Nr. 147. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzs band: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Beitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508 Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Eine Enquete über Frauenarbeit.*) Freitag, den 26. Juni 1896. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. erschienen alles in allem zur Vernehmung! Diese Bierzehn wieder von Arbeitern herrühren. Diese Unterstützungen bestehen mußten im großen und ganzen die Aussagen der Ar- nicht nur in Nahrung, sondern auch in abgetragenen Kleidern beiterinnen Expertinnen bestätigen. Ja, einige erklärten, der besserfituirten Arbeiterfamilien. daß es in einzelnen Betrieben ihrer Branchen theilweise noch ungünstiger sei, als die Expertinnen ausgesagt. Kennzeichnend für das Elend, in welchem die Wiener Arbeiterinnen leben, sind die Löhne, welche zur Kenntniß der Wien, im Juni 1896. Bom 1. März bis 21. April tagte in der niederösterreichischen Arbeiterinnen bas Erscheinen vor der Enquete Kommission zu verhältnisse einiger Branchen angeführt. Die in der Stein= Arbeiterexperten wurden über 300 vernommen; um den Enquete gebracht wurden. Zur Beweisführung, seien die LohnHandels- und Gewerbekammer eine privat veran erleichtern, wurden die Expertinnen entschädigt. Lohnverlust druck er branche beschäftigten Arbeiterinnen verdienen 1,50 ftaltete Enquete, welche weiteren Kreisen Klarheit über das Elend hatten die Arbeiterinnen nicht, da die Sigungen erst um 7 Uhr bis 4 fl. 3wei Drittel dieser Arbeiterinnen erkranken an der weiblichen Arbeiterschaft gehen sollte. Um feine Zweifel an abends begannen. Die Vernehmung wurde so gehandhabt, daß Tuberkulose und leiden unter Bronceftaub und Terpentingeruch. der Unparteilichkeit und Objektivität der privat veranstalteten aus jeder Branche zuerst ein männlicher Experte den tech- In der Wirkwaarenbranche gehen die Löhne von Enquete aufkommen zu lassen, wurde die Kommission, welche die Ber- nischen Prozeß und die Verdrängung der männlichen durch weib- 1,50 fl. aufwärts und haben nur Vorarbeiterinnen nehmungen zu leiten hatte, aus Angehörigen verschiedener Partei- liche Arbeiter schilderte. einen Lohn von 5-6 fl. Mieder näherinnen, richtungen zusammengefeßt. Einige der bekannteren Namen der Kommissionsmitglieder seien Die Expertinnen gehörten ein und vierzig Branchen an welche schwere physische Anstrengung bei den Nähmaschinen haben, seien hier angeführt. Neben wobei in betracht kommt, daß einzelne Industriearten wie beispiels- verdienen von 3-6 fl.; ebenso Schürzennäherinnen. UeberzeitProfessor Philippowich und dem jungczechischen Reichsraths- weise die Metallindustrie, welche in verschiedene Zweige zerfällt, als und Nachtarbeit ist in diesen Branchen nicht nur bei HeimAbgeordneten Profeffor Raizl befanden sich Abg. Bernerstorfer, eine einzige Branche angeführt ist. Die Expertinnen machten arbeiterinnen in vollster Blüthe, sondern auch bei jenen, welche in Dr. Leo Verkauf, der christlichsoziale Professor der Theologie durchweg den Eindruck der Glaubwürdigkeit, mit Ausnahme Fabriken arbeiten; diese nehmen nach Beendigung des 11stündigen Bater Scheicher, Baronesse Vogelsang, Mitarbeiterin der von dessen, daß manche Expertin sichtbar bestrebt war, ihre Arbeits- Normalarbeitstages Arbeit mit nach Hause. Auch die Entlohnung ihrem Bater gegründeten, Christlichsozialen Monats- und Lebensverhältnisse besser darzustellen, als es den That der Schneiderinnen, welche eine zweijährige Lehrschrift" und des Klerikalen Vaterland", Organ des frommen" fachen entsprechend ist. Dies erklärt sich einerseits daraus, daß zeit absolviren müssen, ist die denkbar niedrigste. In Adels in Desterreich; von den Unternehmern der Buchdruckereibefizer die Expertinnen fürchteten, von ihrem Arbeitgeber als die ben Salons find 1500, in den fleinen Werks Engel und von Sozialdemokraten Dr. Viktor Adler und Adelheid Popp. Expertin erkannt zu werden und im Falle Von den Stützen der Ausbeutung wurde diese Absicht der Wer günstiger Aussage die Entlassung zu un stätten 2500 Arbeiterinnen beschäftigt. Außerdem sind dort noch zu erhalten. Die That die unkontrollirbaren vielen Heimarbeiterinnen. anstalter allerdings wenig refpeftirt; die sattsam bekannte sächlich haben bis jetzt drei Unternehmer Arbeiterinnen, Entlohnung beträgt pro Tag 0,40-2 fl., jedoch ist 0,80 fl. Arbeit", ein Organ zum Schuße der Ausbeutung und ihrer welche vier, zwölf und siebenundzwanzig Jahre bei der am häufigsten vorkommende Lohnsay. Dabei kommt aber Begleiterscheinungen, geberdete fich wie toll. Diese Stüße der ihnen arbeiteten, entlassen, weil sie vor der Enquete- Kommission in betracht, daß die Saison im günstigsten Fall 5-7 Monate Industriellen wollte die Glaubwürdigkeit der in der Enquete ge- erschienen sind. währt, und in der übrigen Zeit der Lohn ausfällt. Von den machten Aussagen dadurch erschüttern, daß fie die Expertinnen Andere Expertinnen wieder zögerten aus falfcher Sterbefällen entfallen 60 bis 70 pt. auf Zuberkulose. als zugetrieben" von der Sozialdemokratie bezeichnete und ver- Scham ihre wahre Lage einzugeftehen. Erröthend, mit Thränen Die Kunst blumen Arbeiterinnen stehen häufig im sendete an alle Gönner, d. h. Unternehmer, eigene Birfuläre, tämpfend, beantworteten sie stotternd die an sie gestellten Fragen. Monatslohn und und erhalten Frühstück in denen sie auf jene Nummer ihres Blattes aufmerksam machte, in Manche schämte sich einzugestehen, daß ihre Durchschnitts- vom Arbeitgeber. Mittagskost Die Arbeitszeit wird nicht nur für die welcher sie in der ihr eigenthümlichen perfid gemeinen Weise nahrung aus Kaffee, Kartoffeln, Brot und nur ab und zu aus Arbeiterinnen, sondern auch für die vielen jugendlichen Lehr die Enquete und die Expertinnen beschimpfte. Es war ein ver- Pferdefleisch bestehe. Zu den besser fituirten Arbeiterinnen mädchen auf 16, 18, 20 Stunden und die ganze Nacht durch gebliches Beginnen; die Enquete hat insofern ihren Zweck erzählen schon jene, welche für eine aus oft 6 Personen bestehende ausgedehnt. Die Löhne bei diefer Branche betragen nebst an reicht, als niemand mehr zu leugnen wagt, daß die Arbeiterinnen Familie am Sonntag ein halbes Kilo Rindfleisch zu tochen in der geführter Kost und Wohnung 6, 8 und in günstigen Fällen 10 in einem furchtbaren Elende leben. Lage find. und 12 fl. monatlich. Bei Zwischenmeistern wie auch in den Eine Seltenheit waren Expertinnen, welche sagten, sie effen 23 äschereien ist es eine häufige Erscheinung, daß bis 15 jeden Tag etwas Fleisch; meist waren dies solche, welche an auch 20 Mädchen als Dienstboten aufgenommen werden. Die ihren Eltern eine Stüße haben und nicht, wie es häufig um- Schlafstellen dieser Arbeiterinnen sind sehr mangelhafte; vielfach gefehrt angegeben wurde, selbst jemand unterstützen müssen. Auch Vertreter des Handelsminifteriums und der Statt bekommen sie nur irgend eine alte Decke am Fußboden, in demGleich schlecht wie die Ernährung sind die Wohnungs- felben Raum, wo tagsüber gearbeitet, oft von vielen Leuten halterei wohnten als Zuhörer der Sigung bei. Um die verhältnisse der Wiener Arbeiterinnen. Viele sind als Bett- gewaschen wird. Der Monatslohn ist meist 4-6 ft. Objektivität vollständig zu wahren, versandte die Kommission mädeln" in Küchen, andere mit der Mutter und noch einer ein Communiqué an die Tagesblätter, mit welchem mitgetheilt Schwester in einer einfenstrigen Kammer. Im Dachdeckergewerbe werden zwei Frauen zus wurde, daß die Enquetetommiffion lebhaft wünsche, es mögen sammen vor einen Wagen in der Größe, daß ein Pferd vers Das gräßlichste und allerdings auch bekannteste Wohnungs- wendet werden könnte, gespannt, und müssen sie Material in auch Unternehmer vor der Rommission erscheinen, um elend wurde von den 3iegel- und Bauarbeiterinnen der Schwere von 600-800 Kilo ziehen. Ihr Tagelohn ist eventuell die Aussagen der Expertinnen ihrer Brauchen zu erzählt. Eine Biegelarbeiterin, welche angab, daß in dem 80-95 fr. bei 11stündiger Arbeitszeit. In der Metalldementiren. Hierbei zeigte fich wieder, wie gerne die Unter- Bimmer, in welchem sie mit ihrem Manne wohnt, noch zehn branche leiden die Arbeiterinnen unter den schädlichen nehmer einen Schleier über die Entlohnung und Behandlung andere Personen seien, darunter Fremde, welche von den Vor- Einflüssen von Echwefel, Salpeter, Salzsäure, Cyankali und ihrer Arbeiterinnen werfen wollten. Bierzehn Unternehmer gesetzten zugetheilt sind, antwortete auf die Frage, ob bei Ent- Grünspan. Sie müssen theilweise so schwere Arbeit verrichten, bindungen die Männer hinausgehen: Die welche daß ein männlicher Experte erklärte: Lieber wäre ich brotbaratter haben, aber schaffen kann man's los, bevor ich so etwas thun würde."" Biele Expertinnen er ihnen nicht!" flären, daß Abortus und Todtgeburten, bei ihnen just ausnahmslos vorkommen. Und wenn das nicht, so sterben die Kinder im jugendlichen Alter. Die Löhne sind hier etwas höher, doch sind Die Bedeutung der Enquete mußte schließlich auch von den berufenen Behörden gewürdigt werden und schon nach den Auf fehen erregenden Aussagen in den ersten Sigungen, war das Gewerbe Inspettorat bei allen Sigungen vertreten. W Die Wiener Enquete ist zwar schon früher besprochen worden, allein die obige zusammenfassende Besprechung, die aus berufenster Feder kommt, verliert dadurch nicht an Werth. Redaktion des„ Vorwärts". 5] Rienzi. Der letzte der römischen Volkstribunen. Roman von Edward Lytton Bulwer. " " Häufig wurde von den Expertinnen konstatirt, daß, wenn sie in Fällen außerordentlicher Noth Unterstützungen bekommen, diese 3weites Kapitel. hatte die Macht der Edlen außer ihren eigenen Launen Ein historischer Ueberblick der von denen nicht gelesen oder der gegenseitigen Eifersucht und Fehden, eigentlich zu werden braucht, welchen nichts daran liegt, daß sie feine Grenzen mehr. Obgleich sie durch fabelhafte Stamms verstehen, was sie lesen. register ihren Ursprung von den alten Römern abzuleiten Jahre waren vergangen und der Tod des jungen fich anmaßten, waren sie dem größeren Theile nach die Söhne Römers ward über noch weniger zu entschuldigenden Morden der kühnen nordischen Barbaren, und mehr durch italienische Lift bald vergessen vergessen beinahe von den Eltern des befleckt, als mit Liebe zu ihrem Vaterlande erfüllt, in dem Erschlagenen, über dem wachsenden Rufe und dem Glücke sie sich als die Gewaltherrscher eines entarteten Volkes Der Blumenkranz des armen Kindes hatte selbst beim des älteren Sohnes, nie wieder vergessen noch vergeben fühlten. Während das übrige Italien, besonders Florenz, Fallen sich nicht von seinem Arme losgemacht und hing von diesem Sohne selbst. Aber zwischen diesem blutigen Venedig und Mailand sich in Zivilisation und Kunst immer noch immer an ihm. Dieser Anblick rief in Cola all die Prologe und dem darauf folgenden politischen Drama mehr den anderen Staaten Europa's näherte, schienen die Zärtlichkeit, das gütige Herz und die gewinnende Anmuth zwischen dem verbleichenden Interesse eines Traumes und Römer eher rückwärts als vorwärts zu schreiten. Ohne seines einzigen Bruders seines einzigen Freundes zurück! den fräftigeren und dauernderen Aufregungen des thätigen gute Gesetze, ohne Industriefleiß, dem ritterlichen Betragen Er schien das vorzeitige und unverdiente Schicksal des un Lebenssei es gestattet, eine kurze und gedrängte Ueber eines friegerischen, wie den Tugenden eines friedlichen schuldigen Knaben noch unmenschlicher zu machen. ficht des Zustandes und der Verhältnisse jener Stadt zu Volkes fremd, wohnte in ihnen noch immer Sinn und VerMein Bruder! Mein Bruder!" seufzte seufzte der Ueber- geben, in der die Hauptszenen dieser Geschichte sich abspielen. langen nach Freiheit und noch immer suchten sie in vers lebende, wie soll ich vor unsere Mutter treten?- wie Ungeachtet der verschiedenartigen und miteinander ver- zweifelten Kämpfen für Rom den Namen„ Hauptstadt der ohne Dich Nacht und Einsamkeit ertragen? so jung, so mischten Volksstämme, welche sich, gewaltsam eindringend Welt" zu behaupten. Während der beiden letzten Jahrunschuldig! Seht, Ihr Männer, er war nur zu fanft. in der Stadt der Zäsaren niedergelassen, hatte die Be- hunderte hatten sie mehrere Umwälzungen erlebt,- kurz, Und sie wollen uns nun Gerechtigkeit verweigern, weil sein völkerung Roms ein dunkles Bewußtsein ihrer Ueberlegen- oft blutig, aber immer ohne Erfolg. Noch immer war Mörder ein Edler und Colonna ist. Und auch noch dieses heit über die übrige Welt behauptet, und wenn auch den ihnen die Sehnsucht nach einer Volksherrschaft nicht ganz Gold Gold für das Blut eines Bruders! Wollen Sie" fräftigen Tugenden der Republik entartet, war ihr noch jene erstorben. Die dreizehn Stadttheile ernannten je ihre - und die Augen des jungen Mannes funkelten wie Feuer- kühne und schwer zu bändigende Unruhe eigen, welche die Plebs Dberhäupter, und die Versammlungen dieser obrig,, wollen Sie uns keine Gerechtigkeit verschaffen? Die Zeit des alten Forums charakterisirte. Unter einem wilden, wenn feitlichen Personen, welche man Caporioni nannte, wird es lehren!" auch nicht muthigen Böbel benahmen die Adeligen sich mehr besaßen in der Theorie ein Ansehen, das fie nie Während er so sprach, beugte er sein Haupt über die als unbarmherzige Banditen, denn als weise Tyrannen. Die weder den Muth noch die Kraft hatten, geltend zu Leiche, seine Lippen bewegten sich, wie zum Gebet; dann Päpste hatten erfolglos mit diesen hartnäckigen und stolzen machen. Noch hörte man den stolzen Namen Senator; erhob er sich und sein Antlig war blaß, wie der Todte Patriziern gekämpft. Die Oberhäupter der Kirche des aber zu jener Zeit war dieses Amt zwei oder drei Männern neben ihm nicht aber war es mehr der Kummer, der übrigen Europa's saßen wie bedrohte Gefangene im Vatikan; übertragen, welche bisweilen von dem Papfte, bisweilen diese Blässe verursachte. ihre Macht wurde verhöhnt, ihren Befehlen Trotz geboten, von den Adligen gewählt wurden. Das an den Namen Von diesem Augenblick war Cola di Rienzi ein anderer ihre Personen öffentlich beschimpft. Als achtunddreißig sich knüpfende Ansehen schien keine bestimmte Grenzen zu als zuvor. Mit seinem jungen Bruder war seine eigene Jahre vor den Ereignissen, mit denen wir uns beschäftigen haben. Es war eine oberste Dittatur oder ein beJugend gestorben. Ohne dieses Ereigniß wäre der künftige werden, ein Franzose unter dem Namen Clemens V. den deutungsloses Puppenspiel, je nachdem der jeweilige Befreier Roms nur ein Träumer, ein Gelehrter, ein Stuhl des heiligen Petrus bestiegen hatte, vertauschte der Machthaber die Kraft hatte, die angenommene Würde Dichter gewesen der friedliche Nebenbuhler Petrarcas, neue Bapst mit mehr Klugheit als Muth Rom mit der zu behaupten. Nur dem Adel wurde dieselbe ein Mann der Worte, nicht der Thaten. Seit jener Zeit ruhigen Zurückgezogenheit in Avignon, und in die üppige verliehen und nur von Adligen wurden alle Gewaltthätigaber richteten sich seine Gedanken, seine Pläne, seine That Stadt einer ausländischen Provinz wurde der Hof des feiten verübt. Wenn je öffentliche Rechtspflege geübt wurde, traft nur auf einen Punkt, und seine Baterlandsliebe er Oberhauptes und der Thron der christlichen Kirche verlegt. so wurden Privatfeindschaften verhandelt, und das, was zur wuchs zu dem Leben und zu der Kraft einer Leidenschaft, So selbst von den Banden befreit, welche die Anwesen- Aufrechterhaltung der nöthigen Ordnung war, nichts anderes fortwährend angefacht und genährt- durch die Nache. heit des Papstes doch nicht völlig( abzustreifen erlaubte, als Bollziehung von Racheplänen. ( Forts. folgt.) Der Unteroffizier Tobolleck wird in der Geschichte schickt uns das Bourgeoiselement der französischen Jugend, das des Militarismus einen hervorragenden Platz einnehmen. In den Lumpenfabriken ist gleichfalls eine große unseren Intereffen und Bedürfnissen vollständig fernsteht, ganz An dem Prozeß, in dem er die Hauptrolle spielte, ist Staubentfaltung. Gleich Arbeiterinnen anderer Betriebe ernsthaft Beglückwünschungs- Telegramme bei Gelegenheit der alles lehrreich. Selten gelingt es, die Eigenarten erklären diese Expertinnen, daß sich in der Fabrik Feste des schlimmsten Feindes aller dieser Rechte und der freien des Militarismus in so präziser Gestalt dokumenwohl ein Exhaust or zur Verminderung des Staubes Entwickelung der Gesellschaftsklassen, und begreift nicht, daß wir tarisch festzustellen. Da ist zunächst die Thatsache, befindet, doch werde er 11 112 in Betrieb gefeßt, für diese Glückwünsche nur ein Lächeln haben. wenn der Besuch des Gewerbe Jnspettors avisirt Dieser Brief soll die Grundverschiedenheit der Anschauungen die man im klassischen Lande der Anklagen wegen werde. und Bestrebungen zeigen, welche zwischen dem Theil der Beamten- und Militärbeleidigung allerdings gewohnt In den Kamm und Fächer Fabriken werden zu russischen Jugend, der sich nicht auf eine passive Betrachtung ist, daß nicht der Unteroffizier Tobollect, gegen den be täglich 12stündiger Arbeitszeit 12- und 18jährige Mädchen der Bachanalfen, die um uns herum gefeiert werden, beschränkt gründete Judizien der Soldatenmißhandlung vorlagen, auf und zwischen dem Theil der französischen Studenten vorhanden die Auklagebank gerieth, sondern der Mann, der als Die Arbeiterinnen der meisten Branchen, welche zur Ver- ist, der, ohne unsere Geschichte, unsere Verhältnisse und unsere Beuge der Mißhandlungen, die Tobolleck begangen, diese nehmung gelangten, flagen über die sanitären und fittlichen Bu- geistigen Bedürfnisse zu verstehen, den Individualismus und auf dem vorgeschriebenen Wege zur Anzeige brachte. ſtände. Nur ein Beispiel: Eine Meister expertin der Chauvinismus für das richtige Prinzip hält. Wir wünschen, daß Meisterexpertin Federnschmücker Branche sagte aus, daß viele Lehrmädchen nur diese liebenswürdige Komödie der Beglückwünschungs- Telegramme Man muß sich dabei erinnern, daß der Kriegsminister mit dann freigesprochen werden, wenn sie sich vorher dem zwischen den französischen Bourgeois- Studenten einerseits und der edelen Entrüstung, die dem Manne ziemt, der sich selbst Meister hingeben! den Vorstehern unserer Universitäten andererseits aufhöre. oder seine Freunde gegen ungerechte Beschuldigungen Vom freien Frankreich und dem französischen Pro vertheidigt, oft genug sich dagegen verwahrt hat, die Leute, die sich im Militärdienst oder letariat erwarten und erhoffen wir Begrüßungen, aber nicht daß folche, wie:" Es lebe die Sklaverei"! sondern:„ Es lebe die durch militärische Vorkommnisse beeinträchtigt, oder verFreiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit!" fie sehr fellen über 8. Gine große Zahl verdient aber auch| sich zur Klasse zu entwickeln und ihre Lage begreifen zu lernen, nur 3, 4 und 5 fl. verwendet. Diese Aussage erinnerte lebhaft an das Recht der ersten Nacht" im Mittelalter. Die Bevorzugung hübscher Arbeiterinnen wurde von vielen Expertinnen konstatirt. Mit köstlicher Naivetät antwortete eine Expertin: ja, aber das dauert nicht lange bei einer. Sehr Und unter dieser Devise wollen wir uns nicht nur mit legt glauben, ihre Beschwerden an die Deffentlichkeit Frankreich, sondern mit allen Nationen der Welt vergehen, anstatt auf dem vorgeschriebenen Instanzenwege einigen, weil der Geist des Chauvinismus und der Völker- bei den höheren Vorgesetzten ihre Klage vorzutragen. Da verhetzung dem Programm der Gesellschaftsklasse fremd ist, mit würde für Remedur gesorgt werden. Hier hat es nun deren Schicksal das unsere verbunden ist. einmal der Zeuge einer Militärmißhandlung in der dem Die Gruppe der Studenten der Forsischule von St. Petersburg. Kriegsminister genehmen Weise gemacht, und was war die Mai 1896. le you Politische Uebersicht. Für weibliche und männliche Arbeiter separate Aus- und Ankleideräume sind selten vorhanden. Auch die Waschvorrich tungen sind äußerst mangelhaft, so ist oft für 40 Personen ein einziges Gefäß vorhanden. Seife und Handtücher mußten die Arbeiterinnen meist selbst beistellen. Das Straffystem ist ein sehr ausgedehntes. Für einige Minuten Zuspätkommen Folge? Daß der Beschwerdeführer als Augeklagter auf die werden 10, 20 bis 50 fr. abgezogen oder es müssen viertel und Auflagebant gerieth, glücklicherweise allerdings, da er Zivilist halbe Tage ausgesetzt werden. In einem Betrieb werden für war, vor einem Zivilgericht, während der Beschuldigte als BePlaudern oder Brotessen während der Arbeit 50 fr. abTaftungszeuge gegen ihn ins Treffen geführt wurde. Doch gezogen. Waz mit dem Gelde Gelde geschieht, wissen die Berlin, 25. Juni. in den Verhandlungen trat die Schuld des Zengen Arbeiterinnen nicht, nur in einem Betriebe wird es Im Reichstag drehte sich heute die Debatte um die Tobolleck so sonnenklar zu tage, in den Antฮิ น Weihnachten wieder unter die Arbeiterinnen ver= Ehe worten wichtigen Fragen: Erfordernisse der lag theilt. Das heißt man dann wohl Wohlthätigkeit". so durch dieses klassischen Zeugen häufig sind die Werkstätten in nassen finsteren Kellerlofalitäten schließung, rechtliche Stellung der beiden sichtig das Schuldgeständniß ausgesprochen, daß die einuntergebracht. Auf die Frage, wie oft der Gewerbe- Inspektor hegatten zu einander in der Ehe, Art der müthigen Entlastungsreden der in Dienst befindlichen Untertommt, antworten viele Expertinnen, daß sie einen solchen noch Ordnung der güterrechtlichen Beziehungen und offiziere und Soldaten ihn nicht retten konnten. Sein Annie gefehen, andere nur alle 2, 3 und 5 Jahre. Die bürger Gründe für die Ehescheidung. Der Gesammtfläger wurde freigesprochen, da der Gerichtshof die bes lichen Streife thaten sehr entsetzt und erschrocken ob dieser eindruck der Debatte wurde von einer, der Sozial- hauptete Mißhandlung als erwiesen annahm. Enthüllungen. Der Sozialdemokratie boten sie nichts neues. Demokratie fern, ja feindlich gegenüberstehenden ZuAuch nicht die Thatsache, daß in Kleinbetrieben viele Meister hörerin einem Bekannten gegenüber dahin zusammen- jetzt das Militärgericht die Schuld des Zeugen Tobollect Da tritt natürlich die Frage auf alle Lippen: Wird ihre Arbeiterinnen und Lehrmädchen gleich den Lehrjungen brutal mißhandeln. In den Jahrgängen der sozialdemokratischen gefaßt:" Die einzig konsequenten und " Die einzig fonfequenten und unerbittlichen zu fühnen wissen? Die Wege des Militärgerichts sind Presse ist alles zu wiederholten Malen in verschiedenen Kämpfer für Hebung der Stellung unseres Geschlechts leider in Dunkel gehüllt, und nach den Beweisen von EinBariationen in eigenen Rubriken enthalten. In Versammlungen find doch die Sozialdemokraten, das kann ihnen der Neid nicht geschüchtertheit, welche die annoch dienstthuenden Ferienwurde unzählige Male darüber gesprochen. Gestützt auf diese bestreiten; ihre Unermüdlichkeit und ihr Geschick bewundere kolonisten bei ihrer Vernehmung vor Gericht gegeben haben Thatsachen verlangt die sozialdemokratische Arbeiterschaft Ber- ich um so mehr, als zu gunsten der Arbeiterfrau bereits viel und andererseits bei den Beweisen von Zuversicht auf die mehrung der Gewerbe Inspektoren und Aus- durch sie errungen ist. Ihr anderen seid doch alle ein- gerechte Sache der militärischen Disziplin, die der Beuge stattung derselben mit Exekutivgewalt; die Arbeiterinnen ver- feitige Stümper." Wir haben dieser Kritik nichts hinzu Feldwebel Hizinger an den Tag legte, glauben wir Tangen weibliche Fabritinfpettoren. Bisher zeigten sich die gesetzgebenden Körperschaften blind zufügen und verweisen unsere Genossen auf unseren aus- faum, daß auch jetzt ein Militärgericht zu einer und taub für alle Forderungen zum Schuße der Arbeiterinnen führlichen Parlamentsbericht. Neben dem nicht unwesentlichen gleichen Feststellung des Thatbestandes kommen wird wie Sieg zu§ 1288 sind auch einige Erklärungen der das Zivilgericht. Regierungsvertreter gegenüber den Ausführungen unserer War doch selbst der Staatsanwalt so wenig von der Genossen von Werth. Am Freitag, spätestens am Sonn- Schuld des Tobolleck überzeupt, daß er, trotzdem auch von abend hofft man die zweite Lesung zu Ende zu führen. ihm dem Klempner Noack der gute Glaube bei seiner In dem gestrigen Entrefilet ist leider ein Paffus weg- Anzeige zugebilligt wurde, den erstaunlichen Antrag auf geblieben. Derselbe betraf die, übrigens vom Leser des vier Monate Gefängniß gegen ihn zu stellen verparlamentarischen Berichts dort ersehene, Annahme des mochte, weil der Angeklagte sich einer schweren Beleidigung sozialdemokratischen Eventualantrages zur Beamten- Berant- durch die Behauptung nicht erweislich wahrer Thatsachen wortlichkeit. Voran ging diesem Beschlusse eine treffliche schuldig gemacht habe. Die Absicht des Staatsanwalts Rede unseres Genossen Stadthagen. scheiterte allerdings diesmal an der bessern Einsicht des Nächste Sigung, morgen 11 Uhr: Bürgerliches Gesetz- Gerichtshofes, aber der Antrag an sich verdient gleichfalls buch. in den Annalen der preußischen Militär- und StaatsdienerHerr Redakteur! Die Studenten der Forstschule zu Nancy haben aus Anlaß der Krönung Nikolaus II ein Beglückwünschungs- fabrikanten bei der Berathung ber Margarinevorlage in scheidend die Ehrfurcht vor unserem herrlichen Kriegsheer auf Aufdringlich waren die Herren Margarine Geschichte aufbewahrt zu werden, weil er zeigt, wie ents Telegramm an die Studenten der Forstschule von Petersburg geschickt. Ein gleiches Telegramm erhielten wir nach dem Tode ihren Zumuthungen an die Reichstags- Abgeord das Rechtsgefühl eifriger Staatsdiener einzuwirken vermag. Alerander II. Wir haben weder Grund, uns über die neten in höchstem Grade. Es gewann fast den Anschein, Bier Monate! Welches Maß von Rekrutenmißhandlungen Krönung des neuen Selbstherrschers au freuen, noch den als solle der Widerstand gegen die Margarinevorlage nur hätte wohl der Unteroffizier Tobolleck vollmachen können, Tod des Verstorbenen zu beklagen; deshalb erlauben geführt werden unter dem Gesichtspunkt ihres bedrohten wenn er dieses Strafmaß dafür eingeheimst hätte! wir uns, Sie um die Veröffentlichung folgenden Briefes zu Ausbeuterprofites. Daß für uns Sozialdemokraten ausbitten, um Der Fall Friedmann, den wir hier weder von der schließlich die Interessen der Arbeiterklasse, der Kon1. den Irrthum, der sich schon an die Thatsache knüpft, daß sumenten, maßgebend sind, scheint beispielsweise der bekannte juristischen noch von der sozialen Seite betrachten wollen, französische Studenten uns rührende Telegramme schicken, auszu- Margarinefabrikant Mohr in Bahrenfeld immer hat sich politisch zu einer Niederlage der deutschen Regierung 2. unsere Antwort an die französischen Studenten zu er noch nicht begriffen zu haben, denn er sandte gestern an ausgewachsen. So wie die Dinge sich bei der Prozeßverhandlung herauseinige sozialdemokratische Abgeordnete( und wahrscheinlich Schon in der bloßen Thatsache des gegenseitigen Austausches an andere Abgeordnete ebenfalls) folgende dringliche gestellt haben, war die Freisprechung Friedmann's juristisch unvermeidlich. Das hätte die Regierung wissen müssen, denn von Begrüßungen liegt ein Irrthum, ber aufgeklärt Depesche: werden muß. Der beste Theil der ganzen russischen" Dritte Lesung der Margarinevorlage wahr. wir können nicht annehmen, daß sie vor Stellung des AusJugend verhält sich vollständig oppositionell allen Ereignissen scheinlich heute. Bitte höflichst der Abstimmung lieferungsantrags das Prozeßmaterial nicht geprüft hat. gegenüber, die dazu dienen, den russischen Absolutismus beizuwohnen." Die nothwendige Folge ist, daß bei Uneingeweihten die und der Arbeiterschaft überhaupt. Die ganze Deffentlichkeit auf das Elend der Arbeiterinnen aufmerksam zu machen und die Nothwendigkeit gesetzgeberischer Maßnahmen unbestreitbar nachzuweisen, war der Zweck der Enquete, die Absicht der Veranstalter. Ob sich die österreichische Regierung der Erfassung einer solchen Aufgabe gewachsen zeigen wird, bleibt wohl abzuwarten. Eine Kundgebung ruffischer Studenten. Man schreibt uns: tlären, und tlären. tannten. Ratastrophe zu finden. Wenn es Feste sind, sind es nur Feste der Wenn für die sozialdemokratischen Abgeordneten andere Regierung in den Verdacht kommt, politische Zwecke verfolgt Schmarozer des Zaren, und der unwissenden Masse des Gesichtspunkte maßgebend sein könnten als die Rücksichten zu haben. Und der Sagenmythus, der um den Fall Koze Boltes, welche nicht weiß, was sie thut, Man sieht die ver- auf die Interessen der Arbeiter, so könnte eine solche Ein fich gewoben hat oder berechnend gewoben worden ist, giebt hungerte Menge von außerhalb durch jämmerliche Lockmittel mischung seitens eines interessirten Unternehmers, interesfirten Unternehmers, die dem Verdacht eine bestimmte, für die Regierung gewiß schr in Form vonl armseligen Mahlzeiten und Zändelwaaren zu den Rundgebungen heran. Die Anziehungskraft dieses geradezu an Unverschämtheit grenzt, höchstens das Gegen- unangenehme, und für die obersten Spizen der Gesellschaft Plunders wird durch die Wenn es und des Staates unerwünschte Richtung. Chobinska theil dessen bewirken, was sie beabsichtigt. vonl flar erläutert, wo im Rampfe um diese beinahe 2000 gelänge, in dritter Lesung die bekannten Verschlechterungen, Der schöne Eifer der Erfurter Staatsanwalts Personen umtamen( selbst nach den offiziellen Angaben). Die nämlich das Färben und die getrennten Verkaufsräume schaft in der Verfolgung der Sozialdemokratie ist nicht ruffische gebildete Jugend aber empfindet tiefen Schmerz über die aus der Vorlage herauszubringen, so würden die Sozial- immer mit demjenigen Erfolge gekrönt worden, den sie sich Thatsache der Krönung, weil sie ein Symbol ist der absoluten demokraten für das Margarinegeseh stimmen, ohne jede ersehnte, wie Herr Lorenz zu seiner Trauer bereits wieders Selbstherrschaft, ein Rest barbarischer Sitten; und ebenso tiefen Rücksicht darauf, ob und wie weit die Unternehmerprofite holt erfahren mußte. Auch jetzt wieder konnte ein Verbrecher Schmerz empfindet sie über die Beziehungen der unwissenden Masse geschädigt würden. nicht zur Strecke gebracht werden. Wir haben bereits mits zu dieser Thatsache. ,, Aber die russischen Studenten schicken doch Antworten, in denen Ein Auswanderungsgesetz wird wieder einmal getheilt, wie der Prozeß gegen Genoffen Stegmann, den fte ihren auswärtigen Kollegen für ihre liebenswürdigen Glück- offiziös für die nächste Tagung des Reichstags angekündigt. Geschäftsführer der Tribüne" ausging. Es war ihm als wünsche danken!" Das Reich soll denen seine Fürsorge zuwenden, die, um Sünde vorgeworfen worden, daß er durch Bezahlung Unsere französischen Kollegen hätten wissen müssen, daß die derselben zu entgehen, Haus und Hof verließen und auf der einem Redakteur auferlegten Geldstrafe Begünstigung russischen Studenten, wie im allgemeinen alle Unterthanen des athmeten, als sie den Ozean zwischen sich und der Heimath eines Vergehens verübt habe. Die Staatsanwaltschaft wollte russischen Zaren( man darf nicht vergessen, daß es in Rußland hatten. Die bisherigen Auswanderungs- Gesezentwürfe diese allerneueste Strafthat eines Sozialdemokraten mit im juristischen Sinne feine Bürger, sondern nur" Unterthanen" giebt) sich in einer Lage befinden, in der niemand seine, der waren wesentlich Gesetze gegen die Auswanderung und vom 100 M. Geldstrafe geahndet wissen; indessen hat das Gericht Regierung entgegengesezte Meinung zum Ausdruck bringen tann, ostelbischen Junkergeiſte diftirt, der verhüten wollte, daß dem Staatsanwalt nicht folgen können und Stegmann außer flüsternd, und dies auch nur gegen die nächsten Be. die Arbeiter sich der patriarchalischen Segnungen der Junter freigesprochen. In dem Urtheil ist die Freisprechung entzögen. Zu dem neuen Entwurf soll auch der Kolonial- in folgender Weise begründet worden: Wenn die Regierung sich freut, ist das Volk gezwungen, fich rath zu Rathe gezogen sein. Da dürfte was Schönes zu tage" Der Hauptzweck der Gepflogenheit, die über den Redakteur auch zu freuen; weint die Regierung, muß das Volt auch weinen gefördert werden. Unsere Nationalen" und" Patrioten" verhängten Geldstrafen durch den Verlag zu bezahlen, fei, den und Trauerkleider anlegen. Und nur im Hinblick auf einen schmerzt es tief, daß die deutschen Auswanderer dem deutschen Redakteur dem Blatte zu erhalten und in dieser exponirten folchen Befehl kann man sich die Antworten auf Glückwünsche Mutterlande verloren gehen und sich in freien Ländern eine Stellung keinen öfteren Wechsel eintreten zu lassen. Es müßte zur Begründung der Anklage nachgewiesen werden können, daß flären, welche französische Studenten für ihre liebenswürdigen neue beffere Heimath zu gründen bestrebt sind. Dem könnte die Absicht vorlag, den angeklagten Redakteur überhaupt der Telegramme von feiten russischer Studenten erhalten haben. An freilich leicht abgeholfen werden; man brauchte nur im Bestrafung zu entziehen. Dieser Nachweis sei nicht geführt diesen Antworten sind die russischen Studenten nicht mehr betheiligt, Reiche Zustände zu schaffen, welche den Auswanderern die worden." als früher an dem Telegramm beim Tode des Baren. Der Rektor oder Heimath erträglicher machten. Das würde den Strom der Daß der fragliche Paragraph des Strafgesetzbuchs nur fonftige Beamte der Universität find es, an welche man die Auswanderung bald hemmen; freilich würde Deutschland auf den Versuch gemünzt war, einen Verurtheilten der Glückwünsche schickt, und diese beantworten sie auch wieder. In dann aufhören, das Eldorado des Junkerthums und des Strafe zu entziehen, hätte sich die Staatsanwaltschaft einem solchen Fall ist es für diese Herren unmöglich, an Oppo Militarismus zu sein, und die Erwerbsgenossen des Stumm bei reiflicher Ueberlegung eigentlich selbst sagen können. fition zu denken, weil die Regierung für die Opponenten viele würden es aufgeben müssen, ihre deutschen Arbeiter durch Polen Schöne Ruheorte hat, die mit der administrativen Berbannung und Czechen zu ersetzen. Das ist freilich heute nicht zu er megen Staiserbeleidigung wurde in Darmstadt die noch nicht Chronik der Majestätsbeleidigungs Prozesse. beginnen und in der Peter Paul- Festung enden. Wir kennen einigermaßen die Gründe, warum die französt- hoffen. Aber etwas anderes soll erreicht werden; der Strom der 18jährige Lust dirne Anna Barthel aus Biebrich zu schen Studenten bei den verschiedenen Festen und Familien- deutschen Auswanderer soll dem Mutterlande erhalten bleiben, er drei Monaten Gefängniß verurtheilt. Sie war in an ereignissen unserer regierenden Dynastie so rührende Telegramme soll, wenn nicht Futter für Pulver, so doch ein Ding für die getrunkenem Zustande, als sie die Aeußerung fallen ließ. schicken, und deshalb müssen wir auf die Solidarität mit fapitalistische Kolonialausbeutung werden. Erst dann werden der französischen Bourgeois Jugend ver unsere Kolonien ein wahres Neu- Deutschland werden; an zichten, weil unser Ideal dem Jbeal diefer Jugend der Spitze als Vertreter neu- deutscher Moral und Religion, vollständig entgegengesett ist. Während der beste Theil die Peters, Leist und Wehlan, und gewisse Schifferheder unferer Jugend mit vielem Intereffe die soziale Frage mit ihren Kommis und Sklavenpeitschern und die lieben Kampf gegen die Allianz des Absolutismus mit dem Kapitalismus herbeigelockten deutschen Arbeiter als deal- Kulis, die mit nimmt, und während nicht wenige von unseren Studenten Sehnsucht zurückdenken an die ostpreußischen Strohdächer ihr Schicksal mit dem der Arbeiter vereinigen, die jest anfangen, und die ostpreußische Peitsche. Hurrah, nach Afrika!' aus Anlaß von kaiserlichen Familienfestlichkeiten des Zaren erbehandelt und offen oder heimlich Antheil an dem revolutionären = Die alte Warnung vor Denunzianten, schreibt die Elberfelder Freie Presse", muß immer wieder von neuem er schallen, da es immer noch Arbeiter giebt, welche den Leimruthen gewisser Individuen nicht zu wiederstehen vermögen. So auch vor einigen Tagen in einer Wirthschaft an der Hochstraße, wo ein schon befahrter Mann einen Gaft geradezu provD= sierte, sich über den deutschen Kaiser zu äußern. Nachdem dies geschehen, und zwar in einer nach Ansicht des Provotateurs beleidigenden Weise, geht legterer hin und denunziert worden war. # * Deutsches Reich. Oesterreich- Ungarn. dem Genossen Viotti eine über ihn verhängte Gefängnißfirafe Wegen Alz fein Opfer. Es sollen in der Sache schon Vernehmungen stattgefunden haben. Also nochmals: Ju allen solchen und ähnlichen Fällen Mund zu, Augen und Ohren offen gehalten! Budapest, 25. Juni. In der gestrigen Sitzung der Haupt- von zwei Monaten in eine Geldstrafe von 50 Lire umgewandelt; Profeffors Quidde in München, der am 18. April vom Budapester Kommunal- Aemter nicht mehr von Zuchthausstrafe von drei Jahren, zu welcher vom Gerichte von Das Reichsgericht verwarf am 25. Juni die Revision des städtischen Repräsentanten brachte ein Mitglied des Gemeinde- in Villarotta wurde zwei Sozialisten der Rest der Strafe, die sie Das Reichsgericht verwarf am 25. Juni die Revision des raths den Antrag ein, daß in Zukunft der Bedarf der dort zu verbüßen hatten, erlassen; und endlich wurde die dortigen Landgericht wegen Beleidigung des Kaisers, begangen österreichischen Fabrikanten bezogen und daß Arezzo ein gewiffer Parrini verurtheilt worden war( weil er am 20. Januar in einer Rede in einer fozialdemokratischen neue Verträge mit Lieferanten auch in diesem Sinne abgeschloffen zur Zeit des Aufruhrs auf Sizilien zwei Soldaten verleiten Volksversammlung, zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt werden sollen. wollte, auf ihre Vorgesetzten zu schießen), um zwei Jahre vers Da hat sich ja der ungarische Chauvinismus einmal wieder fürzt. Spanien. in seiner ganzen Engherzigkeit offenbart. Zwei unordentliche Ordnungs- säulen England. sind die Generale Martinez Campos und Borrero. -3oll auf Heringe und Sprotten. Im ReichsDie parlamentarischen Mühlen mahlen oft irgend einer Kinderei wollten sie sich bekanntlich duelliren. tage hat Abg. Dr. Frhr. von Laugen, der bekannte Gönner sehr langsam. Die Bill, welche die Ghe eines Wittwers mit sie im Begriff waren, einander über den Haufen zu schießen, Ahlwardt's, mit Unterstützung seiner Fraktionsgenossen den An- einer Schwester der verstorbenen Frau gestattet und deren An- wurden sie aber leider von der Polizei gestört. Da sie nicht trag eingebracht:" Der Reichstag wolle beschließen, den Herrn nahme durch das Oberhaus wir anzeigten, tam im Jahr 1835, versprechen wollten, das Gesetz zu achten, so wurden sie auf Reichskanzler zu ersuchen, dem Reichstage baldigst einen Gefeß- also vor 61 Jahren, zum ersten Wale vor das Unterhaus und einige Tage eingesperrt. Die Kammer beschäftigte sich tagelang entwurf vorzulegen, wonach ein mäßiger Zoll auf aus ist von demselben vier Dußend Mal angenommen worden, mit der Sache, und heute Abend wird telegraphirt, der Streit ländische frische Heringe und Sprotten eingeführt ehe das Oberhaus sich dazu verstand, der Bill zuzustimmen. In sei endgiltig erledigt. Wie lange werden die zwei Ordnungsund der bestehende Eingangszoll auf gesalzene Heringe und den meisten Ländern sind solche Ghen seit unvordenklichen Zeiten säulen ordentlich bleiben? Sprotten erhöht wird." Es war aber auch jammerschade, daß die frischen Seefische, ein verhältnißmäßig noch immer billiges Nahrungsmittel, den Argusaugen unserer Lebensmittelvertheuerer bisher entgangen waren. erlaubt. Frankreich. Paris, 24. Juni. In ihrer gestrigen Situng fuhr die e a mi mer in der Berathung zur Regelung der Frauen und Kinderarbeit in den Fabriken fort. Bei Artikel 3 - Wie der preußische Fistus sich mit den forderten die Sozialisten Guesde und Vaillant die Einführung Diese Forderung veranlaßte Herrn Bauern herumprozessirt, darüber giebt ein Straf- des Achtſtundentages. prozeß Aufschluß, welcher in der Revisionsinstanz vor dem Straf- Deschanel( Republ), sich in einer längeren Rede über den Sozialis mus zu ergehen, um die bekannten stereotypen Redensarten auſenat des Kammergerichts mit der Freisprechung der angeklagten einanderzureihen. Guesde wollte antworten. Bei der Erklärung, Es waren sieben wegen Uebertretung einer auf die Fischerei daß seine Rede mindestens zwei Stunden in Anspruch nähme, bezüglichen Polizeiverordnung des Regierungspräsidenten zu 30g es jedoch die Kammer vor, sie auf Donnerstag zu verStettin vom 3. Juli 1895 angeklagte Personen vom Schöffen- tagen. Bauern endete. Man schreibt dem Berl. Tagebl." darüber: W -O Belgien. nur 100 Türkei. - Albanesische 3. Nachrichten zufolge, welche aus Prizrend in Belgrad eingetroffen sind, hat der Muteffarif die Einwohner von Prizrend aufgefordert, das Weichbild der Lebens gutstehen könne. Stadt nicht zu verlassen, da er niemandem für die Sicherheit des Bom tretensischen Aufstand. Wie verlautet, verlangt der Sultan mit der tretischen Nationals versammlung, nicht aber mit den Aufständischen zu vers handeln. Der Zusammentritt der Nationalversammlung gilt für unmöglich, da die Deputirten nicht im stande sind oder sich weigern, nach Ranea zu gehen. Die Aufständischen sind nur nach Annahme des von den Mächten garantirten Reformprogramms zur Niederlegung der Waffen bereit. Die letzte Maßregel der Pforte wird von den Kretenfern allgemein mit äußerster Reserve aufgenommen. gegangen. gericht in Wollin unter folgender Begründung freigesprochen Paris, 25. Juni. Der Prozeß gegen Arton wegen worden: Die Bauern von Viehzig, zu denen der größte Fälschungen und Unterschlagungen in Höhe von ungefähr Theil der Angeklagten gehört, haben feit 1836 die 4 Millionen Franks zum Schaden der Dynamitgesellschaften Berechtigung, im kleinen Viehziger See mit verschiedenen Garnen begann heute um 121/2 Uhr. Arton war wegen dieser Vergehen zu füschen, zu denen nach der Ansicht der Angeklagten auch das im Jahre 1893 in contumaciam zu 20 Jahren Zwangsarbeit Syrien ist äußerst ernst; offizielle türkische Meldungen, die Der Aufstand der Drusen im Hauran in netleigarn gehört. Sie waren wegen Fischens mit diesem Garn verurtheilt worden. schon im Jahre 1894 angeklagt, aber in zwei Instanzen rechts- Reims, 25. Juni. Gestern Vormittag entstanden bei An- Aufüändischen auf 7000 bis 8000 Mann. Zur Unterdrückung der drahtlich aus Konstantinopel vorliegen, beziffern die Zahl der fräftig freigesprochen worden, da ihnen das Bewußtsein der funft der Pariser Bilger unter Führung des bekannten christlich Aufstände sind 25 Redif- Bataillone aufgeboten worden, von Rechtswidrigkeit gefehlt habe." Die Frage, ob ihnen das sozialen Abbé Garnier Unruhen vor der Kathedrale denen sechs Bataillone, die für Kreta in Reserve standen, bereits prätendirte Recht zustehe, sollte im Zivilprozeß entschieden werden. Der Polizeikommissar hatte dem Abbé bei seiner Ankunft auf dem von Smyrna abgegangen sind. Bier fleinasiatische Bataillone Darauf hat der Domänen- Fistus die betreffenden auf Ersatz des Bahnhof bekannt gegeben, daß der öffentliche Zug auf den Straßen des 2. Storps und 19 Bataillone des 5. Korps sind zur Zeit Werthes der gefangenen Uefleis in Höhe von 3085 m. verklagt, untersagt sei. Nichtsdestoweniger ließ der Abbé die Fahne ent- in der Mobilmachung begriffen und sollen in fünf wurde aber abgewiesen, wogegen er Berufung einlegte. Da den falten und die Prozession setzte sich nach der Kathedrale in Be- Tagen marschfähig sein. An Linientruppen sind vier Batterien Bauern( wörtlich nach dem Erkenntniß) auf grund der bestehenden wegung. Als die Polizei einschritt, widersetzten sich die Pilger und fünf Eskadrons von Damaskus nach dem Hauran abstrafrechtlichen Bestimmungen nicht beizukommen war, hat nun, wie es und es entstand eine Schlägerei, infolge deren mehrere BerhafDas Gerücht, die von den Drusen umzingelte scheint, statt die rechtskräftige Entscheidung des Bivilprozesses tungen vorgenommen wurden. Garnison von Suweida habe sich ergeben, findet keine Bestäti abzuwarten, der Regierungspräsident zu Stettin die betreffende Polizeiverordnung erlassen, welche für gewisse Gebiete, zu benen gung; auch die angebliche. Niederbrennung des Regierungsauch das hier fragliche gehört, die Anwendung von Uekleinezen Brüffel, 28. Juni. In der ostflandrischen großen Hopfen- gebäudes in Suweida wird türkischerseits für unbegründet erklärt. verbietet. Die Verordnung ist aber weder formell noch materiell und Fabrikstadt Alo st, dem Siße der fleritalsten Heißsporne, Die türkische Garnison in Ramawat schwebt, wenn nicht bald begründet." Das Urtheil weist in dieser Beziehung darauf hin, steht jetzt, wie der„ Bossischen Zeitung" gemeldet wird, ein Auf- Entsatz eintrifft, in Gefahr. Mit den Truppen, die daß zunächst als Basis ein falscher Paragraph des Polizeigefeßes fehen hervorrufender politischer Standalprozeß bevor. Durch die Drufen aufgerieben wurden, sind auch von 1850 herangezogen wurde, und daß die betreffende Ver- Schon der in Aloft ansässige Führer der christlichen Demokraten, drei Stabsoffiziere gefallen. ordnung ohne das Korrelat einer früheren Verordnung von der Deputirte Abbé D'a e ns, hatte unter der Entrüstung der Afrika. 1891 gar nicht verständlich sei. Schließlich ist aber auch der flerikalen Rechten in der öffentlichen Kammersizung erklärt,- Auz Südafrika laufen aus verschiedenen englischen daß in der Verordnung zitirte Paragraph der Fischerei Ordnung die katholische Partei „ durch Betrug, Be- Quellen Nachrichten ein, daß der Aufstand der Eingeborenen im Die stechung und Orgien" ihre Wahlsiege erstreite und der für Bommern gar nicht als vorliegend erachtet worden." Die techung Straffammer zu Stettin wies die hiergegen eingelegte Berufung jetzt bevorstehende Prozeß wird endlich einmal die klerikalen Maschona- Gebiete eine für die Weißen schlimme Wendung genommen habe. Es sind Gerüchte im Umlauf, daß Salis. des Staatsanwaltes zurück, indem sie das Urtheil des Vorder- Wahlmachenschaften Klarstellen. Im November v. J. hatten in bury eingenommen sei; 50 Mann in dem befestigten Lager richters für durchweg richtig erachtete. Die Staatsanwaltschaft Aloft die Klerikalen bei den Gemeindewahlen gesiegt. Dabei war sollen getödtet und fürchterlich verstümmelt und die Maxim legte hiergegen Revision bei dem Kammergericht ein, wo aber es aber so eigenthümlich zugegangen, daß die schlimmsten Ge- geschüße zertrümmert worden sein. Eine direkte Bestätigung der die Oberstaatsanwaltschaft selbst zurückweisung derselben be- rüchte umliefen; die Bestechungen und Trinkgelage hatten ihre Nachricht liegt indeß nicht vor. antragte. Der Senat erkannte hierauf auch ohne weiteres nach Schuldigkeit gethan. Die Staatsanwaltschaft in Termonde Aus Kapstadt berichten die„ Times" vom gestrigen Tage, diesem Antrage. Im Zivilprozeß ist übrigens auch kürzlich in fchritt von Amtswegen ein; sechs Wochen hindurch tagte sie täg das ganze Land um Salisbury sei im Aufstande begriffen. Man zweiter Instanz zu gunsten der hier Angeklagten erkanntlich in Aloſt und vernahm über 600 Personen. Dabei stellte sich warte dort ängstlich auf Silfe. Obgleich Salisbury befestigt ſei, daß die worden. and explains Abtheilungen eingetheilt hatten; jede Abtheilung umfaßte fo seien doch viele außenliegende Pläße ungeschüßt. Man nehme eine Gesellschaft mit beliebig an, daß eine starke Abtheilung von Reichstruppen bald dahin angenommenen Namen; ein gefandt werden müsse. einflußreicher Kleritaler stand an der Spitze, ihm Daß die Maschonas jetzt sich zum Aufstande entschlossen haben, zur Seite faßen die Wahlmakler, die gemeinsam trog der bisherigen Mißerfolge der Matabili, ist ein Beweis für alle Ausschank. und Kaffeelokale besuchten und mittels die tiefgehende Unzufriedenheit, die sich der EingeborenenTrinkgelagen Mitglieder und Stimmen anzuwerben hatten. Stämme bemächtigt hat, sei es nun, daß die Durchführung der Schutzmaßregeln gegen die Rinderpest, sei es, daß Mißhandlungen durch die Beamten der Chartered: Company sie zur Verzweiflung getrieben haben. Sollten sich die Nachrichten von der Einnahme des Drtes Salisbury bestätigen, so ermuthigende Einwirkung auf die Matabili's bei Buluwayo haben, der Aufstand würde auch dort von neuem aufflackern. Charter in Mashonaland ist von den aufständischen Aus Buluwayo wird amtlich gemeldet: Das Fort Eingeborenen eingeschlossen. Dieselben hielten einen Wagenzug mit Lebensmitteln, welcher nach Gwelo unterwegs war, an, und plünderten die Station Mirandella, wo sie 25 000 Flinten Patronen erbeuteten. Eine aus 60 Mann bestehende Kolonne mit einem Magim Geschüß wird sofort von Buluwayo nach Maschonaland abgehen. Italien. würde das eine Hannover, 25. Juni. Nach amtlicher Feststellung wurde bei der heutigen Landtags- Erfahwahl der zweite Direktor der Staatsarchive in Berlin Dr. Sattler( natl.) mit 899 von 400 abgegebenen Stimmen wiedergewählt. Der Gegenkandidat Tischlermeister Heinze( Handwerkerpartei) erhielt eine Stimme. Daß die Gemeindewahlen in Elsaß. tamen unglaubliche Dinge zu tage und das Ende vom Liede ist, Daß die Gemeindewahlen in Elsaß Lothringen den Aufschwung der Sozialdemokratie dokumen baß die gerichtliche Anklage gegen 128 einflußreiche Klerikale, darunter Mitglieder der Gemeindebehörden, erhoben worden ist. tarisch beweisen, wird jetzt auch von den Gegnern zugegeben. Die gerichtlichen Verhandlungen sind auf den 29. und 30. b. M. So heißt es in einer Betrachtung der ultramontanen Kölnischen und 1. und 2. t. M. anberaumt worden; sechs Advokaten ver Volkszeitung":" In Mülhausen ist eingetreten, was voraustheidigen diese Angeschuldigten vor dem Zuchtpolizeigerichte. zusehen war. Dort hatten die Katholiken, der liberale und der Außerdem sind neun klerikale Parteiführer wegen außerordentlich altdeutsche Wahlverein ein Zusammengehen gegen die Sozial schwerer Bestechungen vor das flandrische Schwurgericht verdemokraten beschlossen. Die Hauptwahlen vom 14. hatten nämlich wiesen worden. gezeigt, daß die Sozialdemokraten seit 1891 um etwa 1800 Stimmen zugenommen hatten; damals wiesen ihre Kandidaten 2500 Stimmen auf, diesmal, trotz der Streichungen infolge der neuen Der fünfte piem'ontesische Sozialisten Wahlordnung, durchschnittlich 3800. Die Katholiken, welche aus Rongreß, au welchem die Vertretungen von 40 Bezirksgruppen der gleichen Ursache ebenfalls eine starke Streichung von katholischen der Partei theilnahmen, fand am 14. d. M. in Turin statt. Den Arbeitern beklagen mußten, hatten mit ihrer Durchschnittsziffer Borsiz hatten abwechselnd Ferdinand Keller und Valsecchi inne. von 3600 Stimmen nicht mehr wie vor fünf Jahren schon von Oddino Morgari berichtete über die finanzielle Lage des Blattes - Deutsch Südwest- Afrika. Die Köln. Zeitung" selbst die höchste Stimmenzahl, und sie entschlossen sich, um die Il Grido del Popolo"( Der Schrei des Volkes") und seiner Sozialdemokratie abzuwehren, sogar auf ihre bisherige Mehrheit literarischen Beilage Per l'Idea"(" Durch die Jdee"); er konstatirte, erfährt aus zuverlässiger Quelle, das Bekanntwerden der Nachim Gemeinderathe zu verzichten. Bwei unverdächtige Blätter, daß die beiden Propaganda- Blätter bereits aus eigener Kraft richten über die Kämpfe bei Gobabis habe unter Ein" Straßb. Post" und" Tagebl." erklärten aber gleich, daß unter leben und sogar einen fleinen Ueberschuß erzielen, den sie an die geborenen des K üst engebietes Deutsch- Südwest- Afrikas große den Liberalen eine starte Strömung sei, die lieber ins sozial- Parteitaffe abführen. Dann schritt der Kongreß zur Diskussion Erregung und Unruhr hervorgerufen, wodurch der Kommandant demokratische Fahrwasser wolle, und bei der von Bueb ab- über die verschiedenen Fragen, die auf der Tagesordnung standen des Kriegsschiffes See- Adler" veranlaßt worden sei, Vorsichts. Eine Abtheilung Mannschaften jenes gehaltenen Versammlung am Donnerstag zeigte es sich, wie richtig und die fich auf die bei der Propaganda zu beobachtende maßregeln zu treffen. das war. Viele Mitglieder des liberalen Wahlvereins gaben Taktik und auf die Partei in Wahlangelegenheiten bezogen. Wan Schiffes habe bei Swakopmund ein befestigtes Lager bezogen, wodurch das Berreißen ihrer liberaten Vereinskarte fund, daß sie schloß: 1. Ein Agrarprogramm für die Propaganda in den durch dem weiteren Umsichgreifen der Bewegung unter den Eineinem Zusammengehen mit den Ratholiten ein solches mit den bäuerlichen Bezirken zu entwerfen. 2. Diejenigen Genossen, geborenen einstweilen vorgebeugt worden sei. Der Herero. Sozialdemokraten vorzogen. Das Ergebniß zeigte sich am welche fich nicht streng an die Beschlüsse der Kongresse über die häuptling babe sich bei der englischen Damara Gesellschaft Sonntag: die Sozialisten erhielten 800 Stimmen mehr, Wahltattif halten, aus der Partei zu entfernen. 3. Die Kandi eingehend nach dem Stande des Kampfes bei Gobabis erkundigt, die Gegenparteien 1000 Stimmen weniger, als bei daten anderer Parteien weder bei Parlaments- noch bei Kommunal- indem er gleichzeitig die Engländer um Munition bat, die ihm der ersten Wahl. Die beiden Sozialdemokraten Bueb und Sickel wahlen zu unterstützen. 4. Die Kandidaten verwandter Parteien diefe jedoch abschlugen. wurden gewählt, freilich auch nur diese. In Martirch sind auch bei den Stichwahlen nicht zu unterstützen. Die Gründung New- York, 15. Juni.( Eig. Ver.) Die eben beendete sogar 5 Sozialdemokraten in den Gemeinderath gelangt: beim eines täglich erscheinenden Parteiblattes in Rom wurde vom ersten Wahlgang 2, jeßt 8 neue hinzu. In der inneren Stadt Kongreffe gutgeheißen. Ferner beschloß man, alle Genossen, welche aus Seffion des Bundeskongresses hat, trotzdem wir uns im„ Präwurden am Sonntag sogar nur Sozialdemokraten gewählt. irgend einem Grunde Herausforderungen zum Zweikampfe ergehen sidentenwahljahr" befinden, in dem man sonst wenigstens so Mit den 3 in Saargemünd Gewählten haben die lassen oder annehmen, aus der Partei auszustoßen. Alessandria that, als ob man den Wünschen der organisirten Arbeiter Sozialisten also 14 Gemeinderaths- Size in wurde als Sitz des nächsten piemontesischen Sozialisten- Kongresses Rechnung tragen wollte, letzteres für unnöthig erachtet. Das Elsaß- Lothringen inne( Straßburg 8, Mülhausen 2, gewählt. Ein Genosse beantragte, daß der Kongreß ein Tadels- Repräsentantenhaus hielt es für genügend, durch Annahme der Colmar 1, Markirch 5, Saargemünd 3). Vor 5 Jahren hatten votum gegen den Abgeordneten de Felice aussprechen möge, weil Philippe- Bill" etwas billige Demagogie zu treiben. Nur die es einigermaßen auf ihre Kosten sie es nur zu zweien gebracht, und auch das nur mit liberalem er für das Ministerium gestimmt hatte, aber über den Antrag Briefträger haben Sie hatten einen bedeutenden Fonds zusammenVorspann. Nimmt man noch dazu, wie selbst aus kleinen wurde nicht abgestimmt, weil de Felice der sozialistischen Gruppe gebracht. gesteuert, durch welchen Agenten in der Bundeshauptstadt Landorten starte sozialistische Strömungen gemeldet im Parlament nicht unbedingt beigetreten ist. werden, so giebt das doch sehr zu denken." - De Felice hat das ihm zugefallene Abgeordneten- Mandat unterhalten wurden zwecks„ Einwirkung" auf die Herren De Felice hat das ihm zugefallene Abgeordneten- Mandat Gesetzgeber. Das hat denn auch die Wirkung gehabt, daß man des 4. römischen Wahlkreises abgelehnt, mit der Begründung, ihre Gehälter etwas erhöhte. Auch die Frage der GerichtsSt. Ludwig im Elsaß, 24. Juni.( Eigene Mittheilung.) daß Pflichten der Dankbarkeit ihn zwängen, für Catania( in befehl- Mißachtung kam zur Entscheidung( durch den Fall Die ausländischen Arbeiter haben sich auf grund Sizilien) zu optiren. Jm 4. römischen Wahlkreise wird also Debs und Genossen angeregt) und zwar dahin, daß bei direkter neuerdings gemachter Wahrnehmungen" wieder einmal lästig" abermals eine Neuwahl stattfinden müssen. Die Republikaner Mißachtung eine summarische Bestrafung, bei indirekter aber die auf, bei Vermeidung einer hohen Strafe, teinen Ausländer zu einen Kandidaten gefunden und rechneten auf die Unterstüßung Die Polizeidirektion fordert daher alle Unternehmer haben für diese Wahl in der Person des Advokaten Zuccari bereits ißachtung eine summarische Bestrafung, bei indirekter aber die Appellation an eine Jury zulässig fein folle. beschäftigen, der nicht einen amtlich beglaubigten Ausweis bei dieses Kandidaten durch die Sozialisten. Die letzteren haben gereichte Gesetzesvorlagen find gar nicht zur Verhandlung ge Verschiedene auf Betreiben von Arbeiterorganisationen eins bringen kann, aus dem Vor- und Zuname des Arbeiters, Drt jedoch beschlossen, einen eigenen Kandidaten aufzustellen. In kommen; darunter die„ Matrosen Bill", durch welche ge= und Zeit der Geburt des Arbeiters, der Ort der einer der nächsten Parteiversammlungen in Rom wird die Per- wiffe barbarische Bestimmungen der Schifffahrtsgesetze auss früheren Beschäftigung ersichtlich ift. Die Anmeldung des ausländischen Arbeiters muß gemerzt werden sollten. Ferner das Amendement zum Achtstundenlängstens fönlichkeit deffelben bekannt gegeben werden. innerhalb 8 Tagen durch den Arbeitgeber erfolgen; die Begnadigungen italienischer Sozialisten. gesetz zwecks Beseitigung der durch Auslaffung eines Kommas Abmeldung muß längstens innerhalb 7 Tagen erfolgt sein. Wer Der italienische Justizminister scheint sein in der Kammer ge- veranlaßten Verhunzung dieses Gesetzes, wodurch dasselbe nur diesen Bestimmungen zuwider handelt, wird mit Geldstrafe bis gebenes Versprechen, daß er die Begnadigungsgesuche der wegen auf direkte Regierungsarbeiter, nicht aber auf solche anwendbar zu 60 M. oder 12 Tagen Haft verurtheilt. Bereits wurden politischer Vergehen verurtheilten und nicht amnestirten Sozialisten ist, welche von Kontraktoren an Regierungsarbeiten beschäftigt infolge dieser Verfügung eine große Anzahl schweizer Arbeiter prüfen und befürworten wolle, thatsächlich zu halten, was immerhin werden. Die neue Schiedsgerichts- Vorlage zur Beilegung der Landes verwiesen. Wenn nun die schweizerischen Behörden als eine Merkwürdigkeit verzeichnet zu werden verdient. Außer von Differenzen zwischen den Eisenbahngesellschaften Repressalien ausüben werden, und das kann der Fall sein, ganz der Begnadigung des Redakteurs des Blattes, La Lotta di Claffe" deren Angestellten, welche von den Beamten der alten Organis besonders in Basel, wo sehr viele elsässische Arbeiter beschäftigt( Der Klassenkampf), Mailand, und des Redakteurs des Blattes fationen indossirt" worden war( der in der vorigen Eession find? Wer aber trägt dann den Schaden für die weise Fürsorge II Martello"( Der Hammer), Volterra, find in den legten Tagen vorgelegte Entwurf war auf Betreiben der Eisenbahngefellder elsässischen Landesverwaltung? noch mehrere andere Begnadigungen erfolgt. In Spezia wurde schaften abgethan worden), wurde vom Repräsentanten- Haus gemacht. " Amerika. und angenommen. Das Gesetz enthält Bestimmungen, welche die Gehaussucht wurde am Dienstag in der Redaktion mitteln unterstützen wolle, würde ihm der Erfolg sicher nicht Arbeiter thatsächlich wehrles machen würden, wenn sie aus- unseres Brandenburger Partei- Organs. Man forschte nach der ausbleiben. Koifchwitz erhält 20 M. und von nun an ließ er geführt werden könnten; es wird ihnen namentlich dadurch die Weihnachtsnummer und dem Kalender, welcher der betreffenden sich bei seinem Auftraggeber nicht wieder blicken. Bei seiner Waffe des Streits genommen. Die„ Brüderschaften", welche nur Nummer beilag. Gefunden wurden nur zwei Exemplare, die Verhaftung gab er zu, daß die ganze Geschichte von dem Uhrennoch Kranken- und Sterbekassen sind, werden förmlich monopo- dem Redakteur Huth gehörten. Nach kurzer Zeit sandte man diebstahl von ihm erfunden sei. Daffelbe Geständniß wiederholte lifirt", während die neue Organisation, die„ Am. Railway- diese zurück, während man die beigelegten Kalender zurückbehielt. er vor Gericht. Der Gerichtshof verweigerte ihm mildernde Union" gänzlich unbeachtet gelassen wird. Diese dürfte wohl, Ein bischen lange hat es gedauert, ehe die Staatsanwaltschaft Umstände und verurtheilte ihn zu anderthalb Jahren Zuchthaus, wenn das Gesetz in seiner jetzigen Form rechtskräftig werden das gefährliche Treiben unserer Parteigenossen entdeckte, und zweijährigen Ehrverlust und 300 M. Geldstrafe. sollte, auf dasselbe„ pfeifen"! man kam gerade zur rechten Zeit, um eine Verjährung zu verNew- York, 24. Juni. Die demokratische Staats- hindern. tonvention von New- York nahm ein Programm zu gunsten der gegenwärtigen Golowährung an, bis ein gemeinsames internationales Vorgehen im Sinne des Bimetallismus als ge= fichert gelten könne. Die Amtsführung Cleveland's wurde ge billigt, allein die Delegirten wurden nicht angewiesen, irgend einen besonderen Kandidaten zu unterstüßen. In Ohio, Indiana und Texas nahmen die demokratischen Konventionen ein Programm zu gunsten der freien Silberprägung an. son zu erwirken. Kubanisches. Partei- Nachrichten. Soziale Uebersicht. " Gewerkschaftliches. Achtung, Metallarbeiter! Metall zu Manto im wurde Die großen Metalldiebstähle in der Spandauer Artilleries Werkstatt beschäftigten gestern die erste Strafkammer am Landgericht II. Die eigentlichen Diebe sind bereits vom Spandaner Schöffengericht abgeurtheilt worden, der heutige Angeklagte, der Arbeiter Wilhelm Nier, der aus der Untersuchungshaft vor Bum Maximal- Arbeitstag im Bäckereigewerbe hat die geführt wurde, war wegen Urkundenfälschung angeklagt. Nier Bäckerinnung des hessischen Städtchens Alzey eine beachtenswerthe war in der Materialienverwaltung beschäftigt. Als die Dieb Stellung eingenommen. Sie erklärte sich in einer ihrer letzten stähle entdeckt wurden, fand eine umfassende Revision statt, Bersammlungen mit dem Zwölfftundentage im Bäckereigewerbe gelegentlich welcher entdeckt wurde, daß im Materiallager einverstanden und legte gegen die Umtriebe verschiedener ein Block Zinn im Gewicht von 55 Kilogramm in AusNew- York, 25. Juni. Der„ New- York Herald" meldet aus Schwesterinnungen, welche aus fapitalistischer Gewinnsucht die gang gebracht bezw. gebucht worden war, den fein Meister der Washington: Der britische Botschafter Pauncefote richtete Verkürzung der Arbeitszeit in Bäckereien für unmöglich erklären, Fabril erhalten hatte. Wenn ein Werkstatt- Vorsteher irgend an den Staatssekretär des Auswärtigen Olney das Ersuchen, entschieden Verwahrung ein. welches Metall braucht, so schickt er einen Bestellzettel nach dem die Regierung der Vereinigten Staaten möge ihre guten Dienste Einen Ersatz für weibliche Fabrikinspektion glaubt man Lager. Hier wird das Gewicht des verabfolgten Metalles auf bei der Regierung von Venezuela anwenden, um die Frei- höheren Orts in Baden darin gefunden zu haben, daß man den den Bestellzettel geschrieben und gleichzeitig die Lieferung in die lassung des gefangen genommenen britischen Beamten Harri- Vorstand des badischen Frauenvereins ersucht, die Vorstände der Kladde eingetragen. Der Angeklagte hat nun am 2. Auguſt v. J. Ortsvereine wollen gerechtfertigte Wünsche und Klagen von auf einen Bestellzettel des Meisters Vogt und in die Kladde Die Wepler'sche Tattit be- Arbeiterinnen, die sie lieber einer Frau anvertrauen, an- 55 Kilo Zinn mehr eingetragen, als wie verabfolgt war. Die steht darin, die Insurgenten um so wüthender auf dem Papier ihr hören und nach Thunlichkeit befriedigen. Auf ein an Auflage nimmt an, daß dies zu dem Zwecke geschehen sei, das stehlen und das zu schlagen, je schlimmer seine eigene Lage ift. Jetzt hat er ihn gerichtetes Ansuchen hat auch der Vorstand des Frauen- betreffende Weise zu decken. Nun zwei" Siege" erfochten. Einer genügte nicht mehr. Armer vereins in Pforzheim erklärt, diesem Wunsche nachkommen zu Lagerbestande auf diese Weyler! wollen. Die beiden Damen, die sich der Aufgabe unterziehen wollen, aber durch die Beweisaufnahme festgestellt, daß in der eine eigenartige Gepflogenheit herrschte. sind die Frau des dortigen höchsten Verwaltungsbeamten und Fabrik zeither die eines bekannten nationalliberalen Wortführers. Recht gut Der betreffende Meister- es giebt deren dort sehr viele gemeint, aber ganz und gar unzulänglich! Denn wenn die schickt einen seine Arbeiter mit dem Bestellscheine nach dem Mit bezug auf den Internationalen Sozialistenkongreßen wir uns doch nicht denken, daß sie eine An- fchein bleibt im Lager. Braucht nun der Meister alsbald, noch Gerechtigkeitsliebe der Damen auch über allem Zweifel erhaben Lager und läßt das gewünschte Metall abheben. Der Bestellverlautet, daß die Zahl der angemeldeten Delegirten bereits heute eine Höhe erreicht hat( 700-800), bei der es zweifelhaft erscheint, flage mit dem nöthigen Nachdruck verfolgen werden, mehr von demselben oder ein anderes Metall, dann schickt er ob das ausgewählte Lokal im stande sein wird, allen Theilnehmern in und mit der sie in täglichem Verkehr sind. welche sich gegen ein Mitglied der Gesellschaft richtet, den Arbeiter ohne Bestellschein und läßt den Posten auf dem am Kongreß genügenden Raum zu gewähren. Selbstverständlich dem aber werden die Außer vorangegangenen Bestellschein nachtragen. Diese Einrichtung er wird das Kongreßkomitee es nicht darauf ankommen lassen, Arbeiterinnen zu einer Fabri- möglicht es einem unehrlichen Arbeiter, der die Verhältnisse das flantengattin kaum sondern rechtzeitig der veränderten Sachlage Rechnung tragen, nöthige Butrauen haben. tennt, auf den Namen irgend eines Meisters Metall abzuheben Diese Möglichkeit mußte Niemand verklagt gern d. h. gegebenenfalls für ein geräumigeres Lokal sorgen. Man man verzeihe uns das ungalante und dasselbe verschwinden zu lassen. Wort hatte ursprünglich auf 500 bis 600 Delegirte gerechnet. den Teufel bei seiner Großmutter. Halbe Maßregeln auch bei dem Angeklagten in betracht gezogen werden und lag Die provisorische Tagesordnung ist im Druck und wird nüßen da nichts. Wenn man höheren Orts" schon zur Einsicht so nahe, daß der Staatsanwalt selbst die Freisprechung be binnen kurzem versendet werden. In englischen Zeitungen sind gekommen ist, daß auf dem" Gebiete des Arbeiterinnenschutzes antragte. Der Gerichtshof erkannte demgemäß und ordnete die bereits Auszüge der eingesandten Resolutionen veröffentlicht etwas geschehen muß, so mache man nicht einen halben, sondern sofortige Haftentlaffung des Angeklagten an. Grobe Ausschreitungen im Amte wurden dem früheren worden. Dieselben erstrecken sich auf fast alle Fragen der Theorie einen ganzen Schritt und stelle weibliche Fabrifinspektoren an, und Praxis des Sozialismus und werden eingeleitet durch eine welche die Beschwerden der Arbeiterinnen anhören müssen. Gemeindediener und Nachtwächter von Mariendorf, Viktor Reihe von Anträgen, die sich auf die Frage der Zulassungsfreundlich angehauchter Damen, die bei der ersten ernstlichen zu Zabrze( Oberschles.), zur Laft gelegt, der gestern vor der erster und verlasse sich nicht auf die freiwillige Hilfe menschen- Emanuel Stofchec, zur Zeit Hilfs Aufseher im Gefängnisse bedingungen zum Kongreß beziehen. Während die Holländer Straftammer am Landgericht II stand. Am 10. März vor. Js. ( Richtung Nieuwenhuis) und einige englische Vereine den An- Probe nur zu leicht erlahmt. traf der Angeklagte den Weichensteller Krause in Südende, der archisten die Thür offen gehalten wissen wollen, liegen andere Resolutionen vor, die den Begriff der politischen Aktion start angetrunken und hingeschlagen war. Er raffte den Trun fenen auf und wollte denselben nach Mariendorf ins Amtsnoch schärfer im Sinne der parlamentarischen Aktion durchgefängniß bringen, wozu gar keine Veranlassung vorlag. Ein geführt wissen wollen. Der Kampf der Kollegen, melche infolge der Maifeier durch anderer Weichensteller, der an dem Bahnübergange Dienſt hatte, Die Leipziger ,, Anarchisten" haben in einer von 22 Per- die Rühnemänner ausgesperrt worden sind, dauert unverändert rief dem Wächter zu: Lassen Sie doch den Mann gehen, das ist ja der sonen besuchten Versammlung beschlossen, mit ihrer Vertretung" fort. Auf grund des Beschlusses der öffentlichen Bersammlung Weichensteller Krause, der wohnt ja hier neben an! Der Wächter zum Internationalen Kongreß in London ihren" Gesinnungs- vom 22. Juni haben die Vertrauensmänner den in der neunten ließ sich aber nicht abhalten, den Arrestanten nach Mariendorf genossen Kohl- Dresden zu beauftragen. Woche im Kampf stehenden Kollegen einen Miethszuschuß zum zu schleppen. Unterwegs hat er den Stock des Krause, eine mit Die norwegische Arbeiterbewegung. Jeppesen, der Ge- 1. Juli zugebilligt und zwar für die Verheiratheten 10 M., für Leber überzogene Stahlstange, auf dem Arrestanten entzwei geschäftsführer der norwegischen Arbeiterbewegung, hielt bei Unverheirathete 5 Mart. Da noch immer ca. 340 Kollegen zu schlagen und dabei geäußert:„ Ich prügele Sie so lange, bis Sie feinem Aufenthalt in Kopenhagen einen Vortrag über dieses die energische Durchführung der Sammlungen zum Unterstützungs- lichen Grund den Gärtner Schröder des Nachts auf der Straße, unterstützen sind, so erwarten wir, daß die Kollegen überall für nüchtern sind!" Bier Wochen später arretirte er ohne ersicht Thema, in dem er etwa folgendes ausführte: Es war im Jahre fonds eintreten. Marken und Listen sind bei sämmtlichen Be- obwohl er denselben genau tannte. Da Schröder nicht gut 1848, als ein junger Student der Chriftianaer Universität, namens Thrane, angeregt durch die politische Bewegung des girts- und Branchenvertrauensleuten zu entnehmen, ebenso im willig mitgehen wollte, zog der Wächter blant und brachte dem Jahres, mit Eifer das Evangelium der Freiheit, GleichArrestanten mit dem Säbel zwei Wunden am Ropfe bet. Der Vertrauensmann der Berliner heit und Brüderlichkeit predigte. Es ist geradezn Als Passanten hinzu kamen und diese Ausschreitung rügten, Metallarbeiter: Otto Nätber, N., Anflamerstr. 44. drohte der Wächter mit seinem Revolver. Schließlich kam der unglaublich, was der Mann in ein paar Jahren An die Maler und Berufsgenossen Berlins. Kollegen! praktische Arzt Dr. Hager hinzu, der den stark blutenden Schröder als Organisator ausrichtete, bevor die Machthaber begannen bedenklich zu werden. Die Lohntommission hat aufgehört zu existiren und ist an deren nach seiner Wohnung bringen ließ und hier verband, wobei er Dann wurde er und seine Stelle ein Vertrauensmann gewählt worden. nächsten Freunde ins Gefängniß geworfen und zu vieljähriger wollen dies beachten und von jetzt ab nur mit dem Vertrauens scharfen Instrumente beigebracht waren. Der Angeklagte bestritt Die Rollegen fonstatirte, daß die Kopfverlegungen von Schlägen mit einem Strafarbeit verurtheilt. Nach Verlauf von 4 Jahren wurden sie begnadigt, aber nur unter der Bedingung, daß sie das Land ver- marken werden dringend gebeten abzurechnen, falls dieselben schlagen, im Schröder'schen Falle überhaupt nicht geschlagen haben. mann abrechnen. Die Restanten von den ausgegebenen Streit jede Schuld, im Krause'schen Falle wollte er in der Notwehr ges laffen sollten und nach Amerika reisen. Hier blieb Thrane jedoch immer der Fahne der Idee treu und sein Andenken wird von den nicht öffentlich bekannt gegeben sein wollen. Auch die Sammellisten Durch die Beweisaufnahme wurde das Gegentheil erwiesen. Der sind umgehend abzuliefern. Nächste Woche gelangen 10 Bf.- Marken Staatsanwalt Affeffor Jürgens, der den leichtfertigen Gebrauch der norwegischen Parteigenossen hochgehalten. Während vieler Jahre schien es nun, als wenn die ganze Bewegung durch die brutale zur Ausgabe und werden gleichzeitig die 25 Pf.- Marken eingezogen. Waffe auf seiten des Angeklagten mit scharfen Worten rügte, Festnahme des Führers zerschmettert wäre, aber gleichzeitig Kollegen! Sorgt dafür, daß der Vertrieb der Marken überall beantragte sechs Monate Gefängniß, wobei demselben zu gute wurde doch der großen Menge klar, daß es in Norwegen wirt- vorgenommen wird, vor allem aber wählt in jeder Werkstätte gehalten werden müsse, daß er in dem ersten Falle noch nicht als lich eine Klasse gab, die verhöhnt, getreten und ausgebeutet wurde. Guren Delegirten, damit durch diesen der Vertrauensmann Füh- Beamter anzusehen sei, weil er noch nicht fest angestellt war. Der lung mit den einzelnen Werkstätten bekommt, denn nur dadurch Gerichtshof war ebenfalls der Ansicht, daß das Vergehen mit So entstanden aufs neue Arbeitervereine, die nationalpolitische wird es möglich sein, erfolgreiche Agitation zu betreiben. Ohne se ch 3 Monaten Gefängniß sehr gelinde gefühnt sei und Bewegung, mit der der norwegische Ackerbauerstand sich die Rechte Bewegung, mit der der norwegische Ackerbauerstand sich die Rechte zu erkämpfen suchte, die er sich durch die Verfassung von 1814 erworben Unterstützung der Kollegen ist der Vertrauensmann überflüssig erkannte demgemäß. Sehr gelinde ist diese Strafe allerdings, hatte, brachte auch der Arbeiterbewegung viel Kraft und stärkere und mag er auch den besten Willen haben. Der Vertrauens- wenn man bedenkt, daß deutsche Gerichte in nicht seltenen Fällen mann der Maler Berlins. Strömung; denn hier bildet sich in Wirklichkeit ein Zentrum für sozialdemokratische Redakteure wegen Preßbeleidigung Von Herrn Erpel erhalten wir folgende Berichtigung: Beamten zu gleich hohen und höheren Strafen verurtheilt haben. die politische Bewegung in Norwegen. Die Meinungen fönnen Die von der Agitationskommission der Schuhmacher verbreiteten darüber auseinandergehen, inwieweit sie glücklich gewesen ist oder Gründe der Arbeitseinstellung in meiner Fabrit entsprechen nicht Herr Dr. med. Spiegel, Klosterstr. 63, theilt und zu der nicht, aber vorläufig sieht es noch so aus, als wäre sie ein Hemm- ber Wahrheit, sondern die Angelegenheit spielte sich wie folgt ab: in Nr. 148 enthaltenen Meldung über den Kuppeleiprozeß Herm schuh für den Sozialismus gewesen. Vor 1885 war in Nor- Um legten Streit meiner Leute nahmen 6 Arbeiter, mit denen berichtigend mit, daß er zu dieser Prozeßverhandlung nicht als wegen von keiner sozialistischen Arbeiterbewegung die Rede. Erst als die Linke die Anerkennung des Parlamentarismus 14tägige Kündigung vereinbart war, theil. Gleich bei der Arbeits- Beuge, fondern als gerichtlicher Sachverständiger geladen Brandstiftungsprozek. durchführte, als Selmer abgehen mußte und der radikale niederlegung machte ich sie auf die entstehenden Folgen aufmerksam. gewesen sei. Der Frankf. 8tg." wird aus Sie tamen jedoch ihren Verpflichtungen nicht nach. Dieferhalb Sverdrup Ministerpräsident wurde, da bekam auch der Sozialismus Oberwasser. Man damals war über sah ich mich gezwungen, mein gutes Recht zu suchen. Ich ver- Mosbach( Baden) gemeldet: Der jugendliche Verbrecher Ferd. alles auf grund des§ 124 a der Gewerbe- Weber aus Distelhausen, der in den letzten Jahren über hundert begeistert, und erst als Sverdrup Fiasto machte, traten wir her- lagte die Leute Ordnung wegen Kontraktbruch zur Zahlung einer Ent- Gebäude feines Heimathsortes in Brand gesetzt und etwa vor und bekamen Gehör bei den norwegischen Arbeitern. Unsere schädigung. Kurze Zeit darauf nahmen meine Leute zu den 150 000 Mark Schaden dadurch verursacht hat, wurde von der gegenwärtige Arbeiterorganisation wurde 1887 von 7 Bereinen alten Bedingungen die Arbeit wieder auf, nachdem ich bei der Straftammer zu 6 Jahren Gefängniß verurtheilt. Die Gutachten in Arendal gestiftet. Die Mitgliederzahl betrug damals noch nicht 1000. Seitdem haben wir uns weiter entwickelt, da wir Einstellung dieselben in Kenntniß gesetzt hatte, daß ich die Leute, der psychiatrischen Sachverständigen widersprachen sich. welche bei mir in Kündigung standen, verklagt habe und daß ich Die Hochverrathsanklage gegen den Buchbinder Jacobi durch die Ueberzeugung von unserer guten Sache stark sind. Die meine Klage nicht zurücknehme, sondern meine Rechte geltend aus Freiburg( Baden) vor dem Reichsgericht wird unter AusPartei ist schon heute von großem Einfluß auf die Bewegung, mache. Am 22. d. M. war Termin beim Innungs- Schiedsgericht. schluß der Oeffentlichkeit verhandelt werden. wenn die radikale Linke scheinbar auch noch die Hauptrolle spielt. So ist die Linke früher nicht für das all- welches die Kontraktbrüchigen zur Zahlung einer Entschädigung von 18 M.( ortsüblicher Tagelohn) verurtheilte. Am nächsten gemeine Stimmrecht bei den Kommunalwahlen eingetreten, während sie jetzt unter dem Druck der Sozialdemokraten dafür Morgen erschien eine Kommission in meinem Romtoir zur Ver- Depelchen und lehte Nachrichten. gestimmt hat. Wir können in Norwegen noch lange feine mittelung, die von mir verlangte, zu wissen, was ich mit den Strafgeldern machen will. Eine derartige Forderung wies ich entfelbständige Partei werden, aber wir können Stimmung machen schieden zurück und erklärte ihnen, was ich mit dem Gelde machen für unsere einzelnen Programmpunkte, deren Durchführung uns ein Stück weiter bringen kann, und so zwingen wir die Linke, will, weiß ich momentan noch nicht, vielleicht werde ich es sie durchzuführen. Auf diese Weise haben wir das kommunale wohlthätigen Zwecken überweisen, oder ich schente es ihnen, oder vertheile es an arme Kinder zc. Infolge dieser Weigerung er Wahlrecht, die Unfallversicherung, billige Arbeiterwohnungen, flärten sie, die Arbeit niederlegen zu müssen. Dies ist der HerAbschaffung der Nachtarbeit in den Bäckereien und so weiter erlangt, zur Zeit arbeiten wir unter sehr ungünstigen gang der Sache. Streitbureau, Stalizerstr. 11. Gerichts- Beifung. 11 " von Dresden, 25. Juni.( W. T. B.) Wie gemeldet wird, ereignete sich heute Vormittag auf der Elbe dicht unterhalb der Auguſtusbrücke ein Unglück. Der Schleppdampfer Nr. 4 von der„ Dampfschifffahrtsgesellschaft vereinigter Elbe- und Saale- Schiffer" hatte eben die Augustusbrücke thalwärts pasfirt, als er aus noch unaufgeklärter Ursache aus der Fahrrichtung kam und so dicht auf das linke Ufer losfuhr, daß eine mit Badegästen besetzte Schaluppe, die an dem Aussteigeplage beim italienischen Dörfchen anlegen wollte, von Verhältnissen. Der Konflikt zwischen Schweden und Nordem Dampfer umgeworfen wurde. Sämmtliche Insassen, deren wegen hält alle Arbeit auf und wirft das Volk dem Ein Polizei Agent. Daß die Polizei sich höchst zweifel- Anzahl noch nicht festgestellt werden konnte, fielen ins Wasser und Militarismus und falschem Nationalgefühl in die Arme. Wir hafter Persönlichkeiten bedient, um Verbrechern auf die Spur zu wurden von der Strömung fortgerissen. Von dem Personenschiff haben eine Regierung, die nichts anerkennt, was das Storthing kommen, ist bekannt. Daß sie aber von den Vigilanten auch Ausfig", welches an der Landungsbrücke zur Abfahrt bereit lag annimmt. So wird Ihnen der Telegraph in einigen Tagen mit- häufig hinters Licht geführt wird, zeigte wiederum eine Ver- und welches in Voraussicht der Gefahr beim Herannahen des theilen, daß das Storthing das allgemeine fommunale Wahlrecht handlung, welche gestern vor der vierten Straftammer des Land- Schleppdampfers mit losgemacht hatte und zurückfuhr, find vom Alter von 25 Jahren angenommen hat, aber die Regierung gerichts i stattfand. Zum Kriminalkommissar v. B. tam eines einige Personen gerettet worden. Im ganzen sind fünf Erwachsene wird dem Beschluß wieder ihre Zustimmung versagen." Tages der Tischler Kari Koisch wig, ein vielfach vorbestrafter und zwei Kinder gerettet. Wie viel Menschen umtamen, tonnte Mensch, welcher dem Polizeibeamten mehrfach Bigilanten noch nicht festgestellt werden. Paris, 25. Juni.( W. T. B.) Deputirtenkammer. - Beharrlichteit führt zum Ziel. Seinerzeit dienste geleistet hatte. Ktoischwiz fragte den Kommissar, nicht fürzlich Berlin türzlich in oder in wurde unseren Parteigenossen in Königsberg eine Versammlung ob der Provinz Bei der Berathung des Gefeßentwurfs, durch welchen die Frauens geschlossen, als der Vorsitzende nach einer halbstündigen Tagung ein großer Uhrendiebstahl begangen sei, in den Kreisen, und Kinderarbeit in Fabriken geregelt wird, entwickelt Guesde von einem solchen die Lehren der Kollektivisten und Marristen und führt aus, seine die Versammlung wieder für eröffnet erklärte. Die Beschwerde in denen er verkehre, werde allerlei hiergegen beim Polizeipräsidenten schien erfolglos, da von jener Vorkommniß gemunfelt und er habe selbst gesehen, daß ver- Partei wolle nicht die Unterdrückung des Kapitals, aber der Kapitalisten, die Arbeiter follen Mitbesitzer Seite das Benehmen des Beamten für forrekt erklärt wurde. dächtige Personen goldene Uhren trugen. Dem Beamten war die Unser Genosse Görke, der Beschwerdeführer, wandte sich nun an zwar von einem derartigen Diebstahl nichts bekannt, er fand sich der einzelnen Unternehmungen sein, alle großen Unters den Regierungspräsidenten, der denn auch wohl oder übel zugeben aber doch veranlaßt, der Sache näher zu treten und händigte nehmungen follen Staatsmonopole werden, die Bewegung werde trotz der Feinde seiner mußte, daß die Auflösung zu unrecht erfolgt ist, und er nuumehr dem Vigilanten 10 M. ein mit dem Auftrage, das Ver- sei in Fluß gebracht und die betreffenden Beamten mit der nöthigen Weisung versehen trauen verdächtigen Personen zu erwerben und zu Partei fortgesetzt werden. Guesde begründet alsdann ein Amens aus welcher Quelle die Uhren Stammten. Dement, wonach die Arbeit auf acht Stunden des Tages beschränkt habe. Diese Gefeßeskenntniß sollte man doch auch einem Polizei- ermitteln, präsidenten von Königsberg zutrauen. Roischwitz fam nach einigen Tagen wieder mit der Meldung, wird und führt aus, diese Reform würde eine Erhöhung der Wegen Vergebens gegen§ 153 der Gewerbes daß er schon mancherlei Belastendes erfahren habe, aber Löhne und der Produktivkraft herbeiführen. Der Arbeiter werde Ordnung wurde der Schuhmacher A. Sch. in Arustadt au sechs noch nicht soviel, daß sich eine Verhaftung der Verdächtigen an mehr verzehren und so werde ein neues Absaßgebiet geschaffen Zagen Gefängniß verurtheilt. rathen lasse. Wenn der Kommissar ihn noch weiter mit Geld- werden. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. der Verantwortlicher Redakteur: Auauft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 147. Reichstag. 114. Gigung vom 25. Juni 1896. 11 Uhr. Am Tische des Bundesraths: Nieberding. Die zweite Berathung des Bürgerlichen Gesetz buch es wird fortgefegt beim vierten Buch: Familienrecht und zwar beim Abschnitt über die bürgerliche Ehe. = Nach§ 1286 darf ein Mann nicht vor Eintritt in die Volljährigkeit, eine Frau nicht vor Vollendung des sechzehnten Lebensjahres eine Ehe eingehen. Einer Frau kann Befreiung von dieser Vorschrift bewilligt werden. Die Sozialdemokraten wollen statt vor dem Eintritt der Volljährigkeit sehen: vor dem vollendeten 20. Lebensjahre"; ferner wollen sie die Befreiung von der Vorschrift nicht blos für die Frau, sondern auch für den Mann zulassen. es nicht. Abg. von Cuny( natl.): Die Männer fönnen nach dem Entwurf auch früher heirathen, wenn sie früher für volljährig erklärt werden; damit werden sie auch ehemündig. Bundesraths- Kommissar Professor Mandry bestätigt die Ausführungen des Vorrebners. Wegen der dominirenden Stellung des Mannes in der Ehe muß derselbe volljährig sein bei Eingehung der Ehe. Die Anträge werden abgelehnt. Freitag, den 26. Juni 1896. Der Antrag wird abgelehnt. Nach§ 1298 dürfen Militärpersonen und solche Landesbeamten, für welche bei der Eheschließung eine Genehmigung erforderlich ist, ohne diese vorgeschriebene Erlaubniß die Ehe nicht eingehen. 13. Jahrg. tommt in Nach§ 1293 soll eine Ehe nicht geschlossen werden dürfen nur eine Etappe in der Entwicklung der Gesellschaft in Deutschzwischen Personen, von denen die eine mit den Eltern, Vor- land und ich hoffe, es wird nicht allzu lange dauern, bis eltern oder Abkömmlingen der andern Geschlechtsgemeinschaft das ganze Bürgerliche Gesetzbuch in die Luft fliegt.( Heiterkeit). gepflogen hat. Ueberhaupt ist die ganze Jurisprudenz ihrer Natur nach eine Abg. Stadthagen( Soz.): Diese Bestimmung schafft neues rückschauende Wissenschaft, die immer den thatsächlichen VerRecht. Sie war in dem ersten Entwurf gar nicht vorhanden hältnissen nachhinkt. Wir verlangen auch nur, daß das, und zwar schon aus dem Grunde, weil es in der Praxis was aus der gesellschaftlichen Entwickelung heraus sich gar nicht festzustellen ist, ob eine außereheliche Geschlechts- als Tagesbedürfniß ergeben, auch durch das Bürgers gemeinschaft zwischen den aufgebotenen Personen und den Eltern liche Gesetzbuch berücksichtigt wird. Es mag sein, daß vorliegt. Es wird hier eine Last auferlegt, die zu nichts führt das, was wir verlangen, vorläufig nur ein kleiner Theil der oder im schlimmen Falle zu außerordentlichen Chikanen. Ein Frauen verlangt, aber wenn Sie einmal eine Abstimmung praktisches Bedürfniß für eine solche Bestimmung liegt nicht vor. der gesammten deutschen Frauen in bezug auf die Frau herbeis Wie soll denn der Standesbeamte ein solches Ehehinderniß fest- führten und ihnen nur mit einigen Säßen flar machten, stellen? Ich bitte Sie, diese überflüssige und unpraktische Be- um was es sich handelt, dann würde die große Mehrheit der ftimmung zu streichen. Wird zu ihrer Begründung angeführt. Frauen für diese Forderung eintreten. Und wenn in diesen Geisteskrankheiten würden durch Heirathen zwischen auch nur Tagen statt Ihrer Ihre Frauen in diesem Saale fäßen, dann Abg. Bebel: Wir wollen das Ehemündigkeitsalter der durch außereheliche Geschlechtsgemeinschaft Verwandten befördert, würden unsere Anträge allesammt durchdringen. Wir können Frau nicht noch weiter herabsehen als in dem Entwurfe vor- so möchten die Herren, die das meinen, konsequent die Sonder zwar unseren Antrag nicht fallen lassen, wenigstens nicht den geschlagen war. Der Staat kann hier überhaupt nur mit Vor- hausgefeße des hohen Adels und der Hohenzollern aufheben, die ersten Theil, wenn er aber feine Annahme findet, werden wir ficht eingreifen. Physische und geistige Reife ist allerdings für Heirathen zwischen Verwandten vorschreiben. für die Streichung des§ 1337 stimmen. Mit dieser Streichung die Ehe Voraussetzung. Aber schon zur Verhütung des Konwürde zwar die Stellung der Frau verbessert, aber nicht in hin tubinats wäre eine Regelung in unserem Sinne erwünscht. Wenn reichendem Maße; denn entstehen über die Ordnung der ehelichen aber der Mann, der mit der Frau intime Beziehungen hatte und Verhältnisse Streitigkeiten zwischen Mann und Frau und führen fie ehelichen will, nicht 21 Jahre, sondern 18, 19, diese zu einer richterlichen Entscheidung, dann befürchten wir, 20 Jahre alt ist, dann können Sie nach Lage dieses Gedaß der Richter nach dem bisherigen Usus entscheidet; und da seges feine Ausnahme zulassen. Der Frau geben Sie Abg. Bebel( Soz.): Dieser Paragraph konftruirt eine Rechts- wird die Frau in der Regel geschädigt. Soll einmal die Frau den Dispens, im Nothfall unter 16 Jahren zu heirathen, die ungleichheit zwischen den öffentlichen Beamten und der übrigen mit dem Manne in der Ehe gleich sein, dann muß auch dieses Eheschließung ist aber nicht möglich, wenn der Mann nicht Bevölkerung. Wie kommt der Staat dazu, seinen Beamten das positiv im Gesetz ausgesprochen werden, wie wir es verlangen. 21 Jahre alt ist. Und was soll geschehen, wenn die Frau Heirathen zu erschweren? Der Unteroffizier muß ja auch nach Fällt diese unsere grundlegende Bestimmung, dann können wir 16 Jahre alt ist und der Mann noch nicht 21 Jahre alt ist, weisen, daß seine Braut eine bestimmte Mitgift hat. Neulich uns allerdings die übrigen Abänderungsanträge ersparen. Wenn sondern beide stehen vielleicht im gleichen Alter, vielleicht mit ging durch die Zeitung eine Notiz, daß ein Sergeant die Tochter aber dieses Gesetzbuch auch die sich entwickelnden Reime berückeiner Differenz von zwei Jahren? Dann hat zwar die Frau die ines Bahnwärters a. D. nur unter der Bedingung heirathen fichtigen muß, so ist darauf hinzuweisen, daß Millionen von Möglichkeit, ohne Dispens zu heirathen, der Mann aber darf durfte, daß dieser seiner Tochter einen monatlichen Zuschuß von Frauen bei der Erhaltung und Unterstützung der ehelichen Ge 20 M. zahlte! Der Staat, der oberste Wächter der meinschaft in materieller Beziehung genau in demselben Maße Sittlichkeit verhindert eine solche Ehe, denn wie kann in Frage kommen, wie die Männer. Hunderttausende der arme Bahnwärter noch 20 Mart im Monat unterstützen ihren Mann als Künstlerinnen, Beamtinnen, erübrigen? Beim Offizier liegt die Sache auch nicht beffer. In Lehrerinnen, Geschäftsinhaberinnen, Theilhaberinnen und solchen Fällen kann die Braut, wenn sie ein Kind zur Welt vor allem Arbeiterinnen in den ehelichen Lasten; in vielen bringt, sich durch die Eheschließung nicht vor der gesellschaftlichen Fällen unterhalten sie sogar die Familie, wenn der Mann Aechtung retten! Was sind das für Anschauungen in unserem arbeitsunfähig oder arbeitslos geworden ist. Auch der Staat christlichen Staat? Man wendet ein, die Offiziere, Beamten 2c. beschäftigt tausende von Frauen im Telegraphenwesen, im EisenAbg. Bebel: Wir wollen keine dominirende Stellung des müssen in der Ehe standesgemäß leben. Nun gut, so bezahle bahndienst u. s. w., und diese Verhältnisse sollte die GesetzMannes in der Ehe, wir wollen die Gleichberechtigung. In der man sie standesgemäß. Der Staat hat doch die erste Aufgabe, gebung ignoriren? Die Gleichberechtigung muß ausgesprochen ersten Zeit der Ehe ist auch von der dominirenden Stellung dafür zu sorgen, daß die Heiligkeit der Ehe" nicht werden. Auch das ökonomische Vorrecht des Mannes des Mannes, auch wenn derselbe nach außen hin mit sehr großem geradezu verhöhnt und die Unfittlichkeit und Unzucht schwindet immer mehr und mehr, die Frau tritt aus Gewicht auftritt, meist nicht die Rede.( Heiterkeit.) Es handelt geradezu gefördert wird. Ich bin über die Verhältnisse in unserer ihrer früheren Abgeschlossenheit heraus fich hier aber darum, daß die Eheschließung nicht großjährigen Armee nach dieser Richtung nicht genau informirt, aber in der Lebenslagen, in denen sie eine vollkommene Gleichberechtigung Männern erschwert werden soll. Es soll zwar troß der Be- österreichischen Armee sind, wie mir ein zuverlässiger Gewährs- mit dem Manne beanspruchen kann. Die Rechte und das Zentrum stimmung, daß ein Mann nicht vor dem Eintritt der Volljährigkeit mann mittheilt, infolge der gleichen Ghe- Erschwerung unter den sehen diese Entwicklung mit ungünstigen Augen an, aber eine Ehe eingehen darf, die Möglichkeit bestehen, daß auch ein jungen Offizieren eine große Zahl der bedenklichsten Kontubinats- Stimmungen sind hier nicht maßgebend, die Thatsachen schreien Mann unter 21 Jahren eheberechtigt ist, aber es erscheint mir außer- verhältnisse entstanden; die betreffenden Offiziere werden dann und verlangen Abhilfe nach der Richtung, daß in diesem auf ordentlich wichtig, diesem Gedanken gerade hier in dem Abschnitt möglichst häufig von einer Garnison in die andere, möglichst Menschenalter hinaus berechneten Gefeßbuch auch der weibliche über die Ehe deutlichen und unzweideutigen Ausdruck zu geben. entfernte Garnison versetzt, natürlich ohne Umzugskosten für die Theil, wenn er hauptsächlich den Unterhalt der Familie bestreitet, Unser Antrag enthält nichts Neues, sondern statuirt nur das, Konkubine und die Kinder. Diese Sache muß gleichmäßig für die Rechte erhält, die Sie dem Manne eingeräumt haben. was bis jetzt bereits zum theil in umfänglicherem Maße be- das ganze Reich geregelt werden und gerade moralische Gründe Insofern ist unser Vorschlag ein ganz forretter. Unsere weiteren standen hat. sprechen dafür, daß§ 1298 aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch Forderungen verstehen sich nach dem Gesagten von selbst, wegfällt. namentlich, daß über die Wahl des Wohnorts derjenige Theil Bei§ 1288 liegt ein sozialdemokratischer Antrag vor, wonach§ 1298 wird trotzdem unverändert angenommen. Nach entscheidet, von dessen Arbeitskraft und Erwerb die Ehe in erster die Kinder nur bis zum 21.( statt bis zum 25.) Lebensjahre der§ 1337 steht dem Manne die Entscheidung in allen das gemein- Linie unterhalten wird. Wir wollen volle Gleichheit für beide Zustimmung des Vaters zur Eheschließung bedürfen. schaftliche eheliche Leben betreffenden Angelegenheiten zu; er Theile, auch für den Fall des Mißbrauchs der Entscheidung. Abg. Bebel: Ich ersuche Sie dringend, unserem Antrage bestimmt insbesondere Wohnort und Wohnung. Die Frau ist leber das, was Mißbrauch ist, würde der Richter zu entzuzustimmen. Mit dem 21. Lebensjahre werden Mann und nicht verpflichtet, der Entscheidung des Mannes Folge zu leisten, scheiden haben, der hier viel unbefangener entscheiden wird Frau vollkommen mündig und dispositionsfähig und bekommen wenn sich die Entscheidung als Mißbrauch seines Rechtes als in Fragen der Strafrechtspflege. bitte Sie also unsern ihre Vermögensverwaltung. Dann müssen sie in ihrer Thätigkeit darstellt. Antrag anzunehmen. Sie werden damit einen Zustand schaffen, oft eine größere geistige Urtheilsfähigkeit entfalten, als ihnen Die Sozialdemokraten beantragen für diesen Paragraphen für den Ihnen ein großer Theil des Voltes, namentlich des weibvielleicht jemals als Eheleuten zugemuthet wird. Die ungeheure folgende Fassung: In allen das gemeinschaftliche eheliche Leben lichen Volkes zu großem Danke verpflichtet sein wird, und Sie Mehrheit der Bevölkerung, der männlichen wie der weiblichen, betreffenden Angelegenheiten sind beide Ehegatten gleichberechtigt. werden einen Zustand schaffen, wofür Ihnen Anerkennung ge= muß im 21. Jahre selbständig für die eigene Existenz sorgen und Bei Meinungsverschiedenheiten über den ehelichen Aufwand ent- geben wird in jedem Jahr in höherem Maße, als wie jetzt, wo ist oft schon in diesem Alter eine Stüße der Eltern und daher scheidet derjenige Theil, aus dessen Vermögen die Ehelaften zum nach ein großer Theil des Volkes, die Frauen, zur Erkenntniß auch in der Lage, eine Familie begründen zu können. Die größten Theil bestritten werden. Jedoch darf die Entscheidung kommen, daß etwas Gutes, etwas Nüzliches, vor allen Dingen elterliche Autorität in allen Ehren, aber wenn sonst mir den anderen Ehegatten in seiner Erwerbsfähigkeit nicht schädigen. Gerechtes für sie geschaffen wird. 21 Jahren Mann und Weib für selbständig und mündig Für die Wahl des Wohnortes giebt die Entscheidung desjenigen Geheimrath Planck: Ich halte die Bestrebungen, die erklärt werden, so wird auch an dieser Schranke bis Ehegatten den Ausschlag, dessen Beruf für die Lebensführung Stellung der Frau zu einer würdigeren zu machen, für durchaus zu einem gewissen Grade die elterliche Autorität halt machen. der Familie maßgebend ist. Ein Gatte ist nicht verpflichtet, der gerechtfertigt. Die höhere oder niedrigere Stellung derselben ist Die Eltern werden doch ihren Einfluß auf die Entscheidung Entscheidung des auderen Theiles Folge zu leisten, wenn diese bezeichnend für den gesammten Kulturzustand.( Zustimmung ihrer Kinder geltend machen können. Aber über die Macht Entscheidung sich als Mißbrauch des die Entscheidung treffenden links.) Obwohl ich nur die entschiedenste Sympathie für die eines Rathgebers darf die elterliche Gewalt in Theiles darstellt." Bestrebungen auf Verbesserung der Stellung der Frau diesem Falle nicht ausgedehnt werden. Die Ehe- Abg. Träger( frf. Bp.) erklärt sich für Streichung des§ 1337. habe, würde ich doch nachweisen können, daß der schließung ist die allerwichtigste Entscheidung im Leben, und Es giebt keine Statistit darüber, in welchen Ehen der Mann Entwurf in dieser Beziehung alles dasjenige gethan hat, darum muß das betreffende Individuum selbst entscheiden dürfen wirklich das Oberhaupt der Familie ist.( Heiterkeit.) Solche was bei einer richtigen Rücksicht auf andere Interessen und muß selbst wissen, was in seinem Interesse ist. Gewiß hat allgemeinen Bestimmungen sind sehr bedenklich, weil sie den that- möglich war. Der Entwurf hat die Geschäftsfähigkeit der die bürgerliche Ghe eine materialistische oder materielle Basis, sächlichen Verhältnissen nicht entsprechen. Die Petition der Frauen Frauen derjenigen der Männer gleichgestellt; die Stellung der aber speziell die Religiösen in Ihrer Mitte müssen doch geht allerdings mit ihren übertreibenden Behauptungen über Frau in ihren persönlichen Verhältnissen zu dem Manne ist wünschen, daß der Bund fürs Leben aus wahrer Herzensneigung, das Maß des Berechtigten hinaus. Aber das muß festgehalten außerordentlich gehoben, ihre Stellung im Güterrecht ist gegenaus Liebe gefchloffen wird. Wie können da die Eltern sich werden, daß der Entwurf auf die Neuformationen der Zukunft über dem bisherigen Recht eine ganz außerordentlich günstige geherausnehmen, in einen solchen Herzensbund hineinzureden. Die Rücksicht nehmen muß. Ein solches Gebäude, welches für Jahr worden. Ich verweise auf ihre Stellung im Vormundschafts- und Bibel fagt und das hat auch meinen Beifall, hunderte eingerichtet wird, muß auf Zuwachs berechnet Erbrecht. Eines aber hat der Entwurf nicht gethan, er hat wenn auch in einem gewissen anderen Sinne-: was werden, damit auch die neuen Ideen Platz finden. nicht ausschließlich im Interesse der Frauen Bestimmungen getroffen. Gott verbunden, soll der Mensch nicht trennen. Sie, Die Petition der Frauen spricht davon, daß die Bestimmung des Bei den Bestimmungen über die Ehe tommt in erster Linie nicht die Religiösen, werden mir zugeben, daß der Sinn des§ 1837 an die dunkelsten Tage des Mittelalters erinnere. die Rücksicht auf die Selbständigkeit der Frau, sondern das Satzes nur der sein kann, daß da, wo durch eine höhere Macht( Heiterkeit.) Das ist eine Uebertreibung, aber richtig ist, daß die Interesse der Ehe in betracht. Wer eine Ehe eingeht, muß immer in Ihrem Sinne die Herzen der Menschen zu einander geführt Bestimmung nur für die Zeiten paßt, wo die Frau noch feinen einen Theil seiner Selbständigkeit opfern. Davon geht auch der werden, ein dritter nicht aus materiellen Gründen eingreifen soll. selbständigen Beruf hat. Heute hat die Frau fast alle Gebiete Entwurf aus. Die Ehe ist auch eine Gemeinschaft des wirthDie elterliche Autorität geht hierbei gar zu oft von Anschauungen des Lebens erobert. Man kann sie nicht mehr dem Manne ohne schaftlichen Lebens. Die§§ 1886 und 1337 bestimmen nicht, daß aus, die mit dem idealen Zweck der Ehe im Widerspruch stehen. weiteres unterordnen. Eine richtige Ehe kann nur auf dem die Eheleute von der rechten ehelichen Gesinnung durchDie Ehe wird durch den Eingriff der Eltern geradezu zu einer Boben der Gleichberechtigung geführt werden. Wird der eine drungen sein sollen, aber sie sollen die Ehegemeinschaft unsittlichen gemacht. Die Motive sagen zu meiner Genugthuung, Theil dem anderen untergeordnet, so wird der andere Theil zur führen, wie es eine rechte eheliche Gesinnung erfordert. daß die Ehe im allgemeinen sich immer mehr auflöst und ihrem Hinterlift und zu allen möglichen Schlechtigkeiten verleitet, um Die Paragraphen sind insofern leges imperfectae( unvoll= Berfall entgegengeht; darum müßten Sie alles aus dem Gefeß- feine Stellung zu verbessern. Berücksichtigen Sie die Wünsche ständige Gefeße), als als eine Zwangsvollstreckung zu ihrer buche fernhalten, was eheliche Verbindungen begünstigen könnte, der Frauen, damit dieselben nicht nachher sagen können: Durchführung nicht möglich ist. Wenn ein Ehegatte dem die aus anderen als idealen Gründen geschlossen werden. ach, wenn wir Hasen wären!( Heiterkeit.) andern nicht folgt, so kann der andere zwar klagen auf HerWie oft haben sich nicht Eltern einer Ehe widersetzt, Abg. Rickert( frs. Vg.): Die Frauenpetition verlangt die stellung des ehelichen Lebens, aber das Urtheil kann nicht vollweil entweder das Mädchen nicht genug Geld oder Vertagung der Berathung des Bürgerlichen Gesetzbuches bis zum streckt werden. Wozu eine solche Bestimmung wird man Gut mitbringt oder umgekehrt umgekehrt der Mann nicht die Herbste. So sehr ich die Berechtigung der Frauenbewegung an- fragen. Glücklicherweise erhält ein Rechtssag nicht blos dadurch entsprechende soziale Stellung einnimmt. Das ist doch ein ganz erkenne, so kann ich doch diesem Wunsche nicht zustimmen; denn Anerkennung im Boltsbewußtsein, daß er erzwungen werden kann; gemeines Motiv, so ordinär, daß Sie, die Sie die Ehe um jeden in den drei bis vier Monaten fann eine Aenderung der Meinung es genügt meist, daß die Verpflichtung festgestellt ist. Wenu nach Breis ideal gestalten wollen, solche Motive verhüten müßten. des Reichstags nicht herbeigeführt werden. Dazu ist eine lange einem rechtskräftigen Urtheil die eheliche Gemeinschaft nicht Sie machen durch solchen Einspruch den Eltern die ideale Ghe dauernde Arbeit nothwendig. Es wird allerdings gesagt, wenn hergestellt wird, dann bleibt allerdings nichts übrig als unmöglich. Eine Ehe, bei der andere Gründe als die Bu- die Frau nicht dem Mann untergeordnet würde, würden die die Ehescheidung. Für diese ist dieser Paragraph von neigung mitsprechen, ist moralisch wurmstichig. Namentlich in Familienbande gelockert werden. Dagegen muß ich protestiren, besonderer Wichtigkeit und darum darf er nicht gestrichen werden. höheren Kreisen wird die moralische Bedeutung der Ehe dadurch denn das wäre nur richtig, wenn der Mann immer der Der Grundgedanke des§ 1337 ist, daß eine gewisse Organisation mit Füßen getreten, daß die Eltern über die jungen Leute bereits vernünftige Theil und der Vertreter der Sittlichkeit wäre. nöthig ist. Die Ehe besteht aus zwei Personen, die Mehrheit in einem Lebensalter bezüglich der Eheschließung entscheiden, wo Der Mann, der über die Wohnung Bestimmung trifft ohne Zu- tann nicht entscheiden. Alle die täglichen häuslichen Dinge, die sie an die Eheschließung überhaupt noch garnicht denken tönnen; ftimmung der Frau, wäre sehr thöricht. Es handelt sich doch Einrichtung der Wohnung, die Frage, in welchem Zimmer ge= die Familienverbände verbinden ihre Kinder und dabei spielen nicht um Paläste, sondern vornehmlich um die Wohnungen der schlafen werden soll, in welchem Zimmer die täglichen Mahl= die Vermögensverhältnisse eine Rolle. Kirchliche Bedenten großen Masse der Bevölkerung. Der Antrag der Sozialdemo- zeiten eingenommen werden sollen 2c.- alles das sind gleich gegen unseren Antrag können beim Zentrum nicht vorliegen. fraten ist unnöthig; wer will denn zwischen Eheleuten die giltige Dinge, die aber doch irgendwie entschieden werden müssen. Beim Zivilehestandsgesetz 1874/75 sprach sich Dr. v. Schulte, eine Apothekerrechnung aufmachen. Streichen Sie§ 1837, damit ist Das Gefeß darf sich bei einer solchen wichtigen Frage nicht Autorität auf dem Gebiet des Kirchenrechts, dahin aus, daß vom der Sache genügt. Wenn Sie den§ 1337 wie die Bäckerei darauf verlassen, das alles von selbst geht, sondern es muß für Standpunkte des fanonischen Rechts Bedenken gegen eine Ehe verordnung in jeder Wohnung aufhängen, beachtet wird er den Fall, daß die Ehegatten sich nicht einigen, eine Entscheidung schließung mit dem 21. Jahre ohne Zustimmung der Eltern nicht doch nicht. getroffen werden. Der Antrag Auer sagt: die Ehegatten find vorliegen. Und der Abg. Windthorst sprach sich ganz ähnlich aus. Abg. Bebel: Daß hier noch die alten konservativen An- gleichberechtigt. Gleichberechtigt sind sie ganz gewiß, aber wie in Ich bitte dringend um Annahme unseres Antrages.( Beifall bei schauungen in bezug auf die Abhängigkeit, Unterthänigkeit der folchen das gemeinschaftliche Leben betreffenden Angelegenheiten den Sozialdemokraten.) Frau bei der großen Mehrheit dieses Hauses vorwalten, be- die Entscheidung zu treffen ist, sagt der Antrag Auer nicht. Daß weisen diese Bestimmungen." Mit Herrn Träger stimme ich die Stimme des Mannes zunächst entscheidet, entspricht der darin überein, daß das Bürgerliche Gesetzbuch einen Inhalt haben natürlichen Auffassung, der deutschen Auffassung, und es ist auch § 1288 wird mit dem Antrag der Sozialdemo- müsse, der auch den neuesten Ideen und denen der Zukunft den die richtige Auffassung.( Sehr wahr! rechts.) Die Frau wird traten angenommen. vollsten Raum zur Entfaltung bietet. Dieses Gesetzbuch ist ja dadurch in keiner Weise benachtheiligt. Es handelt sich hier um Abg. Gröber( 38.) erklärt, daß das Zentrum für den Antrag stimmen werde. gleichgiltige Angelegenheiten, in denen man nicht sagen kann, den Spielern, Trinkern u. s. w., die Herr v. Stumm bereits In dieser Frage fann ich nicht mit meinen engeren Parteidaß die Entscheidung einestheils im Widerspruch mit der rechten erwähnt, kommen auch die Spekulanten in Frage, welche genossen stimmen, sondern muß mit den Sozialdemokraten gehen. chelichen Gesinnung steht. Im Zweifelsfalle bleibt der Frau leicht zu grunde gehen können. Wir thun doch keinen Sprung Man fann gar nicht weit genug gehen, um das schwerste, nichts anderes übrig, als die richterliche Entscheidung anzurufen. ins Dunkle! Das Recht der Gütertrennung ist doch vielfach in älteste, barbarischste Unrecht zu fühnen, das an der großen Hälfte Dann tritt§ 1336 ein. Das Jutereffe der Frauen ist in der Geltung, und altgermanisch war jedenfalls die Gleichberechtigung der Kulturmenschheit seit einem Jahrtausend begangen ist.( BeiBorlage in weit höherem Maße gesichert, als es nach dem bis- der Frau und des Mannes, die erst im Laufe der historischen fall und Lachen.) herigen Rechte der Fall ist.( Beifall rechts.) Entwickelung verschwunden ist. Man sollte wirklich nicht immer Der sozialdemokratische Antrag wird ab= Abg. v. Dziembowski( Pole): Das eheliche Leben ist ein auf solche veralteten Gedanken zurücklommen. gelehnt. Dafür stimmen nur die Sozialdemokraten, einige noli me tangere, welches der gesetzlichen Beeinflussung entzogen Freisinnige und Volksparteiler; der Antrag v. Stumm wird ist, deshalb wäre die Streichung des 81387 das beste. Der ebenfalls abgelehnt. Dafür stimmen außer den vorgenannten Antrag der Sozialdemokraten ist praktisch nicht durchführbar, die Reichspartei, die Antisemiten, einige Nationalliberale( Paasche, denn es dürfte feinem Ehemann gelingen, mit dem Bürgerlichen Haffe) und der Abg. Prinz Schönaich- Carolath. Gesetzbuch in der Hand gegenüber seiner Frau seinen Willen ohne weiteres durchzusetzen. § 1337 wird unverändert angenommen. Die§§ 1389-1341, welche bestimmen, daß die Frau das Hauswesen zu leiten hat und innerhalb ihres Wirkungskreises ihren Ehemann vertreten kann, daß aber Arbeitsverhältnisse, welche die grau eingeht, vom Manne gekündigt werden können, wollen die Sozialdemokraten ftreichen. Abg. Stadthagen( So.) begründet den Antrag damit, daß unter den heutigen wirthschaftlichen Verhältnissen und in gewiffen Fällen die Ehefrau das Recht haben müßte, das Arbeitsverhältniß ihres Ehemannes zu fündigen. Die botmäßige Stellung der Ehefrau ist durchaus nicht gerechtfertigt. Es ist ein Berstoß gegen Treu und Glauben, wenn ein britter durch die Vorrechte des Mannes geschädigt werden soll. Die Paragraphen werden unverändert genehmigt. § 1846 bestimmt bezüglich des ehelichen Güterrechts, daß bas eingebrachte Vermögen der Frau der Nußnießung des Mannes unterliegt. Abg. v. Stumm beantragt beim Fehlen eines Ehevertrages die Gütertrennung gesetzlich festzulegen. Die Sozialdemokraten wollen Gütertrennung und selbständige Verwaltung des eigenen Vermögens für jeden der beiden Ehegatten. § 1346 wird unverändert angenommen, Nach§ 1551 fann ein Ehegatte auf Scheidung flagen, wenn der andere Ehegatte durch schwere Verlegung der durch die Ghe begründeten Pflichten oder durch ehrloses oder unfitt liches Verhalten eine so tiefe Berrüttung des ehelichen Verhält niffes verschuldet hat, daß dem Ehegatten die Fortsetzung der Ehe nicht zugemuthet werden kann. Als schwere Verlegung der Pflichten gilt auch grobe Mißhandlung. Die Sozialdemokraten beantragen, den§ 1551 zu faffen: „ Eine Ehe tann geschieden werden, wenn eine fo tiefe Berrüttung des ehelichen Verhältnisses vorliegt, daß dem Ehegatten die Fortsetzung der Ehe nicht zugemuthet werden kann. Eine Ehe muß auf grund gegenseitiger Einwilligung beider Ehegatten geschieden werden." Abg. Lenzmann beantragt, den letzten Satz in der Vorlage dahin zu fassen:„ Als schwere Verletzung der Pflichten gilt auch Mißhandlung, Beschimpfung, Verleumdung und rechtswidrige Bedrohung", und folgenden§ 1551a neu hinzuzufügen: Kinderlose Ehen können auf grund der Einwilligung beider Ehegatten auf Antrag derselben geschieden werden, wenn festgestellt ist, daß weder Leichtsinn, noch Uebereilung, noch heimlicher Zwang bei einer oder der anderen Seite vorliegt und die eheliche Gemeinschaft nicht mehr besteht." Abg. Munckel( frf. Vp.) empfiehlt den Antrag Lenzmann, der sich auf den Standpunkt der bestehenden Gefeßgebung, namentlich des Landrechts stellt. Nicht blos die grobe Mißhand lung, sondern die Mißhandlung überhaupt und die Berleumdung müssen als Ehescheidungsgründe angenommen werden. Geheimrath Planck: Der Entwurf hat die Aufgabe, das festzulegen, was wirklich im Volfe in Geltung gekommen ist. Swei Gefichtspunkte möchte ich bei der Erörterung gänzlich ausScheiden: denjenigen, daß die Frau nicht ebenso gut wie der Mann befähigt sein foll, ihr Vermögen zu verwalten- ich halte sie für völlig geschäftsfähig und den, daß die Verwaltungs-§ 1351 bestimmt, daß Erbschaften und sonstige Zuwendungen gemeinschaft allein dem Wesen der Ghe entspricht. Zurückweisen zum Vorbehaltgut der Frau gehören sollen, wenn der Erblasser möchte ich auch, daß es sich hier irgendwie darum handelt, die dahingehende Bestimmungen getroffen hat. Frau unter Vormundschaft oder Knechtschaft zu stellen. Es Abg. v. Stumm beantragt, daß das der Fall sein soll, auch handelt sich vielmehr darum, wie die Frage des gemein- wenn der Grblaffer feinerlei Verfügung darüber getroffen fchaftlichen Unterhalts und der Bertheilung der ge- hat. Wenigstens in diesem Punkte sollte man die Gütertrennung fammten ehelichen Lasten in zweckmäßigster und den Interessen durchführen. der Ehe und unferer deutschen Auffaffung am meisten Bundesrathskommissar Professor v. Mandry spricht sich entsprechenden Weise geregelt werden tann. Für das gegen alle Anträge aus. was der Volksauffassung am meisten entspricht, giebt den Abg. Spahn( 3.) erbittet vom Hause die Ermächtigung, sichersten Anhaltspunkt die Entwickelung des ehelichen Güter- damit die Zusammenstellung der bisherigen Beschlüsse zweiter rechts in Deutschland. Während das römische Recht in allen Lesung hent Abend den Mitgliedern gedruckt mitgetheilt werden anderen Beziehungen zur Herrschaft gelangt ist, hat in der Frage tönne, einige nicht beschlossene redaktionelle Aenderungen vordes ehelichen Güterrechts die deutsch rechtliche Auffassung sich nehmen zu dürfen. behauptet. Auch die neuere Gesetzgebung hat sich nirgends an Auf Antrag des Abg. v. Cuny ertheilt das Haus diese Ers das römische Recht angeschlossen und selbst in denjenigen mächtigung. Theilen, wo das römische Dotalrecht gilt, hat die Praxis Nachdem noch Abg. Bachem sich ebenfalls gegen den Antrag sich des Einflusses des deutschen Rechts nicht erwehren tönnen. v. Stummm erklärt hat, weil das Gesez den Frauen gefeßlichen Nach den Anträgen der Herren v. Stumm und Auer soll die Schutz gegen die Uebergriffe des Mannes gewähre, wird der Gütertrennung eingeführt werden, wonach der Mann den Auf Antrag abgelehnt und§ 1851 unverändert ge= wand allein zu tragen und die Frau nur einen angemessenen nehmigt. Beitrag zu geben hat. Ein solches Verhältniß würde der Auffassung der großen Mehrheit des Volkes nicht entsprechen, man Abg. v. Stumm( Rp.): Es hat mich gewundert, daß in würde ein Unrecht darin erblicken, daß der Mann allein die der Kommission die Sozialdemokraten eine bessere Würdigung der ehelichen Lasten zu tragen hat. Nach dem Antrage v. Stumm Stellung der Frau hatten als die mir näher stehenden Parteien. soll die Frau obligatorisch verpflichtet sein, dem Manne einen ( Hört! links.) Unsere Dichter preisen die Frauen und die Beitrag zu leisten, und dieser würde sich nach den Umständen Mädchen, denen zu dienen die größte Ritterlichkeit ist; aber so- richten, es bedürfte also einer Vereinbarung über die Höhe bald die Mädchen die The schließen, werden sie desselben; würden in den Umständen Veränderungen eintreten, rechtlos gemacht und geradezu zu einem Geschöpf zweiter so müßte diese Vereinbarung immer wieder von neuem Klaffe degradirt. So widersprechen sich Gesetz und Sitte. erfolgen und das müßte eventuell gerichtlich geschehen. Bei Bom christlichen Standpunkt aus fönnen Einwendungen einer normalen Ehe würde man über alle diese Schwierigkeiten gegen meinen Antrag nicht geltend gemacht werden. leicht hinwegkommen, aber das Gesetz ist nun einmal nicht nur Wo der Mann der einzige Erwerber dessen ist, wovon die Ehe für normale Ghen geschrieben. Die Erfahrungen in England gatten leben, da ist eine Gütertrennung nicht nöthig; anders sind noch zu kurz, als daß man daraus Schlüsse ziehen könnte. liegt die Sache aber, wenn die Frau auch mit erwirbt; da ist Bei der großen Verschiedenartigkeit der deutschen und englischen die Gütergemeinschaft der Ursprung für die Abhängigkeit der Zustände halte ich es auch für bedenklich, das, was für England Frau. Was die Frau erwirbt, soll ihr vorbehalten bleiben. paßt, in Deutschland einzuführen. Es wird viel zu häufig auf Warum soll denn das anders behandelt werden, was eine Frau das spezielle Interesse der Frauen der Nachdruck gelegt und der der Sorgfalt und dem Fleiße ihrer Eltern verdantt? Busammenhang der beiderseitigen Interessen vernachlässigt. Warum soll in den Ehen, wo der Mann ein Wüstling, So bedeutend die Frauenbewegung jetzt auch fein ein Spieler und Trinker ist, ist, ihm trotzdem die Ver- mag, sicherlich würde die große Mehrzahl der Bürgerwaltung des Vermögens feiner Frau zustehen? Seit meiner und Bauernfrauen sich auf den Standpunkt des Entwurfes stellen. Rede bei der ersten Lesung find mir von vielen Bei allen anderen güterrechtlichen Systemen ist die Frau mehr Seiten Briefe über diese Verhältnisse zugegangen, welche gefährdet, als bei der Verwaltungsgemeinschaft; nur hier ist ihr eine Fülle von Elend darlegen. Gerade diejenigen, welche die der Stand ihres Vermögens völlig gesichert und nur hier ist Ehescheidung erschweren wollen, müssen hier der Frau die Mög- es möglich, den Ertrag der Arbeit und des selbständigen Erlichkeit geben, die Ehe fortzuführen, ohne ihrer Würde etwas zu werbes als Vorbehaltsgut zu sichern. In der Art und Weise, vergeben, namentlich da, wo die Frau dem Manne au Bildung wie der Entwurf diese Verwaltungsgemeinschaft ordnet, zeigt sich überlegen ist; an Herzensbildung ist die Frau immer überlegen. evident, wie auf die Interessen der Frauen Rücksicht genommen Abg. Bebel( Soz.): Die Herren von der Majorität find Daß die Frau tein Talent zur Vermögensverwaltung habe, ist ist; das Verfügungsrecht des Mannes ist außerordentlich entschlossen, die Ehescheidung nach Möglichkeit zu erschweren und eine thörichte Behauptung; denn der Wittwe und dem Mädchen beschränkt. Die Vorschriften, welche das Recht der Frau zu eine Abweichung von dem Ehescheidungsrecht, welches feit mehr vertraut man ihre Vermögensverwaltung an, aber bezüglich der sichern geeignet sind, find so ausgedehnt, daß eine Gefährdung als 100 Jahren in dem größten Theile von Deutschland gilt, zu Frau scheint man anzunehmen, daß sie durch die Ehe- der Frau kaum leicht eintreten kann. Kann das Gesetzbuch das beschließen. Ueber das bestehende Recht ist allerdings in der Schließung in ihren geistigen Fähigkeiten beschränkt wird. Experiment machen im Gegensatz zu der ganzen bisherigen Rechts- Rommission mit so harten Worten abgeurtheilt worden, wie sonst Man sagt, wenn ein Mädchen sich nicht abhängig machen wolle, entwickelung, im Gegensatz zu dem bestehenden Recht in Deutsch- niemals, daß man sich eigentlich wundern muß, daß ein fo folle sie ledig bleiben. Wo denkt ein Mädchen, das in ihren land überzugehen zu einem System, welches bisher nur in einem solches Recht so lange bestehen konnte.( Abg. Gröber: Sehr Bräutigam verliebt ist, an Geld und dergleichen Dinge. Die ganz kleinen Theil Deutschlands bestanden hat? Der Entwurf richtig!) Weder bei ten Juristen noch bei dem Volte hat sich Eltern haben auch nicht immer den Muth, dem Schwiegersohn muß zwar bestrebt sein, den Interessen der Frau in jeder Art eine Opposition gegen das Landrecht erhoben. Ich muß das energisch entgegenzutreten. Es wäre ja ganz gut gewesen, wenn gerecht zu werden, aber er darf sich nicht derartig mit dem be- Landrecht in Schuß nehmen und behaupte, daß das Bürgerliche 20 Jahre lang nach dem Erlaß dieses Gesetzes Gheverträge stehenden Recht in Widerspruch setzen.( Beifall.) Gesetzbuch nicht 100 Jahre in traft bleiben wird, wie das Landstempelfret geblieben wären. Aber Gheverträge allein genügen nicht; Abg. Rickert( frs. Bg.): So gern ich sonst der Autorität recht, sondern nach einem Jahrzehnt wird geändert werden müssen. fie werden von dem Theil, welcher dadurch schlechter gestellt wird als des Vorrebners folge, so muß ich doch diesmal von ihm ab-( Zustimmung links.) Die Urheber dieses Gesetzbuches werden nach dem Gefeh, leicht als eine Beleidigung aufgefaßt. Die vollstän- weichen. Die Bewegung der Frauen ist eine natürliche und nicht den Ruhm erwerben, wie die Urheber des Landrechts. dige Gütergemeinschaft ist der im Gesetzbuch enthaltenen Verwaltungs- gerechte und sie werden nicht eher ruhen, als bis sie ihre Forde Man will durch diese Bestimmungen der fortschreitenden Aufgemeinschaft vorzuziehen. In England sind die Eheverträge rungen durchgesetzt haben. Weil die Dinge so sind, sind sie doch lösung der Familie entgegenarbeiten, die Familie neu befestigen gefeßlich beseitigt und überall ist die Gütertrennung eingeführt noch nicht gut. Die Mehrheit ist entschloffen, die Vorschläge der und stellt es so dar, als seien die zunehmenden Eheworden und kein Mensch wird behaupten, daß die ehemaligen Kommission anzunehmen, deshalb werde ich auf die Einzelheiten scheidungen ein Zeichen des moralischen Verfalls. Man Verhältnisse sich dort verschlechtert haben. Nirgends ist das nicht eingehen, denn die Vorschläge sind weder gerecht noch flug verwechselt aber dabei die Wirkung mit den Ursachen. Die Familienleben so ausgebildet wie in England, wo das Wort noch zweckmäßig. Ehefcheidungen sind nur ein Spiegelbild der materiellen ,, my house is my castle" zur Wahrheit geworden ist.( 3u- Abg. Prinz zu Schönaich Carolath( natl.): Troß der und sozialen Zustände. Bahllose Ursachen sozialer Art stimmung des Abg. Rickert.) Die französische Ghe beruht großen Verehrung, die ich für Herrn Geheimrath Planck habe, wirken auf die Zerrüttung der heutigen Ehe ein. Je schwieriger auf dem Rechte der Gütergemeinschaft. Halten Sie kann ich doch seinen Ausführungen nicht folgen. Wenn wir der Existenzkampf geworden ist, umſomehr Geld- und Vermögens die französische Ehe Ehe besser als die englische? Die uns über manche schlechte Geseze beklagen müssen, so liegt das ehen haben wir, umfomehr Ehescheidungen, wenn eine solche Ehe Gütertrennung herrscht auch Rußland und Italien. daran, daß die Meinungen der Laien den Juristen gegenüber nicht befriedigt. Die Ehe ist heute auf offenem Markte zu einem Die Frauen werden, mögen Sie beschließen, was Sie wollen, nicht immer geltend gemacht worden sind. Die gegenwärtige Schachergeschäft geworden; in einer Sonntagsnummer des das Recht der Gütertrennung erreichen. Es ist unverständlich Ordnung der Dinge weist große Schäden auf, und die Frauen Berliner Lotal- Anzeiger" fand ich nicht weniger vom konservativen Standpunkt aus, die Frauen zur Agitation zu find schutzlos gegenüber benen, welche sie auszubeuten verstehen. als 156 hegesuche, und selbst in der Bossischen zwingen. Jede gebildete Frau wird sich, wenn sie die Ver- Wir wollen die schuhlosen Frauen schützen. An den eigenen 3eitung" über 50. giebt eine Heiraths hältnisse prüft, für die Gütertrennung aussprechen. In Deutsch Erwerb der Frau soll der Mann nicht herankönnen; denn das, vermittelungs- Presse und zahlreiche Vermittelungs- Bureaus, land haben wir Unzufriedenheit genug und brauchen sie nicht was die Frau in langen Jahren erworben hat, kann der welche diesen Schacher durch Agenten systematisch bedurch falsche Gesetze zu vermehren und in Kreise zu tragen, die Maun durchbringen.( Buruf: Chevertrag!) Wir machen treiben. Solche Ehen tragen von vornherein den bisher davon verschont geblieben sind. Es wird mir für die das Gesetz für die große Masse, die keinen Rechtsanwalt Keim der Zerrüttung in sich. Können Sie aber diese Quellen Beit meines Lebens eine große Ehre sein, an diesem Werke zum Abschluß des Ehevertrags zuziehen kann. Gehen Sie nicht verstopfen, dann tönnen Sie auch nicht dazu übergehen, mitarbeiten zu können. Es wird mir aber auch ein großer in die kleinen Wohnungen und sehen Sie die Frauen die Ehescheidung nach Möglichkeit zu verhindern, sondern Sie Schmerz sein, das Gesetz mit diesem Makel der Verwaltungs- au, deren geringes Befihthum von dem Mann ver müssen fie im Gegentheil erleichtern. Man hat uns vorgeworfen, gemeinichaft behaftet zu sehen. Ich beschwöre Sie noch in praßt wird und die auf die Straße geworfen werden. daß wir der Chefcheidung das Wort reden, weil wir ja die letzter Stunde, meinen Antrag anzunehmen.( Beifall rechts und Die Petitionen fommen nicht von einzelnen Personen. Hätte freie Liebe predigen; aus eminent fittlichen Gründen sind wir lints.) man eine Agitation eintreten laffen, so würden die Petitionen für die Ehescheidung, gerade weil wir wünschen, daß Abg. Bebel: Es ist ein seltsames Vorkommniß, daß Herr viel zahlreicher gekommen sein. Eine Agitation hat man aber die Ehen aus innerem Herzensdrang ge= v. Stumm mit uns übereinstimmt; ich freue mich in seinem unterlassen, denn das gute Recht ist die beste Agitation und das schlossen werden, darum wollen wir, daß, wenn Interesse, daß er sich in guter Gesellschaft befindet.( Heiterfeit.) gute Recht wird schließlich zum Siege führen. Ist es nicht durch eigenes Verschulben oder durch Umstände gezwungen Es kommt beim§ 1346 mehr das Interesse der Frauen außerhalb des Hauses Heuchelei, wenn wir die deutschen beide Ehegatten außer stande sind, auf die Dauer Der mittleren und höheren Schichten der Gesellschaft Frauen als must er für alle Frauen hiustellen und, eine zufriedene Ehe zu führen, fie auch in der Lage sein müssen, in Frage, aber vom Standpunkt der Gerechtigkeit aus wenn es sich um ihre Rechte handelt, ihnen die Ehescheidung herbeizuführen. Das liegt auch im Interesse treten wir auch für die Rechte dieser Frauen ein. Die Rechte verweigern, die sie in anderen Staaten der Kinder. Die Geistlichen des Zentrums werden mir aus ihrer Daß der Kulturstand eines Volkes sich nach der Stellung der haben? Die Frauenbewegung macht große Fortschritte; man feelsorgerischen Erfahrung bestätigen, daß es garnichts BedauerFrau bemißt, ist eine schöne Redensart, aber auch bezüglich des giebt den Frauen in allen Staaten größere Freiheit, die licheres geben kann, als wenn die Kinder die Zuschauer und Bürgerlichen Gesetzbuches eben nur eine Rebensart. Der nor nicht in Zügellosigkeit ausartet. Um die Uebertreibung zu ver- Buhörer der ehelichen Streitigkeiten und Zwiftigkeiten sind, oder male Zustand sollte nur sein, daß man die Frau und nicht ihr hindern, müssen wir den Frauen ihre natürlichen Rechte geben. gar für den einen oder anderen Theil der Eltern Partei ergreife Geld heirathet, aber der umgekehrte Standpunkt ist gewöhnlich Ich hoffe, daß das Wohlwollen für die Frauen auch da vor- Nehmen Sie diese Bestimmungen an, so werden allerdings di maßgebend. Wenn das Zentrum den Mann als das Haupt der handen sein wird, wo es sich um die geistige Betheiligung der Chefcheidungen abnehmen. Nach dem statistischen Jahrbuch de Familie ansieht und seine Stellung nicht beeinträchtigen will, so Frauen handeln wird. Stadt Berlin von 1892/93 entfallen 1400 Fälle von 5623 Fällen follte es doch unserem Antrage nicht widersprechen. Denn sonst Geheimrath Planck: Der Vorredner hat den Entwurf nicht der Chefcheidung auf gegenseitige Uebereinstimmung, würde das eine Anerkennung des Grundfazes fein: wer das richtig verstanden, wenn er behauptet, daß das Eingebrachte der sind 25 pet. Nach dem neuen Bürgerlichen Gesetzbuch Geld hat, hat die Macht. Diesen Grundsatz des trasfesten Frau von dem Manne durchgebracht werden kann. Das ein scheiden diese Fälle aus. Auch die Truntfucht soll feinen Materialismus folle man nicht in die Ehe hineintragen. gle brachte Vermögen ist genau so gesichert, wie das vor Chefcheidungsgrund abgeben. Wenn Sie aus der Verminderung Mit Eheverträgen allein kann nicht geholfen werden; die Frauen behaltene Vermögen und wie das Vermögen der Frau bei der Ehescheidungen auf eine moralische Hebung werden schließen haben eine Scheu vor solchen gerichtlichen Dingen. Brautleute der Gütertrennung.( Sehr richtig! im Zentrum.) Nur die wollen, so werden Sie einen gewaltigen Trugschluß machen. Der find vertrauensselig und denken an alles andere eher als an Geld Früchte des Vermögens der Frau tommen in die Gemeinschaft. Gefeßgeber würde sich dann ebenso betrügen wie der Arzt, der und solche Dinge. Für die Frauen ist der Eheschluß viel Abg. v. Stumm: Theoretisch hat der Regierungskommissar die franten Stoffe in den Körper zurücktreibt. Und wie soll Richter wichtiger als für den Mann, für sie ist die Ehe der eigentliche recht. Das Vermögen bleibt der Frau, aber der Mann kann es der mit diesem Paragraphen fertig werden? Lebensberuf. Ein Mann mag noch soviel sittliche Matel haben vermöge seiner Verwaltungsbefugniß sehr wohl verprassen.( Bu- Wird er den individuellen oder nicht vielmehr ben sozialen in bezug auf gefchlechtliche Ausschweifungen, eine Frau bekommt stimmung bei der Reichspartei.) Maßstab zur Beurtheilung des einzelnen Falles anlegen und eine er immer; das Mädchen aber darf sich solche Freiheiten nicht Abg. Conrad( fd. Vp.): Es wird mir nicht möglich sein, Mißhandlung ganz anders auffaffen je nach der Stellung der erlauben. Daß die Frauen von der Vermögensverwaltung häufig die Gegner zu belehren und zu überzeugen, aber ich muß sagen, Ehegatten? Man wird später noch die Hände über den Kopf nicht viel verstehen, ist selbstverständlich. denn es ist eine da ich aus den Kreisen der Kunst tomme, so ist mir nichts fremd, zusammenschlagen, wie der Gesetzgeber so etwas hat machen Folge der Verhältnisse. Daran sind aber nicht die Frauen schuld. was sich auf die Frauenbewegung und das Frauenrecht bezieht. fönnen. Wir leben in einer Zeit, wo im Gegensatz zu früher Beim Abschluß der Ehe werden selten Verträge geschlossen, die Ich möchte dazu beitragen, daß im deutschen Rechtsleben neue das Ehr- und Sittlichkeitsgefühl weit höher gesteigert ist. fich aber im Laufe der Ehe oft als Nothwendigkeit erweisen, Sträfte gefunden werden, alles Unrecht gefühnt wird, daß Es ist nicht wahr, daß das Ehr- und Sittlichkeitsgefühl Gerade das Gegentheil 3. B. bei Erbschaften. Die Zahl derjenigen, welche eine selbst die Gesellschaft in sittlicher und moralischer Beziehung gehoben heute abgeftumpfter ist als je. ftändige unabhängige Existenz erringen, wird immer tleiner: die wird, so daß wir wirklich so daß wir wirklich den Ton angeben( Lachen). ist der Fall, namentlich bei den Frauen, weil sie jetzt mehr in Zahl rerer aber, welche ihr Vermögen ohne ihr Verschuiden ver- Sie lachen darüber; mit Ihrem Lachen wird gar nichts be- das Leben hinausgetreten sind als früher, um den Kampf mit lieren, wird immer größer. Da sollte man wenigstens das Ein- wiesen, Sie haben über ganz andere Sachen gelacht und haben dem Leben aufzunehmen; eine Menge von Ideen und Wissen ist gebrachte der Frau sichern vor solchen Zufällen. Außer sich schließlich noch zu ganz anderen Dingen entschließen müssen. ihnen dadurch erschlossen, das ihnen früher fern lag. Das " " 811 " müssen Sie auch bei der Ehescheidung in Rücksicht ziehen. Die Die Vorlagen wegen Errichtung eines Giuladeplages| Der Meister hätte seine Gesellen den ganzen Winter über beschäftigt Motive sagen, man dürfe es nicht dahin kommen lassen, daß die für die Verschiffung von Hausmüll auf dem städti- und bei zehnstündiger Arbeitszeit 50 Pf. Stundenlohn gezahlt. Sicher Zahl der Chefcheidungen zu einem öffentlichen Standal werde. schen Lagerplay am Südufer 14/15 und wegen Erwerbung hätte er nun geglaubt, seine Leute würden sich, weil er ihnen in der Es liegt aber weit mehrim Interesse der öffent- eines zu Pinnow bei Birkenwerder belegenen Grundstücks schlechten Jahreszeit durchgeholfen hätte, wenigstens insofern lichen Moral, daß die Ehezerwürfnisse nicht zur Errichtung einer Aus- und Abladestelle für Hausmüll sind erkenntlich zeigen, als sie sich von der Lohnbewegung fern halten zum öffentlichen Standal werden. Es ist unmöglich vom Ausschusse, genehmigt worden, die erstgenannte Vorlage mit der würden. Darin aber sollte er sich gewaltig täuschen. Eines zu verlangen: Die Che muß um jeden Preis erhalten werden, Modifikation, daß der Hafen möglichst weit östlich und parallel Tages hätten seine Leute plöglich die Arbeit niedergelegt und sich gleichviel was dabei herauskommt. Bei der Ehescheidung ist die der Nachbargrenze angelegt werde. in einem benachbarten Lokale mit Biertrinken und Regel Frau in der Regel die benachtheiligte, die Scheidung bedeutet in Die Versammlung tritt den Ausschußbeschlüssen bei. schieben unterhalten. Da der Meister seinen kontraktlichen zahlreichen Fällen die soziale Aechtung, die Zahl der geschiedenen Ebenso hat die Vorlage wegen Angliederung des Verpflichtungen nachkommen mußte, so hätte er wenn Männer, welche sich wieder verheirathen, ist weit größer als bei Koch'schen Instituts für Infektionstrantheiten auch schweren Herzens die Forderung der Gesellen: den geschiedenen Frauen. Deshalb wird die Frau an das IV. städtische Krankenhaus die Genehmigung des neunstündige Arbeitszeit und 55 Pf. Stundenlohn bewilligen schwerer zur Ehescheidung schreiten als der betreffenden Ausschusses gefunden. Abgeändert ist ledig- müssen. Das Abgeändert ist ledig- müssen. Das ist wahrhaft schrecklich! Doch das schrecklichste Mann, obwohl die Frauen die zehnfache Verlich§ 3 des zwischen der Stadt und dem Unterrichts- tommt noch. Die Gesellen, so heißt es nämlich wörtlich, suchten anlassung dazu haben wie die Männer. Die minister abzuschließenden Vertrages, und zwar dahin, ihr Verhalten damit zu entschuldigen, daß sie erklärten, wenn sie Statistik zeigt aber, daß die Zahl der Chefcheidungsanträge von den daß über die Art der Vertheilung der in das Krankenhaus auf sich der Bewegung nicht anschlössen, hätten sie von den überFrauen größer ist als von den Männern, die Zahl der Chefcheidungen genommenen Infektionskranken die von der zuständigen städtischen wachenden Berliner Kollegen- Gewaltthätigkeiten zu befürchten! hat auch zugenommen, die Zahl der Eheschließungen dagegen ab- Berwaltungs- bezw, Aufsichtsstelle( sur Beit die Deputation Schaudervoll, höchst schaudervoll!. genommen, obwohl die Bevölkerung gewachsen ist. Nehmen Sie für die städtischen Krankenanstalten und die öffentliche unseren Antrag an, der allein korrekt ist und den thatsächlichen Gesundheitspflege) erlassenen beziehungsweise zu erlassen berichtet; Auf Antrag des faiserlichen Generalfonfuls in Best Die Vampyre der Arbeitslosen. Der„ Reichs- Anzeiger" Verhältnissen entspricht, oder stimmen Sie wenigstens dem An- den Anweisungen maßgebend sein sollen. Dabei Dabei soll trag Lenzmann zu.( Beifall bei den Sozialdemokraten.) daran festgehalten werden, daß die Isolirung der einzelnen Stellenvermittler Simon Grünbaum ein Strafverfahren einift von den ungarischen Behörden gegen den dort wohnenden Regierungs- Kommissar Professor von Mandry hält den Arten von ansteckenden Krankheiten so strenge als möglich durchgeleitet worden, weil er verdächtig ist, mehrere Reichsangehörige Antrag Lenzmann für überflüssig, weil die in demselben geführt wird. Der dirigirende Arzt der betr. Abtheilung dari burch betrügerische Vorstellungen an ihrem Vermögen geschädigt aufgeführten Handlungen alle als schwere Verlegungen der Pflichten Anträge auf Buweisung besonderer Arten solcher Kranten bei der burch betrügerische Vorstellungen an ihrem Vermögen geschädigt aufgefaßt werden können und deshalb ohne weiteres unter Direktion stellen, welchen, soweit es die Interessen der gesammten zu haben. Grünbaum pflegte in deutschen Zeitungen zu annonciren, § 1551 fallen. Aber der Antrag der Sozialdemokraten geht zu Anstalt zulassen, Rechnung getragen werden wird. Die von den daß er in der Lage sei, arbeitsuchenden Personen gute Stellen weit. Wenn bei beiderseitigem Ginverständniß die Ehe geschieden Kranken geäußerten Wünsche sollen nach Möglichkeit berücksichtigt Auskunft, so wurde zunächst eine Provision von 10 m. verlangt. zu vermitteln. Wandte sich hierauf jemand an ihn um nähere werden könne, so würde sich niemand Selbstzucht auferlegen, um werden. ein eheliches Zusammenleben zu ermöglichen. Referent ist der Stadtv. Professor Virchow. In der sich hören. Wie gemeingefährlich ein solches Treiben ist, ergiebt Sobald diese eingezahlt war, ließ Grünbaum nichts mehr von Debatte ist Oppofition nur noch in der Frage des dirigirenden sich unter anderem daraus, daß ein Josef Fodor aus Budapest, Arztes vorhanden. Die Stadtvv. Sachs I und Sach 3 II erblicken in der vor dem vor einigen Jahren gleichsfalls in der Presse gewarnt bezüglichen Bestimmung des§ 2 ein Vorrecht der Ernennung die an manchen Tagen den Betrag von 300 Mark erreichte. worden ist, sich auf diese Weise eine Einnahme verschafft hat, durch den Staat, durch welches die Stadt in ein unleidliches Es empfiehlt sich daher dringend, gegenüber derartigen Annoncen Abhängigkeitsverhältniß auf ihrem eigenen Boden gerathen von Budapester Agenten und Vermittlern die größte Vorsicht zu würde. Sie bringen Abänderungsanträge ein, die indeß vom Bürgermeister Kirschner als Verschlechterungen des Verbeobachten. trages zu ungunsten der Stadt charakterisirt und demzufolge be- Die Arbeiterfreundlichkeit der Bäckermeister. tämpft werden. Bäckermeister Berlins waren Mittwoch auf Einladung des Stadtv. Dr. 3 adet konstatirt, daß auch nach seiner Innungsvorstandes versammelt, um die zum 1. Juli in traft Auffassung hier der dirigirende Arzt nur scheinbar von tretende Bäckereiverordnung des Bundesraths zu erörtern. Oberder Stadt gewählt, thatsächlich aber vom Staate ernannt wird. meister Bernard betonte, daß der Bund deutscher BäckerEr halte das aber an sich für kein Unglück und glaube auch nicht, Innungen nichts unversucht gelaffen habe, um die Verorddaß daraus die von anderen Seiten prophezeiten schweren Kon- nung zu Fall zu bringen. Der Vorstand habe soeben noch flitte entspringen werden. eine Immediateingabe in diesem Sinne an den Kaiser gerichtet. Es empfehle sich, daß ein Berliner Bäckermeister die Klage gegen die Rechtsgiltigkeit der Verordnung durch alle Instanzen führe; von dem Ausfall dieses Rechtsstreites werde man die weitere Bekämpfung des Gesetzes abhängig machen. Nach längerer Besprechung, an der sich auch der ReichstagsAbgeordnete Bielhaben betheiligte, wurde beschlossen, daß Bäckermeister König- Berlin den Rechtsstreit auf Kosten der Innung führen solle. Außerdem wurde der Vorstand ermächtigt, eine Bentralstelle einzurichten, die Material gegen die Verordnung sammelt. Abg. Munckel empfiehlt den Antrag§ 1551 a. Die Ausführungen des Regierungsvertreters würden schließlich dahin führen, daß man bei mangelndem Einverständniß sehr schwer, bei beiderseitigem Einverständniß aber gar nicht gefchieden werden könne. Unter Ablehnung aller Anträge wird§ 1551 unverändert genehmigt. Um 6 Uhr wird die weitere Berathung auf Freitag 11 Uhr vertagt. Parlamentarisches. Die Reichstagsfeffion, oder richtiger der jetzt dem Ende zulaufende Theil der Session wird voraussichtlich nächsten Donnerstag, jedenfalls gegen Schluß der nächsten Woche zu Ende gelangen und der Reichstag wird dann vertagt werden. Für den Wiederbeginn der Session ist der 10. November in Aussicht genommen.dis Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Deffentliche Sigung vom Donnerstag, 25. Juni nachmittags 5 Uhr. sd 11038 Die Sigung wird vom Vorsteher Dr. Langerhans nach 51/2 Uhr mit der Mittheilung eröffnet, daß für den Fall, daß die heutige Tagesordnung nicht erledigt wird, vor den Ferien am Montag noch eine Extrasigung stattfindet. Ju Sachen der Restforderung des Bureau Silfs arbeiters malih hat der niedergefeßte Ausschuß mit großer Mehrheit beschlossen, von der Erhebung der Einrede wegen des event. anderweitigen Verdienstes desselben während seiner Suspension Abstand zu nehmen und der unverweilten Zahlung der 3736 M. zuzustimmen. Daß daneben die Frage der Hilfsarbeiter von der demnächst zusammentretenden Deputation für die Prüfung der Verhältnisse der Bureaubeamten ausgiebig erörtert werden wird, ist schon mitgetheilt. zur Der Vertrag wird nach den Ausschußbeschlüssen angenommen, auf Antrag Sa ch 3 I außerdem beschlossen, daß im Falle eines Interimistikums die Stadt befugt sein soll, für Stellvertretung des dirigirenden Arztes zu sorgen. Die Vorlage betr. den Ankauf des Grundstücks Neue Friedrichstr. 86 behufs der Festsetzung einer anderweiten Flucht linie an dieser Stelle und zur Anlage einer Turnhalle für das Gymnasium zum grauen Kloster wird entgegen dem Ausschuß antrage nach längerer Debatte angenommen. Der provisorische Betrieb des Hafens am Urban soll dem Magistratsvorschlage entsprechend einstweilen ohne Etat und ohne definitiven Zarif mit einem Betriebsvorschuß von 30000 M. zur vorläufigen Deckung der Unkosten, zu entnehmen aus dem allgemeinen Borschußkonto, erfolgen und die Kaffenführung der Hauptkasse der städtischen Werke übertragen werden. Außerdem wünscht der betr. Ausschuß die baldige Einsehung einer Verwaltungsdeputation für die Fragen des Lösch- und Badewesens. Die Versammlung beschließt demgemäß. Schluß 8 Uhr. Tokales. Die 19 Selbstmorde werden aus der Woche 31. Mai bis 6. Juni gemeldet, 7 durch Ertrinken, 7 durch Erhängen, 3 durch Ver giftung, 2 durch Erschießen. Eine gleich hohe Bahl von Selbst morden in einer Woche ist unseres Wissens bisher in Berlin nicht beobachtet worden.( 18 Fälle wurden einmal im Jahre 1894 aus einer Woche gemeldet.) Selbstverständlich spielt aber der Zufall hierbei eine gewisse Rolle; aber ein Licht wirft die große Zahl der Selbstmorde immerhin auf unsere Zustände, die jawohl durch die gute" Konjunktur gegenwärtig besonders glückselig sein follen. Die Eisenbahn- Direktion Berlin hat den Bewohnern der Nordbahn- Vororte wieder einmal eine recht unangenehme Ueberraschung bereitet, indem sie an den Vorstand des NordbahnVorortvereins jetzt den Bescheid hat ergehen lassen, daß die Zurückverlegung des Vorortverkehrs der Nordbahn vom Nordbahnhof an der Bernauerstraße nach dem Stettiner Bahnhof erst in zwei Jahren erfolgen könne. Aus Köpenick wird uns berichtet: Bor einigen Tagen ver unglückte in der Papier- und Pappenfabrik von Moritz Auerbach in Sadowa eine jugendliche Arbeiterin im Alter von 151/2 Jahren. Das Mädchen gerieth mit den Fingern in eine durch Dampf geStadtv. Singer: Zweifellos liegt eine Berechtigung in Achtung, zweiter Wahlkreis! Wir machen nochmals auf dem Verlangen der Hilfsarbeiter, daß sie nach mehrjähriger, die heute Abend bei Martens, Friedrichstraße, abzuhaltende Zufriedenheit der Vorgefekten ausgefallener Arbeit öffentliche Bersammlung aufmerksam. Hier haben die Genossen in ein definitiveres Verhältniß, als das der Hilfsarbeiter des zweiten Kreises Gelegenheit, den gegen unsere Organisation schaft zu gelangen wünschen. Allerdings wird es für seinerzeit geführten Schlag zu pariren und durch kräftiges EinBerlin kaum möglich sein, allen denjenigen, die die Stadt zur treten für den neugegründeten Wahlverein zu beweisen, daß sie Bewältigung der augenblicklichen oder auch der laufenden Ar- gewillt sind, das gegen ihr Verschulden Versäumte wieder nach den Stephan nicht viel zu reden sei, haben böse Zungen oft Daß von Fortschritten im Poftwesen unter dem alternbeiten als Hilfsarbeiter beschäftigt, Aussicht auf definitive An- zuholen. Näheres ist aus dem Juferat in heutiger Nummer er- genug behauptet. Von der Grundlosigkeit solcher Verdächtigungen ftellung als Beamte zu machen; das würde zu Konsequenzen sichtlich. wird das Publikum gewiß durch die folgende Mittheilung der führen, die zur Zeit nicht zu vertreten wären. Wohl aber ließe Arbeiter- Bildungsschule. Wir machen an dieser Stelle Deutschen Tageszeitung" überzeugt werden: Der Futtermeister fich diese große Schaar von Leuten, die mit Eifer und Fleiß der noch einmal ausdrücklich darauf aufmerksam, daß Billets zu Lüdtke, der die hiesige Postillonskapelle dirigirt, trug bis jetzt Stadt ihre Dienste widmen, davor sicher stellen, daß sie den Sonntag Nachmittags- Vorstellungen. im auch bei Ausübung letterer Funktion die gewöhnliche Postder Noth verfallen, wenn sie nach mehrjähriger guter Arbeit Schiller Theater der Abrechnung wegen immer nur bis schaffneruniform. Hierdurch stach er von den Mitgliedern der nicht mehr arbeitsfähig find oder aber wegen Mangels an Arbeit zu dem der betreffenden Vorstellung vorausgehenden Freitag Kapelle sonderbar ab, welcher Umstand schon wiederholt bei entlaffen werden sollen. Es würde den in dieser Hinsicht nicht bend zu haben sind. Wer also die erste Vorstellung am Konzerten vor hochgestellten Persönlichkeiten, so auch kürzlich bei unberechtigten Klagen der Boden entzogen werden, wenn ähnlich nächsten Sonntag, den 28. Juni, besuchen will, wird dringend dem 25jährigen Regierungsjubiläum des Herzogs Leopold von wie bei den städtischen Werken, wo die Angestellten und gebeten, sich noch heute mit Billets zu versehen. Der Vorstand Anhalt, zu dem auch die hiesige Postillonstapelle befohlen war, zum theil auch die Arbeiter nach zehnjähriger Dienstzeit der Arbeiter- Bildungsschule. J. A.: Heinrich Schulz. aufgefallen ist. Seit kurzem trägt Züdtke nun als Dirigent der eine Pension erhalten, verfahren würde. Ebenso wird es möglich sein, den Hilfsarbeitern, welche zur Zufriedenheit des Magistrats Eine Zweite Berliner Gewerbe- Ausstellung" will die Kapelle die Gala- Uniform der Postillone, Reithofen, Rock mit arbeiten, mehr als bisher die Möglichkeit auf definitive An- Arbeiter Bildungsschule gelegentlich ihres diesjährigen führung) und weißen Haarbusch( die Postillone tragen schwarzen Kragentreffen und vier Schleifen, Postillonshut( in besserer Ausstellung zu eröffnen. Ab und zu geschieht eine solche Sommerfest es in der Brauerei Friedrichshain veranstalten. Haarbusch). Anstellung ja bereits, man könnte aber etwas munifizenter In humoristischer Weise sollen dort einzelne bisher noch nicht verfahren und sich ähnlich wie in anderen Verwaltungen ausgestellte Erzeugnisse sowie Einrichtungen unserer lieben Bater- Gegen mehrere Arbeitgeber hat der Vorstand der Judahin einigen, daß jährlich beim Etat eine bestimmte stadt eine würdige Stätte finden, sodaß sich den Neugierigen ein validitäts- und Altersversicherungs- Anstalt der Provinz BrandenAnzahl von Hilfsarbeiterstellen in definitive umgewandelt werden. verblüffendes Bild darbietet". Die hier und da gerügten Mängel burg fürzlich Geldstrafen von 5-20 M. festgesezt, weil sie für Auch dieses Mittel wird vielleicht dazu dienen, den Eifer und und Lücken, die der Treptower Ausstellung anbaften, wollen Sie die von ihnen beschäftigten Arbeiter Marken von nicht zureichen die Arbeitslust der Hilfsarbeiter zu stärken, wenn ihnen so für Veranstalter ergänzen und ausfüllen. Da die Arbeiter- Bildungs- dem Betrage verwendet hatten. ihre Zukunft eine gewisse Sicherheit gegeben wird. Denn wenn schule bei diesem Fest, ebenso wie bei den früheren, keinerlei ein Hilfsarbeiter 10, 15 Jahre lang mit Arbeiten derselben Mühe und Arbeit scheuen wird, um den Besuchern etwas wirklich Art wie die angestellten Beamten beschäftigt ist, liegt fein Gutes und Neues zu bieten, so dürfte das diesjährige Sommer Grund vor, ihm die definitive Auſtellung zu versagen. fest zu einem besonders gediegenen werden. Das nähere ist aus Auf diesem Wege also wäre zum Nußen der Verwaltung wie der den Annoncen und Plakaten zu ersehen. triebene Maschine, welche es zu bedienen hatte. Wie uns mitintereffirten Personen vielleicht etwas mehr zu thun als bisher; Gerichts- Assessor Dr. Paul Altmann, seit zwei Jahren getheilt wird, ist das Unglück wesentlich dem Mangel an entdenn wenn auch ungemessenen Ansprüchen nicht entsprochen als Vorsitzender des Gewerbegerichte Berlin und als sprechenden Schuhvorrichtungen zuzuschreiben. Die Fabrik des werden kann, so hat es doch unzweifelhaft etwas sehr Nieder Verwaltungs- Dezernent bei der städtischen Bau- Deputation, Ab- Herrn Auerbach zeichnet sich auch sonst durch manche Annehmdrückendes für diese Leute, wenn sie wie der Bogel auf theilung II., beschäftigt, scheidet am 30. Juni d. J. aus dieser lichkeiten aus; so wird die Dampfmaschine zum theil von dem Dache figen, von vier zu vier Wochen ihre Stelle Stellung aus. Wie wir hören, ist derselbe als Hilfsarbeiter Mädchen bedient; auch darf keiner der Beschäftigten häufiger als verlieren können, und namentlich wenn sie im Bewußt( Justitiar) in das faiserliche Reichs- Gesundheitsamt hier vom dreimal am Tage austreten, wenn er nicht entlassen werden will. sein, diefelben Arbeiten wie die Angestellten geleistet 1. Juli d. J. abberufen. Ebenfalls hapert es mit der Einhaltung der zulässigen Arbeitszu haben, zurückgesetzt werden, blos weil sie eben als Hilfsarbeiter befchäftigt sind. Ich kenne die entgegenstehenden Schwierigkeiten, Eine recht fade Aurempelung leistet sich die„ Staats- frist; es soll vorgekommen sein, daß jugendliche Arbeiterinnen von morgens 6 Uhr bis abends 8 Uhr gearbeitet haben. Die Fabrik 6 die Rücksichten auf Altersgrenze und Gesundheitszustand; aber bürger- Zeitung" uns gegenüber in einer Brieffaftennotiz, in ist dem Gewerbeinspektor dringend zur Beachtung zu empfehlen. der Versuch muß gemacht werden, die Frage nach beiden Seiten der sie mittheilt, daß die in unserem vorgeftrigen Gerichtsbericht zufriedenstellend zu regeln. Ich schließe mit dem Wunsche, daß erwähnte Person in Sagan, welche ihrem Dienstmädchen Speck Die Säbelprügeleien unter den Studenten, von denen wir es der Deputation gelingen möge, bei ihren Berathungen zu einem scheiben, die um den entzündeten Hals ihres Mannes gelegen gestern berichteten, sollen nicht ausgefochten werden, da, wie es Resultat zu kommen, das die Intereffen der Stadt und der Hilfs- hatten, aufs Brot gelegt hat, Fanny Bergheim heißt und die heißt, der Rektor der Universität, Prof. Wagner, den Bengeln Ehefrau eines jüdischen Kornhändlers ist. Bei dieser Gelegen- ein wenig den Standpunkt klargemacht hat. Ober- Bürgermeister Belle: Ohne heute auf die materielle heit fordert das radauantisemitische Blatt uns auf„ troß Herrn Künstlerrausch und graues Eleud. Das Defizit von Frage tiefer einzugehen, glaube ich dem Gehörten doch hinzu- Singer" gleichfalls den Namen des Weibes zu nennen, den der 10 000 m., das als eine unliebfame Erinnerung fügen zu müssen, daß die Wünsche des Vorredners wohl besonders ängstliche bürgerliche Berichterstatter verschwiegen Rostümfest der Akademiker zurückgeblieben ist, soll jetzt im Wege eigentlich jetzt schon stetig in Erfüllung gehen. Wenn hatte. Es hieße der Staatsbürger- Zeitung" zu große Ehre anthun, einer Lotterie von Kunstwerken gedeckt werden. Hervorragende ein Hilfsarbeiter über 10 Jahre lang seine Pflicht gethan wollten wir ihr beweisen, daß der„ Vorwärts" im Gegensatz zu den Künstler haben dazu schon Arbeiten beigesteuert. Die Akademiker hat und dann dienstunfähig wird, haben wir ihn noch niemals allermeisten bürgerlichen Blättern noch niemals sich einer Erbärmlich hatten etwas zu arg aus dem Vollen gewirthschaftet. im Stiche gelaffen, wir haben fiets eine Summe bei der Ver- feit in dem von ihr angedeuteten Sinne schuldig gemacht hat. Das Amt lernten z. B. zehn junge Leute sechs Wochen lang auf" Regimentsfammlung beantragt und sie stets bewilligt erhalten. Wenn des Sittenrichters in diesem Punkte steht allerdings gang be- untoften" reiten, um nachher bei jenem Festzuge parabiren zu Hilfsarbeiter fünf Jahre lang mit einer sonders gut einem Blatte au, das sich in Rücksicht auf gut können, der der Kasse selbst nichts eingebracht hat. Auch die gewissen Auszeichnung seinen Dienst verrichtet hat, kann er an bezahlte Geschäftsannoncen fast tagtäglich zu den plumpften mangelnde Ordnung bei Abgabe der Kostüme hat das Defizit gestellt werden, wenn er sich zur Assistentenprüfung meldet. In Reklamezwecken prostituirt. Vollends verachtungswürdig ist aber noch vergrößert. der gemischten Deputation wird die Frage jedenfalls zur vollen erst die Verdächtigung, daß unser Parteigenoffe Singer einen Zufriedenheit gelöst werden. unlauteren Einfluß auf die Redaktion unseres Blattes ausübe. Gegen Dr. Edel, den Leiter des„ Asyl für Nervenkranke" steht die Staatsbürger Zeitung" mit einer solchen in Charlottenburg, dem in mehreren Beitungen schwere VorDer Ausschußantrag wird angen im Nordosten hält der Aus- Kampfesweise unter der Berliner Breffe denn doch ziemlich würfe, wegen der Behandlung der Kranten in seiner Anſtalt schuß den Erwerb des ganzen Grundstückes Oberberger allein da. gemacht wurden, soll, wie ein hiesiges Blatt meldet, die gerichtstraße 57/59 für vortheilhafter. Der Magistrat ist dieser Schrecklich. Einen tragi- komischen Stoßseufzer über die liche Untersuchung eingeleitet worden sein. Es sollen bereits Auffassung beigetreten und hat mit großer Beschleunigung eine schrecklichen Erlebnisse eines Spandauer Maurermeisters anläßlich mehrere Bernehmungen stattgefunden haben. anderweite Vorlage gemacht, welche dieser Aenderung Rechnung der Lohnbewegung der Maurer bringt der Anz. für das Havel- Medizinmänner. Der Polizei- Präsident erläßt folgende trägt und heute von der Versammlung ohne erhebliche Debatte land." Derselbe erzählt eine rührfame Geschichte von einem Bekanntmachung: Das Heilgefchäft des Rechtsanwalts a. D. angenommen wird. Meister, welcher einen Bau in Plößensee übernommen hatte. Glünecke, vor dessen Thätigkeit bereits von auswärtigen Bes arbeiter wahrt. ferter ein " an das So Böiden gewarnt worden ist, wird von dem praktischen Arzt Dr. med. Rahut hier in dem Hause Gontardstr. 5 im Verein mit dem Apothekenbesizer Bittelmann, Invalidenstr. 72, fort gesetzt. Nach dem Geständniß des Apothekers Zittelmann und dem Ergebnis einer Besichtigung seiner Apotheke wird eine von einer Arbeiterfrau abgewogene willkürliche Kräutermischung von Arbeitern abgekocht und ein und derselbe Saft, in Flaschen gefüllt, gegen alle vorkommenden Leiden, bald als Gurgelwasser, bald als Darmeingießung, balt als innerliches Medikament verordnet und abgegeben. Ich warne das Publikum dringend sich in Krankheitsfällen an die genannten Medizinalpersonen zu wenden. Wetter- Prognose für Freitag, den 26. Juni 1896. Ein wenig fühleres Wetter mit veränderlicher Bewölkung, etwas Regen und mäßigen nordwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Gewerbe- Ausstellung 1896. Seimwege. Ohne irgend eine Veranlassung wurde er in der Hasenhaide von einer Rotte junger Leute überfallen und mit Faustschlägen überhäuft. Er ergriff den Angeklagten und hielt ihn fest, bis Leute herbeieilten. Während des Ringens brachte der Angeklagte ihm einen Messerstich in den Kopf bei. Der Staatsanwalt beantragte drei Monate Gefängniß, der Gerichtshof erkannte aber auf ein Jahr Gefängniß bei sofortiger Verhaftung. Versammlungen. Als eine Art Ausstellungsobjekt wird Li- Hung- Tschang in großen gelben Reklamezetteln der Gewerbe- Ausstellung dem Würdenträger muß sich besonders dadurch geschmeichelt fühlen, Publikum auf den Litfaßsäulen angekündigt. Der chinesische daß die am Ehrensonnabend auf der Ausstellung versammelten In bezug auf unseren Versammlungsbericht in Nr. 141 Elektrische Straßenbeleuchtung wird in naher Zeit auch Wölfer Europas ihre heiligsten Güter bei erhöhtem Entree vor des Vorwärts", betreffend die Stellungnahme der Frauen zum Friedenau erhalten. dem Plebs zu wahren suchen. Zur Feier des Li- Hung- Tschang- internationalen Kongreß, wird uns von einer Seite ergänzend Eine höchst seltsame Fahrpreisberechnung findet auf der Tages ist der Eintrittspreis nämlich von nachmittags 3 Uhr an mitgetheilt, daß die Versammlung sich mit dem Vorschlag der vor kurzem von der Neuen Omnibus- Gesellschaft eingerichteten auf eine Mark festgesetzt worden. Frau Lina Vogel einer gemeinsamen Delegation zum Kongreß Linie Treptow- Schöneberg statt. Auf der ganzen zirka Die folgende Geschichte von einem der Gewerbe- Aus- einverstanden erklärte. 11 000 Meter langen Linie giebt es nämlich nur zwei Theil stellung entgangenen Fürstenbesuch wird von einem Bericht. Eine Versammlung der streifenden Privatpost: strecken, und zwar Gewerbe- Ausstellung- Spittelmarkt und erstatter gemeldet: Prinz Georg von Preußen traf Angestellten fand am legten Sonntag bei Pasch, Alte Jakob Spittelmarkt- Schöneberg, und der Preis für jede diefer Theil- Mittwoch Abend um 6 Uhr in der Ausstellung ein, um die Straße statt. In derselben wurde beschlossen, den Streit weil Strecken beträgt im Innern des Wagens 10 Pfg. Diese Ein- Industriehalle zu besichtigen. Der Prinz wollte einen Zarameter- aussichtslos, aufzuheben. Es sind noch ca. 150 Streifende richtung führt nun dazu, daß wenn z. B. jemand am Köllnischen Fahrsessel bei dem Rundgang benutzen, mußte jedoch hiervon vorhanden, welche weiter unterstützt werden müssen. Mitgetheilt Fischmarkt einen von der Ausstellung kommenden Wagen be- Abstand nehmen, weil ein den Wünschen des alten Herrn ent- wurde ferner, daß der Streit obwohl verloren, dennoch die fteigt und 10 Pfg. bezahlt in der Meinung, für diesen Preis sprechender Seffel( mit Verdeck) nicht vorhanden war. Unter Wirkung gehabt habe, daß die„ Berliner Privatpost" etwa die kurze Strecke bis zum Potsdamer Bahnhof fahren zu diesen Umständen mußte der Prinz gänzlich von der Besichtigung nur noch sehr wenige Aufträge erhalte. Sie wechsele jetzt fortfönnen, er sehr bald eine arge Enttäuschung erlebt, indem er der Ausstellung Abstand nehmen und fuhr derfelbe nach etwa während das Personal; von den ersten Streitbrechern sollen nur bereits auf dem Spittelmarkt wieder aussteigen zehn Minuten Aufenthalt im Parke nach Berlin zurück. noch sehr wenige bei der Gesellschaft thätig sein. oder für die Weiterfahrt ein neues Billet taufen muß. Durch In der Brutaustalt der Fischerei- Ausstellung ist jetzt diefe unglaubliche Fahrpreisberechnung bezw. Theilstrecken- endlich ein günstiges Resultat erreicht worden. Es ist gelungen, Einrichtung entstehen, zum eigenen Verdruß der Schaffner, tag- eine Forellenbrut zu ziehen, welche jetzt bereits fünf Wochen alt täglich zwischen Fahrgästen und den letzteren heftige und nunmehr auch gegen das für diese Fischart sonst ungünstige Ein Stück bürgerlicher Sittengeschichte ist in drei Streitigkeiten. Spreewaffer widerstandsfähig ist. In der Brutanstalt befinden Inferaten der ordnungstreuen Posener Morgenzeitung" ents sich gegenwärtig Züchtungen von Forellen, die gegenwärtig den halten. In dem Blatte Nr. 143 vom 20. Juni findet sich folgende Giern entschlüpfen, im Alter von fünf, acht Tagen, drei und Anzeige: fünf Wochen. Der neue Vertrag zwischen der Stadt und der Pferde bahu- Gesellschaft wegen allgemeiner Einführung des elektrischen Betriebes und des Zehnpfennig- Tarifs, unter Verlängerung der Ronzession der Pferdebahn- Gesellschaft wird einem hiesigen Blatte zufolge am Sonnabend feine endgiltige Feststellung erhalten. An diesem Tage tritt die Verkehrs- Deputation noch einmal zu sammen, um ihre Arbeiten in der genannten Frage zum Abschluß zu bringen. Das weitere ist dann Sache der Stadtverordneten. Ein schwerer Unfall hat sich Donnerstag Morgen im Bentralhotel zugetragen. Dort war gegen 71/2 Uhr die 17 jährige Blätterin Anna Rother an der Plättmaschine beschäftigt und gerieth mit der linken Hand zwischen die Walzen. Der Bedauernswerthen wurde die Hand zerquetscht; sie mußte in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Feffelballon wird nunmehr, nachdem die Neufüllung desselben beendet, von heute ab die regelmäßigen Auffahrten wieder unternehmen. Falls bei allzu stürmischer Witterung der Aufstieg mit der großen Gondel erschwert, so wird dieselbe durch einen kleinen, eigens zu diesem Zwecke angefertigten Korb bewirkt werden. am 1. Mai die Hilfe der Sanitätswache in Anspruch nahm, ift Der 1000. Patient, der seit Eröffnung der Ausstellung gestern bortselbst verbunden worden. Dieser Patient war ein junges Mädchen, welches mit einem Bahnleiden behaftet war. Kunst und Wissenschaft. Vermischtes. " Verhältniß gesucht." Ein nettes, hübsches Mädchen, christlich, mit chic. Kleidung zum Verkehr gesucht. Jeder Wunsch der Dame erfüllbar. Offert. unter A. B. Restaurant Krone, Breitestraße 17. " Dann folgt in Nr. 144 des Blattes folgende Entschuldigung": eine" Annonce: Berhältniß gesucht!" Offerten unter A. B., " In Nr. 143 der Posener Morgenzeitung" habe ich durch Ich erkläre mein Bedauern darüber, daß ich ohne Wissen des Inhabers des Restaurants„ Krone", Herrn Paul Gottmann, Restaurant Krone, Breitestraße Nr. 17, erbeten. diese Annonce aufgegeben habe." Posen, den 22. Juni 1896. Gleich darunter ist folgendes zu lesen: „ Heirathsgesuch." Alfred Baruch. Gin nettes, hübsches Mädchen, christlich, mit chic. Kleidung -HO behufs späterer Verheirathung kennen zu lernen gesucht. Günstige Zukunft vorhanden. Offerten erbeten Chiff. A. B. Expedition dieser Zeitung." Ein unglückliches Geschöpf ist der 46 Jahre alte Händler Karl Schmidt, der sich seit langer Zeit schon ohne Wohnung in Im National- Theater wurde am Mittwoch Ernst Berlin aufhält. Um Weihnachten vorigen Jahres wurde er eines v. Wildenbruch's Schauspiel„ Das neue Gebot" nach mehrjähriger Tages mit einem erfrorenen Beine in die Charitee gebracht. Er Pauſe wieder aufgeführt. Das Stück spielt, wie bekannt fein war in einer falten Nacht draußen eingeschlafen und wäre bei- dürfte, in der Zeit der Kämpfe zwischen König Heinrich IV. und nahe umgekommen. Das rechte Bein hatte vom Frost so start Papst Gregor VII. und behandelt den Konflikt, in den ein O, diese Sozialdemokraten, gegen deren Blatt der Staats gelitten, daß man es ihm abnehmen mußte. Nach geraumer Zeit deutscher Priester mit Rom geräth, als er nicht allein dem Ge- anwalt felbft dann wegen Unzuchtsvergehens einschreiten muß, wurde der Verunglückte als geheilt entlaffen. Gestern, Donnerstag, bot der Kirche entgegen an der flüchtigen Gemahlin seines wenn ein braver Gerichtsassessor ein Zimmer sucht! Vormittag gegen 10 Uhr fand ihn ein Schuhmann auf der Süd- Kaisers menschlich handelt, sondern auch aus Liebe zu seinem seite des Bahnhofs Friedrichstraße bewußtlos auf dem Pflaster Weibe dem Bapste trout, als dieser schlauberechnend das unfitt- Windstoßes ein Boot get entert; fünf Insassen sind ers Im Frischen Haff ist Mittwoch infolge eines plötzlichen liegen und brachte ihn wieder in die Charitee. Hier tam er zur liche Zölibat zum Dogma erhebt. Das Schauspiel endet unter trunken, einer konnte sich retten. Besinnung und gab an, daß er Phosphor von Streichhölzern ge- Phrasengeklingel, ohne den Knoten, den es schürzt, in einem oder nommen habe, um seinem Leben ein Ende zu machen. Ist im anderem Sinne zu lösen. Gespielt wurde in dem Stück mit der großen reichen Berlin nicht eine Stätte zu finden, wo diefer Un- Bravour, die bei Harnischgeflapper und Jambengedröhne so glückliche sein elendes Dasein wenigstens ohne materielle Sorge wohl angebracht ist. Mit entsprechendem Verständniß waren hinbringen könnte? Baut man Stiftungen nur für feiste Bürger die Rollen des auffäßigen Priesters und seines Weibes von Herrn nnd adlige alte Jungfern? Eppstein und Fräulein Arco dargestellt. Chinesisches aus Hamburg. An der vorgeftrigen Börse u. Komp. an Li- Hung- Tschang eine Ansprache, welche mit den zu Hamburg hielt Herr C. Erdmanu von der Firma Carlowig Worten begann: " Wenn auch unsere deutsche Sprache sich hinsichtlich blumenreicher Redeformen der chinesischen nicht an die Seite Natürlich Kleptomanie. Der Dieb, der in der techHermann Sudermann schreibt, wie der Börs.- Kur." mit- stellen tann, so hoffen wir doch, daß keine Sprache die unferige nischen Hochschule während des ganzen Jahres sein Wesen trieb, theilt, zur Zeit an einer größeren Märchendichtung, die wie ver- übertreffen wird, wenn es gilt, der herzlichen Freude Ausdruck zu ist endlich in flagranti ertappt worden. Es ist ein Studirender. lautet, dem hiesigen königlichen Schauspielhause zufallen dürfte. geben über die Anwesenheit eines so hohen Gastes, einer so berühmten Er gab zu, eine ganze Anzahl bei ihm gefundener Gegenstände Ein Drama Herodias", das Sudermann zurücklegte, war Bersönlichkeit, wie die Eiv. Exzellenz, der troh hohen Alters gestohlen zu haben, behauptete jedoch, dabei einem unwidersteh ursprünglich auch dem Schauspielhause zugedacht. Daß Suder die weite Reife übers Weltmeer nicht scheute, um, im Anschluß lichen Drange gefolgt zu sein, das Mitnehmen kleiner Gegenstände mann so schnell für die königliche Bühne reif werden würde, hat an die große außerordentliche Mission, mit der Se. Majestät der pasfire ihm unbewußt. Die Rauf- und Sauffitten unter einem wohl vor wenigen Jahren noch niemand zu prophezeien gewagt. Kaiser von China Ew. Exzellenz betraute, die Länder Europa's Theil der Studirenden sind, wie aus einigen Prozessen erinnerlich, nicht zum ersten Male von Diebereien unter den Besuchern der Die Zulassung der Frauen zum medizinischen Studium und deren Bewohner in persönlicher Anschauung fennen zu An diese grandiose Schmeichelei schloß sich dann der Hochschulen begleitet gewesen. Vielleicht handelt es sich in allen befürwortet einer der angesehenſten amerikanischen Aerzte, lernen." Fällen um einen unwiderstehlichen Drang". Professor Jacobi in New- York, in einem offenen Schreiben an Say:" Wir erkennen es mit großem Dante an, daß Ew. Exzellenz die Redaktion der Deutschen medizinischen Wochenschrift", ge- allzeit ein Förderer des Handels mit Deutschland gewesen ist stüßt auf seine bei den amerikanischen Aerztinnen gemachten lang- und erlauben uns, der Hoffnung Ausdruck zu verleihen, daß dies jährigen Erfahrungen. In Amerika haben sich die weib- auch in Zukunft der Fall sein und daß der Handel Chinas mit lichen Aerzte ihre Stellung den Behörden und dem Publikum Deutschland stets neue und schöne Blüthen treiben möge!" gegenüber durchaus zu festigen gewußt, ohne etwas von ihrer Nischt zu handeln? weiblichen Würde eingebüßt zu haben. Weder für die Frauen, Felssturz. Wiener Blätter melden aus Bozen, daß sich auf welche sich der Medizin widmen, noch für den bisher aus der Südbahnstrecke Bozen- Franzensfeste zwischen Weidbruck und Männern bestehenden ärztlich- praktischen Stand noch für das Azwang im Eisackthale Mittwoch Abend infolge eines WolfenPublikum ist nach Jacobi's Ansicht irgend ein Nachtheil oder bruchs eine gewaltige Felsmasse loslöfte und das Schienengeleise auch nur eine Unzulänglichkeit aus der Zulassung der Frauen sowie die Brennerstraße in einer Länge von ungefähr 60 Metern zum ärztlichen Beruf erwachsen. Der New- Yorker Kliniker sieht verschüttete. Man hofft, die Verkehrsstörung bis Abend beseitigen in der Erschließung des medizinischen Studiums auch für das zu können. Die Straße in das Sarnthal bei Johannestofel weibliche Geschlecht nur noch eine Frage der Zeit. Eine Trennung wurde infolge des anhaltenden Regens durch das Hochwasser der der männlichen und weiblichen Elemente während der Vorlesungen, Talfer zerstört. Auch die Eisack ist stark geschwollen. Prüfungen zc. hält derselbe für unnöthig; im Gegentheil erwartet Auf der Josephs- Zeche bei Polnisch- Dstrau verunglückten Die Direktion der Stufenbahn- Gesellschaft theilt uns aus Anlaß der auch im Vorwärts" wiedergegebenen Meldung, daß eine Dame auf der Stufenbahn einen Arm gebrochen habe, berichtigend mit, daß auf ihrem Beförderungsmittel ein Unglücks fall irgend welcher Art nicht vorgekommen ist. In der Markusstraße wurde ein 6 Jahre alter Knabe durch den Kaufmannslehrling Pfennig mit dem Zweirade überfahren. Pfennig hat zwar geklingelt, aber keinen Versuch gemacht, dem Rinde auszuweichen. Familienftreitigkeiten haben den 39 Jahre alten Tischlermeister Karl D. aus der Kleinen Andreasstraße veranlaßt, sich das Leben zu nehmen. Als er Mittwoch Nachmittag gegen 5 Uhr allein in seiner Wohnung war, erhängte er sich mit einem Strict am Lampenhaken. Die beiden Räubmörder Kurz und Wohlan sind gestern früh 6 Uhr im Gefängnißhof zu Plößensee hingerichtet worden. Herr Schuhmachermeister Jeske, Wiesenstraße 31, sendet uns eine Zuschrift, nach welcher die gestern auch von uns wiedergegebene Reportermeldung von dem Ueberfall auf seinen Gesellen auf durchaus unrichtigen Informationen beruhe; es sei ein unbedeutender Streit entstanden, in den sich Frau Jeske schon aus dem Grunde nicht habe hineinmischen können, weil sie jeden Tag ihre Niederkunft erwarte. Die Leiche eines unbekannten Mannes wurde Donnerstag Vormittag am Holsteiner Ufer in der Spree gefunden und nach dem Schauhause gebracht. er von der Gegenwart der Frauen einen anfpornenden und ver- der Steiger Houset nebst einem Bergmanne, die beiden hatten edelnden Einfluß auf die männliche Jugend. Man wird weniger sich in eine wegen Gasansammlungen abgesperrte Strecke be Bärm, weniger Duelle, dagegen mehr Gesittung und mehr Arbeit geben und fanden daselbst den Tod durch Ersticken. Ein dritter in deren Begleitung befindlicher Bergmann wurde von der Rettungsmannschaft bewußtlos heraufgebracht und durch die Bes mühungen der Aerzte gerettet. erleben. Gerichts- Beifung. verlegt wurden. Streifende Fakire. Aus Budapest wird berichtet: Die Wegen öffentlicher Beleidigung stand am Donnerstag Fatire auf der Separat- Ausstellung in Alt- Ofen weigern fich, Genoffe Albrecht aus Schöneberg vor dem Schöffengericht ihre Produktionen weiter auszuführen, weil die Direktion ihren Berlin II. Der Angeklagte hatte in einer Gemeindewähler- Ver- Forderungen nicht nachkommen will. Mittwoch war die Zahl sammlung zu Schöneberg die Wahl fozialdemokratischer Kandidaten der Besucher der Millenniums- Ausstellung auf eine Million feit mit der Begründung empfohlen, daß die Bestrafung des Steuer- der Eröffnung gestiegen. erhebers Reigert ein Verdienst des damaligen sozialdemokratischen Bei Laudsend fand, wie aus Plymouth berichtet wird, Gemeindeverordneten Hackelbusch gewesen sei. Wäre dieser Hecht Mittwoch an Bord des Kreuzers Blafe" eine Reffel. Polizei- Bericht vom 25. Juni. Gestern machte die von nicht im Karpfenteich gewesen, dann würde die Bestrafung des ihrem Ehemann getrennt lebende Frau Marie Sch. in ihrer Reigert nicht erfolgt sein." Durch diesen Satz hatte sich der Gemeinde explosion statt, durch welche ein Heizer getödtet, fünf andere Wohnung in der Artilleriestraße den Versuch, sich mit Zucker- Vorstand von Schöneberg beleidigt gefühlt und Strafantrag säure zu vergiften; und abends versuchte der Arbeiter P. sich in gestellt. Der als Zeuge vernommene Schöneberger Amtsvorsteher Sommeraufenthaltsort von Petersburger und Kronstädter GroßDas große Dorf Penigi bei Oranienburg, ein beliebter der Straße Am Friedrichshain an einem Baume zu erhängen. Schmock giebt an, daß der Steuererheber Reigert seinerzeit wegen industriellen und Kaufleuten, die dort auch viele Villen befizen, Beide wurden an der Erreichung ihrer Abficht verhindert. P., Unterschlagung von Gemeindegeldern mit 6 Monaten Gefängniß industriellen und Kaufleuten, die dort auch viele Villen besigen, der als geistestrant erkannt wurde, ist nach der Jrrenanstalt bestraft wurde, jedoch ohne das Zuthun von Hackelbusch. Dieser ist vollständig niedergebrannt. Der Schaden ist sehr groß. Herzberge gebracht worden. Nachmittags gegen 5 Uhr wurde sei an der Einleitung des Strafverfahrens so unschuldig, wie Die neue stählerne Bogenbrücke über den Niagarafall, in der Dessauerstraße auf dem Fahrdamm eine 15 Centimeter- alle übrigen Menschen in der Welt. Der Angeklagte Albrecht die gegenwärtig im Bau begriffen ist und die Stelle der jetzigen Granate ohne Ladung und Bünder in einem Geschoßtransportkorb giebt zu, daß er die fraglichen Ausführungen, mit Hängebrücke einnehmen soll, wird nach ihrer Vollendung eine der vorgefunden. Wie sie dorthin gekommen, ist noch nicht aufgeklärt. denen er feineswegs den Gemeindevorstand beleidigen größten Brücken der Welt sein. Sie wird zwei Etagen haben. wollte, auf grund der Mittheilungen von Hackelbusch Die obere ist für Eisenbahnzüge bestimmt, die untere für Wagen, Witterungsübersicht vom 25. Juni 1896. gemacht und also gutem Glauben gehandelt habe. Fußgänger 2c. Die Spannweite zwischen den beiden Endpfeilern Der Staatsanwalt beantragte eine Strafe von 50 Mart. beträgt 550 Fuß. Zum Bau der Brücke müssen 5 560 000 Pfund Er hielt es für erwiesen, daß der Angeklagte dem Ge- Stahl verwandt werden. Stationen. Swinemünde Hamburg Berlin Wiesbaden München Wien. Haparanda Petersburg. Cort Aberdeen.. Paris. Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung 756 GO 759 M 757 . 760 N 760 759 Still 753 756 766 N 765 NNW • 762 NW . . Windstärke 12324| ANNWN( Stala 1-12) Wetter Temperatur nach Celsius wolfig bedeckt 16 13 bedeckt 16 wolfig 18 Regen 15 16 11 16 halb bedeckt 16 bedeckt 10 bedeckt 15 Regen bedeckt wolkenlos ( 50. 4° R.) Briefkasten der Redaktion. meinde- Vorstand eine Pflichtwidrigkeit habe vorwerfen wollen. Aus Yokohama wird berichtet: Die Zahl der bei der Es sei ja bekannt, daß Sozialdemokraten gern solche Gelegen- jüngsten Hochfluth an der Nordostküste ums Leben gekommenen heiten benutzen, um das Ansehen der Behörden herabzusetzen. wird auf 27 000, die Zahl der Verlegten auf 8000 angegeben. Das Gericht erkannte an, daß der Angeklagte in gutem Glauben gehandelt und sich beim Gebrauch des Schlagwortes vom Hecht im Karpfenteich der Beleidigung, die darin liegen könne, nicht bewußt war. És erfolgte daher die kostenlose Freisprechung. Nachdem die Zeremonienmeister:, Offiziers- und Studentenduelle seit langem zum öffentlichen Standal ges worden sind, mehren sich nach dem Beispiel von oben auch unter den Rowdies niederen Grades die Messerstechereien in bedenklichem Maße. Gestern stand abermals wegen eines solchen Vergehens Familie 91. Der polnische Verein in London Beaumont Square 7, Mileend Road London E, Die Fahrt von Hamburg ist die billigste. Wegen des Preises wenden Sie sich an irgend eine der Schiffsagenturen. Außerdem finden Sie das nöthige im Reichskursbuch. Zimmerer- Krankenkasse. Diese rein internen Angelegenheiten der Bäcker Anton Klishowsti vor der 133. Abtheilung finden im Vorwärts" teine Aufnahme. des Schöffengerichts. Der Maschinist Sarnow, der die Vereinsrecht. Die Frage kann nur die Polizei beant elektrische Beleuchtung in der Neuen Welt" zu beauf- worten. Allerdings hat es oft genügt, nur Sozialdemokrat zu sichtigen hat, befand sich am Abende des 10. Juni auf dem sein, um lästig zu fallen. Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 147. Freitag, den 26. Juni 1896. Achtung! Gewerbegerichts- Wahlen! 13. Jahrg. Am Donnerstag, den 24. September d. I., finden in Berlin die Gewerbegerichts- Wahlen statt und nimmt der Magistrat zu diesem Zwecke die Neuaufffellung der Wählerliffen vor. Bur Theilnahme an den Wahlen sind nur berechtigt: a) solche Arbeitgeber, welche das fünfundzwanzigste Lebensjahr vollendet und seit mindestens einem Jahre im Gemeindebezirk Berlin Wohnung oder eine gewerbliche Niederlassung haben, b) solche Arbeiter, welche das fünfundzwanzigste Lebensjahr vollendet haben und seit mindestens einem Jahre im Gemeindebezirk Berlin wohnen oder, falls sie außerhalb wohnen, hier be= schäftigt sind. Den Arbeitgebern stehen die mit der Leitung eines Gewerbebetriebes oder eines beftimmten Zweiges desselben betrauten Stellvertreter der selbständigen Gewerbetreibenden gleich, fofern ihr Jahres- Arbeitsverdienst an Lohn oder Gehalt 2000 m. übersteigt. Die der Zuständigfeit des Gewerbegerichts unterstellten Hausgewerbetreibenden sind, sofern sie gemäß§ 14 der Gewerbe- Ordnung den selbständigen Gewerbebetrieb angemeldet haben, als Arbeitgeber, andernfalls als Arbeiter wahlberechtigt. Zum Zwecke der Aufstellung der Wählerlisten werden die zur Theilnahme an der Wahl berechtigten Personen der in Nr. 131 erwähnten Wahlbezirke aufgefordert, ihre Stimmberechtigung unter Vorlegung der erforderlichen Bescheinigungen innerhalb der nach§ 13 des Ortsstatuts vorgeschriebenen zweiwöchigen Frist- d. i. vom 16. bis einschließlich 29. Juni d. J. und zwar an den Wochentagen von 5 bis 8 Uhr abends, an den Sonntagen von 12 bis 3 Uhr nachmittags in den nachstehend genannten Anmeldestellen mündlich oder schriftlich anzumelden. Die Anmeldungen werden entgegengenommen: 1. im Wahlbureau, Poststr. 16, 2 Treppen; 2. in der Turnhalle der 131./169. Gemeindeschule, Tempelhofer Ufer 2; 3. in der Turnhalle der 62. Gemeindeschule, Schmidstr. 38; 4. in der Turnhalle der 115./170. Gemeindeschule, Skaligerstr. 55/56; 5. in der Turnhalle der 23. Gemeindeschule, Straußbergerstr. 9; 6. in der Turnhalle der 8./63. Gemeindeschule, Gipsstr. 23A; Bürgerliches Gesetzbuch. Die seitens der sozialdemokratischen Fraktion zur zweiten Berathung des Bürgerlichen Gesetzbuches eingebrachten Anträge. ( Schluß.) IX. Auf dem Gebiete der Eheschließung: alle neuen Erschwerungen( Erhöhung des Heirathsmündigkeitsalters u. f. 1.) zu streichen. X. Auf dem Eherechtsgebiet: a) Die Bestimmungen, welche das Eheleben regeln und dem Mann die Obergewalt geben wollen, zu streichen und statt dessen § 1837 zu faffen wie folgt: 7. in der Turnhalle der 15. Gemeindeschule, Kastanien- Allee 82; 8. in der Turnhalle der 118. Gemeindeschule, Pankstr. 8; 9. in der Turnhalle der 113./128. Gemeindeschule, Thurmstr. 86. Als Ausweis genügen für den Arbeitgeber die Bescheinigung über die erfolgte Anmeldung des Gewerbebetriebes oder die letzte Quittung über Zahlung der Gewerbesteuer; für den Arbeitnehmer ein Zeugniß seines Arbeitgebers oder der Polizeibehörde, sowie Steuerquittungen 2c., daß er seit mindestens einem Jahre innerhalb des Gemeindebezirks wohnt oder in Arbeit steht. Es wird ganz besonders darauf aufmerksam gemacht, daß bei unterlassener rechtzeitiger Anmeldung das Stimmrecht ruht; die Ausstellung der Wählerlisten erfolgt nur auf grund der jezigen Anmeldungen, die aus früheren Jahren werden nicht berücksichtigt. Formulare zur schriftlichen Anmeldung für Arbeitnehmer und Arbeitgeber können im Gewerkschaftsbureau, Berlin S., Annenstraße 16, v. part., in der Zeit von 9-1 Uhr und von 6-8 Uhr in Empfang genommen werden. Die Arbeitnehmer wählen in folgenden Kommunal- Wahlbezirken nicht: 6., 15., 18. 20., 29., 32., 38., sonst in allen Wahlbezirken. Die Arbeitgeber wählen in folgenden Stommunal- Wahlbezirken nicht: 1., 2., 10., 15., 26., 37., sonst in allen Wahlbezirken. Die Wahl ist geheim und erfolgt durch Stimmzettel. Wir dürfen erwarten, daß in anbetracht der Bedeutung des Gewerbegerichts die Ein zeichnung zu den Wählerlisten von den Gewerkschaften und Arbeitgebern eifrig befürwortet und die Arbeiter der Aufforderung mit gewohntem Eifer Folge leisten werden. führungsgesetzes diejenigen privatrechtlichen Bestimmungen der Landesgesetzgebung ausdrücklich aufzuführen, die nach Inkrafttreten des Bürgerlichen Gesetzbuchs noch in Geltung bleiben sollen. gericht einzusehen. Wo dieselben augenblicklich stecken, kann nicht aufgeklärt werden. Der Angeklagte erklärt auf Befragen des Vorsitzenden, daß in dem ehrengerichtlichen Verfahren des Falles Berger nicht Erwähnung geschehen sei. Dasselbe bestätigt der Beuge R.-A. Dr. Löwenstein. XVIII. Endlich schlägt die Fraktion folgende Resolution vor: Nach 8 Uhr verkündet der Vorsitzende das Urtheil dahin: Den Herrn Reichstanzler zu ersuchen: baldthunlichst eine Novelle Darüber, daß der Angeklagte das Geld von Frau Schenk als zum Gewerbegerichtsgesetz vorzulegen, durch welche die Zuständig Depot erhalten, kann kein Zweifel bestehen. Es fragt sich blos, feit der Gewerbegerichte auf Streitigkeiten aller Arbeit- ob durch seine Verhandlungen mit Berger eine Aenderung hernehmer ausgedehnt wird die einen Theil ihrer geistigen oder vorgerufen sei. Der Angeklagte behaupte, er habe ein förperlichen Arbeitskraft für die häusliche Gemeinschaft, ein Darlehn erhalten, Berger bestreite dies. In dem gewerbliches oder ein wirthschaftliches Unternehmen gegen Entgelt Scheine sei der Anfang des Textes den den thatsächlichen verwenden. Verhältnissen entsprechend, der Schlußsatz von den Zinsen stehe unbedingte Zustimmung geben, da sie durchweg in flarer Weise schließen, daß der Binszahler auch die Nutznießung des Kapitals Diesen Anträgen der Fraktion können wir lediglich unsere aber mit dem vorher gesagten in Widerspruch und lasse darauf nahme im Plenum scheinen allerdings wenige der Anträge zu der Thatsache, daß Berger selbst sich in Unklarheit über die unserem Programm gemäß gestellt sind. Aussicht auf An- haben sollte. Angesichts des ganzen Inhalts des Scheines und haben. Tragweite des Inhalts desselben befunden, hat das Gericht nicht die volle Ueberzeugung gewinnen fönnen, daß kein Darlehns geschäft vorlag. Bei dieser Sachlage erübrigte es sich, auf die rechtlichen Bedenken einzugehen. Der Gerichtshof hat aus dem rein thatsächlichen Grunde, Der Proze Friedmann " In allen das gemeinschaftliche eheliche Leben betreffenden Angelegenheiten sind beide Ehegatten gleichberechtigt. Bei Meinungsverschiedenheit über den ehelichen Aufwand entscheidet derjenige Theil, aus dessen Vermögen die Ghelaften zum größten Theil bestritten werden. Jedoch darf die Entscheidung den anderen Gatten in seiner Erwerbsthätigkeit nicht schädigen. Für die Wahl des Wohnorts giebt die Entscheidung desjenigen hat, wie wir gestern gemeldet haben, mit einer Freisprechung geEhegatten den Ausschlag, dessen Beruf für die Lebensführung endet. Aus den Verhandlungen wollen wir die Vertheidigungs- daß die einzige Belastung des Berger nicht ausreicht, auf Freis der Familie maßgebend ist. rede, die als ein Meisterstück geschildert wird, wiedergeben. Besprechung erkannt. merkt sei vorweg, daß der Staatsanwalt gegen den Angeklagten Der Vorsitzende giebt hierauf dem Staatsanwalt anheim, sich zwei Jahre Gefängniß und Ehrverlust auf die Dauer von drei über die Frage zu äußern, daß nach Völkerrecht jemandem, der Jahren beantragt hatte. Friedmann begann seine Rede: fich unfreiwillig seines Asylrechts begebe, eine Frist gegeben Ein Gatte ist nicht verpflichtet, der Entscheidung des anderen Theiles Folge zu leisten, wenn diese Entscheidung sich als Mißbrauch des die Entscheidung treffenden Theils darstellt." b) der Mutter den Kindern gegenüber dieselben Rechte einzuräumen wie dem Vater. d) Die Selbständigkeit der Frau durch folgende güterrechtliche Bestimmung festzulegen: § 1846, der eine Berwaltung des Vermögens der Frau ohne deren Zustimmung zuläßt, zu streichen und statt dessen zu setzen: Die güterrechtlichen Verhältnisse der Ehegatten sind nach dem Inhalt der vor Abschluß der Ehe zwischen den Eheleuten geschlossenen Eheverträge zu beurtheilen. Sind Gheverträge nicht geschlossen, so tritt Gütertrennung ein. Jedem Ehegatten steht das Recht selbständiger Verwaltung und Verfügung über das von ihm in die Ehe gebrachte oder während der Ehe erworbene Bermögen zu." XI. Auf dem Gebiete der Ehescheidung: § 1551, der eine Scheidung nur bei schwerer Verschuldung des Ehegatten zuläßt und dem Ermessen des Richters weiten Spielraum giebt, au fassen wie folgt: „ Eine Ehe tann geschieden werden, wenn eine so tiefe Berrüttung des ehelichen Verhältnisses vorliegt, daß dem Ehegatten die Fortsetzung der Ehe nicht zugemuthet werden tann. Eine Ehe muß auf grund gegenseitiger Einwilligung beider Ehegatten geschieden werden." § 1552, der Wahnsinn als Scheidungsgrund zuläßt, der Regierungsvorlage wiederherzustellen. XII. Das außereheliche Rind wollen eine Reihe von Anträgen dem ehelichen bezüglich der Verpflichtung des von Anträgen dem ehelichen bezüglich der Verpflichtung des Baters gleichstellen. XIII. 3ur Verhütung von Mißbrauch gegen Die Entziehung des elterlichen Erziehungsrechts der Bestimmung, daß wegen Mißbrauchs, ehrlosen oder unsittlichen Verhaltens dem Vater das Erziehungsrecht genommen werden könne, zuzusehen: Jedoch ist das Vormundschaftsgericht nicht berechtigt, das Verhalten des Vaters in religiöser oder politischer Hinsicht, oder die Einwirkung des Vaters auf das Kind nach diesen Richtungen hin als einen Mißbrauch, eine Vernachlässigung oder als ein ehr loses oder unfittliches Verhalten zu erachten." Der Gerichtshof beschließt, den Angeklagten aus der Haft zu entlassen und ihm bis Sonnabend, den 27. d. M., um Mitternacht Frist zu gewähren, die Grenzen des Deutschen Reiches zu verlassen. Ich würde auf das Wort verzichtet haben, aber gegenüber werden müsse, um sich wieder in das Asyl zurück zu bedem ungeheuerlichen Vorwurfe des Staatsanwalts, ich geben. Der Staatsanwalt erwidert, daß Berlin an dieser sei eine Schande des Anwaltstandes gewesen, bin ich Frage kein Interesse habe. Das schwebende Verfahren doch genöthigt, mich zu vertheidigen. Schon als zwölf wegen betrügerischen Bankrotts werde auf seinen Antrag jähriger Junge habe ich die Stenographie erlernt, und als eingestellt, andere gegen ihn vorliegende Anzeigen würden 16 jähriger darin Unterricht für 25 Pf. die Stunde ertheilt. Dann voraussichtlich zu einem Verfahren nicht führen. Dagegen habe ich als Student, als Referendar und Assessor Repetitorien schwebe nach seiner Kenntniß noch in Halberstadt eine Klage gelesen, als ganz junger Mensch habe ich für Zeitungen ge- wegen Bestechung. Der Angeklagte erwidert, daß in dieser schrieben und Nächte hindurch habe ich gearbeitet. Ich habe Sache der betreffende Gendarm bereits freigesprochen und die später viel Geld verdient, und daher stammt wohl eine gewisse Frau Hauptmann R. begnadigt worden sei. Berachtung, die ich gegen das Geld empfand, ich erwarb nicht nur Geld, sondern auch Ruhm. Ich bitte doch den hohen Gerichtshof, meine persönliche Stellung zu berücksichtigen, in der ich mich in der Zeit, die zwischen dem 9. September und 23. November liegt, befand Es ist für den Herrn Staatsanwalt sehr leicht, mit der Als das Urtheil verkündet war, bedeckte Friedmann für eine Kritik der Aeußerlichkeit gegen mich anzufämpfen. Im Juli Minute das Antlig mit beiden Händen und knickte merklich zunoch befand ich mich auf der Höhe, ich wurde getragen von der sammen, gleich darauf aber richtete er sich empor, machte eine Gunst, die große Sache Koze war mir übertragen worden, ich ehrerbietige Verbeugung vor dem Gerichtshofe und verließ festen erhielt nicht nur 10 000 M. Honorar, sondern auch noch einen Schrittes den Saal, um draußen von der Menge, die ihn und Dispositionsfonds von 8000 m. Wenn ich mich damals an seinen Vertheidiger umringte, mit lachendem Gesichte die Glückeine der vielen Finanzgrößen gewendet hätte, die mir so sehr wünsche entgegenzunehmen. Frizz Friedmann wurde nochmals in gewogen waren, ich hätte des Geldes nicht genug haben können, das Untersuchungsgefängniß zurückgebracht und verließ dasselbe aber ich gebrauchte es nicht, denn zu damaliger Zeit hatte ich erst gegen 1/210 Uhr nach Erledigung der verschiedenen mich mit allen Leuten geordnet und bedurfte keiner Hilfe. Formalitäten. " Niemals hätte ich damals in eine Lage kommen können, die mich Wie ein hiesiges Blatt berichtet, beabsichtigt Friedmann nach 18u einer That gedrängt hätte, welche doch wie eine Art des Brüssel zu ziehen, einer anderen Beitung zufolge will er jedoch affinirtesten, niedrigsten Kautionsschwindels erscheinen müßte. im Vertrauen darauf, daß ihm weiteres nicht geschehen kann, in Glauben Sie alle, die mich viele Jahre fennen, daß ich dessen Berlin bleiben. Sein Auftreten vor Gericht", so bemerkt das fähig wäre, glauben Sie wirklich, daß ich, mit dem Bewußtsein Berl. Tagebl."," war eine eigenthümliche Mischung von echtem einer solchen That belastet, hier 1 Jahre lang ruhig und un- und falschem Pathos, von Schauspielerei und wahrer beirrt vor Ihnen hätte erscheinen können, daß ich für fremdes Empfindung. Obgleich die Pose in seiner Vertheidigung vor Wohl und Wehe hätte plaidiren können, wenn ich das Bewußt wog, verleugnete sich doch keinen Augenblick der scharfsinnige sein mit mir herumtrug: Du bist ein Lump, du bist ein Ver- Jurist. Nach der Art, in der er früher vertheidigt hatte, legte er brecher"? Ich habe zu jener Zeit meine Villa in Potsdam auch gestern den Hauptaccent auf das psychologische Moment, ausgeschmückt, ich habe meiner Frau Schmuckgegenstände gekauft ohne doch einen Augenblick zu verfäumen, jeden Vortheil, der thut man denn das, wenn man die Ueberzeugung mit sich sich ihm juridisch bot, für sich auszunuzen. Er sprach warm, herum trägt, daß man fremdes Geld angetastet hat; thut man fast überzeugend. Er war überaus erregt, und der Vorsitzende denn das, wenn man weiß, daß man 6000 m. nicht zurückgeben gestand ihm zu, daß man ihm diese Erregung nachempfinden fann? Ich habe noch in den letzten Jahren, bevor ich weg- könne. Aber er machte keinen Versuch, dieser Erregung Herr zu XIV. Das Einführungsgesetz will in Art. 55, 56, 57, 61, 62, 72, 83 ging, 3000 m. gezahlt, trotzdem ich es garnicht nöthig hatte. werden. Er rang die Hände, erhob fie flehend gegen Himmel Soll denn meine Gefahr heute vor Ihnen sein, daß und sprach mit thränenerstickter Stimme. Dann wieder, als die das Sonderprivatrecht der Landesherren, des hohen Adels 2c., die landesgefeßlichen Vorschriften über Fidei kommisse, Lehen, mich erregen? Juristisch spricht alles gegen eine Verlegung der Entscheidung nahte, konnte er lachen, geistreich mit seinen ich kein Dummtopf bin? Soll das einen Verdacht gegen Richter sich zur Berathung zurückgezogen hatten, und die Minute Stammgüter, Erbpachtrecht, Büdnerrecht, Häuslerrecht, Anerben- des Strafgesetzes. Wenn mich gerade in jener Zeit die Schulden- Bekannten plaudern und sich mit beißendem Zynismus über die recht, Zwangsrecht, Bannrecht, Realgewerbeberechtigungen, Nichtanerkennung von Religionsgesellschaften aufrecht erhalten. Die last besonders gedrückt hätte, dann hätte ich wie ich wieder Erlebnisse der letzten Monate und über das, was ihm bevorstand, Fraktion hat Streichung beantragt. hole gerade damals viele offene Thüren gefunden. Wer mein äußern." ganzes Leben, mein ganzes Denken, furz, wer mich wirklich kennt, Unter der Bevölkerung dürfte das Urtheil gegen Friedmann XV. Als Zinsmaximum für landesgefeßlich zugelassene wird es für unfaßbar und unmöglich halten, daß ich mich an nicht mit all zu großem Mißbehagen aufgenommen worden sein. Pfandleihanstalten, die bis 30 pet. nehmen, verlangt die Fraktion 6000 Mart fremden Geldes bereichern wollte. Ich fämpfe Oft haben konservative Blätter den jüdischen Rechtsanwalt" 8 pet. festzusetzen. hier für das legte mir gebliebene Fleckchen gegen den Freiherrn v. Hammerstein ausgespielt, aber mit ersichtunberührter Ehre. Bis jetzt haben Sie den Frizz Fried- lich geringem Glück. Friedmann war bei seiner geradezu mann doch alle für einen anständigen Menschen gehalten soll genialen Befähigung ein völlig haltloser Mensch, aber er gab sich ich nun plötzlich ein Lump geworden sein? Wenn es öffentlich auch niemals als Tugendbold und hat vor allem von noch Eides helfer heutzutage gäbe, dann würden Taufende den Künsten der elenden Heuchelei, in denen Hammerstein so ihre Hand aufheben und sagen:„ Das kann Friedmann nicht; phänomenal zu brilliren wußte, für seine Person wohl kaum er lügt nicht, aber er unterschlägt auch nicht!" Der Angeklagte, jemals Gebrauch gemacht. Die Arbeiterschaft kann der Affäre, der diese Ausführungen unter den Zeichen steigender Erregung die gestern wohl ihr Ende erreicht haben wird, um so objektiver gesprochen, finft zuletzt ermattet auf den Stuhl und erklärt: Ich gegenüber stehen, als Friedmann von seiner glänzenden Begabung habe nichts weiter zu sagen, ich kann nicht mehr!" Nach balb- außer im Gummischlauchprozeß niemals zur Vertheidigung stündiger Berathung kehrte der Gerichtshof zurück und der Vor- der Unterdrückten Gebrauch zu machen Gelegenheit gehabt hat. sigende erklärt, daß es dem Gerichtshofe wünschenswerth erscheinen würde, die Akten des ehrengerichtlichen Verfahrens beim Reichs. XVI. Folgendes Noth Vereins- Gesez wird für das Einführungsgesetz begehrt: " Die landesgesetzlichen Vorschriften, welche das Juverbindungtreten von Vereinen, welche politische Zwecke verfolgen, verbieten, werden aufgehoben. Vereinigungen von Arbeitgebern oder Arbeitnehmern, welche zum Behuse der Erlangung günstiger Lohn- und Arbeitsbedingungen sich gebildet haben, unterliegen feiner landesgesetz lichen Vorschrift." XVII. Auf größere Rechtssicherheit zielt folgender Antrag ab: Ju Artitel 8, 53 oder an einer anderen Stelle des Eins Gewerkschaftliches. Aufruf an die Arbeiter Deutschlands! Sperrung nicht bedroht. Die Berner Brauereibesizer sind durch| fönne man nicht verlangen, daß diejenigen, die schon einen Ausden Boykott bereits gewißigt worden. Versammlungen. fall an Lohn gehabt, weiter so große Opfer zur Unterstügung bringen follen. Aufgabe der Berliner Maurer müsse es sein, mit allen zu Gebote stehenden Mitteln das mit so großen Opfern Errungene durch Einigkeit für die Dauer festzuhalten. Der Redner empfiehlt sodann folgende von der Lohnkommission Die Hutmacher Berlins befinden sich jetzt 5 Wochen im Ausstande. Diese Aussperrung ist, wie allgemein bekannt sein dürfte, von seiten der Fabrikanten provozirt, speziell um die Organisation der Hutarbeiter und Arbeiterinnen zu zer- In einer Volksversammlung des sechsten Wahlkreises, ausgearbeitete Resolution zur Annahme: stören. Gegenüber eines solchen Attentats auf das die am Mittwoch bei Gründel tagte, hielt Genosse Ledebour 1. Die heutige Versammlung der Maurer Berlins und Uma Koalitionsrecht der Arbeiter wird jeder Arbeiter sich einen beifällig aufgenommenen Vortrag über die internationale gegend beschließt, in anbetracht dessen, daß nach einer neuen, der Bedeutung des Kampfes bewußt werden und denjenigen, die Politik der Sozialdemokratie. An der Hand der neueren politischen eingehenden Baukontrolle der Neunstundentag als gesichert zu fich gegen die Unterdrückung durch eine mächtige Unternehmer- Ereignisse legte der Redner dar, daß die politischen Konflikte betrachten ist und nur noch ein geringer Prozentsatz zu den alten koalition auflehnen, die wärmste Sympathie entgegenbringen. Wir zwischen den Nationen ihre Ursache zum theil in den Geschäfts- Bedingungen arbeitet, den Streit aufzuheben; 2. die nach Maßersuchen daher die Arbeiter Deutschlands, die Hutmacher in interessen der verschiedenen Unternehmergruppen, zum theil in gabe der Refolution vom 7. Juni zu leistenden Beiträge von 25 Pf. pro diesem Kampfe soviel wie möglich pefuniär zu unterstützen, denn dem von den herrschenden Klaffen künstlich geschürten Nationalis Tag der zu den neuen Bedingungen arbeitenden Kollegen sind ein Sieg des Unternehmerthums wäre gleichbedeutend mit der tätenhaß haben, und deshalb auch was unsere Gegner nicht für diese Woche beizubehalten; 3. vom Montag, den 28. Juni Zerstörung, per jett 25 Jahren bestehenden begreifen können von den Sozialdemokraten aller Länder an, hat jeder arbeitende Kollege einen Beitrag zum Streitfonds Organisation. Es ist das erste Mal, daß die Hutmacher gleichmäßig beurtheilt Brinkmann wies auf der Maurer Berlins und der Umgegend von, bei wöchentlich die Unterstützung der gesammten Arbeiter anrufen, umsomehr die Gewerbegerichtswahlen hin und forderte zur dreitägiger Arbeit 25 Pf., über drei Tage 50 Pf. zu entrichten; hoffen wir, daß dieser Appell nicht wirkungslos vorüber geht Ginzeichnung in die Wählerlisten auf. Die weitere Auf- 4. jeder Kollege verpflichtet sich, für die Verallgemeinerung und und den Hutmachern zum Siege verholfen wird. Gelder nimmt forderung, die die Partei Zeitungs Spedition mehr = als Befestigung des Neunstundentages einzutreten und gegen jede der Unterzeichnete entgegen. bisher in Anspruch zu nehmen, veranlaßte mehrere Ber- Verlängerung der Arbeitszeit mit Entschiedenheit Front zu Der Ausschuß sammlungsbesucher, sich über zu späte Zustellung des Vorwärts" machen; 5. den zu gunsten der Erringung des Neunstundendurch die Parteispedition zu beklagen und der Meinung Ausdruck tages gemaßregelten Kollegen ist eine Unterstützung von 3 M. zu geben, daß das Unternehmen besser floriren würde, wenn pro Tag zu gewähren, jedoch haben sich dieselben in dieser Zeit man durch Verkleinerung der Touren eine frühzeitigere Zustellung vollständig in den Dienst der Allgemeinheit refp. der Lohnermögliche. Demgegenüber wurde von anderer Seite bemerkt, fommiffion zu stellen; 6. jedes Vorgehen der Kollegen, in bezug daß es unmöglich sei, jedem Abonnenten die Zeitung vor 6 Uhr auf Verkürzung der Arbeitszeit, Lohnforterungen zc., bas event. zuzutragen, daß unter den gegenwärtigen Umständen die Ver- eine Arbeitsniederlegung zur Folge haben kann, ist vorher der fürzung der Touren und Anstellung einer größeren Anzahl von Lohnkommission zu unterbreiten, widrigenfalls unter Umständen Frauen nicht angehe, letzteres vielmehr erst dann möglich sei, die Unterſtüßung davon abhängig gemacht werden kann." wenn sich die Abonnentenzahl bedeutend vermehre. Wenn die Genossen sich nach dieser Richtung hin bemühen würden, werde die pünktliche Zustellung zu Jedermanns Zufriedenheit durchgeführt werden können. der Berliner Gewerkschafts- Kommission. J. A.: R. Millarg, Annenstr. 16, v. part. Wie die Bauunternehmer auf die Nothlage der Arbeiter spekuliren, beweist folgender Fall: Der Bauunternehmer, der auf feinem Bau Gipsstraße die Pubarbeiten zu vergeben hatte, schloß mit einer Butzerkolonne einen Kontratt, in welchem die Preise dem Akkordtarif der Putzer Berlins angepaßt waren; Dagegen enthielt ein Paragraph die Klausel, daß an Lohn pro Woche nur 20 M. gezahlt würden; mehr fonnte er, der Bauunternehmer, bei der schlechten Zeit nicht auftreiben. Nach Fertigstellung der Arbeit solle der Rest gezahlt werden. Obgleich den Puzern die Bermögenslage des Bauunternehmers bekannt war, zwang sie die Noth, weit unter der Hälfte des Lohnes die Arbeit aufzunehmen. Ob nun der Bauunternehmer nach Fertigstellung der Arbeit fein gegebenes Wort halten wird, bleibt abzuwarten, da eine Anzahl Buyer ihre Lohnreftforderungen an B. aus früheren Bauten einklagen müssen. Das augenblickliche Angebot der Pußer hat sich der Bauunternehmer zu nutze gemacht. Leider giebt es noch Puzer, welche auf jedes Anerbieten des Arbeitgebers ein gehen und damit sich und ihren Kollegen schaden, es sind Leute, die auch der Lohnbewegung fern standen. Die Bohnkommission der Buyer Berlins. Der Streit der Schneider in Hainfeld endete zu gunsten der Arbeiter. Die Forderungen: Lohnerhöhung um 12 pt., Werkstättenreinigung, keine Entlassung unter brei Monaten, wurden bewilligt. Für die streikenden Bergarbeiter in Oftran find feinerzeit von den englischen Gewerkschaften 5086,55 Gulben gespendet worden. Der Ausstand der Maurer in Gera dauert unverändert fort. Betheiligt find gegenwärtig 56 Arbeiter. In den nächsten Tagen soll aufs neue der Versuch zu einer Berständigung mit ben Unternehmern gemacht werden. A Versammlung mit einem begeisternden Hoch auf die Erhaltung des Nachdem noch verschiedene Anfragen erledigt waren, wurde die Neunstundentages geschlossen. Bersammlung mit einem begeisternden Soch auf die Erhaltung des Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Aufklärung, abends 9 Uhr, Sebastianstr. 72 bet Ferger. Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender L Ver= Wacht auf I, In der hierauf folgenden Diskussion, an der sich Dalske, Klinger, Knöppchen, Vorpahl, Beiersdorf und andere betheiligten, wurde allfeitig die Annahme der Resolution befürwortet und den an Silber= geführten Gründen des Referenten zugestimmt. fchmidt macht darauf aufmerksam, daß mit der Aufhebung Eine öffentliche Versammlung der Arbeiter und Arbes Streits feineswegs die Bewegung abgeschlossen sei, wahr beiterinnen der Wäschebranche tagte am Mitwoch Abend im scheinlich würden weitere Kämpfe bevorstehen, indem überall dort Saale der Brauerei Friedrichshain; Frau Schulz berichtete, daß die Arbeit niederzulegen sei, wo die Unternehmer die Bedie Dreizehnerkommission zu dem Entschluß gekommen sei, durch willigung der neunstündigen Arbeitszeit zurückziehen. Der Redner die Ausgabe von Fragebogen weitere Erhebungen über Lohnund Arbeitsverhältnisse in der Wäschebranche anzustellen, damit solidarisch auf den Bauftätten zu handeln und treu zur Organisation appellirt an die Versammlung, wie bisher feft zusammenzuhalten, ein flares Bild über die Lage der Angestellten geschaffen werde. Anschließend beleuchtete Rednerin das von der Rom- zu stehen, um die Erfolge, die durch die Bewegung erzielt wurden, aufmission für Arbeiterstatistik heraugegebene Protokoll der Gr 5 Stimmen zur Annahme. Des weiteren wurde beschlossen, daß hebungen in der Wäschebranche; Frau Schulz bemerkte, daß die die Streit und Arbeitskarten nur bis zum 4. Juli abgestempelt in demselben niedergelegten Angaben, sowohl Lohn- als Arbeits- werden und Nachzügler feine Berücksichtigung mehr finden sollen. seit betreffend, zum Theil noch ein für die Arbeiter viel zu Die Streit und Arbeitsberechtigungs- Karten fommission nur einen ganz geringen Bruchtheil der ihr vor- Bahnhof ausgestellt waren, wurden für ungiltig erklärt, nachdem rofiges Bild geben. von Nr. 8688 bis 8707, welche für den Bau am Stettiner geschlagenen Auskunftspersonen vernommen habe, die gewiß im tande waren objektiv zu berichten. Die Angaben, wie sie festgestellt war, daß dort wieder die 10 stündige Arbeitszeit ein feitens des vernommenen Fabrikanten Ritter und des Ber- geführt ist und die Kollegen ihren Verpflichtungen nicht nachgekommen find. Ebenfalls für ungiltig erklärt wurden treters der Firma Wolf u. Glaferfeld namens auf gemacht die Nummern 3307, 3308, 3310, 3614 und 142. Unter wurden, stellten oft die Thatsachen auf Zur Maurerbewegung in Dresden. Eine von zirka den Kopf. Verschiedenem weist Gröppler auf die bevorstehenden 1000 Maureen besuchte Bersammlung tagte am Dienstag in der leidigender Natur wären. Die Plätterinnen so heißt es auf, rege für die Einzeichnung in die Wählerlisten zu wirken. 1000 Maurern besuchte Bersammlung tagte am Dienstag in der So seien auch Angaben gemacht, die für Arbeiterinnen be- Gewerbegerichts. Wahlen hin und forderte die Anwesenden Güldenen Aue. Nach dem Bericht der Streitkommission der Streitkommission haben Montag und Dienstag weitere vier Unternehmer feien Kinder der niedrigsten Arbeiter und ste fühlen in sich den rekrutiren sich größtentheils aus fortgelaufenen Dienstboten, es die Forderung bewilligt. Die Zahl der Streifenden beträgt noch 400. An den Bericht anlehnend sprachen einige Drang, freier zu leben. Die Näherin dagegen stelle man als etwas besseres hin, weil unter ihnen Beamtentöchter zu finden Redner ihr Bedauern darüber aus, daß ein Theil der Kollegen find. Die vielen Krankheiten in den Reihen der Plätterinnen Arbeiter- Bildungsschule. Freitag Abend 9 Uhr bis 10% Uhr: Süb den Kampf dadurch erschwere, daß sie sich der Bewegung nicht und Näherinnen bezeichnet man als die Folgen der vielen un Engels'schen Lehren. Werth, Mehrwerth, Kapital.) Serr Dr. Alfred Berne oft Schule, Waldemarstr. 14: Nationalötonomie.( Die Marr angeschlossen haben. Die Mittheilung bürgerlicher Blätter, der Ganz ebenso widerspruchsvoll, als die ftein. Nord- Schule, Müllerftr. 179 a: Rede Uebung.( Die Streit sei beendet,-ist vollkommen aus der Luft gegriffen. Es ist ehelichen Geburten. weiblichen, Angaben der find die im Protokoll auf- wichtigsten Gesetze für die Kunst des öffentlichen Rebens. Lehre vom Aufbau deshalb dringend vor Zuzug nach Dresden zu warnen. eines Vortrages.) Herr Heinrich Schulz. Die Schulräume sind zur Begeführten Festlegungen für die männlichen Arbeiter; furz, nugung der Bibliothek und des reichhaltigen Beitschriftenmaterials schon von das der Kommission unterbreitete und nun veröffentlichte s uhr an geöffnet. Material spreche zu gunsten der Unternehmer und darum sei es Pflicht, durch weitere Ausgabe und korrekte Ausfüllung von Fragebogen der Kommission für Arbeiterstatistik den Thatsachen ab, Neumann, Basewalterstraße 8. Alle Aenberungen im Bereins Zur Buchdruckerbewegung. Im Gau Bayern des Ver- entsprechendes Material zu unterbreiten. In der anschließenden talender find zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelitr. 49, v. a Xr. Freitag. bandes der deutschen Buchdrucker sind zu der außerordentlichen betheiligten, wurde bemängelt, baß die Kommission von 56 ihr Allee 28, bet stelle. Storb, Beteranenstr. 18 bet Schulz.- Bud bin ber Diskussion, an der sich ergt, Frl. Baader und andere" ebungsjunde Abends 9-11 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Collegia, Adalbertfir. 21 bei Roll. Raiser'scher Männerchor, Schönhaufer Generalversammlung in Halle 23 Kandidaten vorgeschlagen, von 4 vernahm; Maiglöckchen I, Lindowers denen nur die folgenden sechs Kandidaten gegen die Tarif- der Zuschneider ist nicht ein einziger vernommen worden. Röllig.-ypogr vorgeschlagenen Auskunftspersonen nur feitens Männerchor, Holzmarttftr. 3 bei Deter. Gemüthlichteit, Neue Friedrichstraße 44 bet gemeinschaft sind: Kiefer in München, B. Echlegel in Typographia, Cohn's Restaurant( großer Saal), Beuth. Sämmtliche Redner plädiren für Anschluß an Die ftraße 20. Rheingold, Weinstr. 11 bei Feinb. Melodia, Mirdorf, München, Kaufmann und Fülle in Würzburg, Joh. Fris, Naunynstr. 86 bet Friß Subeil. um Organisation, Schwarz in Bayreuth und Frz. Weibezahl in Fürth. machen zu können. endlich gegen die Fabrikanten Front Bergftr. 162 bei Thomas. Von den etwa 30 anwesenden Ver- Brandenburger Männer@ eja ngverein in Brandenburg a. S., Eine Buchdruckerverbandsgehilfen- Versammlung in Würzburg Mengerts Boltsgarten, Bergstraße. Frete Stebertafel, Strauß tretern der verschiedenen Firmen und Fabrikanten meldete sich bergerstraße 3 bet Birt. Nordwacht, Chauffeeftr. 72 bei Meißner. beschloß einstimmig, jeden ihrer zu wählenden sechs bayerischen nur einer, Herr Wolfrath, zum Wort; der Herr war der Freie Sänger, Schmargendorf, Warnemünderstraße bet M. Schulze. Brennert.2ustige Sänger, Potsdam, Brandenburger Kommunikation pflichten, gegen die Tarifgemeinschaft zu stimmen und des Meinung, daß die vernommenen Fabrikanten und deren Ver- Sängertreis( Weißenfee), Weißenburger- und Sedanstraßen- Gde bet Bieber'scher Männerchor, Aderftr. 123 bet avouiren jeden diefer Vertreter, der diesem Beschlusse entgegen- treter Ehrenmänner seien und darum der Kommission feine unr. 16 bei Glaſer. wahren Angaben gemacht haben werden. Er betont weiter, daß Marten. Gef elligteit, Hennigsdorf, Böhmert's Gasthaus. handelt. Ebenso wurde in Stuttgart beschlossen, nur Tarif aus seinen seit 40 Jahren laufenden Arbeitsbüchern hervorgehe, einte Ganges brüber, 180, Berlingerie bei Semara Admiralftr. e, Märkischer Hof. gegner zu wählen, auch Frankfurt a. M. wird entschiedene daß die augenblicklich gezahlten Löhne in der Wäschebranche die wörtherfir. 19 bei Schmidt. Treu und Einigteit, Rigdorf, Bring Tarifgeguer zur Generalversammlung entsenden. Stuttgart wird denkbar günstigsten zu nennen feien. Herr Wolfrath sand erystr. 58 bei Reden. Frohsinn, Rummelsburg, Göthestraße, ferner bei der Generalversammlung beantragen, daß in Zukunft Metallarbeiter( Dft), Blumenftr. 46. Morgenroth 2, Charlottenburg, Bismarckstr. 74 bet Krause. dem Vorstand das Recht entzogen werden soll, selbständig mit forderte die Anwesenden dringend auf, sich vor dem Organisiren Ede Santstraße, bei Mertens. erst zu orientiren, ob die Fabrikanten im stande feien, mehr zu Rofenthaler Borstadt, Bernauerfir. 47. Froh Hoffnung den Prinzipalen in Unterhandlung zu treten. In Halle er Brüderschaft, Alte klärte sich eine Versammlung in sehr entschiedener Weise gegen sahlen. Wolle man etwas, so möge man mit Hilfe der Unter die Taktik des Redakteurs Gasch im" Correspondent". nehmer die Zuchtaus- und Gefängnißarbeit beseitigen; geschehe Satobfiraße Nr. 87-88 bei Samprecht. Syrene, Rosenthalerstr. 57 bei Julius Wernau. Tomatscheck. dies, sei er sofort bereit, 25 pet. Lohnerhöhung eintreten zu lassen. tradht III, Eberswalde, Eisenbahnstr. 66 bet Sagewald. Fortschritt Kandidat wurde Nietschmann aufgestellt. Liedes Echo, Reichenbergerstr. 118 bet Die nachfolgenden Nedner unternahmen es, den Borredner in Röpnicerfir. 88 bei Peufert. Lorbeerzweig, Echönhauser Alee 185 bet Ramlow. Der Streik der Metallarbeiter in Darmstadt. Wie allen Punkten zu widerlegen; eine Erwiderung hatte der Herr Köppen. bekannt, haben die Metallarbeiter in diesem Monat fortwährend nicht. Auch die Frage, warum er in Sachsen arbeiten lasse, trotz- Borwärts III, Sichtenberg- Friedrichsfelde, Prinzen- Allee 6 bei Karl Schulz. Maienzweig, Biebertafel der Stellmacher, Nosenthalerftr. 57 bet im Streit gestanden. Zunächst handelte es sich um die Firma dem in Berlin zur Genüge Arbeitskräfte zu haben sind, blieb Wernau. Weiße Rose III, Nirdorf, Karlsgarten und Wißmanuftraßens Georgina, Görligerstr. 52 bei Vogel. 2iberté, Röder, die noch nach zehntägigem Ausstand die Forderungen der unbeantwortet. Die Versammlung nimmt hierauf folgende Reso- Ecke bei Bode. Wrangelfir. 84 bei Redenz. Streifenden bewilligte. Geradezu ungeheuerliche Zustände wurden lution einstimmig an: Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. bei dieser Arbeitseinstellung bekannt. So wurde konstatirt, daß Die heutige Versammlung hat von dem Protokoll der Kom- Alle Buschriften find zu senden an Hermann Jahn, Schönhauser Allee 177 c. Former in der Fabrik beschäftigt wurden, die einen Tagelohn mission für Arbeiterstatistik über die Erhebungen der Wäsche- Freitag: Musikverein Hoffnung Dft, Große Frankfurterstraße 183 bei Lotterieklub Fortuna, Görligerstr. 50 bet Siewert. Gold, Gesellige von 1,85 M. erhielten. Ebenso unerhört waren die Abzüge, die branche Kenntniß genommen, kann sich aber der Ansicht nicht Bereinigung i egniger Schweiz", Reichenbergerstr. 83 bei Fied. wegen Ordnungsstrafen die Arbeiter zu erdulden hatten, und verschließen, daß die Erhebungen, wie sie bisher gepflogen sind, Verein der Tanzmeister tagt jeden Freitag AbendAnnenftr. 16. Arbeiter- Randherbund Berlins und Umgegend. Aenderungen im wiederholt bei dem färglichen Verdienst sich auf 5-9 M. zu einem klaren Ueberblick der wahren Arbeits- und Lohnverhält bei den 14tägigen Lohnzahlungen beliefen. Der Ausgang der nisse der Brauche nicht geführt haben und spricht die Hoffnung aus, Vereinskalender find zu richten an Otto Schulz, Kottbuserdamm 72. Freitag: Südost, Wiener Apfelblüthe, Hochstädterstr. 30 bet Graminsky. Lohnbewegung muß in Unternehmerkreisen start verschnupft daß noch weitere Bernehmungen stattfinden werden. Ferner ftraße 68, bei Felste. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Quartettverein haben, denn es wurden bald nach Beendigung des Streits macht die Versammlung die von der Dreizehnerkommission aus Wedding, Abends 8 Uhr, bei Schäfer, Steue Hochstraße 49. Gefang zwei Arbeiter, die bei anderen Firmen beschäftigt waren, ent- gearbeiteten Fragebogen zu ihren eigenen und verspricht, für verein Silaria, abends 8½ Uhr, Sigung Blumenftr. 46 bei Tomaschen. laffen, weil sie, wie anzunehmen war, sich wegen ihres eifrigen deren größtmöglichste Verbreitung Sorge zu tragen, da nur durch Karthaus'scher Gesangverein. Nebungsstunde: abends 9 Uhr Bitherflub„ Alpengruß"( Direktion Eintretens für die Sache ihrer Berufsgenossen den Haß der eine allgemeine Umfrage für die Arbeiter und Arbeiterinnen bei Wiebemann, Blumenftr. 38. Fabrikanten zugezogen hatten. Diese Maßregelung wurde nun etwas Grfprießliches geschaffen werden kann. von den Arbeitern als eine Ungerechtigkeit gegen ihre Berufs- Vor der Abstimmung hatten die Herren Firmenvertreter den genoffen empfunden und brach deshalb der Streit über die Saal verlassen. Frau Schulz theilte der Versammlung mit, Wagenfabrit von Schent und die Kesselfabrit von Arthur Rod- daß bei der Firma Sternberg eine Arbeiterin sich frant geberg aus. In der erstgenannten Fabrik wurde der Streit nach meldet und eine Marke erbeten habe, um den Hof verlassen zu Drei Tagen beigelegt, während in der anderen Firma der Aus- dürfen. Dieses wurde ihr verweigert mit dem Bemerken, sie sehe stand fortdauert und bereits 14 Tage anhält. Von den 82 Ar- noch lange nicht frant genug aus.( Pfuirufe.) Nach Ausgabe der beitern verließen 58 die Fabrik und haben im Laufe der Zeit Fragebogen, von denen der eine sich auf Heim-, der andere auf 19 Arbeiter dort angefangen. Die Streifenden ersuchen deshalb Fabrikarbeiter und Arbeiterinnen bezieht, wurde die Versamm dringend, den Zuzug von Kesselschmieden und Schlossern fern zu lung geschlossen. halten, damit ihnen nicht der Kampf um die gerechte Sache er Nugefähr 2000 Maurer waren am Mittwoch bei Keller, schwert werde. Koppenstraße, versammelt, um sich mit der Frage zu beschäftigen: Von der Aussperrung, welche die schweizerischen Brauereit der Neunstundentag für die Berliner Wlaurer gesichert?" besitzer beschlossen und in Szene setzten, ist auch Basel betroffen Wie Kater berichtete, hat die Kontrolle, die am Sonnabend worden. Hier wurden 28 Brauer ausgesperrt, davon sind 17 auf fämmtlichen Bauten und überall da, wo auch nur ein serheirathet und Ernährer zahlreicher Familien. Wie rücksichtslos einziger Maurer beschäftigt war, vorgenommen wurde, ergeben, hier vorgegangen wurde, dürfte gar manchen empören. Eo daß auf 543 Bauten 6539 Maurer 9 Stunden, auf 162 Bauten wurde z. B. einem Brauer gekündigt, der 12 Jahre in ein und 1384 Maurer 10 Stunden arbeiten. Streifende und Arbeitslose derselben Brauerei beschäftigt war, sich in der Brauerei einen waren am Sonnabend noch 560 gemeldet. Da bis zu der VerBewilligungen schweren Unfall zugezogen und zur Zeit, als ihm die Kündigung sammlung weitere auf 10 Bauten mit zugestellt wurde, im Sterben lag und eine halbe Stunde 286 Maurern stattgefunden haben, so hat sich die Zahl der Zehndarauf starb. Dieser Vorfall hat in der hiesigen Arbeiter stunden- Bauten auf 152 mit 1184 Maurern, die Zahl der Die zur Zeit gepflogenen schaft so große Erbitterung hervorgerufen, daß das Er- Streifenden auf 474 reduzirt. Vom Untergang des Drummond Caftle".. Zu dem zeugniß dieser Brauerei schon jetzt nicht mehr ge- Berhandlungen mit den Unternehmern werden voraussichtlich schrecklichen Schiffsunglück an der Molene Jufel macht die trunken wird, obwohl der Boykott noch nicht definitiv aus- noch zu weiteren Bewilligungen führen. Der Redner meint, daß Frants. 3tg." folgende Bemerkungen: Es scheint, daß wieder gesprochen ist. Der Arbeiterbund Basel hat auf morgen Abend eine nach der gegenwärtigen Stimmung und dem bisherigen Resultat die wahnsinnige Konturenzeile, mit der die Schiffe den Ozean große Boltsversammlung einberufen, in welcher auf Antrag des au urtheilen, der Neunstundentag als gesichert zu betrachten sei. durchrafen, die Hauptschuld au der Katastrophe getragen habe, Borstandes dieser Vereinigung zunächst über zwei Brauereien der Wit Stolz könnten die Berliner Maurer auf die verfloffene Be- und zwar nicht nur die Fahrgeschwindigkeit des Schiffes an sich, Boykott verhängt werden soll. Die noch arbeitenden Brauerci- wegung, in die man mit Bangen eingetreten fei, ohne genügende sondern auch der Umstand, daß man zur Abkürzung des Weges gehilfen haben beschlossen, ihre Kollegen mit wöchentlich 5 Franks Mittel und festen Zusammenhalt, zurückblicken. Troßem noch nicht von der spanischen Küfte aus mit einem leichten Bogen zu unterstützen. Bern und Genf wurden diesmal von der Aus ein kleiner Prozentsaz die Forderungen nicht bewilligt erhalten, etwa durch die Mitte des Kanals eingefahren ist, sondern so Als ( Berlin W.), Pallasfiraße Nr. 16 bei Faller. Rosalia, Blumenstraße 46 bet Gin. Wer= A. Woltewig), bet G. Gomoll, Waldemarstr. 38, abends 9 Uhr. BrivatTheaterverein Grescendo, 9 Uhr, bei Schulz, Burbuserstr. 35.gnügungsverein Thusnelda, abends 8 Uhr, bei gubeil, Lindenstr. 106. Musikverein Hoffnung( si), abends von 9-11 Uhr. Uebungsstunde Große Frankfurteriiraße 183 bei Gold. Tambourverein Frei- weg. uebungsstunde bei Oberschmidt, Weinbergsweg 11. Sithertlub 23 aldrose, Vercin Grüne abends 9 1hr, Wanteuffelstr. 86, Parterre- Restaurant. Bergnügungsverein anne, abends 9 Uhr, bei Kaifer, Martusjtraße 8.Im Brand, Sigung abends 9 Uhr bei Feind, Weinstr. 11, Gefang verein der Bauanschläger Berlins, abends' s uhr bei Spät, Weinfraße 28. Jeden Dienstag und Freitag, abends von 8-10 ühr: 2. Männerabtheilung Zurnverein Fichte. Mitglied des deutschen Arbeiter- Turnerbundes. Staligerstraße 55-56. 4. Männerabtheilung Stephanstraße 3.- 5. Diänner1. Lehrlingsabtheilung Friedenstr. 37. abtheilung 2cferstr. 67. 3. Leilings abtheilung Boechstraße 27. Damenabtheilung Mariannen=" ufer 1a. Turnverein Gesundbrunnen. Die erste Männer= Abend von 8%-10% br in Der Turn Abtheilung turut bente halle des Leffing Gymnasiums, Pantsir. 9-10.- Kraft und Artinen= club Berolina. Jeden Dienstag und Freitag Uebungsstunde bei Grüßner, Kraft. Turnverein Hoffnung, abends von 9-11 1hr Waldemarfir. 42. Jugend- Athletentiub Junge Kraft" bei Nowak, Manteuffelstraße 9. fchreiberstr. 19. übt jeden Montag und Freitag, abends von 8-10 Uhr," bei Fickert, StallStenographenverein Stolze, Lindenstr. 106 bei Bubeil. Uebungsstunde 8-11 abends. " Vermischtes. 11 " " scharf als möglich in gerader Zinie vom Süden her um die als hätte der Kapitän, der gefährlichen Lage des Schiffes sich hochgehalten und deren Inhalt man abgesungen hat". Ist der bretonische Nordwestecke bei Brest geschnitten ist, und auch wohl bewußt, sie veranlaßt aufzubleiben, anstatt daß sie wie Angeredete trant, so lieft man im Briefe, daß der Schreiber vor hier noch, um aller„ Kühnheit" die Krone aufzu es wohl durch die Gewöhnung an die schon zu Ende gehende Angst bebe", und das Papier zeigt ein Herz, das durch eine fetzen, anstatt westlich um die Insel Quessant herumzu Seereise natürlicher gewesen wäre- um Mitternacht schon im Bandage verhindert ist zu schlagen. Die chinesische Etikette stellt fahren, den wegen feines flippenreichen Fahrwassers berüchtigten besten Schlaf gelegen hätten. Die Fahrt unter den gegebenen auch für die Schrift ftrenge und pedantische Regeln auf. Es ist Archipel zwischen Ouessant und der Festlandsküste, die Le Four- Verhältnissen um die Ecke von Brest macht fast den Eindruck bekannt, daß die Chinesen nicht horizontal, sondern vertikal, von Straße, benutte, und das bei zwar ruhigem Wetter, aber immer eines wohlüberlegten Konkurrenz- Manövers, um irgend einen oben nach unten schreiben. Kommt nun in einer Zeile der Name hin bei Nacht und leichtem Nebel". In einer solchen Situation Rekord" zu schlagen. oder Titel des Adressaten vor, so erfordert die Höflichkeit, daß kann der die Steuerung beaufsichtigende Offizier lediglich von der Rest der Zeile unbeschrieben bleibe, und daß die ersten Wörter Glück sagen, wenn es ihm wirklich gelingt, sein Fahrzeug mit Chinesischer Briefftil. Anläßlich des Besuches von Li- der folgenden Zeile höher als das gemeinsame Niveau der übrigen heiler Haut durch das gefährliche Fahrwasser zu leiten. Das Hung- Tichang ist mehrfach die Aufmerksamkeit auf chinesische zu stehen kommen. Das Unterlassen dieses Gebrauches gilt als war nun dem„ Drummond Castle" dieses Mal nicht beschieden. Sitten gelenkt worden. Hierher gehört auch die Eigenart bes unauslöschliche Beschimpfung. In der That sehr komisch. So Das bei dem Schiffe angewandte Schottensystem, die Ein- chinesischen Briefftils, von dem der„ Oftastatische Lloyd" ergöz- fomisch fast als unsere Wohlgeborenen, Hochwohlgeborenen, Hochtheilung des Raumes in wasserdichte Zellen durch eiserne liche Proben giebt. Der gebildete Chinese glaubt im Briefftil geborenen, unsere Ergebensten, Gehorsamsten, in tiefster Ehr Wände, fonnte wie es auch beim Untergang der sich selbst als eine höchft verächtliche Person hinstellen, den furcht Berharrenden, unsere Löblichen, Wohllöblichen, Hoch" Elbe" und ähnlichen Unglücksfällen der Fall war- gar Adreffaten dagegen mit den größten Schmeicheleien überhäufen wohllöblichen u. s. w. nichts helfen, da sich schnell mehrere nebeneinanderliegende Zellen zu müssen. So wählt der Absender statt des Wortes ich" die mit Wasser füllen, die das Schiff nicht nur durch das Gewicht Umschreibung Euer junger Bruder" und wendet dabei Buch- Eine Ehrenpflicht des Deutschen Reiches ist es nach der des Wassers in die Tiefe reißen, sondern auch dadurch, daß das staben voll besonderer Kleinheit an, mit denen er" Evangelischen Kirchenzeitung", eine Wolksausgabe der deutschen Schiff sein durch sorgfältige Gewichtsvertheilung erreichtes seine Demuth fennzeichnen will. Spricht er von seiner Geschichte Heinrich von Treitschte's zu veranstalten, denn Gleichgewicht verliert. Statt auf wagerechtem Kiel liegen zu Familie, so beißt es Wir Ameifen". Der Empfänger Heinrich von Treitschke sei der größte Geschichtsschreiber der bleiben, sinkt das überlastete Vordertheil; das Hinterschiff wird hingegen wird" Se. Exzellenz"( nicht als Titel auf Deutschen. Wie wird ber alte Schlosser im Olymp ob dieses gehoben, und so in schräger Stellung macht es eine Wendung zufassen) oder„ der, welcher sich auf den Stufen zur auch von der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" wohlgefällig und schießt spit in die Tiefe. Dieses schnelle Versinken auf höchsten Auszeichnung befindet", genannt. Sein Haus bezeichnet aufgenommenen Ergusses lachen! Es wäre übrigens so übel zuhalten, genügen auch die leistungsfähigsten Pumpwerke der Briefschreiber als meine elende Hütte" oder„ meine Ruine", nicht, dem Reichstag durch Stellung eines derartigen Antrages nicht, schon gar, wenn das Wasser wie hier wahrscheinlich das des Adressaten aber als einen glorreichen Palast von ein heiteres Stündlein zu verfchaffen. Sollten aber die Bächter sofort in den Maschinenraum bringt, wodurch die Perlen". In der Unterschrift heißt es:" Guer dummer Bruder der Reichstreue in einem solchen Scherze etiva von wegen des Fener gelöscht werden und durch die intensive Dampfentwickelung grüßt Euch bis zum Erdboden." Die" Einladung zu einem Rostenpunttes ein Haar finden, so empfehlen wir ihnen den Ausin diesem Moment eine Explosion hervorgerufen wird, die das Besuch wird folgendermaßen stilisirt: Zur festgesetzten Stunde weg, das Lied von der Lied von der Wonnegans als Volksausgabe Unglück vollendet. Bei der leichten" Berührung des Schiffes erwartet der unterzeichnete gehorsamste Affe mit emporgehobenen brucken zu laffen. In diesem dichterischen Meisterwerk ist fo mit dem Riff werden die zur Nachtzeit Schlafenden wohl sämmt| Händen, daß Guere Vorzüglichkeit sich so weit herabzulassen ziemlich der ganze Patriotismus des größten Geschichtsschreibers lich in ihren Rojen ertrunken sein, ehe sie nur recht erwachen geruhe, vor der nichtswürdigen Behausung des Unter- der Deutschen en nuce enthalten. konnten. Nach dem Bericht der geretteten Matrosen waren fertigten vom Wagen herabzusteigen." Die Antwort wird die alle(?) erwachsenen Personen an Deck. Das sieht fast so aus," Offenbarung der ausgezeichneten Hand" genannt, welche man auch Für den Inhalt der Inserate übergegenüber keinerlei Verantwortung Theater Alt- Berlin. Nachmittags 4 Uhr u. abends 8 Uhr: nimmt die Redaktion dem Publikum Fiddicke und Sohn. Theater. Freitag, den 26. Juni. Opernhaus. Der Ring der Nibelungen. Die Walküre. Neues Opern Theater.( Kroll.) Geschlossen. Schauspielhaus. Judith. Deutsches Theater. Die Weber. Leffing Theater. Das Modell. Berliner Theater. Reif- Reiflingen. Neues Theater. Das Damenduell. Vorher: Das Frauenbataillon. Theater Unter den Linden. Die Fledermaus. Residenz- Thenter. Der Stellvertreter. Vorher: Erlauben Sie Madame! Schiller- Theater. Bürgerlich und Romantisch. Adolph Ernst- Theater. Charley's Zante. Vorher: Die Bajazzi. Belle- Alliance- Theater. Tata- Toto. National- Theater. Das neue Gebot. Friedrich- Wilhelmstädt. Konzertpark. Spezialitäten- Vorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Bor stellung. Baufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Schiller- Theater. Freitag, abends 8 Uhr: Bürgerlid ( Wallner- Theater.) und Romantisdy.( Katharina von Rosen: Frau Klara Meyer a. G.) Sonnabend, abends 8 Uhr: Bürgerlich und Romantisch.( Katharina von Rosen: Frau Klara Meyer a. G.) Posse mit Gesang in 8 Aften von Julius Keller und Louis Hermann. Alt- Berlin. Bei günstiger Witterung nachmittags 4 Uhr und 6 Uhr: Aufzug zum Ringelstechen. Zwei Musikkorps. Süddeutsches Doppel Quartett Alemania" in schwarzwälder Volks tracht. Hoffänger Sr. fönigl. Hoheit des Großherzogs von Baden. Eintritt: 25 Pfg. Donnerstag bis 6 Uhr- 50 f., später 25 f. Passepartouts à 4 Mk. KAIRO KAIRO KAIRO von 7 Uhr abends ohne Gewerbeausstellungs- Billet zugänglich. von 10 Uhr vorm, geöffnet. 1. Eingang: Ausst.- Bahnh, II. Eing.: Köpnick. Landstr. Waffensamml. d. Chediwe; Samml. d. egypt. Behörden, Schwert des Mehomet- Ali. Salon bedeutender " 11 Urania. Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt, ab, Eintritt 50 Pf. Wissenschaftl. Theater abends 8 Uhr. Invalidenstr. 57/62, Lehrt. Stadtbahnh, Sternwarte täglich geöffnet v. 7 Uhr abends ab. Eintritt 50 Pf. Passage- Panopticum. 42 wilde Weiber aus Ca. 1000 Mitwirkende. 9/119 Nur während der Gewerbe- Ausstellung. 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Tilli Clara Antonie. Clemens Stempel Robert Steidl. Guido Sturm Hedw. Döring. Hellmuth Wirbillini. Josef Armin. Schluß: · National Theater. KAIRO Große Austellungs- Apotheoſe. Groke Frankfurterstraße 132. Direktion: Max Samst. 5 und 82 Uhr nachm. Volksvorstellung zu bedeutend er- KAIRO Cheops- Pyramide mässigten Preisen. Gastspiel des Herrn Ernst Eppstein vom Stadttheater zu Göttingen: Das neue Gebot. Schauspiel in 4 Akten von Ernst v. Wildenbruch. Regie: Fritz Schäfer. Morgen: Dieselbe Vorstellung. National- Theatergarten. Großes Konzert. Spezialitäten ersten Ranges. Theaterstücke. Adolph Ernst- Theater. Anfang 8 Uhr. Charley's Tante. Schwank in 3 Aften von Brandon Thomas. Repertoirestück des GlobeTheaters in London. Vorher( Anfang 71/2 Uhr): Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Akt von Ed. Jacobson und Benno Jacobson. Mufit von F. Noth. Morgen: Dieselbe Vorstellung. W. Noack's Sommer- Theater. Brunnenstr. 16. Täglich: Konzert, Theater und Spezialitäten- Vorstellung. 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Das 165 Friedrichstrasse 165. Bärenweib phänomenales Naturspiel aus den Felsenbergen New- Mexico's! Illusionen Kasporle- Theater Damen- Kapelle- Irrgarten. Rasseneröffnung 612 Uhr. Konzert 7 Uhr.- Anf. der Vorstellung 8 Uhr. Mähr's Variété Oranienstr. 24. Eröffnung des vollständig renovirten Gartens. Die Vorstellungen finden auf der neu erbauten Sommerbühne statt. Täglich: Große Spezialitäten- und Theater- Vorstellung von Künstlern 1. Range 3. Die Kaffeeküche ist den geehrten Damen von 2 Uhr ab geöffnet. Die Direktioni Julius Wernau's Festsäle und Garten Schwedterstraße 23/24. Im großen Saal während und nach der Vorstellung: Billets find vorher in den mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Ostbahn- Park Rüdersdorferstr. 71. Am Küstriner Park, Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Garten- Konzert von der 24 Mann Harken Hauskapelle unter Leitung des Musikdirektors Herrn P. Nimscheck. Kaffeeküdje 3-5 Uhr.- Entree 15 7., wofür ein Glas Bier gratis. 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Sozialdemokratischer Wahlverein für Berlin und Umgegend für den 1. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Montag, den 29. Juni 1896, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn( Eingeschriebene Hilfskaffe Nr. 118.) Zubeil, Lindenstraße 106: Sonntag, den 28. Juli 1896, vorFreitag, den 26. Juni, abends 82 Uhr, Branchen- Versammlung der Parquetbodenleger. mittags 10 Uhr, bei offmann, im Lokale des Herrn Röllig, Nene Friedrich- Straße 44: " Tages Ordnung: 1. Was lehren uns die Streiks und der Werth der Organisation." Referent: Reichstags- Abgeordneter Fitz Zubeil. 2. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen wird ersucht. Bezirks- Versammlung für die Rosenthaler und Schönhauser Vorstadt am Montag, den 29. Juni, abends ½ Uhr, in Mörschel's Salon, Schönhauser Allee Nr. 28. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Aubert über: Recht und Rechtsprechung. 2. Diskussion. 3. Werkstattangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Alle Drechsler in diesem Bezirk sind ganz besonders eingeladen. Montag, den 13. Jult, in der Neuen Welt, Hasenhaide: Großes Sommerfest. Konzert. Spezialitäten- Vorstellung. Feuerwerk. Sommernachtsball. E Billets à 25 Pf. sind auf allen Zahlstellen, sowie bei den Vorstandsmitgliedern zu haben. 291/20 Die Ortsverwaltung. Alexanderfir. 27c: Ordentliche Generalversammlung Tagesordnung: Dersammlung. Tages Ordnung: 1. Die Bekämpfung der Sozialdemokratie. Referent: 1. Bericht des Vorstandes und Aus- Genosse Georg Wagner. 2. Diskussion. 3. Vereinsschusses. 2. Abrechnung des Raffirers angelegenheiten. vom zweiten Quartal 1896. 3. Wahl sämmtlicher Hilfskaffirer. 4. Berathung 208/ 9* Die Genossen des 1. Berliner Reichstags- Wahlkreises werden bringend Der Vorstand. des Statuten Entwurfs über die zu ersucht zu erscheinen. gründende Mitglieder- und FrauenSterbekasse. 5. Jnnere Kassen- Angelegenheiten. NB. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Mitgliedsbuch legilimirt. Der Vorstand. J. A.: H. Megte. 261/11 Bekanntmachung Dritte Abänderung zu dem Statut der Orts- Krankenkaffe der Weber und verw. Gew. zu Berlin, vom 18. Febr. 1893. Der§ 40 Absatz 1 erhält hinter dem Worte Vorstandssitzung folgenden Busay: 2. Wahlkreis. Freitag, den 26. Juni, abends 8 Uhr, bei Martens, Friedrichstraße 236: Oeffentl. Volksversammlung. Oeffentl. Tages Ordnung: 1. Bericht der Neuner- Kommission eventuell 2. Gründung eines neuen Wahlvereins. Bestimmt erwarten wir, in Berücksichtigung der wichtigen Tagesordnung, zahlreiches Erscheinen der GeSchäftebranche. Verein deutscher Schuhmacher, Filiale 5. Gänge, welche im Intereſſe der Rasse nossen des zweiten Wahlkreises. Sonnabend, den 27. Juni, abends 8% Uhr, im Lokale des Herru Babiel, Rosenthalerstr. 57: Versammlung. Charlottenburg. 168/19 Sozialdemokratischer Wahlverein. Sonntag, den 5. Juli 1896: Grosses Sommer- Fest in ,, Bismarkshöhe", Wilmersdorferstraße 39 Vokal- und Instrumental- Konzert. 206/1 Großer Kinder- Fackelzug. E Entree 80 Pf. intl. Tanz. Theater. Anfang nachmittags 4 Uhr. Das Komitee. Achtung! Bücher- und Bilderverloosung in Weißensee des 4. Berliner und Niederbarnimer Wahlkreises. Alle Loose, welche mit der Nummer 1 endigen, haben nach dem Ergebniß der Ziehung gewonnen. Die Gewinne find beim Genossen Klawitter, SO., Sorauerstr. 14, gegen Vorzeigung des Looses bis Sonnabend, den 4. Juli, in der Zeit von 12-2 und 5-8 Uhr abends abzuholen. 23566 Außerdem wird für nothwendige unternommen werden, dem damit be- 211/19 auftragten Vorstandsmitgliede eine Entschädigung von 50 Pf. pro Stunde gewährt." Berlin, den 19. April 1896. Der Vorstand. P. Stemmler, Vorsitzender. C. Reißmann, Oeffentliche Die Kommission. Versammlung der Einsetzer( Tischler) Schriftführer. am Sonntag, den 28. Juni, vormittags 10% Uhr, Vorstehende Abänderung ist ge- im Englischen Garten, Alexander- Straße Nr. 27c, nehmigt worden. Berlin, am 9. Juni 1896. Der Bezirks- Ausschuß. Nr. 3274. Kayser. 23446 Wiffen Sie schon daß Sie Funterer Saal. Tagesordnung: 1. Die Lohn- und Arbeitsverhältnisse der Einsetzer( Tischler) in Berlin und Umgegend und wie sind dieselben zu beffern? 2. Diskussion. 3. Bericht des Delegirten zur GewerkschaftsRommission. 4. Verschiedenes. Die Kollegen werden ersucht, pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Die Bautischler sind freundlichst eingeladen. 2354b* Der Einberufer: Franz Perfölz. Brunnenstr. 110 ( neben dem Pferdebahn- Depot der bei Ignatz Sello vorzügl. Himbeer-, = Versammlung Berlins und Umgegend Freien Vereinigung der Bauanschläger Sonntag, den 28. Juni 1896, vormittags 10% Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstraße 44. Zages Ordnung: Kirsch- 2c. Fruchtsäfte, rein und dick, in am feinst. 3uder eingef. 1.10 M. pr. Str., Stonsdorfer intl. Orig. Fl.( 3/4 Ltr.) à 80 Pf., Halb und Halb, feinste Likörmischung, Orig. Flasche( 3/4 Liter) inkl. à 90 Pf., alten Nordhäuser per Liter 50 Pf., medic. Ungarwein Orig. Fl.(/ 2 Liter) gemacht. Badstr. 35/36. intl. von 90 Pf. an, sowie sämmtl. Sorten Weine, Cognac's, Rum's 2c., Spirituosen Sommer- Theater ,, Marienbad" Badstr. 35/36. Gesundbrunnen. Sonntag, den 28. Juni 1896 Großes Sommer- Fest bestehend aus Konzert Theater- und Spezialitäten- Vorstellung unter gütiger Mitwirkung der Gefangvereine Oranienburger Vorstadt und Weisse Rose ( Mitglieder des Arbeiter- Sänger- Bundes). Veranstaltet von den sozialdemokratischen Parteigenossen Reinickendorf's. Jm Saale: Großer Ball. Herren, die am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Volksbeluftigungen aller Art. 1. Wahl zweier Krankenbesucher. 2. Verschiedenes und Fragekasten. Die fäumigen Mitglieder werden auf§ 9 unseres Statuts aufmerksam Der Vorstand. 34/8 Tischler- Verein. auch im Einzelverkauf nur zu Engros- Sonnabend, den 27. Juni, abends 9 Uhr, Melchiorstraße Nr. 15: preisen beziehen. Ein Versuch sichert mir Ihre dauernde Kundschaft. Bitte genau auf No. 110 zu achten. Fernsprecher Amt III, 1211. SO Versammlung. Tagesordnung: Vereinsangelegenheiten. 199/10 Die Mitglieder werden auf§ 3 des Statuts aufmerksam gemacht. Der Vorstand. haft off- Berband aller Reste = Verband aller in der Metall-| in Rips, Damast, Crêpe, Phantasie, Gobelin und Plüsch spottbillig! Proben franko! in allen Qualitäten zu Berlin S., Läuferstoffe Fabrikpreisen. industrie beschäftigten Arbeiter Stolpe bei Wannsee Berlins und Umgegend. Todes- Anzeige. Am 23. Juni verstarb unser Mitglied, der Dreher Hermann Raske. Vier Regelbahnen. Emil Lefèvre, Oranienstraße 26. Juni, nachmittags 4 Uhr, au bor, Die Kaffeeküche ist den geehrten Damen von 2 Uhr ab geöffnet. Anfang 4 Uhr. Billet 20 Pf. Das Komitee. 223/19 Zur Abschliehung von Feuer-, Lebens-, Einzel, wie auch Seereise- und Bahn- Unfall-, Renten-, Kapital- und AussteuerVersicherung ieber Art, sowie Volks- und Kinder- Versicherung. Aufnahme ohne ärztliche Untersuchung bis zum Alter von 60 Jahren, von 10 Pf. Wochenbeitrag an bis zu 1000 M. Bersicherungssumme empfiehlt sich R. Klawitter, Inspektor. 2355b SO., Sorauerfr. 14. T. durch Amt IV 3120. Fruchtweinbowlen gar. rein, ausgezeichnet in Geschmack Maitrant, Erdbeerbowle à Flasche Pfirsichbowle, Ananasbowle 3/4 Ltr. 60 Pf. inkl. Eugen Neumann& Co., Berlin. 5417L* Charlottenburg: Kaiser Friedrichstr. 48. Friedrichshagen. Zum süddeutschen Emil!" Restaurant Haidepark, Seestr. 1. Schönster Familien- Aufenthalt; herrlich am Wasser und Wald gelegen. Von Station Hirschgarten durch schöne Waldparthie in 15 Min. zu erreichen. Große Vereinszimmer mit Piano; Kegelbahnen, gute Speisen und Getränke in bekannter Güte; Spezialität:#. Weißbier. früher Große Freunden und Bekannten bestens empfohlen. Emil Jost, Frankfurterstr. 39 55692* Freund's Inselgarten Empfehle allen Vereinen, Gesellschaften 2c. mein idyllisch gelegenes Lokal zu Sommerausflügen. DampferPichelswerder. Frühstücks- Haltestelle. Bei Kremſern wird Brückenzurückgang vergütet. Don 158. 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Strickmaschinen aus der Dresdener StrickmaschinenFabrik sind die besten und ein leichter Erwerbszweig für Männer, Frauen u. Pofam.- Geschäfte. Erlernen leicht und Arbeit wird nachgewiesen. gratis. Verkauf zu Fabrikpreisen. Lager bei dem Vertreter A. Homburger, Heilige geiststr. 49, Berlin. 53728* wahr, daß derselbe tuberkuloses Fleisch Schönes Schanklokal, vahe verkauft hat, und nehme dieselbe hiermit zurück. gr. Vereinsz., frankheitshalber sof. bill. 3. verf. Näh. Weißbier- Brauereilandré, Straßburgerstraße, und Jänsch, Blumenstraße 18, 3 Sargmagazin Treppen. und Beerdigungs- Comptoir von J. Kosin, Georgenkirchtr 66. Auf schriftl. Aufford. fofort. Erscheinen. Rohtabak. Grösste Auswahl! Billigste Preise. Sämmtliche Fabritations- Utensilien. Heinrich Franck, Arbeitsmarkt. 2324b Plätze f. Tischl. z. verm. bei Busch, 23286* Brunnenstr. 74. Ein guter Liedersänger( Bariton) wird gesucht. Näheres bei Strzelewicz, Blumenstr. 70, 3. Aufg., 1 Tr. 2357b Nr. 185, Brunnenstraße Nr. 185. 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