Morgenausgabe(Sonntag Nr. 297 � v> 28. Zuni 1981. � Groß-Berlin 15 Pf. W>! mmf mTcm■ I■« WW�R� �. Auswärts 20 pf. etnschliehlich 60 Pf. Postzeiwngs- MBS\(a WD �W DW WW f/ 72 Pt. Poftb-»kll,kdühr«n. Zlusl-Nd». i IL»�W W> �W r~— 4y DI«-Inlpall. MonpanMez«»« so?I. obonnement S— M. pro Mon-t; svr DI�WWt l» B> w> DD WW I � Rrllam-zell«»,— NM.„Kleine An- Linder mit«rmöftigteni Drucksochrn. uWSS! I»W �W W» �W � M> WW I zeigen" do, fcttgedruitlc Wort 25 PI. «Odo 6,— TL 1 I W> �W �W l �WL �W �W �W W> �W zulässig zwei felioedrucki« Wort«), »W s IW I WM �W ��W�MDW�WWt WW/ n>«it-r« Wort 12 PI. Rabott 11. Tarif. .,, ,...... WW I �Wj � �V/WW 6tta«nge(ud)t da»«rst« Wort IS PI, Der.Porwirt»«rl-h-itit rnochrtuig.! I Z' DW|rö«» meitere Wort 10 PI- Wort« über Iii) ametmal. Sonntag» und Montag»'''~/ �W/>7■» Buchft-b-n zöhl.n für ,w.i Wort� «mmol, die Ab«nd-u,gab,ISr«ed,n JgmtgL�jP�«rb.It-markt Zril. so PI. gam»i-n. und ,m Ko� mu d.m Titel.Drr � � �-nz-ig«n Z«iI«i<>Ps. Anzelaenonnahm. »täswiÄ» t�SdSItttd! SL�PlfPPltVll Setttvawvsa« der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Redaktion u nd Verlag: Berlin SW 68, Lindenstr. 3 Fernspr.: Dönhoff(�.7)292— 297. Telcgramtn-Zldr.: SoziaQemokrat Berlin. Z« der Reichskanzlei fand an» Tonnabend unter dem Borsih des Reichskanzlers eine Besprechung über de« augenblicklichen Stand der Hooner-Aktion statt. Im Mittelpunkt der Erörterung standen die Verhandlungen zwischen Washington und Paris, die zur Zeit in der französischen Hauptstadt geführt iverden. Berlin wird über diese Besprechungen von Paris und auch von Washington aus auf dem laufenden gehalten. H o o v c r hält an dem Prinzip seines Borschlages f e st. In dieser Beziehnng hat der amerikanische Schab- sekretär als Unterhändler der amrritanischen Regierung in Paris strenge Anweisung erhalten, keinerlei Zu- geständnisse zu machen, wie seine Marschroute über- Haupt austcrordentlich begrenzt ist. Amerika ist jedoch nicht abgeneigt. Frankreich entgegenzukommen, soweit es sich um laufende Sachliefernngen und um die Einzahlung der 500 Millionen Mark bei der Bank für Internationale Zahlungen handelt. Aber diese Summe soll nach dem Wunsche der amerikanischen Regierung sofort an Deutschland »urückfließen, und zwar ungekürzt, unvcrzinst und ohne Festlegung in bezug auf die Rückzahlung mit der dem Frcijahr folgenden Annuität. Den biedanken einer Kontrolle der wirtsclsaftlichen Perwendung dieses llredits durch Deutschland � lehnt die Regierung in Washington ebenfalls entschieden ab.. Tie Reichsregierung hat»ich am Sonnabend mit den vorstehenden Plänen eingehend befasct und Washington noch am gleichen Tage ihre Meinung über seine Absichte« wissen lassen. Natürlich nicht als Be- schlns», sondern zur Information, wie es mit Recht Lberl»aupt das Bestreben der ReichSregierung ist, sich in die Verhandlungen zwischen Washington und Paris unter keinen Umständen einzuschalten oder einschalten zu lassen. Sie»vartet im Vertrauen auf die amerikanische Regierung die Entwicklung der Dinge in der Ucberzeugung ab, daß die Pariser Ver- Handlungen in llürzc zu eineuc zufriedenstellenden Er- gebniS führen werden und der Hoover-Plan am 1. Juli in Kraft tritt. Die ReichSregierung tritt voraussichtlich am Sonn- tagabcnd zu einer llabincttSsibung zusammen. Die Besprechungen mit Mellon. pari», 27. Juni.(Eigenbericht.) Die offizielle nVerhondlungenzwischenFrank- reich und Amerika haben am Sonnabend nachmittag um 3 Uhr im Innenministerium begonnen. Amerika ist durch Schatz- sekretär Mellon, den amerikanischen Botschafter in Paris, Edge, und zwei hohe Beamte der amerikanischen Botschaft in Paris ver- treten. Von französischer Seite nehmen an den Beratungen teil: Ministerpräsident Laval, die Minister Briand, Flandin, P iätri und der Unterstaatssekretär Fron?ois-Poncet. Um bVi Uhr war die Konferenz beendet. Der Ministerpräsident teilte der Presse mit, daß die Verhandlungen am Montag vor- mittagfortgesctzt werden. Mellon wird sich j« der Zwischen- zeit mit der amerikanischen Regierung in Verbindung setzen. Im Anschluß an die Beratungen mit den Slmerikanern ließ Ministerpräsident Laval den deutschen Botschafter von H o e s ch zu sich bitten, der kurz nach S Uhr im Innenministerium eintraf. An der Besprechung mit choesch nahmen außer Laval noch Briand und Poncet teil. Auf dem Wege zur Einigung? pari», 27. Zuni.(Eigenbericht.) Die Besprechungen zwischen Mitgliedern der französischen Regie- rung und dem deutschen Botschafter in pari» dauerten am Sonnabend etwas über eine Stunde. Sic waren um 7 Uhr abends beendet. Amtlich wird über den Verlauf der Besprechungen, bei denen deutscherseits natürlich jede aktive Znlerveution ver- mieden wird, nichts mitgeteilt. Auf Grund zuverlässiger Znfor- wolionen kann jedoch gesagt werden, daß die bisherigen Be- sprcchungen einen günsllgen Eindruck hinterlassen habe» und bereits gemisse JorlfchrlHeln bezug aus die Annäherung de» französischen und de, omerlkanijchen Standpunktes irjieti morden find. Als Verhandln ngsbasis hat der französische Segenvorschlas gedient, aber«an hat den Ewtavk. daß Vorwarts-Verlag O. m. b. H. die französische Regierung ihre Borschlöge nicht in einer zu starren (form aufrechterhalten will. Man darf daher den weiteren Der- Handlungen mit Zuversicht entgegensehen. Ministerpräsident Laval hat dem deutschen Botschafter von hoesch am Sonnabend offiziell erklärt, daß ein pariser Besuch de, Reichskanzlers Brüning und des Außen- RAST Heute, Sonntag, um 4,30Uhr: Beginn des großen Arbeitersporttreffens im Grunewald-Stadion 20 000 Arbeitersportler marschieren auf zum Reichs-Arbeiter-Sport-Tag! Alle Parteigenossen sind zum Besuch eingeladen, um die Verbundenheit der Arbeiterbewegung mit der Arbeitersportbewegung zu zeigen. Parteivorsitzender Otto Wels hält eine Ansprache. Auf zum RAST Ministers Eurtins von der sranzösischen Regierung„warm b e. grüßt" werden würde. Dos genaue Datum für den Besuch werde noch vereinbart werden. Otto Wels war bei Henderfon. Wie der„Soz. Pressedienst" meldet, ist unser Portcivorsitzender Otto Wels dieser Tage in London gewesen und inzwischen nach Berlin zurückgekehrt. Er hatte Besprechungen mit dem eng- tischen Außenminister Zlr.thur chenderson und anderen maß- gebenden Persönlichkeiten der Labour-Parti). Brüning- Curtius nach Rom eingeladen. Der„Sozialdemokratische Pressedienst" meldet: Der italienische Volschaster in Verlin hat dem Reichs- kanzler und dem Rcichsaußenminister am Sonnabend im Ramen des italienischen llabinettchess eine Einladung zum Besuch der italienischen Regierung übermittelt. Der Reichskanzler und der Reichsaußenminister haben die Einladung angenommen, wahrscheinlich werden sie ihr nachihrerporiserReise.die voraussichtlich um den tv. Zuli herum erfolgen wird. Zolge leisten. Die offizielle Einladung der französischen Regierung an Brüning und Eurtins ist sofort nach dem Abschluß der Besprechungen zwischen Washington und Paris zu erwarten. Es ist damit zu rechnen, daß diese Besprechungen am Montag obgeschlossenXwerden und dann der Reise des Reichskanzlers und Außenministers noch Paris keine Hindernisse mehr im Wege stehen. -t° Gegen die Annahme einer solchen Einladung läßt sich kaum etwas einwenden, denn ihre Ablehnung wäre eine überflüssige Brüs- kierung Italiens gewesen. Die Schwierigkeit liegt nur in der Frage des Gegenbesuches, zu dem die Deutschen verpflichtet sind, ihre Gastgeber aufzufordern. Da sich aber Mussolini seit sechs Jahren wohlweislich hütet, Italiens Boden zu verlassen, wird er zum Glück solcher Einladung bestimmt nicht Folge leisten. Wie wir erfahren, wird erwogen, daß der Besuch In Rom un- mittelbar anschließend an die Reise nach Paris statt- findet. Das wird allerdings nur möglich sein, wenn der Termin für den Besuch in Paris nicht zu spät angesetzt wird, denn am 17. Juli müssen Reichskanzler und Reichsoußenminister wieder in Berlin sein, um Macdonald und Hcnderson zu empfangen. Gpaliung der englischen Liberalen. Sin Dutzend von 50 Abgeordneten sagt sich von Lloyd George los. London, 27. Zuni. Die parlamentarische Fraktion der Liberalen Partei hat sich heule gespalten. Etwa ein Duhend Mitglieder der Fraktion hat sich unter Führung von Sir Zahn Simon enl- schlössen, sich endgültig vom Regime Lloyd George« loszusagen. Zwel wichtige Mitglieder der Partei. Brown und Sir Zahn Simon, teilten dem haupleinpellscher der Liberalen mit. daß sie seine An- weisyngea in Zukunft nicht mehr zu erhalten wünschen. 3n beiden Briefen nritb als Ursache dieses Beschlüsse» die Haltung Lloyd George, und seiner Anhänger gegenüber der Regierung an- gegeben. Possschcckkonto:BcrIinZ7SIS.— Bankkonto: BankderArbeiter, Angestellten und Beamten, Lindenstr. Z, Dt.B.u.Di?c.-Ges., Depositen?., Jerusalenter Sir. 65/Iw. Die Ausnützung des Feierjahrs Deutschland braucht langfristige Kredite. Von Rritz Naphtali Der Hooversche Plan hat vor einer Woche unmittelbar eine große psychologische Wirkung ausgeübt. Er hat durch seine Veröffentlichung allein dem durch internatio- nale Vertrauenserschütterung einem Abgrund entgegen- rollenden Wagen der deutschen Wirtschaft eine wirksame Bremse angelegt. Wenn, wie wir hoffen, in Kürze die Schwierigkeiten überwunden sein werden, die der praktischen Durchführung des Feierjahres noch entgegenstehen, so ist über die unmittelbare psychologische Bremswirkung hinaus der deutschen Wirtschast und der Weltwirtschaft die Chance einer Besserung gegeben. Bei voller Würdigung der großen Bedeutung, die dem Weltfeierjahr in der Verhütung von schlimmeren Zusammenbruchserscheinungen zukommt, wäre es falsch, unter dem Gesichtspunkt der wirklichen Besse- rung dem Aufschub der Reparationszahlungen eine andere Bedeutung zuzumessen als die, daß er die Chance ge- währt, gewonnene Zeit durch vernünftiges Handeln auszunutzen. Das gilt zunächst für die weltwirtschaftliche Betrachtung. Aus Deutschland sind in den letzten Wochen reichlich 1200 Mil- lionen Mark an fremdem Kapital und an heimischem Kopital, das sich der Fluchtbewegung angeschlossen hat, abgeströmt. Seit Jahresfrist beträgt dieser Abzug von Kapital mehr als zwei Milliarden Mark. Demgegenüber steht, daß das Feierjahr im Laufe des kommenden Jahres an Reparationsübertragungen, die sonst fällig geworden wären, im günstigsten Fall VA Milliarden. Mark erspart. Es findet also nicht etwa, rein kapitalmäßig betrachtet, jetzt ein sofortiger Ausgleich der Abziehungen statt, die hinter uns liegen, sondern, vorausgesetzt, daß eine weitere Abwände- rungsbewegung nicht eintritt, wird durch den Fortfall der Reparationszahlungen allmählich im Laufe des kommen- den Jahres ein Teil des Kapitalverlustes ein- gespart, den die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr erlitten hat. Dieser Kapitalverlust aber hat in der letzten Zeit zu einer so scharfen Erhöhung des Zinssatzes in Deutschland geführt, daß von der Seite der Drosselung der Kredite zu- nächst ein weiterer Krisendruck ausgehen muß. Bei aller Hoch- schätzung des Hooverschen Planes muß man doch aussprechen, daß der große, die Weltwirtschaft entlastende Umschwung der Situation innerhalb der deutschen Wirtschaft von dieser sich erst ganz ollmählich auswirkenden Reparationsentlastung allein nicht kommen wird. Wenn man in der Welt die Situation richtig erkennt, so muß man die politische Chance, die das Feierjahr bietet, ausnutzen, um über die Reparatwns- frage hinaus einen energischen Schritt für eine gesündere Verteilung des Kapitals in der Welt zu tun. Eine der wesentlichen Verschärfungsursachen der Weit- Wirtschaftskrise ist ja, daß infolge der politischen Hemmungen Kapital in einigen Ländern aufgestaut ist, so daß die Zins- sätze praktisch sich dem Nullpunkt nähern, ohne daß davon eine belebende Wirkung in den Kapitalüberflußländern un- mittelbar ausgeht, während in anderen Ländern der Mangel an Kapital mit hohen Zinssätzen den Krisendruck ständig ver- schärst. Diese ungesunde Kapitalverteilung in der Welt ist durch die Kapitalabwanderung aus Deutschland im letzten Monat viel mehr verschärft worden, als sie durch das Re° parationsfeierjahr unmittelbar wieder gutgemacht werden kann. Wenn man das einsieht in der Welt, so muh man die politische Chance des Feierjahres benutzen, um ihr großzügige wirtschaftliche Kredittransaktionen zur besseren internationalen Kapitalverteilung folgen zu lassen. Das heißt, man muß vor allem Deutschland große lang- fristige Anleihen gewähren. Denn nur wenn der kurzstistige Auslandskredit, dessen Gefahren wir nun zur Genüge kennengelernt haben, in der deutschen Wirtschaft ersetzt wird durch entsprechende lang- fristige Auslandsanleihen, kann der Druck auf die Wirtschaft- liche Aktivität behoben werden, der von der vorangegangenen Kapitalentziehung ausgehen muß. Wenn man in New Pork und in Paris, in London und in Berlin die Chance des Augenblicks erkennt und weiter oerfolgen will, so müssen sich an die Verhandlungen über das Feierjahr unmittelbar Ver- Handlungen über langfristige Anleihen an Deutschland, die in der Summe wenigstens die im letzten Monat verlorenen 1200 Millionen zurückbringen müßten, an- schließen. Die zweckmäßige Form der Berwendung solcher langfristigen Auslandsanleihen wäre die. Finanzierung großer Arbettsbeschafjuugsxrolett«� Wie Ke Frankreich und Amerika. Kabinettsbesprechungen in Berlin. im einzelnen ja bereits in dem Gutachten der Brauns-Kom- mission vorgeschlagen worden sind. Die Finanzierung dieser Arbeitsbeschaffungspläne mit langfristigen ausländischen An- lechcn würde auf der einen Seite die Gefahr aller Sub- ventionen, die in der Erhallung von privatwirtschaftlichen Fehlleitungen liegt, vermeiden, sie würde auf der anderen Seite durch die Besserung des Arbeitsmarktes jenen An- stoß zur Belebung der Gesamtwirtschaft geben, den wir bei der Tiefe der Depression dringend ge- brauchen, und sie würde auch mit der Entlastung des Arbeitsmarktes die Chancen der finanziellen Gesundung der öffent- lichen Haushalte verbessern. Nur wenn in dieser Richtung wenigstens der Anfang einer Korrektur in der Weltwirtschaft- lichen Fehldisposition der Kapitalien erreicht wird, wird mit der Einschränkung des deutschen Krisen- Herdes auch die günstige R-ü ckwirkung aus die Weltwirtschaft zu erwarten sein, die ja der eigentliche Antrieb für Hoovers groß- Zügigen Eingriff in die politische Schulden- Zahlung gewesen ist. Aber auch abgesehen von diesen wichtigsten internatio- nalen Kreditmaßnahmen, die der Augenblick erfordert, muß in Deutschland durch vernünftiges eigenes H a n d e l n die Chance der psychologischen Erleichterung durch das Feierjahr ausgenutzt werden. Der ungeheure soziale Druck, der auf die Massen durch die Notverordnung aus- geübt wird, ist ein ständiger Gefahrenherd für schwere Beunruhigungen im Innern. Man möge die Gefahr nicht unterschätzen, die darin liegt, daß innere soziale Spannungen, die durch die Härten der Notverordnung ausgelöst werden, die psychologische Entlastung des Feierjahrs wieder kaputt machen können. Um dieser Gefahr entgegenzuwirken, bedarf es der schleunigen Revision der Notverordnung. Der Reichskanzler hat erklärt, daß die Regierung„zweck- mäßigen Abänderungen" keinerlei Hindernisse in den Weg legt. Die Abänderungsvorschläge der Sozialdemokratie sind so gehalten, daß sie den finanziellen Endeffekt der Notverord- nung nicht antasten. Sie können also mit Beschleunigung durchgeführt werden, aber wir haben einiges Mißtrauen da- gegen, daß die Restarts der Bürokratie, die an vielem Unfug in der Notverordnung die Schuld tragen, die geeigneten Stellen fein werden, um ihrerseits die zweckmäßigen Abände- rungen vorzubereiten. Das dringlichste ist zur Entlastung des Druckes auf die Masten der arbeitenden Bevölkerung, daß in erheblichem Umfange die Kürzungen der sozia- Hilfsleistungen, die die Notverordnung vorsieht, rückgängig gemacht werden. Wir wollen von den Einzelheiten dieser Forderungen, die bekannt sind, in diesem Zusammenhang nicht sprechen. Wir wollen aber darauf hin- weisen, daß sowohl zur finanziellen Sicherung der notwendi- gen Erleichterungen, als auch aus wirtschaftspolitischen Grün- den eine radikale Umkehr von der falschen wirtschaftspolitischen Einstellung, die ihren Niederschlag in der Notverordnung gefun- den hat, schleunigst vorgen ommen werden muß. Fort mit den offenen und versteckten Subventionen, die die öffentlichen Mittel verzetteln und den notwendigen Sanierungsprozeß der Wirtschaft durch Abschreibung von Kapitalverlusten nur zu hindern geeignet sind! Die Sub- vention für den Bergbau, die seine Vertreter selbst abgelehnt haben, muß als endgültig begraben zu betrachten fein. Für die Subventionen zur Finanzierung von Eisenbahnauf- trägen darf keine weitere Mark verausgabt werden. Die Subvention, die den inländischen Treib st offerzeugern (Montanindustrie, Großchemie und Erdölwerken) durch die Erhöhung der Treibstoffzölle ohne entsprechende Erhöhung der inländischen Ausgleichsabgabe zugeschanzt worden ist, muß verschwinden durch eine sofortige Erhöhung der Aus- gleichsabgabe, die überdies 40 Millionen Mark weiter für die Verminderung der sozialen Härten freimachen würde. Jede ökonomisch schädliche Vergeudung von Mit- teln für den auch sozial und politisch mise- rablen„freiwilligen Arbeitsdienst" muß unterbleiben. Gleichzeitig müßte eine schleunige Korrektur der Exzesse der agrarischen H-ochschutzzollpolitik erfolgen mit dem Ziele der Entlastung der Verbrauchermasten auf der einen Seite und dem Ziele der Erleichterung der Lage der veredelnden Landwirtschaft auf der anderen Seite. Es müßte aber auch mit dem Kampf gegen die stellenweise immer noch bestehenden künstlichen Hochhaltungen einzelner Preise durch Trusts, Kartelle, Innungen oder andere monopolistische Gebilde Ernst gemacht werden unter Ausnutzung der bestehen- den Regierungsvollmachten, darüber hinaus aber durch den schleunigen Ausbau einer wirksamen Mo- no polkontrolle, für die in dem sozialdemokratischen Gesetzentwurf, der dem Reichstag vorliegt, die Wege ge- wiesen find. Nur wenn international durch die Lenkung des Kapital- stroms in der Form langfristiger Anleihen nach Deutschland und im Innern durch eine Abkehr von den Ausschreitungen der Sozialreaktion und durch eine Abtehr von der subventio- nistischen Wirtschaftspolitik, die an Stelle der Belebung die künstliche Erhaltung falscher Positionen begünstigt, die Chance, die das Feierjahr der Reparationen bietet, mit aller Energie, unter großzügiger Führung und Zurückdrängung der hem- Menden Bürokratien benutzt wird, können die Hoffnungen sich wenigstens teilweise verwirklichen, mit denen die Welt der Botschaft des amerikanischen Präsidenten zugejubelt hat! Moldcnhauer Honorarprofessor der Berliner Universität. Reichsfinanzminister a. D. Professor Dr. Moldenhauer ist ,um Honorarprofessor an der phitdsophischen Fakultät der Ber- liner Universität ernannt worden� Er beabsichtigt, Vorlesungen über die Reform der Sozialversicherung und der Ar- beitslosenverficherung zu halten. In Ostpolen hat der berüchtigte Untersuchungsrichter von Brest- Litowsk, wahrscheinlich früherer Tschekist Demant, bereits 21X1 Personen verhaftet, die konnministischcr Propaganda verdächtigt werden. hakenkreuzler störten in G r a z die Aufführung von Znckmayers „Fröhlichem Weinberg". Hat etwa ein Obernazi an der Andeutung normaler Eexuaötät Anstoß genommen? Frankreichs Sozialisten und Hoover-plan. Warum sie für die Regierung stimmien. pari». 27. Juni.(Durch Telephon.) „Eine historische Sitzung* nennen die meisten Pariser Blätter die s c chz eh nst ü nd i g e Debatte über die Interpella- tionen zum Vorschlag Hoovers. Ob der Sitzung aber wirklich historische Bedeutung zukommt, wird erst die Zukunft zeigen. Nur wen» wirklich ein neuer Abschnitt in, der internationalen und vor allem in her f ra nzö s i s ch-de ut s che n Zusammenarbeit beginnt, nur wenn die von Leon Blum in der Nachtsitzung der Kammer vom Freitag zum Sonnabend im Namen der sozialsttischen Fraktion ausgestellte Forderung erfüllt wird, endlich einen praktischen Aktionsplan, der alle Probleme umfaßt,, in die Wirklichkeit umzusetzen, erst dann könnte die Hoooer-Debatte der französischen Kammer eine historische Bedeutung erlangen. Das Außergewöhnliche der gegenwärtigen Gesamtlage wurde in der.Nachtsitzung der Kammer am deutlichsten unterstrichen durch die Haltung der sozialistischen Fraktion, die eine politisch überragende Rolle spielt«. Schon die Red« des Fraktionsführers Blum war ein gedankliches, politisches und auch oratorisches Msisterwexk, das die Bewunderung selbst seiner ärgsten Feinde erweckte. Aber noch stärker hat die Ab- st i m m u n g der 199 Mann starken sozialistischen Fraktion gewirkt. Nicht weil sie ihren scharfen Kamps gegen die von der gesamten Rechten unterstützte Regierung Laval irgendwie zu mildern gedenkt, sondern well sie das Interesse des Friedens und der französisch- deutschen Annäherung über alle anderen Erwägungen stellt, hat die sozialistische Fraktion sich auch durch die traditionelle Stellung der Bertrauensfrage nicht davon abholten lasten, f ü r die von dem Ministerpräsidenten Laval angenommene Tagesordnung zu stimmen. In dieser Tagesordnung ist das Wort„.V e r t r a u e n" wohlweislich nicht enthalten, sondern nur die Billigung der prinzipiellen Annahme des Hooverschen Vorschlages, die Bestätigung der Unantastbarkeit der Zahlungen für die durch den Wiederaufbau der zerstörten Gebiet« verursachten Ausgaben und die Betonung der Notwendigkeit, die Politik des Friedens und der Zusammenarbeit zwischen den Völkern weiter zu führen. Aus- drücklich hat Blum in seiner Schlußerklärung hervorgehoben, daß die Antwort der französischen Regierung an Hoover zu engherzig und unvollständig erscheine, weil sie über den Fnsammenhang zwischen den Schuldensraqev und dem Ab- rüstungsproblem stillschweigend hinwegehc, daß die sozialistische Fraktion jedoch jede Abstimmung, die aus der Nähe oder aus der Ferne als eine Ablehnung der Hooverschen Vorschläge gedeutet werden könnt«, als eine Gefahr für den Frieden betrachte und deshalb, ohne Rücksicht auf die Zusatymensetzung der Regierung, für die«ingebrachte Tagesordnung stimmen werde. Damit hat die sozialistisch« Fraktion dem außenpolitischen Faktor den Vorrang über die innenpolitischen Erwägui�en gegeben und auch für die Zukunft ein Beispiel geschaffen. Die Haltung der Sozialisten wirkt um so sensationeller, als die radikale Fraktion unter Herrlots Führung und Herriots Drängen gegen die von der Regierung angenommene Tagesordnung stimmte, ohne sich um die Folgen zu kümmern, die sowohl international als auch national eingetreten wären, wenn es etwa zu einer Regierungs- krise gekommen wäre. Umsonst hotten die Sozialisten im Lause der Nacht zum Sonnabend versucht, die Radikalen in gemeinsamen Beratungen von ihrer ablehnenden Haltung abzubringen. Weder Herriot, der seit einiger Zeit einen stark nationali st isch angehauchten Feldzug gegen Deutschland führt, noch andere radikale Führer, die aus innenpolitischen Gründen gerne eine Regierungskrise heraufbeschworen hätten, waren dazu zu bewegen. ihre Stellung zu ändern, obwohl bekannte radikale'Abgeordnete wie Pierre Cot und D e l b o s sich mit den Sozialisten einoer- standen erklärten. Allerdings hat Herriot in der Begründung des Beschlusses seiner Fraktion immer wieder darauf hingewiesen, daß ohne deutsch-ftanzösische Verständigung der europäische Frieden prekär bleibe. Aber die jüngsten Artikel, die der ehemalige radikale Ministerpräsident in bezug auf Deutschland veröffentlicht hat, konnten keinen Zweifel über die Beweggründe lassen, die ihn leiteten. Und so konnte man das in der Geschichte des französischen Parlaments noch nie dagewesene Schauspiel erleben, daß die größte bürgerliche Linkspartei sich gegen ein bürgerliches Rechtskabinett aussprach, während die sozialistische Fraktion aus außen- politischen Gründen für die von der Regierung angenommene Tagesordnung stimmte. Was die Sozialisten in entscheidender Weise beeinflußte, war der Wunsch, eine Regierungskrise in einem Augenblick zu vermeiden, in dem sie den sofortigen Still- stand aller begonnenen dringlichen Verhandlungen nicht nur mit Amerika, sondern auch mit Deutschland zur Folge gehabt hatte. Da Ministerpräsident Laval ohne Umschweife die Erklärung ab- gegeben hätte, daß er den Wunsch habe, sich möglichst bald mit Brüning und Curtius zu treffen, wurde ihre Stellungnahme nach erleichtert, zumal die Hoffnung Marins und Franklin-Bouillons, Briand in offener Kammcrsitzung zu stürzen, auch diesmal wieder zuschanden ging. Allerdings wohnte Briand der gesamten Debatte bei, ohne ein Wort zu sagen, wie er es schon vor der Sitzung angekündigt hatte. Innenpolitisch sind die Beziehungen zwischen den Sozialisten und den bürgerlichen Radikalen durch die Abstimmung vom.Sonn- abendmorgen noch etwas komplizierter geworden als sie es bisher schon waren. Aber die Hoffnung der Reaktion, daß es infolgedessen zu einem Bruch zwischen ihnen kommen müßte, ist sicherlich.falsch. Nun muß man abwarten, was das Kabinett Laval aus der jhm erteilten ErMSchttguNg. die Verhandlungen tu fiter zu führen, praktisch machen wirb. *uj;:(&<»■■:• matt** rtifr* „Größenwahnsinnige" Bundesgenossen Seutschnationale plaudern aus der Schule. In der so führerfrommen Presse des Herrn Alfred Hugen- berg pflegt man Erfolge der Hitler» Leute in Erfolge der „nationalen Rechten" umzudichten, weil so doch ein kleiner Strahl wärmende Siegessonne auf die zusammengeschmolzene deutschnationale Partei fallen könnte. Im Lande draußen aber hat man von dieser gemeinsamen „nationalen Rechtsfront" augenscheinlich schon die Nase voll. Die„Vossische Zeitung", kann ein Geheimzirkular wiedergeben, das der deutschnationale Kreisführer des pommerschen Kreises Grimmen, Herr von B o n i n- Gülzowshof, an die Vertrauensleute seiner Partei verschickt hat. Darin wird über den Stahlhelm und über die Nazis recht eindeutig die Meinung gesagt: „Die ganze Stahlhelmaktion war auch von vornherein äußer st unsicher und deshalb übereilt, zumal es ja nicht gelungen war, Hitler zu binden. Uebrigens bringen die Jahre 1931 und 1932 die politischen Hauptentscheidungen, so daß zu dieser Zeit mit einer großen Opfer- und Wahlmüdigkeit zu rechnen ist. Dieser Standpunkt war der Stahlhelmleitung unmiß- verständlich von uns zur Kenntnis gebracht. Es hat sich serner her- ausgestellt, daß die Stahlhelmorganisation nicht ge- nügt hat, und daß wir mit unserer Organisation in die Bresche springen mußten. Tatsache ist, daß die Sammlungen für da» Stahlhelm. Volks- begehren weile Kreise erschöpft haben, so daß für die kommenden Er- eigoisse das Geld fehlen wird, daß die Nazi das Begehren lediglich egoistisch ausgewertet und sonst nichts getan haben, daß der Größenwahn der Nazi noch gestiegen und die politische Lage durch die Geschäftsordnung und die politischen Rotverordnun- gen, welche wir lediglich der RSDAP. verdanken, sowie die dadurch bedingte Stärkung der Linken weitaus ungünstiger geworden ist. Der Gipfelpunkt wäre es, wenn der Volksentscheid am 2. oder am 9. August verloren wird und Herr Broun in Ausnutzung des Sieges den Preußischen Landtag von sich aus auflöst, um das Element der moralischen lieber. legenheit bei den Wahlen auszunutzen.* Von besonderem Jntereffe ist, wie der Hakenkreuzlerische Bundesgenosse bei den Deutschnationalen(im vertrauten Kämmerlein) beurteüt wird: „Der 120pf«rdig« Merced«« de» kleinen Dr. G o e b- bei» sowie der Braune-Haus-Betrieb in München und der neue Mercedes-Benz des großen Adolf, übrigens der teuerste Wogen der Automobilausstellung, er- inner» eben. zu sehr an Zeiten, in denen solche Leute a l» P a r> o e n ü s bezeichnet wurden. Die Rückwirkungen solcher Tor- heiten sind eben unvermeidlich und weder durch fulminante Aufrufe, noch durch rücksichtslose Ausmerzung gerade der kritischen, übrigens wertvollsten, Elemente aufzuhalten* Man sieht, daß es bei den Deutschnationalen noch Leute gibt, die sich ein gesundes Urteil über den„größenwahn- sinnigen" Nebenbuhler bewahrt haben. Im 5iugenberg> Pferch ist jedoch von solchem gesunden Urteil nichts zu spüren. Deutschland und Rumänien. Oer Handelsvertrag vntrrzeichnct. Genf. 27. Aani. Der Handelsverkrag zwischen Deutschland und Rumänien, der kürzlich in»erlin abgeschlossen und paraphiert worden ist. ist heute von den bevollmöchtiglcn verlrelcrn Deutschlands und Rumänien». Dr. Posse, Ministerialdirektor im Reichswirtschafis- Ministerium, und p v p e s c u, Generalsekretär im rumänischen Handelsministerium, unterzeichnet worden. Die Unterzeichnung ist in Gens erfolgt, weil die Delegierten «ach der Paraphierung noch Genf abreise« mußten, um an der Tagung des Getreidekomitees des Europa-Ausschuffes, die heule zu Ende gegangen ist, teilzunehmen. * Der Vertrag stellt ein völlig neuartiges Gebilde in der Handels- Politik dar, da er sich aus eine Kombination von Meistbegünstigung und Präserenzsystem stützt. Deutschland gewährt Rumänien Vor- zugszölle für Futtergerste und Mais, und zwar ein Abschlag von den geltenden autonomen Zollsätzen von 50 Proz. bei Futtergerste und 69 Proz. bei Mais. Rumänien wird eine allgemeine Ermäßi- gung seiner Zollsätze auf solche Waren vornehmen, die besonders für den deutschen Export noch Rumänien in Frage kommen. Man hofft, hiermit einen Mustervertrag für die Neuordnung der inter- nationalen Handelsbeziehungen geschaffen zu haben. Neben den Vorzugszöllen sind auch für andere rumänische Produkte gewisse Erleichterungen geschaffen worden. Kranco, der ewige Verschwörer. Mißglückter Fliegeraufsiand in Sevilla. Madrid, 27. Znni.(Eigenbericht.) 3n Sevilla wurde heule früh im Anschluß an ein Dekret über die Ilmbildung der Fliegerlruppe und die Absetzung Franca« ein Aufstand der Flieger de» Flugplatzes lapleda versucht. An der Meuterei beleiliglen sich die Unter- o f f i z i e r e: die Offiziere und der Kommandant blieben regierungs- treu und es gelang ihre« Bemühungen, die Unlcroffiziere von ihrem Vorhaben, gegen die Stadt Sevilla vorzugehen, abzuhalten.?m Laufe de» Vormittag» muhte dann ein Regiment Infanterie aufgeboten werden, um den Aufrührern die Macht der Regierung vor Augen zu führen. S» gelang den Regierungstruppen. sich der Bomben und aller Waffen zu bemächtigen, die in die Hand der Unteroffiziere gegeben waren. An mehreren wichtigen Punkten von Sevilla ist Milllär postiert. Die öffentlichen Gebäude find von Seudarwerie besetz«. Der Belagerungszustand ist nicht verhängt. Franca uvd sein Adjutant sind verHaftel worden. 3a einigen Städten der Provinz Galicien im Nordwesten Spanien» ist heule der Generalstreik proklamiert worden. Er dürfte durch ein Nachgeben der Regierung In der Frage der dortigen Eisenbahnen, deren Bau eigentlich eingestellt werden sollt«, bei- gelegt werden. Kührer Hilgenberg. ZURÜCK! SIE SIND AUF DEM FALSCHEN WEGE! WENN SIE NICHT_ SOFORT UMKEHREN WERBEN SIE IN DEN ABCRUNO STÜRZEN DIE SE. ST E 1GU N G KÖNNEN SIE UNMÖGLICH ZWINGEN! /KOCHTEN SIE MICH NUN NICHT ENDLICH ALS fOhrer ENGAGIEREN!? Kommunistische Gpaltungstaktik. Die Lüge von der Einheiisfront muß wieder herhatten. Das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei ver- östcntlicht in der„Roten Fahne" fünf Spalten Thesen ii�er den Parteitag der Sozialdemokratischen Partei in Leipzig. Der Kernsatz dieser Thesen ist, daß„der sozial- faschistische Kurs der Sozialdemokratie" eine„höhere Stufe" er- reicht habe.' Die.�höhere Stufe" ist überhaupt das Schlagmort dieser Thesen. Die Wortprägung SoziälfäschisiMs war von der ersten Stunde ihrer-Existenz an ausgemachter Plodsum. Alle Kommunisten, die nicht ainfer d«r Moskauer Knute den letzten Rest von Verstand preisgegeben haben, hoben selbst immer wieder die Dummheit und Gefährlichkeit dieses Schlagwortes festgestellt Wenn die Thesen der kommunistischen Zentrole ein« Entwicklung von einer niederen zu einer höheren Stufe feststellen wollen, so kann man totsächlich nur die eine Feststellung treffen, daß nämlich das, was immer Blödsinn war, in diesen Thesen zum höheren Blödsinn geworden ist!, s Di« kommunistische Zentrale bemuht sich, in der Sozialdemo» kratischen Partei Ansatzpunkte für ihre Spaltungs- arbeit zu finden. Sie führt in ihren Thesen große Worte darüber, daß der Leipziger Parteitag eine tiefe Krise in der Sozial- demokratischen Partei gezeigt habe, aber sie klagt gleichzeitig, Laß die sozialdemokratische Organisation ebenso unerschüttert ist wie die freien Gewerkschaften, und daß oppositionelle Mitglieder in der Sozialdemokratie nicht planmäßig Fraktionsarbeit betrieben und auf den Bruch mit der Sozialdemokratie hinarbeiten. Die Gruppe der Neun, die auf dem Parteitag den Disziplinbruch verteidigten, spielt in den Betrachtungen der so» genannten Recht?kommunistcn(der Brandler-Gruppe) wie in den Betrachtungen der kommunistischen Zentral««ine groß« Rolle. Bei den Brandlerianern hofft man auf Zuwachs aus dieser Gruppe, bei der kommunistischen Zentrale dagegen bemüht man sich, diese Gruppe regelrecht von der Sozialdemokratischen Partei abzuspalten und der. Kommunistischen Partei anzugliedern. Diesem Zweck soll wieder einmal die Methode der sogenannten Einheit?- front dienen. In langatmigen Anweisungen werden die kom- �piunistischen Fimktioimre instruiert, wie diese Spaltungsarbeit zu führen sei. Angefangen von der„Bearbeitung der führenden Funktionärs in der linken SPD." bis zur„Durchführung einer I Wendung in der Sprache unserer Agitation und Presse zu erfolg- reichen kameradschaftlichen Methoden". Die Spaltungshoffnungen der Kommunisten werden selbstverständlich mit einer bitteren Enttäuschung enden. Ein Punkt aus diesen spallenlangen Thesen verdient besondere Beachtung. Die Thesen führen Klage darüber, daß die Sozial- demokratische Partei über eine starke Kinderbewegung oersüge. m die die kommunistische Spallungsarbeit bisher leider noch nichT cingedrungen�fen-Man~wird darauf achten müfsen�-dsß danach offeirstchllich Dersuch« unternommen werden sollen, Lock- spitzeleien selbst in die Kinderbewegung hineinzutragen!� Mit diesen Thesen hat die Kommunistische Partei ihr wahres Wesen sehr deutlich gezeigt. � In einer überaus schwierigen politischen und wirtschaftlichen Situation kennt sie kein« anderen Sorgen als ihre hoßerfülllen Versuch«, die Mosscnportci der deutschen Arbeiterschaft zu schwächen. Kommuttistische phaniasien. Oer �niedergeschriene Parteitagsreferent" Sollmann. Die kommunistische Presse berichtet in großer Ausmachung, in Köln sei der„P a r t e i t a gs r e f« re n t" Soll mann in einer Generaloersammlung beschimpft und niedgr geschrien worden. Diese Meldung ist frei erfunden. Sollmann hat vor der entscheidenden Fraktionssitzung über die Notverordnung berichtet. Auf seinen Wunsch ging die Versammlung einmütig über alle vorgeschlagenen Entschließungen zur Tagesordnung über und ließ den Abgeordneten des Kreises freie Hand. In der Aussprache setzte sich ein Mitglied für das in Köln er- scheinend«, vom Parteivorstand als parteischädigend bezeichnete kommunistische Zellcnblättchen„Roter Kämpfer" ein. Als dieses Mitglied später einen ehrverletzenden Zwischenruf gegen die sozialdemokratische Reichstagsfraktion machte, schloß ihn die Ver- sammlung ohne jede Aussprache gegen wenig« Stimmen sofort aus der Partei aus. Wenige Tage später berichtete Sollmaün über den Beschluß der Reichstagsfraktion zur Notverordnung. Eine von ihm vorgeschlagene Entschließung wurde gegen eine Stimme angenommen. In Bonn wurde die Haltung der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion«instimmig gebilligt. Llmgangsion beim Hakenkreuz. Sie bieten einem mißliebigen Minister Knallschoten an. � Weimar, 27. Juni.(Eigenbericht.) Das amtliche Organ des Thüringer Landbundes enchält in seiner Sonnabendausgabe einen Drohbrief, der dem thüringischen Staatsminister Baum durch Boten und„persönlich" überreicht wurde. Der Brief lautet: „Herrn„Staatsminister" Baun:, Weimar. Sie haben mal wieder recht dummes Zeug gefaselt! Mit Ihren Ausführungen sind Hie ober auf dem Holzwege. Die Nazis werden es Ihnen schon noch richtig besorgen! Furchtbare Angst scheinen Sie vor denselben zu haben. Dem Landbund wird es bei den nächsten Wahlen(Landtag und Landwirtschaftskammer) in Thüringen ebenso ergchen wie in Oldenburg und Sachsen. Dann wird auch Ihre Ministerherrlichtell zu Ende sein und Sie können wieder Mist fahren! Sauckel wird Ihnen schon noch richtig den Kops waschen, Sie alter Faselhans! Hoffent- lich folgen Sie Ihrem Freund Höfer bald in die Ewigkeit nach. Die Watschen von Pa. sind nicht so ohne. Hüten Sie sich: Sonst knallt es auch mal bei Ihnen!!" Der„Thüringer Landbund" stellt zu dem Drohbrief fest, daß cr die Folge der persönlichen Hetze sei, die in der Zeitung„Der Nationalsozialist", die in Weimar erscheint, ständig betrieben werde. Pa. auf den in dem Brief Bezug genommen wird, ist der nationalsozialistische Lehrer Papenbrok, der kürzlich im Land- tag einen sozialdemokratischen Abgeordneten tätlich angegriffen hat. In der Rede von Baum, die in dem Brief«inleitend erwähnt wird, hieß es u. a., daß dem Aufstieg der Nazis ebensoschnell ein Abstieg folgen werde. Ludendorff vor Gericht. Er muß sich wegen seiner Freimaurerpsychose verantworten. Gotha, 27. Juni. Gegen General Ludendorff findet hier am Montag ein Prozeß wegen öffentlicher Beleidigung statt. General Luden- dorff ist angeklagt, anläßlich seines am 27. Januar 1928 im hiesigen Schießhaussaal gehaltenen Vortrags dem früheren Hochmeister der Freimaurerloge,- Dr. pbil. Graf zu Dohna in Gümmlingen bei Bern, vorgeworfen zu haben, Graf Dohna habe von dem beab- sichtigten Mordanschlag auf den österreichischen Thronfolger und von dem drohenden Weltkrieg Kenntnis gehabt, ein Einschreiten ober abgelehnt und habe sich sonnt des Landesverrats schuldig gemacht. Nie erfindungsreiche NAZ. Was sich das schwenndustrielle Blatt aus den Fingern saugt. Der Amtliche Preußische Pressedienst teilt mit: Die in der Sonnabend- Morgenausgabe der„Deutschen Allgemeinen Zeitung" veröffentlichte' Meldung, daß im Hinblick auf die genehmigte Spartatiode der bereits bewilligte Ur- l a u b für die Beamten der Berliner Polizei in der ersten Hälfte des Juli zurückgezogen worden und daß die Ftage einer Verstärkung der Berliner Polizei durch auswärtige Kräfte erwogen worden sei, sind von A bis Z erfunden. Hakenkreuzrekior dienstenilasseu. Bestätigung durch den Disziplinarhos. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, hat der Preußische Diszipltnarhaf für die nichtrichterlichen Be- omten am 11. Mai d. I. die Berufung des Mittelschulkonrektors Dietrich K l a g g e s aus Venneckenstein verworfen. Klagges war wegen Betätigung für die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiter» Partei von dem Disziplinargericht der Regierung Erfurt mit Dienstentlassung unter Zubilligung einer Unterstützung in Höhe der Hälfte des gesetzlichen Ruhegehaltes auf die Dauer eines Jahres b e st r a f t worden. �..... Oer gefesselte Moritz. Warum sich Gottfried nicht traute die Wahrheit zu bekennen „Moritz Zarnow", der mit seiner Schmähschrift„G e s e s s e l t e Justiz" ein unverdientes Aufsehen erregte, veröffentlicht neuerdings im„Völkischen Beobachter" unter der Ueberschrift„Entfesselte Justiz" einen Artikel, der das Gerichtsverfahren gegen den national- sazialistischen Minister Dr. Franzen bemängelt. Er wechselt offenbar die Titel seiner Sudeleien ebenso oft wie sein Pseudonym: er führt in Wirklichkeit den gut germanischen Namen Gottfried Moritz und stammt aus Zarnow. Der Charakter dieses ehrenwerten Vorkämpfers für Recht und Gerechtigkeit ist wiederholt entsprechend gewürdigt worden.- Da er sich jetzt ungcrufen wieder in die Oeffentlichkeit drängt, sei noch folgendes über ihn nachgetragen:'. „Zarnow" war in großer Bedrängnis, als der preußische Ministerpräsident Otto Braun gegen ihn Strafantrag wcgcnBeleidigung stellte. Es handelte sich um«inen Artikel, der in einer ostpreußischen Zeitung erschienen war. In seiner Not wandte sich Zarnvw an einen linksstehenden Journalisten mit der Bitte, bei Otto Braun zu vermitteln. Er wollte die Beleidigung in aller Form zurücknehmen und fügte hinzu, daß er Otto Braun über-' aus schätze und ihn mcht habe beleidigen wollen. Das Staatsininiste- rium stellte darauf die selbstverständliche Forderung, daß die Zurück- nähme der öffenllich ausgesprochenen Beleidigung im„Amtlichen Preußischen Pressedienst" erfolgen müsse. Dazu wollte und konnte sich Herr Zarnow nicht verstehen. In seiner Verlegenheit führte cr dem Vermittler gegenüber als Grund an, daß dann die deutsch- nationale Pt esse ihm keine Artikel mehr ab- nehmen würde. Er fürchtete also Stockschläg« auf den Magen. Und deshalb ließ er sich verurteilen, weil ihm das wahr- scheinlich Hugcnberg-Gelder bringt. Dieser Vorgang paßt ganz zum Charakterbild des kleinen Moritz. der zuerst in der Sozialdemokratischen Partei vergeblich versuchte Fuß zu fassen, gleichzeitig aber nattonalliberal wählle, dann zur deutsch- nationalen Opposttion überging, und nun glücklich bei den National» sozialisten gelandet ist. Ein würdiger Vorkämpfer für deutsche Sitte und Moral! Anhalts Etat angenommen. Radikale und Bürgerblock, restlich einig in der Ablehnung. Dessau, 27. Juni.. Der Anholtische Landtag nahm am Sonnabend in dritter Lesung den Staatshaushalt an. Dafür stimmten S o z i a l d e m o- traten u n d.D e m o k r at e n, dagegen die Deutsche Volkspartei, Wirtschastspartei,. Kommunisten, der. Nationalsozialist und drei. Deutschuatwaale. Die Landbündler enthiellen sich der Stimme. Billig davongekommen. Die Berufungsverhandlung gegen Fabricius. Der nationalsozialistische Reichstagsabgeordnete und ehemalige Regierungsrat Dr. Fabricius stand gestern vor der Berufungs- instanz des Landgerichts III. Cr war im Zusammenhang mit der Demonstration der Hakentreuzler gegen den Remarque-Film„Im Westen nichts Neues" vom Schnellgericht wegen Nichtbefolgung polizeilicher Anordnungen zu 39 Mark Geldstrafe und wegen Be> amtenbeleidigung zu 1S9 Mark verurteilt. Gegen dieses Urteil hatte sowohl die Staatsanwaltschaft als auch Dr. Fabricius Berufung eingelegt.' Der Staatsanwalt beantragte 199 Mark Geldstrafe wegen Nichtbefolgung polizeilicher Anordnungen und 499 Mark wegen Be- amtenbeleidigung. Das Gericht sprach Dr. Fabricius von der An- klage der Uebertretung wegen Verjährung frei und beließ es hin- sichtlich der Beamtenbeleidigung bei der Straf« der ersten Instanz von 159 Mark. �Angriff"' und«-Zörgiebel'Kosaken�. Wenn e, so weiter geht, dürft« der Dalles des„Angriff" ins Unendliche wachsen. Neuerdings hatten sich vor dem Schöffen- gericht Berlin-Mitte der Sckiriftteiter des„Angriff", Dr. Lippe rt, und die dort wegen des Stennes-Krachs ausgeschiedene Schrift- stellerin.Melitta Wiedemann zu verantworten. Beide sind bereits wegen Beleidigung v o r b e st r a f t. Auch diesmal lautete die Anklage: öffentliche Beleidigung von Polizei- beamten. In der Nr. 83 des„Angriff" vom 16. Oktober vorigen Jahres erschien im Hauptblatt ein Artikel„Volk mit Gummi- tnüppcl— Reichstagseröffnung, wie man sie noch nicht erlebt hat— Polizei gegen Greise und Kinder" und in der Beilag«: Aus der Asphaltwüste, ein Artikel:„Vorsicht Gummiknüppel". In beiden Artikeln war von Zörgiebel-Kosaken die Rede.„In einer Hand die Pistole" schrieb da Frau Wiedemann,„in der anderen Ihand der Gummiknüppel, so arbeiten die Zörgiebel-Kosaken". Dr. Lippert wollte die Verantwortung nur für den ersten Artikel übernehmen, obgleich er auch für Lokales verantwortlich gezeichnet hatte. Die Beilage„Aus der Aspholtwüste", erklärte er, sei stets vom Redakteur Dürr redigiert worden: ollerding? sei dieser damals nicht in Berlin gewesen: trotzdem lehne cr, Dr. Lippert. die Berant- Wartung für diesen Artikel ab. Das Gericht verurteilte Dr. Lippert und Fr. Wiedemann zu je 199 Mark Geldstrafe. 3n Duisburg wurden von 7 Personen, die sich am 3. Juni an Straßentumulten beteiligt und Fensterscheiben eingeworfen hatten, drei wegen schweren Landsriedensbruche« zu je sechs Mo- naten, die anderen zu je drei Monaten Gefängnis verurteilt.— Im beschleunigten Verfahren wurde vom Schöffengericht Mülheim-Ruhr der 28 Jahre alte in Riga geborene Arbeiter Wiedewald wegen Aufruhrs zu acht Monaten Gefängnis verurteilt. Wiedewald hatte am 3. Juni an den kommunistischen Tumulten als Rädelsführer teilgenommen und die Menge ausgesordert, ans die Pvlizeijbeainten einzuschlagen. Dabei wurde ein Beamter zu Boden geschlagen und schwer mißhandelt. Abramsimtsch gegen„Welt am Abend". Kommunistische Verleumderpresse auf der Anklagebank. Vor dem Amtsgericht Berlin-Mittc findet am Montag der Vclcidignngsprozeß des Fahrers der rassischen Sozialdemokratie und Mitgliedes der Exekutive der Sozialistischen Arbciter-Jnternationalc, des Genossen A b r a m o m i t s ch gegen den Redakteur der„W e I t o m A b c n d". Hurtig, statt. Im Hintergründe dieser Verhandlung steht die Moskauer Gcrichtskomödie gegen die vierzehn Sozialdemo- traten(Menschewiken), die am 7. Mörz d. I. mit einer Verurteilung zu Gesängnisstrafen von S bis lO Fahren endete. Die Angeklagten hatten u. a. die Behauptung aufgestellt, Genosse Ab r a m o- witsch sei von Mitte 3» l i bis Mitte 21 u g 11 st 1928 in Moskau gewesen, habe konterrevolutionäre Unter- nehmungen organisiert und an den Sitzungen des Unionsbüros teil- genommen: sein Alusenchalt habe die weitere konterrevolutionäre Tätigkeit der Angeklagten beeinflußt. Diese Behauptung war ebenso unwahr wie eine ganze Reihe anderer Behauptungen, die von den Zlngcklagten bei den Vor- nehmungen in der GPU. aufgestellt und vor dem Obersten Gerichts- Hof aufrechterhalten wurden. Diese Behauptungen waren ihnen von dem Untersuchungsrichter der GPU. in die Feder diktiert worden, die Verhafteten waren gezwungen, aus Furcht vor dem Erschießen diese Einflüsterungen zu bestätigen und die auf diese Weise zustande- gekommenen Vernchmungsprotokolle zu unterzeichnen. Sonst hätte pe ja dos Schicksal der 48 von der GPU. ohne Gericht Erschossenen ereill, oder sie wären ebenso wie die Sozialdemokraten, die nicht bereit waren, die Gcrichtskomödie mitzumachen, unbarmherzig in die schlimmste Verbannung geschickt worden. Roch während des Prozesses Hot Genosse Abramowitsch den Obersten Gerichtshof wissen lassen, daß die Behauptung der Angeklagten über seine angebliche Anwesenheit in Moskau der Wahrheit nicht entspreche und auch nicht entsprechen könne: er habe sich in der Zeit vom S. bis zum 30. Juli in der Sommerfrische Plau in Mecklen- bürg ausgchalten und vom 31. Juli bis Mitte August an Tagungen der verschiedenen Organe der Sozialistischen?lrbciter-Jnternatioualc, unter anderem auch in Brüssel, teilgenommen. Der Generalsekretär der Liga für Menschenrechte, Kurt Großmonn, der sich zu gleicher Zeit mit Abramowitsch in Plan aufgehallen und auch die Wirtin, bei der er gewohnt hat, taten durch die Presse diese Tatsache kund. Genosse Abramowitsch hat auch erwogen, ob er sich nicht bereit erklären soll, vor dem Obersten Gerichtshof in Moskau als Zeuge zu erscheinen: er hat aber diesen Gedanken fallen lassen, da selbst das Versprechen eines freien Geleits ihn nicht vor den Kerkern der GPU., ja selbst vor dem Erschießen, bewahrt hätte. Im Slnschluß an eine Pressekonferenz, die Genosse Abramowitsch im Vorwärts-Gebäud«, Lindenstraße 3, abgehalten hotte, um die Oefsentlichkeit über den wahren Sinn des Moskauer Prozesses zu informieren, brachte nun die„Welt am Abend" am 6. März einen Artikel mit der Neberschrift:„Abramowitsch entlarvt!' Es VesÜ ltariit,' daß Genosse Abramowitsch es gewogt habe, sich mit einer niederträchtigen und verleumderischen Ausrede um eine Konsron- ticrimg(gemeint ist mit den Moskauer Angeklagten) zu drücken, die für ihn allerdings vernichtend wäre. Mit der Erklärung, weshalb er nicht nach Moskau gereist sei, habe er eingestanden, was er früher krampfhaft zu leugnen versucht habe, nämlich, daß alle gegen ihn erhobenen Beschuldigungen zutressen, und daß er selbst es nicht wage, ihre einzige wirksame Widerlegung zu riskieren. Genosse Abramowitsch erblickte in diesen Behauptungen der „Welt am Abend" den Vorwurf der Lüge und erhob Privotkloge wegen übler Nachrede. Zum Beweise dafür, daß er vom November 1920 Rußland nicht betreten habe, beruft er sich auf seine Frau und seinen Sohn, in deren Gemeinschaft er die ganzen Jahre über gelebt habe, und zum Beweise dafür, daß er von Mitte Juli bis Mitte August nicht in Moskau gewesen sein kann, auf Kurt Grohmann. seine Pcnsionswirtin und auf Crispicn, Breitscheid, Hilfcrding und Adler. Eine ähnlich« Klage Hot Genosse Abramowitsch auch gegen die „Rote Fahne" angestrengt. Die deutschbolschewistischen Verleumder, die ihren russischen Lehrmeistern nach dem Munde reden, werden wieder einmal vor der ganzen Welt als Verleumder angeprangert werden. (Gewerkschaftliches siehe 2. Beilage.) Verantwortlich fiir Politik: Victor Schill: Wirtschast: G. alinaethötcr; Eewerkschaftobeweauna: I. Steiner: sseuilleton: Dr. John Sckillow»»: Lokale» und Sonstiges:{friii»arftädt: Anzeigen: Tl>.«SloSe: sämtlich in Perlin. Verlag: Borwärts-Berlag®. m fc. Berlin. Druck: Borwärts-Buchdruckeret und Verlagsanstalt Paul Singer u. Co.. Berlin SW. 63, Linden straite» Hierzu 6 Beilage». ?kr. 297-» 4S. Jahrgang Sonntag, 2S. Juni 493� Die Spree von der Oberbaum brü cke aus gesehen braucht sich durchaus nicht hinter der Elbe bei Magdeburg oder der Oder bei Frankfurt zu oer stecken. Aber um diese Fähigkeit der Konkurrenz zu erlangen, bedurfte es allerdings für die Spree des weiten Weges oon den Bautzener Bergen bis zu den Wiesen um Erkner; noch bis zu ihrem Einfluß in den Dämeritz- see ist sie eine bescheidene Wasserstraße zweiter Ordnung, deren Lfer oom Fürstenwalder Wasserbauamt weder sonderlich befestigt, nodi daß ihr Bett jemals ausgebaggert würde. kaum jemand wird diesen etwas besseren Bach, der sich himmelblau durch die W iesenland sdiaf t zwängt, für die Spree halten. Man traut ihr nicht einmal zu, daß sie einen 200-T onnen- Finommaßkahn zu tragen vermag: die Sdiif fahrt geht abseits durch den Oder-Spree-k anal. Für diese Degradierung zur Wasserstraße zweiter Ordnung hat die„Alte Spree"— so nennt man den Teil ihres Laufes zwischen Fürstenwalde und Erkner— gewissermaßen Radie genommen, was sie an Sand und Sdilirk in der Lausitz oder in der Mark beizutreiben vermag, das schleppt sie in wirbelnder Strömung unablässig stromabwärts, um schließlich alles im Dämeri fz- see abzulagern. Und der arme Dämeritzsee wird durdi diese Ränke von Jahr zu Jahr kleiner. Das operierte Flußbett. Man hat alles mögliche versucht, diese Ungezogenheit der Spree wenigstens einzudämmen. Jahrelang stand auf dem Dämeritzsee ein Vagger. Auf diesem Bagger arbeiteten die Leute im Schweiße ihres Angesichts, um den Sand wieder zu heben, den die Spree an- schwemmte. Vergebens, gegen die Heimtücke dieser winzigen Spree waren alle Maschinen machtlos; es war beinahe so, je mehr man baggerte, desto mehr versandete die ZNündung. Wogegen übrigens die Ausflügler wieder gar nichts einzuwenden hatten, denn eine schöne Badestelle gab es kaum ein zweites Mal in der Umgebung Berlins, eine Badestclle, auf der man gefahrlos bis in den halben See spazieren konnte. Bis eines Tages im Jahre 1926 die Geduld der Schiffahrtsbchörden zu Ende war und für die Spreemündung das Todesurteil beschlossen wurde. Wo das alte Flußbett am Mün- dungseck noch nicht ganz versandet war, sondern noch etwas Fuß- wasier stand, wurde jetzt einfach alles zugeschüttet und ein wenig weiter noch Osten hin der„Alten Spree" ein neues Bell ge- graben. Das war eine entschlossene Radikalkur, deren Ergebnisse unser obiges Bild zeigt: da, wo die Zelte stehen, zwischen den Bäumen und dem Gebüsch, das war einmal das Bettler Hpree, r Diese Operation muß jedoch die Spree nur noch mehr ver- schnupft haben,' und wenn die Schiffahrt glaubte, jetzt endlich geruhig ihres Weges ziehen zu können, ohne jeden Moment damit rechnen zu müssen, an einer der aufgetürmten Sandbänke sich das Ruder abreißen oder die Schrauben abhauen zu lassen, dann war das eben «ine verfehlte Hoffnung. Denn jetzt liegen die roten und die schwarzen Bojen schon längst wieder weit draußen im Tee und warnen den Unkundigen, nur ja die Fahrtroute zu halten. Fünf Jahre alt ist erst die neue künstliche Mündung der„Alten Spree", fein säuberlich mit Buhnen am Ufer befestigt, und schon wieder ist die ganze Mün- dung so versandet, daß ein Kind durchspaziercn könnte. Wer weiß, was man nun machen wird, vielleicht rücken die Wasserbaumänner abermals ein Stück weiter, aber das wird schlecht gehen, ein Fluß wie die Spree ist nun eben mal kein Spickaal, den man hinpackcn kann wo man lustig ist. Es ist nur gut, daß wenigstens ein Teil der ungestümen Kraft der Spree bei Große Tränke durch ein Wehr ge- bändigt wird, wo man ihr Wasser abzweigt, um damit den Oder- Sprce-Kanal zu speisen. Denn noch in ihrer doppelt und dreifach regulierten Form hat sich die„Alte Spree" stärker erwiesen als der Menschen Hand. Fischer und ihre Grenzen. Dabei ist die..Alte Spree" ein Anglcrparadies von hohen Graden. Nur daß keiner aus den ganzen Gerechtsamen und Privilegien dort unten an den Spreewiesen recht schlau wird. Buchstäblich das einzig Greifbare ist das Schild, das die Köpenicker Fischerinnung ein paar hundert Meter stromauf an der„Alten Spree" ausgestellt hat und an dem zu lesen steht:„Grenze der Köpenicker Fischereiberechtigung." Dahinter kommen dann die Neu-Zittauer Fischer, das heißt, das ist nur einer, und schließlich die Wernsdorfer Fischer. Jetzt hängt aber noch ein Anglcrverein dazwischen, und obendrauf sitzt der Preuhensiskus, der auch ein Wörtchen mitzureden hat. Jedenfalls gab es eines schönen Tages keine Angelkarten mehr. worauf der Anglerverein kam und so lange mit dem Finger drohte, bis die kgl. privilegierten Fischer zwanzig Angelkarten für die Ver- einsbrüder herausrückten und gegen Geld und gute Worte noch weitere zehn Karten an Hinz und Kunz abgegeben wurden. So hätte sich eigentlich olles mit Hilfe der Grenztafeln und der Angelkarten Blick vom Dämeritzsee auf die verschüttete Spreemündung. regeln lassen, aber so einfach ist das mit der Fischerei nicht, denn nun kommt der Sohn von dem alten Fischer aus Neu-Zittau, den hatte der Vater nach Potsdam geschickt, um Fischereimeister zu werden, jetzt kam der also wieder und wollte eine Existenz haben. Aber da saßen die Angler und pfuschten ihm ins Lzandwerk, und nun wird es wohl von vorne losgehen: eines Tages gab es keine Angelkarten mehr, bis der Anglerverein kam und so weiter. Roch schwerer ist es, sich ein einigermaßen sicheres Bild über das Einkommen eines Zischers zu machen. Einer hat neulich, nach- dem er eine Woche lang gefischt hatte, 18 Zentner Weißfische nach Köpenick auf den Markt gebracht, wo er für die Plötzen. Barsche und Schleie pro Pfund 49 Pfennig bekommen hat, das wären immer- hin 729 Mark, ein schöner Batzen Geld für eine Woche Arbeit. Andere fischen wieder wochenlang die Seen ab und schmeißen alles wieder ins Wasser, so klein sind die Stekerlinge. Wenn man alles gegeneinander abwägt, dann kommt heraus, daß allein von der Fischerei kaum ein Fischer lebt, die Vollexistenz oerschasst er sich erst mit Hilfe seiner Wiesen, die ihm die Grundlage zu einer je nach Besitz und Größe oerschieden rentablen Milchwirtschast geben, für die das nahe Groß-Berlin immer noch ein einigermaßen aufnahmefähiger Markt ist. Wesentlich günstiger liegen die Dinge jetzt mit den Krebsen. Es ist, als hätten wir eine Renaissance des Krcbssegens vom Ende des vorigen Jahrhunderts. Der Krcbszug am Landwehr- kanol war nur so etwas wie ein Borspiel für den Massenzug her KxIbse,� der fetzt bei.eivbreck>endcr Nacht ans User kriecht. Wer nicht daraus achtet, tritt einfach auf diese begehrten Möcher. Um diese Stunde kommen die Jungens aus den Dörfern, fangen die Schmutz- klumpen und stecken sie in den Beutel....Wieviel hast du gestern ge- fangen?" fragten wir zwischen Gosen und Erkner einen Dreikäse- hoch.„Zwanzig", sagt« er seelenruhig und verriet noch, daß er ein« Die Spree bei Neu-Zittau. besonders gute Stelle wüßte, im Modder, unter den alten Angel- kähncn, da holt er sie. Trauriger Gruß vom �uhrgebiet. Aber da ist noch mehr los an der„Alten Spree". So zieht eine merkwürdige Kavalkade die Chaussee gen Neu-Zittau fürbaß. Ein großer, stämmiger Mann in den ersten Vierzigern, sein buschiges rotes Haar gibt ihm einen leichten grimmigen Zug, die Kleidung samt den Wickelgamaschen und dem Schuhzeug ist längst überfällig, dieser Mann schiebt einen Kinderwagen. Einen ur- alten, rohrgeflochtenen Kinderwagen, mit braunem Wachstuch aus- gelegt, das Verdeck ist hochgeschlagen. In dem Kinderwagen wimmert leise ein Neugeborenes. Von der Außenwand des Kinderwagens hängt ein wenig Hausrat herunter, eine Milchkanne, ein 51ochtopi und eine Waschschüssel. Hinter dem Mann mit dem Kinderwagen folgt eine Frau, mit einem noch gut erhaltenen dunkelgraucn.Kleid und einem Hut auf dem Kopf. Sie macht schon gar nicht de» Ein- druck einer Bettlerin, schiebt aber ebenfalls einen Kinderwagen: das Kind in dieser Kalesche ist etwas größer und schaut unbekümmert Uni alles in den herrlichen blauen Himmel. Was ist das für eine seit- same Famllie?„Werter Herr", beginnt der Hüne seinen Sermon, „haben Sie keine Arbeit für mich? Sehen Sie, ich bin Zamilicn- volcr, meine Kinder müssen Mlch hoben. Ich mache jede Arbeit, haben Sie Erbarmen!"„Ja, Arbeit haben wir nicht, warten Sie mal, wo kommen Sie denn eigentlich her?"„Ich komme vom Ruhr- gebiet, ich bin Bergmann, es sieht schlimm aus im Kohlcnpott, nirgends Arbeit. Ich bin alle deutschen Bergbaugebieto abgelaufen. im Zwickaucr Steinkohlenrevier hatte ich früher einmal fünf Jahre gearbeitet, ich habe da noch ein paar Bekannte gehabt, aber die konnten mir auch nicht helfen. Dann bin ich ins Waldenburgische rüber, war aus der Zeche„Gottes Segen", aber was ist da im Waldenburger Bcrgland für ein Elend."„Wo haben Sie im Ruhr- gebiet zuletzt gearbeitet?"„In Bochum, Zeche„Präsident", als Hauer."„Nun ja, wie kommen Sie denn aber bloß zur„Alten Spree" hier, Neu-Zittau hat 1799 Einwohner, davon sind bald 299 arbeitslos. Und das ist ein Dorf, wo eigentlich jeder satt zu essen haben sollte."„Herr, ich habe gehört, hier ist eine Kiesgrube, vielleicht kann ich da unterkommen. Ich will nur arbeiten, gestern nahm mich ein Bauer mit ins Heu, Herr, es ist schlimm, wofür man arbeiten muß, wenn man Hunger hat, eine Mark und.fünfzig Pfennige hat inir der Bauer für den ganzen Tag niähen gegeben und das Essen und Milch für meine beiden Kinder." So ging das Gespräch noch eine Weile hin und her, dann setzten sich die Kinderwagen wieder in Bewegung und rolltem dem Hause des Amtsvorstehers zu, wo sich die vier Menschen für die Nacht obdachlos meldeten. Dazu bekam jedes Kind einen Liter Milch und für die Großen ein Nachtmahl und ein Frühstück. Beim Amtsvorsteher standen schon fünf hungrige obdachlose Gesellen und warteten geduldig auf die milde Gabe der Hand des Staates. Krieg gegen 36 Schlesier. So gibt nun eins das andere. Wenn sich die Bauern oon allen Landstreichern diejenigen aussuchen würden, die das Mähen ver- stehen, würden sie eben für den Tag eine Mark und fünfzig Pfennige Lohn zu zahlen haben und bekämen das Heu auch in die Scheune. So weit hat sich das„Umschau halten" allerdings noch nicht aus- gewirkt, aber leise beginnt es sich anzubahnen: im vorigen Jahr zahlten die Bauern auf den Spreewiescn pro Morgen Gras mähen noch 7 Mark, in diesem Jahr nur noch 6 Mark. Im benachbarten Gosen ist sogar ein kleiner Krieg im Gange. Da ist ein Kalksand- steinwerk. Davon lebte einmal halb Gosen. Heute arbeiten in diesem Werk vielleicht noch acht oder neun Gosencr, die anderen sind aXIMQ Bettfedern Ueberlaken Badelaken Daunendecke ScrBinift, eedärnpfc, Z r Pf. sortiert... Pftiftd von O J tu (utcr Linen, mit Hohinurn und L*ntuettenver*f«runj, CSO Stand Betten" 150 x 250...... 0 traurot Inlett, mit freuen Federn. Obcrbcttb�ZU� 1 Oberbett, 1 Unterbett, 4075 1 Kissen... zusammen I Cm bunt kariert, indanthren, ca. 145X180..... R e 3" s e d e c k e rein kunstseidene Damast-Oberseite. mit I a Daunen, 150 X 200... kraftlfer Linon, zum< Knöpfen, ca. 100X200. _c modern« Karo«, mit Bend- o95 275 einfassunf...... O Sommer-Oberbett Kissenbezug Schlafdecke felnferbifes Köperinlett, fold, mit Kloppet- pTq braun �meliert, mit Bor--J 95 4475 Bettvorla gen Kinder- Klappwagen (Verkauf nur Prinzenstr. Ecke Sebastunstr. u. Frankf. Allee 304) verschiedene Aus--S«|75 führungen.... von'■ an Boucle 50X100 215 Velour /j35 50X100 O Indanthren»nd federdicht, mit Einsatz chincsischeh Halbdsunen, OA75_, 130 X 200....... erf Bettla Oberbett-Inlett --—- ca. 140X210... echt türkisch rot, IIb, •enc zuraiacnroc» � 130X200....... M**• l«*™»......*■ Frottierhandtuch . 85 n. Our*, 140X190 k e n Steppdecke 429 rein kunstseidener Da- •• 1 mast, Ruckselt« Satin, 4 4 80 150 X 200...... II Metall bettste 1 1 e mit Zuffedermatraue.'1A95 weiß, 60X185..... IV G arderoben sch rank mit Hutboden und Stanfe, 1 türlf, bügeltlef, 192 cm hoch, weiß lackiert.. Ol.— Gratis-Bettfedern- Reinigung bei Einkauf von Inletten oder Bettfedern! Bei Einkauf von Bctt-Inktten oder Bettfedern wird die entsprechende Menge Bettfedern gratis gereinigt. Anruf: F7 jannowitz 6611 Satin- Reste 60 cm breit, Op Meter 35 ff., Versand-Abc: Prinzen-Str. bunt kariert, CO indanthren. Jw Pf, lern Gustav Hilflos auf der Anklagebank Das Schnellschöffengericht braucht dringend soziale Gerichtshilfe schlesische Smfmmrfieifer. Die heißen die„Polackcn" und arbeiten für 64 Pfennig die Stunde. Diese Schlesier dürfen sich im Dorf nicht blicken lassen, die erbitterten erwerbslosen Eingeborenen munkeln schon so etwas von Raushauen und so. Deshalb bleiben die Schlesier in ihren Baracken, und was sie an Essen und Trinken zu kaufen haben, erstehen sie in der Werkskantine. Damit ist die ganze Sache nur noch schlimmer gemacht, denn jetzt verdienen durch diesen privaten Belagerungszustand auch die Gosener Krämer nichts. Die schimpfen nun wieder auf den Kantinier, der das Fett abschöpfe. Es ist heute im deutschen Dorf nicht anders als in der Stadt. Einsam und ver- «assen liegt die Dorfstraße im mittäglichen Sonnenglast, nur ein duntclhäutiger Zigeuner geht von 5)aus zu chaus, von Tür zu Tür und spricht seinen monotonen Vers:„Scheene Teppiche, Madame, drei Mark nur die ungarische Landarbeit." Aber die kleinen Besitzer öffnen erst gar nicht die Türen oder die Fenster, geschweige daß sie einen von den bunten, nach altmodischen Mustern gewirkten Teppiche kaufen. Unten am Flußufer hat sich sür einige Tage ein kleiner Rummel etabliert, ein Karussell, eine Luftschaukel, ein Kasperle- Theater und ein Orchestrion. Die Dorfjugend blickt sehnsüchtig auf die Pferde, Elefanten, Kamele und Schwäne des Karussells, aber zehn Pfennige Fahrgeld für eine Tour, wie das Blechschild verkündet, das ist zuviel.„Wollt ihr denn nicht fahren, Kinder?" ruft der Karussellbesitzer, aber die Kinder bleiben stumm, bis sich ein Knirps hcrvorwagt und sagt, zehn Pfennige könnten sie nicht zahlen für eine Karussellfahrt. Was bleibt dem Manne weiter übrig, als den Preis zu reduzieren, für einen Groschen fährt niemand, und für einen Sechser fahren dreißig Kinder, das macht immerhin eine Mark und fünfzig aus und bleibt trotzdem ein recht mageres Geschäft. Wobei es den Gosener Erwerbslosen noch schlechter geht, die können höchstens im Winter einmal mit zufassen, beim Eisen für die Brauereien oder beim Rohrschneiden für die Rohrflechter. Inzwischen gurgelt die„Alte Spree" weiter dem D ä m e r i tz- s e e zu und schleppt allen Sand flußab und ist heimtückisch dazu, indem sie neben die Sandbänke gefährliche Strudellöcher von vier Meter Tiefe baut. Das ist die Rache der„Alten Spree", weil man sie so stiefmütterlich behandelt und alle Liebe, die die Schiffer zu vergeben haben, dem Odcr-Sprce-Kanal angedeihen läßt. Schlafstelle im Warenhaus. Sin Kaufhausdieb im Lustschacht verhastet. Eine ungewöhnliche Diebesjagd spielte sich anr Sonnabeird vor- mittag im Warenhaus Jonas in derLothringer Straß« 1 ab. Der Hausverwalter entdeckte gegen 7 Uhr auf feinem Rundgang im 6. Stockwerk«inen Mann. Der Dieb flüchtete und der Haus- Verwalter eilte ihm noch. Es ging kreuz und quer durch all« Etagen und plötzlich war der Dieb verschwunden. Die Polizei des 71. Re- viers wurde benachrichtigt. Die Eingänge wurden abgesperrt und die Beamten durchsuchten das Warenhaus vom Keller bis zum Boden. Die Angestellten, die inzwischen in zwei Schichten, um 8 und uen 9 Uhr eingetroffen waren, mußten auf dem Hof und auf der Straße warten. Auch den Kauflustigen wurde kein Zutritt ge- währt. Gegen 10 Uhr fanden die Beamten in einm Luftschacht einen Koffer, mehrere Lederjacken und Pullover.<5i« vermuteten daher, daß der Dieb noch im Hause sein müßte. Gegen 12 Uhr wurde die Suche abgebrochen. Die Vermutung, daß der Dieb noch im Hause war, sollte sich aber bestätigen. Ein L u f t s ch a ch t, der durch das ganze Haus führt und in j«dem Stockwerk an den Toiletten Ausgänge hat. war das Versteck des Diebes. An der Oeffnung im 2. Stockwerk waren am Vormittag bei der Suche Eisen- teile verbogen worden. Ein Schlosser sollte sie wieder herrichten. Als er zu diesem Zweck in den Luftschacht hineinkroch, sah er unter sich auf einem Absätze, den gesuchten Dieb. Erlag dort fried- iich und schli«f. Der Dieb hatte sich in eine enge Zweigröhre des Schachtes hineingezwängt und wollte den Abend abwarten. Der Entdecker schlug sofort Lärm und der Dieb mußte sich bequemen herauszu klettern. Er nahm sein Geschick nicht tragisch, sondern lachte. Eine Angestellte erkannte in ihm sofort einen Abzah- lungsschwindl«r Weidemann wieder. Teils unter seinem richtigen Namen, teils unter falschem Namen hatte er in dem Warenhaus auf Kredit Einkäufe besorgt und natürlich nie ans Zahlen gedacht. Da er sich nicht mehr blicken lassen konnte im Hause, hat er sich am Freitagabend unbemerkt einschließen lassen und hoffte nun auf di«s« Art seine Cmkäufe fortsetzen zu können. Vom ersten Tage an, als das Schnellschöffengericht in Moabit seine Tätigkeit begann, forderte der„Vorwärts" die Teilnahme der S o z i a l c n G e r i ch t s h i l f e; was dem Schnell- gericht beim Polizeipräsidium recht ist, müßte auch dem Schnell- schöffengericht in Moabit billig erscheinen. Der Sinn der Rechts- pflege ist Schutz der Gesellschaft und Hilfe dem Rechts- ver letz er, damit er zurück auf den rechten Weg finde: nicht nur schnelle Aburteilung, sondern auch schnelle Hilfe. Dieser Forderung ist bis heute noch nicht entsprochen worden. Die Soziale Gerichts- Hilfe erklärt sich selbst auf Ersuchen von Staatsanwaltschaft und Gericht außerstande, die erforderlichen Ermittlungen über den An- geklagten anzustellen und bei der Gerichtsoerhandlung anwesend zu sein,, um nötigenfalls helfend und fördernd eingreifen zu können. Sie fei mit Arbeit überlastet. Den Arbeitskreis noch erweitern, hieße sich übernehmen. Die Folge dieses objektiven Versagens der Sozialen Gerichtshilse hat sich bereits mehr als einmal äußerst betrüblich ausgewirkt. Eine Verhandlung aus den letzten Tagen zeigte aber mit besonderer Schärfe, wie notwendig die Mitarbeit der Sozialen Gerichtshilfe beim SchncUschöffengericht ist. Vor den Richtern standen drei junge Leute, der 21jährige W., der 20jährige P. und S. 19jährig. W. wurde am 29. Oktober v. I. aus der Fürsorge zur Mutter enllassen, P. am S. Juni d. I. aus der Fürsorge vorläufig zu einem Spediteur in Stellung gegeben, S. am 14. April d. I. in einem offenen Jugend- heim untergebracht. W. hat bald die Arbeit beim Schneider auf- gegeben, P. nach acht Tagen dem Spediteur Lebewohl gesagt und S. nach einer Differenz mit dem Heimleiter dem Jugendheim den Rücken gekehrt. Am Dienstag trafen sie sich aus dem Alexander- platz und fuhren nach Pichelsdorf, um zu baden. Auf dem Rück- wege nach Berlin stahlen sie in Spandau aus einem Auto eine „Wie? Hast du sie gekauft? Von welchem Geld? Vom Wirtschaftsgeld? Ich habe dir doch schon tausendmal ge- sogt.. „Ernestulja, du bist frech!" „Wie kann man so etwas wn?! Wir werden doch nichts zu essen haben!" „Und wenn schon!" „Das ist doch empörend! Du lebst über deine Verhält- Nisse!" „Sie scherzen!" „Ja, ja. Sie leben über Ähre Verhältnisse..." „Belehren Sie mich nicht!" „Nein, laß mich mit dir ernst reden. Ich habe zweihundert Rubel Gehalt." „Finsternis!" „Ich bin unbestechlich, stehle nicht und kann nicht Geld fälschen." .Lüster!" � Emst Pawlowitsch schwieg.„So kann man nicht leben". sagte er endlich. „Ho— ho!" sagte Elly und setzte sich in den neuen Stuhl. „Wir müssen uns trennen." „Und wenn schon!" „Wir passen nicht zueinander. Ich...".'- � 1 „Du bist ein schöner dicker Junge." „Wie oft habe ich dich gebeten, mich nicht„Junge" zu nennen!"* „Sie scherzen." „Woher hast du diese blöde Sprache?!" „Belehren Sie mich' nicht!" „Teufel noch einmal!" schrie der Ingenieur. „Ernestulja, Sie sind frech." „Geh, laß uns friedlich auseinandergehen." „Oho!" „Du wirst mir nichts ausreden können. Dieser Streit.. Großfeuer in Moabit. Ein großer Dachstuhlbrand beschäsligle gestern nachmillag drei Züge der Feuerwehr in All-Moabit 12Z mehrere Stunden lang. Der gesamte Dachstuhl des Vorderhauses mit den Bodenkammern wurde ein Raub der Flammen. Das Feuer muß längere Zeit unbemerkt geschwelt haben, denn als gegen 13,30 Uhr Hausbewohner auf die Gefahr aufmerksam wurden, hatten die Flammen bereits den ganzen fast 30 Meter langen D a ch st u h l erfaßt. Aus fünf Schlauchleitungen wurde das Feuer bekämpft. Gleich beim ersten Löschangriff erlitt der Ober- feuerwehrmann Margraf beim Aufschlagen des Schiefer- daches Brand- und Schnittverletzungen an beiden Händen. Der Verunglückte muhte mit dem Rettungswagen in das Moabiter Krankenhaus gebracht werden. Durch das Großfeuer sind außer dem sehr beträchtlichen Brandschaden in den Wohnungen er- hebliche Verwüstungen durch hcrabdringende Wassermengen an- gerichtet worden Die Entstehungsursache ist vermutlich auf Unvor- sichtigkeit zurückzuführen. * In den gestrigen späten Abendstunden geriet Rn'«iner Garage in der Frankfurter Allee 268- das Lieferauto einer Berliner Zigarrenfirma in Brand. Die Flammen griffen schnell um sich und sprangen auf den Schuppen ülxr. Drei An- gestellte der Firma erlitten bei LLschvcrsuchcn erhebliche Brandverletzungen. Das Feuer konnte von der alarmierten Feuerwehr schnell niedergekämpft werden. Vor neuen Llniversitätskrawallen? Sonnabend vormittag veranstaltete die k o m m u n i st i s ch e Studenten gruppe einen Stehkonvent im Vorgarten der Ii n i« v e r s i t ä t. Trotz des Verbotes, derartige Zusammenkünfte nicht zu politischen Demonstrationen zu benutzen, wurden politische Reden gehalten. Als Beamte der Universität das Reden oerhindern wollten „Ich werde dich wie ein Kind schlagen." „Nein, das ist unerträglich. Deine Ausführungen können mich nicht von dem Schritt zurückhalten, den/ ich zu unter- nehmen gezwungen bin. Ich gehe mir sofort einen Möbel- wagen holen." „Sie scherzen!" „Die Möbel teilen wir." „Düster!" „Ich werde dir hundert Rubel monatlich geben, hundert- zwanzig sogar. Ich lasse dir das Zimmer. Du sollst leben, wie es dir gefällt, ich kann aber nicht..." „Ausgezeichnet", sagte Elly verächtlich. „Ich werde zu Iwan Alereewitsch übersiedeln." „Oho!" „Er fährt aufs Land und überläßt mir seine Wohnung für den ganzen Sommer. Ich habe den Wohnungsschlüssel... Nur, daß keine Möbel da sind..." „Wunder— r— r— bar!" Ernst Pawlowitsch kam nach fünf Minuten in Begleitung des Hausmeisters zurück.„Nun, den Schrank werde ich nicht nehmen, den brauchst du nötiger als ich, den Schreibtisch aber, sei so gut. Und einen von diesen beiden Stühlen werde ich auch mitnehmen. Hausmeister, nehmen Sie diesen Stuhl! Ich glaube, daß ich dazu das Recht habe?..." Ernst Pawlowitsch band seine Kleider in ein großes Bündel, packte feine Stiefel in eine Zeitung und näherte sich der Tür. „Dein Rücken ist ganz weiß", sagte Elly mit einer Grammophonstimme. „Auf Wiedersehn, Helene." Er erwartete, seine Frau würde wenigstens in diesem Augenblick ihre gewohnten, metallisch hohlklingenden Reden unterdrücken. Und Elly fühlte ja auch die ganze Tragweite dessen, was sich hier begab. Sie strengte ihr.Gehirn an und suchte irgendwelche für das Auseinandergehen passende Worte. Sie waren bald gefunden.„Wirst du im Taxi fahren? Wunder— r— r— bar!" Wie eine Lawine stürzte der Ingenieur die Treppe hin- unter. Elly verbrachte den Abend mit Fimo Soback. Sie be- sprachen ein ungeheuer wichtiges Ereignis, das die Weltord- nung umzustürzen drohte. „Ich habe das Gefühl, daß man lange und faltigere Kleider tragen wird", sagte. Fima und duckte hiebei den Kopf wie ein Huhn zwischen die Schultern. Aktentasche mit Werkzeug und wurden in der Chausseestraße an der Jnnentür eines Lebenmittelladens überrascht, als sie gerade im Begriff waren, einzubrechen, um sich etwas zum Essen zu holen. „Ansängerarbeit", sagte der Polizeibeamtc. Das Gericht verurteilte W. und P. zu je fünf Wochen Gefängnis. S. zu zwei Monaten und eine Woche Gefängnis. W. durfte zur Mutter zurück, gegen P. und S., die wohnungslos sind, wurde Haftbefehl erlassen. Beide nahmen das Urteil an und konnten die Strafe sofort antreten. Was wäre nun gewesen, wenn die Soziale Gerichts- Hilfe, dem Ersuchen des Staatsanwalts entsprechend, sich des Falles angenommen hätte? Zunächst wären dann die Fürsorge- alten zur Stelle gewesen und das Gericht hätte sich ein genaues Bild von den Angeklagten machen können. Dann wäre die Mutter des W. geladen gewesen, um den Jungen vom' Untersuchungsge- fängnis nach Hause mitzunehmen. Ferner hätte der Fürsorger der Sozialen Gerichtshilfe sich bereit erklärt, die beiden anderen sofort in einem Heim, etwa in dem geschlossenen Jugendheim beim Polizei- Präsidium, unterzubringen, und das Gericht wäre nicht gezwungen gewesen, gegen sie angesichts Wohnungslosigkeit einen Haftbefehl zu erlassen. Beide find noch Fürsorgezöglinge. Die vorläufige Cnt- lassung erwies sich als verfrüht; sie kommen also zurück in die Fürsorgeanstalt. Die paar Wochen Gefängnis können ihnen nur zum Schaden, nicht aber zum Nutzen gereichen. All das hätte der Fürsorger dem Gericht mit Leichtigkeit verständlich gemacht. Es müssen unter allen Umständen Mittel und Wege gefunden werden, die es der Sozialen Gerichtshilfe ermöglichen, am Schnellschöffengericht die gleiche Arbeit zn leisten, die seit Iahren mit immer steigendem Erfolg am' Schnellgericht in der Dircksen- straße geleistet wird. und der Redner festgestellt werden sollte, wurde diesen von den kommunistischen Studenten der Weg versperrt. Im selben Augen- blick erschienen am Eingang der Universität eine Anzahl Kommu» nisten mit Stöcken und schlugen auf die herumstehenden Nazi- studenten ein. Der Redner und die Stockgarde stürzten darauf in bereitstehende Taren und verschwanden, bevor sie festgestellt werden konnten. Dieser Vorfall gab nunmehr den Nazi studenten Anlaß, ihre üblichen antisemitischen Kundgebungen in den Gängen des Hauses zu veranstalten. Lleußerungcn wie:„Da haben wir ja endlich einen Anlaß, um loszuschlagen" und„Am Montag früh erscheinen wir alle mit Stöcken zur Protestkundgebung in der Universität" wurden von Nazistudentenführern geäußert. Die republikanischen und sozialistischen Studenten werden sich durch diese planmäßigen und gegenseitigen Hetzereien nicht provo- zieren lassen. Es ist zu wünschen, daß der Rektor der Universi- tat durch rasche Mahnohmen neuen Prügeleien an der Universität vorgreift. Tragööie eines arbeitslosen Büroangestellten. Längere Arbeitslosigkeit ließ in dem 36jährigcn Büroangestelltcn Georg H. aus der S ch I e s i s ch c n S t r a h e 6 den Entschluß reifen, mit seiner Frau freiwillig aus dem Leben zu scheiden und das siebenjährige Töchterchen Ruth mit in den Tod zu nehmen. Die Lebensmüden öffneten sämtliche Gashöhne und erwarteten im Schlafzimmer den Tod. Als Frau und Kind bereits bewußtlos waren, überkam H. offenbar erst das Bewußtsein seines Vorhabens. Mit letzter Kraft schleppte er sich zum Telephon und alarmierte die Feuerwehr. Da der Mann seinen Namen nicht genannt hatte, mußten die Feucrwehrbeamten im Verein mit dem inzwischen erschienen Ueberfallkommando das ganze Haus ob- suchen. Als die Männer nach fast halbstündiger Suche in die Woh- „Düster!" Elly sah Fima Soback respektvoll an. Fräulein Sobak galt in ihrer Umgebung als ein intelligentes junges Mädchen. Ihr Wortschatz bestand aus zirka hundertachtzig Worten. Darunter gab es auch eines, dessen Bedeutung Elly nicht einmal im Traume ahnte. Es war ein pompöses Wort, dieses:„Homosexualität". Zweifellos war Fima ein intelli- gentes Mädchen. Die lebhafte Unterhaltung dauerte bis spät in die Nacht. Um zehn Uhr früh kam der große Kombinator in die Warsonofigasse. Vor' ihm her lief der Straßenjunge. Er wies auf ein Haus. „Lügst du nicht?" „Was fällt Ihnen ein, Onkelchen... Hierher, in diese Tür." Bender gab dem Knaben den ehrlich verdienten, Rubel. „Sie sollten etwas zugeben", sagte der Junge, derb wie ein Droschkenkutscher. „Zugeben kann ich dir die Ohren von einem toten Esel. Du wirst noch vom seligen Puschkin etwas bekommen. Auf Wiedersehen, verlottertes Kind." Ostap klopfte an die Tür, ohne zu bedenken, was er beim Eintreten sagen würde. Er zog es vor, sich inspirieren zu lassen. „Oho", fragte man hinter der Tür. „Eine geschäftliche Angelegenheit", antwortete Ostap. Die Tür wurde geöffnet. Ostap trat in ein Zimmer, das nur von einem Wesen mit einem Spechtgehirn derartig möbliert worden sein konnte. Postkartenbilder von Kino- größen, Puppen, das Bild der Stadt Tambow(Mittelrußland) und Gobelins hingen an den Wänden. Es war nicht leicht, die kleine Hausfrau und den bunten Hintergrund, von dem einem die Augen weh taten, genau auseinanderzuhalten. Sie trug einen Schlafrock, der aus der Tolstoibluse Ernst Paw- lowitschs verfertigt und mit einem seltsamen Fell ver- brämt'mor. Ostap hatte es im Moment hcrgus, wie er sich in einer so mondänen Gesellschaft benehmen mußte. , Er schloß die Augen und tat einen Schrstt zurück.„Ein wundervollem Fell!" rief er aus. „Sie scherzen", sagte Elly zärtlich.„Das ist mexikanische Ratte." „Ausgeschlossen. Man hat Sie getäuscht. Man hat Ihnen ein viel kostbareres Fell gegeben. Das ist Shanghai- Panther. Jawohl! Panther! Ich erkenne es an der Färbung. Sehen Sie nur, wie das Fell in der Sonne leuchtet!... Ein Smaragd! Ein Smaragd!"(Fortsetzung folgt.) Schulabbau und Sparmaßnahmen Stadtschulrat Nydahl bei den sozialdemokratischen Lehrern nung des H. gcwaltsani eindrangen, fanden sie das Ehepaar und das Kind bewußtlos auf. Die Mutter lag mit ihrem Kinde auf dem Fußboden, der Mann war auf einem Ruhefofa, neben dem auf einem Tisch das Telephon stand, zusammengebrochen. Die Feuerwehr nahm sofort Wiederbelebungsoersuche vor, die glücklicherweise bei allen drei Personen nach langen B«> mühungen von Erfolg waren. Da der Zustand der Gasvergiftcten aber zu Bedenken Veranlassung gab, wurde vom Arzt die Ueber- führung in das Urban-Krankcnhaus angeordnet. Wie die weiteren Feststellungen ergeben haben, hat 5>.vor etwa 1 s; Iahren seine Stellung verloren. Er erhielt ein« größere Abfindung', der Betrag schmolz aber immer mehr zusammen und da S). trotz aller Bemühungen keine Stellung finden konnte, stand er zuletzt völlig mittellos da. In der Verzweiflung entschloß sich das Ehepaar dann zu der unseligen Tat. Krach im Echeuen-prozeß. Neue Beschuwigungen gegen Direktor Straube. Lüneburg, 27. Zuni. Der achte Verhandlungklag im Scheuen« Fürsorgeprozeß brachte als wichtigstes die Vernehmung des Zeugen w e g e n c r. der in den Zähren von tg2ö bis 1928 in der Anstalt war und von Straube öfters mißhandelt wurde. Nach der Ausjage Wegeners hat Straube schon damals die Zöglinge geschlagen. Cr selbst habe.von ihm Schläge mit einer chllnde peitsche und einer Reitpeitsche erhalten. Die entflohenen Zöglinge hatten von den Günstlingen Straubes eine sogenannte.»Saalplatte" oder Abreibung bekommen. Hieran habe sich Straube beteiligt. Straube ward sehr erregt und bestritt den Vorfall sehr energisch. Wegen«. brachte, daraufhin weitere Fälle brutaler Mißhandlungen durch Straube zur Sprache. Bei der Ver- nehmung des Zeugen über ein angeblich an ihm begangenes Ver- gehen gegen den 8 17S StGB, das aber nicht Straube zur Last gelegt wird, wird die Oeffentlichkeit ausgeschlossen. Zu sehr schweren Zusammen st ößen zwischen dem Zeugen und dem Angeklagten S t r a u h e, bei dem der Vorsitzende sich nur mit Mühe durchsetzen konnte, kam es, als der Zeuge aussagte, daß Straube nicht nur selbst mißhandelt, sondern auch die Zöglinge gegeneinander aufgehetzt habe. Zöglinge aus der sogenannten Revoltegruppc bestätigen aber Wegeners Aussage: Straube habe die Zöglinge mehr als einmal gegeneinander aufgehetzt. Bei den weiteren Vernehmungen wurde der Zögling K r c s ch e l von, Vorsitzenden gefragt, ob. die Rufe bei der Revolte:„Schlagt dos Aas(Straube) tot" ernst gemeint waren. Cr sagte:„Aber Herr Vorsitzender, von ernst war ja gar keine Rede." Im übrigen brachte der Nachmittag nichts Neues. Die Verhandlung wurde auf Montag vertagt.-~'. Oer Heilgehilfe als Detter. All«! H 216 zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Im großen Schwurgerichtssaal sitzt vor dem Richtertisch auf einem gewöhnlichen Stuhl der kranke Angeklagte Es ist der Zgföhrige Heilgehilfe K. Einst hat er zwei Semester Medizin studiert, dann ging ihm das Geld aus und er ging zur See. Ais er zurückkehrte, reichten seine Ersparnisse zu einem R ö n t- g«no l o g i e tu t s u s. Dem medizinischen-Studium sagte er env- gusttg Ade unjsf-«urfcjj.- ilgechilj*.(fc. jaot�es�it Leiden- schaft, verstand ß-in# Sache und hatte Zulauf. Auch unter den Frauen,.sie in Not waren, verbreitete sich sein Ruhm. Er hals uich nahm für seine Bemühungen Honorare. Nicht anders als es Aerzke tun. � Je nachdem: 25, 50, 75, 100 Mark. Nicht selten waren es die letzten Ersparnisse. Gibt man sie nicht unter Umständen auch dem Arzt hin? Aber eines Tages gerieten zwei Schwägerinnen in Streit. D i e eine denunzierte die andere, die Polizei durchsuchte die Kartothek des Heilgehilfen: er hatte vorsichtigerweise auf den Po- tientcnkorten die eigentliche Behandlung durch eine fiktive Diagnose kaschiert. Seine Patientinnen- waren aber geständig, fünf von ihnen mußten vor den Richter und wurden Mit se 50 Mark bestraft. Nun sitzen sie auf der Zeugenbank. Sie sind bereits vernommen und haben für ihren Helfer und Retter ein gutes Wort eingelegt. Wo sollten sie anders hin als zu ihm? Die eine hotte keine Arbeit. keine Eltern, auch der Freund war arbeitslos. Sollten sie in dieser schweren Zeit, noch nicht Igjährig, sich die Last eines Kindes aufbürden? Hatte es denn nicht noch Zeit damit? Die andere, eine Aufwartefrau, bereits Mutter eines Kindes, 1,75 Mark Tagesverdienst. Von ihrem Mann lebt sie getrennt, seiner Unter- Haltungspflicht kommt er nicht nach, der Freund arbeitslos. Eine Hausangestellte, ,der Freund erwerbslos. Soll sie ihre Stellung verlieren? Die vierte wußte keinen anderen Rat. Zu einem Kurpfuscher wollte sie nicht, dann besser ins Wasser. Ztzas sagt der Sachverständige? Der Mann hat die größtmögliche Vorsicht geübt, hat nach allen Regeln der Kunst seine Instrumente desinfiziert. Besser hätte es auch ein Arzt nicht machen können. Der Staatsanwalt beantragt 8 Monate Gefängnis wegen ge- werbsmäßiger Abtreibung. Das Gericht folgt ihm nicht. Es ver- urteilt den Heilgehilfen bloß wegen versuchter Abtreibung, die nicht gewerbsmäßig ausgeübt wurde, zu 8 M o>, a t e tvG e- f ä n g n i s. Das Gericht hat nur verurteilt, weil der 8 218 noch immer existiert. Existierte er nicht, diese Frauen hätten sich in ihrer Not,. bei der wirklichen oder vermutlichen Schwangerschaft— in vielen Fällen war es gar nicht festgestellt— nicht an einen Heil- gehilfen sondern an einen Arzt gewandt, und dieser hätte ihnen ganz so geholfen, wie der Heilgehilfe. Vielleicht einmal nicht so gut. Auch das hat man bereits in Moabit erlebt!... Da» Raturlheater Friedrichshagen bringt jeden Sonntag, abends 7 Uhr, den großen Lnsispiclersolg:„Was ihr wollt" von Willtain Shakespeare in der Premiere» bcschung: Ursel Stein, Dorc Schuld, Dorothea Eonstanz, Felix Wrasle, Eduard Wiinuth usw. zur Austührnng. In einer überfüllten Versammlung der Arbeilsgemein- schaft sozialdemokratischer Lehrer und Lehrerin- neu sprach Genosse Nydahl über den Schuletat 1931 und die Sparmaßnahmen. Eingehend und rückhaltlos stellte Genosse Nydahl die Lage dar unter besonderem Hinweis darauf, daß der Etat 1932 nicht besser sein werde. An der Hand umfangreichen Materials zeigte er die Eni- wicklung der Finanzlage der Stadt auf und legte die geplanten Ein- schränkungen auf dem Gebiet des gesamten Berliner Schulwesens der Volks-, höheren und Berufsschüler dar. Bei der Volksschule steht die Schulvcrwallung vor der Entscheidung, entweder 220 Jung- lehrer und-lehrerinnen zu entlassen oder eine Arbeitsstrcckung ein- treten zu lassen durch Herabsetzung der Gehälter um 20 Proz. unter Achtung, Parteiveteranen! Alle Genossinnen und Genossen, welche vor und während des Sozialistengesetzes für die Partei täfig waren, werden freundlichst eingeladen, am Sennabend, dem 4. Juli nachmittags 3 Uhr zu einem gemütlichen Kaffeekochen im Alten Eierhäuschen in Treptow(Inhaber Bieler) mit ihren Familienangehörigen zu erscheinen. Kaffeekochen ist frei. I A.: Wilhelm Oründel. Berlins Herbstprogramm. �llnkausstellung- phonoschau- Büroausstellung. Während Berlin noch im Zeichen der Deutschen Bau- ausstellung steht, werden von dem städtisd)en Ausstcllungsamt bereits all« Vorbereitungen getroffen, um-das große Berliner Ausstellungsjahr 1931 mit einem umfassenden Herbst- Programm, das als ein erneuter Beweis für die aud) in wirf- schaftlicher Notzeit bewährte Anziehungskraft des Berliner Fach- ausftellungs-Gcdankens gelten darf, zum Abschluß zu bringen. - Am 2. August schließt die Deutsche Bau aus- st e l l u n g und schon am 21. August öffnet die Große Deutsche Funkaus st ellung und Phonosäiau in dm sechs Hallen rund um den Funkturm für 10 Tage ihre Pforten. Durch die starke Beteiligung aller Firmen und Organisationen des deutschen Funkwesens und durch die Beteiligung von im letzten Jahr nicht ver- treten gewesenen Großfirmen der Sprechmaschinen- und Schall- plattcnindustrie hat sich diese Veranstaltung zu Europas größter Fachausstellung der Funk- und Phonoindustrie entwickelt.' Wenige Tage nach Schluß dieser großen Veranstaltung findebin der größten Hall« des Ausstellungsgeländes, der Halle I. die zuletzt 1928 erfolgreich durchgeführte Internationale 7. B ü r o- A u s-' st e I l u n g in der Zeit vom 4. bis 13. September statt. Diese auch international überaus bedeutsame Fachausstellung wird von allen maßgebenden Firmen des In- und Auslandes beschickt und gibt ein lückenloses Bild von dem heuligen Stand der Bürotechnik der Welt. Mit den Herbstausstellungen sind eine große Anzahl von Kongressen und Tagungen verbunden. Bier sür Säuglinge. Gin seltsamer Aerztestreit vor dem Amtsgericht Mitte. Um die Bedeutung des edlen Gerstensasles als Nahrungsmittel drehte sich«ine Privatklage zwischen zwei A e r z t e n, die vor dem Amtsgericht Berlin- Mitte zur Verhandlung stand. Slägcr war der homburger Ernährungsbiologe Dr. v. 5) a h n, der den Berliner Sanitätsrat Dr. v o l l m a n n, den Herausgeber des„Deutschen Aerzteblattes", des Fachorgans des Deutschen A«ztevcreinsbundes, wegen öffentlicher Beleidigung zur Verantwortung gezogen halte. Der Kläger Dr. v. Hahn hatte im Herbst vorigen Jahres auf der Internationalen Hygicneausstellung in Dresden einen Vortrag gehalten, in dem«r zum Entsetzen der vorwiegend aus Abstinenz- lern bestehenden Zuhörcrschast ein überschwengliches Loblied auj>. einen recht kräftigen Trunk anstimmte. Er sagte, daß die Allge- mcinheit, verhetzt durch die Abstinenzler, die Schädlichkeit des Al- koholz überschätze. Jeder Mensch habe in seinem Blute einen ge- wissen Prozentsatz Alkohol. Die bedeutendsten Männer der Welt- gesdzichte wären starke Trinker gewesen und hätten vielfach trotz- ocm ein hohes Alter erreicht. Mit jedem Liter Bier decke der Mensch ein Fünftel des täglichen Eiweißbedarfs. Der Bortragende trat dafür ein, daß die stillenden Mütter möglichst viel Vier trinken sollen, well dadurch die Ernährung der Säuglinge günstig beein- slußt werde. Heute, wo die Mode der schlanken Linie der Frau wieder vorbei se!, dürfe man auch wieder nach Herzenslust Bier trinken. Auf Grund der Mitteilung einer Aerztekorrespoi�denz über diesen Vortrag, aus dem in krasser Form der Sdsiuß gezogen war, daß Dr. o...Hahn empsohlen habe, daß Kinder im frühe- sten Lebensalter mit Bier ernährt werden müh- t e n, hatte das Zlerzteblatt einen starken Abwchrartikcl gegen den Redner veröffentlicht. Es war in dem Artikel angedeutet war- den, daß der Vortragende im Dienste des Altoholkapitals ge- sprachen habe. Dr. v. Hahn hat tatsächlich mit sinanzieller Unter- entsprechender Verminderung der Stundenzahl der Hilfskräfte. Die lebhafte Debatte, an der sid) 14 Redner beteiligten, spiegelte die Erregung wider, die die notwendig geworden starken Einschrän- tungen beim Schulctat hervorgerufen haben. Von den Debatte- rcduern, die sid) hauptsächlid) mit der Frag« des Lehrerabbaus beschäftigten, wies u. a. der Junglehrer M a r o h n daraus hin, daß die Berliner Schuloerwallung Anerkennung verdiene für das, was sie bisher für die Junglehrer getan hat. Gen. Kreuziger legte den Standpunkt der Fraktion dar und wies auf die Gefahren einer Frequenzerhöhung hin, auf die die Dcutschnationalen vor allem hinarbeiten. Gen. Hcnningsen zeigte die N o t d e r Studien- a s s e s s o r e n, die viellcid)t nod) stärker als die Hilfskräste der Volksschulen betroffen werden. Gen. O st r o w s k i wies darauf hin, daß der Stadtschulrat die Position für die Junglehrer noch gehalten habe, als sie schon nicht mehr zu halten war. Im Schlußwort ging Gen. Nydahl, oft von Beifall unterbrodzen, auf die Kritik der Dcbatteredner ein. Eine aus der Versammlung eingebrachte Eni- schlie.ßung, die sid) gegen jede Benachteiligung der Junglehrer und gegen eine weitere Sdzädignng des Berliner Sdzulwcsens wendet, fand Annahme. Unter starkem wiederholtem Beifall konnte der Vorsitzende Gen. Schröter dem Gen. Nydahl danken. Er stellte fest, daß diese Versammlung zu einer Vertrauenskundgebung für den Stadtsdzulrat Nydahl geworden sei. Lebhafter, wiederholter Beifall der Vcrsamm- lung unterstrich diese Feststellung. Die Schlußworte des Vorsitzenden. oft von Beifall unterbrodien, führten zu einem st arke.n Bekennt- uis zur Sozialdemokratischen Partei. Ein drsifad)es Hoch auf die Sozialdemokratie und die internationale sozialistisd)« Arbeiterbewegung beschloß die Versammlung. stützung der Brauindustrie in seinem Kolloid-biologischen Institut in Hamburg Untersudzungen des Vitamingehalts des Bieres vorge- nommen. Er behauptet jedoch, daß sein Vortrag nickst eine Wer- bung für den Alkoholgcnuß bcwesen sei, sondern die Richtigstellung, der einseitigen Anschauungen der extremen Zlntiaikoholiker bezweckt habe. Zu der heutigen Verhandlung hatte Amtsgerichtsrat Dr. Büchcrt Zeugen»och nicht geladen, da er zunächst einen Vergleid) versuchen wollte. Die Gegner gerieten In der Verhandlung bei diesen Dcrel«ichsvcrsud)«n scharf aneinander. Unermüdlich nahm der Vorsitzende aber seine Sdstichtungsoersuche wieder auf. Schließlich mußte aber doch in die Verhandlung eingetreten werden.(Wir werden über den Ausgang des Prozesses bcrickstcn.) Aichtsinkende Schiffe. Gin geglückter Anfangsversuch in Krankreich. Vor hohen Militär- und Marinevcrtretern wurden IN Vichy Versuche mit einem neuen Schisfstyp angestellt, der angeblidi un- sinkbar ist. Das Modell, das für diese Versuche zur Verfügung gestellt worden war, erfüllte die Hofsnungen des Erbauers voll- kommen.'Obgleich man mehrere große L.ö ch e r unter der Wafser- lini« angebracht hatte, sank das Schiff nur wenige Zeyli- metcr. Als schließlich drei Mann auf die Brücke des Schüfe? gestiegen waren, versank es bis zu den Sdzornsteiüen, kam aber sofort wieder an die Oberfläche, nachdem die Pc- satzung das Modell verlassen hatte. Die Versuche sollen demnächst wiederholt und erweitert werden. Köpfe auf dem Bahndamm. Ein Liebespaar verzweifelt am Leben. Einen grausigen Fund machte ein Bahnwärter in der Nähe der Ruine S ck) r e ck c n st e i n in Böhmen. Er fand auf der«inen Seite des Bahnkörpers zwei abgetrennte Mcnschenköpfe und auf der anderen Seite die Körper. Es handelt sid) um den 23jährigcn Chauffeur Franz Dietze und die 17jährig« Arbeiterin Margarete M a r k l. Beide hatten Abschiedsbriefe für ihre Angehörigen bei sich, aus denen hervorging, daß sie die Ver- zweiflungstat begangen hatten, weil sie keine Möglidsteit sahen, sich zu heiraten. Die Amerikaflieger in Lrkutsk. Moskau(über Kowno), 27. Juni. Wie aus I r k u t s k gemeldet wird, sind die amerikanischen Flieger P o st und G a t t y heute früh um 6 Uhr mitteleuropäischer Zeit auf dem Flugplatz gelandet. Sie beabsichtigen, sich nur kurze Zeit aufzuhalten und ihren Flug baldigst fortzusetzen. Die nächste Stadtoerordnetenoersammlung findet am Don- n e r s t a g, dem 2. Juli 1931, statt. Die Beratung d«s Haushaltsplanes für das laufende Etatjahr ist der Haupt- punkt der Tagesordnung. Das Stadtparlament wird an den darauffolgenden Tagen täglich zusammentreten, um den Etat schnellmöglichst zu verabschieden. heule Segelslugtag in Tempelhof. 5)eute wird die Berliner lughafen-Gcsellsdiaft unter Mitwirkung der Segelflugaruppe des eutscheu Luftfahrtverbandes, der Scgelfliegerschule Gronau im Ricsengebirge eine Segelflugveranstaltung durchführen. �Für die Veranstaltung, die um 15,30 Uhr beginnt, werden die Segelfwg- zeuge„Luftikus".„Fliege",„Musterle",„hl. 8. 2" sowie„Zög- linge", d. h. Ansäugerslugzcuge, am Start erscheinen. WERTHEIM Leipziger Str.(Versand-Abi) Königstr. Rosenthaler Str. Moritzplatz ixMcler-Vjrkairf Bacle»Arlilcel Badefrikofs A oc fOr Paman,«Inralna Gröft.n W.OP «OrKlndar.......... 0.40 Badetrikot fflr Pamaa a. Harren,»In. 4 M/% (arbig, Gr. 40.46, Gr. 40»."»V Kinder-Badetrikot ralna Wolla, alnfarblg, 4 OC Gr. 30-3«, Gr. Ä B 3 det r 1 kof f. Daman u. Harran, G�llngar Trodcanwolle, ein- M cn (arbig, Gr. 42-4«, Gr. 42 Damen-Bademantel (arbig gamuitarl. Krlusal- 4L OA i(oH, LSnga 120 cm w.jrW Herren-Bademantel farbig gemustert. Krauset- OA sfoff, LSnge 130 cm* Gummi-Strandschuhe (Or Pamaa u. Harran A fl C Cr. 40-44 0.9J, 36-39 V.09 Badekappen Ha!«. 0.40 (Gr Kinder 0.10 Damen-Kleider Sporfkieid a, karlarl SilUhi, floda Form■—./ 9 Damenkleid 4.-- Silk! in■ e./ 9 Elegantes Komplet VeHa. KMna Gaorgalta- 4fi TC Orudcmuslar•— für Sommer u. Reise Kleiderstoffe Wasdikunsfseide moderne Druckmu.lar, A CO M.1ar V.JO Bedruckt. Vollvoile groka Mint.rausw.hl, A OC Maler V.09 Woll-Musselin n 0r badrudet, Meter V.TTJ Kleider-Tweed n. n mod. Farbstallungan, Meter"»Oö Pepita-Kunstseide andockende Sommerneuheit A OC In vielen Farben, Meter Seidenstoffe Bedruckt. Kunstseide für Sommerkleider, li JLC doppeltbreit, Meter' Panama KunstteM# 4 tc Pasfeilfarben, Meter■** Satin rldie�SrX'j-u entzQekande Muster, Mafar— Damen-Mäntel Damen-Hüte Form, mtt J 75 Damenhut Gl�;n', A5 mit Band garniert Trotfeur k,,Ä' Bandgarnierung Hochsommerhuf« on flotte Form Filzhuf 3.75 Strumpf-Kappe a mit Rollrand Strickmütze n 7r doppelseitig,(ragbar—— Damenslrumpfe Kinder-Kleidung Gummi-Mantel 0 y, karierte Kunstseide,(arbig 9 lugdl. Mantel blau-weiTt melierter Stoff Gabardine-Mantel Imprjgn. schwer* Qu.- Iltit, mit Ptaidhibar, marin« und mod* 27.50 Kunstseide 0.88 Künsti. Waschseide besonders feinmaschig 15C besonders J 7C feinmasehia l»/� Reise-Artilcel Reise*Necessaire glattes Vollrindleder, mit C �A Toilette- Einrichtung 7.ft, Badezeug« Koffer Aufoducfc, abwaschbar, mH MB Ledergriff, bis Lg. 3A Lg. 30 � KupeesSchrankkoffer Sperrplatt* mit Duckbezug, Vulkan- tibar-Einfafv 3 Sperrholz-*J O CA bügeln u, ZugschUssarn XO�dW Kinderkleid A Ac buntar Wasdisteff, Hnga4S— Jcda weit, Cr3l|a bis Ige.*0 8.1 J mehr Sportkleid Panama m AM wach edar blau, Gr. 38-42 Air* Mädchenkleid* badruckt. Wasdikunstsd� Lg.60— Jede weil. GrSI>e bis Lg*. 95 0.50 mehr Strandanzug engl. Popelin, einfarbig o. C OA bunt badmekf, L»ng*S0cm*•*** Jede weil. GrSßa bis Lg*. 95 0,75 mehr Einknöpf-Anzug einfarbiger trtkolinartiger S AA Steif... för ca. 2 Jahr* m.wW Jede weit. GrSis« bis 6 Jahr* 0.25 mehr Kieler Anzug gestreift. Kade 3.50 blau-wech gesfreitf. Kadett- stott....(Grea. 2 Jahra Jede weitere GrOk* bis 8 J.hre 8.48, ab 9 Jahr* 8.68 mehr Korseite Bandgürtel ja waschbar, mit 4 Halter*" Hüftgürtel U Gummifeilen, seiflich farbiger Jacooerd, 2 kumtseiden. zum Haken, 4 Halter«• 2.90 Hüfthalter Haken, 2Gummltelle, 4Hetter Wollwaren 1.95 Damen-Pullover ohne Ärmel, m. Kunstseide, helle Farben Damen-Pullover ohne Xrm*l, rein* Wolle, S OA modern. Ourdtbrudimuster———— Sport-Pullover ohne Ärmel, rein* Well*, S OA meliert, t. Damen u. Herren— Damen-Pullover «.Ärmal, r*ln* Wolle, färb. 4L OA Stickmotive,(ein gestrickt w.*w Mädchen-Pullover ohna Ärmel, m. Kunstseide, d Z C Lünge 40 cm 8»�— Jade weitera Gr«che 0,(5 mehr Harren-Artilcel Sporthemd,.�., 3 sö so, Schiil«rkrag*n u. Tasche— Sporthemds? m. enges chnfttenem Kragen, B Krawatte und lasch* W.AV Oberhemd. 5Q Popelinvgef0tt. Brust, Kragen Schlafanzug..Äi, 7 fopeiin, Kragen n.Ärtnefber.- Herrenhüte wotifiiz 3.50 4.90 Selbstbinder A oc rein* Said*(.65 weTw mit Bolara-Mdtdian Damen-WäscKe Damen-Strandanzüg« Strand-Anzug farbig*. Wehst, garniert Strand-Anzug einfarbig blau, garniert Strand-Anzug laris. gemustert, rückentral 3.75 5.25 6.90 Strand« Anzug jo.75 Taghemd 2 75 Hemdhose p�d 3.50 Nachthemd p?,3. 3.50 Nachthemd j** versch. gestickt* Garnituren***"* Hemdhose'Ä. a tc Cr4p* d* Chine, garniert—— Herren-Kleidung Weihe Wasch hose «I, IWtteg.«uMKÄP�- 4.50 Lüster jadeett K oa teiwarz und thrblg—»W Bastfarb. Sakko* 7< guter Waedwtps««./* Mrand-Beinkleid 4%«A farbig Flanell-A.ZV Sportanzug 7, Kntdcarbockar, eahwWetl*■— vsr:«?" 22ach»st. ZU. Monatsraten, gm n. M.ZSS an lieMiüiaVsIliemIi" Umi nahe betn großen Zeefener See 30 Minuten vom Bahnhof KSaigowaoterbanoeB Kurz bot Dorf Senzig am Waldweg, der zur Siedlung führt: großes Schild! Fahrzeit vom Görlitz. Bhf. bis Königswusterhausen 40 Miu., Stedlerkarte 30 Pf. «.Kksiiviler.wliiiU?? Solmsstr. 37 Tel. Bergmann 270. Täglicher Verlauf in der Siedlung. Nerfaufs- Büro: Tel. Kgsw. 321 Austunsf auch im Restaurant ..Waldesruh", Znh. Richard Bock. ParttigeDnueinrkiitTergBDitg. Nur eine Schlüter-Parzelle Allerbctier Knltarbodea* Beacrleabnls ohne Zwmmg. Sofortige Avfleonuig. Am«md Abzeblaeg nedz VereiBbenrag. Ketme VermeoMutgeki ah GrQnaa mit Omnibus 36 bis Bohnsdorf-Kirche kleiner Fußweg Schönefeld. Chaussee unweit See, Bau- u. Wohngenehm., schon von 30 qm an Sensat Einheitspreis Stück für Stück RM 1700.- Sledlung , EiOeaheim 2" Ruf: F 3 Grünau 6405 ab Adlenbof MidHenldic mit Linie 84 und 184 bis Altglienicke Haltestelle Bergsfr. Fußweg 3 Minuten Fi ankenstraße SeBsatieneUer Ela- heibpreis: Stück für Stück RM 1*00.— Siedl ang „EiilCbHelai 4" Ruf: FO AdIcrshof7777 mit Linie 47 bis Halfestelle Köpenicker Straße in Rudow Verkaufsbflro direkt an der Haltestelle Gas, Wasser, clektr. Licht unweit Gelände qm von RM 1.88 an Sledlug ..««cabrim« Ruf: F 9 Adlershof 272 keine Wertunweehioteeer BmKaw-West mit Linie 99 bis Haltestelle Marienfelder Chaussee od Linie 29 bis Endhaltestelle Buckow, dann S Min. Fußweg.— Verkaufs- büro; Mitte d. Martenfelder Chaussee. Gas, Wasser. Elckfr. vorhanden qm von RM 2.50 an Siedtang eJHgeBDeiai T4 Ruf�F 2 Neukölln 9292 Verkauf täglich von 9 Uhr bis zur Dunkelheit Soimteg» Aoto r, 10 Uhr e« Bhf. Grthbeo(Bohnsdorfer Seite) m, em HeoptbUro Im Rudow Franz Schlüter, Bln.-Rudow, KApenickcr Str. 86 c. F9 Adlershof 272 »crAengntllehe. kaaft Jetzt Dollars der Klage kaaf* elae Parselle in der Kolonie Nen-Rofarbeck 15 Minuten vom Bahnhof Dallgow- Döberitz, qm M. U— bis 1.50 ohne Anzahlung, Monatsrate M. 15.—, oder in der Gartenstadt Dallgow 5 Min. vom Bht Dallgow-Döberitz, Anhöhe linkt, südlich der Bahn. Wasserleitung, Gas, elektr. Licht, qm M. 2.— kl, 5.— ohne Anzahlung, Monatsrate M. 25.—. Kein Verkaufsstand am Bahnhof. Auskunft: Dallgow. Bekahetrir. 15 Falkensee 388. Müller-Worgt. Wald-Grundstücke am See inkl Ffi asterkosten 1767 Mit. an Zwanglos zahlbar bis 1940. Tel. F 4, 9063 Sonnige GünztiKe Vcrkchrslage Per sofort oder später zu vermieten. 1%.2u.2%Zimtner mit Warmwasser, Zentralheizung, mechanischerWaschkUche. Billige Nielenl VerwlStungsbü o: Tempelhof, Wittekindstraße 46 Sonntags 11—4 Uhr, Werktags 11—6 Uhr. StraBtowbBhwi Linie 60 bis Blanke Helle „ 96 bis Friedr.-Wilhelm-Str. 66 bis Attila-Platz _ Schöna. hMis. sonnlgi— i-s-Zimmerwohnungen mit Zubehör, auch Ceschältsläden, vermietet die HaimstSHaRSMalliKhan Primus in Berlin-Reinickendorf. Beracr Str. 31 a. \Zu vermieten: I Einfamillen- Häuser 3'/. Zimmer, Bad, Boden, Keller, eigene 1 AS Waschküche und Garten..... RM lAnnkunft: Britz, Fritz-Bentrr-AIIro 4S, ! werktkcltek 8— I«, Monnabend* 8— IS. |£tageu- Wohnungen 1", bis a1/, Zimmer, Bad, Balkon, zu verschiedenen Terminen beziehbar. J Aonknnft I Wohnstadt.Varl liOarlen, I JEofcrlstraB« lo. an der Cnrmen- Hylva- IstraBe, zwischen den Rlnshahnhöten Prenzlauer Allee und treiBensce, wo» heutag:» 15—18, | Einzel- Wohnungen von 1«/* 2,?/, und 3>,, Zimmern mit Bad und Balkon In mehreren unserer Siedlungen. in den verschiedensten Gegenden OroB-Berfins. l Annkunft: KIVFA, KSpenlcker Straße HO llclephon: F 7' sannowitz 6011, wochentags 9— 15, Sonnabends 9—12. ShtNanahn «MAtlBBtLE AUTOBU* 3? bpag: Parzellen! Fernopr.: Welfteadamm D 3, 0834 Kauf und Pacht Ttertel standlleher Verkehr ah Bhf. Lfiehtenberff•Frledjricbpfelde Daukauminngn 1t— Sr-Zimmerwohnungen am Velktpark Rehberge, Mailer-, Afrika- niteho Straße, Berlin-Reinickendorf-Ost, Pankow, im Bhf. Waißensea und Steglitz Sofort und apitar zu vermieten Wohnungsbaugesallschaft Eintracht gemeinnützige Aktiengesellschaft Barlin W35, Potsdamer SiraBe III Tel.: Kurftint 3814-17. Uhr Nr. 29?• 48. Jahrgang 2. Beilage des Vorwärts Sonntag, 28. Juni 4934 Mensch und Maschine in Sowjeirußland. Nachdenkliches zu einem sehr ernsten sozialistischen Thema. Das Verhallen der kapitalistischen Welt zu Sowjet- rußland ist bestimmt auf der«inen Seite durch die Hoffnung, mög- liehst viele, und möglichst gute Geschäfte zu machen— deutsche, polnische, italienische Unternehmerdelegationen lösen einander in Moskau ab—, auf der anderen durch die Furcht vor der möglichen kommenden Konkurrenz. Diese Kapitalisten interessiert natürlicher- weise der Absatz, nicht der Arbeiter, der Markt, nicht der Mensch in Rußland. Aber man trifft jetzt auch schon Sozialisten, die bc- wundernd darauf hinweisen, daß ja doch„die Produktion steigt", daß der Fünfjahrplan doch mehr ist als eine Phantasie, daß„etwas geleistet wird", wie es gewöhnlich dann heißt.. Es gibt auch unter uns Gätzcnanbeter der Technik, blinde Verehrer der Fetische Raphta- Produktion, Traktor und Turksib, die sich überaus marxistisch vorkommen und dabei doch übersehen, daß die Maschine an s i ch den Marxisten durchaus nicht interessieren dürfte— sie geht den Techniker an—, sondern allein der Mensch an der Maschine, der Mensch, dem die Maschine dienen soll. Dah der Mensch nicht Sklave der Maschine, d. h. des Kapitals, sei und bleibe, das ist ja eines der gewaltigsten Vefreiungsziele des Sozialismus. Militärs sprechen gerne von einem guten oder schlechten „Soldatenmaterial", von einem Material, nicht von Soldaten, die Menschen sind. Heute ist der G e i st der russischen Wirt- s ch a f t l c r und bolschewistischen Politiker dem der Militärs ahn- lich geworden. Technik und Mehrproduktion sind zum Fetisch ge- worden, dem der Mensch geopfert wird. Das Wort„Arbeiter" verschwindet allmählich aus dem Sprachgebrauch. Man spricht jetzt nur noch von der„A r b e i t s t r a f t", und zwar, worauf es an- kommt, in dem gleichen Sinn, in dem man von Pferdekräften einer Maschine spricht, vom Schmieröl und vom Koks. Der arbeitende Mensch ist in der Sowjetunion längst nicht mehr Zwclk und Aiel der Wirtschaft! er ist zu einen, Mittel geworden, zu einem Instrument der staatskapitalistisch wirtschaftenden Vürokratie. Noch nie ist das so deutlich und offen gesägt worden wie in einem Artikel, den vor wenigen Togen, am 16. Juni, die„P r a w d a" gebracht hat. Er trägt den Titel:„Für den Pa r t e i st a nd p u n k t in der Hygiene und Arbeitsphysiologie." Sechs Autoren wenden sich gegen das Moskauer „Institut für Arbeitsschutz". Dieses Institut gab vor einiger Zeit«in Buch heraus, in dem die Aufgaben, welche der Fünfjahrplan für das Institut stellt, dargelegt werden. Die sechs Autoren hoben nun darin den folgenden kritischen Satz gefunden, der von den jetzigen Leitern der russischen Wirtschaft als Verbrechen empfunden wird: „Zu unfercm Programm gehört unter anderem auch die psychologische und physiologische Untersuchung von Formen, die die Arbeit„selbst" organisieren und die Produktivität steigern wollen, wie des Stoßbrigade nwescns und des f o z i a l i st i- schen Wettbewerbs. Dabei wird zu bestimmen sein: 1. der Grad, in dem diese sozialistischen Formen kollektiver Arbeit die Intensität steigern und die Organisation der Arbeit verbessern! 2. wird man untersuchen müssen, ob es möglich ist, die Pro- dnktivität dauernd auf der so erreichten Höhe zu halten und ob nicht im weiteren ein« allmähliche Erschöpfung durch einen Zusammenbruch der Produktivität und der Gesundheit droht." Das ist zwar recht umständlich ausgedrückt, doch der Sinn ist klar: Mit Stoßbrigaden und sozialistischem Wettbewerb läßt sich eine Zeitlang aus dem Arbeiter sehr viel herausholen: aber viel- leicht gibt es eine Grenze, die nicht überschritten werden darf, soll nicht schlichlich an Stelle eines Plus ein Minus herauskommen. Ileberlegungen, wie sie hier angestellt wurden, müssen in jedem Wirtschaftssystem als sinnvoll anerkannt werden, besonders ober in der staatskopitalistifchen Planwirtschaft Rußlands. Aber die sechs Autoren sind empört. Das staatlich« Institut treib« ja geradezu menschewistische Propaganda, sogar mit Billigung der dortigen Parteizelle, welche erlaubt hat, daß so etwas gedruckt wird. Di« Arbeitswissenschastter seien ja„Schädlinge"! In derselben Untersuchung gab der bekannte russische Pathologe Wigdortschik vom Leningrader„Institut der Berufskoankheiten" als.Thema für eine Arbeit an: „Inwiefern vermehren Sloßbrigadenwefen und sozialistischer Wettbewerb die Zahl der Krankheitsfälle?" Allein«ine solche Frag« zu stellen, sei, so lehren die sechs Autoren in der„Prawda",„ausgesprochener Menschewismus". „Menschewistisch und trotzkistifch" wurde die Rede genannt, die S. Kaplan, der Leiter des die Untersuchung veranstaltenden In- stitut«, auf dem 1. Bundeskongreß für Berufshygiene gehalten hat. Kaplun sprach neulich dort folgenden Satz:„Wir müssen fest und unbeugsam kämpfen gegen jeden Versuch, die Ausbeutung zu steigern, gegen jene Wirtschaftler, welche die Grenzen bei der Intensivierung der Arbeit so weit überschreiten, daß die charakteristische Ermüdung des Arbeiters beginnt und die lebendige Arbeitskraft des russischen Proletariats erschöpft wird." Dieser Versuch, theoretisch der Ausbeutung der Menschen eine Grenze zu ziehen, wurde als ungeheuerlich empfunden. Es ist in Sowjetrußland heute nicht erlaubt, von einem „biologischen Maximum" zu sprechen, von einer Grenze der Arbeitsintcnsivierung und Ausbeutung, die dem Menschen zuge- mutet werden darf. Aber als der Erz- und Ober„mcnschewist" erscheint dem offiziellen Rußland Kektschejew. Dieser Mann wagte in einem Buch über Arbeitsphysiologie den Satz zu schreiben: „Vom Standpunkt der Produktion aus muß der Mensch ebenso vernünftig exploitiert werden wie die Maschine." Wohl gemerkt, dieser Satz verlangt nur, daß der Mensch nicht schlechter behandelt werde als die Maschine. Diese Forderung wird nun in dem Zeniralorgon der Kommu- nistischen Partei der Sowjetunion, in der„Prawda", als mensche- wistisch, trotzkistifch, antileninistisch, also als konterrevolutionär und staatsfeindlich bezeichnet. Wir gehen sicher nicht zu weit mit der Feststellung, daß in einem solchen Urteil eine solche Mißachtung des arbeilenden Menschen liegt, wie sie von einem deutschen Unternehmersyndikus kaum über- troffen werden kann. Aber eine solche Situation wird wahrhaft zur Tragödie durch den Abdruck eines Briefes in der„Prawda" vom 26. Juni, den ihr der genannte S. Kaplun schickte und osfenbar schicken mutzte. Mit Recht, so schreibt er, habe die„Prawda" seine Fehler getadelt. Er werde von nun an den Kampf gegen den „menschewistischen Idealismus" mit verdoppelter Kraft führen. „Meine Hauptaufgabe in der nächsten Zeit wird sein, den Kampf mit unseren Gegnern zu verschärfen. Ich werde alle meine ge- druckten Arbeiten umarbeiten. Ich werde in dem Institut für Arbeitsschutz radikale Aenderungen vornehmen. Die Kluft zwischen Theorie und Praxis muß verschwinden." Der russische Staatskapitalismus hat Sozialdemokraten in den Kerker geworfen. Die obigen Fälle sind Beispiele, warum das geschehen konnte. Auch sie wollten, daß der Mensch Zweck und Ziel blieben, nicht Mittel werden und der Maschine untergeordnet sein soll. In Rußland wird das heute nicht ge- duldet. Diese Erkenntnis ist eine der ernstesten, zu denen man bei der Betrachtung der jetzigen Verhältnisse Sowjetrutzlands kommen kann. M. Russisches Dumping. In der Hochschule für Politik sprach am Freitag Professor Bessonow, planökonomischer Leiter der russischen Handelsver- tretung, über das dritte Jahr des Fünfjahrplans. Ver- anstaltet hat den Abend die Akademische Bereinigung zum Tin- dium sowjetrussifcher Probleme. Ueber die„gigantischen" Erfolge usw. wäre nichts weiter zu bemerken, denn„Erfolg" mißt sich an Wirtschaftlichkeit, nicht an der Masse des Produziersns. Auch nichts darüber, daß die Schilderungen des„rapid wachsenden Wohlstandes der russischen Massen" Leichtgläubige verführen konnten. Die bestqualifizierten russischen gelernten Arbeiter er- halten monatlich 126 bis 156 Rubel, was bei russischen Preisen ärgste Hungerlöhne sind. Aber etwas, und zwar etwas sehr Be- dcutsamcs, brachte der Vortrag doch. Zum erstenmal gab ein leitender Funktionär des Sowjetstaates in aller Oesfentlichkeit zu, daß Rußland eine Reihe von Waren im Ausland unter dem Selbstkostenpreis verkauft. Bisher lautete bekanntlich die Erklärung für die niedrigen Preise: wir produzieren eben nach einem Plan, die Planmäßigkeit senkt die Gestehungskosten derart, daß wir mit unserem Weizen, unserem Holz, unserem Flachs jede Konkurrenz schlagen können. Bessonow, den sein Geständnis gleich sehr reute, konnte zwar nicht zurücknehmen, was nun einmal ausgesprochen war, versuchte aber zu retten, was noch etwa gerettet werden konnte. Die Planwirt- schaft, meinte er, sorge immerhin dafür, daß die Berluste der Russen bei diesen Geschäften nicht so groß seien wie die ihrer Konkurrenten. Ob Professor Bessonow sein Geständnis nicht offiziell und feier- lich wird widerrufen müssen? Ratlose geben Ratschläge. Bemerkungen zum„kleinen" Bankieriag. Die deutschen /Banken haben Sorgen. Die deutsche Volkswirtschaft hat sie auch, und man muß sagen, daß die Politik der deutschen Banken daran nicht ganz schuldlos ist. Für die Privat- Wirtschaft, zu der die Banken des Zentralverbandcs für das deutsche Bank- und Bankiergewerbe gehören, der gestern in einer erweiterten Aiisschußsitzung tagte, hat der Reichskanzler Brüning festgestellt, daß es gut wäre, wenn auch sie einmal an ihre Brust schlüge. Es wäre gestern notwendig gewesen, daß die Redner auf der Bankiertagung das auch getan hätten. Davon hat man aber leider nichts gemerkt. Es gibt viele Ratlos« unter den Bankleitern, aber das Hervorstechende der gestrigen Tagung war, daß diese Ratlosen nicht nach der Erkenntnis der eigenen Fehler gesucht haben, sondern in erster Linie anderen Ratschläge geben wollten. Die Probleme und Erkenntnisse, deren Förderung die gestrige Tagung hätte dienen können, sind wirklich zahlreich genug. Wir wollen nur ein paar herausgreifen. Eine ehrliche und gewissenhafte Klärung der Frage wäre richtig gewesen, wie den kleinen und größeren Aktienbesitzern in Deutschland das Ver- trauen zurückgegeben werden könnte, das die Banken nun einmal für die Betreuung der Aktionäre und auch für deren berechtigte materielle Erwartungen beweisen müssen. Man hätte darüber sprechen können, wie die deutschen Banken, statt die Reichsbank als Noten- und Währungsbank mit ihren großen und kleinen Verlegenheiten in erster Linie in Anspruch zu nehmen, durch eine bessere Kapitalanlagepolitik die Leistung der Reichsbank unterstützen. und fördern könnten. Man hätte auch dar- über nachdenken können, wie man den Zinsabbau fördert, in- dem man Fehlanlagen und zukünftige Kapitalzerftörungen in der Industrie verhindert. Man hätte dann wohl zu der Erkenntnis kommen können, daß es auch innerwirtschaftliche Möglichkeiten gibt, die so lebhaft beklagte Kapital not und Zinshöhe in- Deutsch- land weniger gefährlich zu machen. Vielleicht wäre das auch für die Landwirtschaft nützlicher als die vorgeschlagene Ausdehnung der Produktion, für die man schließlich auch Kapital notwendig hat. Die Banken hätten auch darüber nachdenken können, ob die mit ihnen verschwisterten Kartellindustrien durch die Verteuerung der Rohstoffe für die verarbeitende Industrie im Gesamtgeschäft der Banken nicht mehr Schaden anrichten, als die finanzielle Verschwifterung der Banken mit den Kartell- industrien je Nutzen bringen kann. Endlich wäre es auch des Schweißes der Edlen wert gewesen, darüber nachzudenken, wie man ausländisches Kapital, besonders langfristiges, billiger als bisher nach Deutschland bringt, nachdem eine faktisch nun einmal be- stehende Käpitalnot wirklich nicht nur durch Ersparnisse beseitigt werden kann. Das find wenige Beispiele von Fragen, deren Erörte- rung auf dem Bankiertag nicht nur der deutschen Gesarntwirtjchaft, sondern wahrscheinlich auch den deutschen Banken nützlich ge- wcsen wäre. Leider haben wir von diesen sehr brennenden Fragen auf dem kleinen Deutschen Bankiertag in Berlin nicht nur so gut wie nichts, sondern buchstäblich nichts vernommen, wenn man von den Ermahnungen des Reichskanzlers absieht. Herr Dr. S o l m ß c n von der Deutschen Bank und Disconto- Gesellschaft sprach von der Notwendigkeit, die nationale Kapital- bildung zu fördern: mit manchem netten Zitat und mancher gcist- vollen Bemerkung. Die Vorschläge aber, die er machte, waren Ersparnisse beim Staat, Einschränkung der staatlichen Wirtschafts- tätigkeit, Ausdehnung der eigenen landwirtschaftlichen Produktion und dazu die Forderung, daß„der Wirtschast" die Ertragssähigkeit gewährleistet sein müsse. Das ist sicher weder neu noch ganz richtig. Dr. Frisch von der Dresdner Bank hat richtig bemerkt, daß der Kern des Problems der furchtbaren Weltkrise nicht in Kapital- sehlleitungen oder Jnvestitutioncn liegt. Aber er hat nichts dar- über gesagt, wie man die tatsächlich vorliegenden Kapitalfehl- leitungcn»nd Fehlanlagen, die er nicht bestreiten kann, hätte verhindern und zukünftige hätte vermeiden können. Direktor Remshardt von der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank hat die wirklich unbestreitbare Behauptung ausgestellt, daß das Zinsniveau in Deutschland zu hoch und auf die Dauer nicht tragbar sei. Aber er hat keine Initiative dafür versprochen, daß die deutschen Hypothekenbanken bei ihren eigenen hohen Gewinnen in Zukunft Abstriche machen wollen, die der Verbilligung des Realkredits zugute kommen. Bankier Hans A r n h o l d vom Bankhaus Gebrüder Arn- hold meinte gar, daß die Aufsammlung von Geldern bei Spar- k a s s e n und Versicherungsanstalten niemals die Bildung von Eigenkapital beim Unternehmer ersetzen könne, und daß die Kapital- bildung bei der öffentlichen Hand als schädlich anzusehen sei. Das ist natürlich falsch, denn Zinsen kostet Geld und Kapital überall. Der Unternehmer begnügt sich nach Möglichkeit nicht mit dem Spar- lassen- oder Pfandbriefzins. Herr Arnhold übersieht aber auch, daß Kartell- und Monopolindustrien das Kapital grund- sötzlich zu einem möglichst hochoerzinslichen Renten kapital zu machen suchen, so daß nur der Unterschied besteht, daß diese Art Rcntenkapital die Volkswirtschaft viel teurer kommt als das GtntraMftreta*i hti Sparkassen aber Dersicherungsonstalten angesammelte. Man äußerte sich auch noch zu dem Problem des Althausbesitzes, zur Notoerorbnung, bie erst ein Ansang sim llntcrnchmersinn) sein soll. statt baß sie äußerster?tat, wie es die Rcichsrcgicrung will, enb. gültig und letztmalig zu begegnen hat. Ferner auch über bie Der- woltungsresorni bei Reich, Länbern unb Gcmeinben. Dieses Thema war auch nicht neu. Eine sachvcrstänbige unb gute Bemerkung zur Lage würbe allerdings von.sherrn Lob gemacht, der das Bankhaus Mendels- sahn u. Ca. vertrat. Die kurzfristige Verschuldung bei Reich. Län- bern und besonders den Gemeinden solle von Reichs wegen wirk- sam bekämpft werden, wenn sich aus dem Gelingen des Hoovcrschcn Planes eine gewisse finanzielle Bewegungsfreiheit für das Reich er- gebe. Er sprach dann gegen die in, Brauns-Gutachten geforderten Ausländsanleihen zur Arbeitsbeschaffung, ohne aber anzugeben, wie Arbeitsbeschaffung möglich sein soll bei der vom Bankiertag so nach- drücklich unterstrichenen deutschen Kapitalnot, wenn nicht die Der- wendung ausländischen Kapitals auch dazu herangezogen wird. immerhin hotte Lobs Rede ein sehr hohes Niveau. Wir find nicht geneigt, die Funktion und die Tätigkeit der deutschen Privatbanken in der Bolkswirtschast zu unterschätzen oder böswillig herabzusetzen. Aber die Enttäuschung, daß auch auf diesem Bankiertag zu den allerdringiichsten Sorgen der deutschen Kredit- nnb Kapitalwirtschalt nichts beigetragen worden ist, wird sich nicht allein auf uns beschränken. Bei Rütgers keine Dividende. Hoher GeMinnvortrag.- Bor dem Kauf eigener Aktien. Die R ii t g c r s- W« r k e A.- G. Berlin, deren Großaktionäre die Deutsche Bank und Disco nto-Gefellschaft und auch die Stadt Berlin(als Teerliefcront aus den Gaswerken) sind, bleibt für das Jahr 1930 binjdcndenlos(im Vorjahr 5 Proz). Do» dem Stammkapital von 72 Millionen Mark sind 6 Millionen noch nicht eingezahlt und erscheinen al» Aktivposten! daneben be- stehen noch 8 Millionen Namensaktien. Der Br u t t o g e w i n n ist von 8,4 Millionen Mark im Jahre 1929 auf 5,1 Millionen Mark im Jahre 1939 zurückgegangen: die Steuern sind bedeutend(auf 1,8 Millionen), die Abschreibungen so gut wie nicht(aus 2,4 Millionen) zurückgegangen. Der Rein- gewinn von 1,63 Millionen Mark ist höher als eine zweiprozen- tige Dividenbensumme und wird vorgetragen. All diese Ziffern werden sehr summarisch für die eigenen Anlagen und die Beteiligungen zusammen gegeben. Nach dem Ge- schäftsbericht muß man annehmen, daß die eigenen Anlagen, die mit 29,6 Millionen Mark aktiviert sind, mit wenig Gewinn gear- beitet haben! nicht nur der Absatz von Teerprodukten, sondern auch der der Feinprodukte sei schlecht gewesen. Die Verdienste der Beteiligungen(in der Bilanz mit 33,6 Millionen Mark bewertet) scheinen besser als bei den eigenen Wer- kcn gewesen zu sein. Die S i l e s i a, Verein chemischer Fabriken, und die S�cmens-Planiawerke A.> B haben mit Gewinn abgeschlossen Die N i e d- r s ch l e s i s ch e Bergbau A.-S. mußte allerdings einen Verlust von O.S Millionen(bei 40 Millionen Kapital) vortragen Bei der V e b a g, Vereinigt« Dachpappen- fobriken A.-G., fiel 1930 die Dividende aus, aber das Kapital wurde erhöht: von der Erhöhung übernahm Rütgers die Hälfte. Ein klares Bild kann man aus den dürftigen Erläuterungen natürlich nicht bekommen. Die Vorräte sind von 1l.8 auf 12,4 Millionen Mark gestiegen, sollen aber stille Reserven enthalten. Die Bankguthaben gingen von 6.4 auf 2,6 Millionen Mark zurück, die Forderungen von 12,1 auf 11,9 Millionen.' Viel'jtärker gingen die Schuld»,' zurück, von 7.6 auf 6,2 Millionen Mark, die also nur etwas mehr als die liälft« der Forderungen betragen: sie find so gering, daß man die Gesellschaft als praktisch schulden- frei bezeichnen kann. Die Verwaltung fordert von der Generalversammlung die Er- m ach tigung, eigene Aktien zu kaufen, ohne im Ge- schäftsbericht diese Forderung irgendwie zu begründen. Bekannt ist, daß die Stadt Berlin eine finanzielle Entlastung braucht. Möchte man Berlins Aktienbesitz bei den jetzigen schlechten Kursen billig schlucken? Berlin wird aufpassen müssen. Denkschrift der Waggonindustrie. Die Waggonindustrie, die rund 70 000 Mann beschäftigt, hat der Regierung und der Reichsbahn-Gesellschaft -in« Denkschrift unterbreitet, in der sie sich eingehend mit bei, Verhältnissei» In der Waggonindustrie beschäftigt und eine Steige- r u n g der R e i ch s b a h n a u f t r ä g e für die Waggoinndustrie fordert. Die Denkschrift geht davon aus, daß der Wagenpark der Reichsbahn rund 64 000 Personenwagen, 20 000 Gepäckwagen und 630 000 Güterwagen umfaßt. Die Lebensdauer der Fahrzeuge dürfe man auf 30 bis 40 Jahr« veranschlagen. Damit ergebe sich ein normaler Ersatzbedarf von 1800 Personenwagen, 600 Gepäckwagen und 18 000 Güterwagen. Das entspricht einem Jahresauftrag der Reichsbahn in Höhe von 180 Millionen Mark. Die Kapazität der Waggonindustrte wird mit jährlich 270 Millionen Mark angegeben. Davon entfallen nur 90 Millionen Mark nicht auf das Reichsbahn- geschäft. Infolge des Protektionismus im Ausland könnte be- sonders der Export kaum noch gesteigert werden. 'Auf Grund dieser Usberlegungen wird die Rückkehr der Reichs- bahngefellschaft;u einem Jahresauftrageprogramm in 5)öhe von 200 Millionen Mark gefordert.(Wahrscheinlich rechnet man aber auch schon mit dem Gelingen des Hoover-Plane in der Waggoinndustrie und l?at die Hoffnung, daß dann auch die Reichs- bahn sich freier bewegen kann. Diese Rechnung kann aber falsch sein. D. Red.) Einigkeit und Geschlossenheit. Ausklang der Eisenbahner-Tagung. Hamburg. 27. Juni.(Eigenbericht.) Die Generalversammlung des Einheitsverbandc» der Eisenbahner in Hamburg hat am Sonnabend ihr« Beratungen a b g e s ch I o f s e n. Die zur Beamten frage gestellten Anträge wurdcn zum größten Teil dem Vorstand als Material überwiesen. Angenommen wurde folgender Antrag Dresden: Der Verbandstag bringt zum Ausdruck, daß die Sozialdemokratische Partei eine klare Stellungnahme zur Bcamlengewcrkschastsbewcgung emnehmen muß: der alte bewährte Grundsatz:„Jeder Sozialist ein freier Gewerkschafter lind jeder freie Gewerkschafter ein Sozialist" muß wieder zu Ehren kommen. Der Verbandstag ersucht den Bundes- vorstand des ADV., für die'Verwirklichung dieses Zieles bei Partei und Gewerkschaften einzutreten.— Die Einführung einer Invalidenversicherung wird, weil damit eine Beitrags- erhöhung eintreten müßte, abgelehnt. Der nächste Verbandstag wird sich mit diescc Angelegenheit beschäftigen. 'Aus dem von John- Berlin erstatteten Bericht der Sta- t u t e n b e r a t ii n g s k a in in i f f i o n geht hervor, daß die Satzun- gen einer gründlichen Durcharbeitung unterzogen wurden. Die bis, herigen Beitragskloffen find auf 13 auseinandergezogen worden, um ein ilehertretcu zu einer anderen Klasse zu erleichtern. Die neuen Sokungen wurdcn mit allen gegen 3 Stimmen angcnomnien. Dos neue Statut tritt am 1. Oktober in Kraft. Bei den Vorstandswohlen kam es zu einer längeren Aussprache. Der Vorstand besteht all» 21 Personen. Davon sind 9 befotdctc und 12 unbesoldete Mitglieder. Die nnbesoldc- tcn Mitglieder verteilen sich auf das ganze Reich. Ein besoldetes Amt wurde nicht wieder besetzt. Die übrigen acht besoldeten Mit- glicdcr wurden wieder gewählt. Es mußten nun 13 un- besoldete Mitglieder gewählt werden. Um das 13. Mitglied wurde von den Bezirken gerungen. Es fiel schließlich dem Bezirk S t u t t- gart zu. Der n ä ch st c B e r b a n d s t a g soll 1934 in N ü r n b c r g statt- finden in Dcrbiiidung mit der Hundertjahrfeier der ersten Eisenbahn. Der Vcrbandsvorsißendc Scheffel betonte in seiner Schluß- rede, der Hamburger Verbandstag werde den Delegierten bestimmt in dauernder Erinnerung bleiben. Er sei der Verbandstag der Sammlung der Kräfte in einer schweren Zeit gewesen. Einig- keit und Geschlossenheit— sie seien die beste Gewähr für I erfolgreichen Vormarsch. Gewerkschaftliche Noimaßnahmen. Die erfolgreiche Tagung der graphischen Hilfsarbeiter. Stuttgart, 27. Juni.(Eigenbericht.) In det Geschichte einer gewerkschaftlichen Organisation sind Tagungen in kritischer Stunde wichtige Ereignisse: dies trisit auch für die Verbondstoge in dieser Zeit zu. Der Verbandstag der graphischen Hilfsarbeiter hatte in mancherlei Beziehung einen Vorzug vor anderen Tagungen. Innerlich gesund, mit einem Vcr- mögen, wie nur wenige Gewerkschaften es aufzuweisen haben, steht der Verband allen Stürmen trotzend da. Die Generalversammlung der graphischen Hilssarbeiter hat nicht nur die statutarischen Bestimmungen aufrechterhalten, sondern sogar noch eine Erweiterung der Unlerstühungsleistungen vorgenommen. Das Statut blieb unverändert bestehen, die Rechte der Milglieder wurden voll aufrechterhalten. Der Verbandstag beschloß eine Erhöhung der Znvalidenunlerstühung. Außerdem wurde beschlossen, den arbeitslosen ausgesteuerten Mitgliedern eine Sonderuakerstützung von 17 Mark zu gewähren. Der Verbandstag hat fleißig gearbeitet. Das Plenum hat nicht weniger als 4314 Stunden getagt. Der Vorsitzende des Buchbinder- Verbandes, Kollege Haueisen, wünscht, daß im Bereiche des Graphischen Bundes die bisherige Kameradschaft und die gegen- seitige Hilfe aufrechterhalten werden möge. Wenn diese gute komerodschajl nicht nur innerhalb des Graphischen Bundes selbst, sondern auch nach außen zIM'Alisdruck koimiri,' dariit'strauche d'en'' Arbeitern des graphischen Gewerbes um die Zukunft nicht' bange zu'fein.' Genosse Grundbacher- Bern, Sekretär der Buchdrucker- Internationale, der im Austrage der ausländischen Gäste sprach, hob das außerordentliche Niveau dieses Verbandstages hervor. Zum ersten Male sei er Zeuge gewesen von dem tatkräftigen Eingreifen von Kolleginnen in die Verhandlungen. Welches Vertrauen die graphischen Hilfs- arbeiier zu ihren Führern haben, kam bei den Wahlen zum Verbandsvorstand zum Ausdruck. Die beiden Verbands- Vorsitzenden, der Kastfierer und der Redakteur wurden einstimmig wiedergewählt. In seinem Schlußwort saßt« der Verbandsvorsitzende P u ch e r die Bedeutung dieser langen und arbeitsreichen Tagung zusammen. Wie bisher werde der Verband auch weiter arbeiten. Genosse Pucher schloß seine nnseuernde Rede mit einem Hoch aus den Verband und die allgemeine und internationale Gewerkschafts- bewegung. Tteuwahl im Giemens-Kabelwerk. Gewerkschastsgenossen vor die Front! Am Mpntag und Dienstag wählt die Siemens- Kabelwerks-Belegschast eine neue Betricbsvcrtretung. Unhaltbare Zustände veranlahten die freigewerkschastlichen Kollegen, zurück- zutreten, damit eine Neuwahl des Arbeiterrats erfolgen mußte. Es mag das erstemal in der Nachkriegszeit in der Berliner Arbeiter- bewegung vorgekommen sein, daß ein Gelber mit HIlse von Kommunisten zum Vetriebsralsvorsitzenden eines Großbetriebes von rund 6000 Mann Belegschaft gewählt wurde. Durch die blöde Parolenschusterei der KPD. sind einzelne ihrer Funktionäre derartig verwirrt, daß sie glauben, in„Einheitsfront" zu mimen, wenn sie einem Gelben ihre Stimme geben. Sie haben in ihrer Verranntheit ganz vergessen, ihre freigewerkschastlichen Klassengenossen von den Verrätern an der Arbeiterbewegung zu unterscheiden, was allerdings bei der Schreibweise der tommu- nistischen Presse weiter nicht verwunderlich ist. Wie weit die politische Verhetzung heute in den Be- trieben vorgeschritten ist, soll an zwei Fällen, die sich vor dem Kabelwerk abspielten, demonstriert werden. Am Freitag früh wurden die k o m m u n i st i s ch c n Z e t t e l v e r t e i l e r von einer 60 Mann starken Nazikolonne verprügelt, ihrer Flug- blättcr beraubt und in die Flucht geschlagen. Zwei Tage vorher Hot eine kommunistische Malkolonne, die sich im An- pinseln von Mauerwonden und Gartenzäunen übte, als sie durch einen Werkmeister des Kabelwerks gestört wurde, den Werkmeister verprügelt und ihn dann die Konalböschung heruntergeworsen. Der Werkmeister kann von Glück sagen, daß er nicht ins Wasser fiel. Politisches Rowdytum macht sich auch sonst vor dem Betriebe breit. Ob Nazi oder Kommunist, sie sind aus dem gleichen Holz geschnitzt und handeln nach dem Motto:„Willst du nicht mein Bruder sein.. Darum hat jeder Freigewertschafter des Kabelwerk, in letzter Stunde seine Pflicht zu tun, damit nicht die„radikalen" Elemente von rechts und links unter Führung von Gelben die Oberhand gewinnen. Nicht Faustrecht, sondern Klassenkampf muß die Losung sein. Jeder Sabelwerksorbeiter muh am Montag und Dienstag freigewerkfchastlich wählen! Zniernationale der Lebensmiitelarbeiter Oer 5. Kongreß in Prag. Zunächst tagte eine Bäckertonferenz, die von 71 Dele- gierten aus 14 Ländern beschickt war und hauptsächlich zum B e r- bot der Nachtarbeit«tellung nahm. Den Kongreß eröffnete der Vorsitzende der Lebensmittelarbeiter- Internationale, Genosse Wilhelm(Schweiz). Anwesend waren Vertreter des JGB., des tschechischen Gewertschastsbundes, der ITF., des jugoslawischen Gewerkschaftsbundes, des Internationalen Arbeitsamtes, verschiedener tschechoslowakischer Ministerien, der Stadtbehörden von Prag, der Genossenschaftsbewegung und der So- zialdemokratischen Partei. Vertreten waren 24 Organisatio- neu aus 15 Ländern durch 67 Delegierte. Der amerikanische Böckereiarbeiteroerband hatte unter Zustimmung des Kongresses sein Mandat dem österreichischen Verband übertragen. Die Internationale zählte, wie ihr Sekretär Genosse Schis- f e r st e i n berichtete, Ende 1930 in 33 angeschlossenen Verbänden 386 722 Mitglieder. In Europa sind fast sämtliche Lebensmittel- arbeiterorganisationen der Internationale angeschlossen. Mit den neu beigetretenen Verbänden in England, Luxemburg, Holland, Jugoslawien, Dänemark und Palästina umfaßt die Union der Lebensmittelarbeiter rund 390 000 Mitglieder. Fühlbare Fortschritte machten die Bestrebungen zur Verschmelzung bestehender Berufsoerbände zu Einheitsorganisationen. Der Wiederaufbau des durch die faschistische Welle zertrümmerten Verbandes in Finnland geht rüstig vorwärts. In der Tschechoslowakei steht die Vereinigung zwischen dem tschechischen und deutschen Verband unmittelbar bevor. Großen Eindruck auf die Kongreßteilnehmer machten die Schil- derungen der Wirtschaftskrise in Deutschland und Oesterreich durch das Vorstandsmitglied des deutschen Ver- bandes Meier und den Führer der österreichischen Delegation Huppert. Meier wies darauf hin, daß im vergangenen Winter 15 bis 18 Millionen Menschen in ihrem täglichen Brot bedroht waren und daß der nächste Winter nicht besser werde. Die Not- Verordnung, die den Lebensmittelstandard der Arbeiterschaft aus ein noch tieferes Niveau drücke, bedrohe auch die Gewerkschaften. Reparationslast und Arbeitslosigkeit erleichterten den Gewerkschaft»- feinden die Verhetzung der Arbeiterschaft. Huppert betonte, der Kapitalismus habe sich als unfähig er- wiesen, die schwere Arbeitslosennot zu beheben. Die österreichische Arbeiterschaft müsse für die Zinsen des A u s l a n d s k a p l t a l s fronen. Zcntraleuropa sei gegenwärtig ein gefährliches Pulversaß. Während die Bevölkerung der Stadt Wien an Zahl zugc- 1 Afr. I PtcAvng tu V Stck.»,40 Mtc UBEUAHi £UTE5 (AU5MAPKE MITTEL KAMPfSPUL BOtmüU-HrnwiA /»•(/» /Hustr/trt» Pr»i*llsf /»f seh/tnen und w/m kosten'rt/ zugesandt BERLIN W 8 FRANZÖSISCHE STRASSE und Zweiflgeschätta 21 Hausmarke- Zigaretten Fe in a ro m atisch o Spez/ai-Marke Nr. i Packung tu 27 Siek. 90 P'g- Nr. 4 Packung zu 27 Siek. 1,90 Mk. Nr. S Packung zu 27 Siek. 1.50 Hk. Nr. B Packung zu 27 Stck. 1.80 Mk. n o ir. m e n ha�e, sei bct Sr?wr?brauch um SO 000 Laib zurück- gegang-n. Die entschloslenc Stellungnahme des Kangresses gegen die Wiedereinführung der Rachlarbril fand in einer einstimmig angenommenen Entschließung ihren Ausdruck. Darin wird hervorgehoben, daß die Versuche, den Ar� beitsbeginn vor fi Uhr morgens zu verlegen oder den Dreischichten- betrieb einzuführen, nur auf eine allgemeine Einführung der Nacht- arbeit hinzielen. Die Internationale Konvention über dos Verbot der Nachtarbeit müsse endlich einmal von allen Regierungen der dem Völlerbund angeschlossenen Staate» ratisizicrt werden. In der Frage des Kost- und Logiszwanges forderte der Kon- greß den baldigen Erlaß gesetzlicher Vorschriften und die Durch- sührung strenger Kontrollen in allen Ländern, um die vielfach noch bestehenden unwürdigen Zustände zu beseitigen. Für die Durch- sührung der Jugendbewegung wurden im Anschluß an einen Vortrog von Dr. Spühler über den „Schuh dcr arbeitenden Zugend in der Lebens- und Genuß- miltelinduflric" vom Kongreß Richtlinien für die angeschlossenen Organisationen festgelegt. Das Ergebnis der Enquete der Internationale über die Iugendfragc wird in Broschürenform in verschiedenen Sprachen ver- öffentlicht. Eine Reihe von Entschließungen, die vom Sekretär be- gründet und vom Kongreß angenommen wurden, beziehen sich aus Aufbau- und Verschmelzungssragen, auf die Forderung eines Ver- botes des Tragens zu schwerer Lasten, auf die 40-Stunden-Woche, auf den Austausch junger Arbeiter und Eewerkschaftsangestellter sowie auf die Einstellung der JUL. zu den Beschlüssen des Stockholmer Kongresses und zu den internationalen Wirtschaftsfragen. Der Jahresbeitrag wurde durch Kongreßbeschluß u m 5 Cts. pro M i t g l icd und Jahr erhöht. Dabei wurde je- doch dem Vorstand die Möglichkeit eingeräumt, auf de» Zusatz- beitrag zu verzichten, wenn die Finanzverhäitnisse der JUL. das später zulassen. Der Vorstand wurde in seiner bisherigen Zusammensetzung belassen. Das Internationale S e- k r e t a r i o t führt auch künftig S ch i f f e r st e i n, Dr. Spühler scheidet aus dem Sekretariat aus. An seine Stelle tritt T o f a h r n- Belgien, bisher Angestellter der ITF. Der nächste Kongreß soll 1934 in München stattfinden. Oer Aachener Bergbauschiedsspruch. Bergarbeiter fordern DerbindlichkeitserNärung. Aachen, 27. Juni. Der Vorgang im Ruhrbcrgbau wiederholt sich hier im kleinen. Nach dem am 26. Juni gefällten Schiedsspruch geht die bisherige Lohnrcgelung weiter und kann nicht vor dem I.September gc- lündigt werden. Die Unternehmer lehnten den Schiedsspruch ab, die Bergarbeiter nahmen ihn an. Ihre Forderung auf Verbind- lichkeitserklärung wird am Dienstag verhandelt. Zu einer Eini- gung wird es nicht kommem und die Vcrbindlichkeitserklärung wird ausgesprochen werden. Aus dem Betrieb der„Germania". Die neue„christliche" Richtung. Seit ihrem über LOjährigen Bestehen beschäftigte die Buch- druckerei der„Gevinania" Mitglieder des Deutschen Buchdrucker- ZZcvbandes. Ja, sie holte solche von anlderen Firmen in ihren Bc- trieb und bot offene Stellen im„Korrespondent", dem Organ des freigcwerkschaftlichen Verbandes, an. Mit dem Einzug des Direktors Reinhardt wurde diese„Tolericrung" zugui�ten der christlichen Teridenz beendet. Wohl hatte bereits der technisch- Leiter des Verlags, Direktor Bungarts, darauf hingewiesen, daß er bei künftigen Ncueiiistcllungen christlich Organisierte bevorzugen müsse, versicherte jedoch, die im Betriebe stehenden Freigewerdschafter, daß sie nicht verdrängt werden würden. Herr Reinhardt hielt sich an diese Zusage nicht gebunden und hat im Januar acht sreigewerk- schastlich organisierte Buchdrucker entlassen, die lange Zeit in der „Germania" beschäftigt und fast alle verheiratet waren, nachdem er zuvor christlich Organisierte, darunter auch Ledige einge- stellt hatte. Das Tarifschiedsgericht der Buchdrucker hat diese Entlassungen einstimmig als Maßregelungen erkannt. Trotzdem wurden die Entlassenen nicht wieder eingestellt. Das christliche Ge- werkschastskartell habe von der Firma verlangt, daß mit den Austrägen der christlichen Gewerkschaften nur ch r i st i! ch Organisierte beschäftigt wenden dürfen. In einer Gerichts- Verhandlung wurde erklärt, daß bei allen Entlassungen zuerst die Freigemerkschafter an die Reih« kämen, ohne Rücksicht auf die Dauer der Betriebszugehörigkeit. Uni die„Reinigungsaktion" vollends durchzuführen, hat der Direktor Reinhardt dem tariflichen Lohnabzug einen weite- ren Lohnabbau folgen lassen, der säst ausschließlich die Frei- gewerkschafter betraf, während Christlich- teilweise Lohnzu- iagen bekamen. Die Mitglieder des Deutschen Buchdrucker-Verbandcs beantworteten diese offensichtliche Provokation mit der Arbeits- u i e d e r l c g» n g. Da der Verband die Sperre über die Firma verhängte, muhten Verbandsmitalieder, die sich dem Mehr- heitsbeschlusie nicht fügten, als ausgeschlossen gelten. Eine Schadenersatzklage der G? maßregelten führt« in dcr ersten Instanz zur Abweisung, mit der Begründung, daß wohl Maßregelung vorliege, aber mich ein vernünftiger Grund dafür. Artikel 159 der Rcichsvcrfassung scheint in mmichcn Kreisen noch unbekamit zu sei». Arbeiter, die der„G e r m a n i a" ein Mcnschcnalter lang gedient und zu ihrem Gedeihen beigetragen haben, wurden auss Pflaster geworfen, weil sie im Deutschen Buchdrucker-Verband organisiert sind, trotzdem sie sich als mindestens ebensogut« Katholiken betrachteten, wie der so „christlich" handelnde Direktor Reinhardt. Ein jahrelaiig be- schästigter Arbeiter bekam die Kündigung ins Haus, als er sich einer lcbensgejährlichen Operatioii miterziehen nuitzle. Der Mann ist gestorben iilid war damit der Notwendigkeit enthoben, sich über die christliche Theorie und die„christliche" Praxis des Herrn Direktors Gedanken zu machen. Fünfzehnstündige Arbeitszeii. Was in Berlin noch möglich ist. Der Fleischermeister Schmidt, Weißensee, Heiners- d o r s e r Str. 46, hat in seinem Betrieb noch eine tägliche Arbeitszeit von 15 Stunden. Will einer der Beschäftigten einmal vor 9 Uhr abends aus der Werkstatt herauskommen, dann muß er plötzlich„Zahnschmerzen" bekommen. Obwohl im Fleischergewerbe die ivonntagsarbeit verboten ist, findet es dieser Fleischer- meister ganz in der Ordnung, daß auch Sonntags 4 bis 5 Slunden bis mittags 12, auch 1 Ahr, bei ihm gearbeitet wird. Bei dieser langen Arbeitszeit wird den Gesellen dann noch vorgeworfen, daß sie„nicht einmal das Fressen verdienen". Den Gesellen, die bei dem Meister in Logis sind, wird kein Hausschlüssel ausgehän- digt. Wer etwas frische Luft schnappen will und bis zum Schließen des Meisterhauses noch nicht zurück ist, der kann bis IM Stunden warten, ehe ihm der Schlicher die verschlossene Pforte öffnet. Herr Schmidt sucht die„unerträglichen" sozialen Lasten für das Kleingewerbe zu erleichtern und kürzt eigenmächtig die an das Finanzamt und die Krankenkasse abzuführenden Beiträge. Meister Schmidt würde von den Gesellen wahrscheinlich keine Arbeitszeit von 15 Stunden täglich verlangen, wenn er die Ueberstunden bezahlen wollte. Den Gesellen wird an jedem Lohnzahlungstag eine Aus- gleichsquittung zur Unterschrift vorgelegt, wonach sie beschei- »igen, daß sie nach Erhalt des Wochenlohnes auf alle Mehrforde- rungen— für Ueberstunden und Sonntagsarbeit— verzichten. Als die fünf Gesellen am Sonnabend, dem 13. Juni, gemein- schaftlich die Unterschrift unter die Ausgleichsquittung verweigerten. wurden alle fristlos entlassen. Das Arbeitsgericht wird sich mit diesen Entlassungen noch beschästigen. Auch die Staats- anwaltschaft müßte eingreifen, um diesen Fleischermetster dazu zu bringen, die gesetzlichen Bestimmungen über die Arbeitszeit einzu- halten. Hoffentlich ist auch Fleischermeister Schmidt so konsequent, sein« Ware nur an solche Kundschaft zu oerkaufen, welche genau so wie er an dcr Einhaltung der tariflichen und gesetzlichen Bestim- mungen über die Arbeitszeit sowie der Sonntagsruhe kein Jnter- che zeigt.__ Lugend im Gastwirisgewerbe. Eine Nachwirkung der Internationalen Konferenz. In diesen Tagen außenpolitischer Hochspannung, in denen dos Schicksal nicht nur der deutschen AvbeiterNasse von der Verständnis- vollen, internationalen Zusammenarbeit abhängt, in diesen Tagen durste ein Berichterstatter über eine internationale Tagung auf ein« aufmerksam« Hörerschaft rechnen. Das war denn auch der Fall in der im Gewerkschaftshaus abgehaltenen Generalversammlung der Hotel-Angeslelltcn, in d«� Genosse Schneider vom Zentraler- band referierte._... Die Versammelten stimmten der Auffassung des Referenten über die Notwendigkeit des Ausbaues der internationalen Zu- sammenarbeit vollinhaltlich zu: über den Ersolg der Konferenz herrschte mir eine Stimme der Anerkennung, und in der Diskussion wurde besonders betont, daß das Verhandlungsprotokoll eine Menge von Material enthält, das man darunter nicht vermutet hatte.— Die deutsche Organisation der gastwirtschaftlichen Angestellten hat zwar in internationaler Beziehung unbestritten die Führung, in einem Punkte aber steht Oesterreich, und besonders Wien, an der Spitze: in der organisatorischen Erfassussng der Jugend! Der deutsche Verbandsvorsitzende Saar konnte jedoch auf der Internationalen Konferenz erklären, daß Aussichten dafür bestehen, bald sagen zu können: der edle Wettstreit zwischen deutscher und österreichischer Jugendorganisation ist zugunsten der deuffchen Organisation entschieden. Oer Gehalisabzug. Wie er durchgeführt werden soll. Zu der jüngsten Gehaltskürzungsverordnung sind nun auch die Durchführungsbestimmungen erschienen. Die prozentuale Kürzung wird nicht von den jetzigen Bezügen der Beamten, An- gestellten und Arbeiter im Reichs-, Staats- oder Kommunaldienst vorgenommen, sondern von den Bezügen, die den Betroffenen vor der ersten Notverordnung zustanden. Man macht also von einem Einkommen Abzüge, die in Wirklichkeit schon seit Monaten nicht mehr erreicht werden. Jnfolgedessesi verliert der einzelne nicht nur 4 bis 14 Prozent feines jetzigen Einkommens, sondern 4,25 bis 14,36 Proz. Die ersten 3000 Mark Jahreseinkommen werden um 4 resp. 5 Proz. gekürzt, die nächsten 3000 Mark um 5 resp. 6 Proz., der Teilbetrag von weiteren 6000 Mark um 6 Proz., und der Rest um 7 Proz. Für die höheren Bezüge ist durch diese Auslegung c i n erheblicher Vorteil gegenüber den niederen Bc- zügcn erreicht worden, weil hier durch die vorgeuannte Staffelung sozusagen Freigrenzen gezogen werden, während man zum Bei- spiel in den Ortsklassen L, C und D sogar noch die Gehälter von l 25,—, bis 133,42 Mark auf 1)8,75 Mark herablefetzt hat. Bis 125,— Mark Monatsgehalt ist van der Kürzung aus- geschlossen. Waruni sind nun nicht grundsätzlich diese 125,— Mark für alle Stusen abzugssrei geblieben? Das Reichsfinanzministerium hat zu der Verordnung Tabellen aufgestellt, aus denen der einzelne feine Gehaltskürzung einfach ab- lesen kann. Die folgende Tabelle zeigt deutlich die Freigrenze für die höchsten Gehälter. Bei 1000 Mark Monatsgehalt werden also nicht etwa 6 Proz. von 1000 Mark in Zlbzug gebracht, sondern nur von den ersten 250 RM— 4 Proz von den zweiten 250 RM— 5 Proz von den restlichen 500 RM— 6 Proz. -- 10,00 RM«alt 15.00 RM --- 12,50 RM statt 15,00 RM -- 30.— RM=- 30,00 RM insges also von 1000 RM 52,50 RM statt 60,00 RM Bei Gehältern über 1000 Mark ist die Ersparnis natürlich noch größer. Damit entfällt jeder soziale Sinn der Staffelung, denn es ist un- sozial, daß derjenige, der 1000 Mark im Monat verdient, für die ersten 250 Mark nicht mehr an das Reich abführen soll als der der überhaupt nur 250 Mark Monatsgehalt bezieht. Zu den vorstehenden Kürzungen kommen noch die Kürzungen aus den abgebauten Kinderzuschlägen. Kommunistischer Wahlschwindel. Zur Wahl im Siemens-Kabelwerk. „Die kranke Arbeilerin und ihr Kind" lautet die Ueberschrist einer aus der„Roten Fahne" vom„Siemens-Lautsprecher" übernommenen Lügenreportage, zu dein Zweck, den„Reformist" Wott« herunterzureißen. Eine ältere alleinstehende Frau sei bei Siemens wegen Krank- heit entlassen worden. Zwei Wochen später hatte sie einen Krankenschein für ihr Kind gefordert, der ihr zunächst verweigert, dann aber ausgestellt worden sei. Die Arbeiterin habe die Firma aus Schadenersatz verklagen wollen. Der Arbeiterrat Wott« habe sie aber im Austrage der Firma davon abgehalten und ihr geraten, sie solle Dr. Pfeiser auflauern. Sie sei doch eine kräftige Frau. „Für dieses Maß der Gemeinheit ist leider kein Ausdruck in der deutschen Sprache." Diese Giossierung dcr Lügengeschichte durch das„revolutionäre" Radaublättchen trifft auf ihre Urheber durchaus zu. Uns liegt eine Erklärung der betreffenden Arbeiterin I. L. in Spandau vom 19. Juni vor. wonach sie bestreitet, daß sie die Firma auf Schadenersatz verklagen wollt«. Sie hat gegen ihre Eni- lassung Einspruch beim Arbeiterrat erhoben und ist nicht beeinflußt worden, ihren Einspruch zurückzunehmen. Do sie nur UM Monate bei der Firma beschäftigt war, erschien eine Klage vor dem Arbeits- gericht als aussichtslos. „Es ist nicht wahr, sondern ein groß angelegter Schwindel und«ine Verläumdung", daß Wotte ihr geraten haben soll, Dr. Pfeifer aufzulauern, da sie doch eine kräftige Frau sei. Der„Reformist" Wotte hatte ihr vielmehr geraten, sich nach Gesundmeldung beim Arbeiterrat, oder da sie in der Nähe des Werkes wohne, sich persönlich. bei. Dr...Pfeifer zwecks Wieder- einstellung zu melden. Dies ist nur ein Beifpiek von dem Treiben der„revolutionären Führung", die im Kabelwerk gewählt werden soll. Die richttge Antwort darauf ist, die Wahl der frelgewerkschofkllchen Liste! Belricbvsperre. Die Buch- und Vc rsichc ru ngsze itschrrften-Hand- lung von Franz O. Schroeder, Dresdener Straße 55. ist vom Gefamtverband für seine Mitglieder wegen Lohn- difserenzen gesperrt. Die Firma, eine Niederlag« des bc- kannten Versicherungszeitschristen-Unternehmens Bodach in Leipzig, will ihren Boten einen Lohnabbau von 30 Prag, und darüber auszwingen. Der Gesamtverband erwartet, daß den um ihre Existenz ringenden Boten kein Arbeiter in den Rücken fällt. Ausgehobene Sperre. Die Sperre gegen das Restaurant Krausen st raße 12, früher B a n e r s a, ist für die Mitglieder des Zentralverbandes der Hotel-, Restaurant- und Casä-Angestellten ausgehoben. Das Geschäft ist von dem Unternehmer Srnjerbier verkauft, mit dem neuen Inhaber N i e h a u s bestehen keinerlei Differenzen. � @Iuqendgruppe des Zentralverbandes der Angestellten Wir lxtriligrn uns an Sem RAST im Grunewald-Etadion. Sportliche WetNämpsr ab 12 Uhr. Einmarsch in das Stadion um lö Uhr.— Mvrgen, Montag, findrn folgrndr Veranstaltungen statt: Weiching: Jugend. heim Turiner Ectc Seestrahe. Siichstsche« illlcrlei. Referentin: doli-— Brih: Städiisches Jugendheim!vrg«n, 19 Uhr, Draesiets gestsäle, Holzmarltstr. 72, Versammlung aller im Eiirheitavcrband organisierten Parteigenossen. Bericht unserer Delegierten vom Brr. W tandstag. Sorgt fiir guten Besuch dcr Versammlung. Partei, und,a Uhr.(ßenossr Emil Barth: W „Die Stellung der Partei ,»r Notveroednung". Sympathisierende kchinen srj durch Parteigenossen einge fiihrt werden. Achtung, AES. Brunncnstrahe! Fraktionsvcrsammlung am Dienstag- I um 13 Uhr im Lokal Carus, Boltastr. lg. Dcr Fraktionsvorstand. W Ilffp bester Reisebegleiter: der Sie nie im Stich läßt, der immer bequem ist und alles durchhältl Briefkasten derMdakiion. H. E. es. Den Antraq können Sie stellen. Ob ihm aber entsprochen werden wird, ist zweifelhaft.— P. E. Wenden Sie sich an unsere ParteibuchlstNidlung I. H. W. Dies, Nochf. ffi. m. b. H., Berlin SW. KS, Lindenstr. Z.— W. E. lio. Die Zahlung der Gebuhr könncil Sic ablehnen Die Erncueruirg des Waichkcstels ist Sache des Hauswirts.- A. 3- 50. 1. ä Proz. 2. und 3. 17 Proz. 4. und 5. Die Umlegung des Waffergeldes auf die Mieter ist nur zulässig, wenn der Bcr. Mieter vor dem Mictzahlungszeitpuukt die gesetzliche Miele filr den betreffenden Mietzahlungsabschnitt gekürzt hat. Ist der Vermieter in Ihrem ssallc in dieser Weijlc verfahren, so kann er das Wasscrgeld fordern. Frohe Ferien! Dazu gibt die Firma s. iildam. Leipziger Ecke Friedrichstrotzc eine Preioernlätzigung von 20 Proz. auf alle fertigen Waren. Bitte benutzen Sie diese außerordentlich gilnstigc Gelegenheit filr Ihre Rciseeinkäufe! Anzüge und Mäntel fllr Straße und Reise, Sportausrüstungen für Herren, Jünglinge und Knaben, sowie Herrenwäsche und Modeartikel, alles bekommen Sie bei E. Adam, und so billig! Die große» Tage der Ausnahmepreise für Ausnahmezeiten bei H. Joseph und Co., Neukölln, Berliner Str. 51— 55, haben begonnen. Diesicr Verkauf bietet durch die gewaltige Einkaufsmacht mit mehr als 50 der prominentesten Waren- und Kaufhäuser unter äußerster Vcrbilligung der angebotenen Waren vielgestaltige Kaufgelegenheitcn allerersten Ranges. Die sensatkmcll billigen Preise übertreffen die kühnsten Erwartungen. In vorderster Reihe� sieht man die Abteilung Domentonfcktion, sie bringt zum Beispiel, fesche Sportklcider für 2, Sä M, entzückende Sommerkleider aus Bollvoile fllr O.W M., ferner sieht man fesch« Sportniäntel für 7,50 M., schöne Damcnhüte für 0,W M. Mit diesen Abteilungen wetteifert die Abeilunq Kleider und Scidenstoffe, und bringt folgende Schlager: Waschmusselin, Meter 0-35 M., schöne Waschkunstseide, Meter für 0,43 M. Staunen muß man, wenn man in der Gardincnabteilung LandlMisgardinen für 0,15 M. das Meter und in der Leinenwarenabtcilung Küchen Handtücher für 0,18 M. das Stück und Frottierhandtücher für 0,28 M. sieht. Berliner Prater. Der Berliner Prater in der Kastanicnallec 7—0, der den schönsten Naturgartcn von Berlin hat, sein Baumbestand ist so zahlreich, daß das dichte üaud den Garten vollständig überschattet und den Aufenthalt in demselben somit zu einer ganz besonderen Erholung macht, ist jetzt täglich ab 14 Uhr geöffnet. Um 10 Uhr beginnt das Konzert unter Kapellmeister Packs Leitung. Ab 18 Uhr fetzt der eigentlich« Vcrgnügungsteil ein. Ein flotter Sketch macht den Anfang, dann folgen ausgewählte Varietönummsrn und um 20 Uhr die Overette:„Die Fledermaus". Die Besetzung des Ensembles ist ganz erstklassig. KU-he und Keller sind im Prater, wie immer, gut, und mit dem alten Brauch:.Hier können Familien Kaffee kochen" ist auch noch nicht gl- brachen worden. Weiteres siehe heutiges Inserat. Locser und Wolfs erweitert die Geschniackssiala des Rauchers. Seit über 05 Jahren pflegt Loescr und Wolff die individuelle Zigorrcnhcrstcllung. In über 05 Iahren erstrebt Locser und Wolff die Vervollkommnung des Genusses der Zigarre in jeder Preislage— über 05 Jahre Erfahrung vcranloßten Loescr und Wolff, die G-fchmacksfkala des Rauchers sm Sortiment zeitgemäß zu ßtze wettern, um in der Variation jedem Raucher Gcnußwcrte z» bieten. Fast 150 Sorten stehen in über 120 Filialen den, Raucher zur Verfügung— und jede Zigarre ist L..u.-W..Lualität. Loeser und Wolfs übermittelt gern kosten« los und unverbindlich die neue Liste, wenn Sie sich an die Zentrale, Bcrlitt W. 35, Potsdamer Str. 24— 25, oder ihr« nächste Filiale wenden. Seifensabrikate von ganz hervorragender Güte liefern durch 100g Konnim» genossenschastcn an 3 Millionen konsumgcnossenschoftlich vereinigte Haushal- tungen die Seifenfabriken der Großeinkaufs- Gesellschaft Deutscher Konsumver- eine in Gröba-Riesa und Düsseldorf. GEG.-Toilcttenseifcn sind handlich im Gebrauch, haben einen milden, edle» Dust und sind bei hohem Fettgehalt äußerst preiswert. Sämtliche Eeisenerzeugnisse der konsumgenossenschafflichen Eigcnbctriebe sind erhältlich in den über alle Bezirke Gvoß-Berlins verteilten Abgabcstellcn der Zlonsum-Genossenschaft Verlin und Umgegend e. G. m. b. H. (siehe Anzeige in der heutigen Ausgabe unserer Zeitung). Wichtig für Raucher! Der verwöhnte Raucher weiß es zu schätzen, in welch überragender Qualität die altbekannte Firma Otto Boenicke, Berlin W. 8, Französtschc Str. 21, ihre Fabrikate sowohl in ben Konsum- als auch in den. höheren Preislagen herausbringt und in wie weitem Maße dieselbe hinsichtlich der Preisgestaltung de» jetzigen wirtschaftlichen Verhältnissen Rechnung trägt. Die neu erschienene illustrierte Preisliste, welche jedem Interessenten koftenliei zugesandt wird, zeigt, was die Firma Otto Boenicke trotz erhöhter Tabaksteuer der Raucherwelt bietet, Letstungeu, die wiederum an allererster Stelle stehen. Es liegt im Iirteressc des Rauchers, die Preisliste einer Durchsicht zu unter- ziehen. HZ* � � ANGESTAUBT OD HLERHAFT— TEILWEISE DURCH DEKORATION LEICHT BESCHÄDIGT Gardinen- Reste weiß und bunt, in vielen Qualitäten Stück Pf. 75, 50, 25, Damast- Reste aus Kunstseide in versch. Größen für Kissen ge- eign. Stck. Pf. 95, 65, 25, Volant- Gardinen mit Einsatz, ca. 50 cm br., durchweg jeder Mtr. Gardinen- Flügel einzeln u. paarweise, in weiß u. bunt, Stück 1,25 B e t t- Decken gewebt Tüll oder Etamin mit Einsätzen ab Halbstores Meterware Gitterstoff mit Einsatz u. Kunstseiden-Franse Mtr. Künstler- Garn ituren 3 teilig, einzeln und paarweise, großes Sortiment, Garnitur ab Bunte Dekorationen in vielen Farben, 2 Flügel und 1 Behang em Itfcih/zMcImi fmßPA Ausnahme1 Angebote! Jetzt bieten wir Ihnen ungecilinle Vorkeile durch unglaublich billige Preise. Die Auswahl ist bis zur allerstärksten Figur riesenhaft, die Qualitäten, wie bekannt, vortrefflich! Hier folgen einige Beispiele: Der beliebte Flousch-Nontel für See u. Gebirge, ganz auf hochfein. Futter, mit brei- temSpatenre- vers, in weiss und zarten Pastellfarben ▼orrätig: nur II£0.11X1 O-Ul UUVU- M Eine Serie karierter Gummi-HOntel auch in großen Welten ▼orrätij 10: Sehr praktisch für die Reise: ImprSenlerto reinwollana Gabardine- Mäntel in blau und mode 30: Eine Serie hervorragender Tweed- und Herren stoff- Mäntel gans gefüttert für cito ss e Welten Eine Riesenserie hocheleganter Sport-Kleider aus verschiedenen Stoffen, wie reinseidenem Tussah, Vistra, Panama etc. zum Einheitspreis von nur Eine Riesenserie vornehmer Nachmittagskleider aus reinseidenem bunt bedrucktem Crfipe de Chine sowie ans Fonlard-Selde und anderen schönen Stoffen, in eleganter Ausführung, in unsortierten Größen zum Einheitspreis von nur Ein Riesensortiment bunt bedruckter Voile-Kleider mit langen Acrmeln, feschen Garnituren, weit- geschnittenem Glockenrock, in unzähligen prächtigen Mustern, auch schvrarr.- welß, bis zu den srrttOten Welten vorrätig zum Einheitspreis von nur 12: Elegantes Sportkomplet aus bnnt bedruckter reiner Seide, mit der modernen breiten plissierten Reversklappe, mit Perl- mutterknopf- Garnierurg und zahlreichen Falten im Rock zum Einheitspreis von nur Eine Biesenserie einfarbiger und gemusterter [ Trikot-Charmeuse-Blusen Elegante kunstseidene 4. Marocam- u.Crepe de Chine-Blusen � a mit langen und mit kurzen Aermeln...nur B . 5.« 10- | Kleiderröcke für Sport und Reise geeignet. Weiße Kleiderröcke aus reiner Wolle........ Damen- und Herren- Bademäntel V» aus guten Eräuselstoffen•. nur Reinwollene Badeanzüge� 1 für Damen und Herren, in allen flSMk 1 Farben............ nur| 1 4. Baumwollene Trikot-Badeanzüge für Damen und Herren, auch für■£i| ganz starke Figuren..... nur Mm V| Strand- ii. Sonnen- in bübsebeo Farben«VP 1 Anzüge Eine großeSerie entzückend. Strickkleider us reiner Wolle und Wolle aus mit Kunstseide Aermellose. i Pullover 4 Sil ten Pastellfarben.... nur 1 Für unsere lieben Kleinen zum Ferienbeginn/ j Anzahl in Mädchen- Kleidern und-Mänteln preiswert! Eine Ssrle reinwollener Mädchen-Musselin-u.-Wollkleider Nr. 297* 45. Jahrgang A. Beilage des Vorwärts Sonntag, 28. Juni-1984 e»IOIW BILLIG! Sportkleider ans guten«Mcfabaren QnallMten. kleidsame, moderne Fassons, auch tu grossen Velten, bis Ordne 48 Reinseidene Sportkleider moderne PastelMoc.«od» tn Vetss, gute Veror- Frauen-Kleider Wollkleider etn&rblg and gemustert rrr Nachmittagskleider aus etafarblgem und modern gemustertem kunsiseldenen Marocaln, fesche Faltenröcke und breite Lack-GOrtel Complets aus bedrucktem kunstseidenen Marocaln, aparte Muster und fesche Formen f r 26 00 Elegante Georgette- Kleider u.-Complets langül essende Formen, moderne Dessins. gute Verarbeitung. Mg QrSsi« SS Z9B SO55 W ENORM BILLIG! mtmmmmmmmmmmmmmmmmmmk Mäntel aus modernen Stoffen, nniferbtg und gemustert. gas» auf Kunstseide gcfotterl, neue Formen rwv Mäntel aus Georgette fleor de iatna. moderne QiiaUteten.asch Herrenstoffe, pgn Tefl mit Pete betetet, gm» geftttlerl FZff'SO" Eleg. Mäntel nach letzten Modellen, zum Teil mit reiner Seide gefoltert, gute QuelllSten Morgenröcke aus guten Stoffen p 290£90 gOO DER f, ROSSTE WAREMHAUSKONZERN EUROPAS IIV1 EIOENBESITZ DAM EN-BLUSEN feiner Wäschestoff, znm Dwchknö] ohne Aermel...................... Stftck 2.45 UfaiMAN ms guten Trjkot-ChirmMiM,oIio«AenncL V � DIMSCIl in Tielen Farben.................. 8t4ek Ana 7 � Aermelloseßips-Westen A on moderne Form..................... �.............. Stück a 9 ILllieAM Chinette, mit langen Aenneln. zum§"k DlUSCn Dnrchknfipfen..................... Stück Wa# AllieAN Crtpe Marocain(Knnstaeide), elegante LJ t � DlUdCII Jabotform, mit><4 Aermeln....... Stück 7a m I Blusen Chinette, mit lu Aermeln, in mo- C B dernen Paatellfarben.......................... Stück i 7 I WOLLWAREN 1.95 Ma7«� Sportpullover für Damen nd Herren, � QO moderne Helangen, reine Wolle..................... Stück 7a 7 Boucle-Pullover a qa ohne Aermci, In Tielen Farben...................... Stück 7 vsmen-Pullover�w°u..mit a qa >/< Aermeln, In eleganten Ansfübrnngen........... Stück■ I Boucle-Pullover ohne AermeU modemer Westeneinsatz........ Stftck KINDER-KLEIDUNG 1.85 1.95 2.95 1.75 0.98 Garnierte Damen-Hüte Hanfborde, auch in hellen Farben............ Stück t|75f ßomen- StrohhOte Glocken iLCanotiers, nur helle Farben, Motletstroh....Stück 115 Damen-Pullover Blnaenform, ans guter Kunstseide, ohne Aermel, Stück Damen-Pullover *eftne Wolle, ohne Aermel, moderne Fastellfarhen, Stück W»» Garnierte Split, Glocken and Canotiers, norheUe Farben, Stück 2.95, Garnierte Dnmen-Hüte Florina, speziell weise, Stück Kinder-Kleider au. farbigemPanam� mit weissem Bubikragen, Dünge*0—80 cm.......... Stück Mädchen-Kleider.. we,.«. Panama, in flotter Sportfonn, Lange 60—85 cm..... Stück Mädchen-Kleider a.. �0»». farbigen Stoffen, nett verarbeitet, Linge«0—85 em, Stück Garnierte Florenunerimte hübsche Olockeo u. Canotiers,] Stück 5.90, Knaben-Sporthosen ans gutem blsnen Satin, für ca. 5 Jahre............ stuck Jede weitere Grosse 0.15 mehr. Knaben-Sporthemden aus weissem Panama, für ca. 2 Jahre............... Stück Jede weitere GiOsse 0.20 mehr. ßollblusen iür Knaben und Mädchen, ene farbigem Waschpopeline, für ca. 3 Jahre, Stück Jede weitere Grosse 0.30 mehr. 1.90 EleiTratteiiR, Glocken ii.Canot!ers fein«» Motletstroh, aar In hellen Farben.. Stflek 5.50, 3 TASCHENTDCHER IMe Taschentücher eingewebter Bordüre, ca. 80 cm gross............... Stück Taschentücher bunt, indanthrenlarhig, ca. 43 cm gross............ Stück Taschentücher gewebten Kordelstreifen, es, 86 cm groes........... Stück Taschentücher mit farbiger Kante, auch farbig kariert, ca. 43 cm gross, Stück Taschentücher SiÄkSS saum, z. T. mit fadengezogenem Saum.............. Stück Damen-Taschentücher weiss mit Hohlsaam, weiss od. färb, bestickte Ecke, m. Spitzen umhäkelt, Schweizer Arbeit, ea. 31 cm gross, St. GARDINEN Gittertüll zur Seibetanfertigung von Vorhängen, arabfarblg.......................... Quadratmeter Schwedenstreifen fei ne Farben, ca. 130 cm breit Meter 1.25, ca. 80 om breit Meter GStterstoff-Halbstore Meterware mit Fransen, ca. 206 cm hoch............. Meter 0.12 0.14 0.24 0.25 0.39 Paper-Stoff, nur weiss, Stück 3acquard-ßips ca. 80 cm breit.................... 3acquard-ßips vielen Farten, schwere Qualität, 1! für Ddroratlonrn, ................. Meter Mr Dakoralioncn, in Qualität 120 em breit...... Meter 0.58 0.75 0.88 1.28 2.90 (Delue Damen-Hüte Italienische Stumpen,»ehr fesch...................Stück Der moderne Kopfstrumpf Wolle................... Stück Moderne FllzhOte Glocken and Canotiers vorwlegnd tu Weiss, St. 3�0 3.50 (.90 5.50 1.(5 Ü5] LEINENWAREN Küchenhandtücher b.�., gutes Drellgewebe, ca. 46/100, abgepaest, ges. u. geb.. Stück W«- Küchenhandtücher naib� schwere Gebranchsqualität, weiss mit roten Bordüien, ca. 48/100 cm, abgepasst, gesäumt und geb ändert... Stück WWaf WlSChtUCher Halbleinen. Eismuster. farbig O Q kariert, ca. 58/58 cm, gesäumt und gebändert...... Stück (Mitteldecken ��1,,�.� muster, indanthrenfarbig, z.T. mit kleinen Schön- II heitsfehlern, ca. 80/80 cm.............. Stück von W7Bw\#an I Künstlerdecken< oe 0 0- aparte Dekors, wasch- und lichtecht,| � ca. ß M ca. 1251125 cm................... Stück I. 125/150 4ba»mW Crepe-Decken weiss oder modefarh. SM£ WS Fond, mit geschmackvollen mehrfarbigen Fantariemustem,* f\ � ca. 130(160 CM....................................... Stück 7a w7 Kaffeedecken vouweiss gebleichtes mj c Damastmust, m. indanthrenfarb. Bordüren, ca. 145/145, Stück a m ww I Bauerndecken a jcc Charakter, Karomuster, ca. 100/100 cm........ Stück m\0 TiSChdfiClCCn mittolfarb. Jacquardgewebe, O Q i n verschiedenen Farbstellungcn, ca. 120/150 cm...... Stflek Mm■ Tischdecken A 4Ar leinenglanzariigea Gewebe, wasch-,| ca. T\jf licht- und luftecht, ca. 130/180 cm, Stflek 130/160 Tischdecken iK»rHe�eu,du0'wohnzimmer 4« gefälliges Jacquard-Dessin, ca. 130/160 em........... Stück BETTWÄSCHE Kopfkissenbezüge ~e 0 75- 0 85 1 15 1 45 Stück Wa# 7 Stück Waw7| la I7| Ia�r7 Deckbettbezüse :2.25 s 2.65,3.75,4.75 Streifsatin-Garnituren I Deckbett, 2 Kissen................. Stück 10.50, 8.25, Damastsarnituren fi 75 1 Deckbett, 2 Kissen............... Stück 15.50, 12.50, Wa# 7 I Schlafdecken� 00c braun, mit Kante........ Stück la 9# 7 Kante, St. Aua»aar Bettücher Dowlas. sf A P Hanstncb. 4 WS Dowlä«, A MW ca. 130/210, J W la ca. 140/210,| U"1 ca- 110/210,'JAW stück laW7 stück 1.77 stock fcaTP7 Dowlas. gute Qualität, izo.225, q QC 2 7 C ieoCiao.X CA C O C stückfcawW) 7a/ 7 stoek-VaWWy Wa As 7 Kopfklssenbezüge A Qq mit Klöppeleinsatz oder Languette................. Stück Kopfkissenbezüge O 95 gestickt, mit Hohlsaum............................. Stflek w#■& Kopfkissenbezüse 1 45 Linon, gestickt, mit Hohlsaum....... Stflek Stück 4*00 Kopfkissenbezüge 1 75 Äsaa Linon, mit handgezogenem Hohlsaam. Stück•■I Stflek 6.25 1 ßeisedecken o 7c I I Plaidkaros....................................Stück Mm9 m*Jß I TEPPICHE- DECKEN Steppdecken se Satin mit Kunstseide, viele tarben, 150X200 cm, Stück lw#a m Diwandecken 97 ca Wollmokctt, grosse Musterauswahl.............Stück Mmt Bouclö-Teppiche on reines Haargarn, Künstlerdeasina, Grösse ca. 2251325 cm 1 fV I Stück 39.00, ca. 2001285 cm.................... Stück 7 a ww Velvet-Teppiche co a/> solide Qualität, Grösse ca. 250/350 cm, Stück S7.0O, KM(III Cä 200/300 cm................................... Stück 7WbWW Wollplüsch-Teppiche nf> AA solide Kammgarnware, unsere Hausmarke. Gröese Ul I I H I ca. 250/850 cm St0cH33.DO, ca. 200/300 cm..... Stück 7 HERMANN TIETZ DAMEN-WÄSCHE reich garniert Stflok Tashemden a ca mit Sticuerei garniert, Stück Tashemden 1 7c gater Batist, mit Handkohlsäamen. Stück tat J Nachthemden i elegant aasgestattet................................ Stück|, I Damen-Schlafanzüge 1 qc farbiger Batist.............................. ßtflc b D> Schlafanzüge O OK vom zum Schliessen, mit farbigem Besatz......... Stück tm a Schlafanzüge � qa apart gepaspelt.................................... Stück W Schlafanzüge c on Popeline, sehr elegant.............................. Stück Batist-Hemdhosen 4« farbig, mit Spitzen................................. Stück Hemdhosen a qa gute Waschkunstseide, mit Handarbeit Stflck Milanese-Schlüpfer...... st** 1,95 Kunstseid. Unterkleider 4 qc mit eleganter ßpitze................................ StQck D> Unterkleider o qc"i qa Kanstseide, eleg. garniert, Stück Kotiv, Stück> �0 BADEWÄSCHE Badetrikots...... s-n* Badetrikots gnte Qaalltüt, mit apartem Muster...,,............ Stück Badetrikots gestrickt, reine Wolle, nn! farbig.................Stück WM>, Bademäntel.»,-.. gnte Steile, kleine Damen- rt 1 weite Form, M Uf g grossen.................. 8tfickaT|7\/ Stück F Bademäntel 076 elegante Master, schwere Frottierstoffe............. Stück 7./ � Frottierhandtücher a cq gute Qualität, ca. 45/100 cm......................... Stück Frottierhandtücher A Qi; mit farbiger Bordüre, ca. 55/110 cm................. Stflck ■ Frottierhandtücher 4 oc I extra schwer, ca. 60/120 cm................... Stflck I» I Frottierstoffe o£c moderne Master, in guter Qualität..•••••••»«••«••..Meter Frottierstoffe � qa extra schwer, sehr schöne Muster..................Meter Im KORSETTE Sportsurtel öCAtusfgefü«! guter JacquardT...... Stflck Stflck Hüfthalter sehr gute Passform.................................Stflck Hüfthalter lange Form, guter Brochde.......................... Stflck 1.95 1.95 3.90 Corselets i qc säKk 7«; guter Sitz....... Stflck|» Stflck Sm» m Strumpfhaltergürtel a ak mit 4 Haltern...................................... Stück. T am Strumpfhaltergürtel a qc knnstseidener itla«, getütiert, mit 4 Haltern....... Stück � am Büstenhalter a ca a qc (einer Trikot............ Stück V 8t,lck W.7� vhtHMM aamoucr. TRIKOTAGEN Damen-Schlüpfer a qc echt ägyptisch Mako, gnte Qualität, modern« Vubm, Stück 7 Damen-Schlüpfer A qc Kunstseide, modernes Farbsortiment......••...M...8lflek Damen-Schlüpfer 4 �c Kunsteeide, feinmaschige Qualität........... Stück 1.6B, Damen-Schlüpfer 4 cc Kunstseide, Charmeuse, neue Farben........«.�....Stüek Damen-Schlüpfer o qc Kunstseide, Milanese, gute Qualität.............•«..Stflck Damen-Prinzessröcke 4 qc Kunstseide, feinmaschige Qualität, moderne Farben, Stück Damen-Prinzessröcke 9 cc Kunstseide, moderne Motiv-Garnlernng....... Stflck Damen-Prinzessröcke x qa Kunstseide, Charmeuse, moderne MotiT-Hsrnierimg..Stüek 4�. 7�/ Herren-Netzjacken a qc Vi Aermel, verstirkte Schulter....................».Stück\ß a aß �0 Herren-Dacken<>«.. H. 4 9c Vi Aermel, Mako-Imit, TorzOgliche QnalltAt........ Stück|. mmj Herren-Hosen 4>1 c lang, Mako-Imit., gnte QnalltAt.............»..�...fltüek I Herren-Hemden 4 qc Vorderschlnes, Doppelbrust, Mako-Imit...,>,,, FftSck Herren-Hacken 4 qc Vi oder Vi Aermel, weiss, porüs, gnte QnalltAt........ Stück|. 7*m Herren-Hosen 4 qc Knieform, mit Saarn, gnte Qualität, porO....•.••«.. Stück J. 7 Herren-Hosen 4 qc lang, vorzflgliche Qualität, porös.................... Stflck la�r �7 1 Herren-Hemdhosen 9 qc ▼orzflgliehe Qualität, poiös............... Stflck Herren-Hacken 4 cc echt Ägyptisch Mako, Vi oder'k Aermel 4K&ek Herren-Hosen 4 qc echt Ägyptisch Mako, lang......................„Stück 1.7 V Herren-Hemden o j.c echt ägyptisch Mako, Vordersehlnss, L)oppslbrfltt...BtAok Herren-Trikotoberhemden 4 cc mit modernen Einsätzen..................... Stück 1.95« Herren-Garnituren 9 qc 1 Jacke and Beinkleid................... Stück 3.90, mmBm I Herren-Kniehosen a qc Sportform, mit Gummi, echt ägyptisch Mako....... Stflck\J tm Kinder-Schlüpfer£ 2°- j-sl Kunstseide, feinmaschige QnalitAt, modernes| I# � 1 Farbsortiment......................... Stück# am\m aam\m Kinder-Hemdhosen? � x oc ohne oder mit Vi Aermel, feinmaschig, Baum- H J B■«C woIlqnalitAt............................. Stück>» laj W.WW � Gr.«0-70 Gr. 40-55 ßeformanzug Z**. 1 OK O QR echt Ägyptisch Mako, Tieie FaTben....Stück|.J«W WEISSWAREH i®,derkra8en��-sk. 0.50 PidStrOnS Crepe nuroc�, A Q C mit Valenciennesspitze garniert.....................Stflck\7■ m Passenkragen m» crtp« A Q c OSSXgSttS, mit Lpachtelspitxe garniert............Stück\0Bm 97 Kleiderpassen c�p. 0��, 1 acl mit doppelt besticktem Kragen..................... Stück U» u 97 Spitzenplastrons aus aparter Valenclcnncsspitzc.....................Stick W», HERMANN TIETZ SEIDENSTOFFE UND KUNSTSBIDIN Foulardseide 1 85 httbtche Master.....................—.........Meter | QCOllllC Kunstseide mit Seide, de-| QK draebt, vornehme Oeeslne..................... Meter Douppion"i" �eie o 215 Farben, Iflr Sommerkleider.................... Meter Douppion.......... 9 85 Uniter ant hellem Grand..................... Meter CrSpe de Chine 9 90 reine Seide, axatte Draekmmter.............. Meter mmU WM W# Crepe Chiffon....... 9 90 feiche Master fSr die Hoehsommerbleld...... Meter M»» Wpr TOlle reine Beide, ecbirers Kleider- nnd 7 NL WiecbeqnallUt................................ Meter»»»# Crepe Georgette 350 Ksniteeids, moderne Uoster................... Meter W#> WW Cr6pe marocains 3 85 beeonders schwere Klelderqualltit, viele Farben, Utr. WW»%# WW 3.25 BIUMWOLLSTOFFE KLEIDERSTOFFE 1 schwere Klelderqualltit, viele Ho IT diT asiatische Qnalltlt, weiss, natnrfarbi( und viele moderne Farben....... Meter Musseline 0 38 Baumwolle, in schonen Mastern..�»..». Meter ww■ Ww ww Waschkunstseide 0 45 neoe Druckmaster............................ Meter WW I M Oow Voile 0 78 inschönon Mastern, doppeltbrelt.grossednswah], Meter w#■ m w# Oberhemdenstoff 0 88 gate QnaUtif, viele streiten, moderne Master, Meter WWB ww Vollvoile 0 93 doppelbreit, moderne Master................... Meter\m» DWe Ww kemberz............... 1 93 Ijaaiitkt in neaer Ausmusterung.............. Meter Ii m AM Kunstseiden-Voile 1 85 hellfarbige, schöne Master..................... Meter I U Aw Aw P. /F�WWA Kunstaolde, bedrnckt.>0 BS lllvCl X doppeltbreihbochwertige|\S Qualität, reichhaltiges Farbsortimsnt.......... Meter I■ AM Marocam«-«in« KMn»i»«id», o s* gute Kleidtrware, grosses Farbsortimsnt...... Meter mm■ H WM Marocam bedruckt, gute Quautit, o orr in groeter Ausmusterung...................... Meter mm I WM WM Wollmusseline 0 88 bedruckt, moderne Ausmastornng..„..Meter WMCWM-�M Tweed n 93 für da» fesche Sportkleid..................... Meter WMD mß Sportkleiderstoff 193 paetellfsrbig.................................. Meter I> mm AM Crepe Caid 1 85 reine Volle, doppeltbreit, in vielen Farben... Meter I WWM AM Woll-ßomain 9 33 das nenzeitige Gewebe, moderne Farben...... Meter mm■ AM AM Georgette 9 43 mit Effekten.................................. Meter Woii-Georgette 9 85 Ihr Kleider u. Gompieta, in vielen mod. Farben, Meter Ma» MM AM Schotten 9 90 moderne Stellungen, doppeitbreit.............. Meter MaW W» WM Georsetts Fantasie 3 73 ca. 130 cm, iSr Kleider nnd Complett......... Meter WM R m AM Flamingo's.s.i'ä 3 90 schwarz nnd maiine und viele andere Farben, Meter I Reste u. Abschnitte enorm billig! I —SCHUHWAREN— Opanken für Damen._ QO Cer belieb le oommersohuh................................ w» M w Damen-Spangenschuhe � ä 45 teintarbig, mit Troitear- an� Louis- Absatz........... Paar Wz"«w Damen-Spangenschuhe lu,nÄ o 7c Chev.-Led.,Xrottcur- n. Lonle-Äbs.„HerUe-Kelsord", Paar U»#«M Herren-Halbschuhe o äc braun Boiealf, Original Goodyear-Welt.......... Paar Waw«M Kinder-Schnürschuhen qcsv»e äe braun, ohne Kappe, SportmodeU, 27/30, Paar'Va W«w Paar«/■ Leder-Reisehausschuhe, i qq lllr Damen........................................... Pwr■«MW HERREN-ARTIKEL» Nachthemden 9 7E £■#afelstralrd". Vadegelcgeirhcit. Kafseeko6)en, Kinderspiele. Treffpunkt'�8 Uhr FennbrNcke. Abfahrt piinktlich 8 Uhr. Rückfahrt um 1914 Uhr. Vis Seestraße l Westhafen) Straßcnhahnverbindung. Fochrpreis hin und zurück 1,— M. Starten sind noch beim Bezirlksführer zu haben. Um rege Beteiligung bittet die Abtcilungsleitung. heule, Sonntag. 28. Juni: 6. Abt.. Restlose Deleiligung am RAST. Treffpunkt 13 Uhr(mrttags 1 Uhr) bei Bobrohlam. 28. Abt. Die Genossen, die zum RAST gehen, treffen sich heute mittag 1 Uhr am Untrrgrundbehnhof Se.nefelderplafc. 32. Abt. Achtung'. Eom werfest bei Schonert, EtralaU'Nummelsbvra. Huaast. straße. Garteneröffuung 14 llhr. Beginn 13 Uhr. lluterhaltungomufik des Reichsbanners. Vorführungen der SAI. und Ainderfrennde u. a. m. Zilorgen, Montag. 29. Juni: I. strri». Erweiterte strei«,»rstand»fitzung bei DnbraManst Swinemijnder öteafer 11. 4. Äeei«. 24., 25-, 26., 26. Rdt. strcjinritflliederpersannnliutg. VreichterstattBng uom Parieiiaq. Parteimitglied. buch legitimiert. 16. ftret». 1» Uhr im Rathan» stäpeniik, Zimmer 32, wichtige Zraltianasthnag mit dem streiavoistand. 17. steei«. Aeei.narftandeNjsnnq an bekannter Steve. 1»..«reis. Bei Hinirr,»Tnriilches Zeit',«reisdelegiertennersammlnng. 3.«dt. Ab 13 Uhr Abrechnung sämtlicher Br,irk,snhrcr dei Barlit, Sebastian. strafe 37,. 17. Abi, s?unkiigi'.arkonkeren3 bei Dose, Am Nordbasen 6. 34. Abt. Wichtige �nntliongrschung bei Nihsch. 65. Abt. 2N Uhr bei Pommerening, Berliner Sir. 106, Sidung de» erweiterten Vorsigndes. 64. Ab«. Beriammlung der jugendlichrn Partcigengssen bei«ghseib. Lichten. rader StraKc 56. Dienstag, Z(>. Juni: 2.«rei». Siduna des Bildungsausschussr» bei Sübner. Bilsnaiker Str. 34. 5.«reis. Erwerbslosen. Zusammenkunft 15 bis 16 Uhr im Ctuzenbbeim Tiiliter Straße 15, Gen. Wilhelm Schmidt-Dresden:„Der nationale und inter. nationale Ausbau und Ausbau der greidenkcrbewegung." Musikalische Um- rabmuna. 7. Srei». Erweiterie Kreiovorsiandssiwin? im Raihaus. Zimmer 1. 13.«res». Dienstag findet anlahlich dee Prapagondamache be» RAST eine VeranftaUnna um t» lldr im Bolepart, Tempelhat. statt. Eintritt srri. All« Senosien wchssen dort erscheinen. II.«reis.««i»biiduna»an»schns>si6Nnq 20 Uhr im„Türkischen Zelt", Pankow. Anweleuheit der Obleute dringend erforderlich. Tagesordnung: Liieralur- vertrieb— Ailin— Perschiedenes. «. Abt. Sidirng der Zritungskommission bei Ufenbach. Perlcbcrger Str. 61. 32, Abt. Die Bezirkzkassierer werden gebeten, mit dem Abteilungskassierer die internationalen Marlen restlos abzurechnen. Der Beiastungsbagcn ist mit- zabrinaen. 38. Abt. Üuartolsabrechnung 19 Uhr bei Bartusch, griedenstr. 66.— Achtung! Abteilungsleitung vom 1. Juli bis 7. August Gen. Grünler. Koppensir. 46, 4 Tr.— Im Monat Juli sallku Zahlabende und Abteilungsverlamm- Tungenlu»gsl«!t«rn bei«iua, Da»zigtr Str. 71. 5.«reia.«reisinlieungsaiiaschutzsitzuno bei Reisch, Eatnver Str. 10. 6. Abt. Arbeitskreis junger Parteiacnassen. Politische Satire. Resereni: Ge. nnss« Heinz Lömi. Ii�rndheim Genthiner Str. 17, Hof z Treppen linls, Zinuiwr 6. 17. Abt. Kulnnvnenlunft j>rvg«r Pvrtewritglieder bei«linge, Eellcrstr. 14. 2. Ab,aitung»leit«r Schübe. Triftstr. 46. 77. Abt. Zusvmnrenlunst der jüngeren Parteigenossen in der BoSaspeisestelle Gleimftr. 3o. Thema: Tagespolitik. .61. Abt. 20 Uhr Jstinktionärfistung hei Iamin, Saphie.Eharlotte�tr. 86. 66. Abt. 20 Ubr FunktionSroeibammlung bei Iaskowiak. Holzendorfstr. 20. 66. Abt..Tnmkllvnarsi.tz.ing- bei Fronten,«altreuthstr. 5. 107. Abt. 20 Uhr Mitgliederversammlung im Gemeinsibaftshaus der Garten. stadt Falkcnberg. Mar Hendemann: Zur polrdischev Lage. Der Parteitag. 1083. Abt. Mi lglirdevin-rsainm luvg in der Aula der 6. Volksschule Borgmann. slraßc. Referent: Gen. Alwin Braudcs, M. d. R.. Vors. des DMAM.: Notverveduung und die politisiche Lage. 136. Abt..Zusanmienknnst der jungen Genossinnen und Genossen bei«iehne, Rcsidenzstr. 9, 20 Uhr. Referat: Drmakratt« oder Diktatur. H. ZKumarni. Donnerstag. 2. Juli: Di« internationalen �crpflechtungeu des«opitalisutus. Referent: Ge. nosse Reese. Wir Hilten pünktlich inn ig'.z Uhr zu erscheinen� Dieser Vor. tr. die !eis. EnverhsTosenzusammenkunft\r\\ Heim, Tissiter Str. 4-3. Thema: ? internationnlen Verpflechtirngen des 5kapitA Uhr. bei Bortusch, ssricdenstr. 66, Kons Bauer:.Unser«ampf gegen trc Notvevornung". 41. Abt. Der ssrauenabend fällt aus. ssllr die Dampferfahrt des«reifes am 9. Juli sind«arten zum Preise von 50 Pf. sllr Hin- und Rückfahrt hei der Frauenleiterin zu bähen. 42. Abt. Dienstag, 30. Juni. 191» Uhr, bei Köhlte. Bcrgmannstr. 69, Nora Kenke:.Das Wirtschaftsgeld der Kausfrau."—«arten für die Dampfer. fahrt am 9. Zutt sind auf dem Frauenabend zu haben. 61. Abt. Dienstag, 20. Juni, 191j Uhr, bei' Sche Ubach.«Snizin.GNsabeth. Straße 6, Aenne Weider:„Eheberatung." 61. Abt. Die Genosfinnen beteiligen sich an der Dampferfahrt am Dienstag, 20. Juni, nach stiegenhals.«arten sind bei der Frauenleiterin zu haben. Abfahrt 8 Uhr früh Schilliugsbrücke. 93. Abt. Dienstag, 30. Juni, l9>x Uhr. im Jugendheim Böhmtfcha Straße Lichtbildervortrag der Genossin Fda Dreßler:„Ferien im Berchtesgadener Land."— Die Fraucnobende fallen in den Monaten Juli und August aus. 99. Abt. Dienstag, 30. Juni. IlF/r Uhr, im Lokal Schilling, vorm. Raddaß, Ghaufseeftr. 38, Ecke Wilhelmstraße.„Notverordnung und Frauenivler, essen." Refcrentin:«lara Bohm-Echuch. M. d. R. 192. Abt. Montag. 29. Juni, od 3''» Uhr,«asfeekochen im„Alien Eicrhäuschen" l?nh. Bieler). Trcsipunkt: 15 Uhr Bahnhof Baumfdmlenweg. 129. Abt.?m Juni findet statt des Frauenabends am Montag. 29. Ftmi, ein Ausflug mit«affeelochen statt. Treffpunkt: 11 Uhr Endstation der Linie 96 fMochnower Schleuse), von da zu Fuß nach Albrechtslerrofcn. Restaurant«ummer. 122. Abt. Dienstag, 30. �uni, 20 Ustr. bei Pnrath. Marzahner Sir. 31. „Wer ist Doppelverdrener?" Rcfereniin: Elfe Scheibenhubcr. 136. Abt. Donnerstag. 2. Juli,'20 Uhr, in her Baracke, Linbauer Straße, Diskuiierabend. 139. Abt. Der Frauenabend fällt in diesem'Monat aus. Bezirksausschuß für sozialistische Bildungbarbeit. Montag, 18 Uhr. Eißunq des engeren Ausschusses.— 20 Uhr Sißung des erweiterten Ausschusses. Sozialistische Studentenschaft Berlin. Wir zciaen uvseren Mitgliedern in einer geschlossenen Vorstellung den Film„Im Westen nicht« Reue»*. Nähere« wird noch bekanntgegeben. Vereinigung sozialdemokratischer Juristen. Miliwoch, t. Juli, 30 Uhr, im Großen Saal des Kaufes de» Metallardeiicr. Verbandes, GiKchiner Straße Ecke Alle Iakohstraßc.«nnferenz. Oberregie. rnngsrai Dr. Ernst KamburgerzBreslau, M. d. L., spricht über das neu« Po- lizeigefetz. Arbcitsgemeinschasi sozialdemokratischer Lehrer und Lehrerinnen Deutschlands. Bezirksgruppe Berlin. Sprech auug dee«reiskafsterer Montag. 29. Juni, von 15 bis 16 Uhr, beim' Genossen Jung, Neukölln, Hermaunstr. 10. Arbeitsgemeinschaft der kindersreunde Groß-Berlin. Rkstlaller.hclfcr! Mitteilung im«ursii? ist ungültig. E? sind unbedingt all« Desundheiisscheine und sämtliche Adstrichlisten bis zum 2. Juli, spätestens 20 Uhr. in der Zentrale abzuliefern, weil sonst der Fahrschein nicht aus» gebändigt wird. Leßle Abrechnung ebenfalls 2. �luli.— Mittwoch, 1. Juli. , Zusammenkunft aller Zeltlagerhelfcr und Funktionäre,.30 Uhr, Boriragssaal des Porteivorftandcs, Linhenftr. 3, II. Hos II l. «rei» Mitte. Bioniag, 20 Uhr, bei Funke. Adalbertstr. 65. Errrppen. leitersißung. Sämtliche Abrechnungen sind zn erledigen. «rei»»reuzbcrg. Montag, 16-19 Uhr, Neftfalkenvollnersomurlurrg, Wrongel. straße, Jugendheim.— Untersuchung im Gesundheilshaus um Urban. Mitl. woch.l. Zllli.4 Uhr Ncstfallcn, Vis Uhr Iungfalken, 5 Uhr Notfglkcn und Helfer.— Montag, 2 9. Juni, 20 Uhr, widüigc Ärcishelfcrsitzung im Jugendheim Porckstr. II. Abrechnung der Sarnmellisten. «rei» Edorlottenbnrq. Montag, 20 Uhr. Eliernverfammlung der Not. und Iungfalken, die ins Loger gehe». Heim Nosiucnstraße. «rei» Neukölln. Singe, und Instrumenialkreis Millwockl 17 bis 16 Uhr, Donauftraße.- Note Folien: Bcleiligrrna am Rost. Treffen 13 Uhr».Bahnhof Ratlrorr?. 30 Pf.— Miilwoch ad 11 Uhr im Raihaus Adstrichvornahme. Ar. beiisstunde: Leßie Abrechnung der Restbeträge für hie Ferienlager Mittwoch ab 16 Uhr. Baracke. Montag 16 bis 19 Uhr, daselbst Ablieferung von Nest. falkcngepäck. «rei,«öpenick. Dienstag. 11 Uhr. Raihaus«Spenick, Abstrichvornahme. Treffen IVU Uhr norm Raihaus. «rei» Lichtenberg. Moniag. 18 bis 19') Uhr, kommen alle Falken, die ein Musikinslrumcni ins Loger mitnehmen, zu einer Uebungsstnnd», zusammen, InglndhUm Gunterslraße.— Dienstag, Untersuchung asser Feriensahrtteil- nehmcr. Tressen 66� Uhr vor dem Stadthau» Türrsd)M!dtstraße. Achtung! Ein- zahlrrngen der restlrchen Gelder Mittwod), 16 bis 17 Uhr, Jugenheim Gunter. straße. «reii5 Webding. Rdorrlag legte Zusammenkunft der Zeltlagersahrcr int In- genhtzelm Schönstedtsir. 1.— Dierrstag von 16 bis 20 Uhr Zahl, und Epreö). stunde im Zugcndheirn Schönstcdistraße. Samnrelliften und Bausteine abrechnen. Anschließend Grnppenlcilcrsißung.— Miliwoch, l. Juli. Tressen aller Nest. fe.lken. und Zeltlagertoilnehincr um 19 Uhr Müller- Ecke Gerichistraße(911). striche). Während her Ferren in allen«reisonqelegenheiien Else Glarrcr, Bristol. stroße 9. Eprcchdiornrobe 2. Inli Sdmlc Wcinmcistcrslraße. Treffpunkte: 17 Uhr Bahnhof Gesundbrunnen rmo Lcopoldploß «rei, Prenzlauer Berg. Dienstag, 9 Uhr, Schule Ebcrswalder Slr. 10, Vornahme der Abstrickre für Zeillagcrlcrlnehiuer und Restfallcn. Daselbst Mel. dung der Beträge ans den Sammellisten.— Miltwod) Sprechprobc aller irr Berlin blcrdcnden«rnder für Souirahcnd, 4. Juli. Tresipunkt ll'< Uhr Schule Weinmeistcrslr. 15. Trcsfpirnklc der Gruppe» zur.Abfahrt nach Brodten am Sonnabend, 4. Juli: Viktor Adler und Kort am Bahnhof Prenzlauer Alleel Freiheit und Friedrich Edert Bahnhos Schönhauser Allee. Zeit früh T/s Uhr. Gruppe Freiheit. Letzte Eruppenvcranstaltung am ÜKontog.— Dienstag, 16 Uhr, im Heim Sonneuburgcr Str. 20. Vesprechüng aller Zelilagerioilnehmer mit den Ellern. Wiederbeginn der Veranstaltungen am Moniag, 10. August. Gruppe Hermann Muller. Dieusiag im Keim Glrimstr. 93/35, Ausiprache. Freiiag. l7>.) Uhr, daselbst Besprechung aller Helfer. Wiederbeginn der Ber- anstailungen Freitag, 14. Aug ist. Gruppe Lichierfelde. Unsere Scimnadimkiwge sind verlegt noch der Ober, realschulc, Rirrgstr.:l und X Gestrickter Wolltrikot Gr. 40-48 Jl 4 Herren- Oberhemd ferblger Seiden- glant. Popelin; K I« P P•___ Stulpen g u. Kragen A Herren- Nachthemd mittelfelnlädige» Hemdentuch;Kimo> noschnitt._ Läng» fi« 120 cm y(W Herren- Tstehentüdter weis Meko-Batist, De m a st streifen: gesäumt».» Gr. 43 cm otzd. A rnm Kaffeedecke ripsartiges Baumwollgewebe (I n d a n t\re n) Größe 130x139 .240 Größe 130x160 Aura-Wasch- Kunstseide (Indanthren) weiß oder zarttar- big, in sich klein Kariert. �3 an Breite 80 cm � � m nur A Hemdentuch felnfädig, dicht 81 cm m A 0** ISO cm m A 124 mitteistarkfädia ISO cm m A 150 160 cm m A 160 Strand- Anzüge Größe 40-46 £&75 E5J50 Seidenglanz- Popelin für Hemden, (Indanthren), fein- tfidlg, feine Strei- fen-Brei.. �40 m nur A Oberlaken verziert M75 Größe 5»«? 150X250 A s Kissenbezug dazu pass. ��25 Größe 62 x 82 A B a d e- Mäntel guter Kräuselstoff 175 Sport- und iReisedecke sehr gute Woll- Nachahmung: doppelseitig Kariert ja 7» Größe£ßi 130 x 160 Jt m9 Serienverkauf: QarteR- und Wanderklelder{ Berufskittel. 3»6»s (Indanthren). Jedes Stück 5 90 1 Stock der Serie �50 der Serie sutnahmslos A suinshmslo» A' Opal- Mitteldecke leichte Fangstich- arbeit: verschiedene zarte Farben 80 x 60cm Jt 1 4" t. Auf VoakK erleichterte Zihltinp- bedingungen f(Monatsraua) landcshuter Leinen.- und GeMldweberei GtÖsstes Sonderhaus für Leinen und Wasche Leipziger StraQe 20/22• Kurfürstehdamm 227 Tslsfonlsah*•«atellnnpeaa AS norm eoso i 'V>. �.____ �......<•_____...>«»IN SttfaffuitflsfeKt{«iTttt�men,»assen um tfl Uhl Sfrijuntfeflr. 3«». Seftrtni; Kamerad Harntu-ser. t�owlaa« SM. Alm» •�PMFUqe/ �emne UnP�enammlUnqen.«schein«!. CtarUtteabucs. aomcroilfdxtft Westend. 20 Udr K INN erads chaftsver- kanner. 1S� Uhr Treffvunkt HvchKahnhef Danzrger Straß« MM Lqoch d«t> � sammlunz bei Schelkbach, KKnigin-Elisabeth�str. 0. Referent: Kamerad?r. Hau. Kristallpalastcs. Iungba.Hemd. Karten im Borvertauf.— Mittwach, 1. znlr. #7?ei(il«r«in). Am Sreuzberg. 20 Uhr Mitgliederversammlungen. Zug II bei»repp, Plarrufer lb/lg. «« s er n M,.. 2t. Juni verstarb unser Kamerad Karl Srvth« cz. Kameradschaft). Einaßherung Zug lll bei Grahl. Wartenburgstr. u. Zug VII im Reichenberzer Hof. Siouhen. Geschäftsstelle. Berlin s. 14. Eebaftianstr. Zi— Zi. Sdl 2. Tr Montag, 20. Juni, II Uhr, Krematorium Serichtstraßc. Me Kameraden, die bergcr Str. 147. Zug VIII bei Sieden topf, MuÄauer Str. 35. Montag, 29. Juni. Friedrichshain iZungbannrr). 20 Uhr Pflicht, es ermöglichen können, beteiligen sich hieran. Treffpunkt 15% Uhr bei Schröder,- Heimabend im Jugendheim Frankfurter Allee 307 lEberdZimmer). Stemm eßftr. 52.— Dieuatag, 30. Znni. Rcuköllo, Britz. 3. Kameradschaft. 20 Uh r Zent'alverbaod Oer Arbeit-nivoliden»od Witwen. Geschäftsstelle: Kerlin Referat Borde: Ziotoervrdnung und Aungbanner. Tempclhof tOrtsvcrein). Mitgliederversammlung nicht bei Wesenick. sondern bei Köster, Karlsgartcn. S. 57, Blllowftr. 40. Dienstag, 30. Juni. Wahlsdorf, Mal Schliefe, Hönower 10', 4 Uhr Uiftein-Sportplatz. Vollzähliges Antreten»u den Pflichtitbungen, straße Ecke Wissmannstrabe. Lichteabcrg sOrtavercin). Die Mr Montag an. straße 83. 17 Uhr, Referent: Kolleg« Piirt«. Panlom. Schulaula Griinowstragc. Pankow(Ortsnerein). Antreten sämtlicher Kameraden in gewohnter Turnhalle, gesetzte Uebung fällt aus. Die Uebung findet dafür Dienstag, 30. Juni, statt. 14 Uhr. Rcfcrentin: Kollegin Haas. Friedenau. Lokal Rathtirch, Holsteinisch« Sportler in gwil. Granseefahrer in Biindeskleiimng. Alle Kameraden, die an Tieegarte». 3. Kameradschaft. 20 Uhr Kameradschaftsvcrsammlung bei Rickert, Straße IS, 18 Uhr. Refercntin: Kollegin Haas. �nsiMepre�e/ür�mnskmeZeiten 0.2S Kleiderslotie Waschmassellne 70— 80 cm breit, neceste Dradc- moster...... O.M 0*38 Beiderwand Ä Ä neue moderne Streifen, ttr Wander-»» �LSS Ideider....... Meter OM V Wollmusseline___ ca. 70— 80 cm breit, apart bcdrockt, UM%2 in er. Auswahi. Meier IM t.3S Wb9� Voll-Volle ca. 100 cm breit, V moderne Druckneubeiten UM Meter t.9S IM WüSF� Kleider-Tweed A OJS in neuen Stellungen.Meter%J25 fieorgette-Nonveantö___ 4.90 SeldenstoMe Wascbknnstseide «Carter Foal»rd-Drnck Meter.. 9.23 0.23 0,75 0.55 BuStSOeda DaiaH. rciae S«ide billi,.. Meiert. 75 1.45\0m&*0 Dieser Verkauf bietet durch unsere gewaltige ginkautsmaeht mit mehr als 60 dar promli testen Waran- und Kaufhauser unter äußerster VerbIHtgung der angebotenen Waren wielge- staltige Kautgelegenhelten allerersten Hange* and wird In besag auf die sensationell billigen Preise Ibra kOhastae Erwartungen Obertreffen./ Jeder Oagunstand— eine Oberrasthang I ca. 130 an brnt 1« KWdnware, besondere preiswert•••. Meter 0.48 Oonpplon retae Seide. Mr das elegante Sportkleid in neuen Farben.......... Meter■ Cröpe Marocain Kunstseide, ca. 100 cm breit, gute jK Kleiderware, in viel. Farben Meter dW»> m Mar 2.98 Faille-IaQonne elegant« Kleiderware, bedruckt........ modern . Meter Kunstse id.-Marocain die große Mode, ca. 100 cm breit, in � neuesten Druckmustern. Meter4*90 wPmP Leinenlager_ Eohtlarbige Wfisohe- batlSte 80 cm breit in 5 Farben Meter»...»«.«»»»».» B��Pw�m Knnataeiden-Tiaeli-___ j_ weiß mit iarbiger Kante � JA Kl aeCHO.. 110/150 T.BS 110/110■ B"f BP Inlett UO/lSO 1.93 110/110 garantiert federdiebt �8 K 130 cm breit Meter 2.70..••■ B�PBP Linon-Bettbezflge O QC baitbar. Qualität IJOxiOO 3.90 Ueberlaken___ aus guten Stoffen mit mehreren IC Hohlsäumen 4«B0. mit Languette BBBB O 80 Tlscbtficher voiiw«i£e>«». bare Qual. 1.30x2.20 2.83 130x160 1.85 Gardinen t. l:.%t 0.95 Abgepaßte Scheiben schlcior darunter ia Qual. zum Aussuchen....... Paar Tflllgaraitnren, Steilig darunter allererste Qualitäten _ bis ISO cm SctialbrBitB Sene 1 Serie II Serie Hl 4.9Ö 9.90 12.90 Tüll, Haibatore A QE SSSf solide Qualität......... Xm m�080 füttert 1 Strumpfwaren Tennissöckchen A ACL weiÄ ttr 0w>w-l........45»>** Jacquard-Socken A APS große Moateraiuwahl. fehlerfrei. weB�wB# Jacquard-Socken_ Flor nulKanttaeide, modern oMuolef BB_�B fehlerfrei«...........• 8088080 0.50 0L5 Damen Strümpfe echt Mako, IL Wahl.•««••• Damenstrflmpfe liehe Waschseide, zum Teil IL Wahl Danaenstrümple___ künelUch«W.»chMidfcf«inBS»ckj� �*4*8 jT«ü IL Vajil Trlkotaamn 1.45 Trikot-Oberhemd___ —nOMmm» Eieoät», tab�WU B A billig............... 5 5» er Herren-Unterhose echt Mako, gute Qualität•, Herren-Hemd__ 4 ab gute Meko-Qnaiität,««■ 89080 Damen-Schlüpler A AB Kunetaeide od. gute ßamnwoHware 808 9080 Damen-Hemdchen A fift oder Hemdhose, weiß..,..• ww B WWW# Damen- Schlnpl- Hand schuhe xwtUcba Waocbacido, aiodoro« 75 Herrenartikel Oberhemd aue gu temPe r k al ,*nmT ei 1 mitKregen Herrennachthemd in gediegener Ausföhruag»« ScbUlerhemd eua gutem Panama«•••»«« Kragen halbsteii. moderne Form•»'S 2.45 2.75 3.50 0.45 0.95 Entzük- endes SommBtTklBldS ans gern ueterter Waackkunttaeide m schönen Pastellfarben mit flottem Jabotkragen, kleinen Ameln und Rock in gelegten Falten. Bild oben Entzickeoder flBCbflMtl'MBAtBli in«ich gemustert, ganz geBild rechts im tririsciiiiogsraum wanreno du vemauis: Kinder-Ocdeck irasse Schokolade od. 1 fasse micn oder 1 Glas scnotteieis und 1 stock UGlttO noii n«chWaU mit Sahaetl.CU 1 Fleischbrühe oder 1 Biashpteiperleond 1 P. Uiieoer UiOrstch. m. Saint od. 2 halbe A OK beleg. BHHcbeo Üsfcü kunstscidencm Voile, in entzückenden Blumenmustern,, m. flottem Jabotkragen. Rfl- mit sehengamienag und loser fescher Jacke,(Bild oben) Elegantes SommBrfclBld, ans Bemberg-Georgett«, Kunstseide, in aparten Blumenmustern, weißer Kr agengar- mtnr, weitem Glockenrock. Größe 42-46 Hosentrftger u G«mm. mit Gnmmibiese oder Lederpatte• Herrenhnt««u.,«.>«. A AB führung, moderner Flachrand 8,80*4888080 Damenwäsche Trägerhemd A BS mit SbckereimotiT und Spetaa.. mPB��w Nachthemd mt B«bikni« B ABl und garnierter Weste«■«,,««■ W�wBM Hemdhose mit großem Stickereimothr.., PrlnzeSrock mit Stickerei und KlöppekpHse. r«°h.. Unterkleid AB —» i— 3»— c—*——'on••••■ BtTBw 0.95 1.75 mit breitem Spitzengalon l farbig Baffst i farbigem Kragen... 2.45 izmHmanlim iü einmaliges Sensation. Angebot. Meter I U 40/80 0.28 Prettier-Handtflcher bekannt gute Qualitäten 60/120 1*25 33/110 8,88 Frottler-Stoffe für Bademäntel in großer Mustaraaswahl 'tUST 4.80 3.50'�T 2.35 Haadar betten Ä__ Dwkw ond Kim. MM«tunr>in n wilhelm-Str, 88-90. Oresäen, Neustedter Mirkt 11. Friedrloh�r. 110-113 Düsoeldorf, Oststr. 51. Erfurt Mainzerhofplote>a rn™ Frankfurt M., Friedensetr 2. Hamburg, Kalser-Wllh- T._, Str 25-31. Hannover, Am Schltfgraben IS. Köln, o WelBenburgstr 78. Leipjlg C 1, AugUotuspIatz 7. o s w«id.i,e,mm» 42t Magdeburg, Otto-v.-Guericks-Str Ii Mannheim N. 7-5. Münch., Färbergraben I. Nümbg.. Marientorgraben 11, Stuftgf. Tübinger Sfr. 33. Köln, Hoherio)lemring45. SCHUHHO t/BIft. Vertreterbeeuch anverbindllcb Vcrsondobteilung 501fe,KöpenicHerHr7t l.inkskr11,>Vi!mefS 10 mal»*. SOmol»Sar lOOO Wart. lO«. SOOO Wart# IS«. 40OO WaH« 30« ----' � 10 Pf. durch 4«« Var1«n. 3<>,» tn 5 Uhr). urMi Vorw*r>s ftUolan u. Aingaba»« allen St.llcngctuche: Ubanciirifliworl IS Pf.. Tunhforl 1 L TipPiKdau, Emil gcföinc, Berlin, seit 49 rrn nur Oranien. strafte 158. Rah' lunaserleichteruna ohne Ausschlag. Sve. jialtatoloa kosten. irei. Seifen. Sdt'uct. tiicher, dilligsteBezugaauelle für Siindler, Hausierer. Genosse Markua. Neukölln, Svrembergerste. 6. Äebseliler-Teppichc. Beine Wolle, 2XZ, N,-: 214X3% 39,—; 3X4 48,—. Teppich-Körner. Bol�damerstr. 26b.* Kleidungsstacke. Uldsche usw. Wcni» aetragene Gabardine-MSutel, Marengo- Eominer- paletols, Sportan- «Uge, Urackan�llge, Surokingan.�llac, Gehrockan�llgc, Nackettanzllae, fiir ' jede Fiaur passend. Eve,ialiti>t: Bauch- on�llge. Spo'Ibillig. ('«sellschastsau�llge zeerden verliehen. Halpern. Bosen- Ihalerstrofte 4. eine Treppe.* kkiöi)«! Patentmatralien ..Vrimissima". Me. tallbettcn. Aufleae- matrohcn. Chaise- lanoues Walter. Stargarderltrafte achtzehn. KeinLaden Achtung, liassakäuier! Ankleidcschränkc, 189 breit, mit Evic- gel U5,—, iede ffltöftc. Riescnaus- wahs. Schlafzimmer, 180 breit, alles rund. komplett 45g,—. Sveisetim- mer, hochclegont, Eiche mit Nuftbaum, komplettllgg—. Mo- belhaus, Prinzen- strafte 64 und Dres- dmierstraft» 48.* Speisezimmer 390,-, Polstersessel 22,—. Riesenaus- mahl. Teilzahlung. Kamerling. Kasta- menalle� 56._* Möbelbazar, Möbelbazar, unglaubliche Kassarabatte, Möbelba, ar. Möbelkäufer merke i Kredit und bar Möbelbazar, grofte Auswahl, Senlatiouspreil« Beispielsweise: Schlafzimmer455,—, Speilezimmerbt?,—, Herreilzimmer38g,— Sviegelschränke 118,—, Dielengarni» turen 38,—, An» richtekslchen 99,—, Messsngbett 66,—, Kleiderschränke4S,— Chaiselonaues 28,—, Metallbettstelle18,—, Auflegematrad« 13.—. sonstige Mö- hei, angemessene Preise. Teilzahlung aufschlagfrei. Wochenratcn. Mo, natsralen, auch ohne Anzahlungen Bredile bis zwei liahre. mäftiger Kins. Sauptgeschä't Steglift, Schlaft- strafte Nr. 197, am Schildharnplo«. 2. Dclchäft Neu- kölln, Hermann» vlaft 7. 3. Geschält Belle-Allionce- Strafte Nr. 95, Un- tcrgrnndbahn. 4. Geschäft Schone» bera, Hauvtstr. 25. Katalog franko. Je. leuchtnngskörprr oller Art weit unter Fabrikpreisen. . wichtig! fllrlcdermann. Täg- sich werden verkauft guterhollenr Klei. derspindc, Berti- kos 24,—, Bettstellen 27,—, fflurschränke, Waschtoiletten 24,-, Chaiselongues 34,—, ktommoden 19,—, Bllcherspinde. Sckireibtische 32,—, Büfette 75,-, Tru- m raus 29,—, Standuhren 68,—, Alub- sisscl, Klaviere. Nie. senauswohl, spott- billig, 800 Teppiche, Speisezimmer, gut crhallen. komplett 225.—, Herren, im- mer, kalk neu, kam. plett 296,—, Schlaf- zimmer, sabrikne», komplett 268.—, Wohnlalon, wenig benuftt. 195,—. 100 Küchen, entzückende Modelle, gebrauchte 48,—. Staraardt» Möbel, und£am< bardspeicher, Prenzlauer Strafte sechs. Ecke Linienstrafte, am Prenzlauer Tor. ssahrverbinduna bis Prenzlauer Tor: Straftenbahnlinirn: 1, 2. 60, 61, 62, 71, 72, 73, 74. 174. Auto- bus:». 12, 14, 80. Untergrundbahn Schönhauser Tor.* Totalansoeekaus! Möbelsabrik! Wegen Geslhästs- aufgäbe! Es kom- men zum Brrka:rs Schlafzimmer, 200, 160, 160 Zentimeter, zu jedem onnehm- baren Preis. Rot. tenberg. Koppen, strafte 68 und Ora. nicn burgerstr. 45 lssabpikgebäude). Teilzahlung. Komplette Zimmer, Einzelmöbel billig. Wcnger. Marstltus, strafte acht. Näh- Aleranderplad. Kassakäufer Möbelhaus Neander. Ankleideschränke, 180 breit, nuft- haumpoliert, 115,—. Schlafzimmer 375,—, Goldbirke» Schlaf, zimmer 595,—, Speisezimmer, hoch. elegant, 345,—. Nie. scnauswahll Neon derstrofte elf.' Räbel-lldelsmana nur Ale, anderste. 14/14» Da» Ha«» der guten Qualitäten! Berkauf zu Sensa- tionspreisen: Schlaf, zimmer. Mahagoni Birke. Nuftbaum, Birnbaum, Eiche. nur 345,—. Speise» zimmer. echt Eiche mit«ristallvitrine nur 205,—, Herren zimmer, apartes Modell. 286. Küchen 85,—. Sämtliche ElnzelmSbel zu Spottpreisenl Nie- senauswahll Lang. jährig» Garantie! Besonders aünstige Gelegenheit für Sassakäuferl Siche. ren Kunden auch Zahlung«- Erleichte. rung.* «eWerkschaftler kaufen Möbel billig in der Möbelfabrik Elsässerstr. 86-88, vorn 1 Treppe, im Gewerkschastshaub der Metallorbeiter. Teilzahlung bis zu 12 Monaten ohne Aufschlag. Teilzabluugl Teilzahlung! Teilzabluugl kulant, billig, reell. Möbel-Misch. Grofte isrankfurterstr. 45/46 Billig: Eichen.Büfett230,—, Schreibtische 90,—. Bibliotheken l4S.-. Ankleideschrank 105,—. Riesenau». wähl. Innung?. meifter Pohl, Acker. strafte l30.* Gebrauchte Möbel preiswert abzugeben Rirsenauswahl. Mö» bel.Magazin. Inva. lidenstraft« 131. Sofakiffen gratis! Metallbrtte« 12,— Couchs 65,— Chaiselongue, 20,— Bettkasten 65,— Patentmatraf». 9,— Auflagen 8,— Ueberall ssreisen. dung.PappeIallee12. Pankow, Schmidt- strafte 1.» Schlafzimmer. Ankleideschrank Birke poliert, 200 breit, kompl. 625.—. Speisezimmer, echt Eiche, 180 breit, mit Vitrine, komplett 375,—. Westtälische Küche, lästert, 180 breit, komplett 195,—. Reichhaltige Auswahl tn ein- fachen und befferen Einrichtungen sowie Einzelmöbel. 2500 Quadratmeter Gr. schästsräume. Mö- belmagazin Inva» ltdenftr. 12» und 131 lStettinerBahn- hold. Stammhaus Rügenerstrofte 13. Küchen! Grofte- Preissturz! Weift, farbig, na- turlackiert von 94,26 an. Ankleide- schränke jeder Grösse. Schinkestrasse 8—9 sK-ttbuffer Brücke). Tabrikgebäude. Ge- öffnet bis 6 Uhr. Möbel im Sofgebäud«. Küchen, Schlafzim- mer, Speisezimmer. Einzelmöbel enorm billig, da geringe Spesen. Teilzahlung gestattet. Mar Berg u. Co.. Komman- bauten strafte 44». Ecke Oronienstrafte. Goftkowsknstrafte23». Ecke Alt-Moabit. inusih- insirumenia Gebrauchte Piano« 75.—, 100,—, 275,—. 373,—, 420,— somie aroftes Lager von neuen. Langlährige Garan» tie. Besichtigung des reichhaltigen Laaers lohnend. Natenzah- lung. Serer. Brun. nenstraft« 191. eine Trepp«. Rosentbaler Plaft_* Piano 120,—, Teilzahlung. auch Miete 8,—, Kaufanrechnung. Pianohaus Alt Moabit 86a. Piauos, gebrauchte, 125,—, 176,—, 250,—. Biese, Trautwein. New meoer. Teilzahlung. Münzftrafte 30. Baubonionlager, Pianoalkordeon», Fachderatung. Ab- zahlvcrkauf. Unter- richt. Ackerstrasse 38. «»lllo Anoden, Neunziger 4, Hunderter 4,50, Svarröhren 2,- Schönleinstrafte 2. |»s»miKe>iiiisii| Singermaschiaen. gebrauchte, verkauft dilligst Berniftki, Prosta uersttasse 34. vorn III.* Sossmann-Piano». Tabrik: Iranksurter Allee 40. Neue Pia. nos 810,—, Ülügel 1870,—. Sarmo- niums 180,— netto an. Tausende Aner- kennungen. Lang- jährig« Tabrik. goranti». Ständig preiswerte Gelegen» heiten. Teilzahlung. Anrechnung alter Instrument«. Stim» men, Reparaturen fachmännisch. Per. kauf nur Leipziger. strafte 57 lSpiltel» markt).» Llnkpiauo», Mirtpianos über, aus preiswert. Pianofabrik Link. Brunnenltrafte 35* 20»,—, 260,—. garantiert gute gebrauchte Pi. anos, Dechstein- piano«, Schmachten. piano« preiswert. Teilzahlung. Herer, Prruzenstoaft« 90. AuMhlungsfreie Nähmaschinen sosort Lieferung, Woche 2 Mark an. Postkarte erbeten. fflanter, Richthofenstrafte 24. Königstadt 7792.* Littauer Nähmaschinen kür Haushalt und alle Gewerbe. Preis- abbau. Rundickifi» chen 160.—, Ber- lenkbare 180,— und 210,—, Schrank. bochelrgant. 260,—. Bei Teilzahlung günstigste Bedin» gungen. Auch ge- brauchte Maschinen ausserordentlich preiswert. Frieden- Nrasse 14: Höchste- strafte 39: Land«- bcrgerstrafte 28: Grofte Frankfurter- strafte 30: War. schauerstrafte 21: Moftstrafte 16. Wei- tere Berkaufsstellev in allen Stadtteilen Auzahluugsfreie Nähmaschinen, ssa br-kprcise. xvund reell, Wochenrate 2.— M. Post. karte erbeten. Er» tot, Fruchtsiiafte 24. fsüppmcp Gebrauchte Fahrröder. 15,—, 20,- 25.— 30,—. Machnow Weinmeisterstr. 14. I"| Laubeufeu stcr Idillig. Deininger, " Wossertorstraftc 22. Inmesliml Ballonrcnner. Ballontouren.. Bai- londamen. Maschi- nen 68.—, 65,— 75�-. Original- Brenuabor- Ballon, labet 85,—. Machnow, Weinmeilter. strafte 14 Fabrrabbeckeu» 2,—, Schläuche 030, Pedalen 1,30. Bor- derräder 3,50. Ne. varaiuren billigst. Schönleinstrafte 2.* Fabrilueu« Fabr. räder. 36,—, 39,—. 45.—. Machnow. Wein- meifter strafte 14. Wenn Sie Geld sparen wollen, dann kaufen Sie Ihr Fahrrad bei Werner, Adalbert. strafte 9. »»UNIIPXl Zaüapfähle, Zaundrabt, Schal- dretter 50 und 60 Pfennig, Rüftbret ter, Rüststangen, Leitern usw., Mauersteine. Gas- rohr, Träger, Bau- platten. Brift, Chaussecstraft« 44. Telephon Neukölln F 2 2676.* Gebrauchte» Fahrrad und«in- derbettstelle zu kau fen gesucht. Aug«- bot« mir Preisan- gäbe unter Z. 82 an.Vorwärts". Spedition, Linden. strafte 3.___ Fahrrad, bMig. sucht Mar- cus, Horstweg 3«. Sportzelt gesucht- Offerten mir Beschreibung, Prei« erbeten SchUlidtke.Enidener, strafte 57.__ Zabua« bisse, Platinabkälle. Quecksilber. Zinn- metalle, Silber- schmelze Goldschmel- zcrei. Christionat. Kövenickerstrafte 39 Haltestelle Adalbert. strafte._ TlsrmarKi «änselück»»! billiger, Eittep. kllcken. Hühner- kllcken, Zuättkonin- chen. Brestouer. strafte 21. gzplsn. l.sulis llno ösiUlln Kabua« bisse, Edelmetallbruch, Oueckstlber, Zinn. Blei. Silberschmelze Christionat, Köve- nickerstrafte 20» sMauteukfclstrafte.) Zeder Ebel zieht Bewerber mit Sprachkenntnissen vor! Drum lern- Sprachen in der Berlift Schoo!, Leipziger Strafte 110 Kurfürsten» dämm 26a. Einzel- Unterricht. Zirkel Preisabbau: 10"lo Draht, äuve, Zaunmatrriol aller. billigst. Mar Tenen. daum. Breslauer Strafte 33, Alrr» ander 566!. Abcssinicrpumpen, ZweizyUndersprift. pumpen, Zubehör, Schläuche. Ersaft. teile, billigste Be. zugsquelle, Wasser. lettungen, Jauche. pumpen. Tief. pumpen. Ileber- Abiturium, Einjähriges. Direk- tor Dr. Fackelmann» Anstalt, Hohen. zollerndamm 198. Private Zulchneidelchule, Friedrich Biallas. Leipzig crstrafte»3. Gründliche Aus- bildung im Schnitt- zeichnen und Zu- schneiden. Tage«. und Abendkurse. U8P- semedenes Detektlvbüro Staschel. Cbaussee- nehme die komplette strafte 77 Fern- Aufstellung. Pum- sprechet Wedding penfabvik Garten- 7886 Beobachtun. strafte 78. Wedding gen. Ermittelungen 8940.-Auskünfte allerorts. Tischlerei. modern eingerichtet und in Betrieb, sucht Teilhaber. eventuell Genossen. schattsgründung. Offerten unter E. L. Vorwärts. Erpedi. tion Borhagener- strafte 62. Souberpreise für elektrische Anlag«» 2 Brennstellen kom- plett mit Zähler 33,— M. Iede wei- tere Brrnnstell« 72-0 M. Zuleitung bil- ligst. 1 Pendel gratis. Schaale, Poickow, Flora- Promenade 22. Pankow 1> 8 2247. | Soiiiuspiieiip""! Welcher Genosse gibt jungem Ehe» paar zur Eröffnunq einer Schlächterei und Wurstfabrik 2000.— Darlehen. Geschäft und Räume somie Sicherheit vorhanden. Gute Verzinsung und Ge. winnanteil. Offer, tcn O- R.„Vor- tvärts"- Spedition. Berlin. Weiftcnsee. Lchderstr. 2. Hnpothcken. Baugelder, Zwischen. kredite, Privatgeld **»»»»»«. mm v>ajrmtrtiioaTt »eütfeldt, Dabei iRecklen. bürg), herrlich an Wald und Seen ge. legen, nimmt Som. mergäste auf. Boll« Penston 4 Mark.■ Erboluugsuchcnbe» empfiehlt stch Gast- ftätte Beerenbusch. Ludwig Hotmann, BerkenbrUcksSpree), erste Slation hinter Fürstenwalde (Spree). Frankfurt iOdcr). Bon Für- ltenwalde 1 Stunde Fuftwrg. Herrliche Waldung, Bade- strand, Rudern Angeln. Gute Ber vflegung. 3,76 und 4 Mark täglich. Fernsprecher 13. mascnepeiw j Cienossen! Empfehle meine Wäscherei n. Plät. terei— Wälch«. Verleih— Röst. x,. 112. Knorr, Promenade 8. An drea« 4903. Frei« Abholung und Li«. serung.' Genossen. die Wäsche nur zur Dampfwäscherei ..Merkur", Berlin ob 1000 M. vergibt:Z_.��Frankfurter fnfnrt oürtfttoft«i"ce M?»«noCCflS Bankgeschäft/ Westers, Friedrich, strafte 173 fU.Bahn boluug täglich durch Französtlchcltrafte). Parteigenosse sucht 6500,-,«lein. Haus, 1. Hypothek aus Privat. Offer. ten R. 62154 Ru. dolf Masse, Wiener. strafte 1—6. Hup-, Ertioiungs- auiBnihült La>-t--rba-6. BN-ien. Viktoria. Hotel. Vene Erho—..g im malerischen, ältesten Seebad Rügens. Auch medizinische und warme See- bäder. Voll« P-n. ston 4,50 Mark. Fa» Milien Ermäftigung. Ideale» Standauar- «irr für Ausflüge. Direkic Zugverbin. dung.* Automobile. Mit- glied SPD. p. RB Köpenicker Wäscherei Kudasch, Grüuauerstrafte 45 (Telephon F 4 0587) wäscht weifte im Freien getrocknete Wäsche. Billigste Preisberechnung. (Mitglied SPD. und RB.).* vsi'' mietunsen G»fte Arbeltsstude permietet Gardt, Borgt. strafte 9. vrgankfatlo» obvermietet Ge» lchäftszimmer, evtl. mit Brnuftnng von Büroeirrrichtnng. Anfragen unter «. 83 an die a des -rwärts. Ecklaben nett? Bord«. zimmer. Schöne- berg. Zkobnrgcr- strafte 17. Haupt. straft«, 180 �ejb- miet«. vermretet Engel, Anhalter strafte 5. r ttoHnunsen| Ncubanwohnnng, 2'/i Zimmer, Bad Loggia,»3.—, f°- fort..Baterland" Friedrichsfelde, Delbrückstrafte 17.' Renbanwohnnag. 2a Zimmer mit Zentralheizung. Warmwasser, me. chanischer Walch- küche, Miete 78- bzw. 82,— Marl ausschlieftlich Sei zuna und Warm wasscr zum I. Juli ober später zu per. mieten. Bermie. tu ngsbüro: Tempel. hol. Alboinftr. 27. wochentags 3 bis 7 Uhr, Sonntags 12 bis 6 Uhr. Gemein. nüftige Bange. nossenschalt..Bater- laich". Berlin- Friedrichsfeld«, D-ldrückstraft« 17. Telephon: Lichten. bera 1335.» Zwei. oder Einzimmer. wohltun» in Laich- bans, herrlich« Walbloge. geeignet fiir Pensionär, bil. lig zu vermieten. Bipkenwerder. L. G. Pofttogernb. freundlich mSbliert, Woche 6,50. per. mietet Schmid. fttoftt 15, IV rechts. UntergrundboHn. Möblierte, Zimmer, Bad, Bol, kou, permietet Meyer, Eprem. bergerstraft« 10. u. Labn Schönlein. straft«. seiiiutti»»»» Gen-Ifin. (Genosse) kann mit einwohnen. Schae» fer, Schleaelstr. 16 (StettinerBahnhof). c mietgesucne Sonnige« Zimmer, gut mö. bliert, Neubau, W-rrmwasser. wög. lichst Telephon. Nähe Welcrsttafte, Neukölln. Bon Schi!» lerin»um 1. August gesticht. Preisonge. bot« an Bloch, Dircksenstr. 46, lil. |Wi>0llN!is-s)zü� Kerrlichc 2�imni>criiwhnung, Bab, Balkon, rlek. trischez Licht, Tele- Hon, mit Speis-» zmmicrkaul, gegen sauber« Einzimmer. wobnung zu Ion- sck:en. Besuch 18 bis 20 Uhr. Suhr, Winsstraft« Tl. Tausche Stube und Küche gegen 2 Stuben und Küche in Neukölln. Schünke, Britz, Friedrichsbrunner. strafte 36. Iftrüeiismarml Zimmer | j Sleiienengemre| meine, möblierte, Zoran«, elektrisch«, Licht. Bad, permietet iuppentoft, N. 66, eppelinplatz 3. L.Z.Vertretcr gegen Gehalt und -ooiston für elek. tvifch« Anlagen mit guten Reserenzen. Schaale, Pankow, Florapromenade 22. Unserer heuttgen Stadtanfloae Legt ei» Prospekt der Air«« bester, Serital bei, worauf mix unsere Leser de?-Uder» hinweisen. Xr. 297» 48. Mrgang 5» �00* Sonntag, 28. Ium 4984 Kriegsfilm vor Arbeitern. Lleberfüllte Vorstellungen des Z�emarque- Films. Die ersten Ausführungen de» Remarque-Ailms..Im Westen nicht» Tlcues" für die Mitglieder der Gewerkschaften, der Arbeiter- svortlcr, de» Reichsbanners, des Freidcnkcrverbandes und befreun- . deter Organisationen fanden in R e u k ö l l n im Mercedes-Palast, im Kristall-Palast aus dem Gesundbrunnen, in Moabit im Welt- Kino, in der Landsberger Allee(Alora-Lichtspiele), in Köpenick im Union-Theater und in Spandau in den Havel- Lichtspielen statt. In sämtlichen Kinos waren beide Vorstellungen überfüllt, zum Teil muhten in einzelnen Bezirken viele unverrichteter Sache wieder nach Haufe gehen und ihren Besuch aus einen anderen Tag verlegen. Der Jilm läuft in den genannten Theatern noch bis zum Z. Iuli. In den überfüllten Riesensälen, die zum Teil über 3000 Au- schauer fassen, herrschte atemlose Spannung und eiserne Ruhe der Ergriffenheit. Wenn' die Erdvulkane barsten und im-Donner der Maschinengewehre eine in Verzweiflung rasend gewordene Mensch- heit sich wie toll gebärdet, wenn sie wie Puppen umfielen, um me mehr aufzustehen, da frah sich tief und ewigkeitsstart oll der Jammer einer geknechteten Welt, das tiefe Leid all der zurück- gelassenen Mütter, Bräute, Schwestern und Brüder in die herzen der Zuschauer. Gräßlich wirkte das Sterben, noch erschütternder ober das Wissen um den Tod, das Sichaufbäumen der Kreatur gegen den Wahnsinn Krieg. Kein Radau, kein künstlich erhitztes Gefühl zu spät gewordener Erkenntnis, ruhige, gefaßte Menschen, im Innersten bewegt, saßen da und trugen den starken, unbeugsamen Willen mit sich fort: So darf es nie wieder kommen! In der großen Frankfurter Straße hatten Volksverhetzer, wahr- schcinlich kriegsbereite Hitlcr-Jünglinge, 16 Ankündigungsplakate des Films an den Litfaßsäulen mit Zetteln„Diese Aufführung ist verboten" überklebt. Am Freitag, dem 3. Juli, findet in sämtlichen oben angeführten Kinos nachmittags um 3 Uhr eine Sonder- Veranstaltung für Arbeitslose zum Preise von 20 Pfennigen statt. Karten werden nur an erwerbslose Mitglieder gegen Vor- zeigung ihres Mitgliedsausweises und der Stempelkarte am Mitt- wach, dem 1., und Donnerstag, dem 2. Juli, in der Zeit von 3 bis 9 Uhr im Vorverkauf an den Kinokasten abgegeben. Verheiratete erhalten zwei Karten, Unverheiratete eine Karte. Razis betteben die Filmplakate. Damit auch jetzt noch den interessierten Kreisen die Wahrheit über den Krieg und das Leben in Gräben und Trichtern vor- enthalten werde, haben sich die Nazis und ihre Gesinnungsgenossen gemüßigt gesehen, auf die Plakate Zettel mit der Aufschrist „Polizeilich verboten" zu kleben. Niemand möge sich durch diesen D u m m e n s u n g c n st r e i ch. der freilich für die Täter nicht ohne strafrechtliche Folgen ist, beirren lasten. Von einem polizeilichen Verbot der Vorführungen ist keine Rede. Mit dem �eichsausschuß nach Kopenhagen! Niemand versäume, an den außergewöhnlich billigen Wochencnd- fahrten, die der Rcichsnusschuß für sozialistische Bildungsarbeit vcr- enftaltch-teilzunchw�...- Dm-Reisen führe» am 18./19. Juli und 1./2f August nach Kopenhagen, am 1 5./1 6. 21 u g u st nach Rügen. Preis für die Fahrt Berlin— Kopenhagen und zurück 20 M., Berlin— Rügen und zurück 11'Mark. Gütschcinkarten für die Teilnehmer sind bei den bekamiten Stellen(siehe Vorwärts-Ausgabe vom 23. Juli) und auch direkt beim Reichsausschuß für sozialistische Bildungsarbeit, Verlin SW. 68,. Lindenstraße 3, zu haben. Zugend in Not. Der Arbeiterkreis der Zugschoren versammelte seine Freunde und Förderer im Reichskanzlergarten, um über ver- gangene und künftige Arbeit zu berichten. Es ist da noch ein ge- waltiges Stück Arbeit zu leisten, meinte der Verbandsvorsitzende Lenhof. bis wir das erreicht haben, um was es uns eigentlich geht: Körperliche und seelische Nöte der neuen Generation auf einen' Ge- neralnenner zu bringen, der Linderung und Besserung verspricht: Hilfe zu leisten an der Erstarkung des äußeren und inneren Men- schcn durch verständnisvolles, gemeinsames«chaffeu in Arbeit und Spiel. Jin Namen des verhinderten Reichskanzlers sprach Reichs- innenminister Dr. W i r t h der Arbeitsgemeinschaft seine Anerken- nung und die materielle Bereitschaft des Reiches aus. Er erinnerte an die Anfänge der Jugendbewegung, der er selbst angehört hatte, und gedachte in warmen Worten der hilfsbedürftigen heutigen Jugend, an derer. Förderung mitzuarbeiten unser aller Pflicht sei. Eine Novelle von Thomas Mann,„Unordnung und frühes Leid", gelesen von Lore Mosheim, sowie musikalische Darbietungen der Schupokapclle umrahmten den hübschen Nachmittag. Die Vereinigung ehemaliger Kriegsgefangener, Landesgruppe Berlin, bringt den Film„Im Westen nichts Neues" am Montag, dem 29. Juni 1931 abends 9 Uhr im Primus-Palast, Neukölln, Herr mann- Platz, zur Aufführung. Mitglieder und deren Angehörige erhalten Karten zum Einheitspreis von 1,25 Mk. bei den Ortsgruppenvor- ständen, sowie Iki Hans Äeinwächter, SO, Bouchestr. 87/100 (Polizeiunterkunst)— und bei Walter Fuchs, Tempelhof, Witte- kindftr. 61, auch am Sonntag. Mitglieder und Angehörige der Deutschen Friedens gesell schaft in der Zentrale der Deutschen Fricnsgescllschast c. V., Zimmcrstraßc 87, Telephon A 1 Jäger 5569. Der Kultusminister als Gastgeber im Släalsthealer. Zu der letzten Aufführung des„Agamemnon" im istaatstheater am 30. Juni hat der Kultusminister Grimme den höheren Schulen Berlins 10 0 Plätze zur Verteilung an besonders verdiente Schüler geschenkt. Seine Goldene Hochzeit begeht heute Genoste Albert Griff, Berlin O31. Frankfurter Allee 361. Genosse Griff gehört der Partei seit 1884 an. Wochenprogramm des Berliner Rundfunks. Sonnlag, 28. Juni: 6.30: Funkgymnasfik. AnschlieBend Frühkonzert. 8: Für den Landwirt. 8 55: Morgenfeier. Anschließend Glockengeläut des Berliner Doms. 10.05: Wettervorhersage. 11: Eitcrnstundc. 11.30: Aus Leipzig: Bach-Konzert. 12.15: Diemar Moering liest eigene Dichtungen. 12.30: Aus Königsberg: Orchesterkonzert, 14; Jugendstunde, 14.30: Gefühl und Sentimentalität. 15: Mando- linenorchester-Konzcrt. 15.15: Als Einlage aus Luckenwalde: Ausschnitt aus den Berliner Schwimm-Meisterschaften. 16.15: Aus Hamburg-Horn: Deutsches Derby. 16.50: Singtreffen der Berliner Jugend. 17.25: Nachmittagskonzert. 18.15: Erinnerungen eines Tropen-Journalisten. 18.45: Und so verbringst du deine heißen Tage. 10.15: Konzert. 19.50: Sportnachrichten. 20: Tagcsglosscn. 20.30: Funkpotpourri:„Operette in Berlin*'. 22.15: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Anscfiließend Kampf um das„Goldene Rad von Berlin*'. Danach Tanzmusik. Montag, 29. Juni: 6.30: Funkgvmnastik. Anschließend Frühkonzert. 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt. 14: Schillplattenkonrcrt. 15.20: Zeitgemäße Aufgaben der Frau. 15.40: Ein Tag im Materialprüfungsamt. 16.05: Für Kinder und Eltern. 16.30; Konzert. 17.30: Gibt CS noch neue Musik? 17.50: Bücherstunde. 18.15; Arbeitsvermittlung und Arbeitsbeschaffung für Angestellte. 18.40: Freiherr vom und zum Stein zum 100. Todestage. 19.10: Orchesterkonzert. 20.30:„Der Flieger." Dramatische Studie von Hermann Roßmann. 22: Wetter-, Tagcs- und Sportnachrichten. Danach Tanzmusik. Dienstag, 30. Juni; 6.30: Funkgyninastik. Anschließend Frühkonzert. 12.30: Die Viertelstunde für den Landwirt. 14: Schallplattenkonzert. 15.20: Mythos und Märchen. 15.40: Der Theatertag. 16.05; Jugendstunde. 17: Zunft- und Bettellieder. 17.40: Von der bildenden Kunst. 17.50; Orgelvorträgc. 18.10: Humoristische Skizze aus der gerichtlichen Praxis. 18.35: Jakob Haringcr liest eigene Er- »Zählungen. 19; Aus Königsberg: Orcbestcrkonzert. 19.45: Querschnitt durch Stettin. 21.05: Tages- und Sportnachrichten. 21.15: Konzert. 22; Zcitbcrichtc. Mittwoch, 1. Juli: 6.30: Funkgymnasük. Anschließend Pritfikonzert. 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt. 14; Schallplattcnkonzcit. 15.20: Wie sorgt Berlin für die Kinder? 15.40: Eine Viertelstunde Technik. 16.05: Programm der Aktuellen Abteilung. 16.30: Jugendstunde. 16.50; Bücherstunde. 17.05: Unterhaltungsmusik. 18.30: Wie sichert sich der Hypothekengläubiger bei der Beleihuug. 18.55; Volkslieder. 19.25: Wovon man spricht. 19.50; Ballettmusik. 20.50: Tages- und Sportnachrichten. 21; Aus Frankfurt a. M.:„Frech wird dc� Junge auch noch" von Walter Benjamin und Wolf Zucker. Danach Tanzmusik. Donnerstag, 2. Juli: 6.30: Funkgymnastik. Anschließend Frühkonzert. 12.30; Die Viertelstunde (ür den Landwirt,. 14: Schallplatterrkonrcrh- 15.20; tyie�odetne Frau. 15.45: Sqfmmc rpf 1 fÄC. jäfer. rt dttstaaden. Iß: �ojistenkonzer� Mhjest|rdcr Patient. 17.30: Jugendstunde. 18: Joachim Schwarz liest eigOie Dichtungen.' 18.15: Der Kunstwert der Konzertzither. 18,50: WirtscMaftsrundschau. 19.15: Konzert. 19.35: Menschen und ihre Arbeit.?0; Aus Breslau: Deutsche Kinderlieder,-reime,-spiele und-Sprüche. 20.50: Tages- und Sportnachrichten. 21: Fünf Minuten: Wegweiser ins Wochenende. 21.05: Führung durch die Schrcdkenskammer. Danach Abendunterhaltung. Freitag, 3. Juii: 6.30: Funkgymnastik. Anschließend Frühkonzcrt. 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt. 14: Schallplattenkonzert. 15.20; Die Mitgift. 15.40: Lebensdauer und Altern der Pflanzen. 16.05; Student und Sport. 16.30: Klaviermusik. 16.50: Jugendstunde. 17.10: Das neue Buch. 17.20: Helmut Falkenfeld liest eigene Erzählungen.• 17.50: Unterhaltungsmusik. 18.50; Das Wochenende. 19.15; Mitteilungen des Arbeitsamtes. 19.30; Aus der Kroll-Oper;„Die Hochzeit des Figaro" von Mozart. 22.45: Wetter-» Tages- und Sportnachrichten. Danach Tanzmusik. Sonnabend, 4. Juli: 6.30: Funkgymnastik. Anschließend Frühkonzcrt, 12.30: Wettermeldungen für den LaifJwirt. 14: Schallplattenkonzert. 15.20; Jugendstunde. 15.40: Die ländliche Siedlung— eine Zukunftsfrage für unser Volkstum. 16.05; Aus Stettin: Konzert des Stettiner Jugendchors. 16.30: Orchesterkonzert. 18.10; Die Erzählung der Woche. 18.35; Sonaten 19.15; New York in fünfzig Jahren. 19.40; Interview der Woche. 20.30: Tages- und Sportnachrichten. 20.40: Deutsche Romantiker— Konzert. Danach Tanzmusik. Königswusterhausen Sonntag, 28. Juni: Ab 6.30: Uebertragung aus Berlin. 14.30:„Berühmte Blinde" von Oskar Baum. 17.30: Lofoten, das Wunder von Nordlicht und Mitternachtssonne 18: Wo findet die deutsche Jugend neuen Lebensraum? 18.30: George Q. Gold- schlag liest eigene Dichtungen. Anschließend Uebertragung aus Berlin. Montag, 29. Juni: 16: Aus der Arbeit der Volksschule. 16.30: Aus Berlin: Nachmittags- konzert 17.30; Das Melodram. 18: Oucrsdmitt* durch deutsche Zeitschriften. 18.30: Die Gartenblume des Monats. 18.55; Wetterbericht für die Landwirtschaft. 19: Englisch für Anfänger. 19.25; Stunde des Landwirts. Anschließend Viertelstunde Funktechnik. 20.45: Die Agrarrevolution in Sowjetrußland. 20; Dcutschlandsender: Unterhaltungsmusik. 21,10: Aus Leipzig: Sinfoniekonzert. 22.20: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Anschließend Uebertragung aus Berlin. Dienstag, 30. Juni: 16: Lebt der Expressionismus noch? 16.30; Aus Leipzig: Nachmittags- konzert. 17.30: Der.TcufelsadvokaL 18; Die Beheizung der Wohniäume. 18.36; Land und Leute in Neuseeland. 18.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft 19; Französisch für Anfänger. 19.20; Die Züchtung der genialen Begabung. 19.45: Dcutschlandsender: Uebertragung aus Berlin. 21.15: Aus Wien: Heitere Stunde. 22.15: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. 22.30; Aus Wien; Untcrhillungs- und Tanzmusik. Mittwoch, j. Juli: 16: Aus Hamburg: Nachmittagskonzert. 17: Pädagogischer Funk. 17.30: Musik im Märchen. 18: Beobachtungen an Eidechsen. 18.30; Freilicht-Theatcr. 18.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft. 19: Das neue Preußische Polizei-- verwaltungsgcsctz. 19.30: Tragikomödien des Alltags. 19.40: Die Gleichberechtigung der Geschlechter in der Rcichsvcrfassuug und In der staatsbürgerlichen Praxis, 20; Dcutschlandsender; Aus der Oper in Leipzig:„Der Golfschmied von Tolecfo". Oper von Offenbach. 22: Aus Leipzig: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Anschließend aus Leipzig: Tanzmusik. Danach Uebertragung aus Berlin. Donnerstag, 2. Juli: 16: Aus Berlin: Nachmittagskonzert. 17: Drei große Bühnenhclden. 17.30: Hausmusik. 18; Von den Schwaben in Südslavicn. 18.30: Bcrtapisches für die Reisezeit. 18.55:" WcitcrbericKt Jür die Landwirts�§ft.. 19: Praktische Rat- '-för Amateuridiotographen.'4 19.50;''"Stunde, des Landwirts. 20; Welt- polTHächs Slupde. 20.25; Deufschlandsendcr: AüsHambCfrg:„Der;M'a.s$cr- träger"."Oper von Luigi Glreh/binL- 2L35: Aus«- Hamburg: LudWsKStcrn&crg spricht Fritz Reuter. Anschließend Uebertragung aus Berlin. Freitag, 3. Juli: 16; Aus Leipzig: Na�hmittagskonzert. 17: Pädagogischer Funk. 17.30: Die Natur als Vorbild der Technik. 18: Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Teichwirtschaft. 18.30: Das Erlebnis am Kunstwerk. 18.55: WeUcrbcr.tcht für die- Landwirtschaft. 19: Wissenschaftlicher Vortrag für Äerzte. 19.30; Kulturkreis, des Arbeiters. 20: Dcutschlandsender: Aus Köln: Abendkonzert. 22.20: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Danach Uebertragung aus Berlin. Sonnabend, 4. Jnli: 16; Aus Hamburg: Nachmlttagskonzcrt. 17; Praktische Fragen des Rund- funkstörproblcms. 17.30: Viertelstunde für die Gesundheit. 18: Manfred Hausmann:..Lampioon küßt Mädchen und kleine Birken." 18.30: Der Nationalismus als" geistigseelische Bewegung. 18.55; Wetterbericht für die Landwirtschaft. 19: Wie sollen wir Städte schcn? 19.30; Stille Stunde. 20; Uebertragung aus Berlin. 20.30; Dcutschlandsender: Aus Mainz: Festakt anläßlich der Einweihung des Strescmann-EhrenmalS'. 22; Aus Frankfurt a. M.: Konzert, 22.30: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Anschließend Uebertragung aus Berlin. All LEI? IN LEISTUNG UND SCHÖNHEIT AS»Ell SPITZE 10000 Km-Fahrt; (A. v. D.) Wiesbaden: Berlin:* Prädikat: Frankfurt am Main: 4 gestartete„Adler", 4 erste Preise und einen Teampreis Das goldene Band von Wiesbaden „Schönster deutscher Wagen" 2 Ehrenpreise, 1 Sonderbewertung Diese uberzeugenden Argumente beweisen von Neuem, daß die Adlerwagen in Qualität/ Form und Preis führend sind ADLERWERKE VORM. HEINRICH KLEYER AKTIENGESELLSCHAFT. FRANKFURT A. M. FILIALE BERLIN, BLLLE-ALLI A NCE-STRASSE 6, UNTER DEN LINDEN 12-13 l ND ADLER-SALON AM /üü, HARDENBERGSTRASSE 2ys-e Weiter««igenc Wcrksfllialen; ßRESLAU} DÜSSELDORF/ HAMBURG J HANNOVER/ KARLSRUHE i.B./ KÖNIGSBERG LPr./ LEIPZIG /MÜNCHEN /NÜRNBERG/ SIC 1TGART so�t: BAU-AUSSTELLUNG! Berlins größte Ausstellung seit 1896, nur noch bis 2. August Da große Ausstellungsprogramm für jede Witterung. Trachtentänze und Tanz unterm Maibaum im »Deutschen Dorf«. Täglich von 9—8 Uhr, Funkturmgarten und»Deutsches Dorf« bis Mitternacht geöffnet. Nach 8 Uhr abends für Ausstellungsbesucher freier Eintritt, für Nichtausstellungsbesucher RM 0.30 Kaufen Sie Dauerkarten; denn es lohnt sich! S£A|ii| Lfdnin<*Je 3 Ta«'S(es I MaolS f rni sm»«ii HS ■ 88 �rnn und BMdv 0 WWW * QciiTGn* 6.15 Uhr Flora 3436 Raudten erlaubt Kirdivelh am Tegernsee Kenia— Kemme— Dootz Krehan, Tudier& Co.— usw. Heule Sonntag 2 Vorstellungen 4 und 8� Uhr. 4 Uhr Kleine Pr. margarete ivaixone ßln.-Stcglitz, Fichtestr. 10. Tel. Stegl.358t Liodmnr l.antc- Bczitatloncn Sonntag im 9 Vi: HB PARK Ab 3 Uhr voller Betrieb 8 00 BOXKAMPF .Saboitko— Kggrrt Bo�uhn—DrrUopt 9% FEUERWERK Berliner nihTriO N C II k 6 i I■. w Lahnotx. 74/7äJ Strandbad Wannsee Ferienaulenthal der Berliner ResiaurailonsbeirieDe Fischer& Schräder Im Westen nichts Neues% von Ha Jeder, der den Film:»Im Westen nichts Neuest:, den wir bis einschließlich Freitag, den 3. Juli 1931 in folgenden Theatern zeigen: Mercedes-Palast, Berlin-Neukölln, Hermannstr. 212 Kristall-Palast, Berlin N 20, Prinzenallee 1-6 Welt-Kino, Berlin-Moabit, Alt-Moabit 99 Flora-Lichtspiele, Berlin, Landsberger Allee 40-41 Union-Theater, Berlin-Köpenick, Rudower Str. 1 Havel-Lichtspiele, Spandau, Havelstr. 20 sehen will, versorge sich sofort mit Eintrittskarten. Der Verkauf der Karten findettaglichvonSUhrab an den Kassen der ToiksBunne TbiatiraniBDIuiiplatz. 8 Uhr Lumpazl- uagaDundus Staat). Miller-Ii). 8 Uhr Der Ridiier vonZalamea Defltsdiüs Theaiei 8 Uhr Der Hauptmunn von ROuenlik ». Carl Zuckmayer Regit: Heinz Hilpert Die Komödie Täglich 8V3 Uhr Dienst am Kunden von Cmt lois unä Max Hinsei) Regle; HansDeppe Rnrlilrstendamm- TUoater Bismarck 449 |jVjJJhrJ Die schöne Helena an lacanes Ottenbadi segle: uax Relnnardi metropol-Theater Täglich 8'.'« Uhr Die Toni aus Wien Mady Christians, Michael Bohnen Komiscne Oper Friedrlchstr. 104 8-/- Uhr Frauen haben das gern... Muslkal. Schwank von Arnold Musik v. Walt. Kollo Sommerpr.OjO-J.OO obengenannten Theater statt. Karten werden nur gegen Vorzeigung des Mitgliedsausweises der unterzeichneten Organisationen abgegeben. Freitag, den 3. Juli 1931, nachm. 3 Uhr Film-Vorführung für die arbeitslosen Mitglieder der unterzeichneten Organisationen.— Der Verkauf der Karten findet am Mittwach, dem 1., und Donnerstag, dem 2. Juli 1931, in der Zeit von 3-6 Uhr an den Kassen der obengenannten Theater statt.— Verheiratete erhalten gegen Vorzeigung ihres Mitgliedsausweises und der Stempelkarte 2 Karten ä 20 Pf., Unverheiratete 1 Karte ä 20 Pf. Allgemeiner Deutscher Gewerkschaftsbund Ortsausschuß Berlin Allgemeiner freier Angestelltenbund Ortskartell Berlin Allgemeiner Deutscher Beamtenbund Bezirksausschuß Graß-Berlin Bezirksausschuß für Sozialist. Bildangsarbeit Deutscher Freidenker-Verband Volksbühne E. V. Reichsbanner»Schwarz-Rot-Goid« Kartell für Arbeitersport und Körperpflege Reichsbund der Kriegsbeschädigten, Kriegsteilnehmer und Kriegerhinterbiiebenen p- Elite-Sänger— Kottbusser Str. 6 Tägl.BV. U. Dil grell ln- ilithngs- Serui Posse UHt sdiönt Fmun um imdi sein! von HarryWalden ErHolungfuchendc finden ireund. Aul» nohme In Herrlicher waldreicher Gegend. pnn. guie Verpfleg. eigene Cchlachlerel. Garte» und Liege» wiese vorhanden, pro Tag 3,75 Mt., leine NebenZosten. Frau äug. Schlange Schlachterei Harriehausen, Harz Abbenrode ((Nordharz) am herrlichen Harz- walde gelegen. Beste Verpflegung. Tägl. 4 Ml. Gr. Garten, Liegewiese, Liege» stllhIe.Auiooerdtndg. Badeanstalt. Privat- heim.Elfriede". Parteigenossen finden freundl. Auf» nähme, reichlich. Ber» pfiegung. 5 MahUeit., M. 3.75 pro Tag, Garten mit Liege» wiese direkt amHause. nahe Wald u. Bahn. Mbert Karges, Barrtehansen. Han Billige Sommer frische! finden Genossinnen u. Gern» Ifen in Industrie» loser, waldreicher, mit viele» Narur Ichönheiten umgebe» ner Gegend, det lehr guier voU.r Berpfie» gung, pro Tag 3�0 M. Näh. Auelunft erteilt Atiion HOhier. Uder a.dXelne. Küddien! Empf. pa. Zimmer, a Bhf.Betipr.2.£0M m. Frühst. Anmeld. erw Frau Stert, Sr hillcrstr. 31, 3 Treppen.» Reichshallen-Theater Stettiner Sänger d Zum Schluß 1„Alles verrückt!" Anfang| s| Uhr Prelie 50 Pfennig bl< 2 Mark aaaaaaaaaeaaa——— BERLIKER PRATER Kastanienaliee 7-9 Berlins sAOnster and sdialligsier Sommergarien Konzert— Variete— Operette „Die Fledermaus" Volkstümiiche Preise Vorverkauf ab 10 ühr vorm. 66— 6a*66666a4Mm64666aöa»a I JVe Meil" DIEIßSUNG UNSERES PREISAUSSCHREIBENS: QQooo Jjeß&i mv 3ic]la4Hm Ar 21/ 1. 2000,- M. K. Rilter, 5erlin SW 29, Fürbringersfr. 24 2. 1000,- M. Erich Sirautt, Berlin S 14, Sebastianstr. 60 3. 750,- M. Hans Macrker, Ziviling.,Bln.-Charlötfenburg5, Demburgstr.45 4. 750.- M. Alfred Waetke, Bln.-Kariendorf, Königsir. 42 5. 100.- M. Maria Knop, Berlin N 113, Lychener Sir. 44 6. 100,- M. Friedrich Acksel, Berlin C 2, Fischerstr. 13 7. 100,- M. Julius Danziger, Berlin W62, Kleisisfr, 24 8. 100,- M. Maria Klsnat, Berlin N65, Marfin-Opitz-Str. 18 9. 100.- M. Hans Brillai, Berlin 034, Eberlysir. 21 10. 50.- M. Dr. med. Ernst Ollo Kähler,Bln.-CharIof(enbg..Berliner5(r.l 56 11. 50.- M. Elia Rasenack, Berlin N043, Neue Königstr. 78 12. 50,- M. Margarete Fenger, Bln.-Reinidiendorf. Luisenweg 9 13. 50,- M. Bella Goldenberg, Charlolfenburg 4, Kanistr. 105a 14. 50,- M. Schüler Gerhard Sicvers, Charlohenbg, W ilmersdorier Sir. 40 15. 50,- M. Berta Pfennigschmidt, Berlin SO 36, Kottbuser Sir. 7 16. 50.- M. Karl Kral, Musfklehrer. Fredersdorf(Oslbahn) 17. 50.- M. Max Krüger, Berlin N 31, Stralsunder Sir. 15 18. 50,- M. Waller Patennann, Bln.-Welssensee, Alberflnenslr. 27 19. 50,- M. Klara Kalwarilki, Berlin NO 18, Elisabelhsfr. 30 20. 50,- M. Frl. Lotte Nilichke, Berlin SO 36, Kottbuser Str. 19 21. 50.- M. Kurt Werth, Berlin N 65, Pankstr. 87 oAn üßcuAedi 1.100 TIKTZ SaslbümßpusSecÜHfik cMen StaSMeißek, thealer, MidUfpielv iifrr. liehe auch folgende Seite! Wodtentag« 5.30 Uhr Sonntags 5 Uhr uroBes Konzert und 8 internationale Variefdnummern und Operette: „Der Hutmacher sr. Durchlaucht" Vom 6. bis S. Juli: Das traditionelle Rosentesi mit Lotte werKmeister ROSE THEATER Wocfaeniags 8.15 Uhr Sonntags 5.45 Uhr 9 Uhr Ab nacfamtHat* 4 Uhr Gr. Konzen �'| Tanz im Freien] Auf dem Schaustellungsplatz: Tier-Kindergarlen und Tier-Schule Aqnarlnm— Hnnd n. Katze in der Knnst BETRIEB- N KEMPINSKIl� Carl de Vogt in „oerHerrmitdeni Fpagezeicnen" Lostsplei von MOller nod Lorenz mit Hermine Slerler. Maria West, Armin Schweizer u. a. Regie: Panl Rose Preise: 0,50 M. bis 3.00 M. Gr. Fnwkiortcr Sir. 132. u-Bahn Strausberger Platz, fttägiger Vorverkauf 11— 1 u. t— 9 Uhr. Tel Bestell. E 7 Weichsel 3422 WW In der Gesamt- AufInge des Vorwärts sind besonders billig und heben große Wirkung! HEIHI SCHIVZIMMER direkt ab Fabrik EngrosPrme BERLIN O 34 Alfredl Wildegans Bdadhrdltde BaaethnrnacSaer Hauplslelle: Berlin-Neukölln, Hermannstr. 10 Am Südausgang des U-Bahnhofes Hermannstraßo Fernsprecher: Neukölln(F 2) 7771 und 7772 Telegrammadresse; Ansafcrox-Berlin Nebenstellen: MeBpalast: Ritter$tr.69. Leiter: Willy Zscbleacbc.— Belle« Alllance: Torck- sio Pritelsions- Marko In köckster Vollendnngrl Grosser Preisabbau am Fahrrad- n. Motorrad-ZabehGrteile za ■ Olli■aOCl noch nie dagewesenen Preisen. Neue Halbrenner u. Tourenräder schon ffirSS.—» 40—, 45.-—. Nene Damenfahrräder 45.-, 50.—, 55.— 60.-. Orlff. Bronnabor- Räder 65.-. CfAPll lläriDP ittzt bedeutend billiger öiern Rdncr Mt.«s.—, 70.— ,75.-i8ö.— Breuna Räder di# Ballon-Kenner Mk.60.-, 65., 75-, 85.-, 95.-. Ballon-Tonren-, Ballon-Dameumaneklnen Mk. 60.-, 65... 70�, 80.-. Original-Brennabor- Ballonrädcr Mk. 85.—. B. Z.Räder 75.—, 85—, 95- Transport-Zwelräder 95-, 110,—, 120.—. GebranckteFalirräder Mk. A5.- 20..25-, 80. ,35.-. 4000 KflnderräderMk.7.50, 10.-, 15.-, 19.-. dnxendräder Mk 85. ,40.-.45.— 50. 55—. 65—. RakZnon Mk. 15.—, 18.�. 20.—. 25.—. 30.-. Motor-Fakrräder mit Saoke-Motor mit Zweigranggetrtebo, Touren- o. Sportmodelle. Auto• Zubobörteile, Motorrad• Zubehörteil«, Fahrrad- Zubehörteil« 2 masehftnen 85. Spr«ehmasehlnen,-------—-----,------------- in grosser Answabl.- Katalog, 365 Seiten stark nach answZrts gratis und frnnko. Grössles Fahrradhaus Deutschlands Hauplgstchält; Berlin C, Wsinmeisterstr. 14. 5 Etagen, ca.»000 gm Yerkanfs- nnd Lagerrlnme. — Filiale: t'barloltcDburr.Wludscbeldntr.. Ecke Kantntr. 3te Filiale: Kantstr. 5«.» Ernst Machnow, DedMMMMM Funktionäre! Die Bejirrsoetftanensmanner' Konferenz de» 1., 8., 15., 18., ig. und 20. Scjtcf» faot im Btenal Zoll au*. AdiliiDö. Erwerbslose! Weg sn Quartalsschluß bleibt die Arbeits- losen- unb Kranfenabteilung am 1. und Z. Juli geschlnlsen, Sämtliche Bücher müssen zwecks Neu- berechnung spätestens bis Dienstag, den SO, Juni, an den betreffenden Schaltern abgegeben sein. Spielplan unserer Knllnrnblellnng Zn der Woche oom 2». Inns bis 5. Znli: L Das Lied vom alten Marft. 2. Technilchrr Film. Zn der Woche vom 3. bis S. Angust: 1, Mahn(Aus den Inseln der lausend Mundet), 2. Technischer Film, Zn der Woche vom 10. bin 16. August: L Schatten Über der Liebe(Aus der Sprechstunde eines Facharztes). 2. Technischer Film, Anfragen wegen Besuch und Heber- lassung der Abteilung sind(teienbonisch oder ichriftlichs an die Nulfuradiciiung. Büro Linienstr. SS/SS. Iimmer20, zurichte». Die Kullurabteilung bleibt vom S. Juli bil 2. August geschlossen. wiedererössnuag am 3. August. vir OrtsTcrwAlhmg. Beel(Oi 27.<1 u n I LEIPZIGER STRASSE Oberfenster-VerscWösse, Fenstersteller, Türsdtlleßer, Tflrpuffer etc. . s A. Burkhard& Co. I> Gegründet 1910 N 54, GipsslraBe 15, Tel.; DI, Nordenl219 Biumenspenoen jeder Art liefert preiswert Paul Golletz vor mal, Robart Meyer Mariannenstr. 3 F OL Oberbaum 1 303 Sie Cam elia"entbehren? Millionen von Domen wurden diese Frage mil einem glatten Nein beanlworlen und hinzufügen;„Nie wieber zurUck zu den veratteien, unhggienischcn Melhoden mit ihren vielen Beschwerden!" Und'lrogdem gibt eö noch Damen, die die Neform- Damcnbinbe„Eamelia" nicht anwenden. Falls Sie noch nicht zur großen„Camelia"- Gemeinde gehören(vielleicht aus EparsamleitsrUclsichlens, dann wirb Sie folgendes interessieren: Dos Eomelia-Werk fabriziert jetzt, den heutigen Wirt» schaftlichen Verhältnissen Nechnung«ragend, neben seinen bekannten Packungen eine besonders billige Packung der Neform-Domenbinbe„Eamelia", nämlich: (d Stück 50 Pfennig) Diese Packung weist fast alle Vorzüge der Übrigen(. Camelia". Packungen aus. „ComeHe" erfüllt alle Wünsche: Höchste Saugfähigkeit. Oeruchbindend. Wunderbar weich, anschmiegend. Schutz vor den Beschwerden der warmen Jahreszeit, ebenso vor Erkältungen. Abgerundete Ecken, folglich vorrügliche Paßform. Wäscheschutz! Wissenschaftlich begutachtet. Der„Cametla-GCIrteP* ermöglicht anschmiegendes und de sdiwcrdeloscs Tragen. Aus Seidengummi RM.—.95.- Aus Baumwollgummi RM.—.75. c�n,mNoc\0Ummu�c'nr' Nur,, Camelia'' ist„Camelia"! Die ideale Reform-Damenbinde Einfachste und diskrete Vernichtung Achten Sie auf die blaue Schachtelpackg. Camelia-Werk derVerainlgtet Papierwerke Akt.-Ge«., NürubirB „PopulSr4* Schachtel (10 St.) M.!.• „Regulär" Schachtel (19 SD M. 1.50 „Extra stark" Schachtel da St.) M. 1.75 „Camelia-Social" Sch.(6SDM.-.50 Reisepackung (5 Einzelpack.) M. Z. An, 23. Juni verstarb vlözilch und unerwarlc« mein lieber Mann, unser stuter Batcr. Bruder, Schwager und Onkel, der Putzer Gustav Böhm im Alter von M Iahren. Im Namen der trauernden Hinter. bliebenen: Berta Böhm, geb. Goebel. Berlin, den 26. Juni 1931. Bremer Strotze 48 III. Die Einäscherung findet am Man- tag, dem 29. Juni, nachmittags 4 Uhr, im Krematorium Gerichtstratze statt. Allen Teilnehmern an der Ein» iischenmgsseicr meines lieben Mannes und unseres guten Baiers Arthur Koffert Ncutölln, Bergstr. 156/67. sagen wir herzlichen Dank. Insbesondere danten wir dem Redner des Freidenkerver» tandcs. Genossen Träger, dem Redner der Gesamtsrattion des Gesamtver» bandes, den Kollegen. Beamten, An- gestellten und Arbeitern beim Bezirks. amt Neukälln, der SPD Abt. 95, sowie dem Genoisen Petersen sstr die trostreichen Worle. Neukäl In, den 28. Juni 1931. Frau Marie Hoffrrt Alfred und Gertrnd als Kinder. gilt die anlätzlich des Hinscheidens meiner lieben Frau, unserer lirden fiulter erwiesene Teilnahme allen reunden, Belannien und Genossen. besonders Genossen Rettor Iiechcrt sür feine von Herzen kommenden Worte herzlichen Dank. Berlin- Blankenburg. Franz Lucht und Kinder. Danksagung. Für die vielen Beweise der Teil- nähme beim Hinscheiden meines Uedcn Mannes, unseres guten Baters Mliielm George sagen wir allen Perwandten und Belannten, dem Berdand sozial. Lehrir, den Rednern des Freidenler- Verbandes und der Partei, sowie Herrn Hellwig vom Metallarbettcr- verband unteren herzlichen Dank. Im Namen der trauernden Hinter- bliebenen Ann» George BIm-Reinickendors. 27 Juni 1931. Thurgauer S trotze 69. l- De. gnfe KapiUn' 'Knsilsklialä IS« in den meisten Zi- lldUldUuSt gsrrengesch.«rhiltl. C. Röckor. Berlin lldileniiergcr Sirsüc 22. KOnluti. 3881 heißen Jahn schafft öfteres Waschen Mit GEG-Seifen kostet es nur Pfennige und erhöht die erfrischende Wirkung GEG-Toilettenseifen stuck von so pf. bis 20 Pf. Lanolin-, Palmitin-, Buttermilch-, Glyzerin- Blumen-, Kleeblüten-, Eigenmarke-, Bade-, Weißer-Flieder-Seife Vorteilhaft ist eine Packung von 4 Stück Feinseife in Cellophan 50 Pf, Nach dem Waschen einige Tropfen Parfüm..... Kölnisch- und Lavendeiwasser____ v« Flasche 1.20 Kölnisch- und Lavendelwasser.... uhrfiasche 0.70 ..... oder etwas Hautkrem: GEG-Hautkrem................. Tube 0.55 und 0.32 GEG-Lanolin-Toilettenkrem........... Tube 0.20 «Ssa wird mif Toilelteselfe__ Jur S/woc/Uene u. iCutfar zw ongCHeAMieH llörpwpf&ge Bei dieser Gelegenheit offerieren wir: EXTRA-ANGEBOT GEG-Oelseife grün....../ fr.....;�;-.pfünd 0.22 GEG-Elainseife gekörnt............... Pfund 0.36 GEG-Salmiak-Terpentinseife.......... Pfund 0.40 GENOSSENSCHAFT BERLIN U. UMGEGEND E.G.M.B.H. Die Mitgliedschaft kann in jeder Abgabestelle erworben werden ? firOBBP 4SR�rreisaiiDau! Billig wie noch nie! Inlette f Oberbett.. Mk. 9.60, 10.-, 12.- Kisscn____„ 2.5». 2.85, 3.50 rot, IGrkisch, Makko. Steppdedcen..... Mk. 19.50 Dauneodcdccn....«. 52.— Wander-, Wocfaenend- Decken in allen Preftlagenl Bdltedern und Daunen zu den bekannten billigen Preisen. Bei Einkauf GraHsrelnlgnng! Böhm. Bettfedern- Spezlalhans SachseU Stadler Berlin C., Landsberger Str. 43-47 Nahe Alcxandcrplatz Necessaire. glatt Voilrind. 6 tl j M.9.73 Toi lettekoff er.WiriniHfroko Stj-Ua??11 »niS1 Koopetkgffer.glattVHUrind 80 tun — Gro&e TranrlRg-fabrfK verkauft fugenlose Trauringe direkt an Private Ring 333gesternp. nur 4.50 bis 7.50 Mk 585, leicht 585, mittel 11.50 585 schwer 13.75 WO leicht 15.50 _.,.....„ WO_ mittel 20.50 RätällHJ sram i wo_ schwer 27.— earantteschotn. Crauieren gralia aolon z. mitnetimen L AnillerlesiraDz 3i> t. Passaaei«i, 12 8. Kotmusser Damm 2 Ges. geschützt Hermann lese• Oaiu Qet>en w ir d ne (cut alle Pre'iss. �umagy Waren' VOsM�MM spoßlAMltlöt 7T-2&_ 3Ir. 297. 48. räon« 6*«onnlog, 28. 3utn 1931 Armin Wegner: Müde steigt Frau Konstanze die Treppe hinunter: sie trägt eine Tasche zum Einholen am Arm. Mit mißmutig zusammengeknisfenen Augen geht das Kind neben ihr. „Moni nich brauchen Mäntelchen." „Was fällt dir ein! Dazu ist es noch viel zu kalt.' Bekümmert blickt die Mutter vor sich hin. Nein, das ging nicht so weiter, mußte das Kind denn immer seinen Willen haben? Es war jetzt zwei Jahre alt. Sie macht sich Vorwürfe, daß sie es schon zu lange vernachlässigt hat. Aber Moni fühlt nur die weite Luft und die Freude, auf die Straße zu kommen. Zu ihren Füßen leuchten auf dem Pflaster die zertretenen Reste roter, abgebrannter Streichhölzer. „Schöne rote Hölzchen!" Entzückt bleibt sie stehen. „Pfui! Laß das liegen.. Von der Mutter gezogen, taumelt Moni weiter, bis sie ein neues erblickt. Jetzt droht Frau Konstanze ihr mit der Hand. „Moni, was habe ich dir gesagt! Hebt man so etwas auf, was im Schmutz liegt? Dann hat die Mutter dich nicht mehr lieb!" Schweigend gehen beide nebeneinander. Was für ein eigen- sinniges Kind, denkt Frau Konstanze. Charakter? Ein Kind hat keinen Charakter! Der Wille des Kindes muß bis zum zweiten Jahr gebrochen werden, hat die Großmutter gesagt. „Mum... Hölzchen!" flüstert das Kind von neuem. Diesmal reißt Frau Konstanze sie unsanft weiter. Moni stolpert fast, aber Frau Konstanze ist entschlossen, ihr nichts mehr durch- zulassen. „Warum nich... schöne Hölzchen?" „Hör auf! Wenn du jetzt nicht artig bist, schickt die Mutter dich gleich nach Hause." Frau Konstanze ist mit ihr vor einem Schaufenster stehen geblieben. Sieh mal, die viele Schokolade... und hier das Häuschen mit einem Korb voll Ostereiern. Wenn du die Mutter nicht mehr quälst, bekommst du eins." Die Augen Monis blicken groß durch die Glasscheiben. Schoko- lade ist gut für Moni... denkt es in ihr. Aber warum soll sie diese Hölzchen nicht haben, die Henriette ihr stets gegeben hat, und an denen ein abgebrannter Faden wie eine dünne Peitsche hängt? Einen Augenblick später betritt Frau Konstanze mit Moni einen Kolonialwarcnladen. Sie zeigt ihr die gerupften Gänse, deren Füße wie Schaufeln nach unten hängen, Anonasfrüchte,. Käse und Fische, die in breiten Wasserkübcln schwimmen. Moni betrachtet alles mit neugierigen, prüfenden Augen. Aber kaum hat die Mutter mit ihren Paketen auf dem Arm den Laden verlassen, als das Kind gleich hinter der Schwelle auf dem Boden etwas Leuchtendes entdeckt: „Ach... die schönen roten Hölzchen!" Frau Konstanze ist entsetzt. Warum werfen die Männer auch überall ihre abgebrannten Streichhölzer herum? Gewiß tun sie es nur, um den Müttern das Leben schwer zu machen. Mit raschen Schritten eilt sie nach Hause. .Komm, hilf mir den Tisch decken." Sic entfaltet das große weiße Tuch; aber kaum ist sie damit fertig, als Moni in die Küche eilt und die Hand nach dem Herde ausstreckt. „Nene... Deichhölzer!" „Das ist aber doch wirklich unglaublich!" Frau Konstanze eilt hinter ihr her.„Auf keinen Fall geben Sie den, Kinde die Streich- Hölzer." Helene wirst einen mitleidigen Blick auf Moni und legt die Schachtel zurück auf den Herd. „Ist denn das ein Spielzeug für Kinder? Wenn du damit spielst, brennt dein Kleid an und die Mutter hat keine Moni mehr. Paulinchen brannte lichterloh Mio miau, miau mi— o— o beginnt Frau Konstanze zu trällern. Moni hört aufmerksam zu, dann legt sie den Kops auf die Seite und sagt „Mum... Deichhölzer!" „Was willst du denn damit?" Man muß auf seine Ideen ein- gehen, denkt Frau Konstanze.„Du kannst doch ebenso gut auch mit etwas anderem spielen!" „Nein, Hölzchen brauchen... Eck bauen!" „So, das kannst du auch mit deinen Bauklötzchen tun." Sie geht mit Moni in das Kinderzimmer und baut auf der Diele kniend aus Bausteinen ein großes Viereck. Prüsend betrachtet Moni das von der Mutter vollendete Werk, dann steht sie aus und sagt: „Moni Hölzchen haben!" Ohne zu antworten, geht Frau Konstanze nach vorn. Atemlos trippelt Moni hinter ihr her, etwas Unbefriedigtes quält sie. Sie hilft der Mutter Gabel und Teller auf den Tisch zu legen und streicht aus einem Stuhl knfend das Tuch glatt. Erschöpft läßt Frau Konstanze sich einen Augenblick in einem Sessel des Wohnzimmers nieder. Wie schön, daß das Kind sich endlich beruhigt hat! Aber Moni geht quer über den Teppich und bleibt neben dem Rauchtisch stehen. Schweigend blickt sie erst auf die Streichholzschachtel und dann aus die Mutter. Frau Konstanze seufzt. Da endlich klingelt es, die Knaben kommen von der Schule zurück und man begibt sich zu Tisch. Zwei Stunden später betritt Moni noch dem Mittagsschlaf frisch gewaschen in einem anderen Kleide das Zimmer. Auf dem Tisch steht no chdas Kaffeegeschirr, sie springt vor Vergnügen,' Frau Konstanze ist so stolz, daß es ihr gelungen ist, diesen Charakter zu „brechen". Moni wird auf den Teppich gesetzt und erhält einen Papierbogcn zum„Schreiben". Nach einigen Minuten geht die Mutter hinaus, um nach den Knaben zu sehen. Wie merkwürdig still es ist, denkt sie, als sie wieder in das Zimmer zurückkehrt. Ihr Blick geht nach dem Rauchtisch, auf dem die Schachtel noch an der gleichen Stelle liegt. Das Kind hat ihr den Rücken zugekehrt. Ein paar Streich- Hölzer fallen plötzlich zwischen seinen Fingern auf das Papier. „Es ist doch nicht zu sagen... jetzt verdienst du aber wirklich Prügel!" Sechs oder acht Schläge fallen unsanft auf Monis Rücken. Es sind mitleidlos« Schläge. Moni kneift die Augen zusammen; das 3)er Jimupf kann Frau Konstanze nie sehen, aber. diesmal Hot sie kein Er- barmen. Durch ihre Tränen sieht Moni die Mutter vorwurfsvoll an und schluchzt: „Mum... Deichhölzer!" Aber jetzt ist Frau Konstanze wütend geworden. Dos ist der gleiche Trotz, der sie bei dein Vater des Kindes zuweilen so außer sich bringt: nein, sie würde nicht nachgeben. Sic führt Moni nach hinten in die Badestube und schließt sie ein. Im ersten Augenblick ist Moni starr vor Erstaunen: eine wilde Unruhe zuckt wie ein Schmerz durch ihren Leib. Sie denkt an die Streichhölzer, die wie rote Finger mit gelben Nägeln sich nach ihr ausstrecken, und sie beginnt hinter der Tür zu brüllen. Frau Konstanze hat sich an ihren Schreibtisch gesetzt, um einen Brief zu schreiben: sie ist ganz niedergeschlagen. Wenn Moni so bleibt, wird sie vielleicht auch später in der Schule nichts lernen, sie wird ihrem künstigen Mann davonlaufen und muß einmal in den Häsen singend umherziehen. Diese Vorstellung betrübt Frau Konstanze ernstlich: ober gewiß tragen die anderen Schuld daran, sie wird sich von jetzt ab mehr um die Erziehung kümmern. Schließlich ist Moni doch noch so klein, daß Frau Konstanze das immer wieder vergißt. Getröstet geht sie nach hinten, um das Kind herauszulassen. Monis Tränen versiegen sofort, die Gefangenschaft hat sie weicher gestimmt. Voll Ilnbegreisen sieht sie die Mutter an. Hat sie keine Macht mehr? Zärtlich streckt sie die Hand aus. „Mum... Mum... Deichhölzchen!" sagt sie mit schmeichelnder Stimme, und ihre Augen blitzen schalkhast. Frau Konstanze lächelt: aber sosort faltet ihr Gesicht sich wieder zu einem düsteren Ausdruck. Nur nicht weich werden, einmal wird das Kind es doch müde sein. Aber Moni hat das Leuchten ihrer Augen bereits bemerkt und lächelt wieder. Entwaffnet nimmt die Mutter vom Kasfeetisch ein Stück Zucker. Moni prüft den süßen Geschmack auf der Zunge, und während sie das Stück geräuschvoll zerbeißt, wiederholt sie schon ihr betörendes Wort: ÄxbeLtslos? Das war eine Zeit: Der Kimroel so blau Ünb die Erde so weit! Idj weiß es genau, Daß icf> Sorgeu uud Dfajfc uicht kannte. ödj war ja so jung, Und sie war ja so scf)5n, So voll �rast und voll SGwung; Ttnd sie ließ es gesGehu, 'Wenn irfj Hiwwel vou Soffnuugen spannte. Ein Srbrerklic�es kannt i*f) dem Dtamen uarf) bloß: Arbeitslos——— I Osi lange schon her. Wohin ich auch schau, Isi alles so leer, So graw und so grau: �eine Arbeit und satt nicht zu essen. Dlun schleich ich gedrückt fBTit suchendem Blick. Gebeugt und gebückt, So kehr ich zurück. Tbnd das Hirn ist von Sorgen zerfressen. Tbnd denk ich an sie, dann gibt's wir'neu Stoß: Arbeitslos--- 1 Da sitzt sie zu Haus. Iw Schöße das-Äind» B5eig ein nicht uud aus Ibud weint sich fast blind— Ganz in sich zusawmengekrochen. TInd blickt sie wich tfn Aus Augen so ties, Ist iwmer wir dann. Als ob sie gleich ries: DNann. du— sag, was hast du verbrochen! Ach. war' doch der Junge, der Junge erst groß—! Arbeitslos--- 1 Wie lang noch, wie lang Berflucht und vcrdawwt, Wie oft noch der Gang Lnw Arbeitsamt, Um Arbeit, um Brot nur zu haben! Aus Tausenden loht's, Aus Tausenden bricht's, Tbnd Tausenden droht's: Das wordende Vichts. Und die Hoffnung, die Hoffnung begraben: Ach, fiel wir ein ganz kleines Glück in den Schoß! Arbeitslos--- 1 Gtto Krinz Palm „Mum... Dcichhölzchen!" Helene kommt aus der Küche mit dem Ausgabenbuch. „Die Mutter muß jetzt arbeiten." Frau Konstanze begibt sich an den Schreibtisch: aber Moni folgt ihr bis an den Stuhl. „Moni auch ambeitcn... zum Ambeiten Hölzchen brauchen." „Nein!" erwidert Frau Konstanze schroff, die nicht mehr als drei Zahlen gerechnet hat. „Warum nich?" „Darum!" sagt die Mutter, zu müde, um noch nach einer Er- klärung zu suchen. „Warum nich darum?" Würde man ihr nicht die Streichhölzer wenigstens später gebe»?„llebermorgen?" fügt sie Vertrauens- voll hinzu. Frau Konstanze muß es aufgeben. Sie schickt Helene mit dem Ausgabenbuch hinaus und beginnt mit Moni zu spielen. In der Mitte des Zimmers begegnen sich beide. „Guten Tag, guten Tag, Frau Hoppsossa, Wie geht es denn Frau Trallalla?" Ausgelassen hüpst die Mutter mit ihr im Kreise umher: sie muß es noch dreimal wiederholen. Aber kaum setzt sie sich erschöpft auf einen Stuhl, als Moni, den Finger auf dem Mund, sich ihr wieder nähert. „Mum... Deichhölzcr!" Frau Konstanze ist nahe daran, in Tränen auszubrechen. Da geht sie an das Klavier, setzt die Brille auf und beginnt zu spielen: daß sie daraus nicht früher gekommen ist. Aber Moni errät es sofort. „Nich üben!... Hölzchen haben!" Frau Konstanze spielt immer lauter: das tut sie nur, um mich zu ärgern, denkt Moni und schreit. Jetzt beginnt die Mutter etwas Unverständliches zu singen, das Moni noch niemals gehört hat: „In welches Elend, o Götter! In welche schrecklichen grauenvollen Qualen Stürzt mich der Missetäter! O nein, es kann der Zorn des Himmels Nicht mehr zögern. Sicher rächet er mich!" Ein wilder Glanz zuckt in den Augen des Kindes. Vor Wut rüttelt es an einem Stuhl. „Schon seh ich, wie er seinen tödlichen Blitzstrohl Auf sein Haupt herabschleudcrt. Ich seh sich öffnen den todcsvollen Schlund! Arme Elvira!" Heulend wirft Moni sich auf die Erde und beißt in den Teppich. Frau Konstanze hat begonnen, eine Etüde von Chopin zu spielen: die schweren Akkorde donnern wie rollende Kugeln, als freuten sie sich, das Gebrüll Monis zu ersticken. Die Mutter beißt sich lachend auf die Lippe, jetzt findet sie selber Vergnügen daran, das Kind zu reizen. Immer von neuem wiederholt sie die gleiche Stelle. Auf einmal bricht das Spiel ab und Frau Konstanze löscht die Klavierlampe aus. Sofort erhebt Moni sich, um den schweren Deckel zu schließen. „Alleine!" Soll sie ihr auch dies wieder verbieten? Aber während die Mutter das eine Ende des Deckels festhält, gelingt es ihr, den Ein- druck zu erwecken, als hätte Moni ihn selber geschlossen. Spöttisch blickt das Kind sie an, und plötzlich beginnt Frau Konstanze davor zu zittern, es könnte seinen furchtbaren Schreckens- ruf von neuem ertönen lassen. Sie fühlt, daß sie nicht mehr im- stände wäre, dies zu ertragen: wenn noch zwei Minuten vergehen, ohne daß Moni sie darum bittet, will sie ihr selber zur Belohnung die Streichhölzer geben. Sic beginnt zu laufen, nur schnell, che das Kind das entsetzliche Wort wieder ausspricht. „Komm, Moni... nun sollst du auch die Streichhölzer haben", ruft sie fast ausgelassen und tritt an den Rauchtisch. Mit klopfendem Herzen bleibt Moni in der Mitte des Teppichs stehen. „Hierher!" befiehlt sie. Aber Moni weist die Schachtel enttäuscht zurück. „Nich diese... rote!" Frau Konstanze muß wirklich in das Schlafzimmer gehen; sie ist so gehorsam geworden. Befriedigt nimmt Moni die Stäbchen heraus, während Frau Konstanze sich ausatmend an den Schreib- tisch begibt, um ihren Brief zu Ende zu schreiben. Moni betrachtet eine Weile aufmerksam die roten Zündhölzer und streut sie im Bogen über den Teppich. Eigentlich findet sie die Streichhölzer langweilig. Dann steht sie auf, um zu etwas anderem überzugehen. Sine Slorchenkalafirophe In diesem Jahre sind sehr viele Störche nach Deutschland nicht zurückgekehrt, so daß zahlreiche Storchennester in allen Gegenden Deutschlands leer stehen. Bei der Heimattreue dieser Vögel erschien dieser Vorgang rätselhaft, zumal er in Hunderten von Fällen beob- achtet wurde. Es scheint nun nach englischen Mitteilungen, die aqs Natal kommen, daß dafür eine furchtbare Naturkatastrophe verant- wortlich ist, die vielen Tausenden von Störchen das Leben kostete. Während der Zeit des deutschen Winters halten sich die Storche in Südafrika auf, wo zu der Zeit Sommer herrscht. Ende Februar dieses Jahres, also am Ende des südafrikanischen Sominers, als die Störche sich bereits zu ihrem Nordflugc nach Deutschland vcrsam- melten, brach über sie nach einer Mitteilung der Umschau ein furcht- bares Unheil herein. In jenen Tagen wurde ganz Natal von einem schweren Hagelsturm verwüstet, der auch auf die Ansammlung von vielen tausend Störchen traf, und Taufende von ihnen tötete. Zu- fällig waren mehrere Gendarmen einer Patrouille Zeugen dieser Storchentragödie. Als sie am Rande der Cathkinberge hinritten, sahen sie, daß ein Bergabhang aussah, als ob er von Schnee bedeckt sei. Diese ungewöhnliche Erscheinung fiel ihnen auf und sie ritten an den Bergabhang heran, um die Natur dieses„Schnees" zu untersuchen. Da stellten sie fest, daß hier der ganze Abhang mit toten Störchen übersät war, die größtenteils übereinander lagen. In so ungeheuren Massen waren sie getötet worden. Im Bericht wird ausdrücklich von „unzähligen Tausenden von Störchen" gesprochen, die hier zugrunde gegangen sind. Ferner wird darauf hingewiesen, daß auch viele Störche an vergifteten Heuschrecken starben. 2 Ratschläge für die Schönheitspflege auf der Reise 1-Zur natürlichen Bräununa der Haut sei!: man vor und nach der Besonnung de Haut, insbesondere 2. Zur Erlangung schöner weißer Zähne putze man Mh und abends die Zähne mit der Gesicht Md Hände, mit Crem« Leobor gründlich-in; man erziell dann ohne schmerzhafte Rötung eine herrlich erfrischenden Zahnpaste Chlorodont, die auch an den Seüenflachen mit Hllfe der CHIvrodont. gesunde, sonnengebräunte Hautfätbung.— Creme Leodor— settsrei, rote Packung, jctthaltig, blaue Packung— Zahnbürste einen elsenbei�rtigen Glanzerzeuai."�A�rodondZahnpast-, Tube 54 Pf. und 90 Pst, ea Pj.«ud T Mark, Leodor-Edel-Seise bv Pf. In allen Chlorodont-Verkaujsstellcn zu haben. Chlorodont» Zahnbürste 1 Marl, Chlorodont- Kmderburste 60 Pl-, Chlorodont» Mundwasser I�Mark. 'Mcrm.Wcndel: DSt K» i?Oilt$lelfl SEu /einem f 00. Todestage am 20. Juni ... jeder, der nicht mechanische Ordnung, sondern freie Entwicklung und Veredelung der eigentümlichen Natur jedes Völkerstammes für den Zweck der bürgerlichen Gesellschaft hält. Stein. Einen Maßstab für die Größe und Bedeutung Steins bietet der sture 5)aß. mit dem ihn die Anhänger der„guten, alten Zeit" innerhalb und außerhalb Preußens verfolgten. Die astelbischen Junker schmähten ihn als„Jakobiner" und denunzierten ihn dem König von Preußen wegen seiner angeblich republikanischen Prinzipien, dem Kaiser von Oesterreich als„Mann von antifeudalcn Grundsätzen". Alle hinterpommerschen Granden jubelten bei der zweiten Entlassung des Ministers Stein im Winter 1808 mit dem General Fort, daß jetzt„ein unsinniger Kopf" zertreten sei. Friedrich Wilhelm III. hatte sich schon einmal dieses„wider fpenstigen, trotzigen, hartnäckigen und ungehorsamen Staatsdieners' entledigt, und selbst Napoleon, dem dieser leidenschaftliche Patriot ein Dorn im Auge war, machte sich die Argumente der reaktionären Widersacher des Reformers zu eigene„Er wollte das Gesindel gegen die Besitzenden aufwiegeln." Nichts kann denn auch grotesker sein, als wenn die haken- kreuzler, die außer ein paar obskuren hepp-hcpp- Schreiern früherer Zudenhehen in der gesamten Geschichte keine Vor» bitder für ihre barbarische Weltanschauung zu entdecken ver- mögen, diesen reichen und reinen Geist für sich in Anspruch nehmen. Gewiß, er war den Israeliten nicht grün; gewiß, er verabscheute Banken und Börse: gewiß, er schwärmte romantisch für„die alte deutsche Biederkeit und Treue": gewiß, er zeigte durch manche seiner Meinungen, daß er nicht umsonst 1757— das hieß, politisch genommen, im Mittelalter— geboren war. Aver d e in Staate, der das ausgesprochene Ideal der h i t l c r« i ist, dem Preußen Fried» richs I. und Friedrichs II., bezeugte er eine noch weit grim- mere Abneigung als dem Judentum und dem Börsenspiel: dieses alte Preußen suchte er um und um zu krempeln, und was ihn dabei leitete, war keineswegs das„völkische" Geschwafel vom„Führer- tum", sondern der große Gedanke der Selb st vermal- t u n g. de» unbevormundeten, sich selber regierenden Volkes, der Demokratie, kurz, jener dem Erbgute der französischen Revolution entstammende Gedanke, der seden echten Nazimann in Wutkrämpfe wirft. Wa» den Reichssreiherrn Karl vom und zum Stein von dem so eingebildeten wie ungebildeten Grundadel Ostelblens unterschied, war seine Herkunst. Als gebürtiger Nassauer wurzelte er mit allen Zasern seines Seins in dem Westdeutschland, in dem die Lauern freier, die Bürger selbständiger, die Gewerbe entwickelter und die Zunker von echtem Schrot und Korn unbekannt waren. Mit dem Selbstbewußsein des hochkultivierten Rheinländers sah er noch 1611 in den Bewohnern der„sandigen Steppen" der Mark '.pfiffig», herzlose, hölzerne, halbgebildete Menfchen", die eigentlich nur zu Korporalen und Kalkulatoren taugten, und hielt es allezeit für Preußens Unglück,„daß die Haupt st adt in der Kurmark liegt". Bei der Bedeutung, die Preußen gewinnen sollte, war c» zugleich da» Unglück Deutschlands, dem Steins ganzes Dichten und Trachten galt. Denn vom Scheitel bis zur Sohle stand er als das Gegenteil dessen da, was man so einen prcu- ßischen Patrioten nannte. Preußen? Es mochte ruhig van der .Landkarte verschwinden, wenn es seinen deutschen Beruf nicht er- füllt! Preußen? Ein bloßes Mittel zum Zweck, nicht mehr! Der Zweck hieß Deutschland! Mit schier revolutionärer Glut ergriff Stein die Idee der deutschen Einheit: alles, wa« sich ihr an Dingen und Menschen widersetzte, bedachte dieser von einem Daimonion getriebene, ungestüme Feuerycist mit unauslöschlichem haß. Schau als junger Beamter in drn westlichen Teilen der preußi- schen Monarchie war er. ein einsichtiger Vorläufer des Nord- deutschen Zollverein», daran gegangen, die Handel und Verkehr hemmenden Vinnenzölle in seinem Verwaltungsgebiele nieder- zulegen. . In der Zeit, da er alle Spannkraft feiner Seele auf die Abschütte- lung des napoleonischen Jochs sammelte, sprach niemand so kühn und ungeberdig wie dieser hochgeborene Staatsminister von dem „Lumpengesindel der deutfchcn Für st e n", deren Selbstsucht das große Werk verhinderte, und ohne Rücksicht auf das sogenannte„Recht der Legitimität" wollte.-r jeden Herrscher davon- gejagt wisse», der sich im Kampfe gegen Frankreich versagte:„I ch Hab e", so verkündete er,„nur ein Vaterland, das heißt Deutschland: mir sind die Dynastien in diesem Augenblick großer Entwicklung vollkommen gleichgültig". Eitel Bitternis war es denn auch für ihn, daß diese Zeit der Umwälzungen und Um- stürze schließlich mit dem Wechselbalg des Deutschen Bundes nieder- kam, keinem deutschen Staate, sondern einer Vielheit von Staaten, die einander al» Ausland behandelten. Da hätte er doch die Wieder- erweckung des alten Reiches, die deutsche Kaiserkrone auf der Stirn eines Mitglieds de» Hauses Habsburg vorgezogen, dem er in einem Winkel seines Herzens zärtlichere Neigung bewahrte als allen hohen- zollern zusammen. Al» im Oktober IKOb bei Jena und Auerstädt da» alte Preußen, da» Preußen Friedrich Wilhelms l. und Fried- richs>l., der Zdealstaat der hakeakreuzler. schmählich zusammenbrach. erkannte Stein als einer der ersten, daß die Revolution, die am Ende doch der Zranzosenkaiser verkörperte. nur mit ihren eigenen Waffen zu schlagen sei; mit den weitsichtigsten Militärs wie Scharnhorst und G n e l- s» n a u ging er darin einig, daß da» Massenaufgebot freier Bauern, au» dem sich das napoleonische 5)ier zusammensetzte, nicht durch Söldner, geführt von Junkern, sondern nur durch«in Massen- aufgabot freier Bauern, geführt von Bürgern, besiegt werden könnte. Zu diejem Ende mußte der preußische Zwangsstaat, der nur von oben gegegängelts, stumm kuschende Unter- tanen kannte, der Staat des Absolutismus und Feudalismus zer- brachen werden. Schon seit jeher teilte Stein die Meinung, daß „der Zustand des Landmanns, der ihm persönliche Freiheit und Eigentum sichert", am erstrebenswertesten fei, und schon in jungen Jahren verfocht er die Ansicht, daß der Bürgerstand„dem Staat die aufgeklärtesten und tätigsten Menschen zu liefern pflegt". Jetzt, die ungestüme Presserin. die Not, hinter sich, setzte er 1807 d i e Bauernbefreiung mit der Aushebung der Erbuntertänigkeit durch:„Nach dem Martini-Tag 1810 gibt es nur freie Leute!", und legte durch die Städteordnung von 1808 die Verwaltung der städtischen Gemeinwesen in die Hände ihrer Bürger; dazu kam die provinziale Selbstverwaltung durch Ständeversammlungen und eine Verwaltungsreorganisation, die den Einfluß der Schreiberkastc eindämmen sollte. Da» Ganze dlenlc, ebenso wie die Entkeltung von Handel und Gewerbe, dem einen Ziele, die individuellen Kräfle zu cnt- fesseln, aus einem loten Mechanismus einen lc- bendigen Organismus zu machen und„einen Gemeingeist zu bilden: wie den anderen Reformern, von denen er keineswegs am weitesten ging, schwebte ihm vor„in Deutschland ein Zustand der Dinge, der es in den Stand setzt, dem Auslände zu widerstehen, und der seinen Bewohnern Sicherheit und Eigentum gegenüber den Re- gierungen verbürgt", also der durch die Nation getragene mo- derne Derfofsungsstaat des neunzehnten Jahrhunderts, wie ihn in Frankreich die Große Revolution geschaffen hatte. Aber während in Frankreich die Revolution das Werk eine? selbstbewußten aufsteigenden bürgerlichen Klasse war, senkten sich in Preußen die Reformen als Segen von oben auf ein Volk von demütigen Untertanen nieder: das unentwickelte Bürger- tum, ohne Saft und Kraft und ohne jedes Selbstvertrauen, ver» sagte auch dann, als es an der Hand emporgerissen wurde:„Steh auf und wandle!" Deshalb blieben dis Reformen Steins, an- gcfichts des zähen junkerlichen Widerstandes, ebenso im dürren Sande der Mark stecken, wie sich seine aus die deutsche Einheit ab- zielenden hochfliegenden Pläne nicht aus die ebene Erde herab- senkten: deshalb mochte er bei all feinen Entwürfen auch nur die Eigentümer als Grundlage des Staates ins Auge fassen und igno- rierte, wie es sein Biograph Max Lehmann ausdrückt,„die Schichten unterhalb der Bürger und Bauern, die doch auch zur Nation gehören: die Häusler und Tagelöhner auf dem Lande, die Gesellen und Fabrikarbeiter in den Städten". Aber ob in der Zeit der Demagogenhehe, die auch nach ihm ihr Gift spritzte, nagende Enttäuschung sein Teil war. verlor er doch nicht den Glauben an da-, was er lSOg In einem Brief an Gneisenau aussprach:„Die Verbesserung de» Zu- standes der unteren Volksklassen, die in Umlauf gebrachten liberalen Zdeen über Verfassung werden bleiben und sich entwickeln." Das war, wie so manches andere aus dem gleichen Munde, ein prophetisches Wort. Denn mag uns, die am 29. Juni ein ganzes Jahrhundert van Steins Tod scheidet, auch noch so vieles von den Anschauungen des Rcichsritters trennen, der recht eigentlich auf der Schneide zweier Zeitalter stand, so kämpft doch auch die Sozialdemokratie heute denselben guten Komps, in dem er sich verzehrte: gegen Kastendünkel und Klassenselbstsucht, gegen eine für den Untergang reife alte Welt für„die Melioration der menschlichen Begriffe". johnmMeivnham.SekreiärmgelucM Schon auf der Stiege traf ich Jackstnt. Auch er wollte in der Direktion vorsprechen. Im Wnrtcraum befanden sich bereits zwei junge Damen. Sie bewarben sich um die freigeworden« Stelle einer Diektionssekretärin, wie uns der Bürodiener mitteilte. Di« eine war schlank, hübsch, parfümduftend. Große blaue Augen und schmale Kirschenlippen. Sie trug ein entzückendes Sommerkleidchen. Tadellose Beine schimmerten durch dünne, matt- glänzende Scidenstrllmpfe. Die andere war groß und von einer Magerkeit, die man nicht als Schlankheit bezeichnen kann. Ihre haare endeten rückwärts in einem Knoten. Große Brillengläser verbargen ihre Augen. Ihre Kleidirnz schien eigens für eine Penfionsinfasfin angefertigt. Ihre Beine steckten in dicken schwarzen Wollstrümpfen. Ich blickte Jackson an. Er erwiderte den Blick. .Lehn Schilling auf die Duftende", sagte ich. Er grinste. „Abgemacht", antwortete er.„Ich setze zehn Schilling auf die Bebrillte." „Du wirst die Wetie verlieren", warnte ich i-hn. „Warum?" „Ich kenne die Menschen", sagte ich.„Die Dustende ist sicher- lich eine elendc Stenotypistin. Ich vermute, daß sie aus jeder Serie zwölf Fehler, die sie nicht bemerkt, macht und zwölf Fehler, die sie bemerkt und so ausradiert, daß ein häßlicher Fleck zurückbleibt." „Ganz meine Ansicht", stimmte Jackson zu. „Und überdies ist ihre Stenographie ganz jämmerlich. Sie wird ihren Borgesetztcn durch den betrübten Gesichtsmisdruck, mit dem sie immer wieder beim Diktat.Was sagten Sie, bitte?' fragen wird, zur Verzweiflung bringen. Besonders, wenn er unverheiratet ist und seinen Aergcr nicht seiner eigenen Frau entgelten lassen kann." „Ganz richtig", sagte Jackson.„Und er ist unoerheiratet. Du glaubst also wirklich, daß die Duftende den Posten bekommt?" „Ich bin fest überzeugt." „Aber wir sind doch in einem Büro und in keinem Filmatelier." „Laß gut sein! Ich kenne die Menschen", sagte ich ein wenig hochmütig„Ich weiß, warum ich mein Geld aus die Dustende ge- setzt habe." „Und ich", erwiderte Jackson,„ich bleibe bei der Bebrillten. Warum? Das will ich dir sagen. Sie ist wahrscheinlich eine bessere Stenographin als der alte Gabslsbergsr selbst.. „Zugegeben!" unterbrach ich ihn. „Und dann sehe ich ihr an, daß sie eine fabelhafte Maschinen- schreibertn ist. Sie spannt die Blätter rascher ein als die andere ihren Lippenstift. Sie ist ordnugsliebend und genau. „Welche würdest du also wählen?" fragte ich hämisch. „Die Duftende", antwortete er, ohne zu zögern. „Nun, dann...", begann ich: aber in diesem Augenblick wurde die Brillentrögerin in» Direktionszimmcr gerufen. Schweigend warteten wir, Fllnf Minuten, zehn Minuten oerstrichen. Dann kam die Be- brillte wieder heraus und setzte sich. Die Duftende trat ein. Wieder verstrichen zehn Minuten. Dann kam die Duftende heraus. Man merkte ihr ihre Enttäuschung und Entrüstung an. Ich glaubte sogar Tränen in Ihren großen blauen Augen zu be- merken. Wütend puderte sie itzr Röschen, sagte hochmütig„Ich gratuliere!" zu ihrer Konkurrentin und verließ uns. Wieder ging die Bebrillte ins Dircktwnszimmer. Mit triumphic- rcndcm Lächeln kam sie dann heraus. „Du schuldest mir zehn Schilling", sagte Jackson. „Es scheint so. Mir unverständlich. Wirklich sehr merkwürdig." „Nein, gar nicht merkwürdig", erwiderte Jackson.„Doch da kommt ja die Direktion höchstselbst. Ich werde dich vorstellen." Und ich sah eine streng dareinblickendc Dame in mittleren Jahren aus dem Direktionszimmer kommen und auf uns zutreten. „Frau Direktor Smith", sagte Jackson, während sich sein Grinsen in ein verbindliches Lächeln verwandelte,„gestatten Sie, daß ich Ihnen einen Kollegen vorstelle!" tAuIorisicrte Ukbcrftkung aus d-m Englikchcn von Leo Aorten.) 'Jo Jtamix .'ttfisler: Saisonausverkauf Okkasion! Smsonansverkaus! Bei Schleuder und Ramsch. Kommt«in Kunde: „Sic hoben Ausverkauf?" „Zu dienen. Selten günstige Gelegenheit. Einmal im Jahre. Alles unter Einkaufspreis. Kommen und staunen! Bis 50 Prozent ermäßigt." „Zeigen Sie mir etwas mit 50 Prozent Rabatt." Bringt ihm Schleuder einen verschossenen Teppich. Schleuder wickelt den Teppich in eine Tüte. Der Kunde marschiert an die Kafsc. An der Kasse sitzt Ramsch. „Alles nach Wunsch bekommen?" Wehrt ver Kunde ab: „Danke, habe schon. Mit 50 Prozent." Liest Ramsch den Zettel:„Ah, ein Teppich! Selten schönes Stück. Wirkkich«in Gelegenheitskauf." Fragt der Kunde: „Kleinrentner haben doch bei Ihnen 10 Prozent." Meint Ramsch:„Gewiß." Fragt der Kunde: „Stammkundschaft hat bei Ihnen 10 Prozent Sonderrabatt?" Meint Ramsch:„Gewiß." Fragt der Kunde: Bei Barzahlung 10 Prozent Kassenkonto?" Meint Ramsch:„Gewiß." Fragt der Kunde: Als Verwandter Ihres ehemaligen Bürofräuleins 10 Prozent Personalabzug?" Meint Ramsch:„Gewiß." Sagt der Kunde: „Und dann bin ich noch in der Freihcitspartei, im Handels- schütz, im Spnrverein, Im hausherrenvcrband und im Schützenklub. Macht gemäß Ihren Inseraten fünfmal 5 Prozent. Dazu Ä) Pro- zent Ausvcrkaussnachlaß, find zusammen 115 Proz." Meint Ramsch: „Litte sehr. Sic belonuuc» noch 10 Proz. heraus, hier ist der Teppich. Vielen Dank. Beehren Sic mich dato wieder. Guten Tag." Der Kunde marschiert ab. Bleibt plötzlich in der Drehtür stehen. Kommt nochmalz zurück. Und fragt: „Rabattmarken geben Sie nicht?" Larven beleuchten eine Tropssteinliöhle. Eine Tropfsteinhöhle be! Auckland in Neuseeland bietet ihren Besuchern einen Anblick von ganz besonderem Reiz: eine Naturbeleuchtung, die ihresgleichen suchen dürfte. Sie geht von einem Infekt aus, dessen Larven be- sonder« Leuchtkörper besitzen. Sie spinnen sich zur Verwandlung in einem Kokon von Seidenfäden ein, in dessen Innerem sie sich frei bewegen können. Von diejem Kokon hängen 15 bis 20 klebrige Fäden herab, die eine. Länge von 60 Zentimeter erreichen können. Sie dienen, ebenso wie die Spinnenfäden, als Fongapparat. Die zahllosen kleinen Insekten, die daran hängen bleiben, dienen den Larven als Nahrung, die Leuchtkörper wirken als Anlockungsmittel. Gleichzeitig sangen die Fäden auch Schallschwingungen auf, so daß die Insekten de, Gefahr gewarnt werden, worauf sie, vorsichtig wie sie sind, die Leuchtkraft ihrer Lampen schwächen oder sie ganz aus- löschen. Wenn die Lömpchen der zahllosen Larven leuchten, ist die höhl« in ein mattes Dämmerlicht gehüllt.