Morgenausgabe 3lr. 491 A 250 4S.Ierr SUaggc» darf die sozialdemokratischen Arbeiter „marxistischen Mob" schimpfen, aber die sozialdemokratische Presse soll von ihm nur per Exzellenz reden dürfen! � Daß die Goebbels und Klagges am„Vorwärts" gerne ihr Mütchen kühlen möchten, verstehen wir. Sie werden aber ihr Gelüste zügeln müssen, solange nicht aus Deutschland ein Groß- Braunschweig geworden ist. SA.»riegelt ab". 'Noch dem unverdächtigen Zeugnis des„Angriff" ereignet« sich am Sonntag in Vraunschweig nach einem Zusammenstoß zwischen Nazi und Kommunisten solgendes: Die S?l. riegelte daraufhin den Straßenzug, m dem sich der Ukbcrfoll abgespielt hatte, noch beiden Seiten ob, und die AUen- laier konnten dann eben in dem Augenblick, als sie feig« in einem düstere» Lzinterhof verschwinden wollten, gefaßt und in die Hänhe der Polizei gegeben werden.. 1 • Als jüngst in Berlin bei einer Sportpalastversammlung das Neichsbomner vor dem Lokal m einwand freister Art Ordnsrdienste nerrichjete. schri, die Nechtspress». das Reichsbanner habe sich Polizeigewalt angemaßt. Wenn in Braunschweig die Bürgerkriegs- Horden Hitlers ganz« StraßonzÜge absperren, findet sie da» voll- ständig in der Ordnung. Goebbels findet milde Richter. Strafkammer befreit ihn vom Gefängnis. Di- Große Strafkammer de» Landgerichts III unter Vorfitz von Landgericht»direkior Ohnesorgc verkündete gestern abend in dem Masse nbeleidigungzprozeß gegen den nationalsozia- listischen Reichstagsabgeordncten Dr. Goebbels das Urteil. Goebbels mar in erster Instanz wegen Beleidigung in sechs Fällen zu 1 Monat Gefängnis und ISOOMark Geldstrafe verurteilt worden. In der Berufungsinstanz hatte der Staatsanwalt sechs Monate Gefängnis neben Geldstrafe beantragt. Die Strafkammer kam als Berufungsinstanz zu der Entscheidung, daß Dr. Goebbels wegen Beleidigung des Polizeipräsidenten Grzesinski. ferner im Beleidigungsfall des Polizeipräsidenten Dr. Weiß, des Palizeiobcrst Heimannsberg und des Kriminalkommissars Busdorf zu je Ml Mark, also insgesamt zu nur 1200 Geldstrafe(!) oder 60 Tagen Gefängnis verurteilt werde. In den übrigen Fällen wurde der 2lngeklagte frelgesprochen. „Freundschaft!" • KPO. sprengt GAP.-Versammlung. Gestern veranstaltete die Berliner Gruppe der SAP. in Aliems Fcstsälen ihre erste öffentliche Versammlung mit Soydewitz als Refe- rcntcn. Die Versammlung endete um halb elf Uhr mit einer blutige» Saalschlacht. Mit Stuhlbsinen, Schlagring- n und Bier- scideln schlugen die Kommunisten ohne ersichtlichen Grund auf die meist jugendlichen Seydcwitz-Anhänger ein, die sich der kommu- nistischen Uebcrmacht kaum erwehren konnten. Obwohl schon num 6 Uhr in Kliems Fcstsälen eine Funktionärversammlung der Seydcwitz-Gruppe tagte, um den Saal für alle Eventualitäten zu besetzen, war um 7 Uhr. dem Beginn der Saal- Öffnung, im Nu der weite Raum mit Hunderten van Kommunisten besetzt. Es gelang Seydewitz schon in scinenm Referat sehr schwer, sich gegen die koinmuniftischc» Zwischcnruser durchzusetzen. Am be- drohlichsten wurde die Situation, als Theodor Liebknecht eine kurze Sympothie-Erklärung seiner Gruppe für die SAP. abgab. Liebknecht mußte abtreten. Nach' ihm sprach die von der Sozial- demokratie zur KPD. übergetretene Frau Torhorst. Ihre Schluß- sätze waren das Signal für die Kommunisten, von den Stühlen zu springen, Rotfront" Zu rufen und anschließend alle Strophen der„Internationale" abzusingen. Auf die weiter andauernden „Rotsront�-Rufe antworteten die Jugendlichen mit dem alten Ruf der SAJ.:„Freundschaft!" Es war ein erschütternder Anblick, wie aus diese Freundschaftsruse hin die Kommunisten die Stühle er- hoben und auf die SAP.-Jugend einschlugen. Die jungen Arbeiter, die blutend und ohnmächtig zum Sanitatsraum gebracht wurden, konnten gestern abend nicht mehr über den Satz nachdenken, den Seydewitz eine Stunde vor dem blutigen Zusammenstoß geprägt hatte:„Lieber tausendmal mit den Kommunisten. als«nmai mit Groencr!" Die Polizei mußte schließlich die Bersammlung auflösen und den Saal mit Gewalt räumen. Die Arbeitslosigkeit in Berlin. Die halbe Million in der ersten Okioberhälfte überschritten. Zm candcsarbeilsamt Brandenburg ist vom 1. bis 15. Oktober die in der zweiten Seplemberhalft« verzeichnete Cr- leichtervog des Arbeitsmarktes wieder geschwunden, uvd die Arbeit»- losigkeit hat von neuem zugenommen. Die Zahl der Arbeit- suchenden stieg um 24 51? auf S44 7S0. Davon kamen allein aus Berlin 502 Z97 Arbeitslose. Weitaus am stärksten war die Zunahme der Arbeitslosigkeit in Berlin selbst. Sie betrug 22 457 Personen gegenüber nur 24« Personen in der Provinz. Zu der Grenzmark Posen-westpreuhen lag noch«ine sehr gering- fügige Besserung vor. die ober sicher mit den Erntearbeiten zu- sammeuhängt und an der ernsten Verschlechterung des Arbeits- Marktes nicht» ändert. Trotz der Zunahme der Arbeitslosigkeit verringert sich die Gesamtzahl der Unter st ützungsempsänger um blvö per- soncn, wobei einem Abgang von 29 752 Personen in der Arbeitslosenversicherung nur ein Zugang von 25S2S Personen in der krisensürsorge gegenübersteht. Die Abbaumahnahmen in der Sozial- Versicherung liesern also immer mehr Arbeitslose der wohlfahrts- unlerstühung oder dem nackten Elend überhaupt aus. Znsgesamt erhielten 159 475'Arbeitslose Unterstützung aus der Arbeitslosen. Versicherung, und 179 627 Personen waren in der krisenfllrsorge. Das find zusammen 519 102 Personen bei 644 790 Arbeitsuchenden im ganzen Bezirk Brandenburg, lleber die Hälfte der Arbeit- suchenden steckt also in der Wohlfahrt oder wird überhaupt nicht unterstützt. Zn Berlin hat die Zahl der Arbeitsuchenden in säst allen Berufszweigen zugenommen. Auch im Bekleidungsgewerbe ist ein Stillstand in der bisherigen Besserung der Lage zu ver- zeichne». ♦ lieber die Arbeilsmarktlage im Reich hat die R e i ch s a n st a l t für Arbeitsvermittlung und Arbeitsloseoversicherung am Donnerstag ihren neuen Bericht vorgelegt. Der Bericht besagt: die Zahl der Arbeitslosen betrug am 15. Oktober nach den vorläufigen Llel- düngen der Arbeilsämler 4 484 000. Sie hat fett dem letzten Stich- tag am 1. Oktober um rund 129000 zugenommen. Die Zunahme in der gleichen Zeit des Vorjahres bellef sich aus rund 115 000. Zn der Verteilung der Gesamtzahl der Arbeitslosen auf die verschiedenen llnterslühuugselurichlnngeu ist in der Berichtszeit eine wesentliche Veränderung eingetreten. Ans Grund der zweiten Verordnung zur Sicherung von Wirtschaft und Finanzen wurde durch Beschluß des Vorstandes der Reichsanstolt die Höchstdauer des llnterstühnngsbczngs in der Arbeitslosenvcr- sicherung von 26 auf 20 Wochen, für die Saisonarbeiter von 20 aus 16 Wochen gekürzt. Dieser Beschluß, der den Ausgleich zwischen Einnahmen und Ausgaben der Reichsanfialt während der Winter- monate sichern soll, hat die vorhergesehene erhebliche Entlastung der Arbeitslosenversicherung und Mehrbelastung der Srisenfürsorge zur Folge gehabt: die letztere hat sich möglicherweise statistisch noch nicht voll ausgewirkt. Die Zahl der hauptunterstühungsempfänger in der Arbeilslosenversiche- r u n g hat nach den vorlänsigen Meldungen der Arbeitsämter um rund 200 000 abgenommen und belief sich am 15. Oktober aus rund 1 145 000. Zn der krisensürsorge wurde durch eine Zunahme um rund 150 000 eine Belastung von rnnd 1 290 000 hauptunter- slühungsempsängern erreicht. Die allgemeine Entwicklung aus dem Arbeitsmarkt zeigt kein« wesentlichen neuen Kennzeichen. Sie bc- slälig» vielmehr das aus den letzten Berichten gewonnene Bild: in der Oandwirtschafl und in einzelnen Verbrauchsgüterindnstrien die übliche herbstbeschäftigung, wenn auch meist in etwas verringertem Ausmaß, in den meisten Produktionsgüterindustrien weitere Slb- fchwächnng de» Beschäftigungsgrades. Ratsbeschluß: Räumung! Vorbehalt Chinas und Japans. Genf. 22. Oktober.(Ctgeubericht.) Ter Vokkerbundsrat hat in öffentlicher ViKung das Ergebnis, seiner lange« interne» Verhandlungen in einer Formel verkündet, die für die Räumung der Man- dschurci außerhalb der lS-Kllonieter»Elsenbahnzone durch Japan eine Frist von drei Wochen setzt. Gleichzeitig sollen die Verhandlungen der Parteien beginnen. Ter Schutz der japanischen Interesse» soll von neutralen Beobachtern überwacht werden. Chinas und Japans Vertreter erbaten eine Frist zur Stellungnahme bis zum Eintreffe» von Instruktionen. D o sh is am a- Japan bestätigte dsn Verzicht sein«? Regierung ouf den Einspruch gegen die Zuziehung Amerikas. Daraus gab Briand ein« Ueberstcht über M« Verhandlung««. Der Konflikt sei in seinen Grenze« gehalten worden. Damit Hab« der Rat sein« erste Pflicht aus Artikel 11 des Paktes erfüllt. Dies allein sei ober ungenügend, die Lösung müsse folgen. Angesichts der entgegen- stehenden Anschauungen der Parteien Hab« man doch schließlich nach harter Geduldsprobe eine Formel finden müflen, was oft die größte Schwierigkeit im internationalen Leben sei. So habe d«r Rat endlich ohne die Parteien eine Formel gefunden, die gegebenenfalls nach den Anregungen der Parteien geändert werde. Di« Entschließung, die Briand dann verlas, erinnerte zuerst bside Parteien an die vor dem Rat am 30. September übernommenen Verpflichtungen der möglichst raschen Zurückziehung der japanischen Truppen sowie der wirksamen Garantie für Leben und Eigentum der Japaner in China. Zur Herstellung normaler Beziehungen wird verlangt: öapan soll mit der Räumung sofort beginnen und die Zurück- zjchung seiner Truppen in die Eisenbahnzone fortschrcstend so durchführen, daß sie vor der nächsten Ratssitzung beendet ist. China soll zum Schutze von Leben und Eigentum der Japaner alle Maßnahmen treffen, und den dazu berufenen Behörden, die dies« Maßnahmen durchführen, Vertreter anderer Mächte bei- geben, damit diese die Ausführung der Maßnahmen verfolgen können. Beide Regierungen sollen sofort Vertreter zur Regelung der Einzelheiten für die Räumung und Uebernahme der geräumten Gebiete ernennen, damit alles sich regulär und ohne Berzögerung vollzieht. Unmittelbar nach erfolgter Räumung sollen die direkten Verhandlungen über alle schwebenden Fragen beginnen, dazu hält der Rat ein« Verständtgungskommifsion oder einen anderen dauernden Organismus der gleichen Art für wünschenswert. Der Rat soll bis zum 16. November vertagt werden. Der Präsident wird ermächtigt, ihn früher einzuberufen. Sze- China befchrünkte sich auf die Bemerkung, daß die Entschließung zwar hinter den berechtigten Wünschen Chinas zurück- bleibe, sie aber genau geprüft werden müsse, da sie das Ergebnis schwieriger Arbeit gewesen sei. D o s hi saw a. Japan lehnte jede Festsetzung eines bestimmten Datums für die Räumung ab und behielt sich vor, erst nach dem Erhalt seiner Instruktionen zu der Entschließung Stellung zu nehmen. Briand vertagte daraus die Sitzung auf Freitagnachmittag fünf Uhr. ch Chinesische Meldungen berichten noch immer von japanischen Angriffen zu Lande und in der Lust. Die Japaner geben das ein- fach als Vertreibung von Räubern aus.— Wer ist da wohl der Räuber? Oer„ÄDkwäriS" im Golde Japans' Seit dem Ausbruch de« Konfliktes zwischen Japan und China um die Mandschurei ist hier mst einer sachlichen Schärfe, die wohl kaum zu überbieten ist, der Standpunkt vertreten worden, daß es sich dabei um einen Raubzug des japanischen Mili- t a r i s in u s und Imperialismus handelt, gegen den der Völkerbund unbedingt und mit allen Konsequenzen Stellung nehmen müsse. Diese Auffassung ist hier mit solcher rücksichtslosen Konsequenz vertreten worden, daß bereits manche Stimmen aus völkerbundfreundlichen Kreisen laut wurden, di« dt« Befürchtung aussprachen, daß wir damit dem Völkerbund«ine Aufgabe zu- muteten, die unter den gegenwärtigen Derhästnissen vielleicht über seine Kraft hinausginge. Andere wiederum meinten, es wäre viel- leicht unvorsichtig von uns, sich so vorbehaltlos auf die Seite Chinas zu stellen, da man bei der Kompliziertheit der poli- tischen und juristische» Verhältnisse in der Mandschurei von hier aus schwer entscheiden könne, ob China tatsächlich so völlig un- schuldig sei an dem ausgebrochenen Konflikt. Wir haben dennoch an unserer Linie festgehaltsn. weil, ganz abgesehen von den tatsächlichen Ereignissen, wie dem Bormarsch der Japaner in der Mandschurei und dem Abwurs von Fliegerbomben auf chinesische Städte, da» Verhalten Japan» in Gens genügt«, um es offenkundig ins Unrecht zu setzen. Zu unserem größten Vergnügen erfahren wir sedoch aus der „Roten Fahne", daß der„Vorwärts"— und ebenso V a n d« r- velde—„in Japans Sold" stehen! Vandsrveld« hat nämlich in einem Korrespondenzartikel, dessen Grundtendenz übrigens eindeutig zugunsten Chinas ist, auf die Komplizierthest der recht- lichen Verhältnisi« in der Mandschurei hingewiesen und dabei er- wähnt, daß sich die Japaner aus unbestreitbare Dertragsrechte in der Mandschurei berufen. In einem Artikel des„Vorwärts" aus Schanghai war die Tatsache dieser japanischen Sonderrechte eben- falls festgestellt worden. Das genügt für die„Rot« Fahne", um zu erklären, daß der Artikel Vanderveldes und der Artikel des„Vorwärts" „die schamlosesten Dokumente der konterrevolutionären Politik der Zweiten Internationale sind, die je das Licht der Oeffent- lichkest erblickt haben. Diese Schimpfereien des Bolschewiftenblattes sind so grotesk, daß sie eigentlich gar keine Erwähnung oerdienten. In diesen, Falle aber legen wir großen Wert darauf, sie zu registrieren. Die „Rote Fahne" hat nämlich in ihrem Uebereiser gegen die Sozial- demokratie bei dieser Gelegenhest der Sowjetunion einen Bärendienst erwiesen. Bekanntlich besitzt Rußland in der nördlichen Mandschurei genau die gleichen aus im- p e ria list i sch e n Zwangsverträgen der Zarenzeit herrührenden Sonderrechte wie Japan in der südlichen Mandschurei. Japan Hot sogar diese Rechte im wesentlichen nur von Rußland übernommen, als es im Jahre 1902 das Zarenreich besiegt hatte. Auf diese imperialistischen Sonder- rechte pocht die Sowjetunion bei jeder Gelegenheit. Zur Verteid:- gung dieser imperialistischen Vorrechte ist vor drei Iahren Sowjei- rußland gegen China genau so militari st isch vor- gegangen wie neuerdings Japan. Damais konnte sich dieselbe „Rote Fahne" nicht genug über China entrüsten. Die„Rechte" Sowjetrußlands in der nördlichen Mandschurei waren ihr heilig. Heute genügt die bloße Erwähnung der völlig gleich ge- arteten„Rechte" Japans in der südlichen Mandschurei, um von der„Roten Fahne" beschuldigt zu werden,„in Japans Sold" zu stehen. Das Ist schließlich ganz logisch: benn da die„Rote Fahne", wie sie nicht wird bestreiten wollen, im Solde der russischen Regie- rung steht, nimmt sie ganz selbstverständlich an, daß, wer heute die Tatsache der imperialistischen Vertragsrechte Japans registriert, von der Tokioter Regierung dafür bezahlt wird. Nebenbei bemerkt: Es freut uns. daß di«„Rote Fahne" sich mit solchem Eifer für China einsetzt. Die Regierung Tschiankaischek wird diese moralische Hilfe besonders zu schätzen wisse». Aber schließlich ist cs gar nicht so sehr lange her, daß die„Rote Fahne" von dem Leiter der Nanling-Regierung, von dem„Genossen Tschiankaischek", nur in Tönen höchster Begeisterung sprach. Nr. 497. 4S. Jahrgang Freitag- 23. Ottober 1931 iuenhafier Mord in Bast Frau Im Kaus« erschlagen aufgefunden. Im Norden Berlins, in der Ortschaft B a s d o r f. wurde gestern ein granenhaftes Verbrechen verübt. In ihrem Einfamilienhaus wurde dort die käjährige Frau des pensionierten Eisenbahnbeamten F a l t i n von ihrem heimkehrenden Manne mit zertrümmertem Schädel tot aufgefunden. Die Mordkommission des Berliner Polizei» Präsidiums begab sich unter Leitung des Kommissars Lobbes und Stiller sofort an den Tatort. Basdorf liegt unweit des bekannten Ausflugsortes Wandlitzfee und bildet den Zweigpunkt der Liebenwalder— G r o ß- Schönebecker Kleinbahn. Diesseits der Bahnstrecke, etwa anderthalli Kilometer vom Dorf entfernt, liegen zahlreiche Siedlun- gen. Die Besitzer sind meist pensionierte Beamte und Angestellte, die sich draußen ihre Einfamilienhauser errichtet haben. Das letzte Häuschen in der Siedlung„G ä n f e l u ch" gehört dem penfio- vierten Eisenbahner Faltin. Mit seiner Frau bewohnt er ein aus mehreren Zimmern und Küche bestehendes Siedlungshaus. Das Ehepaar hat zwei erwachsene Töchter, die beide oerheiratet sind und in Berlin wohnen. Gestern fuhr Faltin nach Berlin, um dort einige Besorgungen zu erledigen. Mit dem Abendzug kehrte er gegen 19.3» Uhr nach Basdorf zurück. Als Faltin fein Häuschen betrat und in das Wohnzimmer ging, machte er eine furchtbare Entdeckung. Seine Frau lag in einer großen Blutlache auf dem Fußboden. Die Verhandlung im Sklarck-Prozeß wickelte sich gestern ein wenig munterer ab, die Materie Stadtbank— Sklarck ist durchsichtiger. Wie bereits berichtet, zedierten die Sklareks die Forderungen, die sie auf Grund der Lieferungen an die BAG. an diese hatten, an die Stadtbant und erhielten dafür Vorschüsse,— selbst für noch nicht perfekte Aufträge. Ein Schaden ist für die Stadtbank in diesem Zeitpunkt noch nicht entstanden. Die angeklagten Stadt- direktoren verteidigen sich mit dem Einwurf, daß sie, im blinden Vertrauen aus Kieburgs Anerkenntnis der Schuld der BAG. an die Firma Sklarek, dieser die Vorschüsse gegeben hätten und daß das Geschäft letzten Endes für die Stadtbank sehr vorteil- hast gewesen sei, sie hatten an Zinsen und an Provisionen von den Gebrüder Sklarek anderthalb Millionen verdient.„Das E-»d- ergebnis war aber ein Verlust von zehn Millionen Mark," konstatiert der Vorsitzende.„Ja, erwidert darauf Direk- tor Hoffmann,„wenn man es nicht so eilig gehabt hätte mit der Annullierung der Verträge und auf da? Anerbieten Karstadts ein- gegangen wäre, dann wäre es bei den Sklareks nicht zum Konkurs gekommen und der Schaden wäre nicht entstanden".„W ä r c nicht entstanden," pariert der Vorsitzende. Aehnliche Zessionsgcschäfte wie mit der Stadtbank machten die Gebrüder Sklarek auch mit der O st- und der Dresdner Bank. Sie kamen zur Ostbank, weil die Stadtbank„stoppte". Glaubt man Willi Sklarck, so ist es der Stadtbankbeamte S ch a- meitat gewesen, der eines Tages den Vorschlag machte, der Ostbank eine Zession zu geben; die Stadtbank würde schon der Der Schädel war der unglücklichen Frau zerschmettert worden. Neben der Leiche wurde ein blutbeflecktes Handbeil und eine starke Eisen st ange gefunden. Zweifellos handelt es sich um die Mordwaffen, womit der oder die Täter das entsetzliche Vcr- brechen oerübten. Von dem Basdorser Landsägermeister, der den ersten Befund ausnahm, wurde sogleich die Berliner Mord- kommission alarmiert, die alsbald mit den Koinmissaren Lobbes und Stiller in Basdorf anlangten. Die nähere Besichtigung ergab, daß Frau F. ohne Zweifel das Opfer eines Raubmordes geworden ist. Der Schädel war der. Unglücklichen durch zahlreiche, mit ungeheurer Wucht geführte Schläge völlig zertrümmert worden. Ueber den Zeitpunkt des Verbrechens konnte bisher noch nichts ermittelt werden. Noch in später Stunde wurde ein Gerichtsarzt nach Basdorf entsandt. Di« ersten Feststellungen erstreckten sich zunächst auf die Motiv« zu dem scheußlichen Verbrechen. Danach scheint es, daß tatsächlich ein Raubmord vorliegt. Das Häuschen liegt für die ungehinderte Ausführung eines Verbrechens ziemlich günstig. Der zahlreichen Siedler der Kolonie Basdorf hat sich über das Verbrechen natur- gemäß größte Erregung bemächtigt. Leider scheint es, daß der oder die Verbrecher durch die späte Entdeckung der Tat«inen größeren Vorsprung erreicht haben, wodurch die Ermittlungsarbeit der Polizei leider sehr erschwert wird. Ostbank die für die Vorschüsse erforderlichen Gelder zur Verfügung stellen. Tatsächlich erhielt die Ostbank von der Stadtbank über eine Million. Schameitat soll laut seiner Aussage von Sklarek das Ver- sprechet erhalten haben, 3000 Mark zu bekommen. Er erhielt sie später in— Anzügen, und die Ostbank erhielt die Zessionen und Zwar mit den Unterschriften des Aufsichtsrats- Vorsitzenden Gabel.„Wie kamen Sie denn dazu, die Zessionen zu unterschreiben?" wundert sich der Vorsitzende.„Ich hatte es mit dem Geschäftsführer Schalldach besprochen und außerdem ver- st and ich nichts davon," erwidert Gäbel. Laut Vertrag sollten die Sklareks nicht mehr als 25 000 Mark Barzahlungen monatlich für ihre Lieferungen. erhalten.. In manchen Monaten betrugen sie aber.75.000 Mars.. Bei der Dresdner Bank sorgte der Filialleiter Sonnenburg für die Vorschußleistungen. Dafür brauchte er die D a r l e h e n, die er von Sklarek bekam, nicht zurückzugeben. In den Büchern wurde er unter einem Deck- namen geführt. Der Vorsitzende stellte fest, daß die Firma Sklarek von der Ost- und Dresdner Bank 1,75 Millionen Vorschuß erhalten hat, denen nur für 530000 Mark Forderungen auf Grund wirklich erfolgter Lieferungen gegenüberstanden. Natürlich soll auch für alle diese Zessionen Max Sklarek verantwortlich sein, in einem Falle jedoch konnte nach- gewiesen werden, daß Willi Sklarek eine' Zession" unter- schrieben hat. Heute um 9 Uhr beginnt der Abschnitt: Liquidation der Kleider- Vertriebsgesellschaft. Raubüberfall in Berlin NO. Geschäftsführer geknebelt und gefeffelt. In der Schönhauser Allee wurde gestern abend aus den 55 Jahre allen Geschäftsführer Ollo Burkhardt aus der Jäckel- strahe 23 ein schwerer Raubüberfall verübt. B.. der bei Ladenschluß allein im Geschäft weilte, wurde von Zwei Männern, die unter der Maske von harmlosen Kunden erschienen waren, niedergeschlagen und gefesselt. Zn aller Ruhe durchsuchten die Räuber dann den Geldschrank und einige Behältnisse und raubten einen größeren Barbetrag. Burkhardt ist Geschäftsführer der Lackfabrik Henneberg. Es werden Farben und Lacke auch in kleineren Mengen abgegeben. Als gestern abend die Geschäftsinhaberin kurz nach 20 Uhr das Geschäft betrat, wunderte sie sich, daß B. offenbar nicht mehr an- wesend war. Es fiel ihr aber auf, daß das Licht noch brannte und in dem Geschäft Unordnung herrschte Als Frau H. einen Neben- räum betrat, sah sie ihren Geschäftsführer«zu ihrem Schrecken gefesselt am Boden liegen. Im Munde hatte B. einen Knebel stecken, so daß er keinen Laut hervorbringen konnte. Der Mann war bewußtlos und mußte nach seiner Befreiung zunächst auf die Rettungsstelle gebracht werden, wo er sich langsam wieder erholte. Soviel bisher zu ermitteln war, hatte Burkhardt um 19 Uhr mit der Abrechnung der Tageseinnahmen begonnen. Wenig« Minuten nach 19 Uhr erschienen zwei Männer im Alter von 25 bis 28 Jahren, die nach seinen Angaben, eine Flasche Firnis verlangten. Um die vermeintlichen Kunden zu bedienen, mußte B. ein Regal besteigen und den beiden Männern den Rücken zukehren. Aus diesen Augen. blick hatten die Täter osfenchar gewartet. Sie rissen B. rücklings herunter, schlugen ihn zu Boden und machten ihn unschädlich. Was den Räubern in die Hände gefallen ist, konnte noch nicht einwandfrei festgestellt werden. Ein Posten Silbergeld, den B. beim Eintritt der Männer mit einen: Geschäftsbuch zugedeckt hatte und 600 Mark Papiergeld, die er in einem Versteck untergebracht hatte, sind dem Blick der Räuber entgangen. Die Nachforschungen werden von Kriminalkommissar Nebe vom Raubdezernat des Polizeipräsidiums geleitet. Zwei Fensierstürmer. Zu je einem Monat Gefängnis verurteilt. In Moabit standen zwei junge Leute vor dem Richter: Ein Dreiundzwanzigjähriger und ein Fünfundzwanzigjähriger, von Be- ruf Zimmerleute. In der Nacht vom 30. zum 31. Juli 1931 wurden die Türscheibc und Schaufensterscheibe der„V o r w ä r t s"- Filiale W a t t st r a ß e 9 durch Steinwllrfe zertrümmert. Einer der Steine war in Packpapier eingewickelt, welches die Ausschrist trug:„Das ist die Antwort des RFB. an den„Abend"." Wie immer, wollten die Angeklagten von gar nichts wissen. Sie seien ganz harmlos um Mitternacht in der Brunnenstraße spazieren gegangen. Die Zeugenaussage ergab ein anderes Bild. Im Urteil hieß es: Politischer Kampf müsse sein. Aber dieser Kampf sei mit g e i st i g e n Waffen zu führen. Wer aus politischen Gründen seinem Gegner die Fenster einwerse, sei a u f d a s st r e n g st e. zu b e st r a f e n. Darum könnten die Angeklagten auch keine Bewährungsfrist erhalten. Zwei, vordem unbestrafte junge Leute müssen bestraft werden. weil sie Schaufenster einwerfen. Schade, daß nicht die bestrast werden können, die sie dazu verhetzt haben.. � Voruniersuchung gegen Matuschka. Der Untersuchungsrichter beim Landgericht Potsdam hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft gegen Matuschka die Vor- Untersuchung wegen versuchter und vollendeter Eisenbahntransport- gefährdung in Tateinheit mit Mordversuch und Verbrechen gegen das Sprengstoffgcsetz eröffnet und Haftbefehl erlassen. Die Auslieferung Matuschkas wird nunmehr beantragt werden. Bttanft und die Dresdner Bank. 1.75 Millionen Vorschosse- 530000 mark Ularenlielerungen. Damals hatte sie tagelang in diesem unwirklichen, seit- samen Zustand im Bett zugebracht. Sie schrak zusammen, als plötzlich die heiße Hand des Bruders die ihre faßte. Er hatte die Augen geöffnet. Germaine beugte sich nor, um ihn besser sehen zu können, aber voik neuem überfiel sie ein furchtbares Entsetzen. Wie gelähmt starrte sie in die leer und fremd vor sich hinblickenden Pupillen. Der Bruder zog sie mit der rechten Hand noch näher an sich heran und preßte sein tränen- feuchtes Gesicht an das ihre. Dann legte er schwerfällig und langsam den Kopf zurück und sagte mit einer leisen, eindring- lichen Stimme: „Germaine, inein Liebstes, du mußt mir nun aufmerksam zuhören und ein ganz vernünftiges, großes Mädchen sein. Du bist jetzt sieben Jahre alt, aber du weißt, daß ich dich niemals deinem Alter nach, sondern als meinen treuen, tapferen Käme- raden behandelt habe. Nun mußt du mir helfen, denn du allein kannst es Eermaine, höre gut zu: in einer Viertel- stunde muß der Arzt hier fein, er kommt immer um diese Zeit. Du mußt ihm heute entgegengehen bis zur Ecke und ihm etwas von mir bestellen. Germaine— ich kann meinen linken Arm nicht mehr bewegen, die ganze linke Seite ist gelähmt. Ich kann auch nichts mehr sehen... Es ist alles heute Msrgen gekomnren— in der Dämmerung konnte ich noch einige Gegenstände unterscheiden, dann wurde es Nacht um mich. Germaine, das mußt du dem Arzt sagen und ihn bitten, daß ich entweder sofort in eine Klinik gebracht werde oder daß Mama nicht mehr zu mir herein darf, wenn es hier mit mir zu Ende geht. Tagelang mein langsames Dahinsiechen sehen zu müssen— das könnte Mama nicht überleben. Und ich weiß, daß es Fälle gibt, in denen es solange und noch länger dauert. Eermaine, versprich mir in die Hand, daß du alles so ausrichten wirst, wie ich es gesagt habe. Und nun geh hinaus und schau, wo die Eltern sind, damit du unbemerkt aus dem Hause gehen kannst. Eile dich", drängte er, als das Kind immer noch starr und unbeweglich sitzen blieb, oder willst du mir nicht helfen. Westi!" Der altoertraute Name schien endlich irgend etwas in Germaine zu lösen. Ein Zittern flog durch ihren Körper. Sie stand auf. „Ich habe alles genau verstanden", sagte sie fast unhörbar, „und ich werde dem Doktor alles sagen, was du mir aufge- tragen hast." Sie schlüpfte hinaus und kam nach wenigen Sekunden zurück.„Die Eltern sind oben in Papas Arbeitszimmer, Babette hat Mama hineingehen sehen, als sie den Korridor putzte." Dolf streckte seine Hand., aus. „Liebe, liebe kleine Schwester", sagte er,„ich weiß, du wirst mich niemals im Stich lassen. Und nun bin ich auch ganz ruhig." Er schloß die Augen. Germaine aber eilte mit bleichem, sestgeschlossenem Gesicht dem Arzt entgegen. 4. „Warum erzählst du mir das alles, du weißt, ich habe mich nie in deine Privatangelegenheiten gedrängt." Frau Loriot sah müde und gequält vor sich. hin. Ihr Gesicht war noch schmaler als sonst und wirkte auf dem Hintergrund der dunkelroten Wandbespannung wie eine scharfgeschnittene Maske. „Weil du allein mir helfen kannst, weil alles in deiner Hand liegt." Loriot hielt ein in feinem rastlosen Hin- und Hergehen und setzte sich seiner Frau gegenüber. „Johanna begreifst du denn nicht? Wenn Fräulein Düring auf die ewigen Denunziationen ihrer lieben Kollegin- nen hin strafoersetzt oder gar entlassen wird, dann bin ich moralisch dafür haftbar. Ich bin dann verpflichtet, für sie zu sorgen, ich muß sie zu mir nehmen, muß versuchen, mir anderswo eine neue Existenz zu gründen— was weiß ich» was ich alles dann tun muß. Jedenfalls bin ich ihr dann ausgeliefert und muß eine Last mit mir herum schleppen, die ich überhaupt nicht mehr abwälzen kann." Er trommelte nervös auf die Tischplatte. Die Frau hob zum erstenmal ihr Gesicht und sah ihn voll an. „Andrö", sagte sie fest,„ich kann gar kein Problem in der Sache sehen. Unsere Ehe ist doch längst zerstört... Heirate Fräulein Düring, sie paßt viel besser zu dir als ich. Ich gebe dich frei, mehr noch, ich bin bereit, die Schuld auf mich zu nehmen, damit du aller Verpflichtungen gegen uns ledig bist. Ich habe mir alles längst durch den Kopf gehen lassen. Wir werden das Haus verkaufen. Du gehst in deine Heimat nach Genf zurück. Die Stelle des Direktors am Genfer Konservatorium ist frei— man wird dich mit offenen Armen aufnehmen. Du kannst von dort Konzertreisen durch die ganze Welt unternehmen— und deine junge Frau wird dir einen neuen Aufschwung geben. Hier in diesem Nest gehst du zu- gründe..." In dem feingeschnittenen, nervösen Gesicht des Mannes zuckte es. Er stand auf und ging im Zimmer auf und ab. Dann blieb er vor seiner Frau stehen.„Und was wird aus dir und den Kindern?" sagte er leise. Ein feines Rot stieg in das Gesicht der Frau. Aber dann sah sie offen zu ihm auf. „Ich werde einen Teil meines kleinen Vermögens, den ich für die Kinder sichergestellt habe, dazu verwenden, eine, wenn auch zunächst bescheidene kunstgewerbliche Handlung zu eröffnen. Ich bastle und male Lampenschirme, ich werde meine Handarbeiten ausstellen..." „Mit denen du mich manchmal rasend gemacht hast! Ich kann nun mal das Gespanne und Getnote nicht ausstehen", fiel Loriot mit amüsierter Selbstironie ein. Dann aber setzte er sich wieder seiner Frau gegenüber und sagte etwas ver- legen: ,,Jn deiner Rechnung ist ein einziger großer Fehler. Johanna— ich denke ja gar nicht daran, Fräulein Düring zu heiraten! Ueberhaupt ist alles gar nicht so ernst, wie du es nun wieder nimmst. Mein Gott— ich weiß selbst nicht, wie das alles so gekommen ist. Sie war meine Schülerin— eine zweifellos sehr talentierte Schülerin. Zlußerdem hat sie mich lange genug angehimmelt... Daß das so weit gehen würde— wie konnte ich das ahnen! Ich will nicht bestreiten, daß ich dafür empfänglich war— als Künstler ist man immer wieder wie neu beschwingt— aber Johanna", er faßte ihre Hand,„die Absicht, dich zu hintergehen oder gar zu verlassen, die habe ich nie gehabt!" Offen, fast treuherzig sahen seine Augen zu der Frau hinüber, die ihn unschlüssig maß. „Johanna, es handelt sich ja um etwas ganz anderes hier. Wir müssen verhüten, daß die Gerüchte, die hier zirku- lieren, noch weiteren Umfang annehmen. Fräulein Düring muß sich bei ihrer Behörde deshalb verantworten. Kann sie den Beweis erbringen, daß das alles nur Klatsch und Tratsch ist, dann ist alles gut, und sie bleibt als Musiklehrerin am Lyzeum wie bisher. Die gefährdete Moral der Spießer ist wieder hergestellt— la patrie est sauv�e. Es gibt nur einen Weg— Johanna, ich bitte dich." (Fortsetzung folgt.) Sdilldbflrgcrei der Deußdinationalcii Die nlederlrädiltöen Angrille gegen den Sladikdmmercr. 3n der gestern abgehalkenen Sihung der Sladlverord- neten wurde endlich das nicht zuleht auf die Einwirkung der Sozialdemokraten zurückzuführende Projekt der Ueber- nähme von Bürgschaften in höhe von 15 Millionen Mark zur Finanzierung des Wohnungsbaues verabschiedet. Die Magistratsvorlage sieht vor, daß die Zuschüsse aus Haus- zinssteuermitteln um die Hälfte herabgesetzt werden, daß sich die Bauvorhabcnden diese sehlende Hälfte von öfsentlich-gemein- niitzigen Instituten, wie die Reichsanstalt für Angestelltenversiche- rung, besorgen und daß dafür die Stadt die Bürgschaft übernimmt. Gegen die eingefügte Goldklausel wandten sich im trauten Verein D e u t s ch n a t i o» a l e und K o m m u n i st e n, die die Goldklausel als ein mangelndes Vertrauen in die Mark ansehen wollten. Demgegenüber ist zu sagen, daß die Klausel eine Sjche- rung der Ansprüche der Angestelltcnversicherten für alle Fälle be- deutet. In der Debatte sprach für die sozialdemokratische Fraktion Genosse Krause: Die Stadt hat in ihrer Absicht, mit dem Wohnungsbau Ar- beit zu schaffen, bei den Regierungsstellen nicht das Verständnis und das Entgegenkonimrn gefunden, das sie erwarten durste. Man wollte nur bedürftigen Gemeinden helfen— als ob Berlin unter den großen Gemeinden nicht am notleidendsten wäre. Der Ma- gistrat hat daher von sich aus die Vorlage ausgearbeitet, die geeignet ist. Arbeit für dasB augewerbe zu bringen. Allein die Zahl von ZOOOÖ erwerbslosen Bauarbeitern Berlins sollte ollen Parteien Veranlassung geben, hier im weitesten Um- sänge zu helfen. Die Schwenkung der Deutsch nationalen in der heutigen Sitzung, die bisher der Vorloge die größten Schwierigkeiten machten, ist offensichtlich aus eine energische Einwirkung der Bauinteressentcu in diesem politischen Lager zurückzuführen, die jetzt selbst darauf warten, daß die Bauwirtschast endlich wieder belebt wird. Es hat sich eben herausgestellt, daß es ihnen, den Vertretern der Privat- Wirtschaft, nicht gelungen ist, die Wirtschast wieder anzukurbeln. (Lärm b. d. Dnat., Nsoz. u. Komm.) Den Kommunisten hielt Ge- nosse Krause vor, daß in Ruhland auf den Kopf der Bevölkerung nur 4'4 Quadrat- meler Wohnraum kommen. (Erneuter Lärm b. d. Komm.) Das beweisen ihre eigenen Sta- tistiken!(Sehr richtig b. d. Soz.) Wenn es nach den Kommu- n i st e n gegangen wäre, hätte man die Vorlage erst noch einmal in einen Ausschuß gebracht, was zur Folge gehabt hätte, daß die Bauarbeiter noch einige Wochen länger aus Arbeil hätten warten müssen! Demgegenüber würden die Sozialdemokraten jetzt wie immer da- für eintreten, daß den Erwerbslosen sofort geholfen wird.(Die Kommunisten und Nazis versuchten, den Redner nieder- zubrüllen.) Stadtv. Lipperl(Nsoz.) lehnte die Vorlage ab, well genug Wohnungen leer ständen. Diesem„Fürsorger für die ar- beitslosen Bauarbeiter" hielt Stadtv. Treffert(Z.) vor, daß die leckMehenden Wohnungen in spekulativer Absicht gebaut und des- hnli�zil teuer seien. Wds not tut, sind billige Kleinwohnungen, für die noch immer großer Bedarf besteht. Die Vorlage wurde schließ- lich mit großer Mehrheit angenommen. Dann wurde die Debatte über die früher an die Volksbühne gewährten Darlehen fortgesetzt. Genosse Klatau wies zunächst darauf hin, daß es sich bei den zur Verhandlung stehenden Darlehen um alte Darlehen handelt— nicht um neue, wie in einem Teil Berliner Zeitungen zu lesen stand— und daß die Volksbühne seit 1923 keine Zuwendungen von der Stadt mehr erhalten hat.- Flatau verlas die Aeußerungen des Kommu- nisten Lange über die Volksbühne bei den Etatbcratungen, wobei Lange die Volksbühne, ihre Organisation und ihren Spielplan auf das dümmste beschimpft hatte und hielt dem entgegen, daß dieser Kulturhüter die Volksbühne jetzt erhalten will. Dazu könne man nur sagen: Welch eine Wendung durch Piecks Wiederkehr! (Stürmische Heiterkeit im Hause.— Lange ruft: Wir werden noch mehr Wendungen vornehmen!— Erneute Heiterkeit.) Genosse Flatau beleuchtete dam: die in propagandistischer Absicht ausgestreuten Behauptungen der Kommuni st en über angebliche Schauspielerentlassungen be: der Volksbühne und bewies, daß gerade ein Schauspieler, den die Kommunisten beson- dcrs in ihr Herz geschlossen hatten, seine„proletarische Tätigkeit" sich in wirklichen Amüsicrtheatern sehr gut bezahlen läßt— was ihn nicht hindert, außerdem noch bei der Volksbühne tätig zu sein. Die früher gewährten Darlehen an die Volksbühne wurden darauf- hin bis zum März 1932 von der Versammlung verlängert. Klatau stäupt die Oeu schna'ionalen. Berliner Zeitungen, d:e den Deutschnationalen sehr nahe stehen, darunter� die„Berliner B ö r s e n- Z e i t u n g, hatten vor einiger Zeit Angriffe gegen den Kämmerer, Genossen Asch, wegen seiner Fahrten nach seiner früheren Wirkungsstätte, Frankfurt a. M., und auch wegen der Benutzung der städtischen Dienstautos berichtet. Die heutschnationale Etadtver- ordnetcnfraktion hatte in der heutigen Zeit der Not nichts Wichtigeres zu tun, als diese ohne jeden Beweis aufgestellten Be- hauptungen zum Gegenstand einer hochnotpeinlichen Anfrage im Stadtparlament zu machen. Auf diese unverschämten Anwürfe gegen den sozialdemokratischen Kämmerer antwortete gestern im Plenum der Versammlung der Lorsitzende der sozialdemokratischen Fraktion, Genosse Flatau. In dem Ausschuß, der zur Untersuchung der vorgebrachten Anwürfe eingesetzt worden war, tonnten, so be- richtete Flatau, die Fragesteller nicht die geringsten substanziierten Beweise vorbringen. Die verleumderischen Methoden der deutschnationalen Zeitungen. die in der gegenwärtigen schweren Zell auf das allerentschiedenjte zurückgewiesen werden müssen, sollten, so ergab sich immer wieder in den iverhandlungen des'An-schusses, nur den Sozialdemokraten und den Juden Asch treffen. Nach dem Grundsatz: Verleumde mir' es wird schon etwas häckgcn bleiben, der wahrlich nicht der Grundsatz anständiger Menschen ist, haben die Deutsch- nationalen die Anwürfe ausgenommen, ohne sie im Ausschuß auch nur mit einem Wort beweisen oder verteidigen zu können. Dort zeigte sich, wie sich die traurigen Gestalten aus der.deutschnationalen Fraktion aus allgemeine Redereien zurückzogen.(Zuruf des Stadtv. v. Jecklin.— Stadtv. Flatau: Herr von Jecklin, wenn Si« die Veranlassung zu Ihrer Aufgeregtheit von außerhalb des Saales beziehen(gemeint ist das Büfett), so werde ich Ihnen entsprechend antworten!(Lebhaste Zustimmung bei den Soz.) Ohne eine Spur des Beweises, ja wider besseres Wissen sind die Behauptungen gegen den sozialdemokratischen Kämmerer ausgestellt wor. den. Obwohl der Oberbürgermeister Dr. Sahn: und auch Kämmerer Asch im Ausschuß erklärt hatten, daß Asch für seine übrigens ihm schon vor seinen: Dienstantritt zugesagten Besuche in Frankfurt a. M., die lediglich der Einführung seines Nachfolgers dienten, keinerlei Liquidationen in Berlin erhoben hat, hat man doch von deutschnationaler Seite her in allen möglichen Dienststellen nach- spioniert, ob nicht doch eine Unkostenerstattung an Asch stattgesunden bat. Wem: der Sladtkämmerer jetzt die elf Tage, die er in Frank- surt o. M. verbrachte, auf seinen Urlaub anrechnen lassen will, so müsse die' sozialoeinokratisch« Fraktion ihn: sagen, daß diese Kon- Zession viel zu weit gehe an eine Stadtverordnetenversammlung, die eine dcutschnationalc Fraktion wie die gegenwärtige zu ihren Mit- gliedern zählt. Wo hört denn, so fragte Flatau weiter, die dienst- liehe und die private Beanspruchung eines Magistratsautos auf? Wenn sich ein Magistratsmitglicd beispielsweise unterwegs auf einer dienstlichen Fahrt rasieren läßt— ist das nun eine Ueberschreitung seiner Bcnutzungsbefugnisse oder nicht? Die Behandlung der ganzen Angelegenheit kann«inen ernsthast um das Wohl der Stadt bemühten Bürger nur mit tiefstem Abscheu erfüllen. Jedenfalls ist von den Behauptungen der deutschnationalen Zeitung und der deutsch nationalen Anfrage nichts übrig gel lieben, womit sich die Stadiver- ordn«tenoersam:nlung überhaupt beschäftigen müßte.(Lebhaftes Bravo! bei den Soz.) Oberbürgermeister Dr. S a h m erklärte, daß es den Magistrats- mitg'iedern außerordentlich schwer werde, bei solchen niederen An- würfen ihr Amt auszuüben. Man könne tatsächlich zu der Ausfassung kommen, daß man nicht in Berlin, sondern in Krähwinkel sei. Der Kämmerer hätte für seine Fahrten nach Frankfurt a. M. jedesmal die Genehmigung des Oberbürgermeisters nachgesucht und erhalten. Die Deutschnationalen hätten im Ausschuß für ihre Behauptungen nicht den Schatten eines Beweises antreten können, so daß von den ganzen Behauptungen nichts übrig geblielen sei. Eine Abstimmung über die deutschnationale Anfrage und den Ausschußbeschluß fand wegen der vorgerückten Zeit nicht mehr statt. 99 Ich nahm 5326 Mark. Neue Enthüllungen im Favag-Proze�. 99 Frankfurt a. BT., 22. Oktober.(Eigenbericht.) Am 4. Verhandlungstag des Iavag-prozesses wurde die Auflösung der Fusion zwischen der Favag und dem „Deutschen Lloyd" besprochen. Hatten die Favag-Direktoren„aus Freude" über diese Fusion im Jahre 1926 je 19 999 Mark in Aktien als Sonderver- g ü t u n g erhalten� so sahen sie sich ein knappes halbes Jahr später angesichts der Rückgängigmachung dieser Fusion- doch moralisch ge- ttöligt, die.Proviston zurückzugeben, das heißt, ganz tonnte man sich nicht, von dieser Summe trennen. Die vier Direktoren„v e r- kauften" also die Akiten für je 5326 Mark an die Favag, ohne über diesen Geniestreich den Aufsichtsrat zu befragen. Der Vor- sitzende sagt: Wäre es nicht aus Gründen der Reinlichkeit besser gewesen, hierüber den Aufsichtsratsvorsitzendcn Hofs zu befragen? Angeklagter Schumacher: Wir ist dieser Gedanke nie gekommen. Ich nahm 5326 Mark, weil die Favag das Risiko dieser Fusion los wurde. Der Staatsanwalt macht darauf aufmerksam, daß das Motiv der Freude, das bei der Fusion die Ursache der Sondervergütung war, erst nachträglich konstruiert zu sein scheint, um die Vsr- gütung gelegentlich der Auslösung der Fusion zu entschuldigen. Bors.: Mußten Sie, Herr Lindner, nicht jemand fragen, als Sie die 6326 Mark nahmen? Angekl. L:ndner schweigt, zuckt mit den Achseln und sagt schließlich: Sie waren doch mein Eigentum! Bors.: Ich kann mir nicht denken, daß Sie das nicht verstehen. A n g e k l. L i n d n e r: Ich habe mir diese 5999 Mark nicht geben lassen, sondern habe sie bekommen und angenommen, weil ich das nicht für strafbar hielt. Der Verteidiger uro cht darauf aufmerksam, daß angesichts des hohen Einkommens Lindners(175 999 Mark) eine Summe von 19 999 Mark nur eine Bagatelle darstelle(!!) Der Angekl. Linder sagte: Ich habe keinen Wert darauf gelegt. Wenn ich diese 5999 Mark nicht gekriegt hätte, wäre es noch so.(Aber genommen hat er sie doch! Die Red.) Der Aussichtsratsvorsitzende Hofs, der bereits bei seiner, ersten BMaeHmung eine denkbar hilflose und unglückliche Rolle spielt«. hatte bei dem Abschluß ebenso wie bei der AuflSsung der Fusion zwischen Favag und Lloyd sehr nachlassig' gehandelt. Auch in diesem Falle hat er alles genehmigt und unterschrieben, was ihm der allmächtige Generaldirektor Dumcke vorgelegt. Ueber ganz ...uHuW'ükddw- ... ö arm. wenn man'/zDohaenkclffce mit2/3 Kathie in er mischt... tmö das schmeckt auch sehr gut/ Leicht verderbl.che W�rcn vom Versnod uns- esr.hloueD. Verkam wowelt Vorrat- M�ngenabgabe vorb» alten Obst. Gemüse luelfl- o. UllrslngKom pid. o.os IDOnren gewaschen, Hd. 0.03 RUDcnen...... Hd. o.os KUrDIS...... Pid. 0.04 Seiiorielmoiien...p». 0.07 Blumenkohl...K°p>-n 0.1s nosenkon...am 0.35 Ro.e Hartodeln... Pd. o.as Ufirt cnat shpiei iopfd.0.45 Kochbirnen..... pw. 0.07 Bananen..... 3 td. 0.74 Ba mann-Rafnetten. pu, 0.15 ZitrOnBII.. Dutzend 0.2s Kranzieigen.... pkl 0.3a Kolonialwaren Backobst.... H und 0.40 Kam. Backobst.. Pfund 0.45 .. Ptiaumen.. pw-d o.*« .. PtlPSlCbB.. Pfund o.«j .. flingaptei.. piundO.ea Gebr. Gerste... piund 0.20 Banönuflein... piutu 0.39 Elerscnnittnudeln Phmd 0.44 Reue Linsen pfd.u.as 0.24 0.I8 Heuewei 1 GObneno.ao 0.2 d 0.14 Reue Ulki-Erbsen. 0 34 o.is Trinkschokolade tpfd.. Dose o.os fluszugmebl S-Hd.- Beutel 1.20 Hatte J Pfund 2.30 2.10 1.80 Wild, Geflügel Hirschragout... Hund 0.35 Hirscnbiatt.... Phmd 0.70 Hirschrucken.. ptund.» 0.82 Hlrschkeuie.. p>und ab o.os Kanmcnen... Pfund ab o.so Kaninchen zahm, Pfund ab 0.85 Fr. Supoerhunnerpmndabo.72 tuoigehonner««>. Pfund ab o.84 Bratoanse... Pfund ab o.eo POUletS..... Pfund 1.08 Enten..... Ptund ab 0.75 GUnsestöckentieiscb Hund 0.82 Ganseteulen... Hund 1.20 Gänsebrust.... Hund 1.2» Käse Romadour'--fan..Stck.©, 22 FrOhstUCkskase;o»/o. aste». 0.2s Quadrat Hase.... ho. 0.29 Brie Ecken vodfe«, 2 stet 0.35 Emmentnaier �M.sick. 0.42 Biockkdse zw»... pu o.S4 TllS'ter halbiert... Pid. 0.52 stelnnulcher voniett pid. c.72 Briekase»ome«.... Hd. 0.72 Edamer voiiiett... Hd. 0.72 Holländer«oitiett... hu. 0.72 fl Slter votlfell... Pfd. 0.72 Butte üase-ott-ett.. h>. o.os Bayr. schweizer l i-ai 1.18 Grone Heringe. 3 Hund 0.44 Rotbars..... Hund o.os Makrelen....ptund 0.22 FettbDcRilnge... pwtd 0.2s Habliau o. k, 1. o,.. p.d. 0.30 makreien..... ptund 0.38 Schellfisch n.<.<2.«ptd) id. 0.30 Scneiiilsch �5..PmndO.ss Seelachs a k. 1 a Hund 0.20 Flundern.... Bund 0 25 Gutsbutler....piund 1.1 8 moikertibutter.. pwnd 1.28 Tatelbutter.. Hund 1.58 Aiieri.markfnbutter Hund 1�8 GSnen Butter piun» 1.52 PalmbUtler. I Hund-�aket 0.34 Margarine.: pfund Paae 0.30 wursischmaiz.Hund 0.54 Griebenschmalz.. Hund 0.0s Eier...>0 sfflek 0.08 Wurstwaren leH. semnhen..* hu. 0.35 KonSOtn-SfliZB..Hd.0.38 Blut- od. lebtruiurst. o.es SDzuiurst...... 0.12 FlElSClirOtUL'UPSt... 0.80 SpGCHUIUrSl.... 0.85 Damptu/urst..... 0.88 Grobe mettuiurst.-. 0.88 MM. Lederwursl.. 0.88 ItlettlUUrS'.. Hr. Ar', Hd 1.0» 0.88 Fieischuiupsi..Hd.o.98 Hausui•Lebeputursi. 0.95 Spech-leiten.... 0.9s Jagdtiupsi...... o.98 wiener....... i-oo lt. Leberwurst...1.18 Höht, cerueiaio. Salami 1.28 SchinkenspecK.. 1.45 Holst, rei darmwurst 1.50 Fleisch pmnd Schweine Schinken u. Blatt 0.74 BatiCfl. 0.74 „ Kamm n. Schutt 0.88 „ Kotelett...h o.96 Eisbein out spitz«... 0.60 schtueineHopi m« Backe 0.40 KabsHeuie.... 0.84 Kaiosbug u.-brüst.. 0.72 KaibsHamm....» 0.62 Hanneiurrdertl.*.«0.76 scbmorlielscn..... 0.94 Houlaflen....... i.oe Suppontieisch.. 0.66 KaßKP.... ab 0.88 PdHeiPippcb''n..... o.78 Scbuieiremeren...0.68 Schu/einriebcr....0.98 ttlnderlungtn.... 0.34 Rmderbrchen...,0.48 AUSSERDEM; IJffMMH», 00 Mk. wichtige Vorgänge ist er offenbar im unNaren geblieben. So war ihm die Tatsache unbekannt, daß die„Berliner Allgemeine Aer- sicherungs-Gefellschaft" eine Art Schmerzenskind der Favag war, die der Favag jahrelang große Verluste gebracht hat. An diese Vorgänge kann er sich nur noch sehr„schwach" erinnern. Er be- zifferte die Abschreibungen auf 1 Million und muß sich belehren lassen, daß es sich um die doppelte Summe gehandelt hat. Aber was bedeutete schon 1 Million für die verantwortlichen Herren der Favag... Der Aufsichtsratsvorsitzende Hoff erklärt dann, er bedauere, daß der Direktor Becker nicht mit im Gerichtssaal sitzt, denn dieser habe nicht nur ihm, sondern auch anderen gegenüber Unwahr- Herten gesagt. Hoff verliest dann eine Erklärung, in der er sagt: Ich habe einen Fehler gemacht, daß ich den Generaldirektor Dumcke für einen Ehrenmann gehalten habe. Aber er war 40 Jahre in der Favag tätig, 3S Jahre lang Direktor, und er hat die Favag hoch gebracht. Er fährt dann fort, daß die Favag vor dem Zu- sammenbruch einer der größten Versicherungkonzerne Deutschlands gewesen sei, daß man einen Neubau hinstellte und daß Dumcke der Mann war, der alles leitete und vorwärts trieb. All dies machte, daß ich Vertrauen zu Dumcke hatte: nur dieses Ver- trauen oeranlaßte mich zu den Unterschriften. Er führt dann weiter an. daß ihm dieser Tage ein guter Bekannter sagte: Auf Dumcke hat ganz Frankfurt gesch waren. Hoff schilderte weiter, daß bei dem Begräbnis von Dumcke ein so großer Andrang war. daß man die Friedhofshalle schließen muhte. Der Staatsanwalt Dr. Meißner erklärte demgegenüber, daß es richtig sei, daß Dumcke im allgemeinen ein sehr großes An- sehen in Frankfurt genoß und daß er als Verstchcrungsfachmann geschätzt war. Leichte Ironie klingt aus den Worten des Staats- anwalts, als er hinzufügt, die Favag hat Dumcke einen Nach- r u f gewidmet, in dem sie seine Verdienste rühmt und erklärt, daß sie— in Dumckes Fuß stapfen weitergehen wolle! Oachstuhlbrand in der Mitielstraße. Die Feuerwehr wurde gestern nach der M i t t e l st r. S8 olar- miert, wo im Dachstuhl Feuer ausgebrochen war. Die Flammen nahmen ihren Ausgang von einem Packmaterialienlager. das sich in einem Bodenverschlag befindet. Glücklicherweise wurde die Gefahr rechtzeitig bemerkt, so daß es der alarmierten Feuerwehr gelang, den Brandherd schnell einzukreisen.— Ein sehr gefährlicher Kellerbrand kam in den gestrigen Nochmittagsstunden im Hause G r u n e w a l d st r. S8 zum Ausbruch. Infolge starker Verqual- mung gestalteten sich die Löscharbeiten sehr schwierig. In beiden Fällen tonnte die Entstehungsursache bisher nicht geklärt werden. Der Oberbürgermeister von Moskau, der feit einigen Tagen in Berlin weilt, stattet« gestern abend der Hauptfeuerwache in der Lindenstraße einen Besuch ab. Das Hauptinteresse des russischen Gastes, der sich in Begleitung eines Oberingenieurs der Siemens- Werte und mehrerer anderer Herren der In- d u st r i e befand, konzentrierte sich aus die vorbildlichen Tele- graphenanlagen der Berliner Feuerwehr. Oberbaurat Schäfer hatte die Führung des Russen übernommen. Calmeite oder Oeycke? Auseinandersetzungen im Lübecker Kindertodprozeß. Lübeck, 22. Oktober. Die Donnerstagverhandlung im Lalmette-Prozeß beginnt mit einer auegedehnteu Erörterung über verschiedene Beweis- antrüge der Verteidigung. Da Vrrteld.gei Dr. De.zaes beantragt die Veruchnurw eines bulgarischen Mediziners über die umfangreichen Schädigungen, die im Jahre 4927 nach der Anwendung des BCG. in Bulgarien eintraten. Bereits damals habe sich ein ähnliches Unglück wie in Lübeck ereignet. Rechteanwalt Dr. Hoffmann, der Verteidiger von Dr. Altstaedt, bcaiüragt, zwei Sachverständige aus Up sola und Posen kommen zu lassen, die bekunden sollen, daß das Verfahren schon seit vier Jahren im nördlichen Schweden ohne nachweisbare Schädigungen angewandt werde und daß man dort keine Kontrolle für nötig halte. Ferner beantragt Rechtsanwalt Hofsmann, Pro- fessor E a l m e t t e als Zeugen zu laden und ihn über den Erlaß Loucheurs zu hören. Der Vertreter der Nebenkläger bat um A b- lehnung der Bsweisanträge. Er wies darauf hin, daß die ganze Angelegenheit offenbar auf«in Nebengleis geschoben werde. Man habe hier nicht zu erörtern, ob das Calmette-Mittel gut sei, sondern ob diejenigen Vorsichtsmaßnahmen, die man an anderen Orten getroffen habe und die von Calmette vorgeschriebenen Maß- nahmen auch in Lübeck angewandt habe. Wenn das nicht der Fall gewesen sei, so habe das Gericht zu entscheiden, wer die Schuld daran trage. Der Rechtsanwalt protestiert dann dagegen, daß man hier immer von einer Anwendung des Calmette-Mittels spreche. Da- vor müsse man Professor Calmette in Schutz nehmen, denn das, was in Lübeck benutzt worden fei. fei kein Ealmelle-ZNillel, sondern em Oeycke-ZNittel gewesen. Der Oberstaatsanwalt weist die Behauptungen Dr. Freys sehr erregt zurück:„Ich habe als Oberstaatsanwalt die hellige Pflicht, für Gerechtigkeit zu sorgen. Ich habe aber auch das Interesse der An- geklagten zu wahren und dafür zu sorgen, daß jedem sein Recht werde. In der Anklage wird niemals behauptet, Professor Deycke habe die Kulturen cirders behandelt, als von Professor Calmette oorgeschriel en. Die Anklage ist nur auf Fahrlässigkeit er- hoben worden.", Nachdem das Gericht beschlossen hatte, über die Beweisanträge später zu befinden, wird mit der Vernehmung Dr. Altstaedts fortge- fahren. Zunächst wird die Frage erörtert, ob der Angeklagte nicht verpflichtet gewesen sei, sämtliche Ampullen zurückzuziehen, nach- dem man ihm den Sektionsbefund des Kindes Schwarz am 26. AprU nülge'eilt habe. Dr. Altstaedt erwidert, er fei seinerzeit der An- ficht gewesen, daß man nichts zu unternehmen brauche. Professor Dr. Deycke habe ihm mitgeteilt, daß die für den Tag hergestellte Emulsion vernichtet woroen sei. Der Tischler Verkhold kiölliug. Schönleinstr. 29. begeht heute bei bester Gesundheit mit seiner Frau die goldene Hochzeit. Der Jubilar ist seit 1884 Abonnent des„Vorwärts". Die Geschäftsleilung der Möbelfabrik Rod Seelisch, Berlin O. 112, Rigaer Straße 71/73s, bittet uns mitzuteilen, daß der Verkauf der Seelifch-Möbel in gewohnter Weise seinen Fortgang nimmt. Die Berkaufs- und Lagerräume sind unversehrt geblieben. Beisetzung der Opfer von Moni Cenis. Gewaltige Beteiligung der Bevölkerung. Herne. 22. Oktober. Der Stadtteil S e d i n g e n stand am Donnerstag im Zeichen der Bestattung der verunglückten Knappen von Moni Cenis. Allent- halben sah man schwarz geflaggte Häuser. Um IS Uhr fand in der Leichenhalle des katholischen Krankenhauses zu Börnig eine kurze Feier statt. Darauf erfolgte die Beisetzung von fünf Verunglückten auf dem katholischem Friedhos in Börnig. Im Namen der Behörde und zugleich im Namen der Reichsregierung und der preußischen Staatsregicrung sprach Berghauptmann Hatzseld-Dortinund. Er wies darauf hin, daß seit zehn Jahren der Ruhrbergbau von großen Un- glücken verschont geblieben sei. Dieses Unglück zeige aber wieder, daß die Unfallverhlltungsmaßnahmen noch Lücken aufweisen. Es sei das Bestreben der Staatsregierung und der Bergbaubehörden, diese Lücken auszufüllen, ein feierliches Versprechen, das die Behörden am offenen Grabe der Toten ablegten. Nach der Bestattung in Börnig zog ein Trauerzug von etwa 19 0M Menschen nach dem Kommunalfriedhof in Herne-Holthausen. Weitere Zehntausende bildeten Spalier. Etwa% Stunden dauerte es, bis die Beisetzung oonstatten gehen konnte, da die Raumverhältnisse sehr beengt waren. Aufgeklärter Naubüberfall. Wie erinnerlich, wurde in der Nacht vom IS. zum 16. Oktober dieses Jahres in dem Lokal von S p i ck c r m a n n in der Knesebeck- straße 88 in Charlottenburg ein schwerer Raubübcrfall auf die Inhaberin, die 70jährige Wirtin Auguste Spickermann, und deren Vertreter, den 6Zjährigen Karl Küttner, verübt. Beide Per» sonen wurden von den Räubern gesesielt und geknebelt, wobei die Wirtin noch durch schwere Schläge Verletzungen erlitt. Dann raubten die Täter die Ladenkasse mit etwa 8 Mark Inhalt und aus einem Vertikow in der nebenanliegenden Wohnung ciiren Betrag von 200 Mark. Den Beamten des Raubdczernats ist es jetzt gelungen, die Tat aufzuklären und drei Täter zu ermitteln. Zwei konnten bereits festgenommen werden, während der dritte noch flüchtig ist. Bei den beiden Festgenommenen handelt es sich um schwer vorbestrafte Personen. Die Plaza im Ostbahnhof bringt diesmal in der zweiten Oktober» Hälfte unter Mitwirkung des Musikdirigenten Richard Haas Lehars „Gräfin Mari za" als Gastspiel der Berliner Rotter-Bühnen. Die Hauptrollen übernahmen Grete Sedlitz, Curt Hampe, Victor Colani und Louise«stösel. In der Original-Rotter-Jnszenierung findet die lustige und flott gespielte Operette allabendlich den ge- wohnten Beifall. ic-Cr�ckeo-Schau� Ein Beispiel von tausenden zu unserer Serie Sehen Sie»ich diesen eleganten Mantel an; er ist mindestens so schön.wie er ausschaut Lesen Sie hier gegenüber, wie dieser Mantel innen und außen zusammengesetzt ist Für einen solchen Mantel brauchen Sie bei uns nicht 60 und auch nicht 50 M zu zahlen Hier setzt das C& A-System ein. Der Mantel kostet bei uns, trotz seiner her« vorragenden Qualität >*42 Unsere obige Frage wird auch die Ihrige werden, wenn Sie sich diesen Mantel (und ähnliche) einmal bei uns ansehen Tun Sie's— und— das noch? DclS Material dieses Mantels Ist natürlich reine Wolle, und zwar in einem modernen Diagonal- Muster. das Sie in verschiedenen grauen Farbtönen bekommen können. Dl© SChÖne Fasson ist besonders beachtenswert die breite Schulterstellung, die anliegende. trotzdem aber modisch volle Form. Die Innen-Verarbeitung ist ganz hervor- ragend Als Einlage(bekanntlich die Seele der Formgebung und Formhaltung des Mantels) dient eine elastische Hansel Zwirn Roßhaar- Einlage, und zwar handelt es sich in diesem Falle nicht um sonst übliches Stichroßhaar, denn bei diesem Fabrikat sind die Roßhaare nicht lose eingewebt. sondern um einen außerordentlich dünnen baden spannfest eingezwirnt. Daß die Roßhaare also durch den Mantel durchstechen und herausgezogen werden müssen, ist hier ganz ausgeschlossen. Das Futter, eine gute Kunstseide, gibt dem Mantel auch in seiner Innenseite ein dem Aeußeren würdiges Gepräge und rundet ihn damit ab zu einem Kleidungsstück, In dem Sie sich überall getrost sehen lassen können, das neben seiner Eleganz außerordentliche Haltbarkeit hat. und das man überalt sehr viel teurer schätzen wird, als Sie dafür bei uns zahlen. Oranienitr.40 Am Oranlaa»!«!« Chautteestr.113 Könlgttraße 33 Mai Statitaar Wotf uad OÜd i nt liint Gegen Zerstörer der Partei. In der K r e i s Mitglieder Versammlung des 10. Kreises lZehlendorf) sprach am Freitag Genosse Kuttner über die politische Lage und teilte die Ablehnung der Mißtrauensantläge im Reichstag mit. Wenn die chaltung unserer Parteigenossen im Reichstag, so führle er aus, heute besser oerstanden wird als vor einigen Wochen, so oerdanken wir das nicht zulegt der liarzburger Reak- tionsparade. die vielen Volksgenossen blitzartig die Lage ent- hüllt hat. hinter.fiarzburg steht die Front des Unternehmertums und der Schwerindustrie. Die Nationalsozialisten sind trog ihrer kraftmeiernden Redensarten nichts als die Gefolgsleute und Söldnertruppe der Schwenndustriellen. Gegen die Gefahr der schwerindustriellen faschistischen Diktatur hat die Arbeiterklasse die Eewerkschastsfront errichtet. Wer in diesem Augenblick das Kernstück der politischen Front. die Sozialdemokratie, sprengt oder spaltet, begeht ein verbrechen. Am übrigen kann die mißlungene Parteispaltung der Rosenseld und Seydewitz angesichts der letzten Ereignisse kaum noch Interesse beanspruchen: dazu sind die Größenverhältnissc zu oerschieden. fd.. 0.1 0 Hasenköpfe 2 ptd. 0.1 5 Kaiserkronen ptd. 0.1 8 Bücklinge....an pid. 0.26 Oelsardin. e. Gr. os. 0.55 Makrelen 1. Tom. os. 0.58 Schinken gek.-(.Pfd. 0.35 Mettwurst Bari. ptd. 0.80 Fetter Speck an ptd. 0.92 Karpfen leb.,.an ptd. 0.75 Rotbarso.Kepf an ptd. 0.28 Gr.HeringeanSPtd. 0.44 Liebfraumilchm.Fi. 1.05 Wacholder il. m. fi. 4.40 ObstschaumwelnFI.1.23, 1,00 Koastoeer mit Knodien.Kid. 0,84 Rinder-Sdimorfl. o.Kn.anPfd C.94 Rinder-Supoenfl....an Pfd. 0.63 Kalbs-Schnitzel....an Pfd. 1.70 Kalbs-Roulddagerolltan P d. 1,28 Kolb$-Vofd»rfl»i$ch..an Pfd 0,98 Sdiw-Sdiuster e. Beilg. an Ptd. 0.76 Schw.-Kotelett..... an Pfd. 0.96 Hammel Vorderfl....an Pfd. 0.76 MolkereiDutter........ Pfd. 1.18 Tafelbutter............ Pfd. 1.38 Allerf. Markenbutter. Pfd. 1.48 Margarine, Cocosfott 2 Pfd. 0.75 Harzer Käse ca. i Pfd.-Pad<. 0.35 Vollsaft.Schweizer an Pfd. 1.30 Briekäse voilfen........ Pfd. 0.72 rilsiter voiif. Pfd. o.72, hoibt. 0.52 Edamervollf. Pfd. 0.72 halbf 0.56 er. buppennühner an r.d. u.72 Frische Enten....... an Pfd. 0.75 Junge Brafgänse..an Pfd. 0.84 Gänsekeule......... an Pfd. 1,30 Brathähnchen..... an Stüde 0.7a Hasen gestreift....an Ptd. 0.98 Hirschkeule......... an Pfd. 0.98 Hirschgoulasch........ Pfd. 1.00 Wildragout........ an Pfd. 0.38 Konsum-Sülze......... Pfd. u.3t) Fr. Blut u. Leberwurst rtd. 0.58 Sülzwurst.............. Pid. 0,78 Fleischwurst............ P'6 0.86 Jagdwurst............. Pfd. 0.98 Braunschw.Mettwursf Pfd. 0.98 Feine Leberwurst..... Pfd. 1.18 Cervelat- u. Salami.-Pfd. 1.35 Schinkenspeck......... Pfd 1.45 Kaßier...... an Pfd. 0.88 Steinbuscher vom. Pfd. 0.72 Hirschspiclcbrat.. Pfd. 1.38 Grobe Teewurst. Pfd. 1.20 GBST UND GEMUSE 1 KOLONIALWAREN 9KONSERVEN| WEINE Heroert Keinetien..2 Kfd. 1.25 Kochbirnen große....3 Pid. 0.25 Weintrauben........ 2 Pfd. 0.35 Tir-Goldparmänen..Pfd. 0.16 Weiß- u. Wirsingkohl Ptd. 0.05 Möhien.............. 3 Pfd. 0.1 0 Blumenkohl........ an Kopf 0.10 Rübchen................ Kfd. 0.C6 Sellerie.......... an 3 Pfd. 0.25 Burma-Reis............ rtd. u.14 Moulmain-Reis........ Ptd. 0.24 Weiße Bohnen....... Pfd. 0.14 Erbsen.............. an Pfd. 0.18 Eierbandnudeln...... Pfd. 0.48 Hartgrießmakkaroni Pfd. 0.48 Aprii-osen g«tr.....an Pfd. 0.60 Mischobst........... an Pfd. 0.40 Kaffee............... an Pfd. 1.80 Jg. Brach, u.-idinittbohn. l/i Os. 0.45 Karotten, geschnitt..st, Os. 0.45 Junge Erbsen........'liDs 0.65 Gemischt. Gemüse..'1, Os. 0.66 Spinat................'Ii Os. 0.45 Kirschen, dkl. o. Stein Ds. 1.00 Birnen, weiß, Frucht>/, Ds. 1.00 Erdbaarkonf)t...ea. 3 Pfd.-Eim. 1,30 Bienenhonig............ Gl. 1.00 Frkt. Apfelwein t o.ss,-. z.?o Hackenheimer.L BM, 5 i. 2.9] Laubenheimer.U 0.7«. 5 L, 3.5J Moselwein...... u 1.25, 5 i. 6.00 Johannisbeerw.L 0.70, 5 l. 3.25 Tarragona...... L i.oo, 5 i. 4.75 Sornas........... l i.to, S L 5.25 Wermut......... L t.oo, S L. 4.75 )am.Pum-Varsn Fetldarm 1.50 Speck von an 0.92 1.15 Ragcherwaren Feftbüddinge Pfund von an 0.26 Makrelen.. Pfund von an 0.38 Schellfische. Pfund von an 0.38 Flundern... Bund von an 0.25 FretlaZ, den Z5. Oktober staatsoper unter den Linden )?-,- Uhr Die Zauberfflöte StutLStaiitelhaiR Gtoduommirkl. 20 Uhr Peer Gynt Schiller-Theater Chartuttrobürg. 20 Uhr Doktor Klaus staut, oper Charlottenburg Bismarcksttaße 34 Freitag, den 23. 10. Turnus I Anfang 20 Uhr Rigoletto bnde gegen 2?b U. VoiKsbttline Theater an BOlowplatz 8 Uhr Das vierte Gebof | NUR NOCH 3 WOCHEN DE« WEL/rERFObe! |�onrita£�iachrtr3Uhrjiilllq�reisiJJ »VrUhrCASINO-THEATERs'/rUh. Lothringer Strohe 37. litiMuittMniiiiirmiiiiiiiuiiiuiiniiiHiuiuuiiiiiainuiinnmmtn, Nor noch big Freiing: Dodo, das öffentliche Aergernis Sonnabend zum I. Male: mecKep-Friize Gutschein l— 4 Personen. Parkett nur 50 Pf. Fautcuil 1�- Mark. Sessel IJO Mark Reichshallen-Theater jUwiils 6 Uhr. Sonntag gadnnittag 31/, Dhr Stettiner Sänger Die neue Burleske \NP„Der arme Kasemir' Nadimittags halbe Preise, volles Programoi! 8.15 Ulu Flora 3434 üandieo erlaubt Nicholls* Handy-Bandy. Maria Ney»Napoli. Walter Carlos lehrt und tanzt Rumba usw. Sonnabend und Sonntag|e 2 Vontellungen z 4 und 8" Uhr. i Uhr kleine Pr infernallonales Thealer (Kleines Tbearer) Unter den Linden 44. Heute t4 Chr The two Virtuos mit Vivian Glbson Ab morgen 8.15 Uhr Fluchlvor Michael OnDisdiüt Theaiei Täglich S Uhr KahalenDillielie von Schiller Regie; Mai Relnhatdl Die Komödie S'k Uhr Letzte äuffühiungen RücKkehr KomSdiev. Donald Stewart Regie; Gustat Gründgens. Kurllirstendamm- Thealer Bismarck 448/4U 8'/. 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Eine vorteilhafte Anlage für jeden freiwilligen Zeichner bis zum 31. Dezember 1931 Die Reichsbahn-Anleihe Ist befreit 1) hinsichtlieh der Anleihebetrage von a) der Vermögensteuer b) den Aufbringungsumlagen c) der Erbschaft- und Schenkungsteuer d) der Gewerbekapitalsteuer e) der Kirchensteuer 2) hinsichtlich der Zinsen von a) der Einkommensteuer nebst Zuschlägen b) der Körperschaftsteuer c) der Krisensteuer d) der Gewerbeertragsteuer e) der Kirchensteuer f) der Bürgers teuer dazu auch von der Wertpapiar- steuer Aus der 4Vj prozentigen Nominalverzinsung werden dadurch 9 Prozent und mehr Effekt! we rzinsung Für Schenkungen und Erbschaften eine kaum wiederkehrende Gelegenheit da die Anleihe befreit ist von Schenkungsteuer und Erbschaftsteuer Die Einzahlung der Anleihe ist auf 1 Jahr verteilt: am 5. Januar 1932 sind zahlbar 10 Prozent >..„ IS. Februar 1932„„ 30„ 16. Mai 1932„ 30„ „ 15. August 1932„„ 30 Nutzen Sie diesen Vorteil und sichern Sie den Bestand Ihres Vermögens durch Zeichnung der auf Gold gestellten steuerfreien Reichsbahn- Anleihe! KLEINE ANZEIGEN iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiinmiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiii Ueberschnfts wort 25 Pf., Textwort 12 Pf. Wiederholungsrabatt: 10 mal 5 Proz, 20 mal oder 1000 Worte Abschluß 10 Proz. 2000 Worte 15 Proz. 4000 Worte 20 Proz./ Stellengesuche: Uoberschriftswort 15 Pf. Textwort 10 Pf/ Anzeigen, welche tür die nächste Nummer oestimmt sind, müssen bis 4l/2 Uhr nachmittags im Verlag, Llndenstr. 3, oder auch in sämtlichen Vorwärts-Filialen und -Ausgabestel en abgegeben sein oerHame| Sopctcn ösiUat. Slotonic- ftMftc 9. Ocicn, ctfccnc, jeder Art, ZtiUafiluit«, ttonä. vor table Kachel- Bfcn, Hadewannen Scffclofcn, Koch- fictbc, Reparaturen. Die alte jyirma Semmler u. Blenberg, Dresde- nerstrotze 98.' HiBidungssiucHB. UliSClM USW. Venia ntftaflcne, wirklich qut erhal tciie SccccnoiijUBe von 30,— an: Gin- terpaieiots. 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In Neuischland weitere Verschlechterung/ Feststellungen des Konjunktur-Lnstituts Das crfte Howjahr 1931 hatte auf wichtigen Gedictcn der Welt- Wirtschaft einige Anzeichen einer Besserung der Kon- junklur gebracht. Die Kredit- und Währungskrise der letzten Btonate, die in Mitteleuropa ihren Ausgang nahm und jetzt selbst die Vereinigten Staaten in ihren Strudel gerissen tat, hat olle Besserungstendenzen erstickt. Nachdem mm auch Frankreich die Wirkungen der Krise heftig zu spüren bekommen hat, ist die industrielle Produktion der Welt weiter gesunken. lieber die jüngste Entwicklung in Deutschland trifft das Institut für Konjunkturforschung in seinem letzten Wochen- bericht solgeiche F e st st e l l u n g e n: „Die industrielle Warenerzeugung ist in den letzten Monaten erneut zurückgegangen. Die Indexziffer der Produktion wichtiger Industriezweige<1328— 100) sank von 76,3 im April auf 68,1 im August 1931. Damit ist die Produkkionszunahme im ersten Iahres- »iertel wieder völlig verloren gegangen. Die Produktioo hält sich gegenwärtig unter dem in der Krise 1923 26 erreichte,, Tiefpunkt: sie entspricht etwa dem Umfang der Warenerzeugung iu den Iahreu 1922 und 1924. Gemessen an der Vorkriegszeit werden gegenwärtig etwa 30 Proz. weniger Waren produziert als im Jahre 1913- bis 2 Milliarden Mark ein- gebracht hatte. Die Goldverluste Amerikas. Lleber 3 Milliarden Mark in einem Monat. Die Galdverluste der Bereinigten Staaten im Zusammenhang mit den Kreditrückflüssen an andere Länder waren in dem einen Monat seit Eintritt der englischen Psundkrije e n o r m. In diesem Zeckraum hat Amerika Goldwerte von 305,3 Millionen Dollar exportiert, davon 247,6 Millionen nach Frankreich, 30,9 Mil- lionen nach Holland, 13,8 Millionen nach der Schweiz, 9 Millionen nach Belgien, 2,3 Millionen nach Mexiko und 1,4 Millionen Dollar nach Deutschland. Außerdem aber haben ausländische Banken auf ihr Konto bei den amerikanischen Banken eine Goldmengc im Wene von 412,7 Millionen Dollar erworben, die nur bis auf weiteres bei den amerikanischen Bundeereservebanken hinterlegt wurden. Die in den Vereinigten Staaten lagernden Goldbestände des Auslandes sind dadurch von 82,8 auf 495,5 Millionen Dollar oder erheblich über 2 Milliarden Mark gestiegen. Insgesamt ergibt sich in dem einen Monat seck dem Aus- bruch der englischen Pfundkrisc ein Goldverlust der Vereinigten Staaten im Betrage van mehr als 3 Milliarden Mark. Freilich bleiben trotzdem die amerikanischen Goldreserven außerordentlich groh, und von den Goldbeständen selbst wird eine Ge- fährdung des amerikanischen Dollars oder die Möglichkeit seiner Entwertung keinesfalls ausgehen. Es wird geschätzt, daß unter Berücksichtigung der für Deckungszwecke erforderlichen Goldmengen auch jetzt noch 4,16 Milliarden Mark von den Bereinigten Staaten exportiert werden könnten. Großverluste im Gchultheiß-Konzern. Im Schultheiß-Patzenhofcr-Konzern, einer der ersten Aktien- gesestschasten Deutschlands, kracht es. Abermals hat ein Macht- Händler, der bekannte Finanzier Katzenellenbogen, die Mittel der Gesellschaft in einer bedenklichen Spekulation aufs Spiel gefetzt. Wenn es gut geht, werden Schulthciß-Patzcnhofer an dieser Spekulation 20 bis 23 Millionen Mark verlieren. Wenn die Dinge böse auslaufen, kann sich die Summe verdoppeln. Darüber hat es in den legten Tagen große Auseinander- s e tz u n g e n im Spritkonzern gegeben. Jedenfalls können sich die Aktionäre darauf gefaßt machen, daß eine Rekorddioidcnde bei Schuckheiß-Patzenhofer— sie betrug in den letzten Jahren nind 15 Proz.— dieses Mal nicht gezahlt wird. Vielleicht werden sich die Aktionäre dadurch von der Notwendigkeit einer schärferen Kontrolle überzeugen. Wir kommen bald auf den Fall Katzen- ellenbogen zurück. Ein Weltkartell sür Aluminium? —(54ne amerikanisch-europäische Gründung.-- In der Aluminium-Wirtschaft ist der erste Schritt einer Z u- s a m m c n a r b e i t der europäischen mit den amerikanischen Produ- zenten zu verzeichnen. In Basel ist von französischen, englischen. deutschen, schweizerischen und kanadischen Aluminiumprodu- zenten die A l l i a n c e Aluminium C o in p a g n i e A.- G. mit einem Kapital von 33 Millionen Schweizer Franken gegründet worden. Das Kapital der Gesellschaft kann auf 65 Millionen Schweizer Franken erhöht werden. Da auch einige norwegische Werke an der Gesellschaft be- teiligt sind, ist tatsächlich das ganze e u r o p ä i s ch e A l u m i n i u in- k a r t e l l an der Gründung beteiligt. Danach ist mit einer V e r- l ä n g c r u n g des europäischen Aluminiumkartells, das Ende dieses Jahres abläuft, sicher zu rechnen. Bei den kanadischen Produzenten handelt es sich um die Aluminium Ltd., Toronto, eine Tochtergesellschaft des amerikanischen Mellontrusts. Als Zweck der Baseler Gründung wird die„Förderung und Erweiterung des Alu- miniumabsatzes" angegeben. Für ein Unternehmen, das allein für den Absatz von Aluminium Reklame machen soll, erscheint das Kapital reichlich hoch. Ob man beabsichtigt, durch diese Gesellschaft die Preis- und Absatzpolitik am Weltmarkt regulieren zu lassen, wird die Zukunft lehren. Wieder Rückgang der Walzwerkserzcuguug. Nachdem im Atonal August eine Steigerung der deutschen Walzwerksproduktion zu ver- zeichnen war, brachte der September einen neuen Rück- schlag. Die arbeitstägliche Erzeugung ging von 18 736 auf 16 961 Tonnen zurück. Im September vorigen Jahres wurden arbeitstäglich 22 232 Tonnen erzeugt. lzt'cjis ZZ/z prozenvoessere Mischung orienka lischer Tabake isl- das slxirker�und längere Formal" der Haus Bergmann ��" isi" die orange und gelbe Packung der Maus Bergmann isl" die, Mu ndsHicklose' Ha us Berg ma n n/J Cjelbe Pacl Die Zusammen setzung dieses Wirtschaftsbeirats läßt aber eine Wendung zum Besseren nicht erwarten. Hungerlöhne. Was in einer kommunistischen Organisation möglich ist. In Zwickau kam dieser Tage vor der Angestelltenkammer des Arbeitsgerichts-ine Klage des Ortsausschusses des ADGB. gegen den kommunistischen Internationalen Bund der Opfer des Krieges und der Arbeit zu Verhandlung. Der Ortsausschuß klagte im Auf- trag einer Stenottzpistin des Bundes, der man bei einer durchschnitt- lichcn Arbeitszeit von 8 bis 9 Stunden pro Tag ein monatliches Gehalt von 20 Mark gezahlt hatte. Der Vertreter des Bundes bemühte sich vor Gericht, die Leistung der Stenotypistin herabzusetzen. Dabei war sie über ein Jahr beim Bund be- schästigt. Der Vertreter der Klägerin machte darauf aufmerksam. daß der Lohnsatz niedriger ist als die geringste Unter- stützung in der Arbeitslosenversicherung. Die vcr- einbarte Vergütung sei nichtig. Das Urtell lautete auf Nachzahlung von 90 Mark Lohn für die Monate Juni bis August einschließlich. Die Vergütung ist mit monatlich 50 Mark festgesetzt worden. Damit ist also gerichts- notorisch, daß eine kommunistische Organisation Hun- gerlöhne zahlt, wie man sie bei keinem Privatunternehmen finden dürfte. Hoch und niedrig. Was sich die Llnternehmer beim Tarifgedanken denken. Vor dem Berliner Schlichtungsausschuß stand mn Mittwoch der Tarisstrest der gewerblichen Arbeitnehmer im Berliner Kaffee- und Lebensmittelgroßhandel zur Entscheidung. Die Unter- nehmer forderten nach der Kündigung der Lohntarife einen Abbau der Löhn« um 15 P r oz. und riefen nach dem Scheitern der Partei- Verhandlungen den Schlichtungsausschuß an. Dieser bewilligte den Kaffeegroßhändlern einen Abbau der Löhne ihrer Arbeiter un, vier Prozent und den Lebensmittelgroßhändlern um 5 Proz. Das neue Lohnabbauabkonmien soll in der nächsten Woche in Kraft treten und bis zum 31. Januar gelten. Obwohl die Löhne in beiden Branchen im Februar bcrests un, 4 Proz. gekürzt wurden, sollen die Arbeiter nochmals 5 Proz. Lohnabbau über sich ergehen lassen, um in drei Monaten offenbar schon wieder auf dem Altar der„Wirtschaft" zu opfern. 47 bis 50 M. Wochenlohn ist anscheinend für den Schlichwngsausschuß schon ein aufreizend hoher Verdienst. Wenn der Schlichtungsausschuß für den Lebensmittelgroßhandel, einer Branche, die noch am wenigsten unter der Krise zu leiden hat. einen solchen Schiedsspruch fällt, dann darf man wer gespannt darauf sein, was er den Arbestern der übrigen Industrien und Gewerbe- Zweige noch zu bescheren gedenkt. Bei einer so zuvorkommenden Behandlung durch den Schlichtungzausschuß koimten die Großhändler getrost dü ü rklärung abgeben, daß sie entgegen allen Gerüchten„den Tarifgedanken hochhallen". Vorausgesetzt natürlich, daß die Löhne niedrig gehalten werden. Auch Ostsachsen gescheiiert. Jetzt hat der Schlichter das Wort. Die Lohnverhandlungen für die o st s ä ch s i s ch<- Textil- : n d u st r i e, die am Donnerstag in Dresden stattfanden, sind gleich- falls gescheitert. Voraussichtlich wird in Kürze der Schlichter eingreifen. Es darf aber nicht so kommen, daß man den Forde- rungen der Unternehmer zu einem Test Rechnung trägt. Das wäre ja sehr bequem für die Unternehmer. Sie brauchten nur eine Lohnkürzung von 10 oder 20 Prozent zu fordern, um 5 oder 10 Proz. bewilligt zu erhallen. Wenn irgendwo, dann muß in der Textil-. industrie mit dem Lohnabbau endlich Schluß gemacht werden! Ltm die Löhne im Wasserbau. Reichsverkehrsministerium fordert Künzurg um 4,6 proz Am Mittwoch haben die Tarifoerhandlungen für das staalliche Wasserbaupersonal im Reichsoerkehrsministerium begonnen. Um einen tarislosen Zustand» zu vermeiden, haben die Vertragsparteien die Laufzeit des Lohntarifvertrages bis zum 31. März 1932 verlängert, sofern der neu abzuschließende Vertrag nicht vor einem früheren Zestpunkt in Kraft gesetzt wird. Anschließend verhandelten die Parteien über die Löhne. Die betestigten Ministerien unterbreiteten den Gewerkschaften den An- trag, die Löhne allgemein um 4,5 Proz. zu kürzen. Eine Einigung ist nicht zustandegekommen. Die Verhandlung wurde auf den 26. Oktober vertagt. Die Kuhrherren gehen scharf ins Geschirr Lohnabbau im Galopp. Nach der Erklärung der A l l g e in e i n o e r b! n d l i ch t e i t des M a n t c l t a r i f o e r t r a g e s für das Berliner Schwer» und Leichtfuhrgewerbe durch das Reichsarbeitsministerium haben die Tarifparteien die Verhandlungen vor dem Schlichtungs- ausschuß über den Abschluß eines neuen Lohnabkommens wieder aufgenommen. Die Schlichtungsverhandlungen waren bis zur Entscheidung des Reichsarbeitsministeriums angesetzt worden: die alten Tariflöhne wurden, obwohl das Lohnabkommen am 31. August abgelaufen war, weitergezahlt. In den Verhandlungen vor dem Schlichtungsausschuß am Dienstag rückten die Fuhrherren mit ihren Lohnabbauwünschen heraus. Sie verlangten nicht weniger als die Herabsetzung der Löhne um 16 bis 22 Proz., obwohl schon von Anfang dieses Jahres bis jetzt die Löhne im Berliner Schwer- und Leichtfuhrgewerbe um etwa 12 Proz. gesenkt worden sind. So forderten die Fuhrherren, um nur ein Beispiel anzuführen, den Abbau der Äütscherlöhne im Schwerfuhrgewerbe von 5? Mark auf 48 Mark. Die Löhne gellen im Berliner Fuhrgewerbe zwar tariflich für eine 48stündige Arbeits- zeit, doch wird in unzähligen Fuhrbettieben fast regelmäßig diese Arbeitszeit weit überschritten, ohne daß auch nur eine Ueberstunde extra bezahlt wird, lieber diese Abbauforderungen war eine Ver- ständigung natürlich nicht möglich. Der Vorsitzende des Schlichtungs- ausschusses unterbreitete den Parteien schließlich einen Vergleichs- Vorschlag, wonach die Löhne im Schwer- und Leichtfuhrgeworbe um 5 Proz. gesenkt werden sollen, lieber diesen Vorschlag wollen die Tarifparteien nochmals am Montag verhandeln. „Massenkundgebung". Vom Arbeiterrat der Akkuinulatorenfabrik Oberschönswcide wird uns geschrieben: In der„Roten Fahne" vom Dienstag wird ein Bericht über eine Betriebsversammlung der Akkumulatorensabrik Oberschöneweide veröffentllcht. Es handelt sich bei dieser Versammlung nicht:.m eine vom Arbeiterrat einberufene. Die Anhänger der RGO. haben dmch den angeblichen„Einheitsverband" den Laden aufgezogen. Im Be- ttieb sind zur Zeit noch beschäftigt 750 Arbeiter. Damit nun alle Arbeiter im Saale Platz haben, hatte man zwei Versammlungen gemacht. In der ersten, um 13 Uhr, waren 22 Mann onwosend: in der anderen waren es 25, darunter noch etliche, die schon in der ersten Versammlung dabei waren. In diesen„Massenversc-mm- lungen" hat man dann die beiden„Resolutionen", die in der „Fahne" abgedruckt sind,„einstimmig" angenommen. Uns wurde jedoch berichtet, daß selbst unter diesen wenigen Teilnehmern roch Widerspruch gegen die Abstimmung geltend gemacht wurde, und daß auch einige Stimmenthaltungen zu verzeichnen waren. Die organisierten Kollegen sind dem Rummel fern«.-blieben, wie überhaupt keines von den freigewerkschaftlichen Mitgliedern zur RGO. gegangen ist. SPD.-FraNi»» der«rwerbsl.scn Buchdrucker. Heute ui» 12% Uhr M im(Sewerlschaftshaus, Saal 1, Zusammenkunft niit Ei>mpathisicrendcn. � 1 y Genosse Guus Barth über„Warum arbeitslos r" »Freie Gewerkfchafts-Lugenö Berli n AU...�.....W>WSSW -V»- Hof, Bismarckftr. 1. Heiterer Abend.— Rordriug: Jugendheim Schule � Sonnenburger Str.'20. Aktuelles vom Monat.— Reinickeiidors-Ost: Jugendheim Lindauer Straße(Baracken).„Kapitalistische und sozialistische Wirt- schaft.»— Süd«»: Jugendheim Wassertorstr. 9.„Die englischen Gewerkschaften in der gegenwärtigen Krise."— Sharlottenburg! Jugendheim Spreestr. 30.„Ein Tag im Gesängnis."— geppeliuplatz: Jugendheim Turincr Ecke Sccstraßc.„Die russtschen Gewerkschaften."— Hcrmannplotz: Jugendheim Sanderstr. 11, Ecke Hohrechtstraße.„Gewerkschaftliche Tagespolitik."— Neukölln: Jugendheim Bahnstr. 13—15. Hosemann kommt.— Achtung! Die erwerbslosen Mitglieder der Iezirksiugendgruppen treffen sich hcntc um 13 Uhr vor dem Planctarim». Joachimsthaler Straße. Besuch der Filmvorführung. Teilnahnie kostenlos. Fahrgeld wird zurückerstattet.— Sonntag, 25. Oktober, 18 Uhr, Echulaula Berlin S., Reichenberger Str, 07—70, Ecke Förster Straße, und 19>/e llhr Kulturabteilung des DMB., Linienstr. 197:„Tranen— Mexiko". Ein Abend mit Originalschallplatten und Rezitationen. Pcrbindcnde Worte: Erich Knaus. Rezitationen: Josef Bunzcl. Kostcnbeitrag 30 Pf. 0Iogendssruppe des Zentralverbandes der AngesteZiten Heute, Freitag, finden folgende Veranstaltungen statt: Südwest: Jugend- heim Dorckstr. 11(2. Hof, Quergebäude 1 Treppe, Zimmer 5). Wir lesen und sprechen über das TAema„Wege zur Gemeinschaft".— Hellte lagt die„Berliner Druckerei- und Beilagsgeiellichalt w. b. H," von Zd— 22 Uhr im Jugendheim Eberthstr. 12.— Unsere Photo.Arbeitsgemeinschast konltlrt heut-, um 20 Uhr im Derbandshause zusammen.— Di« nächste Vorstelkung der Jugend- Volksbühne findet am X. November statt. Gespielt wird„Kamps um Kitsch" von Stemmle. Eintrittskarten zum Preise von 80 Pf. sind im Iugcndsctretariat llnksMIeWHmersdorferslr.lW'Turrnsh�S Müllersrrassel43a*Spandau/Breiresfr.22 Allgemeine große Funktionärkonferenz d-sEinheitsverbandes der Eisenbahner Deutschlands Montag, den 27. Oktober 1931, 1930 Uhr, bei Walter Ortsgruppe Berlin e Verbond,bLjch und Funktlonirkirte gelten als Auswelsl 0(26861, Holzrnsrktstr. 72, tlähe Bahnhof Jannowitzbrücke Franz Apitzsch nimmt Stellung zu den Forderungen der Reichsbahn eiufcntiungat für diese Rubrik sind Berlin SB 68, Lindenstraße 3, pariemachn'chienW�süf Groß-Verlin stets an da» Bezirkssekretariat Z. Hof, 2 Treppen rechte, zu richten Veginn aller Veranstaltungen 19% Uhr, sofern keine besondere Zeitangabe! Heute, Freitag, 23. Oktober. )■ Stets Mitte. Atbeitslosennctanstaltung um 15 Uhr im Inaendheim Waisen- sitaße l8. Vortrag der deenassin Anna Kartoch über„»uitnrsragen". 5.»reis. Heute, 20 Uhr, Schule Petersburger Str. I,«ittfus Stoeizel: ..Staat und Wirtschaft". Die chenossen des Ariedrichshoine, werden noch- mals aus diese Gelegenheit zur wirtschasts- und staatspolitischen Schulung ansmerisam gemacht.— Die Erwerbslosenzusammentunst erst um 15t.. Uhr. Starke Beteiligung wird erwartet.— Deutscher Drcidentcr. oerdand: Die Stadigruppe 12 und 13 hält heute im Lokal ssranlsurter Hos. Irrankfurtcr ANcc 313, einen ssilmvortrag ad.„Des Geistes Schwert!", außerdem„Der Freidenker-Belttongreß iin Lichte der sozialistischen Bewegung". Referent Friß Raujoks. Unkostenbcitrag 21» Ps. Mitgliedsbuch beim Eintritt vorzeigen. Bekannte sowre Snmpathificrcnde können ein- gcsnhrt werden. 13.»reis. Gruppe junger Genossen: 20 llhr Gcrmaniaftr. 4, Eingang Goß- straßc.„Das foz. Antlitz Deutschlands nach dem Kriege." ZNorgen, Sonnabend, 24. Oktober. 6. Abt. Jubiläumsfeier in den Schwedtcr Festsäle», Schwcdter Str. 23—24. Fcstspielaufsiihrung:„Unser»amps". Festredner: Gottlied Reese, Z. P. Meier und Paul Rieie. Tanz. Tombola. 33. Abt. Kerbstsest in der„Alten Tönerne", Alt-Stralan 23—26. Der Ueber- ichuß wird zugunsten der arbeitslosen Genossen verwendet. Mitwirkende: Freie Turnerschaft, SAI., Berliner Ulk-Trio.»arten bei den Bezirks- siihrern. Erwerbslose haben freien Eintritt gegen Borzeignng de» Partei- Mitgliedsbuches und der»arte. 37. Abt. Arbeitsgemeinschaft der jüngeren Parteimitglieder von 18—30 Iahren und SAI.: 10 Uhr im Jugendheim Ebertpstr. 12. Vortragender: Genosse Paul Krause. 03. Abt. Iubilarseier verbunden mit einem Herbstsest in den Passagesest- säten, Reukölln, Bergstr. 151— 152. Festredner Genosse Partcivorfitzender Hans Bogel, R. d. R. Mitwirkende: Lolksfportverein Neukölln, Spiel- ornppe her sozialistische» Ar heiter, ttgeoh ReuMn. schließlich Tanz. Einlaß 10 llhr. Beginn 20 Uhr. Ol sli t tvr rtfsn t« va 0T A ff AMI» A � nm-11} ttrtivBl»♦ gii7H FK QM y-JLB IfXLL*0 VI», CURv 100. Abt. Im Restaurant.".Bellevue" am' Miiagelsee zwanalose» Beisammen. sein. Programm: Konzert, Tanz, heitere Vorträge, artistische and Tanz- darbietungen. Eintrittskarte einschließlich Steuer und Tanz 30 Ps. Er- werdslose Parteimitglieder sreien Eintritt. 131. Abt. Die Bczirkskührer holen heute die Flugblätter und Handzettel für die Kundgebung beim Genossen Buchweitz, Bliichcrstr. 17, ab. Sonnabend und Sonntag. 25./2fi. Oktober, Flugblatlöctteilung im ganzen Orte. 130,. Abt. 20 Uhr Mitgliederversammlung im Schollentrug, Hermsdarser Straße. Dr. Karl Schröder:„Zur politischen Lage". Sonntag, 25. Oktober. IlH. und 102. Abt. Besichtigung des Staatlichen Gymnastums in Köllnische Heide. Treffen 9% Uhr am Bahnhof 5röllnische Heide. Bezirksausschus; für Arbeiterwohlfahrt. 1. Xxtis Mitte. Freitag. 23. Oktober, 10U llhr. Blumenstr. 88, Aufgang 8, l?r., N. Kursusabend. Genosse Becker spricht über„Schutzaufsicht, Vormund- ichast, Pflegschaft. � i i-, t. 4-1 � Achtung, litrcisleiterfinnen) der Arbeiterwohlfahrt! Die bestellten Iß j Lose und das Propagandamaterial können ad heute täglich, außer Sonn- f � M abends, von 5—7 llhr abgeholt werden, Lindenftr. 3, 2. Hof, 2 Tr., � Zimmer 17 Arbeitsgemeinschaft der kinderfreunde Grofz-Berlin. Prenzlauer Berg: Wir spielen modernes Aasperle am Sonnabend u.m llhr Danziger Str. 23. Cinlaß ab 16 Uhr. 15 Pf. Kinder, Erwerbslose WMMchsMMWMW»»� 16----»->»••».—«V•« 10 Pf., Erwachsene 25 Pf. Ende gegen 18 Uhr. Spandau: Aasperle-Theatcr am Sonntag, 25. Sewades Festfälen, Spandau, Schönwaldcr Str. 98. 30 Pf. Gruppe Tempelhof: Rote und Iunafalken-Wanderung nach Strausberg- Erkner. Treffpunkt 8% Uhr Bahnhof Tempelhof. Oktober, um 1.5 Uhr, in Kinder 15 Pf., Erwachsene Sterbetafel der Groß-Berliner Partei-Organisation 17. Abt. Unser Genosse Emil Krause, Müllersir. 1ö6a, ist nach 25jähri. ger Mitgliedschaft verstorben. Einäschrrung Sonnabend, 24. Oktober, 10 llhr, rm Krematorium Gerichtstraßr. Rcgr Beteiligung wird erwartet. Vorkrage, Vereine und Versammlungen Reichsbanner„Schwarz-Rol-Gold'. Geschäftsstelle: Berlin S. 1«. Sebastianstr 37-38. So' 2.?«. Freitag, 23. Oktober. Lichtenberg: Ilm 2« Ubr haben Mftglieder. Versammlungen in den bekannten Lokalen die Kameradschaften Box. bogen, Rummelsburg und Giistao Tempel.— Sounabcad. 24. Oktober. Lichte u. beeg. Kameradschakt TraoevlaN: 20 Uhr Sitzung in der Partcibibliothck, Weichselftr. W. An schließend Vortrag:„Fremdenlegionar erzählt seine Erleb. Nisse". Gäste willkommen. Bernau: 20t„ Uhr wichtige Versammlung im Ver- einslokal.— Sonntag, 25. Oktober. Wedding lOrtsverein): Tressvunlte zur KKS.-Uebnng in Friedrichsfelbe 7>„ Uhr 1. und 2. Abt. sowie Sungba, 9 Ubr 3. und 4. Abt. U-Bhs. Gesundbrunnen. Prenzlauer Berg kOrtsv-r-rnl: Ä Ubr in den Bcrolina-Sälen. Schönbauscr Allee 28, Filmvortrag. Einlrilt IN Pf., Erwerbslose frei.»eruaii: 7'? Uhr Antrete» in Vunbcsklctbung mit Mufik, aber ohne Fahnen, zur Fahrt nach Virkeilwerder. Kreis Vlll, Bezirk Bernau: 10 Ubr Tr-fien des Bezirks in Birkenwerdrr. Die Bereine stehen um 9 Ubr cot Babuhof Birkenwcrder. Fahren nicht mitbringen. Kameradichait Bernau: Fahrt naöl Birtenwerder. Die Vereine Ladebilrg und Bernau stehen UM 71 5 Uhr am Vereinslokal in Bernau. Börnicke kommt per Auto. Routgrit. tal steht um 74 Uhr au bekannter Stelle. Arbeiter-Abstincatcn.Buud. Bozirksgruppe Prenzlauer Berg: Sonnabend, 24. Oktober, 20 Uhr, alkoholfreie Saststätte. Inrmanuelkirchstr. 9, Gruppenabend. Gäste willkommen.— Bezirksgruppe Norden: Sonnabend, 24. Oktober. 20 Uhr, oltoholfreie Gaststätte, Malplaquetftr. 28. Gruppenabend. Gäste willkonunen.— Bezirksgruppe Neukölln: Monlag. 20. Oktober. 20 Uhr, Jugendheim Bergstr. 29, Zimmer 5, Gruppenabend. Gäste willkommen. „Grammophon"—„Die Stimme seines Herrn" bringt in der Serie„Braun"-Etikest ein volkstümliches«challplaUcnrepcrtoire an ausgezeichneten Orchesterplatten, Gesangsanfnahinen und allen neuen Tanz- und Tonfilmschlagern. Der gerade jetzt populäre Preis von 2,— Mark für die doppelseitig bespielte, nach neuestem clek- trischcn Verfahren aufgenoinmene Platte ist für dieses Marken- fabrikat ganz besonders bemerkenswert. Suppen-*«* fleisch pm�u U,Du !Cassi?.r0,88 Roastbeef ohne Knochen, Pfd. von Stf.Wi .tyuie, m* •Amurlachs gakroren, L Pfd. Ton 8,45 Gekochter Schlnkenn � mit Schwarte,'I, Pfd. w J W fe? Preise nur Freitag und Sonnabend.— Mengenabgabe vorbehalten.— Verkauf soweit Vorrat— Fleisch und leichtverderbliche Waren eind vom Versand ausgeschlossen.— Die Zusendung von Lebensmitteln erfolgt bei Bestellung von 6,00 Mark an. schnitzelt 1,70 Hirech- n n rasoutpidvon Ufilti SS,'.. 0.70 Kaninchen Pfd. von. 6,85 E n t e n{] 7S Pfd. von.............. IlfJV Oderbrucher Mastgänse f) flK Pfd. TOU.............. UfU? !ücklin3e8,ZG Lachs geschnitten,'/i Pfd. von 6,48 ölsardinen 5 Portion e dosen...... 8.85 Frisches Fleisch Wurstwaren Kalbskamm->. stetig. Ffd.T. 0,62 Kalbsrücken od.-Brust_ Pfd. von 0,72 Kalbskeule bis S Pfund schwer, ganz od. geteilt, Pfd.T. 0,84 Kalbskotelett.... Pfd. van 1,24 SchweinebauchaBig. Pfd. 0,74 Schweineschulterblatt. ohne Beilage............. Pfd. 0,74 Schweineschinken mit stein................. Pfd. 0,74 Schweinekamm och-Scjum rxcal Ltr I Cr IL•••• K 1U.* Uli I, j t-rv�liVT�riii�rataiiiiii-«-• Kalbsroulade geroUtPfd-T. 1,28 j°hn® Beilage......„Pfd. von 0,88 «5r.hro/,e4i„„m ft qa' Schweinekotelett Pfd.?. 0,96 S5CnmorTl.o.Knoca.,P(d. von U,94,|__... N».., nn Eisbein innspifih„gepak„Pfd.0,60 Rouladen.......... Pfd. von 1,06 Schweinekönfatn.SarlM.Pld.O.dO Hausmacher-Sülze..Pfd. 0,48 Sülzwurst.............. Pfd. 0,78 Bauern Leberwurst.. Pfd. 0,85 Speckwurst Thür. Art.. Pfd. 0,83 Fleischwurst......... Pfd. 0,88 Dampfwurst........... Pfd. 0,88 Fetter Speck......... Pfd. 0,92 BreslauerBrühwurstPH. 0,98 Schinkenpolnische..Pfd. 1,18 Gefüllter Schinken..Pfd. 1,25 ff. Leberwurst......... Ptd.1,18 Zervelat oder Salami....Pld. 1,35 Bierwurst.............. Pfd. 1,35 Fileiwurst.............. Pfd. 1 ,49 T eewurst fein.......... Pfd. 1 ,38 Schinkenecken...... Pfd. 0.95 Rinderbacken........ Pfd. 0,48 Rinderherzen......... Pfd. 0,54 Euter................... Pfd. 0,24 Hammel-Tord»rfle(»«h, Pfd. v. 0,76 Geflügel und Wild Schweineköpfe-rtz-ri�. Pfd. 0,40 Rückenfett bratfertig. Pfd. 0,80 Schweinenieren...... Pfd. 0,68 Hammel-»ordertl., jefr, PM.r. 0,58 Rinderleber gefroren,. Pfd. 0,98 SuppenhUhnerfrisch.Pfd.T. 0,72 Hühner getruien... Pfd. von 0,84 GänsestUckenflei8chPtd.t.0,86 Gänsekeulen....Ptd, von 1,30 Hirschkeule...... Pfd. von 0,98 HirschrUcken..... Pfd. von 0,82 Fische und Räucherwaren 'Leb. Hechte......... Pid. 0,96'Grüne Heringe.... 3Pfd. 0,44 •Leb. Schleie......... Pfd. 0,96| Schellflschgeriacb., Pfd. ▼. 0,38 •Lebende Aale...Pfd. von 1,20' Makrelen geräuchert..Pfd 0,38 •Lebende Karpfen Pfdvon0,75| Seelachsgertachert.""" 'Schellfisch l.g........ Ptd 0,24 'Seelachs pr.»,K«|it.i. g.,Piww 0,26 •Kabeljau gr,o.K.,Lg,PfdT, 0,30 'Rotbars im ganzen... Pfd. 0,23 •Fischfilet............. Pfd 0,44 Pfd 0,48 Rotbars geräuchert..... Pfd 0.52 Sauerkohl.............. Pfd 0,10 Mayonnaise........... Pfd 0,70 Heringssalat.......... Pfd. 0,70 Stückenlachs...Pfd. von 1,48 'In allen Hiutern touer ändreudtritge Knoblauchwurst..... Pfd 0,98! Schinkenspeck...... Pfd 1,45 Mettwurst sttschw. Art, Pfd 0.98; Zervelat Im Pettdarm...Pfd 1,38 Jagdwurst............. Pid. 0,98 Gänsebru8ti.p.«.h>iti.St,Pid. 2.60 MagererSpeckiRippFi. pm. 1,15 1 Gänsebrust gMciraiitei.'szPfd 0,70 Käse und Fette Camem bert voiifett, Sttiachtei 0,20' Steinbuscher vollfett Pfd 0,72 Romadour halbfett... stück 0,22, Holländer 40%........ Pfd 0,72 Delikatesskäse a stück 0,25 Edameräd«/............. Pfd 0,72 Ha�er Käse.......�.Pfd 0,35 sriekäse voiifett....... Pfd 0,72 /Jlto.SUngenkäsewvPfd 0.44 Münster-Käse voiifett Pfd 0,95 A Ig.Stangenkäse«M0,80 j Molkereibutter...Pfd. von 1,1 8 1 ilsifer......... Pfd 0,54 f<0>«>öfett............ 2 PM. 0, 75 Blockkäse Palmbutter 100% 5»,... Ptd 0,34 iimmeuthaier Art, 30o/„ Pfd 0,93! Bratenschmalz....... Pfd. 0,58 Dän. Schweizer so»/» Pfd 0,75 l Rohschmalz........... Pfd. 0,58 Sahnenkäse so»;,...... pm. 1,15 j Griebenschmalz..... Pfd 0,64 Obst und Gemüse Tilsiter voiifett........... Pfd 8.72 Marsarinefl 15 2 Pick. Toa........... AI 1 1 rf e I aste Marken-�.g butter Linsen 2 m................ 8.25 Viktoria-*»» Erbsen2p,dU(Jy Kolonialwaren Weisse Bohnen..... Pfd 0,1 4; Kakao loee. stark entslt, pm. 0,58 Grüne Erbsen........ Pfd 0,26 Kaffeemischung Gelbe Erbsen poliert, Pfd 0,28 WioBohnen, Pfd. I.IO.SOsst, Pfd 0,64 Tafelreis........... pm. von 0,16 Tee lose................ sog 0,36 Bruchmakkaronl..... Prd0,44 Auszugmehl. B-PM.-stentel 1,35 Schnittnudeln........ Pfd 0,44 I a-ptd.-Beutci.................. 0,64 Backobst......... pm, von 0,40 Aprikosen getmekn., Pfd.v. 0,60 Birnen getrocknet....... Pfd 0,58 Pflaumen getrockn-.Pfdvon 0,28 Musäpfel............. 3 pm. 0,20 Essäpfel............. 2 Pfd 0,25 Goldparmänen........ Pfd 0.15 Renetten............. 2 pm. 0,25 Kochbirnen......... 3 pm. 0,20 Essbirnen.......... 2 pm. 0,25 Weintrauben....... 2 PM. 0,35 Bananen.............. 3 Pfd. 0,74 Kranzfeigen........... Pfd. 0,30 Erdnüsse.............. pm. 0,28 Weizenmehl.......... pm. 0,22 Sultaninen........... Pfd. 0,40 Kokosraspel......... Pfd. 0,40 Mandeln süss.......... Pfd 1 ,50 Weisskohl........... Pfd 0.05 Wirsingkohl.......... Ptd 0 05 Rotkohl................. Pfd 0,05 Rosenkohl........... 2 Pfd 0.35 Spinat................ 3 Pfd 0,28 Möhren gevaseden.... 3 Pfd 0,1 0 Rübchen............... pm. 0,06 Grüne Bohnen........ pm. 0 22 Sellerie gewaschen... 3 Pfd. 0,25 Kohlrüben............. pm. 0,05 ..Dt*. von 0,25 Zwiebeln............. 3 pm. 0,20 Konserven dos» Kaiserschoten........... 1,45 j Pfefferlinge............... 0,95 Junge Erbsen fein........ 1,10' Sellerie.................... 0,75 Junge Erbsen mittelfein.. 0,80 Reineclauden............ 1,10 Gemüseerbsen.......... 0,55' Ananas s6ebeib.l,«,2Scheib.0 ,45 Leipziger Allerlei........ 0,85 i Kirschen saare, m. st...... 1.00 Gem. Gemüse fein....... 1,40 j Kirschen saure, o. st..... 1,25 Zitronen. 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Oktober gestorben ist. Die Beetdioung swdet Sannabeud. den 24. Okiober, nachmittags 2'/, Ubr, von der Leichenhalle des Kirchhofes in Stahnsdorf aus statt. Ferner verstarb am 20. Oktober unier Kollege, der Schlosser NiiKo Petruschke geboten am 17. Januar 1869. Die Beerdigung findet Eounabeud, den 24. Oktober, nachuiittags 1>/, Uhr. von der Leichenhalle des Neuen Thomas-Kirchhofes>n Neuiölln, Her- Mannstraße, aus statt. Ehre ihrem Andenken! Rege Beteiligung erwartet vto Ortovewaltang, Für die überaus rege AnleUnahme beim Heimgänge unferes lieben, teuren Vßsrdert sagen wir allen Beteiliiten. insbe- sondere dem Redner Genossen Lenze, dem Freien Saorlvereia Welßensee, dem Vertreter des Vaugewertsbundes, der Firma Makler und den Mietern der Häuser Wilhelmstraße 2 und Lehderstraße 11 unseren innigsten DanL Familie Otto Nerlldi. Berlin-Weißenlee, Wilhelmstr 2 Oanksa�nng Für die rege Anteilnahme beim Heimgang meines lieben Mannes sage Ich allen Beteiligten sowie der SPD.. Bezirk Weddöng, und der Kansmn-Senossenschast Berlin metnen b«aischsten Sank. Frao Ann« DUttott OeuisdinliletallaMrtibanil Sonnabend, den 24. Otlobec,»ach mittags 1 kähr. Im Gatai Järflet, Zorsler Skr. 19 Brandien'VersammlDDö der arbeitslosen metaiidrücKer und Polierer Tagesordnung: 1. Vottra g: Die gegenwärtige Wirb sdiaflsiage. 3. Verschiedenes Ohne Mitgliedsbuch t e i n Zutritt. Zahlreicher Besuch wird erwartet. Ute OrtsvcrwaltonE. wm fr Du fchöne Böden haben iNimm nur r mit dm Raben Mu Wervrtarkgnl Gewdmaaszag I. klaffe W. Preutzijch-Süddeulsch« Staats-Lotterie. Ohne Gewähr Nachdruck verboten Auf fede gezogene Nummer find zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar fe einer auf die Los« gleicher Nummer in den beiden Abteilunge» I und ll So. Z. ZII 2. Ziehungstag 22. Oktober 1931 In der heutigen Bvrmittagsziehung wurden Gewinne über 300 M. gezogen 4 Gewinne zu 1 0000 M. 296338 372544 2 Gewinne in 5000 M. 293330 4 Gewinn«|U 3000 011. 75913 354287 1 2 Gewinn« zu 2000 W. 232217 27SS53 276927 323799 347811 394501 30 Gewinne ,n 1000 M. 18135 20154 20210 27461 53242 96643 164482 273058 279988 324200 331431 335667 353322 363067 36968 1 38 Gewinne|U 800 DL 12006 50215 115716 135417 161430 231254 243519 246418 255119 284743 302237 332190 332426 333915 371977 380209 386770 393079 397851 50 Gewinne zu 500 W. 529 28607 33349 57277 77946 37982 115724 129277 130017 140344 160216 186165 201017 206752 222777241668 242478 261989 267088 271273 273477 292397 335211 361991 393248 On der heutigen Nochinittagsziehung wurden Gewinne über 300 M. gezogen 4 Gewinn« M 5000 W. 74278 366966 2 Gewinn« ,n 3000 M. 291262 2 Gewinn» i» 2000 M. 234633 22 Gewinne.n 1000«L 34096 82954 93324 165340 170569 195725 243392 278248 289419 357398 371356 36 Gewinne IN 800 M. 7759 30105 50267 152538 177729 203465 203934 220715 222442 233005 242457 242605 253916 259940 264664 302096 345340 348128 46 Gewinne z» 500 M. 13374 34122 52614 55SSS 64959 122740 130303 I 53436 I 62209 172231 138530 189528 232753 253636226773 261 SOS 262342 2S2S26 SN 161 327232 323233 371343 399662 Die Ziehung der i. Klaff« der 38. Prentzlfch- Eüddentfchev (264. Preubifcheo) Staats-Lottene Ludet im 20. nab 2L Noobr. 1331 statt. Der Aechtsanwalt Hermann Sdzrader, Berlin W 35. Pmsdamer Straß« JS, ha: namens des früheren Beamlen der Pik- lorta, Fsnvr• Berficherungs-Aktieugeiell. schalt Wi belm BsrIOsias die unter' zeichnete Soruchstelle gemäß Art. 12 flgbc der D irchlührungsverordnung zum Aul- wertiingsgesetz vom 8. Just 192«(RGBL I S. 403) mit dem Anirage angerufen 1. festzustellen, daß die den Perfiche rungsbeamten der Viktaiia-Aeuer' Vcrstcherungs-Atliengesellfchait von der Bittaria zu Berlin. Aügemciiu Verficherungs-Aktiengeselllchaft, ge währten Versichetuugsscheine zu. lamuisngelaßl als Ansprüche geaen e:»e Beirtebsornfipus'assr der Vit toria z» Berlin. Allgemeine Ver ficherungs»AG zu gelten baden. 2. zu entscheiden, daß die Mittel der Kasse nicht lehigilch ans freiwilligen Zuwendungen der Ardeitgederin her' rühren, sowie daß das Vermögen der Kasse weder gesondert zu ver- walten nnd anzulegen war, noch gesondert oerwallet und angelegl worden ist. Es wird darmit hin- gewiesen, daß die demnächst er- gehende Enticheidung der Spruch- stelle gegenüber allen Gläubigern der behaupteten Kasse, auch soweit sie sich nicht an dem Verfahren be- keilige».»inheiilich wirkt. Berlin, den 17. Ottober 19ZL Svruchstelle beim KammergerichL rix' Kapilli 1 liaa