Nr. 144. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Biertels jährlich 3,80 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Bfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. tn der Post Beitungs- Preislifte für 1896 unter Nr. 7277. M Salla Vorwärts 13. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pf., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer nüffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werben. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 1hr abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Eernsprecher: Amt 1, v. 1508 Telegramm- Adresse: ezialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Lage in Frankreich. Die vorgestrige Stichwahl in Paris hat das Werk der Hauptwahl des 7. Juni würdig vollendet. Nachdem bei der ersten Wahl von den drei erledigten Sißen zwei sofort, unter Wegfegung des Allemane'schen Sektirerthums, von den sozialistischen Kandidaten erobert worden, siegte in der Stichwahl vom letzten Sonntag unser Genosse Gabriel Deville über den radikalen Gegenkandidaten. Dienstag, den 23. Juni 1896. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3: Mann par excellence. Alles lächelte ihm. Wenn er spazieren oder dann denselben Krieg eröffnen, um die republikanische Regierung auf Reisen ging, die Menge umdrängte und begrüßte ihn mit durch den häufigen Wechsel ihrer obersten Spiße zu diskreditiren und freundlichen Zurufen. Das hat sich völlig geändert. aus dem Geleise zu bringen. Dies ist ein gefährliches Spiel; Jezt mag er kommen, wohin er will, das Volk verhält sich es wird nicht nur den Jesuiten, sondern noch mehr der kapita schweigend; und das Schweigen des Voltes ist nicht blos die liftischen Gesellschaft theuer zu stehen kommen; denn die Sozia= Lehre der Könige, sondern auch der Präsidenten. Vorigen Sonn- listen sind die einzigen, die berufen sind, aus dieser Gleichtag besuchte er den Rennplay, wo tausende von Parisern sich gewichtsstörung der politischen Gewalten und Mächte Nugen usammenpferchen, um die Pferde, diese lebendigen Spielfarten, zu ziehen. rennen zu sehen. Niemand bemerkte ihn. Nicht ein einziges Die Jesuiten und ihre Strohmänner, die Antisemiten, baben Vivat! begrüßte die vierspännige Prachttaroffe, welche der an- bisher nur die Feindseligkeit der Rennplay- Besucher gegen Faure Dieser Wahlsieg ist deshalb von so großer Bedeutung, gebliche Gerbergeselle an diesem Tage einweihte denn dieser anstacheln können, der thöricht genug war, das radikale Miniweil er in einem Pariser Wahlkreis erfochten ward, der angebliche Gerbergeselle, der in Wirklichkeit ein gewöhnlicher und sterium, das ihn mit seiner Volksthümlichkeit deckte, zu opfern. für die festeste Burg des bürgerlichen, mit revolutionären" fehr wenig strupulöser Großhändler ist, hat den Wagenlurus des Faure entschied sich zur Entlassung des Ministeriums Bourgeois Schlagwörtern spielenden Radikalismus galt, und der sich Kaiserreichs wieder eingeführt, den selbst Mac Mahon und der nach der ersten Kundgebung der Ritter vom Pferdem ist. bisher gegen alle sozialistischen Kandidaturen ablehnend ver- Millionenprot Casimir Perier nicht einzuführen gewagt hatten. die ihn auf dem Rennplage von Auteuil mit eisigem Schweigen Er ist dafür belohnt worden. Das Publikum rief nicht: Vive empfangen hatten; er hoffte durch Aufopferung des radikalen halten hatte. Faure! es begrüßte mit dem enthusiastischen Ruf: Vive Ministeriums ihr Wohlwollen zu erkaufen. Er hat sich getäuscht, In Deville verkörpert sich aber rein und zweifels- Montjarret! Den goldbetreßten Borreiter der Brachttaroffe, der und jezt eben haben sie ihrem Dank für seine Unterwürfigteit ohne der wissenschaftliche Sozialismus, wie Mary ihn be- Montjarret heißt. Und man sagt, ein noch unangenehmerer durch den Ruf: Hoch Montjarret! Ausbruck gegeben. Der gründet hat der Sozialismus, welcher die Gegensätze Empfang sei Herrn Felix Faure zugedacht gewesen, jedoch Präsident der Bourgeoisrepublit steht ihnen tiefer als sei Latai. nicht durch Phrasen zu verhüllen oder zu verwischen sucht, durch die Polizei, welche die Urheber bestach, noch glücklich ver Die Zeitungen, welche das Ministerium Bourgeois unterund fein Pattiren mit dem Kapitalismus tennt. hindert worden. flügen, spotteten über jene erste Rundgebung auf dem Die Wahl des Sozialisten Deville an stelle des beiRennplay. Sie mußten aber bald anerkennen, daß die Läufig hochachtungswerthen- Radikalen Barodet, der in Kundgebung den beabsichtigten Erfolg gehabt hat; sie hatten ben den Senat gesteckt worden ist, personifizirt gewissermaßen Einfluß des Rennplatzes unterschäßt, der in der kapitalistischen Gesellschaft eine Hauptrolle spielt. die Ueberwindung des bürgerlichen Radikalismus durch den Sozialismus. Ich schrieb Ihnen, daß die Antisemiten, die Werkzeuge der Jesuiten, einen Feldzug gegen Faure furz nach deffen Wahl zum Präsidenten eröffnet hatten. Sie haben seine Vergangenheit aufgestöbert und entdeckt, baß sein Vermögen von der Heirath mit der Tochter eines Bankerotteurs stammt, und daß Der Rennplay ist der Lieblings- Aufenthalt aller Spigen der Faure, obgleich er sich durch die schmutzigsten Spekulationen be- Gesellschaft; dort begegnen sich die letzten Aristokraten und die Der Radikalismus ist wesentlich das Ideal und po- reichert habe und er jährlich eine halbe Million verschwendet, neugebackenen Finanzgroßen, dort vergessen sie ihre Standeslitische Credo des Kleinbürgerthums; und da dieses in um den vornehmen Bourgeois zu spielen, trotzdem niemals daran vorurtheile und Eifersüchteleien: machen Brüderschaft und wetten Frankreich stärker entwickelt ist als in anderen kapitalistischen gedacht habe, das Unglück, das sein Schwiegervater angerichtet und wetteifern mit einander. In den Turniren der Ritterzeit Ländern, so ist folgerichtig der Radikalismus in Frankreich hatte, wieder gut zu machen, was ihm höchstens ein- bis zweimal entfalteten die Fendalbarone ihren Muth und ihre Kraft- auf auch stärker als in Deutschland, England und anderen Hunderttausend Franks gekostet hätte. Im Gegentheil habe er dem Stennplatz entfalten die Barone des Kapitals ihren standalösen feinen politischen Einfluß dahin geltend gemacht, die von seinem Reichthum. Der Besitz eines Rennstalles ist ein Adelsbrief für tapitalistischen Ländern. Dabei kommen dem französischen Schwiegervater ausgeraubten Opfer einzuschüchtern, wenn sie einmal die großen Herren des Kapitalismus. Jockeys mit ihrer Farbe Radikalismus die ruhmvollen Ueberlieferungen der großen so fühn waren, sich um Unterstützung an ihn zu wenden. Man rennen zu lassen ist der höchste Ehrgeiz der Millionäre und Revolution" zu gute. Trotzdem ist er auf dem Aus- hatte geglaubt, diese ehrenrührigen Familienerinnerungen seien derer, die es werden oder sein wollen. Um zu ermög ſterbe- Etat, ebenso wie das Kleinbürgerthum selbst. von den Jesuiten nur darum verbreitet worden, um Faure zur lichen, daß diesem Ehrgeiz gefröhnt wird, haben spekulative welche die Und ein Theil der Radikalen sieht dies ein. In Frant Entlassung des radikalen Ministeriums, das ihr Mißfallen erregt Unternehmer Rennställe für solche errichtet, Millionen noch nicht ergattert haben für den Unterhalt reich das führten wir schon zu Zeiten des Ministeriums hatte, zu zwingen. Bourgeois aus- haben zahlreiche bürgerliche Elemente Doch die Jesuiten sehen ihren unterirdischen und unverföhn eines Pferdes erhält der Spekulant 50 Frants die Woche, und die Gemeinschädlichkeit des Kapitalismus begriffen und sind lichen Krieg nach dem Sturze des Ministeriums mit ungeminderter der Preis, den das Pferd etwa davonträgt, wird getheilt. Dank zu der Ueberzeugung gelangt, daß es in ihrem Interesse Seftigkeit fort. Sie organisirten Manifestationen, damit Faure mit diesen Theilhaber- Ställen tönnen die werdenden Millionäre sich dem Rufe: Bezable Deine Schulden!" begrüßt den Lurus von Rennpferden erlauben und Rennpferde mit ihren liegt, Sozialisten zu werden, ehe sie durch werde. Ein Fabrikant hat ein kleines Spielzeug erfunden, Farben laufen lassen. den Kapitalismus zu Proletariern ge das diesen Ruf ausstößt. Er hatte 10 000 Stück für den Renntag Diese Barone des Kapitals blühen inmitten der Dirnen macht sind. fabrizirt, die Polizei mußte sie ihm für 30 000 Frants abkaufen, so die Dirnen sind ihnen für ihre soziale Stellung ebenso unentbehrUeber die Lage in Frankreich und die erschütterte erzählt man sich. Doch das ist Partie remise nur auf- lich wie die Rennpferde. Aber die Dirnen dieser feinen Stellung des Präsidenten Faure schreibt unser Gallus- geschoben, nicht aufgehoben. Felix Faure wird dem Spielzeug Gesellschaft sind noch kostspieliger als die Rennpferde. Korrespondent natürlich vor dem Sieg Deville's: nicht entgehen. Denn derartige Spielzeuge ist in Frankreich viel Und so tommt es, daß auch die vornehme Dirne getheiltes gefährlicher als Dynamitbomben. Eigenthum ist, ebenso wie der Rennstall des Spekulanten. Der Plan der Jesuiten ist machiavellistisch schlau berechnet; Jede Kokotten hat feineren Rototten hat mehrere Eigenthümer nicht gegen Bourgeois waren ihre Angriffe gerichtet, und Faure und die verschiedenen Theilhaber müssen sich unterist ihnen ganz gleichgiltig; die Republik wollen fie treffen. Sie einander verständigen; und die Tage sind genau festgesetzt, an wollen Faure zur Abdankung zwingen; und sehr möglich, daß sie denen sie diesem oder jenem der Geschäftstheilhaber ausihr Ziel erreichen werden. Gegen seinen Nachfolger werden sie schließlich gehören. Der große Preis von Paris. Paris, 20. Juni 1896. Herr Felix Faure fängt an, die Rebrseite der Medaille kennen zu lernen. Bis zum Sturz des Ministeriums Bourgeois war er der Mann seines Namens: Er war Felix, d. h. der glückliche 2] Rienzi. Der letzte der römischen Volkstribunen. Roman von Edward Lytton Bulwer. der -W Jetzt wurde der Zug sichtbar, in der That ein stattliche Minuten; es ist nur auf dem halben Wege zum Aventin; ich werde gleich wieder hier sein." Truppe; voran Reiter, wo es der Weg erlaubte, zu zweien " Kann ich Dich nicht begleiten?" neben einander; ihre Pferde trugen sehr schöne Decken, ihre " Nein," erwiderte Cola freundlich,„ Du hat den ganzen Federn wehten lustig, und der Glanz ihrer Bruststücke " Und dann", fuhr der jüngere Bruder fort, könnte Tag gearbeitet und mußt müde sein; meine Arbeit schimmerte durch die Schatten des dämmernden Zwielichtes. ich mir nach und nach so viel sparen, um ein Schiff zu aber, wenigstens die körperliche, war nicht sehr anstrengend. Ein großer, bunter Haufen, alle bewaffnet die einen taufen, wie jenes dort, ohne Zweifel mit Getreide und Auch bist Du schwächlich und scheinst schon ermüdet zu mit Pieke und Panzer, andere mit weniger kriegerischen Waaren beladen, und, o, mit einer so lohnenden Rücksein; die Ruhe wird Dich erquicken. Ich bin gleich oder zeitgemäßen Kampfwerkzeugen, folgte den Reitern und fracht, daß ich Dein Zimmer ganz mit Büchern anfüllen wieder hier." könnte, und Dich nicht mehr würde klagen hören, Du seiest Obgleich der Jüngling es vorgezogen hätte, feinen zu arm, um irgend ein altes Mönchs- Manuskript zu Bruder zu begleiten, so gab er doch seinen Wünschen nach; kaufen. Ach, das würde mich so glücklich machen!" Cola lächelte, indem er seinen Bruder fester an seine Brust drückte. hoch über Federn und Pieken wallte das blutrothe Banner der Orsini mit in glänzendem Golde gesticktem Wahlspruch und darüber das prächtige welfische Abzeichen und die Schlüffel des heiligen Betrus. -VOG er war fanften und nachgiebigen Gemüths, und vermochte selbst dem geringsten Verlangen derer, die er liebte, nicht Furcht befiel das Gemüth des Knaben, denn in dieser zu widerstehen. Er setzte sich auf eine kleine Bank an das Stadt schien zu jener Zeit ein von Kriegern umgebener Lieber Bruder," sagte er, möge es vielmehr mir ver- Ufer und verlor bald die stattliche Gestalt seines Bruders Edler den Plebejern fürchterlicher als ein wildes Thier; der Zug war aber zur Flucht war es bereits zu spät gönnt sein, Euren Wünschen zuvor zu kommen! Aber die in dem dichten Laub aus dem Gesicht. Herrn jenes Schiffes scheinen mir teinen beneidenswerthen Anfangs saß er ruhig, erfreute sich der kühlen Abend- beinahe an ihn herangekommen. Besitz zu haben; sieh, wie ängstlich die Männer nach allen luft und dachte über die Geschichten des alten Rom nach," He, Knabe!" rief der Anführer der Reiter, Martino Seiten umher schauen; wenn sie auch friedliche Handels- die ihm sein Bruder wärend ihres Spazierganges erzählt di Porto, ein Anhänger des mächtigen Hauses der Orsini; Leute sind, so fürchten sie doch, wie es scheint, selbst in hatte. Endlich fiel ihm bei, daß seine jüngere Schwester, hast Du ein Boot auf dem Flusse gesehen? Doch, Du mußt dieser Stadt( einst der Mittelpunkt der zivilisirten Welt) Frene, ihn gebeten, ihr einige Blumen nach Hause zu brin- es gesehen haben wie lange ist es her?" irgend einen Piraten, der sie verfolgt, und bevor die Reise gen; er sammelte solche, die in der Nähe wuchsen, und beendigt ist, finden sie vielleicht diesen Piraten in einem manche Blume blühte wild und mehrere beisammen an römischen Patrizier. Ach, wie tief sind wir gesunken!" diesem einsamen Orte. Dann setzte er sich wieder und fing Das Schiff, welches ihre Aufmerksamkeit in Anspruch an, sie in eines jener Gewinde zu flechten, für nahm, fuhr schnell den Fluß hinauf und drei bis vier be welche das südliche Landvolk noch immer die alte waffnete Männer auf dem Verdeck beobachteten die stillen Buneigung und etwas von seiner klassischen Geschicklichkeit Ufer, als ob sie einen Feind erwarteten. Bald jedoch ent- bewahrt hat. schwand die Barke den Blicken der Brüder und sie unterhielten sich wieder über jene Gegenstände, welche für die Jugend einen so großen Reiz haben, wenn sie sich auch nur auf die Zukunft beziehen. Während der Knabe so beschäftigt war, hörte man in einiger Entfernung Huftritte und laute Männerstimmen. Sie tamen näher und näher. " Ich sah vor etwa einer halben Stunde ein großes Boot," erwiderte der Knabe, durch die rauhe Stimme und das herrische Benehmen des Ritters erschreckt. " Steuer?" Gerade vorwärts segelud, mit grüner Flagge an demi ,, Gewiß, edler Herr." Vorwärts denn! Ehe der Mond aufgeht, wollen wir ihrem Laufe Einhalt thun," sagte der Anführer.„ Vorwärts! nehmt den Knaben mit, damit er nicht zum Verräther werde und die Kolonna alarmire." " " Wahrscheinlich der Zug eines Edlen, der von einem Orsini, Orsini!" schrie der Haufe. Vorwärts, vorFeste heimkehrt," dachte der Knabe; das wird ein hübscher wärts!" Und ungeachtet seiner Bitten und Vorstellungen Anblick sein ihre weißen Federn und scharlachfarbenen wurde der Knabe in die Mitte genommen und athemlos, Mäntel. Ich sehe ein solches Schauspiel gerne, will ihnen beinahe unter Thränen fortgeschleppt, während das kleine aber doch aus dem Wege gehen." Geflecht noch immer an seinem Arme hing. Doch trotz seiner Angst fühlte er eine kindliche Neugierde, den Ausgang der Verfolgung mit anzusehen. Als es endlich anfing dunkel zu werden, erinnerten sie sich, daß die gewöhnliche Zeit ihrer Rückkehr nach Hause bereits verflossen sei und sie beschleunigten ihre Schritte. Halt," sagte Cola plöglich, was habe ich da über unserem Geplauder vergessen! Der Pater Uberto versprach So näherte sich der junge Römer, indem er mechanisch mir ein seltenes Manuskript, über dem alle Mönche in dem immer an seinem Geflechte arbeitete, die Augen nach dem Kloster sich schon die Röpfe zerbrochen haben. Ich wollte Orte gerichtet, von wo er den Bug erwartete, mehr und es heute Abend in seiner Zelle abholen. Verweile einige mehr dem Flusse. ( Fortsetzung folgt.) " S Die schöne Welt der Rennpferde, Dirnen und Finansbarone den Kopf stellen der Wahrheit ist ein altes KorpsDeutsches Reich. hat eine ganze Bevölkerung von Spizbuben, Schwindlern und studentenspäßchen, das im Stadium des höchsten Graf Mirba ch hat in der Kreuz Zeitung" eine Buchmachern"( bookmakers) erzeugt, die von den Wettrennen Bierdusels besonders florirt es genügte aber, und Erklärung" veröffentlicht, in der er auch auf die von der leben und sich der Wettrennen bedienen, um die unwidersteh- unsere Anträge wurden sämmtlich verworfen. Für" National- Zeitung" erzählte Geschichte von der Goldklausel in lich vom Rennplah angezogenen Bourgeois auszuplündern. Staufleute, die ihre Wechsel nicht zahlen, Fragen been ben Antrag, daß die Dienstboten der Vortheile des Kranken- babe wiederholt 3. B. in Wählerversammlungen in meiner die letzten die meisten stimmten nur die Sozialdemokraten paar 100 Franks aus der Ladenkaffe zusammen und fetzen auf ein Pferd, das die Zeitung, aus der fie ihre versicherungs- Gesetzes theilhaftig werden sollen, stimmten in Heimath erklärt, ich riethe jedem, der eine Hypotheken oder politischen Ansichten schöpfen, in dem Sporttheil als den namentlicher Abstimmung nur die Abgeordneten Rickert sonstige Schuld kontrahiren wolle, dem Verlangen des Gläubigers auf Rückzahlung in Gold ganz ohne Bedenten zu entsprechen, ich tünftigen Gewinner bezeichnet. Man hat die Spielhöllen ge- und Rösicke mit uns. Die namentliche Abstimmung über fähe für den Schuldner darin nicht das mindeste Bebenken, würde, schloffen und man hat die Rennplätze geöffnet, die nichts find diesen Antrag ergab die Beschlußfähigkeit des Hauses( 218 An- wenn ich selbst in die Lage fäme, ein solches Geschäft abzuschließen, als ungeheuere Spielhöllen. wesende). Das ermuthigte die Freunde der Gerwerbe- Ord- diese Kautel für die Rückzahlung felbft offeriren, fchon Mehr als das: der Rennplatz ist eine soziale Einrichtung nung und obgleich es ein, freilich nicht formelles Uebereinkommen um die Frage im bimetallistischen Sinne praktisch klarzustellen. geworden, von der Taufende leben; und er ift von allen Regierungen anerkannt, welche den Siegern Preise ge- gewesen war, daß die endgiltige Abstimmung über das Ge- Denn, fäme ein internationaler Bimetallismus zu stande, währen. Um sich ein philanthropisches Ansehen zu geben, haben werbeordnungs- Gesetz erst nach der zweiten Lesung des fo ergäbe der eben ein festes Werthverhältniß zwischen Gold und unsere Bourgeoisrepublikaner auf alle Wetten eine Steuer von Bürgerlichen Gesetzbuchs stattfinden solle, wurde die Bor- Silber, und sei es dann wie von 1808 bis 1878 in Frankreich ebenso leicht, denselben Betrag in Gold wie in Silber zu ers 7 pet. gelegt, deren Ertrag den Hofpitälern und anderen wohl- nahme der Abstimmung beantragt und trotz des von Singer halten, bez. wenn man das eine Metall hätte, das andere dathätigen Anstalten aufließt, zu welch' letteren auch die Kaffe des formulirten Protestes auch durchgesetzt, obgleich oder gegen einzutauschen." Reptilienfonds gehört. richtiger weil viele Abgeordnete der Linken, namentlich Ift denn Graf Mirbach wirklich noch so naiv? Wenn das Die Regierungen haben sich nur der Nothwendigkeit gefügt. auch mehrere der unsrigen im Vertrauen auf jene Ab- Berhältniß von gemünztem Gold zu gemünztem Silber„ gesetzAlles ist Spiel in der kapitalistischen Gesellschaft: die Industrie sowohl wie der Handel und die Finanz. Die Börse und der machung heute nicht erschienen waren. Dieser Treubruch lich" wie 1 zu 16 festgesetzt wird in Deutschland, während auf Rennplay find die zwei Schaubühnen, in denen sich das Wesen und parlamentarische Handstreich, der den Reaktionären dem Weltmarkt das Wertyverhältniß etwa wie 1 zu 20 steht, so in benen bas eine größere Mehrheit verschaffte, als sie sonst gehabt hätten würde sofort das gesammte gemünzte Gold aus Deutschland fortdes Kapitalismus am zynischsten und am ehrlichsten enthüllt. strömen, und feinem Grafen Mirbach würde es dann leicht" Durch die Hauffe und Baisse, das Hinauf- und Hinunter- 163 Stimmen für und 57 gegen, bei 2 Enthaltungen treiben der Werthe ist die Börse oft eine ausschlaggebende Macht dürfte sich übrigens hintennach als ein nicht sonderlich werden, für 16 Kilogramm Silber 1 Kilogramm Gold zu taufen. Er wird wie jeder andere Erdenbürger zwanzig in dem öffentlichen Leben auch der Rennplatz erhebt den An- fluger Streich erweisen. Viele Mitglieder des Kartells Kilogramm Silber anlegen müssen. Doch so etwas wiederspruch, ein politischer Regulator, ein bestimmender Faktor im zwischen Bentrum und Nationalliberalen, welches die holen heißt, verstopften Ohren predigen. Staatsleben zu sein, und das ist es, was diesen beiben Kund- Durchpeitschung des Bürgerlichen Gesetzbuchs zum Zweck sonstigen Inhalt des Mirbach'schen Briefes ist noch folgende gebungen gegen Felix Faure Wichtigkeit verleiht. hat, find nur durch die schwebende Abstimmung über die interessante Mittheilung hervorzuheben: Ich habe während der Gewerbe- Ordnung zusammen- und in Berlin gehalten 30 Jahre, während der ich meinen Grundbesig verwalte, den worden. Die Einpeitscher" für die Durchpeitschung werden selben um nahezu 8000 morgen vergrößert( nicht aus bäuerlichem Befih, sondern aus Gütern und zwar ganz übernun einen sehr erschwerten Stand haben. wiegend aus Wald). Ich hoffe, wenn ich nicht, wie in den letzten Jahren wiederholt, durch Mißernten betroffen werde, damit, soweit es sich um Wald handelt, fortzufahren." Dann kann es dem Herrn Grafen doch nicht so ganz schlecht gegangen sein und nicht so ganz schlecht gehen, daß er nach staatlichen Liebesgaben zu jammern brauchte. Gallus. Konferenz der deutschen Sozialisten in der Schweiz. Aus dem Nächste Sigung morgen 12 Uhr: Bürgerliches Gesetzbuch. Die geftrigen Stichwahlen für die Gemeinde, rathe in Elsaß- Lothringen haben wiederum der Sozialdemokratie Vortheile gebracht. Das ist sogar ersicht lich aus den offiziösen Telegrammen, die bei den Straßburger Eine Wallfahrt zu St. Bismarck wird nach Ergebnissen von einer gemeinsamen Liste der Demokraten und Sozialdemokraten reben und es ganz im Dunkeln lassen, Angabe einer hiesigen Korrespondenz geplant. Aus Anlaß der jüngst im Reichstage erfolgten Angriffe des Abgeordneten wie viele der auf diese Liste gewählten 8 Gemeindevertreter Bebel auf den Fürsten Bismarck ist, wie dort behauptet denn unserer Partei zuzusprechen sind. Indeß auch das wird, von verschiedenen Seiten in Anregung gebracht worden, wird ja nicht lange unaufgeklärt bleiben. Vorläufig lassen dem Altreichskanzler eine huldigende Begrüßung in Form Dieselbe foll entweder in. wir hier die Resultate der Wahlen nach den bis jetzt ein einer Adresse darzubringen. Friedrichsruh oder oder Varzin, wohin sich bekanntlich der getroffenen Telegrammen folgen: übertommenden Herbst zu begeben gedenkt, Fürst In den Provinzen werden bereits durch reicht werden. die öffentlichen Blätter Interessenten aufgefordert, ihre Adressen einzureichen." Die Entrepreneure dieser Wallfahrt merken wohl gar nicht, daß fie thatsächlich dem Abgeordneten Bebel huldigen". Wenn es nöthig ist, bem ehemaligen Reichsfangler wegen jedes Wortes, verdienten Tadels durch eine Huldigungswallfahrt Trost zu Spenden, so würden Barzin und Friedrichsruh die berühmtesten. Wallfahrtsorte der Welt von Lourdes bis nach Metta bald an Besucherzahl übertreffen. In Schlettstadt wurde der Führer der katholischen Bolts partei Spies und 2 altdeutsche Kandidaten gewählt. Das Gesammt: resultat ergiebt eine bedeutende Mehrheit der antifleritalen Parteien, bestehend aus Altelsässern und Altdeutschen. im -Der Großherzog von Baden hat bei Eniveibung eines Kriegerbentmals in Hodenheim eine der patriotischsten Reden gehalten, die wir von ihm gewohnt sind. Darin stößt uns aber ein Satz auf, der einer doppelten Deutung fähig ist. Er sagte nämlich: Freiheit ist Drdnung. Ich betone dies um so fester, als wir alle wissen, daß sie heutzutage an. gegriffen wird." Wenn wir der gebräuchlichen Ausdrucksweise folgen, so will der Großherzog also andeuten, daß die Freiheit( bie ja nach feiner Ansicht die Ordnung verbürgte) heutzutage angegriffen wird. Das ist ein ungewöhnliches Zugeständniß aus solchem Munde. Hoffen wir also, daß der Fürst fünftig der Dinge Herr wird, um alles einem Röller- Coup Aehnliche im Großherzogthum Baden wie im Reiche zu verhindern! 3ur Reichstags Wahl in Schlettstadt. Der auf den 5. Juli anberaumt gewesene Termin für die Desterreich- Ungarn. Bern, 20. Juni. Das der Arbeiterunion gehörige Boltshaus ist heute beflaggt und dekorirt. Der große Saal ist mit Orangerien, Fahnen und Guirlanden geschmückt und der kleine Saal, in dem die Konferenz stattfindet, zeigt auf der einen Seite, wo das Bureau placirt ist, unsere Vorfämpfer Laffalle, Mary und Engels, von grünem Tannenreis und rothen Fahnen und Fähnlein umrahmt, und auf der andern Seite in gleicher Umrahmung als Inschrift die Worte Laffalle's:„ Die Arbeiter sind der Fels, worauf die Kirche der Zukunft erbaut wird." Im Namen des deutschen Vereins Bern begrüßte Genosse Student Schmidt die Delegirten. In's Bureau wurden In Straßburg wurden von 24 zu Wählenden 15 Mit gewählt Witt- 3Zürich als Präsident und Schmidt- Bern und Zimmer Winterthur als Schriftführer. Witt macht die Mittheilung, daß glieder von der gemeinsamen Liste der Liberalen und des Ben der langjährige Sekretär des Landesausschusses, Genosse Be dirums und a cht von der gemeinsamen Liste der in Zürich, schwer erkrankt sei. Es wird beschlossen, demselben Demokraten und Sozialdemokraten gewählt. Eine telegraphisch den Dank für seine stets unermüdliche Thätigkeit Wahl ist noch durch das Loos zu entscheiden. au übermitteln. Aus dem erstatteten Bericht des Landes- In Colmari. Elsaß wurden 9 Kandidaten der gemein. ausschusses ist zu entnehmen, daß der Wunsch der Genoffen samen Lifte, ein Altdeutscher und ein Sozialdemokrat an vielen Orten nach Agitationsreisen hervorragender deutscher gewählt. Genossen nicht in vollem Maße erfüllt werden konnte, da bezüg= liche Bemühungen des Landesausschusses nicht immer Erfolg hatten. Die Einnahmen betrugen 2234 Fr., die Ausgaben 2018 Fr., der Kaffenbestand beziffert sich auf 229 Fr. Von den Ausgaben wurden 1054 Fr. für Unterstüßung und 348 Fr. für In Martirch ist der bisherige altdeutsche Berufsbürger Agitation verwendet. In der Diskussion über den Bericht meister Dittmar wiedergewählt. Außerdem wurden 3 Sozial wurden auch Anträge der Sektionen St. Gallen und Amrisweil de motraten gewählt, von denen nunmehr 5 dem Gemeindebehandelt, wonach durch tüchtige bekannte Redner aus Deutsch- rath angehören. land oder Desterreich Agitationsreisen in der Schweiz In Mülhausen i. E. waren 31 Kandidaten zum Geausgeführt werden sollen. An der Debatte betheiligten meinderath zu wählen, von denen auf die vereinigten Ordnungsfich fast sämmtliche Delegirten, die sich über die Agitation im parteien 29 Sige entfielen, 11 Kleritale und 18 Liberale. Die algemeinen und die Aufgaben der deutschen sozialistischen Mit beiden Altdeutschen, welche auf der Liste der vereinigten Ord gliedschaften und Vereine verbreiteten. Schließlich wurde fol- nungsparteien standen, unterlagen, und an ihrer Stelle wurden gende Resolution angenommen:" Die Landeskonferenz spricht zwei Sozialdemokraten gewählt. dem Landesausschuß ihre Anerkennung aus für seine bisherige In Metz wurden 33 Mitglieder endgiltig gewählt, und zwar Thätigkeit und drückt die Erwartung aus, daß die Agitation 21 Altmeter und 12 Gingewanderte, unter letteren auch mit mehr wie bisher gepflegt werde in anbetracht der wichtigen poli- großer Mehrheit der bisherige Bürgermeister von Kramer. tischen Aufgaben, die wir nach Deutschland hin zu erfüllen haben, In Diedenhofen wurden von 10 Kandidaten 3 Alt unter Berücksichtigung der Interessen der österreichischen mit deutsche gewählt. Bisher waren niemals Altdeutsche Mitglieder glieder und der fleinen Vereine; die Konferenz drückt die weitere des Gemeinderaths. Erwartung aus, daß der Landesausschuß den Vorstand unferer Echt ruffisch! Die Frankfurter Zeitung" erfährt Reichstags= Neuwahl im Kreise Schlettstadt ist behufs AufPartei in Deutschland darauf aufmerksam macht, die Agitation aus St. Petersburg:" Sicherem Vernehmen nach ist die stellung neuer Wählerlisten bis auf weiteres vers unter den Genoffen im Ausland nicht ganz außer acht zu lassen." Untersuchung wegen der katastrophe auf dem schoben worden. Damit wurde die Vormittags- Sigung geschlossen. In der Chodynskifelde bei Moskau auf kaiserlichen Befehl Nachmittags- Sigung theilt die Mandatsprüfungstommiffion mit, Wien, 22. Juni. Nach einer Meldung verschiedener Blätter: daß 21 Delegirte aus 14 Orten, nämlich aus Zürich, Winter eingestellt worden, weil hochgestellte Persönlichkeiten mitthur, Amris, Frauenfeld, St. Gallen, Luzern, Basel, schuldig sind. Die Katastrophe wird deshalb als eine aus Prag ist dort vom Auslande an den Anarchisten Henys eine Büste Viktor Hugo's eingetroffen, welche von der Schaffhausen, Lausanne, Biel, Bern, Aarau und Wädens Fügung Gottes bezeichnet werden." weil anwesend sind. Sicherheitsbehörde in Beschlag genommen wurde. In dem HohlEin Antrag der Luzerner Ge Was denn? Als eine Fügung Gottes zur Verraum der Büfte wurden zahlreiche anarchistische Schriftstücke vornoffen auf Bentralisation der Arbeitervereins Krantentassen herrlichung oder als eine Fügung Gottes zur gefunden; Henys wurde verhaftet. fand dadurch seine Erledigung, daß der Landesausschuß be- Büchtigung des Zarenthums? Das ist ja wieder ein Hauptereigniß für Staatsretter. auftragt wurde, auf die Einführung der Freizügigkeit und einer vierwöchentlichen Karenzzeit hinzuwirken. Biel zu reden gab Zur Beilegung der kretenfischen Unruhen sollen die Budapest, 20. Juni. Die Delegationen wurden der Antrag Zürich auf Errichtung eines eigenen Botschafter in Konstantinopel sich zu einer gemeinsamen beute gefchloffen. Schriften depots. Der Antrag ist veranlaßt durch die energischen Vorstellung bei der Pforte entschlossen haben. Meszlanyi von der äußersten Linken wegen der von Dr. Im ungarischen Abgeordnetenhause interpellirt Budwig übertriebenen Preisberechnungen der Grütlibuchhandlung in Zürich Es heißt, sie hätten folgende Forderungen erhoben: So ueger gegen Ungarn angeblich gebrauchten Schmähungen. für die deutsche sozialistische Literatur, worüber von allen Seiten fortige Waffen- Niederlegung, Wiederherstellung die lebhaftesten Klagen erhoben wurden. Dabei sind auch interessante Saleppavertrages, baldige Einberufung der National- der österreichischen Grenze gelegenen, zumeist deutschsprachigen Ge des Redner begründet seine Interpellation folgendermaßen: In den an Mittheilungen über die Schriftenverbreitung in den Seftionen die welcher Vorschläge über gemacht worden; so verkauft der deutsche Verein Zürich für versammlung, Ein meinden versenden die österreichischen Antisemiten unentgeltlich 2000 Frants per Jahr, in Winterthur für 700 bis 800 Frants führung einer Autonomie auf Kreta nach dem Muster ihre Blätter, in welchen Angriffe auf Ungarns staatliche Existenz Echriften, und auch die anderen Settionen berichten von schönen der auf Samos zu unterbreiten sind; ferner allgemeine enthalten sind und die Nationalitäten, insbesondere die Deutschen, Umfäßen. Beschlossen wurde, daß der Landesausschuß mit Amnestie. aufgefordert werden, das Joch der magyarischen Unterdrückung dem Zentralfomitee des schweizerischen Grütlivereins wegen Abstellung der Beschwerden gegen die Grütlibuchhandlung mischung wegen Armeniens urtheilt, so wird die Pforte Agenten bereisen die Romitate Breßburg und Debenburg als Wenn man nach der Geschichte der europäischen Ein- abzuschütteln. Diese Blätter gehen besonders nach den Komitaten Wiefelberg, Preßburg, Eisenburg und Dedenburg. Einzelne unterhandeln und daß er für den Fall der Resultatlosig- auch diesmal mit ihrer alten Taktik durchdringen, die Sache Stimmungsmacher und verkünden, Bueger werde bald erscheinen, feit der Unterhandlung ein eigenes Depot errichten soll. so lange hinauszuschleppen, bis die Mächte sich unter- um das Bolt aufzuklären. Redner fragt nunmehr an: Hat der A13 Borort wurde Zürich wieder bestätigt. Als Delegirte zum einander wieder in die Haare gerathen find. Internationalen Sozialistentongreß in London Handelsminister Kenntniß davon, daß in der lezten Zeit eine wurden die Genossen Eichmüller- Zürich und Schmidtgroße Menge von Blättern, welche gegen eine rezipirte KonChronik der Majestätsbeleidigungs- Prozeffe. feffion, gegen den ungarischen Staat und gegen die ungarische Bern gewählt, welche die Delegationskosten selbst bestreiten. Die Gelegentlich der Ryffhäuser- Dentmalsfeier Nation hegen, in die an Defterreich grenzenden Romitate un nächste Konferenz findet in Luzern und zwar im Jahre 1899 wurde der 51jährige, aus Holzminden gebürtige Sattler entgeltlich versendet werden? statt. Eine schließlich aufgeftellte Statistik ergab die Vertretung geselle Hans Hahnhäuser angeblich wegen Majestäts- diesen Blättern das Postdebiet für Ungarn und deffen Nebens Ist der Minister entschlossen, von rund 4800 organisirten Arbeitern. beleidigung und Hochverrath angeklagt. Die Sarz- Zeitung" be länder zu entziehen? Hat der Minister des Innern Kenntniß richtet barüber:" Der Sattlermeister Boigtländer in davon, daß einzelne Agenten zum Zwecke der Aufreizung das Blankenburg, bei dem der Verhaftete während der Jahre Land zu bereisen beginnen und ist er entschlossen, die volle 1894(!!) und 1895(!) in Arbeit stand, machte vor kurzem dem Strenge des Gesetzes anzuwenden, damit gegen dieselben feien Mitgliede des Bau- Ausschusses für das Ryffhäuser es Führer oder Agenten, und mögen fie auf Berufung oder aus Denkmal, Hofrath Dinkelberg, die Anzeige, daß Hahn eigenem Willen, aber doch zur Verkündung ihrer aufreizenden Der Reichstag erledigte heute wieder in raschem häuser während feiner Beschäftigung bei Prinzipien kommen die nothwendigen Maßregeln angewendet Tempo ein tüchtiges Stück des Bürgerlichen Gesetzbuches. ihm häufig unfläthige Reden über den verstor werden? Die Debatte lag ausschließlich zwischen der geschlossenen benen Kaiser Wilhelm I. geführt und u. a. auch England. Majorität einer und den Sozialdemokraten andererseits gedroht habe, das Ryffhäuser- Denkmal solle London, 22. Juni. Wie die„ Times" melden, wurde in der welche letteren eine bessere Definition des Arbeits- die Einweihung nicht erleben". Das genannte am Sonnabend stattgehabten Ministerraths Sigung beschlossen, vertrages erstreben, und, unter Aufhebung der Dienst- Ausschußmitglied hielt es für ſeine Pflicht, diese Anzeige sofort die gesammte Unterrichtsbill zurückzuziehen. G3 boten- Ordnungen, das Dienstverhältniß in ein freies Arbeits- dem Borsitzenden des Denkmalsausschusses v. Spiz mit dem Un werde jedoch wahrscheinlich eine ähnliche Vorlage in der nächsten verhältniß umwandeln und die Dienstboten den gewerblichen eingeben zu übersenden, die Geheimpolizei und die Landraths. Tagung eingebracht werden. ämter von Frankenhausen und Sangerhausen von dem Vorfall in Arbeitern gleichstellen, und der Vortheile der Kranken- und Kenntniß zu setzen. Der Vorsitzende v. Spitz übergab zu diesem Unfallversicherung theilhaftig machen wollen. Unsere Ge- 3weck die Meldung dem Berliner Polizeipräsidenten v. Windheim, Paris, 20. Juni.( Eig. Ber.) Das Minifterium hat sich nossen Stadthagen und Frohme vertheidigten mit zähem und deffen Organen ist es denn auch gelungen, den Sattler endlich entschloffen, gegen den manifestirenden Kleruz Nachdruck und unermüdlichem Eiser unsere in dieser Hahnhäuser in einem Orte am Fuße des Kyffhäusers zu er- einzuschreiten. Der Bischof von Cambrai, der die Veranstaltung Richtung gestellten Anträge, allein auf Gründe wird mitteln und festzunehmen. Da verschiedene Zeugen vorhanden der Frohnleichnamsprozessionen als das Signal zu einer nicht mehr gehört, und der Berichterstatter der find, glaubt man, daß dem Verhafteteu wegen Majestätsbeleidigung Schlacht" gegen die Republik empfohlen hatte, soll mit dem Kommission, Professor Enneccerus hatte sich die bequeme und Sochverraths vor dem Reichsgericht in Leipzig der Prozeß fogenannten„ Mißbrauchsappell" vor dem Staatsrath bedacht werden; die die direkte Theilnahme der Geistlichen an den Schablone zurecht gemacht: im Interesse der gemacht werden wird." Die ganze Geschichte macht denn doch den Eindruck, als ob Prozessionen wird mit der Gehalts- Suspendirung bestraft. Beide Arbeiter und Dienstboten rathe ich die Anträge da wieder ein Schwadroneur, der über die Deutungsmöglichkeit Maßnahmen werden jedoch felbst von ben Eleritalen der Herren Sozialdemokraten abzulehnen," Wizig war's feiner Worte sich nicht klar ist, der Denunziation eines persön- Blättern als harmlos bezeichnet In der That, der nicht, auch nicht neu, denn diese Art des sinnlosen Auflichen Gegners zum Opfer gefallen ist.„ Mißbrauchsappeй" tann schlimmsten Falles пис mit Politische Neberlicht. Berlin, 22. Juni. " Frankreich. ber platonischen Erklärung des Staatsraths enden, daß der Bischof eine„ mißbräuchliche" Handlung begangen habe. Serbien. anderer. Wenn ich mir als Privatmann einen Anzug bestelle, so Belgrad, 22. Juni. Die Blätter melden, in Rurfchumlje liegt ein Arbeitsvertrag, ein Werkvertrag vor, wie ihn der EntDie Gehalts Suspendirung bringt gar den betroffenen Geistlichen habe ein Konflikt der serbischen Behörden mit montenegrinischen wurf behandelt, es liegt eine Art Kauf vor; wenn aber ein flingenden Gewinu ein in der Gestalt von Subskriptionsgeldern Ansiedlern stattgefunden, bei welchem mehrere Personen getödtet seitens der reichen Pfarrkinder. Diese freiwilligen Beiträge, die oder verwundet worden seien. dem Geiftlichen das Gehalt reichlich ersehen, sind für ihn ein reiner Gewinn, denn das Gehalt wird ihm früher oder später doch voll Türkei. Konstantinopel, 21. Juni. Die Ernennung eines chrift. bezahlt. Niemand läßt sich daher burch bie minifteriellen Maßlichen Bali für Zeitun ist nunmehr vom Sultan in einem grade regeln irre machen. Die Radikalen verzichten auf ihre Inter- angeordnet worden. pellation nicht. Sie werden ohne Mühe beweisen tounen, Die Aufständischen auf Kreta weigern sich, daß die Schilderhebung des Klerus und der Monarchisten unter der Begünstigung der lokalen Regierungsorgane statt die von der Pforte gestellten Bedingungen anzunehmen. Die Türken zogen sich nach Bukolics zurück, während die Christen nach Alitianu vorrückten. Zwei Dampfer sind nach Kreta ab gegangen, um die Frauen und Kinder aufzunehmen, deren Lage als höchft bebauernswerth geschildert wird. gefunden hat. Der Minister des Innern hat das Votum von 10 000 Franks durch den Pariser Gemeinderath zu gunsten der ausgesperrten Borzellanarbeiter von Limoges annullirt. Das ist die erste Probe des von Herrn Barthou angekündigten Rampfes gegen den Sozialismus. Eine höchst unglückliche Probe, da die Maß nahme sich gegen ausgehungerte Arbeiter richtet. So unser Korrespondent. Nun, die Sozialisten bleiben dem Ministerium die Antwort nicht schuldig. Fleissières, der Maire von Marseille, erklärte am Freitag Sem Präfekten, als dieser die Maires und Munizipalräthe des Departements empfing, die sozialistischen Gemeindebehörden würden die Regierung unterstüßen, wenn sie das Wohl des Landes, so wie die Sozialisten es wollen, fördere sie würden die Regierung aber aufs äußerste bekämpfen, wenn sie gegen das Wohl des Landes und gegen den Sozialismus handle. Das ist deutlich. Schneidergeselle einen Anzug liefert für das Geschüft des Schneider. meisters, so liegt der eigentliche Arbeitsvertrag vor. Wir wünschen, daß das im Entwurf largestellt wird, und daß gegen über der formularmäßigen Feststellung des Richters, der das ebenso wie ein anderer Arbeiter für das gewerbliche Untergewerbliche Leben nicht fennen tann, auch der Hausindustrielle nehmen denselben Regeln unterftellt ist. Auf diese Weise würden auch viele Arten des Lohnschwindels, der sich auch auf dem Gebiete der Bauthätigkeit, beim Schwizfyftem zeigt, beseitigt werden. Es ist vielfach hervorgehoben, Verträge mit Aerzten, Rechtsanwälten, Geistlichen, in welchen diese ihre Arbeitstraft verdingen, seien anders zu behandeln. Ich freue mich, daß der Entwurf hier das richtige getroffen hat gegenüber dem EigenChina. dünkel dieser Kreise. Auch sie sind Lohnarbeiter wie jeder andere Peking, 20. Juni. Die Mutter des Raisers ift Arbeiter. In der Kommiffion ist eine Resolution beschlossen geftern gestorben. worden, welche empfiehlt, die geplanten Arbeitsverträge baldDie Nachricht ist deshalb von Bedeutung, weil die Raiferin thunlichst einheitlich zu regeln. Warum wollen wir diese RefoMaterielle Einwände gegen Wittwe ihren unfelbständigen Sohn auf dem Zbron vollständig lution nicht gleich ausführen? beherrschte und als Gegnerin jeder Reformthätigkeit einen unsere Anträge sind schwerlich zu erheben. Wir haben nur, was hemmenden Einfluß auf die Entwickelung Chinas ausübte. für die gewerblichen Arbeiter rechtens ist, für alle Arbeiter ge= Bunächst wird in Peking ein Intriguenspiel um die Herrschaft fordert. Man sagt, man brauchte noch Vorarbeiten. 22 Jahre über den Kaiser beginnen. Da wird denn auch der rollende brauchten Sie für dieses Gesetz und einfache Arbeiter Rubel wieder seine biplomatische Mission ausüben.waren im stande, Ihnen in kurzer Zeit das Arbeitsvertragsrecht fo vorzulegen, wie sie es sich denken. Wäre ein Arbeiter in der Vorkommission gewesen, so hätten wir jetzt eine einheitliche Sanfibar, 20. Juni. Silal Bin Omar, welcher Regelung. Warum sollte es nicht möglich sein, diese Bertragsurtheilt worden war, widersetzte sich heute der Wegführung aus worden sind, mit Freuden begrüßt worden find, jetzt in das wegen Umtriebe mit den Mustat Rebellen zur Deportation ver bestimmungen, die von allen Arbeitern, denen sie bekannt geseinem Hause. Die Truppen des Sultans drangen alsdann mit Gesetz hineinzuarbeiten? Ich will nicht verkennen, daß die Gewalt in das Haus ein; ihnen folgten der Bruder Hilals und Spitzen, die sich gegen die Arbeiterklaffe richteten, die Möglichkeit andere Araber mit gezückten Schwertern, welche sich gegen General bei Streifs die Arbeiter einzusperren und der lebenslängliche Raites, den Befehlshaber der Truppen des Sultans wandten. Dienstvertrag, gestrichen sind.( Sört! Sört!) Ich kann auch anDer Ministerpräsident General Mathews schoß daruf aus erkennen, daß das Bürgerliche Gesetzbuch hinter dem Durch feinem Revolver und verwundete vier Bersonen aus dem Volts: schnitt der landesgefeßlichen Bestimmungen zurückgeblieben erkennen, daß das Bürgerliche Gesetzbuch hinter dem DurchWir baufen, der sich darauf zerstreute. Silal wurde nach Aden an ist; aber machen Sie doch einen Schritt weiter! Bord des britischen Kriegsschiffes Philomel" gebracht. tommen schon entgegen, indem wir alle Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung übernommen haben, obgleich wir sie erst betämpften und um für die Arbeiterklaffe ein einheitliches Recht zu schaffen. Ich bitte dringend, zumal wir ja grundsäßlich nicht so weit auseinandergehen in unsern Anschauungen in diefem Punkt, um Annahme unseres Antrages. Afrika. " Am Freitag und Sonnabend gab mabagastar Anlaß zu festigen Debatten, in welche auch die Sozialisten durch Jaurès eingriffen. Das Ministerium spielte dabei eine traurige Rolle und entging einer Niederlage nur durch Annahme einer demüthigen Tagesordnung. Nachdem Herr Meline erst gegen die sofortige Abschaffung der Stlaverei auf Madagastar gesprochen hatte, mußte er, von Jaurès förmlich bazu herangeschleift, für die Abschaffung stimmen. Genoffe Guesde hat durch seine Enthüllungen über das Treiben vieler Fabrikanten, die bei Ausbeutung der Arbeit gegen die Fabrikgesetze und sogar gegen das Strafgesez verstoßen, sich eine Reihe müthender Angriffe zugezogen, die jedoch blos be weisen, daß die Siebe gefessen haben. Ein Fabrikant von Roubaig, Motte, hat fogar einen Strafantrag gegen Guesde geftellt, weil 111. Gigung vom 22. Juni 1896. 12 Uhr. dieser erzählte, daß er Motte von Roubaig ein Am Tische des Bundesraths: Reichskanzler Fürst zu Mädchen unter 12 Jahren, welches bald darauf starb, Sohenlohe, v. Hammerstein, Graf Posadowsky, in seiner Fabrik mißbraucht habe. Motte leugnet Nieberding und zahlreiche Kommiffarien. das niederträchtige Handeln nicht, behauptet Die Abgg. Dr. Conrad( b. Bp.) und v. Hertling( 8) find in aber, das Mädchen sei schon erwachsen gewesen. Guesde hat das Haus eingetreten. nun den Taufschein des unglücklichen Opfers dieses Muster- Mehrere Urlaubsgesuche werben verweigert. tapitalisten der Rammer vorgelegt und damit jeden Zweifel be Das Haus genehmigt in dritter Berathung das Anleihe. züglich des Alters des Mädchens aus dem Weg geräumt. Db gefeß zum ersten Nachtragsetat für 1896/97. Motte noch auf der Klage besteht? Bei feiner Begeisterung für Religion, Ordnung und Sitte" wäre er deffen allerdings fähig. zu einer Italien. Reichstag. Darauf wird die zweite Berathung des Bürgerlichen ese buchs fortgefeßt und zwar bei dem Titel 6 des zweiten Buches: Dienstvertrag. standen, welche für bestimmte Gewerbetreibende außerhalb der Arbeitsflätten der letteren mit der Anfertigung gewerblicher Er zeugnisse beschäftigt sind, und zwar auch dann, wenn sie die Roh- und Hilfsstoffe selbst beschaffen." Zur Begründung erhält das Wort und Geh. Regierungsrath Struckmann: Durch die Gleichstellung der förperlichen und der geistigen Arbeit ist dem sozialen Zuge der Zeit Rechnung getragen worden; auch eine Reihe ganz anderer Vorschriften find gerade für die Arbeiterkreise günstig. Bei dem weiten Rahmen des Entwurfs war es natürlich, daß man verhältnißmäßig nur wenig Bestimmungen über den Dienstvertrag aufnehmen fonnte; ihre Ergänzung finden sie aber in den Vorschriften des allgemeinen Theiles des Entwurfs, des Obligationenrechts und im Prinzip der Vertragsfreiheit. Die Dienstverhältnisse besonderer Art mußten der Spezialgefeggebung Die Sozialdemokraten beantragen, als Ueberschrift des überlassen werden; deshalb sind ausgeschieben worden das fechften Titels zu setzen statt Dienftvertrag":" Arbeitsvertrag" Gefinderecht, welches der Landesgefeßgebung überlassen bleibt, Regelung der der Verhältnisse Rom, 18. Juni.( Eig. Ber.) Obwohl bie italienische Rammer und überall statt Dienstberechtigter":" Arbeitgeber", statt ferner das Bergrecht, die der Handlungsgehilfen und der Werhältnisse der Schiffer, ben gefeßlichen Einwand gegen die Giltigkeit der Wahlen, welche Dienstverpflichteter":" Arbeitnehmer". burch die Seemanns Ordnung # Bor die Bestimmungen des sechsten Titels follen 12 neue welche letteren auf die im Gefängnisse befindlichen fizilianischen Agitatoren gefallen bas Gesetz über die Binnenschifffahrt geregelt geregelt find. waren, befeitigt und die Gewählten prinzipiell als Abgeordnete Paragraphen eingeschoben werden, deren erster lautet: anerkannt hatte, haben gleichwohl drei Nachwahlen stattfinden Arbeitsvertrag( Lohnvertrag, Dienstvertrag oder dergl.) ist Der sozialdemokratische Antrag will die Vorschriften über die müffen, weil der im fünften Wahlkreis der Stadt Mailand ge- ein Vertrag, durch welchen der Arbeitnehmer fich verpflichtet, Gewerbe- Ordnung auf die Verhältnisse des Gesindes übertragen wählte Abg. Barbato die Wahl ablehnte, der in Palermo ge einen Theil seiner geistigen oder förperlichen Arbeitskraft für wiffen. Diese Gleichstellung hat sehr erhebliche Bedenken. Im wählte Abg. Bosco zur Zeit seiner Wahl noch nicht das die häusliche Gemeinschaft, ein wirthschaftliches oder ein gewerb Intereffe der Dienstboten und insbesondere der zahlreichen jugendvorschriftsmäßige Alter besaß und bezüglich der Wahl Felices in liches Unternehmen des Arbeitgebers gegen einen vereinbarten lichen Dienstboten möchte ich den familienrechtlichen Charakter Rom die erlangte Stimmenzahl Anlaß zu Zweifeln gab. Diese Lohn( Gehalt, Salair, Honorar, Gage, Stolgebühr oder der des Gefinde- Dienstverhältnisses nicht vermiffen. Das sittliche VerNachwahlen fonnten sich, da die brei in Frage befind gleichen) zu verwenden. hältniß zwischen Gesinde und Herrschaft soll und muß bestehen bleiben. lichen Abgeordneten der sozialistischen Partei angehören, Unter Arbeitnehmern werden auch diejenigen Personen ver- Auch eine Gleichstellung der Heimarbeiter mit den industriellen Probe der Stärte unserer Partei gestalten; Arbeitern, die durch die Gewerbe- Ordnung nur in§ 115( Truck) denn wenn bei der vorigen Wahl zahlreiche Angehörige anderer gleichgestellt sind, ist bei der Verschiedenartigkeit der juristischen Der Heim Parteien, um gegen die Gefangenhaltung der sizilianischen Agita und wirthschaftlichen Verhältnisse nicht angängig. arbeiter ist Herr der Sache bis zur Ablieferung derselben; das toren zu proteftiren, diesen ihre Stimme gegeben hatten, so war nach der Freilassung der betreffenden dieser Grund zur Stimmen ist bei dem gewerblichen Arbeiter nicht der Fall. Bei dem Ausabgabe in Wegfall gekommen. In der Stadt Balermo nun hat Abg. Stadthagen( Soz.): Dieser Theil des Bürgerlichen bruck Arbeitsvertrag" pflegt man meift fich eine törperliche diese Parole die Niederlage Bosco's ergeben, der nicht zur Stich- Gesetzbuches zeigt schlagend, wie wenig wirklich fozialen Charakter Arbeit vorzustellen, obwohl jede geiftige Thätigkeit auch eine wahl gelangte; in der Stichwahl fiegte infolge der prinzipiellen das Bürgerliche Gesetzbuch trägt. Es muß peinlich berühren, daß Arbeit ist. Auch das Sächsische und Preußische Gesetzbuch hat Wahlenthaltung der Sozialisten ein Anhänger Crispi's über einen der eigentliche Arbeitsvertrag feinerlei Erwähnung gefunden hat, die Bezeichnung„ Dienstvertrag". Aus diesen Gründen bitte ich Radikalen. Das Ergebnis erklärt sich dadurch, daß in Sizilien trohdem das Bürgerliche Gefeßbuch auf ihn nach vieler Richtung um Ablehnung der sozialdemokratischen Anträge. Die Sozialisten eine vorwiegend ländliche, in ben großen Städten Anwendung findet. Das Bürgerliche Gesetzbuch soll ohne weiteres Abg. Gröber( 3): Wir haben in der Kommission den aber schwächer vertretene Partei sind. In Rom mußte man an auch auf den gewerblichen Arbeitsvertrag Anwendung finden und Verfuch gemacht, eine reichsrechtliche Regelung des Gesinde. dem Kandidaten De Felice, obwohl berselbe schon anderwärts ge- die Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung werden aufrecht erhalten. vertrages durchzuführen; dieser Versuch ist uns aber nicht gewählt war, festhalten, weil zwischen ihm und seinem Gegner von Es ist ein Reichsgefeß, aber für die ländlichen Arbeiter bestehen wesent- lungen. Den Versuch, alle Arbeiter unter einheitliche Beder vorigen Wahl die engere Wahl proklamirt worden war. lich landesgefeßliche oder gar keine Vorschriften, und es kann ftimmungen zusammen zu fassen, halten wir für eine ganz De Felice erhielt den Sieg, aber biefer Sieg giebt keinen Maß- Streit entstehen, ob die allgemeinen Bestimmungen des Bürger unlösbare Aufgabe. Wenn man auch nur die Verhältnisse der stab für die Stärke der sozialistischen Partei in Rom ab, weil lichen Gefehbuchs, z. B. von Treu und Glauben, auch auf diese gewerblichen Arbeiter regeln wollte, so würde eine Folge eindie Radikalen, da tein dritter Kandidat aufgestellt werden konnte, Berhältnisse Anwendung finden; es wird wohl das Gegentheil der treten, welche die Sozialdemokraten selbst nicht wünschen werden. auch diesmal wieder für De Felice stimmen mußten. Anders Fall sein. Auch die Gesinde- Ordnung soll aufrecht ers Damit schließt die Diskussion. allem der Begriff des Gesindes Präsident von Bnol: Wir treten in die Abstimmung ein. liegt die Sache in Mailand. Dort hatten alle nichtsozialistischen halten bleiben, vor Abg. Vielhaben: Ich bezweifle die Beschlußfähigkeit des Parteien ihre Stimmen auf den Radikalen Rossi vereinigt; auch im Sinne der jetzt bestehenden reaktionären Landesgesetzgebung. war von fozialistischer Seite nicht wieder der Sizilianer Barbato, Hier herrscht die größte Rechtsunsicherheit. Die preußische Ge- Hauses. der die Kandidatur abgelehnt hatte, sondern der Führer der Mai- finde- Ordnung steht im offenbaren Widerspruch mit dem zu An- Präsident von Buol: Die Beschlußfähigkeit muß vor Ein länder Sozialisten, Turati, aufgestellt. Die Stimmenzahl, mit fang dieses Jahrhunderts gegebenen fgl. Wersprechen, daß es nur tritt in die Abstimmung bezweifelt werden.( Widerspruch links.) welcher Zurati über den Randidaten der bürgerlichen Parteien noch freie Arbeiter geben solle, sie statuirt ein Hörigkeitsverhält. Der Antrag der Sozialdemokraten wird abgelehnt. Ein fiegte( 2210 Stimmen gegen 1487), gehört also ausschließlich der niß zu gunsten derer, die von der Arbeit anderer leben. Alle Theil der übrigen auf den Arbeitsvertrag bezüglichen Anträge sozialistischen Partei an. Wie beträchtlich sich in Mailand, dem Gesindeordnungen stehen im Widerspruch zu dem allgemeinen Theil wird zurückgezogen. industriellen Zentrum Italiens, die Stärke der sozialistischen des Bürgerlichen Gesetzbuchs. In Beziehung auf die Entlassung Die Sozialdemokraten beantragen ferner folgenden neuen ParaPartei vermehrt hat, geht daraus hervor, daß Zurati in dem der Dienstboten, auf dem Gebiete des Schadenersages zweierlei graphen: Bereinbarungen, die zum Gegenstand des Arbeitsvertrages nämlichen Wahlkreise, der ihm diesmal 2210 Stimmen gegeben Recht! Die ländlichen Arbeiter werden zum Haushalt der Gutsbesißer Arbeitsleistungen machen, die gegen ein Verbotsgesetz, gegen die bat, vor vier Jahren nur 389 Stimmen erhalten hatte. Liberale gerechnet, auch wenn sie als Entgelt nur Wohnung und Effen erhalten. öffentliche Ordnung oder gegen die guten Sitten verstoßen, insMailänder Blätter sprechen die Befürchtung aus, daß bei den 12 Millionen Arbeiter kommen also hinzu und Sie dekretiren, besondere Vereinbarungen, durch welche Arbeitern die Vernächsten allgemeinen Wahlen außer dem fünften auch der sechste daß für die übergroße Anzahl der Erwerbsthätigen Deutschlands pflichtung auferlegt wird, bestimmten politischen, gewerkschaft. städtische Wahlkreis den Sozialisten zufallen werde. ein anderes Recht gelten foll als für die übrigen. Weshalb sollen lichen oder religiösen Vereinigungen nicht anzugehören oder aus die Bergarbeiter aus der einheitlichen Regelung herausfallen? denselben auszutreten, sind ungiltig. Desgleichen sind Vereins Warum die Handlungsgehilfen? Darum verlangen wir, daß barungen über Vermögensnachtheile ungiltig, die für den Fall Anarchistengefeß und Defizit das ist die statt Dienstvertrag Arbeitsvertrag gesezt wird. Thun Sie dies der Zugehörigkeit zu einer derartigen Bereinigung festgesetzt Signatur der neuesten spanischen Bolitit. Den Cortes legte der nicht, so werden Millionen von Arbeiteru glauben, daß man sie in werden. Finanzminister am Sonnabend den Budgetentwurf vor; das das glücklich beseitigte Unterwürfigkeitsverhältniß zurückwerfen will. Ein Ersuchen um Beschäftigung mit Arbeit unter bestimmten Defizit des Jahres 1894/95 beträgt 25 Millionen Besetas, das Arbeit adelt jeden, und die perren, die von höheren Berufs- Arbeitsbedingungen darf nicht als widerrechtlicher Vermögenswahrscheinliche Defizit des Jahres 1895/96 22 Millionen Besetas. zweigen reden, follten bedenken, daß diese Selbstüberhebung vortheil erachtet werden." Das außerordentliche Budget ist mit 236 Millionen Pesetas ver- wenig paßt zu der Thatsache, daß der Arbeiter der Träger der Abg. Stadthagen( Soz.): Ich ziehe die Anträge, welche anschlagt. Der Finanzminister erklärte, die Hauptdeckungsmittel Kultur ift, der törperliche oder geistige Werthe schafft. Militär- nur eine Konsequenz des eben abgelehnten Antrages find, zurück. sollen aus dem Tabakmonopol, der Schifffahrtsteuer und einer dienst und Staats dienst, auf die man sich beruft, sind keine In den anderen Anträgen verlangen wir zunächst, daß BereinAnleihe gezogen werden. höheren Berufszweige und sie haben keine Arbeiter. Das Dienen barungen gegen ein Verbotsgesetz oder die guten Sitten, insbesondere Das einzig Wahre in diesem Budget ist das Defizit, und beim Militär drückt gerade aus, daß man nicht frei ist. Vereinbarungen, durch welche Arbeiter verpflichtet werden, bestimmten dieses ift nur ein winziger Theil der Wahrheit, denn es ist Die Arbeiterklaffe steht nicht so tief und Gesetz politischen, gewerkschaftlichen oder religiösen Vereinigungen nicht darf ihr feinen zehnmal so groß als der Herr Finanzminister sagt, der eins gebung Radavergehorsam zumuthen, anzugehören, ungiltig sind, ferner solche, welche Konventionalstrafen das Militär. Stellen Sie doch den Arbeiter dem für die Zugehörigkeit zu einer solchen Vereinigung feftsetzen. Wir ganz vergeffen hat, nämlich Ruba. auch im übrigen gleich! Selbst in Sachsen tönnen nicht auf die Anschauung eines fönigl. preußischen AmtsUeber das Anarchistengefeß, welches den Rortes vorgelegt Beamten ward, sei heute nur Semertt, daß es genau so verlogen, perfib spricht man nicht von einem Dienstverpflichteten", sondern von richters über die guten Sitten vertrauen. Die Arbeiter und brutal ist, wie alle anderen Anarchistengefeße. Unser einem Dienstleiftenden". Das neue Handelsgesetzbuch soll auch dürfen in der Ausübung ihres Koalitionsrechts Madrider Rorrespondent, dessen Brief wir morgen veröffentlichen, nicht mehr den Ausdruck Handlungsdiener", sondern Handlungs- nicht durch Verträge behindert werden können; bespricht das spanische Machwerk des näheren. gehilfen" enthalten, und was diesen Recht ist, ist den Arbeitern solche Verträge sind unter auständigen Menschen als mit den guten billig. Nach dem Allgemeinen Landrecht darf sich der Fabrit Sitten vereinbar nicht erachtet worden, wir können aber der arbeiter Fabrikant nennen. Ich möchte wissen, was Herr Gerichtspraxis darin nicht vertrauen. Wir beantragen ferner: v. Stumm und die Polizei zu einer solchen Bezeichnung eines ein Ersuchen um Beschäftigung unter bestimmten Arbeiters fagen würden. Ich halte eine Aenderung der Arbeitsbedingungen soll nicht als widerrechtlicher VerUeberschrift auch deshalb für erforderlich, weil ich befürchte, daß mögensvortheil erachtet werden. Durch Erkenntnisse des Reichsdie Partikulargeſetzgebung nachher unter den Begriff Gesinde gerichts find nämlich wiederholt Arbeiter mit 6 Monaten, 1 Jahr auch die Bergarbeiter und wer weiß was subsumiren werde. und darüber hinaus bestraft worden, weil sie im Fall der Der Entwurf unterscheidet nach römischem Recht Dienstvertrag Sperre verlangt hatten, daß die Arbeiter unter bestimmten und Werkvertrag. Unter der römischen Sklavenwirthschaft galt Arbeitsbedingungen fortan eingestellt würden, widrigenfalls die überhaupt kein Vertrag, sondern diese Arbeiten wurden von Un- Sperre verhängt würde. Es hatten z. B. in Lübeck Holz. freien verrichtet. Die jetzigen Arbeitsverträge, an denen das arbeiter die Arbeit niedergelegt. Sie hatten beschlossen, am Bürgerliche Gesetzbuch mit einer gewiffen Gleichgiltigkeit und Tage der Reichstagswahl am 20. Februar 1890 nicht zu arbeiten. Nachlässigkeit vorübergeht, find aber etwas ganz anderes. Der Ar- Die betreffende Firma ließ deshalb am 21. und 22. Februar beiter giebt seine eigene Arbeitskraft für das Gewerbe eines andern her. auch nicht arbeiten; da streikien die Arbeiter; die Firma Das verkennt das Bürgerliche Gesetzbuch; eine Arbeit tann zahlte aber nach den Verhandlungen mit der Lohnkommission absolut dieselbe sein und doch der Arbeitsvertrag ein total doch den Arbeitslohn dafür mit 174 M., um, wie sie erklärte, Spanien. Rußland. Warschau, 21. Juni. Aus Lublin wird gemeldet, daß 26 Schultna ben verhaftet worden sind wegen Verbreitung eines Flugblattes, welches zur Fernhaltung von allen anläßlich der Barentrönung veranstalteten Feierlichkeiten auffordert. An diesen unglücklichen Kindern wird sich das Barenthum ein Leben lang rächen. Numänien. Bukarest, 21. Juni. Die offiziöse Bringa nationale" fündigt die baldige Abschaffung des jezigen rumänischen Armee wehres wegen Unbrauchbarkeit und die Anschaffung eines neuen Infanteriegewehrs an. Nun sage man noch, daß Rumänien nicht rait der Zeit fortschreite!. wie " die Polizeiliches, Gerichtliches 2c. = Die Maifest Nummer 1895. Am 19. Juni wurde in Braunschweig endlich die seitens des Gerichts tonfiszirte und durch gerichtliche Entscheidung kürzlich wieder freigegebene Maifeft- Nummer des vorigen Jahres zurückgegeben. Das Gericht hatte aber zugleich entschieden, daß der auf der zweiten Seite befindliche Artikel durch Ueberbrucken mit schwarzer Farbe un leferlich gemacht werden solle. " Gerichts- Bettung. Etwa einen burch die Arbeitseinstellung brohenden Berluft zu ver- 1 Die Sozialdemokraten beantragen, an bie Stelle diefes Wir finden nicht, daß die von Parvus angeführte Stelle, die meiden. In einem andern Fall in Lübec verlangten bie Arbeiter Paragraphen drei andere zu sehen, welche Bestimmungen treffen wir in unserer Notis nicht abbruckten, den Sinn irgendwie unter Androhung der Sperre bessere Lohnbedingungen, und sie darüber, in welchen Fällen die Arbeitnehmer ohne Kündigung ändert. Ob die an sozialdemokratische Führer" sich heranfind zu hohen Strafen wegen Erpressung verurtheilt worden. entlassen werden bezw. selbst die Arbeit verlassen fönnen. drängenden Elemente Bürgerliche" sind oder andere Menschen Das find Monstre der deutschen Rechtsprechung. Wenn Abg. Frohme hält es für unzweckmäßig, die Bestimmung finder, ist ganz gleichgiltig. Das worauf es ankommt und, also ein Arbeiter es wagt, für seine Arbeit einen Lohn zu ver- über die Aufhebung des Arbeitsverhältnisses ohne Kündigung ganz woran Parvus schweigend vorübergeht, ist die Anschuldigung, langen, der im Verhältniß zu dem ortsüblichen ein bischen hoch allgemein zu fassen ohne jede Einzelbestimmung. daß sozialdemokratische Führer" sich diesen Mückenschwarm zu sein scheint, dann erpreßt er! Wenn ich einem Kaufmann, Berichterstatter Enneccerus bemerkt, daß die vorgeschlagenen un aus gefeht vor den Augen schwirren" und der 12 M. für einen Hut verlangt, sage, wenn Sie ihn mir nicht Einzelbestimmungen nur für die gewerblichen Arbeiter passen. durch ihn jedes Urtheil trüben lassen. Also eine für 10 M. laffen, komme ich nicht wieder, so liegt darin nach Unter Ablehnung aller Anträge wird§ 617 unverändert an- thatsächliche Berichtigung oder gar thatsächliche Berichtigungen" dem obigen Vorbilde ein Versuch der Erpressung. Wenn ein Richter genommen; ebenso die übrigen Bestimmungen über den Dienst bat Parvus nicht geliefert. so urtheilte, würde man fragen, ob der Ort, wo der Richter so vertrag des Titel 6. geurtheilt hat, vielleicht die Filiale einer Jrrenanfialt sei. Gegen Zum siebenten Titel„ Werkvertrag" liegt nur zu diese beschämende Judikatur, welche die Arbeiterklaffe mit einer§ 688 ein fozialdemokratischer Antrag vor, welcher wie dem Ausnahmegesetzgebung umgiebt, müssen wir einen Strich ziehen. Unternehmer eines Bauwerks auch den Materialien Der Tischler Hempel hat wegen versuchter Erpressung lieferanten und den Arbeitern an demselben das Recht 6 Monate im Gefängniß fizzen müssen, weil er mit der Sperre auf eine Sicherungshypothet einräumen will. gedroht hat, wenn der vereinbarte Lohntarif nicht durchgeführt Abg. Frohme meint, daß man bei diesem ersten Schritt werde. Das ist eine falsche ungerechte Rechtsprechung. Reiner gegen den Bauschwindel nicht bei den Unternehmern stehen der Juristen hier im Hause hätte ein solches Urtheil fällen bleiben, sondern auch die Arbeiter bedenken solle. fönnen, weil sie das praktische Leben und die gewerb. Geb. Ober- Regierungsrath Struckmann: Die Materialienlichen Arbeitsverhältnisse kennen; es hat auch niemand Lieferanten sind gedeckt, soweit sie selbst fur den Bau arbeiten; im Reichstag diese Rechtsprechung gerechtfertigt. Durch ist das nicht der Fall, so find sie gewöhnlich der stärkere Theil unfere ferneren Anträge würden Sie auch die bekannten und liefern nicht ohne Vorausbezahlung. Wollte man den ArEine neue Andlegung des Vereinsgesetzes. Frau Bauschwindler treffen, jene Leute, die genau wissen, für wen beitern auch eine Sicherungshypothet geben, so würden sich bald Schriftsteller Geiser hatte sich nebst Frau Schuhmacher Raiser gearbeitet wird, die sich aber wohl hüten, einen Vertrag zu sehr wenig Privatunternehmer für Bauten am 19. Juni vor der dritten Straftammer in Breslau wegen schließen, die nachher als Räuber kommen und mühelos die Arbeit finden; es würden nur noch große Baugesellschaften an die Uebertretung der§§ 1 und 12 des Vereinsgesetzes vom des Maurers, des Lieferanten und aller derjenigen, die am Bau Uebernahme von Bauten denken können. 11. März 1850 zu verantworten. Die genannten weiblichen Verthätig gewesen sind, für sich einftreichen, obwohl sie hätten wissen Abg. Lenzmann( frf. Bp.) hält es für unmöglich, diese trauenspersonen der Breslauer Sozialdemokratie hatten durch die müffen, daß die Arbeitsleistung von den Vertragschließenden, von Materie jetzt zu regeln, und bittet um Ablehnung dieses Antrages. Bolkswacht" zu einem gemüthlichen Zusammenfein am 16. Februar den vorgeschobenen Kerlen nicht bezahlt werden konnte. Hier Die Abgg. v. Cuny( natl.) und v. Buchka( f.) erklären nachmittags im Kornemann'schen Lokale eingeladen. würden Sie einen Riegel vorschieben. Bedenken, die in sich trotz aller Sympathie für den Schutz der Bauarbeiter 150 Personen waren dieser Einladung gefolgt und unterhielten sich der ersten Lesung der Kommission vorgebracht waren, gegen den Antrag. Die Schwierigkeit der Materie habe sich in ganz ungezwungener Weise bei Kaffee und Kuchen, bis sie haben wir nicht unberücksichtigt gelaffen. Wir haben dem bei der früheren Berathung des Antrages Baffermann hinreichend schließlich in ihrer Fröhlichkeit auch einige Lieber erschallen ließen. Fall, daß jemand wußte, den Fall gleichgestellt, daß jemand gezeigt. Abgesehen von einer Geburtstags- Gesellschaft und einer anderen, wissen mußte, daß der Vertragschließende nicht zahlen würde. Der Antrag wird abgelehnt und die Bestimmungen über die von einem Begräbniß in Gräbschen zurückgekehrt war, waren Man müßte Bestimmungen treffen, daß man all diesen Bau- den Werkvertrag werden unverändert angenommen. in dem Saale natürlich hauptsächlich Sozialdemokraten anwesend. schwindlern und den Schwindlern in der Konfettions: Abg. v. Manteuffel( t.) beantragt nunmehr die Vornahme Mithin scheint es naheliegend, daß die Gefänge entsprechend branche an den Kragen kommen tönnte. Sollten gegen die der Abstimmung über die Novelle zur Gewerbe- gewählt wurden; unter anderem wurde die Arbeitermarseillaise Faffung Bedenken erhoben werden, so kapriziren wir uns nicht Ordnung. und das Lied ,, Die Petroleure" angeftimmt. Dies erregte aber auf die Worte. Wir beantragen im§ a: Eine Ver Abg. Singer( Soz.): Es ist nicht meine Absicht, die Ge- das Mißfallen der überwachenden Polizei- Organe und die Vereinbarung über Lohneinbehaltung oder Abzug ist nur so weit zu- sammtabstimmung über die Gewerbe- Ordnungsnovelle zu ver- fammlung wurde kurzer Hand aufgelöst, indem die Anwesenden lässig, als das ausdrücklich im Gesetz geftattet ist. Ich hindern, ich konstatire aber, daß diejenigen Mitglieder, die heute zur sofortigen Räumung des Saales aufgefordert wurden. will Ihnen nicht die Stellen aus dem alten und neuen Testament nicht hier sind, aber sich für verpflichtet gehalten haben, an der Diefem Befehle tamen die Versammelten zwar ohne Wiederstand oder aus den Encykliken des Papstes verlesen, nach welchen es Abstimmung theilzunehmen, dadurch entschuldigt sind, daß von nach, hatte aber für die Einberuferinnen sowie für Frau Sünde ist, den Lohn nicht auszuzahlen; ich verweise nur auf allen Seiten die Absicht ausgesprochen wurde, diese Abstimmung Restaurateurin Rornemann eine Anklage zur Folge. unsere Verhandlungen beim Lohnbeschlagnahmegesez. Dem erst nach der zweiten Berathung des Bürgerlichen Gesetzbuchs Anklage Behörde behauptete, daß bei der Zusammenkunft Arbeiter gegenüber zu kompensiren, der seine Arbeitskraft vorzunehmen. politische Angelegenheiten, wenn nicht erörtert worden hat vorleisten müssen, ift unmenschlich, ist grausam. Abg. v. Manteuffel: Wir haben niemals die Versicherung feien, so jedenfalls erörtert werden sollten. Dazu wäre aber Es dürfen ihm nicht die Mittel zur Lebenshaltung entzogen abgegeben, von der Herr Singer sprach. werden. Selbst einem Gefangenen oder Zuchthäusler entzieht man nicht die Lebensmittel. Kompenfiren heißt hier, der wucherischen Ausbeute Borschub leisten, den Arbeiter zwingen, den Bedingungen des Arbeitgebers sich unter allen Umständen zu unterwerfen. Selbst in der Stlavenwirthschaft muß schon der Herr in seinem eigenen Intereffe dafür sorgen, daß sein Sklave das zum Leben nothwendigste erhält. Ich bitte um Annahme unserer Anträge. Abg. Bielhaben( zur Geschäftsordnung): Jch bezweife die Befchlußfähigkeit des Hauses.( Lachen. Unruhe.) Ich bemerke dazu, damit irgend welche Zweifel darüber nicht auftauchen können, jedenfalls mir nicht Motive untergelegt werden, die ich nicht babe, daß ich ein Interesse daran habe, festgestellt zu sehen, daß das Haus beschlußfähig gewesen ist und daß die Gewerbe Ordnungs- Rovelle hätte angenommen werden können.( Lachen.) Präsident v. Buol: Ich bemerke, daß das Bureau einmüthig darüber nicht im Zweifel ist, daß wir beschlußfähig sind. Damit ist die Frage erledigt.( Beifall.) Abg. Bachem( zur Geschäftsordnung): Ich konstatire, daß von der Partei des Herrn Vielhaben im Augenblick, wo er von uns Präsenz verlangt, nur zwei Beute im Saale sind.( Hört! hört!) Abg. Gröber( 3) spricht sich gegen die Anträge aus, namentlich gegen den legten, welcher nicht im stande sein würde, dem Treiben der Bauschwindler entgegenzutreten. Die Anträge werden abgelehnt. die Krankenpflege auf 13 Wochen auszudehnen. Abg. Singer: Wenn das Haus sich noch länger beschlußfähig erhält, dann kann ja die Abstimmung morgen oder übermorgen stattfinden. Wir legen aber Werth darauf, daß unsere Parteigenossen nicht verhindert werden, ihr Votum abzugeben. Der Antrag von Manteuffel wird angenommen; da: gegen stimmt auch ein Theil des Zentrums und der Nationalliberalen. In namentlicher Abstimmung wird darauf die Novelle zur Gewerbe- Ordnung mit 163 gegen 57 Stimmen an genommen. Die Abgg. Müller- Fulda( 3.) und Graf Schwerin( t.) enthalten sich der Abstimmung. Mit„ Nein" stimmen neben den Sozialdemokraten und den beiden freisinnigen Gruppen die bei feiner Partei befindlichen Abgeordneten Prinz Hohenlohe- Schillingsfürft und Rösicke, von der Reichspartei Abg. Engels, von den Nationalliberalen die Abgg. Jorns, Siegle, Bayerlein, Brunck, v. Cuny und Günther, und vom Zentrum Abg. v. Strombeck. Schluß 5 Uhr. Nächste Sigung Dienstag 12 Uhr.( Fort sehung der zweiten Berathung des Bürgerlichen Gesetzbuchs.) Parlamentarisches. Partei- Nachrichten. $ Die die Anmeldung der Versammlung bei der Polizei erforderlich gewesen, die sträflicherweise unterlassen war. Das Schöffens gericht, welches die Angelegenheit am 18. April zu beurtheilen hatte, gelangte damals zu einem freisprechenden Erkenntniß, indem es jene Behauptung als nicht erweisbar erachtete. Die dem neuen Termin erkannte die Straftammer III des Landgerichts Staatsanwaltschaft legte jedoch hiergegen Verufung ein und in unter Aufhebung des erstinstanzlichen Urtheils auf Geldstrafen gegen alle drei Angeklagten, und zwar gegen Frau Kornemann auf 15 M., gegen die Angeklagten Kaiser und Geiser anf je 30 M. Das Gericht schloß sich den Ausführungen des Staatsanwalt Schubert an, wonach es sich unzweifelhaft um eine öffentliche Versammlung gehandelt habe. Db wirklich öffentliche Angelegen. heiten darin behandelt wurden, sei nicht so wesentlich, wie der thatsächliche Zweck derselben, der sich schon aus dem Zeitungs, aufruf seitens der Parteileiterinnen an die sozialdemokratischen Frauen Breslau's ergeben habe. Daß allerdings keine Reden fammelten wußten, unter polizeilicher Ueberwachung zu sein, und gehalten worden feien, liege wohl nur daran, daß die Veraußerdem genüge es, wenn an den einzelnen Tischen politifirt wurde. Uebrigens charatterifirten tendenziöse Lieder eine Berfammlung als solche ebenso, wie politische Vorträge. Nach alles dem habe die unterlassene Anzeigepflicht vorgelegen, weshalb wie oben erkannt sei. Die Münchener Frauenbewegung, aus bürgerlichen Kreisen hervorgegangen, hat zum Beginn der Plenumberathungen über das Bürgerliche Gesetzbuch dem Reichstage eine Resolution Der grobe Unfug als Nettungsanker. Die KonfektionsDer von der Kommission neu eingefügte§ 609a beftimmt in telegraphisch zugehen lassen, in der sie zur zweiten Lesung arbeiterinnen Adelheid Schlecht und Anna Kayser waren bezug auf dauernde Dienstverhältnisse, daß für den in die Haus- ihre früher aufgestellten Beschwerden gegen das Familienrecht während des Streits im Februar der Schneiderin Frau gemeinschaft aufgenommenen Dienstverpflichteten der Dienst- des Bürgerlichen Gesetzentwurfes wiederholen und die Anträge auf Mielisch begegnet. Frl. Schlecht hatte die Mielisch, die ein berechtigte im Falle einer Erkrankung die erforderliche Verpflegung Bertagung unterstüßen, damit die Volksvertreter Zeit gewinnen, Packet trug, gefragt, ob sie noch arbeitete und wieviel und ärztliche Behandlung bis zur Dauer von 6 Wochen, jedoch besser orientirt zu sein, als sie es augenscheinlich sind, über Lohn sie bekäme, die telisch hatte das sehr schroff abgewieſen und nicht über die Beendigung des Dienstverhältnisses hinaus zu ge- die Tragweite der Bewegung zur Hebung der Rechtsstellung der mit dem Schirme gedroht, behauptete aber, daß die Schlecht währen hat. Die Sozialdemokraten beantragen in erster Linie für diesen Frauen."" Man zwinge die deutschen Frauen nicht," heißt es ihr auch nach dem Packete gefaßt hätte, um zu sehen, was Die Sozialdemokraten beantragen in erster Linie für diesen zum Schluß, an der Möglichkeit gerechter Vertretung ihrer drinnen wäre. Frl. Kayser sollte Streifbrecherin" gerufen Fall die Dienstverpflichteten krantenversicherungspflichtig zu machen Interessen unter den heutigen verfaffungsmäßigen Verhältnissen haben. Dieses erschütternde Ereigniß ſezte die Juristen in und in zweiter Linie, für den Fall der Ablehnung dieses Antrages, zu verzweifeln und die einzige Aussicht auf gebührende Beachtung rl. Schlecht und Frl. Kayser Anklage wegen nicht geringe Zweifel. Der Staatsanwalt erhob gegen derselben in eingreifenden Veränderungen zu suchen, deren Er- Frl. versuchter Abg. Stadthagen( Soz.) empfiehlt diese Anträge und schlägt für strebung den gemäßigten Frauenkreisen bisher fern gelegen hat." Nöttigung", die Straftammer VIII konnte aber aus Rechtsgründen den Fall der Ablehnung des ersten Antrages vor, durch eine Ueber die Geschäftslage des Reichstages schreibt die verfahren wegen Bergehens gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung, mit feine Nöthigung in dem Borfalle finden und eröffnete das HauptResolution den Reichskanzler zu ersuchen, baldigst die Krankenversicherungspflichtigkeit für das Gesinde einzuführen.„ Kreuz- Zeitung":" Nach dem schnellen Verlaufe, welchen die der Annahme, die beiden Angeklagten hätten die Mielisch durch EhrDie Krankenfürsorge für das Gesinde ift eine sehr ungenügende. Abschluß derselben an Dienstag( 23.) oder Mittwoch( 24. d. M.) In der Berhandlung, die am 22. Juni vor der 7. Straffammer zweite Lesung des Bürgerlichen Gesetzbuches nimmt, wird der verletzungen oder Zwang zur Theilnahme am Streit bewegen wollen. Der Dienstherr müßte unter allen Umständen im Falle der Krankheit seine Fürsorge gewähren und es dürfte nur der der erfolgen. Die dritte Lesung wird sich bald anschließen und nur stattfand, betonte Frau Mielisch selber mit Stolz, daß fie gar vorfäßlichen Herbeiführung einer Krankheit ausgeschlossen sein. noch kurze Zeit in Anspruch nehmen. Die Bertagung des teine Arbeiterin sei und daß der Streit sie deshalb garnichts anDeutschland sollte sich nicht in diesem Punkte von der fleinen Reich stages dürfte am 27. b. M. eintreten." ginge; sie bekundete, daß kein Mensch sie aufgefordert hätte, daran Schweiz beschämen laffen. Die Gesindeverhältniffe auf dem Lande theilzunehmen und daß das auch offenbar garnicht die Ab. sind durchaus nicht mehr die patriarchalifchen, die früher vorsicht der Angeklagten gewesen wäre. Nun war guter handen waren und von denen jezt noch immer gesprochen wird. Rath theuer. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft wollte die Die Unterbringung des Gefindes auf dem Lande ist eine solche, daß Zum internationalen Arbeiterkongres in London Anklage zuerst auf„ Beleidigung" stellen, aber es ergab sich, daß sie im Falle der Krankheit unerträglich wird. Wollen Sie nahm eine sehr gut besuchte Versammlung Stellung, die am Frau Mielisch deswegen femen Strafantrag gestellt hatte. Schon dieses Aufreizungsmittel, wie es ein schlimmeres nicht geben 21. Juni im Gambrinussaale zu Dresden stattfand. Nach schien es, als ob das Verbrechen ungefühnt bleiben müßte, da fand fanu, bestehen lassen? Die Herren, welche an dieser Frage inter- einem Referate des Landtags Abgeordneten Julius Fräßdorf der Staatsanwalt für die getränkte Gerechtigkeit einen Rettungsessirt sind, welche für das ländliche Gesinde zu sorgen haben, wurde als Delegirter für die ersten 9 sächsischen Reichstags- anter im groben Unfug". Er meinte, daß in Frau Mielisch das ganze sollten sich der Abstimmung enthalten; dann würden die Sozial- Wahlkreise der Landtags Abgeordnete Schulze Coffebaude Publikum beläftigt worden sei, und hielt ben Unfug für demokraten die Mehrheit für sich haben. Redner beantragt die gewählt. so schwer, daß er gegen jede der beiden völlig unbescholtenen namentliche Abstimmung über diese Frage. Eine Geschmacklofigkeit. Zu unferer so betitelten Notiz jungen Mädchen zwei Wochen Haft beantragte. Der Verin der Nummer vom vorigen Freitag erhalten wir nachstehendes theidiger Rechtsanwalt Heine wollte die Anwendbare teit Des Paragraphen vom Schreiben: nicht ans groben Unfug erkennen, und führte aus, daß nur Frau Mielisch ganz das Publikum Der Notiz, überschrieben ,, Eine Geschmacklosigkeit", gegen allein, nicht aber beläftigt worden sei. über, in der ich vom Borwärts" persönlich angegriffen Gs geschähe täglich, daß man auf der Straße angeredet und ges Es werde und auf die ich in der Sächsischen Arbeiter- Zeitung" dem fragt werde, es wäre einem meist störend, nie angenehm, aber allgemeinen Inhalt nach eingehe, habe ich folgende thats a ch die Beläftigung berühre das Publikum als solches nicht, Die Anträge der Sozialdemokraten werden in liche Berichtigungen zu machen, deren unverzüglicher Ab- sei mithin fein grober Unfug. Jedenfalls liege die. Sache namentlicher Abstimmung mit 189 gegen 25 Stimmen abgedrud, meines Erachtens, nicht nur parteigenössische, sondern eine so milde, daß höchstens auf eine geringe Geldstrafe ertannt lehnt. Die Abgg. Liebermann und Förster- Neustettin Anstandspflicht des Vorwärts" sein dürfte. werden könnte. Das Gericht billigte den juristischen Fund des enthalten sich der Abstimmung. Für dieselben stimmen die Sozial- Es ist nicht richtig, daß ich in dem resp. Artikel eine Staatsanwalts und nahm groben Unfug an, es folgte jedoch den demokraten und von der freisinnigen Bereinigung die Abgeordneten Schilderung der sozialdemokratischen Partei Milderungsgründen des Vertheidigers und erkannte blos auf Pachnide, Rickert und Barth, sowie der wildliberale führer" gebe. Die Charakteristik bezieht sich ausschließlich auf 20 M. Geldstrafe. Wenn nun der Staatsanwalt sich nicht rechts Abg. Röside. die bürgerlichen Elemente, welche fich an die Partei- zeitig erinnert hätte! Es wäre doch zu empfehlen, daß alle Ebenso werden sozialdemokratische Anträge abgelehnt führer herandrängen. Das wäre jedem sofort klar, hätte der Anklagen gleich von vornherein eventuell", wie die Juristen so bezüglich der besonderen sittlichen Fürsorge für Arbeiter Vorwärts" nicht aus dem von ihm zitirten Paffus den ein- schön sagen, auf groben Unfug gerichtet würden. unter 18 Jahren(§ 610 a) und bezüglich der Strafleitenden Aus gewalt der Arbeitgeber über die Arbeitnehmer. Damit schließt die Debatte. Abg. Spahn( 3.) beantragt, die Abstimmung auszusehen bis zum Einführungsgesetze, weil ein Theil des Antrages sich auf daffelbe bezieht. Abg. Gröber( 8.) hält es für zweckmäßig, die Abstimmung jetzt schon vorzunehmen, worauf Abg. Spahn seinen Wider spruch zurückzieht. erhalten." = An die Redaktion des Vorwärts." Sat " " der fortgelaffen, also lautet: Prozeß Wiffer. In dem gegen den jetzt verstorbenen diesen Kreisen( der politischen Halbwelt) stammen meistens Bauerngutsbesitzer Wisser eingeleiteten Meineidsprozeß wurde, der den Bürgerlichen, welche mit 3u§ 612 beantragen die Sozialdemokraten, daß bei Attord auch diejenigen Bürgerlichen, arbeit, wenn jegliche Kündigungsfrist ausgeschloffen ist, das demokratischen Führern in persönliche Berührung zu kommen" Saale- Zeitung" zufolge, am 17. Juni der Mitangeklagte Bauarbeiter Emil Karow aus Erfurt zu einem Jahr drei Monaten Arbeitsverhältniß erst mit Fertigstellung des Stückes oder der suchen und sei es auch nur, um von ihnen einen Fußtritt zu Zuchthaus und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf drei Stücke, deren Herstellung vereinbart ist, aufgehoben wird. Jahre verurtheilt. Nachdem Abg. Frohme( Soz.) den Antrag empfohlen, wird Es ist nicht richtig, daß ich je die Parteiführer„ umderfelbe abgelehnt. wedelt" habe. Vielmehr habe ich mit den bekannten ParteiAbgelehnt werden sozialdemokratische Anträge zu§ 614, größen überhaupt nie persönlich verkehrt, ausgenommen ein Depeschen und letzte Nachrichten. wonach für beide Theile die Kündigungsfristen gleich paar äußerst flüchtige Begegnungen, die von feiner Seite provocirt sein sollen und zu§ 615, wonach ein auf Lebenszeit eingegangenes wurden. Paris, 22. Juni.( W. T. B.) Die Deputirtenkammer beArbeitsverhältniß nach Ablauf eines Jahres von dem Arbeit- Und wenn es dem Vorwärts" beliebt, mich einen„ Literaten" willigte mit 341 gegen 74 Stimmen einen Kredit von 4 800 000 Fr. nehmer gekündigt werden kann. zu nennen, fo beanspruche ich jedenfalls den Namen eines zur Begleichung der Ausgaben für die Expedition nach Nach§ 617 tann das Dienstverhältniß von einem jeden Parteiliteraten, denn ich habe nie auch nur eine einzige Siam, nachdem mehrere Redner dagegen protestirt hatten, daß Theile ohne Einhaltung einer Frist gekündigt werden, wenn ein Beile anders geschrieben, als für die Parteipresse. die Regierung ohne Ermächtigung von seiten des Parlaments wichtiger Grund vorliegt. Ausgaben mache. Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobcy, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage, Parvus. Beilage zum„Vomiirts" Berliner Volksblatt. Ur. 144. Dienstag, den 33. Juni 1896. 13. Jahrg. UokAles. Die Parteigenossen deS dritte» ReichStagö-WahlkreiseS wache ich hiermit auf die am Dienstag statlfindende öffentliche Parteiversammlung aufmerksam.(Siehe das Inserat in heutiger Nummer.) Wilhelm Börner, Verlrauensperson. Zur Lokallifte. Der Arbeiterschaft Berlins zur Nachricht, daß das Lokal„Kaufmann's Varietö" an den Königskolonnaden bis auf weiteres von der Lokalliste gestrichen ist. Die Lokal- kommisston. Tie juristische Tprechstnnde findet heute Abend von 8 bis S Uhr statt. Der Blumenhandel in der Markthalle Friedrichstraße- Lindenstraße hat, wie aus Magistratskreisen mitgetheilt wird, eine derartige Ausdehnung angenommen, daß Plätze vorläufig nicht mehr vergeben werden können und eine Vergrößerung der Blumenhalle geplant ist. Hierfür find 10 000 M. erforderlich. Ter Magistrat hat die Stadtverordneten-Versammlung er- sucht, sich einverstanden zu erklären mit der Aufnahme von drei neuen Straßen, 42», 43» und 44» parallel der Landsberger Allee und den Straßen 42, 43 und 44 zwischen Petersburger- straße und Straße 4S, Abtheilung XIII2, sowie der Straße 48» zwischen Straße 42 und 43» Xlll2 in den Bebauungsplau unter der Bedingung, daß die Unternehmer der Straßenanlagen außer den allgemeinen ortsstatutarischen Verpflichtungen, die Kosten der ersten Beleuchtungsanlage der Straßen, soivie die Kosten der Be- leuchtung und Reinigung derselben während der ortsstatutarischen Unterhaltungssrist übernehmen. Tie Berliner Privatpost nnd Spedition, Aktien- Gesellschaft klagt in ihrem Jahresberichte über schlechte Ge- schäsre. Man kann der Gesellschaft den Schmerz darüber nach- fühlen, daß der Rebbach pro 18SS um etwa 20 000 M. geringer ausgefallen ist als im Vorjahre. Um den Aktionären diese bittere Pille möglichst schmackhaft zu machen, werden alle möglichen Ur- fachen ins Feld geführt, die an dem Gewinnverluste die Schuld tragen sollen. Auch werden alle günstige» Momente in den Vordergrund gerückt, um das Vertrauen auf eine bessere Zukunft zu wecken und zu befestige». Inwieweit sich diese Hoffnung als eine trügerische erweisen wird, das steht dahin und wird hierüber vielleicht der nächste Jahresbericht Auskunst geben. Immerhin sind die„schlechten Geschäfte" noch derartig, daß die Gesellschaft es wahrlich nicht»öthig hätte, ihre Beamten so miserabel zu be- zahlen, wie sie es thut, denn nach Abzug sämmtlicher Handlungs- Unkosten und Geschästsausgaben verblieb noch immer ein Rein- gewin» von 37 809 M. Davon sollen die Aktionär« 4'/« pCt. gleich 38 250 M. erhalten, ein ganz nettes Siiinmchen, das für Nichts- thun eingestrichen wird und das so ziemlich der Summe gleich kommen dürste, welche die Fußschaffner und Fahrer für an- gestrengteste Arbeit insgesammt pro Jahr erhalten. Eine schwere Erkrankung der Gummiarbeiter, hervor gerufen durch Vergiftung mit Schwefelkohlenstoff, gab dem vor einiger Zeit an das hiesige städtische Urban-KrankenhauS berufenen Hofralh Dr. Stadelmann in der letzten Sitzung der Berliner medizinischen Gesellschaft Gelegenheit, drei solcher Kranken vorzu- stellen, die sämmtlich längere Zeil in einer hiesigen Gummi- waarenfabrik gearbeitet und beim Vullanisiren des Gummis ständig mit Schwefelkohlenstoff und dessen giftigen Dämpfen zu thun gehabt hatten. Bereits wenige Wochen»ach Aufnahme dieser verderblichen Thätigkeit traten bei allen Dreien Ver gistungserscheiuungen auf, wie Uebelsei», Schwindel, starker Kopf schmerz. Gliederzittern, Schlafsucht und ein Gefühl allgemeiner Schwäche. Weiterhin wurde die Sehkraft mehr und mehr ver- mindert; der«ine von ihnen, ein 28jähriger Mann, klagt« über ausgesprochenes Gelbsehen, und nahm auf der Straße alles wie durch einen Rebelschleier wahr. Bei sämmtlichen Patienten machte sich schließlich neben schmerzhasten Muskelzuckungen eine zuuehmenbe Unsicherheit beim Stehen und Gehen bemerkbar. Einer,«in öOjähriger Arbeiter, der 20 Jahre in einer Gummi- waaren- Fabrik thätig gewesen war, halte sogar die heftigsten Echmerzanfälle; seit wenigen Monaten ist seine Sprache schwer- fällig lallend geworden, und er vermag nicht mehr, im Dunkeln zu gehen oder zu stehen. Auffallend ist bei allen dreien eine Unempfiudlichkeit verschiedener Hautstellen. Hervorgerufen sind alle diese Erscheinungen durch die Einwirkung des höchst giftigen Schwefelkohlenstoffes, der in anderen Fällen— wie Aerzte zu berichten wissen— sogar schon nach mehrwöchentlicher Ei» Wirkung schivere Geistesstörungen verursacht hat. Vielfach klage» die Kranken darüber, daß ihnen alles»ach Schwefelkohlenstoff schmecke. Hofrath Stadelman» macht die mangelhafte» Einrichtungen in verschiedenen Gummi Ia b r i k e n für derartige Vorkommnisse verantwortlich und hat ieselben für belangreich genug gehalten, um die Regierung zu einer amtlichen Erhebung über diese.industrielle" Vergiftung anzuregen. Sache der Aerzte aber ist es, mehr als bisher auf derartige Kranke zu achten, um dieselben, wenn möglich, recht- zeitig aus der giftigen Atmosphäre zu entfernen. Was sagt der Gewerbe-Jnspektor zu diesen Tarstellungen? Bemerkt sei, daß in Gummisabriken zumeist ausnehmend niedrige Löhne gezahlt werden. Die Antisemiten haben bei den Direktionswahlen in der Akademischen Lesehalle gesiegt. Ueber eine neue Tuell-Ranferei, bei der einer der Unfug- stifter sein bischen Leben eingebüßt habe» soll, erhält das„Verl. Tageblatt" von.einem zuverlässigen Gewährsmann, welcher zum theil Augenzeuge der Vorgänge war", den folgenden Bericht:„Am Sonnabend Nachmittag kamen mit dem Zuge, welcher 2 Uhr 19 Minuten auf der Station„Schießplatz" eintraf, ein Pionieroffizier, mehrere Artillerie- Offiziere, sowie mehrere Militärärzte und ein Lazarethgehilfe an. Sie begaben sich schräg durch den Wald in der Richtung nach den Artillerie-Schießständen, wo «in Platz für den Zweikampf ausgesucht wurde. Beim dritten Kugelwechsel sank der eine der Duellanten schwer getroffen zu Boden; er wurde auf einer Tragbahre, mit Tüchern bedeckt, nach dem Bahnhof zurückgetragen und mit dem nächsten uach Berlin gehenden Zuge dorthin transportirt. Der Zug, welcher um 4 Uhr 10 Minuten von der Station abgehen sollte, erlitt durch die Aufnahme des Schwerverletzten eine größere Verspätung.(Auch das noch!) Es verlautet, daß der Offizier, welcher dem 6. Feldartillerie-Regiment angehören soll, auf dem Transport nach Berlin gestorben ist." Der„Lokal- Anzeiger" meldet die Prügelei in folgenden Worten: Ein Duell mit tödtlichem Ausgange hat gestern aus dem Artillerieschießplatz in Jüterbog stattgefunden. Es standen sich im Zweikampf gegen- über der Sekondelieutenant Lühring vom Fuß-Artillerie-Regi- ment von Dieskau(Schlesisches Nr. 6) und der Sekunde- li-utenant Buch vom Schleswig- Holsteinischen Fußartillerie- Regiment Nr. 9, beide kommandirt zur Artillerie- und Ingenieur- schule in Berlin. Beim dritten Kugelwechsel erhielt Lieutenant Lühring einen Schuß in den Unterleib; er wurde nach dem Garnisonlazareth in Tempelhof gebracht, wo er verstorben ist. Als Grund des Duells gilt ein Wortwechsel, welcher sich zwischen den Herren am Mittagstisch eutfponnen hatte. Tadel verdient bei dreser Rauferei wieder die Berschwendung, die man mit den» theuren Pulver getrieben hat. Man denke, erst beim dritten Kugelwechsel ist der große Zweck erreicht worden. Zeremonienmeister v. Kotze hat die Festungshaft, welche wegen des Duells mit seinem Kollegen v. Schräder in Höhe von 2 Jahren 3 Monaten gegen ihn verhängt»vorden ist, gestern in Glatz angetreten. Ans einem Fenster deS UniversitiitSgebäudeS hat sich. wie wir in Nr. 142 meldeten, dieser Tage bekanntlich ein Student v. P. gestürzt. Zu diesem Vorfall schreibt man uns „Wie es mit dem gepriesenen Korpsgeist der Studenten an der hiesigen Universität mitunter aussieht, wenn es sich nicht um Kommerse oder Mensuren oder Geburtsseste von eisernen Kanzlern ic. handelt, war deutlich erkennbar an den begleitenden Umständen des in obiger Notiz geschilderten Vorfalles. Man ver- gegenwärtige sich, daß gerade in der Mittagsstunde, als der Weg an der Hinterfront des Universitätsgebäudes stark frequentirt wurde. der unglücklicde v. P. aus unbekannten Gründen aus einem Fenster des hochgelegenen ersten Stocks hinuntersprang und mit zer schmetterter Kinnlade, blutüberströmt unten liegen blieb. Nach und nach sammelte sich ein Kreis von Zuschauern, welcher zum größten Theil aus Studenten bestand, ohne daß auch nur einer Miene inachte, dem entsetzlich zugerichteten Kommilitonen bei zuspringen. Erst der hinzukommende Pedell half den Studiosus aufrichlen, worauf zwei vorübergehende Arbeiter dem Unglück� lichen fest unter die Arme griffen, in de» Hos der Universität schafften und ihm am Brunnen nothdürftig das Blut zu stillen suchten Als den v. P. infolge des Blutverlustes die Kräfte verließen und er zusammenbrach, mußten wiederum die beiden Arbeiter, trotz ihrer Aufforderungen an die Herren Studenten, doch zuzufassen den groß und kräftig gebauten jungen Mann nach der inz, vischen herbeigeholten Droschke tragen, woselbst sich dann auch pünktlich ein Schutzmann einstellte, der die Arbeiter beiseite schob und in der Droschke Platz nahm Der Verunglückte hatte noch so viel Kraft zu rufen:„Nicht nach der Unfallstation, sondern in meine Wohnung!" Anscheinend wollten sich die Zuschauer nicht ihre Kleider mit Blut beflecken. oder sie waren selbst vor Schreck gelähmt. Beide Annahmen lassen jür die betreffenden keinen günstigen Schluß zu und b« weisen nur, daß die Arbeiter mehr Geistesgegenwart und Menschenliebe an den Tag legten, als die gebildeten Herren Studenten. Herr v. P. wird nach seiner Genesung»och öfter Gelegenheit haben, über das Benehmen feiner Kommilitonen nach zudenken. Ein Großstadtbild. In die Charitee wurde am Freitag der sechsjährige Knabe Ernst Fehrmann eingeliefert, dessen Eltern in der Georgenstraße wohnen. Ter Knabe ist nach der Angabe von Hausbewohnern von seinem Vater stark mißhandelt worden. weil er beim Betteln zu wenig Geschenke erhallen habe. Schon wiederholt sind der Behörde Mittheilungen über die eigenartige Erziehung und Mißhandlungen, welche das F.'sche Ehepaar seinen beiden Kindern zu theil werden läßt, zugegangen Danach sollen die Kinder des F., eines jungen kräftigen Mannes, gezwungen werden, im Potsdamer Slraßenviertel betteln zu gehen, wobei sie von der Mutter, die sich inzwischen in der Gegend des Thier- gartens aufhält, überwacht werden. Ist der ErlöS eines fachen Bellelzuges dem Vater nicht genügend, so sollen die Kinder schweren Mißhandlungen ausgesetzt sein. Bei dem in das Kranken haus eingelieferten Knaben wurden stark geschwollenes Gesicht, blau»»terlaufene Augen, Hautabschürfung auf dem Nasenrücken, Wunden auf dem Kopf, sowie Schwiele» auf dem Gesäß kon> statirt. Der Vater behauptete zwar bei seiner Vernehmung, daß die Verletzungen von der zwei Jahre ältere» Schwester des Kleinen diesem beigebracht worden sind, dock findet diese Angabe natürlich wenig Glauben und wird«ine derartige Möglichkeit ärztlicherseits vollends bestritten. Selbstmordversuch eines jnngen Mädchen». Gestern früh wurde die 17 Jahre alte Tochter eines Fabrikanten im Erz- gebirge in der Wohnung ihres Onkels, eines Schlächtermeisters, infolge Einathmens von Leuchtgas, schwer betäubt vorgefunden. Das Mädchen ist am 20. d. Dt. angeblich wegen schlechter Be- Handlung aus einer Pension i» Torgau entwichen, hat sich hierher geflüchtet und den Selbstmordversuch offenbar auS Furcht vor häuslichen Ungelegenheilen unternommen.— In der vergangenen Nacht erhängte sich der Schneider M. in der Wohnung seines in der Gerichtstraße wohnhasten Stiefbruders, wurde aber rechtzeitig bemerkt und zum Lebe» zurückgebracht. Dreißig Lente, die unberechtigt dem unschuldigen Sport deS Augelns obgelegen haben, sind in der Nacht zum Sonntag von der Spandauer Polizei sistirt worden. Durch einen EinbrnchSdiebstahl, der am Sonnabend Nachmittag bald nach 5 Uhr auf dem Grundstück des Industrie- gebäudes in der Beuthstraste verübt wurde, sind drei Maler empfindlich geschädigt worden. Die Arbeiter halten Kleidungs stücke, Werkzeuge und Farben dort i» einem Keller niedergelegt und mußten, als sie sich um 6 Uhr zum Feierabend umkleiden wollten, die unangenehme Entdeckung mache», daß ihnen alles ge- stöhlen war. Ein KindeSmorb beschäftigt seit Sonnabend die Kriminal- Polizei. Als mittags gegen 12 Uhr die Frau des Kaufmanns Collin, Mariannenplatz 25, ihre Wohnung verließ, fand sie auf dem Hausflur hinter der Thür ein Packet, daZ ihre Aufmerksam keit erregte. Sie hob es auf, rief aber, bevor sie es öffnete, andere Hausbewohner herbei. Als man dann die Hülle von gelblichem Packpapier, die mit einer Zuckerschnur zugebunden war, entfernt hatte, kam die Leiche eines kleinen, anscheinend neu- geborenen Knaben zum Vorschein, die nur mit einem Hemdchen bekleidet war. Eine nähere Untersuchung des blutigen Körpers ergab, daß der Knabe gelebt hat und getödtet worden ist. Am Halse zeigten sich deutliche Würgemarken und außerdem war dem Kinde der Schädel eingeschlagen. Auf dem Schleppdampfer„Eintracht", der auf der Havel zivischen Berlin und Havelberg fährt, hat sich ein schiverer Unglücksfall zugetragen. Der 18jährige Heizer Krug, der an dem Schaufelrade eine Reparatur vorzunehmen hatte, wurde von dem plötzlich sich in Bewegung setzenden Rad derartig zerquetscht, daß der Tod augenblicklich eintrat. Es wurde ihm der rechte Arm ausgerissen und viele Rippen gebrochen. Beim Baden in der städtischen Bade- Anstalt an der Mühlenstraße ist am Sonntag der Tischler Ernst Müller, Kleine Andreasstr. 20. vom Schlage getroffen worden und ertrunken.— In einer Bade-Anftalt am Kochsee bei Westend hat ein junger Mann namens Langner den gleichen Tod gefunden. In der Dreifaltigkeitskirche an der Mauerstraße ist, wie das in kirchlichen Dingen gut unterrichtete.Kleine Journal" meldet, in der Nacht zum Freitag auf geheimnißvolle Weise eine Thür aufgegangen und ebenso geheimnißvoll schnell wieder ge- 'chlossen worden, ohne daß eine größere Anzahl von Schntzleuten, die sofort herbeigeholt wurde, irgend eine Person im Innern der Kirche entdecken konnte. Nun zerbrechen sich mehrere Blätter den Kopf, was es wohl mit diesem mysteriösen Vorgange auf ich haben könnte. Vielleicht holt man irgendwo«in Gutachte» «in, ob es sich hier nicht gar um«in Wunder handelt. Auf der Stadt- und Ringbahn ereignete sich am Sonntag Abend gegen 11 Uhr ein Vorfall, der denn doch die Verwaltung zu entsprechenden Maßnahmen veranlassen sollte. Eine am Bahnhos Zoologischer Garten eingestiegene Familie wollte auf der Station Wedding den Wage» verlassen. Wegen der Ueber- süllung des Zuges ging dies nicht im ersten Augenblick; als aber die Frau mit einem Kinde auf dem Arm aus dem Koupee stieg, setzte sich der Zug bereits wieder in Bewegung, und sie schlug dann niit dem Kind« auf den Bahnsteig nieder. Zum Glück fuhr die Familie im letzten Koupee des letzten Wagens, anderenfalls wäre unzweifelhaft ein Unglück passirt. Unaufgeklärt blieb, wie es möglich war, daß der Zug vorzeitig abfahren konnte. Aus der herrlichste» der Welte«. Als Leiche wurde Sonnabend Nachmittag der 33 Jahre alte Schlossergeselle Ernst Lehmann aus der Fehrbellinerstr. 7 wiedergefunden, der am Donnerstag von Hause weggegangen war mit dem Bemerken, daß er nach achttägiger Arbeitslosigkeit in Friedrichshagen Be- schäftigung gefunden habe. In Wirklichkeit war er aber nicht nach Friedrichshagen gefahren, sondern in den Friedrichshain gegangen, wo er sich mit einem Drahtseil an einem Baum er- hängte. Lehmann hinterläßt eine Frau und zwei Kinder. Der Mann, welcher am Freitag Nachmittag auf dem Wittenbergplatz einen Artillerie- Lieutenant, wie es heißt, ohne Veranlassung, thätlich angriff und von letzterem durch Säbelhiebe verletzt wurde, ist als der Arbeiter Karl Fulge festgestellt worden. Die Verletzungen sind nur leicht, so daß Fulge das Krankenhaus bereits am nächsten Tage wieder verlassen hat. Er ist wegen Geisteskrankheit entmündigt und wird, da er nach einein PhysikatS- gutachten für gemeingefährlich zu erachten ist, einer Irrenanstalt überwiesen werden. Bei den zahlreichen Bräuden in Spanda« lenkte sich der Verdacht der Brandstiftung auf den Schornsteinfegermeister Schulz, der immer zuerst zur Stelle war und sich bei den Löscharbeiten sehr hervorthat, obwohl die Feuerwehr seiner Hilf« garnicht bedurste. Es wurde darauf ein polizeiliches Ermittelungs- versahren gegen ihn eingeleitet; dasselbe verlief indeß resultatlos. Bald darauf verschwand Schulze aus Spandau. Jetzt ist nun bekannt geworden, daß er in Beuthen(Oberschlesien) wegen wiederholter Brandstiftung verhastet wurde. Von der Spandaner Behörde ist nun von neuem die Untersuchung gegen Schulz auf- genommen worden. Durch Sturz in seinen Bierkeller fand der Restaurateur A. Preuß, Hessischestr. 10, seinen Tod. Der 56 Jahre alte Mann war feit Jahren schwer leidend und konnte nachts nie schlafen. Er holte sich dann weist noch eine Flasche Weißbier ans dem Keller, die er einsam austrank. Man weiß daher auch nicht, wann das Unglück passtrte. In der städtischen Markthalle am Alexanderplatz wurden heute bei einer Fischhändlerin 600 Kilo Schellfische beschlag- nahmt, die verdorben und zur menschlichen Nahrung nicht mehr geeignet waren. Die Firma Siemens u. Halske schreibt unS: Hierdurch geben wir Ihnen zur gefälligen Nachricht, daß unseren Führer, welcher am 18. d. M. mit einem Arbeitswagen am Kottbuser Ufer zusammenfuhr, durchaus keine Schuld treffen kann, weil nach Aussage von Zeugen vom Vorderperron der Kutscher deS fremden Fuhrwerks geschlafen bat. Unser Führer gab frühzeitig das Warnungssignal, konnte aber den Wagen nicht so schnell halten, weil derselbe an fraglicher Stelle bergab läuft und außerdem die Schienen vom Sprengwagen glatt und naß ge- macht wurden. WitternngSttberficht vom SS. Juni 18V6. Wetter-Prognose für Dienstag, de» SS. Juni I8VS. Ziemlich kühles, zeitweise heiteres, vielfach wolkiges Wetter mit etwas Regen und mäßigen bis frischen westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Geiuer&e-BUtsltrllung 1896* Eine willkommene Neuerung ist jetzt im AusstellungS- gelände getroffen durch die Errichtung von Gelegenheiten zum Waschen der Hände. An verschiedenen Stellen des Parke? nud zwar an den verkehrsreichsten Wegen sind zu diesem Zwecke klein« �Pavillons errichtet worden, in welchen direkt an der Wasserleitung angeschlossen sich je sechs Waschbecken befinden. Für die Be- Nutzung eines solchen, sowie von Seife und Handtuch sind 5 Pf. zu entrichten; auf den Gedanken, daß derartige selbstverständlich« Annehmlichkeiten dem Publikum gratis geboten werden müßten, scheint niemand gekommen zu sein. Der auf Wunsch der Kaiserin am Sonntag auf der AuS- stellung veranstaltete„Gottesdienst" ist nach einem hiesigen Montagsblatt folgendermaßen verlaufen:„Es hatten sich etwa 80 Personen beiderlei Geschlechts eingefunden, die den Worten des Herrn Hofpredigers Dr. Faber andächtig lauschten. Nach etwa 20 Minuten zog Herr Hofprediger Faber die Uhr und schloß bald darauf die Feier. Unter den Anwesenden war ein err, der sich nach der Andacht dem Herrn Hofprediger alS edakteur der offiziellen„AusstellungS-Nachrichten" vorstellte und dem Vernehmen»ach den Namen Levy trägt. Sonstige Angestellte der Ausstellung schienen nicht anwesend zu sein." Ein Ohrenschmaus. Auf Veranlassung des Arbeits- ausschusses ist das neben dem Kaiserschiff belegene Nebelhorn derart umgestellt, daß der Ton des Hornes nicht mehr über die Spree, sondern in den Park hineindringt. Der Lustdruck, welcher durch das Nebelhorn verursacht wird, ist so stark, daß die Paffanten in den Wegen ihn noch auf fünfzig Meter Entfernung empfinden. Der Schall des Hornes wird noch in Nieder-Schön- weide vernommen._ Ulm# und MMenfilkzsft. Lessing-Theater. Nachdem Johann Strauß'„Waldmeister" biS zu fünfzig Aufführungen durchgequält worden war. hielt Herr Ferenczy damit gnädig ein und brachte am Sonntag in dem letzten Werk des kürzlich verstorbenen Suppe eine zweite. hier noch nicht gehörte Operette auf die Bühne. Der erste Akt des„Modell" erfrischte außerordentlich durch seine vielen Werk " " Worte -1 Enterbten, Swinemünderstr. 120 mann. Frohsinn I, Rummelsburg, Göthestraße, Ecke Kantpraße bei Abendroth, Deutsch Wilmersdorf, Sängerhorst, 48 Witte. 1 Arion III( SandLiebehenschel. 1 11 Süd- Ost, Drante, bon Melodienreichthum ftrohenden Schlager. G3 war, als ob verlange, auf eine Geldstrafe von 20 Mart, indem es die straßen Gce. Vorwärts III, Rathenow, Restaurant 3ur Erholung" in diesen Tönen noch einmal die Operettenherrlichkeit der Bertagung ablehnte. Jahn wird gegen dieses Urtheil Revision bet Friesecke. Alpenglocke, Große Frankfurterstraße 33 bet Gold. Gich entranz, Prenzlau, Stettinerstraße. Raisergarten". Ginig. sechziger und fiebziger Jahre wieder aufflackerte, so energisch einlegen. feit II, Weinstraße Nr. 11 bei Feind. Weddinger Harmonie tehrte sich die alte Kraft des fröhlichen Suppé in Vorwärts VIII, Marwig i. d. Mart, den männlichen und doch einschmeichelnd gefälligen Melodien in Preßsachen garnicht gewohnt sind, hat gestern Herr Concordia, Simeonfir. 28 bet A. Flick Eine Freisprechung, wie wir sie nach bestehender Judikatur Reinickendorferstr 2a bet Schulz. bei W. Nölte. Wach' auf, Pantow, Wollantstr. 122 bei Klemens. Freie Sänger III, Seeger= heraus. Dann kam der zweite Aft mit einer noch erträglichen Karl Schneidt, der Herausgeber der Kritik" erzielt. Der- mühle bet Eberswalde.- Acacie( gemischter Chor), Naunynstraße 37 bet und der dritte mit einer großen Enttäuschung. Ein hübsches felbe hatte sich wegen Beleidigung des Hausgeistlichen Jablonski. Wilmersdorfer Stebertafel, Deutsch- Wilmersdorf, Vorspiel, das bald populär werden dürfte, befestigte den guten Berlinerfir. 40 bei Klingenberg.- Arion, Wittenberge, Thurmstraße 28, am Strafgefängniß zu Plößensee, Pfarrer Rauchstein, Bentralhalle. Wacht auf I, Wörther- und Nytestraßen Gcte. Eindruck des ersten Bildes und ließ, als der zweite Akt melodienlos vor der 9. Strafkammer des Landgerichts I zu verantworten. Harmonie III, Rigdorf, Bergstr. 142 bei Schimkäfe. Alpenglühen, endete, wenigstens noch gutes für den dritten hoffen. Dieser aber Die genannte Beitschrift brachte in ihrer Nummer 65 vom Manteuffelstraßet tapette Edelweiß I, Melchiorstraße 15 bet fiel wahrhaft trostlos aus und suchte schließlich verzweiflungsvoll 18. Dezember v. J. einen Artikel unter der Ueberschrift Gine berg, Schönleinstr. 6 bei Kraag. Stehmann. Waldtapelle, Fürstenstraße 18 bei Sering. Kreuzfein Heil in einem mehr saftigen als wigreichen Kouplet, mit Beitung für Gefangene" und suchte darin darzuthun, daß die bet D. Bachgänger.- Deutsche Liebertafel, Blumenstr. 38 bei Wiede welchem Fräulein Verdier und Herr Steinberger Männlein und Darbietung geistiger Speise, wie sie eine solche Zeitung zu Weiblein im Parquet über die eingetretene Ermüdung hinweghalfen. bieten vermöge, eine Nothwendigkeit sei. In diesem Artifel Mertens. Dimp, Berlinerstraße 40, Bottegarten" Deutscher Mit einer Handlung ist diese Operette nicht beschwert. Eine wurde auch eines Schreibens erwähnt, welches der Hausgeistliche männer sang. Prenzlauer- Allee 26 bei Wartenberg. bunte italienische Trachtenausstellung; auch eine Schaar Trikots. der Strafanstalt Plößensee Weihnachts- Heiligabend an die Straf- chuhmacher), Brandenburg a. S., Hauptstraße, Winter's Salon.- Rütt, Das Modell Frau Kopaszy- Karczag hat in einem von Herrn gefangenen erlassen hatte, um auch Ihnen an diesem Tage Friedenau, Hanbjerg- und Rönnebergeritage Site the staurant sub- D Spielmann überraschend gut gesungenen Beitungshändler einen eifer Mahnungen und Tröftungen zu bringen. Der Inhalt dieses Cuvryitr. 25 bet Wilhelm Erbe. Frete Felblume Wienerstraße 31 bei füchtigen Geliebten, mit dem sie sich nach Verabschiedung des pastoralen Schreibens wurde des näheren beleuchtet, der gute D. Klein. Freiheit III in Weißensee, König- Chauffee 38 bet fetfenMalers natürlich wieder verträgt. Doch wozu überflüssiges er- Wille der Herren, die die Heilswahrheiten immer auf Lager müller. Freter Sängerchor Alt- Glienice, Köpenickerstraße bei Starl teberhall, Admiralfir. 21 bei Schnieber. Hand in zählen? halten", anerkannt, aber doch nachzuweisen versucht, daß das Sand I, Mariannenftr. 41 bei Richter. Myrthenblätter, Prenz Im Neuen Theater wurde den Zuhörern am Sonnabend in Frage stehende Schreiben eine unlogische Salbaderei" lauer- Allée 6 bei Stein.- Junge Eiche, Reinickendorf, Kolonieftr. 147 bei Anton.Kornblume, Gr. Frankfurterstr. 138 bei Gold. eine eigenartige Ueberraschung bereitet. Sie waren eingeladen, sei und denkenden Leuten keinen Nugen bringen, könne. Pfarrer weißensee, Langhansstr. 106' bei Häling. Rothe NeIfe I, Schöneberg, der ersten Vorstellung einer deutschen Operetten- Gesell Rauchstein hatte sich durch diesen Artikel beleidigt gefühlt und den Grunewaldstr. 110 bei Obit.-Friedrich'scher Männerchor, Neue fchaft aus Budapest beizuwohnen und wer sich daraufhin Strafantrag gestellt. Der Angeklagte beftritt, die Absicht der Friedrichstr. 44 bet Nöllig. Treu u. Fest, Pallisadenftr. 62 bet nether. neugierig einfand im Zuschauerraum, erhielt zwei Szenenfamm- Beleidigung gehabt zu haben und zu haben und behauptete, daß es Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend Alle Buschriften, den Bund betreffend, sind zu richten an Serm. Jahn, lungen einer Spezialitätenbühne vorgeführt, die mit den Titeln sich lediglich um ein tabelndes Urtheil über ein Schönhauser Allee 177 c. Dienstag. Musikverein Soffnung, Beughofstr. 23. Das Damenbuell" und" Das Frauen bataillon" wissenschaftliches handle und in dem TheaterMufitverein Münstermann, Hochstr. 32a bei Schmidt. Bergnügungsverein geziert waren. Hätte man angekündigt: Ballet mit szenischem Salbaderei" nicht auf alle Fälle eine Beleidigung zu finden sei. or dwacht, Perlebergerstraße 28 bet Her merschmidt. gesellschaft Liberté, Grünauerstraße 16 bet Richter. Theaterverein Aufpub, Possenscherzen und Café- Chantant- Liedern verbrämt, so Der Staatsanwalt beftritt lezteres ganz entschieden; er wollte Freier witte, Admiralstraße Nr. 18c, Märkischer Hof. Theaterverein Berein für volts= hätte es keine Enttäuschung gegeben und man hätte in diesem Rahmen auch dem Angeklagten den Schutz des§ 193 nicht zubilligen, untere Geister, Brunnenstr. 52 bet Raschte. Geselliger Klub die Scherze des Herrn Rück eines urfomischen Bendix ins sondern beantragt eine Geldstrafe von 100 Mart. Der Gerichts- thümliche unit, Blumenstraße Nr. 32 bei Reich. Musteltraft, Wiesenstr. 39 bei Schröder, Wienerische überseht und die Gesangsvorträge des fefchen hof konnte sich doch nicht überzeugen, daß dem Angeklagten Arbeiter Raucherbund Berlins und Umgegend. Aenderungen im Fräulein Reichsperg richtig angebracht gefunden. Ueber den bei Anwendung des Ausdrucks unlogische Salbaderei" die Ab- Vereinstalender find zu richten an Otto Schulz, Kottbuserdamm 72. Dienstag: - Anglers Inhalt der beiden sogenannten Operetten auch nur ein Wort zu sicht der Beleidigung inne gewohnt habe und sprach deshalb den Rauchttub I, gimmerstr. 55 bei Ruppert. utgefinnte Freunde, Georgenkirchstr. 65 bei Spät. Rauchtlub Eldorado, verlieren, lohnt sich nicht. Der Text ist unter aller Kritik. Angeklagten frei. 8% Uhr bei Steppin, Ostbahnhof 4,- Rauchflub Grüne Giche, Planufer 92 Theater Alt- Berlin. Mit einer schweren Noth hat das bei Herrath. Rauchtlub Deutsche Flagge, Wrangelfir. 32 bet Lutas. Die Ehrung der Maigefallenen in Dresden bleibt Neuer Rauchklub Ambalema, Grünauerstr. 17 bei Poremba. märkische Ringelstechen um den Lorbeer des Geschäftspatriotismus grober Uufug. Wie der Vorwärts" bereits mittheilte, wurden Berliner Rauchtlub, Biegnigerstr. 30 bet Rafemann. Phönir, geendet. Mag es fonft tüchtigen Gewerbetreibenden verwunder- die Genossen Moritz Lange und Richard Zimmermann mit Schöneberg, Hauptstr. 57 bet Borcherd. Domingo, Wendenstr. 3 bet lich erscheinen, daß bestellte Arbeit auf dem Gebiete der Dicht- 100 bezw. 75 m. laut Mandat bestraft, weil sie am 9. Mai d. J. Meze.- Atter Fris, Weißenfee, Charlottenburgerstr. 59 bei Daumeta. Gelang-, Turn- und gesellige Vereine. Bienkag. Männer- Gesangtunft ordinärer ausfällt, als gemeinhin auf gut Glück hin- auf die Gräber der Maigefallenen auf dem Dresdener verein Gangestreue, abends von 8%-10% Uhr bei Bros, Annenstr. 9.Gesang geworfenes Poetenwert, so ist doch an dieser leidigen Un- Trinitatis- Friedhofe Kränze mit rothen Schleifen nieder- Musikverein Frisch auf", Reichenbergerstr. 24 bei Tauschte. zuverlässigkeit der Dichter und solcher, die dafür gehalten werden gelegt hatten. Dadurch sollten sie nämlich groben Unfug verein natreon, abends von 9-11 Uhr im Loutſenſtävtiſchen Klubhaus, Annenstraße 16 bet Bergner, früher Ehrenberg. Gesangverein Schild= möchten, nichts zu ändern. Die geschäftsmäßige Glorifikation verübt haben. Sie trugen gegen die Verfügung auf richterliche horn, Usedomftr. 38 bet Dibötter. Theaterverein Tata Toto, Arbeiter Bitherdes Hohenzollernthums auf Kosten der geschichtlichen Wahr Entscheidung an und es entschied nun das Schöffengericht, daß Sigung abends bet Röllig, Neue Friedrichstraße 64. heit hatte nun einmal nicht den gewünschten Erfolg; und da das Beginnen der Beschwerdeführer allerdings grober Unfug sei, verein Ginigtett, bei Streit, Naunynſtr. 86, Uebungsstunde. Arbeiter Bithertlub Freiheitstlänge, abends von 8 bis 11 Uhr muß es denn schon die Direktion erfreuen, wenn die dramatische denn es sei nicht nöthig, daß sich über die Handlung jemand bei W. Nichter, Bülowstr. 65 am Dennewig- Play.-3itherklub Alpen Musits Voltsernährung wenigstens ein Gericht bietet, das im thatsächlich geärgert habe, es genüge schon, wenn die Handlung gruß, abends 9% Uhr in den Oranienbauen, Oranienstr. 51. Laufe der nächsten Wochen dem Geschmack des Publikums zu geeignet sei, öffentliches ergerniß zu erregen. Und dies verein Schellenbaum, abenbs von 8 bis 10% Uhr, im Restaurant fagen tönnte. Die Gesangspoffe Fiddicke u. Sohn von sei doch hier der Fall, da es landesübliche Sitte"(?) robfinn, abends 8% Uhr, bet Meich, Blumenstraße 33. Theaterverein Julius Keller und Louis Herrmann hat, von etwas Militär- ist, schwarz und nicht roth zu trauern. Die Genossen hatten Freundestreis um 9 Uhr bei Razorte, Solmsstraße 1. Gemüthitchfeit, Stgung verhimmelung abgesehen, nichts in sich, was als byzantinische den Erfolg, daß die eine Strafe auf 75 M. herabgefeßtrautsstraße 6 beim Gastwirth Böttcher. Bergnügungs- Verein Berliner Dilettantenbühne Aufdringlichkeit Mißbehagen erwecken könnte, und das ist wurde, damit das Prinzip der Gleichberechtigung gewahrt werde. Rheingold II, abends 10 Uhr Acterstraße 145 bei Wigel. Geselliger schon ein großer Borzug. Die Autoren schneiden zwar Wir wollen nur einige Auszüge aus der großen" Rede des Verein Brüderschaft Berlin Nord- West, Berlebergerstraße 9, auf, wie dies nur ja ein Berliner nach dem Provinzialaberglauben Staatsanwalts Assessors Dr. Baumann wiedergeben. Derselbe Restaurant Dittmann, abends 9 Uhr, darauf Fidelitas. Fret weg, gegründet 1890. Uebungsstunde bei Oberschmidt, Weinfann, aber da ihre Münchhaufiaden von dem Goldstrom, den die protestirte dagegen, daß die Sozialdemokraten die Todten von berg sweg 11D.- Statflub Schlechte karte", abends von 9-11 Uhr Ausstellung nach Berlin leite, und von der seligen Harmonie 1849 ehrten. Die Biele des damaligen Bürgerthums seien andere bei Bogel, Görligerstr. 52. Mufitverein Andante bet Krüger, Fennzwischen Kapital und Arbeit nur eine lokalpatriotische Farbe gewesen, als die der heutigen Sozialdemokratie. Die Revolutionäre ftraße 5, abends& hr. Zurnverein Fichte. Mitglied des deutschen Arbeiter Zurnerbundes. tragen, so läßt man solches als ein uralt verbrieftes Recht des von damals haben auf den Barrikaden Blut vergoffen und wenn die geden Dienstag und Freitag abends von 8-10 Uhr: 2. Männerabtheilung 5. Männer Berliner Philisterthums schon mit geziemender Faffung an sich Sozialdemokraten heute rothe Schleifen auf ihre Gräber nieder- Staligerstraße 55/56. 4. Männerabtheilung Stephanftr. 3. vorbeigleiten. Anton Fiddicke im besten Mannesalter ist Befizer legen, so beweisen sie eben, daß sie durchaus nicht so harmlos abtheilung Ackerftr. 67.- 1. Lehrlingsabtheilung Friedenstr. 37. 3. BehrlingsDamenabtheilung Mariannenufer 1a. abtheilung Boechstraße 27. einer Möbeltischlerei und hängt am Alten. Aus Gründen, die sind, sondern ihre Ziele durch Gewalt erreichen wollen und das verein Norden, jeden Dienstag Abends von 8 bis 10 Uhr in der nicht ersichtlich find, nennt er die Gewerbeausstellung einen großen ist grober Unfug.( Hu!) Interessant war noch, das das Ge- Turnhalle, Prinzen Allee 8. Berliner Athletenverein Felsenfest, Mumpit. Er wird wegen dieser seiner Weltanschauung gründlich richt vergaß, auf Einziehung der staatsgefährlichen Schleifen zu jeben Dienstag und Freitag, abends 7 Uhr, int Restaurant" Zum dicken Albert", Kottbuserstr. 6. Rauchflub Sorgenfret, abends 9 Uhr verhanen und verzieht sich, ein grollender Held, schmerz- erkennen, daher große Bestürzung beim Gerichtshofe, als Genosse bei Bartel, Ballisadenstr. 22. Rauchflub Ruhiga, abends 8% Uhr, gefnicht nach Neustadt. Dies ist selbstverständlich ein Ort mit Lange die Schleifen zurückforderte, Die Bestrafung wird bei Behrend, Gräfeftraße 5: Sigung. Vergnügungsverein Im Brand, Einwohnern vom Charakter der Kleinstadt- Troddel, die uns selbstverständlich die Dresdener Arbeiterschaft nicht hindern, die unterricht und lebungsjunde abends 8% Uhr bet wähltsch, Adalbertstr. 4. bet Stanicki, Barnimstraße 22.- Arbeiter- Stenographenverein Eintracht, Adolph Ernst mit einer seiner vielverwendeten Schablonen so Todten von 49 nach ihrer Weise zu ehren. Trotzdem und alledem. Rauchflub Messalina, bet Gorn, Frankfurter Allee 110. Rauchklub himmelschreiend naturwahr hinzaubert. Während Fiddicke Bater In dem Prozek, Tuschl zu Wien, in dem es sich, wie Portorico, abends s uhr Manteuffelstr. 20 bet Schröter. in Neustadt fit, stellt Fiddicke Sohn heimlich, unter moralischer aus unserem Bericht in letter Nummer ersichtlich, um schwere Beihilfe des auf dem Altentheil fizenden Großvaters, die von Sittenverbrechen gegen minderjährige Mädchen handelt, find jugendlicher Genialität strohenden Bettstellen der Möbelfirma sämmtliche Angeklagte freigesprochen worden. Das Urtheil, aus, und gegen Schluß des britten Attes überreicht das eine Anzahl Edelfter und Befter wieder salonfähig macht, er ganz felbstverständlich dem nun auch moralisch geschlagenen erregt in Wien allgemeines Aufsehen. Bater die goldene Medaille. Am Schluß natürlich Berlobung des genialen Jünglings mit seiner Zene, denn feine Bettstelle ohne Zehne. Kalauer dieses Kalibers find maffenhaft in das Stück gefreut und ihnen wird die sonst wahrlich nicht Für die Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäsche Ueber den Untergang des ,, Drummond Castle" liegen von ursprünglichen Jbeen getragene Poffe auch ihre Erfolge ver- fabrikation findet am Mittwoch, den 24. Juni, eine öffentliche et in englischen Blättern Berichte vor, nach denen das große danken. Die Darstellung der männlichen Rollen war durchweg Bersammlung im Lokal Friedrichshain statt, in der die Dreizehner- Unglückt allein durch Nachlässigkeit und Ungeschick verursacht sein passabel, die der weiblichen bis auf eine von Grete Gallus in Rommission einen Bericht über ihre Thätigkeit und über die Ver- soll. Die" Times" bemängeln, daß die letzten Lothungen zwei recht flottem Soubrettenftil gehaltene, sehr mäßig. Das Publikum nehmung vor der Reichskommission für Arbeiterstatistik unter- Stunden vor dem Unglück vorgenommen worden sind. Auch der zeigte sich bankbar; vielleicht war es durch den Mangel an breiten wird. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung ist den" Daily Chronicle" macht die unerfahrenheit des Kapitäns verHurrahpatriotismus im Stück angenehm enttäuscht worden. Herr Musikdirektor Diemel theilt uns mit, daß sein zu empfehlen. in diesem Beruf Thätigen der Besuch der Versammlung dringend antwortlich, der zwar ein alter, erfahrener Seemann sei, aber Orgelvortrag in der Marienkirche am Mittwoch ausfält. Gerichts- Beitung. Gewerkschaftliches. Versammlungen. Beuckert, Köpnickerstraße ommen. = villkommen. 38. Gdjte Vermischtes. -L Bitherklub Gäſte Tambourverein Turn Berliner Tageblatt" zufolge sein hohes Entzücken über den Das deutsche Bürgerthum. Der Kaiser hat dem Taunuswald ausgesprochen. Dies veranlaßt patriotische Bürger Wiesbadens, dem Kaiser ein Jagdschloß in dieser Gegend zu schenken. " mit Bon den 247 an Bord das Schiff zum erstenmal geführt habe. Der englische Dampfer " Werfa", welcher am Dienstag Brest verlassen hat und am Freitag in Cardiff eintraf, ist das letzte Schiff, wel ches den" Drummond Castle" gesehen hat. Der erste Difizier ber Werfa" erzählt, daß er gegen 11 Uhr Die hiesige Zahlftelle des Vereins der graphischen Wegen Bergehens gegen das Vereinsgefeh" war Arbeiter und Arbeiterinnen hielt ihre Monatsversammlung Meilen nordwestlich vom Leuchtthurm der Queffantinfel abends ein großes elektrisch erleuchtetes Schiff vier unferem Parteigenossen Jahn ein Strafmandat auf 30 M. am 17. Juni im Englischen Garten ab. Nach einem im Statut event. 10 Zage Gefängniß zugegangen, weil er nach Angabe des der Formstecher und Tapetendrucker befindlichen Passus bekommen bemerkt habe. Die Wersa" fuhr in einer Entfernung von einer Polizei- Inspettors Schulz in Schöneberg in einer am 18. Ja nur diejenigen hier in Arbeit tretenden Kollegen ihre Reise- halben Meile am" Drummond Castle" vorbei, während dieser nuar d. I. stattgefundenen Bersammlung nach einer wegen der unterstüßung, die die Stellung durch den Arbeitsnachweis der der Küste zuzufahren schien. Der Leuchtthurm war infolge der Polizeiftunde erfolgten Auflösung fich nicht schnell genug Formftecher und Tapetendrucker erhalten haben. Dieses wollen Finsterniß nicht zu sehen. Die Felfen ragen an jener Stelle drei entfernt haben sollte. Gegen dieses Strafmandat hatte Jahn die Kollegen dahin abgeändert haben, daß alle, gleichviel Bewegungen des Drummond Castle" nicht verstehen konnte, ers Meilen weit ins Meer hinein. Da der erste Schiffsoffizier die richterliche Entscheidung beantragt und war auch in der Ber- ob sie die Stellung durch den Arbeitsnachweis oder sonst flärte er seinen Kameraden, daß das Schiff, wenn es seinen Kurs handlung am 31. März b. J. auf Antrag des Staatsanwalts vom woher erhalten, ihre Reifeunterstüßung bekommen. Ein Schöffengericht beim Amtsgericht II Berlin freigesprochen worden. dahin gehender Antrag Sillier, eine Urabstimmung nicht ändere, unbedingt verloren sei. Gegen dieses freisprechende Erkenntniß hatte nunmehr der oben über diese Frage vorzunehmen, wurde einstimmig angenommen. des Dampfers befindlichen Menschen sind nur drei gerettet worden: genannte Polizeinspektor, resp. seine Behörde, Berufung beim Darauf referirte Frau Greiffenberg über die Stellung der außer den zwei Mann von der Schiffsbesatzung noch ein Deutscher Landgericht II Berlin, eingelegt, weil, wenn nicht auf grund des Frau im heutigen wirthschaftlichen Leben. Rednerin forderte namens Karl Marquardt, der ein wohlhabender Minenagent Vereinsgesetzes, so doch auf grund§ 865 des Str.-G.-B. eine Ver- zum Schluß des mit reichem Beifall aufgenommenen Vortrages aus Südafrika und Bruber eines Hotelbesizers in Stuttgart urtheilung hätte erfolgen müffen. In der gestrigen Berhandlung die Anwesenden auf, recht thatträftig für die Organisation zu sein soll. Nach seiner Erzählung stand er im Augenblick der vor der 4. Straftammer des Landgerichts II Berlin machte Jahn agitiren. Darauf machte der Borsitzende bekannt, daß über die Ratastrophe zwei Londoner Kaufleuten auf Deck von neuem geltend, daß er an dem fraglichen Abend nur des von den Kollegen der Firma Wilh. Böhnie aufgestellten Forde- und rief, einen Rettungsgürtel ergreifend, den anderen zu, das halb einige Augenblicke nach der ausgesprochenen Auflösung figen rungen: Bezahlung der gesetzlichen Feiertage, 10 pet. Buschlag gleiche zu thun. Diese aber wollten die Loskettung der Rettungsgeblieben sei, weil er als Berichterstatter noch einige Morte für Nachtarbeit, Lohnerhöhung für die Arbeiterinnen und Ab- boote abwarten und versanten mit dem Schiff. An Marquardt's niederzuschreiben hatte, sich überdies auch sofort entfernte, als schaffung einzelner Mißstände in der Fabrik, noch kein definitiver Rettungsgürtel flammerte sich im Wasser eine Frau an. Sie der Polizeibeamte, der faft regelmäßig nicht nur jede Ber Befcheid vorliegt, da sich die Firma bis 18. Juni Bedentzeit fonnte eine Strecke mit schwimmen, bis ihre Kräfte versagten fammlung wegen der Polizeistunde auflöfte, sondern ebenso ausgebeten hatte. Recht traurige Löhne bekommen die bei und die Wellen über ihrem Haupte zusammenschlugen. Marquardt regelmäßig Denunziationen gegen einige Theilnehmer machte, dieser Firma beschäftigten jüngeren Lithographen, fand gleich den beiden Matrosen Wood und Godbodt an ihn herantrat. Uebrigens tenne das Vereinsgefet gar teine welchen viele mit dem horrenden Lohn von breizehn hohle Planke, die mit ihm der Insel Molène zutrieb. Dort einem Gaft immer noch 15 Minuten Frift zum Berlaffen des Versammlung befundete ben dort beschäftigten Kollegen ihre vollste gebracht. Die Leichen des Rapitäns Pearce vom Dampfer, Drummond Lotals freistehen; auch sei es doch undenkbar, daß 200 Menschen Sympathie und versicherte voll und ganz hinter ihnen zu stehen. auf einmal das Lokal verlassen könnten. Bezeichnend war es, Den sich im Streit befindenden Angestellten der Privatpoft, fo- Castle" und der drei Offiziere Wayman, Hicks und Brown daß der Vorsitzende der Straffammer auf die letztere Bemerkung wie den ausgesperrten Hutmachern wurden 25 resp. 50 m. be- wurden aufgefunden. Der noch lebend aufgefischte Offizier Elis, der jedoch gleich darauf verstarb, war, wie Marquardt, der Jahn's entgegnete, daß es jedem Polizeibeamten freistehe, zu denun- willigt. ziren, wen er wolle. Die von Jahn vorgeschlagenen Zeugen waren nicht geladen worden. Der Staatsanwalt beantragte nun- oft- Gule Waldemarfir. 14: Deffentliche Gefundheitspflege liebtefte. Arbeiter- Bildungsschule. Dienstag Abend von 9-10% uhr: Güdiezt vollkommen genesen ist, erzählt, bei den Passagieren der be mehr auf grund der Aussage des als Zeuge geladenen Polizei-( Nahrungs- und Genußmittel, Wohnung und Gesundheit, öffentlicher KinderInspektors Schulz gegen Jahn 20 M. Geldstrafe event. vier schub, Schulgesundheitspflege, Fabritgefeßgebung, Fürsorge für Arbeiterinnen.) Herr Dr. Gustav Heymann. Nordschule, Müllerstraße 179a: Tage Gefängniß nach§ 365 des Str.- G.- B Abs. I, was Jahn Natur- Ertenntniß.( Antife und moderne Naturbetrachtung. Revoveranlaßte, dem Staatsanwalt den besagten Paragraphen lution durch Kopernikus, Galtlet und Newton. Experimentelle Forschung. Philofophie und naturwissenschaftliche Forschung. Innerer Zusammenhang vorzulesen, der folgendermaßen lautet: Wer in einer der Naturträfte. Rob. Mayer, Helmholz. Geſetz von der Erhaltung, der bis 9 Uhr statt. Schanfftube oder an einem öffentlichen Vergnügungsorte Kraft und des Stoffes. Einheitlichkeit der Materte. Grundzüge des über die gebotene Polizeiftunde hinaus verweilt, un Darwinismus.) Herr Dr. G. Joël. allen Unterrichtsfächern Vertreter geachtet der Wirth, sein werden neue Theilnehmer, Damen und Herren, jeder Beit aufgenommen. ein PolizeiArbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Vorsitzender: Ad. Neubeamter ihn zum Fortgehen aufgefordert hat, wird mit Geldmann, Basewalterfir. 3. Alle Menderungen im Bereinstalender sind zu richten strafe bis zu fünfzehn Mart bestraft", worauf der an Friedr. Kortum, Manteuffelftr. 49, v. 2 Tr. Dienstag, Abends 9-11 Uhr: Staatsanwalt feinen Antrag dahin korrigirte, daß er nur 15 M. uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Stein eiche( Böttcher), Neue Friedrichstraße 20 bei Keller. Senefelber Rosenthaler ohne Gefängnißftrafe beantragte. Jahn hingegen beantragte seine ftraße 67 bet Babiel. Gerechtigtett eften, Bülowftr.59 b. Werner. Freisprechung, bezw. Bertagung der Sache, um die von ihm & cho II, Zinienftr. 19 bet Neumann. Freiheit II, Adlershof, WöllThn'scher Humor, Straußbergerstraße 8 bet Röll. beantragten Zeugen zu laden. Das Gericht erkannte aber auf ftein's Luftgarten. unverzagt II, Moabiter Klubhaus, Beuffelftraße 9. Fretes Lied, grund des Bereinsgefeges, welches nur von einer Friebrichsberg, Friebrich- tariftr. 11 bei seinede.- Norb- ft, Landsberger Auflösung spreche und sofortige Entfernung aller Anwesenden Aulee 152 bet Göbel.- Rothe Rette II, Ruppiner- und Schönholzer Auflösung wegen der Polizeistunde, während andererseits dann Mart oder von pro Woche nach Hause geben müssen. Die Bet eine wurde er von einem Fischerboot aufgenommen und an Land Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet heute Abend von S Liebenwalde. Wir bedauern sehr, die Angelegenheit nicht behandeln zu können, da uns eine eingehende Information fehlt. Wir wären Ihnen aber sehr dankbar, wenn Sie uns den Auss gang des Prozesses mittheilen. Lindlar. Wir wissen nichts von einer derartigen Zuschrift und werden gegebenenfalls in ihrem Sinne verfahren. B. F. 100. Göthe sagt: E3 trägt Berstand und rechter Sinn mit Kunst sich selber vor. Für den Selbstunterricht in der deutschen Sprache empfehlen wir Ihnen Daniel Sander's vortreffliche deutsche Sprachbriefe( 20 Briefe à 1 M.), die Sie von jeder Buchhandlung beziehen können. Für den Juhalt der Juserate über. nimmt die Redaktion dein Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Dienstag, den 28. Juni Opernhaus. Tristan und Jfolde. Neues Opern Theater.( Kroll.) Die verlaufte Braut. Phantasien im Bremer Rathsteller. Schauspielhaus. Die Karolinger. Deutsches Theater. Die Weber. Leffing- Theater. Das Modell. Berliner Theater. Faust. Uenes Theater. Das Damenbuell. Vorher: Das Frauenbataillon. Rendenz- Theater. Der Stellvertreter. Vorher: Erlauben Sie Madame! Theater Unter den Linden. Die Fledermaus. Schiller- Theater. Vergnügte Flitterwochen. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Belle- Alliance- Theater. Tata Toto. National Theater. Liebe. Rabale und Shiller- heater. Apollo- Theater Mähr's Variété intl. 3ähne Dienstag, abends 8 Uhr: Vergnügte Flitterwochen. und Konzert- Garten Mittwoch, abends 8 Uhr: Vergnügte Friedrichstraße 218. Dir. J. Glück. Flitterwochen. Urania. Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt, ab. Eintritt 50 Pf. Wissenschaftl. Theater abends 8 Uhr. Invalidenstr. 57/62, Lehrt. Stadtbahnh. Sternwarte täglich geöffnet v. 7 Uhr abends ab. Eintritt 50 Pf. Die Spree- Amazone Posse mit Gesang und Tanz in 1 Art v. A. Sennfeld. Musik v. Paul Limeke. Anton Emil Pummel Henry Bender. Wanda Kiesel Else Linda. Tilli Clara Antonie. Oranienstr. 24. Eröffnung des vollständig renovirten Gartens. Die Vorstellungen finden auf der neu erbauten Sommerbühne statt. 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Verschiedenes. 140/14 Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Kollegen, in der Versammlung zu erscheinen. Die Lohnkommission. J. A.: Fritz Kater, Lübeckerstr. 36. Achtung! Allgem. Kranken- u. Sterbe- 19 kasse der Deutschen Drechsler und deren Berufsgenossen. ( E. H. 86 Hamburg, Bezirk C. Berlin.) Unter. Achtung! Mittwoch, den 24. Juni, abends 6 Uhr, Grenadierftr. 33: Den Mitgliedern nachträglich zur Baudeputirten- Versammlung der Putzer Berlins. Nachricht, daß unser Mitglied Gr. öffentliche Parteiversammmlung Leopold v. d. Domhoff der sozialdemokratischen Genossen des 3. Berl. Reichstagswahlkreises Tagesordnung: am Dienstag, den 23. Juni, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Möhring, Admiralstr. 18c. 1. Vortrag des Genoffen Ewald über: Vereinsgefeh. 2. Abrechnung der Vertrauensperson. 3. Amtsniederlegung der Vertrauensperson Wilhelm Börner resp. Weiterführung der Geschäfte durch die alten polizeilich vor läufig geschlossenen" Vertrauenspersonen. 213/ 12* Um zahlreiche Betheiligung ersucht Wilh. Börner, Vertrauensperson. Achtung, 6. Wahlkreis! Das Erscheinen sämmtlicher Deputirten ist dringend nothwendig. Auf Liste 75( Bau Kurfürstendamm 132) ist irrthümlich Kurfürstendamm 108 gedruckt. Die Puzarbeiten in der Garnisonkirche( Blücherstraße) am Sonntag, den 14. d. M., nach hat der Buzmeister Langnick übernommen. Dies den Kollegen zur Kenntniß. langen Leiden verstorben ist. 2815b 295/2 Die Lohnkommission der Puher. Die Ortsverwaltung. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß meine liebe Sensti, Große öffentliche Versammlung aller Frau Marie Kabus, geb. Genti Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäschebranche ftorben ift. am 20. Juni, abends 9 Uhr, ver23096 Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 24. Juni, nachm. 6 Uhr, von der Leichenhalle des fath. Kirchhofes, Herrmannstraße( bei Briz) aus statt. Der trauernde Gatte. Todes- Anzelge. Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß meine liebe Frau Anna Müller, geb. Talke, am 20. d. M., 114 Uhr, nach langen Leiden sanft am 23. d. M., nachm. 5 Uhr, vom Kreis- Krankenhause zu Briz aus statt. Um stille Theilnahme bittet 2310b Gottfr. Müller, Maurer. Mittwoch, den 24. Innt d. I., abends 8 Uhr: entschlafen ist. Die Beerdigung findet Große Volksversammlung in Gründel's Salon, Brunnenstrasse 188. Tages- Ordnung: = 1. Vortrag des Genossen G. Ledebour über die internationale Politik der Sozialdemokratie. 2. Diskussion. 3. Die Gewerbegerichts- Wahl. 4. Verschiedenes. 220| 14* Buchdrucker! Rollegen, welche gegen Tarifgemeinschaft sind, tönnen sich Flugblätter, am Mittwoch, den 24. Juni, abends 8/2 Uhr, im Saale der Brauerei Friedrichshain( früher Lips), am Königsthor. Tages Ordnung: 1. Bericht der Dreizehner- Kommission über ihre bisherige Thätigkeit im Anschluß einer fritischen Beleuchtung über das Protokoll der Reichskommission für Arbeiterstatistit. 2. Diskussion. 3. Ausgabe der Fragebogen. 4. Neuwahl eines Delegirten zur Gewerkschafts- Rommission. 5. Berschiedenes. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Die Herren Arbeitgeber Die Dreizehner- Kommiffion. find eingeladen. Die 251/11 Soeben erschien: des ArbeiterVerkehrsAlmanach für Berlin und Umgegend. Preis 20 Pf. Zu beziehen durch alle ParteiBuchhandlungen, Kolporteure und Zeitungsspediteure, sowie vom Verlage Hans Baake, Berlin S., City Passage. Sommer- Ausgabe Der Vertrauensmann für Rosenthaler Vorstadt u. Gesund brunnen. Die in diesem Ginne, gehalten, aur Max Richter, Grüner Weg 65, W. Brinkmann. Große öffentliche Versammlung für alle im Handels- u. Transportgewerbe beschäftigten Hilfsarbeiter am Dienstag, den 23. Juni, abends 9 Uhr, im Lokale des Herrn Boltz( Feuerstein), Alte Jakobstraße 75. Tagesordnung: 1. Bericht vom zweiten Berufskongreß und Wahl ber Revisoren für den Vertrauensmann der Handelshilfsarbeiter Deutschlands. 2. Abrechnung und Neuwahl des Vertrauensmannes. 3. 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Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. 47082*