» BERLIN Zreitag 2. Oktober 1931 10 Pf. Nr. 462 B 231 48. Jahrgang Ersch eint täglich außer Soantag«. Zugleich Abendausgabe des.Vorwärts'. BejugSoreiS beide Ausgaben 8ü Pf. pro Woche, s.eoM. orv Monat. Liedaktion und Expedition: BerlinSW�s.Lindenstr.Z Fernsprecher: Dönhoff(A 7) 292—297 SjicUautyaße xlei> Anseigenprei«: Die elnspaltigeNonpareillejeile «o Pf.. Reklameteile 5 M. Crmäßigunaen nach Tau'. Postscheckkonto: VorwärtS-'Verlag G.m.b. H.. Berlin Nr. 37 S3S.— Der Verlag behält sich das Recht der Ablehnung nicht genehmer Anzeigen oorl BerStoß gegen denMieterschuh Die Regierung streikt/ Sie lehnt Auskunst im Ausschuß ab Ter Wohnungsausschust des Reichstages hatte zur heutigen Lihung das Reichsarbeitsministerium und das ssinanzministcrium zur Aussprache über die Absichten der Regierung zur Aenderung des Wohn- und Mietrechts eingeladen. Die Rcgicrungsver- treter waren nicht erschienen. Ter Reichs- kanzlcr hat in einem Briefe an den Ausschuß gebeten, die Regierung von der Entsendung der Vertretung zu entbinden» weil die Materie Gegenstand der Beratung des llabinetts sei und die Beratung«och andauere. Tic Bertreter deS Zentrums erklärten hierauf, der von der Zozialdemotratie gestern cingcbachtcn Ent- schliehung, die die Regierung auffordert, von der Aenderung der Micterschuhgesehe Abstand zu nehmen, bis ein soziales Wohn recht gesichert ist, nicht zustimmen zu können, obwohl sie sachlich mit dem Inhalt sympathisierten. �Turch den Brief des Reichskanzlers wurde de- stätigt» das» die Regierung die Mictcrschuhgesehe durch Notverordnung verändern will. Ter Ausschuß nahm die Entschließung der Sozial- dcmokratcn mit 11» Stimmen der Sozialdemokraten und 5iommunisten an, während die bürgerlichen Vertreter dagegen stimmten. Kordemng der Mieier. Dringende Mahnungen an die Neichsregierung. Dresden, 2. Oktober. Der Vorstand der Reichsorganisation der Mieter, der Bund Deutscher Mietcrvcreinc e. 33., Sitz Dresden, hat vor dem Erscheinen der zu erwartenden neuen Notverordnung nochmals an den Reichskanzler und an die zuständigen Reichsministeri�Mme ausführlich begründete dringende Eingabe eingereicht, in der mit aller Entschiedenheit gefordert wird: Senkung der Altbau mieten durch Herabsetzung der gesetzlichen Miete: besondere gesetzliche Mahnahmen zur Herab- setzung vereinbarter Mieten für Räume, die nicht mehr dem Reichs- mietengesetz unterstehen: besondere gesetzliche Maßnahmen zur Senk un g der Ncubaumictci,. Gerüchte um die Polizei. Aus einer Mücke wird ein Elefant. Wie olle preußischen Minister, so empfängt auch Innenminister S e v c r i n g die Vorsitzenden der Beamten verbände, wenn sie glauben, über ollgemeine Angelegenheiten dieser Beamten mit dem Minister sprechen zu sollen. Ein» derartige Unterredung hatte auch Polizeioberst a. D. Dillenburger als Vorsitzender der„Vereinigung preußischer Polizeioffiziere-''nachgesucht, und zwar zu einer Rücksprache ii�er technische Angelegenheiten der Polizei. Die Besprechung von Personaliragen oder irgendwelchen Einzelheiten mit den Beamten- oerbänden ist ausgeschlossen. Dillenburger hat am 14. September dem Minister geschrieben, daß diejenigen Polizeiossiziere, die sich am Volksentscheid beteiligt haben, dadurch in keiner Weise gegen den Minister haben Stellung nehmen wollen: die Polizeiossiziere brächten dem Mini st er nach wie vor die größte Hoch- a ch t u» g entgegen. Ein weiterer Brief Dillenburgers übermittelte in höflichster Weise eine Entschließung der Vereinigung der Polizei- ossizlere in der es heißt, daß die Beteiligung von Polizeiossizieren am'Volksentscheid keinerlei Stellungnahme gegen den rcpublika- Nischen Staat oder die demokratische Stoatsform bedeute, die viel- mehr von allen Polizeioffizieren nach wie vor mit Einsatz von Leib und Leben verteidigt werde. Von irgendeinem„Pronunzia- mento" der Polizeiossiziere gegen die preußische Regie- rung, wie das ein Mittagsblatt behauptet, ist also keine Rede. Zm Breslauer Kommunistenprozeß wegen der Tötung des Stahlhelmmannes Müller wurden von den insgesamt 25 Angc- klagten 16 verurteilt, darunter der Maler Hedncr zu einer Zucht- haus strafe von zwei Jahren, während die übrigen 15 Ver- urteilten Gesängnisstrasen von drei Monaten bis zu zwei Jahren erhielten. Der Staatsanwalt hatte gegen jünf Angeklagte Zuchthaus- strafen beantragt. Die kapitalistische Weltkrise Düstere Prophezeiung Moniagu Normans— Auch Krankreich muß daran glauben Das Zentralorgan der belgischen Sozialdemokratie, der Brüsseler„Peuple" erfährt von einem Schreiben des obersten Leiters der Bank von England, Montag» Nor- man, an den führenden belgischen Finanzmann Francgui. In diesem Brief ist die Befürchtung ausgesprochen, daß, wenn nicht ganz Durchgreifendes geschehe, der ltapitalis- mus binnen verhältnismäßig kurzer Zeit— Norman sagt sogar in einem Fahr— erledigt sein werde. Französische Banken verkrachen. Paris, 2. Oktvbor.(Eigenbericht.) Eine große Pariset Privatbank, das Comptoir Lyon-Slllemand, die mehrere gilialen in Paris unterhält, ist in Z o h l u n g s- schwierigkeiten geraten. Die Loge der Bank ist so ge- sährdet, daß eine Schließung incht mehr vermieden werden kann, wenn nicht noch in letzter Stunde eine Stützungsaktion zustande kommt. Die große Pariser Aktienbank Banque de l'Union Parifienne, die mit dein Schneider-Konzern in Verbindung steht und deren Aussichtsratsvorsitzender der srühere Finanzministcr Franko!- Marsal ist, konnte nur mit Hilfe der übrigen Groß- danken vor dem Zusainmcnbruch gerettet werden. Holz verfault in den Wäldern. Llnd im Winker sollen die Arbeitelosen frieren? Die preußische Regierung hat die drakonischen Maß- nahmen ihrer Notverordnung u. a. damit begründet, daß der F o r st- etat, der immer Ucbcrschüsse gebracht hat, starke Einnahmeausfälle aufweist. Das hängt vor allem mit der schlechten Marktlage für Holz zusammen. Die Wirtschaftskrise hat natürlich auch den Holz- bedarf zurückgeschraubt, während andererseits die Holzpreise durch russische Schleuderverkäufe stark gedrückt sind.. Noch im Jahre 1929 betrug der Ueberschuß aus dem Holz- verkauf der preußischen Staatsforsten mehr als 50 Millionen Mark. plötzliche Abneigung. Die nationale presse beschimpft die Justiz, weil national- sozialistische Totschläger Zuchihausstrasen erhielten. »Tut mir leid, Ihnen geb ich nicht mehr die Hand.-«Sie hoben Nationalsozialisten verurteilti- Entsprcchend der Entwicklung der Wirtschaftslage im Jahre 19I0 sind für 1931 die Einnahmen aus der Forstverwaltung schon erheblich niedriger angesetzt worden. Immerhin rechnete man aber noch mit einem Ueberschuß von 33 Millionen Mark. Diese 5iofsnungen haben sich nicht erfüllt. Co waren die Holzverkänfe mit 150 Millio- »cn Mark veranschlagt. Sic dürsten aber kaum 100 Millionen Mark erreichen. Statt des erwarteten Ueberschusses von 33 Millionen Mark rechnet die Forstvcrwaltung mit einem Fehlbetrag von 20 Millionen Mark. Die Dinge liegen heute so, daß das Holz im Wald liegt u n d v e r f a u l t. Es werden Preise für Holz geboten, die nicht einmal die Gestehungskosten decken. Sollte nicht, so fragt man, sich eine ondere Verwendung für dieses Holz ergeben, alz daß es verfault? Könnte man dieses 5iolz nicht als Bau- und Brenn- holz den Arbeitslosen zur Verfügung stellen? Diese Anregung ist von der Sozialdemokratie gegeben worden. Es müssen sich Mittel und Wege finden lassen, sie zu verwirklichen. Massensterben im Altersheim. Fünfzig Personen mit verdorbenem Fleisch vergiftet. Paris, 2. Oktober. lEigcnbcricht.) Wie das„Journal" aus Madrid mcldct, sind onr Tonnerstag.IN Insassen eines Altersheims in Alicantc naäh dem Genuß von verdorbenem Fleisch an Bergiftungserfchcinungcn erkrankt. Bis Mitternacht feien bereits 14 der Erkrankten gestorben. Man habe wenig Hoffnung, die übrigen zu retten. Ter Gouverneur von Alirante habe fofort eine Untersuchung angeordnet. Bankräuber erhängt sich. «Selbstmord in der Gefängnic-zelle. Meißen, 2. Oktober. Der Versorgungsanwärtcr Erich Wagner, der gestern einen Raubüberfall in der Meißener Stadtbank verübt hatte, jedoch sofort noch der Tat festgenommen werden tonnte, hat in der Nacht zum Donnerstag in der Gefängniszelle S e l b st m o r d begangen. Er riß sein Hemd in Streifen, die er zu einer Leine zusammenknüpfte, an der er sich erhängte. Wagner hat sich nicht in wirtschaftlicher Notlage befunden. Er ist im September vorigen Jahres nach zwölf- jähriger Dienstzeit vom Artillerie-Regiment Nr. 4 in Dresden entlasten worden. Nazi fingiert Überfall. Damit er renommieren kann.—«Selbstverflümmlung. Bor etwa 3 Wochen erschien der 16jähr!gc Kurt Witte ans der Hohcnstaufenftraße 56 noch spät abends auf einem Polizei- revier und gab an, in der Schwerinstraßc von sechs Männern, die zweifellos der Kommunistischen Partei angehört hätten, über- fallen worden zu sein. Witte ist Mitglied der Hitlerjugend und zunächst schien die Anzeige des angeblich Ileberfallenen durchaus glaubwürdig, da es in dieser Gegend wiederholt zu politischen llebersällen und Schläge- reien kommt. Auf dem Revier streifte der Hitlerjiingling dann seinen Rockärmel hoch und zeigte den Beamten am rechte» Arm ein« blutende Verletzung, die sich bei näherer Betrachtung als ein eingeritztes Hakenkreuz herausstellte. Witte behauptete. daß ihn seine Gegner zu Boden geworfen und ihm dos Hokenkrcu; mit einem Messer beigebracht hätten. Der Polizei kamen jetzt Bedenken, denn es war wenig wahrscheinlich, daß sich die mußmaß- lichen kommunistischen Täter zu dieser Aktion die Zeit und Mühe genommen haben sollten. Der Hokenkreuzlcr wurde daraufhin von der Polizei ins Gebet genommen und»ach längerem Leugnen gab er zu, den ganzen Ueberfall erdichtet und sich das eingeritzte Haken kreuz am Unterarm selbst beigebracht zu haben. Witte hat die Tat öus R e n o m NI i st e r e i begangen, um bei seinen„Pgs" Eindruck zu machen. Das ganze Verhalten des jungen Hdkenkrcuzlers ist symptomatisch fiir den Geist des Renommierens, der in den Reihen der Hitlergardisten wohnt. Gegen Witte ist selbswerständlich die Strafverfolgung eingeleitet worden. Der alte Tausender. Wie ein Postbeamter auf einen Schwindel hereinsiel. Bor etwa vierzehn Tagen erschien auf dem Zweigpostamt Tempelhof am Hohenzollerntorso eine gut angezogene junge Frau, die für SO Pfennig Briefmarten fordert« und den Schalter- bcamten dabei fragte, ob er einen Tausendmarkschein wechseln könne. Der Postbeamte nahm die Banknote ahnungslos entgegen und gab der Frau vgS,S0 Mark heraus. Als. er wenige Minuten später den Geldschein noch einmal genauer ansah, mußte er zu seinem Schrecken feststellen, daß es sich um einen längst außer Kurs gesetzten Tausendmarkschein aus dem Jahre lblt) handelte. Die Schwindlerin, die den Beamten herein- gelegt hatte, der nun für den Schaden von seinem knappen Gehalt aufkommen mußte, war mit ihrer Beute natürlich längst über alle Berge. Auf Grtmd der Beschreibung, die der Beamte von der Schwindlerin geben tonnte, gelang es Beamten der Kriminalpost- dienststelle, die Täterin zu ermitteln. Es wurde festgestellt, daß für den Betrug eine Frau in Frage kam, die früher einmal in Tempel- Hof als Hausangestellte beschäftigt war. Sie wurde schließlich als eine Ajährige Erna Z. ermittelt und gestern festgenommen. Die jugendliche Betrügerin war in vollem Umfange geständig. 850 M. wurden noch in ihrem Besitz gefunden, die fehlenden 150 M. sind der Post von Verwandten des Mädchens ersetzt worden. Erna Z. hatte denselben Trick schon einmal zu Beginn des vorigen Monats auf einem anderen Postamt versucht; er scheiterte ober an der Auf- mcrksamteit des Schalterbeamten. Die Vorbereitung zur Spaltung Eine Gondertonferenz hat den neuen Laden vorbereitet/ Enthüllungen über die Gonderorganisation der Gpalter Skandal in Braunschweig. Sine Kraule ins Gefängnis geschleppt. Braunschweig. 2. Oktober.(Eigenbericht.) Eine Arbeiterin hatte wegen der Teilnahme ihres Jungen am Streik der weltlichen Schule«ine dreitägige Haftstrafe erhalten, je- doch verabsäumt, gegen den Strafbcfehl Einspruch zu erheben. Als nun die Frau nicht erschien, da sie vor einer Operation stehend in den, hiesigen Krankenhaus lag. wurde sie trotz ihres Zustande» und Protestes durch die Polizei ins Gefängnis gebracht. Dort bat die Kranke, der der Gefängnisarzt sofort Bettruhe und besondere Verpflegung verordnete, drei Tage in der Haftzelle verbüßen müssen, l-m erst dann wieder in verschlimmertem Zustande zu ihrem behau- dclndc» Arzt zurückzukommen. Die Gteirerputschdebaiie. Aufschiebung der ÄondeSpräsidentenwahl. Wien. 2. Oktober. Die Debatte im Nationalrat wurde mit der Erklärung des suzialdemokratifchen Abg. Horoatet geschlossen, daß die Sozial- demokratie von den ministeriellen Erklärungen nicht befriedigt sei, und daß sie auf den Borschlag einer allgemiinenAuflösung der Selbstschutzoerbände nicht eher eingehen könne, ehe rMyt ihre Forderung nach Auflösung und Entwaffnung der steierischen Heimwehr erfüllt worden sei. Di« Doltswahl des Bundespräsidenten ist auf den IS. Oktober angesetzt. Man erhebt gegen sie den Einwand, daß in dieser Zeit dos Geld besser verwendet werden könnte und die Aufregung eines Wahlkampfs durchaus entbehrlich sei. Run Hot der großdeutsche Abg. Dr. S t r a s s n e r den Antrag eingebracht, die Bundespräsi- dentenwahl diesmal noch der Bundesversammlung zu übertragen. Zur Annahme wäre«ine Zweidrittelmehrheit erforderlich, da dies eine Verfassungsänderung ist. Neue Aufsicht über den Staatshaushalt. Der Finanzausschuß des Völkerbundes wird gemäß dem Be- schlusse des Rotes als finanziellen Berater für Oesterreich Herrn Rost von Tongeln entsenden. Ihm wird der zweite General- sckrctär des Völkerbundes, A v e n o l, zur Seite stehen, der jedoch stinen Sitz in Budapest haben und nur für Tage nach Wien kommen wird. Dem Reichspräsidenten von hindenburg sind zu seinem heutigen 84. Geburtstage zahlreiche Glückwünsche von Regierungen. Be- Hörden und Privaten zugegangen. Di« öffentlichen Gebäude hatten aus diesem Anlaß geflaggt. Reue hochverralsprozesse. Auf Veranlassung des Oberreichs- anwalts wurde der Schriftleiter der kommunistischen Zeitung„Ar- beiterstimme" in Dresden wegen Vorbereitung zum Hochverrat ver- haftet und nach Leipzig übergeführt. Aus dem gleichen Grunce wurde der Dresdener Kommunistensührer Goldhammer festgenommen. wafsenbeschlagnahme in Weißstein. Am 30. September wurde i» Weißstcin bei einem AnhiKiger der Nazis ein u m s a n a ve i ch e s Lager von früherem Hceresgut volizeilich siqergestellt. Es wurden vorgefunden sine Hanogranore, eine Heerespistole, Seiteiigemehre, Gewebrgranaten, Patronen und Pistolentaschen, eine größere Anzahl Infanterie- und Pistolenmunition und andere Ausrüstungsstücke. Die hessischen Londtogswohlen sollen, wie amtlich mitgeteilt wird, am 15. November stattfinden. Der bayerische Slaatsgerichtshof hat die Klagen der Landes- gruppen der Staatspartei, Deutschen Volkepartei, Wirtschoftepartci und des Christlichen Volisdienstes, die das neue bayerische Wahl- gcsetz als verfassungswidrig augefochten haben, abgewiesen und damit die verfassungsrechtliche Gültigkeit des Wahl- gesctzcs bestätigt. Billiger Sonnlog und welt-Tierschuhlag im Zoo. Am nächsten Sonntag kostet der Eintritt in den Zoologischen Garten iür Erwachsene nur 50 Pf., für Kinder nur 25 Pf.: ebenso im Aquarium. Von ll, Uhr Konzert de» Philharmonischen Bläserchors escn n wicht dazu unfähig. Nur aus totaler Erziehung kann also der politisch verantwortungsfähige Mensch hervorgehen. Archenhold, der Sterngucker. Zu seinem 70. Geburtstag. Dr. Archenhold ist unter der bildungshungrigen Arbeiterschaft kein Unbekannter, und wenn er jetzt, an seinem 7l>. Geburtstag. einen Blick zurückwirft auf sein an Arbell und Ereignissen reiches Leben, dann wird er sich auch dankbar daran erinnern, daß die Ardeitermassen, daß die freien Gewerkschaften es waren, die damals durch Abnahme von etwa ItzlllXW Karten für Vorträge und Leob- achtungen im Werte von 8i)lXX> M. zum großen Teil dazu beige- tragen haben, daß die Volkssternwarte in Treptow erbaut werden konnte. Am 2. Oktober 1861 ist DireUor Jr. F. S. Archenhsld in Lichtenau in Westfalen geboren. Seine Studienjahre verlebte er in Berlin und Straßburg. Längere Zsit war er dann als Astrono«, am Racheninstitur in Berlin chtig. Bei einer großen Himmels- aufnähme gelang ihm eines Tages die photographische Entdeckung eines großen kosmischen Nebels im Sternbilde des Perfous, der ou/ch m großen Fernrohren in Deutschland nicht wahrgenommen werden konnte. Er schrieb deshalb an den Direktor der Lick-Stcrn- warte in Amerika, die damals über das größte Fernrohr der Well verfügte, und erhielt eine glänzende Bestätigung seiner Entdeckung. So entstand bei Dr. Archenhold der Gedanke, für den Bau eines besonders großen Fernrohrs in Deutschland einzutreten. Um die Herstellungskosten eines solchen Instrumentes bedeutend herab- zudrücken, erdachte er sich eine eigenartige Konstruktion. Dem restlosen Bemühen Dr. Archenholds gelang es dann, einige großzügig denkende Männer zu finden, die die Herstellung des Fernrohrs unterstützten. Durch die Konstruktionsidee Dr. Archen- halds wurden die Kosten des Fernrohrs, die sonst mehrere Millionen Mark betragen hätten, aus 250 000 Mark horabgedrückt. Aber auch diese Summe aufzubringen war noch außerordentlich schwierig. Ein an das Kultusministerium gerichteter Unterstützungsantrag wurde nach einem Jahre in ablehnendem Sinne beantwortet. Die günstige Konstellation der Berliner GeWerbeausstellung im Jahr« 1896 wurde dann zur Aufstellung des Fernrohres ausgenutzt. Im Laufe der Jahre hat Dr. Archcnhold durch zahlreiche Der- ösfenilichungen und Vorträge viel Anregungen und Wissen in die Massen gestreut. Im Jahre 1900 nahm er an der Sonnenfinsternis- «xpedition nach Nordafrika und im Jahre 1903 an der nach Spanien teil. Im Jahre 1908 konnte endlich der provisorische Holzbau der Treptow-Sternwarte, der das große Fernrohr umgab, abgerissen und durch einen sehn rucken, steinernen Neubau mit großem Dortrags- saal, Museum und Bibliothek ersetzt werden. Die Mittel dazu wurden durch öffentliche Spenden und die Arbeiterorganisationen auf- gebracht. In allen Kreisen hat diese Gründung Dr. Archenholds Interesse erweckt. Auch viele Promineme waren aus der Sternwarte, bekannte Staatsmänner, Größen der Wissenschaft. Aber auch die Arbeiter- führer wußten, vielleicht mehr als alle anderen, die Bedeutung eines Bolksbiidungeinstituts zu schätzen. Viele, viele Tausende haben im Laus« der Zell die Sternwart« besucht, und viele haben sicherlich neue Eindrücke und Anregungen mit nach Haufe genommen. So mancher mag in der Beschäftigung mit den fernen Sternen einen Halt und einen Trost gefunden haben, der ihn befähigte, über die grauen Mauern des Alltags hinwegzufchauen und von einem höheren Standpunkts zaus die Entwicklung der Menschheit zu betrachten. Berbis �Macbeth". Städtische Oper. Immer noch ist Verdi im Wachsen. Mit jedem Wort, das der Bergessenhell entrissen wird— ein sehr verdienstliches Unternehmen — steigt unsere Perehrung und Bewunderung, lernen wir ihn von neuen interessanten Seiten kennen. Knapp vor den Räubern ent- standen, gehört Macbeth zu den Werken jener Schaffensperiode vor Rigoletto, in der Verdi von Bellini und Donizetti abhängig gewesen sein soll; eine landläufige Ansicht, die sich als falsch heraus- stellt, kritiklose Ueberlieserung, die wir korrigieren müssen: Wieviel Neues, Eigenes, Eigentümliches ist nicht in diesem Wert! Ewig aus der Jagd nach kühnen und abwechslungsreichen Swffen entscheidet er sich hier zum erstenmal für Shakespeare, dem er sich über ein Menschenaller später in seinen letzten reifsten Schöpfungen, in Othello und Falstasf nochmals verpflichten sollte: es ist zu verstehen, daß ihm Macbech besonders wert war, wie er einmal schrelbt. Francesco Maria Piave, der das Textbuch zimmerte fer ver- faßte auch Rigoletto, Traviata, Simone Boccanegra) war sicherlich leine Leuchte. Sowell sie nicht von Masfei stammen, sind die Bers« schlecht, daran ist gar kein Zweisel. Für die Wahl des Stoffes aber, für die Art der Behandlung. Anlage des Szenarismus ist Verdi verantwortlich, der all dies selbst bestimmte: der gute Piave hatte lediglich seine Anordnungen auszuführen. Da in der Oper alle Epi- soden sortfallen, die bei Shakespeare, sei es auch nur für Augenblicke, entlasten und entspannen, erleben wir eine ununterbrochene, fast eintönige Folge tragischer Szenen: Orgien des Schreckend, eine Symphonie des Grauens mit Hexen und Gespenstern, Mord und Wahnsinn. Einzig der Schluß trägt hellere Farben: Empörung gegen den Tyrannen. 1847 eine zeitgemäße politische Idee, die bei der Aufführung der Oper in Venedig knapp vor der Revsiution die größte Erregung im Publikum auslöste. Im einzelnen freilich ist es um Shakespeare geschehen: die Bilder des Dramas aber, die charakteristischen Situationen und das tragische Grundgefllhl sind die gleichen: nur dem Organismus der Oper angepatzt. Musikalisch herrscht ein seltsamer Uebergangsstil: es liegt Verdi gar nichts daran, eine Oper im herkömmlichen Sinn zu schreiben, er ist aus der leidenschaftlichen Suche nach einem neuen dramatischen Stil, er experimentiert und übertreibt Uebertreibt die dramatischen Atzente, überdehnt die Rezitativ«, verzichtet auf das Gleichgewicht, auf die bisherige Ausgewogenheit der Verhältnisse von Rezitativ. Arie, Ensemble: er drängt das Solistische in den Hintergrund, oerwendet sehr viel Chöre(die Hexen und Mörder Shakespeares sind in Hexen- und Mörderchöre verwandelt) und vernachlässigt das Lyrische zugunsten gesteigerten Ausdrucks. Welches Feuer, welche erstaunliche Charakterisierungskraft! Die phantastischen Bühnenbilder Caspar Nehers trugen nicht wenig zum Erfolg der Ausführung bei. Das dämmrige Zwio- licht, das balladenhafte der Spuk- und Gespensterfzensn war aus» gezeichnet getroffen. Sigrid Onegin sang und spielt« die Lady. wie es schöner kaum zu denken ist. Schon in ihrer Auftrittsszerte, nach der Cavatine, wurde sie mit Beisall überschüttet: als Nacht- wandlerin hatte sie Töne von solcher technischer Vollkommenheit, Reinheit und Kraft, wie sie nicht leicht wieder zu sinden sein werden. Hans Reinmar war schauspielerisch und gesanglich allen An- sorderungen der schwierigen und nicht in gleichem Maß dankbaren Rolle des Macbeth gewachsen. Banquo(JvarAndrefen) wurde viel zu früh ermordet: wir hätten uns mehr solch herrlicher, pech- schwarzer Baßarien gewünscht. Eberls Regie war voll Leben, Schwung, Exakthell und reich an guten Einfällen. Fritz Stredry brachte feine hervorragenden Führereigenschaften voll zur Geltung. Die Chöre(L ü d d e ck e) klangen ausgezeichnet. Im ganzen eine Aufführung, zu der man den neuen Intendanten Carl Eberl nur beglückwünschen kann. ■Arnokl Walter. „Go'n Windhund." Primus-Palast. Dieser bühnenwirksame Schwank ist— als gut bürgerliche An. gelegenheit für Menschen, die gerne lachen— zum Film umgearbeitet worden. Der Bauunternehmer Dittmar steht auf der Wahlliste zum Bürgermeister. Sein« Aussichten sind die allerbesten, bis sein Schwiegersohn Dr. Forber al» Gegenkandidat austritt. Wirtlich toll wird die Sache, als ein Studienfveund des Gegcnkondidaton einen echt amerikanischen Wahlrummel aufzieht. Der Schwiegersohn wird Bürgermeister, der Bauunternehmer Ehrenbürger und der Studienfreund Badedirettor. Und da nachher noch alles sich mit- einander verschwägert, kann wieder Gras zwischen dem Kopfstein- Pflaster des geruhsamen Städtchens wachsen. Der Bauunternehmer ist Max Adalbert. Frisch wie immer und unübcrtrefjlich in seiner Art. Er verkörpert wieder einen dieser unangenehmen, durchaus nicht bösartigen Despoten, die wir alle irgendwoher kennen. Ferner gefallen Ralph A r t u r Roberts, als der Mann, der talentvoll seinen lieben Mitmenschen manchen Schabernock spiell, Johannes R i e m a n n als der fesche Rechtsanwalt, Max Schipper als ein von Hemmungen geplagter Studienassessor und Maria Elsner als gut aussehende Tänzerln. Regisseur Carl'Heinz W o l s f ist ganz famos und«cht filmisch lebendig, wenn er Wahlumzügc in Szene setzt.'Als er einmal sogar einen Zirkus in den Dienst der Propaganda stellt, zwingt er selbst den ärgsten Griesgram zum Lachen. Auch im Beiprogramm gibt es reichlich zu lachen, well mau dort sehr geschickt in die Kindertage der Kinematographie eingeführt wird. e b. Sammlung zugunsten de» Goelhe-hauses. Das Freie Deutsch« Hochstift(Frankfurter Goethe-Muscum) veranstaltet eine Sammlung zugunsten der Erhaltung des Goethe-Haufes, der Fortführung seiner Sammlungen und wissenschaftlichen Aufgaben. Wilhelm Schäfer hat eine Schrift„Goethes Geburtshaus" verfaßt, die znm Besten der Sammlung verkauft wird. Hans Friedrich Blunck spricht Dicnötag, den 6. Oktober, 29.1!) Uhr. am ersten dlcswintcrlichcn Abend der Werkgemeinschaft„Am Ärcitenbachplat" über„Dichtung und Politi£". Der„Scheinpflugsche Chor"(lediger Leiter Arnold Ebel) stellt seine 5ionzerttätigteit mit Rücksickit aus die wirtschaftlichen Schwierigkcilcu ein. Der Verein Kopierender Künstler eröffnet seine Ausstellung von Kopien nach alten Meistern im Schönebcrger Raihaus Sonnabcndmitlag 12 Uhr. Tie E«elta-Theater-A.-G. hat sich cntschlosien, für die Winterhille eine Reihe von Sondervorstellungen im Capitol und im Pboebu». Palast am AnHölter Bahnhos für ErwerbSlvie statlsindcn au lassen. Tie Verteilung der Karten geschieht ausschließlich durch die Winterhilfe. welter für Berlin: Milde, aber zeitweife nebliges oder trübes Wetter, ohne nennenswerte Niederschläge.— Für Deutschland: Im Küstengebiet bei auffrischenden südwestlichen Winden meist stark bewölkt und namentlich an der Nordsee auch etwas Regem, im übrigen Norddeutjchland zeitweilig neblig-trübe. aber meist trocken, im Süden, abgefehey. van Morgennebcln, heiter, allgemein mild. MSSS ußc/utk. urud. rmlxLz wuH/Hrrmtm 'J/IUIflliWHNHi ZIGARETTE . A I—»C-r-TCTM CA Q D I LC 4� IVA D Ul VERTRIEB: M B L A B AT Z I Q ARETT E NMEM D B LSG E a E LLSC W AET M.B-M AZ&l I c. In- r r\ LJ rX I r\ Vj■ IVI• CJ■ n zwbigniederlassumg Berlin C a. neue Rromenade 6. reu oa wuobnoamm a.o» Wilder Gireik in den Wurstfabriken. Eine Aktion der RGO. Der Schlichhmgsmisschuß hat für die Arbeiter in den Berliner Wurstfabriken einen Schiedsspruch gefällt, mit einer Lohn- kürzung um 9 Proz. Die im Verband der Nahrungsmittel- und Getränkearbeiter organisierten Arbeiter der Wurstfabriken haben diesen Schiedsspruch am Dienstag mit übergroßer Mehrheit a b- gelehnt. Die Unternehmen haben den Schiedsspruch angenommen und seine Verbindlichkeitserklärung beantragt. Darüber soll a m Dienstag vor dem Schlichter verhandelt werden. Die REO. konnte aber die Zeit bis dahin nicht mehr abwarten. Sie will Im trüben fischen um ihrer k o m m u n i st i s ch e n Slinderorganisation aufzuhelfen, die sich vor einiger Zeit unter Mißbrauch des Namens der von ihr bekämpften Organisation als„Opposition hn Verband der Nahrungsmittel- und Getränke- arbeiter" etablierte. Der Verband ist an die Schlichtungsordnung gebunden, d i c tarifunfähige KPD.-Z c l l e nicht. Nicht um der Arbeiter- fchaft jn den Wurstfabriken zu helfen, nicht um dem Lohnabbau zu lregegnen, wozu diese Krampforganisation nicht die Macht hat, son- dern lediglich zu dem Zweck, die Organisation zu schädi- gen, nützte die RGO. die Verärgerung über den Schiedsspruch aus, um einen wilden Streik anzuzetteln, der Or- ganisation Knüppel zwischen die Beine zu werfen. In den Betrieben Rudolf ch a n k a und Wilhelm Z i e g l e r in W e i ß e n s e e traten je rund Ivll Mann der Mitglieder dieses„Verbandes" heute morgen in den Streik. Durch Terror- maßnahmen wurden die mit ihnen nicht sympathisierenden Arbeiter und Arbeiterinnen der beiden Betriebe gezwungen, sich dieser wilden Aktion anzuschließen. Bei den Efhawerkcn in Britz ist bereits gestern ein ähn- licher Versuch gemacht worden. Etwa hundert RGO.-Arbeiter übten passive Resistenz, während die übrigen rund ZW Be- schästigtcn weiter arbeiteten. Bei den Efhawerken besteht der „Erfolg" der RGO.-Aktion bisher darin, daß etwa 100 Mann entlassen worden sind, die übrigen 2lX> Beschäftigten, darunter auch eine Anzahl von RGO.-Leuten, jedoch weiter arbeiten. Der Betrieb ist in vollem Gange. Im Betriebe von Robert K o f ch w i tz in Weißenfee, wo die RGO. in der Mehrheit ist, hat man sich überhaupt nicht um die Streikparolen der RGO. gekümmert. Auch in allen übrigen Ber- kincr Wurst- und Fleischfabriken wird nach wie vor gearbeitet. Der Verband der Nahrungsmittel- und Getrönkearbeiter hat mit dieser RGO.-Aktion nichts zu tun, die immerhin zeigt, daß derartige Schiedssprüche, die sortgesetzten Lohnkürzungen, den„Re- volutionären" in die Hände arbeiten. Für die Mitglieder der freien Gewerkschaften besteht jedenfalls in den Berliner Wurstfabriken kein Streik. Der Kamps gegen Schaufenster. Klirrende revolutionäre RGO.-Aktion. Duisburg, 2. Oktober. Gelegentlich der auch im Duisburg-Hamborner Bezirk angereg- tcn wilden Streikbewegung kam es gestern abend an verschiedenen Stellen der Innenstadt zu größeren Zusammenrottungen. Mit lautem Gejohle bewegten sich stark« Trupps durch die Straßen. Im Derlailf der Krawalle kam es an verschiedenen Stellen zu rcgel- rechten Stürmen auf verschiedene Geschästslokale, wobei mehrer«. F e n st e r s ch c i b e n zertrümmert wurden. Auch in Dortmund wurde für den wilden Streik„demon- striert", doch blieben hier die Fensterscheiben ganz. Der wilde Streik im Ruhrbergbau. Beteiligung unbedeutend, jedoch zugenommen. Essen, 2. Oktober. �luf den Zechen des Ruhrbcrgbaus Hot sich die Zahl der Streikenden vermehrt. So fehlten in der heutigen Morgenschicht 4368 Bergleute oder 3,88 Proz. der Belegschaft gegen 38Z8 oder 3,43 Proz. in der gestrigen Morgenschicht. Kruchtlose RGO.-Streikhehe. Oberschlesische Bergarbeiterschast läßt sich nicht irre machen. Breslau, 2. Oktober.(Eigenbericht.) Wie die oberschlesische Bezirksleitung des Bergarbeiterverbandes mitteilt, sind am Freitag früh die Belegschaften aller ober- sch lesischen Gruben eingefahren. Es ist der kommu- nistischen Strcikhetze trotz der blutigen Zusammenstöße in Beuthen am Donnerstagabend also nicht geglückt, auch nur eine einzige ober- schlesische Grube stillzulegen. Die Lohnoerhandlungen zwischen Unternehmern und Gcwerk- schaften beginnen am Montag. Stillegungsgeschast blüht! Wann endlich werden die Stilleger stillgelegt? Bochum, 2. Oktober. Von der Gewerkschaft Kon st antin der Große ist beim Stillegungskommissar Antrag auf Stillegung der Schachtanlage 16 gestellt worden. Die Belegschaft von 6 26 Arbeitern und A n g e st e l l t e n soll entlassen werden. Düsseldorf. 2. Oktober. Nach einer Mitteilung der Verwaltung der Kammgarn- spinn erei Düsseldorf ist infolge Auftragsmangels die Still- legung der Betriebe bis zum 17. Oktober beantragt worden. Im Laufe von etwa acht bis zehn Tagen soll entschieden werden, wie viele von der Gesamtbelegschaft im Umfang von etwa 366 Mann entlassen werden müssen. Oberhausen, 2. Oktober. Die Gute H o f f n u n g s H ü t t e A.- G. Oberhausen Hot dem Regierungspräsidenten von Düsseldorf mitgeteilt, die Absatzverhält- nisse des Walzwerkes Oberhausen hätten sich in den letzten Tagen so außerordentlich verschlechtert, daß das Werk wieder zu neuen Vctriebseinschränkungen gezwungen sei, von denen 386 Arbeiter erfaßt würden.> Wie die Blätter aus Bottrop melden, ist der gesamten Be- lcgschaft der Stinneszeche vereinigte Welheim in Bottrop zum 12. Oktober gekündigt worden. Von dieser Maßnahme melden 1466 Arbeiter und 86 Angestellte betroffen. Begründet wird die Kündigung mit der allgemeinen wirtschaftlichen Notlage, der Finanz- not und insbesondere mit der llnterbielung der deutschen durch die englische Kohle. Sechsstunbeniag eingeführt! In der chemischen Industrie Amerikas. New Zork, 2. Oktober.((Eigenbericht.) Die chemische Industrie beschloß, ab 1. Oktober den Sechsstunden. lag einzuführen. Diese Maßnahme gestattet die Neueinstel» lung zahlreicher Arbeiter. Die Aktion wird von der � Bundesregierung begrüßt._ Auch Elendslöhne werden nicht verschont. £>hntarif der Bergarbeiter Niederschlesiens gekündigt. Breslau, Z. Oktober.(Eigenbericht.) Der Waldenburger Grubenverband ist dem Beispiel der Ruhrzechenbesiher gefolgt und hat den Gewerkschaften die Kündigung des Lohntarifs für den niederschlesische» Steinkohlen- bergban zum ZI. Oktober zugestellt, von dieser Kündigung werden insgesamt 19 500 Bergarbeiter betroffen. Wie stark die Arbeitgeber die Waldenburger Elendslöhne noch zu kürzen beabsichtigen, ist vorläufig noch nicht bekannt. Die Gewerkschaften sind der Meinung, daß es unmöglich ist. die schon aufs stärkste herabgedrückten schlesischcn Löhne noch weiter zu kürzen. k'reitaK, 2. Oktober. Berlin. 16.05 Werner Krause: Wieder Rollschuhsport! 16,30 Untcrhaltukursmusik. 17.30 Jugendstunde. 17.50 Das neue Buch. V. d. Marwitz: Stirb und werde(W. Q. Korn, Breslav). (Am Mikrophon: Prof. Dr. Witkop.) 18.00 Hermann Roßmann liest neue Erzählungen. 18.30 Teemusik. 19.20 Dr. Josef Rätischer: Politische Zeitungsschau. 19.40 Orchesterkonzert. Dir.: Bruno Seidler-Winkler. 20.40 Aus dem Sportpalast. Berlin: Feier anläßlich des 84. Geburtstages des Reichspräsidenten Generalfeldmarschall von Hindenburg. 22.00 Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Anschließend Stunde für die Winterhilfe. Anschließend Konzert. Königswusterhausen. 16.00 Pädagogischer Funk. Kurt Kißhaucr: Himmelskunde mit einfachen Mitteln. 16.30 Von Leipzig: Konzert. 17.30 Prof. Dr. Hans Mersmann: Erziehung zum Hören einfacher Formen der Musik(Arbeitsgemeinschaft). 18.00 Volkswirtschaftsfunk. Rcichsministcr a. P. Robert Schmidt: Die Folgen der Kreditsperre für die deutsche Wit tschaft. 18.30 Prof. Dr. Robert Saitscbick: Das Menschenschicksal bei Shakespeare. 18.55 Wetter für die Landwirtschaft. 19.00 Wissenschaftlicher Vortrag für Acrztc. 19.30 Die Welt des Arbeiters. Fritz Tarnow; Organisation, Wirtschaftsnot und Arbeitszeitverkürzung. 19.55 Wetter. 20.00 Von New York: Kurt G. Seil: Wovon man In Amerika spricht. 20.15 Von Hamburg: Ausschnitt aus dem Konzert anläßlich der Chortheister- tagung des Sängerbundes Nordmark. [ BcronliootH. füt die Zirdaklion: Stich. Lerastein, Berlin: Anzeigen: Tb. Glocke, Berlin. Berlaa: Vorwärts Verlan(5. m. b. S.. Berlin. Druck: Borwärts Bnchv druckerei und Berlagsanitalt Paul Singer& Co.. Berlin EW 68. LintenltraKe 3. Sicrzu 1 Beilage. •-■■»ort PROGRAMM für die Zeit vom 2. bis 5. Oktober K I N O-T A F E PROGRA für die Zeit vo fe., 2. bis 5. Oktobc. beiter. > der Potsdamer ZtraHe 38 W. 5, 7. 9, S. 3, 5, 7, 9 Uhr Der kleine Seitensprung mit Renate Müller Rheirslrafje 14 W. 5. 7. 9. S. 3 5, 7, 9 Uhr Ein Tango für Dich mit Willi Forst Odeoilj Potsdam er Str. 75 W. 5, 7, 9. S. 3, 5, 7, 9 Uhr Rango und Weltmeisterscfaaftsk. Scfamciing'ätribling Jugendl. Zutritt Turmstrabe 12 Die Schlacht von BadcmQnde mit Max Adalbert Alexanderstr. 39-40 (Passage) Den ganzen Tag geöffnet. Die grohe Attraktion mit Ridiard Tauber ■ Westen» Primus-Palast Potsdamer Str. 19 Ecke Margaretenstr. Wochentags 5.15, 7.15, 9.15 Uhr Sonntags 3.15, 5.15, 7.15. 915 Uhr Uraufführung: So'n Windhund mit Max Adalbert, R. A Roberts Friedriehstadt Die Kamera Unter den Linden 14 Täglich 3. 5, 7, 9 Uhr Die Matter, Regie: Pudowkin Bett and Sofa, Regie: A. Room Franziskaner Georgenstraße(Ecke Friedrichstraße) Die Maske fällt mit Lissi Arna Oer König der Nassauer• Arfrichnf Fllm" w- ab 630 u /kriusnoi Bühne Sonnt, ab 5 U Perleborger Str. 29 Ton woche Im Geheimdienst mit Drigiiic Helm, Willy Frilsch— Tonbcipr.— Kultur w. 6.45 u. 9.00 u. w cimviuo Sonnt ab 4.45 v Mt-Moabit 99 Tonwochenschan Die schwebende Jungfrau mit Szöke Szakall, Dina Gralla- Tonbeipr. f Charlottenburg P Kani-Liditspiele Kanistr. 54(an der Wilmersdorfer Str.) W. 5. 7. 9 Uhr S. 3, 5. 7, 9 Uhr Oer kleine Seitensprung mit Renate Müller, Herrn. Thimig— Beiprogr. Germania-Palast Charlottenburg. Wilmersdörfer Str. 53/54 Woch. 5, 7. 9 Uhr. Sonnt 3, 5. 7. 9 Uhr Im Geheimdienst mit Willy Frilsch, Brigitte Helm Schlüter-Theater!5%nu; Schlüterstr. 17 Sonnt 3 U. Jgd.-Vorst Opcrnredouie mit Liane Haid» G. Alexander, Ivan Pctrovidb— Alfe h leider mit Siegfried Arno. F. Bressart W Wilmersdorf Atrium Bcba-Palast Kaiserhllee, Ecke Berliner Straße W 7 u. 9.15 Uhr S. 5, 7. 9.15 Uhr Tonfilm-Uraufführung: Wer nimmt die Liebe ernst? mit Max Hansen, Jenny Jugo, Otto Wallburg. Willy Schur— Regie: Erich Engel— Ton filmbeiprogramm. �_ Schöneberg» Titania Schönebg. laupnstraße 49 Sonntags 3. 5. 7. 9 Uhr Tonlustspiel; Der kleine Seitensprung mit Renate Müller, Herrn. Thtmig Ton bei programm M Friedenau W Kronen-Lichtspiele Rheinstr. 65 Wochentags 7, 9 uhr Sonnab., Stg. ab 5 Uhr E. Lubitscll's Tonoperette: Der lächelnde Leutnant mit Maurice Chevalier tn. d Oper. Walzertraum) Beiprogramm ■ st«aiit« j Titania-Palast"Veu Steglitz. SchloBstr. 5. Ecke Gutsmmhsstr Uraufführung! Tonlustspiel: Hine- korn greift ein mit Felix Brefsari, Charloiie Sota, Rata Valefti Tonfilm— Beiprogramm Marlcndorr ¥ z Mariendorfer Wochentg. 1 ia- tal Tonlichtspiclc" Chaussecstr. 305 6'/,, 9 Uhr So. ab 5 U. Tonlustspiel: Die fidele Singerfahri (Kyritz- Pyritr) mit Max Adalbert— Tonbeiprogramm Tempelhof Kurfürst Täglich 5, 7. 9 Uhr Sonnt.3U: Jugd.-V. Dorfstraße 22. Ecke Berliner Straße Tonlustspiel; Der Ball mit Reinhold Schünzel— Tonfilmbeiprogramm Tivoli Berliner Str. 97 Tägl.5, 7,9U. Stgs. 3, 5. 7, 9 Uhr Tonlustspiel: Die schwebende Jungfrau mit SzükcSzakall— Tonbeipr. Mercedes- Palast Hermannstr. 212. Woch. 6�, 9, Stg. ab 3 100 proz. Tonfilm: Jrara um Liebe mit Felix Bressart— Bühjic; Grohe Varieteschan W Zehlendorf'Mitte> 7a1i Beginn täglich r'CA1 5. 7, 9 Uhr Potsdamer Str. 40"Stg. 3 Uhr: fugendv Im Geheimdienst mit Brigitte Helm« Willy Fritsch— Beiprogramm Primus-Palast Am Hermannplatz, Urbanstr. 12/76 Der Slordi•ireikimit Siegfried Arno - Bühne; Varieii— Jugendl Zutritt Wochent. 6.45, 9 U. Sonnt 3, 5. 7, 9 U. Kukuk Kottbusser Damm 92 Diefidclc Sängerfahrt(Kyritz-Pyrifz) mit Max Adalbert— Tonbeiprogr. Süden Th. am Moritzplatz Beg. Wo. 5. 7, 9, Stgs. ab 4J0 Uhr Tonfilm; Im Geheimdien,! mit BH. gifte Helm, Willy Friiwh Ferner: Da« 3-Gro,dienbabarett Luisen-Theater Reichenberger Str. 34 Tonlustspiel: Um eine Nasenlänge mit Siegfr. Arno Grones Beiprogramm Jugendliche Zutritt 1 Stella-Palast Köpenicker Straße 12—14 Wochtgs. ab öVe ü.. Sonntags ab 3 U. Der Monumental-Tonfilm: Meascfaen hinler Giftern mit Hcinridi George Auf der Bühne: Entklassige, Variele Flora-Liditsp. W. 6'/z. 9 U., Stg. ab 4 U. Tonwoche! Um eine Nasenl&nge mit Siegfried Arno. Luclc Englisch.— Beiprogr. ■ o**«"■ Germania-Palast Frankfurter Allee 314 Woch. 6.30, Sonnab. 5, Sonntags 3 Uhr Der Schrecken der Garnison mit Felix Bressart Tonbeiprogramm Böhne: Hugo Fischcr-Köppr, Lilly Mohr, die Berliner Soubrette Jugendliche haben Zutritt! T im 51-1�51 Iii Cht* Woch 5 Uhr Lgunerg M Kosmos-Lichtspiele LückstraBe 70 W. 5, 7. 9 S 3, 5. 7. 9 U Tonlustspiel: Nie wieder Liebe mit Bressart. Lilian Harvey, Liedtke Tonwoche— Bühne; Lnise n. Vleky Werkmeister. Tivoli fr, Berliner Straße 27 bchent. 7, 9 Uhr tonnt 5. 7. 9 Uhr BQhncns-aiim;' Die Schlacht von BadcmQnde mit Max Adalbert— 3, Tonkaoarclt Beiprogramm Filmpalast T egel-�a�T Wochent. 6. Sonnt. 4'/s U. 100 proz. Tonfilm; Um eine Nasenlänge mit Siegfr. Arno 'lonbeipro�ramm— Tonwoche Jugendliche haben Zutritt Nennigsdorr Filmpalast stg. Berliner Straße 59 100 proz. Tonfilm; Trara um Liebe mit Felix Bressart, M. Paudler Tonwodbc— Gr. Beiprogramm 8.30 * U. {Beilage Freitag, 2. Oktober 193! SivÄbimd Sh'JnukQrtße Je* l£iWt£rA Bm Schwurzmge gegen Wilhelm« Co. Hohenlohes„Denkwürdigkeiten de« ReichSknnSlerzeit" Don den vier Friedenskonzlern Wilhelms II.: B i s m a r ck, Caprivi, Hohenlohe und B ü l o w, haben drei Auf- Zeichnungen hinterlassen, deren Gesomteindruck für den„kaiserlichen Herrn" einfach vernichtend ist. Wenn diese wohlunterrichteten Manier am Zeugenstand der Weltgeschichte erscheinen, hat vielleicht die Aussage des Fürsten Chlodwig zu Hohenlohe noch mehr Gewicht als die seines Vorgängers und seines Nachfolgers, denn was jetzt als Nachlese zu den 1996 veröffentlichten beiden Bänden der„Denkwürdigkeiten" unter dem Titel„Denkwürdig- leiten der Reichskanzlerzeit"(herausgegeben von Karl Alexander von Müller, Deutsche Berlagsanslalt, Stuttgart, Berlin 1931) vorliegt, wurde nicht nachträglich zu Papier gebracht, sondern sind Tagebuchnotizen und Briefe aus den Amtsjahren des dritten Kanzlers, dem überdies nicht Groll und Verbitterung wie den beiden anderen die Feder führten: er war kein grimmiger Hasser wie Bismarck, kein übler Giftspritzer wie Bülow, sondern auch in Stunden der Verärgerung ein nüchterne? und überlegener Beobachter. Der in, Jahre 1894 fünfundsiebzigjährig in die Wilhelmffratze einzog, hegte vielleicht noch manchen Ehrgeiz, aber über die kleinen Eitelkeiten des Daseins, wenn er ihnen überhaupt je gcfränt hatte, war er längst hinausgewachsen. Ein Grandseigneur, vornehm bis in die Fingerspitzen, kühl, gelassen, skeptisch, zurückhaltend, in sich verschlossen, stand dieser Süddeutsche innerlich einsam in dem Berliner Trubel. Von einem forschen preußischen Junker hatte er gar nichts an sich. Wenn der leise auftretende Standcsherr, der auch in Augenblicken der Offenherzigkeit seine Gefühle mehr erraten ließ als verriet, in sein verschwiegenes Journal über ein Diner auf dem Jagdschloß Springe notierte:„Der Kaiser war sehr guter Laune, sprach aber etwas viel und unaufhörlich. Dazu Ulanenmusik und die übliche lärmende Unterhaltung der preußischen Militärs", erlaubt dieser Vermerk Rückschlüsse aus den Grad, in dem ihm die Schnarrlautc der ostelbischen Herren- käste aus die Nerven sielen: an Wilhelm II. selber stellte ja Hohenlohes Sohn, Prinz Zllexander,„eine schnarrende, un- angenehme Stimme" fest und„ein Lachen, das etwas Un- sympathisches in seinem Klang hatte". Auch deutet es aus eine liessihende Abneigung gegen den preußischen Grundadel, wenn der Reichskanzler von den„agrarische» Lausbuben" sprach und die„Deutsche Tageszeitung" unter„ähnliches Ge- lichter" einreihte. Die feinste Bosheit aber leistete er sich gegen Miguel, den er als das einschätzte, was er ivar: ein gewissen- loser Streber und gemeiner Intrigant. Wie mußte der ausgekochte Reaktionär, der sich in seiner'iJitgend sozmlistisck)«n Ideen ,nit Hautr und Haar verschrieben hatte, zujammenzuckcn, wenn er in einem höflichen Brief des Fürsten, der ihn bat, das Reichsamt des Innern zu üb er nehm----»den höflichen Satz las: .?en schwebten zeitlebens die gleichen idealen Ziele eines g. �nnen uns sogen, daß wir, wenn nicht alle, so ai/ch in;Iu g« n d t r ä u m e verwirklicht sehen. werden. gs'Mucker war der Kanzler, in dessen Amtszeit mit der tvs'Heinze der Vorstoß der Dunkelmänner gegen die Freiheit .r Kunst fiel, keineswegs; damals schrieb er sich seinen Unmut vom Herzen über ,chen krankhasten Zug unserer Zeit, die Menschen durch Strafgesetze tugendhaft machen zu wollen": Was ist Schamlosigkeit, was verletzt das Schamgefühl? Der Begriff ist juristisch nicht festzustellen. Und darüber soll ein ' Schutzmann urteilen. Uich wegen Verletzung dieses unbestimmten Begriffes soll man auf ein Jahr verurteilt werden... Das ganze Getue über Prostitution ist auf männlicher Seite Schein- Heiligkeit, aus weiblicher Hysterie. Das alles ist heuchlerisches Wesen: und mir ist alle Unzucht lieber als Heuchelei und ochei"1*(jgkeit. Doch ob ch o h e n l o h e sich ein�n„gemäßigten Liberalen" nannte, war er mehr gemäßigt als liberal. Der Superior des Großen Seminars in Straßburg, Dacheux, mit dem er einen vertrauten Briefwechsel in französischer Sprache unterhielt, setzte ihm einmal, im Mai 1897, sehr scharfsichtig auseinander, was in Deutschland vor sich gehe, sei„ein Kamps zwischen dem System Ludwigs XIV. und dem neunzehnten, ich möchte fast sagen dem zwanzigsten Jahrhundert". Aber Hohenlohe, über dessen Jugend noch der Schatten Metternichs fiel, war kein Mann vom Ausgang des neunzehnten, geschweige ein Mann des zwanzig- sten Jahrhunderts. Auch ihm fehlte der seine Nerv für das Wesen der Zeit. Das Volk betrachtete er als politisch gleichgültige Masse, die in der Politik„unmittelbar materiellen Trieben" folge, und über die Sozialdemokratie urteilte er ruhig, sah aber in ihr d e n Feind: Die Sozialdemokratische Partei verliert zwar mit der Zeit 'an der Intensität ihrer phantastischen Ziele, gewinnt ober dafür sortaesctzt an Umfang, je mehr sie sich auf den Boden der realen Tatsachen stellt und zu einer radikalen Arbeiterpartei umaestaltet: sie behält ihren bisherigen Charakter als eine antimonarchische. republikanische Richtung, wird aber durch die Praxis ihrer Politik in dem Maße Wirtschaft-\ lich gefährlicher, als für statt utopische Pläne zu- verfolgen, die unverhältnismäßig wachsenden Forderungen des vierten Standes, das heißt der Arbeiterbevölkerung unterstützt und damit schließlich den gesamten Unternehmergewinn in Frage stellt und jede Unternehmungslust überhaupt lahmlegen kann. Sogar eine gewaltsam« Auseinandersetzung mit der Millionen- pmiei des arbeitenden Volkes lehnte er nicht grundsätzlich ab, nur schienen Zeit und Umstände dazu mehr als ungünstig. Er fühlte sich berufen. Beruhigung zu schassen, nicht Konfliktspolitik zu treiben: was ständig in der Lust lag, eine„Politik der Abenteuer". Gewaltpläne, Staatsstrcichgedanken— davon wollte er nichts wissen, denn er hielt, wenn es so weit käme, die Existenz des Reiches für schwer gefährdet. Leicht gemacht wurde ihm dieser sein eigentlicher Berus wahr- hostig nicht,' denn statt der Stcthcit und Klarheit. Redlichkeit und Reinheit, die noch den schwarzweißroten Märchenerzählern in der Monarchie herrschten, stieß Hohenlohe sofort auf ein Ratten- n c st von Ränken und Intrigen. Verwirrung und Un- sicherheit, wohin er schaute: von den Ministern und Höflingen mißtraute jeder jedem, hetzte der eine den anderen gegen den dritten, bekämpften sich mächtige Cliquen, suchten olle ihren perjöiH- lichen Vorteil, und überall waren einflußreiche Kulissenschieber am Werk. Vor allem zog der Geheimrat vo n Holstein, die„Graue Eminenz", die Fäden, an denen die Puppen tanzten; er führte, als Ratgeber, Zuträger. Einflüsterer und Einpeitscher der im Licht stehenden Staatsmänner bis zum' Reichskanzler hinauf, in seinem dunklen Zimmer im Auswärtigen Amt ein persönliches Reg-ment schlimmster Wirkung. Mehr zu schaffen freilich machte dem Fürsten Hohenlohe der Träger eines anderen persönlichen Regiments, der sich im Vordergrund der Bühne, in vollster Scheinwerferbeleuchtung spreizte: Wilhelm der Nichtschwcigcr mit seiner Unberechenbarkeit, seiner Unbeherrschtheit, seiner Ahnungslosigkeit und allen anderen Untugenden seines sprudelnden Temperaments. Wie er in der auswärtigen Politik jetzt für einen Bund der germanischen Völker, jetzt für einen europäischen Zoll- bund gegen Amerika schwärmte, jetzt die Spanier gegen die auf- ständischen Philippinos zu unterstützen vorschlug, jetzt mit Frank- reich gegen Rußland und jetzt mit Rußland gegen Frankreich gehen wollte, so wechselte er auch sonst kaleidoskophast schnell in sachlichen und persönlichen Fragen seine Meinung; Tirpitz ivar ihm lzeute ein„gewaltiger Mann" und morgen„ein Neurastheniker". Nur wenn er an die Sozialdemokratie dachte, litt er stets unter den gleichen Zwangsvorstellungen; Fürst Philipp Eulen bürg verriet Hohenlohe, ,chas treibende Moment für die Wünsche des Kaisers, der Sozialdemokratie möglichst starte Fesseln anzulegen", sei die Furcht,„es könnte der Kaiserin oder den Kindern ein Un- glück zustoßen: Attentatsgespenster sehend, rechtscrtigte der hoch- gemute Hohenzoller das verächtliche Wort des Junkers v. Kröcher: „Er ist ja feige!" Besonders brachte ihn eine durchaus maßvoll gehaltene historische Kritik des„Vorwärts" an den Leistungen Wilhelms I. in Harnisch; da tobte er gegen die alten Begleiter und Adjutanten seines Großvaters, die„sür die beleidigte Ehr« des alten Kaisers persönlich hätten eintreten müssen": Würden sie Herrn Bebel uird Konsorten in dem Redaktionslokal des„Vorwärts" über den Kopf geschlagen haben, so hätten sie die Stimmung van ganz Berlin sür sich gehabt, und würde das patriotisch erregte Volk durch Zertrümmerung der Druckerei zum ersten Mal« der Sozialdemokratie einen Schrecken beigebracht haben. Statt dessen dachte Wilhelm der Arbeiterpartei diesen Schrecken durch ein Ausnahmegesetz einzujagen: Ich habe die Empfindung, daß durch ein kurzgefaßtes scharfes Vcreinsgefetz:§ 1. Alle sozialdemokratischen Verein« und Versammlungen sind verboten, der Lage am meisten entsprochen ,x»ird... dem. Stichwort..�lür dfls geheiligte Andenken an ' die Person Wllhtlms des Großen" vereinigen wir jetzt in diesem Sommer das Volk hinter uns wie mit einem Zauberwort... Also Losung„für die Beschützung des Andenkens des Großen Kaisers" frisch ans Werk und feste auf die Sozialdemo- kraten losgeschrieben und gedonnert. Auch sonst sah der Kaiser das Leben wie den kitschigsten Oeldruck. Hohenlohe suchte ihm vorsichtig den Gedanken auszureden, alle Soldaten und Beamten 1897 mit einer Erinnerungsmedaille an den hundertsten Geburtstag Wilhelms I., den sogenannten „Z i t r o n e n o r d e n", zu beglücken, da sie dann„auch stoots- feindlichen Individuen, Sozialdemokraten und dergleichen verliehen" werden, ober Wilhelm unbeirrbar:„Der gemeine Soldat, der das Jahr mitgemacht hat und das Bildnis des großen Kaisers auf seiner Brust trägt, wird in demselben bei seineni Ausscheiden einen Talismann gegen unpatriotifchc Verführungen besitzen." Ein geradezu polizeiwidriges Maß von Naivität offenbarte er, wenn er, im November 1899 von einem Londoner Besuch zurückkehrend, seinem Kanzler sreudestrahlend anvertraute, ihm sei„sowohl von feiten des Hofes und der englischen Minister wie der englischen Marineoffiziere versichert worden, daß die in Aussicht genommekle Verstärkung unserer Seemacht in England mit Beifall ausgcnonnnen würde". Nichtachtung aller Wirklichkeiten war eben ein starker Wesens- zug Wilhelms II. Reben seinem ausgedunsenen Ich galt nichts auf der Welt. Nicht nur in der Frage der Flottenvermehrung sah er„ein ganzes Volk von 50 Millionen widerhaariger, nicht in- formierter, übelgelaunter Deutscher" vor oder gegen sich, aus deren Meinung der in ZSahrlzeit gegen jede Kritik Ueberempsindlichc zu pjMen vorgab:„Was das Publikum von mir denkt oder nicht, ist völlig gleichgültig." Ha, nahm er es nicht unter Ilmständen mit ganzen Teilen Deutschlands auf?„Die süddeutschen Staaten", er- klärte er am 7. März 1897 Hohenlohe, genierten ihn nicht. Er habe achtzehn Armeekorps und würde schon mit den Süddeukschen fertig werden." Der Reichstag? Wehe, wenn er nicht kuschte! Die Brüder schickte er mir nichts dir nichts nach Hause, falls sie sich erkühnten, sein Begnadigungsrecht in Duellsachen zu kritisieren, und von der Sozialdemokratie ganz zu schweigen, erschien Ihm auch das Zentrum als„eine vaterlandslose Bande". Nicht anders bestanden vor seinem selbstherrlichen Willen die Minister. Als das preußische 'Staatsministerium aus wirklich guten Gründen zu erkennen gab, es sei eine ersprießliche Zusammenarbeit mit dem Minister des Inneren von K ö l l e r nicht mehr zu erwarten, entließ er auf hartes Drängen Hohenlohes zwar seinen Liebling, den er als Mann des Staatsstreichs in Reserve halten wollte, donnerte aber, daß der vom Kabinett eingeschlagene Weg„nicht der Stellung entspricht, welche in Preußen dem Könige gegenüber seinem Staatsministerium zukommt". Das Stoatsministcrium habe eine- Lage gcschaffen, „wie sie in parlamentarisch regierten Staaten nicht ungewöhnlich sein mag, die aber in Preußen bisher ohne Borgang ist. Es ist aber Mein Wille, die durch Geschichte und Verfassung de- gründeten Rechte und Machtvollkommenheiten M.einer Krone ungeschmälert zu erhalten und dereinst»«gemindert auf meine Nochkommen zu übertragen". Die tagtäglich um den Sprunghaften waren, verhehlten sich denn ihr Urteil über oll diese Wunderlich- leiten unter vier Augen nicht. Eulenburg meinte:„Der Kaiser diskreditiert sich vollständig", und nach einer heftigen Szene mit Wilhelm äußerte der Kriegsminister Bronsart von Schellendorf. „daß es bei S. AI. nicht ganz normal aussehe und daß er große Besorgnisse für die Zukunft hege". Unter sotanen Umständen hatte Hohenlohe alle Hände voll zu tun, um zu zügeln, abzuschwächen, zu beschwichtigen, zu dämpfen, aber es half alles nichts; seufzend setzte er sich mehr als einmal hin, sein Abschiedsgesuch zu Papier zu bringen, da er gewahr wurde, daß ihn der Kaiser, gewillt, sein eigener Reichs- kanzler zu sein, nur als Strohmann benutzte. Immer wieder besann sich der Fürst mit seiner Demission eines Schlechteren, bis der Boxerausstand in China zur Ermordung des Gesandten von Ketteler führte. Darauf: Gerassel mit dem deutschen Schwert, Geschwaderentsendung, Hunnenrcde, Expeditionskorps, Ernennung Waldersees zum„Weltmarschall"— ohne daß der Verantwortliche, der Reichskanzler, gefragt, ohne daß er auch nur unterrichtet wurde. Da. im Oktober 1900, ging der alte Herr wirklich, um dem schon ungeduldig auf den Kanzlcrsessel lauernden Bülow Platz zu machen. Kurz, ehe Hohenlohe im Juli 1901 starb, besuchte ihn Miguel und klagte,„die Unzufriedenheit nähme im Volke zu. Man will kein absolutes Regiment. Er sieht schwarz in die Zukunft. Die Minister, insbesondere das gesamte s Staatsministerium, hört der Kaiser nicht mehr. Wen er am liebsten hört, sind die Professoren der Technischen Hochschule (Slaby und Genossen), die ihm schmeicheln". So ging es denn weiter, und alles kam, wie es kommen mußte: im August 1914 wie im November 1918. Als.im Herbst 1897 im Zusammenhang mit dem Erwerb von Kiautschou Prinz Heinrich mit den Kreuzern„Deutschland" und„Gesion" zu vollkommen ungesährlicher Fahrt nach China ab- dampfte, plusterte sich sein kaiserlicher Bruder auf,„daß das Kaiserhaus auch nicht einen Augenblick zaudert, für die Ehre Deutschlands seine Mitglieder einzusetzen", und als anderthalb Jahre zuvor der italienische König seinem gekrönten Gast aus Berlin klagte, im abejsinischen Feldzug seien zweihundert ihm meist persönlich bekannte Offiziere gebliebe», belehrte ihn Wilhelm II. schneidig, daß dieser Verlust nicht den einer Division in einem scharfen Gefecht übertreffe und „den Soldalenlod zu finden, sei das Las wie die Ehre des Soldaten". Aber als sich im No- oember 1918 die Gelegenheit zu jenem Einsatz und dieser Ehre geradezu aufdrängte, blieb ER, der sich jern Leben lang in den herrlichsten Uniformen hatte photographieren lassen, seiner eigenen Lehre durchaus uneingedenk und beftellle lieber das Auto nach Holland. Hermann Wendel. Haast Vauer: Die eingeworfene Lenfterfcheibe Die Strafrechtspflege kennt den Begriff der Erfolgshaftung,, worunter das Verfahren zu verstehen ist, einen Uebeltäter nach Maß- gäbe des Schadens zu bestrafen, den er angerichtet hat. Man ist in der Jurisprudenz längst abgekommen von dieser Erfolgshaftung. Dem modernen Rechtsempfinden ist es offenkundig, daß es bei der Strafwürdigkeit nicht auf die Tragweite einer Tat, sondern auf die Gesinnung ankommt, die zu ihr führte, daß der etwa fahrlässige oder gar schuldlos«, Vcrursacher eines relativ größeren Unheils gegenüber dem etwa bösartigen und wissentlichen Verursacher eines regativ geringeren Unheils der milder zu Behandelnde wird sein müssen. In der Erziehung gibt es aber noch das Folgende: Kurt und Gustav spielen auf dem Hofe. Jeder von ihn?» hat einen Ball und auf Kommando schleudern sie ihn so weit wie mög- lich von sich fort. Sieger ist, wessen Ball den weitesten Weg zurück- gelegt hat. Wieder einmal ist das Konnnaiido ertönt. Die Bälle sausen durch die Lust--- und plötzlich klirrt es: eine Scheibe ist zer- sprungen. Die Jungen verfärben sich. Alle Spielsreude ist ihnen vergongen. Für den ersten Augenblick hält jeder sich und nicht den andern für den Unglücksschützen, denn beide haben mit aller Kraft in der gleichen Richtung geworfen. Nach einer Weile machen sie sich ans Suchen. Kurt findet seinen Ball in einer Nische. Jubel in seinem Herzen. Er ist es nicht gewesen— er gewiß nicht! Gustavs Mutter hat das Klirren gehört. Sie schaut aus dem Fenster. Kurt klärt sie, mit dem ruhigen Selbstbewußtsein dessen, der nicht schuldig geworden ist und dem man nichts anhaben kann, über den Borsall aus. Gustav wagt schüchtern zu ergänzen, daß er den Schaden zwar nicht ableugnen könne, daß die Zertrümme- rung der Scheibe aber nicht auf seinen bösen Willen zurückzu- führen sei. Gustav wird nach oben befohlen. Die Mutter hält ihm seine Schlechtigkeit noch einmal in beredten Worten vor und verweist auf das Beispiel anderer Kinder. Kurt etwa sei ein viel braverer Knabe als er: er hätte doch nun genau so wie er, der Gustav, mit dem Ball gespielt, aber ihm, dem KRrt, sei es selbstverständlich nicht passiert, daß er ein« Scheibe eingeworfen habe. Gustav sagt betreten, daß das der reine Zufall wäre. Kürt hätte nur mehr Glück gehabt. Eine Ohrfeige beschließt die Diskussion. Eine halbe Stunde später wird Frau Tischner, das Opfer des Gustavschen Unglückswurfes, bei Gustavs Mutter vorstellig und bringt die Hiobsbotschast, daß der Ball nicht nur die Scheibe durch- schlagen, sondern auch eine wertvolle Vase umgerissen habe, die aus dem Fensterbrett stand. Für beides müsse sie Ersatz fordern. „So." sagt Gustavs Mutter,„nicht genug mit der Scheibe: auch die Vase hast du noch zerschlagen!" Eine weitere Ohrfeige bildet die Sühne für das neue Malheur. Drei Tage später, zu einem Zeitpunkt, in dem Gustav die An- gelegenheit endgültig sür erledigt hielt, bekommen seine Eltern von Tischncrs die Rechnung vorgelegt. Sie lautet, nicht, wie sie vermute- ten, aus 5 bis 6 Mark, sondern aus 12,50 Mark Grund genug, daß Gustavs Vater sich seinen Jungen abermals vonimmt und ihn die neue Enttäuschung, die er ihm bereitet hat, kräftig entgelten läßt. Gustav denkt im geheimen: aber das Vergnügen, auch noch den Spiegel bei Tischners zu zerschmeißen, das habe ich euch rtün doch nicht gemacht! Im übrigen hat er über Strase und Vergeltung seine eigenen, wenn auch noch unausgegorencn Gedanken. Arbeiler-Rasenspiele kuhda!!, Handball, Hockey am Sonntag m kommenden Sonntag Nehmen die Serienspiclc der u ß b o l l e r nach der Unterbrechung durch das Städtespiel gegen Lettin ihren Fortgang. Die Preisklasse hat durch die HlnzuNohme Dcktows eine erhebliche Verstärkung erfahren. In Luckenwalde finden drei Spiele der Äreisklasse statt. Die S. Abteilung der Lvckenoxilder Turncrschast erwartet Eintrocht-Reinickendorf. Die 2. Abteilung spielt gegen Eiche-Köpenick und Hertha gegen Weißen- sce. Alle drei Spiele sind eine offene Sache. Ponkow-Niedcrschön- hausen spielt in Pankow, Kissingcnstraße gegen Spandau 25. In Spandau erwartet Butab Luckenwalde III. Adler 08 fährt nach Trebbin, während Minerva 28 in Teltow gegen den Kreisklasfew neuling antritt. A> e i t c r e Epiclei Briti 58 gegen Hcrzfcldr; Südost gegen Lichtenberg Bezirk! Südost II gegen Lichtenberg II: Minerva Bezirk gegen Baum, schuleniveg: Saxonia gegen Hansa 31; Vorworts gegen Zchdenick; Wansdorf gegen Blankenburg! Freie Scholle gegen Weißensee Bezirk; Eintracht Bezirk ger-en Adler 08 Bezirk! stiowawc« gegen Clodow; Batbenow.Süd gegen Bran» deilbnrgi Kebin gegen Eintracht-Spandau: Brieselang gegen Freiheit; Slaale» gegen Butab Bezirk; Elstal gegen Eharlottenburg! Siewitz gegen Spandau Bezirk; Wilmersdorf gegen Friedenau; Ruhlsdorf gegen Dahme.— 2. Mann. schölten- Brih 88 gegen Hcrzsclde; Hansa gegen Saxonia; Pankow Z gegen Frei« Scholle; Luchen gegen Pankow 2; Blankenburg gegen Mildcnbcrg: llcmplin gegen Zehdcnist; Ziowawes gegen Eladow; Süd gegen Brandenburg, ftefcin gegen Eintracht; Wilmersdorf gegen Friedenau; Echiincberg gegen Teltow 3; Schöneberg 3 gegen ASV. llleukolln.— Iugendmannfchaftcn: Nor» mannia gegen ASB. Neurblln; Staaken gegen Lichtenberg I; Nowawcs 2 gegen Minerva; Wilmersdorf gegen Brandenburg; Nowawcs 1 gegen Vorwärts; Bohnsdorf gegen Eintracht, Reinickendorf; Drewih gegen Brandenburg 2.— Schüler: Caputh gegen Eiche; Nowawcs gegen Drewitz. Beginn der Spiele: Erste Männermannschaften lä.Zll Uhr, zweite Männermannschaften IZ.tZ Uhr, dugendmannschasten tv Uhr. Handball JlDwarocs und Osten flehen sich am Sonnwif um 16.50 Uhr in Nowciwes zu Seiienspielen gegenüber. Hennigsdorf spielt am Ort um 16 Uhr gegen Volkssport Wedding 1. Nordost und WeDding Z treffen sich um 16 Uhr auf dem Pietz an der Schönhauser Alle.'. Velten muß um 10 Uhr in Köpenick, Wendenschloßstraße(Vereins- plntz), gegen Köpenick antreten. In der Abteilung 8 spielen Mahls- dorf gegen Wedding 2 um 16 llhr in Mahlsdorf, Hönower St; atze, und Oberspree gegen Nordring um 1514 Uhr in der Wuhlheide. Alz die vorauesichtöchen Sieger sind Osten, Wedding 1, Wedding 2, Nordost, Köpenick und Nordring anzusprechen.— In den anderen SUalskN spielen: Frauen: Osten gegen Nowawes, 14 Uhr;.�aulsdorf gegen Mastlsdorf, In. 10 Uhr; Bohnsdorf gegen Köpenick, l?) Ustr; Adlershof gegen Lichtenberg. 1 t ia"i; c.... f."e /T � m n.. ciü � 1 i» 3 r t. V. ding 2 gegen Nordring; Henntgsaait gegen Norboft. I» llbr; Velten gegen Reinickenoorf-West, l3 Uhr; Schäncberg gegen Volkssport Reukölln, 11 Übt; PIlmersdors gegen Süden, KUo Uhr.— Männer, 2. Klasse! Adler-hos gegen Fürftenwalde, lä Uhr; Kaulsdorf gegen Köpenick 2, 18 Uhr; Vaumfchulcn. weg gegen Erkner, O.«.? Uhr; Wildau gegen Bohnsdorf, 11 Uhr; ASE, gegen Stralau. 11 Uhr; Osten 2 gegen Zichtenau, 13,10 Uhr; Futzdallklud Oderiprre gegen Ossriug, 10. eä Uhr; Strausberg gegen Mahlsborf 2, Ib.lO Uhr; Rehfelde gegen Kalkberge, üf Uhr; Tegel gegen Remickendorf-West, lä.10 Uhr; Rofenthal gegen Nordring 2, 10.30 Uhr; Volkssport Wedding< gegen ASV. Wedding t, 0 Uhr; Norden 1 gegen Moabit, 11 Uhr; Nowawcs 2 gegen Epandail I. 13.50 Uhr; Bornstedt gegen Rathenow, 18.10 Uhr; Wilmersdorf gegen Reu» kdlln 2, II Uhr; Sperenberg gegen schöneberg 2, 15 Uhr; Friedenau gegen Lankwitz, 15.10 Uhr; Fichte gegen Teltow, 18 Uhr. 3. Klasse: Wilhelmshaqcn gegen Freie Kanu. Union, lö llhr; Volkssport Wedding-Turner gegen ASV. Äed. ding 2, 10.15 Uhr; Net. Weih gegen Reinickendorf.Best 2, 0.15 Uhr; Bötzow gegen Grün, Weiss, II Uhr: Schönwalde gegen Eportllub 30, II Uhr: Nowawes 3 gegen Potsdam 1, 11.30 Uhr; Bornstedt 2 gegen Falkensee I, 15 Uhr; Sieinens» f-adt 1 gegen Spandau 2, 10 Uhr; Fichte 2 gcqen Sputcndorf, 14.50 Uhr.— Eefellschaftsspielc, Männer; A2E. 2 gegen Neptun, 9 Uhr: Rot-Weiss gegen Südost, II Uhr: Norden 3 gegen Milte, 13.10 Uhr; Buch gegen Rot, Weiss 2, 15 Uhr- Ehaelottenburg-Schwimmer gegen Schwimm. l>nion, 10 Uhr, — Frauen: Südost gegen Lankwitz, 9 Ubr; Norden 1 gegen SAB. Wedding, 18 Uhr; Tegel gegen Echwimm.Union, 0 Uhr, Hockey Am kommenden Sonntag finden folgende Begegnungen statt: Auf dem Platz Ost in der Laskerstrahc treffen sich um 8 Uhr die Frauenmannschaften von Tennis-Rot II und Volkssport-Neukölln, um 10,30 Uhr die Frauen von Tennis-Rot I und BfL.-Ostring. Von den Männern spielen um S Uhr Tennis-Rot I und Volkssport- Reukölln-Britz. Die Neuköllner sind schon sehr gut im Zug und die Tennisspieler müssen eine große Leistung vollbringen, wenn sie siegen wollen. Um 11,30 Uhr spielen Tennis-Rot II und Arbeiter- Sportverein Rot-Weiß II. Die Gäste sind als stärker anzusprechen. Im Lichtenberger Stadion hat BfL.-Ostring II die Frei« Turner- schaft Groß-Berlin-Tempelhof I als Spiclpartner. Das Spiel dürste das interessanteste des Tages sein. Beginn 13 HO Uhr. Vorher um 12 Uhr Spiel der unteren Mannschaften BfL.-Ostring III— Freie Turnerschast Groß-Berlin-Tempelhof II. im Kraftsport Ein Kapitel„Gewichtheben*' Lange war das Gewichtheben eine vernachlässigt« Sport- art. In der letzten Zeit hat jedoch dieser Sportzweig eine sehr gründ- liche Umwandlung erfahren; man stemmt nicht mehr mit der rohen Kraft, sondern eine gut durchdachte Technik ermöglicht es, daß heute erheblich höhere Leistungen erzielt werden als früher. Die herkulisch gebauten Athleten der Vorkriegszeit mit ihren gewaltigen Muskel- massen und ihren Schmerbäuchen sind verschwunden, sie haben den schlanken und sehnigen Hebern der Neuzeit Platz gemacht. In der bürgerlichen Sportbewegung herrscht die Kanonen- züchterei vor, denn man unterläßt es da, diesen Sportzweig auf eine breit« Basis zu stellen und so die Sportjugend zu gewinnen. Bei den Arbeiterathleten werden die Trainings- und Wcttkämpfe stets im Vierkampf ausgetragen, der Mannschaftsgeist herrscht also vor. Genau wie beim Ring- und Boxsport sind die Kämpfer nach ihrem Gewicht in Klassen eingeteilt. Aber nicht die Rekordsuchr treibt den Arbeiter-Athleten an die Scheibenstange— das überlassen sie den bürgerlichen Sportlern—, sondern der Wille zur Körperortüchtigung und zum Kollektiosport. Dem Arb«iter-2lthlet»n ermöglicht sein stetes Informbleiben mst Leichtigkeit, Rekorde aulziistellen und alte zu überbieten. Erst auf der Olympiade in Wien haben die Kraft- fportler wieder Wertvolles hervorgebracht und enorme Leistungen geboten, die an die Rekorde der Bürgerlichen heranreichen, wenn sie nicht gar überboten wurden. Seit seinem Bestehen hat der A r b c i t e r-'A t h l c t e n- Bund das Gewichtheben in seinen llebungsplan aufgenommen und am nachhaltigsten gefördert. Das wenige, was die Kanonen im bürgerlichen Lager leisten, reicht in seiner Gesamtheit bei weitem nicht an das heran, was hier die Arbeüersportbewegung aus seiner viel weiteren Grundlage im Volkssport leistet. Nicht die Rekord- züchterei, sondern die Pflege des Massensports gilt als die größte Ausgabe der Bewegung, und so ist auch das Gewichtheben hier in sicherster Obhut. Ein Teil dcr Jugend zieht die Sportdisziplinen vor, bei denen es leichte und schnelle Siege zu erringen gibt. Anders bei den Gewichchebern: nur«in zähes und fleißiges Training laßt den Heber auf der Höhe seines Könnens bleiben. �iwin» bei Licht besehen Was Berliner Trabrennbahnen längst haben, hat nun auch der Sportklub Eharlottenburg aus seinem Platz in Eichkamp eingeführt: Er hat eine künstliche Beleuchtung der Bahn gesthafsen, die es ermöglichle, gestern zum ersten Male ein Abend- s p o r t f e st abzuhalten. Als Kassenmagnet war wieber N u r m i engagiert, der denn auch über 6000 Zuschauer angelockt hatte. Im 500 0-Mcter-Lauf gab es den erwarteten Rekard des Turncrmeistcrs S y r i n g- Wittenderg, der im Schatten Rurmt» den bisherigen deutschen Rekord, der aus 1.5:00 stand, auf 1-849,5 verbesserte. Bei dcr 2000-Metcr-Marke übernahm Nurmi das Kom- mando, auf den nächsten Plätzen lagen Schaumburg und Syring. Auch beim 3. Kilometer führte Nurmi noch, dann lösten ihn die beiden Deutschen ab. Zwei Runden vor Schluß war die Reihsn- solge Schaumburg, Nurmi, Syring. Kurz vor Beginn der letzten Runde setzte der Finne zu seinem bekannten großartigen Endspurt an, und niemand vermochte seinem Tempo zu folgen. Nurmi gewann leicht in 14:47,6 mit etwa 15 Meter vor Syring. Wettere 30 Meter zurück belegt« Schaumburg-Münster den dritten Platz. Der ange- meMcte Rekordversuch von Körnig über 300 Meter mißlang; der Charlottenburger blieb mst 35,2 Sekunden um genau eine Sekunde hinter dem Houbenschcm Rekord zurück. Arbeiierscfaach Mit dem Oktober beginnt in der Freien Arbester-Schach. Vereinigung Groß-Bcrlin das Spiel- und Kampfjahr 1931/32. Jung«, ausstrebcnde Kräfte haben sich in den Sommermonaten eut- wickelt und sollen jetzt im Mannschaft?- und Metsterturnier ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. An den Mannschaftswettkänipfen nehitz.en 21 Mannschaften— 10 in der A- und 11 in der B-Gruppe— teil. Durch den Uebertritt der Abteilung Charlotten- bürg zum Bund, ist mit harten und interessanten Kämpfen gerade mit dieser Mannschaft zu rechnen. Das Meifterturnier, dos Montag, 5. Oktober, 20 Uhr. in Ewalds Aereinshaus, Skalitzcr Straße 120, beginnt, ist gleichfalls sehr stark besetzt. Gäste zu allen Turnieren herzlich willkommen. Crnstav Dietrich 80 Jahre Ein Arbciter-Samaritcr-Vcteran Von der Kolonne Berlin des Arbeiter-Samariter- Bundes wird uns geschrieben:. Am 2. Oktober feiert Gustav Dietrich, der zu den Gründern der Arbeiter-Sa,mariter-B«wegung gehört, seinen 8 0. G e b u r t s t a g. Als sich Ausgang der achtziger Jahre einige Bauhandwerker zusammentaten, um eine Möglichkeit zu schassen, verunglückten Kameraden sofort die erst« Hilse angedeihen lassen zu können, war Gustav Dietrich der erste, der diesen Gedanken aufgriff. Es bedeutete etwas, damals eine solche Bewegung, die noch dazu den Namen„Arbeiter" trug, zu gründen; aber trotz aller eochwierigkeiten, die von allen möglichen Behörden, nicht zuletzt vom Roten Kreu.; gemacht wurden, gedieh die neu gegründete Vereini- gunq aufs beste. Immer wieder war es Dietrich, der nicht eher ruht«, bis es im Jahre 1890 gelang, die überall gegründeten Samariterkolonnen zum Arbeitcr-Somatiter-Bund zusammenzufügen, Dem heutigen alten Kämpen wurde damals das Amt des ersten Vorsitzenden übertragen und bis 1919, über die schwere Kriegszeit hinweg, hat er seine ganze Kraft als Darsitzender zur Verfügung gestellt. Wenn jetzt der Arbeiter- Samariter-Bund und im besan- deren die Kolonne Berlin sich allgemeine Achtung in dcr Arbeiter- Ich ast, aber auch im öffentlichen Leben schlechthin, erworben haben, so ist das nicht zuletzt das Verdienst von Gustav Dietrich. Roch heute ist er unermüdlich tötig und unterstützt die heutige Samariter- Generation mit Rat und Tat. Dem Glückwunsch der Arbeiter-Samariter an Gustav Dietrich schließen auch wir uns an. Kehraus aut der Olympia Für den„Kehraus" auf der Olympiabahn am Sanntag haben die Veranstalter ein Revanchc-Dreiertreffen Krewer- Sawall-Möller als Hauptwcttbewerb vargefehen. Die Fahrer be- streiten drei Laufe über je 20 Kilometer; jeder Steher startet einmal von der Spitze. Anreger dieses Drciertreffens ist der Kölner Kre- wer, der auf diese Art sein großes Können unter Beweis stellen will. Für die Rahmcnkämpfe, die von sechs Dauerfahrern der L-Klaffc bestritten werden, find Piano-Itatien, Corpus-Stettin, Powlack-Foift. Fritz Bauer-Berlin, Lohoff-Breslau und Jürgens- Braunschweig verpflichtet. Diese sechs Dauerfahrer bestreiten den in zw«! IZ-Kilometer-Laufen zum Austrag gelangenden Abschieb spre??. Den Abschluß des Programms bildet ein zum erstenmal in Ber/in zur Vorführung kommendes Dreier-Mannschofisfahren hinter Motoren.__ „Rund um Berlin" Die Orlen tierungs- und Zuverlössigkeits- fahrt der Ortsgruppe Berlin des republikanischen Deutschen R e i ch s- A u t o- C I u b s am Sonntag, 4, Oktober, bat durch die Art ihrer Zlusfchreibung in sportlichen Kreisen lebhaften Anklang gesunden. Es ist mit einer sehr starken Beteiligung zu rechnen. so daß diese Veranstaltung sich würdig den ähnlichen Veranstaltungen des DRAE anreihen wird. Wie wir von der Sportleitung hören. liegen bereits zahlreiche Nennungen von Mitgliedern fast oller führenden Motorsport treibenden Vereinigungen und Klubs, sowie von Fobrik-Teams vor. Meldungen können noch bis Freitag, 2. Oktober. 22 Uhr, bei der Geschöstsstelle des DRAE., Hardenberg. straßc 18(Telephon: C 1 Steinplatz 8066), erfolgen. Arbcifcr-SchwimmvercincI Die Krcisspartenleitung der Arbeiterschwimmcr' teilt mit: Mitglieder der kommunistischen Sport- und Schwimmvereme versuchen unsere Bundesgenossen nnd vereine zu gemeinsamen Vrotest- und Resolntionsaktionen gegen die Erhöhung der Söder» und Turnhallenpreise usw. zu gewinnen. Wir ersuchen, diese An» bicderungsversuche, die nur den Zweck haben, gegen die Organisation zu Helzen und Uneinigkeit in die bundestreuen vereine zu tragen, ganz entschieden abzulehnen. Unsere Proteste und ver» Handlungen bei den maßgebenden Behörden werden längst durch das Kartell für Arbeitersport uad Körperpflege E. v., Groß-Lerlm. geführt. Laßt euch nicht von den kommunistischen Draht, lehern miß» brauchen. Di« S p a r t c n l e i t u n g. Großer preis von Karlshorst. Eins der bedeutendsten Ereig- nisie des deutschen Hindemissports kommt Sonnabend, 3. Oktober, in dem Großen Preis von Karlshorst zur Entscheidung. Die Rennen beginnen um H'A Uhr.____ FTGB., Tennis Rculätln. Heut«. 20 Wir. Mitsliedern-rlammlun», Herr. fuetiiftr. 7.-«annbeiitl. Öonntail, 1. Oltäbee. btWilvjcn Oif)<>"« MUgNed� on der Sä»gftr,ckenrrz-tta.— z»eUän>«rdUt»r.»«z�l. D>e Saitgijmnsftif adende beginnen M-ntog, 5. Oktober, 20 Uhr, Turnhqllt Neukölln. Manen» '�»Set�Heuie.� Freitag, 20 Uhr, bei Lehnigk, Muhlenssräße, Stner-l-ers-imu. ' U r' � o«C| ft«tue»el a„»ie Rxt-elre-nbe', Zenteale Oie«. F»«it«a. 2. Oktober. 29 Uhr. Abt. Eharlottenburg! Spreestr. 30: Geschäslliches, Singsang,— Falt» bcotobteilung: llohanniostr. 15.— Abt. Britz: Ehausseestr. 18; Buntes Allerlei. — Iugendgruppe Humboldthaln: Pank. Ecke Wtese»,trasse; Vortrag.— Abt. Treptow: Elsenstr. 3; Literarischer Abend.— Abt. Lichtenrade; Ii» Uhr bei Dehlam. Bahnhof. Ecke Goltzsirasse.- Abt. Binetaplatz; Lvrtzmg. Ecke Graun» strasse; Literarischer Abenb.- Abt. Südost: Wrangelltr, 1A: Literarischrs saus Tucholskys„Mann mit den 5 PS".- Abt, Schönhauser Vorstadt; Rastenbueei;r Strasse 10;„Resormkost".- Photo Osten;.rrankrurtcr Allee 30,.-«Hot» Neukölln; Leraste. 29.— Montag, 5. OUebee. 2u Uhr. Photvgemennöialt: Sohannisslr. 15.— Malgemeinschaft; Wrangelstr. 128.— Fahrten Sonntag. 4. Oitobee. Di- Oktoberwandcrung der FüHrersektio» führt zum Selchow« Secgraben. Treffpunkt 8 Uhr Endhaltestelle der Linie 17 in Rudow. Besicht,. guna der Berieselungsanlagen in Dassmannsdorf, von hier zum Selchow« Graben. Vogel- und Wildgebiet......„..„. T-unis.Rot»eoss-Beelin. e. B. chmkeyadteilung! Sonnabend, 3. Oktober, Sock-ntraining Sportplatz Ost, Laskerstrassc. Sonntag 8 Uhr auf dem gleiche» Platz Gesellschaftsspiele.,..„ Freit»anu-Union Geoss-Berli», e. V, R-gattnfunItwnäee feeffeu sich am Sonntag Tn Uhr im Reichsbanner. Bootshaus, A-gattamannschaften 8 Uhr im Rcichsbaner, und Borwärts-Boolshaus.— Abt. Havel: Die Milglieder trefsc» sich um 818 Uhr Vhf. Baumschulenweg. � Feeie Wassersahree„Auswörts", e. B. Sonntag, 1. Oltober, Beleiliaung am Dauerrudcrn nitd.paddeln der Sparte. Teeffpunkt Bootshaus Borwärts. Sonntag, II, Oktober, Abpaddeln nach Bürqerablage. Start 9 Uhr, Rabsahrer,„Solidarität-. Touren für Sonntag, 4. Oktober, l,_ Aber: Spandau— Paussn. Start 12 Uhr.Oroll, Biilowitr. 55.— 2. Abt., Äroftiabm: Buckow iRörlische Schweiz), Statt 7 Wr; Radlahr«: Blumenthal, Start 8 Uhr; 13 Wr Hahensli-ss, alle Rohde, Dieüenbachstr, 38.— 3. Abt.: Blumenthal, Start 8 Uhr;>3 Uhr Mahlsdorf.Süd, beide Mariaunenplatz,— 8, Abt.; Sophien. ssödt, Start 8 Uhr Zell. Kopenhagen« Str, 17.- 0. Abt,; Radtour. Ziel am Start um 7 Wr Schreiber, Tristltr. 83.— Fricdrichohain igemilchtel. Radfahrer: Blumenthal, Stan 7 Uhr; Kraitsahrer; 3>-l am Start um 7 Wr; Sugend: Blumenthal. Start 7 Uhr, all- Peteroburg« Platz.— Lichtenberg; Vlumcntbal. Start 8 Uhr Senkel, Oderstr, 18.— Weissensce: Rundsahrt Buch, Start 13 Uhr Antonplatz.- Reulälln; Vötzsee— Strausberg, Start 8 Uhr Hohenzollernplatz.— Treptow-Baumschulenweg; Flnkenlrug, Start 8 Uhr Bhf. Baumschulenweg, Oherschäneweide; Schöneiche, Start i3 Uhr Wtlhelminenhasstr, 81.— Eharlottenburg; Schnitzelfahrt Steinerne Bruck«, Start 9 Uhr Reimer, Wliiner». dorscr Str. 21.— Rennfahrer Berlin.Mitte; Strassenrennen Falkensee. Briese. lang, Start 8 Uhr am ssnie,— Sitzuage»: Saalmannschasten; Montag, 5. Okto- b«, 20 Uhr, Sitzuiia bei Lahann, Bruderstr. 18—18. Programmaufstellung zum Stiftungsfest.- Abteilunassttznugea: Die Abteilungksitzungen beginnen olle um 20 Uhr, 2. Abt.: 7. Oktober, Lock, Schönleinftr, 8.— 3, Abt.; 7. Ottoder. Forller Vereinshau». Förster Str. 0.— 0, Abt.; 7. Oktober, Schreib«. Trift» brasse 83,— Lichtenberg: 5. Ottober, Henkel, Oderstr, 18,— Moabit: 8, Oktober. Schmidt, Wiclcfstr.>7.— Wilmersdorf; 7, Oktober, Lau, Hildegardstr. 11,— Schöneberg; 7. Oktober, Ebert, Ebersftr. 18.— Steglitz. Lichtcrfelde: 7. Oktober, Schulz. Birkbufchftr. 00,— Zleinickendork, 7. Ottober, Neumann. Proolnzftr, 108, — Oberschönewcide; 9, Oktober, Emmerich, Wilhclmincnhosstr. 81.— Treptow- Baumschulenweg; 8. Oktober� Maeicntol, Baumschulcnstr, 81.— Mohlsdorf: 8, Oltob«, Anders, Bahnhokstr, 37.— Die Abteilung Schöneberg leiert am 3. Oktober ihr 33. Stiftungsfest in den Gefamträumen d« Eolibri.Festsaie, Bcrlin-Schoncbera. Alle Sportfreunde werden freundlichst cingeladcn. Feeie Tuenerschoft Grass. Beeli». Be'irl Rordring. Narben III nn» Roebost. Bus Sinbrdung des Schwimmoerein» Freiheit können die Schwimmadende»i dcr Oderderger Strasse mitbenutzt werden. Montags 20?, Uhr und Donners- tag» 19 Ubr. Bundesbbcher mitbringen. Freie Ruderer und K-aufahr«, 1.»reis. Technikersitzung Montag, ü. Otto. bcr, 28 Uhr, Eeschäftsflclle. Idealer StaaisoDer Unter den Linden. Freitag, den 2. Oktober 19',i Ubr Ende 22'/» Ulli. Oberen Slaatlidiaiistielhaus üeniliniieDnaikl. Anfang 20 Ubr Agamemnon Sdiiller-Iheater ClaOettiibvr]. Anfang 20 libi Die Hetral I Sioltc, Fabrtkaöfälle iflr Leib- und BcflwSsdic n iiNUrwataiiM lllgcn PrtUtni Verkaurczeit S— 3 Uhr. Sonnabends c— 3 Uhr...... Kleidar und Seldenztoffe aller Art Mechanische Feinweberei Adlershof A.-G. •'/.uhrCASlNO-THEATERo/tUh. Lothringer Strafte 37, iiiiMiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiitmiMinmiiiMiiiniimiiiiiiiiiiiiiiimiiiii Neui Sie lachen Tranen Nou! über die tolle Posse Oodo, das öffentliche Aerqernis Dazu das neue bunte Progr.l Gutschein 1-4 Personen. 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Sautig Richard Tauber in„nan Laud dett LAcbcIna-' Sonntag 1 Uhr yjttoriaiisiilihr Hösar Theater am Ni!itendortplat2 Täglich S'.s Uhr SoBOtig nadim. 1 Uhr Max Adalbert in; Der beschleunigte Personenzug Stsniaii Uli. hiC» Preis« von 0 25 M. an lind itt Dein Urlaub nodi fo klein, Im Call Sdidncbcrd muftl Du dewefen fein 1 Inhaber: Wolfgang Grunge, Haupt! tratze 23/24 Lichterfelder Festsäle ZdelendeerCer SircBOct» OeHonona Odtfo Sdillling Telephon: Llchierfclde Q 3 Iii* Feslsäle für 1508 PersoDes m\ eiBgeriditrtUQ (Ol Verau- staltuugea jedir tri/ Hodizsitssäle/ keinnionier for 28 bis 300 Persouen Win*ar- Mantel IQ ar lasche Form, reine Wolle Iws- Frauen-Mantel OQ gröBte Welten«» 8»— CO. toden• Hantal IT It in allen Weiten 88— 88.— I»» MaBanfertigung beaonders