Nr. 138. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Biertel jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei tn's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags: Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs Preisliste N = für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pf., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Jr. 1508 Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Grober Unfug! Dienstag, den 16. Juni 1896. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. nicht aufgeklärt, daß die Bekanntmachung des Angeklagten je 20 m. verurtheilt, weil sie den Namen Südjütland irgendwie eine Beunruhigung oder Belästigung der davon zunächst als Ueberschrift gebraucht hatten. Dieses Urtheil wurde Als vorige Woche unser Genosse Kunert einmal wieder betroffenen Lokalinhaber und sodann auch ihrer Gewerbsgenossen, am 25. November vom Landgericht in Flensburg( Landvor Gericht erscheinen mußte, um sich gegen zwei Anklagen der Lüneburger Gastwirthe, verursacht habe, insbesondere die gerichtsdirektor Muhl und die Landgerichtsräthe Claudius wegen groben Unfugs, begangen durch Zeitungsannoncen, Befürchtung, daß ihnen eine Beeinträchtigung ihres Gewerbes in und v. Ahlefeld) bestätigt mit der Begründung, der Name zu verantworten, hielt in dem einen Falle der Staats- Bartei entgegenhandeln würden. Die Frage, ob diese Wirkung Südjütland sei in den letzten zwei Jahrhunderten nur als zu verantworten, hielt in dem einen Falle der Staats- Aussicht stehe, falls sie dem Willen der sozialdemokratischen anwalt die Anklage nicht aufrecht, im andern kam das die Gefährdung des äußeren Bestandes der öffent eine ältere geschichtliche Bezeichnung des Herzogthums Schöffengericht zu einem freisprechenden Erkenntniß. Es lichen Ordnung- eingetreten sei, hätte vorliegenden Schleswig verwandt worden und erst im gegenwärtigen vermochte in der anläßlich eines Streits ergangenen Auf- falls nur aus besonders hervorgetretenen Umständen beant- Jahrhundert dänischerseits als ein Demonstrationsname forderung, den Zuzug nach Berlin unter allen Umständen wortet werden können; das Landgericht glaubt, die Mög- gebräuchlich geworden. zu meiden," die Merkmale des groben Unfugs" nicht lichkeit einer besseren Aufklärung der Sache nicht erwarten In gleicher Weise wurde seitdem wegen des schriftlichen zu entdecken. Das ist zweifellos ein erfreuliches au sollen. Gebrauchs der Bezeichnung„ Südjütland" auch gegen andere Urtheil. daß Es bürgt aber leider nicht dafür, Die Revision der Staatsanwaltschaft sucht auch künftig bei anderen deutschen Gerichten die Be- darzuthun, daß der Zweck des Angeklagten, seine Parteigenossen Personen vorgegangen. zur Meidung der beiden Wirthschaften zu bestimmen, offen zu Ein Beweis für die unergründliche Erbärmlichkeit der mühungen eifriger Staatsanwälte, den Arbeitern die Durch tage liege; daß ein Parteibeschluß zu grunde liege, sei nicht er- deutschen Chauvinistenpresse iſt es, daß sie diese führung wirthschaftlicher Kämpfe durch die Anwendung des forderlich, es genüge, daß der Angeflagte mit seinem Einflusse Verfolgungen mit der angeblich nothwendigen Verfautschukartigen Paragraphen des Strafgesetzbuches vom unter Benutzung des Parteiblattes für den Boykott eingetreten theidigung des Deutschthums gegen dänische Uebergriffe" groben Unfug zu erschweren, einem ebenso verdienten Miß- fei. Mit jeder Boykotterklärung sei notwendig eine Beunruhigung vertheidigen zu müssen glaubt. Es ist dem dänischen Blatte erfolge begegnen werden. Die Judikatur im Deutschen des Publikums oder der dadurch betroffenen Gewerbetreibenden Flensborg Avis" in Flensburg leicht geworden, nachReiche ist an sich widerspruchsvoll genug. Die Ver- verbunden; es sei daher der Begriff der Boykotterklärung überzuweisen, daß die Bezeichnung Südjütland( dänisch wendung des groben Unfug- Paragraphen kommt aber in haupt rechtlich unrichtig gewürdigt. Für den Begriff des groben Sönderjylland) für den heute zu Preußen gehörigen südihrem Zickzackkurse auf das reine Rösselsprungsräthsel hinaus. Unfugs genüge es jedoch, wenn die Handlung an sich zur Während an der einen Stätte der Rechtsprechung die Auswüchse herbeiführung einer Störung der öffentlichen Ordnung geeignet lichen Theil der jütischen oder timbrischen Halbinsel fei. der groben Unfugsjudikatur in der Berufungs- oder Revisions. Es sei daher der§ 360 Nr. 11 des Strafgesetzbuches durch von Nichtanwendung verlegt. instanz beschnitten werden, arbeiten sich an anderen Staats- Die Revision ist nicht begründet. anwaltschaft und Gerichtshof in die Hände, um ihr neue, bisher von dem Laien noch ungeahnte Anwendungen zu verschaffen. Die Gesetzgeber, die den groben Unfug Paragraphen als Verlegenheitsprodukt konstruirt haben, ahnten sicher nicht, welche vielseitige Anwendung er erfahren würde. Er sieht so harmlos aus, daß niemand ihm anmerken tann, zu welch wichtigem politischen Kampfmittel er noch einmal auswachsen würde. Alters her auch in Deutschland, sogar in deutschen Schulbüchern noch um die Mitte dieses Jahrhunderts, gebräuchlich gewesen ist, während Es mag zunächst darauf hingewiesen werden, daß die Re die staatliche Bezeichnung Herzogthum Schleswig dafür vision in das thatsächliche Gebiet hinübergeht, wenn sie auszu später auftam. Aber wäre es auch umgekehrt: Wie konnte führen sucht, daß angenommen werden müsse, daß der An- man die Verwendung geographischer Bezeichnungen zu geklagte den Zweck verfolgt habe, seine Parteigenossen zur Meidung der beiden Wirthschaften zu bestimmen und daß eine grobem Unfug" stempeln! Die Zeit ist nicht fern, in der Beunruhigung des betreffenden Berufskreises eingetreten sei, weil Deutschland selbst allen Polizei- und Bureaukratenseelen nämlich bei einer Boykotterklärung regelmäßig eine solche Be- der 35 deutschen Bundesstaaten nur als ein geogra unruhigung in die Erscheinung tete. phischer Begriff" galt. Was wurde nicht gespottet, Wenn die Revision es für genügend hält, daß eine Hand- und mit recht gespottet, über alle die fleinlichen Chikanen Unter den Uebertretungen findet sich im Straf- lung, in welcher die Verübung groben Unfugs gefunden würde, in denen seinerzeit die Kamph- und Schmalzgesellen sich gefielen. Gesetzbuch ein Paragraph 360, der 14 einzelne Fälle straf zur Herbeiführung einer Störung der öffentlichen Ordnung Die Leute, die heute in der Pose von deutschen Patrioten barer Handlungen anführt. Der elfte dieser Fälle lautet: geeignet fei, so schließt sie sich hierbei an eine Bemerkung einherstolziren, sollten doch den deutschen Namen nicht so Wer ungebührlicherweise ruheftörenden Lärm erregt, oder des Urtheils des vierten Strafienats des Reichsgerichts vom wer groben Unfug verübt. 14. Juni 1895( abgedruckt im Justizministerialblatt von 1895 entehren, daß sie über die polizeilich gerichtliche Verfolgung Die Verbindung mit ruheftörendem Lärm deutet schon Seite 255, hier insbesondere Seite 256, zweiter Absaz am des Namens Südjütland Jubellieder anstimmen. Aber auch dieser beschämende Vorgang trägt hoffentlich an, daß bei dem groben Unfug" an irgend eine von einem Ende) an. ungeschliffenen Menschen in Seh oder Sichtweite vor Thatbestande und selbst unter Hinzunahme der Unterstellung der weiche Gefahren für die Rechtssicherheit Deutschlands der Das Revisionsgericht vermag jedoch in dem vorliegenden dazu bei, die öffentliche Meinung darüber aufzuklären, genommene Belästigung gedacht wurde. Und jetzt sind schon von dem Landgerichte nicht für erwiefen erklärten- That- tautschutartige Absatz 11 des§ 366 birgt. Sicher wird man alle möglichen gedruckten und gesprochenen Aufforderungen, fachen, daß der Angeklagte den Zweck verfolgt hat, seine Partei nicht eher vor ihm sein, als bis er abgeschafft oder doch dies oder jenes zu thun oder zu lassen als grober Unfug genossen zur Meidung der von ihm bezeichneten Wirthschaften durch eine Fassung ersetzt ist, die solche irrthümliche Angedeutet und bestraft worden, so daß sich in Juristenkreisen zu bestimmen, daß er hierzu sich seines Ansehens als Expedient wendungen, wie wir sie erlebt haben und fortwährend erder Merkspruch eingebürgert hat: Was man nicht definiren des Parteiblattes bedient hat, und daß seine Handlungsweise ge- leben, unmöglich macht. tann, sieht man als groben Unfug an! eignet gewesen, Ganwirthe oder auch weiteres Puolitum zu be= unruhigen, und solche Personen auch wirklich beunruhigt hat, 360 Nr. 11 des Strafgesetzbuchs nicht zu erblicken. die gesetzlichen Merkmale der Verübung groben Unjugs, des § Eine Verrufserklärung ist an sich nicht als Politische Uebersicht. Berlin, 15. Juni. Am schwersten empfindet diese Grobe Unfugs- Judikatur die Arbeiterschaft in ihren wirthschaftlichen Rämpfen. Um nun die ungerechtfertigte Belästigung durch An wendung jenes Paragraphen mehr und mehr einzudämmen, er übung groben Unfugs im Sinne des Ge ist es von Werth, die Entscheidungen der obersten Instanzen se zes anzusehen. Sie ist es auch dann nicht, Aus dem Reichstage. Die heutige Sigung war hinsichtlich der Anwendung des groben Unfug- Paragraphen wenn sie nicht etwa nur von Mund zu Mund, wieder einmal den Tropen gewidmet. Herr von Bennigsen zu möglichst allgemeiner Kenntniß zu bringen, damit unsere sondern durch die Presse weitergegeben wird. benugte die Gelegenheit der Berathung des Nachtragsetats, Genossen gegebenenfalls daraus Nuzen ziehen können. Go Ob es im Interesse der Rechtsordnung, des Schußes der zu in welchem auch Forderungen für die Kolonien enthalten nächst betroffenen Gewerbetreibenden und auch des weiteren liegt uns folgendes Erkenntniß des Oberlandesgerichts Publikums dringend wünschenswerth ist, Verrufserklärungen der sind, um Bebel über den Stand der gegen den KolonialCelle vor, in dem die Revision der Staatsanwaltschaft vorliegenden Art unter Strafe zu stellen, ist nicht in Frage: rowdy Peters geführten Untersuchung zu interpelliren. gegen das den Expedienten Arnold Ottawa in Lüne es fragt sich lediglich ob da eine anderweite der Bebel antwortete, daß die Untersuchung noch nicht abs burg freisprechende Urtheil zurückgewiesen wird. Die Be- vorhandenen Strasbestimmungen nicht in Frage kommen fann geschlossen sei und daß er dem Auswärtigen Amit mehrfach gründung dieses Erkenntnisses lautet: - der§ 360 Nr. 11 des Strafgesetzbuchs der Mittheilungen über Peters gemacht habe. Graf v. Arnim artige Handlungen mit hat treffen wollen glaubte seinen Freund Peters als von Bebel schwer gekränkt In einer Anzahl von Nummern der sozialdemokratischen Bei Beantwortung diefer häufig erörterten Frage und verleumdet hinstellen zu dürfen, kam jedoch schlecht an, Zeitung Lüneburger Volksblatt", Deren Lotal: schließt sich das Revisionsgericht der Auffassung des verwalter( Expedient) der Angeklagte ist, ist unter der Rubrik dritten Straffenats des Reichsgerichts in dem Urtheile da Bebel dem Herrn Grafen derart heimleuchtete, daß " Aus dem Hannoverschen Wahlfreife" folgender Sah erschienen: vom 3. Juni 1889( abgedruckt den Entscheidungen Peters bei der Lektüre des Berichts wohl denken wird: Meyer's Garten und Stadt Hamburg geben ihre Sale zu Band 19 Seite 294 ff) an. Wenn hiernach zwar die Möglich- Gott schüße mich vor meinen Freunden. Die weitere Beunsern Versammlungen nicht her!" feit anzuerkennen ist, daß eine Verrufserklärung unter solchen rathung über die Friedenspräsenzstärke des Heeres( vierte Formen, mittels solcher Handlungen vorgenommen werden tann, Bataillone) brachte ein sehr ergögliches Rededuell zwischen daß der Thatvestand des groben Unfugs im Sinne des an den feindlichen Brüdern Rickert und Richter, wobei der Es ist dieserbalb Anklage gegen ihn aus§ 360 Nr. 11 des geführten Urtheils geschaffen wird, so liegt derartiges doch in Vertreter der weiblichen Linie des Freisinns von dem Strafgesetzbuchs( Berübung groben Unfugs) erhoben. Das Echöffen- dem zur Entscheidung stehenden Falle nicht vor; was festgestellt Chef der freisinuigen Wasserstiefler arg zerzauft wurde. gericht zu Lüneburg hat ihn zu Strafe verurtheilt; auf seine Be- ist und was allenfalls als ferner vorhanden nach obigem unterrufung hat das Landgericht zu Lüneburg auf Freisprechung erstellt werden mag, ist rechtlich dahin zu beurtheilen, daß eine Nach diesem Intermezzo kam der famose Vertrag mit der fannt. Gegen letzteres Urtheil hat die tönigliche Staatsanwalt- Uebertretung des§ 360 Nr. 11 des Strafgesetzbuchs nicht vorliegt. Neu- Guinea- Gesellschaft zur Verhandlung, dessen Ablehnung schaft Revision eingelegt. " Gründe. Der Angeklagte hat dieses Juferat veranlaßt. Er behauptet, dies nur aus eigener Entschließung gethan zu haben. Hternach ist die Revision unbegründet. 1 $ die Budgetkommission einstimmig beantragt. Auch hierbei Das Landgericht spricht sich über den Sachverhalt in Ueber die Kosten bestimmt der§ 492 der Strafprozeß- entwickelte sich zwischen dem Kolonialschwärmer Grafen Jolgender Weise aus, Nicht widerlegt sei die Angabe des An Ordnung. v. Arnim und Bebel ein kleines Gefecht, in dem legterer geklagten, daß die Inhaber der in dem in Rede stebenden Passus( gez.) von Bülow. v. Reden. Bergmann. Thöl. die Meinung vertrat, daß es für Deutschland am besten sei, bezeichneten beiden Lokale die Hergabe der Säle verweigert haben Falkmann. die Finger von der Kolonialspielerei zu lassen, wenn es und sich noch gegenwärtig weigern. Eine öffentliche AufDieser sachgemäßen Entscheidung stehen leider in sein müßte, die Kolonien zu verschenken und Herrn forderung zum Boykott( Berrufserklärung) iasse sich in anderen Theilen Deutschlands gerichtliche Anwendungen Grafen D. Arnim Der dazuzupacken. von dem den Inseraten nicht feststellen; sie geben lediglich eine wahre Thatsache wieder.' Wenn sie auch gleichzeitig nach des Paragraphen vom groben Unfug gegenüber, die jich Kolonialdirektor Dr. Kayser vertheidigte Vertrag, wonach Absicht des Angeklagten den Zweck verfolgt haben möchten, die nur als bedauerliche Rechtsirrthünier bezeichnen laffen. das Reich der Neu Guinea Gesellschaft die Hoheitss Lüneburger sozialdemokratischen Parteigenoffen zu bestimmen, Das erstaunlichste auf diesem Gebiete hat jedenfalls die rechte über Land und Leute abkaufen sollte, wurde allseitig, nun auch ihrerseits die Lokale zu meiden, so feble doch ein ge Rechtsprechung in der Provinz Schleswig- Holstein hervor namentlich auch von Bebel, scharf kritisirt und nachge= nügender Anhalt für die Annahme, daß auf die Genossen ein gebracht. Daß es sich dort nicht um die Bekämpfung streifender wiesen, daß bei Annahme des Vertrages die Hochfinanz, reförinlicher Parteizwang habe ausgeübt werden sollen. Eine Arbeiter, sondern um die Eine Arbeiter, sondern um die Germanisation" der dänisch präsentirt durch Hansemann und Genossen, den Nugen, das öffentliche Berrufserklärung würde vorausfezen zunächst einen sprechenden Einwohner der Provinz nach bewährtem preußi- Reich bezw. die Steuerzahler jedoch die Lasten hätten. Bei Beschluß der Lüneburger Sozialdemokraten, der über die beiden ichen Muster handelt, ist nur ein Zeichen mehr für den der Beschlußfassung wurde der Vertrag auch im Plenum Botale mit Zwang für die Parteigenossen die Sperre verhängte Kautschut- Charakter des§ 360. einstimmig eingesargt. fund sodann die öffentliche Bekanntmachung dieses ParteiAm 19. September vor. Js. wurden sowohl der verbeschlusses. In beiden Beziehungen verfage der vorliegende Morgen 1 Uhr: Rest des Nachtragsetats, RechnungsSachverhalt. Ferner sei( was für den Fall erörtert ist, daß der antwortliche Redakteur als der Herausgeber und der Drucker fachen, dritte Berathung des Gesezes über die Heerespräsenz letztere Entscheidungsgrund einem Bedenken zu unterziehen sei) des Blattes Hejmdal" in Apenrade zu Geldstrafen von und Petitionen. " Herr Dr. Hammacher erfreute den Reichstag durch| Strafen zur Folge gehabt hat. Es sei hier nur an Genossen| Herren Graf Guido Henckel von Donnersmard, Heinrich Prinz die Mittheilung, daß er sich bei der Beschlußfassung über Hackenberger erinnert, der bereits 1878 zwei Jahre in's Schönaich- Carolath und Kammerherr v. Helldorff, Personen den Vertrag der Abstimmung enthalte, weil er persönlich Gefängniß mußte, weil er Herrn von Stumm unbequem von denen einige bei jeder Gelegenheit einen Entrüstungsrummel gegen die verjudete" Börse infgeniren. als Theilnehmer an der Neu- Guinea- Kompagnie interessirt wurde. In welcher Weise übrigens Aufsichtsräthe honorirt werden, sei. Sehr lobenswerth von dem geehrten Herrn. Zu Vom Rückgange des Sozialismus in Italien ergiebt sich aus nachstehender Tabelle. Wir haben die fünf die zwei größten hiesigen wünschen wäre es, daß seine nationalliberalen und agrari- wußte Tante Voß vor einigen Tagen zu erzählen. Wir größten Banten Berlins und schen Freunde dasselbe thäten. Aber wo sollten dann die hatten sofort die Berechtigung zu solchen Ausführungen industriellen Betriebe für unsere Zusammenstellung herausZucker, Schnaps und sonstigen Liebesgabengeseze eine bestritten. Eine hocherfreuliche Thatsache straft nun die gegriffen. Es ergiebt sich da folgendes Bild: Majorität finden. Vossische Ztg." Lügen. Jm 5. Wahlkreise der Stadt die im Reichstag rung V Gesellschaft Bahl Gezahlte Der Tantièmen Aufsichts- pro 1895 räthe 18 14 M. 583 523 350 254 Antheil jedes Mitgliedes pro Jahr pro Monat M. 32 418 M. 2702 25 018 2085 13 299 250 23 020 1918 378 596 22 270 1856 20 397 070 19 854 1655 7 102 882 17 147 1429 9 110 000 1018 Das preußische Abgeordnetenhaus beschäftigte. sich am Mailand wurde gestern mit 700 Stimmen Majorität der Montag mit dem von konservativer und freikonservativer Seite wissenschaftlich hervorragendste italienische Sozialist Turati eingebrachten Antrag, welcher die Regierung ersucht, im Bundes- gegen einen Radikalen an stelle Barbato's( der doppelte Deutsche Bank rath dahin zu wirken, daß die von demselben unter dem 4. März Mandate hatte) ins Parlament gewählt. Mit Ausnahme Darmstädter Bank erlassenen Bestimmungen betr. den Betrieb von Bäckereien der Wahl Barbato's, die auch von den Radikalen unter Berliner Handels und Konditoreien nicht in Wirksamkeit treten. Trotzdem stützt wurde, war der Wahlkreis noch nie sozialistisch, sondern gesellschaft erörterte Interpellation über diesen Gegenstand keinen Zweifel darüber läßt, daß die Regie- stets radikal vertreten. Dieser Sieg ist daher ein hoch- Diskonto- Gesellschaft 17 diesmal auf die Wünsche der staatserhaltenden" bedeutsamer Erfolg, der für unsere Partei nicht nur die Dresdener Bant Parteien nicht eingeht und trotzdem die Verordnungen Verstärkung der Fraktion um ein Mandat, sondern die Große Berliner Pferdebahn bereits in 14 Tagen in traft treten sollen, hielten Einreihung eines der erfahrensten und kenntnißreichsten Allg. Elektrizitätses die Herren doch für angebracht, wieder einmal vor aller Genossen und eines Redners ersten Ranges in die Reihen 12222 Welt den Beweis dafür zu erbringen, daß sie dem Arbeiter auch der tapferen parlamentarischen Vertreter unserer italienischen Wie unsere Leser ersehen, beziehen die Aufsichtsräthe der nicht den geringsten Schutz gönnen, selbst wenn es sich um Bruderpartei bedeutet. Deutschen Bank das erheblichste Einkommen, nämlich 32 418 M. so unzureichende Verordnungen handelt, wie die in Frage stehenden. Der Begründer des Antrages, Abg. Hornig( k) In dem englischen Prozeß gegen Jameson und pro Jahr oder 2702 M. pro Monat, und dafür haben diese Herren zu denselben zählen u. a. auch der frühere nationalliberale scheint weder die Reichstags Verhandlungen noch die Berichte Konsorten ist die Voruntersuchung jezt zu Ende gebracht Abgeordnete Büsing und der tönigliche Eisenbahndirektionsder Kommission für Arbeiterstatistik gelesen zu haben, sonst hätte worden. Wie aus London telegraphirt wird, verwies das Präsident a. D. Paul Jonas das schivere Opfer zu bringen, er unmöglich die gesundheitsschädliche Einwirkung der Beschäf Bow Street Polizeigericht die Angeklagten Jameson, fich allmonatlich einmal zu löblichem Thun" auf mehrere tigung im Bäckergewerbe in Abrede stellen können. Auch die Arbeitszeit ist nach Meinung dieses Redners feine übermäßig Willoughby, Coventry, Grey und die beiden Stunden" zu versammeln. Der dem Aufsichtsrath der Berlange, da in großen Betrieben Echichtarbeit eingeführt und in White vor die Geschworenen. Die anderen Angeklagten liner Handelsgesellschaft als Mitglied angehörende Staatsminister a. D. v. Hofmann muß schon für etwas bescheideneren fleinen Betrieben durch regelmäßige Ruhepausen für eine an- wurden in Freiheit gesetzt. genehme Unterbrechung der Arbeit gesorgt sei. Für ihn handelt Zum Verständniß dieses Beschlusses muß darauf hin. Sold seine anstrengende Thätigkeit" verrichten; diefer Herr es sich hauptsächlich darum, daß diese Verordnungen der erste gewiesen werden, daß im englischen Gerichtsverfahren die bezog pro 1895 ur 1918 m. pro Monat, während Freiherr von Eckardtftein und Dr. Herzog, Staatssekretär a. D., in ihrer Schritt zur Einführung eines Maximal- Arbeitstages auch in Boruntersuchung in voller Deffentlichkeit und mit ein Eigenschaft als Aussichtsräthe der Diskonto Gesellschaft es im anderen Gewerben sei, dem man sich entschieden widersetzen müsse. gehendem Kreuzverhör, kurz mit einer Gründlichkeit vor- Borjahre nur auf 1856 M. pro Monat brachten und der Ungefähr dieselbe Tonart schlug Abg. Frhr. v. 3edliy ( ft.) an, der seinen Worten nur noch durch eine Fülle genommen wird, wie sie bei uns taum im Hauptverfahren Wirkliche Geheimrath von Tschirschty und Bögendorf, Exzellenz, unerwiesener Behauptungen den nöthigen Nachdruck zur Anwendung kommt. Die Richter der Police Courts ver- in Dresden als Mitglied des Aufsichtsraths der Dresdener die „ nur“ von 1655 Mart pro Bagatelle" verleihen suchte. Redner stellte sich auf den Rechtsstandpunkt; er sehen dabei die Funktionen, die bei uns den mit der Bank zwar als Aequivalent für eine behauptete, daß die nach§ 120e der Gewerbe- Ordnung noth- Voruntersuchung betranten Amtsrichtern zufallen. Die Monat bezog und wendigen Voraussetzungen zum Grlaß der Verordnung nicht Hauptverhandlung gegen die rhodesischen Freibeuter wird vielleicht zwei bis dreistündige Arbeit". eintreffen, da der Beweis dafür, daß das Bäckereigewerbe gesund also erst vor dem Geschworenengericht stattfinden. Aus Major a. D. Duncker bei seinem Einkommen von 1429 M. pro Monat als Aufsichtsrath der Großen Berliner heitsschädlich sei, nicht erbracht sei. Im Gegentheil, der Ge- den ausführlichen Verhandlungsberichten, die englische Pferdebahn noch Zeit gewinnt, über die jammervolle Entlohnung sundheitszustand der Bäcker sei besser, als der anderer Arbeiter. Blätter über die Zeugenverhöre im Bow Street- Gerichts- und brutale Ausbeutung der Kutscher, Schaffner und Stalleute Da diese Voraussetzung fehle, so seien die Verordnungen unzulässig, hof gebracht haben, geht mit unbestreitbarer Deut nachzusinnen, wagen wir kaum zu behaupten. und die Gerichte dürften Uebertretungen derselben nicht ahnden. Wohlgemerkt, so spricht nicht ein Umstürzler, sondern der eifrige Mit- lichkeit hervor, welche nichtswürdige Spekulation auf den arbeiter der Post", des Organs des Herrn v. Stumm. Nach Chauvinismus des englischen Volks die Finanzmänner, die Meinung des Herrn v. Zedlitz hätten die verbündeten Regierungen den Einfall angezettelt und geleitet haben, trieben, als sie besser gethan, zunächst die Verabschiedung des in der nächsten von Johannesburg die Depesche an Jameson abgehen Reichstags- Seffion zu erwartenden Gesezentwurfs, betreffend die ließen, daß dort Weiber und Kinder in Gefahr" Zwangsorganisationen der Handwerker, abzuwarten und sodann den Junungen die Betheiligung der Mißstände zu überlassen. zu A " • " Ob der Herr Aus obiger Tabelle und deren Besprechung erhellt zur genüge, wie trefflich diefe Herren, die stets über die Begehrlichkeit" der Arbeiter feifen, wenn leytere ihre erbärmliche Lage durch Lohnerhöhung um einige winzige Mark pro Woche verbessern wollen, es verstehen, ihre Taschen zu füllen, wie sie getreulich das Wort seien. Diese Botschaft war nämlich Monate vorher des Schuftes Jago beherzigen:" Thue Geld in Deinen Beutel!" -Zur Verhaftung fremdländischer Offiziere. abgekartet worden. Man muß sich erinnern, welche so wie die in Metz verhafteten englischen Offiziere so wurde auch Eine sehr entschiedene Haltung gegen den Antrag nahm der melodramatische Wirkung das Schwindeltelegramm in Eng der in Bowidz bei Wittkowo festgenommene russische Offizier preußische Handelsminister Freiherr v. Berlepsch ein, der rundweg erklärte, daß die Regierung dem Antrag auf feinen land erzeugte. Der englische Hofpoet Austin verfaßte darauf wieder freigelassen. Fall Folge geben werde. Die preußische Regierung, die selbst für hin seine Ballade von Jameson's Ritt, die in allen Tingel- Köln, 14. Juni. In dem Münter beleidigungs. den Erlaß jener Verordnungen eingetreten sei, fönne nicht tangeln Englands widerhallte und dem Handlanger der Prozeß, welcher gegen den Redakteur der Rheinischen Big.", jezt plöglich das Gegentheil befürworten. Redner ging mit den Jobberbande in England den Eintagsruhm eines Gen. Hofrichter, schwebt und dessen Verhandlung schon Antragstellern äußerst scharf ins Gericht und wies u. a. darauf todesmuthigen Nationalhelden verschaffte. Jetzt schämen zweimal vertagt wurde, ist Termin auf den 19. Juni angesetzt hin, daß die Befürchtung, man könne auf diese Weise allmählich sich seiner sogar seiner sogar die englischen Jingoes Jameson worden. zum Marimalarbeitstage fommen, grundlos sei; man habe auch und seine Offiziere werden jetzt die Suppe allein Erfurt, 15. Juni. Der unter dem Verdacht der Verleitung früher diesen Vorwand nicht benutzt; darauf schienen die auslöffeln müssen; die sie eingebrockt haben, gehen zum Meineide in Saft genommene ehemalige Reichstags- Abgeordnete Herren erst gekommen zu sein, als die Bäckermeister frei aus. lebhafter in die Agitation eingetreten seien und die Die Transvaal- Regierung war großmüthig wiffer hat sich in der Gefängnißzelle erhängt. Nikolai( Oberschlesien), 15. Juni. Der Schuhmann politischen Parteien mit Entziehung ihrer Kundschaft be- genug, die überführten Verschwörer frei laufen zu lassen. droht hätten, falls sie nicht für die Aufhebung der Ver- Herr Cecil Rhodes kann sogar mit Chamberlain'scher Tomesti wurde in der Nacht auf einem Patrouillengange von einem Unbekannten durch Revolverschüsse lebensgefährlich ordnungen einträten. G3 handele sich auch garnicht um Bustimmung in Matabili- Land den Helden spielen. Welch verlegt. Bom Thäter fehlt jede Spur. diese einzelne Verordnung, sondern vielmehr um eine Kritik der schlechten Eindruck das in Südafrika macht, geht aus einem München, 15. Juni. Die gestern in Fürth abgehaltene sozialpolitischen Gesetzgebung überhaupt. Wem es ernsthaft um südafrikanischen Telegramm hervor: Landesversammlung der Volkspartei Bayerns die Durchführung der Arbeiterschutzgesetzgebung zu thun sei, der Präsident Krüger empfing am Sonnabend eine bürfe sich nicht durch die bei einzelnen Interessentengruppen ent- Massendeputation von Bürgermeistern aus allen Theilen Süd- war sehr zahlreich besucht. Redakteur Roſt und Profeſſor Quidde aus München erstatteten den Parteibericht. Nach lebhafter stehende Unzufriedenheit abschrecken lassen, sondern müsse tonfe- afritas, die ihm ihren Dank für seine Milde gegenüber den Diskussion wurde ein Beschluß gefaßt, welcher die Volksvereine quent vorgehen. Wie es im übrigen mit diesem Urbeiter Mitgliedern des Reformkomitees aussprachen. Krüger antwortete, zum Ausbau der Organisation, namentlich des Vertrauensschutz" steht, beweist eine spätere Aeußerung des Ministers, indem er auf eine Bibel seigte, dies ist mein maßgebender männersystems verpflichtet. Köhler Würzburg und Mährwonach die Verordnungen bereits insofern geändert sind, Wegweiser, dies Buch hat mir die Richtung angegeben, lein in Fürth referirten über die Agitation und als denjenigen Betrieben, welche des Sonntags ganz ruhen, die ich zu verfolgen habe. Man darf nicht vergessen, daß die Organisation in Unterfranken, sowie in Ober- und Mittelfranken gestattet ist, ihre Gesellen des Freitags und Sonnabends 151/2 Burghers seinerzeit den Stoß pariren mußten, aber in der und in der Oberpfalz. Prof. Quidde sprach über die Wahl in Stunden zu beschäftigten. Stunde des Sieges verstehen die Afrikaner zu verzeihen". Ansbach- Schwabach. Nach lebhafter Debatte erklärte sich die Krüger fuhr sort:" Was soll man von demjenigen fagen, der Landesversammlung mit den Vorbehalten namentlich gegenüber die Hunde aufeinander gehezt, der den ganzen Skandal veranlaßt der freisinnigen Volkspartei einverstanden und beschloß die Aushat! Er ist immer noch frei, ohne Straje." arbeitung eines Flugblattes gegen die agrarischen Bestrebungen. Vor Herrn Cecil Sthodes haben die Transvaal- Buren München wurde wiederum zum Vorort und Bamberg als Ort offenbar noch immer auf ihrer Hut zu sein, denn nicht der nächsten Landesversammlung gewählt. Nach wahl zum Reichstage. Nach amtlicher genug, daß er als Truppen- Befehlshaber an der Nordgrenze Von den übrigen Parteien tamen heute nur noch zwei Redner des Zentrums zu Worte, Abg. Leto cha, der sich gegen den Antrag aussprach, aber wunderbarerweise eine Kommissionsberathung beantragte, und Abg. Trimborn, der für Durchführung der Verordnungen eintrat. Das Verdienst des Abg. Letocha ist es, wenn auch wider Willen, gezeigt zu haben, daß die Verordnungen ganz barmloser Natur sind, da ein einiger maßen geschickter Meister auch jetzt noch seine Leute 16 Stunden des Transvaal umherzieht, sein Bruder, Oberst Rhodes, hat gestellung haben bei der Reichstags- Ersakwahl in Illertissen lang beschäftigen kann. Bei beiden Zentrumsrednern spielte es ausdrücklich abgelehnt, wie die anderen verurtheilten Freiherr von Hertling( 3.) 8258, Bimmermann( bayerischer übrigens die Furcht vor der Sozialdemokratie eine große Rolle. Johannesburger, Tein Versprechen, sich nicht in die An- Bauernbund) 2996, Wagner( liberal) 2500, Ehrhardt( Soz.) 469, Danach haben sich Abg. Trimborn wies auf die Verhandlungen im Reichstage hin, gelegenheiten des Transvaal einzumischen, abzugeben. Oberst Quidde( füdd. Bp.) 71 Stimmen erhalten. die der Sozialdemokratie einen so guten Agitationsstoff geliefert Rhodes war aber die rechte Hand Cecil Rhodes im Traus- ungefähr 3000 Wähler weniger an der Wahl betheiligt, als im hatten, daß die Buchhandlung Vorwärts den stenographischen vaal selbst. Jahre 1893, wo der Wahlkreis ebenfalls im ersten Wahlgang mit 10 339 Stimmen von den Klerikalen behauptet wurde. Bericht als Broschüre veröffentlicht hatte, und Herr Letocha sprach die Befürchtung aus, daß die Bäckergesellen den Sozialdemokraten Angeklagten sind gegen Sicherheitsstellung von je 2000 Pfund Dr. Jameson und die übrigen den Geschworenen überwiesenen in die Arme getrieben würden, wenn man ihnen den Echuh nicht gewährte, den die übrigen Arbeiter genießen. und gegen weitere 1000 Pfund Personalbürgschaft in Freiheit Andererseits brauche man nicht zu fürchten, daß, wenn die Ver- gesetzt worden. ordnungen in fraft träten, die Bäckermeister, die sich eines gewissen Wohlstandes erfreuen, ihr Vermögen den Sozialdemokraten zur Verfügung stellen und mit ihnen theilen würden. * Deutsches Reich. Konfiszirt wurde die Nr. 135 der Ulmer Zeitung", bekannten Rechtsanwalts und früheren Landgerichtsrath weil in derselben ein Bericht über die Gerichtsverhandlung des Pfizer, angeflagt wegen unberechtigter Titelführung", ent halten war. Durch die in dem Bericht abgedruckte Ver theidigungsrede des Herrn Pfizer fühlte sich der württem daher von Faber Der preußische Landtag foll nach der Nord- bergische Jufiizminister beleidigt und Staatss Die Debatte tam heute noch nicht zu Ende. Wie groß deutschen Allgemeinen Zeitung" Freitag seine diesjährige Session erfolgte die Beschlagnahme. Der Berujung des übrigens das Interesse der Mitglieder an dem zur Berathung schließen. anwalts in dem Prozesse gegen Pfizer wurde stattgegeben und stehenden Gegenstande ist und wie lebhafte Beunruhigung die Herr von Bennigsen macht Schule. Als das erstinstanzliche Urtheil auf 20 M. und Tragung sämmtlicher Verordnung in weiten Kreisen hervorruft, zeigt die überaus Vereine, die sich mit öffentlichen Ange Kosten erhöht. schwache Besetzung des Hauses sowie der Umstand, daß sich auflegenheiten beschäftigen und deshalb verpflichtet sind, - Großes Fiasto hat Herr Aschendorf, der Geschäftsden Zuschauertribünen einschließlich der Diener ganze 7 Personen Statuten und Mitgliederverzeichnisse einzureichen, betrachtet die führer des deutschen Bimetallistenbundes, in Stuttgart ge= eingefunden hatten. Halberstädter Polizeibehörde den Arbeiter- Turnverein, macht. 30 Personen folgten der Versammlungs- Einladung und Ein Geständniß. Zur Vertheidigung Herrn von sowie den Sängerbund. Beide Vereine verwahren sich entschieden das noch dazu an dem Tage, wo tausende fremder Landwirthe Stumm's gegen die Schilderungen, die die Frankfurter gegen diese Auffassung. Der erstere hat Statuten und Mitglieder anläßlich der deutschen Landwirthschafts- Ausstellung in Stuttgart Auf die geschmacklosen Ausführungen des Zeitung" über sein Treiben im Saargebiet bringt, hat die verzeichniß unter Protest eingereicht und Beschwerde bei der Re- anwesend waren. " Post" die Veröffentlichung einer Reihe von Gegenartikeln gierung eingelegt. Der zweite hat die Abgabe des gewünschten Redners wollen wir nicht eingehen, fennzeichnend für ihn ist der unternommen, deren erster in so schlechtem Deutsch ge- Materials gänzlich unterlassen. Infolge dessen ist seinem Vor- Say:" Daß die Sozialdemokratie auf dem Standpunkt der Gold unternommen, deren erster in so schlechtem Deutsch ge sigenden ein Strafbefehl zugegangen, gegen den nunmehr gericht- währung steht, ist nur so zu erklären, daß das Zerreiben des schrieben ist, daß wir die Vermuthung haben, er stamme aus liche Entscheidung beantragt wurde. Mittelstandes ihr Ziel ist." ― des Halbergs allernächster Nähe. Dem plumpen Offizial-Sittlichkeitstriefende Börsenwölfe. Es Karlsruhe, 12. Juni.( Eig. Ber.) Der Kampf um vertheidiger des Königreichs Stumm entschlüpft indeß, wohl wird uns von fachkundiger Seite geschrieben: Hatte schon das direkte Wahlrecht in Baden. In siebenstündiger gerade wegen seiner Blumpheit, ein recht werthvolles Gin Genosse Singer gelegentlich der dritten Berathung des Börsen Sigung behandelte heute der badische Landtag die Anträge auf geständniß. Er schließt nämlich mit einer Verherrlichung der gesetzes in der Reichstags- Sigung vom 5. d. M. darauf hin. Abänderung der Verfassung bezüglich des Wahlrechts zum Landväterlichen Fürsorge des Herrn v. Stumm für seine Arbeiter gewiesen, daß den Aufsichtsräthen vieler Attiengesellschaften tag. Den in der Sitzung vom 22. Juli 1894 von der zweiten ab mit folgenden Säßen: Personen als Mitglieder angehören, die sonst bei jeder sich Kammer mit 52 gegen 8 Stimmen gefaßten Beschluß auf Eins Es ist kein Boden im Saarrevier für sozialdemokratische darbietenden Gelegenheit auf die Börse als eine Stätte der Un- führung direkter Wahlen mit Proportional- Wahlsystem hatte die und christlich- soziale Unzufriedenheit. Möge sich ein bewährter moralität wettern, auch im übrigen im Kampfe für Religion, Regierung vollständig ignorirt. Der fürzlich vom Landtag an Führer ins Saarrevier begeben und sich unter die Arbeiter Ordnung und Sitte" in vorderster Reihe stehen, so ist es für genommene Gesetzentwurf auf Sicherung des Wahlgeheimnisses mischen. Wir fürchten, er bekäme Hiebe; denn der unsere Leser vielleicht nicht uninteressant, einiges über war alles, was die Regierung in den 2 Jahren heraustiftelte. die Einnahmen " Thätigkeit" und Arbeiter bedient sich hier wie anderwärts bisweilen noch dieser bie im Börsen Die Demokraten hatten gleich zu Beginn der diesjährigen Session von Aufsichtsrathsmitgliedern wieder ihren Antrag auf Einführung direkter Wahlen mit Proeinfacheren Form der Argumentation. Dies verdanten jargon Tantièmen" benamset wir Herrn v. Stumm." zu vernehmen. Genosse Singer hatte in jener Sigung behauptet, portionalsystem eingebracht. Das Zentrum brachte in der Verfassungskommission den Daß er die Saarbrücker Arbeiter zu dieser einfacheren daß Herr v. Kardorff als Mitglied des Aufsichtsraths der Form der Argumentation" erzogen hat, darauf kann Herr Schlesischen Attiengesellschaft für Bergbau und Zinkhütten- Antrag auf Einführung direkter Wahlen ohne jedwede Stautelen v. Stumm wirklich stolz sein. Wir gönnen ihm diesen Er- Betrieb ein Jahreseinkommen von 20 000 m. beziehe. Herr ein. Die Nationalliberalen, die Partri des permanenten Umfalls, v. Plöß, der Getreidespekulant en miniature, welcher nach stellten einen durch und durch reaktionären Antrag. Nach dem folg, der ihn Hand in Hand mit Iskraut auf die Nach Singer das Wort nahm, bestritt zwar letztere Angabe, doch hat felben sollen in Zukunft 73, statt wie bisher 63 Abgeordnete in welt übergehen lassen wird. Im übrigen wollen wir doch Herr v. Kardorff durch sein bisheriges Schweigen die Richtigkeit die 2. Rammer gewählt werden. Das Land foll in 58 Wahldarauf hinweisen, daß bisher jeder Versuch, im Königreich der vom Genossen Singer behaupteten Thatsache zugestanden. bezirke eingetheilt werden. Diese 58 Abgeordneten sollen mittels Neben diesen wählen die Stumm, sozialdemokratische Agitation zu betreiben, grausame Den gleichen Betrag wie Herr v. Kardorff haben u. a. auch die direkter Wahl gewählt werden. 21 Soziale Meberlicht. Bürgerausschüsse der 2 größten Städte( Mannheim und Karlsruhe)| jahren tönnen die Schuldner einen Zinsnachlaß fordern. Alle je 2, die anderen größeren Städte( 11 an der Zahl) je einen schon bestehenden Hypothekarobligationen sind in längstens zwanzig Abgeordneten. Keiner dieser 3 Anträge fand in der Kommission Jahren nach Inkrafttreten des Gesezes in Gülibriefe umzu- Der Bund der Industriellen. Der Schlußantrag des Beeine Mehrheit. Da die Regierung durch den Minister Eisenlohr wandeln. Die Kantonalbank ist zur Gewährung hypothefarischer richterstatters D. Weigert erregte eine längere Debatte, in welcher die Erklärung abgeben ließ, daß sie die direkte Wahl ohne Kautelen Darlehen verpflichtet, anderseits auch berechtigt, die Abtretung es von den verschiedensten Rednern als bedenklich erklärt nicht akzeptiren fönne, dagegen mit dem Antrag der National- von Gültbriefen seitens Privatgläubiger zum jeweiligen Nominal wurde, daß die Versammlung überhaupt irgend liberalen sich eine Verständigung herbeiführen ließe, brachten die betrage zu verlangen. Der gesammte Reingewinn der Hypo- welche Streits als berechtigt" anerkennen solle. Nationalliberalen ihren Antrag heute im Plenum ein. Die ge- thefenverwaltung wird den Einwohnergemeinden pro rata des In diesem Sinne sprachen sich besonders Dir. Polzin- Berlin fammte Opposition Zentrum, Demokraten und Sozialdemokraten Hypothekenbestandes überwiesent, welche denselben gesondert als und Fabritbesiyer Hauptmann Jasper aus. Ein Ver Dagegen vereinigten sich auf den Antrag, direkte Wahlen ohne Bültenkasse zu verwalten haben. Die Gültenfaffen dürfen nur in mittelungsvorschlag des Dr. v. Studnih, den betreffenden Sah Rautelen. Der Führer der badischen Nationalliberalen, Abgeord Anspruch genommen werden a) zur Deckung allfälliger Verluste, aus der vorliegenden Resolution zu streichen, wurde nicht neter Fieser, ließ in der Begründung des Antrages seiner Partei die den Gemeinden aus ihrer Bürgschaft für die Gültbriefe er- angenommen, dagegen sprach sich die Versammlung auf mit aller nur wünschenswerthen Deutlichkeit durchblicken, wachsen sind; b) zum Erwerb von Gültbriefen von Schuldnern, Antrag des Herrn Jasper lediglich dahin aus:„ Es ist noth daß nur die blasse Furcht vor der Sozialdemokratie die in der betreffenden Gemeinde wohnen und c) zum Erwerb wendig, daß die Arbeitgeber zur Verhütung von Arbeitsden nationalliberalen Antrag erzeugt hatte. Durch das riesige von Liegenschaften im betreffenden Gemeindebann. einstellungen den Organisationen der Arbeitnehmer solche der Anwachsen der Sozialdemokratie sagte der geniale Führer der Früher als im Kanton Baselland kommt das bäuerliche und Arbeitgeber entgegenstellen." badischen Nationalliberalen fönnte bei der direkten Wahl ohne von den Sozialdemokraten unterstützte Initiativbegehren auf Ueber die offizielle Vertretung der Industrie wurde nach Kautelen leicht eine Pöbelherrschaft(!!) die Majorität in der Reduktion des Hypothekar- Binsfußes im Kanton St. Gallen einem Referat des Rechtsanwalts Dr. Lübszynski und nach einKammer erlangen. Dem wollten sie vorbeugen. Durch die pri- zur Volksabstimmung, nämlich am 28. Juni. Danach wird der gehender Debatte folgende Resolution angenommen: vilegirte Städtevertretung wäre einer vollständigen Eroberung der Binsfuß auf 4 pCt. festgesetzt. Wer sich höheren Zins ver Die Errichtung von gewerblichen Vertretungen, die den Städte durch die Sozialdemokraten vorgebeugt. Es könne ihnen sprechen läßt oder thatsächlich bezieht, wird wegen Wuchers mit Namen Handels- und Industriekammern" ans niemand zumuthen, den Ast abzusägen, auf dem sie fizen. Das 200 bis 3000 Fite. Geldstrafe belegt, womit auch Gefängniß- nehmen, muß eine obligatorische sein und sich über das ganze war deutlich gesprochen. Der kapitalistische Klüngel sollte eben strafe bis zu einem Jahre verbunden werden kann. Das Be Landes bezw. Reichsgebiet erstrecken. Jnnerhalb der gewerblichen noch mehr Privilegien besigen, als er schon hat. Der national gehren findet in der ultramontanen und liberalen Geldfackspresse Vertretung sind zwei Abtheilungen zu bilden, von denen die eine liberale Antrag steht aber auch in vollständigem Widerspruch mit feit seinem ersten Auftreten viel Opposition. Doch haben sich für den Handel, die andere für die Industrie bestimmt ist." der badischen Berfassung. Regierung und Großer Rath( Landtag) dafür ausgesprochen und Vor dem Einigungsamt des Berliner Gewerbegerichts es dürfte deshalb wohl auch vom Volfe angenommen werden. find nunmehr die Vernehmungen in der Herren- und KuabenDer Ständerath hat die Petition der Agrarier um Konfektionsbranche beendet. Es finden jetzt die Verhandlungen besonderen Schutz der Landwirthschaft durch das Getreidemonopol über den zu schaffenden Minimal- Lohntarif statt, der den einoder höhere Zölle abgelehnt. zelnen Gruppen vor der Entscheidung des Einigungsamtes unterbreitet wird. % Da wir bei den Stadtverordneten Wahlen das Dreitlassen Wahlsystem haben, wo drei Zwölftel der Bevölke= rung doppelt so viel Stadtverordnete wählen, als die übrigen neun Zwölftel, eben immer Nationalliberale. Diese hätten dann schon 15 Abgeordnete ganz sicher. Die selben Wähler dürften aber bei der Wahl der Abgeordneten trot dem indirekten Wahlsystem. Frankreich. Italien. bericht der Gefängniß- Deputation stellten sich in Hamburg die Auz deutschen Gefänguiffen. Nach dem letzten Jahres. bericht der Gefängniß- Deputation ſtellten sich in Hamburg die Kosten des Unterhalts eines Gefangenen des Zentral. wie folgt: Felöftigung 31,14 Bf., Kleidung und Betten 5,44 Pf., gefängnisses und der Korrigenden Anstalt täglich Feuerung 4,09 Pf., Beleuchtung 6,84 Pf.; Haushaltung, Reigung, Diverse 5,40 Pf. Im Untersuchungsgefängniß tam die Beköstigung pro Mann und Tag auf 33,19 Pf., in den städtischen Gefängnissen und im Kurhause, wo auch freie Kranke Aufnahme finden, auf 36 Bf. zu stehen. Insgesammt betrugen die Tagestosten eines Gefangenen in Bentralgefängniß 52,91 Pf., in den städtischen Gefängnissen und im Kurhause ausschließlich der Arzneitoften 69,96 Pf., im Unter fuchungsgefängniß 58,31 f. heit entbehrt. in den Städten, die direkt gewählt werden, ebenfalls ihr Wahl- fanden Schlägereien statt, wobei mehrere Personen verwundet Paris, 15. Juni. Gelegentlich einer Prozession in Poitiers recht ausüben, hätten also doppelte Stimmen. Wir bekämen wurden. Die Prozession war trok des Verbots des Bürgeralso das Pluralsystem in schlechtester Form und eine der meisters arrangirt worden, und die Polizei, welche das Vorhaben exklusivsten Interessenvertretungen daneben. Daß für einen verhindern wollte, wurde von den Katholiken zurückgeworfen. solchen Antrag auch kein einziger Abgeordneter der Opposition Schließlich nahm die Polizei zahlreiche Verhaftungen vor. zu haben war, liegt auf der Hand. Die Redner derfelben, die Abgg. Muser( Demokrat), Wacker( Zentrum) und Dreesbach ( Sozialdemokrat) gingen auch den Nationalliberalen scharf zu Rom, 11. Juni.( Eig. Ber.) Ein Nachtlang des abeffynischen Leibe. Unser Genosse Dreesbach sagte unter anderem: Feldzugs ist die von seiten des päpstlichen Stuhls begonnene daß es bei dem nationalliberalen Antrag nur auf eine ganz Unterhandlung mit dem abessynischen Kaiser Menelik wegen der plumpe Täuschung des Volkes abgesehen sei. Das schönste leistete Freigebung der in seinen Händen befindlichen italienischen fich der nationalliberale Abgeordnete und Oberbürgermeister von Gefangenen, deren Zahl sich noch auf mehr als 2800 beKarlsruhe. Er danke der Regierung, daß sie dem auf dem laufen soll. Es gehen dieser Unterhandlung andere Unterletzten Landtag gefaßten Beschluß der II. Kammer, auf Ein- handlungen zu dem gleichen Zwecke zur Seite, eine von privater führung der direkten Wahl mit Proportionalsystem, feine Folge Seite und eine von seiten der italienischen Regierung angeknüpfte; Der angeblich weit verbreiteten" Meinung, die hamburgischen gegeben habe. Das sagt ein Abgeordneter, dessen eigene Partei aber der vom Papste unternommene Versuch dürfte wohl in Gefangenen würden zu gut genährt", tritt der" Hamburgische damals mit allen gegen 6 Stimmen für den Antrag gestimmt hat. jedem Sinne den Vortritt behalten. Daran wird die italienische Korrespondent" entgegen, indem er ausführt, daß trok des Mehr kann man eine Boltsvertretung nicht degradiren. Dieser Satz Regierung nichts ändern können; nur muß es ihr daran liegen, Masseneinkaufs von Lebensmitteln die geringe Aufwendung von eines nationalliberalen Führers verdient die weiteste Verbreitung. zu verhindern, daß die Auslieferung der italienischen Gefangenen 3. B. 31,14 Pf. für die ganze tägliche Nahrung eines Insassen Die Regierung steht auch heute noch auf ihrem alten Standpunkt. in der französischen Hasenstadt Obokh, also unter Vermittelung des Zentralgefängnisses irgend welche überflüssige Aufwendungen Die Abstimmung über die gestellten Anträge erfolgt erst am der französischen Regierung vor sich gehe, die sich in Abessyuien nicht gestattet. Montag. Es steht aber heute schon fest, daß ebenso wie in der immer als Gegnerin Italiens gezeigt hat. Taß es einem Gefangenen zu gut" gehen könne, diese An Rommission auch im Plenum teiner der Anträge eine Mehrheit Rom, 15. Juni. Nach einer Privatdepesche aus Maffauah schauung kennzeichnet die bürgerlichen Klassen. Weffen Glaubensfinden wird. Es bleibt alles beim alten. Nichtsdestoweniger bekenntniß wirthschaftlich der Mammonismus, politisch die fann man den Nationalliberalen für ihre offene Sprache dankbar füße sich das freisprechende Urtheil gegen General Knechtseligkeit ist, der wird den Verletzern der geltenden FiechtsBaratierie auf Erwägungen, welche das Vorhandensein einer ſein. Sie haben denen, die ihnen bisher noch willige und gestrafbaren Absicht und strafrechtlichen Verantwortlichkeit aus: ordnung weder den Bissen Brot gönnen, den man ihnen im Gedankenlose Heeresfolge leisteten, den Staar gestochen. Das badische schließen. Das Urtheil schließe auf Freisprechung, weil eine straf- fängniß geben muß, damit sie nicht verhungern. noch sich bewußt Bolt wird sich diese Brüstirung und Verhöhnung nicht mehr bare Handlung nicht substantiirt sei. Baratieri sei sofort in Frei werden, wieviel der Gesangene schon durch den Verlust der Freigefallen lassen, das werden die nächsten Landtagswahlen lehren, beit gesetzt worden. Die Freisprechung Baratieri's wird jedenfalls eher begriffen Eine Privatdepesche meldet uns das Abstimmungsresultat werden als seine Berurtheilung. Diese hätte man nicht zusammens Meiningen fagt in seinem 1895er Jahresbericht: Die wirth. Der Fabrifinspektor für das Herzogthum Sachsenüber die Vorlage: Der Antrag der Opposition auf Einführung direkter Wahlen wurde mit 27 gegen 32 Stimmen abe Grispi frei herumläuft und nicht einmal eine Auflage, geschweige infolge der regelmäßigen und lohnenden Beschäftigung, sowie führung direkter Wahlen wurde mit 27 gegen 32 Stimmen abe reimen können mit der Thatsache, daß der weitaus schuldigere schaftliche Lage der gewerblichen Arbeiter des Bezirks kann gelehnt. Für den oben genau umschriebenen nationalliberalen denn eine Verurtheilung zu befürchten hat. der im ganzen unverändert gebliebenen Preise für Lebensmittel, Antrag wurden 29 Stimmen abgegeben. Der Präsident verhalf durch Stichentscheid dem Antrage zur Annahme. Das Gemeinde Wohnung und Kleidung auch im vergangenen Jahre als bewahlgesetz wurde gegen die Stimmen der Sozialdemokraten an- Belgrad, 14. Juni. Der König befahl eine strenge Unter- friedigend bezeichnet werden. Der Arbeitsverdienst ist suchung wegen der Folterungen und Verstümmelungen von Geur Ernährung einer fleißigen und ordent lichen Familie, besonders wenn jedes Mitglied der Straßburg, 15. Juni. Gestern haben in ganz Elfaß- fangenen des Pocazwaczer Gefängnisses, über die bent Könige felben mitzuhelfen bestrebt war, durchaus genügend Lothringen die Gemeinderathswahlen stattgefunden. Dieselben eine Beschwerde zugegangen war. und von einem Nothstand nirgends etwas zu bemerken gewesen." ergaben in den Hauptstädten folgendes Resultat: Nach dieser Leistung eines Beamten, zu deffen Bezirk auch In Straßburg find von 36 zu wählenden 13 gewählt, Kretensisches. Die türkische Regierung versucht, die wegen ihrer niedrigen Löhne berüchtigte Spielwaaren. darunter 12 Mitglieder der gemeinsamen Lifte der ge wie aus Kreta nach Athen gemeldet wird, auf alle mögliche Industrie gehört, erübrigt sich jedes Wort der Kritik. mäßigten Partei und ein Sozialdemokrat; im ganzen Weise die Wolfsvertreter zu veranlassen, sich in Canea einzu7 Altdeutsche und 6 Elsässer. Der bisherige Bürgermeister Back finden. Der Gesandte Griechenlands und der türkische Minister tragsleistungen find unter den Bergleuten faft allgemein; Die Klagen über niedrige Penfionen bei hohen Bei. ist mit großer Mehrheit wiedergewählt. 23 Stichwahlen sind des Aeußern batten gestern in Stonftantinopel wiederum eine der Geschäftsbericht der Allgemeinen Knappschafts. erforderlich. In Mezz wurden von 36 Kandidaten 9 Ein- längere Konferenz, in der sich der letztere wegen der Haltung der heimische und 4 Gingewanderte gewählt; unter letteren der Athener Presse beichwerte, andererseits aber eingestehen mußte, das Jahr 1895, der soeben erschienen ist, weist aber wieder Pensionstaffe für das Königreich Sachsen für bisherige Bürgermeistereiverwalter Fryr v. Cramer. In Kolmar daß die Kirchen von den türkischen Truppen geschändet und ge bei einer Einnahme von 1909 666 M. find von 33 Kandidaten 21 Mitglieder der vereinigten gemäßigten plündert worden seien. Die größten Gewaltthätigkeiten verübten 530 273. 80 Pf. au Rapitalzinsen, einen Rassenzuwachs ven an Beiträgen und Liste gewählt, darunter der bisherige Bürgermeister Camille jedoch, meinte der ottomanische Minister, die Bewohner selbst, 1055 422 m. 42 Pf. auf, sodaß sich der Vermögensbestand auf Schlumberger. In Mülhausen sind von 36 Kandidaten nur und zwar die mohamedanischen, ebenso wie die christlichen. 5 gewählt, daher 31 Stichwahlen erforderlich. In Schlettstadt 14 920 063 M. 51 Pf. beläuft. Das günstige Resultat ist erzielt wurden von 24 Kandidaten 13 gewählt. Der frühere Bürgerworden, trotzdem die Zahl der Invaliden, Wittwen und Waisen meifter von Schlettstadt, Spies, ist wiedergewählt worden. In St. Louis, 15 Juni. Ju der Konferenz der( der republika wieder um mehr denn 500 gestiegen ist. Die Kaffe, welcher mit Markirch find von 27 21 gewählt, darunter 2 Sozialisten. nischen Partei angehörigen) Bertreter der Neu- England- Staaten Ausnahme von 2 Zwickauer Werken alle Kohlenwerke angehören, Die Stichwahlen finden am nächsten Sonntag statt. on Allem Anscheine nach find unsere Genossen an zahlreichen Washington, Tennessee, Illinois und Wisconsin wurde ein beiträge der am meisten belasteten Werke erst dann vorgehen. Stichwahlen betheiligt. Finanzprogramm festgestellt, welches die Aufrechterhaltung wenn das Vermögen 22 Millionen Mart beträgt. Wann wird Viele Invaliden müssen 3abern( Elsaß), 12. Juni. Die hiesige Straffammer sprach der gegenwärtigen Goldwährung befürwortet und aber eine Rentenerhöhung eintreten? heute nach 61/2 stündiger Verhandlung die Polizeidiener Heckel ich gegen die freie Silberprägung ausspricht, es noch Armienunterstützung von ihren Gemeinden bekommen, wenn und Grau von Saarburg( Lothr.), welche angeklagt waren, sei denn, daß mit den leitenden Handelsstaaten der Welt ein fie leben wollen. durch Fahrlässigkeit den Tod( durch Berhungern) des eingesperrten internationales Abkommen über die Doppelwährung getroffen Strüppels Stich herbeigeführt zu haben(§§ 222 und 230 Str. G. B.) mangels genügender Beweise frei und legte die Roften der Staatstaffe zur Laft. Das Gericht erkannte an, daß, Der Mann verhungert ist, es fonnte aber nicht festgestellt werden, wer ihn eingesperrt hat. genommen. 4 Neberaus merkwürdig, daß nicht zu ermitteln war, wer an dem betreffenden Tage im Polizeigefängniß Dienst hatte. Da scheint es ja in Zabern mit der vielgerühmten deutschen Beamten ordnung nicht geradezu mustergiltig bestellt zu sein. Desterreich. Wien, 15. Juni. Das Abgeordnetenhaus nahm 3udersteuernovelle unverändet in allen Lesungen an. Schweiz. die werde. Serbien. 1 Türkei. Amerika. Partei- Nachrichten. Zur Lage der Brauer wird uns aus Zwickau geschrieben: Recht trübe Verhältnisse müssen noch auf den Brauereien hiesiger Gegend herrschen; so konstatirte der Vertrauensmann der Brauer in der letzten Versammlung, daß besonders in den Brauereien in Gainsdorf, Mosel und Pölbig Liebknecht in Paris. Einen überaus herzlichen Empfang die Arbeitszeit eine derartig übermäßige sei, daß man sich nur bereiteten dem Veteran der deutschen Sozialdemokratie die wundern könne, wie es ein Mensch dort aushalte. Namentlich sozialistischen Deputirten Frankreichs und die sozialinischen auch die Sonntagsarbeit werde in ganz ungefeßmäßiger Weise Gemeinderathsmitglieder von Paris. Das Liebknecht gegebene ausgedehnt und in allen Brauereien unter der Zeit des GottesBaufet gestaltete sich zu einem Verbrüderungsfeste der dienstes flott weg gearbeitet; in Pölbiz geht die Sonntagsarbeit deutschen und französischen Sozialdemokratie. Die von für die halbe Kolonne den ganzen Tag, mitunter bis spät abends, Jaurès, Guesde, Millerand, Vaillant, Lafargue, Laudrien für den einen Theil bis Mittag; in letzterer Brauerei gehört ( dem Vize- Präsidenten des Pariser Gemeinderathes), Pafchal noch kein Arbeiter der Organisation an. Grouffet( ehemaligen Kommune Mitglied und sozialistischem Auf den schönen Thüringer Bergen wohnt der Hunger. Abgeordneten) und anderen an Liebknecht gerichteten An- Dem Hannoverschen Kurier", einem Blatte der fatten NationalZürich, 12. Juni.( Eig. Ber.) Der Vorstand des Bauern sprachen athmeten alle den Geist der internationalen Sozial- liberalen, wird aus der Gegend von Neuhaus von einem Sie laffen sich in den Gedanken zusammenfassen, Reisenden geschrieben:„ Ein und Arbeiterbundes im Kanton Baselland hat demokratie. armer Glasbläser sagte mir der Regierung das Initiativbegehren des genannten Bundes dem Guesde in begeisterten Worten Ausdruck gab:„ Mit der einmal: Wir triegen nicht eher Fleisch zwischen die betreffend die Hypothetarreform mit 2207 Unterschriften wachsenden Macht des Sozialismus und des Klassenbewußtseins Zähne, als wenn wir uns in die Zunge beißen." übergeben, während deren verfassungsgemäß nur 1500 noth- des Proletariats verschwinden immer mehr und mehr die Grenz- giebt das ganze Jahr nur Kartoffeln; in manchen armen wendig sind. Ob nun Regierung und Landrath( Landtag) fich Pfähle zwischen den Nationen und erheben sich immer höher Familien tommt oft wochenlang fein Brot ins Haus, ebenfo muß doch und unübersteigbarer die Grenzpfähle zwischen der Bourgeoisie wenig Butter und Fett. Geschälte Salzkartoffeln mit Kümmel auch ablehnend verhalten, das Begehren dem Volke zur Abstimmung vorgelegt werden. Man aller Länder und dem internationalen Proletariat." Liebknecht hatte denselben Gedanken in die Worte ge darf auf deren seinerzeitigen Ausgang in hohem Maße und wirk fleidet:" Für die deutschen Sozialisten sind die französischen lich soziale Reform noch in feinem Kanton jemals dem Sozialisten, wie die aller anderen Länder, Brüder, die deutschen Bolte zur Entscheidung vorgelegt worden ist. gespannt sein, da eine solche einschneidende " machen. Eindruck wird die Schildeund ein klein wenig Fett sind schon Leckerbissen. Leider werden in vielen Familien die Kartoffeln jetzt schon knapp, und es würde deshalb eine Wohlthat für die armen Glasbläser sein, wenn unſere Freunde und Gönner jetzt schon ihr Kitchen des hier geReform, welche in der Hauptsache auf die Mitwirkung der und kapitalistische, die Nation der ausgebeuteten Klasse und die bestellen wollten. Dieselben wollen fich an Ernst Reinhard in Kantonalbank( Staatsbank) abzielt, bezweckt die Herabsetzung des Nation der ausbeutenden Klasse.. Neuhaus am Rennweg wenden." Der internationale Charakter des Festes war noch erhöht Hypothekenzinssußes und der allmäligen Amortisation der Hypothekenschuld; die Beschränkung der Hypotheken auf 75 pet. durch die Anwesenheit und die Ansprache Peter Lawroff's, ung auf die wohlgenährten Leser der bürgerlichen Bresse doch Les Schäßungswerthes; die Bezeichnung der Hypothekartikel nach des Veterans der russischen Sozialisten, der am 14. Juni seinen einheitlichem Formular als Basellandschaftliche Gültbriefe"; die 73. Geburtstag feierte. Unfündbarkeit derselben seitens der Gläubiger, während umder Stadt. Nach Berbüßung einer fünfmonatlichen gefehrt der Schuldner nach vorausgegangener dreimonatlicher Sündigung jederzeit die Schuld zurückzahlen kann. Der Zine Gefängnißstraje, die er sich gelegentlich einer Besprechung fuß wird mit 33/4 pt. berechnet. Für sämmtliche, auf der Sedan- Kaiserrede wegen Majestätsbeleidigung zugezogen die Kantonalbank lautenden Gültbriefe haften die betreffen hatte, tehrte am 13. Juni der Redakteur der Leipziger Volksden Gemeinden als Bürgen. Bei Uebersteigung des halben zeitung". Genosse Richard Jllge, in die„ sächsische" Freiheit Werthes nichtlandwirthschaftlicher Objette, wie Miethshäuser, zurüd. industrielle und gewerbliche Anlagen durch die Gültbriefe Gen. Ign. Silberberg in Budapest wurde zu ind die Gemeinden verpflichtet, Dom Schuldner gute 5 Monaten Gefängniß wegen Beleidigung begangen durch die Rückbürgschaft oder sonstige Sicherheit zu fordern. Bei Miß- Presse verurtheilt. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Das städtische statistische Amt in Königsberg i. Pr. veranstaltet eine Statistit der thatsächlichen Arbeitsverhältniffe in Die Erhebungen haben mit der Versendung von Fragebogen an Prinzipale und Gehilfen des Buchdruckergewerbes begonnen. Chinesische Kulis wollen die schlesischen Agrarbarone dem nächst einführen. Der eingeborene Landarbeiter ist durch Hunger und Schnaps auf den Hund gebracht worden, und die zur Aus hilfe im Sommer herbeigerufenen Polen und Russen werden von Jahr zu Jahr anspruchsvoller und haben bereits da und dort Exzesse und Streits angefangen. Den Germanen und Slawen und kleinen Bauern! $ etwas nach. Gewerkschaftliches. war. " der Der der Wiedereintritt in die Pariser städtische wird deshalb der gelbe Malin ersehen. Gin Gutsbefizer des angesichts der auftrengenden Arbeit einem frühzeitigen Siechthum Von der schweizerischen Gewerkschaftsbewegung. In Münsterberger Kreises wird der erste sein, der durch einen entgegengehen. Bei Nichtbewilligung ihrer Forderungen haben Basel haben die Klempner eme Lohnerhöhung von 8 pet. Berliner Agenten Chinesen in Schlesien enführt; alles in allem die Arbeiterinnen beschlossen, ihre Thätigkeit in allen hiesigen für Tagelöhne bis zu 5 Fr. und von 5 pet. für Tagelöhne von wird ihm ein Arbeiter täglich 1 M. kosten. Frauen bringen die Wäschereien einzustellen. 3,50 bis 4,50 Fr. erreicht. Wegen Ablehnung bescheidener Chinesen nicht mit. Die Beföstigung eines Arbeiters stellt sich Ueber den Tischlerstreik in Lauterberg erhalten wir Lohnforderungen der Tabatarbeiter hat das Bundeskomitee pro Tag auf 20 Pfg. und besteht hauptsächlich aus Reis. Und folgende Buschrift: Der Streit der Tischler, Drechsler, Polirer, des Gewerkschaftsbundes über die Firmen Weber u. Söhne in mit diesen" patriotischen" Großgrundbesigern, den lautesten Bildhauer und Nähmaschinenfasten- Arbeiter dauert unverändert Menziten, Hediger u. Söhne in Reinach und Burger u. Sohn in Schreiern im Bunde der Landwirthe, machen die Antisemiten fort, und bitten wir, den Zuzug sireng fern zu halten. Gegen- Burg den Boykott verhängt. gemeinsame Sache. Das merkt Euch, Ihr ländlichen Arbeiter wärtig versuchen die Fabrikanten zu angeblich hohen Löhnen Der Gemeinderath von Limoges hat 75 000 Frants von auswärts Arbeiter und Arbeiterinnen anzuwerben. Wir zur Ausführung von Bauten bewilligt, um den ausständigen Die fiunländischen Frauen haben, wie die in Helsingfors halten es deshalb für angebracht, einmal die glänzenden Verhältnisse Porzellanarbeitern Arbeit zu verschaffen. Hierzu werden erscheinenden Zeitungen mittheilen, dem Senat eine Petition ein in den hiesigen Betrieben den Arbeitern klarzulegen. Der Durchschnitte noch die Gelder geschlagen, welche die Stadt für die Illumination gereicht, in welcher sie bitten, daß ihnen das Recht gewährt verdienst der Arbeiter belief sich auf 8-9 W. Für das Tugend Stühle am Nationalfestage( 14. Juli) aussette. werde, in den Staatsdienst zu treten. erhalten die Arbeiter den horrenden Lohn von 3,50 M. Dabei Der fiebente Landeskongreß der franzöfifchen Eisendürften sich die Herstellungskosten für den Fabrikanten auf 18 bis 20 M. belaufen und werden diese Fabrikate mit 40 m. bahnarbeiter schloß seine Verhandlungen am 7. Juni. Die verkauft; gewiß ein annehmbarer Unternehmerprofit. Die Stuhl- 180 Sektionen der Gewerkschaft waren durch 107 Delegirte Für Agitationstosten wurden wiederum Die Berliner Packetfahrt- Gesellschaft entließ gestern ganz flechterinnen bekommen für ein ganzes Duhend Sitze nach vertreten. des Robres, das sie Dom Fabrikanten kaufen 10 000 Franfs votirt, nachdem der vorjährige Kongreß aus plöglich ohne Angabe von Gründen ungefähr 50 ihrer An- Abzug 1,20 M. und gestellten. Betroffen von dieser Maßregel wurden sämmtliche müssen, braucht eine geübte Flechterin Sparsamkeitsrücksichten diesen Ausgabeposten herabgefeht hatte. leitende Geist der Generalsekretär und Das Anfertigung eines Sizes zwei Stunden. sind Guérard, Vertrauensleute, sowie die fünf Mitglieder der Kommission, die zur die Verhandlungen vor dem Gewerbegericht führten. Ferner die hohen Preise, die in Lauterberg von den Stuhlfabrikanten Gewerkschaft, betonte nachdrücklich, daß die Organisation nur im ist allen Angestellten mit. Ausnahme der geringen Gehalt gezahlt worden. Wir glauben, es wird kein Arbeiter das Ver- äußersten Falle zum Generalfireit greifen würde, nachdem alle erhöhung die Vergünstigung entzogen, die vor dem langen haben, dieses Eldorado kennen zu lernen, noch weniger anderen Mittel zur Ueberwindung des Widerstandes der BahnGewerbe Schiedsgericht festgelegt Das Verfahren wird er die Arbeiter, die durch den Hochmuth ihrer Fabrikanten pafchas gegen die berechtigsten Arbeiterforderungen versagt haben erscheint um so unerhörter, als die Vertreter der Gesellschaft, auf die Straße geworfen wurden, in ihrem Kampfe um das würden. Für den Ankauf von Bahnattien zum Zwecke Herr Starte und Herr Major v. Lindheim, vor dem Koalitionsrecht schädigen. Die Streifenden harren einmüthig der Beeinflussung der Aktionärversammlungen im Interesse der Gewerbegericht auf Ehrenwort versicherten, daß von ihren aus. Das ohne jeden Grund an sie gestellte Verlangen, aus ihrer Arbeiter wurde die Schaffung einer besonderen Kasse beschlossen. Angestellten feiner wegen seines Auftretens in der zum Abschluß Organisation auszutreten, mußte zurückgewiesen werden, und die Bur Frage der Alterspensionen sprach sich der Kons gekommenen Bewegung gemaßregelt werde, und Herr Major Sympathie, die in weiten Kreiser aller anständigen Menschen greß aus für die Herabsehung der Pensionen der fest be= entsprechende Erhöhung Inappen Arbeiter und Angestellten Pensionen. v. Lindheim fühlte sich seinerzeit sehr beleidigt, als in einer den Streifenden entgegengebracht wird, dürfte jene vom Ueber foldeten Verwaltungsbeamten und Versammlung in bezug auf die Junehaltung feines muth eines terroristischen Unternehmerthums diktirten MaßEhrenwortes ein leiser Zweifel erhoben wurde. Hoffentlich nahmen wirkungslos verlaufen lassen. Arbeitsbörse wurde einstimmig abgelehnt. Der Vorstand, denkt der Herr jetzt einmal über sein sein Versprechen Ju Großalmerode ist bei den Vereinigten Thon dessen Sitz in Paris ist, wurde beauftragt, die Initiative Heißt es wirklich in diesen Kreisen, werten Großalmerode der Rhein- Westf. 3ta." zufolge zur Errichtung einer unabhängigen Arbeitsbörse zu ergreifen. Arbeitern gegenüber brauche man sein Wort nicht zu halten? feit einigen Tagen ein Ausstand eingetreten, indem ca. 150 Thon Schließlich erklärte der Kongreß den Beitritt der Gewerkschaft Daß es sich hier um eine Maßregelung von Leuten handelt, backer und Thonarbeiter die Arbeit eingestellt zur„ Confédération du Travail", jener gewerkschaftlichen Landesdie im Auftrage ihrer Arbeitskollegen das Jutereffe haben. Es wird von den Arbeitern eine Lohnerhöhung bean- organisation, die unter allemanistischem Einflusse steht und auf derselben wahrzunehmen suchten, dürfte über allem Zweifel er- sprucht. dem vorjährigen allgemeinen Gewerkschaftstongreß von Limoges haben sein. Man sieht auch da, wo der beste Wille vorZum Streit im Eulengebirge. Langenbiel au, geschaffen worden war. Der Kongreß wird ein parlamentarisches handen ist, Differenzen friedlich zum Ausgleich zu bringen, vermag sich das Unternehmerthum nicht zu zügeln, und der Ver- den 14. Juni. Am Sonnabend Worgen hielten die Streifenden Nachspiel haben. Den Delegirten wurden nämlich gewisse, nicht wegene, der gegen die angestammte Hoheit feines Arbeitgebers abermals eine Versammlung ab. Konstatint wurde, daß die Lage näher bezeichnete, vertrauliche" Dokumente vorgelegt, von denen des Streits unverändert ist. Die von der Firma angestellten un- die einen das Material zu einer Interpellation liefern, den leiſeſten Zweifel hegt, verfällt ſeinem Schicksal und wird auf gelernten Arbeiter haben schon vielen Schaden angerichtet, wes- die anderen zur Durchbringung eines für die Bahnarbeiter die Straße geworfen. Die Praktiken der Konfektionäre scheinen Schule zu machen, denn in der Art ihres Benehmens stellt sich halb die Streikenden verlangen, daß ihnen auch für den ihnen wichtigen Gesetzes dienen sollen. etwa dadurch zugefügten Schaden Ersatz geleistet wird. Beschlossen ihnen die Packetfahrt- Gesellschaft würdig zur Seite. Streits in Finnland. Vor kurzer Zeit haben die Arbeiter wird das Gewerbeschiedsgericht als Einigungsamt anzurufen, von Helsingfors, wie der Nowoje Wremja" geschrieben wird, An die Arbeiter Deutschlands! Ez dürfte bekannt sein, damit nicht gesagt werden könne, daß die Streikenden etwas einen Streit von solchen" Dimensionen inszenirt, daß man daß die Maurer Berlins fich in einem harten Kampf um die versäumt hätten, um eine Einigung herbeizuführen. Die genöthigt wurde, ihm eine ernsthafte Beachtung zu schenken. Verkürzung der Arbeitszeit von 10 auf 9 Stunden befinden. bürgerlichen Blätter, welche von hier berichten, als feien Die Schreiner, die Schmiede, die Maler und andere Arbeiter, Unser zweiter Borstoß, der am 8. Juni begann, hat ein überaus Unruhen bevorstehend, erhielten seitens der Etreikenden eine scharfe unzufrieden damit, daß man sie während der Sommermonate gutes Resultat gezeitigt. Bon ca. 7500 Maurern arbeiteten vorher zurechtweisung. Falich ist übrigens noch die Nachricht, daß die nöthigte, 11 Stunden zu arbeiten, wollten einen Arbeitstag 4019 Kollegen 9 Stunden; vom 8.- 11. Juni erhöhte sich die Weber an mehreren schlesischen Orten streiken; nur hier wird ge10 Stunden von erringen, Arbeiter welchen um die Bahl um 1429. 3u bemerken ist, daß die größten Baufirmen, fireift, Im benachbarten Reichenbach hat eine Textilfirma im schon Jahre 1893 vor der Einberufung des die in betracht kommen, bewilligen mußten. So die Firma Held freiwillig ihren Arbeitern 5-15 pet. Lohnzulage genährt. Arbeitern 5-15 pet. Lohnzulage gewährt." Seim"( des finnländischen Landtages) petitionirt hatten. u. Frauke, die 80 Maurer am Dombau beschäftigt, sowie die Interessant ist, daß bei einem Ausschreiben die Firma Neu Die Unternehmer gingen auf die Forderungen der Arbeiter Firma Schulz u. Komp., bei der allein über 100 Maurer gebauer Söhne diejenige war, welche unter 20 Firmen nicht ein, und diese verließen die Arbeit. Der Streit in Arbeit stehen. 882 Maurer befinden sich gegenwärtig die beste und billigste Waare lieferte. noch im Streit. Arbeiter Deutschlands! Aus dem oben abend wurde die erste Etreitunterstützung ausgezahlt. Un wurde planmäßig geführt, die Arbeiter fetzten ein spezielles Streitkomitee ein, sammelten ein Rapital an, wählten einen Angeführten werdet Ihr ersehen, daß unsere Bewegung verheirathete erhielten 4 M., Ernährer einer Familie 5,50 M. Sekretär, veranstalteten Zusammenfünfte, sandten Delegirte, un günstig steht. Wir bitten Euch aber, sorgt dafür, daß wir noch und für jedes Kind 50 Pf. extra. Die Unterstüßungen sind mit den Unternehmern Besprechungen zu führen. Ueber einige Wochen vom Zuzug verschont werden gut eingelaufen, vom internationalen Sekretariat der Textil- 800 Mann trugen ihre Namen in die Listen des Streitund der Sieg ist unser. Die Lohnkommission der Maurer Berlins. arbeiter gingen allein 1000 m. ein. Die hiesige Bevölkerung fomitees ein, die Gesammtzahl der Streifenden betrug Alle Arbeiterblätter bitten wir um Abdruck. sympathisirt lebhaft mit den Streifenden und unterstützt sie nach aber gegen zweitausend Manu. Achtung, Zimmerer! Beim Zimmermeister Radeham, bestem können, aber allein kann sie die Streifenden nicht über stügte die ärmsten Arbeiter mit Geldmitteln. Der Kampf Arbeitsstätte Rottbuser Damm, haben jämmtliche Zimmerer die Wasser halten. Deshalb, deutsche Arbeiter, erinnert Euch Eurer wurde von beiden Seiten mit finnischer Ruhe und Ausdauer ge Arbeit eingestellt, weil der Stundenlohn auf 53 Pf. herabgefeht Pflicht, den armen Eulengebirgswebern zu helfen. führt. Die Arbeiter verhielten sich ziemlich korrekt, sie tranten werden sollte. In dem Baugeschäft von Kaiser, Architekt, Das Gewerkschaftskartel zu Bielefeld hat befchloffen, wenig, zu Drohungen und Gewaltthätigkeiten ließen sie sich selten Charlottenburg( Gasanstalt) sind die Forderungen bewilligt und in Zukunft nur solche Streits zu unterstützen, bei denen mindestens hinreißen, zu ernsteren Zusammenstößen tam es gar nicht. Die fann dort weiter gearbeitet werden. Die Playdeputirten werden 3/4 aller Betheiligten organisirt und 50 pCt. unterstüßungs- Unternehmer gaben nicht nach; um Arbeiter zu bekommen, fuhren auf die Listen zur Gewerbegerichtswahl aufmerksam gemacht. berechtigt sind. fie unter anderem nach Petersburg, wo sie russische Arbeiter Auskunft wird im Bureau Neue Friedrichstr. 44 und bei Hugo Dresden, 15. Juni.( Privatdepesche des Vorwärts".) unter ihren alten Bedingungen warben. Ein Theil der finndie Lehmann, Buttmannstr. 13, v. 3 Tr., ertheilt. Die Lohn- Won 3600 hier beschästigten Maurern stellten 1000 die Arbeit ein. ländischen Zeitungen nahm Partei für die Arbeiter, tommission. verurtheilten fie. Einen wenn auch schwachen Auf 132 Bauten arbeiten 1800 zu den neuen Bedingungen, die anderen In der Filzschuhfabrik von Röseler, Usedomstr. 17, haben die Unternehmer gewährleisteten. Widerball fand der Streit in verschiedenen Städten Finnlands, wegen Lohndifferenzen fämmtliche Arbeiter und Arbeiterinnen die Arbeit niedergelegt. Ju Gera nimmt der Maurerstreit an Ausdehnung zu. so in Tammerfors, Koiko, Avo, Bierneborg und Wyborg, außer Zuzug ist fernzuhalten. Die AgitationsVon den bis jetzt noch Arbeitenden haben sich weitere 30 dem dem wurde in verschiedenen Gegenden die Sympathie für die Kommission der Schuhmacher. Streit angeschlossen, andere so auch die am Neubau des fürst- Streikenden zum Ausdruck gebracht und Versprechungen gegeben, An die deutsche Arbeiterschaft! Bum zweiten Male lichen Gymnasiums arbeitenden werden folgen. 26 von den Zu- sie mit Geldmitteln zu unterstügen. In Helsingfors selbst fam innerhalb einer Frist von anderthalb Jahren faben sich die gereisten wollen wieder abreifen. Die herbeigelockten Polen es nach den andern Arbeitern auch zu einer Gährung unter den organisirten Taschen und Federmesser Reider werden in fleinen, ganz sanitätswidrigen Räumen zusammen- Schneidern, da es diesen aber an Einigkeit fehlte, blieben ihre des Kreises Solingen genöthigt, in den Streit einzugepfercht. Forderungen unerfüllt. Später sind auch die Schuhmacher und treten. Das Verhalten des Solinger Fabrikanten- Vereins hat Lohudifferenzen sind ausgebrochen zwischen der Firma zwar mit Erfolg mit ihren Forderungen hervorgetreten. uns zu diesem Schritt gezwungen. Als Anfang vorigen Jahres der Reiderstreit nach fünfwöchentlicher Dauer aufgehoben worden Drechsler, Joachim u. Sohn in Schweinfurt und war, hatten die Arbeiter wohl einige kleine Vortheile errungen, da- ihren Arbeitern. Zuzug von Schmieden, Formern und gegen wurden durch Regulirung" des Preisverzeichnisses die Schlossern ist daher streng fernzuhalten. befferen Sorten Messer schlechter bezahlt wie vorher. Die Taschen- Die Bureau- Angestellten in Königsberg i. Pr. besitzen und Federmesfer- Reider verließen sich damals auf das Versprechen, jetzt auch eine Organisation.das von seiten der Fabrikanten feierlichst gegeben wurde: Bei Die in Elbing streifenden Tischler bitten, den Zuzug günstigeren Konjunkturen höhere Preise zu zahlen! fernzuhalten. Am Sonn Das Komitee unter Depeschen und lehte Nachrichten. Pforzheim, 15. Juni.( Privat Depesche des„ Borwärts".) Bei der Stadtverordnetenwahl errangen wir einen glänzenden Sieg. Alle 16 von unserer Partei aufgeftellten Randidaten Der Verein der Reider hatte nun im März d. I. eingedenk In Jn Lörrach( Baden) sind am 7. Juni sämmtliche wurden gewählt, gegen den ganzen Ordnungsbrei. des uns gegebenen Versprechens den Fabrikantenverein ersucht, Maurer( 143 Mann) in den Streif getreten. Der Ausstand Berlin, 15. Juni.( W. T. B.) Gestern Nachmittag tam die Preise zwei der schlecht bezahltesten Sorten Meffer in gemein- dauert fort. Am 9. Juni versuchte der Bürgermeister es auf der elektrischen Rundbahn auf der Berliner Gewerbeschaftlicher Kommissionsberathung zu reguliren. Das wurde vom zwischen den Parteien einen Vergleich herbeizuführen; dabei er- Ausstellung zu emem Zusammenitoß zweier Motorwagen, indem Fabrikantenverein rundweg abgelehnt, derselbe wollte eine flärte er die Forderungen der Arbeiter für berechtigt, was ein Wagen, dessen Motor in Unordnung gerathen war, auf Bergleichstammer konstituiren. Auch damit gaben die Reider einen Baumeiner, der zugleich Magistratsrath ist, derart ver- der Etrecke stehen blieb, und der nachfolgende Wagen, deſſen sich zufrieden. Die Verhandlungen verliefen jedoch refultatios, schnupfte, daß er sich erhob, das Lotal verließ und weitere Führer die Strecke wegen einer Biegung nicht übersehen konnte, da der Fabrikantenverein nicht das geringste Entgegenkommen Einigungsversuche rundweg ablehnte. 12 der Streifenden nahmen auf ihn anffuhr. Eine Anzahl Personen des zweiten Wagens zeigte und da saben wir uns gezwungen, über den letzteren die Arbeit wieder auf, 43 sind abgereist und 23 mit 28 Kindern trug Kontusionen davon, welche jedoch durchweg unbedeutend die Sperre zu verhängen und so befinden sich etwa 700 find zu unterstützen. Die Sache steht für die Streifenden sehr sind. Die von anderer Seite verbreitete Meldung von der gefährorganisirte Reider( ohne die Familienangehörigen) im Lohn günstig. Zuzug ist streng fernzuhalten. lichen Verwundung einer größeren Anzahl von Personen ist tampf. Der Kampf, der ausgebrochen ist, wird ein folgenLohnbewegungen im Elsak. Der Schreiner und durchaus unbegründet. schwerer sein, handelt es sich doch dem Fabrikantenverein darum, Zimmererstreit in Mülhausen ist nach einem kleinen Karlsruhe, 15. Juni.( W.T.B.) Die zweite Kammer verbandelte die dem Unternehmerthum so unbequeme Organisation der Bugeständniß der Meisterschaft beendigt worden. Der Tage- in fortgesetzter Berathung die Zentrumsanträge: 1. betreffend die Ueber eine Zulassung der Orden und ordensähnlichen Kongregationen; Arbeiter Deutschlands! Zum ersten Male wenden lohn wurde durchschnittlich um 20 Pi. aufaebessert. sich im Lohnkampfe befindliche Arbeiter Solingens an Euch mit Firma bleibt die Sperre verhängt. Der Streit der Schmiede 2. die wissenschaftliche Vorbildung der Geistlichen. wurde In erste Antrag mit 32 gegen 28 Stimmen und Wagner in Mülhausen dauert unverändert jort. der Bitte um Unterstügung. Drei große Streiks, die im vorigen Jahre Bühl ist der Streit unter den dortigen Webern neuerdings gelehnt, der zweite Antrag dagegen mit 32 gegen 26 Stimmen hier ausgefochten wurden und die viele tausende Wark Kosten wieder uusgebrochen, weil der Fabrikant die Lohnerhöhungen angenommen. Durch den letzten Antrag wird bestimmt, verursachten, haben die finanziellen Kräfte der hiesigen Arbeiternur für schaft nahezu erschöpft. Wir sind deshalb gezwungen, an die wieder rüdgängig gemacht und einige Arbeiter gemaßregelt hat. Daß die allgemeine wissenschaftliche Vorbildung gefammte beutsche Arbeiterschaft heranzutreten mit der Witte: Ein Bauarbeiter- Ausstand droht in Wien auszubrechen. solche Geistliche Bedingung ist, welche ein wirkliches Kirchens amt befleiden und daß nur ein dreifemeftriges Studium Helft uns im Kampf gegen das kapitalmächtige Unternehmer- Bor Zuzug wird ernstlich gewarnt. thum! Das schon so oft in bohem Maße sich bethätigte Gefühl Der Streit der Steinhauer der Firma Schlumberger in an einer deutschen Universität für solche Geistliche verlangt wird, der Solidarität in der deutschen Arbeiterschaft wird sich, das Vöslau bei Wien hat nach dreivierteltägiger Dauer mit ferner daß der Dispens wegfallen soll, für den Besuch solcher Hochschulen, an denen Jesuitenlehrer unterrichten wie in Ins hoffen wir, auch uns gegenüber zeigen, und uns in den Stand einem Siege der Arbeiter geendet, indem ihnen eine Lohnauf- bruck und Rom. seßen, unsere berechtigte Forderung durchzuführen. Der Vor befferung von 10 Kreuzern und eine zwölfstündige Arbeitszeit stand des Taschen- und Federmesser Reider bewilligt wurde. Vereins. Reider zu zertrümmern. Der ab= Antwerpen, 15. Juni.( W. Z. B.) Etwa 50 Matrofen eines japanischen Kriegsschiffes verweigerten im berauschten 3Der Streik in der Baumwollweberei der Firma stande ten Dienst und gingen an Land. Tort widerfesten fie Zuſchriften und Geldsendungen sind zu richten an: Robert geopold Abeles n. Söhne in Rothkostele ist siegreich fich der Polizei, welche von ihren Waffen Gebrauch machte. Ein Engels, Meigen bei Solingen. beendet. Die Forderungen der Streikenden sowohl der Roth Polizist wurde verlegt; ein Japaner erhielt schwere Verwun Streit in der Wäschebrauche in Isenburg. In Neuisen- tosteleyer Fabrit als auch der Erlacher Filiale wurden bewilligt. bungen. Die Polizei überwacht das japanische Schiff. Bei burg steht, wie der Frankfurter Kl. Pr." von dort geschrieben 100 Hafnergehilfen streiken seit dem 8. Juni in Graz. einem Wettrennen wurden sieben Personen durch ein Pferd, wird, abermals ein Streit bevor, und zwar in der Wäsche- Glasarbeiterstreik in Böhmen. Aus Neufattl wird der welches in die Menge hineinlief, schwer verletzt. branche. Die Wäscherinnen und Büglerinnen beabsichtigen in Wiener Arb.- 3tg." geschrieben: Am 6. Juni stellten gegen Madrid, 15. Juni.( B. H.) Ein tonservativer und ein einen Streit einzutreten, falls ihre Forderungen nicht erfüllt 160 Moyer( Glasformer) der hiesigen Glasfavrit, zumeist jugend- liberaler Abgeordneter, beide dem Adel angehörig, haben sich in werden. Sie erhielten bisher bei einer angestrengten Arbeitszeit von morgens 7 Uhr bis 11 und sogar 12 Uhrliche Arbeiter im Alter von 16 bis 20 Jahren, plößlich die Arbeit den Wandelgängen der Kammer geohrseigt und sich darauf ihre ein. Es haben auch gegen 60 Einträger die Arbeit eingestellt. Beugen zugeschickt. in der Nacht in vielen Wäschereien 1,20 Mark nebit Es ist nicht ausgeschlossen, daß der Streit noch weitere AusSavannah, 15. Juni.( W.T.B.) Die erfte der beiden bereits geeinigen Bleichern wird ein höherer Lohn dehnung nimmt und auch die Glasmacher sich demselben anmeldeten Bombenexplosionen in der gestrigen Nacht erfolgte unter bezahlt. Die neueste Forderung lautet auf eine sehnstündige schließen. Der Direktor zeigt sich prozig. Derfelbe hat dem der Chriſtinenbrüde in der Nähe des Bahnhofes und hat, wie Arbeitszeit und einen täglichen Lohn von 2,20 M. ohne Kost Komitee der Streifenden erklärt, er hänge sich früher auf, ehe man glaubt, einigen Echaden verursacht. Die zweite Bombe und 1,50 M. mit Roft. In vielen Wäschereien soll nebst dem er etwas bewillige. explodirte ein wenig später am Koncha- Bahnhofe und beschädigte geringen Lohn auch noch eine schmale Koft verabreicht werden, fodaß es nicht Wunder nehmen kann, wenn die jungen Mädchen Die Lemberger Tischler beschlossen den Streik fortzusehen. einige Häuser an der Promenade Karlos III. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder, Berlin. Für den Injeratemtheil verantwortlich: Th. Glode in Berliu. 21ud und beilag von Wag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. Kost, nur von 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 138. Reichstag. 105. Sigung vom 15. Juni 1896. 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths: Fürst v. Hohenlohe, v. Bötticher, Bronsart v. Schellendorff, Graf Posadowsky u. a. Beurlaubt ist für die heutige Sigung der Abg. Frhr. v. BuolBerenberg. Bur zweiten Berathung steht die Uebersicht der Reichsausgaben und Einnahmen für 1894/95. Dienstag, den 16. Juni 1896. 13. Jahrg. spielen, so können sie nicht so rasch erledigt sein. Giner der Abg. Graf Arnim: Diese ſittliche Entrüstung des Herrn Hauptzeugen, der nach allem was ich erfuhr, in erster Linie die Bebel soll den Rückzug decken, den er angetreten hat bezüglich bekannten Mittheilungen in die Deffentlichkeit brachte, ist im des Briefes, der existiren soll, auch wenn er nicht in der Konsulatsdienst einer auswärtigen Wacht in Ostafrifa; diefer Miffionezeitschrift abgedruckt ist. Falsche, schlechte und unkann selbstverständlich nur durch Vermittelung des Auswärtigen moralische Handlungen verurtheilen wir, aber wir wollen gerecht Amtes vernommen werden. Wie weit es geschehen ist, weiß ich urtheilen und die Leute in den Kolonien können wir nicht so be nicht, da ich, wie gesagt, eine amtliche Stellung bisher nicht ein- urtheilen, wie junge Mädchen in den Mädchenschulen. nehme.( Heiterkeit.) Abg. Bebel( Soz.): Jch soll einen Rückzug angetreten haben. Abg. Graf Arnim( Rp.): Wenn in einem englischen Wäre selbst der Brief an den Bischof Tucker gar nicht oder nur Missionsblatt der Brief abgedruckt ist, warum hat Herr halb wahr, so wäre damit in bezug auf die Rehabilitation des Bebel sich nicht dieses Blatt aus England tommen Er. Peters nichts gewonnen, denn er hat selbst zugestanden, daß Die Rechnungskommission beantragt, die nachgewiesenen laffen? Wenn man auf derartige Vorgänge hin eine Auflage er als deutscher Beamter seine Macht mißbraucht hat, um ein Etats überschreitungen, die in dem genannten Etatsjahr die noch erhebt, wie der Vorredner, wenn man in dieser geschickten Weise Mädchen, mit dem er intimen Umgang gepflogen, später einer nicht dagewesene Höhe von über 42 Millionen erreichen, und die 6 oder 7 Anklagen erhebt, so ist das bezeichnend für die Partei Lächerlichkeit wegen an den Galgen zu bringen. Das ist ein außeretatsmäßigen Ausgaben in Höhe von über 3 Millionen Mart des Vorreders. Er setzt wie der Roulettespieler auf sieben ver- Beispiel einer solchen moralischen Verworfenheit und Verkommenvorläufig zu genehmigen, jedoch mit Ausnahme der im schiedene Nummern in der Hoffnung, daß eine davon gewinnen heit, daß man nicht sagen darf, wir möchten nicht die Dinge in Militäretat bei dem Titel zu Versuchen im Bereiche des wird. Die englischen Missionare würden keinen Augenblick ge: Afrika mit dem Maßstab einer Mädchenschule messen. Wir sind Artilleriewejens" u. s. w. vorgekommenen Ueberzögert haben, einen so kompromittirenden Brief Herrn Bebel nicht so prüde und kleinlich zu verlangen, man solle hier den schreitung von 393 371 M. Außerdem beantragt die Kom- fogar portofrei zuzuschicken. Do dieser abgedruckte Brief Maßstab der fleinlichsten, elendesten Philisterei an diese Zustände mission folgende Resolution: richtig war, das wäre eine andere Frage gewesen. legen. Aber wer giebt denn auf Kosten Deutschlands die Die verbündeten Regierungen zu ersuchen, eine baldige Herr Peters hat an das Auswärtige Amt schon längit einen Gelder auf Ostafrika aus für Kultur und Moral! Da müssen Aenderung der kaiserlichen Verordnung vom 23. April 1879, be- Brief geschickt, daß alle diese Auflagen unwahr sind. wir nachweisen, daß das eine große Lüge ist! Sie dürfen sich treffend die Umzugskosten für die gesandschaft Redner empfiehlt die zur Berathung stehende Vorlage der Budget- gegen uns keine Beleidigungen erlauben, die Sie eine Gesellschaft lichen und konsularischen Beamten, in Erwägung fommiffion zu überweisen. Die Einheitlichkeit der Verwaltung, repräfentiren, die in jeder Faser durch und durch von Heuchelei der Organisation und Disziplin ist auch mit weniger scharfen durchtränkt ist. Referent Abg. Haffe bemerkt zu letzterem Antrage, daß die Mitteln zu erreichen, als die Vorlage sie bringt. Es ist nicht zur Regel gewordenen hohen Ueberschreitungen bei diesen Umzugs- nöthig, das Band zwischen den Offizieren und dem Kriegsfoften nach Ansicht der Kommission dringend eine Aenderung, minifterium absolut abzuschneiden; die Offiziere brauchen nicht der bestehenden Vorschriften nahe legen, zumal seitens der Ver- aus dem Armeeverbande entlassen zu werden; eine Beurlaubung treter der verbündeten Regierungen eine anderweitige Regelung genügt. nicht habe in Aussicht gestellt werden können. zu nehmen. " = Abg Rickert beantragt, auch die beanstandete Ueberschreitung vorläufig zu genehmigen. Schatzsekretär Graf Posadowsky giebt die Erklärung ab, daß die Militärverwaltung fortdauernd bemüht sein werde, auf die Verminderung der Ueberschreitungen hinzuwirken. Auch die Abgg. v. Marquardsen( natl.) und Lieber( 3.) treten unter dem Ausdruck der Anerkennung für die Energie der Rommission für den Antrag Rickert ein. Abg. Nichter( irs. Bp.) erkennt gern an, daß der jetzige Schatzsekretär es mit den Etatsüberschreitungen genauer nehme als seine Vorgänger. Er sehe aber nicht ein, weshalb man von dem korrekten Antrag der Kommission abweichen solle. Abg. von Levehow( f.) tritt namens seiner Fraktion dem Antrag Rickert bei. Nachdem Abg. Rickert nochmals seinen Antrag vertheidigt und dem Abg. Richter vorgeworfen hat, daß er lediglich an eine Formirage sich klammert, während in der Sache allseitiges Einverständniß hergestellt sei, wird der Kommissionsantrag mit dem Antrag Rickert angenommen. Damit schließt die erste Berathung; die Vorlage wird der Budgetkommission überwiesen. Es folgt die zweite Berathung des Gefeßentwurfes enthaltend Abänderungen des Gesezes über die Friedenspräsenz stärke. Die Kommission beantragt die unveränderte Annahme der Vorlage. Abg. Richter beantragt als§ 1 eine Bestimmung eingus schalten, welche den Art. 59 der Reichsverfassung dahin ändert, daß bei den Fußtruppen die zweijährige Dienstzeit ver fassungsmäßig festgelegt wird. Abg. Bebel( Soz.): Das Vorgehen liegt jetzt auf seiten des Auswärtigen Amtes. Bis das Ende der Untersuchung herbei geführt ist, hätte Graf Arnim feine sittliche Entrüstung aufbewahren sollen. Auch wenn der Brief an Tucker nicht vor handen ist, hat Herr Peters bereits soviel Dreck an sich hängen, um ihn ein für alle Mal für ein Reichsamt unmöglich zu machen. Ich gedenke durchaus nicht einer zweiten Peters. Es kommt zunächst der Antrag Richter zur Verhandlung. Debatte auszuweichen. Von den 6-7 von mir angeführten Punkten Abg. Richter( frs. Vp.): Den in der Kommission abgelehnten wurde nur ein einziger als unrichtig bestritten und Herr Dr. Peters Antrag nehmen wir im Plenum wieder auf. Wir haben den muß erit nachweisen, daß darin unwahres gesagt worden ist. felben Antrag 1893 gestellt und haben keine Veranlassung, von Von einem englischen Missionar habe ich bis heute keinen einzigen diesem Standpunkt zurückzutreten; wir nehmen jede Gelegenheit Buchstaben in diefer Sache bekommen, abgesehen von dem Brief wahr, um die zweijährige Dienstzeit dauernd einzuführen, schon des Sekretärs des verstorbenen Bischofs Jmithie. Ich habe kein mit Rücksicht auf die Unsicherheit des Privilegiums für Mittel, die englischen Herren, die sich mir gegenüber zurückhaltend die Wehrpflichtigen selbst. Je mehr sich das Quinbenehmen, zur Herausgabe von Briefschaften zu zwingen. Der Reichs- quennat seinem Ablaufe nähert, desto zweifelhafter wird regierung gegenüber werden die Herren vielleicht freund- es für die Dienstpflichtigen, ob sie nur zwei Jahre zu dienen licher sein. Ohne Vermittelung der Reichsbehörden können brauchen oder nicht. Alles wird definitiv bewilligt, auch die diese Dinge gar nicht geklärt werden; deshalb habe ich sie hier neuen Vollbataillone, warum soll die zweijährige Dienstzeit nur vorgetragen. Wenige Tage nach den Verhandlungen hier faun provisorisch bewilligt werden? Die zweijährige Dienstzeit muß mir aus einer sehr vornehmen Gesellschaft die Mittheilung, daß festgelegt werden, da die Halbbataillone beseitigt werden und da die Dame des Hauses emner Anzahl Herren gegenüber erklärt allgemein eine Hezze gegen die zweijährige Dienstzeit seitens der hatte: Nun, was Bebel gesagt hat, das habt Ihr schon längst Freunde der dreijährigen Dienstzeit stattfindet. Wenn thatsächlich alle gewußt, Bebel hat nur den Muth gehabt es zu fagen. Auch die dreijährige Dien izeit nicht ohne weiteres wieder hergestellt werden dem Grafen Arnim mußte es bekannt sein. Ich habe nur tann, dann sollte man um so eher die zweijährige Dienstzeit festlegen. öffentlich der Kaze die Echellen umgehängt, denn erzählt Wir können befürchten, daß die Militärvorlage angenommen wurden die Dinge schon früher überall. wird, aber von der Militärstrafprozeß- Ordnung hören wir dann nichts mehr. Zur zweiten Berathung steht ferner die Allgemeine Rechnung über den Reichshaushalt für das Etatsjahr 1884/85. Diese Rechnung ist in den seitdem verflossenen 11 Jahren noch nicht zur Entlassung gelangt( ebensowenig die späteren Rechnungen), da über die Frage der justifizirenden kabinetsordres eine Einigung zwischen dem Reichstage und dem Bundesrath nicht zu erzielen war. Obwohl eine solche auch jetzt Abg. Richter( frs. Vv.): Nicht durch den Brief an Bischof noch nicht erzielt ist, beantragt die Kommission dennoch die Decharge, Tucker ist die Aufmerksamkeit auf Herrn Peters gerichtet worden, Aba. Baffermann( natl.): Auch wir wünschen eine Reform da der Reichskanzler resp. der Reichsschazsekretär in bestimmte sondern als er die Aufmerksamkeit auf sich zog, prüfte man die des Militärgerichts- Verfahrens; aber nach der bestimmten ErAussicht gestellt habe, daß dem Reichstage die betr. Kabinets: foloniale Thätigkeit des Herrn Peters, die zum theil schon klärung des Reichskanzlers fann die deutsche Armee ein einheitliches ordres hinfort zur Kenntniß gebracht werden sollen. Die durch sein Buch über die Emm Pasa a= Ex.edition all- Gerichtsverfahren nicht entbehren. Wir vertrauen, daß im Herbst Rommission ist der Meinung, das der Reichstag fich zur Zeit gemeiner bekannt geworden war. Wenn Die Reichs die Vorlage tommen wird. Durch die Beseitigung der Halbmit dieser Konzession begnügen und die Streitfrage selbst, ob der regierung nicht zu Herrn Peters sich der That versehen hätte, so rataillone erhält die Kriegsverwaltung die Möglichkeit, 36 000 Raiser oder ein anderer Kontingentsherr auf dem Gebiete des würde sie faum eine neue Untersuchung angestellt haben. Ich Mann Kerntruppen mehr ins Feld zu stellen als jetzt, wo von Reichsfinanzwesens zuständig sei, derartige Justifikationen ein- glaube auch micht, daß die Regierung Herrn Peters wieder an den Halbbataillonen nur 50 Mann als Stamm zurückbleiben, treten zu lassen, auf sich beruhen lassen solle. ellen wird. Daß die 1000 Mann der Schußtruppe gleich in die mit Reservisten angefüllt werden. Durch die Schaffung der Südwestafrika gelassen werden soüen, ist doch ein tonspieliges Vollbataillone werden die älteren Jahrgänge entlastet. Die VorVergnügen. Die Chartered company wird bei uns nicht einlage ist ein Anerkenntniß der 2jährigen Diennzeit; denn wenn diese brechen, denn bei uns giebt es kein Gold wie in Transvaal. sich nicht bewährt hätte, würde man die Truppen doch nicht mit neuen ( Heiterfeit.) Zum Ban von Eisenbahnen und Telegraphen kann Aufgaben betrauen und nicht neue Formationen vornehmen. Den Anman die Schuytruppe ich meilich gebrauchen; denn sie wird dies trag Richter fönnen wir nicht annehmen; wir können annehmen, daß nicht verstehen. Uebrigens kommen Eisenbahnen nicht in be- die zweijährige Dienstzeit sich bewähren wird. Wir werden daher tracht. der Vorlage zustimmen. Echaziekretär Graf Posadowsky erklärt, daß eine summa. rische Uebersicht über die ergangenen Ordres alljährlich der der Uebersicht über die Ausgaben und Einnahmen beigegeben werden soll. Für die ergangenen faiserlichen Gnadenerlaffe über. nehme der Reichskanzler formell die Verantwortung, da solche ohne seine Mitwirkung überhaupt nicht ergehen. Abg. Rickert spricht sich im Sinne der Kommissionsvorschläge aus. Die formelle Frage der Kontrafignatur werde damit allerdings bei feite geschoben. Abg. Prinz Arenberg( 8.) beantragt Kommissions berathung. Abg. v. Bennigsen( natl.) fragt den Abg. Bebel, ob er für feine im Februar gegen die Kolonialverwaltung und gegen den Dr. Peters erhobenen schweren Angriffe mittlerweile die Beweise bejchafft habe. Aften Abg. Graf Arnim: Ich komme wieder darauf zurück, Abg. Lieber( 3): Die Bedenken, welche ich in der ersten warum hat Heir Bevel sich nicht von den Missions berichten ein Sefung vorgebracht habe, sind in der Kommission im wesentlichen Darauf wird, dem Kommissionsantrage entsprechend, die Ent Exemplar temmen lassen, um das Vorbandenisein des Brieses beseitigt; eine Gefährdung der ehrlichen Probe für die zweis Taftung für die allgemeine Rechnung von 1884/85 ausgesprochen. nachzuweisen. Davon fönnen ihn alle diedensarten nicht rein jährige Dienstzeit liegt nicht vor; es ist auch nicht zu befürchten, Es folgt die erste Berathung des Gefeßentwurfs wegen Abwaschen. Ist es denn recht, daß die Herren, welche die freie daß die neuen Vollbataillone zu einer Erhöhung der Präsenzstärke änderung des Gesetzes vom 22. März 1891, betr. die faiser- Liebe predigen, ngendsam die Gesichter verhüllen, wenn sie von führen. Wir sind daher geneigt, für die Regierungsvorlage zustimmen. liche Schuhtruppe für Teutsch- Onafrika, und des Gesetzes emigen Ausschreitungen hören, die einige Weiße in Afrika Der Antrag Richter ist ja ein alter Bekannter. Ich könnte vom 9. Juni 1895 betr. die faiserliche Schutztruppe für Südwest- sich haben zu schulden kommen lassen? Ist es recht, daß man darüber schweigen, wenn nicht ein Gegensatz zwischen Herrn Afrika und für Kamerun. sich darüber empört, daß ein Negermädchen infolge emes Richter und uns konftruirt würde. Die gefeßliche Festlegung der Richter fpruches aufgehängt wird, daß man aber einen Mann zweijährigen Dienstzeit ist nicht in Frage gestellt; sie ist festmoralisch todt schlägt, der Ihnen politisch unb quem ist? Wenn gelegt bis 1898 und wir können den verbündeten Regierungen eine Wehrfteuer verlangt wird, dann rührt sich das Herz des nicht zumuthen, ihrerseits auf die dreijährige Dienstzeit zu ver Herrn Richter den armen. Engländern gegenüber. Eisenbahnen zichten, wenn wir ihnen nicht die Sicherheit der gegen sind auch anderswärts ohne Kohlen vorhanden und Wasser be- wärtigen Präsenzstärke geben, was wir nicht können und nicht tommt man in Südwestafrika immerzu durch artesische Brunnen. wollen. Abg. Haffe( natl.) ist auch dafür, die Vorlage der Budget- Abg. Haffe meint, daß ein Vorstoß von Kapland aus nach Abg. Rickert( frs. Vg.): Ich möchte in den Vordergrund tommission zu überweisen. Es werde jedenfalls die beste Lösung Westen möglich set; eine Eisenbahn, deren Wagen durch Ochsen stellen, daß wir es gewesen sind, denen das Volk die zweis der entstandenen Schwierigkeiten sein, wenn die Militärs, die bewegt werde, werde noch lange teine Ochsenbahn. jährige Dienstzeit verdankt, nicht denen, welche die Vorlage zur Schuztruppe fommandirt würden, aus dem deutschen Armee- Abg. Bebel: Ich habe keine Untersuchung über Re- 1893 abgelehnt haben.( Gelächter links und im Zentrum.) Wir verbande ausicheiden. hauptungen, som ern über Thatsachen verlangt und Graf Arnim haben an der Erhaltung der zweijährigen Dienstzeit ein großes Abg. Bebel: Herr v. Bennigsen hat seine Frage an eine hat die Thatsachen in bezug auf den Tr. Peters, abgesehen Interesse und haben die Vorlage darauf hin genau geprüft. falsche creffe gerichtet. Bis zu diesem Augenblick befinde ich von dem Tucker'schen Brief, nicht widerlegen können. Wir Die Kommissionsberathungen haben ergeben, daß an dem status im Herbst noch mich wenigstens noch nicht in der angenehmen Lage, deutscher werden verschiedene andere Dinge quo nicht das mindeste geändert wird. Die Treibereien der Wenn Reichskanzler zu sein, ich bin nicht einmal Direttor des Kolonial- erörtern. solche Anklagen emen gegen Mann Freunde der dreijährigen Dienstzeit erschrecken uns nicht. amts. Beide Behörden haben tamals erklärt, auf meme Rede im Reichsdienst erhoben werten, so fann die Regierung Abg. Richter( fr). Vp.): Herr Rickert hat es so dargestellt, hin eine Untersuchung gegen Dr. Peters auf's neue vornehmen sich nicht blos einen Punkt auswählen, sondern muß als ob die Frage der Erhaltung der zweijährigen Dienstzeit ein zu wollen. Ich habe damals und bei meinen Vernehmungen im alle Anklagepunkte genau untersuchen. Ich hoffe, daß Internum der Mehrheit des Hauses sei, zu welcher Herr Rickert Kolonialamt die Meinung vertreten, daß es sich nicht im Herbste die Regierung die über die Unter den kleinsten Theil stellt( Widerspruch Rickert's); er hat nur ver allein um jenen Brier an den Bischof Tucker handeln kann, suchung gegen Herrn Peters wörtlich und druckfertig vorlegt, geffen, zu sagen, daß die zweijährige Dienstzeit erkauft ist mit sondern um die ganze Handlungs- und Lebensweise des damit wir uns selbst überzeugen können durch Einsichtnahme. einer Erhöhung der Präsenzstärke um 80 000 Mann, während sie Dr. Peters in feiner Eigenschaft als deutscher Beamter in den Es wird, glaube ich, noch eine ganze Fülle hochinteressanter aber für weniger zu haben war.( Heiterfeit. Zuruf Rickert's: Wo Kolonien. Ich habe noch in der lezten Woche an das Kolonial- feineswegs schöner Thaisachen bekannt werden nicht blos in bezug wären Sie geblieben!) Darauf kommt es nicht an, wir veramt geschrieben, ich wünschte in der angedeuteten Richtung auf Peters, sondern auch in bezug auf manche andere. Mit der treten die Sache ihrer selbst, nicht unserer Mandate wegen. einige Untersuchungen. Zunächst kam es darauf an, den Bischof Feststellung des Missions berichts wäre gar nichts abgethan ch verlange nicht blos eine Militär- Strafprozeß- Vorlage, sondern Celbft Tuder überhaupt ausfindig zu machen. Anfangs wurde behauptet, gewesen. wenn er nicht existirt, ift nicht fie muß auch den Grundfäßen, welche der Reichstag aufgestellt er sei mittlerweile geñorben, das zeigte sich bei näherer Erfundigung gesagt, daß der Brief nicht existirt. Mein ganzes Befireben hat, entsprechen. darauf meinerieits als nicht richtig. Bischof Sinthie, der in jenen Debatten ist gerichtet, deir Bischof Tucker faffen. Abg. v. Manteuffel( f.) erklärt sich gegen den Antrag auch eine gewisse Rolle spielte, sofern Peters erwähnte, er habe Als besondere Wahrer der Sittlichkeit und Vioral haben wir Richter; die ehrliche Probe auf die zweijährige Dienstzeit sei einen Brief an ihn gerichtet, ist geftorren. Ich habe mich nun uns niemals aufgespielt. Nicht der Personen wegen haben wir zugefagt und müsse durchgeführt werden. erfundigt, wo Bischof Tucker fich befindet und welchen Inhalt diese Dinge vorgebracht, sondern zur Illustration der Thatsache Abg. Rickert: Von der Bewilligung der Militär Straf der Briefwechsel habe, den nach Angabe des Dr. Peters selbst wegen, daß Sie sich als Wahrer von Wahrheit und Sittlichkeit prozeß Ordnung kann man die jetzige Vorlage nicht ab er mit dem Bischof Emithie gehabt. Da Smithie todi ist, konnte uns gegenüber fortgesetzt hinstellen und uns als den Auswurf abbängig machen. Also eine gute Seite hat die Vorlage von ich nur an die Gesellschaft mich wenden, zu der er gehörte, deren der Menschheit bezeichnen; wir wollten Jonen zeigen, daß Sie 1893 doch gehabt, um der zweijährigen Dienstzeit willen haben wir Sefretär mir erklärte, er tönne nichts in der Sache thun, zu dieser fiulichen Entrüstung gar keinen Grund haben. Wir die Vorlage angenommen.( Heiterkeit.) der Nachlaß sei in den Händen der Testamentsvollstrecker; würden Ihnen feltener Ihr eigenes Spiegelbild in Vertretern Abg. Richter: Die anderen Parteien Twaren der Meinung, wollte ich etwas daraus wissen, so dürften nur die Testaments Ihrer eigenen Gesellschaft vorhalten, wenn Sie sich nicht immer daß die Wiilitär- Strafprozeß- Ordnung doch mit der Vorlage in vollstrecker darüber Auskunft geben. Darauf wandte ich mich in den Mantel der ſittlichen Entrüftung hüllten. In feiner Verbindung steht und daß nur deshalb der Reichskanzler seine durch Vermittelung eines Freundes in England an die Testaments Gesellschaftsklasse wird die freie Liebe mehr praktizirt als in entgegenkommende Erklärung abgegeben hat. vollstrecker. Diese lehnten turzerhand jede Auskunft ab. Die be- der, welcher Graf Arnim angehört. Ich erinnere nur Wir könnten ganze zeichneten Mittheilungen habe ich dem Auswärtigen Amt zu Herrn v. Hammerstein. ganze Körbe voll gehen lassen. Wo sich Bischof Tucker in Ostafrika befindet, schmutziger Wäsche hier waichen. Lassen Sie solche Anklagen weiß ich im Augenblick selbst nicht genau. Er ist aber dort gegen uns, die eines anständigen Menschen durchaus unwürdig Ich habe das um Auswärtige Amt seine diploma- find. Wir thun als ordnungsliebende und wahrheitsliebende tische Mitwirkung zur Ausfindigmachung des Wohnortes Menschen unsere Pflicht, und wenn wir hier auflagen, fo haben ber des Bischofs Tucker gebeten; da die Dinge nach Ostafrika hinein wir tausendmal Gelegenheit, Anlagen zu erheben.( Beifall links.) aber auch einige weitere Positionen enthält. In bezug aus Neu an B Der Antrag Richter wird gegen die Stimmen der Sozial demokraten, der freisinnigen und der deutschen Volkspartei, einiger Antisemiten und Polen abgelehnt. Die eigentliche Vorlage wird ohne Debatte genehmigt. Es folgt die Berathung des Nachtragsetats, eine Folge der eben angenommenen Vorlage ist, Guinea sollen 180 000 M. zur Bestreitung der Verwaltungs- der Justiznovelle für die erste Juliwoche in bestimmte ziussicht| Studenten einen derartigen Dolus zu unterstellen; wir beide haben toften eingestellt werden; dagegen kommen 11 600 M. für einen genommen werden darf, wird alsbald die Entscheidung zu treffen lediglich von einem Versehen des Vereins Deutscher Studenten gerichterlichen Beamten im Bismarckarchipel in Wegfall. sein, was mit dem übrig bleibenden Gegenstande geschehen soll. sprochen. Georg Lewinstein stud. med., Alexander Rost, " Die Kommission beantragt Ablehnung dieser Vorschläge. Nachdem die gewaltige Arbeit der Kommissionsberathung der cand. med. Mitglieder des Direktoriums der Akademischen Berichterstatter ist Abg. Haffe, welcher über die Kommissions: Justiznovelle zweimal geleistet worden ist, dürfte die Regierung Lesehalle. verhandlungen eingehende Mittheilungen macht und namentlich faum Schwierigkeiten machen, wenn aus parlamentarischen Kreisen Schulstatistik. Wie im Jahre 1891, so soll auch in diesem hervorhebt, daß gewisse Gerüchte dem Reichsschatzsekretär Ver- der Wunsch nach Vertagung statt Schlusses des Reichstags laut Jahre eine statistische Aufnahme des gesammten niederen Echulanlassung gegeben haben zu einem Schreiben an den Vorsitzenden werden sollte. wesens in Preußen im Anschluß an die Volkszählung vom der Budgetkommission, daß keinerlei Meinungsverschiedenheiten Die Juterpellation des Zentrums betreffend die Auf- 2. Dezember 1895 stattfinden. Als Stichtag hierfür ist der zwischen dem Reichsschatzamt und der Kolonialabtheilung vorhebung des Jesuitengesetes ist dem Reichstage Schles. 3tg." zufolge der 27. d. M. festgesetzt worden. Als liegen. unterbreitet worden. Dieselbe lautet: Erhebungsorgane fungiren die Orts- Schulinspektoren. Die ausAbg. Werner( Reform- P.) erklärt, daß er in jener Sigung der Kommission Protokollführer gewesen sei und die Auffassung Mehrheit den Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Aufhebung 15. Auguft d. J. einzureichen. Am 20. Februar 1895 beschloß der Reichstag mit großer gefüllten Zählpapiere sind der Regierung bis spätestens zum gehabt habe, als ob Graf Posadowsky sich für die damals vorgeschlagene Resolution ausgesprochen und sich damit in Gegensatz des Gesetzes über den Orden der Gesellschaft Jesu vom 4. Juli 1872( R.-G.-BI. S. 253). zum Direktor der Kolonialabtheilung Kayser gestellt habe. Redner erklärt, daß er nicht in der Lage sei, an seinem Protokoli etwas zu ändern und spricht seine Freude darüber aus, daß der Vertrag einstimmig abgelehnt sei, weil er die Rechte des Deutschen Reiches erheblich beeinträchtigt hätte. Staatssekretär Graf Posadowsky: Ich habe Verwahrung gegen das Protokoll bei dem Vorsitzenden der Budgetkommission eingelegt. Abgg. Müller- Fulda, Singer( Soz.) und Pod. bielski( R.) bestätigen, daß das Protokoll die Stellung des Grafen Posadowsky falsch dargestellt hat. Berliner Verkehr. In der Woche vom 6. bis 12. Juni Am 7. Dezember 1895 theilte der Stellvertreter des wurden auf Pferdebahnen, Straßenbahnen und Omnibus nach Reichskanzlers Herr Staatssekretär und Elaatsminister Treptow und zurück je 102 000 Personen befördert. Die Eisens ein Beschluß des Bundesrathes über den obigen Reichstags- Berlin und rund 163.000 Personen von Berlin nach Treptow. v. Bötticher dem neu zusammengetretenen Reichstage amtlich mit, bahnen beförderten rund 271000 Personen aus Treptow nach Die Schiffe wurden von rund 16 000 Personen nach Treptow Der beschluß sei bisher nicht erfolgt.( Drucks. Nr. 87, S. 8). und von fast 8000 Personen zurück nach Berlin benutzt. Fremdenverkehr in Berlin betrug in derselben Zeit rund 17 500 Personen. Die Unterzeichneten richten an den Herrn Reichskanzler die Fragen: 1. ist ein Beschluß des Bundesrathes in dieser Angelegenheit auch heute noch nicht erfolgt? Und wenn nicht, 2. aus welchen Gründen hat der Bundesrath die Fassung einer Entschließung über den genannten Beschluß des Reichstags Abg. Werner bestreitet, daß er eine tendenziöse Absicht gebis jetzt verzögert habt habe.( Vizepräsident Schmidt: Der Staatssekretär hat nur von der Presse gesprochen.) Abg. Bebel( Soz.): Um die Neu- Guinea- Gesellschaft habe ich mich nicht gekümmert, weil das Reich für sie kein Geld auf zuwenden brauchte. Der Vertrag mit der Neu- Guinea- Gesellschaft ist bereits in erster Lesung verurtheilt worden und die einstimmige Ablehnung seitens der Kommission ist die stärkste Verurtheilung. Man muß fragen, wie die Reichsregierung zum Abschluß eines solchen Vertrages kommen fonnte. Tie Kapitalistenkreise üben allerdings einen großen Einfluß auf die Gesetzgebung aus; aber dieser Vertrag sieht so aus, als wenn die Gesellschaft jede Bedingung ohne Widerspruch vorschreiben tönnte und das Reich sich fügen müsse. Bezüglich des Herrn Hammacher habe ich nach einer persönlichen Unterhaltung mit ihm zu erklären, daß er persönlich große Opfer gebracht hat zur Förderung der Kolonialpolitik, daß er auch an diesem Vertrage fein direktes Jutereffe hat. Im Interesse der Ehre der Reichsbeamten wünsche ich, daß der Reichstag niemals mehr in die Lage kommen möge, solche Verträge zu berathen. Kolonialdirektor Kayser: Die letzten Worte muß ich mit aller Bestimmtheit zurückweisen. 3. gedenkt der Herr Reichskanzler eine solche Entschließung nunmehr, nach Ablauf von 16 Monaten und jedenfalls noch vor Beendigung des gegenwärtigen Abschnittes der Reichstagsarbeiten herbeizuführen? Berlin, 13. Juni 1896. Graf Hompesch. ( Folgen die Namen der Mitglieder und Hospitanten.) Voraussichtlich wird diese Interpellation an einem der ersten Tage in der nächsten Woche im Reichstage zur Verhandlung kommen und wird sie vom Vorsitzenden der Zentrumsfraktion des Reichstags Abg. Grafen Hompesch begründet werden. Lokales. Ein großes Volksfest wird gemeinschaftlich von Partei genossen des 4. Berliner und des Niederbarnimer Wahlkreises am Sonntag, den 21. Juni, im Schloß Weißensee abgehalten. Mitglieder der Arbeiter- Bildungsschule und des Arbeiter- Sängerbundes werden ihr bestes thun, um die Veranstaltung zu einer würdigen und genußreichen zu machen. Da troz des überaus reichhaltigen Programms, über welches im Inseratentheil näheres mitgetheilt ist, das Billet im Vorverkauf nur 20 Pf. foftet, wird auf zahlreichen Besuch aus allen Kreisen der Arbeiterschaft zu rechnen sein. Die jüngsten Erwerbungen des Berliner Aquariums bilden wertvolle Ergänzungen zu fast allen Abtheilungen des Instituts. Der aus Pflanzenthieren, Korkschwämmen, Röhrenwürmern, Haarsternen u. a. sich zusammensetzenden Bewohnerschaft des ausgedehnten und jetzt mit freudiggrünen Meeresalgen ausgestatteten Stilleleben- Beckens im unteren Gange sind einige neue und schöne Sergeln, Korallen: c. beigefellt worden und außerdem mehrere merkwürdige schiefbreieckige, gegen 1/2 Meter hohe Gebilde, die mit ihrer vorderen Spize im Sande stecken und mit dem tlaffenden Hintere de über die andere Baffin= bevölkerung hinausragen; sie geben sich dem Kundigen als die Schalen der im Mittelmeer heimischen Steckmuscheln zu erkennen, deren kleinere Verwandten namentlich die goldglänzenden Byssusfäden zur Herstellung von Handschuhen, Geldbeutelu u. bergl. liefern. Ein feltenes Vergnügen wurde am Sonntag Morgen einem Theile des Berliner Publikums durch die pomphafte Auffahrt des chinesischen Botschafters Li- Hung- Chang bescheert. Die Galawagen, welche den Botschafter und sein Gefolge durch die Straßen führten, waren in auffallender Fülle von Kavallerie bes gleitet. Das Publikum hat es, nach dem„ Berliner Tageblatt", besonders komisch gefunden, daß die Chinesen sich nach dem verständigen Brauch ihrer Heimath durch überaus große Schirme vor den Sonnenstrahlen zu schüßen suchten; im übrigen hat Li Hung- Chang, wie dasselbe Blatt meldet, den Berlinern derart imponirt, daß sie ihn pietätvoll als den mongolischen Heldengreis bezeichneten. Achthundert ruthenische Landarbeiter sind vorige Woche mit Frauen und Kindern auf dem Auswanderer- Bahnhof Ruhleben hat den Leuten die üblichen großen Versprechungen gemacht, eingetroffen, um nach Brasilien zu gehen. Die dortige Regierung durch welche schon so mancher Auswanderer bitter betrogen worden ist. Abg. Graf Arnim: Wir lehnen den Vertrag ab, aber aus anderen Gründen als Herr Bebel. Redner hofft von dem Patriotismus der Gesellschaft, daß sie beffere Bedingungen gewähren und daß sie nicht an fremde Gesellschaften die Ausbeutung ihrer Länder abtreten wird. Abg. Bebel( Soz.): Die Weitsichtigen in der Kolonial- Rummelsburg Stralan. Die Genossen und Genossinnen politik haben Unrecht erhalten, während die Kurzsichtigen mehr 8 Uhr, in der Brauerei Stralau stattfindende Boltsversammlung werden hiermit auf die am Mittwoch, den 17. Juni, abends als ihnen lieb ist Recht behalten haben. Das beweist die stetige noch besonders aufmerksam gemacht. Genosse Türk hält in der Steigerung der Aufwendungen für die Kolonien, deren felben einen Vortrag über:„ Die Erzeugung und Bertheilung möglichst schnelle Aufgabe für das Reich das beste wäre, auch wenn wir auf alle gemachten Aufwendungen der Werthe in der sozialistischen Gesellschaft." Der Einberufer. Ein theures Nachmittagsschläfchen hat dieser Tage der verzichten müßten. Wenn in Neu- Guinea etwas zu holen wäre, Bei der gestrigen Erfazwahl zur Gemeindevertretung Kutscher Wilhelm Gottwald aus Briß gemacht. Er wollte hätten die Engländer oder Holländer sich des Landes schon längst in Rigdorf wurde Genosse Ostermann mit 475 Stimmen einen freien Nachmittag zum Besuch der Gewerbe- Ausstellung bemächtigt. Goldfunde sind auch von Ostafrika und Südwest- gewählt. Sein Gegner erhielt 5 Stimmen. benußen, fehrte aber unterwegs mehrfach in Lokalen ein und legte afrika behauptet worden, aber sie zeigten sich nicht als lohnend. Die Herren von der hohen Finanz haben Opfer genug gebracht Dem Kriegerverein zu Schmöckwitz haben wir neulich fich schließlich ermüdet am Treptower Dammweg zu einem und wollen das weitere dem Reiche überlassen. Das nehme ich zu unrecht wehe gethan. Nicht an dem Verein liegt die Schuld, Schläfchen nieder. Als er nach mehreren Stunden erwachte, ihnen nicht übel; aber wir haben teine Ursache, auf solche Vor- daß der Gastwirth Herr Kurras seiner Ehrenmitgliedschaft mußte er die unangenehme Entdeckung machen, daß ihn Diebe Es fehlte ihm nicht nur das schläge einzugehen. enthoben werden soll. Der Ausschluß ist vielmehr von Amts vollständig ausgeraubt hatten. Militärpaß, sondern auch die Nach Schluß der Debatte bittet Abg. Hammacher( natl.) wegen verfügt worden, worüber folgendes behördliche Echreiben 18 M. enthaltende Portemonnaie und sein Jacket mit dem Unterbeinkleider und das nene den Präsidenten, zum stenographischen Bericht festzustellen, daß er Auskunft giebt: sich bezüglich dieser ganzen Frage der Betheiligung an den VerAuf Anordnung des Herrn Landraths eröffne ich Trikothemd! Bisher sind die Räuber leider nicht zu ermitteln handlungen und Abstimmungen enthalte, da er es für Pflicht dem Kriegerverein, daß die Bestätigung der Satzungen gewesen. Ein Stück Menschenfreundlichkeit eigenthümlicher Art jedes Abgeordneten erachte, fich nicht zu betheiligen bei der Ab- des Vereins zurückgezogen werden wird, wenn der Verein den ftimmung über solche Dinge, die ihn selbst angehen. Die Er Gastwirth Karl Kurras nicht aus dem Verein ausschließt, sowie erregt im Norden der Stadt unter den dortigen Händlern be flärung des Herrn Bebel ihm gegenüber sei durchaus loyal gewesen, daß mit der Zurücknahme der Bestätigung der Verein aufhört, rechtigtes Aufsehen. Diese Leute zahlen im Todesfalle eines er wolle nur hinzufügen, daß er von dem ganzen Vertrage erst Kriegerverein zu sein und damit alle diejenigen Vorrechte Mitgliedes aus ihrem Verein den Hinterbliebenen eine Beihilfe Renntniß erhalten habe, als derfelbe dem Reichstage vorgelegt und Vergünstigungen verliert, welche ausschließlich diesen zu den Beerdigungskosten in Höhe von hundert Mart; der Vereinen ertheilt werden. Ueber den erfolgten Aus- Betrag wird in der Weise aufgebracht, daß jeder Angehörige des mir ist Die auf Neu- Guinea bezüglichen Titel wurden darauf ein- schluß binnen spätestens vierzehn Tagen Vereins bei solchem Anlaß einen besonderen Beitrag entrichtet. ftimmig abgelehnt. Im übrigen werden die für den Etat des Mittheilung zu machen; andernfalls wird angenommen werden, als in diesem Falle die Summe derart zusammengebracht war, Auswärtigen Amts nachgeforderten Ausgaben genehmigt. daß der Verein die Ausschließung verweigert. wurde. Um 6 Uhr wird die weitere Berathung bis Dienstag 1 Uhr vertagt. Außerdem Rechnungsvorlagen und dritte Berathung der Militärvorlage. Parlamentarisches. An den Kriegerverein zu Schmöckwit 3. H. des Vorsitzenden Herrn Kelz. ( gez.) F. von der Decken ( Amtsvorsteher). belegte der Vorsitzende das Beerdigungsgeld mit Beschlag, anstatt es an die Familienangehörigen des Todten abzuliefern; angeblich geschah dies, weil er an den Verstorbenen noch eine Forderung hatte. Der Leiter des Vereins soll ein wohlhabender Mann sein, der in feiner Weise nöthig hätte, eine arme Wittwe auf solche Weise in bitterste Verlegenheit zu bringen. Indem wir unser Bedauern darüber ausdrücken, daß wir in Unkenntniß der Sachlage den Kriegerverein einer" patriotischen Aus Abneigung gegen den Soldatenstand hat ein Mann Der Gefeßentwurf über die Feststellung eines zweiten Handlung" geziehen haben, bemerken wir nochmals ausbrücklich, seinem Leben ein gewaltsames Ende bereitet. Der 32 Jahre alte Nachtrags zum Reichshaushalts Etat für das daß das Verbrechen, das Herrn Gastwirth Kurras nach amtlicher Heizer Ludwig Jendrzejewski war im St. Hedwigskrankenhause Etatsjahr 1896/97, nebst Anlage, ist dem Reichstage zu- Anschauung der Ehrenmitgliedschaft im Kriegerverein unwürdig in der Großen Hamburgerstraße angestellt und sollte sich dem gegangen. Er lautet: erscheinen läßt, in nichts weiterem besteht, als daß der Herr, der nächst zu einer militärischen Uebung stellen. Er konnte seinen als Gemeindevertreter seit langem in Schmöckwitz in hoher Widerwillen gegen den bunten Rock aber nicht überwinden, Achtung steht, sein Lokal zu sozialdemokratischen Versammlungen weshalb er seit einiger Zeit der Flasche start zugesprochen und hergiebt. darin Bergessenheit gesucht hatte. Am Sonntag Nachmittag um 5 Uhr betrat ein Arbeiter den in einem Hintergebäude belegenen Maschinenraum und fand dort den Heizer in einer Höhe von über 2 Meter an einer Welle mit einem Strick be festigt als Leiche auf. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Der Tod war schon mehrere Stunden vorher eingetreten. § 1. Der diesem Geseze als Anlage beigefügte zweite Nachtrag zum Reichshaushalts- Etat für das Etatsjahr 1896/97 wird in Ausgabe auf 451 057 M. an fortdauernden Ausgaben und in Einnahme auf 451 057. festgestellt und tritt dem durch das Gesetz vom 19. März 1896 festgestellten Reichshaushalts- Etat für das Etatsjahr 1896/97 hinzu. Wir zweifeln nicht daran, daß die Arbeiterschaft von Berlin und Umgegend ihr Möglichstes thun wird, damit die Wirthe, die alle Parteien nach dem Grundsage gleiches Recht für alle behandeln, die behördliche Ungnade nicht allzu schmerzlich verspüren. Der angebliche Graf Kalkreuth, von dessen Selbstmord wir berichteten, soll als der noch nicht 21jährige Otto Kahl aus Stralsund festgestellt worden sein, der bis vor sechs Wochen Schüler einer hiesigen Militärvorbildungs- Anstalt war. Wohnung. § 2. Die Mittel zur Bestreitung des im§ 1 bezifferten Mehrbedarfs sind, soweit sie nicht durch Mehrerträge bei den außer den Matrikularbeiträgen zur Reichstaffe fließenden regelAuffallend groß ist der Eifer der Polizeibehörden den ausmäßigen Einnahmen ihre Deckung finden, durch Beiträge der gesperrten Sutmachern gegenüber. Es ist eine bekannte Nebung einzelnen Bundesstaaten nach Maßgabe ihrer Bevölkerung auf der Polizeiorgane, Streifende zu beaufsichtigen, zu sistiren und in zubringen. An fortdauernden Ausgaben werden in Kapitel 37 Gewahrsam zu halten. Daran wäre ja nichts besonderlich verwunderliches und erwähnenswerthes. Auffallend ist blos der ( Artillerie und Waffenwesen) Titel 21 des Militär Mißgriff der behördlichen Organe, sie scheinen nicht zu wissen, mittag in der Neuen Schönhauserstraße gelegentlich Berladung Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich Sonnabend Nach Etats( zu Versuchen im Bereiche des Artillerie daß nicht die Arbeiter, sondern daß die Unternehmer streifen. Bisher eines Regals. Mehrere Arbeiter versuchten dasselbe vom Wagen wesens) 400 000 m. verlangt. Der im Stat für ist freilich nicht bekannt geworden, daß von den streitenden herabzuheben; dabei schlug das hohe Holzgerüst um, auf den 1894/95 von 750 000 m. auf 1250 000 m. erhöhte Unternehmern irgend einer aus der Kneipe geholt worden sei, Bürgersteig hinauf und traf die gerade vorübergehende Frau des Fonds hat sich in diesem Statsjahre als daß Poftensteher verhaftet worden, daß Unternehmer zwei Tage Kaufmanns Simon so schwer, daß sie bewußtlos zusammenbrach. unzureichend erwiesen und mußte um 893 371,12 M. auf dem Alexanderplatz zurückgehalten werden, ohne daß zu Man brachte die Verunglückte, die anscheinend innere Verlegungen überschritten werden. Auch im Etatsjahre Etatsjahre einem Verfahren ein Anlaß gefunden wurde. Den Arbeitern 1895 96 war der Fonds unzulänglich; der Mehrbedarf beträgt rund 401 000 M. Diefes lettere Ergebniß war bei Auf gegenüber, die nicht streiken, sondern ausgesperrt werden, glaubt erlitten hat, nach ihrer in der Alten Schönhauserstraße belegenen stellung des Etats für 1896/97 noch nicht vorauszusehen. Aus man solche Maßregeln anwenden zu können. Unter dem Geleite einer großen Menschenmenge wurde diesem Grunde und in der Voraussetzung, daß es möglich Zahlreiche Ordnungsstrafen dürften in nächster Zeit Montag Nachmittag um 41/2 Uhr ein Brigadeschreiber von der fein würde, mit dem Etatssoll auszukommen, ist eine Er- gegen hiesige Gastwirthe festgesetzt werden, welche Kellnerinnen 11. Brigade, deren Kommando sich hier in der Genthinerstraße höhung des Fonds für 1896/97 nicht angefordert worden. Da beschäftigen, die nicht zur gefeßlichen Krankenversicherung an befindet, vom Stettiner Bahnhof durch einen Gendarmen in das jedoch zur Zeit eine Verminderung des Umfangs der gemeldet sind. Der Vorstand der hiesigen Orts- Krantentaffe Militär- Arrestgebäude gebracht. Der Schreiber war ohne Urlaub Versuche nicht zu erwarten ist, macht sich die oben der Gastwirthe hat eine Revision solcher Wirthschaften vornehmen in Eberswalde abgefaßt worden. Während den militärischen stehende Mehrforderung nachträglich nothwendig. laffen, die, obwohl sie nicht erschöpfend sein konnte, doch die Transporteuren vorgeschrieben sein soll, in Berlin die Gefangenen Diese horrenden Ausgaben für Versuche mit neuen Waffen Bahl von rund 400 nicht zur Krankenkasse gemeldeten Kellnerinnen mit einer Droschte zu befördern, brachte der Gendarm den Mann stellen Hundertmillionen Forderungen für eine allgemeine Neu- ergab, die zweifellos versicherungspflichtig waren. Außer der bewaffnung leider in nahe Aussicht. verwirkten Ordnungsstrafe haben die betreffenden Schankwirthe 8 Fuß in den Arrest, so daß er bald eine große Menschenmenge um sich hatte. Die Rechnungs- Kommission hatte der vorerwähnten auch noch die nachträgliche Einziehung der Krankenkassen- Beiträge 1894/95 erfolgten Etats. Ueberschreitung( 393 371 Mart) die zu gewärtigen für die Zeit, in der die versicherungspflichtigen Der in einem hiesigen Kommiffionsgeschäft thätig ge= Decharge vorenthalten. Dementsprechend ist in Kap. 44 Kellnerinnen bei ihnen beschäftigt waren. wefene Kaufmannslehrling Georg Posuenski erhielt am Militärverwaltung in Bayern" mit 51 057 Mart auf den Etat 6. d. M. den Auftrag, von einer Filiale der Deutschen Bank, Uns wird geschrieben: In der bei welcher sein Prinzipal ein Depot hatte, die Summe von gebracht. Nach§ 5 des Bündnißvertrages mit Bayern vom Sigung des Direktoriums der Akademischen Lesehalle am Frei 2800 M. zu erheben. 28. Nov. 1870 ist der für das königl. bayerische Militär- Kontingent im tag, den 12. Juni 1896 soll Ihrer Zeitung zufolge ein Vertreter Bohnes der für das Geschäft thätigen Arbeiter verwendet werden. Das Geld follte zur Auszahlung des Reichshaushaltsetat in einer Summe auszuwerfende Ausgabebetrag des Sozialwissenschaftlichen Vereins und ein Spreve gesagt haben: Bosnensti hat das Geld thatsächlich erhoben, ist indeß weder nach Verhältniß der Kopfstärke dieses Kontingents( 54 246 Ge Der Verein Deutscher Studenten habe wissentlich einen nach dem Geschäfte, noch nach seiner Wohnung bisher zurückmeine u. s. w.) und der für die übrigen Theile des Bundesheeres nichtstudenten aufgestellt." Soweit sich dies auf einen Vertreter gekehrt. Die Nachforschungen nach dem Verbleibe des Flüchtigen ( 424 983 Gemeine u. f. w.) durch den Militäretat angesezten des Sozialwissenschaftlichen Vereins bezieht, ist es unrichtig. Gin gekehrt. Die Nachforschungen nach dem Verbleibe des Flüchtigen Ausgaben zu bemessen. In der Einnahme find für Kap. 22 Tit. 1/26 Abschnitt XI: Matrikularbeiträge nach Maßgabe des fein kann in dem Bericht nur einer von uns beiden, die wir dem solcher existirt gar nicht in der Akademischen Lesehalle. Gemeint baben ein Ergebnis bis jest nicht gehabt. Das Luisen- fer vom Rampenfuß der Bärwald- Brücke § 2 des Gesetzes 451 057 M. in Anfaz gebracht. Sozialwissenschaftlichen Verein angehören, resp. angehört haben. bis zum Wajjerthor- laz wird wegen Umpflasterung, die PaulJustizuovelle. Die Nationalliberale Correspondenz" schreibt: Wir beide aber verwahren uns ganz energisch dagegen, auch nur fraße von der Gerhardfiraße bis zur Melanchthonstraße wegen Da der Abschluß aller Heichstags- Angelegenheiten mit Ausnahme einen Moment daran gedacht zu haben, dem Verein Deutscher Asphaltirung bis auf weiteres für Führwerke und Reiter gesperrt. S Akademische Lesehalle. zu Turch einen zweijährigen Knaben sind am Sonnabend I wären, sich bei dieser Gelegenheit aus petuniären Gründen von Nothwendigkeit eines strengen Gefezes gegen den unlauteren zwei Gelegenheitsdiebe festgenommen worden. Am Nachmittag ihren Kleinen zu trennen. Uebrigens haben auch diese Leute zu Wettbewerb hin, denn es ist doch unerhört, daß eine Meierei". desselben Lages befand sich der Geschäftsteller von H. Höhne in dem Aufblühen des Berliner Gewerbes, das in Treptow seinen die doch nur mit Erzeugnissen von Milch zu thun haben sollte, der Landwehrstraße für wenige Minuten unbeaufsichtigt und Triumph feiert, nach Kräften beigetragen, und sie verlangen mit diese zweifelhaften Gemische feithalten darf. Jedenfalls dürfte sich Diese Gelegenheit benutten zwei vorüberfahrende Führer eines recht, daß auf die Bedingungen, unter denen sie leben, Stücksicht die mit Judentalg und sonstigen Fettgemischen handelnde Firma nicht Meierei" nennen dürfen." Diese Notiz gab Geschäftswagens, um die Ladenkasse auszuräumen. Der Dieb- genommen wird." stahl wurde jedoch nach wenigen Augenblicken bereits von Frau H. Wenn man in betracht zieht, welche Männer an der Spike dem obengenannten Inhaber der Holsteiner Meierei Veranlaffung, entdeckt, die, auf die Straße eilend, ihren zweijährigen Knaben des Ausstellungsunternehmens stehen, so kann mau sich eigent- gegen den verantwortlichen Chefredakteur der Deutschen Tages an der Ecke der Landwehrstraße stehen sah. Der Kleine deutete lich über die volksfeindliche Haltung der Herrschaften nicht mehr Beitung" auf dem Wege der Privatklage vorzugehen. Der erste nach einem dicht an der Ecke stehenden, mit Sand beladenen besonders wundern. Richter hatte nicht in dem Schlußsaß des beanstandeten Artikels, Wagen, indem er der Mutter zurief: Die Männer waren im Laden." Die resolute Frau ließ kurz entschlossen die beiden Kutscher festnehmen und auf der Polizeiwache stellte sich auch alsbald heraus, daß dieselben gemeinschaftlich den Diebstahl ver übt hatten. " Auf der Straße wurde am Sonntag Morgen um 5 Uhr der 47 Jahre alte Knecht Friedrich Baumgart, der von aus wärts hierher gekommen war, um Arbeit zu suchen, vom Tode ereilt. Vor dem um und war Hause Artilleriestraße 23 fiel der Mann plöglich Haltestelle passiren todt. Von einem Der im Berufungstermin, Rechtswettbewerb betreibe eine Beleidigung gefunden. Ein Extrablatt- Fabrikant hat am Montag Morgen die sondern nur in dem Vorwurf, daß der Kläger unlauteren schwindelhafte Nachricht verbreitet, daß bei einem Zusammenstoß Bertreter des Beklagten auf der elektrischen Rundbahn 29 Personen verwundet worden anwalt Raegel, beantragte dessen völlige Freisprechung, seien. Dieser Schreckensnachricht liegt folgender Borfall zu da demselben als Redakteur eines Blattes, welches grunde: Der Zusammenstoß von zwei Wagen der elektrischen die Interessen der Landwirthe wahrzunehmen habe, der Rundbahn ereignete sich Sonntag Nachmittag vor dem Gebäude Schutz des§ 193 des Strafgefehbuchs zugebilligt werden der Stadt Berlin. Daselbst mußte der vollbesezte Wagen Nr. 28 müsse, abgesehen davon, daß eine beleidigende Absicht nicht vor halten, um den vor ihm befindlichen Train die nächste handen sei. Der Vertreter des Klägers, Rechtsanwalt Dr. Halpert, zu laffen. Inzwischen wurde er widersprach dieser Auffassung und wies außerdem darauf hin, eins ihm nachfolgenden Wagen( Nr. 8) daß auch in dem Schlußsatz des fraglichen Artikels eine Be geholt, auf dem der Wagenführer aus Unachtsamkeit die leidigung und eine beleidigende Absicht zu finden sei. Dieser AnBreme vorrichtung zu spät in Bewegung setzte. Mit voller Fahrt ficht trat der Gerichtshof bei, die Berufung des Beklagten wurde stieß der Wagen auf den dort haltenden. Fensterscheiben zer- fostenpflichtig verworfen. sprangen, und während sonst alle Insassen mit dem bloßen Wir meldeten bereits, daß Justizrath Kleinholz in Schreck davontamen, erhielten durch Glassplitter die auf dem Im Eisenbahnzuge wurde am Sonnabend die 84, Jahre Hinterperron des ersten Wagens befindlichen zwei Schuhmacher- dem bevorstehenden Hauptverhandlungstermin gegen Friz alte Wittwe Johanna Höllner geb. Wirth aus Landsberg a. W. meister Grust Simple, Sophienstr. 28/29, und Karl Kirchner, Friedmann die Vertheidigung nicht mehr führen werde. Dem vom Tode ereilt. Als der Zug in den hiesigen Anhalter Bahn- Scharrenstraße 8, an der Stirn leichte Verlegungen. Beiden letzteren wird nunmehr Rechtsanwalt Dr. Mamroth- Breslau boj einlief, trug man die Leiche aus einer Abtheilung 2. Klasse wurde auf der nahe belegenen Sanitätswache ein Berband an- für die mündliche Verhandlung zur Seite stehen. in das Bahnhofsgebäude, wo sie später eingefargt wurde. gelegt. Nach einer durchschwärmten Nacht hat sich die 37 Jahre alte Arbeiterin Johanna St. am Sonntag früh in die Spree gestürzt. Sie war anscheinend noch angetrunken. Ein Schiffer rettete die Lebensüberdrüssige. Eine Niederträchtigkeit empörender Art ist am vorEs muß übrigens betont werden, daß die vielen Betriebsgeitrigen Sonntag in Alt- Berlin an der Gattin eines Schrift störungen auf der Rundbahn, von denen faft täglich zu berichten setzers verübt worden. Als die Dame aus der Ausstellung ist, nicht gerade geeignet sind, das Vertrauen des Publikums zu heraustrat, wurde sie darauf aufmerksam gemacht, daß ihr Kleid fördern. 1 on bübischer Hand an zwei Stellen anscheinend mit einer Scheere 140 000 Personen sollen am Sonntag die Gewerbe- Auszerschnitten worden war. Es war in dem Gewühl nicht darau stellung besucht haben. Es wird berichtet, daß namentlich der zu denken, des Thäters habhaft zu werden; vielleicht aber eifern Stadtbahnverkehr diesmal bedeutend besser als bisher von Diese Zeilen die Verkäufer wie die Kriminalbeamten zur Aufmerk- statten ging. en die Verkäufer wie die Ser jamkeit an. Von einem Rohr wurde gestern Vormittag um 91/4 Uhr der 4 Jahre alte Sohn Fritz der Postschaffner Reiher'schen Eheleute . aus der Morißstraße 14/15 erschlagen. Der Knabe wollte aus der im linken Seitenflügel belegenen elterlichen Wohnung über den Hof hinweg das Haus verlassen. In diesem Augenblick flog von dem gegenüberliegenden Flügel etwa 3 Stock tief das Stnieſtück eines eisernen Rohrs herunter und dem Kind auf den Ropf. Die Schädelbecke wurde zertrümmert und der Tod trai fofort ein. Die Leiche ist beschlagnahmt, die Schuldfrage noch nicht erörtert worden. unft und Wiffenfchaft. Der Termin in der Revisionssache des Frhrn. v. Hammers stein ist zum 26. d. M. vor dem zweiten Straffenat des Reichsgerichts anberaumt worden. Rechtsanwalt Dr. Schwindt wird wieder vertheidigen. Annahme: Soziale Mebericht. Versammlungen. Die Versammlung verwirft jede Tarifgemeinschaft und fordert den Gehilfenvertreter auf, sein Mandat niederzulegen, ba er wohl seine eigenen Anschauungen vertreten, aber nicht den Forderungen der Gehilfenschaft Rechnung getragen. Der Gehilfenvertreter Giesecke bemerkte hierzu, daß er sich an diese Aufforderung, sein Mandat niederzulegen, nicht fehre. Sein Mandat habe er durch Urabstimmung erhalten und könne ihm nur auf die gleiche Urt genommen werden. Dagegen wolle er für die Forderungen der Gehilfen bis zu den am 17. Juni erfolgenden Schlußberathungen nach Kräften eintreten und dürfte dann erst die endgiltige Entscheidung über die Einführung des Tarifs erfolgen. Der neunte Verbandstag des deutschen Seiler- und Reepschläger Verbaudes, der jetzt hier tagt, sprach sich gegen die geplante Zwangsorganisation des Handwerks aus. Aus dem mills Referate des Verbandsvorsitzenden ist zu erwähnen, daß eine Petition auf 3 ulassung der Beschäftigung jugend Schillertheater. In einigen einleitenden Worten seht die licher Arbeitskräfte in Hechelräumen abschlägig Direktion auf dem Programmzettel auseinander, daß in den heißen beschieden worden ist. Recht sehr klagte der Redner über die Sommertagen die heitere Muse mehr als sonst geschehen, zur Theilnahmlosigkeit der Berufskollegen an den VerbandsGeltung kommen müsse. Stillschweigende Voraussetzung ist bestrebungen und über den Niedergang ihres Gewerbes, machtlos wohl, daß sich dann noch am ehesten Lente finden werden, ständen sie der Kapitalmacht gegenüber; während dieser alles die opferwillig genug find, einen schönen Abend im vergünstigt werde, bekämen sie nichts. Auch die Arbeitnehmer Theater zuzubringen. Thut's der Berliner nicht, dann der beschämten sie und treten zusammen, während sie, die Arbeitgeber Fremde, der zur Ausstellung kommt und daheim auch berichten auseinanderliefen. will, wie es mit der Kunst in der Reichshauptstadt beschaffen Polizeibericht vom 15. Juni. Am Freitag Abend er ist. Es macht so vornehm, im Parket zu sitzen, und zu hängte sich der Stellmacher St. in seiner Wohnung in der Keibel Hause braucht man ja nicht zu sagen, daß das Bergnügen im straße, weil er infolge eines Oberschenkelbruches eine Beeinträchti- Schiller- Theater so ungemein billig ist. Der dreiaktige Schwank Die Buchdrucker verhandelten am Sonntag Vormittag über eung seiner Arbeitsfähigkeit befürchtete. Abends stürzte die Bergnügte Flittermochen" von Friß Brentano und Julius Keller die Tarifverhandlungen. Die Versammlung war von ungefähr 36 Jahre alte Arbeiterfrau Ende infolge schwerer Trunkenheit in ist für ein harmloses Publikum berechnet, das auch mit bescheidenen 400-450 Personen besucht und kam in der Debatte wiederum der Kreuzbergstraße aufs Pflaster und verlegte sich derartig, daß und anderwo bereits abgelegten Wigen zufrieden ist. Die Geschichte wesentlich der ablehnende Standpunkt zum Ausdruck. Mit 202 sie in ein Krankenhaus gebracht werden mußte. Auf dem Gebiete handelt von der bekannten Erbschaft, die von der alten der Gewerbe- Ausstellung Ipiele ein Brand slam, fand am Sonnabend indem Marine- Schueheim verheirathete Nichte in große Berlegenheit bringt. Gelbstam Sonnabend in dem Marine- Schau- Tante als Kerone der Jungfräulichkeit ausgesetzt ist und daher die gegen 176 Stimmen gelangte sodann folgende Resolution zur der Tribüne ergriffen wurde, der jedoch alsbald gelöscht wurde. verständlich werden die dreimalhunderttausend Mark nach vielen Der Brand ist vermuthlich durch unvorsichtiges Wegwerfen einer noch Qualen und Irrungen schließlich doch an den rechten Mann geglimmenden Zigarre oder eines Streichholzes verursacht worden. bracht und alles löst sich in Wohlgefallen auf. Die beiden ersten Sonnabend Abend überfuhr an der Thomaskirche der Arbeiter Afte des Schwantes find an manchen Stellen entschieden lang Alfons Groch mit einem Zweirade die neunjährige Tochter des weilig, während der dritte reich an komischen Situationen ist Tischlers Hermann und verlegte dieselbe schwer am Unterschenkel. und eine treffliche Begabung der Autoren verräth. Gespielt Nach der Angabe von Augenzeugen trifft die Schuld den Rad- wurde bei der Erstaufführung ausnehmend flott; und der Beifahrer, der wohl ein Glockenzeichen gab, aber trotzdem rücksichts- fall, der den Hauptmitwirkenden, Fräulein Juing und Herrn Ios weiter fuhr. Sonntag Vormittag wurde an der Ecke der Schmasow, zu theil wurde, war wohlverdient. Manteuffel- und Waldemarstraße der 37 Jahre alte Arbeiter Fräulein Anna Petri, Frau Gertrud Thomas, Fräulein Wilhelm Bräunig von dem mit einem Zweirad übermäßig Lotte Dienel, Herr Heinrichs und Herr Paul Bratz werden beim schnell um die Ecke biegenden 19jährigen Handlungsgehilfen Orgelvortrage des Musikdirektors Dienel in der Marientirche am Eine öffentliche Versammlung der Brauer, nur mäßig Richard Wolff umgestoßen, jedoch nur leicht verletzt. Mittwoch, den 17. d. M. mittags 12 Uhr, mitwirken. Zur Auf- besucht, tagte am Sonntag im Lofal von Cohn, Beuthstraße. Im Flur des Hauses Artilleriestraße 7 wurde gestern früh der führung gelangen Kompofitionen von Seb. Bach, Martini, Stach einem Referat des Genossen Sassenbach über die Be46 Jahre alte Knecht Friedrich Baumgart schwer frant auf Beethoven, Händel, Karow, Dienel. Der Eintritt ist frei. bentung des internationalen Kongresses in London erklärte fich gefunden und nach der Sanitätswache gebracht, wo er bald Darauf infolge eines Herzschlags starb. Vormittags wurde in Nora, das bekannte Schauspiel von Henrik Ibsen, wird Seuner in der Diskussion entschieden gegen eine Beschickung der Stegligerstraße der 73jährige Arbeiter August Lipple durch am nächsten Sonntag, den 21. Suni, unter der Regie des Herrn des internationalen Brauerkongresses in London. Redner ergeht einen Echlächterwagen überfahren und im Gesicht verlegt. Julius Türk im Bellealliance- Theater in guter Befeßung auf- fich hierbei zur Begründung seines Standpunktes in drastischen Der weiteren Ver= Vor dem Grundstück Chausseestraße 2b gerieth mittags der geführt. Indem wir betonen, daß ein etwaiger Ueberschuß zum Ausfällen auf die politische Partei. Anträge zu grunde. Während sechsjährige Sohn des in demselben Hause wohnhaften Kassirers besten der proletarischen Frauenbewegung Berwendung findet, handlung lagen eine die Wahl von zwei Delegirten befürwortet, Thor unter die Mäder eines Omnibus und wurde auf verweisen wir auf die betreffenden Anzeigen in unserem Blatte. der einen Delegirten entsenden. der Stelle getödtet. Als der Schuhmann Friedrich in In Arad, einem ungarischen Orte, wurde ein überaus fein diese Vorschläge nimmt die Debatte theilweise einen der Reinickendorferstraße den 20jährigen Arbeiter Bernb. ausgeführtes, noch sehr gut erhaltenes Gemälde Correggio's als recht lebhaften Charakter an, wobei auch von einigen Rednern Waldufat wegen Mißhanglung einer Frauensperson sest Wirthshausschild gefunden. cine gänzlich ablehnende Haltung zum Ausdruck kommt. nehmen wollte, leistete dieser heftigen Widerstand und Schließlich gelangte eine Resolution zur Annahme, in der die griff den Beamten thätlich an, so daß dieser von seiner Waffe Wahl eines Delegirten festgesetzt wurde, und wählte die VerGebrauch machte. Waldukat erhielt hierbei eine erhebliche Versammlung den Verbandsvorsitzenden Wiehle- Hannover. Weiter legung am Ropfe und wurde nach Anlegung eines Verbandes in einem Krankenwagen nach der Charitee gebracht. beschäftigt sich sodann die Versammlung nochmals mit dem Verficht, sich das Leben zu nehmen, sprang morgens die 37 Jahre lauf des Streits im Münchener Brauhause. Nach Angaben in eine geringere befoldete Arbeit zugewiesen sein unter dem ganz unbegründeten Verdacht, daß er an einer efelerregenden Krankheit leide. Diese Mittheilung war auch dem Leiter des Gewerkschaftsbureau zu gegangen und derselbe hielt deshalb die Maßnahmen der handlung festgestellt, daß die erwähnte Behauptung auf Un Direktion für berechtigt. Nunmehr ist durch gerichtliche VerGerichts- Beitung. will der andere nur Ueber ficht, sich das Leben St. an der Königin Augustastraße und am Landgericht II. Sechs Frauen aus Neu- Weißensee faßen der Versammlung soll in dieser Brauerei seinerzeit einem Arbeiter Eine Episode and der Streikbewegung der Berliner Konfektionsarbeiter beschäftigte gestern die zweite Straftammer auf der Anklagebant. Dieselben hatten bei dem Zwischenmeister Pajazz gearbeitet, die Arbeit jedoch ebenfalls nieder gelegt. Am 19. Februar gingen fie an der Werkstatt der Frau Neumann vorüber, vor den Fenstern sollen sie drohend ihre Dann traten sie in das gegenüberliegende Haus, in welchem eine Fäuste gegen die noch thätigen Arbeiterinnen erhoben haben. nachmittags die 19jährige Anna S. aus Echmargendorf am Halle schen Thore in den Landwehrkanal. Beide wurden noch lebend aus dem Wasser gezogen und in Krankenhäuser gebracht. Abends wurde im Maschinenhause des St. Hedwigs- Krankenhauses der dort als Heizer beschäftigte 31jährige Josef J. erhängt aufgefunden. iniones de poule at Frau Gierke wohnte, welche auch für Frau Neumann Mäntel nähte. wahrheit beruht, weshalb vielfach das Berhalten Millarg's scharf Witterungsübersicht vom 15. Juni 1896. Stationen. reduzirt auf Barometerstand in mm, d. Meeressp. Swinemünde Hamburgda Berlin 767 ND SO DSD Wiesbaden München Wien Haparanda. Petersburg. NO A 763 N 762 G 768 WSW Sort 762 N Aberdeen. 763 650 • 761 GSD . Paris. Windstärke ( 1-1 vv) 21225121121 Wetter Temperatur nach Gelsius ( 5°. 4° R.) heiter 17 wolfenlos 21 wolkenlos 19 halb bedeckt 21 halb bedeckt 18 wolkenlos 19 13 Dunst 14 heiter 18 halb bedeckt 12 Regen 16 bedeckt Wetter- Prognose für Dienstag, den 16. Juni 1896. Warmes, vorwiegend heiteres Wetter mit mäßigen östlichen Hier erschienen sie alsbald am offenen Fenster und hielten die Neumann getadelt wurde. In einer Nesolution spricht die Versammlung fchen Mäntel zum Fenster hinaus, als wollten sie diefelben auf die fodann ihre Mißbilligung über das Benehmen Millarg's aus Straße werfen. Eine Arbeiterin der Frau Neumann holte nun- und soll die Angelegenheit der Gewerkschaftstommiffion zur Glue une mehr einen Gendarmen, doch wurde dieselbe von den wieder auf Untersuchung überwiesen werden. die Straße gelangten sechs Damen angeblich insultirt, der hinterher Der Fachverein der Stuckateure hielt am 8. d. Mts. seine tommende Gendarm stellte dieselben aber fest. Frau Gierfe hat Generalversammlung ab. Die Abrechnung des Vereins weist unmittelbar nach dem Vorfalle dem recherchirenden Gendarmen eine Einnahme von 1661,37 M. und eine Ausgabe von 988,63 die Sache so dargestellt, daß die sechs Frauen widerrechtlich in Mart auf. Zu dem Bestand von 672,74 m. tommen noch ihre Wohnung eingedrungen seien, das Fenster aufgerissen und 1200 M. angelegte Gelder. Die hierauf vollzogene Vorstands den Versuch gemacht hätten, die in Arbeit befindlichen Mäntel wahl ergab folgendes Resultat: Paul Liebenan erster, Ernst auf die Straße zu werfen, wovon sie diefelben mit schwerer Meyer zweiter Vorsitzender; Lüppte erfter, Wagner Mühe abgehalten habe. Die sechs Damen hätten bei ihrem Gr zweiter Schriftführer; Oswald Daste Kassirer. Als Revisoren scheinen erklärt, daß sie die Kontrolle von der Streitfommission" wurden Wolfert, Ebus, Krebs und Morche, in die seien, sie hätten auch mit den Füßen auf den Mänteln Arbeitsnachweis- Kommission G. Kuschte, Arneus, Wäge, bereit herumgetreten, bis fie sich erklärt habe, die Hering, Janisch und Jakobi, zum Bibliothekar unfertige Arbeit abzuliefern und fich Streit am zu Lindner und zum Hilfskassirer für Rixdorf Jäusch gewählt. betheiligen. Es wurde daher gegen die sechs Frauen die An- Nachdem noch den Hinterbliebenen des verstorbenen Mitgliedes flage wegen Hausfriedensbruchs in idealer Konkurrenz mit einem Otto Heindorf 30 Mi. aus der Vereinskaffe überwiesen wurden, Bergehen gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung erhoben. In der erfolgte Schluß der Versammlung. geftrigen Hauptverhandlung sagte Frau Gierfe aber aus, daß Der Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen der fie die Augetlagten freiwillig in ihre Wohnung eingelaffen af che und kravattenbranche batte am 9. Juni habe, ala fich diefelben ontrolle von der Steine Bersammlung auberaumt, in der Genoſſe Saſſenbach einen tommision" vorstellten. Dieselben hätten zwar Mäntel beifällig aufgenommenen Vortrag hielt. Auf Antrag des Vorzum Fenster hinausgeschwenft, aber das sei alles nur sigenden Herat wurden den gemaßregelten MusikinstrumentenEcherz gewesen, fie hätte felbft darüber gelacht und wenn sie dem albeitern 20 W. bewilligt. Hergt besprach sodann in längeren m. Gendarmen eine andere Darstellung gegeben habe, so könne das Ausführungen den Streit der Hutarbeiter und Arbeiterinnen. nur in der Erregung geschehen sein. Der Gerichtshof sprach die Die Bersammlung stimmte einem Antrag zu, in dem sich Angeklagten frei. die Anwesenden verpflichteten, durch Listensammlung die Die Geschäftspolitik der Ausstellungs- Zeitung, sich beharrlich der nothwendigen Berbilligung der Eintrittspreise zu Der Chefredakteur der Deutschen Tageszeitung", Streifenden zu unterstützen. Ferner wurde noch bekannt daß am 23. dieses Monats in der Brauerei widersetzen, erregt selbst in bürgerlichen Blättern Anstoß. So Dr. jur. G. Strehlke, war vom Schöffengericht wegen e- gegeben eine öffentliche Berfammlung für sämmtsagt das Berl. Egbl." leidigung des Kaufmanns Richard Gyßling in Königsberg i. Pr. Friedrichshain Er hatte liche in der Wäschebranche beschäftigten Arbeiter und Es ist in der That nicht recht verständlich, warum der Arbeits- zu einer Geldstrafe von 30 m. verurtheilt worden. ausschuß sich tonsequent einer Forderung verschließt, die vom hiergegen Berufung eingelegt, worauf gestern die achte Straf- Arbeiterinnen stattfindet. Das Sommerfest arrangirt der Verein Am in der Sache verhandelte. 31. Ottober am 27. Juni im Schweizergarten. Zuni Schluß wählte die VerBublifum einmüthig erhoben wird und deren Gewährung fammer in der der Ausstellung nur nüßlich sein und ihre Volksthümlich vorigen Jahres erschien in der Deutschen Tages. Zeitung" fammlung Krüger, Albrecht, Frau Stephan und Frau Reichelt zu Der Anzeigentheil Revisoren. feit erhöhen fann. Warum giebt man nicht wenigstens an Sonn- folgende Notiz: Unlauterer Wettbewerb. dem Firma unter zeigt eine lagen e.dlich Kinderbillets aus? Tausende und abertausende von hiesiger Blätter Schöneberg. Im hiesigen Arbeiter Bildungsverein sprach weniger bemittelten Familien, die heute der Ausstellung fern Holsteiner Meierei" an, daß fie Margarine- Schmalz, Braten am 8. Jum Genone Bocchard über das Thema:„ Was ist bleiben, würden sie aussuchen, wenn sie nicht mehr genöthigt schmalz, Buttertalg und Kotusbutter verkauft. Dies weist auf die materialistische Geschichtsauffassung?" Dem interessanten VorBerliner Wetterbureau. Gewerbe- Ausstellung 1896. " " Namen trag folgte eine kurze Diskussion, an der sich Genosse Köster be theiligte. Die Wahl des Themas für die nächste Versammlung wurde dem Borstand überlassen. Brit. Am 8. Juni fand die regelmäßige Mitgliederversammlung des Volksbildungsvereins für Briz und Umgegend" statt. Im 1. Punkt der Tagesordnung fand eine Vorlesung über Kommunismus und Kapitalismus" von P. Lafargue statt. Unter Verschiedenem fanden einige interne Vereinsangelegenheiten Erledigung. Vermischtes. Aus Hirschberg in Schlesien wird berichtet: In der Nacht vom Freitag zum Sonnabend ging über den Löwenberger Kreis ein verheerender Wolfenbruch nieder. Wie aus 10 Ortschaften gemeldet wird, wurden Acker, Wiesen, Straßen und Brücken überschwemmt und beschädigt. Der Verkehr der Gebirgsbahn bis Rabishau und auf der Strecke Greiffenberg- Goldberg war mehrere Stunden lang unterbrochen. Ermordung eines Polizeibeamten. Wie dem Bresl. Gen. Anz." aus Nikolai in Oberschles. gemeldet wird, wurde am Sonntag in Rötzsche in der dortigen Kesselfabrik ein Kasseneinbruch versucht. Die überraschten Einbrecher erschossen den Polizeisergeanten Thomeyki und entkamen dann beide. Aus Budapest wird vom 14. d. Mis. berichtet: Die Ort-| statt Uhren für junge Männer werden Bicycles gekauft. Leute schaft Barcholez im Bezirk Eztropko brannte infolge eines in jeden Lebensalters unterziehen sich Einschränkungen, um Geld einer Zündwaarenfabrik ausgebrochenen Feuers nieder. Die zum Ankauf eines Fahrrades zurückzulegen. Und da es vorNoth ist sehr groß, da nur sehr wenige Bewohner ihr Hab und kommt, daß mehrere Mitglieder einer Familie den gleichen Wunsch nach dem Besitz eines Fahrrades hegen, so muß die Gut gegen Feuersgefahr versichert hatten. Schiffbruch. Nach einer bei Lloyds in London ein- felbe, falls sie nicht wohlhabend ist, auf ein gut Theil gegangenen Depesche aus Gravesend passirte dort der Dampfer ihrer gewöhnlichen Ausgaben verzichten, um diesem neuen Von den Großstädten, so be= Claverley" mit einem Loch im Bug und Wasser im Vorder- Bedarf genüge zu leisten. " 6 ertrunken. raume. Der Kapitän berichtet, er sei gestern früh während sonders Chikago, kommen Klagen, die Restaurateure machten Nebels bei Southwold mit dem Dampfer Bertha" zusammen- schlechte Geschäfte, da ihre Kunden nicht mehr die gewohnte gestoßen; lezterer sei untergegangen, von der Mannschaft seien Liberalität zeigen; auch der Bedarf für Kleider, Bänder und Sonstigen Zubehör der weiblichen Toilette lasie nach, da die bis: berigen Abnehmerinnen ihr Geld sparen, um sich gegen Abschlagszahlungen Bicycles faufen zu können. In gleicher Weise haben die Tabak-, die Getreidewaaren- Händler, Mietbfuhrwerk- Beſizer und sonstige zahlreiche Interessen unter der stetig zunehmenden Bicycle Manie zu leiden." So ganz wird die Schuld an der Geschäftsstille nun doch wohl nicht dem Fahrrad beizumeffen ſein. Briefkasten der Redaktion. Das Fahrrad in der neuen Welt. Die„ New- Yorker Handelsztg." schreibt:" Die gegenwärtige Geschäftsstille, die sich nahezu auf alle Handels- und Industriezweige erstreckt, sucht ein hiesiges Fachblatt zum guten Theil aus dem Ueberhandnehmen des Bicycle- Sports hier zu Lande zu erklären, indem die Einschränkung, welcher jeder diesem Sporte Huldigende, um seiner Liebhaberei fröhnen zu können, sich nach anderen Rich fungen hin auferlegt, bei der stetig anschwellenden Zahl von Radfahrern und Radfahrerinnen sich den weitesten Streifen fühlbar macht. Ju letzter Nummer hatten In letter Nummer hatten wir wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Baht) bereits auf grund fachmännischer Auskunft mitgetheilt, daß man die Zahl der Radfahrer, männlich wie weiblich, allein Ueber die Person des Attentäters gegen den Schuhmann für New- Yort auf 200 000, für das ganze Land auf 4 000 000, Ruhnke in Posen ist festgestellt, daß er ein stellenloser junger den Betrag des in die Fahrrad- Industrie hier zu Lande an Mann ist, der an Verfolgungswahn leiden soll. Dem verwundeten gelegten Kapitals auf 40-50 Millionen Dollars und die dies Falber in L. Das Blatt befindet sich im Irrthum. Nach Schußmann ist er fremd, das Befinden des letteren hat sich ge- jährige Produktion auf 1000 000 Bicycles schätzt, deren Verkauf§ 17 des Reichs- Wahlgesetzes sind für die Zeit der Ausschreibung bessert. einen Ausgaben Aufwand feitens der Sportliebhaber von der Wahl bis zu deren Erledigung eine Anzahl von Be Bei einem Eisenbahnunglück auf der Bahnlinie Warschau- mehr wie 100 Millionen Dollars involviren würde. Der Stimmungen der diversen Vereinsgefeße, so auch die über das Terespol find bei Brest- Litowst 9 Waggons eines Personenzuges betreffende Echreiber sagt: Von allen Richtungen des Inverbindungtreten, außer Wirksamkeit gefeßt. Der Hallenser entgleift; 2 Reisende wurden getödtet und 5 schwer verwundet. Landes gehen Klagen der Geschäftsreifenden ein, Bicycles Ruhhandel bedentet also feinen Veritoß gegen das Vereinsgefeß. Die Verwundeten wurden in das Hospital nach Brest- Litowsk feien noch der einzige Artikel, den die Leute im Lande zu kaufen Schützenhaus. Badekarte gilt nicht als Armen- Untergeschafft. willens find. Anstatt Kleidern für Frauen und Mädchen, an- stüßung. Für den Inhalt der Juserate übernimmt die Redaktion dem Bublifum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Dienstag, den 16. Juni. Opernhaus. Tannhäuser.; Neues Opern Theater. = ( Kroll.) Mignon. Schauspielhaus. Die Journalisten. Deutsches Theater. Die Weber. fessing Theater. Waldmeister. Berliner Theater. König Heinrich. Neues Theater. Tata- Toto. Residenz- Theater. Der Stellvertreter. Vorher: Erlauben Sie Madame! Theater Unter den Linden. Das Sonntagskind. Urania. Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt. ab. Eintritt 50 Pf. Wissenschaftl. Theater abends 8 Uhr. Invalidenstr. 57/62, Lehrt. Stadtbahnh. Sternwarte täglich geöffnet v. 7 Uhr abends ab. Eintritt 50 Pf. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Direktion: Max Samst. Volksvorstellung zu bedeutend ermässigten Preisen. Gaftspiel des Herrn Robert Hartberg. vom Stadttheater zu Düsseldorf. Schiller- Theater. Biel Lärm um Der Pfarrer von Kirchfeld. Nichts. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Belle- Alliance- Theater. Der Fall Clémenceau. National- Theater. Der Pfarrer von Kirchfeld. Friedrich- Wilhelmstädt. Konzertpark. Spezialitäten- Borstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Bor ftellung. Banfmann's Variété. Spezialitäten. Borstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Dienstag, abends 8 Uhr: Viel Lärm um Nichts.( Beatrice: Frau Clara Meyer a. G.) Boltsstück mit Gesang in 5 Atten von L. Anzengruber. Morgen: Das Käthchen von Heilbronn. National- Theatergarten. Heute: Großes Konzert. Spezialitäten ersten Ranges. Theaterstücke. $ Passage- Panopticum. KAIRO 42 wilde Welber aus KAIRO KAIRO anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag, Freitag und Sonnabend, abends von 6-7 Uhr statt. von 7 Uhr abends ohne Gewerbeausstellungs- Billet zugänglich. von 10 Uhr vorm. geöffnet. 1. Eingang: Ausst.- Bahnh, II. Eing.: Köpnick. Landstr. Waffensamml. d. Chediwe; Samml. d. egypt. Behörden, Schwert des Mehomet- Ali. Salon bedeutender Puhlmann's Vaudeville- Theater. Schönhauser Allee 148. Täglich: Das wunderbare JuniProgramm. Erna Rolla bie muß man sehen. Prof. Matutta, Jllusion. RajadeTrio. Nelli u. Albert. RappDuett. Geschw. Trancy, Trapez 2c. Entree 30 Bf. Dahomey. KAIRO Orientmaler. But Reichshallen Im prachtvollen Garten, Leipzigerstraße, am Dönboffsplay. Täglich: Norddeutsche Sänger Ganz neu! La puce( Der Floh). Alle fünf Barrisons Anfang 8 Uhr. KAIRO Riesen- Arena mit MonstreAufführungen v. 50 Pers. W. Noack's m. Pferd., Dromedaren etc. Sommer- Theater. KAIRO Leibkapelle d. Chediwe KAIRO KAIRO Entree 30 Bf., referv. 50 Pf. KAIRO Vorzugsbillets haben Giltigkeit. Schweizer Garten Am Königsthor. Täglich: Am Friedrichshain. Mittwoch, abends 8 Uhr: Viel farm Konzert. Theatervorstellung. um Nichts.( Beatrice: Frau Clara Meyer a. G.) Adolph Ernst- Theater. Anfang 8 Ubr. Charley's Tante. Schwant in 8 Aften von Brandon Thomas. Repertoirestück des GlobeTheaters in London. Borber( Anfang 71/2 Uhr): Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Akt von Ed. Jacobson und Benno Jacobson. Musik von F. Roth. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Theater Alt- Berlin. Abends 7 Uhr. Meister von Berlin. Unsere Viktoria. Märkisches Ringelstechen. Alt- Berlin. Bei günstiger Witterung nachmittags 8 Uhr: Wendischer Jagd- u. Beutezug. Nachmittags 6 Uhr: Aufzug zum Ringelstechen. 3 wet Musikkorps. Zaubertheater; Diorama; Altdeutscher Irrgarten. Rembrandtmühle. Reise in die Unterwelt. Eintritt: 25 Pfg. Donnerstag bis 6 Uhr- 50 Pf., später 25 Pf. Passepartouts à 4 Mk. Castan's Panopticum. 165 Friedrichstrasse 165. Das Bärenweib phänomenales Naturspiel aus den Felsenbergen New- Mexico's! Illusionen Kasperle- Theater Damen- Kapelle- Irrgarten. Spezialitäten- Revue. Jm großen Saale KAIRO 60 Mann in Uniform, 3 Hauskapellen, Arena: Beduinenkämpfe und Reiter- Fantasias um 5 und 812 Uhr nachm. Cheops- Pyramide mit Königsgräbern. Entree 50 Pf. Entree 50 Pf. Elitetag( Dienstag) 1 Mk. Dauerkarten: Erwachsene 15 Mark, Kinder 8 Mark, im Bureau Kairo und bei C. Stangen, Mohrenstrasse 10. Apollo- Theater und Konzert- Garten Dir. J. Glück. Friedrichstraße 218. Volksbelustigungen. Die Spree- Amazone während und nach der Worstellung Ball. Freier Damentanz. Billets à 25 Pf. sind vorher in den Handlungen zu haben. den 16. d. M., Dienstag, adds. 9 Uhr 51. Zum Male: The Orient. Grösstes Schaustück der Welt. Ca. 0001 Mitwirkende. Entree 30 Pf. Dienstag, Zum den 16. d. M., abds. 9 Uhr: 51. Male: . Posse mit Gesang und Tanz in 1 Aft v. A. Sennield. Mufit v. Paul Limeke. Anton Emil Pu.amel Henry Bender. 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Jmbs. a Zum Schluß: Große Ausstellungs- Apotheose. Ferner Auftreten von 20 Kunstkräften 1. Ranges. Staffeneröffnung 612 Ubr. Konzert 7 Ubr. Anf. der Vorstellung 8 lbr. Viktoria- Brauerei Lützowstrasse 111/112 ( nahe Potsdamer Plaz). Heute sowie täglich( außer Sonnabends): Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader). Anfang präz. 8 Uhr. Entree 50 Pi. Im Vorverkauf sind Billets à 40 Pf. und Familienbillets à 1 M. ( für 3 Personen giltig) zu haben. Siehe Plakate! Bei schönem Wetter im herrlichen Konzertgarten, bei schlechtem Wetter im großen Konzertsaal. Kostenfreie Brunnenstr. 16. Täglich: Konzert, Theater und Spezialitäten- Vorstellung. Jeden Sonntag, Montag, Dienstag und Donnerstag: Im 3m Gr. Ball. Saal: Das Königreich der Weiber. Operette in 3 Bildern von Millöcker. Julius Ernest, Liedersänger. B Franziska Wünsch, Kostüm- Soubrette. Willi Reuschel, Gesangs Humorist. Janka Ros'l, Opernsängerin. Geschw. Romany, Sefangs- Duettisten. 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Zur Theilnahme an den Wahlen sind nur berechtigt: a) solche Arbeitgeber, welche das fünfundzwanzigste Lebensjahr vollendet und seit mindestens einem Jahre im Gemeindebezirk Berlin Wohnung oder eine gewerbliche Niederlassung haben, b) solche Arbeiter, welche das fünfundzwanzigste Lebensjahr vollendet haben und seit mindestens einem Jahre im Gemeindebezirk Berlin wohnen oder, falls sie außerhalb wohnen, hier be= schäftigt sind. Nicht wahlberechtigt sind solche Personen, a) welche nicht Angehörige des Deutschen Reiches sind, b) welche die bürgerlichen Ehrenrechte infolge strafrechtlicher Verurtheilung verloren haben, oder gegen welche das Hauptverfahren wegen eines Verbrechens oder Bergehens eröffnet ist, das die Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte oder der Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Aemter zur Folge haben kann, c) welche infolge gerichtlicher Anordnung in der Verfügung über ihr Vermögen beschränkt sind, und d) die Mitglieder von Innungen, für welche ein Schiedsgericht in Gemäßheit der§§ 97a und 100d der Reichs- Gewerbe- Ordnung errichtet ist, sowie die von denselben beschäftigten Arbeiter. Das Reich, der Staat, die Gemeinden und sonstige öffentliche Verbände sowie juristische Personen üben ihr Stimmrecht durch ihre gesetzlichen Vertreter aus. Die Wahl ist geheim und erfolgt durch Stimmzettel. Den Arbeitgebern stehen die mit der Leitung eines Gewerbebetriebes oder eines be= ftimmten Zweiges desselben betrauten Stellvertreter der selbständigen Gewerbetreibenden gleich, sofern ihr Jahres- Arbeitsverdienst an Lohn oder Gehalt 2000 m. übersteigt. Die der Zuständig teit des Gewerbegerichts unterstellten Hausgewerbetreibenden sind, sofern sie gemäß§ 14 der Gewerbe- Ordnung den selbständigen Gewerbebetrieb angemeldet haben, als Arbeitgeber, andernfalls als Arbeiter wahlberechtigt. Zum Zwecke der Aufstellung der Wählerlisten werden die zur Theilnahme an der Wahl berechtigten Personen der unten erwähnten Wahlbezirke aufgefordert, ihre Stimm berechtigung unter Vorlegung der erforderlichen Bescheinigungen innerhalb der nach§ 13 Abgeordnetenhaus. des Ortsstatuts vorgeschriebenen zweiwöchigen Frift d. i. vom 16. bis einschließlich 29. Juni d. J.- und zwar an den Wochentagen von 5 bis 8 Uhr abends, an den Sonntagen von 12 bis 3 Uhr nachmittags in den nachstehend genannten Anmeldestellen mündlich oder schriftlich anzumelden. Die Anmeldungen werden entgegengenommen: 1. im Wahlbureau, Boststr. 16, 2 Treppen; 2. in der Turnhalle der 131./169. Gemeindeschule, Tempelhofer Ufer 2; 3. in der Turnhalle der 62. Gemeindeschule, Schmidstr. 38; 4. in der Turnhalle der 115./170. Gemeindeschule, Skalizerstr. 55/56; 5. in der Turnhalle der 23. Gemeindeschule, Straußbergerstr. 9; 6. in der Turnhalle der 8./63. Gemeindeschule, Gipsstr. 23A; 7. in der Turnhalle der 15. Gemeindeschule, Kastanien- Allee 82; 8. in der Turnhalle der 118. Gemeindeschule, Paukstr. 8; 9. in der Turnhalle der 113./128. Gemeindeschule, Thurmftr. 86. Als Ausweis genügen für den Arbeitgeber die Bescheinigung über die erfolgte Anmeldung des Gewerbebetriebes oder die letzte Quittung über Zahlung der Gewerbesteuer; für den Arbeitnehmer ein Zeugniß seines Arbeitgebers oder der Polizeibehörde, sowie Steuerquittungen 2c., daß er seit mindestens einem Jahre innerhalb des Gemeindebezirks wohnt oder in Arbeit steht. Es wird ganz besonders darauf aufmerksam gemacht, daß bei unterlassener recht zeitiger Anmeldung das Stimmrecht ruht; die Ausstellung der Wählerlisten erfolgt nur auf grund der je zigen Anmeldungen, die aus früheren Jahren werden nicht berücksichtigt. Formulare zur schriftlichen Anmeldung für Arbeitnehmer und Arbeitgeber können im Gewerkschaftsbureau, Berlin S., Annenstraße 16, v. part., in der Zeit von 9-1 Uhr und von 6-8 Uhr in Empfang genommen werden. Die Arbeitnehmer haben sich in folgenden Wahlbezirken in die Wählerlisten eintragen zu lassen und dann am 24. September in allen Bezirken mit Ausnahme des 6., 15., 18., 20., 29., 32., 38. Rommunal- Wahlbezirks zu wählen. Die Arbeitgeber wählen in folgenden Kommunal Wahlbezirken nicht: 1., 2., 10., 15., 26., 37., fonst in allen Bezirken. Wir dürfen erwarten, daß in anbetracht der Bedeutung des Gewerbegerichts die Ein zeichnung zu den Wählerlisten von den Gewerkschaften und Arbeitgebern eifrig befürwortet und die Arbeiter der Aufforderung mit gewohntem Eifer Folge leisten werden. Die Berliner Gewerkschafts- Kommission. einer Verordnung des Bundesraths hätte es sich empfohlen, die zu und meint, daß die Rechte überhaupt keinen Sache im Wege des Gesetzes zu regeln. Man solle sich hier Arbeiterschuh mehr haben wolle.( Große Unruhe 80. Sigung vom 15. Juni. 12 Uhr. im Wege der Verordnung mit Hilfe eines hygienischen rechts.) Eine Arbeitszeit von 16 bis 18 Stunden Nacht Arbeitstages einen Marimal- Arbeitstag auf für Nacht am heißen Ofen sei doch gesundheitsschädlich. Am Ministertische: Minister des Innern v. d. Recke, halsen lassen. Und die Bedeutung der Sache Die Regelung im Wege der Verordnung, nicht durch Gesez, D. Berleps ch und Kommissarien. gehe daher weit über die Bäckereien hinaus, sei gerade empfehlenswerth, denn eine Verordnung könne Der Vertrag mit Bremen und Oldenburg wegen weiteren schließlich feien alle Gewerbe, auch die Landwirth- nach Bedarf leicht geändert oder ganz wieder aufgehoben werden. Ausbaues der Fahrbahn in der Außenweser wird schaft nicht mehr vor der Einführung des Die Sonntagsruhe sei im großen und ganzen als ein Segen vom debattelos in dritter Lesung angenommen. Wiarimal- Arbeitstages sicher. Daher habe die Volke anerkannt worden. Die Gegner der Verordnung B Gemäß dem Vorschlage des Abg. Frhr. v. 3 edlih( ft.) wird die Resolution Hahn der Budgetkommission zur Vor berathung überwiesen. Die Vorlage, betreffend die Familien Fidei Rommisse in Neuvorpommern und Rügen wird debattelos in dritter Lesung angenommen. Es folgt die zweite Lesung des Gefeßentwurfs betr. die Abänderung von Amtsgerichtsbezirken. Die Justiz tommission beantragt unveränderte Annahme. Das Haus beschließt debattelos nach diesem Antrage. Der Gesezentwurf betr. die Erweiterung des Stadtkreises Breslau wird nach längerer Debatte an die Gemeindekommission überwiesen. i t Von dem Abg. Hahn( fraktionsl.) ist eine Resolution Einrichtung der Kommission für Arbeiterstatistik eine sehr bedenk nüßen der Sozialdemokratie, denn man be beantragt: Die Regierung zu ersuchen, auf die Verbesserung der liche Seite( Zustimmung), und man soll erwägen, ob man deren tämpfe die Sozialdemokratie am besten dadurch, Hafen und Verkehrsverhältnisse von Geestemünde bedacht zu an sich guten Zweck nicht in anderer Form verwirklichen könne. daß man offenkundige Mißstände beseitige. nehmen und insbesondere den Bau der Bahnlinien Geestemünde- Die Verhältnisse im ganzen Reiche lassen sich nicht über einen Die patriarchalischen Verhältnisse fördere man Stade und Bremervörde Buchholz möglichst beschleunigen zu Leisten schlagen. In gewissen Fällen können die Bäcker mit einer nicht durch Erhaltung ungesunder Arbeiter wollen. zwölfstündigen Arbeitszeit nicht auskommen oder sie verlieren verhältnisse. Die Rechte diskreditire und verleugne den Regierungs- Kommissar Geh. Rath[ Schweckendieck erörtert die die Kundschaft. Die soziale Gesetzgebung von 1891 habe Gedanken des Arbeiterschutzes, während 1890 der konservative Verkehrsverhältnisse von Geestemünde und bemerkt, daß er zu vielfachen Widerspruch im Publikum gefunden und zwar haupt- Abg. v. Brauchitsch den Maximalarbeitstag gefordert habe. Er dem Antrage Hahn eine Stellung namens des Ministeriums nicht fächlich durch die Art der Ausführung der gesetzlichen Bestimmungen. bedauere diese Schwenkung der Konservativen, welche bisher dem nehmen könne, da eine Beschlußfassung über denselben nicht Die fleineren Bäckereibetriebe fönnen den Ausfall an Arbeitszeit Zentrum in der christlichen Sozialreform treue Waffenbrüderschaft möglich gewesen sei. nicht durch Einstellung einer neuen Arbeitskraft wett machen, sie geleistet haben. Das Zentrum werde diese Schwenkung niemals werden also einen Theil ihrer Kundschaft verlieren müssen, und mitmachen.( Beifall im Zentrum.) dieser fällt den Großbetrieben zu. Wir schäbigen also mit Minister v. Berlepsch bemerkt noch, daß den Bäckereien, dieser Verordnung die kleinen handwerksmäßigen Betriebe zu welche den ganzen Sonntag ruhen, am Freitag und Sonnabend gunsten der fabrikmäßigen Großbetriebe.( Sehr richtig! rechts.) Das je 2 Stunden Arbeitszeit mehr gegeben sei. Die Behörden seien gute Verhältniß zwischen den Arbeitgebern und Arbeitern in angewiesen, auf diesen Punkt ihre besondere Aufmerksamkeit zu der Bäckerei wird durch die polizeilichen Kontrollmaßregeln ge- richten. Sollten nämlich die Bäcker damit nicht auskommen, jo stört, es wird ein Gegensatz zwischen beiden hervorgerufen, der würden eventuell die Bestimmungen dahin geändert, daß diese bisher nicht bestand. Schließlich ist der jetzige Zeitpunkt für diese Bäckereien am Sonnabend von der absoluten achtstündigen Ruhe Verordnung nicht geeignet, es müsse wenigstens noch befreit werden. einige Zeit damit gewartet werden. Und dann Nachdem Abg. v. Jedlitz in einer persönlichen Bemerkung müßte die ganze Sache durch die Junungen selbst bestritten hat, daß er prinzipiell keinen Arbeiterschutz mehr wolle, geregelt werden. Wir wollen die Uebelstände wird die weitere Berathung gegen 44 Uhr auf Dienstag Bäckereigewerbe allerdings verbessern, 11 Uhr vertagt. Außerdem steht die Interpellation Albers Es folgt die Berathung des von den Konservativen und aber nicht im Wege dieser Verordnung, welche wegen der von der Eisenbahnverwaltung gezahlten Preise für Freikonservativen unterstüßten Antrages des Abg. Arendt( ft.): der Bundesrath zurückziehen sollte, um das westfälische Kohle auf der Tagesordnung. Die Regierung zu ersuchen, im Bundesrath dahin wirken zu Gewerbe nicht zu schädigen.( Beifall rechts.) wollen, daß die von demselben unter dem 4. März cr. erlassenen Minister für Handel und Gewerbe v. Berlepich: Sie Bestimmungen betr. den Betrieb in Bäckereien und können nicht erwarten, daß die preußische Re= Konditoreien, nicht in Wirksamkeit treten. gierung beim Bundesrath dahin wirten wird, Abg. Hornig( t.) führt aus, daß die Arbeitszeit in daß eine Verordnung, welche auf ihren eigenen An- Vor dem Spektakel wegen Stöcker, Stumm und des KaiserBäckereien schon die erforderlichen Pausen enthalte und trag vom Bundesrath erlassen ist, nicht in Wirksamkeit telegramms auf dem Evangelisch- sozialen Kongreß in Stuttgart daher die Gesundheit der Gesellen nicht gefährde. Wenn tritt.( Unruhe rechts.) Die Regierung wird also, wenn ist eine andere Vereinigung evangelischer Männer", die in dens man die Arbeitszeit, die sie die ganze Woche zusammen zu leisten der Antrag angenommen würde, demselben selben Tagen und an demselben Orte ihre Jahres baben, betrachte, fönne man von einer Ueberanstrengung nicht teine Folgen gebe. Daß die ununterbrochene Arbeit in beerschau hielt, gar nicht zu ihrem Recht gekommen: die sprechen. Er bitte namens seiner Freunde um die Annahme des der Nacht in ungesunden überheizten Räumen der Gesundheit famose Delegirtenversammlung des Deutschen Gesammtverbandes Antrags. schädlich ist, kann nicht bestritten werden, und daraus folgt das evangelischer Arbeitervereine. Selbst der offizielle Bericht, der Abg. Letocha( 3.) hält die Verordnung des Bundesraths Recht des Bundesraths, diese Verordnung zu erlassen. Früher soeben im Organ des Verbandes, dem„ Evangelischen Arbeiterboten" für begründet, die daran von anderer Seite geknüpften Be- bat selbst die" Post" auf diese gesundheitsschädliche Arbeit hin zu erscheinen anfängt, schweigt sich zwar sorgfältig über die Zahl fürchtungen dagegen für gegenstandslos. Die Statistik der Ar- gewiesen, die Opposition gegen die Verordnung und die Stellung der Delegirten aus, von denen es nur heißt, beitsverhältnisse in den Bäckereien habe gezeigt, daß die kleinen begann erst, als die Bädermeister sich selbst zu die Einzelverbände hätten den Kongreß stark beschickt"; der Bäckereien nicht eine Aufsaugung durch die Großbetriebe zu be- regen anfingen und drohten, den Parteien ihre Besuch der Versammlung wäre also nicht imposant genug, um fürchten haben. Die Bäcker beschweren sich über die Härte der Kundschaft zu entziehen.( Unruhe rechts.) Früher ist im zur Beachtung zu reizen. Aber die Verhandlungen waren doch polizeilichen Kontrolle, diese bestehe aber nur darin, daß sie im Parlament unter dem Beifall der Niechten darauf hingewiesen so pubig. daß es lohut, sich einen Augenblick von den evangeli Kalender die Tage auftreichen müssen, wo Ueberstunden gemacht seien. worden, daß durch den§ 120e der Gewerbe- Ordnung, welcher schen Mannen" und" Arbeitern" zu unterhalten. Zumal im Nach der Statistit sei die Krankheitsdauer der im Bäckereibetrieb der Verordnung zu grunde liegt, die Mißstände in Bäckereien Busammenhang mit einem bürgerlichen Frauenkongreß das einen beschäftigten Arbeiter zwar nicht länger als in anderen Gewerben, beseitigt werden fönnten. Die kleinen Existenzen ganz interessanten Kontrast liefert. Evangelische„ Männer". " " es in aber die Krankheiten sind schwere, und die Nachtarbeit sei in werden von dieser Maßregel am wenigsten be Die Männer" in den evangelischen Arbeitereinen geben sich den Bäckereien noch uneingeschränkt, selbst für jugendliche Arbeiter. troffen, sondern zumeist die mittleren, welche 6-9 Gesellen ja im Laufe des Jahres alle Mühe, ihren Schäflein eine Art Die Bäckermeister haben die Verordnung des Bundesraths über- beschäftigen. Diejenigen Bäcker, welche keinen Gesellen be- regierungsfreundliche Sozialpolitik beizubringen, die gewiß noch trieben, wenn sie von der Bewilligung sozialdemokratischer Forde schäftigen, kommen überhaupt nicht in Frage, und das ist die besser als keine ist. Obgleich die Zeiten immer ernster rungen sprechen. Daß die vermögenden Bäckermeister Sozial- große Mehrzahl. Das Material für die Ver- und schwerer werden für alle treuen Freunde von demokraten werden, brauche man nicht zu befürchten. Die Mehr- ordnung ist auch nicht nur der Kommission Christenthum, Monarchie und Vaterland", wie heit in der Kommission für Arbeiterstatistik, welche diese Ver- für Arbeiterstatistik entnommen. Viele kleine dem gedruckten Jahresbericht des im Schreiben und ordnung empfohlen habe, sei nicht sozialdemokratisch. Er be- Bäcker haben erklärt, mit 12 bis 13 Stunden Reden unermüdlichen Licentiaten Weber heißt, halten die antrage die Ueberweisung des Antrages an eine Kommission von Arbeitszeit anstommen 3 u fönnen. Noch evangelischen Arbeitervereine fest an dem Jesuswort: Sammelt bei jedem 28 Mitgliedern( Heiterkeit.) Arbeiterschuhgeseh haben die euch Schäße im Himmel", aber daneben wollen sie doch auch Abg. v. Zedlig( it.): Dieser dilatorische Antrag auf Kom Betroffenen von einer Gefährdung ihrer die materiellen, wirthschaftlichen und sozialen Interessen missionsberathung hat angesichts des Termins, der uns noch für Existenz gesprochen, aber die Beunruhigung über ihrer Mitglieder mit ganzem Ernste pflegen". Das„ doch unsere Verhandlungen gesetzt ist, doch nur einen humoristischen die Sonntagsruhe z. B., die wie alle solche Maßregeln auch" ist föstlich; so herablassend vom Standpunkt aus! Charakter. Wenn auch manche Mißstände im Bäckereibetriebe natürlich im Anfang sehr störend gewesen bestehen, so ist doch der Weg zur Abhilfe, den der Bundesrath zu Jahr mehr geschwunden, ist von Jabr es ist freilich schwer, eine rechte Arbeiter"- Bewegung im zurecht zu bringen, und mehrfach heißt's, man sei über den einschlägt, nicht zu empfehlen. Nach der Statistik ist die Be- Publikum garnicht mehr vorhanden, wenn sie Charakter evangelischer Männervereine wesentlich nicht hinaushauptung, daß die Arbeitszeit der Bäcker gesundheitsgefährdend nicht öfter im Parlament künstlich wieder gekommen, was nebenbei ja auch die Verbandsstatistik bestätigt, sei, nicht haltbar. Im Gegentheil sind die Gesundheits erzeugt würde.( Unruhe rechts.) An der Wer nach welcher im Verband nur ca. 32 000 Arbeiter", das heißt verhältnisse bei den Bäckern besser als bei anderen Gewerben. ordnung für die Bäckereien noch etwas zu Wertführer, Vorarbeiter 2c. alle mitgerechnet, dagegen 20 000 Ueber die Ausführung der Verordnung gehe der Rechtsweg nicht ändern, ist teine Veranlassung, da nicht zu be. Handwerker. Kaufleute, Beamte, Profefforen, Geistliche 2c. find. bis zum Reichsgericht, sondern nur bis zu den Oberlandes- fürchten ist, daß die behaupteten Schäden ein Aber die Herren Führer, Weber, Naumann, Wenk zc. geben gerichten, es tönnten daher ganz verschiedene treten werden. fich vergebliche lühe, um aus dem undankbaren und Urtheile in dieser Beziehung ergehen. Statt Abg. Trimboru( 3.) stimmt den Ausführungen des Ministers von den verschiedensten Interessen herüber und hinüber" gezogenen Waterial etwas zu machen. Un Borträgen tam der Station assistent Krause dazu und diesem rief Rusch I Der deutsche Metallarbeiter Verband( Bezirk Süd- Ost) wird wirklich alles Menschenmögliche aufgeboten, auch auf einige beleidigende Wort zu. Er wurde deshalb wegen öffent hielt am 3. Juni seine regelmäßige Mitgliederversammlung ab. fozialem Gebiet. Revolutionen, Fabrifgesetze, Geschichte des licher Beleidigung angeklagt und mit Rücksicht darauf, daß er Zum ersten Punkt der Tagesordnung sprach Dr. Pinn in einem Sozialismus und Gemeinde Angelegenheiten, Handwerk und bereits wiederholt wegen Beleidigung vorbestraft ist, zuvier beifällig aufgenommenen Bortrag über" Feudalismus und ZunftHandel, Verkehr und Elektrotechnit, alles fozial" beleuchtet, Monaten Gefängniß verurtheilt. wesen", dem sich eine kurze Diskussion anschloß. Unter Verbandss werden besprochen. Nur nichts, was die Mitglieder selbst denken wärter R. von Kassel, der am Vortigen Landgerichtsgefängniß Fräulein Liepold zur zweiten Kassirerin gewählt. Aus dem Landgerichtsgefängniß Hanau. Militäran- angelegenheiten wurde Richter zum ersten Hilfskafftrer und als Hilfs- Gefangenaufseher angestellt war, hatte sich mit weibDer Verein der Bauanschläger erledigte in seiner Verlehrte, nur keine Kritik der Arbeitgeber, der Behörden, des Staates, der Gesellschaft; hier treten Feiern zu St. Sedan, Luthertag, Weihnachten, Ohern, Pfingsten helfend ein, aber fie lichen Gefangenen in intimeren Berkehr eingelaffen, weshalb er fammlung am 7. Juni einige geschäftliche Angelegenheiten und wecken leider den Verstand nicht, sondern sie dufeln ihn ein, wenn wirklich da und dort ein Fünfchen wach geworden ist durch die sozialen mußte, da der Angeklagte leugnete, wiederholt vertagt werden, M. Mendel zu Kassenrevisoren. Unter Berschiedenem plädirte sich wegen Unzucht zu verantworten hatte. Die Verhandlung wählte sodann die Mitglieder A. Robert, D. Stelze und Debatten. Was die nöthige Befruchtung empfangen hat und selbst weiterdenkt, scheidet überdies bald aus, wie es aus auch wurden immer neue Beugen geladen. In der vorgestrigen Schulz für den Anschluß an den anderen hier bestehenden Berein, mehreren Gegenden heißt, Mitglieder feien zur Sozialdemokratie Sigung wurde K. der Hau. 3tg." zufolge schuldig gesprochen damit eine einheitliche Organisation geschaffen wird. Bergau übergetreten. Und nun macht man mit diesem Material„ Delegirten- und zu 1 Jahr 8 Monaten Gefängniß verurtheilt. versammlungen". Man kommt beinahe dazu, die armen Herren " " Versammlungen. berichtet dem Redner, daß die Versuche, eine einheitliche Organi sation ins Leben zu rufen, wiederholt ohne Erfolg gewesen sind und an der ablehnenden Haltung mehrerer Vorstandsmitglieder der Freien Vereinigung scheiterten. A zu bedauern, die sich so abquälen und dann so wenig Frende erleben. Auf dem ganzen Stuttgarter Delegirtentage der Die in Buchbindereien, der Papier und Leder vorigen Woche sollte ein Arbeiter, ein Vergolder" aus ZweiTo industrie beschäftigten Arbeiter und Arbeite brücken, der vielleicht auch noch Werkführer oder Handwerker war, Die Delegirtenwahl zum Internationalen Sozialisten und rinnen hörten in ihrer Mitgliederversammlung am 8. Juni über Wanderunterstütung" sprechen, und selbst der blieb aus; Gewerkschaftskongres in London wurde am Sonntag in einer einen interessanten Vortrag des Herrn Dr. Weyl über fonft hat kein Arbeiter etwas wesentliches gefagt, felbft nach den Volksversammlung, die im Feenpalast tagte, vollzogen. Einleitend Hypnotismus. Im zweiten Punkt der Tagesordnung schildert ausführlichfien Berichten nicht. Und die Wanderunterſtüßung hielt Genosse Bebel, einen Vortrag, worin er die Entwicklung der der Vorsitzende Schmidt eingehend die Verhandlungen der ist einfach derjenigen der zentralisirten Gewerkschaften Arbeiterbewegung in den europäischen Kulturländern eingehend graphischen Konferenz. Redner deutet darauf hin, daß das Benachgemacht. Dann referirte Pastor Naumann über Dis darlegte und zu dem Schluß kam, daß auch die englische Arbeiter- fireben nach engerem Zusammenschluß der graphischen Gewerbe kussionsabende, indem er die Sterbenswunde der ganzen bewegung, die bisher rein gewerkschaftlich war und vom schon längst vorhanden war, aber durch das derzeitige Verhalten ,, evangelischen" Arbeiterbewegung bloßlegte: Die Richtung hat Anschluß an eine politische Partei nichts wissen wollte, in den der Steindrucker und Lithographen zurückgedrängt wurde. Laut der am meisten Zukunft, die über die meisten selbständigen Köpfe letzten Jahren fich mehr und mehr auf den Boden der prole- Vereinbarungen der Vertreter der graphischen Organisationen ist für verfügt," und die ganzen nachfolgenden Debatten gaben ihm tarischen Klassenbewegung gestellt habe. Das gehe unter anderen jedes Mitglied und Quartal 30 Pf.zu zahlen. Bevor Unterstützungen die Antwort darauf. Pfarrer Weber sprach über soziale auch daraus hervor, daß die auf dem internationalen Kongreß gewährt werden können, ist ein Fonds von 30 000 Mart auzuLiteratur, Pfarrer Traub über soziale Kommissionen bei 1889 von den Engländern hervorgerufene Spaltung zwischen sammeln. Nachdem einige Redner die Nothwendigkeit dieser städtischen Verwaltungen, Pfarrer Niemeyer über na politischer und gewerkschaftlicher Arbeiterbewegung auf den späteren Institution betont hatten, erklärt sich die Versammlung gegen tionale Wohnungsreform, und man fann den Herren Kongreffen nicht mehr zu tage getreten sei, sondern einer einheitlichen wenige Stimmen damit einverstanden. Unter Mitgliedschaftsglauben: jie hätten gern andere Referenten genommen, Klaffenbewegung der Arbeiter Play gemacht habe. Redner geht Angelegenheiten wurde mitgetheilt, daß der„ gute Montag" am wenn sie nur selbständige Köpfe" hätten. Endlich fanden zum Schluß ausführlich auf die von dem Londoner Kongreß zu 20. Juli in der„ Neuen Welt" stattfindet und der Eintrittspreis eine Reihe Erklärungen nach furzen Begründungen behandelnden Fragen ein und meint, wenn auch internationale auf 20 bez. 25 Pf. festgesezt ist. Der vorgeschrittenen Zeit wegen seitens des Vorsitzenden fast ohne Erörterung einstimmige Stongresse nicht den Werth haben, wie nationale, so sei es doch führt der Vorsitzende nur kurz die noch zu erledigenden Annahme", wie es in den Berichten so schön heißt: nicht zu unterschätzen, wenn die Arbeiter aller Kultur- Punkte an und warnt zum Schluß vor dem Kollegen Bulla, Wohnungskontrolle, weibliche Fabritinspektion, Genesungshäuser länder zusammenkommen, fich über Dinge, die der sich im Auslande unredlicher Handlungen zu Schulden kommen und Arbeiterversicherung wurden schnell noch durchgepeitscht für sie ein gemeinsames Interesse haben, für sie ein gemeinsames Interesse haben, zu berathen. ließ und jetzt in Berlin sein Unwesen treibt. und damit waren die Verhandlungen" fertig. Kein frisches Eine Diskussion folgte der mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Arbeitermund, feine Klage oder Mittheilung über Rede nicht. Dagegen wurden zwei von Im Fachverein der Bäcker sprach am 9. d. M. Herr Genossen des vierten orta, nichts Dr. Weyl über„ Berufskrankheiten im Bäckergewerbe". Die Selbstempfundenes aus gequältem Berliner Reichstagswahlkreises eingebrachte Anträge ange- treffenden Ausführungen des Referenten wurden in der Diskussion Proletarierherzen- nichts als anempfundener Pastoren- nominen; der erste derfelben fordert das Verbot der gewerblichen noch ergänzt und zahlenmäßig nachgewiesen, daß die Bäckermeister sozialismus ärmlichster Art, eine große graue Wüste Frauen und Kinderarbeit, allmälige Beseitigung der Haus in ihren Beröffentlichungen mit gänzlich ungenauen Ziffern ohne Grün, sogar ohne Stachelgewächse. industrie durch gesetzgeberische Maßnahmen, für jugendliche Ar- operiren. Es gelangten sodann mehrere vom Vorstand gefaßte Denn felbst ein bitteres, ein verfehrtes Arbeiterwort würde beiter eine sechsstündige, für erwachsene Arbeiter eine achtstündige Beschlüsse zur Kenntniß der Versammlung, die sanktionirt wurden. wie ein heller Quell aus der Langweiligkeit herausklingen Arbeitszeit, sowie Einführung weiblicher Fabrikinspektoren und Bon der Broschüre Die Arbeiterschutzheuchelei der bürgers aber nichts von alledem. Es ist Einem zu Muthe wie nach Versorgung der Arbeiter und Arbeiterinnen über 55 Jahre. lichen Parteien im Reichstage" waren 250 Stück angeschafft einer recht langen Nachmittagspredigt in einer Kirche mit Der andere Antrag ertlärt die Maifeier Maiseier nicht nur drückender Stickluft, wenn man die Berichte aus der Hand legt; als Protest gegen den Kapitalismus, sondern auch gegen den sammlung anwesenden Nichtmitglieder gratis verabfolgt. Des worden und an die Mitglieder, sowie auch an die in der Vers Gott sei Dank, daß es vorüber ist! Das sind die Verhandlungen Militarismus und als Friedensdemonstration. evangelischer Männer" und" Arbeiter". ferneren ist an das Polizeipräsidium ein Schreiben abgesandt, in welchem für 2 Mitglieder um eine Audienz gebeten wird. Diese sollen die Beweise dafür erbringen, daß die von der unteren Verwaltungsbehörde zu genehmigenden 20 Tage völlig überflüssig find. Für die streikenden Musikinstrumenten- Arbeiter wurden 10 M. bewilligt. Die Vereinsversammlungen werden künftig bei Gründel stattfinden. Gelbsterlebtes, ohne Quelle, Soziale Rechtspflege. Eine lange und lebhafte Debatte rief die Wahl der Delegirten hervor. Nachdem vom Bureau die Genossen Richard Fischer, Erbe und Borgmann vorgeschlagen waren, beantragt Frau Fahrenwald, auch eine weibliche Delegirte, und zwar Ist ein Arbeiter verpflichtet, andere als in feinem Ottilie Baader zu wählen. Sie wendet sich gegen den von Lina Engagement vorgesehene Arbeiten zu verrichten? Diese Vogel in der„ Gleichheit" gemachten Vorschlag, der dahin geht, die wichtige Frage fpielte in einem Entschädigungsprozeß eine große Genofsinnen Ihrer und Zetkin als Vertreterinnen des gesammten Rolle, den der Rutscher F. gegen den Fabrikbefizer Fuchs an- deutschen Proletariats zu wählen; Lina Vogel sei in Parteitreisen un- Die au Holzbearbeitungs- Maschinen und auf Holz: gestrengt hatte. Der Kläger behauptete, widerrechtlich entlassen bekannt. Werner spricht gegen die Wahl einer weiblichen plätzen beschäftigten Arbeiter waren zu der öffentlichen zu sein, wogegen der Beklagte geltend machte, daß er ihm nach Delegirten. Er erblickt darin eine Bevorzugung des weiblichen Versammlung am 11. Juni recht zahlreich erschienen. Vom ersten seinem Protest gegen die sofortige Entlassung auf Geschlechts und will keinen Unterschied zwischen Männern und Punkt, Bericht der Delegirten zur Gewerkschaftskommission, nahgegeben habe, noch 14 Tage lang weiter zu arbeiten. Frauen gemacht wissen. Bebel meint, es sei eine unangenehme men die Versammelten Abstand. Eine längere Diskussion ent Allerdings hätte nach der Bemerkung des Beklagten der Kläger Sache, daß sich hier gewissermaßen ein Kampf zwischen Männern spann sich nach der Berichterstattung der Gewerbegerichts- Beinicht mehr fahren und auch nicht mehr in den Stall und Frauen abspiele. Man könne wohl beiden Theilen fiber. Die Thätigkeit derselben wurde allerfeits als durchweg tonimen, sondern mit Wagenwaschen, Holzhauen und ähnlichen dadurch gerecht werden, daß man das berechtigte Verlangen der forrekt und befriedigend bezeichnet. Außerdem brachten eine Reihe Thätigteiten beschäftigt werden sollen. Der Kläger betonte dem Berliner Genoffinnen, die ja hinsichtlich der Agitation einen be- Diskussionsredner ihre Selbiterlebnisse auf dem Gewerbegericht gegenüber, daß er als Kutscher nicht nöthig hätte, Sofarbeiten sonderen Eifer entfaltet hätten, erfülle und eine weibliche Ver zur Sprache, die ihnen theils als Klagende, theils auch als Beklagte wie z. B. das Zerkleinern von Holz, zu besorgen. Das Gericht treterin wähle. Er erblicke darin keine Bevorzugung, denn für begegnet waren. Verschiedene Anfragen aus der Versammlung ( Kammer 7) wies den Kläger ab. Der Vorsitzende führte aus, die Wahl einer weiblichen Delegirten sprächen die wurden von den bisherigen Beisigern durch entsprechende Beder Kläger hätte sich infolge der Aufforderung des Beklagten selben Gründe, die für die Ernennung weiblicher Fabrit- antwortungen erledigt. An stelle der beiden ausgelooften Beisitzer diefem für die 14 Tage der Kündigungsfrist zur Verfügung inspektorinnen angeführt würden. Frau Rohrla ct empfiehlt nominirten die Versammelten Kobold und Franz. Die Hichstellen müssen. Selbstverständlich hätte er aber nur alle bis den Vorschlag von Lina Vogel, Vogel, auf grund deffen nungslegung der Vertrauensmänner geschah durch den Kassirer dahin neben dem Fahren versehenen Dienste weiter erfüllen in einer Versammlung am Mittwoch die Wahl stattfinden soll. Ott Die Einnahme von Oftober 95 bis Juni 96, einschließlich brauchen, nicht aber nöthig gehabt, Arbeiten zu leisten, die mit Näther ist im Gegensatz zu Bebel der Meinung, daß es wohl eines Bestandes von 118,52 M. betrugen 425,69 M.; die Ausden Obliegenheiten eines Kutschers nichts zu thun haben. eine Bevorzugung des weiblichen Geschlechts sei, wenn man eine gaben 348,71 W., so daß ein Bestand von 76,98 m. verblieb. Gegen den preußischen Fiskus waren die Hinter- Delegirtin ohne Rücksicht auf ihre Qualifikation nur deshalb Den Revisoren, die an stelle Maaß durch Pankow ergänzt bliebenen des Kanalarbeiters Beisler wegen einer Unfallrente wähle, weil sie dem weiblichen Geschlecht angehöre. Er wolle wurden, überwiesen die Versammelten die Stevision der Abrechnung. mit der Begründung flagbar geworden, daß Beisler nicht sagen, daß eine Frau überhaupt nicht im stande sei, als Eine längere Diskussion entspann sich über die Zahl der einem Betriebsunfalle erlegen fei. Ter Verstorbene Vertreterin auf dem Kongreß zu fungiren; seinetwegen möge neuzuwählenden Vertrauensleute. Man tam schließlich dahin hatte, wie im Laufe des Verfahrens festgestellt wurde, man nur weibliche Delegirte wählen, wenn dieselben sonst überein, aus praktischen und auch aus taktischen Gründen nur ber Erlaubniß seines Vorgesetzten Gebrauch gemacht dazu geeignet feien. Die Wahl habe nicht mit Rücksicht auf das einen Vertrauensmann zu ernennen, dem es anheim gegeben sei, und auf seiner Arbeitsstätte, einem Bagger, übernachtet. Am Geschlecht, sondern nur mit Rücksicht auf die Qualifikation statt. zu den erforderlichen Arbeiten entsprechende Kollegen hinzuzuziehen. andern Morgen war er gleich einem Kollegen todt aufgefunden zufinden. Frau Mesch tritt für den Antrag der Frau Fahren- Die Wahl fiel auf den Delegirten zur Gewerkschaftskommiſſion worden. Die beiden Arbeiter hatten es sich an einem eisernen wald ein. Die Genoffen sollten es mit Freuden begrüßen, wenn Biehl. Bezüglich der Restanten der Sammellisten, worunter Ofen bequem gemacht und find aller Wahrscheinlichkeit auch die Frauen sich an den Arbeiten des Kongresses betheiligen nach beantragter Berlesung sich auch noch Gewerkschaften be nach infolge zu frühen Klappenschlusses den Heizgafen zum Opfer wollten. Dieselben tönnten dabei mancherlei lernen, auch müsse fanden, wurde vorgeschlagen, diese Restanten in Form einer gefallen. Das Reichs- Versicherungsamt erkannte in Uebereinstimmung die Wahl einer Delegirtin im Interesse der Gleichberechtigung Annonce im Vorwärts" zu veröffentlichen. Außerdem ernannten mit dem Schiedsgericht auf Abweisung des Rentenanspruchs, nachdem geschehen. Frau Gubela bedauert, daß sich in der proletarischen die Anwesenden Sauerzapf, Rese und Jäck zu Revisoren der Fiskus die Gewährung der Rente abgelehnt hatte. Das Frauenbewegung eine Doppelströmung bemerkbar mache, die der Sammellisten. Charlottenburg. Am 9. Juni tagte hier eine Versamms Refursgericht berücksichtigte bei seiner Entscheidung besonders, nur geeignet sei, der Sache zu schaden. Sie empfiehlt Wahl einer weiblichen Delegirten, aber lang der Metallarbeiter. Nach einem zustimmend aufgenommenen daß Beisler nicht gezwungen war, auf dem Bagger zu über- gleichfalls die nachten, sondern dies auch in irgend einer nahegelegenen Ort einer solchen, die auch dazu geeignet sei, und nicht blos eine Vortrag des Metallarbeiters Schlegel über den internationalen schaft hätte thun können, und daß mit der Erlaubniß, ev. den Spazierfahrt nach London mache. Nachdem noch einige Redner Kongres in London erklärte sich die Versammlung mit der EntBagger zu benutzen, nur der persönlichen Bequemlich für und gegen gesprochen hatten, gelangte ein Antrag zur An- sendung des Genoffen Segitz Fürth als Vertreter der Metallteit der Arbeiter Rechnung getragen werden sollte. Es fonntenahme, demzufolge drei Männer und eine Frau delegirt werden arbeiter einverstanden. Im Laufe der weiteren Verhandlungen hierin teinen Zusammenhang mit dem Betriebsinteresse erblicken. sollen. Gewählt wurden: Rich. Fischer mit 588, Borg- brachte Barowsti einen Fall ungehöriger Behandlung eines mann mit 522, Ottilie Baader mit 409 und Erbe Arbeiters bei der Firma David Grove zur Sprache. Redner mit 359 Stimmen. In der Minoritat blieben folgende gleichfalls zog aus diesem Vorgang den Schluß, daß, wenn die Arbeiter Vorgeschlagene: Frau Ihrer, Frau Lauschke, Frau Zettin, Friß der Organisation angehörten, solche Vorkommnisse undenkbar Hansen, Frau Rohrlack und Frau Mesch. " Gerichts- Beitung. man wären. = Kammergericht und Koalitionsrecht der Arbeiter. Mehrere Arbeiter hatten durch„ Drohungen" ihren Arbeitgeber Eine öffentliche Versammlung der Buchdruckerei- Hilfe- Nixdorf. Die Vertrauensperson für die Frauen und bestimmt, einer von den Arbeitern des betreffenden Gewerbes arbeiter und Arbeiterinnen tagte am Sonntag bei Bolz, Alte Mädchen hatte am 10. d. M. eine öffentliche Volksversammlung behufs Erlangung günstiger Lohnbedingungen getroffenen Ver- Jakobstraße. Namens der Kommission berichtete Jahus über einberufen, in der Frau Mesch aus Berlin über Frauenpflichten abredung Folge zu leisten. Aus diesem Thatbestande waren jene die gegenwärtige Situation der Bewegung. und Frauenrechte" referirte. Rednerin erläuterte in drastischer Danach sind Arbeiter wegen Uebertretung des§ 153 der Gewerbe- Ordnung zur augenblicklich 52 Streifende und 35 Arbeitslose vorhanden Weise die Pflichten, welche der Frau im heutigen Staate aufUntersuchung gezogen worden, der denjenigen mit Etrafe bedroht, und ist die Sperre über 13 Buchdruckereien verhängt. erlegt seien, sowie die ungeheuer große Ausbeutung durch das welcher andere durch Drohungen u. s. w. bestimmt, solchen Ver- Der Redner bedauerte, daß durch die Tarisverhandlungen Kapital. Trozdem wolle man der Frau in der heutigen Gesellabredungen, wie sie oben bezeichnet worden, Folge zu leisten. der Buchdrucker, der Streit der Hilfearbeiter, wenn auch nicht schaft eine rechtliche Gleichstellung nicht einräumen. Es sei mitDas Berufungsgericht nahm an, daß nur Einwirkungen auf offiziell aufgehoben, so doch eigentlich beendet und durch die hin Pflicht der Frauen, die Vorurtheile auf diesem Gebiete entdie Parteigenossen, nicht aber auf die Gegenpartei strafbar seien Sperre ersetzt werden mußte. Im Herbst, wo die Konjunktur schieden zu bekämpfen. Die Vortragende erntete für ihre interbedeutend günstigere und sprach demgemäß die Angeklagten frei. Dieses Urtheil eine wird, fönne er effanten Ausführungen reichen Beifall und es äußerten sich in der wurde auf die Revision der Staatsanwaltschaft von dem Kammer- warten, daß die zur Zeit noch gesperrten Druckereien Diskussion mehrere Rednerinnen im gleichen Sinne. Hierauf gericht( neuester Band der Entsch.) aufgehoben. Denn der Aus- die Forderungen bewilligen, zumal dieselben bereits jetzt schon wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: Die Verbruck Andere" in§ 153 sei ganz allgemein gebraucht und es einen Mangel an Arbeitskräften zu verzeichnen haben. Nach sammlung erklärt, daß sie mit dem Vorschlag der Lina Vogel in fehle an einem Grunde, unter den Anderen" nur die Vertrags- einer längeren Debatte über das Verhalten einiger Streifbrecher, Netschkau und der Ottilie Gerndt, zum internationalen Rongreß genoffen zu verstehen. Hiernach sei aber auch derjenige Arbeiter über das Sammelwesen und über die weiteren Maßnahmen in zu London, für Deutschland nur zwei weibliche Delegirte Die Versammlung ist trafbar, welcher die in§ 153 bezeichnete Einwirkung auf seinen bezug auf die Bewegung wurde beschlossen, die Sperre zu wählen, nicht einverstanden ist. in der die Druckereien, Arbeitsgeber ausübe. welche die Forderungen nicht der Meinung, daß 14. Juni stattfindenden bewilligt haben, aufrecht zu erhalten und die Streit Partei Versammlung für und Umgegend eine Der Schneidermeister Karl Markgraf in Rigdorf macht lich ein Gewerbe daraus, ihm zur Verarbeitung übergebene Stoffe Commission bestehen zu lassen. Statt der bisherigen 5 pt. weibliche Delegirte gewählt wird. sollen die Arbeitenden verpflichtet werden, 22 pet. von ihrem Arbeiter- Bildungsschule. Dienfiag Abend von 9-10% Uhr: Güd: zu versehen und seinen Kunden alsdann das Nachsehen zu laffen. Berdienst zur Unterstützung wöchentlich abzuliefern. Jahns weist( Nahrungs- und Genusmittel, Wohnung und Gefundheit, öffentlicher Kinderost Schule Waldemarir. 14: Oeffentliche Gesundheitspflege Wegen zahlreicher Fälle, in welchen auf diese Weise von ihm sodann auf die im Herbst stattfindenden Gewerbegerichtswahlen fchus, Echulgesundheitspflege, Fabritgefeggebung, Fürsorge für ArbeiteArbeiter geprellt wurden, schwebt gegenwärtig die Untersuchung, hin und empfiehlt die Ausstellung eines eigenen Kandidaten für die rinnen.) Herr Dr. Gustav Heymann. Nordschule, Müllerstraße 179a: vährend ein solcher Fall in der letzten Sigung des Rigdorfer Branche, die jetzt nur einen Beisiger aufzuweisen hat und demzufolge iution durch Kopernikus, Galilei und Newton. Experimentelle Forschung. Schöffengerichts zur Verhandlung fam. Mit Rücksicht auf die nicht genügend vertreten ist. Mahle kritisirte verschiedene Philosophie und naturwissenschaftliche Forschung. Innerer Zusammenhang ahllosen Borstrafen wegen Eigenthumvergehens wurde der An- Mißstände in den Druckereien und bemängelte, daß in vielen der Naturkräfte. Rob. Mayer, Helmholz. Gesez von der Grhaltung der getlagte zu zwei Monaten Gefängniß verurtheilt. Grundzüge des Fällen die Vorschriften der Gewerbe Ordnung nicht beachtet fraft und des Stoffes. Ginheitlichkeit der Materie. Darwinismus.) Herr Dr. G. Joël. Bet allen Unterrichtsfächern Eine ungemein harte Strafe verhängte das Riydorfer werden. Zum Schluß berichtete Fräulein Bien über werden neue Theilnehmer, Damen and Herren, jeder Zeit aufgenommen. Schöffengericht in seiner letzten Sigung über den Gürtler die Beschlüsse der Gewerkschaftskommission und machte Arbeiter- Hängerbund Berlins und umgegend. Borsigender Ad. Neudie auf den Boykott über Rudolf Rusch aus Berlin. Am 14. April d. J. befand besonders mann, Bajewalterstr. 3. Alle Aenberungen im Vereinskalender sind zu richten Berliner Privatan Friedrich Kortum, Manteuffelfir. 49, v. 2 Tr. sich Rusch auf dem Rigdorfer Bahnhof und wollte nach Berlin post aufmerksam. Die Wahl einer Agitationskommission zur AnArbeiter Bandherbund Berline und Umgegend. Menderungen zurückfahren. Da er angeheitert war und die etwas versteckt bahnung der Zentralisation wurde der vorgerückten Zeit wegen im Bereinstalender sind zu richten an Otto Schulz, Rottbuserdamm 72. Sund der liegende Retirade nicht fand, überschritt er ein Geleis, worüber vertagt und soll in einer späteren Versammlung als erster Punkt er mit einem Bahnhofsarbeiter in Wortstreit gerieth. Schließlich der Tagesordnung verhandelt werden. über am Berlin Natur Grtenntniß.( Antife und moderne Naturbetrachtung. Revoante Buſchriften den Bund betreffend sind zu richten an. geiligen Arbeitervereine Berline und Umgegend Sahn, Schönhauser Allee 177 c. Herniam Rummelsburg- Stralau. Oeffentl. Volks- Versammlung für Männer und Frauen Mittwoch, 17. Juni, abends 8Uhr, in der Brauerei Stralau. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen J. Türk über: Die Erzeugung und Ver theilung der Werthe in der sozialistischen Gesellschaft." 2. Distussion. Die Mitglieder des sozialdemokratischen Vereins von Stralau und Rummelsburg werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Der Einberufer. 8/12 Telephon Amt IV 447. Streng reelle Bedienung. M.Schulmeister Schneidermeister, 4977* Dresdener- Strasse 4, Kottbuser Thor, empfiehlt zu außergewöhnlich billigen Preisen nachstehende Paletots Spezialartikel: echtfarbig in Satin und Diagonal von M. 15-30 i. hochf. Kammg.- u. Cheviot- Stoffen, Sackfaçons, ohne Naht Jaquet- Anzüge in gedieg. wollenen Zwirnstoffen, Jaquet- Anzüge 1. u. 2 reihig in glatten Diagonal, Kamm= garn, Satin- u. Cheviot- Stoffen, 1- u. 2 reihig modernster Farben in Satin- u. Ausführung • Jaquet- Anzüge englischen Cheviot- Stoffen, eleg. Rock- Anzüge i suten, wollenen, schwarz. 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Klaviatur- und Piano6 Uhr, auf dem Rigdorfer GemeindeKirchhof statt. Um zahlreiche Betheiligung bittet Der Vorstand. Statt jeder besonderen Meldung. Am Sonnabend, den 13. ds. Mis., nachmittags 24 Uhr, entschlief sanft nach kurzem Krankenlager mein innigft geliebter Mann, unser Sohn, Bruder und Schwager, der Töpfer 21966 mechanikarbeit.Berlins. Der Streit ist am 5. d. M. als beendigt erklärt worden, doch sind 5-600 Arbeiter nicht wieder eingestellt, somit als gemaßregelt zu betrachten. Wir ersuchen die Kollegen von außerhalb, sowie die Tischler Berlins, den Zuzug nach obigen Fabriken fernzuhalten. 286/ 12* Die Lohnkommission. Robert Hargisheimer Achtung, Tischler! frankheit. Vorräthe verliehen gewesener zum Theil sehr wenig benutter Möbel für jeden annehmbaren Prets. Theilzahlung gestattet. Kleiderfpind, Gopha 18 Mart, Kommode, Küchenspind, Waschtoilette 12 Mart, Stühle 3 Mart, Bettstellen mit Federmatraße und Keiltiffen 18 Mart, elegante Nußbaum- Kleiderspinde und Wäsche im 32. Lebensjahre an der Proletarierspinde 30 Mart, Muschelspinde 40 Mart, Säulen Kleiderspinde und Bertikows, hochelegant 46 Mart, Trumeaux mit Stufe 55 Mart, Im Namen der Hinterbliebenen: Die Plüschgarnituren 60 und 100 Mart, Paneel- trauernde Wwe. Anna Hargisheimer. garnituren, Paneelsopha 80 Mart, Muschel- Die Beerdigung findet am Dienstag, garnituren, Chaiselongue, Schlafsophas, Schreib- den 16. d. M., nachmittags 4 Uhr, tische, koulissentische, Buffets, Schreibsekretäre, von der Leichenhalle in Wilhelmsberg Tische, Spiegel 2c., alles staunend billig, sowie aus statt. fertig beforirte Salons, Speise- und Schlafzimmer. Besichtigung erbeten ohne aufzwang. Getaufte Möbel tönnen dret Monat tostenfrei lagern und eigene Gespanne werden durch transportirt und aufgestellt. 5035 L* Künstl. Zähne. Für Damen mit Quaste F. Steffens, Rofentyalerstr. 61, 2 Tr. Stück 5,- M. Theilzahlung pr. Woche 1 M. W. Pahr, Alb. Rosenhain Arbeitsanzüge Brunnenste. 112. Danksagung. Die Lohndifferenzen in der Tischlerwerkstatt von Trompler, Rüdersdorferstraße 7, sind durch gütliche VerDie gestellten ständigung erledigt. Forderungen sind bewilligt. Die Ortsverwaltung des Deutschen Holzarbeiter- Verbandes. Zahlstelle Berlin. Achtung! Achtung! Allen Kollegen und Genossen für die Holzarbeiter! zahlreiche Betheiligung und vielen In der Bautischlerei von Knorr, Kranzienden beim Begräbniß meines Blumenthalſtr. 5, haben die Kollegen lieben Mannes, besonders der Allge- wegen Lohndifferenzen die Arbeit einmeinen Elektrizitätsgesellschaft Acker gestellt. 291/11 ſtraße, der Firma Siemens u. Halste. Zuzug fernhalten. " und dem Gesangverein Maiglöckchen" sage ich hiermit meinen tiefgefühltesten Dank. Die Ortsverwaltung 53755 des Deutschen Holzarbeiter- Verbandes. Die trauernde Wittive Emma Scholz Karton- Arbeiterinnen, geübte, verl geb. Gottschalt. Für die aufrichtige Theilnahme bei Berlin SW., Leipzigerstr. 72. Haben Sie Wanzen? M.Wolff, Neue Friedrichstr.48. 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Mittwoch, den 17. Juni, abends 8 Uhr, bei Joël, Andreasstr. 21: Volks Versammlung. = Zages- Ordnung: 1. Stellungnahme zum internationalen Kongreß. 2. Bericht der Revisorin in Sachen des polizeilich geschlossenen Frauenund Mädchen- Bildungsvereins. 2/11 Fr. Ottilie Gerndt. Sozialdemokr. Verein„ Vorwärts" Berlin. Dienstag, 16. Juni, abends 8 Uhr, im Marienbad, Bad- Straße 35136: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 2749 1. Volksbeglückungs- Theorien. Referent: Genosse Dr. Pinn. 2. Distusfion. 3. Bereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Mitglieder werden aufgenommen. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. Zentralverein der Bildhauer. 28 20 Dienstag, den 16. Juni, abends 29 Uhr, Zunenstr. 16: Versammlung. Wahl eines Schriftführers. Achtung! Modellenr- Abend. Der Vorstand. Achtung! Bildhauer Berlins u. Umgegend! 8 grosse öffentliche Gewerkschafts- Versammlungen aller Gewerkschaften Berlins am Donnerstag, den 18. Juni, abends 8 Uhr, Die Versammlung am 18. Juni fällt zu gunsten der allgemeinen Gewertschafts Versammlungen aus und findet dafür am Donnerstag, den 25. Juni, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27c, mit folgender 3. Tagesordnung statt: 1. Die Bedeutung des Gewerbegerichts für die arbeitende Bevölkerung. Aufstellung eines Kandidaten( Holzbildhauer) für die Beisitzerwahlen zum Gewerbegericht. 2. Wahl eines Delegirten zum internationalen Gewerkschaftskongreß in London. 3. Verschiedenes. Sonntag, den 21. Juni, vormittags 1/210 hr: Große öffentliche Versammlung der Steinbildhauer. 1. Die Arbeitsverhältnisse der Berliner Steinbildhauer und wie werden dieselben auf den Steinmetzplägen behandelt? 2. Wie ist die Organisation Der Steinbildhauer am zweckmäßigsten zu gestalten? Referent: G. Winkler 3. Aufstellung eines Kandidaten für die Beisitzerwahlen zum Gewerbegericht. Referent: 0. Meyer. Weitere Bekanntmachungen, die letzte Versammlung betreffend, geschehen durch Handzettel. Ju beiden Versammlungen werden Antragsformulare zur Aufnahme in die Wählerlisten vertheilt. Die Vertrauensleute der einzelnen Werkstätten sind gebeten, obige Formulare im Lokal Annenstr. 16( täglich Vorm. 10-11, Dienstag und Sonnabend Abend von 8 Uhr an) abzuholen. Deutscher Holzarbeiter- Berband. ( Zahlstelle Berlin.) Mittwoch, den 17. Juni, abends 84 Uhr, in Cohn's Fettsälen, Beuthkraße 20-22: Bertraneusmänner- Versammlung sämmtlicher Bezirke. Tages Ordnung: 1. Unsere Agitation und die ferneren Aufgaben der Vertrauensmänner. 2. Die Drechsler- Lohnbewegung. 3. Der Streit bei Birgens( Bautischlerei) in Riydorf und die Lohndifferenzen in der Bautischlerei von Knorr, Blumenthalstr. 5. Jede Werkstatt muß vertreten sein. NB. Billets zu dem am 13. Juli in der Neuen Welt stattfindenden Sommerfest werden an die Beitragsammler in der Versammlung aus: gegeben. Achtung! Ju der Versammlung werden ferner die Formulare zur Eintragung in die Wählerlisten zu den GewerbegerichtsbeisitzerWahlen ausgegeben, 211/10 Die Ortsverwaltung. Metallschleifer! Mittwoch, den 17. Juni, abends 8 Uhr, im Louisenstädt. Konzerthaus, Alte Jakobstraße 37: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Was gedenken die Metallschleifer zur Verbesserung ihrer Lohu und Arbeitsbedingungen zu thun? 2. Wahl eines Vertrauensmaunes. Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. Otto Naether, N., Antlamerstr. 44. Achtung! 300/3 in folgenden Lokalen: 1. Swinemünder Gesellschaftshaus, Eminemünderstr. 35. 2. Keller's Fettsäle( großer Saal), Koppenstr. 29. 3. Henke's Salon, Nannynstr. 27. 4. Feenpalat, Burg- und Wolfgangüraßen- Ede. 5. Marten's Salou, Friedrichstr. 236. 6. Ahrens' Brauerei- Moabit, Thurmtr. 26. 7. Kolberger Salon, Solbergerstr. 23. 8. Königshof, Bülowstr. 37. Tagesordnung in allen Versammlungen: 2766 1. Der Hutmacherstreik ein Klassenkampf. 2. Der Boykott der Privatpost. Stellungnahme zu den Gewerbegerichts- Wahlen. 4. Verschiedenes. Die Gewerkschaften werden ersucht, zahlreich und pünktlich in den Versammhungen zu erscheinen. Die Berliner Gewerkschaftskommission. J. A.: R. Millarg. Friedrichsberg. Arbeiter- Bildungsverein. Dienstag, den 16. Juni, abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Gustav Karl, Dorfstr. 2: Versammlung. Verband aller in der Metallindustrie besch. Arbeiter Berlins und Umgegend. Mittwoch, den 17. Juni 1896, abends 81, Uhr: Vortrag des Genoffen A. Hoffmann Norden- Bezirks- Versammlung über: ,, Glaube und Bernunft". Diskussion. Verschiedenes. 21976 Von der Reise zurück. 22076 Dr. Curt Freudenberg, SO., Waldemarstraße 22, 2 Tr. Vereinszimmer mit Piano oder auch als Zahlstelle zu vergeben. 20086*] G. Glaue, Krausenstr. 18. im Gesellschaftshaus, Swinemünderstr. 35. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Th. Weyl über: Berufskrankheiten der Metallarbeiter." 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder und Verschiedenes. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet.- Gäste willkommen. Der Vorstand. 293/9 Achtung! Puter. Achtung! Mittwoch, den 17. Juni, abends 6 Uhr: Deutscher Porter. Bandeputirten- Verfammlung der Puber Dessert: n. Malzkraftbier 1. Rauges. Brauerei Burghalter, Potsdam, gegr. 1736, besond. f. Blutarme, Brufttr., Bleichs., Wöchn., Rekonv. 2c. d. leicht bekömml., nahrhaft. mit Träftigite Bier. blutbildend, desh. bess. Gesichtsfarbe u. Gewichtszun. überrasch. 14 Fl. drei, bei Buske, Grenadierstraße Nr. 33. Tagesordnung: Erledigung von wichtigen Angelegenheiten. Jeder Bau muß vertreten sein. E Auf dem Bau Yorkstr. 19 hat der Puzunternehmer Dunkel die Arbeit Lieferung der Rüstung übernommen, desgleichen Insterburgerstr. 8 der Ist Bugunternehmer Scharf. Dies den Kollegen zur Kenntniß. 50 Fl. zehn Mt. exkl. In Geb.( 1/4, 1/8, 1/16) 140/10 Die Lohnkommission der Putzer Berlins. Musikinstrumenten- Arbeiter. 3. Selbstabz. wesentl. Heute Dienstag, abends 8 Uhr, in Keller's Festsälen, billiger. Allein. Ver sandist. f. Berlin u. Provinz: Porterfellerei Ringler, Berlin, Brunnenstraße 152. Nicht Koppenstraße 29: Oeffentl. Versammlung. Die Tagesordnung wird in der Versammlung beDer Einberufer. Flaschenzahl, Quali fannt gegeben. tät entscheidet! Schmiedel's Festsäle, Achtung! Alte Jakobstr. 32, neben Zentraltheater. Ich empfehle meine eleganten Fest fale zur Abhaltung jeder Festlichkeiten, Kommerse, Versammlungen zc. Wwe. E. Schniedel. Handlungsgehilfen und-Gehilfinnen! Donnerstag, den 18. Juni, abends 9 Uhr, in Cohn's Feßfälen, 52982* Beuthstraße 20-22: B. Günzel, Lothringerstraße 52. Spezialität. Porträtz Lassalle, Mary c. in Cigarrenspitzen, Pfeifen, Nadeln, Brochen, Knöpfen, Büsten Bildern 1. dgl. sowie jede Drechslerwaare u. Nepar.( Man verl. Preisturant.) Vereinsgeschäft. Max Richter, Grüner Weg 65, Bilder, Büſten ( Mary, Engels, Lassalle) jeder Größe nebst Bildereinrahmung. Große öffentliche Versammlung Louis Keller's Festsäleetoration, Stodlaternen 2c. en gros unid en detail. Tages Ordnung: Koppenstr. 29.[ 5334L prachtvollen Sommergarten 1. Die Handlungsgehilfen und die neueste Gesetzgebung. Referent: Jeden Dienstag und Donnerdag im Reichstags- Abgeordneter Vogtherr. 2. Distussion. 3. Verschiedenes. 298/12 Der Vertrauensmann der Berliner Handlungsgehilfen. Albert Wilde, Linienstraße 2. Norddeutsche Quartett- u. Koupletsänger. Fachverein der Tapezirer Berlins u. Umgegend. Entree frei. Anfang 8 Uhr. Dienstag, den 16. Juni, abends 8 Uhr, bei Pasdy, Alte Jakobftr. 83: Grosse Versammlung. Tages Ordnung: 179/17 1. Balldachin Dekoration. 2. Vortrag des Genossen Dr. Paul Bernstein über erste Hilfe bei Unglücksfällen. 3. Diskussion. 4. Vereinsaugelegenheiten. NB. Bei der wichtigen Tagesordnung muß jeder Kollege am Platze sein. Der Vorstand. Gäste willkommen. Bei ungünstiger Witterung im Saale. Altes Schützenhaus Linienstr. 5[ 21316* empfiehlt seine Säle mit schönem Naturgarten. Sonnabende noch frei. Leder- Abfälle! 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