BERLIN SienStag 12. November 1931 10 Pf. 7!r. 540 B 270 48. Jahrgang ErfcheinttSglich außer Sonntags. Zugleich Adc»dau«gabe tc«„Borwiirts'. BcjugepreK für beide Begaben Ks Pf. vro Woche, M. pro Mona! (daran 95 Pf. monalllch für Zustellung ins HauS> im rorau« iüdibar. P o st b e j u g i,S2 M. einschließlich 60 Pf. PostjcitungS- ond 72 Pf. Postbestellgebühren. ilnielgc» preis: Tie einspaltige Nonvareillcjeile 80 Pf., RckiamejeUe5M. Ermäßigunzen nach Tarif. Poftscheitkonlo: BormärtS-Vcrlag G. m. b. H., Berlin Nr. Z7 5W.- Ter Lerlag dehält stch das Recht der Ablehnung nicht genehmer Anjeige»»or' Redattion und Erpedition: Berlin i£W 68. Lindenstr. z Fernsprecher! Dönhoff CA 7) 292—297 Ehren liste der Unschuldslämmer Material für die Ministerkonferenz Di« Innenminister der deutschen Länder sind heute beim Reichsinnenminister Groener der- sammelt. Tie sollen Stellung nehmen zu den politi» schen Tagesfragen, besonders aber zu der Frage, wie dem Politischen Terror und der zunehmenden Gewalttätigkeit begegnet werden kann. Die Presse der„Harzburger Front" bemüht sich krampfhaft, die„rauhen Hrieger" Hitlers als die unschuldigen Lämmer hinzustellen, die von Reichs» baunerleuteu und Kommunisten schuldlos überfallen und mißhandelt wurden. Wir bringe« im nachstehen» den eine Liste von GerichtSnrteilen gegen Nationalsozialisten, die meistens wegen brutaler Gewalttaten verurteilt wurden. Diese lange Liste erstreckt sich auf nur sieben Mo» natr. Sie kann auf Vollständigkeit leider keinen Anspruch machen. Mai. Da« Gericht in Hamburg verurteilt fünf Nazis zu Ge. fängnisstrasea von zwei und einem Monat Die Angeklagten hotten am Z. Februar vier Spiegelscheiben des Konsums„Produk- tion" eingeworfen. Der Schnellrichter in Wiesbaden verurteill den Nazi Koht zu vier Monaten Gefängnis, well er den Redakteur Quint von der „Bolksstimme" in Wiesbaden ohne Beranlassung belästigt und zu Boden geschlagen hott«. Der Nazi Dräger aus Lauenburg wird wegen Vergehens gegen das Republikschutzgesetz an Stelle einer verwirkten Gefängnis- strafe von einem Monat z» der lächerlichen Geldstrafe von 100 M verurteilt. Dräger hatte die schwarzrotgoldene Fahne als„die Fahne des Betrugs und Verrats" bezeichnet. Das Erweiterte Schöfsengericht in Breslau verurteilt den Nazi Herden wegen Vergehens gegen das Republikschutzgcsetz zu der „Strafe" von 2ll1 M. Herden hatte behauptet, daß„die Republik vor 12 Jahren durch Meineid und Verrat gegründet worden sei". Das Schwurgericht in Ulm verurteilt das Mitglied der Nazis, Fromm, wegen Raubes, Diebstahls und versuchten Mordes zu 3 Zahren und b Monaten Gefängnis. Fromm hatte sich das zur Bejchafsung seiner SA.-Ausrüstung notwendige Geld' von einem Kameraden geborgt, diesem später den Schuldschein geraubt und dann oersucht, den unbequemen Mahner durch einen Pistolenschutz zu erledigen. Der Vater Frowins, der Bürgermeister in Beiinngen ist, führte vor Gericht aus. datz sein Sohn bis zum Eintritt in die nationalsozialistisch« Partei rechtschaffen gewesen wäre, seit er der SA. angehöre, habe er jeden Einslutz aus ihn verloren. ?uni. Das M ll n ch c n e r Strafgericht verurteilt fünf Hitlerburschen zu Z Wochen bis>K Monaten Gefängnis. Sie hatten in der Rächt zum l. März eine Gescllschast von Männern und Frauen über- fallen und dale, den Maschinisten Engel durch einen Messer- stich in die Lunge lebensgefährlich verletzt. Als Engel zu- sammengebrochen war, traten die Rohling« auf dem Schwerverletzten herum und brachten ihm noch klaffende Kopfwunden bei. ?uli. Das Schöffengericht in Burg auf Fehmarn verurteilt den Nazi Kleingarten wegen gemeinschaftlicher gejährlicher Körperverletzung in fünf Fällen und Vergehens, gegen das Gesetz wegen Waffenmitzbrauch zu fünf Monaten Gesüngnis. Das Gericht be, zeichnete das Verhalten des Kleingarten als ein« boden- lose Roheit und brutale Handlungsweise. Das Schöfsengericht Köln verurteilt den Führer einer Nazi- Sturmkolonnc namens Winkelkemper zu b Monaten GesSügn's. W. hatte im März mit anderen Nazis in einem Vorort von Köln eine Aentrunisversammlung gesprengt und bei dieser Gelegenheit ein Muttergottesbild geschändet. Das Erweiterte Schöffengericht in Käslin verurteilt den nationalsozialistischen Wairderredner Jungbluth aus Schwerin wegen Vergehens gegen dos Republikschutzgesetz und Beleidigung zu Z Monaten Gefängnis und 100 M. Geldstrafe. Das Dortmunder Schöfsengericht verurteilt den Nazi Barth wegen verbotenen Waffenbesitzes zu 2 Monaten Gefängnis. Das Schöfsengericht in Dresden verurteilt den Nazi Haupt» vogel wegen schweren Landfriedensbruchs, gefährlicher Körper- Verletzung, Vergebens gegen dos Republikschutzgesetz zu 9 Monaten Gefängnis, die Nazis Leidect und Peters wegen gemeinschaftlichen (Fortsetzung auf der 2. Seite.) Urauerfeier für SSartels cJm Oiremalorium Gerichlflrafie Neue Blutschuld! Hakenkreuzüberfall auf Zieichsbannerleute. V res lau, 17. November.(Eigenbericht.) F« Würben, Kreis CHInu, wurde der Reichs- bannermann Schinke von einem National- sozialisten überfallen und niedergeschlagen. Zusammenbrechend rief Schinke um Hilfe. Taraufhin schoß ein anderer Nazi blindlings aus einem Gutshvf auf herbeieilende Reichsbannerleute. Drei wurden ver- letzt und mußten ins Vreslaner Krankenhaus geschafft werden. Hessischer Landtag am 3. Dezember. Die Hitler-Partei will den Präsidenten stellen. Darmstadl, 17. November.(Eigenbericht.) Der neue Hessische Landtag tritt am 3. Dezember zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Di« Nazis bean- spruchen für sich als stärkste Fraktion das Amt des-Prä- s i d e n t e n. Mit dem Messer auf den Direktor. Llebersall auf den Direktor des Dresdener Arbeitsamtes. Dresden, 17. Ronember. Am Mantagnachmittag betrat ein A n g e st e l l t e r des Dresdener Arbeitsamts das Büro des Arbeitsamtsdirektors Dr. Rerschmann. um ihn wegen eines dienstlichen Tadels zur Rede zu stellen. Im Verlaufe der Unterredung zog der Angestellte plötzlich ein Dolchmssser und oerletzte den Direktor am linken Arm. Herbeieilende Angestellte des Arbeitsnachweises überwältigten den Täter und übergaben ihn der Polizei. Direktor Rerschmann konnte sich m häusliche Pflege begeben. Hauptfeind: die Sozialdemokratie! Die Antwort der«,Roten Fahne". Unter der Ueberschrift„Die Einheitsfront, die siegen wird. Statt einer Antwort an Herrn B r e i t s ch e i d" ver- öffentlicht die„Rote Fahne" eine grundsätzliche Auseinander- setzung über das Thema Sozialdemokratie, Faschismus und KPD. Sie kommt dabei zu dem Ergebnis, daß nicht der Faschismus, sondern die Sozialdemokratie der Hauptfeind ist. „Es wäre ein Verbrechen, den Ernst der faschistischen Ge- fahr irgendwie zu verkleinern", sagt die„Rote Fahne", um ein paar Zeilen weiter unten auseinanderzusetzen, daß es eine faschistische Gefahr überhaupt nicht gibt. Denn: Der Brüningsche Faschismus ist um kein Haar besser, als der Hitlersche Faschismus. Brüning und Groener unterscheiden sich prinzipiell in keiner Weise von Hitler und Hugenberg. Sie vertreten die gleichen Inter- essen des Finanzkapitals, die gleichen bürgerlichen Klasseninteressen im schonungslosen Kampf gegen die Arbeiterschast. Brünwg und Groener sind den Hitler und Hugenberg nur dadurch über» legen, daß sie die Notwendigkeit begreifen, die Sozialdemokratie zur Entrechtung und Verelendung der Arbeiterklasse bis zum Aeuhersten auszunutzen. Also, ob Brüning und Groener oder Hitler und Hugen- berg regieren, interessiert die„Rote Fahne" kauin. Das eine wie das andere ist für sie„Faschismus". Ja, Brüning und Groener sind als„Faschisten" den Hitler und Hugenberg sogar„überlege n". Muß man daraus nicht folgern, daß Hitler und Hugenberg für die Arbeiterklasse gegenüber Brii- ning und Groener eigentlich noch das kleinere Hebel sind? Die„Rote Fahne" beschäftigt sich dann mit der Darm- städter Rede des Genossen Breitscheid und bezeichnet sie als „ein schlaues Spiel". Aber die„Rote Fahne" ist weit davon entfernt,„auf diese Leimrute zu kriechen". Und nun geht es folgendermaßen los: Der Beschluß des Zentralkomitees gegen den individuellen Terror wurde nicht gefaßt, um Wels und Breitscheid einen Gcfnllen zu erweisen, sondern um alle Fehler und Dummheiten auszumerzen, die uns daran hindern, den vernichtenden Stoß gegen die Partei der weis und Breitscheid zu führen. Unsere Stellungnahme gegen alle opportunistischen Abweichungen und terroristischen Abenteuer bedeutet kein« Abschwächung, sondern die allerstärkste, rücksichtsloseste, unerbittlichste Verschärfung unseres revolutionären Massenkampfes gegen den Kapitalismus und seine Stütze, die Sozialdemokratie. Die Sozialdemokratie muß politisch geschlagen werden, damit die deutsche Arbeiterklasse frei werde, damit der Faschismus vernichtet werden kann. Die Sozialdemokrotte ist unser Hauptfeind im Proletariat. Gegen die Sozialdemokratie führen wir den hauptschlag in der gegenwärtigen Periode des Klassenkampses.... Darum antworten wir auf das neueste Manöver des Partei- Vorstandes: Keine Spur von Glauben, kein Haar breit Vertrauen den Erklärungen der Wels und Breitscheid, die in 13 Iahren bis auf den letzten Rest gezeigt haben, wer sie sind! Berschärsung des Kampfes gegen die Sozialdemokratie auf der ganzen Linie! Wir fassen zusammen. Mit der Begründung, ob Brüning-Groener oder Hitler-Hugenberg sei gleichgültig, ja Brüning-Gröner seien wohl noch schlimmer, erklärt sich die „Rote Fahne", am Kampfe gegen die Front von Harzburg desinteressiert. Der„vernichtende Stoß" gilt nicht ihr. sondern der Sozialdemokratie. Der „Hauptschlag" geht nicht gegen Hugenberg und Hitler, sondern gegen die Sozialdemokrate.„Hauptfeind" ist nicht der Faschis- mus, sondern die Sozialdemokratie, i Die„Rote Fahne" bleibt damit der Politik jenes 9. August treu, an dem ihre Rotfrontleute mit Stahlhelm und SA. zusammen gegen Otto Braun und Severing zum Bolisentscheid aufmarschierten. CHrsnliflsderLlnschuldslämmer lFortsetzung von d,r I.Seite.) schmeren LandfrieÄensbruchs zu je S Monaten Gefängnis, den Nazi Ritschcr wegen einfachen Landfrievensbruchs und Bergehens gegen das Republirichutzgefeg zu Z Monaten Gefängnis, den Nazi Franke wegen einfachen Londsnedenebruchs zu 3 Monaten Gefängnis, den N-zi Heer kl atz wegen schweren Landfriedensdruchs und gemeln- fchaftücher schwerer Körperoerletzung zu 6 Monaten Gefängnis. Der der nationalsozialistischen Partei angehörende Obersekretär Wald und der nationalsozialistische Landeeobersekretär Baumgarten i» Wiesbaden, die in den letzten sechs Jahre» Rentengelder in Höhe von 41 OOi) M. unterschlagen hatten, werden vom Schöffen- gericht in Wiesbaden zu drei bzw. zwei Zahren Gefängnis verurteilt. Oer gelegentlich der Tumulte vor der Kölner Universität verhastete Reichsleiter des nationalsozialistischen Deutschen Studen- tcnl'uuses Baidur von Schtrach aus Mlinchen wird vom Schnell- gericht zu drei Monaten Gefängnis und Stt M. Geldstrafe verurteilt. Oer Nazi Manfred von Ribbentrop ous Bernau bei Berlin wird vom Gericht in Darmstodt wegen Vergehens gegen das Republitschutzgefetz zu e'nem Monat Gefängnis verurteilt. Ribdentrop hatte in einer Versammlung in Michelftedt im Oden- n-ild dein verstorbenen Rcichspräsidenten Ebert Meineid vor- geworfen Das Berliner Berufungsgericht verurteilt zwei Nazis zu je sechs Monaten Gefängnis, die behauptet hatten, Stresemann Halle für das Zustandekonnnen des Young-Plons eine Million Mark bekommen. August. Las Tchojsengericht bei»! Berliner Landgericht III ver- urteilt di, nachstehenden Mtglieder des berüchtigten Berliner N a z i- S t u r ig s Z? wegen de» i,, der Silvesternacht gegen d>e Brüder Njemscheider ausgeführten Ueberfalls. Wegen versuch- ten Tntschlags in Tateinheit mit Raufhandel er- hält der Elektrotechniker Neubert< Zahre Gefängnis, der Schmiede- geselle Friede wegen gefährlicher Körperverletzung ln Tateinheit nnt Raufhandel 1 3ahr 6 Monate Gefängnis, der Konditor Belker wegen des gleichen Delikts l Zahr Gefängnis, der Kaufmann Pir.t wegen gefährlicher Körperverletzung in Tateinheit mit Raufhande! 1 Zahr Gefängnis. Oas Schöffengericht Brandenburg a. d. Havel verurtei': den Nazi Dietrich wegen eines llebcrfalls aiif Reichsbannerleule zu vier Monaten Gefängnis. September. Das Schöffengericht in Göttingen verurteilt 2t Nazis zu insgesamt IZS Monaten Gefängnis, davon erhalten die Rädelsführer Gefängnisstrafen von über l Jahr Gefängnis. Die Nazis hatten sich in Gillershausen, Kreis Northeim, schwere Ausschreitungen zuschulden to, innen lassen. Die E l b i n ge r Straskammer verurteilt d«n Nazi Herzberg wegen Körperverletzung jzu 2 Monaten Gefängnis. Das A l t o n g e r«chpffengericht perurteilt zwei Nazi» wegen Aiderstandes gegen die Staatsgewalt zu je einem Mono« Gefängnis. Der Schnsllrichser in Nordhausen verurteilt fünf Nazi, ,u je Zwei Wochen Gefängnis, iveil sie am Verfassungstag von einem Grundstück eine Reichsfahne herabgsriffen und die Fahnenstange zerbrochen hatlen. Das Berliner Gericht verurteilt 27 Nazi» wegen der Aus- schreitungen am Kurfürstendamm zu Gefängnisstrafen von S Monaten bis zu einem Zahr g Monaten. Die Große Strafkammer in Kassel verurteilte den national- saziallstifchen Reichstagsa- geordneten Pfarrer a. D. Münch- meyer wegen Vergel?ens gegen da, Republitschutzgefetz zu einer Sssängn'kstrafe von 3 Monaten. In W i tz e n h a v s« n a. d. Werra werSen 1l) Nazis wegen Landfrjedensbruchs zu je< Monaten Sefängnl»»erurteilt. Die Verurteilten hotien in der Nacht zum S. August jungfübiiche Wanderbllndlor überfallen und zum Teil schwer oerletzt. Das Erweiterte Schöffengericht in Neukölln verurteilt den Nazi Burqnd zu einem Zahr 6 M.'iuilen und 1 Woche Sesängn's. ferner den Nazi Sepoka zu S Monqlen Gefängnis. Die Verurteilten hatten am 27. Juni im Treptower Park eine Anzahl h a>-»i l o] e r Spaziergänger überfallen und zum Teil durch Messer- st I che verletzt. Qktobev. Das Schöffengericht Tharlottenburg verurteilt Mitglieder des Berliner Nazi-Sturms 83 wie folgt: den Sch'ächter Paul'ftoyer wegen vollendeten und»ersuchten Totschlag» in Tateinheit m't Rauk- Handel und Vergehens gegen da» Wassengesetz zu 5 Zahren 4 Mona- ten Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust: den 30säl, eigen Kqusmann Fritz Domning wegen versuchten Totschlags, Widerstan-'e» und Ver- gehens gegen das Waffengesetz zu 2 Zahren ö Monaten Zuchlöaus und 2 Jahren Ehrverlust: den Tofähsisen Schmiedegesellen Her- inann Friede wegen gefähr'icher gemeinschoftlicher Körperverletzung in Tateinheit mit Naushandel zu zwei Zah"en Gchänznls. Das Große Schöffengericht in Kiel verurteilt meh'ere Na-is, die in einem Kino mit Tränengasbom.ben gegen den Film„Im Westen nichts Neues" demonstriert hatten, zu Gefäugnirstrofen von 6 Wochen bis zu 2 Monaten.' Das Schöffengericht Frankfurt a. d. Oder verurteilt den Nazi Gierock wegen schwei«? Körperverletzung zu tZ Monaken Ge. säognis. Der Angeilogte, der wegen S i t dl> ch t e i t s v e r. brechene und anderer Delikt« bereits 6i4 Jahre Ge- fängnis abgebüßt hotte, wurde überführt, in Lagow den Reichsbanner-Borsttzenden Müller durch Messerstiche schwer ver. letzt zu haben Das Schöffengericht Salz wehet verurteilt di« Nazis Eallehn und Bernhard aus Salzwedel wegen Verstoßes gegen das Wassengesetz zu je 3 Monaten G'fZngnI?. Das Glogaucr Schwurgericht verurteilt den SA.-Monn Thomas, der am 24. April den Kaufmann Hsrie�t Wolter aus Osts erschossen und beraubt hat. zum lobe. Da» Gericht kam zu der Ueberzeugung. daß hier ein gemeiner und hinterlisti. g kr Mord vorilegt. Da? Schüsfmgericht Neumünster verurteilt den Nazi Kutscher wegen gefährlicher Körperverletzung zu 2 Monaten Gefängnis und esnen weiteren Nazi wegen einfacher Körperverletzung zu zwei Wochen Gefängnis. Das Schöffengericht Berlin-Mitte verurteilt den Führer eine; Nazisturmtrupps namens Krem in wegen Körperverietzunz und Nötigung zu drei Monaten Gafänanis. Zwei weitere SA.- Leu!« erhalten je einen Monat Gefängnis. November. Das Schöffengericht in Münster verurteilt vier Nazis wegen Körperverletzung z» Gesamtstrafen von 4 bis C Wochen. Dis Gericht in Bayreuth»erurteilt den nationalistischen Kossicrer der Sparkasse oost Hollseld bei Bayreuth wegen Unter- sä lagung von 20 000 Mark zu einem Zahr drei Monaten Gefängnis. Durch den Kaffierer, der das Geld offensichtlich feiner Partei zu- gewendet hat, find besonder» vfele kleine Sparer geschädigt worden. Groener über die Mordseuche Aussprache auf der Konserenz der Innenminister Unter dem Vorsitz des Reichsminister» Dr. Groener begann heule vormittag um U Uhr die Konferenz der Znnenminister im Reichsministerium des Znnern. Die Innenminister der Länder waren sämtlich persönlich erschienen. R e i ch» m i n i st e r Dr. Groener eröfsnele die Veralungen mit einer.einleitenden An- spräche, in der er unler anderem folgende» ausführte: „Nach der guten Gepflogenheit dieses Hauses habe ich Sie als- bald nach meinem Amtsantritt hierher gebeten, um mit Ihnen Fühlung zu nehmen und diesenige Zusammenarbeit zu sichern, die sowohl im Interesse des Reiches wie aller einzelnen Länder not- wendig ist. Oer Reichsminister des Innern hat auf polizeilichem Gebiet telne leichte Stellung. Polizeihoheit und polizeiliche Exekutive liegen bei den Ländern, in der Oeffentlichkeit wird meist der Reichs- innenminifter verantwortlich gemacht. Bor einigen Tagen habe ich im Reichsrat die Bcrsichening abgegeben, daß ich nicht beabsichtige, in die Zuständigkeiten der Landesregierungen ohne Not ein» zugreiien. Di« Berteilung d«r Exekutiv« auf die Länder gibt in weitgehen- dem Maße die Möglichkeit, den besonderen Verhältnissen in den einzelnen Ländern Rechnung zu trogen. Sie bewahrt»n? vor einer Schematisjerung der polizeilichen Funktionen, die unsere Aus« gabxn«her erschwero, als erleichtern könnte. Denn mit feder Matznahme. die zur Sicherung der staatlichen Autorität ergrissen wird, muh auch ein Stück vertrauen zum. Slaal genommen werden. Das Vertrauen zum Staat ist dem Deutschen untrennbar verbunden mit vem Bemühtsein seiner engeren landsmannschaftlich.'N Zu- geHörigkeit. Soll die Trennung von Legislative und Exekutive unsere Auf- gaben fördern, dann muh sie allerdings mit einer engen ver- tronensv allen Zusammenarbeit von Reich und Ländern oerbunden fein. Beim einzelnen Staatsbürger fallen Gesetz und seine Anwendung zusammen. Bon ihm kann man mir dann Achtung vor der Autorität des Staates erwarten, wenn er davon überzeugt ist. daß Legislative und Exekutive von einem»in- hsitlichen Willen getragen find. Die schweren Gefahren, von denen Reich und Länder gegeiz- wärtig bedroht sind, erfordern die entschlossene und unerschütter- liche Zusammenfassung des Willens von Reich und Ländern, um so mehr, se bedrohlicher die Entwicklung sich gestalten sollte. E» gilt, den Slaal gegen alle Erschütterungen zu sichern und gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen politischen Gegnern rücksichtslos zu unterdrücken. Die Mittel dazu gewähren dle Rotverordnungen de» Herrn Reichspräsidenten. E» gehl nicht nur um den inneren Bestand des Staates und feiner Verfassung, sondern auch um die Auhenpontii in einem Augenblick, wo di« allerfchwierigsten Entscheidungen aus dem Spiele stehen. Wir müssen dem Herrn Reichskanzler für die Zührung der Auhenpolttik den Rückest Im Znnern decken. Ohne diese Deckung ist sede Auhenpolttik zum Scheitern verurteilt. Aber auch aus dem Gebiet der Wirtschaftspolitik sind Fort- schritte zur Gesundung nur zu erzielen, wenn es uns gelingt, die Krisen st tmmung der Bevölkerung zu überwinden und da» schwindend« Vertrauen zur Staatsführung wieder zu stärken. Freilich, durch polizeiliche Mahnahmen allein ist die» niemal« zu erreichen, sie können nur den Weg offen halten für die versassungs- mäßige Entwicklung der polstisckzen Zustände. Sollten polizeiliche Maßnahmen gar als Schikanen empfunden werden, so vermehren sie die Unzufriedenheit und tonnen zu einer ernsten Gefahr für die öffentliche Ruhe und Ordnung werden.- Deehalb muß bei allen unseren Mahnahmen voranstehen, dah Gerechtigkeit wallet und ein geroder Kur» geHallen wird. Darüber zu wachen, halte ich für meine vornehmste Pflicht und ich bin gewiß,' dah die Länderregierungen darin mit mir einig gehen. Kritik und politische Betätigung ist niemandem im Deutschen Reich verwehrt. Die ehrlich« und anständige Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner soll nicht unterbunten werden. Wer immer zur Mitarbeit am Wiederausbau bereit ist, soll ohne parteipolitische Vorurteile dazu willkommen sein. Die Staats, führung darf sich nicht von Erwägungen der P a r t e i p o l i t i k leiten lassen: es gibt nur ein Ziel der Staatspolitik, die Erhaltung und den Wiederausbau des Reiches. Wer sich allervinn» diesem Ziele mit den Mitteln der Gewalt oder mit den Mitteln der Beschimpfung und Verleumdung der Staats- organe entgegenstellt, gegen den soll von denjenigen Maßnahmen Gebrauch gemacht werden, die durch di« Verordnung«» des Herrn Reiärzprüstdenlen zur Verfügung»estelll sind. Als Sie, meine Herren, siclz unter meinem perehrten Herrn Amtsvorgänger am 23. September d. I. zum letzten Male hler ver- [ sammelt haben, sind von Ihnen eine Reihe von Wünschen in der Richtung einer weiteren Auzzestaitung der bis dahin erlassenen Ausnahmeverordnungen vorgebracht worden. Diesen Wünschen ist durch die Vorschriften, di« al» siebenter Teil der Verordnung de» Reichspräsidenten vom 8. Oktober 1V31 erlassen morden find, im wesentlichen entsprochen worden. Es handelt sich dabei hauptsächlich um Mahnahmen gegen illegale Schrislen. gegen die Umgehung von Zeilungsverboten. gegen sogenannte Parteiheime und gegen wassendelikle. Die Verordnung hat außerdem die gewünschte Strafvorschrist für Zuwiderhandlungen gegen Versammlung»- und Auszugsverbote ge- bracht, die von den Polizeistellen der Länder auf Grund des Zlr- tikels 12? Abstitz 2 der Reichsverordnung erlassen werden: sie hat außerdem die Strafvorschristen gegen die Verbreitung verbotener Flugblätter neu gefaßt. Dogegen ist in der Verordnung davon abgesehen worden, von Reich» wegen«in Berbot von Versammlungen unter frei e m Himmel und von Aufzügen zu erlassen. Ein solches Verbot war in der letzten Minlsterbesprechnng von vielen Seiten gefordert, von anderer, insbesondere bayerischer Seite unter Hinweis ans die Zuständigkeit der Länder abgelehnt worden. Nach den bekannten B r a u» s ch w e i g e r Vorkommnissen ist in der Oeffentlichkeit sehr lebhaft das Verlangen nach einem verbot von Reichs wegen erhoben worden. Ich habe dies zunächst ob- gelehnt, weil ich es der Initiative der Länder überlassen wollte. Zn der Tat hol inzwischen die überwiegende Anzahl der Landes- regjerungen. insbesondere Preußen, ein allgemeines perjamm- lungs- und Umzugsverbot erlassen. Es wird sich rni» unserer Besprechung ergebeu, ob noch Maßnahmen von Reich» wegen erforderlich sind. Im übrlaen dürsten mit den nunmehr vorliegenden Berord- nungen de» Reichspräsidenten vom?8. März, 17. Juli, 10. August und 3. Oktober b. Y. im wesentlichen alle Maßnahmen getroffen sein, die zunächst getroffen werden k ß n NF n, Oh weitere Ergänzungen notwendig sind oder ob es nicht vielmehr angezeigt erscheint, nunmehr zunächst die Wirkung der bestehenden Notverordnungen abzuwarten, kann dem Ergebnis der heutigen Aussprache überlassen bleiben. Ehe wir in diese eintreten, möchte ich in diesem Zusammen- hang Ihre Anfmertsamkeit allerdings auf einige Ereignisse richten, gegenüber denen mir ein schörseres Zupacken unbedingt er- forderlich erscheint. Das find In erster Linie die Terrorakte. Morde und andere Ge- wattlällgkeiten an politischen Gegnern, die sich erschreckend gehäuft haben und zu einer kullurschande für Deulschland geworden sind. Es ist dringend erforderlich, daß Polizei- und Justizbehörden alles tun. um weitere solche Terrorakte zu verhüten oder, wo dies nicht möglich ist, der Töter habhaft zu«erden und sie einer raichen und harten Bestrafung zuzuführen. Hier muß mit aller Energie zugegriffen werden. Wir müssen n unserer heutigen Besprechung Mahnahmen erörtern, durch welche dieser Mordseuche entgegengetreten werden kann. und ich bitte die Herren Kollegen, sich zu diesem Punkt zu äußern. Es wird den Herren gus der Presse bekannt sein, daß sich die Nationalsozialisten wegen der Mordtaten, die in der letzten Zeit besonders gegen SA.-Leute begangen morden sind, an den Herrn Reichspräsidenten gewandl haben, und der.Herr Reichspräsident hat mich gebeten, diesen ltebersällen und politischen Mordtaten meine besondere Ausmerljamkett zuzuwenden. Ich darf diese Bitte an Sie weitergeben. Außerdem habe ich gestern von Herrn Hitler umfang- reiche» Material darüber erhalten, da» ich sorgfältig prüfen und den Landesregierungen zur Kenntnis bringen werde. Weitere Maßnahmen, auch nicht polizeilicher Art. behalte ich mir vor und werde hleröber mit den Landesregierungen in Verbindung treten. Eine besondere Aufmerksamkeit verdient weiter die von der Kommunistischen Partei mit allen Mitteln und im größten Umfange betrieben» Zersetzungstätigkeit gegen Reichs- wehr und Polizei. Sie werden mir zustimmen, wenn ich in dieser Zersetzungstätigkeit eine der gefährlichsten Angriff, mittel gegen den bestehenden Staat sehe. Breschen, die hier in das wtoaisg-süge geschlagen werden, können von unabsehbare» Folgen sein. Di« Kam- inunistisch« Partei ist sich auch, wie au» zohlreichen Zeugnisse» beleg« werden kann, ganz klar darüber, daß dle Zersetzungstätigkeit an den zur Verteidigung de» Sraate» berufenen Organe» die« e s e N t» l t ch st e Vorbedingung s ü r da» Gelingen eine» Um- st u r z e, ist. Wir können un» nicht damit zusriedengeben. daß bis setzt solche Zersetzungkversuche— von wenigen tief bedauerlichen Ausnahmen abgesehen— an dem festen Gesüge von Reich, mehr und Polizei abgeprallt sind Unsere Aufgabe muß e» sein, solche versuche nach Mägllchkeii von vornherein zu verhindern. Ich habe kürzlich bei dem Herren preußischen Minister des Innern angeregt, der kommunistischen Zersetzungsarbeit durch zentral, polizeiliche Abwehr maßnahmen entgegen, u» wirken, und ich bitte die Herren, sich auch hierzu zu äußern. Das Berliner Gericht verurteilt den nationalistischen Führer Grafen H e l l d o r s und E r n st wegen einfachen Landsriedens- bruches zu je ü W'natru Gefängnis, zu derselben Strafe den Junpstah' helmführer Brandt, den Nazi Schulz zu 4 Monaten. den Nazj Damerow zu 3 Mcnalen Gefängnis. Die Strafkammer in Karlsruhe verurteilt den Nazi Streit wegen Teilnahme an einer Schlägerei im Rathaussaal zu! Mcnal Gefängnis. Das Erweiterte Schöffengericht in Köln verurteilt den Nazi Brandt' wegen Kärperverletzun-z zu 3 Msnal-n Gsfängnl». Das Schöffengericht in Minden verurteilt zwei Nazis wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt zu 2 Wochen und 1 Monat Grsönznio. Das Schwurgericht Hamburg verurteilte am IS. November die drei Nationalsozialisten Jansen. Hii.k- metzer und Bammel wezen gemeinschaftlichen Tot- schlag s, begangen an das kommunistische Viirgerschafts- Mitglied Henning, zn insgesamt SV Zahren Zuchthaus. 230 Millionen Neichbahnanleihe. Das bisherige Ergebnis der sleuersreien Reichsbahnanleihe beträgt 230 Millionen Mark. Berichisrstaitung bei Hugenberg. Wenn Ha.enkreuzler morden. In Hamburg wurden gestern, wie wir bereits meldeten, drei Nationalsozlaltsten wegen Erschießung des kommunistischen Vurgerschaftsmitglledes Henning zu 7 und« Jahren Zuchthaus rer- urteilt. Der„Berliner Lokalanzeiger* berichtet gleichfalls über d-s Urteil, oerschweigt aber, daß die Verurteilten Na- tionalsozialisten sind. Wenn irgendwo eine politische Prügelei stattgefunden hat, so meldet der„Lokalanzeiger" stets, daß„Marxisten" die Angreiser gewesen sind. Wenn irgendwer von unerkannt gebliebenen Tätern oerletzt worden ist, so versäumt der„Lokalanzeiger" niemals die Vermutung zu äußern, daß„Marxisten" die Täter gewesen sein mögen. In Hamburg ist e>n friedlich und ahnungslos im Autobus sitzender Mann von drei Revolverhelden überfallen und tot- geschossen worden.— Der„Lokalanzeiger" gibt das Urteil gegen die Mörder wieder, ohne zu sagen, daß si» Nationalsozialisten sind! Der„Lokalanzeiger" w'-d sich nachsagen lassen müssen, daß er durch di« Art seiner Berichterstattung sein, Leser bewußt und ab- sichllich irreführt. Schneider und Max Gklarek. Waren es Zuwendungen oder Freundschastobeweife? Die Einleitung zur Heuligen Sitzung des Sklarek-Pro- zesses war ein Vorgeplänkel zu der großen vlagislrals- i ch l a ch l, die im Sklarek-Prozeh am Donnerstag beginnen soll. Es ging um die Arage, ob auch Arau vöh zu veruehmen sei. A» der Reihe ist wieder der Angeklagte Bürgermeister Schneider. Wie bereits berichtet, verband ihn in der Haupt- fache Freundschaft mit Max Sklarek. Man war jeden Sonntag mit den grauen, im ganzen in einer Gesellschaft van sieben Per- sonen nach gemeinsamem Theaterbesuch in erstklassigen Hotels zu- sammcn. Die Kosten in Höhe von etwa 500 Mark trug Max Sklarek. Im Monat machte es also ungefähr 2000 Mark. Wo Max Sklarek das Geld zu dieser horrenden Ausgabe hergenommen hat, können Leo und Willj Sklarek nicht sagen. Lehmann weiß aber, daß er aus Veranlassung von Max an jedem Montag fünf Buchungen bis zum Gesamtbetrage von MO Mark auf Schneiders Decknamen O r a n i e n vornehmen mußte. So ging es etwa anderthalb Jahre lang. Schneider bestriitej, daß er auch an Wochentagen mit Max Sklarek teuere Lokale ausgesucht habe. Wenn der Chausseur,.der erst im letzten Jghre Max Sklarek» Auto gefahren hat, von 40 bis SO Vergnügungsfahrten spricht, so stimme das nicht- Er habe übri- gcns sich auch revanchiert, indem er Max Sklarek zu sich eingeladen habe. Es folgen Erörterungen über die gemeinsamen Besuche der Rennbahn in Berlin, in Hamburg, in Krefeld, über die Teil- nähme des Angeklagten Schneider an den Jagden in Warm und schließlich über die Geschenke an Gegenständen und Lebens- Mitteln, die er erhalten hoben soll und auch erhalten hat. Bei den Lebensmitteln verliert sich das Gericht in Kleinigkeiten. Es ist da die Rede von Tönnchen mit Heringen im Werte pon l.SO Mark, von einem Hasen, einem Rebhuhn, einer Wildschweinsteule, von Eiern und schließlich geht die Anklage sogar mit Krebsen krebsen, die Max Sklarek eines Tages aus einem Lokal, in dem er gerade faß, zu einer von Schneider gegebenen Festlichkeit schickte. Weniger helanglo» als diese Lächerlichkeiten mögen die Ke- schenke sein, die Schneider»on Max Sklarek erhalten hat. Da sind ein paar silbern« Armleuchter im Wert« von Ml Mark, von denen «» nicht endgültig feststeht, ob sie ganz aus reinem Silber sind. Da ist ein silbernes Kaffeeservice, da? anfangs vom Angeklagten Schneider verheimlicht und erst herausgegeben wurde, als die Haus- angestellte aus der Schule geplaudert hatte. Da sind verschiedene kleine Ledertaschen und schließlich der Blaufuchs für seine Frau, der vo» Schneider gleichfalls verheimlicht worden war, und für den er 30« Mark gezahlt hat. obgleich er SSO Mark tosten soll. Endlich die Barzuwendungen. Sie sollen 20 000 Mark ausgemacht hoben. Schneider bestreitet, von den Brüdern Sklarek außer Wett- summen überhaupt je irgendwelche Gelder bekommen zu haben. Leo Sklarek will aber eines Abends bei Max Sklarek einen Schein gesehen haben auf.500« oder 13 000 Mark, der vpn Schneider unterschlieben gewejen sein soll. Max habe bei dieser Gelegenheit g-sqgt, es handele sich um«ine Hvvothei. für die Schneider ®6Öi brauche. Der Angeklagte fuhrt aber den Nachweis, daß er die Hypothek, die er zu jener Zeit ausgenommen hat, mit den Geldern seiner Frau bezahlt habe. Lehmann weih nichts von Buchungen, die sich auf 3000 Mark beziehen tonnten, wenn auch drei Schecks auf je 5000 Mark vorliegen, von denen man nicht weih, was für eine Bewandtnis es mit ihnen hatte. Berliner Elektrizitäisunion gescheitert? Im Haushalts ausschuh der Stadtperapdnetenversamw- lung stand heule die Drtnglichkeitzvorlage des Magistrats zur Bsr- handkung, die, einer Anregung der Äektrowerke 21.-G. und der Preußischen Elektrizitäts A.-G. folgend, die Gründung der B« r- liner Elattrizitätsunion G. M- d. H. bezweckt. Die Gründung soll vorgenommen werden, um eine möglichst wirksame Wahrnehmung der gemeinwirtschastlichen Interessen zu erreichen. 3m Ausschuß wurde dl« vorlog« jedoch abgelehnt. Dafür stimmten nur die Sozialdemokraten, zwei Volk«- porteller und ein Staatsparteiler. Alle anderen Parteien stimmten dagegen. Der Ausschuß beschäftigte sich dann mit der Fortsetzung der Aussprach« über die städtischen Gesellschaften. Es wurde belchlr-ssen, die gemeinnützigen städtischen Baugesellschaften vorläufig in chrer bisherigen Gestalt bestehen zu lassen. Die Kommunisten unzufrieden. Das Hamburger tlrfeil genügt nicht— aber Ausficht auf Amnestie? Die„Rot« Fahne" ist mit den Zuchllmusstrafen gegen die nationalsozialistischen Mörder, die den kommunistischen Hamburger Bürgerschostsobgeordneten Henning erschossen, nicht zusrliden. weil vorsätzlicher Mord vorgelegen habe. Auch wir glauben, daß bei einer gleichen Tat in nmgekchrter politischer Richtung, welent- I i ch schärfer geurteilt worden wäre. Grotesk aber mutet es an, wenn die„Rote Fahne" im Anschluß an dieses Urteil schreibt!„Noch solcher Urteilsbegründung werden die Bluthund« ja wohl nicht allzulang« auf die Amnestierung warten brauchen." Wenn dl«„Rote Fahne" solche Töne anschlägt, so muh schärf- stens daran erinnert werden, daß die letzt- R e l ch s a m n e st>« für nationalsozialistische Mörder mit den Stimmen der Kam» m u N i st c n gemacht worden ist. Durch diese Amnestie wurde z. B. der Zeweleutnant Schulz, der jetzige Berliner Gauleiter der Nazis. von allen noch schwebenden Mordanklagen sowie seiner noch unver- büßten Strafe besreit. Unter d-n amnestierten Nationalsozialisten waren auch solche die KiTmmu nisten ermordet hatten. Dos macht« aber den Kommunisten nichis. weil sie als Entgelt ihren Polizeimörder Margies freibekamen. Warum schreit also die„Rote Fahne" so ängstlich über bevorstehende Amnestierung? Plant die KPD. oielleicht ein neues Austauschgeschäftchen mit den Nazi«?_ Am den Lohn der Bergarbeiter. Schtichiungsverhandlungen am 23. November. Essen. 17. November. In ben heutigen Sohnverhandlungen zwischen Zechen- verband und den BergarbeiterverbSnden. in denen der Z-chenvevband eine ,-hnproz-ntige Kürzung der Löhne forderte, wurde eine Einigung nicht erzielt. Die Schlich- tnngsverhandlnngen finden voraussichtlich am 2». No. vcmber statt. Der Schwager des PrSstdenlen hoover wurde bei Los Angele» festgenommen, als er ein Delikatessengeschäst mit IS Fkafchen Wisry versteh. Die Verhaftung macht In ganz USA. mächt.g Sensation. Kampf gegen die Theaterkrise Grenzen der Ganiemng In Berlin leben oder sterben noch nicht etwa 4000 Schau- spieler, die engagementslos find. Im ganzen Reich erfreuen sich solcher ganz unerwünschter Freiheit an 0000 Bühnenkünstler, Berlin ist an dieser Elendsziffer so enorm beteiligt, weil in der Reichs- Hauptstadt die meiste,, Arbeitslosen und trotzdem Hoffnungsvollen zusammenlaufen, um lagtäglich dem Wunder einer Aenderung ihrer Lage nachzurennen. Daß dieses Wunder vorläufig noch nicht komme» kann, beweist die kleine Erwägung, daß 1930 nach 320 Theater im Reich spielten, während augenblicklich nur noch 250 übrig blieben. Das ist die Situation. Wie das Theater retten? fragt daher die„Volksbühne", die Zeitschrift des Verbandes der Bolksbühnen- vereine, in größter Besorgnis. Sie stellt die Theaterkrise zur Lfsent- lichen Diskussion. Antworten solle,, nicht nur die Aestheten. In diesem Augenblick waren sie auch die Ungeeignetsten. Antworten sollen die künstlerisch empfindenden Sozialpädagogen und Drgani- satoren, die gegen de,, Aorwurf geschützt sind, daß sie ohne Rück- ficht auf die bittere Wirklichkeit sprechen. Die„Volksbühne" nimmt in der Debatte z, mächst selber das Wort. Sie erinnert daran, daß bis vor kurzem noch im deutschen Thcatergebtet die Unterhaltung der durch alte Monarchistentraditian geschaffenen Zwergtheater ein« höchst unäkonomische Verschwendung össentlicher Gelder verschuldete, Besonders im mitteldeutschen Gebiet, der historischen Pslegestätte der Kleinstaaterei, subventionierten die entschlafenen Restdenzftädt« ihre ehemals fürstlichen und herzoglichen Theater ungeniert weiter. Jetzt erweist sich, daß die planmäßige Zusammenlegung, daß dt« aus dem'Prinzip der Wanderbühnen aufgebaute Kunstversorgung für hie kleinen Städte ein dringlichstes Gebot der Rationalisierung ist. Diese Feststellung ist heute njcht mehr zu bestreiten, und eben- sowenig die Forderung, daß der Theaterbesucher, der Abnehmer der immer schwieriger abzusetzenden Kunstware, systematischer heran- gezogen werden muß, wofern er überhaupt noch ersaßt werden kann. Wie man die Dinge der Vergangenheit und der mahnenden Gegenwart auch ansehen mag, nicht zu leugnen ist die Totsache, daß alle Theatersubveistionen aus öffentlichcr Kasse jederzeit mehr den gehobenen Ständen und dem Mittelstand nützen als den breiten und proletarischen Bolksschichtcn. Die bürgerlichen Stände nehmen e» als selbstverständlich hin, daß für ihre Söhne kostspielige Bil- difngsinstitute, wie Universitäten und Akademien, subventioniert werden. Sie fühlen sich aber sofort benachteiligt, wenn für die Kulturbedürfnissc der niederen Klassen solche Staatshilse verlangt wird. Mag der Mittelstand heute auch verarmt und als Abnehmer der mit öffentlichen Zuschüssen erzeugten Kunstware nicht mehr so hoch im Käuserwert stehen, er ist immer noch hauptsächlichster Nutznießer, sobald die öffentliche Hand Mittel für Kunstinstttute im allgemeinen und für Thealer Im. besonderen spendet. Soweit dl«„Volksbühne". Nach ihrer redaktionellei, Aeußk.- rung sprechen die Befragten: Die Bedenken von Als. Teichs richten sich hauptsächlich gegen die noch immer nicht auf dos Maß der Zeitnot zurückgeführten Höchstgagen der Stars. Das ist ein gefährliches Gebiet, und täuscht nicht alle», so darf den Abbau- künstlern der Behörden und den ihnen so gern nachtrottenden Privattheatern gerade vom Theaterpraktiker kein zu großer Floh ins Ohr gesetzt werden. Schon heute flüchten Künstlerinnen und Liünstler, die eben noch beliebt und sogar berühmt waren, in miserabel bezahlte Notengagemsnts Auch sie unterstehen dem Je- setz, daß die Berufsinvalidltät, in erster Luits die Ueberaltorung der Bühnenkünstler, außerordentlich früh beginnt. Der Statistiker der Bühnengenossenschast rechnete aus, daß die Leute vom Theater zwar, gleich Landpastoren und Lehrer», uralt werden, doch so arbeiten, daß ihr Berus des Frsudenspenders vollwertig anerkannt und bezahlt wird, könne» sie nur ungefähr so lange wie schwer gefährdete Schwerarbeiter. Immerhin dürfen und müssen die Theater den Gagenabba» für die Höchstbezahlten fordern, und sind die Pro- minenten keine Narren, so begreifen sie auch, was Zeitnot ist. Hauptsache bleibt, daß der Abbau der Theater nicht zu», Raubbau entortet. Der Theatergewerkschaftsmann Emil Lind prägt diese Formel. Sie richtet sich gegen alle draufgängerischen Banausen, die, mitleidslos vor dem Schicksal der arbeitslosen Künstler und verständnislas vor den Aufgaben eines Kulturvolks, die Lösung der Theaterkrisenfrage allein von einer Verringerung der Theaterbetriobe und von einer Zusammenlegung der einzelnen Unternehmungen erwarten. Wenn die„Volksbühne" solche Heil, mittel auch empsiehlt, so weiß sie doch ganz genau, daß hier äußerste Borsicht und nicht etwa beschleunigte Aktion geboten ist. Eine Stadt ohne Theater ist«ine Bürgerschaft ohne Seele. St« schläft«in, sie erschlafft, sie wird dem niedrigen Amüsterrummel ausgeliefert. Wird sie aus dieser Schläfrigkcit auch gelegentlich durch eine Wanderbühne aufgerüttelt, so kann es geschehen, daß sie nicht mehr die Gemüt, traft ausbringt von der ökonomischen ganz zu schweigen—. um ihre Freude vom Bühnenwerk und seinen Dar» stcllern zu beziehen. Theatergenuß durch Erziehung zum Theater. das ist eine komplizierte Volkspähagogik. ober eine nötige und pie Voltsschule der Erwachsenen, d. h. da» Theater hat so lange offen zu stehen, wie dle letzten Groschen d«r Behörde reichen. Ist man sich darüber klar, dann begreift man auch hie Sanierungs m Ittel, die Siegfried N c st r i e P k e, der Volks- bühnenfachmann, vorschlägt. Die Theater sollen mehr Propaganda treiben, modernste Technik, Lautsprecher und Lichtbilder sollen dazu dienen. Man soll den Leuten unermüdlich In die Ohren schreien. wo die unverkitschte Schönheit zu finden ist. Nestriepte denkt sogar an ein staatliches Zentrylinstitut für Theaterkonsunkturforschung. Er berührt ein Problem, dessen Für und Wider allein einen ganzen Artikel fordert. 2lber auch e r läßt sich nicht von der Ansicht ab- bringen, daß Behörden und private Theaterunternehmer da» strös- lichstc und unsozialste Verbrechen begehen würden, wenn sie nicht mit verzweifelter Energie versuchten, da» edelste Gut des mündigen Volkes zu retten: das Theater! Itln* Hochdorf. „Oer Herzog von �eichsiadi." Marmorhaus. Der französische Dramatiker Edmond R o st a n d, Romazstiker und sicherer Bühnentechniker. Wortkünstler und Bastler, schrieb die Tragödie de« Sohnes Napoleons, he, Herzogs von Reichstadt.„Der jung» Adler" erlebte vor ein paar Jahren in Berlin pl« deutsch« Urausstthrung. Rostands Gestalten sind immer, wie ihr Schöpfer, Romantlker und außerdem Unterdrückte in ihrem Lebensgefühl, die die Wirklichkeit nicht mit ihren Wünschen in Einklang zu bringen verwögen Hier sehnt sich et» flügellahmes Junge, tottrank an der Lunge, zu großem Flug. Der ungeheure Schatten des Vaters er- drückt den Zweifelnden, Zaudernden, und es kommt nur zu einer Donquichotterie. Was diesem Herzog zu einem dramatischen Cha- rakter fehlt, ist die Gxöße. Der historische Name allein wacht es nicht, und die Lungenschwindsucht hat auf dex Bühne in Verdis „Traviata" ihre definitive künstlerische Form gefunden. Der Film folgt dem Dromg. Licho und Wvlfgang Goetz haben ein paar Szenen und dialoge hinzugesetzt. Aber der Film inter- essiert nicht. Schon die Exposition ist verunglückt. Der größte Teil de» Publikums weiß nicht genau um d>« historischen Zusammen- hänge, und dies» Zusammenhänge werden nicht genügend geklärt. Dgrüder hinaus fesselt da» Schicksal des Rappleonerhen kaum. Es hat keine Beziehungen zur lebenden Gegenwart, und mit Hamlet- nachfahren ist man früher überfüttert worden. Der Regisseur I u r j a n s t i. bekannt aus seiner Zusammen- arbeit mit Mosjoukin in Frankreich, stellt hin und wieder einen prachtvollen historischen Rahmen, verliert sich aber dann wieder in ungezügeltes, sentlmentales Theater Echlachtsnbilder' werden ln- szeniert. die mit der Handlung nichts zu tun haben. Hervorragende Leistungen bieten Walter Edthofer, Klöpfer, Abel und Kalfer. _ F. Sch. Bunier Abend im„Blauen Vogel". Der Vogel der Romantik singt jetzt nicht mehr süß» russische Voliswetjen und prunkt nicht mehr im bunten Federkletd. Inshny hat»inen Vogelzug nach Nordamerika unternommen: in seinem Theaterchen wird jetzt Berliner Kabarett gespielt, B»rUn, die inter- natlonalste Künstlerstadt der Welt— die restlichen Deutschen werden sich demnächst auch ausländisch» Namen zulegen müssen—. hat hier «ine ungarische Filiale eröffnet. Das jüdische Theater so Klabrios- Partie, wie bist du weit) fetzt hier Herrenfeldsche Tradition fort. Im„Weekend", einer lustigen Variante des ewigen Schnorrer- und Parafitentums, wird ein neuer Szök« Szakal vorgestellt: Bela S h a l a m o n, der die gleiche Schlemihlerci verübt. Gisela W e r b- z' r t. unnachahmliche Muse der Thuzp«. läßt ihre Komik in einem Sketsch los. der mit Lachsalven quittiert wird. Alz Artistenprüfling ergötzt Sigi H o s e r. Vera S p o h r und Ellen Frank bringen die soziale Note im Chanson zu stark zur Geltung. Dann erstrahlt im vollen Glänze Blandine E b i n g e r als Wede- k-.nd- und Friedrich Holländer-Interpretin. Sie weiß immer neu zu fesseln, ihre Kunst wird immer noch reifer und reichhaltiger. Dem einfall» und ausfallwitzigen Conferencier Robert Thoeren«in Kompliment.''t- In der Staatioper Hute, den Linden kann wegen ein,» Unkalle« von Tilli de vtgrwo die stir Freitag ang-kündigte Vorstellung„Die schalkhaft« Witwe" nicht tn Szene gehen, es wird dafür„Boheme" gegeben. Da» WaHner-Theater erostnet unter Leitung von Mar Semnller heut« mit Karl Tchonherr,„Weibs teuf ei". Regie fuhrt Martin Gien. da» BTHnenbild schuf Pircha«. Diebstahl floriert nicht mehr Einer der bekanntesten amerikanischen Diebe hat kürzlich einem Journalisten gestanden, daß die Wirtschaftskrise auch sein„Gewerbe" nicht verschont. Test 30 Iahren ernährt sich der Wann von dem Cr- gebnis seiner Arbeit, aber die Bilanz sein«, Geschästs hat sich In der letzten Zeit immer mehr verschlechtert. 44 yahw ha, er im Gesang- vi, gesessen, ol>«r wenn er in Freiheit war.»rreicht« seine Einnahwe im Durchschnitt kaum 10 Dollar am Tag. Von dieser Summ««ar«n überdies noch die Beiträge an feine Gehilfen, die Bestschungsgelder für die Entlastungszeugen und selbstverständlich auch die Gebühren für die Verteidigung in Abzug zu bringen.„In 30 Jahren", erklärte der Dieb melancholisch,„habe ich nicht einmal so viel zusammen- gebracht, um mir ein Häuschen zu kaufen. Dabei muß ich jeden Augenblick der Verhaftung gewärtig sein, denn ich muß ja beständig arbeiten, um mein bißchen Brot zu verdienen." Die Amerikaner, bekannt als Liebhaber der Statistik, haben er- rechnet, daß van 100 Diebstödkn 39 ohne jeden Ertrag bleiben, Von 190 Betrugs- und Crpressungsaifären gelingen 71 vorbei, und auch von 100 Ueberfällen mit bewaffneter Hand sind 57 erfolglos, Eine andere Zeiterscheinung im amerikanischen Verbrechertum ist die hohe Sterbeziffer unter den amerikanischen Gangster». Das hat die g«- fährdeten Verbrecher veranlaßt, gelegentlich— im Gefängnis Zuflucht zu suchen, um sich ze'tweilig gegen die ständig drohende Todesgefahr zu sichern. Kurt ZNÜHsam ist an den Folgen eine, Autounsalle» plötzlich gestorben. Ursprünglich Dramatiker und Dramaturg— er hat das frühere Hebbel-Theoter mltbegründet, hatte er sich später ganz dem Film gewidmet. AI« Redakteur der„Lichtbildbühne", als Bersasier eines Filmlerikons und anderer Filmbllcher war er bekannt ge- worden. Zuletzt wirkte er als Filmkritiker der„V. Z am Mittag". Er bleibt uns erhallen. Kapellmeister Otto Klemverer, der in seinem Prozeß gegen den preußischen Staat um Anerkennung seiner Hegemonie sehr schlechte Figur machte, hat— in zwei In- stanzen abgewiesen— die Weiterverfolgung de» Rechtsweges auf- gegeben. Er wird also gl» Gleicher unter Gleichen in der Staats- oper wirken und Anfang Dezember dürste er zum ersten Male Unter den Linden dirigieren,' „Arm wie die stirchenmau," wird jetzt in einer peränderten Fassung gespielt. Richard Oswald hat, wie die Kritik geraten hatte. Kürzungen und auch sonstige A-nderungen vorgenommen. Gestern lies die neu« Fassung zum erstenmal im Gloria-Palast. Voitcäa«. Dr. Bernd. B i 1 l i n q« r, MOglied dir Wilkinschen U.Vlwt.ExPediüon. lpricht Biihtaq, 20 Uhr, im Bach-Saal, über Erlebnisse und Ergebnisse der Ä! a u t i l u»» E l P e d i t i p n. D!« be ben Schiineberger Arbette'chöre tMitalieder des DASB) veranstalten Tolensenntag, 19 Uhr, im Neuen Ratbau». Schöneberg,«in ge- meinsames Konzert unter Mitwirkung von Harry Krefft tBiolineV Eine Schauspieler-Nachwerst-llung von„Geschichten«»» dem Wiener W a 1 1>" findet Donnerstag, 23.15 Uhr, im Deutschen Theater statt, Karten lleichstr, 11. In der Kamera(UM« deu Linden) wird am Bußtag der Kultnr- Tpnstlm„Die Basken" gezeigt. Da, Berliner Boltstheater dringt Sonntag das„Grabmal des unbekannten Soldaten" tn der Jnszentcrung von Ernst Lon«er im Nattonalhof(Bölowstrahe) zur Aufführung. Das Stück gebt dann»der sämtlich- Peripheriebühnen. I« der Komische« Oper finden am Buhtag und Totensonntag ie zwei Vorstellungen von Revolte im E r, i c d u n g s h« u« al» Gast Pt«l der Gruppe junger Schauspieler statt, und zwar um lö Uhr(zu ermahlgten Preisen) und um Zl 1i.hr. Der Berliner Lendvai.CH«« veranstaltet Sonntag, lO Ufit, im Saalbau s-riedrlchshain sein Herbstkonzert unter Mitwirkung ven Martha John (Rezitation), Armin Liebermann(Cello) und G. O. Schumann(Wugel). Hitlersturm auf OHV. Auch hier die Nazis treue Nachahmer der Kommunisten. Breslau, IS. November.(Eigenbericht.) Eine stark besuchte Versammlung des„Deutschnationalen chand- lungsgehilfenverbandes" ist von nationalsozialistischen Mitgliedern dieser Organisation gesprengt worden. Redner war der volksparteiliche Reichstagsabgeordnete Thiel, der Ber- waltungsratsmitglied des DHV. ist. Wie die katholische„Schlesische Voltszeitung" zu berichten weiß, wurde der Krach von den zahlreich vorhandenen RSDAP.-Archängern in sturer Demagogie deshalb herbeigeführt, weil Thiel bei der letzten Abstimmung im Reichstag den Mißtrauensantrag gegen die Regierung Brüning nicht unterstützt hat. Thiels Ausführungen, die den Werdegang und die starte Gefährdung der sozialen Gesetzgebung zum Gegenstand hatten, wurden sortgesetzt unter- brachen. Den rüpelhaften Zwischenrufern hielt der Referent ent- gegen, daß er aus Verantwortungsbewußtsein nicht seine chand zum Sturze Brünings gereicht habe und daß zur Harzburger Tagung nur solche Persönlichkeiten eingeladen worden seien, die in sozial- politischen Fragen auss engste Tuchfühlung mit Hugenberg gehalten hatten. Ferner wandte sich Thiel heftig gegen die von National- fozialisten unternommenen Versuche, den Verband einseitig parteipolitisch festzulegen. Der DHV. sehe es als seine Verpflichtung an, gewisse sozialpolitische Interessen wahrzunehmen. Schließlich versuchten die Nationalsozialisten eine Entschließung durchzusetzen, in der eine völlig neue Politik und ein Einschwenken in die Harzburger Front verlangt wurde. Als der Ortsvorstond eine Abstimmung über diese Resolution nicht zuließ, inszenierten die Nazis einen Tumult, so daß die Versammlung geschlossen und der «»aal von einem llebcrfallkommando geräumt werden mußte. Beschimpfung der I�eichsfarben. Berliner Polizeiobersekretär erhält vier Monate Gefängnis. Torgau, 16. November.(Eigenbericht.) Der Polizeiobcrsckretär Willi Ehrenberg vom P o l i z e i- amt Berlin-Pantow hatte sich vor dem hiesigen Schöffen- gcricht wegen Vergehens gegen den � S Ziffer 2 des Republikschug- gesetzes zu verantworten. Die Vorgeschichte des Prozesses ist folgend«: Im Mai d. I. fand in Kollochau, Kreis Schweinitz, ein Heimatfest statt. Ehren- b c r g war aus Berlin zu diesem Heimatfest erschienen. Die Ein- wohner des Dorfes und die Schulkinder machten einen Umzug. Vor einer Gruppe wurde eine schwarzrotgoldene Fahne vor- angetragen. Aus dem Zuge rief ein Bekannter Ehrenberg zu, warum er nicht als alter Kollochauer in Reih und Glied mitmarschiere. Auf diesen Zuruf gab er folgende Antwort:„H int erder Mostrich- fahne marschiere ich nich t." Der nur zwei Meter von ihm entfernte Obcrlandjäger Pohl sagte in der Verhandlung unter seinem Zeugeneid aus, daß er deutlich diesen Zuruf von Chrenberg gehört habe. Der gleichfalls aus Berlin zu Besuch anwesende Polizei- Hauptwachtmeister T e u b e vom Polizeiamt Wedding belastete den Angeklagten in gleicher Weise. Der Angeklagte Ehrenberg gab zu, daß er von seiner vorgesetzten Dienstbehörde wegen seiner Bc- tciligung am Volksentscheid einenVerweis erhalte: habe, bestritt aber mit Entschiedenheit die ihm hier zur Last gelegte Aeußerung. Pohl beharrte dagegen nach wie vor auf seiner Aus- sage. Der Staatsanwalt beantragte neun Monate Gefängnis. Gerade als Beamter hätte der Angeklagte sich die notwendig« Zu- rückHaltung auferlegen müssen. Seine politische Haltung zeige deut- lich, daß er Gegner der R e i ch s v e r f ass u n g sei. Er sei über das Mindeststrafmaß wesentlich hinausgegangen, da es sich um einen Polizeibeamten handele, bei dem man in so schwer bewegten politischen Zeiten Staats- und Verfassungstreue mehr als von jedem anderen voraussetzen müsse. Nach längerer Beratung fällte das Gericht folgendes UrteU: Der Angeklagte wird auf Grund des§ 5 Ziffer 2 des Republikschutzgesetzes zu einer Gefängnisstrafe von 4 Monaten verurteilt. Hasenarbeiterstreik in Duisburg. NGO.-prahlerei. Für die Duisburg-Ruhrorter Hafenbetriebe wurde ein Schieds- spruch gefällt mit 5% Prozent Lohnabbau. Dieser Schieds- spruch kann heute für verbindlich erklärt werden. Die KPD.-NGO., die tagtäglich mit ihren Streikparolen hausieren geht, fand hier einigen Anklang. Durch die Berbindlichkeitserklärung von Schieds- sprächen, wie dem Spruch für die w e st s ä ch s i s ch e n Textil- i n d u st r i e, wird der RGO. das Spiel leicht gemacht. Sie prahlt heute:„RGO. legt den größten Binnenhafen Deutsch- londs still". Am Montag kam es zu Teilstreiks, bevor noch der offizielle Strsikbeginn ab 6 Uhr abends proklamiert wurde. Nach � dem Bericht der„Roten Fahne" haben von den 800 Hafenarbeitern 600 die Arbeit eingestellt. Straßenbahnerstreik in Warschau. Warschau, 17. November. Um Mitternacht hat eine Versammlung der Warschauer Straßen- bahner den Streik mit sofortiger Wirkung beschlossen. Seit heute morgen sind die Straßenbahnen und die städtischen Auto- buslinien stillgelegt. Der Streik ist durch die von der Stadtverwaltung vorgenommenen Lohnkürzungen hervor- gerufen worden. Es ist dies im laufenden Jahr schon der zweite Straßenbahnerstreit in der polnischen Hauptstadt. Weiler für Berlin: Weiterhin meist trübe, keine erheblichen Niederschläge, Temperaturen wenig oerändert, schwache Luft- bewegung.— Für Deutschland: Größtenteils ziemlich trübes und ruhiges Wetter. Im Norden des Reiches unbedeutend»« Nieder- schlüge, in» Westen etwas aufheiternd, Temperaturen nirgends wesentlich oerändert. Rundfunk am Abend. Dienstag, 17. November. B e r I i■. 16.05 Harald Lechenperg, Wien:„Afghanistan." 16.30 Unterhaltende Kammermusik. 17.15„Wie schaffe ich mir eine Eigenbücherei."(Dr. Alphons Marx.) 17.40 Bücherstundc.„Fremde Länder und Völker."(Am Mikrophon: Curt Biging.) 18.10 Mitteilungen des Arbeitsamts. 18.15 Programm der Aktuellen Abteilung. 18.35 l. Chopin: Nocturne Es-Dur. 2. Liszt; Fantasie über den Faust-Walzer# (Franz Lukasiewicz, Flügel.) 19.00 Stimme zum Tag. 19.10 W. E. Süßkind liest eigene Prosa. 19.40 Querschnitt durch die Kabarett-Revue:„Spuk in der Villa Stera." 21.00 Tages- und Sportnachrichten. 21.10 Berliner Funkorchester. Dir.: Hermann Scherchen. 1. Robert Schumann; Sinfonie Nr. 2. C-Dur, op. 61. 2. Jerzy Fitelberg: Violinkonzert(in einem Satz(Erstaufführung)(Stefan Frenkel). 3, Max Reger: Variationen und Fuge über ein Thema von Beethoven, op. 86. 22.30 Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Königswusterhausen. 16.30 Leipzig: Konzert. 17.30 Mersmann: Musik in der Einheit der Künste(Arbeitsgemeinschaft). 18.00 Oberst v. Oertzen: Abrüstung oder Kriegsvorbereitung? 18.30 Englisch für Fortgeschrittene. 18.55 Wetter für die Landwirtschaft. 19.00 Prof. Dr. Kretschmer: Körperbau und Charakter. 19.30 Mönchen: Konzert. 20.45 Aktueller Vortrag. 21.15 Breslau: Militärkonzert Mittwoch, 18. November. B e r I i■. 6..W Funkeymnastik(Arthur Holtz). 8.55 Morgenfeier. 10.05 Wettervorhersage. 11.00 Orgelkonzert. Walter Drwenski. Weigle-Orgcl. 11.30 Thekla Lingen(Sprecher: Hans Muhlbofer). 12.00 Königsberg:. Konzert. 14.00 Totengesprächc von Fritz Mauthncr(Sprecher: Dr. Carl Hagemann). 14.30 0. 0. Amsel: Im Heiligen Land. 15.00 Klaviervorträge. Herbert Pollack. 1. a) Rameau: Menuetto im Drehleierstil: b) Rameau: Musette cn Rondeau; c) Scarlatti; Zwei Sonaten. 2. Beethoven: Sonate E-Dur, op. 109. 3. Listz: Legende: Der heilige Franziskus über die Wogen schreitend(Bechstein-Siemens-Nemst-Flügcl). 15.30 Arien und Lieder. Ida Harth zur Nicden, Alt. Flügel: Julius Bürger. 16.00 Madagaskar(Friedrich Schnack). 10.30 Orchesterkonzert. 17.15 Funk-Notgemeinschaft des Deutschen Schriftturas. 18.00 Solo-Sonate für Violine C-Dur von Job. Seb, Bach.(Prof, Georg Kulenkampff.) 18.25 Lesebühne.„Florenza", von Thomas Mann, 20.00 Leipzig: Konzert. 22.00 Wetter, Nachrichten, Sport Königswusterhansen. 16.00 Ernst Lcmmer, M. d. R.: Totenfahrt an der ehemaligen Westfront. 17.15„Der verlorene Sohn" von Otto Wollmann. 20.00 Leipzig; Konzert. Serantmortl. für die Redaktion: Rich. Berlin; Anzeigen: Th. Glocke. Berlin. Verlag: Vorwärts Verlag G. rn. b.$>.. Berlin. Druck: Vorwärts Buch. druckerei und Berlagsanftalt Paul Singer& Co.. Berlin SW 68, Lindenstrake Z. Sieezn i Beilage. PROGRAMM für die Zeit vom 17. bic 19. November K I N O-T A F E L ©o [O Potsdamer Straße 38 Ole andere Seite mit Conrad Veldt, Theodor JLoop, Paul Otto \V. 5. 7. 9 Uhr, S 3. 5, 7. 9 Ohr Am Bußtag Beginn 3 Uhr Rheinstraße 14 k�-eSk) Arlane mit Elisabeth Bergn�r W. 5, 7, 9 Uhr, S. 6 ö. 7. 9 Uhr Am Bußtag Beginn 3 Uhr Odeon, Potsdamer Str. 75 Verlängert! Uteree in Flammen. Ein Euls- Trenker-Filra Für Jugendliche freigegeben! W. 5, 7, 9 Uhr. s. 3. 5, 7, 9 Uhr Am Bußtag Beginn 3 Uhr Turmstraße 12 Bergre in Flammen. Ein Euis- Trenkcr-Fllra Für Jugendliche freigegeben! W. 5, 7. 9 Uhr, S. 3. 5. 7. 9 Uhr Am Bußtag Beginn 3 Uhr Alexanderstraße 39-40 (Passasre) Berge, in Flammen. Ein Luis Trenker-Film Für Jugendliche freigegeben! Den ganzen Tag geöffnet! Am Bußtag Beginn 3 Uhr S Weiten S Primas-Palast Potsdamer Str. 19 Ecke Margaretcnslr. Uraufführung! Reserve hat Ruh mit Fritz Kampers, Lueic Englisch. Arn Bußtag: Berlin- Alexanderplatz mit Heinrich George Wochentags 5.15. 7.15. 9.15 Ubr Sonntags 3.15. 5.15. 7,15. 9.15 Uhr Am Bußtag Beginn 3 Uhr d Srledrlchstadt U Unter den Linden 14 Täglich 3, 5, 7. 9 Uhr. Jug. Zutritt Großstudtlichtcr mit Charlie Chaplin Der verzauberte M'ald(Film- märche.n Welt-Kino W. 6.45 u. 9.05 U. Sonnt; ah 3.00 U. All-Moabit 99 Auch Bußtag(ah 4% Uhr): Berlin Alexanderplatz mit Heinrieh George, Maria Bard Tonbeiprogramm f. t.har'cKenb"� fc Kant-Lichtspiele Kantstr. 54(an der Wilmersdorfer Str.) 24 Stunden ans dem Leben einer Frau mit Henny Porten W. 5, 7, 9 Uhr, S. 3, 5. 7. 9 Uhr Am Bußtag Beginn 3 Uhr Germania-Palast Charlottcnburg, Wilmersdorfer Str 53/54 Tabu. Das gewaltigste Filmwerk W. 5, 7, 9 Uhr. S. 3, 6, 7. 9 Uhr. Am Bußtag Beginn 3 Uhr MsrlRnclorr Mn //�»rlendorfer Wochen tg. IflU'ljl Tonlichtspielo ÖVs, 9 Uhr Chausscestr. 305 So. ab 5 U. Großtonfihn!(Auch Bußtag") Ihr Junge mit Hagda Sonja. H. Feher Tonbeiprogramm » Tamp«iho>""k Wo. 7. 9 U. So S. 7. 9 U. Sonnt. 3 U.: Jgd.-Vorst. Dorfstraße 22, Ecke Berliner Straße (Auch Bußtag) Hensrhen hinter Gittern mit Heinrich George TonbHprogr. Tägl. 5. 7. 9 Uhr. Stgs. 3 Uhr: Jugend vor»teil. Berliner Straße 97. Auch Bußtag Zwischen Nacht und Hör« n (Dimcntragödie) mit O. Homolka Tonbeiprogramm Kurfürst Tivoli Sch lüter- Theater Die Kamera Franziskaner Georgenstraße(Ecke Friedrichsfraße) DI© Jazz-Svmpboni©(n. Ficlds) DI© große Fahrt. Beiprogramm. Auch Bußtag W Moabit> Avtn-hnf>» W ab 6 30 U. AriU.nOT Dübne Sonnt ab 5 U. Pjrleberge� Str. 29. Auch Bußtag Elisabeth von Oesterreich. Lei- rlensu�eg einer Frau m. LilDagover Tooheiprogramm Beginn; 5. 7. 9 IT (Schlülerstr. 17 Sonnt. 3 U. Jgd.-Vorst. Bußtag 3 Uhr: Jugend Vorstellung Zwischen IVaeht und Horgren mit Oskar Homolka.— Strafbare Ehen(§ 173).— Auch Bußtag. Atrium Beba-Palast Kaiser allec. Ecke Berliner Straße W. 7, 914. Sbd. u. Stg. o, 7. 914 Tontilm-Uraufführung: Liebeskom mando mit Dolly Haas. Gustav Fröhlich. Anton Pointner. 3Iarcel Wittrisch Am Bußtag ab 5 Uhr: Im Westen nichts Xeues d ScHSn.bTg"fc Titania Schöneberg Hauptstr. 49 Sonntags 3, 5, 7, 9 Uhr Auch Bußtag 3, 5, 7. 9 Uhr: Die Pranke. Großtonfilm m. Hans Rehmann, Fritz Rasp. Tonbeipr. * s««aiit« 1 W.6.30, 9 ü. Stg. 1,6.30,91*. Steglitz, Schloßsir. 5, EckeGutsmuthsstr. Die andere Steite mit Conrad Vcidt, Theodor Loos. Beginn Bußtag 4. 6�2, 9 Uhr. Ab Donnerstag; Uraufführung! Der Herr Bürovorsteher(Konto X) mit Felix Bressart, Hermann Thftmiff Titania-Palast Zeli lalil«noiebe Bühnen sc hau Frrehlnr Wochent. 6.45, 9 u. EtXCeiSlOT Ztg. 3. 5, 7, 9 U. Kaiser-Friedrich-Straßc 191 Bußtag%3 Uhr; Jugendvorstellung Elisabeth von Oesterreich mit Lil Dagover. Tonfilmbeiprogramm Stern, Hermannstraße 49 Wochent. 6.30, 9 U., Sonnt. 3, 5, 7, 9 U. Bußtag ab 3 Uhr Gebirgstonfilml Der bebende Berg:. Tonbeiprogr. Jugendliche haben Zutritt Lichtspiele Südwest Blüchcrslr. 12 W. ab 5, So. ab 3 Uhr Auch Bußtag Elisabeth von Oesterreich. Leidensweg einer Frau m- LH Dagover Tonbeiprogramm Deatsch-Amerik. Theater Köpenicker Str. 68 Beg. 5, So. 2,30 J.-V, Auch Bußtag ab 3 Uhr Der Russen tonfi Im: Der Wef> ins Leben Flora-Lichtspiele A?Ä7«e Tägl. 614, 8%, Sonnab.5,7,9, Stg. 3, 3,7,9 Bußtag ah 3 Uhr Elisabeth von Oesterreich mit LH Dagover— Der Herr Fl nanzdirektor mit 9lax Adalbert ■ 0*ta"■ Germania-Palast Frankfurter Alice 314 Woch. 6.30, Sonpab. 5, Sonntags 3 Uhr Großtonfilm Berlin- Alexanderplatz (Die Geschichte von Franz Biberkopf) mit Heinrieh Georg:© Auf der Bühne: Lulgi Friseo, Orig. italienische Schlagerkapelle Bußtag ab 3 Uhr Lana-Palast Woch. 5 Uhr Sonnt, ab 3 Uhr Piroße Frankfurter Str. 121 Ton woche 2 1 Stunden aus dem Leben einer Frau mit Henny Porten Bühne. Bußtag ab 3 Ubr Schwarzer Adler Frankf. Allee 99 W. 5. 7. 9 Uhr. S. 3. 5. 7. 9 Uhr Bußtag ab 3 Ubr Jlensehen hinter Gittern mit Heinrieh Georg:©, Dlta Parlo— Tonwoche Nene Philharmonie Köpenicker Str. 96 Btthnensehau Afrika spricht. Das Paradies der Hölle. Tonbeiprogramm(Auch Bußtag) � BRUmtcHulRilWa A W. 6.30, 9 U. S. 4, 6.30, 9 U. Baumschulenstr. 78. Sonnt. 2 U.: J.-V. Auch Bußtag ab 4 Uhr Wegen Erfolges verlängert! Berg:© in Flammen mit Luis T renker— Tonbeiprogr..Tßrl!, Zulr Lichtspielhaas Film-Palast Kammersäle Teltow«« Str. 1 W. ab 0.30. Sta. ab 3.3015. lOOproz. Tonfilm! Berlin— Alexau- derplatz mit Helnrleli George Auch Bußtag 31j Ubr Trepto w-Ste rn wa rte Bußtag t, 6, 3. Donnerstw 8 Uhr; ... den echickl er in die weite Welt. Ein Weltreiseülm „Elysiam" KT W. 5.15, 7.00. 9.15. So. 3 15, 5. 7.15, 9.15 U. Foxtonwocbe Ble andere Seite mit Conrad Veldt, liooa— BOhnenseiiaa Am Bußtag ab 3.15 Ubr; Die andere Seite— Bdprograjom Viktoria-Theater Frankfurter Allee 48 W. 5. 7, 9. So. 3 ULr Der gewaltige Tonfilm: Rang:©— Volldampf, Charlie! mit Georg: Bancroft. Jugendliche Zutritt. Bußtag Anf. 3 Uhr W Zentrum M Babylon, am Bülowplatz Wochentags 5, 7, 9.10. Sonnt, ab 3 Uhr Heute: Ber brave Münder mit Max Pallenberg: Ab Mittwoch: Wo die Wolg:a flielH Btthnensehau Bußtag ab 3 Uhr Kosmos-Lichtspiele Lückstraße mutzte Osten die Punkte den Gästen überlasten. Im Feldspiei waren sich die Mannschaften fast ebenbürtig, die Angriffe waren wechselseitig. Die Osten-Spieler brachten die Enttäuschung im Sturm, der vor dem Weddinger Heiligtum viele Gelegenheiten»er- paßte. Das Abspielen klappte sehr gut, jedoch fiel Rechtsaußen ganz aus, während die beiden Linksspieler nicht die � genügende Schußkraft hatten. Die beiden gefährlichsten Leute, Mittelstürmer und Halbrechts, wurden von der Weddinger Hintermannschaft scharf abgedeckt. Im Wedding-Sturm zeigte sich wieder die systemvolle Arbeit, die oft zu einer Ueberrumpelung der Hintermannschaft von Osten führte. Beide Torwarte erfüllten ihre Aufgabe glänzend.— Wedding ging von Anfang bald in Führung, sah sich aber»ach einer Viertelstunde dem Ausgleich gegenüber. Bis zur Pause erhöhte dann Wedding den Vorsprung auf 8 Tore. Bald nach Beginn der zweiten Halbzeit schössen die Osten-Stürmer ihr zweites Tor, während Wedding noch dreimal erfolgreich war. Ein wichtiges Spiel ging in der Bezirksklasse Osten vor sich. Die Freie Turnerschast Erkner weilte beim TSV.- Kaulsdorf zu Besuch mit der Absicht, sich durch einen Sieg die endgültige Führung der l. Runde zu sichern. Es glückte nichr ganz, denn 6:8(3:3) war der Ausgang des Spiels. LKItkr? Resultate: t.»loss«! FT. Hennigsdorf gegen Eicke»Lpeniik M(3:0).— ÄSV. Schön«. b«rg gegen Velkslvorl Wedding U t:t(3:0). ve.elrt-tlalse Osten: BfL. Ostring gegen Eintracht Rahlsdorf II 7:1(3:1).- Ts«,»aulsdori u gegen«thletit.Sport.Elub II 3:2(2:t).— Jugend: TS«. Naulsdors gegen gTGB. Slralnu.>:9(1:3). »»�Ai�-k-ossc«orten: BS. Friedrichsthol gegen MTB. Bernau S:0(2:0).— TO««,«orten III gegen«SB. Wedding 1:7-«SA- Wedding ai gegen FT«». Nordost II — FT- Hennigsdorf II gegen Rodernerein Borwärtg Zil.— Frauen: «»B. Wedding gegen FTGB. Nordost 3:0(1:0).— FT.«eilen gegen FT. Hennigsdorf 0:8 10:1). Be,Irkskl,st« Westen: FT. Botsdom II gegen Berlin XII, ITT, 1:2(0:1). Hodcey Der Verein für Leibesübungen Oftring spielte gegen die Freie Turnerschaft Groß-Berlin-Tempelhof nur unentschieden 1: 1. Der Kreismeister gab alles in allem genommen ein besseres Spiel, konnte aber gegen die äußerst eifrig spielenden und nach jedem Ball starten- den Tempelhoser nicht mehr erreichen, zumal sie in dem linken Ver- teidiger und im Mittelläufer überragende Spieler hatten. Das Resultat entsprach dem Spielverlauf.— Der Freie Hockeyklub Spandau mußte sich dem Verein für Leibesübungen Ostring 2 mit l: 3 beugen. Den Spieloerlust hatten die sonst nicht schlecht spielen- den Spandauer einer unmöglichen Mannschaftsaufstellung zu danken: den technisch guten Mittelläufer als Stürmer spiele« zu lassen, war ein großer Fehler.— Sportverein Moabit hatte große Rot. die Freie Sportvereinigung Pankow nach 70 Minuten torlosem Kampf mit zwei in letzter Minute fallenden Toren den Sieg abzunehmen. Der Arbeiter-Sportverein Rot-Weiß 1 spielte gegen den Volks- fport Neukölln-Brig 1 in einem flotten und guten Spiel 3: 0. Die Rot-Weiß-Mannfchaft war durchweg bester, zumal die Neuköllner aus ihren guten haiblinken Stürmer verzichten muhten. Ein Au»- fall waren bei den Neuköllnern die beiden Außenläufer, die den schnellen Flügelstürmern von Rot-Weiß nicht gewachsen waren.— Der Arbeiters portverein Schöneberg 07 verlor recht unglücklich gegen den Arbeltersportverein Rot-Weiß 2 mit 1: 6 Toren.— Männer- Turnverein Bernau 1 kämpfte die Freie Turnerschast Groß-Derlin Osten 1 nieder.— In der Frauengruppe siegte der Arbeiter- sporkisrein Rot-Weiß gegen Volkssport Rruköllt�Vritz 1:0 und die Fryuen vom Verein für Leibesübungen Ostriktg gegen die Freie Sportvereinigung Pankow 2: 1. Die Bufjtagsspiclc Fußball/ Handball/ Hodcey Im Gegensatz zum Vorjahr hat der Polizeipräsident in diesem Jahre Fußballspiele am Buhtag erlaubt. Eine Einschränkung besteht allerdings noch dabei: die Spiele dürfen keinen erwerbs- mäßigen Charakter tragen. Die Spiele der Arbeitersportler waren und sind stets reine Amateurkämpfe. In Lichtenberg findet eine Doppelveranstaltung statt: In der Haufsstraße erhält Rormannia den Besuch des ASV.-Neukölln. Der ASB. hat in den letzten Serienspielen eine beachtliche Spielstärke gezeigt, so daß sich der Platzverein alle Mühe geben muß, um auch diesen Kampf siegreich zu bestehen.— Lichtenberg I erwartet in der Kynaststraße am Bahnhof Stralau-Rummelsburg die Tempelhoser Union 28. Die Tempelhoser spielten in der vergangenen Serie noch in der Kreisklasse. Im vierten Bezirk stehen sie jetzt mit an der Spitze der Tabelle. Die Lichtenberger zeigten erst am letzten Sonn- tag gegen den Kreismeister Luckenwalde I, daß mit ihnen immer noch gerechnet werden muh. Ein äußerst interessanter Kampf ist des- halb zu erwarten— Lichtenberg II spielt in der Normannenstratze mit der zweiten Mannschaft von Pankow-Niederschönhmisen um 13 Uhr. — Eiche-Köpenick spielt auf dem Platz in Grünau'gegen Oberspree mit zwei Männermannschaften.— Britz 88 und Frohe Stunde treffen sich in Neukölln, Trefeburger Ufer.— Baumschulenweg spielt gegen Minerva in der Grenzallee.— Eintracht-Reinickendorf gegen Kyritz in Reinickendorf, Scharnweberftrahe.— Blankenburg gegen Saxonia in Blankenburg. Beginn der Spiele 14 Uhr. Borher spielen auf allen Plätzen noch die zweiten und dritten Mannschaften, während die Jugendlichen sich bereits vormittags 10 Uhr treffen. i» Am wichtigsten sind die Handballserienspiele der I.Klasse. In der Abteilung.X ist die FTGB.-Nordost bei Eiche- Köpenick in der Wendenschlohstrahe zu l-l Uhr verpslichtet. Ohne weiteres räumen wird Nordost den Sieg ein.— Eine eigenartige Paarung tritt um 10 Uhr in den Rehbergen in Bolkssport-Wedding (Kreismeister) und Bolkssport-Wedding 3 auf das Spielfeld. Hierin kommt besonders das Vorhandensein von gutem Spielermaterial bei Wedding zum Ausdruck: Wedding hat drei Mannschaften in der 1. Klasse. Selbstverständlich wird die Mannschaft mit dem „Titel" gewinnen.—. In der Abteilung 8 ist die Begegnung zwischen Bolkssport-Reukölln und Eintracht-Mahlsdors im Neuköllner Stadion, Platz 6. als offen zu bezeichnen.— Volkssport-Wedding 2 wird gegen die ITGB.-Nordring nicht viel zu bestellen haben: Ansang 11.10 Uhr in den Rehbergen.— In der Wuhlheide 284 treten FTGB-Oberspree und FTGB.-Süden um 10.30 Uhr aus den Plan. Dem Siege Südens dürfte nichts im Wege stehen. S» der Bezirtsllasse Osten finden nur KekellschiiftssPiele statt. Wichtig er- Icheint der Spieltag der FTGB. Adlershof in der Wuhlheide 234. Da« Haupt. spiel steigt um th Uhr gegen die Freie Turnerschaft Itlistrin. Vorher sin» noch Spiele gegen Köpenick, FTKB. Nordring und TSV Koulsdorf. FT. Kaltderg« gegen ASB. Werlsee um I4>3 Uhr.— FTGB. Sudost gegen TSV. Kaulsdors um lö.IO Uhr(Platz Plänterwald)— Frauen: FTGB. Sud- ost gegen TSV. Koulsdorf»m lt Uhr im Plänterwold. BeOrtsklaffe Westen: Freie Schwimmer Charlottenburg gegen FTGB. Lailkwitz um lä Uhr im Bollspart stungfernheidc. Bezirtstlastc Tilden: Volkssport ZIeulöll» II gegen Berlin XII um H H Uhr im Neuköllner Stodio».— ZdA. gegen FTGB. Süden MI um lt Uhr auf dem Platz Katzbachstratze. Hockeyvorschau Im Bolkspart Neukölln, Platz 1, wird Volkssport Neukölln- Britz 1 gegen bei, Verein für Leibesübungen Ostring 2 spielen. Beginn 14,30 Uhr.— Aus dem Platz Ost in der Laskerstraße empfängt Tennis-Rot 1 den Athletik-Sportklub 1 um 14.30 Uhr.— Der Freie Hockey-Klub Spandau 1 hat sich den Kreismeister, Verein für Leibesübungen Ostring, nach Spandau verschrieben, er wird Mühe haben, einen ehrenvvllen Abgang zu behalten. Spielbeginn ebenfalls 14.30 Uhr auf dem Exer. Veit«»«»piel«: Volkssport Neukölln-Britz Ii gegen Perein für Leibe«. Übungen Düring III um 12 Uhr Im Vdllspark Noutolln.— Frauen: Boltssport Neukölln, Britz g-oen Frauen: Ostring um 18 Uhr daselkst.— Tennis-Not II gegen Freie Spdrt.Berelnigung Bontom I um lg Uhr Platz Ost, SaskerstroKe.— TennIs.Bol IQ gegen FTDB. Osten um 0 Uhr Platz Ost.— Tennis.Mit ir gegen Männer-Äirn.vrtein Bernau um 10 ü. Uhr Tennis-Rot, Hsckenabtcilung. Frauen I, Männer II, angesetzte Spiel« fallen au». Frauen II, spielfrei._ Unter dem Titel„Sport und Technik" veranstaltet die Arbeiter- Artistensporte de» 4. Kreises im Arbeiier-Athleten-Bund gemeinsam mit dem Neuköllner Reichsbanner in der„Neuen Welt" einen Artisten-Wettstreit mit sportlichen Borführungen. Ein buntes und reichhaltiges Programm ist zusammengestellt worden, das die Freunde der Arbeiter-ArtPen auch diesmal begeistern wird. Nach dem Programm soll ein gemütliches Beisammensein den Sportlern, Reichsbannerleuten und Gästen einige frohe Abendstunden schassen. Beginn 16 Uhr, Eintritt 80 Pfennig, für Erwerbslose 80 Pfennig, für Kinder ist ein ganz geringes Eintrittsgeld vorgesehen. Das Programm für Bußtag Schach am Bußtag So wie olle Jahre wird die Freie Arbeiter-Schach- Vereinigung Groß-Berlin ihren traditionellen Schach- grphkampftag am Bußtag, 14 Uhr, im Gewerkschaftshau? abhalten. An 200 Brettern wird der Berliner Mannschaftsmeister im Blitzturnier ausgespielt. Viele auswärtige Vereine haben ihre Meldung abgegeben, und die ausgeglichene Epielstärke der Mann- fchaften läßt heiße Kämpfe erwarten. Berlin? Meisterspieler stehen für Simultanporstellungen zur Verfügung.?ln 10 Brettern wird der Korrespondenzwettkamps München— Berlin demonstriert. Für Problemloser und Komponisten wird ein Problemlösungsturmer steigen. Nebenher wird Berlins erste Klasse sich mit den Gästen im friedlichen Wettkampf mesien. Jeder, der Interesse hat am schönen Schachspiel, gehe ins Gewerkschaftshaus und werde Zeuge, mit welchem Erfolge die Freie Arbeiter-Schachveleinigung Groh-Berlins dos Schachspiel in der Arbeiterschaft pflegt und fördert. Der Eintritt ist srei ju einem wiener Erinneningsabend ladet die Freie Turner- schast Groß-Berlin ihre Mitglieder und Freunde zum Bußtag nach dem Gewerkschastshause ein. Um 18 Uhr beginnt die Feier, für di« nur ein ganz geringes Eintrittsgeld erhoben wird. Noch ein- mal sollen die Tage der Wiener Olympiade in der Erinnerung lebendig werden und Entspannung von harter Arbeit bringen. Eine Natursreundeseier veranstalten die Rotursreunde in den „Prochtsälen des Ostens", Frankfurter Alle« 48. um 20 Uhr. Musikalische und gesangliche Darbietungen der Gruppe Friedrichs- Hain, sowie Rezitationen und Sprechchöre der Gruppe Osten füllen da» Programm aus. Eintritt 80 Pf., Erwerbslose und Jugendliche 33 Ps. „Drei Stunden im Zeichen der Vundesschule." Der Arbeiter- Sport-Verein Neukölln war in diesem Jahre in der glücklichen Lage, drei seiner Techniker zu den Bundesschulkursen nach Leipzig zu schicken. Der Verein nimmt daher Gelegenheit, von ck8 bis 13 Uhr in der Turnhalle Hertzbergplatz in Neukölln der Oeffentlichkeit im Rahmen des Vereinsbetriebes das Gelernte zu unterbreiten. Elternabend in Tegel. Am heutigen Dienstag vevanstallet die Kinderabteilung der Freien Sportvereinigung Tegel 1890 e. P. im Strondschloß Tegel, Userstraße, ihren 12. Elternabend. In bunter Reihenfolge wird Turnen, Gymnastik und Ringen gebaten werden. Der Gesangverein„Freiheitzklänge"» Borsigwalde wird durch Gefangsvorträge mitwirken. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Eintritt 30 Ps.. Erwerbslose 18 Ps. Der ASV.-Kchöneberg-Ariedenau07 gibt um 16 Uhr in der Mittelschule Rätherstrahe ein Werbehallenfest aller Sparten. Die Schwimmer treten um 18 Uhr in Bundesschwimmerkleidung an. Ceichtalhletik-Lehrswnde. Morgen vormittag, von 9—13 Uhr. findet in der Turnhalle Prinzenstraße 70 eine Leichtathletik-Lehr- stunde für Vereinssportwarte und für den Kreissportaueschuß statt. Anschließend von 14—16 Uhr gemeinsame Tagung im Gewerk» schastshou». * Ziu-Ziksu Sampftag des PSV. Am Buhtag veranstaltet der Polizei-Gport-Derein in der neuen Halle des Polizei-Stadions, Chausseestraße 96. einen Jiu-Iitsu-Kampstag. Der Hauptkamps ist die Deutsche Meisterschaft im schweren Mittelgewicht. Hier treffen Dubiel und Ring zusammen. Beginn der Kämpfe 18 Uhr. Eraucn-Werbcturnen in Tegel Aus Anlaß ihres einjährigen Bestehens veranstaltete die 2. Frauenabteilung der Freien Sportvereinigung Tegel 1899 in der Turnhalle des Lyzeums in Tegel einen bunten W e r b e n a ch m i t t a g, der den zahlreich erschienen Sportfreunden ein überaus lebendiges Bild turnerischer und gymnastischer Fertig- kell bot. Körperbildende Gymnastik, ausgeführt von der 2. Abtei- lung der Frauen über 25 Jahre, bildete den Auftakt, dann zeigte die Mädchengrupp« der 1. Abteilung Schrittarten in gesteigerter Uebungeform, wsrauf sich das starke Geschlecht mit Krast und Ge- schick aufs Reck Ichwang und Ausgezeichnetes bot. Am Schwebe- bäum führten die Frauen vor, wie man sein Kreuz geschmeidig erhält, die Barrenübungen der Männer und Frauen verrieten viel Technik und Geschicklichkeit, Für Humor sorgten die folgenden Ge- fchicklichkeitsübungen der Männerabteilung, die in allerlei kühnen und ulligen Verrenkungen Kraft, Fixigkeit und sportliche Technik auf- bringen mußten, während bei ihren Ringervorführungen sich künstige Champions der Matte präsentierten. Sehr hübsch und an- mutig wirkten die Volkstänze der Mädchengruppe, heitere Stafetten der Mädchen und Frauen beschlosien den unterhaltenden Nach- mittag, der all den Anwesenden viel Spaß und nebenbei die Lust am Mitmachen vermittelte. Die Camera Fotojahresschau der Naturfreunde Wie in jedem Jahre, so geben auch diesmal di« Photo- g r u p p e n der Berliner Naturfreunde Bericht von ihrer Tätigkeit, indem sie das Beste ihres photographischen Schaffens zu einer Photojahresschau zusammengestellt haben. Sehr zu begrüßen ist bei dieser Ausstellung, daß nicht einzelne Spitzenkönner mit ihren Leistungen das Feld beherrschen, sondern auf breitester Platt- form eine Auslese des photographischen Schaffens aller Mitglieder dargeboten wird. Es überrascht bei dieser Kollektivschau da« hohe technische Niveau der Photos, aber auch in geschmacklicher und motivlicher Hinsicht ist nicht viel zu bemängeln, höchstens, daß vereinzelt Bildausschnitte etwas freier hätten sein können. Wer auch das ist ja stets per- sönliche Auffassung. Zu berücksichtigen bei der Beurteilung dieser Ausstellung ist, daß ein Großteil der photographierenden Natur- freunde keine Arbeit hat. und das Photographieren ist leider kein billiger Sport: Photomaterialien sind noch immer nicht im Preis gesunken. Trotzdem sind 260 Photos der Jury vorgelegt worden. die 160 davon als sür eine Ausstellung geeignet bejand, von denen jedoch m,r 100 auegestellt werden konnten. Diese Zahlen beleuchten am besten die positive Tätigkeit innerhalb der Naturfreundephoto- gruppen. Es ist an dieser Stelle natürlich unmöglich, eine kritische Würdigung der Bilder zu geben, in der nächsten Nummer„Volk und Zeit" werden einige der prägnantesten Photos veröffentlicht. Die Ausstellung findet statt in den Räumen der Natursreunde-Gefchästs- stelle, Johannisstr. 15(nahe Oranienburger Tor), geöffnet ist sie täglich vom 15. November bis zum 6. Dezember in der Zeit von 9 bis 21 Uhr.___ Schluß des Springturniers Dem jetzt beendeten Springturnier wurden wegen des Februarturniers groß« Schwierigkeiten bereitet. Alles wurde näm- lich als Schädigung des zu erwartenden Turniers angesehen. Da- bei weiß kein Mensch, was im Februar ist, doch wußten alle, daß das Springturnier im Zeichen der Winterhilfe stand, die ganz bestimmt Geld gebrauchen kann. Zudem können di« großen Ver- anftalter der internationalen Turniere Im Hinblick auf Eintritts- preise und Bewegungsfreiheit de» Publikums von dem jetzt be- endeten Turnier sehr viel lernen. Der letzte Tag brachte«in schweres Damen-Iagdspringen, bei dem viermal um den Sieg ge- stachen werden mußte. Siegerin blieb die aus Dänemark gekommene Fron Hasieldalch auf der französischen VollbliUerin Bakadine. Die Hochspränge waren auf 1,75 und der Oxer auf 1,28 mal 2,40 Meter gekommen. Jetzt, wo sich vi« Domen nicht mehr die allerhöchste Ungnade zuziehen, wenn fi« im Hervensattel reiten, sind ihre Leistungen mit denen der Männer vollkommen gleich. Ei war im Reitsport wie auf so manchem anderen Gebiet di« Einrichtung der „glorreichen" Vergangenheit, di« Frauen unter viel schwierigeren Verhältnissen wirken zu lassen, um dann sagen zu tonnen:%if grauen sind fcen Männern nicht ebenbürtig. Da« Borrierenspriugen. bei dem im Stechen die Hindsrniss« bl« 1/90 Meter erhöht wurde i, sah die Holsteinsrin Sigrid,«In nie versagendes, treue« Pferd, unter H. Schmidt siegreich. Da» Championat von Berlin, das am Abend ausgetrogen wurde, holte sich Nurma unter Lange. Der Reiter, desien Sieg Ergebnis härtester Arbeit ist, war so iiberglütT lich, daß er, den Ehrenpreis unter den Arm geklemmt, noch einirnl über den Sprung ging. Der Winterhilfe kann«ine bedeutend« Summe überwiesen werden. gS$»., V«,>rl vft«i>. Fr«itag, 20.»ooemd««, Srilndung«inet IV. Mönn'r. und einer n. Fraucn-Handballmonnschaft bei Busch. Tilsiter Str. 27. Gäste her»- lich willlomnton. Fronen und Junomiidchen melden sich Montags und Donners- tog«, Männer Dienstags und Freitags, 20 Uhr, in der Turnhalle ötraßmann. strasir ö.- Sirterbejirt. Busitug Partie nach den Grunewaldseen. Trcsspunlt 10 Udr Untergrundbahn DahIem.Dorst «ZuS»V. Friedrichsselbe. Vuhtag, 1». N-v-mber, Treswunkt,» Uhr Fried. richsselde, Kirche. Kinderabtsiluna S Uhr ebenda. Nachmittag« ab 17 Uhr bei Temvel Versammlung upd 1. Stiftungsfest. Freie Wasieesahrer„Auswärt»". Dienstag, 17. November, AI Uhr, Mit. glirterversammlung un Sceadler, E-estr.«2. Gäste willkommen. Kortellbeqirk Nentällu. Sitzung Donnerstag, 1». November, 20 Uhr, bei Scha- beilo, Weiibselstr. 3. Freie Schwimmer Cherlattenburg. Buhtaawanderung Döberitzcr Schistzvlatz— Potsdam. Tresfvunkt 9 Uhr Bahnhof stungsernheldc. Der PF». Son!a 31 hat für seine Abteilung Neinickendorf.Oft einen Turn- und Trainingsabend eingerichtet. In der Turnhalle des Gymnasiums Berner Ltratzc können sich Donnerstags, ab lg>,z Uhr, auch Gäste einfinden. silnttsilsmimnd fl.ElscnDanner ßeutsdilands, Orlsoruppe Berlin Der Mitgliedschast zur Nachricht, datz unser Kollege Max Packetser Werth elfcr im RAM Tempelhos, am U. Novemder verstorben ist. Gör« seinem Andenteo! Die Beerdigung findet am Donner«- tog. dem 10. Rooemder. UV Uhr. auf dem Sankt Michael-Friedho', D arlen» dorl. Sotilied-Dunlel-Stratze, stau. Rege Bslelllgung«rwarte« Die OrlsvervaUnn». »».»Batten assa Klnderb-, Polster, ChalseL. an Jeden. Teil», Katalog frei- Eisenmöbelfabrik Suhl(Thlia) ESI DMnHIatMeM ftdiong! Aditunöi JUiiO" und Molorenidilofier! Connerefag, van 19. November. -abend» S Ahr. im verbanbihou», Cinlenflc.«3 CS, Eingang EllSsjor SltaYe SS Stz. Saal IV. 4 Treppen Voiimuunmiiitig aller Anio- und HastfUnen' tdilosser, der der Inlereuen-Gemelrugiaft «ngesdiloiseocn Betriebe Tagesordnung Bericht von den ftattgesundenen Lohn- veihanKungen. Ohne Mttgliedsduch keinen Zutritt. Es ist Pflicht aller Kollegen und Kolleginnen, an dieser Versammlung teil- zunehme». Di« Or'svcrwaUiwd. AdOlf 80030 Uhrmaeher und Juweiiar nw 40, Ait-moamt in. Tei.Moaan 9272 Reichhaltiges Lager in Uhren. Juwelen, Gold-, Silberwaren und Beiiedce. Preiswerte Geschenkartikel fflr tede Gelegenheit. Reparalurwerkstatt(ür Uhren und Goldwaren, erstklassig und billig Teselien-IThren.... Mk. 2.50 Arniband-Uhren«»» ,, H.TS st! Wecker........ 2.4o Salon-Uhren....... SS.Oe sr � Für alle Waren wird eamntle oeleliiei. Biumenspencen jeder Art liefert preiswert Paul Goiletz •ormaU Robwt Meyer Marlannanatr. 3 Oberbaun 1303