Morgenausgabe v Sonntag ■ U Ji Mmi WJcW■ H n m(mW� �- Auswärts 20 pf. lung in» Hau») im voraus zahlbar. Ml U\»W»Mz NM B8#/ W> Posib-zug 4.22 �einschließlich so Pf. �MW IL* W W■"■■■ M H Q(> H WP-?/ Di«.inspalt. Nonp°r.ill«°il. M Pf. P°,lz-.tung-.und7-Pf.Pmtbest-lla..!?=■ W W W WWW WW W�)W»I Z/ R«n-m°z°il° b.- RÄ...Klein««in. buhren. Auslandsabonnement S�-M. I Wl W W W W W W W W W zeigen" das s-ttgedruckte Wort 2S P,. pro Monat, für Lander mit ermäßig--/toMB 1 HC SM Mfl BNv I�H NB Bfi BS tzulSsfig zwei scttgcdrultte Worte), jede» tem Drucksachenporto M. B» I NM W B» MKkiy J��VBBBLV| BR\ W weitere«ort 12 Ps. Rabatt lt. To, is. •* 1 BB VIW'/'BB/' W X' Hl Stellengesuche das erste Wort IS Ps., HLJ|hB\ X' BD jede» weiter- Wort tOPf. Worte über Der.Vorwärts" erscheint Wochentag. �9/ // BB L5 Buchstaben zählen für zwei Worte. Itch zweimal, wonntags und Montags XafAsbfc Arbeitsmartt Zeile 60 Pf. Familien. ;ä!£S',"ä'S?;S" 4l�.» rfrf« IV Ai Ä'ÄÄiSKl'Ä: IgrgHHrB VPWBVßiM saESSS.;;: Aenteawesan der Sozialdemokratischen Vavtei Deutschlands Redaktion und Verlag: Berlin SW 68, Lindenstr. 3 sfernspr.: Dönhoff{K 7) 292— 297. Telegrcmim-Adr.: Sozialdemokrat Berlin. Genf. 5. September.(Eigenbericht.) I Wie am Sonnabend hier in Genf bekanntgeworden ist, enthält der Bericht des Hohen Danziger Kommissars Gra- n i n a, eines Italieners, die Feststellung, daß die Verwirrungen in der Frage des P o r t e i st r e i t s weitergehen. Er schildert die Zu> sammenstöße im Juni, das Ermächtigungsgesetz, das Entstehen des Ermächtigungsgesetzes und des Presseknebelungsgesetzes. Der Se- nat hat einige befriedigende Erklärungen abgegeben über die prak- tische Wirksamkeit seiner Maßnahmen. Es sei noch nicht zu sehen, daß diese Maßnahmen wirtsam geworden wären. Unglücklicherweise seien die persönlichen Beziehungen zwischen dem Senats- Präsidenten Dr. Z i e h m und dem polnischen Gesandten Straß- burger noch nicht befriedigend. Es bestehe aber Grund zu der Hoffnung, daß sie die Behandlung von Angelegenheiten öffent- lichen Interesses nicht berühren würden und daß es möglich sein wird, in einer ruhigeren Atmosphäre und daher in einem k o n z i- lianteren Geiste auf beiden Seiten die Probleme be- zllglich der besonderen Situation Danzigs zu prüfen. Es werden einige Streitfälle erwähnt über die Danziger Hafenverordnungen gegen Matrosen der polnischen Kriegsmarine. Dann fährt der Bericht fort, es müßten aber als zweifellos sehr störend zwischen den freundschaftlichen Beziehungen Dan- zigs und Polens gewisse Demonstrationen ierwähnt werden, die im Gebiet der Freien Stadt von Rechts» Fori mit den Spaltern! Sin Beschluß des Parteivorstandes. Am 26. Juli 1931 forderte der Vorsitzende der Deutschen Friedcnsgesellfchast, der frühere Sozialdemokrat Küster, zu jener Zeit jedoch bereits Mitglied der Kommunistischen Partei, auf einer Tagung der Deutschen Friedensgescllfchast in Hagen die Delegierten, soweit sie Mitglieder der Sozialdemokratischen Partei wären, zu einer besonderen Besprechung auf. In dieser Zu- fammenkunft legte Herr Küster die Gründe für die Zusammenkunft dar. Ihr Zweck sei,„den Grundstein zu legen zu einer neuen Partei oder den Anschluß an ein neues radikales linksgerichtetes Gebilde zu suchen". Das solle durch die Gründung einer„Arbeitsgemeinschaft für linksfozialiftische Politik" geschehen. Die Gründung dieser„Arbeitsgemeinschaft" erfolgte auf jener Tagung. Es wurde ein Ausschuß von fünf Personen gewählt, der Zustimmungserklärungen sammeln und Verhandlungen mit nahe- stehenden Gruppen und Krisen aufnehmen sollte. In einem Zirkular, das die„Arbeitsgemeinschaft für linkssozia- listische Politik" am 7. August 1931 herausgab, teilte sie die Der- fendung von Werbeblocks mit und betonte:„Inzwischen werden wir Verhandlungen mit oppositionellen Gruppen aufnehmen..." Die Zeitschrist„Das andere Deutschland", dos Organ der Fricdensgesellschaft, vom 29. August 1931 erklärt auf.Mehrsache An- fragen", daß der kommunistische Vorsitzende der Deutschen Friedens- gesellfchast Fritz Küster an der Gründung der„Arbeitsgemeinschaft" beteiligt sei. In einem kleinen Parteiort hoben infolge jener Aktion einige Parteigenossen den Austritt aus der Partei mit ihrem Beitritt zu der „Arbeitsgemeinschaft für linkssozialistische Politik" begründet. Aus alledem ergibt sich, daß es sich um eine gegen die Sozialdemo- kratijche Partei gerichtete Organisationgründung handelt, die den Charakter einer kommunistischen Hilfsorganisation trägt. Der Parteivorstand beschloh in seiner Sitzung vom 4. September: ..Tie Zugehörigkeit zur„Arbeitsgemeinschaft für linkssozialistische Politik" ebenso jede Unterstützung dieser Organisation ist unvereinbar mit der Mitgliedschaft zur Sozialdemokratischen Partei Deutschlands." Grüne Front bei Brüning. Agrarpolitische Aussprache. Der Reichskanzler empfing heut« in Gegenwart des Reichs» «rnShrungsmimsters und des Reichsministers Treviranus die in der grünen Front vercinigten Führer der Landwirtschaft aus allen Teilen des Reichs. Nachdem die Vertreter der Landwirtschaft die allgemeinen Sorgen und diejenigen ihrer besonderen Gebiete vorgetragen hatten, machte der Reichskanzler«ingehend« Ausführungen über die oll- gemoine Lag« cm Rahmen der wett- und volkswirtschaftlichen(Eni- Vorwärts-Verlag G. m. b. H. l Parteien sowohl reichsdeutscher wie Danziger Bürger organisiert wurden, während denen nationali st ische Forderungen für die Rückkehr Danzigs an das Reich ausgesprochen worden seien. Auf polnischer Seite seien diese Demonstrationen als Beweis an- gesehen worden für die Tendenz der allgemeinen Politik der Freien Stadt, nach Deutschland statt zu Polen zu dirigieren, während zu gleicher Zeit wirtschaftliche Privilegien von Polen und seinem Hinter- land erbeten würden. Der Bericht schildert die furchtbare wirtschaftliche und finanzielle Situation Danzigs und betont besonders, daß es wünschenswert sei, die Vcr- Handlungen über die Beendigung der polnischen Einwanderung in Danzig zu einem Abkommen zu führen. In einem Ergänzungsbericht wird auf die groß? Gefahr hingewiesen, die das Scheitern der Verhandlungen über die Benutzung des Hafens durch polnische Kriegsschiffe darstelle. Nach Ablauf der Frist vom 15. September, bis zu der sich Danzig eine Entscheidung Polens über die Einholung der vorherigen Erlaubnis ausgedungen habe, werde Danzig dann von ihm verlangen, festzustellen, daß Polen zur„direkten Aktion" übergegangen sei. Der Hohe Kommissar bittet daher den Rat zum Schluß zu entscheiden, ob im Falle der Weiterbenutzung im strittigen Sinne durch Polen eine direkte Aktion vorliege oder nicht. In einer der Beilagen wird auch die von Monat zu Monat wachsende Schä- digung Danzigs dlprch den Hafen von Gdingen ein- dringlich dargestellt und durch Zahlen bel«gt. wicklung und die sich hieraus ergebende Politik, insbesondere auch auf dem Gebiet der Landwirtschaft. Im Anschluß hieran nahmen die anwesenden Reichsminister zu den einzelnen, in der Debatte aufgeworfenen Fragen Stellung. Sie haben gemogeli! Eine interessante Feststellung zum Volksentscheid. Köln, 6. September.(Eigenbericht.) In Köln waren beim Volksentscheid die Wahlvorstände meist mit Mitgliedern der Volksentscheidsparteien besetzt, weil die Sozialdemokraten und auch die Zentrumsleute ihre Zeit für die er- bärmliche Aktion der Hakenkreuzler und Kommunisten nicht opfern wollten. Die Wahlvorstände hatten ihre Brüste zum Teil mit großen Hakenkreuzen geschmückt. Manche verteilten den„Westdeutschen Beobachter" im Wahllokal oder trieben anderen Unsinn. Die Folge dieser einseitigen Besetzung der Wahllokale war, daß es nicht immer ehrlich bei der Auszählung der Stimmzettel zuging. In einem Wahlbezirk zum. Beispiel erklärte der Naziwahlvorstand trotz der Proteste eine Anzahl von Stimmzetteln, die weder an- gekreuzt noch überhaupt in ihrer Entscheidung kenntlich gemacht waren, einfach als gültige Ja-Stimmen. Diese Vorgänge haben die Stadtverwaltung in Köln veranlaßt, in eine Nachprüfung der Ergebnisse einzutreten. In dem amtlichen Untersuchung?- ergebni» erklärt die Stadtverwaltung jetzt zusammenfassend folgen- des:„Auf die Gültigkeit des Volksentscheids selbst haben die an sich zu bedauernden Verstöße(politische Abzeichen der Wahlvorstände, Zeitungsverbreitung usw.) keinen Einfluß. Die Vermutung ist aller- ding- nicht von der Hand zu weisen, daß einzelne Stimmzettel zu unrecht als güllig erklärt wurden." Wenn schon in Köln eine Mogelei der Nazis amtlich festgestellt wird, wie mag erst in den agrarischen Gebieten gemogelt worden sein! /UtfecKming! Am Dienstag, 8. September, um 19 Uhr, wird in der „Neuen Welt", Hasenheide, eine öffentliche Versammlung stattfinden, in der außer einem kommunistischen Redner der Vorsitzende des Bezirksverbandes Berlin, Genosse Franz Künstler als Korreferent sprechen wird. Es handelt sich um die längst notwendige politische Abrechnung mit den Katastrophenpolitikern, die die Organisation der Arbeiterklasse in einen Scherbenhaufen zu verwandeln streben. Die Parteigenossen werden aufgefordert, sieh zahlreich an der Versammlung zu beteiligen und sich frühzeitig einzufinden. Es ist selbstverständlich, daß unsere Genossen durch freiwillige Disziplin jede Sprengung der Versammlung zu verhindern suchen werden. Postscheckkonto: Berlins? 536.—BanrkoMo:BankderArbeiter,Angestcllien und Beamten, Lindenstr. 3, Dt.B.u.Disc.-Ges., Depositenk., Jerusalemer Str. 65/66. Generalangriff! Die Mission der Sozialdemokratie in der Wirtschaftskrise. Die sozialdemokratische Reichstagsfraktion, die am Diens- tag zu ernster Beratung zusammentritt, wird finden, daß sich seit ihrer letzten Zusammenkunft vieles in der Welt oerändert hat. Nur gebessert hat stch leider nichts. Durch den Regie- rungswechsel in London und durch die Niederlage Deutsch- lands in der Angelegenheit der Zollunion hat die Weltpolitik ein anderes, aber kein schöneres Gesicht bekommen. Im Innern haben wir im Verlauf der sich verschärfenden W i r t s ch a f t s- k r i s e den Bergsturz der Bankkrachs erlebt, dem eine neue Flut von Notoerordnungen gefolgt ist. Hauptziel dieser Notverordnungen ist, die Ordnung in den öffentlichen Finanzen wiederherzustellen. Hauptmittel zur Erreichung dieses Zieles ist Senkung aller Ausgaben: der Arbeiterlöhne, der Angestellten- und Beamtengehälter, der sozialen Leistungen und aller anderen Auswendungen, die bis- her im Interesse der Staatsbürger gemacht wurden. Die Notwendigkeit, die öffentlichen Finanzen in Ordnung zu bringen, verkennt niemand. Auf der anderen Seite ist jedoch ebenso richtig, daß die Ordnung in den Finanzen ihren Zweck verliert, wenn alles andere in der Unordnung bleibt, in der es sich befindet. Wenn Deutschland zugrunde geht, ist es ziemlich gleichgültig, ob zuletzt noch die Kasse stimmt oder nicht. Und sie wird natürlich auch immer wieder nicht stimmen, solange die Ursache der Finanzkrise, die Wirtschaftskrise, mit ihren verheerenden Wirkungen bestehen bleibt. Den Reichstag vorzeitig zusammentreten lassen, die Auf- Hebung der Notverordnungen beschließen, der Regierung das Mißtrauen aussprechen, das alles ist natürlich kinderleicht. Eine andere Frage ist, ob dieser unmögliche Reichstag prak- tische Arbeit leisten wird, ob nach Aufhebung der Notver- Ordnungen das Geld zur Befriedigung der gerechten An- sprüche vorhanden sein wird, und ob uns der Reichspräsident, wenn die Negierung Brüning stürzt, eine bessere bescheren wird. Damit ist nicht gesagt, daß die sozialdemokratische Reichstagsfraktion nicht eines Tages von den Parlamentär!- schen Mitteln Gebrauch machen wird, um eine Aenderung des Kurses herbeizuführen— nur wird sie als eine politisch ge- schulte Körperschaft das erst dann tun, wenn sie sich die Kraft zutraut, eine Aenderung in ihrem Sinne zu erzwingen. Hier aber liegt der entscheidende und empfindlichste Punkt, der ohne Scheu bloßgelegt werden muß. ★ Die Weltwirtschaftskrise hat die strategische Lage des modernen Klassenkampfs von Grund auf geändert. Sie hat die sozialpolitische Front der Arbeiterbewegung bis in die Tiefen erschüttert. Während außenpolitisch die Schuldnerstaaten in immer tiefere Abhängigkeit von den Gläubigerstaaten geraten, versucht im Innern das Kapital, als Diktator auf dem Arbeitsmarkt die sozialen Lebensbedingungen des Volkes zu bestimmen. Tarifwesen und Arbeitslosenversicherung stehen im Hagel der Geschosse. Das ganze wohlersonnene und wohlausgebaute System zum Schutze der Lebenshaltung der breiten Massen kann nur noch in Verteidigung unter Preisgabe wichtiger Abschnitte gehalten werden. Vielleicht erkennt jetzt, wo das Errungene zum Teil wieder verloren gegangen, zum Teil bedroht ist, so mancher, daß Sozialdemokratie und Gewerkschaften im letzten Jahrzehnt doch allerhand für die Arbeiter geleistet hatten. Aber diese Erkenntnis, so nützlich sie auch ist, ändert nichts an der bitteren Tatsache, daß wir an der sozialpolitischen Front zurückgeworfen sind und daß es viel.Kraft kosten wird, das Verlorene wieder zurückzuholen. Wenn jemand geglaubt haben sollte, die Uebel der kapita- listischen Welt seien mit Mitteln der Sozialpolitik allein zu heilen, so müssen ihn die Erfahrungen der letzten Zeit aus seinen Illusionen geweckt haben. Wie ganz anders stellen sich jedoch die Dinge dar, wenn man sie nicht aus dem sozialpolitischen, sondern aus dem wirtschaftspolitischen Susi cht s w i n k e l betrachtet! Während der Kapitalismus auf sozialpolitischem Gebiet den Angreifer spielt, ist er auf wirtschastspolitischem in die Verteidigung gedrängt, ja zur Verteidigung kaum noch fähig. Diktator auf dem Arbeitsmarkt, Bankrotteur auf dem Wirtschaftsmarkt, stärkste politische Macht im Staate und doch auf die Hilfe des Staates angewiesen, ohne sie ohnmächtig — so beweist der Kapftalismus noch einmal, daß die Welt. die er sich aufgebaut hat. eine Welt der krassesten inneren Die Zustände in Danzig. Vorwürfe des Völkerbundskommissars gegen die Rechtsparteien. .Widersprüche ist. Aus diesen Widersprüchen aber ziehen wir, die grundsätzlichen Gegner dieses Wirtschaftssystems, unseren . Vorteil. Vielleicht haben wir zu lange wie hypnotisiert auf die sozialpolitische Front geblickt, um zu bemerken, wie st a r k wir auf der wirtschaftspolitischen Front sind! Richtiger vielleicht: wie stark wir auf der wirtschaftspolitischen Front werden können, wenn wir verstehen, die praktische und ideologische Schwäche des Gegners, die unsere Stärke ist, auszunutzen. Das System der kapitalistischen Profitwirtschaft hat Bankrott gemacht. Es steht hilflos vor der Aufgabe, die un- geheuren Vorräte und Produktivkräfte derWelt zur Verfügung der bedürftigen Menschen zu stellen. Diese Aufgabe ist nur noch lösbar mit den Mitteln einer sozialistischen Wirt schaftspolitik. * Niemals kann es Sache der Sozialdemokratie sein, mit nationalsozialistischen, kommunistischen und sonstigen Wuirder- doktoren der Wirtschaft in einen Wettbewerb der Demagogie einzutreten. Ein einziges Mittel, mit dem man alle Nöte au* einmal beheben kann, gibt es nicht; wer ein solches empfiehlt, ist ein Betrüger, und wer an seine Heilkraft glaubt, ist ein Dummkopf. Für uns handelt es sich um etwas ganz anderes. Für uns Sozialdemokraten handelt es sich darum, den Kampf für eine sozialistische Wirtschaftspolitik aufzunehmen, die in dem Maße, in dem sie verwirklicht wird, die Lebens- Haltung der arbeitenden Massen hebt. Wir sind uns von vornherein darüber klar, daß dieser Kampf nicht von heute auf morgen gewonnen werden kann. Worüber wir uns viel- leicht noch nicht klar genug sind, das ist die Frage, an welchem Punkt der entscheidende Angriff anzusetzen ist, in welcher Reihenfolge die Kämpfe um die Erfüllung unserer Forde rungen zu führen sind. Uns fehlt gegenüber all unseren politischen Gegnern nicht die tiefere Einsicht in die Zusammenhänge, uns fehlt nicht die große, begeisternde, richtunggebende Idee, uns fehlen nicht -Aktionsprogramme, Pläne und Vorschläge. So muß es auch möglich fein, aus dieser Fülle dasjenige herauszugreifen, was zu dieser Zeit und unter den gegebenen Umständen i n d e n Mittelpunkt unserer Kämpfe gestellt werden muß und wofür die gesamte Kraft der ganzen sozialistischen Ar ibeiterbewegung einzusetzen ist. Der sozialpolitische Frontabschnitt ist heute, um im mili iärischen Bilde zu bleiben, Nebenkriegsfchauplatz. Der Haur' kriegsschauplatz liegt auf dem wirtschaftspolitischen Felde; hier wird um die allgemeine Entscheidung gerungen, die schließlich auch die Entscheidung über die Sozialpolitik ist. Das große Ringen zwischen den Wirtschaftsprinzipien des Kapitalismus und des Sozialismus ist im Gange. Führer der Arbeiterklasse kann nur die Sozialdemokratie sein. Diese Führeraufgabe ist uns heute ganz praktisch und konkret ge- stellt, und je nachdem, wie wir sie lösen weiften, wird sich das Schicksal entscheiden. Wirtschaftspolitische Führung mit sozialistischer Ziel- setzung, das ist die geschichtliche Mission der Sozialdenwkrati- > schen Partei und ihrer Reichstagsfraktion in der gegenwärtigen Zeit. Alle taktischen Fragen erscheinen gegenüber dieser Hauptaufgabe als nebensächlich und sind nur in Rücksicht auf sie zu entscheiden. Es gilt, allen Feinden die Spitze zu bieten und imKampfumeinebessereZukunftvorne- an zu sein! SAL. wächst! Sin erfreuliches Ergebnis aus Frankfurt am Main. Frankfurt am Alain. S. September.(Eigenbericht.) In einer zentralen Mitgliederversammlung der f o z i a l i st i- schen Arbeiterjugend Groß-Frankfurt konnte durch die Meldung der Distrikte festgestellt werden, daß im Zeitraum von ' zwei Wochen, die seit dem Reichsjugendtag in Frankfurt verflossen sind, die Mitgliederzahl der SAI. Groß-Frankfurt sich um 25 Prozent gehoben hat. Aiedrige Verleumdung gebrandmarkt. Sin Hakenkreuzredakteur wegen Verleumdung des Genoffen Herh verurteilt. Vor dem Amtsgericht Berlin-Miite hatte sich am Sonnabend der verantwortliche Redakteur des nationalsozialistischen Blattes in Bochum, Dr. P i c l u m, wegen Beleidigung des Reichstags- abgeordneten Dr. Paul Hertz zu verantworten. Piclum hatte in einem Artikel behauptet, daß der Abgeordnete Dr. Hertz sich für ein paar Stunden„sitzen" bei einem Schiedsgericht der Ber- liner Volksbühne ein Honorar von 10 Söst Mark habe auszahlen lassen und dieses Geld verpraßt und oersoffen habe. Der Angeklagte, der durch den Rechtsanwalt Dr. Neubert vertreten wurde, versuchte überhaupt nicht, den Wahrheitsbeweis für seine unwahren Behauptungen und seine wüsten Schimpfereien anzutreten. Rechtsanwalt Landsberg als Vertreter des Pri- vatklägers beantragte eine Geldstrafe von 300 Mark und Publika- tionsbefugnis in mehreren Zeitungen. Das Gericht schloß sich dem Antrag des Privatklägers in vollem Umfang an und verurteilte Piclum wegen Beleidigung zu 300 Mark G e l d st r a f e. im Nichtbeitreibungssalle zu 30 Tagen Ge- sängnis und sprach dem Privatkläger die Befugnis zu, das Urteil über den Angeklagten im„Vorwärts", im„Völkischen Beobachter" und dem nationalsozialistischen Blatt in Westfalen zu veröffent- lichen. In der Begründung wurde ausgesprochen, daß das Gericht ' auf eine so hohe Strafe erkannt habe, weil der Angeklagte, der bereits wegen verleumderischer Beleidigung vorbestraft sei, ein höchstes Maß von Leichtfertigkeit an den Tag gelegt habe und sich von einer niedrigen Gesinnung und der .Absicht. habe leiten fassen, einen politischen Gegner ohne jeden Be- weis mit Schmutz zu bewerfen. Verbot einer Wochenschrift. Der Oberpräsident der Provinz Sachsen hat die in Erfurt erscheinende kommunistische Wochen- schrist„Erwerbslosenechv" aus die Dauer von drei Monaten verboten. Das Verbot ist erfolgt, weil in Nummer 33 die Polizei und die Justiz beschimpft und böswillig verächtlich gemacht und die ösfcMtlichc Sicherheit und Ordnung gefährdet wurde. Der Führer der deutschnationalcn BismarcfOugcnd Sieveking ist am Freitag abend in Tegernsee an einer Blutvergiftung im Alter von 40 Jahren ganz plötzlich gestorbeil. Kongreß der Freidenker-Zniemationale. Das Problem der Zugenderziehung. Im Plenarsaal des ehemaligen Herrenhauses wurde gestern um 14 Uhr der Internationale Freidenker-Kongreß eröffnet. Die Vor- sitzenden Max S i e v e r s- Deutschland und Tervagne- Belgien gaben bekannt, daß vom 1. Januar 1932 ab nur noch eine Freidenker-Jnternationale bestehen werde und daß der Erfolg zum Zusammenschluß der sogenannten Brüsseler Internationale und der Internationale proletarischer Freidenker gesichert sei. Die Bekannt- gäbe wurde mit stürmischem Beifall aufgenommen. * Zur Eröffnung trugen unsere Arbeitersänger„Auf, Völker, aus" vor. Dann nahm der Vorsitzende des Deutschen Freidenker-Vcr- bandes Genosse S i e o e r s das Wort: Nach den vielen schönen Worten der Begrüßung, die gestern ge- fallen sind, kann ich mich kurz fassen. Ich danke den Berliner Ge- nossen für ihre Mithilfe, ich danke den Genossin des Auslandes dafür, daß sie zu uns kamen. Vertreten sind das Büro der Brüsseler Internationale und das Büro der Internationale proletarischer Frei- denker, vertreten sind Deutschöfterreich, Frankreich, Belgien, Holland, die Schweiz, Polen, die Tschechoslowakei, Luxemburg und Portugal. Unseren italienischen Genossen hat Mufsolini den Paß verweigert. (Pfuirufe.) Uns grüßen die Genossin aus Nordamerika und Lettland. lieber die Frcidenkerbewegung kann nicht mehr hinweggegangen werden. Bei uns in Deutschland besteht eine Massenbewegung, gegen die alle Hemmungsoersuche vergeblich angewandt werden. Sie führen nur zu verstärkter Aktivität. Das beweist schon die Tatsache, daß der Weltkongreß der Freidenker am Sitz der Regierung Wirth-Vrüning stattfindet. Unsere ausländ!- schen Freunde sollen weiter sehen, daß das Deutschland von heute nicht das Deutschland von ehemals ist. Das wahre Deutschland kennt nur einen Krieg, den Krieg gegen die Kriegstreiber.(Stürmischer Beifall.) Mit den Papiersoldaten der Hitlergarden wird die Arbeiter- klasse fertig werden. wir sind die Träger einer großen Bewegung, und so möge der weltsreidenkerkongreß ein Schritt weiter sein, im Kampf gegen Weltreaktion und Weltkirche.(Stürmischer Beifall.) Im Namen der Sozialdemokratischen Partei und der Reichstagsfraktion begrüßte Genosse Franz Künstler die Delegierten. Der Kongreß findet in schwerer Zeit statt. Hundert Millionen Menschen stehen als Opfer unter dem Druck des kapital rstffchen Systems. Wir aber wollen die ökonomische, politische und kulturelle Befreiung des Proletariats. So find sozialistische, gewerkschaftliche und Freidenker-Jnternationale ein Dreibund, der für die Befteiung der Menschheit kämpft. Ich grüße herzlichst unser« ausländischen Gesinnungsgenossen und— niemand wird es mir verargen— besonders herzlich unsere Freunde aus Frankreich (Stürmischer Beifall.) Uns stehen die französischen Sozialisten naher als die deutschen Nationalisten, die jetzt wieder den Sedontag feierten. Der Rhein ist keine Grenze, die Arbeiterschaft reicht sich über den Strom hinweg die Hand. Und nun Glückauf zu Ihren Be- r a t u n g e n.(Anhaltender Beifall.) Im Namen der srcien Ge werks ch a fit e n betonte Denosie Siegle die innerliche Verflochtenheit von Kulturpolitik und Sozial- Politik. Der Abbau der Sozialgesetzgebung bedeute auch kulturellen Rückschritt. In diesem Sinne oersichere er dem Kongreß die Sym- pathien der freien Gewerkschaften.(Anhaltende Zustimmung.) Für die preußische Landtagsfraktion sprach Genosie Otto Meier: Groß sind Ihre Aufgaben, die Welt ist aus den Fugen, sinnloser Bruderkampf zerfleischt die Arbeiterklasse. Wäre sie einig, könnte sie eine Welt erobern. Nicht zum wenigsten von uns wird es abhängen, ob die Reaktion Erfolg haben wird. Eine ihrer schneidigsten Waffen ist die Religion. Fort mit Mystizismus und Nebel, empor zur Erkenntnis. Di« Arbefterschaft sei nach dem Worte Lassalles der Fels, auf dem die Kirche der Zukunft steht.(Jubelnder Beifall.) Im Namen der Reichsgemeinschast der Kinderfreunde grüßte Genosse Löwen st ein den Kongreß. Er schilderte den Kampf der kirchlichen Reaktion gegen Kinderfreunde und wettliche Schule, aber die Zusammengehörigkeit zwischen Freidenkern und Kinderfreunden bekundet sich darin, daß in der Kinderrepublik am Rhein, am Hochsitz des Klerikalismus, die deutschen Freidenker ein Zelt stifteten. Er rufe dem Kongreß ein„Freundschaft" zu. Für den Bund freier Schulgesellschaften sprach Ge- nossi L i p k e. Groß ist die Gefahr, daß durch die preußische Not- Verordnung ein Abbau gerade jüngerer Lehrkräfte eintrete, die Aktion richte sich gegen die weltlichen Schulen. In seinen Dankeswortcn betonte S i e v e rs noch einmal die Einigkeit der Freidenker im Kampfe gegen die Reaktion. Die Kam- munisten, die beim letzten Volksentscheid den letzten Schein pro- letarischer Solidarität abgelehnt hätten, wären jetzt, um Gastkarten bittend, zum Büro des Kongresses gekommen. Er habe diese Bitte abgelehnt.(Stürmischer Beifall.) Nachdem T e r v a g n e- Belgien dos Präsidium übernommen hatte, gab er seiner tiefen Bewegung über diese Berufung und den Geist, der aus den Ansprachen sich kundgetan hätte, Ausdruck. Er schloß mit dem Rufe: Nie wieder Krieg! und begrüßte die neue Internationale, die sich hier in Berlin in der Freidenkerbewezunz zusammengefunden hätte. Dr. August Giemsen-Zeno hielt das Referat des Tages über das Problem der Jugend- erzieh un g.„Die Lage der deutschen Jugend ist katastrophal. Aber sie hat, da Kapitalismus, Weltkrieg und Weltkrisis alle be- drücken, Bedeutung für alle. Not hat zu Rebellion und Verwahr- losung geführt. Blutige Keilereien an deutschen Hochschulen, zwei junge Burschen ein schwangeres Mädchen des Mordes angeklagt, lieberfälle von Faschisten aus sozialistische Heime, Anpöbeleien selbst bei Beerdigungen— das sind die Zeichen. Die Erkenntnis der Ursachen für diese Zustände ist not. Die furchtbaren Verhältnisse haben zu Zersetzung, Kulturkrise und Kulturvernichtung geführt. Das Dasein scheint der Jugend sinnlos. Für sie gibt es nur zer- mürbendes Schassen oder das noch furchtbarere Schicksal der Ar- beitslosigkcit. Hat doch Deutschland ein« halbe Million erwerbsloser Jugendlicher. Man kann ihr nicht mit den Errungenschaften der Revolution kommen, und mit dem Artikel 122 der Reichsvcrfassung, der die Jugend gegen Ausbeutung und Verwahrlosung schützen soll. Das wirkt Menschen gegenüber, die nicht satt zu essen haben, ohne Arbeit sind, in dürftigsten Wohnungen hausen und jetzt noch um die Arbeitslosenversicherung gebracht werden, wie Hohn. Man schützt die Jugend vor—„Kulturbolschewismus" und meint damit den kullurellen Fortschritt der Arbeiterklasse. Die päpstliche Enzyklika empfiehlt christliche Liebe, wahre Fürsorge wird versprochen, man erlebt die Fürsorge eines Sttaube..,,,- Wirlschafisführer mit einer halben Tllillion Mark Einkommen sagen, die Tugend solle sich emporhungern. Angesichts dieser Zustände rebelliert die Tugend. Sie zerschlägt Fensterscheiben und will in Gedanken die Wirtschaftsordnung zerschlagen. Die Gesellschaft, von Krämpfen geschüttelt, versagt gegenüber der Tugend. Erziehung ist Einfügung in die Gesellschaft. Diese Gesellschaft von heute ist hierzu unfähig, weil sie selbst von Kreisen durchtobt und uneinheftlich ist. Immer stand in Zeiten der Krise, bei der Re- formation, bei der Aufklärungsarbeit, das Erziehmigsproblem im Mittelpunkt. Da die kapitalistische Epoche immer eine revolutionäre Epoche war. war die Erziehung dauerndes Problem. Als der Weg des Kapitalismus aufwärtsging, war diese Tatsache zu vertuschen. In der Zeit der Zersetzung tritt zutage, wie sehr verwirrend und verderblich er wird, wie ganz und gar nicht positiv erzieherisch er fein kann. Autoritäre und dogmatische Erziehung wird von der Reaktion gefordert. Sind Jenseitsglmibe und Führerglaube, Rassenfanatismus und nationaler Fanatismus positiv? Nein! Sie stehen im Gegen- satz zur gesellschaftlichen Wirklichkeit. Sie sind eine Flucht vor den Tatsachen. Auch die liberale Erziehungsidee ist tot. Wie kann man vom Ziel allgemeiner Bildung sprechen, wenn die Möglichkeiten zu jeder Bildung immer mehr verengert und verringert werden, von Menschheitsidealen liberaler Prägung in Zeiten, da Not und Ver- schwendung nebeneinander leben und die Welt von Rüstungen strotzt, zu sprechen, ist unverantwortliche Illusion. Das liberale Ideal meidet es, an die Wurzel des Systems zu rühren, deshalb ist es fruchtlos. Man sucht den Ausweg in der Berufsschule. Der Beruf gibt der Jugend heute keine Sicherheit und Existenz mehr. Die Jugend sucht Wege aus der Not des Daseins, wer sie ihr nicht zeigt, muß versagen und mit der Gefahr rechnen, daß die Jugend asozial, gesellschaftsfeindlich wird. Entweder sie resigniert und wird in- different, auch das ist gesellschaftsfeindlich, oder sie rebelliert, indem sie vernichtet und zerschlägt und falschen Propheten, wie den Faschisten nachläuft. Der positive Weg kann nur ausgehen von den Röten der Tugend, er muß der Tugend wirklichkeitsgebunden, wirklich- keitsentsproffen und zukunftgestaltend die Röte zeigen, ihren illusionistischen Wnuderglauben zerstören und sie aus Erleben. sozialer Lage. Röten und Beschwernissen zum Kampf erziehen. Es muh der Tugend das Große gezeigt werden, daß die Entrechteten und Unterdrückten die Träger des Reuen sind. Damit erhält das Arbeilerdasein überhaupt erst einen Sinn. Die Tugend muß aus Slassenlage und Slassenerlebnis den Weg zu Sozialismus und Klassenkampf finden. Freilich, wenn die Jugend erwerbslos ist und ihr die praktischen Erfahrungen im Betriebe fehlen, wenn die Arbeiterbewegung zer- rissen ist, wenn auch unsere menschliche Unzulänglichkeit Fehler in der politischen Taktik begeht, so sind das Hemmnisse auf diesem Wege. Sozialistische Politik muß mehr unter dem Gesichtswinkel zur Erziehung zum Sozialismus gestellt werden. Die Arbeiter- bewegung muß Kampfftätte der Jugend sein, in der sie sich- als selbstverständlich beheimatet fühlt. Wir haben Ansätze hierzu in der Bewegung der Kinderfreunde und in den anderen proletarischen Iugendorganisattonen. Di« sozialistische Idee muß sür die Jugend in den Mittelpunkt von Leben und Kampf gestellt werden. D-e Reoolutionierung der Köpfe muß von der Verzweiflung zur Al- tivität, von der Rebellion zum revolutionären Klassenkampf führen. Dann ist die Jugend Bauvolk der kommenden Welt und Wegbe- reiter solidarischer Menschengemeinschaft.(Lebhafter Beifall.) In der sehr angeregten Diskussion sagte N o e l- F r a n k- reich, daß gegenüber dem kirchlichen Einfluß die Jugend von frühester Kindheit an mit sozialistischen Gedanken gut erfüllt werde. Kindererziehung darf nicht mit Religion verquickt werden. Um dies zu erreichen, ist aber auch die geistige Befreiung der Frau von be- sonderer Bedeutung. Neumann-Hamburg von der Frei- denkerjugend beleuchtete die Pflicht, die klassenmäßige Durchorga- nisierung der Jugend vorwärtszutreiben. Hier sind uns die kirch- lichen Kreise heute noch überlegen. Religion ist zwar nicht mehr ideologisches Gut, aber übt durch die Geschicklichkeit ihres Werdens noch heute einen starken Einfluß und eine gewallig« Anziehungs- kraft aus. K r e n n e- S ch w e iz richtete das Augenmerk des Kon- gresses besonders auf das Schulproblcm. Wir dürfen nicht warten, bis die gesellschaftlichen Verhältnisse sich von Grund auf geändert haben. Schon heute müssen wir bestrebt sein, möglichst viel zum Ausbau und zur Errichtung weltlicher Schulen zu tun. Unsere Jugend muß wissend und nicht wie Parsival als reiner Tor ins Leben schreiten. Hartwig-Tschechoslowakei betonte, doß Krenncs Meinung nicht etwa mit den Ausführungen Siemsens im Gegensatz ständen. Das Schlußwort Siemsens endete mit dem zusammen- fassenden Satz, daß die Aufgabe sozialistischer Jugenderziehung darin bestehe, dem Nachwuchs das Leben als Arbeiterkinder auch wirklich ins Empfinden hineinzubringen, um sie so zu späteren Klassenkämpfern zu machen. Die Verhandlungen wurden darauf auf Sonntag, MO Uhr, vertagt. L;,__, Oer Kommunist ertvariei Post. Merkwürdige Geldforderongen. Frankfurt a. TU., 5. September.(Eigenbericht.) Der Kaufmann Richard Kettner, ein prominentes Mitglied der Frankfurter Kommunisten, der noch bis vor kurzem als ver- antwortlicher Redakteur der kommunistischen„Arbeiterzeitung" zeichnete, ist unter dem Verdacht der Erpressung festgenommen worden. Die Gattin eines bekannten Frankfurter Bürgers erhielt vor einiger Zeit einen eingeschriebenen Brief, in dem ein Unbekannter unter einem Kennwort die Uebersendung von 500 Mark forderte. Als die Empfängerin nicht antwortete, erhielt sie einen zweiten Brief, in dem sie wieder um Geld sür eine Auslandsreise gebeten wurde. Die Frau fetzte sich mit der Polizei in Verbindung und es gelang, in der Frankfurter Hauptpost den anonymen Briesschreiber zu ver- haften. Kettner bestritt zwar, die Briese geschrieben zu hoben, mußte aber einräumen, daß er unter der fraglichen Chiffre Post erwarte. Von wem, gab er aber nicht an und sein« Weigerung, Aufklärung zu geben, verstärkte den Verdacht gegen ihn. Die chilenische Regierung behauptet, daß sämtliche Aufstän- dischen sich ergeben haben. Sie hat das Kriegsrecht über ganz Chile auf 30 Tage verhängt. Der Umschwung in Südslawien äußert sich auch in der Aus- Hebung des Verbots der Wiener„Arbeiter-Zeitung", die selbst- verständlich den diktatorischen Terror rücksichtslos angeprangert hat, Är.�lT•■48. Jrtrsoits"!♦ 390tT(l�0 Coitnfaä, 6. Sepiemb-r 1931 «uf�, Für das Pilzesuchen gibt es zufällig noch keine Maschinen. Jeden Pilz und jede Beere hat eines Menschen Hand geerntet. Die chcinzel- Männchen bringen keine Pilze auf den Markt. Das Kapital der Pilz- fuchcr�beträgt AI Pfennig. Das ist der Preis für den Erlaubnisschein zum Sammeln, den die Förster ausstellen. Und wer auch von besseren Zeiten her kein Fahrrad besitzt, fährt mit der Eisenbahn in den Wald. Wer dort zuerst ankommt, mahlt zuerst. Langschläfer taugen nicht zum Pilzesuchen. Wer erst um sieben Uhr in den Wald spaziert kommt, kann sehen, wo die anderen geerntct haben. Pilzsucher müssen um vier Uhr aufftehen und machen, daß sie zum Zuge kommen, dann erreichen sie gerade noch vor den Dörflern den Wald. Wer um sieben Uhr kommt, auf den zeigen die Dorfkinder mit den Fingern:„Kiek mal, jetzt kommen die Berliner." Sind Pilze mondsüchtig? Frühmorgens um halb fünf Uhr geht der erste Zug nach Bernau. Dos ist der P ilz s u che rz u g. Mit Körben und Kiepen geht es in den Morgen hinein. Alles, was über den schwarzen Schotter des Bahndammes hinausreicht, ist nicht mehr zu erkennen. So dicht liegt der Frühnebel auf der Landschaft. Wenn man nicht wüßte, daß gleich hier urrtcn ein Acker ist und dort drüben eine Wiese, könnte man annehmen, der Zug führt an den Strand eines Meeres entlang. Kein Baum, kein Strauch, kein Haus ist zu sehen, ob Nebel oder Wasser wäre gleich. Erst wenn in der sechsten Morgenstunde die Sonne wie das feurige Auge der Well über den Horizont lugt, kommt Bewegung in die beklemmende Nebelwand, langsam fliehen die Schleier. Dann beginnen die Pilzsucher ihr Tagewerk. „Ihr habt ja eure Sensen vergessen," uzen die einen die anderen. „Was sollen wir denn mit Sensen, wo wir unsere Messer haben", geben die anderen zurück.„Na, wollt ihr denn nicht Pilze mähen gehen?"—„Was wollen wir machen, Pilze mähen? Ihr seid ja verrückt!" Das ist die Begrüßung der Pilzsuchcrkolonncn, draußen an der Kreisgrenze von Ober- und Nicderbarnim. Rauh, aber herzlich. Wenn sie dann alle im Walde verschwunden sind, wer- den ihre Hälse lang und länger: es ist wieder einmal ein schlechter P i l z t a g. Pilzsucher haben wie Bauersleute ihre Regeln, die sie geheimnisvoll hüten. Deshalb wollen wir auch über die Regel mit dem Regen lieber schweigen. Selbst Bankdirektoren ist es schon auf- gefallen, daß nach einem Regen die Pilze über Nacht aus der Erde schießen. Aber da haben die Pilzsucher noch etwas mit dem Mond. „Der Mond zieht die Pilze aus der Erde", sagen sie,„wenn Neu- mond war, dann gehen wir erst gar nicht in den Wald." Angler sogen umgekehrt: bei Mondschein beißen die Fische nicht, die haben lieber Neumond. Es ist nun mal so, was dem einen sin Uhl, ist dem andern sin Nachtigall. Oder wenn das Reisig im Wald knistert bei jedem Schritt und Tritt, dänn hat es auch nicht viel Zweck, nach Pilzen herumzustöbern, aber wenn der Waldboden buchstäblich mit Wasser oollgesogen ist, dann sind die Pfifferlinge und die Stein- pilze da. Wie gesagt, Pilze gibt es wie Sand am Meer, aber Stein- pilze wollen die Pilzsucher haben. Jeder hat sein Steinpilz- versteck. Da hat der eine kleine Waldlichtung, da blüht jetzt das Heidekraut. Daneben haben die Rehe ihren Weg. Menschen, die wenig in den Wald kommen, würden diese Stelle zeitlebens nicht mehr wiederfinden. Ein Pilzsucher läuft drei Stunden durch den Wald, ganz grau ist die Jacke schon von den Spinnweben, bis er an diese Lichtung kommt.„Ja", sagt er,„das ist meine Steinpihquelle, ein guter Regenguß in der Nacht, und am nächsten Tag hole ich mir hier meine sieben Psund Steinpilze. Oder da wird der Wald ein wenig hügelig. Ein Hügel sieht wie der andere aus. Die Pilzsucher aber haben ihre ganz bestimmten Hügel. Wo Gräser, Halme und Kräuter wachsen, die Stellen kümmern sie nicht, da wachsen keine Pilze, aber den Moostcppich da unten in der Mulde, den durchwühlen sie aha, da sind ja die P f i f f e r l i n g e! Pilze suchen ist einfach. Man braucht sie nur abzuschneiden, vorausgesetzt, daß man etwas zum abschneiden findet. Keine Ziegel ohne Ausnahme. Pilzsuchern geht es wie dem Reiher, der k i e s ä t i g war.„Kic- sätig" ist berlinisch und läßt sich schwer übersetzen. Jedenfalls war es ein Reiher, der einen Hecht verschmähte. Es wird schon noch ein Zander kommen, sagte er sich. Aber die Zander kamen nicht und in- zwischen waren auch die Hechte losgezogen. Nur ein Barsch war noch da. Hab ich nötig. Barsche zu fressen, stolzierte der Reiher weiter. Als der Abend kam, war auch der Barsch weg. Und da den Reiher der Hunger peinigte, mußte er zum Abendbrot mit einem Pilze suchen ist einfach, denken die meisten Leute. Denn Pilze gibt es doch wie Sand am Meer. Pilze suchen aber ist schwer. Man muß verstehen, die richtigen zu finden. Denn Pilze und Pilze ist zweierlei. Wer den Unterschied nicht kennt, lasse am besten die Finger von allen Pilzen. Dicht neben dem Speisepilz wächst oft ein Giftpilz. Beide sehen zum Verwechseln ähnlich. Gerade unser schönster Pilz, der Fliegenpilz, ist einer der giftigsten. Und die anderen, um derentwillen die Pilzsucher unverdrossen die Wälder durchstreifen, wollen erst gefunden sein: der St e i n p il z und der Pfefferling. Knapp, daß einer unter dem Moos ein wenig hervorlugt. Es ist überhaupt ein Saures Brot, sich durch Pilz- oder Beerensuche seinen Lebenstinterhalt zu verdienen. Jemand schüttelt den Kopf, das wäre nicht möglich? Genug ausgesteuerte Tischler, Schlosser und Bäcker ziehen allmorgendlich von Berlin aus in die herbstlichen Wälder. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang laufen sie gebückt herum, bis sie ihren Korb gefüllt haben. Gründling fürlieb nehmen. Genau so machen es die Pilzsucher. Sie könnten schon um zehn Uhr vormittags wieder zu Hause sein mit einem Zentner Sandpilze auf dem Ast. Aber an den Sandpilzen stolzieren sie vorbei, als hätte da der Teufel was in den Wald ge- macht. Wenn sie dann einen Dreiviertsltag wie die Wilddiebe durch die Schonungen Acschlichen sind und im ganzen sechs Stein- pilze ergattert haben, gedenken sie reunnitig der Pfifferlinge, an denen sie morgens achtlos vorübergingen. Aber die hat jetzt schon ein anderer abgeschnitten, und so stehen die Pilzsucher abends um sechs Uhr an der gleichen Stelle, an der sie morgens um sechs Uhr standen, racken schnell noch einen Sack voll Sandpilze, dann hauen sie ab. Wenn keine Sandpilze da sind, nehmen sie Butter- oder Kuh pilze mit. Das sagt sich so einfach. Aber wer von tausend Berlinern vermag wohl einen Waldchampignon von einem jungen Knollenblätterpilz zu unterscheiden? Vielleicht einer. Und vor ./>» Frühnebel durch den TTald diesem Knollenblätterpilz gibt es keine Rettung, jeder Mensch, der von ihm ißt, muß sterben. Selbst alte Pilzsucher schwanken mitunter, das Messer haben sie schon angesetzt, dann sagen sie sich:„Nee, das ist wohl doch kein Steinpilz." Und lassen ihn stehen. Denn der Satanspilz ist der Bruder vom Steinpilz. Natürlich gibt es auch wieder Regeln zur Unterscheidung der giftigen von den eßbaren Pilzen. Da ist die Sache mit dem silbernen Lössel, den Giftpilze beim Kochen schwarz färben oder die mitgekochte Zwiebel, die sich ebenfalls verfärbt. Das ist dasselbe, wenn jemand sein Portemonnaie umschüttest, wenn ein Leichenwagen vorbeifährt. Oder es sagen die Pilzsucher: an Giftpilzen gehen keine Schnecken und keine Maden heran. Ach Gott, der giftige Fliegenpilz scheint den Maden besau- ders gut zu schmecken. Es hlft eben alles nichts, wer Pilze kennen- lernen will, mache sich ein paarmal früh auf die Socken und gehe mit alten, gewiegten Pilzsuchern mit, und wenn sich dann nach dem Abschneiden das Fleisch eines Pilzes sofort blau oder grün oder rot färbt, dann ist am besten Hände weg! Wie der pilzpreis zustande kommt. Der Herbst ist die Zeit der Pilzernte. Augenblicklich sind gute, madensreie Pilze in Berlin für 36 Pfennig das Pfund zu haben. Da kann man sich ausrechnen, was die Pilzsuchcr verdienen. Abends stehen vor den Toren der kleinen Landstädte und in den Dörfern die Händler mit ihren Wagen und Waagen. Für das Pfund Pfifferlinge mögen sie jetzt AI Pfennig zahlen. Hat der Mann seinen Korb voll gesammelt, dann mag er neun Pftind darin haben, also bekonmit er l,80 Mark. Durch zwölf Stunden Arbeitszeit geteilt, macht das einen Stundenlohn van lo Pfennig. Für Steinpilze gibt es nicht mehr, der Händler will ja auch verdienen. Dabei muh man Steinpilze ja schnell wie möglich verkaufen, wenn ein Pilz nur eine Made hat, ist am nächsten Morgen der gahzc Koib Pilze von Maden durchpressen. Pfifferlinge halten sich eher, mitunter acht Tage lang. Die Maden, der ärgste Feind des Pilzfuchers, scheinen den würzigen Geruch der Pfifferlinge nicht zu vertragen. Dann hat es noch folgende Be- wandtnis mit dem Pilzpreis: da geht eine arme Dorffrau, viel- leicht eine Witwe, mit ihren kleinen Kindern frühmorgens in den Wald. An einem guten Pilztag ist es kein Kunststück, zwei Körbe Steinpilze, die rund IS Pfund wiegen, zu sammeln. Dafür gibt der einen blanken Taler. Und diese Frauen sehen in diesem Taler immer noch das Geldstück von 1913, nicht das von 1931. Fein, denken sie, ein Taler, dafür gibt es acht Brote zu je viereinhalb Pfund. Das Pfund Brot— einem Groschen. Der Preis von Anno dazumal. Erst wenn sie nachher zum Bäcker gehen, merken sie ihren Irrtum. Aber mögen sie sich gar nichts denken, auf jede» Fall haben die Frau und ihre zwei Kinder für einen Stundenlohn von 9 Pfennig ge- arbeitet. Mit den Blaubeeren war es in diesem Jahre nicht besser, und in vierzehn Tagen ist die zweite Reise der Preißelbceren. Was werden die Händler zahlen? Für einen Ik-Pfund-Korb viel- leicht zwei Mark.- Pilze- und Beerensuchen ist etwas für W a l d m e n s ch e n. Und Geständnis des 70 jährigen. Das nächtliche Feuer in Klein-Machnow aufgeklärt. Unter der Bucht des gegen ihn zusammengetragenen Beweis- Materials hat der unter dem Verdacht der vorsätzlichen Brandstis- tung und des Versicherungsbetruges verhastete 70 Zahre alte Schriftsteller Karl Strecker gestern nachmittag bei einem nochmaligen Verhör durch Amlsgerichtsrat Dr. Eckartsberg ein umfassendes Geständnis abgelegt. Strecker hat z u g e g e b e n. die Villa in Klein-Machnow vorsätzlich in Brand gesteckt zu haben, um sich in den Besitz der Versicherungssumme in höhe von 50 000 Mark zu sehen. Nach dem Geständnis handelt es sich um einZ ange vorbe- reitetes Unternehmen. Strecker hatte große Schulden, von denen seine Frau jedoch nichts wußte. Verschiedene Versuche, sich Geld zu leihen, schlugen fehl und so kam der greise Mann aus den Gedanken, durch die Braiidstiftung seiner Geldverlegenheit ein Ende zu bereiten. Der verbrecherische Plan wäre beinahe ge- glückt, wenn das Feuer nicht rechtzeitig entdeckt wordöst wäre, so daß es schon nach kurzer Tätigkeit von der Feuerwehr gelöscht werden konnte. Strecker war von den Vorbereitungen und dem Ge- lingen seines Planes so überzeugt, daß er mit diesem Umstand offenbar gar nicht gerechnet hatte. Nachdem seine Frau an den Bodensce zur Erholung gefahren war, und er angeblich zu Studien- zwecken nach Weimar mußte, hielt er den geeigneten Augenblick für gekommen, um die Villa anzuzünden. Die Brandstistcruten- silien hatte er sich schon früher nach und nach gekauft, er brauchte nur noch die letzten Vorbereitungen zu treffen. In der Nacht vom 26. zum 27. August fuhr er mit der Bahn nach Berlin. Hier stieg er in einem Hotel ab und nahm einige Stunden später eine Auto- droschke, die ihn nach Klein-Machnow hinaus brachte. Unbemerkt schlich er sich in die Villa. In die Fußböden der Zimmer bohrte er an verschiedenen Stellen Löcher, damit das Benzin und der Spiritus richtig in die Dielen eindringen konnte. Dann verteilte er das Schwarzpulvcr und andere lcichtbrennbare Stoffe. In der Mitte eines Zimmers häufte er zum Schluß Papier auf und stellte zwei Kerzen von langer Brenn- dauer mitten hinein. Nach dieser Tat verließ Strecker wieder un-. gesehen das 5iaus, lief zu Fuß nach Teltow und benutzte von dort einen Personenzug nach Halle. Im Auto fuhr er dann direkt in das Weimarer Hotel zurück. Strecker behauptet mit Bestimmtheit, daß er keinen Helfershelfer gehabt hat. Dieser Angabe begegnet man je- doch mit starken Zweifeln. Strecker ist nach seinem Geständnis völlig zusammengebrochen. _ H- leoejj. ßf'C ä " ÄtiCKB||| K- SO RILLIOI DIESE PREISE MIT: ��llol . CM<140 48.- . 000x130 SS.- .flMxia&U- Karadja. Täbris.. NOCH NIE SO BILLIG 1 075x130 87.- ISuItanabad. 560x383 6«5.-|Youraghan.231x311515.- oeoxi83 108.- Mouscabad■ 26Sxs«4 680- Herls.... 240x322 630.- 080x390 4„224x313 650- JAtflia«...446x000 DIESE PREISE MIT: Beloudjistan 165x302 382.- ITäbris.... 234x327 620. Shiras.... acoxsoo 540- Chinese..x*ix30o63O.- Toarkbafl.-242x306 TM-lVomowih lZ Ein Totschlag und seine Aufklärung Oer Apoihekenbeirüger Hanraih. Am Sonnabend wurde von Kriminalbeamten der Dienststelle D 3 ein Schwindler scstgenommen, der eine gairze Reihe von Drogericbesitzern empsindlich geschädigt hat. Mit den Geschäfts- lcuten, die ihre Läden verkaufen wollten, trat er in Beziehungen und arbeitete einige Zeit zur Probe, um festzustellen, ob das Ge- schüft lukrativ sei. Die Probezeit benutzte er zu Betrüge- reien. Nachdem er in einer Pension in der Potsdamer Straße ermittelt und festgenommen worden war, brachte man ihn zunächst nach der Reoierwache. Hier unternahm er dreimal Versuche, zu flüchten und wollte sich auch die Pulsader aufschneiden. Dieses Ver- halten entsprach so wenig dem Gebaren, das Schwindler sonst zur Schau tragen, daß man die Vermutung hegte, hinter dem Fest- genommenen müsse mehr zu suchen sein. Er hatte sich den Namen Spaltenstein beigelegt. Er wurde nach dem Polizeipräsi- dium gebracht und hier einem eingehenden Verhör unterzogen. Es war bald festgestellt, daß er nicht Spallenstein hieß, sondern ein 43 Jahre alter, aus Düren im Rheinland gebürtiger Willi H a n- rath ist. Das Verhör nahm eine sensationelle Wendung. Hanrath gab nicht nur die Schwindeleien zu, sondern legte auch ein Geständnis ab. daß er in Düsseldorf vor einem Monat die Drogeriebesttzerin Eharlolte Drounsdorf getötet hatte. Frau Br. wurde am Tage darauf, am 6. August, von einem Be- kannten, der sie vormittags besuchen wollte, mit durchschnitte- n e r Kehle hinter einem Schaufenstervorsatz versteckt ermordet oufgesunden. Der Verdacht der Töterschaft lenkte sich schon damals auf H a n r a t h, er war aber aus Düsseldorf verschwunden und nicht zu finden. Man vermutete, daß er nach Paris geflüchtet sei. Dieses Verbrechen hat Hanrath in dem Verhör in allen Einzelheiten zugegeben. Hanrath war früher ein vermögender Mann. Seit dem Jahre 1S22 betrieb er in der Graf-Adolf-Straße in Düsseldorf eine große Drogeric, die sehr gut ging. Es war ihm möglich, sich innerhalb von vier Jahren ein ansehnliches Vennögen zu ersparen. Durch Be< hügereicn anderer aber verlor er fast alles wieder und mußte ouchf das Geschäft aufgeben. Er verkaufte es im Juni 1£)3l) an Frau Braunsdorf. Für den Kaufpreis erhielt er von der neuen Besitzerin Wechsel. Es gelang Hanrath, Vertreterposten zu finden und sich wieder in die Höhe zu arbeiten. Da traf ihn der zlbeite Schlag. Frau Braunsdorf machte mit. der Drogerie Pleite, wie Hanrath behauptete, absichtlich und betrügerlsch. um den Kaufpreis nicht zahlen zu müssen. Die Wechsel, die er in Händen hatte, gingen zu Protest, er hatte sein Geld verloren. Die Frau scheint ihm nicht günstig gesonnen gewesen zu sein. Hanrath erklärt, sie habe ihn ein- mal auf offener Straße angefallen und tätlich mißhandelt. Trotz der Fehlschläge gab Hanrath die Hoffnung nicht auf. Er schloß mit der Frau einen Vertrag, daß er wieder das Geschäft übernehmen und aus den Schwierigkeiten herausbringen werde. Am 3. August fand er sich in den Abendstunden in der Graf-Adolf-Straße ein zu einer Aussprache. Während der Aussprache geriet die Frau in eine hysterische Wut. Sie ergriff das Messer und drang damit auf Han- rath ein. Ein Stich zerschnitt ihm die Temporalis, andere trafen die Stirn, die zur Abwehr erhobenen Hände, und ein tiefer Stich ging in den Oberschenkel. In dem Bemühen, der Rasenden das Messer zu entreißen, geriet der Mann mit der Frau in einen Ring- k a m p s und beide stürzten zu Boden. Jetzt überwältigte den Ge- täuschten und Betrogenen dieblindeWut. Er drückte den Kopf der Frau nieder und schnitt ihr die Kehle bis zum Hals- wirbel durch. Die Leiche verbarg er unter dem Schaufenster- kästen. Seine Verletzungen, die durchaus nicht leicht waren, ließ er sich verbinden und sagte dem Arzt, daß er einen Autounfall er- litten habe. Mit dem Rest seines Geldes flüchtete er nach Berlin. Hier stand er bald wieder dem Nichts gegenüber und verlegte sich nun auf die Schwindeleien, die sein Schicksal besiegelten. die dürfen noch nicht einmal mit der Eisenbahn fahren, fondern mtt dem Fahrrad. Dann müssen sie sich in Berlin Gastwirtschaften oder Gemüsehändler suchen, die ihnen täglich ihre 10 Pfund abnehmen. Dann haben die Budiker abends einen waldfrischcn Pilz und die aus- gesteuerten Tischler, Schlosser und Bäcker erzielen durch die Aus- schaltung des Zwischenhandels 30 Pfennig für das Pjund Pilz«. Dann haben sie abends einen Taler in der Hand. Manche gehen auch in die Häuser und klopfen bei den Hausfrauen an:.Lunge Frau, einen schönen Pfifferling, nicht eine Made drin, eben frisch gesucht. Nur 35 Pfennig das Pfund." Aber sputen müssen sich die Pilzsucher beim Hausieren, denn morgen früh um vier Uhr geht es wieder aus den Betten. Hoffentlich gießt es in der Nacht. Phantasien eines Erpresiers. Der„rechtsstehende Geheimbund." Als„politischen Racheakt" schilderte der 28jährige Rudolf Engclmann seinen Erpressungsversuch gegenüber dem 73jährigen Kommerzienrat Born, von dem er mit dem Revolver in der Hand 18 500 Mark verlangt hatte. Der Angeklagte, der wegen versuchter räuberischer Erpressung vor dem Schöffengericht Berlin-Mitte stand, erschien am 4. Juli in dem Büro des alten Kommerzienrats, wo er sich unter dem Namen eines Dr. Petersen aus Hamburg angemeldet hatte. Als er nach seiner Legitimation gefragt wurde, zog er einen Revolver aus der Tasche und richtete ihn auf Kommerzienrat Born unter der Behauptung, er habe gehört, daß der Kommerzienrat kommunistische Wassenlieferungen finanziert habe. Er verlange daher für seinen„rechtsstehenden Geheim- b u n d" als Ausgleich 18 500 Mark, die der Kommerzien- rat zurückerhalten könne, falls er sich von dem Verdacht, Kommu- nisten unterstützt zu haben, reinigen würde. Unter dem Vorwand, sein Scheckbuch zu holen, verließ Kommerzienrat Born das Zimmer und benachrichtigte die Polizei. Der Angeklagte, der sich nach seiner Schulzeit mit dem Bau von Flugzeugen und der Finanzierung von Luftpostlinicn in Mexiko beschäftigt haben will, erzählte nun, daß er besonders im Ausland eingesehen habe, wie sehr der Kommunis» mus Deutschlands Ansehen schädige. Nach seiner letzten Rückkehr nach Deutschland habe er sich einem Kreis rechtsgerichteter Leute angeschlossen, der zwar abseits vom Nationalsozialismus steh«, aber nur rein nationale Ideale oertrete. In dieser Organisation habe im Sommer ein älterer Herr zur Sprache gebracht, daß Kom- merzienrat Born, der selber kein Kommunist sei, sich nicht gescheut habe, Geschäfte mit Kommunisten abzuschließen und ihnen dafür die Mittel zum Ankauf von 500 Pistolen zu geben. In seiner Er- rcgung sei er damals aufgesprungen und habe erklärt, daß er da- sür sorgen werde, daß der Kommerzienrat ihnen die gleiche An- zahl von Waffen zur Verfügung stellen würde. Obgleich ihn sein» Kameraden von diesem Vorhaben abgeredet hätten, Hab« er den Plan zur Tat ausgearbeitet und mit vier Kameraden im einzelnen besprochen. Das Schöffengericht verurteilte den Angeklagten wegen ver- suchtcr räuberischer Erpressung und verbotener Wafsenführung zu einem Jahr zwei Monaten Gefängnis unter An- rcchnung der Untersuchungshaft. Banditenstreich in der Leipziger Straße. Am hellen Tage für 40 000 Mark Seide erbeutet. Mit ungewöhnlicher Frechheit ging am Sonnabend nachmittag eine Einbrccherkolonne in dem Geschäftshaus Leipziger Str.?S vor. Im 2. Stockwerk des 1. Ouergcbäudcs hat dort die Kon- sektionsfirmaO ppenheimer und Sommerfeld ihre Werk- statten. Kurz nach 17 Uhr ertönte plötzlich die Alarmvorrichtung. Fast im selben Augenblick stürzten mehrere Männer aus dcmHaustor, warfen mehrere große Ballen in ein bereitstehendes Auto und fuhren davon. Wenige Minuten später wurde der Ein- bruch entdeckt. Die Einbrecher hatten über der eisernen Tür ein Loch gestemmt und dann die Tür von innen geöffnet. In aller Ruhe hielten sie dann unter wertvollen Seidcnballen Auswahl. Bei der Arbeit kam einer der Täter mit der Alarmvorrichtung in Be- rührung, so daß die ganze Bande flüchten mußte. Der Wert des gestohlenen Gutes beträgt rund 40000 Mark. Im Gefängnis ist es bester... Gin Schreckenszeichen der Noizeit. Vor drei Monaten wurde ein 27 Jahre alter Max W a s i- l e w s k i wegen Diebstahls vom Gericht zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt, die er in Tegel verbüßen sollte. Am Freitag wurde nun in der Holzmarktstraße ein Kollidieb dabei beob- achtet, wie er von einem Transportwagen eine Kiste mit Pflaumen herunterlangte und damit oerschwinden wollte. Auf der Wache legte er sich den Namen Herbert R ü ck e r t zu. Da Zweifel an der Richtigkeit bestanden, wurde er dem Erkennungsdienst des Polizei- Präsidiums vorgeführt. Hier stellte man schnell fest, daß Herbert Rückert in Wirklichkeit Max Wasilewski war, der eigentlich in Tegel hätte„sitzen" sollen. Max legte bald ein G e st ä n d n i s ab. Mit dem richtigen Herbert Rückert ist er feit langem befreundet. Als Max die Aufforderung erhielt, seine Strafe anzutreten, erging es Herbert recht jämmerlich, er hatte weder Arbeit noch Wohnung und bat Max flehentlich, statt seiner ins Gefängnis gehen zu dürfen. Max. der vom Kollidieb- stahl erträglich lebt, war sofort einverstanden. Er rüstete seinen Freund mit seinen Papieren aus, und Herbert meldete sich in Tegel. Er empfing des öfteren den Besuch seines Freundes. Vor einigen Tagen, als drei Monate der Zeit abgelaufen waren, fuhr Max wieder hinaus und brachte in Vorschlag, daß man„für Max Wasi- lcwski" ein Gnadengesuch einreichen wolle. Damit war Herbert gar nicht einverstanden. Er sagte, er habe in Tegel sein regel- mäßiges Essen, ein Dach über dem Kopf und befinde sich besser als draußen, wo er arbeite- und wohnungslos herumlungern müsse. Sein Freund Max möge ihn doch die restlichen drei Monate auch noch dableiben lassen. Der seltsame Freundschaftsdienst, der ein grelles Licht auf die Notzeit wirft, wäre vielleicht nicht entdeckt worden, wenn Max nicht in die verführerische Nähe der Pflaumentiste geraten wäre. Der Wunsch Herberts, in Tegel zu bleiben, wird sich wohl erfüllen, denn er wird wegen Betrugs zur Verantwortung gezogen werden. Auch Max muß seine Gefängnisstrafe„jetzt nachträglich verbüßen". Die Aoi der kleinen Gemeinden. 300 000 Mark Defizit in Kalkberge. Die seit dem 1. April dieses Jahres bestehende Gememd« Kalkbcrge hat ihren Haushaltsplan noch immer nicht fertiggestellt. Trotz aller möglichen Abstriche gelingt es nicht, einen Betrag von über 300 000 Mark abzudecken. An diesem Monatsersten gelang es, die fälligen 50 Prozent der Be- amtengehältcr auszuzahlen, aber der 1. Oktober und der 1. No- vember werden sich katastrophal auswirken, weil dann die Gewerbe- steuereingängc fehlen._ Schulkatastrophe in Neu-Tempelhof. Bon den Sparmaßnahmen, die auf Kosten des Schulwesens geplant sind, wird die Siedlung Neu-Tempelho f beson» ders hart getroffen. Die Bebauung des Tempelhoser Feldes war schon längst iä einem Tempo erfolgt, mit dem die einzige am Ort be- stehende Volksschule nicht mehr Schritt halten konnte. Darum war die Erstellung eines Erweiterungsbaues im nächsten Frühjahr in Aussicht genommen! auch sie erschien nur eine unzureichende Maß- nähme. Jetzt ist auch der Plan des Erweiterungsbaues zu den Akten gelegt und die Schulraumnot ist dadurch bis ins Unerträgliche gesteigert. Nicht genug damit— es droht zugleich auch eine Umgestaltung des Lehrkörpers in der Weise, daß alle jungen, modern gerichteten Kräfte entlassen werden! In einer massenhaft besuchten Elternversammlung am letzten Donnerstag protestierte Genosse Max W e st p h a l gegen diese über- spannten Sparplän«. Eine einstimmig angenommene Entschließung unterstrich seinen Protest. 231 � 5i| „Aus Riga? Ach ja, von Anker u. Szygenbein." Das sind 1000 englische Pfund, etwas mehr noch. Also kann mit diesem Herrn Endrukat der Terminkauf perfekt gemacht werden. James stellt die beiden Herren vor. Dann bittet er Herrn Endrukat, vorn bei Christians im Zimmer zu warten. Ha�ry rät zum Abschluß. Eine Beleihung der Ernte ist kein Geschäft. Darum Ankauf. Fräulein Hinzelmann muß schnell die Abschlüsse vom vorigen Jahr bringen. „Wir schließen auf Grund einer mittleren Ernte ab." James gerät allmählich in geschäftliche Begeisterung.„Ziehen 20 Prozent ab und rechnen noch eine Risikoprämie von 10 Prozent dazu. Heute geben wir ihm als Vorschuß 8000 Mk., und den Rest kann er in vier Wochen erhalten." „Sehr gut!" stimmt Harry zu. Beide rechnen einen Augenblick. „Wenn die Preise zum Herbst anziehen sollten, machen wir ein schönes Geschäft, im anderen Falle können wir auch zufrieden sein", nickt James, der wie Harry weiß, daß solche - und ähnliche Geschäfte nur noch aus einem Gefühl der Pietät geschlossen werden. Wichtigkeit, die Ernte eines Herrn aus Grobsand oder Willpischen aufzukaufen. Ernsthaftere Menschen drücken ernsthaftere Sorgen als die, einen schickfalsbestimmten Untergang zu beschleunigen, einen Untergang, der gewiß ist. Bei Christians ist eine erregte Diskussion im Entstehen. Die Wellen politischer Begeisterung gehen hoch. Herr Franz Ziege, der zufällig anwesend ist, spricht mit Herrn Endrukat über militärische Dinge, er spricht mit vertraulicher Subordi- nation, denn der Diktator aus Grobsand ist einmal Ritt- meistcr bei den Rastenburger Kürassieren gewesen, während Herr Ziege durch den voreiligen Ausbruch der Revolution daran gehindert wurde, es in der belgischen Etappe zum Offizierstellvertretcr zu bringen. Herr Ziege steht auf extrem nationalistischem und reinrassigem Standpunkt, er spielt in der Organisation eine Rolle, und Herr Endrukat nimmt ge- wohnlich einmal in der Woche da hinten in seiner Wellver- gessenheit eine Parade bäuerlicher Jugend ab. Christians knurrt Unverständliches. Ihm ist dieser militärische Unfug zuwider. Er hat nie für die Pracht soldatischer Maskeroden geschwärmt. Bereits sein Vater wählte liberal, und in der Stichwahl sogar sozialistisch. „Wen das Vaterland uns ruft, find wir bereit!" schnarrt Herr Endrukat, der wie auf dem Kasernenhof trompetet. Die Walze ist angestellt:„Nieder mit diesem Staat, der nicht ein- mal die Landwirtschaft zu retten weiß, und nur auf die Land- Wirtschaft, meine Herren, kommt es an. Wir brauchen Schutz- zölle, damit uns dieses fremdstämmige Gesindel nicht bis aufs Blut auslutscht!" „Vergessen Sie, mein Guter, um Gottes willen nicht, drei- mal Hurra zu rufen. Das macht sich am Ende einer Rede so dekorativ." Harry lächelt aufreizend.„Siegreich werden wir Frankreich schlagen.. aber zuerst wollen wir den Ver- trag aufsetzen." Herr Endrukat ist sehr peinlich berührt. Der junge Herr scheint die Absicht zu haben, sich über ihn lustig zu machen. Eine Frechheit! Wer ist das blonde Bürschchen überhaupt? Da? lag noch in den Windeln, als er bei Douaumont kämpfte und für das Vaterland blutete. Sicherlich ein Judenkind trotz der germanischen Haare! Ein schwerer Zorn nicht allein über die Semiten reift in Herrn Endrukat heran, aber er be- sinnt sich rechtzeitig, daß er hier im Büro nichts zu bestellen hat. Er will Geld von diesen Blutsaugern haben, die einem biederen Landwirt das letzte Hemd ausziehen und zu denen der Landwirt immer wieder kommen muß. Ungerechtigkeit des Schicksals! Lächeln heißt die Parole! Die starren Glieder haben geschmeidig zu werden, und so lächelt Herr Endrukat ein verunglücktes, verbissenes Lächeln, ein Lächeln, das Wut und Hilflosigkeit eingesteht. Harry nimmt befriedigt davon Kenntnis. James gefällt die Situation nicht. Herr Ziege darf sich nicht in den Dienststunden politisch betätigen. Nachher kann er als Stahlhelmgcneral figurieren, wenn es ihm Spaß be- reitet, oder für Moskau Propagandazettel verteilen. Aber Dienst bleibt Dienst. „Ich habe den Block mit den Berechnungen auf meinem Schreibtisch vergessen. Holen Sie chn mir doch." Er wendet sich unfreundlich an Herrn Ziege und steht ihn kalt an. Herr Ziege knickt etwas in den Kniekehlen ein. Den schroffen Ton schätzt er gar nicht, seine Mannesehre fühlt sich dadurch ver- letzt. Schön, Chef ist Chef, aber auch ein Bürovorsteher hat seine großen Verdienste, die gewürdigt werden müssen. „Sehr wohl", eine knappe, sehr korrette Verbeugung folgt. Herr Ziege wiegt sich beim Gehen immer in den Hüften. Er tänzelt trotz seiner Schwere, und wenn er wütend ist. übertreibt er die Eleganz, die Koketterie mit schwer rollen- den Gliedern. Er will andeuten, daß er sich wohl und frei fühlt. Niemand darf merken, wie im Innern ein Vulkan zum Ausbruch drängt. Das verträgt sich nicht mit seinen Ve- griffen von männlicher Tugend. Später beim Bier kann man schimpfen. Am Stammtisch gelten andere Gesetze. Herr Ziege rauscht durch die Räume. Sein Mund spitzt sich zu einem Pfeifen. Oho, er ist vergnügt, er ist sogar sehr vergnügt, er kann sich fast nicht mehr halten vor Vergnügen. Im Zimmer des Chefs ist niemand anwesend. Vilma Rosolf diktiert nebenan Post. Hin und wieder arbeitet auch die„Liaison". Herr Ziege hat für dieses Wort eine große Liebe gefaßt, es klingt gut und vornehm und besagt viel. Ach, sieh mal einer an, was steht denn da auf dem Kalender? Schau schau, mir scheint... mir scheint...„Miete für Vilma bezahlen". Natürlich! Und so klein hingekritzelt. Kaum zu lesen. Herr Ziege meckert hohnvoll in seinen rötlichen Bart. Er nimmt den Sönnecken-Kalender in die Hand, um besser lesen zu können. Aber er führt die Bewegung nicht zu Ende. Er erstarrt wie das Bild im Kino, wenn plötzlich der«lck- irische Strom versagt. Ein dumpfes Grollen hat sich erhoben, und vor Herrn Ziege steht King mit blutunterlaufenem Blick und steil aufgerichteter Rute, die nichts Gutes prophezeit. Herr Ziege ist nicht Herr Endrukat. Hunde besitzen eine un- trügliche Witterung. Hunde sind hysterischer als verrückte Frauen, besonders reinrassige Doggen. Das weiß Herr Ziege. In einer Dogge schlummern böse Raubtierinstinkte. Er erinnert sich, schlimme Dinge darüber gelesen zu haben. Es war wohl in Berlin, da hat so ein Biest... ja, was hat denn nur so ein Biest an- gestellt...? Herrn Zieges Gedanken klammern sich daran. hängen geradezu mit Saugnäpfen fest, ober ihm fällt wirklich jetzt nichts ein. Absolut nichts. Es ist auch gleichgültig. Seine Lage kann nicht als beneidenswert bezeichnet werden. Herr Ziege wagt sich nicht zu rühren, und King rührt sich nicht. Man muß Hunde mit dem Blick bannen, dann werden sie weich wie Butter in der Sonne. Die menschliche Willenskraft ist härter als Stahl, doch der Wille eines Hundes scheint noch härter zu sein. Wer kennt sich da aus? Nicht rühren, daß ist die Hauptsache. Einfach stillstehen. Wie oft hat Herr Ziege solche und ähnliche Weisheiten gepredigt, (Fortsetzung folgt.> j Nr. 4i7* 48. Jahrgang 2. Beilage des Vorwärts Sonntag, 6. September 4SZ4 Wer Hilst wem? Raiuralsteuer zunächst.— Raturalverpflegung vielleicht spater. Der Amtliche preußische Pressedienst teilt mit: In einer Besprechung im preußischen Wohisahrtsministerium wurde allgemein das Bedürfnis betont, zur-wirksamen Bekämpfung der Tkot des kommenden winters in der öffentlichen Fürsorge mehr als bisher durch Naturalleistungen, insbesondere Volksspeisungen. Verabreichung von Brot. Sar- tosseln, holz und Kohle zu helfen. In ländlichen Be- z i r k e n besieht die wöglichkeit, die erforderlichen Wengen teilweise durch Entgegennahme an Steuer st alt vom Erzeuger aufzubringen. Die Art der Durchführung der Naturalversor- gung erweist sich jedoch als stark örilich und zeillich verschieden bedingt, so daß sich eine Regelung im Gesehcswcge nicht empfiehlt. Die Durchführung soll daher der Entschließung der örtlichen Wohlfahrtsbehörde überlassen bleiben. Um diese anzuregen, wird das aus verschiedenen Landestcilcn vorliegende Material bekanntgegeben werden, ohne daß eine der bereits angewandlen Arten der Raluralversorgung als vorbildlich empfohlen werden soll." Wenn man dieser Mitteilung, die ein wenig den Schleier der Naturalverpflegung lüftet, glauben darf, dann handelt es sich bei der ganzen Aktion in erster Linie um eine Stützungsaktion für die Landwirte. Die Landwirte sollen nicht gezwungen l werden, Roggen, Weizen oder Kartoffeln zu oerkaufen, um ihre Steuern zu zahlen. Die Finanzämter werden sich also in Getreide- magazine und Kartoffelmieten verwandeln müssen. Es ist ohne weiteres klar, daß die Steuerbeamten Sachkenner in Getreidearten sind und die Bürodiener mit demselben Geschick, mit dem sie Akten- mappen tragen, Säcke mit Getreide und Kartoffeln schwingen wer- den. Es ist auch zu erwarten, daß bei der Preisberechnung die wohlverstandenen Belange der Landwirte gewahrt werden. Wozu ist denn Herr Schiele da? Nach dieser Preisstützungsaktion, die den Gutsbesitzern nichts kostet und dem Reich nichts einbringt, wird alles weitere„der Eni- schließung der örtlichen Wohlfahrtsbehärde überlassen bleiben". Es wird nicht gesagt, wieviel Instanzen zwischen Finanzämtern und Wohlfahrtsämtern eingebaut und wie die Zahlung von Steuern in Naturalien sich verwandeln soll in eine Naturalverpflegung der Ar- beitslosen. Allgemein war man der Auffassung gewesen, daß letztere der eigentliche Zweck der ganzen Aktion ist. hierüber sind sich aber offenbar die„zuständigen Instanzen" nicht einig geworden. Sicher ist bisher nur die P r e i s st ü tz u n g s a k t i o n auf Kosten der Der- braucher und des Reichs. Dieses aber nennt Herr S t e g e r- wald Versorgung der Arbeitslosen mit billigen Lebensmitteln. Wer hilft wem? Oder: Wer täuscht wen? Stärker als die Wirtschastskrise! Der Aufstieg des Zeniralverbandes der Angestellien. Gestern nachmittag begann im Lehrervereinshaus die Gau- konferenz des Zentralverbandes der Angestellten, Gau Brandenburg- Mecklenburg-Grenzmark. Die rund 200 Teilnehmer an dieser Kon- serenz vertreten diesmal 45 341 Mitglieder gegenüber 32 300 vor drei Jahren. Damit ist der ZdA. in diesem engeren Gebiet Nordostdeutsch- lands zur stärksten Angestellteziorganisation herangewachsen, und dos trotz der verheerenden Wirtschaftskrise. Fritz Schröder begrüßte die Konferenz für den Berbandsvor- stand, Günther für den AsA-Bund, W ö l l n e r für den ADGB., Genosse W. K r ü g e r, M. d. L., für die Sozialdemokratische Partei; für das Landesarbeitsamt Berlin-Brandenburg sprach dessen Präsi- dent, Genosse Paul Brühl. Der Gauleiter, Genosse Hans G o t t f u r ch t, erstattete in einem zweieinhalbstündigen Referat den Geschäftsbericht über die verflösse- nen drei Jahre. Wie es das Leitmotiv der Tagung ist, so stellte auch er in der Einleitung seines Berichts die These heraus: Je krisenhafter der Umstand der Zeit, um so intensiver muß unsere Gewerkschaftsarbeit sein. Im übrigen hat der Erfolg der Gau- leitung recht gegeben. Bor drei Jahren zweifelte man noch an der Zweckmäßigkeit des Zusammenschlusses der drei Gaue mit der Orts- gruppe Berlin, heute sind alle Zweifel verstummt. Gottfurcht berichtete dann im einzelnen über die außerordentlich günstige M i t g l i e d e r b e w e g u n g, die sich schon in normalen Zeiten sehen lassen kann, heute aber einen glänzenden Beweis für die Werbekraft des ZdA. liefert. Der Mitgliederzuwachs von über 4D Proz. kann jeden mit besonderer Genugtuung erfüllen, da die vom ZdA. erfaßten Massen nicht nur der Ausdruck einer organisatorischen Zahl, sondern zugleich einer Gesinnungsgemeinschast sind. Es verfangen auch alle Legenden der Gegner nicht, die immer wieder auftischen, der ZdA. wäre die Organisation der Kranken- kassen- und Konsumangestellten. Nein, die Fachgruppenstatistik be- weist eindeutig, daß sich die überwiegende Afehrzahl der Gaumitglieder aus I n d u st r i e und Handel rekrutiert. Aber man kann den Schmerz des DHB. und des GdA. begreifen, die ihrer Nordost- deutschen Domänen verlustig gegangen sind. Dann sprach Gottfurcht über die B e i t r a g s f r a g e. In der. jetzigen Zeit braucht die Organisation naturgemäß jeden Pfennig. So zahlte der Gau im 1. Quartal 1923 an Stellcnloscnünterstützung 58 000 Mark, im gleichen Zeitraum 1929 schon 85 000 Mark, 1930 (1. Quartal) 143 000 Mark und von Januar bis März 1931 sogar 253 000 Mark! Es ist unbedingt notwendig, diese Unterstützungs- einrichtungen aufrechtzuerhalten, hierfür kann das Opfer unserer in Arbeit stehenden Mitglieder nicht groß genug sein. Man möge auch berücksichtigen, daß der ZdA. Staffelbeiträge hat, und daß sich die allgemeine Senkung der Gehälter ohnedies schon in einer Senkung der Beiträge ausgewirkt hat. Natürlich hat den ZdA. eine neue Tarifkündiguügs- welle überflutet. Daneben laufen die schwierigen tarifpolitischen Auseinandersetzungen mit den Behörden und den Sozialoersiche- rungsinstituten. Die Zustände auf den Arbeitsämtern in der Provinz kann der Verband in Zukunft nicht mehr dulden. Grund- sätzlich muß jetzt alles getan werden, um das aufgebaute Tarif- mrtragswerk über die Schwierigkeiten des bevorstehenden Winters hinwegzubringen. Am Schlüsse seines mit großem Beifall auf- genommenen Referats sagte Gottfurcht: Unsere Arbeit war trotz der Krise ein Erfolg. Auch für die Zukunft liegt kein Grund zum Pessimismus vor. Die Kleinarbeit, mit der sich die Konferenz be- schästigt, schafft die Basis für die Bewältigung größerer Aufgaben. Lohnabbau! Lohnabbau! Lohnabbau! Ist er noch nicht allgemein genug? Köln, 5. September.(Eigenbericht.) In der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie des Rheinlandes haben zum Zweck der Lohnsenkung die Lohntarif« gekündigt der Arboitgeberverband der Schokoladen- und Zuckerwarenindustrie, die Konditoreninnungen in Köln und Bonn, der Arbeitgeberverband der rheinisch-westfälischen Müh- len, die Faßfabrikanten und Küfermeister für Rheinland und West- salen und die Brotfaboikanten des Regierungsbezirks Köln. Aachen. 5. September.(Eigenbericht.) Durch«inen Schiedsspruch wurde in der Aachener Nadel- industrie der Te u e r u n g s z u s ch l a e. ab 1. Oktober von 42 aus 30 Proz. herabgesetzt. Das bedeutet einen Lohnabbau von rund acht Proz. Die neuen Löhne gelten bis zum 31. Januar 1932. Essen, 5. September.(Eigenbericht.) Der Arbeitgeberverband rheinisch-westsäli- scher Straßenbahnen hat das bcstehcydc L o h n a b k o m- men zum 30. September 1931 gekündigt. Etwa 44 Bahnen in Rheinland und W«stfalen werden von dieser Maßnahme betroffen. Die Gommersthule im Ruskin College. Bildungsarbeit des ZGB. Von einem Teilnehmer an der Sommerschule des JGB. wird uns geschrieben:' Im R u s k i n College in Oxford, der alten Ausbildung.-- statte für Gewerkschaftsfunktionäre des englischen Gewcrkschafts- bundes, fand in diesem Jahre die 2. Internationale Schulungswoche für jüngere Gewerkschaftsmitglieder statt, die vom Internationalen Gcwerkschaftsbund(JGB.) durchgeführt wurde. Aus sieben verschiedenen Ländern waren 31 Studenten von ihren Gewerkschaften delegiert worden, um sich über internationale Wirt- schasts- und Gewerkschaftsfragen zu insormieren. Es muß gesagt werden, daß dieser Kursus in seiner Zielsetzung und im Ergebnis so außerordentlich gut oerlief, daß er für alle Teilnehmer von großer Bedeutung gewesen ist. Zwischen den Schülern aus den jo verschiedenartigen Ländern bestand die Woche hindurch eine überaus gute Kameradschaftlichkeit. Die Themen, die im einzelnen in der Schulungswoche behandelt wurden, waren folgend«:„Probleme und Eillvichtungen des JGB.", Reserent G, Stolz.„Die historisch« Entwicklung der britischen Gewerkschaftsbewegung", Referent W. M. Ei- trine.„Die gegenwärtige Lage der britischen Gewerkschafts- beweguug, ihre Organisation und ihre Probleme", Rcferettt ch. V. Tewson.„Die Entschließungen des gemeinsamen Komitees des JGB. und der sozialistischen Arbeiter-Internattonale und die Bestrebungen zur Wirtschastskrise izird Arbeitslosigkeit", Referent W. Miln«-Bail«y.„Die Erziehung und Ausbildung junger Gewerk- schaftsmitglieder", Referent G. Stolz. Die treffliche Vorbereitung des Kursus trug zweifellos viel mit dazu bei, daß er so außerordentlich günstig verlief. In der Art, wie der JGB. diese Kurse(der erste fand im vorigen Jahr in Bern ast statt) organisiert, ist es von Bedeutung, daß hier nicht, wie es bei solchen Kursen leicht vorkommt, theoretisiert wird. Der Gedankenaustausch erfolgte über durchaus gegenwartsnahe praktische international« Gewerkschafts- und Wirtschaftsfragen. Für alle Teilnehmer war dieser Kursus ein Erlebnis, das immer in ihrem Gedächtnis haften bleiben wird und, was wichtiger ist, in ihnen den Willen gefestigt hat zur Hergabe aller Kräfte für die Gewerkschaftsarbeit im eigenen Lande und in der ganzen Welt. Als am Schluß der Kursuswoche die Internationale gemeinsam in verschiedenen Sprachen ertönte, iKr hat sich sicher jeder innerlich das Gelöbnis gegeben, mit seiner ganzen Persönlichkeit sich cinzu- setzen für unsere Ziel«. Jeder wird die Worte beherzigen, die am ersten Abend gesprochen wurden: Die internationale Gewerkschasts- bewegung kann nur stark sein durch nationale Gewerkschasten und sie muß belebt werden durch den Tatendrang der Jugend. Die Spediteure gegen ihre Angestellten Nochmals Gehaltsabbau. Di« Arbeitgeber des Speditionsgewcrbes haben Mantel- und Gehaltstarif für die kaufmännischen Ange- stellten gekündigt, um einen weiteren unerhörten Gehalts- a b b a u durchzuführen. Ferner soll die U e b e r st u n d e n b e- Zahlung gestrichen, die Bestimmungen über die Arbeitszeit verschlechtert und auch noch der Urlaub eicheblich gekürzt werden. Offensichtlich haben die Unternehmer die Absicht, den Angestellten das Zu nehmen, was sie von den Spsdi lidn Äi rbe üc rn nicht erhalten konnten. Die Unternehmer des Speditionsgewerbes dürften sich aber gewaltig irren, wenn sie annehmen, mit den Angestellten leichte« Spiel zu haben. Nachdem auch im Speditionsgewerbe vor«inigen Monaten bereits ein gewaltiger Gehaltsabbau vor- genommen und die Existenz der Angestellten durch U m- gruppierungen größeren llmfanges aujs äußerste heruntergedrückt wurde, ist es den Angestellten unmöglich, weitere Opfer zu bringen. Am Montag finden Verhandlungen zwischen dem Arbeit». geberoerband und den Gewerkschasten statt. Sie werden außerordent» lich hartnäckig geführt werden. Der Zentralverband der A n g e st e l l t e n hat seine Mitglieder und Gäste für Montag abend zu einer Versammlung eingeladen, wo Bericht über den Verlauf der Verhandlungen erstattet wird. Das blutige Ende in Barcelona. Gin syndikalistischer puffch zusammengebrochen. Madrid, 5. September.(Eigenbericht.) Der Generalstreik der Syndikalisten erreichte am Freitag in Barcelona den höhepunkl. Es fand ein mehrstün- diges Fenergefecht zwischen der Zivilgarde und den im Gebäude des Bausyndikais verschanzten Streikenden statt, wobei es ö Tote und 26 verwundete gab. darunter ö Polizisten. Die Städte Tarragona und Gerona hatten sich dem Generalstreik angeschlossen. Obwohl bis 2 Ahr nachmittags der Generalstreik als erledigt gali, hörten die Schießereien bis zum Abend nicht auf. 200 Personen wurden verHaftel. Am Sonnabend dürfte die Arbeit end-> gültig wieder aufgenommen werden. Das Land der Gswerkschastsbürokraten. Hausbesitzer als bolschewistische Klassenkä'mpfer. Das Problem der Erfassung der Sowjetarbeiter durch die Ge- werkschaften beschäftigt nach wie vor die Sowjetpresse. Aus Kiew meldet der„Trud"(Nr. 240 vom 31. August 1931), daß die dortigen Gewerkschaftsoerbände die Beschlüsse des Zentralrats der Sowjet- gewerkschasten über die Heranziehung neuer Arbeiter in die Ge- werkschaften völlig unberücksichtigt lassen. In vielen Be- zirken Kiews sind sogar die Sturmarbeiter nicht Mitglieder der Ge- werkschaften.-In der Fabrik„Stalin" in Kiew liegen bereits seit langer Zeit 600 Gesuche der Arbeiter um die Ausnahme in die Gewerkschaft, die nicht wcitergeleitet werden. Im Hasen von Kiew sind von den 800 Hafenarbeitern 455 nicht Mitglieder der Gewerkschaften. In den letzten vier Monaten sind überhaupt nur 59 Neuaufnahmen erfolgt. Gleichzeitig werden jedoch asoziale, klassenfremde Elemente in die Gewerkschasten aufgenommen. In einem Bezirk wurde bei- spielsweise der Besitzer von zwei Häusern in die Gewerk- schaft aufgenommen. Verschiedentlich werden Arbeiter gruppen» weise aufgenommen, ohne Nachprüfung der sozialen Herkunft des einzelnen. Dies ist besonders im Gewerkschaftsverband der Arbeiter der Binnenwasserwege der Fall. Von den 12 000 Arbeitern der Binnenwasserwege in Kiew sind 3000 noch immer nicht Mitglieder der Gewerkschaft. Das Reich als Retter. Was die Angestellten der Dresdner Bank erwarten. In einer Betriebsversammlung der Dresdner Bank wurde eine Entschließung angenommen, in der es heißt: „Die Belegschaft der Dresdner Bank gibt ihrer Genugtuung darüber Ausdruck, saß es durch die Reichsbeteiligung als Groß- aktionär gelungen ist, das Fortbestehen der Bank auf verbreiterter Kapitalbasis zu sichern und damit der Angestelltenschast die Arbeits» stättc zu erhalten. Entsprechend dem weitgehenden Einflüsse, oen das Reich in Zukunft auf Leitung und Geschäftsführung der Bank nehmen wird, wird auch die Personalpolitik in der Bank entscheidend durch die Reichsregierune, bzw. die von ihr beauftragten Organe bestimmt und beeinflußt werden. Diese Tatsache berechtigt die An- gestellten zu der Erwartung und verpflichtet die Bankleitung zu deren Erfüllung, daß in allen Fragen des Arbeitsvertrages und des Dienstverhältnisses die Grundsätze zur Anwendung gelangen, wie sie in Reichsoerfassung und sozialer Gesetzgebung verankert sind." Wir wollen nun hoffen, daß die Erwartungen des Personals der Dresdner Bank über den Einfluß, den das Reich sich zu sichern verpflichtet ist, nicht enttäuscht werden. Arbeitssriede in Rorwegen. Nach einem Kampf von sechs Monaten. Oslo, 5. September. Die Vertreter der norwegischen Arbeiterschaft haben den neueni Schlichtungsvorschlag des staatlichen Schlichters angenommen. Der Arbeitgeberoerband verlangt vor Aufhebung Aer Aussperrung jedoch noch, daß der Maurerverband, der außerhalb der allgemeinen Or- ganisation steht, zu einer Einigung mit den Arbeitgebern kommt, was im Laufe der nächsten Woche geschehen dürfte. Damit ist der Arbeitsfriede in Norwegen wiederhergestellt, nachdem sechs Monate lang Streik und Aussperrung das norwegische Wirt- schaftsleben gelähmt hat. Wcrdeausslhub der Post- und Tclegrapheab«an?ten und Anwärter. T'iendtaä, 20 Vi Uhr, wichtlac Versammlung bei Seiles, Prenzlauer Alles L-z, Elle Metzer Straße. Tagesordnung: Die verfassungsrechtlichen Bedculen der Bcamlsn gegen die Roiverordnungen. Referent: Ke» nosse Dr. Draht. Zahlreicher Beduch wird erwartet. Gäste rvillkvmmcn. SPD.. Fraktion der arbeitelosen graphischen Kilsaarbeitsr. Vcr. sammlung Montag, 1314 Uhr, im Lokal Laudahn. Luisenufer!>2. Vor. trag Genosse Willi Rode:„Der Arbeiter im S-Iahrca-Plan". Ennrpadhi» stcrende tdnne» durch Genossen eingeführt werden. Der Frattionavorstand. t�reie Gewerkschafts-Lugend Berlin ts Heute, Sonntag. Gewerkschaft-fest in Treptow. Der Sprrchchor trifft stch um li Uhr im Restaurant Spreegartcn. Fahnenträger: Treffen um 17V4 Uhr AbtcibrUcke.— Volk-bühae: Mitglicdcrmeldungcn fllr die Iugendabtetlungen und die Sonderabtcilungen sind umgehend der Jugend- zentral» zu llbernntteln. ©Zugenvgruppe des Zentralverbandes der Angestellten Morgen, Montag, solgeudc Veranstaltungen: Wedding: Jugendheim Turiner Ecke Seestraße. Wir lesen aus dem Buch:„Eine Reis« in das astatisch« Tuwa".- Weißens«: Jugendheim Pistariusstr. 24. Unsere Winter» arbeit.— Britz: Städtisches Jugendheim lRathaus). Gruvpenmitgl-.ktcrver- sammlung.— Urban: Iugeirdhcim Habrecht. Ecke Sanderstraße. Lichtbildervortrag:„Finnland". Referent: Mener.— Nordost!l: Zugendheim Rasten- burger Str. ltz, Zimmer Z. Die Ausgestaltuna des Abends wird in der Gruppe besprochen.— Meldet euch für die Volksbtthncnadteilung für die arbcitonide Jugend im Jugendserretariat. 1 Persil habe ich immer im Haus. Ich weiß, daß es schonend wäscht, warum soll ich da erst ein anderes Waschmittel kaufen? Diese Ausgabe erspare ich mir. 4. Zum Waschen farbiger und zarter Wäschestücke nimmt man i gehäuften Eßlöffel Persil auf 2 Liter kaltes Wasser. Persil bringt mir die größte Bequemlichkeit durch Kaltauflösen und Kaltwaschen. Ich spare Zeit und Geld, weil ich kein heißes Wasser brauche. 5. � Persil ermöglicht mir bei aller Bequemlichkeit hygienisches Waschen, denn es besitzt ja die wertvolle Desin- fektionseigenschaft. Also ist es doch klüger, wenn ich als sparsame Hausfrau alle Persilvorzüge voll ausnutze. Wirklich, Persil bleibt Persil auch für zarte Sachen dtermann Wendel: Wilhelm 3tü&be SEu feinem 100. Qeburlstag Man spricht viel zu leichtseria vom Lachen in der Welt, ich halte� es für eine der ernsthaftesten Angelegenheiten der Menschheit. klaabs,„Oer Orünmlinx". Als Wilhelm R a a b e am 8. September 1831 zu Eschershausen geboren ward, lernte er bald, in seiner Kindheit, einen Greis kennen, der noch den Siebenjährigen Krieg mitgemacht hatte. Und als Wilhelm R a a b c am 15. November 191l> zu Braunschweig starb, dauerte es keine vier Jahre mehr, bis der Weltkrieg mit Blut und Brand der alten Ordnung der Dinge den Anfang ihres Endes an- kündigte. Ein langes Erdendascin also, aber an äußeren Gescheh- nissen war es arm: Buchhandlungsgehilfe in Magdeburg, Unioersi- tatshörer in Berlin, Schriftsteller ein paar Jahre in Stuttgart, ein paar Jahrzehnte in Braunschweig— damit erschöpft fich's auch schon. Die wahren Ereignisse dieses Lebens waren die Bücher, die Raabc schrieb, Dutzends und Dutzende von Romanen, Novellen und Erzählungen, von der„Chronik der S p e r l i n g s g a s s c" bis zu„ch ästend« ck" und„A l t e c s h a u s e n". Die Erfolge seiner literarischen Tätigkeit freilich konnten Raabe nie übermütig stimmen: von seinen stärksten Werken mußte„Abu T elf an" drei- »ndzwanzig Jahre auf die dritte, der„S ch ü d d e r u m p" gar ein volles Bierteljzhrhundert auf die zweite Auslage warten:„ich habe eben", seufzte noch der Achtundsiebzigjährige,„kein Glück, weder in »reinem Boll noch.im Buchhandel, gehabt." Dies: spröde Zurückhaltung der Leser hing zum Teil damit zu- sammcn, daß Raabc, Gegenstück eines flotten Unterhaltung-- ichriststellers, es ihnen nicht leicht machte: die innere Musik seines Werks heischte stets aufnahmebereite und aufnahmefähige Ohren. Wie der von ihm bewunderte Jean Paul wußte auch er eine Handlung nicht auf gerader, breiter Chauffee vorwärtsmarschicrcn zu lasten: da gab es Abstecher auf heimlichen Seitenwegen, Rast- stunden in Schenken an der Straße, unvermutetes Tirilieren in den nahen Wald hinein, oft steckte der Batcr Raabe selber seinen Kops aus der Kulisse und redete zwischen seinen Menschen hindurch zuin Leser, und sein Stil gehört schon zur am wenigsten rechtwinkligen, zur krausesten und verschnörkeltesten Prosa, die wir haben. Aber jede seiner Erzählungen gleicht einem iin Morgenland geknüpften Teppich, dessen zahllose Arabesken, Blumen und Pflanzen zuerst wirr und regellos erscheinen, doch in Wahrheit alle»ach einem un- sichtbaren Mittelpunkt streben. Trotz der häufigen Traumseligkeit seiner Stimmungen hatte R a a b e s Blick auch nichts Verbrämtes: nicht umsonst schrieb er in sein Notizbuch M i l t o n s Wort:„Das Auge ist das große Tor der Weisheit": ohne das unerbittliche Auge wäre er nie zum großen Beobachter, ohne die entwickelte Beobachtungsgabe nie zum großen Ge st alter geworden. Da Raabe etwas wie eins Philosophie verkündete, hat man ihn wohl den„Dichter des deutschen Philisters" genannt. Nun ging in der Tat in seiner Darstellung gern von den äußeren Attributen des Spießbürgertums,„von einem warmen Schlafrock, einem Paar wunderschöner weicher Pantoffel, einer langen Pfeife und einer singenden Teemaschine", die Rede, und am liebevollsten strichelte er Kleinkrämer, Kleinstädter, Kleinstaatlcr hin. Die Sonne, die seiner Welt leuchtete, war die Schustcrkugcl des Meisters Unwirsch, eine kleinbürgerliche Sonne in einer kleinbürgerlichen Welt. Aber klein- bürgerlich erschien R a a b e s Werk und Wesen nur insofern, als seine Probleme und ihre Lösungen einer„Uebergangsklasse" entsprachen, in der sich nach einer Prägung von Marx„die Interessen zweier Klassen zugleich abstumpfen." Obwohl nicht wenige seiner Crzäh- lungcn historische Färbung trugen, reizten ihn die Individuen mehr als die Weltgeschichte: das Schicksal seiner Personen war i n- d i v i d u e l l bedinijt, und individuell knotete sich auch ihr Konflikt auf, falls er nicht zu einem matten Sichbeschciden, zu einem glatten Verzicht führte, zu einem Rückgang aus der rohen Wirklich- kcit in„die Welt des Herzens und Gemüts". Aber da Philistertum nicht von der Lebensführung, sondern von der Gesinnung abhängt, war Raabc mit seiner goetheschen Fähigkeit, Menschen menschlich zu sehen, alles andere als ein Philister, dem das eigene aufgeblasene Ich das Maß aller Dinge ist: kaum je wurde die Selbstgenügsamkeit, die Sclbstgerechtigkeit, die Splitterrichterei und alle anderen üblen Charakterzüge des satten deutschen Spießertums grausamer mit Ruten gestrichen als im „Abu Telfan". Auch Raab es viel beredeter Humor war, weitab von jeder platten Stammtisch-Spaßmacherei, ein Gegengift gegen die Gemeinheiten des Lebens und mehr als das: eine Waffe. Denn ob dem Dichter Stimme und Pathos des großen Anklägers fehlten, so stand er doch in seiner ArtalsKämpser seinen Mann. l Wurzelnd in einer der stillsten deutschen Landschaften, dem braun- schweigischen Wcserlande, vernahm er in den fünfziger Jahren zu Berlin das erste Rauschen der kapitalistischen Brandung und erlebte zwei Jahrzehnte später die Hochflut der Gründercpoche und alles, alles folgende. Dieser ganz innerliche Nicdersachse sah sich im neudeutschen Kaiserreich in eine fch ellenlaute Welt der Er- solgsanbetung, der Profitjagd, der Großmannssucht hineingestellt: dieser Talmiwclt des Betriebs, des Rummels, des„Uns kann keiner!", dieser gemütsbaren Welt des Amerikanismus, des Ma- schinismus, des Wilhelminismus mit ihrer schnurrbartsträubenden Losung: Stramm, stramm, stramm! Alles über einen Kamm! drehte Raabe, zuweilen unter symbolischem Lüften seiner Rock- schöhc, den Rücken und ließ sich, verwunschene Eilande mit der Seele suchend, auch dadurch nicht beirren, daß man ihn gegenwartsflüch- tigen Sonderling, ja, verdrossenen Reichsfeind schalt: ein„Fortschritt", der die besten Werte des deutschen Menschen zerstörte, konnte ihm gestohlen werden. Sein ganzes Werk wurde so im Grunde eine grimme Negation jenes Deutschland, das 1918 zusammenbrach. Aber deshalb war er beileibe kein Lobredner verklungcner Jahrhunderte: er durchschaute die„Schweinerei im aller- romantischsten Mittelalter" und die Lüge von der„guten, alten Zeit", „wo die Menschheit noch aus der Hand des einen Unteroffiziers in die des anderen überging": er vermittelte in„Die Innerste" so nebenbei ein ungeschminktes Bild des friderizianischen Heeres mit seinen geworbenen, gepreßten, verprügelten und invalid auf die Landstraße geworfenen Soldknechtcn, und an der Schlacht von Jena, die das Preußen des Fridericus Rex zertrümmerte, hatte er zu loben, daß sie„so manche Niederträchtigkeit, so manchen Unsinn" über den 5)aufcn gerannt habe. So wenig sich Raabe mit dem Hetztempo der Jndustrialisie- rung anfreundete, so sehr empfand er mit den Opfern dieser Entwicklung: schon von�Dickens, dem er allerlei verdankte, hatte er das Mitgefühl mit dem Elenden und Enterbten lernen können, und so hing auch sein Herz an den vom Schicksal geschundenen kleinen Leuten. Der bei Wahlen brav und bieder einen nationalliberalen Stimmzettel in die Urne versenkte, hatte vom Sozialismus wohl nur eine verschwommene Pprstellung, aber triebhast hielt er es mit der„Partei der Hungerleider". Nicht nur der„H u n g e r p a st o r", in dem von den Wohnhöhlen des Proletariats, von der Trostlosigkeit einer Armenschule, von dem den Unterdrückten zugemessenen Bil- dungsminimum, von einer Elendsreoolte der Arbeiter und ihrer Niederkartätschung durch Militär nicht sänstiglich die Rede war, schlug starke soziale Untertöne an, und daß sich über einer Welt,„wo soviel impotente Brutalität das erste und das letzte Wort behält", das Ungewittcr einer gewaltigen sozialen Revolution zu- sammenziehe, blieb R a a b e s mit Grauen gemischte Ueberzeugung bis zuletzt. Wie Adolf Bartels, der Rassenschnüffler und Judcnriecher in der Literaturgeschichte, Raabe als„den deutschesten unserer Dichter" pries, fo suchen ihn noch heute die Ewiggestrigen des monarchistischen Heerbanns als Eideshelfer für ihre Mottenkiste zu beschwören. Eitles Unterfangen! Der Satz aus dem„D r ä u m- l i n g":„Das Mittelmäßige, das Philisterhafte nimmt es am übelsten auf, wenn ein gewaltiges weltgeschichtliches Fatum sich die Freiheit nimmt, die ganze Herrlichkeit eines, wie man es nennt, geordneten politischen Zustandes zusammenzukehren, auszuwischen und in den Winkel zu stäuben", sitzt wie angegossen den schwarzwcißroten Spieß- bürgern, die der Macht und Herrlichkeit des wilhelminischen Reich- nachtrauern: zu den„idealsten Mächten" in der trüben Zeit der Demagogenjagd zählte Raabe„die Schwärmer für die d e u t s ch e R e p u b l i k", und als die Regentschaftsfrage in Braun- schweig aufs Tapet kam, hatte er schon aus Sparsamkeitsgründen nichts gegen den sozialdemokratischen Borschlag, das Land zu einem Freistaat zu machen.„Völkisch" war der unabhängige Geist, der fröhlich bekannte:„Heine ist stets mein Liebling gewesen" und in„Salome", Höxter und Corvey" und„Die H o l u n- d e r b l ü t e" seine vorurteilslose Stellung zur Judenfrage offen- barte, nun schon gar nicht:„die große Flagge der Zukunft", die er entrollt sah, trug ganz gewiß nicht das Haßzeichen des Hakenkreuzes. Denn Wilhelm Raabe war wirklich im Kern seines Wesens e i n deutscher Dichter und darum allem Geschwätz, allem Schein- wesen, allem Maulhelden- und Kraftmeiertum der„Heil!"- und Hetz- und Hurra-Patrioten im tiefsten abhold. a*id sdiitd:'Unr eine fliege! Das Insekt, das wir jetzt Stubenfliege nennen, sollte künstig den Namen Typhusfliege erhalten, um stets unmittelbar die Auf- merksamkeit aus die Gefahr zu lenken, die darin liegt, daß wir es weiter ungestört sich vermehren lassen. Uebcr diesen Ausspruch des bekannten Naturforschers L. O. Howards wird wohl mancher verwundert den Kopf schütteln. Typhussliegc? Die harmlose, höchstens lästige Stuben- stiege, unser ständiger Haus- und Tischgenosse? Aber die Be- Zeichnung ist leider zutreffend und nicht einml erschöpfend, denn man könnte statt ihrer eine ganze Reihe ebenso bezeichnender Namen wählen, z. B. Schindsuchtsfliege oder Brechdruchsallsliege. So ziemlich alle ansteckenden Krankheiten, die wir kennen, werden durch die Stubenfliege verschleppt. Im Mittelalter schon brachten einsichts- volle Aerzte das Auftreten der Pest mit den Fliegcnschwärinen in Verbindung, und die Chinesen haben schon seit Jahrhunderten einen bestimmten Zusammenhang zwischen Fliegen und Seuchen erkannt. Heute gilt es als unumstößliche Tatsache, daß die Fliege die lieber- trägerin der gefährlichsten Krankheiten des Tier- und Menschen- geschlcchtes ist. Wollte doch jeder sich einmal die Mühe nehmen, den Flug der Fliege zu beobachten: Vom Abfalleimer zum Mittagessen, vom Spucknapf zu der für den Säugling bestimmten Milch, zu einem Menschen, der sich irgendwelche Verletzungen zugezogen hat nsw. Dann wird man begreifen, welch zahllose Möglichkeiten für die Vor- lchleppung von Krankheitskeimen sich zwanglos ergeben. Die schmutzigen Oertlichkeiten, an denen die Fliegen sich vorwiegend auf- halten, sind wahre Zuchtstätten der verschiedensten gcsährlichc» Bakterien. Kleinste Teilchen bleiben im dichten Haarpelz der Fliege nur allzu leicht haften und werden am nächsten Aufenthaltsort von ihr wieder abgestreift. Man darf auch nicht übersehen, daß Fliegen in ihrer Nahrungsaufnahme absolut nicht wählerisch sind. Unter- sucht man einen der winzigen. Punkte, die den Fliegenjchmutz darstellen und überall innerhalb menschlicher Behausungen abgesetzt werden, mit dem Mikroskop, so kann man oft Hunderte der schäd- lichsten Bakterien darin»achweisen Sorgfältige wissenschaftliche Untersuchungen haben auch einwandfrei ergeben, daß infizierte Fliege» noch»ach drei Tagen ledende Tuberkel- und Dysenterie- , Erreger beherbergen, nach vier Tagen noch Cholera-Erreger, während Typhusbazillen sich noch nach 23 Tagen als lcbenssähig erwiesen! Schon aus diesen Angaben, die sich noch mühelos erweitern .ließen, geht mit aller Deutlichkeit hervor, von welch ungeheurer Wichtigkeit eine planmäßige Bekämpfung dcrFliegen- plage vom gesundheitlichen Standpunkt aus ist. Mit Fliegen- lcim, Fliegenpopier usw. allein ist's nicht getan. Auch die Jagd nach den einzelnen Fliegen im Zimmer bleibt aussichtsloser Abwehr- tämpf, solange die Grundbedingung versäumt wird! Diese lautet: Peinlichste Reinlichkeit, Vernichtung aller Abfälle, die als Brutstätten in Betracht kommen können. Nicht zu vergessen ist auch die Auf- klärung über die von den Stubenfliegen ausgehenden Gefahren, um jeden zur Mitarbeit anzuspornen. Hierin ist Amerika vorbildlich und hat unter der Leitung Howards eine großzügige Massenpropa- ganda in Szene gesetzt, durch die weiteste Bevölkerungskreise über die Gefahren der Flicgenplage aufgeklärt und zu ihrem Vernichtung- kämpf aufgefordert wurden. Auch der Schutz unserer Nahrung?- mittel in Küche und Acrkaufsladen vor Fliegen müßte energisch durchgesührt werden: dann könnie manches Unheil vermieden werden, das von der so„harmlosen" Stubenfliege gestiftet wird. Gegen den Hochsommer hin erhält die Stubenfliege eine kleinere Kameradin, welche die Flügel mehr gespreizt trägt, und die, was de» unangenehmsten Hauptunterschied darstellt, auch, stechen kann. während das unsere Stubenfliege mit ihrem Säugrüssel nicht fertigzubringen vermag. Diese Fliegenart wird als Wadenstechcr bc- zeichnet. Sie tritt in weit geringerer Anzahl als die Stubenfliege auf, wird aber als Blutsauger um so unangenehmer. Hin und wieder fliegt auch eine dicke, stahlblau glänzende Fliege mit lautem Gebrumm durch das ossene Fenster ins Zimmer. Un- beholfen stößt sie überall an: und wird sie verfolgt, so fliegt sie mit Wucht gegen die Fensterscheibe. Es ist eine Schmeißfliege, deren Larven sich mit Vorliebe von faulem Fleische nähren. Bekanntlich hält sich Fleisch geschlachteter Tiere im Sommer ohne besondere Vor- kehrungen nicht lange frisch, und gar bald werden die länglichen, gelben Eier der Schmeißfliege daran abgelegt. Schon binnen 2i Stunden sind die Larven ausgekrochen und gehen nun mit großem Eifer an ihre einzige Dascinsbeschäftigung. den unermüdlichen Fraß, wobei sie auch zubereitet« Fleischwaren beispielsweise Schinken, nicht verschmähen. MIT GAS WARMWASSER m\ jmmn Einfachste Installation anstelle des Wasserleitungshahnes und Verbindung mit der Gasleitung durch biegsames Aluminiumrohr zu kaufen: 2,-— RM. monatl. bei 33 Raten 3.— RM. monatl. bei 21 Raten 60.— RM. bei Barzahlung zu mieten: 1.50 RM. monatlich BERLINER STÄDTISCHE GASWERKE A G. BERLIN C 2. NEUE FRIEDRICHSTRASSE 109 FERNSPR.: E. 2. KUPFERGRABEN 0013. APPARAT 500 auch in allen Geschäften des Gasag-Systems zu haben Hier obtrenneni An die Berliner Städtische Gaswerke Akt.-Ges. l ni Berlin C 2, Neue Friedrichstraße 109 Ich habe Interesse für Type 1931 und bitte um über- Sendung von Prospekten— um den unverbindlichen Besuch eines Vertreters am besten am_________ um_____ Uhr (Nichlgcwünschtcs bitte zu durchstreichen) Vor- und Zuname; Ort: .Straße Nr.. « rj-i m Hier ein x >1 Z7i e TP- *0 e* w:� s-i e- geÄ S«! --S« O°k-' 'H» hi* 0 ltD« S>er Freiheitskampf der&olen Ein Jahrhundert rundet sich in diesen Tagen, seitdem durch den am 7. September 1831 erfolgten Fall Warschau» das damalige Königreich Polen au» der europäischen Staatengeschichte ausgelöscht wurde. Die Vorgänge jener Zeit sind als geschichtliche Parallele zu unsrer Zeit durchaus interessant und lehrreich, und es verlohnt sich schon, sich ein wenig mit ihnen zu beschästigen. Nicht weniger als tausend Jahre lang hatte das polnische Staatswesen als selbständige Macht bestanden, als gegen Ende des achtzehnten Jahrhunderts die drei Nachbarstaaten Rußland, Preußen und Oesterreich sich innere Zwistigkeiten des Landes zunutze machten und es in dreimaligem Vorgehen unter sich austeilten. Diese inneren Streitigkeiten Polens waren in der Hauptsache durch die regierende Adelskaste des Landes heraufbeschworen worden: die breiten Volksschichten hatten mit diesen Machinationen nichts gemein. Das Volt selbst wehrte sich auch in wiederholten leidenschaftlichen revolutionären Ausbrüchen gegen seine umwohnenden Bedränger, die die großen Landgebiete völlig widerrechtlich an sich gerissen hatten. Doch alles oerzweifelte Aufbäumen erwies sich als oer- geblich: Polen war aus der Reihe der selbständigen Staaten ge- strichen. Aber, wenn auch blutig unterdrückt, schwelte das Feuer eines großen Freiheitssehnens im Volke doch weiter, und so kam es. daß auch der Wiener Kongreß von 181S sich mit den Dingen zu beschäftigen hatte. Auf diesem Kongreß bestätigten die Vertreter der europäischen Regierungen das schon acht Jahre zuvor von Napoleon errichtete Herzogtum Warschau als neues König- reich Polen. Ein Königreich mit eigener Verfassung, eigener Verwaltung und eigenem Heer, jedoch hinsichtlich des Landesfürsten in Personalunion verbunden mit R u ß l a n d. Von dieser Schöpfung des Wiener Kongresses rührt der noch heute vielfach gebrauchte Name„Kongreßpolen" her. Wie zu erwarten war, wurde die in Wien feierlich verbriefte Selbständigkeit des neuen Polen von den russischen Machthaber» wenig respektiert. In Wirklichkeit wurde die nationale Hoheit bald auf Schritt und Tritt vergewaltigt. Was Wunder, daß man in weiten Schicht?» der Bevölkerung mehr und mehr unzufrieden wurde! In diese Atmosphäre Polens strich noch dazu die damals durch die europäischen Staaten wehende Zuglust der allgemeinen Uri- Zufriedenheit In Belgien, Italien, Griechenland— überall ging der Drang nach freiheitlicher Entfaltung im Innern wie nach außen. Als dann die französische Iuli-Reoolution von 1830 den unterdrückten Völkern zum Fanal wurde, säumte man auch in Polen nicht mehr lange, und noch im gleichen Jahre brach in Warschau der Ausstand aus.„Los von Rußland!" wurde zur Parole. Der polnische Reichstag sprach im Januar des folgenden Jahres die Unabhängigkeit des Landes aus, und die Agenten Rußlands wurden aus ihm ver- trieben. Die Folge war der Angriff der russischen Heeresmacht. In vielen Gefechten schlug sich das polnische Volk aufs tapferste. Mit ihm sympathisierten die Schichten der freiheitlich gesinnten In- telligenz in Deutschland und Frankreich. Die besten Namen der deut- schen Dichtung, wie Lenau, Platen und andere, setzten sich für den überall mit Interesse verfolgten Freiheitskampf des polnischen Voltes ein. Doch der gewaltigen russischen Uebermacht mußte der Aufstand schließlich unterliegen. In schweren Schlachten verbluteten die polnische Jugend und der polnische Bürger, und am 7. Sep- tember 1831 mußte sich auch die Hauptstadt Warschau ergeben. Damit war das Ende des von Napoleon geschaffenen und vom Wiener Kongreß bestätigten zweiten Polen da. Rußland er- kannte nicht im geringsten mehr die geschlossenen Verträge an. Das ganze Land wurde nach Möglichkeit russifiziert und fortan lediglich als russische Provinz behandelt. Die Knute des Zarismus feierte ihre Orgien. Angesichts dieser Zustände waren viele Polen ins Ausland, besonders nach Amerika, aber auch nach Deutschland und Frankreich, gegangen. Teils an der Lage des Vaterlandes oer- zweifelnd, teils auf bessere Zeiten hofsend. In der deutschen Frei- heitsbewegung des Vormärz wurden auch die polnischen Freiheits- kämpfer begeistert gefeiert. Tatsächlich kamen in der Mitte der vierziger Jahre noch einige revolutionäre Auflehnungen, aber sie änderten an den bestehenden Dingen nichts mehr. Und doch, die Polen in den zu Rußland wie auch in den zu Preußen und Oesterreich gehörenden Gebieten hatten die Hoffnung auf eine zukünftige nationale Selbständigkeit nicht ganz ausgegeben. „Noch ist Polen nicht verloren", dieses alte Lied wurde bis in den Weltkrieg hinein gesungen, und dieser Weltkrieg brachte den Polen wieder einen eigenen Staat. Etwa in dem bis zu den berüchtigten Teilungen bestandenen Umfang. Seit einem Dutzend Jahren besteht dieses neue Polen. Und fast will es scheinen, als ob die Generationen lang geübte Unter- drückung durch die umwohnenden Staaten im Lande einen un- gesunden Nationalismus nach außen, nach eben diesen Unterdrücker- staaten hin reifen ließ. Die Bedrängungen und die übermäßigen Ansprüche, besonders nach der preußischen Grenze zu, sind bekannt. Aber auch in Polen selbst geht man heute vielfach Wege, die mit dem neben dem eigenen Nationalwillen her gehenden Rufe nach innerer Freiheit wenig gemein haben. Die polnische Demokratie und das niedere polnische Volk sehen sich heute durch die faschistischen Diktaturgelüste eines P i l f u d f t i terrorisiert. Und gar die Arbeiter- schaft hat unter diesen Machtbrutalitäten äußerst schwer zu leiden. Dieses innere Gewaltregime geht mit den nach außen hin ent- wickelten, unhaltbaren Machtwünschen Hand in Hand. Ist es angesichts solcher Zustände schwer, historische Parallelen zu ziehen? Erinnert nicht manches in der gegenwärtigen Ent- Wicklung an frühere Zeiten? Und sollten nicht auch die augenblick- lichen polnischen Machthaber erkennen, daß nur innere Demokratie und innere Freiheit die besten Bürgen für das Wohl des Landes wie für dessen nationale Selbständigkeit sein müssen? Denn im Grunde wurzelt jeder Freiheitsgedanke tief im Volke. Und besonders unsre Gegenwart wird die Gesetze der Demokratie schwerer missen und sie schwerer entbehren können als je eine frühere Epoche der Geschichte. In welchem Lande es auch immer sei. Walier Qalderl: �Brüderschaft mit der fremden Stadt Hans Gregor stand auf dem Hauptbahnhof von Neapel. Es war Abend: der Bahnsteig wurde durch ein paar sparsam verteilte Lampen recht mäßig erleuchtet. Gepäckträger mit schweren Koffern hasteten vorbei und rissen Hans beinahe um. Einheimische, die dem Zuge entstiegen waren, wurden von ihren Männern, Frauen. Brüdern, Schwestern und Kindern mit Jubel begrüßt und herzhaft abgeküßt. Hans stand neben seinem Handkoffer und kam sich unend- lich hilflos und verlassen vor. Niemand war da, um ihn zu be- grüßen, niemand fiel ihm um den Hals. Hans war von der mitteldeutschen Stadt, in der er wohrrtc, ohne Unterbrechung bis nach Neapel durchgefahren. Er stand also jetzt zum ersten Male ganz richtig auf fremden Boden. Wohl konnte er die italienische Sprache sprechen, die er in seiner freien Zeit nach einem Lehrgang für den Selbstunterricht erlernt hatte. Er hatte auch seine Kenntnisse in Gesprächen mit den drei Italienern, die in seiner Heimatstadt wohnten, oft erprobt und hohes Lob für seine gute Aussprache und Ausdrucksweise geerntet. Aber jetzt hotte er plötzlich alles Zutrauen zu seinen Sprachkenntnissen verloren. Er hatte die Grenz- und Bahnbeamten und die Mitreisenden, die zu ihm sprachen, nur unvollkommen verstanden und sich in seinen eigenen italienischen Sätzen, die doch so gut überlegt waren, beim Sprechen verhaspelt. Nun stand er auf dem Houptbahnhof von Neapel und kain sich unendlich hilflos und verlassen vor. Sollten die Freunde und Be- kannten, die bedenklich mit dem Kopf gewackelt hatten, als er freude- strahlend von dem ihm angebotenen Reisenden-Posten sür Süd- italien erzählte, recht behalten? Es schien fast so. Am liebsten wäre er mit dem nächsten Zug« wieder zurückgefahren, zurück nach seiner Heimatstadt, zu seiner Familie, und nicht zuletzt, zu seinem Bett, an das er nach der ermüdenden Fahrt mit ganz besonderer Wehmut dachte. Er riß sich zusammen und sah sich nach einem Gepäckträger um. Es war weit und breit keiner zu sehen. Der Bahnsteig lag still und verlasien im spärlichen Lampenschimmcr da. Hans nahm seinen schweren Koffer und schleppte ihn mühsam zur Gepäckaufbervah- rungsstelle. Dann trat er auf die Straße hinaus, in der der Groß- ftadtverkehr, verstärkt durch südliche Lebhaftigkeit und Freude am Lärm, tobt«. Nach vielem Hin- und Herfragen erwischte er eine Straßenbahn. die ihn noch der Via Agostino Depretis bringen sollte, wo ihm ein Hotel empfohlen war. Das Hotel machte keinen üblen Eindruck. Das Stimmungsbarometer stieg etwas. Aber als ihm das kalte, von einer zu schwachen Glühbirne kaum erleuchtete Zimmer mit dem schiefftehenden Kleiderschrank und der ebenso gigantischen wie unprak- tischen Spiegelkommode angewiesen und die Tür von außen ge- schlosien wurde, da hätte Hans am liebsten vor Heimweh geweint. Fast fluchtartig verließ er das Zimmer wieder, nachdem er sich in aller Eile den Reifestoub abgewaschen hatte. Jetzt mußte der Koffer vom Bahnhof geholt werden. Der Hausdiener, der das sonst besorgte, hatte gerade Ausgehtag: also mußte Hans selbst noch ein- mal zum Bahnhof fahren.' Er wagte sich nicht in die überfüllten Straßenbahnen und winkte eine Droschke heran. Der alte weißhaarige Kutscher mit der roten Nase knallte vergnügt mit der Peitsche und trieb sein greises Pferd zu ein paar schnellen- Schritten an. .Wohin, Signore?" „Zum Hauptbahnhof." „Wieviel wollen Sie zahlen?" „Die Taxe natürlich." „Ah. der Taxameter ist entzwei. Aber ich bin nicht teuer. Sogen wir sieben Lire bis zum Hauptbahnhof, 12 Lire hin und zurück. Und una piccola mancia— ein Neines Trinkgeld!" Han» fand diesen Preis nicht hoch und war einverstanden. Der alte Kutscher war beglückt, einen Fahrgast gesunden zu habezu der nicht handelte. Er pfiff ein neapolitanisches Volkslied und trleb- feinen Gaul an. Der Wagen ratterte über das Lavapflaster dahin. Hans dachte wieder an sein warmes Bett in der Heimat und an das düstere Hotelzimmer. Die Stimme des Rasielenkers weckte ihn aus feinem Brüten. Der Alte hatte sich auf seinem Kutscherbock umgewandt und wollte mit seinem Fahrgast«in Gespräch beginnen. Er sprach kein Schrift- italienisch, aber Hans härte sich batd in das Gerede hinein Er war selbst überrascht davon; der alte Kutscher mit der roten Nase wirkte beruhigend und anheimelnd. Er deutete mit dem Peitschenstiel aus die Gebäude, an denen der Wagen vorüberfuhr, und hielt über jedes einen kleinen Vortrag. Den Weg zum Bahnhof zu finden, überließ er seinem Pferd: er wandte sich überhaupt nicht mehr nach vorn, er hatte mit Hans zu reden. Am Bahnhof stieg Hans aus, um den Koffer zu holen. Der Kutscher hote nicht die geringste Sorge, daß sein Fahrgast ihm ohne Bezahlung durchbrennen könnt«. Er täuschte sich nicht. Nach kurzer Zeit war Hans mit dem schweren Koffer wieder da. Der Alte verstaute ihn neben sich und ließ seinen Gaul wieder loszetteln. Der Gaul hatte einen bemerkenswerten Ortssinn. Er fand den Rückweg ohne Mitwirkung seines Herrn, der sich nur mit Hans be- schäftigte. An einer Osteria ließ der Kutscher den Wagen halten.„Er sorgt dafür, daß seine Nase sich nicht entfärbt", dachte Hans, als der Alte vom Bock Kletterte und der Schenke zustrebte.„Wie lange werde ich nun warten müssen?" Er brauchte nicht lange zu warten. Schon nach zwei Minuten erschien der Kutscher wieder mit einer gefüllten Karaffe in der Hand. „Salute!" sagte Hans. Aber der Alte trank nicht. Mit einer linkischen Verbeugung reichte er die Karaffe seinem Fahrgast. Hans verstand erst nicht.„Trinken Sie. Signore!" ermunterte ihn der Kutscher. Da nahm Hans die Karaffe und trank die Hälfte von dem roten Wein. Die andere Hälfte goß der Kutscher hinter die Binde. Dann reicht« er Hans die Hand wie zu einem Rütlischwur, tauschte mit ihm ein»n derben Händedruck und sagte mehrmals:„Buon amico— guter Freund!" Die Karaffe wurde in die Osteria zurückgebracht und der Gaul wieder in Bewegung versetzt. Das Gespräch des Alten mit seinem „buon amico" wurde nach dem Trunk noch um einige Grade herzlicher. Der rote Wein aus der armseligen Schenke, gespendet von einem alten grauhaarigen Droschkenkutscher, wirkte wie ein Zauber- trank. Hans fühlte, wie seine trübe Stimmung immer mehr von ihm abfiel.„Fort mit dem Heimweh! Morgen scheint wieder die Sonne, und dann sieht die Welt anders aus!" sagte er sich. Und als er dem Alten vor der Tür des Hotels das recht anständige„kleine Trinkgeld" in die Hand drückte, da fühlte er, daß die köpfewackelnden Freunde in der Heimatstadt nicht recht behalten würden. Denn er hatte mit der fremden Stadt Brüderschaft getrunken. wo Ist e» im Herbst am wärmsten? Auf den Kanarischen Inseln, auf den Kap Verdischen Inseln, ebenso an der Küste von Sencgambien ist es im Herbst, auch unter Berücksichtigung der klima- tischen Südlage, am wärmsten. Die Ursache liegt erstens darin, daß dos Meer zu Beginn des Herbstes am wärmsten ist, Wärme abgibt und sich erst nach und nach wieder obkühlt: zweitens ist der warme Herbst auf den genannten Inseln und an der Küste Sene- gambienb auch darauf zurückzuführen, daß im Herbst soft immer warme Landwinde aus dem Innern Afrikas wehen. An der Küste Senegambiens ist es im Oktober wärmer als im August, und sogar noch der Dezember weist Temperaturen auf wie im Mai. annplzt* der Ka-rfftdöLt-B a.h.nhD£ M»>A"FmamAabbiI Heute ab2 Uhr Gewerkschaftsfest. Arbeitersänger fililW WWWW 1 PailVnHiS f lugend, Wassersportler, Musikkapeilen, Tombola, in P�iJI|| ulllUllll I denLokalen:SchloßTreptow, Abtei, Paradiesgarten, nmmuunmwnm■■ d Sonnenwende, Spreegarten, Knape früher Zenner Spendensuche mit Drohungen. Eine Warnung des Polizeipräsidenten. Der Berliner Polizeipräsident teilt mit: „In einer Sitzung des kommunistischen Bezirks- nusschusses der Erwerbslosen ist beschlossen worden. die Adressen von Grohkaufleuten und Villenbesitzern festzustellen und bei diesen Personen durch Delegierte jenes Bezirksausschusses Sammellisten gehen zu lassen. Dabei soll auf die Geschäftsleute und Hausbesitzer Druck zur Herausgabe von Spenden ausgeübt und auch mit Drohungen gearbeitet werden. Die Dele- gierten sollen die von ihnen besuchten Geschäftsleute und Haus- besitzcr darauf hinweisen, datz die Erwerbslosen ihrerseits diese unmittelbaren Sammlungen vornehmen ließen, um die Spenden nicht den allgemeinen und öffentlichen Wohlfahrtsorganisationen zugehen zu lassen. Diese Sammlungen sind nicht erlaubt, daher oerboten und strafbar. Da sie auch nicht wirklich wohltätigen, sondern rein parteipolitischen staatsfeindlichen Zwecken dienen sollen, wird ersucht, dem angekündigten Druck und den beabsichtigten Drohungen nicht nur nicht nachzugeben, son- der» sich gegen den Terror zur Wehr zu setzen und außerdem jede Wahrnehmung in dieser Hinsicht dem nächsten Polizeibeamten oder dem Revier schleunigst mitzuteilen. Ich hoffe, daß die von kommu- nistischcr Seite beabsichtigten Schädigungen der öffent- lichen Wohlfahrtsorganisationen, insbesondere der auch in diesem Jahre wieder einzurichtenden Winterhilfe durch verdoppelten Opfersinn der Berliner Beoölke- r u n g und der Zuwendung von Mitteln an die bekannten öfsent- lichen und Vereinsstellen vereitelt werden wird." «.Nadel und Schere?" Die lk. Ausstellung„Nadel und Schere" wurde gestern im Saalbau Friedrichshain im Beisein von Vertretern des Reiches, Preußens, der«tadt Berlin und einigen Handwerksorga- nifationen vom Obermeister der Berliner Schneider-Innung, Stadt- rat tzake, eröffnet. Die Grüße der Stadt Berlin überbrachte der Stadtverordnete Genosse Harsch. Trotz der Not der Zeit ist die Ausstellung bis auf den letzten Platz belegt. Der Fachmann sieht auch in diesem Jahr eine Menge Neuheiten. So eine neuartige Materialprüfungsanlage, in der die Reißfestigkeit, Dehnbarkeit und Abnutzung von Stoffen und Leder aller Art gezeigt wird. Auch ein« sparsame Bügelmethode wird vorgeführt. Die auf den Galerien untergebrachten Lehrlingsarbeiten-Ausstellung und die Arbeiten der städtischen Berufs- und Aufbauschule legen Zeugnis ab von dem schaffen des Nachwuchses. Handwerkskammer und Stadt Berlin haben mehrere Preise für die besten Arbeiten gestiftet. Ein Lehr- ling der Schneiderei„Hoffnung", das Unternehmen der Konsum- gcnossenschoit Berlin, der im dritten Jahr lernt, hat den ersten Immngspreis erobert. Hauptanziehungspunkt dürsten die täglichen Modevorsührunge» um 16 Uhr und 13 Uhr sein. Di« Ausstelluna ist bis einschließlich Dienstag, den 8. Sep- tember, von 10 Uhr bis 22 Uhr, ununterbrochen geöffnet. Der Eintritt kostet 1 Mark, für Gewerkschaftsmitglieder bei Vorzeigung des Berbandsbuches 75 Pfennig. Das neue Wadzeck-Heim. In Lichterfelde, Limoneustraße 22, hat das Wad- zccksche Kinderheim seine neue Heimat gefunden: 112 Jahre sind es, daß im damaligen Zentrum Berlins, an der Wadzeck Ecke Keibel- ftraße, ein Waisen- und Kinderheim erbaut wurde. Es lag, genau wie dos neue Heim, in einem schönen, großen Gallen, der Luft und Licht für die Kinder bot. Aber Berlin wuchs, ein Bau nach dem anderen erstand, und als schließlich ein Warenhaus seine Zyklopen- mauern ausrichtete, war es vorbei mit den kräftigenden Glün- flächen, das Haus ward eingeengt von allen Seiten, es fehlte an Luft und Licht: die Zeit schritt aber auch in anderer Beziehung vor- wärts, und genau wie das Heim nach außen seinen Zwecken nicht niehr genügte, waren Inneneinrichtung und Aufbau reformbedürftig geworden: das neue Heim, das vom Erlös des alten Grundstücks geschaffen wurde, versucht, der modernen Jugendpflege nach allen Seiten gerecht zu werden. Es hat Platz fürötzKinder— Waisen, Halbwaisen und Hilsbedürstige finden Aufnahme—, die, in drei Familien geteilt, je ein Stockwerk mit ihrem Erzieher bewohnen. Große, helle Tagesräume, luftige Schlafräume und große Veranden sorgen für eine gesunde und angenehme Lebensweise. Im Sinne Berlin und die Bewag. Der Siegeszug der Elektrizität.— Vom ersten zum millionsten Zähler. Vor etwa einem halben Jahr wurde in der Presse das Thema „B e w a g" lebhaft erörtert, als es sich darum handelte, zu den Ent- schlüssen der Stadt Berlin Stellung zu nehmen, die sich infolge ihrer finanziellen Notlage gezwungen sah, die Berliner Städtische Elektri- zitätswerke Akt.-Gef. zu verkaufen. Wenn heute wiederum die Oest'entlichkeit von der Bewag erfährt, so ist der Grund hierfür wesentlich harmloser. Es handelt sich nicht um größere Transaktionen, die von irgendwelchem Einfluß auf die Elektrizitätsversorgung Berlins sein könnten, es gilt vielmehr ein Ereignis zu feiern, ein Jubiläum, das in der Entwicklungsgeschichte der Bewag be- dcutungsvoll ist und über das der„Vorwärts" bereits kurz berichtete. Am 2. September wurde in einer Kleinwohnung in Lichtenberg von dem dienstältesten Monteur der Bewag der millionste Zähler abgestellt. Um diese Zahl würdigen zu können, muß man sich daran erinnern, daß es noch keine 50 Jahre her sind, als Emil Rathenau in kluger Erkenntnis der Verwendungsmöglichkeit der EÄisonfchen Erfindungen, sich an den damaligen Oberbürgermeister Forckenbeck wandt«, um von der Stadt die Genehmigung zu er- halten, eine Elettrizitätsgescllschost zur Stromversorgung Berlins zu gründen. Es handelte sich damals nicht darum, altbekannte und be- währte Beleuchwngsmechoden anzubieten, sondern es mußte eine völlig neue Art der Energielieferung und Beleuchwngs- Möglichkeit den Berliner klar gemacht werden und man mußte ver- suchen, sie durch Musterbeispiele hierfür zu gewinnen. Es hat sich bei der Einführung der Elektrizität in der Reichs- Hauptstadt eimnol wieder die Intelligenz des Berliners bewiesen, denn es dauert« nicht lange, bis er sich von den großen Vorzügen dieser neuen Beleuchtungsart überzeugt hatte, und wenn man erfährt, daß im Jahre 1885 die verkaufte elektrische Arbett 37 510 Kilowattstunden betrug, ein Jahr später diese Zahl aber bereits annähernd um das Zehnfache größer war, so ist dieses wohl der beste Beweis, daß man nicht zögerte, sich praktisch dieser neuen Erfindung zu bedienen. Um die Jahrhundertwende waren es bereits über 56 Millionen Kilo- Wattstunden, die von den damaligen BEW. verkauft wurden, im Jahre 1904 waren es 104 Millionen Kilowattstunden und die M i l. liardengrcnze wurde erstmalig im Jahre 1328 überschritten. Nunmehr also ist auch die Millionengrenze bei der Aufstellung der Zähler zur Messung der vom Wert gelieferten elektrischen Arbeit bei den Abnehmern erreicht. Es ist ein E r e i g n i s,1' das die rasende Entwicklung der Elektrizitätsversorgung Berlins klar zeigt. Diese Entwicklung wird weiter fortschreiten, denn bisher werden erst etwa 70 Proz. der Berliner Wohnungen mit Elektrizität versorgt. Wenn die Bewag auch heute aus dem Verband der Stadt Berlin ausgeschieden ist, so bleibt sie doch das Elektrizitätswertder Berliner, und so, wie sich die Berliner Bevölkerung daraus ver- lassen kann und muß, daß die Bewag alles daran setzen wird, utn die Elektrizitätsversorgung Berlins stets zu sichern, so hat auch hie Bewag selbst das Vertrauen zu ihrer Mnehmerschaft, daß sie Verständnis für ihre Sorgen zeigt. Man ist hier und da zu leicht geneigt, gegen die öffentlichen Versorgungsbetriebe Vorwürfe zu er- heben, man kritisiert ihre Tarif- und Banpolitit und man vergißt häufig die S ch w i e ri g k e i t e n, mit denen gerade ein Elektrizitäts- werk infolge der ungleichförmigen Belastung zu kämpfen hat. Es ist bei einem öffentlichen Betrieb von besonderer Wichtigkeit, daß ein Vertrauensverhältnis zwischen dem Kunden und dem Werk besteht und es soll daher die Tatsache, daß eine Million Kunden von der Bewag bedient werden, einmal wieder der Anlaß fein, die Ber- liner Bevölkerung zu bitten, daß sie der Bewag nach wie vor die Treue und Freundschaft bewahrt, so, wie die Bewag stets bestrebt ist, ein guter Freund der Berliner zu sein. Dr.-lng. Adolph. des Anstaltsgründers wird der Kontakt zwischen Kindern und Eltern nach Möglichkeit aufrechterhalten. Im großen Garten pflanzt die Jugend selbst ihre Blumen, und wenn Besuchstag ist, dann wird mit freudigem Stolz dem Gast ein Strauß mit auf den Weg gegeben. Helfer in der Not. Aktion für die llnterstühvngskaffe.- 123«�« Berliner Nettuagsamt. Im Festsaol des„Tiergorten�of" fanden sich Arbeiter und An- gestellte des Berliner Rettungsamts mit ihren Familien und Freim- den zu einer kleinen Feier zusammen. Auf der Bühne gab die Hauskapelle ein reichhaltiges Konzert zu« besten, dann sang der Saarmann-Stcmbrücksche Wännerchor. Lieder von Schubert, Kaun und Johann Strauß'„Blauen Donau- walzer". Eine reichbeschickte Tombola eröffnete für wenig Geld allerhand verlockende Gewinnchancen, die Hausfrauen liebäugelten mit schmucken Kaffeefervicen, die Männer mit Rauchzeur und anderen brauchbaren Gegenständen. Alles war fröhlich, die Jugend freute sich auf den nachfolgenden Tanz, und kein Uneingeweihter konnte ahnen, wie todtraurig der Alltag dieser Festteilnehmer aus- sieht. Wir alle sehen wohl des öfteren«inen Rettungswagen im Schnellzugstsmpo an uns vorüberrasen, haben uns vielleicht auch schon unter eine Ansammlung. Neugieriger gemischt, die vor dem Hause, wo der Rettungswagen hält, Posten faßt und uns nnt einen: Frösteln des Entsetzens abgcwandt, wenn die Bahre mit einem lakenbedecktcn Unglücklichen an uns vorüberkam. Aber unser Be- dauern galt stets und immer nur dem, der Hilfe fand, niemals dem, der Hilf« leistet. Es ist ein« schwere, verantwortungsvolle und höchst gefährliche Arbeit, die oas Rettungsamt versieht und seine aus- übenden Kräfte verdienen, daß man ihnen zumindest A n e r- k« n n u n g für soviel Hilfsbereitschaft, Menschenlieb« upd eetreueste Pflichterfüllung zollt: in diesem Sinn« sprach der Betriebsratsvor- sitzende K e ß n e r in seiner Begrüßungsrede, und die Festansprache des stellvertretenden Direktor« Dr. A g e n a war ein einziges Lob- licd auf all die wackeren Menschen, die unermüdlich und uner- schrocken ihren schweren Dienst versehen. Für. sie gibt es keinen Sonittag und keine ungestörte Nachtruhe, keine Furcht vor An- steckune. oder sonstiger personlicher Gefahr, kein Zuviel und kein Zuschwer. Das Berliner Rettungsamt, das jetzt seinen 12. Gcburfs- tag feiert, ist hervorgegangen aus dem im Jahre 1913 gegründeten Verband für erste Hilfe, der im Jahre 1313 in das Rettungswescn der Stadt Berlin überging., Die Beschuldigungen gegen Rechtsanwalt Alsberg Zu den schweren Vorwürfen, die von dem Ehepaar Glahe gegen die Rechtsanwälte Prof. Alsberg und feinen Soziij�, Dr. Gollmik, im Zusammenhang mit dem Stinnes-Prozeß erhoben werden, sind von den Beschuldigten energische Dementis er- folgt. Nach einer Erklärung Prof. Alsbergs ist an den Beschuldi- gungen, die den schweren Vorwurf der Beeinflussung des Gerichts enthalten, kein wahres Wort. Bon beiden Anwälten werden Strafanzeigen gegen das Ehepaar Glade angekündigt. Mit einer völligen Klärung der seltsamen Angelegenheit dürste kaum vor Mitte nächster Woche zu rechnen sein. Die„Liga für ZNutterschuh" e. V., Berlin E. 2, Brcitcstraße 7, hat neuerdings«ine neuzeitlich eingerichtete B e r a t u n g s st e l l e eröffnet, deren Leitung der Berliner Arzt für Sexualleiden, Dr. Levy Lenz, übernommen hat. Die Beratungsstelle ist jeden Montag nachmittag von 4 bis 5 Uhr geöffnet. Dahlienschau in Schöneberg. Im Restaurant E b e r s h o s am Bahnhos Ebcrsstraße in Schöneberg kann man kostenlos eine sehr schön zusammengestellte Dohlienichau bis Montagabend 23 Uhr bewundern. Veranstalter sind die Schöneberger Lehrgärtner unter Führung unserer Genossen Georg Mendt und Pagets Km und bündig: Sparen Sie, indem Sie schon jetzt Ihren Herbstbedarf bei uns decken! Denn die Preise sind seit Jahren nicht so niedrig gewesen, wie jetzt. Die Auswahl ist so riesenhaft, wie noch nie! Die Qualität aber so vorzüglich wie immer bei Gadiell Das ungeheure Lager von Wintermantel» ist jetzt schon mit den nenesten und icbnitti�slen (Mänteln mit und ohne Pelzwerk versehen. Damen jeder Figur, von der 1 jugendlidie» bis zur stSrk- |»ten, finden ganz nach per- jönHthem Getcbmack hier immer das Passende zu | auherordentUch tief gc- »enkien Preisen. Pelzmäntel in allen Pelzartea bis zu den feinsten Edelpelzen in trftsi- ier Auswahl zu niedrigsten Preisen. Restlos begeistert sind die Damen über unser Spezlal- aageboi in braunen Fohlen«Mänteln mit eckten» Bisamkragen. Dieser prachtvoll verarbeitete| Pelzmantel kostet 159: nur In unserer Modell- Ab tetlang [ finden Sie eine unermeßliche | Auswahl herrlicher Modellkleider und Mäntel, | fürallegesellschattlich.Z wecke. Diese Meisterwerk« d. Scfanci- derkunst erregen nicht nur durch ihre Schdnheli. ihre modernen Formen, sondern auch durch ihre außerordent- lieben niedrigen Preise die Bewunderung aller Damen. Moderne Jäckchen aus Seide, Samt und ähnlichen 1 wertvollen Stoffen, zur eleganten 1 VcrTolUtSadigoag der Kleidung geeignet, in reichster FOUe. | äußerst preiswert uehergangs-mantii 1 aus neuartigen Stoffen euglltdier Art, mit reichem Pelzschm nck, ganz auf elegant Futt, mit Rilckcn- garnierung und Qurtel.. nur 39: Jagendlicher Herbstmantel aus reinwollenem Velours, auf feinem Steppfnttcr, m. präch t.Kragen u. moderner Aer- mcl-Garnier ung a. Fchsch weifen einKabincttstflckl nur 49 Eleganter Frauenmantel aus vorzüglichem in Blau und Schwarz, auf Stepptniter, mit vollem Pelzkragen, auch für die stärkste Figur, nur Charmcleinc 59: Prttdk- tiges aus Flamcnga mit Hohlsaumgsrnie- rung des Ausschnitts, apartem Kragen m. Fichn, neureit, garniert. Faltenrock, in all. modernen Farben, auch in schwarz. selbst fOrstirkste Figur verrät., nur nachmittagsKieid 45: BlldschSue Original wiener Stridi- Pollover in vielen Farben und Mustern nur Reizende Strilk-Kleider in hübschen Formen, in modernen Strickarten....... nur 9; 22: Eine Serie reinseiden. 20; Reinwollene imprägnierte blaue GMunSitel Bildschönes Nachmittagskleid aus feinen reinwolteBen Stoffen, mit biesenbe-stepptem langen Rock, eleganter Weste, Schmuck- blume. auch In groben Weifen vorrätig te p p te m lang« 29 Präcfaliger ScliottenrocK in modernen Far-, ben aus reinwol IenenP1aldSto!!en nur 12: Reizende kunsiseidene Marocainblusen mit dem modernen Jabot, in vielen hell. Farben nur Dämen- Sdilal Anzüge farbig abgesetzt.. Herre»-£* SdUat-Anzüae*� in hübsch. Mustern nur mhm, den 9. scmemiier Einsal von Hialien iaSMMiin unser beriilunter KinOertag 1 Mäilf.henblKlil hübsch verarbeitet Größe 60.•. nur Sr a1 -h »Pf. Ein neuer Domela. Der..Schrecken des deutschen Adels".— Bluff öffnet alle Türen. »»* An die köstlichen Streiche de« Harry Domela erinnerte eine Gerichtsverhandlung, in der wieder ein falscher Prinz die Hauptrolle spielte, wieder stehen„vornehmste" Vertreter der Berliner Adelskrcise als die Blamierten vor der Oeffentlichkeit. Der falsche Prinz heißt diesmal Johann Diefenbach, er hatte sich wegen 60 verschiedenen Betrügereien vor dem Schössen- gericht Charlottcnburg zu verantworten. Der Angeklagte stammt aus Mecklenburg. Als Verwalter bei vielen Großgrundbesitzern tätig, kam er mit den mecklenburgischen Adelskreisen in Berührung und lernte die Familiengeschichte verschiedener Geschlechter sehr gut kennen. Im Jahre 1923 sagte sich seine Familie von ihm los, da er es gewagt hatte, sich mit der Tochter eines Dieners zu verloben. Als ihn nun auch noch seine Braut verließ, wurde Diefenbach zum erstenmal straffällig. Um ihr nachreisen zu können, nutzte er seine Kenntnisse der Adelssamilien aus und begann jetzt die Schwindeleien. Nachdem er sowohl in Mecklenburg wie auch in Pommern mehrmals abgeurteilt worden war, verlegte er seine Tätigkeit nach Berlin, hier wurde er mit zwei Iahren Gefäng- nis bestraft, die er im November 1939 verbüßt hatte. Zwei Tage nach seiner Entlassung aus der Strafanstalt liefen bei der Polizei Anzeigen über ihn ein. Bei dem Diebstahl eines Fahrrades wurde er verhaftet. In der Zwischenzeit hatte Diefenbach etwa 6999 Mark er- schwindelt. Fast an jedem Tage erschien er in der Wohnung einer Adelsfamilie. Die Hausangestellten bluffte er durch sein sicheres und arrogantes Auftreten, und die Familie selbst hielt ihn für einen Verwandten, da er die genauesten Details und internsten Vorgänge innerhalb der Familie und ihrer Seitenlinien kannte. In der Silve st ernacht verübte er einen besonders tollen Streich. Er erschien in dem Hause des Grafen Henckcl v. Donnersmarck, in dem auch der Prinz Solms wohnte. Da die Bewohner nicht zu Hause waren, erklärte er der Portiersrau, er sei ein Vetter des Prinzen. Er erhielt sofort die Schlüssel zur Wohnung. Mit Hilfe der Schlüssel räumte einige Tage später ein Bekannter des Angeklagten die Woh- nung des Prinzen gründlich aus. Nachdem er die meisten in Frage kommenden Adelssamilien besucht hatte, erfand er einen n e u e n T r i ck. Er stellte fest, welche Häuser in Berlin ausländischen oder auswärtigen Eigentümern gehörten. Dort erschien er bei den Verwaltern, stellte sich als Sohn des Hausbesitzers vor und bat, ihm einen Mietvorfchuß auszuhändi- gen, da er gerade in Berlin eine Panne mit feinem Auto gehabt hätte. Oftmals gaben ihm die Leute sogar größere Beträge, als er verlangt hatte. Der Angeklagte verblüffte das Gericht durch sein phänomenales Gc- dächtnis, da er genau angab, an welchem Tage er wen besucht hatte und ob er sich als G r a f T, B a r o n P oder Sohn der E x z e l- lenz Z vorgestellt hatte. Auch seine Beute konnte er in jedem einzelnen Fall ganz genau angeben. Als Motiv für seine Tat gab er an, daß ihm seine Mutter, als er noch seiner letzten Straf- entlasiung um ihr« Hilfe bat, geschrieben hatte:„Du bist für uns tot." Auf die Frage, warum er im Juli, von feinen sonstigen Gewohnheiten abweichend, ein Fahrrad gestohlen habe, antwor.cte Diesenbach schmunzelnd:„Da bin ich angetrunken gewesen, das hätte ich sonst nicht gemacht." Auf Antrag des Staatsanwalts verweigerte das Gericht dem Angctlagten diesmal Zubilligung mildernder Umstände. Diesen- bach wurde daher wegen fortgesetzten Betruges im Rückfall, schwcrcr Urkundenfälschung und fortgesetzten Diebstahls im Rückfall zu drei Jahren Zuchthaus, fünf Jahren Ehrverlust und S99 Mark Seldstrase verurteilt. allgemeine Funktionärversammliing nm UoimorMtiiK.«lern 10. Sopfembi-r, 19V: Uhr, im eroBcn Sani Ach Snnlbaa Fricdrlrhahain Vortrag:: Die wirttchafispolititche Situation Referent: I»r. Rndolf Hilferding;. M. d. R. F.lntrlttnurnnterVorlegrnng de» rarteimitglledHbnehcs mit gleleblantender Fnnktionärkartc Giftiges piizidtM. Der Frühherbst bringt die„blühenden Steine", die mannig- faltige Farbenpracht und Blütensymphonie unserer Hcrbstpilze: die herbstliche Sonne, die sich trotz der regnerischen Tage sicghast durch- kämpft, weckt neues Leben in der herbstlichen Natur. Ein reich koloriertes Gestein bevölkert Stoppelfelder, Wiesengründe und Wald- böden. Fast unbeobachtet freuen sich die lachsrotcn Stoppelpilze ihres Daseins auf den brachen Brotäckern. Am Waldrand leuchtet der scharlachrote Fliegenpilz mit seinen weißsilzigen Flocken auf dem Hut und seinem knolligen Stengel. Gleich ihm sproßt ans dem Sticlwnlst der Königsflicgcnpilz mit dunkelrostbraunen, etwas vertieften und mit einem filbergraucn Hauch überzogenen Hut, der mit gelben und weihlichen Flocken besät ist. Gleich seinem bekannteren Bruder und den in leuchtendem Graubraun sich gc- fallenden, weißgeslecktcn und gestreiftem Panthcrwulstling ist er sehr giftig. In verlockender Rosffarbe winkt der ver- dächtige Perlcnwulstling, der seinen Artgenossen gleicht, während seine Schwestern, der G i f t w u l st l i n g, der Zitronengiftwulst- ling und der grüne Knollenblätterpilz, gelblich und grünlich schimmern und mit leicht abwischbarcm Flockenschncc auf dem Hute bestreut sind. Zwiegespräch mit den welkenden Blumen und reisenden Hasel- nüsscn halten der blnßgrüne verdächtige Grünspanpilz(Frenchling), dessen Blätter unter dem Hut in Purpur und Graulila leuchten, während der seinschuppige Dickfuß mit rotbräulichem Hut und ockcr- gelben bis soforngelben Lamellen sich der Farbe der sollenden Fichtennadeln anpaßt. In dunkeloiolettem Ornat prangt der Blätterpilz mit gekbNch-brmrnei» Cmnh ht Ocker getaucht erschchnt der kWoe Wo«* köpf. Grauratbraun stülpen sich die spitzen Hüte des filzigen Schwind- ling und des gelbsticligen Hexcnpilzcs über die zarten Stempel. In leuchtendem Kakaobraun mit rötlichem Glanz reckt sich zwischen Farnkräutern der Spcitäubling, der gleich den schokoladen- braunen, pausbackigen Stinktäubling ungenießbar ist. Mit Grünspan hat der grünliche Täubling seinen Hut bezogen, der� auf weißem Stiel sitzt, während der gebrechliche und der Leder- täubling sich aus ziegelroten und violettem Farbtops ihr Kolorit holen. Wie gleißendes Irrlicht flammt der Schein des roten Täub- lings, während der ockergelbe und der schwarze Täubling sich von den Oliven und den vermorschten Baumrinden ihren Gewand- schimmer borgten. In selten schillernder Farhenpracht kleiden sich die giftigen Brüder des Steinpilzes, der gelblich kupferbraune Gallen- röhrling, der feuerrot bronzefarbcne Dicksuß, der zinnobcrgrünrot- glutcndc Satansröhrling. Eine prächtige Augenweide sind diese farbenfrohe Pilze, deren Gift aber warnend und ein«Rühr in i ch nicht an" zuruft. Ervtesest aus Scharfenberg. Wie alljährlich feiert die Schulfarm Scharfenberg am heutigen Sonntag Erntefest. Das Fest beginnt um 2'A Uhr auf dem Braunhof mit einem sizilianischen Bolkssest, bei dem Räuber und Narren nicht fehlen sollen. Um 4 Uhr folgt auf dem Fcstplatz die sizilianische Bespcrpause, und aus der Freilicht- bühne steigt Schillers„Braut von Messina", bei der zum erstenmal der neue Sprechchor der Schule mitwirkt. Äußer dem Fahrgeld von 29 Pf. wird ein Untostcnbeitrag von 79 Pf. erhoben. Der INarkenuhrverein„Zentra", die größte Handelsmarken- organisation der Uhrenbranchc mit 2S99 Uhrengeschästen in Deutsch- land, hielt in diesen Tagen in Berlin ihre Generalversammlung. verbunden mit einer Fachaus st ellung, in den Kammersälen, Teltower Straße, ab. Die ungünstige Wirtschaftslage im Verein mit dem Konkurrenzkampf erfordert in jedem Fabrikationszwcig eine erhöhte Werbetätigkeit; so gab der Reklameleiter der Zentra- Werke eine Reihe von Anregungen über Reklame und Geschäfts- Werbung, Schaufensterarchitekt Möller, Bremen, sprach über moderne Schaufensterkultur und Direktor Bruppacher über Fabri- kationsfragen. Die Ausstellung bot eine Fülle der verschiedenartigsten Gebrauchsuhren. sozusagen Qualitätsuhren mit dem sogenannten Rcisezeugnis. Man sah hübsche Armbanduhren, angefangen von der einfachen Silberuhr bis zur 18karötigen Weißgolduhr mit kunst- voller Verzierung, Taschenuhren in Gold und Silber mit verschiede- ncm modernem Zifferblatt- und Dcckelschmuck in Schachbrett- muslern, Streifen und Ornamenten: Standuhren, elektrische Uhren für Berus und Sport vervollständigen die Qualitätsuhrenschau. Auch die Zentra-Uhrenfabrikate gehören dem schweizerischen Uhrmacher- Handwerk an: eine Fachkommission unterzieht die verschiedenen Uhrengattungen einer strengen Qualitätsprüsung auf tadellose Prä- zisionsarbcit, Preiswürdigkeit und gute Ausführung. Iubiliiumsprogran-.m der Ttcttiner Sänger. Paul Britton stierte in diesen Tagen bei den Ttcttincr Sänger« seine Zvjährige Mitgliedsckast. Als der jetzt 74jahrigc„Mein Annichcn" anstimmte und dapi in jugendlicher Frische tanzte, fand der tosende Beifall des Publikums kein Ende. Ter Festakt wurde mit Direktor Mcyscl und einem Vertreter der Jnter- nationalen Artistenloge mit riesigen Lorbeerkränzen auf den Armen er- öffnet. In warmen Worten dankte Mevscl dem Jubilar für all seine treuen Tienste, welche er in den 59 Jahren geleistet bat. Ein Kollege Brittons und ein Vertreter der Artistcnlogc sprachen in demselben Sinne. TaS Orchester blies einen Tusch, das Publikum erhob sich von den Plätzen und brachte ein dreimal kräftiges Hoch auS. Briüon mußte mehrere Mole vor dem Vorbang erscheinen. In kurzen Worten dankte er allen für den liebevollen Beifall, der ihm gespendet wurde. ES folgten eine Reibe von lustigen Gesangsvorträgcn und ein biibschcS Bühnenbild von Meysel„Die Komponisten im Llhmp". Als Schlußftüik verfaßte F. Mevscl ein Fest- spiel zu Ehren Brittons„Ein schöner Traum". Tie Bilder zeigten den lvartcn von Buggcnhogen am Moritzplatz, wo Britto» das crstcnial bei den Stctüncr Sängern mitwirkte. WERTHEIM Leipziger Str.(Versand-Abt) Königstr. Rosenthaler Str. Moritzplatz �7*9 dieser(UJoehe* Großer {fCleiderstoff- '?l> Extra-Preise I(ßefQuuf Kleiderstoffe Woll-Romain das moderne Gewebe, Meter Boucle«Tweed aparte Muster, tür das mod. Herbif- Ideid, mit neuen Efteklen, Meter Boucles-Phantasie aparte Neuheit, Meter Reinwoii. Afghalaine feine Farbtöne, ca. 100 cm br.. Mir. Velours-Diagonal tür den Herbstmantel, 140 cm br., Mtr. Afghalaine mouslic tür das vornehme Herbstkleid, ca. 130 cm breit, Meter Meliert. Mantelstoff in dezenter Diagonaibindung, ca. 140 cm breit, Meter Mantel-Boucle reine Wolle, sdiwarz und farbig, ca. 140 cm breit, Meter Seidenstoffe Billiger Verkauf Damenhut 4 mit Biesenverarbeilung*»w/ V/ Filzhut Schäfertorm mit Bandgarnilur Elegant. Dreispitz Q OS Strauhphantasie, handgearb.»Aß Haarfilzhut mit Biesenstepperei 10.75 Damenhut Haarfilzhut„.SÄ 14.50 »Velour* 10.50 Backfischhut 6 74 Filrg.'ocka, mit apartor Garnitur**** � Vel- veton Kinderhütchen Capcline JSÄ.f.rb.e FilZglöCkc rmVadigarnHur Jungmädchenhut Velvefon, mit gastepptam Rend 1.00 1.05 3.50 3.90 m ■ Nach dem Haager Spruch. Eine ehrenvolle Niederlage. Das Rechtsgutachten, das der Internationale Schiedsgerichtshof im Haag am Sonnabendvormittag offiziell verkündet hat, fetzt einen S ch l u ß st r i ch unter die Episode der deutsch-österreichischen Zollunion. Der Völkerbundsrat wird am Montag in Genf diese Entscheidung zur Kenntnis nehmen, vermutlich ohne daß sich daran noch irgendeine be- sondere Debatte anschließt, und damit wird dieser unselige Streit, der im letzten halben Jahr die europäische Atmo- sphäre vergiftet hat, auf lange Zeit begraben sein. Wäre das Mehrheitsverhältnis unter den Richtern der Haager Cour umgekehrt gewesen und würde das Gutachten für Deutschland und Oesterreich sozusagen„günstig" ausgefallen sein, dann drohte der Kampf aufs neue und in womöglich noch gefähr- licherer Form zu entbrennen, weil sich Frankreich und seine Bundesgenossen für diesen Fall das Recht vorbehalten hatten, das ganze Problem abermals, diesmal aber nicht mehr unter juristischen, sondern unter politischen Gesichtspunkten vor dem Völkerbundsrat aufzurollen. Das formale Recht zu einem solchen Vorstoß, z. B. unter Berufung auf den Artikel 11 des Völkerbundsstatuts, stand Frankreich zweifellos zu. Ein solches Vorgehen hätte aber im deutschen Volke ungeheure Erbitterung hervorgerufen, der Kampf häk5» die Zerrissenheit Europas noch mehr vertieft, und dies in einer Zeit, in der die Weltwirtschaftskrise umgekehrt eine i n t e r- nationale Zusammenarbeit der Nationen auf politischem, finanziellem und wirtschaftlichem Gebiete dringender denn je erheischt. Unter diesem realpolitischen Ge- sichtspunkt betrachtet, ist das namentlich für Oesterreich „ungünstige" Rechtsgutachtcn der acht Richter vom 5)aag letzten Endes wahrscheinlich noch die beste Lösung für Deutschland. Und es gibt vielleicht keine schlimmere Anklage gegen die Väter des verunglückten Planes als die Erkenntnis, daß ein Obsiegen im Haag dem deutschen Volke womöglich noch teurer zu stehen gekommen wäre als die erlittene Niederlage. Rein juristisch gesehen ist übrigens diese Niederlage durchaus ehrenvoll. Schon das Stimmenverhältnis 8: 7 beweist, wie schwierig die aufgeworfenen Rechtsfragen auch für die höchsten Kapazitäten des Völkerrechtes zu beantworten waren. Es bedeutet zugleich die schlagend st e Wider- l e g u n g der Behauptungen, die seinerzeit sehr vorlaut und voreilig von französischer Seite in die Welt hinausgeschrien wurden, wonach der Zollunionsplan ein bewußter Verstoß gegen die bestehenden Verträge und eine Gefahr für den Frieden sei. Die deutsche nationalistische Presse aber, die sich selbst nur zu einer Form des internationalen Rechts bekennt, nämlich zum Recht des Stärkeren, und die jede Form der friedlichen Schlichtung von Konflikten, fei es durch den Völker- bund, sei es durch den Haager Gerichtshof, verwirft, ist mit ihrem eigenen Urteil über das Haager Urteil sehr schnell bei der Hand: sie verdächtigt die Mehrheit nach rein politischen Gesichtspunkten gehandelt zu haben, also nicht nach juristischem Gewissen. Sie versucht die Verfasser des Mehrheitsgutachtens dadurch lächerlich zu machen, daß sie die drei latein-amerikanischen Richter, die zu den Acht 'gehören, gewissermaßen als Vertreter m l n d e r w e r t i g e r Staaten hinstellt. Es fehlt-mir noch die Unterstellung, daß sie von Frankreich gekauft worden seien. Daß die Anbeter des wilhelminischen Zeitalters auf diese Weise die Idee der internationalen Schiedsgerichtsbarkeit zu diskreditieren versuchen, weil sie selbst nur an die Macht der Mafien glauben, an das Faust recht des Mittelalters, ist nicht verwunderlich. Die gesamte fortschrittliche Welt wird von solchen Verdächtigungen entschieden abrücken. Wir wollen deshalb ausdrücklich feststellen, daß, so sehr auch wir die ju- ristische Konstruktion der Acht für anfechtbar halten, und so sehr wir mit dem Minderheitsgutachten zum Teil darin übereinstimmen, daß die Begründung des Mehrheitsgut- achtens zum Teil sehr dürftig ist, dennoch g c w i"ch- tige Rechtsgründe dafür sprachen, daß die Zollunion zwischen Deutschland und Oesterreich in einem gewissen G e- gensatz zum Genf er Protokoll von 1922 gestanden hätte. Dieses Protokoll mag wohl den„guten Sitten" wider- sprachen haben. Es wurde damals Oesterreich in seiner höchsten Not abgepreßt. Es ging noch einen Schritt weiter als der gleichfalls unmoralische Artikel 88 des Vertrages von St. Germain, in dem es Oesterreich untersagte, sich auch seiner wirtschaftlichen„Selbständigkeit" zu begeben und be- sondere Vorteile anderen Staaten zu gewähren. Aber soweit ist man eben im Völkerecht noch nicht, daß man den Begriff des Vorstoßes gegen die guten Sitten bei der Auslegung eines internationalen Vertrages berücksichtigt. Andererseits darf es die deutsche Oesfentlichkeit mit Ge- nugtuung erfüllen, daß die Rechtsvertreter so gewichtiger Staaten wie England(Cevil Hurst), Amerika(Kellogg) und Holland(van Eysinga) den deutschen Standpunkt unterstützt haben. Alle Achtung, insbesondere vor dem belgischen Richter Rollin-Iacquemyns. der, obwohl selber einer der Unterzeichner des besagten Genfer Protokolls von 1922 und obwohl Angehöriger einer Nation, die sonst im politischen und geistigen Fahrwasser Frankreichs segelt, das Minder heitsgutachten mit unterzeichnet hat. Gerade sein Beispiel ist die beste R e ch t f e r ti g u n g für den Gedanken der inter- nationalen Schiedsgerichtsbarkeit, und es zeugt dafür, daß die Richter vom Haag tatsächlich nach bestem juristischen Ge- wisien entschieden haben. Denn es geht natürlich nicht an, nur d i e Herren, die mit dem deutschen Professor Schücking für die Zulässigkeit der deutsch-österreichischen Zollunion ein- getreten sind, für anständige, unparteiische, unabhängige Richter zu erklären, den anderen dagegen politische oder gar noch schlimmere Motive zu unterstellen. politische Nluitdt in Essen. Ein Toter, zwei Schwerverletzte.- Kolgen einer Hakenkreuzprovokatton. Essen. 5. September.(Eigenbericht.) In der Wirtschaft Thönnes kam es zu einem politischen Wortwechsel, an dem sich mehrere Nationalsoziali st«n betei- ligteu. Aus der Diskussion entstand«ine blutig« Schlägerei. chierbei wurde der Nationalsozialist Quandt durch einen Stich in die Brust tödlich verletzt. Der Musiker Hcidenreich, ebenfalls Na- tionalfozialist, erhielt lebensgefährlich« Messerstiche in die Niereu. Der Kellner Döring, der von den Nationalsozialisten zunächst pro- voztert und mißhandelt worden war, wurde durch Messerstiche in den Unterleib lebensgefährlich verletzt. Die Polizei nahm bisher Kaiser, Bonze, Leutnant und Pastoren. Der Kaiser:„Mag er betteln gehen, wenn er hungrig ist!" Der Bonze:„Man werfe das Scheusal in die Molfsschlucht." Gollnower Leutnant:„Den preußischen Leutnant macht uns keiner noch." Chor der Deva-Pa stören:„Rehmen ist seliger denn geben." Die Welt im Llmban Die Krise„des Menschen" und des Systems/ Sozialismus im deutschen Jtanm Die innere Krise, in der sich unsere gesellschastlich-geschichtliche Gegenwart befindet, ist jedem in den letzten Monaten zu Bewußt- sein gekommen. Kein Mensch, wo er auch stehe, kann sich dieser Krise entziehen, so verschiedenartig auch die einzelnen Länder und Völker, die den geschichtlichen Raum der Gegenwart ausmachen, von ihr betroffen werden. In Deutschland hat diese Krise ihre besondere Schärfe bewiesen, alles Handeln und olle Besinnung muß sich daraüsi konzentrieren: �die-Weg« zu linden, die der Ueberwin- dung her Krise dienen tonnen j.-,--- In den Zeitschriften des Mvvats Allgüst, von denen wir hier einige besprechen, kommt dieser Wille, die Ausmaß« der gegen- wältigen Wirrnisse zu erkennen und die Wege ihrer Entwirrung abzustecken, deutlich zum Ausdruck. Die bei Diederichs, Jena, erscheinende Zeitschrift,„Die Tat", nimmt allerdings den Wund diesmal besonders voll. So heißt es in einer bewußt piogromma- tischen Erklärung, die„Der Kreis der Tat" an seine gutwilligen Leser erläßt:„Wir sehen heute dem kommenden Ausbau überzeugter und optimistischer denn je entgegen. Die Linie der„Tat" erweitert sich damit von alleine. Nachdem die Zeit selber in die Destruktion (Zerstörung) geraten ist, wird es zwecklos, sie noch zu stoßen. Das mögen alle die besorgen, die bisher im Optimismus geschwelgt haben und denen nunmehr ein neues Tätigkeitsfeld für ihre Federn er» schlössen ist. Wichtiger wird jetzt die Ausgabe der K o n st r u k- t i o n, der gegenüber wir mit derselben Leidenschast die Führung(!) beanspruchen, wie wir sie bisher gehabt haben." In einem programmatischen Aufsatz eines anonymen Der- fassers.„Wohin treiben wir?" wird dieses„Führungs"programm näher expliziert. Es wird fortwährend von einer Krise des „Systems" gesprochen, die in Wirklichkeit„als Krise des Menschen" gefaßt werden müsse. Der Begriff„System" ist wohl a b s i ch t- l i ch vieldeutig gewählt: System heißt nicht allein Kup-talismus, desien Krise ja wohl heute niemand leugnen wird, System heißt auch Parlamentarismus, SPD., Partei schlechthin, i.sw. Die Krise dieses Systems wird ganz universell angesetzt, wobei der Verfasser jedoch prinzipiell übersieht, daß z. B. Frankreich und Eng- land völlig andere Erscheinungsformen des Parteiwesens, der Staatsbildung zeigen und daß wahrscheinlich kein Engländer vcr- stehen würde, was„die Krise des Menschen" mit der Arbcitslosig- keit, die für ihn ein nationales Unglück ist, zu tun haben soll. Gleich- wohl hat unser Anonymus sicherlich recht, wenn er in gründlicher deutscher, metaphysischer Weise die gegenwärtigen Schwierigkeiten als eine totale, allumfassende Schwierigkeit des modernen Mensch- seins heraushebt. „Die Krise des Systems" beginnt dem Derfasier schon 1914. Di« deutsche Revolution von 1918 ist ihm nur eine schlecht verdeckt« „R e st a u r a t i o n", welche die revolutionären und krisenhaften Tendenzen verdeckte, die heute jedoch völlig zum Durchbruch aeiangt feie». Jeder Kampf innerhalb des„Systems" fei als aussichtslos zu betrachten:„Natürlich gibt es heute noch Organisationen, Parolen und Ideologien, die sich innerhalb des Systems bekämpfen und um den Machtanspruch im System ringen. Die DNBP. und die SPD. z. B., ganz zu schweigen von der Mitte, z. T. aber ruch die Nationalsozialisten und die Kommunisten, deren Kampf sich zulange darin erschöpft hat, Macht im System zu gewinnen." Obwohl unser Verfasser mit aller Ausdrücklichkeit von einer totalen Revolution, in der wir uns befinden, spricht, leugnet er ihre akute Verwirk- l i ch u n g.„Wir stehen im achtzehnten Jahr einer Revolution, aber nicht vor einer Revolution!" Die Entscheidung, um die es heute allein geht, wird in den einzelnen oerlegt.„... Die Ent- scheidung darüber, wohin es geht und wie lange es dauert, fällt in jedem einzelnen selbst, nirgends sonst." Hier spricht unter Der- fasser die persönliche Gleichung seines„Kreises" aus. Es wird dann konsequent die Frage gestellt,„was kann der einzelne t.eute tun?" Die Antwort ist aufschlußreich:„Der Rückzug des«-nzelnen von dem System geht nur über den Weg persönlicher Opfer und Entscheidungen, d. h. er wird in dem Maße von dem System selber, seiner Rot und seiner Krise frei, indem er sein« personlichen An- sprüche zurückschraubt.... Die soziale Gerechtigkeit wird ihm die Entwicklung schassen, sie wird zwangsläufig erfolgen, ohne daß wahrjchoiulich die Wagen einen aktiven Druck ansznübeo brauchen." Es dürste auch unserem Anonymus deutlich geworden sein, daß die überwiegende Mehrzahl der Deutschen, die heute leben, ihre persän- lichen Ansprüche ohnehin schon weitgehend zurückgeichraubt haben. Aber wenn die großen Massen der Arbcitnehmerschast und die Arbeitslosen nicht zu den„Einzelnen" gehören, dann wird es bei den anderen sein, ihre persönlichen Ansprüche zurück- zuschrauben! Drei Wegcfiinlresrdic drr Verfafser als einzig- Möglichkeit:.?, die „Ärjje de? Systems"«z banncm- ausweist und welche die Gegenwart zu. gehen hät. Er sieht" die LMng' der Wsis(und Krisis heißt Wende) in einer Stärkung der staatskapitotistijchen Tendenzen, einer Hebung des Klein- und Mittelbürgertumz und endlich in der Stärkung de» Bauerntums. Auf ganz ähnliche grundsätzliche Besinnung ist das Aügust-Hest der„Neuen Blätter für den Sozialismus"(Verlag Alfred Protte, Potsdam) abgestimmt, nur daß hier nicht beim„Einzelnen" an- gesetzt wird, sondern, daß von der festen Organisation per deutschen Sozialdemokratie aus die Wege skizziert werden, welche uns aus der Krise zu führen oermögen. Es ist wohl auch nicht zufällig, wenn sich Pähl in seinem Aussatz„Selbsthilfe, Autarkie, Wirtschasts- Planung" mit dem romantischen Idealismus der„Tat" auseinander- fetzt, die Deutschland den Weg wirtschaftlicher und damit kultureller Autarkie(Selbstgenügsamkeit) zu gehen anrät:„Autarkie, d. h. bewußte systematische Abkapselung Deutschlands vom Weltmarkt. wäre in diesem Augenblick und bei der gegebenen wirtschastlichen Lage Deutschlands nicht Selbsthilfe, sondern Selbstmord.„Nationale Selbsthilfe" erfordert gerade im Gegenteil Steigerung der Uebefilüsse der deutschen Handelsbilanz. Nur dann wird die deutsche Wirtschost eine Lockerung der drückenden Kreditfesseln erzielen können und die jetzt gestundeten Auslands- schulden abtragen können, wenn die Konsolidierung durch langfristige Auslandsanleihen nicht gelingen sollte. Ausweiterung des Markt- raumes für die deutsche Wirtschast bedeutet keineswegs Verzicht auf den besseren Ausbau der Binnenwirischost. Das Gegenteil ist sicher: nur eine binnenwirtschaftlichc Gesamtplanung wird jene Wirtschastsbereinigung erzielen können, die coociitio sine qua nsn eines verstärkten und erfolgreichen Borstoßes in die Außen- Wirtschaft ist." Aber gleichwohl fordert Pähl bei aller Ablehnung der Autarkie- bestrebungen eine deutsche Planwirtschaft unter Berück- sichtigung des europäischen Wirtschaftsraumes.„Diese Wirtschaft»- Planung oerlangt aber Aufhebung der Freizügigkeit des Privat- kapitals durch durchgreifende Staatskontrolle und staatliche Plan- Wirtschaft. Die staatlich« Reglementierung bzw. Monopolisierung des Außenhandels, die staatliche Ueberwachung der Vergabe der Kredite und ihrer Verwendung ist das Erfordernis der Stunde. In einem anderen Aufsatz„Götzendämmerung" zieht Kurt Mendelfohn die Konsequenzen aus dem Versagen der kopita- listtschen Wirtschastsführung. Mendelfohn schreibt:„Es kristallisieren sich zunächst drei Hauptforderungen heraus. Von diesen sind im Augenblick die aktuellsten und schlagkräsligsten: Kredit- und Bänke nkontrollc sowie die Reform des hlktienwescns, aber nicht minder dringlich und wichtig bleibt die Frage der Ueberwachung der Monopole. Von vornherein müssen wir betonen, daß diese Forderungen nichts zu tun haben mit Plänen über Schaffung be- sonderer Wirtschafts- und Bankkommissariatc zur Behebung des momentanen Notstandes sowie zu gewissen Liquidaiionszwecken, vielmehr sind unsere Forderungen auf den Einbau dauernder Kontrollen und Regulierungen der Wirtschaft, auf eine organische Lenkung der Wirtschaft abgestellt, die selbstverständlich praktisch unserer ganzen Auffassung nach nur mit demokratisch ausgebauten Institutionen, d. h. unter Mitbeteiligung aller Kreise der Wirtschost bewerkstelligt werden können." Es ist zweifellos, daß unsere Gegenwart für die Ideen eines unverfälschten Sozialismus offen und zugänglich ist. Je entschiedener wir unsere Ideen auf die konkreten Forderungen der Gegenwart zuspitzen, um so williger werden die Massen uns zu folgen K-erett jM jL&H. Wochenprogratntn de Sonntag, 6. September: 6.30: Fuukgymnastik. Anschließend Frühkonzert. 8: Für den Landwirt. 8.55; Morgenfeier. Anschließend Glockengeläut des Berliner Doms. 10.05: Wettervorhersage. II; Elternstunde. 11.30: Aus Leipzig; Bach-Kantate. 12: Boris Silber liest eigene Dichtungen. 12.30: Aus Königsberg; Mittagskonzert. 14; Jugendstunde. 14.30: Flötenkonzert. 14.50: Für die Ostmark. 15: Reportage vom Siedlerfest in Zehlendorf-Fischtalgrund. 15.15: Blasorchesterkonzert. 16: Vom Flughafen Tcmpelhof: Von den deutschen Kunst- flngmeisterschaften. 17.10: 3000 Kilometer im Dromedarsattel. 17.35; Lieder. 18; Von der Veranstaltung der Katholischen Gesellenvereine des Bistums Berlin. 18.35; Hans Land liest eigene Dichtungen. 19: Gitta Alpar singt die Schlager der ,,Dubarry<4. 19.45; Sportnachrichten. 20; Orchesterkonzert. 22; Aus New York: Original-Negermusik und Negergesänge. Anschließend: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Danach Tanzmusik. Montag, 7. September: 6.30; Funkgymnastik. Anschließend Frühkonzert. 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt. 14; Schallpiattenkonzert. 15.20; Frauen bedeutender Männer. 15.40: Typen des Alltags 16.05; Polizei und Privatrecht. 16.30; Ein Querschnitt durch die musikalischen Neuerscheinungen. 17.30: Jugendstunde. 17.50; Heinz Zucker liest neue Gedichte. 18.05: Der Mensch auf dem Prüfstand. 18.35; Programm der Aktuellen Abteilung. 19; Volkstümliches Orchesterkonzert. 20; Konzert, 20.50; Tages- und Sportnachrichten. 21:„Herr von Schiller, Hofrat aus Weimar, nebst Gattin und Söhnen steigen Unter den Linden 23 ab..." Hörspiel von Jacobsohn. Danach aus Leipzig: Tanzmusik. Dienstag, 8. September: 6.30; Funkgymnastik. Anschließend Frühkonzert. 12.30; Die Viertelstunde für den Landwirt. 14; Schallplattenkonzert. 15.20: Aus der Praxis der Eheberatung. 15.40; Was wir vom Kunsthandel wissen sollten. 16.05: Verkehrsumwälzungen in Afrika. 16.30: Aus Königsberg: Orchesterkonzert. 17.30: Jugendstunde. 17.50: Bücherstunde. 18.20: Die deutsch-nordischen Handelsbeziehungen. 18.45; Unterhaltungsmusik. 19.30: Mitteilungen des Arbeitsamtes. 19.35: Interview der Woche. 20: Uebertragung aus Kopenhagen. 22; Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Mittwoch, 9. September: 6.30; Funkgymnastik. Anschließend Frühkonzert. 9: Von der deutschen Welle: Schulfunk. 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt. 14; Schallplattenkonzert 15.20; Die Angst vor dem Leben. 15.40; Krankheiten, die von unseren einheimischen Pflanzen übertragen werden. 16.05; Programm der Aktuellen Abteilung. 16.30: Sonaten. 17.30; Das Wochenende. 17.55; Musikalische Jugendstunde. 18.15: Mitteilungen des Arbeitsamtes. 18.20: Georg RenJl liest aus eigenen Werken. 18.40: Regierung und Parteiwesen in England. 19.10: Neuerschienene Unterhaltungsmusik. 20.20; Sprechstunde am Mikrophon. 21: Tages- und Sportnachrichten. 21.10: Orchcstcrkonzcrt. Anschließend Tanzmusik. Donnerstag, 10. September: 6.30: Funkgymnastik. Anschließend Frühkonzert. 12.30; Die Viertelstunde für den Landwirt. 14: Schallplattenkonzert. 15.20; Mode der Einfachheit. 15.40; Arzt. Patient und Mittelstandsversicherung. 16.05; Elend der Wunderkinder. 16.30; Englische Klaviermusik. 17.30: Jugendstunde. 17.50: Deutsche und amerikanische Jugendbewegung. 18.15: Das Gesetz der Serie. 18.40; Unterhaltungsmusik. 19.05; Mitteilungen des Arbeitsamtes. 19.10:„Heimkehr ins Leben" von Bernhard Zebrowski. 19.35: Programm der Aktuellen Abteilung. 20: Alt-Berliner Tanzabend. 21: Kabarett. 22: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. 22.15: Zcitbcrichtc. 22.50: Abendunterhaltung. Freitag, 11. September: 6.30: Funkgymnastik. Anschließend Frühkonzert. 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt 14: Schallplattenkonzert. 15.29; Eine Krankenhaustürsor- xerin erzählt. 15.40: Am Golf von Neapel. 16.05: Sport und Gymnastik im Berliner Rundfunks. reiferen Alter. 16.30: Unterhaltungsmusik. 17.25: Jugendstunde. 17.45: Das neue Buch. 17.55: Führer und Gefolgschaft— ein Kulturproblem unserer Zeit. 18.20: Lieder. 18.40: Zehn Minuten Funkhilfe. 18.50: Mandolinenorchestcr- Konzert. Als Einlage Politische Zeitungsschau. 20: Kirche und Abrüstung. 20.30;„Die Räuber", Oper von Verdi. 22,30: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Anschließend Tanzmusik. Sonnabend, 12. September: 6.30: Funkgymnastik. Anschließend Frühkonzert. 11: Aus Eisenstadt:: Feierliche Sitzung des Burgenländischcn Landtages anläßlich der zehnjährigen Zugehörigkeit des Burgenlandes zu Oesterreich. 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt. 14: Schallplattenkonzert. 15.20: Jugendstunde. 15.40: Wie ein Dichter vor 100 Jahren sich das heutige Berlin vorstellte. 16.05: Blasorchesterkonzert. Während der Pause: Zehn Minuten Film. 18: Die Erzählung der Woche. 18.30: Das Kunstwerk als Sammelobjekt. 18.50; Violinvorträge. 19.20; Thesendiskussion. 20: Zigeunermusik und Zigeunerhumor. 21: Tages- und Sportnachrichten. 21.10;„Rundfunk für jedermann.** Szenisches Kabarett. 22.15: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Anschließend Tanzmusik. Königswusterhausen Sonntag, 6. September: Ab 6.30: Uebertragung aus Berlin. 11: Elternstunde. 12: Stunde des Landes. 18: Gedächtnisstunde für Wilhelm Raabe. 19: Was ist Programm- Musik? 19.30; Tonfilm für Amateure. 20: Dcutschlandsender:„Der Wildschütz", Komische Oper von Lortzing. Aus Köln. Anschließend Uebertragung aus Berlin, Monlag, 7. September: 16: Pädagogischer Funk. 16.30: Aus Berlin: Nachmittagskonzert. 17.30: Gebranchsmusik. 18: Der kluge Zeitgenosse im Irrtum. 18.30: Staat und Wehrmacht. 18.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft. 19: Englisch für Anfänger. 19.25: Stunde des Landwirts. Anschließend Viertelstunde Funktechnik. 20.45: Bilder vom heutigen Rußland. 20; Deutschlandsendcr: Aus Berlin: Unterhaltungsmusik. 21.10; Aus Wien: Ein Bummel durch Wien. 22.30: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. 22.50: Aus Wien: Tanzmusik. Dienstag, 8. September: 16.30: Aus Leipzig: Nachmittagskonzert. 17.30: Klang und Farbe. 18: Gegenwartsfragen der Kunst. 18.30: Bleibende Werte der deutschen Dichtung. 18.58: Wetterbericht für die Landwirtschaft. 19: Französisch für Anfänger. 19.30; Volkswirtschaftstunk. 20; Dcutschlandsender: Aus Leipzig: Sinfoniekonzert. 21: Aus Leipzig: Tagesnachrichten. 21.10; Aus Leipzig:„Der himmlische Zecher." Anakreonlische Textfolge. 22.15; Aus Genf: Stimmungsbild aus den Genfer Völkerbundsverhandlungen. Danach Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Anschließend Tanzmusik. Mittwoch, 9. September: 16: Pädagogischer Funk. 16.30; Aus Hamburg: Nachmittagskonzert. 17.30; Pommcrsche Volksballaden. 18: Dichterstunde. 18.30: Von deutschen Selbstbekenntnissen. 18.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft. 19: Stunde des Beamten. 19.25: Der Teufelsadvokat. 20; Dcutschlandsender: Unterhaltungsmusik. 20.30: Aus Breslau: Was der Sommer brachte. Ernstes und Heiteres aus den Funkrevuen der Schlcsischen Funkstunde. 21.30: Aus Breslau: Abendberichte. 21.40: Ans Breslau:„A propos Bahnhof". Funkrevue. Anschließend Uebertragung aus Berlin. Donnerstag, 10. September: 16; Pädagogischer Funk. 16.30: Aus Berlin: Nachmittagskonrcrt. 17.30; Deutsche Volksbräuche. 18: Wert und Bewertung der geistigen Arbeit. 18.30: Mitteleuropa als Problem. 18.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft. 19: Losfisch für fortgeschrittene. 19.30: Stunde des Landwirts. 20: Deutsch- landsender: Uebertragung aus Berlin. 20,50: Aus Mönchen:„Doppelselbst-. mord", Bauernpossc von Anzengruber. 22.20: Wetter-, Tages- und Sportnach-, richten. Anschließend Uebertragung aus Berlin. Freitag, 11. September: 16: Pädagogischer Funk. 16.30: Aus Leipzig: Nachmittagskonzcrt. 17.30; Wie ein Fiim entsteht. 18. Volkswirtschaftsfunk. 18.30: Entwicklung des geometrischen Denkens. 18.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft. 19; Wissenschaftlicher Vortrag für Zahnärzte. 19.30: Die Welt des Arbeiters. Anschließend Uebertragung aus Berlin. Sonnabend, 12. September: W: Padaitosischer Funk. 16.J0: Aus Hamburs: Nadimittaüskonaert. I"..W: Viertelstunde für die Gesundheit. 18: Französisch für Fortgeschrittene. 18.30: Die Beduinen. 18.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft. 19: Philosophisches Zwiegespräch. 19.30: Stille Stunde. 20: Deutschlandscnder: Aus Salera(Baden): Im Schloß und Münster Salem in Obelbaden. 20.40: Aus Stuttgart:„Dasselbe in Grün." Ein bunter Abend. Anschließend Uebertragung aus Berlin. (Gewerkschaftliches siehe 2. Beilage.) Beranlworilich wr Polttik: Victor Schiff: Wirtschaft: S.»linaelhöse« Scwertsthaftshcweauna: 3. Steinet; sseuilleton: Dr. Zolin Schikowoli: Lokales und Sonstiges: Ritk flotßüht; Anzeigen: Tb.»locke: sämtlich in Berlin. Verlan: Vorwärts-Verloa». m. h. S., Berlin. Druck: Vorwärls-Buchdruckeret und Verla asanftalt Paul Stitper u. Co.. Berlin SW 68. Lindenftrake ß. Stenn 4 Beilagen. MÄH" v.». Jugendliches Twe e d k I e i d rBin« Wolle, mit grossen g%3 5 O Revers und Ripsweste■ mumm Flottes Kleid__ aus kunstseidenem Maro-"JJ 50 cain, mit hellem Einsatz Afghalaine-Kleid reine Wolle, mit hellerMarocainweste und Knopfverzlerung Morgenrock aus kunstseidenem Trikotstoff, innen angerauht, viele Farben Au« dar Abteilung für grow Welten r Damen- Kleid aus gutem Flaminga, mit heller Cröpe-Geor- getteweste, Or6sse44~52 Tweed-Bouclö_ modische Farben und Muster| O 5 Meter| CrSpe-Charme/aine_ reine Wolle, neue Kleider- 9 5 färben, ca. 100cm breit, Meter Boucl6-l 6 2922 Man t e I oyi%reln wollenem� e\oMT% vorzügliche Qualität, ganz gefüttert, bis Gr. 52 3z* 3922 ■ Nopp modern gemusterter Wollstoff In neuen Farben�a.lOOcm.Mtr, Boud 6• Meli Ä der modisch gemusterte g Q Mantelsfoff, c«. 140cm, Meter Au« dT Jungdainan-Abteilung; Kleid aus gutem Flaminga, in neuen Herbstfarben, Grösse 3 8-42 24*2 Flotter Sportmantel aus schwerem, gern u- stertem Diagonal- stoff, ganz gefüttert Neuheit! Damen- Blusen weste zum Ueborziehen, mit Knopf- � 5 garnrtur. In modernen Farven W wmmm Damen-Hemdhose echt Mako, Windelform, mit Bondträaer Unterzieh- 0�__ Schlüpfer für Domen, echt K H y 3 Mako feingerippt mmm Herren-Kleidun Damen-Schlüpfer Kunstseide plattiert, elegant und hallbar, pastellfarbig Damen- Strumpfe Kunstseide plattiert, bewährte Strapazierqualität Lack- Pum p s__, Fesches Modell, gfjQO moderne runde Form» g und-Wasche 11* 1Z* Ein Rotten rolnwellonor Velours-Diagonal ca. 140 cm, der moderne einfarbige Wintermantel- stoff in schwarz, marine, Q braun und grün, Meter mmmmm Winter-Ulster- Paletot oder Ulster neueste Wintermuster, mit Kunstseide gefüttert Sakko-Anzug ous reinwollenem Kammgarn, moderne Muster und Farben Haarhut- leicht angerauht/#�90 neue Formen u. H albschuh e__ braun, echtBoxcalf,| ff 190 gute Rahmenarbeit I mmm 5922 6922 Popeline Oberhemd gute Qualität, farbig ge- COQ streift, mit 1 Kragen Sporthemd mit f,,t,m K rn g• n wm und Krawatte, autj<)Q vorzflglichem Netz-Oxford# Jacquard-Socken_ Wolle plattiert, kräftige Q jali- M 195 tät, neue Herbstmuster Schlafrock mode, oliv oder brauner m Flausch, gute Verarbeitg., j �35 O Agraffe u. Verschnürung| Jr mamt Duchesse für Mantelfutter, Kunst- m soide, moderne Farben, �95 ca. 80 cm, Meter■■■■■ CripeGeorgetfe reine Seide, weiss, schwarz � und moderne Farben, 4� ca. 100 cm, Meter Cripe Marocain reine Seide, schwere Qua Ii-»W tät, schwor� und neue �90 neue Farben, ca. 100 cm, Meter SONDER- ANGEBOTI Flaminga faconni in modernen Farben, ca. 100 cm. Meter m-n Herren- Anzugstoffe aus vorzüglichem. halU barem Kammgarn, ein-_— farbig und in sich ge- H QO mustert, 148 cm, Meter| M B. n t Q I(wie Abbildung) Vorzug lieber Dia- gonal-Velours mit echtem Felz besetzt, ganz gefutt. jf mmm Mantel(wl, Abbildung) aus reinwollenem Velours, grosser Kragen u. besetztes Reverse Persianer Klaue, ganz gefütt. kmjtfmmm WM 312 Fescher Zweispitz aus Filz, mit Fantaslefeder Hand sch u h e Schlupfform, Wlldleder- Imitation, gute Qualität, mois und mo-,3 25 dorne Herbstfarben| msm Moderner Filzhut WMA mit Biesengornltur und JLqq zweifarb. Fantaslefeder � Cripe de Chine-Tuch DMW • 37- Wollplüsch-Teppiche " kltinan Fahlarn, gule« Marken- modern und persisch gemustert 200/300 250/350 300' 400 55r 82rn2r Dekorationsrips- ca. 130 cm breit, Indanthren, g 45 moderne Farben Hmmi Diwandecke Wollmokefl, 150,300 29*2 reine Seide, in den neuesten Herbst- färben und Mustern, handgemalt 5i* Hutausstellung i m I. S t o c K Modenschau 15. 17. September Kartenausgabe Kasse 8 GEGRÜNDET ISIS.»BRUN C3 SPANDAUCR STRASSE• KDNIGSTRASSE Nr. 447» 4S. Jahrgang Sonniag, 6. September 4 934 Wirtschaftslage bleibt schlecht. Die Kolgen der Krediiknse.— Das Konjunkiunnstitui warnt. Das Kftnji.'nkturforschungsirsstitut hat jetzt sein«,, üblichen Ouortalsbericht über die Lage der Weltwirtschait und der deutschen Volkswirtschaft mit einem Ausblick auf die Entwicklung in den kommenden Monaten oeröffentlicht. Die(Besamtlage der Weltwirtschaft hat sich weiter ver- schärft. Die Preisbaisse an den internationalen Rohstofftnärkten hält an, die wirtschaftliche Tätigkeit schrumpft weiter zusammen. In Deutschland hat die Kreditkrise einen schweren Rückschlag erzeugt. Hierzu führt das Institut aus: Die Weltkonjunktur. Die rückläusige Entwicklung fehl sich in allen kapilallstischen Volkswirtschaslen fori. Das Tempo des Rückgangs hat sich im zweiten Vierteljahr zunächst weiter verlangsamt. Räch dem Ausbruch der deutschen kreditkrise beginnt in Europa eine Welle neuer wirtschastsschrumpfung. Auch die Vereinigten Staaten von Amerika, die von der europäischen kreditkrise weniger berührt sind, stehen erneut im Zeichen von Produktionsrückgängen. Aus den weltrohstosfmärkten hält die Preisbaisse an; die Lagervorräte sind im allgemeinen noch unvermindert hoch, zum Teil wachsen sie noch. Auch die Effektenmärkte lassen noch jedes Anzeichen einer durchgreifenden Belebung vermissen: die Aktienkurse gehen in fast allen Ländern weiter zurück. Auf dem internationalen Geldmarkt Hot die mitteleuropäische kreditkrise zu neuen starken Spannungen geführt. Die Geldsähe der meisten mittel-, osl- und südeuropäischcn Länder sowie Grohbrilannicns haben stark angezogen. Die Kapitalmärkte haben sich nicht entspannt, obgleich die Anlagetätigteil in fast alten Ländern außerordentlich gering war. Die Verringerung des Kreditvolumen» führt zwangsläufig zu weiteren Einschränkungen der wirlschastsläligkeit in den mitteleuropäischen Ländern; im übrigen Teil der Weltwirtschaft kann mit kompensierenden günstigeren Entwicklungstendenzen zunächst nicht gerechnet werden. Die Konjunklur in Deuffchland. Starker Deslationsdruck. geschassen durch scharfe Kreditabzüge der ausländischen Gläubiger, verbindet sich mit sinkendem verbrauchseintommen. Der Inlandsmarkt wird infolgedessen weiter eingeengt. Die in den Vorgängen vom 13. Juli gipfelnde Vertrauenskrisi» hat so die Konjolidierungstendenzen, die sich im verlaus des ersten tjolbjahres stellenweise anzudeuten begannen, schon im keime erstickt. Unter dem Zwang dieser Verhältnisse ist— bei rückgängiger Einfuhr und zunehmender Aussuhr— der Aktivsaldo im Außenhandel schnell gestiegen. Dadurch ergibt sich für den Devisenmarkt eine genüsse Entlastung. Angesichts der hohen kurzfristigen Auslandsverschuldung ist jedoch eine durchgreifende Erleichterung kaum zu erwarten. Die Lage an den Exportmärklen macht es auch nicht wahrscheinlich, daß der deutschen Industrie eine ausreichende Kompensation des ihr auf dem vinnenmark« entstehenden Absah- ousfalle« gelingen wird. » Zu dem Krisenfturm, der m den vergangenen Monaten über Deutschland hinweggefegt ist, gibt das Konjunkturinstiwt folgenden allgemeinen Ueberblick: Die Wetterwolken, die vor einem Vierteljahr, bald nach dem Zusammenbruch der Oesterreichischen Creditanstalt und uxihrend der Auseinandersetzung über das Projekt einer deutsch-österreichischen Zollunion, am Horizont aufzogen, haben sich in einein furcht- baren Gewitter entladen. Das Ausland, schon seit den Reichstagswahlen im September 1930 äußerst zunickhaltend in der Gewährung neuer Kredite, schritt nuimiehr in weitestem Umfang zu Kreditabrufen. Die Kapitalflucht nahm erneut zu. Der Vorschlag Hoovers, für ein Jahr lang die Zahlungen aus inter- nationalen politischen Verpflichtungen einzustellen und so dem Deutschen Reich eine Erleichterung um den Betrag der Poung- Lasten zu schaffen, brachte diese Entwicklung vorübergehend zum Stillstand. Als aber die Vorbehalte Frankreichs zu langwierigen Verhandlungen zwangen, setzten die Riickzichungen kurzfristiger Aus- landskredite mit doppelter Wucht«in. Für die Zeit von Januar bis Juli ist die Summe von Kredit- rückZiehungen und Kapitalflucht auf etwa Milliarden Mark zu veranschlagen. Auf die Dauer erwiesen sich die Banken dem Ansturm der Gläubiger nicht gewachsen. Von einer vollen Funktionsfähigkeit des Bankenapparates find wir noch ziemlich weit entscrnt. Nach wie vor befinden sich die Banken in einer ihre Bewegungsfreiheit aufs stärkste einengenden Illiquidität, wobei nicht einmal zu übersehen ist, inwieweit Preisschwund und Insolvenzen das Fundament der Aktiven angenagt und dadurch den Ueberbau der Passiven gefährdet haben. Auf der Güterscite der Wirtschaft sind bisher nur ungleich schwächere Erschütterungen zu verzeichnen. Die Produktion hielt sich im Juli auf dem Stand der Vormonate, die Arbeitslosigkeit nahm erst in allerjüngster Zeit wieder zu. Die Rohstofscinfuhr verharrt bis jetzt mengenmäßig auf annähernd gleichem Niveau. Die reagiblen Warenpreise, an denen die konjunkturellen Tendenzen der Preisentwicklung besonders früh und besonders deutlich erkenn- bar zu werden pflegen, sind zwar noch vorübergehendem Airstieg (Hoover-Hausse) wieder gesunken: ihr Rückgang entspricht aber bisher noch kaum der Stärk« der finanziellen Erschütterungen. Gleichwohl erscheint ein Fortgang des nunmehr dreieinhalb Jahre andauernden Konjunkturrückganges unausweichlich. Neue Investitionen weiden, solange die Kreditknappheit an- hält und die Banken in ihrer Dispositionssähigkeit in ähnlichem Grad beengt bleiben, wie dies gegenwärtig der Fall ist, nur in ver- ringcrtem Umfang vorgenommen werden. So wird beispielsweise das Bauvolumen des Jahres 1332 erheblich kleiner sein als das des lausenden Jahres. Soweit die Produktionsgü-terinduftrien auf Jnlandsabsatz angewiesen sind, haben sie sich demgemäß auf weitere Einschränkungen gefaßt zu machen. Achnliches gilt für die Verbrauchsgüterindustrien. Zunehmende Arbeitslosigkeit in den Produktionsgüterindustrien, weiterer Abbau von Löhnen und Gehältern, wozu zum mindesten die öffentlichen Körperschaften durch die Leere ihrer Kassen ge- zwangen sind, vermindern das Volkseinkommen, mindern den Absatz des Einzelhandel» und damit den Absatz der, Verbrauchs- güterindustrien. Wie bisher wird wahrscheinlich auch in den kommenden Vdonaten ein Teil des Einkommcnaussalls durch rückgängige Preise aufgefangen und der mengenmäßige Absatz dadurch gestützt werden. Einen völligen Auegleich dürste die Preisbewegung aber kaum bringen, wenn anders nicht die bisher nur verhältnismäßig wenig oder gar nicht gesunkenen Teile im Gefüge der Lebenshaltungskosten— Brotpreise. Mieten, Berkehrspreise usw.— stark herabgesetzt werden. Unter dem Druck des sinkenden Jnlandsabsotzes wird die Industrie in noch höherem Grade als bisher auf die Export» Märkte angewiesen sein. Starte Aussuhrsteigerungen werden nur dort zu erwarten sein, wo zum Beispiel durch drastische Kredit- kündigungen ein Notexport zu Schleuderpreisen erzwungen wird. Zu einer Kompensation des auf dem Binnenmarkt entstehenden Absatzausfalls wird dies aber nicht ausreichen. Der Zwang zur Ausfuhr in Verbindung mit der durch Kreditknappheit und Absatz- not bedingten Einschränkung der Einfuhr wird auf eine weiterhin hohe Aktivität im Außenhandel hinwirken. Bleibt Deutschland nämlich auch weiterhin von de» Reparo- tionszahlungen befreit und würden die Auslandsgläubiger nach Ablauf des sechsmonatigen Rückzahlungsnioratöriums in eine über längere Frist sich erstreckende planmäßige Tilgung der kurzfristigen Auslandskredite einwilligen, so würde neben de» Amortisations- zahlungen zugleich an«ine planmäßige Stärkung unserer Devisen- rcserven und damit der Bonkenliquidität gegangen werden können. Eine sofortige produktronsbelevende Wirkung der aktiven Zahlungs- bitonz wäre allerdings selbst bei Realisierung der beiden Voraus- setzungen nicht zu erwarten. Die Preisgestaltung wird auf allen Gebieten weiter rückgängig sein. Mit aller Schärfe prägt sich die den deutschen Märkten durch die jüngsten Ereignisse ausgezwungene Sonder- tendenz der Preise in den reagiblen Rohstoffpreiscn aus, die seit Juni merklich unter die entsprechenden Notierungen am Weltmarkt gesunken sind. Die gleiche Differenzierung wird im allgemeinen Preisniveau eintreten. Insbesondere ist damit zu rechnen, daß die gebundenen Teile des Preisgefüges(Kartellpreise) nicht mehr oder doch nicht in gleicher Weise wie bisher dem Druck der Verhältnisse werden standhalten können und daß auch sie nunmehr in stärkere Bewegung kommen." Besonders eingehend befaßt sich dos Konjunkturinstitut mit der verheerenden Schrumpfung des Masseneinkommens in Deutschland. Es versucht hierfür eine Berechnung aufzustellen, wobei darauf hin- gewiesen wird, daß das erfaßte Ergebnis weit hinter der tatsächlichen Einkommensminderung zurückbleibt. Nach dieser Berechnung ist im zweiten Vierteljahr 1931 das Arbeitseinkommen um rund 1,25 Milliarden Mark niedriger gewesen als im Vorjahr. Dazu kommen noch umfangreiche Belastungen des Einkommens, die durch die Finanzierung der Arbeitslosenhilfe not- wendig geworden sind. Für das Gesamteinkommen der Beamten wird gegenüber dem Jahre 1339 für das Kalenderjahr 1931 eine Verminderung um 759 Millionen Mark, das sind 8,4 Proz., an- genommen. Bei einer angenommenen Nominalsenkung des Arbeitscinkom- mens um 12 Proz.— die Senkung ist zum Beispiel schon bei den b e s ch ä f t i g t cn Arbeitnehmern weit größer— ergibt sich für das zweite Vierteljahr 1331 bei den Kosten der gesamten Lebens- Haltung nach der Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten gegenüber dem Vorjahr nur eine Verminderung um 6,7 Prozent bzw., wenn der Juli 1931 berücksichtigt wird, um 7 Proz. Diese Schere, das verschiedene Tempo in der Lohnkürzung und in der Warenpreisverbilligung, bedingt weitere Verschlechterungen in der Produktion, die natürlich durch die Finanz- und Kreditkrise ver- schärft werden, Diese Ausführungen des amtlichen Konjunkturinstituts unter- streichen nachdrücklich die Notwendigkeit einer radikalen Umstellung in der deutschen Lohn- und Preispolitik. Englands schwache Wettmarktstellung. Eine der größten englischen Banken, die Midland Bank, veröffentlicht in ihrem letzten Monatsbericht eine interessante Unter- suchung über den Außenhandel Großbritanniens. Diese Unter- suchung berücksichtigt absichtlich nicht das Krisenjahr 1939, das ganz besonders unnormale Auhenhandelsvcrhältnisse gebracht hat, son- dern geht auf die Entwicklung der Jahre 1924 bis 1929 ein. Es ergibt sich dabei, daß in diesem Zeitraum der Anteil der Fertigwareneinsuhr an der gesamten Einsuhr Englands sich von 17,2 auf 21,2 Prozent ver- g r ö ß e r t hat. Wie in dem Monatsbericht ausgeführt wird, zeigen sich ähnliche Anzeichen einer vermehrten Fertigwareneinfuhr zwar auch bei einigen anderen Ländern, doch wird dort überall diefc Tendenz durch eine gleichzeitige Vermehrung der Fertigwarenaus- fuhr ausgeglichen. Bei England ist das jedoch nicht der Fall, ein Zeichen für die zunehmenden Schwierigkeiten Englands, auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig zu bleiben. WZ» mcuci* Möhd. Sfrcrff PATENT GIRMES lO Der Möbelbezugsl-off kröns1 die Einrichtung eines Raumes. Möbelstoffe müssen anpassungsfähig sein, sie haben Rücksicht zu nehmen au-F �siapete, Dekorationen, Teppich belöge und Holzart. Möbelstoffe müssen nicht allein schön, sondern auch sehr haltbar sein. Das ideale Material für Möbelstoffe ist Wolle. Gute Wolle ist haltbar. Wolle ist schmutzabweisend. Wolle läset sich am besten reinigen. Der Wollfaden ermöglicht die feinsten Farbabstimmungen. RATE NT GIRMES ist ein Möbelbezuqstoff aus reiner Wolle, in seiner Technik so vorzüglich, dass der feine Wollfaden kurz gefaßten der Oberfläche alle Nachteile ver. meidet, die bei wollenen Möbelstoffen die einzigen Störunqsquellen bildeten. PATENT GIRHES erweckt den Eindruck des Selbstgesponnenen und Gewebten. PATENT GIRMES übertrifft an Haltbarkeit alle Wirk- und Schlingengewebe. PATENT GIRMES MÖBELSTOFF ist trotz seiner einzigartigen Vorzüge ausserge wohnlich preiswert. PATENT GIRMES MÖBELSTOFF ist reiss-und nagelfes��&jtr( rücksichtslose 8e» Handlung durch nervöse Hände.kleiderbesatz u.a. wirkungslos) Di« vollendet« Art dieses MöbelbeiuqstoFFe« iu verantchaultchen, dient eine Sonder- Ausetellunq PATENT GIRMES MOBELSTOFF'in den Ausstellunqsfenstem der Firma TEPPICH BURSCH, Berlin C 2, Möbel«toff-Abtei» ohne Verbindlich. erläutert. Spandauer Str 32 lunq in derlLEtage keit gezeigt, ihre in o In dem Auestellungssaal der Firma Teppich Bursch in der rden Ihnen diese Potent Girmes Möbelbezuqstoffe Eigenart erklärt.die Vorzüge gegenüber anderen Stofforten PATENT GIRMES MÖBELSTOFF int»re$$ierk den Privo*haushaU,Tand überführen möchten, gehen die Vor- schlüge nicht weit genug. Die Politiker, die das politische und wirt- schaftliche Chaos wünschen, bedauern, daß durch die Selbsthilseaktion des Städtetages der Weg zur Sanierung der Finanzen beschritten ist. Es ist auch nicht richtig, daß der Vorstand des Deutschen Städte- tages allein vorgegangen sei. Schon vor der Beratung des Sanierungsprogromms im Vorstand des Deutschen Städtetages hat eine eingehende Besprechung mit den übrigen kom- munalen Spitzenverbänden stattgefunden. Grundsätz- licher Widerspruch wurde von den anderen Spitzenverbänden dabei nicht erhoben. Der Deutsche Städtetag wurde gebeten, sein Pro- gramm den übrigen Spitzenverbänden sofort zuzustellen und ihnen von dem Ergebnis seiner Verhandlungen mit der Reichs- und Staats- regierung Mitteilung zu machen. Genosse Lindemann behauptet, daß bei den kleinen Städten, den Landkreisen, den Provinzen und den Landgemein- den Sparmöglichkeiten nicht mehr beständen. Wir Vertreter der mittleren und größeren Städte haben es von jeher abgelehnt, uns über die Verhältnisse in den übrigen Gemeinden zu äußern. Das eine aber steht durch Kundgebungen der zuständigen kommunalen Spitzenverbände außer Zweifel, daß alle Gemeinden und Gemeinde- verbände ohne Rücksicht auf Größe und Vermögenslage in kurzer Zeit nicht mehr in der Lage sein werden, die Kosten der Wohlfahrts- crwerbslosenfürforge ohne starken Abbau anderer Aufgabengebiete und ohne Reichshilfe aufzubringen. Die Gemeinden müssen durch Einsatz aller ihrer Kräfte auf dem Wege der Selbsthilfe bis zur äußersten Grenze gehen. Erst dann sind Reichsregierung und Staats- regierung. wie durch unzweideutige Erklärungen feststeht, bereit, ihrerseits zu helfen. Der Finanz- und Wirtschaftsplan des Städtctages geht davon aus, daß es kein dringlichere Aufgabe gibt, als die Arbeits- losen im kommenden Winter wenigstens einigermaßen aus- reichend zu ernähren. Die Städte sind von jeher stolz darauf ge- wesen, daß sie ihre Mittel für die Wohlfahrt, für die kulturelle Bildung und die Gesundheit ihrer Bevölkerung verwenden konnten und haben jeden ungerechten Angriff auf diese ihre Betätigung und auf die Selbständigkeit ihrer Werke abgewiesen. In diesem Winter aber werden sie alles einschränken müssen, was nicht mit lebens- notwendigen Zahlungen und Verpflichtungen zusammenhängt. Selbstverständlich denkt niemand daran, werwollste Arbeiten auf dem Gebiet des Schulwesens, der Krankenhäuser, der Wohl- fahrtspflege und der öffentlichen Wirtschaft auf die Dauer über das erträgliche Maß hinaus zu drosseln. Auch der Bau der Kleinstwohnungen ist wichtig und muh mit Beschleunigung durch- geführt werden. Die Beschäftigung des Baumarktes ist für die gesamte Wirtschaft überaus bedeutungsvoll: dennoch muß, wenn nur geringe Mittel dafür zur Verfügung stehen und alles für die Arbeitslosen bereitgestellt werden muß, auch der Baumarkt in der Notzeit leiden. Wichtiges muß Wichtigerem geopfert werden. Aber der Abbau ist nur in dieser schlimmsten Krise und auch nur für die schwerste Zeit zu verantworten. Die Forderung des Deutschen Städtetages, daß die Reichsregie- rung sich energischer als bisher für die Senkung der Preise, der Zölle und des Zinssatzes einsetzen möge, ist nicht, wie der Ge- nosse Lindemann scheinbar unterstellt, nur der Form wegen erhoben. Der Städtetag steht vielmehr auf dem Standpunkt, daß die einschneidende Senkung des Preisniveaus geradezu Voraussetzung für alle Maßnahmen ist, die Reichsregierung und Staatsregierung treffen können. Wenn die Reichsregierung sich nicht dieser Frage mit besonderer Energie annimmt, so verliert die Oeffentlichkeit das Vertrauen auf die Entschlußkraft und das Gerechtigkeitsgefühl der Regierung. Reue Riesenpleite. Blumenstein-Konzem ist zahlungsunfähig. Saum hat das Ausland begonnen, wieder ein wenig V e r- trauen in der Beurteilung der deutschen Wirtschaftslage zu be- künden, da kommt eine neue pleite, die diesem vertrauen einen schweren Schlag zu versehen geeignet ist. Die Lank für Textilindustrie A.- G.. Berlin, das Zinanzierungsinstitut des Blumenstein-Konzerns, das eine ganze Reihe von Textil-, Zellstoff-, Papier- und Rlühlenunternehmungen kontrolliert, kann weder Zinsen noch Tilgungsbeträge auf ihre Englandanleihe zahlen. Diese Anleihe wurde im Jahre 1925 in höhe von einer Million Pfund» Sterling(mehr als 20 Millionen Mark) ausgenommen. Daß der Blumenstein-Konzern in Schwierigkeiten ist, war schon längere Zeit bekannt. So wird z. V. die englische Anleihe an der Londoner Börse mit knapp 40 Proz. bewertet. In aller Erinnerung ist auch noch das verrückte Finanzie» r u n g s p r o j e k t für die Viersener A.-G. für Spinnerei und Weberei. Viersen: man mutete der Arbeiterschaft einen neuen Lohn» abzug von 15 Proz. zu, der dem Unternehmen als unverzins» l i ch e s Darlehen zufließen und als Betriebskapital verwendet wer» den sollte. Schon dieser Vorschlag zeigte, daß der Blumenstein- Konzern am Ende sei. Die Arbeiterschaft hat mit Recht abgelehnt. Die Viersener A.-G. hat inzwischen die Zahlungen« i n g« st e l l t. Was aus der Textilbank werden wird, weiß man noch nicht. Bei einem Kapital von 22,25 Millionen Mark und Reserven in höhe von 7,75 Millionen Mark sind Bankschulden(außer der Eng- landanleihe) van mindestens 50 Millionen Mark vor- Händen. Außerdem hat die Textilbank erhebliche Bürg- s ch a f t e n für ihre Tochtergesellschaften übernommen, woraus ver- mutlich auch noch hohe Verluste entstehen werden. Man spricht davon, daß die kreditgebenden Banken die Englandanleihe zum Börsenkurs(etwa 40 Proz.) aufkaufen wollten, wodurch die Textilbank einen erheblichen Buchgewinn machen, die eng- lischen Gläubiger aber einen ebenso hohen V e r l u st erleiden würden. Ob das der richtige Weg zur Hebung des Vertrauens des Auslandes in die deutschen Kreditnehmer ist, muß bezweifelt werden. Die Sanierung der Textilbank durch einen gründlichen Kapitalschnitt aber darf nicht länger aufgeschoben werden. Weiler rückgängige Großhandelspreise. Die vom Statistischen Reichsomt für den 2. September berechnete Richtzahl der Groß- Handelspreise ist mit 100,4 gegenüber der Vorwoche wieder um 0,5 Prozent gesunken. Eine Gkandalbroschüre. Versicherungsgelder zur Hetze gegen die öffentliche Wirtschast Die Leipziger Lebensversicherung A.-G., ein mitt- leres Bcrsicherungsunternehmen mit einer halben Million eingezahl- tem Kapital, oerwendet die Gelder, die ihr von den Versicherten zu treuen Händen zur Verfügung gestellt wurden, um gegen den Staat und seine wirtschaftliche Betätigung zu Hetzen. In einer kleinen von der Leipziger Lebensversicherung herausgegebenen Broschüre wird ein frisch-sröhlicher Kampf gegen die Betätigung der öffentlichen Hand im Wirtschaftsleben geführt. An sich handelt es sich dabei um einen Konkurrenzkampf mit den öffentlichen Lebensversicherungsan st alten, der sieh aber mit einem weltanschaulichen Mäntelchen verbrämt. Man könnte über dieses unsaubere Pamphlet schweigend hin- weggehen, wenn nicht drei Tatsachen erwähnenswert wären: Erstens hoben die privaten Versicherungsgesellschaften mit den öffentlichen Versicherungsanstalten ein Wettbewerbsabkommcn getroffen, in dem sie sich zu einem loyalen Nebeneinander- arbeiten verpflichteten. Dieses Abkommen wird mit solchen hetz- schriften gebrochen. Zweiten» Hot die Leipziger Lebensversicherung, obwohl sie bitter darüber klagt, daß die öffentliche Wirtschaft mit ihren Steuerprivilegien die Privatwirtschaft erdrückt, im letzten Geschäftsjahr 16 Proz. Dividende verteilt, scheint also noch nicht ganz erdrückt zu sein. Drittens hat die Leipziger Lebensversicherung, die in der Broschüre den gemeinnützigen Charakter der privaten Versicherungsgesellschaften mit Emphase betont, ihre eigenen Minderheitsaktionäre übers Ohr gehauen. Sie luchste ihnen nämlich ihre Aktien ob, indem sie ihnen einredete, die Ge- sellschaft würde in Zukunft nur 4 Proz. Verzinsung zahlen: nach- her wurden aber wieder 16 Proz. verteilt. Schließlich richten wir andasAufsichtsamtfürPrivat- Versicherung die Anfrage, ob es zum Geschäftskreis von Ver- sicherungsunternehmungcn gehört, mit dem Geld der Ver- sicherten Hetzbroschüren gegen die öffentliche Wirtschaft zu schreiben und wie es derartigen Mißbräuchen in Zukunft steuern will. China kaust 15 Millionen vushel Weizen von Amerika. Prä- sident h o o v e r teilt« offiziell mit, daß mit der chinesischen Regie- rung ein Woizenkaufvertrag abgeschlossen worden ist. Die Chinesen übernehmen 15 Millionen Bushcl Weizen(rund 500 000 Tonnen) zum jeweiligen Tagespreis. Die Zahlung erfolgt in den Jahren 1934, 1935 und 1936. Die Verzinsung für die Zwischenzeit beträgt 4 Prozent. Im Orienl-Teppichhaus Olag. Leipziger Straße, gibt es in diesen Tagen eine reichhaltige Auswahl modernen Fensterschmuckes zu sehen: Der Phantasie des geschickten Dekorateurs sind keine Schranken gesetzt, und so ergeben sich auch für die Hausfrau hübsche, vielgestal« tigc Anregungen für den Heimschmuck. Man sieht lose herabfallende Uebergardinen mit fransenverzierten Ouerbehängen, daneben ein» seitig schwungvoll geraffte Vorhänge oder in Falten gelegte Stoffe mit stufenartiger Fransenverzierung. Die Qucrbehänge läßt man auch vielfach fort, wodurch eine erhöhte Lichtzufuhr erreicht wird und die gerade oder gebogen geformte Leiste als Abschluß wirksam in den lBordergrund tritt. Die Fensterdekoration wird mehr und mehr der vorhandenen Einrichtung angepaßt, man nimmt Rücksicht auf ältere Möbelstücke und kombiniert geschickt Form und Stoff» Material. Golddurchwirkte Kunstseiden, kupferfarbene und grünliche Töne neben Jacquardrips und zartem, buntbedrucktem Voile sind die modernen Gewebe, auch Nachahmungen von Handwebereien werden vielfach verwandt: sehr dekorativ wirkt Blcndenverzierung teils aus chenilleartigem Gewebe, dann wieder aus dem bunt» farbenen Vorhangstoff aufgesetzt auf weißem oder sonstwelchem Unigrund. Die Fensterdekoration der Schlafzimmer wählt man mit Vorliebe in hellen, zarten Farbtönen, hier dominiert der bunte Voile, verziert mit Falbeln und Fransen in einem dem Muster ent- nommenen Farbton. Alle Stoffe sind indanthren, licht- und wasch- echt, hübsch in Dessin und preiswert. Die Firma TrpPich-Bursch, Berlin S. 2, Spandau» Str. 32, dat sich»um Wortführer einer neuen Sache gemocht, die Beachtung verdient und die Bc- achtuna finden rvird. Cs handelt sich um ein neuartiges Gewebe als Möbcl- bezugsftoff. Möbelbezugsftoffe, bei denen die Ansprüche an Schönheit und Qualität weit über den Rahmen dessen gehen, was der Fabrikant schaffen kann. Goch dicsesmal ist es einem Fabrikanten gelungen, einen Stoff aus reiner Wolle herzustellen, der unter dem Rainen„Patent-Girme»" sich die Welt erobrrn wird. Außergewöhnlich an Schönheit und überraschend an Preis. Würdigkeit kommt der neue Möbelbczugstvff„Patent. Girmes" den Wünschen des modernen Architekten entgegen. Der Stoff erscheint wie ein selbst. gesponnener und selbstgewebter und vermittelt edem Beschauer das Gefühl einer nicht gekannten Haltbarkeit. Die Firma Teppich-Bursch veranstaltet eine Ausstellung dieses Stoffes uitd bittet alle Inercsscnten, die Besichtigung in den Ausstellungsräumen ihres Hauses vorzunehmen, wo ihnen der Stoff im Bcr- gleich mit den bisher gekannten Qualitäten erläutert und gezeigt wird. Tie freie Arbeiter-Stcnographenoereiniaung hat es sich zur Aufgabe gemacht, jedem die Erlernung und Pflege der Kurzschrift in leichtester Weise in Anfänger. und Fortbildungskürsc» zu ermöglichen. Siehe Inserat. Alle Grauhaarigen sollten es wissen, daß auf der hpg. Weltausstellung in ..He»na Ion" gcs. acsch., ein Mittel gezeigt wurde, welches ergrautem Saar auf natürliche Weife die Iuaendfarbe wiedergibt und von Kapazitäten glänzend begutachtet wurde. Interessenten erhalten Dersuchtspackung vom Hcnnalo». Vertrieb, Berlin, Friedrichftr. 2ö<>— 2öi lHalleschcs Tor). Ter Hausmeister Bruno Teppe« kann am Dienstag, dem 3. d. M., auf eine ununterbrochene 2öjährigc Tätigkeit im Haufe der bekannten Fa. B. Feder, Berlin R., Brunneüstroße, zurückblicken. Eewinnauszug S. Klaffe 37. Preußisch-Eübdeulsche Slaats-Lotterie. Ohne Gewähr Nachdruck verboten Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Rummer in den beiden Abteilungen I und II 24. Ziehungstag 5. September 1931 In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen s s-winne zu 10000 M. 2S7ZS S314S 30072 14 Sewinuo ,u 3000 M. 129350 132904 133020 133042 243233 267039 344747 13««winn. ,« 3000 M. 0201 33034 7.3771 124003 182232 203323 242742 234322 375320 63 S«winn« zu 2000 M. 11787 12059 20134 32323 43300 43323 32079 37321 37333 73705 81138 88382 00374 100032 100120 115342 116311 135829 136415 138996 147145 161555 169608 198679 512710 233924 265393 271742 289962 292665 334794 360093 365016 373291 120©ctoinne zu 1000 M. 403 3252 11612 23449 24389 26981 27529 31076 31473 33577 340Q2 36456 40804 59935 68965 70158 73731 81681 109862 111181 113094 132505 159791 163554 165024 165785 207114 217228 218143 218424 235691 238952 239633 240512 250223 253036 256461 258364 264645 266710 270747 274270 285930 300649 304537 311701 312398 312985 320689 324775 334424 342171 355740 369135 375027 377261 379711 380086 390685 392687 1 68««winn- zu 500 M. 8632 1 2724 1 5946 1 9246 27583 34254 44501 61103 76361 78890 82447 84701 89612 92110 95537 99389 99701 104991 107555 111251 113329 130295 131892 134544 135614 147543 156258 157057 159183 162212 164001 166464 166527 189192190738 191256 191886 192230 195558 196015 199661 205553 209166 212992 213718 232496 233148 233510 235406 240485 240585 246166 254354 261922 276813 287405 290569 301404 302568 304488 314644 314584 324036 327988 332222 339172 341172 345792 351000 352034 353283 359340 360335 362677 363024 365035 369288 380047 388871 393089 394126 395100 396670 398949 In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über äOll M, gezogen 2 Sstvinue zu 300000 M. 285245 2 DeWinne zu 50000 M. 1831 l 1 2 Gewinne zu 10000 M. 326621 12 Gewinne zu 6000 M. 67141 75171 96714 250699 269794 334104 12 Gewinn« zu 3000 M. 43680 202445 276761 303926 341207 365927 34 Gewinn« zu 2000 M. 1073 14397 30793 122250 149611 166996 214098 215739 227966 235051 284177 302406 302756 326129 334898 347670 397057 102 Gewinn« zu 1000-m. 10976 12577 16540 18217 24422 28446 31527 33998 46107 49266 54623 57563 61450 63643 74619 75092 79402 97596 114737 122652 122828 123863 132778 138013 141396 145304 146072 150751 153680 181795 134115 138779 193269199317 215346 235854 251221 270692 276397 273325 279399 294387 308303 316776 333333 339126 359303 379752 391964 392295 394929 150 Gewinne zu 500 M. 930 9621 11179 2059» 21889 26978 27863 32165 46023 49697 52956 55518 60933 61838 64700 73230 33688 9II64 105671 107381 114263 113569 118393 131164 146365 151593 155134 155483 156793 157437 153491 165130 173467 182289133692 184643 139692 190068 197476 202956 207245 208319 213451 215670 222485 225032 223451 228625 234722 242629 252461 253536 256797 259529 263520 267629 263521 273876 279975 281164 231810301173 31 1815 312769 313230 313350 333653 347326 352364 355673 355766 357912 375742 381613 396994 aaa.va Im Gewinnrabe verblieben: 2 Prämien zu je 500000, 2 Geroinns zu je 200000, 2 zu je 50000, 10 zu je 25000, 42 zu je 10000, 76 zu je 5000, 188 zu je 3000, 468 zu je 2000, 976 zu je 1000, 1524 zu je 500, 4538 zu je 400 Mark. •••*••••••*•••« �dP�ellen und Wohnungen ■»arzellen viel TT? Olm«.so rai«. Ohne Anzahluni?, Monaisrate von 15 Mk. an In Kolonie Meu- RotarbecK am Rohrbecker Weg:: 15 Minuten vom Bhf. Dallgow- Döberilz, auch 15 Minuten vom Bhf. Finkenkrug «an« 2.— bis 3.—»ib. Ohne Anzahlung, Monatsrate von 25 Mk. an In Oarlensladl Dallgow »Minuten vom Bahnhof Dallgow-Döberitz(zwischen HeerstraBe und BahnhofstraBe) FOr beide Siedlomten amtl. genehmigter Bebauungsplan. daher sotort Bauerlaubnis, aber kein Bauzwang Kein Zwischenhandel» Keine Wertzuwachssleuer Keine Provision• Kein fliegender Sand, sondern bestes hochkultiviertes Ackerland» Kein Sumpf oder Moor, daher gesunder, trockener Baugrund Kostenlose fachmännische Bauberatung• Baugeld- und Hjroothekenbeschaffung gegen mäßige Gebühren•K.einBttro am Bahnhof Aasknafi täglich von 10 bis 19 Uhr bei KI 11 1 1 e r- »Vorgt, Dallgow, Babahofslrage 15, Telephon: Falkensee 388 und Berlin-Lankwitz, Oillgeulrage 34, Telephon: G 3, Lichterfelde 2110 parbauenbDcher and Schedes werden in| Zahhmg genommen I Waldpanellen-v ,, Auch ohne Anzahlung. Tlrekt> Stgenwmer! Sofort. Banerl, ».Bauzwang. KeineSertzmoad vom Banerlaub. lauzwang. KeineWertzuwachsft. Kl. Monatsrateu, qm n. V.9S an HngJaldesmlT Um, nahe dem großen Zeesener See 30 Minuten vom Bahnhof KOnkgownstarhanoen Kurz vor Dorf Senzia am Wald. weg, der zur Siedlung führt: große, Schild! Fahrzeit vom Gorliz.Bhf. ' tigswuste,''"— bis flüni Stei: 30 Pf. 40 Mim, Mefiraapner, Berlin SW.Z9 Solmsstr. 37 Tel. Bergmann 270. Täglicher Verkauf in der Eledluna. Verkaufs. Büro: TeL Kgsw. 821 Auskunft auch im Restaurant .Waldesruh". Inh. Richard Bock. MeDOsseiierlialt.VergiiDitii. Billige Neubau- Wohnungen V/m—Vfx Zimmer mit Bad und Balkon in verschiedenen Gegenden GroB-Berlins por sofort und spbtor zu vermieten Em 4 g% Köpenicker Str. 80, F 7 Jannowitz 6011 1 II■ ö Wochentags 9—15, Sonnabend 9-12 An 2 Stadtbabnhöfen. an 2 Autobuslinien 260 Rarzellen 仫 am Wasserweg, 5 Minuten vom Stadibahnhof Kaulsdorf, Auskunft; Auf dem Gelände OMo Rcchnllz, Kanltdorf, Alt-Kaulsdorf 4-5. Telefon: Kaulsdorf 9081. ....• Fragen Sie nicht sondern besichtigten Sie unsere äußerst geräumigen und gut geschnittenen. sonnigen Neubauwohnungen mitLoggia od. Balkon) Es lohnt sich l 2v.S.m| Ofenheizung! Alte solide Bauweise 1 XenkOlin, Treptower Str. s. Kfflln. Ufer Sie finden hei Vertragsabschluß größtes Entgegenkommen und erhallen lürdas ertte Mlettjahr infolge d. jetzig. Wirtschaftslage auch erhebl.Mletsnachlaß. | Kein Mieterdarlehn, Wohnberechtigungsschein VermleiangabOre, Treptower Strafe 27 täglich 13—18 Uhr, Sonntags 10— 13 Uhr Tel. Auskunft Hansa 2433 — seiline. haue, sonnige— i'A-s-zimmerwohnungen mit Zubehör, auch Geschäftsläden, vermietet die HsimsUittcnoMallschafl Primus in Berlin-Reinickendorf, Bemer Str. 31 a. 7lr. 41 T» 48. Jahrgang 4. Beilage des Vorwärts Sonntag, 6. September 1931 Echo des Kuckucks. Für und wider die heutige Zwangsvollstreckung. Unser Artikel vom letzten Sonntag„Der rasende Kuckuck", in dem wir verschiedene Mißstände der heutigenZwangs- v o l l st r e ck u n g zur Darstellung brachten, hat ein starkes Echo ge- sundcir Die Vollziehungsbeamten schrieben, wir wären zu hart gegen sie gewesen, andere sagten, es wäre noch viel schlimmer, als wie es von uns geschildert wurde. Im großen und ganzen dürfte es eben schwer halten, den Schuldner mit dem Gerichtsvoll- zieher an einen Tisch zu bringen. Die Vollziehungsbeamten betonen, daß sie weitgehendes Vor- ständnis für die Not der Zeit und die schwierige Lage vieler Schuld- ner haben Man müsse aber konsequent vorgehen, wenn man zum Beispiel die Beiträge zur Kranken- und Arbeitslosenversicherung ein- kassieren will. Zudem werden die Beiträge überwiegend von den Arbeitern und Angestellten aufgebracht und ein Unternehmer, der diese Beiträge einer Krankenkasse vorenthält und in seinem Betrieb verwendet, hat noch Gesetz und Rechtsprechung unter Umständen Gefängnisstrafe zu gewärtigen. Darüber hinaus schildern die Voll- ziehungebcamten die Schwere ihrer Arbeit, oft genug müßten sie sich polizeilichen Schutz holen, um mit rabiaten Schuldnern fertig zu werden. Schließlich sagen die Vollziehungsbeamten, im Laufe der Jahre hätten sie schon gelernt, zwischen gutwilligen und b ö s w i l l i- gen Schuldnern zu unterscheiden. Und von gewerkschaftlicher Seite wird darauf aufmerksam gemacht, daß wohl die Uebertragung der Vollstrcckungsbefugnis auf die Amtsgerichte nicht im Interesse der Träger der Sozialversicherung liege. Abgesehen davon erfolgt die Beitreibung der Beiträge erst noch wiederholter Mahnung und wiederholten Versuchen auf gütlichem Wege. Im übrigen find vom rechtzeitigen Eingang der Krankenkasscnbciträge außerordentlich wichtige Rechte der Versicherten abhängig. Auf der anderen Seite sind uns sehr viele Zuschriften zu- gegangen, die über neue unverständliche Maßnahmen aus dem Gebiet der Zwangsvollstreckung berichten. So schreibt ein Parteigenosse: „Zu dem Artikel im„Vorwärts"„Der rasende Kuckuck". Ich betrieb bis zum März 1929 in einem.<)ofkeller eine kleine Kisten- budc. Alleiniger Arbeiter war ich! Der Betrieb ist im März 1929 ordungsmäßig bei der Behörde abgemeldet worden. Der Tischler- Innung unterstehen derartige Betriebe überhaupt nicht! Am 16. Juni 1931 erschien, während ich stempeln war, ein Beamter des Finanz- amtcs Fricdrichstadt in meiner Wohnung, um im Auftrage der Tischlcrinnung den ungeheuerlichen Beitrag von 45 Mark für das Jahr 1936 zu pfänden. Mit Parteigruß G. Sch." Hier liegt zweifellas ein Uebergriff vor, der in der jetzigen Zeit der Not besonders verärgernd wirken muß. Und gegen solche Ueber- griffe wandte sich unser Artikel. Junge Franzofen verlassen Berlin. Am Freitagabend um 9 Uhr verließen die durch den Deutsch- französischen Schüleraustausch-Dienst- Heidelberg iliid die Liga für M e n s ch e n r echt c ausgetauschten sranzösischen Schüler von, Schlesischen Bahnhof aus Berlin. Sie hatten hier fünf Wochen in deutschen Familien verbracht. Man braucht nicht lange zu suchen. Wenn man auf den Bahn- steig kam, merkte man schon an dem fröhlichen Lärm, wo der Abschied vor sieh ging. Deutsche und französische Laute schwirrten durch die Luft und ein paar hundert funge Deutsche drängten sich vor mehreren v-Züg-Wagen, in denen sich die Franzosen in den Fenstern quetschten, um noch einmal und ein zweites Mal und ein drittes Mol Auf Wiedersehen zu sagen. Die Deutschen möchten gerne wieder nach Frankreich, von wo sie vor fünf Wochen mit den französischen Freun- den gekonimen sind. Man versichert hoch und heilig, sich im nächsten Jahre wiederzusehen. Manche freuten sich über die Abfahrt und waren doch im nächsten Augenblick wieder traurig, daß man sich ver- lassen muß. Andere wieder waren ausgelassen wie kleine Kinder. Da ruckte der Zug an und ein letzter Zlbschiedsgruß aus ein paar hundert Kehlen dröhnte durch die Hall«. Diese jungen Menschen, Deutsche und Franzosen, die jetzt zwei Monate erst in Frankreich, dann in Deutschland gute Kameraden waren und Freunde geworden sind, werden immer einander zu verstehen suchen. Das ist der Sinn dieses Austausches. Scala im September. Die Hauptattraktion des Septemberprogramms der Scala ist eine Jazz-Band von 22 Amerika- Girls, die mit ohren- betäubendem Lärm Schlager spielt. Diese Girls beherrschen alle möglichen und unmöglichen Instrumente meisterhaft. Die ganze Nummer, die fast den ganzen zweiten Teil des Programms aus- füllt, ist jedoch zu lang und wirkt schließlich ermüdend. Dann gibt es noch 2 Girls,„The Hudson W o n d e r s", die wirkliche Wunder des akrobatischen Tanzes sind. Etwas Aehnliches in solcher Vollkommenheit ist in Berlin kaum gesehen worden und das Ganze stellt eine Rekordleistung ersten Ranges dar. M eller und Wagner bringen 1909 Worte Unsinn, für den diese große Va- rietebühne jedoch nicht der richtige Rahmen ist, da zu viele Pointen verloren gehen. C h r i st i a n e und D u r o y sind zwei ebenso lustige wie elegante Tanzparodisten, die die Auswüchse aller Tänze in eine originelle Form gekleidet wiedergeben. Eine Universal- künstlerin ist Diane Loyal, sie versteht sich auf das Jonglieren ebenso gut wie auf das Dressieren von Tauben. Smith O' C o n n o r sind zwei Erzcntriker, dü gewollte Ungeschicklichkeiten verüben und dabei die sck.wierigsten Sachcn machen. Zwei Stepptänzer ganz besonderer Art sind Danny und Eddy, ihnen merkt man an, daß ihnen Rhythmus und Tempo angeboren, nicht angelernt sind. Equilibristislbe Kraftleistungcn voller Ausgeglichenheit vollbringt das Bel-Air-Trio. wobei besonders die weibliche Partnerin außerordentliche Kräfte und Anmut zeigt. Billiger Sonntag im Zoo. Am heutigen Sonntag, 6. September, kostet der Eintritt in den Zoologischen Garten sür Erwachsene nur Pf., für Kinder nur 25 Pf., ebenso im Aquarium. Zahnarzt!r Manfred Katz. Potsdamer Str. 32, bittet zur Kcnnwi» zu nehmen, das er mit dem kürzlich verstorbenen Dentisten Man- s r e d K a tz nicht identisch ist. Allgemeine Wetterlage. SSept�SS�abds. O wolkenlos. O keitar.Ohaft bedeck, awolkig,•bedecStt�Rcgen�Graap»!» ,slk:bel,TtGewiUet@Wintfaille Die Depression, die in der Nacht zu Sonnabend im Elbe- und Oderoebiet die starken Regenfälle verursachte, hat sich langsam nach Norden nach der südlichen Ostsee verlagert. Sie hat sich dabei zu einem kräftigen Sturmtief entwickelt. Im Zentrum ist der Lustdruck auf unter 735 Millimeter gefallen. Oestllch ocr Oder hielten die Regenfälle auch an, Sonnabend an. Die Temperawren sind überall erheblich zurückgegangene Das Tief scheint sich jetzt noch den gegenwärtigen Luftdruckänderuneen weiter nach Nordosten zu ent- fernen, so daß sein Einfluß auf unseren Bezirk nachlassen wird. Da aber die Luftzufuhr aus arktischen Gegenden anhält, werden die Temperawren recht niedrig bleiben. -i- Wetterauzsichleu sür Berlin: Unbeständig und sel>r kühl mit Regenschauern, noch ziemlich frische westlich.' Winde.— Für Deutsch. land: Ueberall kühl und namentlich im nördiichen Teile des Reiches unbeständig mit Schauern, meist frische, im östlichen Küstengebiet starke bis steif« westliche Winde. 5port. Rennen zu Karlshorst am 5. September. Eeruegrost-Hürdenreuucn: I. Earlchen lAhri:'?. Sigmar: 3. Flotte Fahrt. Dito: 26:19. Platz: 12, 29, 29:19. Ferner liefen: Midgard, Brillant, Till Eulenspiegel, Moselwein, San Marco, Girigare 16, Seefalkc, Finnland. Aulliver-Jagdrennen: 1. Herakles(Ltn. v. Blotwih); 2. Thymian; 3. Adler von Bahren. Toto: 21:19. Platz: 13, 16, 64; 19. Ferner liefen: Lcdum, Csarda, Anastasia(gef.), Hidigeigci. Deutsches Hürdenrennen: 1. Araber(Hartwich): 2. Adebar: 3. Hehlern. Toto: 75:19. Platz: 19, 29, 17:10. Ferner liefen: Markols, Mistgrisf, Kili, Mellitus. Züchterprcis: 1. Oper(Häuser); 2. Hetman; 3. Marburg. Tow: 22:19. Platz: 17, 23:19. Ferner liefen: Rheinart, Siesta(angch.), Immortelle(gef.). 3509. Reuucn: 1. Pasfy(Schreier); 2. Pctronia; 3. Ferox. Toto: 43:10. Platz: 17, 20, 27:19. Ferner, liefen: Hochwald, Nobel(gef.), Sergeant, Kismct, Lconotus, Antonius, Tosclla. Märkisches Hürdenrcuncn: l. Festkönigin(Bismarl); 2. Blonkenstein; 3. Braut. Toto: 26:19. Platz: Ii, 28:10. Ferner liefen: Eykiop, Zlcnimeistcr. Probe-Renncn: 1. Pitno(Frcvtag); 2. Rustica: 3. Weiße Fahne; 4. Amsterdam. Toto: 245:10. Platz: 32, 15, 16, 26:10. Ferner liesen: Jutta, Bitburg, Gradisca, Pandora, Sesam, Tcrpsichore, Terror, Traninkönig, Eis. Einfeildungcu ffir diese Rubrik sind Berlin SW«8, Lindcnstrahe Z. parteinachrichten�Msür Groß-Berlin stet» an da» Bezlrisfekretariat 2. Hof, 2 Treppe» recht», zu richte» Beginn aller Veranstaltungen ISli- Uhr. sofern keine besondere Zeitangabe! Stadiverordnetenftaktion. Die nächste Fraktionssitzung findet am Dienstag, dem 8. Sep. lember, ausnahmsweise um l? Uhr statt. Morgen, Montag. 7. September: 4. strei« Mist«. Igzz Uhr Sitzung des crioriterten Nreisoorftandes bei Do. brohlan», Swinemiindcr Etr. Ii. 2.»reis Ticigartea. 20'/- Uhr Krcisoorstandsfitzung mit den Beisitzern und 1. Abteilungsleitern bei Riistel, Puthtzstr. 10. Jede Abteilung mutz oc» treie» sein. 3. R»i». Schmidt» Geselstaftshau», feuchtste. Z&i.»reissunktionärnersamni- >»ng. I.»rei-aaaclegenbeit-n. 2.«ortrag de«»enoflcn Cri-pie». M. d. R., über:.Die wirtschafUichc und politische Lage Deutschlaad»". Fuaktionarkarie mit glcichlauteadem Mitgliedsbuch ist oar,»zeigen. Achtung! Ilm tsV- llhe, eine Stunde aar der»reissunktionärversammlunq. ebcndort sichtige Tunk. tionärinnenfitzung. Jede Abteilung mutz»ertreten sein. Erwerbolosen- ansawmeniunst im Keim, Tilsiter Str. 4 5. Zwangolasrr Unterhaltung».. Spiel, und Leseabend. tt.»rei». 20 Uhr Bildungeaus'chutzsitznng bei Will, Martin. Luther. Sir. 0». 15.»rei». Zsroktionssitzung in Tcmpelbof. Dorsstr. 42. 15.»rei». Rieberschöncwcide, Berliner Str. 28, Kms»orsia»d»sitznng mit Ab- teiln»g»leite>n. 17.»rei». ,9 Uhr 5trci,snnktionärsitzunq an bekanuier Stelle. 19.»reis. 1» Uhr autzcrordentliche Kraktionssitznng mit den Bürgerdeputierte« im grotzen Sitzungosaal de» R-thanse». 7. Abt. Banoatde, Schlcgelstr. 8. 9. Abt. 19 Uhr Borstand-fitzung. 20 Uhr Funktionarsitznuq bei KSdner. Wilsnackcr Str. 24. 14. Abt. 20 Uhr an der bekannten Stelle. ,5. Abt. Obiglo, Stralsunder Str. 11. 19. Abt.»inzel, Usedomstr. 22. 17. Abt. Dose. Nordhafen 9. 18. Abt. Schade,»imliner Str. 8. 19. Abt. Schrepcl, Erünthaler Str. 12. 20. Abt. 30 Uhr bei Pose. Kolonie str. 15. 22. Abt. An bekannter Stelle. 22. Abt. Grunervaldt,»ameruner Str. 19. 24. Abt. Bei Rösncr, Jmmanuelkirchstratzc. 25. Abt. 30 Uhr an bekannter Stelle. 25. Abt. Bcmlich. Meitze nburgcr Etr. 1. 27. Abt. Ufert, Gleimstr. 56. 28. Abt.»urzc Besprechung der Funktionär« bei Barihel. Därther Str. 19. 29. Abt. 20 Uhr Funktionärsitzung air bekannter Stelle. Abteilungsvorstand Vi Stunde vorher. 39. Abt. Seifert, Pappelallee 45. 21. Abt. 19 Uhr Sitzung der Abtcilungsleitung. 20 Uhr Funktionärsitzung tei Goldschmidt, Stopische Str. 36. 42. Abt. 20 Uhr bei Krepp, Planufer 75/79. Alle Genosse» beteiligen sich am Dienstag an der öffentlichen Kundgebung In der Reuen Welt, Hasenheide um 18 Uhr. Abt. Ewald, Ekalitzer Str. 126. Abt. 20 Uhr bei Lur, Kuttenstr. 26. Abt. lO'/i Uhr Funktionär Versammlung bei Gromech, Sanderstr. 10. 44. 52. 89. 99. 99. 124. 140a Abt. Fniiktion-irsitzung bei Schabciko. Abt. 20 Uhr Versamml ______________ ämmlnngsraum, Sannemannstr. 40. Abt. 20 Uhr Vorstandssitzung mit sämtlichen Funktionäre» bei Sonnet. . Abt. Reue Schule, Wittenau, Hauptstratze, Beginn des Kursus des De» Nossen Dr. Karl Schröder über.Versuch sozialistischer Leben sgcstaltung". Dienstag, S. September: 5.»rei». 15 bis 18 Uhr Erwerbslosen-Zusammenkunft im Heim. Tllsiter Strotze 4/5. Autzenpolltische Information. Ref. Sen. Reese. Bortrag au« der Welt-Arbeiterlitcratur durch Genossin Elfriede Wollmann. 19. Krei». 20 Uhr wichtige Sitzung sämtlicher Elternbeiräte de»»reise» t» de» weltliche« Schule, Köpenick, Freiheit 15, Zimmer 9. Thema:„Schnlabban*, Rcserentrn Genossen Krciitzigtr, Berlin, und Müll-r, Köpenick. 19. Abt. Funktionärsitzung bei Sandow. Flensburgcr Etr. 3. 11. Abt. Funktionärsitzung fällt aus. 52. Abt. 20 Uhr Funktionärsitzung bei Bade, Kaiserin-Angusia-Allee 52. 99. Abt. Kulka, Lauenbnrger Str. 21, Mitgliederversanunlung. Stadt». Bruck Robinson:.Finanzelend der Gemeinden". 85. Abt. Kahlabendc: 4. Bezirk: Lokal Pommerening, Berliner Str. MO, Ref. Gen. Burgmeistcr: Eine Stunde Rechtsfragen. 99. Abt. Bei Schabciko Funktionärsitzung. 139. Abt. 30 Uhr findet bei Kichnc die Funktionärsitzung stakt. Die Brtzkcke- fsihrcr laden zu den gahlabcnden am 9. September ein. Mittwoch. 10. September. ardstr. 14. Tbcmo:.Aktuell« Politik". aldhaus, Mitgliederversanunlung. Referate 71. Abt. Zahlabend bei Lau, Hilde 74. Abt. Siedlnng Fischtalgrund, z .Politische Lage". Donnerstag. 10. September: 5.»rei». Erwerbslosen. Zusamencnkunft. Ausspracheabend über de» Gewerk- schoftskongretz. Ref. Gen. Wicgandt. 85. Abt. Zahlabcnde: 1. Bezirk: Lokal Pinger, Dorsstr. 50. Ref. Gen. Willi Wolfs:„Der Lebenskampf der deutschen Gemeinten". 8. /II. Bezirk: Lokal Wollenberg, Berliner Str. 1. Ref. Gen. Max Fcchner:.Der Lebenskampf der deutschen Gemeinden". Ireikag, 11. September: 12.»rei«. Semeinsame Wanderung durch de» Spandauer Stadtwald,»er. bundcn nSt botanischer Führung am Sonntag, 13. September. Abfahrt Mit der Stratzrabah» Rr. 54 ab Potsdamer, Ecke«ülomstratzr, 8>/i Uhr. 138.». 143. Abt. 20 Uhr Zusammenkunft der jungen Partei genotlen im Jugend- Imus Roonstratzc. Hcnnsdorf. Thema:.Die politischen Parteien und Ihr Programm". Frauenveranstattungen. 7. Krei». Am Freitag, lt. September, l»Zs Uhr, im Türkiflchen Z-lt, Berliner Strotze 53, Thema:„Die sozialpolitischen Probleme der Gegenwart". Sf-f. Gen. Dr. Joachim. 9. Krei«. Am Dienstag, 8. September, 20 Uhr, Funktionärinnensitzung rn Wilmersdorf, Lokal Schirmann(früher Ilenfeld), Uhlandstrotzr, Ecke Giintzclstratze..... 15.»rei». Donnerstag. 10. September, Führung der Funttlouirrninen duMj das Reichs togsgebäud« durch Clara Bphu�Schuch. Treffen Portal.5 um 14 Uhr. 15. Abt. Montag. 7. September, bei Lenz, Demminer Str. 10, Thema:.Po. liftlche gcitfrögen". Referentin Paula Kurgatz._ 57. Abt. Montag/ 7. September, 20 Uhr. bei Arndt,«antstr. 51, Thema:.Die rechtliche Stellung der Frau in der Gegenwart". R-ferentin: Erna Tich-uer. »2. Abt. Dienstag. 8. September, Ausflug nach Onkef Tains Hütte. Treffen 9 Uhr am Rathaus, Berliner, Ecke Scklönstrdtstratze.. 92. Abt. Mittmach. 9..September, pünktlich 11 Uhr. Besichtigung der Heb. ammenlehranstalk, Mariendorfcr Weg. 94. Abt. Timme rstaa. 10. September, Ausflug nach Bernau, dort Besichtigung der ADGB..Bundessckmle. Treffen 7-/. Uhr am Bahnhof Sermannstratze. 99. Abt. Dienstag. 8. September. Besichtigung des Oskar.Helene.Heims. Treffen 13 Uhr U.Bahnhof Srcnzallec......~ 123a. Abt. Mittwoch. 9. September, 20 Uhr. Restaurant Jägerheim. Themar „Krisenursachen der Gegenwart". Refcrentin Herta Gotthelf. 127. Abt. Dienstag, 8. September, 20 Uhr. bei Heese. Berliner Str. 73. Thema: „Die Wirtschaftskrise und der Stand unserer Konsumgenossenschaften". Res. Brnno Groppler._„, 138. Abt. Montag, 7. September, lOVi Uhr, im Jugendheim Roonstrahe, TN» kussionsabenb. Thema:„Doppelverdiener". Sonntag, 12. September, 13 Ahe- Treffen der Genossinnen zum Familicnausftug nach Katharinensee. Aäntgental. Donnerstag, 10. September. Wi Ahr, bei Meifcl, Bahnhofftr. 74, Heitercr Abend. Bortrogende Genossin Steifer. Bezissksausschich für Arbeilerwohlfahrk. 2. 5trei» Tiergortc». Ab Mittwoch. 9. September, findet in Alt-Moabit 94 die Sprechlwnde der Arbcfterwohlfahrt jeden Mittwoch von 19 bis 18 Ahe statt. Allc fursorgerischcn Beratungen werden in der Sprechstunde vor- genomme»......„...« 4.«rei». Donnerstag. 10. September. 1914 Uhr, ,m Bezirksamt Prenzlauer Berg. Zimmer 311. Hellersitzung der Arbeiterwohlfahrt. Referat des Gen. Rudolf Karsten über:.Bersscherungswefen.",..„ �. 9.»rei»»reulcher». Riittwoch. 9. September. 19)4 Uhr. bei Krsiger, Srnmm. ftratze 1, Sitzung der Arbeiterwohlfahrt. Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Lehrer und Lehrerinnen. Aachgruppe höhere Schulen. Sittung am Dienstag, 8. September, 2g Ubr, im �.Köllnischen GyMttÄnon�D Inselstraftc, am U-Babnbof InselbrScte- Referat der Genossen� Näg�r. Karls. borst, und Schneider, VSK., über dir Sparmaßnahmen des Ruchs. der Land« u:rd d« Gemeinden auf dem Gebiete des höberen Schulmesens. Sozialistische Studenleaschafi Berfin. Donnerstag, 10. September, Ausspracheabend Uber:„Der gegenwärtig« Stand der wirtschaftlichen Entwicklung." Referent Gen. Dr. Werner Fall. 20 Uhr im„Bund". Berlin Z>W. 6, Albrechtstr. 11, Sartenh. 2 Tr. Arbeitsgemeinschaft der kinderfreunde Grosf-Berlw. Helfer- Flötcntursu». Donnerstag, 20 Uhr. Karl-Marx �Schule, Kaiser-Frieü» rich.Str. 208. Rur für Fortgeschrittene. »rei» Mitte. Montag, 7. September, erscheinen olle Falken, die 3*11*1»- meute haben. 17.30 Uhr im Heim ElisabethkirÄtr. 19.— Gruppe Matteotti: Iungfalken A. u. B.. Montag, 7. September, Liederabend: Liederbücher mit» bringen!— Dienstag. 8. September, Rotfalken'Liederabend: Liederbücher mrt- bringen! Restfalken: Spielen. »eei« Prenzlauer Berg. Gruppe Viktor Adler, Dienstag, 8. EeptemBe» Gesellschaftsspiele. Freitag, 11. September:„Schundliteratitr." »rei»»renzbcrg. Alle Jung- und Rolfalken treffen sich jeden Dienstag. 17 Uhr, Bärwaldstr. 64, vor der Badeanstalt zum Baden: Badezeug lN>d l5 Pst mitbringen I— Gruppe Görlitzcr Strotze: Dienstag, 8. September. Eltern» Versammlung in der Schule Görlitz«: Straße. »reis Tempelhos. Montag, 20 Uhr, im Jugendheim Tempelhof. German'»». strotze, Helfersitzung.> »rei» Rcnkäll». Gruppe Sturmsalte. Wir sind Dienstags und Freitags letzt wieder in der Karl-Morx-Echulr.— Gruppe Steglitz. Montag. 18 Uhr, bei Genossin Schulz. Humboldtsft. II. Helfersitzung.— Gr-pp- Friedrich«bert. Dienstag. 8. September, Gem. Gruppe Tanz- und Spielabcnd. Mittwoch, 9. September. Spielen auf dem Excr ab 18 Uhr. Dannerstag. 10. September Fotogruvve um 17 Uhr. Elternversammlung um 20 Uhr in unserem Heim. Tagesordnung: 1. Zclilagcr. Kurzbericht. 2.„Unsere künftige Arbeit- Frritag. 11. September, Gem. Gruppe Lcscabend. »rei» Renköln. Montag in der Arbeitsstunde Anggb« der Teilnehmer» zahlen für die Kreisfahrt. Autzerdem müssen die Gruppen die Räume am» melden, die sie im Winterhalbjahr benötige». »rel« Tiergarten. Alle Iungfalken treffen sich am Montag, 7. September. 17)4 Uhr. vor unserem neuen Ingendheim Bremer Str. 69/70. Der Dienstag» Gruppenabend sindet für die Roten Falken wie immer statt/ Die einzige Ersatzkasse für sämtliche Berufszweige ist die=—= Kranken- und Stferbekasse für dasDeuisdie fiteief« 9m rata»-«-»sa4 ttefS»-ck4*m«»«5i* ihm............. im...........(■.■cAackcss'CdcI-er RrsaadzasaBssest»na»at*ir«: StzBScktz zs«-zhrckü»»«»e?ck die Versicherungspflichtigen und Nichtversicherungspfiichtigen ausreichenden Krankenversicherungsschutz bietet HauirtwerwoMund: Berlin M24, Oranienburger stfr. und 300 Verwaltungssteilen im Reich Vorirägs, Vereine und Versammlungen Reichsbanner..Schwarz-RotGold". Setdiöftsßellf: Berlin S. H. efbaftionftr. 37—38, Sol S. St. Montag, 7. Ssptcmbct. Fritdrichshain lIungba). 2ü Uhr Scim. adeird im dekanirten Jugendheim. Pflichtvernnstaltung. Wilmers dorf. 20 Uhr Turnen i» der Treitschlc-Schule, Prinzregentenilrahe. Schönebcrg. Friedenau,.gamerat�chaft Friedenau. 20 Uhr Mitgliedcrversummlunq im Ber» tehrswkal, Friedenau, Bornstr. ä. Nefcrent: Kamerad K iiier vom iSauvorstand. Thema:„Aus der eSauardeit�. Steglit, lOrtsoerein ftir Steglij», Lichterseldc und Lanhmitz). 2g Uhr michiige Funktionarsihung bei Schellhase, Steglih, Ahornstr. iö. Pankow perstäudlich. Nach unserer Ansicht hätte Ihnen die Alu. gewährt weroen mstssen. — Nordring. 1. Dcn Schaden müssen Sie ersetzen. 2. Maßgebend ist der Miel- verlrag. Sie hätten nicht die Portierfrau, sondern den Verwalter fragen müssen. Falls dieser sich melden sollte, ist«» am besten, wenn Sic sich mit ihm»er. ständigen.— R. B. 16. 1. Ja. Sic können Klage auf Unterlassung erheben. Vcvor Sie aber den Klagewcg beschreiten, empfiehlt es sich, mit dem Hauswirt Rücksprache zu nehmen. Sie können sich auch vorher an die Polizei wenden, 2. Da, Wasscrgeld kann auf die Mieter umgelegt werden. /{leine Ameigan I Auf alle tarifmäßigen Anzeigenpreis© z. Zt 59/0 Sonder-Rabatt wirkungsvoll und billig Uberschriftswort 25 Pf., Textwort 13 Pf. ✓ Wiederholungsrabatt: 10 mal 5%, 20 mal oder 1 000 Worte AbschluB 1 �. 2000�orte15�. a000 Wo�e 20 � Stellengesuche: Uberschriftswort IS Pf., Textwort TO Pf. Annohme durch den Verleg. Lindenstr. 3(Ä9 bis 5 Uhr), und sämtliche Vorworts Filialen U.Ausgabestellen uerkäule 3 Teppichbau, Satil Lefdnre, Berlin, seit 49 Jahren nur Oranien- strasie 138. Kah- lungserleichtcrunq ohne Aufschlag. Epe- ziaikataloa kosten- irei.* Tapeten Szillat, Kolonie, strasie 9. Wcbschler-Teppichc PlttschDelourTourn. Ferner bieten wir ca. 2x3 17,—, 38,—, ca. 3'.hx3',h 27.—, 3>,—, ca. 3X4 -33.—. 48,—. Tcp- pich.Körucr, Berlin '.W., Potsdamer strasie 26b.' Kurzwaren: : Händler verschaffen sich grossen Ber, .dienst mit Senkel, Krawatten, Hose» strägcr, Socken- liaiter, Knöpfe, Ra- isierklingen, Stahl- nrarcu, Gummi. tbänder. Lagerdcsuch bestimmt lohnend. Laberfcld, Rochstr.l. Teppich«, Bette»! Stannencrregend! -Pl-ack'lleppich« w,—. .Riescnlagcr. Feder. betten, Stand 20,—. Diwandcckcu 3,—. I Keine Persatzware.) Pfandleih. Vcr- laufshaus Schön. baufer Allee 113 . t Nordring). v-fc», . eiserne, jeder Art, -Teilzahlung, jrans. portable Kackxl- öfen, Badewannen, Kesselöfei� Koch. Herde, Repara. turen. Die alte Firma Semmler u. Bleyberg, Dresdc. nerstrasic 98,» Melöllngztzlvv!». Utzlü VUdWllBV«■Win», Händler! Gelegenheitsposten: Seide plariert« Schlüpfer. Gelegen. heitsposten: Futter lchtüpfcr mit S«i- dendcckc. Gelegen. heitsposten: wasch. seidene Strümpfe. Selegenheitsposten: Socken. Lagerbesiich bestimmt lohnend. Zaberfeld, Roch- Ecke Wünzstrasic. Wenig getragene Gabardine.Mäntcl, Marcngo. Sommer. Paletots, Eportan» zllge, Frackanzvge, Smokinganzüg«, Grhrockanzüge, Jacke tionzllge. für jede Figur passend. Spezialität: Bauch- auzüge. Spottbillig. Gesellschaft«rnzüge werben verliehen. Halpern. Rosen. thalerstrasie 4. eine Treppe.• Möbel im Lofgebäud« Küchen. Schlafzim- mer, Speisezimmer. Einzelmöbel«norm billig, da gering« Spesen. Teilzahlung gestattet. Mar Berg u. Eo� Komma n- danten strasie 44r, Eck« Oranicnstrasie. Sotzkowskiistrasie23a. Ecke Alt-Moabit. INIIIIZI Paten tmatratzcn Primissima�. Mi. tollbetten. Auflege. Matratzen, Ebaise- longue». Walter. Siargarderstrasie achtzehn. KeinLa den Möbelhau» Stein, Wci»berg»weq 24. Qualitätsmöbel während Renovie. ruirg sensationelle dillige Schlafzim- mer, Birke, Maba- grni, Rusibaum, Eich« 32h,—. Bücher. schränke. Schreib. tische 73,—. Cvci. sezimmer mit Kri- ftallvitrine 333,—, Anklcideschränk« 95,—, aparte Küchen 110,—, Kredenzen, Polstcrmarcn. Äic. senauswahl. Bestimmt finde u Sie eine grosie Auswahl mo. derner, entzückender Modelle in g«, diegener Anspth- rm�t zu den de- kannten dilligen Preisen im Möbel- Magazin. Im». libeustrasie 138 und 131, ois»a>t, dem Stettiner Bahnhof, Stomenhau, Rüge. nerstrasie 13. Ge. gründet l9M. Speisezimmer 390,—. Polstcvsessrl T!,—. Riesenaus» mahl.- Teilzahlung. Kamerling, Kasta. uicnallre 36.' SUirficn! Direkt an Privat! Weiss, farbig, na- lur. lackiert, von 94,33 an. Ankleide. schränke jeder Grösse. Echiuie- strasie 8-9(Rott. dusscr Brücke), Fa. brikgebäirde. Seöss. irrt bis 7 Uhr._ Kassakänser Möbelhaus Reauder. Aukleibeschränk«, 180 breit. nusi. baumpoliert. 113,—, Schlafzimmer 373.—, Doldbirke. Schlaf. , immer 393,—, Speiseziuimer, hvch. elegant. 343,—. Nie. scnauswahll Nean» der strasie elf.___* Teilzahlung! kulant, billig, reell. Möbel-Mifch. Grosie Frankfurtcrstr. 45/46 Möbel-Udelsutanu nur Maanderflr. 14/14- Da» Kau» der gute» Qualität«»! Verkauf zu Senfa- tionspreifen: Schlaf. zimmer. Mahagoni. Birke, Rusibaum, Birnbaum. Eich« nur 345,—, Speise- zimmer.«cht Eiche, mit Kristallvitrine nur 293,—, Herren- zimmer, aparte, Modell, 286, Küchen 83,—. Sämtliche Einzelmöbel zu Spottpreiscns Rie- scnauswahll Langjährige Garantie! Besonders günstige Gelegenheit für Kassakäufcrl Eiche. ren Kunden auch Iahlungs- Erleichte rung. � Furiickgesetztr Speisezimuwr, Nusbaum, 200 breit, 393.—: Schlwfziin. mer. Birke. 200 breik. 473.—: Eiche. I3n breit, 275,—; Anlleidcfchränte,■ echt Eiche, 130 breit, volle Türen, 9S,—: Anriästekllche urit Liuoleimi 8S,—. Ri efenauswoh l. Ml Möbel-Magazin.In. validenstr, 138 und 131, Stettincr Bahnhof. Gutschein Geaen Elrtsendung dieees Scheins verötf entliehen wir kostenlos in der Zelt vom 7.-15. September 1931 eins privat« Kleine Anzeige Im Umfange von 7 Worten Coinsohl. eines fetten Ueber- schriftwortesj. Bei größeren Anzeigen sind für Jedes weitere Wort 12 Pfennig zuzuzahlen. Heiratsinserate, Stellenmarkt sowie dem Verlag nicht genehme Anzeigen sind von der Aufnahme ausgeschlossen. Einsendungen mit Beifügung der Abonnementsquittung an Vorwirls•Verlag, Berlin SW 68, Lindenstr. 3 Schlafzimmer, 180 breit, alles rund, 430,—. Möbelhaus Prinzen. strasie 64 und Dies- denerstrasic 48. Anileidefchräul«, 180 breit. 113.—. Jede Grösie, Riesen. auswahl. Möbelhaus Prinzeustrasic Nr. 64 und DroS- dencrstrasse 48. Teilzahlung! Teilzablunql Teilzahlung! kulant, billig, reell. Möbel-Mtlch, Grosse Frankkurterstr, 43/46 «ichtiak fllrletermami. Täglich werden verkauft guterhalteiie Klei» derspindc, Berti. kos 34,—. Bettstelleu 27,—. fflurschräuke, Waschtoiletten 24,—, Ehaiselongues 24,—, Kommoden 19,—. Büchcrspinbk. Schreibtisch« 32,—, Büfette 75,—, Tru- mcaus 39,—, Stand- uhren 68,—, Klubsessel, Klaviore, Rie. senauswahl, spoii. billig. 800 Teppich«, Speisezimmer, gut erhalten, komplett 323.—, Herrenzimmer. fast neu. kom plett 293,—, Schlaf. zimmer. sabrikneu, komplett 268.—. Wohnsalon, wenig benutzt, 193,—. 100 Küchen, entzückende Modelle, qebrauchte 48,—. Stargardts Möbel, und Lom bardspeicher, Prenz- lauer Strasie sechs, Eck« Linienstrosic, am Prenzlauer Tor. Fahrverbinduna bis Prenzlauer Tor: Strasienbahnliuien: 1. 60, 6t. 63, 71, 72. 73, 74. 17-4. Auto. bus: 8, 12, 14, 30. Uutergrundbaha| Schönhauser Tor. | nannmcniBeii] Gebrauchte Nähmaschinen, sämilichc Spstem«. Wochen rate 1 M Neue 3 M. Liefe- tuug sofort. Pop larte genügt. Flon- ters Nähmaschinen. geschäft. Nicht Hofen. strasie 24. König» stadr 7793._ Singer. Nähmaschinen, drei gebrauchte, ver. taust billigst Ber. nitzki, Proskauer strasie 34.' Billig! Eichen.Büfett236,—, Schreibtische 90,—, Bibliotheken 143,—, Ankleideschrank 103,—. Riesenaus- wähl. Innungs- Meister Pohl. Acker. strasie 130." Sewerkichaftler kaufen Möbel billig in der Möbelfabrik Elfässerftr. 86- vorn l Treppe, im Sewerks chaftshaus der Metallarbeiter. Teilzahlung bis zu 12 Monaten ohne Aufschlags_ ts gibt sickcrlidi genug Leute, die einen alten Gegenstand eint ausdien oder kaufen. Durdi eine billige Kleine Anzeige im„Vorwärts" findet man bestimmt einen Käufer. Jedes Wlort kostet nttr, ß das Ud�scbrifUmort 2? Pf, Speisezimmer, Eiche mit Rusibaum, komplett 283,—. Möbelhaus Prrnzenstrasie 64 uoi» DreÄencr. prasse 48. Wo? Kaufen Sie Ihre Möbel gut und bil. lig? Im grössten Möbelhaus öesSüd. esten MoritzHirscho. witz, Skalitzerstr. 23. Hochbahn Kottbuffer Tor, Andreasstr. 30. gegenüber Leiser. S-fakilsen grali»! Metallbetten 12,— Eouchs 33, Ehaiselongues 20.— Bettkasten 55,— Patcntmatiatz. 9,— Auflagen 8,— Ueberall Freisen- dung. PappelalleeL!. 'IkKttoätzr! teast J, Litt«»er Näbmaschineu für Saushalt und alle Gewerbe, Rund. fchiffchen 160,—, Betfenkbarc 180, imd 310,—, Schrank, hochelegant, 260, Bei Teilzahlung günstigste Bcbin gungen. Frieden- strasie 14, Höchste» strasie 39, Lands» dergcrstrosse Grosie Frmpkfurtcr. strasie 30. Wvr- fchauerftrasse 21, Motzstrasie 16. Wci tere Verkaufsstellen in allen Stadtteilen RlllZlU- instrumenis Linkpianos, Mietvianos überaus preiswert. Piano fabrik Link, Brunnenstrasie 33.* Bandonionlager, Piaaoakkordeons, Fachberatung. Ab» zahlvcriauf. Unter» richt. Ackerstraß« 38. Loffmann-Piauo». Fabrik: Frankfurter Allee 40. Reue Pia, nos 816,—, Flüge! 1870,—> Sarmo- niums 180,— netto an. Taufende Anerkennungen. Lang- jährige Fabrik. garantie. Ständig preiswerte Gelegen. heiten. Teilzahlung. Anrechnung alter Instrumente. Stim- wen. Reparaturen fochmöuuisch. Ver. kaut nur Leipziger. strasie 57 lSpittel- markt).« Piano, 100,-, 135,—, 350,—, 375,—, 430,—, gc- braucht, grosse Aus- wohl, längjährige Garantie, auch neue. Kerer u. Co., Brunnciijttasse I9t, «ine Treppe. No» fentholer Platz.' BlSthner, Flügel, alt, klau». schön, ve r iamf, inj, Quirtmanu- N»ne ' 32, Piano». gebrauchte. 125,—, 175,— ,130,—. Bitte, Trautwein, Reu- mencr. Teilzahlung. Münzstrassc 30. Bicsepiano 330.—, andere 300,—, 350,—, ge brauchte. Teilzah. lung. Herer, Priu» zenftrasse 90. Piano», gebrauchte, 180,—. 330.-, 480.—. 360,—. Hansen. Blücherplatz 3. Hat. Ittäks Tor. fgÜI's'Lllöp Gebrauchte Fahrräder, 15.—. 20.- 2ö.— 30,—. Machnow Weinmeisterstr. 14. Straßenbahn wird teurer. Fahr, rüder werden dill-i- gcr. für 33,—, 45,-. 33,— verlaus« ich fabrikneue Fahr. räder. Werner, Adalbertstrasse 9. Ballourcuner, Ballon-Touren., Ballon. Damrnma. schineu S0.—, 58.—, 63.—, 75.—, Origi- nal-Breunabor-Bal. lonräder 83.—. Machnow, Wttu» meistcrstr. 14. Iugeudräder, grösitc Auswahl, 33.-. 40.-. 43. 30.—, 55.—, 63. Machnow. Wein. meisterstr. 14._ Kassapreise. Alleröilligste. Opel chtomballou, Dia. mantballon, Söricke. ballou. Erpreß- ballon. Multipler ballou, Monopol ballon, Waffcnrad. ballon, Wittler» ballon, Brennabor. Vallonfahrriider. Sämtlich Touren. fahrritber. Rex». Maschinen, Damen. fahrrader. Epezial. rad 361)0. Schlawe, Weinmerstcrstrass« Hausnuuuner vier. Gebraucht« spottbillig. Schlawe, Seinmeistertaasi« vier. Fabrikneue Fuhr. räder, 16,—, 39,—, 45,—. Machnow, Wein» meisterstrasi« 14 390 prima Mnrkenräder mit Torpebofreilauf und prima Berci. fung. in Lack und Nickel, etwa» be- lchädigt. Stück nur 43,-- und 33,—. Machnow, Wein- weip-»rph'sie 14. Fahrraddecken 1,80. Schläuche 0.80, Pedalen 1,i». Ket- ten 1�0, Schutz- bleche 0,86. Anoden 4,—, Cparröhren 3,—. Schönlein. strasie 2 und Dres- druerstrass« 118. kszcnsm- i/S.-ÜSillS Parteilokal, sichere Eristcng, langjähttger In- Haber, anschliesiende Wohnung. Krank. heitshalber verkäuf, lich. Postlagerkarte 23. Postamt 18. Tischlerei, Innenausbau, Lau und Möbel, 36 Jahr« btttehend, krankheitshalber verkäuflich, mit Kettenstemui» Ab- zapf, zehn Ria- schiiien, Euizela», trieb, 30 Label, danke, für 7000 M. Offerten unter 2,99 au Saupiexpoditiou des Vorwärts, Liu. denstrassc 3. «LIISII. I.llllllg lina»smllii Drahtzäune. Faunmaterial aller. billigst. Mar Tenen. bainn. Breslauer Strasie 33. Alcr- ander 5661. >ltöUW8lILhSl Kahugebiste, ■ Plattnabfälle. Quecksilber. Kinn, metalle, Silber. schmelze. Galbschmel. zerei. Chrifttonat. Kövenickerstrasie 39 Kalteftrllo Adalbert. strasie. Kauf« gute Bücher. land 8006. Ilh, iiahugebiff«, Ebelmetallbruch, Quecksilber, Iinn, Blei, Eilberschmelze. Ehriftionat. Käv«. nickerprasi« 30» fManteuffelstrasie.) I Ulll«!!!| Denk' au Dein« Zukunft und lern« Sprachen rn ber Berlitz Schoo l, Lerpzigctttrasie 110, Kurfürstenda»nn26a. Einzelunterricht. Zirkel monatlich von 5.40 Mark an. Abiturinm. Einjähttges. Direk- tor Dr. Fackelmmriis Anstalt, Hohen- zolle ru dämm 198. Pttvate Zufchileideschule, Friedrich Biallas, Leipzigcrstrasie 83. Gründliche Aus. bildung im Schnitt» zeichnen und Zuschneiden. Tages- und AbenÄkutte. Nacks ws kaufmännische Pri. vatschule und ftaat- lich anerkannte Hö- her« Hairdelsschule, W. u>» Dr. A. Rackow, Wilhelur. strasie 49, nahe Leipzigetttrassc, Tauentzicnstrasic 1, Alcranderplatz 50. Oktober beginnen Bierteljahres-, Halbjahres-. Iah. reslehrgänge: Ausbildung tu Buchhai- tungs-, Korrefpon- denz. bgw. Sekreta- riatsaröeitcn oder allgemeiner Büro, lättgkeit.— Sonder. lehrgänge: Dainen. Herren mit höherer Schuldildunitz— Schncllfördernde Lehrgänge fsir Er- wachfcue. Wahl- iächcr: Buchführung für jeden Bcttteb, Rechiren, Korr«. fpondeiie, Wechsel- lehre, Schönschrift, Stenographie, Ma- schiuenschreiben, srenchsprachliche Stenographie, Fremdsprachen, Deutsch. lDeutsche und ausILndisiche Lehrkräfte.)_* Technische Privatscholle Dr. Werner, Regie- rungsbauwttster, Berlin, Neander- strasie Z. Maschinen. bau, Elektrotechnik, Hochbau, Tiefbau. Stcrnmetzschul«, Heizungvtechuik. Karossericbau.__ Antesahrschul«. Dipl,.Zng. Eärkl- macher, Hannover. ichestrasie 30. Wri- dendamm 9344. Töchter Ausbildung für den Haushalt und als Kinderpflegerin er. teiltFröbel�dberlin- Institut. Inhaber Pollak, WShelm- strasie 10. Engländer geprüft, unterrick� tet Englisch. Um terrichtsshind« fünf, zig Pscirniqe. Post. laqeriart« 93 Nord- oft 43. Deteltiobüre Staschel- Chaussee- strasie 77. Fern. sprecher Wedding 7886. Bio bachtun» gen. Ermittelungen. Auskünfte allerorts. Englisch, Französisch, Spanisch. Zittel. Ew- zeluitterricht. lleber- fctzimgcn. Prospekt kostenlos. Sprach- bund, Pankow, Tal» strasie 16, und Ber- linettttasie 10. Pan- low 3496. Technisch« Petvatschule. Dwl.- Ing. Steklmacher, Friedrichpr. 118,119. Maschinenbau. Eick- lrotechnik, Galvano. teHnik. �____ Technische Privatfchulk von Ludwig Borth, Inhaber und Leiter Dipl.Ing. Hermann Haalc. N. 4, Ehausseestrasie 1 (Oranienburger Tor). Maschinen bau, Elettrotechnik: Tages-.Abendschule Beginn Oktober._ Kausmänoische Privatschule Richter Neuo�3ahnhockstr.7o, am Bahnhof Stralau- Rummelsburg. E 8 269«. Oktober beginneu'seJahres., Jahres, unp Ein- zel-Lehrgönae in allen kau-fmäu nifchen Fächern. Sprachen- kutt«. Geuoste», die WLsch« nur zur Dampfwäschcrei .Merkur". Berlin O. 112. Frankfurter Allee 307. Andreas 2830. Preisliste ver- langen. Freie Ab- holung täglich durch Automobile. Mit- glied SPD. n. RB. j iiiu»mu.flBganin Klavier, Violine, Gesang, Spezialität Chor- qesang. Ro-senthal, Sparrstrasie 21. verschiedenes | Wäschereien Köpenick er . Wäscherei. Rwbasch. G-rstnauer. strasie 43(Tele oho» F 4 0387), wäscht für jeden Saushalt. Bezug .30, Dwmenhemd IS, Herrenhemd 30, Handtuch 7. Abh»- lung Donurr-swq. lMitglied SPD. mrd RB.) \ eemuarHBlir| ■ Wer gibt ehrlichen Ge- nassen an 3. Stelle 3000 M. HupgLhek. Offerten T. 100 Vorwärts, Lwdeu. strasie 3. Hypotheken, Baugelber. Zwischen, kredtt«, Pttvatgelb ab 1005 M. vergibt Westers, Friedttch. strasie 17Z(U.Bahn Französischestrasie). L «lopnungen 1 »lenoauwoq 2% Zimmer, JMtr Rendauwohnunq. Bad. —. so» �Zaterland�, Friedttchsfelde. Deldrückstrasie 17.* Nrnb-nwoh-nngen zu jedem Rtirtr- prtts«». Vi: 46,—. 3: 55/— M. an. Obettchvneweidc. Hohenschönhamen, Lichtenberg, Zeh- lerchott, Rikoiaslee, Tempelhos, Norden, Spandau, Köpenick. Wohiruilgsscheiue durch uns kostenlos? Nachweis- Woh- uungssekreiariat, Kcmunandauteu. strasie SZ._ 2- Zimmer. Wochuung. Bad, Zetttralheizung, elektrisches Licht. 60 M. I»ona:lio>, vermietet Land» Haus, Zeesen, Eisen. bahnstraße 120. [ zimmer Möblierte. leere Soarfortzrm- mer 56.—, Küchen- benntzuu«. vermie. tet Qinckmann, Neue Wtuäezfttdtstt. 32. Ecke Martin-Luthrr. Strasie. Miatgssuchs Teilmeblierte» Zimmer sucht Ge- nasse, Schneider, wo er etwas arbeiten kann. Gas er. wünscht. Offerten unter B. 100 an BorwärtSspedi tton, Schön-ckberg. Bclzi. gerftrasie 27. ln ganz BERLIN und im übrigen Deutschland KAUFT man die Einrichtung von GLEISER man hat dort die Gewähr, gute M O B E L sehr preiswert zu erhalten Gleiser A.G., Berlin C.33, Alexanderplatz Bitte um kostenlose Zusendung ihres Katalog Nr. 33 Name:________ Ort:___ Strasse:. I (T ( Theater, Lichtspiele usw. $luls Theater nnttoper Unter den»■<«■ Sonntag, den 6. September 19'/2 Uhr. Ende gegen Z&i Uhr. Aida StatLScbaiisDieltHas taetoimiiMrtrt. Anfang 20 Uhr Das NOrnbergisch Ei Sdiillsr-Theatur Ouriottinlwrg. Anfang 20 Uhr Der Richter von Zalamea Ifcspi 2 lanutlonelle Debuti In Dtutehl. VMl 00 iNäBNUKO EM GM Show reo oK ar. Vlehonigblt HUDSON-WON OERS Ston». FolM-Btniro, Porit Und d. welteron AtlriMtone« 1 PIoAZa Täol.nachm 5 Uhr Sonntag 2 u.SUhr Uli«. OPERETTE FRIEDERIKE Ttgl.SUUhraUi. TABlETt 30 Pf. bis 9.- U siaatoOper Charlottenburg BismarckstraBe 34 Sonntag, 6. Sept. Turnus II Anfang 18 Uhr Götterdämmerung Dniutnimig Ende geg. 231/» Uhr f Meute Gr. Sommerfest Im LUNA Winfer * Qcirren* 8.1S Okr Flora m Raorbtn iriiubt Die Sechs tob der Staatsoper. Cortiais Dollar scdeB. Salerno. 12 Brafanos. Rhoenrad-Seas ar. Henta Sonntag 2 vorstaili 4 und 8» Uhr. 4 Uhr kleine Pr. Berliner ink-TriO N e B k ö i I B.w Lehna tr. 74J76J I Lacht Euch gesund 1 mit Euren Kindern im| Circus Bnsdi Heiite3Yertt.;21|»5i.81|gUlir za dea bakaaat bf II Igen Preisen schon ab 30 Pfg.! I Unsere Anfängerkurse In Reichskurzschrift beginnen wieder In der Woche vom 1. bis 12. September. Nordea: Dienstag, den 8. Sept- Qemeindeschuie, Schulstr. 99 Nordostes: Freitag, den 11. Sept, Gemeindeschule, Senelelderstr 6 Osten! Donnerstag, den 10. Sept. Gemeindeschule, Litauer Str. 18 Sttdostea s Freitag, den 1 1. Sept, Gemeindeschule, Reichenberger Str. 57/70 NenkSUat Dienstag, den 8. Sept, Karl-Marx-Schule, Kaiser-Friedrich- Straße 209/10 Charlolteaborg: Freitag, den II. Sept, Gemeindeschule, Oranien- straBe 13/15 Udtlcnbcrg: Donnerstag, den 10. Sept, Gemeindeschule. Scharn- weberstr. 19 SOdwesteat Freitag, den 11 Sept, Gemeindeschuie, Gneisenaustr. 7 Ceotrom: Nur für Stoize-Schrey(Anfängerund Fortgeschrittene) in der Qemeindeschuie, Gipsstr. 23. Beginn am Freitag, dem 11. Sept Alle Kurse, auSer Charlottenburg beginnen abends VgS Uhr, Charlottenburg erst um 8 Uhr. Das Kursusgeld beträgt einschl. Lehrmaterial 10 Mk., Erwerbslose 5 Mk. Die Anmeldung erfolgt am ersten Abend in den genannten Bezirken. Auskunft erteilt Freie«melier- sienooraphenuereinigung A. Th eisen, Berlin-Tegel, Brunowstr. 47 V. I Theater desWestens Tägt. 5 u.«>/. Viktoria und ihr Husar Optratti im P. Uratum. Billigster PI. 0.50 M. TenmtcrPL2.90M. Pfänderversteigerung. Die in ben Monaten Oftober, November. Deiember 1980 verfetzten Pfänber kommen. loweit sie nicht erneuert worden sind, zur Versteigerung! dei Vtbteilaaa II, Eisäfser Sir. 74, vom Montag, dem T. September 1931, ab 9 Uhr. tn der Reihensoiqe: Fahrräder usw., Kleider, Pelzwerf imb Wäsche; bd Abfeilung I. Iägerstr. 64, vom Mon. lag, dem 14. September 1931, ab 9 Uhr, in bor Reihenfolge: Juwelen, Solb* und Silbersachen, Ätlftoa, Fahrräder, Segenständr der Optik. Kleider, Pelzwert, Wäsche. Für verfallene Pfänder, welche erst nach dem Auftionsbeainn erneuert ober ringe. lost werben, mutz bestimmungvgemätz Auf. tionsgebilhr berechnet werben. Slaafl. Ceihamt. Existtniniöglitlikeit mit hoiMüi Jaiimilnkoiiiniini Alleinvertauf bebeut. Zahnpasta(Patent)» vergeb. Kapiial, Bar- fenninisseuabbesonb Räume werben nicht verlange Srotzzstgige Reflame wirb gebo- ten. Angebote unter S.S. 8763 bei. Jlubolf Masse, Hamburg 38. ilililiillililiiilliiliiiiiiliiiüilllli Biumenspenoen Jeder Art liefert preiswert Paul Oolletz vormalt Robort Meyor Mariannwnstr. 3 Fa. Ober bau ml 303 iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiliiiiiiiiiiiii Dr.medJ.Heillirun Köpenick jetzt: Berliner Straße 3 Eing. Gutenbergstr. part soremsi. fl-ll. 4-B" Privat Institut fllr Bestrahlungen, elektr. Bäder Inhalatorium geöffnet 9-7, Sonnabd. 9-1 RoderverciD„Vorwärts"- BerliD Todesanzeige Am Mittwoch, dem 2. S-Ptemb-r. nerstarb infolge eine, Betriebsunfalls unser lieber Sportgenosse Faul Nittmann Ehre feinen Audealen! Die Einäscherung findet Dienstag. den 8. September, I3>/, Uhr. IM Krematorium Baumschulcnweg stall Rege BeteiNgung wirb erwartet. Der Vontoad DeotsditinietallarlieMtU Karosserie- FunKlionäre! ANIfwoch, den 9. September. nachmittag» 5 Ahr. Im verbaad» Hanfe de» OoljarbeUet-Oecbanftes. Dertfn, Aungestrahe 50 FanKlionar-SitzanO Tagesordnung: Stellungnahme zur Kündigung de» Lohnabfommen». Alle Beirfebe mllssen bestimmt vertreten sein.— Mitgfiebsbuch legitimiert. unserer Snlturabteilung In der Woche vom 7. bi» 13. September; 1. Die Tragödie eines Verbannten (Dante, Schidsai). 2. Technischer Film. In der Woche vom 14. bi» 20. September: I. Der Weg ollen Fleisch«» >mit Emil Iamungs). 2. Technischer Film. In der Woche vom 28. bi» 30. September 1. Stacheldraht. 2. Technil cher Film. Anfragen wegen Besuch und lleberlafiung der Abteilung find telephonisch ober schritt- iich an die Kulturableilung(Bllro Eisässer Straße 86/88. Zimmer 20) zu richten. Oer ftaltarbeUcag beträgt 30 Vf. Die OrfiTervaltaBg. firooer 4*&rreisaiM Billig wie noch niel Inlette f Oberbeti.. Mk. 9.00, 10.-, 12.- Kiwen...._ 2.5 5, 2.85, 3.50 rot, lUrkiMb, Mekka. Steppdecken..... Mk. 10.50 Dauneadecken....- 52.— Waader-, Wodbenead- Decken In allen PreUIagen I and Danaea zu dea bekannten billigen Preise a. Bei Elakanf Grattsretaigaag I Bötim. Bettfedern■ Speilalhaos Sachsela Stadler Berlin C.. Landsberger Str. 43-47 Nähe Alex anderplatz Theater am Bulowplatz Staats-Oper U.d.Linden Staatl. Schiller-Theater Noch Wahl 8, 11, 13, 15 Vorstellungen, auch an bestimmten Tagen der Woche Operi i Schauspiel Nachmittags 1.30 Mk./ Zettel und Zeitschrift stet« unentgeltlich Platzverlosung vor jeder Vorstellung/ Näheres durch die Prospekte GptcbHftsitolle: Berlin C25, Linienstr.227/ DI Norden 2944 »v.uhr CASINO-THEATERs/, m» Lothringer Strafe 37. iniiitniiiibiiiimitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiMiiiiii Nur noch wenige AuffQhrungen Das Parfüm meiner Frau Daru das Eröffnungsprogramm tob HANS BERG konferiert. Gutschein 1-4 Personen. Parkett nur 50 Pf. Fauteu! u. Balkon 1.—, Sessel 1.50 Mk Komiscfia oper 8-/, Uhr Thron zu vergeben Operette v.Neidhart Musik v. Witmann Leus, Elster, Lilien, Hendrik, Fels Preise: 0,50-7,- M metropoi-iheBter Täglich 8V. Uhr Iii mh Pnl-Unham- Opentti Dia Bluma von Hawai unter persönl. Ltg des Komponisten Pf. hr PL; 1.- bis 14.50 DeDtstHes meaier 8 Uhr Kat Schauspiel nach Emest Hemingway Ürehch» Böhnnburbeltut v. Carl Zuckmayer und Heinz Hilpert. Oejie: Heinz Hilmrt Rarlflrstendani inTheater Bismarck 448/49 8V< Uhr Die schöne Heiana mit lacquesOIlcnimtfi BboIb: Haz BBlnbanii Theater im Admiralsaalas! Täglich 8'.'. Uhr Der Sensationserlolg! Die Dubarry mit Gitta Alpar Preise: 0,50 bis 12,50 l< I � Heute billiger Sonntag! Alle Tiere erwarten Euch! Ab 4 Uhr nachmittags. Großes Konzert Sonderschau i „Tierkindergarten u. Tierschule" ImAQUARIUM neue hochinteressante Sehenswürdigkeiten. HOPPEGARTEN 3 Uhr: Oppenheim-Rennen Relchshailen-Theater Heute Hidunittug 3'/, und abends 8 Ubr Das Fest-Programm: Britton so»eme,r»» Stettiner Sänger Nachmittags halbe Preise das volle Programm! ins fislsili Hasenheide 13—15 Tel. Baerwald 6565|148 3 Säle u.Vereinszimmer iu kulanten Bedingungen. ROSE-THEATER Nur noch his 8. Septb. Mädchen z. Heiraten Tinmag 2 x, ä" u. 9 u. Montag, Dienstag 8" U Ab 9. September: .,R ose Bernd Traute Rose ig Uir Titiimilt. Mittwoch.Sonnabendu. Sonntag 6 u. 9 Uhr An illin udirn Tagen Su Uhr. Preise: O.SO-S.OO Nur noch bis 8. Septb. unwiderruflich! Großer Varietäteil und 3 aktigen Voiksstück „Das GlücksrnSdel" Nehmen Sie die letzten Tage wahr! Preise; O.A0-3.O0 Oroße Fraakfnrter Straße 132 Vorverkaut: Täglich 11—1 und 3—9 U. E 7. 3412. (hei JUERGENS Alexanderplatz Neue K6nigctr.43 BANK UND SPARKASSE ALLER ARBEITNEHMER IST DIE BANK DER ARBEITER, ANGESTELLTEN UND BEAMTEN, S BERLIN Zentrale: S 14, Wallstraße 65 Depositenkasse: SW 68, Lindenstraße 3 Kapital und Reserven: 15,3 Hill. RH. Einlagenbestand Ende 1930: 168 Hill» RM. 7. ER der leitende Direktor die leitenden Angeftellten das Heer der BUro- angefteliten biszum letztenBotenjungen KEINER darf auf der größten Schau der internationalen Bürotechnik fehlen. Sie zeigt rationelle Büro- und Betriebsführung. Sie liefert Rüffzeug zur Uberwindung der Wirt- fehaftskrife JEDER muß diele Schau auf dem Ausftellungsge- lände am Koilerdamm besuchen Die Ausftellung iß täglich geöffnet von 10 bis 8 Uhr, Sonnabends und Sonntags bis 9 Uhr. Eintrittspreis nur I RM. 5W<4f -uvOcüSehj ©aouKHajf- �5' -ßivdl gw, 1�6�?vut OLWW/ Damen-Chasseur aus gutem Filz, mit Federgarn ifurv wie obenstehende Abbildung...... T Damen-Rlzglocke neue Form, wie nebensiehand. Abb.*T f\J\J In allen unseren Häusern haben wir unsere MODEILHUT- -/AUSSTELLUNG E:N eröffnet Wir zeigen neben Orfa.-f ariter Modellen eine umfangreiche Auswahl von Hüten der letzten Modeschöpfungen, die wir grösstenteils in unseren eigenen Ateliers angefertigt haben. Damen-Dreispitz aus gutem Filz, mit eleganter Straussfeder Damen-Dreispitz aus Filz, mit aparter Fantasiegarnitur 4,90 Frauen-Filzhut mit moderner Straussfedergarnitor 9,50 Damen-Haarhut Atelierarbeit, mit Fa ntasiegornifar 11,75 .-vr/ Enorm billige HANDSCHUHE Damen- Handschuhe Schweden imitiert, mit Man- C schette, verschied. Muster, Paar/ M 3 Damen-Handschuhe Trikot, mit feiner Aufnaht, j gutes Fabrikat.......... Paar Damen-Handschuhe Kunstseide, mit Umschlagmanschette............. Paar 0,95 1,25 Damen-Handschuhe Schweden imitiert, 2 Druck- M FH Jg knöpfe................. Paar Damen-Handschuhe Schweden imitiert, moderne W jg Schlupfform............ Paar Damen-Handschuhe Waschleder, waschbar Wasser u.Seife, mit 2Kn., Paar fjr\J Damen- Ha ndschuhe Leder-Imitation, elegante Aus stattung................ PaarMa Damen-Ha ndschuhe Nappastepper, mit 2 Druck- J§ i* knöpfen................ Paar für Herren, mit 1 Druckknopf...Paar 2,90 Damen-Handschuhe Nappastepper, durchgehenden gefüttert, 2 Druckknöpfe, Paar Ab/ AT für Herren, mit 1 Druckknopf...Paar 3,90 Damen-Ha ndschuhe Nappa, handgenäht, eleg. Schlupfform............ Paar1 Enorm billige STRUMPFWAREN 6,90 Damen-Strümpfe Baumwolle, gute haltbare 4L C Qualität.............. Paar Damen-Strümpfe künstliehe Waschseide, oder echt ägyptisch Mako, oder künstliche Seide, plattiert.............. Paar Damen-Strümpfe reineWolle,oderBemberg- Goldstempel, künstliche Waschseide.......... Paar »Hertie«- Trumpf Der Tagesstrumpf. Künst- W JU Jg liehe Waschseide..... Paar I /"ff 3 Damen-Strümpfe reineWolle,oder reine Seide, Trama, oder künstl. Seide mit 1 reiner Wolle plattiert. Paar 1/ 1,25 Herren-Socken Jacquard, modern gemustert, CC Strapaziersocke....... Paar\w/99 Herren-Socken reineWolle,dunkleMelangen, oder Flor- Kunstseide, 9«-�% mustert.............. Paar\J Herren-Socken reine Wolle, plattiert, mod. Herbstmuster, od. Flor-Kunst- W Jg seide, vornehme Muster, Paar Herren-Sportstrümpfe reine Wolle, meliert oder gemustert, schwere Qualität, oder Herren- Sportsocken, feine oder schwere reinwollene Qualität, helle und dunkle W Melangen............ Paar I /�r Paketversand nach U. d. S.S.R. Auf Grund unserer Abmachungen mit der>Derutrac haben wir das ausseht, und alleinig# Recht für Deutschland, Bestellungen von Privatpersonen auf Lebensmittel sowie auf sämtliche Artikel des täglichen Bedarfs zur Versendung an Privatpersonen nach Sowjet-Russland anzunehmen und in Paketen dahin abzusenden. Die Vercendunq der Pakete erteilt durch uns direkt und wir übernehmen für die Ankunft der Pakete die Gewähr. Die Aashändigung der Pakete an die Empfänger erfolgt ohne weitere Nachzahlung