Nr. 143. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Beitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 fg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Eernsprecher: Amt 1, Nr. 1508 Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonntag, den 21. Juni 1896. Bum Bürgerlichen Gelehbuch. versammlung, Krankheit verhindert ist. Die Abänderungen, welche die Kommission für das Bürgerliche Gesetzbuch dem Entwurf gegenüber vorgenommen hat, bestehen im wesentlichen in folgendem: Jm privatrechtlichen Vereinsrecht ist das Auflösungsrecht, das der Entwurf einschmuggeln wollte, gestrichen; im übrigen sind ja unsern Lesern die für die Arbeiterklasse trotz ihres rückschrittlichen Juhalts gleich giltigen Beschlüsse der Kommission aus den Verhandlungen bekannt. Das Prinzip der Vertragsfreiheit hat zunächst im allgemeinen Theil eine erhebliche Einschränkung erlitten. Es ist zu§ 134 folgender zweiter Absatz beschlossen: " Nichtig ist insbesondere ein Rechtsgeschäft, durch das Jemand unter Ausbeutung der Nothlage, des Leichtsinns oder der Unerfahrenheit eines Anderen sich oder einem Dritten für eine Leistung Bermögensvortheile versprechen oder gewähren läßt, welche den Werth der Leistung dergestalt übersteigen, daß den Umständen nach die Bermögensvortheile in auffälligem Mißverhältnisse zu der Leistung stehen." Diese Bestimmung läßt sich anwenden, um statt eines jammervollen Arbeitslohnes wenigstens den ortsüblichen Lohn zuzusprechen. Selbstverständlich sind die Freifinnigen lebhafte Gegner dieser Bestimmungen; ihnen sekundirt der mecklenburgische Großgrundbesitz. Die Vertragsfreiheit ist auf dem Gebiete des Miethsrechts insoweit eingeschränkt, daß Verträge nichtig sein sollen, durch welche sich jemand verpflichtet, auch dann einen Miethsvertrag nicht aufheben zu dürfen, wenn bie Wohnung, der Laden, die Wertstätte u. s. w. die Gesundheit gefährden. Unsere Genossen haben weitergehende Anträge auf diesem Gebiete vergeblich gestellt. Nun hat die Kommission beschlossen, daß Mätler Löhne, z. B. für Beschaffung von Arbeitsgelegenheit für Kellnerinnen, Gesinde u. f. w. durch Urtheil auf einen an gemessenen Betrag herabgesetzt werden können. Demselben Gebiete gehört das von der Kommission beschlossene Verbot der Klagbarkeit eines Versprechens an, das für die Ausbietung ehelichen oder außerehelichen Menschenfleisch.genusses abgegeben ist. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Beit ohne sein Verschulden, z. B. durch Kontroll-! Bu gunsten der Frau hat die Kommission das Recht des Ehemannes nicht bestätigt, nach welchem der Ehemann Neu ist auch die Bestimmung, daß dem Arbeitnehmer jedes Arbeits- und Dienstverhältniß sollte auflösen tönnen, nach Kündigung eine angemessene Zeit zum das seine Frau eingegangen ist. Aufsuchen von Arbeitsgelegenheit gegeben Auf dem Gebiete des Ehegüterrechts hat sich werden muß. Zu gunsten des Gesindes ist folgendes die Kommission zur Einführung des getrennten Ehegüterbeschlossen: rechts nicht aufgeschwungen; aber sie hat in Besserung des Zunächst soll das Büchtigungsrecht auf bestehenden Rechts als Alleineigenthum der Frau, das der foll bas gehoben werden. Ferner soll durch den nachfolgenden Mann nicht zu verwalten hat, festgesetzt: das, was die Frau § 609 a, der an sich mangelhaft ist, eine reichsgeset durch ihre Arbeit oder durch den Betrieb eines Erwerbsfiche Krankenversicherung des Gesindes angeschäftes erwirbt und die zum persönlichen Gebrauche der gebahnt werden: Frau bestimmten Sachen und Arbeitsgeräthe. " Ift bei einem dauernden Dienstverhältnisse, welches die Die elterliche Gewalt hat die Kommission leider Erwerbsthätigkeit des Verpflichteten vollständig oder hauptsächlich nur in sehr beschränkter Weise auch der Mutter zugestanden. in Anspruch nimmt, der Verpflichtete in die häusliche Gemeinschaft aufgenommen, so hatte der Dienstberechtigte ihm im Falle der Dem unehelichen Kinde soll nach den Beschlüssen Erkrankung die erforderliche Verpflegung und ärztliche Be- der Kommission der Vater Alimente bis zum 16. Lebenshandlung bis zur Dauer von sechs Wochen, jedoch nicht über jahre zahlen. Auch soll die Mutter bereits vor der sofern nicht die Erkrankung von dem Verpflichteten vorfäßlich Monate flagen tönnen. die Beendigung des Dienstverhältnisses hinaus, zu gewähren, Entbindung auf Hinterlegung von Alimenten für drei oder durch grobe Fahrlässigkeit herbeigeführt worden ist. Die Verpflegung und ärztliche Behandlung fann durch Aufnahme des Preußen der Verführer dem von ihm erzeugten außerehelichen Sämmtliche Einwendungen, welche im junkerlichen Verpflichteten in eine Krantenanstalt gewährt werden. Die Stoften tönnen auf die für die Zeit der Erkrankung ge- Rinde gegenüber erheben kann, sind bis auf eine beseitigt. schuldete Vergütung angerechnet werden. Wird das Dienst. Diese eine Einwendung besteht darin, daß, wenn mehrere verhältniß wegen der Erkrankung von dem Dienstberechtigten nach Männer in der kritischen Zeit der Mutter beigeschlafen § 617 gekündigt, so bleibt die dadurch herbeigeführte Beendigung haben, auch das Kind seine Rechte verlieren soll. Nades Dienstverhältnisses außer betracht. türlich haben unsere Vertreter gegen diese Ungerechtigkeit Stellung genommen, doch bisher vergeblich. für die Verpflegung und ärztliche Behandlung durch eine VerDie Verpflichtung des Dienstberechtigten tritt nicht ein, wenn ficherung oder durch eine Einrichtung der öffentlichen Krankenpflege Vorsorge getroffen ist." Auch folgende Bestimmung ist ein Fortschritt auf dem Gebiete des Gesinberechts: Der Dienstberechtigte hat Räume, Vorrichtungen oder Geräthschaften, die er zur Verrichtung der Dienste zu beschaffen bat, so einzurichten und zu unterhalten, und Dienstleistungen, die unter seiner Anordnung oder seiner Leitung vorzunehmen sind, Gesundheit soweit geschützt ist, als die Natur der Dienstleistung so zu regeln, daß der Verpflichtete gegen Gefahr für Leben und es geftattet. Ueber die Eheschließung und Ehescheidung läßt sich kurz sagen, daß das katholische Cherecht mit geringen Ausnahmen durchgedrungen ist und dadurch die Ehescheidung erschwert ist. Schließlich mögen die Resolutionen wörtlich an geführt werden, die die Kommission beschlossen hat: Der Reichstag wolle beschließen: " I. es werbe die Erwartung ausgesprochen, daß in der gleich zur Zivilprozeß Ordnung folgende Borschriften aufgenommen seitig mit dem Bürgerlichen Gesetzbuch in traft tretenden Novelle 3 1. im§ 621: Die von dem zu Entmündigenden angebotenen Gegenbeweise sind zu erheben; zu dem Antrag auf Entmündigung wegen Trunksucht ist die Staatsanwaltschaft nicht befugt; II. den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, bei dieser Novelle welchen zur Zivilprozeß- Ordnung Vorschriften in Erwägung zu nehmen, 1. eine schleunigere Beitreibung des verdienten Arbeitslobnes ermöglicht wird; 2. in einem auf Räumung einer Wohnung lautenden Urtheil eine angemessene Frist zur Räumung werden muß; nach werden: Ist der Verpflichtete in die häusliche Gemeinschaft aufgenommen, so hat der Dienstberechtigte in Ansehung des Wohn und Schlafraumes, der Verpflegung sowie der Arbeits- und Erholungszeit diejenigen Einrichtungen und Anordnungen zu Der gesetzliche Binsfuß ist von der Kommission treffen, welche mit Rücksicht auf die Gesundheit, die Sittlichkeit auf 4 pCt.( bisher 5-6 pCt.) herabgesetzt worden. Die und die Religion des Verpflichteten erforderlich sind. beiden gegen die persönliche Freiheit der Arbeiterklasse ge- und der Gesundheit des Verpflichteten obliegenden Verpflichtungen Erfüllt der Dienstberechtigte die ihm in Ansehung des Lebens richteten Bestimmungen- Möglichkeit der Einsperrung bei nicht, so finden auf seine Verpflichtung zum Schadensersatze die Etreits und Lebenslänglichkeit eines Arbeitsverhältnisses- für unerlaubte Handlungen geltenden Vorschriften der§§ 826-830 find von der Kommission gestrichen. entsprechende Anwendung." Auf dem Gebiete des Wildschadens hat die Kommission die von uns schon besprochenen Verbesserungen Der Arbeitnehmer, und zwar auch der Akkordarbeiter, dem Entwurf gegenüber angenommen. Die Konservativen, soll seines Anspruchs auf Vergütung nicht verlustig Jagdliebhaber von Geburt und Stellung, laufen gegen diese gehen, wenn er für eine verhältnißmäßig nicht erhebliche Bestimmungen Sturm. Aus dem Gebiete des Arbeitsvertrages heben wir ferner folgende Bestimmungen hervor: 1] Rienzi. Der letzte der römischen Volkstribunen. Roman von Edward Lytton Bulwer.*) Erstes Buch: Zeit, Ort, Menschen. Erstes Kapitel: Die Brüder. An einem Sonnabend in der ersten Hälfte des vierzehnten Jahrhunderts wandelten zwei Jünglinge am Ufer des Tiber entlang, nicht weit von jenem Theil deffelben, der den Fuß des aventinischen Berges bespült. gewährt 3. der Kreis der unpfändbaren Sachen erweitert, mindestens auf alle für den Gre werb oder Beruf des Schuldners uns " gebieterischer Gestalt, und in seiner Erscheinung lag auf mich, als ob ich ihnen schöne Dinge aus einem Buche etwas Ausgezeichnetes und Edles trok der Einfach sagte, und meine geliebte Mutter, der Himmel möge fie heit seiner Kleidung, die aus einem langen Mantel segnen! wischt sich die Augen und sagt: Horch, wie gelehrt aus bestand und einer Tunika, welche beide aus er ist! Wenn ich von meinem Livius aufblicke und rufe: dunkelgrauem Zwillich hergestellt waren. Es war das die Noch einmal sollte Rom frei werden! so staunen die Kleidung jener Klosterschüler, welche damals jahrelangen Mönche, gaffen und runzeln die Stirn, als ob ich eine Fleiß anwenden mußten, um für angestrengte Arbeit mit Reßerei ausgesprochen hätte. Du aber, geliebter Bruder, recht ungenügenden Kenntnissen belohnt zu werden. Des sympathisirst, wenn Du auch meine Gedanken nicht Jünglings Züge waren schön und würden mehr den Aus- theilst, so mit allen ihren Dit ihren Erzeugnissen druck der Heiterfeit als des Nachdenkens getragen haben, scheinst meine wilden Pläne zu billigen, meine ehrwenn dieser Ausdruck nicht verändert worden wäre geizigen Hoffnungen zu ermuthigen daß ich bisweilen Der Fußpfad, den sie gewählt hatten, war abgelegen durch jene schwärmerische Träumerei der Augen, die unsere Geburt, unsere Vermögensumstände vergesse und und menschenleer. In einiger Entfernung erblickte man am gewöhnlich eine Neigung zur stillen Betrachtung bekundet von so kühnen Gedanken ergriffen werde, als ob das Blut Ufer des Flusses zerstreut liegende und unansehnliche Häuser, und andeutet, daß die Vergangenheit oder Zukunft dem des teutonischen Kaisers in unseren Adern flösse." unter denen sich hohe Dächer und gewaltige Thürme er Geist mehr zusage, als der Genuß und das Handeln in der Es scheint mir, lieber Cola," sagte der jüngere Bruder, „ daß die Natur uns einen bösen Streich gespielt hat. hoben, welche die befestigten Schlösser des römischen Adels Gegenwart. erkennen ließen. An der einen Seite des Flusses stieg Der Jüngere hatte in seiner Erscheinung oder seinem Auf Dich verpflanzte sie den königlichen Geist, den wir, hinter den Fischerhütten der mit dichtem Gebüsch be- Benehmen nichts Bemerkenswerthes, man müßte denn den wenn auch auf dunklen Wegen, von unserem Vater erbten, tleidete Berg Janiculus empor, von welchem die grauen Ausdruck großer Sanftmuth und Freundlichkeit so nennen; und auf mich nur das ruhige, duldende Gemüth des wenig Mauern manches mit Thürmen mit Thürmen versehenen Palastes und es lag fast etwas Weibliches in der zärtlichen Ergeben- angesehenen Standes meiner Mutter." und die Thurmspißen und Säulen vieler Kirchen heit, mit der er seinem Gefährten zuzuhören schien. Seine herabschauten. Auf der anderen Seite sah man den Kleidung war die der unteren Volksklassen, wenn auch viel steilen Aventin, von dessen Spize aus zahlreichen meist in leicht etwas zierlicher und neuer; und die liebevolle EitelBäumen versteckten Klöstern der harmonische Klang der feit einer Mutter ließ sich in der Sorgfalt entdecken, mit Glocken über die stille Landschaft, und die plätschernden welcher die langen und reichen Locken, die unter seiner Wogen herüberbrang. Müze hervordrangen und auf die Schultern herabrollten, geordnet und auf der Stirn gescheitelt waren. Während sie so an dem flüsternden Schilf des Ufers Ich werde es erleben, Dich als berühmten Mann zu einher gingen, jeder den Gefährten mit dem Arm umschlin- sehen, und das wird mir genügen," jagte der Jüngere freundgend, sprach soviel Anmuth und Gefühl aus den Brüdern- lich lächelnd. Jedermann hält Dich schon für einen großen das waren sie nämlich welche die Niedrigkeit ihres Gelehrten: unsere Mutter weissagt Dir immer Glück, wenn scheinbaren Standes bedeutend erhöhten. oste hört, wie gütig Du bei den Colonnas aufgenommen Geliebter Bruder", sagte der ältere, ich kann Dir wirst." nicht sagen, wie sehr diese Abendstunden mich beglücken." Die Colonnas," sagt Rienzi mit bitterem Lächeln, Ich fühle, daß Du allein mich nicht für einen Schwärmer die Colonnas- die Pedanten! Die albernen Menschen und Träumer hältst, wenn ich von der dunklen Zukunft rede rühmen sich, die Geschichte Noms zu kennen, sie spielen die Red. des„ V.". und meine Luftschlösser baue. Unsere Eltern hören Gönner und zitiren über ihren Bechern falsche Stellen aus Von den beiden jungen Männern war der ältere, der sein zwanzigstes Jahr zurückgelegt hatte, von hoher, selbst ) Rienzi, der letzte der römischen Boltstribunen, von dem berühmten englischen Romanschriftsteller Bulwer, behandelt eine der interessantesten Episoden des Mittelalters. Eine vollständige Uebersehung des Romans, der für einen der besten Bulwer's gilt, würde heute vielleicht nicht ganz zeitgemäß sein; wir haben des halb für den Vorwärts" eine Bearbeitung veranstaltet, welche die Schönheiten des Werkes zur Geltung bringt und von der wir boffen, daß sie den Beifall unserer Leser finden wird. " " Nein," erwiderte Cola schnell, Dir wäre dann das glänzendere Loos geworden denn auf mich wäre der barbarische, auf Dich der römische Ursprung übertragen. Es war eine Beit, in der es für edler galt, ein römischer Bürger als ein nordischer König zu sein. Doch wir wir ab werden großes erleben, gleichviel von wem stammen." entbehrlichen wird; 3. bie Haftung des Reiches für den durch Reichsbeamte in Ausübung der Amtsbefugnisse verursachten Schaden für den Fall, daß der Ersatz des Schadens von den Beamten nicht zu erlangen ist, 4. das Bergrecht, der # = Gegenstände ausgedehnt| Kulturbeschäftigung und muß, um mit unseren Chauvinisten durchaus nothwendig sind. Es muß sich nun zeigen, ob es der zu reden, der richtige Normalmensch und Normalbürger ein britischen Regierung ernst ist mit ihren Bersicherungen, die III. es werde die Erwartung ausgesprochen, daß Soldat, Offizier oder mindestens Reserve- Offizier sein. Friedenssicherheit in Südafrika wiederherzustellen.. 1. die Rechtsverhältnisse der Berufsvereine, Man hat hier zu Lande diesen trennenden Unterschied Was den Eingeborenen Aufstand anbetrifft, so 2. Die Verträge, durch welche jemand fich zwischen uns und den asiatischen Chinesen auch wohl erfaßt und wird dem„ Daily Chronicle" aus Buluwayo gemeldet, die Lage verpflichtet, einen Theil feiner geistigen die Gefahren begriffen, welche der Zivilisation des europäischen sei so ernst, daß die berittene Infanterie des Kaplandes Befehl oder körperlichen Arbeitstraft für die Reichs Mitte von diefem chinesisch mongolischen erhalten habe, über Beira nach dem Maschonalande abzugehen; häusliche Gemeinschaft, ein wirthschaft Haß gegen den Militarismus Und in drohen. dem in Natal werde diefelbe mit Pferden versehen werden. Der Aufliches oder ein gewerbliches Unternehmen Knadfus- Bild ist diese Befürchtung zu klassisch- malerischem Aus- stand breite sich aus und die britischen Truppen feien aus eines anderen gegen einen vereinbarten druck gelangt. Der Buddhismus, das heißt die Chinesens Majefing herbeigerufen worden. Lohn zu verwenden, Religion und das unmilitärische Chinesenthum ist Konflikt zwischen Teutschland nud Belgien. Afrika es, was unsere heiligsten Güter in Frage stelt, und wogegen die ist eine Quelle der Zwietracht für alle europäischen Staaten. fasernenseligen und uniformfrohen Völker Europas sich einigen ist eine Quelle der Zwietracht für alle europäischen Staaten. Jetzt hat die gegenseitige Eifersucht deutscher und belgischer sollen. Unter solchen Umständen mußte es auffallen, daß der Händler zu einem Zusammenstoß geführt, ehe noch der traurige chinesische Bizetönig Li- Hung Tschaug, der auf der inter- Fall Lothaire- Stokes zu einer vollständigen Sühne für den unter nationalen Suche nach Geld und Kredit jetzt auch Berlin, also deutscher Flagge handelnden englischen Kaufmann geführt hat. Telegraphisch wird wird jezt aus Brüffel berichtet.„ In der Hauptstadt des europäischen Reiches der Mitte einen Besuch einer Extra- Ausgabe meldet das Blatt Réforme" blutige abstattet, hier mit außerordentlicher Freundlichkeit, ja mit ehr Zwischenfälle zwischen belgischen und deutschen Unterthanen im furchtsvoller Höflichkeit aufgenommen und zum Gegenstand Manyemagebiete unter dem Titel: Blutgetränkter feurigster Huldigungen gemacht worden ist. Kongostaat." Der deutsche Gesandte in Brüssel habe vor ungefähr 8 Tagen eine scharfe Protestnote an die Kongoregierung gerichtet, weil Unterthanen und Agenten des Kongostaates nachts eine aus deutschen Unterthanen bestehende Karawane in Manyema ausgeplündert und niedergemezelt haben. deutsche Regierung fordere eine bedeutende Entschädigungssumme und die Rückgabe des geraubten Elfenbeins. Der deutsche Gefandte soll ferner erklärt haben, daß seine Regierung bei einem weiteren derartigen Vorfalle die Berliner Konvention fündige. Die„ Réforme" hebt noch besonders hervor, daß zur Zeit der französische Kolonialdirektor Deloncle sich in Brüssel aufhalte und mit Kongobeamten unterhandele." 5. das Jagd- und Fischereirecht, 6. das Versicherungsrecht, 7. das Verlagsrecht, Politische Uebersicht. Der preußische Landtag ist am Sonnabend Nachmittag unter den üblichen Formalitäten vom Ministerpräsidenten, Fürst Hohenlohe, geschlossen worden. Vorher erledigte das Herrenhaus noch in einer furzen geschäftlichen Sigung den Gesetz entwurf betreffend Aufhebung der Hypotheten ämter im Geltungsbezirk des rheinischen Rechts. " " Das stimmt nicht mit Knackfus. M " = D " " Die So viel Unheil von Afrika! Es ist als ob der Tropentoller keine Nation verschont. * fre 36 Deutsches Reich. - Nochmals Plög. Den Gipfel der Frechheit erringt Deutsche Tageszeitung" mit folgender Notiz: 8. das gesammte Wasserrecht mit Einschluß der Vorschriften über Bewässerung und Entwässerung für das Deutsche Reich baldthunlichst einheitlich geregelt werden." Es läßt sich nicht leugnen, daß die Kommission fajt Dder hat das mongolische China etwa seinen Haß ausschließlich Verbesserungen beschlossen hat. Wäre die gegen die heiligsten Güter des Militarismus abgeschworen? Arbeiterklasse in der Vorkommission vertreten ge- Man hört ja von einem chinesisch deutschen Militärwesen, so würde zweifellos das gesammte Gesetz, wiewohl vertrag. es wesentlich ein Durchschnitt des bestehenden Rechts Reichen der Mitte bevor? Steht uns etwa eine Allianz zwischen den beiden sein soll, erheblich anders, für die Arbeiterklasse vortheil- Soll ber asiatische Dreibund zu einem afiatischen hafter gestaltet worden sein. Die Anträge unserer Bierbund erweitert werden? Fraktion zu den Plenarberathungen werden wir demnächst Für den Zickzackkurs giebt es fein unmöglich".— erörtern. Aus den Verhandlungen geht flar hervor, daß Sozialdemokratie von vornherein eine beſtimmte, eines an hervor, daß Soldatenleben im Frieden. Uns, wird der folgende allein die feste, flare Stellung in allen Fragen einnimmt, die das Brief eines Theilnehmers an einer Feldübung zur Verfügung Gesetzbuch berührt. Sie allein hat sich im stande gezeigt, gestellt. Das Schriftstück spricht in seiner Schmucklosigkeit Zur amerikanischen Präsidentenwahl. Die republidas den wirthschaftlichen und politischen Bedürfnissen Er eine so beredte Sprache, daß jeder Zusatz die Wirkung nur aufheben könnte. Die Worte lauten: tanischen Bimetallisten, die aus der republikanischen forderliche bei jedem einzelnen der vielen im Gesetz be- Trotzdem ich noch todtmüde von der Hiße und Anstrengung Nationalkonvention austraten und einen eigenen Kandidaten handelten Punkte klar, bestimmt und folgerichtig zu be- der legten Tage, erheischten doch die Vorgänge vom gestrigen aufstellten, sind heute von der demokratischen zeichnen. einige Beachtung betreffs des Stilllebens in den Ferien- Kolonien Nationalfonvention eingeladen worden, sich an dieser hier. Als wir morgens gegen 5 Uhr ausrückten, glaubten wir nicht, zu betheiligen. Ob die republikanischen Silber daß es schlimm" würde. Eine Hauptmanns- Aufgabe" beängstigt männer das das thun werden, ist noch nicht entzwar schon von vornherein die Gemüther, doch diesmal rückten So viel steht aber fest, der amerikanische wir zeitig aus, und gedachten auch ebenso zu Haus zu kommen. schieden. join Berlin, 20. Juni. Der Reichstag nahm heute ohne erhebliche Debatte Aber wir hatten uns geirrt. Ueber Dobien, Straach, Möllensdorf Präsidentschafts- Wahlkampf spißt sich zu einem Kampf Der Reichstag nahm heute ohne erhebliche Debatte einige hundert Paragraphen des Bürgerlichen Gesetzbuches ging's nach Griebow und dann wieder nach hier zurück. Von 9 Uhr um die Währung zu. schon war die Hize unerträglich geworden. Von 91/2 Uhr wurde Wir bemerkten übrigens schon gestern, daß auch die entsprechend den Kommissionsbeschlüssen an. Die einzige das Ganze Halt" geblasen, was wir jedoch im Walde nicht Mehrheit der Demokraten für die Gold währung ist, Henderung, die durchgesetzt wurde, geschah auf Antrag des hörten. Der Feind" wurde nicht gefunden und so traten wir und daß die demokratisch en Silbermänner auch durch Genoffen Stadthagen, der mit Frohme den Standpunkt nach einer Pause den Rückzug an. Zwei und eine halbe Stunde Verschmelzung mit den republikanischen Silber der Fraktion gewahrt hatte. Bei Festsetzung der Marsch, von 1/ 211-1 Uhr mittags, waren schon vorher meh- männern nicht die zur Durchbringung eines PräsidentschaftsTagesordnung für die Montagssigung drohten die Anti- rere ohnmächtig geworden, so kam die 9. Kompagnie eine halbe Kandidaten nöthige Stärke erlangen. semiten wieder mit Obstruktion, falls die Abstimmung über Stunde vor Wittenberg ins Stocken, um ihre Schlappgewordenen unterzubringen. Die 12. Kompagnie und 10. Kompagnie drang Chronik der Majestätsbeleidigungs Prozeffe. die Gewerbenovelle nicht auf die Tagesordnung gefeht nun immer vorwärts, um dem Schicksal zu entgehen. Bu Hause Grfurt. Vom Landgericht wurde der Fassadenpuzer Julius würde. Lustig war es, wie im Interesse ihres Präsidenten angekommen, fam man uns mit einer Trauerbotschaft entgegen: Maurer wegen Majestätsbeleidigung zu ein Jahr sechs die Zentrumsmitglieder gegen die sofortige Erledigung der Von der 3. Landwehr Kompagnie lagen ein Unteroffizier monaten Gefängniß verurtheilt. Gewerbenovelle, die doch in erster Linie ihr Wert ist, ein- und ein Wehrmann im Sterben am Hitzschlag. Ich traten. Gegen die Stimmen der Antisemiten wurde der mit noch anderen habe es Gott sei dank, wenn auch mit unAntrag auf Abänderung der Tagesordnung abgelehnt. In menschlicher Anstrengung, nun überwunden." 5-6 Sigungen dürfte die zweite Lesung des Bürgerlichen wie bie Mannschaften der Landwehr vom Jufanterie- Regiment bart vom 18. Juni wurden die Entwürfe eines Börsengesetzes und P. S. Bei der enormen Hige am Donnerstag hatten die aktiven In der Plenarsihung des Bundesrath Gesetzbuches erledigt sein. zu leiden. Vom 2. und 3. Bataillon der ersteren fielen ungefähr einer Novelle zu dem Gesetz über die Friedenspräsenzstärke des 20 Mann. Je ein Mann von der 7., 9. und 11. Kompagnie schwebten in deutschen Heeres in der Fassung der Reichstagsbeschlüsse, sowie Lebensgefahr, jedoch gelang es den mehrstündigen Anstrengungen der Entwurf eines Gesetzes für Elsaß- Lothringen über die Wahlen der Aerzte, sie zu retten. Von der 3. Landwehr Kompagnie der Mitglieder der Bezirksvertretungen und der Kreisvertretungen ist ein Unteroffizier am Higschlag gestern Nachmittag 4 Uhr ge- in der Fassung der Beschlüsse des Landesausschusses angenommen. storben und seine Leiche heute nach Berlin überführt worden. Ferner wurde dem Antrage Preußens wegen Zulassung von Ein Wehrmann befand sich noch am Abend in Lebensgefahr, Ausnahmen von dem Verbot der Sonntagsarbeit in Moltereien wird aber doch hoffentlich seiner Familie erhalten bleiben."- zugestimmt. Den zuständigen Ausschüssen bezw. dem Reichs Es giebt zwei Reiche der Mitte- ein asiatifes, Die Eigenthumsbegriffe der Nationalliberalen Cor- kanzler wurden überwiesen: die Beschlüsse des Reichstags, be welches hina heißt, und ein europäisches, das sich Deutsches Reich nennt. Daß zwischen diesen zwei Ländern respondenz sind sehr liberal, wohl das einzige Liberale, was treffend die Einführung des Reichs- Preßgefeges in Elsaß und Staaten eine gewisse Wahl- und auch sonstige Verwandt an ihr ist. In der vorgeftrigen Nummer enthält sie einen Lothringen, und betreffend den Entwurf eines Gefeßes über bas schaft herrscht, ist schon vor Menschenaltern bemerkt worden, und längeren Auffaz über die sozialistische Bewegung in Rußland". Vereinswesen. in den vierziger Jahren vor der Märzrevolution zog der ir lafen den Aufsaß, und was fanden wir? Alles thatsäch Bergleich zwischen deutsch- China und mongolisch- China sich wie liche in diesem Aufsatz ist zum theil wörtlich dem Vor- die Nun, das war das gute Recht der ein rother Faden durch alle schriftstellerischen und rednerischen wärts" entnommen. Rundgebungen der Opposition. Die Aehnlichkeit war allerdings Nationalliberalen Correspondenz". Ihre Pflicht aber wäre frappant. War? Nicht ist? Nein; die Aehnlichkeit hat es gewesen, den Vorwärts" als Quelle zu nennen. Und das fich unzweifelhaft verwischt, und zwar durch das hat sie nicht gethan. Und wer sich die geistige Arbeit anderer toloffale Anwachfen des Militarismus im europäischen Reich aneignet, ohne die Quelle zu nennen, begeht ein Plagiat, der Mitte, während im asiatischen Reich der Mitte der oder auf deutsch: geistigen Diebstahl. Militarismus bekanntlich allgemein mißachtet, ja geradezu Der Sozialismus hat nun auch in Jrland verachtet ist. Und nach den im europäischen Reich der Mitte feine Fahne entrollt. Für jeden Einsichtigen war es feit herrschenden Vorstellungen ist der Militarismus die höchste langem klar, daß das Elend der grünen Insel"- dieser Niobe der Nationen" weder durch Konservative noch den lateinischen Schriftstellern. Sie empfangen mich freund- burch Liberale beseitigt werden kann daß die irische lich bei ihrem Mahl, weil die römischen Weisen mich für Frage eine soziale und ökonomische Frage ist, die Wovon hat Herr v. Plöh nichts zurückzunehmen? Von dem gelehrt ausgeben und weil die Natur mir einen tecken Wig nur durch den Sozialismus zu lösen ist. gewährte, der ihnen angenehmer ist, als die trodenen Späße Wir haben deshalb stets die Allianz der irischen Arbeiter Sugeständniß, daß er Börsenspekulationen in Effekten und Getreide gemacht hat. Lehteres zu einer Zeit, in der er bereits eines gemietheten Lustigmachers. Ja, sie würden mein Glück be- mit den englischen, und den Eintritt des irischen Prole- Präsident des Bundes der Landwirthe war. Wenn die Deutsche fördern aber wie? Durch ein öffentliches Amt, das ehrlosen tariats in die internationale Arbeiterbewegung gefordert. Tageszeitung" damit zufrieden ist, daß ihr Chef an ber Börse Reichthum verspricht, indem unseren verhungernden Bürgern Es bedurfte vieler Zeit und Erfahrungen, ehe die irischen spielt, während er im Reichstage über die Börse schimpft ihre mühselig erworbene Habe unbarmherzig abgepreßt wird! Arbeiter in Jrland dies einsahen; sie waren schwer zu fann es recht sein. Aber feftnageln wollen wir dabei den Giebt es etwas Verächtliches in der Welt, so ist es ein überzeugen, daß die nationalen" Führer ihnen nicht helfen doppelten Boden der agrarischen Moral, welche die Deutsche durch Patrizier beförderter Plebejer, der seinem eigenen fonnten, nicht helfen wollten. Jetzt endlich ist, nach Tageszeitung" dadurch bethätigt, daß sie die Börsenjobberei Stande gar nichts zu nügen vermag, sondern nur für die vielen verunglückten Anläufen, Bresche geschossen worden. öffentlich bekämpft, aber nichts bagegen hat, daß ihre Anhänger verworfensten Zwecke der Edelleute den Kuppler spielen muß. Am vorigen Sonntag fand in Custom House Steps selbst dem Börsenspiel fröhnen. - Die löbliche Unterwerfung der evangelischen Wer dem Bolke angehört, wird zum Verräther an seinem Dublin, also in der Hauptstadt des Landes, eine große Geistlichkeit unter den telegraphisch fund gethanen Willen des Stamm, wenn er sich zur Puppe dieser tyrannischen Heuchler Arbeiterversammlung statt, welche nach einem begeisternden obersten Landesbischofs macht rapide Fortschritte. Der„ Reichshergiebt, damit sie ihre Hände erheben und ausrufen können: Vortrage James Blaine's, eines früheren Parlaments: bote" liefert dafür einen neuen Beweis in einem Bericht über eines intimen Freundes unseres die hinterpommersche Kreis synode Schlawe. Es wird da " Seht, welche Freiheit genießt Rom, wenn wir, die Patrizier, mitgliedes und Graham die Bildung einer erzählt: einen Plebejer zu so hoher Würde erheben!" Uebertrugen Genossen Cunninghame Partei Jrlands beschloß. Mit größerem Interesse denn sonst sab man der für den fie je einem Plebejer ein hohes Amt, wenn er wie ein sozialistischen Mann des Volkes dachte und handelte? Nein Bruder, Die neue Partei, welche das allgemeine sozialistische 1. Juni d. J. anberaumten Kreissynode Schlawe in Pommern da als Hauptreferat der Bericht über follte ich zu einer solchen Würde erhoben werden, so soll es Programm angenommen hat, erstrebt für Frland entgegen, da der Arbeiter im Synodaltreife" geschehen durch die Arme meiner Mitbürger; auf ihren selbst die sozialistische Republik". Der Enthu die age Nacken aber will ich nicht emporsteigen." fiasmus, mit welchem das Programm von den anwesenden auf die Tagesordnung gesetzt war, zu welchem gewissermaßen als Supplement ein Antrag angemeldet war, be= Alles was ich hoffe, Cola, ist, daß Du in dem Eifer Massen aufgenommen ward, bürgt für das Wachsthum treffend„ Besprechung der seit dem 1. Februar 1896 geltenden Polizei- Berordnung über äußere Heilighaltung der für Deine Mitbürger nicht vergißt, wie theuer Du uns bist. und die Zukunft der sozialistischen Partei Jrlands. Gelbst die höchste Würde könnte mich mit dem Gedanken Von einer diplomatischen Aktion der Transvaal Sonn- und Feiertage vom 9. Dezember 1895". Große nicht versöhnen, daß sie Dir Gefahr brächte." Regierung berichtet ein über London einlaufendes Telegramm. Sensation erregten auch faktisch beide Referenten, freilich in anderem Sinne, als allgemein erwartet war. Und ich könnte jeder Gefahr trogen, wenn sie zur Es heißt darin, der Staatssekretär der Südafrikanischen Republit ganz höchsten Würde führte, mich zu einem großen Manne habe an den Gouverneur der Rapkolonie zur sofortigen Weiter- Der betreffende Berichterstatter erbat sich das Wort zur gab in tiefer Bewegung und machte. Aber Größe Größe! Eitler Traum! Doch beförderung an den Staatssekretär der Kolonien Chamberlain Tagesordnung und gab genug von meinen Plänen; jezt, lieber Bruder, laß uns zwei Telegramme gesandt, von welchen das erste energisch ergreifendem Ernst die Erklärung ab, es sei ihm als über bie Strafverfolgung von Cecil Rhobes, Beit geugtem Royalisten absolut unmöglich, nach von den deinigen sprechen." des Zelegramm3 Und mit jener erstaunlichen Lebendigkeit, die ihm eigen und Harris verlangt und das zweite die Reichsregierung Sr. Majestät den qu. Bericht zu erstatten, er war, gab der junge Cola jetzt alle höher fliegenden Ge- verwaltung des Gebietes Der Chartered bitte darum die Kreissynode, ihn hiervon zu entbinden; danken auf und ging mit Theilnahme und Aufmerksamkeit Company zu übernehmen, indem zugleich dem Be- feiner Bitte wurde mit allen gegen eine Stimme auf die bescheidenen Pläne seines Bruders ein; auf sein dauern über die Verzögerung der Untersuchung betreffend die alsbald gewillfahrt. Hierauf erbat der zweite Referent neues Boot, den Sonntagsanzug, eine von den Mitschuld der Chartered Company an Jameson's Einfall Aus- das Wort und zog seinen Antrag unter der gleichen Motivirungschmerzlich bewegt ebenfalls zurück, Schlössern hartherziger Gutsherren fern abgelegene Hütte druck gegeben wird. Mit diesem Vorgehen tritt die Transvaal- Regierung aus der Resultat: man feste fich merkwürdig früh zu Tisch mit dem und ähnliche Gemälde einer unverdorbenen Phantasie, wie sie Die ev. illusorisch gemacht werde." ein lieblich lächelnder Mädchenmund im Kopfe eines Füng- Burückhaltung heraus, die sie bisher gegenüber der britischen Gefühl, daß unter solchen Umständen der Effekt der Kreissynoden trop der fortwährenden Provokationen beobachtet hat. Und dieselben Leute, die jetzt schmerzlich bewegt" ihre ganze lings hervor zu zaubern vermögen. Der junge Gelehrte Transvaal- Regierung hat durch die Begnadigung der Johanneshorchte auf solche engbegrenzte Pläne und Ansprüche mit burger hinreichenden Beweis gegeben, daß ihr Rachsucht gegen Arbeiterfürsorge" einschließlich der Sonntagsheiligung in die voll Tasche stecken, haben Sozialreformer spielen wollen? inniger Theilnahme; und oft erinnerte er sich in späteren die mitverschworenen des Rhodesischen Komplotts Was fie jetzt fordert, find MaßJahren dieser Unterhaltung, wenn er seinem Herzen die ständig fern liegt. Gotha, 19. Juni.( Berl. Tagebl.) Der Landtag lehnte Frage vorzulegen wagte, welcher Ehrgeiz der weisere sei. regeln, die offenbar zur Sicherung des Transvaal gegen die Strafverfolgung des Boltsblatts" wegen ( Fortsetzung folgt.) ähnliche Raubeinfälle des südafrikanischen Epekulanten Ringes Beleidigung des Landtages a b. " 21 " 9 Gin legtes Wort. Unsere Gegner fahren fort, die durchaus deplacirten, gehäffigen persönlichen Angriffe des Sozialdemokraten Führers Singer gegen Herrn v. Plöt parteipolitisch auszunügen und dabei durchblicken zu lassen, als habe Herr v. Plöß Grund gehabt, etwas zu ver schweigen oder zu beschönigen. Wir haben schon wiederholt bas Gebahren dieser Gegner geziemend gebrandmarkt und nehmen noch einmal ausdrücklich Gelegenheit, authentisch und entschieden zu erklären, daß Herr v. Plöß seinen in allen Puntten den Thatsachen entsprechenden Ausführungen in der Reichstage- Sigung vom 5. Juni nichts hinzuzufügen und davon nichts zurückzunehmen hat. Damit ist für uns die Angelegen heit erledigt. uns mit " Belgien. Defterreich- Ungarn. Aufzügler von der Polizeimacht nicht weiter belästigt wurden, und Boden, progreffive Einkommenstetter, Referendum, eine Budapest, 19. Juni. Das Abgeordnetenhaus er- ist selbstverständlich. Ja, vielfach wurden nicht die gefeß Staatsbant und verbesserte Fabrikgesetzgebung. Thatsächlich Tedigte heute den Gefeßentwurf über die Kurialgericht 3- verlegenden Klerikalen, sondern die protestirenden Antikleritalen werden die Deputirten bereits mit 800 str. jährlich bezahlt, aber nur versuchsweise, und es sind schon in der letzten Tagung barkeit in Wahlsachen, darunter auch den jogenannten verhaftet. Kanzelparagraphen, welcher den Geistlichen die Wahl- Rm den Angriffen der Opposition den Stachel zu nehmen, Versuche auf Ermäßigung der Diäten und auf allmähliche Be agitation von der Kanzel herab verbietet. beschloß der lezte Ministerrath, das altbewährte Hinaus- feitigung der letteren überhaupt gemacht worden. Wie in EngMorgen gelangt die 3udersteuer- Borlage zur Ber- behält sich die Regierung vor, die nöthigen Maßnahmen zu Stammer, vielfach ein Hinderniß fortschrittlicher Gesetzgebung. fchleppungsmittel der Untersuchung" anzuwenden. Außerdem land das Oberhaus, so ist in Vittoria der Council, die obere handlung.ergreifen, um die Ordnung auf der Straße und die allfeitige So ist der Council auch verantwortlich für das Scheitern Budapest, 20. Juni. Im Abgeordnetenhause Achtung vor dem Gesetze zu sichern..." Man kann wahrhaftig eines während der letzten Tagung von den Deputirten gewurde heute die Vorlage betreffend die Erhöhung der Zucker- nicht zärtlicher Gesetzesverlegern gegenüber sein.duow billigten Fabrifgefezes, weil die Fabrikinspektoren nach der prämie berathen. Der Referent Lang empfahl die Vorlage, da Der radikale Abgeordnete von Poitiers, Bazille, der an Meinung des Council mit zu weit gehenden Vollmachten ausdie Zuckerindustrie des Schutzes bedürfe. Josias Molnar Ort und Stelle über die Vorgänge sich informirt hat, wird die gerüstet waren. Das Scheitern des Gesetzes wurde von den ( Ugronfrattion) betonte, die Vorlage diene nur der österreichischen Stegierung interpelliren. Die Kommentare der Regierungs- Arbeitern um so lebhafter bedauert, als es den Arbeitstag aller Industrie, dem Interesse der ungarischen Zuckerindustrie wider presse zu den Kundgebungen verrathen ihre Angst um den Aus- Lohnarbeiter auf acht Stunden festsette. Diese Arbeitszeit gilt streite die Ausnahmeprämie. Desider Bernath führte aus, gang der Interpellation. Die Débats werfen den Klerikalen schon für alle Staatsangestellten, einschließlich der EisenbahnDesterreich erzeuge doppelt so viel Buder als Ungarn, welches Mangel an politischer Einsicht vor, weil sie leichten Herzens das beamten und der Angestellten der im Privatbesitz befindlichen wenigstens eine Million zu gunsten Desterreichs ohne Gegen- Ordnungsministerium kompromittirt haben; der Tenrps sucht Trambahnen. In diesem Punkte hat die Kolonie das Mutterleistung zahlen werde. Redner brachte einen Beschlußantrag ein, die Regierungsmehrheit zusammenzutitten durch den üblichen land überflügelt. Tremvith ist Schutzöllner oder richtiger Proin welchem die Regierung aufgefordert wird, energische Hinweis auf den einzig bedrohlichen Feind, den revolutionären hibitionist, soweit in Viktoria erzeugte Waaren in Frage fommen, Maßnahmen gegen die Buderkartelle zu treffen Sozialismus". während er alle anderen Güter zollfrei einlaffen will. Seine und den an den Kartellen theilnehmenden Vertheidigung dieser Politik spricht nicht für seinen Scharfsinn, Fabriken die staatlichen Begünstigungen zu ent Koup forinder behauptet nämlich, Schutzölle bringen das Kunststück fertig, ziehen. Redner erklärte, er werde gegen die Vorlage stimmen. Brüffel, 19. Juni. In der Repräsentanten dem Produzenten höhere Preise zu sichern und dem Konsumenten Dasselbe erklärten Kossuth und Helfy. Graf Alexander Karolyi fammer brachte der Minister des Aeußern den Entwurf eines den Artikel zu verbilligen. Vom Reichs- Zollverein hält Trenwith Sprach vom landwirthschaftlichen Standpunkte aus gegen die Vorlage. töniglichen Erlasses ein, durch welchen die im vorigen Jahre nichts, hält dagegen die Vereinigung aller australasiatischen Finanzminister Lukacs erklärte, die Vorlage liege im Juteresse sowohl eingebrachte Vorlage betreffend die Abtre Staaten und innerhalb derselben den Freihandel für sehr ausder österreichischen als der ungarischen Industrie. Im Prinzip tung des Kongostaates an Belgien zurückgesichtsvoll. Trenwith erstrebt in erster Linie die Nationalisirung sei er ein Gegner der 3uderprämien, da aber zogen wird. des Grund und Bodens, also deffen Uebergang in Gemeindes Deutschland die Prämien auf das Doppelte er besitz und sträubt sich deshalb sehr energisch gegen die weitere höht habe, müsse auch hierzulande eine dies bezügliche provisorische Verfügung getroffen wird sich Italien betheiligen. An der Pariser Weltausstellung von 1900 Veräußerung der Staatsländereien an Privatpersonen. werden. Der Minister widerlegte sodann die Behauptung, als ob Ungarn feine Zuckerausfuhr hätte; Ungarn erzeuge vielmehr 1,3 Millionen Doppelzentner, tonsumire aber nur 0,6 Mill. Doppelzentner; er erflärte, im Falle der Ablehnung ber Vorlage müßten die Fabriken ihren Betrieb einstellen oder wenigstens einschränken. Der Minister besprach hierauf die Startellfrage und führte aus, die Kartelle im allgemeinen und auch die Zuderkartelle feien nicht zu be= anstanden. Im Laufe der Ausgleichsverhandlungen werde sich Gelegenheit bieten, auch den Kartellen gegenüber Verfügungen zu treffen für den Fall, daß dieselben die Interessen der Verbraucher oder Produzenten schädigen würde. Der Minister ersuchte um Bewilligung der Vorlage. Budapest, 20. Juni. Die ungarische Delegation stellte in ihrer heutigen Plenarsizung fest, daß zwischen den BeSchlüffen beider Delegationen feinerlei Abweichungen bestehen. Heute Nachmittag findet die Schlußsizung statt. Parlaments tann man nun jeden Tag gefaßt sein. Auf die Auflösung des österreichischen und ungarischen Schweiz. dules sond 15talien. 400 Varkei- Nachrichten. Spanien. pol Madrid, 20. Juni. Wie verlautet, werden zwischen dem 15. August und 15. September 50 000 Mann spanischer Werthe Genossen! Nachdem der auch gegen und im No Au die Parteigenossen der Provinz Brandenburg! Truppen nach Kuba abgehen. Morde Die zum Troh. Die Agitationstommission für die Provinz rid duard G Brandenburg. J. A.: Carl Dimmick, Berlin SO., Elisabeth- Ufer 55. NB. Die in der Provinz Brandenburg erscheinenden Partei" beschlossen. Die Regierung hat den Ankauf zweier neuer Torpedoboote vember v. J. unternommene sogenannte Köller- Coup unsere Freisprechung und gleichzeitig Aufhebung der über uns verhängten Türkei, Schließung zeitigte, geben wir Euch hierdurch bekannt, daß wir Konstantinopel( Wiener Meldung.) In Sauran sind unsere Thätigkeit nach dieser unfreiwilligen Ruhepause in vollem neue Unruhen ausgebrochen. 3. Kompagnien wurden von Umfange wieder aufgenommen haben. Alle Briefe und sonstigen den Drusen aufgerieben. Mehrere Botschafter haben ihre Schritte bei der Pforte Sendungen( Gesuche um Referenten, Agitationsmaterial 2c.) wegen der fretensischen Angelegenheit erneuert und die Er- find deshalb nach wie vor an Carl Dimmick, Berlin SO., nennung eines chriftlichen Gouverneurs, die Wiederanerkennung Elisabeth- Ufer 55, zu richten. des Vertrages von Haleppa, sowie die Einberufung des Landtages verlangt. Genossen! Widmen wir uns nunmehr wieder gemeinsam Aus Konstantinopel schreibt man dem Berliner freudig und mit erneuter Energie unferer Aufgabe, tragen wir Tageblatt": Das Stadtgespräch bilden die gehängten die Ideen der völkerbefreienden Sozialdemokratie in die ents Armenier. Wer am Montag früh zwischen vier und legensten Winkel und Hütten unseres Wirkungskreises, damit sechs Uhr über die große, Galata und Stambul verbindende unsere Arbeit noch erfprießlicher werde wie bisher, den Gegnern Zürich, 18. Juni.( Eig. Ber.) Der Nationalrath Brücke ging, konnte sowohl auf der einen als auf der anderen hat die Ordinärevergütung, d. h. den Zuschuß für die Seite der Brücke daffelbe grauenhafte Schauspiel eines am Beschaffung von Salz, Gemüse, Milch, Raffee und Kochholz, an Galgen hängenden Armeniers sehen. Viele Leute kennen Leute, den Soldaten von 10 auf 22 Sts. pro Tag erhöht, während der die es gesehen haben sollen; feinen habe ich noch gesprochen, der Bundesrath nur 20 Cts. beantragt hatte. Ferner erhält der es gesehen hat. Aber es ist doch wahres wurden die Mörder Soldat an den sogenannten Konserventagen eine Suppentafel eines Polizisten, der bei der Bertheidigung eines vom armenischen ( Konserve) im Werthe von 10 Cts. Auch die nicht gefaßten Komitee bedrohten armenischen Bantiers fiel, öffentlich geMundportionen von Urlaubgängern sowie der Erlös für Küchen hängt. Es sollten auf diese Weise noch weitere Erempel Organe werden um Abdruck gebeten. abfälle, für gesammelte Hülsen 2c. verbleibt wie bisher dem statuirt werden, allein die Botschafter sollen der Pforte Bern, 18. Juni. Die feit einigen Monaten wegen Redakteur Ordinäre", das heißt den Soldaten. Die Mehrausgabe davon abgerathen haben, weil dadurch vielleicht nicht Moor von der Berner Tagwacht" herrschende Spaltung der Der beschlossenen Neuerung beträgt pro Jahr 105 000 Fr. blos Schrecken verbreitet, sondern leicht auch Empörung hiesigen organisirten Arbeiterschaft hat zur Gründung einer neuen Der Beschluß wurde als dringlich erklärt, so daß er, entfacht werden könnte. anderen wegen politischer( zweiten) Arbeiterunion geführt und nun gründet sie auch ihr wenn der Ständerath ebenfalls zustimmt, woran nicht zu zweifeln zum Tode verurtheilten Armenier werden des ift, sofort in traft tritt. Der schweizerische Infanterist kommt balb in der Stille der Gefängnißhöfe gehängt werden. Das eigenes Organ, das nächsten Sonnabend unter dem Titel Der Sozialdemokrat" erscheinen wird. dann per Tag auf 1,81 Fr., der Kavallerist auf 2,01 Fr., wo- Merkwürdigste an der Sache ist, daß den Zeitungen verboten gegen der deutsche Soldat nur auf 78 bis 85 Cts.( 62 bis murde, etwas darüber zu sagen. Deffentlich hängen, aber Gott Polizeiliches, Gerichtliches 2c. 68 Pf.), kommt. In der Schweiz ist der Soldat eben höher ge- daß die Fama Konftantinopels thre Blüthezeit hat. Da in Ludenwalde stattgefundene Parteiversammlung wurde behüte fein Wort darüber in den Beitungen! Kein Wunder, Versammlungs- Auflösung. Die am 17. b. M schäzt als in den Militärstaaten. Die feit 15 Jahren schwebende Bundesbankfrage ist rennt eine alte Frau schreiend durch die Gaffen: fie wegen Polizeistunde vom fiberwachenden Beamten aufgelöst. endlich der parlamentarischen Lösung nahe. Der Nationalrath hätte vor Galata Serail abgeschnittene Köpfe ausgestellt Wegen Beleidigung des Magistrats der hat die bezügliche Gefeßesvorlage mit 83 gegen 49 Stimmen an gesehen. Ein anderer erzählt, in Stambul wäre eine ganze Stadt Hof wurde der Gen. Geißler, Redakteur des dortigen genommen und der Ständerath wird der vom National armenische Familie umgebracht worden. Der eine träumt Parteiorgans, zu 14 Tagen Gefängniß verurtheilt. | Sämmtlich e von einem Aufstand der rath beschlossenen Fassung zustimmen. Armenier, der andere von elsche mit zwei Ausnahmen haben dagegen geftimant, Niedermezelung aller Nichtmohamedaner. Die Stimmung ist auf einem Erwachen des mohamedanischen Fanatismus, von einer Weber den Prozek Hofrichter, ferner eine Anzahl Ultramontane und dann das Dutzend einer Seite eine erfreuliche, das ist klar. Und die Nugemüth- der sich am Freitag vor der Straftammer in Köln abspielte, Millionäre, welche das sogenannte Sentrum" bilden. Die meiften Opponenten haben aus Dividendenhunger dagegen ge- lichkeit der Situation wird nicht gemildert durch die Kunstücke und über dessen Ursache und Ergebniß wir gestern bereits einen stimmt, weil sie nicht an der Bundesbank durch Kapital theil der Benfur. Unsere Zeitungen wissen sich allerdings manchmal furgen Bericht gebracht haben, liegen uns heute die folgenden nehmen dürfen und weil ferner bie Privatbanken durch die zu helfen durch Druckfehler. So war es dem Gingeweihten Meldungen vor: Bundesbank eine Beeinträchtigung erfahren, auch dadurch, daß verständlich, weshalb die Beitung Sabah"" Der Morgen" Der Antlage liegt ein Artikel der Rheinischen Zeitung" fie das Notenmonopol erhält. Es ertönt denn bereits aus dem jüngst folgende Warnung der Bensur erhielt: Bei Androhung vom 9. Februar 1895 zu grunde, der die bekannten Borkommnisse obstruktionistischen Welschland das Kriegsgeschrei nach dem der gefeßlichen Strafe wird die Beitung" Sabah" aufgefordert, in der Baukauer Versammlung schildert, die den Anlaß zu dem Referendum, obgleich das Gesez noch gar nicht parlamentarisch fünftighin darauf zu achten, daß sie nicht von Druckfehlern Prozeß gegen den Bergarbeiterführer Schröder und Genossen und erledigt ist. Die tapitalistische Lausanner Revue" erklärt, daß wimmle." Müssen ganz eigene Druckfehler sein, die der Benfur deren Berurtheilung wegen Meineids gaben. Der Artikel behandelt weiter ein Vorkommniß in einer Arbeitslosen- Versammlung in Effen, es sich bei dieser wie bei den anderen Referendumsbewegungen so bange machen... um eine Demonstration gegen die Gesezesfabrikation Im Libanon- Gebiete scheinen den Türken nette wo ein in Lumpen gehülltes Individium, deffen wohlgepflegte Bundesversammlung handele, aber nur deshalb, weil diese Schwierigkeiten zu erwachsen. Das Senter'sche Bureau" erhält Hände auf alles andere, nur nicht auf einen Arbeiter schließen Gefeßesfabrikation nicht immer das Rapital auf Kosten der Ge- aus Konstantinopel vom gestrigen Datum einen Bericht aus ließen, sich an die Leiter der Versammlung herandrängte und ste fammtheit begünstigt. Kapitalistische Bundespolitit oder welsche Damaskus, welcher die bereits fiber Wien gemeldeten Nachrichten unter Anerbieten von Geld zur Arrangirung weiterer ArbeitsObstruktionspolitit das ist die Parole der Bantiers in Genf, von einem Drusenaufstande bestätigt. Danach wurden von den lofen- Bersammlungen und zur Einschlagung einer entschiedeneren Lausanne und Neuenburg und die anderen schließen sich an. Die Drufen 4 Kompagnien türkischer Truppen vernichtet und mehrere Taktik zu bewegen suchte. Der Artikel, überschrieben:" Auf der Bundespolitik steht sich unter diesen Umständen zu absoluter Un- Geschüße erbeutet. Der diesmalige Aufstand scheint ernsterer Art Suche nach Material", wirst die Frage auf, ob diese Vorfruchtbarkeit verurtheilt. zu sein als der vorjährige. Es wird versichert, daß 12 Bataillone fomnmisse nicht etwa zur Herbeischaffung von Material für die in Salonichi nach Syrien eingeschifft werden sollen. Umiurzvorlage dienen sollten, da das Material des Herrn Nieberding sich als gar zu unbrauchbar erwiesen habe. Griechenland. ber " Der Nationalrath hat den Rekurs des aus Elsaß- Lothringen ausgewiesenen Posamenters Kläu3ler- 3ang in Basel, der die diplomatische Intervention des Bundesrathes wegen der Ausweifung verlangte, abgewiesen. Außer Forrer, der konstatirte, Athen, 18. Juni. Im Amtsblatte ist heute ein königliches daß es Pflicht des Bundesrathes fei, wenn ein Schweizer aus Deutsch- Dekret veröffentlicht worden, durch welches der Regierung ein land ausgewiesen wird, bei der deutschen Behörde sich zu Kredit von 300 000 Fr. zu gunsten der tretensischen erfundigen, ob die Ausweisung aus einem der im Niederlaffungs- Flüchtlinge bewilligt wird. Bertrag bezeichneten Grunde erfolgt sei, sprach fein Abgeordneter ein Wort hierzu, weder Dr. Decurtins, noch Gurti oder Vogelfanger; letterer, von Sozialdemokraten gewählt und zwar als Sozialdemokrat, that teinen Mund auf, obzwar gerade er dazu verpflichtet gewesen wäre. Im Kanton St. Gallen erfährt übrigens sogar auch das Bienversicherungs- Gesez, über das am 28. Juni das Wolf abstimmen wird, in bäuerlichen Kreisen Opposition, trotzdem der Staat an die Versicherung den Bauern alljährlich 100 000 Fr. schenten will. Frankreich. Perfien. " Aus Teheran wird den Times" von gestern gemeldet, der Schab habe amtlich bekannt machen lassen, daß hinfort öffent liche Aemter und Würden, sowie militärische Titel und Orden nur noch als Belohnungen für Verdienste verliehen werden sollen. Durch Geld sollen sie nicht mehr zu erlangen sein. Amerika. Australien. And Der Prozeß beansprucht, weil in ihm der Nachweis geführt werden soll, daß der bekannte Gendarm Münter den Schröder thatfächlich niedergeworfen hat und dadurch die Möglichkeit der Wiederaufnahme des Verfahrens in dem Prozeß Schröder und Genoffen gegeben wird, besonderes Interesse. Von seiten der Staatsanwaltschaft sind 21 Zengen geladen, die fast sämmtlich schon in den früheren Münterbeleidigungs- Prozessen resp. in dem Essener Meineidsprozeß ver nommen wurden, darunter der Polizeikommissar Brockmeyer aus Herne und der Führer des Chriftlichen Bergarbeiter Verbandes, Bergmann August Brust aus Alteneffen. . Die Vertheidigung hat 12 Zeugen geladen, die zum größten Theil weder im Essener Prozeß, noch in einem der Münter - Der britisch venezolanische Grenztonflikt Mehrzahl fich frei millig zum Zeugniß erboten haben. Unter beleidigungs Prozesse zur Vernehmung gelangten, und in ihrer wird nunmehr in einem Telegramm aus Georgetown in den von der Vertheidigung geladenen Zeugen befindet sich u. a. Britisch- Guiana auf folgenden Vorgang zurückgeführt. Ein englischer Dr. Lüt genau, Reichstags- Abgeordneter für Dortmund, welcher Paris, 18. Juni.( Eig. Ber.) Die Klerikalen und Beaniter und ungefähr hundert Arbeiter, welche an dem Bau der dem Effener Prozeß als Berichterstatter anwohnte und auch f. 3. Monarchisten sind kompromittirende Bundesgenossen. Die von Straße von Barama nach dem Guyuni auf der englischen Seite der in einer Münterbeleidigungs. Klage er hatte in einer öffentihnen anläßlich des Frohnleichnamfestes veranstalteten Grenze beschäftigt waren, wären von bewaffneten Venezolanern lichen Versammlung erklärt, Münter gehe mit seinem Gide leicht Aufzüge bieten der Opposition ein willkommenes Angriffs- gezwungen worden, sich zurückzuziehen. Von Georgetown aus freigesprochen wurde. objekt. Seit dem Anfang der 70er Jahre, da der klerikal- fei der Befehl an sie ergangen, feinen gewaltsamen Widerstand fertig um Den Vorsitz führt der Landgerichts Präsident Herr Freiherr monarchistische Klüngel in der Republik herrschte, sah man so zu leisten, sondern sich unter Protest zurückzuziehen. Die An- v. Spiegel. Die Vertheidigung führt Herr Rechtsanwalt zahlreiche Frohnleichnamsprozessionen nicht. Bor ca. 8 Jahren gelegenheit habe in Georgetown keinerlei Erregung hervor Deubel. Die Anklage vertritt Staatsanwalt Olbrich. Der wurden sie in den meisten Städten verboten." Vom Stanopunkt gerufen. Vorsitzende läßt den inkriminirten Artikel verlesen. Hof⭑ der Gewissensfreiheit lassen sich freilich die Verbote nicht rechtrichter: Der Artikel ist mir von einem mir als zuverlässig bes fertigen. Da aber in Frankreich jegliche Straßenaufzüge unterUeber die Verhältnisse der Arbeiter fannten Mitarbeiter zugegangen; da weitere Erkundigungen die fagt sind, so können sich die Katholiten nicht über ungleiche Be- partei in der australischen Kolonie Vittoria hat das Bestätigung der Einzelheiten ergaben, so habe ich keinen Anhandlung beschweren. Jedenfalls sind die bezeichneten Aufzüge gegenwärtig in London weilende Mitglied der Arbeiterpartei im stand genommen, den Artikel aufzunehmen; ich bin bereit, den einfach ein Versuch, die Konnivenz der gegenwärtigen Re: Parlament von Vittoria. William Arthur Tren with, einem Beweis der Wahrheit anzutreten. Auf eine Anfrage des Vergierung im flerifal- monarchistischen Parteiinteresse auszubeuten. Mitarbeiter des Daily Chronicle" einige interessante Mittheidigers erklärt der Staatsanwalt den Vorwurf, daß In Poitiers, wo die Prozession zu einem besonders theilungen gemacht. Trenwith ist im Jahre 1889 in Richmond Münter sich vorsätzlich einer Körperverletzung Schröder's schweren Zusammenstoß zwischen den Kleritalen und Republi- als erster Arbeiterführer in die gefeßgebende Versammlung ge- schuldig gemacht habe, als diejenige Stelle, worauf die An fanern führte, lief das ganze auf eine rein politische Demon- wählt worden. Er ist inzwischen der Führer einer Fraktion von lage den meisten Werth lege. Werth: Ich kann mich noch stration hinaus. Während des Aufzuges, an dem sich die 16 Mitgliedern geworden und seine eigene Wahl erfolgte mit immer nicht darüber schlüffig machen, ob ich im Verlauf der Verhand royalistische Aristokratie der Stadt vollzählig betheiligte, erwachsender Mehrbeit. Die Hauptforderungen der Arbeiter lung das persönliche Erscheinen Münter's beantragen werde; tönte ununterbrochen der Ruf:„ Es lebe der König!" partei, die jede Regierung unterstüßt, die ihr Programm in dem da ich durch die Aussagen des Münter den Beweis der Die Entrüftung der Opposition wird noch dadurch ge- einen oder anderen Punkte durchzuführen versucht, sind: Be- Unglaubwürdigkeit Münters zu beweisen gedenke. Vors.: steigert, daß in manchen Drten die Spizen der zahlung der Abgeordneten, allgemeines Stimmrecht ohne Unter- Münter ist in Berlin kommissarisch vernommen; ob diese Ver Behörden sich den Rundgebungen anschlossen. Daß die schied des Geschlechts, Erhaltung des Staatsbejizes an Grund nehmung nicht genügen wird, wird sich ja nach Verlesung des " " OerffövS ergeben.— Zeuge Reichstags-Abgeordneter Lütgenau »'ar bei den verschiedenen Münter-Prozcssen als Zeuge und Berichterstatter zugegen. Zeuge giebt eine Schilderung des Ver- laufes des Essener Meineidsprozesses, hebt das Widerspruchs- volle und Wechselnde der Aussagen M ü n t e r' s hervor; auf Veranlassung des Vertheidigers erzählt Zeuge den Verlauf eines Beleidigungsprozesses, den Munter gegen ihn wegen eines Gerichtsberichts angestrengt hat. In diesem Prozeß ist vom Gericht anerkannt worden, daß Munter mit dem Eide leicht» fertig umgegangen sei.— Verth.: Ist dem Zeugen be- rannt, daß die Redaktion der„Thür. Tribüne" wegen M ü n t e r- beleidigung angeklagt und daß dieser Strafantrag zurück- gezogen wurde?— Zeuge: Nein.— Verth.: In einem Prozeß gegen eine Hcrner Zeitung ist nachgewiesen worden, daß Münter im Amt einen Metzgermeister mißhandelt hat.— Zeuge: Dergleichen ist dem Münter in vielen Fällen nachgesagt und in diesem besonderen Falle auch nachgewiesen worden. Zeuge Kommissar Brockmeyer(Herne): Am fraglichen Tage fanden drei Versammlungen zur Gründung eines christ- lichen Bergarbeiter-Verbandes statt; zu der in Baukau hatte ich die beiden Gendarmen Münter und Müller geschickt. In dieser Versammlung kam es durch das Eindringen vo» Sozialdemokraten zu Unruhen. Die Unruhestifter wurde» zur Ruhe, und als sie nicht stille waren, zum Verlassen des Lokales aufgefordert, da sie bereits in Herne dasselbe Manöver verübt hatten. Vorher hatte ich die beiden Ueberivachenden ermahnt, ja niemanden anzufassen, und stand während des Vorganges am Kassenlisch an der Thür; den Fall Schröder's habe ich gesehe», von einem Angreifen des Hallenden durch Münter habe ich nichts bemerkt, bin auch über- zeugt, daß Münter den Schröder nicht angefaßt oder gar an- gestoßen hat.— Verth.: Hat Münter, als er rief: Nun aber raus! eine Armbewegung gemacht?— Zeuge: Das ist möglich, wie es überhaupt die Art Münter's ist, bei seinen Befehlen und Acußerungen den Arm vorzustrecken.— Staatsanwalt: Wenn Münter gestoßen hätte, müßten Sie das gesehen haben?— Zeug«: Ja, aber er hat nicht gestoßen. Zeuge K e r k h o f f, Bergmann aus Baukau, weiß nicht, wie Schröder zu Falle gekommen ist.— Verl h. läßt den Zeugen fragen, ob er in Gesellschaft verschiedener anderer Mitglieder des christlichen Verbandes am Tage der Versammlung gesagt hat: Das ist recht, daß der Münter den Schröder hingeworfen hat; hätte der verdammte Kerl nur den Hals gebrochen?— Zeuge: Davon ist mir nichts bekannt.— Zeuge K e i m h o f f(Herne) war ebenfalls Kassirer i» der Baulauer Versammlung. Er er- klärt, daß Münter den Schröder nicht angefaßt, giebt aber zu, daß er ihn mit dem Körper berührt habe. Schröder ist auf den Rücken gefallen, drehte sich dann um und richtete sich mit den Händen auf. Munrer hat Schröder nicht gestoßen, das hätte ich sehen müssen.— Verth.: Schröder ist, das ist zweifellos festgestellt, nicht aus den Rücken gesallen; es ist doch ausfallend, daß die Aussagen der Zeugen, denen eine objektive Unwahrheit nachzuweisen ist. so bestimmt kauten.— Zeuge Bchrmann nimmt an, daß Münter den Schröder mit dem Körper gedrängt und zu Fall gebracht hat. — Zeuge Schneider, Bergmann aus Wanne(noch nicht ver- nommen), war in der Baukauer Versammlung und befand sich direkt hinter Münter. Dieser versetzte dem Schröder an der Kasse einen Stoß in den Nacken, so daß Schröder Über das Podium fiel. Darauf habe ich mich entfernt, um einem gleichen Schicksal zu entgehe».— Vors.: War das Anfassen von einer heftigen Bewegung begleitet?— Zeuge: Ja, es war ein Stoß, von dem Schröder fallen mußte; von einem zweiten Fall und einem zweiten Stoß habe ich nichts gesehen, da ich gleich nach dem ersten Fall hinausging. Gesehe» habe ich aller- dings, daß Münter die Hand zu einem zweite» Stoß erhob.— Verth, stellt den Antrag auf P r o t o k o l l i r u n g der Aus- sage dieses Zeugen. Das Gericht giebt diesem Antrage nicht statt.— Gendarm Müller war mit Münter zur Ueberwachung der Baukauer Versammlung bestellt. Ich befand mich etwa achl Schritte von dem Orte, wo Schröder fiel; die Hand hat Munter nicht erhoben, das hätte ich sehen müssen; von einem zweiten Fall Schröder's weiß ich nichts.— Zeuge C o h n- Holzhause», Schneider, bekundet, daß er von einem Stoß nichts gesehen hat. Das hätte ihm nicht entgehen können.— Zeuge R ü s e n- berg, Bergmann in Herne: Am Kassentisch trat Münter ganz nahe an Schröder heran, berührt hat er ihn aber nicht.— Zeuge Eckart, Bergmann in Herne: An der Kasse sprang Münter auf Schröder zu, erhob den A r ni zum Stoß, so daß Schröder stürzte.— Vors.: Hat Münter de» Schröder wirklich gestoßen?— Zeuge: Mit hocherhobenem Arm versetzte Munter dem Schröder einen kräftigen Stoß.— Vors.: Haben Sie nicht in der Vorvernehmnng gesagt, daß Sie den Stoß nicht gesehen, sondern denselben nur aus der Bewegung gefolgert hätten?— Zeuge: Das muß ein Mißverständniß sein oder auf einer falschen Redewendung oder Verwirrung meinerseits beruhen.— Vorsitzender: Sind Sie Sozialdemokrat?— Zeuge: Ja.— Vors.: Sehen Sie den Vorgang nicht durch die Parteibrille, oder haben Sie sich durch das Schicksal Ihrer Parteigenossen in Ihren heutigen Aussagen beeinflussen lassen?— Z e n g e: Nein, Münter h a t den Schröder wirklich ge- stoßen.— Zeuge Keller. Bergmann in Herne, befand sich in nächster Nähe des Kassentisches. Münter ging direkt hinter Schröder her, am Podium versetzte Münter dem Schröder einen heftigen Stoß, so daß dieser fiel. Schröder wollte sich erheben und erhielt von Münter sofort einen zweiten Stoß. Zeuge niarkirt die Bewegung Münter's, die einem heiligen Ruck gleich sieht.— Auf Vorhalten des P r ä s i- denken, ob seine Aussagen nicht auf bloßen Folgerungen beruhen, wiederholt Zeugt, daß er die beiden Stöße b e- stimmt gesehen habe.— Zeuge E i e l i n s k y, Bergmann in Herne, hat den Fall Schröder's gesehen, kann aber nicht angeben, wodurch er zu Fall gekommen ist. Münter hat Schröder nicht gestoßen, auch nicht de» Arm erhoben, er halte im Gegentheil seine Arme schlaff herunterhä n ge n.— euge W a m s b a ch, Berginvalide, Herne, sagt in gleichem inne aus.— Zeuge Mucka, Bergmann in Baukau weiß über die Ursache des Falles Schröder's nichts zu bekunden. Münter hat nicht gestoßen oder sonst eine Bewegung gemacht, wodurch der Fall verursacht werden konnte.— Zeuge W a g e m e y e r, Bergmann, Herne, bekundet, wie der vorhergehende.— Der Ver- theidiger macht darauf aufmerksam, daß alle diese Zeugen von einem energischen Herantreten des Münter auf Schröder reden; befragt, was sie darunter verstehen, wollen die Zeugen damit das laute Sprechen und das feste Auftreten Münter's kennzeichnen.— Zeuge Paul, Schneider in Baukau; auch dieser Zeuge redet vom„energischen" Herantreten. Münter habe den Schröder nicht gestoßen, einen Stoß hätte Zeuge sehen müssen, nicht aber eine bloße Berührung.— Zeuge S a w i tz k i- Bergmann-Baukau: Munter hat, während er den Schröder aus dem Saale begleitete, in der Mitte des Saales den Schröder an- gefaßt und geschoben, daß Schröder siel. Am Kassentisch hat Münter dann den Schröder wieder gefaßt und zur Thür hinaus gedrückt oder geworfen.— Vors.: Hat Münter seinen A r m erhoben?— Z- n g e: Münter hat in i l beiden Händen den Schröder angefaßt.— V o rs.: Gehören Sie der Sozialdemokratie an?— Zeuge: Nein. Ich war Mitglied des christlichen Bergarbeiter- Verbandes und bin wegen Nichtzahlung der Beiträge ausgeschieden. Zeuge bleibt trotz Ermahnens seitens des Vorsitzenden bei seiner Aussage, die in vielen Punkten von den bisherigen Bekundungen abweicht. — Zeuge Kiefer. Bergmann in Herne: Als Schröder sein Eintrittsgeld wiederforderte, trat Munter auf ihn zu, s a ß t e ihn in den Nacken, sodaß Schröder nach vorn siel.— Auf die Frage des V o r f i tz e n d e n. welcher Partei er angehöre. giebt Zeuge an. duß er beabsichtigt habe, dem christlichen' Bergarbeiter-Verband beizutreten, aber mit Rück- ficht auf seine Vernehmung noch nicht beigetreten sei.— Der Äertheidiger giebt die Erklärung, daß diese Bedenken berechtigt seien, da in der dortigen Gegend vielfach die Meinung herrsche, die Zugehörigkeit zu dieser oder jener Partei beeinträchtige die Glaubwürdigkeit vor Gericht.— Vors.: Das mag dort vorkommen, hier in Köln giebt es so etwas nicht. Es wird nunmehr auf Antrag des V ert h eidig ers die Verlesung der kommissarischen Vernehmung des Münter vor- genommen; darin wird die Möglichkeit zugegeben, daß er den Schröder vor dem ersten Fall mit dem Körper be- rührt haben könne, beim zweiten Fall sei das nicht ge- schehen; ob die mögliche Berührung den ersten Fall verursacht habe, kann der Vernommene nicht sagen. Zeuge Fürstenau soll zur Kennzeichnung der Glaub- Würdigkeit des Münter über folgendes Vorkommniß Zeugniß ablegen: Dem Kaufmann Holzhändler K. in Bochum war ein Pferd gestohlen worden. Dieb und Pferd wurden aber von einem Bergmann ermittelt und in einem Stalle untergebracht. Das Pferd aus dem einem Gemeindevorsteher der Nähe gehörigen Stalle dem Eigenthümer wieder zuzuführen, wurde der Gendarm Münter, damals in Weitmar, beauftragt. Er kam diesem Austrage räch in der Begleitung zweier Vochumer Polizisten. Munter erzählte nun dem Eigenthümer Herrn K. eine Geschichte, wonach er mit seinem groben Scharfsinne den Dieb entdeckt habe; die beiden Bochumer Polizisten könnten so etwas nicht; das seien Schafsköpfe, mit ihm verglichen; er deutete an, daß er auch Auslagen gehabt habe; endlich als den Glanzpunkt seiner Leistung stellte er hin, daß er den Dieb, den er in Wirklichkeit überhaupt nicht gesehen hatte, derb durchgeprügelt habe. Der Kaufmann K. wollte deshalb dem Münter eine klingende Anerkennung spenden; er sollte bv M. bekommen, und zwar, um ihm keine Ungelegenheiteu zu machen, durch Ver- Mittelung seines vorgesetzten Brigadechefs. Da Münter aber meinte, er ivürde gar nichts bekommen, wenn das Geld erst an die Brigade ginge, Herr K. möge es ihm daher lieber direkt geben, so erhielt er die SO M sofort. Als Herr K. später den Schwindel erfuhr, forderte er brieflich von Münter Rückgabe und drohte andernfalls mitAn zeige. Daraus sandteMünter das Geld zurück. Zeuge bekundet diesen Vorfall, den er durch«inen Herrn Meising erfahren hat. Ten Abschnitt der Postanweisung, womit Münter die SO M. zurückschickt, legt Zeuge dem Ge- richte vor. Zeuge Josef Küper, Kaufmann in Bochum, ist derjenige, dem das Pferd gestohlen ist. Zeuge sagt aus, wie oben ge- schildert. Münter renommirte dem Küper gegen- über sogar, daß er in der Verfolgung des Diebes von seinem Revolver Gebrauch ge- macht und den Dieb vom Pferde geschossen habe. Auf die Vernehmung einiger Zeugen, darunter Bergmann Brust, wird verzichter. Damit ist die Beweisaufnahme geschlossen. Staalanwalt Olbrich nahm das Wort zur Vertretung der Anklage. Er erörierl zunächst den von der Verlheidigung an- getretenen Wahrheitsbeweis, den er als vollständig mißlungen be- zeichnet, da die Entlastungszeugen mit sich selbst im Wider- spruch ständen, während die anderen Zeugen mit fast absoluter Uebereinstimmung Bekundungen gemacht hätten. Es ergebe sich deshalb, daß die Angaben über den Gendarm Münter in dem Artikel unwahr seien. Zur Verurtheilung bedürfe es jedoch dieses Nachweises gar nicht, da der Artikel üble Nachreden im Sinne des s IM enthalte. Die Person des Gendarmen Münter scheide vollständig aus; es fei zwar eine Reihe Thalsachen gegen dessen Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit vorgeführt worden. die aber zum theil auf einem ganz anderen Gebiet lägen. Da es sich um einen abwesenden Beamten handle, müsse er an- führen, daß ein klarer Beweis, daß der Gendarm Münter wider besseres Wissen gehandelt habe, nicht erbracht sei. Der Umstand, daß er sich 50 Mark habe zahlen lassen, schließe allerdings eine gewisse Pflichtwidrigkeit«in. Der Vorfall werde näher untersucht und eventuell von der Militärbehörde weiter verfolgt werden. Ohne in die Glaubwürdigkeit der Zeugen Zweifel setzen zu wollen, müsse er doch sagen, daß dieser Vorfall nicht genügend aufgeklärt sei. Zu gunsten des Angeklagten sei anzunehmen, daß er nicht wider besseres Wissen gehandelt habe und daß er falsch unterrichtet sei Andererseits falle erschwerend ins Gewicht die Größe der Vor- würfe und der Umstand, daß der Angeklagte wegen Beleidigung bereits wiederholt bestraft sei. Auch die Haltung seines Blattes sei in betracht zu ziehen. Deshalb beantrage er eine Ge- fängnißstrafe und zwar von 4 Wochen zusätzlich zu der noch nicht verbüßten Strafe von 3 Monaten vom 21. Dezember v. I. in dem Brauweilerprozeß. Ferner beantragt der Staalsaiiwalt Pnbli- kationsbeiugniß. Der Verlheidiger, Nechtsanwalt Deubel, betonte in seinem Plaidoycr, daß die Verlheidigung lediglich das Bestreben habe, aufzuklären und die Wahrheil zu erforschen, sowie alles zu ver- meiden, was auf politischem Gebiet liege. Man stehe hier nicht vor der Frage, ob ein Zeuge glaubwürdiger oder weniger glaubwürdig sei, wenn er Sozialdemokrat oder Christlich-Sozialer sei. Wie der Vorsitzende heute Vormittag gesagt habe, sei es gleichgiltig. welcher Partei ein Zeuge an- gehöre, der vor dem Eide stehe. Der Gendarm Münter sei leicht bei der Hand mit Strafanträgen. Wenn er im Recht gewesen wäre, hätte er sich nicht ruhig schreiben lassen:„Ihre Behauptungen sind unwahr, Sie haben das Trinkgeld von 50 M. nicht verdient", und er hätte nicht stillschweigend das Geld zurückgeschickt. Bei Münter habe man es im übrigen mit einem gewaltlhätigen Manne zu thun, der seine Körperkrafl gern belhäligte. Bei einem solchen Manne sei eine That, wie sie ihm der Artikel vorwerfe, eine Mißhandlung, sehr wahrscheinlich. Der Verlheidiger geht im einzelnen die Beweiserhebung durch und beantragt schließlich die Freisprechung des Angeklagten. Nach halbstündiger Beralhnng des Gerichtshofes publizirte der Vorfitzende folgendes Urlheil: Ter Angeklagte hat dem Gendarm Münter Thatsachen vorgeworien, in welchen eine schwere Amlsverletzung liegt. Sache des Angeklagten war es, die Wahr- heit nachzuwetseu. und wenn die Sache nicht aufgeklärt wird, fällt es zu Ungunsten deS Angekllagten aus, da bei tz 186 der Satz in dubio pro reo dem Beleidigten zu gute kommt. Das Gericht hält den Beweis nicht- für erbracht. Jeder Zeuge hat von dem Vorgang, der sich in kurzer Zeit abgespielt, ein anderes Bild gegeben, zum therl wohl auch weil sechzehn Monate verflossen sind; außer beim Zeugen Schneider läßt sich von keinem Zeugen behaupten, daß seine Aussagen unglaubwürdig sind. Das Gericht ist zu dem Resultat gekommen, daß der Grund, durch den Schröder zu Fall gekommen ist, nicht aufgeklärt ist, daß die Möglichkeit vorhanden, daß Schröder durch körperliche Berührung zu Fall gekommen ist. Wenn Münter ein Geschenk annahm, war es nicht schön; unehrenhaft hätte er aber nur dann gehandelt, wenn er durch seine Angaben einen Vortbeil zu erzielen beabsichtigt hätte. Etwas Unehrenhaftes ist ihm nicht nachgewiesen. Dem Angeklagten kann tz 133 nicht zugebilligt werden, dagegen hat das Gericht an- genommen, daß er in gutem Glauben gehandelt hat; auch war strafmildernd, daß er zur Zeit der Thal noch nicht vorbestraft war. Er ist deshalb zu 50 M. Geldstrafe, im Eventualfälle 5 Tagen Haft, nnd zur Tragung der Kosten verurtheilt worden. Dem Gendarm Münter wird die Publikationsbefugniß zu- gesprochen. GenrevksihÄflliihes. In bezug auf die von der Lohnkommissio» der Tabak» arbeiter seinerzeit veröffentlichte Liste derjenigen Fabrikanten, die den Tarif nicht bewilligt haben, geht uns von Herrn Neu- mann, W a s s e r l h o r st r. 73, die Berichtigung zu, daher seit Jahren garnicht fabrizirt und seinen Bedarf aus einer Fabrik bezieht, die sofort die erhöhten Löhne bewilligte. Seine Aufnahme ist deshalb in der betreffenden Annonce zu unrecht erfolgt. Achtung, Schuhmacher! Folgende Geschäfte haben bisher unsere Forderungen nicht anerkannt: Bock, Französischestr. 13; Pape, Kochstr. 5; Kalb, Neue Wilhelmstr. 8»; Herzberg. Friedrichstr 250, und Bötlinger, Kanonierstr. I. Wir ersuchen nochmals diejenigen, welche im Besitz von Sammellisten sind, die» selben unverzüglich an A. Adamczek, Taubenstr. 4, v. 3 Tr., abzugeben. Gleichzeitig machen wir auf die im Annoncentheil angekündigte öffentliche Schuhmacher-Bersammlung aufmerksam. Die Agitatio n skom Mission. In Velten i. d. Mark sind die Tabakarbeiter in eine Lohnbewegung eingetreten, sie fordern pro 1000 Zigarren 9,50 M. inkl. Wickelmacher(bisher erhielten sie 3 M. pro Tausend). Bewilligt haben die Fabrikanten I. Gericke, R. B r ä u e r, A. Schulze, O. H u l e ck. Nicht bewilligt haben S e l i ck e und L ö f f l e r, bei letzteren haben die drei dort beschäftigt Gewesenen die Arbeit eingestellt; leider hat sich eine Person gefunden, welche für den alten Lohn arbeitet. Um Fernhalten des Zuzuges wird ersucht. Weberausstaiid im Eulcngcbirge. In Langen» b i e I a u, wo vor 50 Jahren das Trauerspiel der„Weber" spielte, befinden sich seit 14 Tagen ca. 500 Weber und Weberinnen der Firma B. Neugebauer Söhne im Ausstand e. Die tief- gedrückte Lebenshaliung der Arbeiterbevölkerung im Eulengebirge ist ja leider sprichwörtlich geworden, aber gerade in der Neu- gebauer'schen Fabrik sind die Löhne und sonstigen Arbeits- bediugungen noch schlechter als in den meisten anderen Fabriken der dortigen Gegend, und diese Firma soll ihre Konkurrenten am Platze verschiedentlich in niedriden Preiset unterboten haben. An dem Streik sind alle Weber und Weberinnen der betreffenden Firma bis auf ganz wenige betheiligr und die Streikenden halten fest zusammen. Die Forderungen der Streikenden bestehen in einer geringfügigen Lohnerhöhung und in dem Verlangen aus Abstellung der drückendsten sonstigen Uebelstände in der Fabrik. Wenn jemals eine Arbeilseinstellung berechtigt war, so ist es diese, ebenso sind die gestellten Forderungen höchst bescheidene. Diese Thatfache, in Verbindung mit dem Umstände, daß die Ar- beiterschaft des Enlengebirges trotz ihrer so traurigen Lage seit Jahrzehnten sich rege an den Emanzipationekämpfen der ziel- und klassenbewußten Arbeiterschaften betheiligt, auch bei Arbeits- einstellungeii in anderen Gegenden Deutschlands und für den politischen Klnssenkampf der Arbeiter stets ihre Scherflein bei- getragen, dürfte wohl genügen, fden im Kampfe stehenden Eulen- gebirgs- Webern die möglichste Unterstützung der gesammten Arbeiterschaft zu sichern. Die nichtstreikenden Arbeiter Langen- bielaus und des übrigen Enlengebirges haben in dem ihnen aufgezwungenen Kampfe, trotz ihrer so gedrückten Lage, ihren kämpfenden Brüdern das denkbar möglichste an klingender Hilfe geleistet und werden dies auch weiter thun, aber leider kann diese Hilfe nicht genügen, ihren kämpfenden Brüdern den Sieg über die kapitalkräftige Firma sie sichern, und es darf des- halb wohl die bestimmte Hoffnung ausgesprochen werden, daß die übrige Arbeiterschaft Deutschlands und darüber hinaus, diesen Aermsten der Armen in dem entbrannten Kampfe aus- reichend beistehen wird. Welcher Geist gegen die Arbeiter bei der„christlichen" Firma Neugebauer herrscht, erhellt unter anderen aus dem Um- stände, daß ein allerdings inzwischen verstorbenen Theilhaber derselben vor zirka 2 Jahren den verheiratheten Arbeiterinnen, welche die ihnen durch die Gewerbe- Ordnung gewährleistete iVzstündige Mittagspause beanspruchten, erklärte:„Ja in der Gewerbe-Ordnung steht das allerdings, aber wenn ihr darauf be- steht, werde ich Euch alle entlassen!" Sendungen für die Streikenden sind zu richten an H. Kr e tz i g, Weber, Langen- b i e l a u, 4. Bezirk, oder an die Expedition des„Proletarier auS dem Euleugebirge", Ober-Langenbielau. Der Maurerstreik in Dresden dürfte bald zu gunsten der Arbeiter beendet sein. Die meisten Firmen haben bereit? die geforderten 43 Pf. Mindestlohn bewilligt, so daß überhaupt nur noch eine geringe Zahl von Gesellen im Ausstand sich befindet. — In Zwickau haben die Maurer, nachdem ihnen der gefordert« Stundenlohn von 33 Pf. bewilligt worden, beschlossen, nunmehr sofort lO'/estiuidige Arbeitszeit und Erhöhung der Akkordlöhne, sowie der Löhne für Ueberstunden zu erstreben. Die Maler und Lackirer Dresdens bereiten fürs nächste Jahr eine Lohnbewegung vor. Die Schieferdecker Münchens sind, wie wir bereit? ge- meldet, zur Erringung der neunstündigen Arbeitszeit in eine Be- wegnng eingetreten. Die Unternehmer versuchen direkt oder durch Agenten Ersatz heranzuziehen. Die Schieferdecker werden daher ersucht, bei Arbeitsangeboten nach Bayern sich zunächst mit der M ü n ch e n e r Lohnkommission. A. Z s ch i e g n e r, Walther- straße 13, in Verbindung zu setzen. In Lemberg streiken noch die Tischler. Die protzige Ablehnung ihrer Forderungen seitens der Meister veranlaßt« die Bauarbeiter, durch Arbeitsniederlegung die Streikenden zu unter- stützen. Andere Gewerke wollen solgen. um den Tischlern zum Siege zu verhelfen. Ter Streik der Glasarbeiter in M a a st r i ch(Holland) gewinnt an Ausdehnung. Tie Streikenden genießen die Sympathie der gesammten Bevölkerung. Ein Ausruf zu gunsten der Streikenden, der vor einigen Tagen erschien und in dem eine sehr scharfe Sprach« gegen die Unternehmer geführt wurde, war von vielen hochangesehenen Personen aus bürgerlichen Kreisen iinterzeichuet. Tie schweizer Braucreibesitzer erklärten auf ihrer General- versamuiliing die im Frühjahr mit ihren Gehilsen vereinbarte Arbeitsordnung für aufgehoben nnd beschlossen ferner, 25 pCt. ihrer organisirten Gehilfen sofort zu entlassen. Diese brutal« Maßregel soll eine Repressalie sein gegen die Verhängung deS Boykotts über eine der Ringbrauereien. Vepesrhett und letzte Nacheichkeu. Vriisscl, 20. Juni.(W. T. B.) Gestern Abend gab ein berauschter Soldat in der Grenadier-Kaserne etwa zwei Stunden hindurch aufs Geratbewohl Schüsse ab. Die andern Soldaten eiiistohen, von Furcht ergriffen, durch die Fenster. Ein Polizei- beamter wurde getödtet, ein anderer Polizeibeamter erhielt einen Schuß in die Schulter und ein Unlerosfizier wurde an der Hand verwundet. Schließlich gekang es, de» Rasenden zu fesseln und einzusperren, nachdem derselbe 50 Schüsse abgegeben hatte. Paris, 20. Juni.(W. T. B.) Der Ministerpräiideni Melin« empfing heute den Staatssekretär der Transvaal- Republik von Boeschoten, welcher die Genugthuung seiner Regierung über die zwischen Transvaal und Frankreich besteheuven und sich immer mehr ausbreitenden Handels- und Freundschafsbeziehungen zum Ausdruck brachte. London, 20. Juni.(W. T. B.) Der Staatssekretär für die Kolonien Chamberlain erhielt ei» Telegramm, in welchem eine Depesche aus Bulawayo vom 13. d. M. mitget heilt wird d«Z Inhalts, daß eingedorene Boten, welche von Tuli aus der von Viktoria kommenden Abtheilung entgegengesandt worden waren, durch die Matabele, deren Streitkräfte zwischen Gondokwe und Belingwe stehen, zur Umkehr gezwungen worden seien. Die eng» lischen Abtheilungen sollen einen drei Tage dauernden Kampf zu bestehen gehabt haben. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Jnseratenlheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck nnd Verlag von Max Vading in Berlin. Hierzu S Beilage«. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 143. Reichstag. 110. Sigung vom 20. Juni. 11 Uhr. Am Tische des Bundesraths: Nieberding und zahlreiche Rommiffarien. Die Urlaubsgefuche der Abgg. v. Stein wegen dringender Geschäfte, Erbprinz zu Hohenlohe- Dehringen auf 6 Wochen wegen einer Badetur und Graf Schlieffen- Schlieffenberg auf 4 Wochen wegen einer Badekur werden auf Vorschlag des Prästdenten abgelehnt. Sonntag, den 21. Juni 1896. 13. Jahrg. würde ohne Aufrechterhaltung des Wuchergesezes geradezu ein einigermaßen eine Sicherheit hat, wartet er noch hiermit. Privilegium für die Wucherer bedeuten. Ich bitte den Vorschlag der Kommission anzunehmen, er enthält den richtigen Mittelweg. Abg. v. Buchka( t.) erklärt sich gegen den Antrag Stadthagen, aber für den Antrag Haußmanu. Staatssekretär Nieberding: Ich nehme gern Veranlassung, Abg. Lenzmann( frs. Vp.) spricht sich ebenfalls für den zu bestätigen, daß die Regierung in dem Abänderungsentwurf Antrag Haußmann aus. Gegen den Antrag der Sozialdemo- der Zivilprozeßordnung den Kreis der der Pfändung untertraten erklärt sich Redner, weil derfelbe leicht eine Ruthe für worfenen Sachen einzuschränken beabsichtigt.( Beifall.) Die die Sozialdemokratie selbst werden könnte wegen der Unklarheit Arbeiten sind bereits vorgeschritten und wir können nur des Begriffs der öffentlichen Ordnung. wünschen, daß wir recht bald mit diesem Entwurf an Sie heranBadischer Geheimrath Professor Gebhard: Es ist nicht auss treten fönnen.( Beifall.) gemacht, ob man nicht auch ohne den Absah 2 des§ 134 zu dem Die§§ 552-556 werden unverändert nach den Kommissionss Auf der Tagesordnung steht die Fortsetzung der zweiten gewünschten Resultat kommen fönnte. Handelt es sich um einen beschlüssen angenommen. Berathung des Bürgerlichen Gesetzbuch 3. Thatbestand, der von dem Gesez schon mit Strafe bedroht ist, Als neuen§ 572a beantragen die Sozialdemokraten folgende Vor der Tagesordnung bemerkt Abg. Vielhaben( Reform- P.) nämlich ein wucherisches Geschäft, so ist dieses Rechtsgeschäft neue Bestimmung einzufügen:" Berträge, in denen der Miether zur Geschäftsordnung: Nach der Feststellung der Tagesordnung ohnehin nichtig. Handelt es sich aber um einen Thatbestand, eines Grundstücks aus andern als in diesem Abschnitt aus hatte ich angenommen, daß heute zunächst die Abstimmung welcher mit Strafe nicht bedroht ist, nämlich ein Geschäft, gedrückten Gründen dem Vermiether das Recht einseitiger Aufüber die Gewerbe- Ordnungs Novelle vorgenommen werden welches gegen die guten Sitten verstößt, so würde der Absatz 1 hebung des Miethsvertrages oder des Rücktritts vom Miethsverwürde. Ich möchte beantragen, diese Abstimmung sofort vor- des§ 134 in Anwendung kommen, das Rechtsgeschäft also gleich- trage einräumt oder sich eine Konventionalstrafe in einer größeren zunehmen. falls nichtig sein. Wenn ich nun auch für meine Person die Höhe als eines Wochenzinses unterwirft, sind ungiltig." Abg. Gröber( 3.): Ich bitte, diesem Wunsche nicht zu Aufnahme dieser besonderen Bestimmung nicht für nothwendig entsprechen. halte, so glaube ich doch, daß der Vorschlag der Kommission Abg. Liebermann v. Sonnenberg( Reform P.): Herr beachtenswerth ist. Den Antrag Stadthagen bitte ich abzulehnen. Jetraut hat gestern ohne Wissen der Partei für seine eigene Abg. v. Dziembowski spricht für die Aufrechterhaltung der Person die Beschlußfähigkeit des Hauses bezweifelt. Das Haus Kommissionsbeschlüsse. ftellte gestern fest, daß Beschlußfähigkeit vorhanden sei, und in der That soll der Reichstag 14 Stunde einmal beschlußfähig gewesen sein. Aber selbst wenn Beschlußfähigkeit vorhanden war, dann bitte ich den Herrn Präsidenten um geneigte Aufklärung darüber, weshalb die Gewerbe- Ordnungs- Novelle nicht gestern zur Abstimmung gekommen ist. A = Abg. Stadthagen( Soz.): Der Antrag bedeutet eine Ein schränkung des freien Vertragsrechts, die absolut nothwendig ist, wenn die Rechte des Miethers, wie sie das Bürgerliche Gesetzbuch festsetzt, aufrecht erhalten werden sollen. Denn was bedeutet das Miethsrecht, wenn die Verträge der Hausbesitzer Abg. Haufmann weist nochmals darauf hin, daß bei Bei- sich einfach darüber hinwegsehen. Selbst die kleinste Verlegung behaltung des zweiten Absages des§ 134 jedes riskante der Hausordnung wird mit Ermission bestraft und der Miether Geschäft, wenn es gewinnreich ist, wegen Nichtigkeit angefochten wird noch haftbar gemacht für die Miethe der ganzen Vertragswerden kann. dauer. Es giebt allerdings verschiedene Formulare der MiethsAbg. Stadthagen warnt vor der Streichung des zweiten verträge. Jm Westen werden solche Verträge mit der HausAbsatzes. Die Sozialdemokraten haben für die Wucherbestimmungen ordnung allerdings nicht verwendet; aber in den ArbeiterPräsident v. Buol: Ich muß jeden Zweifel an der Richtig gestimmt, weil sie hofften, daß dadurch die Ausbeutung der vierteln werden die allerschärfsten Verträge angewendet; die keit dessen, was ich gestern gesagt habe, zurückweisen. Es waren Arbeiter auch verhindert werden fönnte. Diese Ausbeutung der Arbeiter müssen sich wegen ihrer wirthschaftlichen Ab206 Mitglieder anwesend in dem Augenblick, als ich erklärte, daß Arbeiter trifft der Absatz 2; deshalb feien auch die Konser- hängigkeit diesen scharfen Bestimmungen unterwerfen. Sollte das Bureau über die Beschlußfähigkeit nicht im Zweifel wäre. vativen gegen den Abfah 2. Der Richter erhalte hierdurch Ge- Ihnen mein Antrag zu weit gehend erscheinen, so stimmen Was die Abstimmung über die Gewerbe Ordnungs Novelle be- legenheit, eine wucherische Ausbeutung der Arbeiter zu ver- Eie ihm doch in der zweiten Lesung zu und machen in der trifft, so habe ich allerdings erklärt, daß ich die Abstimmung vorhindern. dritten Lesung Ausnahmen. nehmen lassen würde in dem Augenblick, wo eine beschlußfähige Nachdem die Abgg. Gröber, v. Buchka und Haußmann Anzahl vorhanden sein würde. Es wurde mir im Laufe der Sigung nochmals ihren Standpunkt dargelegt haben, schließt die Debatte. mitgetheilt, daß der Antrag auf namentliche Abstimmung zurück- In der Abstimmung, bei welcher 140 Abgeordnete im Saale an gezogen, später jedoch, daß er wieder aufgenommen sei, und wesend sind, werden alle Anträge abgelehnt und die§§ 130 und gleichzeitig wurde mir gemeldet, daß wir wieder unter die Be- 134 unverändert angenommen. schlußfähigkeitsziffer gesunken waren. Da ist mir allerdings von Es folgt das zweite Buch: Schuldverhältnisse verschiedenen Seiten der Wunsch ausgesprochen worden, daß die(§§ 285-837). Abstimmung unterbleiben möge, und ich habe demgemäß ver-§ 818 lautet: Wird die aus einem gegenseitigen Vertrage fahren. Ich bin also bei allen meinen Maßnahmen stets in dem einen Theil obliegende Leistung infolge eines Umstandes, Nebereinstimmung mit einem großen Theil der Mitglieder des den der andere Theil zu vertreten hat, unmöglich, so behält er Hauses gewesen. den Anspruch auf die Gegenleistung. Er muß sich jedoch das jenige anrechnen lassen, was er infolge der Befreiung von der Leistung erspart oder durch anderweitige Verwendung seiner Arbeitskraft erwirbt oder zu erwerben böswillig unterläßt. B Der Untrag Vielhaben wird nach weiterer uninteressanter Geschäftsordnungs- Debatte gegen die Stimmen der Antisemiten abgelehut. Die zweite Berathung des Bürgerlichen Geset buch wird fortgejezt mit den gestern zurückgestellten§§ 130 und 134. § 130 lautet: Ein Rechtsgeschäft, das gegen ein gesetzliches Verbot verstößt, ist nichtig, wenn sich nicht aus dem Gesez ein anderes ergiebt." " § 184 lautet nach dem Beschlusse der Kommission: Ein Rechtsgeschäft, das gegen die guten Sitten verstößt, ist nichtig. Nichtig ist insbesondere ein Rechtsgeschäft, durch das jemand unter Ausbeutung der Nothlage, des Leichtsfinns oder der Unerfahrenheit eines anderen sich oder einem dritten für eine Leiftung Vermögensvortheile versprechen oder gewähren läßt, welche den Werth der Leistung dergestalt übersteigen, daß den Umständen nach die Vermögensvortheile in auffälligem Mißverhältnisse zu der Leistung stehen." worden. Der zweite Absatz ist von der Kommission hinzugefügt Abg. Haußmann( südd. Vp.) beantragt, den zweiten Absatz des§ 184 zu streichen. " Die Sozialdemokraten beantragen, den§ 130 zu fassen: Ein Rechtsgeschäft, das gegen die Gesetze verstößt, ist nichtig," und§ 134 zu fassen:„ Ein Rechtsgeschäft, das gegen die guten Sitten oder gegen die öffentliche Ordnung verstößt, ift nichtig." Die Sozialdemokraten beantragen, den ganzen letzten Sah su fireichen oder wenigftens die fünf letzten Worte: oder zu erwerben böswillig unterläßt". Die Abgg. Frohme( Soz.) und Lenzmann( frs. Bp.) empfehlen den Antrag, weil die Bestimmung leicht mißbräuchlich gegen die Arbeiter angewendet werden könne. Die Abg. Bachem( 3.) und v. Cuny( natl.) treten für die Vorlage ein, die der Geb. Oberregierungsrath Struckmann als eine Besserung im Interesse des Arbeiters gegenüber dem jetzigen Rechtszustande bezeichnet. § 318 wird unverändert genehmigt. Im Abschnitt über das Miethsrecht enthält§ 546 die Bestimmung, daß der Vermiether ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist das Miethsverhältniß kündigen kann, wenn ungeachtet einer Abmachung des Vermiethers der Miether einen vertragswidrigen Gebrauch der Sache fortsetzt. Abg. Stadthagen( Soz.) beantragt, vor vertragswidrig das Wort erheblich" einzuschalten, weil die Berliner Miethsverträge durch ihre berüchtigte Hausordnung dem Miether alles Rechts entkleiden. Jede Verlegung der Hausordnung würde eine Vertragswidrigkeit bedeuten. Abg. Gröber( 3.) empfiehlt, diesen Antrag anzunehmen, vorbehaltlich einer redaktionellen Menderung in dritter Lesung. Geheimrath Struckmanu erklärt sich ebenfalls für den Antrag vorbehaltlich einer besseren Fassung. Die§§ 552 bis 556 betreffen das Pfandrecht des Vermiethers an den eingebrachten Sachen des Miethers. Abg. Stadthagen( Soz.) führt aus, daß der Antrag zurück gehe auf eine frühere Fassung der§§ 130 und 184, welche von Abg. v. Bennigsen( natl.): Vorbehaltlich einer besseren der vorbereitenden Kommission festgestellt waren. Der Aus: Fassung in dritter Lesung werden auch meine Freunde für den druck Verstoß gegen die guten Sitten" sei etwas sehr Sub- Antrag stimmen. jektives und Unbestimmtes, unbestimmter als ein Verstoß gegen§ 546 wird nach dem Antrage der Sozialdemokraten andie öffentliche Ordnung. Die Wuchergeschäfte verstoßen gegen genommen. die öffentliche Ordnung, aber die Gerichte haben früher, vor dem Wuchergesez, nicht angenommen, daß fie gegen die guten Sitten verstoßen; sie haben die Klagen daraus vielfach zugelassen. Die persönliche Freiheit ist verfassungsmäßig gewährleistet, ständig zu streichen. aber trotzdem läßt es die Judikatur 8lt, Daß auf Abg. Frohme( S03.): Es ist unbegreiflich, wie man bei grund der Gesinde Ordnung das Gesinde wider seinen Schaffung des Bürgerlichen Gesetzbuches dieses gehässige PriviWillen in den Dienst, den es verlassen hat, zurückgeführt wird. legium des Vermiethers hat aufrecht erhalten können. Nicht blos Wenn ein Rechtsgeschäft, das gegen die öffentliche Ordnung ver- die Sozialdemokraten, sondern Mitglieder aller anderen Parteien stößt, nichtig ist, so muß jede Verlegung der persönlichen Freiheit, wünschen seine Beseitigung. Daß infolge dessen die Wohnungsals durch die öffentliche Ordnung gewährleistet, nichtig sein. preise in die Höhe geschraubt werden sollten, ist ein leeres Gerede Die Sozialdemokraten beantragen, diese Vorschriften vollArbeiter Abg. v. Dziembowski glaubt, daß die Mißstände, welche hier bestehen, durch§ 220a schon getroffen werden können, wonach die Ausübung eines Rechtes unzulässig ist, wenn sie nur den Zweck haben tann, einem Andern Schaden zuzufügen. Der Antrag wird abgelehnt. Jm§ 589 befindet sich die Vorschrift, daß dem Pächter das Kündigungsrecht des§ 542 Abs. 1 nämlich wegen verweigerter Unterpacht nicht zusteht. Abg. Stadthagen beantragt die Streichung dieser Be ftimmung im Interesse der Pächter. Der Antrag wird abgelehnt. Der Titel 6 und 7: Dienstvertrag und Werkvertrag werden ausgefeßt. Nach§ 643b soll ein unverhältnißmäßig hoher Maklergewinn für den Nachweis der Gelegenheit zum Abschluß eines Dienstvertrages oder für die Vermittlung eines solchen Vertrages auf einen angemessenen Betrag herabgesezt werden können. Abg. v. Dziembowski will diese Vorschrift ganz allgemein machen, sodaß sie namentlich auch auf die Agenten angewendet Abg. v. Buchka( t.) widerspricht dem Antrage; der Antrag wird abgelehnt. wird. " In dem Titel 25: Unerlaubte Handlungen" bes antragen die Sozialdemokraten, als§ 807a einzuschalten: ein Vertrag, der die Schadenersaßpflicht aufhebt oder einschränkt, die aus der Verlegung oder Beschädigung des Lebens, des Körpers, der Gesundheit, der Freiheit, der Arbeitskraft, der Ehre oder der Sittlichkeit oder aus der Verlegung eines den Schuß eines anderen bezweckenden Gesezes folgt, ist nichtig." Abg. Stadthagen( Soz.) empfiehlt den Antrag, gegen den sich Abg. Lenzmann ausspricht. = Die Bestimmungen über den Ersatz des Wildschadens(§§ 819und 819a) und die Schadens Erfaßpflicht der Beamten(§ 823) werden ausgesetzt. Das dritte Buch:" Sachenrecht"(§§ 888-1279) wird ohne erhebliche Debatte unverändert genehmigt. Der Präsident schlägt vor, am Montag neben der dritten Lesung des Anleihegeseze bezüglich des Nachtragsetats die Fortsegung der zweiten Berathung des Bürgerlichen Gesetzbuches und die Gesammtabstimmung über die Gewerbe Ordnung vorzunehmen. Abg. Vielhaben beantragt die Abstimmung über die Gewerbe- Ordnungs- Novelle als zweiten Gegenstand auf die Tagesordnung zu setzen und kündigt an, daß er bei jeder Gelegenheit die Auszählung des Hauses beantragen werde, wenn nicht vorher die Novelle zur Abstimmung gelangt. Der Antrag Vielhaben wird nach langer Geschäftsordnungsdebatte unter der Heiterkeit des Hauses gegen die Stimmen der Antisemiten abgelehnt." Schluß 41/2 Uhr. Nächste Sigung: Montag, 12 Uhr. ( Anleihegefeh: Bürgerliches Gesetzbuch; Gesammtabstimmung über die Gewerbe- Ordnungs- Novelle.) sie überhaupt ( Widerspruch des Abg. Rickert.) Wir haben die Beseitigung der der Vermiether. Auch dem Nermſten muß ein Minimum Militärfiskalische Sozialpolitik. Gesindesklaverei beantragt, aber Ihre Freunde, Herr Rickert, von Eristenzmitteln gewährt werden, und einige Staaten der Die vor einiger Zeit auch vom Vorwärts" wiedergegebene haben dagegen gestimmt. Die Konkurrenzklaufel und ähnliche Nordamerikanischen Union haben dies Minimum weit über das Meldung, nach welcher in der Spandauer Gewehr. Dinge tamen hier ebenfalls in Frage. Die Erfahrung hat Maximum des Arbeitsverdienstes eines deutschen Arbeiters aus- fabrit Entlaffungen in bedeutendem Umfange bevoritünden, gezeigt, daß der klarste Paragraph weich wie Butter gedehnt. Es ist geradezu gegen das Menschenthum, daß der hat sich bestätigt. Mehrere hundert Arbeiter sind zum theil wird in der Hand eines Richters, den die Sonne des Bermiether dem Miether seine ganze Habe zurückhalten darf; schon stellungslos, zum theil den anderen fiskalischen Betrieben Justizministers bescheint. Die Richter sind mit wenigen in Hamburg gar darf der Hauswirth dem Miether sogar das überwiesen, und einem ebenso großen Theile ist die Entlassung oder gar keinen Ausnahmen aus den besitzenden Klassen hervor. Hemd vom Leibe ziehen. Das Retentionsrecht schwebt wie ein bereits angekündigt worden. Unter den bei dieser Maßregel in gegangen und haben deren Interessen im Auge. Der Begriff der rothes Gespenst über dem Miether und nöthigt ihn zu den betracht kommenden Arbeitern befinden sich Leute, die in dem öffentlichen Ordnung ist tlar und bestimmt. Sollte aber ein größten Anstrengungen und Entbehrungen. Nur der Ver: Betriebe der Gewehrfabrik acht, zehn, fünfzehn, ja zwanzig und Richter erklären, die Koalitionsfreiheit gehöre nicht zur öffent- miether hat so weitgehende Rechte und er macht noch mehr Jahre thätig waren, Männer, die sich zum lichen Ordnung, so würde das nur eine Bestätigung dafür sein, davon rücksichtslos Gebrauch, unbekümmert darum, ob theil felfenfeft überzeugt hielten, daß daß Sie die öffentliche Ordnung nur soweit anerkennen, als sie der mit Weib und Kind auf der Straße nicht entlassen werden tonnten, nachdem fie in der der Ausbeutung der Arbeiter dient. Das werden Sie doch nicht liegt. Mit dieſem Faustpfandrecht verbindet sich das reine Raub: Fabrit gelernt und den besten Theil ihrer Arbeitskraft dem wollen. Ich bitte Sie, nicht meine Bosheit zu befriedigen, son- system. Der häusliche Besißstand eines Arbeiters repräsentirt Fistus geopfert hatten. dern dem Sozialdemokraten zu folgen, der Sie im Namen einen so minimalen Werth, daß bei einer Versteigerung faum die diesen wie aus allen Himmeln geriffenen Arbeitern viel böses Daß die unerwartete Maßregel bei feiner politischen Freunde bittet, für die öffentliche Ordnung ein- Gebühren für den Gerichtsvollzieher herauskommen. Der Ver- Blut gemacht hat, ist nur zu erklärlich. zutreten. miether gewinnt nichts dabei, aber der arme Teufel von Arbeiter Abg. Haußmann( füdd. Bp.) befürwortet die Streichung des ist das los, was für ihn und seine Familie einen erheblichen zweiten Absatzes des§ 134, weil aus der zivilrechtlichen Definition Gebrauchswerth hat. Soll dieser Zustand noch länger aufrecht des Wuchers die Gewohnheits- oder Gewerbsmäßigkeit heraus- erhalten werden? Ich bitte Sie, unsern Antrag anzunehmen. Seit dem Jahre 1862 besteht in der Spandauer Gewehr. gelassen ist. Jedes Geschäft, das für einen Kontrahenten Abg. Gröber: Das Pfandrecht des Vermiethers an den fabrik unter dem Namen„ Arbeiter- Vereinskaffe" eine Untervortheilhaft ist, wird vom Gegen Kontrahenten als eingebrachten Sachen wird sich prinzipiell schwer regeln lassen. stüßungstaffe für die Meister und Arbeiter des Betriebes, welche Wucher bezeichnet und dadurch zur Nichtigkeit geführt. Redner Die bisherigen praktischen Erfahrungen, die uns aus den Kreisen außer Unterstüßungen in Krankheitsfällen auch Wittwen. und fragt die Regierungen, ob der Verzicht auf die Einrede aus der Handwerker mitgetheilt sind, nöthigen uns, das Pfandrecht Invalidenpensionen gewährt. diesem Paragraphen zulässig sein solle. nicht ganz zu beseitigen. Die Regierungsvorlage bildet einen Als 1885 das Krankenkassen- Gesetz in fraft trat, wurde die Abg. Gröber( 3.): Herr Stadthagen sprach von der ganz erheblichen Fortschritt. Das Pfandrecht ist beschränkt auf die Kaffe getrennt"; man überwies die vorhandenen Gelder der öffentlichen Ordnung, ich dachte, er sprach von der gesetzlichen Sachen des Miethers und nicht ausgedehnt auf die Sachen der neuen Pensionskasse für die Arbeiter der königl. Gewehrfabrik zu Ordnung; es stellte sich aber heraus, daß er von einer über Angehörigen; es ist beschränkt auf die Sachen, welche der Spandau, während die neu gegründete Krankenkasse von vorn allen Gesetzen schwebenden Ordnung sprach, die man erst Pfändung nicht unterworfen sind und wir haben die Aussicht, anfangen mußte. Bemerkt sei, daß bei einer Umgestaltung der Darin liegt die Gefahr seines Antrages. daß bei der Revision der Zivil- Prozeß- Ordnung der Kreis der Invalidentaffe im Jahre 1893 die Bestimmung in fraft trat, daß Nichtig sein soll ein Rechtsgeschäft, welches gegen ein Gesetz ver- der Pfändung nicht unterworfenen Gegenstände erheblich er auch die Arbeiterinnen der Gewehr- und Munitionsfabrik stößt und im Sinne des Bürgerlichen Gesetzbuchs sind alle Hechts weitert und damit das Pfandrecht des Vermiethers verringert der Kasse beitreten mußten. Infolge dieser Anordnung wuchs normen unter Gesetz zu verstehen, nicht blos die geschriebenen wird. Würde man das Pfandrecht ganz beseitigen, so würde das Vermögen der Invalidenkaffe rapide an, denn die tausende Geseze, sondern auch das Gewohnheitsrecht. Außerdem sollen nur gegen Vorausbezahlung vermiethet werden( Zuruf: Geschieht von Arbeiterinnen, die feit dem Jahre 1893 beschäftigt Rechtsgeschäfte nichtig sein, die gegen die guten Sitten verstoßen, ja jetzt schon!), oder man würde den Vermiether zwingen, waren und Eintrittsgeld wie Beiträge leisten mußten, wurden auch wenn sie sich noch innerhalb der Rechtsordnung halten. bei der ersten Nichtzahlung des Miethziuses von seinem meist nach mehr oder weniger furzer Zeit wieder entlassen, ohne Redner erklärt sich gegen den Antrag Haußmann; seine Annahme Kündigungsrecht Gebrauch อน machen. Wenn er nur daß sie von ihrem eingezahlten Gelde auch nur einen Pfennig ableiten muß. V Verschärft wurde die vorhandene Mißstimmung neuerdings aber noch durch eine Maßnahme der vorgesetzten Zeitung, welche gerade die ältesten Arbeiter empfindlich benachtheiligt. Halb monat Beitrittsgeld licher Bei trag M. RI. I. 1 M. 0,48 2, 2,80 4, II. 2 0,72 3, 4,20 6, " " " III. 3 IV. 6 1,20 5, " 1,50 6,25 " über 80 zurückerhielten. Wefentlich der Bestimmung, daß Mitglieder, Inannten Zeitraum starben 1896( in Klammern für 1895) zum Von einem Aufsehen erregenden Vorgang weiß das welche weniger als fünf Jahre im Betriebe, bei ihrem Austritt Beispiel an Rehltopfentzündung 198( 204), ( 204), chronischem Kleine Journal" folgendes zu melden: Gestern Abend um 7 Uhr aus der Fabrit feinerlei Rückvergütung ihrer Beiträge erhalten, Bronchialfatarrh 307( 822), Lungenentzündung 1137( 1173), fam ein Kavallerie Lieutenant mit einer Dame die Kleisistraße ist es zuzuschreiben, daß das Raffenvermögen zur Seit etwa Lungenschwindfucht 1757( 1974). Auch die Sterblichkeit an atuten entlang. An der Ecke der Ansbacherstraße wurde er von einem 700 000 m. beträgt. Infektionskrankheiten( von denen mehrere ebenfalls die Athmungs- Manne, der anscheinend auf die Dampfbahn wartete und etwas Die Leistungen der Kaffe stellen sich wie folgt: organe betreffen) war bisher meist geringer als im Vorjahre. berauscht war, angesprochen. Der Offizier ging auf die vertraus Bis Ende Mai 1896( bezw. 1895) starben z. B. an Masern 77 lichen Redensarten des Mannes nicht ein und wies diesen zurüd. ( 109), Scharlach 204( 271), Diphtherie 239( 337), Keuchhusten Ich bin auch Soldat gewesen!" rief der Mann. Nach den Anin deren 247( 165), Grippe 89( 480). Bemerkenswerth ist die geringe Ver- gaben einiger Leute soll er auch der Dame, breitung der Grippe in diesem Frühjahr. Meldungen über Er. Begleitung sich der Offizier befand, einige Worte zugerufen trantungen an afuten Infektionskrankheiten sind diesmal gleich- haben. Alls er von deur Offizier energisch zurückgewiesen wurde, falls in geringerer Zahl eingegangen. Gemeldet oder erst durch faßte er diesen an der Brust, worauf der Offizier blank zog und Todtenschein ermittelt wurden in den ersten 22 Wochen bis Ende dem Mann einige wuchtige Säbelhiebe über das Gesicht und den Mai 1896( bezw. 1895) z. B. bei Masern 1015( 1188), Scharlach Ropf versette. Der Mann brach sofort blutüberströmt zufammen. 1140( 1080), Diphtherie 1932( 2162). Nur Scharlach hatte eine Am Kopfe flafften vier große Wunden, die Schädeldecke war fast vollständig zertrümmert. In der Droguerie kam der Mann größere Berbreitung als im Vorjahre. einige Augenblicke lang zur Besinnung und gab an, Invalide zu sein. Darauf wurde er wieder bewußtlos und wurde von Schußleuten in eine Droschke getragen und nach dem Charlottenburger Krankenhaus gebracht. Die Aerzte zweifeln an seinem Aufkommen. Der Offizier begab sich sofort nach dem nächsten Polizeibureau, wo er den Borfall zu Protokoll gab, und fuhr sodann nach Berlin. Offizier begab sich sofort nach dem nächsten Polizeibureau, wo er den Vorfall zu Protokoll gab, und fuhr sodann nach Berlin. gemacht worden sind; nach der uns zugegangenen Meldung bedurfte es des ganzen Einflusses einiger besonnener Leute, um die Menge, die sich alsbald zahlreich versammelt hatte, vor einem Einschreiten gegen den Offizier abzuhalten. Letzterer hat, wie versichert wird, durchaus vorschriftsmäßig" gehandelt. Würde 7-10, Pension für Ganzinvalide pro Monat Beitragsjahre: 5-9 10-14/ 15-1920-24 25-29 30 M. an. M. M. m. 9. 6,9,14,40 9,14,40 21,60 15, 24, 36, 21,25 30,- 45, Die vierte Klasse tommt weniger für die Arbeiter als für die Meister in betracht. Zu den vorstehenden Halbmonats- Beiträgen zahlt die Direktion noch die Hälfte der Summe, welche der Arbeiter entrichtet, in die Kaffe ein. Die Leistungen der Kasse sind, wie ersichtlich, im Verhältniß zu den Beiträgen auffallend niedrig und bleiben zum theil sogar hinter denen der Reichs- Alters und Invaliditätsversicherung zurück. # 8,75 12,50 " Im spiritistischen Verein ,, Psyche" war Freitag Abend Der Deibel Tos!" Dr. Egbert Müller, der von dem Groß der langweiligen Phrasenspiritisten sich durch seine vielen Originalideen vortheilhaft abhebt, verkündete nämlich, von einem höheren Geifte geoffenbart erhalten" zu haben, daß das„ Tanzen" der Urquell der Sozialdemokratie" set. Darob erhob sich nun nach einer kurzen panischen Schreckenspause der verblüfften Versammlung ein wahrer Orfan der gesammten Die da durch die Bank alle zum Thürsteher herab Dom nun gar einer der Gelehrten" Nun stellt der§ 21 des Rassenstatuts zwar den Arbeitern Spiritistenleute, frei, daß fie freiwilliges Mitglied bleiben tönnen, falls sie ohne Vorsteher bis ihr Verschulden ans der Fabrit entlassen werden. Sie müssen gerne zu tanzen bekannten, und in diesem Falle jedoch den bisher von der Direktion geleisteten unter oder vielmehr über den Tanzgenoffen rief bem eifrigen ein Zivilist in gleicher Weise die Nothwehr überschritten haben, Buschuß selber tragen; eine Rückvergütung der Einzahlungen Doktor homerisch zu:„ Welch' ein Wort entfloh dem Gehege so wäre ihm mit recht eine harte Bestrafung sicher. erfolgt in der Höhe von zwei Dritteln der vom Mitgliede ge- Deiner Zähne!" Bu seiner Wissenschaft ist der Geisterseher jedenErschoffen hat sich Sonnabend Morgen in Berg's Hotel in zahlten Beiträge im Falle der Entlassung nur dann, wenn die falls durch die jedermann flare Thatsache gekommen, daß die Beitragszeit mehr als fünf Jahre betragen hat; wer nach fürzerer Sozialdemokratie schon manches Tänzchen mit ihren Gegnern der Charlottenstr. 69 ein Mann, dessen Persönlichkeit noch nicht Mitgliedsdauer aus der Fabrit entlassen wird, erhält, wie schon erfolgreich gewagt hat. Vielleicht weiß er ebenfalls aber gar festgestellt ist. An seinen Brandwunden ist das siebenjährige Töchterchen vorhin bemerkt, keinen rothen Pfennig. Ebenso wenig bekommt aus der Verbindung mit edler Geisterschaft, daß sie einen großen Minna des Schiffseigners Heinrich Friebow gestorben, der ein Mitglied, im Falle es nach seiner Entlassung aus der Fabrit Kehraus einübt. in der Kaffe bleibt und später ausscheidet, von dem Theil der Religionsunterricht und Fortbildungsschule. Das Ber- mit feinem Kahn auf Charlottenburger Gebiet liegt. Die Kleine Beiträge, die es an ftelle der Direktion leistet, etwas zurück- langen der dritten ordentlichen Generalsynode vom 28. November hatte auf dem Kahne das Küchenfeuer anzuzünden versucht und erstattet. Wieviel ein Arbeiter im lekteren Falle ausbezahlt 1891, den Religionsunterricht an den Fortbildungsschulen als war dabei so unvorsichtig zu Werke gegangen, daß ihre Kleider erhält, möge folgende Aufstellung zeigen: auf den Nach§ 22 des Statuts würde ein Bersicherter, der zwölf obligatorischen Lehrgegenstand einzuführen, hatten in Rücksicht Feuer fingen. Im Gesicht und am Oberkörper entfehlich verber brannt, wurde sie in das städtische Krankenhaus zu Moabit tonfessionslosen Charakter dieser Schulen Jahre im Betrieb gearbeitet hat, während dieser Zeit an Juvaliden- Minister der geistlichen Angelegenheiten und der für Ge- gebracht, wo nach vierundzwanzig Stunden der Tod sie von ihren Versicherungsbeiträgen jährlich 28 M. 80 Pf., in 12 Jahren mithin werbe abgewiesen, der letztere jedoch gestattet, daß die betr. Qualen erlöfte. 845 M. 60 Bf. eingezahlt haben. Bleibt der Mann nach Lösung des Schüler nach Schluß des Unterrichts in den gewerblichen Fortbildungs- Durch Mefferstiche wurde Freitag in später Abendstunde. Arbeitsverhältnisses weitere sechs Jahre freiwilliges Kaffenmit- schulen freiwillig blieben, um von einem Geistlichen ihrer Kon- der Kaufmann Stephan Sollisit aus der Gleditschstr. 49 in glied, so hat er für jedes Jahr noch 43 m. 20 Pi., in den fession Religionsunterricht zu erhalten. Auf eine neuere An- der Schantwirthschaft von Schent, in der Golzstr. 25, so schwer ganzen 18 Jahren mithin 604 W. 80 Pf. an Beiträgen geleistet. regung im Abgeordnetenhause hat der Minister für Handel und verletzt, daß er in ein Krankenhaus gebracht werden mußte. Beim Ausscheiden aus der Kasse erhält das Mitglied nach Abzug Gewerbe in der Sitzung vom 21. Februar d. J. es für wünschensDer Noßschlächter Weise, Manteuffelfir. 18, theilt uns gu des auch für die letzten sechs Jahre abgerechneten, aber aus werth erklärt, daß von kirchlicher Seite auf die Organisation der dem vorgestert unter der Stichmarke Pferdewurst" aus der eigenen Mitteln gezahlten Direktionsantheils zwei Drittel des Fortbildungsschulen eingewirkt werde und die Geistlichen sich zur Allg. Fleischer- Btg." entnommenen Artikel mit, daß ihm das verbleibenden Restes, also 345 M. 60 Pf. erstattet, während freiwilligen Ertheilung des Religionsunterrichtes bereit fänden, ohne konfiszirte Fleisch als gefund von der Polizei am Tage nach der die Raffe 259 Mart 20 Pf. eingestrichen hat; ganz ab- daß diefer Unterricht zu einem obligatorischen gemacht werde. In Beschlagnahme wieder freigegeben worden fei, ferner berichtigt gefehen von den Binfen, die im Laufe der Jahre folge deffen läßt gegenwärtig der Oberkirchenrath, dem„ Ev.- Kirch.." Herr Weise, daß er das beschriebene Fleisch nicht mit 7 Vi., ebenfalls ein hübsches Sümmchen ausmachen. Eine nette Auf- zufolge, durch die Konsistorien und Superintendenten Erbebungen sondern mit 18 M. per Zentner bezahlte. munterung zum Sparen! Aber nicht genug damit, ist auch noch anstellen über Bestand und Organisation der Fortbildungsschulen eine Verfügung erlaffen worden, nach welcher beim Ausscheiden in den einzelnen Bezirken, wobei gleichzeitig Erwägungen an- In der vergangenen Nacht wurde in einem Kellerschacht aus der Invalidenkasse nur die feit 1885 gezahlten Bescheiden aus der Juvalidentaffe nur die feit 1885 gezahlten Beiträge in gestellt werden sollen, in welcher Weise im Anschluß an den des Echauses Martgrafenftr. 27 und Schüßenstraße ein Mann Anrechnung zu bringen sind. Hierdurch fühlen sich alle über elf unterricht in den gewerblichen Fortbildungsschulen eine religiöse aufgefunden, der mit Blut überströmt war und nach seiner AusJahre in der Gewehrfabrik beschäftigten und jetzt entlassenen Unterweisung der Fortbildungsschüler eingerichtet werden könne. fage von Dirnen über das Gitter des Schaufensters in den Schacht Arbeiter auf das empfindlichste geschädigt, und in ihren Wenn die Frommen das Vertrauen und die Sympathien, hinabgestürzt sein soll. Ein Oberfeuermann holte mit Hilfe eines Proteften berufen sie sich mit recht darauf, daß in dem in ihren die in Arbeiterkreisen vielfach den Fortbildungsschulen entgegen Schußmanns den Berlegten aus dem Kellerschacht heraus. Der Händen befindlichen und vom Oberpräsidenten der Proving ge- gebracht werden, nicht gründlich zerstören wollen, sollen sie hier Mann wurde dann zur Unfallstation in der Wilhelmstraße nehmigten Statut eine derartige Einschränkung nicht enthalten ihre Hand flüglich aus dem Spiele lassen. Dieweil sie der gebracht. ist. Hebt die Verwaltung die Bestimmung nicht freiwillig auf, Fortbildungsunterricht denn doch im Grunde wirklich garnichts so werden die Arbeiter gezwungen sein, die sich in einzelnen angeht. Fällen auf etwa 200 Mart belaufende Einbuße im Zivilprozesse einzuklagen. Welche Wirkung dies Stück fiskalischer Sozialpolitik aber auf die politische Gesinnung der bislang zum theil noch indifferenten Arbeiter haben muß, braucht nicht erst gesagt zu werden. Tokales. 916 936 Die Parteigenossen des dritten Reichstags- Wahlkreises mache ich hiermit auf die am Dienstag stattfindende öffentliche Parteiversammlung aufmerksam. Wilhelm Börner, Bertrauensperson. Die Parteigenossen von Reinickendorf veranstalten am heutigen Sonntag im Wearienbad( Gesundbrunnen) ein großes Sommerfest, auf welches die Genossen hiermit aufmerkjam gemacht werden. Dem Ausschuß für das Treitschke- Denkmal, welcher den Magistrat um einen städtischen Beitrag ersucht hat, ist seitens des Magistrats, wie das B. T." erfährt, geantwortet worden, daß hierzu für die Stadtgemeinde als solche ein genügender Anlaß nicht vorliege und deshalb eine Beisteuer abgelehnt werden müsse. Die Personen, welche der Schuhmannsaffäre beigewohnt haben, die sich am Sonntag, den 7. d. M., abends 7 Uhr, in der Stromstraße ereignete, werden gebeten, ihre Adresse bei F. Hoffmann, Schulzendorferstr. 18, 2 Tr., abzugeben. Die Fliederftraße von der Gollnowstraße bis zur Barnim straße und die Wörther Straße von der Schönhauser Allee bis zur Tresckowstraße werden wegen Asphaltirung bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Sehr verständig. Gin Denkmal mögen die Leute dem HurrahPolizeibericht vom 20. Juni. Am Freitag Vormittag wurde patrioten Treitschte errichten, die ein persönliches Interesse daran die schwerhörige, 62 Jahre alte verebelichte Arbeiterin Auguste hatten, von ihm gelobhudelt zu werden. Löffler vor dem Hause Fruchtstr. 22 durch einen Schlächterwagen Unter den neuen Erwerbungen des Aquarium überfahrer und Brandenburgstraße wurde der 26 jährige Haus und am Arm und im Gesicht verlegt. An der Ecke finden sich neben abenteuerlich gestalteten Rochen und den ob der Ritter- und Brandenburgstraße wurde der 26 jährige Hause ihres elektrischen Organs gefürchteten Torpedos sowie reizenden, diener Emil Jehmke von dem Pferde eines Geschäftswagens getreten. Er erlitt anscheinend innere durch ihre kammförmigen Schuppen und ihre roth- violette umgestoßen und Färbung auffallenden Storallenfischen, ein echter Tintenfisch Verlegungen, vermochte jedoch sich allein nach Hause zu begeben. ( Sepia), der bisher dem Inftitut fehlte und doppelt schwierig Nachmittags sprang in der Nähe der Lutherbrücke eine etwa hierher zu bringen ist, indem er nicht nur bei großer Hige leicht 40 Jahre alte Frau in die Spree. Sie wurde von Vorübereingeht, sondern auch im engen Transportgefäß aus Erregung gehenden noch lebend aus dem Wasser gezogen und nach der Achtung, Gewerbegerichtswahl. Weitere Stellen, an und Berger und infolge des bald sich bemerkbar machenden Luft- Charitee gebracht. In der Steinstraße gerieth der fünfjährige welchen Formulare zur Einzeichnung in die Wählerlisten zu haben mangels die ihm eigene Tintenflüssigkeit massenhaft ausscheidet Sohn der Wittwe Marie Hahn, geb. Schultzki, unter die Räder sind: Norden: Hilgenfeld, Restaurateur, Bergstr. 60. und dann in solchem Wasser stirbt. eines Möbelwagens und trug so schwere Verletzungen davon, . Hinze, Zigarrengeschäft, Pantstr. 18. W. Gieshoit, In der neuen Urania in der Taubenstraße wird die ganze daß er bald darauf starb. Der Knabe hatte sich in den unter Restaurateur, Boyenstr. 40. J. Gnadt, Restaurateur, Butt- Woche hindurch das wissenschaftliche Ausstattungsstück„ Durch dem Wagen befindlichen Hängetasten gelegt, versuchte ihn beim buferstraße 82. Hildebrandt, Restaurateur, Brunnenden Gotthard" wiederholt. Anrucken des Wagens zu verlassen und wurde hierbei überfahren. ftraße 51, Eingang Bernauerstraße. Anders, Restaurateur, Auf dem Blücherplate wurde gegen Abend der auf seiner Buttmanustr. 17. Südwesten: Fri 3ubeil, Restaura- Die Differenzen wegen der Uraniasäulen sind beglichen teur, Lindenstraße 106. Nordosten: A. Vogel, Elbinger- worden. Die Uhren werden in der bisherigen Art und Weise Maschine sigende Fahrrad- Diestmann Paul Eis durch eine Droschte Abends wurde in ftraße 9. W. Spät, Weinstr. 28. Mertins, Landwehr durch die Gesellschaft Normalzeit" im Betrieb gehalten werden. umgestoßen und am linken Fuße verletzt. Der Reichenbergerstraße ein fiebenjähriger Knabe, und an der ftraße 11. Schulze, Weberstr. 10. Osten: G. Böhl, Wann werden denn endlich die Säulen gereinigt? Ecke der Leipziger und Wilhelmstraße eine ältere Frau durch Frankfurter Allee 74. A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. Röpnid, Die Nachricht, daß die Sitzbänke der vierten Wagentlaffe Radfahrer überfahren. Beide erlitten leichte Verlegungen. Schilling und Magazinstraßen Ecke. W. Baumgarten, wieder entfernt werden sollen, ist dem Bromb. Tagebl." zufolge Vor dem Hause Linienstraße lief die fünfzigjährige Arbeiterin Rönigsbergerstr. 7. unrichtig. Elise Thron gegen einen Geschäftswagen, fiel dabei hin und wurde durch den Huftritt des Pferdes am Oberschenkel verlegt. Beim Durchfahren einer Kurve in der Belle- Alliancestraße stürzte der 65 jährige Kaufmann Karl G. vom Vorderraume eines Wagens der elektrischen Straßenbahn und zog sich eine arge Verlegung am Hinterkopfe zu. Witterungsübersicht vom 20. Juni 1896. Der VerStationen. Berlin Wiesbaden München Wien Haparanda Barometerstand in mm, d. Meeressp. Windrichtung Windstärke ( 1-1 222142 Wetter Temperatur ( 5° E.= 4° R.) 800 966ach Celsius 768 WNW 768 NW 769 GO woltig wolfig bedeckt 18 17 18 767 NNW halb bedeckt 18 768 D heiter 19 766 NW bedeckt 19 754 Still Regen 16 767 MNM 4 wolfig 15 759 4 • 771 NNW 2 woltig wolkenlos 14 16 Die juristische Sprechstunde findet am Montag Arbeiterrifiko. Bon einem schweren Unglücksfalle ist der und Dienstag, den 21. und 22. Juni, nicht von 6-7, in der Berliner Maurerschaft allbekannte Maurer August sondern von 7-8 Uhr statt. Witte betroffen worden. Derselbe arbeitete auf dem Bau der Der wegen Angliederung des Inftituts für Infektions- Allgemeinen Elektrizitätsgesellschaft auf dem Lagerhof in der frankheiten( Roch'sches Institut) an das zu erbauende vierte Brunnenstraße. Am Donnerstag war er mit dem Hinaufziehen städtische Krankenhaus von der Stadtverordneten- Bersammlung von Rüftbrettern in die zweite Stage beschäftigt, als plöglich ein zur Vorberathung ernannte Ausschuß hat in seiner gestern Abend 3 Zentner schwerer Heizkörper ins Wanten gerieth, umfiel und abgehaltenen Schlußsihung in bezug auf die Fassung des§ 3 des dem Witte einen Fuß vollständig zerschmetterte. mit dem preußischen Fiskus abzuschließenden Vertrages folgenden unglückte wurde sofort in seine Wohnung geschafft, wo er nun Beschluß gefaßt: Ueber die Art der Bertheilung der in das an seiner schweren Verlegung darniederliegt. Krankenhaus aufgenommenen Infektionstranten sind die von der Unglücksfall oder Verbrechen? Am Donnerstag Nach zuständigen städtischen Verwaltungs- bezw. Aufsichtsstelle, zur mittag um 44 Uhr angelte der nabezu 16 Jahre alte LaufZeit der Deputation der städtischen Krankenanstalten und der bursche Richard Thomas an der Ebertsbrücke in der Spree. Gr öffentlichen Gesundheitspflege erlassenen bezw. fünftig zu erftand unten am Wasser auf einer Granitplatte an der Ufertreppe. Swinemünde laffenden Anweisungen maßgebend. Dabei ist daran festzuhalten, In seiner Gesellschaft ist ein etwa gleichalteriger Bursche, der Hamburg daß die Jfolirung der einzelnen Arten von ansteckenden Krant- barfuß ging, gesehen worden. Zeugen wollen gehört haben, daß heiten so fireng als möglich durchgeführt wird. Der dirigirende Thomas, der wegen Schwächlichkeit und Schwerhörigkeit meistens Arzt der gedachten Abtheilung darf Anträge auf Zuweifung teine Beschäftigung hatte, zu dem andern äußerte, er wolle besonderer Arten solcher Kranken bei der Direktion bezw. der wegen des heraufziehenden Gewitters nach Hause gehen, und Aufsichtsinstanz der letzteren stellen, welchen, soweit es die Inter- daß beide auch über andere Sachen, z. B. die Uhr des Thomas, effen der Gesammtanstalt zulassen, Rechnung getragen werden gesprochen haben. Plöglich lag Thomas im Wasser und war, wird. Die von den Kranten geäußerten Wünsche sollen nach bevor ihm Hilfe gebracht werden fonnte, untergefunken. Der Möglichkeit berücksichtigt werden." Die übrigen in ihren Haupt- andere war verschwunden und ist bisher in jener Gegend, in zügen fürzlich von uns mitgetheilten Paragraphen des Vertrages der er sich früher oft aufhielt, nicht wieder gesehen worden. Es wurden unverändert angenommen. Zum Berichterstatter heißt nun, daß dieser unbekannte Bursche den Thomas ins für das Plenum der Versammlung ist Professor Birchow ernannt Basser gestoßen habe. Die Leiche ist Sonnabend Morgen an Wetter- Prognose für Sonntag, den 21. Juni 1896. worden. der Marschallbrücke aufgefischt worden. Die Werthsachen, die Zeitweise heiteres, vielfach woltiges Wetter mit Regen, Der Gesundheitszustand ist in Berlin in diesem Jahre Thomas bei sich hatte, sind bei ihm gefunden worden. Die Aus- mäßigen füdwestlichen Winden und wenig veränderter Temperatur. Berliner Wetterbureau. feineswegs so ungünstig, wie man es nach dem unbeständigen fagen von Personen, die sich in der Nähe aufgehalten haben, Wetter erwarten möchte, das wir den größeren Theil des Winters find bisher noch so unbestimmt, daß man sich noch nicht klar ist, ob ein Verbrechen oder ein Unfall vorliegt. Die Eltern, die und faft das ganze Frühjahr hindurch mit geringen Unter- Am Circus 4 wohnen, wären dankbar, wenn sich jemand melden brechungen gehabt haben; zum mindeſten ist er viel weniger wollte, der genaue Auskunft geben kann. ungünftig, als er in derselben Zeit im vorigen Jahre war. Von In Charlottenburg hat der Bauwächter Karl Gehring auf Anfang Januar bis Ende Mai starben nach den vorläufigen Wochenberichten des Statistischen Amts der Stadt Berlin" 1896 einem Neubau Ecke Pestalozzi- und Leibnizstraße auf fonderbare ( bis 30. mai, 151 Tage): 12 361 Personen, dagegen 1895( bis Weise Selbstmord verübt. Er stieg gestern auf das Dach des 31. Mai, 151 Tage): 13 004 Personen. Von dem Minus von Neubaues und stürzte sich kopfüber in einen Schornstein. Einige 643 Sterbefällen tommt ein beträchtlicher Theil auf die( atuten Stunden später wurde seine Leiche aufgefunden. Im Untersuchungsgefängniß hat sich vor einigen Tagen und chronischen) Erkrankungen der Athmungsorgane, die in Berlin unter allen Todesursachen obenan stehen. In dem ge- der Schiffer Hermann Martojte aus Magdeburg erhängt. Petersburg Cort Aberdeen. Paris. Gewerbe- Ausstellung 1896. Die Entwickelung des Grundrisses der Berliner Ge meindeschulen wird in der Sonderausstellung der Stad: Berlin auf der Gewerbe- Ausstellung an mehreren charatteristischen Bet spielen veranschaulicht. Die Nebeneinanderstellung der Grundrisse von 15 in der Zeit von 1846-96 ausgeführten Schulanlagen wirft recht belehrend. Sie läßt auch manches erkennen, was zu zeigen vielleicht weniger in der Absicht des ausstellenden Magistrates lag; unter anderm, daß die Neigung, die Schul. trischen Schlittenfahrt der Nordpolbahn. Nachmittags 4½½ Uhr Polizeilich inhibirt wurde Freitag der Betrieb der elet dem Schienengeleise, fiel um und rafte mit toloffaler Geschwindig gerieth ein vollbesetzter Wagen während der Fahrt bergab aus feit den Berg hinunter. Die Insassen des Wagens, der Rentier B. nebst Schwester und Tochter, sowie zwei hier zum Besuch weilende Herren aus Westfalen, ebenso ein Herr aus Sachsen er litten hierbei Hautabschürfungen leichterer Art. an Gerichts- Beitung. grundstilde möglichst auszunügen, in den letzten Jahr sowohl die Besichtigung des lebenden Viehz, sowie den guten zebnten im allgemeinen immer größer geworden ist. Die Befund des Fleisches nach der Schlachtung. Der für das Fleisch Größe der Grundstücke, der bebauten und der unbebauten verabredete Preis ist noch einige Pfennige höher als der in Greves Der Parteigenoffe Fris Kaspar aus Steglik stand am Fläche, ist auf den ausgestellten Beichnungen nicht angegeben; mühlen für Engrosgeschäfte übliche. Uebrigens hat Jhde dem 16. Juni vor den Schranken des Schöffengerichte II zu Berlin. fie ist aber aus dem Sonderkatalog zu ersehen. Für den Hof- Unternehmen nicht den geringsten Betrag in irgend welcher Form Angeklagt war Raspar wegen Beleidigung des Amtssekretärs raum blieb frei: 71 pet. des Grundstücks in der 2. Schule Schmid zugewendet, auch istnie etwas von ihm verlangt worden. Herr Abraham Tiez zu Steglig, begangen in einer am 22. März statt Volksversammlung 31t Steglitz. Beuge war Straße 16( erbaut 1846/47), 83 pct. in der 35. Schule, Bernauer wird vor dem Strafrichter nicht als Angeklagter, fondern als gefundenen ftraße 89/90( 1873/74), 72 pt. in der 10. und 48. Schule, Prrvattläger gegen die Berleumder des Komitees die Wahrheit Gendarm Borch aus Steglik. Es war dies dieselbe Bersamms lung, in welcher Kaspar den Gendarın Borch beleidigt haben sollte, Echarnhorststr. 9/10( 1875/76), 75 pet. in der 50. und 68. Schule ermitteln helfen. Reichenbergerstr. 44/45( 1875/76), 77 pŒt. in der 95. Schule Für heute wollen wir auf diese preßgefeßliche Berichtigung ein Bergehen, wegen dessen der Angeklagte vor wenigen Wochen zu Heinersdorferstr. 18( 1876| 77), 77 pet. in der 81. und 109. Schule nur kurz bemerken, daß wir durchaus damit einverstanden sind, 50 M. Geldstrafe verurtheilt worden ist. Kaspar sollte sich, wie Zilfiterstr. 4/5( 1881/82), 63 pt. in ber 133, und wenn Herr Abraham uns Gelegenheit geben will, die Angelegen Borch behauptet, gegen Ties in bezug auf die amtliche Ver 149. Schule Bergmannstr. 28/29( 1884/85), 62 pt. in heit vor Gericht klar zu stellen. nehmung, wie sie in Steglitz stattfänden, beleidigend geäußert ber 185., 196. und 39. Schule Triftstraße( 1891/98), 65 pt. Saber 168., 182. und 189. Schule Stephanftr. 27( 1892/94), 67 pt. das Urtheil vom 30. April d. J. gegen Kaspar selbst ausdrückt, haben. Raspar bestritt dies entschieden und erklärte, daß er aunehmen müsse, Gendarm Borch bandele in Erregung, wie dies nder 193. und 195. Schule Manteuffelstr. 7( 1892/94), 64 pet. in der Doppelschule Bringen- Allee 62/66( 1895/96), 62 pt. in beantragte gegen Raspar, da er schon wegen Beleidigung vor. in der Doppelschule Bringen- Allee 62/66( 1895/96), 62 pt. in oder aber vielleicht auch aus Rache. Der Staatsanwalt der Doppelschule Streligerstr. 41/42( 1895/96), 63 pt. in der beantragte gegen Kaspar, da er schon wegen Beleidigung vor. bestraft fei, eine Gefängnißftrafe von drei Monaten. Der Ge bestraft fei, eine Gefängnißstraße von drei Monaten. Der er Doppelschule Christburgerstraße( 1895/96), 62 pSt. in der Doppel richtshof hielt eine Beleidigung für vorliegend, tonnte aber nicht schule Glogauerstraße( für 1896/97 projektirt). Die Beispiele zu der Ueberzeugung gelangen, daß dieselbe absichtlich oder richtshof hielt eine Beleidigung für vorliegend, konnte aber nicht laffen die ziemlich stetig fortgeschrittene Beschränkung des Hofraumes deutlich genug Ja'colas wissentlich gefallen sei, und erkannte auf 20 M. Geldstrafe und hervortreten. Bergleicht man den Hofraum mit der Schülerzahl, so ergiebt sich, Die polizeiliche Abnahme der Wasserbahn im Ver- Publikationsbefugniß. daß in manchen dieser Schulen nur wenig über 1 Quadratmeter gnügungspart der Ausstellung hat am gestrigen Tage statt- Mit der Arbeiteraussperrung in der Zigarrenfabrik auf den Schüler fommt. Da fann natürlich in den Pausen nicht gefunden und ist dieselbe nunmehr dem öffentlichen Verkehr über bei Buckow n. Blaurock beschäftigte sich eine Auflage, die der von einer ungezwungenen Bewegung, einem freien Spiel der geben worden. Die Wasserbahn besteht aus einem 15 Meter Staatsanwalt gegen die Schwerdtfeger'schen Gheleute Kinder, sondern nur von dem bekannten steifen Spaziergang in hohen Thurmaufbau, zu dessen Füßen sich ein größeres Wasser erhoben hatte, und die von Abtheilung 188 des Schöffengerichts Reih und Glied die Rede sein. Die ausgestellten Zeichnungen becken erstreckt. In einem kleinen Nachen geben dem Fremden, der die Sonderausstellung besucht und viel vier kleine Räder befinden, sant nonen Seiten sich zu Berlin am 20. Juni verhandelt wurde. Die Angeklagten, bie mit man in Thurm hinein. zu den Ausgesperrten gehörten, wurden beschuldigt, in drei verleicht eine hohe Meinung von den musterhaften" Einrichtungen Das Fahrzeug wird durch eine maschinelle Vorrichtung zur Spitze schiedenen Fällen Arbeitende beleidigt und dadurch gegen der Stadt Berlin mitbringt, erfreulicherweise auch über die Größe des Thurmes emporgehoben und fliegt nunmehr über eine geneigte§ 153 der Gewerbe Ordnung verstoßen zu haben. und Einrichtung der Klassen der Gemeindeschulen Auskunft. Klaffen Bahn durch Felsenschluchten und Wasserfällen in die Tiefe. Beweisaufnahme ergab, daß der Ehemann Schwerdtfeger mit 70 oder mehr Pläßen finden sich da in großer Zahl. Das Beim Aufschlagen im Wafferbecken wird es, wie von einem mit einer Arbeiterin Anna Keller ein Zusammentreffen gehabt gegen weisen die daneben ausgestellten Grundrisse höherer Wasserfall erfaßt, plöglich emporgehoben, um sodann in ruhiger hatte, wobei es nicht ohne Schimpfworte abgegangen war; wie Schulen meist Klaffen mit viel geringerer Frequenz auf. Auch sind Fahrt über den kleinen See hinwegzugleiten. Der Betrieb der Schwerdtfeger behauptete, von beiden Seiten nicht. Die Ehefrau in den höheren Schulen die Banfreihen fast überall durch zivet, Bahn ist durchaus ungefährlich. Schwerdtfeger sollte einen gewissen Adolf Lewy und die Arbei= oft sogar durch drei Mittelgänge in drei beziehungsweise vier Eine Tabaks Plantage ist seit einigen Tagen auf der terin Joda Krüger als„ Streifbrecher" bezeichnet und auch noch Solonnen zerlegt, wodurch eine gründlichere Reinigung er Gewerbe- Ausstellung angelegt worden. Die Firma Loeser und anderweit beleidigt haben. In allen drei Fällen erklärten die möglicht wird, während die Gemeindeschul Klassen fast Wolff hat in der Umgebung ihres Pavillons 2700 Tabatpflanzen Belastungszeugen, daß die Angeklagten keineswegs versucht hätten, ausnahmslos nur einen Mittelgang haben. Besonders verschiedenster Gattung eingefest. Man findet dort neben sie zur Theilnahme an dem Streit zu bereden. interessant tritt ber ber Gegensatz zwischen höheren Schulen Havanna, Kuba oder Mexiko Pflanzen der Uckermark, Garz a. D. Nichtsdestoweniger hielt der Staatsanwalt ein Vergehen gegen und Gemeindeschulen, hervor bei dem Schulgrundstück Iffland und Markusstraße, das eine höhere Töchterschule und und Pfalz. Aus den hier vertretenen erotischen Tabatsstauden§ 153 Gewerbe- Ordnung für vorliegend, weil die Beleidigungen Iffland- und Markusstraße, das eine höhere Töchterschule und kann jedoch, wie man uns mittheilt, nichts weiter gewonnen selbstverständlich" keinen anderen Zweck gehabt haben könnten, als Bugleich zwei Gemeindeschulen beherbergt. Der Grundriß ber Töchterschule zeigt nur Klaffen mit 42-48 Plägen, der Grundriß werden als der sobekannte" Vaterland". Umgefehrt gestaltet sich die Betroffenen zur Theilnahme am Streit zu bewegen, und er be ber Gemeindeschulen nur Klaffen mit 70 und 72 Blägen. Die der hiesige Tabat in Mexiko oder Havanna gezogen zu einer ganz antragte gegen den Manu und die Frau je 2 Monate Gefängniß. Der Vertheidiger Rechtsanwalt Heine wies auf den Unterschied hin zwischen einer Beleidigung, die gethan 8 Höfe des Grundstücke tragen die Bezeichnungen: Hof für vorzüglichen Pflanze. Knaben, Hof für Mädchen(= Gemeindeschülerinnen), Hof für einen werde, andern zur Theilnahme unb bewegen, einer, böbere Töchter. Der Ausdruck höhere Töchter", der nicht die Lohnverabredung Schule, sondern die Schülerinnen als etwas höheres binstellt, geäußert werde aus Merger, weil ein anderer nicht mitstreife. ift alfo fein bloßer Wig, sondern hat beim Berliner Magistrat Die letzte sei eine einfache Beleidigung aus Motiven, die offizielle Geltung. mindestens entschuldbar, wenn nicht sogar gerechtfertigt fet. shima Gin solcher Fall höchstens liege hier vor. Uebrigens bot der Bertheidiger Beweis dafür an, daß es sich garnicht um eine Verabredung der Arbeiter zur Erlangung besserer Lohnbedingungen gehandelt habe, sondern um eine Aussperrung durch die Arbeitgeber. werden. Lebhafte Klagen hört man über unlautere Machenschaften von Händlern in Kairo. In verschiedenen Kaufläden werden dort Schmuckfachen aller Art, Broschen, Armbänder, Uhrketten 2c. dem Bublifum als echte egyptische, türkische 2c. Waaren ane gepriesen, die das angegebene Ursprungsland niemals gefehen Die Pflege des Christenthums auf der Ausstellung. haben. Folgender Briefwechsel zwischen dem anläßlich des Kameel- Große Erregung entstand Freitag Abend dadurch, daß inschrift Prozesses bekannt gewordenen Freiherrn von Mirbach die Treppe und Brücke zum Ausstellungs- Bahnhof nicht erleuchtet einerseits und den Herren Goldberger, Kühnemann und Felisch waren. Da die Maschinen sämmtlich in Thätigkeit waren und andererseits verdient auch unsern Lesern bekannt gegeben zu die übrigen Lampen in der Ausstellung brannten, wird an genommen, daß vielleicht durch Böswilligkeit die Leitung zerstört Anfrage: An Ihre Majestät die Kaiserin und Königin worden ist. ist die Bitte herangetreten, ob eine Möglichkeit vor. Die Kriminalpolizei in der Gewerbe- Ausstellung hat in handen wäre, innerhalb des Ausstellungsparts, etwa in dem Hörsaal des Chemiegebäudes, für männliche und weibliche An diesem ganzen Monat noch so gut wie gar nichts zu thun gegestellte der Ausstellung, auch der Restaurationen, sowie auch habt. Auch über die Beschäftigungslosigkeit der politischen Polizei eventuell für Besucher der Ausstellung, während der Frühstücs. im allgemeinen ging vor einiger Beit eine Klage durch die Blätter. pause von 10-12 Uhr am Sonntage eine gottesdienstliche Feier von 20-25 Minuten zu veranstalten. Den geehrten Arbeits- Ausschuß soll ich demgemäß ersuchen, wenn irgend ans aufgehoben werden. gängig, diesen Wünschen zu willfahren und mir gütigst sobald wie möglich Nachricht zu geben, damit eventuell schon am nächsten Sonntage die Gottesdienste beginnen können. Freiherr von Mirbach. Antwort: Dem Wunsche Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin entsprechend stellen jeden Sonntag den Hörsaal im Chemiegebäude zwecks gottesdienstlicher Feier zwischen 10-11 Uhr vormittags zur Verfügung. Rühnemann. Felisch. Goldberger. 0 Wie soll das enden? zu Die an einer bie Das Gericht schloß sich im ganzen dem Vertheidiger an und nahm nur einfache Beleidigung an, wegen deren es gegen jeden Angeklagten auf 20 M. Geldstrafe erkannte. Die Beleuchtung des Hauptindustriegebäudes wird nicht antragende Strafmaß betreffe, so fallen hier, trobe ungemein Theater. D Das Urtheil im Prozeß über das Unglück auf der Brandenburg" ist bereits gestern unter Depeschen von uns mitgetheilt worden. Aus den Verhandlungen tragen wir nach einem Bericht der Ostsee- 3tg." folgendes nach: Der Staatsanwalt Förster führte aus: Was das zu bes zu Salgunheilvollen Folgen der begangenen Fehler. Die Angeklagten mußten wissen, daß es sich bei ihren Arbeiten nicht um einzelne Menschenleben, sondern unter Umständen um den Verlust eines Theater- Wochenchronit. Opernhau 3: Sonntag, 21.: ganzen Schiffes handeln konnte; 44 Personen feien getödtet, Hänsel und Gretel. Fra Francesco. Slavische Brautwerbung. Darunter auch ein Sohn eines der Angeklagten; viel mehr noch Montag, 22: Wagner- Zyklus V. Lohengrin. Telramund: feien schwer verletzt. Er halte daher für jeden der Angeklagten Theodor Reichmann, t. t. Kammerfänger aus Wien als Gast. eine Gefängnißitrafe von drei Monaten für angemessen. Die Anfang 7 Uhr. Dienitag, 28.: Wagner- Byllus VI. Tristan und beiden Bertheidiger traten für die Freisprechung aller Angeklagten ein. Das Urtheil wurde nach etwa einstündiger Berathung Jfolde. Anf. 7 Uhr. Mittwoch, 24.: Jugo. Donnerstag, 25.: WagnerSoweit uns bekannt, ist nicht einmal betreffs der Arbeiter, Byllus VII. Das Rheingold. Wotan: Herr Th. Reichmann als um 8 Uhr nachmittags verkündet. In der Begründung des die f. 3. im königlichen Schloß die bekannten Sabbathschändungen Gast. Freitag, 26.: Wagner- Zyklus VIII. Die Walküre. Wotan: Urtheils hieß es: Was die Ursache der Katastrophe anbetreffe, begehen mußten, von seiten ihrer Bauunternehmer die Fürsorge getroffen worden, daß sie auf eine halbe Stunde einen Gottes. Herr Th. Reichmann, als Gast. Anfang 7 Uhr: Sonn- so habe das Gericht im wesentlichen in Uebereinstimmung den Sachverständigen als festgestellt erachtet, daß abend, 27: Cavalleria rusticana. Fra Francesco. Phantasien mit dienst besuchen konnten. das Zusammenwirken zweier Umstände, nämlich im Bremer Rathsteller. Sonntag, 28.: Wagner- 3yklus IX. durch Im Hörsaal des Chemiegebäudes wird am Sonntag Siegfried. Der Wanderer: Herr Th. Reichmann als Gait. An durch den unpassenden Lechlerring und durch die fehlende Sicherung Nachmittag Herr Clausen feine interessanten Experimental Bor fang 7 Uhr. Montag, 29.: Geschlossen. Dienstag, 30.: Wagner das Unglück veranlaßt worden sei. Nach dem Ergebnis der führungen über die Röntgen'sche Entdeckung wiederholen. Be- Byflus X. Götterdämmerung. Aurang 61/2 Uhr.( Leyte Vor: Beweisaufnahme unterliege es feinem Zweifel, daß das Unglüc fonders hervorzuheben sind die Durchleuchtung menschlicher Körper- ftellung vor den Ferien.)- Neues Opern- beater in ursächlichem Zusammenhange stehe mit den Versehen, die Nicolaus, Schubart und Freiberg sich haben zu schulden kommen theile und photographischer Aufnahmen an Personen aus dem( Kroll). Sonntag, 21.: Don Juan. Montag, 22.: Die verPublikum in wenigen Sefunden. faufte Braut. Phantasien im Bremer Rathsteller. Dienstag, 23.: lassen, und zwar die beiden Erstgenannten dadurch, daß sie in Mittwoch, 24.: Hänsel und Gretel. Die der Originalzeichnung einen Stuben stehen ließen, der nicht zur Bei Benutzung eines elektrischen Wagens ist ein Mann, Nicolaus mußte diefen Stuben Puppenfee. Donnerstag, 25.: Der Barbier von Sevilla. Ausführung fommen sollte. welcher die Hilfe der Unfallstation auf der Gewerbe- Ausstellung Glavische Brautwerbung. Figaro: Herr Franzesko D'Andrade, treichen. Was Schubart anbetreffe, so gehe auf deſſen Rechnung. in Anspruch nahut, angeblich vom elektrischen Schlage getroffen als Gast. Freitag, 26.: Bum 1. Male: Das Heimchen das Versehen, das Nicolaus begangen habe. Ein ferneres Verworden. Der betreffende theilte mit, daß er, auf der Fahrt zur daß der Ausstellung begriffen, auf dem Hinterperron des Motorwagens Sonntag, 28: Herd. Sonnabend, 27.: Das Heimchen am Herd. sehen falle ihm aber noch zur Last dadurch, Das Heimchen am Herd. Schau fragliche Stuten auch in der Zeichnung 492 stehen geblieben war. muthlich bei Berührung, mit irgend einem Theile des magens, fete haus; or, Saart Gifcher, vom Stadttheater in Es stehe fest, daß diese Zeichnung zur Ausführung der Arbeiten spielhaus: Sonntag, 1812. in Würz- benutzt worden sei. Die beiden Angeklagten mußten sich sagen, " einen furchtbaren elektrischen Schlag erhalten, nach welchem er heftige Schmerzen am rechten Auge empfand. Der Arzt fonstatirte burg, a. G.) Dienstag, 23.: Die Karolinger. Mittwoch, 24. daß das größte Unglück entstehen und daß das Leben un Die Dienstboten. Donnerstag, gezählter Menschen in Gefahr fommen konnte dadurch, daß der eine Trübung der Hornhaut; ob diese jedoch durch Elektrizität 25.: Die franke Beit. Freitag, 26.: Judith. Sonnabend, 27. Strüger mitgetheilt, daß der Stußen eingebaut und der Flansch eins Stugen in der Zeichnung stehen blieb. Freiberg habe ja dem hervorgerufen und ob sie eine dauernde Blindheit zur Folge wie die Alten jungen. baben werde, konnte nicht fefigeſtellt werden. Im Intereſſie besie Sonntag, 28: Die Verschwörung des Fiesco zu Genua. Montag, 29.: Der Bibliothekar. gesetzt worden war, und es sei vom Gericht diese Mittheilung so ans Publikums wäre es jedoch immerhin wünschenswerth, wenn die Die Karolinger.( Letzte Borstellung vor den Ferien.) gesehen worden, als ob F. eine Meldung habe machen wollen. Aber Polizei sich mit diesem Vorkommniß beschäftigen würde. - Das Deutsche Theater, das mit Ablauf des Monats er mußte sich doch sagen, daß Sicherungen nicht umsonst ges Eine Abwehr unternimmt urplößlich Herr Abraham, Juni in seine Sommerferien eintritt, hat bis dahin noch zeichnet werden, und wenn er bei zwei sich widersprechenden nachdem er fünf Wochen hindurch zu allen Angriffen, welche folgenden Spielplan: Sonntag. Lumpacivagabundus; Montag Beichnungen Zweifel hegte, so mußte er dem Ingenieur Blumens die Presse gegen sein Unternehmen brachte, geschwiegen hat. Er Don Carlos( legtes Auftreten des Herrn Rainz vor den thal, der die Montage leitete, Meldung machen. Was endlich den Marinebaurath Lehmann anbetreffe, so sei ihm ein Vers Die Weber; läßt uns jetzt durch den Rechtsanwalt Hugo Sonnenfeld schreiben: Ferien); Dienstag, Freitag und Sonnabend Der Troubadour. am # Wilhelm Dermischtes. Die gegen die Ausstellung für Volfsernährung erhobenen Mittwoch Das Lumpengesindel; Donnerstag Die Stügen fehen nicht nachgewiefen worden. G3 möge ihm ja zugestanden Vorwürfe der Unfauberkeit und der Verwendung schlechter der Gesellschaft; nächflfolgenden Sonntag: Die Jugend. Am haben, sich um die Aenderungen in der Rohrleitung zu kümmern, Lebensmittel sollen in ihrem Blatte durch Berufung auf das Ver- Montag und Dienstag, den beiden letzten Tagen im Juni, gehen daß er aber seine Pflicht verlegt habe, sei nicht erwiesen. Wenn halten der Boltsernährung zur Vegetariertüche geftüßt werden. Die Weber in Szene. Das Modell, die nene Operette von er wirklich einen Flansch zu viel fand, so lag dadurch noch keine Den in dieser Beziehung aufgestellten Behauptungen gegenüber Franz v. Suppé, geht heute mit Frau Julie Kopaczy- Karczag und zwingende Veranlassung zu einer näheren Untersuchung vor. wird diesseits erklärt, daß seitens der Leitung der vegetarischen Herrn Steinberger als Gäste bestimmt im Lessing Theater Eine Verpflichtung für ihn, jede Einzelheit nachzuprüfen, habe Küche niemals die von der Wolfsernährung gelieferten Rohstoffe zum ersten Mal in Szene und ist auch für die ganze nächste Woche das Gericht nicht für vorliegend erachtet. wegen Minderwerthigkeit oder schlechter Beschaffenheit zurück. angefeßt. Im Berliner Theater geht heute Abend Brüssel, 20. Juni. Das Schwurgericht verurtheilte heute gewiesen wurden. Die der vegetarischen Küche ursprünglich ge- Wildenbruch's König Heinrich in Szene. Die Tragödie wird den früheren Kassirer der" Société Générale Belgique" de Hennin währte Gastfreundschaft wurde derfelben lediglich deshalb entferner aufgeführt: Montag, Mittwoch, Donnerstag und nächsten wegen Unterschlagung von 2 Millionen Franks zu 10 Jahren zogen, weil die Volfsernährung mehr Raum erforderte, als bei Sonntag. Für Dienstag ist Goethe's Fauft angefeßt. Als Gretchen Gefängniß und 1000 Frants Geldbuße. Begründung angenommen war. Unwahr ist die Verdächtigung, gastirt Frl. Eberhardt. Das Lustspiel Moser's Reif- Reiflingen wird daß Kopffleisch daselbst ohne Beseitigung der anhaftenden mit Herrn Bassermann in der Titelrolle als vierzigste und letzte Echleimhäute zur Verwendung gelange; unwahr ist auch, daß Abonnementsvorstellung Freitag im Berliner Theater in Szene gehen. jemals verdorbenes Fleisch gekocht und verkauft worden Das Schiller Theater bringt heute, Sonntag, eine Auffet, niemals Schwebte Dieferhalb ein Ermittelungsführung von Gustav Freitag's Journalisten, worin Frau Klara Verfahren. wie diesseits auf grund Jurer gegen- Meyer a. G. die Rolle der Adelheid von Runeck spielt. Wieder theiligen Behauptung durch Nachfrage auf dem tönigl. Polizei holungen von Vergnügte Flitterwochen sind in nächster Woche präsidium hierſelbſt feſtgeſtellt wurde. Die beschlagnahmte Montag, Dienstag und Mittwoch. Donnerstag ist die erite AufThre'iche Fleischsendung war allerdings weder eine erste noch führung von Bauernfelds Lustspiel Bürgerlich und Romantisch, das eine Probefendung. Das ist aber auch niemals diesseits be auch Freitag und Sonnabend gegeben wird. In Bürgerlich und hauptet worden. Die Beschlagnahme erfolgte, als das Fleisch Romantisch sett Frau Klara Meyer ihr Gaftfpiel als Katharina noch in Körben verpackt gerade abgeladen wurde und einer Be von Rosen fort. Im Theater Unter den Linden fichtigung noch garnicht zugänglich war. Die Behauptung, daß es wird die Strauß'sche Operette Die Fledermaus in dieser Woche sich zum theil bereits in Verarbeitung befunden habe, ist eine den Spielplan beherrschen. Im Juli wird das Theater Unter böswillige Erfindung. Ohne Zweifel wäre es auch ohne Be- den Linden geschlossen bleiben. Charley's Tante bleibt vor schlagnahme feitens des Ausstellungskomitees nach Besichtigung läufig in Verbindung mit der Parodie Die Bajazzi auf dem zurückgewiesen worden. Die thierärztlichen Atteste, welche hde Spielplan des Adolph Ernst- Theaters. Im Nationalv.rtragsgemäß seinen Sendungen beilegte und stets mit der Theater geht heute gu voltsthümlichen Preisen Grillparzer's Fattura im voraus ankündigte, beschränkten sich keineswegs auf Abufrau in Szene. Im Alexanderplay Theater den von Ihnen behaupteten Inhalt, bescheinigten vielmehr wird heute Rabale und Liebe gegeben. Explosion. Aus Barcelona wird unterm 19. d. M. telegraphirt: Heute Nachmittag 6 Uhr erfolgte in einer pyro= technischen Fabrik der Ortschaft Gracia eine Explosion, durch welche zahlreiche Perfonen verwundet wurden. Die Marquise Morès hat Freitag Abend eine Depesche aus Tunis erhalten, welche den Tod des Marquis in Frage stellt. Diefe Ansicht gründet sich auf die Unwahrscheinlichkeit der Befchreibung der Maffatres. Türkische Räuberromantik. Aus Konstantinopel wird folgende beruhigende Nachricht telegraphirt: Die beiden am 7. b. M. bei Jalowa von einer Räuberbande entführten und bisher gefangen gehaltenen Damen wurden heute gegen das ausbedungene Löfegelo freigelassen. Briefkaffen der Redaktion. Thehve. 30 Pf. Warum gleich so brummig? Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, den 21. Juni. Volks- Vorstellung im Belle- AllianceTheater, nachmittags 1/23 Uhr: Nora. Urania. Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt. ab. Eintritt 50 Pf. Apollo- Theater W. Noack's Mühlenstraße 8, Sommer- Theater. nahe Oberbaum, ist ein freundlicher und Konzert- Garten Friedrichstraße 218. Brunnenstr. 16. Täglich: Dir. J. Glück. Konzert, Theater und Wissenschaftl. Theater Die Spree- Amazone abends 8 Uhr. Invalidenstr. 57/62, Lehrt. Stadtbahnh. abends ab. Eintritt 50 Pf. Sternwarte täglich geöffnet v. 7 Uhr Boffe mit Gesang und Tanz in 1 Alt v. A. Sennfeld. Mufit v. Paul Limeke. Anton Emil Pummel Henry Bender. Wanda Kiesel. Else Linda. Carl Schwemmte. Opernhaus. Fra Francesco. Hänel Castan's Panopticum. emens Stempel und Gretel. werbung. Slavische Braut Montag: Lohengrin. Nenes Opern Theater. Don Juan. = ( Kroll.) Das Montag: Der Barbier von Sevilla. Schauspielhaus. 1812. Montag: Wilhelm Tell. Deutsches Theater. Lumpacivagabundus. Montag: Don Carlos. Semug Theater. Das Modell. 165 Friedrichstrasse 165. Bärenweib phänomenales Naturspiel aus den Felsenbergen New- Mexico's! Illusionen Kasperle- Theater Damen- Kapelle Berliner Theater. König Heinrich KAIRO Montag: Dieselbe Vorstellung. Neues Theater. Das Damenduell. Vorher: Das Frauenbataillon. Montag: Dieselbe Vorstellung. Residenz- Theater. Der Stellvertreter. Borher: Erlauben Sie Madame! Montag: Dieselbe Vorstellung. Theater Unter den Linden. Das Sonntagskind. Montag: Die Fledermaus. Schiller Theater. Die Journalisten. Montag: Vergnügte Flitterwochen. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Morgen: Diefelbe Vorstellung. Belle- Alliance- Theater. Tata- Toto. Montag: Dieselbe Borstellung. KAIRO KAIRO -O Irrgarten. von 7 Uhr abends ohne Gewerbeausstellungs- Billet zugänglich. von 10 Uhr vorm. geöffnet. 1. Eingang: Ausst.- Bahnh, II. Eing.: Köpnick. Landstr. Waffensamml. d. Chediwe; Samml. d. egypt. Behörden, Schwert des Mehomet- Ali. Salon bedeutender KAIRO Orientmaler. KAIRO National- Theater. Die Nonfrau KAIRO Friedrich- Wilhelmstädt. Renjertpark. Spezialitäten- Borstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Vorftellung. Baufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) KAIRO Riesen- Arena mit Monstre. Aufführungen v. 500 Pers. m. Pferd., Dromedaren etc. Leibkapelle d. Chediwe 60 Mann in Uniform, 3 Hauskapellen, Arena: Beduinenkämpfe und Reiter- Fantasias um 5 und 82 Uhr nachm. KAIRO Cheops- Pyramide mit Königsgräbern. KAIRO Entree 50 Pf. Sonntag, abends 8 Uhr: Die JouKAIRO nalisten.( Adelheid Runec: Frau Klara Meyer a. G.) Montag, abends 8 Uhr: Vergnügte KAIRO Flitterwodjen. Elitetag( Dienstag) 1 Mk. Dauerkarten: Erwachsene 15 Mark, Kinder 8 Mark, im Bureau Kairo und Theater Alt- Berlin. bei C. Stangen, Mohrenstrasse 10. Abends 7 Uhr: Riddicke und Sohn. Reichshallen Posse in 3 Atten von Julius Keller und Louis Hermann. Alt- Berlin. Bei günstiger Witterung nachmittags 4 Uhr und 6 Ühr: Aufzug zum Ringelstechen. Zwei Musikkorps. Süddeutsches Doppel Quartett Alemania" in schwarzwälder Voltstracht. Hoffänger Sr. fönig!. Hoheit des Großherzogs von Baden. Eintritt: 25 Pig. Donnerstag bis 6 Uhr später 25 Pf. 50 Pf., Passepartouts à 4 Mk. Adolph Ernst- Theater. Anfang 8 Uhr. Charley's Tante. Schwant in 3 Aften von Brandon Thomas. Repertoirestück des GlobeTheaters in London. Borher( Anfang 71/2 Uhr): Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Aft von Ed. Jacobson und Benno Jacobson. Musik von F. Roth. Morgen: Dieselbe Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 182. Direttion: Max Samst. Volksvorstellung zu bedeutend ermässigten Preisen. Gastspiel der Herren Ernst Eppstein vom Stadttheater zu Göttingen und Robert Hartberg vom Stadttheater zu Düsseldorf. Die Ahnfrau. Trauerspiel in 5 Aften von Franz Grillparzer. Regie: Frit Schäfer. National- Theatergarten. Großes Konzert. E Spezialitäten ersten Ranges. Theaterstücke. Passage-Panopticum. 42 wilde Weiber aus Dahomey. Im prachtvollen Garten, Leipzigerstraße, am Dönhoffsplay. Täglich Norddeutsche Sänger vorzügl. Programm u. a. La puce( Der Floh), ungeheuerer Erfolg der Ulk- Parodie" Alle fünf Barrisons · Laden nebst Stube und Zubehör, für jedes Geschäft passend, billig aut vers miethen. 52852* Frol. Schlafft. f. 2 H. verm. WasserSpezialitäten- Vorstellung. thorfir. 23, H. I r. b. Frau Neiß. Jeden Sonntag, Montag, Dienstag und Donnerstag: Im Gr. Ball. Saal: Fedor Markow. Das Königreich der Weiber. Clara Antonie. Operette in 3 Bildern von Millöcker. Robert Steidl. Julius Ernest, Liedersänger. Hedw. Döring. Franziska Wünsch, Kostüm- Soubrette. Willi Reuschel, Gesangs Humorist. Janka Ros'l, Opernfängerin. Geschw. Romany, Gesangs- Duettisten. Guido Sturm Hellmuth Wirbillini. Josef Armin. Zum Schluß: Große Ausstellungs- Apotheose. Ferner Auftreten von 20 Kunstkräften 1. Ranges. Raffeneröffnung 52 Uhr. Konzert 6 Uhr.- Auf. der Vorstellung 7/2 Uhr. Viktoria- Brauerei 9 Lützowstrasse 111/112 ( nahe Potsdamer Play). Heute sowie täglich( außer Sonnabends): Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader). Anfang heute Sonntag präz. 7 Uhr. Entree 50 Pf. Nach der Soirée Lauzkränzhen. Morgen, Montag: Anfang 8 Uhr. Vorverkaufbillets giltig. Großartiges Programm! Puhlmann's Vaudeville- Theater. Echönhauser Allee 148. Täglich toloffaler Erfolg: Berlin im Jahre 1896 wie es baut und kracht. Bilder aus dem Volksleben in 2 Atten von Leop. Ely. Mufit R. Thiele. Aktien- Brauerei Friedrichshain Heute Sonntag: Großes MilitärKonzert. Eintritt 10#fg. Programm unentgeltl. Entree auch Sonntag 30 Pf. Reservirter Plat 50 Pf. Muß wegen Regen im Saal gespielt Abreisehalb. 2 schläft. Bettft., 1 Wasche werden, beträgt Sonntags das Entree toilette, 1 Sophatisch bill. z. vert. durchweg 50 Pf. Grösstes Schaustück der Welt. Ca. 0001 Mitwirkende. 2 2291b Bremer, Karlstr. 42, v. II. Sensationellster Erfolg der Saison. Vorstellungen täglich Bolossy Kiralfy's„ Orient" im Olympia Riesentheater. Alexanderstr., Ecke Magazinstr. Nachmittags 5-7 Uhr, Abends 9-11 Uhr. Uebertrifft alles bisher Dagewesene. Mal im Unterbrechung gegeben. Olympia- Theater zu London ohne 500 Von Publikum u. Presse einstimmig anerkannt. Bur Wolfsschlucht" Elg. Auschank d. Bürgerlichen Brauerei Am Tempelhofer Berg Nr. 6, zwischen Bergmann und Fidicinstraße. Täglich: Frei- Konzert. Mittwoch und Sonnabend: Grosse Familien- Soirée der Berliner Singspiel- Gesellschaft. Direttor. Kalbs. 3/10 Wie bekannt: Ltr. vorzügliches Lagerbier 10, 1/2 Ltr. desgl. 15 Pf. Vorzügl. Küche. Herrlicher, geschützter, zugfreier Garten m. Springbrunnen. Gr. Saal zu Festlichkeiten. Kleine Räume für Vereine etc. • Mbl. Schlafft., sep., Josupeit, Lange straße 25, v. 1 r. 22876 Mbl. Schlafft., sep., f. 2§. z. verm. b. Fechner, Prinzenstr. 32,§. I. 3£ r. Schlafft. f. 2 H. Kochstr. 37, H. 3 Tr. Mbl. Schlafft. zu verm. b. Fr. Meyer, Naunynftr. 72, v. 4 Tr. 2273b Freundl. möbl. 3imm., 1 auch 2 H., Adalbertstr. 5, v. 3 Tr., bei Christian. Mähr's Variété Staligerstr. 8, v. II I., inbl. Schlfft. f. 2§. Oranienstr. 24. Eröffnung des vollständig renovirten Gartens. Die Vorstellungen finden auf der neu erbauten Sommerbühne statt. Täglich: Große Spezialitäten- und Theater- Vorstellung von Künstlern 1. Range 3. Die Raffeeküche ist den geehrten Damen von 2 Uhr ab geöffnet. Die Direktion/ Buchhandlung Vorwärts Beuthstraße 2, Berlin SW. Wir empfehlen: Preis Porto Arbeiter Katechismus. Pfg. Populäre Agitationsschrift über die Pflichten des Arbeiters ges gen sich, seine Familie, Klasse, Kaiser u. Reich 10 Arbeiterschutzheuchelei 3 der bürgerlichen Parteien. Mit Nachwort von A. Bebel... 15 Arbeiterelend in der Konfektions- Industrie dem deutschen Reichstag 5 vor Zweierlei Recht in der Handhabung des Ver eins- und Versamm lungsgesetzes Septemberkurs vor dem deutschen Reichstag Liebknecht- Prozess. Essener Meinoids- ProZOSK 10 8 10 10 3 • 15 5 • 10 3 • 15 5 Neuheiten: Geschichte der englischen Arbeit. Von Rogers. Hlbfrbb. 7,50, Lbd. 6,50, brosch... 5,00 30 Englische Gewerkvereinsbewegung. Von C. Hugo. Geb. 2,00, brosch. .1,50 20 eorg Wagner G Uhrmacher jetzt SkalitzerStrasse 126, 126, nahe Rottbuser Thor, Uhren, Goldwaaren etc., sowie Möbl. Schlafft. f. H. Gr. Frankfurterstraße 15, v. 3 Tr., b. Ww. Burg. Freundl. Schlafft. f. Herrn, 6 M. Kl. Andreasstr. 17, Frau Nebionat. Möbl. Schlafft. zu verm. Waldemar firaße 65 a, v. 4 Tr., b. Schmidt. Kl, möbl. Zim., sof. od. fpt., 12 M. mon. 3. v. Eisenhauer, Oranienstr. 2a, III. Möbl. Schlafft.z.verm. Laufigerstr.40, v. 2 Tr. I. 2276b Freundl. Schlafstelle für 1 od. 2 H. bei Liebich, Reichenbergerstr. 50, JI. Freundl. Schlafzimmer mit Balkon u. Badebenuzung für 1 Herrn. Preis 12 Mart. Otto Müller, Holzmarkts straße 19, 4 Tr. 2275b Schlafstelle f. H. Markusstr. 13, H. III. Frbl. möbl. Schlafstelle findet anst. jung. Mann. Ww. Teichert, Mustauer 2292b straße 44, v. 4 Tr. Schlafstelle f. 1 oder 2 H., sep. Eing., Admiralftr. 19, v. 4 Tr., b. May. 2808b Schlafft. Ww. Meyer, Naunynftr. 84, III. Möbl. Schlafstell., sep. Eing., 6 M. Pallisadenstr. 57, im Schuhgesch. 22986 Schlafft. Frau Schmidt, Manteuffelft.111. Möbl. Schlafstelle f. Herren, sep. Eing. Lausitzerstr. 40, v. 3 Tr. r. Saubere Schlafft. a. Herren, sep. Eing. Manteuffelstr. 9, v. 3 Tr. Klopsch. Schlafstelle f. 1 od. 2 Herr. zu verm. Görligerstr. 67, v. 3 Tr. Rothe. Möbl. Schlafstelle f. 2 Herren, billig. Manteuffelstr. 50, v. 2 Tr. Ww. Linke. Möbl. Zimmer 3. verm. Wienerstr. 68, v. 4 Tr., Ecke Staligerstr. b. Schwarz. Zimmer, sep., Waldemarftr. 54, part, r. Schlfst. Tauchert, Reichenbergerst.60, v.II. Möbl. saub. Schlafft., 7,50 M. 3. verm. Reichenbergerstr. 144. Gorell. Frdl. möbl. Schlafstelle f. 2 Herren Reichenbergerstr. 176, 3Tr. Ww.Gromm. Schlafftelle, sep., Heier, Forsterftr. 2. Möbl. Zimmer an Herrn zu verm. Lüdersdorff, Wafferthorstr. 63, v. 8 Tr. Arbeitsmarkt. Achtung, Holzarbeiter! In den Wertstellen von Basedow, verlängerte Kurzestraße und Fechner, Scharnweberstraße in Friedrichshagen alle Reparaturen.[ 1206b Einrichtung. Nußbaum und Mahagoni umständehalber m. größerem Verlust sofort zu verkaufen in der Tischlerei Admiral str. 7, Sof 1 Tr. sind die Differenzen noch nicht beigelegt. Zuzug fernhalten. Sumatra- Cigarren tung, Barquetbodenleger! Folgende Geschäfte haben unseren 3/4 Million Partiewaare, großes volles Tarif nicht bewilligt: Ende, Koch Façon, hervorragend in Qualität und straße 50/51; Rosenfeld u. Cie., MohrenAroma, gute 5-6 Pf. Marke, liefere straße 11; Bendix Söhne, Andreasstr. 32, 500 Stück für nur 15 M. franko. und Bater, Steglitz, Schüßenstr. 48. Zuzug ist fernzuhalten. Havanna- Ausschuß- Die Ortsverwaltung des Deutschen Cigarren, meine Spezialität, feit Jahren ein geführt, hochfeine 6 Pf. Cigarre, liefere 500 Stück statt 25 M. für nur 18 M. franko. 22846 2290b Probefiftel, ca. 100 Stück, zuDiensten. Nichtkonv. Retournahme auf meine Kosten. Holzarbeiter- Verbandes. Kartonarbeiterinnen erhalten dauernde Beschäftigung. P. Böhme, Luisenufer 3. Arbeitsbursche, 15-16 jähr., verl. Ambroin- Werke, Gitschinerstraße Nr. 12/18. Meldungen Montag Vormittag. Ein tücht. Tischfraiser sofort verlangt. Yorfstraße 43. Farbigmacher auf Leisten verlangt Paul Eisenmann, Gisfeld, 22866 Größtes Thüringer Gigarren- Rigdorf, Berlinerstr. 89, Hof part. und Tabakfabrik- Versandhaus. Kinderwagen, Reisekörbe. Größtes Lager, billigste Preise, auch Theilzahlung. W. Blätterinnen auf Stehkragen ver. langt. Lehrlinge auf Neuplätterei werden umsonst ausgebildet. Wäschefabrik Freher, Georgenkirchstr. 24. ( 2279b Lehrmädchen bei fofortigem Gehalt suchen Bab& Steinberg, Stommandantenstr. 3/4. Karton Arbeiterinnen verl. Wolff Neue Friedrichstr. 48. 2234b Holze, 100 tüchtige Arbeiterinnen auf ge 2253b steppte Jackets verlangt 5302L* Oranienstrasse 3. Jänicke, Brunnenstr. 84. Kl. Kolonialwaarengesch. nebst groß. Tüchtige Mechaniker auf bessere Wohnung, bill. v. Wirth, Prinz- Eugens Arbeiten sofort verlangt 22166 ftraße 21, Wedding. Aktiengesellschaft Mig u. Geneft, 2264b Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin, 2. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 143. Sonntag, den 21. Juni 1896. er- noch " 13. Jahrg. schwer Schiedsgerichte, der Verein selbständiger Kaufleute und Anzeige der Unfälle zurückzuführen. Unter den Unfallursachen Achtung, Gewerbegerichtswahl der Buchhändlerverein sogar für Angliederung der Gerichte wird auch Ueber anstrengung genannt. Die Fabrit an die Gewerbegerichte, so daß die Handelskammer von inspektoren Dr. Schuler und Rauschenbach haben wieder von Formulare zur Einzeichnung in die Wählerlisten für Arbeit ihrer ursprünglichen Absicht, ihr Votum dahin abzugeben, daß ein neun Phosphornefrose- Grkrankungen, die in geber und Arbeitnehmer betreffs der Gewerbegerichtswahl find dringendes Bedürfniß für die Errichtung kaufmännischer Schieds- zwei Fällen tödtlichen Ausgang hatten, Kenntniß erhalten. an folgenden Stellen zu haben: gerichte nicht vorliege, abgehen mußte und nun in einer Dr. Schuler berichtet, daß in der Zündholzindustrie die alten längeren Eingabe die verschiedenen Wünsche der Interessenten schlimmen Zustände fortbestehen, und nach Inspektor RauschenSüdost: Tolksdorf, Restaurateur, Görlitzerstraße 58. dem Reichstanzler mittheilen will. Gleichzeitig wandte sich die bach arbeiteten in Frutigen sogar die Kinder des Gen Meyer, Restaurateur, Görligerstraße 63. Trittelwig, Handelskammer gegen den Reichstagsbeschluß zum§ 8 des Gesetz- darmen zu Hause für eine Bündholzfabrik, trotzdem alle Restaurateur, Falckensteinstr. 7. Köppen, Restaurateur, Entwurfes über das Verbot des Detailreifens. In derartige Arbeiten in Privathäusern verboten find. in denen die Arbeiter. Reichenbergerstraße 118. Erbe, Restaurateur, Restaurateur, Cuvry- einer Eingabe an das sächsische Ministerium wird Sachsen auf- Für die Zementfabriken, gefordert, im Bundesrath gegen den§ 8 aufzutreten. Andere unter der Staubentwicklung leiden müssen, will Dr. Schuler straße 25. Seidler, Restaurateur, Ratiborstraße 16 Sandelskammern sollen aufgefordert werden, das gleiche zu ver- Anträge auf Verkürzung der Arbeitszeit und Erlaß eines Amts. Gols, Restaurateur, Grünauerstraße 3. G. Scholz, anlassen. befehls auf sofortige Herstellung der nöthigen Einrichtungen Glasermeister, Wrangelstr. 32. Schayer, Restaurateur, Reichenstellen. Der wundeste Punkt ist noch immer, die Arbeitszeit, Kinderausbeutung in Sachsen. Ueber den Geist der speziell nach Dr. Schuler sind es die Zwischenpausen, die dazu bergerstr. 54. Brödenfeld, Restaurateur, Manteuffelstr. 69. Arbeiterschutz- Bestimmungen scheinen manche sächsische Fabrikanten benutzt werden, den gesetzlichen Normalarbeitstag zu verlängern. G. Schulz, Bigarrengeschäft, Admiralstr. 40 a. F. Thiel, merkwürdige Anschauungen zu besigen. So hatte, wie der zu Die Behörden geben die Bewilligungen zur Ueberzeitarbeit nur Beitungsspediteur, Staligerstr. 35. Kruschte, Barbier, Staliger- ständige Gewerbe Jnspektor mittheilt, im Chemnitzer Bezirk sparsam ab. Im Kanton Zürich ist die Regel aufgestellt, nur einer Filztuchfabrik den den Ortsvorsteher straße 18. Schilling, Restaurateur, Bücklerstr. 55. Köppen, die Direktion einer zwei Stunden pro Tag und 11ur für einen sucht, ihr zur Beschäftigung Kinder zuzuweisen. Das Monat Restaur., Röpnickerstr. 20 a. Beyer, Restaurateur, Wrangelstr. 186. war geschehen, und die Fabrik beschäftigte 49 Schul- Dr. Schuler, daß durch solche und andere Einschränkungen zu bewilligen.„ Es hat sich gezeigt," fagt Schuhmacher, Restaurateur, Bücklerstr. 49. Rachfahl, tinder, von denen manche erst 11 Jahre alt waren, nicht selten die Ergänzung der ungenügenden Betriebskräfte oder Sestaurateur, Waldemarstr. 18. insgesammt 6479 Stunden für 6 Pfennige die auch andere technische Verbesserungen provozirt werden, welche Often: Otto 3abel, Restaurateur, Frankfurter Allee 90. Stunde. Erst als der Kantor sich beschwerte, daß die Ueberzeitarbeit für die Zukunft ganz überflüssig machen." Im Kinder sich beim Unterricht schläfrig zeigten, wurde 1. Kreis find 755 Bewilligungen in den zwei Jahren ertheilt Wilhelm Lock, Restaurateur, Grüner Weg 46. Otto die tägliche Arbeitszeit von 51/2 auf 41/2 Stunden gemindert. worden. Auf den einzelnen Arbeiter berechnet, hat es 2,47 Franke, Restaurateur, Friedrichsbergerstr. 11. E. Kolms, Angeklagt, fuchten die beiden Direktoren der Fabrik geltend zu Stunden der Vermehrung der Gesammtarbeitszeit des Jahres Restaurateur, Mühlenstr. 38. Friedrichs, Restaurateur, machen, daß sie die Beschäftigung der Kinder für zulässig ge: 1894 und 2,80 im Jahre 1895 gebracht. Ueber den Verkehr Breslauerstr. 27. F. Wilke, Andreasstr. 26. halten hätten, da sie ja nicht in der Fabrik, sondern in abseits mit den Unternehmern sagt Inspektor Rauschenbach, daß der Fabrik über dem Komptoir belegenen Räumen erfolgt und er damit im allgemeinen zufrieden sei: immerhin kommt Nord- Westen und Norden: J. Pfarr, Restaurateur, die Arbeit eine leichte gewesen sei. Das Gericht hatte jedoch es noch ab und zit vor, daß den Inspektions Puttligstr. 10. Franz Gleinert, Restaurateur, Müllerstr. 7a. eine erheblich andere Auffassung. Es verurtheilte beide Diret beamten durch schroffes Entgegentreten ihre Funktionen Tauschel, Restaurateur, Grenzstr. 4. N. Augustin, toren wegen Bergehens gegen§ 146 der Gewerbe- Ordnung zu je erschwert werden und auch der Vorwurf der Verhehung und Restaurateur, Kastanien- Allee 11. May Faber, Stephan 400 m. und die beiden mit der Aufsicht über die Kinder be- andere ehrenrührige Zulagen sind ihnen schon gemacht worden. trauten Arbeiter gleichfalls zu 40 und 30 M. Geldstrafe. straße 15. Remfer, Restaurateur, Beusselstr. 19. RachBiele Fabrikanten fönnen es nicht fassen, daß die Arbeiter sich beim Fabrikinspektor in allen möglichen Fragen Rath erholen gänger, Restaurateur, Swinemünderstr. 124. Marten, Nicht nur Sozialdemokraten boykottiren. Dieser zwar sehr und sehen in dieser Thatsache eine Einmischung in ihre höchst Restaurateur, Ackerstr. 123. Witzel, Restaurateur, Acer- alte und wahre aber von unseren Gegnern gerne beftrittene straße 145. Schayer, Restaurateur, Brunnenstr. 44. Meß die sich in dem in Rothenburg o. Z. erscheinenden Fränkischen des Fabrifinspektors liege, dem Arbeiter mit Rath und That Saß wird durch folgende Erklärung israelitischer Wiehhändler, eigenen Angelegenheiten, als ob es nicht gerade in der Aufgabe emann, Restaurateur, Danzigerstr. 78. an die Hand zu gehen und zu dem ihm durch Geset Nite, Zigarren- Anzeiger" findet, schön illustrirt. Die Erklärung lautet: garantirten Rechte zu verhelfen." Der Vollzug des Fabrik. geschäft, Saarbrückerstr. 7. F. 2i egte, Restaurateur, Schwedter- Unterzeichnete Viehhändler beschlossen unter dem heutigen gefeges ist nach Dr. Schuler noch weit von der Bollkommenheit straße 84. Haberland, Restaurateur, Bellermannstr. 87. folgendes: Die unterzeichneten Viehhändler verpflichten sich, in den entfernt, aber er wird vielfach schlechter dargestellt, als er wirklich Gaßmann, Zeitungsspediteur, Grünthalerstr. 64. Mörschel, Ortschaften Stettberg und Binzwangen, Bezirksamt Rothenburg o T., ist. Im übrigen wird wiederholt, daß ohne die Mitwirkung ber Restaurateur, Schönhauser Allee 28. weder selbst, noch durch Unterhändler irgend ein Stück Vieh Arbeiter die Fabrikinspektoren und Polizeiorgane nicht alle zu kaufen oder kaufen zu lassen. Zuwiderhandlungen werden Uebertretungen und Mißstände aufzudecken vermögen. In der mit einer Konventionalstrafe von 100 M. geahndet. Rothenburg Berichtsperiode sind denn auch zahlreiche Anzeigen feitens o. 2., 11. Juni 1896. Max Fröhlich, Würzburg. S. Wolf, der Arbeiter und der Gewerkschaften eingelaufen, die sich bei Blaufelden. Gebr. Goldschmidt, Uffenheim. Hirsch Felden- den vorgenommenen Spezialuntersuchungen zum größten Theil heimer für Heister u. Simon in Mainz. Gebr. Beringer, Boden- als begründet erwiesen haben. Sehr ungleich ist die heim bei Mainz. Samuel Mann, Rothenburg. Gebr. Eisenmann, Thätigkeit der Behörden bei der Handhabung des Gesetzes. Es Laudenbach( Württemberg)." giebt sogar noch viele untergeordnete Beamte, welche das Gesetz Die Münchener Neuesten Nachrichten" bemerken dazu: Die nicht einmal kennen, und andere verlegen es absichtlich, auch wenn Gründe für dieses Vorgehen der vorgenannten Handelsleute fie gewarnt sind. Da diese Beamten noch nie bestraft wurden, dürften auf die Viehaufkäufe zurückzuführen sein, die der Raiff so will Dr. Schuler, wenn es das Industriedepartement erlaubt, eisenverband durch seine Vertreter Jungwirth in Dittenheim und die Herren fünftighin durch Namensnennung an den Pranger Lutz in Heidenheim in den boykottirten Orten für die Ansbacher stellen, was wohl helfen würde. Die nicht gerade häufig verhängten Armee- Konservenfabrik machen ließ und wodurch schon ein Bußen wegen Ueberiretung des Fabrifgesezes sind noch immer Beitungstrieg zwischen einzelnen Handelsleuten und Jungwirth recht geringfügig, trotzdem das Fabrikgesetz ein Maximum im Rothenburger Lokalblatte hervorgerufen wurde. von 500 Fr. vorsieht. Die höchste Buße, die verhängt wurde, beträgt 150 Fr., dann eine 100 Fr. und eine weitere 80 Fr., Leipzig. Nachdem bereits die Gewerbekammer in Leipzig Die schweizerische Fabritiuspektion, schreibt unser die meisten bewegen fich bis zu 30 Fr. Sehr zutreffend ist das fich gegen eine 3entralisation der Arbeitsnach- Büricher Korrespondent, hat soeben ihren Bericht für die her, was Dr. Schuler sagt, daß bei den bescheideuen Bußen die weife, wie sie in Württemberg bereits besteht, erklärt hat, gab Jahre 1894/95 veröffentlicht. Außer den drei Fabrikinspektoren, Uebertretungen immer noch rentabel bleiben. Jubessen ist zut die Handelskammer in Leipzig ihr Gutachten an das fächsische die in ebenso vielen Kreisen wirken, sind noch sechs Adjunkten fagen, daß die Durchführung der Arbeiterschuß- Gesetze seit 1878 Ministerium dahin ab, daß für derartige Einrichtungen in und Assistenten, zusammen nenn Personen thätig, für die im ver- von Jahr zu Jahr besser geworden und jedenfalls viel besser ist, Sachsen die Grundlagen fehlen, ein dringendes Be- floffenen Jahre der Bund 59 797 Fr. aufzuwenden hatte, worin wie die tägliche Beobachtung lehrt, als die Durchführung der dürfniß dafür nicht vorhanden fei, der ganze Plan Reise- Entschädigungen, Bureaukosten und Unfallversicherung in- Arbeiterschutz- Gesetze in allen anderen Ländern. aber nicht nur nicht ausführbar, sondern sogar bedent begriffen sind. Unter dem Fabritgeset standen Ende = = Zentrum: R. Babiel, Restaurateur, Rosenthalerstr. 57. sinte, Restaurateur, Jüdenstr. 36. Reul, Bigarrengeschäft, Barnimstr. 42. Südwesten und Westen: H. Werner, Restaurateur, Bülowstr. 59. Rizing, Restaurateur, Belleallianceftr. 74. Saß, Restaurateur, Markgrafenstr. 102. Grube, Restaurateur, Mariendorferstr. 5. G. Schonheim, Restaurateur, Gräfeftr. 8. Süden: W. Börner, Bigarrengeschäft, Nitterstr. 15. Paul Müller, Restaurateur, Gräfestr. 31. Soziale Uebersicht. " lich sei. Auf Veranlassung des Reichskanzlers gab die 1895 4951 Etablissements mit 200 768 Arbeitern gegen Genossenschaftswesen in England. In der Pfingstwoche Handelskammer auch ein Gutachten an das sächsische 4783 Etablissements mit 190 402 Arbeitern gegen Ende fand in Woolwich die Jahresversammlung der englischen Ministerium über die Errichtung aufmännischer 1893, also ein Zuwachs in den zwei Jahren von Cooperativgesellschaften statt. Dem Jahresberichte ist zu ents Schiedsgerichte ab. Die Rammer hat die ge- 168 Etablissements und 10 366 Arbeitern, ein jedenfalls nicht nehmen, daß Ende 1895 in England 1711 Cooperativgesellschaften finnungstüchtigen Organisationen, die Unternehmer die Unternehmer und unbedeutender industrieller Fortschritt. Inspektionen wurden in bestanden mit einer Mitgliederzahl von insgesammt 1414 158, bas Amtsgericht gehört, aber die sozialdemokratische Freie den beiden Jahren 10 925 ausgeführt, d. h. jeder Betrieb einem Kapital von über 425 Millionen Mart und einem Absaz Vereinigung der Kaufleute in Leipzig, sowie die antisemitischen mindestens einmal jährlich, zahlreiche Betriebe aber zweimal und von zusammen über 1050 Millionen Mart im Jahre 1895, das Handlungsgehilfen, die eine Ausdehnung der Gewerbegerichte auf öfter besucht. Bemerkenswerth ist die fortschreitende Einführung sind zirka 50 Millionen Mart mehr als im Vorjahre. 61 pet. die Handlungsgehilfen verlangen, hat sie übergangen und so die des elektrischen Lichtes zu Beleuchtungszwecken in den Fabriken. aller dieser Gesellschaften sind mit 85 pCt. der gesammten MitIllusion zerstört, als ob man auch die Meinung sozialdemo: Die Zahl der Unfälle in den Fabrik- und haft gliederzahl Mitglieder der Cooperative Union. Die englischen tratischer Handlungsgehilfen hören wollte. Aber auch die pflichtigen Betrieben beträgt 28 640 gegen 26 085 in den Cooperativgesellschaften beschäftigen 28 674 Personen beim Absah gutgesinnten Vereine waren für die Errichtung besonderer Jahren 1891/92. Der Zuwachs ist auf die vollständigere der Waaren und 24 303 Arbeiter in der Produktion. Sonntagsplandevei. = führt ihn durch seine Gewehrfabrit, der König des Saargebietes rund im Berlin mit Worten und Fäusten, Schirmen schläft mit ihm unter einem Dache und nickt ihm zu mit Gönner- und Stöcken und Stiefelabsätzen um einen Play in dieser iniene, industrielle Etablissements, die ansonst verschlossen sind Torkel Bahn gekämpft wird, wird nicht das Geschrei Vor Jahr und Tag spielten auf den muffigen Lichthöfen und wie ein Harem, öffnen ihm ihre Pforten sperrangelweit, und derjenigen hören, denen schon der vierte Zug an der Nase vorbeibreiten Straßen Berlins die Kinder ein Rausspiel, das sie Chinese der Ausschuß der Berliner Gewerbe- Ausstellung wird ihn herum- gefahren, ohne sie mitzunehmen, nicht das Fluchen jener, die von und Japaner nannten; und stets gewann der teck zugreifende führen in dem Park von Treptow, ihn autoaften als allmäch einem Vorortbahnhof mitten in der Nacht auf Schuftersrappen Japaner. Zu derselben Zeit waren die schwerhinwandelnden tigsten Kanzler von China und ein Gastmahl ihm geben, daß nach Berlin reiten müssen, weil kein Zug mehr geht. Niemand Weißbierträger in ihren Stammtneipen niemals 11m einen die Tische sich biegen. Und das alles von wegen des in Aussicht wird es ihm erzählen, daß in Berlin jeder Pferdebahn- und Plauderstoff verlegen. Immer wieder tam das Gespräch auf die stehenden Geschäftes. Was muß sich der japanische Marschall Omnibusschaffner bestraft wird, der einen Mann mehr mitPreußen Ostasiens zurück und die affenartige Geschwindigkeit, Jamagata, der noch vor wenigen Tagen ebenfalls in Berlin nimmt, als die Polizei erlaubt, während der preußische Staat mit der sie sich auf den chinesischen Koloß geworfen. Und dieselbe weilte, gedacht haben, als er diesen Beitstanz kapitalistischer es auf seinen Bahnen gnädigst gestattet, daß jeder nach seiner Stimmung, die in den Kneipen spektakelte, tönte aus den Spalten Raffgier sab? Noch vor wenigen Monden nannte man ihn Façon gestoßen, geknufft, gedrückt werden möge, wenn er nur den der bürgerlichen Presse wieder. Nicht einen Freund konnte der China- einen Moltke und Roon in einem Athemzuge, und Fahrpreis entrichtet. Er wird also auch nicht dahinter kommen, daß mann unter dem deutschen Zeitungsgeschwister sein eigen nennen, heute gilt er. da ihm keine Prozente und Gewinnantheile aus hierzulande das ganze nicht einmal so stark ist wie der Theil, daß man feierte seinen Gegner, als hätte man dessen Siege selbst er den Taschen quellen, denselben Leuten ungefähr soviel, wie die staatliche Bahnverwaltung kein Mittel weiß, der Ueberfochten, schwelgte in dem Gefühl, dem Sieger die Waffen ge- Krawutschte's Frize. Auch Li- Hung- Tschang mag ein Gesicht füllung der Stadt- und Vorortzüge abzuhelfen und daß, wenn schmiedet zu haben. Und ein Mann war es, auf den sich aller machen, wenn er innerhalb seiner vier Pfähle an seiner Opium- die Polizei nicht hilft, fie absolut nichts machen kann. Hohn und Spott in ganzen Krusten ablagerte, der Mann mit pfeife saugt, aber ein vergnügtes. Die neue Anleihe stellen ihm Und so wird der gute Chinese, wenn er wieder zu Hause ist, der gelben Jacke, der Chinese Li- Hung- Tschang. Damals war die deutschen Kapitalisten zur Verfügung, mit dem Gelde kauft von Deutschland nur das gesehen haben, was man ihm sehen der ehemalige Vizekönig in die tiefste Ungnade gefallen, heute China Waffen und Maschinen, und die Zinsen der Anleihe be- lassen wollte. Nicht die Hungerweber des Eulengebirges, aber umleuchten ihn wieder die hellsten Strahlen der Hofgunst. Li zahlt es mit den erhöhten Zöllen, die es den Importeuren ab die glitzernde Wolfe dahinjagender Lanzenreiter, franzgeschmückte Hung- Tschang befindet sich gegenwärtig in Deutschland, und alle nimmt. Wenn an dem Lachen eines Schneekönigs" etwas Fabriken, aber nicht die Lohnknechtschaft derjenigen, die jene Welt umschmeichelt ihn und stellt sich ihm zur Verfügung. Wie Wahres ist, dann muß es bald im" Raiserhof" in Berlin erbaut und in ihnen arbeiten, nimmersatte Menschen, die seit konnte in der Beurtheilung eines Mannes ein so schneller ertönen. Es giebt irgendwo ein Karouffel. Ein ganz gewöhnliches Jahressrist von einem Fest, von einem Mahl zum und vollständiger Wechsel eintreten? Einmal, Li darf Karoussel. Aber in der Mitte steht ein Chinese aus Holz ge- andern taumeln, aber nicht das arbeitende, ausgebeutete Volk. die ihm früher aberkannte gelbe Jacke wieder tragen schnitt und hoch wie ein Thurm, mit einem Riesenzopf und Li- Hung- Tschang war am Freitag auch im Reichstags- Gebäude. und ist in China gegenwärtig das, was man hierzulande einen seidenem Talar. Und während um ihn die Karousselfahrer mit Er soll sich hier die Führer der einzelnen Parteien haben zeigen Reichstanzler nennt. Und nach der Macht hat Bildung und hochrothen Gesichtern jagen und mit eisernen Bolzen nach einem lassen. Wäre er einen Tag früher gekommen, so hätte er an Besitz seit jeher und allerwege geschielt und geschaut. Dann, der Ziele stechen, um einen Gewinn zu erobern, bewegt sich der derselben Stelle einen dieser Führer, den Grafen Mirbach, sich Mann aus der Fremde hat etwas mitgebracht. Er will in Chinese gang langsam und feierlich um sich selbst. Von Zeit zu rühmen hören, daß er während der Reichstags- Sigung einen Deutschland eine Anleihe für China vermitteln, er hat es sagen Beit hebt er etwas den Arm, jest den rechten und dann wieder politischen Gegner vor das Pistolenloch oder die Klinge gelaffen und hat es selbst gesagt, daß deutschen Unternehmern in den linken. Und um den geschlossenen Mund zuckt es wie Hohn fordert habe. Und dann hätte man dem Kanzler aus feinem Heimathlande fortan alle möglichen Erleichterungen bei und verhaltenes Lachen. Man sollte dem Vizekönig auf Reisen China vielleicht auch gesagt, daß das Gesetz jede HerausErrichtung von Fabriken und industriellen Anlagen zugestanden ein Bild dieses Karoussels mit nach China geben. Es möchte forderung zum Zweikampfe verbietet und daß der Herr Graf würden, und er will eine ganze Schaar preußischer Offiziere ihm wohl eine gar liebe Erinnerung sein. einer von denjenigen ist, die nicht müde werden, dem Volke den mit nach Ostasien nehmen, um von ihnen die chinesische Viel Sehenswerthes hat man Li in Berlin schon gezeigt und reinsten Kadavergehorsam zu predigen. Und daß keiner der im Armee reformiren und drillen zu Laffen. Damit ist auf vieles wird man noch seine Aufmerksamkeit zu lenten suchen. Reichstage anwesenden Hüter des Gesetzes gegen diese Gesetzes für alles, was Unternehmer heißt, der Himmel auch schon offen. Eines aber wird er wohl nicht zu Gesicht bekommen, die Stadt verlegung Einsprache erhoben. Vielleicht hätte sich dann der Geschäfte, Riesengeschäfte stehen in nicht weiter Ferne, Riesen- bahn in all' ihrer Herrlichkeit und Schöne. Er wird es nicht fremde Gast eßliche Gedanken darüber gemacht, wie es denn profite fann es regnen und Riesengewinne wird es schneien, und empfinden, wie wohl es thut, als zwanzigster Mann in einem tomme, daß er, der in China als Vertreter des Fortschritts die gelbe Gefahr", von der noch das Knackfuß- Bild predigte, ist Abtheil dritter Klasse halbstundenlang zu braten und zu schwitzen, gelte, hier in Deutschland gerade von denjenigen umschwärmt, gänzlich vergessen. Li, der Mongole aus dem fernsten Often, ist während draußen eine Backofenhite die Luft flimmern macht gefeiert und umjubelt wurde, die das politische Trägheitsmoment, für Ganz Berlin der Held und Löwe des Tages. Und alle und Blatt und Gras versengt. Er wird nicht dabei sein und die Reaktion, wenn nicht Schlimmeres verkörperten. politischen Absonderungen sind abgethan. Der Freifinnige Loewel es mit ansehen, wie an Sonn- und Feiertagen auf jeder Station Achtung! 4. Wahlkreis Achtung! und Niederbarnimer Kreis. Sonntag, den 21. Juni, im„ Schloß Weißensee": Grosses Volksfest Zentralverein der Bildhauer. Dienstag, 23. Juni d. J., abends 12 9 Uhr, Annenstraße 16: Versammlung. = Wahl eines Revisors und eines Mitgliedes zur 2941 Der Vorkand. Holzbildhauer Abend. Vergnügungskommission. Berliner Verkehrs- Anstalt, Commandit- Gesellschaft. arrangirt von den Parteigenossen des 4. Berliner Reichstags- Wahlkreises und des Kommandantenstr. 18. Berlin SW. Sommandantenstr. 18. Niederbarnimer Wahlkreises unter Mitwirkung von Mitgliedern der Arbeiter- Bildungs- Schule und des Arbeiter- Sängerbundes. Vokal- und Instrumental- Konzert Musik von Mitgliedern der Fr. Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker. Fernsprech- Amt I, Nr. 1257. Fernsprech- Amt I, Nr. 1257. Schwarz- weiß- rothe Briefkasten. 9 Filialen mit ca. 1000 Briefkasten. Der Betrieb erstreckt sich auf Bestellung von Hendungen jeder Art in Berlin und den Vororten und außerdem auf Gestellung von elegant uniformirtem Personal z. Vertheilen v. Reklame- Drucksachen a. d. Straßen. Tarif: I 1. Drucksachen, ohne Adressen, sog. Massensendungen, in Wohnungen be b) Jucasso- Gebühr und Ablieferung des Betrages an Massengefänge. Bücher- u. Bilder- Verloosung. Volksspiele.timmter Straßen oder Stadttheile zu Auftraggeber bis M. 100 5 Pf. Großes Schauturnen. Kinder- Belustigungen. Politisch- fatirisches Kasperle- Theater. Die Kaffeeküche ist den ganzen Tag geöffnet. Jm Bal champêtre von 4 Uhr ab: TANZ. Gerren, welche daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. BrillantFeuerwerk. 216/4 bestellen pro Tausend M. 6. 2. Drucksachen m. Adressen bestimmt. Empfänger b. 100 Gr. pro Stück 1 Pf. 100-250 Gr. " 11/2" 2. Karten, Briefeze.( Briefe von und nach außerh. müssen un verschlossen sein) bis 250 Gr. pro Stüd 1/2 4. Jucasso. a) Vorzeigegebühr pr. Quit" von M. 100 bis M. 500 10 Geldanweisungen. " 5. Bei Beträgen bis M. 100 10 " " 6. von M. 100 bis M. 500 15 Einschreibsendungen pr. St. 5, ( Garantie bis 20 M.). 0 7. Geftellung von geschultem, elegant uniformirt. Personal zum Vertheilen von Reklame Drucksachen auf den Straßen, pro Tag u. Mann M. 4, pro 1/2 Tag und Mann M. 2. tung bezw. Rechnung.. 5 Pf. I Größere Mengen werden auf Wunsch kostenlos abgeholt. Billets im Vorverkauf 20 Pf., am Eingang 25 Pf. Für alle anvertrauten Sendungen wird volle Garantie übernommen. Anfang vormittags 8 Uhr. Billets sind in allen mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Sommer- Theater ,, Marienbad" Badstr. 35/36. Gesundbrunnen. Sonntag, den 28. Juni 1896 Berband der in der Korb Berliner Gewerbe- Ausstellung 1896 Badstr. 35/36. macherei beschäftigten Arbeiter Großes Sommer- Fest bestehend aus Konzert Theater- und Spezialitäten- Dorftellung unter gütiger Mitwirkung der Gesangvereine Oranienburger Vorstadt und Weisse Rose ( Mitglieder des Arbeiter- Sänger- Bundes). Veranstaltet von den Sozialdemokratischen Parteigenossen Reinickendorf's. Jm Saale: Großer Ball. Herren, die am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Volksbeluftigungen aller Art. Vier Kegelbahnen. Die Kaffeeküche ist den geehrten Damen von 2 Uhr ab geöffnet. Anfang 4 Uhr. Billet 20 Pf. Das Komitee. 223/19 Berlins u. Umgegend. Montag, den 22. Juni, abds. 81/2 Uhr, Oranienstraße 51: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Ist der Werth einer Gewerkschaft: organisation von deren Form abhängig? Referent: Genosse Faber. 2. Diskussion. 3. Wahl von Vertrauensmännern. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 98/18 Der Vorstand. Todes- Anzeige. Am 19. d. m. verstarb der Tischler Wilhelm Kraft 67 Jahre alt. Die Beerdigung findet Dienstag Nachmittag 5 Uhr auf dem neuen Jerufalemer Kirchhof in Nixdorf statt. Die trauernden Hinterbliebenen. VI. Wahlkreis. Todes Anzeige. Am Freitag, früh 7 Uhr, verschied nach 10 wöchentlichem Krantenlager der Am Friedrichshain. Genosse, Maurer Friedrich Klauke an der Lungenentzündung. Schweizer Garten Am Königsthor. Täglich: Volksbelustigungen. Mai bis Oktober. Deutsche Fischerei- Ausstellung Deutsche Kolonial- Ausstellung Kairo Sport- Ausstellung Alt- Berlin * * Riesenfernrohr Alpen- Panorama Nordpol Vergnügungspark. Ostbahn- Park Rüdersdorferstr. 71. Am Küstriner Park, Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Garten- Konzert von der 24 Mann Barken Hauskapelle unter Leitung des Musikdirektors Herrn P. Nimscheck. Kaffeeküche 3-5 hr.- Entree 15 Pf., wofür ein Glas Bier gratis. Volksbeluftigungen jeder Art. 4 Kegelbahnen zur Verfügung. Gute Biere, ausgezeichnete Küche zu foliden Preisen. Sonntags Entree 20 Pf., Kinder 10 Pf. H. Jmbs. Moabiter Klub- Haus, ( No. 9. Beusselstrasse No. 9. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Mufit, ausgeführt von Mitgliedern der Freien Bereinigung der Bivil Berufsmusiker.- Saal mit Theaterbühne, bis 400 Personen fassend, steht den Parteigenossen und Vereinen zu Vergnligungen und zu Bersammlungen unentgeltlich zur Verfügung.-Tages- Restaurant, Weiß- und Bairisch- BierLokal. Großer Mittagstisch mit Bier 60 Pf.- 2 Vereinszimmer find noch einige Tage zu vergeben. C. Fischer. Admiral- Strasse 18 c. 4957* Konzert. Theatervorstellung.ir verlieren in ihm einen flets treuen und braven Kampfgenoffen. Ehre seinem Andenken! Spezialitäten- Revue. Die Beerdigung findet heute Nach straße 31 aus nach d. Freireligiösen Begräbnißplaz( Pappel- Allee) statt. Spiegelsaal großer Fetball. Anfang 4 Uhr, Ende 2 Uhr. Entree frei. Tanz Um recht rege Betheiligung erfucht frei. Die beiden Säle sind noch einige Sonnabende frei zu Sommernachts. Bällen, zu Hochzeiten, Festlichkeiten u. Versammlungen. Gr. Vereinszimmer. strasse 75. Jm großen Saale während und nach der Vorstellung mittag 3 Uhr vom Trauerhause Wiesenärkischer HoT, Jeden Sonntag im prachtvollen Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf. tags 5 Uhr. Emil Tesch's Variété Landsbergerstr. 31. Täglich: Spezialitäten Vorstellung im schönen, schattigen Garten. Jeden Sonntag: Frei- Tanz. Billard und 2 Kegelbahnen, für GesellFrühstück, Achtung! Wochentags Achtung! Künstl. Zähne v. 3. an, Theilz. wöchentl. 1 M., wird abgeholt. Zahnziehen, Bahnreinigen, Nervtödten bei Bestellung umsonst. Gudel, Lausitzerplatz 2, Elsasserstr. 12 Der Vertrauensmann Oranienburg. Vorstadtu. Wedding 220/15 F. Waschowski. Allen Freunden und Genossen die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann und unser guter Vater, der Maurer Friedrich Klauke schaften Vereinszimmer. Fritid Bickel's Konzert- Hauß 44 Jahre alt, am Freitag, den 19. Juni, 2278b Mittags u. Abendtisch. Jeden Sonntag von 12-2 Uhr: Gr. Matinée bei freiem Entree, wozu ergebenst einladet E. Tesch. Handwerker oder Arbeiter mit 1000 bis 2000 m. findet Betheiligung an ganz ficherem Fabritgeschäft. Abr. R. 100 Postamt 36. Sichere Existenz. 2265b u. Garten, Hasenhaide 52/53. Jeden Montag: Humoristische Soiree ber ,, Norddeutschen Sänger", Täglich: Theater und SpezialitätenBorstellung. 2277b Feldschlößchen Mein gutgehendes Doft., Gemüse 142 Müllerstraße 142. Räucherwaarengeschäft( Laden), billige Miethe, besonderer Umstände halber sof. zu vert. Auch für Anfänger passend. Wafferthorstr. 6, Grabiz. Gutgehendes Grünkram, 2285b Telephon: Amt Moabit 1213. Täglich: Konzert, Theater. Mehl- u. Vorkoſt-, Holz- u. Stolen- Spezialitäten- Borstellung. 22666 Mittags Danzigerstraße 82. tisch, höchst kräftig u. reichlich, à 50 Bfg. Elfafferstr. 38, I. Seifengeschäft Robert u. Bertram. Posse m. Gesang. Sonntags: Großer Ball. Mittwochs: Tanzkränzchen. Theodor Boltz, Defonom. Julius Wernau's verkaufe wegen Gludszufalus fofort für Festsäle und Garten halb. Werth. Liegnizerstr. 17. 22956 Hoffmann's Zoologische Handlung empfiehlt j. Perlstaare v. 1 M. an, frische Ameiseneier, gr. Auswahl Vogelkäfige Schwedterstraße 23/24. Jeden Montag u. Mittwoch Große Reinickendorferstr. 64c, Lab., Bahnhof Spezialitäten- Vorstellung Wedding. Kaufe Mehlwürmer.[ 23006 Kinderwagen- Räder u. jede Reparatur Ballisadenstr. 101. 2297b Graupapagei fortgeflogen. Wieder bringer oder wer den Verbleib des felben nachweist, erhält hohe Belohnung. 2296b Blocker, Eichendorffftr. 15. Klagen, Eingaben, bei freiem Entree. Vereinszimmer u. Regelbahn zu vergeb. Herren- u. Knaben- Garderoben Nach beendeter Engros- Saison werden Anzüge zu sehr billigen Preisen, um zur 2262b räumen, abgegeben. Gallewski& Co., früh 7 an vertorben ist. Um stilles Beileid bittet Vereinshaus ,, Süd- Ostf, WaldemarEmpfehle meinen Saal, 500 Personen fassend, zu allen Festlichkeiten und Versammlungen; im Juni, Juli und August ist derfelbe noch an Sonnabenden an Vereine zu vergeben.[ 4955*] Hermann Brüder. Jägerhaus Schönhauser Allee 103. Neu renov. schatt. Garten( 6000 Personen fassend), gr. Tanzsaal, 4 Kegelbahnen, Kaffeeküche v. 2 Uhr ab. Grösste Volksbelustigungen in ganz Berlin. Mierke's Volfsgarten. Die tieftrauernde Wittwe Auguste Klanke nebst Kindern. Die Beerdigung findet heute, Sonntag, nachmittags 3 Uhr, vom TrauerFreireligiösen Begräbnißplay( Pappel- Sonntag: Allee) statt. Schönhauser. Allee 1012. Alle Freunde und Ges hause, Wiesenftr. 31, aus nach dem Jeden Frei- Konzert. Im Gr. Ball. noffen labe ergebenft ein. Saale: Deutsch. Holzarbeiter- Verband. Wirthshaus Schmargendorf, Nachruf. Den Mitgliedern hiermit zur Nach richt, daß unser Verbandskollege Paul Mielchen am am Freitag, den 12. Juni, an der Proletarierkrankheit gestorben ist. Die Beerdigung hat bereits Dienstag, den 16. Juni, auf dem Emmaus- Kirchhof stattgefunden. Die Ortsverwaltung. Die Mittheilung von dem Ableben des Kollegen ist uns jetzt erst zugegangen. Danksagung. Warnemünderstr. 6 unmittelbar am Grunewald, mit schattigem Garten. Familien- Kaffeeküche, à Liter 60 Pf.; ff. Weiße 20 Pf.; Lagerbier 10 Pf. Jeden Sonntag: Großer Ball. Snal, 200 Personen fassend und Vereinszimmer zu Vers Max Schulze, Roch. sammlungen und Festlichkeiten. " Sanssouci" Schmargendorf Kublacker. 2021 vis- a- vis Schützenh. direkt am Wald gelegen, großer Tanzsaal, Kaffeeküche, große Spielpläge, 2 gute Kegelbahnen, Voltsbelustigungen aller Art. Vorzügliche Speisen und Getränke, 52902* solide Preise. Vereinen und Gesellschaften bestens empfohlen. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Anfang 4 Uhr. Alfred Malitz. 44 Stralau, Dorfkrake 25, Gr. Konzert. Schöne Aussicht nach der gegenüber 22716 Alte Taverne", Jeden Sonntag: PP Ich sage hiermit allen Freunden, liegenden Gewerbe- Ausstellung. Gr. Garten, Saal mit Bühne, für Vereine und Bekannten und Verwandten, besonders Fabriken schon jetzt zu Sommervergnügungen zu vergeben. den Beerdigungs- Verein Zimmerleute, für die liebevolle TheilBerliner nahme bei der Beerdigung meines Sohnes Arthur Bahr meinen tiefgefühltesten Dant. Minna Bahr, Wittwe. Alle ehemaligen 7 Mark- Kunden des verstorb. Hilfebein'schen Weißbierfahrers Eduard Drescher, bitte ich recht dringend, mir ihre Wohnung mitzutheilen. Unannehmlichkeiten oder Rosten entstehen hierdurch nicht. Unfallsachen, leggerfir.65. Post- Strasse 30, 2 Treppen. Wittwe Drescher, Budowerstr. 4. Ausschank! Berl.Gewerbe- Ausstellung 1896 Kosthalle Berliner Großdeftillateure. Abtheilung Nr. 12: Julius Abraham empfiehlt seine bekannten[ 5209L* Spirituosen und Spezialliköre. Chr. Schröder. Klavier- Unterricht auch abends. A. L. 30 Postamt 73. 2267b Max Mörschel's Salon n. Garten, 28. Schönhauser Allee 28. Jeden Sonntag, Dienstag u. Donnerstag Gr. humoristische Soirée ber Berliner Volkssänger- Gesellschaft. Dir. H. Lewandowsky. Vereinszimmer, 20-60 Personen, Regelbahn neu renovirt. Kaffeekochen auch Sonntags noch frei. 22146 Liter 60 Pf. Weiße 20 Pf., 4/10 Liter Gold, Gr. Frankfurterstr. 133. Bairisch 15 Pf. 47448* Pfälzer SchuhFabrik- Niederlage. Berlins anerkannt billigste und streng reellste Schuh- Verkaufs- Häuser. Fünf Filialen in Berlin: SW., Friedrich- Strasse 227. N., Chaussee- Strasse 35. SO., Dresdener- Strasse 126. C., Münz- Strasse 7. S., Neue Ross- Strasse 8. Unsere enorm billigen Preise sind, wie schon allgemein bekannt, bis jetzt noch von keiner Konkurrenz erreicht worden. Durch die sich fortwährend steigernde Beliebtheit unserer Fabrikate haben wir so toloffale Umfäge in der kurzen Zeit unseres Bestehens erzielt, daß wir heute in der angenehmen Lage sind, unserer werthen Rundschaft noch eine weitere Preisherabsetzung bieten zu können und ist es nun ganz undenkbar, daß irgend eine Konkurrenz auch nur annähernd zu diesen fabelhaft billigen Preisen verkaufen kann. Als ganz besonders preiswerth empfehlen wir unsere folgenden Spezialartikel: Hochelegante Schnürschuhe für Damen mit Prima- Lackblatt à Paar nur: 3.90 Hochelegante braune Schnürschuhe für 390 Damen, à Paar nur: Dieselben in feinem, garantirt echt Ziegenleder, 45 unverwüstlich in der Farbe u. im Tragen, für Damen à Paar nur: Für Herren à Paar nur: 590 Von keiner Konkurrenz bis jetzt erreicht! Braune ausgeschnittene Lederschuhe mit Schleife für Damen, riesig billig, à Paar nur Streng reell! 225 Keine Webervortheilung! Jedes Paar trägt den festen Fabrikpreis deutlich auf der Sohle. Möbeltischlerei und Dolfterwaaren- Fabrik von A. Schulz, Reichenbergerstr. 5, an der Ritterstrasse. Gegründet 1878. Liefere Wohnungs- Einrichtungen unter Garantie in Nußbaum und Mahagoni von 240, 300, 400, 500, 600 bis 6000 Mt. in anerkannt gediegener Ausführung. Auch Einzelverkauf zu Fabrikpreisen. Billigste Preisberechnung. Preislisten franko. ( HOT 198 J.B Elegante Paletots und Anzüge. J. Baer, 4612L* Berlin N., 4960* nur Gesundbrunnen 26, Badstraße 26, Ecke Prinzen- Allee, empfiehlt, wie bekannt, in reellster Ausführung und allerbilligsten Preisen Herren- u. KnabenGarderobe, Arbeitssachen. Anfertigung nach Maaß. Jede Dame lefe! Elegante Paletots und Anzüge. Hochelegante Modelle ragen, Capes, Handverpertungen auf Tüll -, 40, und Spitzen, Seidenplüsch, früherer Preis 60,-, 50,-, 40,-, 30,-, jest 7,50-25,-. Reisemäntel, Regenmäntel, Jackets, Stofftragen ausverkauft. von 2,50-20,- M. werden, um zu räumen Die Sommer- Ausgabe des ArbeiterVerkehrsAlmanach Soeben erschien: für Berlin und Umgegend. Preis 20 Pf. Zu beziehen durch alle ParteiBuchhandlungen, Kolporteure und Zeitungsspediteure, sowie vom Verlage Hans Baake, Berlin S., City- Bassage. Fruchtwein- und Fruchtsaft- Niederlage von Eug. Neumann& Co., Berlin SW. 48 Railer Friedrichstraße 48. Himbeer-, Kirsch, Johannisbeer- u. Gitronen- Limonadensaft anerkannt vorzüglich, nur mit beftem Raff-- Bucker eingekocht, à Liter 1,20 M. à Flasche 50 Pf. exkl. Frischen Maitrank( Sehr fein im Geschmack.) Moselwein à Flasche von 65 Pf. an. Johannisbeerwein, weiß und roth à Flasche 75 Bf. Stachelbeerwein, ist ein lieblicher Dessertwein, à Flasche 75 Bf. Heidelbeerwein, à Flasche 75 Pi. à Flasche 40 Bf. Apfelwein, von den besten Aepfeln gefeltert Echt Stonsdorfer Likör, ausgezeichnet im Geschmack, à Lit. 1,20 m. Echten alten Nordhäuser, Literflasche 1, M., 5 Liter à 0,90 m. Berliner Getreide- Kümmel, Literflasche 1,-M., 5 Liter à 0,90 m. Medizin. Ungarwein, beste Qualität, à Literflasche 2,- M. empfehlen und senden einzelne Flaschen frei Haus. Roh- Tabak J. Fränkel, Grösste Auswahl. Billige Preise. Filiale im Norden Brunnenstr. 182. Roh- Tabak Emil Berstorff. Filiale im Osten: Berlin C., Klosterstrasse No. 72 Homöopath. Die lustige Station Briefe über u. aus Wörishofen von Quidam. Inhalt: Zur Einleitung. Einiges über den Wunderort und seine Bewohner Wie der Herr Prälat kurirt. Wie der Herr Prälat kon vertirt. Wie der Herr Prälat profitirt. Die lustige Station Schlusswort. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen und Kolporteure, sowie direkt vom Verlag v. Wörlein& Co. in Nürnberg gegen Einsendung von 70 Pfennig in Marken. Fahrräder 3. Engros- Preis liefert au Genossen 52352* Carl Karras, Langestr. 15. Arzt Dr. Hösch, Linienr. 149. 8-10, 5-7, Sonntags 8-10 Uhr, für Brust, Unterleibs, Frauen, Nerven, Hautkrankheiten, Gicht, Rheumat. vorzügl. u. Garantie, schmerzl., Bahnschmerz beseitigt, schmerz lofes Künstl. Zähne, to bnziehen. Theilzahlung. Goldstein, Dranienſtr. 123 Künstl. Zähne 2 M. Schmerzloses Zahnziehen u. Nervtödien 1 M. Plomb.1,50. Rep. sof. Theilzahlg. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22. Spr. 9-7 Uhr. Kur- Bade- Anstalt und Massage bout H. Mania, Brunnenstr. 16. Dampf- und Heißluft- kaftenbäder, Wannen- und medizinische Bäder. Koppenstr. 9 Fuß-, Arm- und einzelne Glieder- Bäder 3 Minuten vom Schlesischen Bahnhof Garant. flotten u. sicheren Brand. Roh- Tabak. 48330* Größte Auswahl. Billigste Preise. ff. Uckermärker 64-78 Pf. verst. P. E. Platt und Söhne, Brunnenstr. 197( a. Rosenth. Th.). Stengel werden zurückgekauft. Rohtabak en gros. 5002* en detail. Zeun& Ellrich Rheinsbergerstr. 67( nahe Brunnenstr.) Rohtabak. Grössie Auswahl! Billigste Preise. Sämmtliche Fabrikations- Utensilien. Heinrich Franck, Mr. 185, Brunnenstraße Nr. 185. Rohtabak Grösste Auswahl! Billigste Preise Sebastian Gröbel, No. 11, Brunnen- Strasse No. 11. Roh- Tabak| ( sehr preisw. Sumatra's) Rud. Völcker& Sohn, ohne den ganzen Körper zu strapaziren. Lieferant und Masseur sämmtlicher, Orts- Krankenkassen und freien Hilfskaffen. 4961* Dienstag und Freitag von 1 hr ab nur für Damen. Die Filiale nur für Massage ist Thurmstraße 46, 4 bis 5½½ Uhr. Meine Poliklinik für Sale Patentanwalt Nasen- und Ohrenkranke befindet sich jezt Alexanderstraße 38 und ist täglich auch Sonntags 12-2 Uhr geöffnet. 21646 von Dr. Grabower. Kostenfreie ärztliche Behandlung Minderbemittelter. Täglich 3-5 Uhr. Nene König47082* straße 22, 1. Preise Zahn- Klinik event. heilahlung. Fran Olga Jacobson, Invalidenstr. 145. Bähne 1 M., äuß. haltb., fests., sehr brauchb. b. Essen, Garant., Spezialität Aluminium. Dresdenerstr. 105.[ 46| 11 Fruchtweinbowlen gar. rein, ausgezeichnet in Geschmack. Maltrank à Flasche 3/4 Ltr. 60 Pf. infl. Erdbeerbowle Pfirsichbowie Ananasbowle Eugen Neumann& Co. Detail- Berkaufsläbeu: Befle- Alliancep I. 6a, N.Friedrichstr. 81, Dranienstr. 8, Genthinerfir. 29. Botsdam: Bäderstr. 7. Unterricht f. Maur. u. Zimmerer billig. Spezial- Ausbildung zum Polier b. erf. prakt. Lehr. m. Staatsprüf. Trift. Köpnickerstr. 45.[ 49682 straße 5, r. part. Sonnt. 8-12, Mittw. 8-10. Noh- Tabak. Das reichsortirte Lager in allen inund ausländischen Rohtabaken und in allen Breislagen empfiehlt 4967L* W. Lindenstädt, 179 Brunnen- Strasse 179. Kinderwagen. Kasten, Leiter 1. Sportwagen. Gr. Lager Berlins, Fabrikpreise. Reine Marktschreier. Muster- Bücher gr. Landsbergerstr. 59, 1 Tr.( Kein Laden.) 48 Landsberger- Strasse 48. Alte Wagen fäuflich. Theilzahlung geMetzner's Korbwaaren- Fabrik, Berlin, 1. Gesch.: Andreasstr. 23, 5. pt., gegenüb. Andreaspl. 2. Gesch.: Brunnenstr. 95, gegenüb. Humboldtshain. Mustergrößtes Bager Berlins. Kinderwagen, her gratis. Theilzahlung geBücher stattet. 500 Mark zahle ich Jebem, der mir nachweist, daß ich nicht das größte Kinderwagen- Lager Berlins habe. Brunhilde Roland- Cheviot felbftgewebte, echtfarbige und un- Spezialität unerreicht in verwüßliche Hauskleiderstoffe. Haltbarkeit und Eleganz; andere Ortrud und Rosalinde Herrenstoffe in nur modernen und neueste und elegantefte Promenaden- geschmackvollen Dessins zu sehr billigen Preisen. Kleiderstoffe. Portièren in grösster Auswahl. Alle Aufträge von 20 M. an und Muster stets franto. Carl H. Klippstein& Co. in Mühlhausen i. Thür. Weberei und Versandt- Geschäft. Von 4 M. an 7 Mart. Echt chinesische Mandarinendaunen das Pfund Mr. 2,85 übertreffen an Haltbarkeit und großartiger Füllfraft alle inländischen Daunen; in Farbe ähnlich den Eiderdaunen, garantirt neu und bestens gereinigt; 3 Pfund zum größten Oberbett ausreichend. Tausende von Anertennungsschreiben. Berpadung wird nicht berechnet. Versand( nicht unter 3 Pfund) gegen Nachnahme von der erften Bettfebernfabrit mit electrischem Betriebe Gustav Luftig, Berlin S. Prinzenstraße 46. 4983L* Kinderwagenstattet, wöchentlich 1 M. A. Dammann, Ingenieur, Oranien Strasse 61 a. Morigpl. Aust. kostenfrei Fahrrad 150 W., ganz neu, hocheleg., mit sämmtl. Neuerungen. 19406 Schulthe, Wrangelstr. 81, I. Trauringe 48828 reell Dutaten, gestempelt 980. 2 Dutat. 22,50 M. 1/2 Dutat. 17,50 M. Kronengold gestempelt 900. 7 Gramm 20,50 98. 5% Gramm 15,50 M. Alle anderen Goldsachen ebenso reell. Auguststr. 91, Hugo Lemcke, part., nahe der Oranienburgerstraße. Gegr. 1840 Nur allein die echten Freund'schen Thilophag- Platten, braune Farbe, entfernen gänzlich Hühnerangen, L* Ballen ze. Zu haben in allen Apothefen, Droguerien und Seifengeschäften. 12 Stück für 70 Pf. oder 2 Stück 15 Pf. nebst Gebrauchsanweisung. Engros- 1. Lachmann, Lager Berlin 0., Holzmarktstraße 86. Auf Theilzahlung! Schlag- Regulat. 14 Tg. geh. 18 M. Silb. Herren- Remont.- Uhr 15 2jähr. Garant. Charlottenstr. 15. Rein Abzahlungsschwindel. Vom 1. Mai bis 15. Oktober Gewerbe- Größtes Ausstellungs- Hauptgebäude. 1. Etage. Andreasstr. 53, parterre u. Für Landpartien und Sommerfeste empfehlen wir in großer Auswahl: Stocklaternen, Lampions, Hoffmannianos neutreuzs., Eisenbau, mit größt. Tonfülle, in schwarz ob. Nußb., lief. 3. Fabrikpr. unt. 10jähr.Gas rantie, gegen Theilz.mti. nr. 20 ohne Preiserh., nach auswärts frt., Probe( Referenzen u. Natal. gratis) Jerusalemerstr.14, Berlin, Kinderwagen- FabrikDeutsch Lager Lands. Puppenwagen, Kindersportwagen Kinderstühle, Kinderbettstellen. Anerkannt d. eleg.. best. u. am billigsten bei E. Stiassny. Berlin, C., nar Fahnen, Papier- Mühen, Wallstr. 21. Zurückgefegte billiger. Vapier- Schärpen, Badan- Theilzahlung. liefert elegante Fläten, sowie Verloosungsgegenst. Neu! Stocklaternen u. Fahnen Bazar ,, Baby" mit Ansichten d. Berliner GewerbeAnstellung 1896! Neu! I. Alexanderplag, Ecke Landsb.- Str. 11. Juvalidenft. 160 III.ReinickendorferBillight. Detailverkauf f. deutsche u. engl. itr. 2 E. Katal. grat. eis. Bettstellen. Patent- Matrahen- Fabr. Großtes Spezial- Geschäft für mit Dampfbetrieb.( Preistourant gratis) Detailvert. u. Köpnicker- Kinderwagen, Kinderbettstellen. E. Sass, are 127, S. pt. Berlin. Auch Theilzahlung 4,- monatl.* erhalten die billigsten Fabrikpreise. 5335L* S.& G. Saulsohn, Berlin C. Händler und arbeitervereine erba Kaiser Wilhelmstr. 19a. Papiergroßhandlg. Papierwaarenfabr. gebrauchte, tauft Burow, Möbel, osenthalerstr. 18. Monatl. v. 10 M. an Anzüge nach Manh Tomporowski, Schneidermeister. Berlin C., Jüdenstr. 37, 1 Tr. Sie ein Fahrräder! wünschen, so erhalten Sie daffelbe 50-60 m. bill. als b. Händ ler dirett i. d. Fabr., Prinzenstr. 86. Koul. Theilablg. Gr. u. leistungsf. Fabr. Berl. und Wasch- Anzüge sehr billig. Hoffmann, Veteranenstr. 14 Knaben- Stoff Blousen Damen und Mädchen schon von 95 Pf. an in den neuesten Façons und reizendsten Mustern. MaassAnfertigung binnen 24 Stunden. Knaben- Waschanzüge u. Blousen. Carl Schloss Waarenhaus ,, Süd- Ost", 22. Wiener Strasse 22, 1. Grünauerstr. 1. Keltere zurückgesehte Muster gelangen zu enorm billigen Preisen zum Ausverkauf! und zwar Teppiche Portièren Gardinen Tisch- u.Steppdecken Läuferstoffe, Möbelstoffe, Plüsche und Sophastoffreste. Dem geehrten Publikum ist hiermit Gelegenheit geboten, nur gute, vorzügliche Qualitäten zu alleinstehend billigen Breisen zu kaufen. J. Adler, Teppichfabrik, Spandauerstraße 30, vis- à- vis dem Rathhause. Reich ill. Preislisten gratis u. fr. Unerreicht billig!!! G EIGENE Auf der Berliner Gewerbe- Ausstellung Gruppe II Saal B No. 55 mit 8 Schränken vertreten. FABRIKATION GROSSE MAASSTABE ALLE GESCHAFTSHAUSER BAERSOHN PREISE Sehr billig ZAHLEN gezeichnet. Herren Knattn GESCHAFTS HAUSER BAER SOHN Elene Tabrikation BAER SOHN an unate Rekleidung 616 Baer Schro BRUCKENSTR 11.ECKE RUNGEST Belala 448666454 24a CHAUSSEESTR 24 GFRANKFURTERS - Kleidet Euch bei Baer Sohn 10. Fabrikation von Herren- und Knaben- Bekleidung. Enorme Abschlüsse mit unseren Fabrikhäusern ermöglichen uns folgende staunenswerthe Angebote: Luftre- Jackets| Loden- Joppen für Herren Grüne Loden- Wald- Hosen Wasch- Anzüge Schul Anzüge| Wald- Anzüge Joppen Havelocks für Herren für Herren 5,-, 4,-, 3,-, für Knaben für Herren für Herren 6,-, 5-, 4,-, für Herren 3,-, 2,25, 2,-, 8,-, 6,-, 5-, 2,50 3,-, 2,50, 2,-, 1 Mr. 2 Mt. 75 4 Mt. 50 7 Mt. 50 1 Mt. 4 Mt. 50 2 Mt. 1 Mt. 50 Wegen der Harken Nachfrage können obige Artikel nur so lange verkauft werden, als der Vorrath reicht. Unsere 2. Preisliste zur Gewerbe- Ausstellung ist erschienen und wird auf Wunsch gratis und franko zugesandt. Heute Sonntag sind unsere 3 Magazine bis Nachmittag 2 Uhr geöffnet. Elfenbein- Seife Elfenbein- Seifenpulver Schuhmarke„ Elefant" find die vortheilhaftesten und bequemsten Waschmittel für den täglichen Gebrauch in der Hauswirthschaft. Nur echt mit„ Elefant". ardinen In fast allen Kolonialwaaren- und Seifengeschäften zu haben. ingroher Auswahl, Gorg Löwe& Seibt, Berlin N., Engros- Lager bei Herren crême und weiss, bas Fenster v. 2,00 M. an, empf. das älteste Teppich-, Gardinen, Möbelstoffu. Portièren- Gesch. Berlins. Berlin C., Ecke Klosterstraße. Otto Büchler, Königstr. 26, Versandabtheilung D. Echladen! Baar Geld lacht! Arbeiter! Handwerker! Bürger! Großartiger Gelegenheitskauf zu halben Preisen. 15 000 elegante, schneidige Jacket- u. Rock- Anzüge jetzt zu halben Preisen, nur 8, 10, 12, 15, 18, 21, 24, 27, 30 M. 10000 entzückende Sommer- Paletots ( Werth das Dreifache), jetzt von 8-20 M. 8000 olen, schwarze Anzüge, einzelne Röcke, Jackets und 6000 Rnabenund Burschen- Anzüge jett halb umsonst.- 8000 Drellhosen, Lüfireund Drell Jackets v. 1,50 M. an. Borgftraße 2. Eht Werderfches Birr E 1 Tonne 2,50, 116 Tonne 1,30. Potsdamer Stangenbier 1/8 Tonne 2,75. Extra- Gebräu Werdersches Bier, 1/8 To. 3,40,1/ 16 20. 1,70do. nach Münchener Art, Lagerbier, hell u. dunkel, do. nach Pilsener Art, Schutz- Marke Sämmtliche Biere( außer Extra- Gebräu) in Flaschen 36 Stück für Mart 3, Extra- Gebräu Werdersches Bier do. 24 Stück für Mark 3, liefere frei ins Haus ohne Pfand. Kleider- Bascha Bereinigte Werdersche Brauereien Jnth. O. Polke Rosenthalerstr. 32 Eke Sophienstr.( Eckladen). Man achte genau auf 32 u. Ecklad. Edkladen. Möbel- Kaufgelegenheit, paffendste Gelegenheit fürBrautleute, Gneisenauftraße 15, parterre, in der Möbelfabrik sollen ca. 200 tomplete Wohnungs- Einrichtungen, verlieben gewesene und neue Möbel zu jedem annehmbaren Preise vertauft werden. Theilzahlung gestattet. Beamten ohne Anzahlung. Besonders billig sind die an Herrschaften kurze Beit verliehen gewesenen Möbel. Kleiderspind 15, Nüchenspind, Komode 12, Bettstelle mit Matraße 18, Nußbaum- Kleiberspinden 30 Mart. Muschel Kleiderspinden und Bertikows 36, französische Muschelbettstellen mit Matratzen 45, Säulen Kleiderspinden 46 Mart. Trumeaur mit Stufe 60, Plüschgarnituren 60 Mart, neue, hochelegante Garnituren 105 Mart. Buffets, Couliffentische, Baneelfophas mit Satteltaschen und Plüscheinfaffung in allen Farben, Damenund Herrenschreibtische. Gekaufte Möbel werden unentgeltlich 3 Monate auf meinen Aufbe= wahrungsspeichern aufbewahrt, durch eigene Gespanne transportirt und aufgestellt. 4251L* JardinenReste G₁T au 1-4 Fenstern passend, spottbilligst in der Gardinenfabrik wen Bruno Güther, Grüner Weg Nr. 80 part.( kein Laden) Eing. vom Flur. Haupt- Niederlage: Berlin, Adalbert- Straße Nr. 80. Fernsprecher Aut IV, 9865. H* Berlin C. 3, M. Wolff's Nähmaschinen, Nene Grünstr. 27, find die anerkannt besten und dadurch in ganz Deutschland maschine, sehr elegant, mit allen Neuerungen der Jeztzeit versehen( für Damenschneiderei und Hausbedarf), mit Ver schlußkasten und zum Fußbetrieb eingerichtet, inkl. sämmtlicher Apparate und Verpackung foftet nur 48 M. Alle Arten Schneider und Schuhmacher- Maschinen, dementsprechend billigste Preise. 30 tägige Probezeit und 5jährige schriftliche Garantie. Jede Maschine, die nicht gefällt, nehme auf meine Kosten zurück. Prospekt mit Anerkennungen tostenlos und frei. 48 Mk. febr start eingeführt. Meine hocharmige Familien- NähTouristen- Anzüge fehr elegant, dauerhaft und praktisch in Loden, Cheviot, Zwirnbuckskin 2c. 20, 22,50, 25, 27, 28,50, 87,50. Havelocks in porös wasserdichten Loden 9, 10, 12, 15, 18-33. Sommer- Anzüge in dauerhaften Stoffen 6, 8,50, 10, 12-20. Sommer- Jackets in Lüftre, Panama, Cachemire 2c. 2,50-12 M. Sommer- Joppen von 1,25 M. an. Sommer- Hosen in Wasch- und gezwirnten Stoffen 1,75-5 M. Sommer- Hosen in elegant. Stoffent 3,00, 4,00, 4,50, 5-15 m. Carl Stier Fabrik für Herren- u. Knabengarderobe Berlin S., Oranienstr. 168. Potsdam, Brandenburgerstr. 23. Ausschneiden. Inhaber dieser Annonce erhält das erste Bad gratis. Sie brauchen dies Jahr nicht in's Bad, Hinaus! Loh- Tannin- Bad benn Münsel's Loh- Tanninbäder ( nebft Packung und Massage) Ansbacherstr. 19, Wallstr. 70, Neukölln a. W. 6-8, und Pantstr. 32, Berlin, heilen sicher und radikal jeden Rheumatismus, Gicht, Ischias, Podagra, veraltete Geschlechtsleiden, Folgen von Quecksilberkuren, Haut-, Blut- und Frauenkrankheiten, sowie Magen-, Nerven-, Nieren- und Blasenleiden. Täglich geöffnet für Damen und Herren bis abends 10 Uhr. Sonntags nur Vormittags. Aerztliche Sprechzeit jeden Montag und Donnerstag 61/ 2-71/ 2 Ansbacherstraße 19 und jeden Dienstag und Freitag 61/ 2-71/ 2 Walstraße 70. Pension für ausw. und schwerkrante Patienten Pantstraße 32. Prospette von Dankschreiben Geheilter gratis u. franto. Auch werden die Ingredienzien zu meinen Bädern mit Gebrauchsanweisung per Dugend für 18 Mart per Post versandt. Wo alles vergebens, helfen meine Bäder sicher, bitte daher, einen Versuch zu machen. Inhaber dieser Annonce erhält das erste Bad gratis. Ersatz für Badekur. Eigene Desinfektions- Anstalt und eigene Dampfwäscherei. Loh- Tanninbäder für Krankenkassen. Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin. 3. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 143. Gerichts- Beitung. = Sonntag, den 21. Juni 1896. " 13. Jahrg. zum Freitag von der Lohukommission einberufen, die sich mit den Drei öffentliche Versammlungen der Maurer waren Errungenschaften des Streits zu beschäftigen hatten. " Major" und der Doktor" im Salon Tuschl verkehrten, und| Mehrere Diskussionsredner hielten den Boykott zwar für berecham 6. Februar wurden diese beiden, und zwar der Doktor" in tigt, waren aber der Meinung, daß die gegenwärtige Versamms Der ehemalige Redakteur der ,, Kreuz Zeitung", der Person des Privaten Albert Weinberger in Wien gelegentlich lung denselben nicht beschließen könne, sondern nur die gesammte b. Nathufius- Ludom, spielte in einem Zivilprozeß eine eigen- eines Spazierganges, und der„ Major" in Arco in der Person Arbeiterschaft, die den Boykott durchzuführen habe. Ein Bureauthümliche Rolle, der am Freitag vom Kammergericht als des Genie- Obersten im Ruhestand Anton Costa- Rosetti Edlen vorsteher der Packetfahrt- Gesellschaft, der schon in der vorigen Revistonsinstanz entschieden wurde. Herr v. Nathusius- Ludom von Rosanegg, verhaftet. Die Auflage erinnert nun daran, daß Versammlung aufgetreten war, bemühte sich auch diesmal hatte sich von seiner minderjährigen Schwiegertochter General- Tuschl bereits neunmal wegen Verbrechens und wenigstens zehn- wieder, die Verhältnisse bei seiner Gesellschaft sowie das Vervollmacht ausstellen und dann Depotscheine übergeben lassen, mal wegen verschiedener Uebertretungen bestraft ist, sowie daß er halten der Direktion in den rosigsten Farben zu schildern. Er welche auf einen bei der Reichsbant hinterlegten Betrag von nacheinander Komtorist, Sollizitator, Winkelschreiber, auch rieth schließlich von einem Boykott ab, da derselbe der Gesell. 62 500. Iauteten. Diese Depotscheine übergab er dem Leichenträger war. 1892 miethete er die für seine Zwecke schaft wohl schaden, den Versammelten aber nichts nutzen könne. bekannten, später wegen verschiedener Verbrechen steckbrieflich sehr geeignete ebenerdige Wohnung im Hause Theobald- Die Ausführungen des Herrn wurden namentlich von Schumann verfolgten Direktor" Steinschneider, welcher die Depot gaffe 6. In scheine bei dem Bankier Kilz verpfändete. derselben Gasse befinden sich das sowie von anderen Rednern treffend widerlegt. Folgender AnDiese grünen Polizei- Gefangenhaus und eine Sicherheits Wach- trag fand einstimmige Annahme:" Die Versammlung ersucht die Echeine lauteten auf den Namen des Rentiers Löper zu ftube, allein das Haus lag in einem ganz unbeleuchteten Berliner Gewerkschaftskommission, die Verhängung des Boykotts Lichtenberg, welcher dieselben seiner Tochter nach deren Ver- Winkel, und in unmittelbarer Nähe führte eine gedeckte Stiege über die Packetfahrt- Gesellschaft zu veranlassen und mit allen heirathung mit dem Lieutenant v. Nathustus( jetzt Reserve- in die Windmühlgasse, so daß man namentlich abends ganz un Mitteln durchzuführen." lieutenant) übergeben hatte. Das Kapital follte nämlich dazu gesehen das Haus betreten konnte. Trogdem erregte das Treiben dienen, das für Offiziere bei der Verheirathung gesetzlich vor- bei Tuschl in der ganzen Nachbarschaft Standal, zumal da in gesehene Einkommen zu sichern. Herr Löper forderte nun von der Nähe sich eine Schule befand und schon die Buben auf der dem Bankier Kilz die Depotscheine im Wege der Klage zurück Gasse die Vorgänge bei Tuschl kannten und besprachen. Es mit dem Antrage, denselben zu verurtheilen, anzuerkennen, daß stellten sich dichtverschleierte Frauenzimmer mit ihren Begleitern Iung bei Joel, Andreasstraße. wo Kater eingehend den Sehr zahlreich besucht war die Versamm= ihm Rechte aus denselben nicht zustehen. Nach dem Klage- in Fiatern ein, man bemerkte ein vielfaches Ab und zugehen bisherigen Verlauf der Bewegung schilderte und auf die großantrag erkannte das Landgericht und gestern auch das Kammer- von jungen, offenbar unmündigen Mädchen. Oberst von Rosetti, artigen Erfolge hinwies, die durch dieselbe erzielt wurden. In kaum gericht mit der Begründung, daß schon auf grund der ungiltigen der allerdings ebenso wie Weinberger die Anklage hartnäckig be- erwarteter Einmüthigkeit seien auch diesmal die Maurer in den Bollmacht, welche der p. v. Nathusius von seiner minorennen streitet, habe Mädchen, die noch in den Kinderjahren standen, von Kampf eingetreten, die damit den Beweis erbracht, daß sie geSchwiegertochter erlangt hatte, feine giltige Bession geschehen sei. der Straße mitgebracht; in einem Falle erschien er mit einem willt sind, die Verkürzung der Arbeitszeit anzustreben, trotzdem Die Hergabe von Thüren, Fenstern, ja sogar von wie zwei höchstens achtjährige Mädchen in den„ Salon" hinein- lust entstanden ist, der voraussichtlich in kurzer Zeit wieder Mädchen, das noch eine Schultasche trug. Eine Zeugin, die sab, einem Theil ein allerdings nur unerheblicher pekuniärer Vers Treppengeländern in Neubauten auf Leibkontrakt ist die neueste Errungenschaft des Bauschwindels. Ein Drechslermeister, Schlüpften, wo der" Major" sie erwartete, drohte mit der An- ausgeglichen sein wird. Die bedeutsamsten und zugleich die der die Treppengeländer auf Leibkontrakt für einen Neubau Beige. Außer in zwei bestimmten Fällen, wo unmündige Mäd- hartnäckigsten Firmen wie: Held u. Franke, Ramlow'sche Erben, geliefert hatte und sein Eigenthum abholte, als das Haus bereits chen von den Tuschl angelockt wurden, wird noch eine Reihe Rathsbaumeister Rohmer, Aktienbaugesellschaft u. f. w. sahen sich an einen anderen Besitzer übergegangen war, anderer Fälle dem„ Major" zur Last gelegt. Albert Weinberger veranlaßt durch das einmüthige Vorgehen, auf fast fämmlichen Schöffengericht zwar wegen der Beschuldigung des Diebstahls gehörte nach dem„ Major" zu den angesehensten Besuchern. Der ihrer Bauten die Forderungen zu bewilligen, nachdem sie freigesprochen, aber wegen Hausfriedensbruches zu einer hohen Werkehrs mit der Bucco bekannt, die ihrerseits wieder mit allen niederlegten und nur einige, weniger qualifizirte Arbeiter " Doktor" war sogar den Buben auf der Straße wegen des regen gesehen hatten, daß die besten Arbeiter die Arbeit Geldstrafe verurtheilt, weil er der Aufforderung des Haus Schulmädchen der Windmühlgasse in beständigem Verkehr stand. auf dem Bau verblieben sind. Es tönne daher behauptet werden, verwalters, das Haus zu verlassen, nicht Folge geleistet hatte. Weinberger erklärt, daß er die Mädchen für mündig daß der Neunstundentag mit einigen Ausnahmen allgemein zur Ein Absteigequartier für die von Bildung und Besitz. halten mußte, und die Gerichtsärzte sind allerdings Durchführung gekommen ist. Eine erfreuliche Thatsache sei es Ein Strafprozeß, der von den sittlichen Zuständen eines Theils gleichfalls dieser Ansicht, aber einige Personen behaupten, ferner, daß besonders in letzter Zeit bedeutende Summen zur der herrschenden Klaffen ein geradezu schaudererregendes Bild daß man diesen Mädchen das unmündige Alter sofort ansehen Unterstüßung aufgebracht worden sind und demnach der größte giebt, wird gegenwärtig vor dem Schwurgericht in Wien vermußte. Die Anklage legt dem Obersten, sowie dem An- Theil der Arbeitenden strikte den Beschluß der Versammlung hoch handelt. Es handelt sich um das Ehepaar Tuscht, das in seinem geklagten Weinberger noch eine Anzahl anderer Fälle zur Last. gehalten hat. Der Redner macht sodann auf den moralischen Werth " Salon" in Mariahilf zumeist unmündige Kinder einem Heer Außer den angeführten Fällen wird aber dem Ehepaar Tuschl der Bewegung aufmerksam, die in jeder Beziehung erzieherisch von erwachsenen Lüftlingen zugeführt hat. noch eine Reihe von nicht gänzlich erforschten Thaten zum Vor- gewirkt, das Solidaritätsgefühl gestärkt und theilweise die bisher Es sind nun bald zwei Jahre her, seitdem die Mariahilfer wurf gemacht. So erscheinen unter den Gästen ein junger übliche, menschenunwürdige Behandlung beseitigt hat. Wenn Lafterhöhle entdeckt und das Ehepaar Tuschl verhaftet wurde. Dragoner Offizier, ein alter Herr mit schwarzem Boll- nun die Maurer aufhören, den Unternehmer, der gewöhnlich hinter Die behördlichen Erhebungen hatten jedoch damals nicht den bart, ein großer Mann mit schwarzem Schnurrbart, ein Alter dem Strohwann steht, auf Kosten der Gesundheit der Arbeiter zu begewünschten Erfolg, dem Ehepaar konnte nur die Uebertretung mit weißem Vollbart u. s. w. Als charakteristisch bezeichnet es reichern, und nur reelle Arbeit liefern, so könne man im vollsten Maße der Gelegenheitsmacherei nachgewiesen werden, es wurde vom schließlich die Anklage, daß ein dreizehnjähriges Mädchen offen mit dem erzielten Erfolg zufrieden sein. Den mit lebhaftem Landesgerichte auf freien Fuß gesetzt und später in contu- erflärte, bei Gericht werde sie nichts sagen". Die Angeklagten Beifall aufgenommenen Ausführungen folgte eine furze maciam vom Bezirksgerichte zu einer sechsmonatigen respektive leugnen denn auch meistens die ihnen zur Last gelegten Ver- Diskussion, in der Gröppler anführte, daß alle Ursache vordreimonatigen Arreststrafe verurtheilt. Vor der Verurtheilung brechen. handen sei, die Position, welche die Unternehmer einnehmen, zu hatten jedoch Herr und Frau Tuschl die Flucht ergriffen. Sie Gerichtlich legitimirte Blutrache. Aus Sofia wird beobachten, da sie alles aufbieten werden, besonders wenn ein Umwurden in Dresden aufgegriffen, nach Desterreich estortirt und berichtet: Den Blättern zufolge sprachen die Geschworenen den schwung der Konjunktur eintritt, das jetzt Errungene wieder zut büßten nun ihre Arreststrafen ab. Makedonier Antow frei, der angeklagt war, in einer Straße von Sofia den Türfen Ali Aga getödtet zu haben. Der Vertheidiger Antow's hob hervor, daß der Angeklagte aus Nothwehr und legitimer Rache gehandelt habe, da Ali Aga zahlreiche Chriften getödtet habe, darunter einige Verwandte Autow's. wurde vom Die Wiener Strafbehörden waren seit jener Zeit unausgesetzt theils versteckten, theils offenen Angriffen ausgesetzt, während die abenteuerlichsten Gerüchte im Umlauf waren. Die Staatsanwalt fchaft hatte aber, wie es heißt, troß aller böswilligen Berdächtigungen, die ernste Absicht, den Fall Tuschl" vollständig klarzustellen und alle Betheiligten strafgerichtlich zu verfolgen. Versammlungen. entreißen. In längeren Ausführungen schilderte der Redner den Werth der Organisation und appellirte für engeren Zusammenschluß in derselben. Unter Verschiedenem wurde zur regen Betheiligung an den Gewerbegerichtswahlen ermahnt und aufge fordert, in jeder Hinsicht den Boykott über die Berliner Privatpost zu beachten. Außerdem wurde auf die am Sonntag bei Cohn stattfindende Versammlung des Verbandes der deutschen Maurer hingewiesen und bekannt gegeben, daß am Sonnabend wieder eine Kontrolle auf sämmtlichen Bauten vorgenommen werden soll. So stehen jetzt 6 Angeklagte vor Gericht, und zwar Eduard und Elisabeth Tuschl, der kaiserliche und fönigliche Oberst des Geniestabes Anton Costa- Rosetti Edler von Roffanegg, 58 Jahre Eine Versammlung der Packetfahrt- Angestellten, von alt, verheirathet; der Private Albert Weinberger, 56 Jahre alt, etwa 300 Personen besucht, verhandelte am Freitag wieder über Die Versammlung in Gründel's Lokal war von zirka ledig; die 19jährige Fabritarbeiterin Margarethe Bucco und die den Konflikt mit der Gesellschaft anläßlich der Maßregelung ver- 800 Personen besucht. We iz te gab in seinem Referat einen furzen 34jährige Mago Anna Hlawathy. Die Anflage erzählt, wie am fchiedener Angestellten. Wie Schumann ausführte, behauptet Bericht über den gegenwärtigen Stand des Streits, aus dem 15. August 1894 die Polizeidirektion durch eine anonyme Anzeige die Direktion, daß sie nur die Störenfriede aus ihrem Betrieb hervorgeht, daß wieder 6 Firmen bezw. Bauten bewilligt haben, und am folgenden Tage durch die Anzeige der Mutter eines entfernt habe und daß ihre übrigen Angestellten mit diesen und zwar zumeist solche, welche sich am längsten dagegen sträubten. 13jährigen Mädchens in Kenntniß fam, daß in der Wohnung Entlassungen sehr zufrieden seien. Wenn diese sich nun- Genauere Zahlen über die Arbeitenden und Streifenden vermag der Eheleute Eduard und Elisabeth Tuschl nicht nur eine verrufene mehr ruhig verhalten und namentlich den Besuch von Ver- die Kommission nicht anzugeben, doch kann konstatirt werden, Wirthschaft betrieben werde, sondern daß daselbst auch unmün- sammlungen unterlassen würden, dann hätten sie feine weiteren daß die Zahl der Streikenden täglich abnimmt. In der Disdige Mädchen dem sittlichen Verderben zugeführt Entlassungen zu fürchten. Was man auf derartige Versicherungen fussion, an der sich Schigolsky, Vorpahl, Kauffmann, werden, wie dies mit der Tochter der Anzeigerin der Fall war. Es geben könne, mögen die Angestellten, angesichts des bekannten Fürstenberg u. A. betheiligten, wurde das Gebahren der wurde darauf das gerichtliche Verfahren eingeleitet, die Tuschl's Wortbruchs der Direktion, selber beurtheilen. Ein Streit der bürgerlichen Presse, welche die unglaublichsten Nachrichten vers flüchteten, tamen wieder über die Grenze und wurden verhaftet. So- Angestellten sei aussichtslos. dagegen hält der Redner breitet, sowie das Verhalten der Polizei und Gendarmerie in der dann wurden zwei Männer ausgeforscht, die unter den Namen der einen Boykott über die Packetfahrt- Gesellschaft für angebracht. Nähe einzelner Bauten den Streifenden wie Kontrollirenden Von der Gewerbe- Austellung. städtischen Bauverwaltung. Im wesentlichen bestehen diese Aus- Wasser wieder abführen; dabei sind auch die Wasserverschlüsse zu den einzelnen Entwässerungsobjekten, die Ventilationsröhren, Absperrschieber 2c. zur Darstellung gebracht, deren Gebrauch von einem der Angestellten der Kanalisation gern näher erklärt wird; ebenso erläutert derselbe das Modell eines Rieselfeldes und die Anlagen, welche das Wasser auf demselben vertheilen und nach der Verwendung in gereinigtem Zustande wieder abführen. Außerhalb des Pavillons befindet sich ein kleines Rieselfeld, von welchem vor einigen Tagen die erste Ernte eingebracht ist. Ebenso lehrreich wie die Ausstellung der Kanalisation ist die der städtischen Wasserwerke; auch diese haben die Einrich tungen der verschiedenen Werke, wie Saugekammern, Maschinen stellungen aus Zeichnungen und Photographien, welche ein mög Die Ausstellung der Stadt Berlin. lichst deutliches Bild von der Lage und der Ausführung der Die Berliner städtischen Behörden, welche dem Gedanken der diesen Verwaltungen unterstehenden Anlagen geben sollen; so hat Ausstellung von anfang an freundlich gegenüberstanden und zu die Bauverwaltung allein zwölf Brücken, welche in den letzten zehn ihrem Zustandekommen durch Sergabe des Treptower Partes Jahren hergestellt sind, in je 8-4 Photographien oder Kupferdrucken und einen Beitrag von 300 000. wesentlich beitrugen, haben zur Darstellung gebracht. Die Gaswerte haben die noch nicht auch auf der Ausstellung selbst ein Bild ihrer Leistungen geben fertige Gasanstalt bei Schmargendorf in 5 Zeichnungen darwollen. Um dieses Bild übersichtlich zu gestalten, wurden die gestellt, in welchen auch die eigenthümlichen, für die Gasbereitung zur Ausstellung gelangenden Gegenstände nicht in die nothwendigen Retortenhäuser, sowie Retortenöfen zur Anschauung einzelnen Gruppen der allgemeinen Ausstellung eingereiht, gebracht sind; außerden haben sie Ansicht und Durchmesser eines sondern die Stadt hat einen eigenen Pavillon von etwa Gasbehälterhauses ausgestellt. 1200 qm Grundfläche errichtet, dessen Inneres für die Aus- Auch das Statistische Amt hat natürlich nicht Gebäude, und Maschinenhäuser, Sandwäschen 2c. durch eine sehr große stellungen der verschiedenen Verwaltungen eingetheilt ist. Er sondern statistische Darstellungen ausgehängt; unter diesen er- Bahl von Zeichnungen zur Darstellung gebracht; ferner haben bildet ein langgestrecktes Rechteck, das sich im nördlichen Theile wähnen wir eine, welche durch verschiedene Farben in einem sie das Modell eines großen Sandfilters, durch welchen gegen der Ausstellung in der Nähe des Haupteingangs vor der Fischerei- Plane von Berlin die Wohlhabenheit der Bevölkerung in den 180 000 Kubikmeter Wasser in 24 Stunden gereinigt werden Ausstellung befindet. einzelnen Stadtbezirken, gemessen nach dem Einkommensteuer- sollen, ausgestellt. Dieses Modell sowie ein außerhalb des Betrilt man den Pavillon durch seinen Haupteingang, so betrage pro Kopf, zur Anschauung bringen soll. Pavillons aufgestellter Filter, welcher bisweilen noch im Betriebe steht man in der Mitte desselben der Bildsäule die Berolina Sehr lehrreich ist auch eine statistische Darstellung, die sich ist, wird von einem Angestellten eingehend erklärt, der auch über gegenüber; es ist dies ein Abguß in halber Größe der auf dem in einer anderen Abtheilung befindet, in der für die Kanalisation, die übrigen im Freien ausgestellten Theile der Leitungen gern Alexanderplatz befindlichen von Hundrieser ausgeführten Statue. welche mit den Wasserwerken zusammen das äußerste rechte Ende Auskunft giebt. Ueberhaupt hat sich die Stadtverwaltung an Außerdem find in diesem Mittelabschnitt des Pavillons eine des Pavillons einnehmen. Die erwähnte Darstellung zeigt verschiedenen Stellen in anerkennenswerther Weise bereit erklärt, Reihe anderer Modelle und Stizzen untergebracht, welche die nämlich auf zwei Tafeln den Zusammenhang der Typhusfälle auch die Originale, die ausgestellten Zeichnungen und Modelle Bestrebungen der städtischen Verwaltungen auf tünstlerischem mit der Kanalisation. Auf der Grundlinie erheben sich nach oben besichtigen zu lassen. Gebiete zeigen sollen. Wir wollen von diesen das Modell als schwarze Rechtecke die auf 1000 resp. 10 000 Einwohner Jm ganzen genommen erhält man durch die Ausstellung der des Waffersturzes im Bittoriapart erwähnen, ferner das Modell tommenden Typhusfälle, während nach unten die Zahl Stadt Berlin den Eindruck, daß die städtische Verwaltung in der Friedrichsbrücke, die abends durch acht elektrische Bogen der an die Kanalisation angeschlossenen Häuser als mancher Hinsicht ganz Bedeutendes leistet; um aber ein Urtheil Tampen beleuchtet wird, deren Träger an den Enden aus Kupfer blaue Rechtecke aufgetragen find. Bis zum Jahre 1875, über sie abgeben zu können, müßte man vielfach im stande sein, getriebene Adler, in der Mitte ebenfalls aus Kupfer getriebene in welchem die Kanalisation begann, sind die schwarzen hinter die Koulissen zu sehen. Die schönen Bauwerke allein bes theils männliche, theils weibliche Figuren bilden. Rechtecke, die natürlich kleine Schwankungen zeigen, von weisen zwar, daß ganz gewaltige Summen für manche vers Wendet man sich von der Mitte zunächst nach links, so beträchtlicher Größe; dann zeigt sich eine kleine Abnahme mit nünftigen und im Kulturinteresse wünschenswerthen Zwecke aus= hat man an der nördlichen Seite und am Ende die Abtheilungen dem Beginne eines fleinen blauen Rechtecks, und die schwarzen gegeben werden. Daß aber die städtische Verwaltung auch an für Schulen, sowie Turn- und Badewesen, an der südlichen Rechtecke werden dann dauernd in dem Maße kleiner, als die der Spitze derer steht, die ihre Zeit verstehen, und im Sinne der die Krankenhäuser und Desinfektionsanstalten. Erwähnens blauen größer werden; nur in den letzteren Jahren, in denen die fortschreitenden Entwickelung arbeiten, ja, daß sie nur den billigsten werth ist im Mittelgang die Ausstellung der städtischen Blinden- Kanalisation ja fast gänzlich durchgeführt ist, zeigen sich natur- Forderungen ihrer Angestellten und der Bürgerschaft gerecht anstalt, welche ja mit dem Schulwesen zusammenhängt. Es gemäß wieder fleine Schwankungen, während die absolute Größe wird, davon ist in der Ausstellung nichts zu merken. So hat find dort eine Reihe zierlicher und kunstvoller Arbeiten aus der schwarzen Rechtecke, also die Zahl der Typhusfälle, eine ver- sich die Schulverwaltung z. B. wohl gehütet, etwa anzudeuten, gestellt, welche von den blinden Zöglingen der Anstalt angefertigt hältnißmäßig geringe ift. daß ihre technischen Lehrerinnen keine feste Anstellung haben und find; außerdem aber auch mannigfaltige Lehrmittel, die ein au- Auch sonst ist die Abtheilung für Kanalisation sehr wohl im Alter ohne Pension auf die Straße gesetzt werden; ebenso schauliches Bild von der Methode des Unterrichts geben. Man geeignet, ein recht gutes Bild dieses großen und umfangreichen findet sich bei der Ausstellung der Kanalisation und der Waffer erkennt, auf welche Weise die Blinden schreiben und lesen lernen, wertes zu geben; es sind nämlich nicht nur Pläne und Zeichnungen werke nirgends ein Hinweis auf die Arbeitszeit und den Lohn wie sie schriftlich rechnen u. f. f. Eine Reihe von Photographien der einzelnen Entwässerungsleitungen und der zugehörigen Bau der städtischen Arbeiter, oder etwa ein Vergleich derfelben mit den der Klassen bei verschiedenen Unterrichtsgegenständen verwerke, sowie der Maschinenanlagen zc. ausgestellt, sondern auch ensprechenden Zahlen der höheren städtischen Beamten. vollständigen diese Abtheilung. eine ganze Reihe von Modellen, an welchen die Einrichtungen Man fieht, es hätte noch manches in der Ausstellung Platz Geht man über die Mitte des Pavillons zurück nach rechts, besonders deutlich hervortreten; so sieht man an dem Modell finden müssen, wenn man über den Geist, der in der städtischen so hat man an der nördlichen Seite die Ausstellungen der eines Berliner Wohn- und Geschäftshauses( der rothen Apotheke Verwaltung herrscht, in Treptow unterrichtet werden sollte; aber Armenverwaltungen, des statistischen Amts und der städtischen an der Ecke der Rosenthaler- und Schönhauserstraße), die wahrscheinlich konnte man sich dieser Seiten der Verwaltung Gaswerte vor sich, an der südlichen die der Park- und Garten: Rohrleitungen, welche das reine Wasser nach den ver- nicht besonders rühmen und hat sie daher lieber mit Stillschweigen verwaltung, sowie der Verwaltung der Markthallen und der schiedenen Stellen einführen, und die, welche das verbrauchte übergangen. an voltsthümliches Turnen in Lichtenberg, Weißenseeer Weg bei Asche. Märkischer Hof. Ber= Statklub Vorwärts, Gartenstr. 51 bet Rathsack. 0 gegenüber gekennzeichnet und zugleich zur einmüthigen Ausdauer bei Nothes, Buttmannstraße 17. Privat- Theaterverein Freiheitssammlung der Anstoß zu einer Stellungnahme der ges im Kampfe für den Neunstundentag aufgefordert. Die Errungen- offnung. Gigung mit Damen jeden Sonntag um 5 Uhr nachmittags besammten deutschen Buchdruckergehilfen gegeben, welche in Baumann, Lychnei str. 2-3. Klub Freya. Jeden Sonntag von 5 Uhr nachschaften und der Verlauf des diesjährigen Streits übertreffen mittags an Cigung mit Fidelitas im Gaale bes Reſtaurants Kiefelhahn, der Forderung einer Verkürzung der Arbeitszeit alle Erwartungen und erfüllen jeden mit Genugthuung. Nachdem Dresdenersir. 68. Bergnügungsverein Flora. Jeden Sonntag 4 Uhr, und Lohnerhöhung gipfelte.( Der weitere Berlauf dieser Mette noch auf die bevorstehenden Gewerbegerichts- Wahlen Sigung, nachdem Fidelitas im Restaurant Miethe, Mendelssohnstr. 9. und den Boykott der Privatpost hingewiesen, wurde die Ver- Rosenthalerfir. 67.2uftige Stat- Brüder, jeden Montag von 9-12 Buchdruckerbewegung bekannt.) Stattlub Bruder Heinrich. Sigung Montag abends 9 Uhr bei Wernau, Bewegung ist unseren Lesern aus den jüngsten Mittheilungen zur fammlung geschlossen. Uhr, bei Poschel, Barnimsir. 13.- Turnverein Fichte. Jed. Sonntag v. 3 Uhr Aus den Abrechnungen heben wir hervor: Die Vera Auch die dritte, bei 3 ühike in der Dennewigstraße stattgehabte Versammlung war gut besucht. Hier sprach Fritsche über anügungsflub Adler. Jeden Sonntag, abends 6 Uhr, Englischer Hof, Neue bands Hauptkasse bilanzirt in Einnahme und Ausgabe mit Roßstr. 3: Sigung und Tanz. Gäfte sehr willkommen. Jugend- Athleten 1643 346,30 M.; ein Vermögen von 931 082,18 m. ist Die Errungenschaften des Kampfes, deren hohe Bedeutung für flub Junge Kraft jeden Montag und Freitag abends 8-10 Uhr bei vorhanden, 991 699,90 M. Mitgliederbeiträge gingen ein. die Maurerbewegung er besonders betonte. Noch ein wenig Energie, Fickert, Stallschreiberstr. 19. Theaterverein Nora, Admiralstr. 18c, An Unterstützungen wurden verausgabt: für Reisende eine ausreichende kontrolle, und der Sieg wäre vollständig! Sämmtliche Frete Zurnerschaft Nixdorf- Brty. Montag und Donnerstag 2. Männer- 110 842,98 Mart, für Arbeitslose 97 702,25 Mark( darunter Redner pflichteten ihm bei. Ein Theil derselben rügte die übermensch- Abtheilung 8-10% Uhr im Restaurant Landhaus", Briz. Kraft und Berlin mit 26 390 Mark), für Krante 326 446,75 Mart, für liche Anspannung der Arbeitskräfte, die zur Zeit von den Unter- Artistenklub" Jugendkraft" übt Mittwochs und Sonntags von 8-10 Uhr, Invalide( 90 sind zur Zeit vorhanden) 27 881 M., Begräbnißnehmern und ihren Antreibern gefordert werde. Nichts spreche gelb 17 941,84, Rechtsschutz 303,31 M. Verwaltungs. Berliner Arbeitervertreter- Verein. Auskunft wird ertheilt: lauter für die Schaffung einer umfassenden festgeschlossenen Im Norden Berlins: Für Unfall, Invaliditäts- und Alters- Versiche often waren 36 834,79. Der Correspondent" ers Organisation, als gerade dieser Umstand. rung, abends von 7-9 Uhr: W. Buchholz, Suffitenstr. 36, v. 3 r. zielte 6202,34 M. Ueberschuß. Die Zahl der steuernden Mit A. Daehne, Demminerfir. 66, v. 3 Tr. R. Gutheit, Wiesenstr. 29a, von 8-9 Uhr abends. F. Piescher, Gartenstr. 55, v. 2 Tr. G. Gimanowsti glieder betrug im 1. Quartal 1895: 18 922, im 2.: 19 591, Berfi. 101, 1iefchel vatten, 1. 6. 1. 22. 8, imao sim 3.: 19713, in In 887 Druckorten 9 Uhr abends. R. Tamm, Hussitenstr. 6, von 8-9 a. Boigt, Wiefenfir. 41-42. G. Warnst, Kolbergerstr. 7, von 6-7 Uhr tasse in Liquidation zahlte an Unterstützung 99 859 M., BeUhr abends. waren Mitglieder beschäftigt. Die 3entral Invaliden. abends. Nur für Invaliditäis- und Altersversicherung: F. Blume, Streligerfir. 58. P. Reimann, Bellermannftr. 88. F. Trapp, Schul- gräbnißgeld 2660 M., Verwaltung 9054,35 M. Ihr Bestand be straße 56, von 7-8 Uhr abends. trug am 31. März 1896: 947 835,75 M. Ende Dezember 1895 Im Nord- Often: Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: verblieben noch 262 Invaliden, die anspruchsberechtigt waren. 2. Mohs, Schönhauser Allee 62. Im Gen: Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: G. Bader, Su Süd- Osten: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: Schalthoff, Michaeltirchstr. 18. Der Interessenverein hatte am 10. Juni sine Sersammlung anbratenmacher tous Borstandes vollzogen wurde. Gewählt wurden: Merten erster, Schwanberg zweiter Borsigender; W. Splinter erfter, F. Splinter zweiter Schriftführer; Hauke erfter, Gawe zweiter Raffirer; Puhlmann, Schulz und Martin Revisoren. In der nächsten Versammlung soll die Frage: Wie stellen wir uns zum Anschluß an eine größere Organisation? erörtert werden. Zwei aus der Lohnkommission ausgeschiedene Mitglieder wurden durch Franz Schulz und Toppel ersetzt. Die Freie Vereinigung der Bauarbeiter lehnte am 14. Juni in ihrer Versammlung einen Antrag, der die Auflösung der Organisation bezweckte, mit 6 gegen 7 Stimmen ab. Den Musikinstrumentenarbeitern wurden 20 M. und den Angestellten der Privatpost 10 M. Unterstützung gewährt. Im Fachverein der in der Lederbranche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen hielt am 15. Juni das Mitglied Heindtke einen beifällig aufgenommenen Vortrag. Sodann behandelte der Vorsitzende Schulz in sachlicher Weise die Organisationsfrage und forderte am Schluß seiner Rede die aus einigen Werkstätten besonders eingeladenen Berufsgenossen zum Anschluß an die Vereinigung auf. Dieser Aufforderung wurde von vielen Seiten nachgekommen. bei Schauder, Stargarderstr. 18. Gäste willkommen. Gr. Frankfurterstr. 34, v. 4 Tr. Im Süden: Für Unfall, Invaliditäts: und Altersversicherung: F. Stügelmater, Grimmstr. 39.- Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: B. Keller, Camphauſenſtr. 5. ftraße 44. Im Süd- Westen: Nur für Unfallversicherung: G. Hänet, SolmsIm Nord- Westen: Nur für Unfallversicherung: J. Krause, Wis. nackerstr. 19. 9St, Stephan, Leffingftr. 34. Im Zentrum: Nur für Unfallversicherung: E. Löffler, Kloster ftraße 91. angegeben, ist dieselbe Wochentags von 7-9 Uhr; ferner wird Austunft erBet sämmtlichen vorgenannten Personen, bei denen hier keine Sprechzeit theilt in den regelmäßigen Monatsversammlungen des Berliner Arbeiter vertreter- Bereins jeden Dienstag nach dem ersten im Monat bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44, abends 8% Uhr. Verein deutscher Schuhmacher. Montag, den 22. Juni, abends punti sy Uhr: Bersammlungen. Sahlstelle 1 bei Feindt, Weinstr. 11. Bahlnelle 2 bet Gründel, Brunnenstr. 188. Bahlstelle 4 bei Sautenberg, Oranienstraße 180. Freie Vereinigung selbßändiger Barbiere, Friseure, PerrückenGrenadierstr. 33: Monatsversammlung. Freireligiöse Gemeinde. Montag, den 22. Juni, abends 8 Uhr, Alexanderſtv. 27 c, Englischer Garten, im oberen Saal: Beschließende Verfammlung. Wichtige Borlagen bezüglich der Versammlungen, des Gefang Der Verband der in der Kürschnerbranche be- macher Serlins. Montag, den 22. Junt, abends 10 Uhr, bet Buste, fchäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen hatte am 15. Juni seine Monatsversammlung einberufen, in der Genoffe A. Hoffmann einen interessanten Vortrag hielt. Auf Antrag mehrerer Mitglieder werden den streikenden Kürschnern in Wien 40 M. und den streifenden Webern in Langenbielau 50 M. überwiesen. Von einer Bergrößerung der Bibliothek wird auf Antrag Regge's vor- Referent: Dr. Joël. Discussion. Nachdem: Geselliges Beifammensein. läufig Abstand genommen. In einer Branchenversammlung der Buchbinder, die am 15. Juni tagte, erstattete der Vertrauensmann Bericht über seine Thätigkeit im verflossenen Geschäftsjahr. Danach haben 26 Werk stuben- Bersammlungen stattgefunden, in welchen eine Reihe fanitärer Uebelstände, sowie die Lohn- und Arbeitsverhältnisse erörtert wurden. Wie mitgetheilt werden konnte, hat sich Herr Agthe bereit erklärt, nunmehr mit seinen Arbeiterinnen in besseren Umgangsformen zu verkehren und die ortsüblichen Löhne zu zahlen. Die Neuwahl des Vertrauensmannes erfolgt in der nächsten Versammlung. chors und des Gemeindegefanges. ,, Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 21. Junt, abends 7 Uhr, bei Hoffmann Alexanderstraße 27c: Versammlung. Vortrag: Mehr Licht". Rosmos", Verein für voltsthümliche Wissenschaft. Montag, den 22. Juni, abends 8% Uhr, bet Hensel, Brunnenstr. 173: Diskussionsabend über Utopien im Allgemeinen und Dr. Hertta's Freiland". Referent Herr Grempe. Ein Rückblick von Bellamy". Referent Herr Mohrmann.( Cäsar's Dentfäule.) Gäste willkommen. fällt die Versammlung aus. Nächste Bersammlung am 5. Juli. Schöneberg. Arbeiter- Bildungsverein. Am Montag, den 22. Juni, Vergnügungsklub„ Ostend". Sonntag Nachm. 5 Uhr bet Roell, Straußbergerftr. 3: Sigung. Bühnenverband Preziosa". Heute nachm. 5 Uhr, bei Krebs, Dhmgasse 2, sizung. Gewerkschaftliches. im 4.: 20 510. Literarisches. Goncourt, Edmond und Jules, Germine Lacerteng. Der Roman eines Dienstmädchens. Einzig autorisirte Uebersehung von Emma Adler. VII. u. 242 G. 8°. Bien, Verlag der ersten Wiener Wolfsbuchhandlung( Ignaz Brand) 1896. Preis 3 M. Der Roman, der bei seinem Erscheinen in der Neuen Beit" den vollen Beifall der Leser gefunden hat, erschien soeben Ausgabe, ein interessantes Vorwort der Uebersegerin geht ihr in Buchform. Ein Portrait der beiden Verfasser schmückt diese voran. Eingelaufene Druckschriften. " Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Diey' Berlag) ist soeben das 38. Heft des 14. Jahrg anges erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Eine terenzische Komödie. Staatsstreich und politischer Massenfireit. Bon Parvus. 8. Die allgemeine Wehrpflicht. 9. Die Disziplin. 10. Bolt und Militär während eines Staatsfireichs. 11. Die Organisation des passiven Widerstandes. Etwas Mäßigteits- Doftrin. Von Eduard Bern ftein.- Der beste Weg zur Beseitigung des Sweating- Systems. Von Aleine Beatrice Webb. Aut orifirte Ueberfegung von Helene Simon. Briefe. Revue der Revuen. Notizen: Die Gewertschaftsbewegung unter den Schreibern in Deutschland. Eine Bahn durch das Meer. Feuilleton: Das En de vom Liede. Eine Geschichte von Konrad Telmann. ( Fortsetzung.) Ethische Kultur. Die Nummer 25 des 4. Jahrgangs vom 20. Juni 1896 ( Ferd. Dümmler's Verlagsbuchhandlung) hat u. a. folgenden Inhalt: Preußen und Süddeutschland. Die Wissenschaft dem Bolte! Bon J. Zews. III. Patriotische - 8ur sozialen Reform. Von Wilh. Förster. Lyrit und Erziehung zum Frieden. oziale Pravis, Zentralblatt für Sozialpolitih" enthält in threr neuesten Nr. 38 folgenden leitenden Aufsatz: Bur Plenarberathung bes Bürgerlichen Gefeßbuchs: 1. Die Rechtsfähigkeit der Vereine. Bon Amtsgerichtsrath H. Jastrow. II. Die Ehescheidung wegen Geisteskrankheit. Bon Rechtsanwalt Dr. L. Fuld. Resultate der Arbeitslosen Bählungen von 1895 in Hamburg. Berliner Zentralftelle für ländliche Wohlfahrtsangelegenheiten.- Genossenschaftswesen in England. Die Fürsorge für erfranktes Gesinde in den Ortsstatuten deutscher Städte. Bon Finanzrath Dr. F. W. R. Zimmermann. Intereffentonflitte der Gemeindevertreter. Verhandlungen in Frankfurt a. M., Leipzig, Ruhrort. Belastung der Gemeinden für staatliche Zwecke. Hannoverscher Städtetag. Marimal Arbeiterarbeitstag für Desterreich. Fabritinspektion in Hessen. statistik der sächsischen Fabritinspektion. Wechselseitige Arbeiterverftcherung in Frankreich. Vormerkung für dauernde Armenunterstüßung in Königs berg. Univirsity- Extension in Wien. Von K. 11 An die Töpfer Berlins und der Umgegend! Kollegen! Die Berufsmufifer tagten am 16. Juni. Aus dem Ge- Wenn wir unsere wirthschaftliche Lage betrachten, so müssen wir schäftsbericht des Vermittlers ist zu entnehmen, daß der Verein sagen, daß sich dieselbe überaus verschlechtert hat. Sehen wir im zweiten Quartal 89 Aufträge erhielt, von welchen 74 er- uns andere Gewerkschaften an. Alles rührt fich, alle Genossen im Bau von der Wiener Wochenschrift„ Die Zeit" ist soeben das 89. Seft erschienen. ledigt find, die einen Ertrag von 3994,15 M. brachten. Hieran beruf haben Fortschritte in ihren Lohnbewegungen zu verzeichnen, partizipirten 536 Mitglieder. Das Amt des Geschäftsvermittlers und die Töpfer nur lassen alles über sich stillschweigend ergehen. wurde aufs neue dem Mitglied Bräutigam übertragen. Das Kollegen, das muß anders werden. Es ist jeder Kollege verpflichtet, Mitglied Kühn wurde wegen seines unsolidarischen Verhaltens mit Hand ans Werk zu legen, damit unsere Lohn- und Arbeitsbeim Streit der Angestellten der Privatpost ausgeschlossen. Der bedingungen wieder auf die Höhe der Zeit gebracht werden gleiche Beschluß wurde bezüglich des Mitgliedes Bermösohn ge- tönnen. Zu diesem Zwecke findet am Mittwoch, den 24. d. M., faßt, da der betreffende eine Lehrlingskapelle gegründet hat. abends 6 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44, eine VertrauensDen Klaviermachern und Schuhmachern bewilligte die Versamm- männer- Sigung statt.( Siebe Inserat.) Wir bitten, daß von Tung je 20 Mart. jedem Bau ein Vertreter zu dieser Sigung erscheint. Die Kommission. " Friedrichsberg. Im hiesigen Arbeiter- Bildungsverein sprach am 16. b. M. Genosse Hoffmann über das Thema: Vernunft und Glauben. Sodann beschloß die Versammlung, sich dem Boykott über die Privatpost anzuschließen. Steinftr. 7. Aus dem Inhalt desselben heben wir hervor: Parlamentarische Bilanz. Braf Leo Die Rumänen in Ungarn. Von Andreas Bécst. Tolstoi über Patriotismus und Frieden. Unsere Handelspolitischen Be ziehungen zum Orient. Von Dr. Joseph Grunzel. Nach dem Börsen Der gefeße.( Finanzieller Brief aus Deutschland.) Von S. v. H. fer bisch ungarische Bannerstreit. Bon F. Kanig. Sur Genesis der " großen" Menschen. Von Dr. Mathieu Schwann. Für Georg Brandes. Von Erich Holm. Weiße Liebe. Von Hermann Bahr. Reisen. Bon Arthur Holitscher. Die Woche. Bücher. Nevue der Nevuen. Die Feldjägerfrage im Lichte der Vergangenheit und Gegenwart. GribeVerlangen. Bon Louis Couperus. rung auf den Artikel des Oberforstmeisters Guse in der Täglichen Rundschau". Mit den Verhandlungen des Abgeordnetenhauses von 1893-1896. Von einem höheren Forstbeamten. 74 S. 8°. Leipzig. Komm.- Verlag vor E. Ruft 1896. Briefkasten der Redaktion. Gin Ausweisung wegen sozialdemokratischer Umtriebe fann nach der Antiverpen. Der Name ist uns gänzlich unbekannt. Gine gefeßlichen Lage gar nicht erfolgen, nur nach einer erlittenen Gefängnißftrafe wäre sie möglich, aber auch nur auf einige Kilometer der Umgebung. Wahrscheinlich ein Schwindler. 8. S. In Weißensee tagte am 15. b. M. eine Versammlung des Sozialdemokratischen Arbeitervereins, in der Genosse Julius Aus Danzig wird vom 18. d. M. berichtet: Mit einer Türt über das Buch der Freiheit" sprach. Eine Diskussion sehr umfangreichen Sache, deren Verhandlung noch den morgenden wurde nach dem mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag Tag in Anspruch nehmen wird, hatte sich heute die hiesige Straf nicht beliebt. Nachdem noch vom Vorsitzenden mitgetheilt war, tammer zu beschäftigen. Im Jahre 1884 wurde( der„ Danz. daß die Mitglieder auch in diesem Jahre bei den Beisitzern 8tg." zufolge) der Lehrer Johann Wolff aus Linde nach einer Die juristische Sprechstunde findet am Montag Babebillets zum Seebad à 10 Bf. bekommen können, wurde die Anklagefache gegen den inzwischen verstorbenen Schultassen- und Dienstag, den 21. und 22. Juni, nicht von 6-7, Bersammlung geschlossen. Nendanten v. Balubinsti in Linde wegen Majestätsbeleidigung, sondern von 7-8 Uhr statt. die mit Freisprechung des v. Palubinski endete, wegen Verleitung zum Meineide zu dreijähriger Zuchthausstrafe verurtheilt, welche Wolff auch verbüßt hat. Inzwischen soll sich eine Anzahl Zeugen gefunden haben, welche die Unschuld des Wolff beschwören wollen. Auch der Hauptbelastungszeuge gegen Wolff soll auf Friedrichshagen. Am 6. Juni fand hier eine Versamm dem Sterbebette geäußert haben, daß er gegen Wolff falsch ge4922. Befugt ist die Armendirektion hierzu. C. B. lung des Zentralverbandes der Maurer statt, in der Schigolsky- schworen habe. Wolff hatte deshalb das Wiederaufnahme: 99. 1. Dienstmädchen unterliegen leider der KrankenversicherungsBerlin über den Zweck der gewerkschaftlichen Organisation verfahren beantragt, das heute seinen Anfang nahm. Es sind pflicht nicht. 2. Die Herrschaft haftet im vorliegenden Fall. 3. Den referirte. Der Aufforderung des Nedners am Schluß seines über 60 Zeugen geladen. Versuch, Invaliditätsrente zu erhalten, soll das Mädchen machen. Referates, für den Bentralverband eine Filiale zu gründen, ent- Der Verband Deutscher Buchdrucker hat soeben feinen 44. War Ihre Range noch nicht sieben Jahre alt, so haften sprach die Versammlung, indem fie folgende Verwaltung ein- Rechenschaftsbericht für das Jahr 1835 herausgegeben. In einem Sie für Ersatz des von ihm eingeworfenen Fensters; war fegte: Stephan, Bevollmächtigter; Roloß, Stellvertreter; Lücke, vorausgeschickten furzen Rückblick wird das verflossene Jahr als sie älter, so haften Sie nicht. B. S., G. K. 71. Nein. Raffirer; Tiefe, Stellvertreter; Triebsch, Schriftführer; A. Krüger, ein für die Organisation sehr fruchtbringendes bezeichnet; es brachte Schl. in J. Die Sache geht weiter; nur die Vorunter. R. Krüger und Harzesheimen, Revisoren. einen erfreulichen Zuwachs an Mitgliedern und dementsprechend fu chung ist geschlossen. Woschke, Frankfurter Allee 104. Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag und Montag tein Unterricht. Die erhöhte fich auch das Verbandsvermögen. Weiter wird Falls wirklich Vertrag nicht mit Ihnen geschlossen ist, so haften Beferdume find von 10-12 Uhr vormittags refp. von 8 Uhr abends an ge- dann ausgeführt: War der Verband bemüht, in humaner Weise weder Sie noch Ihre Sachen für die Miethe. Menzel. öffnet. fe- und Diskutirklubs. Montag: Karl Marx, bei Grube, feinen Mitgliedern in der wirthschaftlichen Misère zur Seite zu 1. Ja. 2. Sie find trotzdem wahlberechtigt, weil die Sache Martendorferstr. 6.- Morgenröthe, abends uhr 9 bet Trittelwis, Falten stehen, so suchte die Prinzipals organisation nach der über 1 Jahr alt ist. 3. Ja, an das Krankenhaus. entgegengesezten Richtung zu wirten. Der Kriegs. Sie tönnen nicht einseitig zurücktreten, sondern sind an den Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. 1. Borsigender P. N., Boeckhftr. Wie Sie wollen. Ab. Neumann, Basewalterfir. 8. Alle Kenderungen im Bereinstalender zu st and wider unsere Organisation war seitens der Lei Vertrag gebunden. E. S. Ihnen steht ein Recht auf Rückerstattung der Hälfte find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Montag, tung des Deutschen Buchdruckervereins( Prinzipalsabends 9-11, Uebungsfiunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Bieber Organisation) seit der letzten Bewegung in Permanenz er der Klebemarken zu. Der Antrag muß innerhalb 3 Monate nach tafel der Maler, Anuenftr. 6, bei Ehrenberg. Butun ft I, Stegli, tlärt; jedes Mittel war den Herren recht, um den Verband zu der Heirath gestellt werden. Ein Beispiel für solchen Antrag Ahornfir. 15a, Schelhofe's Gambrinus. Liederzweig, WaidmannsTuft Berlinerfiraße bei Berbe. Stebesfreiheit II', Strausberg, bekämpfen. Die Bemühungen der Verbandsleitung, endlich ein sowie das Nähere finden Sie S. 319 und 201 des„ Arbeiter= Nosenstr. 1 bei Brammbach. Enterbten Swinemünderstr. 49. mal wieder ein stabiles Berhältniß auf dem Lohngebiet herbei rechts" von Stadthagen. 2. 3. Der Wirth ist im Recht. Zonblüthe, Beughoffir. 8, Restaurant Behlendorf. Ganges= zuführen, wurden von dem Vorstande der Prinzipals- Organi-. M. Die Klage wäre beim Amtsgericht anzubringen und hat I u ft II, Bafewalterstraße 3 bei Ad. Neumann. Sodann wird auf die Unterstüßungskaffen Aussicht auf Erfolg. J. 9. Nach Ihrer Darlegung sind Sie Weinstraße 11, Restaurant Feind. Ginigtett 3, Groß- Lichterfelbe, fation vereitelt. Amaltenstraße bet G. Genger. Relingmüller'ies Doppel- und Arbeitsnachweise der Prinzipale verwiesen; zu ersteren bei unter Einhaltung der gefehlichen Kündigungsfrist zum 1. Juli ges quartett, Neu Weißenfee, Königs- Chauffee 46 bet Brennert. Frena zem. zutreten werden die Gehilfen indirekt gezwungen, indem ein kündigt und haben über diesen Termin hinaus kein Recht auf Gehalt. Gottschalk. Zu einer solchen Feier wäre polizeiliche Ges Chor), Urbanstr. 51 bei Wulle. Wacht auf II, Ertner, Restaurant Seebad Theil der Prinzipale nur Gehilfen beschäftigt, die diesen am Damerißfee. Edelweis 4, Rummelsburg, Kant- und Göthestraßen Rassen beifteuern. In gleich schädlicher Weise wirkten die nehmigung erforderlich. Glück. Garnicht. E. N. 100. Dorfglöcklein, Deutsch- Wilmersdorf, Branden Arbeitsnachweise, da deren Verwalter theilweise zugestanden, 1. Ja. 2. Unverständlich. E. P., Lichterfelde. 1. Nach burgischeftr. 106 bet A. Gräy. sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend daß von ihnen Verbandsmitglieder erst in legter Verurtheilung erst kann der Pfändungsantrag gestellt werden. ( Alle Zuſchriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, sind zu Linie Berücksichtigung finden. Die Leipziger Prinzipal 2. Auf Abnahme gegen Zahlung des Kaufgeldes flagen. 3. Strafbar richten an Hermann Jahn, Echönhauser Allee Nr. 177c. Senning: schaft benutzt ihre wirthschaftliche Ueberlegenheit, um den bei nicht, Sie müssen die 10 M. sich anrechnen lassen. Fuchs, Sie Geselliger Berem ng welde, Oranienfir. 66 bei Sobeck, nachm. 4-7 Uhr. Montag: Berein für voltsthümliche Kunst, Blumenstr. 32 bei ihnen ausgelernten jungen Gehilfen bei Androhung der Ent- tönnen, falls eine neue Erfindung vorliegt, die Patentirung nach suchen. Schieds- 177 A. G., R. R., P. 38. Ja.Gelaffung den Beitritt zum Verbande zu untersagen. Berndt. Sie find gerichtsentscheide, die in ordnungsmäßiger Weise gefaßt unter diesen Umständen nicht an den Vertrag gebunden, können Arbeiter- Raucherbund Bertins und Umgegend. Aenderungen im waren, sind durch den Vorstand des Prinzipal- Vereins einfach vielmehr wegen Unbrauchbarkeit der Wohnung von dem Vertrag aufgehoben, Konditionen, welche Verbandsmitglieder wegen zurücktreten, Rückgabe des Draufgeldes, event. auch weiteren Montag, abends von 9-11 Uhr: Klub- Abend und Aufnahme neuer Mit: untarismäßiger Zustände verließen, wurden durch die Arbeits- Schadenersatz verlangen. Erbschaft 100. 1. Ja. 2. Die Morgenroth, Landsberger Allee 44 bei Rohland. Mert nachweise der Prinzipale wieder besetzt und wurde so in wirksamer Höhe des Nachlasses. 3. Das ist verschieden. 4. Es genügt die Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonntag: Berliner Weise die Schmußkonkurrenz unterstützt. Die Lehrlingszucht eigene Angabe.- K. Schmidt. Eine solche Anzeige wäre jeht C. 66. Dilettanten- Bühne Rheingold II. Jeden Sonntag 5 Uhr im Saale des steht in üppigster Blüthe; die im Tarif festgesette Lehrlingszwecklos. 1. Aufertigung eines Anerkenntnisses Hrn. Fernando Küter, Zinienstr. 96: Sigung. Fidelitas. Bergnügungs staila wird nach einer 1895 er Statistik um zirka 5000 Lehr- Ihrerseits zu gerichtlichem Protokoll. 2-4 unverständlich. Derein Frohsinn, abends, Brückenftr. 7( Spreeterrasse). Privat Den Berliner Maschinenmeistern stehen Glafer. Widerspruch würde nichts helfen, da der Zug inners Cheatergesellschaft Zug_inners Dornröschen, nachmittags Invaliden- linge überschritten. 5 Uhr halb des Ortes stattfand. Montag: Privat- Theatergesellschaft Satur z. B. über 50 pCt. Lehrlinge gegenüber. Straße 5 bet Bötföhr. Carl. Ja. E. S. 175. Jit abends 3/49 Uhr bei Specht, Martgrafenftr. 83. Privat Theater- Bezüglich des Lohntarijs wird angeführt, daß der Verwohl als verbotenes Glücksspiel zu erachten. G. S., Stak gesellschaft 3m mer luftig jeben Sonntag abende fuch einer friedlichen Verständigung zwischen Prinzipalität und furt. Die Klage hätte nur Aussicht auf Erfolg, wenn eine Vers Antree, Chorinerftr. 58: Sigung mit Damen. Privat- Theatergesellschaft Minerva. Alle Montag Zusammenkunft Maibach- Ufer 3 bei Schmod. Gehilfenschaft seitens der Prinzipalsleitung durch Aufstellung nachlässigung der Aufsicht über den Hund vorliegt. Justitia Privat- Theater- und Bergnügungsverein Morgenstern. Gigung jeben unerfüllbarer Bedingungen für die Gehilfenschaft unmöglich ge 50. Nein: Strengen Sie die Klage auf Schadenersaz an. Sonntag 5 Uhr bei Ulbrich, Rammlerstr. 26. Gäste willkommen. Theater3. 1000. Die Urtheile sind unseres und Bergnügungsverein weiße Rofe jeden Montag 9 Uhr Sigung bet macht wurde. Der Gehilfenschaft blieb nur der eine Weg, nachdem Chiffre 9. Nein. Bommer, Reichenbergerftr. 19.- Privat- Theaterverein Freiheits- off die Prinzipale den Weg gemeinsamer Vereinbarung verlassen, diefem Wissens rechtskräftig.- H. 32. Daffelbe, was für jeden anderen nung jeben Sonntag 6 Uhr nachmittags Sigung mit Damen bet Schmidt, Beispiele zu folgen und ebenfalls einseitig die nothwendig Gläubiger pfändbar ist. P. J. Er kann nichts verlangen. Bychenerstr. 2/3, nachher Fidelitas.- Rauchtlub Pfeifentopf, Sigung 9 Uhr Korrektur Des Tarifs vorzunehmen. Am A. M. Taubenschlag. Der Erfolg einer Schadensersatzklage bei Wolff, Friedrichsbergerstr. 24. Gäste willtommen. Arbetter- Stenographie erscheinende Berein Eintracht, unterricht und Uebungsfiunde Montag abends 8% ubr 21. Februar 1896 wurde denn auch in einer Leipziger Ber- wäre ein zweifelhafter. Sch. E. Es ist nicht tlar genug. Solidarität, Schüßenstr. 29, Michels' Restaurant. Ecke bei Mertens. Harmonie 2, Reich. Statklub u stige Brüder, Barnimstr. 13 bei Büschel.. felliger Verein Voran, Pappel-Allee 19 bet Bischoff. Liberté, Admiralftr. 18 c, Märkischer Hof. Geselliger Beretn Vereinstal ender sind zu richten an Otto Schulz, Rottbuser Damm 72. glieder. faner, Elbingerftr. 15 bet Dames. 1 Frauen! Männer! Große öffentliche Versammlung Gr. öffentliche Parteiversammmlung der Schneider und Näherinnen der sozialdemokratischen Genossen des 3. Berl. Reichstagswahlkreises am Dienstag, den 23. Juni, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Möhring, Admiralstr. 18c. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Ewald über: Vereinsgesetz. 2. Abrechnung der Vertrauensperson. 3. Amtsniederlegung der Vertrauensperson Wilhelm Börner resp. Weiterführung der Geschäfte durch die alten polizeilich vor läufig geschlossenen" Vertrauenspersonen. Um zahlreiche Betheiligung ersucht Wilh. Börner, Vertrauensperson. Achtung, 6. Wahlkreis! 213/12 Mittwoch, den 24. Juni d. I., abends 8 Uhr: Große Volksversammlung in Gründel's Salon, Brunnenstrasse 188. Tages- Ordnung: D 1. Vortrag des Genossen G. Ledebour über die internationale Politik der Gozialdemokratie. 2. Diskussion. 3. Die Gewerbegerichts Wahl. 4. Verschiedenes. 220/ 14* Der Vertrauensmann für Rosenthaler Vorstadt u. Gesund brunnen. W. Brinkmann. Große öffentliche Versammlung aller Sutarbeiter und Arbeiterinnen am Dienstag, den 23. Juni, abends 8 Uhr bei Lips ( Brauerei Friedrichshain.) Tages- Ordnung: 1. Vortrag der Genossin Frau Rohrlack. 2. Bericht über die gegenwärtige Lage des Streits. 8. Aufstellung eines Kandidaten zum Gewerbegericht.-4. Berschiedenes. 88 19 Die Lohukommission. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Montag, den 22. Juni 1896, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Rautenhaus, Oranienstraße 180: Versammlung für den Bezirk Südosten. Zages Ordnung: 1. Fortsetzung des Vortrages über das Vereinsgeseh. Referent: Genosse Ewald. 2. Diskussion. 3. Ergänzung der Werkstatt Kontrollkommission. 4. Verbandsangelegenheiten. 3 Montag, den 22. Juni 1896, abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstraße 27c:" Bertrauensmänner- Versammlung der Drechsler. Tagesordnung: Welche Forderungen gedenken wir zu stellen? Bur Beachtung! Es ist unbedingt nothwendig, daß jede Werkstatt vertreten ist. Mitgliedsbuch und Vertrauensmännerkarte legitimirt, eventuell tann beides in der Versammlung ausgestellt werden. Bezirksversamminngen: Osten am Montag, den 22. d. M., abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Thiel, Fruchtstr. 36a( oberer Saal). Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Paul Jahn über: Die deutschen Gewerkschaften und das Koalitionsrecht. 2. Diskussion. 3. Werkstatt- und Verbands- Angelegenheiten. Zu dieser Versammlung sind die Kollegen folgender Werkftätten besonders eingeladen: Seelig, Langeftr. 56. Neumann, Königsbergerstr. 28. Abel, MarkusStraße 34. Reichow, Straußbergerstraße 12. Fahnig, Langestraße 91. Böhm, Weberstr. 52. Ulrich, Langeftr. 70. Um zahlreiches Erscheinen der Kollegen wird ersucht. Wedding und Gesundbrunnen. der aller Branchen der Schneiderei und Konfektions- Industrie am Montag, den 22. Juni, abends 8 thr, in T. Keller's Fettsälen, Koppenfraße 29. Tagesordnung: Die Arbeiterkämpfe in der Konfektions- Industrie und ihre Bedeutung für die Emanzipation der Hausindustriellen Arbeiter. Referent: Reichstags- Abgeordneter August Bebel. Wir fordern alle Betheiligten auf, in dieser wichtigen Versammlung zu erscheinen. Die Fünfer- Kommission. J. A.: J. Timm, Vertrauensmannt. 16515 Gesellschafts- Haus 35, Swinemünderstr. 35. Jeden Sonntag: Ball. Säle für Versammlungen. Gesellschaften vergebe auch Sonntags den 57/14 unteren Saal, 200 Personen fassend. NB. Den geehrten Vereinen empfehle ich zu Sommerfesten Garten und Bühne unter toulanten Bedingungen.[ 49962* Paul Obiglo, Huffitenstr. 26. Vereinszimmer m. Piano noch frei. C. Froelichs Gesellschaftsfäle Schönhauser- Allee 161. Restaurant nnd Garten. Jeden Sonntag und Montag: Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 21. Juni 1896, abends 7/2 Uhr, Alexanderstraße 27c im ,, Englischen Garten": Versammlung. Nach Vortrag: Mehr Licht. Referent: Herr Dr. Joël. Diskussion. der Versammlung: Geselliges Beisammensein und Tanz für Mitglieder und eingeführte Gäste. Metallarbeiter! Montag, den 22. Juni, abends 8 1hr, im Feen- Palast, Burg- und Wolfgangstraßen- Ecke: Spezialitäten Vorstellung und Tanz. Oeffentliche Versammlung. Gr. Mittwochs: Kinderfest. Säle für Vereine unentgeltlich. Fr Täglich: Warmes rühstück GN zur V Auswahl. ත Zur alten Linde Admiralstr. 40a am Platz Echt Münchener Bürgerbräu Pilsener, hiesiges hell. u. dunkl. Lagerbier Weissbier. Allen Freunden und Bekannten empfehle mein Weiß und BairischBier- Lokal, sowie meinen reichhaltigen Frühstücks, Mittags- und Abendtisch. Vereinszimmer für 30 Personen. Hermann Raabe, Staligerstr. 22. Empfehle meinen Tages Ordnung: 1: Stellungnahme zum internationalen Arbeiter- Kongrek in London und Wahl von Delegizten. 2. Der gegenwärtige Stand des Kampfes infolge der Maifeier und unsere weiteren Maßnahmen. Zahlreiches Erscheinen ist nothwendig. Kollegen, vergeßt die Ausgesperrten nicht! Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. Otto Naether, N., Antlamerstraße 44. 300/5 Achtung! Töpfer! Mittwoch, den 24. Juni 1896, abends 6 Uhr, im Lokale des Herrn Röllig, Neue Friedrichstr. 41: Vertrauensmänner- Sitzung. 194 1 Das Erscheinen sämmtlicher Vertrauensmänner ist nothwendig. Die Kommission. Adtung! Schuhmacher! Achtung! 49642* Montag, den 22. Juni, abends 81/2 Uhr, in Cohn's Festfälen, Beuthstr. 20-21( großer Saal): Frühstücks-, Mittags- und Abendtisch, 8. Liebehenfdjel, Mariannenstr. 48. Große öffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: 170,18 1. Vortrag. Referent: Genoffe Türk. 2. Diskussion. 3. Neuwahl der Um zahlreiches Erscheinen bittet Brauerei Borussia, Agitationstommiſſion. 4. Wahl eines Delegirten zur Gewerkschaftskommiſſion. Nieder- Schönweide a. d. Oberspree, hinter der Ausstellung Treptow, Görliger und Stadtbahn. Dampferstation. Schönster Garten am Wasser. Jeden Sonntag und Mittwoch Grosser Ball. Kegelbahn. Ausspannung. Sonntag und Mittwoch Konzert. Gustav Busack, Dekonom. Der Einberufer. Täschner und Kofferarbeiter! Filiale Il des Verbandes der Sattler. Dienstag, den 23. Juni, abends 8 Uhr, im Lokale des Hrn. Valdy, Aite Jakobftr. 83: Versammlung. T.- D.: 1. Vortrag des Kollegen Sommer. 2. Verschiedenes. Der Vorstand. Böttcher! 287/12 Sonntag, den 21. Juni, nachu. 4 Uhr, bei Wilcke, Andreasstr. 26: Dersammlung. Tages- Ordnung: Empfehle allen Freunden und Be- 2. Bericht vom Gewerkschaftskongreß. Ref. Kollege Neumann. 3. Verschiedenes. 1. Gewerbegerichtswahl und der Hutmacherfireit. Referent: Faber. Montag, den 22. Juni 1896, abends 7, Uhr, in tannten mein Weiß- und Bairisch 47/12 Bernhard Raabe's Salon, Kolbergerstr. 23. Zages Ordnung: 291/13 1. Vortrag des Herrn Aubert über: Recht und Rechtsprechung. 2. Disfuffion. 3. Werkstatt- Angelegenheiten. 4. Verschiedenes. Bier- Lokal, Garten und Regelbahn. Vereinszimmer ist noch einige Tage in 46412* der Woche zu vergeben. Aug. Reyher, Pallisadenstr. 62. J. A.: H. Winter. Allgem. Arbeiter- u. Arbeiterinnen- Verein Berlins und Umgegend. Zu dieser Versammlung sind die Kollegen folgender Wertstellen be- Feen- Palast, str. 22. Montag, den 22. Juni, abends 8%, Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44: sonders eingeladen: Kraft& Petzoldt, Wildenowstr. 4; Kapler, Brinzen- Allee 75/76; Haak, Müllerstr. 39; Königsdörfer, Müllerstr. 3; Springborn, Liebenwalderstr. 31; Keup, Neue Hochstr. 24; Kurt, Neue Hochstr. 8; Meier, Schulzendorferstr. 23; Artus, Wildenowstr. 4, sowie alle Drechsler dieser Bezirke.- Die Versamm lung wird pünktlich eröffnet. Die Ortsverwaltung. Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: Direktion: Winkler& Fröbel. Größtes Vergnügungs- Lokal Berlins, steht auch während der Sommermonate größeren Vereinen u. Gesellschaften zu 1. Vortrag des Genossen Sassenbach über das Freimaurerthum. Versammlungen und Festlichkeiten unter 2. Diskussion. 3. Vereinssachen. sehr tulanten Bedingungen zur VerEs ist Pflicht, daß jedes Mitglied pünktlich erscheint. Gleichzeitig Versammlungen zu betheiligen. Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der Tischler etc.ügung. Sprechst.: vorin, von 11-1 Uhr fordern wir die fäumigen Mitglieder auf, mehr wie bisher sich an unsere Montag, den 22. Juni, ab. punkt 8 Uhr, bei Hrn. Tolksdorf, Görlitzerstr. 58: Oertliche Verwaltung Berlin H. Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: im Bureau des Feen- Palast und abends von 8 Uhr im Alcazar( City- Passage). Wedding- Park. Am Weddingplatz, Müllerstr. 178. Jeden Sonntag Frei Konzert und ㄓ 1. Festsehung des Gehalts und der Vergütigung an die Ortsbeamten. Ball. 7 Kegelbahnen, Billard, Kaffee 19/12 Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. Verein deutscher Schuhmacher. 2. Wahl der gesammten Ortsverwaltung, der Beitragsammler und des Küche. 5000 Berf. faff. Garten. 52022 Versammlungen am Montag, 22. d. M., abends punkt 8 Uhr: Vertrauensarztes. 3. Krankenkontrollen. 4. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Die Ortsverwaltung. Achtung! Um zahlreiches und pünktl. Erscheinen ersucht 4 Sälen Zahlstelle I bei Feindt, Weinstraße 11: und Festlichkeiten unentgeltlich zu vergeben. ,, Englischer Garten", Billets zu der am 28. Juni cr., vorm. 9 Uhr, stattfindenden Sonder- 5262L* Alexanderstr. 27c. vorstellung in der Urania, Zaubenstraße 48/49, find noch zu haben bei Tr.; und G. Seifert, Grünauerfir. 87,§. 1 Tr.; H. Lau, Forsterftr. 40, v. 1; in den Zahlstellen der Verwaltung. Stockarbeiter! Brochnow's Ball- Säle, Sebastianstr. 39, a. d. Jakobstr. Größter und schönster Garten Montag, den 22. Juni, abends 81/2 Uhr, bei Keller, Koppenstr. 29: Sommerbühne, ist für Vereine noch Grosse öffentliche Versammlung. . Tages Ordnung: 1. Die Gewerbegerichts Wahlen und Aufstellung des Randidaten. 2. Die Verhältnisse in den Berliner Stockfabriken beleuchtet durch die im März ausgegebenen Fragebogen. Referent Rollege Hildebrandt. 3. Distusfion. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen namentlich der Werkstätten von Retzlaff, Remmert und Noa ersucht Die Agitationskommission 175/14 168/18 T 59 8½ Vortrag von Herrn Dr. Wey L. II bei Gründel, Brunnenstr. 188: Vortrag von Herrn Dr. Pinn. IV bei Rautenberg, Oranienstr. 180: Bortrag. Um zahlreiche Betheiligung bitten Die Bevollmächtigten. Sonntag, 28. Junt: Bundesversammlung b. Mörschel, Schönhauser Allee 28. Bund der geselligen Arbeitervereine. Zages Ordnung: $ der Louisen adt, mit großer 1. Unsere Bibliothet.- 2. Bundesangelegenheiten und Aufnahme neuer einige Sonnabende frei. 52972 Vereine. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Jeden Sonntag: Gr. BALL. Schmiedel's Festsäle, Alte Jakobftr. 82, neben Zentraltheater. Ich empfehle meine eleganten Festfäle zur Abhaltung jeder Festlichkeiten, Rommerse, Bersammlungen 2c. 52988* Wwe. E. Schmiedel. Von 3 Uhr ab im schattigen Garten: Kaffeekodjen( Liter 60 Pf.) und Konzert, Theater und Vorträge unter Mitwirkung der Musikvereine ünitermann, Bautenschwenger und Hoffnung, sowie der Herren Lewandowski, Scheuch und und fest anderer Bundesmitglieder. Im Saale Tans. Entree 10 Bf.- Vereine, die bis zur nächsten Versammlung mehr als drei Beiträge restiren, oder die vom Stiftungsfest noch nicht abgerechnet haben, werden in der nächsten Annonce namentlich aufgefordert( Generalversammlung Sonntag, den 19. Juli, bei Zubeil, Lindenstr. 106.) Der Vorstand. 43/15 J. A.: P. Gent, Dresdenerstr. 10718. Mit billigen Preisen konkurrire ich nicht- ich liefere nur das Beste für billigste Preise, wofür ich garantire. Meine Lager umfassen folgende Artikel Schuhwaaren Hüte für Herren und Knaben Gardinen Herren- und Knaben- Garderobe- Zigarren Teppiche und Damenkleiderstoffe. Weine und Spirituosen Jacques Raphaëli, Berlin, Spandauer Brücke No. 2. Mein Etablissement ist Wochentags bis 10 Uhr abends und Sonntags während der polizeilicherseits erlaubten Stunden geöffnet. Burüdgesette( wenig fehlerhafte) Teppiche!! Portieren!! Gardinen!! Steppdecken!! erstaunlich billig in der Fabrik von Berlin S., Oranienstr. 158. Emil Lefèvre, air. Prachtkatalog emit buntfarbigen TeppichIlluftrationen, sowie zirka 200 Gardinen und Portièren- Abbildungen in künstlerischer Ausführung auf Wunsch gratis und franto! Größtes Teppichhaus Berlins Möbel- Ausverkauf bes Möbelspeichers Rosenthalerstr. 13. Wegen ganz bedeutender Bergrößerung meiner Näumlichkeiten vertaufe ich mein WaarenLager zu noch nie bagewefenen Preifen vollständig aus. Bum Umzuge und für Brautleute dit somit die einzig reelle Gelegenheit gegeben, Ausstattungen, sowie einzelne Stücke gediegen und billigst einzutaufen. Man laffe sich nicht burch unmögliche Anpretfungen blenden, fondern besichtige fich die Möbel, welche man taufen will, genau und vergleiche biefelben mit meinen nur gediegenen Möbeln und anerkannt billigsten Breifen. Durch Eintauf von 9 großen Möbellagern au günftigen Bedingungen vertaufe tch ganze Einrichtungen, sowie einzelne Stücke ganz bedeutend billiger als jeder andere Möbelhändler. Auch größtes Lager gebrauchter und verliehen gewesener Möbel zu wahrhaften Spottpreifen. Kleiberspind 15 Mart, Nußbaumtletderspind 3a, Muscheltleiderspinb35, Kommode 9, Sopha 16, Bettstelle mit Sprungfedermatrage u. Reiltiffen 18, Spiegel 9, Stühle 2, Nußbaumtrumeaug mit Stufe 60, Plüschgarnitur 50, neue, hochfeine Plüschgarnitur 105 Mart. Hochfeine Nusbaum- und Mahagont- Möbel spott billig. Auch gebe ich Einrichtungen auf Theilzahlung. Brautleute, welche thre Möbel bet mirtaufen, erhalten ein Hochzeitsgeschent gratis. Kein Abzahlungsgeschäft. Eigene Tapezieru. Tischerwertstätten, vier große Möbelspeicher. Getaufte Möbel tönnen fostenfrei auf meinen Lagerspeichern 3 Monate stehen bleiben und werden dann durch eigeneGespanne sauber trans portirt und aufgestellt, auch nach außerhalb Kinderwagen Kranken-, Sportund Leiterwagen Kinderklappstühle, 2c. Theilzahl. geft. A. W. Schulz, 1. Geschäft: Brunnenstr. 95, gegenüber Humboldhain. 2 Geschäft: Brunnenstr. 145, Ede Rheinsbergerstraße. Musterb. grt. u. frt. Fernspr. Anit III. Nr. 1767. Wer- Stoff- hat! P fertige Anzug, 20 M., feinste Zuthaten, saubere Arbeit, zwei Anproben, Hose 3,50. Münzftr. 4, Engel. Sosen! Anzüge! Paletots! nach Maaß bestellt, nicht abgeholt, verkaufe Hälfte Rostenpreis Münzstraße 4, Engel. Herrenanzugreste. Reste zu Knabenanzügen!! Gelegenheitskäufe, umsonst auge schnitten, Herrenhosen- Reste spottbillig Münzftr. 4, Engel. SOOLKLEIE SCHWEFEL, FICHTENNADELBÄDER. 4959L* Gegen Erkältung, Gicht und Rheumatismus. Loh- Tannin-, Heisstrockenluft- u. Dampfkastenbäder m. Verpackung, Massage Ritter- Bad, Bad Frankfurt, 18. Ritterstr. 18.( Ecke Prinzenstr.) 136, Gr. Frankfurterstr. 136. Bäderlieferung für sämmtliche Krankenkalen Berlins u. Umgeg. Zweiggeschäfte existiren nicht!!! Meu eingetroffen! Fahrräder erste Fabrikate zu enorm billigen Preisen. Gegen Nur Chausseestrasse 57 Ecke Liesenstrasse. D. Perleberg Berlin N., Chausseestraße 57, Ecke Liesenstraße. Größtes und ältestes Etablissement des Nordens für Herren- u. Knaben- Moden. Anfertigung nach Maaß, Werkstatt in der ersten Etage. Specialität: Radfahrer- und Touristen- Anzüge. Berkauf zu außergewöhnlich billigen aber streng festen Preisen. Ende Juni findet meine erste Inventuraufnahme statt, und dauert nur so lange, um mit den überaus großen Waarenvorräthen zu räumen, mein Ausverkauf zu bisher ungekannt niedrigen Preisen. Das einjährige Bestehen der Firma bürgt dafür, daß ausschließlich moderne Waaren zum Verkauf gelangen, und nur solide Fabrikate. Seidenstoffe, Foulard, Bengaline, Merveilleur, Changeant, Taffet Meter 75 Pf. Kleiderstoffe, reine Wolle in verschiedenart. Geschmack, doppeltbreit, Meter 65 Pf. Hauskleiderstoffe in kräftigen Qualitäten, doppelt breit, Meter 30 Pf. Elsasser Waschstoffe, Levantine, Battst, Organdi, Rips, waschecht Mt. 30 Pf. Damen- Hemden St. 65 Pf. Hemdentuch Mtr. 19 Pf. leinene Laken St. 1,30 m. Beinkleider 90 Pf. Feder- Inlett 45 Pf. fertige Bezüge, 2,20 M. Jacken 95 Pf. Bezug- Damast 35 Pf. fertige Kissen 65 Pf. Lein. Damaft- Stubenhandtücher St. 33 Pf., Lein. Küchenhandtücher St. 13 Pf. Gardinen, abgepaßt, das Fenster 1,50 Mi. Salon- Teppiche Stück 3,40 m. Damen- Blousen in größter Auswahl, Stück von 1,50 M. an. 39 95 " " " " " W. Pestachowski, zwischen Markus- und Marfiliusstraße. 86 Große Frankfurter Straße 86, 52265 Hackescher Markt 4 J. Brünn Am Stadtbahnhof ( Ecke Neue Promenade) Nach beendeter Saison gelangen nunmehr zum Börse. Ausverkauf: Teppiche! Gardinen! Steppdecken! Fertige Wäsche! Leinenwaaren! zu ganz auergewöhnlich billigen Preisen. Central- Leihhaus, Jägerstrasse 72, 10000 moderne Sommer- Paletots und Sommer- Anzüge neu und wenig getragen. KinderwagenBazar Max Brinner, Jerufalemerstr. 42 am Dönhoffplatz und Brunnenstraße 6. Großartig. Ausivahl von Kinderwagen, Puppenwagen, Kinder- Sportwagen billigst. Viele Anerfennungen. Theilzahlung gestattet. A. Tuchen Optiker Lothringer Strasse 28. Rathenower Brillen und Pincenez ff. Stahl I Mk., Nickel 2 Mk., Aluminiumgold, von Gold nicht zu unterscheiden 2,50 Mk., Operngläser 6,50 Mk., bestes Opern- u. Reiseglas Marke, Eureka" 12 Mark mit Leder- Etui und Riemen Lieferant für alle Krankenkassen Möbel- Gelegenheitskauf Zum Umzug Oranien-Straße 73, of I., günstigste Gelegenheit für Brautleute, Hotels, Wiederverkäufer. In meinem 6 Etagen großen Möbelspeicher, alles hell und übersichtlich, tein Laden, sollen sofort ca. 200 neue ganze WohnungsEinrichtungen von 100-1000 Mark und darüber verkauft werden. Speziell empfehle ich die großen Vorräthe verliehen gewesener zum Theil sehr wenig benußter Möbel für jeden annehmbaren Preis. Theilzahlung gestattet. Kleiderspind, Sopha 18 Mart, Kommode, Küchenspind, Wasch= toilette 12 Mart, Stühle 3 Mart, Bettstellen mit Federmatraße und Keiltissen 18 Mart, elegante Nußbaum- Kleiderspinde und Wäschespinde 30 Mart, Muschelspinde 40 Mart, Säulen Kleiderspinde und Vertikows, hochelegant 46 Mart, Trumeaux mit Stufe 55 Mart, Plüschgarnituren 60 und 100 Mart, Paneel= garnituren, Paneelfopha 80 Mart, Muschelgarnituren, Chaiselongue, Schlafsophas, Schreibtische, Koulissentische, Buffets, Schreibsekretäre, Tische, Spiegel 2c., alles staunend billig, sowie fertig dekorirte Salons, Speise- und Schlafzimmer. Besichtigung erbeten ohne Kaufzwang. Getaufte Möbel tönnen dret Monat tostenfrei lagern und eigene Gespanne werden durch transportirt und aufgestellt. 6035 L* Größte KinderwagenAusstellung. Eleg. Neuheiten zut reell billigst. Preisen Fabriklager: A. v. Langheim Oranienstr. 65. MENS SANA IN CORPORE SANO Gründl. Heilung bei Gicht, Rheumatism., Nerven-, Hautleiden, sonstigen frischen u. veralteten Krankheiten, besonders Unterleibsleiden der Männer und Frauen, sowie Folgen der Quecksilberkuren u. der Influenza, durch unsere patentirte Heisstrockenluft- Behandlung. Für Rachen-, Kehlkopfa. Brustleidende Heisstrockenluft- Inhalatorium. Prospekte gratis. Privat Heilanstalt Timarianum Gr. Hamburgerstr. 20. Bettfedern, breifach gereinigte neue, vorzügl. füllend, Pfund 50, 70, 90 Pf. Halbbannen Pfd. 1,10. Halbdaunen, filber= hell, Pfd. 1,60. Daunen von vorzügl. Fülltraft ( 3 Pfd. genügen zum größten Oberbett) Pfund 2,75, empfiehlt das als streng reell bekannte, 1870 gegründete Spezialgeschäft v. S. Pollack, Oranienstr. 61. am Morigplay. Institut für Gelegenheitskäufe, einzig in seiner Art in Berlin. Zwischen Kanonier- u. Manertraße, parterre. Beste Stoffe, neueste Muster, von Mt. 10, 15, 20-30 m.( Pracht- Exemplare). Knaben, Jünglings- und Konfirmanden- Anzüge, Havelocks, Monats- Anzüge, das sind in den feinsten Werkstätten nach Maaß bestellte Sachen und nur wenig getragen. Auch für forpulente Herren passend. Fracks und Servir- Anzüge für Kellner. Goldene und Alberne Herren- und Damen- Uhren, Ringe, Ketten, Elegante Hochzeits- Anzüge. Alles fabelhaft billig. Ein Besuch sichert uns die Kundschaft. Auch Sonntags von 7-10 und 12-2 geöffnet. Poliz. konz. Leihhaus. Die Verwaltung. Der Kampf gegen die Schleuder- Geschäfte der Herren und Knaben- Garderoben- Branche, den ich vor einem Jahre unternahm, hat zum theil einen guten Erfolg gezeitigt. Das Publikum wurde über die Machinationenund die markt schreierische Reklame aufgeklärt. Die Ausverkäufe, die nur darauf berechnet waren, das Publikum irrezuführen, sind fast gänzlich, nachdem ich ihre unlautere Handlungsweise aufgedeckt habe, wenigstens in meinem Stadttheil, von der Bildfläche verschwunden. Wie schon im vorigen Jahre, so nehme ich auch jetzt wieder, bei Beginn der Sommer- Saison, Veranlassung zu betonen, daß reelle Waaren reelles Geld kosten. Denn immer wieder versucht es die eine oder andere Firma, dem Publikum Sand in die Augen zu streuen und Waaren als gut und billig zu empfehlen, die jeder Fachmann trog der billigen Anpreisung immer noch als viel zu theuer erkennt. Deshalb richte ich an das verehrliche Publikum im eigensten Interesse die Aufforderung: stets nur in renommirten Geschäften zu kaufen. Ein zufriedener Kunde ist die beste Empfehlung. Der langjährige gute Ruf meiner Firma ist eine Folge der gewissenhaften Bedienung meiner weit verbreiteten Kundschaft. Somit gehört auch mein Geschäft zu den bestrenommirtesten des Süd- Ostens. Meine 5 großen Schaufenster Köpnickerstraße 121, Ecke Michaelfirchstraße, zeigen den Paffanten reelle Waaren zu reellen Preisen. Auf jedem Stück in der Auslage befindet sich der feste Preis deutlich in Zahlen vermerkt. Die zu verkaufenden Garderoben sind genau ausfalkulirt und ist der Nuzen hierbei, meinem großen Umsatz entsprechend, ein nur mäßiger. Die ausgestellten Kleidungsstücke sind in allen Größen( auch für ganz starke Figuren) am Lager vor handen. So bedeutend wie in fertiger Herren- und Knaben- Garderobe, ebenso überraschend reichhaltig ist auch mein Lager in- und ausländischer Stoffe zur Anfertigung nach Maak. Die Werkstatt befindet sich im Hause, und wird jeder Auftrag in fürzester Zeit, wenn nöthig, binnen 12 Stunden ausgeführt. Zur Bequemlichkeit und ungenirten Anprobe find Ankleide- Kabinete vorhanden. Ich lade ergebenst zur Besichtigung meiner Geschäftsräume und ausgestellten Waaren ein und gebe mich der Hoffnung hin, daß die Ueberzeugung von der wirklich reellen Bedienung, der vorzüglichen Qualität meiner Stoffe und dem tadellosen Sitz der Kleidungsstücke meinem altrenommirten Geschäft viele neue Kunden zuführen und so meinen Sieg über die unreelle Konkurrenz in dieser Gegend zu einem vollständigen machen wird. Hochachtungsvoll Karl Zobel, Herren- und Knaben- Garderoben- Geschäft, Berlin SO., Köpnickerfir. 121, Auf der Berliner Gewerbe- Ausstellung: Gruppe II, Saal C, Nr. 607. Ecke Michaelkirchstraße. Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin.