BERLIN Freitag 13. November 1931 10 Pf. Nr. 534 B 267 48, Jahrgang Lrsch«i»ttislich avßerSo-llt-gs. Z»«I«ch UfeenbaujgtlK.Vorwärts'. Be»»«i»rels för i>«ide ilxsgtsril Sö Vf. pro Wochc, Z,K0 SR.»to SRonat (Sarcn 95 Pf. moxstli» für ZostcRoxz in« Hans) im voraus »ahlfar. P o Ii»» I» a 4,32 M.«»schließlich 60 Pf. Postjcilung«- ond 72 Pf. Postbcstrllzebührrn. A»,ei«-»»r«is: Tic rinspallige Ronvarrillcieilr 50 Pf., RcNamc�ilc OS». Ermäßigungen nach Tarif. P» st sch echko n l o: Dorwärts-Verla«» m.b.H., Berlin vir. 37 536.- Tor Vcrlug trhält sich das Recht der Ablehnung nicht genehmer Anjeigen oor' Redaktiv» und Expedition: Berlin EW68, Hlnde.-.str. 3 Fernsprecher: Dönhoff(AT) 202-207. # Severins über putschgefahren Warnung vor Panikstimmung- Die Polizei bleibt verfassungstreu! Der Verliaer Korrefpoadcnk des sozialdemskrattschen Zenlralorgans v»n Holland„Het Volk" in Amsterdam wurde auf fem Ersuchen von dem preußischen Minister des Innern, Genossen S e o e r i n g. empfangen, um sich mit ihm über die innerpoliiische Situation im größten Lande Deutschland» zu unterhatten. In dieser Unterredung, die ausging von dem kürzlich für ganz Preußen erlassenen verbot der Versammlungen unter freiem Himmel und der Umzüge. führte Minister S e v e r i n g u. a. aus: „Es wäre falsch, das jetzt erlassene Verbot von Versnmm- hingen unter freiem Hinrmel und von politischcn Demonstrationen als ein Z« i ch e n u n in i t t e l b a r e r G e f ä h r d u n g der Staats- sich-rheit zu deuten. Im Gegensatz zu den hin und wieder in der Oefsentlichkeit auftauchenden Alarinincldungen, die für die kam- wenden Wintermonatc von unvermeidlichen größeren blutigen Aus- einandersetzungen sprechen, bin ich der Meinung, daß wir den Winter ohne größere Erschütterungen überstehen werden. Di- Machtmittel des Staates sind eher verstärtt als geschwächt und darum jedem Versuch, einen Umsturz gewaltsam berbeizustchren, durchaus gewachsen. Man überschätzt außer- halb Deutschlands, und vielleicht auch in Deutschland selbst, hier und da die P u tsch d ro h u n g eN, die von den radikalen politischen Organisatioiren gelegentlich geäußert werden. Die' steigende Mil- lionenzochl von Anhängern, die die radikalen Parteien bei den letzten Wahlen aufzuweisen hatten, bedeuten kemeswegs, daß alle diese Millionen mit den radikalen Zielen oder gewaltsamen Kampf Methoden der Extremen übereinstimmen. Gewiß gibt es sowohl bei den Nationalsozialisten wie bei den'Kommunisten Gruppen, die an den gewaltsamen Umsturz denken und ihn mehr oder weniger offen propagieren und sogar vorbereiten. Zlbcr ich glaube, diese Gruppen sind sich selbst darüber klar, daß von den Millionen Wählern, die ihre Parleica gesunden haben, nur wenige bei einem solchen Versuche folgen würden. Denn diese Wähler haben nicht des nationalsozialistisch- oder tau- umnistische Parteiprogramm oder radikal« Zerstörungs- und Terror- Methoden bei ihrer Stimmabgabe gebilligt, sondern nur ihrer Stimmung über die trübe wirtschaftliche Lage Ausdruck gegeben, als sie ihren Wahlzettel für eine dcx radikalen Parteien abgaben. Man muh leider mit der Tatsache rechnen, daß die Arbeits- l o s i g k e i t in den bevorstehenden Wintermonaten noch wachsen wird, wenn auch nicht in dem Ausmaße, das Pessimisten glauben voraussagen zu sollen. In einer solchen Situation genügt oft«in geringfügiger politischer Anlaß, um eine nervöse Hochspan- nung zu erzeugen, sind Massenaufmärsche von Parteien und Organisationen für den politischen Gegner leicht der Anlaß, eben- falls aus den Plan zu treten. Ku nd g eb u n g e n l ö f e n Gegen- knndgebungen aus. Wenn dabei auch für den Bestand des Staates keine unmittelbaren Gefahren entstehen, so haben doch leider die Vorgänge der letzten Monate gezeigt, daß es dabei fast immer zu tätlichen Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen Gruppen kommt, die auch häufig blutig verlausen. Die Gefährdung der ösfenllichen Sicherheil ist angesichts dieser Gcsamtsilualion als vorliegend anzusehen und darum habe ich mich zu dem erwähnten verbal enlschlossen. Mit einem Verbot von Fall zu Fall wäre weder den Veranstaltern der Kundgebungen, noch den Behörden gedient. Jetzt wissen alle interessierten Kreise, daß sie aus alle Umzüge sür längere Zeit ver- zichten müssen und können sich danach einrichten. Und die Bchörden haben den Vorteil, daß ihre Beamten sür die Lösung wich- tigerer Aufgaben im größeren Umfange zur Verfügung stehen. Di- preußische Polizei, deren Gcsamthaltung prächtig und über jedes Lob erhaben ist, wurde durch den ihr pslichtmäßig obtiegenden Schutz von Umzügen und Versammlungen unter freiem Himmel außerordentlich stark in Anspruch genommen. Bei einer Reihe solcher Gelegenheiten ist es vorgekommen, daß die Beamten der Polizei Tage und Nächte hindurch im Dienste waren und nicht au» den Kleidern kamen. Eins solche Nerven- und körperliche Inanspruchnahme der Polizei muß gerade im Hinblick auf die viel- fälligen Aufgaben, die die kommenden schweren Monate der Polizei stellen werden, vermieden und oerhindert werden. Die preußische Polizei in ihrer Gesamtheit ist— so er- klärte dar Minister weiter auf«in« Frage das Korrespondenten— Zurück von Lleberbrück KpO.-Zenirale warni endlich vor Terror-Spielereien! Kommunisten und Nationalsozialisten wetteifern mit- einander in gegenseitigein und gemeinsamem Totschlag. Die meuchlerische Ermordung zahlreicher Polizeibeamter durch kommunistische Mordbuben, die meuchlerischen Schüsse auf Gastwirtschaften, in denen politische Gegner vermutet wurden, ja selbst die S p r e n g st o f f a f f ä r e n wurden von der kommunistischen Presse bisher beschönigt und als Heldentaten gepriesen. Höchstens daß eine theoretische Ablehnung des„individuellen Terrors" gelegentlich mit einfloß. Jetzt plötzlich komint das ZK. der SPD. mit einer feierlichen Erklärung heraus, in der versucht wird, von den Gewaltmethoden abzurücken. Die ,.Legalitäts"-Schwüre Hitlers finden bei der KPD. verspätete Nachahmung. Irr der Erklärung heißt es u.£>.: Innerhalb der Partei ist die.Hauptgefahr sür die Durchführung dieser Lim« der rechte Opportunismus, dos Zurückweichen vor der Bourgeoisie und ihrer sozialen Hauptstütze, der Sozialdemokratie. Gleichzeitig ist das Vorhandensein linker sektiererischer Stimmungen, die sich gegen die Massenarbeit der Partei richten, eine ernste Gefahr innerhalb der Partei. Die linke Gefahr in der revobitionären Bewegung zeigt sich u. a. im Entstehen terroristischer Stimmungen, der Anwendung von Einzelterror gegen die Faschisten, in der Durchführung sinnloser Einzelaktionen und be- wasfneter Elnzelübersälle, in abenteuerlichen Spielereien mit Sprengstoff(Fall Ueberbrück). Das Zentralkomitee der KPD. stellt fest, daß solch« Tendenzen mit dem Kommunismus nichts gemeinsam haben... Sie stehen im schroffsten Widerspruch zum Programm der Kommunistischen Internationale(Absatz 4, 1), das„die Propagierung des individuellen Terrors" ausdrücklich verurteilt, weil er „das Proletariat von diu Methoden der Massenorganisationen und des Massenkampfes ablenkt". Weiter erklärt das Zentralkomitee jede Verfechtung oder Duldung der terroristischen Ideologie und Praxis für vollkommen unzulässig: � Wer sich von Verzweiflungsstimmungen mit- reißen läßt, wer sich von den Feinden des Proletariats sein Ver- halten diktieren läßt, wer den faschistischen Provokationen nachgibt, wer die Parteidisziplin bricht, ist des Namens eines Kommunisten unwürdig. Dcw Zentralkomitee der KPD. ruft allen Parteimitgliedcrii, allen revolutioistiren Arbeitern, nochmals die Tatsach« in Erinnerung, daß alle anarchistisch-terrorlstischen Bestrebungen nur dazu dienen. die Arbeitermassen vom wirklichen Klassenkampf abzulenken, die Willioncnmassen von der revolutionären Vorhut abzustoßen. Pro- vokateuren jeder Art das schmutzige Handwerk zu erleichtern und der bürgerlichen Mordhctze gegen die Kommunistische Partei bll- lige Vorwände zu liefern. Das alles hätte die kommunistische Zentrale längst wissen und längst sagen sollen. Sie und die ihr dienstvcrpslichtcte Presse lzaben aber die P o g r o m st i m m u n q der Der- z w e i f l u n g bis zur Siedehitze angefacht, sie haben die Leidenschaften ihrer Anhänger ausgepeitscht und die„rcvolu- tionärc Vorhut" gepriesen, sie haben das Schlagwort „Schlagt die Faschisten wo Ujr sie trefft!", so lange hinausgeschleudert, his das„Schlagen" zu einem Handwerk geworden war. Letzt plötzlich wird ihnen vor dem Resultat dieses Treibens bange. Jetzt möchten sie von den Folgen abrücken, die ihre verbrecherische Politik auslösen mußte. Das wird ihnen nur noch wenig nützen. Aber trotzdem hoffen wir im Interesse der gesamten Arbeiterklasse, daß der verspätete Bannstrahl gegen den„individuellen Terror" noch nicht ganz zu spät kommt, daß die kommunistischen Arbeiter sich wieder aus die Grundbegriffe proletarischer Aktion besinnen, aber Schießprügel und Schlaginstrumente beiseite legen, von dem gestohlenen Dynamit ganz zu schweigen. Vielleicht wäre es dann doch noch möglich, wieder ge- ordnete Zustände in Deutschland herzustellen, in denen die Arbeiterschaft ihre wirtschaftliche und politische Kraft zur Geltung bringen kann ohne Mord und Totschlag! absolut verfassungstreu und zuverlässig. Es kann gar keine Reo« davon fein, daß die Polizei nicht unbedingt jede An. Weisung der Regierung befolgt. Gänzlich abwegig aber ist der Verdacht, daß es möglich sei, daß hier und dort im Fall« des Einsatzes der Polizei Polizeibeamte mit den radikalen Elementen gemeinsame Sache machen würden. Die Polizei gehorcht der ver- fassungsmäßigen Regierung und ist absolut fest in der Hand der Behörden. Gewiß mögen hier und da auch Polizeibeamte bei Wahlen sür die Kommunisten oder Nationalsozialisten gestimmt l)aben oder stim- men; aber das ändert nichts daran, daß die Polizei bedingungslos den Weisungen ihrer Vorgesetzten folgt und folgen wird. Daß ausgeschiedene Polizeibeamte sich bei den Kommunisten oder Nationalsozialisten betätigen, läßt gar keinen Rückschluß auf das Gegenteil des von mir Gesagten zu. Nachden geltenden Bestimmungen für Polizeibeamte schcioet nach 12jähriger Dienstzeit der Teil der Polizeibeamtcn, der nicht in andere Deamtenlaufbahnen übernommen werden kann, mit einer Ver- sorgung aus dem Staatsdienst aus. Ebenso' scheiden natürlich in jedem Jahre Polizeioffizier«, die ein sür die einzelnen Offiziersgrad« verschiedenes Höchstalter erreicht haben und nicht befördert werden können, mit Pension aus dem Polizeidienst aus. Wäre» die wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland normal, so würden all diese ausscheidenden Polizeibeamten ohne jede Schwierigkeit dank ihrer bei der Polizei genossenen guten Vor- und Durchbildung von der Wirtschaft aufgesogen werden. Bei der heutigen Lage des Arbeitsmarktes aber ist das nur vereinzelt möglich. Uno da von den ausscheidenden Beamten dieser oder jener glaubt, ungerecht und zu seinem Nachteil behandelt zu sein, so ist es zu erklären, daß von den vielen ausscheidenden Beamten und Polizeiosfizieren einige ihrem Aergcr und Mißvergnügen oadurch Ausdruck geben, daß sie zu den radikalen Parteien stoßen. Deshalb darf man von der Betätigung einiger weniger ehe- maliger Polizeibeamter in radikalen Organisationen und Par. teien aber nicht auf die Haltung der aktiven Polizeibcamien Preußens schließen. Der Polizeiberuf ist heute mehr denn je viel- gesucht. Meine Bemühungen auf D a u e r v e-r w e n d u n g der Schutzpolizei im Bcamtenverhältnis hoben gerade durch die letzte Notoerordnung wieder einen Erfolg gebracht. So kommt es, daß auf ein« freie Stelle ost mehrere Dutzend Bewerber entfallen. Alles in allem: die preußische Polizeibeamtenschast steht fest zum verfassungsmäßigen Staat und seiner Regierung und wird pslichtgemäß alles zur Abwehr von unsinnigen, gegen Verfassung und Regierung gerichteten Angriffen tun. Ich möchte aber— so schloß der Minister seine Ausführungen— noch cimnal betonen, daß ich gar nicht daran glaube, daß es in den kommenden Monaten zu solchen planmäßigen und größer angelegten versuchen, die ver- sassung und die heutige Staatssorm umzustürzen, kommen wird. Man unterschätzt im Ausland und manchmal auch im Inland das Mißverhältnis, das zwischen radikalen tönenden Reden und den wirklichen Kräften bei den Kommunisten und National- sozialisten besteht. Es soll zugegeben werden, daß es hier und da gelegentlich radikalen Hetzern lokal gelingen wird, verhetzte Bcvölke- rungsgruppen zu Tätlichkeiten aufzureizen. Deren wird die Polizei ohne größere Schwierigkeit Herr werden. Zu Putschversuchen größeren Stils besteht meines Crachtens weder die Möglichkeit noch die Absicht. Selbstverständlich ist die Polizei wachsam, denn anders würde sie Ihre Pflicht verletzen. Sollten aber im Ablauf der nächsten Zeit solche Pläne gespvn- nen unö zu verwirklichen versucht werden, was anzunehmen bisher kein Anlaß vorhanden ist, so ist die bewaffnete Macht des Staates stark genug, auch derlei wahnwitzig- und oerderb- liche Versuchs in ihren Anfängen zum Scheitern zu bringen. Die großen Massen der deutschen Bevölkerung wollen keinen Bürger- krieg, wollen gemeinsam olles daran setzen, um Wirtschaftsnot und Elend zu überwinden. In diesem Bestreben werden sie in der Tätigkeit der Polizei die stärkste Stütze finden." (f.rocner und die Privatarmeen. Ein Interview für Amerika. Minister G r o e n« r hat in einer Unterredung mit dem Vmret« der Chicago-Tribüne" zunächst den bekannten Standpunkt der Re�chsregierung in der Abrüstungssrage wiederholt und dann auf ein« Frage über die„W ehrverbände, wie Reichsbanner, Stahlhelm, SA." geantwortet: Militärisch sind diese Verbände ohne jeden Wert. Auch wenn sie sich polizeiliche Befugnisse anmaßen wollten, so mühte ich dies aufs schärfste ablehnen: denn es ist allein Sache der staatlichen Machtmittel, also der Polizei und der Reichswehr, für die Aufrcchterhaltung der Ordnung zu sargen. Die Verbände können aber darin Gutes leisten, daß sie die Jugend sportlich ertüchtigen und in ihnen die nationalen und staatsbürger- lichen Ideale pslegen, die allein zu einer Gesundung der deutschen politischen Verhältnisse führen können. Schließlich heißt es in dem Interview: Nun zu ihrer letzten Frage, ob Deutschland eine größere Armee fordern wird, wenn sich die schwergcrllsteten Länder weigern sollten, die Stärke ihrer Armeen erheblich herunterzusetzen. Diese Frage würde voraussetze», daß die Abrüstungskonferenz I ch e i t e r t. Was Deutschland in einem solchen Falle tun würde. kann ich nicht sagen. Meine Meinung ist, daß alle Völker der Welt die größten Anstrengungen machen sollten, daß die Abrllstungs- kanferenz nicht scheitert, sondern daß sie zu einem positiven Erfolg führt, der die Welt von der Lost der Rüstungen und von der ewigen jrricgsdrohung wirksam befreit. Ein solches Ergebnis kann er- reicht werden, wenn die Staatsmänner aller Nationen gewillt sind, ihre Abrüstunge Verpflichtung ernst zu nehmen und den großen Grundsatz der Gleichberechtigung aller Staaten verwirk- lichen.. Aazischüsse auf Polizei. Die illegale„Wache" der Hakenkreuzler geschloffen. Krefeld. 13. November. Das Polizeipräsidium teilt mit: Gestern abend zogen National- sozialisten vor dos chous des Polizeipräsidenten und schellten dort an der Tür. Als das Fenster geöffnet wurde, johlten sie und gaben mehrere Schüsse ab. Daraufhin ordnete der Polizeipräsident eine Durchsuchung des Parteilokals in der Königstraße an. Mehrere Personen wurden zwangsgestcllt wegen verbotenen Tragens von Uniformen. Im Dachgeschoß des Hauses wurde ein Wachlokal festgestellt, das dauernd besetzt war und in Verbindung damit ein unerlaubter H e r b e r g s b e t r i e b. Der Gasthnusbetrieb wurde geschlossen. Hinkler venirieilt. Der Skandalmacher von Freyburg. Naumburg a. d. S., 13. November.(Eigenbericht.) Der nationalsozialistische Landtagsabgeordnete Hinkler wurde gestern in dem schon mehrfach vertagten Prozeß wegen schwerem H a» s j r i e d e n s b r u ch zu einem Monat Gefängnis ver- urteilt. Von der Anklage oer Rädelssührcrschaft(Aufruhr) und Ge- rvalttötigkcit wurde er freigesprochen. Hinkler verweigerte während der Dauer der vierstündigen Verhandlung jede Antwort. Dies Ver- halten wurde in einer laitgatmigen Erklärung der Verteidigung mit seiner Immunität als Lanotagsabgeordneter begründet, die durch die Willkürherrschaft der Soziqldemokratcn ausgehoben worden sei. Die Ausweisung pfrimers. Ein sonderbarer Polizeibericht. Als Pfrimer am 18. Oktober auf dem gleichen Weg, den er jetzt wieder antritt, nach München gekommen war, gab er sowohl der Polizei wie der Oefsentlichkeit das feierliche Versprechen, daß er sich jeder politischen Betätigung enthalten und keine Verbin- düng mit Hitler ausnehmen werde. Diese Zusage schien er zunächst einzuhalten, da er sich dem Jagdvergnügcn hingab. Dann aber hotte er Besprechungen mit seinen Komplicen, dem Grasen L a m b e r g, -der sich seit dem 14. September wieder in Bayern als bayerischer Staatsangehöriger aufhält, und den aus Oesterreich zugereisten van P a ch und Lux. Diese heimliche Zusammenkunst wurde verraten durch den sogenannten Pressechef des Fürsten Starhemberg Dr. Thaler. der zur Uebcrwachung Pfrimers bis Ansang November in München war. Dr. Thaler behauptete, Zeuge einer Unterredung gewesen zu sein, in der zwischen den vier Psrimcr-Lcutcn die Möglichkeit einer von Bayern ausgeführten Aktion besprochen wurde. Der neu« Putsch sollte angeblich in der Nacht zum g. November in Oesterreich losgehen, wozu Hitler-Truppcn aus Bayern bei Schärding über die österreichische Grenze marschieren sollten. Van diesen angeblichen Plänen erhielt die Münchener Polizei- Kenntnis, worauf Pe am vergangenen Sonnabend Pfrimer und den Grafen Lamberg verhaftete. Des Dr. Tholer konnte sie nicht mehr Imbhast werden, da er bereits nach Oesterreich ausgenickt war. Ueber das Ergebnis der Untersuchung teilt die Polszeidirektion folgendes •»»it: Dr. Pfrimer hatte in München nur einmal mit Gras Lainberg und den beiden Oesterreichern van Pach und Lux ein« Unterredung in einem Kasscchaus. Bei dieser Besprechung wurde lediglich eine private Angelegenheit eines in Oesterreich wahnenden ehemaligen bayerischen Offiziers behandelt. Genieint ist wahr- scheinlich der Freiherr von Prankh, der sogenannte General- stirb schef dez stciermärkischen Hcimatschutzes, der militärische Leiter des �>eptembcr-Putsches. Daß dabei auch ein neuer Putschplan Pfrimers besprochen wurde, ist frei erfunden. Der Verbreiter dieses Gerüchts, Dr. T h a l e r, war bei dieser Unterredung gar nicht einmal anwesend. Dies« Tatsache in Verbindung mit dem Umstand, daß Dr. Thaler beim polizeilichen Zugriff schon aus München verschwunden ivar, legt die Annahm« nahe, daß Dr. Thaler aus irgendwelchen Gründen seinem Widersacher Pfrimer Schwierigkeiten bereiten wollte. Diese Darstellung der Münchener Polizeidirektion stützt sich offenbar auf die Aussage Pfrimers, so daß lebhafte Zweifel daran berechtigt sind, ob sie dem wirklichen Sachverhalt, entspricht. D�r Polizei und der bayerischen Regierung schien e» jedenfalls geraten, den Putschisten so rasch wie möglich über die Grenze zu bringen. Pfrimer wandte sich deshalb sofort nach Belgrad, um die Ein- reiseerlaubnis nach Jugoslawien zu bekommen. In der Zwischenzeit nmßte er sich täglich mehrere Male auf der Polizei melden. Nachdem am Mittwoch die Einreiseerlaubnis eingetroffen war, verließ Pfrimer am Donnerstag München und überschritt am Bodensee die deutsch- sä/vc--arische Grenze. Starhemberg hat erklären lassen, daß er sich auf ärztlichen Rat drei Monat« laug des öffentlichen Redens enthalten müsie. Nächstens wird die Beleidigungsklage des Vizekanzlers und Wie Matteottis Witwe lebt Ein mißglückter Befreiungsversuch Vor einiger Zeit warnte ein italienischer Polizeibeamter Frau Velia Mattcotti davor, eine Reise zur Gruft ihres Mannes zu unternehmen, mit der Bewertung, sie solle an ihre Kinder denken. Die Fahrt könne sie das Leben k o st e n. Die Frau gab damals die stolze Antwort:„Die Kinder Matteottis werden nie Waisen sein," und r e i st e an dos Grab. In diesen Worten lag die Zuversicht, daß die Anhänger der Idee, für die Mattcotti gestorben ist, über seinen Kindern wachen, sie nicht verwaist dem Feinde überlassen würden. Wenn man nun aber weiß, wie Matteottis Kinder in Italien heute leben, dann muß man mit Bitterkeit feststellen, daß der Witwe Glauben getrogen hat. Unter polizeilicher Bewachung. Frau Matteotti führt in Rom ein Leben völliger Einsamkeit. Wahl hat sie die ihr polizeilich gestellte Zumutung, ihre Witwen- trau er abzulegen, zurückgewiesen. Aber jede Berührung mit der Welt, in der ihr Mann lebte, ist ihr unmöglich gemacht. Die Kampfgefährten Matteottis sind im Zuchthaus, in der Z w a n g s v o.r s ch i ck u n g oder im Exil. Sic und ihre Sinder leben unter strengster polizeilicher Be- wachung: sie können keinen Schrill außer dem Hause tun. ohne daß ein Polizist hinler ihnen herläuft. Vor dem Hause wird Tag und Nacht wache geHallen, wer sie besuchen will, wird auf die Woche geführt und muß dort Namen. Abstammung, Aufenthaltsort, Grund des Besuches usw. angeben. Sogar die Leute, die Familien besuchen wollen, die in den höheren Stockwerken des Hauses wohnen, werden von einem Paii- zifton die Treppe hinaufbegleitet, damit sie nicht etwa heimlich zu Matteottis gehen. Dabei wohnen in dem Haufe nur Faschisten, von denen noch jeder auf eigene Faust Spionage treibt. Der Name Matteotti ist verboten! Das Leben wird dabei wirklich zur Hölle. Den drei Kindern ist es verbaten, die Schule zu besuchen, weil ihr bloßer Name staatsgcfährlich ist. Erst i» diesem Jahre Hot man dem ältesten Knaben erlaubt, ins Gymnasium zu gehen. Ein Polizist begleitet das Kind zur Schule, wartet draußen während des Unterrichtes und begleitet es dann nach Haufe. Dabei trägt dieser älteste Sohn von Giacomo Nlalleotti in der Schule nicht den Familiennamen seines Baters, sondern den seiner Mutter: er wird Francesco Tills gerufen, als wäre er ein uneheliches Kind. Man Zwingt diesen Knaben, dem der Faschismus den Vater ermordet hat, faschistische Hymnen zu singen, und das Bild des Auftraggebers der Mörder römisch zu grüßen. Ein Befreiungsversuch... Ein jnngcr italienischer Arzt, aus demselben Orte wie Mottcatti gebürtig, wollte in diesem Frühjahr Frau Velia Mattcotti und die Kinder aus dieser Gefangenschaft befreien und in» Ausland bringe«. Die Kinder sollten leben wie andere Kinder, nicht beständig um- geben von Haß und Gefahr, sollten nicht auf Schritt und Tritt daran erinnert werden, daß man ihnen den Bater ermordet hatte, und es sie büßen ließ, als nie verjährende Anklage gegen das Regime auf der Welt zu sein. Dieser Arzt— einer der Getreuen, der seinerzeit den Sarg mit den Resten Matteottis in die Gruft von Fratta Polesine gc- tragen hat— arbeitete seit drei Jahren an Kliniken im Ausland, weil er in Italien wegen seines politischen Leumunds nicht arbeiten durfte: bei Sauerbruch in Berlin, Eisclsbecg in Wien und Lcgucn in Paris gewann er die Sympathie seiner Lehrer. Ihm schien eine glänzende Zukunft zu winken. Aber die praktischen Vorteile dieser Zukunft lockten ihn nicht. Er dachte an die Witwe seines getöteten Freundes, die ein Leben führte wie im Kerker. Und Ende Februar reist er nach Rom, mit dein kühnen Plan. die Frau und die Kinder ins Ausland zu bringen. Er ist politisch zwar für die Faschisten unzuverlässig, aber nicht vorbestraft, hat den Krieg als Freiwilliger bei den Alpenjägern mitgemacht und mehrere Auszeichnungen und eine zerschossene Schulter nach Hause gebracht, besaß einen gültigen Paß— worum sollte er es nicht wagen, sich der in Hast gehaltenen Frau zu nähern? ... endet im Kerker. Ende Februar überschreitet er die italienische Grenze. Dann fehlt jede Nachricht von ihm. Ist er verhastet? Ist er tot? Erst Ende März erfahren seine Angehörigen, daß er in Rom im Gefängnis ist und dem Ausnahmegericht überstellt werden soll. Seitdem sind acht TUanale vergangen. Der Mann hat mit keinem Berteidiger gesprochen, weiß noch heute nicht, wessen er angeklagt ist. Aber vor das Ausnahmegericht kommt man nur wegen Berbrechens gegen die Sicherheit des Staates! Es ist bekannt, mit welcher Wut das Ausnahmegericht gerode über die antifaschistischen Intellektuellen herfällt. Wegen bllrgerlich-demokratischer Propaganda haben die Schriftsteller Vincigucrro und R e n d a j e fünfzehn Jahre Z i ch t- h a u s bekommen, wegen Bekenntnis zum Kommunismus der jung« Ingenieur Rassi Daria sechzehn Jahre. Wessen wird man diesen Arzt beschuldigen, um ihn verurteilen zu könne»? Er hat vier Menschen, die mit einer ungeheuren Schuidforderung auf die Menschheit blicken, aus einer Luft, in der sie nicht atmen können, ins Freie retten wallen. Er wollte nicht ein Verbrechen bc- gehen, sondern einem Verbrechen ein Ende setzen. Die Affäre Matteotti ist längst nicht nur eine italienische Angelegenheit: sie ist eine Sache der ganzen Menschheit geworden. Die Menschheit, die internationale Arbeiterschaft voran, muß empört aufschreien: Man will in Rom jemanden auf die Anklagebank und ins Zuchtyaus schleifen, der im Auftrog der Menschlichkeit tun wollte, was'.angst zu tun Pflicht war.- Wie die SA. es dachte... „Wenn Hindenburg uns empfangen hätte, wollten wir ihm diese wertvollen Geschenke überreichen." Außenministers Schober gegen Starhemberg verhandelt. Die Mutter dieses Faschistensünglings, ehemalige Fürstin und in der Republik christlichsvziale Bundesrätin, macht alle ihre Beziehungen mobil, um diesen Prozeß noch zu verhindern. Oeuisches Schiff uniergegangen. Die Besitzer, zwei Oeutsche, ertrunken. 3n den mittelamerikanischen Gewässern ist in diesen Tagen ein Schiff deutschen Ursprungs untergegangen, das seinerzeit großes Aufsehen erregt halle, weil es mit einer technischen Neuerung versehen war, von der man sich Großes versprach. Es war die„B u ck a u", das sogenannte R o t o r c n s ch i f f des deutschen Ingenieurs F l e t t n e r, das später, mit Dieselmotoren versehen, unter dem Namen Baden-Baden in» Ausland ging. Aus der Höhe von Rio H a ch a geriet das Schiff, das von Costarica mit Salz und Holz unterwegs war. am Montag in einen schweren Sturm, so daß die Schiffsladung des Schoners sich verlagerte und die Pumpen versagten. Innerhalb zwanzig Minuten war die„Baden-Baden" gesunkcn. Zwanzig Minuten später sichtete ein Flugzeug der Panamerikanischen Fluggesellschaft die in einem Rettungsboot treibenden Ilcberlebcndcn des Hilfsschoncrs. Wegen des stürmischen Meeres kannte das Flugzeug nicht auf dos Wasser niedergehen: es flog nach Balboa weiter v> d vcranlaßte dort Hilfsmaßnahmen zur Rettung der Schissbrllchigen. Nach dreitägiger Suche konnten sie von dem U-Boot-Tendcr„Swan" gerettet werden. Die Besitzer der„Boden-Baden", Hans I. Lau aus Punta Arenas und Adolph Schon ek aus Hamburg waren an Bord des Schiffes. Mit ihnen ertranken noch zwei Peruaner und ein Costariconer. pilsudski läßt erschießen. Oer tStaat«ipräsi'dent wagt nicht zu begnadigen. Warschau. 13. November.(Eigenbericht.) Nachdem erst am Dienstag dieser Woche in Thorn ein Reserve- offizicr wegen Spionage erschossen worden ist, hat jetzt in Lemberg der Reservelcutnant Tulowjezki das gleiche Schicksal erlitten. Da der Staatspräsident auch in diesem Fall von seinem Be- gnadigungsrecht keinen Gebrauch machte, wurde der Verurteilte erschossen. Vor einigen Monaten wurde der polnische General- stabsmajar D e m k o w s k i wegen Spionage zugunsten der Sowjci- union hingerichtet. Diese Spionagcaffärc hatte dann eine sehr energische Säuberungsaktion im Generalstab zur Folge. 50000 Mark veruntreut. Llnterfchlagungen in einer Maschinenfabrik. In der Maschinenfabrik R. in der P r i n z e n a l l e c ist man umfangreichen Unterschlagungen auf die Spur gekommen, durch die das Unternehmen um rund 50 000 Mark geschädigt worden ist. Bei einer Prüfung der Bücher ergab sich, daß der Lohnbuchhalter Bahr, der seit 2 6 Jahren zur v o l l st e n Zufriedenheit in diesem Betriebe gearbeitet hatte, seit geraumer Zeit sich Fäl- schungen der Lohnabrechnungen hatte zuschulden kommen lassen. Die Betrügereien sielen schon desHall' nicht auf, weil B. das volle Vertrauen der Direktion besaß und sich auch niemals durch besonders große Geldausgoben verdächtig machte. Auf die Anzeige der Di- rettion wurde Bahr in seiner Wohnung jetzt sejtgenommen. und er gab bei seinem Verhör durch die Kriminalpolizei auch die Betrüge- reien zu. Dagegen verweigert er bisher jede Auskunft darüber, wo die veruntreuten Beträge geblieben find, so daß der Verdacht besteht, daß er sich das Geld an einem sicheren Ort versteckt Hot. Rückkehr der Grönlandforscher. Von einer großen Menschenmenge begrüßt, traf am Freitag gegen 10 Uhr das Grönlandschiff mit den letzten Teilnehmern der Alfred-Wcgencr-Expcdition und der englischen Wottins-Expedition in Kopenhagencr Hafen ein. Staats- minister Stauning begrüßte die Heimkehrer im Namen des dänischen Volkes und dessen Regierung,«eine Worte gipfelten in einem Nachrus auf Professor Alfred Wegener. Die Arbeit der deutschen Wcgencr- und englischen Watkins-Expedition sei eine Arbeit iin Dienste der Kultur und der Menschheit, die den Mitarbeitern an diesem Werk den Dank der ganzen Welt sichere. Als Vertreter des Deutschen-Reiches entbot Schmitt-Ott der Wegener-Expedition, ins- besondere Kurt Wegener, Gruß und Dank der Heimat. Die Erfolge dieses Unternehmens seien sür die Wissenschaft großartig. Für die zurückgekehrten Expeditionsteilnehmer sprach dann Dr. Kurt Wegener. Wetterbericht für Berlin: Trocken, zeitweise heiter kühlere Nacht, stellenweise Nebelbildung, schwache Luftbewegunq'— Für Deutschland: Im Süden meist trübe und stellenweise Reaeniälle sonst im Reiche vorwiegend trocken mit kühlereu Nächten vielsoä,' Nebelbildung.'' hu Tansexperimente? TeisiungStarif unsozial unS für Berliner Berkehr untragbar. Innerhalb der Berliner Berk-Hrsgesellichasi scheinen vesirebun- gcn vorhanden sein, den erst kürzlich eingeführlen verkehrstaris wieder durch ein«udcres Tarissysiem zu ersehen. Es scheint beinahe. �flis ob verantwortliche Leute der BVG. der Meinung wären, der Verkehregesellschaft sei mit Tarisexperimcnten gedient. Mit besonderen, Eiser versucht man. für die Abschasfung des E i n h e i t s. tariscs und für die Einführung eines Leistungslarifes Stimmung zu machen. Die Einführung eines„Tarifcs noch Leistung" würde für Berlin imholtbarc Zustände schaffen. In einer Zeit, in der überall in der Welt Stodtverwaltungen daran gehen, bestehende Leistungstarise zu- gunstcn des Einheitstarifes abzubauen, sollte Berlin einen so verhängnisvollen Schritt rückwärts tun? Man trägt sich angeblich mit dein Gedanken, bei diesem Tarif- fizstem für die kürzeste Strecke einen Fahrpreis von IS Pfennig einzuführen. Zwangsläufig würde sich dann ergeben, daß man, um die Wirtschaftlichkeit des Unteriiehinens zu erhalten, für längere Strecken Fahrpreise fordern müßte, die zum Teil über das Doppelte des jetzigen Einlzeitsfahrprsijcs hinausgehen würden. Berkehrsfachver- ständige haben berechnet, daß dabei Preise für Fahrten von den Außenbezirken in das Zentrum von SV bis l>0 Pfennig heraus- koinnien würden. Man verweist mit Recht auf das abschreckende Bei- spiel von London, wo bei dem Nebeneinanderbestehen vieler privater Berkchrsunternchmungen Fahrpreise für längere Strecken von 1 Mark und darüber an der Tagesordnung sind. Der Leistungstarif muß sich in einer Stadt von der Ricsenaus- dehnung Berlins als unsozial und ungerecht auswirken. Die Leidtragenden wären wieder in erster Linie die Arbeiter und A n g e st c l l t e n, die fast ausschließlich lange Strecken von der Wohnung zur Arbeitsstelle zurückzulegen haben. Für die Bewohner der großen, an der Peripherie gelegenen Siedlungen würde ein der- artiges Taeiffystem untragbare Verkehrsvertcuerungen mit sich bringen. Der Leistungstarif ist für Berlin unmöglich. Er schädigt die Interessen der Allgemeinheit und er könnte in dieser Wirtschaftskrise die Berkehrsgesellschast in die größten Schwierigkeiten führen. Wir warnen mit dein größten Nachdruck vor einem derartigen Experiment. Alle mußten geben. Böß' Spendensystem und die Sklareks. Das Spendensystcm des Berliner Magistrats, insbesondere des Oberbürgermeisters Dr. Bäh, nimmt in den Erörterungen des heutigen vormittags im Sklarck-Prozeß noch größeren Raum ein als gestern. Der Angeklagte G a e b e l führt es zu feiner Verteidi- gung an. 11. a. soll der Kommerzicnrat S ch o n d o r f f in Gegenwart des Bürgermeisters Schneider für die Firma Karstadt dem Ober- b ärger meist er einen Scheck von 10 000 Mark überreicht haben. Der Oberbürgermeister Büß liabe auch zu seinen Beamten gesagt, wenn die Herren mit uns arbeiten, dann können sie auch etwas spenden. Diesen Standpunkt hatten auch die verschiedenen städtischen Einrichtungen vertreten. So habe das Landesjugendamt z. B. eine Werbeschrift herausgegeben, die sich durch Inserate der «s. städtischen Lieferanten bezahlt gemacht habe. Das Virchow-Kranken- haus habe auf diese Weise die Kosten einer Festschrift bestritten. Die Firma Tietz habe die iwllkommene Lerpiiegung der.25 Austausch' schüler übernommen usw. usw. Dieses Spendensystem bestehe auch heute noch bei der Stadt Berlin. Man könne also Gaebel keinen Borwurf darnus machen, daß er von Sklarcks Gelder zu wohltätigen Zwecken erhalten habe. lieber die Berwcndung dieser einlaufenden � Gelder lptbc der Oberbürgermeister selbst verfügt. Willi Sklarck er- klärt: die städtischen Lieferanten seien sehr ungehalten gewesen über das ewige„Schnorren" des Oberbürgermeisters Vöß. Man sah sich aber gezwungen, große Summen hinzugeben, damit die Geschäfts- bezithüngen nicht gestört wurden. Man fürchtete, daß andere Firmen 'bevorzugt werden könnten. Die Firma Israel habe z. B. einen bc- stimmten Auftrag erst erhalten, nachdem sie eine Spende gegeben habe. Es wird dann in der Vernehmung des'Angeklagten Gaebel sorlgesohrcn. Haben Sic kein bares Geld von Sklareks bekommen? Nie. antwortet darauf Gaebel. Ich habe während der ganzen Zeit nicht mehr als 1500 bis 2000 M. für wohltätige Zwecke erhalten. Ich I>ave auch viele Leute zu Sklareks hingeschickt, damit ihnen dort ge- halfen werde. Der Vorsitzende stellt sest, daß laut der Anklage der Angeklagte Gaebel in den Jahren 1027 bis 1020 laut der Bücher 27 700 M. erhalten haben soll, und zwar in regelmäßigen Raten von ?,00 M. monatlich. Sic sind unter dem Decknamen„G a- b r i e l" verbucht worden. Der Angeklagte Gaebel bleibt bei feiner früheren Behauptung. Leo Sklarck glaubt eine Erklärung vielleicht darin z» finden, daß er i» all den Fällen, wo er aus Gacbcls Veranlassung Leuten Geld gegeben habe oder, wenn er am Abend vorher eine Zeche, an der auch Gaebel teilgenommen hatte, zu bc- gleichen gehabt hatte, er die Gelder auf„Gabriel" habe b u ch e n l a s s e». Der'Angeklagte. Buchhalter Lehmann, will ober misse», daß sowohl Leo als Willi Sklarck immer sehr besorgt waren, daß die 300 Mark für Gaebel bereitlagcn. Ob Gaebel persönlich sich das Geld geholt hat, kann Lehmann nicht sagen. Aückfichislosigkeit eines Anglers. Lleberfährt mit Motorboot eine wehrlose Frau. Am 2. Juli d. I. hatte der 30jährige Musiker Arnold Ebel aus N o w a w e s von seinem Motorboot aus in der Wasserenge von Nedlitz Angelruten ausgelegt. Gerade als der Angler einige Bisse bemcrhte, gingen zwei Frauen ins Wasser, um zu schwimmen. Darüber ertost, kurbelte der Musiker den Motor an und fuhr direkt auf eine der schwimmenden Frauen, eine Frau Erna F. aus Friedenau, los. Die Frau tauchte hilseschreicnd unter. wurde aber trotzdem von dem Motorbaot erfaßt und schwer an V r u st und Beine» verletzt. Als die beiden Frauen ans Ufer kamen, riefen Slngehörigc Ebels vom Motorboot den Frauen nach:„Habt euch man nicht so! Nehmt man'n bißchen Schweine- schmalz. Van uns ist nichts zu holen." Das Potsdamer Amts- grricht verurteilte Ebel wegen vorsätzlicher Körperverletzung zu drei Monaten Gefängnis, einer Strafe, die wegen des ungewöhnlich rohen Verhaltens des Mannes einer wehrlosen Frau gegenüber durchaus angebracht ist. verbot der„Deutschen Zeitung" ausgehoben. Auf Grund einer Erklärung der Redaktion und des Verlages hat der Berliner Polizei- Präsident das am 10. November verfügte Verbot der„Deutschen Zeitung" o u s g e h o b e n, so daß das Blatt am Freitag wieder erscheinen konnte. � Verträge. Ter Beauurber der Paläo fepigrapbik Prof. Dr. Hermann tz? i r I b. Maiburg, hält Sonntag, vormittags 11.30 Uhr. im Planetarium pa&i Vortrag üb«{eine Forschungen. Hans Vsihners n /,Oa6 Herz" n Hans Pfitzncr selbst war es, der einmal behauptete, das Wesen des Mufikdramas— um ein solches handelt es sich hier— bestünde darin, daß es von den Künsten, aus denen es entsteht, aus Drama und Musik nämlich, jenes Element herausgreife, welches jeder dieser Künste allein angehört und ihr wesentlich ist: die allgegenwärtige dichterische Idee und den musikalischen Einfall. Da die Musik, deren Wert sich nach dem der Einfalle richtet, das Werk nur im einzelnen gefährden könne, von der dichterischen Idee aber das Ganze abhinge, hätte der Dichter die wesentlich verantwortlichere Ausgabe. Wie ist nun diese Ausgabe hier gelöst, wie ist die dichterische Idee gestaltet? Der Inhalt: Der große Arzt, der weise Doktor Athanasius, leidet wie weiland Dr. Faust, an der Beschränkung seines Könnens, ja menschlichen Vermögens überhaupt. Um jede Krankheit heilen zu können, um stärker zu sein alz der Tod, unterliegt er, der Meister der schwarzen Magie, der Versuchung', und beschwört— es gilt die Heilung eines Prinzen— den Dämon Asmodi, der ihm die Macht gibt, auch Unheilbare zu hellen, auch Gestorbene wieder auferstehen zu lassen. Dafür nun hat er dessen gräßliche Bedingung zu erfüllen und ihm ein Herz zu opfern, irgendein im Traumreich wahllos geraubtes Herz, das nach Ablauf eines Jahres dem Dämon zu eigen werden soll. Die Frist verstreicht, der Geist erhält das Herz, das— Helge gehörte, der geliebten Frau des Athanasius. Sie stirbt, und da des Prinzen Leben zur gleichen Stunde endet, wird er zu qualvollstem Tod verurteilt. Er könnte fliehen: Helge, die ihm als Geist erscheint, bittet ihn darum— dach er verschmäht die Flucht, missend geworden, geläutert, reif für die Sühne, die er ersehnt. Hier ist Wcnbc- und Höhepunkt des Dramas: er ist erlöst, sein Geist folgt dem der liebsten Frau in unsagbare Fernen: was sterblich an ihm war, liegt zwischen Henkersknechten— tot. Die dichterische Idee des„armen Heinrich" ist hier nach einmal auferstanden: auch Athanasius ist der einsame, faustische Mensch, der schuldig-unschuldig zugleich zum Frevler wird, um sich durch Opfer und Entsagung zu erläsen. So steht er auch allein und ohne Gegenspieler: weder Asmodi selbst ist ein Gegenspieler nach etwa der Geheimrat Modiger oder Wendclin, des Doktors junger Gehilfe, beide Verkörperungen des Guten und Bösen,'Allegorien der Schuld und des Gewissens, wenn man will. So läuft die Handlung eigentlich episch ab, mehr undramatischc Erzählung van seelischer Entwicklung als sinnensälliges Geschehen, als Produkt ans Spiel von Krait und Gegenkräften, Was Pfitzncr zu diesem Text greifen, ihn gutheißen ließ, war wohl ein Grundirrtum über das Wesen des Musikdramas selber, dessen Wert keineswegs schon durch die Die neuen Robelpreisiräger. Bosch und Bergiuö. Während in den vergangenen Iahren meist Chemiker mit Nobelpreisen ausgezeichnet wurden, deren Forschungen znnäckist nur theoretisches Interesse hatten und erst mif Umwegen in den Graß- betrieb umzusetzen sind, werden in diesem Jahr zwei Chemiker mit diesem Preis ausgezeichnet, deren Hmiptarbcitsgcbict die chemische Großindustrie ist. Jene Chemikalien, für die sie neue Erzengungs- Wege ausgefundcn haben, wurden schon in Mengen von Hundert- taufenden von Tonnen erzeugt. Den Erfindungen beider Chemiker ist das eine gemeinsam, daß sie dazu dienen, Deutschlands sehr enge {Prof, Friedrich Sergius.Pro}. Marl'.ßondt Rohstossbasis zu erweitern. So ist es kein Wunder, daß die grynd- legenden Gedanken dafür gerade in die Kriegszeit zurückreichen, zum Teil in dieser gereist sind. Bei Dr. Karl Bosch, dein Generaldirektor der IG,-Farben- Industrie, liegt ein ausgesprochenes Talent für das Wesen der chemischen Apparatur vor,'Vielleicht spielt hier Vererbung mit, denn sein Vater hatte in Köln, wo Karl Bosch 1671 geboren wurde, ein Jnstallaüonsgeschäft. So konnte sich schon der Junge in allen möglichen Basteleien üben, die ihm später bei der Entwicklung des Zlmmoniakverfahrens besonders zugute kamen, da gerade hier die Apparatursrage ausschlaggebend war. Nach Studien an der Tech- niichcn Hochschule in Eharloltenburg und in Leipzig trat Karl Bosch 1699 in die Badische Anilin- und Sodafabrik in Ludivigshasen ein, wo er es schon 1914 zum stellvertretenden Direktor, 1910 zum Vorstandsmitglied gebracht hatte, bis er endlich 1919 zum Vorsitzenden des Vorstandes ernannt wurde Seine größte Tat liegt in der technischen Ausgestaltung des von Haber erdachten Verfahrens, Ammoniakgas aus den Bc- standteilen Stickstoff und Wasserstoff zusammenzusetzen Als Haber im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts mit Rossignol dieses Verfahren auszuarbeiten begann, und als Mittasch die richtigen Kataly- solaren dafür gesunden hatte, mar es Bosch, der auf die Wichtigkeit des Fernhaltcns aller die Kontaktsubstanzen schädigenden Gifte hin- mies. Er setzte auch, allen 5)indcrnisscn zum Trotz, mit größter Energie die Versuche fort. Denn die Apparaturschwierigkeiren beim Arbeiten mit Temperaturen von etwa 100 Grad und Drucken von 200 Atmosphären waren sehr groß. Er kam aus den genialen Trick, die eisernen Rcaktionsrohre zum Schutz vor Angriffen des Wasser- stoffes mit einer den hohen Druck ausnehmenden Ummantelung zu umgeben, das innere, vom Druck entlastete Eisenrohr aber aus einer dünnen, wenig drucksesten, aber gegen Wasserstosf sehr Widerstands- fähigen Eisenlegierung zu gestalten. Man konnte also in dem neu- gegründeten L e u n a w c r k bei Merseburg, das im Mai 1910 eröffnet wurde, 1918 bereits täglich 2S0 Tonnen Ammoniak herstellen und in diesem Werk und in Oppau schließlich soviel, daß man nach Umwandlung eines Teiles in Salpetersäure und Düngemittel dl« chilenische Salpetcrindustrie beinahe lahm- legte. nies Musikdrama der Lindenoper dichterische Idee, vielmehr erst durch die Zlrt bestimmt ist, wi-e sie zur sinnlichen Erscheinung wird, wie sie dramatisch gestaltet ist. Zlus dieser prinzipiellen lleberschätzmig der Idee und Untcrschätzunz des Gestoltwerdens erklären sich wohl alle Unzulänglichkeiten des von Hans M a h n e r- M o n s gezimmerten Stücks, das Neben- einander starker und schwacher, geschmackvoller und geschmackloser Szenen, vor allem der vielleicht theatralische, sicherlich aber theatcr- fremde Schluß. Im Textbuch gibt es, wie man sieht, viel verstaubtes und im üblen Sinn rmnantisches Gerumpel: Studierstube, Gefängnis, Zauberei mit ollen Requisiten, Richter und Henkersknechte, Gebet vor dem Kreuz und Geistercrschcinnngen, auch Folter und Holzstoß fehlen nicht— halb Märchen, halb Historie, bleibt es ein uner- frculiches Spcktakclstück. In der Musik aber lebt etwas van echter Romantik. Wir wollen uns hier daran erinnern, daß keine Zeit nur einen Sinn hat, nur eine Richtung kennt, daß auch unsere künstlerische Gegenwart ein polyphones Gewebe ist, in dessen Stimmen Zuendcgehcndcs so gut gehört wie Neubeginnendes. Mag diesem Neuen auch unser Herz gehören— hier klingen Akkords aus, die stark und schön waren, hier schreibt ein großer Meister, sich selber treu, ein Werk in einer Sprache, die er sich in einem langen Leben in heißem Ringen um wertvolle Werke schuf— hier grüßt uns, zum letzten Male vielleicht, große Vergangenheit, vor der wir Ehrfurcht haben müssen. Gewiß, nicht alles ist beglückt, wie vieles ist ixicht trocken und skurril: dann aber wieder— welche Einsallsfülle, Kraft der Charakterisierung, Meisterung des Klanges! Um von vielen eines nur zu nennen: das Vorspiel zum zweiten Akt. diese süße, traurige Musik„gespielter Fröhlichkeit", an Haendcl ge- mahnender strenger Bau über schreitenden Bässen, von farbigen Klängen verschleiert... Unter Pfitzners Regie erstand das Werk in beruscndstcr Wiedergabe: in eindrucksvollen Bildern, non denen wir nur den Schluß ausnehmen möchten(Gesamtausstattung: Lothar Schenk von Trapp): in smngemäßer dramatischer Bewegung und größten- teils auch vorzüglich gesungen. Neben F u r t m ä n g l c r, der das Werk, in den sinfonischen Parteien vor allem, unnachahmlich leitete, ist vor allem anderen Walter G r o h m a n n s auherardentlicher Leistung als'Athanasius zu gedenken. S o o t war ein prächtiger Gehcimrat Madiger, der insbesondere das Doppeldeutige, unheimlich Groteske seiner Zluftrittsszenc gut herausbrachte, Zlusgezeichnet auch Else Ruziczka als Wendelin: am schwächsten van den größeren Parteien wohl die Helge der Dclia Reinhardt. In de» kleineren Rollen: Otto Helgcrs, Margarethe Klose und Charles 51ullinann. Großer Beifall. Arnold Walter. Professor Sergius ist besonders durch sein seit 1913 bc- gonncnes Verfahren der Kohlen uerflüssigung, das Bergin- Verfahren, bekannt geworden. Es soll dazu dienen, das über riesige Kohlenvarkammen verfügende Deutschland von der B e n z r n c i n- fuhr unabhängig zu machen. Der Grundgedanke ist der, aus den verhältnismäßig wenig Wasserstoff enthaltenden Kohlen durch ge- maltsame Anlagerung van Wasserstoff unter Druck und 5)itze die wasscrstofsreichcn Schmieröle und Treibstoffe zu gewinnen. Die Per- suche hierzu, die seit 1921 im Werk Mamcheim-Rheinau der Badischen Anilin- und Sodasabril durchgcsührt wurden, sollen allein 10 Millionen Mark vcrschlunZen haben. Das ursprünglich angewendete Verfahren der Verarbeitung von mit Ocl zu seinen Pasten angerührtem Kohlenstaub wurde verlassen, da die Apparatur der Vcanspruchung nicht dauernd standhielt und kein genügend wider- standsfähiger Werkstoff gefunden wurde. Heute nimmt man als Ausgangsprodukt Braunkohlentccr-Schwclöle und erzeugt bereits in de» Lcunawcrkcn jährlich einige Hunderttausend Tonnen synthc- tischcs Benzin, so daß man durchaus imstande ist, Deutschlands Gefamtbedorf von 900 000 Tonnen in absehbarer Zeit decken zu können. Ein zweites aussichtsreiches Verfahren des 17 Jahre alten Nobelpreisträgers ist die Umwandlung v o n H o l z in z u ck c r- haltigc Nähr st off« und ihre Vergärung zu Alkohol. Das schon lange bekannte Verfahren, Halzzellulose durch Kochen mit Salz- säure in Zucker zu verwandeln, scheiterte daran, daß der Zucker immer weiter zersetzt wurde. Bergius aber konnte durch Zusatz von leicht flüchtigen organischen Substanzen, Benzin oder Benzol, die Salzsäure restlos wiedergewinnen und auch eine besriedizende Aus- beute an Zucker erzielen. Doch hat dieses Verfahren im Augenblick noch keine große technische Bedeutung. Herbstkonzert der„Typographia". Philharmonie. Der hervorragende Männcrchor„Typographia" scheint endlich zur Ruh« zu kommen. Der riesige Schatten Alexander Weinbaums, ihres Gründers, bedrohte sein« Nachsolger allzusehr. lind sein erster, Dr. Strclitzcr, war nicht imstande, ihn zu bannen. Aber P r o s. M a r t c n s hat olle'Anwartschaft darauf. Warpm„scheint" und„Anwartschaft"? Ich will dieser heiklen Frage sofort aus den Leib rücken. In dem riesigen Programm mit seiner durchweg vor- bildlichen Ausführung erweckten nur die beiden Schlußnummern einiges Bedenken. Diese(nebenbei sehr schweren) Kompslicder des bestakkreditierien Fritz Eschback, und Walter Rein(die Nr- ausführung seines frischen und freche,,„Wir" stempelt ihn zu einer großen Hoffnung) wurden zwar sehr korrekt und cinivandjrci erledigt, vermochten jedoch keineswegs hinzureißen. Nun gehört ober die Pflege unserer Tendcnzliedcr zu den wichtigsten Ausgaben eines Mitglieds des DASB. Sollte dies die'Achillesferse Professor Martens sein? 'Alles andere war hervorragend. Die Lieder der„alten Meister" und die internationalen Volkslieder waren so vollendet, wie man es von einem solchen„Spezialisten" nur erwarten kann. Auch der Zeitgenosse Heinrichs, dessen„Bekenntnis" feine Erstauffüh- rung erlebte, mit seinem warmblütigen, allerdings christlich-ixitio- nalen Idealismus verdiente eine so ausgezeichnete Wiedergabc. Nur die Solistin, die als„Vorsängerin" für diese beiden Chöre assistierte, Margarete Roll, ist jllr solche'Ausgaben nicht reif genug! Auch die Auesührung der gehaltvollen„Schottischen und walisischen Volkslieder" für Mezzosopran und alte Instrumente von Jos. Haydn zeigte nur eine schöne Stimme, die aber namentlich m der Höhe noch allerlei Hemmungen hat. Im übrigen war in der dreistündigen Vortragsfolge den verschiedenen Solisten in einer Weise Raum gegeben, die bei einem Männerchorkonzeri sonst kaum üblich ist. Zumal die alten, für eine Philharmonie doch allzu marionettenhaft wirkenden Instriimcnle Cembalo(der vorzüglich« Prof. Erwin Bodky). Viola(die tüchtige, aber sehr unruhige H i l- degard Heinitz) und die Gambe(die nnt Recht berühmte Cellistin Eva Heinitz) schwelgten sich in einer Aussührlichkeil aus, als ob wir in die alten„Colle�u rnusica* zurückversetzt worden wären. M. 40-Gtunden-Woche bei der BVG. Die GewcrksSiastssunklionöre habe« der Vereinbarung mit der BVG. die Arbet*s,cil des technischen Personals auf 40 Stunden wöchentlich herabzusehen, bei Bezahlung für 42 Stunden, um Arbeitcrcntlassungcn zu vermeiden, zugestimmt. �Äiehi so Entgegenkommen aus? Gesamikündigung in der MctsMndustrie Frankfurt a. M. Am S. November wurde ein Schiedsspruch gefallt mit 4,b Proz. Lohnkürzung. Der Spitzenlohn für den gelernten Arbeiter über 24 Jahre soll ab 1. November 7 3 Pfennig betragen. In der Begründung wird ausgeführt, daß eine weiter- gehende Lohnsenkung für die Arbeiter nicht trag- bar ist. Die M c t a l l i>1 d u st r i c I l c» hatten die chcrabsetzung des Akkordzuschlags von AI auf 45 Proz. beantragt, also einen Abbau von 50 proz. Der Verband der Metallindustricllen erklärt nun, daß der Schiedsspruch der Metallindustrie nicht gerecht werde. Er hat daher den Arbeitern in sämtlichen Betrieben der Metallindustrie von Frankfurt a. M., Osfcnbach und Darmstadt das Arbeitsvcr- h ä l t n i s zum 17. November ge k ü n d i g t, um neu« Lohn- und Akkordbedingungen(durch A n s s p e r r u ng etwa? D. Red.) herbeizuführen. Als besonderen Akt ihres„Entgegen- k o m m c n s" wollen die llnicrnchmer sich damit begnügen, daß der Stand des Zahres 4325 wieder herbeigeführt wird, mit einem T a r i s s p i tz c n l o h n von 72 Pfennig. Zuvor halten sie die Verkürzung des Spitzcnlohns von 83 Pf. auf 70 Pf. gefordert. Die Kürzung um 4 Pf. durch Schiedsspruch genügt ihnen nicht, sie wollen unter dem Druck der Entlassungsandrohung eine Stundenlohnkürzung um 44 pf. erzwingen. Das nennen sie„Entgegen- k o m m e N // „4000 Berliner Afu-Arbeiier streiken. „Ein leuchtende«! Beispiel." Die kommunistische RGO. treibt seit Wochen mit den Wohl- fahrtserwerbslosen in unerhörter Weis« Schindluder. Auf den kleinen abgelegenen Baustellen kann sich die Streikmache un° gehindert austobe». Wer die Hand nicht jederzeit für irgendeinen Streik aus irgendeinem Grunde aushebt, wird in jeder Weise schikaniert und terrorisiert. Parole ist:„Die Wohle(Wohlfahrt der Stadt Berlin) muß genommen werden, bis sie platzt!" Wenn das Treiben in der„Roten Fahne" als„ein leuchten- des Beispiel" bezeichnet wird, dann nur deshalb, weil hier der Boden günstig ist für die kommunistischen Streikparolen. Weil SPD.-Betriebsräte sich zu den RGO.-Strcikaktionen unter den Afü- Arbeitern nicht hergeben, werden sie als„Streikbruchorganisatoren" beschimpft. Die KPD. gebraucht nun einmal Streik unter allen U m st S n d e n und da nimmt sie denn die„Streikenden", wo sie sie findet. Ihr.Feuchtendes Beispiel" ist m Wirklichkeit ein höchst abschrecken de s Beispiel für die kommunistische Streik- macherci„unter der siegreichen Führung ihrer NGO." Ber Lohnkürzungsapparai. Der Schiedsspruch für die II n t e r w c s e r- S ch l e p p s ch i s s- f ah et will die Löhne um I4Vs Proz. gekürzt wissen. Zunächst aber sollen„nur" 12Vj Proz. abgezogen werden, ab 1. Januar b i s zum Mai 4 332 die vollen li'A Proz. Für die Hafenarbeiter in Duisburg wurde ein Schiedsspruch gefällt, der die Löhne ab 23. November um Slb Pro- zent kürzt. Im schlesischen Transport- und Verkehrs- g« w e x b e kürzt ein Schiedsspruch die Löhne von 3300 Arbeit- nehmern um 5 Proz. In der Dürcncr M c t n l l i n d u st r i c wurde ein neuer Lohntarif vereinbart. Die S p i tz e n st u n d c n l ö h n c für die Handwerker über 23 Jahre werden von 77 auf 721- Pfennig, für den angelernten Facharbeiter von 70 auf 00 Pfennig ab 40. No- vember„ermäßigt". Adolf Schusiermann vor dem Arbeitsgericht. Ein unsoziales Llrteil. Am Montag war wieder Termin gegen die Firma Ad. S ch u st e r m a n n, Adressenverlag, vor dem Arbeitsgericht. 20 Arbeitnehmer klagten gemäß§ 84 u. f. BRG.: ein weiterer Ter- min mit 45 weiteren Klagen steht bevor. Die Verhandlung ergab, daß die Kündigungen durch die Firma erfolgt sind, um die Arbeit- nehmer auf einen Verzicht tariflich erworbener Rechte zu veranlassen. Die Einspruchsklagen endeten mit Abschluß eines Vergleichs, durch den die Firma zur W c i t c r b c s ch ä f t i- g u n g der Kläger verpflichtet wird. Die Adressenschreibcr bei der Firma Ad. Schustermann erhalten für 4000 geschriebene Adressen 3,85 Mark. Nur ein sehr gewandter Schreiber vermag mehrere Stunden hintereinander je 400 Adressen pro Stunde zu schreiben. Es verdienen also nur die Flinkesten unter ihnen in achtstündiger Arbeit zirka 3 Mark pro Tag, das heißt 48 Mark in der Woche. Und dei schwierigeren Adressen, mit deren Schreiben noch Sucharbcit aus Adreßbüchern verbunden ist, sinkt der Stundenvcrdicnst häufig auf 20 und weniger Pfennige pro Stunde. Bei derartigen Hungerlöhnen ist das folgende Urteil un- verständlich. Ein Betriebsratsmitglied wurde fristlos entlassen. Er hatte unkorrekterweise etwas Heimarbeit, die eigentlich zu Hause gemacht werden mußte, schon im Büro angefangen. Der für die Firma entstandene Schaden beläust sich auf Pfennige. Dieser Angestellte war fast sechs Jahre im Betriebe tätig: noch nie hat seine Arbeit zum Tadel Anlaß geboten. Bezeichnend war eine Bemerkung des Geschäftsführers Hof- h e I m c r: Er bedauerte, nicht neben jeden Adressenschreiber einen Schupoaffizicr stellen zu können! Um so schärfer müßte jede Un- korrektheit gerügt werden. Und das Arbeitsgericht wies den Eni- lassenen mit seiner Klage ab. Alexander£crnel'Mo!enia Weltkrieg. Ocstlichcr Kriegsschauplatz. Ein sehr, sehr junger Husarenlcutnant der östcrrcichisch-ungarischen Armee gerät in die Russenlinie, denkt nicht daran, sich als Gcsangcner zu ergeben, sondern verkleidet sich als Bauernmädchen und erlebt in dieser Ber- Wandlung so manches, was man in Casanovas Mamoircn nachlesen kann. Erstens wird der Leutnant, der über Nacht ein bildhübsches Mädchen geworden ist, von den russischen Ofsiziercn verfolgt. In der Verteidigung seiner— oder sagen wir— ihrer Unschuld schwängert er— oder— sie ein polnisches Edelfräulem. Die Ellern der jungen Dame, uralter Adel und Rittergutsbesitzer, bemühen sich vergeblich, den Namen des zukünftigen Vaters zu erfahren. Der Vater versucht, seine Tochter samt Mitgift einem verkrachten pol- nischcn Edelmann anzudrehen. Der riecht Lunte und verzichtet. Hierauf versucht die Mutter, die Angelegenheit auf chirurgische Weise zu ordnen, was jedoch fehlschlägt Aber zum Schluß hat sich die junge Dame doch das Kind abtreiben lassen, während indes ihre jüngere Schwester in die gleichen gesegneten Umstände geraten ist durch— eben den Husarcnleutnant, der ein Bauernmädchcn ist. Aber man soll nicht meinen, daß dieser Leutnant nur das versteht. Er stiehlt dem russischen Gcneralstab den Offensioplan und schmuggelt ihn zu den Oesterreichern hinüber. Jetzt ist es also endlich heraus, warum die russische Offensive zusammengebrochen ist und Rußland den Krieg verlor! Es sei ihm gedankt, Alexander Lernet-Holenia, der uns dieses Romanbüchlein„Die A b e n- toller eines jungen Herrn in Polen"(Verlag Gustav Kiepenheuer, Berlin), geschenkt hat. Trotz allem: Lcrnet-5)olenia schrieb einmal ein wirres, oller dichterisch starkes Dcmetrius-Drama, er schrieb graziöse, humorvolle Komödien, geladen mit Witz und Satire, er schrieb auch viel Durch- schnitt— und er schrieb diesen Roman, ocr mit einem Elan„hin- gelegt" ist, daß man hin und wieder vergißt, wieviel Können an einen derarligcn Stumpssinn vergeudet wurde. Friodridi Liefatneker. üßillige SSiieher Im Verlag S. Fischer sind Bernhard Keller mann? Vor« kricgsroman„Der Tunnel" und Hermann H e s s e s Zkovellen, band„Weg nach innen"(Siddactha, Kindcrsecle, Klein und Wagner, Klingsors Letzter Sommer) zum Preise von 2,85 Mark erschienen. Der Verlag Rlltten u. Loening-Frankfurt a. M. bringt Romain R o l l a n d s dreibändigen Roman Jean Christof neu heraus. (Preis pro Band 3,75 Mark.). „Volk und Ieii". unsere illustrierte Wochenschrift, liegt der heutigen Postauflage bei. Vcrantwoeil. für die Rcdaklion: Züch. Sctnflcln, Berlin? Anzeigen: Tb. Sloa-, Berlin. Verlan: Vorwärts Verlag<5. m. b. ß.. Verlin. Druck: Vorwärts Buch» druckerci und Perlagsauftalt Paul Singer& Co.. Berlin SW K8. Lindenstrake 3. Sierzu 1 Beilage. PROGRAMM für die Zeit vom 13. bis 16. November O-T A I PRO GRAMM für die Zeit vom 13. bis 1.6 November Potsdamer Straße 38 Oer brave Siündcr rait 3I»x Pallenberg?, Dolty Haac, lleinx Rümuenn Vf. 5. 7, 9 Uhr, S. S. 5, 7. 9 Uhr Rheinstraße 14 Kalf-Eicbo T-ustspfd; Keine Feier ohne Meyer mit hiiegfried Arno, B. A. Bollert», Engllech, Illna Cirulia Vf. 5, 7. 9 Uhr. S. 3. S. 7, 9 Uhr Odcon, Potsdamer Str. 75 Ilerffc in Flomuien— Ein Luis- Trr.nkcr-Film— Für Jugendliche /rci- Rk�cben W. 5. 7. 9 Uhr. S. 3. 5, 7. 9 Uhr Turmstraße 12 Wer nimmt die J.iebo ernst mit Max Hansen, Jenny Juffo, O ito Wsllburg; W. 5. 7. 9 Uhr, S. 3. 5, 7. 9 Uhr Alexanderstraße 39-40 (Padnafisc) War nimmt die JUiebc ernnt mit Max llaRftcn, Jenny Jniro- Otto Hallburcr. Den ganzen Taß geöffneU Sonntags ab 3 Uhr � Westen"fc Primus-Palast Polsdanjer Str. 19 Ecke Margiirctcmlr- Urauffuhmng. Der lustige Mildtärfilm. Resej-ve hat Buh' mit FriU'. Kempers. Panl Hörbieor. Huero Flseher-Uttppe. Slcntu Slineland. Regie; Max Oha! Wochentags 5.15, 7.13. 9.15 Uhr Sonntags 3.15. 5.15, 7.15, 9.13 Uhr Die Kamera Unter den Linden 14 Taglich 3. 5, 7. 9 Uhr. Jug. Zutritt Grottntadtllehtcr mit Cbarlic I liaplin— Oer verzauberte O'old(Filmmärchen) Franziskaner Georgenstraße(Ecke FriedrichstraBe) Die InsiiRen Weiber von Wien mit Willi Porst— Kyritz- IV rW» mit Max Adalbert Moabit A>»Im u. W ab 0.30 ü. ATiUSiltjT!t i-hn e Sonnt. ab5U. Pcritberger Str. 39, Großtonfihn Se-bütrenfest In.Schiida mit Slejlr. Arno, Fritz Kampers Tonwochc Welt-Kino W. fi.45 u. SA'/ TT Sonnt, ab 3.00 U. Alt-Moabit 99 Ufr«rft*! groß* Russen-Tonfilm: Der Wog in« Lohen TonbeL progroium Kant-Lichtspiele Kantstr. 54(an der Wilmersdon'cr Str.) Tonlustspiel: Keine Feier ohn Meyer mit Siegfried Arno. B. A. Bobert», I». Encllsch W. 5, 7, 0 Uhr, S. 3. 5, 7. 9 Uhr German ia-Palast Charlollcnburgi Wilmersdorfer Sir. 53/54 Tonlust splttf: Die Iflutfcr der Kompagnie mit D'ciO Fordl W. 5, 7. 9 Uhr. S. 3. 5, 7. 9 Uhr. Schlüter-Theater l/tTu Schlutcriü» 17 Sonnt. 3 U. Jgd.-Vorst. Dombcn auf Jlonte Carlo mit Haie« Albera, Anna.Sfon Tonivoche W Wilmerstforf jft Atrium Reha-Palast Kabcrallee, Ecke Berliner Straße W. 7, 9M. Sbd. u. Stg. 5, 7. 9U Tonfilm- Urauffflhr.: Licbeskom-- mando(Ein Film a. d. Kadptton- leben) mit Dolly Haas. Gustav Fröhlich, Anton Fointncr, .Harccl IVittrlsch— Tonfilm bcSprogrramm Titania Schöneberg Wu Hauptstr. 49 SonnUgs 3. 5, 7, 9 Uhr T onfilml us tspiel: K in au s gekocht?r Jause mit 8iej|pfricd Arno Tcniilmbclprogramm c atggiita 3 Titania-Palast W-L.su. Steglitz, SchloBstr. 5, EckcGutsmuthssir. Urauff.: Die Franke mit Itan» itebmann, I hnrl. tbusa, Eueen Klüpfcr. Fritz Bnsp— Ton- fllm.Beiprosrranim ||"gein«t�orV'Vll>ta Ucginn täglich 5. 7, 9 Uhr. Stg. 3 Uhr: Jugendv. Zeli Potsdamer Str. 40 Uiratckorn«rollt otn mit Felix Hrehaart, Cnarl. Snsa Gut. Tonbelprogsramni <1 Mariendorf fc r> Mariendorfer Wochefttg. IVia-Efl Tcpiiehtsplelc e»/-, 9 Uhr Chausseestr. 305 So. ab 5 U. Zsvei GroCtonfilmc: Ciessnaverein hiorgrenfrei mit B. A. Bobert» Der Verteidiger hat das Wort Wo. 7. 9 U. So 5. 7, S U. Aurrurst Sonnt. 3 u.: Jgd.-Vorst. DorfstraBe 72, Ecke Berliner Straße Der brave Sünder mit Max Fniienbery— t-nte» Tonflim- beiproerarnm TV««/.- Ti-i. 5. 7. 9 Uhr. i IVOll Sigs. 3 Uhr: JugendvorsloII. Berliner Straße 97. Toniuslspiel Keine Feier ohne Meyer mit Slegfr. Arno. I.urle Encllsrh. B. A. Bobert»— TonbciprogTr. d NeuBdlin" B Mercedes-Palast Hermannslr. 212. Woch. 6V*t 9. Stg. ab 3 TonÄchwiink: Die Ifuttcr der Kompagnie rait YVeili- Fcrdl Dclprogramm.— Bü!men«ehau Primus-Palast u. Sonnabends 5 Uhr Am Ilermannplaiz, Urbanslr. 72/76 Bis Montag verlängert: Der brave Münder mit Slax Pallcnbcrc Dfthne— Dciorogramm Kukuk Wochenl. 6.45, 9 U. Sonntags 3. 5, 7, 9 U. Kollbusscr Damin 92 Herzen In Flammen mit Marlene Dietrich, Adolphe �(cn|ou Tonbci prograram Excelsior 6f!599uu" Kaiser-Friedricb-Straße 191 „Tabu", IfVurnau* letztes Meiste M'erk— Tonbciprogranim— Jugendl. Zutritt— Sonntag 3/£l2 Uhr vorm. Fllmmatlnec ftücüen Filmeck Theater am Moritzplatz Beg. Wo. 5, 7. 9. Stgs. ab 4.30 Uhr Herzen ia Flammen mit Mar lene Dietrich— Hier nird gebaut— fint. Beiprogramm d''saäoatnw'fc Wochent. ab ß": U Sonntags ab 3 Uhr Am GOrlitzer Bahnhof Kyrltz-Pyrltz(Die fidclc Sängerfahrt) mit Max Adalbert Hühnc: Gaslsp. Vicky n. Luise Werkmelater Luisen-Theater itg�u neichcnbcrgcr Straße 31 Zwei Tonfiliinc: Douaumont, die Hölle von Vcrdun— Klgmct, Vcr schwörung gegen d. Kalifen v. Bagdad mit Dlta Parlo ' Flora-Lichtspiele Mu�In' TagEtli.SZi, Sonnah.5,7,9, Stg. 3,5, 7,9 Der brave Sünder mit Max Adalbert— Tonbeipresraram Stella-Palast Köpenicker Straße 12—14 Wocbtgs. ab 6'/: Ü., Sonntags ab 3 U. Keine Feier oltno Meyer mit Siegfried Arno— Bühne: Gastspiel des Kopenhagener Picvue-Ballelts mit gr. Jazzorchestcr. 25 Mitwirkende Sonntag 3 Uhr: Sondcrvcranslal- tung: Paul GodnTn mit seinem Jazzorchesicr. Ferner: W. Rosen Irene Eininger Luna-Palast Große Frankfurter Str. 1-1 Tonwoche Verlängert: Der brave Nündcr mir Max Pallenberg— Bühne Willy Rosen Deatsch-Amerik. Theater Kopcnickcr Str. 68 Bog. 5, So. 2,30 J.-V Hurra, ein Junge mit Max Adalbert, Ralph A. Roberts Tonbeiprogramin Stern, Hermannstraße 49 Wochent. 6.30, 9 U., Sonnt, 3, 5. 7. 9 U. Herzen in Flammen n. Marlene pietrleh, Adolphe Menjou Toubeiprogr. Dtthncnschau Lichtspiele Südwest Blücbcrslr. 12 W. ab 5. So. ab 3 Uhr Der ungetreue Ekkehard mit Ralph A. Bobert», l,ueic Eng lisch— Tonbeiprogr.— Ton woehensehan Film-Palast Kammersäle Tcltower Str. I W. ab 5.30, Stg. ab 3.30 U. lOdproz. Tonfilm: Fallenbcra in»ei icm 1. Tonfilm; Der brave Sünder, Regie: F. Kortncr. Neue Philharmonie Kopcnickcr Str. 96 Einbrecher m. Ullian Ifarvey. Willy Fritsch, Ralph A. Robtrls Deiprogrnmm— Bühucnsciiau D BaumichMlenwnq& Lichtspielhaus �iS.Vu. Baumschulenstr. 78. Sonnt. 2 U.: J.-V. Berge in Flammen mit Unis Tronker— Tonbolprogramm Jugendl. Zutritt Treptow-Sternwarte Sonn sbd. 8 Uhr. Sonnt. 4, G, 8 Uhr Inschallah, mit Auto und Kamera im Reiche der Kalifen— Filravorlrag Horäos�en *r% tt Prenzlauer „LtySlUm Alice 50 W. 5.15, 7.00, 9.13. So. 3 15. 5, 7.15. 9.15 U. Der brave Sünder mit Max Pallcnbcrsr— Foxfonnoche Bühne: SlnfkoffjTschcrkesacnclaor German ia-Palast Frankfurter Allee 314 Woch. 6.30, Sonnab. 5, Sonntags 3 Uhr Jugendliche Zutritt Großlonfilm: Deiiin- Ale.xanderplaix mit Heinrich George (Die Gcsdiichle v. Franz Biberkopf) Auf der Dühnc: Ivuigi Frisco. Orig. italienische SchlagcrkapcUc' Schwarzer Adler anÄ W. 5, 7, 9 Uhr, S. 3. 5. 7, 9 Uhr Her ungetreue Rkkchard mit Ralph A. Roberts, Fr. Schnlx.. Ltucic Englisch— Lust. Del Programm— Tomvoche Viktoria-Theater frankfurter Allee 48 W. 5, 7, 9, So. 3 Ul-r Der ungetreue Ekkehard mit Ralph A. Roberts, Fr Schulz c Zentrum Babylon, am Bülowplatz Wochentags 5,7,9.10, Sonrt. abSUhr Der brave Sünder mit Max Fallenbcrg Dühna: Pranosrdy? Sonn.ibend, lt.. 11.30 Uhr; Ifoehtv jrstcllung:„Kaltau" � Weu°»cnter;bera p Kosmos-Lichtspiele Lückstraße 7C W. 5, 7, 9, S. 3, 5, 7, 9 U. Der kleine Scitcnspruug mit Kennte Müller— Paul Morgan: Cafe Kai»».— Gr. BüIuod- schaa Woiaensee Tn Wochen». 7 tt. 9 U, natmonie sonnt. 5. 7 u. s u. Langbansstr. 23 Tonlustspiel: Dienst ist Dienst mit Fr. Sehniz. B A. Robert», Lucic Englisch— Tonbeipr. FriadrieHsfeid« Kino Busch B-.Aw' 5. 7. 9 Uhr Alt-Eriedrich�lcido lOOnroc.rontilm: MeinBorz sehnt sieh noeh?, ie.be mit Ernst Vorehcs— Tonbeiprogramni Tonwochc A /,'„ i.,— Mülierstraße 136, Ainamora Ecke Seestraße W. 5. 7. 9 Uhr. S, 3, 5. 7. 9 Uhr Der brave Sünder mit Max l'alicnbcrg, Heinz Rühntann Toitbciprogi-amm Phams-Lichtspiele Mflllerstr. 112 W. 5, 7, 9 t GroßtonlUm: Menschen hlnto Gittern mil Heinrich George Rflnkow Palast-Theater Breite Straße 21a. W. 7 u. 9. Stg. 5, 7,9U, GroßtpBfUan: Berlin-Alexander- plRtK mit Heinrich George, Maria Bard— Tonbciprogr. Tivoli Wochent. 7, 9 U. Scr.nt. 5, 7. 9 U. Berliner Sir- 27 Gr Bühncnschaa Siein Sieheidungsgrund m. Eicn Deycrs, Johannes Kiemann Tonbclprogramtn T e e i Filmpalast Tegel Wochenl. 6, Sonnt. tV.-U. lOOproz.Tonfilra Dienst Im* Dienst mit Prltz Scliulz, Ralph A. Roberts Rühne: Hugo Fiseher-Uüppc. Erich Wölfl Kosmos uflhn Wo. 6, 8.30 Uhr Uübnc So. 4.15, 0.30, 8.15 Hauptstr. 6 Großtontilm „Tabu", Murnaus Ictries Werk Auf der Bühne: Ilaren ai Ka- scbiil. Orientalische Tändeleien. Harun ai Raschid verschenkt in jeder Vorstellung eine echt goldene Uhr (585 gestempelt, 14 Kar.) Mennigsania i». Zebdcnick gegen Wansdorf.— 3. Bezirk: Spandau Bezirk gegen Werder 88. Kirchmöser gegen Lehnin. Grebs gegen Altbensdorf. Warnsdorf gegen Ägritz.— Trcuenbrietzen gegen Riewegk. Zweite Mannschaften: ASB. N-nköll» gegen Britz 88. Rormannia 3 gegen ASB. Neukölln 3. Südost 3 gegen Baumschulenweg 2. Wacker 30 gegen Frohe Stunde. Temnlin gegen Adler S. Pankow gegen Blankenburg. Lochen gegen Saxonia. Mildenberg gegen Zehdenick. Pankow 3 gegen Freie Scholle 2. Wilmersdorf gegen Teltow 3. Volkssport Neukölln gegen Friedenau 3. ILhniiien- darf gegen Klonsdorf. Löwendorf Vgen Trebbin. Luitcnwalde V 2 gegen Luckenwalde i Alters mannfchaft.,., In Friedersdorf ucranftaltet der l. Bezirk einige Wer bespiele, zu denen sich folgende Mannschaften �ur Verfügung gestellt haben: Storkow 2 gegen Deutsch-Wusterhansen. Friedersdorf gegen Südost 2. Storkow l gegen Südost 1.™ Beginn der Spiele: Erste Männermannschaften 14 Uhr.'dweite Männer. Mannschaften 12'', Ubr. Vormittags linden auf fast allen Plätzen Spiele der Lugend- und Schillerinannschafte» statt. Das andere Lager Handel um einen Fufjballspieler Bisher mar es im bürgerlicheu Fußballager Mode, zu Beginn per neuen Serie Spieler ans anderen Bcreincn zu kaufen oder viel- mehr„für sich zu gewinnen". Jetzt konimt es auf einmal anders. Aus der„S p i c l v e r e i n i g u n g Fürth", einem der füh- rcnden Vereine des süddeutschen Fußballvcrbandcs, trat der inter- ikationale Mittelläufer Leinberger aus. Da setzte ein großes Fragen ein: Wo wird Leinberger landen? Bald hieß es in West- 'deutfchland, dann wurde Berlin, schließlich Stuttgart genannt. Das amtliche Organ des Verbandes Brandcnburgifcher Ballfpielvorcine, die„F u ßb a l l- W o ch e", erklärte bei der Meldung, daß Lein- bcrger für Berlin verloren seif daß die Anmeldung in Westdeutsch- land doch bestimmt einen Haken habe. Welcher Art dieser Haken ist, darüber schwieg sie sich allerdings aus. Leinberger wollte in zwei weftdeuifchen Vereinen als bezahlter Trainer wirken, aber in der unrühmlichst bekannten„Schalke 04"-Ma»njchajt spielen.(Nach den Amateurbestimmungen des Deutschen Fußballbundes darf nöm- lich ein Spieler nicht in dem Verein spielen, für den er als Trainer verpflichtet ist.) Da nun die beiden Vereine nicht zahlungsfähig genug sind, so nimmt man an, daß„Schalke" die Bezahlung übernimmt, um die Gehaltssorderung Lcinbergers von 800 Mark erfüllen zu können. Das und nichts anderes war der Haken für Westdeilischkmd— für Berlin besteht auch einer, wie man gleich sehen wird. Plätzlich trat Leinberger jedoch einem Berliner Berein, nämlich„Hertha-BSC.", bei. Da herrschte große Freude bei dcnci», die vorher so viel gegen Leinberger einzuwenden hatten. Zurück- hallung war aber bei denen, die auf ihn spekuliert halten. Es heißt, daß Leinberger lediglich zu feiner Weiierbildung an der Hochschule für Leibesübungen nach Berlin gekommen fei. Wer bc- zahlt denn aber feinen Lebensiluterhalt? Er muß doch auch für feine Familie sorgen. Hier ist der„Berliner Haken", von dem die „Fußball-Woche" schrieb. Damit ist der Handel um Spieler aber noch lange nicht ab- geschlossen. Zwei weitere Spieler der bürgerlichen Nationalmann- schaft IMcn de» Weg nach Berlin gefunden: die beiden Hamburger Horn und Sommer aus dem„Hamburger Sport-Vercin". Während Sommer bereits beim„Berliner Sport-Berein!>2" unter- schlüpfen konnte, hat sich Horn noch für keinen Verein entscheiden können. Beide mächten gern in einer Mannschaft spielen, Horn aber lieber in„Tennis-Borussia". Wird nun Horn Sommer oder Sommer Horn für seine Mannschast gewinnen? Welcher Ver- ein kann die hoch st c Starauslösung aufbringen? Wo sie bleiben, soll uns gleichgültig sein, aber wir fragen: Wo bleiben die Amakeurschutzbestimmungen? Unfug beim Eishockey Die gestrigen Kämpfe keine Olympiaausscheidung 'Nirgends geht es merkwürdiger zu, als bei den bürgerlichen Sportlern. Die Eishockeyspieler verschreiben sich z. B. seit Jahren zu an sich sehr interessanten Wettspielen dem Berliner Sportpalast, der dafür hohe Eintrittspreise nimmt. Welcher Anteil davon auf die Spieler entfällt, ist ein Geheimnis, das kaum jemand, der sich mit den Amateurvorschrister. der bürgerlichen Sportler befaßt, lüften wird. Daß der Sportpalast ein kräftiges Wörtlein bei der ganzen Sache mitzureden hat, ersieht man daraus, daß er die gestern veranstalteten Eishockeykämpfe zwischen dein Berliner Schlittschuhclub und dem Schliltschuhclub Rießersce als„Aus- f ch c i d u n g s k ä m p f e für die Olympiade" firmierte. Da- gegen hat aber ein Sport-Mittagsblntt in aller Form protestiert, weil nämlich die hcrausgestellien Mannschaften durchaus nicht zur O l y m p i a c l i t e der deutschen Eishockeyspieler gehören. Da ist denn dock? die Frage erlaubt, öl' der ganze Olympiaderummcl van den an sich unabhängigen bürgerlichen Sportvereinen, oder von der Finanz welk, selbst.wcnn sie sich in der Gestalt einer Spart- palastdirettion darbietet, arrangiert wird. * Vor mir wenigen Zuschauern— der Sportpalast war längst nicht zur Hälite gefüllt— wurde am Doiinerstagabend der erste Eishockeykampf zwischen dem Berliner Schlittschuhclub und dcm SC. R i c ß c r s c e abgewickelt. Der BSC. siegte mit 6: 0 (0:0, 2:0, 4: 0), doch zeigte er damit durchaus kein überzeugendes Können. Einzelleistungen van Jänccke und Rudi Ball vermochten den mäßigen Gcsnmtcindruck nicht zu verwischen.* Ansätze zu Kombinationen zeigte die BSC.-Mannschaft überhaupt erst im ab- schließenden Drittel. Den Mannen des SC. Rießersce merkte man allzu deutlich an, daß sie zum ersten Male in dieser Saison aus dem Eise waren, und so konnten sie nur selten ernsthaften Widerstand leisten. Ihr bester Hüter Wimmer. Mann war neben Schröttle der brillante Tor- -Ärbeiter-� asserball Berlin XII siegt im Wasscrballblitzturnicr Mit einer glatten Ueberraschung endete das sonst gut angelegte Turnier der Freien Schwimmer Spandau am gestrigen'Abend im Stadtbnd Spandau. Berlin XU, in den letzten Serienspielen der A-Klasse fast stets Versager, zeigte sich in einer ausgezeichneten Form, und gewann alle Spiele in überzeugender Manier. Zehn flott aufeinander folgende Spiele waren erforderlich, um den Beste» des Abends zu ermitteln. Nachfolgend Spiele und Ergebnisse: l. Spandau— Siem.-Falk 4:0. 2. Verlin XII— Union 4:3. 3. Freiheit— Siem.-Falk. 7: l. 4. Berlin XII— Spandau 4; 2. 5. Freiheit— Union 2: 2. 6. Bln. Xll— Siem.-Falk. 4:0. 7. Spandau— Union 3: 2. 8. Berlin XII— Freiheit 4:2. 9. Union— Siem.-Falk. 7: 1. 10. Spand.— Freih. abgebrochen. Das letzte Spiel zwischen Spandau und Freiheit wurde wegen Regelwidrigkeiten beider Mannschaften abgebrochen und der Kamps Bei einer Gutrechnung von 2 Punkten für das unentschiedene Spiel ergibt sich XII mit 8, 2. Spandau mit 4, nicht gewertet. gewonnene und 1 Punkt für das folgender Stand: l. Berlin 3. Union und Freiheit mit 3 und 3. Siemensstadt-Falkenfee mit 0 Punkten. Zlusgczeichncte Momente gab es in den Spielen Berlin X Ii- Union und Berlin XII— Spandau, in denen besonders der Sieger dcs Abends durch selten schönes und überlegtes Spiel zu verdienten Erfolgen kam. Die Enttäuschung des Turniers boten die Union- lcute, die sich schlecht zusammenfanden und auch viel Schußpech hatten. Spandau zeigte im Angriffsspiel gutes Können, ließ aber im Spielausbau viel vermissen.- Freiheit mangelt es nach wie vor an verständiger Zusammenarbeit: mit Einzelleistungen ist wenig anzufangen. Der Kombination Siemensstadt-Falkensee sehlt es, ob- gesehen vom großen Spieleifer, zu sehr an Erfahrung und spiele- rischem Können, um gegen die A-Klasse-Mannschaftcn zu bestehe». Sonntag: Wintergarten! Das rege Interesse, das weit über Berlin hinaus die Ankündi- gung der W i n t e r g a r t c n- B ll h n e n s ch a u der Freien Turnerschaft Groß- Berlin erweckt hat, wird bestimmt nicht enttäuscht werde». Das in seiner Wirkung sich immer mehr steigernde Programm läßt in fortlaufender Darstellung die Leibes- Übungen erscheinen, die schon im Spiel der Kinder zu erkennen sind und bis zu den Zillen fortgesetzt werden. Wenn dann die Jugend in freier Art und später die Erwachsenen Sport, Gymnastik und Geräteturnen zeigen, dann erkennt man so recht den Wert der Leibesübungen. Und das ist beabsichtigt. Doch darüber hinaus verkörpern Sprech- und Vewegungschörc das Sehnen dcs arbeiten- den Volkes nach Freiheit und Recht. Bewies schon die Freie Turnerschaft Groß-Berlin mit ihrer Märzscier, daß sie vorzügliches auf die Bühne zu stellen vermag, so wird unter der Mitwirkung des Musikkorps des Vereins auch jetzt wieder etwas Außergewöhn- liches zu erwarten sein. Karten sind noch zu haben bei den Funk- tionäreu oder in der Geschäftsstelle des Vereins, Berlin NO. 18, Lichtenberger Str. 3/ Tel. E 3 Königstadt 3036. Freie Turnerschaft Groß-Verlin. Die Probe am Sonnabend, 14. November, ist in der Walther-Nathenau-Schule, Neukölln, Boddinstraße. am U-Bahnhof, H» Uhr. Männer zum Bewegungschor dunkle Trainingshose. Turnklcidung schwarzweiß mit Brustabzeichcn. Touristenvcrein, Die Naturfreunde", Ortsgruppe Berlin, e. D. Freitag, 1Z. Ziovembcr, 20 Uhr. Abt. Charlottenburg: Spreestr. 30:„Die Geschichte der Revolution".— Faltbootabteilung: Iohannisstr. lö:„Erinnerungen eines Sozialisten" lDr. Schütte).— Lugcndgruppe Humboldthain: Pank- Erfc Wiesenftraßc: Freidenkervortrag.— Treptow: Elsenstr. 3:„Meine Amerikafahrt".— Bincto- platz: Lortzing- Ecke Graunstraßc: Lustiger Abend.— Südost: Wrangelstr. 128: Literarisches(Zola).— Schönhauser Vorstadt: Rastenburger Str. 16: Mitgliederversammlung.— Photo Osten: Frankfurter Allee 307: Aufnahmen im Heim.— Photo Neukölln: Bergstr. 29.— Montag, 16. November, 20 Uhr. Photogi'mcin- schart: iohannisstr. lö:„Mit der Vamera durch die österreichischen Alpen". Malqemeinschaft: Wrangclstr. 128. ASB.(schöucbcrg sucht für Sonntag. 1-1. November, Gegner für 2. und 3. Mannschaft aus eigenem Platz. Angebote beute ab 20 Uhr uuter Stephan 6728. Der Freie Fußballoerein Minerva 28 sucht zum 15. und 18. November Spiele für eine Männer- und zwei Iugendmannschaften auf eigenem oder Gegners Platz. Angebote Freitag, 19 Uhr. r' 2 Neukölln 9772. Freie 5tonn. Union Groß-Berlin. Freitag, 13. November, 20 Uhr, Sitzung, „Zur Eiche". Neukölln.>saiser-Friedrich-Ecte Saalestraße. Arbeiter-Sportkczclklub Vorwärts. Trainingsabend jeden Freitag, 20 Uhr, Alerandrincnstr. 107. Am 21. November Generalversammlung bei Loek, Schon- lcinstr. 6. F teif a£, 1 5. November. Berlin. 16.05 Untcrhaltungsimisik. 17.15 Das neue Buch. 17.25 Musikalische Jugendstunde. Joseph Haydn. 17.45 Dr. Eugen Ncsper: Zehn Minuten Eunkhilfe. 17 55 Mitteilungen des Arbeitsamtes. 18.00 Emanuel Stickelberger liest eigene Dichtungen. 18.25 Mitteilungen des Arbeitsamtes. 18.30 Prof. Dr. Karl Schmitt; Hegel— Marx. 19.00 Stimme zum Tag. 19.10 Auf volkstümlichen Instrumenten. Mitw.: Luciano, Mundharmonika: Artur Mersiowsky, Bandonion: Walter Sommerfeld, Xylophon; Adolf Wollenschläger, Zither. Flügel: Erna Klein. 20.20 Singakademie: Sinfonickonzert. Funkorchester, Dir.: Hans Rosbaud. 1. Hin dem ith: Ouv. zu„Neues vom Tage". 2. Hindenüth: Kon'zcrtstöck für Trautonium und Streicher(Erstaufführung). Am Trautonium: Oskar Salar.) 3. Haydn: Sinfonie C-Dur. 4. Busoni: a) Bcrceusc clcgiaquc: b) Harlekin-Rcigcn," op. 46. 5. Hindemlth Konzertmusik für Streicher und Blechbläser(Deutsche Uraufführung). In der Pause(21.10 etwa) Rauscher: Zeitungsschau. 22.10 Wetteir, Tages- und Sportnachrichten. Konzert. Königswusterhausen. 16.00 Schulrat G. Wolff und Hauptlehrer Friedrich: Schulreform bei vermehrter Schülerzahl. Hilfe durch Gruppcnarbcit. 16.30 Leipzig: Konzert. 17.30 Mersmann: Hausmusik. 18.00 Reg.-Rat D. Maßniann: Ländliche Siedlung. 18.55 Wetter für die Landwirtschaft. 19,00 Wissenschaftlicher Vortrag für Zahnärzte. 15.30 Prof. Dr. Theodor Geiger: Panik im Mittelstand. 20.00 New Ygrk: K. G. Seil: Worüber man in Amerika spricht. 20.15 Langenberg:„Die Freier". (i Stoffe, f abrlhabfäiic Mir Leib- und Bcfdväsdie [ Werlcaufsieit 8—5 Uhr, Sonnabends 8—2 Uhr 1 Kleider und Seidenst- Mechanische Feinweberei Ädlershof znaiteronleiitlldi biilloeB PreisRii Kleider und Seidenstoffe aller Art Sfaafs Freitag, den 13* November Staatsoper unter den Linden 20 Uhr Die scftalKltalf e Witwe StaatUtepleiliaus Oendarmenmarkt. 20 Uhr Peer Gyn« Schiller-Thsater Charlotlenburg. 20 Uhr Doktor Klaus »>,. uhr CASINO-THEAIER»i. uh. Lothringer Strafe 37. iiiiiiiimiimiiiniiiiiiiiiiitniiiiimiiiiiiiiniiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiHjiii Volksstllck meckgi" L-llze Dazu das Singspiel„Erwischt'" and da* neue bnnle Progremml Gutschein l-4Personen. Parkett nur SO Pf. Fauteuil I.— Mark, Sessel 1.50 Mark Reichshalien-Theater ibtniis 6 Idir, Sonntag oadimittag 3'/, Uhr Stefttiner Sänger Die neue Burleske N»„Der arme Kasemir" Hadimitlags halbe Preise, volles Progfanim I Stadl. Oper Charlottenburg ßismarckstraße 34 Freitag, 13. Novb. Turnus IV Anfang 20 Uhr Premiere- (Ersta eff üb r an g) Soldaten Ende gegen 22.45 U Rose. Theater äraS« Frankfurter Sirafe 13! lel. Wtitksnl E 1 3G2 8.15 Uhr Frühling im Wiener Wald Voiiisoühne Theater am BDIowplatz 8 Uhr Zum I. Male Der grUne KaKadu Grotesk«»on A. Sdinitzlcr. Der Kammersänger 3 Sienet v. f. Weddind Förster, Sleckel, Fein, Falkenberg. Staatl. Sdiillcr-ihEatei 8 Uhr Doktor Klaus HAÜSWERUHD fcrgnugungf Restaurant Berlins Winier-Müntei tescho Form, rein® Wolle. Frauen-Hüntel gröBte Weiten 49.— 39— koden- Hüntel in allen Weiten 39— 29,— MaBanfertigung besonders lür stärkere Damen Oamsnmäntsl 19.- 29.- 17.°° Paul -Fabrikation und Handlung ■ i« R« Reuterstr, 63 a.Kaia.-Frlod.-Str. Sflk-Trio Neukölln. Lahn str. 74/75J Lichterfelder Festsäle ZasBalenclairCer StfraO«; 5 €9«l«OBaoinre Odio Sdaillinä Telephon: Lichterfclde G3 1445 Futsäle für 1500 Personen mit medern eingerichteten Bohnen für Veranstaltungen jeder Art/ Mzeitssäle /Vereinszimnier für 20 bis 300 Pemmen