Nr. 151. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertels jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags: Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. tu der Post Beitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. = Vorwärts 13. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 ẞfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn und Fefttagen bis 9 1hr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508 Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Der Maximal- Arbeitstag für Bäcker tritt am 2. Juli für Deutschland in kraft auf wie lange, das weiß freilich heute niemand unter dem Zickzackkurs. Ist doch die ganze Vorgeschichte der kleinen Reform eine solche Komödie sozialpolitischer Ir rungen gewesen, daß es schwer hält, keine Satire darüber zu schreiben. Mittwoch, den 1. Juli 1896. " " war eben Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3: noch nicht einmal die Stundengrenzen angegeben werden| Entwurf" gehabt! Die Schutzverordnung vom 4. März d. J. sollten, wie beim Zehnstundentag für jugendliche und beim läßt entgegen den Vorschlägen der Reichskommission die Elsstundentag für weibliche Arbeiter in der Gewerbe- Drd- eigentlichen Konditoreien völlig aus dem Spiele und ferner nung. Nur so ist überhaupt eine Kontrolle möglich. die Betriebe, in denen regelmäßig nicht mehr als dreimal Nicht weniger kritisch hatten wir uns den weitgehenden Aus- wöchentlich gebacken wird. Ferner dehnt sie die Möglichnahmen vom Zwölfftundentag gegenüber zu stellen, welche keit der erlaubten Nebenarbeit beliebig aus, während sie die Reichskommission in unübersehbaren Fällen vorschlug. die Reichskommission auf zwei Stunden beschränkt haben Außerdem nicht einmal besondere Vorschriften betreffend wollte. Endlich läßt sie den halben Erholungstag in der Reinlichkeit und Schlafstellen, die bekanntlich alles zu Woche gänzlich fallen, den die Reichskommission denjenigen In den achtziger Jahren riß Bebel mit kräftiger Hand wünschen übrig lassen in den Bäckereien! Anzuerkennen Bäckergesellen gönnen wollte, die Sonntags länger als 12 Uhr durch sein bekanntes fleines Buch zuerst vor der großen war nur, daß man sich trotz der Mangelhaftigkeit der Er- gearbeitet hätten. Dafür keine einzige Verbesserung des Deffentlichkeit den Schleier von dem Elend der Bäckerei hebungen doch zu positiven Abhilfevorschlägen auf- sonstigen Schutzes", die alte Dehnbarkeit des ZwölffstundenArbeiter. Auch ohne Reichskommission für Arbeiterstatistik gerafft hatte; die Misère zu groß, tages", die alten massenhaften Ausnahmen. So ist die hätte damals schon eingeschritten werden können, so sehr als daß selbst das wenige, was man amtlich von ihr fest- Bäckerschutz- Verordnung" vom 4. März beschaffen. war der Magen selbst der Bourgeoisie durch Bebel's gestellt hatte, nicht hätte wirken sollen. Aber es drehte sich Und auf diese beispiellose Art von Sozialpolitit" hat Schilderungen rebellirt; es geschah nichts, nicht einmal ja überhaupt erst um Vorschläge", und die Regierung denn auch die Regierung die natürliche Antwort der Untereine amtliche Untersuchung. Jahre mußten wieder ins Land konnte bei der Machtlosigkeit, zu der man die Reichs- nehmer erhalten. Die Unentschlossenheit und Halbheit, das gehen, bis 1892 die neugeschaffene Reichskommission tommission für Arbeiterstatistik durch ihr Regulativ ver- Zögern und die Angst, nicht wehe zu thun, deutlicher neben den Arbeitsverhältnissen der Handlungsgehilfen dammt hat, mit den Vorschlägen" machen, was sie brauchten sie nicht kundgegeben zu werden, um die unDieselben diejenigen der Bäcker zu untersuchen anfing. Ihre wollte. Und so geschah es trotz der Zahmheit, der sich verschämtesten Unternehmergelüfte zu wecken. Uutersuchungen waren langwierig und ungenügend. Die die Reichskommission beflissen hatte. Ende 1894 fragten Meisier, die nicht wagten, gegen den Eindruck des kleinen Theils Fronie des Schicksals wollte es, daß wir die Mangelhaftig- die Berliner Bäckergesellen ungeduldig beim Reichstag an, von Bäckerelend aufzutreten, den die mangelhaften Erhebungen teit der Enquete schon vor Jahren, in einem Artikel vom Anfang 1895 diejenigen anderer Städte es geschah nichts. aufgedeckt hatten, wurden wieder progig und unverfroren, 17. Februar 1893, scharf fritisirten, so scharf, daß selbst Im Juli 1895 versicherte Obermeister Bernard- Berlin noch sobald sie die Unsicherheit der maßgebenden Stellen gemerkt unser Genosse Bebel die Reichskommission in der Sigung den versammelten brandenburgischen Bäckerinnungen, er hatten. Eine wüste Demagogie der bürgerlichen Parteien des Reichstags vom 21. Februar 1893 etwas in Schuß sei vor kurzem vom Reichskanzler in dreiviertelstündiger um den bedrohten" Bäckermeister herum, wie sie sich in den nehmen zu müssen glaubte, während Freisinnige in rührender Audienz empfangen worden und habe aus dieser Unter- legten Reichstags- und Abgeordnetenhaus- Sizungen vom Gemeinschaft mit Nationalliberalen und Konservativen sich redung die Hoffnung geschöpft, daß das Bäckergewerbe ver- April und Juni d. Js. geäußert hat, begann ihr Treiben. gar nicht genug thun konnten im Lobe über die„ objet schont bleiben werde..." Uebrigens war das überhaupt Dbgleich in der Fachpresse der Meister selbst, ja auf ihren tiven" Arbeiten der Reichskommission. Heute schimpfen die eine der wenigen Stimmen aus den Meisterkreisen, die Kongressen durch allen künstlichen Lärm die Stimmen nicht selben bürgerlichen Parteien die unglückliche Reichs- ernstliche Opposition ankündigten. Sonst rührte sich fast zu überschreien waren, die eine Durchführung der Schuß tommission einen sozialpolitischen Wohlfahrtsausschuß" nichts; die Vorschläge" erschienen den Meistern selbst so verordnung für absolut geboten und möglich hielten; obund Eugen Richter reißt Arm in Arm mit zahm, daß sie viel Gerede darüber gar nicht für lohnend gleich von der„ Gegenenquete" des Berliner Zentralvorstandes den Innungsmeistern dieselben Erhebungen als gänz- hielten; nur die alte Rafetentiste im Sachsenwalde hezte der Bäckerinnungen, die vor einiger Zeit mit großem lich unzureichend" herunter, die sein Fraktions- damals schon in den Hamburger Nachrichten" gegen die Pomp angekündigt war, und ihren Ergebnissen gar genoffe Dr. Hirsch damals in den Himmel hob. Thatsächlich Reichskommission. Desto unentschlossener war man in der nichts verlautete; obgleich inzwischen wieder Vorkommnisse waren vom Arbeiterstandpunkt aus die Fragebogen Regierung. Röller ging noch in Fleisch und Bein um; in Bayern, der Kampf des Nürnberger Magistrats gegen erhebungen der Reichskommission ein Spott; sie waren waren die Bäckerei- Arbeiter wirklich werth, daß man sich die Bäckerkräge, eine Gerichtsverhandlung in darauf angelegt, daß die ganze Wahrheit gar nicht dabei für sie bemühte? Schließlich hieß es im Oftober 1895 gart, die Untersuchungen der Arbeiter in Hamburg, herauskommen fonnte. Thatsächlich überzeugte sich die offiziös, ein in seinen Forderungen noch bescheidenerer Harburg und Leipzig ganz standalöse Zustände aus Reichstkommission niemals selbst von den greulichen Bu- Entwurf" sei ausgearbeitet, aber selbst der sei auf Bäckereien an den Tag brachten; obgleich Aerzte, der beständen in den Bäckereien, so daß sie etwa Kommissare ins Widerstand im Staatsministerium gestoßen. Außerdem kannte badische Fabrikinspektor Wörishoffer mit seinem ArLand schickte und sich von den Arbeiterorganisationen die sollten jedenfalls die neu zu errichtenden Bäckereien, nicht tikel in der Zukunft", der ehemalige Unterstaatssekretär schlimmsten Schäden zeigen ließ. Thatsächlich wurden auch die bereits bestehenden, dem Schutzgesetz unterworfen Rottenburg mit den Hieben, die er in der Nationals von unserem Standpunkt aus viel zu wenige Gehilfen münd werden; man dachte offenbar an eine Art Ausbeutungs- Beitung" austheilte, die Unumgänglichkeit eines Einlich von der Kommission vernommen. Aber alle diese Er- privileg à la Apotheken. Und endlich, endlich, nachdem schreitens betonten obgleich alles dies von der Regierung hebungsfehler nüßten ja den Unternehmern, und deshalb hieß wiederum 1/2 Jahre verstrichen waren, hieß es im zu festem Zugreifen hätte benutzt werden können, hat das man sie auf bürgerlicher Seite gut, so lange man hoffte, daß Dezember 1895, daß Preußen den Antrag auf Erlaß einer Wanken und Schwanken fortgedauert und wenige Tage vor die Aktion doch im Sande verlaufen werde. Wir haben Schutzverordnung beim Bundesrath gestellt habe, und end- dem Inkrafttreten der Schutzverordnung hat sogar ihr die Vorschläge der Kommission eingehend betrachtet und lich, endlich, im März 1896, erblickte die fertige Schutz- tompromißsüchtiger Haupturheber, Minister v. Berlepsch, besprochen in unseren Artikeln vom August 1894. Wir verordnung im Reichs- Anzeiger" das Licht der Welt. Wie dem Lucanus sein Portefeuille einhändigen müssen. Ist es haben gerügt, daß für den vorgeschlagenen Zwölfstundentag recht hatte freilich der Offiziosus mit dem„ bescheideneren richtig, daß es schwer ist, teine Satire zu schreiben?... 9] Rienzi. Der lekte der römischen Volkstribunen. Roman von Edward Lytton Bulwer. Als Adrian durch denjenigen Theil der Menge tam, in welchem der Kampf noch nicht begonnen hatte, waren die Worte, die ihm folgten, der Art, daß viele seines Geschlechts sie nicht ungeahndet gehört haben würden. „ Ein Colonna!" sagte der eine. " Aber kein Entführer!" sagte ein anderer mit wildem Gelächter. Kein Mörder!" murmelte ein dritter, die Hand auf die Brust pressend." Nicht gegen ihn schreit meines Vaters Blut laut um Rache!" ,, Gott segne ihn!" sagte ein Vierter, benn bis jetzt flucht ihm noch kein Mensch." Ach, Gott helfe uns!" sagte ein alter Mann mit einem langen grauen Barte, sich auf seine Krücke stützend, , er ist doch des Drachen Sohn; die Zähne werden schon nach und nach kommen." „ Schämt Euch, Vater! Er ist ein liebenswürdiger Jüngling und gar nicht stolz. Wie freundlich er lächelt!" bemerkte eine schöne Matrone, welche sich zur Seite hielt. „ Die Ehre eines Mannes ist verloren, wenn ein Edelmann seinem Weibe zulächelt!" war die Antwort. " Nein!" sagte Luigi, ein luftiger Schlächter mit schalthaften Augen, was ein Mann von einem Weibe oder Mädchen freiwillig erhalten kann, das mißgönnt ihm nicht, sei er Plebejer oder Patrizier; das ist meine Moral; aber wenn ein häßlicher alter Patrizier durch schöne Worte keine versprechenden Blicke zu erlangen vermag, eine Dame auf dem Rücken eines deutschen Bären entführt und dem Manne das Lebenslicht ausblasen läßt- den nenne ich einen schlechten Mann und einen Eheschänder." Während diese Bemerkungen und Glossen über den jungen Ritter gemacht wurden, waren die Worte und JOGGING Stutt Blicke, welche den Deutschen begleiteten, ganz ver unseres Hauses; entferne sie von dort; laß nicht den Tadel schiedener Art. wegen der Abscheulichkeiten dieses Tages auf die Colonna's Ebenso, ja selbst mit größerer Schnelligkeit wurde fallen, und versichere unseren Anhängern in meinem Namen, seinem schweren Tritte Platz gemacht, aber nicht mit ehr- daß ich bei dem Ritterschlage, den ich durch die Hand des erbietigen Blicken; die Augen starrten ihn an, als er sich Raisers erhielt, schwöre, mit meinem Schwerte Martino die näherte, aber die Wangen erbleichten, die Lippen zitterten, Piero für seinen Uebermuth zu strafen. Ich würde geen jeder fühlte einen Schauder des Hasses und der Furcht, persönlich den Tumult beschwichtigen, aber meine Gegens als ob er seinen Todfeind erkenne. Und zornig bemerkte wart scheint ihn nur zu rechtfertigen. Geh Deine der stolze Söldner die Zeichen der allgemeinen Verachtung. Stimme hat Gewicht bei ihnen allen." " Er schritt trozig fort, drohend grinste er, indem er sich" Ja, Herr; das Gewicht der Schläge," erwiderte der nach allen Seiten umschaute und sein langes lichtes grimmige Söldner. Aber der Befehl ist hart; ich hätte Haar und sein brauner Bart bildeten einen sprechenden nichts dagegen, wenn sie sich ein oder zwei Stunden länger Gegensatz zu den dunkelen Augen und schwarzen Locken der die Köpfe zerschlügen. Aber entschuldigt, erfülle ich auch die Italiener. Befehle meines Herrn, Eures Verwandten, indem ich die Eurigen erfülle" Der alte Stephan Colonna, Gott segue ihn- schont selten Blut und Schäße( außer seine eigenen); ich stehe, wie Ihr wißt, in seinem Dienst, und habe ihm für sein Geld Treue geschworen!" Möge der Teufel diesen deutschen Kehlabschneider dreifach verdammen!" murmelte einer der Bürger knirschend zwischen den Zähnen. " " Amen!" erwiderte ein anderer. " Still!" sagte ein Dritter, sich ängstlich umsehend, wenn einer von ihnen Dich hört, so bist Du verloren." Diavolo!" murmelte der Ritter, und die Röthe des Bornes überzog seine Wangen, aber mit der den italieniO Rom! Rom! wie tief bist Du gesunken," sagte schen Edlen eigenen Selbstbeherrschung drängte er balb schmerzhaft ein schwarz gekleideter und vornehmerer Bürger, diese Aufwallung zurück und sagte laut mit Ruhe und als die übrigen, wenn Du bei dem Anblick eines gemietheten Barbaren in Deinen eigenen Straßen erbebst." ,, Horcht auf einen unserer gelehrten Männer und reichen Bürger!" sagte der Schlächter ehrerbietig. " Es ist ein Freund Rienzi's," bemerkte ein anderer, indem er seine Müze abnahm. Mit niedergeschlagenen Augen und einem Antlig, in dem Sorgen, Scham und Wuth unverkennbar zu lesen waren, schritt Pandolfo di Guido, ein angesehener Bürger, langsam durch die Menge und verschwand. Würde: Thue, was ich Dir sage; beschwichtige diesen Tumult, in einer Stunde muß alles ruhig sein und morgen komme zu mir, um Deine Belohnung zu holen; diese Börse sei vorläufig eine Zusicherung für meinen ferneren Dank. Was meinen Verwandten betrifft, von dem ich Dich ehrerbietiger zu sprechen ersuchen muß, so handle ich in seinem Namen. Horch! der Lärm wird wilder, der Kampf beginnt wieder geh; verliere teinen Augenblick!" Rudolf nickte, der ruhigen Festigkeit des Ritters nachAls Adrian jetzt eine Straße erreicht hatte, welche, ob- gebend, mit dem Kopfe, schob die Börse in seinen Busen gleich in der Nähe des Tumults, dennoch einsam und ver- und begab sich schnell wieder zu der aufgeregten Bolts lassen war, wendete er sich an seinen stolzen Begleiter: menge. Bevor er jedoch ankam, hatten hier neue Ereignisse Rudolf!" sagte er, höre, teine Gewaltthätigkeit gegen die stattgefunden. Bürger. Kehre zu der Menge zurück, versammle die Freunde| " ( Fortsetzung folgt.) nummer alle Angeklagten freigesprochen wurden. Wenn eine Arbeiterschutz- Maßregel" unter solchen Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. I mögen den Artikel abdrucken, damit Zuzug ferngehalten werde, Zeichen ins Leben tritt, giebt sie wahrlich zu keinen staats- Aus Breslau meldet uns ein Privat Telegramın, daß liege gleichsam eine Boykotterklärung, die nicht nur den erhaltenden Betrachtungen Anlaß. Der Geist des Stumm in der Verhandlung vor dem dortigen Landgericht wegen einer betreffenden Fabrikanten, sondern das Publikum im allbeunruhige. E3 wird eine Geldstrafe von schiebt über ihr, wie ein Aasgeier über dem Gefallenen, angeblichen Majestätsbeleidigung durch die im Verlage und unter gemeinen daß er bald hinabstoße und sie verschlinge. Unbefriedigend der Redaktion von R. Seifert in Hamburg erschienene mä 3. Bertheidiger des Angeklagten, Rechtsanwalt 3 ander, beMärz 50 Mark event. 10 Tagen haft beantragt. Der in der Sache, unbefriedigend in der Form, begleitet von Beschlagnahme wurde aufgehoben. Die Anklage war streitet, daß eine Beunruhigung des Publikums vorhanden. Er den untrüglichen Anzeichen des sozialpolitischen Verfalls, eine der sonderbarsten Leistungen auf dem Gebiete der habe, während soeben der inkriminirte Artikel verlesen worden, die so tritt die Bäckerschutz- Verordnung in kraft, und die aus- Majestätsbeleidigungs- Prozesse, daß es selbst den Breslauer zu Gericht ſizenden Herren Schöffen, welche doch Männer aus führenden Behörden müßten eben keine- Behörden sein, wenn Richtern nicht möglich gewesen ist, zu einem Schuldig zu kommen. dem Volte sind, genau beobachtet und wahrgenommen, daß deren sie sich bei der Durchführung nicht sehr genau nach diesen Vor- Näherer Bericht folgt. Gesichtszüge keineswegs Spuren einer Beängstigung gezeigt hätten. gängen richteten. Die rabiaten Bäckermeister sollen ihre Prozeß- In Düsseldorf wurde ein Arbeiter Gerhard M. wegen Dies werde wohl nun auch bei allen anderen Personen des Artikels nicht zu erwarten kosten sparen, die sie gegen die Rechtsgiltigkeit der Ber- Majestätsbeleidigung, deren er sich in zwei Fällen im April durch Kenntnißnahme ordnung aufwenden wollen Polizei und Gewerbe- Ju- schuldig gemacht haben soll, am 26. Juni von der Strafkammer sein. Wenn die Gewerbe- Ordnung eine Arbeitseinstellung gestattet, spektoren werden ihnen nicht allzu wehe thun, wie jetzt der zu fünf Monaten Gefängniß verurtheilt. Da die Ver- so müssen doch die Arbeiter auch berechtigt sein, dies in ihrer handlung unter peinlichstem Ausschluß der Deffentlichkeit statt- Presse bekannt zu geben, andernfalls würde doch durch ein Verbot Geiſt Stumm's durch die Lande schreitet, und daß die fand, konnte nicht festgestellt werden, wer der Denunziant ge- die ganze Sache illusorisch gemacht. Die Form, in welcher der Arbeiterorganisationen den Meistern nicht allzu scharf auf weſen. Streitausbruch publizirt worden, überschreitet den Rahmen des die Finger sehen können, dafür ist ja auch gesorgt. Als In Heilbronn wurde am 26. Juni mittags ein schon Gesetzes nicht. Es müsse somit die Freisprechung des Angeklagten Hauptfazit der ganzen Aktion bleibt für uns Sozialdemo- vielfach bestrafter Weingärtner und Taglöhner in einer Wirth erfolgen. Der Gerichtshof erkannte gemäß dem Antrage des Amtstraten der agitatorische Gewinn aus der kläglichen Durchschaft wegen angeblicher Majestätsbeleidigung verhaftet und anwalts auf 50 Mark Geldstrafe. Begründet wird die Verführung einer schwächlichen Reformabsicht. Dafür bedanken dem Amtsgericht eingeliefert.urtheilung damit, daß die Aufforderung, andere Blätter mögen von dem Streit behufs Fernhaltung des Zuzuges Notiz nehmen, wir uns hente schon bei der Regierung, Bäckermeistern und einen groben Unfug enthalte. bürgerlichen Parteien! Es sei dies gleichbedeutend mit einer Werrufserklärung. Nicht nur die Firma Gebr. Köchert, Der Bundesrath foll, wie offiziös mitgetheilt wird, sondern auch andere Fabrikanten werden dadurch beunruhigt. geneigt sein, das Detailreifen im Weinhandel zu Sie schweben in der Angst, daß mit ihnen in gleicher Weise zulaffen. Mittlerweile mehren sich die Kundgebungen gegen die verfahren wird, falls sie den Forderungen der auf dem Stands vexatorische Beschränkung des Detailreisens. So wurde in punkte der Thüringer Tribüne" stehenden Arbeiter nicht entStraßburg in einer am Montag Abend abgehaltenen, sprechen. Somit hat der grobe Unfug in Erfurt wieder einmal von etwa 240 Gewerbetreibenden besuchten Versammlung be- eine neue Anwendung gefunden. Glücklicherweise giebt's noch schlossen, an den Bundesrath eine Petition zu richten, er möge höhere Instanzen. die Bestimmungen betreffend die Einschränkung des Detailreisens entweder ablehnen oder aber wesentlich einschränken. Politische Ueberlicht. Berlin, 30. Juni. GROO Deutsches Reich. An sollen. island shinob Jm Reichstage wurde heute schon vor Beginn der dritten Lesung des Bürgerlichen Gesetzbuches der Antrag der Regierung verbreitet, nach Erledigung der laufenden Geschäfte das Haus bis zum 10. November zu vertagen. Hamburg, 30. Junt. Die Staatsanwaltschaft hat ein Die Generaldiskussion über das Bürgerliche Gesetzbuch Strafverfahren gegen verschiedene hiesige Beerdigungs Die Ergebnisse der Heeresergänzung eröffnete der Abg. Kauffmann( Freifinn) mit einer längeren für 1895 stellen sich nach der im Reichstag mitgetheilten vereine und Uebernehmer von Beerdigungen eingeleitet wegen Erklärung, die er namens seiner Fraktion abgab und in der Uebersicht wie folgt heraus: A u 3 gehoben wurden für Land- Berdachts des Betruges und Wuch er 3. Die Beschlagnahme trotz mancherlei Bedeuten die Zustimmung zum Entwurf aus- heer und Marine 227 212( 285 649 im Vorjahre), freiwillig ein- der Geschäftsbücher ist verfügt. Die Untersuchung wurde da gesprochen wird. Für die konservativen Parteien gaben getreten find Militärpflichtige 19 112( 18 161), vor Beginn des durch veranlaßt, daß für Särge, Ausstattungen u. f. w. außer dann Kardorff und Manteuffel Zustimmungserklärungen militärpflichtigen Alters eingetreten find 20 387( 19 345). Dem ordentlich hohe Preise berechnet, sowie baare Auslagen für ab. Der freikonservative Führer ließ sich besonders darüber and sturm ersten Aufgebots, der Erfahreserve wurden die Hinterbliebenen besonders hoch angerechnet worden sein aus, warum seine Partei für die sofortige Erledigung des überwiesen 184 820( 178 096). Entwurfs stimmte, obwohl die alte Raketentiste in Ueber den Abgang des Herrn v. Berlepsch Schkendik, 29. Juni. Eine öffentliche Versammlung bes Friedrichsruh doch das Gegentheil verlangte. Herr äußert sich eine offiziöse Feder im„ Hamburger Korrespondent": Schloß, an die Stadtverwaltung die Forderung zu stellen, ein Gewerbegericht für Schkeudiß zu errichten und statt der v. Manteuffel hielt eine recht laue Nede, in der man" Seine Bäckerverordnung hat er zwar im Bundesrath zur nichts von Begeisterung für das große nationale Wert" nahme gebracht, und sie wird auch in Wirksamkeit treten trog Bürgerschule eine Boltsschule zu schaffen. der leidenschaftlichen und ungerechten Befehdung in den Parlamerkte. Es war der Aerger über den Triumph, den menten. Aber schon vor einiger Zeit hieß es, daß seine Bläne wichtigen Beitrag zur Reform der Frrengefeße Karlsruhe, 28. Juni.( Eig. Ber.) Ein Fall, der einen das Zentrum bei dieser Gelegenheit feiert, was Herrn zur Organisation des Handwerks abermals auf Hindernisse gebildet, fam vor dem Landgericht Mosbach dieser Tage v. Manteuffel den Humor verdorben hat. Die Herren von foßen feien. Mit seine m Rücktritt wird dies zur Verhandlung. Der noch jugendliche Arbeiter Weber aus der äußersten Rechten merken, daß es unter Umständen Projekt wohl auf die lange Bant geschoben Distelhausen hatte in der Umgegend seines Heimathortes über auch ohne und gegen sie geht und das ist ihnen erklärlicher- werden. In noch höherem Grade mag die an gewissen 100 Gebäulichkeiten in Brand gesteckt, wodurch ein Schaden von weise unbequem. Daß Herr v. Manteuffel die Stirne einflußreichen Stellen herrschende Befürchtung, der Handels- ca. 150 000 m. entstand. Die Bertheidigung hatte den Einwand haite, zu behaupten, seine Partei habe sich bei der zweiten minifter fei dem Verlangen der Arbeiter nach Erweiterung erhoben, Weber sei geistesfrant. Zu der Verhandlung waren und Stärkung des Koalitionsrechtes geneigt, nun vier Sachverständige, geladen, welche Weber auf seinen Lesung in loyaler Weise al den Verhandlungen Anlaß gegeben haben, Freiherrn v. Berlepsch den Weg zu geistigen Zustand geprüft hatten. betheiligt, war selbst den Nationalliberalen zu arg auf verlegen." Herr Obermedizinalrath Arnsperger von Karlsruhe und Herr Direktor geschnitten und aus ihren Reihen kam deshalb auch der Frrenanstalt llenau gaben ihr der Zwischenruf:" Jawohl, bei der Hasenfrage!" Wie - Das Disziplinarverfahren gegen den Berliner Schüle nüchtern der Reichstag übrigens zur Zeit gestimmt ist, be- Privatdozenten Dr. Jastrow wegen seines Buches Sozial- Gutachten dahin ab, daß Weber vollständig geistes liberal" ist jetzt, wie die„ Lib. Korr." mittheilt, beendet. Der ge stört fei. Die Herren Medizinalrath Wolf von weist, daß selbst die Abgeordneten Rickert und Enneccerus anfänglich verfolgte Gedanke eines Widerrufs wegen der Mosbach und Hofrath sich jedes nationale Tamtam sparten. Aeußerungen über Herrn v. Berlepsch ist fallen gelassen worden. sich dahin aus, Von unserer Seite legten die Abgeordneten Stadthagen In dem Vorlesungsverzeichniß für das bevorstehende Winter- bestimmung nicht. Weber die freie Willens. nicht ausgeschlossen gewesen sei. diametral sich gegenüberstehenden Gutachten und Frohme den Standpunkt der Fraktion dar. Beide Redner halbjahr erscheinen die Vorlesungen von Dr. Jastrow an ge- Troß dieser anerkannten, daß der Entwurf manchen Fortschritt gegenüber wohnter Stelle.- Gin merkwürdiges Zusammentreffen ist es verurtheilte das Gericht den Weber zu 6 Jahren Gefängniß. dem bestehenden Rechtswirrwarr bringe, aber die Neuordnung jedenfalls, daß die Beilegung dieser Haupt- und Staatsaktion Diefes Urtheil muß um fo mehr Ueberraschung hervor habe überall da Halt gemacht, wo es sich um spezielle zusammenfällt mit dem Abgange des Herrn v. Berlepsch. Es rufen, wenn man berücksichtigt, daß auf Brandstiftung Zuchthaus erinnert das einigermaßen an die Zurücknahme der Klage gegen strafe steht und nur bei mildernden Umständen auf Gefängniß Arbeiterinteressen handle, und deshalb stimmen wir gegen den Professor Delbrück wegen Beleidigung des Ministers strafe erkannt werden kann. Worin wird nun hier das Gericht das Gesetz. Wir thun dies in dem Bewußtsein, alles ge- v. Köller kurz vor der Lucanisirung dieses„ bedeutenden" Staats- mildernde Umstände gefunden haben? Es kam zu der Straf than zu haben, um die Arbeiterinteressen zu wahren, aber mannes. milderung doch wohl nur deshalb, weil es annehmen mußte, daß auch nichts verlangt zu haben, was bei etwas gutem Willen In letter Stunde" überschreibt die Köln. Btg." Weber nicht geistig normal war. Solche Menschen gehören aber nicht auch von den Vertretern der bürgerlichen Parteien eine Buschrift„ eines der hervorragendsten Vertreter nicht ins Gefängniß, sondern ins Irrenhaus. Hoffentlich wird hätte bewilligt werden können. Dort aber sei bis hinein der Psychiatrie", worin im Intereffe der ärmeren Be- dieses unbegreifliche Urtheil dazu beitragen, die Nothwendigkeit in die Reihen des Freifinus das Intereffe für die Hasen völkerungsschichten an den Reichstag ein warmherziger Aufruf einer Reform der Frrengefeze wieder einmal wachzurufen. größer gewesen als z. B. für das Gesinde. Eine lange und wenig erquickliche Razbalgerei spielte sich zwischen den Antisemiten und den Rednern des Zentrums ab. Die Antisemiten haben sowohl in der Kommission wie im Plenum eine recht traurige Rolle während der ganzen Verhandlung gespielt und sie haben heute ihren Lohu dafür eingeheimst. In der Spezialberathung wurde das erste Tausend Baragraphen in ca. einer Stunde erledigt, wobei noch zwei kleine Abänderungsanträge von Gröber und Gamp Annahme fanden. -w " Oesterreich- Ungarn. Die Ab. dieser Herren, der sich darin äußert, die Zensur, wenig jedes natürliche Denten und Empfinden zur Unmöglichkeit mit gefferion vom deutschen Volt in Böhmen, daß es gerichtet wird, die dauernde Geistesstörung als Ehecheidungsgrund zu erklären. Es heißt darin:„ Es iſt ja Prag, 29. Juni. In der Versammlung der deutsch. so leicht, sich auf einen hohen unerreichbaren Standpunkt zu stellen, alles Menschliche einfach von sich abzuweisen, böhmischen Bertrauensmänner erstatteten Dr. Weyll und jene Herren eines andern belehren zu wollen, wäre ein Reichenberg und Dr. Schmelzer- Teplitz Bericht, in welchem die vergebliches Bemühen. Jene Gründe nochmals zu wiederholen, Unzufriedenheit der Völkerschaft mit der Haltung der deutschen hätte daher keinen Zweck, besser und eindringlicher, als es dort Linten im Parlament zum Ausdruck gebracht wurde. Im Anbereits geschehen, tönnten wir es hier nicht sagen. Wohl aber schluß hieran wurde eine Resolution beantragt, welche besagt, wird man es einem Fachmanne gestatten, dessen Erfahrung sich daß durch die reaktionären und Umsturzbestrebungen die freiheit über ein ganzes Menschenalter erstreckt, nochmals auf das Maßliche Entwickelung des politischen Lebens aufs schwerste bedroht von Elend, von Sorgen und Noth hinzuweisen, das in der Auf- fei. Die bisherige große Mäßigung der deutschen Linken im hebung jenes Paragraphen enthalten ist. Der Arbeiter, Parlamente habe nicht die entsprechende Würdigung gefunden, der kleine Mann, muß jemand haben, der für seine beshalb sei es nothwendig, den bisher eingeschlagenen Weg zu Ueber den Hasenparagraphen wurde auch heute nament- Kinder Sorge trägt, ber feine Haushaltung nothbürftig verlassen und eine große deutsche Fortschrittspartet lich abgestimmt und derselbe mit 168 gegen 85 Stimmen weiterführt, und der Minister hat schon und mit einer wie in dem fünftigen Reichsrath au bilden, welche für eine ent angenommen. Es wird allseitig darauf gerechnet, daß morgen großen Berechtigung!- darauf hingewiesen, wie die hohen schiedene Bertheidigung des in seinen Rechten und heiligsten die dritte Lesung zu Ende kommt. fittlichen Bedenken jener Herren in der Wirklichkeit zum Gütern bedrohten deutschen Volkes eintritt, an den Grundsäßen Ruin der Familie und zu den unfittlichen Beziehungen führen. der Freiheit und des Fortschrittes festhält, an der bestehenden Echt nationalliberal! Verschiedene nationalliberale Wenn man in der Lage ist, dieses Elend täglich vor Augen zu Berfassung nicht rütteln läßt und ferner für die Behebung des Blätter enthalten Hezartikel gegen die englischen Zeitungs- haben und Klagen anhören zu müssen, deren Berechtigung man wirthschaftlichen Nothstandes nachdrücklich eintritt. forrespondenten in Berlin; dieselben schickten Telegramme, sugestehen muß, dann wird man die Empörung begreifen, die geordneten des gegenwärtigen Reichsrathes sollen diese Grundsäke welche die deutsche Regierung beschimpften und das National- uns bei der Nachricht von der Streichung des§ 1552 erfaffen mit rücksichtsloser Thatkraft nach oben und unten vertreten; gefühl verlegten man solle ihre Telegramme unter Benjur mußte. Die Hoffnung auf eine Umfehr ist gering, aber so gering falls fie bei der Regierung auf Widerstand stoßen, follen fie stellen. Ist das nicht jammervoll! Der„ Liberalismus" ste ist, sie besteht, und wer es redlich mit dem Wohl und Webe ungefäumt in die schärffte Opposition eintreten. Schließlich ver des Volkes meint, wem nicht Vorurtheil und Beschränktheit langt für die des deutschen Bodens stens für Telegramme, wieder einzuführen! Oder richtiger, gemacht haben, der sollte bei der legten Lesung nicht fehlen, einstehe und verlangt von den Abgeordneten, daß sie die sie zu verschärfen! Denn eine Bensur besteht ja, wie um ein Unheil zu verhüten und sich den Dank vieler Unglück- lebhaftefte Fühlung mit den Wählern pflegen sollen. Ferner wir wissen und schon manchmal erfahren haben, lichen zu verdienen, die sonst in Schmach und Sünde vergehen." verlangt die Resolution die Vorbereitung eines Wahlmanifeftes für die Aufstellung der Kandidaten zur Reichsrathswahl durch für Telegramme. Uebrigens verdienen die englischen- Hofprediger a. D. Stöder hat das Stumm'sche einen Ausschuß, welcher zu einem Drittel aus Abgeordneten und Zeitungskorrespondenten diese Angriffe und Hezzereien Organ, die Neue Saarbrücker Zeitung", vertlagt! Das zu zwei Dritteln aus Nichtabgeordneten bestehen soll. Die Resolution gar nicht einmal, denn sie sind im allgemeinen Blatt theilt mit, daß seinem verantwortlichen Redakteur eine wurde nach einiger Debatte einstimmig angenommen. Sodann so servil und liebedienerisch, daß ihre Berichte den Eng- vom 20. Juni datirte Klagefchrift zugestellt wurde. Diese bezieht wurde ein Komitee gewählt, welches die Mitglieder des Ausländern eine ganz falsche Vorstellung von den deutschen sich auf einen Paffus eines Leitartikels vom 29. Mai d. J., worin schusses nominiren soll. Demselben gehören die Abgeordneten Verhältnissen geben und über die inneren Schäden unseres in einer Besprechung des Kaisertelegramms über die christlich- Liegmund und Porgen an. politischen Lebens einen täuschenden Schleier breiten.- sozialen Pastoren Stöcker persönlich scharf angegriffen war. Stargard in Westpreußen, 30. Juni. Bei der heutigen Durchgepeitscht" werde das Bürgerliche Gesetzbuch Landtags- Ersatz wahl im Wahlkreise Berent- Star nicht behaupten die Abgeordneten des Kartells der gard Dirschau erhielt Gutsbesitzer Arndt- Gartschin( frei Annahme um jeden Preis. Es hat ja jeder so viel reden konservativ) 232 und Pfarrer v. Wol3zlegier. Gilgenburg können, wie er nur wollte niemandem ist das Wort ab-( Bole) 236 Stimmen; legterer ist somit gewählt. geschnitten worden." Das ist buchstäblich wahr. Aber Erfurt, 27. Juni. Wegen groben Unfug 3 hatte sich Budapest, 27. Juni. Ueber die bereits kurz erwähnten auch nur buchstäblich. In Wirklichkeit findet eine Genosse Wiertelarz am Freitag vor dem Schöffengericht zu Unruhen der Gemeinde Mehadita wird dem Pester Turchpeitschung statt, wie sie schlimmer nicht gedacht werden verantworten. Ueber den Ausgang des Prozesses hatten wir be: Lloyd" aus Szegedin berichtet:" Die Bewohner der Gemeinde tann. Die Herren Juristen des Reichstages tannten reits turz berichtet. In der am 17. April cr. erschienenen Nr. 47 Mehadika im Kraffo- Szörenyer Komitat verjagten gestern der Thüringer Tribüne" wurde mitgetheilt, daß die Arbeiter der den Grundbuchsführer aus Teregova, Sulyok, und den Entwurf schon seit seinem Entstehen; das große Gtuisfabrik von Gebr. Köchert zu Flmenau fich im Ausstande be- steckten am Gemeindehause die schwarze Fahne aus, um Bublifum" fing aber erst nach der Berathung im Reichs- fänden. Hieran schloß sich das an alle Arbeiterblätter gerichtete Gr- gegen die Aufnahme des Katasters zu demonstriren. tage nach der ersten Berathung im Plenum und nach fuchen, den Streitausbruch bekannt zu geben, um den Zuzug fernzu- Gendarmerie Oberlieutenant Banyai verhaftete vier. der Berathung in der Kommission- im Ernst au, sich halten. Die Staatsanwaltschaft beantragte Erlaß eines Strafbefehls zehn Unruheftifter, worauf gestern eine Schaar von ungefähr mit dem Entwurfe zu beschäftigen. Und man hätte dem wegen Vergehen gegen§ 360 des N. Str. G.-B. Das Amts- tausend mit Sensen und Hacken bewaffneten Leuten das GemeideVolk Zeit laffen müssen, eine öffentliche Meinung" zu gericht lehnte dies ab, die Antragstellerin erhob beim Landgericht haus überfiel. Oberlieutenant Banyai wurde gezwungen, dann diese Abweisung, worauf das die Gefangenen auszuliefern. Die Menge begnügte bilden. Diese Zeit ist aber nicht gelassen worden. Und Beschwerde gegen Der Angeklagte führte fich aber nicht damit, sondern verlangte auch die Auslieferung hieran tragen diejenigen die Schuld, welche die zweite Berathung Strafverfahren eingeleitet wurde. vor Gericht zu seiner Rechtfertigung an, daß das des Gemeinderichters, den sie Innchen wollte. Zweimal versuchten im Plenum für die jetzige möglichst ungeeignete Beit er- Stammergericht, sowie das Landgericht I in Berlin die sie, in das Gemeindehaus einzudringen, so daß schließlich OberWorte Zuzug ist fernzuhalten" für straffrei erklärt hätten. lieutenant Banyai neun Gendarmen den Befehl ertheilte, Wenn das nicht Durchpeitschen" ist, unanständiges Er erwarte vom Schöffengericht in Erfurt aus diesem Grunde Schüsse auf die Menge abzugeben. Vier Todte und Durchpeitschen" dann wissen wir nicht, was Durch ebenfalls Freisprechung Der Amtsanwalt plaidirte für Be- sechszehn Verwundete blieben am Plage. Es wurde telegraphisch peitschen" überhaupt sein soll." strafung des Angeklagten. In dem Ersuchen, andere Zeitungen Gendarmerie und Militär requiriri. zwangen. " " = Nach dieser Versammlung zu schließen wird auch die fünftige große deutsche Fortschrittspartei" in Desterreich die Reaktion mit der einen Hand bekämpfen und ihr die andere zum Bunde reichen gegen die Sozialdemokratie. So wird fie in demselben Sumpfe enden wie ihre Vorläuferin, die liberale Partei. : vom Ich erkläre hiermit, daß die in Nr. 470 der von mit redigirten für ihre Durchführung wirkte. 20. Februar als rechtsverbindlich anerkannte und England. lebigen, durch welchen dem Privatkläger volle Genugthuung für haben die Zwischenmeister von Anfang an dagegen agitirt, sogar London, 29. Juni. Unterhaus. Der Staatssekretär das Verhalten des Angeklagten geschafft würde. Rechtsanwalt unter Mitwirkung von Vertretern, welche die Bedingungen durch für die Kolonien Chamberlain erklärte, falls weitere Freudenthal verlangte darauf, daß der Angeklagte an hervorragender Unterschrift anerkannt haben. Die reell denkenden Vertreter Truppen zur Unterdrückung des Aufstandes in Mashona- Stelle feiner Zeitung, des Braunschweiger Volksfreundes" und ihrer früheren Kommission, welche sich thatsächlich für die Durch land erforderlich seien, so sei es unerwünscht, dazu indische des„ Vorwärts" eine Erklärung bringe, daß der Angeklagte an führung der Beschlüsse ins Zeug legten, wurden später durch Regimenter zu verwenden, weil die Eingeborenen darin ein Ein- die Armen der Stadt Braunschweig 100 M. zahle und die sämmt eine neue Kommission ersetzt, die sich offen als Gegnerin geständniß von Schwäche sehen würden. Gegenwärtig sei feine lichen Kosten übernehme. Dieser Vergleichsvorschlag wurde an der Vereinbarungen, namentlich aber gegen das Aushängen von weitere Truppensendung erforderlich. Die Regierung beabsichtige genommen und das Verfahren auf Kosten des Angeklagten ein- Lohntarifen, erklärt hat. Die Vertreter der Arbeiter waren sich jedoch, die Garnisonen am Kap in voller Stärke zu erhalten und gestellt. Die folgende Erklärung wird hierauf vereinbart: von Anfang an darüber einig, daß diese Kommission nicht anwerde die Truppen, die ins Feld abgegangen seien oder abErklärung. erkannt werden konnte, bevor sie nicht die Vereinbarungen gehen könnten, an den betreffenden Orten ersetzen. Zu dem Zwecke sei ein Bataillon Schützen von Malta nach Es blieb damit den dem Kap beordert worden. Chamberlain erklärte ferner, feit der Braunschweigischen Landeszeitung" vom Jahre 1895 gebrachte meistern natürlich unbenommen, zu jeder Zeit Anträge Veröffentlichung der chiffrirten Depeschen habe er keine Nachricht, der Reichstags- Abgeordnete R. Fischer habe Mein auf Abänderung der Bestimmungen zu stellen. Auf diesen weiteren Nachrichten in betreff der vorherigen Kenntniß Rhodes und Dein nicht gehörig unterscheiden können und sei des- Standpunkt stellten sich auch die Konfektionäre. von dem beabsichtigten Einfall in Transvaal erhalten; er sei halb im Jahre 1880 in Altona wegen Diebstahl3 zu 14 Tagen entscheidenden Sizung vom Sonnabend, den 13. Just von dem Anwalte der Chartered Company benachrichtigt, daß verurtheilt worden, derselbe habe wegen Arbeitsschen und Land- jeder Zeit vorgenommen werden können, daß aber alle Gruppen, von beiden Gruppen wiederholt betont, daß Aenderungen zu die Direktoren Rhodes, Beit, Dr. Rutherford und Harris ihre Entlassung eingereicht und daß der Verwaltungsrath fie an- streichens drei Monate im Arbeitshause gesessen, jeder that genommen habe. Bartlett fragte an, ob die Annahme der fächlichen Grundlage entbehrt. Ich bedauere, diese Demission die Folge eines von Chamberlain ertheilten Rathes Nachricht gebracht zu haben und verpflichte mich, zu gunsten sei; hierauf erwiderte der Staatssekretär, daß er eine vorherige der Armen der Stadt Braunschweig 100 M. zu zahlen. Ankündigung einer solchen Anfrage wünsche. Braunschweig, den 29. Juni 1896. Frankreich. Paris, 29. Juni. Die Kammer trat heute in die Berathung der Gesetzesvorlage zur Reform der direkten Steuern " Adolph Fausel Breslau. Am Sonntag, den 28. Juni, morgens früh 7 Uhr, ein. Diese Vorlage zeigt so recht deutlich, wie die Umstände fand im Tivolisaale eine von 900 Personen besuchte Volts stärker sind als die Menschen. Bekanntermaßen gab die Ein- versammlung statt, in welcher Genosse Tuyauer über das tommensteuer den Anlaß zum Gtura des Minifteriums Bürgerliche Gesetzbuch und die Sozialdemokratie referirte. Redner Bourgeois. Nun braucht die Regierung aber Geld. Und unter erntete für seine Ausführungen lebhaften Beifall. dem Druck der Verhältnisse fah Herr Meline sich genöthigt, die jezige Gesegesvorlage einzubringen, welche die Renten besteuertwasim wesentlichen auf die verhaßte Einkommensteuer hinausläuft. u. Komp. So ist das französische Ministerium Meline in die seltsame Braunschweiger Lage hineingerathen, daß es von einem Theil seiner eigenen Anhänger verlassen wird und auf die Stimmen feiner Gegner und namentlich auch der Sozialisten angewiesen ist. Diese Lage ist nicht blos seltsam, sondern auch gefährlich für das Ministerium Meline, das in allen Fugen tracht.Italien. wurde Die so lange die Vereinbarungen noch rechtmäßig bestehen, für die Durchführung derselben zu sorgen haben. Eine Resolution, von welche diesen Standpunkt zum Ausdruck brachte, wurde der Kommission der Meister abgelehnt. Damit war ein Verhandeln mit ihnen unmöglich. Jedenfalls hat die gewählte Vertretung sich jetzt von ihrem inforretten Vorgehen überzeugt, indem sie nunmehr erklärt, daß fie auf grund der Beschlüsse vom 20. Februar gewählt ist und diefelben auch anerkennt. Das ist der Kernpunkt der Sache; alle anderen Bes merkungen stehen nur in losem Zusammenhang mit der eigentlichen Sache und find überflüffiges Beiwert. Vertretung der Zwischenmeister hat nun aber auch ihrer Er Polizeiliches, Gerichtliches 2c. klärung gemäß dafür zu sorgen, daß sie die Verpflichtungen, Wegen Beleidigung der Firma Grimme, Natalia welche sie ihren Arbeiterinnen gegenüber eingegangen ist, sur Durchführung bringt. der verantwortliche Redakteur Des „ Volksfreund" zu einer Zusatzstrafe von Die Tabakarbeiter und Tabakarbeiterinnen werden auf 14 Tagen verurtheilt. Der inkriminirte Artikel stammt aus der die am Donnerstag, den 2. Juli, im Schützenhaus", LinienZeit des Schleiferstreits. Es war darin behauptet, daß die Straße 5, stattfindende Versammlung mit dem Bemerken aufFirma unter Vorspiegelung hoher Löhne, von 30-33 m., aus- merksam gemacht, daß dort der Antrag der Lohnkommission zur wärtige Schleifer hierher zu ziehen versucht, während die Schleifer Beschlußfaffung unterbreitet werden soll, den gegenwärtigen Streit bis dahin tbatsächlich einen weit niedrigeren Lohn ver der Tabatarbeiter für beendet zu erklären. Die Motivirung zit dienten. Der Ausweis der Lohnbücher ergab auch, wie das diesem Antrage wird in der Versammlung gegeben werden und Rom, 29. Juni. In der Deputirtenkammer famrichterliche Urtheil ausdrücklich bestätigte bestätigte, daß die Firma sind infolgedessen die Tabakarbeiter und Arbeiterinnen Berlins in ihrem Versprechen von 30 bis 33 m. sehr hoch verpflichtet, zu diesem Antrage Stellung zu nehmen. Eine recht der Gegensatz zwischen Frankreich und Italien in Nordafrika gegriffen habe, daß aber andererseits auch der Lohnsatz der zahlreiche Betheiligung ist deshalb im Interesse der Tabakarbeiter zur Erörterung. Bei der Berathung über das Budget des Ausgegriffen zur Erörterung. Bei der Berathung über das Budget des Aus Schleifer in dem Artikel zu niedrig angegeben war. Der Angeboten. wärtigen regte der Deputirte Nasi an, einen europäischen Kongreß geflagte machte für sich geltend, daß er die Angaben der Streikenzur Lösung der Interessenfragen bezüglich Tunis zu berufen und den in gutem Glauben wiedergegeben und deren berechtigtes besprach sodann den Vorfall in Ghadames. Die Grenze von Tunis Interesse, Zuzug fernzuhalten, wahrgenommen habe. Unter Buwäre um 60 Kilometer in das Gebiet von Tripolis vorgeschoben billigung des§ 193( Wahrung berechtigter Interessen) und gleichworden. Es ginge das Gerücht, Frankreich wolle einen neuen zeitiger Berücksichtigung der Borstrafen und des Umstandes, daß Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck ersucht. militärischen Hafen in der Nähe des ehemaligen Gerba erbauen. es notorisch" sei, daß eine Geldstrafe nicht vom Angeklagten Der Vertrauensmann der Maler Berlins. Frankreich strebte danach, durch die Besizergreifung des Hinter- getragen werde, wurde dieser zu einer Buſabstrafe von 14 Tagen plötzlich ein Arbeiter entlassen, weil der Fabrikant den Verdacht Aus der Knopffabrik des Herrn Marold wurde heute landes Tripolis von dem Handel mit dem Innern verurtheilt. Afrika's abzusperren. Auf diese Weise würde ganz hegte, der betreffende Arbeiter habe über die Verhältnisse in der Nordafrika für Italien verschlossen werden. Wenn ber Dreibund das Gleichgewicht im Mittelmeer Bolts wacht", Genoffe Gerhardt, sowie Genosse Pfigner Fabrit nähere Mittheilungen in der Versammlung gemacht, über nicht die von uns in der Dienstagnummer berichtet wurde. Dieser aus Dresden hatten sich am 29. Juni vor dem Breslauer Verdacht ist, das sei nur nebenbei bemerkt, ganz unbegründet. zu gewährleisten vermöchte, tönnte er den Nugen bes Bundes nicht einsehen. Di Sangiuliani theilte mit, nach handelte sich um drei Breslauer Hutmacher, die als Streifbrecher die Anlaß zur Kritik geben, zu beseitigen. Damit dürfte die Schöffengericht wegen Verrufserklärung zu verantworten. E3 Uebrigens würde Herr Marold weit besser thun, die Uebelstände, dem von ihm an Ort und Stelle genommenen Augenschein bereite nach Dresden gingen. Das Gericht verurtheilte Gerhardt zu öffentliche Besprechung gleichfalls aufhören. Frankreich Häfen, Straßen, Eisenbahnen und Verproviantirungs- einer Woche Gefängniß, Psigner wurde freigesprochen. Zur maßnahmen für den Zeitpunkt vor, an dem es in Tripolis ein- Charakterisirung der Breslauer Verhältnisse sei hier noch mit fallen wolle. Redner schilderte die in Biserta im Gange befind- getheilt, daß gegen Genossen Gerhardt ungefähr zwei Dutzend lichen Arbeiten und gab der italienischen Regierung den Rath, Anklagen schweben, von denen am 3. Juli sieben ihre wachsam zu sein und nicht ausschließlich auf die Widerstandskraft Erledigung finden werden. der Türkei zu vertrauen. Diese italienischen Musterpatrioten scheinen ja nicht übel Lust zu haben, Italien mit einem zweiten Abeffynien in Nordafrika zu beglücken. Rom, 30. Juni. Menelip's göfegelb Forbe. rung zur Freilaffung der italienischen Gefangenen soll, wie in Regierungstreifen versichert wird, 86 Millionen betragen. Türkei. " Der verantwortliche Redakteur der haben unsere Kollegen in Rottbus die Arbeit niedergelegt. Buzug Achtung, Maler und Berufsgenossen! Am 29. Juni ist strengstens fernzuhalten. der Ausstand der 120 Schleifer bei der Firma Cols mann u. Komp. in Werdohl endete mit dem Siege der Arbeiter. Zum Streik im Eulengebirge. Langenbielau, den 29. Juni 1896. Trotzdem der Streit bei der Firma B. Neu Maifeier erhielt Genosse Schwarz in Werdau einen polizeilichen die Situation unverändert. Vollzählig wie gewöhnlich fanden Wegen unerlaubter Geldfammlung bei der gebauer Söhne nun schon in die vierte Woche hineindauert, ist Strafbefehl von 20 m. ev. 5 Zagen Haft. Das Vergehen soll sich die Streifenden am Montag Morgen zur Bersammlung im durch den Verkauf von Maifeftzeichen, à 30 Bf., begangen Silse'schen Saale ein. Niemand ist der Sache untreu geworden worden sein und, obwohl etwas gelb teine Beltzeichen per- und der Geiſt der Streifenden ist nach wie vor ein guter, the taufte, so soll er als Mitglied des Komitees für die Maifeier streift wird rund Webern, und boch nur Besucher, welche mit einem solchen rothen Abzeichen nicht von 410 Personen, wie bürgerliche Blätter behaupten. Unwahr erschienen, den Besuch der Festversammlungen gestattet haben. ift ferner, daß mehr wie die Hälfte der Gesammtzahl der Neu- Das ist ja ein schreckliches Bergehen! Rretensisch e 3. Wie das griechische Blatt„ Asty" ers gebauer'schen Arbeiter und Arbeiterinnen nicht in den Streit einfährt, werden die chriftlichen Deputirten gleich bei der Sonntags- Beitung", Genoffen Ph. Scheidemann in Gießen, Streit betheiligt, da sie feine Forderungen aufgestellt haben, so Gegen den Redakteur der Mitteldeutschen getreten sind. Ein Theil der Arbeiter sind überhaupt nicht am Eröffnung der fretischen Nationalversammlung demiffio- schweben mehrere Anllagen wegen Beleidigung durch die Presse. die Färber, Scheerer, Rauher, Bettler, Appreteure, Backer u. f. w. niren, indem sie ihr Mandat als infolge des Aufstandes er- Dabei sollte auch gegen den Drucker der bekannte dolus even- Diese kommen also für Beurtheilung des Streits gar nicht in lofchen erklären. Die tretischen Provinzen werden sodann die tualis Anwendung finden. Es scheint nun, daß die hessische betracht; außerdem machen sie aber auch lange nicht die Hälfte Ernennung von Delegirten für eine revolutionäre Versammlung Staatsanwaltschaft in Gießen inzwischen zu der Ueberzeugung des gesammten Arbeiterpersonals aus. Sehr wahrscheinlich wird vornehmen, welch' letztere zur Bildung einer provisorischen Re- gekommen ist, daß man den Drucker nicht gut mitverantwortlich gierung schreiten wird. Die Aufständischen verwerfen die machen kann für anderer Leute Sünden. Am Sonnabend wurde Konvention von Haleppa, da sie entschlossen sind, sich dem Verleger, Genossen Schmidt, mitgetheilt, daß das Verin diplomatische Verhandlungen nur direkt mit der Pforte oder fahren gegen ihn eingestellt ist. dem Fürsten Georgi Berowitsch einzulassen. Andererseits wird fogar behauptet, daß die tretische Nationalversammlung überhaupt nicht zusammentreten werde und daß die Provinz Kissamo bereits zur Wahl von Delegirten für eine revolutionäre Versammlung geschritten ist. Amerika. Canton( Ohio), 29. Juni. In einer Aufprache an den Ausschuß, welcher ihm seine Aufstellung als PräsidentschaftsKandidaten seitens der republikanischen Nationalkonvention in Saint Louis mittheilte, erklärte sich MacKinley, indem er die Kandidatur annahm, für Zollschutz und das Gegenfeitigkeitsprinzip, um das Land dem einheimischen Handel wiederzugewinnen und die Arbeitslofen vortheilhaft zu be schäftigen. Er betonte ferner, Ameritas Gelb müsse so gut fein als das beste in der Welt; die republikanische Partei werde den Nationalkredit unversehrt bewahren. - Bom Aufstande in Kuba. Das New- York Journal" veröffentlicht eine Depesche aus Havannah, nach welcher die Aufständischen den Plan fundgegeben hätten, die Hauptstadt mittels Dynamit zu zerstören und falls das nicht ge. lingen follte, die Spanier auf andere, Weise aus derfelben zu vertreiben. Sie hätten ihren Parteigängern in der Stadt ihre Ab fichten bereits mitgetheilt und diese bereiteten sich daher vor, die Stadt so schnell als möglich zu verlassen. Gewerkschaftliches. " auch die Nachricht der bürgerlichen Blätter, daß die Firma es abgelehnt habe, sich auf dem Ginigungsamt des Gewerbegerichts mit den Streifenden zu vergleichen, unwahr sein; denn bis jetzt haben die Streitenden keinerlei Nachricht vom Gewerbe Schiedsgericht erhalten. Sicher würde Nachricht ertheilt sein, wenn die Firma bereits eine Erklärung an das Gewerbegericht gesandt hätte. Von der Vertretung der Meister der Damen und auf ihren Forderungen beharren. Doch möge dem sein, wie ihm wolle. Die Streitenden werden Während anfangs fich die Kindermäntel- Branche erhalten wir folgende Buschrift: Polizei um die Streifenden gar nicht befümmerte, fanden sich Es ist von der Fünfzehner-( Kaufleute) Kommission die Nach am Montag früh wieder einige Beamte bei der Fabrik ein und die Beseitigung der Beschlüsse vom 20. Februar d. J. bezwecke. Fabril auf- und abzugehen, obgleich doch diese Kommission richt verbreitet worden, daß die unterzeichnete Meisterkommission gestatteten der gewählten Ordnungs- Kommission nicht, vor der Die Meisterkommission erklärt daher, daß diese Nachricht, ob wiffent eigentlich nur dazu da ist, um alles zu vermeiden, was lich oder nicht, falsch verbreitet worden sei und nur den Zweck zu haben zu gerichtlichem Vorgehen Anlaß gäbe. Ein köstliches Mißscheint, das große Publikum zu täuschen. Die Meisterkommission ist verständniß ist übrigens den Beamteu pafsirt. Bei dem Bemühen, auf grund der Beschlüsse vom 20. Februar gewählt, somit er das Ordnungs- Komitee von der Fabrik fernzuhalten, irrten sie sich fennt sie diese Beschlüsse auch an; tann sich jedoch allen in in den Personen und wollten auch zwei Weber, welche in Ver diesen Beschlüssen gefaßten Abmachungen nicht bebingungs fennung ihrer Intereffen weiter arbeiten, nicht den Thoren der los unterwerfen, wie es die Kaufmannschaft im Verein Fabrit zu nahe kommen lassen, worüber natürlich unter den Bu mit der Arbeitervertretung verlangt, indem ja auch von diesen schauern große Heiterkeit entstand. Auch eine Haussuchung ist beiden Kommissionen bereits mehrfach die Erklärung abgegeben Ende voriger Woche im Streifbureau, sowie in der Redaktion worden ist, sich mit den bekannten Beschlüssen nicht voll und und Druckerei bes Proletarier" abgehalten worden. Es galt ganz einverstanden zu erklären, weil fie fehr mangelhaft ein Birkular aufzufinden, welches nur für Zeitungsredaktionen und höchst fehlerhaft sind. Es ist eine falsche, an Ver- bestimmt, nicht die Angabe des Druckers und Verlegers enthielt. leumbung grenzende Beschuldigung, von der aufs neue Man fand ganze zwei Exemplare des ominösen Zirkulars. ohne Widerspruch bestätigten Meisterkommission fagen zu Wie niedrig der Lohn in der genannten Fabrit ift, beweist die wollen, deß diefe Rommission Unfrieden zu stiften gewillt sei. Thatsache, daß Weber, welche auf einem Stuhl in 6 Wochen Im Gegentheil, die Kaufmannschaft hat durch ihr Vorgehen 36 m. verdienen, dann für jede Mart 10 Pf. Prämie erhalten; sich dreier Elemente aus der Meisterschaft zu bedienen, die festen verdienen sie nicht soviel, was nicht selten vorkommt, so erhalten Reihen der Meisterschaft zu durchbrechen, den Beweis geführt, fie feine Prämie. Es ist also schon etwas besonderes, daß jemand daß sie Unfrieden haben will und erachtet es die unterzeichnete in der Woche 6 m. verdient. Wer 2 Stühle zu bedienen hat Meisterkommission als ihre Pflicht, diesen Elementen energisch und in 6 Wochen nicht auf jeden Stuhl 31 M. herausschindet, entgegenzutreten, um den Frieden unter den Meistern selbst und geht des einen Stubles verlustig, wodurch sein Einkommen be den Gang der weiteren Verhandlungen mit den beiden Kom- deutend verringert wird. Daß die Firma übrigens in der Lage missionen in Ruhe und mit Besonnenheit auch weiter führen ist, auch höhere Löhne zu zahlen, beweist die Thatsache, daß zu können. Die Vertretung der Meisterschaft giebt wieder. B. eine gleiche Arbeit( Favorita) bei Gebrüder Cohn in Als der letzte Parteitag abgehalten wurde, brachte die holt die Erklärung ab, daß fie es als ihre höchste Reichenbach mit 5,75 m. bezahlt wird, während B. Neugebauer Braunschweigische Landes- Beitung" die Tartaren Aufgabe betrachtet, in dem Rahmen friedlicher Vereinbarungen Söhne nur 4,50 m. gewähren. Um weiter auszuharren im nachricht, daß der Reichstags- Abgeordnete Fischer wegen fordernd für die Branche und ihre Diebstahls im Jahre 1880 bestraft und wegen Landstreichens im ammten Arbeitnehmer einzutreten, denn nur dadurch stügung und sind Gelder an H. Kräßig, Langenbielau, III. Bz. Arbeitshause gesessen habe. Daraufhin erhob Fischer gegen den ist die Garantie geboten, alle Beunruhigungen zu beseitigen, und zu senden. verantwortlichen Redakteur Adolph Fausel die Be ist die Meisterkommission fest überzeugt, daß die Kaufmannschaft Der Streit der Tischler in Elbing ist beendet. Die leidigungsflage. In dem Termine, welcher am 29. Juni in Braun- dieses Bestreben auch zu würdigen weiß. schweig stattfand, war Fischer durch den Rechtsanwalt FreudenDie Kommission zur Vertretung der Meisterschaft. Ginigung, die von seiten der Meister gesucht wurde, führte zur thal( Berlin), Fausel durch den Rechtsanwalt Engelbrecht A. Witte. F. Bock. Festsetzung der verlangten 10 stündigen Arbeitszeit, dagegen wurde vertreten. Nach Verlesung des Anklagebeschlusses erklärte der Nachdem wir der Zuschrift der Kommission Raum gewährt Arbeitern 21/2 pet. abgelassen. von dem geforderten 10 prozentigen Lohnzuschlag von den letztgenannte im Namen seines Klienten, des Angeklagten: haben, heben wir in dieser Streitsache folgenden Sachverhalt Letzterer bedauere fehr, die inkriminirte Nachricht gebracht zu haben, hervor. Nach den gemeinsamen Vereinbarungen der Konfektionäre, sie sei zwar unter seiner Verantwortlichkeit erschienen, er habe zwischenmeinier- und Arbeiter- Vertreter hatte sich die zuerst geaber den Artikel weder verfaßt noch vor seiner Veröffentlichung wählte Kommission der Meister durch Unterschrift verpflichtet, gelesen, er hätte ihn auf keinen Fall passiren lassen. Rechts- den Arbeiterinnen auf die bisher gezahlten Löhne bis zu 1,75 M. anwalt Freudenthal entgegnete: Die Erklärung bes 30 pCt., von 1,80 bis 4 M. 20 pCt., von 4,10 bis 8 M. Angeklagten täme etwas spät, er hätte längst Beit ge- 15 pet. und von 8,10 M. an 10 pCt. zu gewähren. Ferner hatte habt, die Tartarennachricht zu dementiren, jetzt, da es zur sich die Vertretung verpflichtet, Lohntarife auszuhängen, ihren richterlichen Entscheidung komme und die Wahrheit des Wortes Arbeitern wöchentlich am Sonnabend den Lohn zu „ gelogen wie gedruckt", sich wieder einmal herausstelle, jebt zahlen und den Preis, welchen die Meister aus verlautet, auf allen Bauten gezahlt. wolle Angeklagter eine Ehrenerklärung abgeben. Der amtirende dem Geschäft bekommen, bekannt au geben. Anstatt Von den Tischlern in Planen i. V. befinden sich ca. 80 Richter stellte anheim, die Sache durch einen Bergleich zu erlaber für die Durchführung dieser Beschlüsse au wirken, im Ausstand. Die Arbeiter haben bereits vor 14 Tagen an die Valparaiso, 29. Juni. Das Endergebniß der Wahl der Wahlmänner für die Präsidentschafts- Wahl in Chile ist 148 für Errazuriz, 184 für Reyes. phling 26 ali ne Partei- Nachrichten. Die Münchener Schieferdecker haben den Generalstreit aufgehoben und wird die Arbeit in denjenigen Geschäften, wo die Forderungen bewilligt sind, wieder aufgenommen. Forderungen bewilligt sind, wieder aufgenommen. Die Steinmetzmeister in 3 wida u sind mit ihren Gehilfen über einen neuen verbesserten Lohntarif einig geworden. Bei den Tischlern steht die Entscheidung noch aus. Die Maurer legen ihren Akkord Lohutarif den Meistern jedenfalls nächste Woche vor. Der Minimallohn von 33 Pf. pro Stunde wird jetzt, wie Jufolge des Brauerstreiks hat in Karlsruhe am 28. Juni eine von ca. 1200 Personen besuchte Versammlung den Boykott über sämmtliche Ringbrauereien verhängt. zu Gehorsam Soziale Rechtspflege. Unternehmer die Forderung gestellt, die Arbeitszeit von über diesen Punkt und im Laufe des Gesprächs äußerte die nicht als festgestellt erachtet werden. In der heutigen Ver. 65 Stunden auf 60 herabzusetzen und eine Lohnzulage von Wittwe Dunkelmann mit verschmittem Lächeln:„ Nun, Herr bandlung vor dem Reichsgericht erklärte der Reichsanwalt die 13 pet. zu gewähren; gleichzeitig wurde die Kündigung von Doktor, bei dem vorigen Geschäft haben Sie doch keinen Schaden Revision für begründet. Nach der Seemannsordnung sei sämmtlichen Arbeitern ausgesprochen. Bisher haben 60 Arbeiter gehabt!" Der Zeuge habe sich eine Erläuterung dieser unter dem Schiffer, dem die Matrosen die Forderungen durchgesetzt, während die übrigen im Streit ver- ihm unverständlichen Redensart erbeten und nun sei die Be verpflichtet sind, nicht der Rheder, sondern der Kapitän barren und bei der günstigen Geschäftslage auf ein baldiges sucherin mit der Entgegnung gekommen, daß der Beuge ja doch oder dessen Stellvertreter zu verstehen. In dem FlugMachgeben seitens der Fabrikanten rechnen. Der Zuzug ist damals 1200 M. Damno genommen habe. Der Zeuge hat darauf blatt des Angeklagten sei vom Schiffer gar keine Rede, natürlich fernzuhalten. Sendungen sind an den Vertrauensmann einen Absagebrief an den Angeklagten geschrieben, ihm über seine sondern vom Rheder. Auch aus anderen Gründen rechtlicher Karl Hübner, Johannstr. 75, zu richten. Das Handlungsweise Vorhaltungen gemacht und von ihm eine Be- Natur hielt er die Aufhebung des Urtheils für geboten. Die Aussage der folgenden Zeugin, der Wittwe Dunkelberg, deckte auch die Sache an ein anderes Gericht, nämlich an das Landfcheinigung verlangt, daß er nicht irgend ein Damno genommen. Reichsgericht hob nicht nur das Urtheil auf, sondern verwies sich im wesentlichen mit der des Vorzeugen. Sie bekundete, daß gericht Stade. der Angeklagte ihr ausdrücklich gesagt habe:" Mein Freund thut Die schweizerischen Brauereien beschlossen auf ihrer es nicht unter 1 pCt. Damno, Sie dürfen dieses Umstandes ihm Generalversammlung. 25 pt. der Brauer zu entlassen. In gegenüber auch niemals Erwähnung thun, um ihn nicht zu be Zürich hatte die Brauerei Haas die Abmachungen vom Früh- leidigen." Die Zeugin wollte von einer Verpflichtung in Höhe Aus der Praxis des Herrn Dr. med. Blasius. Der jahr gebrochen und weigerte sich, diese weiter zu erfüllen. Es wurde von 1200 M. gegenüber dem Angeklagten auch nichts wissen, in Arbeiter Frenkel, welcher sich im Betriebe seines Arbeitgebers der Boykott seitens der Arbeiter verhängt, und genau wie in dieser Beziehung wurde aber durch die Beweisaufnahme fest die Hand verlegt hatte, mußte sich am 26. Dezember 1894 von Berlin 1894 sperren sämmtliche Brauereien in der Schweiz des gestellt, daß die Forderung des Angeklagten zu Recht bestand. Dr. Blasius zu dem Zwecke der Feststellung des Grades seiner halb 25 pet. ihrer Arbeiter aus. Leider ist in den Reihen der lls das Einigungsverfahren zwischen dem Hotelpächter Dunkel- Erwerbsunfähigkeit untersuchen lassen. Kurze Zeit darauf nahm noch meist unorganisirten Brauergehilfen wenig Disziplin und berg und seinen Gläubigern schwebte, trat ein ungestümer er sich nach mehreren mißlungenen Selbstmordversuchen Solidarität, sonst hätten sie alle nach dem erfolgten brutalen Att Gläubiger plöglich mit dem Verlangen hervor, sofort für seine das Leben. Seine Wittwe beantragte nunmehr der Bergewaltigung die Arbeit niedergelegt und dadurch die Forderung von 1200 m. befriedigt zu werden. Das ganze der Nordöstlichen Baugewerks Berufsgenossenschaft eine HinterBierproßen weicher gestimmt. Nun bleibt der zu den Gemaß- Einigungsverfahren schwebte in Gefahr, und da hatte der bliebenen- Rente. Von dieser wurde sie mit der Begründung zu regelten haltenden organisirten Arbeiterschaft nichts anderes als Angeklagte 1200 m. aus seiner Tasche bezahlt, wogegen die rückgewiesen, daß der Selbstmord nichts mit dem Unfalle zu thun die Verhängung des Boykotts übrig, der zum theil bereits ver Mutter des Dunkelmann ihm einen Bürgschaftsschein ausstellte. habe. Das Reichs- Versicherungsamt, welches schließ= hängt wurde und zum anderen Theile noch verhängt 3um Unglück für den Angeklagten hatte derfelbe diesen Schein lich als Retursinstanz in Anspruch genommen wurde, veranstaltete verloren, als es an den Tag tam, daß er sich bereits durch die infolge der Behauptung der Klägerin, ihr Mann sei durch erwähnte Transaktion mit der Hypothek selbst befriedigt hatte; Dr. Blasius in den Tod getrieben worden, eine Warnung für Stuckateure! Au3 2ondon geht uns erst nach Jahr und Tag wurde der Schein unter zurückgelegten umfangreiche Beweiserhebung. Der Barkwächter Lepsti, welcher folgendes zu: Die Studateure( plasterers) von London Aften auf dem Boden des Angeklagten gefunden. Der Gerichts- im Plänterwalde bei Treptow Frenkel an der Ausführung seiner find mit ihren Arbeitgebern, der Zentral- Affoziation der Bauhof verurtheilte den Rechtsanwalt Köhler zu drei Monaten selbmörderischen Absicht hinderte, sagte aus, Frenkel habe davon herren master builders in ernsthaften Differenzen. Gefängniß. Es ist wesentlich, daß sie die Unterstüßung ihrer Kameraden auf gesprochen, daß er feine Arbeit hätte und ihm die beantragte Dem Amtsdiener von Treptow Unterstüßung abgeschlagen sei. werden wird. der Gewerkschaft, auf deren Vernichtung die Fabrikanten es abgesehen hatten. Außerdem verpflichtete sich das Unternehmerfartell, die Lohnforderungen der Tagelöhner in Erwägung zu ziehen. Nachdem die Gewerkschaft ihre Kraft gezeigt hat, werden fich die Unternehmer hüten, ihr Wort zu brechen. Die ausständigen Spinnereiarbeiter in Neukirchen sind gezwungen, den Kampf fortzusetzen. Die Ausgleichsver= handlungen, die am 27. Juni zwischen den Fabrikanten und den Vertretern der Arbeiter geführt wurden, scheiterten an der schroff ablehnenden Haltung der Unternehmer, die sich weigerten, alle Ausständigen wieder einzustellen. Der Streik der Metallschleifer bei Dürrkopp und Komp. in Wien endete mit dem Siege der Arbeiter. Die Forderungen der Streifenden wurden insgesammt zugestanden. Gerichts- Beitung. " " Sein unter " " bei zu ver= dem Kontinent haben. Alle Arbeiter dieses Gewerbes in den Wegen öffentlicher Beleidigung eines Briefträgers verschiedenen europäischen Ländern werden deshalb hiermit war der Schriftsteller Wilhelm Arendt durch das Schöffen hat jedoch Frenkel von einer Unfallfache erzählt, in der er schon dringend ersucht, unter feinen Umständen auf die Einladung der gericht zu 100 M. Geldstrafe verurtheilt worden. Er legte Be- mehrfach Termin gehabt hätte, und daß er schon wieder vor= Und fügte der Amtsdiener hinzu, dieses Bauherren oder deren Agenten nach London zu kommen. Bis rufung ein, so daß die Sache nochmals vor der 6. Straffammer geladen sei. jezt haben sich nur einige wenige französische und am Landgericht I zur Verhandlung fam. Am 19. Februar d. J. chien Frentel in große Erregung belgische Arbeiter verlocken lassen. Dieselben waren vermuthlich suchte der Angeklagte einen Herrn in der Dessauerstraße auf, anfeßen." Bedeutungsvoller sind die ziemlich übereinstimmenden von den Vorgängen hier nicht unterrichtet. Die Nationale den er ein Manuskript per Post eingesandt hatte, welches seiner Aussagen der Kuhle'schen Eheleute, bei denen Frenkel's als Assoziation der arbeitenden Getreide Meinung nach fer eilig eingesandt hatte, where aftermiether, wohnten, und diejenige Des Gohnes bes VerStuckateure, deren D. Henessey, Klub Union Buildings, Clerkenwell Road, fahren, daß das Schriftstück nicht angekommen war und als er storbenen. Herr Kuhle gab zu Protokoll:„ Als Frenkel von dem Blasius Ende Dezember 1894. zurückkam, war Holborn, London ist, richtet an die tontinentalen Stuckateure, nun an der Ecke der Deffauer- und Königgrägerstraße den in Dr. weinte wie ein Kind und klagte die schon in England sind, das Ersuchen, sich aus England zu dortiger Gegend bestellenden Briefträger Mohr erblickte, ging er er sehr aufgeregt, entfernen, und fie appellirt an sämmtliche Organe und Organi auf diesen zu und fragte ihn, ob er vielleicht die betreffende Post- über heftige Schmerzen im Handgelent. Für meine Berer nicht empfänglich; vielmehr sationen der Arbeiterpartei auf dem Kontinent, mit allem Nach- sendung noch in der Tasche habe oder etwas über deren Verbleib fuche, ihn zu trösten, war druck zu verhindern, daß von dem Festland Stuckateure wisse. Mohr verneinte dies und bemerkte, daß er im übrigen beklagte er sich bitter, daß ihn der Dr. Blasius nun erst recht feine Auskunft zu geben im stande sei. nach England gehen, um die englischen Bauherren gegen die beschweren!" äußerte sich der Angeklagte." Der Briefträger faßte mit Gewalt die Hand gestreckt und gedrückt. Dann muß ich mich um Krüppel gemacht habe. Der Arzt hätte ihm Arbeiter zu unterstüben. Paris, 28. Juni. Die Aufhebung der Aussperrung verbat sich derartige Beleidigungen, zumal durch die ziemlich laut Rente haben solle. Von diesem Tage an machte Frenkel den diefe Aeußerung als eine gegen ihn gerichtete Bedrohung auf und Auch hätte Dr. Blasius ihm gesagt, daß er nun nicht einmal eine in Limoges bedeutet einen Sieg der Arbeiterorganisation über geführte Unterhaltung mehrere Passanten stehen geblieben waren Eindruck, als ob er vollständig tiefsinnig geworden sei. Bu bedas vereinigte Unternehmerthum der Porzellanindustrie und zu- und diese Bemerkung des Angeklagten gehört haben mußten. merken ist zu dieser Aussage, daß es sich im vorliegenden Falle gleich einen Erfolg der sozialistischen Munizipalität. Die Unternehmer, die wiederholt alle von den Arbeitern angeregten Ver- Jetzt wurde Arendt aber durch den Widerspruch des Postbeamten nicht etwa um die Entziehung jeglicher Rente, sondern darum, Wenn Sie ob Frenfel hinfort 50 Prozent oder ob er mehr erhalten mittlungsversuche abgelehnt hatten, mußten schließlich die Ver- besonders aufgeregt, er rief demselben zu: wüßten, wer ich bin, würden Sie sich der sollte. Aus der Aussage der Frau Kuhle ist hervorzuheben, daß mittlung des Genossen Labussière, des Bürgermeisters von Limoges artiges nicht erlauben! Ich hätte Ihnen die übliche Frenkel an den letzten beiden Tagen vor seinem Verschwinden ihm annehmen. Der Haupterfolg der Arbeiter ist die Anerkennung Bigarre gegeben, hätten Sie sich anders gezeigt!" Dann angebotenes Effen mit den Worten abgelehnt hat, er der Angeklagte seinen Hut und 80g unter einer Ver. brauche nicht mehr viel. Der Arbeiter F. Frenkel, der seinen gegen beugung den Briefträger fagte er: Sie sind Vater am fraglichen Tage zu Dr. Blasius geführt und dann ein ganz frecher Lümmel!" Mohr wandte sich unten auf der Straße auf ihn gewartet hat, bekundete, daß sein nun an einen Schuhmann und bat diesen um die Feststellung Vater weinend heruntergekommen sei, über große Schmerzen des Angeklagten. Dieser ging aber gleichfalls auf den Schuh- geklagt und gesagt hätte, der Doktor habe ihm furchtbar mann zu und indem er auf den Briefträger wies, sagte er: bie Hand gedrückt und erklärt, er bekäme teine Rente. Seit Diesen Menschen habe ich foeben einen un- diesem Tage, bemerkte der Zeuge noch, wäre sein Vater sehr tiefglaublich frechen Lümmel genannt." Der Angeklagte finnig gewesen. Das Reichs. Bersicherungsamt hatte die Berufung nur wegen des Strafmaßes eingelegt. dem Vorsitz des Geheimen Regierungsrathes Dr. Vertheidiger führte aus, daß der Angeklagte infolge einer un- Sarrazin verurtheilte auf grund dieses Res der Beweiserhebung die& e= längst überstandenen Krankheit hochgradig nervös sei. Diefe fultates Gewährung ber bes Thatsache und die Stellungnahme des Staatssetretärs nossenschaft aur im Reichstage bezüglich der Beamtenbeleibi antragten Rente Das Gericht fprach aus, daß gungen ließe die vorerkannte Strafe als zu hoch gegriffen erscheinen und er bitte, dieselbe auf eine ganz geringe Geldstrafe herabzusehen. Staatsanwalt und Gerichtshof widersprachen aber den Ausführungen des Vertheidigers. Es müsse berücksichtigt Vor den Schranken der vierten Straffammer des werden, daß die Beleidigung doch eine ganz besonders grobe und Landgerichts I stand gestern der Rechtsanwalt Ludwig der Angeklagte ein„ gebildeter" Mensch sei. Die Strafe erscheine Köhler unter der Anklage der Unterschlagung vergerecht und die Berufung sei daher verworfen worden. bunden mit Untreue. Den Vorsiz führte Landgerichts- Wegen Bedrohung, Mißhandlung und Beleidigung direktor Denso, die Anklagebehörde vertrat Staatsanwalt Kleine, dem Angeschuldigten standen die Rechtsanwälte Arnold Goldstein und Rägel I als Vertheidiger zur Seite. Der etwas verwickelte Thatbestand, wie er von der Anklagebehörde aufgestellt ist, läßt sich furz folgendermaßen zusammenfassen: Im Jahre 1892 war der Restaurateur Dunkelberg Defonom im Hotel des Offiziervereins. Er gerieth in Zahlungsschwierigkeiten. Es wurde eine Vereinbarung mit seinen Gläubigern angebahnt und der Angeklagte vom Schuldner zum Rechtsbeistand angenommen. Es tam auch zu einer Einigung dahin, daß dem Schuldner ein Moratorium auf unbestimmte Zeit und eine tägliche Unterstüßung von 20 Mart gewährt wurde. Der Angeklagte erledigte dann noch verschiedene Rechtsgeschäfte für Dunkelberg und dessen Wegen Mikhandlung seiner Verkäuferin, der unver Stiefmutter, die Wittwe Dunkelberg. Die lettere bat ihn im ehelichten Ida Schipper, hatte sich der Schlächtermeister September 1892 um die Beschaffung einer Hypothet von 10 000 Baul Pohl aus Rixdorf, Lessingstr. 18 wohnhaft, vor dem Mark auf ihr in der Yorkstraße belegenes Haus. Der Angeklagte bortigen Schöffengericht zu verantworten. Am 7. März d. J. fagte feine Wermittelung zu. Er wandte sich zu diesem Zwecke trug das junge Mädchen Fleisch zu einer Kundin, wobei sie nach einen Jugendfreund, den Dr. med. Aßmann. Dieser Ansicht ihres Arbeitgebers zu lange geblieben war. Aus Wuth verhielt fich anfangs ablehnend, da งด รั in Rede hierüber schlug der rohe Mensch dem Mädchen so heftig ins stehende Haus schon hoch belastet war. Auf Bureden Gesicht, daß die Nase blutete. Der Gerichtshof ahndete die Rohdes Angeklagten ließ er sich aber schließlich zu dem Verheit des Angeklagten mit-- drei Mart Geldstrafe! sprechen herbei, daß er zum 1. Oktober desselben Jahres eine Hypothet von 12 000 m., wie sie der Angeklagte anstatt Die Seemansordnung vor dem Reichsgericht. Ein in 10 000 m. verlangt hatte, hergeben wolle. Als Binsfuß mancher Beziehung interessanter Strafprozeß tam am 29. Juni abgegeben: wurden 5 vom Hundert vereinbart. Der Angeklagte soll nun vor der Revisionsinstanz zur Verhandlung. Unserem Parteivorher der Frau Dunkelberg erklärt haben, sie müsse anstatt der genossen, dem Gastwirth und früheren Seemann Hermann Gehr gekündigten Hypothet von 10 000 m. eine solche von 12 000 m. zu Bremer hafen war das Vergehen der Aufforderung zum aufnehmen, denn sein Freund mache das Geschäft nur gegen ingehorsam gegen die Gesetze zur Laft gelegt worden. Gehr 1 Prozent Damno und ziehe sich also diesen Betrag mit war erst des Vergebens gegen die Gewerbe- Ordnung angeklagt, 1200 M. für 10 Jahre sofort ab. Die überschießenden 800 m. aber vom Schöffengerichte freigesprochen worden. Auf die Bewürden wohl für Koften draufgehen. Der Angeklagte rufung des Amtsanwaltes hob das Landgericht Werden am soll sich nun der falschen Vorspiegelung, daß Dr. Aßmann 25. April das Urtheil auf und verurtheilte den Angeklagten nach ein Damno verlange, schuldig gemacht haben, um sich aus den§§ 110 und 111 zu 150 M. Geldstrafe. Gehr hatte in Bremers Kunert gefiegt mit 15 668, Meyer 7171, Arudt 3632, überschießenden 1200 M. für eine Forderung zu befriedigen, die bafen und Geeft emünde ein von ihm verfaßtes Flugblatt Stühme 4354 Stimmen. Unter den Genossen großer er an die Wittwe Dunkelmann hatte. Der Angeklagte beftritt verbreitet, welches an die Matrosen der Fischrheder gerichtet war feine Schuld mit Entschiedenheit. Als erster Zeuge wurde und für eine Verbesserung der sozialen Lage dieser Matrosen eintrat. Es Jubel, bei den Gegnern Bestürzung. Dr. med. Aßmann vernommen. Derfelbe bekundete, daß der wurde darin zunächst eines Gespräches Erwähnung gethan, Der fahrplanmäßige Stadtbahuzug, der am Dienstag Angeklagte ihm bei der ersten Besprechung in betreff der Hypothet welches der Angeklagte mit einem Rheder gehabt hat, und dann Abend 9 Uhr 36 Minuten von Johannisthal nach Berlin einen Zinsfuß von 6 pet. angeboten habe. Dies sei von dem wurde dafür eingetreten, daß den Matrosen bei der Fischlöschung abging, entgleifte bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof Johannis. Zeugen rundweg abgelehnt worden mit dem Bemerken, daß er während der Nacht Erleichterungen verschafft würden. Ju thal, indem er infolge nicht aufgeklärter Umstände auf einen es nicht für anständig halte, höhere Binsen als 5 pet. zu Bremerhafen liegt es den Matrosen ob, die Löscharbeiten zu bes Prellbock auffuhr, anstatt in das richtige Geleise einzulenten. nehmen. Am 30. September sei der Angeklagte dann wieder zu ihm sorgen und zwar häufig in der Nacht, so daß sie mitunter nur Verlegungen sind dabei nicht vorgekommen. gekommen mit der Frage, ob er das Geld schon von der Bant wenig Zeit zur Erholung 2c. übrig haben, während in Meh, 30. Juni.( W. T. B.) Wie die„ Lothringer Zeitung" abgehoben habe. Der Zeuge habe bejaht, worauf der Angeklagte anderen Häfen diese Löscharbeiten von besonderen Ar- meldet, brennt seit 7 Uhr nachmittags das Zeughaus 3 werden. nun Das Landgericht hat Devant les Ponts". ihn gebeten habe, ihm das Geld doch gleich mitzugeben, in seinem beitern ausgeführt Um 73/4 Uhr erfolgte eine theilweise eifernen Schrant sei es sicherer aufbewahrt, wie bei dem Zeugen. angenommen, daß der Angeklagte die Matrosen zum Ungehorsam Explosion, wobei zahlreiche Personen schwer verlegt, einige Der Zeuge habe sich zwar über das Drängen des Angeklagten gegen die Befehle ihrer Vorgesetzten, zu dem sie nach der See- getödtet wurden. Da eine große Menge Explosionsstoffe in dem gewundert, das Geld ihm aber ausgehändigt in der Erwartung, mannsordnung verpflichtet sind, wenn auch ohne Erfolg auf Beughaus lagern, schwebt die Umgebung in größter Gefahr. daß er zum folgenden Tage nebst der Schuldnerin nach dem gefordert habe, indem er ihnen nahelegte, die Nachtarbeit zu London, 30. Juni.( W. Z. B.) Nach einer bei„ Lloyds" eins Bureau des Angeklagten gerufen werden würde, damit dort die verweigern. In seiner Revision verwies der Angeklagte gegangenen Meldung aus Para stieß der englische Dampfer Schuldurkunde vollzogen werde. Dies sei wider Erwarten nicht darauf, daß nur die Verweigerung des schuldigen Gehorsams Santarense", von Liverpool nach Para bestimmt, mit geschehen, auf seine Anfrage habe der Angeklagte erklärt, sein in Frage kommen könne. Nach der Seemannsordnung sei der dem englischen Schiff Dundonald", von San Francisco nach Nach etwa anderthalb Matrose nur in dringenden Fällen verpflichtet, länger als zehn Hull unterwegs, zusammen. Der„ Santarense" fant, persönliches Erscheinen sei nicht nöthig. Dundonald" erhielt ein Leck und ist noch anderweitig Jahren sei die Wittwe Dunkelmann wie alle drei Monate zu Stunden täglich zu arbeiten. Ueber das Maß dessen, was ein der ihm gekommen, um Zinsen zu bezahlen. Sie tuüpfte diesmal Matrose leisten könne, erstrecke sich seine Pflicht zum Gehorsam, beschädigt. Menschen sind nicht umgekommen. Die Mannschaft die Bitte daran, ihr noch 1000 m. leihen zu wollen, die sie zur nicht, und daß eine Nachtarbeit überhaupt nicht gefordert werden des„ Santarense" wurde vom" Dundonald" aufgenommen, die Justandsetzung des Hauses gebrauche. Der Zeuge lehnte dies ab, tönne, erhelle aus§ 30 der Seemannsordnung. Daß die Passagiere wurden von der norwegischen Bart Hiawatha" in es tam zwischen ihm und der Besucherin zu einer Unterhaltung Löschungsarbeiten dringende im Sinne des Gesetzes seien, tönne Bara gelandet. es dahingestellt bleiben könnte, ob Dr. Blasius dem Frenkel durch unangemessene Behandlung an dem kranken Arme große Schmerzen bereitet und ihm gedroht habe, daß er überhaupt teine Rente erhalten solle. Un zweifelhaft wäre durch die Beweiserhebung festgestellt worden, daß Frenkel durch die Behandlung, welche er erfuhr, feelisch auf das tiefste erregt worden sei und daß von dem Moment an bis zu seinem Ableben sich sein Verhalten auffällig verändert habe. Die gemachten Feststellungen hätten das Gedes 15jährigen Dienstmädchens Marie R. hatte sich der richt davon überzeugt, daß Frenkel infolge der durch seinen Un19jährige Kutscher Paul Queist aus Nixdorf vor dem fall veranlaßten Untersuchung durch Blafius in eine seelische dortigen Schöffengericht zu verantworten. Die Verhandlung Erregung versetzt worden sei, die sich zu einer, schließlich die fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. Aus dem öffent freie Willensbestimmung ausschließenden Geistes- Verlich verkündeten Urtheil ging hervor, daß der Angeklagte, welcher wirrung entwickelt habe. Demzufolge sei die Genoffenschaft mit der R. bei einem Schlächtermeister in Dienst stand, an das Mädchen haftbar. unfittliche Anträge richtete und hierbei die R. gröblich durch sein Verhalten beleidigte. Schließlich drohte er, seine Absicht mit Gewalt zu erreichen. Als das Mädchen sich darüber bei ihrer Depefiften und lehte Nachrichten. Dienstherrin beschwerte, wurde es von dem Angeklagten roh mißhandelt. Der Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten zu fünf Monaten Gefängniß. al " Die Nachwahl in Halle hat heute, am 30. Juni, statt gefunden. Nach einem uns zugegangenen Telegramm haben erhalten nach den bis 10 Uhr abends in Halle eingetroffenen Mittheilungen aus den einzelnen Wahlbezirken: Fritz Kunert( Sozialdemokrat) 15 320 Stimmen, Dr. Alexander Meyer( liberaler Mischmasch) 7 060 St., Werkzeughändler Kühme( zünstlerisch- antisemitisch- agrarischer Mischmasch) 3 683 Stimmen. Oberbergrath Arndt( freikonservativ) 3474 Stimmen. 24 Landbezirke stehen noch aus. Bei der Hauptwahl 1893 wurden im ersten Wahlgange Sozialdemokratisch 12 991 Stimmen Liberal • • Freikonservativ. 3ersplittert... 10 222 8735 " B 206 Um 12 Uhr 30 Minuten geht uns folgendes PrivatTelegramm zu: " " Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Juferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Druck und Verlag von May Babing in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 151. Reichstag. 117. Sigung vom 30. Juni 1896. 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths: v. Bötticher, Mieber. bing und zahlreiche Kommissaren. Gingegangen ist ein Antrag des Reichskanzlers: „ Mit Ermächtigung Sr. Majestät des Kaisers beehrt sich der Unterzeichnete, den Antrag: Zur Vertagung des Reichstages bis zum 10. November d. J. die Zustimmung zu ertheilen, zur verfassungsmäßigen Beschlußnahme vorzulegen." " Eingegangen ist folgendes Telegramm: Die zum rheinischen Juristenfest in der alten Kaiserstadt Aachen zahlreich versammelten Juristen Rheinlands sprechen dem Reichstage freudige Zustimmung aus zu dem Entschluß, das lang ersehnte, lang bedachte, einheitliche bürgerliche Recht jetzt zu verwirklichen. Struckmann."( Beifall.) Auf der Tagesordnung stehen zunächst Petitionen, die zur Berathung im Plenum ungeeignet sind. Abg. Rickert beantragt, die auf die Bäckereiverordnung und auf die Unterdrückung der Duelle bezüglichen Petitionen durch die vom Reichstage zu diesen Fragen gefaßten Beschlüsse für erledigt zu erklären. = Mittwoch, den 1. Juli 1896. W 13. Jahrg. der natio. Wunsch gehabt, daß die ganze Jagdgesetzgebung nicht in dem Kultur beruht, welche das Leben von 96-98 pCt. der Bevölkerung Entwurf aufgenommen wäre, fondern der Landesgefeßgebung beherrschen, sind nicht nur nicht einheitlich geregelt, sondern es vorbehalten geblieben wäre. Die Jagd ist in den südlichen und sind die Ausnahmegeseze aufrecht erhalten gegenüber den Bergwestlichen Provinzen etwas ganz anderes als im Norden und arbeitern, den ländlichen Arbeitern, dem Gesinde und den geOften Deutschlands. Bei uns würde man es nicht verstehen, werblichen Arbeitern. Sie haben es ausdrücklich abgelehnt, den wenn man von einem Hasenschaden sprechen wollte. Man könnte gewerblichen Arbeiter gleichzustellen den bürgerlichen Klassen in mit demselben Recht die Rennthiere in den Paragraphen ein- bezug auf den Schadenersah. Troß der geradezu schamlosen fügen. Wohin sollte das führen? In Deutschland und allen Zustände auf dem Gebiet des Rechtes der germanischen Ländern besteht eine ganz andere Richtung bezüglich ländlichen Arbeiter haben Sie es nicht über der Jagdgesetzgebung als in den romanischen Ländern. Bei uns fich vermocht, das Gefindere cht zu beseitigen. ist immer der Gesichtspunkt maßgebend gewesen, daß das Wild Ueberlebte Institutionen, wie die Fideikommisse, Vorrechte des einen wirthschaftlichen Reichthum bildet, der nicht im Verhältniß Großgrundbesitzes und der Großindustrie werden aufrecht ersteht zu dem Schaden, den es anrichtet. Daß der halten; in letzterer Beziehung der§ 95 des UnfallversicherungsAntrag Stumm's für die die Frauenrechte keinen größeren Gefeßes, das Schadenersatzrecht zu ungunsten des Arbeiters. Der Anklang im Reichstag gefunden hat, bedauere ich. Vertragsbruch der Herrschaft ist zulässig, die ländlichen Arbeiter Alle meine Freunde stimmen mit dem Abg. Stumm in dieser aber, das Gesinde, werden mit harten Vertragsstrafen belangt. Frage überein. Im Jahre 1879, als es sich um den Schutz der Sie haben sich sogar geweigert, den allgemeinen Theil des nationalen Arbeit handelte, gingen wir auch mit dem Zentrum Entwurfs auf die Gesinde- Ordnung zu übertragen: Scheinund der Erfolg war der, daß der kirchliche Frieden wieder her- einheit, keine Rechtseinheit, Einheit nur im Interesse gestellt wurde. Ich hoffe, daß auch dieses nationale Wert dazu der Bourgeoisie.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) dienen wird, die Versöhnung zwischen den Konfessionen mehr und Die Rechte hat sogar ihre Nationalitätsbehauptung damit be mehr zu festigen und die religiöfe Ueberzeugung zu respettiren. weisen zu fönnen geglaubt, daß sie erklärte, sie würde gegen ein ( Beifall.) Ich habe die sichere Erwartung, daß nach 20 Jahren Bürgerliches Gesetzbuch sein, soweit es sich gegen die Knechtung Diese Petitionen scheiden aus; die übrigen werden für un- eine Zeit, die ich nicht mehr erleben werde die deutsche der Arbeiter wende. In der Kommission war nichts mehr zu geeignet zur Berathung erklärt. Bevölkerung ungefähr mit denselben Gefühlen zurückblicken wird erreichen. Aber gerade die freisinnigen Herren, die das früher Es folgt die Wahl von drei Mitgliedern zur Reichs- Schulden- auf die jetzige Beit, wie wir jetzt zurückblicken auf den Wirr- aufrecht gehaltene Panier weggeworfen haben( Hört! hört! bei tommission. warr, den wir mit diesem Gesetz aus der Welt geschafft haben. den Sozialdemokraten), haben damit gezeigt, daß sie den nackten, Auf Vorschlag des Abg. v. Manteuffel werden durch Zuruf Ich stimme mit gutem Gewissen für das Bürgerliche Gesetzbuch krassen Klassenstandpunkt zu gunsten der Besitzenden und zu uns die Abgg. Hammacher, Prinz von Arenberg und Schall zu Mit- und hoffe, daß es dem Vaterland zum Segen gereichen wird. gunsten der Besitlosen wahrnehmen. Sie wollten 1893 die länd gliedern, die Abgg. v. Kehler, Kropatscheck und Pachnide zu stell-( Beifall bei der Reichspartei.) lichen Arbeiter den gewerblichen gleichstellen. Anträge zu vertretenden Mitgliedern der Reichs- Schuldentommission gewählt. Abg. Winterer erklärt namens der Elsaß Lothringer, daß stellen ist leicht, wenn man weiß, daß sie nicht angeIn der Generaldiskussion der dritten Berathung des sie es als Pflicht erachtet haben, an der Berathung theilzunehmen, nommen werden oder gar nicht zur Berathung kommen. Bürgerlichen Gesetzbuches erklärt es sei ihnen aber nicht möglich, bei der Schlußabstimmung für In der Kommission haben die Vertreter des Abg. Kauffmann im Namen der freifinnigen Volkspartei: das gesammte Bürgerliche Gesetzbuch zu stimmen. Es sind freisinns gegen die Aufhebung der Gesinde= Nachdem die Vorbereitungs Arbeiten zum Bürgerlichen prinzipielle Bedenken maßgebend, die sich auf das Familienrecht Ordnung gestimmt.( Hört! hört! bei den Sozialdemo Gesetzbuch Jahrzehnte in Anspruch genommen haben, beziehen; ferner bringt das Bürgerliche Gesetzbuch für fein Land traten.) Eine ganze Reihe des Zentrums stimmte dafür. lag nach unferer Meinung fein Grund vor, das so viel Abänderungen des bestehenden Rechts, wie gerade für( 3wischenruf im Zentrum: Alle!) Es sind alle gewesen? Die letzte Stadium der Berathung mit besonderer Beschleunigung und Elsaß- Lothringen. Redner erklärt, daß seine Freunde sich der beiden Herren des Freisinns haben dagegen gestimmt, und deshalb unter äußerster Anspannung der Kräfte des Hauses zu erledigen. Abstimmung enthalten werden. ist hier etwas in das Gesetz gekommen, was denjenigen die Röthe Nach Ablehnung unserer Anträge haben wir nach Möglichkeit Abg. v. Manteuffel( t.): Die Berathung der Vorlage biz der Scham auf die Wangen treiben sollte, die davon Gebrauch eine Verbesserung der Vorlage auf besonders wichtigen Gebieten zum Herbste zu verschieben, wäre wohl möglich gewesen ohne machen. Ich danke den Herren vom Freisinn, daß sie deutlich zu erlangen gesucht. Wir haben schwere Bedenken auf dem Ge- Schädigung der Vorlage. Die Zuschriften aus dem Lande be- gezeigt haben, daß auch ihre Phrase von biete der Rechtsfähigkeit der Vereine, der politischen, sozial- stätigen meine Meinung und geben zu erkennen, daß nalen Einheit da Halt macht, 100 es die wirklichen politischen und religiösen Vereine, die dem willkürlichen Er- eine gewisse Mißstimmung herrscht, daß die Berichte aus Arbeiterinteressen gilt.( Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) messen der Polizeibehörden bei Ausübung des Einspruchsrechts der Kommission nicht genügend geprüft werden konnten. Herrn v. Kardorff's Ausspruch: wir erfreuen uns an der preisgegeben sind. Es wird damit ein Ausnahmerecht Die Frist war ungemein knapp bemessen. Troß dieser Thierwelt, erinnerte auch an das Wort des Herrn v. Bethusyzu ungunsten politisch mißliebiger Vereine ftatuirt. Bedenken haben wir uns an der Berathung betheiligt. Huc von den väterlichen Ochsen. Die Herren scheinen in der Wir haben ferner erhebliche Bedenken hinsichtlich der Erschwerung Dem Herrn Staatssekretär v. Bötticher mache ich mein Kompliment, That das Thier mehr zu lieben als den Menschen, und darum der absoluten Scheidungsgründe und gegen die Gestaltung der daß er mit dem Wettergott auf gutem Fuße steht.( Heiterkeit.) haben sie aus Hasenrücksichten diesen Bruch mit den Schadens relativen Scheidungsgründe, welche dem richterlichen Ermessen Seine Versicherung, daß fühles Wetter sein würde, ist eingetroffen. erfaßprinzipien in das Gesetz gebracht. Wenn Sie die Wahl haben, einen weiten Spielraum laffen. Wir werden uns jedoch in der( Heiterkeit.) Im Jahre 1877 haben wir allerdings bis Mitte die Arbeit der Werkthätigen zu schützen, oder den Jäger dritten Lesung darauf beschränken, eine nochmalige Entscheidung Juli getagt; aber die Geffion begann damals auch erst im eventuell um sein Vergnügen beim Hafen zu bringen, des Reichstages über den wichtigsten Punkt, die Zulassung der Februar. Es hat aber nun feinen Zweck mehr, die Sache zu da erheben Sie Ihre Stimme zu gunsten Ihres lieben Geisteskrankheit als Chefcheidungsgrund herbeizuführen. Wir verzögern. Wir werden uns also an der dritten Lesung be- Freundes.( Sehr gut! bei den Soz.) Ich will damit nicht find trotz der angeführten Bedenken entschlossen, für das Bürger- theiligen. sagen: Gleich und Gleich gefellt sich gern; aber wenn man das liche Gesetzbuch als Ganzes zu stimmen( Beifall) und zwar aus Abg. Rickert( frs. Vg.).: Ich gehe nicht darauf ein, was annehmen wollte, hätten Sie sich selbst außerhalb des Bürgerfolgenden Gründen: Die Beschlüsse zweiter Lesung hin- geschehen wäre, wenn eine Vertagung eingetreten wäre. Eine lichen Gesetzbuchs stellen sollen.( Sehr richtig! bei den Soz.) fichtlich der politischen Vereine werden fich als eine Bertagung bis dahin, wo eine neue Weltanschauung durch Aber diese Konstellation ist nun einmal da, die Herren vom Frei sehr fragwürdige, zweischneidige Waffe für die Polizei- gedrungen wäre, hätte ich verstanden; aber Geseze schaffen teine finn hätten in dem Augenblick, wo sie für die Aufhebung der organe erweisen, und es wird nicht ausbleiben, daß das Weltanschauung, sondern sollen ihr Ausdruck sein. Was durch Gesindeordnung geftimmt hätten, ein absolut anderes Gesetz zu Rechtsbewußtsein des Boltes wachgerufen und, daß das Bolt an eine Vertagung auf vier oder fünf Monate gewonnen sein sollte, stande bringen können. Jetzt danke ich Ihnen als Politiker da= diese Rechtsungleichheit erinnert werden wird. Deshalb glauben das ist mir unerfindlich. Ein deutsches Vereinsgesetz halten für, daß auch Sie Ihr Herz, wiewohl es beim Hafen sehr laut wir nicht, daß jene Ausnahmebestimmungen von Dauer sein wir für unbedingt nothwendig. Es ist ein merkwürdiger gegenüber den Konservativen schlug, gegenüber der Arbeiterklasse werden. Es fällt auch start ins Gewicht, daß seitens der ver- Zustand, daß in einem Falle, wo die verbündeten Regierungen haben erkennen lassen. In der tiefften Botmäßigkeit und bündeten Regierungen eine gefeßliche Regelung der Berufsvereine mit dem Reichstage einig sind, dennoch das Vereinsnothgesetz Knechtschaft leben die Arbeiter, die wesentlich die Einheit zugefagt ist. Die Vortheile auf dem Gebiete des Familienrechts nicht zu stande kommt. Das ist beklagenswerth; deshalb müffen des Reichs geschaffen haben, ihren wesentlichen Antheil und hinsichtlich der Rechte der Frau mögen nur gering erscheinen; wir uns mit der Erklärung des Reichstanzlers begnügen. Der im Kriege getragen haben, aber bei dieser nationalen Einheitses darf aber nicht vergessen werden, daß das Privatrecht zu allen Reichskanzler hat erklärt, daß es nicht zweifelhaft sei, daß die idee müssen sie sich sagen: Für uns existirt das Dentsche Beiten sich Veränderungen gegenüber besonders zähe erwiesen hat. 12 Regierungen bereit seien, das Verbot des in Verbindung Reich nicht( Sehr gut! bei den Sozialdemokraten), für uns Ueberall find im Entwurf Reime der Weiterentwickelung vorhanden. tretens der Vereine zu beseitigen. Herr v. Bötticher hat in existirt nur die Knutenordnung, für uns nur die zum Himmel Entscheidend aber für unsere Bustimmung ist, daß hier zum ersten Aussicht geftelit, daß noch vor Ablauf des Jahrhunderts das schreienden Strafbestimmungen gegen das ländliche Gesinde. Male, so lange wir eine deutsche Geschichte haben, ein einheit Berbot unter allen Umständen beseitigt sein würde. Damit hat die( Lebhafter Widerspruch.- Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) liches deutsches Privatrecht in deutscher Sprache den Grundzügen preußische Regierung eine Verpflichtung übernommen, das Verbot zu Wenn Sie auch widersprechen, das brutale züchtigungsnach gegeben ist. Auch hinsichtlich der zahlreichen Vorbehalte beseitigen. Wenn das Verbot nicht ohne weiteres beseitigt wird, so recht besteht in der Gesinde Ordnung. In der für die Landesgesetzgebung wird sich der Drang nach Rechts- haben die verbündeten Regierungen die Verpflichtung, ihrerseits eine Kommission fanden sich nur zwei Herren vom Großgrundbesih einheit so mächtig erweisen, daß in den nächsten Jahrzehnten die Vorlage hier im Reichstag einzubringen. Bezüglich der Frauen von der Rechten, die wenigstens den minderjährigen Arbeiter Einheit auch auf diesem Gebiete gesucht werden wird. Der un- rechte haben wir bedauert, daß der Reichstag den Anträgen des und das minderjährige Gesinde ein bischen prügeln wollten. heilvolle Zwiespalt der Rechtswissenschaft zwischen romanistischer Herrn von Stumm nicht gefolgt ist. Ich glaube nicht, daß( Heiterkeit.) Damals war die Scham über die Thaten der und germanistischer Anschauung wird so allmälig überwunden eine Mehrheit dafür vorhanden war. Die Meinungen sind Herren Leift und Wehlan so start, daß die Redaktionswerden. Wir erblicken in dem Bürgerlichen Gesetzbuch nicht das noch nicht genügend geklärt. Ich habe gestern Gelegen- fommission nachher doch nicht die Bestimmung Ende, sondern den Beginn der Reform unseres gesammten heit gehabt, einer Versammlung beizuwohnen, in welcher aufzunehmen, daß allgemein jedes Büchtigungs= modernen Rechts. In diesem Sinne werden wir für den Ent- 2000 Frauen Protest erhoben haben gegen die Beschlüsse recht untersagt sein solle allen Arbeitern gegen wurf slimmen.( Beifall.) des Reichstags. Ich hätte gewünscht, daß eine größere Bahl über; sonst könnte das Ausland annehmen, alle Arbeiter Abg. v. Kardorff( Rp.): Der Ton, den die antisemitische von Kollegen der Einladung der Frauen gefolgt wäre; sie hätten würden hier geprügelt. So start ist der sittliche Tiefgrad der Breffe über diese Verhandlungen des Reichstages angeschlagen die Ueberzeugung gewonnen, daß das keine Mache war, daß es Gesinde- Ordnung, daß die Regierung selbst bat, nicht allgemein hat, veranlaßt mich, noch einmal das Wort zu nehmen. Dieser ein Fehler war, den Frauen die Waffe der Agitation in die diese Bestimmung zu fassen, damit man daraus nicht schließe, Zon erinnert lebhaft an den Ton, den der Abg. Hirschel dem Hand gedrückt zu haben. Es sind gestern herbe und scharfe wie das Gesinde würden alle Arbeiter behandelt. Gegen diese Präsidenten gegenüber in einem öffentlichen Briefe angeschlagen Worte gegen den Reichstag gefallen. Das ist erklärlich bei dem Klaffengefeßnatur fällt der kleine politische Vortheil der Ber hat. Dem gegenüber muß ich die Gründe auseinandersehen, Gefühl der Unterdrückten. Ich möchte Sie bitten, diese Frauens einheitlichung der Rechtsgebiete nicht ins Gewicht. Sie wollten weshalb meine Freunde das Gesetzbuch jetzt zum Abschluß bewegung nicht so scherzhaft aufzunehmen, wie es geschieht. ein bürgerliches Gesetzbuch schaffen im Gegensatz zum prole bringen wollen, umfomehr, weil die Presse sich auf den Rath des Einheit des Rechts ist vor allem nothwendig. Die deutsche tarischen Gesetzbuch; es soll nur, soweit Sie es nicht Fürsten Bismard beruft, die dritte Lesung bis zum Herbst zu Kulturarbeit wird dann das Biel leicht erreichen. anders machen konnten, auch auf Arbeiter Anwendung vertagen, um der Laienwelt wie der Juristenwelt nochmals Ge Abg. Stadthagen( Soz.): Wenn die Einheit des Rechts ein haben. Die Vorlage ist reaktionär, sie giebt lediglich legenheit zu einer gründlichen Prüfung des Bürgerlichen Gesetz- erstrebenswerthes Ziel, etwas Patriotisches ist, so werden Sie eine Scheineinheit. Allerdings sind Resolutionen beantragt. buchs zu geben, und weil der Name des Fürsten Bismarck in den uns nicht bestreiten tönnen, daß wir von Anfang an mit Be Was müßen uns Resolutionen? Wir haben das ja beim Nothdeutschen Gauen eine größere Anerkennung findet, als ihm der Abg. geisterung eingetreten sind für die Schaffung eines einheitlichen vereinsgesetz gesehen. Wie viele Dußende Gesetze sind nicht Bebel zuerkennen will, namentlich nachdem der Reichstag die Rechtszustandes. Keine Partei hat an den Verhandlungen so schon im Papierkorb des Bundesraths verschwunden, nachdem sie Ehrung des Fürsten Bismarck abgelehnt hat. Auch die frei intensiv gearbeitet und keine hat soviel Ursache gehabt, sich über der Reichstag angenommen hat! Hier hätte eine Klasse finnigen Blätter haben es als einen Unfug bezeichnet, das ihren Gang zu beschweren wie die sozialdemokratische. Die Ar- in Preußen aus dem Hörigkeitsverhältniß Bürgerliche Gesetzbuch jetzt zu verabschieden. Wir nehmen eine beiterpartei war in der Vorkommission garnicht vertreten, und herausgehoben werden können, in das sie durch andere Stellung ein. Ich habe es von vornherein als ein be- die Herren, die ihr Gesetzbuch gewissermaßen schon fertig hatten, den Bruch eines töniglichen Versprechens versetzt ist. denkliches Unternehmen angesehen, an diesem aus einem Guß lassen uns Monologe halten. Trotz dieser Unbilden liegt es auch im Die Arbeiter werden aber durch diese Gesezmacherei aufgearbeiteten Gesetzbuch einzelne Aenderungen zu machen, deren Interesse der Arbeiter, die Kunterbunten Zustände auf dem Rechtsgebiet geklärt werden, darum sehe ich nicht traurig in die Zukunft. Tragweite nicht zu berechnen sind, und glaubte deshalb, die Kom- zu beseitigen und eine Einheitlichkeit des Nechts zu schaffen. Es In Preußen gilt bekanntlich der Say: Wenn mission würde sich darauf beschränken, die Punkte, in denen sie ist uns nicht gelungen, dieses Gesetzbuch den wirthschaftlichen zwei dasselbe thun, ist es doch nicht dasselbe. eine Umarbeitung des Gesetzbuches wünscht, in Refolutionen Verhältnissen entsprechend zu gestalten. Ich habe schon in der Die Ungerechtigkeit ist das Prinzip der Rechtsprechung in zu fassen und diese dem Reichstag zur Genehmigung vorzulegen. ersten Lesung gesagt, es darf auf keinen Fall eine neue Fessel Preußen. Auch das Bürgerliche Gesetzbuch bleibt des todifizirte Die Kommission ist anders verfahren, aber ihre Arbeiten sind gegenüber der Arbeiterklasse als solcher eingeführt werden und es Unrecht den ausgebeuteten Klassen gegenüber. Die wirthschaftvon den Vätern des großen Gesetzbuches überwacht worden, u. a. muß eine wirkliche Einheit des Rechts geschaffen werden, diefe liche Entwickelung wird über diese papierenen Fehen hinwegvon dem hochverdienten Geheimrath Planck. Deshalb nehmen Feffeln sind aber vorhanden. Der lebenslängliche Haustnecht, geben; sie wird die Arbeiterklasse und die andere getnechtete wir besser jetzt die dritte Lesung vor als im Herbst, denn wir die Möglichkeit, bei Streits den Arbeiter an seiner persönlichen Klassen, die Frauen, hinwegschreiten lassen über solche Fezen, stehen jetzt unter dem unmittelbaren, frischen Eindruck der Kom- Freiheit zu hindern, sind ja allerdings entfernt. Hätte ein die uns hemmen sollen und die Sie als Weg der Einheit für missionsarbeiten. Zudem sind wir jetzt nach langen Berhand- einziger Arbeiter in der Vorkommission nur ein halbes Jahr das Deutsche Reich betrachten. Die Thatsache, daß lungen zu Vereinbarungen mit anderen Parteien ge- geseffen, so wären diese Bestimmungen überhaupt nicht in das Gesetz den Arbeitern gegenüber kein einheitliches Recht besteht tommen, die uns jegteinige werth volle Puntte sichern, gekommen und wir wären in der Hälfte der Zeit fertig geworden; er auf dem Gebiet des Arbeitsvertrages, beweist doch klar, daß die von andern Seiten angefochten waren. Die Andeutung in den hätte gezeigt, daß das Gesetz nichts anderes sein kann als ein Nieder- diese Einheit nur vorhanden sein soll für Sie..! Für diese Blättern, wir sollten lieber fortbleiben, um den Reichstag beschlag der wirthschaftlichen Verhältnisse, der Art der Produktion. Scheineinheit danken wir; wir werden mit schlußunfähig zu machen, ist doch nicht ernst zu nehmen. Es ist Nach der Elle gemessen, ist das Bürgerliche Gesetzbuch allerdings ein stimmen. in den Blättern der Vorwurf erhoben worden, die Berathung beffer als das bestehende Recht, ich meine die Theile, die in dem Abg. Haußmann( südd. Vp.): Die Vertreter der Parteien wäre teine gründliche, aber der Entwurf der Juristenkommission eigentlichen Bürgerlichen Gefeßbuch geregelt sind. Es fragt sich haben mit mehr oder weniger dröhnenden Hammerschlägen auf ist seit Jahren veröffentlicht und man hat sich eingehend darum aber, ob die Einheitlichkeit des Rechtes im Gesetz soweit gewahrt den Schlußstein geschlagen. Ich kann mich furz fassen. Manche gefümmert; er ist hier sogar recht ausgiebig und gründlich ver- ist, daß ich als Vertreter der Arbeiter, der Sozialdemokraten für Verbesserungen sind versäumt aus allzu großer Aengftlichkeit. handelt worden. Endlich ist in den Blättern darauf hingewiesen, das Bürgerliche Gesetzbuch und das Einführungsgesetz stimmen Ich kann nichts zurücknehmen von dem Bedauern darüber, daß der Reichstag wäre stets so schwach besetzt. Nach meiner Be- tann. Sie geben die Einheitlichkeit des Rechtes in denjenigen das Gesetzbuch in so hastiger Weise zur Verabschiedung gelangt obachtung war der Reichstag in diesen Tagen beffer be- Materien, wo Sie selbst sie gebrauchen und wo Sie nicht ohne ist, daß man mit Volldampf voraus die 2500 Paragraphen durchs fetzt, als jemals in den lezten Sessionen.( Sehr wahr!) weiteres die Arbeiter ausschließen können; aber da, wo es für gejagt hat. Dieses vielseitige Wert hätte geprüft werden sollen Ich muß auf die Gefahr hin, Ihre Heiterkeit zu erregen, noch die Arbeiter am meisten darauf ankommt, ist die Einheit aus- innerhalb und außerhalb des Hauses. Es wäre flug gewesen, einmal auf den Hasen zurückkommen. Ich hätte den dringenden geschlossen. Die Arbeitsverträge, auf denen unsere ganze durch eine möglichst umfassende Berathung der Gefahr der die Damit schließt die Generalbebatte. In der Spezialdebatte entspinnt sich die erste Erörterung beim§ 817, welcher von der Haftung für den Schaden handelt, den ein Thier anrichtet. Nach der Vorlage sollte die Haftung ausgeschlossen sein, wenn derjenige, der das Thier bält, bei deffen Beaufsichtigung die im Verkehr erforderliche Sorgfalt beobachtet hat. Diese Bestimmung ist gestrichen. Novellengefeßgebung vorzubeugen, damit erst die Enkel sammten Gesinderechts führen muß. Wenn wir dagegen dem namentliche Abstimmung beantragt und das Haus wäre beschluß sich Aenderungen anmaßen fönnten; denn hätte man Beispiel der Sozialdemokraten folgen und gegen das Gefehbuch unfähig gewesen. Wir haben angekündigt, daß wir Auszählung Das Gesetzbuch auch ohne die Generaltlaufel: salvo errore im ganzen stimmen würden, so würde auch dieser Fortschritt für beantragen würden, um die neuen Kartellparteien zur Verstärkung Irrthum vorbehalten unterzeichnen können. Meine Freunde das Gesinde verloren gehen.( Beifall.) ihrer Präsenz zu veranlassen. Die Herren sollten uns daher dantwerden einmüthig das Gesetzbuch annehmen, weil es einen Fort- Abg. Sigl( wild): Ich kann mich auf eine kurze Erklärung bar sein.( Heiterkeit) schritt in der Einheit bildet. Wir sind zu Dank verpflichtet den beschränken, die ich im Namen meiner Gesinnungsgenossen abzu- Abg. Bachem( 3.): Um ein beschlußfähiges Haus zu haben, Lebenden und den Todten, welche uns die Grundlage des Gesetzgeben habe.( Rufe: Wo denn?) Da hinten.( Heiterkeit.) hätten die Freunde des Herrn Liebermann v. Sonnenberg selber buchs geschaffen haben durch ihre Wissenschaftlichkeit. Es sollten Suprema lex regis voluntas wird ja jezt als Jnbegriff der anwesend sein sollen. Aber daran hat es gefehlt. fich alle Parteien 3rfammenfinden, damit das Wert nicht ein politischen Weisheit hingestellt, aber damit ist nicht bewiesen, daß Wichtiger als die Beschlußfähigkeit des Hauses ist Aber 100 von einzelnen Parleien begönnertes ist, sondern damit es erscheint Sie etwas Gutes gethan haben, wenn Sie dem Herrn Dr. Lieber aber der Juhalt des Gesetzbuches. waren die as ein von der ganzen Nation getragenes Werk. Wir werden und seinem Gefolge( Heiterkeit) folgen. Meine Gesinnungs- Antisemiten bei dem Wucherantrag meines Freundes Gröber? mit ja" stimmen und gern die Verantwortung übernehmen. genossen find gewohnt, ihre eigenen ehrlichen Wege zu Herr Förster und Herr Vielhaben hatten sich für die obliIch bitte den Reichstag, das Siegel zu drücken auf die Vorlage, gehen. Unsere Beit, fagte ein berühmter Preuße, ein gatorische Bivilehe ausgesprochen. In der zweiten Lesung erklärte welche enthält das Recht des künftigen Jahrhunderts.( Bu berühmter Rechtslehrer, ist nicht geeignet zum Gesetz- fich Herr straut gegen die obligatorische Zivilehe und drohte ftimmung.) machen, sie hat fein Talent dazu. Die verschiedenen mit 6 struttion. Leute, die so verfahren, tann Abg. Vielhaben( Reformp.): Die Stellung der deutsch Gesetze, die aus diesem hohen Hause schon herausgekommen sind, man nicht mehr ernsthaft nehmen. fozialen Partei dem Bürgerlichen Gesetzbuch gegenüber ist voll scheinen mir recht sehr das zu bestätigen, was der Preuße( Große Nachdem Abg. Liebermann von Sonnenberg nochmals sich ständig bekannt, wenn sie auch vielfach verkannt worden ist. Wir Heiterkeit) gesagt hat. Sie alle mit einander werden wissen, daß dagegen verwahrt hat, daß seine Freunde Obstruktion getrieben nehmen dasselbe Maß Patriotismus für uns in Anspruch, wie manches aus diesem Hause hervorgegangen ist, was nicht zum haben, wirst er dem Zentrum vor, daß dasselbe sich in erster irgendeiner hier im Haufe. Aber der Patriotismus tommt nur Gefallen des Boltes und nicht zu unserm Vortheil gewesen ist, Lesung gegen die obligatorische Bivilehe erklärt habe, jezt aber in Frage bei dem Wunsche, überhaupt ein solches Gesetzbuch zu und ich glaube, dazu wird auch das vorliegende Gesch gehören. dafür eintrete. haben, nicht bei der Ausführung selbst. Die Arbeiter, der Bauern( Abg. Hilpert: Bravo!) Ich berufe mich auf eine in stand, der Mittelstand haben ein anderes Interesse an der Ein München lebende Autorität in in juristischen Dingen, heit des Rechts als die Großindustrie, der Großhandel und das vielleicht der beste Jurist, der feinste Jurist wenigstens ist, zu dem seine Großfapital. Sie erhalten durch die Rechtseinheit Freiheit und Kollegen wallfahrten wie zu einem juristischen Orakel.( Heiterkeit.) ein lebergewicht über den Mittelstand. Herr Bachem rühmte Ja, das ist eine Thatsache.( Heiterkeit. Rufe: Wer ist er die Debatte als eine sachliche und ruhige. Wenn einer möglichst Nachdem er eine Reihe von Artifeln dieses Gefeßes gelesen und viel spricht und andere nichts erwidern, so ist die Debatte aller- einige 40 davon überhaupt nicht verstanden hatte, fagte er zu dings ruhig, aber sachlich und gründlich ist sie nicht. uns und einer Anzahl Juristen: er für seinen Theil betrachte Abg. Gamp( Rp.) bedauert diese Streichung im Interesse Abg. Frohme( Soz.): Nach§ 7 begründet derjenige feinen dieses Gesetz geradezu als ein Nationalunglück( Bewegung), es der Landwirthschaft, weil eine Schadensersaßpflicht eintritt, ohne Wohusis, der sich am Orte beständig niederläßt und nach§ 10 sei nur gemacht für die Advokaten. Ich bin fein großer Jurist daß ein Verschulden vorhanden ist. Ebenso spricht sich Geh. theilt die Ehefrau den Wohnsiz des Mannes. Ich möchte die Re-( Heiterkeit), gewiß bin ich das nicht, allein ich halte mich an Ober- Regierungsrath Struckmann aus. gierung fragen, ob mit diesen Bestimmungen der schauerliche Autoritäten dieser Art.( Heiterkeit. Zwischenrufe: Namen! Abg. von Kardorff beantragt die Wiederherstellung der Bustand des Heimathgefewesens in Bayern bes Bur Sache!) Die Advokaten stimmten ihm nicht zu. Ich habe Megierungsvorlage, wogegen die Abgg. Enneccerus und seitigt wird. Wenn in Bayern ein Nicht- Bayer einwandert, heirathet, aber Vertrauen zu diesem gefcheidten ernsten Mann, der in Gröber Widerspruch erheben, während Abg. von Buchka Kinder zeugt und unbemittelt stirbt, ohne das bayerische Staats- ganz Mitteldeutschland als solcher anerkannt ist.( Rufe: Namen!) den Antrag unterstützt. bürgerrecht erworben zu haben, so schiebt man die Hinterbliebenen Der Name gehört nicht hierher.( Heiterkeit.) Es ist eine nach der seitherigen Praxis einfach über die Grenze, nach dem Menge Worte vorgebracht worden, welche für die Güte des Heimatsort des Mannes. Wir halten die Schaffung einer Rechts- Geseyes sprachen. Es ist möglich, daß das Gesetz viele innere einheit für das Deutsche Reich für einen großen politischen Fort- Schönheiten hat, allein wir wissen nicht, wie die sich in Zukunft schritt; unsere Wünsche sind aber weit zurückgeblieben hinter dem auswachsen werden unter den Händen der Juristen, das aber, Minimum deffen, was wir beanspruchen dürfen im Interesse was mir und sehr vielen von Ihnen an diesem Gefeße nicht gedes Voltes. Ich glaube, keine Indiskretion gegen meine Kollegen fällt, genügt mir, um dasselbe zu verwerfen. Ich gehe auf das zu begehen, wenn ich bemerke, daß da allerdings Neigung Detail nicht ein.( Heiterkeit.) Und wenn schon nichts anderes bestanden hat, für das Ganze des Bürgerlichen darin enthalten wäre, so genügte mir der Punkt, daß die ZivilGesegbuchs einzutreten. Die Art aber, wie ehe stabilifirt( fest gemacht) wird für ewige Zeiten, wenigstens Abg. Haußmann: Wir haben den Antrag gestellt im man uns hier behandelt hat, hat zahlreiche so lange das Deutsche Reich besteht. Als Katholik tann ich das Interesse der bäuerlichen Besiger und um dem Reichstage Ge meinen Frattionsgenossen überzeugt, nicht so hinnehmen, meine Hand nicht dazu bieten. Legenheit zu geben, die Hasenscharte wieder auszuwegen.( Heiterdaß sowohl das Voltsinteresse wie unsere Wir katholischen Redakteure( Heiterkeit) haben seit zwei Dezennien teit.) eigene Ehre erfordert, einen ablehnenden die Zivilehe bekämpft bis zum äußersten; mancher ist dafür ein- Abg. Enneecerns theilt mit, daß zu dieser Sache Standpunkt einzunehmen. Wir haben die Freigabe gesperrt worden. Was wir zwei Jahrzehnte bekämpft haben nach eine Petition aus Handelsgärtner Kreisen eingedes Koalitionsrechts der Arbeiter unter rein wirthschaftlichen, unserer Ueberzeugung mit bestem Wissen, können wir heute nicht gangen sei. privatrechtlichen Gesichtspunkten verlangt, die Herren v. Stumm billigen. Die Blätter sagen, es sei irgend woher etwas ge Abg. Liebermann v. Sonnenberg meint, es wäre am und v. Manteuffel aber wollen der arbeitenden Klasse es nicht kommen in bezug auf dieses Gesetz, das so lautet: tolerari besten, wenn dieser Paragraph aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch gönnen, sie haben erklärt, daß sie lieber auf das ganze vielgerühmte posse. Diese Worte tönnten nur von Rom kommen, herausgeblieben wäre und den Einzelstaaten überlassen wäre. Wert verzichten werden, als daß unser Antrag angenommen werde. aber Rom desavouirt sich nicht in Sachen des Glaubens. Abg. Graf Mirbach( f.): Auch wir halten es im Grunde Die Stellung, welche der Reichstag in der Frage Das ist undentbar und deshalb muß ich das als erlogen genommen für richtiger, diesen Theil aus dem Bürgerlichen des Familienrechts, des Frauenrechts, ein- bezeichnen.( Abg. Roefice: Was geht uns Rom an?) Gesetzbuch auszuscheiden, aber wir wünschen nicht an den Be genommen hat, wird jedenfalls die Opposition Aber mich geht's an. Aus diesem prinzipiellen Grunde kann ich schlüssen zweiter Lesung zu rütteln, nicht aus Ronkurrenz gegen bes weiblichen Geschlechts gegen die jest be- nicht für das Gesetz sein. Von gewiffer Seite, von klerikaler die Majorität, sondern weil wir fürchten, ein positives stehenden Zustände verschärfen. Herr v. Stumm Seite sind uns schon so viele Versprechungen gemacht worden, Resultat nicht erreichen zu können. Prinzipiell find wir der hat sich allerdings als Vertheidiger Frauenrechte uns in Bayern speziell 1870, alle diese Prophezeihungen haben Meinung: die Wildschadenfrage steht im engsten Zusammenhang gerirt, und in der Presse ist man so geschmacklos sich als irrig und falsch erwiesen. Deshalb habe ich kein Ver- mit dem Jagdgefeß und Jagdgeseze gehören in die und naiv gewesen, zu sagen, Herr v. Stumm und trauen, und wenn uns noch mehr um den Mund gestrichen wird, Partitulargefeggebung. Herr Bebel Arm in Arm hätten für die Frauen es anzunehmen als eine große Wohlthat. Das ist gegen unsere Abg. Bachem( 3.): Im Interesse der Gegenden, welche rechte plaidirt. Herr Bebel hat unser Programm vertreten: Prinzipien, und deshalb werden wir uns nicht etwa der Ab- keinen Wildschadenersatz haben, ist die Annahme des§ 819 noth Aufhebung aller Gefeße, welche die Gleichstimmung enthalten, sondern offen und frei, ehrlich und gerade wendig. Es handelt sich nicht um eine Frage des Jagdgesetzes, stellung zwischen Mann und Weib verhindern. dagegen stimmen. sondern um den Schutz des Eigenthums. Nach einheitlicher Regelung dieser Frage sind wir in der Lage, später weiter zu bauen. 2011 Abg. Bachem( 3.) weist darauf hin, daß eine solche Be ftimmung im Gebiete des französischen Rechts ohne Schaden für die Landwirthschaft bestehe. Die Abgg. Schulz Lupiß, Schmidt Warburg, Rören und v. Dziembowsti empfehlen die Wiederherstellung der Regierungsvorlage, die auch beschlossen wird. Bu§ 819 liegt ein Antrag des Abg. Haußmann vor, den Wildschadenersas für Hasen wieder in das Gefeß aufzunehmen. Abg. Singer beantragt bei ber Wichtigkeit der Frage namentliche Abstimmung, um die Stellungnahme der Parteien flarzulegen. Der Antrag Haußmann wird mit 168 gegen 85 Stimmen abgelehnt. Enthalten haben sich die 7 anwesenden Antisemiten. Die Zusammensehung der Mehrheit war dieselbe wie bei der Abstimmung am 23. Juni. Herr v. Stumm ist lediglich eingetreten für die Besi- Abg. Stadthagen bestreitet, daß die Kommission nicht in rechte der Frauen der herrschenden Klasse. Der der Lage gewesen wäre, die Gesinde Ordnung zu regeln, höhere soziale, ethische Werth der Frauenemanzipation ist ihm gar- weil es an gesetzgeberischem Material fehlte. Es lag der Antrag nicht zum Bewußtsein gekommen.( Sehr richtig! bei den Sozialdemo- vor, den Artikel 95 des Einführungsgesehes, der die GesindeTraten.) Er will nur die Frau im Punkte des Vermögens ihrem Manne Ordnung aufrecht erhält, zu streichen. Das beantragte auch das gegenüber unabhängig machen.( Sehr gut! bei den Sozialdem.) Zentrum und das wäre auch der Weg gewesen, den der Code Die Folgezeit wird lehren, daß es nicht wohlgethan war, die civil einschlug, indem er die Gesinde- Ordnung mit einem Strich Frauenfrage in der mitunter geradezu höhnischen oder wegwerfenden aufbob. Uebrigens war dieser Punkt nicht der einzige, wo die Weise zu behandeln, wie es hier geschehen ist. Die Resolution Freifinnigen sozialpolitische Anträge befämpft haben. Der gestrigen Frauenversammlung stimmt in Punkt 1 und 2 allerdings Abg. Vielhaben bestreitet, daß er einen kapitalistischen im wesentlichen überein mit den Forderungen des Herrn v. Stumm, Antrag gestellt habe. Das Pfandrecht des Hausbesitzers ist alle übrigen Punkte begreifen auch das Interesse der Masse ein Kredit für die Arbeiter, die sonst nur noch gegen den Beschluß zweiter Lesung, wonach ein Beamter für die Ver der proletarischen Frauen in sich. Herr von Stumm wollte durch wochenweise Miethe aufgenommen und bei Nichtbezahlung auf feine Konzessionen an das weibliche Geschlecht verhindern, daß die Straße gesetzt würden. die Frauenbewegung sich zu einer gemeingefährlichen auswachse. Abg. Gröber( 3.): Herr Vielhaben hat den Beweis dafür, Aus der Resolution wird er ersehen, daß auch die Frauen daß der Mittelstand geschädigt und der Kapitalismus begünstigt der bürgerlichen Kreise anfangen, weit wird, nicht erbracht. Nach beiden Richtungen hin erwarten wir über diesen Rahmen hinauszugehen und auch den Beweis.( Zuruf des Abg. Enneccerus: Das wollen wir weitere Kreise in den Proletariertreisen ziehen wird. lieber laffen!) Herr Vielhaben war in der Rommission und hat Wie es mit der Einheitlichkeit des Rechtes steht, hat mein Freund auch Anträge geftellt, allerdings in befcheidenem Umfange. Seine Stadthagen schon gezeigt. Ein Fortschritt wird nicht gemacht, drei Anträge beziehen sich auf die Analphabeten, ein zweiter auf wenn eine Kodifikation des Unrechtes erfolgt. Neue Gerechtig- das Pfandrecht des Vermiethers und ein dritter auf die VerTeitsideen aus dem Volt heraus suchen nach Gestaltung. Das Necht des kommenden Jahrhunderts ist das Bürgerliche Gesetzbuch nicht. Es wird eine Spanne Zeit in das fommende Jahr hundert hineinreichen, aber es wird angesichts der Entwicklung nicht lange unverändert bleiben können. Bayrischer Ministerialrath v. Heller erklärt, daß die bayrische Heimathsgefeßgebung nicht berührt werde von dem Bürgerlichen Gesetzbuch. • Bum§823, betreffend die Schaden Erfahpflicht der Beamten, liegt ein Antrag des Abg. Gröber vor, legung seiner Amtspflicht bei der Entscheidung einer Rechtsfache nur dann strafbar sein soll, wenn die Pflichtverletzung mit Strafe bedroht ist, dahin zu ändern, daß statt bei der Entschei dung einer Rechtssache gesagt wird bei dem Urtheil in einer Rechtssache." Geh. Oberregierungsrath Struckmann widerspricht dem Antrag, den Abg. Stadthagen vertheidigt. Der Antrag Gröber wird angenommen. Darauf werden die§§ 824-1178 ohne Debatte erledigt. Um 6 Uhr wird die weitere Berathung bis Mittwoch " Lokales. pfändung von Schiffen. Herr Vielhaben hat das Interesse des 11 Uhr vertagt. Vorher findet die Berathung des Antrages Großkapitals vertreten.( Große Heiterfeit.) Das war der Regierung auf Vertagung des Reichstages statt; nach dem die Vertretung des Mittelstandes.( Große Heiterkeit.) Bürgerl. Gesetzbuch fommt die Frage wegen der Giltigkeit des Die Interessen des Mittelstandes haben nicht von einer einzelnen Mandates des Abg. Köhler zur Berhandlung. Partei, sondern allgemein eine Vertretung gefunden. Von Seiten der Antisemiten ist nach dieser Richtung hin nichts geschehen. Die Herren haben unrecht, wenn sie nun, nachdem ihr Agitations interesse nicht befriedigt worden ist, uns zu verdächtigen, als ob Den Lokal Kommiffionen zur Nachricht, daß die nächste Abg. Euneccerus( natl.) bestreitet, daß die Rechtseinheit wir das Interesse des Mittelstandes vernachlässigt hätten. Herr otalliste für Berlin und dessen Umgebung am 12. Juli zunächst im Interesse des Großkapitals und der Großindustrie Vielhaben hat gegen die fakultative Bivilehe gestimmt erscheint. Neuaufnahmen und Aenderungen müffen bis spätestens liege. Allerdings, wenn es nach Herrn Vielhaben gegangen wäre, und Herr Istraut dafür. Herr Doctor juris Sigl, dann wäre eine echt fapitalistische Bestimmung hineingekommen, der den Reichstag in seiner Zeitung in seiner bekannten zum 9. Juli an den Unterzeichneten eingesandt werden. Genaue denn er hat in der Kommission beantragt, das Pfandrecht des virtuosen Schimpfweise angreift, war heute zum ersten Mal ngaben der Adressen und Ortschaften ist dringend erforderlich. Alle Briefschaften und Anfragen in Lotal- Angelegenbeiten find Vermiethers auszudehnen auf die nicht pfändbaren Sachen bei der Berathung des Bürgerlichen Gesetzbuches anwesend. zu richten an Karl Scholz, Berlin S.O., Wrangelstr. 32 v. part. und auf das Handwerkzeug des Arbeiters.( Hört! links) Er hat im übrigen geschwänzt. Ich hätte gewünscht, Die Herren Antisemiten haben mit Auszählungen gedroht; selbst daß er uns seine praktischen Erfahrungen beim Eherecht mitdie Sozialdemokraten haben es nicht versucht, eine Vorlage zu getheilt hätte( Große Heiterkeit), er hätte als alter Prattitus verhindern durch Auszählungen. Da die Drohungen nicht gefruchtet haben, so sucht man das Gesetz zu verdächtigen. Aber das deutsche Volt, welches in seiner Mehrheit das Zustande kommen des Bürgerlichen Gesetzbuchs wünscht, wird sich seine Freude daran nicht vergällen lassen. Zur Lokalliste von Friedrichshagen und Umgegend ist nachzutragen: Dorf Rüdersdorf, Rademact, Schüßenhaus, Ralfs berge- Rüdersdorf Schwedomsfy, vis- à- vis der legten Dampferstation; zu empfehlen. F. Fellinger Ausspannung, Glück auf. Woltersdorfer Schleuse, Holldorf, früher Wwe. Lehmann. A. Deges brodt, Strand- Restaurant, hinterm Müggelschloß, früher Pauls. born. Die Lokalkommission. Den Mitgliedern des Wahlvereins für den dritten Berliner Reichstagswahlkreis zur Nachricht, daß am nächsten Sonntag, den 5. Juli, ein Familienausflug nach Grünau statt. findet. Treffpunkt Bormittags 10 Uhr bei Behrend, KöpnickerStraße 108, in Grünau. # Die Parteigenossen des 4. Reichstags Wahlkreises werden zum bevorstehenden Quartalswechsel auf die Parteis spedition aufmerksam gemacht und aufgefordert, an nach stehend verzeichneten Stellen den Vorwärts" und sonstige Parteiliteratur zu bestellen: Im Often beim Spediteur Robert Wengels, Fruchtstr. 30, Hof; im Süd- Osten beim Spediteur Frig Thiel, Staligerstr. 65, v. part. ( Große Heiterkeit) das Cherecht viel besser gestaltet. Herr Sigl, als Vertreter des fatholischen Ghedoginas, hat wohl feinen rechten Eindruck gemacht; er steht nicht auf dem tirchlichen Standpunkt; er ist am allerwenigsten berufen, bezüglich dieser Frage den katholischen Standpunkt zu vertreten. Er hat seine Abg. Richter( frf. Bp.): Herr Stadthagen hat uns die Schuld eigenen Wege eingeschlagen, bis die Polizei ihm zu nahe fam. beigemessen, daß das Gefinderecht im Bürgerlichen Gesetzbuch nicht Immerhin aber ist mir die Bivilehe ceteris paribus noch lieber, Aufnahme gefunden. Wir sind für die Aufhebung der partikularen als die 3uvie lehe.( Große andauernde Heiterfeit.) Gesinde Ordnungen eingetreten, weil dieselben noch vielfach die Abg. Vielhaben( Antisemit): Ich habe nicht von einer BeAnsichten fiber die Unterthänigkeit aus früheren Zeiten wieder rücksichtigung des Kapitalismus im Bürgerlichen Gesetzbuch gespiegeln. Um so lebhafter haben wir zu bedauern, daß die Re- sprochen, sondern davon, daß er ein Interesse an der schnellen gierungen bei der Vorbereitung des Bürgerlichen Gesetzbuchs in Durchberathung habe. Zu einer Formulirung von Anträgen war teinem Stadium die Einbeziehung des Gesinderechts in Aussicht nicht viel Zeit; deshalb habe ich die Vertagung beantragt. Der gestellt haben. Es haben in der Kommission alle Vorarbeiten Mittelstand hatte keine Vertretung feiner Anschauungen wie sie nach dieser Richtung hin gefehlt, sogar eine authentische Zu die Großindustrie und sogar die Landwirthe hatten. fammenstellung der geltenden Gefinderechte. Selbst wenn die Ber- Abg. Bachem( 3.): Der Vorrebner glaubt bis zum Herbst treter der verbündeten Regierungen in der Kommiffion sich auf die großen Jdeen des Mittelstandes, die er so lange in seinem das entschiedenste gegen eine Rodifikation des Gefinderechts aus- Gehirn herumwälzt, in Anträge bringen zu können. Wir haben gesprochen hätten, so war es doch aus rein äußerlichen Gründen kein Vertrauen dazu. Wenn alle Leute sich so verhalten hätten, Von der Agitation des Chriftlichen Zeitschriftenunmöglich, aus der Initiative der Kommission heraus, ein wie Herr Vielhaben, dann hätte der Mittelstand lange warten Gesindcrecht in das Bürgerliche Gesetzbuch hineinzuarbeiten. tönnen. Es sind aber andere Leute zu seinem Schutze da gewesen. Vereins. Rührend, wie das Leben und Streben des edlen Es war deshalb numöglich, dem Antrage Stadthagen Folge zu Abg. Sigt: Ich habe sachlich gesprochen, Herr Gröber hat Ritters von der Mancha, ist der Kampfesmuth mancher Frommen geben. Einige Bestimmungen über das Gesinderecht hat ja das meine Persönlichkeit angegriffen. Was er vorgebracht, hat er aus in dem troftlosen Kriege gegen die siegreich vorwärts dringende Griftlicher ZeitschriftenBürgerliche Gesetzbuch getroffen im Einführungsgesetz. Die Be- gewöhnlichen Tratschblättern, und er hat zu den bekannten Lügen Sozialdemokratie. Hier existirt ein stimmungen des Dienstvertrages sind auch für maßgebend er- noch einiges aus eigener Mache hinzugethan. Wenn Herr Gröber Verein", deffen idealer Lebenszweck darin besteht, der massenhaft flärt worden für die Gesindeordnung. Es sind einige grund- mit Steinen werfen will, so tann ich sagen: ich sige nicht im verbreiteten sozialdemokratischen Parteiliteratur mit dem matten rechtliche Bestimmungen aus der Initiative der Kommission hin- Glashause, aber die Steine tönnten auf gewiffe Herren vom Zentrum Gegengift der frommen Trattätchen den Garaus zu machen. Selbstverständlich ist diese evangelisch christliche Literatur zugefommen, namentlich ist auch der Fürsorge- Paragraph" auf zurückfallen. das Gesinberecht ausgedehnt worden. Damit ist also ein Ein- Abg. Liebermann von Sonnenberg( Reformp.): Wir haben nicht allein fromm, sondern auch vaterlandsliebend; und voll einem patriotischen bruch von Reichswegen in das partitulare Gesinderecht gesteine Obstruktionspolitik getrieben, sonst hätten wir an dem Frei- besondere Wirkung erhofft man. schaffen, ein Anfang der Reform, der zu einer Reform des ge- tag, an dem die Berathung begann, über den Antrag Richter Voltskalender" Das Vaterland" zu verspüren, der bis zu hundert " W Etück in so vielen Exemplaren als bestellt worden, gratis und gerettet wurden, während ein Herr ertrant. Die vier Infassen des Marineschauspiele empfindlich gestört wird. Selbst eine luftige portofrei an die hochverehrten Herren Landräthe ab- Bootes, drei Herren und eine Dame, schaufelten solange, bis das und von der Kritik günstig beurtheilte Gesangspoffe konnte an gesandt wird. Wie und an wen die preußischen Landräthe das Boot umschlug. Der durch Leichtsinn herbeigeführte Unfall wurde dieser Stelle ihre Anziehungskraft nicht ausüben. viele Papier vertheilen, wissen wir nicht, aber zu unserem von der Militär- Schwimmanstalt aus bemerkt und sogleich sprang denn aus dem Ausstellungsbilde ein Unternehmen, dem alle HinSchmerze müssen wir konstatiren, daß noch keiner unserer Lefer der Offizier vom Tagesdienst in voller Drillichuniform als erster gabe von feiten der Betheiligten nicht darüber hinweghelfen in der Provinz von der Existenz dieses Kalenders, geschweige in das Wasser, und sämmtliche Militärschwimmer sprangen zur fonnte, daß es in der Idee verfehlt war." In der Idee war denn von seiner sozialistentödtenden Wirkung etwas an uns Rettung nach. Ein Herr und die Dame wurden glücklich ans namentlich das preußisch- patriotische Phrasengeknatter verfehlt, berichtet hat. Es scheint auch, als ob der" Chriftliche Beit- Land gebracht, und ein Herr rettete sich selbst durch Schwimmen. das den Fremden ebenso unangenehm berühren mußte, wie der schriften Verein" felber nicht recht mit den Erfolgen Den vierten Berunglückten hatte wahrscheinlich ein Herzschlag ge- Lärm der Marineschauspiele, der sich alltäglich in die Bordieser Landagitation zufrieden ist, denn anders wäre es troffen, da er unmöglich so schnell ertrinken konnte. stellung mischte. Vom künstlerischen Standpunkt aus hat man doch nicht recht erklärlich, daß sein Vorstand sich um die Mitte des Monats Juni in fauber falligraphirtem Schreiben nicht transportes ist am Sonntag der 20jährige Maurergeselle Mar Wegen vorsätzlicher Gefährdung eines Eisenbahn- teine Ursache, das schnelle Ende des Theaters Alt- Berlin zu bedauern. allein an die Superintendenten, sondern auch an den OberVon einem Schlaganfall wurde am Montag auf der Auspräsidenten der Provinz um Beistand gewandt hat. Der Rampe aus Friedrichshagen verhaftet und in das AmtsgerichtsVereinsvorstand beehrte sich, Sr. Gycellenz eine Schrift über den gefängniß zu Köpenick eingeliefert worden. Am frühesten Morgen stellung eine in der Langenbeckstraße wohnende Frau Graf ge genannten Verein, eine Broschüre, Beitfragen, Die sozialdemokratische des Sonntag, als turz vor Eintreffen des ersten Buges auf troffen. Die Dame starb auf dem Transport nach Berlin. Preffe" nebi Prospekt, eine desgleichen, Gegenwirkung gegen die sozial- etwa 200 Meter in der Richtung nach Berlin von der Station Station Friedrichshagen die Strecke revidirt wurde, fand man demokratische Presse" und einen Kalenderprospekt zur hochgeneigten etwa 200 Meter in der Richtung nach Berlin von der Station Ansicht mit der ehrerbietigen Bitte zu überreichen, den Be- entfernt eine eichene Eisenbahnschwelle quer über den Ferngleisen strebungen des Vereins seine Theilnahme hochgeneigtest zuwenden liegend. Der von einem Gendarm ermittelte Rampe soll einzu wollen." Wie sehr erbaut von dieser Zusendung mag der gestanden haben, daß er die Schwelle„ aus Jur" auf das Geleife Oberpräsident gewesen sein, der Mann, der aus den viel gelegt habe. Versammlungen. robusteren Mitteln der Versammlungsscherereien, der Preß- Der Andreasplak vom Grünen Weg bis zur Kleinen verfolgungen, der Saalabtreibereien und der sonstigen Maß- Andreasstraße wird wegen Asphaltirung bis auf weiteres für ferate wandte sich Regge hauptsächlich an die Arbeiter und nahmen gegen unsere Partei immer noch keinen Erfolg gegen die Fuhrwerke und Reiter gesperrt. vermaledeite Sozialdemokratie hat beobachten können! bereit " Wir sind leider nicht im stande, über die Wirkung, welche die frommen Herren von solcher Tagesordnung verspürt haben, unseren Lesern näheres berichten zu können. brauche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen tagte Eine öffentliche Versammlung aller in der Kürschnerunter recht zahlreicher Betheiligung Montag Abend im Alten Schüßenhause in der Linienstraße. In seinem einleitenden ReArbeiterinnen der größeren Wertstellen. Der Redner nahm Gelegenheit, an dem Verhalten einzelner Kollegen scharfe Kritik zu hat sich am Montag Mittag die 18 jährige Tochter des Nachtschen Werkstatt vorkommende Unzuträglichkeiten statt. Im allAus dem Fenster der elterlichen Wohnung gestürzt üben. Hierauf fand eine eingehende Debatte über in der Wolfwächters Rost in Riydorf. Das Mädchen trug eine schwere Ver- gemeinen ist es üblich, daß den Arbeiterinnen in der Kürschners legung des Rückgrats und einen doppelten Armbruch davon. branche der Lohn von dem Kürschnergesellen gezahlt wird, mit Liebesgram soll das Motiv der That sein. dem zusammen fie arbeiten. Dieser Modus hat in der Wolf' Liste Nr. 10 der streikenden Privatpost- Angestellten ist verToren gegangen. Man wolle dieselbe anhalten und an das Bureau der Berliner Gewerkschafts- Kommission, Annenstr. 16, abliefern. Der" Chriftliche Zeitschriften- Verein" ist übrigens auch eitel weltlichen Dingen durchaus nicht abhold. Am 2. Juni hat er hier in Berlin eine Generalversammlung abgehalten, nachdem am Tage vorher eine Konferenz der Agenten des Bereins erfolgt war, die sich natürlich u. a. auch mit der sozial. demokratischen Presse beschäftigte. Die Generalversammlung be- Eine Frevelthat. Montag Abend um 9 Uhr wurde der schen Werkstelle zur Folge, daß die Arbeiterinnen nicht gleiche gann um neun Uhr, selbstverständlich mit einer Morgen mit Beitungsaustragen beschäftigten 10 Jahre alten Elise Löhne erhalten, Ueberstunden arbeiten und dafür verschieden, andacht. Doch stand in bestimmten Worten auf der Ein- Dammann im Hausflur des Hauses Echarrenstraße 9 a plöglich theils im Pauschal, theils nicht oder ungenügend bezahlt werden; ladung zu lesen, daß die Versammlung troß ihrer fünf auf der von hinten das Kleid emporgehoben und ihr eine etwa 7 Benti- auch über unpassende Behandlung und ungeziemende Redensarten Tagesordnung stehenden Gegenstände bereits um elf Uhr wieder meter lange Schligwunde am linken Gefäß beigebracht. Der hatten die Arbeiterinnen Klage geführt. Diese Angaben der geschlossen werde. Warum? Einigen Aufschluß über Thäter, der sich sofort entfernte und noch nicht ermittelt worden Arbeiterinnen geschahen in einer dazu anberaumten Sigung, worauf diese verhältnißmäßige Eile der frommen Männer giebt ist, soll nach Angabe des Mädchens ein halbwüchsiger junger Regge sie der Versammlung unterbreitete. Die hier in betracht vielleicht der weitere Theil des Programms: Nach Mensch gewesen sein, den sie bereits an der Expedition der kommenden Kürschnergesellen, Stolz, Sänger und Schäfer Schluß der General Versammlung erfolgt nach einer Voffischen Zeitung" in der Breitenstraße bemerkt haben will. versuchten die getadelten Vorkommnisse in Abrebe zu stellen, Frühstückspause von 11/2 bis 11/2 bis 2 Uhr die Be- Die Wunde ist nach Angabe des Arztes, der sie sofort verband, sprachen andererseits der Verfammlung furzweg das Recht ab, sichtigung des Vereinshauses; um 2 Uhr findet das gemeinsame nicht gefährlich. über das Lohnverhältniß der Arbeiterinnen zu befinden. Von den Arbeiterinnen wurden die durch Mittagessen statt. on 4 Uhr ab stehen Wagen Darlegungen Regge's Gewerbe Wiederholen Zur Bewegung der Thatsachen bestätigt. zum Besuch der Berliner Ausstellung." Auf nach Alt- Berlin! der Selbständigen in der Mützenbranche präzisirten die Bersammelten ihre Stellung durch Zustimmung zu folgen der Resolution: Die heutige Versammlung erklärt sich mit der Aus dem Polizeibericht vom 30. Juni. Am Montag Lohnbewegung der selbständigen Müßenmacher einverstanden Vormittag fchoß sich der Fahrstuhlwärter Gr. in einem Keller und verpflichtet sich, von dem Moment an, wo die Arbeits. Das Aufgebot der deutschen Bankiers. An die hiesigen seiner Wohnung eine Revolverfugel in den Kopf und wurde niederlegung erfolgt und Aussicht auf Erfolg zu erwarten ist, Bankdirektorien ist dieser Tage ein vertrauliches Schrift- lebensgefährlich verlegt in die Charitee gebracht. den Streit mit allen Mitteln zu unterstützen. Die Vertrauensst ü cf gerichtet worden, dessen Absender sich„ Geschäfts-() Aus Auf dem Hofe des Grundstückes Fruchtstraße 31 wurde die personen sind ermächtigt, sich über die Arbeitsniederlegung genau schuß zur Centenarfeier am 22. März 1897" nennt. Die Centenar 10 Jahre alte Tochter des dort wohnenden Arbeiters Filipiat zu informiren; halten sie diefelbe für günstig, so haben sie sofort ein feier foll stattfinden zum„ 100. Geburtstage Seiner Majestät dadurch getödtet, daß ein Arbeitswagen gegen einen leerstehenden Flugblatt herauszugeben, worin diejenigen Arbeit und Arbeite des hochseligen Kaiser Wilhelm des Großen", wie der Möbelwagen aufuhr und dieser das Kind derartig gegen einen rinnen, die bei Selbständigen arbeiten, welche sich nicht am Streit bes Geschäfts- Ausschuß, dem auch Herr Trojan von der National Rellerhals preßte, daß ihm der Kopf zerdrückt wurde. Die theiligen, aufgefordert werden, die Arbeit niederzulegen". Boran Beitung" angehört, mit merkwürdiger Verkennung der deutschen in der Lothringerstraße 44 wohnende Näherin Wittwe Emilie H. ging eine Erklärung Regge's, dahingehend, daß dieses Zusammen Sprachregeln schreibt. Den stockpreußischen König Wilhelm will tödtete sich in ihrer Wohnung durch Einathmen von Kohlen- gehen mit den Hausindustriellen ein letzter Versuch sei, etwas der Geschäfts- Ausschuß natürlich feiern als Begründer der oxydgas. Als ihre Tochter mittags in die Wohnung tam, konnte Einheitliches zu schaffen. Selbstverständlich sei, daß im gemein deutschen Einheit. Dies geschieht dem entwickelten Plan sie an der Mutter noch schwache Lebenszeichen erkennen, indeffen samen Kampfe mit dem Kapital alle persönlichen Unliebsam zufolge durch einen historischen Festzug, an dem sich die gesammte blieben Wiederbelebungsverfuche fruchtlos. Nachmittags wurde feiten und alles lang gehegte Grollen fonsequent zu Bürgerschaft" betheiligen soll, durch Festgottesdienst, Schulfeiern, im Landwehrkanal am Hallefchen Ufer, die Leiche eines Arbeiters schweigen habe. Er verlangte Antheilnahme der Vertrauens. öffentliche Militärkonzerte an verschiedenen Bläßen der Stadt, öffent. ans Land getrieben. Bei der Leiche wurde eine Taschenuhr und leute der Kürschner an der berathenden und beschließenden liche Speisungen gegen Marten(!) usw, usw. Um diese ein auf den Namen Klein lautendes Krankenkassenbuch gefunden. Sizung der Fünferkommission der Selbständigen, die seitens der " große patriotische Idee" zur Ausführung bringen zu können, Der beim Neubau eines Quergebäudes Roloniestraße 129 be letzteren zugesagt wurde, und machte Vorschläge zur Regelung appellirt der Geschäftsausschuß vertraulich an das nationale fchäftigte Zimmermann Schulz fiel bei der Arbeit 18 Meter tief des Unterstützungswesens; definitiver Beschluß wurde darüber Gefühl der Bankdirektorien und bittet, ihm zu diesem auf den Hof hinunter und erlitt so schwere Verlegungen, daß er nicht gefaßt. Ferner lag der Versammlung ein Schreiben der schönen Zwecke einen Betrag zur Verfügung stellen zu wollen. besinnungslos in ein Krankenhaus gebracht werden mußte. Wiener Berufskollegen vor, das die Lage der dortselbst im Auss Man wird also am 22. März nächsten Jahres eine Sedanfeier in zweiter Auflage erleben, wenn die Bankdirektorien, auf welche stande befindlichen als aussichtslos und den Streit als verloren Witterungsübersicht vom 30. Juni 1896. schildert. Bis Dienstag feien 15 Streitbrecher zu verzeichnen ge die Erbpächter der großpreußisch- deutschen Gesinnung sonst inswesen, außerdem hätten sich aus der Provinz Arbeitskräfte ge= gesammt ein heilloses Geschimpfe erheben, die Gnade haben, den funden, so daß 27 Kollegen, die sich bisher tapfer hielten, nuns Veranstaltern der Geschichte die nöthigen braunen Scheine hinzuwerfen! ausgesperrt seien. Als letzte Unterstützung derselben zirkulirte unter den Bersammelten eine Sammelliste. " Stationen. Barometer stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung WNW Windstärke ( B- 1 554248 1562 Wetter Temperatur nach Celsius ( 50 G. = 4° R.) 760 • 761 762 WNW wollig bedeckt wolkig 12 12 13 767 NW 769 NW 766 WNW 757 bedeckt wolfig wolfenlos heiter 754 DED Regen 12 13 13 20 18 768 754 NW A heiter 16 . 769 SSW wolfig wolfenlos 14 15 " • Der Herausgeber einer hiesigen Heirathszeitung in der Kommandantenstraße zieht die Behörde in einer beinahe tomisch berührenden Aufdringlichkeit in seine Reklame hinein. Der Herr nennt sein Heirathsbureau in komfortabel eingerichteten Räumlich- Swinemünde feiten", sowie fein Blatt einen unentbehrlichen Faktor für alle Hamburg diejenigen, die den Wunsch hegen, sich baldmöglichst und passend Berlin zu verheirathen. Die Müzlichkeit seines Wirkens für die Sittlichkeit, so schreibt der Herr weiter, sei seit vielen Jahren von der Behörde anerkannt worden; dadurch sei es ihm möglich gewesen, eine bedeutende Anzahl von Ehen von t. t.(?) Beamten, Offizieren, Polizei- Offizieren, Großindustriellen zu ver mitteln. Die ganze Sittlichkeit fostet, wie der Heirathsvermittler zum Schluß ankündigt, für Herren nur 20 M. und für Damen Wie der Redakteur der Heirathszeitung dazu gar nur 5 M. kommt, die Behörde als Eideshelfer für die Tugendhaftigkeit seines Geschäftsgebahrens in Anspruch zu nehmen, bedarf allerdings noch der Aufklärung. Die bevorstehende Eröffnung der Eisenbahnstation Savignyplay hat die Hausagrarier der dortigen Gegend prompt zu bedeutenden Steigerungen der Miethspreise veranlaßt. Wieder ein Beispiel, daß alle Verkehrsverbesserungen in erster Linie nicht den gewöhnlichen Sterblichen, sondern den fortgesetzt schreienden Grundbesizern zu gute kommen. Wiesbaden München Wien. Haparanda. Petersburg Cort. Aberdeen. Paris. Wetter- Prognose für Mittwoch, den 1. Juli 1896. Ein wenig wärmeres, zeitweise aufklärendes, vorwiegend trübes Wetter mit Regenfällen und frischen westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Gewerbe- Ausstellung 1896. mehr Die Freireligiöse Gemeinde war am 22. Juni zu einer Versammlung im Englischen Garten zusammenberufen. Der Bau einer Leichenhalle auf dein Friedhofe Pappel- Allee, welcher auf 4-5000 m. veranschlagt war, wurde abgelehnt, weil man diese Gelder lieber zur Agitation für die Gemeinde verwendet wissen wollte. Sodann wurde die vom Vergnügungs- Komitee für den 12. Juli nach Glienicke- Hermsdorf projektirte Partie auf= gehoben, weil das Komitee die Lokalliste unberücksichtigt ge= laffen hatte. Im Anschluß hieran faßte die Versammlung einen Beschluß dahingehend, daß Vergnügungen und Versammlungen der Gemeinde, um tein Mitglied an dem Besuch derselben zu hindern, nicht mehr in boykottirten Lokalen stattfinden dürfen; desgleichen wurde der Vorstand beauftragt, auch für die Sonntagsvorträge den am 1. April 1897 ablaufenden Vertrag des Lokales, Rosen thalerstraße 38 zu fündigen. Die Bersammlung sprach die Erwartung aus, daß im Interesse der den Vorwärts" lesendenden Mitglieder dieser nunmehr wiederumi die Sonntagsvorträge im Vereinskalender aufnehmen werde. Vermischtes. " Acht Wie die Araber in der Ausstellung Kairo behandelt berg in Böhmen berichtet. In der Baumwollspinnerei von Von einem furchtbaren Fabrikbrand wird aus Reichen wurden. Die Vorkommnisse in der Ausstellung„ Kairo" ziehen, Die Rigdorfer Kanalisationsanlage hat in letzter Beit sowie die„ B.- 3tg." berichtet, immer weitere Streise. Der Riefé Johann Liebig brach Dienstag früh gegen 8 Uhr Feuer aus. viele Mängel gezeigt, daß unser Parteigenosse Reß erau sich Hassan Ali, der am Sonnabend vom Gewerbegericht mit seiner Zahlreiche Arbeiterinnen flüchteten auf das Dach der Fabrik und veranlaßt gesehen hat, eine Besprechung der Angelegenheit in der Klage gegen die Ausstellung„ Kairo" wegen Unzuständigkeit ab- Arbeiterinnen werden vermißt, zwei Leichen sind bis jetzt auf dürften in den Flammen ihren Tod gefunden haben. Gemeindevertretung zu beantragen. gewiesen werden mußte, hat sich infolge der Behauptung der Arbeiterinnen werden vermißt, zwei Zeichen sind bis jetzt aufEin interessanter Fund wurde dieser Tage auf einem Beklagten, daß er faul und nach einem Gutachten des Arztes gefunden worden. Eine Arbeiterin fiel aus einem Dachfenster brachliegenden Terrain neben dem Brißer Kreis- Krankenhaus ge- der Gesellschaft gesund und arbeitsfähig sei, sofort von dem Kreis- und verletzte sich lebensgefährlich. Das Feuer ergriff noch zwei Wohngebäude. macht. In geringer Tiefe legte man ein altheidnisches Urnen- physitus Dr. Schulz untersuchen lassen. Dieser bescheinigte, daß feld frei, das nach Geheimrath Friedel etwa aus dem 4. Jahr- Hassan schwer trant und arbeitsunfähig ist; er ist nieren- und Ein gebildeter Geistlicher. Der Propst Anderss in Slupia hundert vor unserer Zeitrechnung stammt. Der Leichenbrand halsleidend, hat eine starke Luftröhrenentzündung, sowie start im Kreise Posen- West, derselbe, welcher vor einigen Monaten es war noch gut erhalten. In einigen der Urnen fand man kleine geschwollene Fußgelenke und flagt über Kopf und Magen- als Beleidigung bezeichnete, daß ein Lehrer einen deutschen Brief Eisen- und Broncegeräthe, anscheinend Schmuckstücke. Die am schmerzen( der Urin enthält Eiweiß), so daß er das Bett hüten an ihn geschrieben habe, hat neuerdings, wie das Posener besten erhaltenen Urnen hat der Besitzer des Terrains, Gruben- muß. Es ist festgestellt, daß der Riese gezwungen worden ist, Tagebl." berichtet, an einen anderen Lehrer folgende Postkarte befizer Körner, dem Märkischen Provinzialmuseum als Geschent das Bett zu verlassen, um sich aufrecht dem Publikum in einem gesandt: Bon verschiedenen Seiten habe ich erfahren, daß Sie überwiesen. Raume ohne genügende Bentilation zu zeigen! Die Polizei hat sich erdreiften, Ihre Nase unbefugter- und unnöthigerweise in meine Die Gemeinde Brit erhebt von den Angehörigen der im auf grund dieser Feststellungen eine Untersuchung eingeleitet. Thätigkeit als Seelsorger Herrn..... gegenüber hineinzuftecken. Auf Kreis- Krankenhaus daselbst verstorbenen Personen, welche nicht Gestern früh haben mehrere Araber eine neue Klage gegen die ähnliche Art äußert sich manchmal irgend ein Roßjunge, der sich in Briz beerdigt werden, eine sogenannte„ Auskunftsgebühr". Ausstellung Kairo eingeleitet, bei der es zur Sprache kam, daß einbildet, ihm sei alles erlaubt, was in einzelnen Fällen nur geDa aber nach dem für Britz giltigen Kirchhofsregulativ diese fast sämmtliche Araber, vom Scheich bis zum Efeljungen herab, wisse, durch ihre Stellung oder andere Eigenschaften erhabene Gebühr nur von Gemeinde- Angehörigen erhoben werden darf, unzufrieden sein sollen und sich nach ihrer sonnigen Heimath Persönlichkeiten gestattet ist. Ein Rozjunge sind Sie nicht, aber Sie kommen mir weder in der Stellung, bie ich einnehme, noch hat der Teltow'sche Kreisausschus der Gemeinde Britz empfohlen, zurückfehnen. die Auskunftsgebühr fünftig von den Angehörigen der im Kreis- Das Theater Alt- Berlin hat gestern seine letzte Vor in der Bildungsstufe oder an Alter gleich. Stecken Sie also Krankenhaus Verstorbenen nicht mehr zu erheben, zumal bavon stellung gegeben. Zu diesem schnellen Ende des Ausstellungs- Ihre Nase lieber in die Schule und lassen Sie Sachen ruhen, meist Minderbemittelte betroffen werden. Die Brißer Gemeinde- Theaters schreibt der Vorstand der Gesellschaft Theater Alt- welche Sie Ihres jugendlichen Alters und Ihrer unvollständigen vertretung ist aber wenig geneigt, auf diese Ginnahme, für die Berlin":" Wenn auch das engagirte Künstlerpersonal ohne Sie sich auf lügenhafte Weise rühmen, daß Sie mir bei der Bildung wegen nicht beurtheilen können. Früher einmal wollten Sie sich auf lügenhafte Weise rühmen, daß Sie mir bei der fie feine Gegenleistungen hat, zu verzichten und hat daher be- Verlust aus dieser Ausstellungskampagne hervorgeht, so find doch beiligen Messe bienen konnten. Niemals habe ich Ihnen die schlossen, zunächst darüber Erkundigungen einzuziehen, wie die von anderer Seite her große Summen dem Theater Alt Berlin Ehre erwiesen, heute würde ich Sie nicht einmal mit dem AufCharitee diese Angelegenheit zu behandeln pflegt. geopfert worden. Allein der Bau des Hauses hat mehr als Der Betrieb der elektrischen Bahn auf der Strecke 200 000. verschlungen. Dazu kommen für Dekorationen, trage, meine Stiefel zu pußen, beehren, seitdem Sie die Vers Ritterstraße- Dönhoffplak, der erst Montag eröffnet wurde, ist Kostüme, Waffen und Requisiten etwa 150 000 Mart; doch hat messenheit hatten, Ihren ehrwürdigen, greifen Seelsorger in infolge einer Störung in der unterirdischen Leitung gestern schon diesen fundus" Herr Baumeister Sehring für das Theater feinem eigenen Hause mit Worten gegenüber zu treten, bie fein wieder eingestellt worden. Als in der Nacht um 12 Uhr trieb einschließlich der Amortisationsquote auf den Tag rund stande ist. Glupia, 5. 6. 96. Mit gebührender Achtung X. infolge einer Störung in der unterirdischen Leitung gestern schon des Westens" käuflich erworben. Immerhin erforderte der Be- gebilbeter und wohlerzogener Mensch aussprechen würde, mit 30 Minuten der letzte Wagen von der Ausstellung her den Ueber: 2000 Mart, denen eine Durchschnittseinnahme von täglich gang von der oberirdischen zur unterirdischen Leitung paffirte, 300 Mart gegenüberstand. Als ersten und letzten Grund für Andersz." brannte, wie es heißt, vor dem Militär Arresthause in der Alle gebührende Achtung" vor diesem geistlichen Stil! Lindenstraße ein Speisekasten" aus. Die Ausbesserungsarbeiten Ausstellung nicht der Boden für ein Theater größeren Stils ift. diefen thatsächlichen Mißerfolg muß man gelten lassen, daß eine Aus Dedenburg wird berichtet: Der Finanzbeamte Dr. wurden gestern früh sogleich in Angriff genommen. Dem Bublitum fehlt die Luft und wohl auch die Sammlung das Bogdany erschoß die auf einem Spaziergange befindliche Gattin für, fich zwei Stunden hindurch einer Borstellung hinzugeben, die des Großindustriellen und Direktors der Groß- Zinkendorfer überdies noch von dem artilleristischen Gefnatter der benachbarten Buckerfabrit, Julie Lent. Darauf erschoß sich Bogbany selbst." Auf dem Plötzensee ist Montag Nachmittag ein Boot mit vier Personen getentert, wovon drei durch Militärschwimmer Aus Lüttich wird vom Dienstag berichtet: Bei einer Feuersbrunst in der Dampfmühle von La Vaux bei Nandrin sind drei Leute umgekommen; einer ist wahnsinnig geworden und mehrere find verwundet. saß nun die brave Nährmutter inmitten der Leute, die auf zufolge, mit Liebesbriefen und Billetbour förmlich überschüttet. ihre Audienz warteten, und ließ ihrem Pflegling die übliche Vornehme Damen bewarben sich um ihre Gunst, und die Fatire, Sorgfalt angedeihen; fie gab ihm die Brust, fie legte ihn welche kein Gelübde der Enthaltsamkeit geleistet zu haben scheinen, trocken zc. Das scheint nun manche Leute, die beim Minister zu thun folgten den süßen Lockungen und kehrten in der Regel mit werthhatten, verdrossen zu haben; fie flatschten über die Anwesenheit vollen Angebinden in ihre Klause zurück. Unter solchen Umständen Jufolge heftigen Gewitterfturmes wurde die Fern der pflichteifrigen Amme ini Wartefaal des Ministers und verzog es der jeweilige nicht schlafende Fakir vor, anstatt, wie es seine versprechverbindung Paris- Brüssel völlig zerstört. anlaßten den Jour" über den Fall zu sprechen. Das Blatt tragsmäßige Pflicht gewesen wäre, am Glasfarge feines schlafenden Ein politisches Ammenmärchen wird der„ Boff. 3tg." machte einige harmlose Scherze, die Barthon aber gewaltig Kollegen Wache zu halten, Abenteuern nachzugehen. Einem von aus Paris gemeldet. Der Minister des Innern Barthou hat es trumm nahm. Er will nicht, daß sein Söhnlein schon so früh ihnen, Gopal Krishna, war die Liebesgöttin besonders hold, ins bei der Presse verscherzt. Er hat keinen Scherz verstanden und politischen Preßangriffen ausgesetzt sei. Er gab also Befehl, dem angeblich eine Gräfin ihm den Antrag stellte, mit ihr auf sich dadurch ins Unrecht gesetzt. Barthou steht im Anfang der den Berichterstatter des Jour", Dreyfus, hinauszuwerfen, wenn ihr Landgut zu ziehen. Zum Andenken an die schönen Zeiten Dreißig und ist erst seit furzem verheirathet. Er hat auch schon er aufs Ministerium komme, um Nachrichten zu holen. Der Be- sollte dann das Gut sein Eigenthum werden. Der Fakir scheint einen Sprößling, einen strammen Bengel von vier oder fünf fehl wurde getreulich vollzogen. Die Folge ist natürlich, daß sich in der Rolle eines zufünftigen ungarischen Grundbesizers Monaten, und er ist auf ihn begreiflicher Weise stolz. Er Jour" jest täglich einen Spottartikel über Herrn Barthou, die außerordentlich gefallen zu haben, und die Folge war, daß er, glaubte seiner Ministerwürde nichts zu vergeben, wenn er der Amme und den Säugling bringt, und daß viele andere Blätter als er seinen Kameraden im Glassarge hätte ablösen sollen, Amme befahl, mit dem Jungen in sein Kabinet zu kommen, das für die Zeitung Partei nehmen. wieder mit einer großen Gage Erhöhung er verlangte mit er fich in den Arbeitspausen an seinem Anblick Auf die fittlichen Zustände der maßgebenden Gesell: 20 Pfund Sterling für jeden Schlaf mehr hervorrückte. Die weiden könne. Hatte er politische Persönlichkeiten zu empfangen, fchaftsschichten in Budapest werfen die Vorkommnisse, die sich Direktion wollte sich, vermuthlich infolge des mittlerweile start so ließ er die Amme mit dem Säugling hinausgehen gelegentlich des Aufenthalts der Fakire auf der Ausstellung ab- abgenommenen Interesses, hierzu nicht verstehen, worauf der Fakir und sie im Vorzimmer warten, bis er wieder allein war. Da spielen, einiges Licht. Die Orientalen wurden, der Freis. 3tg." I kurz und bündig erklärte, er werde nicht schlafen. Als Werthpapier aufzubewahren! Ich zahle keine Ladenmiethe! 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Des geringen Nicotin 94er Ernte. Im Geschmack ist sie die befte Vermittlerin zwischen gehalts wegen in sanitairer Beziehung sehr zu empfehlen. zarten cubanischen und Havana- Gewächsen, und sie entbehrt pr. 100 Std.. ... Mk. 4,50. durch die wohlgelungene Tabatcompofition jene Schärfe, die auf flotte Raucher belästigend wirkt. Niemand wird diese Gigarre bei Seite legen, ohne nach furzer Entbehrung durch ihre Vorzüge und Reize immer wieder von Nouem befiegt zu Mk. 5,00. werden. pr. 100 Єtd. Eine Rifte, 250 Stück enthaltend, franco über ganz Deutschland für. Mk. 12,50. Marke Havana- Mexico, ca. 92 cm Ig., ca. 5 cm Umfg. Bockfaçon. Während wir aus Mexicanischen Tabaken sonst träftige Cigarren zu rauchen gewöhnt sind, ist diese von einer Milde und von einem so tostbaren Aroma, daß es dem raffinirteften Raucher sowohl wie dem befähigtsten Fabrikanten ein Räthsel bleiben wird, wie es möglich ift, dieselbe für nachstehenden Preis zu verkaufen. Ihr Stich( der Raucher wird mich schon verstehen) gleicht der feinsten cubanischen Havana- Cigarre. pr. 100 Std. Mk. 4,50. Marke Havana- Mexiko ,, St. Andres I. Auslese", ca. 9 cm. lang, ca. 5 cm. Unifang, per 100 Stück Mk. 5,-. . Marke Import, Handarbeit( Metsche Breffe), ca. 11 cm Ig., ca. 5 cm Umfg., schlägt diese Cigarre vermöge ihres foftbaren Aromas, faftigen und doch milden Geschmackes eine Import cigarre, die den vierfachen Preis hat. Gine Rifte, 250 Stück Mk. 15,50. enthaltend, franco über ganz Deutschland. Marke Sarasate( Havana). Ein Gemisch von so hervorragenden Eigenschaften, das der raffinirteste Raucher nicht unter 10 Bfg. tariren wird; ca. 9%, cm Ig., ca. 5 cm Umfg. pr. 106 est. Ik. 6,50. Marke Servantes, träftige, vollwürzige Havana- Cigarre, circa 11 cm lang, 5 cm Umfg., deren Werth den sehr geringen Preis bei Weitem übertrifft. Diese Cigarre ist namentlich demjenigen au empfehlen, der sich dem Wohlgeschmack einer träftigen, vollSie ist von berauschendem würzigen Cigarre hingeben will. Aroma und kann trog ihrer Größe mit Cigarren zum doppelten Ek. 7,50. Preise verglichen werden, pr. 100 Std. • . Mk. 3,15. Marke Regenerativ- Cigarre, ca. 10%, cm Ig., ca. 5 cm Umfg. Gine Marke Ha alla, ca. 10%, cm Ig., an der Brandfläche circa Cigarre, die man dann raucht, wenn keine andere schmeckt. Mk. 3,50. bres entzückenden Aromas und Geschmacks wegen, unterftügt durch die außerordentliche Wilde, reizt diese Cigarre zum In Viele Raucher haben Abneigung gegen Manilla- Tabat, weil haliren, d. h. den Rauch zu schlucken. Früher verkaufte ich ber Geschmack desselben seiner Schwere und Schärfe wegen Augen und Gaumen belästigt. Nichts von alldem hat diese dieselbe um 20 pCt. theurer, obgleich die jetzige im Geschmack die ehemalige weitaus überragt. pr. 100 Std. Mk. 5,25. Cigarre; abweichend von der echten Manilla ist sie von der anßerordentlichsten Weichheit im Geschmack, der besten Zuver Marke Caesar Regalia, ca. 13 em Ig., ca. 5 cm Umfg. Eine lässigkeit im Brande und von töftlichem Aroma.- Insbesondere Brasil- Cigarre, worin fich rilde Würze und feinstes Aroma paart. ist diese Cigarre auch Statspielern zu empfehlen, da sie erstlich Diesen Tabak habe ich nicht weiter zu empfehlen nöthig.( Ge- Marke Calderon, Savana, Handarb.( Meßsche Presse). Decke Hawicht pr. 1000 Std. ca. 20 Pfd.) Trotz der folosjalen Größe vana- Blätter- Auslese, feinste La Cruz des Almas- u. Havana- Einl., sehr sparsam und von außerordentlich zuverlässigem Brande ist. ( in Papier verpackt) pr. 100 Std.. Mk. 5,00. wird diese Cig. sowohl in Bezug auf ihre ideale Form, wie Brand Marke Universal, ca. 11 em Ig., ca. 5 cm Umfg., Salon- u. Brome Marke Raphaëli 3, Bockfaçon, ca. 10%, em Ig., ca. 5% cm Umig. und Geschmack bei jedem Kenner den Gipfel des Wohlgeschmacks naden- Sigarre, von durchaus vorzüglichem Aroma, Brand und Ge Aus feinstem Borftenlanden u. Bahia- Felix zusammengesetzt, habe hervorrufen, außerordentlich milder Geschmack; fie parfumirt schmart. Steigert den Genuß, je mehr man davon raucht. ich die Cig. mit meinem Namen bezeichnet, weil ich in dieser jeden Salon und ist besonders nach jedem Diner zu empfehlen. per 100 Etc. Kk. 3,75. Mischung das Allerbeste zu liefern glaube. Bei voller Würze Bei letterer Marke, welche aus einer aufgelöften Cig.- Fabrik Calculation 33%, pet. verloren. Herke Extra Specialität, ca. 11 em Ig., ca. 5 cm Umfg., Torpedo ist sie mild und saftig, ohne die Respirations- Organe im Ent herrührt, geht bei der Mk. 5,25. ca. 10 cm lg., ca. 5 cm Umfg., pr. 100 Etd... Mk. 9,-. Saçon, aus den edelsten St. Felix und Ostindischen Tabaken ferntesten zu belästigen. pr. 100@td.. • . Jacques Raphaeli, Berlin, jetzt spandauer Brücke No. 2. Sämmtliche Abtheilungen meines Etabliffements find Wochentag bis 10 Uhr Abends und Sonntags während der polizeilicherseits erlaubten Stunden geöffnet. Mein Jnferat, Schuhwaaren, Garderobe, Hüte für Herren und Ruaben betreffend, fiehe Seite 4, 2. Beiblatt. Meine Offerte gilt bis zur nächsten Anzeige. Schuh- u. Stiefelfabrik S. Selbiger 8 Schaufenster Landsbergerstr. 40, Ecke Liekmannstr. 8 Schaufenster ufi. Ausnahmepreise für 1. bis 6. Juli 4,50., 5,50., 6,50 1. Herrenktiefel, genäht und genagelt, in schwarz und farbig Damenstiefel, Knopf, Bug- u. Schnürstiefel, schwarz u. farbig, elegantes Aussehen, neueste Façon, 4,-., 5, 3,50., 4, Damen- Strandschuhe aus braunem Leder, neueste Façon, elastisch auf den Füßen, Knaben-, Mädchen- und Kinderstiefel zu fabelhaft billigen Preisen. Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. M. . 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 151. voll. Boziale Uebersicht. " Mittwoch, den 1. Juli 1896. 13. Jahrg. dauerten nur einen Tag, 276 nur eine Woche und weniger. Die deshalb dahin, daß derselbe der Frau für 1896 zu ertheilen sei. Forderung einer Lohnerhöhung oder Widerstand gegen eine Lohn- Ein Leumundszeugniß des Bürgermeisters von Dirschau erklärte Ueber die Ausbeutung jugendlicher Arbeitskräfte auf herabsetzung sind auch im letzten Jahre die Hauptmotive zur das Gericht für belanglos, weil der Klägerin nicht Gelegenheit bem Laude wird dem Volt" aus Schlesien geschrieben: Arbeitsniederlegung gewesen, nämlich bei 62,47 pCt. der Aus- gegeben wurde, sich dazu zu äußern. Und Sie meinen wirklich, daß es den Kindern gut thut, draußen stände; dann kommen die Personenfragen( Wiederanstellung Ju Mittenwalde ist zwischen dem Bürgermeister Dann in der Sonnenhige sechs Stunden auf dem Felde zu arbeiten?" Gemaßregelter, Forderung der Entlassung von Arbeitern und und einigen Stadtverordneten wegen des Baues der Sekundär" Nein, nein, das schadet den Kindern garnichts!"-" Ich Aufsehern) als Streitanlässe bei 85 Ausständen. Wegen Ver- bahn nach Wusterhausen ein Krieg ausgebrochen, der bis in den möchte mich aber nicht zum Rübenverziehen dort hinstellen!" fürzung der Arbeitszeit wurde in 49 Fällen gestreift, wobei in Gerichtssaal hineingetragen wurde. In den Kreisen der StadtJa, Sie! Sie sind ja auch Herr, das ist doch etwas anderes!" 14 Fällen eine Herabsehung der Arbeitszeit von 12 auf verordneten wurde das Gerücht kolportirt, der Bürgermeister Diese Antwort flang nicht höhnisch, sondern recht salbungs- 11 Stunden, in 8 Fällen von 11 auf 10 Stunden, und in vier habe seitens des Bauunternehmers Becker in Berlin 5000 Mart - ,, Und die Kinder?"" Das find ja nur Kinder von Fällen von 12 auf 10 Stunden erreicht wurde. dafür erhalten, daß er die Zeichnung von bunderttausend Mark armen Leuten, die müssen froh sein, wenn sie sich etwas verdienen können." Ueber die jüdischen Ackerbau Kolonien in Rußland Aktien in den städtischen Kollegien durchgesetzt habe. Als UrDas ist der fast wortgetreue Inhalt eines Gespräches, theilt die jüdische Wochenschrift„ Wos- Ehod" mit, daß von den heber des Gerichts war zunächst der Stadtverordnete und die Kaiser Nikolai I. im derselbe aber das ich vor etlichen Tagen mit einem älteren Herrn über die Jahre 1844 gegründet, gegenwärtig nur noch drei bestehen, am 26. November v. J. von der Beschuldigung der Beleidigung Beschäftigung armer Arbeiterkinder durch den Großgrundbesiz die recht verarmt sind, so daß die Kolonisten die Hilfe der mangels ausreichender Beweise freigesprochen. Gestern stand der batte. Er war kein Besitzer eines Dominiums, aber diese St. Petersburger jüdischen Gesellschaft recht willkommen heißen walde vor der ersten Strastammer am Landgericht II., bem zur Stadtverordnete und Kaufmann Friedrich Riecke aus MittenMeinung findet man vielfach auch bei Großgrundbesitzern. Und würden. Und doch bekam bei der Gründung der Kolonien jeder Last gelegt wurde, die Berleumdungen des Zimmermeiſters Schulz diese Meinung, diktirt vom fraffesten Egoismus, führt zu einer Kolonist einen Landbesitz von 15-17 Deßjatinen Land zugewiesen zu den feinigen gemacht und weiter kolportirt zu haben. Doch Ausbeutung der jugendlichen Kräfte, der man nicht mehr ruhig- der Landantheil des russischen Bauern beträgt im Durch zusehen kann." = Rübenkultur zu Hause. Weite Flächen sind hier mit Zuckerrüben 25 Jahre von der Militärpflicht befreit. Das sind jedenfalls " Im Often Deutschlands, besonders in Schlesien ist die schnitt nur 31/2 Deßjatinen erhielt für zehn Jahre den Erlaß auch diesem Angeklagten ließ sich der Beweis der Schuld nicht der Grundsteuer und außerdem wurden die Kolonisten für führen, weshalb auch in diesem Falle auf Freisprechung erkannt werden mußte. bebaut. Im Frühjahr, wenn das Rübeneinzeln zu geschehen hat, äußerst günstige Bedingungen gewesen. Die Kolonisten scheinen werden die Kinder zu diesem Geschäft herangezogen. Nicht aber nur diejenigen aus den Dörfern der Herren Großgrundbesitzer. somit für den Ackerbau wenig geeignet zu sein. Meilenweit fahren die Wagen und holen Knaben und Mädchen, wie sie kommen, aus Dörfern herbei, die zu keinem Dominium gehören, deren Einwohner nur kleine Stellenbefizer sind. Die Ein Prügelpädagoge, der 51 jährige Gollaborator Hörtner an der Lateinschule in Markgröningen( Württemb.), wurde wegen Körperverlegung im Amt, begangen an zwei seiner Schüler, zu 80 M. Geldstrafe verurtheilt. Der Prügelheld kann noch von Glück sagen, so glimpflich davongekommen zu sein, denn einer der mißhandelten Schüler starb 8 Tage nach dem Vorkommuiß an Mundstarrkrampf, die Aerzte konnten aber nicht bestimmt behaupten, ob der Tod des unglücklichen Knaben mit der Mißbehaupten, ob der Tod des unglücklichen Knaben mit der Mißhandlung in Zusammenhang ſtand. Versammlungen. Gerichts- Beifung. Wagen sind mit diesen Kindern oft so vollgepfropft, daß diese Wegen rohefter Mißhandlung ihres eigenen Kindes kaum ordentlich stehen und sich gar nicht bewegen können. So war die Kutscherfrau Mathilde Sengstock, geb. Camin, durch das geht es nun eine Meile weit. Auf dem Felde angekommen, Schöffengericht zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt worden. müssen die Kinder von 1 Uhr bis 7 Uhr arbeiten. Die Sonne Dem Staatsanwalte schien diese Strafe noch zu gering und auf brennt vom Himmel heiß hernieder; im Juni hat sie seine Berufung fand eine erneute Verhandlung vor der 5. Strafschon eine ziemliche Gluth. Dann werden sie wieder die fammer am Landgericht I statt. Die Angeklagte hatte, als sie Meile heimgefahren und kommen abends um 8 Uhr daheim noch unverheirathet war, einem Kinde das Leben gegeben. Die an. Man bedenke sich nur folgende Arbeitsleistung: Früh fleine Margarethe Camin fand bei ihrer Großmutter, der Mutter Die Freie Vereinigung selbständiger Barbiere, Frivon 7 bis 11 Uhr, also 4 Stunden, Schule; dann müssen der Angeklagten, Aufnahme und verblieb dort bis zu ihrem achten seure n. f. w. hielt am 22. Juni ihre ordentliche Monatsverdie Kinder schnell nach Hause eilen, um sich einige Butterbrote Jahre. Inzwischen hatte sich die Angeklagte im Jahre 1891 mit fammlung ab. Auf der Tagesordnung stand: Bericht der Kom einzustecken, denn Mittag effen fönnen sie nicht erst, dazu giebt's ihrem jetzigen Manne verheirathet, die Pflegegelder, welche sie mission zur Ausarbeitung von Kongreßanträgen, Wahl eines feine Zeit, der Wagen wartet schon. Nun folgt eine Stunde ihrer Mutter regelmäßig regelmäßig zuzusenden versprochen hatte, Delegirten. Die von der Kommission ausgearbeiteten Anträge Fahrt, die auf den vollgepackten Wagen, in der Sommerhiße tamen immer seltener und hörten schließlich ganz auf, wurden mit kleinen Abänderungen fast alle angenommen; zum und auf den holperigen Landwegen durchaus kein Vergnügen ist. sodaß sich die alte Frau veranlaßt sah, ihrer Tochter Delegirten wurde Kollege Gründel gewählt. Danach 6 Stunden Arbeit mit fortwährend gekrümmtem Rücken zu schreiben, sie solle sich ihr Kind abholen und zu sich in der Sonnengluth, wieder eine Stunde Fahrt und nun betommen die Kinder seit früh um 1/27 Uhr das erste warme Effen in den Leib. Dies wird von Kindern im Alter von 9 bis 14 Jahren verlangt." nehmen. . 100 im Sinne mit das Eine Versammlung der Lithographeu, Steindrucker Das letztere geschah und nun begann die arme Kleine eine schreckliche Leidenszeit. Während ihr Stief- besucht war, tagte am Sonnabend im Feenpalast. Das einfür und verwandten Berufsgenossen, die von etwa 900 Personen vater sie gut behandelte, schien die eigene Mutter eine besondere leitende Referat hielt Schöpke. Der Redner besprach die im Freude daran zu finden, ihr Kind in der grausamsten Weise zu Gewerbe Herrschenden Mißstände und betonte, daß mit Hilfe der läßt sich die Forderung solcher enormen Arbeitsleistung züchtigen und zu mißhandeln. Den Mithausbewohnern war es Organisation den Fabrikanten schon manches abgerungen worden vom Standpunkte des Christenthums, ja nur der Menschlichkeit längst aufgefallen, daß die kleine Margarethe häufig mit blut sei, und daß es auch jetzt wohl gerathen wäre, die seit einem rechtfertigen? Die betreffenden Herren müssen entweder selbst es rünstigem Gesicht und beulenbedecktem Kopfe gesehen wurde, fie Jahre herrschende günstige Konjunktur auszunußen, um die Lohn nicht wissen und verstehen, welche Anforderungen sie an die hatten das Kind auch häufig in der jämmerlichsten Weise schreien und Arbeitsverhältnisse entsprechend zu bessern. Eine von der Organis jugendlichen Kräfte stellen, oder aber ihr Herz ist von der Selbst- und wimmern hören, wenn es mit der Mutter allein in der fation aufgenommene Statistik habe ergeben, daß die Arbeitszeit im sucht so zerfressen, daß an seiner Stelle nur ein leeres Gehäuse Wohnung war. Die That der Mutter, meinte der Staatsanwalt, Beruf eine sehr ungleiche und häufig recht lange sei, die sogar fizt. So läßt der Staat seine junge Generation leiblich und sei eine so außerordentlich rohe, daß die vorerkannte Strafe viel oft durch Ueberstunden noch ungebührlich verlängert werde. geiftig zu grunde richten. Denn was die Kinder bei zu gering bemessen sei, er beantragte das doppelte Strafmaß, Dem Ueberstundenunwesen fönne nur durch das Verlangen ber Arbeit und nach der Arbeit git hören und 31 6 Monate Gefängniß. Der Gerichtshof schloß sich den Aus- höherer Bezahlung gesteuert werden. Die gesetzlichen Feiertage sehen bekommen, wirkt auf die Bildung ihres Charakters führungen des Staatsanwalts an und erhöhte die Strafe auf würden nur von 29 Firmen bezahlt, von allen übrigen dagegen nicht günstig ein. Die vom Aufseher unter den 5 Monate Gefängniß. Ruaben herumgereichte Zigarre und Schnapsflasche, wie es nicht. Man müsste also darauf halten, daß auch diese Firmen Vom Gefindemarkt. Mit einer Klage des Polizeipräsidenten stritte zur Bezahlung der Feiertage angehalten würden. Angesichts an einem Orte thatfächlich vorgekommen ist, find noch das gegen die Gesindevermietherin Frau Gaehler auf Untersagung des Umstandes, daß die Akkordarbeit immer mehr um sich greife schlimmste nicht. Das muß wohl jeder einigermaßen denkende ihres Gewerbebetriebes hatte sich der 4. Senat des Ober- und die Löhne immer geringer würden, so daß Wochenlöhne von Mensch, dem nicht Selbstfucht die entgegengesetzte Meinung ein- Berwaltungsgerichts türzlich als Berufungsinstanz zu 15-18 M. gar nicht selten sind, sei die Festsetzung eines Mindest. impft, einsehen, daß die Kinder an Leib und Seele schwer ge- beschäftigen, nachdem der Bezirksausschuß bereits dem Klage- lohnes dringend geboten. Eine Verkürzung der Arbeitszeit sei schädigt werden müssen. Um so mehr muß eine Verfügung eines antrage stattgegeben hatte. Der Kläger stützte sich besonders unter anderem schon wegen der ungesunden Verhältnisse, unter schlesischen Landraths verwundern, die inhaltlich folgendes ent: darauf, daß Frau G. rechtskräftig vom Landgericht wegen Be- denen die Kollegen arbeiten müssen, höchst nothwendig. Der hält: Herr X und Herr Y( Großgrundbefizer) haben den Wunsch truges, verübt gelegentlich der Ausübung ihres Gewerbes zu Redner empfahl schließlich eine Refolution folgenden Inhalts: Die geäußert, die Kinder, die die das das Rübeneinzeln besorgen, 30 M. Geldstrafe verurtheilt worden war. Der Senat veranstaltete Versammelten sind überzeugt, daß die lange Arbeitszeit, vom Schulunterrichte befreit zu sehen. Da die Land zur Nachprüfung des fraglichen Thatbestandes und zur Untersuchung sowie die sonstigen Mißstände im Gewerbe nur wirthschaft sich jetzt in einer großen Kalamität befinde, so seien anderweitiger Behauptungen des flagenden Polizeipräsidiums Hilfe einer geschlossenen Organisation erfolgreich bekämpft werden die Pfingstferien um vierzehn Tage zu verlängern. Die Zeit solle nochmals eine weitgehende Beweiserhebung. Bezüglich der An- tönnen, und verpflichten sich, dem Verein der im graphischen an den Ernteferien abgezogen werden. Da nun die Ernteferien gabe, die Beklagte habe wiederholt Dienstmädchen ihre Papiere Gewerbe beschäftigten Arbeiter beizutreten, und eine Regelung ohnehin nur vierzehn Tage lang find, weil die Herbstferien, widerrechtlich einbehalten, sagte ein Polizei Wachtmeister aus, rer Arbeitsverhältnisse auf folgender Grundlage zu erstreben: wieder den rübenbauenden Großgrundbefizern zu Gefallen, drei daß er thatsächlich öfter habe Schuyleute zu der Gaehler ent 1. Berkürzung der Arbeit; 2. Bezahlung der gesetzlichen FeierWochen dauern, so kommen die ersteren ganz in Wegfall. senden müssen, weil von ihr Dienstbücher einbehalten worden tage; Der Lehrer ist oder, 3. Abschaffung der Ueberstunden, also gezwungen, in der heißesten waren; soweit er sich entsinne, an einem Tage sogar zweimal. noch nicht angeht, 25 pSt. Aufschlag für Ueberstunden; Zeit des Jahres zu Jahres zu unterrichten. Welche nachtheiligen Er habe dann der Frau immer sagen lassen, daß sie dazu nicht 4. Festlegung eines Mindestlohns. Verschiedene Diskussions Wirkungen das auf die Gesundheit und den Unter- berechtigt wäre, da ja dadurch den Mädchen die Möglichkeit redner sprachen sich richt ausüben muß, im allgemeinen des läßt sich sehr leicht denken. Eine genommen würde, sich anderweitig nach einer Stellung Referenten aus. eigenthümliche Beleuchtung erhält obige Verfügung durch eine umzuthun. Ein Schuhmann, der eine Dienstsuchende wegen des segung eines Mindestlohnes für nicht empfehlenswerth hingestellt, Nur von einem Redner wurde die Fest andere, von demselben Landrath erlaffene, die ausführt, daß die Buches zu Frau G. begleitet hatte, habe ihm gemeldet, die G. weil die Arbeitsleistungen sehr verschieden seien. Die vorstehende Kinder zum Auskehren der Schultlassen nicht mehr dürfen hätte in feiner Gegenwart das Mädchen freches Frauenzimmer" Resolution fand einstimmige Annahme. Eine lange Debatte benutzt werden, weil dies die Gesundheit der Kinder schwer geschimpft. Rechtsanwalt Leopold Meier, der Vertreter der Be- wurde darüber gepflogen, ob man schon jetzt mit der Sammlung schädige." flagten, findet es sehr erklärlich, daß sich die Gesinde eines Streiffonds beginnen solle. Einige Redner sprachen sich Glaubt das chriftlich- soziale Blatt aber wohl, daß solche vermietherinnen durch Berwahrung des Buches davor zu schützen gegen jede Sammlung aus; sie hielten die Begeisterung allein für schauberhafte Bustände durch die Milch- und Wasser- Reformen der suchen, daß die Mädchen irgendwo anders in Stellung treten, ausreichend, um einen eventuellen Streit zu gewinnen. Endlich christlich- sozialen Pastoren, die nicht mehr politifiren" dürfen, nachdem sie selbst sich um beren Unterbringung unter Aufwand wurde beschloffen, einen Streitfonds zu sammeln und mit der Ausgehoben werden können? Da hilft nur die sozialdemokratische von Kosten sehr bemüht haben. Der Anwalt Radikaltur. will führung der weiteren Schritte in dieser Angelegenheit das Bureau der durch Bernehmung eines Sachverständigen den Be Bersammlung zu beauftragen. Hierauf berichtete Schöpte, weis erbringen, daß die Mädchen die Vermietherinnen oft daß bei der Firma Luze u. Komp. in Friedrichsberg am 20. Juni auf jene Weise um den wohlverdienten Lohn bringen. 21 Kollegen gemaßregelt wurden; es sei dem Redner jedoch ge Der Senat ging aber auf diese Frage nicht weiter ein, sondern lungen, eine Einigung zwischen Prinzipal und Arbeitern herbeierachtete den erwähnten Betrugsfall für so schwerwiegend, daß zuführen, und könnten die betreffenden am Montag wieder anschon um seinetwillen allein die Untersagung des Gewerbe- fangen bis auf einen, der aber anderweitig untergebracht werden In Tuttlingen( Württemberg) haben die bürgerlichen betriebes gerechtfertigt sei. Das Gericht hielt bezüglich desselben würde. Nach längerer Debatte erklärte die Versammlung diese Kollegien das Gesuch der vereinigten Gewerkschaften um Errich für erwiesen, daß Frau G. einen Kunden durch die wissentlich Angelegenheit für erledigt. Zum Schluß wurden folgende Kantung eines städtischen Arbeitsamts vorerst abschlägig be- falsche Vorspiegelung zum Engagement eines Mädchens bewogen didaten für die Gewerbegerichts Wahlen aufgestellt: Präger schieden. Zuttlingen ist dieselbe Stadt, in welcher sich vor habe, dieses komme direkt von seinen Eltern, welche die Papiere Bräutigam, Steindrucker Müller, Formstecher Gäbide, einigen Wochen die Arbeiterbeisiger des Gewerbegerichts über den ihrer Tochter erft herausgeben wollten, wenn sie einen Dienst Lithograph Hildebrandt. Borsigenden wegen parteiischer Geschäftsführung beim Landgericht habe. Frau G. wußte nach Annahme des Senats zum mindesten, beschwerten. daß jenes, thatsächlich seinem früheren Dienstherrn ent- der bürgerlichen Frauenrechtsbewegung einberufen war, tagte am Eine Frauenversammlung, die von den Vertreterinuen In Döbeln( Sachsen) siegte bei der am Sonnabend statt- laufene" Mädchen von einer Herrschaft ohne Papiere Montag Abend in den Räumen des Ronzerthauses in der gefundenen Ergänzungswahl zum Gewerbe- Schied 3 gekommen war, nicht aber von den Eltern. Leipzigerstraße. Etwa 2000 Personen waren anwesend, und gericht die von sozialdemokratischer Seite aufgestellte Lifte Versagung eines Wandergewerbescheins. Der Handels- zwar zumeist Damen, die dem Anschein nach den bürgerlichen mit großer Majorität. frau Timmler, welche 18 Jahre lang anstandslos den Wander- Kreisen angehörten, dazwischen zeigten sich wenige Männer. Zu den sozialen Kämpfen in der Schweiz schreibt unser gewerbeschein erhalten hatte, wurde die Ertheilung desselben für Zweck der Versammlung war, Proteft zu erheben gegen die in 3üricher Korrespondent: Der Boytott über das Jahr 1896 vom Bezirksausschuß zu Danzig unter Berufung zweiter Lesung des Bürgerlichen Gesebuch es gefaßten schweizerischen Zabat. und Zigarrenfabri- auf§ 57 Abs. 3 der Gewerbe- Ordnung versagt. Die wieder Beschlüsse des Reichstages bezüglich des Ehe und tanten, den die organisirte Arbeiterschaft über sie verhängte. holte Bestrafung wegen Gewerbevergehen innerhalb der letzten Familienrechts. Als Rednerinnen traten eine ganze Reihe tanten, den die organisirte Arbeiterschaft über sie verhängte. 3 Jahre, von welcher das Gesetz u. a. das Recht zur Verfagung bekannter, in der bürgerlichen Frauenbewegung stehender Damen Das unmöglich" der Herren gegenüber den Forderungen der des Scheines abhängig macht, sah die Verwaltungsbehörde in auf. Frau Kauer, Frau Schwerin, Frau Morgen Arbeiter auf eine Zulage von 30 Centimes für französische Façon einer zweimaligen Verurtheilung der Antragstellerin gegeben. stern, Frau Dr. Tiburtius, Frau Bieber Böhm, per Tausend und 50 Centimes auf deutsche Façons hat sich nun in ein möglich umgewandelt und die Herren haben bewilligt, In dem einen Falle waren ihr 96 M. Buße zudiktirt worden, Fräulein Anita Augspurg aus München, Fräulein Marie weil sie auf einem nachdem sie vor Monaten prozig jede weitere Unterhandlung mit Markte zu Neustadt ihr Gewerbe Stritt aus Dresden und andere Damen besprachen nachden Arbeitern abgelehnt hatten. ausgeübt hatte, als sie sich noch nicht im Besize einander die unwürdige Stellung, welche das Bürgers des neuen Wandergewerbescheines befand. Obgleich Frau liche Gesetzbuch den Frauen anweise; fie wiesen darauf hin, Streiks in Frankreich im Jahre 1895. Jn Frankreich Timmler denselben rechtzeitig nachgesucht und ihn später daß die neuen Bestimmungen in mancher Hinsicht eine fanden nach einer amtlichen Statistit im Jahre 1895 405 Streits auch erhalten hatte, fand das Schöffengericht darin ein Schmälerung der Frauenrechte gegenüber den bisherigen Gesezen statt, die 45 801 Streifende( 35 787 Männer, 8331 Frauen und unbefugtes Haußiren. Die zweite Bestrafung mit 15 Mart hatte bedeuten. Sie forderten für die Frauen volle Erwerbsfreiheit, 1683 junge Leute) aus 1258 Etablissements( darunter 35 Aktien sich Frau Timmler dadurch zugezogen, daß sie einer guten Be- das Recht, die Vormundschaft auszuüben, die Gütertrennung in gesellschaften mit 9669 Streifenden) betrafen. Von 403 Streits tannien gestattete, ihr bei Ausübung ihres Gewerbes ganz vor der Ehe, sowie Erleichterung der Ehescheidung. Mehrere der ist das Ergebniß festgestellt: 28,81 pet. endeten mit dem Erfolg übergehend ein bischen behilflich zu sein. Es wurde ihr das an- Rednerinnen verurtheilten entschieden das Verhalten der Herren der Arbeiter, 29,03 pt. mit einem Vergleich und 46,16 pet. gerechnet als Mitführung einer zweiten Person ohne besondere von der Majorität des Reichstages, die dem Wohl der Hasen gingen verloren. Die größte Zahl der Streits betraf ein Glas Erlaubniß". Das Ober- Verwaltungsgericht hielt diese beiden mehr Zeit und Interesse gewidmet hätten, als den Rechten der blissement allein, 30 betrafen 2-5 Gtablissements, 20 umfaßten die Thatsachen nicht für so schwerwiegend, daß man um ihretwillen deutschen Frau. Andererseits wurde betont, daß die Frauen Arbeiter von 6-10 Anlagen, 27 diejenigen von 11-25 und 8 einer Person, die 18 Jahre lang das Gewerbe ausgeübt habe, durch die Beeinträchtigung ihrer Rechte ermuntert würden, mit dehnten sich gleichzeitig auf 26-30 Anlagen aus. 194 Ausstände den Wandergewerbeschein vorenthalten dürfe, und es erkannte doppelter Kraft für ihre Interessen einzutreten und dahin zu Für die Errichtung eines Gewerbegerichts hat sich der Gemeinderath in Kostheim bei Mainz ausgesprochen und bereits die zur Errichtung nothwendige Genehmigung der Verwaltungsbehörde nachgesucht. die " wirken, daß der in zwei Jahren zu wählende Reichstag anders| Bestimmungen dieses Gesetzbuches zu bekämpfen und alles aufzu- I wickelung des Sozialismus und der politischen Barteten Deutschlands) Herr zusammengesetzt sei, wie der gegenwärtige, welcher dem Frauen- bieten, um die Forderungen in bezug auf Gerechtigkeit in Staat recht eine Niederlage bereitet habe. Aber noch eine solche Nieder- und Gesellschaft zu verwirklichen. lage und wir haben gesiegt!" Während der Versammlung liefen eine große Zahl von Be grüßungs- und Zustimmungs- Telegrammen ein von Frauen aus Hannover, Dresden, Frankfurt a. M., Mainz, Wiesbaden; aus München waren mehrere Buſchriften eingegangen, darunter eine von der Frau Ober- Bürgermeisterin, eine andere vom Verein der Künstlerinnen, von Frau von Wolzogen und anderen. Ferner famen Telegramme zur Verlesung aus Konstanz, Paris und ein folches aus Zürich vom Verein deutscher Studentinnen, die im Waterlande feinen Platz gefunden haben. um zu studiren". " Diese Resolution soll dem Reichstage noch vor Beginn der dritten Lesung des Bürgerlichen Gesetzbuches zugestellt werden. Die sozialdemokratischen Männer und Frauen werden nach unserer Meinung nicht allzuviel Wärme von dem Flackerseuer in sich aufnehmen können, das in dieser Versammlung emporgeloht ist. Sie wissen, daß der lebhafte Gefühlsausbruch der bürgerlichen Damen sofort einem verlegenen und betretenen Schweigen Blah machen würde, wenn man z. B. Frau Lina Morgenstern oder die Ober- Bürgermeisterin von München früge, warum sie sich denn nicht der einzigen politischen Partei, die konsequent und ehrlich die Rechte der Frauen vertritt, der Sozialdemokratie, anschließen. Zum Schlusse gelangte eine Resolution einstimmig zur Annahme, welche fonstatirt, daß der Reichstag in der zweiten Lesung des Bürgerlichen Gesetzbuches die Forderungen der Frau in bezug auf rechtliche Gleichstellung beider Geschlechter in den wesent lichsten Dingen unberücksichtigt gelassen hat, und daß die Ver- oft schule, Waldemarstraße 14: Geschichte.( Neuere Geschichte von der Arbeiter- Bildungsschule. Mittwoch Abend von 9-10% Uhr: Südsammelten demgegenüber erklären, die harten und ungerechten I Reformation bis zur Gegenwart mit besonderer Berücksichtigung der EntFür denJuhalt der Juserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, den 1. Juli. Nenes Opern Theater.( Kroll.) : Der Freischütz. Apollo- Theater und Konzert- Garten Friedrichstraße 218. Dir. J. Glück. Bollständig neues Programm. 30 Kunstkräfte 1.Ranges. Nur noch bis 4. Juli: Deutſches Theater. Comteſſe Guder. Die Spree- Amazone. Leffing Theater. Das Modell. Berliner Theater. Fiddice u. Sohn. Schiller- Theater. Bergnügte Flitter wochen. Henes Theater. Das Damenduell. Hierauf: Das Frauenbataillou. National- Theater. Die Reife durch die Gewerbe- Ausstellung. Residenz- Theater. Der Stellvertreter. Vorher: Erlauben Sie Madame! Adolph Ernst- Theater. Das flotte Berlin. Clemenceau. 7 Kaffeueröffnung 6 Uhr. Konzert Uhr. Anf. der Vorstell. 8 Uhr. Sonntag, den 5. Juli 1896: Mit vollständig neuer Ausstattung Nen rinstudirt!! des neunzehnten Jahrhunderts. Auffaylehre.) Herr Heinrich Schulz. Die Dr. C. Pinn. Nordschule, Müllerstraße 179 a: Deutsch.( Bit.ratur Schulräume sind zur Benutzung der Bibliothek und des reichhaltigen Zettschriftenmaterials schon von 8 Uhr an geöffnet. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Vorsigender Ad. Neuan Friedrich Kortum, Manteuffelftr. 49, v. 2 Tr. mann, Basewalterſtr. 3. Alle Aenderungen im Bereinskalender ſind zu richten Arbeiter- Raucherbund Berlins und Umgegend. Aenderungen im Vereinstalender find zu richten an Otto Schulz, Kotibuferdamm 72. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. ate Buschriften, den Bund betreffend sind zu richten an: Hermanu abn, Schönhauser Allee 177 c. in Deutschland( Eingeschriebene Hilfskaffe in Offenbach a. M.) Verwaltung Zentral- Kranken- und Begräbnißkaffe für Frauen und Mädchen Berlin I. Heute abends 8 Uhr: Außerordentliche Hauptversammlung in Rautenberg's Festfäle, Oranienstraße 180. Tagesordnung: Wahl eines Vertrauensarztes. Neuwahl der Ortsverwaltung. Rassenangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Heute, abends 8 Uhr: Versammlung im Vereinslotal Kommandanten Garten", Kommandantenstraße 10-11. Allen Freunden, Bekannten und Hohe Belohnung Reichshallen- Garten olleen ie traurige Nachricht, daß sichere demjenigen zu, welcher mir den Leipziger Straße, am Dönhoffsplatz. mein lieber, guter Mann, der In- Verbreiter der über mich zirkulirenden Leipziger Straße, am Dönhoffsplay. strumentenmacher Robert Barth unwahrheiten so nachweist, daß ich Täglich am 29. Juni, nachm. 4 Uhr, plöglich denselben gerichtlich belangen kann. = Norddeutsche Sänger ungeheuerer Erfolg der Ulk- Parodie" Alle fünf Barrisons Hoffmann mit: ,, Wer weiss, ob wir uns wiedersehn." Anfang Sonntags 7 Uhr, Wochentags 8 Uhr. Entree 30 Pf. Refervirter Pl. 50 Bf. Wird Sonntags wegen Regenwetter im Saal gespielt, beträgt das Entree Ein Abenteuer im Harem. burchweg 50 f. Burleske in 1 Aft von Mannstädt. Musik von Lincke. Selle- Alliance- Theater. Der Fall Alt- Berlin. Friedrich- Wilhelmstädt. Konzert- Bei günstiger Witterung nachmittags park. Spezialitäten- Borstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Vorftellung. Baufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Direttion: Max Samst. Volksvorstellung zu bedeutend ermässigten Preisen. Heute: 4, 6 und 8 Uhr: Drei grosse historische Umzüge. Altdeutsches Musikkorps. Kapellmstr. Streller. Nur turze Zeit: Erste Wiener Kapelle à la Strauss: Kapellmeister Fischer. Süddeutsches Doppel- Quartett Alemannia". " Eintritt: 25 Pfg. Donnerstag bis 6 Uhr später 25 Pf. 50 Pf., Die Reise durch die Passage- Panopticum. Gewerbe Ausstellung. National- Theatergarten. Großro Konzert. Spezialitäten. Theaterstücke. Großes Kinder- Freudenfest. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Mittwoch, abends 8 Uhr: Vergnügte Flitterwochen. 42 wilde Weiber aus Urania. Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt. ab. Eintritt 50 Pf. Wissenschaftl. Theater abends 8 Uhr. Invalidenstr. 57/62, Lehrt. Stadtbahnh. abends ab. Eintritt 50 Pf. Sternwarte täglich geöffnet v. 7 Uhr Näheres die Tagesanschläge. gestorben ist. Die Beerdigung findet 24776* Fri Wesenberg, Deſtillateur. am 2. Juli, nachm. 1/25 Uhr, von der Leichenhalle tes Emmaus- Kirchhofes aus statt. Die tieftrauernde Wittwe Marie Barth, geb. Widowsti. Danksagung. Allen Freunden, Kollegen und Be fannten, namentlich der Ortsverwaltung der Zentral- Kranken- und Sterbefaffe der Tischler für die Kranzspende bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres Vaters und Bruders, des Bauanschlägers Franz Schmidt, fagen wir unsern besten Dank. Herm. Ramlow's Weiss- u. Bairisch- Bierlokal. Zwei renovirte Regelbahnen. 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Wahl einer Statuten kommission. 216/ 15* Zu zahlreichem Besuch fordern auf Die Vertrauenspersonen. Achtung! Maurer. Achtung! Donnerstag, den 2. Juli, abends 8%, Uhr, im Lokale des Herrn Hoffmann( Engl. Garten), Alexanderstr. 270: Ordentliche Mitglieder- Versammlung e Deffentliche: RadfahrerBerfamminng 1996, am Donnerstag, den 2. Juli 1896, abends 81/2 Uhr, im Restaurant von Wilke, Andreasstr. 26. Zages- Ordnung: des Vereins zur Wahrung der Interessen der Maurer 1. Abrechnung und Wahl des VerBerlins und Umgegend. Tagesordnung: 1. Welche Pflichten haben die Mitglieder dem Verein gegenüber? 2. Diskussion. 3. Abrechnung des Kassirers vom zweiten Quartal 1896 und Bericht der Revisoren. 4. Bericht der Bibliothekare. 5. Erfah trauensmannes. 2. Verschiedenes. 266/2 Zur Deckung der Unkosten Tellersammlung. Der Vertrauensmann. wahl eines Reviſors und zweier Ausschußmitglieder. 6. Vereinsangelegenheiten. Zum Selbstftudium! Die Mitglieder sind verpflichtet, in dieser Versammlung zu erscheinen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Mitgliedsbuch legitimirt.n 130/4 Der Vorstand. Verein der graphischen Arbeiter u. Arbeiterinnen Deutschlands Bertmeister: Monteur, Borarbeiter und Donnerstag, den 2. Juli, abends 8 Uhr: ohne alle Vorkenntnisse! Der Polier; Baugewerksmeister; Tiefbautechniker; Maschinenkonstrukteur; Maschinist; sowie alle Elektrotechnischen Werke liefert nach jeder Stadtgegend 2469b* B. Chemigraphen- Mitglieder Versammlung. Simonssohn's im Lokale des Herrn Zubeil, Lindenstraße 106. Lages Ordnung: Buchhandlung, 1. Bortrag des Genoffen Hansen. 2. Diskussion. B. Abrechnung Berlin N., Jnualiden- Straße 138. vom 2. Quartal. 4. Stellungnahme zum graphischen Kartell. 4. Berein Für Landpartien und angelegenheiten. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 102/19 Die Verwaltung. Tabakarbeiter und-Arbeiterinnen! Donnerstag, den 2. Juli, abends 8½ Uhr, im Saale des alten Schützenhauses, Linienstraße 5: Sommerfeste empfehlen wir in großer Auswahl: Stocklaternen, Lampions, Fahnen, Papier- Mühen, Papier- Schärpen, RadanGroße öffentliche Versammlung Flöten, sowie Berloofungsgegenft. 188/6 Tages Ordnung: H Antrag des Vorstandes: den Streik für beendet zu erklären. Die Lohnkommission der Tabakarbeiter. Neue Welt, Hasenhaide. Jeden Mittwoch: Großes Kinderfest mit Gratisverloofung, Marionetten- Theater u. Kinderbelußigungen aller Art. Entree 15 Pf. Vorverkauf 10 Pf. -Anfang 4 Uhr. Jeden Donnerstag: Monstre- Gala- Feuerwerk 5388L* und Spezialitäten- Vorstellung. Anfang 5 Uhr. Schweizer Garten Am Königsthor. Am Friedrichshain. Mittwody, den 1. Juli: 1. Kinderfreuden- und Familienfest. Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Moderne Birkusmenschen. Große Posse mit Gesang in 4 Abtheilungen. Im Cagle: Ball. Bolksbelustigungen. Kinder- Fackelpolonaise. Anfang 5 Uhr. Warenhaus E ed Entree 30 Pf. # 20.a dodacati Neu! 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Dieser Factor wird bei der Größe meines Umsatzes noch billiger wie bisher und bedeutend billiger wie meine Cqucurrenz zu einem der ersten emporgeschwungen, wird sich nun unter den obwaltenden Umständen in meinem eigenen Hause in Mit billigen Preisen concurrire ich nicht ich liefere nur das Beste für billigste Preise, wofür ich garantire. Schuhwaaren zu bei mir. noch nie dagewesenen billigen Preisen unter sicherster Garantie für beste Haltbarkeit durch Garantiescheine, die Jedermann beim Einkauf erhält, für auswärtige Käufer genügt die empfangene Rechnung. Die mit einem bezeichneten Artikel sind ausnahmsweise theils mit Factiszuthaten in der Einlage hergestellt, da sie sonst ihren Zweck- sehr leicht zu sein nicht erfüllen würden. Diese Artikel sind als solche auch die reellsten und werden nicht anders in den Handel gebracht. Es lebt im Publikum die Anschauung, daß jene Einlage, die sich in Schuhwaaren zwischen Sohle und Brandsohle befindet, minderwerthig ist, sobald sie aus Spahn und nicht aus Leder besteht. Diese Ansicht ist eine irrige. Die Spahneinlage ist um mehr als das Vierfache theurer als das Leder, welches man hierfür zu verwenden pflegt. Spahneinlage ist nicht nur leichter, sondern auch in sanitärer Hinsicht mehr zu empfehlen als Leder. Auf die Haltbarkeit übt die Einlage feinen Einfluß aus. gegen Nachnahme oder vorherige Einsendung des Betrages. Porto trägt der Besteller. Von 15 Mt. an versende franco auf meine Kosten, wenn Käufer sich auf diese Zeitung bezieht. Nichtconvenirendes nehme im Originalzustand zurück, jedoch tritt letterer Fall deshalb nicht ein, weil jeder Nachbar, welcher der Stiefel ansichtig wird, dieselben auch mit gutem Nugen dankbar behält. Das Maß bitte durch Versenten eines genau passenden 9 Stabes in den getragenen Stiefel festzustellen und in Centimetern anzugeben und ob Spanne hoch oder niedrig. Für Gummischuhe, obgleich zu den besten Fabrikaten gehörend, übernehme feine Garantie. | Versand von Schuhwaaren, Herren- Fußbekleidung!| Prima Kalbleder- Besatz- Zugstiefel mit zartem Ralb- Blacé- Gin- Zugstiefel von feinem Wildroßleder, angenehmftes Tragen, wundersay, aufgesetzter, durchlochter Querkappe, tadellose Handarbeit, in verschiedenen Formen Mk. 9,50. Glatte Rossleder- Halbschuhe mit zwei Seiten- Gummizügen, fräftige durchgenähte Sohlen, mit Keil, Lederkappen, Leder: Ia Karlsbader Kalbleder- Zugstiefel mit zwischengelegter Doppel brandsohle, Lederfutter, sowohl als Haus-, Turn- und Straßen- sohle, vornehmste Façon- Handarbeit. Rühmlichst bekanntes schuhe geeignet Fabrikat Mk. 11,25. 2,40. Mk. 3,40. voller Sig, sehr hoch im Zuge, mit Herzblatt oder Vordernaht und Lackzierkappe Mk. 6,90. 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