BERLIN Mittwoch 28. Oktober 1931 10 Pf. Nr. 506 B 253 48. Lahrganq E r s cd c i» t täglich außerSonntag«. Zugleich Abendausgabe des„Vorwärts". Bezugspreis beide Ausgaben 8.; Pf. pro Woche, n.soM. pro Monat. Redaktion und Expedition: Berlin SW 68, Lindenstr.3 Fernsprecher: Dönhoff(A 7) 292—297 „VjYutoLffa Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareillezette 80 Pf., Reklamezeile SM. Crmäßigun cn nach Tarif. Postscheckkonto: Vorwärts-Verlag G.m.b.H.. Berlin Nr. S? 536.— Der Verlag behält sich das Recht der Ablehnung nicht genehmer Anzeigen vor! esa Der Erdrutsch in England. Lleberwältigender Sieg der Konservativen L o tt d o n, 28. Lktobcr. s<5ig«nbericht.)| Was auch immer das Vadcrgctmis der englischen Wahlen sein wird, an einem überwältigenden Sieg der Llonfcrvativen ist nicht mehr zn zweifeln..Eine absolute lonservativc Mehrheit im neuen Parlament ist sicher. Tic Ergebnisse laufen in den Vormittagsstunden langsamer ein. Erst am Nachmittag wird man das end- gültige Ergebnis kennen. Ter nationalen Negierung stehen bis jetzt 21i4 Stimmen im Parlament zur Verfü- gung, der Lpfiosition 23 Stimmen. 221 Stimmen cnt- saUcn auf die llonservativen. Die nationale Labour- Gruppe 1 Macdonald) hat bisher vier, die Rationallibe- ralen haben 37 und die Unabhängigen Nationalen 2 Sitze. Auf der Lppositionsfeite hat die Labour Parth 23 Sibe. An London allein haben die Konservativen 18 Sitze neu gewonnen. Unter 38 im Bereich von London bereits vor- liegenden Ergebnissen sind nur 1 Sitze an die Labour Parth gefallen. Am erstaunlichsten ist der Nüekgang in den Industrie- städtcn. Lancashirc hat sich offenbar definitiv von sei- nem traditionellen Freihandel abgc- wandt; denn in verschiedenen Wahlkreisen der Stadt Manchester allein sind i) Gewinne der nationalen Negie- rnng gegenüber der Labour Parth zu verzeichnen. In Birmingham verlor die Labour Parth Ii Sitze. Weitere Sitze wurden verloren in den Städten Darlington» Ton- caster, Halifax, Hudderficld und Liverpool. Tie Liberalen haben sich im ganzen gehalten. ES fehlen noch die Ergebnisse auS den wichtigsten Industrie- bezirken im Nordosten Englands, die noch eine ganze Anzahl Arbeitersitze bringen dürften, andererseits wer- den die noch ausstehenden ländlichen Wahlkreise grötz- tcnteilS den Konservativen zufallen. Tic Kommunisten haben keinen einzigen Sitz gewonnen, ebensowenig die Partei Sir Lswald Mosleys, der selbst geschlagen wurde. Ernst sieht daS Ergebnis für die Labour Party auch dann auS, wenn man es im einzelnen betrachtet. Auster dem Austenministcr der Arbeitcrregicrung und Führer der Labour Parth Hcuderson, der in Bur- Ich gegen den konservativen Admiral Gordon Eampbcll mit 82llV Stiiniitcn unterlag, sind auch zahlreiche andere Mitglieder der letzten Arbeiterrcgicrung geschlagen worden, so der GesundhcitSminister Grecnwood, der Kriegsminister Tom Shaw, der Minister für daS Verkehrswesen Herbert Morrison, Innenminister E 1 h n e s, Arbcitsministcr Frau Bondficld, Ma- rincminister Alexander und Kultusminister LeeS Smith. Ferner unterlagen der Parteiveteran Ben Turner, Sir Trevelyan und Ben Tillett. Lansburh dagegen wurde in Popler mit verringerter Mehrheit wiedergeivählt, ebenso der Generalstaatsanwalt der Arbeiteregierung CriPHS. Ter Llohd-Georgc-Li- beralc Wallace, der Kriminalschriftsteller, unterlag dem konservativen Gegner. Bon den Liberalen und Konservativen wurden alle bekannten Persönlichkeiten und Politiker wiedergewählt. Tie Labour Parth erlitt die gröstten Verluste in den Wahlkreisen, in denen der Kampf nur zwischen Zwei Kandidaten vor sich ging. Auf der Negierungsseite hat vor allem die Gruppe Macdonald weniger günstig ab- geschnitten, von der bisher nur vier Abgeordnete«e- wählt wurden. Das Ergebnis aus dem Wahlkreis M a c- d o n a 1 d S ist erst heute nachmittag zu erwarten. Geringer Stimmenrückgang Labours. Der liberale„Rcws Ehronicle" berechnet, dast die Wahlbeteiligung nur wenig höher gewesen sei. als bei der letzten Wahl, und dast die Liberalen überall offenbar geschloffen für die konservativen Kandidaten gestimmt hätte», wo keine liberalen Kandidaten aufgestellt waren; die Arbeitcrstimmen seien um ungefähr ein Fünftel ge- funken. Stimmenmästig stehen den 4,38 Millionen konser- vativen Stimmen bis jetzt 2,48 Millionen Laüourstim- wen gegenüber. Auf die ParlamentSvertrcter berechnet kommt jedoch auf 27 83« Konservative vin Bbgeordnetcr. während diS jetzt auf einen Labour-Kandidaten 154 7S2 Stimme« entfalle«. Die wahlberichle aus London geben fast ausschließlich die Slimmenmehrheilen an. mit denen die Abgeordneleu ge- wählt oder geschlagen wurden. Da durch dos liberal-konservative Wahlbündnis die üampflage gegenüber 1323 völlig verschoben ist, lassen sich aus diesen relativen Ziffern Schlüfle über das Verhältnis der abgegebenen Stimmen nicht ziehen. Die wenigen Zölle, in denen die absoluten Ziffern gemeldet sind, lassen wir hier folgen: In Burnley, dem Wahlkreis Hcndersons, erhielten: 1329 1931 Labour.... 28 100 27000 Konservative... 20100 33 000 Liberale..... 12 300 In Talford-Nord, dem Wahlkreis 1929 Labour..... 17 300 Koirservatwe... 13 600 Liberale..... 6600 In Hythe erhielten: 1920 Lab au r..... 2 600 Konservative... 13 000 Liberale..... 7 000 In Farnworth(Lancashirc) erhielten 1929 Labour..... 21 400 Konservative... 10 600 Liberale..... 9 400 In Ashton undcr L y ne erhielten: 1929 1931 Labour..... 11000 11 100 Konservative... 12 400 15 700 In Batlcy dem Wahlkreis Ben Turners, erhielten: 1929 1931 Labour..... 24 600 18 700 Konservative...—— Liberale..... 17 600 26 400 In tkhelsea(London), dein Wahlkreis Taumel Haares, erhielten: 1929 1931 Labour..... 6 700 4 700 Konservative... 13 500 23 000 Liberale..... 1400— In ZN e r t h y r Tydfil in Wales wurde der Labour-Zlbge- ordnete not der gleichen Stimmenmehrheit wiedergewählt, die er ISA hatte. Wahlen der Ter- sweiflung .ßlivJi in ein englisches 'Wahllokal in der tollen kam Courl i/töad in Jfol born, Xondon. Es versteht sich, daß die kansoroatioc Presse in ein wahres Triumphgefchrci ausbricht. Der Siez ist größer als sie selbst er- wartot hatte. Es ist, wie der liberale„News Ehronicle" sagt, ein Erdrutsch. Der„Daily Herald" weist daraufhin, daß der Kern- b e st a n d der Labour Party nicht angegriffen ist, daß die schwere Niederlage unbestreitbar ist, daß sie aber in keinem Falle, wie es konservative Blätter tun, als eine Vernichtung der Partei betrachtet werden könne. Diese Einzelergebnisse über die abgegebenen Stimmen zeigen im Gegensatz zu der Zahl der gewählten Kandidaten im Durchschnitt zwar einen Rückgang der Labour-Stimmcn, aber in vielen Fällen ist er sehr leicht, in manchen Wahl- kreisen hat die Arbeiterpartei sich völlig behauptet, hier und da sogar Stimmengewinn. Ein Gcsamturteil über die Abstimmung ist jedoch erst möglich, wenn eine weit größere Zahl von absoluten Einzclergebnissen vorliegt. Schon heute kann jedoch festgestellt werden, daß die eng- tische Wahl vom Oktober 1931 in vieler Beziehung an die Reichstagswahl von 1997 erinnert. Die Sozialdemokratie hatte 1993 81 Mandate und 3 919 999 Stimmen errungen, 1997 stieg ihre Stimmenzahl auf 3 258 999, aber sie hatte durch das bürgerliche Wahlbündnis nur 43 Man- date errungen, fast die Hälfte(38) verloren. Die damalige Niederlage in der Mandatszifser war nur der Auftakt zu dem Siege von 1912, in dem die Sozialdemokratie 4,5 Millionen Stimmen und 119 Mandate errang. Wenn der„Lokalanzeiger" heute wie 1997 die Nieder- läge der Arbeiter„vernichtend" nennt, so ist keine Be- Zeichnung törichter als diese. Die Niederlage der Arbeiter- partei ist ganz vorwiegend durch die Flucht der Liberalen in die Arme der Konservativen durch die Verstellung der Besitz- bürgerlichen Einheitsfront erfolgt. Für die Stimmung, in der sich diese Wahlen vollzogen. ist es kennzeichnend, daß ein Mann von der politischen Be- deutung ArturHendersons gegenüber einem national,- stischen Seebären, dem Admiral Campbell, unterlag. Die Wähler zeigten keine Neigung, die unzweifelhaften Verdienste anzuerkennen, die sich die Arbeiterpartei mit Hendcrson um die auswärtige Politik Englands erworben hat. Sie und Heilder- son persönlich für absehbare Zeit von der entscheidenden Ein- flußnähme auf die Außenpolitik ausgeschaltet zu sehen, ist eine bedrückende Vorstellung nicht nur für internatmnale Sozialisten sondern auck) für das deutsche Volk. Das deutsche Volk als Ganzes hat alle Ursache, die Niederlage der Arbeiter- partei zu bedauern, die als Regierungspartei n.it Zähigkeit und mit beträchtlichem Erfolg für die Sache der wternotio- Ben Tillctts, erhielten: 1931 13 300 23100 1931 3 600 20 300 1931 19 500 22 500 nalcn Gerechtigkeit und damit auch für das Recht des deut- schen Volkes gewirkt hat. Die deutsche Rechtspresse, die mit der englischen Bourgeoisie über die Niederlage der Arbeiterpartei jubiliert, stellt damit gan� offen das internationale Klasseninteresse der Kapitalisten über das Interesse des deutschen Volkes. Macdonald bestürzt. London, 23. Oktober. M�cdonold erklärte Pressevertretern, die Ergebnisse der Wahlen seien nicht nur' überraschend, sondern auch bcstürzend. Der Erfolg Thomas und derjenige Sir Herbert Samuels seien erfreulich. Nichts zeige deutlicher,.dah es sich dabei um den Sieg der nationalen Regierung, und nicht um den Sieg einer politischen Partei handele. In Nottingham-Süd gewann der Kandidat der nationalen Ar- beitorpartei Macdonalds mit 22852 Stimmen gegen den Arbeiter- kandidaten, der nur 10 583 Stimmen auf sich vereinigte. Bei der vorigen Wahl hatte der Arbeiterkandidat 14 800 Stimmen gehabt. Auch in Nottingham-Mitte hat die Arbeiterpartei verloren. Sie erzielte nur 7900 Stimmen gegen 11 600 Stimmen bei der vorigen Wahl. Reinhart muß verzichten. Cr will zunächst nicht„Beirat" spielen. Reinhart von der Commerz- und Privatbank und von Schultheiß-Patzenhofer hat an der„zuständigen Stelle"— gemeint ist das Büro des Reichspräsidenten— die Erklärung abgegeben, daß er bis zur endgültigen Klärung der gegen ihn erhobenen Beschuldigungen, die er als haltlos bezeichnet, an den Sitzungendes Wirtschaftsbeirates nicht teilnehmen werde. Reichsregierung für Gchuldenkonferenz. Zunächst V rlängerung des Stillhalteabkommens. Die Meldung, daß die Reichsregierung schon in den nächsten Tagen einen Antrag auf Einberufung des beratenden Sonder- ausschusses der BIZ. zwecks Aufrollung des Reparationsproblems zu stellen beabsichtigt, entspricht nicht den Tatsachen. Das Schuldenfeierjahr dauert noch bis zum 30. Juni 1932, also über acht Monate, während das Stillhalteabkommen, das Deutschland gegen den Abzug kurzfristiger Kredite durch die ausländischen Gläubiger schützt, im Februar endet. Man ist deshalb inerhalb der Reichsregierung zunächst bestrebt, eine Verlängerung dieses Stillhalteabkommens bzw.«in ähnliches anderer Regelung zu erwirken und dürfte bereits in den nächsten Tagen entsprechend« Schritte unternehmen. Wahrscheinlich wird sich mit dem ganzen Problem schließlich wieder eine internationale Konse- renz, wie die letzte in London, befassen. Damals waren in London außer Deutschland die Vereinigten Staaten, England, Frankreich, Italien, Belgien und Japan vertreten. Zeder Giebenie ohne Arbeit! Lleber 100 000 Erwerbslose in Leipzig. . Leipzig, 28. Oktober. Der Nachweis des Arbeiksamles Leipzig führt Mille Okt-ber erstmalig über 100 000 Arbeitslose auf. Der Zugang aus Betriebs. einfchränkungeu und Stillegungen liegt mit Z.7 JJroz.(3S€6 Per- fönen) weil über dem Reichsdurchschnlkl voo?L proz. Besonders verschärfte sich die Arbeiksmarkllage tu der Metallindustrie, dem graphischen Gewerbe und im handelsgewerbe. Am Stichtage, dem 15. Oktober, waren 101 845 Arbeitslose gemeldei gegenüber 93 180 am 1. Oktober. Demnach ist in Leipzig jeder stebenie Ein. wohner erwerbslos, während im Beichsdurchschnllt ungefähr jeder fünfzehnte nicht in Arbeit steht. Dumme Verdächtigun;en. Oer.palazzo" Otto Brauns. Die Hugenbergsche Parteikorres�ondenz und ihr nahestehende Blätter erheben läppische Vorwürfe gegen den preußischen Minister- Präsidenten, Genossen O t t o B r a u n, der seinen Krankheitsur'aub in der Schweiz benutzt habe, um ein Grundstück zu kaufen, auf dem er einen„Palazzo" erbauen wolle. Die Wahrheit ist, daß Otto Braun, der völlig zurück- gezogen lebt, der feine Tochter schon als Kind und seinen Sohn im Kriege verloren hat, Ersparnisse verwendet hat, um eine Wiese bei Ascona(Südschweiz) für etwa 10 000 Schweizer Fronken zu kaufen, das hat er sofort nach seiner Rückkehr dem zuständigen Finanzamt mitgeteilt. Die Gattin Otto Brauns ist seit Jahren schwer herzkrank, so daß sie lange Zest gelähmt war und erst nach vielen ärztlichen Bemühungen soweit gebracht wurde, daß sie am Stock durchs Zimmer gehen kann. Dem Genossen Braun wurde von den Aerzten dringend empfohlen, seine kranke Frau mindestens während der kalten Jahreszeit im Süden unterzubringen. Da er sonst kaum erschwingliche Ausgaben für Sanatoriums- oufenthall zahlen müßte, hat er dieses Grundstück erworben, um später darauf ein kleines bescheidenes Häuschen zu errichten, in dem Frau Braun mit einer Wärterin leben kann. Diese für jeden Mann tief bedauerlichen Gesundheitsverhältnisie geben dem Hugenberg-Klüngel nur Anlaß zu neuer und überaus gehässiger Hetze. Das Opfer der Berdächtigung ist ja„Marxist" und da ist bekanntlich alles erlaubt. Verleumdung der Arbeiterbank. Kommunisten verbreiten Ammenmärchen. Kleine Kinder sind bekanntlich von der Zerstörungswut er- griffen. Unreife Menschen, die gänzlich zu unrecht sich zu politischer Betätigung berufen glauben, haben den gleichen Drang. So erklärt es sich wohl, daß fortgesetzt in der kommunistischen Presse und von kommunistischen Rednern der Versuch gemacht wird, die„Bank der Arbeiter, Angestellten und Beamten" als zahlungsunfähig hin- zustellen. Die Frivolität solcher Ausstreuungen liegt offen zu Tage. Hat doch gerade die Bank der Arbeiter, Angestellten und Beamten am kritischen 13. Juli d. I. ihre Unerschütterlichkeit auf das glänzendste bewiesen. Ihre Sparkasse hat an diesem Tage nicht nur alle gewünschten Zahlungen ohne jede Einschränkung voll gclci-.et. sondern sie hat auch noch ausnahmsweise in den Abend- stunden von 4 bis 6 Uhr die Schalter gcöfsnet. Während andere Banken schon in den Vormittagsstunden die angeforderten Summen nur zum Teil ausgezahlt hatten, hat die Arbeiterbank jeden ge- Prozeß wird zum Kongreß Noch kein Ende des Ealmette-Prozesses abzusehen Lübeck, 28. Oktober. Der gestrige Berhandlungstag brachte bei der Vernehmung einer Anzahl ärztlicher Zeugen nichts wesentlich Neues. Die Beweis- auf nah in e wird erst in der nächsten Woche, und zwar am Donnerstag fortgesetzt. Inzwischen wird die Verhandlung das Aussehen eines wissenschaftlichen Kongresses annehmen, denn am heutigen Mittwoch wird in zwei Gruppen das Laboratorium des Lübecker Krankenhauses besichtigt werden. Bei dieser Gelegenheit wird Professor Dr. Deycke einen Vortrag halten. Anschließend soll die Schwester Anna Schütze die praktische Laboratoriumsarbeit vor- führen. Anfang nächster Woche wird Professor Schürmann-Berlin, der als Sachverständiger anwesend ist. wissenschaftliche Erläuterungen in Form eines Lichtbildervortrages geben. Zunächst wurde der Präsident der Landesvcrsicherungsanstalt der Hansestädte, Helms, vernommen, der sich zu den Beratungen des vom Gesundheitsrat eingesetzten Untersuchungsaus- s ch u s s e s vom 17. Dezember 1929 äußerte. Er habe damals Pro- fessor Dr. Deycke besonders gefragt, ob die Anwendung des BCG. unbedenklich fei Dr. Deycke habe geantwortet, das Mittel sei auf alle Fälle vollkommen unschädlich: daß es auch nützlich sei, könne man als wahrscheinlich, aber nicht als absolut annehmen. !— Rechtsanwalt Dr. Wittern betonte, daß Senator Mehrlein die ! Zustimmung zur Einführung des Verfahrens von der Stellung der Aerztefchast und ihrer Genehmigung abhängig gemacht habe. Diese Bedingung sei nicht erfüllt worden, da die Versammlung der Aerzte- | schast nicht unter ausdrücklichem Hinweis daraus einberufen worden ! war, daß«s sich um eine Beschlußfassung handeln solle. Er be- nannte zwei Zeugen, die dies bekunden würden.— Senator Mehr- | lein, vom Vorsitzenden noch einmal befragt erklärt, daß Dr. Alt- ! staedt einen bestimmten Auftrag erhalten hätte, einen bestimmten Beschluß der Aerzteschaft herbeiführen. Es Hab« ihm damals daran gelegen, die Stellungnahme der Aerzteschaft zu erfahren. Ihm sei es einerlei gewesen, ob die Zustimmung in der Form eines Be- schlusses oder nicht gefaßt worden sei. Ihm habe die Mitteilung. Dr. Altstaedts genügt, daß sich in der Aerzteversammlung kein Wider- 'pruch gegen die Einführung des BCG. gellend gemacht Hab«, sondern daß man vielmehr in dieser Versammlung einmütig der Ueberzeu- gunz gewesen sei, der BCG. sei vollkommen unschädlich. In der Nachmittagssitzung stellt Dr. Frey den Beweisantrag, Professor Caimette kommissarisch darüber zu vernehmen, daß er ohne jede Kenntnis der besonderen Herstellung und Herstellungsmöglichteit i in Lübeck das Präparat abgegeben habe, daß«r von der selbständigen j Herstellung desselben durch Professor Dr. Deycke vor dem Unglück nichts erfahren habe und daß er für ein Läl'oratorium wie das Lübecker niemals sein Einverständnis zur Herstellung erteilt hätte. Sondervergütungen und kein Ende. Hunderttausend Marl spielen keine Rolle. Frankfurt a. Rl.. 28. Oktober. Gegenstand der gestrigen Verhandlung im Favag-Prozeß bildeie wiederum eine Sondervergütung, die an D n m ck e, Becker und Al a e d j e ans einer Summe verteilt wurde, die ursprünglich einem ganz anderen Zweck dienen sollte. Die Faoag übernahm seinerzeit die Berlin-Frank- furter Allgemeine Bersicherungs A.-G., da sich deren Geschäfte ungünstig entwickelten, und zwar sollte die Favag das Tlansportversicherungsgeschäft der Berlin-Frankfurter übernehmen. Zu diesem Zwecke wurde einem gewissen Esser von der Favag eine Summe von 40 000 Mark zur Verfügung gestellt, damit er die Transaktion abwickeln könne. Gleichzeitig wurden noch weitere 110 000 Mark bereitgestellt für den Fall, daß Esser mit 40 000 Mark nicht auskommen sollte. Tatsächlich wurden die 110 000 Mark nicht benötigt, und Maedje brachte später diesen Betrag, 105 000 Mark in Aktien und den Rest in bar. nach Frank- furt zurück. Maedje bekam hiervon sofort eine Vergütung von rund 30000 Mark. Was mit dem übrigen Gelds ge- fchchen ist, weiß Maedje nicht anzugeben. Der Staatsanwalt warf die Frage auf, ob Dumcke die 110 000 Mark nicht nur deshalb reserviert habe, um sie als Vergütung zu verteilen, und gar nicht die Absicht bestanden habe, die Summe zur Abwicklung der Transaktion mll der Berlm-Frankfurter zu verwenden. Maedje entgegnete, daß das nicht zutreffe. Er behauptete, daß er feine Tätigkeit mehrere Jahre lang dieser Gesellschaft gewidmet habe, und daß es ihm un- bedingt berechtigt erschien, eine Sondervergütung zu erhalten. Der Rückkauf von nominal 400 000 Mark Aktien der Vereinigten Berlinischen Lebensversicherung aus dem Besitz der Röchling-Bank und die damit verbundene Beteiligung der Direktoren Dumcke, Becker. Lindner und Schumacher mit Aktien für 160 000 Mark Nominale gegen zweijährige Stundung des Kaufpreises bildeten den Gegenstand der weiteren Verhandlung im Favag- Prozeß. Die Anklage sieht in dieser Transaktion eine Handlung zum Nachteil der eigenen Gesellschaft. Lindner will, wie in den bereits zur Sprache gekommenen Fällen, auch hier nicht gewußt haben, daß seine Handlungsweise gegen das Gesetz verstoßen könnte. Kl- P« D. Kommunistische Partei Deutschlands Adrcue de« Zeatral-Komllers Vildel» Pieck, Berlia C 25. Kl. Alcsaaderstr. 28• Kerl-Licbknecht-Keus T«I*|f.-Adr.. Komnpartai-ßrrlTa— T«|.. KapJ«r|f»Wa 5*41 Kathlnd 441«- pMiteheckkaet»; torlin 1 01 254 UUm!« ftach «... rl P.Mivaxaa«>» MW4Ia|t«*$ Berlin, den 21. 10. 31 An die Besirlcsleltunf Schlesien, Breelrj. V.L.» Dir Oer Inheker dieses Auswelses.Ocn. Otto, Iconwt In unsere» Auftrase In der Zelt vom 22./Z 3. 10. aur Besprechung einiger wichtiger Fragen und Erledigung von A-uTträgen In Euren Leeirk. Wir ersuchen. Euch, den Genossen die notwendige UhterstUtrung»u gewähren. Finanslelle KilXc Jconnat nicht In Frage. Kit kosnunlstlschsa Cruss ZK.- Sekretariat 3)er Jlusrteis für lleberbrück. Bei dem wegen Verbrechens gegen das Sprengstoffgesetz verhafteten kommunistischen Funktionär Ueberbrück wurde der Ausweis von der kommunistischen Zentrale gefunden, den wir oben im Faksimile wiedergeben. Daß ein solcher Ausweis nur einem ganz Vertrauten ausgestellt wird, liegt auf der Hand. Das kommunistische Abend- Mall aber bringt es fertig, seinen Lesern— ohne den Wortlaut des Briefes mitzuteilen— die Vorstellung zu suggerieren,„daß es in einer Millionen-Partei wie der KPD. natürlich zehntausende der verschiedensten Ausweise gebe. Ein Zusammenhang mit der KPD. und ihrer Führung könne daraus nicht konstruiert werden." Das ist wenigstens so dumm gelogen, daß sogar die Leser Münzenbergs es merken dürften. ängstigten Sparer, der sein Geld an sich zu nehmen wünschte, auf Heller und Pfennig befriedigt. Die finanzielle Lage der Arbeiter- dank ist auch so günstig, daß sie die Bankfeiertage nicht nötig gehabt hülle. So hat ihre Sparkasse denn auch nach Ablauf dieser Tage weit über die durch die Notverordnungen vorgeschriebenen Hilfs- summen hinaus Zahlungen geleistet. Sogar auf die Einhaltung der nach ihrem Statut vorgeschriebenen Kündigungsfristen hat sie Verzicht geleistet. Am 8 September 1931 fand in Berlin eine Versammlung statt, in der sich die kommunistischen. Proletarier von dem Bourgeois- jüngling Heinz Neumann begeistern ließen. In dieser Versammlung sprach auch der Leiter der NGO.. Ulbricht,«inleitende Worte. Am anderen Morgen brachte„Berlin am Morgen" einen Bericht über die Bersammlung. Danach sollte Ulbricht geäußert haben, einer der Gründe dafür, daß die Sozialdemokratie es abgelehnt habe, die Versammlung gemeinsam mit der KPD. zu veranstalten, bestehe in der Rücksicht auf Verhandlungen, die„die in finanziellen Nöten befindliche Arbeiterbank" führe, um Regierungskredite zu erlangen. An dieser Nachrede war kein Wort wahr. Weder leidet die Arbeiterbank Not, noch hat sie mit einer Reichs- oder Länderregie- rung über die Gewährung von Krediten Berhandlungen gehabt. Die Arbeiterbank beschloh daher, den Verleumdern den Mund zu stopfen. Sie stellte gegen Ulbricht sowohl wie gegen den verant- wcrtlichen Redakteur und den Verlag von„Berlin am Morgen" den Antrag aus Erlaß einer ein st weiligen Verfügung, durch die die Wiederholung der den Kredit der Arbeiterbank gefährdenden Nachrede zur Vermeidung von Haft- oder Geldstrafen untersagt werden sollte. Herr Ulbricht reichte darauf eine eidesstattliche Ver- s i ch e r u n g ein. worin er bestritt, die Worte geäußert zu haben, die„Berim am Morgey" ihm in den Mund gelegt hatte. Der Chefredakteur von„Berlin am Morgen", Herr Benno Frei» stadt, versicherte eidesstattlich, seine Zeitung stehe nicht im Eigentum der Kommunistischen Partei und habe durchaus nicht die Absicht, eine Kampagne gegen die Arbeiterbank zu führen oder unwahre Nachrichten über sie zu verbreiten. Ihren Anwalt hatten Redakteur und Verleger in einem Schriftsatz auch noch ihre Zugehörigkeit zur Kommunistischen Par- tei be st reiten lassen. Eine eidesstallliche Versicherung lag darüber nicht vor. Das Landgericht Berlin mußte den Antrag der Arbeiterbank gegen Ulbricht ablehnen, nachdem sich herausgestellt hatte, daß der Bericht des kommunistischen Blattes über feine Rede falsch war. Redakteur und Verleger wurden aber dem Antrage der Arbeiter- dank entsprechend verurteilt, lieber die. Ableugnung des kommunistischen Charakters des Münzenberg-Blnttes hat sich das Gericht mit der zutreffenden Begründung hinweggesetzt. die kommunistische Haltung der Zettung sei durch den Einblick in die Nummer vom 9. September d. I. bewiesen. Das Geständnis des Mörders. Erfolgreiche k iminalistifche Kleinarbeit. Die überraschende Aufklärung des Mordes aa der Witwe Wabuitz aus der Angermündcr Straß?, über die schon berichlet wurde und die den Musiker h e l m u l h kleiner als den Täler ermillelle, ist das Ergebnis kriminalistischer Kleinarbeit gewesen. Die wichtigsten Angaben machte eine alte Freundin der Frau Wadnitz. Ihr Halle sie etwas mehr über den neuen Mieter erzählt, daß er Musikstudent und aus Breslau sein wollte und daß er eine wertvolle Geige besitze. Aus Grund dieser Anhaltspunkte setzten die Ermittlungen ein. Zunächst nahm man an. der Täter sei ein Mitglied einer Diebeskolonne, die einen Einbruch beabsichtigte und die Wohnungsinhaberin entfernen wollte. Als aber neue Momente hinzukamen, wurde es klar, daß er mit Einbrechern nichts zu tun haben konnte. Dck er vor seinem Er- scheinen in der Angermünder Straße irgendwo gewohnt haben mußte, wurden die Meldezettel der kleinen Hotels geprüft und dabei stieß man in der Liniensllaße aus den Mann, auf den die Beschreibung paßte. So gelangte die Polizei in den Besitz des Namens. Nach den hier vorliegenden Berichten aus Waldenburg hat Kleiner bei seinem Geständnis auch vorgebracht, er habe in Notwehr(!) gehandelt, bei der 76 Jahre alten Frau ein un- sinniger Einwurf. Schließlich änderte er feine Taktik und erzählte weinend, daß er sich in einem„R a u s ch z u st a n d" befunden habe. Familieniragödie mii plahpaironen. Aufregender Vorfall in Lichtenberg. In der vergangenen Nacht versuchte der 44 Jahre alte Maschinist August Gryczewski aus der Jungstrahe 16 in Lichtenberg seine 32jährige Frau Emma und sein sechs Jahre alles Kind zu erschießen. Die Waffe war jedoch, was G. nicht wußte, nur mit Platzpatronen geladen, so daß die Tragödie glücklicherweise kein Menschenleben gefordert hat. Allerdings mußte der Täter und das Kind mit schweren Kopfverletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Der Schießerei war ein heftiger Streit zwischen den beiden Eheleuten vorausgegangen. Der Wortwechsel mitten in der Nacht hatte verschiedene Mieter aus dem Schlaf ge- schreckt. Plötzlich fielen in kurzer Folge mehrere Schüsse. Im nächsten Augenblick ertönten laute Hilferufe. Frau G. eilte mit einer blutenden Armwunde auf den Treppenflur, wo sie hinzu- kommenden Mietern kurz mitteilte, daß ihr Mann auf sie und das Kind geschossen habe. Als man in die Wohnung eindrang, lag das Mädchen und Gryczewski mit blutenden Kopfwunden in den Betten. Zunächst wurde angenommen, daß G. aus dem zur Tat benutzten Trommelrevolver scharf geschossen habe. Erst später im Kranken- haus wurde festgestellt, daß die Verletzungen durch Platzpatronen herrührten. 1 Toifchlagsprozeß in Schlesien. Neun Monate Gefängnis für einen Nitterguisbesiher. Licgnitz. 28. Oktober. Dos Schwurgericht Liegnih fällte gegen den Ritler- gutsbesiher Diplom-Landwirt Günther aus Groh-Zäno- w i h folgendes Utieit: Günther wird wegen vollendeten Tot- fchlags zu., cun RIonatea Gefängnis verurteilt. Drei Monate Untersuchungshaft werden ihm angerechnet. Von der Anklage des versuchten Totschlags wird Günther freigesprochen. Der Vorfall, der dem Prozeß zugrunde lag, hatte seinerzeit in Schlesien größtes Aufsehen erregt; auch der„Vorwärts" hatte ausführlich berichtet. Günther mar am 3i). Juni d. I.. üt den llllelkern feines Gutes in einen heftigen Wortwechsel geraten, in dessen Verlauf er sein Jagdgewehr holt- und zunächst auf den Melker chattwig einen Schuß abgab, chattwig bückte sich, so daß der Schuh fehlging. Günther schoß dann den davoneilenden Melkerlehrling Beier in den Rücken. B c i e r war sofort tot. Günther machte in der Voruntersuchung Notwehr geltend. Der Schuß aus den Obermelkcr sei ein Schreckschuß ge> wesen, der Schuß auf Beier sei zufällig losgegangen. In der Ur- teilsbegründung betonte der Vorsitzende, der Obermelker habe sich Wie CR sich sieht... Solange Herr Dr. Otto Krieg! sich daraus beschränkt, init Radclstichen a« unsere Elesanienham zu picken, haben wir es mit jene« Mond aedalteu, der nur iächelnd an» seiner hohen ASHe hernnterschaut, wenn man ihn unten anbellt Run aber hat Herr Krieg! sich in die Rllstung des nationale» Au fichtsbcam en geworfen... Sscdbel» Im„Angriff". Bau-!lnterricht für jedermann. Die Ausstellung: Bauen— Wohnen, falsch und richtig. Notwendiger wie je ist heute für jedermann Kenntnis und rich- tigcs Verständnis von Bau- und Einrichiungsfragen. Wer umzieht oder sich erstmalig ein Heim schafft, wer eine Neubauwohnung be- zieht oder gar ein Siedlungshaus plant, alle müssen sich vorher aufs ' sorgfältigste überlegen, was sie anschaffen, sich vergewissern, wie ihre vier Wände mit dem hunderterlei Drum und Dran beschaffen sein sollen. Es war ein ausgezeichneter Gedanke der B a u w« l t- M u st e r- schau, durch Gegenüberstellung von„Falsch und Richtig" in Ab- bildungen, werkgroßen Ausführungen und erklärenden Kurierten für Laien und Fachleute eine belehrende Schau zu geben. Diese Ausstellung ist täglich von 10— 19 Uhr Charlottenstraße 6(wie wir schon mitteilten) frei zu besichtigen und dauert bis zum 30. November. Kein Interessent, keine Hausfrau sollte sie ver- säumen. Die Ausführung der Werkarbeiten ist von den sachver- ständigsten Stellen der Handwerkcr-Fachoerbände und Innungen hergestellt worden; die technischen, wirtschaftlichen und architek- tonischen Fragen sind von maßgeblichen Fachstellen bearbeitet und die Resultate knapp und allgemeinverständlich, mit Beifügung von Zeichnungen und Photo-Abbildungen in einem übersichtlichen Führer (in der lf. Nr. der„Bauwelt") niedergelegt worden. Im allgemeinen Interesse wäre zu wünschen, daß eine so volks- tümliche Darstellung Dauercharakter erhielte und nicht bloß in Berlin, sondern in allen wichtigeren Mittelpunkten der Baupraxis kostenlos gezeigt würde. Man bedenke, wieviel Pfuscherei und Reparaturuntosten durch vorherige Sachkenntnis und Sorgfalt zu vermeiden wären! Pon der Besserung des Geschmacks in Wohnungs- einrichtungen, einer ideellen Wohltat, soll gar nicht erst die Rede sein; aber auch sie ist nicht zu unterschätzen. Die Teilung in diese zwei Gebiete ist an Ort und Stelle leider etwas zu gründlich ausgefallen. Zu der technischen Bau-Ausstellung gelangt man erst durch die Räumlichkeiten der Musterschau, während die Abteilung„W ohne» falsch und richtig" gleich am Ansang steht, gegenüber dem Eingang. Hier finden nun vor allem die ihr Feld, die«ine neue Woh- nung beziehen, neue Möbel anschaffen oder aus schlechten alten etwas vernünftiges umgestalten wollen. Anschaulich und witz'g wird der Betrachter zur Mitarbeit eingeladen: etwa so, daß er in einem gegebenen Raum die vorhandenen Puppenmöbel selber einordnen Wenn auch nationaler Frontkollege Steht mir dieser Hogen-Kriegk im Wege. Tauche, tauche Zu die nationale Lauche? gegen seinen Dienstherrn derartig wid ersätzlich benommen, wie es von einem Logestelltsn kaum glaublich sei. Gegen die Unbotmäßig- keit Hattwigs sich zu wehren, sei das gute Recht des Angeklagten gewesen. Daß Günther mit dem ersten Schuß beabsichtigt habe, Hattwig zu verletzen oder zu töten, habe das Gericht nicht als erwiesen betrachtet. Vielmehr habe es sich nach Ueberzeugung des Gerichts hier lediglich um einen Schreckschuß gehandelt. Anders verhalte es sich aber bei dem zweiten Schuß, durch den der Melker- lehrling Beier getötet worden sei. Hier habe das Gericht T ö t u n g s> oorsatz angenommen, dem Angeklagten aber Milderungsgründe zugebilligt. Der Staatsanwalt hatte die Tat Günchers wesent- lich schärfer beurteilt und vier Jahre Gefängnis beantragt. Die Bevölkerung hält die Strafe von 9 Monaten für zu gering und nachher prüfen kann, ob er es richtig gemacht hat; indem mu Preisaufgabc gestellt wird, zu raten, welche sachlich schlichten Möbel aus altmodischen hergestellt worden sind; oder indein eine Bode*- lommer mit altem Gerumpel zu einer behagliche» Einzimmerwoh- »ung umgeformt wird, mit Benutzung der abgestellten Altmöbel. Schlechte und gute Fensterbehandlung, Tapeten von zweierlei Ge- schmack, miserable und anständige Bilderbehängung der Wände sind amüsant gegenübergestellt. Küche, Kinderstube und Einzimmer- wohnung sind nun in glücklich gelungenen Beispielen vorgeführt, wahrscheinlich deshalb, weil Gegenbeispiele überall zu finden sind. Ein ganz ausgezeichnetes Muster von Falsch und Richtig findet sich noch drüben bei den Baustoffen: große Photographien aus zwei gleichartigen Altbauwohnungen, die eine in der üblichen Schreckens- dekoration des Bürgers von 1910, ein geradezu musterhaftes Sammelsurium aller Vorkriegsgreuel ist; die anders die Wohnung eines Architekten, der durch Wegschlagen aller Ornamente. Hell- sarbigkeit der glatten Wände, Möblierung in neuzeitlichem Geist ein wahres Wunder überzeugender Verwandlung vollbracht hat. In die Kojen der Abteilung„Bauen f a l f ch u n d r i ch t i g" muß man sich mit Muße vertiesen. Hier werden handgreiflich die Fehler und Pfuschereien im Baugewerbe den richtigen Techniken gegenübergestellt, und es ist zu raten, daß jeder, der bauen will, sich mit allen Finessen der Herstellung bekannt macht. Daß Bauschüler und auch Handwerker diese Schau nur zu ihrem Vorteil besuchen können, versteht sich von selbst Uebrigcns wird auch der nicht gerade unmittelbar Beteiligte, sosern er nur Sinn für die Schönheit einer tadellosen Arbeit hat. diese Gegenüber- stellungen mit hohem Genuß betrachten. Es handelt sich um die Herstellungsarten von Mauerwerk, Zimmererarbeit, Dachdeckung, ihre Abdichtungen und Sicherungen, die schließlich auch dem simpelsten Laien ganz selbstverständlich vorkommen. Auch bei den Oesen und Herden wird man die Vorzüge der guten Herstellung sehr rasch bis zur Selbstverständlichkeit einsehen, und erst recht bei den � unterschiedlichen Beleuchtungsarten die Wirkung auf das eigene j Wohl und Wehe spüren. Schließlich wird man die Spezialgebiete von Wandverputz. Fußbodenbelag. Rohrlegen für Elektrizität, Wasser und Abwässer. Blitz- und Feuerschutz, obwohl sie kompli- zicrter sind in ihren technischen Voraussetzungen, auch nicht mehr dem Wohlwollen unserer Monteure und sonstigen Facharbeiter schütz- � los überlassen wollen. Deul?. Zclimi-Zt. Gpionagesucht bei ZG.-Farben. Verhastvngen wecen Verdachts. Bitlerfeld. 28. Oktober. Bier bei den ZG.-Farben-Werken in Vitterfeld beschäftigte Personen wurden gestern wegen Verdachts der Werkspionage festgenommen. Der IG-Farben-Konzern ist ein privates Unternehmen. Schließlich kann seder irgendwie mißliebige Arbeiter oder Ange- stellte des Verrats von Betrtebsgeheimniifen verdächtigt und aus dem Betrieb entfernt werden, indem man ihn v e r h a s t e n'aßt. Geht das öffentliche Interesse nicht so weit, um Patent- Verkäufe des Konzerns ins Ausland verhindern zu können dann liegt auch kein össentliches Interesse vor, wenn bei IG,-Farben ein Arbeitnehmer in Verdacht gerät. Großzügige Texiilindustrielle. Lohnverhandlungen in Westfalen gefche tert. Münster. 28. Oktober Die Lohnverhandlungen in der westfälischen Textilindustrie am Dienstag sind gescheitert. Die Arbeitgebervcrbände forderten für die Tarifbezirke Münsterland, Gütersloh, Bielefeld und Herford eine herabsehung der Löhne um 14 bis 15 proz und eine Kürzung der Sozialzulagen bis zn 50 proz. Die Gewerkschaften forderten eme Wiedereinführung der Lohnsätze, wie sie vor dem 1. März 1931 bestanden. Nach Abbruch der Verhandlungen haben die G e w« r k- sch asten beschlossen, den Schlichter für Westfalen anzurufen. Hitzewelle in Rumänien. Bukarest, 28. Oktober. Die ganz ungewöhnliche Temperatur von 31 Grad Wärme ist gestern hier gemessen worden. Das Land ist von einer s ö r m- lichen Hitzeweiie übersiutet, die selbst für einen verspäteten Altweibersommer außerordentlich selten ist. 137. Abt. Die Zusammenkunst der jüngeren Genossen findet Donnerstag. 29. Oktober, im Volkshaus statt. Das Fest der Goldenen Hochzeit feiert heute unser treuer Abonnent Johannes H a b u ch, Pintschstraße 20, mit seiner Ehe» srau. Wir gratulieren herzlich. Wallenstein I. Teil. Staatstheater. Seit sechs Iahren wird die Ießnersch« Wallensteininszenicrung immer wieder gezeigt— im Staatstheater und im Schiller-Theater, das weder der besorgte Finanzminister schließen darf, noch jene Katastrophenunken, die durch ihr großes Maul unsere große Not nur noch größer machen Daß die Ießnersche Inszenierung und daß auch der„Wallenstein" eigentliches Repertoirstück. repräfen- tatives Ersatzstück für den Ausfall der monumentalen modernen Dramatiker wird, ist ganz gut. Daß Nachdenken und Schaugenuß, Verstand und theatralischer Sinn, eine Art-veredelten Wolluststnnes in Schwung zu kommen hat. das hat I e ß n c r im Laufe der Jahre oft vergesien und das vergißt er auch fetzt wieder. Er skelettiert zu häufig seinen groß- artigen, mit der Fleischlichkeit und Geistigkeit Schillers überwucherten Text. Nicht nur. daß er ihn streicht, er preßt aus ihm auch zuviel von jenem Ueberflusie heraus, den die Schillersche Wortaus- schweifung und Worteverschwendungssucht hineingepreßt hat. Ießner verliert leicht das Interesse an den privaten Eigenheiten � des Klassikers. Wenn es irgend geht, will er ihn objektivieren, sogar von dem Geistesslug der Zitate entblößen und eine Welt- . Historie zeigen, deren Eckzöpfer beinahe verschwinden soll. Das gelingt denn auch in der ersten großen Wallensteinszene, die das Werden des Ganzen vorbereitet, m der logischen Anlage der Wallensteinrolle, dei'en Phasen wir nun kennenlernen sollen. Da begegnen sich die Kunstabsichten des Regisseurs Ießner und seines Schauspielers Werner K r a u ß zu vertrauter Brüderlichkeit. Jetzt schon, nach dem ersten Teil, ist zu sagen, daß Krauß einen Wallen- stein ohne Grübelei spielen wird nicht einen von Gunst und 5)ab der Parteien zerrissenen, sondern einen ganz klaren und cnt> schiedenen, der sogar klar in seiner Sternenmystil sein wird und ! erst recht t'ar in seiner Abwehr der Widerstände, die ihm ins Feld- Herrnhandwerk pfuschen möchten. Der Gegensatz hie Kaiser, hie � Wallenstein wird wie ein anatomisches Pränarat skelettiert sein. So sehr vereinfacht und verdeutlicht sich der Regisseur sein Problem, daß er sogar seinen Hang zur Nüchternheit aufgibt und sich wie über einen grellen Geistesblitz freut, da er den Ouestenberg als eine echte habsburgische Hofkanaille, als einen kaiserlichen Beelzebub, als einen Kulissenbösewicht gegen den hellen, unkompli- zierten Wnllenstein spielen läßt. Das ist mehr, als der Dichter gestattet Das sind kindliche Kontraste Sein sollen es psychologische. welthistorische Kontraste. Um den Tert zu skelettieren um Uhr im Jugendheim, Rosinen- straße 3, o. l, durch den Lehrer Genossen A. Zettl. Anmeldungen nehmen entgegen die„Vorwärts�-Speditionen und Genosse Franz Bunge, Rosinenstr.-l. v. IV. sowie vor Beginn des Unterrichts. Bei der Anmeldung sind 39 Pf. Einschreibegeld zu entrichten. Beginn neuer Kurse der Arbeiterbildungsschule. Donnerstag, den 29. Ottober: Zentraler Kursus: Dr Arkadij G u r l a n d:„Das Proletariat im Stellungskrieg". I.Teil:„Der wirtschaftliche Kamps". \9'/j Uhr, Lindenstr, 3, 2. 5)of II, Zimmer lt. Einsührungskurse. l. kreis Milte. Gottlieb Reese.„Die Einheit von Theorie und Praxis in der Arbeiterbewegung".' ü V Uhr, Sophienschule, Wein- meisterjtr. 18/17.?. kreis Tiergarten. Dr. Gregor B ie n stock: „Weltwirtschaftskrise und Arbeitsläsigkeit". 19!-- Uhr, bei Borger, Levetzowstr. ll. S.Kreis Zriedrichshoin. Dr. Karl Schröder: „Unser Weg zum sozialistischen Menschen". 29 Uhr, Tilsiter wtr. 4/3. lt. kreis Schöneberg. Fritz N a p h t a l i.„Aktuelle Wirtschafts» fragen in grundsätzlicher Betrachtung". 19� Uhr, bei Will, Murtin- Luther-Str. 69. 15. kreis Treptow-Baumschulenweg. Anna Horts ch:„Die geistigen Machtmittel des Bürgertums und der Komps der Arbeiierklasse". 29 Uhr, Treptow, Neue Krugallee 33 bei Falken- Hägen. 17. kreis Lichleuberg. Dr. Wichelm T i e t g e n s:„Ein- führung in die Wirtschastsgeogrophie und Geopolitik Deutschlands". 29. Ichr, Bibliothek. Weichselftr. 28. 19. kreis Pankow. Artur G o l d st e i n:„Partei und Klosse". Jugendheim Görschstr. 14. um 29 Uhr. 29. kreis«einickendors-Os». Dr. Otto München:„War. um sind wir arbeitslos?". 29 Uhr, 19. Volksschule, Holländer Straße. Wetter für Berlin: Etwas milderes, meist wolkiges, nur zeit- weise aufheiterndes Wetter, etwas Niederschlagneigung.— Für Deutschland: In der östlichen Hälfte meist trübe und vereinzelt Regen- oder Schneefälle: in Mittel- und Westdeutschland zeitweise aufklarend, im Nordwesten Strichregen, allgemeine MUderung. Bcrantworil.!ur die Redaktion: Stich. Beroslew. Berlin: Anzeigen: Tli. Gtolke: Berlin. Berlag: Borwärls Verlag G. m. b. L.. Berlin. Druck: Vorwärts Buch- druckerei und Perlagsanttalt Vau!«Inger& Co Berlin Sffi 68. Lindenttrage 5. Lierzu 1 Beilage. Siaals 1% Tbealer Mitiwodi, den 28. Oktober Staatsoper Unter ren Linden 2u L'tir Der Zigeunerbaron Slaatl.SitaasiiieL'iaüs Gendannenniarkl. 20 Uhr Peer Gynt VoiusDUhne Theater am BöljwpSatz 8 Uhr Das vierte Gebot Schiller-Theater Charlottsnbnr�. 20 Uhr inlernatfonales Theater Kleines Tbeater, Unter der Ll iden 8.15 I Ii T Flucht vor M ic vaef Lichtenberg ÄdilDnfl. BartenDesilir! städt. Odo- Chanotienburg ßismarckstraße./4 Mittwoch, 28 Okt. Turnus II Anfang 19.30 Uhr Hotfmanns Erzählungen tnde geg.'2.45 Uhr Morgen tri an! dein WodiFiif t; Obstbäume.. p. St. ,\;- Schatten morellen..•„— ,9-- Rosen..... 19 St„ 1,— Doktor Balkonedeltannen 10„,— 59 Klaus Franzen& Klöppel Plnnebcrg(Holstein) •den Bosse Uhrmacher und Juwelier NW 40. Alt-Moaült III, Tcl.NoaDil 6272 Reichhaltiges Lager in Uhren, Juwelen, Gold-, Silberwaren und Sestedce. Preiswerte Gesdienkarfikel für(ede Gelegenheit. Reparaturwerkstatt tür Uhren und Goldwaren, erstklassig und billig. Tasehen-Uhron•••. 3fk. 55.50 Armband-Uhren••• Wecker........ 58.4t» Salon-Uhren..... 28.00 � Für olle Waren wird Garantien elelstel (Bezirk bilden-IVeßen Wilhelm Schaale Neukölln, Hermannstr. 58 Fleisch- und Wurstwaren zu den billigsten Tagespreisen Paul Zillen, Eiehtro-BedarlfiJM Berlin. Schiff bau erdamm 15 Ultraphon- und Orchestrola- Schallplatten und Apparate-Vertrieb Baukleinpnerel riedrich Hädicke Qe- und Entwässerung ✓ Sanitäre Anlagen LEPHON ihof» 9572 iSW 48, Friedrirhsir. 24 Ikt.""""' Eleklro-Molore Ankerwickelei, Hepar a iurwerk. Prüf- Station, Reservemotorc, Stfirnngshllte Georö Worbs ÄSf". _ Tel. i Fl Morltzplatai Söll Dachpappen-Verkan! etc zu billigsten Fabrikpreisen Theodor Seibel Dachdeckermeisier, Leiterrüstungen Bcrlln-ÜVuriendorf Prfih�sira�e 26/ Tel. Südring 1312 M. Haufe Baumschulen Berlin«Zehiendorf Obstbäume. Rosen, Heckenpllanzen, Ziersträucher, Koniferen, Alleebäumc usw smt Preislisten koslentrel.~Wfl rei.: Zenienoert 1090, 3055. Joseph Schulz Berlin, eiisdüner Str. 80 am Hochbahnhof PrinzenstraBe toueUerel tfir Hesser, tdieren etc. SPEZIALITAET: Maschinen- Pappscherenmesser ■eae Messer leeer Art ll« Dauerwellen siempeifabriH Werner& Schade ,19» I" M■■! I*" Achtung'! Achtung! In allen Butter- und Kätcgccdbäffcn zu haben. 210 Gegen Husten u.Heiserkeit nur uilrichaCo.,Ufeißensee Pistonusstr. 102 a Telephon: WeiQensoo 12S8 Ueberau erhaltlich garantiert erstklassig, von 10 Mk. an FSrbcn natargetren, I.. Ondalatfon Salon Sdiwidder Lindenstraße 9. Berlin N, Kastanieaallee 43 Fernsprechanschluß Humboldt 101 1-101 liefert Kautsdiuk- uml Metallstempel prompt Städtisches Bestattungsinstitut Berlin-Niederschöneweide Grünauer Straße 2(am Bahnhof)/ F3, Oberspree 1808 Erd- und Feuerbestattungen zu behördlich festgesetzten Preisen Koste n lose Er I ed ig u ng aller Formalitäten Blodnie Dr. med. SdiQgler» giftfreie Heilweise in GroS- Berlin, vertreten durch den Blo- ctiemUchcn Verein Grog> Berlin e. V„ Geschäftsstelle Berlin L. 2, Neue Promenade 2. Fernsprecher: D. I. Norden 0453, 1 17000 Mitglieder Aufnahmegebühr I.— Mk, Monatsbeitrag 0.70 Mk. einschl. Todesfall-Unterstützung 60 Beratungsstellen in Oroß-Berlin Institut für Licht- und physikalische Behandlung, Höhensonne, Massagen usw. Man fordere Prospekt durch unsere Geschäftsstelle. iDenhiandlelloiveroriinung Buchdriiclierei Richier KM». CMiieMuirg s 1 Sophie Charloite-StpaSe 15 I in Sahohof Weitend/ C 4. Wllh. 3225-26 1216 Kurl Pätz O, Bödikerstr. 10 Telephon; Andreas E8, 5917 �li Bautiscfalerei mit elektrischem Betrieb Werkstätten fürMobel u. Innenausbau Kauft Porzellan im Konsum-Warenhaus Bei Bedarf in Auflagematratzen fordern Sie nur die weichgepolsterte fm „PIW PlatfroMze (m. ga'ant. neuem Material gefüllt). Zu haben in allen einschlägigen Geschäften. CARL WENDE LICHTENBERG, Alt-Friedrichsfelde 122 Fernsprecher: Amt Lichtenberg E5 4742 Bronzebau, Feineisen, Konstruktion, Bau- Schlosserei, Baubeschlag, Kunstschmiede ßßl st»5 preiswert nahrhaft Karl Liepe, Malcrmclsffr 3ln.-Tegel, Egidystr. 19a(Freie Scholle) Telephon: Tegel 686 Aasffihrand särnfl. MalerarbeUen sowie Tapezieren von Zimmern.242 VOLCK& G NädTg Reparatur- Werkstatt mit eigener Schweißanlage für graph. Maschinen Rotations-, Tiefdruck- und Olfsetmasch neu Umzüge kompletter Druckereien Berlin SW 61, Gitschiner Str 15 Tel.: F 1, MpU 3677.— Nachtanrof: Q 5. SOdring 323 uni 34| F 2. Neuköl In 4659. Vorwäicrer»Berci»igu»fl 1»1Z. Sitzung Freitag. 30. Oktober, 20 Übe. ..Straubschlotz", Lberschönewerbc. Hb 3. November Basfinrubern, Treptower Realgrmuoslum. . Wcddino. Kockeqobteiluug. Mittwoch Sitzung aller Hockeninteresseuten er. Wieienstr. 21. 20 Uhr. Zur Bervollstänbigung ber Hockeymann. ialten Interessenten Auskunft. bei Lutter, schaft erhalten auch ahme neuer______......________ Freie Fattbootfahrcr Berlin,«. B. ber, 20 Uhr. Gruppe. Norden: Jugendheim Billdenowstr. ö, bildernortraz Fritz Böttcher:„Moldaufahrt".— Gruppe Nordofien: Jugendheim Sbristburger Str. 14, Vortrag Gearge:„Die faschistische Bewegung.— Gruppe Sitbosten: Holzarbeiter-Resraurant. Rungestr. 30. Vortrag:„Arbeltererlebntsie in Amerika. Gäste überall willkommen.— Freitag, 30. Oktober, 20 Uhr, Turn» balle Antonssr. 36—41. sür alle Gruppen Enmnastikturnen nach Musik.— Sonn» Zusammenkünfte Donnerstag, Zg. Oktp. ' sim Billdenowstr. 5, Limmer 3, Licht» freie»nnu. Union Grab- Verlin, e. V. Trainingstag der Waldläufer 20. Oktober, 18 Uhr. Treffpunlt Bahnhof Äaiscr. Friedrich. Siratze. Sonntag, 1. November, große Herbstveranftaltung der Leichtathleten und Wassersportler in der Wuhlheide. Handball, Waldlauf und Ausstellung. Alle Mitglieder haben Ordnerdicnst und treffen sich um 14 Uhr im Bootshaus.— Abt. Oberfpice: Freitag, 30. Oktober, 20 Uhr, Sitzung,„Zur Eiche", llaifer-Friedrich. Ecke Saale» straßc. Bordbücher sind den Abteilungssportwarten zu übergeben. Freie Eportuercinigung Pankow. Donnerstag, 20. Oktober, Hockeusitzung bek Lehmann. Sonnabend, 31. Oktober. Turnhalle Neue«chönholzer Straße. Volkssport Ncukölln.Britz. 2. Männeradtcilung und 2. Frauenobteilung: Donnerstag, 29. Oktober, 1841 Uhb. Badeabend. Ganghofersiraße. Turnadend für aus. Sonntag, 1. November, 13 Uhr, Treffpunlt zum Altersturnen: Busch. krug. 12. BezirkskarteZ Steglitz. Delcgiertensitzung Freitag, 30. Oktober, 20 Uhr.' bei Schulz, Birkbuschstr. 90. _.. ,1»____.... getiuna großzügig fein. zeigt, was sie von der Firma als Weihnachtsgeschenk erhalten. Da es ein sehr schönes und praktische, Geschenk ist, wird damrt alle,~~" frohe lleberraschung und morgige Anzeige. allen stunden von staKer« ein». angenehme Vorfreude bereitet. Beachten Sie die RätsehEcke des„Abend" ™aiminiiiiniiranininniiinunmnRiniiimimra»nini!imninamuniunmmiuiHiiiaiBuriuuiiniiiuiiiiiL'iniu:iiiiiniiu!iui!imiii:i:niaainriuiiim;ii!iraumn3»iuu:mn BaNräisel. Silbenrätsel au bus del der dä er glo ga ha ler l« mi mi me na ne neun os ri stil teun ten ul zig. Aus vorstehenden Silben sind 12 Wörter zu bilden, deren erste und dritten Buchstaben, von oben noch unten gelesen, ein bekanntes Sprichwort ergeben. Die Wörter haben folgende Bedeutung: 1. Katzcnlaut: 2 Windrichtung: 3. Stadt in Lettland: 4. Erdball: 5. Laubbaum: 6. Nähzeug: 7. bek. Schuhhau-: 8. Bez. für Engländer: 9. Laubbaum: 10. Zahl: 11. Osteuropäer: 12. Streit. Königszug ds. Auf zedem der nicht gleichgroßen Bälle, vom größten bis zum kleinsten, befindet sich ein Wort(5 Buchstaben) folgender Bedeutung: 1. Musikinstrument: 2. Schmuckstück: 3. Nebenfluß der Spree: 4 deutsche Funkstation: 5. Genußmittel: 6. Nahrnnasmittel: 7. Leuchtmittcl. Die nicht sichtbaren Buchstaben ergeben, der Größe der einzelnen Bälle nach, hintereinander gelesen, einen politisch-n Beruf. KüUräisel Sozialdemokratischer Kommunalpolitiker Reichspräsident Verstorbener Arbeiterführer Bekannter Reichstagsabgeordneter 'Zahlenrätsel 4 3 6 4 Curop. Reich. Baum. Gewürz. Gesichtsteil. Frauennamc. Gefrorenes. Betrug. lllc. Auflösungen in der nächsten Rätselecke. Die Buchstaben BEEEJLL MORST sind so in die obenstehende Figur einzuordnen, daß Wörter d«r angegebenen Be» deutung entstehen. KI. Auflösungen der letzten Rätseiecke Silbcnkreuzworträtsel. Waagerecht: 1. Segelregatta; 4. Platane: 5. Spalier: 6. Esel: 8. Garten: 11. Terme: 13. Genua' 15. Nizza: 17. Lüster; 18. Ponton: 20. Zange.— Senkrecht: 1. So- rail: 2. Reportage; 3. Tabor; 5. Spaten: 7. Selter; 8. Garb-- 9. Geige; 10. Lea; 12. Menü; 14. Nute: 16. Zapon; 17 Lüae' 19. Tonne: 20. Zander.- � h-. M a g i s ch e s D o p p e l q u a d r a t: 1. Est-: 2. Saal; 3. Same; 4. Elefant: 5. Aloe: 6. Note; 7. Teer. Zahle nrätfcl: Reichsbanner. Erbse, Iris. Ebene, Sense. Banner, Asien, Nabe, Nansen. Erna. Nethen. Silbenrätsel: 1. Cebrecht; 2. Isolde; 3. Bedarf. 4- Eiger: 5. Riviera: 6. Tatort: 7. Ebene: 8. Eigner: 9. Garten;' 10. Alibi; 11. tandrat; 12. Irene.—„Silierte, Egalite, Fraternite!"