BERLIN Zreitag 23. Ottober 1931 10 Pf. 7tr. 495 B249 48. Jahrgang SescheisttSglia a«ßerS»a«»t«a«. Zugleich Abendausgabe de«.Donsärtt�. TezuzSvrns beide Ausgaben tu Pf.»roBvche, s,ßO®L rte SRcn«. Redakllon und LrvedlNsu: Berlin SW««.kindeilKr.S Zernsvrecher: Dönhoffs 7)232— 29? JÄtftousfa ©ieeteftaftiselRetawwffleietI« 80 ReNamezeile 5 M. LrmäKigu»«n nach Tar« Pvßscheckkoat»: Dvrwärtt�Bcrlaz G.m.d.H� Berlin Nr.»? SM.- Der Verla, behält ftch da« Recht der Ablebnun, nicht genehmer Anzergen v»r? 4 Opfer einer Hungertragödie Vater erschlägt seine Familie und tötet sich selbst Entsetzliehe Familientragödie im Berliner C sten. In der Sadiner Strafte wurde heute vor- mittag eine vierköpfige Familie tot anfge» f u n d e n. Der Vater des LSjährige« Arbeiters Kurt Loge wollte heute vormittag seiuen Sohn, der im Hause Kadiner Strafte 6. Hof 2 Treppen, wohnt, besuchen und fand trotz mehrfachen Klopfens keinen Einlaft. Er schöpfte Verdacht und benachrichtigte die Polizei, die mit Unterstützung der Feuerwehr die Wohnung gewaltsam öffnete. Hier bot sich ihnen ein schreckliches Bild. Man fand die 27 Jahre alte Frau Martha und ihre beiden Kinder im Alter von 4 Jahren und 7 Mo- uateutot auf, während der Ehemann sich erhängt hatte. Die Ehefrau und der älteste Sohn wiesen schwere Kopfwunden auf. Nach dem erste» Befund der Seiche» ist anzunehmen, daft sie schon am vergange« nrn Dienstag ermordet sein mnftteu. Das fiebe» Monate alte Söhnchen Willi hatte keine Verletzung, und es ist wahrscheinlich, daft das Kind verhungert ist. Außerdem wurde festgestellt, daft sich der Ehemann erst in der Nacht von geftrn auf heute erhängt habe«»uft. Arbeitslosigkeit scheint die Ursache zu dieser grauenvolle» Tat zu sein. Wieder Mord an einer Greifln. Dom Uatermleter erschlagen und beraubt. IVSHrend die Alordkommisflou in Basdorf in später Nachtstunde gerade mit der ersten Etappe zur Slärung des Verbrechens an der 70 Zahre allen 3 tau des pensionierten Eisenbahners Ialtin fertig war, kam aus dem Norden Berlins, aus der llngermündcr Strafte S. ein zweiler Mordalarm. Auch in diese« Aalle war des Opfer eine 7Ssährlge Jtau, die auf bcstallsche Weise er- «nordet worden war. Die Unglückliche, eine Witwe Luise w a b- nitz, ist nach den bisherigen Aeflstcllnngen von einem ihrer Untermieter, einen etwa IS bis 20 Zahre allen Mensche«, um- gebracht und beraubt worden. Frau Wabnitz besitzt im lzause Angermünder Strafte S«ine aus drei Zimmern und Küche bestehende Wohnung. Zwei Zimmer hott« sie davon abvermietet. Das Hintere Zimmer bewohnte seit länger?.? Zeit ein Kaufmann Mannor, das vordere Zimmer, das dem Wohn» zimmer der Greisin gegenüberliegt, stand eine Zeitlang frei, wurde aber am Dienstag von einem jungen Mann bezogen. Der neue Mieter wurde dem Kaufmann Mannor von der Wirtin auch vorgestellt: M. hat aber auf den Namen nicht recht geachtet und kann sich daher auf ihn nicht mehr erinnern. Als der Kaufmann in der vergangenen Nacht kurz nach �l Uhr heimkehrte und den Schlüsiel zu seinem Zimmer vom Schlüsielbrett abnehmen wollte, fand er chn nicht vor. M. ging darauf in die Küche, um Frau Wabnitz zu wecken. Als er die Tür geöffael und Lichl gemacht Halle, sah er seine greise Wirtin in einer BlnNnche tat auf dem Boden liegen. M. alarmierte sofort die Polizei. Da es schon auf den ersten An- blick keinen Zweifel gab. daft die alte Frau einem Verbrechen zum Opfer gefallen war. wurde unverzüglich die Mordkommission ge- rufen. Die nähere Untersuchung der Leiche ergab dann, daft Frau Wabnitz aus bestialische Weise getötet worden war. Der Kopf und das Gesicht wiesen unzählige schwere Verletzungen auf: die Schäd-l- decke war völlig zertrümmert. Um den Hals der Frau war ein Handtuch geschlungen und fest zugeknotet. Neben dem linken Arm der Ermordeten lag-in mit Leder umwickelter Totschlager. Die nächsten Ermittlungen bezogen sich darauf, was in der Wohnung geraubt wurde. Die Behültnisie im Zimmer der Greisin waren sämtlich durchwühlt, alle Schubladen aufgezogen, und der Irchall lag zum Teil zerstreut auf dem Fuftboden umher, pb- gleich Frau W. in bescheidenen Derhällnisien lebte, hat sie vermutlich kleine Ersparnisse gehabt, die dem Täter in die Hände gefallen sein dürften. Als der Untermieter in feinem Kleiderschrank nachsah, entdeckte er, daß ein guter blauer Anzug fehlte. Diesen hat der Mörder zweifellos an sich genommen. Es besteht nach den bisherigen Feststellungen kaum ein Zweifel, daft sich der Täter nur zu dem Zweck eingemietet hat, um den Mord an der Greisin anp- zuführen. Der Bursche ist etwa 18 bis Jahr« alt. 1�8 Meter groft und hatte dunkelblondes Haar. Er trug«inen dunkelgrauen Anzug: es wird aber vermutet, daß er jetzt den gestohlene» blauen Anzug trägt. Trotz derWIrtsdiaftskrisc und„Spaltung-, traft Trommelfeuer der Lüge und Verleumdung von rechts und links, hat unsere Organisation in Berlin nach Ab- schlaft des 3. Quartals und nach geprüften Angaben der Abkeilungs- kassierer keinen Rückgang, sondern eine Zunahme oon 355 zahlenden Mitgliedern zu verzeichnen. Di« Mitgliederzahl beträgt setzt 82 43V. und zwar VI 2V7 Männer«nd 24 4V3 Frauen. Wieviel zahlende Mitglieder haben«vohl die Kommunisten? wie- viel die Nazis? Rod wieviel die SApeure? wir können uns dieses Erfolges unserer zuverlässigen Znnk- tiouöre freuen und rufen ihnen mit Dank erneut zu: V/o bleibt dcrzweite Mann? Bezltkevor stand der SPD- Berlin L A-: Alex Pegel«. Die Konferenz von Washington Amerika schickt Gold/ Hoovers Absichten noch unbekannt Während Laval»ach Anrerika fuhr, habe» die Ozean- daurpfer„Deutschland" und„President Noosevelt" Gold für 8VV Millionen Franke» nach Cherbourg gebracht, von wo es an Pariser Banken befördert wird. lieber die Besprechungen H o o v e r s und Stirn sons mit Sabal, bei denen zwei Dolmetscher mitwirkten, melde» Pariser Blätter: Paris, 23. Oktober.(Eigenbericht.) Auf der Fahrt von New V<"k nach Washington besprachen Laval und Stimson vor allem das Programm der Verhandlungen mit Hoöver. Stimson äußerte seine Besorgnis Über die A k t i o i t ä t gewisser Deutschamerikaner, die versuchten, die fran- zösisch-amerikanischen Verhandlungen zu erschweren: besonders die auf die S i ch e r h e i t bezügliche Stelle der New-Aorker Rede Lavals werde oon deillschland freundlichen Bankiers für ihre Zwecke aus- gebeutet werden. Laval habe darauf erklärt, daß er in den Fragen der Sicherhell nicht nachgeben würde. Stimson sei für eine mehr frankreichfreundliche Politik Amerikas. Entsprechende Aeußerungen Stimsons hallen auf Laval einen günstigen Eindruck gemacht, aber es frage sich, ob es Stimson gelingen werde, Hoooer zn über- zeugen und von seinen Vorurteilen abznbrlngeo. Ein gut unterrichteter Amerikaner habe erklärt, daft die USA.- Regierung aus dem Gebiet der Sicherhell Frankreichs nichts an- bieten werde, nicht einmal«inen einfachen Konsultativpakt, und daß Frankreich eine Herabsetzung seiner Schulden nur gegen umfangreiche Abrüstungsmaßnahmen gewährt würde. Der Senat würde sich weigern, eine andere Kombination zu billigen. Nach seiner Ankunft in Washington hat Laval in dem Privat- Haus des Botschafters Edge(als Vertreters der USA. in Paris), wo er wohnt, Vertreter der amerikanischen Presse empfangen. Auf die Aeufterung, man hätte den Eindruck, daß vor allem vier Fragen Gegenstand der Lerhandlunge« bllden würden, nämlich Derstär- kung des Kellogg-Pattes, Borbereitung der Ab» rüftungskonferenz, Kriegsschulden und wirtschaftlich-finanzielle Stabilisierung, antwortete Laval:„Warum soll die Zahl der Weltprobleme aus vier beschränkt werden? Frankreich ist bereit, über alles zu sprechen, was nicht bedeuten soll, daß die Prüfung aller dieser Fragen zu einer endgültigen Lösung führt.' Die Frage, ob Frankreich nichts zu fardern habe, beantwortete Laval mll der Erklärung:„Absolut nichts. Es ist im Gegenteil bereit, sich unter Wahrung seiner wesentlichen Rechte und Interessen den anderen Völkern zur Verfügung zu stellen.' Die Ausführungen Lavals Über die Sicherhell in feiner New« Parker Rede werden in Paris auch von der radikalen Presse in vollem Umfange gebilligt. L« o n Blum vergleicht im..Populalle' die Reise Lavals mll der Reif« Biviani» zur Washingtoner Abrüstungskonferenz 1922, auf der es Frankreich gelungen ist. die Sandabrüstung vom Kon- serenzprogramm auszuschalten was einer der gräftlea und verderblichsten Fehler der stguzöflfche» Pollstk gewesen fei. Jetzt beherrsche die Abrüstung wie vor 10 Jahr« wieder dl« Washingtoner Unterhaltung.- Die Abrüstung sei ohne Zustimmung Frankreichs nicht möglich. Alle Well gebe zu. daß das Heilmittel für die Weltkrise nur in internationaler Zusammenarbeit besteh«, die aber in«inen« bewaffneten Europa nicht durchgeführt werden könne. Nazi-Mordbuben vor Gericht Hitler stellt den Mördern einen Verteidiger Hamburg, 23. Oktober. Das kommunistische Lurgerschastsmitgiied Henning wurde in der Nacht zum 15. März in einem Autobus, der von Zollen- spieker nach Hamburg fuhr, kurz hinter Ochsenwärder erschossen. IVahrheH über tßrnunfchweig Steide Sterläil und tßilder in der Sieilage In Fünfhausen Haren drei Männer den Autobus bestiegen, die zu- nächst ruhig Platz»ahmen, plötzlich aber Pistolen zogen und den Fahrgästen �Händs hoch!' zuriefen. Dann fragten sie Henning, od er bis kommunistische Bürgerschaftsmllglieb Andrä sei und forderten chn auf, seine Papiere zu zeigen. Als Henning darauf feinen Namen nannte, erwiderten sie:.Dich suchen wir g e« rade!" Im gleichen Augenblick gaben sie mehrere Schüsse aus chn ab, sprangen aus dem Wagen und schassen noch von draußen in den Wagen. Henning wurde g e> ta t e t, und eine im Wagen sitzende Lehrerin erhielt zwei Bein- schüsie. Die Täter entkamen im Dunkel. Der Fahrer des Wagens gab an. daß er kurz hinter Ochsenwärder plötzlich van einem Fahr- gast aufgefordert wurde, zu hallen. Der Chauffeur fuhr zunächst ruhig weller, da er diese Aufforderung für einen Scherz hiell: als er aber drei Revolver auf sich gerichtet sah, habe er gehalten. Nach- dem die Tater den Wagen verlassen hallen, fuhr der Fahrer in schnellstem Tempo nach Hamburg und verständigte in Rateulrnrgs- ort die Polizei, die sofort ein Uebersollkommando zum Tatort sandte. Von den Tätern ivar nichts zu sehen. In der Nacht zum 16. März stellten sich, die Natiannlsozialisten Jansen und Baurnel als Täter. Ihr Kumpan Höckmeyer wurde am Vormittag des 16. März auf offener Straße festgenommen. Alle drei sind Nationalsozialisten. Alle drei Täter wurden im Verfolg dieser Tat formell aus der Partei ausgeschlossen, indessen stellt« sie ihnen auf Weisung Hitlers den Rechtsanwalt Frank II als Verteidiger! Alle drei haben sich nun am 3. November vor dem Ham burger Schwurgericht unter der Anklage des Mordes zu ver antworten. Versammlungsfreiheii. Kommunisten rufen nach ihr...! Die„Rote Fahne' speit Flammen der Entrüstung, well der Pa- lizeipräsident eine kommunistische Massenkundgebung im Lustgarten verboten hat. Sie tut so. als ob es in Deutschland gar keine Ver» sammlungsfreihell mehr gäbe. In der Spalte nebenan aber berichtet sie über eine..Niesenkundgebung' im Sportpalast. auf die sie offenbar sehr stolz ist, obwohl nur ein Drille! des Raumes besetzt war.(Als Rednerin war Frau T a r h a r st angekündigt, aber Renegaten ziehen offenbar bei der Berliner Arbellerschaft nicht.) Immerhin ist bewiesen, daft die Kammuniften mehr Versammlungen veranstalten als füllen können. Andererseits freilich ist e» nicht verständlich, warum Herrn Erich W e i n e r t das Rezitieren im Sportpalast verboten wurde: seine Verse werden die Republik be- stimmt nicht umwerfen. Die Kommunisten würden mll ihrem Ruf nach nach mehr Ver- sammlungsfreihell mehr Erfolg haben, wenn sie ihre'Anhänger dazu erziehen könnten, dir Versammlungsfreiheit anderer zu respektieren und aus den Holztomment zu verzichten. Solange sie überall Hort, wo sie sich dazu stark genug fühlen, die Dersammlungssreiheit anderer unterbinden, werden sie als Bundesgenosien im Kampf für ein« vollkommene Verjammlungsfreihell schlecht zu brauchen sein. KPD.-Pleite im Sportpalast. Uns wird geschrieben: Am Donnerstag veranstalteten die Kommunisten im Sportpalast eine ihrer Massenkundgebungen. Trotz tagelanger Zeitungs» und ESulenpropagenda blieben die Massen jedoch aus. Es war den Ein. berufen, mit vieler Mühe nur gerade gelungen, de» Sportpalast bis zur Hälfte zu füllen. So macht« die..Massenkundgebung'«wen mehr als klSgklchen Eindruck. Es inSgen vielleicht 4000 Personen versammelt gewesen sein. Sicherlich waren die Schlägerkolonnen aus- geblieben, die man zu K l i e m s Festsälen abkommandiert hatte, um die Seydewitz-Versamlung auseinanderzuschlagen. Als„Kanone" unter den Rednern wurde eine ehemalige Sozial» denwkratin, Frau Thorhorst aus Düsseldorf, aufgefahren. Die anwesenden Gralshüter der leninistischen Linie bekamen Stielaugen, als die neugebackene Kommunistin mehr als zehnmal die„Linie" verbog. Mitunter glaubte man in einer syndikalistischen Versamm- lung zu sein. Erhöhte Llniversi.'ätsgehühren. Für die begabten Minderbemittelten soll gesorgt werden. Amtlich wird mitgeteilt.„Angesichts der sehr ernsten Ent- Wicklung der Staatsfinanzlage war auch auf dem Gebiete des Hochschulwesens eine sofortigeKürzung der Staats- zu schösse unvermeidlich. Der in der Oeffentlichkeit seit Wochen erörterte Abbau von ganzen Universitäten oder Fakultäten hat sich nur durch eine sofortige Erhöhung der Einnahmen des Staates ver- hindern lassen. Die preußische Unterrichtsverwaltung hat sich daher einer Erhöhung der Studiengcbühren. durch die eine monatliche Mehrbelastung von etwa 3 M. für den einzelnen Studenten eintritt, zu ihrem lebhaften Bedauern nicht entziehen können. Auch die übrigen deutschen Hochschulländer sind genötigt, die Hochschulgebühren für das Wintersemester wesentlich zu erhöhen. In der Oeffentlichkeit ist daraus hingewiesen worden, daß durch eine solche Erhöhung der Gebühren die Möglichkeit des sozialen Aufstiegs begabter Studierender eingeschränkt werde. Die preußische Unterrichtsverwaltung hat sich bemüht, gerade in dieser Hinsicht Norkehrungen zu treffen, die den Aufstieg begabter Studierender trotz aller durch die Gebührenerhöhung ent- standenen Schwierigkeiten erleichtern. Minderbemittelten begabten Studenten wird im kommenden Wintersemester in stärkerem Um- fange als bisher Befreiung von den Hochschulgebühren bewilligt werden können. Außerdem ist eine Erleichterung dadurch geschaffen worden, daß die Gebühren nicht wie bisher in zwei, sondern in vier über das Semester verteilten Raten gezahlt werden dürfen. Die preußische Unterrichtsverwaltung sieht diese Gebühren- erhöhung als eine Notmaßnahme an und hofft, möglichst bald wieder zu den niedrigeren Gebühren zurückkehren zu können. Osthilfe nur für Lunker! Die Rolle des Herm Treviranus— Abrechnung im Landtag Versteigerung mit Tumulten. Steuersaboteure am Werk. Kiel. 22. Oktober. fEigenbericht.j Die von den Nationalsozialisten und von der Nechten der ehemaligen Landvolkbewegung beein- flußten Bauern Schleswig. Hol st-ins sind dem seinerzeitigcn Aufruf des Landvolks gefolgt und weigern sich in zunehmendem Maße, ihre Steuerpflicht zu erfüllen. Die Propagan- disteu dieses Steuerstreiks sprechen zwar nicht von einer bewußt durchgeführten Steuersabotage, aber die Wirkung ist dieselbe. Das �Finanzamt hat bisher vermieden. Zwangsversteigerungen wegen rückständiger Steuern vorzunehmen.'Da aber die rechts- radikalen Bauern nicht nur die Abführung von Steuern verwefgern, sondern auch die Beiträge zu den Berufsgenossenschaft und den übrigen landwirtschaftlichen Organisationen nicht mehr zahlen, sind verschiedentlich die Organisationen zu Pfändungen und Zwangs- Versteigerungen geschritten. Dabei ist es die Regel, daß jede solche Zwangsoersteigerung zu Tumulten führt. So ist beispielsweise die Bersteigerung des Hofes des aus dem Bombenprozeß bekannten Hansen-Breitenfelde, der in der Nähe von Itzehoe liegt, dadurch verhindert worden, daß die Nazibauern ihre Anhänger von weither mobilisierten und mit zirka 1500 Personen vor das Bersteigerungs- lokal marschierten Der Dersteigerungstermin war vom Landgericht in letzter Minute aufgehoben worden, worauf die Führer eine De- monstration inszenierten, gegen die seltsamerweise die Polizei nicht einschritt, trotzdem eine Genehmigung für sie nicht vorlag. Oer Krauenmord in Basdorf. Der Mord an der XOjährigen Frau Faltin in Bas- darf, die gestern abend in einem Zimmer ihres Siedlungshauses in der Kolonie„Gänseluch" erschlagen aufgefunden wurde, be- schäftigte die Mordkommission'die ganze Nacht hindurch. Es wur- den noch einige Feststellungen gemacht, die bisher recht geheimnis- voll erscheinen. An je einem Fenster der Vorder- und Hinterfront des Hauses war der Kitt von den Scheiben abgekratzt. Die Spuren waren noch ganz frisch, man kann sich aber bisher nicht erklären, was das zu bedeuten hat, da die Scheiben selbst nicht gelöst waren. Sonderbar ist die Erklärung des Mannes der Ermordeten, der an- gibt, daß er bei seiner Heimkehr die Tür nicht aufbekam und später, nachdem er durch ein Fenster eingestiegen war, feststewe, daß der Riegel von innen vorgeschoben war. Bisher sieht es noch immer so aus, als ob Frau F. das Opfer eines Raub- mordes geworden ist. Die Kommodenkästen waren aufgezogen und einige Behältnisse durchwühlt. Ob etwas geraubt worden ist, konnte noch nicht ermittelt werden, da der Mann der Getöteten bisher kaum vernehmungsfähig war. Es scheint, daß zwischen dem Verbrecher und seinem Opfer ein Kampf stattgefunden hat, denn die Tote hielt in der einen Hand einige Haare krampfhaft um» klammert. Umfragen bei den Nachbarn haben ergeben, daß am Donnerstag nachmittag in unmittelbarer Nähe des Hauses einige verdächtige Männer auf Fahrrädern beobachtet wur- den. Da das Ehepaar das Siedlungshaus verkaufen wollte und schon wiederholt mit Reflektanten in Unterhandlungen stand, ist nicht ausgeschlossen, daß die Mordtat von einem Manne verübt wurde, der sich unter der Maske eines Käufers Zutritt oerschafft hatte. Die Nachforschungen der Mordkommission, die sich mit den Kam- missaren Lobbes und Stiller in Basdorf etabliert hat, werden mit aller Energie weitergeführt. BVG. baut Oirektorengehälter ab. Der Aufsichtsrat der Berliner Berkehrsgesellschait hat in seiner heutigen Sitzung die G e h ä l t e r der Vorstandsmitglieder der BBG. neu geregelt und neu herabgesetzt. Danach beziehen künftig Direktor L ü d k e als Vorsitzender des Vorstandes jährlich 36 000 M.. die Direktoren Brolat, Quark und Zangemeister jähr- lich je 30 000 M. Von diesen Bezügen werden die Beträge ge- kürzt, die nach den jeweils geltenden Bestimmungen von den Be- zügen der Beamten und Angestellten der Stadt Berlin(zur Zell 1Z Proz.) abgezogen werden. Auch die Gehälter der übrigen nicht unter Zpikfoerträge fallenden Angestellten wurde neu geregelt. Der Preußische Landtag begann am Freitag . die Debatte über den neuen deutschnationale« Miß- trauensantrag gegen den Landwirtschaftsministcr Dr. Steiger und die sozialdemokratische Große Anfrage wegen der Bevorzugung der Großgrundbesitzer. Abg. Schwechl(Dnat.) begründet den Mißtwuensantrag. Die Lage der Landwirtschaft sei verzweifelt, die Biehwirtschaft im Begriff zugrunde zu gehen.(Zurufe im Zentrum: Sie machen aus der N o t des Volkes ia nur ein Parteigeschäft! Große Unruhe.) Schuld an der Not hat das System, gegen das sich Brüning nicht durchsetzen kann. Die Einfuhr aus dem Ausland, die man auch mtt Hilfe der Devisenverordnung nicht drosselt, vernichtet den deutschen Arbeitsmarkt. Das Verbot jeglicher Einfuhr von Lebens- und Futtermitteln würde 1,3 Millionen Menschen sofort Arbeit geben.(Zuruf: Und was machen wir mit den 10 Milliarden Ausfuhr?) Auch im Reich regiert die Weimarer Koalition, geführt vom Marxismus.(Zuruf: Seht euch mal den ollen Marxisten Steiger an! Schallende Heiter- kett.) Herr Kloft vom Zentrum hat hier im Hause behauptet, daß es den Arbettslosen in Deutschland noch schlechter ginge als den Bauern. (Sehr wahr! bei den Soz.) Die Osthilfe erstickt unter der Dil- tatur der Preußenkasse. Dieses. System muß fallen und durch eine starke nationale Führung ersetzt werden.(Beifall rechts.) Abg. weidemann(Soz.) begründet die Große Anfrage der Sozialdemokratie über die B e- vorzugung des Großgrundbesitzes bei der Bertellung öffentlicher Gelder. Die Deutschnationalcn hätten schon über alles mögliche Untersuchungsausschüsse beantragt, nur bei der Verteilung der landwirtschafllichen Subventionen begehrten si« nicht zu schauen, was bisher die Götter gnädig bedecken mit Nacht und Grauen. (Heiterkett.) Die Umschuldungsaktion solle nach dem Gesetz, zur Ab- lösung drückender kurzfristiger Schulden dienen. Der deutschnatio- nale Abgeordnete vonPlehwe- Dwarischken habe aus einer Dollaranleihe einen langfristigen Kredit gehabt. Die Devisenstelle habe ihm daher Umschuld nngshilfe mit Recht verwei- g e r t. Herr von Plehwe wollte aber die auf seinem Gut lastenden Goldpfandbriefe zu dem jetzigen günstigen Kurs von 63 zurückkaufen. Infolgedessen hat der Minister Treviranus die Landstelle angewiesen, ihm gegen das Gesetz den Umschüldungskredft zu ge- währen. Gleichzeitig hat Herr Minister Treviranus bei der Reichs- versicherungsanstall für Angestellte für Herrn von Plehwe 165 000 Mark Kredite erwirkt und bei der Devisenstelle durchgesetzt, daß Herrn von Plehwe die nötigen Devisen zur Ablösung der Dollar- schuld zur Verfügung gestellt wurden.(Lebhaftes Hört, hört!) Die Deutschnationalen oerstünden es ausgezeichnet, ihre Sezessio- n i st e n Schiele und Treviranus für die weitere persön- liche Bereicherung der Großgrundbesitzer einzuspannen. Rur die öffentliche Kontrolle in der demokratischen Republik sei den Eine- beute! und Habebald noch unangenehm, deshalb erstrebten deutsch- nationale und nationalsozialistische Junker das Dritte Reich. Die skandalöse mrnovemberliche Begünstigung der Großgrund- besitzet werde hier und Pch durch die preußisch« Regierung gestört, daher der tödliche Haß gegen die jetzig« preußische Regierung. Die Harz-' burger Älossenfront stelle nichts anderes dar, als die Bereicherungs- pvlitik von Junker und Großkapitalist. Die Zusammenarbeit von Bauern und Arbeitern werde die neue gesellschaftlich« Gerechtigkeit begründen.(Lebhafter Beifall bei den Soz.) Ein Ministerialrat aus dem Landwirtschostsmiuisterium erklärt. daß die preußisch« Regierung auf Sie erwähnte Sanierungsaktion keinen direkten Einfluß habe, und daß die einzelnen angeordneten Sanierungsmaßnahmen ihr nicht bekannt seien. Abg. Pelers-Hochdonn(Soz.): Alle, die von Landwirtschaft etwas verstanden haben, Sie Herren v. d. Osten, Schlange-Schöningen, Hoesch, Hecken, Baecker-Berlin usw., haben sich von den Deutschnationalen getrennt. Jetzt vertritt der Hauptmann a. D. Schwecht bei den Deutschnationalen den deutschen Bauer! Ihm zur Seite stehen Herr Dr. Kaufhold und Herr Dermietzel, Sie der Landbund nicht einmal als Briefträger benutzt, wenn er seine alltägliche Bitte um Hilfe ins inarxistische preußische Landwirtschaftsministenum schickt.(Heiterkeit.) Das ganze Wehgeschrei stammt nur von dein Schmerz, daß die Junker die preußische Staatskasse nicht mehr ungestört aus- plündern können. Herr vo Plehwe, der Osthilfeempfänger, hat ja schon srüher uns wegen seiner reichen Entschädigungen für Kriegsschädea beschäftigt. In meiner letzten Rede in diesem Hause habe ich fest- gestellt, daß die Heeresverwaltung von Herrn von Plehwe mehr Remonten kauft, als von hundert Bauern zusammengenommen. (Hört, hört!) Jetzt, bei der Oschllfe, haben im Kresse Schlawe fünf Großgrundbesitzer drei Viertel des gesamten llmschuldnngskredites für sich genommen. Auch in Antlam hat der Großgrundbesitz über die Hälfte des Umschuldungskredites bekommen. Das ist das System des preußischen Junkertums! Weil wir dieses System stören, daher die Wut und der Haß. Wetteifernd mit den K o m m u n i st e n hat sich Herr Schwecht für die schleswig-holsteinische Bauernnotgemein- schaft und den Bombenleger Klaus Heim begeistert. Wer ist dieser Klaus Heim? Ein Antreiber und Leuteschinder der schlimmsten Sorte, den die organisierten dänischen Landarbeiter mit Schimpf und Schande davongejagt haben, der größte Arbeiter- Hasser im Kreise Eiderstedt, der mit seinen Freunden noch im letzten Winter die Landarbeilerverlreker mit Hunden aus den Dörfern gehetzt hat. Dieser Klaus Heim, der sich mit 30 000 M. an einem einzigen Hetzblatt betelligt hat, sst jetzt„d e r arme Bauer", mit dem die Kommunisten renommieren. Die anderen Führer der Notgemeinschaft sind auch keine ehrlichen Bauern, sondern Leute, die mit Inflationsgeld in Fettweiden spekuliert haben. Die deutsche Bauernschaft muß lernen, daß die wirtschaftliche Weisheit der Gegenwart heißt: Hat der Arbeiter Geld, sst der Bauer gut gestellt.(Sehr gut! bei den Soz.) Unsere Landwirtschaft krankt an nichts als an der mangelnden Kaufkraft der Arbeiler. Nur, weil die Arbeiterklasse nicht kaufkräftig sst, sind Butter- und Viehpreise jetzt auf ihren katastrophalen Tiesstand gesunken. Die deutschnationalen Todfeinde der Arbeiterlöhne sind zugleich die ärgslen Schädiger der deutschen Landwirtschaft. Wir hvfsen, daß alle ver- nünstigen Parlamentarier den Unfug der gehäuften Miß- t ra u« n tä n tra ge abweisen, und. lehnen selbstverständlich den heute gestellten Mißtrauensantrag ab.(Lebhafter Beifall bei den Sozialdemokraten.) Die Verhandlung dauert fort. Das tapfere Echneiderlein. Schreiber dieser Zeilen hatte selber Gelegenheit, in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag in lSrannschweig ein paar rote Terroristen dingfest zu machen. Goebbels im„Angriff." So sah das aus? Oer Mord an Zentert. Fünf Kommunisten wegen Aufruhrs vor Gericht. Am 29. Mai d. I. wurde der Polizeioberwachtmeister Z e n k e r t, ein vorzüglicher pflichttreuer Beamter, auf dem Senefelder Platz von einer heimtückisch gefeuerten Kugel tödlich verletzt. Der Polizeioberwachtmeister S ch o t t st ä d t wurde am Oberarm ver- wundet. Trotz ausgesetzter Belohnung in Höhe von 3000 M. konnten die Schützen bis heute nicht ermittelt werden. Vier Kommunisten werden steckbrieflich gesucht. Mit dem Kommunisten Becker, in dessen Wohnung zwölf Revolver und 1000 Stück Munitton gefunden wurden, beschäftigt sich der Reichsanwall. Fünf Kommuni ften hatten sich jetzt wegen Landfriedensbruchs und Aufruhrs vor dem Schöffengericht Berlin-Mitte zu verantworten. Bor den Schranken des Gericht« standen jetzt der 22Iährige Bau- arbeitet W e r b e l o w. der gleichaltrige Zapfer Mendt, die Brüder Hieronymus I a n o ch a, 45 Jahre alt, und Hans I a» nocha, 22 Jahre alt. sowie der 2ljährige Arbeiter Nickel. Die Anklag» gegen diese lautete auch aus unbefugten Waffen» besitz: der Verdacht de»»er suchten Morde» mußt» fallen gelassen werden. Anlaß zu der Schießerei bildet» die Abfahrt von Stahlheftymitgliedern der OrtsgruM» � Prenzlauer Berg zum Stahl» helmtag in Breslau. Die Kommunisten waren durch Handzettel auf- gefordert worden, dem Stahlhelm einen„warmen Abschied" zu beretten. Die Stahlhelmer hatten gerade die Treppe zum Eingang des Untergrundbahnhofes Senefelder Platz betreten, als auf der dem Bahnhof gegenüberliegenden Ecke Schönhauser Allee und Metzer Straße aus einer Gruppe von 12 bis 13 Kommunisten vor dem Lokal Hammerschlag der Ruf erschallte:„Nieder mit den Fa? s ch i st e n!" Einige Häuser wetter hiell sich eine zweite Gruppe Kommunisten auf. auch eine dritte wurde beobachtet. In der Nähe des Untergrundbahnhofes befanden sich vier Polizei» b e a m t e, unter diesen auf einer Insel Z e n k e r t und Schott- st ä d t. Auf den Ruf„Nieder mit den Faschisten" begaben sich beide in der Richtung zur Gruppe vor dem Lokal Hammerschlag. Im selben Augenblick fielen Schüsse, Zenkert und Schottstädt forderten zum Weitergehen auf: es fielen zwei weitere Schüsse, Zenkert und Schott- städt waren getroffen. Die Polizeibeamten hatten gesehen, wie der Schütze in Anschlagstellung stand: geschossen wurde auch aus der anderen Gruppe. Den Angeklagten wurde zur Last gelegt, daß sie sich unter den Gruppen am Senefelder Plötz befunden hätten. Nur Wendelow gab zu, sich in der Nähe des Lokals Hammerschlag aufgehalten zu haben; in der Gruppe, die angeblich den Schützen gedeckt habe, wollte er nicht gewesen sein. Die einzige Zeugin, die ihn mit Be- stimmtheit dicht neben dem Schützen gesehen haben wollte, machte einen nicht ganz sicheren Eindruck: die Polizcibeamten hatten ihn erst einen Augenblick später beobachtet. Noch weniger sicher waren die Aussagen der Zeugen in bezug auf die beiden angeklagten Brüder Janocha. Dagegen konnte ein Zeuge in dem Angeklagten Mendt mit aller Bestimmtheit denjenigen erkennen, der ihn daran gehindert hatte, den eigentlichen Täter zu verfolgen. Dem An- geklagten Nickels konnte nur mit Bestimmtheit nachgewiesen werden, daß er im Besitz eines Revolvers gewesen sei, den er bei einer anderen Gelegenheit auch mitgeführt hatte. Der Staatsanwalt beantragte gegen Werbelow und Mendt wegen Aufruhrs und Landfriedensbruchs je ein Jahr Gefängnis und gegen den Angeklagten Nickels wegen dieser beiden Berbrechen und unbefugten Waffenbesitz ein Jahr acht Monate Gefängnis. Das Gericht sprach die Brüder Janocha und Wer- below frei: gegen den letzteren, hieß es in der Urteilsbegründung, bestünden allerdings Verdachtsmomente. Nickels und Mendt wurden zu je sechs Monaten Gefängnis verurteilt: der erste nur wegen unbefugten Waffenbesitzes, der letztere wegen Be- günstigung: gegen Nickels, so sagte die Urteilsbegründung, bestünde allerdings der Verdacht, daß er der Täter gewesen sei. Mendt habe durch seine Handlung verhindert, daß der Schütze gefaßt wurde. . So bleibt der Mörder Zenkers vorläufig unbestraft. Eine valkansreundfchaftskonferenz von Regierungsvertretern der Türkei, Griechenland. Albaniens, Jugoslawiens. Ungarns und Vul- gariens tagt unter dem Borsitz des bulgarischen Sozialdemokraten Janko Sakasoff in Stambul. Si« hat keinerlei po'itische Ziele man will durch solche Besprechungen, durch gegenseitige Besuche'durch Erleichterungen im Resseverkehr usw. den Valkanvölkern zeigen daß das Verhältnis zwischen diesen Staaten sich bessert. Än di, Errichtung eine» Balkanbunde» ist nicht gedacht. „Volk and Zeft". unsere illustrierte Wochenschrift lieat der heutigen Postauflage bei.'m!' nc9' Hamburg steht fest. Die Funktionäre treu der Partei. Hamburg, 23. Oktober.(Eigenbericht.) Delegierte imb Betriebsvertrauensleute der Sozialdemokrat!- Partei versammelten sich gestern zu Tausenden, um einen Bericht von Otto Wels über die politische Lage und die Partei entgegenzunehmen. Wels legte die Gründe, die die Reichstags- fraktion zu ihrem Verhalten bestimmt hatten, in zwingender Weise dar und zeigte, daß Einigkeit nie nötiger gewesen sei als jetzt. Die Versammlung nahni die Rede mit brausendem Beifall aus. Gegen eine einzige Stimme nahm die Riesenversammlung eine Entschließung an, die jede Spaltung verurteilt und die Notwendigkeit der Einigkeit scharf unterstreicht. In Altona sprach zur gleichen Zeit Rudolf Brenscheid vor einer großen Versammlung der Altonaer Sozialdemokratie, die von mehr als dreitausend Personen besucht war und polizeilich abgesperrt werden mußte. Breitscheid begründete die Notwendigkeit der sozialdemokratischen Taktik und rechnete scharf mit den Spaltern ab. Die Versammlung bekundete durch stürmische Zustimmungs- kundgebungen die unbeugsame Treue zur Partei. Aufstand aus Cypern. Das Volk will zu Griechenland. Die Mittelmeerinsel Eypern, seit vielen Jahrzehnten von Eng- land besetzt, bis zum Weltkrieg nominell türkisch, ist damals von England annektiert worden. Das Volk will zu Griechenland und der oberste Priester hat jüngst den Abfall von England verkündet. Nun ist der Gouoerneurpalast in Nicosia niedergebrannt worden und die Western Telegraph Cy. mußte fast alle ihre Büros schließen. England hat Seesoldaten von einem Flugzeugmutterschiff auf Eypern gelandet, von Aegypten wird Militär in Transportslug- zeugen entsandt, auch Kriegsschiffe sind unterwegs. China an Deutschland. Antwort auf die Erinnerung an den Kellogg-Pakt. Die chinesische Gesandtschaft hat der Reichsregierung eine Ant- wortnote auf die Mitteilung überreicht, durch welche die Aufmerk- famkcit der chinesischen Nationalregierung auf die Bestimmungen des Kriegsächtungsvertrages vom 27. August 1928 ge- lenkt und der Hoffnung Ausdruck verliehen wurde, daß die chinesische wie auch die japanische Regierung sich aller Maßnahmen enthalten werden, den Erfolg der Anstrengungen, eine friedliche Lösung herbei- zuführen, vereiteln könnten. Die Nationalregierung dankt der Reichsregierung aufrichtig für die große Sorge, die diese in Anbetracht der Entwicklung seit dem 18. September in den nordöstlichen chinesischen Provinzen zutage treten läßt,„als die japanischen Truppen unter Mißachtung des Völkerrechts, des Kriegsächtungsvertrogs und anderer internationaler Verträge ihre völlig unprovozierten Angriffe auf Shenyang(Mutden) und andere Städte begannen". China habe strikt vermieden, Gewalt anzuwenden, um dem militärischen Angriff k Japans zu begegnen, und sich, von Ansang an bemüht, eine gerechte und billige Lösung durch friedliche. Mittel zu suchen, damit die in Genf gemachten.Anstrengungen für die Lösung des Konflikt, bald durch einen vollen Erfolg gekrönt werden. Die Nationalregierung werde sich mit allen Kräften bemühen, eine Lösung des gesamten Fragenkomplexes auf friedlichem Wege zu finden und wird dem Völkerbundsrat in jeder Weife zur Seite stehen, um eine Lösung zu finden, welche die wirksame Beachtung dieser Politik im Fernen Osten für alle Zeiten sichere. Annahme des Dölkerbundvorschlages Tokio, 23. Oktober.(Reuter.) Der japanische Vertreter beim Völkerbund hat den Austrag er- halten, die Annahme der Vorschläge des Völkerbundsrats durch Japan bekanntzugeben. Japan wird mit der Zurückziehung seiner Truppen auf die mandschurische Eisenbahnzone beginnen und sein bestes tun. um die Operationen innerhalb dreier Wochen durchzuführen Voraussetzung dabei ist, daß China die vertraglichen Verpflichtungen anerkennt und geeignete Maß- nahmen ergriest, um die antijapanische Agitation zu unterdrücken. (Die Nantingregierung hat ein strenges Verbot antijapanischer Kundgebungen und Handlungen erlassen. Red. d. V.) Lules Romains:„Oer Kapitalist" Künstler-Theaier Herr Boen, kleinstädtischer und kleinkalibriger Maschinen- fabrikaM, entdeckt plötzlich, daß er«in reicher Mann ist. Daher entccckt er auch außer seiner Glanzbilonz noch die golden« Wahr- heit: Reichtum schändet nicht, dann auch nicht, wenn der reiche Mann ein Schuft wird. Nach dieser Erkenntnis lebt sich Herr Boen prachtvoll ein. Er will alles kaufen, das brave Mädel, das sich in seinem Büro ihr Brot verdienen muß, den Ingenieur, den er um seinen Erfinderlohn prellt, den Arbeiter, der für ihn Ueberstunden macht. Kaufen will er alles, wie seinen neuen guten Anzug. Er ist überpfiffig, sogar den Amerikanern will er beweisen, daß die Hinterlist und Gemeinheit die best« Millionärstugend ist. Ein hübscher Mädchenkopf, ein Mathematiker- und Schulmeisterkopf, ein noch nicht ganz zurechtgerückter Jungenkopf, sehen diese Weltord- nung nicht ein. Sie beschließen, daß der Reichtum doch schändet, und sie beschließen sogar, daß sie arm bleiben wollen. Der Schul- meister. der einen ganz ehrlich verdienten Scheck zur Bekundung seines Wscheus gegen die Millionäre zerfetzt, hat das letzt« Wort in der Komödie. Sie ist zu deutsch„Der Kapitalist" getauft. Im Franzö-. sischen klingt der Titel viel ironischer und leichter. Ungefähr so: Ist das Geld erst da---. Die Gedankenstrich« beweisen den ! Willen des Schriftstellers, nur eine Farce zu schreiben. Romains will sagen, es gibt wohl gelegentlich solche Millionärsnarren und Millionärsfeinde. Ob sie entscheidend für unser« Zeit sind, dos entscheidet Romains nicht. Bei B a r n o w! k i quillt die Komödie etwas ins Uebertriebene auf. Eugen Klopfer, der Darsteller des schuftigen Millionärs. geht mit Bizeps und hol>em Schieberschwung an die Hauptrolle. Cr grölt in geradliniger Niedertracht. Er haut jeden genial übers Ohr. Schließlich sind die paar Millionen, mit denen er jongliert, doch Frankenmillionen, und mindestens durch fünf zu dividieren, damit unser noch immer unerschüttertes Mißverständnis befriedigt wird. Wegen solcher Lappalie soviel Spektakel? Daran, daß Klopfer ihn l>emmungslos machen darf, ist der Regisseur Barnowski schuld. Er wollte ganz sicher auf den Erfolg los und läßt Mächte und Mätzchen entfalten, die im französischen Stück viel bescheidener und zarter vorhanden sind. Barnowski und Klöpfer wollen gleich die ganze Welt aufräumen. Verhandelt wird bei Romain ober nur ein winziger und witziger Privatfall aus Französisch-Buxtehude. Abgesehen von dieser nicht böswilligen Fälschung gelingt die Auftührung: für Klöpfer, den herrlich polternden Spitzbuben, für die hübschen Typen, die zu der Komödie gehören. Ez sind alles bewährte Komödientypen: das arme Mädel, das lieber anständig und ann bleibt, als sich an den garstigen und gierigen Chef zu verkaufen(Sonik Rainer spielt dieses sympathische Mädchen sehr gut), der Hauslehrer, der schon genannt« Scheckzerreißer aus innerster Ueberzeugung, der Ingenieur, der um fein geniales Patent betrogen wird, der Kontobiicherstaubsauger, die treu« Gattin, die nur einen Seitensprung wagt, damit ihr Mann in der Karriere vorwärts springt usw. Hat man sich an das Mißverständnis des Regisseurs und seines Hauptspielers gewöhnt, dann findet man Frau Dagny S e r v a e s und die Herren Klebusch, Balhaus. Bienert u. a. entzückend. Die unbestreitbar« Eleganz der Dar- stellung ist dann sehenswürdig. Max Hochdorf. f/Otx brave Sünder". Kapital. Polgars Komödie, aufgeführt in der Berliner Bolksbühn«, er» scheint nun als Tonfilm. Polgar und K ortner haben das Manuskript geschrieben und der Dialog erhebt sich in seiner witzigen Pointierung über den Durchschnitt. Das ist bereits ein großer Vor- teil,«in künstlerisches Plus. S�nst hat der Film eine überragende Rolle, um die sich alles andere gruppiert. Der Oberkassierer Pichler steht im Mittelpunki der Handlung, er dominiert absolut. Es. geht um fein« abenteuerlichen Fahrten während eines Tages und einer Nacht. Herr Pichler verspielt und verjubelt fremdes Geld, aber die Defraudation kommt nicht heraus, weil der Direktor selbst durchgegangen ist. Die kleine Unterschlagung geht in der größeren auf und der Kassierer wird stellvertretender Direktor. Komödie und Film arbeiten auf diese Schlußpointe hin. Die Vorgänge sind an sich bloß, und Georg Kaiser hat vor Iahren ähnliches schärfer und eindringlicher formuliert als Polgar. Einem großen Schauspieler soll Gelegenheit gegeben werden, sich in allen Nuancen auszuspielen. Dieser Schauspieler ist Mar Pallenberg, der hier zum ersten Mole im Mm erscheint. Ein wildgewordener Spießer/ der sich und seinen häuslichen und berufte lichen Aörger vergessen nill, ein miekriger Querulant, groß- sprecherisch und oerschüchtert, rebellisch und in sein Schicksal ergeben. Pallenberg ist der Mann, ein Stück zu tragen. Er interessiert immer und übt eine vorbildliche, künstlerische Zurückhaltung, eine für oen Film schon zu stark« Zurückhaltung aus. Neben ihm Heinz R ll h m a n n als getreuer Begleiter, fpitznäsig, ängstlich, korrekt und besorgt. Fritz K ortner.führt die Regie. Es ist fein erster Versuch auf diesem Gebiet. Unter seinen Händen entsteht ein sehr kultivier- ter Film, der in allen Affekten und im dekorativen Beiwerk ge- dämpft ist. Grobdrähtige Vorgänge wevden auf Kanimerspiel stili- siert. Kortner legt den Akzent aus die schauspielerische Leistung, er feilt an ihr herum und stellt sie in den Vordergrund. Er geht darin so weit, daß er die Handlung vernachlässigt und dehnt. Wichtiger als Tempo und Zusammenraffung der Vorgänge ist ihm die Ausgestaltung der einzelnen Rollen, ihr Ausspielen bis ins kleinste Detall. Selten im deutschen Film ist die Darstellung so hochwertig gewesen, aber es fehlt der Ausgleich zwischen Handlung und Gestaltung.?. Leb. „Kaust" in der Klosterstraße. Das Theater in der Klosterstraße, das unter der Direktion Franz Sondingers sehr um einen guten, verantwortungsbewußten Spielplan bemüht ist, ist zum System eines Einheitspreises von 1 Mark übergegangen. Der erste Versuch in dieser Richtung scheint nicht ohne Erfolg gewesen zu sein. Zur Aufführung gelangte„Faust" 1. Teil unter der Regie Sondingers, der auch den Mephisto spielte. Wie sich die Regie im allgemeinen bemühte, das Pathos zu vermeiden, ohne den natür- lichen Klang der Derssprache und den geistigen Gehalt der Worte zu zerstören, so war auch Sopdingers Mephisto nicht der genialische Dämon, sondern ein mildspöttischer Zyniker, dem Menschliches nicht fremd ist. Friedrich Schmarl hatte gute Momente, wenn er als Faust sich mit den geistigen Problemen auseinandersetzte. Als Lieb- haber fehlte ihm jene Widerstände bezwingende Durchglühtheit, die seine Auseinandersetzung mit dem Geistigen beseelte. Ilse S t r o- brawa bleibt auch als Gretchen noch eine Hoffnung. In der Scheu des unberührten Mädchens war sie liebreizend, in der Hin- gegebenheit der Liebenden schwangen mitunter Untertöne, die von Erlebnisnähe nicht fern waren. Ihre Tragik dagegen kam— vielleicht liegt das an der Nassischen Rolle— mehr vom Theater her als von der Erdgebundenheit inneren Gestaltens. Aenne von Aster zeigte als. Lieschen(soweit es diese kleine Rolle zuläßt) Ansätze zu. bemerkenswerter Ehäräkicrgestaltüng.' h.i„. Die Kehraustänzerin. Ein sogenanntes distinguiertes Publikum füllt den Robert- Schumann-Saal. Es jauchzt, quietscht, brüllt und wiehert vor Wonne. Diese Barle ska Gert ist zu ulkig. Von— wie sagt man?— zwerchfellerschütternder Komik. Und dabei von einer Pikanterie, die sich stets an der Grenze des Unanständigen bewegt und diese nicht selten tollkühn überschreitet. Für die große Masse ist das nichts. Aber tte kommt auch nicht her. Sonst müßte frei- lich die Zensur--." Ach, wenn die stolzen Distinguierten ahnten, welches Schauspiel sie in Wahrheit erleben I Daß hier nicht nur Zwerchfelle, sondern lstuUursundamente erschüttert werden Daß einem verfaulenden Zeitalter der grausige Kehraus getanzt wird. Daß heilige Güter der bürgerlichen Gesellschaft in einer Lauge er- tränkt werden, die nicht der Lust an satirischem Witz entstammt, sondern aus tiefstem Haß, aus Verachtung und Ekel geboren ist. Die Weltwende, die wir heute erleben und erleiden, hat in den Schöpfungen der Gert ihr groteskes Spiegelbild. Grotesk, grell, Jetzt auch Damen- Wintermäntel im Hauptgeschäft am Kölln- Fischmarkt An den Findern tkavf 1. OrpMInkawf hochwertig*« Stoff* und Zutatan 2. Vetlond*»* fcOn«t>oH»«ho fortnung durch orsta Modoll-Zuichnoida« 8. Gediegen* wrfcmflnnltch* Vororfcoffuna im modernen Eigon-SetHebW-- 4. Uber 40 GrSBen— l*d* pertgnllche Net« in einom Spezialhaut verein» 5. Bililgifr tlni»l-V*Htouf nach wirklichen(j*>t*hung«kert«n abzuzählen... warum LE I N EWE B E R- F E RTIG-K LE I D U NG unübertroffen bleibt. 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Harlanetorf Ms» I{ Martendorf er Wochentg l i 8' U Tonil(bispleie eh. 9 Uhr Chausseestr. 306 So ab 5 U Tonfilmiustssle!; So'n Windhund mit Rslnb A. Roberte, Max Adalbert. Tobbeiprogramm Kurfürst Wochent. 7. 9 Uhr Sonnt 5 7, 9 Uhr Dorfs traBe 12, Ecke Berliner StraBe Berge In Flammen mit U T renker Tonbetprogramm— Jugendi. Zutritt! Sonntag 3 Uhr; Jugend-Vorstellung. Tivoli JW V- **•0" Stgs. 3 Uhr: Jugendvorslell. Berliner Str. 9i GroBtonfilm Wer nimmt die Liebe em«t 7 mit Jenny Jago, Mas Hansen Tonbeiprogramm Mcrccd«- Palast Hermannstr. 2li Woch. 6'«, 9. Stg. tzd 3 Tonhtstspiei; So'n Windbond mit Adaiber, Robert?, Lncte Engltecb Beiprogramm— BAhnensebao Primus-Palast Am Hermannplatz, Urbansir<3/76 Hirsekorn greift etn mit Felis Bremart, Chart, Snsa. R. van Ootb Beiprogramm-- Bflluienediaa lugendliche haben Zutritt ICiileaite Wochent. 6.45, 9 U. nuKua Sonntags 3, 5, 7, 9 u. Kottbusser Damm 93 Meine Frau, die Hochataplerta mit KAtbcv. Nagy t- Tonbelp.ogtamm Excclsior Ä".S.<9u.9U' Kaiser-Friedrlch-Straße 191 Meine Fran, die Hoehstap'erin mit Käthe». Nagy— Tonbetpro"ramm Sonntae voim. UV- U.: Filn-Mainee Sonmäfs 3 Ohr: Jugendvorstellung Stern« Herrn anmtralje 49 Wochent. 6.45. 9 Uhr, Sonnt. �,5 7, 9 Uhr Oer ongatrene Eekehard mit Mas Adalbert, Frlta Schals-» Tonbeipr. � Südwesten" � Lichtspiele Südwest Blücherstr. 12 W ab 5. So aböUht Tononeren.; Dt« KAntgtn einer Naebt mit Fried! Haerltn Jansaea- Beiprogramm■— Tonwotbe FUm-Paiasi Kammcrsäle TeltowarStr' W. ab s JO. Stg. ab 3 30 U lOOpioz. Tonfilm: Vn» eine Nasan. länge mit Siegfried Arno— Gutes Beiprogramm— Woche Süden Th. am Moritzplatz Beg Wo. 5. 7. 9, Stgs. ab 430 Uhr So'ang' nod» ein Wa'scr von Strang erklingt mit Gast, FrAblicb.Paadler Es gibt noth Kavaliere mit WaUborg m Südosten■ Wochent ab d�h U rUXllCVK Sonntags ab 3 Uhr. Am UArliset Bahnhof Meine Fran, die Hoebslap'erlo mit Käthe von Nagy, Heinz RSbmann Bühne; Internationales Variete Luisen-Theater Reichenbergcr Str. 34 Tonfilmposse; Er and»da Diener mit Oskar Sabo, Paal Henkeh Ein Film-Schauspiel: Blaiscfaande Stella-Palast Köpenicker StraBe 12—14 Wochtgs. ab 61« lt.. Sonntags ab 3 U. Torifilm-Schwank: Hirsekorn greift ein mit Felix Bremart, Charlotte Snsa Auf der Bühne; Interna tonales Variete Jugendliche haben Zutritt! FIora-Lichtsp. Tägi. 6-/.. SA«. Sonnab 5. 7, X Stg. 3.5.7.9 BcrUn-AlexenderpIate mit H. Ge orge(Die Geschichte von Franz Biberkopf) Germania-Palast Frankfurter Allee 314 Woch. 630. Sonnab. 5, Sonntags 3 Uhr Felix Bremart In dem Tonlustspiel Hirsekorn greift ein mit Rosa Valettt. Alberl Panllg Beiprogramm Gate BQbnensdian Jugendliche haben Zutritt! Weisen sc« Deutsch- Amerik.Theatcr KöpenicHtr S'r. 68 Beg. 5, So. Z30 J-V. GroBtonfilm: Berge in Flammen mit Lote Trenker. Gr. Belpr.|gdl Zutr Neue Philharmonie Köpenicker Str 98. BOhnensdiaa Der kleine Scitcnsnnuig mit Renate Mfillcr, Herrn. Thlmlg— Tonbeipr. Baumschulenwee Lichtspielhaus � Baumschulenstr. 78 S 4,6 30, 9 U. Sonnt 3 U:|.-V Oer Heiter her(Mein Herz sehnt sich nach Uebel mit Max Adalbert. Ernit Verebes, Winketetern— Gr. Belpr. Treptow-Sternwarte Sonnabend S Uhr. Sonntat 4.6.8 Uhr: Mit Byrd mm Südpol(Film) Die erste Ueberfliegung oes Südpols m Wordoaf'n■ «Elysium- WO. 5.15, 7JD0. 9 15$0 515 5 7.15, 9.15 L. Foxtonwoche; Hirsekorn greift etn mir Fe IX Brenart— Bflhnenaötaa Jugendliche haben Zmritti Luna.PalastÄ53H{jf Große Frankfurtet Str. 121 Blrsekoni greift eis mit Felix Bremart. Bühne: Lotte Werkmeister Schwarzer Adler afÄ Woch. 5 7. 9, Stg. 3. 5 7. 9 U Meine Fran. die Hodistaplet In mit Käthe von Nagy. Heinz Rübmann. Geformtes Leben mit Siegfried Arno, Panl Hendrete Tonworhenschan Viktoria-Theater Frankfurter Allee 48 W. s. 7, 9 So- 3 Uhr GroBtonfilm Meine Fran die Hoeh- stapierln mit Käthe ▼. Nagy, Heins Rübmann Babylon» am ßülowplatz Wochentags 5, 7. 9.10. Sonnt, ab 3 Uhr Bttbnenmbas Heinrich George als Franz Biberkopf in Berlin— Alexanderplalz � Weu-Uchtenberg k Kosmos-Lichtspiele HOckstraße 70 W. 5 7. 9 S. 3, 5.7,9 U Um eine Nasenlänge mit Siegfried Arno— Tonbetprogramm— Bühne; Balalatke-Orcb. Jugendliche Zutritt. Harmonie S. IS Lanfehansstr. 23 Grotzfonfüm- Raab der Mona Um mit Willy Ferst, Trade r. Molo— ronbelprogramm � FrtadrtehaFalda � � Kino Busch Beginn? T�9 Uhr Ali-Friednchtfelde 100 pro«. Tonfilm. Oer Tanzhosar mit PaaKg. Brost Verebes, Greif Tbelmer. Lost Belpr. Alhambra Wochent 5, 7. 9 U.. Sonnt 5 5. 7. 9 U Wer nimmt die Liebe ernst ml' Max Hansen, Jenny Jago— Tonbeipr. Pharus-Licfatspiele MOUerstr. 1 42 W.57.9U, Stg.457.9U. Großtonfilm. Bomben ant Monte Carlo mit Hans Albers, Anna Steo T onbe iprog t amm Pankow Palast-Theater Breite StraBe 21« W 7 u. 9. Stg. 5. 7,* U, OioBtonfilm: Wer nimmt die Liebe er s« 7 mit Jenny Jngo, Max Hansen, Waltboig— Beiprogramm Tivoli Berliner Straße 27 Wochent 7, 9 Uht Sonnt 5 7. 9 Uhr. Gr. Bühnensdia-i Bomben ant Monte Carlo mit Hans Al-cr», Anna Sten— Tonbeiprogr. »»«« Bahnhof- straße 3 4 9« L, FUmpalast Tegel tAochent 5 Sonnt 49« lO' prozent Toniilm; Orr ongetreoe Edlebart mit Roberts, Lncte. ngit du Kinder vor Qcrlcbl(Sache A. Scn u i je) Kosmos aill"' Wo«.WO Uhr 1\U3IUU» Bühne So 4,15. 630 8.4.4 Hauptstraße 6 Ton« mlnstsptet i Jnngfran m»sakall. Das QrfOmat einer grotzen Liebe. 1_ HdwVttg.etor, tz Filmpalast � � Berliner Straße 59 woproz. Tonfilm: «"TT N,ch< Mit Fr. Haerltn. Kapltäe Hallt grotzc Liebe. (Beilage Tcitag, 23. Oktober 1931 Dprflbpsiß ShilauigaS» lotiedsA Die Wahrheit Braunschweig im Braunschweiger Arhalleruleriei- Der..Vorwim" in Braunschweig- unsere AnMage gegen Klagges S)m Qroeiur hat sich von dem Garnisonsältesten der Reichs- wehr in Braunschweig einen Bericht über die Vorfälle in Braun- schweig erstatten lasten. Der Bericht ist betgnnt. Er besteht aus einigen allgemeinen Sätzen, die in nichts erkennen lasten, was in Braunschweig gewesen ist. Wir wisten nicht, ob das Reichsinnen- Ministerium inzwischen dafür Sorg« getragen hat, daß es einen lebendigen, unmittelbaren Eindruck erhält. Vraunlchweig ist nur 250 Kilometer von Berlin entfernt. Es existieren zahlreiche Photo- graphien. wenn auch Herr Klagges dafür Sorge getragen hat. daß eine große Anzahl von Photographien, die Beweisdokumente dar- stellen, beschlagnahmt wurden. Das Reichsmnenministerium lollre sich einen unmittelbaren Eindruck ver- schaffen! W i v. haben uns die Dinge mehr aus ptr Nähe angesehen. In der Nachl aum Donnerstag ver- luden wir nphrere tausend Exem- plare des„LPiwärts" in zwei Per- sonenwagen. um in Braunschweig für Aufklärung zu sorgen. Am frühen Morgen trafen wir in Braunschweig ein. Unsere Braun- schweizer Genossen, mit denen wir sprachen, sind in zuversichtlicher Stimmung. Sie haben Herrn Franzen erlebt, sie norden auch mit Herrn Klagges fertig werden! Sie wissen, wie sehr sich die National- sozialisten durch die Enthüllung ihrer Brutalität und durch die Willkürherrschast eines Klagges selbst schaden. Unser Braunschweiger Partei- nebäude liegt im Arbeiterviertel. Wir gingen durch die Straßen, in denen es am Sonntag zu besonders heftigen Kämpfen gekommen ist, durch den Klint, den Nichelntult und die Lange Straße. Hier stehen dis alten, spitzgiebeligen Braun- sk!hiosiger Häuser, die aus Photographien so romantisch wirken. In chnen wohnt nicht die Romantik. sondern das Elend der Arbeiter- schaft Wer an eines der ganz niedrig über der Straße gelegenen Fenster herantritt, sieht unmittelbar hinein in die Dürftigkeit und die Armut Eine einfache leicht« Dur. nur selten um einige Stufen er- höht, führt ins Haus, manchmal unmittelbar in die Wohnung. Die Straßen sind eng, die Häuser zu- sammengepsercht. Ueberall sind noch die Spuren der Kämpf« zu entdecken. Wenn der Herr Oberst Geyn eine halbe Stund« an die Besichtigung der Arbeiterstraß? gewandt, wenn er einige Worte mit den Leuten ge- sprachen hätte, so hätte er niemals einen so nichtssagenden, so be- schönigenden Bericht versaßt! Wir sind sicher, es wäre chm ein Ver- ständnis aufgegangen! Da ist ein Fenster, hinter dem ein alter -Arbeiter herumbastelt. Es zeigt einen typischen Durchschuß von außen, dort wieder Fenster, die mit Brettern verstellt sind— die Fenster sind mit den Fensterkreuzen zertrümmert, die Fensterläden abgcristen, da eine eingeschlagene Tür da eine Tür, in der mtt Ge- wäll das Haustürfchlnß herausgebrochen ist, hier wieder eine Haus- tltr, sie war leicht und ist eingetreten worden. Dort wieder ist eine Haustür mit Gewalt erbrochen worden— daran muß lange und' systematisch gearbeitet worden s«m. Hier wieder Kugelspuren an den Hauswänden. Die Genossen erzählen un. wie es war. und hier an Ort und Stelle verstehen wir die gefährliche Bedrohung, unter der diese Ardetterhäuser in diesen engen Straßen gestanden haben, verstehen wir die ganze Brutalität der Angriss« der nationalsozialistischen Stürme. Wir brauchen uns nicht erst Bild und Zahl der Opfer vor Augen zu führen, um es zu verstehen! Unisormierte Provokateure drangen ins Arbeiterviertel ein, hinter chnen in Abstand„Ueberfallkommandos-. Schutzftürmler auf Lastwagen. Bor den Haustüren, den zum Teil mit Läden ver- schlostenen Fenstern standen die Arbeiter, bereit sich zu oerteidigen. Sich sechst, Ihre dürstigen Wohnungen. Frauen und Kinder. Denn es waren in einer Stadt von l5l) MOEinwoHnern 1 CK) 000 Mann nationalsozialistischer Bürgerkriegstruppen, die die Stadt in ein Heerlager verwandelt haben, die sie besetzt hoben, als ob es eine feindliche Stadt im Kriege gewesen wäre, die 60 kaeto die Polizei- gewast an sich genommen haben. Die Genosten zeigen uns, wo die Posten und die Sperrketten der SA.-Leute standen, die Stellen, wo sie systematisch Passanten und Spaziergänger anhielten, noch ihrem Ziel ausfragten und nach Waffen durchsuchten.„Es hat nur noch gefehlt"— so sagte uns erbittert ein Redaktwnskollege von Braunschweig—„daß den Ein- wohnern befohlen wurde, auf der Straße zu gehen und den Bürger- steig den SA.-Latten zu überlassen." Wer wie ein Arbeitet aus- sah, wurde dort— in den Hauptstraßen der Stadt! gestellt und von SA.-Leuten nach Waffen durchsucht! Es ist selbstverständlich, daß die Arbeiter für ihr Wohnviertel. für sich selbst die ernstesten Besorgniste haben mußten. Aber sie waren auch entschlossen, sich zu verteidige», und sie haben �slch vor und in ihren Wohnungen verteidigt! die Polizei 7" so fragten wir. Achselzucken:„Die Polizei hat getan, was sie konnte, sie hat alle Zugänge zum Ar- bettsroiertel besetzt, sie hat sich zum Tell geradezu heldenhaft be- nommen, aber sie konnte nicht verhindern, daß sich einzelne Prooo- kateure durchschlichen, und daß dann ganze Stürme durchbrachen." So rundet sich das Bild: uniformierte SA.-Stürme im Arbeiter- viertel, an den Haustüren wütend, um in die Häuser einzudringen, die Fensterläden abreißend, schießend, mit Steinen werfend— dort die Abwehr der Arbetter, die an einer bedrohten Stelle eine Straßensperre errichtet haben, um das Eindringen der Natwnal- sozialisten abzuwehren. An Ort und Stelle empfindet jeder den ungeheuren seelischen Druck, unter dem die Arbetterbeoölkerung tßraunfehnwig nach dem Silutfonniag : Sin Oben linkt: 3>le SlrafSenfronlen zeigen Trauerfahnen; tTtflle; f)le Mamille de* ermordeten Arbeiter* gngelüe: recht* dreijährige* Vlädchen In der erflen Etage(durch Slelnwurf eerlelzl) und die zertrümmerte Senfierfchelbe. Unten Unk*: Zwei Mäufr.r in der flliitehslrafle. die von den Tlaml* regelrecht befchowen wurden; recht*: 3)er merffBrle Xaden de* Xelchtbannerführers JfBnfcl in der Xangen Strafte Stier hau te der ITlordflurm 33 au* äBerlln. dieses Viertels gestanden haben muß, zugleich aber auch die unge- heure Erbitterung, die sich der Arbeiterbevölkerung bemächtigt hat. Heute gehen wir im hellen Sonnenschein durch die Straßen, die diese Schreckensnacht gesehen haben. Von den Dächern und aus den Fenstern hängen rote und schwarzrotgoldene Fahnen mtt Trauerflor. Sie gelten den Opfern. Wir wünschen, daß das Reichsinnenministcrium selbst sich diesen unmtttelbaren Eindruck oerschafft hätte! Unsere Braunschweiger Ge- j nassen sind an der Arbett, um die Einzelheiten systematisch festzu- stellen. Sie haben uns eine Liste der Beschädigungen übergeben, die die Nationalsozialisten am 17. und 18. Oktober verübt haben. Diese Liste spricht ganz anders und unmittelbarer als die Berichte des Herrn Klagges und des Herrn Obersten Geyer. � Nun die Opfer. Vor uns liegt eine Stempelkarte, über und über in Blut getaucht. Sie erzähtt das Schicksal des Arbeiters Fischer: Meldekarte 20 220. Fischer, Heinrich, geb. am IS. September 1901. verheiratet. Beruf: Arbetter, Berufsgruppe 23s. Wohnort: Braunschweig, Broitzener Straße 101. Im Innern die Stempel. Darunter: verstorben 13. Oktober 1931. Berstorben! Die Rückseite sagt, wodurch— sie zeigt das Blut des Unglücklichen. Dieser Mann, der keiner Partei angehörte, hat seine Zugehörigkeit zur Arbeiterklasse mtt dem Tode besiegell! Mtt innerer Bewegung zeigt uns ein Braunschweiger Redak- tionprollege den Platz vor der Katharinenkirche. Cr erzählt: Hier parkten die Sluws der Nationalsozialisten, überall standen Posten- gruppcn der SA. Fischer ging über den Platz, ohne ein Wort zu sagen, ohne etwas zu tun. Ein SA.-Mann rief einer SA.-Gruppe zu: Der war gestern dabei. Sofort fiel die Gruppe über ihn her und schlug ihn nieder. Fischer gelang es, sich aufzuraffen, er floh dort in jene Straße, die in der Ecke einmündet. Die SA.-Leute chm nach. Zu seinem Unglück kam aus der Straße, in die er lief, eine andere SA.-Abteilung. Als sie sah, daß Fischer verfolgt wurde. fiel sie über chn her, ohne jeden anderen Grund, als den, daß er ein von Nazis verfolgter Arbeiter war. Sie wärsen ihn zu Bohen, tram- pellen auf ihn herum und einer der Burschen»ersetzte dem am Boden Liegenben einen tödlichen Herzstich. Fischer ist ermordet worden, weil er ein Arbeiter war! Heute liegt der Platz still und leer im Sonnenschein. Am Sonn- tag war er das Lager von Mordbanden. Am Sonntag war hier — Krieg! Krieg, Bürgerkrieg? 100 000 Mann Bürgerkriegstruppen haben eine Stadt besetzt, haben ä« kacto die Gewalt an sich gerissen und haben die Arbeiterbevölkerung terrorisiert. Das ist die Wahrheit über Braunschweig, die Herr Klagges unterdrücken möchte! Um der Wahrheit willen sind wir heute in Braunschweig. Herr Klagges hat unser Parteiblatt, den „Volksfreund" verboten, weil es die Wahrhett berichtet hat. Herr Klagges wollte nicht, daß sie laut werde! Hier sind unsere Zettunge». die Anklage des„Bor- wärts g?gen die W Ulkst r» Herrschaft in Braun« schwelg, und nun geht es an die Verteilung! Wir gehen mtt drei führenden, stadtbekannten Braun- schweizer Genossen. Viel« kennen sie. Sie geben jedem, der uns ent- gezentommt, eine Nummer. Da steht aus der Straßenkreuzung ein Verkehrspolizist, er erhält eine Nummer. Da ein alter Arbester, laut ruft er:„Das ist gut, so ist es richtig!" Wetter. Angestellte, Arbeiter, Bürger— jeder seinen „Vorwärts". Ein Straßenbahnzuz kommt heran, hält mitten auf der Strecke, der Schaffner springt ab: „Hall, hall, mir auch ein Blatt!" Der Führer winkt:„Mir auch!" Sic erhalten den„Vorwärts". Da kommt ein Mann, wie ein besserer Bürger aussehend, uns quer über die Straße nochgelausen, er will ein Blatt haben. Cr bekommt es, liest„Vorwärts" und läßt es so- fort fallen. Da kommt hinter uns ein Mann gelaufen, Ausehen eben- falls besserer Bürger, er schreit den anderen an:„Warum werfen Sie das weg? Das wifl ich lesen!" Er hebt die Zeitung auf wischt sie ab und geht lesend weiter. Weites! Bald sind die Exempläre zuenN?.. Wir gehen zurück zu unseren Wagen und holen neue. Inzwischen flnnd zwanzig er- werbslose Parteigenossen heschäf- tigt, den„Vorwärts" in der Früh- stückspause m die Betriebe zu bxin- gen. andere verteilen in der Stadt. Ein Wagen nimmt einen großen Posten auf. Cr fährt durch die engen Straßen des Arbetter- Viertels. Rechts und links wird der„Vorwärts" herausgereicht. Aus den Häusern eilen sie. Man- ner und Frauen, sie kommen nach- gestürmt, sie winken aus den Fenstern. Es geht kreuz und qyer, um schar'e Ecken. Genosse Schiff, der uns in der Nacht nach Braun- schweig gebracht hat, steuert uns kunstvoll dem Wagen nach.— Da steht ein schwerer, ungeheurer Büssing-Lastwägen. nebe» ihm steht der Chaufefur. Er winkt, er will einen„Vorwärts". Der voranfahrende Wagen ist um die Eck« verschwunden, wir selbst haben keine Nummern mehr. Wir winken— er springt auf den schweren Wagen, er fährt an, kommt uns noch, er holt sich feinen „Vorwärts". Zurufe, lauter Beifall. Wir kommen vor die kommunistische Buchhandlung, eine Gruppe von Arbettern steht dort. Jeder seinen „Vorwärts"! Nun auf«ine Hauptverkehrsstraße. Kurzer Halt. Im Nu ist ein riesiger Auflauf um uns. Jeder einen„Vorwärts"! Bald gehen die Exemplare zuendc. Mit dem Rest zum Arbeitsamt. Man drängt, man reißt sich um den„Vorwärts", man reißt chn sich aus der Hand. Nun ist der Vorrat erschöpft. Der Genosse, der vor uns gefahren ist, wendet sich strahlend zu uns: Daswargut! Die Wahrheit dringt nach Braunschweig— trotz Klagges! Wir haben heute Herrn Klagges vor der der Braunschweiger Arbetter- schaft angeklagt. Wir haben den Braunschweiger Arbeitern und Parteigenossen gezeigt, daß sie nicht allein stehen in ihrem schweren Kampfe, sondern daß die ganze Sozialdemokratische Partei, die Massenpartei der deutschen Arbeiterschaft, solidarisch zu ihnen steht! Die Wahrhett siegt über Herrn Klagges? Wir sprechen mit den Kollegen über Klagges, über sein« unglaubliche und törichte, rechtlich völlig lächerlichc Begründung des Verbots. Wir fragen, wo so etwas möglich ist. Achsel- zucken:„Das versteht er eben nicht bester!"—„Aber er hat dock) schließlich Beamte im Ministerium, die chm sagen müssen: Herr Minister, so geht das nicht, damtt kommen wir nicht durch?" Antwort:„Klagges war Konrektor on einer Schule von 18 Schul. kinöern. Er ist gewohnt, vor der Klasse zu stehen, die nicht zu mucken hat, er muß immer recht haben. Nun. und jetzt wUl er beweisen, daß er tüchtiger ist als Franzen, der eine solche Dummheit nicht gemacht haben würde. Klagges muß auch den Beamten gegenüber recht hoben wie gegenüber seinen Schulkindern." Da hat der Kollege mtt ein paar Strichen den ganzen Wann gezeichnet. Herr Klagges hat.allerdings bewiesen, daß er tüchtiger ist als Franzen: zwe! Tote und siebzig Schwerverletzte, und ein Zeitungs- verbot, dessen Begründung für den. der sie erlassen hat. eine Katastrophe ist. Curt Geyer. tfRB£fT£ltnfSSSALL Gibt es wieder Ueberrasefaungen? Der erste Schwarze Sonntag für die führenden Dereine ist vor- über, wird es einen zweiten geben? Die Ansätze dazn sind da. Am Bahnhof Stralau-Rummelsburg muß stch Lichtenberg I sehr an- strengen, um gegen Luckenwal?« III siegreich zu bestehen, da nutzt auch der eigene Platz nichts. Die Luckenwalder verfügen Uber einen sehr angriffslustigen Sturm, der der Lichtenbergcr Hintermann- schast, spiell sie wieder so zerfahren, wie in der zweiten Halbzeit des vergangenen Sonntags, schwere'Arbeit verschaffen wird.— In Pankow, Kissingenstraße, erwartet Adler 08 den Besuch der Freien Fußballer Weiszenfccs. Wird Adler dabei wieder Punkte verlieren? — In Spandau, Seeburgcr Straße, finden gleich zwei Spiele statt: Butab trifft auf Pankow-Niederschönhausen und Spandau 25 auf Eintracht-Reinickendorf. Die gastgebenden Mannschaften, Butab so- wohl wie Spandau haben wenig Aussichten, ernsthaft in den Kampf eingreifen zu können.— Eiche-Köpenick soll in Teltow den Beweis erbringen, daß der Sieg über Adler 08 vom letzten Sonntag nicht zufällig, sondern verdient errungen war.— In Luckenwalde hat Luckenwalde I in Luckenwalde V nicht viel zu schlagen. Weitere Spiele: Scrzielö« gegen Normannia. AvB. Neukölln gegen Ober. lueee. Storkow gegen Osten. Wilbau gegen Eick« 2. Lichtenberg r Bezirk gegen Kogel. Sudost gegen Wacker 30. Dolgenbrodt gegen Selchow, striedero. dorf gegen Froh- Stunde. Deutsch.Wusterhausen gegen Eiche Bezirk. Blanken. bürg gegen Eintracht Bezirk. Wansdorf gegen Hansa ZI. Adler»3 Bezirk gegen Freie Scholle. gehdenick gegen Weißcnsee Bezirk. Eladow gegen r-randendurg. Freiheit gegen Nowäwes. Eintracht-Spandau gegen Briese. lang. Drewitz gegen Elstal. Butab gegen Werder. Tempelhof gegen Brück. Volkssport Neukölln gegen Bruck. Dahme gegen Treuenbrietzcn. Luckenwalde l Bezirk gegen Niemegk. Zweite Mannschaften: Herzfelde gegen Nprmannia. ASP. Neukölln gegen Oberspree. Storkow gegen Osten. Estdost gegen Schweifstrrne. Lichtenberg 2 gegen Wacker 2. Frohe Eiunbe gegen Normannia. Blankenburg gegen vonkow S. Lychr» gegen' Zchdeiuck. Adler 3 gegen Freie Scholle. Tcmplin gegen Hansa. Eladow gegen Brandenburg. Frerheit gegen Nowawe». Ei». iracht gegen Brieselang. Volkssport Reukölln gegen Schöncberg. Teltow 2 grgin Teltow 3. Dahme gegen Belzia. Luckenwalde l gegen Niemegk.— bugendinannschaften: Dahme gegen Treuenbrietzen. Luckenwolde 2 gegen Luckenwalde>. Staaken gegen Eintracht. Reinickendorf. Wilmersdorf gegen stiowawes. Lichtenberg I, 2, gegen Vorwärts. Minerva gegen Lichtenberg l. Beginn der Spiele: Erste Männermannschaften IS Uhr. Zweite Männer. monnfckasien IZ's Uhr. Suqcndniannschaiten 10 Uhr. Dos Spiel Lichtenberg 2 gegen Wacker 30 beginnt um'.Z V, Uhr in der Rormannenftraßc. •k Aus Anlaß ihres drillen Gnindungstuges veranstaltet die Neu- köllner„Minerva" am kommenden Sonntag im Sportpark Neukölln, Platz 6 und 7. einen Werbe-Fußballtag. Von r.lorgens 9 Uhr ab finden auf beiden Plätzen Spiele der Jugend- Mannschaften statt, ihnen schließen sich die Tressen der zweiten Atännermannschastcn an. Ilm 15 Uhr treten dann die ersten Mann- schaften auf den Plan. Aul Platz 6 spielen Minerva und Wllmer°- darf, und aus Platz 7 Volkssport Neukölln und Schöneberg 07 gegenüber. Das sind die Folgen Der KPD.-Sport in Ostpreußen verflüchtigt sich Iu den verwerflichsten Toten der Beauftragten der kommn- nistifchen Sportinternationale und der KPD. gehört die von ihnen durchgeführte Spaltung der oft preußischen Arbeiter- s p o r t b e w e g u» g. Der ehemalige ostpreuhischc Kreislellcr des Arbeiter-Turn- und Sportbundes, Scharfenorth- Königsberg, leistete den Spaltern Handlangerdienste und wurde fast in jedem Prozeß als Kronzeuge gegen de» Bund angeführt. Zum Dank dafür wurde Scharfenorth Leiter des KPD.-Sportoerbandes nan Königs- berg und Ostpreußen und Mitglied der. Reichsleitung. Gegenwärtig liegen die Verhältnisse im ostprevßischen Teil des KPD.-Sport- Verbandes nun so: l. Die bisherige Londesleitung ist abgesägt worden. 2. Die bisherige Ortsteitung von Königsberg ist ebenfalls ab- gesägt. Z. Der Leiter Schorfenorth ist an»„materiellen" Gründen ans- geschlossen worden. 4. Der kommunistische Sportverein..wacker", Tilsit, hat sich beim bürgerlichen„Sallischeu Rasensportverbond" zur Aufnahme angemeldet. Die Leitung des Baltischen Rasensportverbondes lehnte die Aufnahme ad.„wacker" ist also von ollem onsae. schloffen! 5. Der dem KPD.-Sporlverband angehörende Sportverein in Braunsberg oerweigerte die Teilnahme an dem kommunistischen Antikriegetag, weil die Mitglieder„unparteiisch" sein wollen. Die KPD. hat daraufhin den Spielleuten dieses Vereins die von ihr ge. kanftsn Trommeln wieder abgenommen. Ausschluß steht bevor. 6. Der Leiter des Braunsberger Vereins wurde aus der SPD. ausgeschlossen. 700 Mark Gelder der kommunistischen Tages- Zeitung„Echo des Ostens" find futsch! Die ganze Gesellschaft frißt sich schließlich noch selbst auf. Sie möchten auch mal so sein 3m Deutschen bürgerlichen Fußballbund besteht ein„Klub der Alten", der sich zusammensetzt aus führenden Fußballpersönlich- leiten aus der Zeit der Gründung des DFB. Dieser Klub pflegt neben der Geselligkeit auch zu wichtigen Problemen des DFB. Stellung zu nehmen und der Oeffentlichkell die Erkenntnis der Allen Zu unterbreiten. Hauptsprachrohr ist ihm das süddeutsche DFB.- Lerbandsblatt„Der Kicker", Nürnberg. Auf der letzten Tagung des „Klubs der Allen" in Mannheim hat man sich über die Jugend- bewegung des DFB. unterhalten und ist nach dem„Kicker" Nr. 41 vom 6. Oktober zu der Auffassung gekommen, daß die Iugendwerbetage nicht den Werbezweck erfüllen, den man sich von ihnen verspricht. In Verbindung damit hat der Iugendobmonn des Vordcrpfalzkreises den Allen folgende Erkenntnis übermittelt: .Lernen sollte man von den Turnern, Arbeitersport- lern, Arbeiterjugend, Jugend der Gewerkschaften und der Angestelltenverbände, die ihre Iugendtage in einem solchen Aufzuge abhalten, daß die Werbung auch eine volle ist. Die Arbeiter sind auf so etwas viel mehr eingestellt." Es wird dem Deutschen Fußballbund nicht möglich sein, Jugend- Veranstaltungen auszuziehen mit einer Beteiligung, die der von ihm angegebenen Mitgliederzahl einigermaßen entspricht, weil in ihm die Jugend nicht zum Gemeinschaftssinn, sondern zum Personen» k u l t erzogen wird. in der iridis 'üor einigen Tagen hielt der Generalsekretär der Internationalen Gesellschaft zur Erforschung der Arktis mit Luftfahrzeugen Bruns einen Bortrag über die Erfolge bei der Verwendung von Lustschiffen in der Arktis Der Vortragende, ein aller Luftschifführer und Teilnehmer der ersten Zevpetin-Arktisfahrt 1931, hatte seinerzeit mit Nansen und anderen die Aervarktik gegründet. Auf sein« Initiative wurde deutscherseits der Zeppelin in diesem Jahre erstmalig in den Dienst der arktischen Forschung gestellt. Di« Ergebnisse müssen nach De- rücksichtigung aller Faktoren als befriedigend bezeichnet werden, wenn es auch nicht völlig gelang, die gestellten Aufgaben in ihrer ganzen Größe zu bewälligcn. Hierzu gehört mehr als eine Fahrt und vor ollem große finanzielle Aiittel, um die nötigen Versuche ousfijhrcn zu können. Der Vortragende legte ganz richtig dar, daß es zunächst einmal die wichtigste Aufgabe der Wissenschast sei, den Ausbau des arltifchen Netzes von Radio-Veobachtungsstationen durchzuführen. Hiervon hängt das exakte Funktionieren der Wettervoraussagen ab. Man erfuhr, daß zwölf russische Gelehrte, darunter ein« Frau, bereits seit drei Jahren abgeschlossen von der Außenwelt auf einer der nördlichsten Inselgruppen der Arktis wissenschaitliche Studien treiben, man sah aus einem der Lichtbilder, wie diese kleine Kolonie über die Toppen geflaggt hatte zu Ehren der'Ankunft des Zeppelin- lnftschiffes, daz die andere Welt, die lebende, verkörperte. Man hörte, daß die Abgeschlossenen im Sommer nicht in Verbindung mit der Außenwett treten können, weil ihr Kurzwellengeräb in dieser Jahreszeit nicht den gewünschten Erfolg haben kann, sondern mir im Winter zuverlässig arbeitet. Man war nach dem Vortrag überzeugt, daß die Erforschung der Arktis durch Lustfahrzenge der'Arbeit mit Schissen oder Schlitten- cxpeditionen haushoch überlegen ist. Der Wintersport beginnt Zunächst bei Skitrockenkursen in der Halle Die Arbciter-Wintcrsportabteilung und der Touriftcnverein„Die Naturfreunde" neranstalten gemeinsam eine Reihe von S k i- T r o ck c n k u r s c n. Die Kurse beginnen im Südosten: Turnhalle Waldcmarstr. 77(Lausitzcr Platz), Montag. 26. Oktober. 20 Uhr, in Neukölln: Turnhalle Donanstr. 120, Dienstag, 27. Oktober, 20 Uhr, und W e d d i n g: Turnhalle Goten- burgcr Straße 2, Dienstag, 3. November. Kursusgebühr 2 M., 'Arbeitslose und Jugendliche, die ihre Mitgliedschaft in der Gcwerk- schast oder in einem Arbeitersportoerein nachweisen, sind von der Kursusgebühr befreit. Uebungsmateriol wird kostenlos zur Ver- fügung gestellt. Weitere Kurse sind in Vorbereitung.'Auskunft er- teilen: Wintersportabteilung, Geschäftsstelle Berlin N.24, Elsässer Straße 88/88: Touristenoerein„Die Naturfreunde", Reisebüro Berlin N.24. Iohamiisstr. 14/15. Im Zlnfchluß an die Ski-Trockenkurse wird Gelegenheit geboten, die erworbenen theoretischen Kenntnisse auch praktisch zu verwerten. Es werden bei geeigneten Schneeoerhältnissen an den Wochentag- abenden und an Sonntagen Fahrten in die Berliner Umgebung gemacht. » Der Touriftcnverein„Die Naturfreunde" veranstaltet in diesem Winter folgende Ski- und Winterreisen Zehn Tag« Nicscnäcbüqe. Standquartier in Petzer. Abfahrt am 2t. ober ffallz Sonberzngi 23. Sczemöcr von: Görlitzer Bahnhof, Tcilnahmegediihr 33 W.. toll-. Sonderzuätohrt möglich i!t b7 30.— Fünfzehn Tage ZiDcrihalu Aloen. Standauarticr im Ichönftcn Teil. Sternfahrten in das Gebiet des Pensen, der Rastlogelgruppc und der Tn�er Alpen. Abfahrt am 10. Dezember, adenbs. vom Anhalter Bahnhai- Niickfehr Sonntag. 3.-Zanuar. Teilnahmegcbühr 130 M.— Zehn Tage Nicfcngcbirge. Standquarlier in Petzcr. Abfahrt erfolgt am 2t. März4 Uhr bei Rohde, Die: iendechstr.-Mi.— 3. Abt.: Katerounrmel not.) i.-rv r. 03.. s J"- 11 Mhf C1T}nrt3. November an den Genossen Klotzkawflr ° �Touristen»«»«»„Die Naturfreunde", Abt. Prenzlaner Belg. Sonntag. 23. Oktober, Fahrt nach BIrlenwcrder. Treffpunkt 7?l Uhr Gesundbrunnen. k'reita?. 23. Glitvlier. Berlin.«. lb.0-3 st. V. Rermcetz: Kot im deutschen Sportbctrleh. 16.30 Heitere romanische Musik. 17.30 Marlin Lusccke spriebt, 17. 40 Das neue Buch, k-tzm Mikrophon: Brun» Behönlaak.l 18.00 Hunclerliabrlxo Morjiaten von L. Cicbrodt uud F. Tb. Vucher. Mmlt VON Stefan Meiscl.(Ausf.: Resi Unicr. Stefan Meteel.) 18.30 Prof. Dr. Mar Dessoir: Hesels Persönlichkeit. 1�.30 Sprechstunde am Mikrophon. 20.10 Aus der Philharmonie: Igor Stmwinskr- Dir.: Der Komponist l MosfV eu„Apollon MumeW. 2. Coocerto in D(WcIturanffflhninÄ).(Ssmo«?! Dushkm. Violine.) J. Pciruschka(KonrertfasRunsr).(Berliner Funk- Orcbcstcr.) 22.00 Wetter-, Tages- und Srortnachrichten. Anscbließeod: Stunde für die Winterhilfe. Frant Lisrt(Claudio Arratie FHgeB, Anschließend; Konzert(Notstandsorchester Dir. fug. Sonnrtgtz Ocsangseinlage: Charlie Brock, Tenor. Flügel: Erna Klcio). 0C.30 Unterhaltsame Kammermusik. Königswaslcrbaasc«. 16.00 Dr. Felix Bohrend: Qcgenwtrtsfrazen der höheren Schule. 16 jO Leipzig: Konzert. 17.30 Mersmann; Hören musikalischer Formen. 18.00 Bürgermeister Dr. Heß: Der Fremdenverkehr tm Krisenjahr. 1�.55 Wetter für die Landwirtschaft. 19.05 Mühlackcr: Mit„Graf Zeppelin" in die Arktis. 19.30 Dr. Greil: Die Erschütterung der Existenzsicherheil der Ajitestentaa. 20.00 Breslau:..Verwirrung um Amalie". 21.30 Amerika; Concerfo der Eastman-Musfkschulc. Rochester Stadtorchester, Dir.: Dr. Howard Hansou. — fW»—«■■■■III—■!■!■I—IW—!■ TTTT Seinctocber-SdjnctberfMnst jetzt auch für die Termel Ein« neue Abteilung Damen.Fcrtig.Mantrl.— Eraktheit der Arbeit, die Sie an den H«rren.Fcr„. erprobte Erfahrung und sorgfältig geschultez Personal tritt in Ihre Dienst«. gnädige Frau! Alle Porfeile unseres günstigen Groß. Einkaufs kommen Ihnen zugute. Sie sind es sich selbst schuldig, diese eleganten und gediegenen Fertig Mäntel anzuschauen uns zu probieren.— Leineweber-Fertig. Mäntel sind guter Matzarbeit gleichwertig, obwohl die Preis« weit unter denen der Matz. schneiber liegen. §!SSl5 rneaier Frcliag, den 23, Okiober staatsoper unier cen Linden 19' j Uhr Die Zauberfflöte Staatlidiaiisülelliaus UaTntnttH. 20 Uhr Peer Cynt Schilfer-Theater Chariotimburj. 20 Uhr Doktor Klaus .»uhr CASIN(MH£AIER»RUh. Lothringer Sir ah e 37. itiiiiiittlHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiniitiiiimmiiiiiiiiiiiiiiiinininitiiii Nur noch bis Freitag: Dodo, das öffentliche Aergernis Sonnabend zum I. Male: ifiechep- Fritze Gutsche m 1-4 Personen. Parkett nur 50 Pf. Fauteuil 1-— Mark. Sessel 1-50 Mark Reichshallen-Theater Ibenils 3 Uhr. Sonntag nadmittag 3' Z Utir Stettiner Sänger Ol« neu. Burleske xv„Oer armeKasemir' tzzlliMazz da'tze Preise,«olles Program! inlernailonales Idealer Kleines Theater) Unter den Linden 44. Heute 8 Chr The t wo Virlues mit Vlvlan Oieason Ab möroen 8.15 Uhr Flucht vor Michael h�Sd Rgsfairant Berlins BETRIEB /J-Rk KEMPIHSKIT,� Slädf.opcr CharloltenburK BismarckstiaBe 34 Freitag, den 23. 10. Turnus 1 Anfang 20 Uht Rigolelto tnde ßeßen 22V3 U. VoiKsbUhne Theatei an Silowplati 8 Uhi Das vierte fiebot Thealer Im Admlralsoalasi Täglich 8>i. Uhr Die Dabarry mit Gitta Alpar Preise v. 0,50 M. an Komiscne oper kka Uhr Thron zu vergehen Operette v.Neidhai' Musik v Witmann Leux. Elster, Lilien. Preise; 0,50-7,- M. öeotföies Tbeaiti Täglich 8 Uhr von Schiller Ragis; Mai Reioharilt Die Komödie 8i,8 Uhr Latita äufführongen ROcKkehr Ramöilie i.DonaW Slrtarl Ragie; totif Crilndgejs. Rnrlflrstenflamm Theater Bismarck 448/40 8'Ji Uhr Die schöne Helena roa lacqnes oiienoa® Beule Uu RelnOordi. Theater am Nnllendorfplab Täglich 8'- Uhr Max Adalbert in Der beschleunigte Personenzug metropol-lheaier Täglich 8V« Uhr Sonntags« u 8V« U. Oie Blume von Hawal Operettev-Abraham heisa 11.511-U.5B I roiia-1 Winker-Mantel..... fesche Form, reine Wolle frau«n-Mantei größte Weiten 49.— 39.— loden- Hüntel in allen Weiten 39.— 29.— Maßanfertigung besonders für stärkere Damen DamenmSnte!- Fabrikation und Handlung Paul linkFÄ�-if 19.- 29.- 17.°° Dir. Dr. Hobt« Kleit Weidradamn 0146, 2791 8'/« Uhr Der letzte Equtpasew Homolka. Brausewetter, Sandrock, Falkenstein Betten-FQrst Berlln- NeuKölln Hermannstraße W Beriin- Tempeihot Berliner Gegründet 1908 Straße 132 Telephon: F2 Neukölln 1424