Morgenausgabe Ar. 537 A 270 .4S.Z/z bis 1? Uhr. Der Verlag behält sich das Recht der Ablehnung nicht genehmer Anzeigen vorl Jentralsrgan der«Sozialdemokratischen kartet Deutschlands Redaktion und Verlag: Berlin SW 68, Lindenstr. 3 k�ernspr.: Tönhosf(A T) 292—297. Telegramm-Adr.: Sozialdemokrat Berlin. Vorwäris-Verlag G.m.b.H. PostIchcckkonlo:BerlinZ72!ZIZ.— BattkkonIoiBankdcrArdcilcr.AilgestcUIen und Beamten, Lindenstr. 2. Dt.B.u.Diec.»Gel.,Depojtl«nI..JeruialemerSir.Si>k>5. Breitscheid warnt! Schluß mit der Mordpefi— sonst Schluß mit der Tolerierung- D a r m st a d k, 14. Zkovcmkicc. einer hier al'gehaliencn Ivahlnersommlung der SPD., die non mehr als 5002 Zuhörern besticht war. sprach als Qanptredtier der sostaldemokratische Abgeordnete Dr. V r e i t s ch e i d. Im Lai-sc seiner Ausführungen kam er auch auf die täglichen Z«. saxtmcnstoste zwischen politisch Andersdenkenden zu sprechen und erklärte dazu: „wir müssen in dieser Stunde eine ernste Mahnung an die Rcschsregierung und an die Länderregierungen richlen. wir srogcn, ob sie bereit sind, dem Terror der ItSDZlp. ein Ende zu machen, da sonst die D n l d u n g s p o l i l i k der Sozialdcmokraien gegenüber der Regierung unmöglich wäre. Unsere Tolericrungspolilik sollte dazu dienen, die Republik zu schühen. Sie kann aber nicht bedenken. dost die non uns kolcrierle Regierung das Treiben der SA.-Lenkc und der Rukionolsozialisten sicheri. wenn auch hier und dort hakenkrcnzler zu Schaden gekommen sind, so hol sich doch in fast allen Zöllen ergeben, dast der Gegner der Nationalsozialisten in der Abwehr war. wer das bezweisell, möge sich daran erinnern, dah die M o r d p c st. die M o r d a n s ch l ä g e und die Aufrufe zum Mord in Deutschland nicht existiert haben, bevor der Nationalsozialismns in Erscheinung tras. wir erwarten van der Regierung eine alsbaldige Antwort, absiebereilisl.dcn Kampf gegen den Faschismus mit allen Mitteln aufzunehmen oder ob sie sich dem Ralionalsozialismus unterwerfen will. Zn diesem Falle ist die Gesamtheit der Zlrdeilerschast bereit, den ihr oufge- zivungcncn Kamps mit allen Mitteln durchzuführen. Durch den Beschluß der Kommunistischen Partei, dem Terror einzelner Gruppen ein Ende zu machen, ist ein schweres h i n d e r» n i s zwischen der Sozialdemokratie und der Kommunistischen Partei Deutschlands gefallen. Die Sozialdemokralen in Preußen werden sich gegen ein eventuell beabsichtigtes Verbot der KPD. wenden." Der verhinderte Italienflug. Die Namen von drei festgenommenen Italienern. "T Konstanz, 14. November.(Eigenbericht.) Die kürzlich in Konstanz bzw. Freibnrg im Zusammenhang mit der veschlaguahme eines aus Berlin stammenden Flug. zeuge» verhafteten Italiener sollen die Antifaschisten Bassancsi. Tarchiani und R o s s e l l i sein, die im Juli l?Zg den antifaschistischen Propagaudaflug über Mailand organisiert bzw. durchgeführt haben. Bassancsi, der seinerzeit das Flugzeug nach Mailand steuerte, verunglückte aus dem Rückslug im Geb'el des Sk. Gotthard-Massivs schwer. Nach seiner Genesung ivvrdc er in der Schweiz vor Gerietst gestellt und zu einer längeren Gesängnisstrasc verurteilt. -i- Daß die deutschen Behörden verpflichtet sind, ein derartiges Unternehmen, wenn es zu ihrer Kenntnis gelangt, zu verhindern, kam, nicht bestritten werden', deim das entspricht nun einmal den international geltenden Auffassungen über die Beziehungen zwischen zwei befreundeten Staaten. Fraglich ist nur, ob darüber hinaus Deutschland zn irgend etwas verpflichtet ist. Die itatieuisch« Re- gienrug soll in Berlin um Informationen über die Angelegenheit gebeten haben. Dies« Neugier ist- begreiflich, aber ein höflicher Hinweis auf die erfolgte Durchkreuzung des Unternehmens dürfte genügen. Das Auswärtige Amt darf nicht vergessen, daß in den Augen der großen Mehrheit des deutschen Lottes Männer wie Basianesi und Lauro de Basis Helden der Freiheit sind und daß jeder geglückte Prapagandaslug in Millionen deutscher Herzen ?ubel auslöst, wahrend das tragische Ende de Basis aufrichtig- Trauer hervorgerufen hat. Namen wie Bassancsi, Rosselli und Tarchiani er- wecken bei allen Republikanern in Deutschland nur Gefühle der Be- wunderung und der Sympathie. Tarchiani ist einer der ersten Jmir- nalisten Italiens. Er hat seinen Posten als Chefredakteur des„Cor- riere della Sera" aufgegeben und ist ins Ausland geflüchtet, um feine Meinungsfreiheit und Menschenwürde zu retten. Rosselli hat sich für den greisen Sozialistenführer FilippoTurati geopfert, dem er zur Flucht verhalf. Dafür wurde er nach den Lipari-Jnsel» ver- bannt. Seine eigene abenteuerliche Flucht zusammen mit den. Ab- geordneten Lupu und Fausto Nitti. dem Neffen des früheren Ministerpräsidenten, gehört zu den wagemutigsten und großartigsten Heldentaten der Neuzeit. Das gleiche gilt für Bassancsi, dessen Mailand-Flug in aller Erinnerung ist. Solchen Männern gegenüber ist Deutschland zur Ritterlich- keit verpflichtet. Ihre Handlung, die übrigens nur vorbereitender Natur war. ist nach unserer Ueberzeugung den Gesetzen nach über- Haupt nicht strafbar. Sollte bei dem einen oder dem anderen Paßvergehen vorliegen— nun, dann muß das Gesetz natürlich zur Amvendung kommen, aber unter gerechter Würdigung der Motive und der Gesinnung. Jede Untersuchungshaft, über solche Männer verhängt, wäre kleinlich, dem: sie würden sich bestimmt nicht dem 'Gericht entziehen. Daftir spricht, daß sie schon ganz andere Dinge freiwillig riskiert haben als eine Polizei- oder gar eine Srrz« Freiheitsstrafe. Liegt ober nicht einmal Paßvergehau vor— 4 und k»os iM irnfcres Wissens Z-snindeft für Tarchiani upd Rosselli, die mir die zum Abwurf bestimmten Fbrgblätter nach Freiburg überbracht haben—» dann ist- die sofortige Frei- lassung eine Selbstverständlichkeit. Die zuständigen Behörden müssen wissen, daß von ihrem Ber- halten das Urteil vieler Millionen van Menschen in der ganzen Welt über deutsches Rechtsempfinden und deutsche Ritterlichkeit ab- hängen wird. Wozu sie gegenüber der derzeitigen italienischen Re- gierung verpflichtet waren, das haben sie sowieso schon zur Genüge getan. polnische Pogrome. Badausiudenten werden'Zwangssoldaten. Warschau, 14. November. In den kongrcßpolnischcn Städten Lomza, Sosnowitz und Rowogrudek sind nach dem Vorbild von Wars6)au, Krakau und Posen Demonstrationen gegen die jüdische Bevölkerung veranstaltet worden. In Lomza wurden ein Dutzend Leute verletzt. In Sosnowitz mußte die Polizei 2000 Demonstranten auseinandertreiben, um Ausschreitungen zu verhindern. In Rowogrudek über- sielen Schüler jüdische Passanten. In Krakau haben sich die antisemitische» Exzesse wiederholt. Jüdische Geschäfte wurde» blockiert und in mehreren Kaffeehäusern die Scheiben eingeschlagen. In Lemberg veranstalteten 4000 Studenten einen Demonstrationszug durch die Hauptstraßen. In Warschau berichten die jüdischen und die nationaldcmokratischen Blätter von Uebcrfällen aus ihre Anhänger. Wie es heißt, sollen jene Studenten, die bei den Ausschreitungen verhaftet wurden, sofort unter Verlust des ihnen zustehenden Aufschubs zum Militär eingezogen werden: dieses Verfahren l,>at schon an der Jahr- hundertwende ein zaristtfcher Unterrichtsminister gegen rcvolutio- näre Studenten eingeschlagen. Korfanty soll deutscher Agent lein? Warschau, 14. November. Im weiteren Verlaus der Verhandlungen gegen die Brester An- geklagten entspann sich ein sehr lebhaftes Wortgefecht zwischen der Verteidigung und den Anklagevertretern wegen der Zulassung von Belastungszeugen, die darüber aussagen sollten, in welchem Maße Korfanty an den„revolutionären Bestrebungen des Zentrolew" beteiligt gewesen sei. Die Verteidigung widersprach dieser Absicht, Korfanty in den Prozeß hineinzuziehen, da Korfanty, der nicht an- geklagt ist, sich nicht verteidigen könne. Der Belastungszeuge Jonjcc hat vor dem Untersuchungsrichter ausgesagt, zwischen Korfanty und der deutschen Regierung bestehe eine innige Zusammen- arbeit(!), Korfanty erhalte von ihr größere geldliche Unter- stützung(!>. Das Gericht beschloß, die in Frage kommenden Zeugen zu vernehmen, die Person Korfantys hierbei aber„auszuschließen". Ein« Frau im USA.- Senat. Cs ist zum zweiten Male in der Geschichte der Voreinigten Staaten ein« Frau in den Senat, emge- zogen. Der Gouverneur des Staates Arizona übertrug Frau Caramay den durch den Tod ihres Gatten Anfang Rononiber frei- gewordenen Senatssitz bis zu ven am 12. Iamiar stattfindenden Reuwahlen. Die Bürgerkriegsparteien. Legalitätsschwüre und Wirklichkeit. Am Freitag, spät abends, und in der Nacht vcraiistaltctcn braunschwcigische SA.-Abteilungen, ohne von der Polizei gehindert worden zu sein, regelrechte m i l i- t ö r i s ch c U e b u n g e n vor den Toren der Stadt. Auto- mobilisten, Fuhrleute, Radfahrer usw. wurden a n g e- halten,„auf Waffen untersucht" und bei Wcige- rung tätlich bedroht. In dem Vorort Rautheim drangen die Hakcntreuzlcr in die Häuser von Arbeitern ein, um ,.M a r x i st c n zu suche n". Achnliche Terrorakte werde» aus anderen braunschwcigischcn Orten gemeldet. Die Braunschweigcr Nationalsozialisten haben in kleinem Matzstab wiederholt, was sie am Braunschweiaer Blutsonntag in grötztem Stile in der Stadt türounschwelg durchgeführt haben. Sie haben das Aanöocr„Kriegszustand" durchge- führt, haben tatsächlich die Polizeigewalt an sich gerissen. Straßen besetzt, Häuser durchsucht, Personen durchsucht, die Bevölkerung terrorisiert. Es ist kein Zweifel, daß diese Aktion in mehrfacher Hin- ficht gegen das Strafgesetz verstößt— aber wo sind die Staatsanwälte in Braunschweig, die ein Verfahren einleiten werden? Der Verstoß gegen das Strafgesetz ober wiegt milde gegenüber dem ungeheurlichcn Verstoß gegen die ver- fassungsmäßigen Zustände, den dies Bürgerkriegsmanöver bedeutet. Die verfassungsmäßigen Zustände in Braunschweig waren während dieser Aktion außer Kraft gesetzt nicht nur dadurch, daß die SA. des Herrn Klagges Kriegszustand ge- übt hat. sondern vor allem dadurch, daß die braunschweigi- schen Behörden nichts gegen diese Machtanmaßung unter- nommcn, daß sie die Belästigung und Terrorisierung der Staatsbürger durch eine Bürgerkriegstruppe geduldet haben. In einem Lande, in dem derartiges geschieht, ist die Legalität zerfetzt. Wir stellen uns vor: Minister Grocner berührt auf einer Dienstfahrt braunschweigisches Gebiet. Sein Wagen wird auf offener Landstraße von einer Patrouille der Hitlcrschen SA. in Uniform angelzalten, und die SA.-Leute nehmen an ihm und seinen Begleitern eine Durchsuchung nach Waffen vor. Das hätte ihm geschehen können, wenn er am Freitagabend über eine braunschweigische Landstraße gefahren wäre. Was würde er von der„Legalität" einer derartigen Borgoim? sagen? Seit dem L e g a l i t ä t s j ch iv n r von Hitler in Leipzig miederholen die kleineren Götter der Hakenkreuzpartei in Dutzenden von Versammlungen, daß sie legal sein würden bis zur Machtübernahme— was sie dann mit der Macht anfangen würden, sei ihre Sache. Nun ist Macht und Legalität keineswegs identisch, und schließlich gibt es auch nach eine Reichsverfassung. Aber die Partei Hitlers huldigt dem Prinzip: die Vorbereitung des gewaltsamen U m st u r z e s der Berfassting ist legal, immer legal, höchst legal, wenn man nur fest genug auf die Legalität schwört. Eine saubere Legalität, diese Legalität der Nationalsozia- listen, und der neueste Fall Braunschweig ist der sinnfällige Beweis dafür. Es ist nicht dieser Fall allein. Wir haben kürzlich einen Befehl an die Hitlerschc SA. veröffentlicht, der regelrechte Mobilmachungsvorbereitungcn anordnete. Dieser Befehl ist von der Pressestelle des Herrn Hitler als eine Fälschung bezeichnet worden. Wir haben nichts anderes er- wartet. Aber die Tatsachen lassen sich nicht de- mentieren. Es liegt nicht nur dieser eine Befehl vor, ähnliche Anordnungen sind aus verschiedenen Teilen Deutsch- lands bekannt geworden. Zunächst aus Bayern, dann aus dem Ruhrgebiet, dann aus Schlesien, Thüringen und Sachsen wurde bekannt, daß die kasernierten SA.-Leute verschiedener Städte und Landesteile ausgetauscht würden. Diese Manöver haben dazu beigetragen, die Unsicher- heit auf de«.Straßen zu vermehren, die Zahl der Zusammenstöße und der Opfer zu erhöhen. Die auswärtigen SA.-Abteilungen haben ihre Tüchtigkeit durch Terrorakte be- wiesen— siehe Jena, Riesa und Dresden. Sie haben in einzelnen Orten und Gegenden ein förmliches Terrorregiment aufgerichtet, das im völligen Widerspruch steht zu allen Legalitätsbeteuerungen. Nichtsdestoweniger bemüht sich die nationalsozialistische Propaganda, diese Terrorgarden in der Rolle der ver- folgten Unschuld zu zeigen. Das stimmt merkwürdig zusammen mit den Geschehnissen der letzten Tage. Die per- folgte Unschuld steht eben jetzt in Hamburg von Gericht in Gestalt der drei Nationalsozialisten, die das kommunistische Bürgerschastsmitglied Henning nachts im Autobus überholten und niedergeschossen haben. Zn diesen Repräsentanten fiec Legalität UMÜ der verfolgten Unschuld gesellen sich die Mörder non Bvouvschlveig, die Mörder des Reichsbanner- inannes Wolf in Riesa, der Mordsturm 33, der Attentäter des Hamburger Regierungsrats Laffach, die Terrorbanden von Dresden und die Pogromhelden vom Kurfürstendamm. Alles legal! Alles anständige Leute! Alles arme, terrori- siertc, unschuldige Hitler-Soldaten... -i- Ihre Gegenspieler sind die Kommunisten. Die Kommunistische Partei ist immer stärker in den A n a r ch i S- in u s abgerutscht. Sie hat damit den Terrocismus der Hitler-Banden gefördert. Der Zlnarchismus in der Kommunistischen Partei und der faschistische Terrortsmus sind Wechselwirkungen. Die Kommunistische Partei hat nunmehr einen bemerkenswerten scharfen Beschluß gegen die Terrorakte einzelner ihrer Mitglieder, und vor allem gegen das Terrorsystem des illegal fortlebenden Rotsront- lämpferbundcs, wie gegen den Sprengstosfwahnsinn gefaßt. Für Kenner der Kommunistischen Partei ist es klar, daß dieser Beschluß eine wichtige Kursentscheidung bedeutet, die nicht ohne die Mitwirkung der obersten Instanz der KPD., der Exekutive der kommunistischen Internationale in Moskau, zu« stände gekommen ist. Es ist ebenso klar, daß dieser Beschluß nicht ohne ein starkes inneres Ringen der Richtungen gefaßt worden ist, und daß seine Durchführung und seine Verteidi- gung vor den kommunistischen Mitgliedern den jetzt ausfchlag- gebenden Männern der kommunistischen Zentrale nicht leicht fallen wird. Denn viel zu tief hat sich bereits die Kommu- niftische Partei in die terroristische Ideologie und Praxis ver- strickt. Man wird abwarten müssen, ob der Kommunistischen Partei die Selbstreinigung von dieser Ideologie und die Ab- stoppung dieser Praxis gelingt. Der Beschluß der Kommunistischen Partei hat bei der Presse der Nationalsozialisten und des Hugenberg-Konzerns ein lautes Echo gefunden. Man nennt ihn einen'„unglücklich verlogenen Beschluß", ein„mißglücktes Alibi", für das „Dumme gesucht" werden, und das Hauptblatt des Hugen- berg-Konzerns überschreibt ihn:„KPD. tarnt sich legal." Bon legaler Tarnung hätte nun d t e Presse, die sich schützend vor die SA. des Herrn Hitler stellt, nicht schreiben sollen! Es lag ihr freilich nahe angesichts des Hetz- und Rüstungsfeldzugs der Hitler-Partei, der mit dem Legalitäts- eid gedeckt wird! Wenn die Kommunisten ebensalls die Illegalität verdammen— womit soll die Hitler-Partei dann ihre Legalität begründen? «- Die„Legalität" der Hitlerschen SA. offenbart sich alle Tage aufs neu«. Sie ist ein Instrument, das gegen den heutigen Staat und die Portsien und Klassen, die ihn tragen, gehandhabt werden soll. Da» Treiben dieser Bürgerkriegs- tnrppe bedroht die öffentliche Ruhe und Sicherheit auf das schwerst«, und die Arbeiterschaft sieht mit wachsender Erbitte- rung, daß eine entschlossene Frontstellung der Reichsregierung gegen das nationalsozialistische Treiben ausbleibt. Es folgt eine Provokation der anderen, bald größeren, bald kleineren Maßstabs. Die Arbeiterschaft fleht Urteile gegen einzelne überführte Nationalsozialisten, die ihre Skepsis gegenüber der Justiz nur erhöhen. Sie sieht eine Praxi« de» Reichsgerichts, die bei ihr Kopsschütteln und bitterste Kritik hervorruft. Der R s t ch s k a n z l« r hat als Programmsatz für diesen Winter aufgestellt, daß Explosionen vermieden werden müssen. Wenn er dies will, so muß er in erster Linie dafür Sorg« tragen, daß den Provokateuren das Handwerk gelegt wird. Es ist nicht schwer, sie zu finden— man braucht sich nur in Deutschland umzusehen! Friedrich Barkels Bestattung. Ant Sonnabendnachmittag wurde die Leiche des Präsi» denten des Preußischen Landtags, Friedrich Bartels, aus der Dienftwahiurng in die Wandelhall« sss Landtags- geKail des üdcrgefichrt. Der Sarg wurde hier in einer der großen Zugangstüren zum Plenarsitzimgssaal uMer«iirnr Füll« von Kränzen und Blumen aufgebahrt. Die Wandelhalle selbst tragt schlichten Trauerschnwck. In der Tranertundgebung des Preußischen Landtages au» An» laß des Todes des Landtogspräfidenten Bartels werden Minister- Präsident Braun und zuvor«in Vizepräsident dem dahin« geschiedenen Präsidenten Wort« des Nachruf» widmen. Die Feier wird eingeleitet werden mit dem„Zug der Priester" aus der .Lauberflöte" und mit der Erotca von Beethoven ihren Ausgong finden. Die Trauerkundgebung der Sozialdemokratischen Partei findet mn Montagabend im Krematorium Gorichtstraße statt. Die Schuld der Professoren. Unterstützung der Zsadaustudeaten. Die sogenannte„Deutsche Stubevtenschäst", die tun Krawall gegen Professor Dehn in Hall« in Szene gesetzt l>ot, erläßt ein« neu« Erklärung, in der es heißt: „Mit dem Äestchl dankbarer Genugtuung stellt die Dsuisch« Studentenschast fest, daß. die Hallesche Profesforenschaft die Motive, hie die deutschen Studenten in ihrem Komvf gegen Dr. Dehn leiten, o erst cht und anerkennt. Auf«rund dieser?l verkenn» ng hofft auch die Student, nschaft die Basis für inner« Eemeinschast zwischen Lehrenden und Lernenden wieder- zusind«». Allerdings ist sie sich dessen voll bewußt, daß ihr Kampf gegen 0. Dehn In keiner Weise dadurch berührt wird, Im«Kegente ii, sie glaubt in den Worten der Professoren ihr« Ansicht bestärkt zu finden, den Kamps weiterhin rn i t aller Energie auf der neugewonnenen Grundlage fortzusetzen. Ihrer Einstellung gemäß kann die Studentenschaft den Professoren nicht solgen, wenn sie dem Rektor ihr„volles Vertrauen" aussprechen." Da wird klar, daß die eigentlichen Drahtzieher unter den Professoren zu suchen sind. «ommunistenvcrsolaung in Kanada. In Toronto wurden acht Kominunistcisttchrer unier dem Verdacht unrstürzlerischer Afysichten zu schweren fflefängnis strafen verurteilt. Di« Kommunistische Partei In der Provinz Ontorio wurde für illegal erklärt, ihr Verm-grn wurde beschlagnahmt. Die Justizbehörden planen die Re.'.iamtv? und Strafvettelgiimi sämtlicher öiM Partei- Mitglieder! Die K-MvmulKstifche Partei will gegen den Ausläsungs- «iah den höchsten Gerichtshof anrufen. Die Nordischen. Akademische Blüte aus einem Klagges-Lande. Die nationalsozialistisch geführte Studentenschast der Braunschweiger Technischen Hochschule, die dem Naziminister und Konrektor Dietrich Klagges als bnmnschweigischem Bildungsminister untersteht, gibt ein sogenanntes„Amtliches Organ der Studentenschaft" heraus, betitelt„Braunjchweiaer Akademlsche Nachrichten". Das neueste Heft(Nr. 6, No- vcmber 1931), in dem auch der H o ch s ch u l r e k t o r sowie Klagges selbst„Aufrufe" veröfsentlichen, ist eine offene Bürgertrieqshetzschrist geworden, um die sich der Reichsinnenminister einmal kümmern sollte. In dem Leitartikel wird da zum Entschei-dungs- kämpf für die„herrliche Idee AdolfHitlers" aufgerufen, u. a. mit folgenden provokatorischen Worten: „Klar und eindeutig weisen die Geschehnisse auf eine reinlich« Scheidung der Fronten in rechts und links. Hier eine Arme« best« deutscher Menschen, wie wir sie bei dem Aufmarsch der Hundert- tausend in unseren Mauern sahen, d a rt d i e asiatische Mord- pest, finsterste» Untermenschentum..." Arbeiter, wehrlose Familienväter, sind vor ihren Wohnungen gerade in Braunschweig von feigem Hakenkreuz- gesindel von tausendfacher Uebermacht meuchlings ge- mordet worden. Das war das entmenschte Antlitz dieser braunen Bürgerkrieasarmee! Für diese braunen Mord- kolonnen fiel von Minister Klagges das Schmachwort gegen den„marxistischen Mob" Die Studenten greifen diese Verhetzungsparole willig auf und besudeln dieEhrederMilliönen hungernder, aber entschlossen für den Bolksftaat kämpfender P r o l e- tarier. Die Arbeiter werden sich auch diese Studentenworte von nationalsozialistischer Seite merken: sie wissen, was sie von Hitlers Atademikerschaft zu erwarten haben. Klagges selbst schreibt in der erwähnten Schrift folgende spaßigen Worte: „Mögen sie(die Studenten. Die Red.) nicht einen Augenblick vergessen, daß es nordischer Forschergeist, nordische Ge- staltungskunst und nordische Sittenkrast sind, denen die Kultur der Menschen ihre bewunderungswürdige Spitz« verdankt." Für den Volksbildner Klagges gibt es also bereits eine nordische Wissenschaft auf allen Gebieten, nicht nur zur Er- forschung von verdächtigen Goebbelsnasen und schwarzen Hltlerhaaren! Bald werden wir aus Braunschweig von nordischer Relativitätstheorie, nordischer Krebsforschung, viel- leicht aber auch bald von nordischer Hakenkreuzidiotie hören... Das Ziel der Harzburger. Die Sewerffchafitt» sollen beseitigt werden. Ön einer Kundzobung der Deutschnationolen in Görlitz sprach der ZZarsitzende der deutschnationalen Reichstagsfraktion, Dr. Ober« f o h r e n. über„Unsere Kriegserklärirng an das System Brüning". Zu Beginn seiner Rede zag er ein« scharfe Trennungslmie zwischen der nationalen Opposition und dem System Brüning, und ging dann auf die Ziele der in Harzburg gecinlgten nationalen Front ein. Als ihr erste» Ziel bezeichnete er den Kamps um di« Be« frelung der Zwangsvewtrtschaftung der Arbett. Es müsse wieder erreicht werben, daß in Deutschland die Arbeit nach der Leistung gewürdigt werde. Hader Arbeiter habe in Deutschland ein Recht auf ein gesicherte» Auskommen und auf seinen Anteil an der deutschen Kultur. Um dieses zu erreichen, sei unter ollen Um- ständen ein« Mitwirkung der Arbcllerschast notwendig. Es sei aller- dings cbcnf» notwendig, e r st die Gewerkschaften zu cnt- fernen, die sich zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer einschöben. Zu diesem Zwecke haben die Scharfmacher die Nativnaksozialisten als Knüppslgorde gegen die Arbeiterarganisatianen engagiert! Rückwärts, rückwärts...! Reaktionärer Angriff auf Zuständigkeit der Schwurgerichte. Stullgark, 14. November.(Eigenbericht.) Die württembergische Regierung machte gelegentlich der Be- ratung von neuen Aussührungsbestimmungen zu verschiedenen Lustizgesetzen den Versuch, die in Süddeutschland bestehende Zu- ständigkeit der Schwurgerichte für politische Preßprozesje für Württemberg abzuschaffen. Die gesamte Presse aller Richtungen wandte sich dagegen und ersuchte in der jetzigen Zeit der politischen Unruhe nicht eine Einrichtung zu beseitigen, die seiner- zeit zum Schutz der politischen Pressefreiheit eingeführt wurde und sich wiederholt als nützlich erwiesen hat. Der dem Zentrum angehörige Justizminister Dr. Bcyerle ver- teidigte in der Sonnobendsitzung des Landtags seine Vorlage mit großer Hartnäckigkeit, erlitt aber eine Niederlage. Ein Antrag, der die Zuständigkeit der Schwurgerichte im bisherigen Umfang aus- drücklich aufrecht erhält, wurde mit großer Mehrheit angenommen. Für die Vorlage der Regierung stimmten nur das Zentrum und einige Abgeordnete aus dem deutschnationalen Lager. Kolgen des Razi-Terrors. Verfammiungsverbot für den Freistaat Oldenburg. Oldenburg, 14. November. Da» oldenburgische Innenministerium hat Versammlungen und Auszüge unter freiem Himmel ver- boten. Die Regierungen in Eutin und Birkcnfeld sind an- gewiesen worden, ein gleiches Verbot zu erlassen. In der Begründung heißt es: Bedauerlicherweise ist es in der letzten Zeit auch im Freistaat Oldenburg zu schweren Zu- sammen stoßen politischer Gegner und hierbei leider auch zum ersten Male zu einem Todesopser gekommen. Die politischen Gegensätze und Leidenschaften haben sich unter Eni- ladungen in wiederholt blutigen Auseinandersetzungen in einem Maße verschärft, daß die öffentliche Sicherheit gefährdet ist. Ferner haben die zuständigen Polizeibehörden die Anweisung erhalten, die Beförderung von Personen auf Last- wagen, die von Mitgliedern politischer Vereinigungen und zu politischen Zwecken unternommen wird, bis auf weiteres zu ver- bieten. Oer Führer flüchiei. Stukigatt, 14. November.(Eigenbericht.), Jin Verlauf einer nächtlichen U e b u n g d e s SA.- Sturms der Schwenmnger Nationalsoziatisten wurden die Teilnehmer erwischt und etwa 70 Leute«rhaftct. Darunter befände» sich zahlretch« L«hrltnge und Schüler der Oberrcatschule und Fachschule, die der Hstlerjugeiü» angehörten. Kennzeichnend ist, daß der Führer des SA.-Sturme« beim Herannahen der Polizei sofort die Flucht ergriff und bis heute nicht gefaßt werden kannte. Oer Hindernis-Mirbach. Fristlose Entlassung breifach bestätigt. trtpst«. 14. Rooember. Dos Reichsarbaitsgericht hat am Sonnabend den Fall de» Frecherrn von Mirbach verhairdelt, der aus seiner Stellemg als Sekretär des Vereins für Hindernisrennen auf Der- langen des preußischen Londwirtschostvminister« fristlos e n t- lassen werSen mußte, well er den preußischen Landwirtschafts- minister Dr. Steiger beleidigt hatte. Mirbach hatte einen Anstellungsoertrag mit dem Verein, der bis ll)KZ lief. Er klagte auf Erfüllung des Vertrages, well er die Eni- lassung als unberechtigt ansah. Die Klag« wurde sowohl vom Ar» bcitsgerlcht wie auch vom Landesarbeitsgericht Berlin abgewiesen. Jetzt hat auch da» Reichsarbeitsgencht im letzten Rechtszug die Revision gegen das Landcsarbeitsgcrichtsurteil z u r ü ck g«» wiesen, das heißt also die sristlosc Entlassung ist als rechts» gültig bestätigt worden. Der„Verein für Hiirdernisreimen", Berlin, Schadowstraße 8, gibt für seine Veranstaltungen bekanntlich Programm« heraus, In denen nach Anzeigen einholten stick». Als der seit Jahren für dies« Programme die Anzeigenwerbung ausübend« Herr dem Siegfried Freiherr van Mirbach eines Tage» den Anzeigenauftrog de» Trobrannvereins in Ruhleben ablieferte, in dem da» am Lersassungztage zu lausend« Rennen„Preis der Re- publik" bekanntgemacht werden sollte, lehnt« Mirbach dies» Anzeige ob. erklärte sich jedoch bereit, das Int erat aufzunehmen, wenn die Worte„Preis der Republik" gestrichen würden. Als der Akizsigsnüberbringer ihn darauf aufmerksam macht«, daß der preußisch« L a n d w i r t s ch a s t s ni i n i st« r gerade in diesem Rennen»Inen Ehrenpreis gestiftet habe, fing Mirbach an zu toben med brüllt«:„Ich s ch.... aus den Minister." Der Vorgang spielte sich bei offenen Türen und in Gegenwart mehrerer Zeugen ab. Der auf Grund de» Larsoils angerulen« Präsident des Verein», Grat von W e st P h a l e n, hielt es zunächst nicht für notwendig, den junkerlichen Sekretär wegen feiner Flegelei zur Verantmattung zu ziehen. Darauf drohte der Üandwirtschastsminifter mu den selbst. verständlichen Konsequenzen. Dann erst entschloß sich der Borstai-d des Vereins für chindernisrennon zu der einzig möglichen Maßnahme. nämlich den junkerlichen Schlnyzfbold au» seiner einträgliche» Stellung fristlos zu entlassen. Denn der Verein für Hindernisrennen kann nur existieren durch di« hohen Zuschüsse, die er au» den Taschen der Steuerzahler aus den, Wege über das Laadwirtschafts- Ministerium erhält. Erst dt« Aussicht, dies« Zuschüsse zu verlieren, konnte den V«rein»vorstaitd bewegen,«in« selbstverständlich« Trennung non dem Felnd« der Republik vorzunehmen. Daß sich Mirbach die Berechtlgnug der fristlosen Entlassung erst durch drei Instanzen bestätigen ließ, beleuchtet den Mann mehr, als er selber annehmen dürste. Vorwürfe gegen Sobernheim. V Der Generaldirektor von Schultheiß möchte später antworten Wir hoben vor einigen Tagen die in der Oeffentlichkeit gegen Dr. Sobernheim, den Generaldirektor der Schulcheiß-Brauerei, er- hobenen Lorwürfe wiedergegeben, wonach Sobernheim, entgegen der bisherigen Auffassung der Oeffentlichkeit. von wichtigen Tran?» attionen Kotzenellenbogens noch vor der Fusion des Schultheiß-Oft- wcrke-Äonzern Kenntnis hatte. Wir erhalten vom Rcchtsbeistond des Generaldirektors Sobernheim dazu folgende Erklärung: .Herr Dr. Sobernheim würde an sich gern zu dem Artikel in der Morgenausgabe des„Vorwärts" vom 13. d. M. und zu dem Artikel in der Abendausgabe des„Berliner Tageblatts" vom 12. d.M. Stellung nehmen und die gewünschten Aufklärungen geben. Da aber seit einiger Zeit sowohl die Staatsanwalt- lchaft als auch der vom Aufsichtsrat eingesetzte Prüfung»aus- lchuß mit«incm Stab von Buchprüfern und Hilfsarbeitern mit der Prüfung der Angelegenheit befaßt sind, muß sich Herr Dr. Sobern- heim begreiflicherweise Reserve auferlegen, schon um sich nicht dem Verdacht auszusetzen, in ein schwebendes Verfahren einzugreifen. Die Zeit wird kommen, wo auch er sich äußern wird. Bis dahin hat Herr Dr. Sobernheim den begreiflichen Wunsch, daß die ver» antwortungsoolle Arbeit der Behörde und des Prüfungsausschusses nicht gestört wird. Er bittet die Press«, chn hierbei zu unterstützen." Die Wünsch« Sobernheims smd nur dann für die Oeffent- lichkeii verständlich, wenn die Oessontlichkeit sehr bald von der Arbeit der Staatsanwaltschaft und des Prüfungsausschusses auch Kenntnis erhält. Wie steht es damit? Deutsch-russische Verhandlungen. WannbolA vnd Ehintschuk als Verhonvlungsführep. Amtlich wird mitgeteilt: Auszehend von dem Wunsche, die Wirts chaftsbeziehun- gen zwischen Deutschland und der UdSSR, zu erweitern, sind am Sonnabeick» in Berlin die deutsch-russischen Wirtschafts- Verhandlungen aufgenommen worden. Die Verhandlungen «erden auf deutscher Seite von Reichswirtschastsminister Warmbold und auf russischer Seite von dem Botschafter der UdSSR, in Berlin, Ehintschuk, dem stellvertretenden Bolkskammissar Weizer und dem Leiter der Sowietha>ck»elsoertretung in Berlin, Lsnbimaw, gesichrt. Für di« Erörterung und Ausarbeitung der erforderlichen Mas� nahmen sind drei Kommissionen gebildet worden: 1. ein; Kommission für landwirtschaftliche Waren, 2. eine Kommission für nichtlaad- wirtschaftliche Waren, 3. eine Kommission für Spezialfrazen. Die Arbeiten in den Kommissionen werden unverzüglich aufgenommen. Zn Ekuador haben Revolutionäre unter der Fubruna Elotorio Pa, sich der Städte Santa Rosa und Pasche-Zoruma m' der Provinz Orn bemächtigt. Oberst Alba, der vor der ftnlhr- reoolution Ministerpräsident mit den Machtbesiignissen eine R,ä sidenten war, ließ sich als Diktator ausrufe» und h«? Trupven aU�clchlat. Nr. 537-» 4S. Jahrgang �0�©onntog, 15. Noöcmter 1931 'Arbeitslose kommen auf die sonderbarsten Gedanken: da geht ein etwa dOjührigcr Mann zur Automesse, sudit sidi einen l�/n-T Onner-Cheorolet aus und ist gerade dabei, mit dem Verkäufer den Verlrag zu rnadien. Der Verkäufer redinet, sdireibt und fragt:„Ihr Beruf, Herr Heinzebusdi?"—„Ja, gelernt habe idi Kaufmann, jetzt bin ich. arbeitslos." Der Verkäufer glaubt, er höre nidii redit, und obwohl der Wagen kein Staatsstück ist und audi nur einen guten Tausender kostet, sieht der Verkäufer im Geiste schon die geplatzten Wedisel.„Ja,-erlauben Sie, Herr Heinzebusdi, wenn Sic arbeitslos sind, wozu braudien Sie denn ein Auto?"—„Ebtfn weil idi arbeitslos bin, brauche ich das Auto, ich will einen II an dei anfangen." Dann kommt heraus, daß der Mann einen Bruder hat, der Landwirt ist und etwas über Fürstenwalde hinaus nach Frankfurt an der Oder zu wohnt. Die beiden Männer haben sidi zusammengesetzt, und da hat der Landwirt-Bruder gesagt:, Weißt du, Max, wenn der alte Aufkäufer kommt, der gibt mir mit Hängen und Würgen eine Mark und ein paar Grosdien für meine Kartoffeln. Was geht midi dieser Mann an; Gib du mir 1,60 oder 1,80 Mark für den Zentner, fahre die Kartoff ein in die Stadt, da wirst du sie für einen Taler den Zentner reißend los. Hast noch deine gute Mark am Zentner verdient." Das ist sehr einleuditend, der Kaufmann-Bruder war Feuer und Flamme, wenn er nur erst den Lastmagen hätte, dann wird er den halben Kreis Lebus nadi Berlin schleppen und ein Heidengeld verdienen. Der Stein der Weisen hieß für ihn: vom Leid zum Markt. Kartoffeln fahren nach Berlin. Leider sind die beiden Briider zu spät aufgestanden. Denn um 8 Uhr morgens geht es auf den Höfen los:„Äartoffeln, Sar- taffeln, prima Industrickartosfeln, drei Jroschen zehn Pfund. Kar- tnffcln, die prima Industriekartoffeln." So geht es den ganzen Vormittag in Abständen von einer halben Stunde. Und regcl- mäßig steht vor der Tür ein gottvoller Lastwagen, der gerade noch fährt, daraus ein Berg Kartoffeln.„Die haben wir vom Bauern geholt", erklären die neugebackenen Händler, die vor einem Ia�r ' noch MaschineNbäuct waren,„deshalb find wir einen Groschen 'billiger:" Nuii gut. Aber in allen diesen Fällen, da stehb..zmisch. Anter Drohungen wurde das verkausspcrsonal und die Kunden eingeschüchtert. Zwei der Räuber plünderten dann die Lodcnkasse aus. die anderen Komplicen stahlen fünf Seiten Speck, zwei Schinken und etwa 20 Würste. Mit der Beute gelang es der Bande, ungehindert zu entkommen. Die Bcrsolgung durch das alarmierte Acbersalltommando verlies ergebnislos. hatten keinen Auslaus, sondern saßen in Käsigen, wurden also ähnlich gehalten wie Stadtkühe, ganz modern war die Sache aus- gezogen, wo am lausenden Band die Eier wcgrollten und d.'r Dung. Aber das hat sich nicht bewährt. Auch die ncugcgrllndeteu Handelsgenossenschaften brachtet! den Geslügelfarmern keinen rechte!! Segen. Sie haben sich nicht recht eingespielt, das Spescnkonto war auch zu groß, an der Spitze mußte gleich immer ein Direktor sitzen, und so haben sich schließlich auch die sächsischen Farmbcsitzer von ihrer Genossenschaft losgesagt. Rund 100 Farmer haben sich zn- sammengeschlossen und versorgen jetzt aus eigenes Konto Leipzig. Frei weg mit der Huckelkiepe, wobei sie sich Vertreter angestollt haben,--die von- Tür m Tsir gehen und imnier aufschreibspet-Kra» Müller 10 Eier, Frau Schulze 12 Eier, Frau Lchinann 8 EiSr. Aber nur keine Bürokratie mehr. Es kommt dann noch hinzu, daß der Verband der Geflügelsarmsiedler die Futtermittel zentral ein- kauft. Würde jeder sich den Zentner Legemehl einzeln kaufen, müßte er 12 Mark' bezahlen, der Verband kaust aber den Zentner mit 0,76 Mark. Do nun ein Farmer mit 1000 Hennen 750 Zentner Legemehl im Jahr braucht, spart, er glatt 1600 Mark im Jahr, iliid das will etwas heißen. Oie Schute»Zngeborg". Wir erlauben uns dann vorzustellen die Schule„Zngebocg" aus Altwarp. Die gehört dem Herrn Johannes Krüger, und beide kommen zu jedem Wochenende nach Berlin. An der Weidcndammer Brücke wird der Kahn vertäut und eine große, schwarze Tafel ausgestellt:„Frische Zische aus dem Steltiner Hass! Zander 80 bis 100 Pf., Hechte dito. Börse 30—40 Pf., Plötzen 40—50 Pf.. Eis- fijche billiger." Natürlich kaufen die Frauen die preiswerten Fische, Krüger steht an der Waage und wiegt das zappelnde Getier ab, ein Junge tötet die Fische, klack-klack, geht das, und Frau Krüger, die schuppt die Fische. Das ist im kleinen etwas ähnliches, was die„Nordsee" Deutsche 5)ochscesischerei Bremen-Cuxhaven A.°G. im großen betreibt. Die„Nordsee" ist erstmal das größte Fischerei- unternehmen der Welt, mit 173 Fischdampsern, einem eigenen Fischereihafen in Nordenham, Spezialanlagen in Cuxhaven und Wesermünde, eigener Netzweberei, Kisten-, Dosen- und Fahherstellung, Reparaturwerkstätten, Marinieranstalt, Fischbraterei, Fischmehl- sabrik und dazu 180 Fischspezialgcschäftcn. Hier heißt es vom Meer auf den Markt. Und genau wie die Eierhändler auf die Geflügel- farmer mit den Fingern zeigen, weil sie sich nicht hochnehmen lassen. sind die Fischhändler der„Nordsee" nicht grün. Man hört es immer mrmeln von Brot-weg-nehmcn und so. Bom Kuhstall in den Kochtopf. Ein bedeutendes Feld der direkten Versorgung des Verbrauchers durch den Erzeuger sind übrigens die Berliner privalmolkercicn. Von der Gesamtmilchmcnge, die Berlin zur Verfügung steht, ent- fallen immerhin 21 Proz. auf diese kuhhaltenden Betriebe innerhalb des Stadtbezirks, und das sind pro Tag 300 000 Liter. Dabei er- nährt eine von einem Fachmann gut geleitete Molkerei iinmcr. noch ihren Mann. Wenn Molkereien pleite gegangen sind, dann lag dos einerseits an der Bewirtschaftung durch Nichtsachleute oder an zu geringem Eigenkapital. Für den Preis einer Molkerei hat sich folgendes Bercchnungsschema eingebürgert: pro Kuh 1000 Mark, also ein.Betrieb mit 15 Kühen kostet 15 000 Mark. Unter den Ein- Wirkungen der Wirtschaftskrise hat sich dieses Schema etwa- vcr- schoben, eine Molkerei mit 15 Kühen ist in Berlin gegenwärtig schon für 12 000 Mark zu haben. Doch wenn von den Molkereien nichts mehr zu holen wäre, dann würde nicht fortlaufend die Zahl der Berliner Milchkühe steigen. Da ständen 1018 gerade nach 3750 Kühe in Berlin. 1020 schon 7081, 1022: 15 280, 1024: 18731, und 102? zählte Berlin die stattliche Zahl von 24 433 Milchkühen. Wenn nun em Molkercibesitzer seine 15 Kühe im Stall hat und bei guter Bewirtschaftung gibt eine Lluh durchschnilllich 14 bis 16 Liter pro Tag, dann kann er seine 223 Liter verkaufen. Da außerdem der zerbne*!*! IZSO&U4S _ Ein Druck* " der Ha/t er m ist sofort f g9fü f/t% AUb Sy stemm seb wsrz. farbig Gold und Silber Größtes Leger Für Beamte. Angestellte. Vielschreiber GofdffnkGrOi ' Q -»a Reparatur JL, aller Msltersof Alte Heiter nehmen zu Fried riehst r. 7* res, f*\ höchst. Schmelz wert Leipziger Str. in. Eck« M*uert:\ Taumntrienstr.-d. e. V/ittenbergpK SpHtei/nvJd Iii GoidKnUerJcm InZahlung Preis für die Frischmilch aus den Berliner Molkereien meist um 2 Pfennig über dem Preis der Handelsmilch liegt, hat der Mann schon seine Einnahmen. Natürlich kann er diese Einnahmen nicht auf Privatkonto abschreiben. Bon der Luft geben die Kühe keine Milch. Der Besitzer muß Trockentreber und Kraftfutter kaufen, die Pacht für das städtische Rteselgras bezahlen, dies Gros muß gemäht und eingefahren werden, dann kommt der Leutelohn und die Miete, aber wenn der Mann die Molkerei nicht gerade mit knappen.3000 Mark angefangen hat und nun mit 12000 Mark zu amortisierenden Schulden beim Viehhändler hängt, wobei schließ- üch die Wechsel platzen, dann verhungert keiner beim Frischmilch- gcschäft. Aber es müssen eben Fachleute sein, die vom Meierei- betrieb etwas verstehen. Goldatenschinder vor Gericht. 5 Wochen Festung für boshafte quälerische Behandlung. wegen Mißhandlung und boshafter quälerifchcr Behandlung eines Untergebenen nach§ 122 und 122a des MiUtärftrafgesehbuchez halte sich der Unteroffizier Kurt K l a s f u s zu verantworten. Der Angeklagte ist seit 6 Jahren bei der Fahrabteilung der Reichswehr in Lankwitz und seit Juni Unteroffizier. Cr war aber schon seit langem in der Kammer beschäftigt. Am 18. Sep- tcmber dieses Jahres erregte der Fahrer G. sein besonderes Miß- fallen. G- kam sehr eilig in die Kammer, um einige Sachen um- zutauschen und hatte die Mütze aufbehalten. Der Unteroffizier schickte ihn darauf hinaus und ließ ihn warten, bis die anderen Soldaten abgefertigt waren. Dann rief er ihn herein. Als der Soldat in die Kammer kam. stellte ihm der Unteroffizier ein V c i n, so daß er zu Boden fiel und dabei beim Anklammern den Aufsatz des Schreibtisches herunterriß. Als er am Boden lag, be- kam er noch«inen Tritt in den Rücken. Es wurde ihm nun befohlen, aufzuftchen, und er mußte den Schreibtisch„aufräumen", und zwar in der Weise, daß er jeden einzelnen Gegenstand, Blei- stifte, Radiergummi. Stecknadeln, Bücher, Blätter usw. Stück für Stück im Laufschritt zu einem am Ende der Kammer befindlichen Regal tragen-mußte. Wenn er nicht schnell genug lief, half ihm der Vorgesetzte durch Stöße in den Rücken nach. Er stellte ihm auch mehrmals beim Vorbeilaufen ein Bein, jedoch fiel G. nicht mehr zu Boden, sondern stolperte nur jedesmal. Das ging etwa eine Stunde lang, bis die Paroleausgabe herankam und sich alle entfernen mußten. Am nächsten Tage hatte derselbe Fahrer den Boden gebohnert und auch dabei erhielt er von dem Angeklagten mehrfach Fußtritte. Bej der Paroleausgabe bald dar- auf war G. etwas zu spät gekommen und auch nicht schnell genug. Zur Strafe mußte er vor der ganzen Mannschaft in Hock- st e l l u n g hüpfen und bekam auch hierbei mehrfach Fuß- lritte. Nach dem Zeugnis seines Hauptmanns ist der 21jährige Fahrer G-, der seit 2 Jahren beim Militär ist, ein ruhiger, williger Mann, der sich immer pflichtgemäß benommen hat. Aber auch dem Angeklagten wurde von seinem Vorgesetzten ein gutes Dienstzeugnis ausgestellt. Das Schöffengericht Lichterfelde unter Vorsitz von Amtsgerichts- rat Rotschuh verurteilte den Angeklagten wegen Mißhandlung eines Untergebenen in drei Fällen zufünfWochenFeftungshaft, dg der geschilderte Tatbestand trotz des Leugnens des Angeklagten von dem Gericht für erwiesen angesehen wurde. Der Staatsanwalt hatte zwei Monate Gefängnis beantragt. Groß-Oachstuhlbrand in Gchoneberg. Im Dachstuhl des Quergebäudes Luitpold st rage ZS in Schöneberg brach gestern abend Feuer aus, das schnell um sich griff. Die Flammen fanden am Bodengerümpel reiche Nahrung und sprangen aus den angrenzenden Seitenflügeldachstuhl über. Wegen der starken verqualmung des gesamten oberen Gebäudeteils mußten die Läschtrupps mit zahlreichen Sauerstoffgeräten ausgerüstet werden. Die Aufräu'mungsarbeiten dauerten bis ia die späten Nachtstunden hinein. Die Entstehungsursache ist noch un- bekannt. Ein republikanisches Herbstfest veranstaltet der Ortsvcrein Kreuzberg des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold am Sonnabend, 21. November, im Clou, Maucrftr. 82. Festredner: Kamerad Dr. Breitscheid. Karlen zu 1 M. bei den Funktionären und im Eaubüro erhältlich. Keine Abendkasse.. Moabiter Kleinkram Rücksichtslose, Betrüger, Rohlinge und ihre Opfer Kleilikram in Moabit— das sind Prozesse, auf die man nur ganz zufällig stößt, die in der Regel kaum registriert werden, in Wirklichkeit aber tragische Verslcchtungen von Menschenschicksalcn darstellen, tragisch für die Opfer... tragisch für die Angeklagten... „Zeht törmC... Ende April überfährt ein Herrenfahrer einen Radfahrer und wird wegen Körperverletzung zu 7ä Mark Geldstrafe verurteilt. Vierzehn Tage später überfährt er in rasendem Tempo wieder einen Radfahrer, es wird „Halt" gerufen, aus dein Wagen hallt es zurück:„Aber jetzt türme"... und weiter r a ft das Auto. Drei Radfahrer, die ihm den Weg versperren wollen, werden beinah« überfahren Ebenso ein Motorradfahrer. Das Auto ist schließlich doch zu halten gezwungen: der Strafbcfehl lautet auf 200 Mark. Der Herrenfahrer legt dagegen Einspruch ein, 200 Mark scheinen ihm zuviel. Das Gericht verurteilt ihn zu sechs Wochen Gefängnis. Eine Bewährungsfrlst wird abgelehnt. Die Urteilsbegründung besagt: Es handelt sich hier um einen besonders rücksichtslosen Autofahrer. Eben erst verurteilt, hatte er sich dach nicht vorgesehen. Der Führerschein müsse ihm entzogen werden. Ein betrogenes Mädchen. Eine Arbeiterin. lernte auf dem Ruinmelplatz einen netten Kerl kennen. Man spricht von Heirat, die Eltern wohnen in der Laube, das Mädchen in der elterlichen städtischen Wohnung, er will zu ihr ziehen, sie sagt:„dos geht nicht", woraus er erwidert:„Entweder — oder". Da entscheidet sie sich für„entweder". Er ist Ingenieur in einer Dampsziegclci, der Vater sägt:„Meine Tochter hat keine Mitgift", der Herr Ingenieur meint:„Ich nehme nur ein armes Mädchen zur Frau". Eines Tages' fehlt ihm gerade das nötige Kleingeld. Er braucht zu einer Hochzeit einen Frack, die Entleihung kostet zehn Mark: er nimmt ihren Pelzmantel und versetzt ihn. Sic hat schließlich nichts dagegen. Sie will ihre goldene Uhr in eine Armbanduhr umändern lassen: er nimmt die goldene Uhr— sie sieht sie nicht wieder. Das Mädchen hat eine Freundin, der Ingenieur will ihr eine Stelle verschafsen, die Kaution soll 150 Mark betragen. Die Freundin ist vorsichtig, sie recherchiert auf der Arbeitsstelle des Ingenieurs: die Dampfziegelei existiert nicht. Sie berichtet von dieser Entdeckung ihrer Freundin Beide begeben sich in die frühere Wohnung des Ingenieurs. Die Wirtin sagt:„Guten Tag, auch Sie suchen ihn. Es waren außer Ihnen schon 20 bis 30 Mädchen hier... Nach zweieinhalb Jahren im Gefängnis kann er das nächste Gästspiel an- treten... Oer Haustyrann. Die Mietkaserne in der Palisadenstraße hat ihren Haus- tyrann, einen 63jährigen Schlofferinoaliden, che- maligen Kürassier, einen Mann mit Bärenkräften, einen Alka- h o l i k e r und Hysteriker. Was er nicht oertragen tonnte, war das Geräusch beim Wasserholen auf dem Flur. Das ganze Haus lebte in ständiger Angst vor ihm. Eine 83jährige Mieterin bohrte sich ein Loch in die Tür, um den Haus- tyrannen beobachten zu können, und wagte sich nur hinaus, wenn sie sicher war, von ihm nicht überrascht zu werden. Aber alle Vorsicht war umsonst: eines Tages fiel er über ihren Sohn her, die alte Frau eilte ihrem Jungen zu Hilfe und trug zwei zer- brochene Rippen davon. Am Tage darauf bat die Portiers- srau ihre Tochter und ihren Schwiegersohn, sie beim Wasserholen auf den Flur zu begleiten. Eben erst hatte sie den Wasserhahn ausgedreht, als der Haustyrann herausstürmte, hinter ihm seine um zwanzig Jahre jüngere Ehefrau. Der Tyrann stürzte sich auf den Schwiegersohn, die Portiersfrau ließ vor Schreck den Eimer fallen. die Ehefrau ergriff den Eimer und schlug auf den Schwiegersohn ein, die Portiersfrau eilte, so schnell sie konnte, in ihre Wohnung. der Haustyrann hinter ihr her in die Wohnung, die Portiersfrau hob ihre Hände, um die Augen zu schützen, einen Augenblick später spritzte das Blut aus ihren Armen. Der Schwiegersohn bearbeitete den Haustyrannen mit der Hunde- peitsche, sie verfing sich in seinen Haaren und Haarbüschel blieben als Trophäen an ihr hängen. Die- Portiersfrau hatte wochenlang an den schweren Verletzungen zu leiden und ist heute noch nicht ganz wiederhergestellt: sie kann ihre Arbeit als Portiers- frau noch nicht oerrichten. Der Tyrann bestritt aber vor Gericht, der Portiersfrau die tiefen Wunden beigefügt zu haben und wies auf die ausgerissenen Haarbüschel als auf einen Gegenbeweis. Das Gericht verurteilte den Haustyrannen zu einem Jahr Gefängnis. Aazis als Ruhestörer. Belagerungszustand auf d lassen wollten, nach Waffen untersucht worden. Dabei seien einig« von ihnen die Treppen hinunter durch den Garten auf die Straße gestoßen worden, und auf der Straße halle diese Bc- Handlung nicht nachgelassen. Sehr bald habe sich, obwohl ans der Straße oollkominene Ruhe herrschte, die kleine«iedlung in ein wahres Heerlager verwandelt. Außer dem Versammlungsschutz und fünf bis sechs Polizeihunden seien drei Uebersall- komm«»das mft einem großen Stab und sogar nnt Schein- werfern erschienen. Selbst in weiter abgelegenen«traßen seien Bewohner, die von der nahen Autobushallestell« kamen und in Gruppen zu zweien und dreien zusammenstanden, mit Verhaftung bedroht worden, soll» sie nicht in ihre Wohnungen gingen. Dieses schroffe Verhalten gegen die ruhigen und friedlichen Bürger der Scholle, denen eine unbegreifliche liebevolle Rücksichtnahme auf die Nationalsozialisten gegenüberstand, habe uin so mehr Verwunderung hervorgerufen, als sowohl Offiziere wie Mannschaften in mehreren Gesprächen darüber aufgeklärt wurden, daß die Schollenbewohner mft Ausnahme der Nollonalsozialiften kein Interesse an Roufhändeln HBten. Wir sind nicht in der Lag« gewesen, hie geschilderten Vorgänge im einzelnen nachzuprüfen. Wir hallen uns aber für ver pflichtet, die uns zugesandt« Schilderung, namentlich den polizeilichen Dienst- stellen zur Kenntnis zu geben. Volkstümlicher Toautag i« der Ausstellung„Frauen i« Rot". Jeder JOO Beücher bekommt ein Kunstblatt, icder 1M0. Besucher ein Oelbtlb. Fortwährend finden Führungen statt. Die Ausstellung befindet sich am Wedding, Nettelbeckplatz, und ist von 11 bi-t 20 Uhr geöffnet. Eintritt 25 Pf., Erwerbslose 10 Ps. „Das Gesicht des jungen verfinsterte sich.„Wie kannst du so etwas sagen, Germaine, sie alle kämpfen für eine große Idee, sie sind glücklich, sich hingeben zu dürfen! Nein"— wehrte er ab, als die Schwester etwas ejnwerfen wollte— „ich habe keinen Kriegsfimmel. Der ist uns längst vergangen. Professor Schwedtler ist auch gefallen— er war unser an- ständigster Lehrer. Heute früh hat es uns der Alte erzählt. Auch Kurt Geiler soll schwer verwundet sein. Also so hurra- begeistert bin ich nicht, wie du manchmal meinst. Aber... Germaine..." er stockte' etwas. Dann setzte er sich auf die Lehne des Schreibtischstuhles eng neben die Schwester Germaine, ich muß immer an Vater denken. Wie blöde, wie jämmerlich, wie unsinnig war der Zufall, der ihn ver- Unglücken ließ! Er wollte sein Leben nicht hingeben für die große Sache, er wollte abseits seiner Heimat als Vereinzelter leben— und ausgerechnet am Tage der Mobilmachung muß das in Genf passieren! Ohne Sinn! Ohne Zweck! Sein Leben und sein Tod gleich sinnlos, denn was ist das, eine Familie zu gründen, ein Hans zu kaufen, Unterricht zu aeben? Lieber will ich überhaupt nicht leben, als so mein Dasein hindösen, wie Papa es mußte!" Heftig warf Gcrmaine den Kopf zurück.„Walter, du weißt nicht, was du sprichst! Hat Papa sein Leben hin- gedöst? Hat er nicht an sich selbst gearbeitet, wie kaum ein zweiter Mensch hier? Hat er uns und alle, die mft ihm befreundet waren, nicht geradezu in einen Strom von Lebensfreude, von Schönheit, von Künstlertum getaucht! Du warst vielleicht nicht so tief mit ihm verbunden wie ich. Ich verdanke Papa alles, hörst du, alles, was überhaupt an Reichtum, an geistiger Weite, an Schönheit in meinem Leben gewesen ist! Darum kann ich ja auch bis heute es nicht fassen, daß das nun zu Ende sein soll—„Sie lehnte sich einen Augenblick an den Arm des Bruders. „Wälti, aber das glaub mir: Trotz dieses Todes war Vaters Leben abgerundet, geschlossen, so unerfüllt, so un- ruhig und so unzufrieden er auch oft war! Er tonnte sein Wesen verwirklichen, er hatte Augenblicke, Stunden, in denen er ganz er selbst war! Kann uns das Leben mehr bieten? Können wir mehr fein?" Aber Walter schüttelte den Kopf.„Germaine— ich will gewiß nicht sagen, Vaters Leben sei wertlos gewesen. Auch ich verdanke ihm viel, und ich denke täglich an ihn. Es ist öde und farblos hier geworden, seitdem er gegangen ist. Und doch— mich könnte ein solches Leben nicht befriedigen! Ich muß mich nicht für mich selbst, sondern für eine große Sache einsetzen können, ich muß das Beste, das Einzige, was ich zu geben habe, mich selbst, dafür hingeben können. Dann erst hat das Leben Lebenswert für mich! Sieh dir bloß hier alles an, die Ehen, die Bekanntschaften, die Freundschaften, alles ist Bruch und Schwindel. Jawohl", setzte er heftig hinzu, als die Schwester etwas sagen wollte,„es ist Schwindel. Ich habe meine Augen im Kopf und sehe, was los ist. Du aber siehst bloß, was in den Büchern steht. Mir wird übel, wenn ich daran denke, daß ich solch ein Spießerlebcn führen müßte, bei dem es immer bloß daraus ankommt, so zu tun, als ob--. Ich muß Klarheit um mich haben, und darum kann ich dieses Getue nicht oertragen." „Was gehen mich die Menschen hier an", erwiderte Ger- maine etwas bitter.„Ich bin höflich zu ihnen, das ist alles. Sollen ihre Ehen, ihre Freundschaften brüchig, sein, meinet- wegen, mir kann es gleich sein. Das interessiert mich alles nicht. Ich will an mir arbeiten, will mich dem Studium und der Musik hingeben— damit leiste ich mehr, als wenn ich mich, wie es jetzt hier Mode ist, als Krankenpflegerin melde und die armen Kerle gesund pflege, die man im nächsten Augenblick wieder zu Krüppeln schießt! Das ist doch einfach ein Widersinn in sich! Wenn du unser Leben hier verlogen nennst, dann muß dir der Krieg da draußen doch noch viel verlogener erscheinen. Alles, was Generationen an Kultur mühsam geschaffen haben, wird dort zertrampelt, sinnlos, ziellos, und die Herren Geistlichen, die sich über den Mord einer Fliege aufregen, segnen die Waffen noch und sprechen diese Schlächterei unschuldiger Menschen heilig. Nennst du das nicht Schwindel? Ist das nicht die größte Lüge unserer Gesellschaft?" Walter zuckte die Achseln.„Was die Pfaffen sagen, kümmert mich nicht, die hängen ihren Mantel immer nach dein Wind. Aber du wirfst da Dinge in einen Topf, die ein- fach nicht zusammengehören. Germaine, dieser Krieg ist für mich etwas, das nicht allein mit den Waffen ausgefochten wird. Es ist seltsam, daß du, die du sonst gar nicht materia- listisch bist, dich hier nur aus das Aeußerliche. das Sichtbare versteifft. Gewiß ist das Töten an sich furchtbar, gewiß ist ein Krieg etwas Entsetzliches. Darin gebe ich dir recht. Aber dieses Entsetzliche ist eben ein Teil des Lebens selbst, gleich- viel, in welcher Form es ausgekämpft wird. Das Leben ist einfach Kampf, Germaine, so oder so. Für mich kommt es nur darauf an, ob diesem Kampf eine große Idee zugrunde liegt!" „Ich sehe hier keine große Idee", sagte Germaine.„Aber man hat euch das eingebläut, damit ihr das Blutrünstige dieser Barbarei erträglich findet. Die reinste Räuber- romantik ist das..." Der Bruder sah ruhig vor sich hin. Dann wandte er sich wieder der Schwester zu.„Ihr Philologen begeistert euch doch so für das Nibelungenlied, und eure Prominenten haben sich doch wohl jahrelang darum die Köpfe blutig gehauen. Aber das nebenbei. Siehst du. das Nibelungenlied enthüll im Grunde doch bloß das. was du Barbarei und Schlächterei nennst, und doch habt gerade ihr Philologen herausgeknobelt, daß diese Kämpfe um einer großen Idee willen geführt wor- den sind! Und diese Schlächterei hat sich zu einem Heldenlied oerdichtet, einem Kunstwerk, das die Jahrhunderte, die Jahr- taufende überdauert hat. Glaube mir. Germaine, auch dieser Krieg, den wir jetzt erleben, ist ein Heldengedicht, eine große, übermenschliche Tat, bei der wir uns als Boll und als Ein- zelne über unser sonstiges Mittelmaß erheben! Du siehst das nur nicht, weil du allem zeitlich und räumlich zu nahe stehst! Ihr Philologen braucht immer ein paar Jahrhunderte Zwischenraum! Aber, ich bitte dich, Germaine, laß nun« deine Gelehrsamkeit und deine Weltanschauung und wer weiß was bei Seite und sei jetzt bloß meine Schwester, meine einzige... Kannst du nicht verstehen, daß ein solches Opfer, ein Sichhingeben um einer Idee willen größtes Erlebnis fein kann?" Germaine zog den Kopf des Bruders zu sich herab und küßte ihn.„Ich will dich gewiß nicht kränken. Ich will auch nicht herunterreißen, was dir heilig ist, Wülte! Aber du bist erst sechzehn Jahre, da sieht man die Welt anders an als mit vierundzwanzig. Werde erst ein paar Jahre älter, dann denkst du vielleicht auch anders." (Fortsetzung folgt.) 3lr 537• 45 Iahraang 2. Beilage des Vorwärts Gonniag, 45 November 4934 Schlußwort einer Debatte. Wenn Vögler richtig Bilanz macht...- Die Lage des Gtahlvereins. Auf unseren Artikel über die finanzielle Entwicklung der Ver- einigten Stahlwerke„Wenn Vögler richtig Bilanz macht" hatte die „Kölnische Zeitung" mit einer sehr gereizten Kritik geantwortet. Unserer Antwort hat sich eine Replik entgegengestellt. Wir wollen die Debatte heute mit einem Schlußwort beenden. Die Replik der„Kölnischen Zeitung", die unter dem Titel „Doch unverantwortlich!" erschienen ist. ist ein neues Aus- weichen vor den von uns festgestellten Tatsachen und gestellten Fragen. Die„Kölnische Zeitung" hätte es leicht gehabt. Sie hätte unsere„Kombinationen" über die Verluste aus den schwedischen Erzverlrägen richtigstellen können. Offenbar hat sie sich mit den Herren des Stahlvereins in Verbindung gesetzt, denn nur von diesen kann die Behauptung stammen, daß der Wert der gesamten Schwedenerzlieferungen bis zum Jahre 1942 nur rund 209 Millionen Mark betrage. Sie hätte sich aus derselben Quell« sagen lassen können, in welcher Hinsicht unsere„Kombinationen" falsch sind. Sie hätte den bisher immer geheimgehaltenen Wortlaut der Schwsdenoerträge sich geben lassen, die Abnahmemengen und die Preisbedingungen veröffentlichen können. Das wäre eine Antwort gewesen, die nicht nur der Oeffentlichkeit, sondern auch den Ver- einigten Stahlwerten nützlich gewesen wäre. Sich in einer Lage auf Geschäftsgeheimnisse zu be- rufen, in der die ganze Welt mit größter Beunruhigung die Eni- wicklung der Vereinigten Stahlwerke diskutiert, liegt weder im Interesse der Vereinigten Stahlwerke selbst, noch dürfte sich die „Kölnische Zeitung" von der Leitung de» Stahlvereins mit einer Berufung auf das Geschäftsgeheimnis abspeisen lasten. Die„Köl- nische Zeitung" begnügt sich aber damit, einfach von„Kombi- Nationen" zu sprechen. Daß wir die Enqueteberichte sorgfältig studiert haben, ist nicht unser Verdienst. Wir haben uns mit den Berichten pflichtgemäß beschäftigt. Die„Kölnische Zeitung" bestreitet jetzt nicht mehr, daß Herr Dr Vögler, der Generaldirektor der Vereinigten Stahlwerke, vor dem Enqueteausschuß die Ueberkapi- talisierung bei der Stahlvereinsgründung festgestellt hat. Sie be- bauptet aber, daß die ihrem Redaktionsgedächtnis offenbar ent- fallenen Aeußerungen Dr. Vöglers einmal von uns aicht voll« ständig genug zitiert worden seien und zum anderen auch nicht in dem Sinne ausgelegt werden könnten, wie wir es getan haben: daß es nämlich der Sinn der Stahlvereinsgrllndung von 1926 gewesen sei, Kapitalzusammenlegungen bei den Gründergesell» schasten zu vermeiden. Auch in diesem Punkte müssen wir, indem wir jetzt nach dem Willen der„Kölnischen Zeitung" vollständig zitieren, der Oes- fenllichkest das Urtell überlasten. Wir heben die von uns nicht zitierte Stell« in Fettdruck hervor. Dr. Vögler sagte:> „Die Tatsache, daß keine der Unternehmungen in der Lage war, ihre Schulden abzuoerdienen, bis auf wenige Ausnahmen, war wohl in der Hauptsache der Grund unseres Zusammen- schlusses. Denn den werken ging es— immer das eine oder andere ausgenommen— so schlecht, daß die Ueberzeugung be- stand: aus eigener straft ist nicht wieder hochzukommen. Die Grundlage des Zusammenschlusses war ohne Frage der Versuch, durch die dann mögliche Rationalisierung technischer. Wirtschaft- licher, organisatorischer Art den Gewinn wieder soweit zu bringen. daß die Unternehmungen existenzfähig blieben. Ich übertreibe gar nicht, wenn ich sage, daß ohne den Zusammenschluß die Hälfte der in den Vereinigten Stahlwerken zusammengeschlossenen Unter- nehmungen in wenigen Monaten vor Kapitalzusammenlegungen gestanden hätte." Wir sind der Meinung, daß der von uns, selbstverständlich ohne jede Nebenabsicht weggelassene Satz die von uns selbst geäußerte Auffassung nicht nur nicht erschüttert, sondern noch erhärtet. Nach Vöglers eigenen Worten sollte durch„Rationalisierung tech- nischer, wirtschaftlicher, organisatorischer Art der Gewinn" wieder soweit gebracht werden, daß die Unternehmungen, die„in wenigen Monaten vor Kapitalzusammen- l e g u n g e n gestanden" hätten, existenzfähig blieben. Die Ratio- nalisierung, die neue Gewinne bringen sollte, war also das Mittel. Der Zweck aber war, die Kapitalien nicht zusammenlegen zu müssen. Tatsächlich ist auch nicht zusammengelegt worden. Wir glauben, daß Herrn Dr. Vöglers Aeußerungen nicht eindeutiger aus- gelegt werden können, als es von uns geschehen ist. Wir überlassen der Oeffentlichkeit ruhig das Urteil darüber, ob zu unserer Aus- legung, wie die„Kölnische Zeitung" meint, Unvermögen oder böser Wille gehören, oder nicht. Wir sind der„Kölnischen Zettung" dankbar, daß sie unserem Wunsche entsprochen hat, den Finanzier Louis Ha�en zu einer Aeußerung zu veranlassen,, den wir ja ebenfalls zur Frage der Ueberkapitalisterung der Eisenindustrie zitieren konnten. Louis Hagen hatte vor der Enquete gesagt, und zwar schon im Jahre 192L: „Speziell bei der Eisenindustrie hat sich aber im Laufe der Zeit herausgestellt, daß man noch viel schärfere Zu- sammenlegungen hätte machen sollen, als man durchgeführt hat. Jedenfalls haben bei fast allen Gesellschaften kein« zu starten Zu- sammenlegungen stattgefunden, aber bei sehr vielen z u geringe. Die großen Schwierigkeiten, mit denen einzelne Werke, und ge> rade die a l l e r b e st e n, zu tun haben, sind eine Folge der nicht , genügenden Goldmarkbilanzen." Herr Louis Hagen hält seine damalige Aussage ausrecht. Aber er beklagt sich darüber, dgß mir nicht hinzugefügt hätten, was er über die Rationalisierung, ihre Kosten, über stille Reserven und über Substanzerhaltung außerdem ausgeführt habe.„Die Ausgaben", so schreibt Louis Hagen der.„KZ." jetzt,„die für die Rationalisierung in großem Maß von den Stahlgesellschaften gemacht worden sind, könnten sich erst jetzt in der richtigen Weise auswirken, wenn nicht der'Absatz zurückgegangen wäre". Man mutz sich an den Kopf fasten bei einer solchen Argumentation. Das ist doch gerade die Frage, um die es sich in unserer Diskufsion allein handelt, daß der Absatz so zurückgegangen ist, daß die finanzielle Lage der Vereinigten Stuhlwerke so geworden ist, wie wir sie sehen, daß die Stahl. Vereinsleitung bei ihren Kapitaldispositionen und bei shren Jnoc- stitionen so gehandelt Hot, als ob guteKonjunkturen ewig dauern würden. Louis Hagen wird dann aber moralisch und sagt, daß er noch keine ausländische Presse gesehen habe, die ihre heimische Industrie in so wenig wirtschaftlich freundlicher Weise behandle, wie das teilweise in Deutschland geschieht. Herr Hagen meint natürlich uns mit diesem Tadel. Aber gibt es etwa irgendwo im Auslande auch Hlirlschasls- sührer wie in Deulschland, bei denen Seldslbewußlsein und Herrschaftswille in so schreiendem Widerspruch zu ihrer Oualisi- kation stehen? kennt das Ausland die Ilebung, Volk und Staat materiell verantwortlich werden zu lasten für die Fehldispositionen privater Unlernehmungsleiter? Gibt es wohl noch einmal in der Welt elne. solche Tatsache wie die. daß Herr Fritz Thyssen, der hauptgründer und in hohem Maße Mitverantwortliche im Stahl- vcrein, die ganze Arbeiterschaft seines Landes, die Ainanzwirtschast und die Verfassung seines Landes vor einer ausländischen Ilnioersi- tät in absolut unwahrhafliger weise denunziert, daß sie für die Wirtschaftskrise in Deutschland verantwortlich seien? Weder Herr Hagen noch di.t„Kölnische Zeitung" haben ein Recht, sich moralisch über unsere Kritik zu entrüsten. Auch die „Kölnische Zeitung" hat zu Herrn Thyssens Rede geschwiegen. Wir verwahren uns dagegen, daß unser Handeln unver- antwortlich genannt werden darf. Beim Stahlverein sind Werie und Verpflichtungen von anderhalb Milliarden Mark und das Schicksal von mehr als Hundertfünfzigtausend Menschen im Feuer. Das deutsche Großbankensystem ist in erster Lim« durch die Juvesti- tionen der Schwerindustrie und durch deren Illiquidität in eine katastrophale Lage geraten. Die Aktien des Stahlvereins haben er- heblich mehr als 89 Proz. Ihres Wertes verloren. Wir häben genug davon, daß Staat und Volk die Verluste trage», das Privatkapital und seine Direktoren aber nur die Gewinne erhalten sollen. Hier vorzubeugen, ist die Pflicht der Presse. W i r haben kein Jntereste daran, diese Pflicht zu verletzen. Der Großhandelsindex betrug am 11. November 107 Proz. oder 0,3 Proz. weniger als in der Vorwoche. Agrarftoste gingen um 0,8 auf 98,9, Kolonialwaren um 0,1 auf 94,6, industrielle Fertigwaren um 0,3 auf 132,2 Proz. zurück. Rohstoffe und Halb- waren sind um 0,1 aus 99,6 Proz. gestiegen. elegante „Baretf'.der neue, randlose Hut. ex-; tra schick' zum hohen Pelz kragen 75 nw Praktisch für Vormittag u. 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Daraus geht hervor, daß vor den Zusammenbrüchen im internationalen Kreditwesen im Hochsommer, die einen neuen schweren Krisenherd für die Weltwirtschaft aufrissen, der Tiefpunkt im Welthandel bereits im ersten Quartal des laufenden Jahres überwunden war. In welchem Umfang der Welthandel durch die internnationale Krise beeinflußt worden ist, zeigen folgende Ziffern: Außenhandelsumsatz von 48 Ländern im l. Halbjahr: 1928 1929 1930 1931 � Milliarden Mark...... 121,2 126,3 108,1 77,8 1928- 100........ 100 104,2 89,2 64,2 Seit dem Beginn des Konjunkturabstiegs im Jahre 1929 ist also der Welthandel um 38,4 Proz. oder von 126,3 auf 77,8 Milliarden Mark zusammengeschrumpft. Die zunehmende Verschärfung der Weltkrise in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres und im laufenden Jahre kommt darin zum Ausdruck, daß der wertmäßige Rückgang des Welthandels im 1. Halbjahr 1931 gegenüber der gleichen Zeit des Vorjahres fast doppelt so groß ist wie die Schrumpfung von 1929 zu 1930(1. Halbjahr). Der starke Rückgang der wertmäßigen Umsätze ist aber sehr stark durch die Preis- einbräche beeinflußt, auf die im letzten Jahr etwa die Hälfte des Umsatzrückganges entfallen dürfte. Bei Ausschaltung der Preisoeränderungen würde der Welthandel im 1. Halbjahr 1931 etwa 85,4 gegenüber 100 im Jahre 1928 und 104,4 im Jahre 1929 betragen. In den 25 erfaßten europäischen Ländern ist in der Vergleichszeit(1. Halbjahr 1931 gegen 1. Halbjahr 1930) die Einfuhr 22,8 Proz. und die Ausfuhr um 26,1 Proz. wertmäßig gesunken. Bei den 23 außereuropäischen Ländern war abeb der Schrumpfungsprozeß noch erheblich stärker, denn hier ging die Em- fuhr um 35,3 Proz. und die Ausfuhr um 32,3 Proz. zurück. Von den großen Volkswirtschaften Europas hat in Groß- b r i t a n n i e n die Einfuhr wertmäßig am stärksten um 2,8 Mil- liarden Mark abgenommen, jedoch ist der prozentuale Rückgang der Einfuhr in Deutschland mit 33,3 Proz. gegen nur 22,1 Proz. in England bei weitem der größte. Außerhalb Europas is? in der angegebenen Vergleichszeit die Einfuhr der Vereinigien Staaten um 2,34 Milliarden Mark oder 3(5,2 Proz. gesunken, die Einfuhr Brasiliens um 48.1 Proz. und die des australischen Bundes sogar um(52,3 Proz. zurückgegangen. t Wesentlich anders liegen die Dinge bei der A u s f u h r. Hier stehen unter den europäischen Ländern England mit einem wertmäßigen .Exportaussqll von 34,5 Proz. und Schweden und Norwegen mit i|2,9. bzw. 34,3 Proz. weitaus an der Spitze. Es folgt sodann Frankreich mit einem Rückgang von 28,1 Proz. und erst in längerem Abstände Deutschland mit einem Exportrückgang von 23,3 Proz. In diesem Zusammenhang ist bemerkenswert, daß Deutsch- land im ersten Halbjahr 1931 seinen Vorsprung im Export von Fertigwaren noch vergrößern konnte. Im ersten Halbjahr 1923 und 1929 war Großbritannien mit rund 5% Milliarden weitaus der stärkste Exporteur von Fertigfabri- koten auf dem Weltmarkt. Die Vereinigten Staaten standen 1928(Halbjahr) mit 4,25 Milliarden Fertigwarenexport ungefähr auf gleicher Stufe mit Deutschland, hotten dieses aber 1929 durch eine Steigerung ihrer Fertigwarenausfuhr von 4,25 auf 5,25 Mil- liarden weit hinter sich gelassen, da Deutschlands Export von Fertig- sabrikaten im ersten Halbjahr 1929 nur 4,75 Milliarden Mark er- reicht«. Nachdem England im ersten Halbjahr 1930 allerdings nur knapp gegenüber dem scharfen Nachdrängen Deutschlands in der Krise noch seinen ersten Platz behauptet hatte und die Amerikaner mit 4,2 Milliarden bereits auf den dritten Platz gedrängt waren, konnte Deutschland bereits in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres im Fertigwarenexport an die erste Stelle rücken. In den ersten sechs Monaten d. I. hat Deutschland mit einem Export von rund 3,75 Milliarden seinen Vorsprung gegenüber England mit 3,2 Milliarden und den Vereinigten Staaten mit 2,6 Milliarden Ausfuhr von Fertigfabrikaten bedeutend ver- g r ö ß e r n können. Ein Sieg der Schutzzöllner im Auslände und ein Festhalten an der protektionistischen Agrarzollpolitik in Deutsch- land muß bei dieser Situation den deutschen Fertigwarenexport, der den entscheidenden Aktivposten der deutschen Handelsbilanz darstellt, auf das schwerste in Mitleidenschaft ziehen. Keine Vorzugszölle für Llngarn nnd Rumänien. Das Abkommen zwischen Deutschland, Ungarn und Rumänien, das die Einführung von Vorzugszöllen für diese beiden Länder vorsah, sollte am 15. November in Kraft treten. Voraussetzung hierzu war aber, daß sämtliche Länder, die mit Deutschland ein Abkommen auf Meistbegünstigung bei der Einfuhr abgeschlossen haben, zu dem Abkommen mit Ungarn und Rumänien auch ihre Zustimmung geben. Auf die Anfrage der drei beteiligten Staaten haben etwa 20 Länder zustimmend geantwortet, dagegen haben Argentinien, die Türkei und die Tschechoslowakei a b- lehnend geantwortet. Um handelspolitische Komplikationen und eventuelle Kündigungen von Handelsverträgen zu vermeiden, konnten Deutschland, Ungarn und Rumänien ihren Vertrag über Vorzugszölle nicht in Kraft setzen. Neue Verhandlungen dieser drei Länder werden in Kürze beginnen. Klöckner macht Bilanz. Stark gekürzte Abschreibungen. Der Klöckner-Konzern veröffentlicht jetzt Geschäftsbericht und Bilanz für das am 30. Juni abgeschlossene Geschäftsjahr für 1930/31, nachdem vor einigen Tagen bereits die wichtigsten Ab- schlußziffern bekanntgegeben wurden. Dieser erste Montanabschluß aus der Periode der verschärften Wirtschaftskrise ist in mehrfacher' Hinsicht aufschlußreich. In außerordentlich scharfer Form prägt sich bei Klöckner in der vorliegenden Bilanz die Illiquidität der Gesellschaft aus, die durch die beiden gegeneinander wirkenden Faktoren— fortgesetzte Schrumpfung des Absatzes und Anschwellung der Läger, sowie starke Beanspruchung der flüssigen Mittel zur Durchführung des Bauprogramms— bewirkt wurde. Der Produktionsrückgang war auf allen Gebieten stark. Die Kohlenförderung sank gegenüber dem Vorjahr um 24 Proz., die Koksproduktion sogar um 32 Proz., die Leistungen der Stahlwerk« gingen um 31 Proz. und die der Walzwerke um reichlich 30 Proz. zurück. Dementsprechend sanken die Betriebsübe»- schüsse von 35,1 aus 23,6 Millionen Mark. Von den Unkosten- faktoren gingen Sozialabgaben infolge des Belegschastsabbaus und auch die Steuern ganz beträchtlich zurück, dagegen blieben die Zins- lasten mit 3,33 Millionen Marx-fosf unverändert hoch. Hier zeigt sich, wie die sogenannten fixen kosten in der Krise am schärfsten auf die Renlabililät der Unternehmen drücken. und daß es nicht die Löhn« und Sozialabgaben find, die die Wirtschaftlichkeit der Betriebe untergraben. Obwohl Klöck- ner erst bei Abschluß des letzten Geschäftsjahres sein Rationali- sierungsprogramm im wesentlichen beendete und noch mehr als 10,5 Millionen in die Anlagen gesteckt wurden, konnte«in größerer Verlustausweis nur durch starke Kürzung der Abschreibungen von 10,3 auf 7,9 Millionen vermieden werden. Die scharfe Beanspruchung der flüssigen Mittel hat dazu ge- führt, daß von den 8,5 Millionen Bankguthaben nur noch knapp ein Viertel übrig geblieben ist, während zugleich die Forde- rungen von 19,5 auf 16,1 Millionen gesunken sind. Demgegenüber sind die kurzfristigen Schulden von 28,8 auf 33,2 Millionen angewachsen, worunter sich allein 23,4 Millionen Bankschulden befinden. Da der Bericht die Höhe der Bankschulden im vorher» gehenden Jahr verschweigt, sind die Verschiebungen aus diejem Posten nicht ersichtlich. Di« Zinsen aus diesen Schulden, zu denen noch rund 8,5 Millionen langfristige Darlehen kommen, dürsten im laufenden Geschäftsjahr jede Tonne geförderter Kohle bei vor- sichtiger Schätzung mit mindestens 1,40 Mark oorbelasten. Umsatzziffern gibt Klöckner nicht bekannt, aber auf Grund der Produktionsergebnisse dürften die Umsätze im letzten Jahr sich nicht wesentlich von 1924/25 unterscheiden, wo der Gesamtumsatz sich auf 125,8 Millionen Mark belief. Für die gegenwärtige Lage ist bezeichnend, daß Klöckner bei einem derartigen Umsatz auch vor sechs Iahren nicht rentabel arbeiten konnte, obwohl damals dasKapitatnur90 Millionen Mark betrug. Inzwischen ist das Kapital auf 100 Millionen Mark erhöht worden, wodurch die Möglichkeiten einer Rentabllität noch erheblich erschwert sind. Berliner Kraft und Licht. ■10 Prozent Dividende für das erste Geschäftsjahr/ Strom« absah um 5,5 Prozent gesunken. Di« Berliner Kraft- und Licht A.-G.(BKL) ist die Holdinggesellschaft, in die auf Grund des Vertrages vom 11. Mai 1931 die Berliner Städtische Elektrizitätswerke A.-G.(Bewag) von der Stadt Berlin eingebracht wurde. Die Stadt erhielt damals 30 Millionen Mark Aktien der neuen Gesellschaft und 210 Millionen Mark in bar; außerdem übernahm die BKL. die Schulden der Stadt gegenüber der Bewag in Höhe von 320 Mil- lionen Mark, so daß sich der G e s a m t k a u f p r e i s auf 560 Mil- lionen Mark stellte. An der BKL. ist die össentliche Wirtschast(Stadt Berlin, die reichseigenen Elektrowerke, die Preußische Elektrizitäis- A.-G.) und die Privatwirtschaft zu je 50 Prozent beteiligt! das Aktienkapital belauft sich auf insgesamt 240 Millionen Mark. Die BKL., die am 19. Mai 1931 ins Handelsregister eingetragen wurde, legt ihren Bericht für das erste Geschäftsjahr vom 30. Juni 1931 vor— das erste Geschäftsjahr umfaßt also knapp seäzs Wochen. Die Bilanz weist die Anlagen mit einem Werte von 612,4 Millionen Mark aus: sie sind mit den An- schaff ungswerten eingesetzt worden, während die bis Ende 1930 von der Bewag vorgenommenen Abschreibungen jetzt als Ab- fchreibungs- und Erneuerungsrücklage in Höhe von 126,0 Millionen Mark unter Passiven erscheinen.� Unter den Air- lagen werden im einzelnen aufgeführt: Grund st ücke in Höhe von 33,3 Millionen Mark(bebaute und unbebaute Flächen von 67,4 Hektar: Braunkohlenfelder mit einem Vorrat von 700 Millionen Tonnen): die K r a f t w e r k e mit 756 000 Kilowattstunden Leistungs- fähigkeit sind mit 167,1 Millionen Mark, die gesamten Ueber- tragungs- und Verteilungsanlagen mit 384,4 Mil- lionen Mark bewertet. Auf dem Konto Wertpapier und Bsteili- gungen ist das gesamte Aktienkapital der Bewag(15 Mil- lionen Mark nominal) zu einem Kurse von 176,5 Proz. verbucht. Die Forderungen werden mit 46,6 Millionen Mark, dar- unter 23,2 Millionen Mark Bankguthaben, angegeben. Auf der Passivseite erscheint neben dem Aktienkapital (240 Millionen Mark) und dem bereits erwähnten Abfchreibungs- konto(126 Millionen Mark) als wichtigster Posten die Anleihe- Verpflichtung gegenüber der Bewag in Höhe von 272,9 Mil- lionen Mark. Das ist die Verpflichtung, die die BKL. von der Stadt Berlin übernehmen mußte und die sich urfprüng- lich auf 320 Millionen Mark belies. Di« Veränderung erklärt sich daraus, daß man die offenen Reserven der Bewag(am 21. De- zember 1930 mit 64,2 Millionen Mark ausgewiesen) zum größten Teil« dagegen aufrechnete. Die Fortführung der Neubauten hat inzwischen eine gewisse Erhöhung dieses Postens gebracht. Die Schulden der BKL. belaufen sich auf 32,7 Millionen Mark. Di« Gewinn- und Verlustrechnung zeigt eine Einnahme aus Pacht und Abgaben der Bewag in Höh« von 10,5 Millionen Mark. Die Ausgabenseite weist eine Zinszahlung an die Stadt Berlin in Höhe von 6,3 Millionen Mark auf, da di« Uebergabe der Bewag rückwirkend ab 1. Januar erfolgte und dementsprechend der Kaufpreis ab 1. Januar bis zum Tage der Zahlung zu ver- zinfen war. Die Abschreibungen konnten infolge dieser Zins» Zahlung nicht aus dem Gewinn gedeckt werden; sie wurden in der fatzungsgemähen Höhe von 3 Prozent<9,0 Millionen Mark) einer Rücklage der Bewag entnommen. Aus dem Reinge- winn von 4,2 Millionen Mark wird eine Iahresdividende von 10 Prozent, für die 6 Wochen des ersten Geschäftsjahres also etwa 1 Prozent, gezahlt. War einmal häuft, muß Kunde werden. Das ist derLellsaic.der uns veranlaßt, stets das Neueste, stets das Beste zu niedrigsten Preisen zu führen. Die riesige Auswahl! die unserständigwach- sender Kundenkreis bei uns als selbstverständlich voraussetzt, fiberrascht irhrner wieder diejenigen, die zum ersten Male unser Haus betreten. Wir berücksichtigen jede Figur, den zarten Backfisch, die vollschlanke, aber auch ganz besonders die starke Dame. 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Vcrwaltungsbez.rl Tiergarten: S. Joseph, NW. 21, Wilhelmshavcner Straße 48 i„Vvrwllrts".epedition1.. �____. Verwaltunqsbc irt Wcdoing: P. Krause, N. 65, Milller- Ecke Utrechter Straße <.,Vorwärts"-Spedition).— P. Kroll, N. 65, Utrcchter Str. 21 iRestaurant).— 5t. Anderffon, 3!. 31, Stralsunder Str. 19(Schuhmacherei).— B. Hönisch, N. 31, Wattstr. 9(..Vorwärts". Spedition).— H. Fischer, 31. 20, Bastianstr. 7(„Bor- wärts"»Spedition>. Lcrwaltungsbezirl Prenzlauer Berg: W. Hofstnann, R. 58, Lnchcner Str. 8 iRestaurant).— P. Dölz. 3!O. 55, Immanuelkirchstr. 24<,.Vorwärls".Spcdit>on). - E. Gerth, N. 113. Greifenhagcner Str. 22«„Vorwärts"»Spedition). Bcrwaltungsbezirl Fricdrichshaia: F Ärndt. O 17. Markusstr 36<..Bor» wärts"-Spedit:on).— M. Wartmann, O. 34. Kdnigsbergcr Str. 37(Photo» laden, Eingang vom Hausflur).— K. Melle, O. 34. Petersburger Platz 4 <..Porwärts". Spedition).— L. Wittschuß, O. 34. Petersburger Str. 5 ' �Verwaltungsbezirk Krenzberg: E. Schmidt, SW. 61, Bacrwaldstraße, an der (nneisenaustraße(„Porwarts.Spedition).— Urban, SO. 36, Lausitzer Platz 14/15 <,.Vorwärts".Spedition).— P. liier, SO. 36, 3!aunynstraße 9(Restaurant). — Deutscher Freidenker. Verband E. V., SW. 29, Eneisenaustr. 41, Hof li, 1. Stock (aeöffnet 8—16 Uhr).— Sekretariat der Jugendweihen der Sozialisten und Frei» dcnker Berlins. SW. 68. Lindenstr. 3, II.' Hof, 2 Treppen links. Kimmer 2 «geöffnet 9—1? Uhr, Mittwochs und Freitags 9—19 Uhr, Sonnabends 9 bis 13 Uhr). Berwaltungsbezirl Eharlottenburg:..Porwärts".Spedition Eharlottenburg, Sefenheimcr Str. 1, pt.— Frau Ioachimie. Charlottenburg, Kaiserdamm 95. Eingang Rognitzstraße<„Vorwärts".Spedition), 14-U8 Uhr.— F. Bunge, Char» lottenburg, Rosinenstr. 4, v. IV. Verwaltungsbezirk Spaudau:„PolksbIatt".BuchhandIung, Spandau, Pots. damer Straße. Verwaltungsbezirk Wilmersdors: Frau Unserer, Wilmersdors, Hanauer Straße 43, Siedlung. Verwaltungsbezirk Zehleudvrs: Lehrer A. Kettl, gehlcndorf, Walbhitter» mäd 81 Verwaltungsbezirk Schöneberg: Rathmann, Schöneberg. Belziger Str. 27 („Vorwärts"»Spedition).— Frau Klawitter, Schöneberg, Apoltel-Paulus-Str. 7. — S. Eckmudt. Friedenau, Bockestr. 3.___ Verwaltungsbezirk Steglitz: F. Hamburg, Steglitz, Schloßstr. 100.— Wilh. Skubig. Steglitz. Ringstr. 7,(Arth. III.- K. Schonwet'er. Lichterfelde-West, bergstr. 9. Rich. Hille, T., Moltkestr. 11.— Für Marie ndorf: Aug. 3)i.. Kaiserstr. 31. I. Paul Rathmann, M., Prühßstr. 16. III.— Für M a r i- n» f e l d e: Fritz Greulich, Vi., Adolfstr. 83.— Für Lichtenrade: Kurt Sangkohl, L., Uhlandstr. 85. Verwaltungsbezirk Neukölln!..PorwZrts".Spedition Neukölln, Siegfried» straße 28—29, 14—18 Uhr.—„Porwärts".Spedition Neukölln, Neckarstr. 2, lt— 18 Uhr— Parteibüro. Neukölln, Fuldastraße(3dealnassagc). Ausgang 5, >7—19 Uhr— A. Schwartz. Britz. Eroß-Tiedlung. Liningstr. 58. Verwaltungsbezirk Treptow: E. Meckelburg. Treptow. Graetzstr 50(..Bor» wärts".Speditron).— H. Borgmann, Baumschulenweg. Baumschulenstr. 89 lRestaurant).— F. Katerbaum, Adlecshof, Sedanstr. 3(Restaurant).— A. Bader. Oberschöncweide, Wilhelminenhofstr. 17(Zigarrenladen). Verwaltungsbezirl Köpenick: E. William, Köpenick. Alte Dablwitzcr Straße 72.— Otto, Friedrichshagen, Kirchstraße 34(Restaurant).— F. PÜrrwitz, Köpenick, Kietzer Straße 6(Laden). Friedrichshagen, Kirchstr. 28.— F. Klein,« pks, Grünau, Viktoriastr. 10.— Heimann,-----------------...---- « Restaurant).— F. Krail. Rahnsdorf, Forststr. 9.— F. Schade, Rahnsdorf, Mühlenweg 5. Verwaltungsbezirk Lichtenberg: Rektor Sänger. Lichtenberg, Schul» Fried» richstraße.— Rektor Pribe, Lichtenberg. Schule Marktstraßc.— Rektor Sydow. Lichtenberg, Schule Leopoldstraßc.— Rektor Lenz, Lichtenberg, Schule Schorn» weberstrnße.— Rektor Schlicker, Lichtenberg, Pfarrstraße.— Rektor Wölkerling, Lichtenberg, Schule Holteistraße 7—9.— A. Rakewitz, O. 112, Gärtnerstr. 6. Verwaltungsbezirk Weißensec: Walter Ianell, Wcißensee. Parkstr. 15.— Otto Gallas, Wcißensee, Lehderstr. 122.— Anton Wiese, Wcißensee, Lehderstr. 2.— Adolf Brandt. Weißensee, Parkstr. 83(8. Schule).— Leg. Weißensee,� Sedanstr. 90. — Martin Franke, Weißensee. Sedanstr. 23.— Otto Kuhfahl, Weißensee Amalienslr. 20.— Andreas Heinel, Weißensee. Gäblerstr. 7.— Georg Matthe?, Weißensee. Pistoriusstr. 102.— Marquardt, Hohenschönhausen, Berliner Str. 85 (Restaurant) Verwaltungsbezirk Pankow: Konsumverkaufsstellen In Pankow: Wollank» straße 102. Berliner Str 47. Breite Str. 16. Kifßngenstraße. Brehmestraße, Trelleborger Straße, Achtermannstraße.— Konsumberkaufsyellen W�Sieder» schönhaulen: Kaiser-Wilhelm-Str. 79. Kaiserweg 60.— B. PansegraU, Buchholz, Dohnfjosstr. 15. Verwaltungsbezirk Reinickendorf: Schönewerk(für Reinickendorf-Ost und Rosenthal), Provinzstr. 48(Restaurant).— Volkshaus(für Reinickendorf-Weft "nd Wittenau), Scharnweberftr. 114.— Tornow, Tegel, Schlieper. Ecke Tresckow- straße. kür Tegel. Borsigwalde und Seiliaensee. Außerdem nehmen alle �auskassierer des.Deutschen Freidenker- Verbandes E. V." Anmeldungen für die Jugendweihen entgegen. Allgemeine Wetterlage. 4324.abds. Jj w™ 7j 0'fb� ©wolkenlos,® heiter, 3 halbbedeckr 9 wolkig,* bedeckt« RegeoAGraupeln «Sehn#tz=Nebel,li Gewittet<§)Win()slille Die Depression, die am Freitag über dem Mittelmeer lagerte, hat sich unter Verflachung nach Norden ausgedehnt. Ein Ausläufer befindet sich über Polen. Unter dem Einfluß dieses Tiefdrucksyftems sielen in der südöstlichen Hälfte Deutschlands leichte Niederschläge. chelter war es aber nur stellenweise an der Ostsee und im Nmd- westen des Reiches, wo die Temperaturen auch noch 12 Grad im Schatten erreichten. Infolge fortgesetzten Lustdruckanstieges über Nordeuropa hat das innerrussische Hochdruckgebiet«inen Ausläufer nach Noodskandinaoien vorgeschoben, wo sich ein selbständiges Maximum zu entwickeln scheint. Im Norden und Westen steigt der Lustdruck weiter, während er im Südosten fällt. Dadurch wird bei uns eine östlich« bis nördliche Luftströmung eintreten, die langsamen weiteren Temperaturrllckgang bringen dürfte. * Wctteraussichten für Berlin. Vorwiegend neblig-trübe, nur zeitweise heiter, keine erheblichen Niederschläge, noch etwas kühler.— Für Oeulschland. In der westlichen Reichshälfte wechselnd wolkig bei wenig veränderten Temperaturen, im Osten'vietsach bewölkt, stellenweise etwas Regen, kühler. MtMlUMM-MÄ Dienstag. Oen 17 Jlooembec.adcn&s 6 Ahr, im poctcttcfaal des Der» banbshonses Eisüfser Straße 86 88, Eingang a: Brandien• Versamralnnö der Bau' d. GeldsdiranKsdilosser Toqesordnunq 1. Worum Sozialversickerunq? Referent: Dire'ior K ö h n von der Landes» verstchernng. 2. Perbonds» und Branchenangelegen» heilen 3 Verschiedenes. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Das Erlchcincn aNer Kollegen in dieser Vermmmlung:st Pflicht. Zur besonderen Beachwngi Anläßlich der Etnaschernng des Kollegen Ernst Franke bl-iben alle Büros nm Dienstag, dem k7. Ao- nemder. nachmittag» non 8 Ahr ad, geschlossen. Dl« OrtsverwaltoBf. Ortskrankenkafse Berlin-Wilmersdorf Die Vertreter der Arbeitgeber»nd Per» stcherten im Ausschuß werden hiermit ge» mäß ß 05 Abs I der Satzung»u«wer Ordentlichen Ausschußsihung am Dienstag, dem S«. Zkanemder- abends 8 Ahr. Im Aeitanran»..16 binger Hai". Vertln»wilmersdors, Kaiser platz 19. mit der Bitte, btin ilich zu erscheinen, er» gebenst eingeladen. Tagesordnung: 1. Festtetzung de« Boranfchloges sstr das Jahr 1932. 2. Wahl der Rechnung?» prüsiingskommiiston. 3. Verlchtedenr« Berlin-Witmersdors.» den 13 November 193!. 3t. Engelhordt, F. Wiemann, Porsitzender._ Echrifttührer. 6. M 40 31. Bekanntmachung. Strastache gegen den Schriftsteller Dr. Joachim Hauvt in Hannover. Mehsstr. I a, etzt: Fundstr. 11. geb. am 7. April 1900 in Frankiurt a d O, wegen Beleidigung durch die Presse. Das Schöffengericht in Hannover hat am 24 August 1931 ttlr Recht erkannt: Der Angellaate wird wegen öffentlicher Beteidtgung(§ 186 StGB, zu 300 1 dreihundert Reichsmart Geldstrale. ersatzweise zu 30 Idreißiq) Tagen Ha t, und in die Kosten des Permhrens rcrurleilt. Der Beleidigte. Rcichsminifler a D Dr. ffiilferdlng in Berlin, ist befugt, nach Rechts» kralt des Urteils binnen 8 Wochen nach dem Tage, an dem ihm die Urieilsaus» terligung zugeht, den»nilcheidenden Teil durch je c>nmalige Einrückung in die Per» liner Zeitung„Vorwärts" und die Hanno- versche Zeitung„Riedersächstsche Tages» zeitnng" an! Kosten des Verurteilten öffent» tich bekannlzumachen. Der Artikel„Herr Dr. Hilierding. haben wir das nicht immer gesagt?" in der Är. 55 der„Niederfächstschen Tageszetiung" vom 24 April 1981 und derjenige Titl der Platten»nd Formen, auf welchen sich dieser Artitel befindet, sind unbrauchbar zu machen Das Urleil ist rechtskräftig. Hannover, den>2 November 1331 Der Oberstaalsanwalk. Betricbskrankenkaffe der Stadt Berlin. Der I Nachtrag zur Krankenorbnung beireffend Aenberung von Adfcknttt A Ziffer XII u b Abtchnttt B Ziffer XVII. ist vom Berstcherungsamt 0er Stadt Berlin am 2tt Otioder I9?> genehmigt worden. Drückstücke der Aenberung kennen nach erfolgter Drucklegung im Kaffenlokgl ad» gelangt werden. Berlin, den 10. November 1931. Der vorstand. Erfinder- Vomamsiredende IG GOOMU. Belohnung Näheres Kostenlos, durch F. Erflmnrn& Co» Ber in SW 11. 2m» B|,|l8e1' Billig wie noch nie! HnBetfte? Ober bei!.. Mk. 9.60, 10.-, 12- KLsscn....« 2.5 S, 2.85. 8.50 roi, tOrkiscb, Mako. Steppdedccn..... Mk. 10.50 Oaaner decken.... m 52,— Wand er-. Wo che Bend- Decken In allen PreUla�en Detfdfedern and Daunen xn den bekannien billigen f reise n. Bei Einkant Grattsr ein! gong 1 BOhm. Beitfedern• Speziallmus SachseUSt dlcr Berlin G», LandsDeroer Str. 43-47 Nähe Alexander platz Filiale Welnberjpswca: 1_ Von der Reise zurück Dr. med. H. 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Unter Spucknapffanatiker oersteht Professor Much die Anhänger der söge- nannten Tröpfcheninfektion, d. h. diejenigen Mediziner, die der In- sektian durch eingeatmete Hustentröpfchen irgendeine Bedeutung beimessen. Als Professor Bruno Lange diesen Ausführungen ent- gegentrat, erwiderte Professor Much:„Wer ist wohl moderner als ich? Aber wirklich modern ist immer nur das Genie..."— Unter allgemeiner Spannung fuhr Much fort:„und das Genie war Behring". Ferner bat im Namen fämllicher Vertreter der Nebenkläger Rechtsanwalt Dr. Wittern den Vorsitzenden um eme andere Einteilung der Prozeßmaterie. Das an sich mit Sorgfalt und Um- ficht ausgearbeitete Programm des Vorsitzenden, der stets nur die Erörterungen für einen gewissen Zeitabschnitt zulasse, scheine die Wahrheitsfindung zu erschweren. Dr. Wittern bat zu prüfen, ob es nicht zweckmäßiger sei, daß beispielsweise bei Erörterung der einzelnen Krankheits- oder Todesfälle jeder einzelne Fall von Anfang bis zu Ende geschloffen durchgeführt werde und daß hierbei in möglichst ununterbrochenem Zusammenhang sämtliche in Frag« kommenden Zeugen und Sachverständigen zu Worte kommen. Es wurde über diese Anregung ausführlich diskutiert: der Vorsitzende selbst gab zunächst keine bindende Erklärung ab. „pflichwergeffene Apotheker." Wegen Verstoß gegen das Opiumgesetz verurteilt. Bcw„pflichtvergessenen Apochokern", die„das Vertrauen, das der Staat in sie fetzt, mißbrauchen", sprach der Vorsitzende der „Rau-schgift"kammcr, Landgerichtsdircktor Steinhaus, m emcr Urteilsbegründung... Der Rennfahrer K. war im Jahre 1926 schwer verunglückt: zur Linderung seiner Schmerzen erhielt er Morphium und wurde Morphinist. Seitdem kam er von dem weißen Gift nicht mehr los. Sein Arzt verschrieb ihm in den Grenzen des Möglichen die betäubungbringende Flüssigkeit. Es genügte ihm nicht. In einem unbewachten Augenblick stahl er dem Arzt einen Block Formular- rezepts, pauste die alten Rezepte durch, schrieb sie bald aus den Namen seiner Frau, bald auf den eigenen, legte sie in der Slxotheke vor. in der er seit Jahren sein Morphium bezog und erhielt es nach wie vor anstandslos. Mitunter kamen er und seine Frau zweimal am Tage. Den Apothekern hätte es schon längst aufsallen müssen, daß die Menge des an- geforderten Giftes viel zu groß war uich daß die Rezepte gefälscht waren. Es war ja aber ein so gutes Geschäft— sie schöpften keinen Verdacht. Hatte St keine Rezepte zur Verfügung, so erhielt er das Gift auch ohne Rezept unter der Bedingung, daß er das Rezept nachträglich herbeischaffe. Das ging so anderthalb Jahre, bis eines Tages das Dezernat zur Bekämpfung von Rauschgiften beim Polizeipräsidenten hinter die Schliche des K. kam. Vor dem Schöffengericht Berlin Mitte hatten sich zu verantworten K. und seine Ehefrau, zwei Apothekergehilfen und die Tochter des Inhabers der Apotheke. Kriminalsekretär Wolf erzählte, wie er auf den ersten Blick unter den Rezepten die falschen herausgefunden-hat. Die Apotheker aber hatten das nicht bemerkt. Wenigstens behaupteten sie das. Das Gericht verurteilte K. zu zwei Monaten Gefängnis, feine Frau zu vier Wochen unter Zubilligung einer Bewährungsfrist für beide, und die übrigen An- geklagten zu je 309 M. Geldstrafe. In der Urteilsbegründung hieß es: Die drei letzten Angeklagten gehörten zu jenen pflichtvergessenen Apothekern, die das Gift zum Ruin des Volkes unter das Aolk bringen: man müsse ihnen gehörig auf die Finger klopfen. Die Rauschgisttannner in Moabit kennt mehr solcher pflichtvergessener Apotheker. K. hat inzwischen eine Morphium- cntziehungskur durchgemacht und glaubt sich vom weißen Gift geheilt. Hoffentlich ist er das auch... Arbeii und Rhythmus. Kunstschau im Charlottenburger Rathaus. „Wir wollen auch in Zeiten der Not unserer Künstler nicht vor- gessen, denen wir Dank schulden für viele schöne Stunden, und wir wollen unsere kulturellen Interessen nicht der Zeit zum Opfer bringen", dies war der Grundgedanke der Begrüßungsansprache von Bürgermeister August in anläßlich der Ausstellungscröffnung „Arbeit und Rhythmus" im Rathaus Charlottenburg: nach ihm ergriff Dr. Paul F. Schmidt das Wort, ci sprach von der Psyche des schaffenden Künstlers als Schöpfer seiner Werte, die sich völlig dem Zeitgeist und Zeitrhythmus angepaßt hätten, ja ihnen sogar vorauseilten im Erfassen und Erkennen des Zieles menschlicher Sehnsucht. Dem künstlerisch schaffenden Menschen, der mit am schwersten unter der heutigen Not zu leiden hat, gilt es nach Kräften zu'helfen, soll die bisher geleistete wertvolle kulturelle Arbeit für die große Allgemeinheit erhalten und immer weiter ausgebaut werden. Eine reichhaltige Schau von Malereien, Graphiken und Plastiken bot einen interessanten Ausschnitt aus dem künst- lerischen Arbeitsgebiet: die städtische Kunstgewerbe- und 5iandwerkerschule West zeigt interessante, technisch gut durch- geführte Lackmalereien, Eugen Spiro liefert ein ungemein lebendiges Dtrigentenporträt, Wolf Röhricht, Othegraoen, Helmut Krominer haben mit Spachtel und Kohlestift die Plätze der Arbeit am Eisen- Hammer, am Kran und beim Ausschachlen festgehalten und Käte Kollwig' leichtdurchbebte Gestalten sprechen die eherne Sprache unserer Tage: zur produktiven Förderung der«schassenden soll die Hälfte der vereinnahmten Gelder zu Bilderankäufen verwendet wer- den, damit aber auch des Besuchers hilfreiche Hand belohnt wird, stellt jede Eintrittskarte im Preise von 50 Pf. gleichzeitig ein Los dar und damit die Anwartschaft auf den Erwerb eines wertvollen Bildes. Die Aerziekammerwahl. Bei der Aerztekammerwahl sind von insgesamt 120 Sitzen fünf aus die sozialdemokratische L i st e entfallen. Gewählt sind die Genossen Stadtarzt Dr. K o r a ch. Dr. K o l l w i tz senior, Dr. Joffe Oberrcgierungsrat Dr. Lustig, Dr. Meyer- Brodnitz und jünf Stellvertreter. Kamplfonds gegen Sladtöeirieö. Berlin soll die Kohlen nicht zu billig bekommen. Demnächst wird sich das S l a d l p a r l a m e u l mit einer für das kommuaalpolitische Leben der Reichshauplstadt sehr wichtigen Frage zu beschäftigen haben. Es geht um das Schicksal zahlreicher städtischer Gesellschaften, bei denen nochgeprüft werden soll, ob die Notwendigkeit ihre» Bestehens im Interesse des Gemeinwohls noch gegeben ist. Die Stadtverordnelen sind vor eine Entscheidung gestellt, die höchstes Verantwortungsbewußtsein vorausseht. Gegner der öffentlichen Wirtschaft sehen vielfach die Stunde gekommen, die Konkurrenz lästiger, preiskonlrollierender öffentlicher Betriebe loszuwerden. So rennen auch die Berliner Sohlen- großhändler mit allen Mitteln gegen die städtische B e r- lincr Brenn st off- Gesellschaft an. In einem Rundschreiben an verschiedene Kohlengroß- Händler vom Juli 1931 wird mitgeteilt, daß der A e r e i n B e r- iiner Kohlcngroßhändler, seit Iahren im schärfsten Kampfe gegen die öffentliche Hand, insbesondere gegen die Bcr- liner Brcnnstoss-Gesellschaft(BVG.) stehe und daß man jetzt, bei den neuen Herren im Magistrat, viel mehr Verständnis für die Forderung vorfinde, den unliebsamen Konkurrenten zu beseitigen. Ebenso sei besonders Herr Stadtverordneter Merkel im Aufsichts- rat der BVG., als Anhänger der Privatwirtschaft, der berufenste Vertreter für die Interessen des privaten Handels. Ilm den Kampf gegen die BVG. aussichtsreich zu Ende führen zu können, würden jedoch noch erhebliche Mittel benötigt. Es werde ein Kampf- f o n d s gefchasfen und jeder Kohlenhändler müsse eine größere Summe hierfür überweisen. Diese noch auszuwendenden Gelder würden nicht vergeblich aufgebracht sein und dem privaten Kohlen- Handel in Berlin später auch erhebliche Vorteile bringen. Unter- zeichnet ist das Rundschreiben vom Bergassessor Rasch, dem Gc- schäftsführer des organisierten Berliner Kohlenhandels. Dieses Rundschreiben ist kennzeichnend für die Kampfmechoden, die gegen die Brennswff-Gesellschaft angewandt werden. Daneben versucht man auf dem Wege über das Kartellgericht die Ge- sellschaft finanziell zu schädigen. Vor kurzem erst wurde die BVG. vom Kartcllgericht auf Grund einer Anzeige vom Kohlenhandel zu 501 Mark Strafe verurteilt, weil die BVG. der Stadt Berlin (Bezirksamt Charlottenburg) in einer Offerte für Brennstoffe niedri- gere Preise angeboten hatte, als die vom Kartell festgesetzten Preise. Der private Kohlerchanbel läßt es sich schon etwas kosten, den ge- meinwirtschaftlichen Betrieb auf dem Berliner Brennstoffmarkt als preisregulierenden Faktor auszuschallen. Was Berlin jährlich verbrennt. Für etwa 11 bis 12 Millionen Mark B r e n n m a t e r i-a l i e n braucht die Stadt Berlin jährlich, ohne die Gaswerke, Wasserwerke und die Bewag. Vergleicht man die yon der Kon- vention und dem Berliner Kohlengroßhandel für Behörden festgesetzten Preise mit den von der BBG. den städtischen Verbrauchs- stellen in Rechnung gestellten Preisen für den Gesamtbedarf, so kommt man auf eine Differenz von mindestens 12 Prozent. So viel billiger liefert die städtische Gesellschaft. Weit über 1 Willion Wark pro Jahr braucht die Stadt Verlin weniger für Brennstoffe auszugeben, weil die BBG. besteht und der Stadt gegenüber nur ihre tatsächlichen Unkosten berechnet. Dabei ist weiter zu beachten, daß die Berliner Brennstoff-Gesell- schast 25 Kohle ii Plätze besitzt, die überwiegend städtisches Eigentum sind, für die eine Jahrcsmicte von rund 162 000 Mark gezahlt werden. Es ist gerade die Eigenart des Kohlenhandels, daß eine gleich- mäßige und sichere Versorgung der Verbrauchsstellen kaum möglich ist, ohne größere L ä g e r zu unterhalten, da eine Belieferung nur in den Wintermonatcn, in denen der größte Teil der Kohlenmcngen verbraucht wird, durch die Gruben nicht möglich ist. Es bestände die große Gefahr, daß bei strengerem Winter ein großer Teil der Verbrauchsstcllen ohne den benötigten Brennstoff bleiben müßte. Die BBG. hat allein in den beiden letzten Jahren 1929/39 rund 360 000 M. in ihren Betrieben investiert, ohne dafür Barmittel der Stadt Berlin in Anspruch zu nehmen. Diese Neueinrichtungen von Plätzen waren nötig, weil die Stadt in einem Jahre mehrere wichtige Lagerplätze gekündigt hatte. Durch die Verteilung der Lagerplätze über Berlin ist es der BBG. möglich, den technischen Appaart besser auszunutzen als irgendein Kohlenhändler, der nur ein oder zwei Plätze in Berlin unterhält und infolgedessen viel weitere Anfahrtstrccken zurückzulegen hat als die Fuhrwerke der BBG. Gerade dieser Umstand spielt bei der Feststellung der Unkosten eine große Rolle. Bei llebcrleitung der Brcnnstoffgcsellschast in ein städtisches A m t würden mancherlei Nachteile eintreten. Vor allem würde sich die Beengtheit der Leitung im Einkauf und im Disponieren verteuernd auswirken. Zur Zeit kauft die BBG. des öfteren schon schwimmende Mengen Kohle freihändig besonders billig. Zudem würde der große Vorteil der Preisrcgulicrung fortfallen, den heute die BBG. durch ihren Einkauf ausübt. Das ist keine Mutmaßung, sondern eine Tatsache, mit der fest gerechnet werden muß, denn die Konvention der Kohlenhändler besteht bereits. Bei Lieferungen an R e i ch s b e h ö r d e n, die einer der hiesigen Kohlenhändler unter den von der Konvention festgesetzten Preisen ausgeführt hat, ist dieser zu hohen Geldstrafen verurtelll worden, ebenso seinerzeit die Brennstosfgesellschaft. Alle diese Dinge zeigen, daß die Erhaltung der Berliner Brenn- swff-Gesellschaft in dem eigensten Interesse der Stadt Berlin liegt. Dem Andenken Hegels. Die Feier der Universität. In der neuen Aula der UniverWt fand oW Sonnabend eine Feier zur Erinnerung der hundertsten Wiederkehr des Todestages Friedrich Wilhelm Hegels statt. Professor Lüders, der Rektor der Universität, wies in einer kurzen Einleitung auf die.umfassende Bedeutung der PhUofophie Hegels hin. Hauptsächlich während der Zeit seiner Berliner Lehr- tätigkeit beginnt die weltumfassende Ausbreitung der Hegelschen Philosophie. Der ganze Sireis der Wissenschaften hat sich vor der Philosophie als ihrer großen Meisterin gebougt. Das ist ein Zeichen der Universalität der Hegelschen Philosophie, die auch uns heute Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens geben kann. Professor Spranger zeigte die Schwierigkeiten der Hegel- scheu Philosophie, die ganz zu verstehen auch heute sich wohl kaum jemand rühmen dürfe. Hegels Philosophie habe die höchsten Gipfel der philosophischen Welt erklommen. Hegel habe gewissermaßen in letzter Instanz philosophiert und nach Art der Titanen seine Ge- danken vorwärts gewälzt, feine Erkenntnisse bis zur letzten Boll- endung emporgetragen. Die Welt, ein Wiederspruch an sich, trägt nach Hegel doch die Versöhnung in sich. Sie ist Leben im Kampf und Versöhnung. Einheit, Entzweiung, Versöhnung— Gott, Welt, Geist, in den Angeln dieser Dreiheit hängt die Welt. Spranger schloß mit dem Appell, an Stelle der Entzweiung die V e r s ö h- n u n g zu setzen im Sinne des Hegelschen Wortes: Das Reich des Geistes ist das Reich der Einheit. Professor Erich Kauf- mann sprach dann über Hegels Stellung zum Staat. Erst Hegel habe den geistigen Raum geschaffen, in den das deutsche Volk seinen Staat hineinbauen und ihn geistig und sozial gestalten konnte. Hegel hat dem Staat erst die geistige und sittliche Begründung gegeben. Zum Schluß sprach Konsistorialrat i). Seeberg über die Stellung Hegels zur Religion. Nach dem Beethovcnschen Ehor» gesang:„Die Flamme lodert..." fand die würdige Feier ihren Abschluß.'__ Sonnkag der Vogelfreunde. Der heutige Sonntag bringt drei bedeutende Ausstellungen für die Bogelfrcunde. Da ist der K a n a r i e n k l u b„Ebel- r o l l c r 2 8". der in den„Schönhauser F e st s ä l e n", Schön- hauser Allee 129, seine berühmten Gesangskanoncn ausstellt. Die kleinen gefiederten Prominenten haben viele Freunde in Berlin: Die Ausstellung im Vorjahr wurde von 3090 Personen"bessicht. In diesem Jahre wird der Zuspruch wohl kaum geringer sein: Senn jeder Besucher erhält ein Los gratis und hat dadurch die Chance, einen Papagei mit Bauer oder 50 Mark in bar oder ein paar Wellensittiche im eleganten Salonbaucr zu gewinnen. Ebenso wie die Kanarienschau hörenswert ist, so ist oie übrig« Bogelschau sehenswert. Das gilt aber nicht nur von dieser Ausstellung, sondern auch von der traditionellen gleichzeitigen Ausstellung in den M i l a- F c st s ä l c n, Schönhäuser Allee 130. Mit ihr ist noch eine Bogel- schntz-Ausstellung verbunden. Dort erhalt auch jeder Besucher ein F beilos und jeder fünfzigste Besucher einen Kanarienvogel gratis, während als Haupttreffer«in Kanarienhahn im Salonbauer und als zweiter und' dritter Preis je ein Kanarienhahn im Metallkäfig auf die glücklichen Gewinner warten. In Schmidts F e st s ä l e n in der Prinzenallee 33 hält der Taubenverein»Columbia 189 3" seine 38. Vereins- Taubenschau ab. Hier findet der Züchter alle die Rassen, die er liebt. Der fünfzigste Besucher bekommt eine Taube gratis, währeno der Uelerschuß der Ausstellung der Winterhilfe zugute kommt. All« drei Ausstellungen zeigen erlesenes Material. Sie be- weisen nicht nur, daß der kleine Mann als Züchter sich bewährt, sonidern daß er auch durch vorbildliche Pflege der Tiere dazu bei- trägt, die Tierhaltung auf eine hohe Stufe zu stellen. Jede?lus- stcliung ist mit Liebe hergerichtet. Städtisches Schulmuseum wieder geöffnet. Die Pforten des städtischen Schulmuseums in der Duncker- ftraße 64 sind nach halbjähriger Ruhepause für den kostenlosen Bc- such wieder geössnet- Unter der Führung des Gründers und Mu- st inns leuers, Rektor Roß, werden all die vielen interessanten Gegenstände aus aller Herren Länder, verbunden mit erklärendem Vortrog, gezeigt. Für jeden Besucher wird hier aus jeglichem Ge- biete etwas Besonderes kostenlos geboten. Aber nicht nur für die Erwachsenen wurde dies in über 40jähriger Sammelarbeit.zu- saminengetragcn und geschaffen. Lausende von Kindern haben das Museum bereits besucht. Viele von ihnen sind an den Sonntagen (1. und 3. Sonntag im Monat, von 10—1 Uhr, außerhalb der Ferienzeit) wiedergekommen, haben Eltern und Bekannt« mitge- bracht und so den Kreis der Interessenten mit vergrößern helfen. Dafür, daß das Erreichte bleibt und immer weiter anwächst, sorgt der vor Jahren entstanden« Berein der Freunde und Förderer der Rektor-Roh-Stiftung. Das Museum befindet sich in der 399. Volksschule in der Dunckerstraße 64(Nähe des Bahnhofs Prenzlauer Alle«) und ist zu erreichen mit der Stadtbahn, mit. den Straßenbahnlinien 56, 71, 72 und 73 sowie mit der Omnibuslinie 39. hsissliinssi-sensl» honelles Novemi ber Programm! TSerie unseres Proarom ws- pulia. Damen-Schnürschuh» in braun Box£alF,feinste Erfurter RahmeDatbeltflolfesSportmodcg SCHUHHOF LinkslT.11,Wilmersdorfersfrti7.Türmsfrasse4S Müllekahnsset�Vi."mfindgaareiteahasse� Mieierschall in der Aöwehr. Der Berliner Mictcrschoft hat sich, hervorgerufen durch die Notverordnung vom 6»Oktobcr, eine tiefgehende'Erregung bemäch- tigt, die durch wohlgemeinte Beschwichtigungen nicht mehr eingedämmt werden kanni sie kommt zunächst in ungewöhnlich stark besuchten Mieterversammlungen zum Ausdruck. Als Beweis für die starke Erregung der Mieter gegenüber den neuen Lockerungs- Verordnungen im Mieterschutz kann die öffentliche Protestkund- gebung des M i c t e r o c r b a n d c s im 4. Verwaltungsbezirk bezeichnet werden, die in den„Kasino-Festsälcn" in der Pagpetallee stattfand. Bor übcrsülltem Saal sprach der Landeevar- sitzende G r a m s c, seine sachlichen Ausführungen verdichteten sich zu einer einzigen Anckloge gegen die Regierung, den hausbesih aus Kosten der Mieter bevorzugt zu haben. Der Redner fragte mit Recht: Wer soll im Mittelpunkt der Woh- nungswirtschaft stehen, die Rente oder- der Mensch? Der Redner stellte ausdrücklich fest, daß die bisher geübte Wohnungspolitik nicht mit der vom Reichskanzler vor dem Reichstag betonten Ge- rechtigkcit und gleichmäßigen Lastenverteilung in Einklang zu bringen sei. Bon einer Senkung der Mieten entsprechend der Senkung der Löhne und Gehälter spreche kein Mensch, wohl aber sind dem Hausbesitz durch Notverordnung im Oktober wieder Mil- lionenbeträge durch Hauszinsstcuercrmäßigung bewilligt worden. Die Mieterschaft sordcre erneut Herabsetzung der Woh- nungs- und Gewerberaum miete» sowie A n- gleich u ng der Neubau mieten an die Alt mieten. Alle Berantwortung für die etwa entstehende wirtschaftliche Er- schütterung auf dem Gebiet der Wohnungswirtschast fällt auf die Regierungen und Parteien zurück, die der Forderung der Mieter- schaft auf Herabsetzung der Mieten und Schaffung eines sozialen Dauermictrechts nicht nachkommen. Aus den zahlreichen Bor- schlügen, die der Referent zur Deckung seiner Forderungen in Be- reitschaft hielt, seien nur genannt: Erfassung der heute dem Haus- besitz zufließenden Zwischengewinne an der Hauszinssteuer zu- gunstcn der öffentlichen Hand und der Wohnungswirtschast. Die in den gesetzlichen Mieten enthaltenen Beitragskostcn für Repa- .raturcn sollten gesetzlich auch diesem Zweck zugeführt werden, wo- mit über 250 ovo Bauarbeiter fortlaufend Bcschäf- tigung finden würden. Der zweite Redner Pattloch ver- wies auf die außerordentlich gut organisierte.Hausbesitzcrschaft, der nur eine gut organisierte Micterschaft wirksam entgegentreten könnte. Eine Entschließung, die in diesem Sinne gehalten war, gelangte einstimmig zur Annahme. In einer Versammlung des Mieteroerbandes Berlin, Bezirk Mitte, e. V. im Bunde Deutscher Mietervercine(Sitz Dresden) wandte sich der Referent besonders scharf dagegen, daß die Hauszinssteuer abgebaut, aber die Mieten gleich hoch bleiben sollten. Ein Appell an die Reichsrcgierung und Parlamente ging dahin, unter allen Umständen die Mieten, die heute in keinem Verhältnis mehr zum Einkommen stehen, herunterzusetze». Auch hier wurde in einer Entschließung ausdrücklich festgestellt, daß die vom Reichskanzler am l3. Oktober 1931 vor dem Reichs- lag betonte Gerechtigkeit und gleichmäßige L a st e n- Verteilung hinsichtlich der geübten Wohnuugspolitik nicht d'en Tatsachen entspricht. Einer etwa in Aussicht ge- nammenen weiteren Verschlechterung des Mieterschutzes wird die Mieterschaft nachdrücklichst entgegentreten. Nie richtige Wahl. Zwei neue Werdefilme der Volksfürsorge. Zur Uraufführung von zwei neuen Werbefilmen hatte die Üiolkssürsorge im Gcwcrkschaftshaus eingeladen. Der Film„D i c richtige W a h l" ist ein mehr neutraler Film, der durch eine hübsche Spielhandlung, in der junge Leute ihr Eheglück durch die Bolkssürsorge begründen, aus Menschen wirken will, die der ge- werkschaftlichen Schulung noch fernstehen. Der zweite Film„D u g c h ö r st dazu!" bringt in einer aufrüttelnden und in der Ten- Venz stark zinterstrichcnen Form die Mahnung mehr an die organi- starten Arbeiter heran, die es eigentlich wissen müßten, daß sie mit ihren Versicherungen in die„Bolkssürsorge" gehören. Dement- sprechend gibt er neben dem sozialen bildlichen Stoff viel Statistik in Bildern, die aufzeigen, daß das von den Gewerkschaften und dem Konsum getragene Arbeiteruntcrnchmcn zur größten Volks- Versicherung Deutschlands geworden ist. Es ist auch das einzige Unternehmen, in dem alle Ueberschüsse den Versicherten in Form von Gewinnanteilen gutgeschrieben werden, so daß der Gewinn- anteil für 193<1 bereits 3S Prozent betrug. Ein so glänzendes Re- sultat kann nur durch sorgsamste und treueste Bewirtschaftung der Einlagcvermögcn erreicht werden, das im Zeitraum von sieben fahren von 4,9 Millionen Rtark auf 431, S Millionen gestiegen ist. Der Film zeigt auch, welche großen Sozialleistungen mit den Geldern der Arbeiter geschaffen werden, insbesondere auf dem Ge- biete des Klcinmohnungsbous. Diese„ökonomische Orientierung der Arbeiterschaft" ist sehr glücklich und jcder Funktionär sollte dahin wirken, einen dwser Werbefilme in den Abteilungen zur Vor- führüng bringen zu lassen. Weihnachislolierie öer Arbeiierwohlfahri. Zu Weihnachten l93l ist Ziehung der Arbeitcrwohl- f a h r ts l o t t e r i e, die zu außergewöhnlich günstigen Beding»«- ge» 143 696 Gewinne nebst zwei Prämien im Gesamtwert von 666 666 Mark ausspielt. Da die Lotterie lediglich der Unterstützung der Mitleidenden dieses Winters dient, ist der Arbeiterwohlfahrt ein voller Erfolg von Herzen zu gönnen. 5) ö ch st g c w i n n ist ein eingerichtetes Landhaus. Die Hauptgewinne find ebenfalls Landhäuser im Werte von 16 666 bis 26 666 Reichsmark. Als weitere Gewinne sind zu nennenr Wochenendhäuser, komplette Küchen, Sportartikel, vor allem praktische und gediegene Haushalts- gegenstände, wie Küchengarnituren, rostfreie Bestecke und Kaffee- löffel, ferner Rasierapparate in vorzüglichem Nickeletui: Wer es wünscht, kann�auch Bargeld bekommen: denn alle Gewinne sind mit 96 Prozent ihres Wertes in bar auszahlbar. Das Einzellos kostet nur S6 Pfennig, so daß es auch dem Miiü erbmNlUclten möglich ist, sein Glück pt versuchen. Die Lose sind in den durch Plakate kenntlich gemachten Verkaussstellen zu hoben.'_ „Wo steht der Frontsoldat?" Am Mittwoch, 18. November, abends 26 Uhr, findet in der „S i» g a k a d e m i t"(Am Festungsgraben 2) eine öffentliche Kundgebung statt, in der außer dem Redakteur Karl Hölter- mann', Magdeburg, bekannte Bertreter der Generation der Front- soldatcn über das Thema:„Wo steht der Frontsoldat?" sprechen werden. Numerierte Eintrittskarten(36 Pf., 66 Pf. und l M.) sind an der Abendkasse erhältlich, sowie im Büro Dr. Klo tz, Berlin NW. 87, Siegmundshof(Tiergarten 2464). Billige Beobochlungsloge auf der Treptow- Sternwarte. Um ollen Naturfreunden Gelegenheit zur Himmelsbeobachwng zu geben. hat die Leitung der Trepiow-Sternworte für die Zeit vom Bußtag. 18. November, bis Sonntag, 22. November, billige Beob- a ch t u n g s t a g e eingerichtet, an denen zum halben Preise(S6 Pf. bis 1 M.) beobachtet werden kann. Pon ü bis 16 Uhr wird durch das große Fernrohr der Mond gezeigt. Außerdem stehen den Beobachtern auf der Plattforni k l« i n e r e Fern ro h r e zürn Aufsuchen beliebiger Objekte kostenlos zur Verfügung. Vorträge, Vereine und Versammlungen # Reichsbanner„Schwarz-Rol-Gold-. G e i 6, ä k t s st e l l e: Berlin 6 14. EebaManstr 87—38. öof 2. Tr. Kanvorstand. Achtung, neue Beitragsmarken� Der Bundesvorstand hat beschlossen, ab t. Sanuar 1932 neue Beitragsmarken(andere Farben) einzuführen. Wir bitten alle Kameraden, etwaige Beitragsrückstände bis Ende Dezember 1931 zu begleichen, da die jetzt im Umlauf vefindlichen Marken eingezogen werden und»ach dem 1. Januar 1932 nicht mehr gültig sind. Anspruch an die Versicherungseinrichtungen des Bundes., hat nur, wer feine Beiträge pünktlich und laufend entrichtet. Ortsverein Tchöneberg, Kameradschaft Nollendorf. Dienstag, 17. November, 20% Uhr, Kamcradfchafls- versammlung bei Jürgens, Barbarossastr. 5». Kamerad Stadtrat Wendt spricht über:„November 1931. Rückblick und Ausschau".— Kameradschaft Rathaus. Dienstag, 17. November, 20% Uhr, Kameradschaftsversammlung bei Sarow. Finanztlause, MüHlenstr. 8..Kamerad Rechtsanwalt Kantorowicz:„3nristische Plauderei".— Inngbanner. Heimabend fällt aus, dafür Beteiligung an obiaen Komeradfchaftsversammlungen.— Kameradschaft Friedenau. Kameradschaftsversammlung am Montag, dem Ii». November, 20 Uhr, Börnste. 5. Referent: Kamerad Regierungsrat Dr. Muhle:„Ueberwinduna der heutigen Wirtschasts. trist?".— Steglitz(Ortsverein für Steglitz. Lichterfeloe und Lankwitz). Montag. IG. November. 20 Uhr, Mitgliederversammlung im Restaurant Schulz, Birk- buschstr. 90. Bortrog des Kameraden Plutsckow über: ,.3apan und China".— Neukölln-Britz(Ortsverein). Montag, IG. November. 20 Uhr, Mitgliederver- sammln ng der 2. Kameradschaft bei Stolze, Böhmische Str. 43— 44. 3. Kamc- tobfchaft bei Schröder, Steinmetzstr. II.— Treptow(Iungbanner). Montag. IG. November, Spiel- und Liederabend.— Mitte(Iungbanner). Montag, IG. November. 20 Uhr, Vollversammlung des Iungbanners, Tieckftr. 18. Referat Kamerad Wölfel._ Arbeiter-Radio-Bund Deutschlands e. V., Bczirksqruppe Berlin. Anschrift: Ingenieur B. Vcigt, O. 17, Hohenlohestr. 18. Sprechstunden in allen Fragen: Montags und Freitags ab 18 Uhr Reichonberger �tr. 30. Hof u r. Freitag, 20. November, 20 Uhr. Eharlottenburg: Lokal Lehmann, Königsweg 8. Frage- abend.— Fricdrichshain: Lokal Wertalla, Hohenlohestr. 3. Bostelabend.— Gesundbrunnen: Lokal Münzberg, Stettiner Str. ö2...Das FefrUeHen." Referent: Ingenieur B. Voigt.— Lichtenberg: Bibliothek Wcichsclstr. 28.„Vom Kirsch.— Dienstag. 17. November, 20 Uhr. Prenzlauer Berg: Lokal.Klug, Danziger Str. 71. Schaltunglesen und Mitgliederversammlung. Leitung: Genosse Hauff.— Achtung! Sonntag. 29. November. 9 Uhr, Besichtigung des„Hauses der Technik", Friedrichstr. 110—112. Karten in allen Gruppen erhältlich. Gäste willkommen.— Mittwoch, 2. Dezember, 19 Uhr, Vorstandssitzung, Reichenberger Straße 30.— Freitag, 4. Dezember, Mitgliederversammlung 10% Uhr Nestau. rant„Zum Mohren", Ierusalemer Str. 9. Bereinigung der Adler-Schreibmaschinen-Freunde. Freitag, 20. November? im Berliner Konzerthäns„Clou" großes Konzert zu volkstümlichen Preisen, bei dem das Rotstandsorchestcr des Arbeitsamtes Mitte(arbeitslose Musiker) und der gesamte Staats- und Domchor unter Professor Hugo Rudel mitwirken. Mietervcrband des 19. Verwaltnugsbezirks(Pankow). Dienstag. 17. No- vembcr, 20 Uhr.„Zum Pankgrafen", Pankow, Schloßstr. G, öffentliche Protest. kundgebung. Eintritt frei. Leipziger Str.(Versand-Abt.) Könlgstr. Rosentbaler Str. Moritzplatz 77 Sämfl. bei uns gekaufte Wäsche — mit wenigen Ausnahmen— wird auf„Mundios-Maschinen" kostenlos gestickt. J Damenhemd mif Stickerei und Motiv od. Spitze, versch. Ausfülir. 1.75 farbig Jacquard, gefüttert, seitlich zu haken, 2 Gummiteile, 4 Halter 2.25 CorseBet farbig Jacquard, mit ausgearbeiteter I rikotbrust, seitlich zu haken, 4 Halter 3.90 � Tischtuch 4 50 reinleinJacquard, 130x160 � Serviette dazu passend 0.80 Küchenhandtuch Reinleinen, grau ge- O. J? streift, Gr. 45 X 100 cm J J P». Frottierhandtuch farbig gemustert, 7£ is* Größe 48 X 100 cm# J Pf. Stubenhandtuch orD. reinlein. Jacquard, 48x100 P»« Wäschestoff Renforce, solide, kräftige Qualität, Meter 55 Pf. Köper- Barchent gebleicbt, Meter 78 Pf. Prisma- Flanell Meter 90 Pf. Spielzeug-Ausstellungen in allen 4 Geschäften Freie Sozialistische Hochschule. . Hegel und der wissenschaftliche Sozialismus. Unter dem Thema„Hegel und der wissenschaftliche Sozialismus" veranstaltete die Freie Soziqlistische Hochschule im Saale des Preußischen Staatsrates chre Hegel» Gedenkstunde. Genosse Alexander Stein, der Leiter de» Reichs- � ausschusses für Sozialistische Bildungsarbeit, wies in seinen Ein- leitunzsworten aus die ablehnende Stellung des vor kurzem obge- haltenen Hezel-ftongresses gegenüber der Behandlung der Be- Ziehungen zwischen Hegel und der Lehre des wissenschaftlichen So- zialismus hin. Auf eine verhältnismäßig milde Kritik dieser Haltung in der Presse kam eine hochfahrende Entgegnung: die Wissenschast könne journalistischer Kritik und tagespolitischer' Phrasenmacherei keinen Einfluß auf ihren Kongreß gönnen. Dieser unberechtigten Kritik zu entgegnen, sei mit der Zweck des Referates über die Vc- Ziehungen zwischen Hegel und dem wissenschaftlichen Sozialismus. Das Referat hielt Genosse Prof. Marck-Breslau. Er behandelte das Thema insbesondere im Hinblick darauf, was von Marx und lhegel heute noch lebendig und wtrkfam geblieben fei. Allerdings war feine Art der Darstellung vielfach etwas zu fach- wissenschaftlich und schwer für das Arbeiterpublitum der Freien Sozialistischen Hochschule gehalten. Seine Gedankengänge begannen mit der Betrachtung des merk- würdigen Widerspruches zwischen bürgerlichen und sozialistischen Hegel-Gegncrn und-Anhängern. Eine gewisse Gruppe orthodoxer Marxisten stimmt mit einer bürgerlichen Gruppe orthodoxer Hegelianer in der BcHauptunz überein, eigentlich habe der Marxis- mus mit Hegel überhaupt nichts zu tun. Insbesondere der Heraus- geber der Hegclschen Werke, Georg Lassan hat eimnal behauptet, daß es absurd wäre, die Hegelsche Lehre vom reinen Geist in der materialistischen„Geistlosizkcit" des Marxismus wiederfinden zu wollen. In einem hat diese Behauptung allerdings recht: Im Schul- sinne kann der Marxismus das Hegelsche System nicht übernehmen. Es ist nämlich von einer solchen Geschlossenheit, daß man es ent- weder nur ganz ablehnen oder ganz übernehmen kann. In diesem Schulsinne der Fachphilosophie ist Hegels System rein spekulative Theologie und Metaphysik, mit der der Marxismus als Methode, die das Hauptgewicht auf die menschliche Praxis legt, nichts zu tun haben kann. Aber, wie Kant einmal sagte, im„Weltsinne" der geschichtlichen Weiterwirkung ist der Sozial- und Äeschichtsphllosoph Hegel ganz in Hegelscher Art im Marxismus überwunden und zugleich aufbe- wahrt. Hegels Geschichts- und Sozialphilosophie ist nämlich vor Marx die erste Lehre, die jeden Utopismus, jede geschichtliche Wirksamkeit privater und individueller Wünsche, Vorstellungen und Jllu- sionen ablehnt und ausschließt. Hegel hat zum erstenmal die Er- kenntnis ausgesprochen, daß sich in der menschlichen Geschichte die privaten und persönlichen Ideale des üblichen„Idealismus" nie- mals verwirklichen, sondern daß die in der Welt verwirklichten Ideen nur der Ausdruck der der Geschichte inne- wohnenden großen Gefetze sind. Sein Ausspruch:„Alles, was ist, ist vernünftig, und nur was vernünftig, ist wirtlich"— darauf hat schon Engels hingewiesen— kann sowohl im reaktionär» konservativen Sinne wie in revolutionärer Bedeutung verstanden werden. Denn Hegels geschichtsgeftaltend« Kräfte, die„großen Ein- -einen", erfüllen bei ihm keine ander« Aufgabe, als sie sich der Marxismus als Kampf- und Erkenntnismethode selbst stellt: den gcschichllich wirkenden Menschen zu sagen, was sie in Wirklichkeit wollen. Fast dasselbe wie der.Hegelsche Satz sagt der Marxsche Ausspruch:„Die Arbeiterklasse hat keine Ideale zu verwirklichen. sondern nur die Elemente der neuen Gesellschaft in Frechen zu setzen." In der Aufzccgung der historischen Aufgabe stimmen olfo Marxismus und Hegelsche Lehre im wesentiichen überein mit dem Unterschied, daß bei Hegel Einzelperson«: da» tun, was im Morxls- mus die Arbeiterklasse leistet. Sie hat die historisch« Aufgabe, die gegenwärtige Gesellschaft und ihr« eigene historische Mission inner- halb dieser Gesellsämst zu erkennen und durchzuführen. Verblüffend sind bei Hegel auch geradezu visionäre Einzel- einblicke In die Zusammenhänge und das Wesen der zu seiner Zeit in Deutschland noch jungen bürgerlichen Gesellschaft, di« in seiner „Rechtsphilosophie" und in seiner„Phänomvnologie des Geiste»" enthalten sind. Aber nicht diese genialen Einzelleistungen der Hegel- schen Erkenntniskraft sind das Wesentliche, wa» sein Fortwirken in der Geschichte und im Sozialismus bestimmt. Das Wesentliche ist das Grundmotiv, das dos ganze Hegelsche System durchdringt, näm- lich die Dialektik. Entkleidet von allem Wust der Hegelschen Gelehrsamkeit stellt sich diese Dialektik dar als das Gesetz der ge- schichllichen Gesamt!,-it. Nur in der Gesamtheit de» geschichtlichen Geschehens sind die scheinbar sinnlosen Widersprüche der einzelnen Ereignisse als treibend- Faktoren der Entwicklung zu verstehen, und ebenso ist umgekehrt die Gesamtheit de« geschichllichcn Geschehens eine Einheit von Widersprüchen. Bei Hegel ist der Anfang dieser widerspruchsvollen Entwicklung eine„S e l b st b e w e g u n« des W eltgeist es". Diese rein spekulative und theologische Seite des Hegclschen Systems bleibt uns Sozialisten fern. Bedeutung für uns hat die Weiterentwicklung— bei Hegel erscheint sie ebcnsalls als Selbstbewegung des absoluten Geistes— die wirkliche gc- ich ich t lich° Entwicklung, die von einander widersprechen- den Tendenzen und Kräften bewegt wird. Darüber hinaus sind im Marxismus lebendig geblieben die Hegelschen Erkenntnisss über dos ebenfalls widerspruchsvoll- Wesen der menschlichen Denk- und Forschungsmethade. Es sind verschieden« Versuche unternommen worden, diese noch fruchtbaren Seiten de? Hegelschen Denkens im Marxismus weiter zu entwickeln. Nach Ansicht des Referenten ist von diesen Ver- lachen unbedingt abzulehnen der Versuch kommunistischer Theo- r-tiker, die den Marxismus nur populär-dialektisch als reine Er- sahrungswisteNschoft von den wirtlichen Widersprüchen des Lebens nusgesaßt wissen wollen- Sie berufen sich nicht ganz mit Unrecht aus. den Versuch von Engels, auckz da» Naturgeschehen dialektisch zu erfassen. Dieser Versuch muß ebenso wie ander« Versuche in dieser Richtung, zum Beispiel von Max Adler, als gescheitert be- trachtet werden. Als Vollender und W-itersührer der ursprünglichen Marx. .Hegelschen Diolektit bezeichnete Genosse Marck den Theoretiker G e o r g L u t a c s. Bei ihm ist ganz wie in Marx' ursprünglicher Konzeption die Einheit von Theorie und Praxis durch das prole- tsrische. Klassenbewußtsein gegeben. Die überkommene Philosophie wird„aufgehoben" dadurch, daß di« Erkenntnis nur bei gleichzciti- gern Handeln möglich wird. Diese» Handeln erweist seine Richtig- keit nur durch den geschichtlichen Erfolg in der Wirklichkeit. Damit ober ist sozusagen eine theoretische Garantie für das Gelingen des proletarischen Bosretungskampsc» automatisch gegeben. Aber gegen- über dem lebendigen und wirtlichen Marx, der, wie wir wissen, das Gelingen des proletarischen Freiheitskampfes keineswegs als von vornherein garantiert angesehen hat, ist die Theorie von Lukaes im Grunde eine Rückkehr zu Hegels spekulativer idealistischer Metaphysik. Eine garantiert richtige Praxis und Theorie ist nur denkbar, wenn man den allumfassenden, allmächtigeil„Wcltgeist". d. h. im Grunde den lieben Gott, zur Verfügung hat. Wir wissen selbst, daß das wirklich« proletarisch« Bewußtsein Erfindungen der Woche. Lei der BVG. nmrde eine Methode erfunden, durch 3 a n g c m e i st e r den Tarif e l a st i s ch zu gestalten. Für den Rundfunk wurde ein Mikrophou entdeckt, das für republikanische Reden undurchlässig ist. Um zu einer wirklich wertbeständigen Währung zu kommen, werden ältere Geldsorlen wieder ausprobiert. Für 1 Paar Glacehandschuhe zahlt man einen yammel weniger zehn Pfund Saurismuscheln. Ein Sekretär des Völkerbundes hat eine unfehlbare Methode zur Behandlung des chinesisch-Zapanischen Konflikts ersonnen. keineswegs den höchsten Grad theoretischer Gcsellschastserkenntnis und gesellschaftlicher politischer Praxis darstellt. Wir kennen sehr gut die kleinbürgerlichen und reaktionären Tendenzen im Bewußt- sein des Proletariats. Und Marx selbst hat durchaus erkannt, daß oll« mühevoll geschaffen« Theorie und alle mit einem ungeheuren Aufwand an Energie geleistete Agitation und Schulung ständig um die Klärung sowohl des eigenen wie des gesamten proletarischen Bewußtseins ringen muh. Die Uebereinftimmung von Theorie und Praxis ist im leben- digen Marxismus eine ständig neu aufgestellte Forderung, die aber in der Wirklichkeit mit den begrenzten menschlichen Kräften nur annäherungsweise erfüllt werden kann. Deswegen ist auch der Marxismus vor allem und im Degensatz zum Hegelschen System kritisch« und selbstkritische Methode. Die höchstmögliche Verwirklichung der Einheit von Theorie und Praxis ist mit Mitteln der bloßen Erkenntnis nicht zu verwirk- lichon. Hinzutreten muß eine Ethik des Verontwortungsgefühl» und di« politische Begabung von Persönlichkeiten, wie Marx eine war. Die Forderungen de» heut« noch lebendigen Marx und des in ihm zugleich lebendigen 5)eg-l können wir nur in rastlosem selbst- kritischem Kampfe der Erfüllung näherbringen.. Diesen Kamps zu führen ist die beste geschichtliche Würdigung der genialen Lcistun- gen von Marx und Hegel. Völkerbund/ Krieg/ Weißgardisten. Japan läßt ZSriands KriedenSruf unbeachtet. Ueberaus bezeichnend für di« Achtung Japans vor dem Völker. bund ist oi« Tatsache, daß die japanisch« Heeresleitung unmittelbar nach der neuen Fri«d«nsinahnung Briands und kurz vor der neu«n Ratstagung ein Ultimatum an den Chinsfengeneral Motschang- schen(kurzweg M a genannt) gerichtet hat, bis zum 25. d. M, mittags, die Bereitwilligkeit zur Räumung weiterer mandschu- risch«r Gebiete, einschließlich der Bahn Anganjchi— Tsitsikar uns des ganzen Lande» südlich der Ostbahn, sowie zum Verzicht auf jede Einmischung in die Angelegenheiten der Bahn Tsitsikar— Taanan zu erklären! Die japanische Presse bezeichnet ganz offen Briands Intervention als z w e ck l o f. Auf der Grenzstation Mandschuria haben die Chinesen den Weißgardisten Ulschakoff aus Eharbin verhaftet, in dessen Reis- an die Grenze die Sowjetpress« einen weiteren Beweis dafür sieht, daß di« Weißgardisten im Solde Japans dei Sowjetunion in den Konflikt hineinzuziehen bestrebt sind. Polnische Rechts. blätter geben ganz offen ihrer Hoffnung Ausdruck, daß dadurch di« Sowjetherrschost zum ersten Male(feit dem Krieg der Weißen mit Ententehils«)«ine ernstliche Erschütterung erfahren wird. Kampf um die Nonnibrücke. Tokio, 14. November.(Eigenbericht.) Um den Besitz der Brück« über den Ronni-Fluß, de« Einfall- tares in die Nordmondschurei, wird heiß gekämpft. Die Japaner eröffneten mit 4000 Mann einen„Präveittiv- Borstoß", um einem angeblich drohenden chinesischen Angriff zuvorzukommen. Nach einem Lustbombardement versucht« japanische Kavallerie ein« Um» gehung vor chinesischen Flanken. Die Chinesen sollen den Angriff angeblich mit Unterstützung einer russischen Brigade(?) ab- geschlagen und durch einen Gegenstoß den rechten Flügel der Japaner abgeschnitten' haben. Artillerie und japanisch« Flugzeug« setzen den Kampf fort._ ll SA.-Eimvaaderung völlig gedrosselt. Im September sind nur 1200 Personen nach den Vereinigten Staaten«Ingewandert, obwohl nach dem Gesetz 14 538 Personen hätten einwandern dürfen. Dies ist auf die strenge Durchführung der Bestimmung zurückzuführen, daß die Einwanderer der öffenllichen Armenpflege nicht zur Last fallen dürfen, und daher den Nachweis erbringen müssen» daß sie ausreichende Mittel für längere Zeit besitzen. Fortschreiiende Annäherung. Die erste Tagung des deuffch-französischen Wirtschafis- ausschusses. Paris, 14. November.(Eigenbericht.) Der deutsch-französis6,e Wirtschaftsausschuh hat seine erste Tagung beende,. Er nahm von den Arbeiten Kenntnis, di� jeine Sachverständlgcn durchgeführt haben. Di« Vorsitzenden der Unter- ousschüsse legten dar, wie diese chre Aufgabe ausfassen und welche Mittel zu deren Durchführung in Aussicht genommen worden find: si« stellten fest, daß schon jetzt bei allen geprüften Fragen günstige Aussichten für die deutsch-franzSsische Zusammen- arbeit vorhanden sind. Der Ausschuß erkannte einstimmig an, daß diese Bemühungen in einem Geiste großzügiger internatio- naler Zusammenarbeit durchgeführt werden müßten mit dem Ziel, überall, wo es möglich ist, G e s a m t l ö s u n g« n herbeizu- führen, die der Reorganisation der europäischen und der W«ltwirt>chaft dienlich sind. Die vier Unterkommistionen sollen zu folgenden Zeitpunkten zusammentreten: die erste(Handelsbeziehungen) in Berlin am IS. De- zernber, die zweite(Transportsragcn) in Paris am 27. und 28. Ro- vember, die dritte(Jntercsiengemcinschaften) zusammen mit der ersten Unterkommission in Berlin, und die oierte(Zusammenarbeit im Auslande) in Paris am 18. und 19. Dezember. Di« deutschen Mitgtioder der Kommission sind über die ihnen in Paris bereitete Aufnahme und den französischen Willen, zu konkreten Ergebnissen zu gelangen, sehr befriedigt. Di- deutschen und französischen Mitglieder waren am Sonnabendmittag Briand» Gäste. Kapitalknechi Faschismus. Entlarvt durch Otto Bauer. Graz. 14. November.(Eigenbericht.) Auf dem sozialdemokratischen Parteitag referierte Dr. Bauer über die wirtschaftliche und politische Lag«. Bauer legte ein« Ent- schließung vor, in der im Namen der Opfer der Krise di« ungc- schmälerte Aufrecht�rhaltung der Arbeitslosen- und der Krisen- Unterstützung gefordert wird. Dann heißt es in der Entschließuna. daß die Wirtschaftskrise nicht anders überwunden werden könne, als durch den Ilebcrgang vom Privatkapibalismus zum Staats- k a p i t a l i s in u s. Der F a f 6, i s m u s sei nichts anderes als der Versuch, der Kapitalisten lind Aristokraten, den Groll der durch die Krise des Kapitalismus verelendeten Massen vom Kapitalismus ab- zulenken. Der Parteitag fordert die Arbeiterklasse auf, jeden neuen Versuch des Faschismus, die Demokratie gewaltsam zu beseitigen, die Gewalt der Arbeiterklasse entgsgenzusetzen, um mit den faschistischen Landsknechten kapitalistischer und aristokratischer Dienscherren fertig zu werden. Der Parteworstand wurde im wesentlichen in der alten Zu sammensetzung wiedergewählt. Der«Alarm", das Wochenblatt gegen die Feinde der Republik, erscheint diesmal Zwölf Sellen stark. Aus der reichen Fülle der Artikel. Glossen usw. seien folgende Beiträge besonders erwähnt: „Braunschweigs Antwort an Klogges"(von Ministerprästdent Jasper-Braunschweig),„Hessen darf kein zweites Braunschweig werden"(von Dr. Karl Miorendorss),„Worum geht es in Hessen?" (von Staatspräsident'.Adelung). Der„Alarm" ist zum Preise von 15 Pf. bei den Bahnhofsbuchhandiungen und sämtlichen Straßen- Händlern zu haben. Abonneinentsgrbühr durch die Post 66 Pf. pe» Monat. Wochenprogramm des Berliner Rundfunks. Souutag, 15. November: 6.30; Funkgymnastik. Anschließend Frühkonzert. S: Für den Landwirt. 8.35; Morgenfeier. Anschließend Glockengeläut des Berliner Borns. 10.05: Weiter vorhersage. 10.30; Ausschnitt ans der Festsitzung der Jahresversammlung der Gesellschaft der Bibliophilen. 11.30; Aus Beipqig: Bach-Konzert. 12: Llse Rüthel liest eigene Gedichte. 12.10; Konzert. 14: Jugendstunde. 14.30: Zitherorchestcr-Konzcrt. 15.30; Elternstundc. 16.15; Pater Scher liest aus eigenen Arbeiten. 16.40; Unterhaltungsmusik. 18; Ostafrcka.nische Jagd- geschichten. 18.30: Konzert. 19.20;„Von drei Millionen Drei4* von Leonhard Frank. 19.50: Sportnachrichten. 20: Aus der Kroll-Opcr:„1001 Nacht", Phantastische Operette von Johann Strauß. Danach Tanzmusik. Montag, 16. November: 6.30; Funkgymnastik. Anschließend Frühkonzert. 12.30: Wettermeldungen für den Landwirf. 14: Schallplattenkonzert. 15.20; Ziele der deutschen Volks- tunzhewegung. 15.40: Gewandelte Weltanschauung. 16: Das zeitgemäße Ge- branchsgerät. 16.10; Wiedersehen mit Konstantinopel. 16.30: Moderne Chöre. 16.50: Konzert. 17.30; Jugendstunde. 17.50: Religiöse Gemeinschaften neben den Kirchen. 18.15: Unterhaltungsmusik. 19: Stimme zum Tag. 19.10; 1 ort- setzung der Unterhaltungsmusik. 19.35: Mitteilungen des Arbeitsamts. 19.40: Von der Französischen Revolution bis zum Wiener Kongreß. 30 J0: Konzert. 20.40:..Oberst Chabert.44 Line Hörspieldichtung nach Honore de Balzac, 22: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Danach Tanzmusik. Dienstag, 17. November: 6.30; FunkSTmnastjk. Anschließend Frühkonzert. 12.30: Die Viertelstunde für den Landwirt. 14; Schallplattenkonzert. 15.20: Das Leben dei Heiligen Elisabeth. 15.40: Seltsame Testamente. 16.05: Afghanistan. 16.30: Unterhaltende Kammermusik. 17.15: Jugendstunde. 17.40; Bücherstunde. 18.10: Mitteilungen- des Arbeitsamts. 18.15; Programm der Aktuellen Abteilung. 18.35: Klaviermusik. 19; Stimme zum Tag. 19.10: W. F. Süßkind liest eigene Prosa 19.40; Ouerschnitt durch die Kabarctt-Rcvtje:„Spuk in der Villa Stern" von Friedrich Mollaender. 21; Tages- und Sportnachrichten. 21.10: Sinfoniekonzert. MiHwoch, 18. November: 6.30: Funkgymnastik. 8.55: Morgenfeier. Anschließend Glockengeläut des Berliner Doms. 10.05: Wettervorhersage. II; Orgelkonzert 11.30; Thekla l ingen. 12; Aus Danzig; Konzert. 14: Totengespräche von Fritz Mauthncr. 11,30; Im heiligen Land. 15: Klaviervorträge. 15.30: Arien und Lieder. 16: Glückliche Zeit in Madagaskar. 16.30: Populäres Orchesterkonzert. 17.15: Funk-Notgcmemschaff des Deutschen Schrifttums. 18: Konzert. 18.25; Lesebühne. 20: Aus Leipzig; Konzert. 22: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Donnfrsfag, 19. November: 6.30; Funkgymnastik. Anschließend Frühkonzert. 9: Aus. Breslau: Wie ein Kreis verwallet wird. 12.30; Die Viertelstunde für den Landwirt. 1-4; Schallplattenkonzert. 15.20: Freuden, die nichts kosten. 15.40: Zwischen Oslo und Bergen. 16.05: Die Bedeutung des Esperanto für internationale Tagungen. 16.30: Heitere Lieder. 16.50: Klaviervorträge. 17.10: Konzert. 17.30; Jugendstunde. 17.50: Führende Wirtschaftler zur Gegenwart. 18.15; Volksweisen. 18.40: Mitteilungen des Arbeitsamtes. 18.45: Apostelgesänge. 19.10: Stimme zum Tag. 19.20: Unterhaltungsmusik. 20 45: Aus Köln: Uraufführung:„Das Hörspiel von der Heiligen Elisabeth" von Franz Johannes Wclnrlcfi. 55: i Wetter-, Tages- und Sportnachrichten!. Danach Tanzmusik.% Frpifag, 20. November: 6.30: Funkgymnastik. Anschließend Frühkonzert. 10.10; Wochcnmairkt- iMIcrlci. 12.30; Wettermeldungen für den Landwirt, 14: Schallplattenkonzert. 15.20: Schönheitspflege und ihre Gefahren. 15,40: oOO Jahre Zeitungsanzeige. 13.05: Skilai/f und Alpinismus. 16.30: Unterhaltungsmusik. 17.30; Jugendstunde. 17.50: Programm der Aktuellen Abteilung. 18.10: Robert Mnsil liest eigene Prosa. 18.30; Das neue Buch. 18.40: Spannung zwischen Volk und Staat. 19; Stimme zum Tag. 19.10; Tanzabend. 21; Tages- und Sportnachrichten. 21.10:„Das Unaufhörliche" von Gottfried Bcnn. 21.35; Konzert. 22; Politische Zeitungsschau. Danach Tanzmusik. Sonnabend, 2t. November: 6.30; Punkgymnastik. Anschließend Frühkonzert. 12.30; Wettermeldungen für den Landwirt. 14: Schallplattenkonzert. 15.30; Jugendstunde. 15.50: Medizinisch-hygienische Plauderei. 16.15; Unterhaltungsmusik. 17.50: Zehn Minuten Film. 18: Die Erzählung der Woche. 18.30; Im Kampf mn die Kriegs- schuldfrage auf dem Weltkongreß der christlichen Jungmänncr-Vereinc in Cleveland(Ohio). 19; Stimme zum Tag. 19.10; Kammermusik. 20: Wovon man spricht, 20.30: Konzert. 22: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Danach Tanzmusik. Königswusterhausen Sonntag, 15. November: Ab 6.30: Uebertragung aus Berlin. 11; Dichterstunde. 15.30: Eltern- Stunde. 18.20; Neue Beobachtungen an Affen in der Gefangenschaft. 19: Hugo Lederer zum 60. Geburtstag. 19.30: Menschen im Kampf ums tägliche Brot. Anschließend Uebertragung ans Berlin. Montag, 16. Novembers 16: Pädagogischer Funk. 16.30: Aus Berlin: Nachmittagskonzert. 17.30: Goethe und das deutsche Lied. 18: Die deutsche Dichtung im Zeitalter des Barock. 18.30; Spanisch für Anfänger. 18.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft. 19: Stunde des Landwirts, 19.30; Bilder vom heutigen Rußland. 20: Dcutschlandsendcr: Unterhaltungsmusik. Anschließend Uebertragung aus Berlin. Dienstag, 17. November: 16.30: Aus-Leipzig: Naehmittagskonzert. 17.30: Musik in der Einheit der Künste. 18; Abrüstung oder Kriegsvorbereitung? 18.30: Englisch für Fortgeschrittene. 18.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft 19; Körperbau und Charakter. 20.45; Aktueller Vortrag. 19.30; Deutschlaadscnder: Aus München; Abendkonzert. 21.15; Aus Breslau: Militärkonzert. 22.10: Wetter-, Tagesund Sportnachrichten. Danach aus Hamburg: Unterhaltungskonzert. Mittwodi. 18. November: Ah 6.30: Uebertragung aus Berlin. 11.30: Dichterstunde. 14; Der Maler liebt Solidaritätl Genossinnen und Genossen! Ein harter Winter steht uns bevor. Hunger und Not zermürben Millionen unserer Klassengenossen. Täglich vermehrt die Wirtschaftskrise das Millionenheer der Arbeitslosen. Schon oft hat sich die Solidarität der arbeitenden Massen in schwersterZeiterprobt.— In dieserZeit des Massenelends rufen wir unsere Genossinnen und Genossen zu einer großzüaisen Hilfsaktion auf iiiiimniininiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiinmliiiiuiHiiiiniiiiiiiiiiiiMMiiiiinHiiiinmiuniiiiniiiiiniimiiiiininraiUfinmimiimnnmniiii Oer Bezirksvorstand hat bereits Sammelmarken an die Abteilungen versandt. Wir erwarten von allen unseren Genossen, die noch in Arbeit und Brot stehen, daß sie sich an dieser Aktion restlos beteiligen. An alle unsere Freunde, die nicht durch die Hilfsaktion in den Parteiabteiiungen erfaßt werden, richten wir den dringenden Appell, Spenden auf das Postscheckkonto Nr. 48 743(Alex Pageis) einzuzahlen. Jede, auch die geringste Hilfe zur Linderung des Massenelends und der Massen not ist unserwünschf. Uebt daher Solidarität mit euren arbeitslosen Parteigenossen! ntniiiminiiimniiiiniiiimiiiuniiiiitiiimimiiinininuiiiiiiimnmniiitiiiiuiiiiiimitiiiiiiuiuiiuuiiiiiiunnmiiinn Dar Bezirksvorstand. Pahlo Picasso, 14.30: D!» Fma. 10: Eine Patirt ra ooscrea Totes t« der ehemaligen Westfront. 17.15; Kindcrtheatcr. Anschließend Uebertragung aus Berlin. Donnerstag, 19. November: 16: Pädagogiseher Funk. 16.30; Aus Berlin: Naehmittagskonzert. 17.39! Das Egcrland und seine deutschen Menschen. 18: Die Heilige Elisabeth. 18.30: Spanisch für Fortgeschrittene. 18.55: Wetterbericht für die Landwirtschalt. 19: Stunde des Landwirts. 19.25: Aus der Praxis des Arbeitsrechts. Anschließend Viertelstunde Funktechnik. Anschließend Uebertragung aus Berlin. Freitag, 20. November: • 16; Pädagogischer Funk. 16.30: Aus Leipzig: Naehmittagskonzert. 17.39; Hausmusik. 18: Kleingartensiedlung im Umkreis der Großstadt. 18.30: Die Mystik in den Religionen der Völker. 18.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft- 19; Wissenschaftlicher Vortrag für Aerztc. Anschließend: Das Neueste aus der Medizin. 19.30: Die Welt des Arbeiters. 21.15; Erlebnis und Dichtung bei Goethe. Anschließend Uebertragung aus Berlin. Sonnabend, 21. November: 16: Pädagogischer Funk. 16.30; Aus Hamburg: Naehmittagskonzert. 17.30; Viertelstunde für die Gesundheit. 18: Deutsch für Deutsche. 18.30: D e Dr.ukformcn des Menschen. 18.55: Wetterbericht für dl© Landwirtschaft. 19; Englisch für Anfänger. 19.30: Kirche und Gegenwart. 20; Deutschland- scodcr: Aus Breslau:„Das Leben des Jacques Offenbacli." Eine biographische Hörfolge. 21.15; Aus Königsberg:„Musik des Alltags.44 22.30; Wetter-, Tages- und Sportnacliriclitcn. Anschließend Uebertragung aus Berlin. ffiie stolz ist jeher Berliner, wenn er seinen nnsworfigen Freunden und Verwanbien die Sehenswürdigkeiten der Slndt Berlin zeigen kann, zu denen jedoch auch solche Dinge gehören, an die er, ohne darauf aufmerksam gemacht zu werden, oftmals nicht denkt. Jeder Besucher Berlins sollte rem' seinen Freunden in das größte Svezialhaus der Teppich., Gardinen, und Möbel. stofs. Branche Deutschlands geführt werden, und zwar in das große Special. Haus der Firma Teppich'Bursch, Berlin G. 2, Spandauer Str. 32. Der Name Trppich-Burfch ist innig verknüpft mit dem Begriff der Qualitätsware, mit dem Beweis außergewöhnlicher Leistungsfähigkelt mit dem Ergebnis aller. billigster Preise. � Wenn dieses große SpezialHaus Teppich-Burfd) jedoch„So". sationspreise" bringt, dann ist es nicht allein eine Sehensw ürdigkei t, dann ist es eine dringende Notwendigkeit, sich hie Ware, die zu diesen„Sensation?. preisen" angeboten wird, anzusehen. Die Geschäffsleiiung der Firma Teppich- Bursch macht darauf aufmerksam, daß sie sich über jeden Besucher, der sich zwanglos orientieren will, freut, und daß sie Vorsorge getroffen hat. daß jedem Besucher erläuternd gezeigt wird, ohne daß er zu befürchten braucht, in irgendeiner Weise zu einem Kaufabschluß gedrängt zu werden. Zeh« Eisenbahnwagen voll Kathreiner für die Deutsche Winterhilfe! Dos Haus Aathreiner in. Berlin hat vierhuuderttausend Pakete Kathreiner, die im Winter an Arbeitslose kostenlos verteilt werden sollen, gespendet. Der bisherige Werbeleiter der«renter Zigarre«. Werke G. m. b. Dr-sden, Franz tSerftenberg, folgte einem Rufe des Reemtsma.-Konzerns und bar wieder die bereits früher von ihm erfolgreich ausgeübte Tätigkeit als Werbe. leiter der Bulgaria.Zigarettenfabrik G. m. b. H., Dresden, übernommen. Gewerkschaftliches siehe 3. Beilage. B,rant»l>rtliik» wr PMiirT: Victor Schilt; Wirtichoit: ch. Slj»nrlhös, m b. H.. Berlin. Brückl Borwäris-Buchdruckerel und Berlaasan statt Paul Einger u. Co.. Berlin EW. 6«, Lindenstraste 3. Kierzn 4 Beilagen. Korpiiienz, Stuhiverstepfung .. Seit vielen Jahren litt ich an Stahlversiopfonit. so daß ich meist 3—5 Tage darunter litt In Karlsbad wurden mir die stärksten Quellen mit Karlsbader Salz verordnet, welche mir leider nichts halfen Durch Zulall wurde mir Ihr Kwief« Unlvenal-Tee empfohlen. Dieses ist das einzieste pal beste Mittel, weiches ich kennengelernt habe, um den Körper obnr Wirkung zo regeln. Ich fühle mich jetzt wohl und munter und kann einem jeden, der daran leidet diesen Tee aufs wärmste empfehlen. Hochachtungsvoll J. Dcrventkni, Berlin- Wilmersdorf, 10. I. 20. 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Zu dem unglaublichen Schiedsspruch des Schlichters Hau- s ch i l d t für die westsächsische Textilindustrie und der noch un- glaublichen Derbindlichkeitserllärung durch den Neichsarbcits- minister Stegerwald nimmt auch„Der Deutsche" Gcgenstellung, das nun Herrn Stege rwald begründete Organ der christlichen Gewerkschaften: Es ist möglich, daß das Ministerium die V e r b i n d l i ck)- teitscrklärung des Schiedsspruches nicht mehr gut um- gehen kannte. Aber daß fortwährend Schiedssprüche gefällt werden, die noch Löhne kürzen, die schon als E l e n d s l ö h n c bezeichnet werden müssen, das ist nicht mehr zu rechtfertigen. Wenn das Ministerium olaiebt, es könne den gegenwärtigen Ver- Handlungen des Wirtschäftsbeirots nicht»orgreisen und deshalb erst spoter eine einheitliche Linie der Lohnpolitik hinausarbeiten, so können wir einer solchen Logik nicht gut folgen. Die„einheit- liche l»Unpolitische Linie" ist jekt schon allzu deutlich sichtbar-, sie laust steil abwärts, ja sie steigt geradezu abwärts. Praktisch »reifen dos Ministerium und die Schlichtungsinftanz den Per- bondlungen im Wirtschaftsbeirat ftärkstens"dadurch vor, daß Lohne und GeHalter unentwegt weiter gekürzt werden, bevor das Verhandlimgsergebms vorliegt, bevor feststeht, ob auch die Kosten der Lebenshaltung eine weitere Senkung erfahren. Das Ende vom Lied wird fein, daß die Löhne und Gehälter auch ohne Wirtschaftsbeirat auf den Tiefpunkt gedrückt find, und daß die Preise sich trotz des Wirtschastsbeirats im wesentlichen halten. Nach unserem Dafürhalten ist der Zeitpunkt längst überschritten, wo für das Arbeitsminifterium die Parole lauten muß: Entweder die Kosten der Lebenshaltung werden gesenkt, oder die schon so niedrigen Löhne und Gehälter bleiben unangetastet. Lohn- und Preispolitik müssen einheitlich sein. Di« Förderung des Lohndnickes der Unternehmer durch die Negierung und die Iicküenftfteiliing des amtlichen Schlichtungs- opparats zu diesem Zweck wurde mit der Beschwichtigung eingeleitet, daß es nickst ans die höhe des Nominallohnes ankomme, sondern auf die des Reallohnes. Mit der Kürzung der Löhne— so wurde versickert— werde zugleich eine verbilligung der Lebcasmiltel- preise herbeigeführt werden, so daß die Arbeitnehmerschast durch die Kürzung ihrer Nominallöhne und-geHölter weniger schwer be- troffen werde. Löhne und Gehälter wurden inzwischen„abgebaut*. zwei- und dreimal gekürzt; von einer Kürzung der Leben«nittelpreise aber hat die Arbeiterschaft bisher herzlich wenig gemerkt. Arbeiter und Angestellte, die sich zur Miete einer Neu- bauwohnung aufgeschwungen hatten und sich oll« möglichen Ein- schränkungen auserlegten, um die Miete auszubringen, maßten ihre teuren Wohnungen wieder ausgeben und sich in irgendeinen billigeren alten Winkel zurückziehen. Bei offenem ehrlichen Spiel mußte mit den Lohnkürzungen gewarlei werden, bis auch die tebensmiktelprelse heruntergingen. Wahrscheinlich wäre dann«in derartiger Lahnraubbau»ich! erst erfolgt. Jedenfalls würde der gleiche Eifer wie zur Kürzung der Löhne auch auf die Verbilligun der Peife verwendet und damit ein gewisser Ausgleich herbeigeführt Warden fein. Hatte die Regierung aber nicht die Macht, die Lebensmittelpreise und die Mieten zu senken, dann dürste sie sich auch nicht derart für den Lohndruck einsetzen, wie es geschehen ist. Aber man hatte es recht «ilig mit dem Lohndruck und hat es jetzt noch so sehr eilig damit, um mit der weiteren Kürzung der Hungerlöhne in der Elendsindustrie nicht einmal die zwei Wochen warten zu können, bis die Beratungen des Wirtschaftsbeirates ob- geschlossen sind. Wir haben den Herrn Reichsarbeitsminister Dr. Stegerwald gefragt, bis zu welcher Grenze er denn eigentlich mit dem Lohndruck gehen wall«? Seine Ver- bindlichkeitserklärung des ivestsöchsischen Textilschieds- spruches ist die Antwort: Es gibt keine Grenze! Wenn erst der Kurzarbeiter den arbeitslosen Hauptunterstützungsempfängcr um sein Einkommen beneiden muß, dann hat die Arbeit ihren Sinn verloren. Das ist in der westsächsischcn Textilindustrie— und nicht nur in dieser Industrie— der Fall. Nur die üble Aussicht bei „grundloser* Aufgabe der Arbeit wochenlang hungern zu müssen, bevor die Arbeitslosenunterstützung gewährt wird, bindet noch viele Taufende Kurzarbeiter an die Arbeit. Das ist Zwangs- arbeitsdienstpflicht, im Gegensatz zur freiwilligen Arbeits- dienstpslicht. Der Vorsitzende der Berliner Schlichtlingskammer, Gewerberot Körner, hat nicht nur den Unternehmern, auch dem Reichs, orbeitsminister bei seiner Flucht in die Oessentlichkeit gesagt, daß jede gesellschaftliche Arbeit ihren Sinn verliert, wenn die Erträge nicht wenigstens die zum Lebensunterhalt unbedingt notwendigen Ausgaben decken. Glaubt Herr Stegerwald, sich Über diese Tatsache noch länger hinwegsetzen zu können? Cr glaubt es, das zeigt seine jüngste Verbindlichkeitserklärung. Er übersieht dabei nur, daß die Arbeiter, die Gewerkschaften es nicht mehr länger können. Nicht nur die freien, die„sozialdemokratschen* Gewerkschaften, auch die christlichen Gewerkschaften und die Hirsch- Dunckerschen nickst mehr. hier ist die Grenze, über die schließlich weder der Reichsorbeits- minister und die Regierung, noch das Unternehmertum hinouskann. Der Eisenbahnerschiedsspruch. Neichsbahngesellschast fordert Verbindlichkeitserklärung. Die Dentsche Reichsbahn-Gesellschaft Hot den von der Schlich- liingskammcr am lt. November gefällten Schiedsspruch, der eine Z'�-prazenttge Lohnsenkung vorsieht, angenommen und die Derbindllchkeitserkläruog beantragt. Die Nachvcrhandlungen beginnen nwegen. 949 VVV Wohlsahrtserwerbslose. Der Deutsche Städtetag zählt nur die Wohlfohrtserwerbslosen in den Städten mit mehr als 25 000 Einwohnern. Ihre Zahl ist von Ende September mit 883 000 bis Ende Oktober auf 049 000 gestiegen, also um 06 000 oder um 7,5 Proz. Den 949 000 anerkannten Wohlfohrtserwerbslosen sind weitere 17 000 laufend Unter st ützte hinzuzurechnen, deren Anerkcnnungsverfahren noch schwebt. Die Zahl der von den Gemeinden zusätzlich unterstützten Empfänger von Arbeitslosen- und Krisenunter st ützung ist gleich» falls gestiegen. Sie betrug Ende Oktober rund 1 3 4 0 0 0 gegen 122000 am Ende des Vormonats. Das �eich als Arbeitgeber. Es hat seine 4'i Prozent Lohnkürzung. Di« Zlrbeietr der Reichswasser st raßen fehlten noch. Der Sckpedsspruch mit den üblichen Proz. Lohnkürzung wurde nach Verhandlungen im Reichsorbeitsministerium mit einigen A«n. derungen angenommen. Sonst mußte er aus Grund der Rot- Verordnungen für verbindlich erklärt werden. 20 bis 40 proz. Lohnkürzung. Damit wollen die Textilherren in Bayern sich begnügen., Di« bayerischen Textilindustriellen verlangen nicht weniger als 20 bis 40 Proz. Lohnabbau. Die Augsburgcr Texticherren, die chre Belegschaften zum21. November gekündigt haben, ließen in chren Betrieben durch Anschlag bekanntgeben, daß nur die Arbeitskräfte weiter beschäftigt würden, die bis zum 16. No- vcmber abends sich mit den vorgeschlagenen neuen Lohnsätzen ein- verstanden erklären. Die neuen Hungcrlöhne bewegen sich für Ar- beUer vom 15. bis zum 25. Lebensjahr zwischen 20 und 5 0 Pfennig pro Stunde und für die Arbeiterinnen in den gleichen Altersstufen zwischen 19 und 37 Pfennig. Was hier die Textilunternehmer fordern, bedeutet nichts anderes als die Beseitigung von sechs Lohnerhöhungen auf einen Schlag. Auch in der bayerischen Textilindustrie, wo ebenfalls seit vielen Monaten Kurzarbeit besteht, sind die Textillöhne im Begriff, weit unter die Fürsorgesätze zu sinken. Lo hnspiel mit denGpielwarenarbeitern Der Verband der thüringischen Spielwareninteressenten� Hot de.i am 30. November ablaufenden Lohntaris gekündigt. Die Kündigung wurde u. a. auch durch den P s u n d st u r z veranlaßt, iftr sich ans die Spielwarenindustrie besonders drückend auswirkt. Di« Sptslwareuarbetter t« Thüringen sollen also da« Risiko Ihrer Herren Interessenten tragen. Aber auch ohne Psundstück wären die Herren nicht in Verlegenheit gekommen,„öem Zuge der Zeit* folgend, eine„Ermäßigung* der Tariflöhne zu fordern. Der Lohndruck scheint jetzt bei den Elendsindustrien einzusetzen. Dumme gesucht! Gesamtverband warnt vor Beinfall. Mitglieder des Gesamtocrbandcs, die früher bei der Ber- liner Straßenbahn beschäftigt waren und nach deren Still- legung im Jahre 1923 nicht wieder eingestellt wurden, werden von dem„Rechtsbeistand" Zoufall in Neukölln schriftlich aufgefor- dert, ihm mit der..Wiederherstellung ihrer wohlerworbenen Rechte" zu beauftragen. Für seine Bemühungen fordert der Herr Rechts- beistand nur die Kleinigkeit von 20 Mark Unkoftenbeitrog, die er sogar in zwei Raten teilt. Ein ehemaliger Straßenbahner namens Sommer wendet sich mit ähnlichen Schreiben an seine früheren Arbeitskollegen. Wenn es sich bei dieser ganzen Angelegenheit auch nicht um ein reines Schwindelmanöver handelt, so dach mindestens um eine grobe Täuschung der ehemaligen Straßenbahner. Man versucht den noch der Betriebsstillegung 1923 nicht wieder Eingestellten einzu- reden, sie könnten wegen ihrer damaligen Entlassung noch Schadenersatzansprüche gegenüber der BVG. oder der Stadt Berlin geltend machen und eventuell sogar noch zu einer Pension kommen Auf Grund der Satzungen der Richegehaltskajse der früheren Berliner Straßenbahn, sowie der Verträge zwischen der Stadt Ber- lin und. der BBG. bzw. ihren Vorgängern sind diese Bemühungen von vornherein verfehlt Eine vor dem Arbeits- und Landesarbeitsgericht geführte.Klage ehemaliger 1923« Straßenbahner hat das einwand- frei bewiesen. Die in dem Sckireibcn des„Rechtsbeistandes" ent- holtene MittellUng, daß das Reichs arbeitsgericht der Revision der Kläger gegen die Urteile des Arbeits- und Landcsarbeits- gerichts stattgegeben habe, ist eine glatte Unwahrheit. Ge- rode das Gegenteil ist der Fall. Jeder Pfennig, der für die Verfolgung dieses„Rechtsstreites" hingegeben wird, ist nutzlos vertan. Der Gesamtverband warnt daher olle nach der Be- triebsstillegung 1923 nicht wieder eingestellten Straßenbahner vor diesen zweifelhaften Jnteressenvertretcrn, die bei der klaren Rechts- läge nicht einen roten Pfennig an Entschädigung oder gar Pen- ston für sie erzielen können. Darum: Taschen zu! „Note" Nazifreunde. Zwei Helden im Siemens-Werk. D«„Siemens-Lautsprecher* brachte in seiner letzten Nummer in einem Artikel mit der Ueberschrist„Ist Siemens Nazi- Lieferant?" einig- Behauptungen, die richtiggestellt werden müssen. Vor einiger Zeit machte allen, die es wissen wollten, der sattsam bekannte, unter dem Schutze des Schwerbeschädigtengesetzes stehende Revisor Pusch die Mitteilung, daß er erfahren habe, ein Angestellter des Schallwerkes habe eine Anzahl Stuhle. Tische und Regal« gekaust, um in Siemensstadt an einer von Pusch ganz falsch bezeichneten Stelle ein Nazi-5ieim zu gründe w Später erkundigte sich der Herr Arbeiterkorrespondent Oswald B e n s ch nach dem Stand der Angelegenheit. In der gewohnten Weis« sollte wieder einmal„die ganz« Belegschaft mobllisiert". ein Streit sollte„ausgelöst* werden. Das Maul wurde weit aufgerissen, doch war myn ängstlich daraus bedacht, daß nicht etwa ein Firmen» Vertreter von diesem„Radikalismus" etwas erfährt. So weit der Sachverhalt. Wozu nun dieser Artikel im„Lautsprecher"? Busch und B e n s ch, beide zu„vorsichtig*, um selber etwas zu unternehmen, suchten den Bctriebsratsoorsitzenden des Schaltwerks vor chren Wagen zu spannen. Da ihnen dies nicht gelang und es sich auch mittlerweile im Schaltwerk herumgesprochen'hatte. daß sie sich hinter dem Betriebsrat verstecken wollten, bekamen es diese Helden mit der Angst und glaubten sich am besten aus der Affäre ziehen zu können, wenn sie den Genossen M i c l k e öffentlich denunzierten. Damit wollen sie nur zeigen, daß sie Wert darauf legen,»ach wie vor d i e Volkse ntscheidsgenossen der Nazis zu bleibe». Eis betteln die Nazis an und beteuern:„Nicht wir haben euch verraten, sondern der„reformistische" M i e l k e war es." Das sind die Leute, die von Einheitsfront der Arbeiter und An- gestellten sprechen. Mit solchen verlogenen Brüdern kann und dors die Slrbeit-rschast nichts gemein haben Die Fnedenshüite. Sie will bis Weihnachten THvv Arbeiter entlaffen. Die„Friedenshütte" in Kattowitz will 1300 Arbeiter sofort, 700 Ansang Dezember und den„Rest" von 0)0 Ende Dezember aus die Straße setzen. NGO.-Beinebsräie abgesetzt. Auf Antrag der großen Mehrzahl der Belegschaft. Im Eisen bah nausbesscrungswerk Nieder- s ch ö n e w e i d e werde» manchmal Zeitaufnahmen gemacht. Das heißt, es wird festgestellt, wieviel Zeit siir eine bestimmte Arbeit erforderlich ist und danach werden die Zlkkordpreise festgesetzt. Daß solche Zeitaufnahmen stattfinden, können die Arbeiter nicht ver- hindern. Aber sie können kontrolliere», daß bei der Zeit- aufnähme nicht etwa Arbeitsbedingungen konstruiert werden, welche die Preisfestsetzung ungünstig becinslussen, weil sie beim normalen Perlauf des Arbeitsprozesses nicht gegeben sind. Mit dieser Kontrolle hat der Betriebsrat sitr jede Fachgruppe eines seiner Mitglieder betraut. Di« beiden Betriebsratsmitglieder der Lackiererei und der Wnjchcrei, stramme Kommunisten und RGO.-Lcute, habe» sich beharrlich geweigert, die konirolle bei den Zeitaufnahmen auszuüben. Die Folge davon war, daß die Betriebsleitung ohne die Kontrolle einer Arbeitervcrtrctung die Zeitausnahmen bei den Lackierern und Wäschern ausübte. Die RGO.-Mitglicder sagen, sie seien Gegner der Zeitaufnahmen, das hätten sie schon in der Wahlbewegung für den Betriebsrat betont, also könnten sie an den Zeitaufnahmen nicht teilnehmen. In Wirklichkeit aber ist es so: Wenn die Arbeiter mit der Festsetzung des Akkordpreises nicht zufrieden sind, dann kommen die RGO.-Leute und sagen zu den Arbeitern: Das habt ihr den „R e s o r m i st e n" und„A r b e i t e r v e r r ä t e r n" im Betriebsrat zu danken, die haben ja dabei mitgewirkt. Also, die„prinzipielle" 5)altung der RGO.-Leute gegen die Zeitaufnahmen ist sür sie nichts weiter als ein ebenso billiges wie verlogenes Agitations- mittel gegen die Gewc r t] ch ästen. Die B e l e g fch a s t des Ausbesserungswerks hat mit sehr groß« Mehrheit beschlossen, beim Arbeitsgericht die Amtsenthebung der beiden pflichtvergessenen Belriebsrotsmitglicd« zu beantragen. Das Arbeitsgericht Hot diesem Antrage stattgegeben mit der Begründung. wenn die beiden Betriebsratsmitglieder als Kandidaten vor der Wahl ihre Nichtbeteiligung an den Zeitausnahmen vertreten hätten, so hätten sie, nachdem sie gewählt waren, die Interessen der ge- samten Arbeiterschaft des Betriebes zu vertreten. An der Festsetzung der Akkordpreise habe die ganze Arbeiterschaft ein erhebliches Inter- esse. Die Retriebsratsmitgliedcr, die sich weigern, an der Feslsehung der Akkordlöhne mitzuwirken, hätten ihre im LRG. scstgelcgten Pflichten vcrtehl und seien deshalb ihres Amtes zu entheben. Aufgehobene Sperre. Vom Zentralverbond der Hotel-, Nestau- rant- und Cafe-Angestellten, Elsösser Str. 80/88 l l, wird uns mit- geteilt, daß die Difscrenzen mit dem Gastwirt T i e p e l m o n n. Berlin- Mariendarf, Grotzbcerenstr. 04, beigelegt sind, da T. den Tarifvertrag anerkannt und versprochen hat. den öffentlichen 2lr- beitsnachweis zu benutzen. Berliner Gewerkschastsschule. Der nächste Ars, eitsreä, Nick, e. Ausspracheabend silr Betriebsräte sinket siait am Dienstag um lü Uhr im Saal 5 des Gewerlschastshauses, Engelnscr Zf—A. Eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig. Betriebasrolti»» der SPD. beim Bezirlunmi Weihenice. Moniag, 1914 Uhr, Restaurant Gallas. Weihensee, Lehderstr. 123, Zroktionsner. (ammlung. Genosse Max Sendeinann Uber:„Siuheitsftoi'i gegen Wixt. schastsanarchie und Faschismus". N I SPD.-Fraltion der erwerbslosen graphischen Hilssarbeiter. Montag. lZ'z. Uhr, Lolat Laudahn, Luisenuser dll, Fratiionsversamnilung. Tages. Ordnung wird in der Persammlung bekanntgegeben. SPD.-Fraltion beim Bezirksamt Pankow. Dienstag. 20 Uhr, im Türkischen Zelt. Pankow. Breite Str. Ii, Fraktionsversammlung. Vor. trog des Genossen Dr. Voelter. p: � �| j,|||, j j,,|[))}||-rr 1 1 gx. Deutscher Bekleidungsarbeiter Berband, Filiale Berlin. Kcrrenmahschneiderl Mitgliederversammlung Dienstag. UK«, Uhr, in» S-wcrkschastshaus, Engel. user 24— ZZ. Tagesardnung: 1. Berickit und Bcschlustsassuug Uber dos Er. gednis der zeniraien Tarisverhandlunqen. 2. Andere Aranchenangelegenheite». Pslicht aller Kollegen ist es, pünktlich zu erscheinen. Rur Miiqtiedor, welche mit den Beiträgen nicht Uber vier Wochen im Rückstand ssnd, habe» Zutritt! _ Die Branchenkommisfion. iftreie Gewerkschafts Jugend Berlin Heute, W4 Ahr, im Saalbau Neukölln. Bcrgstr. 147.„Borwärt«— trofc alledem." Rezitationen. Musik, Fitme, Sprechchor der FGX Per, bindende Worte: Fr. R. Schulz. Eintrittskarten 4g Ps.— Südkeeis: Besichtigung des Fernsprechamtes Neukölln, Donaustrasic.— Mädchcnkursu»: Ig Uhr im Saal!i des Geiverkschastshauses.„Die Frau im neue» Deutschland." — Morgen, Montag, l». November, gusammenkunst aller Grnppenlcitungen im Sitzungssaal des DMB., Elsässer Str. 8S«-8b, 2 Treppen. 1. Die pugend in der gegenwärtige» Siinaiion. Reierent: Walter Maschke. 2. Die nächste» Veranstaitungen. Einlaß 19� Uhr. Beginn 2fl Uhr. gJi Lugendsruppe des Zentralverbandes der Angestellten ur5n Heute, Sonntag, finden folgende Beranstaltungen statt: Alle Nugend. freunde, denen an Museumsbesuchen gelegen ist, treffen sich heute um 19 Uhr zu einer Besprechung im Jugendheim Bergstr. 29, in Neukölln.— Sanntagsveranstaltung im Jugendheim Willdeuowstr. 5, Zimmer 13, 18 bis 22 Uhr.— Morgen, Montag, finden folgende Beranstaltungen statt: Wedding: Jugendheim Luriner Ecke Secstraße. Abend eigener Ausgestaltung.— Weihen. Ire: Jugendheim Pistvriusstr. 24. Bortrag:„Etwas aus dem Gebiete der Ju» gendsilriorge". Referent: Boenig.— Britz: Städtisches Jugendheim(Rathaus). Portrag:„Die Jugeud zu meiner Zeit". Referent: Dr. Schütte.— Urban: Jugendheim Hobrecht. Ecke Sonderftraße. Liederabend.— Nordost II: Jugend. heim Naste.ndurger Str. 18, Zimmer 3. Vortrag:„Die internationale Gewerk. fchastsbewegung. Referent: Derkaw.— Karten für die Vorstellung der Volks. Kahn« am 6. Dezember zum Preise von 39 Pf. siiid im Jugendselrutariat zu haben. eiofentiungcn fiit diese Rubrik sind B« r I I« SW 68, Linde» straße 3, Groß-Berlin stet»»» da» Be�rkilekretarsar 3. Hof- 2 Treppe»«cht,. ,» richte» Beginn aller Beranstaltangcn IN� UHr. sofern keine besondere Zeitangabe? Heute. Sonntag. 15. November. Iii.«tci». Führung durch Alt-Berliu. Tresse» VU Uh« Raihau», Aiiujgstraße. Morgen, Montag. IS. November. 3. tirei». klternbeiraiaoersammlunq, Rnfanq A> llhr bei SargaA, llserstr, iz, Sa'c Martin. Opitz. Straße, Portragi„Scmei»schast»Iüchen, Schulipeisu». Seu". Vortragender Sen. Hartwig. � rei» gehleudars. Abt. 7t,;4b u. 7t.. 30 llhr im»Said hau»". Spaudancr Straße 50, siursa, der ArbeiterbiU>u»g,Ichule. Arthur Saldftei»:.«lauben und Wissen". Die Fragen Soziaiiemu» und Wissenichast werde» im Zu. sammenhange mit de» gesellschaftlichen Problemen behandelt und werde» im weiteren Perlauf der Adeade zum Sozialismus ai» Rirlllchleit». Philosophie und altiucr Leben-qestalinag geführt. Weitere Teilnehmer lonucn noch aufgenommen werden. lt. Krei«. Sitzung der Bildungalommissio» mit de» Delegierten der Jüngere». Gruppen im Parteibüro, Fnldastraße. 20. Kreis. Pilduno,au,schüß. Sitzung im PoII»hau», Reinictcndorf.Wcst. Er- scheinen aller Obleute»nd Literatur. ltolporteurc notwendig. 21. Abt. gusauinienlunft der jüngeren Parteigenossen bei Kroll, Utrechter Straße 31. Hanr. Cohn: ,Daz Heidelberger Programm". <0. Abt. 2ll Uhr Adteilungsmitgliederoersommlung bei Förster, Dreibund» stroße Ii. Referent Ken. Erich Schmidt über„Jugend und Partei". 4.1. Abt. 30 Uhr Ordnerversammlung bei Krepp, Plammser I.Vib. 03. u. 95. Abt. 20 Uhr bei Simon, Berthclsdorfcr Str.», Funttionörsstzung aller Freidcnkergenosscn. 97. Abt. Ziisammentunft der jüngere» Parteigenossen. August Ricmann: „Gegenwärtige po.itisebe Streitfragen". 198. ii. 108» Abt.(Arbcitslreis junger Parteigenossen): im Parteihcim, Köpenick, Schloßstr. 27, Kabarctt-Abcnd auf Schallplatte». Leitung Gen. Denickc. Dienstag, 17. November. l. Keri». Sitzung de« erweiterten Krcisuorstande» an bekannter Stelle. 3. Krei». Kr«i«dildn»goa»»schuß: Abrechnung de» Broschüreuucrtricb» Par- w-rt»spedit>on. Utrechter, Ecke Müllcrftraße. 5. Krei». Arbciterwoblsahrt. Erwerb»Ioscnli»sammenluust im Keim, Tilfiter Straße Od, von 15 bi» l8 Uhr. Schallplattenmujit au» allen Zeiten, er. läuternde Worte Gen. Studienrat Dr. Rjemock, daran anschließend Gen. Puggi Muck.— Bersammlung der jüngeren Parteimitglieder i» Schmidts Gesellschastshmi», Fruchtstr. ,16a. I. Referent Gen. Dr. Otts Frledlander. Thema:„Außenpolitil. s°,ial»emolr-tie und D-utscha-bional- Partei". Ii. Aussprache. 11. Kreis. 15 Uhr Zusammcnlunst aller erwerbslosen Genossinnen»nb Ge- Nossen im Jugendheim, Böhmisch. Str. 18. Karl Dresse,:.Die Erwerbs- loseufiedluag".— Die Sprechstnude der«rbeiterwahlsahrt findet des Büß. tagcs wegen am Dienstag, dem 17. November, von 18 bis IS Uhr, im Parteibüro, Jdenl.Passag», stott. 19.«reis Panlaw. 20 Uhe im Türtische» Zelt, Panto«. Breite Str. 14.«erbe. ueeanstoltung der Bcteicbsfraktio» des Bezielsamts unb der Beamte». «erbcauslchnsse«. Gen. Dr. Böller, R. b. sprich« über:„Die Beamten. schalt i» der Ktife". Gäste willlommc». Der Fraltioasvorstand. II. Abt. 20 Uhr Zusammentünft der Illngeren Genossen bei Gottlchalt, Put. _ busscr Etc. 14. Erich Wendicke:..So/iialismus und Kulturdewegung". 50. Abt. Zusainmeniunft der jüngeren Genossen bei Eckert. Wichcrtftr. 39. .. So'td Gähn: Heidelberger Programm". 56. Abt. 20 Uhr Funktionärsitzung bei Iuskowiak, Holßendorffstr. 20. 7>. Abt. 20 Uhr bei Lan, Hildegardstr. 11," MitgNode'roersammlung.„Poli, tische Tagessragen." 105. Abt. 15 Uhr Zusammenkunft der erwerbslosen Genossen im Lokal Trompter, Lnisenstr. 1. Wir bitten, daß alle erwerbslosen Genossen er. scheinen. Mittwoch. IS. November(Bußlag). 19. Kreis. Die Genossen besuchen den Film„Das keimende Leben" i» >.Diuoli.Lichtspirle",«erliner Sir. 27. am«»ßtog. 15 llhr.«arten, bi« .. Vty"bssesetzt sind, sasart abliefern an»ubig. ll. Abt. Arbettskrci» jüngerer Parteigenossen: Krämerwandcrung Brieselang- Velten. Treffpunkt 0 Uhr Bahnhof Putlitzstraße. 49. Abt. Schwerhörige. Mitgliederversammlunq im Zngcndhei». Linde« sie. 4, »ar» 1 Tr.«ortrag de» Genossen Ha»» Kamm. Alle Mitglieder»ad Sympathifierendc fiMd da»» eingeladen. 95. Abt. 9'/- Uhr in der vlashall«, Hermannftr. 199, erweiteete Vorstands. ssßung. Donnerstag, 13. November. z. Krei». Wilglied-ruerlammluua im graße» Saal der Hochschuldr»u-rei. S»«-. Eck« Amruw«« Straße, iichtbilder-ortrag d« Gen.«arl Saudrnck: lustratie» uud wir",«arten find bei de» Abteiluugstassterera»nd«c» i>u habe». Uukaftenbcitrag 25 Pf. «itartudur""—' 5.«re,»«-b,>t,rbIUwna,schule. Führung durch de»««trieb der«ansum. Senassenschast in Lichtenberg. Tresspuntt pünktlich 19 Uhr»»r.d»m Brr. Bir«mparteu:»ahlreiche«e» walinngsgeböud« in' der Rtttergntstras .■ 4«iljgun» und laden gau» besond«i».»Ie Frau»», dasn«in. 7. Kroie. Ard«it»l»s«u»eranstaltnng 1»— 18 Uhr im Iugendherm. Rosinenströße. „Wie dtplntier« ich mit meinem politiiche» Gegner."<11. Teil.)»eserent Ge». P. Bernstein. 13. Freip, 15 Uhr Zusammenkunft all», erwerbslos«» a«»ass>i»»«r und Genossen in der Aula de»«„»um,,«eißenic-, P'stormufteaß«. Fortsetzung de» Referat» de» Genossen Dr. Sglomo» Schwäre. 13. Abt. Zus.mmenlunlt alle« junge»»envffen»icht am Mittmach, sanbcr»«est l?. Ravember. 2» Uhe.i» d«»armjetpsp-diti-».«attstr. 9. .„.."Da» k-mmuntstlsch- Manifeft". M, Abt. Iß»/» Uhr Ausammevkunft alle? ernw'Kislofen G-nossinnen irnh G«. nassen im Genossenschaftshcms, Mvlanchthonstr. SZ. Bortraq des Ganassc'u Äugust Niemann. Areitag, 20. November. •• a sr»aÄi:: äärk »ttt Mar, über.G-s»»db«tt»Pfl-ge". Wir dittr» inibesander« die Frane». diese» Bartra» zahlreich z» besuchen. auf Moniag, 23. Ronem» Frauenveranstaltungen. / Saal de«.Phar«». Uhr. i»» durch B-lbsthils-".- Eine Stund« früher beiÄ Funktionärinnensitzung. «reis. Dienstag, 17. November. 18 llhr. 3. Kreis. Freitag, 20. Rovembee, 19>/, Uh». I« große» Säle", Müllerftr. 142,«erbeluiidgebung. Porfiihruag de» Film».Loh«. buchholter Kremle"»IIb.Girgenti".«»spräche der Senolsi» Adele Schreiber. Krieger, M. d. R. Karten ,uw Preise ro» 30 Ps. find bei ollen Abtrilnng». letterinnen ,n habe». 4. Keei». Montag, l«. November. 20 Uhr, bei Klug. Danziger Str. 71. Fnnktiongrinnensitzung. 5, Krei». Dienstag, 17. Rauember. 20 Uhr, i«»er Aula»er Schul« Peter«. dutger Str. 4«erbeueraustaltung. Borführung de» KausumfUm».tzlusmürt» Littschuß, Petcr»burgri Str. 7 ,A__.—.— bei Kruger, Grimmstr. 1. kurze wichtige chunltionSrinnenbesprechung.— Vorauzeigr! Agitatiau». Arbeiter- wahlsahit. Diensiag, l. Dezember, bei Rabe, Fichtestr.'20. Kreisfrauenabenb. Genofsin Dr. Hilde Wegschcider, M. d. L.. spricht über:„Da, Schicksal der Frauen»l der Wirtschaftskrise."— Fn den Räumen sinbct. gleichzeitig ein« Ausstellung her»onsunigevassenschaft statt. 14. Keei». Wontag. 16. November, 190- Uhr, Funktionitrinnensitzung an b«. la nn ter Stell«. 15. Krei». Dienstag, 17. November. 19', Z Uhr, nicht in der„Bormärt»".Sp«di. tion� Treotow, sondern bei Schulz. Obe»schöntweidc, Edison. Eck« Selmholtz- im Lokal„Zum Treffpunkt", Inn der Arbeits. . iver. Schöneberger Str. Z straße, Funktionärinnensitzung.. 1,. Krei». Donuerstag. 19. November. IS'/, Uhr. '" lcha 20. kZugendhervi), unktivnllrinnenfitzung. ZNonlag, IS. November. 22. AOt. Di» für den 16. November voraeseheue Besichtigung de» Wais«nhai»se» Rummelsburg kann erst sviitcr ssattiinden. Nähere Mitteilung.«efolgr noch. 25. Abt. ISsh Uhr b«t Keintze. Barsus. Ecke Sla»gowkr Sttaße,„Frauenleben im Orient." Refcrentin: Erno Büsing. 31. Abt. lg'/, Uhr bei Golbschmidt, Stolpischc Str. 56: Heiterer Abend. Bor. tragend«: Leoni« Brockmann. .3. Abi. Fravenabend bei Hochgeschurz, Mllhlenstr. 0. Thema:„Reue Wege in der Fürsorgeerziehung." 85. Abt. Der Frauenabenb fällt wegen der Trauerfeicr für den Genossen Bor- »el« au», 10».«nd 108» Kavsum« in Lichtenberg Bahnhof Köoen'ck. IN. Abt. Ztt llhr b»i Klos«, Rupprecht. Eck« Eitelstroße:„Wohlfahrt»aufgaben in den Gemeinden uich Kommunen." Referent: Artur Zlichterl 124. Abt. 1«'/» Uhr im„Nordstern". Hönower Str. 40:„Der Wert der politisch geschulten Frau für die Arbeiterklasse." Referentin: Nora Henke. Dienslag. 17. November. 23. Abt. 20 Uhr bei Barielt, Wörther Str. 10:.Paiiiit und Alkohol." Referent: Seiwss« W. Hahgttßi»... 58. Abt. A Uhr'in der'?Iwhn>ina der Genossin Knmke� Gourbisrest». 12. linker Seitens!.. 5. Stock, Lelcabend:„Kommunistische» Manifest." 90» Abt. 30 Ubr in d.tr.Schule Parchimer Allee:.„4wcck uno Flele der Arbeiter- Wohlfahrt." Ncserentinr Dr. Sulanue Hjrschberg.-" Zi 108» 9lbt. Wir treffen un» zur Besichtigung der Betriebsanlage« de» vünktlich 85» Uhr am Bahnhof Svindlersseld bzw. 102. Abt.„AsA-Hof". 18 bis« llhr Besuch de» Franenkmnde.ZIdtsenm». z-aff. Punkt 16'/- llhr Haltestelle KrugalleeiDammweg. 122» Abt. 20 Uhr im EafGRestauravt.«övenicker Str. 165—167:»Sozialismus rwchcr Famjsie." Referenttn wird am Dienstag bekanntgegeben. 128. Abt. 19'/- Uhr bei Köder, Berliner Str. 86 Ecke Prinz-Heinrich-Straße: „Auswirkung der Wirtschaftskrise auf den Ardeiterhaushali." Refcrentin: Marie Sunert, M. d. R. 137. Abt. 20 Uhr im„Volkshaus". Echarnwebcrstr. 114, 2. Abend der Arbeits» ' gemeinschaft:„Grundgedanken des Sozialismus." Referenttn: Helene Michaelis. Mittwoch. IL. November. 77. Abt. 20 Uhr hei Jürgens, Barbarossastr. 5»:„Der Wert der polittsch g«. schulte» Frau für die Arbeiterklosse." Referenttn: Nora Henke. 79. Abt. 20 Uhr hei Reimann, Sedanstr. 17:„Ernstes und Heiteres." Bor» trogende: Elfricdc Wollmann. 83. Abt. 20 Uhr bei Fritsch. Berliner Str. lllSd, Nähe der Wismarer Straße: „Kultuepolittsche Tagcssragen." Referenttn: Genossin Rädcr-Großmann. 111. Abt. 19 Uhr<7 Uhr abends) bei Hsimann, Daltersdorfer Etr. 100: Heiterer Abend: Vortragende: Friedel Hall. Donnerstag. 19. November. 61. Abt. 20 Uhr bei Klabe, Hantjernstr. 60/61:„Agitation in früherer Zeit." Referentin: Ida Baal. 9l. Abt. Besuch des Planetariums am Zoo. Portrag von M. Renttrng: „Nordafrita von Tanger bis Tripolis" unb Borführung des Films„Am Rande der Sahara". Eintritt 60 Pf., Erwerbslose gegen Ausweis 30 Pf. Treffpunlt 19'/- Ubr U-Bahnhof Hcrmannplatz, unterer Bahnsteig. Nach» zügler 201/» Uhr am Planetarium. Reger Besuch wirb erwartet. Gäste willkommen. 99. Abt. Buckow. 20 Uhr bei Dietrich. Dorfstr. 1: JSct Wert der politisch g«. schulten Frau für die Arbeiterklasse." Referenttn: Hennv Jaduczqnski. 136. Abt. 20 Uhr in der Baracke Lindaucr Straße:„Politische Machtvcrteilung." Referentin: Mathilde Wurm, M. d. R. Freikag. 20. November. 138. Abt. 19i� Uhr im Turnhallcngebäude, Roonstr. 10:„Die Frau im bürg«. lichen Recht.. Referent: Dr. Walter Gotthardt. Bezirksausschuh für Arbeikerwohlfahrl. 3. Krei« Webding. Dienstag, 17. November, 10 Uhr, Besichtigung des Waisenhauses, Alte Jakobstr.»3—35. DI« Teilnehmer treffen sich um 9% Uhr vor dem Waisenhause. 2. Kreis Tiergarten. Dienstag, 17. November, 19'� Uhr. bei Stein. Hol- steiner Ufer 14, wichtige Funktionärinncnsitzung. 20. Kreis Reinickeüdsrf. Dienstag. 17. November, 20 Uhr, Persamvilung der Arbeiterwohlfahrt im Lokal von Heese, Rcinickendorf-West, Berliner Straße, am Bahnhof Wittenau(Tegeler Bahn). Genossin Paula Kurgaß hält das Referat. Arbeilsgemeinschafk sozialdemokratischer Lehrer und Lehrerinuen. »ecisgruppe Krcuzberg. Montag, 16. Rovcmbcr, 29 Uhr,»3. Schule, Dieffen» bachstr. 61. 1. Vortrag des Genossen Wille:„Schülcranstanich mit Frankreich, ein Mittel zur Bölkervcrständignng". 2. Aufstellung eines Wiutcrarbeitsplanc». Slrbeiksgemeinschask sozialdemokratischer Polizeibeamten. Montag, 16. Ravember, 17HH Uhr. Fanktianärfitznug i» den Kammer- sälea. Arbeitsgemeinschaft der kinderfreunde Groh-Berlin. Offene Singestunde Freitag, 20, November, 20 Uhr, im Bezirks. omt Kreuzberg. Seschästsstnnbe Sonnabends bis 13 Uhr. wir bitten die Notizen / für den„Vorwärts" bis 12 Uhr anzugeben. Witte. Achtung, Eltern! Dienstag, 17. Rovember, Krciseltern» ,' Versammlung in der Aula der weltlichen Schule, Anguststr. 67. Max Schmidtbauer spricht über die Spaltung der Partei und deren Auswirkung auf die Kinderfreunde. Zrlcdrichshain. Martha Demmning. Jugendheim Ebertvstr. 12. Montag: nur Jungfalken und Rate Falken Basteln. Mittwoch: Restfalken Heimabend. Alle Jungfalken und Roten Falken gehen zum Volkstanz, Litauer Straße. Freitag gehen wir alle zum Roten Kaspar. Kreuzberg. Reigungsgruppen, Dienstag Jnstrumentalkrei« llrbanste. 167. Dopneesiag Bewegungsspiele für Restfalken im Heim Belle-Allianee-PIatz 1, 13 Ubr. Schöucbcrg: Montag, 25. November, 20 Uhr, im Jvgendheim Hauptstr. 15, Aussprach« mit der SAJ. über die Zusammenarbeit im Krei«. Gleichzeitig bitten wir die Eltern der Gruppen Hermann Müller, sich Frcitog, 20. November, freizuhalten. Wir haben Elternversammlung. Ort und Zeit wirb noch de. kanntgegeben. Steglitz: Rote Falken unb Junafalle». Mittwoch Trefsahrt nach Grunewald. Treffpunkt 7V, Uhr Rot« Sturmeckr.— Gruppe Lichierfelpc: 75. llhr Bahn- hos Lick---------""--------------"----- scllschas: seid«: Jung/ Geschichten"? Hohenschönhausen: Montag, 17—19 Uhr, Spielen, Schulbarack« Dingelstädter Sirtme. " Hetenockjttiittag� hli_ all» Falken heut«, Sonntag. 16� Uhr,>m Sterbetafel der Groß-Berliner Partei-Organisatioa Bergsi ssfer morgen. Montag, Besprechung um ?iei«.-.„>WWWWWWWWWWWM> 8 Uhr in der Baracke Gavghsftmstepßch Ausgabe de» neuen Heller» nndPcr iung für die Kreisetternversammlung. Alle Gruppen holen da» Ma. terial yb. Gruppe A»pe»ick. Sonntag. 15. N-vewber, Schnitzcljagd gegen„Freie Schwimmer" noch Erkner, Schwimmend« Sugendherberge, Petzsee. Tressen 9 Uhr. Bahnhof Köpenick Unkosten 50 Bs. Bußtag. 18. November, Besuch der Sternwarta. Treffen 14lh Uhr Liitbenstraße, Winsrfchule. Unkosten 50 Pf. 31. Abt. Unser Genosse Kurt FSbrich, Stolpischc Str. 2, ist verstorben. Ehre seinem Andenken. Beisetzung Montag, 13. Nonember, 15 Uhr. aus dem Friedhof in Friedrichsfelde. Wir bitten um rege Beteiligung. 124. Abt. Unser langjähriger, treuer Genosse Hermann Paul ist am 11. November plötzlich verstorben. Wir weiden ihm ein ehreirdes Andenken bewahren. Einäscherung Dienstag, 17. November. 13 Uhr, Krematorium Ge- richtsttaßc. Um rege Beteiligung wird gebeten. 180. Abt. Am Mittwoch, dem 11. November, 20 Uhr, verstarb nach schwerem Leiben unser Genosse� der Gewerkschastsangestellie Ernst Frauke, Reinicken. dem wir ein treues Andenken bewahren werden. Die Einäscherung findet am Dienstag, dem 17. November, im Krematorium Baumschulenweg, 1» Uhr, statt. Um rege Teieiiigung wird gebeten. IIUSozialtstischeArbetterjugendGroß-Verlm Einsendungen für diese Rubrik nur an da« Ingendsekretariat Berlin SW 68, Linbenstraßc 3 Funitlonärversammlung morgen, pünktlich lO'h Uhr, in der Schulonla Kochstr. 13. Genosse Dr. öubr spricht über:„Die ArbeiterNosse gegen die Reaktion". Ohne Mitgliedsbuch kein gutlitt. Abieiinagsieiiee! Gebt sofort das Programm für Dezember ab, denkt bei der Rcferentcnanforderung an die Feiertag«. Heule, Sonntag, Heimabende: Köllnischer Park: Watscnstr. 13.— Neukölln III- Ziechettstr. 38.— Ren. kölln X: Heimabend mit IL— Britz: Cbaussecftr. 48. Arbeitsabend. Musik. instrumenie mitbringen.— Köpenick I: Grünauer Str. 5.— Reinickendorf. West: Seidelstr. 1.— Reuköll» VIH; Bergstr. 29. Brettspiel« mitbringen.— Arnimplatz: IS'/i Uhr„Sozialistenecke". Werbebezirk Tiergarten: Heimabend 19)4 Uhr Lehrter Str. 18—19. Reue Kampsliedcr. Werbebezirk Wedding: Lichibiiderabend 19 hh Uhr Willbenowstr. 5:„Dom Kaukasus zum Gelben Meer". Referent: Scnosse Enrt Biginz. Ab 18 Uhr Heimabend. Werbebezirk Prenzlauer Berg: Mitgliederversammlung 19 Uhr Danziger Straße 62, Altersheim.„Weltwirtschaftliche Fragen." Referent: Genosse Dr. Euhr. Werbebezirk schließend Abcndvcranstäliung. Linbenstr. 3, Tortragssaal des Parteioor- stände», ll. Hof, 2 Treppen links. Mitgiiedsbuch miibrinaen. Werbebezirk Westen: 8',-4 Uhr Heim in Charlottenburg, Rofinenstr. 4. : 15 Uhr Lindenstr. 4.„Jugend»ut Part«!." An. Rofinenstr. !»s durch z Kursus:„Unsere kommende Arbeit". Jede Gruppe muß mindestens Genossen vertreten sein._ «erbebe, irk Lichtenberg: 19)4 Uhr Gunterstr. 44. Sin Abend ntti Schall. platten und Büchern. Morgen, Montag, 19� llhr. Hans»! Bochumcr Str. 3b. Geschichte der SPD. von 1914 bis henk.— Sportpalast! Gcnthiner Str. 17. Jugendfürsorge.—»rnswaldee Pia» ll: Rastenburger Str. 16. Unsere Arbeit in Betrieb unb Schule.— Falkplatz l: 1814 Uhr„Rote Ecke".— Falkplatz N: Sonneiiburger Str. 20. Aus Bebels Leben.— Roedoste« ll: Heimabend fällt aus. Treffpuuit zur Funktionär. Versammlung 18'.) Uhr Danziger Ecke Greifswalder Straß«—«rnimplatz: Treffpunkt zur Funitlonärversammlung 18)4 Uhr Bahnhof Rordring.— Schönhauser Vorstadt: Sonnenburger Str. 20. Jugend in ~ kstr."----------------------•- stand.— Berliner Str. 81. Arbeitsgemeinschaft. der 9!o. Werbebezirk Beddinq. Tombourlapelle. Der llebnngsabend fällt wegen Groß-Berliner Funktwnarversammlung aus. Nächster Uebungsabend am 23. vember für alle Epielleutc. Werbebezirk Renkölln: Treffpunkt zur Funktionärversammlnng 18)4 Uhr Rathaus Neukölln. Epieltrupp« 19)4 Uhr Flughafcnstr. 68. Sport. Renne« zu Strausberg am Sonnabend, dem 14. November. 1. Renne«: I. Flughold«(W. Murphy): S. Edelste«: 3. Tauperle. Toto: 26:10. Play: 14. 14, 17:10. Ferner liefen: Signora. Erusu, Eil- dries, Coryx, Caw. 2. Rennen: 1. Süßkirsche lW. Wolfs): Z. Oceaiiu«: 8. Trocha«. Dolo: 22: l0. Platz: 15, 21, 22:10. Ferner liefen; EnergvS. Astoria, Heinsried. Fahrt, Unfug. 3. Renne«: 1. Amönenwarte(Hauser): 2. Hunding: 3. Eiland. Toto: 51:10. Platz: 16: 17, 17:10. Ferner liefen: Ledmn Till Eulenlpiegel. Coeur d'ßllntee, Bergangenheit, Havvy Girl. Jsola, Musketier. 4. Rennen: i. Pieermädchen(W. Wolfs); 2. Parol>: 3. Tell. Toto: 32:10.'----'--- 31:10."l-,..... 6. Rennen: 1. Donatevo(llnierholzner): 2. Cyklvb: 3. Garde. Toto: 54:10. Platz: 22, 27. 25:10. Ferner liefen: Prinzessin, Blankenstein. Ziamseö, Rosenau, Syksos, Aurelian, Anker. Rialio. Doppelwettc: Amönenwarte— Meermädchen 86:10. lladiotrp&avafe (1 aVnimnM H". TON 4 ohne Jlnsahlung SSeudix& lleumann, Serif it W9, Sichhomslr.ß Auf IQ VUttiaimraltn■' «. klage, frke Xlnksirntzc telrpltnn. Xfltwc ins Nachruf I Arn II. November verstarb plötilich und uneiwariet nach kurrer Krankheit unser lieber Kollege, Stadtobei Inspektor . Erich Baganz im Alter von 37 Jahren. Als langjähriger Spitzenfunktionär der Ortsgruppe Berlin und Mitglied des Verbandsvorstandes verlieren wir in Ihm einen treuen Mitstreiter in der sreigewerkschaftlichen Kommonal- bcamienbetvegung. Sein Andenken werden wir stets in Ehren halten. Berlin, den 14, November 1931. Rctchsgewerkschstt Deutscher Kommunalbearotan Die Einäscherung findet am Montag, dam 16. November, 18 Uhr, im Kretnatoriura QerichlstraBe statt. Nachruf? Am 11, Xo vorober verstarb der LandfagsprfUldent Genosse Friedrich Bartels Wir verlieren in dem Verstorbenen einen Freund und Förderer, der die Arbeiterwohlfahrt seit ihrem Bestehen dcern. — Bidde, Sic schdeern uns gar nich. Bloß kriegen cmhn Se nischd. Awr bleim Se rnhig da! Mi« essen. sonst schbäder, awr mei Mann hat Heide sein Schkohdahmd, un wennr da nich binkdlich kommt, Oa hadr nachher nich dn richdjen Bardner. Na, da guhden Adbedied! Ich wer fan Zugucken mit sodd. Ach, Sic Hamm Schbrodden. Die gtbbds bei uns nich. Di sinn uns zu kleen. Mi« essen liewer Beekling«. — Bei uns ises grade umgekehrt. Beeklinge sinn uns zu groß. Fr jeden«ener, c>as is zu deier Un bein Deeln gibbds allemal bloß Krach, weil jedes de besden Schdickeln Hamm will. Da lasien sich «Schbrodden siel besser eindeiln. Awr die siele Arweidl Iewrigens mechde ich nu doch zehn. — Bleim Se nr sitzen! Bissel Underhaldung bein Essen Hab ich gerne. Was meen Sie dn fr fiele Arweid? Nu, mit den Schbrodden. Die winsigen Graden. — Mach» Sie ocnn die raus? Sowas habb ich ja noch nich gehcrt. Die sinn doch weech wie Vudder. Wer werd sich denn da solche Umschdände machen! SSy uns is das so, wenn Schbrodden gegesien wern: da werd dr Kobb abgerubbt un dann wern je mit Schdrunk un Schdiel gefressen. Machen Se enn Bunkt! Iewrlegen Se sich bloß mal. was da alles drinne is! — Da gibbds gar nischt zu iewrlegen. Bein Essen soll nämlich dr Geist ruhn. Awr forne, wo die Schbrodden ihr« innern Organ« Hamm, da schmecken se doch dodahl bidder. Iewrigens will ich Sie nu merklich nich länger schdeern. — Was Sie nr egal fon Schdeern reden! Un außerdem: was heest denn bidder? Das is gans un gar Geschmacksache. Nu ja, nadierlich. Ich will ja ooch gar nischt gesagt Hamm. Schdreng genomm, geht mich das doch gar nischt an. Nemm Ses nr nich edwa iewl!*• — Was heeht iewlnemm oder nich iewlncnrm? Ich bin der Meinung, das kann jedes machen wie's will. Das Iewlnemm? Awr das wern Se doch nich machen! So schlimm war die Sache doch nich. Un ooch nich bees gemeent. — Ich meene doch das Schbroddenesien, was mier machen kenn wie mier wolln. Da brauchen mier uns fon niemand Forschrifden machen lassen. Wer hat Ihn denn Forschrifden gemacht? Ich doch nicht. — Awr da braucht sich doch niemand neinzumeng. Habb ich mich denn neingemengt? Ich habb doch bloß gesagt, mier bei uns drheeme, mier machen das founfo. — Hadden mier Sie oa filleichd drnach gefragt? Nu, das nich grade. Awr fon was sollde ich denn sonst reden? — Wer hads Ihn denn iewrhaubt geHeeßen, dasie reden solln? Ich konnde doch nich bloß schdille dasitzen un Ihn de Bissen neinzähln — Da wern Se doch heemgegang! Mier Hamm keen Wert droffgelegt, daß Sie al» Beowachdcr bei unfern Ahmdbrohd saßen. Awr Sie Hamm doch, wo ich baarmal gehn wollde, gesagt, ich soll bleim. — Nu ja, wie mr das so sagt: anschdandshalwer. Wer kann denn gloom, dasses Menschen gibbd, die das fr Ernst nemm un merklich bleim? Farbenlehre. Gudden Dahg, Frau Wäwer! Nu, schon so fleißig wieder mit 5>andarw«lden beschäfdigt? Fr Weihnachoen oder fr enn Geburds- dahch? Oder fr sich selwer? — Das wees ich noch nich. Mal sehn. Awr was will mr denn die lang Winderahmoe weider machen? Mr kann doch nich um siem« zu Bedde gehn. Da Hamm Se recht. Was werdn das, was Sie da schdicken? — Eime Kissenbladde. Is das Mufder aus dr Modenzeidimg? — Nee, das habb ich gleich fix und ferdj gekooft. Osfn Schdoss forgezeichent. Un die Farm frs Garn? — Die habb ich mir selwer zusammgedifdelt. Das is mei eignes Geifdesbrodukt. Entschuldjn Se, Frau Wäwer, awr under uns gesogt: das sieht mr. — Das sieht mr? Wieso sieht mrn das? Die sinn wohl nich scheen? Un die Hamm mir grade so gefalln. Das is ahm dr Fehler. Nemm Se mal an, Sie ferschenken die Kissenbladde doch emal oder das ferdje Kissen, da kann Ihn tee Mensch garandiern, daß der Beschenkde ooch seine Freede dran hat. Aehm wegen den Farm. Dos derfen Se bei sowas nich machen, dasie sich oa off Jhrn Geschmack ferlassen. — Awr wie soll ichs denn sonst machen? Sie missen sich nach dn wissenschafdlichen Erkeimdnijsen richden. Da gibbds ä Sisdehm, das is de fogenannd? Farmlehre von en Leibzjer Brofesier. die gilt sr een wie fr den andern. Was da drnach zufammgeschdellt worden is, dos gefällt jeden. Das muß jeden gefalln. Weil da Naduhrgesetze drhinder schdecken. — Da Heer ichs«rschde Word drfon. Gibbds denn das schon lang«? Nu, enne Reihe fon Jahrn. Awr S fordschriddlicher Mensch, der muß das kensi. '— Wo kammern das lern? Da gibbds Bicher driewer. — Nu, da mechde ich mit der Kisienblodde nochmal fon forne ansang? Das nich, awr ferschenken däht ich se an Ihrer Schdelle nich. Wie gesagt, da wisien Se nie, ob Se ooch den andern Leiden rhrn Geschmack gedroffen Hamm. Gähm Se mr mal blssel ferschiednes Garn, meeglichst bunde Farm, da kann ichs Ihn erNärn. — Hier, Hamm Se dn gansen Handarweidskorb. Da sinn ooch noch mehr angefangne Sachen drinne. O, was is denn das? Schdicken Sie die Deck« hier ooch? — Nee, meine Dochder. Sehnfe, da hammses wieder mal. Di« junge Generazzsohn, die Is off dr Heehe. Die Decke, die Ihre Dochder schdickt, endschbricht genau den Forschrifden dr Farmlehr«. Die hat das wahrscheinlich in dr Schul« gelernt. — Sie, daß mier uns»och richdig ferschdehn. Sie meen doch die Decke, die Sie öhm In dr Hand Hamm. Mit den fieln Kwad- rahden. Ja. ja. — Da muß ich Ihn mal was sagen. Meine Dochder hat vor zwee Jahrn enn Leiser geschdickt, frs Klawier,»n da hadse Garn iewrig behaldcn. Un forjes Jahr hads« S Iewrhandduch geicbdickt, da hads« ooch Garn iewrig beHalden. Un jetzt in Sommer, da hadse en Daschenduchbehälder geschdickt, un wieder blieb sofiel Garn iewrig. Un die gansen Resde fon Garn, die hadse jetzt oss Grade- wohl in die Deck« neinferarweidet. Einfach so, wie se s« erwischt hat. Jawohl. Was sagen Se nu? Was sollch dn da sagen? Da hat ähin Ihre Dochder in ihrn Inschdinkt de ganse Farmlehre fr ihre Versöhn noch emal erfunden. Ich Halde das fr de iewrzeigendste Beschdädigung dasor, daß ich reckst habb. Beziehungsweise, daß der Leibzjer Brofesier mit sein Sisdem reckst hat. Oie Schwalben. Gudden Dahch, awr Sie warn lange nich bei uns. — De Zeit fergeht awr ooch zu schnell. Mr werd älder, ohne daß mrsch merkt. Bei Ihn hat sich inzwischen ooch allerhand fer° ändert, wie ich seh. Oder is da was in Gange? Hamm Sie fillcicht de Maler, well de Meebel so zugedeckt sinn?/ Nee, das hat en andern Grund. — Un so komisch riechen duhds bei Ihn. Hamm Sie en kabnd- den Gashahn? Nee, mier Hamm bloß wieder mal geschwefelt. Dos misien mier jetzt«fdersch machen, so aller ferzn Dahche. Weil mier sofiel Unzezieser Hamm. Awr deswegen brauchen Se nich glei wieder auszureißen. Nach» Schwefeln Is allemal baar Dahch« Ruhe, bisies wieder anfängt. — Das hadden Sie doch frieher nich. Nee,«rscht seit mier die Schwelm Hamm.-.._ — Sie Hamm Schwalm? Wo denn?_ In dr Kiche. Awr die fliegen ooch in Schduhm rum. wcnnsn grade baßt. Di« sinn hier so drheeme, dass« nich mal mehr ford- machen in Herbst. Dnim Hamm mier de Meebel zugedeckt, Se kenn sich doch denken, warum. — Heernse, solche Unbekwämlichkeeden däht ich mier awr nich machen. Ach, das i« Noch gar nischt. Do Hamm mier noch gans andre UnonnehinNchkeeden mit den Schwalm erlebt. S erschd« war, daß meir unsre Katze abschaffen mußden, damid se nich eines Dahches die Feegel fraß. Un seit mier keene Katze mehr haimn, feiern bei uns de Meise jede Nacht Bolderahmd. Manchmal wachen mier sogar off, so ein Gedribbel un Gefeife is das. Un unser Under- wieder is deswegen ausgezogen. Das war S dichdjer Schdauchcr fr uns, der Hot ooch so scheen bezahlt. Was glaum Se, wie uns das Geld zum Verwerdschafden fehlt. — Da annoNgsiern Se doch mal, dasie wieder een kriegen! Das draun mier uns nich, seit uns das Mallähr basfiert is mit unsr« Dochder ihrn schdilln LIebhohwer. Wo der kam un wollde die Sache berfekt machen, da hadn so ö Mlsdvieh fon enner Schwalwe offn Zillinder gemacht. Den haddr sich exdra gekooft ge- habbt, wie uns unsre Dochoer nachher under Dröhn erzählt hat, sr stbbzn Mark un fuffzj Fenge. Drum hat der wahrscheinlich solche Wuhd gekriecht, dahr sofort gedürmt is. Noch off dr Drebbe hadr geschimft. Off so enn Embfang wLr'r nich gefaßt gewäsen un in so ne Familie dähdr nich neinheirahhen. Un werklich haor sich nich wieder blicken lassen. Unsre Dochder war wochenlang nicht zu drcefden. — Das arme Mädel, Awr wissen Se, da ferschoeh ich nich, daß Sie die Schwalm noch länger iu Ihrer Wohnung leiden. Jagen Se se doch fort! Um Goddeswilln! Wie kenn Se nr sowas sage»? — Nu ja, wenn se Ihn solchen Aerger machen! Was heeßt ocnn Aerger? Off de Schwalm Halden mier olle zehn Finger, un wenn mier noch fiel mehr Rickjichde» iwmm nuß» den und noch fiel mehr Opfer bring. Awr warum denn? Ja, meine Lieme, wissen Sie denn nich, daß Schwalm— Glick bringn? tin Volk, das noch nie llei�e iah Ein Stamm von Ureinwohnern Australiens, der noch, niemals vorher einen Weihen geschaut hatte, ist von dem australischen Anthro- pologcn Dr. Herbert Basedow entdeckt worden. Er stieß auf diese merkwürdigen Menschen im nördlichen Inner» des Erdteils und glaubt, daß dort noch ähnliche Völkerschaften vorhanden sind. Als er und feine Begleiter von den Wilden erblickt wurden, flohen diese ent- setzt in ihr Lager und kletterten dann wie Affen auf die Bäume, um sich auf diese Weise besser gegen die„weißen Ungeheuer" schützen zu können. Diese Ureinwohner des Landes befinden sich auf einer sehr primitiven Kulturstuse, sie sind ganz nackt und leben von der Jagd, die Männer sind stattlich und hoch gewachsen, besitzen außerordentlich.! Körperkräfte und Geschicklichkeit. Basedow sah, wie sie aus steilen Abhängen rasch emporkletterten, die ein Weißer auch mit der groß- ten Anstrengung nicht hätte erklimmen können. Sie sind imstande, ein verwundetes Tier mehrere Stunden lang zu verfolgen, und bs- sitzen überhaupt eine erstaunliche Ausdauer. Sie leben von Früchten,. Eidechsen, Schlangen, Fischen, Vögeln und Känguruhs, die sie ein- sammeln oder erlegen. Ihr« Waffen bestehen nur in sehr primitiven Lanzen und Harpunen. Ueberrascht war der Gelehrte von deu� künstlerischen Leistungen, die sich in ihren Höhlen finden. Die Wände sind mit vortrefslichen, mit Ocker gefärbten Zeichnungen von Gott- hellen und Tieren bedeckt, und die Höhlen werden dadurch zu wahren Museen. Dr. Basedow hat auf seiner Forschungsreis« in Mittel- australien Erzlager entdeckt, deren Ausbeutung nach seiner Ansicht die schlechte Wirtschaftslage Australiens sehr verbessern würde. 3)ie verliebte Xehrerin Michail Kalinin, der Präsident der Sowjetexekutive, übt in repräsentativer Hinsicht auch, die Funktion eines Staatspräsidenten der Sowjetunion aus und ist in Ruhland außerordentlich populär, Zu seiner Beliebtheit, besonders in ländlichen Kreisen, hat nicht wenig seine gern betonte bäuerliche Abstammung beigetragen. Er bekommt deshalb auch viele Zuschriften vom Lande. Eines Tages schrieb ihm eine landwirtschaftliche Lehrerin, die kurz vorher einen Vortrag von Ihm gehört hatte, einen überschwenglich begeisterten Brief. Unbekümmert um das hohe Alt« Kalimns— er ist schon weit über sechzig— schrieb die Lehrerin, es sei ihr höchster Wunsch. von so einem Manne wie Michall Jwanowitsch, am liebste» von ihm selbst, ein Kind zu haben. Kalinin ist ein sehr gütiger Mensch. und er war in einiger Verlegenheit, wie er hier Helsen könnte, da die Gesetze der Natur seiner diktatorischen Allmacht eine Grenze setzten. Aber er wußte sich zu helfen. Der(damalig«) Volks- kommisiar für Unterrichtswesen— Lunartscharski— ist ein junger Mann, und außerdem handelt es sich ja um eine Lehrerin, denkt Kalinin. Darauf schrieb er aus den Rand des Brieses:„Betrifft Lehrerin: soll Lunartscharski erledigen." bg Mark für da» Wort. In einem Londoner Theaterprozeß wurde kürzlich festgestellt, daß ein Dramatiker 400000 Mark Einnahme« von einen' Stück gehabt babe. Das zeigt, daß es tn Eng- laiid iwch imnier Theatererfolge gibt, die große Gewinne brinzen, So belaufen sich die bisherigen Einnahmen aus dem Drama„Die Borretts von Wimpole-Strect" in England und Amerika auf etwa 4 Millionen Mark, und der Verfasser Rudolf Bester hat davon meh c als 400 000 Mark bekominen, Äehiilich große Gewinne erzielte eine einfache Verkäuferin Doffie Smith mit dem Stück.Lcrbst-Krokus". das der große Erfolg der vorfährige» Londoner Saison war»»d noch immer gegeben wird. Wohl am meisten aber hat in der letzten Zeit R. C. Sherriss mit seinem auch in Deutschland gespielten Kriegsdraina„Journeys End" verdient. Das Stück wurde in 25 Sprachen übersetzt und hat im ganzen mehr als 20 Millionen Mark gebracht. Sherriff, der früher ein einfacher Büroangestellter war und jetzt in Oxford studiert, chot berechnet, daß ihm jedes Wort des Stückes bisher SO Mark gebracht habe. Laffeeirinken als Laster. In der Wiener Gesellschaft der Aerzte kam unlängst ein Fall zur Verhandlung, der als Unikum auf mcdi- zinischem Gebiete angesprochen werden kann. Es Handell sich um einen Fall von— Kaffeesucht. Ein 40jahriger Installateur gewöhnte ich von früher Jugend den Genuß des braunen Getränks in derart tarkem Maße an, daß die Menge des von ihm genossenen Kaffees chliehlich auf drei Liter täglich stieg. Vor einigen Iahren machte sich der Installateur nun selbständig und verdiente dabei genügend Geld, um seine seltsame Leidenschalt weiter zu befriedigen. Sein Verbrauch stieg endlich auf 10 bis 12 Liter täglich. Außer einer geringfügigen Schädigung von Nieren. Magen und Darm zeigten sich sonst keine körperlichen Nachteile. Der Normalmensch hat soviel Fettstoffe in seinem Körper, wie zur Bereitung von, sieben Stücken Seife ausreichen würden. Aus dem im menschlichcst Körper enthaltenen Eisen ließe sich ein mittel- großer Schlüssel verfertigen: mit dem eigenen Zucker könnte man sich einmal einen Nachmiitagskaffe« versüßen. Bei einer industriellen Verwertung des menschlichen Körpers würden als Höchstwert Z Mark herauskommen. Wir konnten große Mengen r reinwollenerU persisch gemusterter Teppiche weit! unter Preis! einkaufen und! verkaufen diese p iTeppichezu ICH 200� i�()�i>0�ij)0�0r360�r 350�1 sKnignW �jrf\ >75�50 Mki -•"IM* "•Hk ____ •'Mkl 'VI kl fwir zeigen von diesen Warenmengen nichts in onsem Fenstern. ßesiftiligung nur in op sern Verkaufsräumen l Aof WjDSCh Tkptfüh lS eßm�vmguf nur. ßerJinCJ� Sßonaauer 22 r Während der lebten Monate hatte ich reichlich zugenommen, was mir in meinem Berufe sehr lästig war. Durch Zufall lernte ich Zinsser- Gesundheits-Tee kennen. Ohne lange zu zögern. habe ich eine Kur damit gemacht und 14 Pfund abgenommen. Da die Kosten gering sind und der Tee prompt hilft, werde ich jedes Jahr eine Vorbeugungskur damit machen Heinrich Gräger, Ziegelmeister. Wattenscheid i. Westf,, Lohrherde. Warum ärgern Sic sich noch Ober ihre Korpulenz? Während des Frühstücns können Sie etwas zu jugendlicher Schlankheit tun. Trinken Sie den angenehm schmeckenden und erfrischenden. diätischen Zinsser-Gesnndheits-Tee, das ärztlich empfohlene Getränk für Korpulente Es verjüngt Sie und das große Paket kostet doch nur Mk. 1.80. In vielen Apotheken und Drogerien zu haben, wo nicht erhältlich erfolgt Versand durch uns direkt 'Zinssei'& Co. O. IN. b. H. Xelpmig 75 SO ooo Anerkennungen über Zinsser- Hausmittel y-■vr-r*-'V-V--ViV--•VtV— ! T Uealet, Lidtlspide usw. j SMals Theater Sonaleg, des IS. November Staatsoper M Pliti dti iflpublik staatsoper Unter d. 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Heute 2 Vorstellnnscn 4 Uhr u. 8.15 Uhr. 4 Uhr kleine I inlernailonaies Thealer (Kleines Theater) Unter den Linden 44. TagUch SV, Ehr Oaslspiel der Spielgemeinsdratt Berliner Sdaospitler Scheidunfl 83, 5 u. SV. U. llieimSdeiltisu; Heute, Sonntag, mittags 12 Uhr: EbuDalige* SenaaHona-Gaabpiel Barnabas von Geczy mit aeinen 12 Solisten VolkslQmlldie Preise ab SO PL 3, 5 30, 8 IS Uhr: Du gr. Abendprogramm mit Maria Ney• LÜH Flobr und weiteren Attraktionen im Sabnentetl.— Im FllmtetI: INGAGI der groBe Sensations-TonHim PREISTRÄGER f. PtgIs: Om TeppiJ* Willi Krüyel. SJröeek� 2. bis II. Frels: ja eme BnkU 1, DaKmels, CK. A. L-oue, Martaye w»ki, G. Gumpert, G. Donner, F. ScKutlor, B. ScKIimanJty, 6ederka« E. Wagenei 12. bis H.PrRlt: ieemeDnvdfbJede W. ScKumann, M. Beck, G Beier, E. Weher, B ienm.ek, W. ReMeU, P. Stricker. H. SJwniJta. C. Schott, P. Drew» 22. bH 24. Pr«ls: je eine Fenster. Dekoration H. Garesel, E. Mensel, W. Mosch, E. Hoallz, H. Knies, P. Klittchcr, Girtnar, H. 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Abbildung 2 Klndar.Kleid aus gutem Waschsamt, in vielen Farben. tDr ca. 2 Jahre....... Jede weitere Gröase 0,20 mehr Abbildung 3 Kinder-Kleid ans Kunslseidentrikot, s hdne helle Farben, für ca. 2 Jahre... Jede weitere Grösse 0,35 mehr Zu den Abbildungen 1,25 1,95 Abbildung 5 Mcdchtn-Kleid, hü Waschsamt, ca. 00 cm Jode weitere Grös Abbildung 6 Abbildung 12 Matrosenkleid, amerikanische Form. ans gutem Cheviot, Bluse gefüttert, für w � ca. 2 Jahre.............................. � Jede weitere Grösse 1,00 mehr Abbildung 13 Kieler Py|«ck aus putomJfeltou Cheviot, � mit warmem Futter, für ca. 2 Jahre.... � .lede weitere Grösse 0�0 mehr Abbildung 14 Lpertonsug tür Knaben, mit gefütterter lvuickerbockerhosc,nigut.Vcrarbciuu>g, 171 Grösse 3..........................■•*#•# � Jede weitere Gr. 0,79, ah Gr. 7 1,29 mehr M mm m Abbildung 15 .soh gomastartcr£1 y S Spottanaug, Ihr Knaben, an« engKich ne'o/sdmihT ÄSSSs!�..F�!'. 9,75 j. Jede weiter« Gr. 0,75, ab Gr. 7 1,25 mehr 3,60 Abbildung 4 Mddchon-Klnld, uuteiVelonre, hibeche O Ef) Farben, 60-90 cm lang................... Kindar-tdald ana gutem Pannetle- Waschsamt. inhObsch Farben,ca.45cinlg. Jede weitere Grösse 0,40 mehr Abbildung 7 Mfidchen-Kleld, hübsrhe, reinwollene Schotten, ca. 60 cm lang................ Jede weitere Grösse 0,75 mehr Abbildung 8 Klndor- Kleid aus bftbBchem tein- wollencn Schotten, mit weissem Bubikragen. für ca. 2 Jahre................. Jede weitere Grösse 0,40 mehr Abbildung 9 Kinder-Kloid, Lindener Samt, schöne l-arbeu, tür ca. 2 Jahre............... Jede weitere Grösse 0,79 mehr Abbildung 10 Mddchen-Klold, LindenerS�mt, schöne Farben, für ca. 6 Jahre................■ W/# b# Jede weitere Grösse 1,39 mehr Abbildung 11 Sookadett-Anzug, aus gutem Melton- Chevjot, 1ür2 Jahre, m.langerHoae 15,29, 1�"yjC mit kurzer Hose...................... I/ W mP Jede weitere Grösse 1,00 mehr 3,90 7,50 3,50 8,90 Abbildung 16 Mödchan-Mantel aus molligen Vinter- sioffen, mit gesteppter Sattel passe und O � C Pelzkragen, ca. 50 im lang.............."f* b# Jede weitere Grösse 0,79 mehr Abbildung 17 Mädchan-Memrel, einfarbige Velours.— ganz mit warmem Futter und grossem H � T&KS. Pelzkragen, ca. 50 cm lang............ I Mr Jede weitere Grösse 1,35 mehr Abbildung 18 Plaui«hmant®l,lvamclbaarart. f. Knaben und Mftdchen. mit Lcderknöpten, für ca. 2 Jahre................................. Jede weitere Grösse 1,25 mehr Abbildung 19 Kncban-Mcntoi, reinwollene Flausch- 10 Tf stofle, mit warmem Futter, füroa.2 Jahre I Jmgv*9 Jode weitere Gr. 0,79, ab Gr. 7 1,29 mehr Abbildung 20 Knaban-Manlol, warmer TVinterstoff,"y"y C hübsche Muster, für ca. 2 Jahre........ Jk 09 Jede weitere Gr. 0,79, ab Gr. 7 1,25 mehr ; 9,75 STOFFE Fläming ette»ji™"«7"k" w- 0,95 Twoec,-Fr®sco seideneffekten, gedeckte Farben, Meter neue Muster....................Meier 1/65 Rippensamt, Pannette&goweb«Ä,-r c viele aparte Muster.............. Meter■ gjßm\9 Druckmustcr.................... Meter I/# J Kinder-Schotten �X'. i o e Diagonal �oppeitbreit, n a c moderne Farbstellangen......... Meter I/ä moderne Farben................. Meter j/Lf*T 3 Ir*tHng>jockan_,__ gut« QulitAt, Or.liLt, BtSeliO/69 Gr.Sm l 0,85 Babykieldchan w»Tie mit KmetMid«, n in viele» Kerben........................ Stück 2,90 Babykleidchen rein« TVoll«. i» viele»— »arten Farben.......................... Stück 3,90 Baby-Lamsklnmfintel.__ warm gefüttert.......................... Stück 0,50 Pullover reine Well«........ Slftck 2,90 3,90 Trägerhemden für Madohen, mit reicher f* mm Stlckcieigarnitur, Litige ca■Fl cm...... Slück 0/33 Jede weitere LiDge 0,15 mehr. 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