Mr. 160. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mart, monat lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit dem ,, Sonntags= Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pig. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprech- Anschluß: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Aus Sonntag, den 12. Juli 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. ihm möglich wäre, sich längere Zeit in reiner Luft zu be- Politische Lebersicht. wegen und sich zu pflegen. Aber wie soll er sich das ermöglichen? Der Lohn reicht ja so kaum zum Leben und " Berlin, 11. Juli. der verkehrten Welt. abzukommen ist nicht, wenn nicht die Stelle durch einen Die Spaltungen der Sozialdemokratie" und der Der Hochsommer naht heran und wer es irgendwie Andern besetzt werden soll. So muß der kranke Arbeiter Dreibund"- das sind die zwei nebelhaften Fragen, vermag, der begiebt sich in die Sommerfrische oder nach weiter seine Kräfte verzehren im Staub, Dunst, Qualm mit denen die Mehrzahl unserer Zeitungen jetzt die gähnende Leere in ihren Spalten zu verdecken sucht. Zwar fehlt es einem Badeorte, um sich zu erholen, sich zu kuriren oder und Dampf der Fabrik und wenn er endlich vom Arzt nicht an wirklich konkreten, wichtigen und brennenden Fragen, in guter Luft die Nerven zu stärken. Wo heilsame Bäder in ein Krankenhaus geschickt wird, dann ist es gewöhnlich Fragen so brennend, daß sie dem Volk buchstäblich auf und gesunde Luft vorhanden, da wimmelt es von Gästen. zu spät. die Nägel oder aufs Gewissen brennen: z. B. der herrschende Gesunde und Kranke erscheinen, der Heilung und des Ver- Wenn wir die Forderung aufstellen, auch der Ar- Nothstand, die Brot- und Fleischvertheurungs- Politik, der gnügens halber. Allerlei Komfort, Vergnügungen und beiter müsse seine Ferien" haben, so wird man über Prozeß Baare, die enthüllte Großkorruption, die ſittliche Unterhaltungen sorgen dafür, daß die Kur nicht zu lang- solche Maßlosigkeit" in der bürgerlichen Presse Fäulniß unseres Bojarenthums" und ähnliche Symptome weilig wird. Hohläugige, abgezehrte Gestalten suchen ihre ein allgemeines Geschrei erheben. Arbeiter als Kurgäste des Verfalls einer in der Auflösung begriffenen Weltordfranken Lungen im Ozon zu kräftigen und schwitzende schon der Umstand, daß sie da ihrem Unter- nung". Allein das sind Fragen, welche für die meisten der Fettbildner klettern auf die Berge, um ihren Körper- nehmer in den Wandel- und Laubgängen der Kur- deutschen Zeitungen in die Kategorie jenes geheimnißvollen umfang zu verringern. Doch bilden die Kranken eine gärten begegnen könnten, wäre etwas ungeheuer- darm in seiner staats- und gesellschaftsretterischen Weisheit Minderheit in den meisten Bädern; die Mehrzahl der liches für die„ oberen Zehntausend" und für die zarten einſt orakelte:, Ueber Thema darf nicht ge Gäste ist zur Erholung da und der Besuch eines Bades Nerven ihrer Damen. Ach, man ist in diesem Punkte sprochen werden." Da ist es viel bequemer, sich oder einer Sommerfrische ist zur Mode geworden. Man sehr fürsorglich, weit mehr als im Arbeiterschutz. Sogar Nebelfragen à la" Dreibund" und" sozialdemokratische Spalunternimmt eine Kur, auch wenn Nichts zu kuriren ist. wenn die Arbeiter zufällig an Kurorten wohnen, sind sie tungen" zu wählen sie erheischen kein Nachdenken, lassen Mein Arzt schickt mich ins Bad, ich habe einen oft von den Wohlthaten derselben ausgeschlossen. Wir der Einbildungskraft freiesten Spielraum, und geben GeSchnupfen", hörten wir dieser Tage einen behäbigen kennen Kurorte, wo in der Kurordnung ausdrücklich belegenheit(„ Stoff" können wir nicht sagen), solche Unmassen Herrn fagen. stimmt ist, daß von den Einheimischen nur die gute nebelhafter Phantasien und Kannegießereien zu Tage zu fördern, daß die Spalten auch des größten Blattes sich damit Es giebt auch Leute, die sich in den Bädern vom Gesellschaft", nicht aber die dienende und arausfüllen lassen. Nichtsthun erholen. Aber unsere Zeit mit ihrer Jagd beitende Klasse" die Kuranlagen besuchen darf. nach Gewinn, ihrer wilden und wüsten Konkurrenz und Die Kurtare zu bezahlen werden sich die Arbeiter natür ihrer Unsicherheit zerrüttet auch die Nerven der Bour- lich hüten. Und solche Verbote bestehen in Orten, wo die geoisie. Wir gönnen einem jeden Menschen herzlich die Kuranlagen und der Badebetrieb in den Händen der GeErholung in der Sommerfrische und wünschen nur, die meindeverwaltung find, die doch auch keinen Anstand Wohlthaten einer reinen Luft möchten in der heißen Zeit nimmt, von den Arbeitern die Kommunalsteuern einzuziehen. auch einem Jeden zu Theil werden. Einem Jeden! Ja, da liegt eben der Hase im Pfeffer. Denn ein Jeder kann eben nicht in die Sommerfrische oder in das Bad gehen, und namentlich nicht der Arbeiter. " Wir wissen, daß wir mit solchen Anschauungen bei der Bourgeoiswelt kein Verständniß finden. Aber wir haben den Muth unserer Meinung, auch gegenüber den verhärtetsten Vorurtheilen. Wir sehen wohl, daß das Und doch hätte die Arbeiterklasse vor allen Anderen Evangelium der Brüderlichkeit und der Nächstenliebe bald die Erholung nöthig. Ihr liegt die ungeheure Aufgabe zweitausend Jahre umsonst gepredigt worden ist. Das ob, den täglichen Bedarf der Gesellschaft an Genußmitteln fann uns nicht hindern, der Bourgeoiswelt den Spiegel und Gebrauchsgegenständen, nothwendigen und nicht noth- ihrer Verkehrtheiten vorzuhalten. Wenn einige allzu zartnervige Dämchen über unser wendigen, zu decken. Aber Erholung giebt es da nicht. Der Arbeiter muß Tag für Tag in die Tretmühle. Wenn Anfinnen einen Anfall von Krämpfen oder dergleichen er Ferien" verlangen würde, so würde man sich ge- friegen sollten, so bedauern wir das, denn wir sind nicht berden, als hielte man ihn für verrückt, und wenn er sich ungalant. Aber auf dem Schein des Arbeiters, der ihm die Ferien selber geben würde, so hätte er sich damit seine ein Recht auf Erholung" giebt, müssen wir trotz alledem bestehen. Entlassung gegeben. " Aber noch schlimmer ist es mit dem kranken Arbeiter bestellt. Tausende rafft die Prole= Der Arbeiter, dessen tarierkrankheit" dahin. Lunge angegriffen ist, könnte sich wohl retten, wenn es Feuilleton. Nachdrud verboten.] [ 108 " vergessen hatte, wußte Hannes nicht zu sagen. Er wie Lisei hatten sie daran zu erinnern sich gehütet. " Hoffe auf Gott," sagte Hannes, als sie vor der Pfarre von einander schieden, er wird Dir Deine Hingabe an die Sache des Vaterlandes von Deiner Schuld abrechnen." Ambros schwieg. Auf Gott sollte er hoffen und er strafte Stafi für seine Schuld, rief es wieder bitter in ihm, während er nach seinem Gehöft hinaufstieg. • Was nun unsere Spaltung" oder richtiger unsere Spaltungen" anbelangt," so sei zur Ergößung unserer Leser ein Artikel der„ Vossischen Zeitung" mitgetheilt, die in puncto der Spaltungsphantasien unbedingt den Vogel abgeschossen hat. Unter der vielversprechenden Ueberschrift: " Die Entwicklung der Sozialdemokratie" vertraut das antisemitische Fortschrittsblatt nachstehende tiefsinnige Betrachtungen der Deffentlichkeit an: Die Sozialdemokratie befindet sich feit der Aufhebung des Sozialistengesetzes in einer wichtigen Entwickelung, welche noch nicht abgeschlossen ist. Eine Partei stellt immer um so ausschweisendere Forderungen, je weniger sie überhaupt die Gesetzgebung zu beeinflussen hoffen darf. Harter Druck, ungerechte Verurtheilung, höhnische Brandmarkung jedes Verlangens, jedes Strebens führen eine Partei leicht zu dem Gedanken, daß eine Besserung der Zustände auf gesetzlichem Boden nicht zu erreichen, die Revolution also die letzte Rettung des Volkes sei, ob nun diese Revolution ruhig erwartet oder thätig gefördert werde. Die Milderung des Druckes aber, das unbefangene Entgegenkommen, die versöhnliche Prüfung und Erörterung der gestellten Forderungen und die handgreifliche Bereitwilligkeit, gegen erwiesene Uebel Abhilfe zu schaffen, legen der Partei ebenso leicht die Empfindung nahe, daß die bestehende Ordnung feineswegs erst zerstört werden müsse, um vernünftige Verhältnisse zu schaffen, sondern daß sie auch auf dem Boden der Gesetzgebung mit den heutigen Machthabern Erkleckliches erreichen lassen. Dieses Gefühl wird um so mächtiger, je mehr sich die Gesetzgebung und Verwaltung begründeten Klagen zugänglich zeigt, und nach und nach wird aus der revolutionären eine reformirende Partei. in der Menge hielt, die ihn von allen Seiten umschloß. Er kam von Salen. Die Franzosen zogen von St. Lorenzen herauf und er hatte sich nicht Zeit genommen, sein Pferd zu satteln; auf dem nackten Rücken des Thieres war er davon gejagt. Die Frauen erhoben bei dieser Nachricht ein Augstgeschrei. Ambros rief in die Aufregung:„ Kommt der Franzos uns entgegen, ersparen wir einen langen Marsch." Die Sturmglocke wurde gezogen; die Glocke im Er war am folgenden Morgen einer der Ersten auf Hof nahm den Alarm auf und trug ihn weiter. Durch das dem Plan bei der Kirche, mit seinem sicheren Stutzen, statt ganze Thal heulten die Glocken. Knaben liefen nach den Ambros begleitete seinen Bruder, als dieser zum Abend- des Säbels, den er bei Hofer zurückgelassen, und den von Dörfern, um den Schützen anzusagen, daß sie sich oberhalb essen nach Hause ging. Es drängte ihn, von Staſi zu er- dem franzöſiſchen Offizier erbeuteten Piſtolen bewehrt. Balfrad sammeln sollten. Keine Stimme mahnte, die Waffen fahren. Der Gedanke an sie hatte ihn nie verlassen. Wenn Rasch sammelten sich die wehrhaften Burschen und Männer, niederzulegen. aber früher seine ungeberdige Natur ihn getrieben, alles, was aber auch die Mädchen, Frauen und Kinder fanden sich Die Falkner von St. Vigil. Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tyrol von Robert Sa, weichel. Hannes hatte unterdessen aus der Sakristei das Kreuz ihm quälte, in Saus und Braus zu ersticken, oder gleichsam zum letzten Abschied ein. Die Stimmung war eine andere, geholt, welches bei den Bittgängen der Gemeinde cu ausschwären zu lassen, so hatte ihn nun seine schmerzliche als bei dem letzten Auszuge. Niemand verhehlte sich, daß den Begräbnissen vorausgetragen wurde, und es erhebent Liebe von den wilden Vergnügungen, zu denen das Leben dieser Kampf der schwerste werden würde. Hofer hatte mit rief er:" Für den eigenen Heerd, für Eure Weiber und unter den Waffen genug Anlaß bot, fern gehalten. Die feinem Aufrufe zu lange gezögert; fchon war faſt das ganze Kinder! Folget dem heiligen Kreuz, das ich Euch vortrage. Hoch aufgerichtet schritt er mit dem Kreuze voraus Gelage nach glücklich überstandenen Gefechten und heiß er Land wieder im Besitz des Feindes und auch im Buſter- Unter diesem Zeichen werden wir siegen!" tämpften Siegen hatten ihren Reiz für ihn verloren, wenn thal hatte er sich festgesezt. Nicht todesfreudige Beer sich auch nicht die ZurückTanz seiner Kameraden mit den Dirnen in den Dörfern, der Vigiler, und der Grimm machte sie wortfarg. Da ent- bleibenden in die Kirchen eilten, um für die Ausziehenden mit ihm anzubändeln versuchte. Auf dem Kirchthurm von Pleifen schlug die Mittagss wo sie rasteten, zuschauen, ohne das Verlangen zu verspüren, stand auf dem Kirchenplatze eine Bewegung und viele Stim zu beten. fich wie sonst in die strudelnde Lust zu stürzen, ob auch men riefen:„ Ein Reiter! Ein Reiter!" Mit verhängtem manch schönes Auge ihn dazu einlud, und manche Dirne Bügel jagte er gegen die Brücke des Spitzhörndlbaches ſtunde, als auf der Straße gegen Balfard die Franzosen sichtheran; jetzt verschwand er, jetzt tauchte er wieder diesseits bar wurden. Ambros hatte die waldige Höhe über dem Hannes konnte ihm keine Wendung zum Besseren in der Brücke auf und jetzt kam er bei dem Landgericht vorbei Wirthshause mit Schützen besetzt, seine Hauptmacht aber weiter Sein Pferd war aufgestellt. Hier befand sich Hannes; er selbst bei den dem geistigen Zustande Stafi's melden. Liſei hatte wieder auf den Platz gesprengt und schon von weitem rief er: zurück oberhalb der in das Thal hinab fich winden aber weiter auf Bleiken ſtufte. Die holt den Versuch gemacht, mit ihr von ihm zu reden; aber„ Der Feind! Die Franzosen!" Mienen waren gleichgiltig, ihr Auge leer geblieben. Sie ren Flocken von der Gebißstange wehte, und die Augen des Tirailleurs der Franzosen schwärmten auf der linken Flanke waren mit Blut und seine ar- in den fie nicht mehr. Ob fie ihre Begegnung daselbst mit Ambros beiteten heftig. Es zitterte an allen Gliedern, als der Reiter! Minute zu Minute heftiger. Der Feind zog immer mehr " Wenn die Herzlichkeit der Begrüßung, welche der Kaiser| mit Dänemark- 1864- wurde benutzt, um den Krieg empfängt, in Berlin mit Recht als Zeichen des aufrichtigen von 1866 vorzubereiten, wie dieser wieder den 1870er Krieg Wohlwollens gegen Deutschland gedeutet wird, so hat sie ihre vorbereitete. Daß zu einem derartigen Spiel ug, Wurzel doch auch in der aufrichtigen Achtung für unser eigenes Trug und Fälschung gehört, das versteht sich von königliches Haus. Die Kundgebung hat zweifelsohne politische selbst. Wer aber eine solche Politik vertheidigt oder gar Bedeutung, gleichwohl schließt sie teineswegs Gleichgiltigkeit ein gegen die Freundschaft verherrlicht, muß auch den sittlichen Makel" in Kauf anderer Machte, mit denen wir gemeinsame nehmen, der ihr anhaftet. " Diese Entwicklung vollzieht sich Anfangs nicht allenthalben bewußt. Zwar giebt es einzelne Führer, welche klar in die Zukunft blicken und den Strom zu leiten suchen; andere lassen sich von ihm treiben; wieder andere kämpfen gegen ihn an. Alle drei Richtungen finden sich in der Sozialdemokratie heute erkennbar vertreten. Die Herren Werner und Genossen wollen die alten Revolutionäre bleiben und sehen schon in der Mitarbeit an der Gewerbenovelle nichts als Abtrünnigkeit und Uebergang in die Bourgeoisie; Herr Bebel steht noch am Interessen haben." Und der Daily Telegraph", das Indeß damit ginge es noch wir wollen Niemandem Scheidewege und spottet zwar über den billigen Ruf:" Hoch Leibblatt des Bürgerthums, meint, es müsse im Auslande voll- das Recht bestreiten, ein Lump zu sein; allein eine solche lebe die revolutionäre internationale Sozialdemokratie!" will kommen wohl verstanden werden, daß die achtungsvoll herz- Politik des Lugs, Trugs und der Fälschung hat leider für aber von der öffentlichen und ausdrücklichen Anerkennung der liche Begrüßung, welche die City von London heute dem as Bolt sehr schlimme praktische Folgen. Und die nationalen Aufgaben und gesetzgeberischen Pflichten seiner deutschen Kaiser biete, morgen mit gleicher Achtung immer unleidlicher werdende Lage ist von den allgemeinen Partei nichts wissen, und Herr von Vollmar tritt ganz auf und Herzlichkeit dem Präsidenten der den Boden der Reform, damit die Verheißungen, welche an französischen Republit gewahrt werden würde. sozialen Mißständen abgesehen- wesentlich auf jene Bisdie Aufhebung des Sozialistengesetzes gefnüpft wurden, erfüllt In ähnlicher Weise äußert sich auch„ Daily News". marc'sche Lug, Trug- und Fälschungspolitik zurückzuführen, werden, und des nationalen Pflichtgefühls, damit sich das AusAlso es ist genau, wie wir von vorn herein gesagt die von unseren Chauvinisten als das non plus ultra genialer land keine eitlen Hoffnungen auf eine Unterſtüßung durch die hatten. Und es ist gut, daß es so ist im Interesse Staatsmannskunst, als die höchste und vollkommenſte Leistung deutschen Arbeiterimassen im Falle eines Krieges mache. Diese Bekenntnisse mögen Herrn Liebknecht einstweilen als bes Friedens. Denn gerade darin, daß England unparteiisch des nationalen Geistes Jahrzehnte iang gepriesen worden dummes Zeug" erscheinen, vielleicht scheint ihm auch weniger der zwischen den zwei Staatengruppen des Kontinents steht, ist und von einigen besonders hartnäckigen Gößenanbetern Inhalt, als der Zeitpunkt der Rede des Münchener Abgeordneten an- und Frankreich mit gleicher Freundschaft zugethan ist noch immer gepriesen wird. fechtbar. Auf die Dauer wird so wenig Herr Liebknecht wie HerrBebel wie den ihm befreundetsten Dreibundstaaten, während es dem Kurse widerstreben können, den ein Theil der reiferen auf der anderen Seite Rußland durchaus antagonistisch Lebewesen so verhaßte Roth fort, während, wie wir gestern In Sachsen dauert die Polizeijagd auf das gewissen Sozialdemokraten einzuschlagen im Begriff ist. Insbesondere( feindlich ablehnend) ist und sein muß gerade darin haben die Abgeordneten sicherlich so viel Erfahrung, um zu liegt heute die beste Friedensbürgschaft für Europa. Und mittheilten, das Ober- Verwaltungsgericht zu Altona eine wissen, daß in der That, wenn das Vaterland in Gefahr ist, die„ Saturday Review" hat ganz Recht: Der Beitritt Eng- rothe Fahne nicht als staatsgefährlich erachtet hat. In der internationale Gedanke bei der Masse ihrer Parteigenossen gänzlich inden Hintergrund tritt, um dem kräftigsten National Lands zum Dreibund würde den sogenannten Friedensbund Dresden aber wurde z. B. jüngst erst eine Anzahl von Arbeitern wegen des Tragens von rothen Nelken zu Geldgefühl Platz zu machen. War es nicht so im Jahre 1870, als die sofort in einen Kriegsbund verwandeln. strafen von 15-30 m. verurtheilt- je nach der Zahl der Anhänger von Ferdinand Lassalle und Karl Mary ebenso freudig zur Fahne eilten und ihre Pflicht thaten wie die Mit Depesche erwähnten wir, daß der Krieg von 1866 in würde, falls gleiches Recht für Alle" heut gälte, eine Dame Bei Besprechung der gefälschten Emser gefährlichen Blumen. Wie viel Mart- so fragen wir glieder aller anderen Parteien? Und zeigt nicht auch im Frieden jeder Tag, daß sich der Sozialdemokrat, wenn er die nicht weniger disreputabler, d. h. aller Moral" und Ehr mit rothem Sonnenschirm zu zahlen haben, wenn Uniform trägt, feiner Pflichten gegen das Reich bewußt ist? lichkeit Hohn sprechender Weise eingefädelt worden ist, wie für jeden Quadratzentimeter 15 M. berechnet würden? Oder Die Waterlandsliebe wurzelt so tief im Herzen aller Klaffen der Krieg von 1870. Wir wollen hier nicht in Einzelheiten nun gar erst ein rother Husar? Wir haben unter der Nation, daß sie durch keine tönenden Hedensarten bei gehen, sondern blos auf einige Thatsachen hinweisen, die in unseren Lesern gewiß den Einen oder Andern, der das RechenVerbrüderungsfesten ausgerottet werden kann. Herr von der soeben erschienenen Biographie des Geh. Raths May exempel macht. Vollmar hat nur einer Empfindung Ausdruck gegeben, Dunder, der von 1861-66 vortragender Nath welche in nahezu allen Sozialdemokraten lebt, ob sie bes Staatsministeriums bei dem na ch maligen fich offen rege oder geheim schlummere. Auf den Ruf zur Kaiser Friedrich III. war, vorgebracht sind. An- wäre noch besser, als die Jugend in einem Geiste zu er Alle Schulen zu schließen, meint die Kreuz- Zeitung", Bertheidigung des heimischen Herdes und der Ehre der Nation läßlich der Einsetzung des Herzogs Friedrich in Schleswig- ziehen, wie ihn die Lehrer in der Pädagogischen Reform" wird sie überall lebendig wirken. Noch gährt es in der Sozialdemokratie, noch haben sich Holstein und der ganzen dänischen Frage" äußerte fich der offenbaren. Dieses Blatt tritifirte in scharfer Form ein die widerstrebenden Anschauungen und Empfindungen nicht zu damalige Kronprinz in einem Briefe an Duncker folgender Schreiben ber königlichen Regierung zu Stettin, in welchem einer einheitlichen Auffassung geläutert. Indessen sind die maßen: Wenn Bismard gewollt bätte, dieselbe einem alten Lehrer eine Badereise- Unterstüßung verAnzeichen für eine grundsätzliche Umwandlung der Sozialdemo- würde man bald mit Herzog Friedrich sagt, da derselbe doch nicht mehr längere Zeit im Schulfratie so deutlich, daß man schon jetzt die Aufhebung des Aus- einig geworden sein. Man habe ihn aber bienfte verbleiben würde, selbst wenn die betreffende Kur nahmegesetzes und den kräftigeren Arbeiterschutz als einen verderben wollen, weil man einen Ron Erfolg hätte". Das Lehrerorgan meint, daß diese Art der glücklichen Schritt zum Besten der bestehenden Ordnung be zeichnen muß. Hört man auf, in jedem Sozialdemokraten von flitt suchte, um durch einen Krieg ben Abweisung noch schmerzhafter sei, als wenn dem alten Lehrer vorn herein einen Vaterlandsfeind zu sehen, erfüllt man geinneren unhaltbaren 8 wist beizulegen. offen gesagt wäre: Lassen Sie sich bitte baldigst begraben" rechte Bedürfnisse der minder bemittelten Bevölkerung, beispiels Gäbe Herzog Friedrich nach, nähme er auch noch stärkere oder: Weshalb die Sache noch hinziehen" oder:" Halten weise durch Erleichterung ihrer Ernährung, giebt man der Bedingungen an, so würde man es bei uns doch verstehen, Sie doch die Krankheit, die Gott gesandt, nicht in ihrem Freiheit weiteren Raum, ohne übrigens Eingriffe in das Ver- die Dinge so zu betreiben, daß neue kom Fortschritt auf". Das Blatt fragt, ob man solch einen fügungsrecht der Arbeitgeber und in ihr Eigenthum irgendwie plikationen entständen, entständen, um den Krieg Bescheid auf ein Gesuch aus höheren Beamtenkategorien zuzulassen, so darf man hoffen, daß diejenigen Ideen, welche zu bekommen. Meine Stellung ist und bleibt gegeben hätte. Die Kreuz- Beitung" ist geradezu wüthend jezt noch als„ dummes Beug" bezeichnet werden, in einiger Beit in der großen Mehrheit der Sozialdemokraten zur Herr- fichten bekannt, und passiv. Dem König und Bismarck sind meine An- über diese Sprache, die in keiner anderen Beamtenbranche ich schaft gelangen." habe sie ihnen diesmal geduldet werden würde. Der Staat könne nicht dulden, wirklich einmal, von dem bestehenden Regensburger daß seine Beamten in dieser Weise durch eine freche Presse Der Philosoph der Bossischen Zeitung" weiß offenbar Tage" im Voraus unterrichtet, nochmals schriftlich aus- gegen ihre vorgesetzten Behörden aufgereizt werden", es nicht, daß schon lange vor dem 1. Oktober 1890, in dem gesprochen. Daß sie gleichgiltig sind, weiß niemand besser follte Alles geschehen, um solchen Giftschlangen, wie der Londener Sozialdemokrat" die Folgen und Wirkungen der als ich. Aber ich mußte doch wenigstens zeigen, daß ich den Pädagogischen Reform" den Kopf zu zertreten". Aufhebung des Sozialistengesetzes auf's Eingehendste und beabsichtigten Konflikt nicht für unabweislich betrachte." Wuth der„ Kreuz- Zeitung" hat aber auch noch andere Quellen, Nüchternste behandelt worden sind. Alles was neuerdings Weiter heißt es dann in der Biographie: Gleichmäßig wie aus ihrem Artikel durchblickt. Das ist vor Allem das von gewisser Seite über„ praktisches" Verhalten der Sozial- haßte der Kronprinz die innere Politik Bismarc's als Auftreten der Lehrerzeitung" gegen die Verwendung der demokratie, über„ Anpassung an die neue Situation", über reaktionär und verurtheilte die auswärtige als gewaltthätig schulpflichtigen Jugend zum Biehhüten und anderen Rechnen mit den Thatsachen" breit getreten wird, ist und unverantwortlich." Bismarck wolle eine Arbeiten für die Gutsbesizer. Die Lehrer sind dem damals schon des Gründlichsten erörtert worden. große Verwirrung, eine europäische Um preußischen Junkerthum ein Dorn im Auge, denn, so tief wälzung herbeiführen, weil er sich nicht sie auch im reaktionären Lager stecken und so viel anders halten tönne. Er wolle den Krieg, sie auch dazu beigetragen, die Knechtsseligkeit der Jugend um sich den inneren Schwierigkeiten zu ent- einzuimpfen, der Trieb der Selbsterhaltung, des eigenen ziehen; das sei unmoralisch, hieße mit den Schicksalen Interesses ist doch noch zu mächtig in ihnen, um sie zu Breußens spielen. Auch vor revolutionären Hilfsmitteln den Werkzeugen zu machen, wie sie das Junkerthum verwerde er, im Falle einer Einmischung Frankreichs, nicht zu langt. Das Junkerthum der Kreuz- Zeitung" tann nur rückscheuen. Den Krieg wolle auch der König, aber nicht durch die vollständige Entwürdigung der Lehrer und die Revolution; der allmächtige Minister jedoch des ihrer Erziehung anvertrauten Volkes befriedigt werden. lenke den König, wie es ihm gefalle. Einen Der unterthänigste Knecht, der noch, wenn auch nur ausgerechten, einen Vertheidigungskrieg, scheue auch er, der nahmsweise zu mucken wagt, ist ein Rebell, der niederKronprinz, nicht; jetzt aber handle es sich einzig darum, fich gepeitscht werden muß. Daß das Junkerblatt eine solche um jeden Preis der Herzogthümer zu bemächtigen; den Sprache wagt, haben die Lehrer freilich selbst zum Theil Herzog zu verderben, das sei von Anfang an Bismarck's verschuldet. Sie haben geglaubt, ihre gute" Gesinnung Gedanke gewesen; die Februarforderungen seien nur gestellt würde ihnen als Tugend angerechnet und belohnt werden! worden, um verworfen zu werden." Die einzige Tugend, die ihnen von Konservativen wie Liberalen angerechnet werden würde, wäre die Selbstverleugnung, mit welcher sie in ihrer Person das Joch, welches sie dem Volte aufzuerlegen haben, selbst tragen. Und dann " Der Philosoph der„ Vossischen Zeitung" geht ferner gleich anderen Leuten von der grundfalschen Voraus jegung aus, daß mit dem Sturze des Fürsten Bismarck auch dessen System gefallen sei, daß wir einen neuen Kurs" haben und daß der freien Entwickelung der Sozialdemokratie fein gesetzliches Hinderniß im Wege stehe. Das sind aber schillernde Seifenblasen, die sofort zer platzen, wenn der Finger der Kritik sie berührt. Und mit den Seifenblasen zerplatzen auch die luftigen Schlußfolgerungen, welche der Philosoph des antisemitischen Fortschrittsorgans auf sie gegründet hat. " M Na ch ben Spaltungs die Dreibund Phantasien. Durch die Reise des deutschen Kaisers nach England soll bekanntlich das große Inselreich" für den " Dreibund" gewonnen und dieser allmächtig geworden sein - so fiebert's in deutschen Zeitungen. Die englischen Wir sehen, daß der vorige Kaiser den Fürsten BisBlätter haben prompt höfliche, aber auch deutliche Antwort mard und dessen sogenannte" nationale Politit" ähnlich gegeben. Das Drgan der konservativen Regierung sagt: beurtheilt hat, wie wir es stets gethan haben. Der Krieg Die Schützen vor und Ambros erkannte seine Absicht, ihn von sich hier bereits zum neuen Widerstande gesammelt. Hannes Walde, welcher den Bergrücken zwischen dem Vigilthal und Bleiken wegzudrängen. Er zog daher seinen eigenen linken war unter den Letzten, die ankamen, und Freudenrufe be- dem Gaderthal bedeckte, und um seinen rechten Flügel vor Flügel allmälig näher an das Dorf heran und bald wüthete grüßten sein Kruzisir. Büchsenschüsse von den Höhen auf Umgehung durch den Feind zu schützen, besetzte Ambros den um dieses der Kampf. Während desselben gingen die Fran- beiden Bachufern flößten dem nachseßenden Feinde Achtung Hügel, auf welchem der Klosterhof stand. Der junge Eckzosen im Geschwindschritt auf der Straße vor. Als Hannes ein. Eine Viertelstunde gespanntester Erwartung! Nun schläger kämpfte in Monthan. Seine Frau und die Mägde fie auf der Weghöhe erscheinen sah, erhob er sein Kreuz bliesen die Signalhörner des Feindes, hier fiel ein Schuß, waren vom Schreck betäubt, als Ambros mit seinen Schüßen und rief, ohne auf den Befehl seines Bruders zu warten: dort einer und dann begann ein ununterbrochenes Rattern auf dem Hofe erschien, und es kostete ihm viel Mühe, sie Im Namen des Erlösers, auf sie! auf sie!" Die und Knattern und zwischen den Tannenwipfeln dampfte zu bewegen, daß sie mit ihrer werthvollsten Habe nach Hof Bigiler gaben eine Salve und stürzten dann mit ge- der Rauch auf. Die Bauern wichen und wankten nicht, und in die Berge flüchteten. Glücklicherweise war der schungenem Kolben, Hannes mit dem Kreuz voran, auf den aber die Franzosen gaben nicht nach. Immer wieder Großknecht auf dem Klosterhofe zurückgeblieben und er verFeind und warfen ihn durch ihren wuchtigen Anprall gegen suchten sie die Höhen hüben und drüben zu stürmen, wie anstaltete das Nöthige. Das Vich hatte er schon in die Zwischenwasser hinunter. Der Angriff war jedoch zu früh mörderisch auch das Feuer der Bigilthaler war. Trommel- Berge treiben lassen. erfolgt; er traf nur die Vorhut des Feindes und während wirbel und Horngeschmetter, das Krachen und Rollen der Für Ambros war es ein seltsames Gefühl, unter foldie Bigilthaler sich mit dieser im Einzelkampf im Gebüsch Schüsse, Hurrahrufen und Schreien der Kämpfenden erfüllten chen Umständen wieder auf dem Klosterhofe zu stehen und und unter den Bäumen, welche den Abhang bedeckten, die Luft mit einem unbeschreiblichen Getöse und mitten die Stätte seiner Geburt, von der ihn der Zorn des Vaters wüthend umherschlugen, schwang sich das französische Haupt- darin Hannes mit seinem Kreuze, so daß er allen Kämpfenden vertrieben, nun, wo sie Fremden gehörte, mit seinem Leben forps auf der Straße um die Felsenkante und stürmte mit sichtbar war. Unbeweglich stand er da, wie eine Säule vertheidigen zu müssen. Er hatte jedoch kaum Zeit, diesen gefälltem Bayonnet vorwärts. Bu spät erkannte Hannes und ein Blick auf das Kreuz gab denjenigen, die zu er aus Wehmuth und Bitterkeit gemischten Empfindungen nachseinen Fehler. Er sammelte von seinen Leuten in der matten drohten, neue Kraft, und Trost den Verwundeten zuhängen; denn schon rückte der Feind in dem weiten ThalEile, so viel er zusammenraffen konnte, und warf sich und Sterbenden, Ambros befand sich auf dem rechten tessel auf der ganzen Linie vor, und erkennend, daß der den Franzosen entgegen. Sie wurden aber über den Haufen Bachufer; wo die größte Gefahr drohte, da war er zur Klosterhof den Schlüssel der bäuerlichen Stellung bildete, gerannt und auseinandergesprengt. Ambros, der unterdessen Stelle, keine Bewegung des Feindes entging ihm und er gab richtete er gegen diesen seinen Hauptangriff. Hier, in Pleiten, wo schon mehrere Häuser brannten, hart seine Befehle mit einer Kaltblütigkeit, als ob die Kugeln, im offenen Felde den verschanzten Bauern gegenüber stehend, bedrängt wurde, beschickte seinen Bruder um Unterstützung. Die um ihn pfiffen, Mückenschwärme gewesen wären. Er konnte nur das Bajonnet die Entscheidung geben. Dieser Auf die schlimme Nachricht seines Boten, daß der Feind hatte von Speckbacher viel gelernt. Einem gefährlicheren letzte Kampf des Tages war der blutigste und wichtigste. bereits im Besitz der Straße in das Vigilthal sei, rief er Gegner aber hatte er noch nie gegenüber gestanden; denn Die Vigilthaler wußten, daß sie ihre letzte Karte ausspielten seiner Mannschaft zu: Leut', wir müssen sie hinausschmeißen. auch dieser verstand sich auf den Gebirgskrieg, wie seine und diese Ueberzeugung erfüllte sie mit einer TodesJett gilt's! Drauf!" Mit einem wilden Geschrei gingen Manöver zeigten. Es waren Truppen, die ihre Schule in verachtung, vor welcher die Franzosen mehr als einmal fie vor; die Erbitterung gab ihnen eine übermenschliche Kraft Spanien durchgemacht hatten, und mit Besorgniß bemerkte zurückweichen und sich von Neuem sammeln mußten. In und nach einem heißen Ringen fast Mann gegen Mann ge- Ambros, wie sie zwar unmerklich, aber dennoch allmälig Monthan brannten die Schindeldächer, aber die Bauern lang es ihnen, die Franzosen zurückzudrängen. Einmal aus sichern Fuß faßten. Bei ihrer überlegenen Zahl strengte wichen nicht aus den Häusern, deren Mauern mit Kugeldem brennenden Dorfe hinausgeworfen, gestatteten ihnen Ambros sich umsonst an, sie wieder zu entwurzeln. Die Vigil malen übersät waren. Der Abhang zum Klosterhof war sie Kernschüsse der Bauern nicht, sich wieder zu sammeln thaler mußten ihre Stellungen aufgeben; doch flohen sie mit Franzosenleichen bedeckt, die Wirthschaftsgebäude standen and fie flohen den Berg hinab. Ambros verfolgte sie nicht, nicht, sondern zogen sich Schritt für Schritt unter fortwäh in Flammen. Ambros und seine Schaar twehrten sich wie sondern eilte mit seinen Leuten so rasch er konnte an renden Kämpfen bachabwärts. In Monthan segen sie sich Löwen. dem Schlosse Asch vorüber nach Enneberg und dort an zum dritten Male fest. Die Häuser an der Straße und die In St. Vigil hörte man deutlich das Schießen und sem Glifiabach abwärts, um in der gewundenen Enge, Kapelle boten ihnen sichere Deckung, während die tief einge Geschrei, die Hornsignale und den Sturmschlag der ie hier das Thal bildete, die flüchtige Mannschaft seines Bruders schnittenen Wege nach dem Klosterhofe und nach der Spiz Trommeln und sah man den schwarzen Qualm der brennenaufzunehmen und im Verein mit ihr den Franzosen abermals die hörndlbrücke zu Schüßengräben wurden. Auf dem linken den Gebäude. Ein Theil der Zurückgebliebenen stand Spitze zu bieten. Ein großer Theil der Flüchtlinge hatte Flügel, jenseits des Vigilbaches, tämpfte Hannes in dem schreckensbleich auf dem Anger, Die Anderen beteten in haben sie schon ihren Lohn dahin. Wollen die Lehrer ein! Go genau werden es die offiziösen Berichterstatter| nicht anwendbar sei. Gegen dies Urtheil hatte die Herforder menschenwürdiges Dasein, so mögen sie das Streben nach mit der Güte der landwirthschaftlichen Produkte jetzt wohl Amtsanwaltschaft Berufung eingelegt und kam die Sache heute einem solchen auch in den Volksmassen zu fördern suchen, nicht nehmen. vor der Bielefelder Straftammer zur Verhandlung. Das Ergebstatt dasselbe noch zu bekämpfen. Wer aber als VolksGanz sicher aber denn selbst der Offiziofus sagt es niß war Verwerfung der Berufung und somit endgiltige Freischullehrer dem Volke nichts weiter als Demuth zu lehren ist die diesjährige amerikanische Ernte ber Quantität fprechung des S. Im Urtheil ward ausgeführt, dem S. fei nicht nachzuweisen, daß er durch das Flaggen andere Leute habe und vor der„ Begehrlichkeit" abzuschrecken weiß, der möge nach eine geringere als die vorjährige, und ba das reizen wollen, sondern es müsse angenommen werden, daß er auch seine eigene Begehrlichkeit bezwingen und sich selbst in gerade noch fehlt, um die jetzt schon schwindelhaften Getreide durch das Flaggen nur seiner Freude habe Ausdruck geben Demuth unter das Joch beugen! preise zukünftig auf den höchsten Gipfel des Möglichen zu wollen. Wie andere bei solchen Gelegenheiten wohl eine schwarztreiben, so kann man sich den Vers darauf leicht selbst weiß- rothe oder eine schwarz- weiße Fahne aushängen, so habe machen, was für eine elende Lebenshaltung dem deutschen S., seiner politischen Gesinnung entsprechend, die rothe Fahne Proletar erst im kommenden Winter bescheert sein wird, gewählt. Wenn dies auch eine durchaus unpatriotische Handwenn die Getreidezölle noch fortbestehen. lung war, so sei sie doch nicht strafbar und müsse daher die Berufung der Amtsanwaltschaft verworfen werden. Für den Kampf mit geistigen Waffen hat ein ge wiffer Such 3 land eine wunderbare Erfindung gemacht. In einer landwirthschaftlichen Versammlung zu Lüßen hat er dieselbe wie wir in der Wurzener Zeitung" lesen der Welt zum Besten gegeben: besagt: " " 99 * Der amerikanische Rada upoliter Blaine, Breslau, 9. Juli. Schütz hatte sich vor der I. Straffammer „ Er hat- so schreibt das genannte Blatt- eine Erfin- Sekretär( Minister) des Auswärtigen, ist unseren Lefern be- auf eine gegen ihn aus§ 130 des Strafgeseges erhobene Anklage dung gemacht, welche das ganze heutige Zeitungswesen in neue kannt durch seine Anstrengungen, den Fischereistreit mit auf eine gegen ihn aus§ 130 des Strafgeseges erhobene Anklage zu verantworten. Dieser Paragraph bedroht bekanntlich DenBahnen leiten, der Presse neues Leben zuführen soll. Die Er England zu einem ernsthaften Konflikt, mindestens zu einer fenigen, welcher in einer ben öffentlichen Frieden gefährdenden findung ist von einer Großartigkeit, daß sich nur wenige Er- geräuschvollen Haupt- und Staatsaktion aufzubauschen. Die Weise verschiedene Klassen der Bevölkerung zu Gewaltthätigkeiten findungen der Neuzeit an Bedeutung mit ihr zu messen ver- Tage dieses Herrn, der schon viel Unfug in seinem Leben gegen einander öffentlich anreizt, mit einer Geldstrafe bis zu mögen. Eine vollständige Revolution in der Tages. Journalistit getrieben hat und der für den korruptesten aller amerika- 600 Mark oder mit Gefängniß bis zu zwei Jahren. Schütz wird sich vollziehen, und man darf hoffen, daß sich deren ganzer nischen Geschäftspolitiker gilt was nicht wenig bedeuten hatte in einer geschlossenen Mitgliederversammlung des Leseheilsamer Einfluß auch auf die ganze übrige Literatur äußern wird. Und welches ist die Erfindung, worin besteht sie, durch will scheinen gezählt. Ein Telegramm aus St. Louis in Tscharnie's Lokal in der Sonnenstraße stattfand, die Redeund Diskutirklub Vorwärts", welche am 18. März d. J. welche die Preffe aus den Fesseln des Althergebrachten, in denen auch davon gesprochen, daß mit den heutigen Verhältnissen wendung vom Kampfe bis auf's Meffer" gebraucht und fie bisher geschmachtet, erlöst werden soll? Sie besteht in tabula rasa gemacht werden müßte; im Weiteren hatte er Berichtigungen, welche die von der sozialdemo= ausgeführt, es müsse sozialistischerfeits gegen das morsche BürIratischen Presse angegriffenen Landwirthe ftets und bei jedem Falle auf Grund des Preßgesetzes in die gerthum" vorgegangen werden. Revier Polizet Kommissarius betr. Beitungen einsenden sollen, damit diese es aufnehmen. Neumann, welcher die Versammlung überwachte, hat sich die Es wurde nämlich in jener Versammlung berathen, wie man so Stellen der Rede notirt und in seinem an das Polizeipräsidium das Eindringen der Sozialdemokratie auf das eingereichten Protokoll verzeichnet. Die Staatsauwaltschaft erhielt platte Land verhüten könne, und da die sozialdemokratische noch keiner überstanden! amtlich Kenntniß davon und erhob gegen Schüß die vorerwähnte Presse jetzt ihren Lesern öfters Berichte über Großgrundbesizer Anklage. Der Gerichtshof fand in der Stelle vom morschen und Großbauern bringe, müsse man dieselben als unglaubBürgerthum", deren Zusammenhang mit dem übrigen Theil der würdig hinzustellen suchen, und daher empfahl der weise Salomo Rede heute von keiner Seite angegeben werden konnte, zwar die -nein Suchsland, seine geniale Erfindung. Man weiß nicht, Anreizung zu Gewaltthätigkeiten im Sinne des§ 1380 des Strafgefeßes, beschloß aber die Freisprechung des Angeklagten, weil Die Rede nicht öffentlich, sondern in einem Verein gehalten worden ist, zu dessen Sizungen nur noch die durch. Mitglieder eingeführten Gäſte Zutritt hatten. foll man über eine solche Idee lachen oder soll man Mitleid empfinden." Die Zeitung Republit" bezeichnet den Zustand des Staatssekretärs Blaine als sehr ernst. Derselbe habe seit längerer Zeit feine feste Nahrung mehr zu sich genommen und be finde sich in regelmäßiger Behandlung von sechs Aerzten." Von sechs Aerzten! Wenn die Nachricht sich bestätigt, ist Blaine allerdings verloren. Sechs Aerzte das hat Erklärung. T Ich habe in Breslau die Rede Vollmar's nicht zu beschönigen versucht, wie Herr Baginski nach einer Neußerung Also die Sozialdemokratie soll nun todt berichtigt in der letzten Feenpalast- Versammlung zu glauben scheint. werden! Wenn das Gesetz nicht zum Glück die 2änge der ich habe im Gegentheil meine abweichende Meinung in Berichtigungen" festfekte, dann könnte freilich durch einen schärffter Weise betont. Ich habe aber gesagt, diese Rede gebe an sich noch keinen Grund, Vollmar ohne Weiteres Neufchatel( Schweiz). Leider haben wir den Tod eines besonders talentirten Virtuosen der Langweiligkeit den aus der Partei auszuschließen. Meiner Ansicht nach habe tüchtigen Genossen zu beklagen. May Gorschkowsty, Abonnenten unserer Zeitungen ein solcher Schreck eingejagt er nicht daran gedacht, ein Pronunziamento gegen die Bürstenmacher aus Luckenwalde, Proving Brandenburg, starb am werden, daß kein Blatt sich mehr behaupten könnte. Partei zu erlassen, wie die gegnerische Presse ihm unter: Sonnabend, den 27. Juni, in der Blüthe feines Mannesalters Der erfindungsreiche Suchsland war demnach nicht ganz so schiebt, sondern blos, wie das schon Manchem passirt ist, Luckenwalde geboren, war es ihm nur vergönnt, 30 Jahre alt zu nach turzem Krantenlager an der Unterleibsentzündung. 1861 zu genial, als es auf den ersten Blick erscheinen konnte. einmal dummes Zeug gesprochen. Ueber meine Rede aus dem Jahr 1869, die in jener Ver- genossen; wir verlieren in ihm der Besten einen. werden. Wir beklagen in ihm einen wackeren, eifrigen ParteiPfui! In der Leipziger Zeitung", die sich auf ihren sammlung verschiedentlich zitirt worden ist, werde ich, wie vornehmen Ton viel zu gute thut, lesen wir: gestern schon im Vorwärts" angedeutet, gelegentlich in einer Boltsversammlung mich des Näheren auslassen. Berlin, den 11. Juli 1891. -Früchte der Frauenemansipation." Pariser Bor Blätter bringen folgende charakteristische Nachricht. einigen Tagen verhaftete die Polizei einen jugendlichen Bagabunden, der seit fünf Jahren sich in Gesellschaft von Straßendirnen, Buhältern und Gaunern herumtrieb. Bei seiner Vernehmung wurde festgestellt, daß sein Vater vor mehreren Jahren gestorben ist, während seine Mutter noch lebt. Es ist dies die stadtbekannte Frau Astier de Valsayre, Präsidentin der Liga für die Frauenemanzipation." 2. Liebknecht. Korrespondenzen und Parteinachrichten. Wir wissen nicht, ob die Sache wahr ist. Wie würde es aber die Leipziger Zeitung" finden, wenn wir die Spitzbübereien des Millionendiebes Winkelmann, die Praktiken Eisleben. Genoffe Frante ist nach einem lehten, wie es eines Baare, die Bordell- und Maitressengeschichten gewisser vornehmer Herren und zahllose ähnliche Dinge als Früchte scheint ergebnißlosen Verhör aus der Untersuchungshaft entlassen tonservativen Geistes" hinstellen wollten? Und worden, ohne Kautionsstellung- was vorher als Bedingung dazu hätten wir noch mehr Recht, als die Leipziger gestellt war. Beitung" zu ihrer durch und durch gemeinen Bemerkung. Wünscht die„ Leipziger Zeitung" etwa, daß wir den Beweis antreten? Wir sind bereit, wenn sie so unvorsichtig sein sollte. Zum Fortbestehen der Getreidez ölle macht das Wolffische Telegraphenbureau folgende, natürlich unbewußte Glosse: " Frankfurt a. O. Genoffe Noeller, welcher, wie bereits * Kaum hatte der Genannte seine Lehrzeit beendet, so trieb ihn schon die Wanderlust in die Fremde, Dierbei batte er die legenheit, das Proletarier- Elend und die sozialistischen Jdeen fennen zu lernen, welch letztere er festhielt. Als Soldat beim Fuß- Artillerie- Regiment Nr. 11 zu Thorn wurde er nach elfmonatlicher Dienstzeit schon zum Obergefreiten befördert und später als Schreiber auf dem Regimentsbureau beschäftigt. Zum Schluß feiner Militärzeit wurde er beim Terrainaufnehmen verwendet. Trotz dem Rathe seiner Vorgesetzten, zu kapituliren, warf er das Soldatenjoch ab, um in der Arbeiterarmee weiter zu dienen; in diefer bildete er sich zu einem tüchtigen Agitator aus, welcher die sozialistischen Jbeen treu bis in den Tod vertheidigte. Schon unpäßlich, ließ er sich's doch nicht nehmen, auf der legten Oltener Konferenz als Delegirter mit zu berathen. Die Ausfertigung des Protokolls war seine letzte Arbeit. Einige Tage später sah er sich genöthigt, ins hiesige Hospital Bourtalès zu gehen, wo er nach vierwöchentlichem Krantenlager, festhaltend an seiner Gesinnung bis zum letzten Augenblicke, verschied. An der Beerdigung betheiligten sich der hiesige deutsche berichtet, vom Landgericht Frankfurt a. D. zu sechs Monaten Arbeiter- Bildungsverein, mehrere Mitglieder der schweizerischer Gefängniß verurtheilt und sofort in Haft genommen worden war, sozialdemokratischen Partei und des Grütlivereins hierfelbst. ist am Mittwoch Abend gegen Hinterlegung einer Raution von Außerdem hatten sich's die Allgemeinen Arbeitervereine von Biel 6000 M. vorläufig wieder aus der Haft entlassen worden und und Chaux de fonds nicht nehmen lassen, je einen Delegirten zu liegt wieder seinen Berufsgeschäften in der Redaktion der senden. Der Präsident des erstgenannten Vereins hielt am Grabe eine kurze Ansprache und legte einen Kranz hin mit den Sächsischen Arb.- 3tg." ob. Worten: Dem muthigen Kämpfer für Wahrheit, Freiheit und Herford, 7. Juli. Es ist noch in aller Erinnerung, daß Recht gewidmet." Darauf sprach auch der Bieler Delegirte einige Washington, 11. Juli. Dem Berichte des Ackerbaubureaus zufolge beträgt der Stand des Mais 92,8, des Winter- hier am 29. März eine rothe Fahne von der Polizei be- fräftige und ernfte Worte. Manches Männerauge wurde feucht weizens 96,2, des Frühjahrsweizens 94,15, des Roggens 93,9, fchlagnahmt wurde, mittelst beren Aushängens der Maurer und die meisten verließen bas Grab mit dem Vorsage, bie been, des Hafers 87,6 und der Gerste 90,9 pet. Die Ernte in Schrumpf feiner Freude über feine vollzogene Eheschließung welche der Verstorbene vertreten und hochgehalten, nach keen, überall verspätet, der durchschnittliche Stand Ausbruck geben wollte. Nach eingelegter Beschwerde wurde au unterstützen. Schön angebracht in Bezug auf das Zeben Les bleibt etwas hinter dem ber Jahre 1888 unb bie Fabne von der Polizei zurückgebracht, jedoch erhielt S. ein Verstorbenen fand Schreiber dieses die Widmung an dem Strans 1890 zurüd, ist dagegen etwas besser als der bes polizeiliches Strafmandat von 15 M. wegen groben Unfugs. Der Bieler Genossen, welche folgendermaßen lautet: Jahres 1889. Die Beschaffenheit des eingeheimsten Winter S. beantragte gerichtliche Entscheidung und ward vom hiesigen Schöffengerichte am 27. Mai freigesprochen, weil, wie das Ürweizens ist, soweit jezt zu beurtheilen, die beste seit 1879. theil ausführte, durch Aussagen der Zeugen nicht erwiesen sei, Ob die Beschaffenheit des eingeheimsten Winterweizens daß durch das Aushängen der rothen Fahne die Menschen verdie beste seit 1879" ist, das wollen wir erst noch a b= letzt worden seien, auch sei das Flaggen mittelst rother Fahnen heutzutage keine Seltenheit mehr, so daß der Unfugsparagraph warten. Edelsinn, Biederteit war Deine Bier, Recht und Gerechtigkeit hieß Dein Panier, Ob Du im Grab auch liegst, Es flinget fort und fort Wacker Dein Losungswort: Wahrheit, bu siegst! Ehre seinem Andenken! Sei ihm die kühle Erde leicht! Sprechlaal. der Kirche laut den Rosenkranz. Jerg ging in der Mühle stärker wurde, hielt sie es für gerathen, auf alle Fälle mit durch alle Stuben und Kammern. Er war allein zu Hause; Stafi eine Zuflucht in der Kirche zu suchen. Staft aber, die Lisei und Afra befanden sich in der Kirche. In der Wohn- sie nur kurz zuvor in dem Pfarrgarten hatte hin und her stube stand eine Flasche Wein auf dem Tische, und davon gehen sehen, war verschwunden, als sie jetzt, nachdem si e trank er dann und wann, worauf er sich das spitze Kinn noch schnell eine saubere Schürze angelegt, dort nach ihr rief Die Rebattion stellt die Benutzung des Sprechfaals, soweit ber Raum dafür abzugeben ist, bem Bublikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen strich und zum Fenster hinausschaute. Er war aufgeregt, und suchte. Das Gewehrfeuer hatte auch Staft aus ihrer gewöhn- Sntereſſes zur Verfügung: ste verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifiziert zu werden. aber nicht aus Furcht; denn der Feind konnte ihm ja Nach dem in Nr. 189 des Vorwärts" vom 18. Juni entnichts anhaben, hatte er doch nie die Waffen geführt. lichen Ruhe und Theilnahmlosigkeit aufgescheucht und nachDer Sieg der Franzosen war ihm unzweifelhaft und dem sie eine kurze Weile darauf gelauscht, war sie fort- baltenen Berichte über eine Bersammlung der Freien Ben jetzt hatte aller Unsinn endlich ein Ende; es wurde geeilt. Sie lief über den oberen Kirchenplatz in den Bann- einigung der Bivil- Berufsmusiker theilte der Bors endlich Ruhe. Der Tag der Abrechnung war da und der wald, wo sie sich an der Mur aufwärts wendete, und David, fiende mit, daß der Musiker Wein es sich angelegen sein laffe, Franzose besorgte seine Sache, würde sie vor allem an der vor dem Haufe stand und nach Monthan hinüberschaute, den Berein in Arbeiterkreisen in Miskredit zu bringen, damit ihm Engagements zu Arbeiterfesten zufallen, was ihm auch durch Ambros und Hannes besorgen. Er leerte ein Glas auf war im ersten Moment stumm vor Ueberraschung, als er, berartige Manipulationen gelungen sei; der Vorsitzende stellte es einen Zug und stellte sich an das Fenster. Das Schießen bei dem Geräusch hastiger Schritte auf dem Geröll sich um- dem Verein anheim, strafrechtlich gegen den Herrn vorzugehen. Bauern kamen, ben Stuten in der Hand, in der Richtung Angst daherkami. Sie war barhäuptig, wie sie immer ſeit ausgesprochene Behauptung vollständig auf unwahrheit beruht; nach dem Stern vorübergelaufen. Nicht lange und es ihrer Krankheit umherzugehen pflegte; denn sie mochte nichts im Gegentheil versuchen es die Mitglieder des Vereins, Feste, folgte eine größere Bahl; dann wieder kamen einzelne auf dem Kopfe dulden, und ihre Flechten waren bei der zu welchen ich seit langen Jahren mit Vorliebe engagirt wurde, haftigen Bewegung heruntergefallen und hatten sich aufgelöst, mir zu entreißen. 3ose erwischt euch doch und stellt euch gegen die Mauer." Winde fluthete. Sie war athemlos vom Laufen. Jetzt er laffen, fehe mich nun aber, da in jenem Berichte eine so große " Lauft nur, lauft", murmelte Jerg spöttisch, der Fran- so daß ihr prächtiges, schwarzbraunes Haar hinter ihr inrichten bisher gegen mich vorgekommen sind, über mich ergehen Er öffnete ein Fenster und lauschte gespannt. Auf dem blickte ihr Auge das Kampffeld und mit einem trampfhaften Schädigung gegen mich vorliegt, genöthigt, den Rath, welchen Bergrücken fielen nur noch vereinzelte Schüsse. Jetzt ertönte Griffe erfaßte sie des Ohms Handgelenk mit der Linken. der Borsigende der Vereinigung gab, für mich zu akzeptiren, auf dem linken Bachufer schien näher zu rücken. Einige wendend, Staft gewahrte, welche mit allen Zeichen der Flüchtlinge. Feuer Soldaten!" murmelte sie. " Ach ja, Gott sei's geklagt," feufzte David," Monthan brennt und auch der Klosterhof." Der Klosterhof?" wiederholte Stafi mit einem Zone und einer Miene, als fuchte sie sich an etwas zu erinnern. Und lange werden sich die Unserigen nicht mehr halten," ein Hornsignal in der Ferne und ein anderes antwortete aus der Nähe. Jerg wagte sich vorsichtig vor die Thür. Auf der schmalen Straße, zu welcher der Steg von der Mühle führte, zeigte sich fein Mensch; aber unter den Bäumen der Waldspitze, die von dem Bergrücken bis zum Bach sich erstreckte, bemerkte er ein Blinken und im Sie hatten also gefiegt, und Jerg schwenkte den Hut und nach der Brücke. schrie aus Leibesfräften Vivat. Die Franzosen mochten es Ich habe die Angriffe, welche in Versammlungen und Beindem ich gegen den Herrn Vorsitzenden flagbar vorgehe; es wird dies der einzig mögliche Weg sein, um mich für die Folge vor Schädigung solcher Art zu schützen. R. Wein, Rapellmeister, Barutherstr. 18. nächsten Moment tam es hervor. Es waren Franzosen. sagte David. Schau, da laufen sie schon von Monthan wärts" bezeichnet Herr Goldberg etwas als unwahr, was meiner" In der Sprechsaal- Notiz vom 9. Juli, Nr. 157 des„ Vorfeits garnicht behauptet worden ist, unterschlägt auch das, um Staft blidte mit angftgroßen, unbeweglichen Augen auf was es sich handelt, nämlich, daß Goldberg in einer Versamm sich wohl aber nicht vorstellen können, daß ein Tyroler sie den brennenden Kloſterhof, auf den die Franzosen eben wieder lung des Sozialdem. Wahlverein des ersten Reichstags- Wahlim Ernste mit Jubel begrüßte. Zwei, drei Schüffe trachten, einen Sturm unternahmen. Ein Schauder durchrüttelte sie treises sich selbst als Angehörigen einer anderen Partei besiJerg fiel auf das Gesicht und wollte von dem Steig hin und sie floh in das Gärtchen, wo sie sich auf die Bank tiste und erst in jüngster Beit in sozialdemokratischen Versammunter. Die Franzosen eilten im Geschwindschritt vorüber. unter dem entlaubten Geisblatt setzte, und sich die Ohren lingen, und zwar als„ Oppositioneller" auftritt. Bären mint Jerg regte sich nicht mehr. Lupattino aber zerrte wüthend zuhielt. Wenige Minuten darauf stand sie wieder an der Hecke einige Annäherungspunkte zwiſchen seinen Ausführungen ich no bann flüchtete sie abermals in das Gärtchen. Sie hatte erſte ſein, welcher gegen die Identifizirung des Herrn Goldberg Unterdessen suchte Frau Carlotta ängstlich nach Staft. teine Ruhe und auf ihrer Stirn, in ihren Augen zog es mit der Opposition protestirte, Als das Schießen bei Monthan anhob und mit jeder Minute wie Wolken, mit denen die Sonne ringt. an seiner Kette und heulte. denen einiger Redner der Opposition vorhanden, ich würde der A. Täterow. Theater. Sonntag, den 12. Juli. Leffing- Theater. Cavalleria rusticana. Vorher: Der Barbier von Bagdad. Neue Welt, Bergschrzs- Brauerei Hasenhaide. Seute, Sonntag, Konzert. von 4 Uhr ab: Auftr. des Mister Geretty auf dem 60' hohen Schwungseil. Rufet Alle Vivat hoch! 490b Heut zu seinem Wiegenfeste, Denn vor fünfzig Jahren flog Vater Kaulfuß aus dem Neste! C. S. O. T. Siebt's heut Sülze? Unserm ersten Vorsitzenden August Deye Unser Genoffe, Restaurateur J. Kiesel, Schüßenstr. 58, ist am Sonnabend, den 11. d. M., Vormittags, infolge einer Blutvergiftung der rechten Hand verstorben. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Geschwister Eberhardy, Luftpotpourri. Gustav Rose, Gesangshumoriſt. Miss Blanche, Drahtseilfünstlerin. Mademoiselle Adela, Krystallpyramide. Orpheus in der Unterwelt. De Bellealliance- Theater. Tricoche Marnih Gasch- Truppe, Akrobaten und Pantomimisten. E Monstre- Feuerwerk der Pyrotechniker Herren zu seinem morgenden Wiegenfeste ein Entree 25 Pf. Boreau 20 Vf. Kinder in Begleitung frei. Der Pfropfenverein Wedding. traße, aus statt und bitten wir Billets im und Cacolet. Oftend Theater. Berlin Wasser. Adolph Ernst Theater. Gigerln von Wien. unter Die Kaufmann's Variété. Große S Th. Keller's zialitäten- Vorstellung. Concordia. Große SpezialitätenVorstellung. 990 L Hofjäger Leichnitz und Bau. dreimal donnerndes Hoch. Hasenhaide Bergmannstr.- Ecke. Hente, Sonntag, den 12. Juli cr.: Gtabliſſement Buggenhagen Großes Militär- Concert. am Moritzplatz. Täglich: 499b August, die Sache kann gut werden. Musik Ball., tant no arnier, Jm großen Saale: zu allen Festlichkeiten( Konzerten, Tanzvergnügungen, Ständchen, Landpartien, 2c.) stellt unterzeichnete Verein in jeder Besehung. Marionettentheater: Gr. Vorstellung. Volksbelustigungen. Anfang 4 Uhr. Entree 15 Pf., im Vorverkauf 10 Pf. A. Froelich. Bestellungen werden täglich, Unterhaltungs- Musik. Mittwoch, den 15. Juli cr.: Lehtes Kinderfest mit Gratisverloosung. mündlich oder schriftlich, Rosenstr. 30, Direktion A. Rödmann. Freitag: Schloß Heute, Biesfag und Betings Valuer- Aband. Weifen. Zum Sternecker. Sonntag: Großer Frühstücks- Mittagstisch. Weißensee. Spezial- Ausschant von Batzenhofer 641 Export- Bier, Seidel 15 Pf. Zum ersten Male F. Müller. Passage- Panopticum. Unter den Linden 22/23. Knabe mit 2 Köpfen. Indier mit 4 Armen, 4 Beinen. Bartdame. Vitreo ist Coacs, Glas, alte Stiefel etc. etc. Spezialitäten- Theater v. 6-10 Uhr. Geöffnet von Morgens 10 Uhr. Castan's Panopticum. etzt: Friedrichstr. 165, Ecke Behrenstrasse. Neu: Hamilton- Theater Originell! Ueberraschend! Geöffn. v. 9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. Entree 50 f. Kinder 25 Pf. Moabiter Gesellschaftshaus Alt- Moabit 80-81. Artistische Leitung Wilhelm Fröbel. Day Täglich Gr. Konzert. Spezialitäten- Borstellung. Großer Erfolg des neu engagirten sensationellen Künstler- Personals. HF Roloffaler Jubel I der urkomischen Pantomime Drei angeführte Liebhaber. Anfang Sonntags 4 Uhr. Wochentags 5 Uhr. Entree 30 Pf. Reservirter Platz 50 Pf.- Kaffeetüche ist geöffnet. Boltsbeluftigungen aller Art. Sonntag, Montag, Mittwoch Ball. Dienstag, den 14. Juli: Benefiz für Wilhelm Fröbel. Helmuth Peters. Rheinländischer Tunnel. Concert- Salon u. Restaurant. Berlin N., Elsasserstrasse 73, gegenüber der Bergstraße. Der Gambrinus- Salon und das Photographische Atelier find neu eingerichtet. Jeder Gast, auch wenn derselbe für nur 10 Pf. verzehrt, wird gratis photographirt! Höchst scherzhaft. Großer Jubel! Vorzügliches Lagerbier, à Seidel 10 Pf. H. Schultze( mit'n B). TIEN- BRAVER FRIEDRICHSHAIN Aktien- Brauerei Friedrichshain Königsthor. Heute, Sonntag: Großes MilitärKonzert der Welt! im Restaurant Kuhlmey, ent gegengenommen. 367/2 ziele Vereiniguer derlins Zivil- Berufsmusiker und Umgegend. Doppel- Fallschirm- Absturz H. Richter, Optiter, mit 2 Fallschirmen zu gleicher Zeit, Berlin C., Wallstrasse 97, am Spittelam Rofenthaler Thor. sensationelle Produktion, ausgeführt von den Gebr. Damm. martt. 2. Geſchäft: Weinbergsweg 15b, Um 8 u. 10 Uhr: Mr. Hajex u. Miss Athène. Concert. Bal champêtre. Feuerwerk. 242M Anfang des Concerts 4 Uhr, des Aufstieges 6 Uhr. Entree 50 Pf., vorher 40 r. Rud. Sternecker. Montag: Großes Kinderfest. Ein Jahrmarkt zu Peding. Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. Im Verfolg der Beschlüsse des Halle'schen Parteitages, die Organisation der Landagitation betreffend, erschien soeben unter dem Titel: Zur Landagitation in unserem Verlage eine Broschüre, die in gedrängter Kürze zunächst bestimmt ist, die Parteigenossen über die Verhältnisse des ländlichen Proletariats aufzuflären und damit die Grundlage für eine erfolgreiche Agitation zu schaffen. Die Darstelling zerfällt in folgende Abschnitte:" Die sozialen Gegenfäße auf dem Lande."" Die Klagen der Großgrund= besiger". Wie die Herren Rittergutsbesitzer leben".- Wie der Landarbeiter leben muß". „ Die Rechtlosigkeit des Landarbeiters". " Landarbeit und Gesinde Ordnung". Das glückliche Alter des Landarbeiters". Schlußbetrachtungen". Daran schließen sich Vorschläge zur Landagitation, die allseitig die Zustimmung der Genossen finden dürften. 0 Der Einzelpreis der Broschüre ist 10 Pf. In Parthien liefern wir wie folgt: 25 Exempl. für 1,20 m., 50 Exempl. für 2 M., 100 Exempl. für 3 M. 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Allen lieben Verwandten, Freun den und Bekannten hierdurch die traurige Nachricht, daß mein lieber, guter Mann, der Schankwirth Johann Kiesel nach 6 tägigem schweren Krankenlager am Freitag, den 10. d. M., Abends 11/2 Uhr, in der königl. Klinik verstorben ist. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 14. d. M., Nachm. 5 Uhr, von der Halle der königl. Klinit ( Biegelstraße) aus statt. Um stille Theilnahme bittet Die tiefbetrübte Wittwe Frau Luise Kiesel geb. Genz. Berlin, den 11. Juli 1891. 522b Gestern Abend ist unser vieljähriger Sortirer, Herr Carl Wolff in Adlershof, fanft entschlafen. Wir verlieren in demselben einen treuen, zuverlässigen Mitarbeiter, dessen Andenken wir stets in Ehren halten 512b werden. Berlin, 11. Juli 1891. Prausnitz& Metze. Allen Kollegen und Genossen zur leu! Richter's Opern- u. Reiseglas Nachricht, daß unser Mitarbeiter, der mit Etuis, ,, Excelsior, übertrifft alles bisher derart Gebotene. Preis mit Etuis und Riemen 12 m. 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Die Beerdigung findet am Montag, den 13. Juli, Abends 7 Uhr, vom Trauerhause, Bismarckstr. 37, statt. Rege Betheiligung der Genossen ist 502b aller Ehrenpflicht. Uhren Hermann Sommerlade, ein unter Garantie. Uhrmacher. a. Rottb. Thor. Baar Geld lacht! Großartiger Gelegenheitskauf zu halben Preisen! 15 000 elegante Jacket- und Rock- Anzüge für Gesellschaft, Promenade, Reise und Bad, nur 8, 10, 12, 15, 18, 21, 24, 27, 30 M. 10000 Sommer- Baletots, eleganter Sit, jetzt von 8-20 M. 8000 Hosen, einzelne Röcke, Jackets und 6000 Rnaben= Anzüge, alles für die Hälfte des Werthes. Sommer- Jackets und Hosen von M. 1,25 an. 950L Kleider- Pascha genannt: Der billige Mann, 32. Rosenthalerstr. 32. Ede Sophienstr., Eckladen. Ediladen! Ich empfehle allen Genossen und Kollegen mein gut sortirtes Lager von Cigarren, Cigaretten u. Tabaken 991L in nur guter Qualität. 521b Vereinszimmmer, größere, find zu vergeben Karlstr. 17. Schmöckwitz. H. Stramm's Restaurant, Fabriken 123. 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Wenn Robert Schweichel heute als Patriarch des Schriftthums an seinem Ehrentage die aufrichtigen Glückwünsche von Verehrern aller Parteien und Gesellschaftsklassen entgegennimmt, so hat er das einzig und allein der Lauterkeit feines Charakters und der Ehrlichkeit seines Strebens zu verdanken. Möge dem verehrten Mann mit dem silbernen Haar und dem jugendlichen Herzen noch ein langer, friedlicher Lebensabend beschieden sein. Sonntag, den 12. Juli 1891. " " " 8. Jahrg. besser ist, die Veranstaltungen des Verein für Volfsunterhal- da hieß es einfach:" Scheeren Sie sich hinaus! Sie haben hier tung" zu besuchen oder einen Wanderprediger der Gesellschaft nichts zu suchen!" Da Begräbnißplätze doch Jedermann zufür Verbreitung von Volksbildung" zu hören, als jumpffinnig gänglich sind, so ist die erfolgte Ausweisung in Ermangelung und jeder geistigen Anregung bar dahinzuleben. Es soll auch eines anderen stichhaltigen Grundes ersichtlich nur auf den Umnicht bestritten werden, daß in diesem, wie überhaupt in den stand zurückzuführen, daß das 4 Monate alte Kind, welches die gemeinnützigen" Vereinen mancher wahrhaft ideal gesinnte Ausgewiesene auf dem Arme trug, zufällig ein rothes Kleidchen Mann zu finden ist, welcher nach seiner zwar beschränkten, aber anhatte! Unter diesen Verhältnissen muß es nachgerade ehrlichen Ueberzeugung das 2003 der Besizloſen auf dem Boden wunderbar erscheinen, daß es noch gestattet ist, roth blühende der bestehenden Gesellschaftsordnung erleichtern zu können glaubt Blumen auf die Gräber zu pflanzen! und seine Arbeitskraft hergiebt, um die eigentlichen Macher" bei ihren auf Befriedigung der Eigenliebe und des Eigennutes Der Juhaber der ,, Landwirthschaftlichen Zentralftelle", gerichteten Bestrebungen ahnungslos zu unterstüßen. Aber das Herr A. Romberg, Fruchtstr. 79 I, Berlin O, bedankt sich in ändert, doch nichts an der Thatsache, daß durch alle diese Volks- einem Schreiben an uns für die liebenswürdige Reklame, die ihm bildungs-" und" Volkswohlfahrts" Bestrebungen die wirthschaft- feiner Meinung nach durch die Veröffentlichung des Artikels: liche Befreiung des Proletariats, aus welcher allein eine wahre Die Versorgung der Landwirthschaft mit Arbeitsträften", welcher Voltsbildung und Volkswohlfahrt hervorgehen kann, nicht ge- auch die Geschäftspraxis dieses Herrn ein wenig beleuchtete, gefördert, sondern gehemmt wird. Darum halten wir den un- macht worden ist. Nun, wenn das vorgeführte Beispiel für eine ermüdlichen Kampf gegen diese Bestrebungen nicht nur für unser Reklame gehalten werden kann, dann müssen die obwaltenden Verhältnisse wahrhaft haarsträubender Natur sein. Ein Arbeitsgutes Recht, sondern geradezu für unsere Pflicht. Das„ B. T." wirft uns, weil wir für diese„ Brücke zwischen verhältniß einzugeheu, wird, so schreibt Herr Romberg, Niemand Reich und Arm" nicht schwärmen, vor, daß wir den Kastengeist gezwungen, Jeder ist sein freier Herr! Das ist ja formell durchaus nähren, und stellt das Bestreben, die Arbeiter von allen anderen richtig, denn soweit ist die Lohnfklaverei noch nicht gediehen, daß Sozialdemokratie uud Volksbildung. Das Berliner Bevölkerungsklassen zu isoliren, fie von allen Einrichtungen, die die individuelle Freiheit der Arbeiter schon verloren gegangen Tageblatt" flagt darüber, daß in der sozialdemokratischen Presse einen gemeinsamen Boden für die gesammte Bevölkerung ab- wäre. Von einem Zwange", d. h. von einem rechtlichen Zwange seit einiger Zeit alle Volksbildungs- Anstalten einer fortgesetzten geben fönnten, entfernt zu halten, auf eine Stufe mit jener tann daher keine Rede sein, doch giebt es bekanntermaßen andere hämischen Besprechung unterzogen würden, um die Arbeiter mit gesellschaftlichen Kliquen und Sippenbildung, der wir in der Zwangsmittel genug, welche ebenso bekanntermaßen namentlich Mißtrauen gegen diejenigen Bildungsanstalten zu erfüllen, die sogenannten Aristokratie vielfach begegnen". Die Isolirung der die landwirthschaftlichen" Agenten sehr wohl auszunüzen wissen. den sozialistischen Führern nicht genehm seien. Diese Thatsache Arbeiter ist aber ursprünglich nicht das Werk der Sozialdemo- mit solchen allgemeinen Redensarten, Herr Romberg, wird also werfe auf die Sozialdemokratie und ihre wirklichen Grundlagen fratie, sondern der Bourgeoisie, die den Arbeiter stets als etwas garnichts bewiesen. Ferner erklärt Herr Romberg: ist es schmachein bezeichnendes Licht. Sie befehde die Bildungsveranstaltungen Geringeres angesehen und darnach behandelt hat. Das Proletariat voll und offener Betrug von manchen Personen, wenn sie beso heftig, weil sie von deren Erfolg eine Schädigung für sich hat schon vor der Sozialdemokratie als besondere Klasse be- haupten, die speziell gewünschte Arbeitsleistung zu verstehen, sich selbst befürchte. Sie wolle eine fulturlose, von Haß erfüllte standen. Die Sozialdemokratie hat nur bewirkt, daß es sich als dann Miethsgeld und Reisegeld, Behrungskosten geben lassen und Masse und sei darum jedem Träger von Bildung und Gesittung besondere Klasse fühlen gelernt und sich zusammen geschlossen dann sich als ganz unbrauchbar bei der Ankunft am Bestimmungsfeind. hat. Jetzt möchte die Bourgeoisie, daß diese Klasse aus ihrer orte herausstellen; sie haben dann kostenlos wenigstens eine schöne Sie muß aber jetzt zuReise gemacht." Das ist die bekannte Methode„ haltet den Der Verfasser des Artikels hat seinen Ausführungen auch folirtheit wieder heraustritt. gleich die Widerlegung hinzugefügt, indem er den Versuch ge- nächst darin erhalten werden, damit sie erstarken und Dieb" zu rufen, obgleich man selber der Dieb ist, und dadurch Nach seinem Siege Unschuldige in fälschlichen Verdacht zu bringen. macht hat, und dieser Versuch ist ihm verhältnißmäßig gut ge die besitzende Klasse besiegen fann. Den Herren lungen die Wirkungen der Voltsbildungs- Veranstaltungen auf wird das Proletariat jedoch nicht herrschen wollen; Agenten ist es hauptsächlich darum zu thun, Menschenmaterial das Verhältniß der besitzenden und besiglosen Klassen zu einander denn wenn es eine Klasse bleiben wollte, dann wäre es in aufzutreiben, um die Landwirthschaft mit Arbeitskräften zu verdarzulegen. Diefelben laufen nämlich darauf hinaus, die be- der That die paar Schuß Pulver nicht werth, mit denen man es forgen. Schmachvoll und offener Betrug ist es daher, Menschen ,, engagiren" für für angebliche Dienstleistungen, die die den stehenden Klassen gegensäge zu mildern, eine nöthigenfalles zur Raison bringen zu können hofft. Es wird zu an Drt und Stelle in Brücke zwischen Reich und Arm auch auf geistigem aufhören, als Klasse zu existiren, und somit jeden Klassen- Unter- thatfächlichen Dienstleistungen Gebiete" zu schlagen und so der Sozialdemokratie schied endgiltig beseitigen. Damit das aber erreicht werden kann, feiner Weise entsprechen. Wenn sich solche Personen schließnach und nach den Boden zu entziehen. Da nun dürfen die jetzt bestehenden Klassengegensäße nicht verwischt, ver- lich hierfür als unbrauchbar erweisen, so ist es wahrlich nicht die Sozialdemokratie die wirthschaftliche Befreiung der schmiert und verkleistert, sondern sie müssen in ihrer ganzen deren Schuld, denn wenn z. B. ein" Stubenmädchen" sich nicht arbeitenden Klasse anstrebt, welche die nothwendige Boraus- Schärfe aufgedeckt werden. Wo die Klassen sich zu vermischen zu einer Dienstmagd" qualifizirt, nicht melten, Schweine setzung der geistigen Befreiung und alleinige Grundlage der drohen, müssen sie gerade auseinander gerissen werden. Hüben futtern 2c. tann, so darf man sich darüber füglich nicht wundern! Das angezogene Mieths, Zehr- und Reisegeld" Gefittung und Bildung ist, so ergiebt sich, daß nicht die sozia- und drüben dazwischen giebt es teine Brücke! listische, sondern die antisozialistische Agitation„ eine kulturfeind- Die„ befreiende und erlösende Macht wahrer Bildung", sind gewissermaßen das Werbegeld", der Köder, der von den Eine„ be- Agenten ausgeworfen wird, um den„ freien" Entschluß der Arbeiter liche Macht im eigentlichsten Sinne" ist, und daß es die anti- welche das B. T." anpreist, macht uns lachen. sozialistischen Volksbildner" sind, welche eine„ kulturlose Masse" freiende und erlösende Macht" liegt für den besiglosen, ausge- und Arbeiterinnen thunlichst zu beeinflussen. Von allen diesen beuteten Proletarier zunächst nur in der ihm durch die Sozial- feinen persönlichen Vortheil, und wenn Herr Romberg sagt:" jie den„ Geldern" haben die- fast möchte man sagen gekauften Opfer gar schaffen. Der Verfasser fagt uns nichts Neues damit, daß die Volks- demokratie vermittelten Erkenntniß seiner gedrückten Lage. Das feinen persönlichen Vortheil, und wenn Herr Romberg fagt:„ ie bildungs- Veranstaltungen eine Schädigung der sozialdemokratischen ist die erste und wichtigste Erkenntniß, die ihm Noth thut. Im haben dann kostenlos wenigstens eine schöne Reise gemacht!"," so Agitation bewirten fönnen. Das haben wir längst gewußt und Vergleich zu ihr muß jede Bildung", die ihm die Bourgeoisie ist das ebenso hinfällig wie seine vorherigen Behauptungen, ist oft genug hervorgehoben. Daß er uns aber zumuthet, trotzdem die dafür bieten kann, auf Verdummung, weil auf wirthschaft- aber ein weiterer Beweis dafür, daß man auf alle Weise bemüht Arbeiter nicht mit Mißtrauen gegen diese Bestrebungen der liche und daraus sich ergebende geistige Knebelung, hinauslaufen. ist, Haltet den Dieb" zu rufen. Hat Herr Romberg im VorherBourgeoisie zu erfüllen, spricht nicht sonderlich für die Klarheit So weit das arbeitende Volt bereits aufgeklärt ist, braucht es gehenden eine anerkennenswerthe Schlauheit bewiesen, so beweist seines Dentens. Er giebt insbesondere von den Bildungsvereinen die Bildung" der Bourgeoisie erst recht nicht. Die sozialdemo- er das gerade Gegentheil davon, indem er weiter schreibt:„ Besser zu:„ da sie Angehörige der verschiedensten Berufs- und Gesell- tratische Arbeiterschaft weiß das Bildungsbedürfniß, das in ihr wäre es und anständiger, sie( die Arbeiter) blieben ruhig" in der Heimath! dann würden Arbeitnehmer und Arbeitgeber nicht ge= schaftsklaffen zusammenführen, so sind sie allerdings, ohne daß lebendig ist, allein zu befriedigen. schädigt und viel Unannehmlichkeiten erspart werden! Wozu ihnen die Absicht innezuwohnen braucht, antisozialistisch." Und Jst's Wahnsinn gleich, so hat es doch Methode, nämlich wenden sich denn die Arbeitnehmer an die Vermiethungskomptoire? in demselben Athemzuge verlangt er, daß wir den Kampf gegen die Bildungsvereine, oder richtiger: gegen diese Bildungs- das Ausschließen der" Rothen". seitens der Friedhofs Verwal- Alle Klagen derselben würden schwinden, wenn sie sich selbst eine tungen von dem Besuche der Friedhöfe. Erst fürzlich hatten wir Stellung besorgten, oder besser, wenn sie ruhig in ihrer Heimathsvereine aufgeben! Ei, ei, Herr Romberg, wozu Wir sind übrigens der Meinung, daß die meisten derartigen Gelegenheit, einen Fall mittheilen zu können, wo ein Paar rothe stellung bleiben würden." Wovon leben denn die VerBestrebungen eine Schädigung der sozialdemokratischen Agitation Hausschuhe die Handhabe geboten haben, das Betreten eines diese jittliche Entrüstung? nur von den Prozenten, die nicht nur bewirken tönnen, sondern nach der Absicht der Friedhofes zu verbieten, und schon wieder wird uns ein ähnlicher miethungskomptore? Doch denn so Teitenden Personen auch sollen. Sie sind ja zum allergrößten Fall mitgetheilt. Dieser Tage besuchte nämlich eine Frau den der Menschenhandel abwirft? Wozu werden Theil überhaupt erst durch die Sozialdemokratie indirekt in's Gemeinde- Friedhof zu Friedrichsfelde, um das Grab ihres Mannes viele Agenten befoldet, die in aller Welt herumreisen? Leben gerufen worden; denn sie sind erst aufgekommen, als das zu besichtigen. In ihrer Begleitung befand sich eine andere Frau, doch nur, um die Vermittelung" zwischen Arbeitnehmer und Proletariat sich zu rühren begann und der Bourgeoisie um ihren welche ein 4 Monate altes Kind auf dem Arme trug. Als sie Arbeitgeber zu übernehmen und die Arbeiter zu verhindern, sich alteingesessenen Besitz bange wurde. Die Aera der privaten den Friedhof betraten, wurden sie von einem dortigen Beamten selber eine Stellung zu besorgen, resp. der nothleidenden Landals die Aera der sta atlichen„ Sozialreform". Aber sie gleichen nens befragt. Die Wittwe gab den sehr naheliegenden Grund zuführen, da" freiwillig" dieselben eben nicht kommen! Würden einander auf's Haar darin, daß sie beide nur dem„ begehrlichen" an und erhielt daraushin auch glücklich die Erlaubniß, zu sich also die scheinbaren Wünsche des Herrn Romberg erfüllen, " passiren". Anders aber erging es der Begleiterin. Als der so würde er sich dadurch selber den Lebensfaden abgeschnitten Proletariat den Mund stopfen" sollen. Es muß natürlich zugegeben werden, daß es immer noch Beamte erfuhr, daß sie nur zur Gesellschaft mitgekommen wäre, fehen und die„ Landwirthschaftliche Zentralstelle" mußte auf den noch mit heißem Dank auf den Magistrat blicken, der in lassen. Man darf daher auch nicht daran zweifeln, daß den Straßen, wo er buddelt, stets die Möglichkeit jene Auslassungen ehrlich gemeint waren, und die KartoffelSonntagsplauderet. " " " " R. C. Berlin steht heute unter dem Zeichen des Kurs eines ergiebigen und erfolgreichen Absturzes bietet. Krawalle sind einfach als Ausschreitungen zu betrachten, denen buches. Der Bourgeois rüstet sich bringlich zur Sommer- So zerrinnen also die Klagen Derjenigen, welche hübsch zu sich eine Bevölkerung, der es zu gut geht, nur allzuleicht binreise und sinnend ruht sein Blick auf den endlosen Zahlen- Hause bleiben, in Nichts und der Strohwittwer triumphirt. giebt. Es sind das wahrscheinlich Ergebnisse der Langeweile, reihen des modernen Wegweisers. Hört er in Winters- Schon lange kündigen unternehmungsluftige Reſtaurateure welche die Sauregurkenzeit von selbst mit sich bringt, und seiten mit ernsthafter Miene den Auseinandersetzungen ſeines ihre Bälle der Strohwittwer all, und die Organe des der Hunger ist ein Vorkommniß, welches man am besten Hausarztes zu, der ihm Vortrag halten muß, ob Rehrücken Wohlanstandes und der bürgerlichen Moral öffnen dem durch tüchtiges Effen aus der Welt schafft. Go waren Der Alters her, und so wird es vorläufig auch wohl noch bleiben, oder Fasan nahrhafter ist, so flärt sich jetzt sein Blick auf, vergnügungsdurstigen Strohmann ihre Spalten. dem munter in " einem wenn er an die Freuden einer Entfettungskur denkt, die Philister ist stets der Wächter der guten Sitte: aber man und wer gar keinen Rath mehr weiß, der nehme einfach ein Platz schaffen soll für spätere Genüsse. So fließt sein Leben kann den Leib nicht ewig kasteien und auch dem rührseligen, Kochbuch zur Hand, dort wird er sofort erfahren, wie er langsam und ruhig, ohne erhebliche Störungen dahin, und thränendurchtränkten Moralprediger ſteht es nicht schlecht, am Besten seine leiblichen Bedürfnisse befriedigt. Jeder wenn etwas seinen Groll erwecken kann, so ist es die Leicht wenn er in unbewachten Augenblicken mal ordentlich über einzelne Aufsatz beginnt mit den denkwürdigen Wolten. fertigkeit in der Produktion unserer Betriebsmittel, die keine die Stränge haut. Man muß die Sünde kennen lernen, Wian nehme Dieses und Jenes" – nur den einen kleinen durchaus sichere Gewähr dafür bieten, daß man nicht wenn man sie in richtiger Weise bekämpfen will und nirgends Fehler hat die Sache, daß in den Büchern nicht auch vergesund und fashionablen Kurort bewahrheitet sich die Wahrheit des Jesuitengrundsatzes von zeichnet steht, woher man alle die schönen und guten aukommt, sondern daß man vielleicht mit zerbrochenen Rippen dem Zweck, der die Mittel heiligt, mehr als in diesem Falle. Sachen nehmen soll: und auf dieſe Frage dürfte vielleicht Fern sei es.von uns, in klagelieder über diesen Zustand selbst Herr von Forckenbeck die Antwort schuldig bleiben. schmählich am Bahndamm liegen bleibt. außerordentlichen Arbeiterfreundlichkeit. Unsere Leser Herr Baare hat in den letzten Tagen eine fast unheim- der bürgerlichen Gesellschaft auszubrechen. Im Gegentheil- Allerdings befleißigt sich dieser Herr in der letzten Zeit einer wissen, daß er kürzlich aus der Ferne liche Popularität erlangt. Kein Eisenbahnunfall, der nicht Jeder schläft so, wie er sich bettet, und einmal muß jeder Hektor Arbeiterfeste beiwohnte und er soll mit höchst mit seinem Namen in Verbindung gebracht wird, und die von seiner Andromache Abschied nehmen." Theures Weib, daß ein Scherze, die über den Schienenkönig geleistet werden, find gebiete Deinen Thränen"- flüstert Hektor und faßt heim- eigenen Augen gesehen haben, zwölfzicht minder blutig wie die Gliedmaßen seiner Opfer. Ohne lich nach der Stelle, wo er minmehr zu unumschränktem jähriger Junge einen gerösteten Zwieback ganz allein aufaß. sie entsprechenden Leistungen giebt es natürlich keinen Gebrauch den Hausschlüssel verwahrt hat. In den bitteren Der Ober- Bürgermeister konnte leider den Namen des Baters Ruhm, und Herr Baare hat für die Begründung seines Schmerz der Trennung sickert langsam ein süßer Tropfen nicht in Erfahrung bringen, sonst wäre der Steuersädel unserer vielgeliebten Reichshauptstadt entschieden Gerumpel auf der Stadtbahn treibt uns einen eisigen Schauer mit gramdurchfurchtem Antlitz zur Bahn begleitet hat, vein bedeutendes Sümmchen bereichert worden. Jedenfalls Rufes Alles geleistet, was in Menschenkräften liegt. Ein der Freude; und kehrt der Gatte, der die theure Gattin nicht in Erfahrung bringen, sonst wäre der Steuersäckel über den Körper und kritischen Blickes betrachtet der Bassa- diesem schweren Gange zurück, so hebt sich sein Haupt un- stehen uns bedeutsame Auslassungen des Stadtoberhauptes gier die Schienen, ob er nicht einen Schönheitsfehler an ihnen willkürlich, sein Tritt wird fester, ſeine Bruſt weiter, er bevor, denn für Nichts und wider Nichts steigt man doch entdeden kann. Nur die bayerische Eisenbahnverwaltung über blinzelt verheißungsvoll jede Schöne an, der er begegnet, nicht zum Bole herab, und wenn man sich in höchsteigener trifft Herrn Baare, und das Vertrauen, mit welchem das reifende und vor der nächsten Anschlagsäule faßt er Posto zu einem Person davon überzeugt, daß kein Nothstand vorhanden ist, so braucht man sich von Auderen fein X Publikum auf diese Behörde blickt, ist ebenso ehrenvoll für eingehenden, durchdringenden Studium dessen, was Berlin Herr von Forckendiese wie es gefährlich für die Reisenden ist. In dieser Beziehung merkt man von dem Nothstand beck thut, was er kann; daß er sich aber einmal der Geldmangel sonst etwas überaus Störendes und Be- nichts. In den Bädern sowohl wie in den Lokalen, wo ſelbſt in eine Arbeiterwohnung begeben sollte, iſt eine Zuängstigendes iſt, ſo ſchützt er in diesem Falle doch den Staats- sich der losgelassene Strohwittwer amüsirt, wird das Brot muthung, die an ihn wegen der Unsicherheit des Pferdebahnbürger vor den unvorhergesehenen Gefahren einer längeren unentgeltlich gegeben, und daher ist es denn nicht mehr betriebes nicht gut gestellt werden kann. Lour, und man ist wenigstens vor dem Abschiednehmen auf wie recht und billig, daß sich in jenen Kreisen die Ueber kann man den Anschluß versäumen, und man steht bann. Tod und Leben geschützt. Eine Fußpartie nach Rixdorf zeugung von dem Nothſtande nicht Bahn brechen kann, und vor der Gefahr, daß man nicht wieder nach Hause gelangt. oder Pankow soll der Fährlichkeiten nur wenige bieten, und die Vermuthung liegt nahe, daß die Ablengner des Noth. Bor einem so entsetzlichen Schicksal bewahre eine gütige die Wagehalsigen unter den Nichtbesitzenden dürfen immer standes ihre Erhebungen gerade dort haben veranstalten Vorsehung den Oberbürgermeister in Gnaden! Glücklich daher der sündige Erdenwurm, der auch die an Vergnügungen, Berstreuungen und Beluftigungen bietet. für ein U vormachen zu lassen. heiße Zeit in seinen vier Pfählen verbringen kann. Wenn um Wie leicht. Arbeitsnachweis" verzichten. Und das thut Herr Romberg ge- Izuzog.(?) Der Verlegte mußte, nachdem er in der bezeichneten| geführten Büchern ersehen läßt, hat er schon im ersten Jahre wiß nicht! Beit wäre es ja allerdings, daß die privaten Stellen- Wache verbunden worden, sich in die königliche Klinik begeben, wo mit einer Unterbilanz von mehreren tausend Mark gearbeitet. vermitteler"," Rommissionäre" oder wie sie sich sonst noch nennen es hoffentlich der ärztlichen Runst gelingen dürfte, die Nase des Diese Unterbilanz stieg bis zum Jahre 1889 bis auf etwa mögen, die den Arbeitsnachweis" als Geschäftsfache zum eigenen Patienten anzuheilen. Uebrigens hat auch die Urheberin dieses 9000 Mart. Am 11. Dezember v. J. meldete Bernstein den Konkurs Nutzen betreiben, von der Bildfläche verschwinden, daß solche Unglücks eine tüchtige„ Nase" bekommen; es war dies ein junges an und nun stellte sich heraus, daß die Schulden sich im Laufe Schmaroger und Parasiten der heutigen Gesellschaft mit Stumpf Mädchen, die Tochter eines Hausbesitzers in der Karlstraße, des letzten Jahres um etwa 24 000 Mark vermehrt hatten, denn und Stiel ausgerottet würden. welche die Kirsche aus einer Düte achtlos auf das Trottoir ge- es wurden für 33 000 Mark Forderungen angemeldet. worfen hatte. Nunmehr haben die Eltern der jungen Dame fo- Das rapide Steigen der Schuldenlast hält die Anklagebehörde um Von bürgerlichen Ehrenmännern erzählt eine hiesige wohl für die zertrümmerte Fensterscheibe, welche einen Werth so verdächtiger, da der Angeklagte geständlich im letzten Jahre Korrespondenz: Ein„ wechselvolles" Dafein führt in des Wortes von 450 Mart repräsentirt, als auch für die erheblichen Kur- für ca. 52 000 m. Waare bezogen hat. Es wird angenommen, verwegenſter Bedeutung der Agent N., dessen Hauptbeschäftigung tosten, welche der verunglückte Kaufmann liquidiren wird, aufzu- daß Bernstein in erheblichem Maße Vermögensstücke bei Seite es war, Offizierswechsel bei„ Geldmännern" unterzubringen. Zu tommen. geschafft hat und verschiedene Umstände sprechen für diese Anfeinen ständigen Kunden zählte der Hauptmann B. und unter nahme. Ein großer Theil der Waaren hat sich im Preußischen den Kapitalisten, welche die Wechsel diskontirten, nahm der Ein bedauerlicher Unglücksfall trug sich vorgestern Abend Leihhause befunden; wo die übrigen Waaren oder das dafür Rentner St. die erste Stelle ein, mit welchem der Wucheragent 814 Uhr in unmittelbarer Nähe der Jannowihbrücke zu. Der gelöste Geld verblieben sind, darüber vermochte der Angeklagte auch noch durch Freundschaftsbande verknüpft war. Die Ver- Dampfer Augusta", welcher Kinder aus der Ferienkolonie in weder in der Voruntersuchung noch im gestrigen Verhandlungs hältnisse B.'s verschlechterten sich, er schied aus der Armee und Köpenick zurückbrachte, rannte an der genannten Stelle auf eine termine eine genügende Auskunft nicht zu geben. Er will ein fiel bei St. derartig in Ungnade, daß er dessen Zahlungsfähigkeit Gondel, welche vollständig zertrümmert wurde. Der Insasse der Opfer der schlechten Zeitverhältnisse und der Konkurrenz geworden anzweifelte und nur fleine Summen unter der Bedingung herzu- felben, ein zwanzigjähriger junger Mann, verschwand, nachdem sein. Besonders im letzten Jahre habe er große Anstrengungen geben bereit war, daß der Agent dieselben akzeptire, während B. er einige Male um Hilfe geschrien, in den Fluthen. Der Dampfer gemacht, um sein Geschäft über Wasser zu halten. So habe er täglich nur Aussteller bleiben solle. Um nun dem Hauptmann das Ge- hatte im letzten Augenblick gestoppt, jedoch zu spät. Herbeieilende für 2-3 M. Konditoriaare holen lassen, welche er den Kunden vor schäft leicht zu machen, übergab ihm St. eine Anzahl Blanko- Boote vermochten ebenfalls feine Rettung mehr zu bringen. Die feite, um sie anzuloden, er habe zwei Häufer weiter ziehen Atzepte, welche er nach Bedarf bis zur Höhe von 50 m. bei N. Leiche des Ertrunkenen wurde nicht aufgefunden. müssen, wodurch ihm gegen dreihundert Mark Unkosten entstanden gegen ein ansehnliches Damno absetzen fonnte. Eines Tages hatte Der Agent aus einem feinen" Geschäft" eine nette Provision ge- Worüber sich unsere bürgerliche Welt und unsere seien und er habe sein Personal um einen jungen Mann ver gogen, von welcher er einen Theil zum Ankauf eines Looses der bürgerliche Presse aufregt. Das„ Berl. Tagebl."," auch" ein mehrt, der monatlich 120 Mark Gehalt bezog. Es ist ermittelt Schloßfreiheits Lotterie verwandte. Füllhorn über den Spieler aus; er heimste 400 000 Mart gestrigen Abendausgabe folgenden in den weitesten Kreisen der hielt, welche mit Waaren beladen wurde, die nach der MulackDie Glücksgöttin goß ihr Organ des Bürgerstolzes vor Königsthronen, enthält" in seiner worden, daß in einer Dezembernacht des vorigen Jahres, kurz vor dem Konkurse, eine Droschke vor dem Laden des Angeklagten ein. Der Gewinn wurde selbst den intimsten Bekannten ver- Bevölkerung Aufsehen und Erregung hervorrufenden Artikel: straße gefahren wurden. Der Angeklagte gab die Thatsache zu, heimlicht, zum größten Theil bei der Reichsbank hinterlegt; nur Was hat die Kaiserin bei ihrem Besuch der italienischen behauptete aber, daß ein in der Mulackstraße wohnender Ameri 60 000 m. Kleingeld" wurden zurückbehalten, von welchen die Oper in London( Donnerstag) für ein Kleid getragen? faner noch spät Abends einen größeren Posten Waare gekauft Schulden beglichen und die Kosten einer Reise bestritten wurden. Unser Londoner Korrespondent sagt in dem Artikel des habe, die er am folgenden Tage früh mit auf die Reise nehmen Nach Berlin zurückgekehrt, versteckte der Glückspilz die Depotheutigen Morgenblattes:" Die Kaiserin trug ein licht wollte. Auch daß ein Möbelwagen voll Waare von seinem Hause scheine und sein Geld unter der Matratze seines Bettes und braunes Seidenkleid mit einer rothen Ordensschärpe um fortgeschafft wurde, räumte der Angeklagte ein, dies feien aber hütete nach wie vor sein Geheimniß. Weß aber das Herz voll die Achsel und ein Diadem im Haar, welches die allge- bie Posten gewesen, welche zum Verfaß gebracht wurden. ist, deß geht der Mund über! In einer heiteren Laune theilte meine Bewunderung hervorrief." Aber über diese brennende Am auffälligsten ist der Anklagebehörde das Nichtvorhandensein der Reichgewordene seinem Freunde St. die Geschichte von seinem Frage gehen die Meinungen der Berichterstatter der Zon- eines Kassabuchs. Bernstein behauptet, daß es sich noch bis kurz Treffer" unter dem Siegel der tiefsten Verschwiegenheit mit. doner Blätter weit auseinander. Nachstehend eine kleine vor dem gerichtlichen Schluß des Geschäfts im Komtoir befunden Dieser rechtfertigte das Vertrauen in der Weise, daß er zwar Blüthenlese aus denselben: über den Vorfall schwieg, aber sofort dem Hauptmann ein Blankohabe, über den Verbleib tönne er nichts angeben und vermuthe nur, daß einer seiner Gläubiger, die in den letzten Tagen bei Afzept abzulocken wußte, dasselbe in einen Sichtwechsel über 250 000 m. umwandelte und diesen präsentiren und Mangels ihm ein- und ausgingen und sehr anmaßend auftraten, daffelbe an sich genommen habe. Der Beschuldigte brachte so viele neue erfolgter Zahlung auch protestiren ließ. Der arme reiche Agent, angebliche Thatsachen vor und stellte so viele neue Beweiswelchen dieser Streich völlig topflos gemacht hatte, wurde verurtheilt im Wege der Wechseltlage und auch ausgepfändet. anträge, daß dem Gerichtshofe schließlich nichts anderes übrig blieb, als die Sache zu vertagen, um zum nächsten Termin neue Merkwürdigerweise beging er nun die Unflugheit, dem Kläger Zeugen zu laden. Die Untersuchungshaft des Angeklagten, der für die Herausgabe des Schuldtitels 75 000 M. anzubieten und erst, nachdem dies zurückgewiesen worden war, gegen St. Strafbereits im Januar festgenommen wurde, dürfte sich unter diesen anzeige zu erstatten. Bei der schwebenden Untersuchung wird Umständen noch längere Zeit hinausziehen. ( ,, Daily Graphic.") das Angebot der 75 000 M. zweifellos feine Rolle spielen und Lichtbraun, goldfarben, weiß, crêmefarben und feegrün; den Ausgang des Prozesses immerhin in Frage stellen. Satin, Brotat und Seide da soll der geneigte Leser nun das Richtige herausfinden! Hoffentlich bietet die Farbenblindheit aller der hier genannten Korrespondenten feinen Anlaß, daß ein europäischer Krieg entbrennt. Seidenrobe." " Die Kaiserin erschien in einer prachtvollen weißen ( Daily News.") Die Kaiserin trug ein Goldbrokatkleid."( Times.") Ihre Majestät die Kaiserin von Deutschland war in Weißbrokat gekleidet." " Uns erschien die Robe Ihrer Majestät seegrün mit einem Schimmer von Crême und Elfenbein." ( ,, Daily Chronicle.") Ihre Majestät trug ein Kleid aus weißem Satin." Eine gefühllose Mutter stand gestern wiederum in der Person der Bostschaffners- Ehefrau Helene Schnipper vor der dritten Straftammer des Landgerichts I. Jm Fehruar d. J. Auch Vögel scheinen nach ihrem Tode weiterzulebenging dem Polizeirevier in der Werftstraße eine Anzeige zu, wodiese neue Entdeckung ist dem spürenden Scharfsinn der„ Bernach die Angeklagte ihr fünfjähriges Töchterchen in der unliner Zeitung" zu danken. Das freisinnige Organ, welches sich menschlichsten Weise mißhandeln sollte. Es wurde ein Beamter jedenfalls seinen eigenen Naturforscher hält, veröffentlicht folgende weltbewegende Notiz: Cöpenick. Die Lokalfommission macht hiermit bekannt, daß hingeschickt, welcher das Kind untersuchen sollte. Derselbe fand es in einem jämmerlichen Zustande vor, Gesicht und Kopf zeigten „ Einen jungen Steinadler hat nach einer Mittheilung auch das letzte Lokal des Herrn Zibolsky( Müggelschlößchen) für viele Sautabschürfungen und Wunden, der Rücken war dermaßen aus" Rixdorf ein dortiger Einwohner am Dienstag erlegt. öffentliche, wie für Vereinsversammlungen nicht mehr zu haben mit blauen und blutunterlaufenen Stellen bedeckt, daß der Beamte Uebrigens ist nach einer weiteren Meldung aus Nieder- ist. Wir haben jezt kein Lokal mehr, und sind wir gezwungen, auch nicht einen gesunden Fleck von der Größe seines Daumens schönweide am Sonntag dortselbst das Vorkommen zweier uns von Adlershof ins Schlepptau nehmen zu lassen. Darum fand. Mutter und Kind wurden zum Polizeibureau bestellt, um größerer Bögel beobachtet worden, von denen möglichen machen wir es den Genossen von Cöpenick bringend zur von dort zu einem Arzt geführt zu werden; die Angeklagte kam falls der eine der geschossene Adler ist." Pflicht, die Lokale zu meiden, und nicht die schwer erworbenen der Polizei aber zuvor, sie suchte zuvor einen Arzt auf und Der geschossene Adler entpuppt sich vielleicht bei näherem Groschen den Wirthen zukommen zu lassen, die nicht für die In- machte den allerdings vergeblichen Versuch, diesen zu bewegen, Zuschauen als ganz gewöhnliche Ente. Aber der Sinn für tereffen der Arbeiter einzutreten gewillt sind. Darum Genossen ihr ein möglichst mildes Attest auszustellen. Das Gutachten die Stilistik und für eine sorgfältige Redaktion solcher epoche schaffet eine Einheit, und zeiget den Wirthen, daß sie nur von dieses Sachverständigen deckte sich im gestrigen Termine mit machenden Notizen möge dem freisinnigen Organ noch lange den Groschen der Arbeiter leben müssen. Die Lokalkommission demjenigen des Gerichtsphysikus Dr. Philipp, wonach die dem erhalten bleiben. Wo man mit der bloßen Dummheit nicht von Cöpenick. J. A.: May Reuschow. Rinde angediehene Behandlung dessen Leben gefährden konnte. durchkommt, muß man die Dämlichkeit zu Hilfe nehmen. Wir haben selten so gelacht! Der Magistrat ersucht uns um Aufnahme folgender Durch die Zeugenvernehmung wurde festgestellt, daß die AnBekanntmachung: Die Liste der stimmfähigen Bürger ist nach geklagte ein geradezu barbarisches Mittel anwendete, um das Sie machte einen heißen Borschrift der§§ 19 und 20 der Städte Ordnung vom 30. Mai Rind zur Reinlichkeit anzuhalten. Ramillen- Aufguß und setzte das Kind auf das Gefäß mit der 1853 berichtigt und wird nunmehr in der Zeit vom 15. bis einschließlich den 30. Juli d.. fochenden Flüssigkeit. Das Kind zeigte infolgedessen an höchst Die Angeklagte räumte täglich von Vormittags 9 bis nachempfindlichen Stellen Brandwunden. mittags 2 Uhr in unserm Wahlbureau ein, dies Mittel, welches ihr von ihrer Schwiegermutter gerathen -Post str. 16, 2 reppenworden sei, einmal angewendet zu haben, die Flüssigkeit sei aber nicht kochend gewesen. Auch räumte sie ein, das Kind mit einem Stocke geschlagen zu haben, wenn es unartig war, das ihr zustehende Büchtigungsrecht will sie aber nicht überschritten haben. Der Gerichtshof gelangte zu der entgegengesetzten Ansicht und verurtheilte die Angeklagte zu zwei Monaten Gefängniß. öffentlich ausliegen. Die Berliner Feuerwehr darf nur bei wirklicher Feuers: gefahr oder wenn es sich um Rettung von Menschenleben handelt, herbeigerufen werden. Hierauf ist durch die Bekanntmachungen des Polizeipräsidiums vom 5. Juni 1882 und 7. Juli 1885 öffentlich aufmerksam gemacht und es sind diejenigen, welche ohne diese Voraussetzungen die Feuerwehr herbeirufen, mit Bestrafung wegen groben Unfugs bedroht worden. Dessen ungeachtet und obgleich nicht selten Polizeistrafen wegen mißbräuchlicher Be- Während dieser Zeit kann jedes Mitglied der Stadtgemeinde nuhung der Feuermelder festgesetzt und vollstreckt sind, wird die gegen die Richtigkeit der Liste Einwendungen erheben. Feuerwehr fast bei jedem Gewitterregen uach verschiedenen Stellen Dieselben müssen in der gedachten Zeit schriftlich bei gerufen, um in Kellerwohnungen eingedrungenes Regenwasser uns angebracht werden; später eingehende Einsprüche können herauszupumpen. Wollte die Feuerwehr solchen Ersuchen Folge nicht berücksichtigt werden. leisten, so könnte darunter die Feuersicherheit der Stadt erheblich Die I. Abtheilung besteht aus denjenigen Wählern, welche leiden. Es ist daher, wie die" Post" mittheilt, die Feuerwehr mindestens einen Steuerbetrag von 1749,60 M. zahlen. angewiesen worden, in solchen Fällen, sobald sie sich überzeugt, Die II. Abtheilung beginnt mit dem Steuerbetrage von daß es sich nicht um Gefahr für Menschen handelt, sofort wieder 1749,59 M. und endigt mit dem Steuerbetrage von 876,80 m. abzurücken und den Urheber der unnöthigen Alarmirung zur und den mit dem Buchstaben" F" anfangenden Namen. Bestrafung anzuzeigen. Die III. Abtheilung beginnt mit dem letztgenannten Steuerbetrage und den mit dem Buchstaben" G" anfangenden Kennzeichnet irgend Etwas besser den menschenfreundlichen Geist solcher Verordnungen" als der Umstand, daß den Proßen Namen. und Schlemmern, die in den fühlen Kellern wohnen, ruhig das Wir machen hierbei noch besonders darauf aufmerksam, daß kostbare Mobiliar im Waffer untergehen kann, wenn nur die bei Berichtigung der Wählerlisten in Betreff des Wohnsiges der Hungerleider, die in den ersten Etagen wohnen, gegen Feuers- stimmberechtigten Personen in Berlin die von denselben zu er gefahr geschützt sind? stattenden polizeilichen An- und Abmeldungen maßgebend sind. Demgemäß sind wahlberechtigte Personen, welche polizeilich abDer Kontorist Paul Lüderitz ist flüchtig geworden, nach gemeldet worden sind, ohne ihren Wohnsiz hierselbst aufzugeben, dem er seinem Prinzipal, einem Fabrikanten in der Brunnen- die sich in einem Badeorte, in einer Sommerwohnung oder der straße 7200 m. gestohlen hat. Das Geld zum größten Theil gleichen aufhalten, also nur vorübergehend abwesend sind, es ans 1000- Martscheinen bestehend, wurde in einem verschlossenen aber unterlassen haben, solches auf der etwa erstatteten, polizei Bult aufbewahrt, dessen Schloß der Dieb mit einem Nachschlüssel lichen Abmeldung zu vermerken, in der Wählerliste gestrichen geöffnet hat. Lüderis, der in der Anklamerstraße wohnt und eine worden. Berlin, den 2. Juli 1891. Magistrat hiesiger fönigl. franke Ehefrau hat, soll sich schon längere Zeit in Geldverlegen Haupt- und Residenzstadt. gez. v. Forckenbeck. heiten befunden haben. Durch Säulenanschlag ist eine Belohnung von 500 M. für die Wiederbeschaffung des gestohlenen Geldes oder des größeren Theiles der Summe ausgesetzt worden. Lüderitz ift 30 Jahre alt, 1,72 Meter hoch, hat blondes Haar, blonden Schnurrbart, eine niedrige Stirn unb sieht leidend aus. Arbeiterbewegung. Achtung! Metallarbeiter. Alle diejenigen Kollegen, welche noch Bons zur Deckung der Unkosten für den Kongreß zu Frankfurt a. M. in Händen haben, werden hierdurch ersucht, unverzüglich bei den unterzeichneten Kommissions- Mitgliedern abzurechnen. Benno Stabernad, Rarl Trittelwig, Wrangelstr. 85. Kottbuserstr. 4. Wilhelm Neumann, Reinickendorferstr. 14. Soziale Ueberlicht. Mainz. Ueber den Buchdruderstreit berichtet man uns noch unterm 9. Juli: Das gesammte Personal der Difizin des nationalliberalen„ Tagblattes" legte heute Morgen die Arbeit nieder wegen Maßregelung zweier Mitglieder des Unterstützungsvereins deutscher Buchdrucker. Da ein Theil des Satzes bereits gestern hergestellt war, fonnte mit Hilfe der Lehrjungen die heutige Polizeibericht. Am 10. d. M. Morgens wurde im Thier- Nummer doch zur Ausgabe gelangen. Auf dem Gewerbegericht garten, in der Nähe des Schlosses Bellevue, ein unbekannter, wurde heute Nachmittag bereits eine Einigung erzielt, so daß die etwa 35 Jahre alter Mann mit zwei Schußwunden in der Brust Arbeit morgen wieder aufgenommen wird." aufgefunden. Es liegt unzweifelhaft Selbstmord vor. Zu der selben Zeit wurde ein Arbeiter in seiner Wohnung in der TegelerEine Brandstatistik nach Monaten, Tagen und Stunden straße erhängt vorgefunden. Im Landwehrkanal wurde Nachwelcher ein Zeitraum von 10 Jahren zu Grunde liegt, ergiebt in mittags gegenüber dem Grundstück Tempelhofer Ufer 34 die Leiche Berlin ungefähr folgende Resultate: Die meisten Brände finden eines neugeborenen Kindes und hinter dem Grundstück der verim Winter, besonders in den Monaten Dezember und Januar einigten Stellmacher Berlins die Leiche des seit dem 6. d. M. statt, die wenigsten in den Monaten Juni und Juli. Unter vermißten Arbeiters Manke angefchmemmit. Gegen Abend Aufruf an alle selbständigen Barbiere, Frisenre und den einzelnen Wochentagen ist in erster Linie der Sonnabend ein wurde ein Dachdecker in seiner Wohnung in der Auguststraße Perrückenmacher Berlins und Umgegend. Kollegen! Zirka Feuertag" zu nennen, ihm folgt der Donnerstag, während Sonn- erhängt vorgefunden. Auf der Spree, hinter dem Grundstück 9000 unserer Berufsgenossen in Deutschland sind Mitglieder der tag und Montag die wenigsten Brände aufzuweisen haben. Je Holzmarktstr. 19, wurde Abends ein kleines Boot von einem vor- Innungen. Diesen stehen etwa 26 000 gegenüber, welche den später der Abend, desto zahlreicher die Feuersbrünste, die meisten überkommenden Dampfschiff angefahren und zum Kentern ge- Innungen nicht angehören, und diese 26 000 werden von jener finden sich in der neunten Abendstunde, dann sinkt die Zahl, bis bracht. Hierbei fiel der darin sigende unbekannte Mann ins Minderzahl bevormundet, indem man ihnen das Recht abspricht, fie um 4 Uhr Morgens ihren niedrigsten Grad erreicht hat. Die Wasser und ertrant.- Vor dem Hause Gneisenauftr. 23 fiel zu sofern sie nicht der Innung angehören, Lehrlinge halten zu Ursachen der Brände bleiben bei nahezu einem Drittel uner- derselben Zeit der Kutscher Sambleben von dem von ihm geführten mittelt; unter denen, die bekannt werden, nimmt die Fahrlässig leeren Steinwagen, gerieth unter die Räder desselben und erlitt feit beim Umgehen mit Licht und Zündmaterial die erste Stelle eine so bedeutende Quetschung der Brust, daß er nach dem ein. Etwas mehr als die Hälfte sämmtlicher Brände traf Privat- Krankenhause am Urban gebracht werden mußte. Abends wohnungen, von den sonstigen Brandstätten sind die Tischlerwerk- fanden drei kleinere Brände statt. stätten als meist betroffen hervorzuheben. Gerichts- Beitung. dürfen. Sie begründen dies damit, daß sie die beschäftigungslosen Gehilfen untergebracht sehen wollten, aber das ist Vorwand. Haben nun die Innungen wirklich für das Wohl der Ges sammtheit oder auch nur das ihrer Mitglieder etwas Nennens werthes geleistet? Ist die Lage des größten Theils der Innungsmitglieder etwa besser als die jedes andern unserer Berufsgenoffen? Nein, im Gegentheil halten sich viele der Junungs mitglieder nur mit Hilfe der Lehrlinge über Wasser. Aus jedem Winkel wird der letzte Groschen zur Zahlung der Miethe hervorgesucht, um wenigstens das Lokal beDie Unfitte, Obstreste auf das Trottoir zu werfen, hat einer hiesigen Lokalforrespondenz zufolge wieder einen Unfall herbeigeführt. In der Sanitätswache II, Invalidenstraße, erschien gestern Nachmittag der zwanzigjährige Kaufmann Reinert, um daselbst ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Als der Die gestrige lehte Sigung des Schwurgerichts beim halten zu können. Das Einzige, was viele Jnnungsmitglieder thun, Patient ein um den Kopf geschlungenes Tuch, welches als Noth- Landgericht I., womit gleichzeitig die letzte Schwurgerichts- ist, über die Begehrlichkeit der Gehilfen" zu räfonniren. verband diente, abnahm, löste sich die Nase vom Gesicht, in periode vor den Gerichtsferien geschlossen wurde, hatte die Ver- Die Gehilfen wieder schieben alles dem Prinzipal in die Schuhe. welchem sie nur noch durch einen Hautstreifen mit der Stirn handlung einer Anklage gegen den Kaufmann Moris Bern Sie sowohl wie die Innungen bedenken beide nicht, daß es nur verbunden„ hing".(?) Wie Herr R. erzählte, war er in der stein zum Gegenstande, welcher des betrügerischen das heutige kapitalistische System ist, welches sowohl Gehilfen Friedrichstraße auf eine achtlos fortgeworfene Kirsche getreten, Banter otts beschuldigt war. Der Angeklagte eröffnete am wie Selbständige ausbeutet u. a.. durch hohe Miethen, hohe Korn ausgeglitten und so unglücklich in das Schaufenster eines Wäsche- 1. März 1886 ein Manufakturwaarengeschäft in der Invaliden- preise, Steuerhinterziehungen der ganz Reichen, infolge dessen geschäftes gefallen, daß er sich dabei die geschilderte Verlegung straße 128. Soviel sich aus den mangelhaft und unordentlich wir um so mehr Steuern aufbringen müssen. Al' dieses wirkt zusammen, um unsere und die Existenz der Gehilfen zu einer so ungenügenden zu machen, wie sie jetzt ist. 11 Uhr 35 Min. nach Bernau. Da diese eine der schönsten und besten GegenFreireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 12. Juli, Vormittags 10 Uhr, willkommen. fontrolleuren. 4. Verschiedenes. furter Paulstirche_weilte und gleich diesem mit dem Rumpfparlament nach Stuttgart zog: der 85 Jahre alte Julius Fröbel. Vor einem halben Jahrhundert hier ein feuerrother Demokrat, der als Buchhändler eine Reihe Brandschriften schrieb und verlegte, hat Fröbel später sich munter nach rechts entwickelt und bis vor kurzer Zeit den Poften eines deutschen Konsuls in Der Arbeitsnachweis des Fachversins der Musikinstrumenten- Ar-| Nauwert, der ein Alter von 81 Jahren und 3 Monaten erreichte, better befindet sich Naunynstr. 78 im Restaurant Boll. Wir sind nun gewillt, einen Verein zu gründen, der, auf und giedorf. Connabend, den 18. Suli: Herren- Nacht- und Zagpartie nach fessoren, die dasselbe anfänglich zählte; mit ihm auf der gleichen Vereinigung der Drechsler Deutschlands, Ortsverwaltung Serlin war Mitglied des Frankfurter Barlamentes, einer der 76 Prodem Boden der modernen materialistischen und sozialistischen Bernau, Siebnissee, Santé, Biesenthal. Treffpunkt um 9 Uhr Abends im Bant saßen Ruge, Robert Blum und Moritz Arndt. Zur Linken Weltanschauung fußend, eine wirkliche Besserstellung aller An- Arbeitsnachweis bet Gründet, Dresdenerstr. 116. Abfahrt einer Bahnhof gehörend, verfocht er den konsequent radikalen Standpunkt, so gehörigen unserer Branche erstrebt. den der ganzen Umgebung Berlins ist, wird zahlreiche Betheiligung erwartet. namentlich bei der Debatte über Glaubens- und GewissensEs werden daher alle diejenigen Kollegen, welche für die Die Bernauer Kollegen erwarten uns auf dem dortigen Bahnhof und geben freiheit, weshalb er als reiner Atheist und Nihilist denunzirt geistige und materielle Hebung unserer Berufsgenossen Interesse uns auch auf dieser Bartie das Geleit. Herren als Gäſte willkommen. wurde. Nauwerk wandte sich namentlich gegen die Jesuitenhaben, gebeten, sich am 14. Juli, Abends 10 Uhr, bei Rosenthalerstr. 38: Bortrag des Hrn. Peus über„ Die französische Aufklärung furcht. Der kirchliche Jesuitismus," erklärte er unter großer Deigmüller, Alte Jakobst r. 48 a, zahlreich einfinden zu des 18. Jahrhunderts." Heiterkeit der Versammlung, ist weiter nichts mehr als ein wollen. Portiers und Berufsgenossen für Berlin und Umgegend. Große Gewerbe. Es ist Thatsache, daß er an Klugheit sehr ver= öffentliche Versammlung am Sonntag, 12. Juli, Nachm. 4 Uhr, bei Norbert, Helbig, Kottbuserstr. 39. Beuthstr. 22. Tagesordnung: 1. Bortrag des Genoffen Rohrlack über Wie loren hat und dümmer geworden ist; wollen Sie ihn stellen sich die Portiers zu den bestehenden Arbeiterorganisationen? 2. Die aber gefährlich machen, dann, meine Herren, brauchen Sie ihn. Dachdecker, Klempner, Schornsteinfeger, Telephonarbeiter Frete Vereinigung der Berliner Portiers. 3. Verschiedenes.- Gäfte sind nur zum Märtyrerthum zu drängen." Nauwerk's Vortrag war und Berufsgenossen. Wie Euch bekannt, ist in einer öffentlichen Versammlung eine präz. 5 Uhr, in der Parlamentshalle, Landsbergerstr. 35: Große öffentliche gegnerischen, sogar im eigenen Lager wizelte man über seine Achtung! Firmenschilder- Branche! Sonntag, den 12. Juli, Abends klar und logisch, entbehrte aber der Frische; nicht nur im Kommission gewählt worden. Dieselbe soll, bezugnehmend auf Bersammlung der Firmenschilder- Arbeiter nebst Frauen. Tagesordnung: hohle Grabesstimme und hieß ihn den„ Totengräber". Zur Stunde die häufigen Unfälle bei Dach- und Hängegerüst- Arbeiten, welche 1. Vortrag bes Gen. Kand. Hoffmann. 2. Discussion. 3. Verschiedenes. lebt in Zürich blos noch Einer, der mit Nauwerk in der Frantdurch mangelhafte resp. gänzlich fehlende Schutzvorrichtung ent- Nach der Versammlung: Geselliges Beiſammenſein mit Lanz. Zentral- Kranken- und Sterbekasse der Maler und verw. Berufsstehen, woran die unerfättliche Profitwuth vieler Unternehmer genoffen, giliale S. 5. Montag, den 13. Jult, Abends 8 Uhr: Mit und das Submissionsunwesen die Hauptschuld tragen, eine glieder- Versammlung bei Burkhardt, Nostiaftr. 50. Tagesordnung: 1. BorPetition ausarbeiten, welche die in unsern Gewerben herrschen- trag des Herrn Dr. Bernstein. 2. Kaffenbericht. 3. Wahl von Krankenden Uebelstände darlegt und bessere Schußvorrichtungen in Vor- Verein zur Wahrung der Interessen der Schuhmacher. Montag, schlag bringt. Die Petition ist nun fertig gestellt und hat die den 13. Jult: Verſammlung bei Feuerstein, Alte Jakobsfir. 75. Tagesordnung Kommission zum 20. Juli eine Versammlung bei Feuerstein, Vortrag des Herrn Semmel über„ Darwinismus." Sefe- und Diskutirklubs. Lese- nnd Diskutirklub Mar Kayser". Algier bekleidet. Alte Jakobstr. 75, anberaumt, in welcher die Petition verlesen Sonntag Vormittag 10% uhr, bei Ammer, Bergmannstr. 30.- Lese- und und zur Abstimmung gebracht werden soll. Diskutirflub ,, Maiwuchs", Charlottenburg. Sigung jeden Montag Heidelberg, 11. Juli. Die feierliche Enthüllung des an Kollegen, wenn nun die Petition auf die betreffenden Be- on 8 Uhr abends an bei Menzel, Englischestr. 23. Damen und Herren der Schloß- Terrasse aufgestellten, von Professor Heer modellirten fönnen als Gäfte eingeführt werden. hörden die nöthige Wirkung üben soll, so ist es Gure Pflicht, da- Leseklub„ Wissenschaft". Jeden Montag bei Schnite, Kirchbachstr. 7. Denkmals Viktors von Scheffel hat hier heute Vorfür zu sorgen, daß alle, Mann für Mann, in jener hochwichtigen Gäste willkommen. Der Vorsitzende des Denkmal: Versammlung, welche die größere Sicherung Eures Lebens und am Sonntag, Abends von 6-8 Uhr, 2. Zehrlingsabtheilung; am Montag, Abends Komitees, Mays, hielt eine Ansprache, worauf Oberbürgermeister Gefang-, Turn- und gesellige Pereine. Lübeck'scher Turnverein mittag 10 Uhr stattgefunden. Eurer Gesundheit fordert, erscheinen. von 8-10 Uhr, Männerabtheilung. Berliner Turngenossenschaft" Dr. Wilckens das Denkmal im Namen der Stadt Heidelberg 1. Lehrlings- Abtheilung turnt Montag von 8-10% Uhr Pant str. 9-10 im übernahm. Das Denkmal besteht aus einem bronzenen Standeffing- Gymnasium.- Turnvereinsten", Lehrlings abtheilung, Montag bilde Scheffel's in doppelter Lebensgröße. von 8-10 Uhr Abends, Blumenftr. 63a. Rauchklub Weiße Wolte". Montag Abends von 9-11 Uhr, Streligerstraße Nr. 16, bei Becker. Rauchtlub Deutscher Michel" Montag Abend von 8%-10% Uhr bei Schöneburg," Grüner Weg Nr. 9. auch lub„ Freiheit", jeben Montag um 9 Uhr bei Wuttke, Friedrichsberger Berein Wanderluft", Sigung: Sonntag, Nachmittags 4 Uhr, Grünauerstraße 14 bei Rach.- Verein der Oberlausiger", Montag, Abend 9 Uhr Friedrichs- Berein", ehemal. Schüler des Friedrichs- Waisenhauses, Montag, Oranienstr. 34. Verein ehem. Schüler der 4. Gemeindeschule am Montag Damen- Sitzung. Vergnügungsverein, Freundestreue", 9% Uhr, im Restaurant& erth, Wien, 11. Juli. Der Justizminister theilte im AbgeordnetenPrinzenstraße 106. Bergnügungsverein Fidelio", Montag Abends 9 Uhr im Restaurant„ Bum Reichsgarten", Oranienſtr. 103. Damen und Gerr en al hause mit, daß mit der britischen Regierung Verhandlungen Gäſte willkommen. Vergnügungstlub„ Mephisto", Montag Abend zum Schuhe der Autorrechte im Gange seien, deren Ab8% Uhr bei Wolff, Brunnenstr. 35a.- Vergnügungsverein, Edelweiß 2" schluß demnächst erwartet werden könne. Näheres durch Inserat und Anschlag. Im Auftrage der Kommission 2. Jüngel. Bitterfeld, 8. Juli. Eine Riesen dividende, nämlich 83½ pet., hat für das am 1. April b. J. beendete Geschäftsjahr die Aktien 3uckerfabrik Roißsch vertheilt, nachdem u. A. 36 800 M. für Neubauten zurückgestellt worden waren. Für die begünstigten Zuckerbarone existirt die soziale Frage freilich nicht; der Deutsche Reichstag und die Regierung haben sie mit der Gesetzgebung über den Zucker davor gnädig bewahrt. Das Bittere dieser süßen Fürsorge hat der konsument auszulöffeln, und nach dem fragt Niemand weiter als die Sozialdemokratie. Glasgow, 10. Juli. Die Zahl der jetzt im Betriebe befindlichen och öfen giebt ein Wolff'sches Telegramm auf 71 gegen 80 im Vorjahre an. Versammlungen. straße 4. " im Restaurant Hedwig, Rosenthalerstr. 45. fommen. 1 Mannheim, 10. Juli. Der Rhein, sowie die Nebenflüsse desselben sind seit einigen Tagen in starfem Steigen begriffen. Der Rhein ist bereits an verschiedenen Stellen über seine Ufer getreten und hat die angrenzenden Felder unter Wasser gesetzt; ebenso ist der Neckar mehrfach ausgetreten. Weiteres Steigen wird befürchtet. Briefkaffen der Redaktion. Antwort wird nicht ertheilt. Königsberg. Der Kassirer: Kayfer, Ackerstr. 84. im nächsten Jahr: 50 M. erhalten. H. Gumpel, Kassirer, Arbeiter Bildungsschule. Von Dr. H. C. auf Wiedersehen Barnimstr. 42. A. B., Rheinsbergerstr. 29. 1000 000 000, jeben Montag im Restaurant Reichsgarten, Oranienstr. 108. BergnügungsVerein Amicitia", Sitzung Sonntags um 8 Uhr im Vereinshaus, witheiniftr. 118. Damen und Herren willkommen. Vergnügungsverein Annita". Montag Abend von 8 bis 10 Uhr bei Roth, Naunynstr. 31. Privat Theatergesellschaft off nung", Sonntag, Abends 8 Uhr, bei Krebs, Ohmgasse 2. Gäste, Damen und Herren, willkommen. Privattheater= Gesellschaft ,, Augufta Victoria", Sonntag 3 Uhr im Vittoria- Saal, Perlebergerstr. 13. Gäste willkommen. Bollack- Club„ Eintracht", bet Gustav Schulze, Wienerstr. 68. Gäste will- Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brieflich fommen. Klub„ Geselligteit", Sigung Sonntags 6½ Uhr bei Schmidt, Wrangelstr. 141. Geselliger Vergnügungsverein Nord" Sonntag Nach mittag 4 Uhr bei Rade, Müllerstr. 161. Gäste, Herren und Damen, willTheater- und Pantomimen verein Fiseler Geist" bei Krebs, Der Abeiterverein für Köpenick und Umgegend hielt Ohmgaffe 2. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Montag, Abends am 5. Juli im Müggelschlößchen seine Generalversammlung ab. uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder.- Gesangverein ,, Nord= Auf der Tagesordnung stand: 1. Kassenbericht; 2. Wahl des Vor- Deutsche Schleife", Naunynſtr. 86 bei Zubeil. Gesangverein„ Esme= Gefangverein iederlust", Fichtestandes; 3. Wahl der Revisoren; 4. Vereinsangelegenheiten. Der raida", Koppenstr. 35 bei Keller. straße 29 bei Strosche. Gefangverein Senefelder", Jüdenstraße 55 bei Kassirer erstattete den Jahresbericht. Die Einnahmen betrugen Trischmann. Siedertafel der Maler Kaiser- Franz- Grenadier- Play 7, Gefangverein Hand in Hand", Reichenbergerstraße 27 bei 385 M. 18 Pf., die Ausgaben 333 M. 55 Pf., bleibt ein Be- bet Berg. ,, Moabiter Siebertafel", Wilhelmshavenerstr. b. Brosch. stand von 51 M. 63 Pf. Der 2. Punkt: Wahl des Vorstandes, Schröder. Gefangverein Harmonie", Meyerbeerstr. 9. Gesangverein Ton= fonnte wegen zu schwachen Besuchs der Versammlung noch nicht blüthe", Görlitzerstr. 58, b. Toltsdorf. Männerchor Hand in Hand", serhandelt werden, man schritt deshalb zur Wahl der Revisoren. Stoppenstr. 35 b. Steller. Gesangverein yra 2", Charlottenburg, Rosinen: Gesangverein der Kupferschmiede" Für die ausgeschiedenen Revisoren wurden die Mitglieder Heine straße s Gesangverein, Blüthe", Höchstestraße 30.and Krause auf ein Vierteljahr gewählt. Hierauf konnte die Weinstraße 11, bei Feind. ,, Gängerchor der Chirurgifchen Branche", Alte Schönhauserstr. 42 Neuwahl des Vorstandes vorgenommen werden. Aus derselben gingen 6. Reimann. " Norddeutsches Doppel- Quartett" Grüner Weg 20 einstimmig hervor: F. Richter als Vorsitzender, Alb. Einfinger bet Gold. als Kassirer, May Reuschow als Schriftführer. Unter VereinsUngelegenheiten wurde auf die Bibliothek hingewiesen, welche 154 Nummern stark ist; für dieselbe sind 146 M. 40 Pf. veraus gabt worden. Ueber die Anregung einiger Mitglieder, eine abzuhalten, tonnte vorgeschrittener Lassallefeier der werden, Punkt Zeit ein Beschluß nicht gefaßt wurde daher bis zur nächsten Versammlung zurückgestellt wegen Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 12. Juli, Abends 8 Uhr, bei Gratweil, Kommandantenftr. 77-79: Vortrag des Hrn. H. Peus: Woher tommen die verschiedenen Ansichten der Menschen über gut und schlecht?" Nachher gesellige Unterhaltung und Tanz. Gäste, Damen und Herren, sehr willtommen. Geschäftliches. Berschiedenes. Steinbildhauer- Berein. Montag, den 13. Jult, Abends 8½ Uhr, in Müller's Salon: General Bersammlung. Tagesordnung: Halbjahresbericht. Verein der deutschen Maler, gadiiver u. f. w. Filiale 4. Montag, ben 13. Juli, Abends 8 Uhr, Alte jatobftraße 83: Versammlung. Tages ordnung: 1. Bortrag über„ Nationalreichthum und Nationalarmuth. 2. Dis Die Kollegen werden tuffton. 3. Quartals- Abrechnung. 4. Berschiedenes. ersucht, in dieser Bersammlung recht pünktlich und zahlreich zu erscheinen. 1 bei Grischow. Sonntag: Bergnügungsverein Nord", bet Müller, Paservalterfir. 3. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Montag: Theaterverein, offnung", bei Schneider, Adalbertstr. 8. Bergnügungsverein Maiglödchen", s'uhr, bet Bend, Köslinerstr. 17. Theaterverein " Stern", 9 Uhr bei Granz, Tempelhofer Ufer 15.- Theater- u. PantomimenTheaterverein„ amilla", bei Schröder, Manteuffelſtr. 9.verein" Fideler Geist", bet Strebs, Ohmgaffe Nr. 2. Vermischtes. Briefkaffen der Expedition. Für den Partei- Maifonds gingen ferner folgende Beiträge: bei uns ein: Gefangverein Tonblüthe M. 6,-. Rauchklub blaue Bommel durch Segebarth 7,50. Ein Biertel des Tagelohns eines Beamten 2,70. Bereits quittirt sind 1426,02. In Summa 1441,62. Für die Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands( Hamburg)[ Maifonds] gingen ferner ein: Ueberschuß vom Vergnügen der Böttcher, Bürgerfäle M. 20,-. Tischler von Lüders u. Hörning, Krautsstr. 37 5, H. B. 2, J. B. Rixdorf 2,-. Für ein bei Herzog verauttionirtes Streichholz 2.10. D. G. Nixdorf 2,45. Graveure und Biseleure durch B. 3. 3,-. Für die gemaßregelten Bergarter gingen ferner ein: Auf der Kindtaufe bei Schulz M. 2, Gesammelt durch Töpfer A. W. bei einer Begräbnißfeier 11,25. R. 2. in Baden Auktion von Kulifi's letter Budikerschürze, Junterstraße 16, 1,30. Karl Nauwerk. Man schreibt der Frankf. 3tg." aus Zürich vom 8. d. M.: Wieder ist einer der deutschen Achtundvierziger, 25, Die nach dem Scheitern der revolutionären Bewegung ihrer Heimath in Zürich sich niederließen, zur Ruhe eingegangen. Dr. phil. Karl Nauwerk aus Berlin. Still hat er hier gelebt- oft mühsam um und still wird er auch Donnerstag, den feine Gristenz ringend 9. Juli, auf dem Kirchhof der Gemeinde Neumünster beerdigt. Sozialdemokratischer Wahlverein . Sozialdemokratischer Wahlverein des 6. Berliner Reichstags- Wahlkreises. für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Simmer für Gewerkschaften und General- Versammlung General- Versammlung Dienstag, den 14. Juli, Ab. 8 Uhr, im Weddingpark, Müllerstr. 178. am Dienstag, den 14. Juli 1891, Abends 8 Uhr, im Vereinshause Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 2. Quartal. 2. Vortrag des Gen. Dr. Lütgenan über den Programm- Entwurf und unsere Gegner. 3. Distussion. 4. Ver 341/20 schiedenes und Fragekasten. Mitgliedsbuch legitimirt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Arbeiter- Bildungsschule Es wird hierdurch bekannt gemacht, daß im Monat August de. Js. Ferien eintreten, d. h. vom 1. bis 31. Auguſt kein Unterricht ertheilt wird Für diesen Monat ist zwar die Zahlung des Mitgliedsbeitrages aber nicht des Schulgeldes erforderlich. Die Schul- und Lesezimmer stehen den Mitgliedern auch während der Ferien bis 10 Uhr Abends offen, und wird daselbst fünftig eine größere Bahl hießger und auswärtiger Zeitungen, Gewerkschaftsorgane u. f. w. ausliegen! 400/9 Der Vorftand. Den Parteigenossen empfehlen wir zur Anschaffung unfere Neue Gesammt- Ausgabe: Ferd. Lassalle's Reden und Schriften in 40-50 Heften à 3 Bogen zum Preise von 20 Pfg. pro Heft. Herausgegeben im Auftrage des Vorstandes der sozialdemokratischen Partei Deutschlands von Eduard Bernstein, London, Verlag des Vorwärts" Berliner Volksblatt in Berlin SW. 11 Süd- Ost", Waldemar- Straße Nr. 75. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Jüthe über:" Die Verbrechen und ihre Urfachen." 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom 2. Quartal und der Maifeier. 4. Berichterstattung des Vorstandes. 5. Wahl des gesammten Vorstandes. 6. Verschiedenes und Fragekasten. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Es ist Pflicht eines jeden Mitgliedes, in dieser Versammlung zu erscheinen. Verein der Parquetbodenleger Berlins. Landpartie am Montag, den 13. Juli, nach Beelitzhof. Abfahrt der Kremser: Rosenthalerstraße früh 7 Uhr; Morigplah früh 7 Uhr; Gneisenaustr.- und Belle- Alliancestr.Ecke 7 Uhr. Markgrafenstr.( Vereinslokal) 1/28 Uhr. Gesammtabfahrt Potsdamer Brücke 3/48 Uhr. Um pünktliches Eintreffen 250/11 ersucht Das Komitee. Leseklub Karl Marx, Sonntag, den 19. Juli: Kremserpartie n. Schmöckwitz. Abfahrt punkt 7 Uhr von der Mariendorferstr. 10. Da noch einige Plätze frei, find noch Billets pro Person 1,50 bis Mittwoch bei Grube( estaurant) Mariendorferstr. 10, zu 356/6 haben. 839/14 Der Vorstand. Central- Kranken- u. SterbeKasse der Maler Filiale IV Berlin W. Montag, den 13. Juli, Abends 9 Uhr: Versammlung im Restaur. Hämmerle, Bülowstr. 59. Tagesordnung: 1. Raffenbericht. 2. Verschiedenes. 220/3 Die örtl. Verwaltung. Genosse f. saub. möbl. Schlafstelle 1. Aug. 3. mieth. Adr. nebst Preis erb. bis Dienstag unt. R. 2. Exped. Beuthstr. 3. Frol. Schlafst., sep. Ging., Aussicht n. Part, Betten m. Federbod., z. 15. oder 1. Aug. 3. verm. Preis 7,50 M. Lebuser Bringe meinen Parteigenossen meine Destillation in freundl. Erinnerung. Vereine sind zu vergeben. Ad. Flick, SW., Simeonstr. 28. Achtung! Kein Laden. 987L Nur eigene Fabrikation, 25 Zigarren 1 Mart. Garantie rein amerikanische Tabake. 904 L Rippentabat 2 Pfd. 60 Pfg. B. F. Dinalage, Rottbuserstr. 4, Hof part. Schuhe u. Stiefel aus Erfurt mit Kontroll- Stempel bei Chr. Geyer, 993L Oranienstraße, zur rothen 202. Stempel u. Gra= Vereinsabzeichen, virung, empf. b. Genossen G. Kleist, Waldemarstr. 48. Zuschneide- Kurins beginnend am 1. Juli, Tages- Kursus, Abend- Kursus im Zivil- u. Uniformschneiden. A. Jürgens, Akademische Lehranstalt, Charlottenstr. 8, I.[ 956L Tischler- Handwerkzeug billig z. verk Prinzenstr. 21. Leberecht. Moabit! 503b Süte mit Arbeiter- Kontrollmarke empf. ſtraße 6 IV zwiſch. Frankfurter u. Bab Rud. Wegener, Sutmacher, sadenstraße b. Schönert. 516b Prinzenstr. 21, Seitengeb. 4 Tr. bei deberecht findet anst. Herr gute billige 504 Schlafstelle. Schlafft. f. Herren, sep. Ging., Krautstraße 40 v. 3 Tr. b. Baltrusch. 511b Ein Genosse w. als Theiln. z. möbl. Schlafft. f. fof. ges. Waldemarstr. 28 I, 509b Gefangdirigent wohnt Ritterst. 19a IV. Strauſe. 243M Mufit- Institut. Tafelclavier, reell, fof. bill. 3. v. 244M Sebastianfte, 17, Ogb. I. Anständ. j. Mann find. gute Schlafstelle( Stube allein, 7 M.) bei Glaus, Hallesches Ufer 15, Hof I. 4 Tr. 501b Stromstraße 59. m. [ 201 b Billige Wohnungen reitung mo ev. Kloset, 50-75 Thlr., 1 u. 2 St. u. R., pr. 1. Oftbr., eine Hofw. für 52 Thlr. pr. sofort. Rixdorf, Pring Handjerystr. 50. Schlafft. f. Genossen Pofenerstr. 30, Hof 4 Tr., Jenz. 365 b 510b 2 Schlafft. an Genossen sof. z. verm. 520b Barnimstr. 47, Mahlig. Verein Konzert- Garten des Oftend- Theaters. Achtung! Maurer! Achtung! Bein Berliner Sausdiener. Große Frankfurterstraße 132. Montag, den 13. Juli: Großes Sommerfest veranstaltet von Mitgliedern der Zentral- Kranken- u. Sterbekasse d. Tischler. Grosses Konzert u. Auftreten sämmtlicher Spezialitäten sowie des Ihn'schen Gesangvereins ,, Humor" Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes. Die von demselben auszuführenden Gesänge sind dieselben wie beim Sommerfest des Arbeiter- Sängerbundes. Die Kaffeeküche ist von 3 Uhr geöffnet. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. Montag, 13. 9 in d. Arminhallen, Kommandantenstr.20: Deffentliche General- Versammlung 4. ord. Generalversammlung. der Maurer Berlins u. Umgegend 235/20 am Dienstag, den 14. Juli, Abends 82 Uhr, im Feen- Palast, Burg- u. Wolfgangstrassen- Ecke. Tages Ordnung: Tagesordnung: 505/ b 1. Mittheilungen. 2. Aufnahme neuer Mitglieder und Ausgabe der Billets zu dem am 9. Juli 1891 stattfindenden Sommerfest. 3. Vierteljahresbericht. Kommission, Berichterstatter Herr August Kuhntke, und Abänderung des Statuts. 5. Verschiedenes u. Fragekasten. 1. Die am 19. Juli hier stattfindende Maurer- Konferenz und Wahl der Sommerfest. Delegirten zu derselben. 2. Unsere jetzige Lohnbewegung. 3. Gewerkschaftliches. 4. Bericht der StatutenberathungsUm zahlreiches Erscheinen bittet Wilhelm Gercke, Vertrauensmann der Maurer Berlins. Große öffentliche Versammlung Im Tunnel: Tanz. Herren, welche sich am Tanz betheiligen, zahlen 30 Pf. nach der Maurer Charlottenburgs Billets vorher à 25 Pf. sind zu haben bei E. Röhn, Lichtenbergerstr. 15, Quergeb. I, F. Thielke, Straußbergerstr. 16, vorn III, E. Lutter, Breslauerstraße 14, Hof II und W. Lorenz, Koppenstr. 43e, sowie in sämmtlichen mit Plakaten belegten Handlungen. 459b Kliem's Volksgarten, Hafenhaide 14-15. Sonnabend, den 18. Juli: KES VI. Stiftungsfest der ,, Freien Vereinigung der Bauarbeiter Berlins" unter gütiger Mitwirkung der Arbeiter- Gesangvereine und Umgegend am Dienstag, den 14. Juli, Abends 8 Uhr, in Bismarckshöhe, Wilmersdorfer Strasse No. 39. Tagesordnung: 1. Stellungnahme zu der am 19. Juli in Berlin stattfindenden MaurerKonferenz event. Delegirlenwahl. Referent: F. Wilke- Berlin. 2. Stellungnahme zu der jezigen Lohnbewegung. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer. Große öffentliche Versammlung 241/7 ,, Vorwärts" ,,, Süd- Ost" und des Männergesangvereins„ Hilaritas". der Textil- Arbeiter und-Arbeiterinnen, ( Mitglieder des Arbeiter- Sängerbundes.) als: Weber, Wirker, Sticker, Posamentirer und verw. Berufsgenossen am Montag, den 13. Juli, Abends 8 Uhr, bei Nieft, Weberstraße Nr. 17. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Jüthe. 2. Diskussion. 3. Wahl des Agitationsfomitees der Textilarbeiter für Deutschland. 3. Verschiedenes. Das Agitations- Komitee. Festrede, gehalten vom Stadtverordneten Genossen Fritz Zubeil. Anfang 8 Uhr. Entree: Herren 50 Pf., Damen 30 Vf. Freunde und Gönner ladet freundlichst ein Das Festkomitee. Billets find in allen mit Plakaten belegten Lokalen und bei folgenden Herren zu haben: F. Marajas, Steinmetstr. 55; D. Sprenger, Wrangelstr. 83; C. Deredder, Sorauerstr. 26; C. Kandale, Andreasstr. 71; G. Dralle, Cuvry 518b straße 5; H. Kerger, Naunynstr. 65; H. Berfelde, Linienstr. 229; W. Schwarz, Nollendorfftr. 38; E. Meinas, Kulmistr. 9; W. Wernau, Swinemünderstr. 47; A. Rauhut, Oppelnerstr. 29; B. Steinberg, Plan- Ufer 4; E. Gutsch, Oppelnerstraße 24. 129/8 Ethische Gesellschaft. Sonntag, 12. Juli, Abends 8 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Romman dantenstraße 77-79. 368/10 Vortrag des Herrn Pe us: ,, Woher kommen die verschiedenen Anfichten über gut und schlecht"? Nachher gesellige Unterhaltung und Tanz. Gäste, Damen und Herren, willkommen. Maler. Vereinigung deutscher Maler, Lackirer etc. Filiale( S). Versammlung am Dienstag, 14. d. M., Abends 8/2 Uhr, bei Gründel, Dresdenerstr. 116. Tagesordnung: 211/6 1. Vortrag. 2. Vierteljahrsbericht. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Achtung! Achtung! Charlottenburg! Achtung! Muffinstrumenten- Arbeiter. Beerdigungsverein der Berliner Zimmerlente. Mitglieder- Versammlung des sozialdemokratischen Wahlvereins grirana vom 13. Mitationsfondis Zur Feier des XIV. Stiftungsfestes am Sonnabend, den 18. d3., in der Brauerei Friedrichshain( fr. Lips): Grosser Sommernachts- Ball, wozu die geehrten Mitglieder, sowie Freunde eingeladen werden. Billets, für Herren 50 Pf., für Damen 25 Pf., sind bei den unterzeichneten KomiteeMitgliedern bis Donnerstag, den 16. Juli cr., zu haben, von da ab tritt erhöhter Preis ein. Abendkasse findet nicht statt. Dienstag, den 14. Juli, Abends 8 Uhr: in der Gose Brauerei, Wallstraße Nr. 46. Die Mitglieder, welche mit ihren Beiträgen weit im Rückstande sind, werden dringend ersucht zu erscheinen, widrigenfalls sie gestrichen werden müssen. 342/18 Klebb, Mariendorferstr. 2; Gieche, Andreasftr. 59, 3 Tr.; Girke, Adalbert- Achtung! Ost- und Westpreußen! Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung Achtung! straße 81, v. p.; C. Otto, Altonaerstr. 25; Schröder, Schlegelstr. 22; Bremer, Lübeckerstr. 35, 4 Tr.; Dietrich, Willibald- Alexisstr. 40, Querg. 2 Tr.; Gruse, Höchstestr. 18; Schacht, Prenzlauer Allee 232; außerdem bei Herrn Würtem- am Montag, den 13. Juli, Abends 8½ Uhr, in Gratweil's berg, Zeltowerstr. 34; und Bandelov, Langeftr. 13, im Restaurant. Anfang 82 Uhr. J. A.: August Klebb, Mariendorferstr. 2. 495b Bierhallen, Kommandantenstraße 77-79. Tages- Ordnung: 988 1. Vortrag des Schriftstellers Genossen Peus. 2. Konstituirung des 2. Ronstituirung des Es ist Pflicht der Genossen recht zahlreich zu erscheinen. Der Einberufer. Bund der geselligen Arbeiter- Vereine Berlins und Umgegend. Vereins. 3. Wahl bes Vorstandes. Montag, den 27. Juli, in der Neuen Welt, Hasenhaide: Laut Beschluß der öffentlichen VerBeitragsbons der Musikinstrumenten Arbeiter bei folgenden Kollegen zu haben: E. Mahnke, Reichenbergerstr. 120, sof II. 275/15 Ernst Sparfeld, Sorauerstr. 27, vorn III. Wir ersuchen die Kollegen ihren Bes schluß hoch zu halten. Die Agitationskommission. Maler n. verw. Berufsg. Filiale 6( Moabit.) Montag, 18. d. Mts., Abds. 8 Uhr, regelmäßige Mitglieder- Versammlung im Restaurant Hermerschmidt, Perlebergerstr. 28. Tagesordnung: 216/9 1. Vortrag des Genossen Ringsdorf. 2. Diskussion. 3. Vierteljahrsabrechnung. 4. Verschiedenes. MMER- FEST, Agtung! Firmenschilder- Branche. Ahtung!" utf Som Konzert, Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Um 9 Uhr: Großes Festspiel. Große öffentliche Versammlung der Firmenschilder- Arbeiter nebst Frauen 517 b Gäste willkommen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. J. A.: G. Heinze. heute, Sonntag, den 12. Juli, Nachmittags 5 Uhr, in der Parlamentshalle, Landsbergerstr. 35. Zum ersten Male( Novität) von R. Blant unter Mitwirkung des Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Rand. Hoffmann. 2. Dis- Fachverein der Glaçé- und Arbeiter- Gesangvereins Olympia( M. d. A.-S.-B.), des Tambour- Vereins fuffion. 3. Verschiedenes.- Nach der Versammlung: Geselliges Beiſammensein Kartonpapier- Arbeiter und Deutsche Eiche, des Musik- Dilettanten- Vereins Anima und des Musik- mit Tanz. Zur Deckung der Unkosten Tellersammlung. Vereins Stern( M. d. B. d. g. A.-V. B. u. U.). Während der Zwischenpausen im sogen. griechischen Götter- Saal Vorträge. Jm Bal champêtre grosser Ball. Die Kaffeeküche ist von 3 Uhr ab geöffnet. Anfang des Konzerts 4 Uhr. Der Einberufer. Große öffentliche Versammlung aller in der An alle Genoffen und Freunde richten wir nun die Bitte, bei diesem Wollfilz-, Stroh-. Seidenhut- Fabrikation beschäft. Arbeiterinnen wirklichen Arbeiterfest uns durch ihr Erscheinen zu unterstützen. 197/3 Billets à 25 Pf. find in den mit Plakaten belegten Handlungen und ben bekannten Vorstandsmitgliedern zu haben. Das Komitee. Großes Sommerfest am Dienstag, den 14. Juli, Abends 8 Uhr, Arbeiterinnen. General- Versammlung am Montag, 13. Juli, Abends 9 Uhr, bei Scheffer, Inselstr. 10. Tages- Ordnung: 1. Rechenschaftsbericht des Kassirers und Vergnügungskomitees. 2. Wie im gr. Saale des Böhmischen Brauhauses, Landerger Allee 11-13, stellen wir uns zu dem neugegründeten Tagesordnung. 1. Vortrag der Frau Ihrer aus Velten i./Markt über: Die Arbeiterin gegenüber der wirthschaftlichen Krisis. 2. Vorlegung der Statuten für den neuzugründenden Verein der Arbeiterinnen der Hutbranche und Beschlußfassung hierüber. 3. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten wird ein Entree von 10 Pf. erhoben. Der Einberufer. NB. Der wichtigen Tagesordnung wegen, ist es Pflicht einer jeden in der Hutbranche beschäftigten Arbeiterin zu erscheinen. Arbeiter unserer Branche haben als Gäste Zutritt. D. 0. der Graveure und Ciseleure Berlins und Umgeg. 172/13 am Sonnabend, den 18. Juli, in Beller's Hoffäger, Hafenhaide. Konzert unter Leitung des Kapellmeisters Herrn Troschwik. Während des Konzerts: Unterhaltungsspiele. Festrede des Reichstags- Abgeordneten Herrn J. Auer. Von 9 Uhr ab: Gr. Sommernachts- Ball. Herren, die am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Preis des Programms 25 Pfg. Fachverein der in Buchbindereien u. verw. Betrieben beschäftigten Arbeiter. Montag, den 13. Juli, Abends 9 Uhr, in Feuerstein's oberem Saal, Alte Jakobßraße Nr. 75: General- Versammlung. Tages Ordnung: Jur Vorverkauf 20 Pfg. Programms sind zu haben bei den Kollegen Siewert, Prinzenstraße 28, v. 4 Tr., Uhrbach, Grünauerstraße 1, v. 4 Tr., und Zack, Andreasstraße 63, II. Quergeb. 1 Kr., sowie in den mit Plakaten belegten Lokalen. Die Kollegen werden ersucht, für den Bertrieb der Programms nach besten Kräften thätig om mission. 3. Wahl der statutengemäß ausscheidenden Vorstandszu sein. Der event. Ueberschuß wird dem Agitationsfonds überwiesen. Achtung! Metallarbeiter! Verband aller in der Metall- Industrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Am Sonnabend, den 25. Juli 1891: Sommer- Fest in der Neuen Welt", Hasenhaide. E " Alle Kollegen sind hiermit freundlichst eingeladen. Billets des Verbandes à 25 Pf. sind in allen Zahlstellen und in den mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. 365/9 Das Komitee. Achtung! Stellmacher! Große öffentliche Versammlung am Dienstag, den 14. Juli, Abends 812 Uhr, in Heusel's Lokal, Brunnenstr. 129, Eingang Invalidenstraße. Tages Ordnung: 1. Abrechnung der Lohnkommission. 2. Die Bestrebung der Innung and was haben die Stellmachergesellen von der Jnnung zu erwarten? Referent Herr Millarg. 3. Diskussion. 4. Die Mißstände in der Hof- Wagenfabrik von Kühlstein. 5. Verschiedenes. 285/15 Der Beauftragte. Verein?( Freie Vereinigung aller in der Papier- Industrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen.) 3. Diskussion, ev. Auflösung des Vereins und Wahl einer Liquidationskommission. 4. Verschiedenes und Fragetasten. 155/9 Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Das Mitgliedsbuch ist mitzubringen. Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der Maler u. Berufsg. Filiale Berlin II. Mitglieder- Versammlung am 14. Juli, Abends 81/2 Uhr, bei Henke, Blumenstr. 38. Um zahlreichen Besuch wird gebeten 218/2] Die Ortsverwaltung. Große öffentliche 1. Geschäfts- und Kassenbericht. 2. Bericht der Arbeits nach mei: Hausdienerversammlung = mitglieder. 4. Erfahwahl der Arbeitsnachweis Rommission. 5. Widtige 118/18 Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Aufnahme neuer Mitglieder. N Mitgliedsbuch legitimirt. In Anbetracht dieser hochwichtigen Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden Mitgliedes, pünktlich zu erscheinen. NB. Die Kollegen werden ersucht, die Listen für die Arbeiterinnen abzuliefern, sowie für regen Vertrieb der Sommerfest- Billets einzutreten, Der Vorstand. Am Montag, den 13. Juli, Abends 8½ Uhr: Große Schneider- und SchneiderinnenVersammlung in der Ressource, Kommandantenstr. 57. Tages Ordnung: 1. Der Werth des Kontrollmarken- Systems. Referent: Herr Oskar Völkel. 2. Der Zuschneider Sürma im Kaiserbazar und die Mißstände der Firma Weltmann. 3. Die Geheimnisse in den Schneider- Werkstätten von Plößensee und Alt- Moabit. Referent: Kollege 2. Pfeiffer. Die Kollegen der Maaß- und Tagschneider- Branche, Herren- Konfektionund Damenmäntel- Branche, Militär- und Beamten- Lieferungsschneider sind eingeladen. Die Versammlung wird präzise eröffnet. Die Agitations- Kommission. 276/11 in meinem prachtvollen schattigen Garten war, fommt wieder. Täglich( auch Sonntags) FamilienWer einmal Kaffeekochen. Kegelbahn. Bereinszimmer u. Saal. Kuhlmey, Schönhauser Allee Nr. 28. am Dienstag, 14. Juli 1891, Abends 9 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75. Tagesordnung: 508b 1. Antisemitismus und Sozialdemo fratie. Ref.: Herr Franz Feldmann. Hierauf Diskussion. 2. Abrechnung der Breßkommission und Bericht der Revisoren. 3. Verschiedenes. Die Anitations- Kommission. J. A.: Frizz Perlmann. Zentral- Kranken- u. Sterbekasse d. Tapezierer etc. Verwaltungsstelle Berlin. Montag, den 13. Juli, Ab. 81/2 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vorlage betreffs Einrichtung von 2. Kaffenbericht pro Bahlstellen. 2. Quartal. 3. Neuwahl des Vorstandes und der Revisoren. 4. Innere Kassenangelegenheiten. Quittungsbuch legitimirt. scheinen ersucht Verantwortlicher Redakteur: R. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2, 311/16 Um pünktliches und zahlreiches Er Die Ortsverwaltung. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 160. Korrespondenzen und Parteinachrichten. Sonntag, den 12. Juli 1891. nehinen. * 8. Jahrg. Versammlungen. In der Freien Vereinigung der Kaufleute sprach Dr. Bütgenau am 3. Juli über die sozialistische Doktrin und den Gelehrtenstand" vor gut besuchter Versammlung. Redner wies schichte, Naturwissenschaft, Nationalökonomie und Philosophie an den einzelnen Disziplinen der Wissenschaft nach der Ges wie sich die neuere, offizielle Wissenschaft überall einseitig in den einer öffentlichen Versammlung erhoben zu haben. Auf Grund der Bekanntmachung vom 22. Dezember 1890 wird gegen Sie eine Geldstrafe von 30 m. verhängt, für welche im Falle der Uneinbringlichkeit eine Haft von 6 Tagen zu treten hat. Crimmitschau. Im Gasthof des Herrn Popp zu Neukirchen Die königliche Amtshauptmannschaft. follte eine öffentliche Boltsversammlung mit der Tagesordnung v. Hinüber, Reg.- Ass. Ob die sächsischen Behörden ohne solche Schneidigkeit Die Getreidezölle und die Reichsregierung" stattfinden. Der Zuzug zu dieser Versammlung war ein sehr starter, 1500 Per nicht auch mit den Unterthanen" auskommen würden? sonen, besonders viel Frauen, waren erschienen. Die Anwesenden freuten sich und die Polizei machte es anders. Der überwachende veranstalteten Volksversammlung, wurde von den überwachenden der Wissenschaft, sondern müsse sich auch noch die Bergewaltigung Ohligs, 8. Juli. In einer bei Gelegenheit der Maifeier Interessendienst der Bourgeoisie stelle. Das Proletariat sei nicht nur durch ökonomische Fesseln ausgeschlossen von den Pflegestätten Obergendarm erklärte längere Zeit vor Beginn der Versammlung Polizeibeamten die Entfernung der anwesenden Frauen verlangt. Dieser Institute zu Gunsten seiner Gegner gefallen lassen. Die dem Einberufer bei sofortiger Verhaftung, daß die Versammlung Auf die von dem Vorsitzenden hiergegen erhobene Beschwerde Früchte zeigten sich jetzt schon in einem steten Niedergang der wegen Ueberfüllung des Saales nicht eröffnet werden dürfte. Als beim Landrath und bei der königlichen Regierung zu Düsseldorf Wissenschaft, in dem ziellofen Sammeln und Anhäufen von Thatentsprechende Abhilfe getroffen werden sollte, sollten auch angebWissenschaft, in dem ziellofen Sammeln und Anhäufen von Thatlich noch Einlaßtarten verkauft worden sein, und nun durfte die ist heute seitens des Landrathsamtes in Solingen die Antwort fachen, in dem Mangel eines einheitlichen Gesichtspunktes, einer Versammlung erst recht nicht eröffnet werden. eingegangen, daß die Beschwerde gerechtfertigt sei und die Encyklopädie. Der Sozialismus sei berufen, der Mittelpunkt zu Es wurde dieserhalb eine weitere Versammlung auf Freitag, Polizei- Organe dementsprechend angewiesen wären. Also dürfen werden, um den sich alle Wissenschaft gruppirt, und die Arbeiterden 26. Juni, mit gleichlautendem Thema angesetzt; der Andrang auch in Ohligs in Zukunft Frauen an Volksversammlungen theil- laffe fei die berufene und die einzig natürliche Vertreterin dieser war noch stärker als in voriger Versammlung und wurde schon lange Encyklopädie der Zukunft. Eine Diskussion schloß sich an vor Eröffnung polizeilicherseits Niemand mehr Einlaß gewährt; es diesen, mit vielem Beifall aufgenommenen Vortrag nicht an, da waren ca. 1000 Personen im Saale, ebensoviel standen im Hof zu Fürth( Bayern). Ein Ereigniß ist es gewiß, wenn ein feiner der vielen anwesenden Gegner das Wort wünschte. Nach bei geöffneten Fenstern. Auch mußten sehr viele Personen, ohne fozialdemokratischer Redakteur, der noch dazu in erster Instanz bem Herr Hinge noch dringend aufgefordert hatte, eifrig zu etwas gehört zu haben, wieder fortgehen. Referent war Herr verurtheilt war, in zweiter Instanz Freisprechung erlangt. Solches fammein, damit der gewählte Delegirte nach Brüssel entfandt W. May aus Leipzig. Derselbe entledigte sich seiner Aufgabe be- ist von hier zu berichten. Der Redakteur der Fürther Bürger werden kann, wurde die Versammlung mit einem Hoch auf die züglich des Themas:„ Die Getreidezölle und die Reichsregie- Beitung", Genosse Bogel, wurde wegen eines Artikels, der auf internationale Sozialdemokratie geschlossen. rung", das er nach allen Richtungen hin erörterte, in aus eine Aufforderung des Stadtmagistrats, an Kaisers Geburtstag führlicher und scharfer Weise. Die Protestresolution wurde mit die Häuser zu beflaggen, Bezug nahm, vom Schöffengericht zu Der Zeutral Verband deutscher Maurer und Bedem Zusatze, die sächsische Regierung möge im Bundesrathe die 30 Mart Geldstrafe verurtheilt. Das erstrichterliche Erkenntnißrufsgenossen, Zahlstelle I, Buzzer Berlins und Um Aufhebung der Zölle beantragen, einstimmig zum Beschlusse er- erblickte nämlich in dem Artikel, in welchem die deutschen Fahnen gegend hielt am Sonntag, den 5. Juli, seine regelmäßige als bunte Sappen bezeichnet wurden, groben Unfug. Die Versammlung in den Bürger Sälen, Dresdenerstraße 96, " Die heute im Saale des Gasthofß zu Neukirchen bei zweite Instanz hat, wie Eingangs bemerkt, dieses Urtheil fafsirt. ab. Die Tagesordnung lautete: 1. Wahl dreier Revisoren und Crimmitschau tagende Versammlung erklärt: Wenn es wahr In den Entscheidungsgründen heißt es unter Anderen: Die Ver Ausschuß- Mitglieder, 2. Vorlage der Geschäftsordnung und Verist, was die Agrarier sagen, daß die Landwirthschaft ohne die übung groben Unfugs, begangen durch die Presse, ist dann als haltungs- Reglements zu§ 11 des Vereins- Statuts, 3. Ver Zölle für sie nicht mehr rentabel sei, dann ist es Pflicht des gegeben zu erachten, wenn der öffentliche Friede im Allgemeinen Als Revisoren wurden ohne Debatte gewählt die Kollegen Staates, den Grund und Boden in Gemeinbesitz zu überführen beunruhigt wird, insoweit als ehrenkränkende Angriffe gegen und die Bewirthschaftung genossenschaftlich zum Wohle des ge- Staat, Kirche und Geſellſchaftsklassen erfolgen. Solches ist A. Hennig, Fischer und Kurkrock. seitens der in Anklage stehenden Zeitung, deren Vorgehen loyal sammten Boltes zu regeln." Vor der Wahl der Ausschuß- Mitglieder ersuchte Kollege Bezüglich der Presse wurde von mehreren Rednern aufge- gesinnte Leute keineswegs billigten, nicht geschehen, denn das Be W. Buchholz die Mitglieder, bei der Wahl des Ausschusses sehr fordert, mit der sogenannten Ordnungspresse zu brechen und auf unser flaggen der Stadt ist wohl eine Sitte, aber kein" u", ist keine vorsichtig zu sein, indem eine große Verantwortung auf den Blatt zu abonniren. Dieser Punkt wurde aber von mehreren Rednern, staatliche Einrichtung. Anstoß an fraglichen Artikel haben ja Schultern des Ausschusses ruht und derselbe verschiedenen Anvorzüglich von den aus Werdan Anwesenden benutzt, um für den nicht einmal sämmtliche Mitglieder des Veteranenvereins gefeindungen gegenüber sich der größten Objektivitnt befleißigen bereits schon einmal früher vorhanden gewesenen und jetzt wieder nommen, mehr als„ Ungehaltenheit" über solchen hat sich überaufgetauchten Plan der Gründung eines eigenen Blattes im haupt nirgends gezeigt. Für das große Publikum war mit VerWahlkreise Propaganda zu machen, zu dem sich die Crimmitschauer öffentlichung des Protestes- die Beteranen hatten nämlich gegen 3. ablehnend verhielten. Der Grund dazu sind wahrscheinlich Er den Artikel öffentlich protestirt- die Sache einfach erledigt. Die fahrungen von früher her. Vorzüglich wurde die von Zwickau Auslaffung der angeklagten Zeitung gehört eben, wie bei der ausgehende Berausgabung von Antheilscheinen zur Gründung gesammten politischen Tagespreſſe, in bag Bereich der freien eines Blattes empfohlen, was aber von den älteren Crimmitschauer Meinungsäußerung, gegen welcher sich ber§ 360, Biffer 11 des Genossen auch in Anbetracht des Beschlusses der letzten Landes- R.-St.-G.-B., wie aus reichsgerichtlichen Entscheidungen hervor folgende Resolution gegen versammlung bekämpft wurde. Nach längerer Debatte gelangte geht, nicht richtet, da sonst die gesammte politische Presse und hoben, ebenso folgende: schiedenes. müsse. Es wurden hierauf die Kollegen A. Dähne, W. Buchholz und Diedrich gewählt. Der 2. Punkt der Tagesordnung wurde fallen gelassen. Auf Antrag aus der Versammlung wählte man die Kollegen Ulrich, G. Lemphul, F. Arandt zu Bibliothekaren. Hierauf erfolgte Schluß der Versammlung. J. Der Verein der Arbeiterinnen an Buch- nud Steinam ſeine Versammlung in Die heutige Versammlung erklärt, von der Gründung Aus diesen Gründen mußte der Berufung Folge gegeben und Reßner's Restaurant ab. Herr Massini referirte unter Beifall eines neuen Blattes vorläufig abzusehen und erst den Abonnentenstand unseres bisherigen Blattes mehr in die Höhe bringen zu suchen. Mit einem dreifachen Hoch auf die Sozialdemokratie ging die Versammlung auseinander. In Sachen der erfien polizeilicherseits vereitelten Versammlung erhielten der Wirth als Besitzer des Saales, Herr Popp, sowie der Einberufer Herr Schantwirth Graupner folgende intereffante Strafverfügung: auf Freisprechung erkannt werden. Gegen die Kornzölle. Ohligs, 8. Juli. Die am 7. Juli im Staubacher'schen Rokale vor sich gegangene Volksversammlung war trotz der schlechten Witterung gut besucht. Anwesend waren etwa 450 Berfonen. Reichstags- Abgeordneter Ulrich referirte in 1/2 stündiger Laut Gendarmerie- Anzeige sind Sie beschuldigt, am 19. d. M. Rede über die„ Forderungen der Sozialdemokratie und die KornAbends bei der in Ihr Gasthaus berufen gewesenen öffentlichen Ver- zölle" und erntete lebhaften Beifall. Die bekannte vom Parteifammlung geduldet zu haben, daß sich Ihre Lokalitäten überfüllten vorstand empfohlene Resolution gegen die Korizölle wurde ein Hierauf wurde zur Gründung eines und insbesondere die vorgeschriebenen, der Größe des Saales und stimmig angenommen. der Zahl der Anwesenden entsprechenden Hauptgänge nicht frei Arbeitervereins geschritten und eine Kominission von 8 Mann der Bekanntmachung gehalten wurden. Auf Grund 25. Januar 1890 wird gegen Sie hierdurch eine Geldstrafe von 30 M. festgesetzt, mit der Maßgabe, daß im Falle der Uneinbringlichkeit eine Haft von 6 Tagen einzutreten hat. Die tönigliche Amtshauptmannschaft. v. Hinüber, Reg.- Ass. vom Ein zweites Schriftstück ging an den Einberufer der VerSammlung, den Schankwirth Herrn Christian Graupner in Neukirchen: zum Ausarbeiten der Statuten gewählt. Meldorf, 9. Juli. Am 6. d. M. fand hier, eine öffentliche Boltsversammlung statt mit der Tagesordnung: Die Reichsregierung und die Kornzölle. Das Referat hat Genosse Matite aus Hamburg übernommen. Die Protestresolution wurde ein stimmig angenommen. über die wirthschaftliche Entwickelung der Frau. Es entspann sich eine lebhafte Diskussion, an welcher die Herren Werner, Prehn und Massini( Buchdrucker), Dstar Krüger, Hilfsarbeiter, Klara Bien, Punktirerin, theilnahmen. Dann verlas Kollegin Anna Horn den Jahresbericht. Im weiteren wurde der Antrag, den kostenlosen Arbeitsnachweis einzuführen, angenommen und zum Schluß von der Vorsitzenden bekannt gemacht, daß die nächste Versammlung am 29. Juli in Keßner's Restaurant, Annenstr. 16, stattfindet. Der Allgemeine deutsche Sattlerverein( Filiale Berlin( hielt Sonnabend, den 4. d. M., feine regelmäßige Mitgliederversammlung ab. Nachdem zum ersten Punkt der Tagesordnung der Kassirer die Quartalsabrechnung verlesen hatte und ihm einstimmig Decharge ertheilt worden war, hielt Schriftsteller Genosse Rings dorf einen mit großem Intereffe verfolgten Vortrag über die Arbeiter- Reserve- Armee Englands und die Trades Unions. Von einer Diskussion wurde der vorgeschrittenen Zeit wegen Abstand genommen. Unter Verschiedenem machte zunächst der Vorsitzende bekannt, daß der bisherige Beisiger Kollege Tangermann abgereist sei und deshalb sein Bosten neu zu besetzen wäre; an Stelle dessen wurde mit großer Majorität Kollege Schulz gewählt. Dann forderte Kollege Engelbrecht nachdrüidlich am bei Arbeitslosigkeit nur das Arbeitsvermittelungsbureau zu benugen und das verderbliche Umschauen aufzugeben, da dieses benen Edenkoben( Pfalz), 7. Juli. Am 5. d. M. fand hier eine Laut Gendarmerie- Anzeige vom 20. d. M. find Sie be- vom Genoffen Werner einberufene Protestversammlung gegen die schuldigt, ohne behördliche Genehmigung zu der von ihnen an- tetreidezölle, statt, in welcher Genosse Roland aus München gemeldeten und am 19. d. M. im Popp'schen Gasthof zu Neu- serie von der Fraktion vorgeschlagene Resolution, sowie gemeldeten und am 19. d. M. im Popp'schen Gasthof zu Neueine Resolution, den Magistrat zur Stellungnahme zu den Getreide- tung geschlossen. Im letzten Bericht ist ein Druckfehler zu be firchen angefehten öffentlichen Versammlung Eintrittstarten für 10 Pf. das Stück durch beauftragte Personen am 19. b. M. und sollen zu veranlassen, wurde einstimmig angenommen. in den letzten Tagen vorher verkauft, mithin Eintrittsgeld zu Neue Welt, • Bergschloss- Brauerei. Hafenhaide Nr. 36. Montag, den 13. Juli: Großes Sommerfeft. Beranstaltet von Mitgliedern der Central- Kranken- und Sterbe- Kasse der Tischler. Auftreten sämmtlicher Spezialitäten. Konzert und Sommernachts- Ball im neuerbauten Bal champêtre. Finderbeluftigungen jeder Art. Zum Schluß: Grosses Monstre- Feuerwerk. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf. Herren, welche sich am Zanz betheiligen, zahlen 50 Pf. extra. Das Comité. Hierzu ladet freundlichst ein Billets sind vorher bei sämmtlichen Komiteemitgliedern zu haben:, D. Raasche, Mariannenstr. 34, Hof 2 Tr.; R. Krüger, Manteuffelstr. 67; Seitenfl. 3 Tr.; B. Rölling, Rottbuser Damm 93, v. 3 Tr.; H. Pielecke Rottbuser Ufer 60, 1. Quergeb. 3 Tr.; G. Logan, Staligerstr. 66, Hof 2 Tr., A. Geste, Forsterstr. 48, v. 4 Tr.; außerdem in fämmtlichen mit Plakaten belegten Handlungen. 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