Nr. 135. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. A Vorwärts 13. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren/ Raum 40 Pf., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 fg. Inserate für die nächite Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonnund Festtagen bis 9 1hr vormittags geöffnet. Fernspreder: Amt 1, v. 1308 Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Freitag, den 12. Juni 1896. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. " J. I. E. 236/95. Jn der Strafsache gegen den Redakteur Joseph| gewerblichen Hausarbeit ein bescheidener Stoß bescheidener Stoß beigebracht es nöthig erscheinen wird, die öffentlichen Unterstützungskassen Diert zu Berlin, geboren am 11. Dezember 1829 zu München, fatho- werden, ein paar vereinzelte Abzugsrohre angelegt, wo eine ganze stärker in Anspruch zu nehmen. Aber auf die Länge der Zeit lisch, wegen Beleidigung durch die Presse, hat die zweite Straffammer Drainage- Einrichtung erforderlich ist. So hielt die Kommission es werde der Gewinn für die Gemeinschaft den zeitweiligen Verlust des königlichen Landgerichts I zu Berlin am 30. November 1895 für nöthig, auch einen Schritt in dieser Richtung zu thun und mehr als gutmachen. Wir glauben, daß die Fürsorge für bessere für Recht erkannt: daß der Angeklagte Dierl der Beleidigung empfahl, alle Räume, in denen gewerbliche Arbeit verrichtet sanitäre Vorrichtungen für die in den hier in Frage kommenden durch die Presse schuldig und deshalb mit einem Monat Ge- wird, auch häusliche Arbeitsräume, für Zwecke der sanitären Industrien Beschäftigten sich als der erste Schritt erweisen wird fängniß zu bestrafen, dem Beleidigten Gendarmen Münter die Ueberwachung gefeßlich als Fabrikräume zu behandeln und den zur schließlichen Hebung ihrer ganzen Lebenshaltung und der Befugniß zuzusprechen, die Verurtheilung des Angeklagten binnen betreffenden Bestimmungen des Fabrikgesetzes zu unterwerfen. Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen in allen anderen Bevier Wochen nach Zustellung des rechtskräftigen Urtheilstenors und um die Inspektion zu erleichtern, empfahl sie alle ziehungen." auf Kosten des Angeflagten einmal durch den Deutschen Reichs- industriellen Arbeitsausgeber zu verpflichten, genaue Listen der und königlich Preußischen Staats- Anzeiger", einmal durch den von ihnen beschäftigten Hausarbeiter zu führen, die den Fabrit Deffentlichen Anzeiger der königlichen Regierung zu Arnsberg" inspektoren jederzeit zur Einsicht offen zu halten, sowie Verund einmal durch die Zeitung Vorwärts" Berliner Volksblatt, mehrung der Zahl der Fabrikinspektoren. und zwar an der Spitze des Blattes, öffentlich bekannt zu machen, alle Exemplare des Hauptblattes der Zeitung Vorwärts" Nr. 35, 12. Jahrgang, vom 10. Februar 1895, sowie die zur Herstellung bestimmten Blatten und Formen unbrauchbar zu machen, dem Angeklagten auch die Kosten des Verfahrens aufzuerlegen. Die Richtigkeit der Abschrift der Urtheilsformel wird beglaubigt und die Vollstreckbarkeit des Urtheils bescheinigt. Berlin, den 2. Mai 1896. gez. Find( 2. S.) Gerichtsschreiber der Straftammer II des königlichen Landgerichts I. Bur " 1 M des So der Bericht der Mehrheit der Kommission, von der die Mehrheit wiederum aus Industriellen und Kapitalisten aller Art bestand. Auf den ersten Blick ist ersichtlich, daß ihr Vorschlag einen Widerspruch enthält. Sie will die schlechteste Klasse von Mancherlei ist seitdem in dieser Richtung geschehen. Als Schwizarbeitswerkstätten treffen und läßt die Wohnräume der der Bericht herausfam, war das fonservative Kabinet Salisbury II Schwiharbeiter aus, die doch oft genug die schlimmsten Schwit noch im Amt und dessen Staatssekretär des Innern, Henry arbeitshöhlen bilden. Dadurch läßt sie der Gefahr Spielraum, Mathews, vielleicht der vertrocknetste Bureaukrat, der seit einem daß die Schließung oder Verminderung der Schwizwerkstätten Menschenalter jenen Platz innegehabt, und der denn auch mit( Arbeitsstuben 2c.), worauf ihre Vorschläge abzielen, in vielen die Hauptschuld an der Niederlage des Kabinets im Jahre 1892 Fällen zur Vermehrung der Hausarbeit und damit womöglich trug, war zu nichts mehr zu bewegen, als daß er seiner noch zur Verschlechterung der Lage der betreffenden Arbeiter führt. Fabritgefeß Erweiterung 1891 eine Klausel einfügte, wo- Sicher ist in dieser Frage, wo es sich um tausende und abernach die industriellen Ausgeber von von gewerblicher Haus- taufende von kleinen Existenzen handelt, ein Vorgehen Schritt arbeit verpflichtet wurden, Liſten der erwähnten Art für Schritt angezeigt, aber die Maßnahmen dürfen nicht so bezu führen wen der Staatssekretär des Innern schaffen sein, daß sie in irgend einem wichtigen Puntt einen fie dazu auffordere. Dieses wenn und andere Ausnahme- Rückschritt darstellen. tämpfung der Schwiyarbeit wirkungslos. Noch ein Jahr, nach- faffung der Vorschläge des damaligen Chefs der englischen bestimmungen machten das Gesetz bis auf weiteres für die Be- Im ganzen ist der Vorschlag der Kommission eine Zusammens dem das Gesetz erlassen, fand Herr Matthews sich nicht ver- Fabrikinspektoren, Mr. Chprague Dram, und aulaßt, irgend einer Kategorie von Unternehmern oder Zwischen Großkaufmannes und Statistifers Carles Booth. Der meistern die Führung von Listen ihrer Hausarbeiter vorzuschreiben. erstere sprach sich in seinem Fabrikinspektions- Berichte für Dagegen feyte die Regierung am Vorabend der Neuwahl die 1892( S. 76) dafür aus, daß alle Werkpläße, Arbeitsstuben 2c. fönigliche Kommission zur Untersuchung der Arbeitsverhältnisse der Kontrolle der Sanitätsbehörden unterstellt, nur auf grund ein, von deren Verhandlungen wir bereits im ersten Artikel ge- eines Attestes von diesen konzessionirt werden, sowie daß die sprochen. Fabrikanten zur Führung von Listen über ihre Außenarbeiter diefelben die Arbeiten nur in konzessionirten Arbeitsstuben aus verpflichtet und dafür verantwortlich gemacht werden sollen, daß führen. Herr Booth feinerseits befürwortete vor der Kommission die Haftbarmachung der Vermiether( Landlords) für die fanitäre Beschaffenheit und den Vorschriften des Fabrikgesetzes( in bezug auf Arbeitszeit 2c.) entsprechende Benutzung aller Räume, wo mehrere Personen gewerbliche Arbeit verrichten. Nur Ehepaare sollten als Einheit betrachtet werden. Es ist werth, festzustellen, daß diese Vorschläge von Männern von so außergewöhnlicher Sachkenntniß und Erfahrung wie die genannten als nothwendig und durch= führbar bezeichnet und von einem Komitee von Kapitalisten im wesentlichen akzeptirt wurden. " Bekämpfung der Schwiharbeit. II. Was gegen die gewerbliche Hausarbeit geschehen tann. Die Kommission des Hauses der Lords erstattete ihren Bericht über die Uebel und die Bekämpfung der Schwiharbeit im Frühjahr 1890. Wie es sich für eine aus Vertretern des Privilegiums zufammengesetzte Körperschaft von selbst versteht, waren ihre praktischen Vorschläge sehr vorsichtiger Natur. Dennoch enthält ber Bericht Säße, die unseren Herren Bueck, Brütt, Möller und der Zords ein Stück hinaus. Sie erklärte es für rathfam Diese Kommission geht in ihren Vorschlägen über die Konsorten als höchst verwerflicher Sozialdemokratismus erscheinen würden. Wir freuen uns zu sehen", heißt( Schlußbericht§ 341), strenge Maßregeln zu treffen behuss es an einer Stelle,"" daß Schritte unternommen werden, Berbesserung oder, wo sich dies als unthunlich erweist, unt dem ernstlichen Skandal der Schweißtreiber bei der schrittweise Ausrottung der schlechtesten Klasse von Aufsehung von Regierungskontrakten über Lieferung von Be- Arbeitsräumen, wo diese, Schwißgewerbe" verrichtet werden," Kleidungsstücken und Monturen entgegenzuwirken" und es wird und empfahl(§ 342): empfohlen, darauf zu bestehen, daß die diesen Kontrakten schon 1. Gesetzlich oder auf dem Verordnungswege alle in Frage jetzt meist angefügten Bedingungen, deren Ausführungen zu über- fommenden Werkstätten( ausgenommen Wohnräume, auf die zur wachen aber bisher niemand verpflichtet war, streng innegehalten Beit"(!) nicht zurückgegriffen werden könne) unter Konzessionswerden, nämlich daß die Arbeiten in Fabriten anzufertigen sind pflicht zu stellen und die Ertheilung der Konzession davon und zweitens... daß die Lieferanten nicht weniger zahlen, als abhängig zu machen, daß der Arbeitsraum allen sanitären Andie spezifizirten und von dem Departement gebilligten Mindest- forderungen entspricht und genügenden Luftraum für die Zahl lohnfäße". Die Kommission, drückt den Wunsch aus, daß die der darin zu beschäftigenden Arbeiter hat. Gemeindevertretungen und andere öffentliche Körperschaften 2. Für die Benutzung untonzessionirter Räume als Arbeitssich dieses Beispiel zu Herzen nehmen mögen. Auch für stätten außer dem Wiether den Vermiether haftbar zu machen, Herrn v. Stumm und dessen Hintermänner hat die Kommission, dergestalt, daß, wenn der erstere die betreffende Ordnungsstrafe der u. a. der Herzog von Norfolk, der Earl of Derby und der nicht zahlen kann, der Wirth dafür aufkommen muß. Erzbischof von Canterbury angehörten, eine Liebesgabe: Was die niedrigen Löhne und die übermäßige Arbeitszeit anbetrifft," erklärt sie, so glauben wir, daß durch die Ausbreitung der Kooperativgenossenschaften und wohlbedachte Koalitionen der Arbeiter gutes ausgerichtet werden kann." Indeß verhehlt sich die Kommiffion nicht, daß Hausarbeiter ein großes Hinderniß für Auf welche Industrien und Bezirke diese Bestimmungen aus die Bildung von Koalitionen sind, insofern sie nicht leicht dazu zudehnen seien, möge, setzt der Bericht(§ 343) hinzu, dem Ergebracht werden können, sich für den Zweck der Erhöhung der messen des Staatssekretärs des Innern überlassen bleiben. Aber Löhne zu verbinden." Daher die Empfehlung, bei Lieferungs- als für alle Zweige der Bekleidungsindustrie und die Anarbeiten für die Regierungsämter und andere öffent- fertigung billiger Möbel scheine ihre Verfügung dringend geliche Körperschaften Mindestlöhne und Arbeit in Fabrik boten. Möglich, heißt es weiter(§ 344), daß auf diese Weise räumen vorzuschreiben. Indeß damit würde immer erst der eine Anzahl Arbeiter zeitweise ganz außer Arbeit geworfen und Verantwortlichkeit auf den Ausgeber von Arbeit oft genügenden 47 Tene. ( Nachdruck verboten.) Roman von Nicolaus Krauß. „ Er konnt mir nichts geben, weil er sonst den Hof verliert..." Hans zuckte zusammen, als hätte er einen Schlag vor die Stirn bekommen, sein Kopf sant auf die Brust. Und wieder schritten sie dahin, keiner wagte den anderen anzublicken. 3. Die Fabrikanten und Kaufleute, die gewerbliche Arbeit ausgeben, außer zur Führung der Listen ihrer Hausarbeiter auch zur Verantwortung dafür anzuhalten, daß die Arbeit, die in Werkräumen ausgeführt wird, nur in solchen verrichtet werde, die ordnungsgemäß fonzessionirt seien. er hinter einer Bodenwelle verschwand. Da schlug sie die Hände vor's Gesicht und sant in das Gras des Raines. Als sie sich ausgeweint, rieselte die Dämmerung mälig herab, der Kibitz schrie, und von den Dörfern her zog der Klang der Abendglocken. Eine fonfequentere Zusammenfassung und radikalere Ausdehnung der Dram Booth'schen Borschläge brachte das bekannte Mitglied des Fabiervereins, Sidney Webb, in seinem Beugenverhör vor der Kommission in Vorschlag( Aussage 3740). Nach ihm soll der Vermiether dafür verantwortlich gemacht werden, daß die sanitären, der Fabrikant dafür, daß die auf die Arbeit selbst bezüglichen Vorschriften in den zi gewerblicher Arbeit benutzten Räumen zur strengen Durchführung gelangen. Um die Worte Webb's zu gebrauchen, daß wenn der Unternehmer es vorzieht, seine Arbeiten nicht in einem Fabrikraum, sondern in so und so vielen elenden Miethswohnungen ausführen zu laffen, die Gesammtheit dieser Wohnungen vom Gesetz als seine Fabrit betrachtet und ihm nicht gestattet werden solle, sich durch dieses Mittel seiner Verantwortung zu entziehen." Der materielle Vortheil, den das Ausgeben von Arbeit dem Unternehmer vor der Herstellung in der Fabrik bietet, führte Webb aus, sei zur Zeit in vielen Fällen so gering, daß diefe Steigerung der " Brauchst net so g'ringschäßig hm! zu machen. Das is a Mann in den besten Jahren. Dein Bauer hat ia wohl a Stück Wald bei uns droben. Und in den letzten Jahren mußt Du mit den Knechten ein paar mal droben gewesen sein. Und da hat der Förster Dich g'sehen. Lene lebte ihr Leben weiter, wie sie es vordem gelebt. Vor einem Jahr is ihm seine Frau g'storben, und da hat Und wo möglich stiller war sie noch geworden und ruhiger. er jetzt niemand, und will Dich zum Weib haben. Niemand sah es dem Mädchen an, daß es seine liebste und Schüttl net gleich mit'm Kopf Er steht sich gut, und schönste Hoffnung bereits eingesargt und begraben. Die es sein keine Kinder da... Weißt, ich an Deiner Stell', wiederkehrende Erinnerung an das verlorene Glück erstickte schlaget ein.. Ich hab' ja auch' n Wittmann g'nommen fie mit Arbeit. Selbst der Bauer mußte ihr sagen, daß sie und komm ganz gut mit ihm draus... Willst D' sich in seinen Diensten nicht aufzureiben brauche. denn ewig a Dienstbot bleiben?" Mälig schwand auch die Erinnerung. Lene hörte, Lene lehnte rundweg ab. Aber das Wort von dem " Hans, es ist besser so, für Dich und mich... Willst daß der Stingl- Hans eine übertragene" Bauerntochter ges ewigen Dienstboten wollte ihr nicht mehr aus dem Kopfe. Dit etwa warten, bis ich mir das ganze Geld erspart nommen habe und selbst Bauer geworden sei; es ließ sie Was wurde aus ihr, wenn sie zu Jahren kam? Jeyt hab? Weißt D', wie lang das dauert?... Und talt. Der Bruder zahlte ihr das Erbtheil aus, der Bauer bekam sie noch einen Tagelöhner, vielleicht auch noch einen was wird in der Zeit aus Deinem Wirthschaftel? erhöhte ihr den Lohn; sie sparte weiter. Sie ging mit der Weber oder Dorfschneider. Aber später? Jns Kloster hätte Noch einmal wollte er Widerspruch erheben, das Mädchen Leiche ihrer Mühleffener Tante und stattete die fromme man sie jeden Tag aufgenommen. Aber ihr gefiel dieses fiel ihm ins Wort. Lise, die auch Pfarrersköchin geworden war, mit Betten und Leben nicht, und dann hätte sie ja doch zu wenig Geld Nein Haus, es ist besser so, wenn wir von einander Wäsche aus; ihr Leben blieb das alte. gehabt und so hätte sie auch da einen Dienstboten machen geh'n. Und besser heute als morgen... Glaubst Du, müssen, wenn man sie auch dienende Schwester hieß. mir geht es nicht nah'?... D Hans!..." " Und was meinst Du, Lene?" Es war nur ein heiseres Flüstern, das aus der Kehle des Burschen kam. " Daß... daß wir von einander lassen." Der Bursche wollte auffahren. Lene behielt seine Hand, und schweigend schritten fie weiter. Plöglich blieb das Mädchen stehen. " Haus, wir müssen Abschied nehmen!... Mit beiden Händen faßte sie sein Haupt." Einmal muß ich Dir noch gut sein!" Und sie füßte ihn auf den Mund, die Stirne und die Wangen immer und immer wieder. " So, und jetzt geh!.." Und er ging. Als er sich umwandte, drohte sie ihm mit der Faust. Und sie stand, und schaute ihm nach, bis Lene war achtundzwanzig Jahre alt geworden, da erschien einmal ihre Schwester Barbara im Hofe am Bühl. Sie hatte ein noch wichtiger thuendes Gesicht aufgesetzt, als sie sonst zur Schau trug. Und schon zur Thür herein, frug sie: Rath' einmal, Lene, wer gestern bei mi war " Was kann ich da rathen. Du wirst's schon selber jagen Nein, und das d'erräthst D' net, und wennst a halbe Ewigkeit nachdenkst... Dent D'r nur einmal, der Konrads reuther Förster!" Hm!" machte die Lene. Sie kannte den Mann kaum vom Ansehen. Nach vierzehn Tagen kam die Schwester wieder. " Du, der Förster is a Zaher! Der giebt net nach. Ich soll Dich noch einmal fragen. Wennst D' ihn net gleich magst, sollst es Du's erst eine zeitlang als Wirthschafterin probiren. Dann wirst ja sehen, ob Du ihn gern haben kannst. Du kannst im Haus thun und laffent, was Du willst. A Knecht is da und a Magd.... Hast Dir's überlegt?... Na, was sagit?..." Die Lene that einige Fragen, machte noch ein paar Ausflüchte und sagte dann zu. ( Schluß folgt.) zu errichten resp. zu erweitern. Druck ausüben würde, davon abzugehen und zum schließlichen Damit hat die Regierung der kleinen Republik einen| in Taucha erfolgt. Die Verhandlung war nicht öffentlich und Vortheil seiner Arbeiter eine regelrechte Fabrik oder Werkstatt Beweis jener großherzigen Milde gegenüber sogenannten wurde Mühlau zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt. Einer Raiserbeleidigung sollte sich der Böttcher R. Keller Im gleichen Sinne wie Webb äußern sich die vier Arbeiter: Hochverräthern gegeben, wie sie nur in freien Staaten, bei aus Teutschenthal schuldig gemacht haben. Das Landgericht in den Leitern freier Völker vorzukommen pflegt. Die mitglieder der Kommission: W. Abraham, M. Austin, James Freilassung der anfangs zum Tode Verurtheilten ist um Erkenntniß. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der DeffentHalle a. S. gelangte jedoch zu einem freisprechenden Mawdsley und Tom Mann, die dem Bericht der Kommission einen Minoritätsbericht entgegensetzten.( Der- so anerkennenswerther, als von englischer Seite beständig lichkeit statt. felbe ist im Schlußbericht der Kommission auf Seite 127 Provokationen ausgingen, die gar leicht die Transvaalbis 147 abgedruckt und außerdem im Separatabzug bei der Regierung bei gereizter Stimmung zu rigorosen Beschlüssen Labour Preß Society, Manchester, zum Preise von 2 Pence er hätten veranlassen können. Nunmehr konzentrirt sich- Die Furcht vor der Militärspionage graffirt hältlich). Die genannten sprechen sich darin u. a. sehr entschieden das Interesse an den englisch- südafrikanischen Ver- nicht blos in Frankreich. Eine Korrespondenz registrirt hente für den Gefeßentwurf, betr. die Hauswerkstätten, aus, den das wickelungen zunächst auf den Prozeß gegen folgende zwei Vorkommnisse: liberale Barlamentsmitglied Sidney Burton( Vertreter eines Be- Jameson und seine 14 Offiziere, der am 11. Juni zirts im Londoner Ostend und Unterstaatssekretär für die Kolonien Politische Iteberlicht. " Herrn Singer, Berlin. Karlsbad, 10. Juni 1896. Geehrter Herr! 6, 97, bho ** Deutsches Reich. Großes Aufsehen erregte in Met die Verhaftung zweier im Kabinet Rosebery) 1891 im Parlament eingebracht hatte und in London im Vorverfahren vor dem Bowstreet- Gerichtshofe englischen Offiziere in Zivil, welche auf dem Thurm der die beste gesetzgeberische Arbeit darstellt, die in dieser Materie wieder aufgenommen wurde. Als erster Zeuge wurde, einem der dortigen Kathedrale Zeichnungen der Forts aufgenommen bisher geliefert worden. Burton's Entwurf( der betreffende Ab- Londoner Telegramm zufolge, der Entel des Präsidenten batten. Die Verhafteten wurden zunächst nach der Hauptwache schnitt desselben ist dem Pamphlet der Frau Webb- Potter- da- Krüger, Eloff, verhört, der berichtete, wie er zur Unter- gebracht, woselbst sich noch zwei weitere englische Offiziere, ein Major und ein Hauptmann, einstellten, um ihren Kameraden mals noch Miß Potter als Anhang beigegeben) macht eben handlung mit Jameson nach dem Plage bei Krügersdorp aus der Kalamität zu helfen. Zur Vernehmung vor dem Staatsfalls Landlord und Arbeitsherr für die Beschaffenheit und Be- hinausgeritten war und dort 2 Stunden lang gefangen ge- anwalt erfolgte dann die Ueberführung der Engländer per nugung der Arbeitsstuben der Außenarbeiter" verantwortlich in halten wurde. Droschke nach dem Justizpalaste. Hier wurden die Inhaftirten einer sehr systematischen Kombination, die nur hier und da weniger radikal ist als die Webb'sche. Herr v. Eynern veröffentlicht in der National- Zeitung" nach furzer Auseinandersehung bald wieder entlassen. ( Schluß folgt.) den folgenden Verhaftet wurde ferner in Powidz bei Witttowo Derselbe hatte mit einigen Offenen Brief an den Reichstags- Abgeordneten ein russischer Offizier. Begleitern auf dem halb zu Rußland, halb zu Preußen gehörigen Powidzer See eine Spazierfahrt gemacht und war dann in dem Berlin, 11. Juni. auf deutschem Gebiet liegenden Orte Powidz an Land gegangen, Im Reichstage wurde heute glücklich die ganze In der Reichstagssigung vom 5. d. M. haben Sie, nach um sich in einem Lokal zu restauriren, während seine Begleiter Sigung mit der Berathung über den Artikel 8, Detail- einem mir soeben zukommenden Bericht in der„ Boff. Zeitung", inzwifchen im Boote verblieben. Der zufällig in dem Lokale handel zugebracht. Der energische Widerspruch, welchen der folgendes ausgeführt: anwesende Bürgermeister ließ nun den Offizier durch einen herbeiSohn des Reichskanzlers letthin gegen den Inhalt" Diejenigen, welche so sittlich entrüstet über das Börsen- geholten Gendarmen verhaften und dem Landrathsamte in gerade dieses Artikels erhoben hat, ist auf die Führer der treiben find, sollten doch wenigstens rein von aller Schulb sein. Wittkowo zuführen. Als seine Begleiter von dem Vorfall Zünftler doch nicht ohne Einfluß geblieben, besonders da Graf Arnim aber würde die Hände über den Kopf zusammen- Renntniß erhielten, fuhren sie schleunigst mit dem Boote davon.dieser Widerspruch auch bei den Interessenten im Lande schlagen, wenn er die Edelsten der Nation kennen würde, welche -In einem Prozesse wegen Duellvergehens zu den Kunden der Börsenmänner gehören. In den Aussichts vor der Straffammer in Gleiwit beantragte, wie die„ Ratt. Träftigsten Wiederhall fand. So tam es auch, räthen der Aktiengesellschaften sind ja auch die Herren zu finden. 3tg." berichtet, der Vertreter der Anklage unter der daß zu dem Artikel, wie er in der zweiten Lesung Ich erinnere nur an den Grafen Douglas, die Herren v. Eckard. Begründung und mit Rücksicht darauf, daß der Angeklagte beschlossen wurde, eine solche Bahl von Abänderungsstein, von Gynern, Graf Henckel von Donnersmard, von Dr. W. infolge seiner Erziehung es als feine anträgen vorlag, wie wohl noch nie zu einem Paragraphen Kardorff u. s. w. So lange die Herren bei ihren Börsen- flicht ansah, seinen Gegner zu fordern, gegen eines früheren Gefeßes. Diesem allgemeinen Widerstand operationen Geld verdient haben, haben sie die Gewinne ein- den Angeklagten drei Monate Feftung. Der Gerichtshof schloß gegenüber verfielen die Zünftler auf den Ausweg der gestrichen, sobald ste Verluste erleiden, fangen sie an zu schreien, übrigens aus Bundesrathskreisen lanzirt sein soll die weil man ihnen das Geld abnimmt, das sie früher anderen ab- sich dem Antrage des Staatsanwalts an. Sozialdemokratische Jugendschriften Beschränkung des Detailhandels zwar generaliter zu be- genommen haben." Ist dieser Bericht richtig, so fordere ich Sie hiermit auf, obrigkeitlich boyfottirt. schließen, zugleich aber dem Bundesrath das Recht ein- mitzutheilen, auf welchen Beweis hin Sie so etwas von mir Allgemeine Zeitung" hört, sind die unter den Schulkindern viel zuräumen, für andere Waaren oder Gegenden oder haben sagen können. Gruppen von Gewerbetreibenden Ausnahmen" zu gestatten. Das heißt also, es ist dem Bundesrath carte blanche gegeben, ob er von der Beschränkung Gebrauch machen will. Dieser Beschluß wurde in namentlicher Abstimmung bei 247 anwesenden Abgeordneten mit 147 gegen 98 Stimmen und zwei Enthaltungen gefaßt. Vorher wurde, ebenfalls namentlich, mit 144 gegen 113 Stimmen die Ausnahmestellung für die Leinen- und Wäschefabrikation abgelehnt. In der Debatte griffen unsererseits die Genossen Vogtherr und Kühn sehr wirksam ein, außerdem sprach Lenzmann entschieden gegen die zünstlerischen Bestrebungen. Als Vertreter der letzteren gerirten sich) v. Stumm und Hitze, auch der Schneidermeister" Jacobstötter versuchte sich wiederholt in der Vertheidigung mittelalterlicher Be stimmungen; das Haus war aber mittlerweile so unruhig geworden, daß nur die Nächststehenden den Redner verstehen konnten. Außer Artikel 8 in der neuen Fassung wurden noch die Artikel 9 und 10 angenommen und dann nach 7 Uhr die Sigung vertagt. Morgen Nest der Tages ordnung." Sinne, " Wie die Norddeutsche Endlich haben wir( nämlich die Pastoren) die Pflicht, dafür zu streben, daß nicht durch Hereinziehung von Bildungselementen in die Schule, welche vielleicht für den Handwerkerberuf hinreichen würden, die Jugend zum Ver laffen ihrer Heimath veranlaßt werde. Wenn die Schule auf dem Lande darauf wirkt, daß die Kinder fromm, zufrieden, fleißig und gefittet werden, steckt sie sich ein hohes Ziel und schafft Segen, während sie Unzufriedenheit, Halbheit und Un segen wirkt, wenn sie beispielsweise durch Unterricht in Naturtunde, Geschichte, Geographie und Zeichnen den Kindern Anlaß giebt, ihrem ländlichen Berufskreise zu entfliehen. Wissen ist gut, aber macht doch begehrlich." ,, Börsenoperationen" habe ich in meinem ganzen Leben keine der Jugend, für die Kinder des Proletariats" und" Das Bilderanderen gemacht als solche, daß ich Theile meines Besizes in buch für große und kleine Kinder" in verschiedenen Bezirken börsenmäßigen Papieren gegen baare Bezahlung derselben an vom Feilbieten im Umherziehen ausgeschlossen worden, weil ihr legte; darüber zu schreien, habe ich nie Veranlassung gehabt. Inhalt in fittlicher und religiöser Beziehung ergerniß zu geben Ein„ Kunde der Börsenmänner bin ich allerdings in dem geeignet ist." ich diese Anlagen durch das Haus- Christlich fozial ist Unsinn. Ein Maun nach G. Bleichröder in Berlin ansführen lasse und daß ich den Wünschen des preußischen Oberkirchenrathes ist zweifellos ein dasselbe mit ferneren Geschäften, wie dem Ankauf von Pastor Sp. in W.- leider nennt der Herr nicht seinen vollen fremden Valuten für mein Geschäftshaus in Barmen beauf- Namen welcher in dem Meckl. Kirchen- und Beitbl." einen trage. Daß ich Aufsichtsrath in Attiengesellschaften bin, ist Artikel zu Lob und Preis des Hofgängerwesens veröffentlicht, den ganz unleugbar; Gie fönnen es im Parlamentsalmanach nach er mit folgenden Säßen schließt: lesen. Ich habe bisher geglaubt, daß man bei mir kaufmännische Kenntnisse und Erfahrungen voraussetze, welche für diese Gesellschaften von einigem Werth fein müßten. Veranlassung, auf Aufforderung, meine Thätigkeit solchen großen industriellen und faufmännischen Unternehmungen zu versagen, habe ich nicht finden können. Wo in aller Welt gehöre ich nun zu den Kunden der Börsenmänner" in Ihrem Sinne, d. h. doch dem der Abhängigkeit? Wo hat man mir je Geld abgenommen und wo habe ich früher dieses Geld anderen abgenommen? Und wo habe ich jemals filtliche Entrüstung über das Börsentreiben" geäußert? Ich kenne viel zu wenig davon; aber nach meiner Kenntniß einiger Personen bin ich über die Ausbrüche fittlicher Das preußische Abgeordnetenhaus trat am Donnerstag Entrüftung" bei einigen reichstäglichen Zugendhelden recht über in die erneute Berathung des vom Herrenhause in abgeänderter rascht gewesen, nicht so über die nothwendig gewordene AufFaffung zurückgelangten Gesetzentwurfs, betr. die Regelung deckung. Also, verehrter Herr, führen Sie gütigft den verder Richtergehälter und die Beschäftigung der langten Beweis! Es ist mir ja immer recht gleichgiltig gewesen, Gera, hatte in einem Schöffengerichtstermin gegenüber einem Sozial Bekanntlich war der wichtigste welche Angriffe politische Geguer gegen mich richteten aber so demokraten geäußert:" Weil ich aus Erfahrung weiß, daß diese Paragraph dieses Gesetzes, der Assessorenparagraph, in der plötzlich vor versammeltem Kriegsvoll und von unverantwort: Sorte Menschen einem stets die Worte im Munde herumdritten Lesung mit 198 gegen 181 Stimmen abgelehnt worden. licher Stellung aus, wenn auch in guter Gesellschaft, beschuldigt drehen, habe ich die Aeußerung gleich notirt." Der damalige nichtlicher Trotzdem zog der Justizminister Schönstedt die Borlage nicht zu werden, Börsenräuberei getrieben und andern Leuten Geld Angeklagte erblickte darin ein Beleidigung und verklagte Hoppe, zurück; er verließ sich auf das Herrenhaus, in der Hoffnung, abgenommen zu haben, geht wirklich über das erlaubte Maß der auch vom Schöffengericht zu 6 M. Geldstrafe verurtheilt dann auch im Abgeordnetenhause bei der nochmaligen Abstimmung übrigen als eine besondere Ehre ansehe. daß dies den§ 8 in anderer Form wiederherstellen und daß eines Parteihaffes hinaus, mit dem verfolgt zu werden ich im wurde." In der Sigung der Strafkammer zu Ger a am 7. Juni wurde soviel Mitglieder umfallen oder doch wenigstens fehlen würden, wie zur Annahme des Gesetzes erforderlich sind. Das Herrenhaus Gerichtsassessoren. v. Eyneru, M. d. A.-H. hat auch thatsächlich, abgesehen von einigen unwesentlichen Indem wir es dem Genossen Singer überlassen, ob er wonach die Gerichtsassessoren auf Antrag einem Gerichte zur wir uns heute auf die Wiedergabe der folgenden Bemerkungen, Menderungen einen neuen Paragraphen in das Gesetz eingefügt, auf diese eigenartige Kundgebung antworten will, beschränken unentgeltlichen Beschäftigung überwiesen werden können und mit dem die Germania" den Eynern'schen Brief begleitet: Ist nicht irgendwo eine Hofpredigerftelle frei? - Der fürstl. reußische Obergenbarm Hoppe in " die von Hoppe eingelegte Berufung unter Auferlegung der Roften verworfen. Der Beklagte machte heute geltend, daß er mit dem Ausdruck Sorte Menschen" nicht die Person des jetzigen Privatklägers, sondern die sozialdemokratische Partei ge wurde, die Partei noch nicht völlig vogelfrei ist? Aber billig ist meint habe. Muß sich der Gendarin nicht wundern, daß nach alledem, was in letzter Zeit gegen die Sozialdemokratie geredet wonach diejenigen Gerichtsassessoren, welche innerhalb eines Zeit- Den Beweis", welchen Herr v. Eynern vom Abg. Singer er doch weggekommen. Wie wär es einem Sozialdemokraten geraums von vier Jahren seit ihrer Ernennung eine Ueberweisung verlangt, hat er zum großen Theile selbst geliefert; nur in dem gangen, der von dem Gendarm so gesprochen hätte? zur unentgeltlichen Beschäftigung nicht beantragen oder nicht er- Punkte wird Herrn Singer der Nachweis schwer werden, daß-Im gothaer Landtage hat Genoffe Bock den langen, aus dem Justisdienst ausscheiden. Die heutige Debatte Serr v. Gynern über Börsenverluste zu schreien" angefangen Antrag eingebracht:" Der Landtag wolle beschließen, daß allen drehte sich lediglich um diesen Paragraphen, zu welchem außer- habe, denn Herr Abg. v. Eynern versichert ja, daß er dazu„ nie Staatsangehörigen, welche nach§ 32 Geſetzes vom 10. Jas burg) vorlag, der die Auswahl bereits bei den Referen- lagen in börsenmäßigen Papieren" stets glücklich operirt folge günstiger Finanzlage des Staates einzelnen Klassen vor daren beginnen lassen will, im übrigen aber an den oder auch spekulirt zu haben. Daß er sich bei diesen Börsen- übergehend erlassen wird, hat das Wahlrecht auf grund Grundlagen der reaktionären Bestimmungen der Vorlage geschäften der Vermittelung des Bankhauses Bleichröder bediente, des§ 146 der Verfassung erhalten bleibt." Beranlaßt wurde der festhält. Gegen den Assessorenparagraphen erklärte sich also ein„ Kunde der Börsenmänner" war, giebt er ja felbst zu, Antrag durch die eigenthümliche Auslegung des Wahlgesetzes bei Abg. Hobrecht namens der Nationalliberalen, Abg. Frhr. auch daß er Aussichtsrath in Aktiengesellschaften in wie der Kassirung der Wahl des Genossen Wolff. v. Heereman, Abg. Dr. Porsch und Abg. Im walle vielen? dem -ift. Seine, taufmännischen Kenntnisse und München, 10. Juni.( Eig. Ber.) Mit großer Haft und auf namens des Zentrums, sowie Abg. Rickert( frf. Vg.) und der Erfahrungen", mit denen er sich selbst brüstet, und die vielleicht Kosten der Gründlichkeit haben die beiden Kammern des Land Pole Mizersti. Für die Vorlage treten nur die Frei- größer find, als seine politischen Kenntnisse und Erfahrungen, tages in den letzten Tagen gearbeitet, um der Regierung die fonfervativen und die Konservativen ein. Frhr. v. 3 edli, Abg. werden somit reichlich belohnt. Gine politische Erfahrung hat Herr Mühe zu ersparen, den über die Köpfe des Kammerdirektoriums Schettler und Graf zu Limburg- Stirum erhoben v. Eynern aber doch gemacht, indem er herausgefunden hat, daß die hinweg auf den 12. Juni festgesetzten Endtermin für die heurige immer wieder den Vorwurf, daß mit der Ablehnung des Assessoren- fittliche Entrüftung" über das Börsentreiben bei einigen Sigung noch weiter hinausschieben zu müssen. Heute fand bereits paragraphs das Recht der Krone, die Beamten anzustellen, ver- reichstäglichen Zugendhelden" bis jetzt ist nur Abg. v. Blöt die Berathung des Finanzgesetzes statt, bie nament dunkelt werde. Dies Argument benutzte auch der Justisminister, genannt- überraschend sein mußte. Leider scheinen die liche Abstimmung zum Budget erfolgt morgen. Im Auftrage deffen Rede im übrigen so ungefchickt war, wie man sie selbst politischen Kenntnisse und Erfahrungen des Abg. v. Eynern sich der sozialdemokratischen Fraktion gab Genosse Scherm hierzu von Herrn Schönstedt nicht gewohnt ist. Die Hoffnung, noch einige nicht auf einen sehr großen Zeitraum, nicht einmal bis in die heute folgende Erklärung ab: Die sozialdemokratische Gruppe Stimmen für sich zu gewinnen, hatte er offenbar schon aufgegeben, mitte ber fiebziger Jahre zu erstrecken. Herr v. Eynern hat bei Berathung des legten Finanzgefeßes( Seſſion 1893/94), da man sich nach seinen Erfahrungen in den Parlamenten, leider hätte sich anderenfalls der sittlichen Entrüstung" erinnern obwohl sie im Laufe der Landtagsversammlung eine Reihe von nicht mehr überzeuge, sondern einfach abstimme." Einen ganz müffen, mit welcher der verstorbene nationalliberale Abgeordnete Ausgaben für Einrichtungen und Zwecke hatte bekämpfen müssen, besonderen Trumpf glaubte der Minister dadurch auszuspielen, Dr. Las fer feine Gründerreden im Abgeordnetenhause welche den sozialpolitischen Anschauungen der Sozialdemokratie daß er seine Beobachtungen auf seiner letzten Dienstreise zum gegen fonservative Abgeordnete und Personen des hohen Adels wie den wahren Interessen des Volkes widersprachen, besten gab; sämmtliche Richter, die er gesprochen, hätten ihm vortrug. Als aber auf Laster's Veranlassung eine Enquete gleichwohl und troß mancher Bedenken dem dem Finanz ihre Zustimmung zu der Vorlage erklärt. Glaubt Herr Schönstedt veranstaltet wurde, und als sich dabei herausstellte, daß Laster gesetz 11111 deffentwillen zugestimmt, weil dasselbe auch wirklich, daß seine Beamten es wagen werden, eine von der konservative Mücken geseiht und nationalliberale Kameele ver= eine größere Anzahl von Aufwendungen für fulturelle feinigen abweichende Meinung ihm gegenüber auszusprechen? schluckt habe-- da verlief die Enquete ebenso wie die„ fittliche Zwecke enthielt. Meine politischen Freunde und ich haben Bei einer so schwachen Bertheidigung der Vorlage und bei der Entrüstung" Laster's im Sande. Es ist schon damals uns, unter uneingeschränkter Aufrechterhaltung unseres prin heutigen Besetzung des Hauses konnte über das Resultat der und auch in der Folgezeit wiederholt rühmend und mit recht zipiellen Standpunktes, auch in den abgelaufenen Monaten Abstimmung kein Zweifel sein. Der Antrag Krause wurde in hervorgehoben worden, daß 3entrumsmitglieder von wieder bereit gezeigt, die Ausgaben für Kulturzwecke und namentlicher Abstimmung mit 201 Stimmen der Linken, der dem damaligen Gründungsschwindel fid) gänzlich ferngehalten für die Führung der Landesgeschäfte in weitgehendem Maße zu Bolen und des Zentrums gegen 170 tonservative und frei haben; wir können also als Unbetheiligte diese Dinge ruhig und bewilligen. Judessen hat die ganze Art und Weise, wie zur Zeit fonservative Stimmen abgelehnt; auch für den Affefforen: objektiv beurtheilen, und deshalb auch den Herrn v. Eynern auf die Angelegenheiten des Bandes geführt werden und wie sie besonders Paragraph in der Fassung des Herrenhauses stimmte nur die die nationalliberalen, Zugendhelden" in der Gründungsanläßlich der Ereigniße in Fuch 3 mühl grell zu tage getreten aus den beiden konservativen Parteien bestehende Minderheit. periode aufmerksam machen." ift, die sozialdemokratische Gruppe schon zu Beginn dieser Der Rest der Vorlage, der sich lediglich auf die Regelung der Chronik der Majestätsbeleidigungs Prozeffe. Landtagsversammlung genöthigt, die Rammer zu einem Tadel Richtergehälter bezieht, wurde fast debattelos angenommen. Freitag: Kleine Vorlagen und Antrag Broemel betr. Maßregeln In Danzig wurde am 9. Juni der Arbeiter Franz votum gegen die Staatsregierung aufzufordern. Hatte sich Selinsti aus Prangnau, Kr. Karthaus, in nicht öffentlicher doch die große Mehrheit der Bevölkerung in diesem Sinne aus gegen die Ueberfüllung der Stadtbahnwagen. Trotzdem Das Transvaal hat jetzt seine Rechnung mit den Sigung wegen Majestätsbeleidigung zu zwei gesprochen und waren selbst in der Zentrumspresse die Minifter Monaten Gefängniß verurtheilt. zur weiteren Amtsführung unfähig erklärt worden. Leitern der kapitalistischen VerschwöWegen Beleidigung des deutschen Kaiser 3 hatte fand jedoch unser Antrag nicht nur keine Annahme, sondern rung in Johannisburg abgeschlossen. Eine De- sich vor dem Langericht Leipzig der bisher unbescholtene wurde in einer Weise beseitigt, welche eine Berringepesche aus Pretoria vom 11. Juni meldet darüber: 27 Jahre alte Maurergeselle Richard Hugo Mühlau aus Taucha rung der Rechte der Wolksvertretung be= Hierdurch und indem die Kammer mit Der ausführende Rath hat beschlossen, daß die vier zu verantworten. Die Beleidigung soll Mühlau in der Nacht deutet. so weiter verhandelte, Führer des Reformkomitees gegen Erlegung einer Geldstrafe von zum 21. April d. J. in angetrunkenem Zustande gelegent der bayerischen Staatsregierung fo und garnichts geschehen alles in bester je 25 000 Pfund Sterling in Freiheit gesetzt werden sollen; bei lich eines Gespräches über die deutschen Kolonien in der Schank wie zum Schaden der sozialpolitischen nicht erfolgter Zahlung sollen dieselben auf 15 Jahre verbannt wirthschaft zum eifernen Streuz" in Taucha begangen haben. Ordnung wäre, wird Die Strafverfolgung ist auf Anzeige des Schußmanns Jacoby Entwicklung unseres Landes der Anschein erweckt und genährt, werden. wenn als ob das bayerische Volt zu der derzeitigen Regierung Ver- 1 trauen hätte und mit den bestehenden Verhältnissen zufrieden Nußland. Die Wirkung des Gefeßes wird hauptsächlich von Bur Untersuchung der Ursachen der Rata ber Art und Weise seiner Durchführung abhängen. Rei wäre. Unter diesen Umständen und um die Lage strophe auf dem Chodyustifelde sind zwei besondere verständiger Anwendung mag es verhältnißmäßig wenig Saaden fcharf zu tennzeichnen, müssen wir dem Finanz- Kommissionen eingesetzt worden, von denen die eine vom Justiz- thun, sich namentlich gegenüber der Einwanderung aus Deutschgefeße für die XXIII. Finanzperiode unsere 3u- minister Murawfew persönlich geleitet wird. Es scheint sich land und anderen germanischen Ländern als kein Hinderniß er stimmung verweigern." immer mehr zu bestätigen, daß bei den zu vertheilenden Packeten weisen. In den Händen fanatisch nativistischer Beamten aber Schweiz. = Der Nationalrath hat, wie der Ständerath, einftimmig 1 000 000 Fr. für die Fortführung des Hueningerfanals bis Basel bewilligt und den Bundesrath ermächtigt, mit dem Deutschen Reich auf Grundlage der zwischen den Behörden von Basel- Stadt und Elsaß- Lothringen zu stande gekommenen Vereinbarungen einen Staatsvertrag abzuschließen. " Südafrikanisches. Aus Pretoria wird den Diese Erklärung wird im Lande draußen gewürdigt und ver- mit den Gaben große Unterschlagungen vorgekommen kann es zu einer gefährlichen Waffe werden und tausende der standen werden. Auch in der Kammer machte sie sichtlichen Ein- sind, daß durch vorzeitiges Auswerfen Verwirrung hervorgerufen wünschenswerthesten Einwanderer aus dem Lande halten. An der druck. Ziemlich verlegen bemerkte der als„ Führer" der Liberalen werden sollte, um die Unterschleife zu verdecken. So schreibt der Handhabung des Kontrattarbeiter Gesezes hat sich sich geberdende Münchener Polizei- Arzt Dr. Aub, man werde Moskauer Berichterstatter der Frff. 3tg.": Die Zahl der Holz- bereits gezeigt, was Unverstand, Engherzigkeit und amtlicher Ueberim Lande wissen, daß auch sie( die Liberalen) ihre Schuldigkeit baracken, wahre Blockhäuser," deren beide den andrängenden eifer selbst aus einem an und für sich harmlosen und gutgemeinten voll und ganz gethan hätten". Herr Aub ist übrigens der Volksmassen zugewandten Seiten sehr stark gebaut waren, betrug Gesetze zu machen vermögen, und durch Einführung der selbe, der in einer öffentlichen Versammlung erklärt hat, seine hundert; und von diesen Häusern aus sollten 450 000 Pacete, sogenannten Bildungsprobe wird der Willkür ein noch viel größerer Partei habe in ihrem Verhalten der Regierung gegenüber Rück- je einen Gedenkkrug aus emaillirtem Blech, Wurst, Konfekt Spielraum gegeben. Schon jetzt betrachten es die Einwanderungsficht auf die Personalien" zu nehmen. Es ist deshalb und Kuchen enthaltend, sowie 450 000 große Stücke Brot Inspektoren als ihre Pflicht, die bestehenden Gesetze nach Mög etwas unverzagt von dem Herrn, sich so frisch als Voller und zur Austheilung kommen. In jedem Hause hätten sich lichkeit zu ungunsten der Ankömmlinge auszulegen, und sie Ganzer aufzuspielen; und die Wirkung seiner muthigen Bekannt also 4500 in ein baumwollenes Tuch eingewickelte Badete werden es zweifellos noch viel schlimmer treiben, wenn erst einmal machung wird nichts sein, als eine verdiente ungeheure Heiter- und 4500 Brote befinden müssen. Wir haben uns nun die Bundesverwaltung wieder in die Hände der Partei gelangt teit. Da war Herr Dr. Orterer, der Zentrumsmann, erlaubt, verschiedene Messungen und sehr einfache Berechnungen sein wird, aus deren Schooß die in Rede stehenden Maßregeln pfiffiger, er verzichtete, wie er fagte, wegen der vorgerückten auszuführen, die zu recht unerwarteten Schlußfolgerungen geführt hervorgegangen sind und in der von jeher das Know nothing. Geschäftslage" auf die alten Geschichten" einzugehen.- haben. Es wäre nämlich ganz unmöglich gewesen, in jedem thum( Knownothings, Nichtswisser", nennt man die chauvi Illertissen, 11. Juni. Reichstags Erfahwahl. Häuschen mehr als 680 Packete nebst den dazu gehörenden Broten nistischen Fremdenhasser unter den Yankees) den größten Einfluß Bis jetzt liegen aus 71 Bezirken die Resultate vor. Danach unterzubringen, denn der gesammte Flächeninhalt der drei recht und den mächtigsten Anhang besessen hat. erhielten Freiherr v. Hertling( 3.) 4943, 3immermann( Bauern soliden Tische, die für die Aufnahme der Packete u. s. w. bestimmt Afrika. bund) 1463, Wagner( natl.) 1562, Ehrhardt( Soz.) 345 und waren, machte nur 60 D.- Fuß aus; derjenige der über diesen anAus Massauah wird italienischen Blättern vom Quidde( südd. Bp.) 66 Stimmen. gebrachten Regale 68 Q- Fuß; jedes Packet mit Brot nahm einen Raum von ungefähr 1 Rubitfuß ein; zwischen den Tischen und 8. Juni gemeldet, daß Ligg Merteha vorgestern nach Kairo abden Regalen war Platz für das Aufeinanderlegen von höchstens gereist sei mit Briesen Ras Mangascha's und Ras Alula's an vier Schichten Packete; zwischen den Regalen und dem Dach des Lord Cromer, welche die Antwort der ersteren auf ein ihnen Häuschens war Plah genug für ganze zehn Schichten Packete und vom Lord Cromer im April d. Js. überfandtes Schreiben entBrot. Die Regale waren aber von so erstaunlich schwacher Kon- balten. General Baldissera habe die Einschiffung Ligg Merteha's struktion, daß sie sicher nicht das Gewicht von so vielen Packeten auf einem bis Suez gemietheten Packetboote gestattet. hätten tragen tönnen. Geben wir aber auch zu, daß diese Regale, Nach dem Briefe eines der griechischen die etwas breiter waren als die unten angebrachten Tische, das Gefangenen aus Omdurman, die in Suatin eingetroffen Unmögliche geleistet haben. Wir finden dann, daß die Tische sind, werden die europäischen Gefangenen von dem Khalifen hart Frankreich. 240 Bactete in vier Schichten, die schwachen Regale 680 Bacfete verfolgt. Er glaube, daß sie mit den Engländern in Verbindung Paris, 9. Juni.( Eigener Bericht) Jaurès' Inter. in zehn Schichten aufgenommen haben könnten; runden ständen. Seit der Khalif Renntniß von der Nilexpedition habe, pellation über die Absetzung des Präfekten des Tarn- wir noch die Gesammtziffer aufwärts bis zu tausend ab, so habe er die Gefangenen despotischer und grausamer behandelt Departements und die Beförderung seines arbeiterfeindlichen erhalten wir für die hundert Häuschen 100 000 Bactete. Wo als je, fie gezwungen, sich der Beschneidung zu unterwerfen und Vorgängers, Dour, erweiterte sich naturgemäß zu einer Debatte sind die anderen 350 000 Packete geblieben? Nach den Aussagen fie mit dem Tode bedroht. Die Gefangenen glaubten, der Khalif über die allgemeine Politik der Regierung. Das Kabinet Méline- glaubwürdiger Zeugen fehlten in den zwanzig für den Bierausschant werde seine Drohungen zur Ausführung bringen. Barthon mußte endlich Farbe bekennen. Noch vor zwei Tagen bestimmten Häuschen mehr als zwei Drittel von der aus. suchte Meline durch allgemeine Redensarten die That- bedungenen Quantität. Die Tonnen waren derart aufgestellt, sachen zu verhüllen, daß er nur mit Hilfe der daß zwischen einer gefüllten Tonne immer zwei leere Zonnen Times" berichtet: Das Gefühl der Unruhe dauert fort. In Monarchisten regieren fann und will. Gestern nahm er lagen; in zwei Baracken waren überhaupt feine Tonnen, Regierungstreisen werden die Bewegungen der britischen Truppen offen Stellung, indem er die von radikaler Seite eingebrachte weber leere noch gefüllte. Der Zimmermann Andrei Mischin im Norden mit größtem Argwohn verfolgt. Von den Führern des Reformtomitee's find auf Tagesordnung verwarf, verwerfen mußte, die kurz und bündig bei der Firma Silujanow angestellt, fagte aus, daß während befagt:" Die Kammer ist entschlossen, ihr Vertrauen nur einem der Schreckensszenen vor den Häuschen Arbeiter der Brauerei eine Anregung hin, welche nach ihrer Annahme von guter Volksfest geliefert Pfund zu Kabinet zu geben, welches mit einer republikanischen Mehrheit hatte, mit Aerten bewaffnet herangelaufen seien und den leeren thätigkeitszivecken für ihre Freilassung angeboten worden. regiert." Warum? Von Diese Absicht und die erwähnte Anregung zu derselben riefen Daß die Bourgeoisrepublikaner und einige neue Ueber Tonnen den Boden eingeschlagen hätten. läufer aus dem radikalen Lager troßdem dem Kabinet ein Ber- wem beauftragt? In wessen Interesse? Mehr als dreißig eine kleine Verstimmung im ausführenden Rathe hervor und trauensvotum gegeben haben, zeigt wiederum aufs deutlichste, Arbeiter, die sich zuerst reservirt hielten, stimmten den Aus- werden möglicherweise die Erledigung der Angelegenheit verzögern. daß die Furcht vor dem Sozialismus Die sagen Mischin's zu, als ein Angestellter der Brauerei Die Verhandlungen zwischen der Südafrikanischen Republik diese Erklärungen abzuschwächen verganze parlamentarische Situation beherrscht. Nachdem und dem Oranje- Freistaat betreffend das Eisenbahnne Barthou in giftspeienden Worten dem Sozialismus den Krieg fuchte. Als der Kaiser am 2. Juni einer Regimentsfeier im des letteren sind noch im Gange. Wahrscheinlich wird in Deutscherfärt und Meline seinerseits ausdrücklich den Monarchisten hobynskilager beiwohnen sollte und auf seinem Wege von das Recht vindizirt hatte, in der Ordnungsarmee mitzulämpfen, Petrowski- Palais aus in der Nähe des nordwestlichen Flügels land und Holland eine Anleihe aufgenommen werden, um das Bahnnetz zu übernehmen und auszubauen. war der Erfolg der Regierung gesichert. Die Regierungs. Der Bierbuden vorüberfahren mußte, wurde Befehl gegeben, alle Bahnnetz zu übernehmen und auszubauen. majorität ist diesmal wiederum gewachsen, die Stimmen der Buden her nach dem Orte, wo der Kaiser vorüberfahren mußte, nicht zerschlagenen Tonnen den weiten Weg von allen anderen Opposition sind auf 219 zusammengeschrumpft. Barthou's Kommunales. sozialistentödterische Phrasen hatten, wie angedeutet, bis ins 8 transportiren. Nach der Rückkehr des Kaisers wurden die Stadtverordneten- Versammlung. radikale Lager hinein sympathischen Wiederhall gefunden. Es ist Tonnen nach der Brauerei transportirt. Warum diese Tonnenja schließlich dieselbe Kammer, welche zwei Jahre lang die parade? Vielleicht um beim Kaiser die Vorstellung hervorzurufen, Deffentliche Sigung vom Donnerstag, 11. Juni, reaktionäre Politik der Dupuy, Perier und Ribot unterstützte. daß es Bier in Hülle und Fülle gegeben hatte? Der Kreuz- Zeitung" wird geschrieben: nachmittags 5 Uhr. Seitdem hat aber der Sozialismus seinen Siegesmarsch mit Wie man von Personen, die aus Moskau, wo sie ansässig In den Ausschuß zur Vorbereitung der Neuwahl eines unbeschleunigtem Tempo fortgesetzt. Die Kammer, die nichts gelernt und alles vergessen hat, scheint nun zu ihren alten sind, nach Berlin gekommen, hört, wird die Zahl der bei der befoldeten Stadtraths sind u. a. die Stadtv. Bruns und gesellschaftsretterischen Gelüsten zurückkehren zu wollen. Der Katastrophe auf dem Chodynstifelde Umgekommenen dort auf Singer deputirt worden, letzterer auch in den Ausschuß, der Gesellschaftsretter, der früher Dupuy hieß, heißt jetzt Barthou. mindestens 4000 angeschlagen. Die ungleich niedrigere amtliche die Angelegenheit betreffend die Besehung der Stelle des VerSie wird jedoch bald genug erfahren, daß dieser im Kampfe gegen Angabe( von etma 1360 Todten) erklärt sich daraus, daß hier waltungs- Direktors der städtischen Gaswerke( mit dem Stadtden Sozialismus womöglich noch unglücklicher sein wird als jener. nur die auf dem Wageankow Kirchhofe Bestatteten mit bauinspektor Streichert) erörtern soll. gerechnet werden. Die übrigen" schweigt man todt, um Nach einer Vorlage des Magistrats soll der Betrieb bes Nichts kann in der That die sozialistische Partei mehr fördern, ben ohnehin höchst unwillkommenen Eindruck des entsetz. Hafens am Urban vorläufig provisorisch ohne Stat und als der offene Bund der Regierung mit den Monarchisten und Rlerifalen. lichen Ereignisses nicht zu verstärken. Die berühmten ohne definitiven Tarif vorgenommen, aus dem allgemeinen VorDer Pariser Gemeinderath hat auf den Vorschlag Krönungsbecher", von denen ich einen gefehen habe, sind zu schußkonto für das laufende Etatsjahr ein Betriebsvorschuß von 30 M. bes Genossen Lefèvre für die ausgesperrten Porzella u dem Preise von 81/2 Stopeken( etwas über 7 Pfennig) hergestellt, 80 000 m. entnommen und die Kaffenführung der Haupttasse der des Genossen Lefèvre für die ausgesperrten Porzellan- sie tragen das Gepräge echt russischer Massenarbeit an sich. städtischen Werke übertragen werden. arbeiter von Limoges 10 000 Franken bewilligt. Für die Vorlage wird nach kurzer Debatte ein Ausschuß Die sozialistischen Abgg. Millerand und Viviani Dafür sind Taufende in den Tod gegangen! So öde ist ihr machten in einer privaten Unterredung den Minister des Leben, so ohne jeden Reiz, daß ihnen selbst diese Armseligkeit niedergesetzt.. Aeußeren, Hanotaur, auf die widerrechtliche Auslieferung des heißen Ringens werth erschien, in dem sie ihr Ende finden der sechs italienischen Flüchtlinge durch die tunesische Polizei sollten! Das spricht in der That mehr als Bände, und ist wohl aufmerksam. Der Minister versprach, amtliche Erkundigungen dazu angethan, die inneren Zustände Rußlands, im Gegenfaße einzuholen, Wird das aber den ausgelieferten Crispi- Opfern zu seiner äußerlich wachsenden Macht in ein nichts weniger als viel helfen? ,, imposantes" Licht zu stellen. und herankam " Türkei. Toulon, 11. Juni. Zur Katastrophe an Bord des Panzers Jaureguiberry" in der Nähe des Hafens von Toulon wird Kretensisches. Die„ Times" melden aus Kanea von weiter gemeldet, daß von den elf schwer Verwundeten bereits vorgestern: Infolge der Zerstörung der Dörfer im Westen sind zwei gestorben sind. Die Marinebehörde hat eine strenge Unter- 5000 Flüchtlinge ins Gebirge beim Kap Spada gezogen, wo sie fuchung angeordnet, um festzustellen, wen die Verantwortung den größten Entbehrungen ausgesetzt sind. trifft. Die Ansichten gehen zumeist dahin, daß die Katastrophe Aus Athen melden die„ Times" vom 10. d. M.: Die Konsuln einem Ronstruktionsfehler und mithin der Fahrlässigkeit eines in Ranea begaben sich heute zu Abdullah- Bascha und erhoben Maschinen Inspektors zuzuschreiben ist. Der Dampfer war be- gemeinschaftlichen Einspruch gegen seine Unthätigkeit und Gleich tanntlich im Oktober 1893 anläßlich der franko- russischen Feste giltigkeit gegenüber den von den türkischen Truppen begangenen in Gegenwart des Präsidenten Carnot und des russischen Ausschreitungen. Admirals Avelane vom Stapel gelassen worden. wird Don Amerika. Zum Zwecke der Errichtung einer Bolts Badeanstalt soll ein Theil des Grundstücks Oberberger str. 57/59 angetauft werden und zwar ca. 3640 Quadratmeter, wovon ca. 250 Quadratmeter Borderland auf 85 M., ca. 3890 Quadrat meter Hinterland auf 55 M. der Quadratmeter zu stehen tommen. Auf Antrag Hauer wird die betr. Vorlage einem Aus schuffe von 10 Personen überwiesen, in welchen im Laufe der Sigung auch Stadtv. Borgmann gewählt wird. eine nach Auf dem miethsweise acquirirten MüII- Abladeplay für den Berliner Nordwesten am Süd- Ufer 14/15 sollen verschiedene Baulichkeiten zum Kostenanschlag von 252 000 m. werden. Das Mül errichtet foll auf dem Wege bei Birkenwerder der Verschiffung nach Pinnow geschafft werden, wo ein 100 Morgen großes Terrain zum Preise von 450 M. pro Morgen, jetzt einem Dr. Wulff zu Pinnow gehörig, angeboten worden ist und vom Magistrat zur Er -Auf die Beschränkung der Einwanderung werbung vorgeschlagen wird. England. in die Vereinigten Staaten kommt das McCall. Nach längerer Erörterung werden beide Vorlagen einem London, 10. Juni. Der Staatssekretär für die Kolonien ese hinaus, das vom Repräsentantenhause in Washington Ausschusse übergeben. Chamberlain hielt bei dem Bankett des Kongresses der mit 195 gegen nur 26 Stimmen angenommen wurde. Diesen Behuss Verbreiterung der Wallstraße sind englischen Handelskammern eine Rede, in welcher er unter Ginzelmittheilungen über den Verlauf der Verhandlungen, mit den Besitzern der Grundstücke Wallstr. 94-98 Verhand= anderem fagte: Der Handel des britischen Reiches die wir bereits mitgetheilt haben, lassen wir hier noch lungen wegen freihändigen Erwerbes augeknüpft worden. Die die dem nicht allein dieser kleinen die Darstellung folgen, der Bevölkerung dieser kleinen die " Hamburger Cor Besitzer find die Eigenthümer der gegenüberliegenden GrundInseln abhängen, sondern auch besonders von der des respondent" aus Amerita zugegangen ist: Die McCall- stücke 5-18, aber nur der Besizer des Grundstücks Nr. 94/ 94a Kolonien Bill ist eine Milderung des ursprünglich vom Senator Ladge ein- hat überseeischen Britanniens. Redner legte den Ansicht des Magistrats angemessene ans Herz, die Bande mit dem Mutterlande immer enger zu gereichten Gesetzes, wonach die Zulassung eines Einwanderers in die Forderung( 60 000 M.) gestellt. Diesen Preis empfiehlt der knüpfen. Ein einiges Reich empfehle sich nicht nur aus Gefühls- Vereinigten Staaten vom Bestehen einer sogenannten Bildungsprobe Magistrat für das Grundstück zu zahlen, erbittet aber wegen der rücksichten, sondern auch aus gemeinsamen Interessen. Es sei abhängig gemacht wird. Nach der nunmehr vom Repräsentanten- andern die Ermächtigung, das Enteignungsverfahren einzuleiten. Pflicht der Staatsmänner in England und in den Kolonien, eine hause angenommenen Gesetzesvorlage soll diese Bildungsprobe Stadtv. Wallach findet, daß die Erwartungen der Berdauernde Vereinigung zu sichern. nur auf männliche Einwanderer im Alter von 16 bis 60 Jahren fammlung bezüglich des weitgehenden Entgegenkommens der Mit anderen Worten, er befürwortet den alten Plan eines angewendet werden, weil es doch nicht angehen würde, den des Besizer schmählich getäuscht worden sind. Habe doch der Besitzer Zollvereins Englands mit seinen Kolonien, ein Plan, der scheitern Lesens kundigen Mann in's Land hereinzulassen und seine von Nr. 97/98( Ravené) für den Terrainstreifen von 218 Quadratmuß, weil die Kolonien eben nicht die nämlichen wirthschaft. weniger gebildete Frau wieder heimzuschicken. Auch soll es metern, der niemals vollständig bebaut werden dürfe, nicht weniger lichen Interessen haben, wie das Mutterland. naturalisirten Ausländern gestattet sein, ihre Eltern nachkommen als 200 000 m. verlangt! Die unglaubliche Höhe der Forde= zu lassen, selbst wenn der Vater in die Geheimnisse des Lesens rungen verderbe jedem die Lust an der Erweiterung und Schreibens nicht eingeweiht sein sollte. Diese Milde- der Straße und an der Belegung des Fußgängerrungen, die im ursprünglichen Entwurfe nicht vorhanden weges. Wunderbar müsse die Wahrnehmung berühren, wie hier waren, wurden erst in das Gefeß hineingeflickt, nachdem von den potentesten Mitbürgern aus der Haut der Steuerzahler man den Ausschuß darauf aufmerksam gemacht hatte, daß die Riemen geschnitten werden sollen! Das Beste wäre, die ganze Bill genau so wie seinerzeit die Sklaverei ganze Familien Angelegenheit bis zum Herbste zu vertagen, wo man auch überauseinandersprengen würde. Von allen Rednern, die an der sehen könne, was die Erwerbung des Grundstücks Wallstr. 92/93 Debatte über die verschiedenen Einwanderungsbills theilnahmen, tosten werde. hat sich nur Charles F. Buck von Louisiana gegen eine Be Stadtv. Bracke hält fofortige Ablehnung für besser, ist aber schränkung der Einwanderung ausgesprochen. Er ist selbst ein eventuell für Ausschußberathung. Eingewanderter, der als elfjähriger Knabe mit seinen bäuerlichen Stadtfyudikus eubrint bemerkt, daß die Verhandlungen Madrid, 10. Juni. Der Ministerpräsident Canovas und Eltern vom badischen Schwarzwald herüberkam. Da die Ein- mit dem Besizer von Wallstr. 92/93( ebenfalls Ravené) noch im der Minister des Junern Cos- Gayon traten zu einer Besprechung wanderung gerade im jetzigen Augenblick recht schwach ist, so lag teine ersten Stadium schweben, daß zwar ein Preis gefordert set, daß zusammen und beschlossen, energische Maßnahmen gegen dringende Beranlassung zur Verschärfung der Einwanderungs- er aber Anstand nehme, ihn zu nennen, wegen seiner Höhe(!) die Anarchisten au ergreifen. Die Deputirten von Aragonien verlangten von dem Minister- gefeße vor. Die allgemeine Stimmung war aber so einwanderungs- und weil er nicht das letzte Wort sei. feindlich, daß der Vorsitzende des zuständigen Ausschusses, der Stadtv. Wallach ist hiernach erst recht für Vertagung der präsidenten Silfsmittel, um dem Elend zu steuern, deutsche Abgeordnete Bartholdt von Missouri, der jetzt an- Beschlußfassung, bis die andern erwähnten Angelegenheiten in das sich in Aragonien fühlbar mache. genommenen Bill zustimmen mußte(?), um schlimmeres zu ver- Gestalt von Magistratsvorlagen an die Versammlung heranBarcelona, 11. Juni. Die Verhaftungen dauern fort hüten. Im Senat werden wohl Männer wie der Republikaner getreten find. und haben die Zahl von 78 erreicht. Unter den Verhafteten be- e Ison von Minnesota und der Demokrat Gibson von Es wird bemgemäß beschlossen. findet sich ein russischer Journalist Iwan Jwanoff. Der Maryland, die beide bereits mannhaft gegen die Einwanderungs Gouverneur hat die Verhaftung aller fremden Anarchisten, welche feindseligkeit aufgetreten sind, zu verhindern wissen, daß die vom in Barcelona und in der Proving wohnen, angeordnet.- Bause angenommene Bill noch verschärft wird. Italien. Vom Rückgange des Sozialismus in Italien plaudert die Bossische Zeitung" auläßlich des Sieges De Felice's in Rom. Daß es sich hierbei um die bei Nachwahlen auch in Deutschland häufig vorkommende geringere Wahlbetheiligung handelt und daß die anderen Parteien noch stärkere Rückgänge zu verzeichnen haben, verschweigt die gute Zante. Spanien. Wegen Angliederung des bekannten Koch'schen Instituts für Infettionstrantheiten an das IV. städtische Rrantenhaus an der Seestraße ist zwischen der Stadt tragt. reise in Frankreich eingetroffen In Calais und Paris wurde er Liebknecht ist nach Beendigung seiner englischen Agitationsin freundschaftlichster Weise von den Führern der französischen Bruderpartei empfangen. and dem preußischen Fistus, vertreten durch das Unterrichts- über das Neuner'sche Mineralbad und Theatersaal wird be- Bachem Köln gab die Erklärung ab, daß er sich der Abminifterium, ein Vertrag zu ftande gekommen. Die Verlegung des schlossen, den seit fünf Jahren bestehenden Boykott aufzuheben, ftimmung über den Tarif namens seines Kreises 11( Dheinland) Instituts ist eine Konsequenz des staatsseitig beschlossenen Um- da der Besizer sich verpflichtet hat, seine Lokalitäten einer enthalten müßte. baues der Charitee. Wenn man sich nicht Durch die Errichtung des Instituts ent- politischen Partei, möge sie heißen wie sie wolle, zur Verfügung Bürenstein bedauert dies. ftehen für die Stadtgemeinde feinerlei Kosten; das Terrain des zu stellen und somit auch die sozialdemokratische Partei gleich fügte, dann sprenge man unfehlbar den D. B.-V. In letzter Krankenhauses wird davon nicht in Anspruch genommen. Die an das den anderen behandelt wird. Stunde bäte er deshalb, sich anzuschließen und dafür zu sorgen, Institut anzugliedernde Abtheilung für Infektionskrankheiten ist mit 100 Betten bereits im Bauprogramm des Krankenhauses von daß diesem Beispiel auch die übrige Kollegenschaft folgte. Friederich- Breslau( Sektion IX Nordost): Wie die Dinge vornherein vorgesehen gewesen. Der städtische dirigirende Arzt heute lägen, nähme er teinen Anstand, sich mit den Tarifdieser Abtheilung soll zugleich Mitglied des Instituts sein. Dem beschlüssen solidarisch zu erklären. Institut werden gegen ein Pauschale von 6000 M. und VerDie Abstimmung ergab, daß der Tarif einstimmig angegütung etwaiger Extradiät jährlich 2000 Verpflegungstage zur Verfassungstage. Das Volksfest der Sozialdemokratie am dänischen nommen wurde. Der Stimme enthielten sich nur einige Delegirte. freien Verfügung gestellt. Am Freitag beging die dänische SozialBachem Köln erhielt hierauf das Wort zu einer längeren Bon verschiedenen Seiten wird Ausschußberathung bean- demokratie, wie alljährlich, die Feier des Verfassungstages. Nach dem Mittag sammelten sich die Arbeiter auf den Ver- Auseinandersetzung, wie er sich die gesetzliche Regelung der Verhältnisse zwischen Prinzipalen und Gehilfen im Buchdruckgewerbe Stadtv. Meyer: Die Kommune Berlin hat die Ehren- fammlungspläßen der einzelnen Vereine, um mit Fahnen, Flaggen vorstelle. Die Ausführungen stießen auf lebhaften Widerspruch pflicht, eine Aufgabe wie die ihr hier vorliegende zu erfüllen. Boulevard. Hier entfaltete sich um etwa 2 Uhr ein gewaltiges der Versammlung, und der nächste Redner. Volksleben. Bürenstein- Berlin betonte, daß die Buchdrucker seither Die Sonne brannte warm, aber der Zug wies stolz darauf gewesen wären, den Staat als Hebamme in gewerk. feine Lücken auf. Um 23/4 Uhr setzte sich der gewaltige Bug in Bewegung, an der Spige der Sozial schaftlichen Fragen zu entbehren, vielmehr was sie bisher auf die Lage kommt, dem heimathlos gewordenen Institut eine Stätte diesem Gebiet erreicht hätten, lediglich der freien Vereinbarung demokratische Verein". Im ganzen nahmen 166 Vereine daran verdankten. Es wäre ihm jetzt flar geworden, daß die Rheinzu bereiten.( Bustimmung und Widerspruch.) Etadtv. Prof. Virchow: Die Hauptsache ist die Bedürfniß vertreten. Außerdem waren durch die Parteileitung 22 große wären. Die Gehilfenschaft müßte aus den heutigen Verhand= theil mit etwa 200 Fahnen. So waren 27 Musikkorps im Zuge länder bereits mit einem Fuße aus dem D. B.-V. getreten frage. Das Bedürfniß des Umbaues der Charitee ist das allerdringendste. Der jezige Zustand der Charitee ist geradezu eine Die Banner waren aus rothem, blauem oder gelbem Stoff, prächtig brüchigen Schufte wären, als die man sie gemeinhin hinſtelle. Jubiläums banner angeschafft, die im Zuge getragen wurden. lungen den Eindruck gewinnen, daß die Prinzipale keine wort Schande für ein Krankenhaus, das zu den bedeutendsten der Welt zählt. Jede Verzögerung in einem Bau- Abschnitt mit Symbolen und Inschriften verziert, die fich theils auf das Nur wer in diesem Kampfe treu zur Seite des Deutschen Buchschiebt den Abschluß des Umbaues auf Jahre hinaus. Jubiläum der Partei, theils auf die Thätigkeit der verschiedenen drucker- Vereins marschire, wäre ein Freund desselben und könnte " Politik ist Brot!"„ Das Wahlrecht ist unsere Barrikade!"" Die auf Kameradschaft Anspruch erheben. Zur Prüfung der Verpflichtungen des Fiskus ist Ausschußberathung immerhin wünschenswerth. Stadtv. Dr. Rug e hält es für ein Glück, daß die Stadt in Aus dem den Baracken fann Koch Fachvereine beziehen. " Unter den Devisen seien hervorgehoben: Arbeit ist ihres Lohnes werth!" 2c. tönnte. Triangel und auch nicht etwa an die Luft gesetzt werden; es muß also Bachem Köln antwortete auf diese Ausführungen hin, vorher über die anderweite Unterbringung seines Instituts endgiltige Bestimmung getroffen sein. Für das Institut selbst giebt eine mächtige Ehrenpforte aus Tannenzweigen mit einer Menge weiteren Entschluß über ferneren Verbleib im D. B. V. faſſen. In der Römergaffe vor dem Versammlungsgebäude war daß es ihm unmöglich geworden, an den weiteren Berathungen es in ganz Deutschland feine geeignetere Stätte als Berlin; in eine mächtige Ehrenpforte aus Tannenzweigen mit einer Menge theilzunehmen. Da er zu erregt sei, wollte er jetzt noch feinen der Stadt aber giebt es kaum einen anderen Platz dafür als den Fahnen und Inschriften errichtet. Auch das Versammlungs- Heymann( Rheinland) bemerkte, daß er alles thun wolle, hier vorgeschlagenen. Den Kostenpunkt halte ich meinerseits für bem Gebäude war eine Musiftribüne errichtet, auf der der Den Kostenpunkt halte ich meinerseits für gebäude war reich geschmückt mit Blumen und Guirlanden. Vor was einer Einführung des Tarifs in Rheinland förderlich sein nicht erheblich. Stadtv. Prof. Leo ist für Ausschußberathung lediglich wegen Sozialistenmarsch gespielt wurde, als der Bug vorbeizog. Der Vorsitzende des Börsenvereins der Buchhändler, der Organisationsfrage. An dem Zug nahmen etwa 25 000 Männer und Frauen Dr. v. Haase, versuchte in letzter Stunde auf die Gefahr des Stadtv. Dr. Zabet: Wenn wir auch nicht deshalb für theil. Das meiste Aufsehen erregte der Fachverein der Tischler Tarifs hinzuweisen, der für das Verlagsgeschäft eine Schädigung die Vorlage slimmen, um der Charitee die Möglichkeit zu geben, mit feinem prächtigen aus Hobelspähnen geflochtenen Banner bedeute. Demgegenüber hatte der Vorstand des D. V.-V. eine die Vorlage stimmen, um der Charitee die Möglichkeit zu geben, und zahllosen kleinen Fahnen. Die größten Abtheilungen waren Resolution ausgearbeitet, die in ihrem ersten Theil wie folgt lautete: schnell zu bauen, so ist dieses Moment aus Gründen der öffent: lichen Gesundheitspflege doch immerhin beachtenswerth. Daß mit die der Schmiede und Maschinenarbeiter und der Erdarbeiter. dem Neubau jetzt begonnen wird, dürfen wir auch wohl als eine gehender Berathung die Hoffnung aus, daß der Buchhandel, Bu einem wahren Triumphzug wurde die Passirung der Er spräche mit Rücksicht auf die in der Tarifangelegenheit mit Errungenschaft der Arbeiter ansprechen. Die Frage, ob die Ueber- Ryesgaffe, in der fast nur Arbeiterfamilien wohnen und in der den Verlegern entstandenen Meinungsverschiedenheiten nach einnahme des Instituts einen Vortheil für die Stadt bietet, fast alle Häuser geschmückt waren. Auch sonst waren sehr viele gehender Berathung die Hoffnung aus, daß der Buchhandel, nachdem die Hauptversammlung des D. B.-W. die der Gehilfenschaft bejahe ich unbedingt. Ueber die Bedeutung des Instituts für Häuser der durchzogenen Straßen geschmückt. habe, seine gemachten Bewilligungen genehmigt die Heilkunde und für die öffentliche Gesundheitspflege braucht von denen herab um 6 Uhr die Reden gehalten wurden. Auf dem Nörrebrofelde waren 4 Rednertribünen errichtet, abweichende Stellung verlassen möge. Die Resolution man kaum ein Wort zu verlieren. Das Institut hat uns Dr. wurde einstimmig angenommen. Hierauf ergriff experimentell die Mangelhaftigkeit der Filterwerke nachgewiesen; demokratie in den 25 Jahren ihres Bestehens und forderten in und erklärte unter Beifall der Versammlung, daß die BuchDie Reden behandelten die Entwickelung der Sozial. Haase( vom Börsenverein der Buchhändler) das Wort feine Forschungen über die Beschaffenheit des Trinkwassers, des Drainwaffers auf den Riefelfeldern u. f. w. auf Vorhandensein von erster Reihe erweitertes Stimmrecht. Die Hochs galten der Typhusbazillen sind von höchster Bedeutung. Diese Umstände internationalen Sozialdemokratie, einer besseren Vertheilung des händler in anbetracht der Situation ihre bisherige Haltung aufzeigen, daß im Interesse der öffentlichen Gesundheitspflege Berlins Arbeitsverdienstes und der Volksfreiheit, einem guten Zusammen- Der Vorsitzende dankt für dieses Entgegenkommen, das als ein solches Institut bestehen muß, und beim Mangel eines eigenen wirken der verschiedenen Oppositionsgruppen, da auch die ein neuer Beweis der alten Waffenbrüderschaft zwischen BuchLiberalen Deputationen entsandt hatten. find wir auf das staatliche angewiesen. Auf dem Gebiete der druckern und Buchhändlern gelte. Als nächster VersammlungsHeilkunde hat das Juftitut ebenfalls ich erinnere nur an die Untersuchungen über die Diphtheritis- außerordentlich segensreich gewirkt. 8um Tanz auf auf dem elektrisch erleuchteten Felde. Ueberall ort wurde Nürnberg gewählt und hierauf die Hauptversammlung Die Kompetenzschwierigkeiten fann ich als ein Bedenken nicht wurde luftig getanzt und herrschte die froheste Stimmung. Erst geschlossen. Herr Kommiffionsrath W. Koebke sendet und folgende gelten lassen; da wird die Praxis regulirend eintreten. Möglichst um Mitternacht fand das schöne Fest sein Ende. Berichtigung": schnelle Heilung der Kranten läßt sich mit möglichst gründlicher wissenschaftlicher Ausbeutung sehr wohl vereinigen, ohne irgendwie die persönliche Freiheit der Kranken zu beschränken, und gerade Am Abend nach den Rede- Akten spielten 6 große Orchester Gewerkschaftliches. in dieser Beziehung wird uns die neue Einrichtung neue Achtung, Kürschner! In der Pelzwaarenfabrik von Husty Wege zeigen. Die Charitee ist nach ihrem Zuschnitt, u. Knöpflmacher in Wien sind sämmtliche( 40) Arbeiter in den nach ihrer militärischen Disziplin, nach dem Kasernenton, Ausstand getreten. Sie verlangen die Abstellung arger Miß, der bort herrscht, gar nicht in der Lage, mit den stände, als Einführung von Frühstücks- und Vesperpausen, pünktstädtischen Krankenhäusern bezüglich der Wahrung der persönliche Lohuzahlung, Bezahlung der Feiertage und Entlassung des lichen Freiheit den Vergleich auszuhalten, dort wird die persön- Werkführers. Die Unternehmer erklärten, nichts zu bewilligen. liche Freiheit der Kranken prinzipiell nicht geachtet. Daher ist Wir ersuchen die Kollegen, Wien streng zu meiben. Die Arbeiter es gut, wenn wir ein solches Institut von dort weg und zu uns presse wird um Abdruck ersucht. J. A.: A. Regge, Fürstenhernehmen. Daß da Verfuchskaninchen aus den Krantenwalderstr. 18. gäben. " " " " In der 1. Beilage zu Nr. 133 Ihres Blattes vom 10. d. M., 3. Seite, 2. Spalte, befindet sich die Notiz, daß wegen Maßregelung des Vertrauensmannes" sämmtliche Sezer und Maschinenmeister meiner Druckerei ausständig geworden seien. Dies ent spricht nicht genau dem wahren Sachverhalt; denn der betreffende Vertrauensmann" ist nicht als solcher entlassen, sondern nur wegen Mangel an Arbeit mit noch 6 anderen Segern. Da ich nun auf die fategorische Aufforderung einer Abordnung meines Personals, den betreffenden Herrn ohne weiteres fofort wieder einzustellen, nicht einzugehen vermochte, da ich mir das Recht vorbehalten müsse, die Auswahl der zu Entlaffenden selber au treffen, legten sämmtliche Herren meiner Offizin troß meines gemacht werden, ist nur cum grano salis zu verstehen. An die Graveure, Ciseleure und verwandte Verufs- weitgehenden Entgegenkommens, den Betreffenden bei nächster Daß die Patienten großentheils nicht als Individuen, genossen Berlins und Umgegend! Kollegen! Laut Ver Gelegenheit als ersten wieder einzustellen, die Arbeit nieder, sondern als Träger gewisser Krankheiten Beachtung finden, ist sammlungsbeschluß ist unterzeichnete Kommission beauftragt wodurch ich genöthigt wurde, für Ersatz der Ausgetretenen eine jeder Krantenanstalt eigenthümliche Erscheinung, worden, die Vorarbeiten zur Aufnahme einer Berufsstatistit in Sorge zu tragen. Nicht unerwähnt will ich laffen, daß der so lange Klassenunterschiede eristiren. So lange das unserem Gewerbe zu erledigen. Dieselben sind nun soweit gediehen, Borsigende des Vereins Berliner Buchdrucker und Schrift Material der öffentlichen Krankenhäuser sich vorwiegend daß mit der Versendung der Fragebogen begonnen werden fonnte. gießer", Herr Maffini, in unparteiischer und rein fachlicher aus den besitzlosen Klassen refrutirt, werden an dem Kollegen! An Euch liegt es nun, dafür zu sorgen, daß diese Weise sich alle erdenkliche Mühe gegeben, befagte Angelegenheit felben Versuche gemacht werden zur Nukanwendung Statistit eine wirklich gute und vollständige wird, dies ist aber friedlich beizulegen, leider vergeblich! auf die Behandlung der Kranken der besitzenden Klassen. nur möglich, wenn jeder einzelne seine Schuldigkeit thut, wenn Wenn Herr Kommissionsrath Köbke den Glauben erwecken ( Unruhe.) Wollen Sie das ändern, dann müssen Sie jeder fich angelegen sein läßt, den Fragebogen, sobald er ihn in möchte, als ob die Buchdrucker- Organisation das Vorgehen des eben die Klassenunterschiede aufheben!( Lachen und Murren.) Händen hat, nach bestem Wissen zu beantworten, sowie auch da- Herrn Kommissionsraths billigte, so wird dies aus nachstehendem Es sind ja in dieser Beziehung in unseren städtischen An- für zu sorgen, daß seine sämmtlichen Werkstatt- und anderen be- widerlegt. Der Verein Berliner Buchdrucker und Schriftgießer" stalten schon Dinge vorgekommen, die nicht mehr schön waren, fannten Kollegen das gleiche thun. Vor allen Dingen ist es noth- schreibt uns: In der Buchdruckerei des Kommissionsraths Köbke, so z. B. daß man der Brust einer gefunden Frau Krebs wendig, daß einmal genau festgestellt wird, wieviel Berufskollegen Alexandrinenstraße, wurde am 6. Juni der Vertrauensmann, einpflanzen wollte, um zu erkennen, ob Infektion eintreten überhaupt in Berlin anwesend find, wieviel auf den welcher zwei Jahre dort thätig, entlassen, weil er angeblich mit würde. Wir werden für Ausschußberathung stimmen, um einzelnen Spezialbranchen arbeiten und wie überhaupt die einigen Kollegen zusammen gestanden und eine Prise auch in diesem Punkte festere Garantien zu schaffen. Lohn- und Arbeitsverhältnisse der gesammten Kollegenschaft genommen, es stellt sich jetzt nun heraus, daß etwas von seiten Stadtv. Spinola: Der Vorredner hat wieder einmal Berlins fich gestalten u. f. w. Sollte ein Kollege aus Versehen des Geschäfts geplant war und nun zur Ausführung gebracht mit dem ihm eigenen Behagen der Charitee einige Hiebe keinen Fragebogen erhalten, so ersuchen wir denselben, einen werden sollte, nämlich die Entlassung älterer Mitglieder aus dem verfekt. Natürlich ist es nicht dieser Theil seiner Aus folchen im Arbeitsnachweis vom Kollegen Wunderlich, Geschäft, die für Ordnung gesorgt haben. Der jezige Fattor führungen, der mich für die Vorlage günstig stimmt. Ich Wallstr. 76, in Empfang zu nehmen. An diese Adresse sind schiett allerdings alle Schuld auf die Schultern des Chefs, aber würde ein solches Institut gern bei der Charitee behalten, wenn auch sämmtliche ausgefüllten Fragebogen zu senden. Die Kom nach Lage der Sache sind wohl beide an den Vorgängen bes ich die Wahl hätte. Es ist aber absolut unmöglich, es muß mission. 11 theiligt. Im übrigen war der Faktor bis vor 1/2 Jahren fort. Die Charitee umfaßt einschließlich der Koch'schen Zur Buchdruckerbewegung. Die am 7. Juni in Hildes- felbst noch Setzer im Geschäft und ist mit dem gesammten Baracken, an deren Stelle das pathologische Institut sich beim tagende Bezirksversammlung des Verbandes Deutscher Personal derzeit wegen geschäftlicher Mißstände beim Prinzipal erheben soll, nur 52 Morgen, das IV. Krankenhaus 120. Buchdrucker erklärte die neue Tarifgemeinschaft für unannehmbar, wiederholt vorstellig geworden, wie er auch Mitglied des VerDaß das Kondominium schädlich ist, kann ich nicht einsehen; forderte eine baldige Generalversammlung und billigte die Haltung bandes war Jezt natürlich klingt die Sache anders! warum soll es nicht möglich sein, hier flein des Correspondent" Redakteurs" vollständig. Einstimmig wurde Die Kollegen der Druckerei erklärten sich in diesem Falle für liche Eifersucht mit dem Staate Hand in Hand zu gehen? eine" dementsprechende Resolution gefaßt mit dem Hinzufügen, der solidarisch, forderten die Wiedereinstellung ihres VertrauensWenn schon ein Ausschuß sein solle, so möge man ihn noch Gehilfenvertreter möge als solcher sein Amt niederlegen und an mannes, was von seiten des Kommissionsraths troz wiederholter hente durch den Vorstand ernennen lassen. weiteren Verhandlungen nicht mehr theilnehmen. Verhandlungen nicht bewilligt wurde. Einmüthig hörte das ganze Personal auf; ein Kollege war 21 Jahr in dem Geschäft, andere 9 Jahre und so weiter. Recht löblich für den Herrn Kommissionsrath, in oeffen Geschäft die meisten statistischen Ar beiten für das Deutsche Reich und Preußen hergestellt werden, wodurch derselbe bereits enorme Summen verdient hat. Jeder weitere Kommentar ist überflüssig. Stadtv. Sa ch 3 I. ist gegen diesen lekteren Vorschlag und gegen die Auffassung, daß die Stadt hier eine Ehrenpflicht zu erfüllen habe. Die Uebernahme des Instituts sei kostspielig, fete die städtischen Krankenhäuser der Infektion aus und bringe die Stadt in unerwünschte Berbindung mit den Staatsbehörden. den Stadtv. Dr. Langerhans tritt dem Vorredner lebhaft entgegen und empfiehlt die sofortige Annahme der Vorlage aus von den Borrebnern, auch vom Dr. Zadek entwickelten Gründen. Herr Sachs I werde auch in einem Ausschuß nicht zu überzeugen sein. Der Antrag auf Ausschußberathung wird abgelehnt. In der zweiten Lesung beantragt Stadtv. Meyer nach einer furzen Bemerkung des Stadtv. Schwalbe in der Besorguiß, daß eventuell auch die Vorlage großen Schaden der Stadt zum in dem öffentlichen Urtheil des In- und Auslandes abgelehnt werden könne, nochmals Ausschußberathung und zwar mit der Modifikation, daß der Ausschuß von 15 Mitgliedern sofort vom Borstande ernannt werden und noch in diesem Monat berichten soll. Dieser Antrag gelangt zur Annahme. Schluß nach 8 Uhr. In ähnlicher Weise verlief eine Versammlung in Hannover. Zum Schluß wurde in derselben folgende Resolution fast ein stimmig angenommen: # 1 Die Verfamuilung erblickt in dem Gesammtresultat der Tarifverhandlungen eine Gefahr für die Existenz des Verbandes und bedauert, daß die Gehilfenvertreter gegen den Willen ihrer Mandatgeber gehandelt haben, da sämmtliche Herr Döblin hat in einer der letzten Buchdruckerversamm Druckorte gegen eine allgemeine Tarifgemeinschaft mit längerer lungen behauptet, daß bei unserem Brandenburger Parteiblatte die Giltigkeitsdauer Stellung genommen hatten. Dementsprechend Seher gezwungen werden, je ein Jahr als verantwortlicher verwirft die Versammlung das Resultat der Verhandlungen des Redakteur zu zeichnen. Der frühere und der gegenwärtige Tarifausschusses. Die Versammlung bezweifelt, daß der Ge- Redakteur der Brandenburger Zeitung" ermächtigen uus, zu hilfenvertreter des Kreises I, Herr Klapproth, die Interessen des konstatiren, daß diese Behauptung aus der Luft gegriffen ist. Berbandes vertritt; sie fordert denselben auf, sein Mandat niederzulegen." Mit dem Auftreten Gasch's erklärte sich die Versamm lung einverstanden. Neue Friedrichstr. 36, find Differenzen ausgebrochen und haben Achtung, Schuhmacher! In der Schuhfabrit von Hamann sämmtliche Arbeiter die Arbeit eingestellt. Zuzug tft fernzuhalten. Die Kommission der Schuhmacher. Der schlesische Weberausstand gewinnt an Um Reichenbach und Schweidnitz und Färber in Reichenbach. fang. Außer in Langenbielau streifen jetzt auch Weber in Die Hauptversammlung des Deutschen Buchdrucker: Vereins wurde gestern im Hotel zu den vier Jahreszeiten" abgehalten. Den Hauptgegenstand der Verhandlungen bildete der neue Buchbrucertarif. Der Vorsitzende der Tariffommission Ramm Leipzig erstattete Bericht über die Verhandlungen der Tarifkommission. Er betonte, daß in erster Linie bestimmend für Die Dresdener Maurer verlangten am 10. Juni bei die Tarifverhandlungen mit den Gehilfen deren maßvolles Ver- sämmtlichen Großbauten einen Mindestlohn von 43 Pf. die Stunde halten gewesen wäre. Die Gehilfen hätten genügendes Material und machten einen Ausstand von der Bewilligung abhängig. beschafft, wodurch sie die Dringlichkeit einer Tarifrevision beweisen Der Streik der Tabakarbeiter in Bretten ist erfolgreich Der Stuttgarter Liederhallen Boykott beschäftigte am fonnten. Man hätte sich deshalb weder in bezug einer Ver- zu Ende geführt. Montag Abend eine große Versammlung der Genoffen in Stutt- türzung der Arbeitszeit, noch in den anderen Punkten dem Der Textilarbeiterstreik in Erlach( Oesterreich), der gart und wurde nach langer Debatte der Vorschlag des Re- Drängen der Gehilfen verschließen können. wäre bereits seit dem 18. Mai andauert, umfaßt 700 Arbeiter. ferenten Hildenbrandt angenommen, welcher dahin geht, daß der beseelt gewesen von dem Streben, mit der Gehilfenschaft dauernd friedliches Verhältniß einzugehen und auf Boykott gegen die Mitglieder des Liederkranzes, welche Ge- ein Partei- Nachrichten. Man schäftsleute sind, aufgehoben wird, dagegen sollen die Arbeiter der anderen Seite waltete ein gleiches Bestreben. Allerdings Depeliren und lehte Nachrichten. und Vergnügungsvereine auch in Zukunft die Lokalitäten der stünde ja ein Theil der Gehilfenschaft grollend zur Seite und Liederhalle und die Veranstaltungen des Liederkranzes wie seither suchte den Leitern der Gehilfenschaft Schwierigkeiten zu bereiten. meiden, desgleichen wird der alte Beschluß aufrecht erhalten, daß Umgekehrt wären aus Kreisen der Prinzipale Stimmen laut gejede Bierbrauerei von Stuttgart und Umgebung, welche Bier in worden, die den Tarif mißbilligten. In der Hoffnung, daß der die Liederhalle liefert, bontottirt wird. Betreffs des Boykotts Tarif segensreich wirken möge, empfehle er dessen Annahme. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Druck und Verlag von Max Wading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen Paris, 11. Juni.( W. T. B.) Im Vorplatz eines Hauses am Boulevard Hausmann explodirte heute Nacht eine 8 Centimeter lange mit Pulver gefüllte Konservenbüchse. Es wurde niemand verlegt, auch entstand keinerlei Sachschaden. 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 135. Reichstag. 102. Sigung vom 11. Juni, 2 Uhr. Freitag, den 12. Juni 1896. 13. Jahrg. Hier aber genügte ein bloßer Antrag der Majoritätsparteien.| sich neue Verkehrswege schaffen will, und deren Auswüchse sie Von den Ausführungen des Prinzen Hohenlohe wird mehr Auf-( rechts) mit eigenen Mitteln nicht beseitigen können. Die heutige hebens gemacht, als sie verdienen. Gesellschaft muß die Folgen tragen, die sie selbst auf sich geladen Herr v. Stumm ist ein erbitterter Gegner des Detailreisenden hat, und alle Ausnahmebestimmungen werden nichts daran ändern, und die Regierung kommt schleunigst seinen und den Wünschen daß die herrschende Produktionsweise weite Streise der Bevölke Die dritte Berathung des Gesezentwurfes betreffend Abder anderen Herren nach. Diese Politik des persönlichen Ein- rung der Verarmung entgegentreibt.( Beifall bei den Sozial änderung der Gewerbe- Ordnung wird fortgesetzt. flusses ist natürlich nicht immer zurückzuführen auf ein demokraten.) Am Bundesrathstische: v. Bötticher. Abg. Richter faßt in seinem Antrage alle von anderer Seite beantragten Ausnahmen zusammen und will diese sämmtlichen Ausnahmen einfügen sowohl in die Beschlüsse zweiter Lesung, als in den Antrag Size Stumm, als auch in den Antrag Haffe Krüger, daß die vom Bundesrathe = Zum Artikel 8, der das Verbot des Detailreifens enthält, entsprechend großes Maß von Intelligenz und Einsicht, Abg. v. Stumm( Np.): Der Vorredner hat Neues nicht liegt von freifinniger Seite der Antrag vor, den- fondern auf die Einflüsse privater und persönlicher Natur, vorgebracht, außer daß er das Märchen, welches außerhalb des felben vollständig zu streichen. Wenn dies aber nicht geschieht, unter welcher die Allgemeinheit aufs schlimmste zu leiden hat. Hauses herumgetragen wird, daß ich meinen Einfluß benutze, als ob ich gegen dann sollen die gestatteten Ausnahmen vermehrt werden. Nun will man von§ 8 eine Reihe von Ausnahmen machen; auch auf das Detailreisen ausdehnte, Nach den Beschlüssen zweiter Lesung sind ausgenommen die diese schwierige Aufgabe wollen wir mit dem Bundesrath theilen die Detailreisenden vorgehe, obgleich ich persönlich, wirth Druckschriften und Bildwerke und die Gegenstände der Leinen- und uns nicht des Einflusses begeben, den wir verfassungsmäßig schaftlich und politisch nichts mit ihnen zu thun habe. und Wäschefabrikation; dem Bundesrath ist ferner die Befugniß haben. Wie schwer es ist, die Ausnahmen richtig zu treffen, zeigen Redner wendet sich ebenfalls gegen die Rede Richters. Eine ertheilt, für andere Waaren, Gegenden oder Gruppen von uns die Stimmen aus den Interessentenkreisen und die große Zahl erhebliche Erschwerung des Verkehrs findet nicht statt; die Bes Gewerbetreibenden weitere Ausnahmen zuzulassen. Die Anträge von Petitionen. Eine Unmenge von Industriezweigen petitionirt ftimmung über das Detailreisen ist ein Glied der Kette von gesetz gehen dahin, das Detailreifen weiterhin zuzulassen für Gegen- um Ausnahmen von den Bestimmungen des Artikels 8. Andere geberischen Maßregeln, welche seit Jahren zum Schutz der kleinen stände der Textilindustrie und Bekleidungsstücke aller Art Industrien verlangen für sich allein nichts besonderes, sondern Gewerbetreibenden getroffen worden sind. ( Antrag Ancer, frs. Vp.), für landwirthschaftliche Maschinen protestiren im allgemeinen dagegen, daß unser blühendes Abg. Lenzmann( frs. Vp.): Bei diesem reaktionären Ein ( Bassermann, natl.), für Wein, Zigarren und andere Erwerbsleben durch den Rapzaum der Vorschriften für das griff in die Gewerbefreiheit hat jeder Abgeordnete die Pflicht, Tabalfabrikate( Pachnide, frs. Vg.), Musikinstrumente, Haufirgewerbe gefnebelt wird, daß Geschäftszweige, welche noch in letzter Stunde seine warnende Stimme zu erheben. Der Gegenstände der Möbelfabrikation und der Bautischlerei tausenden arbeitsfroher Menschen Brot geben, jetzt eine Beute badische Finanzminister hat vollständig recht, wenn er meinte, ( Lenzmann, frs. Vp.), Gegenstände zur Zimmerausstattung der Versandtgeschäfte werden sollen. Den Antrag des daß diese Gesetzgebungs- Quadfalberei das Wort: Selbst ist der ( Gaffelmann, frs. Bp.), Baumaterialien( Fischbed, frs. Bp.), Abg. v. Stumm halten die Interessenten für praktisch werthlos. Mann! vollständig beseitige. Eine solche Aeußerung eines Mannes, endlich Nähmaschinen und Fahrräder( Ancker, frs. Vp.). Troß aller Ausnahmen wird man immer an eine Ecke anstoßen, der nicht auf unserer Seite steht, sollte doch auch die bedenklich Ein Antrag Fisch be cf will bestimmen, daß unter Gewerbe- Ungerechtigkeiten und Härten empfinden und ebenfalls für sich machen, welche an der Gewerbe- Ordnung immer mehr abbröckeln. betrieb im Sinne der Bestimmungen auch der Betrieb der Land- Ausnahmen verlangen. Herr Jacobstötter will ja auch, wie er Es muß doch endlich einmal Einhalt geboten werden, daß alles wirthschaft zu verstehen sein soll. uns mündlich, nicht schriftlich mitgetheilt hat, seine Herrenschneider unter Polizei- Aufsicht gestellt wird. Man kann sich nicht wundern, Eine Milderung der Bestimmungen unter Aufrechterhaltung ausgenommen wissen. In seinem Antrage ist aber davon keine daß die Süddeutschen von dem preußischen Polizeistaat nichts des allgemeinen Grundsages ist von zwei Seiten beabsichtigt. Rede. Herr v. Stumm muß ihm also auf die Finger geklopft wiffen wollen und daß daß fie auf den Ausspruch des Abg. Hige( 3.) will das Detailreisen zulassen, wenn eine aus- haben, als er diese Ausnahme in den Antrag aufnehmen bayerischen Prinzen, der mir völlig werthlos erscheint, ein drückliche Aufforderung dazu ergangen ist. wollte. Herr Jacobsfötter will abwarten", wie der Art. 8 gewisses Gewicht vom partikularistischen Standpunkt aus legen. Abg. Haffe( natl.) will bestimmen: Die Landesregierungen wirkt. Aber dieses Abwarten geschieht auf Kosten Vor Ostern sprach man von dem Schutz des kaufenden Publikums, find befugt, mit Zustimmung des Bundesraths für ihr Gebiet der Gewerbetreibenden, welche sich zum Experiment hergeben heute spricht man von dem Schutz des Mittelstandes und des oder einzelne Theile desselben das Aufsuchen von Bestellungen sollen. Sie( rechts) sind ja auch Gegner der Versandtgeschäfte feßhaften Staufmanns, aber der Schuß erfolgt nicht auf Rosten der für bestimmte Waarengattungen bei anderen als Kaufleuten und und bedenken nicht, daß die Detailreisenden diesen die größte höheren Klassen; die Bestimmungen, die dahin führen würden, solchen Personen zu verbieten, in deren Gewerbebetriebe Waaren Konkurrenz machen. Die Versandtgeschäfte, die nicht mehr nach sind wohlweislich vermieden.( Präsident v. Bu ol bittet der angebotenen Art Verwendung finden; von den etwa erlassenen außen ihre Waaren absetzen tönnen, werden um so rücksichts den Redner, nicht in die Generaldebatte zurückzufallen.) Verboten ist dem Reichstage sofort oder bei seinem nächsten Zu- loser mit den Platzgeschäften tonfurriren. Wollen Sie aber diese Todtgeschlagen werden ja die Detailreisenden nicht; aber vers sammentritte Mittheilung zu machen. schützen, dann sorgen Sie auch dafür, daß ihnen nicht eine nichtet wird die Existenz der Haufirer unter 25 Jahren, und die Abg. Blacke( natl.) beantragt, in den Antrag Hize noch illegitime Konkurrenz erwächst z. B. dadurch, daß Frauen, ganzen Detailreisenden werden ebenso wie die Hausirer zu einzuschalten, daß das Detailreisen verboten ist, soweit der Lehrer, Geistliche, Beamte in kleinen und auch großen Städten politisch abhängigen Menschen. Herr v. Stumm meinte, daß Bundesrath nicht noch für andere Waaren oder Gegenden oder sich zur Beschaffung von Lebensmitteln, von Bedarfsartikeln die Invaliden der Arbeit zu kleinen Kaufleuten würden. Diese Gruppen von Gewerbetreibenden Ausnahmen zuläßt. herbeilassen unter Umgehung der Gewerbesteuer und zu eigenem Leute werden eher Hausirer und Detailreisende, und verfügen Profit. nicht über das Kapital, um Kaufleute zu werden. Redner erklärt Der Abg. Hize hat gemeint, die Wandergewerbesteuer im Betrage sich gegen den Antrag Hiße Stumim und auch gegen den von mindestens 48 M., die sich für solche Detailreisende, welche Antrag Sasse, Hasse, welcher immer noch für gewisse Gegrößere Landestheile bereisen, vielleicht ganz Deutschland, sich auf werbe die Gefahr mit sich bringt, daß sie unter Polizeibei Iegterem in der Form die ungeheure Summe von 540 M. erhöht, sei ganz gerecht, aufsicht gestellt werden. Die Furcht davor wird ein Darnieder zu erlassenden Verbote sich weil die Reisegeschäfte in Orten ihre Waaren absetzen, in denen liegen des betreffenden Gewerbszweiges mit sich bringen. Wir auf alle in den Ausnahmen genannten Waaren nicht beziehen sie nicht zur Gewerbesteuer herangezogen werden können. Hier werden gegen alle Anträge und gegen die Beschlüsse zweiter dürfen. machen Sie aber wieder Halt mit diesem Grundsatz, ganz ent- Lesung stimmen; für den Fall der Annahme eines Antrages, Die Abgg. Hasse Krüger ändern ihren Antrag dahin sprechend Ihren sonstigen Gewohnheiten, an den Grenzen des namentlich des Antrages Hasse, werden wir für den zusammenab, daß nicht die Landesregierungen mit Genehmigung des Großhandels und der Großindustrie. Wenn einmal jemand an fassenden Antrag Richter stimmen, um die Befugnisse des BundesBundesraths, sondern der Bundesrath allein Ausnahmen ge- den Herrn von Stumm die Aufforderung stellen wollte, raths wenigstens einigermaßen einzuschränken. Lassen Sie den statten kann. daß er überall dort Gewerbesteuer zahlt, zahlt, wohin er. Art. 8 fallen, dann ist die übrige Vorlage noch reaktionär genug, Abg. Hitze( 3.) bestreitet trotz der Behauptung des Prinzen als Großindustrieller seine Produkte versendet, wenn um die Wünsche der reaktionären Herren zu befriedigen.( Beifall Hohenlohe, daß von einem Verbot des Detailreifens die Rede man an die Großhandelshäuser und die sonstigen Groß- links.) sein kann. Richter's Rede gegen Artikel 8 war denkwürdig industriellen dieselbe Anforderung stellen wollte ein Sturm der Abg. Jacobsfötter( f.): Auf die gestellten Anträge wegen in den Annalen des Reichstages, ab aber sie wandte sich Entrüstung würde sich erheben. Während die Regierungsmotive weiterer Ausnahmen könne man nicht eingehen, ohne die Wirkung gegen Gegner, die hier im Hause nicht vorhanden sind. und auch der Abg. Hahn die Absicht vorschüßen, das Publikum des ganzen Gefeßes zu verhindern. Redner wendet sich ausführlich gegen die Rede Richter's. Unser vor Schaden bewahren zu wollen, erklärt das enfant terrible Abg. Hilpert( bayerischer Bauernverein) erklärt sich für die Rompromißantrag will den bestehenden Zustand schützen, die der Antragsteller, der Abg. Jacobstötter das gerade Gegen Annahme des Artikel 8. vorhandenen Beziehungen aufrecht erhalten. Die Absicht aller theil: den Konsumenten sei das egal. Wem sollen wir glauben? Abg. Kühn( Soz.) nimmt unter großer Unruhe des Hauses unb dings besteht, das Detailreisen etwas einzuschränken, daß sich die Ist uns Stumm und Hahn oder Jacobstötter glaubhafter. Sie mehrfachen Schlußrufen das Wort; er verweist auf die Petition, Zahl der Reisenden nicht über 70 000 hinaus vermehrt. Eine sind uns alle beide so wenig werth, daß wir auf ihre Argu- welche aus seinem Wahlkreise Reichenbach- Neurode gegen Erschwerung des Betriebes findet nicht statt; anstatt der mente nichts geben und auch ihr Urtheil über die Wirkung das Verbot Des Detailreisens eingegangen sei; e3 Legitimationstarten als Handelsreisender wird der Detailreisende auf das Publikum unbeachtet lassen. Wenn aus dem gebe dort gewisse Industriezweige, welche ohne Hausiren den Wander- Gewerbeschein haben. Wenn er letteren hat, darf Detailreifen für das Publikum so großer Schaden erwachsen und Detailreisen gar nicht bestehen könnten. Maßregeln gegen tein Polizist fragen, ob er aufgefordert ist, Bestellungen würde, so würde sich dieses wohl selbst gerührt haben und sich den kleinen Zwischenhandel würden nicht helfen. entgegenzunehmen. Dadurch, daß bei vorangehender Bestellung dagegen verwahrt haben, daß man diesen Zustand weiter beibe- Darauf wird gegen 53/4 Uhr die Debatte geschlossen. das Detailreifen gestattet ist, können die Ausnahmen entbehrt werden; aber wenn besondere Ausnahmen aufgenommen werden, so wird das kein Grund sein, gegen den Antrag zu stimmen. Abg. Haffe( natl.) erkennt an, daß die Beunruhigung viel fach durch Mißverständnisse entstanden sei; aber besser sei es doch wohl, den umgekehrten Weg zu gehen, den die Vorlage gehen will, nämlich im Zweifel das Detailreifen zu geftatten und nur da, wo sich Schädigungen herausgestellt haben, das Verbot Noch garnicht in betracht gezogen sind in der In namentlicher Abstimmung wird ferner abgelehnt die eintreten zu lassen, und zwar nicht durch die Landesregierungen, bisherigen Debatte die Arbeiter aller Kategorien, Einfügung der Gegenstände der Leinen- und Wäschefabrikation" sondern, wie der Antrag jetzt lautet, durch den Bundesrath. die gewerblichen wie die kaufmännischen. Die als Ausnahme und zwar mit 144 gegen 113 Stimmen. Gegen Wenn dieser Antrag nicht angenommen wird, dann wird ein Handlungsgehilfen werden aufs schwerste getroffen. Sie haben die Aufnahme dieser Ausnahme stimmen die Deutschkonservativen wesentlicher Theil der Nationalliberalen für den Kompromiß sich allerdings in nur sehr beschränktem Umfang gegen Art. 8 mit Ausnahme des Grafen Roon, das Zentrum mit Ausnahme antrag Hige- Stumm stimmen, die übrigen werden dann für den gewendet, weil sie noch nicht organisirt sind und sie sind es nicht der Abgg. Frizzen- Düsseldorf, Humann und Rudolphi, die Antrag Richter auf Anstellung einer Enquete stimmen. Jeden- aus Angst vor Brotlosigkeit, weil sie sich damit in Widerspruch setzen Reichspartei, die Polen und Antisemiten geschlossen; falls muß aber Ruhe im Lande geschaffen werden. würden mit den Wünschen ihrer Prinzipale, welche gegen sie die Welfen mit Ausnahme der Abgg. Graf Bernstorffs Hungerpeitsche gar gewaltig schwingen lassen, wenn die Uelzen und v. Hodenberg; von den Nationalliberalen die Abbetreffenden Angestellten sich sich nicht nach Neunkirchener geordneten Walter, Wamhoff, Graf Driola, Paasche, Blacke, Rimpau. Art unter das Szepter des allgewaltigen Kaufmanns Für den Antrag Richter stimmen die Sozialdemokraten, die beugen. Es wird für diese Kreise die Arbeitsgelegen beiden freisinnigen Gruppen, die Volkspartei geschlossen, die heit wesentlich vermindert, und sie werden auch insofern große Mehrheit der Nationalliberalen und außer den schon gebesonders schwer getroffen, als Artikel 14 der Vorlage für die nannten Mitgliedern des Zentrums und der Konservativen die Erlangung des Wandergewerbe- Scheines die Altersstufe auf das wilden Abgg. Prinz Hohenlohe und Hüpeden. 25. Lebensjahr festsetzt, während bisher die Wahl der Altersstufe allein den dazu Berechtigten überlassen war, nämlich den Kaufleuten, welche ja die Kosten dafür, wenn sie einen schlechten Reisenden gewählt hatten, selbst zu zahlen hatten. hält, das hätte in Volksversammlungen und durch die Presse geschehen können. Das Publikum hat selbst die Mittel, die lästigen Besuche aller Art nicht blos von Handlungsreisenden sich auf geeignete Art vom Halse zu schaffen. Man soll nicht das Publifum in eine Art von Kinderstube versetzen wollen. Man sollte sich nicht um solche Kleinigkeiten fümmern und große Aufgaben hintanstehen lassen.( Sehr richtig! links.) Der Antrag Hasse Krüger wird gegen die Stimmen der Sozialdemokraten, der beiden freisinnigen Gruppen, der Voltspartei und der meisten Nationalliberalen, sowie des Abg. Humann( 3.) abgelehnt. Der Antrag Richter zum Antrag Stumm Gegenstände der Textilindustrie und Bekleidungsstücke aller Art" als Ausnahme einzufügen, wird mit großer Mehrheit abgelehnt. " die Die einzelnen Nummern des Sammelantrages Richter werden abgelehnt gegen die Stimmen der Sozialdemokraten, der Freis sinnigen, der Volkspartei und der Mehrheit der National= liberalen, mit denen auf der Rechten Prinz Hohenlohe und Hüpeden stimmen. Abg. Vogtherr( So.): Es ist bestritten worden, daß e3 sich um ein Verbot des Detailreifens handele. Herr Hiße be sonders hat gemeint, die wenigen Gründe, die gegen§ 8 an geführt würden, hätten wohl darin ihren Grund, daß ein so enger Rahmen zwischen der Legitimationskarte und dem WanderGewerbeschein bestände. So eng ist dieser Rahmen doch nicht begrenzt. In bezug auf ihre moralischen Qualitäten, ihre Vorstrafen, ihre persönlichen Verhältnisse im allgemeinen müssen sich die Hausirer doch auf engere Grenzen zurückziehen, als es bisher der Fall war. Und die bisherigen beschränkenden Bestimmungen sollen durch die jetzige Vorlage noch vermehrt werden, in dem die Ertheilung des Scheines wegen geringer Vorsirasen, Herr Hize hat nicht den Schatten eines Beweises dafür erwegen Land- und Hausfriedensbruches, wegen Wider bracht, daß die Reisenden eine derartige Festsetzung der Alters- Schließlich gelangt nur der Antrag Placke zur Annahme, ftands gegen die Staatsgewalt u. dgl. mehr versagt werden kann. stufen wünschen. Es sollen meist junge Burschen sein, die zu den daß das Detailreisen verboten sein soll: soweit nicht der BundesDer Abg. Schädler hat in der zweiten Berathung ausdrücklich zunftmäßigen Reisenden in einem gewissen Widerspruch stehen. rath noch für andere Waaren oder Gegenden oder Gruppen von erklärt: Ich muß bekennen, daß ich mich auf dem Boden des Man überlasse es doch den Betheiligten, sich für den Verkehr Gewerbetreibenden Ausnahmen zuläßt." Für diesen Antrag Prinzips stelle, denn das, was wir wollen, ist eine Beseitigung mit dem kaufenden Publikum die geeigneten Kräfte auszusuchen. stimmen außer den Sozialdemokraten, den beiden freisinnigen des Detailreifens. Und auch Herr Hize hat seine Absicht fund- Es giebt ungeschickte und plumpe Neisende von 40 und 50 Jahren Gruppen, der Volkspartei, auch die Nationalliberalen, die Deutschgegeben, das Detailreisen auf den Aussterbe Etat zu fehen. und tüchtige von 20 Jahren.( Zustimmung links.) Herr Hahn fonfervativen und die Reichspartei; dagegen das Zentrum, die Was bedeutet das anderes als das direkte Verbot des wollte in der zweiten Berathung den großen Ethifer herausbeißen Antisemiten, die Polen und Welfen. Detailreisens. Abg. Hize meinte, die Belästigung der Detail.-die gesammte kaufmännische Jugend vor großen sittlichen Schäden Der Antrag Stumm mit diesem Antrag Placke wird darauf reisenden würde bei weitem nicht in dem Maße erfolgen, als es bewahren, indem er sie vom Detailreisen fernhielt. Damit wurde in namentlicher Abstimmung mit 147 gegen 98 Stimmen an= gefürchtet würde. Soll denn das Gesetz nach Gunst oder Ungunst schlankweg in Hahn'scher Manier den Detailreisenden ein sitt genommen. Gegen denselben stimmt die Linke und ein Theil der ausgeführt werden? Soll es sich mehr oder weniger nach den in be- licher Matel angehängt, ohne den Schein eines Beweises. Auch Nationalliberalen, ferner einige Mitglieder des Zentrums und tracht kommenden Personen richten? Man hat unsere Befürchtungen die gewerblichen Arbeiter leiden unter den Folgen dieses Art. 8. der Antisemit Vielhaben; die Abgg. Engels( Rp.), Gamp( Rp.) als Phantasten und Uebertreibungen hingestellt und doch sind Denn da der Detailreisende das ganze Jahr reist und die und Prinz Hohenlohe enthalten sich der Abstimmung. wir gewohnt, unfere Befürchtungen immer noch übertroffen zu Produkte absetzt, so kommen die betreffenden Industriezweige Ohne Debatte werden die Artikel 9 und 10 genehmigt. sehen. Der Antrag Hasse, der dem Bundesrath es überlassen wenigstens einen Theil ihrer Arbeiter auch in der sonst saison- Darauf wird die weitere Berathung nach 7 Uhr bis Frei will, das Verbot auszusprechen, ist noch schlimmer, denn der stillen Beit beschäftigen. Der Antrag Hasse ift noch tag 2 Uhr vertagt. Bundesrath ist selbverständlich Irrthümern ausgesetzt. Die Re- gefährlicher als der Antrag Stumm, Size, Jacobsgierung zieht sich hinter derartige Anträge nur zurück, wenn es fötter, denn er entzieht dem Reichstag die Möglichkeit, ihr gerade genehm ist. Die beantragte Enquete will Herr von die vom Bundesrath gethanen Schritte redressiren zu können, Bötticher auch nicht veranlassen. Er hat gemeint, daß ganz abgesehen davon, daß die betreffenden Industrien vor ganz über diese Frage vollständige Klarheit herrscht, während ein fremde Zustände gestellt und niemals zur Ruhe kommen werden. Mit ihrer 52. Sigung beendete am Donnerstag die Blick auf die Unzahl von Abänderungsanträgen und die Wir haben den Eindruck, daß Artikel 8 wie das ganze Gefeß Kommission für das Bürgerliche Gesetzbuch ihre Arbeit. Meinungsverschiedenheiten beweisen müßte, wie groß die Unklar- gemacht ist nicht auf Andrängen des Publikums, der kleinen Als Termin für das Jukrafttreten des Gesetzbuchs wurde der heit ist auf diesem Gebiet. Dies hätte erst recht dazu veranlassen Handels- und Gewerbetreibenden, sondern auf Andrängen 1. Januar 1300 bestimmt. Hervorzuheben aus der Sigung ist. müssen, die nöthigen Erhebungen zu veranstalten. Wenn es fich darum der Majoritätsparteien, welche, getrieben von den Zünftlern, folgendes. Abgelehnt wurden die Anträge auf Aufhebung handelt, Forderungen des Arbeiterschutzes zur Durchführung zu der Regierung Jahr für Jahr in den Ohren gelegen haben, der Gesinde Ordnungen, Einführung einer reichsgesetzlichen bringen, dann ist man, obgleich auf diesem Gebiet die Er- und um die Herren endlich einmal los zu werden, hat sie Regelung der Krankenversicherung des Gefindes; des. fahrungen größere sind, nicht so schnell mit Vorschlägen bei der ihnen den Gefallen gethan. Das Detailreifen ist doch die ganz gleichen eine Resolution auf baldige Einführung reichsgesetzlicher Hand. Dann sind immer weitschweifige Erhebungen nothwendig. naturnothwendige Folge der anarchischen Waffenproduktion, die Krankenversicherung. Ebenso wurde abgelehnt lediglich die mit Parlamentarisches. häuslichen, nicht auch die mit wirthschaftlichen Arbeiten Be- 1 Hochsommer in einem von Duhenden von Gasflammen erhizten schäftigten als Gesinde zu bezeichnen oder eine reichsgefeßliche Saale sich aufhalten zu müssen. Firirung des Begriffs Gesinde vorzunehmen. Die Kommission # Die Charitee ist gegenwärtig in fast allen Abtheilungen so start besetzt, daß sie nur noch einige Kranke aufnehmen kann. beschloß aber, eine von Stadthagen gefertigte Ausarbeitung über die tann die Ausbeutung der Arbeiter ruhig ihren Fortgang nehmen, nach Dalldorf gebracht werden, damit für Aufnahme suchende In der Milchkuranstalt Victoria an der Kreuzbergerstraße Seute mußten von der Abtheilung für Geistestrante 18 Personen geschichtliche Entwickelung des Gesindes, über den bestehenden Rechts- die Lohnbewegung der Kutscher ist vollständig gescheitert. äußerlich franke Männer frei und für innerlich franke Frauen. Platz gefchaffen werde. Raum ist augenblicklich nur noch für zustand auf dem Gesinderecht, insbesondere eine Aufzählung der Grub bestehenden Gesinde- Ordnungen in Deutschland und eine Ueber beit und Mengstlichkeit seiner nichtorganisirten Arbeiter spekulirt: Herr Dekonomierath rub hat ganz richtig auf die UnwissenUnerhörte Milchpantschereien sind durch die Potsdamer ficht über die Kranken- und Unfallversicherung des Geſtudes in unter Bruch ihres den Stameraden gegebenen Wortes find von Polizeibehörde festgestellt und zur gerichtlichen Anzeige gebracht den Einzelstaaten um die Diskussion abzukürzen und gleichzeitig den 12 Kutschern bereits am Schluß der ersten Woche neun umworden. Es handelt sich der Bolts- 8tg." zufolge um die den Darlegungen unserer Genossen zur Begründung gerecht zu gefallen, drei dagegen zogen es vor, den Staub von den Pan- Molkerei„ Louisenhof" zu Tornow bei Potsdam, welche dent werden, drucken zu laffen und zwar nicht als Anlage zum Bericht, toffeln zu schütteln, nicht ohne vorher noch recht eigenthümliche Kommerzienrath Rösicke aus Berlin gehört und in der Umgegend aber in Sonderdruck den Abgeordneten zugehen zu laffen. Ab- Grfahrungen über die Ordnung, in dieser Musteranſtalt ge- ein großes Absatzgebiet ihrer Produkte hat. Namentlich lieferte gelehnt wurden ferner die Anträge unserer Genossen,§ 95 de 3 macht zu haben. Ihr Austritt erfolgte am 5. Juni; an diesem die Molkerei kondensirte Kindermilch in luftdichten Flaschen zu Unfallversicherungs- Gesezes aufzuheben, das Berg- Tage hofften sie, ihren Lohn, ihr Arbeitsbuch und ihre hinterlegte dem Preise von 30 bis 45 Pfg. pro Liter, und gerade diese für arbeiterrecht durch volle Unterstellung des Bergarbeitsvertrages Raution zu erhalten unter die Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung einheitlich reichs Staution zu erhalten sie irrten sich aber gewaltig; den Lohn Säuglinge bestimmte Milch war es, welche als start gefälscht und die Arbeitsbescheinigung erhielten sie erst am 6. Juni, die befunden wurde. Die Angelegenheit erregt in Potsdam um so gesetzlich zu gestalten, den partikularrechtlichen Zinsfuß der Leih- Kaution wurde ihnen aber erst am 8. Juni ein mehr Aussehen, als man der Molkerei„ Louisenhof" großes Veranstalten auf höchstens 8 pet. festzusetzen und folgendem Noth gehändigt. Es herrschen überhaupt idyllische Zustände in trauen entgegengebracht hat. vereinsgefeß im Einführungsgesetz Aufnahme zu schaffen Siefem gemeinnüßigen Unternehmen", in dem für den geringen Das Barbiergewerbe scheint sich zum Frauenberufe aus Die landesgefeßlichen Vorschriften, welche das Inverbindung Lohn von monatlich 80 m. die Leute von morgens 4 bis zuwachsen. Waren es bisher Frauen und Töchter von Barbiers Treten von Bereinen, welche politische Zwecke verfolgen, verbieten, abends 7 Uhr arbeiten müssen- auch die Frauen- der herren, welche im Geschäfte mithalfen, so werden jetzt direkt werden aufgehoben. Vereinigungen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, welche zum behuf der Erlangung günstigerer Lohn- Heizer z. B. auch noch jeden Sonntag jahraus jahrein, da ja weibliche Barbiergehilfen verlangt. Ein Inferat in einer hiesigen und Arbeitsbedingungen sich gebildet haben, unterliegen feiner für diesen rein industriellen Milchbetrieb die Gewerbe- Ordnung Beitung fucht Frau oder Fräulein, die rasiren kann". landesgefeßlichen Borschrift." Für das Nothvereinsgesetz stimmten nicht giltig ist, weil er als landwirthschaftlicher Betrieb Der steckbrieflich verfolgte Bankbeamte Götze, der das die Freifinnigen, die übrigen Kommiffionsmitglieder stimmten angefehen wird und daher der Gewerbe- Inspektor nix to seggen hat. Banthaus S. Bleichröder um 105 000 M. geschädigt hat und, wie dagegen, weil diese Materie nicht in das Bürgerliche Gesetzbuch Städtische Kunstdeputation. Nachdem gegenwärtig die mitgetheilt, in Philadelphia verhaftet wurde, wird demnächst in paffe. v. Bennigsen erklärte ausdrücklich, daß er einem städtische Kunstdeputation besteht, hat der hat der Ausschuß für Begleitung amerikanischer Detektivs mit dem Lloyddampfer, Spree" baldigen Nothvereinsgefeß, das die Verbindungsverbote aufhebt, Rechnungsfachen bei der Stadtverordneten- Versammlung an- in Bremerhaven oder Nordenham eintreffen. durchaus zustimmen werde und sich nicht denken fönne, daß geregt, zu den fünstlerischen Ausschmückungen städtischer Gebäude Arbeiterrifiko. Durch Absturz vom Baugerüst ist schon die Regierungen einem solchen Nothgefeß ihre Zustimmung und Brücken künftig die Kunstdeputation hinzuzuziehen. wieder ein Proletarier schwer verunglückt. Der 33 Jahre alte versagen würden. Die Freifinnigen und Sozialdemokraten Achtung, Nixdorf! Die Gemeindewähler der dritten Ab- Maurer Friedrich Arndt aus der Invalidenstr. 123 fiel am hielten es für unrecht, in dieser Materie der preußischen theilung werden auf die Erfaßwahl aufmerksam gemacht, welche Mittwoch Vormittag um 11 Uhr auf dem Grundstück KöthenerRegierung insbesondere gegenüber das Auge des Mißtrauens zu am Montag infolge des Ausscheidens des Gemeindevertreters straße 38 beim Abtragen eines Gerüstes infolge eines Fehltritts schließen. Abgelehnt wurden auch die Anträge auf Aufrecht- Schimkäse stlttfindet. Gerade neuerdings haben die bekannten aus einer Höhe von 3 Metern auf den Hof hinab und schlug haltung der Sonderrechte der Fürsten, des hohen Adels u. s. w., Vorgänge in der Gemeindevertretung die Wähler darüber belehrt, mit der rechten Körperseite gerade auf einen unten liegenden auf Aufhebung der Fideikommisse und anderer veralteten daß eine Wahrung ihrer Interessen nur durch die Sozialdemo- Mauerstein auf. Der Verunglückte brach sich mehrere Rippen Rechtsinstitute. Für Aufhebung stimmten auch hier nur fratie erfolgen kann. Thue daher jeder Parteigenosse am Montag und erlitt außerdem schwere innere Verlegungen; er wurde mit die Sozialdemokraten und Freisiunigen. Angenommen seine Pflicht! Die Wahlhandlung findet am nächsten Montag einer Droschte in ein Krankenhaus gebracht. wurden von der Kommission folgende Anträge und Reso- von vormittags 10 Uhr bis nachmittags 6 Uhr im Deutschen Auf der Polizeiwache hat sich Mittwoch Abend der lutionen, welche von Frohme und Stadthagen eingebracht Wirthshause, Bergstr. 136, statt. Als Kandidat ist unser Partei- obdachlose Arbeiter Karl Lipstein erhängt. Man hat den Unwaren: 1.§ 108 der Gewerbe- Ordnung enthält die Bestimmung, genoffe Ostermann aufgestellt. glücklichen wegen Bettelns angehalten und auf die Wache des daß die Zustimmung zur Ausstellung des Arbeitsbuchs von der Die Geschichte einer Petition. Von dem ehemaligen 37. Reviers in der Kronenstr. 73/74 gebracht; nicht lange nach Gemeindebehörde zu ergänzen ist, wenn der Vater die Ge- Wärter August B. erhalten wir eine Mittheilung, die ein be- der Einlieferung machte er seinem Dasein in der herrlichsten der nehmigung ohne Grund oder zum Nachtheil des Minderjährigen denkliches Bild von der Langfamkeit giebt, mit der der Magistrat Welten ein Ende. versagt oder wenn sonst die Erklärung nicht zu beschaffen ist. zuweilen Zuschriften hiesiger Einwohner erledigt. Am 2. No- Immer nobel. 20 000 mm. hatte am Montag in Potsdam Gine gleiche Bestimmung bezüglich des Vormundes fehlt. vember v. J., so schreibt uns B., hatte ich in einer mich be- eine Dame verloren. Ein Feuerwehrmann fand das aus Da ist gerichtliche Ergänzung möglich. Aber das hat, ins- treffenden Angelegenheit an die Stadtverordneten Versammlung amerikanischen Bapieren und 1000 m. in Gold bestehende Geld, besondere gegenüber der irrigen häufig aufgetretenen Ansicht, solche petitionirt. Als ich nach einem Vierteljahr noch keine Antwort händigte es der Berliererin aus und erhielt dafür eine Belohnung Ergänzung sei unzulässig, zu anderen Richtschnuren geführt. Die erhalten hatte, begab ich mich in das Bureau der Stadt von 5 M. Kommission stimmte dem bei, daß auch für die Fälle der fehlenden verordneten- Versammlung, wo mir der Bescheid wurde, daß mein Zustimmung des Vormundes der Gemeindebehörde die Schreiben bereits am 5. oder 6. November dem Magistrat zur die Leiche der 24 jährigen Privatlehrerin Martha Förder aus der Von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt worden ist Ergänzung obliegen solle. Zweitens wurde folgende Resolution Berücksichtigung fiberwiesen worden sei. Darauf erklärte mir Dalldorferstr. 39, deren Ableben nicht ganz aufgeklärt ist. Die Frohme- Stadthagen angenommen:" Die Kommission der Beamte im Generalbureau des Magistrats, daß die Sache junge Dame unterhielt feit fünf Jahren mit dem verheiratheten spricht die Erwartung aus, daß in dem Gesetz betreffend Alende- dem Oberbürgermeister vorgelegen habe und zu den Alten ge- in Kopenhagen lebenden Schriftsteller Stanislaus Brycyftzewski rungen der Zivil- Prozeßordnung der Kreis der unentbehrlichen schrieben wäre. Ich machte den Herrn darauf aufmerksam, ein Liebesverhältniß, aus dem drei Kinder vom 1 bis 4 Jahren Gegenstände erweitert, mindestens auf alle zum Erwerb oder daß die Petition in 3wei Eremplaren vorhanden sein hervorgingen. A13 das erste Kind geboren, verstieß die Beruf des Schuldners unentbehrlichen Gegenstände aus müsse, und daß doch eines an den Stadtverordneten- Vorsteher Mutter der Martha Förder, eine in der Johanniterstraße gedehnt und flarer geftaltet werde". Endlich wurde hätte zurückgehen müssen, anstatt es todt zu den Akten zu legen. lebende Wittwe, ihre Tochter, die nun zu einem verheiratheten der folgenden Resolution Frohme- Stadthagen zu Der Beamte antwortete achfelzuckend, daß er hierzu keinen Auf- Bruder ihres Geliebten in der Dalldorferstraße zog. Prycystzeipsti gestimmt:„ Der Reichstag spricht die Erwartung aus, daß trag erhalten hätte. Ich petitionirte nun am 2. Februar aber der sie unterstützte, besuchte sie hier auch öfter, wenn er nach 1. die Arbeitsverhältnisse, durch welche jemand sich verpflichtet, mals; auf dem an die Stadtverordneten- Bersammlung gerichteten Berlin fam, um seine schriftstellerischen Erzeugnisse zu vereinen Theil seiner geistigen oder förperlichen Arbeitskraft für die Exemplar meiner Bittschrift machte ich die Bemerkung, daß der werthen. Nach Angabe der Wirthsleute soll das Mädchen vor häusliche Gemeinschaft, ein wirthschaftliches oder ein gewerb Borsteher Herr Dr. Langerhans meine Angelegenheit dem acht Tagen erkrankt sein und oft start gefiebert und phantafirt liches Unternehmen gegen einen vereinbarten Lohn zu ver- Betitionsausschuß überweisen möge. Das ist auch geschehen. Am haben. wenden, 2. das Bergrecht, 3. das Jagd- und Fischereirecht, 18. Februar war die Sache in diesem Ausschuß zur Verhandlung an einer Lungenentzündung gelitten habe, so schlimm geworden, Am Dienstag Abend sei der Zustand der Kranken, die 4. das Versicherungsrecht, 5. das Verlagsrecht, 6. das gesammte gekommen und für begründet erachtet worden; allerdings wurde daß man einen zweiten Arzt zu Rathe gezogen habe. Wafferrecht baldthunlichst für ganz Deutschland einheitlich ge in einer späteren, wahrscheinlich am 5. März abgehaltenen Batientin sei jedoch bald einem hinzugetretenen Herzschlage er regelt werden." In der Resolution liegt ein erheblicher Anstoß Sigung ein gehöriger Abstrich gemacht. Doch das nebenher. legen. Demgegenüber bestehen jedoch Zweifel, ob Martha Förder zur Vereinheitlichung des eigentlichen Arbeitsvertrags" gegen Dann erhielt der Magistrat die Petition wieder zur Berück eines natürlichen Todes gestorben sei. Deffen einheitliche Regelung, wie früher bereits erwähnt, die Sie- sichtigung und hier blieb sie abermals ad acta liegen. Ich gierungen nach ihren Erklärungen ein prinzipielles Be- richtete nun alle vier Wochen an den Magistrat schriftlich die Die and 4 Mann bestehende Feuerwache im Opern denken nicht haben. Die Berathung im Plenum soll am Bitte, meine Eingabe zu berücksichtigen, nachdem ich end- hanse traf am Mittwoch nach der Vorstellung auf ihrem Rück nächsten Donnerstag beginnen. lich der persönlichen Nachfragen in drei Bureaus müde wege in der Oberwallstraße einen Pferdebahnwagen der Linie geworden war. Als dies beharrliche Streben aber auch ohne Spittelmarkt- Moabit an, dessen Holzbekleidung infolge einer Erfolg blieb, wandte ich mich mit einer Beschwerde an den Explosion der Lampe in Brand gerathen war. Das Feuer wurde Oberbürgermeister, welche danno, Wunder- nach fieben- rasch unterdrückt, so daß der Wagen schon nach furzem Aufenthalt Die Lifte der ftimmfähigen Bürger Berlius, die auf monatlichem Harren endlich, endlich den Erfolg hatte, daß am feinen Weg fortsetzen konnte. Von den Fahrgästen ist niemand dem städtischen Wahlbureau geführt wird, hat im Jahre 1895/96 8. Juni eine, meine Angelegenheit erledigende Antwort eintraf. 3u Schaden gekommen. einen bedeutenden Zuwachs gehabt. Im Vierteljahr 1. Januar- So wird mir also doch der Preis langen Krebsens und Hoffens Mit einem Sprung in die Spree endete ein Liebes31. März 1895 und im Rechnungsjahr 1. April 1895 bis zu theil, nachdem ich aus der Gefchichte meiner geringfügigen abenteuer, das in der Berliner Gewerbe- Ausstellung begonnen 31. März 1896 traten 26 608+64 231 in diesem Zeitraume Petition düsterer Ahnungen voll schon den pessimistischen Schluß hatte. Der einundzwanzigjährige Kommis Ostar M., welcher in ftimmfähig gewordene oder nach Berlin zugezogene bereits stimm- gezogen hatte, daß der ganze Magistrat amtsmüde geworden sei. einem Fabrikgeschäft in der Köpnickerstraße fonditionirte, hatte fähige Personen ein und schieden 18 849+46 168 verstorbene vor vierzehn Tagen die Bekanntschaft einer Kellnerin in einer oder fortgezogene stimmfähige Personen aus, das macht einen wir aus Anlaß des Prozesses gegen Auer und Genossen an der welches M. mit dem jungen Mädchen unterhielt, bestand vor Herr Kriminalkommissar Schöne fühlt sich beleidigt, weil Sonderausstellung in Treptow gemacht. Das Liebesverhältniß. Zuwachs von 7759+18 063 ftimmfähigen Personen. Die Vergleichung mit den Vorjahren wird dadurch leider erschwert, Klassizität seiner Zeugenaussagen in dem Leitartikel Nr. 116 des nämlich darin, daß er sich demselben gegenüber als Baron v. Alvensgleichung mit den Borjahren wird dadurch leider erschwert, Vorwärts" einige Zweifel zum Ausdruck brachten. Da wir leten ausgab, werthvolle Geschenke machte und die Gäste des daß, während bisher mit dem Kalenderjahre abgeschlossen daß Herr Schöne Botals mit Bier traftirte. Die Kellnerin schien aber zulet wurde, die neueste Veröffentlichung des Wahlbureaus sich auf durchaus nicht unfehlbar ist, so sehen wir einer eventuellen Zweifel in den Adel ihrers Verehrers gesetzt zu haben, denn sie das Rechnungsjahr fammit einem Uebergangs- Bierteljahr, also Verhandlung vor Gericht mit großer Seelenruhe entgegen. auf 5 Bierteljahre, bezieht. Zugang, Abgang und Zuwachs stellte Weiter wurde unser verantwortlicher Redakteur vernommen, weil und dort erfahren, daß ihr Verehrer der Sohn eines ehrbaren Verhandlung vor Gericht mit großer Seelenruhe entgegen. hatte sich in dem Geschäft, in welchem M. Londitionirte, erkundigt fich in den letzten Jahren folgendermaßen: wir seinerzeit nach der Allg. Fleischer- Zeitung" die Nachricht Handwerkers sei. Als gestern der junge Mensch wieder erschien, brachten, daß ein Herr v. Waldow an ein hiesiges Regiment Hammel warf ihm das Mädchen das Mädchen seine Lügenhaftigkeit vor und M. entfernte 55 862 63 233 64 675 67 482 fleisch liefere das Pfd. 2 Pf. theurer als der Marktpreis und ohne, daß ersuchte ihn, sie nicht weiter zu belästigen. Du wirst bald sehen, wie ein 18 849 49 448 50 725 40 222 50 990 baffelbe vorschriftsmäßig untersucht wurde. Das vorstehend sich mit den Worten: 6 419 12 508 24 453 16 442 genannte Blatt hat auch mitgetheilt, daß der Verein der Berliner wirklicher Edelmann zu sterben weiß". Er begab sich an Die beträchtliche Steigerung des Zuwachses im letzten Jahre Engrosschlächtermeister seinerzeit beschlossen hat, der Staats- das Ufer der Spree und sprang gegen 83/4 Uhr unweit des Die beträchtliche Steigerung des Zuwachses im letzten Jahre anwaltschaft Anzeige zu erstatten. Wie diefe von uns ohne jede Gierhäuschens ins Wasser. Ein vorüberfahrendes Motorboot ist wohl hauptsächlich daraus zu erklären, daß 1895 der Zuzug nach Berlin sehr bedeutend war, während andererseits die starte eigene Bemerkung wiedergegebene Notiz Anlaß zu einer Ber- entdeckte den auf den Fluthen Dahintreibenden und schaffte ihn, Verminderung des Zuwachses in den beiden vorhergehenden nehmung geben konnte, wäre uns ganz unverständlich, wenn nachdem erfolgreiche Wiederbelebungsversuche angestellt waren, nach einem Krankenhause in Berlin. Hier wurde sofort konstatirt, Jahren zum theil darauf zurückgeführt werden mußte, daß damals ia wenn wir eben nicht in Preußen lebten. der Ueberschuß des Zuzugs über den Abzug erheblich hinter den Der Prozeß Hinge und Genossen wird am 6. Juli vor daß der junge Mann irrsinnig sei. Er ist in Herzberge unter Ueberschüssen der Vorjahre zurückblieb. Die Zahl der ftimmfähigen dem Landgericht I als Berufungsgericht noch einmal verhandelt gebracht worden. Bürger wird aber auch dadurch beeinflußt, daß das Wahlrecht in ge- werden. Die Angeklagten wie die Staatsanwaltschaft haben Bewiffen Fällen ruht. Personen, denen die bürgerlichen Ehrenrechte rufung eingelegt. 1895/96 64 231 Zugang. Abgang. 46 168 Zuwachs. 18 063 " Lokales. 1. Duartal 1895 26 608 7 759 1894 1898 1892 1891 Die Kollision zweier Dampfer. Mittwoch Nachmittag gegen Uhr erfolgte an der Eisenbahnbrücke an der Oberspree dadurch aberkannt sind, die aus öffentlichen Mitteln Armenunterstüßung Akkumulatorenbetrieb im Straßenverkehr. Von der ein Zusammenstoß des Personendampfers Sedan" der Dampfbeziehen oder im letzten Jahre bezogen, in Konkurs sind oder Verkehrsdeputation der Stadt Berlin ist die Hagener Akkumu- fchifffahrtsgesellschaft" Stern" mit dem Schleppdampfer„ Ober unter Vormundschaft stehen, scheiden für so lange, als die latoren- Fabrit A.-G. aufgefordert worden, auf grund ihrer spree" der Rhederei vereinigter Schiffer in Breslau, daß beide genannten Voraussetzungen bestehen, aus der Reihe der Stimm- früheren Offerten nunmehr den probeweisen, fahrplanmäßigen stromauf fahrend in die linke Durchfahrtsöffnung einliefen. Die fähigen aus. Betrieb einiger mittels Affumulatoren fortbewegten Straßenbahn- Schuld an dem Unfalle soll den Führer des Dampfers Sedan" Das Wahlbureau erhielt Meldungen über wagen in Berlin einzurichten. Die Hagener Affumulatoren fabrit treffen, da er ohne Rücksicht auf die Nähe der Brücke den ift auf grund dieser Aufforderung fofort mit den Berliner Schleppdampfer zu überholen suchte. Er ist infolge dessen von 1891 Verkehrsanstalten in Verhandlung getreten, um auf deren Geleifen der Gesellschaft" Stern" sofort entlassen worden. 3669 ben Brobebetrieb vorzunehmen. 16074 1. Quart. Bestrafte Unterstützte 43176 1895/96 3274 Konkurse 497 Bevormundete 154 1895 744 13327 148 4 358 119 1894 1893 1892 3828 3349 3560 48938 26287 20046 339 159 Eine englisch internationale Vereinigung, die sich 402 503 institution of naval architects nennt, ist gegenwärtig in Berlin 162 179 versammelt. Eine Reihe nationaler" Blätter, die noch bis vor Berlin Witterungsübersicht vom 11. Juni 1896. Als Unterstützung aus öffentlichen Mitteln gilt nicht blos furzem die Mode mitmachten und im blöden Geschimpfe auf Stationen. Armengeld, sondern auch unentgeltliche Verpflegung in einem England auch an der Reise der Fremden nach hier Anstoß städtischen Kranken- oder Frrenhause, ja sogar schon eine Stundung nahmen, bringen jetzt spaltenlange Berichte, in der sie das der Kurkosten auf längere Zeit. Wirken der genannten Gesellschaft rühmen. Eingehend schildern In der Berliner Bockbrauerei herrschte in der gestrigen sie, wie die höchsten Reichsbehörden der institution of naval Parteiversammlung eine tropische Hize, nicht blos infolge des architects gegenwärtig glanzvolle Feste geben, die auf eine unzahlreichen Besuches, sondern auch infolge des sonderbaren Um- geahnte Bedeutung dieser bisher wenig genannten Gesellschaft Hamburg ftandes, daß der Dekonom statt des elektrischen Lichtes gestern schließen lassen. Unrichtig ist allerdings die in Umlauf gesetzte Abend für den Saal Gas anstecken ließ. Im Korridor, Darstellung, daß die institution of naval architects es ist, Borsaal u. s. w. brannte elektrisches Licht. Im Winter, wo die welcher die Umdrehung der Weltachse obliegt. Leute das Gas mit Freuden begrüßt hätten, weil sie bei der Das Foyer in der neuen Urania in der Taubenstraße ist Haparanda. mangelhaften Heizung des Saales froren, da brannten die als Lesezimmer für die Gäste des Inftituts eingerichtet. Es sind Petersburg elektrischen Lampen, gestern war der Herr Lehmann den ganzen dort einige vierzig der angefebensten naturwissenschaftlichen Beit Sort Abend unauffindbar und die Versammlungstheilnehmer mußten schriften in deutscher, französischer, englischer und italienischer daher bei schwacher Beleuchtung umsomehr schwigen. Das ver- Sprache von 2-9 Uhr zum freien Gebrauch für jedermann aus. anlaßte eine ganze Anzahl von Genossen, für ein im Laufe des gelegt. Das Büffet, welches nächstens noch durch eine elektrische Sommers geplantes großes Sommerfest von der Bockbrauerei Küche bereichert werden soll, sorgt für das leibliche Wohlergehen. Abstand zu nehmen, weil man die Theilnehmer, insbesondere die Im Brütofen sind wieder junge Hühnchen im Auskommen be Tanzluftigen, unmöglich der Gefahr aussehen könne, eventuell im griffen. Wien. Barometers stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windstärke Wetter Temperatur nach Celfins ( 5°. 4º° R.) Swinemünde 755 NND 2 756 2 755 NO 3 halb bedeckt heiter woltig 18 20 18 Wiesbaden München 755 2 wolkig 15 757 4 heiter 14 755 1 wolfenlos 16 760 2 Regen 10 760 N 1 wolfenlos 15 760 757 WNW 3 NW heiter 16 755 2 5 bedeckt Regen 12 14 Aberdeen. Paris. Wetter- Prognose für Freitag, den 12. Juni 1896. Etwas fühleres, zeitweise heiteres, vielfach woltiges Wetter mit Regen und mäßigen wefilichen Winden. tann. Der Gewerbe- Ausfellung 1896. tommen? # Versammlungen. Am Das heftige Gewitter am geftrigen Nachmittage hat in Anträge der Arbeitgeber gefnüpft und die Voraussetzung I während ihre beiden Kinder, der Sohn Hugo als Kaufmann in vielen Straßen der Stadt Ueberschwemmungen hervorgerufen. ausgesprochen, daß eine sachverständige Führung der in einer Paris und ihre Tochter, eine frühere Sängerin, in Mailand Ein Haus in der Mittenwalderstraße wurde vom Bligschlage bestimmten Mindestzahl zu entfendenden Arbeiter erfolgt. Die leben. Frau Maßmann las daher mit Vorliebe ausländische getroffen, doch konnte die Feuerwehr die Gefahr leicht beseitigen. Mindestzahl der zu entfendenden Arbeiter ist nunmehr auf zehn Beitungen. Als sie im Juni 1892 in einem Café eine Mailänder Am Mittwoch nahmen wie bekanntlich von einer polizei- festgesetzt, die auch bei verschiedenen Arbeitgebern des- Beitung las, wurde sie von einem Herrn in italienischer Sprache offizösen Meldung Notiz, nach welcher der Arbeiter Paul Falken- felben Ortes und des gleichen Gewerbezweiges in Arbeit angeredet, der sie bat, für ihn bei dem Kellner ein Glas Bier zu bayn vor der Hutfabrik von Bambus Schuhleute beleidigt und stehen tönnen. Die Beurtheilung der Bedeutung der bestellen. Auf diese Weise gerieth der Fremde mit ihr ins Gespräch sich dann in die Spree gestürzt haben sollte, aus welcher er aber Berliner Ausstellung für den betreffenden Gewerbezweig ist und theilte ihr mit, er tomme von Amerika und beabsichtige, einen gerettet worden sei. Wir erhalten jetzt die Meldung, daß Falkens den Arbeitgebern überlassen. Für die Fahrt werden Neffen, der in Liverpool zurückgelassen sei, in Hamburg in Pension zu hayn, der Kartonarbeiter ist, mit den Hutmachern und derem besondere Karten mit der Bezeichnung Arbeiterkarte zum Aus- geben. In seiner Begleitung befand sich ein anderer Italiener. Bald Lohntampfe in feinerlei Beziehung steht, und daß der Vorfall stellungsbefuch" und der Angabe der Giltigkeitsdauer ausgegeben. erschien auch ein dritter Freund, der sich Gaddi nannte und Ge also den Ausständigen in keiner Weise zur Last gelegt werden Der Begleiter erhält eine gleiche Karte. Diese Bestimmungen schichten von seinem großen Vermögen zu erzählen begann. Er gelten auch für Arbeiter der Staatseisenbahn- Wert habe in Amerika 4 bis 5 Millionen Dollars verdient, von denen stätten. Den Angehörigen des Fischerei Gewerbes ist er 4-500 000 Dollars in einer Reisetasche bei sich führe; ferner Einzelreise gestattet. habe er in Liverpool eine Kiste mit Diamanten stehen 2c. Frau Bielleicht kommt die Eisenbahnbureaukratie noch zu weiteren. schenkte allen diesen Erzählungen Glauben und nahm die Die Bestrebungen des Herrn v. Schenckendorff. Herr Erleichterungen, so u. a. zu der, daß Arbeiter, losgelöst vom Leute in ihr Haus, wo sie den Diebstahl ausführten. Die v. Schenckendorff, Borsitzender des„ Berliner Hauptvereins für Gängelbande ihrer Unternehmer, durch Vermittelung ihrer Gauner blieben lange verschwunden, bis zwei von ihnen in Knabenhandarbeit"( und auch des Deutschen. Vereins für Berufsorganisationen zu ermäßigten Preisen nach Berlin fahren Frankreich ein dritter in Buenos- Ayres entdeckt Knabenhandarbeit"), hat in seinem kürzlich in der Gewerbe- können. wurde. In dem am Montag in Hamburg begonnenen Prozeß Ausstellung gehaltenen Vortrage über Handfertigkeitsunterricht Herr Joseph Baner, der Mitinhaber des Café Bauer auf leugneten Mecca wie Salomone, die sich bei ihrem ersten Auf bestritten, daß seine und des Vereins Bestrebungen irgend eine der Gewerbe Ausstellung und Unter den Linden, richtet aus enthalt in Hamburg falsche Namen beigelegt hatten, jede BeSpige gegen die Sozialdemokratie richten. Dem Anlaß der vorgestern von uns veröffentlichten Beschwerden eines theiligung an dem Diebstahl, und es mußte ein großer Bengengegenüber verweisen wir noch einmal auf den Vor- Theils der Bahlkellner eine Buschrift an uns, in der er aus apparat zu ihrer Ueberführung aufgeboten werden. trag, den Herr v. Sch. 1890 auf dem 10. deutschen Kongreß einandersetzt, daß in seinem Unternehmen stets nach dem Grund: Mittwoch wurde das Zeugenverhör beendigt, Staatsanwalt und für erziehliche Knabenhandarbeit zu Straßburg gehalten hat und fat gehandelt worden sei, die Kellner ausreichend zu belohnen. Bertheidiger hatten bereits ihre Plaidoyers gehalten, als im letzten in einigen Punkten ohne Beeinträchtigung des Grund- So bekomme jeder Zuträger ein Monatsgehalt von 100 m. und Moment Mecca mit einem Geständniß herausrückte. Er schilderte gedankens, mit Zufäßen versehen später als Broschüre 30 M. Bonifikation monatlich, ein Betrag, wie er hier noch nie den Diebstahl an der Frau Maßmann in einer neuen Dax( Arbeitsunterricht auf dem Lande", Görlitz, 1891, D. Bierling) bezahlt worden sei. Leider sei ein Brauch eingeriffen, der flellung, nach der ein gewisser Enrico und Riccardini die Haupterschienen ist. Darin heißt es auf S. 29:" Bu dieser vor von den Cafetiers vergebens bekämpft werde; Die auftifter gewesen seien, während er unbewußt dabei geholfen handenen Nothlage( nämlich dem„ ungesunden Strom vom Lande Bahlkellner setzten nämlich den Zuträgern einen Geldbetrag pro babe, sein Mitangeklagter Salomone aber ganz unschuldig fein nach der Stadt") tritt aber noch hinzu, daß der Geist der Un- Tag aus, wohl um einen Akt der Gerechtigkeit auszuüben, da solle. Er machte ferner Angaben, die den Gerichtshof veranlaßten, zufriedenheit und der gesellschaftlichen Berfeßung mehr und mehr fein Zuträger Trinkgeld bekomme. Herr Bauer selbst ist nun, die Deffentlichkeit auszuschließen. Nachdem dieselbe wieder herauch in die landwirthschaftlichen Kreise gedrungen ist. Offen wie er schreibt, energisch dafür eingetreten, daß die Zahlfellner, gestellt worden, verkündete der Vorsitzende den Gerichtsbeschluß, wird es von der Sozialdemokratie als das die den Zuträgern täglich 2 M. 50 Pf. schenkten, vom Tage die Polizeibehörde zu ersuchen, zu ermitteln, wo der Angeklagte bie Polizeibehörde zu ersuchen, zu ermitteln, wo der Angeklagte aur 3eit erstrebenswerthefte 3iel bezeichnet, seines Einschreitens an nur 1 M. 50 Pf. abgeben durften. Jeder Mecca sich im Juni 1892 in Hamburg aufgehalten habe, und die Agitation planmäßig auch in die land Bahlkellner habe fünf Buträger; es müsse also, so nieint Herr diese Nachforschungen unter ganz besonderen Sicherheitsmaßregeln Itchen Kreise hineinzutragen. Der sozialdemo- Bauer, um ihren Verdienst durch Trinkgelder nicht schlecht stehen, aut erledigen. In der Verhandlung der Sache soll am Sonns fratische Parteitag in Halle befeitigt hierüber wenn sie von ihrem Einkommen täglich 12 M. 50 Pf. opferten. abend fortgefahren werden. jeden zweifel.( Im Original gesperrt.) Unter solchen Des ferneren bestreitet Herr Bauer, daß ein ZahlUmständen muß es für alle tönigstreuen Bürger, die also auf teliner ihm auf seine Weigerung, auf die allgemein dem Boden der heutigen gesellschaftlichen Ordnung stehen und üblichen 4 pet. Provision zu verzichten, geantwortet habe, von hieraus reformirend einwirken wollen, zugleich als eine man sei andernfalls gezwungen, das Publikum zu betrügen. sozialpolitische Nothwendigkeit erscheinen, auch auf dem Wäre eine solche Aeußerung aus dem Munde eines Zahlkellners Silbermann folgende Richtigstellung: In der am 9. Juni 1896 Bum Streit der Hntmacher erhalten wir von Gebrüder Lande recht bald träftige Gegenmittel zu erwirklich gefallen, so hätte dem Cafetier nichts anderes übrig erschienenen Ausgabe Ihrer Beitung wird unter der Rubrik greifen!( Im Original gesperrt.) Eines derselben bleiben können, als den Kellner zu entlassen.. ist sicher diese dargelegte Verbesserung der Landschulen, Zu dieser Zuschrift bemerken wir, daß es uns nie ein- Brauerei Friedrichshain getagte Versammlung der Hutmacher Versammlungen über eine am Sonntag, den 7. d. M. in der indem sie eine Neigung zum landwirthschaftlichen Beruf erweckt, gefallen ist, zu behaupten, daß die Lohnverhältnisse der Kellner folgendes berichtet: Der Fabritant Silbermann habe einzelnen ferner die frühe Gewöhnung der ländlichen Jugend an Fleiß und im Café Bauer abnorm schlimm seien. Es sei sogar anerkannt, seiner ausständigen Arbeiter mittheilen lassen, daß sie wieder anBetriebsamkeit und die hiermit in Verbindung stehende Stärkung daß die Angestellten gerade in diesem Café noch verhältniß fangen könnten, wenn sie aus dem Verein austräten. Als diesem des häuslichen Lebens." So offen enthüllt Herr v. Sch. seine mäßig menschenwürdig behandelt werden. Um so mehr muß es Anerbieten natürlich niemand nachfam, habe Silbermann sich Absichten zwar nur bei Besprechung der von ihm, wie man sieht, aber wundernehmen, daß Herr Bauer nicht versucht hat, sich sogar bereit erklärt, die betreffenden auch ohne die Bedingung mit unzweidentigen Worten als Mittel gegen die Sozialdemo- im Punkte der Provision mit den in betracht kommenden Zahl des Austritts wieder anzunehmen. fratie empfohlenen Aufnahme der Landwirthschaftskunde in den tellnern zu einigen. Diese Darstellung ist bezüg Lehrplan der Dorfschulen. Aber auch von der Einführung eines lich des 2. Absages unrichtig. Thatsache ist, daß wir uns bereit auf den fünftigen Landarbeiter zugeschnittenen ländlichen Hand- schiedenen Firmen und der Amtsgemeinde zu Treptow ist die nur unter der Bedingung, wenn sie aus dem Verein aus. Nach Vereinbarung des Arbeitsausschusses mit ver- erklärt haben, einzelne alte Arbeiter wieder einzustellen, aber arbeitsunterrichts heißt es in der Broschüre: auch hier können Treptower Chaussee innerhalb des Ausstellungšterrains mit Gas- treten. wir in unserer heutigen, so vielfach bedrängten und von glühlicht- Beleuchtung versehen worden. Das auf dieser Strecke destruktiven Tendenzen erfüllten Beit solche Reime legen" zur Anwendung gekommene Beleuchtungsverfahren soll auch in öffentliche Versammlung ab. Einleitend referirte Reinhold Die selbständigen Mühenmacher hielten am 8. Juni eine Möglich, daß die Mehrzahl derjenigen, die die Knabenhand- anderen Theilen des Partes noch in möglichst weitgehender Schöpte( vom graphischen Gewerbe) über„ Lohnbewegung der arbeitsfache unterstützen, solche Hoffnungen und Wünsche als Weise zur Unterstützung der elektrischen Beleuchtung Verwendung Hausindustrie". Bon allgemeinen Gefichtspunkten ging er speziell aussichtslos belächeln. Aber Herr v. Sch. hat kein Recht, zu finden. fagen, daß seine Bestrebungen sich nicht gegen die Soziale auf die Lage der Versammelten über. Die Hausindustrie er demokratie richten. Oder ist inzwischen auch er zur Einsicht ge- gelegentlich der Illumination in der Kolonial- Abtheilung auf äußerst angestrengte Arbeitsleistung, Ein schwerer Branduufall ereignete sich vorgestern Abend fordert hier, da die Fabrikation Saisonarbeit sei, zu der sämmtliche Abraham's Wolfsernährung. Als die Konfiskation dem Terrain dieser Sonder- Ausstellung. Die Entzündung der Familienangehörige hinzugezogen werden und wechselt dann des tuberkulösen Fleisches an's Tageslicht kam, und Herr Lampions sollte mittelst Zündschnur stattfinden. Der Arbeiter diese schrankenlose Arbeitszeit mit gänzlicher ArbeitsAbraham die Blamage von sich abzuschütteln suchte, da Lindenberg nahm ein Knäuel der Zündschnur in die losigkeit ab. Redner verwirft prinzipiell die Hausrichteten wir die Frage an ihn, über den Preis des in der Hand und hielt, um zu versuchen, ob dieselbe auch industrie, hält aber die Beseitigung derselben in absehbarer Zeit Voltsernährung verwendeten Fleisches In demselben Augen- noch für eine Utopie. Die Diskussionsredner erklärten die gegenzuschänken. Eine Auskunft ist nunmehr, nachdem über 14 Tage blick schlug eine gewaltige Stich flamme empor, Lindenberg wärtige Beit als die geeignetste, den Fabrikanten ihre Forderungen verstrichen sind, endlich erfolgt, eine Auskunft, wie sie vernichtender und einem neben ihm stehenden Arbeitskollegen ins Gesicht. zu stellen. Diese sind: für das Unternehmen der Voltsernährung allerdings nicht sein kann. Beide erlitten schwere Brandwunden; 2., dem das ganze Gesicht 1. Gin prozentualer Lohnaufschlag nicht- unter 33 pet. für Das Komitee gesteht nämlich, für das Rindfleisch 35 Pf. und für hochgradig verbrannt, mußte mittels Kranken- Transportwagens die geringsten Arten von Mützen. 2. Aushängung der vereindas Kalbfleisch 40 Pf. pro Pfund gezahlt zu haben. Jede Haus- nach dem Krankenhause Friedrichshain gebracht werden, der barten Preise im Geschäftslotal; jede Müze muß mit der fran weiß, daß es unmöglich ist, für diesen Betrag ein gesundes, zweite Arbeiter, namens Römer, fonnte, nachdem ihm die erste richtigen Nummer und dem dafür zu zahlenden Arbeitslohn vergeschweige denn ein Fleisch von guter Qualität zu liefern. Was Hilfe zutheil geworden, seine Thätigkeit wieder aufnehmen. sehen sein. 3. Keine Maßregelung. Keine Fortgabe der Arbeit mag da die Erklärung des Komitees für Volksernährung an andere Mützenmacher als an diejenigen, die die Muster auf der Berliner Gewerbe Ausstellung", gezeichnet von Runft und Wissenschaft. ausgearbeitet, es sei denn mit deren Einwilligung. Der von der den Herren Geheimen Sanitätsrath Professor Dr. Tobold, Rommission aufgestellte Lohnaufschlag stellt sich wie folgt: Stadtv. Langenbucher. Rechtsanwalt Hugo Wurm, Chemiker Das Schiller- Theater bringt heute noch eine Aufführung Müßen, die pro Dußend mit 50 Bf. bis zu 2 M. bezahlt wurden, Dr. C. Virchow und Chemiker Dr. Elsbach eigentlich von Schönthau's Lustspiel Das legte Wort". Morgen wird der sollen mit 33 pCt. Lohnaufschlag bezahlt werden. Mützen von bedeuten sollen? Gegen diese„ Erklärung" wendet sich Schwant Bergnügte Flitterwochen" von Brentano und Keller 2,25 M. bis 3 M. pro Dugend mit 25 pet. Müßen von 3,25 in scharfen Worten auch die Allg. Fleisch.- 3tg." in sum ersten Male gegeben. bis 4 M. mit 20 pet. und solche von 4,25 bis 5 M. pro Duzend einem längeren Artikel, der neben vielem unseren Lesern bereits Hermann Sudermann wird in der nächsten Saison im mit 10 pCt. Lohnaufschlag. Bon den 170 selbständigen Müzenbekannten folgende neue Punkte enthält. Das angebliche thier- Deutschen Theater drei Einakter zur Ausführung bringen laffen. machern in Berlin, deren Wohnungen örtlich zusammenliegen, ärztliche Attest, auf das sich die Komitee- Herren berufen, in der Umgegend vom Windmühlenberg, haben sich 134 unter Spuren einer vorgeschichtlichen Menscheuraffe. Zwei bestand aus einem halben Ottavblättchen, auf dem Kuratoren der Archäologischen Gesellschaft von Ohio wollen in schriftlich dazu bekannt, ihren Fabrikanten die aufgestellten folgendes stand: 1 Rind und 4 Kälber habe ich vor der Coshocton, Ohio, unzweideutige Reste einer vorgeschichtlichen Forderungen zu unterbreiten resp. in einen Streit um Erringung Schlachtung gesehen. Röber, Thierarzt." Das ist doch kein be- Rasse entdeckt haben. In einem Grabhügel wurden fünf Gerippe dieser Forderungen einzutreten. Im weiteren Verlaufe der weisträftiges Attest. von merkwürdiger Beschaffenheit gefunden. Die Gerippe zeigen Diskussion wurde das Verhalten der Gefellen scharf fritisirt, Praktische Flugversuche lautete das Thema, welches am den Typus eines eigenartigen Volkes; sie lassen ersehen, daß die hauptsächlich deren Annahme, daß die Selbständigen wenig einig Dienstag mehrere hundert Personen in dem Hörsaal des Chemie- Urbewohner Amerifas von bedeutend fleinerer Statur gewesen unter einander feien, und in ihren Reihen eine gewisse Zergebäudes auf der Ausstellung versammelt hatte. Der Vortragende, fein müssen, als das heutige Menschengeschlecht. Die Schädel fahrenheit herrsche. Am entschiedensten wandte man sich gegen der durch seine bereits mehrere Jahre hindurch fortgesetzten Flug- find dicker, als die der äthiopischen Rasse; fie zeigen hervor. Die seinerzeit von den Gesellen angenommene Resolution, die versuche bekannte Ingenieur Lilienthal suchte auszuführen, daß stehende Backenknochen, prächtige Bähne, aber sehr kleine Hirn- fich ablehnend zu einem Streit verhielt, mit der Begründung, die Aufgabe, einen lenkbaren Luftballon oder eine große lenkbare höhlen. In den Grabhügeln wurden ferner eine Menge fsteinerner daß bazu die Hauptvorbedingung, das Geld, fehle. Es wurde Flugmaschine zu konstruiren, vorläufig wohl noch nicht lösbar sei, Pfeilspigen, Messer und ähnliche Sachen gefunden. betont, daß Geld genug vorhanden, und wenn der Streit 1/4 Jahr dauern sollte. Die weil man noch zu wenig praktische Erfahrung in der Behand den Gesellen gemachten lung des Windes habe. Er verzichtete daher nach mehreren fehl Vorwürfe wurden von Vier energisch zurückgewiesen, geschlagenen Bersuchen darauf, derartige Apparate herzustellen, und wobei ihm vom Vorsitzenden mehrmals mit Wortentziehung wurde. Gebrold tonstatirte darauf, daß suchte durch wirkliches Fliegen nach Art der Vögel mit dem Zwei Gefangenen Aufseher aus dem Strafgefängniß gedroht Winde vertraut zu werden. Zu diesem Behufe verfertigte er sich Blößensee, welche einer Zeitungs- Meldung nach wegen allerlei die Selbständigen jetzt den Kampf nach beiden Seiten führen einen Apparat, der einigermaßen an die Flügel der Fledermäuse Durchstechereien bezw. wegen Diebstahl und Hehlerei in das würden, einmal mit den Fabrikanten, dann auch mit den erinnert; denselben kann er bequem mit den Händen fassen, und Untersuchungsgefängniß eingeliefert worden sind, befinden sich Gesellen. Es entstand eine äußerst gereizte Stimmung, die durch wenn er dann von einem erhöhten Standpunkte aus in die Luft hier schon seit mehreren Wochen. Es sind dies die Hilfs- Als Vier hierauf nochmals versicherte, daß es den Gesellen das Eingreifen des Referenten sich erst einigermaßen beruhigte. springt, so fann er etwa 200 bis 250 Meter weit in der Luft Aufseher Rieck und Koch an. Die Voruntersuchung in der niemals einfallen würde, den streitenden Selbständigen in den schwebend zurücklegen. Almälig hat er gelernt, den Wind zu Sache ist bereits abgeschlossen und die Akten befinden sich auf Rücken zu fallen, wurde der Versicherung Gehör gegeben. Der benußen, so daß er selbst bei mäßigem Winde oft hoch über dem Wege zum Landgericht. seinen Standpunkt hinauskommt. Punkt: Geheime Abstimmung über den Tag der ArbeitsniederEr empfiehlt diesen Luft- Die Straffache gegen Frin Friedmann wird dem Verlegung wurde dadurch erledigt, daß diese Angelegenheit der Sport, einmal als ein ganz besonderes und gesundes Vergnügen, nehmen nach am Mittwoch, den 24. d. M. vor der ersten Straf Kommission überlassen wurde, um ein vorzeitiges Bekanntwerden und dann, weil er hofft, daß man auch der Aufgabe der wirklichen fammer hiesigen Landgerichts I unter Vorsitz des Luftschifffahrt näher kommen wird, wenn erst viele durch ihre gerichts- Direttors Nied zur Verhandlung gelangen. JustizLand- dieses Termines zu verhindern. praktische Beschäftigung mit dem Fliegen Erfahrungen sammeln rath Kleinholz, der dem Angeklagten bis jetzt und Verbesserungen an den Apparaten anbringen. in dem Vorverfahren zur Seite gestanden hat, hat aus persön Wir halten es nicht für unmöglich, daß sich ein derartiger lichen Gründen davon Abstand genommen, im Hauptverhandlungs Luftsport entwickeln wird. So wenig jedoch das Zweirad die termin die Vertheidigung zu führen. Friedmann wird sich daher Wie man als Hauswirth sein Grundstück ganz um= Lokomotive oder die elektrische Eisenbahn ersehen kann, so wenig selbst vertheidigen. Bekanntlich handelt es sich bei dem Strafionit ausgebessert erhalten tann, lehrt ein Beispiel, fann das sportmäßige Fliegen die Aufgabe der Beförderung durch verfahren lediglich um den Fall Berger und um die Entscheidung welches die Stadt Ruhrort giebt. Dort soll der deutsche die Luft lösen. Die Menschheit wird hoffentlich noch zu Luft- der Frage, ob sich Friedmann bei der Verwendung der ihm über Kaiser nächstens zu Besuch kommen. Ueber die Vorbereitungen wagen kommen, auf denen Güter transportirt werden, und die gebenen Summe von 6000 M. in eigenem Interesse einer straf zu diesem Ereigniß steht in Nr. 160 des General- Anzeigers" für jeder mit Sicherheit besteigen kann, auch ohne daß er die Kunst baren Handlung schuldig gemacht hat. Die Summe von 6000 M. Düsseldorf zu lesen:" Schon jetzt beginnt unfere soust des Fliegens geübt hat. nebst Binsen und Kosten ist inzwischen im Auftrage des Angeklagten nicht mit äußeren Schönheiten ausgezeichnete Stadt ein an an Berger ausgezahlt worden. muthiges, freundliches Festgewand anzulegen. Für Ausbesserung und Verputz der Häuser wenig bemittelter Eigenthümer wurde eine hinlängliche Summe von der Stadt gespendet." Werden da die Arbeiter in Ruhrort fich freuen, daß sie mit ihren Steuergroschen den Hauswirthen ganz besonders förderlich und dienlich sein können. reinen Wein einRückzug der Eisenbahnbureaukratie. Der allgemeine Unwille über die bureaukratische Verklausulirung, durch welche die Fahrpreisermäßigungen für gewerbliche Arbeiter zum Besuch der Gewerbe- Ausstellung vollständig ihren Zweck verfehlen mußten, hat doch schon einen kleinen Erfolg gehabt. brenne, ein Streichholz dagegen. Gerichts- Beifung. % Der Rechtsanwalt und Notar Schanz in Dresden ist am Donnerstag wegen Beihilfe zum betrügerischen Bankrott zu einem Jahr vier Monaten Gefängniß verurtheilt worden. Vermischtes. " Ein Betrugsprozeß erregt gegenwärtig in Hamburg Die„ Berliner Korrespondenz" schreibt: Bei Festsetzung der Aufsehen. Am 9. Juni 1892 wurden in Hamburg der Wittwe Bedingungen, unter denen die Gewährung besonderer Fahrpreis- Maßmann 10 Stück italienische Rente im Werthe von 150 000 Lire Die Frau als Rechtsanwalt. Die Münchener N. N." ermäßigungen für gewerbliche Arbeiter zum Besuch der Berliner von internationalen Gaunern gestohlen. Wegen dieses raffinirten berichten. Ein wegen groben Unfugs angeklagter Bauführer Gewerbe- Ausstellung erfolgen kann, ist die Absicht leitend gewesen, den Diebstahls wird jezt vor der Strafkammer III. des Land- war nicht zur Verhandlung erschienen, sondern stellte seiner Frau Zweck dieser Maßregel: die Intereffen der inländischen Industrie gerichts Hamburg gegen den angeblichen Kaufmann Giuseppe Bollmacht für seine Vertretung vor Gericht aus Als der Amiss dadurch zu fördern, daß gewerblichen Arbeitern auch aus entfernten Mecca und den früheren Schneider Ezio Salomone richter erklärte, daß es doch nicht wohl angehe, eine Frau als Bezirken die Gelegenheit zu nugbringender Belehrung und An- verhandelt. Der dritte Komplice Pietro Riccardini ist Vertheidigerin suzulaffen, meinte fie:" Dann muß halt die Ber regung für das eigene Fach erleichtert wird nach Möglichkeit nicht ermittelt worden. Frau Maßmann, die früher handlung auf einen Sonntag anberaumt werden, denn an einem ficher zu stellen. Die Gewährung ist daher an entsprechende viel im Ausland reifte, wohnte in einem Hamburger Bensionat, anderen Tage hat mein Mann teine Beit!" Durch Gerichts. beschluß wurde dann doch die Frau als Vertreterin ihres Mannes augelaffen, und ihrer Vertheidigung gelang es auch, ihren Mann von Schuld und Strafe freizubringen, was vom Publikum mit großer Heiterkeit aufgenommen wurde. Genickstarre. Bei dem in letzter Zeit mehrfach vor gekommenen epidemischen Auftreten der Genicstarre( Meningitis cerebrospinalis epidemica) hat es sich als wünschenswerth herausgestellt, daß dem königlichen Institut für Infektionsfrankheiten zu Berlin zwecks Erforschung des Krankheitserregers Leichentheile von typischen Fällen, wo dies nach Lage der Werhältnisse ausführbar ist, zugängig gemacht werden. Der Kultusminifter hat infolge dessen eingehende Vorschriften über die Entnahme des Materials und dessen Uebersendung an das genannte Institut an die Regierungspräsidenten ergehen laffen. V Die Engen in der Mitte. Ein in England von Uganda eingetroffener Privatbrief schildert die Aufnahme der ausgesandten Missionarinnen der Kirchenmissions Gesellschaft bei den Eingeborenen: Ihre Ankunft bereitete den Ungandern ungemeine Freude, besonders den Weibern. Ihre Kleider erregten viel Aufsehen, besonders die Taillen. Die Eingeborenen gaben ihnen sofort den Beinamen: Die Engen in der Mitte". Auch der König stellte eine Anzahl Fragen an die Damen: wie alt sie wären u. f. w. Ihre weiten Aermel erregten besonders seine Neugierde. Er meinte, alle Nahrung, welche sie genöffen, ginge wohl in die Arme hinauf, da sie augenscheinlich in den Körper nicht hinein ginge. " Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 12. Juni. Opernhaus. Rienzi. Neues Opern Theater.( Kroll.) Der Trompeter von Sättingen. Schauspielhaus. Wallenstein's Tod. Deutsches Theater. Lumpacivagas bundus. Leng Theater. Waldmeister. Berliner Theater. Der letzte Brief. Neues Theater. Tata- Toto. Residenz- Theater. Hals über Kopf. Der neue Ganymed. Theater Unter den Linden. Dr pheus in der Unterwelt. Schiller Theater. Das letzte Wort. Eingelaufene Druckschriften. Bon der Gleichheit, Zeitschrift für die Intereffen der Arbeiterinnen( Stutt gart, J. H. W. Diet' Verlag) ist uns soeben die Nr. 12 des 6. Jahrgangs Augegangen. Aus dem Jnhalt dieser Nummer heben wir hervor: Ein Schlag ins Waffer. Die Ehescheidung im Entwurf eines neuen bürgerlichen Gesezbuches und vor der Kommission zur Vorberathung des felben. Aus der Bewegung. Etwas vom Wohnungselend der badischen Arbeiterbevölkerung. Arbeitsbedingungen in der besseren Die zweite Generalversammlung des Bundes Feuilleton: Dantbarkeit. Von Harry Alis. Damenwäsche- Konfektion. deutscher Frauenvereine. Kleine Nachrichten. Die„ Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 Pf., durch die Post bezogen( eingetragen in ber Reichspost- Beitungsliste für 1896 unter Nr. 2837) beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Bestellgeld 65 Pf.; unter Kreuzband 85 Pf. Inseratenpreis die zweigespaltene Soziale Praxis, Zentralblatt für Sozialpolitik" enthält in ihrer Petitzeile 20 Pf. neuesten Nr. 37 folgenden leitenden Auffaz: Lohnarbeitende Kinder in der pommerschen Landwirthschaft. Bon Lehrer Albert Schulz. Aus dem Notizentheil heben wir hervor: Die Parteien in Gelbst= zeichnungen: Der siebente evangelisch fostale Rongreß. Von Pastor P. Göhre. Staatliche Reiseftipendien für Journalisten in Schweden. Vereinsgesetz für das Deutsche Reich. Untersuchungen über die Lage des Kleinhandels in Deutschland. Bekämpfung sozialer Bestrebungen in Deutschland. Gemeinsames Nahrungsmittel- Untersuchungsamt rheinischer Städte in M..Bladaach. Städtische Unterstüßung der Berliner Unfallstationen. Kommunales Einigungsamt in Verviers. VII. Hessischer Städtetag. Verband Organisation der englischen Maschinenarbeiter der Porzellanarbeiter Deutschlands. Arbeiterschutz für Metallgießer in England. Ueberwachungskommission der Arbeiterunion in Winterthur zur Ausführung der Arbeiterschuß- Geseze. Weibliche Fabrikinspektoren für Hessen und Baden. Bürgerlicher Unterricht in Zürich. Schulzwang und Schulgeld bei der städtischen Fortbildungsschule in Braunschweig. Zuverlässigkeit der preußischen Schullaften- Statistit. Adolph Ernst- Theater. Apollo- Theater Anfang 8 Charley's Tante. und Konzert- Garten Schwant in 3 Aften von Brandon Friedrichstraße 218. Thomas. Repertoirestück des Globe- Friedrichstraße 218. Theaters in London. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Vorher: Mit neuer Ausstattung: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Aft von Ed. Jacobson und Benno Jacobson. Musit von F. Roth. Morgen: Dieselbe Vorstellung. KAIRO KAIRO Heute Dir. J. Glück. 1 Ethische Kultur. Die Nummer 24 bes 4. Jahrgangs vom 18. Juni 1896 ( Ferd. Dümmler's Verlagsbuchhandlung) hat folgenden Inhalt: Worauf beruht die soziale Reform? Von Fr. Wörishoffer. Die Ehre auf der Degenspige. Von einem Freunde deutscher Gefittung. ( Schluß.) Der Fall Thröner und die Ethit. Bon F. Staudinger. <- Vers mischtes: Das Festmahl der Konfektionäre. Aus der ethischen Be wegung. Von der Wiener Wochenschrift Die Beit" ist soeben das 88. Heft erschienen. Aus dem Inhalt desselben heben wir hervor: Der Aventurier. Bon K. Das Recht des Schweines. Die Von Dr. Jwan Franto. evangelisch- soziale Bewegung im Deutschen Reiche. Von Karl Jentsch. Unsere handelspolitischen Beziehungen zum Orient. Von Dr. Joseph Grunzel. Soll die Naturgeschichie aus der Vorbildung des Arztes hinwegfallen? Das Problem der Lebenskraft und seine Lösung. Bon Karl du Prel. 3wei amerikanische Romane. Von C. C. Schardt.Die Schliersee'r. Von Hermann Bahr. Die Woche. Bücher. von Scherm's Reisehandbuch für wandernde Arbeiter mit 3 Karten, Revue der Revuen. Ein Verlangen. Von Louis Couperus. enthaltend zirta 2000 Fußreisetouren mit genauer Kilometerangabe der Ortsentfernungen, ist soeben die 2. Auflage erschienen. Nachdem in zirka 1 Jahren die erste bedeutende Auflage abgesetzt wurde, so ist dadurch die Brauchbarkeit des gut ausgestatteten Büchleins, das von den bedeutendsten Gewerkschaften Deutschlands bet Berechnung des Reisegeldes als Maßstab Fenügt wird, gewiß erwiesen. Daffelbe dient auch als Tourenbuch für Radfahrer. Preis geb. 1,50 m. Zu beziehen durch J. Scherm, Nürn= berg, Austraße 1( auch gegen Briefmarken), und durch alle Buchhandlungen und Kolporteure. Briefkasten der Redaktion. D. St., Altena. Von zu geringem allgemeinen Interesse. Urania. Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt. ab. Eintritt 50 Pf. Die Spree- Amazone Wissenschaftl. Theater Posse mit Gesang und Tanz in 1 Aft v. A. Sennfeld. Musik v. Paul Limete. Anton Emil Pummel Henry Bender. Wanda Kiesel Else Linda. Carl Schwemmte. Fedor Markow. Tilli Clara Antonie. Clemens Stempel. Robert Steidl. Guido Sturm Hedw. Döring. . Hellmuth Wirbillini. Josef Armin. Zum Schluß: Große Ausstellungs- Apotheose. Ferner Auftreten von 20 Kunstkräften 1. Ranges. Raffeneröffnung 612 Uhr. Ronzert Adolph Ernst- Theater. Charley's Freitag, d. 12. 17 hr.- Anf. der Vorstellung& Uhr. Tante. Vorher: Die Bajazzi. Belle- Alliance- Theater. Die Kinder des Kapitän Grant. National- Theater. Die Räuber. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Spezialitäten- Vorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Bor stellung. Baufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Freitag, abends 8 Uhr: Das letzte Wort. Sonnabend, abends 8 Uhr, zum 1. Mal: Vergnügte Flitterwochen. Theater Alt- Berlin. " ( Berliner Gewerbe Ausstellung 1896.) Jeden Nachmittag 5½ Uhr: Märkisches Ringelstechen. Entritt 60 Pf., Parket 1 M., Loge 2 M. Abends 7 Uhr. zum 1. Male in Berlin KAIRO in Berlin Grosse KAIRO orientalische KAIRO KAIRO Der Meister von Berlin. KAIRO Unsere Viktoria. Märkisches Ringelstechen. Alt- Berlin. Bei günstiger Witterung nachmittags 4 Uhr: Wendischer Jagd- u. Beutezug. Nachmittags 6 Uhr: Aufzug zum Ringelstechen. Zwei Musikkorps. Zaubertheater; Diorama; Altdeutscher Frrgarten. Rembrandtmühle. Reise in die Unterwelt. Eintritt: 25 Big. Donnerstag bis 6 Uhr 50 Pf., fpäter 25 Pf. Passepartouts à 4 Mk. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Direttion: Max Samst. Volksvorstellung zu bedeutend ermässigten Preisen. Die Räuber. Trauerspiel in 5 Att. v. Fr. v. Schiller. Regie: Frik Schäfer. Morgen: Maria Stuart. National- Theatergarten. Hente Ringkampf zwischen Herren Theodor Heicke u. Franz Urban. Borher: Großes Konzert. Puhlmann's Vaudeville- Theater. Schönhauser Allee 148. Täglich: Das wunderbare JuniProgramm. Erna Rolla die muß man sehen. Festnacht Brof. Matutta, Illusion. RajadeTrio. Nelli u. Albert. Rappmit märchenhafter mann, Duett. Geschw. Trancy, Entree 30 Pf. Trapez 2c. Beleuchtung. 8 Uhr in der Arena Festaufführungen Reiter- Fantasias, 500 Pers. mit Pferden Castan's Panopticum. Entree V. 7 Uhr ab: 1 Mk. ( Gewerbeausst.- Billet braucht nicht gelöst zu werden.) Viktoria- Brauerei Lützowstrasse 111/112. Heute sowie täglich( außer Sonnabends): Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader). Anfang präz. 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf billets für die Wochentage à 40 Pf. u. Familienbillets( für 3 Pers. giltig) à 1 Mr. Siehe Plakate! Morgen, Sonnabend, d. 13. Juni: Große Extra- Soiree in Steglitz, Albrechtshof. W. Noack's Spezialitäten. Theaterstücke. Sommer- Theater. Reichshallen Im prachtvollen Leipzigerstraße, am Dönhoffsplatz. Täglich: Brunnenstr. 16. Täglich: Garten, Konzert, Theater und Spezialitäten- Vorstellung. Norddeutsche Sänger Um 10 Uhr: Hoffmann mit die Musik der armen Leute. Um 1/211 Uhr die stets mit stürmischem Beifall aufgenommenen Jeden Sonntag, Montag, Dienstag und Donnerstag: Saal: Gr. Ball. $ Das 165 Friedrichstrasse 165. Bärenweib phänomenales Naturspiel aus den Felsenbergen New- Mexico's! Kasperle- Theater Illusionen Damen- Kapelle- Irrgarten. abends 8 Uhr. Invalidenstr. 57/62, Lehrt. Stadtbahnh. Sternwarte täglich geöffnet v. 7 Uhr abends ab. Eintritt 50 Pf. Passage- Panopticum. 42 Stolpe bei Wannsee Restaurant Lindenhof Besitzer M. Mattausch empfiehlt Vereinenu. Gesellschaften seine inmitten herrlicher Waldung, unweit des Wannsees und Stolpe= fees gelegenen Lokalitäten.[ 52882* Rohtabak. Grösste Auswahl! Billigste Preise. Sämmtliche Fabrikations- Utenfilien. Heinrich Franck, Ur. 185, Brunnenstraße Nr. 185. wilde Weiber ophatoff аus Dahomey. Julius Wernau's S Reste in Rips, Damast, Crêpe, Phantafe, Gobelin und lüsch pottbillig! Proben franko! in allen Qualitäten zu Fabrikpreisen. Läuferstoffe S., E Festsäle und Garten Emil Lefèvre, Oranienstraße Schwedterstraße 23/24. Jeden Montag u. Mittwoch Große Spezialitäten- Vorstellung bei freiem Entree. 158. Möbel- Ausverkauf, paffendste Gelegenheit für Brautleute. In meinem größten Möbelspeicher, Neue Königs straße 59, follen ca. 200 Wohnungseinrichtungen, verliehen gewesene und neue Möbel zu jebem Vereinszimmer u. Kegelbahn zu vergeb. annehmbaren Preise verkauft werden. Durch sehr große, billige Gelegenheitseintäufe ist es mir möglich, schon ganze Wirthschaften für 90, 100, Täglich, auch Sonntags vorm. von 300 Mart abzugeben. Theilzahlung gestattet. 4041L Beamten ohne Anzahlung. Kleiberspind 15 Mart, Kommoden, Küchenspind 12, Nußbaum- Kleiders 7-9 Uhr: Verkauf von gekochtem fpinben, Bertitowe 30 Mart. Muschelspinden Rind- u. Schweinefleisch 18, Säulenspinden, Kleiberspind, hochelegant 66, à 30-40 Pf. per Pfund. Rückenfett à 45 Pf. per Pfund. 35, Bettstellen mit Matraßen 18 Mart, Sophas Trümeaur mit Säulen und Krystallglas 60, Serrenschreibtisch, Plüschgarnituren 60 Mart, Paneelsophas 75 Mart. Stęppdecken, TischVerwaltung der Kochanstalt becken, Gardinen, Fenster& Mart. Getaufte Central- Viehhof. Ostbahn- Park Rüdersdorferstr. 71. Am Küstriner Park. Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Garten- Concert von der 24 Mann Harken Hauskapelle unter Leitung des Musikdirektors Herrn P. Nimscheck. Kaffeeküche 3-5 Uhr.- Entree 15 Pf., wofür ein Glas Bier gratis. Volksbeluftigungen jeder Art. 4 Kegelbahnen zur Verfügung. Gute Biere, ausgezeichnete Küche zu foliden Preisen. H. Jmbs. Grösstes Schaustück der Welt. Ca. 0001 Mitwirkende, 2 Vorstellungen Sensationellst. Erfolg d. Saison. täglich Bolossy Kiralfy's„ Orient" im OlympiaRiesentheater. Alexanderstr., Ecke Magazinstr. Nachmittags 5-7 Uhr, Abends 9-11 Uhr. Uebertrifft alles bisher Dagewesene. Mal im 500 Unterbrechung gegeben. zu London ohne Olympia- Theater Von Publikum u. Presse einstimmig anerkannt. Zum süddeutschen Emil!" Möbel fönnen drei Monate tostenfrei auf meinem Aufbewahrungsspeicher lagern, werden burch eigene Gespanne transportirt, auch nach 4581L außerhalb. Die weltbekannte Bettfedern- Fabrik Gustav Lustig, Berlin S., Prinzenstr. 46. versendet gegen Nachnahme( nicht unter 10 M.) garant. neue vorzügl. füllenbe Bettfedern, d. Pfb. 55 Bf. Halbdaunend. Bfb.. 1,25, h. weiße Halbbannen, b. Pfo.. 1,75, borzügliche Tanneu, b. ib. n. 2,85. Von diesen Taunen genügen 3 Pfund zum größten Oberbett. Bervadung wird nicht berechnet. B Wiffen Sie fchon daß Sie Brunneuftr. 110 ( neben dem Pferdebahn Depot) bei Ignatz Sello stets frischen Maitrank 1 Flasche inkl. à 50 Pf., Stonsdorfer intl. Orig. Fl.( 3/4 Ltr.) à 80 Pf., Halb und Halb, feinste Liförmischung, Orig. Flasche( 3/4 Liter) inkl. à 90 Pf., alten Nordhäuser per Liter 50 Pf., medic. Ungarwein Orig. Fl.(/ 2 Liter) infl. à 1,25 M., fowie sämmtliche Sorten Weine, Cognac's, Rum's 2c., Spirituosen auch im Einzelverkauf nur zu Engrospreisen beziehen. Ein Versuch sichert mir Ihre dauernde Kundschaft. Bitte genau auf No. 110 zu achten. In Berlin sofort. Zusendung frei Haus. Fernsprecher Amt III, 1211. S ophastoff- Reste zu Bezügen ausreichend in Phantante, Rips, Damant, Crêpe, Gobelin, Moquette und Plüsch sowie Satteltaschen spottbillig. J. Adler TeppichFabrik, Das Königreich der Weiber. Operette in 3 Bildern von Millöcker. Julius Ernest, Liedersänger. Franziska Wünsch, Kostüm- Soubrette. Schönster Familien- Aufenthalt; herrlich am Wasser und Wald gelegen. Willi Reuschel, Gesangs Humorist. Von Station Hirschgarten durch schöne Waldparthie in 15 Min. zu erreichen. Janka Ros'l, Opernsängerin. Geschw. Romany, Gesangs- Duettisten. Große Vereinszimmer mit Biano; Kegelbahnen, gute Speisen und Getränke in bekannter Güte; Spezialität:#. Weißbier. und Wasch- Anzüge W. Pahr, Freunden und Bekannten bestens empfohlen. Emil Jost, Frankfurterite. 89 früher Große sehr billig. Hoffmann, Veteranenstr. 14 Giltigkeit. Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin. Friedrichshagen. Reftaurant Haidepart, Geeftr. 1. Spandauerstraße 30 Alle fünf Barrisons Aufang 8 Uhr. Entree 30 Bf., referv. Blaß 50 Pf. Borzugsbillets haben Arbeitsanzüge Brunnenstr. 112.55692* gegenüber dem Rathhause. Reichilluftr. Preisliste gratis u. franko. Knaben- Stoff 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 135. miffarien. Abgeordnetenhaus. 77. Sigung vom 11. Juni. 11 Uhr. Am Ministertische Justizminister Schönstedt und RomGingegangen ist ein Antrag Bröme!( frf. g.) betreffend Nebelstände auf der Stadts und Ringbahn in Berlin. Auf der Tagesordnung steht der vom Herrenhause in abgeänderter Faffung( Wiedereinfügung des Assessoren- Paragraphen) zurückgekommene Gefeßentwurf betr. die Richtergehälter. Abg. Hobrecht( natl.): Der Schwerpunkt der Vorlage liegt in dem sog. Assessor- Paragraphen(§ 8). Das Ansehen des Richterstandes durch die Fernhaltung gewisser Elemente zu fördern ist ein schwieriges, undurchführbares Beginnen. Wir fördern ist ein schwieriges, undurchführbares Beginnen. Wir dürfen nicht übersehen, daß seit einem Jahrhundert das Bestreben dahin geht, ein Gebiet nach dem andern der Beurtheilung des Richters zu unterbreiten und jede Sache durch alle Justanzen zu verfolgen. Da braucht man da fein übermäßiges Gewicht zu legen. Wir nehmen dem Minister feines der ihm schon jetzt zustehenden Rechte; wir wollen aber auch diese Rechte nicht bis zur Willkür erweitern, denn damit werden wir für diese Willkür verantwortlich.( Sehr richtig!) Den Minister bitte ich, aus der Ablehnung des§ 8 fein persönliches Mißtrauen zu entnehmen. Wir bedauern das Scheitern der Gehaltsregelung, aber das Herrenhaus hätte sich auch sagen können, daß das Abgeordnetenhaus den§ 8 nicht annimmt. Möge der Minister in der nächsten Session baldigst eine neue Gehaltsvorlage einbringen.( Lebhaftes Bravo!) Abg. Frhr. v. Zedlitz( frk.): Wir müssen allerdings dafür forgen, daß die noch vorhandenen beſſeren Elemente im Richter Freitag, den 12. Juni 1896. 13. Jahrg. Richteramt habe der auf seinen Antrag als Assessor Be- der Güter, ihre Zusammenstellung zu Wagenladungen und ähnliche schäftigte nicht. Arbeiten, welche der Spediteur ausführen läßt, bevor er die GüterDamit schließt die Generaldebatte. beförderung entweder selbst als Frachtführer übernimmt oder einem Baragraph(§ 8) erledigt. Hierzu liegt ein Antrag Krause- welche lediglich den Transport von Gütern zum Gegenstande hat, In der Spezialdebatte wird zunächst der Assessoren- anderen Frachtführer überträgt. Dagegen unterliegt die Thätigkeit, ferendarien nach Maßgabe des Bedarf 3 verlangt, womit welche über die äußere Heilighaltung der Sonn- und Festtage in Waldenburg( frk.) vor, welcher die Anstellung der Rean Sonn- und Festtagen nur den beschränkenden Vorschriften, der§ 8 der Herrenhaus- Vorlage beseitigt sein soll. Geltung sind. Da beide Thätigkeiten im Speditionsgewerbe faum von einander zu unterscheiden sein werden, so wäre es nicht mehr als klug und billig, wenn die Unternehmer in diesem Gewerbe auf die Sonntagsarbeit überhaupt verzichteten. In namentlicher Abstimmung wird dieser Antrag mit 201 gegen 170 Stimmen abgelehnt. Der§ 8 wird sodann abgelehnt. Sodann wird§ 1 der Vorlage angenommen. In der Ueberschrift des Gesetzes werden die Worte: und die Beschäftigung der Gerichtsaffessoren" gestrichen. Die Vorlage wird in der Gesammtabstimmung mit knapper Mehrheit angenommen. Nächste Sigung morgen( Freitag) 11 Uhr: Kleine Vorlagen. Schluß 312 Uhr. Gerichts- Beifung. meiden." zu Bei§ 2 liegt der vorerwähnte Antrag Jm Walle ( günstigerer Berechnungsmodus des Besoldungs- Dienstalters) vor; der Antrag wird zurückgezogen, nachdem Minister Schönstedt Wegen groben Uufugs stand Genosse Kunert als verihn als politisch und finanziell unannehmbar erklärt hatte. Des antwortlicher Redakteur Vorwärts" am Donnerstag Zu den§§ 5 und 6 der Vorlage wird ein Antrag wiederum vor dem Schöffengericht. Inkriminirt war folgender thut der Richter gut, sich im Verkehr mit dem Publikum der größten für die Richter günstiger normirt.( Assessorat von höchstens drei Artikel in Nr. 257 vom vorigen Jahre:„ Der Verein der Hodler( 3.) angenommen, welcher das Besoldungs- Dienstalter Höflichkeit zu Bierfahrer und Berufsgenossen hält zum besten seiner Jahren.) Krankenkasse am 27. in November den Sälen, Andreasstraße( Inhaber Säger) das 10. Stiftungsfeft ab. KonkordiaIm Auftrage: Die Lokalkommission. Karl Scholz." Der Die Arbeiterschaft Berlins weiß, daß dies Lokal gesperrt ist. Unterzeichner dieses Aufrufes war mitangeflagt. Auf Antrag des Vertheidigers Dr. Herzfeld wurde eine zweite Anklage gegen Kunert und Pörsch wegen groben Unfugs mit zur Verhandlung gestellt. Es handelt sich in diesem Falle um einen vom Genossen Bruno Pörsch in Nr. 240 des Vorwärts" Soziale Rechtspflege. erlassenen Aufruf, in dem anläßlich des Sattlerstreifs bei in Scholz Nachfolger Schöneberg die Kollegen Prinzipiensache, ausschließe, allen Umständen ersucht trachtete er Bertreter der Brauereigeſenſchaft Friedrichshöhe werden, den Zuzug nach Berlin unter den noen stande nicht durch das Eindringen minderwerthiger verdrängt Bezüglich des Aufrufes Des werden. Man kann ja sagen, der Minister könne in dieser( Pazenhofer) den Lohnentschädigungsprozeß des Brauers W., Scholz beantragte der Staatsanwalt, trotzdem er doch Genossen Richtung hente fchon wirken. Aber das ist dann doch kein welchen dieser wegen ungerechtfertigter Entlassung vor dem Grund, eine Bestimmung abzulehnen, die nichts anderes will, als Gewerbegericht angestrengt hatte. Die Entlassung wurde das Verfahren veranlaßt hatte, nuumehr ohne weiteres die Freisprechung der Angeklagten, da in der das fixiren, was geltenden Rechtes ist. Kronrechte können aller- damit gerechtfertigt, daß Kläger den ihm vorgesetzten Brauführer dings nicht verdunkelt werden, aber wenn eine Bestimmung verhöhnt habe, und daß die Arbeitsordnung der Brauerei für fraglichen Notiz kein Boykott ausgesprochen werde, mithin also abgelehnt wird, die dem geltenden Rechte entspricht, so wird diese Grund zur sofortigen Entlassung u. a. die Verhöhnung der Vor- unterzeichneten Aufrufs hielt er dagegen die Anklage aufrecht die Angestellten, denen eine Kündigungsfrist zusteht, als auch grober Unfug nicht vorliege. Bezüglich des von Pörsch und 50 M. Geldstrafe beantragte rechts.). Die bestehenden Uebelſtände werden ja auch bei den Brauführer hatte dem Kläger vorgeworfen, einen Kühlapparat gesetzten feststelle. Der Thatbestand war kurz folgender: Der 10 Tage Gefängniß. Rechtsanwalt Dr. Herzfeld beantragte Freis Gegnern des§ 8 nicht verkannt, wie das der Antrag Schmieding nicht sauber gehalten zu haben. Das nahm ihm W. jehr übel prechung, indem er auf die freisprechenden Urtheile ber eine anderweite Regelung der Referendar- Einstellung vor, er sich von hinwies, die das Landgericht als Berufungs- und das Kammervorschlug. Daß dieser Antrag, der eine nochmalige kommissarische der Arbeit nichts vormachen" lasse. Auf Veranlassung des gericht als Revisionsinstanz gefällt hat in einer Sache, wo der Berathung nöthig machen würde, heute wieder eingebracht wird, glaube und wünsche ich nicht; vielleicht wird dieser Antrag im Brauführers wurde dann W. vom Direktor ins Gebet ge= Herbst wieder eingebracht, wenn die neue Richterbesoldungs- nommen, welchem gegenüber er, immer noch erregt, jenes anVorlage dem Hause zugeht. Nach Ablehnung des§ 8 werden geführte Urtheil über den Brauführer wiederholte. Der Direktor meine Freunde gegen die Vorlage stimmen. W. hierauf mit der Bemerkung entlassen, wenn Abg. Frhr. v. Heereman( 3.): Unfere Stellung haben wir er seinen Vorgesetzten nicht als maßgebend ansehen früher dargelegt; sie ist unverändert geblieben. Nicht in einer könne, dann müsse er die Arbeit in der Brauerei aufgeben. höheren Schulbildung und höheren geistigen Fertigkeiten liegt Der Gerichtshof habe geschwankt, ob er annehmen sollte, daß in die Kieler Brückenkatastrophe vor Gericht ein störender DruckDie Klage wurde von der Kammer 6 abgewiesen. Grinde: Berichtigung. Ju Nr. 132 hat sich in dem Bericht über der Kulturfortschritt, sondern in einer vertrauenerweckenden Rechtsden Worten: pflege.( Sehr wahr! Dieses Vertrauen wird nicht fannst mir nichts vormachen," eine Verhöhnung zu finden sei. Wallenius mitgetheilten Unfallstatistik muß die Zahl der Arbeiter Du bist mir nicht maßgebend im Praktischen, fahler eingeschlichen. In der von dem Gewerbe= Juspettor gefördert durch Willkür in der Verwaltung, alle jungen Beute mit Mißtrauen erfüllen muß. Schließlich habe er die Frage aber doch bejaht, und zwar des- auf der Howald'schen Werft 900-1000 zu 1000-1100 der Lehnen Sie deshalb den§ 8 ab.( Beifall.) wegen, weil Kläger in Gegenwart verschiedener Germaniawerst richtig gestellt werden. Wir hatten berichtet: fitation des Vorgesetzten abgesprochen habe. Personen und im heftigsten Tone dem Branführer die Quali- Howald's Werft 100 Arbeiter. filation des Borgesetzten abgesprochen habe. die Abg. Jm Walle( 3.) erläutert zunächst einen von ihm zu §2 der Vorlage gestellten Abänderungsantrag, welcher eine ander: weite, den Nichtern günstigere Berechnung des Besoldungsdienstalters bezweckt. hatte oder Vorwärts" gleichfalls wegen groben Unfugs angeklagt war, welcher durch die Aufforderung:" 3uzug ist fern zu halten" begangen sein sollte. Nach ganz kurzer Berathung erkannte der Gerichtshof auf kostenlose Freisprechung in beiden. Fällen. Wann wird die Anwendung des groben Unfugs paragraphen gegen die Presse endlich aufhören? " " Unser Jrrenivesen. In der Staatsbürger- Zeitung" lesen Ein landwirthschaftlicher Betriebsunfall auf der See. wir: Zu dem Prozeß Knorr wegen Beleidigung des Dr. Mitten Der Landwirth Sedelis hatte von seiner Wohnung zu den ihm zweig erhalten wir vom Rechtsanwalt F. Brandt folgende ZuAbg. Dr. Mizerski( Pole) erklärt sich gegen§ 8, von dem gehörigen Wiesen einen an acht Meilen weiten Weg zurückzu- schrift: Unter Bezugnahme auf den in heutiger Nummer der er namentlich eine nachtheilige Beeinflussung des Anwaltstandes legen. Er benutzte zur Fahrt dahin gewöhnlich einen Kahu. Staatsbürger- Zeitung" befindlichen Bericht über die Charlotten befürchtet. Will man beffere Elemente für den Richterstand ge- So war er denn auch eines Sommertages nach dem Kurischen burger Gerichtsverhandlung gegen den Redakteur Knorr daselbst winnen, so verbessere man die Einkommensverhältnisse, nament- Haff hinausgefahren, 100 sich die Wiesen befinden, um gestatte ich mir als Rechtsbeistand der dabei in Frage kommenden lich auch bei Berechnung des Besoldungsdienstalters. Gras abzuernten. Im Haff ergriff ein starker Wind Frau Bambus zur Richtigstellung ergebenst nachstehendes mitAbg. Schettler( t.): Der Beruf zum Richterftande kann das schwanke Fahrzeug und trieb es ungeachtet aller Anstrengungen zutheilen: Die Berufung gegen das Urtheil des Landgerichts ist vom durch das Assessor- Examen allein nicht dargethan werden; hierzu seiner Insassen vom Weg ab. Mittlerweile gingen die Lebens- Kammergericht nicht mit der Begründung zurückgewiesen, weil gehört eine anderweite Beurtheilung, für welche wir der Vermittel aus und S. bemühte sich, durch Fischen Ersatz zu Frau Bambus zur Zeit ihrer Entmündigung wahrscheinlich waltung den nöthigen Spielraum lassen müssen. Seine Freunde werden schaffen. Bei dieser Thätigkeit fiel er über Bord und ertrant. Von geistig gesund gewesen. Der Sachverhalt ist folgender: Fran den vom Herrenhause beschlossenen§ 8 annehmen, wird derselbe ab: der landwirthschaftlichen Berufsgenossenschaft und deren Schieds- Bambus befand sich in der Zeit vom Mai 1892 bis März 1893 gelehnt, fo werden sie dem Antrag Krause- Waldenburg( frk.), gericht wurden die Rentenansprüche seiner Hinterbliebenen zurück- in der Dr. Edel'schen Anstalt in Charlottenburg. Im November der den§8 in gemilderter Fassung verlangt, zustimmen; werden gewiesen. Beide Instanzen vermißten die Merkmale des land 1892 wurde sie auf Antrag ihres Ehemannes auf grund des Guts beide abgelehnt, so verzichten seine Freunde auf das Zustande- wirthschaftlichen Betriebsunfalles. Das Reich 3 achtens des Dr. Mittenzweig wegen Blödsinns entmündigt. Jm tommen der Vorlage. Versicherungsamt gab aber dem Rekurse der Kläger statt. April 1893 stellte ich beim Landgericht I die Anfechtungsklage Abg. Rickert( frf. Vg.): Wir halten an unserer früheren G8 rechnete die unfallbringende Beschäftigung noch dem land- auf Aufhebung des Entmündigungsbeschlusses an. Diese Klage Stellung fest; nur wenige Worte gegenüber dem Schweigen vom wirthschaftlichen Betriebe deshalb zu, weil sich S. verständiger konnte nur Erfolg haben, wenn nachgewiesen wurde, daß Frau Regierungstische angesichts der Ausführungen des Herrn weise dadurch aus einer Nothlage zu befreien suchte, in die er Bambus zur Zeit ihrer Entmündigung überhaupt nicht Drenchmann. Im ganzen Hause haben diese Ausführungen die unmittelbar infolge seiner landwirthschaft geiftestrant gewesen. Dieser Beweis gelang. Das Land Zahl der Gegner des§ 8 erheblich vermehrt. Nicht durch die lichen Betriebsthätigkeit, dem Einernten des Heues, gericht I erklärte das Gutachten des Dr. Mittenzweig Ablehnung, sondern durch die Einbringung des§ 8 würde eine gerathen war. für unhaltbar und der genügenden thatsächlichen Unterlage ent Verlegung des bestehenden verfassungsmäßigen Zustandes zu finden sein. behrend und hob den darauf basirenden Entmündigungsbeschluß auf, weil eine Geisteskrankheit der Frau Bambus zur Zeit des Erlasses dieses Beschlusses nicht nachgewiesen. Der Ehemann der Frau Bambus legte Berufung beim Kammergericht ein. Das Rammergericht wies indeß die Berufung zurück, weil die Fest werden. in Streit. er ihm stellung der geistigen Gesundheit der Frau Bambus zur Zeit des Erlasses des Entiündigungsbeschlusses, wie sie der Vorderrichter getroffen hatte, auch durch das Ergebniß der in zweiter Der Ausstellungsfrack des Schneidermeisters Schmalz Minister Schönstädt: Bei meiner Inspektionsreise durch die gab zu einem Rechtsstreit zwischen diesem und dem Schneider Minister Schönstädt: Bei meiner Inspektionsreise durch die Bogelsang Anlaß. Letterer, ein Künstler in seinem Fach, hatte für öftlichen Provinzen habe ich Gelegenheit gehabt, die Stimmung Schmalz außer dem Frack ein weiteres Ausstellungsobjekt an östlichen Provinzen habe ich Gelegenheit gehabt, die Stimmung in Richterfreifen kennen zu lernen. Bei den Landgerichten er gefertigt und noch einige andere Sachen in Arbeit bekommen. tlärten sich sämmtliche Richter für den§ 8.( Lachen.) Es ist ein unhaltbarer Zustand, daß die Regierung jeden, der ein be- Bevor dieselben fertig gestellt waren, geriethen die stimmtes Maß mechanischer Fertigkeit erworben und nachgewieſen tow ausgestellten Kunstwerke beiden Kontrahenten wegen der Bezahlung der in TrepDie Folge war, hat, als Richter anstellen soll. Der Minister vertheidigt die vom daß Bogelsang die in seinen Händen befindlichen Sachen Instanz auf Antrag des Ehemannes Bambus erfolgten Beweis Herrenhaufe vorgeschlagene Fassung des§ 8. Ueber die Stellung der Regierung verliere ich kein Wort weiter; zu über zurückhielt. Schmalz war dann klagbar geworden und verlangte aufnahme nicht erschüttert werden konnte. Vorstehende Angaben zeugen sind die Herren ja doch nicht, fie stimmen eben nur ab.( Dho!) von Vogelsang nicht nur Schadenersay, sondern auch noch die können jederzeit aftenmäßig nachgewiesen werden. Es liegt hier ein Fall vor, in welchem gerichtlich in zwei Instanzen festgestellt Stronrechte können allerdings nicht verdunkelt werden, aber sie können Rückerstattung eines Theils der Vorschüsse, die Der Beklagte hielt sich ist, daß jemand, trotzdem er monatelang in einer Jrrenanstalt in der öffentlichen Meinung in den Hintergrund gedrängt gewährt hatte. indessen dazu nicht verpflichtet; werden durch ein Unbeachtetlaffen. Die Uebertragung des hohen, er betonte, internirt und gerichtlich entmündigt war, während dieser Zeit daß er über fieben Wochen all den beiden edlen, heiligen Richterberufs fann nicht von Anciennetäts- oder Ausstellungsfachen gearbeitet thatsächlich geistig gesund gewesen ist. Daß ein solcher Fall ähnlichen rein mechanischen Verhältnissen abhängig gemacht so glänzend bezahlt worden sei. Der Kläger wollte seinem Gegner die kurze Frist zur Anstellung der Anfechtungstlage verstreichen und sich große Mühe gegeben habe, und daß er durchaus nicht in dieser Weise nachgewiesen worden ist, ist meines Erachtens noch nicht vorgekommen, da die Entmündigten fast immer Abg. Graf Limburg(*): Wenn es sich hier, wie auch wir für beide Stücke zufammen 150 M. Arbeitslohn bewilligen, die kurze Frist zur Anstellung der Anfechtungsklage verstreichen Laffen. während ein Sachverständiger, der auf Beschluß des Gerichts sich Es bleibt dann nur übrig, die Aufhebung der Entmeinen, um Kronrechte handelt, dann hätte auch der Minister die Kleidungsstücke in Treptow angesehen hatte, insgesammt mündigung( nicht mehr des Entmündigungsbeschlusses) zu bean= präsident an seinem Blaze sein können.( Sehr richtig! rechts.) 210 M. für angemessen erklärte. Derselbe meinte, es müßte die Be- tragen. Hat dieser Antrag dann Erfolg, so ist damit nur die Das Ernennungsrecht ist ein verfassungsmäßig gesichertes Kronrecht, niemand kann verlangen, daß dasselbe nach rein mechanischen sonderheit der Arbeit und die angewandte Kunst berücksichtigt werden. Beitige Gesundheit des betreffent en festgestellt, nicht aber beGrundsätzen geübt werde. Sie werden den§ 8 ablehnen; dann die Sachen seien mit großem Geschick gearbeitet und etwas ganz wiesen, daß derselbe auch zur Zeit des Erlasses des EntAußergewöhnliches. - Hieraus hat die Regierung die Pflicht, Wandel in den heutigen Verhältnissen zu Es kam schließlich ein Vergleich zu stande. mündigungsbeschlusses geistig gesund gewesen ist." Das fchaffen. Wir hoffen, sie wird sich auch ferner bemühen, in wohlwollen- as interessanteste an der ganzen Geschichte ist aber, das Vogel- geht also hervor, daß Dr. Mittenzweig eine geistig gesunde der Weise für die Richter zu sorgen und dem Andrange zur Justiz stellungsobjekte besonders engagirt worden war. Eine nette Art, träftiger Beitrag zu den schreienden Mängeln unseres heutigen sang von dem Aussteller Schmalz zur Anfertigung der Aus- Person für blödsinnig erklärt hat. In der That ein beweisfarriere zu fleuern. Ohne§ 8 hat die Vorlage für uns keinen Werth.( Bravo! rechts.) für sich und seinen Betrieb Reklame zu machen. Irrenrechtes. Abg. Dr. Porsch( 3.) wendet sich namentlich gegen die Be- Die Sonntagsruhe im Speditionsgewerbe. Für die Die Gäste eines Schankivirths haben ein Recht darauf, hauptung, daß eine Verdunkelung der Kronrechte durch die Ab- Frage, ob und in wie weit die Bestimmungen über die Sonntags: für ihr gutes Geld gutes frisches Bier zu erhalten und nicht lehnung des§ 8 eintreten würde. Er hält den Minister auch ruhe auf die Spediteurgeschäfte Anwendung finden, muß nach gestern der Staatsanwalt in einer vor dem Schöffengericht geführten ein Gemisch von abgestandenen Bierneigen!" So äußerte sich nicht für berechtigt, jemanden von der Anstellung wegen persön: den neuerdings ergangenen gerichtlichen Entscheidungen unterlicher Gründe auszuschließen, wenigstens darf er dies nicht bei schieden werden, ob der Spediteur das Spediteurgewerbe( Art. 379 Verhandlung gegen den Restaurateur Baul Voß, der wegen Bierganzen Klassen der Bevölkerung; die Rechtspraxis seit des Handelsgesetzbuches) oder das Gewerbe eines Frachtpanicherei angeklagt war. Dieser läßt das Bier, welches er 1846 steht dem entgegen. Wir verwahren in seiner in Moabit belegenen Schankwirthschaft verzapft, durch uns gegen führers( Art. 378 des Handelsgesetzbuchs) betreibt. Das die Unterstellung, daß wir eine Verdunkelung der Kron- Spediteurgewerbe ist ein Handelsgewerbe und unterliegt deshalb einen Apparat gehen und das übertropfende und durch Abstreichen rechte anstreben. des Schaumes von den Bierfeideln gewonnene Bier wird in Die Abgeordneten hören die Meinung im den Bestimmungen über die Sonntagsruhe, das Gewerbe des Lande freier als ein Minister auf Dienstreisen.( Sehr richtig! Frachtführers ist ein Verkehrsgewerbe und deshalb den Be- einem auf dem Buffet stehenden Glafe gesammelt. Der StaatsBeanwalt meinte, der Unfug der Bierpauscherei könne den Mirthen Heiterkeit.) Wir haben allgemein die Verurtheilung des§ 8 ge- ftimmungen über die Sonntagsruhe nicht unterworfen. Im hört, selbst von Beamten, wo man es nicht erwarten sollte. Wir Speditionsgeschäft find als Verrichtungen des Spediteurgewerbes beantrage er eine Woche Gefängniß. nur durch empfindliche Strafen abgewöhnt werden und deshalb haben für unsere Ansicht unsere Gründe dargelegt, aus unserer anzusehen und deshalb nur während der in der Verordnung vom erkannte mit Rücksicht auf die bisherige Unbescholtenheit des AnAbstimmung uns einen Vorwurf zu machen, hat niemand ein 20. Juni 1892 über die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe zu geklagten auf 40 in. Geldstrafe. gelassenen Beschäftigungszeit gestattet: die Bureauarbeiten, soweit Minister Schönstedt bemerkt zur Frage der Verdunkelung dieselben sich nicht unmittelbar auf den Transport von Gütern lebereifrigen Polizeiverwaltern könnte der Ausgang der Kronrechte, daß ein Anspruch auf Anstellung im beziehen, und die in den Speichern u. s. w. von den sog. Boden eines Entschädigungsprozesses zur Lehre dienen, den am 10. Juni Nichteramt niemandem zustehe; auch eine Anwartschaft auf ein larbeitern vorgenommenen Arbeiten, insbesondere die Verpackung der 8. Zivilsenat des Sammergerichts erledigte. Unfer Recht. Der Gerichtshof Parteigenosse Trautsch in 2undenwalde hatte als Bersjelenden Lohnverhältnisse der Arbeiter und andererseits auch über p Für den Achtuhr Ladenschluß lassen bürgerliche Fratten trauensmann der dortigen Sozialdemokraten am 20. Novbr. 1898 die geringen sozialen Berpflichtungen, welche die Unternehmer in Leipzig eine an den Bundesrath gerichtete Petition eine Voltsversammlung, die zwei Tage später stattfinden sollte, dieser Industrie ihren Arbeitern gegenüber erfüllen. Dem amt folgenden Inhalts zirkuliren:" Der hohe Bundesrath wolle einberufen und bei der Polizeiverwaltung die erforderliche Anlichen Protokoll entnehmen wir darüber folgende Auszüge. Aus beschließen, dem Reichstage einen Gesezentwurf vorzulegen, der geige erstattet. Am 21. November erhielt Trautsch eine Aschaffenburg wird ein Konfektionsschneider, der als Gefelle bei gemäß den Vorschlägen der Kommission für Arbeiterstatistik den Verfügung des bekannten Polizeiverwalters Bürgermeister seinem Bruder arbeitet, vernommen. Schluß offener Verkaufsgeschäfte gesetzlich auf abends 8 Uhr festSuchsland, durch welche die Abhaltung der angemeldeten Vorsitzender: Was für Konfektionssachen machen Sie stellt und eine mindestens 11/2 stündige Mittagspause bestimmt; Versammlung inhibirt wurde, und zwar mit Rücksicht nun? Arbeiter: Jaquetts, immer ein und dasselbe für oder falls dies nicht thunlich erscheint, im Wege der Verordning darauf, daß der 22. des Monats der preußische Bicht nun? ., früher waren es 1,80 m., aber seit zwei Jahren ist es entsprechende Bestimmungen selbst zu erlaffen. Die Liga zur Herbeiführung des Achtuhr- Ladenschlusses Vorsitzender: Wieviel Stück fertigen Sie nun in den in sämmtlichen faufmännischen Betrieben hielt in diesen Tagen Zeiten, in denen Sie ausschließlich Konfektion machen, in der ihre erste öffentliche Versammlung in Hamburg ab. Erschienen Woche an? Arbeiter: Wir arbeiten dann zu dritt in der waren 10 Damen und etwa 200 Herren. Der Vorsitzende der Woche. Ein Gehilfe, der auch ein Bruder von uns ist, arbeitet liga, Herr Berthold Heymann aus Berlin, und andere Redner mit und wir machen dann 35 Röcke die Woche. sprachen zu gunsten des Achtuhr- Schlusses, während Herr Engel Vorsitzender: Wann fangen Sie an zit arbeiten? Arbeiter: Früh um 6 Uhr, und bis Abends 8 oder 1/29, sich entschieben dagegen aussprach. Auch in Harburg wurde von ber Liga eine Versammlung abgehalten. mittags 1/2 Stunde Pause. Der älteste Bruder ist verheirathet. ber Liga eine Versammlung abgehalten. Vorsitzender: Arbeitet die Frau mit? Arbeiter: Ein ländliches Idyll. In Arnswalde, so wird der Ober- Beitung" berichtet, hielten sich am 1. Juni 1896 streifende Vorfihenber: Sie führt also nur den Haushalt? Männer und Frauen auf dem Marktplaße auf. Es waren Leute Arbeiter: Ja! aus Russisch- Polen, die vor 6 Wochen durch Vermittelung nach Bald dem nahen Rittergute Schulzendorf gekommen waren. hatten sich aber zwischen Gutsherrn und Arbeitern Diffe renzen herausgestellt. Einige Arbeiter hatten daraufhin die Weiterarbeit verweigert. Um die Wiederholung solcher Nein! -200 Vorsigender: Bekommen Sie dort Frühstück und Vesper? Arbeiter: Ja, bei der Arbeit, und nachmittags Kaffee. Vorsitzender: Was zahlt Ihr Bruder Ihnen an Lohn? Arbeiter: Die Woche 6 M. Bettag war. Die Beschwerde, welche Trautsch darauf beim zurückgegangen. Regierungspräsidenten in Potsdam einreichte, hatte Erfolg; ihm wurde mitgetheilt, daß das Verbot ungerechtfertigt wäre und die nöthige Belehrung erfolgt sei. Nunmehr flagte Trautsch gegen Suchsland auf Ersatz des Schadens, welcher ihm infolge des Verbots aus den Vorbereitungen zur Versammlung entstanden war. Der 1. Zivilfenat des Landgerichts in Potsdam verurtheilte dann auch den beklagten Polizeiverwalter, dem Kläger 9 M. Jnsertionskoften nebst 5 pet. Binsen zu erstatten. Mit dem weiteren Anspruch von 15 M., die Trautsch dem in Frage kommenden Saalinhaber zahlen sollte, wurde der Kläger jedoch wegen nicht genügenden Schadennachweises abgewiesen. Nachdem dann Suchsland beim Kammergericht Berufung eingelegt hatte, erhob die Regierung zu Potsdamn den Konflikt. Das Ober- Berwaltungsgericht erkannte aber nicht an, daß Suchsland in Ausübung seiner Amtsbefugnisse gehandelt habe, als er die Versamm lung zum Bußtag verbot; es entschied vielmehr, daß dem Klageverfahren gegen den Bürgermeister nichts im Wege stände, weil derselbe mit dem Verbot seine Amtsbefugnisse entschieden über= fchritten hätte. Das Verwaltungsgericht führte u. a. aus, Suchsland hätte sich nicht auf die Ober- Präsidialordnung vom 11. Dezember 1879 ftügen können, denn diese ordne betreffs des Bußtages und ähnlicher Feiertage nur an, daß an ihnen rauschende Vergnügungen und sonst noch näher bezeichnete Luftbarkeiten nicht stattfinden dürften. In dem später vor dem Kammergericht abgehaltenen Termin erzielte der Anwalt des Beflagten, daß der Senat beschloß, Beweis darüber zu erheben, ob der Kläger die 9 M. Insertionskosten aus der eigenen Tasche oder aus der Parteikasse bezahlt habe. Der I. Zivilsenat fällte nun am 10. Juni in Würdigung des Resultats der Beweiserhebung folgendes Urtheil: Sache des Beklagten wäre es gewesen, nachzuweisen, daß Trautsch persönlich der Schaden nicht 1 Vorsitzender: Und Sie haben Kost und Logis frei? Arbeiter: Ja, nur für Spital- und Invalidengeld zahle ich 60 Pfennige und 6 Pfennige. Vorsigender: In einer anderen Kasse sind Sie nicht? Arbeiter: Nein! -WO 1 -entstanden sei. Es sei aber nicht erwiesen worden, daß Kläger das Geld nicht aus der eigenen Tasche bezahlt habe; und darauf essen wir. e3 sei auch nicht erwiesen, daß derselbe die Summe anderweitig erfett bekomme; und ferner fei nicht festgestellt, daß Trautsch ein Rechtsanspruch dritten auf Ersah der 9 M. zustehe. Unter diesen Um ständen habe die Berufung des Herrn Suchsland zurück gewiesen und die Vorentscheidung bestätigt werden müffen, Soziale Uebersicht. an einen Bevölkerungszunahme im Deutschen Reiche. Ani 2. Dezember 1895 wurden gezählt 52 246 589 Ginwohner. Seit 1. Dezember 1890 wuchs die Bevölkerung um 5,7 pet. Blos in der fünfjährigen Periode von 1880-1885 war feit Bestehen des Reiches die Bevölkerungszunahme stärker. -" enitenz" zu verhindern, hatte am letzten Lohntage die Guts. herrschaft den größten Theil des Lohnes einbehalten. Damit waren die Arbeiter nicht einverstanden und als alle Vorstellungen fruchtlos blieben, packten die Polen ihre Habe zusammen und zogen nach der Stadt, um die Hilfe der Behörden nachzusuchen. Selbstverständlich waren nach dem Rittergut alsbald Gendarme beordert worden. Durch die Vermittelung der Behörden find schließlich sämmtliche Arbeiter auf Kosten der Gutsherrschaft nach ihrer Heimath zurückgebracht worden. Wenn man sich erinnert, daß es russische Polen waren, denen es hier zu bunt geworden und sich weiler die Thatsache vor Augen führt, daß selbst die Behörden für die Arbeiter eingetreten, dann kann man ahnen, welche Behandlung wohl in Schulzendorf an der Tagesordnung gewesen ist. Von der Luftsklaverei. In der Magd. 3tg." ist zu lesen: Die Revisionen einiger Betriebswerkstätten der Dantenfonfektion in Erfurt durch Beamte der Gewerbe und Sanitätsbehörde sollen in fittlicher Beziehung sehr bedenkliche Zustände aufgedeckt haben, unter denen die Konfektionsarbeiterinnen, wenn sie ihre Beschäftigung nicht verlieren wollter, zu leiben gehabt haben sollen. Es ist sofort Bericht an den Minifter erstattet worden." " der ugr- Kohlenbezirk. Nicht nur daß mit Mühe und Noth eine so winzige Mehrheit für das Kapital sich zeigt, sondern das Wahlresultat wird von den eigentlichen Ruappschaftsmitgliedern mit großer Erregung fonimentirt. Das Schicksal der mäßigen" eltesten ist besiegelt, sie werden bei der nächsten Hauptwahl( 1898) purgelu. Sagte doch sogar August Brust, der Führer der christlichent Berglente": Der christliche Gewerk. verein wird die Mächtigen so scharf wie es geht, betämpfen! Man bedenke dabei, daß die sogenannte Opposition" von den Kapitalsblättern und bis vor kurzem auch von dem Ultramontanismus als eine, jozialdemokratische ta che bezeichnet wird. Mehr und mehr bricht sich in der Knappschaft die Erkenntniß Bahn, daß in wirthschaftlichen Fragen alle politischen und religiösen Unterschiede zu schweigen haben. Und das ist ein guter Fortschritt. " Vorsitzender: Was für eine Wohnung hat denn Ihr Bruder? Arbeiter: Drei Zimmer und eine Küche, die 16 M. monatlich kosten. Vorsigender: Wo schlafen Sie denn? Arbeiter: Mit einem Gehilfen zusammen in einem Bett. Vorsitzender: Ist denn ein Zimmer ausschließlich für die Arbeit vorhanden?- Arbeiter: Ja, aber wir essen auch darin. Vorsitzender: Wird dann der Schneidertisch abgeräumt? Arbeiter: Es sind zwei Tische darin. Einer wird abgeräumt Borsigender: Wird in demselben Raum auch gebügelt? Arbeiter: Ja! Vorsitzender: Auch dekatirt? Arbeiter: Wenn der Stoff aus der Fabrit kommt, so machen wir ihn naß und überbügeln ihn bei Maßanzügen. Vorsitzender: Haben Sie auch ein Hohleifen( Holzkohleneifen) dazu? Ja! Mitglied Dr. v. Scheel: Wir Aus dem Ruhrgebiet. Am Sonnabend, den 6. Juni, hat haben gehört, daß Sie von 6 bis 9 arbeiten. Fangen Sie auch im hiesigen Kohlenrevier eine Erfahwahl zum Borstande des im Winter um 6 an?- Arbeiter: Mein im Winter von Allgemeinen Ruappschaftsvereins" stattgefunden. 7 bis 9. Nur in einigen Geschäften, wo lauter Konfektion zu dieser Wahl war schon lange vorher Agitation unter den gearbeitet wird und wo für einen Rock nur 90 oder 70 Pfennige Meltesten des Vereins getrieben. Die Neltesten werden gewählt gezahlt werden, da müssen die Leute länger arbeiten bis aus bestimmt eingetheilten Gruppen der eigentlichen Stassen12 oder 2 Uhr nachts. Wir haben auch manchmal nachts durch mitglieder, deren Eintheilung man" Sprengel" nennt und haben diese Aeltesten aus ihrer Mitte den Vorstand der Kasse arbeiten müssen, ununterbrochen. Mitglied v. Schicker: Können Sie mir etwas mit zu wählen, soweit Vertreter der Arbeiter in betracht kommen. Seit Jahren ist nun die Schaar der 2lelteften getheilt Beachtenswerth ist, daß das Wachsthum der größeren Städte theilen über den Gesundheitszustand unter den Schneidern? mit mehr als 20 000 Einwohnern in der legten Zählungsperiode Arbeiter: Der Kohlendunst ist ungesund und es sterben in sogenannte, mäßige", deren einziges Vergnügen es ist, geringer war als in einer der früheren. Es wird dadurch die viele an Lungenschwindsucht, besonders diejenigen, die so lange den Unternehmern zu gefallen, und den sogenannten weit verbreitete Ansicht von dem immer stärkeren Zuzug der Land- arbeiten. In Aschaffenburg komint es weniger vor, aber in Oppositionellen", die energisch für die Rechte der bevölkerung nach den großen Städten widerlegt. Unter der Gesammt Gr.- Ostheim, wo 60, 70 Schneider in einem Dorfe find. Arbeiter eintreten und daher als Sozialbemotraten bebevölkerung des Reiches befinden sich 26 598 690 Personen weiblichen Ein Breslauer Zwischenmeister der Mäntelbranche berichtet. zeichnet werden. Bei der am 6. Juni stattgehabten Erfahwahl 111111 die Mäßigen" über bie Opposition" und 25 647 899 Personen männlichen Geschlechts. Es sind also daß der Lohn der besten Arbeiterin bei einer Arbeitszeit bis tief in haben beinahe 1 Million mehr Personen weiblichen als männlichen die Macht hinein in der Saison 14-15 M. beträgt; in der minder mit Hilfe der verwerflichsten Mittel gefiegt, aber Geschlechts vorhanden, doch war in der letzten Periode die Zu guten Zeit verdient solche Arbeiterin 9-10 M. und in 8 bis 10 Vorsprung beträgt nur 18 Stimmen. Der Hauptführer der Unternahme des männlichen Geschlechts bedeutender als die des weib- Wochen des Jahres hat fie gar keinen Verdienst. Gine Anfängerin nehmerfreunde erhielt 124, fein oppofitioneller Hauptgegner finden wird. Die männliche Bevölkerung hat nämlich seit dem Arbeit weniger drängt, faum 2 M. Dieser Meister betlagt Jahre 1890 um 1 417 067, die weibliche dagegen nur um 1401 052 fich darüber, daß in Breslau viele Damen, welche die zugenommen. Das Wachsthum beziffert sich beim männlichen Arbeit nur als Deckmantel benutzen, sich in den Geschäften für Geschlecht um 5,85 v. H., beim weiblichen nur um 5,56. Verfolgt die Hälfte des Preises anbieten. man die Veränderungen im Zahlenverhältniß der Geschlechter Vorsitzender: Ist den Geschäftsinhabern bekannt, daß Der Meister: O ja. durch die einzelnen Theile des Reiches, so findet man, daß in Prostituirte arbeiten? allen östlichen Provinzen Preußens, mit Ausnahme von Vorsigender: Sie sagten, daß diese die Löhne drücken? Brandenburg und Berlin, ebenso in Hannover, Westfalen Der Meister: Ja; die bringen sie herunter durch ihre und den meisten norddeutschen Kleinstaaten, ferner auch Angebote. in Bayern, Württemberg, Hessen und besonders ElsaßBorsigender: Kommen diese Personen nun auch in Lothringen das männliche Geschlecht stärker als das weibliche Wertstätten, wo anständige Mädchen arbeiten? Der Meister: angewachsen ist. Für die Ostprovinzen erklärt sich dies zum Ich habe vorhin die Prostituirten gemeint, welche die Arbeit anTheil wohl aus dem starken Zuzug der erwachsenen weiblichen nehmen und selbständig herstellen lassen. Auskunftsperson Zimm: Diese beschäftigen keine Leute? Personen nach den großen Städten; für alle Grenzbezirke tommt außerdem die starke Bermehrung des Militärs in betracht. Am Der Meister: Die beschäftigen 1, 2, 3 Mädchen. meisten gestiegen ist die weibliche Bevölkerung in den Großstädten Kommissar Dr. Sprenger: Vielleicht um von der polizeiDer Meister: Jawohl, um Eine Arbeiterkrankheit. Unter den Berg arbeitern und in den Gegenden mit besonders entwickelten Industrien. In lichen Kontrolle loszukommen? des Essener Bezirks herrscht seit einigen Jahren die Berlin hat sich die männliche Bevölkerung nur um rund 38 000, fagen zu können: Ich bin Meisterin. die weibliche um 60 000 vermehrt. Auch der Staat Hamburg hat Vorsigender: Aber sie werden doch schwerlich anständige Eingeweidewurm Krankheit. Sie greift immer mehr Der Meister: Das ist ja Neben- um sich und bewirkt eine vollständige Berrüttung des Körpers. eine Zunahme des weiblichen Geschlechts um 35 000, während Mädchen bekommen? Profeffor Dr. Lobter hielt jüngst in Zürich einen Vortrag dar= bas männliche nur um 21 000 zugenommen hat. Der einzige fache; die Hauptsache ist, sie haben zwei oder drei Leute. Staat, in dem mehr Männer als Frauen vorhanden sind, ist Vorsitzender: Die eine Frage haben Sie mit noch über. Zum ersten Mal habe man die gefährlichen Schmaroger Elsaß- Lothringen. Dort wurden 833 515 Personen männlichen nicht beantwortet: ob es auch vorkommt, daß Prostituirte in im Jahre 1832 in Mailand unter den Erdarbeitern beman bei den Arbeitern des Gotthardund 807 705 Personen weiblichen Geschlechts gezählt. Das männ- denselben Werkstätten arbeiten, wo auch anständige Mädchen merkt, dann fet ma darauf gestoßen. Auch unter ben GrubenDer Meister: Ja, es tommt wohl vor; aber Tunnels liche Geschlecht überwiegt das weibliche also um faft 26 000, arbeiten? den Stohlenbecken von Lüttich und Monts während vor zehn Jahren noch nahezu 22 000 Personen weib- das sind auch wieder solche, die nicht unter sittenpolizeilicher arbeiternt sei diese Krankheit verbreitet und von dort durch Ziegelarbeiter lichen Geschlechts mehr vorhanden waren als Personen männ- Kontrolle find. nach theinland und Westfalen eingeschleppt worden. Eine uterklichen Geschlechts. würdige Erscheinung sei es, daß die Krankheit nach den bis. herigen Beobachtungen fast nur bei Männern auftrete, bei Frauen nur dann, wenn sie die Arbeitsstätte mit den Männern theilen. Der Eingeweidewurm erreicht eine Länge von 11,8 und eine Dicke von 0,63 Millimeter. In einem Granim Roth habe man bis zu 18,600 Giern gefunden. Würden diese den Menschen augeführt, so entwickelten fie fich schnell zu lebenden Wesen, während dies bei den Thieren nicht der Fall sei. Seinen Aufenthalt nehme der Wurm in dem oberen Theile des Dlinn. barins, wo er sich feftfange und eine Erweiterung der linten ebenso die der Krankheitstage 43 686 440( im Vorjahre Vor dem Einigungsamt des Berliner Gewerbegerichts Herzkammer, Blutarmuth, Veränderung der Leber, Drüsen u. f. 16. 46 199 436). Demgemäß sind auch die Krankheitskosten von wurden am Mittwoch 13 Arbeiterinnen der Knabentonjektions- erzeuge. Oft auch entständen innere Blutungen, die zu einem 101 971 698 M. auf 99 588 457. zurückgegangen, auf das Branche vernommen. Behn Näherinnen, die bei einer Bivischen schnellen Siechthum führten. Zu empfehlen sei eine durchMitglied von 14,35 9. auf 13,67 M. Diese günftigen Gesundmeisterin beschäftigt find, schildern Lohn- und Arbeitsverhältnisse, greifende Abführungsfur, aus verde Farrenfrautertrakt mit heitsverhältnisse gaben Anlaß zu einem beträchtlichen Zuwachs die überaus günstig von den Ergebnissen der bisherigen Ver- Erfolg angewandt. Der Wintertälte und der trockenen Luft vers des Vermögens. Dasselbe stieg von 83 811 959 M. in 1893 auf nehmungen abstechen. Die Arbeiterinnen sind 2 bis 22 Jahre in möge dieser Parasit nicht zu widerstehen. Zum Schluß empfahl 94 305 642., woran die Betriebs- Strantentassen mit der Hälfte der Konfektionsbranche thätig und arbeiten jetzt Kinderjacken im der Vortragende Borbeugungsmaßregeln durch die Arbeitgeber, Breise von 50 Pf. bis 1 M., Hosen von 20 bis 40 Pf. und Paletots bie allein geeignet seien, die Ausbreitung der Krankheit zu theilhaben. von 70 Pf. bis 1 M. Je nach der Qualität der zu verarbeitenden verhindern. Stücke beträgt die Arbeitszeit bei den Jacken 1/2 bis 3 Stunden, Mainz, 8. Juni. In einer Bauarbeiter Ver. bei Hosen 1 bis 11/2 Stunden und bei Paletots 2 bis 8 Stunden. Bei einer täglichen Arbeitszeit von 9 bis 13 Stunden werden städtische Verwaltung ausgesprochen, welche den versprochenen ammlung wurde gestern ein scharfer Tadel gegen die durchschnittliche Wochenlöhne von 8 bis 22 Mt. erreicht. Diesen ausnahmsweise hohen Lohnfah erreicht indeß nur eine Arrlaß von Bestimmungen zum Schutze der bei Banten bebeiterin. Der Durchschnittsverdienst variirt zwischen 13 bis ichäftigten Arbeiter unverantwortlich verzögere. Die Unkosten für Garn und Seide, Abuügung der schloffent, sofort eine Deputation zu dem Oberbürgermeister zu Nähmaschine, Krankenkassen- Beiträge u. s. w. betragen 80 Pf. Verzögerung hinzuiveisen und Beschleunigung der Angelegenheit entsenden, und denselben auf das verantwortungsvolle dieser zu verlangen. Weiter wurde beschlossen, von den hiesigen Baus Zu den Gewerbegerichts- Wahlen beginnt auch die unternehmern in einem Memorandum eine Erhöhung des National- Zeitung" die Agitation. Besonders unglücklich ist sie, Minimallohues für Maurer auf 40 Pf. pro Stunde zu verlangen. daß auch Arbeitgeber sozialistisch wähleit. Sie schließt ihren Außerdem wurde gefordert: strenge Durchführung des zehnmehr wehmüthigen als hoffnungsvollen Artikel mit folgender stündigen Arbeitstages, Unterlassung jeder ueberarbeit und wöchentliche Lohnzahlung. Eine Lohukommission soll die Forde Aufforderung: Die Ergebnisse der Bernehmungen der Erfurter Auskunftspersonen geben dem Konfektionär und Generalkonsul Fuchs Der reichsgefehlichen Krankenversicherung unterlagen Henel aus Breslau zu der Bemerkung Veranlassung, daß Erfurt im Jahre 1894 laut der Nachweisungen des Kaiserlichen eigentlich gar feinen Grund hat, hochmüthig auf Breslau herab. Statistischen Amts durchschnittlich 7 282 609 Personen in zufehen. Sie sehen, da ist es genau so miserabel wie in Breslau 21 552 überhaupt thätig gewefenen Kaffen. Die Zahl der Ver- und es ist wünschenswerth, das zu ändern. ficherten hat sich gegen das Vorjahr um 175 803 vermehrt, und Im übrigen tönnen wir allen Schneiderorganisationen und swar insbesondere bei den Orts- Krankentajien um 85 962, den allen Interessenten für die Frage des Schwißsystems nur Betriebs- Krantenfaffen um 64 158 und der Gemeindeversicherung empfehlen, sich das Protokoll der Erhebungen der ReichsDie Zahl der Erkrankungen 2492 309 tommission anzuschaffen. um 17 322 Personen. hat sich gegen das Vorjahr( 2 794 027) erheblich vermindert, Der den Hauptbestandtheil des Vermögens bildende Reservefonds hat sich gehoben von 75 983 032 in 1893 auf 83 792 433 9.; von letterem Betrage entfallen auf die Betriebs Krankenkassen 42 245 608 M., auf die Orts Krankenkassen 29 051 384 und die Eingeschriebenen Hilfskaffen 8 878 609. 15 M. bis 1,80 M. int # % Es wurde bes Eingeschriebene Hilfskaffen. Auf grund des§ 75a des Krankenversicherungs- Gesezes sind der Kranken- und Sterbekasse der Fleischer Gesellen- Brüderschaft( S. H.) zu Berlin, der Ruhlaer Arbeiter Krankenkasse( E. H.) in Nubla, der Krankenund Sterbekasse für Bäcker und verwandte Berufsgenossen zu Hamburg( E. H.) in Hamburg, der Frauen und MädchenUnterstüßungstaffe in Krankheits- und Sterbefällen( E. H.) in Altona, der Krankenkasse der Segelmacher für Altona und Ham burg, genannt Harmonie"( E. H) in Altona, dem Kranken Unterstützungs- und Begräbnißtaffenverein für Dobitschen und Umgegend( E. H.) in Dobitschen die Bescheinigung ertheilt Reinenfalls aber tönnen in der Klasse der Arbeitgeber, wenn rungen sofort übermittelt. worden, daß sie, vorbehaltlich der Höhe des Krankengeldes, den die bürgerlichen Parteien nur einigermaßen auf dem Posten Sonntagsruhe in Wien. Gine Statthalterei- Verordnung Anforderungen des§ 75 tes Stranten- versicherungs- Gefehes sind. Sozialdemokraten gewählt werden; die erste Borbetrifft Aenderungen der Bestimmungen über die Sonntagsruhe; genügen. bedingung zum Siege ist die Eintragung in die durch dieselben werden die Beschränkungen des Geschäftsverkehrs an Sonntagen ausgedehnt. Der im Vorjahre gewährte zehnListen. Unsere Genossen werden es an der Beachtung dieser Auf- fiindige Waarenverkauf an den Dezember Sonntagen wird auf den lezten Sonntag vor Weihnachten, eventuell forderung nicht fehlen lassen. Die Verhandlungen der Neichskommiffion für Arbeiter statistik über die Verhältnisse in der Konfettions= Industrie bieten interessantes Material über die ungemein tommen wird. Versammlungen. " " Dom W H auf den 24. Dezember, wenn er auf einen Sonntag fällt, be- handele. Der Sieg der Hutmacher liege auch im Inter- für die Gewerbegerichts- Wahlen ein Fluglatt herauszugeben, wurde schränkt. effe aller Auf den in den Kreisen der Wiener Detailhändler ge- lauf der anderen Gewerkschaften. Im weiteren Ver- nach furger Debatte angenommen, nachdem Millarg mit Rücksicht Debatte tamen auch die polizeilichen Maß auf die Kosten und die Schwierigkeit einer erfolgreichen Verhegten Wunsch nach Gleichstellung des sonntäglichen Verschleißnahmen gelegentlich der letzten Streits zur Sprache. Millarg breitung dagegen, Körften dafür gesprochen hatte. rechtes mehrerer Produktivgewerbe mit den der Lebensmittel- führte an, daß die Gewerkschaftskommission über eine Reihe ber händler wurde insofern Rücksicht genommen, als der Waaren- artiger Fälle Material gesammelt habe und dasselbe dem zu in der Kürschnerbranche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, In einer gut besuchten öffentlichen Versammlung aller verkauf bei den Fleischselchern und Wursterzeugern nunmehr im ständigen Minister behufs Anweisung der betreffenden Beamten die am 8. Juni im Schützenhaus tagte, sprach Frau Rohriad ganzen Wiener Gemeindegebiete vormittags auch nur von 6 übergeben werde. Folgender Antrag würde angenommen: bis 10 Uhr und nachmittags in den Bezirken I bis IX nur von die Fabrikanten der Hntbranche den Versuch machen, die Organisation ihnen auferlegten Pflichten auch Rechte zu erlangen?" Die RedDa über: Was haben die Arbeiterinnen zu thun, um entgegen den 7 bis 9 Uhr gestattet ist. der Hutarbeiter zu zerstören, so verpflichten sich die Delegirten der nerin behandelte in eingehender Weise die Frauenfrage, darauf Arbeiter- Sängerbund der Schweiz. Der von den Gesangs. Geewerkschaftskommission, in ihren Gewerkschaften, soweit dieselben verweisend, daß, trotzdem es kaum noch einen Industriezweig giebt, sektionen der deutschen Arbeitervereine, mehrerer Grütlivereine nicht selber sich im Streik befinden, den Ausstand der Hutmacher in welchen die weibliche Arbeitskraft nicht ihren Einzug geund Gewerkschaften gebildete Arbeiter- Sängerbund hält am fräftigst zu unterstüßen und zum Siege zu verhelfen. Der Ausschuß der halten, man eifrigst bemüht ist, wie dies besonders Sonntag, den 21. Juni, in Bern seinen 5. Sängertag ab. Die Gewerkschaftskommiſſion wird ersucht, einen Aufruf an die Arbeiter bei Berathungen des Bürgerlichen Gesetzbuches sich gezeigt Regierung des Kantons Bern hat hierzu 300 Fr. bewilligt, wofür Berlins zwecks Unterſtützung der Hutarbeiter zu erlassen." Um hat, die Frau in ihrer Rechtlosigkeit zu belaffen. fie am Sängertage recht viele rothe Fahnen zu Gefichte be- der Bewegung der Hutarbeiter einen möglichst großen Nachdruck Die Rednerin beleuchtete sodann die geringen Arbeiterschuhzu verleihen und deren Kampf zur Sache der gesammten Arbeiter Bestimmungen und verurtheilt den Ausschluß der Fratt von den schaft zu machen, stellt Timm folgenden Antrag: politischen Aktionen, Wahlen zu den gesetzgebenden KörperNachdem bie. Delegirten die Unterstützung der Hut- schaften u. f. w. Die Rednerin forderte zum Schluß die zahl macher beschloffen haben, wird die Gewerkschaftskommission reich anwesenden Arbeiterinnen auf, wenigstens von dem Recht beauftragt, schleunigst an einem Tage allgemeine Versammlungen Gebrauch zu machen, was ihnen durch das beschränkte VereinsDie Parteiversammlung für den 2. Wahlkreis, welche aller Gewerkschaften einzuberufen, in denen zu der beabsichtigten gesetz gewährleistet wird, sich der gewerkschaftlichen Organisation am 10. Juni in der Bockbrauerei abgehalten wurde, war sehr Berstörung der Hutmacher- Organisation Stellung genommen anzuschließen. zahlreich besucht. Zu dem Hauptpunkt der Tagesordnung: wird." Den mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Auch dieser Antrag wurde angenommen. Hierauf Ausführungen folgte eine furze Diskussion. Nachdem der Die gerichtliche Auflösung des Wahlvereins berichtet Streitner über den Streit der Angestellten Bericht und was nun?" hielt Reichstags- Abgeordneter Richard der Privatpost und bespricht dabei eine Reihe von Fällen, war, gelangte eine Resolution zur Annahme, internationalen Sekretariat gegeben worden in welcher Fischer einen ebenso interessanten wie lehrreichen Vortrag. wo Polizeibeamte in taum glaublicher Weise gegen Streifende fich die Versammlung mit dem Bericht des Sekretärs einDes Redners Ausführungen gipfelten in dem Vorschlage, eine vorgegangen sein sollen. Die Lohnkommission wird auf grund des verstanden erklärt und denselben ersucht, die Korrespondenz mit dem neue politische Organisation im Kreise zu schaffen, im Interesse in ihren Händen befindlichen Beweismaterials gegen die be- internationalen Sekretariat aufrecht zu erhalten, von der geplanten der Partet und um zu beweisen, daß alle Machinationen gegen treffenden Beamten den Beschwerdeweg beschreiten. Hinge Statistik vorläufig noch Abstand zu nehmen, dafür aber einen die Sozialdemokratie nichts seien als ein Schlag ins Wasser. hält diesen Streit für aussichtslos, da es sich hier um ungelernte, halbjährigen Situationsbericht zu veröffentlichen. Hierauf wurden ( Stürmischer, anhaltender Beifall.) Nachdem sich die Ge- leicht zu ersetzende Arbeiter handele. Ein Boykott der Privatpost drei Revisoren gewählt, und die Inhaber von Bons aufgefordert, noffen Ewald und Kleinert zu dem Vorschlag im fei vielleicht aussichtsvoller. Schumann führt aus: Seine umgehend mit dem Vertrauensmann abzurechnen. Des weiteren zustimmenden Sinne geäußert hatten, wurde die weitere Organisation sei anfangs auch gegen diesen Streit gewesen. wurde auf die im Herbst stattfindenden Gewerberichts Wahlen Debatte durch Versammlungsbeschluß inhibirt und dann Die Angestellten hätten sich angesichts ihrer geradezu hingewiesen und die Anwesenden auf die Einzeichnung in bie einstimmig der Antrag angenommen, angenommen, ein Komitee mit elenden Verhältnisse aber nicht halten laffen. Es zeuge für den Listen aufmerksam gemacht. Bekannt gegeben wurde ferner, daß der Ausarbeitung Des Statuts für einen politischen guten Geist derselben, daß sich von den 300 Angestellten nur am 21. Juni im Belle- Alliance- Theater eine Nachmittags VorVerein zu betrauen. Zu diesem Zwecke wurden gewählt: 33 Streifbrecher gefunden hätten. Durch Bahlung höherer Löhne ftellung stattfindet, die von den Frauen veranstaltet wird. Zubeil, R. Fischer, Schlichting, Ewald, Kosei es der Gesellschaft gelungen, Arbeitskräfte in genügender Zahl blenzer, Schwahn, Hinze, Woldersti Die öffentliche Schuhmacher Versammlung, die am und zu finden, so daß nunmehr die Streifenden feine Aussicht Werner. Genoffe inze legte darauf Rechnung über Ein- auf Wiedereinstellung bei der Privatpost hätten, jedoch sei es Mittwoch Abend bei Fiebig, Frankfurterstraße, tagte, hörte zunahmen und Ausgaben von der Maifeier. Erstere betrugen Pflicht aller Arbeiter, die Ausständigen materiell zu unterstüßen. Derfelben betrugen 8779,26 M., welchen eine Ausgabe von nächst die Abrechnung der Agitationskommission. Die Einnahmen 1120 m., die letzteren 359,85 m., fodaß ein Ueberschuß von hierzu wurde beschlossen: Die Gewerkschaftskommission hält 3717,46 m. gegenübersteht. Nach den Angaben Niederauer's 760,65 Mart zu verzeichnen. ist. Ausstehen noch 25 Billets den Streik der Privatpost- Angestellten für gerechtfertigt und bezieht sich diese Abrechnung nur auf die Streits in 10 Schuhà 20 Pf. Mit einem Hoch auf die neu zu gründende Organi- verspricht, denselben thatkräftig zu unterstützen." Ferner fation trennten sich die Versammelten. wurde folgender Antrag angenommen: fabriken, dagegen stehen die Abrechnungen der Streits von Die Delegirten der Gewerkschaftskommiffion erachten es als Erpel, der Friedrichstadt und Bernau noch aus und sollen demnächst gegeben werden. Die Revisoren bekunden die des S. Wahlkreises, die am 10. Juni im Schützenhaus, Linien ihre Aufgabe, den Boykott über die Privatpost Geſellſchaft zu Richtigkeit der Abrechnung. Bei dem Punkt„ Ergänzungg straße, tagte, referirte Reichstags- Abgeordneter Rob. Schmidt. verhängen." Der Redner beleuchtete in eingehender Weise unfere gegenwärtigen Für den Boykott soll auch in den Versammlungen, die in- wahl der Agitationskommission" beantragt Niederauer, Rechtszustände und kritisirte babei einige in legter Zeit besonders folge des Antrages Timm einzuberufen find, Propaganda gemacht diefe von 15 auf 21 Personen zu verstärken und zu reorganisiren. helentengwerthe Broseffe Bum Schluß empfahl Redner, einen Streits der Zabalarbeiter und Hinze über den mitglied Lindholz wurde wegen mangelhafter Betheiligung bemerkenswerthe Prozesse. Bum Schluß empfahl Redner, einen werben. Börner berichtete turg über den Ausgang bes Diesen Vorschlag lehnt die Bersanimlung ab. Das Kommissionsfür die Parteigenossen des 5. Wahlkreises auch uh ma cher Streit; beide Berichte an den Sigungen seines Amtes enthoben, Willner und gründen, bei dem die Fehler," die vordem gemacht sein wurden ohne Debatte Würzburg wurden in die Kommission aufgenommen. Nauer sollen, vermieden werden, entgegengenommen. Fischer erörterte den um nicht wieder mit dem Staatsanwalt in Konflikt zu kommen. Den mit lebhaftem Ursprung und den Verlauf des Streits der Musik- referirte nun über die Pflichten der Vertrauensleute in den Fabriken und verurtheilt es die betheiligten sehr entschieden, daß Beifall aufgenommenen Ausführungen folgte eine furze Dis- instrumenten Arbeiter: obgleich 2600 Arbeiter seitens einzelner Personen durch tindische tussion, an der sich Sassenbach und Adler im Sinne des Referats und sich mit sehr geringen Unterstüßungen begnügt hätten, sei Streit der Schuhmacher bei Erpel wurde berichtet, daß Hänseleien voller Einmüthigkeit zusammen hielten den Gewählten ihre Nemter erschwert werden. Zum betheiligten. Hierauf wurde eine fünfgliedrige Kommission, beber Streif doch, wie bekannt, für die Arbeiter, abgesehen von bisher noch keiner der Streifenden abfiel und diese gewillt sind, stehend aus den Genossen: Beise, Schulz, Rob. Schmidt, Gläsentamp und Gaffenbach gewählt, welche die Aufgabe hat, ein den 270 Kollegen wären von den Fabrikanten auf die schwarze der Unternehmer bisher vergeblich Arbeitskräfte suchte troh ber einzelnen fleinen Errungenschaften, verloren gegangen. Etwa ben Kampf weiter zu führen. Nauer führt ergänzend aus, daß Berhältnissen entsprechende Statut auszuarbeiten. Nach einer Mittheilung, daß am 12. Juni bei Buske, Grenadierstr. 33, eine iste gesetzt worden. worden. Auch Auch dieser Redner führt lebhaft Klage über das Auftreten verschiedensten Inserate; nur in Bernau habe sich ein den Arvon Polizeibeamten Besprechung der Arbeitgeber bezüglich der Gewerbegerichtswahlen während des Streits und rligt das laue Berhalten anderer beitern seit Jahren bekannter Schuhmacher namens Kalmbach I stattfindet, schloß der Vorsitzende mit einem Hoch auf die Sozial- Gewerkschaften gegenüber dem Ausstand der Musikinstrumenten- funde der in seiner Wohnung für Erpel arbeitet. demokratie die gut besuchte Versammlung. Arbeiter und deren mangelhafte Unterstüßung. Streitenden Unterstügung Die Versammlung sichert den Er habe Weiter wurde berichtet, daß in jeder Beziehung zu. Berliner Gewerkschaftskommission. In der öffentlichen Material in Händen und werde auf grund deffen die bei der Versammlung der Delegirten am Mittwoch wurden die Berichte Machinationen mancher Gewerkschaften später noch öffentlich be: Barnimstraße 22 von 8 Arbeitern 7 wegen Maßregelung und Firma Silberstein und Landsberger über verschiedene Streits entgegengenommen. Ueber den Aussprechen. Dagegen bemerkt Pörsch, er wisse nicht, ob diese stand der Hutarbeiter berichtet Lauschte: Redner giebt Borwürfe des Borrebners berechtigt seien, für seine Gewertunangemessener Behandlung die Arbeit einstellten. Auch diese eine ausführliche Darstellung von den Ursachen und dem bis- schaft treffe das nicht zu. In demselben Sinne spricht einer unliebsamen persönlichen Debatte trat Schluß der VerAusständigen sollen in jeder Weise unterstützt werden. Nach herigen Verlauf der Bewegung und kommt zu dem Schluß, daß Timm. Er verurtheilt die Kampfesweise Fischer's, der von hier nicht ein Streit, sondern eine Aussperrung vorliege. Ge Machinationen anderer Gewerkschaften gesprochen habe. Es handele sich um einen Schlag des Unternehmerthums gegen die wäre beffer, statt allgemeiner Verdächtigungen bestimmte Fälle Organisation der Arbeiter. Leytere hatten keineswegs anzuführen, auf die sich die Behauptungen Fischers flüßen. Auch die Absicht, in eine Lohnbewegung einzutreten, da sie aber nun Millarg weist betreffs der Tischler die Vorwürfe Fischer's zurück. einmal zum Rampfe gezwungen wurden, fordern die Hutarbeiter Letterer bemerkt darauf, er habe nur einige Gewerkschaften gleichzeitig die zehnftündige Arbeitszeit, 10 pet. Zuschlag für im Auge, die das Unterstützungsgesuch nicht einmal Affordarbeiter und Wochenlöhne von 18 M. für männliche, beantwortet hätten. Die Aeußerung Timm's, daß die 12 M. für weibliche Personen. Bisher hätten die Hutmacher Musikinstrumenten Arbeiter nicht genügend Fühlung mit ihre Lohnkämpfe aus eigenen Mitteln durchgeführt. Da aber der gesammten Arbeiterschaft gesucht hätten, gab Anlaß die Organisation ihre Gelder in in ein Industrie Unter zu einer Debatte zwischen Anhängern lokaler und zentraler nehmen gesteckt habe, beantragt Mebner, diesen Streit Organisationen, die zwischen Timm, Fischer, Näther, Schumann sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend durch die Gewerkschaftskommission mit Geldmitteln zu unterstützen. und anderen geführt wurde. Es fehlen die Delegirten folgender Alle zuschriften den Bund betreffend find zu richten an: Hermann Jungnickel trat gleichfalls für Unterstügung dieses Streits Gewerkschaften: Bauanschläger, Bauarbeiter, Brauer, Drechsler, Sabn, Schönhauser Allee 177 c. In einer öffentlichen Versammlung der Parteigenossen = " in voller # fammlung ein. ftein. Arbeiter Bildungsschule. Freitag Abend 9 1hr bis 10% 11hr: Südoft- Schule o ft Schule, Waldemarstr. 14: Nationalötonomie.( Die Mary Engels' schen Lehren. Werth, Mehrwerth, tapital.) Herr Dr. Alfred Bernwichtigsten Gesetze für die Kunst des öffentlichen Rebens. Lehre vom Aufbau Nord Schule, Müllerfir. 179&: Nede Uebung.( Die eines Bortrages.) Derr Heinrich Schulz. Die Schulräume sind zur Venugung der Bibliothet und des reichhaltigen Beitschriftenmaterials schon von 8 Uhr an geöffnet. mann, Pafewalterfir. 3. Alle Aenderungen im Vereinskalender find zu richten Arbeiter- Sängerbund Berlins und umgegend. Berfigender Ad. Neuau Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. im Bereinstalender find zu richten an Otto Schulz, Rottbuserdammt 72. Arbeiter Rancherbund Berlins und Umgegend. Aenderungen Briefkasten der Expedition. Warnst. Inserat toftet 4,80 M. ein. Wenn auch in letzter Zeit verschiedene Lohnbewegungen für Kellner, Defateure, Fabrikarbeiter, Glasschleifer, Graveure, die Arbeiter ungünstig verlaufen seien und neue Streits daher Kupferschmiede, Müller, Posamentiere, Schirmmacher, Schmiede, nicht rathsam erscheinen, so müsse man doch diesem Ausstand Stellmacher, Steinfeger, Stereotypeure, Textilarbeiter, Weißdie thatkräftigste Unterstützung zu theil werden lassen, da es sich gerber. Zu Nevisoren wurden bestimmt: Jost, Schernig und einen Kampf um Erhaltung der Organisation Streitner. Ein Antrag Pfeifer's: zum Zweck lebhafter Agitation tion nachschlagen. um Schweizer Garten Am Königsthor. Täglich: Am Friedrichshain. Spezialitäten und Theater- Vorstellung. Sonnabend, den 13. Juni: Großes Sommerfest unter Leitung von Julius Türk. Um 4 Uhr: Kinderfest. Konzert d. gesammt. Hauskapelle. Spezialitäten- Vorstellung. Die blonde Gina. shed in at Boltsstück mit Gefang in 1 Aft von Julius Türk. Bei eintretender Tanz im grossen Saale. Die Kunst geliebt zu werden. Singspiel in 1 Att von Ferdinand Gumpert. Dunkelheit Großes Brillant- Feuerwerk. Bei ungünstiger Witterung findet die Vorstellung im Saale statt. zu verkaufen WeberStraße Juni 1893. Sie können diesen Monat in unserer Expedi Brennholz rape 50 ichlerei Aktien- Brauerei Friedrichshain. Vereinszimmer gev. Piano frei. Bohn, Lorgingstr. 10. Arbeitsmarkt. Gesanglehrer für Sonnabend mit Am Friedrichshain. Am Königsthor. Sonnabend, den 13. Juni 1896: Gr. Sommernachts- Fest bestehend aus Konzert und Tanz veranstaltet vom Geige. Justerburgerfir. 18, Reſtaurant. Verband aller im Handels- und Transportgewerbe Ein tüchtiger Meister, M* Hilfsarbeiter Berlins und Umgegend. beschäftigten 109/19 der mit Gurt refp. Mühlen- Stühlen um 10 Uhr: Große Fackel- Polonaise unter Vorantritt einer Musikkapelle. Stocklaternen sind am Eingang zum Preise von 5 Pf. zit haben. Eröffnung 6 Uhr. Anfang 7 Uhr. Billets für Damen 30 Pf., für Herren 50 f. Billets sind zu haben bei den Borstandsmitgliedern, in den 3ablstellen, gründlich Bescheid weiß, findet dauernde und lohnende Stellung. Offerten unter J. S. 9888 befördert Rudolf Mosse, Berlin S.W. Nagler Frankfurter Riflee 197. wie in Bureau, Roumandantenstraße 28, 1 Tr. Telephon: Amt IV, 3973. Billets à 30 Pf. find in den bekannten mit Plakaten belegten Ge- Polirer fucht die Brenner-Fabrit schäften zu haben. Rinder haben freien Zutritt. auf Petroleumbrenner 2185b Köpnickerstr. 154 a. Eintrittskarten à 30 Pf. find zu haben in folgenden Geschäften: Fliesenleg. v. Ansbacherstr. 19.[ 21436 Norden: Beyer, Veteranenfir. 13. Mehnert, Diedenhofenerstraße 3. Winkelmann, Ackerstr. 158. Diecke, Lothringerstr. 67. Hinze, Pantstr. 14 a. Vogel, Demminerftr.$ 2. Nordost: Niemeyer, Weberstr. 19. Reul( fr. Gumpel), Barnimstr. 42. Osten: Wilke, Andreasstr. 26. Kothe, Roppenstr. 90. Böhl, Frankfurter Allee 74. Hoffmann, Blumenstr. 14. Südost: Arndt Nachfl., Staligerstr. 107. Böhlert, Mariannenstr. 5. Tolksdorf, Sorauerstraße 17, Ecke Görligerstraße. Moritz, Manteuffelstr. 68. Scholz, Wrangelstr. 32. Süden: Gädicke, Gräfestr. 93. Schulz, Admiralstr. 40 a. Börner, Ritterstr. 15. Baake, City- Passage, Dresdenerstr. 52/53. Südwest: Ochs, Lindenstr. 59. Windthorst, Junterstr. 1. Böttger, Boffenerstr. 21. Westen: Faller, Ballasstr. 16. Behrend, Blumenthalftr. 5. Nordwest( Moabit): Reddemann, Prißwalferstr. 3. Zentrum: Löwenberg, Neue Schönhauſerſtraße 18. Horsch, ftraße 25. Scheithauer, Rofenthalerstr. 64. gitis ZementfliesenFabrikat.gründl.vertrauter fleißiger Vorarbeiter gesucht. Greifswalderstr. 73/74. Karton- arbeiterinnen u. Lehrmädchen Karton- Arbeiterinnen verlangt Albert Erdmann, Beuthstr. 3. 2105b Gips- Sarton- Arbeiterin b. batteri. Befch. P. Boehme, uisen- Ufer A.Eisenstädt, Beuthfir.5. im Offene Kasse findet nicht statt. Zu zahlreichem Besuch ladet ein Reich's Der Vorstand. Terpentin- Salmiak- Soda ist das Allervorzüglichte für die Wäfte u. fonftigen Reinigungszwecke. Billigstes und ergiebigstes Waschmittel der Neuzeit. In 2 PfundPacketen für 10 Pf. und 6 Pfund Packeten für 25 Pf. nur allein zu haben in unseren 20 Filialen. M. Reich& Co., Seifen- 1. Soda- Fabrik, Fabrik: Gr. Frankfurterstr. 43. Bertreten fast in allen Passagen der Berliner Markthallen, sowie Alte Jakobstr. 45, Babstr. 12, Krautstr. 48, Gr. Frankfurterstr. 43, Gontardstraße im Stadtbahnbogen. Charlottenburg. Empfehle allen Freunden und Befannten das Bierlokal 3ne alten Linde": Schattiger Vorgarten. Leibnitstr. 3, i. V.: Röttger. Achtung! * Achtung! Künstl. Zähne v. 3 M. an, Theilz. wöchentl. 1 M., wird abgeholt. Zahnsiehen, Zahnreinigen, Nervlödten bei Bestellung umsonst. Guckel, Laufigerplay 2, Elfafferstr. 12 Achtung! Verein der Berliner Buchdrucker und Sehriftgiesser Parteigenossen Die Vertrauensleute werden ersucht, Flugblätter ,, An die Mitglieder des Verbandes der deutschen Buchdrucker" auf der Verwaltung, Neue Grünstr. 14, umgehend abholen zu lassen. Die Buchdruckerei von Koebke ist für Verbandsmitglieder gesperrt. Der Vorstand. Taurer! Freitag, den 12. Juni 1896, abends 8 Uhr: Drei große öffentliche Versammlungen 140/7 der Maurer Berlins n. Umgegend. 1. Jm Königshof, Bülowstraße 37. 2. Bei Gründel, Brunnenstr. 188. 3. Bei Joël, Andreasstr. 21. Tages- Ordnung: Bericht über den Stand der Lohnbewegung. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Achtung! Maler. Die Lohnkommission. Achtung! Bekanntmachung Dienstag, den 16. Juni, abends 8½ Uhr: Achtung! Berlins! Sonntag, den 14. Juni, vormittags 10 Uhr: Große öffentl. Versammlung im Feen- Palaft, Ecke Burg- u. Wolfgangstraße. Tages Ordnung: 1. Der internationale Arbeiter- Rongreß in London. Referent: Reichstags- Abgeordneter August Bebel. 2. Distussion. 3. Wahl der Delegirten zum Kongreß. Um zahlreichen Besuch bittet. Der Vertrauensmann des 1. Wahlkreises. 208/8 Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Sonnabend, den 13. Juni, abends 8 Uhr, im Moabiter Klubhaus, Beufelstraße 9: Bezirksversammmlung Moabit. Tages Ordnung: • 1. Bortrag über Frauenfrage und Gewerkschaftsbewegung. Referent: Senoffe Wagner. 2. Distuſſion und Verſchiedenes. Nach der Versammlung findet ein geselliges Beisammensein statt. 291/5 Branchen- Versammlung der Parquetbodenleger am Sonntag, den 14. Juni, vorm. 10 Uhr, im Lokale des Herrn Fritz Zubeil, Lindenstraße Nr. 106. Zages Ordnung: 1. Berichte der Werkstatt Kontrollkommission. 2. Was lehren uns die Streits und der Werth der Organisation. Referent: Reichstags- Abgeord. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. der Liquidations- Kommission Fritz Zubeil. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Heute Abend 82 Uhr bei Schöning, Köpnickerstr. 68: Sikung der Ortsverwaltung. Kombinirte Versammlung der Filialen Berlins n. Umgegend 5. früheren Sanitäts- Vereins im Englischen Garten, Alexanderstraße 27c. Tages- Ordnung: ( E. H. Nr. 85.) Die Mitglieder, welche ihre Beiträge Schäftebranche! Verein deutscher Schuhbis zum 31. März 1895 bezahlt haben, werden macher. Filiale V. Hille, Bevollmächtigter. 125/15 Theil bis zum 1. Auguſt bei Vereinsversammlung 8 Uhr bei Babilone. 57. 1. Die Verlegung des Arbeitsnachweises und seine fernere Einrichtung. 2. Abrechnung von der Fachschule. 3. Verschiedenes. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen der organisirten Kollegen erwartet Die Kommission des Arbeitsnachweises. J. A.: G. Nicolai. Oeffentliche Versammlung des Fachvereins der Holz- u. Bretterträger sowie Brettschneider Berlins und Umgegend am Sonntag, den 14. Juni, vormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Nieft, Weberstraße 17. Tagesordnung: 1. Stellungnahme zu der Lohnbewegung. 2. VerDie Lohnkommission. schiedenes. 292/3 fallenden Theil bis zum 1. August bei Herrn E. Warneke, 13, [ 168/16] of IV. abauſgeben. Heber denjenigen Zimmerer Berlins u. Umgegend. Theil, welcher bis ab gehoben ist, wird anderweitig verfügt. Die Abhebung kann wochentäglich bis Berlin, den 12. Juni 1896. Die Liquidations- Kommiffion. 8 s uhr abends stattfinden. 155/10 Allen Freunden und Genossen die traurige Nachricht, daß unter guter, lieber Mann, Bruder, Sohn und Freie Vereinigung d. Bauarbeiter Berlins Schiviegerfohn Sonntag, den 14. Juni, vormittags 11 Uhr: Herrmann Scholz Dienstag, den 9. Juni, nachmittags, Mitglieder- Versammlung nach langen schweren Leiden fanft entim Lokale des Herrn Wilke, Andreasßtraße 26. Tages- Ordnung: 1. Endgiltige Abstimmung über den Antrag Deredder. 2. Vereins. angelegenheiten und Verschiedenes. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Gäste willkommen. Mitglieder werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. 31/5 Der Vorstand. Die Verband der Bauarbeiter und Berufsgenossen Deutschlands. Zahlstelle Schöneberg. schlafen ist. Um stilles Beileid bitten In folgenden Zahlstellen werden jeden Sonntag Vormittag, außer wenn Versammlungen stattfinden, Marken zum Agitations- und Unterstützungsfonds verausgabt und Beiträge entgegen genommen: 1. Norden: 2. Nord Osten: 3. Diten: 4. Süden: Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Sonntag 5. Westen: Nachmittag 3 Uhr von der Charitee aus nach dem Chariteekirchhof statt. 6. Moabit: 7. Schöneberg: 8. Charlottenburg; Allen Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, daß unser Freund und Bruder, der Kleinpner 2141b 9. Weißensee: Rudolf Pohl Sonntag, den 14. Juni, nachmittags 1, Uhr im Lokale des Herrn am 10. Juni cr. an der Proletarier- 10. Steglib: Obst, Grunewaldstraße 110: Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 11. Rigdorf: frankheit verstorben ist. Die Beerdigung findet statt Sonntag, 12. Pantow: den 14. d., nachm. 4 nhr, von der Leichen- 13. Reinickendorf: 1. Wahl des gesammten Vorstandes. 2. Vereinsangelegenheiten. 3. Berhalle des Zionstirchhofs in Weißensee. 14. Friedenau: schiedenes und Fragekasten. Mitglieder werden aufgenommen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Sein Freund Julius Ruppert 29/9 u. seine tiefbetrübte Schwester Paul. Pohl. Danksagung! Für die vielen Beweise innigster Hugo Lehmann, Buttmannstr. 18, tafsirt bei Neumann, Basewalferstr. 3. Ch. Hilgenfeld, Bergftr. 60, kassirt selbst. = Wilh. Schwalbe, Pappel Allee 19, tafsirt bei Schmidt, Tresckowstr. 24. Ferd. Bastian, Weißenburgerstr. 85, tafsirt bei Buchholz, Wörther Plaz. Gust. Webers, Holzmarktstr. 20, tafsirt bei 3ippte, Markusstr. 14, Ecke Grüner Weg. Schledermann, Blumenftr. 22, tafsirt bei Jauer, Fruchtstr. 52. Wilh. Hinz, Frankfurter Allee 52, in der Wohnung. H. Mühl, raugelstr. 67, kassirt bei Fürstenau, Manteuffel- und Reichenbergerstraßen- Ecke. With. Münchow, Culmstr. 18, tafsirt bei Paulsch, Culmstr. 36. Benkowski, Emdenerstr. 2, tafsirt bei Gebauer, Birkenstr. 24. Ernst Obst, Grunewaldstr. 110, tafsirt selbst. C. Barthel, Bismarckstr. 77, tafsirt selbst. G. Moll, Rirchstr. 12, fassirt in der Wohnung. Aug. Lange, Friedrichstr. 41, tafsirt bei Sped. mann, Königs Chauffee. C. Fischer, Flensburgerstr. 1, tafsirt Ahornstr. 15. Carl Beyer, Rosenstr. 5, fassirt in der Wohnung. C. Schnötke, Floraftr. 40, tafsirt in der Wohnung. Aug. Lehmann, Pantower Allee 35. Neumann, Rainstr. 65. Der Hauptkassirer Georg Hoff wohnt Ramlerstr. 25 und sind Marken und Listen täglich in unserem Bureau, Neue Friedrichstr. 44, Sonntags in der Wohnung desselben zu haben. Laut Beschluß unserer Versammlungen ist jeder Zimmerer verpflichtet, wöchentlich 50 Pf. zu zahlen und sind wir nur dann im staude jeden Gemaß Die Lohnkommission. J. A.: Theodor Fischer. Allgemeine Kranken- und Sterbekale Theilnahme bei der Beerdigung meines regelten unterſtüßen zu können. der Metallarbeiter( E. 5. Nr. 29, Samburg) lieben, unvergeßlichen Mannes, unseres Vaters, Großvaters, Schwiegervaters, des Teppichwebers Otto Rönnich, Sonntag, den 14. Juni, vorm. 10 Uhr, bei Scheps, insbesondere dem Textilarbeiter- VerGerichtstr. 10: Ausserordentliche Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Rassenbericht. 2. Bericht des Telegirten von der Generalversammlung. 3. Diskussion. 4. Vorstandswahl. 5. Verschiedenes. Erscheinen dringend nothwendig. Beiträge werden angenommen. Die Ortsverwaltung. 119/9 Achtung! Maurer. Achtung! Sonntag, den 14. Juni, vorm. 10 Uhr, bei Hoffmann, Alexanderstr. 27 c: Große öffentliche Versammlung des band und den Kollegen der Teppichfabrik von Becker sagen wir allen unsern 2138b besten Dank. Wittwe Nöunich nebst Kindern. Danksagung! 288/11 Bestes Fleckenwasser der Welt Allen Freunden, Bekannten und Kollegen, sowie den Herren Chefs der Firma Löwy u. Söhne sage für die Theilnahme bei der Beerdigung meines ist lieben Mannes, wie auch für die Unterstüßung während der langen Zeit seiner Krautheit meinen herzlichen Dank. 21376 Wittwe Marie Rinner. Da das Gerücht verbreitet wird, daß ich jemand wegen Majestätsbeleidigung Vereins zur Wahrung der Jnteressen der Maurer Berlins denunzirt haben soll, zahle ich 300 m. und Umgegend. Zages Ordnung: demjenigen, der mir derartiges nachweist. Ich erkläre das Gerücht für 21366 eine Umwahrheit. 130/13 W.Dauer, Schantwirth, Bremerstr. 54/55. zu 1. Was lehrt uns die Lohnbewegung der Berliner Maurer. Referent Rollege Fritz Kater. 2. Diskussion. Alle Berliner Maurer find verpflichtet in dieser Versammlung Für Landpartien und erscheinen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Vorstand. J. A.: Karl Knöpchen, Tilsitersir. 16. Verein 1. Wahrung d. Jnteressen der auf Holz- u. Kohlenplähen beschäftigten Arbeiter und Kutscher Berlins und Umgegend. Sonntag, den 14. Sunt, abends 62 Uhr, bei Röllig, Nene Friedrichstraße 44: Vereins- Versammlung. Tages Ordnung: 42/16 1. Vortrag über: Moderne Heilkunde. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Der Vorstand. Tischler- Verein. Sommerfeste empfehlen wir in großer Auswahl: Stocklaternen, Lampions, Fahnen, Papier- Mühen, Vapier- Schärpen, RadauFlöten, sowie Verloosungsgegenst. Neu! Stocklaternen u. Fahnen mit Auchten d. Berliner GewerbeAustellung 1896! Neu! Händler und Arbeitervereine erhalten die billigsten Fabrifpreise. 5335L* S.& G. Saulsohn Berlin C. Kaiser Wilhelmstr. 19a. Sonnabend, den 13. Juni, abends 9 Uhr, Melchiorstr. 15: Papiergroßhandlg. Papierwaarenfabr. Außerordentl. General- Versammlung. Sargmagazin Opot. Gedanken Kellners. Bei jedem Diner Opale in der Tonne. ist wohlriechend u.nicht feuergefährlich, entfernt selbst Wagenschmiere, alte Oelfarben und jeden sonstigen Fett- und Schmutzeines servirenden fleck sofort, ohne Farbe und Stoff im geringsten anzugreifen, während und jedem Souper Benzin feuergefährlich und schlecht riechend ist, nur Fettflecke entfernt und Ränder hinterlässt. Man kaufe reden, als immer u. daher nie mehr Benzin, sondern nur hört man bald schon von nichts ," Anderem mehr immer wieder von den Röntgen'schen noch Opal in der Tonne à 30, 50 u. Strahlen. Was nützen mir aber alle X- Strahlen der 90 Pfennige. Welt? Ich lobe mir Opal- Schwämmchen, extra präparirt, , Opal", mit dem ich mir schon zum dritten Male für ein Paar Groschen meinen Frack wie neu gemacht habe. Das nenne ich eine Erfindung u. wirklich fin de sié.le. Freund's Inselgarten T.- D.: Endgiltige Beschlußfassung über das diesjährige Stiftungsfest. und Beerdigungs- Comptoir von 2. Vereinsangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. 1. Kosin, Georgenki 66 Pichelswerder. 199/9 Der Vorstand. 15 Pfennige. Fabriklager bei F. Ketzer& Co., Berlin N. 24, Adolf Berndt Nachf., N., Invalidenstr. 114. En détail in allen Drogenhandlungen. A. Wasmuth& Co., Hamburg. Empfehle allen Vereinen, Gesellschaften 2c. mein idyllisch gelegenes Lokal zu Sommerausflügen. DampferFrühstücke Haltestelle. Bei Kremſern wird Brückenzurückgang vergütet. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Velag von Mag Bading in Berlin.