschränkung liegenden erst durch Einstellung der Arbeit zur Anerkennung desselben ge- legung des Streits schroff zurückwiesen, haben nun doch einen Nachtheile Ersatz zu gewähren", wurde in namentlicher Ab- zwungen werden. vollständigen Sieg über diese erreicht. " Es ist also dafür zu stimmung mit 15 Stimmen, die 32 Vereine vertreten, gegen Zur Buchdruckerbewegung. Der Buchdruckerverein in 36 Stimmen, die 77 Vereine vertreten, abgelehnt. Hamburg- Altona hat nach einem eingehenden Referate it a dt haben, wie der Offenbacher Abendzeitung" Die Keffelschmiede der Firma Rodberg in Darms Gasch's folgenden von Gustav Stengele eingebrachten Antrag getheilt wird, die Arbeit niedergelegt. einstimmig angenommen:„ Die Mitgliederversammlung des Buchdruckervereins zu Hamburg Altona verwirft die Berliner Tarif- Der Ausstand der Holzarbeiter in Mülhausen i. E. abmachungen, fordert den Gehilfenvertreter des I. Tarifkreises, dauert fort. Die seitens der Streifenden um Bermittelung ange G. Klapproth Hannover, zum Rücktritt auf und erklärt, die gangene Bürgermeisterei lehnte eine solche ab. Die Sympathie Haltung des Gehilfenorgans mit bezug auf die Berliner Tarif- der Bevölkerung ist auf seiten der Arbeiter. Traurigerweise läßt abmachungen zu billigen." die Fernhaltung des Zuzuges viel zu wünschen übrig. 0 3 Die Buchdrucker in Halle a. S. hatten am 30. Mai mit allen gegen 3 Stimmen beschlossen: " Den zweiten Gegenstand der Tagesordnung bildete die Errichtung taufmännischer Schiedsgerichte. Syndikus Schloßmacher Offenbach a. M. befürwortete einen Antrag, wonach die Unterstellung des Handelsgewerbes unter die Gewerbegerichte entschieden abzulehnen, vielmehr die reichsgesetz liche Einrichtung von Sonder- Gerichten zur Schlichtung von Streitigkeiten aus dem kaufmännischen Anstellungs- Verhältniß zu erstreben ist. Diese Schiedsgerichte sollen auch als Vergleichs- und Einigungsamt dienen. Vom Berliner kaufmännischen und gewerblichen Hilfsverein für weibliche Angestellte" wurde beantragt, Die öffentliche Buchdruckerversammlung hält eine außer hinzuzufügen: Handelsfrauen und weiblichen Handelsangestellten ordentliche Generalversammlung des Verbandes der deutschen Buchist bei Bildung der Schiedsgerichte das aktive und paffive drucker für absolut nothwendig und wünscht die Schlußßißung Wahlrecht einzuräumen." Schloßmacher bemerkte: Er der Tariskommission so weit hinausgeschoben, bis die Meinung bitte, diesen Busazantrag abzulehnen.- Nach längerer der gesammten Kollegenschaft über den vorliegenden Tarif zur Debatte, in welcher sich insbesondere alle Redner für die Noth Geltung gekommen ist." Als Bufazantrag kam noch zur Anwendigkeit faufmännischer Schiedsgerichte aussprachen, wurde der nahme: Die Versammlung erklärt, daß sie den Gehilfen Antrag Schloßmacher einstimmig angenommen, der erwähnte vertreter folange von den weiteren Verhandlungen zurückhält, Bufazantrag dagegen in namentlicher Abstimmung mit 95 Stimmen, bis die Generalversammlung des Verbandes das letzte Wort gedie 46 Vereine vertreten, gegen 6 Stimmen, die 16 Vereine versprochen hat." treten, abgelehnt. Die Karlsruher Buchbrucker nahmen in einer am 7. Juni abgehaltenen Versammlung eine sehr scharf abgefaßte Resolution In der Nachmittagssigung sprach Raufmann Julius Meyer- an, in welcher sie sich mit den Abmachungen der Gehilfen über: Die Frauenarbeit im Handelsvertreter bezüglich der Tarifkommiffion nicht einverstanden er flären, dagegen das Vorgehen des Redakteurs des Correspondent" Nach längerer Debatte wurde der erste Saß der folgenden billigen. Resolution angenommen: Buchdruckerstreik in Berlin. Wegen Maßregelung des Der deutsche Verband kaufmännischer Vereine erkennt im Prinzip Bertrauensmannes find sämmtliche Sezer und Maschinenmeister die Berechtigung der Frauenarbeit im Handelsgewerbe an, bezeichnet in der Buchdruckerei W. Köbke, Alexandrinenftr. 99, ausständig es aber als dringend erforderlich, daß dieselbe unter den gleichen geworden. Anforderungen in bezug auf Ausbildung und Gehalt stattfindet, Es trat hierauf die Mittagspause ein. Berlin gewerbe. durch Die " wie die Leistungen der männlichen Gehilfen und Lehrlinge, da Verein aufgelöst und sind dem„ Verbande der Schmiede DeutschDie Hallenser Junungs- Schmiedegesellen haben ihren die Interessen der männlichen Angestellten im Handelsbewegung steht, beigetreten. jezigen Gehaltsverhältnisse der Frauenarbeit lands", der bekanntlich auf dem Boden der modernen Arbeiter gewerbe bedauerlicherweise wesentlich geschädigt werden. würde. Versammlungen. fammlung nahm am Montag den Situationsbericht des VerZimmerer. Eine von 200 Plazdeputirten besuchte Vers trauensmannes Fischer entgegen. Danach wird in Berlin bis auf 25 Baugeschäfte neun Stunden gearbeitet, in Charlottenburg find zwölf Baugeschäfte mit zehnstündiger Arbeitszeit. Die Zahl der dort Beschäftigten betrage aber nicht mehr als 400. Eine andere Taktit tönne aber nicht eingeschlagen werden, und müssen wir die Zeit abwarten, bis in den Geschäften die bis jetzt meiftentheils aufgeschobene Arbeit in Angriff genommen wird. Schwer fei es aber, die seit Beendigung der Ausstellungsarbeiten arbeitslosen Familienväter von den Pläßen fernzuhalten, da die Streitbrecher meistentheils jüngere unerfahrene Leute sind. Infolge dessen sei es wohl angebracht, die Arbeitslosen einiger maßen zu unterstützen, damit dieselben nicht durch die Noth ge zwungen zum Streitbrecher werden. Nach längerer eingehender Diskussion wurde hierauf folgende Resolution angenommen: Jeder Zimmerer, welcher länger als 4 Wochen arbeitslos ist, er= hält eine einmalige Unterstützung von 15 M., wenn er ben Beschlüssen der Berliner Zimmerleute nachgekommen ist. Des Agitations- und Unterstüßungsfonds einzutreten, damit sowohl weiteren verpflichteten sich die Platzdeputirten für den die Arbeitslosen, als auch die Gemaßregelten genügend unterstützt werden können. Vermischtes. Was einem Edelsten und Besten paffiren kann. Die Strasbehörden von San Francisco haben einen Steckbrief hinter den früheren österreichischen Oberlieutenant Josef Blanther er laffen, welcher am 16. Mai abends in der Georgstraße daselbst eine Frau Langfeld ermordet und ihr fünf Brillantringe geraubt geboren. hat. Blanther ist im Jahre 1850 zu Madlensburg in Steiermark Ans Lemberg wird berichtet: Am Montag wurde die auch mehrere Personen sind in den Flammen amgekommen. Der Ortschaft Drobowize von einer verheerenden Feuersbrunft heimgesucht, wobei nicht weniger als 300 Häuser niederbrannten. Materialschaden ist sehr bedeutend. Der Weg zur Erreichung dieses Zieles ist die weitere Zur Lohnbewegung in der Stahl- und EisenwaarenOrganisation der Gehilfinnen, welche auch im Interesse Industrie in Solingen erfährt die" Rheinisch- Westf. Zeitg.". der Gehilfen liegt. Der zweite Saz wurde in nament- daß sich dieselbe auch auf den Taschen- und Federmesserschleiferlicher Abstimmung mit 81 Stimmen, die 39 Vereine vertreten, Verein erstreckt. Denjenigen Fabrikanten, die dem Fabrikantengegen 25 Stimmen, die 9 Vereine vertreten, abgelehnt. verein nicht angehören, hat der Schleiferverein einen Anhang Ueber den weiteren Gegenstand: Bildung einer zum Preisverzeichniß zugesandt und sie ersucht, sich bis zum Versicherung gegen Stellenlofigfeit" wurde zur 8. b. M. darüber zu äußern. Ein Theil der Fabrikanten hat sich Tagesordnung übergegangen, da festgestellt wurde, daß die mit der Preiserhöhung ebenfalls einverstanden erklärt. bloße Enquete, die dazu erforderlich sei, etwa 25 000 M. foften Die Former der Firma Sgennemann in Remscheid, bie, wie wir bereits mitgetheilt, am 30. Mai die Arbeit einEs wurden alsdann noch einige Rechnungsfachen erledigt. gestellt haben, machen folgende Forderungen geltend: Lieferung Köln: Er sei zur Wahl für den Vorstand vorgeschlagen neuen Lohntarifs, früherer Preis für die Modelle, bevor sie Bei der hierauf folgenden Vorstandswahl bemerkte Rasch von sämmtlichem Material, Gips, Blei 2c.; Ausfertigung eines eine solche Wahl nicht an der jetzige Meister herunterdrückte. Werden diese Forderungen Er sei stets der Meinung gewesen, bewilligt, so sind die Ausständigen gewillt, die Arbeit geschlossen bag der Berband dadurch seine Bedeutung erlangt habe, daß er wieder aufzunehmen. Vor allem ist 3uzug streng fern zu berichtet: 28ährend des gestrigen Festzuges stürzte der Neffe des Moskau im Kleinen. Aus Budapest wird vom 8. Juni in erster Reihe für die Gehilfen eintrete. Dadurch aber, daß der halte it. Verband gestern einen Gehilfenverein ausgeschloffen habe, sei er ( Rebner) in einen gewiffen Gegensatz zu dem Verbande ge London wählten die Dresdener Metallarbeiter wurden von einer von einem Balkon am Franz Josefs- Quai ab Als Delegirter zum internationalen Kongres in verstorbenen Ministers Baroß so anglücklich mit dein Pferde, daß er mit zerschmettertem Schädel todt liegen blieb. Neun Personen so daß es ihm unmöglich sei, eine Stellung ihren Kollegen Segis, jezigen Arbeiterfekretär in Nürnberg. getrennten Eisenstange getroffen. int Worſtande Zwei Männer blieben beschlossen: Als Vorort des Verbandes wird wiederum& cant: Wegen des Feierne des 1. Mai bestehen in Groitsch todt, fieben wurden verlegt. Außerdem tamen viele Fälle furt a. M. und als Abhaltungsort für den nächstjährigen Ver- noch jetzt Aussperrungen von Arbeitern. In der Fabrit des von Higschlag und Sonnenstich bei den Infanteristen vor bandstag Leipzig gewählt und danach mit den üblichen Herrn Kalischer wurde 33 Arbeitern gekündigt, weil sich die sowie Ohnmachtsanfälle im Publikum. Auf dem Leopold- Ring Dankesreden die Hauptversammlung des deutschen Verbandes Fabrikbesizer dadurch, daß bei ihnen allein gefeiert wurde, in brach Feuer aus in dem Woment, als die Krone vorbeikam. taufmännischer Vereine geschlossen. ihrer„ Ehre gekränkt" fühlten. Der Bug wurde jedoch nicht gestört und der Brand erstickt, worden. nehmen können. Es Aus Konftantinopel meldet der Zelegraph vom Montag[ an ein Segelschiff und erlitt starke Havarien. Sämmtliche Infaffen| überfallen und der Mann, der die Damen begleitete, getödtet. bie folgenden zwei Geschichten mit romantischem Anstrich: Der wurden gerettet, ein Matrose wurde verwundet.- Gestern wurden Die erfigenannte Dame wurde mit dem Auftrage zurückgesandt, Kleine Dampfer der deutschen Botschaft, mit dem Botschafter die Schwester und die Nichte des Dragomans der serbischen Ge- binnen fünf Tagen ein Lösegeld von tausend Pfund zu be= Freiherrn Saurma von der Jeltsch und den Herren und fandtschaft Terkhan und eine Französin auf dem Wege nach dem schaffen. Die Pforte hat sofort die nothwendigen Maßregeln anDamen der deutschen Botschaft an Bord, stieß auf der Fahrt von den Prinzeninseln gegenüber liegenden Badeorte Jeloya, zwei geordnet. Therapia bei Dolmabagdsche infolge der Versagung des Steuers Stunden vom Marmarameere entfernt, von einer Räuberbande Für den Inhalt der Inserate überPuhlmann's nimmt die Redaktion dem Bublifum Vaudeville- Theater. gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, den 10. Juni. Opernhaus. Oberon. Neues Opern Theater. Geschlossen. = ( Kroll.) Schauspielhaus. Die Komödie der Frrungen. Die Dienstboten. Deutsches Theater. Lumpacivaga bundus. Leing Theater. Waldmeister. Berliner Theater. König Heinrich. Heurs Theater. Tata- Toto. Rendenz- Theater. Hals über Kopf. Der neue Ganymed. Schönhauser Allee 148. Heute Mittwoch, den 10. Juni: roßer Gesellschaftsabend. Broke roße Extra- Vorstellung. Vou 3 Uhr ab: Familien- Kaffeekochen. Entree 30 Pf. Urania. Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt. ab. Eintritt 50 Pf. Wissenschaftl. Theater abends 8 Uhr. Theater Unter den Linden. Dr- Invalidenstr. 57/62, Lehrt. Stadtbahnh. pheus in der Unterwelt. Schiller Theater. Natalie. • Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Sternwarte täglich geöffnet v. 7 Uhr abends ab. Eintritt 50 Pf. Belle- Alliance- Theater. Die Stinder Castan's Panopticum. des Kapitän Grant. National Theater. aufgang. Vor SonnenFriedrich- Wilhelmstädt. Theater. Spezialitäten Borstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Bor stellung. 165 Friedrichstrasse 165. Das Bärenweib phänomenales Naturspiel Banfmann's Variété. Spezialitäten- aus den Felsenbergen New- Mexico's! Borstellung. Adolph Ernst- Theater. Anfang 8 Uhr. Charley's Tante. Schwant in 3 Atten von Brandon Thomas. Repertoirestück des GlobeTheaters in London. Jn Szene gesetzt von Adolph Ernst. Borher: Mit neuer Ausstattung: Die Bajazzi. Parodistische Poffe mit Gesang in 1 Att von Ed. Jacobson und Benno Jacobson. Musit von F. Roth. Morgen: Dieselbe Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Direttion: Max Samst. Volksvorstellung zu bedeutend ermässigten Preisen. Illusionen Kasperle- Theater Damen- Kapelle Irrgarten. Viktoria- Brauerei Lützowstrasse 111/112. Heute sowie täglich( außer Sonnabends): Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader). Anfang präz. 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkaufbillets für die Wochentage à 40 Pf. u. FamilienVor Sonnenaufgang. billets à Mart. Siehe Plakate! Soziales Drama in 5 Aften von Gerhart Hauptmann. Regie: Frih Schäfer. National- Theatergarten. Gr. Konzert. Heute: Großer Ringkampf. Spezialitäten 1. Rauges. Theaterstücke. Bei schönem Wetter im herrlichen Konzertgarten, bei schlechtem Wetter im großen Konzertsaal. W. Noack's Sommer- Theater. Brunnenstr. 16. Täglich: Konzert, Theater und Spezialitäten- Vorstellung. Schiller- Theater. Jeden Sonntag, Montag, Dienstag ( Wallner- Theater.) Mittwoch, abends 8 Uhr: Natalie. ( Natalie: Frau Clara Meyer a. G.) Saal: und Donnerstag: Gr. Ball. Das Königreich der Weiber. Theater Alt- Berlin. Operette in 3 Bildern von Millöcker. # ( Berliner Gewerbe Ausstellung 1896.) Jeden Nachmittag 31/2 u. 51/2 Uhr: Märkisches Ringelstechen. Julius Ernest, Liederfänger. Franziska Wünsch, Kostüm- Soubrette. Willi Reuschel, Gesangs Humorist. Janka Ros'l, Opernsängerin. Entritt 60 Pf., Parket 1 M., Loge 2 M. Geschw. Romany, Gesangs- Duettisten. Abends 7 Uhr. Gotzkowski. Ringelstechen. KAIRO Alt- Berlin. Bei günstiger Witterung nachmittags 3 Uhr: Wendischer Jagd u. Beutezug. Nachmittags 6 Uhr: Aufzug zum Ringelstechen. 3wei Mufittorp 8. Zaubertheater; Diorama; Altdeutscher Irrgarten. Rembrandtmühle. Reise in die Unterwelt. Eintritt: 25 Pfg. Donnerstag bis 6 Uhr 50 Pi später 25 Bi. Passepartouts à 4 Mk. KAIRO KAIRO von 7 Uhr abends ohne Gewerbeausstellungs- Billet zugänglich. 1. Eingang: Ausst.- Bahnh, Ostbahn- Park Rüdersdorferstr. 71. Am Küstriner Park. Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Garten- Concert von der 24 Mann Harken Hauskapelle unter Leitung des Musikdirektors Herrn P. Nimscheck. Kaffeeküche 3-5 Uhr.- Entree 15 Pf., wofür ein Glas Bier gratis. Volksbeluftigungen jeder Art. 4 Kegelbahnen zur Verfügung. Gute Biere, ausgezeichnete Küche zu soliden Preisen. H. Jmbs. Grösstes Schaustück der Welt. Ca. 0001 Mitwirkende. Sensationellst. Erfolg d. Saison. 2 Vorstellungen täglich Bolossy Kiralfy's„, Orient" im OlympiaRiesentheater. Alexanderstr., Ecke Magazinstr. Nachmittags, 5-7 Uhr, Abends 9-11 Uhr. Uebertrifft alles bisher Dagewesene. Unterbrechung gegeben. zu London ohne Olympia- Theater Mal im 500 Von Publikum u. Presse einstimmig anerkannt. Edt Werderfches Bier Tonne 2,50, 16 Tonne 1,30. Potsdamer Stangenbier 1/8 Tonne 2,75. Extra- Gebräu Werdersches Bier, 1/8 To. 3,40,1/ 16 To. 1,70 Schutz Marke do. nach Münchener Art, Lagerbier, hell u. dunkel, do. nach Pilsener Art, Sämmtliche Biere( außer Extra- Gebräu) in Flaschen 36 Stück für Mart 3, Extra- Gebräu Werdersches Bier do. 24 Stück für Mark 3, liefere frei ins Haus ohne Pfand. Vereinigte Werdersche Brauereien Haupt- Niederlage: Berlin, Adalbert- Straße Nr. 80. Fernsprecher Amt IV, 9865. Möbeltischlerei von 10 Uhr vorm, geöffnet.u. Lager compl. Wohnungseinrichtungen 11. Eing: Köpnick. Landstr. von den einfachsten bis zu den elegantetten in jeder Preislage in solider Waffensamml. d. Chediwe; Samml. d. egypt. Behörden, Schwert des Mehomet- Ali. Salon bedeutender KAIRO Orientmaler. KAIRO Apollo- Theater KAIRO und Konzert- Garten Friedrichstraße 218. Dir. J. Glück. Die Spree- Amazone KAIRO Riesen- Arena mit MonstreAufführungen v. 500 Pers. m. Pferd., Dromedaren etc. Leibkapelle d. Chediwe 60 Mann in Uniform, 3 Hauskapellen, Arena: Beduinenkämpfe und Reiter- Fatasias um 5 und 81 Uhr nachm. u. Salerno, The Avolos, The Kurrakins, KAIRO Cheops- Pyramide Die Spree- Amazone mit Königsgräbern. und Auftreten sämmtl. Spezialitäten. KAIRO Entree 50 Pf. Die Spree- Amazone. u. Salerno, The Avolos, The Kurrakins etc. etc. KAIRO Elitetag( Dienstag) 1 Mk. Dauerkarten: Erwachsene 15 Mark, Kinder 8 Mark, im Bureau Kairo und Raffeneröffnung 612 Uhr. Ronzert bei C. Stangen, Mohrenstrasse 10. 7 Uhr. Anf. der Vorstellung 8 Uhr. Ausführung zu den billigsten Preisen empfiehlt 5012L Julius Apelt, Tischlermeister, Skalizerstr. 6. Eigene Werkstatt im Hause. Im prachtAllen Bekannten und Freunden zur Nachricht, daß unser lieber Sohn Bruder und Schwager, der Steinfeger Ernst Jaekel, 38 Jahre alt, am Montag, den 8. Juni mittags am Ge2116b hirnschlag verstorben ist. Die Beerdigung findet heute, Mittwoch Abend 6 Uhr von der Leichenhalle des Neuen Jakobi- Kirchhofes aus ftatt. Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. Allen Verwandten und Kollegen meinen herzlichen Dank für die Theilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes. Emilie Henning, 2111b geb. Schunke. Von der Reise zurück. Dr. Zepler Frauenarzt. Klagen, Eingaben, Unfallsachen, Bugger, Steglißerfir.65 Zähne v. 2 M. cv. Theilz. Frau Olga Jacobson, Invalidenstr. 145. ortièren Restbestände 2 bis 8 Chals, à 2,50, 3, 4, 6 bis 15 Mark. Probe- Chals bei näherer Angabe franco zu Dienften. mit P Portièren- Ab Pracht- Katalog bitbungen gr. u. fr. Teppich- Emil Lefèvre, Fabrik Berlin S., Oranienstraße 158. Monatl. v. 10 M. an Theilzahlung. liefert elegante Anzüge nach Maak Tomporowski, Schneidereifter. Berlin C., Jüdenstr. 37, 1 Tr. Achtung! Achtung! Künstl. Zähne v. 3 M. an, Theilz. wöchentl. 1 M., wird abgeholt. Zahns ziehen, Zahnreinigen, Nervtödten bei Bestellung umsonst. Gudel, Laufizerplay 2, Elsasserstr. 12 Concordia Allgem. Versicherungs Gesellschaft in Kiel F versichert in der Kranken Zuschußkaffe männliche u. weibliche Personen ohne ärztliche Untersuchung und ohne Unterschied des Beruss in Höhe von 53332* 1-3 M. täglich. Aufnahmen u. nähere Auskunft ertheilt Emil Paul, Adalbertstr. 71. Fahrräder! wünschen, so erhalten Wenn Sie ein Fahrrad Sie daffelbe 50-60 m. bill. als b. Händ ler direkt i. d. Fabr., Prinzenstr. 86. Roul. Theilzhlg. Gr. u. leistungsf. Fabr. Berl. Arbeiter- Bibliothek billig zu verkaufen bei Langkau 21036 Steinmetzstr. 6. ,, Vorwärts", Jahrg. 94/95, halb. Preis, 3. verf. Günther, Solamarktstr. 68 D. I. 4 2. 2107b sep. m. Piano frei Vereinszimmer Bohn, Corgingſtr.10. Schankgeschäft für Parteigenossen, billige Miethe, Garten, 2 Zimmer, viele Vereine und Zahlstellen, nachweisbar sichere und gute Existenz, sofort für 3600 M. verkäuflich. Nur zahlungs2118b fähigen Selbsttäufern näheres F. Mundt, Zig.- Fabr., Schlesischestr. 9. Mühlenstraße 8, nahe Oberbaum, ist ein freundlicher jedes Geschäft passend, billig zu verLaden nebst Stube und Zubehör, für miethen. 52852* Arbeitsmarkt. Passage- Panopticum. Reichshallen vollen Sarton- arbeiterinnen, geübte, verl. 42 wilde Weiber aus Garten, Leipzigerstraße, am Dönhoffsplay. Täglicy: M.Wolff, Neue Friedrichstr.48. Karton- Arbeiterinnen u. Lehrmädchen A.Eisenstädt, Beuthstr.5. Norddeutsche Sänger Karton- Arbeiterinnen verlangt Albert Um 10 Uhr: Hoffmann mit die Musik der armen Leute. Um 211 Uhr die stets mit stürmischem Beifall auf Erdmann, Beuthstr. 3. 2105b Arbeiterinnen verl.. 21066 Karton- J. Schwandt, Neue Jakobſtr.6. Sartout- arbeiterin b. dauernd. Besch. Dahomey. Alle fünf Barrisons Geübte Ausschank! Berl. Gewerbe- Ausstellung 1896 Kosthalle Berliner Großdeftillateure. Abtheilung Nr. 12: Julius Abraham empfiehlt seine bekannten[ 5209L* Spirituoſen und Spezialliköre. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf., reserv. Play 50 Pf. Vorzugsbillets haben Giltigkeit. 4 Bale 3 Bersammlungen und Festlichkeiten unentgeltlich zu vergeben. ,, Englischer Garten", 5262L*] Alexanderstr. 27c. P. Boehme, Luisen- Ufer 3. Klempner auf Lampen s. J. Hirschhorn, SO., Köpenickerstraße 149. % 21086 Zuschneider verl. Filzschuh Fabrik Barnimftr. 22. Einleister außer dem Hause find. Beschäft. Filzschuh- Fabr. Barnimstr. 22. Lehrmädchen für Posamenten verl. & fche, Dranienfir. 36. 2110b Fädlerinnen, geübte, sucht Carl Simeonftr.23.* denerstr. 88/89. 2115b Vereinszimmer Plicker age frei. Bira, mechanische Seidenstickerei, Dres Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Badina in Berlin. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 133. Abgeordnetenhaus. 75. Sigung vom 9. Juni, 11 Uhr. Mittwoch, den 10. Juni 1896. 13. Jahrg. in Erfurt verstorbenen, während des Kulturkampfes wegen wiffent- welche den Forderungen der Streifenden durchaus nicht so feindlichen Meineids zu zwei Jahren Zuchthaus verurtheilten lich gegenüber stehen, durch Meister Krüger dahin beeinflussen ehemaligen Pfarrer Hilfenberg veröffentlicht. Der Nachruf laffen, die Anerkennung des Tarifs zu verweigern. Es wurde hierauf Am Ministertische: Justizminister Schönstedt und enthielt die Wendung: Ihm raubte man seine bürgerliche beschlossen, den Streit nicht aufzuheben, sondern zu versuchen, die bei Rommissarien. Ehre, indem man ihn zum Meineidigen stempelte und vermittelst Strüger in Arbeit siehenden Scheibentöpfer für die berechtigten Das Andenken des verstorbenen Abg. Frhrn. v. Loë( 3tr.) eines politischen Tendenzprozeſſes, wie er schlimmers in den Jahr. Forderungen der Streifenden zu gewinnen, event, eine neue Ber ehrt das Haus in üblicher Weise. büchern der preußischen Rechtsprechung sich kaum wiederfinden handlung mit den Meistern, welche sich noch ablehnend Auf der Tagesordnung steht die erste Berathung des Gesetz- dürfte 2c." Die Staatsanwaltschaft in Nordhausen sah darin halten, anzubahnen. Unter Verschiedenem wurde das Mitglied entwurfs betr. die Aufhebung der rheinischen Hypo- eine Beleidigung der im Jahre 1875 beim Kreisgericht in Nord- Kallmann aus dem Verbande ausgeschlossen, weil die Versammhausen fungirenden Staatsanwaltschaft und stellte Strafantrag lung der Ansicht war, daß die Handlungen des letzteren sich mit Die Vorlage geht nach kurzer Debatte an die Budget- gegen die" Eichsfeldia". Das Gericht erkannte auf Einstellung dem Statut des Verbandes nicht in Einklang bringen lassen. tommission zur Vorberathung. des Verfahrens, da die alten Staatsanwaltschaften bei den Kreis. Mit der Aufforderung an die Anwesenden, fest zur Organisation rettsvertrag bas geben aber nicht bie Der Staatsvertrag zwischen Preußen, Oldenburg und gerichten durch das Gerichtsverfassungsgesetz von 1879 vollständig zu halten und dieselbe nach besten Kräften stärken zu helfen, Bremen betr. den Ausbau der Fahrbahn in der aufgehoben feien, eine Erbnachfolge von Behörden aber nicht schloß die Versammlung. Außenweser wird in erster Lesung genehmigt, nachdem der existire. Deshalb sei die jetzige Staatsanwaltschaft beim LandAbg. v. Riepenhausen( t.) um ähnliche Verträge mit gericht Nordhausen nicht als befugt zu erachten, für die StaatsDänemark und Schweden bezüglich der Offeehäfen gebeten hatte. anwaltschaft beim Kreisgericht Nordhausen von 1875 StrafDie Vorlage, betr. Errichtung eines Amtsgerichts in 3 nin antrag zu stellen. Der Antrag des Staatsanwalts hatte auf wird in erster und zweiter Lesung debattelos genehmigt. 300 Mt. Geldstrafe gelautet. theken Aemter. Die Vorlage, betr. die Abänderung von Amtsgerichtsbezirken wird der Justizkommission zur Vorberathung überwiesen. häuser. P Ver am In einer gut besuchten Gürtlerversammlung, die am 8. Juni in Henfe's Salon tagte, berichtete Genosse Otto at her über den gegenwärtigen Stand der Aussperrung, unter besonderer Berücksichtigung der Situation in den Werkstätten von Frister und von Schäffer u. Dehlmann, die jür Vor dem Rigdorfer Schöffengericht hatte sich der frühere Gürtler vornehmlich in betracht kommen. Die genannten Firmen Die Vorlage, betr. die Aufhebung des Amtsgerichts Lehrer Julius Ziegel daselbst wegen Beleidigung des dortigen gehören zu denen, wo es im Anschluß an die Mai- Aussperrung in Pellworm, wird genehmigt. katholischen Geistlichen, Kuratus Nikolaus Klosen, zu verzum offenen Kampfe fam. Redner führte aus: Die Werkstatt Es folgt ber Stommiſſionsbericht über den Antrag von antworten. Wie sich unsere Lefer erinnern werden, hatte Kloſen der Firma Friſter ſei fast voll befeht, jedoch fehlten die GießereiBrockhausen( t.) wegen Besteuerung der Waaren vernichtung zu erscheinen. Der Staatsanwalt beantragte gegen anfangs im Ausstande befanden, sei feiner abtrünnig geworden, vor einiger Zeit vor dem Landgericht II Berlin wegen Urkunden- Arbeiter. Von den 250 dieser Arbeiter, welche sich Die Kommission beantragt: 1. von Waarenhäusern, Bazaren, auf Freisprechung, weil dem Angeklagten der Dolus gefehlt hätte man nur 17 Ersatzträfte, 11 Former und 6 Gießerei- Arbeiter Klofen einen Tag Gefängniß, der Gerichtshof erkannte jedoch und für sämmtliche betreffs ihrer in Frage stehenden 24 Betriebe Versandgeschäften eine besondere Betriebssteuer zu erheben. habe. Tiegel hatte der betreffenden Gerichtsverhandlung bei aufstöbern tönnen. Da ferner die Anrufung einer ganzen Reihe 2. Die Steuer beginnt bei einem jährlichen Ertrage von 20000 M., oder bei einem Jahresumsate von 300'000 M. 3. Die Waaren gewohnt und schrieb am anderen Tage anKlosen einen mit seiner von Betriebsunternehmern, sogar in Potsdam, infolge des abgattungen werden festgestellt, jedoch unter Ausschluß der Pro:" Hochgenus" bezeichnet, den Geistlichen statt auf der Kanzel auf Firma Frister( Inhaber Engel u. Hegewald) nicht den benöthigten Namensunterschrift versehenen Beruf, in welchem er es als lehnenden Verhaltens ihrer Arbeiter erfolglos blieb, vermöge die dufte der Landwirthschaft. 4. Die Steuer soll progressiv sein der Berbrecherbank" fehen zu können, nur bedauere er, daß auf Guß heranzuschaffen. Engel selbst habe am 7. Juni zugegeben, und 5. den Gemeinden überwiesen werden. Ein Antrag v. Tschoppe und Genoffen( frt.) bezweckt, einem neuen Prozeß Material zusammengetragen u. f. w. Dieser hätte. Wie wenig die Herren Engel und Hegewald mit dem Freisprechung erkannt worden sei. Es werde jedoch bereits zu daß der Firma der Ausstand bereits au 100 000 m. gekostet diefe Resolution der Regierung nur zur Erwägung zu über Brief war der legte einer ganzen Weihe in ähnlichem Tone ge- jetzigen Stande der Dinge zufrieden seien, gehe hervor aus einem weisen. Abg. Richter( frs. Vp.): Die konservative Partei treibt gehaltener Schreiben, die Tiegel an Klosen seit mehreren Jahren gelegten Sonnabend am Fabrikthor angebrachten Plakat des Ineine durchaus widerspruchsvolle Wirthschaftspolitik; hier wollen richtet hat, doch hatklofen nun wegen des letzteren Strafantrag gestellt. balts, daß die alten Arbeiter der Firma, soweit Platz fei, wieder Sie den Großbetrieb bekämpfen und zu derselben Zeit ver- Der Angeklagte gab als Beweggrund seiner Handlungsweise folgendes anfangen könnten. Der augenscheinliche Zweck der Veröffent hindern Sie das Detail Reisen, an: Er sei früher an der katholischen Privatschule in Rigdorf lichung, Verwirrung in die Reihen der Ausständigen zu tragen, das dem Großbetrieb die schärfste Konkurrenz macht. Die Löhne sind in den Bazaren Hauptlehrer gewesen und habe sich des vollsten Vertrauens der sei nicht erreicht worden. In einer Zusammenkunft hätten diese höher als sonstwo, das hat die Lohn- Enquete ergeben. Gemeinde zu erfreuen gehabt. Als Klosen als Geistlicher nach beschlossen, Frieden nur unter den folgenden Bedingungen zu hindern Sie die großen Bazare, so arbeiten Sie den Sozial- Rixdorf versetzt worden, habe sich dieser als sein Vorgesetzter aufschließen, welche den Firmen Inhabern Dienstag, demokraten in die Hände. In den sozialistischen Schriften finden gespielt und da er sich dies nicht gefallen ließ, habe ihn Klosen den 9. Juni unterbreitet werden sollen: Sämmtliche zur Beit Sie ja ftets die Klage über den kleinen Zwischenhandel, mit seinem Haß verfolgt. Während einer Reise sei der Geistliche Ausständigen sind wieder einzustellen; Maßregelungen dürfen der ein Parasit sei in dem modernen Wirthschaftsleben. Zum be in seine Wohnung gedrungen, habe sich dort die Rechnungsbücher nicht stattfinden; die Organisationen der Metallarbeiter sind anzuquemeren Abfaß sind die großen Bazare nöthig. undBeläge der Schule angeeignet und ihn darauf wegen Unterschlagung erkennen; zu einem bestimmten Zeitpunkt ist der Neunstundentag Es ist aber unrichtig zu fagen, fie schädigen den kleinen Gewerbe- gewesen, vor Gericht seine Unschuld zu beweisen oder einen Wer- fammlung, die an die bei Engel u. Hegewald derzeit Beschäftigten amtlicher Gelder zur Anzeige gebracht. Da ihm nicht möglich einzuführen. amtlicher Gelder zur Anzeige gebracht. Da ihm nicht möglich einzuführen. Giner Einladung des Redners zu einer Ver wie die Ansicht, die Eisenbahn die Pferdearbeit beseitige. Auch der Antrag theidiger zu nehmen, sei er auf das Zeugniß des Klosen zu gerichtet wurde, ist keiner derselben gefolgt. Während von den Tschoppe ist unaunehmbar, denn eine Forderung, die haltlos ist, seiner Stellung verlustig gegangen und Klosen habe auch dafür nahme 3 Monaten Gefängniß verurtheilt worden. Hierdurch sei er 126 Ausständigen von Frister 20 den Streit durch Aufder Arbeit illusorisch zu machen suchen, haben Und nun will ich in den Reichstag gehen und die kleinen gesorgt, daß er anderweitige Stellung nicht gefunden. Noch heute sich nach Mäther's ferneren Mittheilungen nur 3 von den 83 wegen Fabrikanten zu schützen suchen gegen die Schädigungen, welche verfolge ihn Klofen, um ihn in seiner Existenz gänzlich zu ver- der Maifeier ausgesperrten Arbeitern der Firma Schäffer und ihnen dort die Konservativen durch die Beseitigung des Detail- nichten und habe Klofen geäußert, nicht eher ruhen zu wollen, Dehlmann dieser Ehre würdig gehalten. Redner geißelte dann im Rinnstein liege. Der Amtsanwalt be: scharf, daß der Ring der Armaturen- Fabrikanten eine soeben an= Reifens zufügen wollen. Abg. v. Brockhausen( t.): Früher hat man auch auf antragte gegen den Angeklagten 3 Monate Gefängniß. Mit gekündigte fünfprozentige Preiserhöhung seiner Prodokte mit den liberaler Seite die Schäden offen anerkannt, welche diese Waaren- Rücksicht auf die Gereiztheit des Angeklagten erkannte der gegenwärtigen Industrieverhältnissen, d. h. dem von ihm selbst häuser dem Kleinbetrieb zufügen. Fürst Bismarck hat den Hand- Gerichtshof auf einen Monat Gefängniß. herbeigeführten Ausstande und der Nothlage der Arbeiter zu wertern erklärt, daß ihnen in ähnlicher Weise geholfen werden rechtfertigen suche. Schließlich ermahnt Redner die Versammelten, müsse, wie er der Landwirthschaft und der Industrie zu helfen die Ausständigen energisch zu unterstüßen. Der Vertrauensmann bemüht gewesen ist. Wir hoffen, daß es dem Finanzminister Heinrich gab hierauf einen kurzen Bericht über seine Wirksamkeit gelingen wird, neben dem großen Werke unserer Steuerreform Der Verband der Sattler und Tapezirer hatte am und das Ergebniß der Sammlungen. Seitdem beschlossen sei, auch dieses kleinere Wert zu erledigen. Leider hat die Regierung 6. Juni eine kombinirte Mitgliederversammlung bei Pasch, Alte Quittungsmarken à 50 Pj. auszugeben, habe er an den allsich an unseren Kommissionsberathungen nicht betheiligt. Jakobftr. 83, einberufen. Börsch behandelte in sehr geschickter gemeinen Fonds an 1000. abführen können. Nach furzer Debatte Abg. Hansmann( natl.: In dem Bestreben, den Handwerker Weise das Thema: Wird die Arbeiterklasse siegen? Bei der erklärte sich die Versammlung einstimmig mit den Ausführungen und kleinen Fabrikanten zu schützen gegen den Großbetrieb, sind Wahl eines Ausschußmitgliedes wurde das Mitglied Tannhausen des Meferenten einverstanden und es verpflichteten sich die Anwir alle einig, nur über die Wege besteht Meinungsverschiedenheit. gewählt. Nachdem noch die Versammlung mit Genugthuung wesenden, dafür zu sorgen, daß die Ausständigen sowohl moralisch Die Vorschläge der Kommission sind so dehnbar, daß mit ihnen vernommen, daß 6 Arbeiter, welche während des letzten Streits wie materiell unterstützt werden; auch wurde in der fraglichen nichts anzufangen ist. Ein solches Gesetz würde nur die reellen der Treibriemen- Arbeiter bei der Firma Reichel u. Schulz in Resolution die Verpflichtung jedes einzelnen Kollegen au Geſchäfte ſchwer treffen. Die unreellen würden fich den neuen Arbeit getreten waren, wieber enttajien jimb, erfolgte schluß gesprochen, bis zur Beendigung des Stampfes pro Woche Bestimmungen bald aubequemen. Meine Freunde werden gegen der gut besuchten Versammlung. den Kommissionsantrag stimmen. betrieb. Abg. v. Tschoppe( frk.): Der Antrag Brockhausen hat mehrfache lingeſtaltungen erfahren, so daß wir der Aufforderung an die Regierung, wie sie die Kommission wünscht, nicht zu stimmen können. Redner empfiehlt seinen Antrag auf Ueber weisung zur Erwägung. Abg. Bueck( natl.) will die Resolution ablehnen, denn er billige die in derselben angedeutete Richtung der Gesetzgebung nicht, mit den Einzelheiten der Resolution ist ebenfalls nichts anzufangen, ebenso sei das Prinzip, die Monopolbildung, gefeßlich zu bekämpfen, verfehlt, denn diese Bäume wachsen nie in den Himmel, sie halten sich nicht einmal lange, wenn sie nicht vor: fichtig und maßvoll vorgehen. bis er Tiegel Versammlungen. Der Fachverein der Holz- und Bretterträger diskutirte am 7. Juni die Frage, ob es zweckmäßig sei, im Norden eine gehender Antrag abgelehnt und beschlossen, in der Fennstr. 17 Filiale zu errichten. Nach eingehender Debatte wurde ein dahin eine Zahlstelle zu errichten. Den Klavierarbeitern bewilligte die Versammlung 15 M. mindestens 50 Pfennige zur Unterstützung beizutragen. Nach dem noch der ausgeloofie Gewerbegerichts- Beisitzer Schmollt sich über die Thätigkeit des Gerichts ausgelassen hatte, wurde Sennings für die bevorstehende Gewerbegerichts- Wahl als Kandidat nominirt. Die Metallarbeiter waren zum Montag Abend von zentralistischer Seite nach dem Lokale von Gründel, Brunnenstraße, eingeladen, um zum internationalen Kongreß in London Der Verband der Steinsetzer und Berufsgenossen( iliale Stellung zu nehmen und einen Delegirten für denselben zu Berlin) hielt am 7. Juni seine regelmäßige Mitglieder- Versamm wählen. Die Versammlung war sehr schwach besucht, taum lung ab, in welcher der Stassirer zunächst berichtete, daß sich seit 60 Personen waren erschienen. Genosse Stiefel hielt das Seferat, der letzten Versammlung 35 Mann zur Aufnahme gemeldet haben. in welchem er die Entstehung der Internationale, ihr Wirken Es sei dieses günstige Resultat wohl auf die kürzlich eingeführten und Schaffen in furzen Bügen den Anwesenden vor Augen Morgensprachen zurückzuführen. Der Bericht vom Gewerkschafts- führte und dann die Versammlung aufforderte, einen Delegirten Abg. Fuchs( 8) tritt für den Kommissionsantrag ein. fongreß wurde des schwachen Besuches( infolge des schlechten au wählen. Die Wahl sand durch Stimmzettel statt. Da sich Regierungskommiffar Generalsteuer Direttor Burchardt: Weiters) halber zur nächsten Bersammlung vertagt. Ueber die sämmtliche Anwesende an der Wah! betheiligten, wurde Genosse Die Konsequenzen des Prinzips, die Großbetriebe zu verhindern, Thätigkeit der Arbeitsnachweiskommission berichtet Lade, daß der Segig- Nürnberg mit allen 58 abgegebenen Stimmen gewählt. weil sie fleinere Betriebe aufsaugen, sind unabsehbar. Eine Be Arbeitsnachweis im verflossenen Geschäftsjahre zirka sechzig Als Stellvertreter wurde Scherm bestimmt. steuerung nach der Leistungsfähigkeit haben wir bisher nicht; eine Mal von Unternehmern in Anspruch genommen, und daß infolge folche ist auch ohne eine völlige Umgestaltung unseres bisherigen der mangelhaften Inanspruchnahme seitens der Arbeiter sechs Eine recht gut besuchte Metallarbeiter Versammlung Steuersystems gar nicht durchführbar. Schutz der Kleinen gegen Offerten unerledigt bleiben mußten. Die Kommission wird er tagte am Montag in Joels Saal. Bitfin referirte über die die Großen durch eine Steuer zu erreichen, ist ein sehr zweifel- mächtigt, in dringenden Fällen etwaige Reflektanten schriftlich gegenwärtige Lage der Metallarbeiter. Er besprach den gegenhaftes Problem. Aber wenn man dies Problem für zu benachrichtigen. Sodann fand die Neuwahl der Kommission wärtigen Kampf, der anläßlich der Maifeier gegen verschiedene albies au lösbar hält, ſo würde man immer an eine statt und wurden gewählt: Lade und Dierberg. Unter Ver- Fabrikanten geführt wird und hauptsächlich die Former und Reichssteuer denken müssen. Wohin würde führen, schiedenem berichtet Knoll fiber den Stand der Lohnbewegung an Gießerei Arbeiter betrifft. Der Redner forderte zur thatkräftigen wenn alle Staaten selbständig berartige Steuern machen wollten. verschiedenen Orten, die Anwesenden auffordernd, durch rege Unterstützung dieses Streits auf und gedachte dabei auch der aus, wenn das hohe Haus die vor Mitarbeit in und an der Organisation dafür zu sorgen, daß Wirksamkeit der Polizei, die mit größter Strenge darüber Das schlicht nicht for, bob, wt, bie Regien eine fare much bie Berliner Gleinfeger umb Berufsgenossen wieder mal in wacht, daß der§ 158 der Gewerbe- Ordnung nicht übertreten Erörterung der Angelegenheit eintritt. die Lage kommen, bei Festsetzung der Lohn- und Arbeits- werde und dabei in vielen Fällen gegen Kollegen eingeschritten Abg. Gothein( fr). Vg.): Die Resolution ist nicht noth bedingungen ein kräftiges Wort mitreden zu können. ist, die ihrer Meinung nach in loyalster Weise die Kontrolle über wendig, sondern sogar schädlich, denn sie führt schließlich die Streifbrecher ausüben. Ein festes Zusammenhalten aller in zur Vermögensfonsistation. Mit solchen Grundsätzen tommen Töpfer und Berufsgenossen Deutschlands erstattete als deren Lage dringend der Verbesserung bedürfe. Gebe es doch In der Versammlung des Allgemeinen Vereins der der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter sei um so mehr nöthig, wir auf den Standpunkt des Sozialismus. Macht man hier eine progressive Steuer auf den Großhandelsbetrieb, so Jacobey am 7. Juni Bericht über den zweiten deutschen Gewerk- bei Lerm und Gebr. Ludwig Arbeiter, die bei zehnstündiger tönnte auch einmal eine solche Steuer auf den Großgrundbesiß alle Redner den Ausführungen des Referenten an, und erklärte traurige Verhältnisse tönne nur eine fräftige Organisation erfolg Großgrundbesitzschaftskongreß. In der hierauf folgenden Diskussion schlossen sich Arbeitszeit Wochenlöhne von 12--15 W. erhielten. Gegen so Abg. Kircher( 3.) spricht für die Resolution der Kommission. sich die Versammlung mit den Beschlüssen des 2. Kongresses der reich einschreiten. In gleichem Sinne äußerten sich mehrere Gewerkschaften Deutschlands einverstanden. Hierauf wurde Krause Diskussionsredner. Damit schließt die Besprechung. Die Resolution der Kommission als Filialfafsirer gewählt. Eine lebhafte Debatte entspann sich bei wird mit dem Amendement v. Tschoppe( Erwägung) an dem 3. Punkt der Tagesordnung, den Streik der Berliner Echeibentöpfer betreffend. Außer den Firmen Schmidt( Charlottenburg) und Morgen( Mittwoch) 11 Uhr: Berichte und Petitionen. Schleinig( Weißensee) hat sich noch keine weitere Firma Schluß 312 Uhr. bereit erklärt, den vorgelegten Tarif, welcher eine Lohnerhöhung im allgemeinen so gut wie gar nicht bedeutet, anzuerkennen. Das größte Blumentopf- Geschäft von Krüger, Schönhauser- Allee, suche auf ganz besondere Art die Streifenden zu ersetzen, indem Ein Meineidsfall aus der Kulturkampfzeit. In an- daselbst verschiedene Geschäftsinhaber eingestellt sind. Der Inhaber betracht der pharifäerhaften Gemeinheiten, die auch von ultra- eines Porzellanwaaren- Geschäfts Nazal, höchste str. 40, der montaner Seite gelegentlich des Prozesses gegen unsere Partei- Restaurateur Krüger, Lychenerstraße 8 und ein genossen Schröder 2c. in Effen begangen sind, mag eine Rohlenhändler aus der Lottumstraße, bilden neben vier Erinnerung am Plazze sein, die kürzlich bei einer Gerichtsver- anderen Scheibentöpfern, welche von außerhalb fich haben handlung in Heiligenstadt wieder aufgefrischt wurde. Eine hierher leiten lassen, den Personenstand, welcher nach vor der dortigen Straffammer verhandelte Beleidigungstlage der Ansicht aller Redner nicht im entferntesten in der Lage ist, den föniglichen Staatsanwaltschaft zu Nordhausen gegen den Redakteur Umfang des Betriebes aufrecht zu erhalten. Deshalb mache auch der Eichsfeldia", endete, wie die Vossische Zeitung" meldet, die lettere Firma große Anstrengungen, von außerhalb fertige am 5. d. M. mit der Einstellung des Verfahrens. In der Blumentöpfe zu erhalten, um die Kundschaft befriedigen zu " Eichsfeldia" wurde im März d. J. ein Nachruf für den können. Hervorgehoben wurde noch, daß sich andere Firmen, gemacht werden. genommen. " Gerichts- Beifung. " Arbeiter Bildungsschule. Mittwoch Abend von 9-10% Uhr: Süd= o ft fchule, Waldemarstraße 14: Geschichte.( Neuere Geschichte von der Reformation bis zur Gegenwart mit besonderer Berücksichtigung der Entmickelung des Sozialismus und der politifchen Parteien Deutschlands) Herr des neunzehnten Jahrhunderts. Auffahlehre.) Herr Heinrich Schulz. Die Dr. G. Pinn. Nordschule, Müllerstraße 179 a: Deutsch.( Literatur Echulräume sind zur Benutzung der Bibliother und des reichhaltigen Belts schriftenmaterials fchon von 8 Uhr an geöffnet. mann, Bafewalterfir. 3. Alle Aenderungen im Bereinskalender sind zu richten Arbeiter- Sängerbund Berlins und umgegend. Bersigender Ad. Neuan Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Arbeiter- Raucherbund Berlins und Umgegend. Menderungen im Vereinskalender sind zu richten an Otto Echulz. Kottbuserdamm 72. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und urgegend Alle Zuſchriften den Bund betreffend find zu richten an: Hermann abn, Schönhauser Allee 177 c. Achtung, Schuhmacher! Mittwoch, den 10. d. Mts., abends 8% Uhr: Große öffentliche Versammlung aller in der Schuhindustrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen in Fiebig's Salon, Große Frankfurterstraße 28. ( Näheres stehe Inferat.) Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Scute Abend 8% Uhr: Bersammlung im Vereinslotal, Kommandantenftr. 10-11. Theater- und Vergnügungsverein innd". Sigung heute abend 9 Uhr im Vorstädtischen Kasino, Ade 2. Wahlkreis. Mittwoch, den 10. Juni, abends 8½½ Uhr, im Saale der Bock- Brauerei, Fidicinstraße: Oeffentl. sozialdem. Partei- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die gerichtliche Auflösung des Wahlvereins und was nun? Referent: Reichstags- Abgeordneter R. Fischer. 2. Diskussion. 3. Abrechnung von der Maifeier. 4. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen erwartet Achtung! 00000000000 ccccem Große öffentliche Versammlung M. J. Hahlo, Patentanwalt, Berlin NW., Karlstrasse 8. Pateninachsuchung und Verwerthung.[ 50142* 16 Rath, Auskunft und konferenzen kostenfrei. der an Holzbearbeitungs- Maschinen und auf Holzpläzen beschäftigten Arbeiter am Donnerstag, den 11. Juni, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Wilke, Andreasstr. 26. Tages Ordnung: • 1. Bericht des Delegirten zur Gewerkschaftskommission. 2. Bericht der 3. Abrechnung der Vertrauensmänner. 4. Neu Erste Referenzen im In- u. Auslande. Gewerbegerichts- Beisiger. wahl derselben. 5. Nominirung der Gewerbegerichts- Beisiger. 6. Stellung 0000000zu den Kollegen, welche bis jetzt ihre Sammellisten noch nicht abgeliefert Der Vertrauensmann. gute, zu verfaufen, haben. 211/18 Zither ,. Lange, Wiener Der Einberufer. Achtung! Parteigenossen des V. Wahlkreises! Mittwoch, den 10. Juni cr., abends 8½ Uhr: Oeffentl. sozialdem. Partei- Versammlung im alten Schühenhaus", Linienstraße 5. Tages Ordnung: straße Nr. 63. 20906 Achtung! Achtung! Kinderwagen Kranken, Sport[ 85/2] Schuhmacher. Achtung! Mittwoch, den 10. Juni, abends 8½ 1hr, und Leiterwagen in Fiebig's Salon, Große Frankfurter Straße Nr. 28: Kinderklappstühle, 2c. Theilzahl. gest. Oeffentliche Versammlung A. W. Schulz, aller in der Schuhindustrie besch. Arbeiter und Arbeiterinnen. 1. Geschäft: Brunnenstr. 95, gegenüber Humboldhain. Tages Ordnung: 1. Abrechnung der Agitations Kommission und Erfahwahl derselben. 217/15 2. Geschäft: Brunnenstr. 145, Ede 2. Vortrag über die Pflichten der Vertrauensleute in den Fabriken. Diskussion. Rheinsbergerstraße. Musterb. grt. u. frt. 3. Bericht über den Stand des Streits bei Erpel. Fernspr. Amit III. Nr. 1767. Um zahlreiche Betheiligung, besonders der Vertrauensleute, bittet Die Agitationskommission. großart. Auswahl, 1. Wie stellen sich die Parteigenossen im V. Wahlkreise zur Gründung einer Organisation? Referent: Reichstags- Abgeordneter Rob. Schmidt. 2. Diskussion. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen der Parteigenossen erwartet Der Einberufer. Achtung! Parteigenossen des 6. Wahlkreises. Achtung! Donnerstag, den 11. Juni, abends 8 Uhr: Kinderwagen, binisit, viele. Auerkennungen, Musterbuch gratis und iranto. Theitzahlung geftattet. Max Brinner, Jerusalemerstr. 42 und Brunnenstr. 6. Große öffentliche Bolts- Bersammlungen- to in B. Raabe's Salon, Kolbergerstraße 23. Tages- Ordnung: 1. Der Mittelstand und der Sozialismus. Referent: ReichstageAbgeordneter Klees. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der Vertrauensmann für Wedding und Oranienburger Vorstadt: F. Waschowski. 220/11 Achtung! Achtung! und Wasch- Anzüge sehr billig. Veteranenstr. 14 Große Betten 12 M. ( Dberbett, Unterbett, zwei Riffen) mit ge reinigten neuen Febern bei Gustab Lustig, Berlin S., Brinzenstraße 46. Preise lifte toftenfrei. Viele Anerkennungsschreiben. Nophaplüsch Parteigenossen Berlins! Berlins! Sou Sonntag, den 14. Juni, vormittags 10 Uhr: Große öffentl. Versammlung im Feen- Palast, Ecke Burg- n. Wolfgangstraße. Zages Ordnung: B Reste in glatt, gepreßt und gewebten Qualitäten, auch edit Frisé und Moquet, enthaltend 6 bis 22 Meter, spottbillig! Muster franko! sehr Abgepable Satteltaschen bidig. 1. Der internationale Arbeiter- Kongreß in London. Referent: Reichs- Emil Lefèvre, Berlin S., Oranienstr. 158 tags- Abgeordneter August Bebel. 2. Diskussion. 3. Wahl der Delegirten zum Kongreß. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vertrauensmann des 1. Wahlkreises. Graveure und Ziseleure! 208/8 Möbel- Ausverkauf, Morgen Donnerstag, abends 81/2 Uhr, bri Bergner, Aunenftr. 16: möglich, fchon ganze Wirthschaften für 90, 100, Oeffentl. Versammlung. Tagesordnung: 1. Wollen die Graveure und Ziseleure fünftig in eine Lohnbewegung eintreten? 2. Diskussion. 3. Verschiedenes.[ 2104b Um zahlreichen Besuch bittet Der Vertrauensmann. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) passendste Gelegenheit für Brautleute. In meinem größten Möbelspeicher, Neue Königfiraße 59, sollen ca. 200 Wohnungseinrichtungen, verliehen gewesene und neue Möbel zu jedem annehmbaren Preise verkauft werden. Durch fehr große, billige Gelegenheitseinkäufe ist es mir 300 Mart abzugeben. Theilzahlung gestattet. Beamten ohne Anzahlung. Kleiderspind 16 Mart, Kommoden, Küchenfpind 12, Nußbanni- Kleider spinden, Bertifows 30 Mart. Muschelspinden 85, Bettstellen mit Matratzen 18 Mart, Sophas 18, Säulenspinden, Kleiderspind, hochelegant 56, Trümeaur mit Säulen und Krystallglas 60, Herrenschreibtisch, Plüschgarnituren 60 Mart, Paneelfophas 75 Mark. Steppdecken, Tischbecken, Gardinen, Fenster 5 Mart. Gefaufte Möbel können drei Monate tostenfrei auf meinem Aufbewahrungsspeicher lagern, werden Sonnabend, den 13. Juni, abends 8 Uhr, im Moabiter Klubhaus, durch eigene Gespanne transportirt, auch nach Beuffelstraße 9: Bezirksversammmlung Moabit. Tages Ordnung: außerhalb. 65. 4681L* Resterhandlung. 66 170/12 Bur Frühjahrslaison verkaufe ich meine Schuhwaaren nach wie vor zu den bisherigen alten ausserordentlich billigen Preisen und zwar: Herrenstiefel: von den einfachfien bis zu den elegantesten, nur bekannt gute Qualität M. 4,75, 5,50, 6,50, 7,75 u. s. w. Damen- Zug-, Knöpf- und Schnürstiefel Ball- u. Gesellschaftsschuhe, on M. 2,50 an. M. 4,50, 5,40, 6,30, 7,20 u. s. w. feinste Ausführung Ganz besonders mache ich auf mein sehr großes Lager von Einsegnungsstiefeln zu außergewöhnlich billigen Preisen aufmerksam. Versandt nur gegen Nachnahme oder vorherige Einsendung des 38 15 Betrages. Illustrirte Preislisten gratis und franko. S. Selbiger, Schuhfabrit, Berlin NO., Landsbergerstr. 40, Ecke LietzmannFür Kranke! strasse. Für Kranke! Echt Cognac Original- Abzug von Gergonne& Cie. per Flasche 1,50-5,00 Mark. Medizinal- Ungarweine, franz., Rhein-, Moselweine. 5305L* Neustädtische Kirchstrasse 12 am Bahnhof Friedrichstrasse. Ein schönes großes Gartenlokal mit Saal billig Neste zu Knaben- Anzügen von( über 300 Pers. fassend), Vereins- u. Billard291/5 bis zum feinſten Stammgarn, auch va zimmer, Destillation, im nahen Vorort a. d. 1. Vortrag über Frauenfrage und Gewerkschaftsbewegung. Referent: 1 M. Große Anzüge von 7 M. an, Genojie Wagner. 2. Diskussion und Verschiedenes. zu Einsegnungs- Anzügen. Große AusNach der Versammlung findet ein geselliges Beisammensein statt. Die Ortsverwaltung. wahl in Paletotstoff, sowie zu Mänteln, Fritz Eiermann, Volks- Café u. Speisehaus, Auf Wunſch alles zugeschnitten, auch sofort zu verkaufen. Näheres in d. Brauerei Volks- Café u. Speisehaus, Jaquets, Plüsch, Atlas, Seide. 4991 Ringbahn gelegen, ist mit vollständ. Juventar Größte Auswahl ſchmackhaft bereiteter Speiſen; täglich 8 bis 10 Gerichte von 66. Karle, Waldemars 66. Pichelsdorf, Berlin, Königin Augustastr. 1. 10-30 Pf. Bier 4/10 10 Bf., 2/10 5 Pf. aus der Brauerei Müggelschlösschen. Warenhaus angefertigt. Fertige Teleph. Amt IV. 1597. bunt gestr. Mk. Bade- Artikel. Badeanzüge, roth 1,20, Bademäntel, weiss, 3,30, Badelaken, Wertheim Nur für 3 99 " 1,50 bunt gestr. 4,40 M.K. weiss mit rother Kante buntgestreift 3,50 Mk. 4,80 MK. 1 für Kinder Mk. Pf. Badekappen 15, 25, 38 F Frottirhandtücher 35, 55, 75 P Frottirhandschuhe 15 PL. Pf. Tage giltig Badepantoffel 65 r. Ausnahme Preise Mittwoch Donnerstag Freitag. 10. Tapisserie. Küchenhandtücher, grau 65 Pf., weiss 80 Pf. Markttaschen 65 u. 90 Pf. Plaidhüllen 1,10 u. 1,35 Mk. Bestecktaschen 1,45 M Wäscheschrankstreifen 35. 50 Pf. Staubtuchtaschen 90 PL. Zwiebelnetze 60 u. 90 Pf. Schirmhüllen 50 Pf. Nadelkissen 38 Pf. Kragenkasten 27 u. 90 Pf. Kragen- u. Manschettenkasten 45 Pf. u. 1,60 Mk. Kravattenkasten 55 Pf. u. 1,60 Mk. Touristen- Hemden, baumwoll. Flanell für Herren 1,602,60 1,60.. 2,60 MK. für Knaben für ca. 5-7 Mk., 12. Juni. Die Sommer- Preisliste ist erschienen. Versand- Abtheilung Berlin W., Leipziger- Strasse 111. Sport- Gürtel, für Herren 90 Pf., 45- 70 8-10 11-13 14-16 Jahre 1,10 1,30 1,50 Mk. Pf., für Knaben 23-35 PL Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin.