Morgenausgab« Sonntag 2t~r äääsää■■ m\m\ mam m I m Auswärts 20 pf. tung ins �ous) im vorans zahlbm-. f-'BOl VW U U\ WW» HB W> WM f/ iiW PsslbeMg«LS M. einschließlich SllPf. gBU.lUSgB. M DW TV WM WM H BW W W � B WW P Z' Si» tlnipalt. MotipatelUejclIc 60 VI. «oitjritungs- uni 72-MPostb-N-llz-. f?�W W B B B B B B B B B) B B A«cNomez.i,. 5,- SiB!,„Sl leint An. huilttn. auslanfisabonntmcnt 6,- äTc W�B I I �W B B B B B B B B WM k z°igen" das l. lig-dru S(luläflig imci jcilgcbcuitte ÜBocte). ledc» tem Drucksachenporto 6,— 3)1 BH I WW �SMl,, I weitere Wort 12 Ps Radon I � Ctellengeluche da- erste Won IS Ps, WW 1� // B I ledes weitere Won 10 Ps Worte tiber wsssxassatet Bfe� � IrJmM bää«*« lnd"wi S-Äsi"«H A-g � S S-rt SS» NSit n M sl ts imih-upi�sftLwd-nltat-s wllchrn. »■»-•Ä®:« Vvvimev VVIDSv«M vSWWs Zentvaloegan der Sozialdemokratischen Oartei Neutschlands Redaktion und Verlag: Berlin SW 68. Lindenstr. 3 ssernspr.. Tönhosf(A 7) 292—297. Tclegrauim-Adr.: So,ialdemolrat Berlin. London, 2t. Novcnrber. I Fast nnmittetbar nach Annahme des vorgenannten Antrdnmping-Gesettes durch das englisch« Tory-Untcr- Haus hat das Handelsamt eine Liste von eingeführten Fertigwaren veröffentlicht, auf die bereits ab Mitt- woch. dem 25. November, ei« 5yprozentiger Wert- zoll erhoben werden soll. Die Liste umfaßt etwa ein Sechstel des Werts der 1930 eingeführten Fertigwaren. Neben Deutschland werden die Tschechoslowakei, Frank- reich und Belgien stark betroffen. Borwäris-Verlaa G.m.b.H. Oer Kampf beginnt! Amerikanische Ausgleichszölle. New Bvrk. 21. November. „Associated Preß" meldet aus Washington, die Nc- gierung werde die sofortige Erhebung von Aus- gleichszölle« auf britische Einfuhrwaren, ent- sprechend den Zöllen, die England auf amerikanisch« Er- zeugnissc erhebt, anordnen. fc(Siehe auch 3. Beilage.) PostscheckkontoiBerlinZ? 536.— Banklonlo: Bank der Arbeiter, Angestellten und Beaintcn,Llndcnslr.Z. Dt.B.u.DiSe.-Ges., Deposttcnk.,LeruIaIciner Str. 65/66. Der Feind steht rechts! Ein notwendiges Schlußwort. Gegen den Feind, der rechts steht, war seit je das Gc- ficht der kämpfenden Sozialdemokratie gewendet. Solange es eine Arbeiterbewegung gibt, hat es in Deutschland auch eine Rechte gegeben, die für Absolutismus und Diktatur schwärmte, jeden demokratischen und sozialen Fortschritt bekämpfte und den Herrn-im-Hause-Standpuntt der kapitalistischen„Brot- gebcr" mit aller Brutalität vertrat. Darum galt der Sozialdemokratie in der Kaiserzeit die konservative und sreikonseroative Rechte als der Haupt- feind. Im Kampfe gegen ihn verschmähte sie niemals die Tuchfühlung mit den bürgerlichen Demokraten und dem Zentrum. Sie handelte damit gerade einer marxistischen Erkenntnis entsprechend, denn es waren Marx und Engels gewesen, die der These L a s s a l l e s von der„einen reaktionären Masse" auf das entschiedenste entgegengetreten waren. Daß die Sozialdemokratie bei den Stichwahlen der damaligen Zeit stets gegen die Rechte für die Mitte eintrat, versteht sich von selbst. Bei den sogenannten Hotten- tottenwahlen vor 25 Jahren stand sie mit dein Zentruni gegen eine reaktionär-nationalistische Welle in gemeinsamer Ab- wehrfront. Dadurch, daß sie ihre Gegner nicht alle in einen Taps warf, sondern unterschied und immer den gefährlichsten aufs Korn nahm, errang die Sazialdcinokratie in der Kaiscrzeit ihre Erfolge gegen das Sozialistengesetz, gegen die Zuchthaus- vorlage, gegen alle Pläne der Scharfmacher und Wahlrechts- räuber. Es gibt. auch heute noch Leute, die auf Lassalles Formel von der„einen reaktionären Masse" schwören, aber sie stehen nicht in-der Sozialdemokratie, sondern links von ihr, oder glauben,„links" von ihr zu stehen. Für sie beginnt die reaktionäre Masse nicht erst bei H u g e n b c r g oder Hitler, sondern schon bei S e y d e w i tz und B r a n d l c r, unter Umständen sogar schon bei den „rechten Opportunisten" der eigenen Partei. Sie haben in der Woche nach den Hessenwahlen die Entdeckung gemacht, daß unter den gegenwärtigen Umständen die Sozial- demokratie der Hauptfeind ist, daß der Kampf gegen sie jetzt zu verschärfen ist, daß der H a u p t s ch l a g gegen sie geführt werden muß. Das war die Antwort auf eine Rede Breitscheids, die als eine Einladung zur Einheitsfront aufgefaßt worden mar, das war die Antwort aus einen Artikel des„Vorwärts", in dem es geheißen hatte: Die Sozialdemokratie ist sehr wohl imstande, ihre ganze Kralt gegen den Faschismus zu konzentrieren, wenn man ihr nur nicht sortgesetzt in den Rücken fällt.�Wie sie grundsätzlich zum Kom- munismus steht, weiß alle Welt; sie braucht es nicht alle Tage zu wiederholen... Jetzt ist es ihre geschichtliche Aufgabe, für die Freiheit der ganzen Arbellerklasse, ja des ganzen deutschen Volkes den Ent- ichsidungskampf zu führen. Sie wird in diese ni Kampfe die Bundesgenossen nehmen, wo sie sie findet, ohne etwas von ihrem Wesen und von ihren Grundsätzen aus- zugeben. Diese Ausforderung, im Interesse der Arbeiterklasse das widerwärtige Gekeife und Geschimpfe wenigstens auf Zeit einzustellen, ist leider mit vermehrtem Gekeife und Geschimpfe beantwortet worden. Sie ist beantwortet worden mit der Er- klärung, daß die Sozialdemokratie der Hauptfeind ist, daß der Hauptschlag ihr gilt, daß der Kampf gegen sie verschärst werden muh. Sollen wir nun darauf antworten, daß auch wir um- gekehrt wieder in der KPD. unseren„Hauptfeind" erblicken? Wir denken nicht daran! Wir denken nicht daran, eine Tor- heit mit der gleichen Torheit zu beantworten. Für uns gibt es nur einen Feind, und der steht rechts! Wir fordern die ganze Arbeiterklasse auf, ihren Kampf gegen den Faschismus und gegen die sozialrcat- tionäre Einheitsfront von Harzburg zu konzentrieren. Hilfe nehmen mir überall, wo wir sie finden. Wir freuen uns jedes mannhaften Wortes, mit dem die ch r i st l i ch e n Gewerkschaften den bankerotten Kapitalisten begegnen, die sich durch Lohndruck sanieren wollen. Wir freuen uns, wenn katholische Geistliche ihre Stimme gegen Haken- kreuzterror und Scharfmachertum erheben und hegen den lebhaften Wunsch, daß ihre evangelischen Amtsbrüder von ihnen etwas lernen mögen. Wir würden im Kampfe gegen die drohende Geistesknechtung gerne auch die Bundesgenossen- Kampf dem Terrorismus! Breiischeid ruft die Beichsregierung zur Akiiviiät. Am Sonnabend war der Große Saal im Clou von den Massen der Republikaner gefüllt. Der Ortsverein Berlin-Krcuzberg des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold hatte zu einem Republikanischen Herbstsest eingeladen. Mit Beifall begrüßt wurde ein« A b o r d n u ii g. d e r Schutzpolizei, die die innige Lcr- bundcnheit der republikanischen Polizei mit dem Reichsbanner demonstrierte � Rcichstagsabgcardncter Genosse Breitscheid hielt«ine politisch'bedeutsame Festansprache Er erinnerte zunächst, an die Griindungstage des Reichsbanners. Den republikanischen Farben zur Achtung zu oerhelfen wurde das Reichsbanner gegründet. Und dieser Aufgabe ist das Reichsbanner, das sich mehr und mehr zu einer repubk.lkanischen Garde entwickelte, in dankenswerter Weise gerocht geworden. Heule ist dazu noch die Abwehr gegen den Naziterror gekommen. An das Ausland richtete Genosse Brellscheid die Mahnung, wenn es den deutschen Chauvinismus als eine Störung des Friedens empfinde, dann solle es Deutschland gegen- über«ine Politik treiben, die dem Nationalismus das Wasser von der Mühle nimmt. Breitschcid bezeichnete Preußen als die rühmliche Ausnahme unter den deutschen Ländern, das energisch gegen den Terror von rechts und links Front ge- macht hat. In anderen deutschen Freistaaten und in der Reichsregierung vermissen wir diese energische Abwehr noch. Die Reichsregierung darf die Augen nicht ver- schließen gegen den Terror von rechts, die Unruhestifter find nicht allein bei den Kommunisten zu suchen. Es ist zwar nicht ohne weiteres anzunehmen, daß die militärischen Vorbereitungen der SA. einen baldigen Putsch erwarten lassen, aber das Bürgertum wird durch diese Vorbereitungen mehr und mehr eingeschüchtert. Die Arbeiterschaft jedoch beginnt sich zu fragen, ob man eine Regie- rung noch unterstützen oder tolerieren soll, die sie nicht mehr in Schutz nimmt gegen ihre Feinde. Die Gefahr wäre geringer, wenn die Arbeiterschaft einig wäre, aber wir sind leider davon weit entfernt. Ich habe vor kurzem in Darmstadt in einer Rede, deren In- halt vielfach unrichtig wiedergegeben worden ist, ausgeführt, daß, wenn die Kommunisten entsprechend dem Beschluß ihres Zentralkomitees sichinIdealogieundPraxis vom Putschismus und Terrorismus abwendeten, damit eines der zahlreichen Hindernisse beseitigt sei, die zur Zeit nach einen gemeinsamen Abwchrkamps der Arbellerklasse gegen den Faschismus im Wege ständen. Das hat der Rechtspresse genügt, um von einem Bündnisangcbot an die Kommunisten zu fabeln, aber es hat auch dem Zentral- organ der Kommunisten genügt, um ihm aufs neu« Anlaß zu geben, die Sozialdemokratie als den Hauptfeind zu be- zeichnen und chre Führer zu verlästern. Diese Teile der Arbeiter- schasl haben osseubar die Gefahr, die von dem Faschismus droh«, in ihrem ganzen Umfang noch nichi begriffen. Ich fürchte, sie werden sie erst begreifen, wenn es zur Abwehr zu spät geworden ist, wenn die Freiheit der Rede und Presse zerstört ist. wenn nicht nur die politischen, sondern auch die wirtschaftlichen Organisationen der Ar- beiterkliisie vernichtet sind! Wir unsereriells hallen es für unsere Aufgabe, olles daran zu setzen, diese Katastrophe zu verhindern. Diesen Zweck hatte und hat die Politik, die die Parteien der Linken mit Aus- nähme der Kommunisten seit einem Jahr getrieben haben. Schwer« Opfer sind uns zugemutet worden. Aber wir haben sie auf uns genommen, um noch viel schwerere zu verhüten. Wie lange diese Politik fortgesetzt werden kann und ob sie zum Erfolg führt, läßt sich heute nicht sagen. Eine der Voraussetzungen ist, daß die Regierung eben den Kamps gegen den Hftlerschen Terrorismus energisch führt. Eine andere, daß sie In der wirl- schastlicheu Rot nicht sortsährl, die Hauptlasten dem arbeitenden Volke aufzuerlegen. Wenn in dieser Beziehung die Regierung die WarwMge», di« wir ausstoßen, zu leicht nimmt, so wird der katholische Reichskanzler doch die Mahnungen nicht in den Wind schlagen, die gerade jetzt der katholische Klerus de? Ruhrgebiets gegen weitere Lohnsenkungen ausgesprochen Izat. Wem es ernst um die Erhaltung der Republik und ihrer Bersossung ist, der hat die Pflicht, die Lasten derjenigen Schichten zu erleichtern, die die besten und die einzig kräftigen Stutzen der Republik- und dieser' Verkassung sind. Zum' Schluß richtete Brellscheid einen Appell an all«. sich dem Reichsbanner anzuschließen und sich im Kamps für die Republik zur Verfügung zu stellen. Alle Kräfte müssen mobil gemacht werden, damit mir den Kampf siegreich zu Ende führen können! Brausender Beifall unterstrich diese Mahnung an alle und gab gleichzeitig zu erkennen, daß die Massen den Ernst der Lage durchaus verstanden haben. BZZ.-Ausschuß: T.Dezember. Nach Basel einberufen. Basel, 21. November. wie die Schweizerische Depesche nogenlur erfährt, wird der Be. ratende Sonderausschuh der BZZ.. dessen Einberufung von der deutschen Regierung am' ls. November beantragt wurde, am 7. Dezember in Basel, am Sitz der Bank, zusammentreten. » Belgiens Vertreter im Sonderausschuß wird der bekarrnte Finanzpollliter F ra n q u i sein, der einen eigenen, von der Reichsregierung sehr günstig beurteilten Plan für die Rückzahlung der eingefrorenen Kredite entwarfen hat. Vertreter Dr. Earl Melchior. Der Reichspräsideal hat Dr. Earl Rk e l ch i o r, Hamburg, zum Mitglied des beratenden Sonderausschusses bei der BZZ. ernannt. * Die amerikanischen Privatgläubigcr haben den Bankier Albert W i g g i n zu ihren; Vertreter im Ausschuß bestimmt, der über die Stlllhaltungsfrage mit den Deutschen Schuldnerausschuh verhandeln soll. Wiggin, der bereits im September den Vorsitz im Basler Komitee führte, das nach ihm benannt wni-de, wird nach Berlin reisen.< Riesenpleite— Riesenkorruption. Die Vothschildbant zahlt Schweigegelder. Wien. 2 l. November. „Die Stunde" meldet, daß nach dem Zusammenbruch der Eredttanstalt unter dem Borsti, des Präsidenten Baron Louis Rothschild beschlossen worden sei, die Oeffentlichkeit durch geldliche Zuwendungen an Zritungs- unternehmungen oder Journalisten in Ruhe zu halten. Hierfür seien einem noch seht im Amt befindlichen hohen Funktionär 300 000 Schillinge übergeben worden. 3S00 pulsch'ffen angezeigt. Wie der Iustizminister im Nationalrat mitgeteilt hat. sind wegen Deieiligung am Heunwehrputsch dem Grazer Landgericht 3791 Per- sonen angezeigt worden: gegen 280 Personen, die im Verdacht stehen, sich bewußt an der Putschbcwegung betelligt zu haben, ist die Boruntersuchung wegen Hochverrats eingelellet. Neue Zollmauern! Die englischen Zölle.— Avproz. Wertzölle für ein Sechstel der Kertigwareneinsuhr. schoft des liberalen Bürgertums annehnum, wenn es so etwas in Deutichland noch geben sollte. Jedenfalls halten wir es für einen hahnebüchenen Unsinn und einen un- verzeihlichen Fehler, wenn über alle politischen Unterschiede hinweggesehen und dann die Gleichung aufgestellt wird: Brüning-Groener ist gleich Hitler-chugenberg. Wir bekämpfen diese Formel, weil sie jene, die sie brauchen, zu Bundesgenossen Hugenbergs und Hitlers macht. Weil wir gegen Hugenberg und Hitler kämpfen, dar« um bekämpfen wir jenen katastrophalen Irrtum der Kommunisten, aus dem Faschismus und Sozial« rcoktion in Deutschland chre Kraft ziehen. An dem Tage, an dem sich die KPD. aus der Bundesgenossenschaft der Reaktion lösen und die Sozialdemokratie in ihrem Kampfe gegen rechts unterstützen würde, wäre der ganze faschistische Schwindel zu Ende. Aull) die Hessenwahlen haben gezeigt, daß die Rechte für sich allein die Mehrheit nicht erobern kann. Zentrum und gesamte Linke sind stärker als Zentrum und gesamte Rechte. Das gilt nicht nur für die Hessen- mahlen, das gilt auch für die Preußenwahlen, für Reichs- wählen, besonders auch für die Wahl eines Reichspräsi- deuten. Alle Macht der Rechten beruht darauf, daß sie bei jedem Angriff, den sie unternimmt, der Unterstützung durch die Kommunisten gewiß ist. 1920 beim Kapp-Putsch erklärte sich die KPD. neutral, 1925 bei der Reichspräsidcntenwahl entschied sie durch Aufrechterhaltung eines aussichtslosen Splitterkandidaten den Sieg der Rechten, 1931 marschierte sie Schulter an Schulter mit Stahlhelmern und Hakenkreuzlern zum Volksentscheid auf. Sie tut das alles gewiß nicht aus Liebe zur Reaktion, aber sie tut es ebenso gewiß aus Haß gegen die Sozialdemokratie. Dieser sture Haß verführt sie zu solchem selbstmörderischen Irrsinn. Wenn wir diesen selbstmörderischen Irrsinn bekämpfen, so tun wir das um des Kampfes willen, der ge g e n r e ch t s geführt werden muß. An der Auseinandersetzung mit der KPD. liegt uns an sich gar nichts. Unsere Anhänger kennen die prinzipiellen Meinungsverschiedenheiten, die uns von den Kommunisten trennen, gut genug, und von einer„bolschewistischen Gefahr" ist weit und breit nicht das geringste zu bemerken. Es gibt keine bolschewistische, aber es gibt eine s a s ch i st i f ch e Gefahr. Angesichts dieser Gefahr ist es die Aufgabe der Arbeiterklasse, alle überflüssigen Händel bei- seite zu lassen und alle Kraft auf das eine Ziel zu konzen- trieren: den Faschismus zurückzuschlagen! Für den Faschismus gab es und gibt es nur eine Chance: die Uneinigkeit der Arbeiter. Gegen den Faschis- mus gibt es nur ein sicheres Mittel: die Einigkeit der Arbeiter. Kann sich die Einigung der Arbeller gegen den Faschis- mus vollziehen unter der Parole, daß— die Sozialdemokratie der Hauptfeind ist? Rein, das ist doch ein offenbarer Unsinn! Kann sich die Einigung der Arbeiter vollziehen unter der Parole, daß der Faschismus der Feind ist. der auf alle Fälle geschlagen werden muß? Ja, unter dieser Parole, der Parole der Sozialdemokratie, ist die Einigung der Arbeiter möglich und notwendig. Proletarier der Deutschen Republik ver- einigt euch! Der Feind steht rechts� Ein krasses Tendenzurteil. böswillige Beschimpfung und Verächtlichmachung der preußischen Staatsregierung bleibt straffrei. Die vierte große Strafkammer beim Landgerichtlhat gestern unter dem Vorsitz des Land- gerichtsrats Dr. Stöcke! ein Urteil gefällt, das in republikanischen Kreisen die stärkste Entrüstung aus? läsen muß. Es wurde verhandelt über dieBerufungdes Major a. D. Wagner und des Redakteurs K l e i n a u von der„S t a h l h e l m- Z e i t u n g". Beide waren in erster Instanz wegen Beleidigung des preußischen Staatsministeriums zu 800 und 100 Mark Geldstrafe verurteilt worden. Sie sind verantwort- lkch für den Artikel in der„Stahlhelm-Zeitung" vom 5. April 1931, der zum Volksbegehren aufrief. In diesem Aufsatz war der preußischen Staatsregierung nachgesagt worden, sie habe den Verlust der Ostprovinzen auf dem Gewissen: sie habe den Ruhrkampf sabotiert: sie sei ein sicherer Verbündeter Frankreichs und Polens: sie werde stets in ihrem Haß gegen jede stolze Regung der Nation Volk und Reich zu entmachten suchen. Die Große Strafkammer hat mit der Begründung, daß beideiz Angeklagten die Wahrung berechtigter Interessen zu- zugestehen sei, beide Angeklagte freigesprochen! Wegen dieses Artikels war seinerzeit die Zellschrift„Der Stahlhelm" verboten worden. Das Reichsgericht hat seinerzeit das Verbot gebilligt. Es hat in der Begründung seines Beschlusses ausgeführt: „Die hier der gegenwärtigen preußischen Regierung gemachten vorwürfe sind die denkbar s ch w c r st e n, die einer Staats- regicrung überhaupt gemacht werden können. Es bedarf keiner weiteren Ausführung und Begründung, daß die hervorgehobenen Stellen des Artikel» eine äußer st schwere Beschimpfung und böswillige Verächtlichmachung des preußischen Staalsminisleriums enthalten, die an sich ein länaere» verbot der Zeitung rechtfertigen würden." Dennoch hat jetzt ein preußisches Gericht der preußischen Staatsreaierung den Rechtsschutz gegen diese äußerst schwere Beschimpfung und böswillige Verächtlichmachung verweigert! Dies Urteil ist ein ausgesprochenes Ten- denzurteil, das den Glauben an die Objektivität der Justiz unbedingt zerstören muß. Gegen dies Urteil wird die Staats- anwaltfchaft Revision einlegen. Die Republikaner aber werden sich dies Urteil merken Hier ist einer jener Fälle, wo niemand mehr an die Unbefangenheit der Richter glaubt, die bei diesem Urteil mitgewirkt haben. Der einfache Mann auf der Straße wird einfach, aber richtig empfmden, daß ein solches Urtell einer neuen Beschimpfung der preußischen Staatsregierung gleichkommt! Vor schweren Entscheidungen. Der Stand der Kuanzeu in Reich, Ländern nud Gemeinden. Seit Jahr und Tag wütet die Wirtschaftskrise in Deutschlaud und verwüstet nicht nur die deutsche Wirtschast in zunehmendem Maße, sondern auch die deutschen öffentlichen Finanzen. Bei der heutigen engen Verflechtung von privater und öffentlicher Wirt- jachst, von Volkswirtschaft und öffentlichen Finanzen muß jede Wirtschaftskrise van solchen gewaltigen Zlusmaßen wie die gegenwärtige unweigerlich eine Finanzkrise nach sich ziehen. Unter den Einflüssen der Wirtschaftskrise sind die öffent- lichen Einnahmen katastrophal gesunken. Lohn- abbau und Lohnsenkung haben den Ertrag der Lohnsteuer gewallig vermindert, aber auch die Beitragssummen der Arbeitslosenversicherung und der ichrigen sozialen Versicherungsträger verhängnisvoll geschmälert. Der Rückgang der Unternehmereinkommen hat das Aufkommen der Einkommensteuer und der Körperschaitssteuer stark beeinträchtigt und wegen der allgemein daniederliegenden Geschäfts- tätigkeit sind die Derkehrssteuern und besonders die Umsatzsteuer in dauerndem Sinken begriffen. Well schließlich der Derbrauch ständig zurückgeht, ergeben sich immer neue Airsfälk bei den Einnahmen aus Zöllen und Verbrauchssteuern. Die Wirtschaftstrise vermindert aber nicht nur die öffentlichen Einnahmen, sondern st'c i g e r t zugleich die öffentlichen Aus- gaben, und erst aus dem unglückseligen Zusammen- treffen dieser beiden Erscheinungen ergeben sich die ungeheuren Schwierigkeiten, mit denen die deutsche Finanzpolitik heute zu ringen hat. Die Steigerung der öffentlichen Ausgaben wird in der Hauptsache verursacht durch die Steigerung der Aufwendungen für die U n t e r st ü tz u n g der Arbeitslosen. Haben wir schon im vorigen Rechnungsjahre für die verschiedenen Zweige der Arbeitslosenunterstützung— Arbeitslosenversicherung, Krisenfür- sorge, Wohlfahrtspflege— fast 3 M i l l a r d e n Mark an Unter- stichungen aufgewendet, so werden wir im laufenden Rechnungs- jähre noch wesentlich mehr dafür ausgeben müssen. Dieser Mchr- aufwaird ergibt sich, obgleich die Unterstützungen überall wesentlich abgebaut worden sind und jährlich für einen Arbeitslosen in der Arbeitslosenversicherung nur noch 750 M. durchschnittlich betragen dürsten, in der Krisen- m,d Wohlfahrtspflege sggar nur noch rund 600 Mark. Die bisherigen Sanierungsversuche. Schon bisher find in Reich, Ländern und Gemeinden die- größten Anstrengungen gemacht worden, um die Wirkungen der Wirtschaftskrise aus die öffentlichen Finanzen wieder auszugleichen. Vor allem die breiten Massen haben die schwersten Opfer für die Finanzsonierung gebracht. Sie haben den Haupt- teil der Stcuererhöhungen tragen müsien, die sell 19A durch die verschiedenen Gesetze und Notoerordnungen eingeführt worden sind. Die Bürgersteuer und die Krisensteuer, die wiederholten Erhöhungen der Getränkebesteuerung und der Tabaksteuer, sowie die Beseitigung der Lohnsteucrerstattungen sind überwiegend zu Lasten der breiten Massen gegangen. Ebenso haben die dauernden Ausgabe- kürzungen fortgesetzt neue Opfer von den werktätigen Schichten verlangt. Entfällt dach der hauplteil dieser Kürzungen ans den Abbau der Löhne und Gehälter, ans die Senkung der sozialen und kulknrellen Ausgaben und auf die Einschränkung des öffentlichen Dohnungsbancs, der nach den neuesten Maßnahmen völlig zu erliegen droht. Nicht anders liegen die Dinge b« der ArbeitSlosenoersi. che» rung. Die Beiträge sind von 3 Proz. auf 65- Proz. geklettert und trotzdem hat die Reichsanstalt zu den einschneidendsten Abbau- maßnahinen greisen und die Leistungen der Bersicherung immer mehr an die Leistungen der Krisenfürsorge und der Wohlfahrts- pflege anpassen müssen. Nicht genug damit, daß der Hauptteil der Lasten zur lieber- Windung der Finanzkrise aus die Schultern der breiten Massen abgewälzt wurde— die Besitzenden sind nicht nur völlig un- zureichend zu den Maßnahmen der Finanzsanierung herangezogen worden, sondern man hat auch gerade während der Wirtschaftskrise ihre Lasten wesentlich vermindert. Die Rentenbank- belastung der Landwirtschaft ist ausgehoben worden, die Industrie- belastung wird Jahr für Jahr um bedeutende Summen abgebaut, die Realstcuern und die Hauszinssteuer, ebenso die Kapitalertrags- steuer und die Kopitalverkehrssteuern find gesenkt worden. Wenn man den finanziellen Ertrag aller dieser Steuer- erhöhungen, Ausgabetürzungen und Bellragserhöhungen zusammen- rechnet, kann man annehmen, daß seit Einbruch der Wirtschafts- krise Einnahmeerhöhungen und Ausgabesenkimgen im Umfang von bald S Milliarden Mark durchgeführt worden sind. Davon sind allerdings nahezu 1 Milliarde Mark für Steuersenkungen zugunsten der Besitzenden verschleudert worden. Aber die ganzen übrigen 4 Milliarden Mark sind bisher in das Loch hineingesteckt worden, das die Wlrtschastskrlfe in die öffentlichen Finanzen gerissen hol. Trotz alledem ist dieses Loch noch immer nicht gestopft. Im Gegen- teil: Unter den Auswirkungen der Kreditkrise in den Sommer- monoten haben sich neue Fehlbeträge aufgetan, deren Ausmaß und Abdeckung zur Zeit noch nicht voll zu übersehen sind. Die neuen Kehlbeiräge. Die Bankenkrise der letzten Mansie hat vor allem für die Sleuereinnahmea verhängnisvoll« Folgen gehabt. Man rechnet, daß allein für da» Relch 500 Millionen Mark an Skeuera weniger aufkommen werden, als man nach den Schätzungen«vom Juni angenommen Halle. Dazu kommt beim Reich ein weiterer Einnohmeaussall vou nahezu l50 Millionen Mark, weil die ge- plante Veräußerung der Reichsbahnvorzugsoklien wegen des außer- ordentlich schlechten Kursstandes nicht durchgeführt werden kann. Aehnliche Einnalzrnerückgäuge ergeben sich bei den Ländern und den Gemeinden. Der Aussall bei ihren Reichssteuerüberweisungen wird auf 200 Millionen Mark geschätzt. Die Gemeinden rechnen auch noch Durchführung der bedenklichsten Sparmaßnahmen damit, daß in ihren Haushaltsplänen Fehlbeträge von insgesamt 350 Millionen Mark ungedeckt bleiben. Auch in der Arbeits» l o s e n v e r s i ch e r u n g ist ein neues großes Defizit zutage ge- treten. Vor allem der Rückgang der Beitragseinnahmen hat das erwartete Maß weit überschritten, so daß man mll einem Fehl- betrag von annähernd 300 Millionen Mark rechnen muß. Die größten Fehlbeträge drohen jedoch bei der Sozialversicherung. Hier betrögt, der Einnahmeausfall infolge des Vcitrogsrückganges nach Schätzung der Regierung im lausenden Rechnungsjahr rund drei Viertel Milliarden, im Rechnungsjahr 1032 sogar fünf Viertel Milliarden Mark."' Unzureichende Deckung. Die Deckung dieser neuen Fehlbeträge von vielen hundert Mit- lionen Mark ist naturgemäß heute schwerer denn je. Am leichtesten hat sich die Arbeitslosenversicherung die Lösung gemocht, indem sie den größten Teil ihres Fehlbetrages auf Reich und Gemeinden abgewälzt hat. Das ist durch.die Kürzung der Unter st ützungsdauer in der Versicherung geschehen, die eine entsprechende Verlängerung in der Krisensürsorge nach sich gezogen hat. Da die Krisensürsorge zu vier Fünftel vom Reich und zu ein Fünftel von den Gemeinden finanziert wird, haben sich daraus für dos Reich neue Lasten von mindestens 100 Millionen Mark und für die Gemeinden.von mindestens 25 Millionen Mark ergeben. Trotzdem ist die sinanziellr Lage des Reiches noch Verhältnis. mäßig gesichert. Denn den großen Fehlbeträgen im Reichs- haushalk stehk eine große Ersparnis durch den Fortfall der Reparoliovszahlnllgen gegenüber. Die Regierung hat diese Ersparnis im laufenden Rechnungsjahr mit 700 Millionen Mark eingesetzt. Dieser Betrag wird ausreichen, um das Defizit des Reiches wenigstens in der Hauptsache zu decken. Viel schlimmer ist die finanzielle Situation der Gemeinden. Zwar hat dos Reich wiederholt den Gemeinden neue Einnahme- quellen eröffnet und ihnen auch durch die letzten beiden Not- ocrordmmgcn besondere Zuschüsse überwiesen. Aber alle diese Aus- Wendungen sind bisher unzureichend geblieben, vor allen Dingen deshalb, weil das Reich zwar mit der einen Hand gab, aber mit der anderen wieder nahm. Besonders in der letzten Notverordnimg ist dieses Prinzip in einem Ilmfange durchgesiihrt worden, daß trotz der Erhöhung des Reichszufchusfes von 60 Millionen Mark auf 230 Millionen Mark die Gemeinde- finanzen fast gar keine Entlastung erfahren. Das ist kein Zufall und auch nicht allein aus der schwierigen Finanzlage des Reiches selbst zu erklären. Immer wieder verstärkt sich der Eindruck, daß in den maß- gebenden Reichsinstanzen eine Einstellung herrscht, die den Gemeinden nicht wohlgesinnt ist. Manch« Fehler einiger größerer Städte werden jetzt den Gemeinden zum Verhängnis. Es sind starke Kräfte im Reich am Werke, die die Diktatur der leepen Kassen in den Gemeinden ver- ewigen möchten. Denn diese Diktatur erscheint ihnen als ein will- kommenes Mittel, um die Gemeinden zu weiteren Aue- gabesenkungen, vor allem bei den sozialen Aus- gaben zu zwingen. Das Sch'ckfal der Gemeindefinanzen. Die Sanierung der Gemeindesiuanzen ist seil Monoten die brennendste Sorge der deuischen Finanzpolitik. Sie kann nicht durchgeführt werden, bevor nicht das Problem der RZohl- sahrtserwerbslosen gelöst wird. Ende Oktober war die Gesamtzahl der nnlerslühlea Erwerbslosen um etwa l.l Millionen höher als zur gleichen Zeit des Vorjahres. Die Zahl der lluler- stützlea in der Arbeileloseooersuherung war aber um Z76 OflO niedriger, dagegen in der krisensürsorge um gZg000 und ln der 7vohlsahrl«psl«ge um 664 000 höher. Während die Versicherung Ende Oktober 1930 noch 56 proz. der unkerstühtea Ermerlislosen betreute, uukerstühk sie zur Zeil nur noch ZO Vroz. 3c wchr sich aber die llotelstühuugslask von der Versicherung aus die Srisco- fürsorge und die Wohlsohrlgpslege verschiebt, um so solgensch-rnce ist die Auswirkung auf die Gemeindesimmzeu. Bereits im Dezember 1930 hat die sozialdemokratische Reichstagsfroktion einen Gesetzentwurf über die Schaffung einer neuen Reichsarbeitslos enfürsorg« vor- gelegt. Dieser Gesetzentwurf Hot Wege gewiesen, wie man das Problem der Wohlfahrtserwerbslosen lösen und die Gemeinde» finanzen oon diesem unerträglichen Druck befreien tonn. Obgleich dieser Gesetzentwurf in der ganzen Oesfentlichkeit Anerkennung und Zustimmung gefunden hat, hat die Regierung bisher nichts unter- nommen, um ihn durchzuführen. Gewiß ist die Enllastung der Gemeindefinanzen eine Frage der Beschaffung neuer Deckungsmittel. Die Reichsregierung Hot es für richtig gehalten, von den Reparationsersparnissen in diesen, Jahre der Reichsbahn allein rund 450 Millionen Mark zu überlassen. Das ist geschehen, obgleich die Reichsbahn über Betriebsreserven von mehr als einer halben Milliarde Mark verfügt. Allerdings sind diese Reserven überwiegend in Papieren angelegt, die heute nur mit bedeutenden Kursverlusten veräußert werden können. Trotzdem muß ein« solche Reserve in Zellen der Not angegriffen werden, und wem, das geschieht, steht mindestens ein Teil der Reparationsersparnisse für die Sanierung der Gemeindefinanzen zur Verfügung. Die Diskussion über die Lage der öffentlichen Finanzen rst in den letzten Monaten gegenüber der Erörterung der Wirffchosis- Problem« stark zurückgetreten. Zu Unrecht. Die Finanzsanierung— nach wie vor eine wichtige voraus- sehung für die Ueberwinduug der Wlrischoflskrlsc— ist noch bei weitem nicht vollendet. Die Regierung hat wiederHoll versichert, daß sie die Sanierung unter allen Umständen durchführen wolle. Sie hat sie praktisch immer wieder dadurch vereitelt, daß sie die Massen über» mäßig belastet, chie Besitzenden übermäßig gc- schont hat. Dieses Verfahren muß ein Ende hoben. Man gebe sich keiner Täuschung hin: die Entscheidung darüber, wie die Sanie- rung der öffentlichen Finanzen zu Ende geführt werden soll, ist ein« Entscheidung von hoher polllischer Tragwclle, und die Frage der Sanierung der Gemeinden und der Sozialversicherungsträgcr kann zur politischen Schicksalsfrage der nächsten Monate werden. End, Rinner. Oer Vorhang fällt. Hugenberg will der Wlrtschastspartei nicht antworten. Die Indiskretionen der Wirtschaftspartei aus den Verhandlun- gen, die chre Vertreter mit Hugenberg vor der letzten Reichstags- tagung geführt haben, werde» oon der deutschnatwnalen Pressestelle mll einer lakonischen Erklärung beantwortet, in der es heißt: „Die sonstigen in der Erklärung enthaltenen allgemeinen Andeutungen sind unzutreffende Wiedergaben über die stattge- fundene Unterredung. Es lohnt nicht, sich im einzelnen mit der Erklärung zu beschäftigen." Die deutschnationaie Pressestelle laß, also den Vorhang über diese für Hugenberg so kennzeichnenden und blamablen Berhand» lungen fallen. * Rf. S47» 4S. Zahrgang Sonntag, 22. November �931 i I j V *9 'Die Ltnbegrabenen und Unbekannten. Uet>«r KMVOA) Tote hat der WeWrieez gefordert, davon sind 1 800 000 deutsche Soldaten gefallen. Davon SZO 000 in Frankreich. Bon diesen 930 000 Toten sind nach einer Denkschrift des Volksbundcs für Deutsche Kriegsgrädcrfiirsorge 098000 Soldaten bestattet worden. 403 830 ruhen in Einzelgräbern, 244 155 im Massengrab. 230 000 tote Deutsche sind verschollen. Wenn im ehemaligen Kampfgebiet die französischen Bauern die Pflugschar ansehen, kommen noch dreizehn Dohren die Gebeine dieser Toten ans Licht unserer Tage. 3n der Zeit vom 5. September bis zum Z. Oktober wurden die Leichen von 191 deutschen und französischen Soldaten gesunden. Von den denk- schcn Gefallenem konnten 0 identifiziert werden, 44 blieben unbekannt: von dem französische» Gesallenen konnten 37 identisiziert werden, 104 blieben unbekannt. Die Identifizierten werden auf einem Friedhof beigesetzt, die unbekannten Soltwtcft werden in das B e i n h a u s von D o u a u m o n t bei Verdun gebracht. In der s r ci n z ö s i.s ch e n Kammer kam es darüber zu einer ergreifenden Debatte: In der Bachmittagssitzuirg vom 5. März 1931 interpellierte der Abg. chcnri Haye die Regierung über die immer wieder verlangte Absuchnng der ehemaligen Schlachtfelder nach Gefallenen. Nach chanc sprach der Bürgermeister von Verdun, der Abg. Schleiter, der beklagte, daß das Absuchen der Schlachtfelder tatsachlich sehr zu wünschen übrig lasse, var allem fehle es an Geld, nm für die Iben» tifiziernng der aufgefundenen Ueberreste etwas tun zu können. Hier erhebt sich der Abg. Dormann und ruft:„Wenn wir keine Rcenperateure hotten(das sind die Leute, die sich seit 1919 auf den Schlachtfeldern in Hütten und Unterstanden angesiedelt haben, um nach Metallen und anderen verwertbaren Gegenständen zu graben), dann würde sich überhaupt niemand nm die Toten kümmern!" Und der Bürgermeister von Verdun fuhr fort und bestätigte, daß diese «tetallsiicher bis feist 4936 Gefallene gefunden haben, darunter 1813 Deutsche. Dann stand der Pcnfionsminister Ehampetier de Ribes auf und berichtet unter atemloser Stille des Hanfes von einer geheimen Dienstreise, die er unternommen hatte. Da fand er in einem Schuppen bei Verdun seit sechs Jahren 9800 unein- gesargte Leichen liegen, die völlig eingetrocknet sind. In der Gegend von Dououmont liegen noch 12000 Leichen n n- bestattet in Schuppen und Toten Häusern.. Die Schrottsaminler bei Verdun haben Jahre hindurch allwöchentlich 600 Leichen gesunden. Das Beinhaus von Dmiaumont ist schon vollständig mit Leichen gefüllt. Man muß neue Riesengräber für Zehntausende von Gefallenen schassen. Allein in der Gegend um Verdun liegen noch 50 000 Leichen ganz dicht unter der Erdoberfläche. „Rton mußte", schloß der Minister erschüttert,„zwei- bis dreimal im Jahr die Schlachtselder regelrecht nach Leichen absuchen lassen. Das ist ganz furchtbar, das ist min der Krieg. Das mußte man den Leuten zeigen, die zu neuen 5krieg«n Hetzen: Kisten und Knochen!" Hier ruhen deutsche Soldaten. Dann gibt es ein kleines Oktavheft, das ist 80 Seiten stark und van dem oben genannten Lolksbund herausgegeben.„Das vorliegende Handbuch der> deutschen Kriegerfriedhöse in. Frankreich soll den Besuchern umeoer Kriegerfrievhofe«ii Frankreich ihre Reise iiäch Möglichkett erleichtern.. heißt«s in der Einleitung. Diestzs Heft ist der grausigste Reiseführer, den es gibt. 287. Friedhöfe, allein auf französischem Boden, flehen darin verzeichnet. Etwa so: St. Laurcnt-Blansty. Pas de Calais... 2,5 Kilometer ostnordöstlich Arras... 4446 Einzelgröber, 1 Sammelgrab mit 21 450 Toten.— Bahnhof: Arras(zum Friedhof 4,3 Kilo- meter), Strecke Lille— Paris. Unter- knnst nur in Arras. Der Friedhof ist von der französischen Militär-' behörde in den Jahren 1921— 1922 angelegt und vom Volksbund im Februar 1927 in Arbeit genommen worden.(Folgen nähere Angaben über die Ausschmückung des Fried- Hofs.) Der Friedhof enthält das größte deutsche Sammelgrab der Westfront. Lens-«allaumincS. Pas de Calais... 10 Kilo- Nieter nördlich Arras... 8193 Einzelgräber, 2 Sammelgräber mit 7437 Toten.— Bahnhof: Lens (zum Friedhof 0,8 Kilometer), Strecken Arras-Duicherque oder Lille— Dourges— Lens. Man kann von Lille aus auch über Carvin mit einem Autobus noch Lens fahren.— Unterkunft: Hotel Caron, Rue Thiers: Hotel Guäant, Rue de la Gare: sonst in Arras, Lille oder La Bassöe.— Der Fried hos ist mährend des Krieges als„Loretto-Fnsdhos" oder„Friedhof des XIV. A.-K." angelegt worden, war aber durch Kampfhand lunzen vollständig zerstört. Di« Franzosen haben ihn van Grund aus umgestaltet und durch Znbetwngen noch vergrößert... Maissemh. Aisne... 7 Kilometer nordwestlich Ct. Qu entin... 15406 Einzelgräber, 2 Sammelgräbcr mit 13 000 Toten. Bahnlzofc: Vicht cöurt(zum Friedhof 3 Kilmneter) und Vennaud(zum Friedhof ? KllöMdter), Streck. St. Qnentin— VÄu. oder St. Ouentm, Strecke Aachen-— Paris. Von St. Ouentm Autobus' nach Arras bis Ver- Der Soldatenfriedhof von Acheville während der Kämpfe um die Vimy-Höhe März— April 7977. In der Nadii zum Totensonntag sind über die deutschen Grenzstationen oiele Sonderzüge gerollt: didit gedrängt saßen Väter und Mütter, J(' itwe n und II ai se n auf den harten Bänken; jeder einen Strauß duftender Blumen in der Hand oder einen grünen Kranz auf dem Schoß. So fuhren sie durch die schmeigende Nadit und als der Morgen die Frühnebel zerteilte, stand an den fremden Bahnhöfen geschrieben: Ypcrn, Arras, Verdun oder Reim s. Es waren die Pilgerzüge deutscher Krieger hinterblieben er. Aber das ist ein schweres, schweres Wagnis für Mütter und für Witwer, und mitniditen leichter für die Männer, am Morgen auf einem der Hügel um Verdun zu stehen, die Tür zum Friedhof aufzuklinken und dann aufrecht vor diesem Wald von Kreuzen zu stehen. Männer, die der Hölle an der Somme entronnen, die tausendmal neben dem Tod einherschritlen, die sagten uns, es sei ein ersdiüllernder Anblick, in Neuoille-Si. Vaast, oben im Departement Pas de Calais, sieben. Kilometer oon Arras, auf der„Maieon Blanche" zu stehen vor den 36 420 Einzelgräbern. Als der Reichsbund der Kriegsbeschädigten im Sommer eine Fahrt zu den belgischen Gräbern, in Flandern machte, da war in- dem Zuge ein belagler Herr. Der findet auf der grausigen Sdiädel- stälte hei Langemarck das Grab seines Sohnes. Der war als Kriegsfreiwilliger 10t4 ins Feld gezogen und bei Langemarck geblieben. Der alte Vater, der hatte von irgendwoher einen Ahornzweig mitgebracht. Aber als er nun da so stand vor dem schlichten Kreuz, das Zweiglein auspackte und sich bücken wollte, um es niederzulegen, da sank der Alle ohnmächtig zusammen.„Und es ist nur ein Trost bei diesem namenlosen Leid", sagten die Männer von der Westfront,„daß du nicht allein dastehst und trauerst, es ist das gemeinsame Leid von Millionen Hinterbliebenen." - v-- -MÄ 'V: Der größte deutsche Soldatenfriedhof in Frankreich. Hier in Neuville— St. Vaast ruhen 36 420 deutsche Soldaten. Wir konnten große Mengen reinwollener icg persisch gemusterter Teppiche weit unter Preis einkaufen u. verkaufen Qualitäts-p�.. � a ivorlaff' ro0x200- u�so; «cW pÄ&g Verkauf nur Benin' CJ2, Spandauer S/r. 32 niüui».— llnferhmft wir in St. Quentrn.— Dieser zweitgriitzte i)fut|d)c Friedhos der Westfront ist von der französischen Militär- behördc 1924 angelegt worden.(Der VollÄnind Hot u. a. hier 72000 Lavendelftauden und auf den Massengräbern 7700 Wildrasen gepflanzt.) Ncirbillc-Lt. Vaast„Maison Blrutchc". Pas de Calais... 7 Üitvmeter-lördlich Arras. Bisher 30 420 Einzclgräber, es finden aber nach dauernd Zubetmngen, u. a. auch in ein neu angelegtes Sammelgrab, statt.— Bahnhöfe: Acres (zum Friedhof 7 Kilometer), Strecke Lille— Paris und Maroeuil (zum Friedhof Z Kilometer), oder Wont-St. Eloi, Strecke Ar ras— St. Pol.— Unterkunft nur in Arras.— Der Friedhof„Maifou Blanche", der größte deutsche Friedhof der Westfront, ist von der französischen Militärbehörde in den Jahren 1913— 1923 angelegt worden.• „Wollen wir alles vergessen" Als unsere Freunde vom Reichsbund der Kriegsbe- schädigten, Kriegsteilnehmer und Kriegerhinterbliebenen zum Grälerbefuch in Flandern waren und den belgischen Autobussührer fragten, wie das sniher hier aussah, memte er:„Der Krieg ist gewesen, was sollen wir noch lange darüber reden, wollen wir alles vergessen." Genau dasselbe sagen die französischen Mi- 1 i t ä r i n o a 1 i d c n, die ihr« Arme und Beine vorn an der Front gelassen haben und die heute den Friedhofswächter machen. Die deutschen Frauen müsien ja zu den Wächtern gehen, um sich die GrabstcUc sagen zu lassen. Dann sucht der Mann, wenn nötig. stundenlang, bis er den Namen des deutschen Gefallenen gefunden hat. zeigt die Grabstellc, ist freundlich, denn das ist nicht so einfach. ein Grab zu finden, well ein kreuz meist für zwei Tole gill: aus der Vorderseite steht ein Name, auf der Rückseiie ebenfalls. Nach vorn liegt ein Toter und nach hinten auch. Andererseits mutz man sich das nicht so vorstellen, datz nur Deutsch« die Gräber besuchen, da kommen Franzosen, Engländer. Sonnabends mitunter 3000 Men- scheu und verweilen vor dem Menin-Tor in Apern, in das die Rainen von 51000 toten Tomys, die vor Ipem sielen, eingemeißelt sind. Rim setzte nian das Gange einmal mngekehrt. Sagen mir, in der -»ugpiner Gegend hätte eine furchtbare Schlacht getobt, von Rheins- bcrg wäre kein Stein auf dem anderen geblieben. Jetzt, nach ändert- halb Jahrzehnten, kämen die Sonderzüge mit den Franzosen. So viel Polizei g'bt es ja gar nicht in der Mark Brandenburg, um die Franzosen sicher von Berlin nach Rheinsberz und zurück zu bringe». Aber in Belgien oder in Frankreich denkt kein Polizist daran oder hat es nötig, zum Schutz der Deutschen auf den Friedhof zu gehen. Viele Gebiete der ehemaligen Westfront sind übrigens eingezäunt und ein Schild verkündet:„Vorsicht, Lebensgefahr! Roch nicht geräumt!" Ein schlichtes Eichenkreuz. Da liegen oben an der Murmanküste, nicht weit vom Polarkreis, die Gräber einiger deutscher Soldaten. Öhne weiteres hat die Sowjetregierung gestattet, datz Deutschland seinen Gefallenen schlichte Denksteine setzen konnte. Unten, in den Tropen, da liegt das sudlichste Grab eines deutschen Soldaten. Ein ergreifendes Photo ist das, wie in der trostlosen arabischen Wüste, im fernen Transjordanien bei Maan an der Hedschas-Bahn, ein Denkmal steht: fjier ruhen deutsche Soldaten. Als übrigens Angehörige verschiedentlich vom Besuch der Ge- rackenensriedhöse zurückkamen, sagten sie:„Nein, mein Otto mutz ein Denkmal haben!" Das hat jede Regierung abgelehnt. Mit Recht. Wer heute über das Gräberfeld von„Mtnjcm Blanche" oder von bltontdidier schaut, kann nicht das Grab eines Musketiers von dem Grab eines Hauptmanns unterscheiden. Und er mützte ein empören- der Anblick sein, wenn jetzt, sagen wir, ein Jnflationsschieber käme und baute bei Reims einen protzigen Klotz hin und nebenan stehen Reih für Reih die schlichten Holzkreuze mit einer Blechmarke: Ge- sreiter Franz Habermüller aus München, b. Res. Feld.-Artl.-Rgt. 12, geb. 13. 7. 1891, gef. 9. 12. 1917. Nein, nein. So wie sie starben, in Dreck und Blut, in Sand und Rauch, so wie der Totenwagen kam, der das Brot bracht« und die Leichen unterschiedslos mitnahm, so wie die Äugeln sie trafen, ohne nach Namen und Ruhm zu fragen, so sollen sie auch begraben sein. Denn alle diese 6 000 000 Toten des Weltkrieges sind für den großen auch von ihnen ersehnten Wellfrieden gefallen. Zu etaer Kellerwohnung des Hauses Gipsstrahe 32 wurde in der Nacht zum Sonnabend eine Falschmünzerwerk st alt ausgehoben. Die Fälscher, der Schlosser Erich D allmann und sein Freund Wladimir Schmidt, wurden in einer Laube in der Londoner Straße 3 am Wedding festgenommen. Nach längerem Verhör gcstandeu sie. falsche 5- und 2- Mark- Stücke hergestellt zu haben. In der Gegend des Wedding wurden zwei Frauen beob- achtet, wie sie von Geschäst zu Geschäft gingen, kleinere Einkäufe machten und mit falschen S-Mark-Stücken bezahlten. Ein Geschäftsmann, der ihnen gefolgt war, ließ sie festnehmen. Bei der einen, die vor den Läden gewartet hatte und die Pakete trug. fanden die Beamten noch 1ö Falsch st ücke. Die Festgenommenen verweigerten jede Angabe und so wurde in der Nacht noch ihr ganzer Bekanntenkreis aufgesucht und oerhört. Die Kellerwohnung in der G i p s st r a ß e enthielt eine vollständig eingerichtete Falschmünzerwerkstatt. Die Fälscher hatten mit Gips- formen gearbeitet. Ein Streiten war nicht mehr möglich. Beim Verhör gaben ste an, etwa 600 Falschstück« hergestellt zu haben. Diese Angabe dürfte aber nach den vorgefundenen Formresten nicht zutreffen. Die Zahl muß erheblich höher sein. Auch Kührerscheine werden gefälscht. Hehlernest und Fälscherwerkstätte in Hermsdorf aufgedeckt ÄNan hack mancherlei Wege zw machen, viele Legiti- matione» vorznweisea nnd zu alledem noch eine Prüfung abzulegen, wen« man einen Führerschein für Kraftwage« erwerben will. Das wußte auch der Monteur Nonncberger in Hermsdorf, und er Keine Spur von Geistert. Von dem flüchtigen Bankdirektor Seiffert fehlt noch immer jede Spur. Gestern meldete sich ein Schaltecbeamier des Bahnhofes Friedrichstraße und gab an, daß er am Donnerstagobeiül einem Herrn eine Fahrkarte 1. Klaffe nach Paris ver- kaust habe. Auf diesen Reisenden patzte angeblich die von Seiffert bekanntgegebene Beschreibung. Danach müßte sich S. noch einen ganzen Tag in Berlin oerborgen gehalten haben, was nach Lage der Dinge unwahrscheinlich ist. Da von den Angehörigen Seifferls immer wieder die Vermutung ausgesprochen wird, daß der fluchtige Lankdirektor Selbstmord verübt habe, ist von der Landjägerei auch die Jagd Seifferts bei Alt-Ruppin abgesucht worden. Aber auch diese Maßnahme hat zu keinem Ergebnis geführt. Die 15 0 0 0 0 Mar k'.'we Seiffert noch am Doimttstag'von' einer Großbank abgehoben hat. sind auf einer anderen Bank wieder eingezahlt worden. Es war ein V e r r c ch- nungsfcheck, der für eine andere Bank bestimmt war. Operation Kahenellenbogens in der Eharite. Ludwig Katzenellenbogen ist am gestrigen Tage plötzlich schwer ertrankt, so daß heute seine Aufnahme in der Charite und die Behandlung durch Professor Sauerbruch notwendig geworden ist. Äatzenellenbogen leidet seit längerer Zeit an Darmgeschwüren und diese Krankheit hat suh jetzt infolge der Ausregungen der letzten Zeit erheblich verschlimmert. Falschmünzer verhaftet Eine Werkstatt für Fünfmarkstücke in der Gipsstraße brschloß. aus diesen Tatsachen ein einträgliches Geschäft zu machen. Beamte, die bei einer Diebstahlsaffäre in Nonncberger den Hehler vermuteten,»rächten nämlich bei einer Durchsuchung semer Wohnung in der Mühlenfeldstrahe in Herinsdorf interessante und überraschende Entdeckungen. Sie fanden nicht nur Stoffe, optische Jnstruknente und tausenderlei andere Dinge, über deren Herkunft Ronneberger nur sehr unbefriedigende Auskunft geben wollte, weil es sich nämlich um Diebeswaren handelt, sondern sie entdeckten auch ein vollkommen ausgestattetes Büro zur Herstellung von falschen Kraftwagensührerscheinen. Da war ein Stempel des Kraftfahramtes vom Polizeipräsidium Bremen, da waren Blankovordrucke für Führerscheine und noch mehrere andere behördliche Formulare und Amtsstempel. Herr Ronneberger muß eine zieinlich große Kundschaft gehabt haben, denn nicht weniger als 10 Führerscheine mit Namen, Adressen und Photos lagen, mit allen amtlichen Merkzeichen ausgestattet, zum Abholen bereit. Da- neben aber fehlte es nicht an neuen unbearbeiteten Vordrucken und einer weiteren Reche von Photographien und Adressen. Der Schwindler g e st a n d, diese Scheine für 30 bis 30 Mark das Stück hergestellt zu haben. Die Polizei vermutet, daß sich unter seinen Kunden auch gewerbsmäßige Autodiebe befinden, daneben aber fahndet man selbstverständlich auch nach den übrigen Beziehern. Ronneberger wird wegen schwerer Urkundenfälscha� dem Untersuchungsrichter vorgeführt werden. Seine Nachbarn glaubten bisher, wahrscheinlich weil vor seiner Wohnung ein reger Kraftwagenbetrieb herrschte, daß er sich in seinem Beruf als Moii- teur mit der Herstellung und Reparatur von Kraftwagenanhängcrn beschäftige. Was die Polizei zutage förderte, bewies, daß man sich irrte. Von einer Reparaturwerkstall konnte auch nicht eine Spur entdeckt werden. Liebestragödie im Wohnkeller. Die achtzehnjährige Braut und sich selbst erschossen. Zu einer Kellerwohnung im Quergebäude des Hauses Vreuzlauer Berg 7 spielte sich am Sonuabendnachmlllag eine Liebestragödie ab. Nach einem kurzem Workwechsel streckte der 22 Zahre alte Arbeiter Alex Qu. seine 18jährige Braut Wally p r e u tz durch zwei Schüsse nieder. Das Mädchen brach sofort tot zusammen. Nach der Tat richtete Qu. die Waffe gegen sich selbst und jagte sich eine Kugel in den Kopf. Die Kellerwohnung gehört dem Buchdrucker und Pförtner Gieseler. Aus Mitleid Halle er vor einiger Zeit den jungen Ar- bester Qu., der arbestslos war, bei sich beköstigt. Bei dieser Gc- lezenhest lernte Qu. die Stieftochter des Pförtners, die 18 Jahre alte Wally Preutz, kennen. Gieseler wollte aber von dem Ver- hällnl? nichts wissen und riet seine Stieftochter von dem jungen Manne ob. Darüber kam es zwischen den beiden Männern zum Zerwürfnis. Als Qu. am Sonnabendnachmsttag seine Braut auf- suchte, weille sie mll ihrem 12 Jahre asten Bruder allein in der Wohnung. Qu. schickte den ÄunM.aus den Hof. Der Bruder halle kaum die Wohnung"verlassen, W' Lü."'dre'�ur"äiischlotzsi' e r n e" Pistole hervorzog und zweimal auf seine Braut schoß. Während, das Mädchen auf der Stelle tot war, wurde der Täter mst einem Schläfenschuß noch lebend ins Krankenhaus am Friedrichshain eingeliefert. Polizeiabend bei Gevering. Der preußische Minister des Innern, Severing. hatte zu einen Polizeiabend in das Ministerium des Innern geladen. Zu- nächst sprach Polizeimajor R a t c 1 i f f e vom Polizeiinstitut Char- loitenburg über„Aufbau und Taktik der rechts- und linksradikalen Organisationen". Cr legte dar, daß die in letzter Zeit beschlag- »ahmten illegalen Schriften und gerichtlichen Verfahren klar ergeben, daß bei der Führung der Kampfverbände mit Gedanken- gängen gespielt werde, die bei der Polizei erhöhte Aufmerksamkeit auslösen müssen. Anschließend sprach Kriminalkommissar Werne- bürg über„Das Auto im Dienste des Verbrechens". „Ich habe selbst einen Jungen in Ihrem Alter, der eine ähnliche Enttällschllng durchgemacht hat, nur hat sich die Sache nicht so zugespitzt wie bei Ihnen. Er hat sich dann gegen meinen Willen freiwillig gemeldet, nur um seinen Freund nicht mehr sehen zu müssen. Na, die Sache ist gut ausgegangen, er ist Telephonist und wird es bleiben, bis der Krieg zu Ende geht, hoffe ich. Und über die Sache ist er tHngst hinweg. Sagen Sie mal— Sie werden doch bald achtzehn, hätten Sie nicht Lust, es ähnlich zu machen? Damit gehen Sie allen Unannehmlichkeiten aus dem Weg. Denn in diesem Fall wird man die Sache sofort niederschlagen. Na. andernfalls wandern Sie ja natürlich auch nicht ins Ge- fängnis. Sic bekommen Bewährungsfrist, aber wird man wie denn auf diese Geschichte hin überhaupt zum Abitur zulassen? So ganz glatt wird das wohl nicht abgehen."— „Aber das hat mein Bruder doch wahrhaftig nicht nötig, sich freiwillig zu melden", fuhr nun Germaine auf.„Er ist dach kein Verbrechet! Ich werde selbst zu dem Direktor hin- gehen und die Sache in Ordnung bringen— da mach dir nur keine Sorgen, Waller!" Der Bruder stand langsam auf., „Nein, Germaine, nein. Ich kann nicht mehr. Jetzt geht es einfach nicht mehr. Es ist ein seltsamer Zufall, daß Sie inich dazu auffordern", wandte er sich dem Beamten zu. „Ich habe mich schon vor einem Jahr gemeldet, ober ich habe dann nichts mehr unternommen, well meine Schwester und auch meine Mutter ich wollte ihnen das nicht antun. Aber jetzt kann ich nicht inehr. Ich war mir schon über alles klar. bevor Sie hierher kamen. Ich gehe nicht aus Furcht vor Strafe— das würde sich schon'irgendwie einrenken lassen. denn dem Primus sehen die Lebrer schon was nach. Aber ich kann hier nicht mehr leben— es erstickt mich. Es gibt innerlich für mich nur noch diesen Weg. Da draußen mit- machen dürfen, im Dienst einer großen Idee, für unser Land, � für unsere Freiheit— ja, ich glaube, jetzt bin ich reif dazu!"— j Draußen nahmen die beiden Beamten Frau Loriot tröstend in ihre Mitte. „Aber Frau Profesior, Sie dürfen die Sache nicht so tragisch nehmen! Ihr Sohn ist in der Pubertätszell— da sind sie alle reizbar und empfindlich. Das gibt sich alles wieder." „Und wenn er genommen wird, dann ist er noch lange nicht draußen. Dann kommt erst die Ausbildung, das dauert ein paar Wochen— mein Junge ist schon über ein Jahr in der Etappe." Frau Loriot nickte. „Ich werde mich schon mit allem abfinden", sagte sie. „Es ist eben alles so plötzlich gekommen. Gestern abend sahen wir alle drei unter dem Weihnachtsbaum— und nun kommt heute so etwas!— Einen Augenblick, meine Herren, nehmen Sie es mir bitte nicht übel. Bitte, verlassen Sie das Haus hier durch den Seitenausgang— wir haben den zweiten Stock vermietet, und ich möchte nicht, daß man irgendeinen Zu- sammenhang zwischen meinem Sohn und Ihrem Besuch ver- mutet." 20. Hinter dem Bahnhof dehnen sich die Gleise in verwirren- dem Durcheinander, weit und unabsehbar. Hier stehen Züge, die aus irgendeinem Grunde aus dem Verkehr gezogen wurden, hier warten Personenwagen auf die Säuberung durch die Wäscher, und auf den Nachbargleisen gibt es Güter- wagen, Tender, Geschützwagen, die Heeresgut führen und auf die Rangierung warten, Wagen mit Holz und Oeltanks, mit Kohlen und Petroleum. Ueberall Posten mit aufgepflanztem Gewehr. Immer wieder muß Germaine ihren' Ausweis vorzeigen, wenn sie wellerkommen will. Ueberall feldgraue Arbeiter, Soldaten, die Heeresgut verladen. Benzin schleppen, Wagen versiegeln. Neugierige Blicke, muntere Scherzworte fliegen zu. Gernraine. die ihre Hand über die Augen gelegt hat. um die grelle Sonne etwas abzublenden und spähend Umschau hält. „Suchen wohl Ihren Schatz. Fräulein?" Ein Unteroffizier kommt lächelnd auf sie zu und sieht ihr keck in die Augen. Sie errötet, nicht so sehr über die Frage als über diesen Blick und ärgert sich gleichzellig über dieses Rotwerden, das sie nicht bezwingen kann. Er nimmt ihren Ausweis zur Hand. „Waller Loriot— aha, der Student. Da drüben!" Er deutet nach rechts und ist ihr galant behilflich, die Schienen zu überschreiten und durch das Gewirr von Fäsiern und Kannen, von Tanks und Geschützteilen zu kommen. Auf einem Kohlenwagen stehen drei junge Soldaten und schaufeln. Ihre Uniformen sind schmutzig, auf den schweiß- bedeckten Gesichtern schwimmen Rußteilchen in kleinen, schwarzen Bächen herab. Der mittlere ist Waller. Er sieht eckig und mager aus, und die zu weite Uniform schlottert um Beine und Schultern. Germaine sieht ihn nur im Profil, sie sieht einen Teil der Stirn, die schmale, feine Nase und den kindlich geschnlltenen Mund. Sie sieht aber auch die schlechtsitzende, abgetragene Uni- form und den schinächtigen, jungenhaften Körper, der so gar- nicht zu dem Soldatenkleid passen will, und ein scharfes Ge- fühl des Schmerzes und des unbändigen Zornes zugleich durchzuckt sie. Warum muß dieser junge, unausgereifte Mensch hineingestoßen werden in diese Welt der ödesten Gleich- macherei! Gibt es denn nicht genug andere, deren Berus die körperliche Arbeit ist? Würde es irgendjemand einfallen, einen Kohlenschaufler oder einen Lastträger in eine Gelehrtenstube zu setzen, mit der Weisung, nun hier geistige Arbeit zu leisten? Aber das Umgekehrte schien hier die natürlichste Sache von der Welt zu sein. Roch schwankte sie, ob sie sich überhaupt sehen lassen sollte, ob der Bruder nicht verlegen und beschämt werden würde, wenn sie ihn jetzt erblickte. Aber im gleichen Augenblick wandte sich Waster. durch ein Zeichen seiner Kameraden aufmerksam gemacht, ihr zu Freudigste Ueberraschung matte sich auf seinem Gesicht. Dann sprang er mit einem Satz vom Wagen. „Germaine. Schwesterle, das ist ja herrlich!" Stürmisch faßte er ihre beiden Hände.„Entschuldige, ich habe.schwarze Pfoten, ich.muß überhaupt schandbar ausschauen in meiner Kluft, aber das schadet nichtsl Herrgott, ist das schön, daß du hier bist!" Germaine sah besorgt in das schmale Gesicht.„Wie hältst du das bloß aus, Walter! Muht du denn ausgerechnet Kohlen schippen?" � „Ist nicht so schlimm, wie nochmal so schlimm", sagte der junge Mensch übermütig.„In einer Biertelstunde werden wir abgelöst, dann spül' ich mir den schwarzen Rahm ab und zieh die andere Uniform an! Das ist hier nun mal so— wir sind alle drei Akademiker.— der neben mir ist Dr. iur ein feiner Kerl, ich werd' ihn dir vorstellen." „Kannst du dich denn nachher freimachen?" fragte Ger- maine. (Fortsetzung folgt.) ?!r. 547- 4S Jahrgang 2« Contifog, 22. Jtebcmöer 1931 Die Tragödie des Postschaffners Zuchthaus für Unterschlagung von Einschreibebriefen 3m Postwagen zunschm verlin und Hamburg verschwanden Einschreibebriefe. 3m Aebruar dieses Jahres begann es damit, vian fand den Dieb in der Verson des Postichassners Tl. Er war allein im Postwagen zwischen Berlin und Hamburg, vfsnele die Einschreibebriefe, in denen er Geldscheine vermutete. nahm sie an sich und verbrannte Briefumschlag mit Restinhalt. Weshalb aber dieser Zöjährige Beamte, seil elf Jahren im postdiensl, Berufslau fbohn und Zamilienglück wegen lumpiger 1209 Alk. so frevelhaft aufs Spiel gefetzt? Weshalb? Das erzählte er vor dem Schöffengericht Berlin-MUtc. Er war verheiratet und Vater eines Kindes. Seine Frau betrieb ein kleines Geschäft. Es ging nicht. Es war verschuldet. Die Gläubiger drängten. Er unterschrieb für die Frau Wechsel. Während er aber zwischen Homburg und Berlin fuhr, hinterging die Frau ihn mit einem anderen. Dann suchte sie das Weite und hinterließ ihm d i e S ch u l d c n. Er heiratete zum zweiten Male, die Zahlungs- tsrmine für die Wechsel nahten, wo sollte er das Geld hernehmen? Der Gedanke gab ihm keine Ruhe, er verfolgte ihn während seiner einsamen Fahrten zwischen Berlin und Hamburg: da faßt er den unglückseligen Entschluß, die Einschreibebriefe mit Gcldinhalt zu öffnen. Wieso konnte R. aber monatelang die Vernichtung der Einschreibebriefe betreiben? Eine Frage, die sich im Gerichtssaal in ähnlichen Prozessen dem Zuhörer immer wieder aufdrängt, vi« Antwort darauf gab der Postsuchverständige■ e s gibt keine Kontrolle der Einschreibebriefe, auch keine Gewähr dafür, daß sie dem Adressaten wirklich zugestellt wurden: die Gc- wahr ist hier nicht größer als bei einfachen Briefen. Die Ein- schreibebricse werden beim Pystamt nicht mehr wie früher in Listen eingetragen, und dem Postschaffner im Postwagen werden sie nicht mehr wie früher mit Begleitlisten laut Zahl eingehändigt, damit er die Liste am Empfangsort weitergibt. Alles aus Ersparnis- gründen. Aus Ersparnisgründen tun auch nicht mehr zwei Be- amte im Postwagen Dienst, sondern nur noch einer. Eine Kon- trolle für eingeschriebene Briefe ist somit überhaupt nicht mehr vorhanden Der Staatsanwalt beantragte zwei Jahre Zuchthaus. Das Gericht ging über die Mindeststrafe von einem Jahr Zuchthaus hin- aus und verurteilte den ungetreuen Postschaffner zu einem Jahr drei Monaten Zuchthaus und Aberkennung der bürger- lichen Ehrenrechte auf drei Jahre. Auf die„milde" Strafe hieß es in der Urteilsbegründung sei nur erkannt worden, weil der Auge- klagte seine Tat aus unverschuldeter Notloge begangen hatte. Vielleicht ist das für die Post der Anlaß, das Kontrollsystem für die Einschreibebriefe wieder einzuführen Wofür zahlt eigentlich das Publikum die Einschreibegcbühr? Kür die Alten von Tempelhof. Ein mustergültiges Sozial- und Kleinrentnerheim. Abseits vom Großstadtlärm und doch nicht abgelegen, in Mariendork, Strelitzstraße, hat das Bezirksamt Tempel- Hof seinen Sozial- und Kleinrentnern ein hübsches Altenteil crlxuit. Nach dem Grundsatz: viel Sonne, viel Wärme war man bestrebt, die Wohnräume nach der Sonnenseite zu legen, und so erstand eine hufeisenförmige Bauanlage. Es sind 92 Wohnungen— davon KS Cinzi ininer- und 27 Zweizimmerwohnungen— erstanden, von denen jede«inen kleinen, abgeschlossenen Küchenraum besitzt. Den ur° sprünglichen Plan einer Gemeinschaftsküche ließ man fallen: die alten Leutchen haben sich ihr Ruheplätzchen mit all dem ihnen lieb- gewordenen Krimskrams aufs behaglichste eingerichtet, voll Stolz öffnet jede die Türe zu ihrem Heim und bittet die Besucher ein- zutreten und zu bewundern. Auf Tischen und Vertikos prangen Decken und Deckchcn, und in der Llliputküch« brodelt das Mittag- essen; gute Wandbilder, schönes, altes Porzellan sprechen da und dort von vergangenen, besseren Tagen... Aber sie haben sich allesamt hineingesunden in die veränderte Lage, viele von ihnen haben mit diesem schönen Heim sogar einen roest besseren Tausch gemacht. Bäder sind in genügendem Maße vorhanden, ebenso Wasch- k ü ch e n, Trockenkammern und Plättstuben, für die Fortschrittlichen sogar mit Motorantrieb. Auch der Geselligkeit ist gedacht, in jedem Stockwerk befindet sich am Flurende ein Aufenthaltsraum, außerdem gibt es ein Lesezimmer und ein Gesellschaftszimmer mit Klavier. Jede Wohnung hat außerdem Radioanschluß. Die Räume sind in hellen, freundlichen Farben gehalten, jedes Fensterbrett blumengeschmückt, für den Soinmer ist ein großer ostener Liegeraum vorgesehen, dazu Zentralheizung, Müllschlucker, eingebaute Geschirrschränke. Der Mietpreis schwankt zwischen 22 bis 28 Mark pro Monat, dafür wird Wohnung, Heizung, Beleuchtung und Kochgas gestellt. „Was lange währt, wird gut" läßt sich auch hier behaupten. Der Plan zur Errichtung dieses Altersheimes geht nämlich auf das Jahr 1924 zurück, im Jahre 192b erfolgte der Grundstücksankauf, das Jahr 1927 brachte die Bewilligung der ersten Baurate, das Jahr 1928 eine weiter« finanzielle Zuwendung, und im Oktober �930 konnte mit den Erdarbesten begonnen worden. Arbeiter-Rad- und Sraflsahrer-Bund„Solidarität" und Ar- beiterwohlsahrl. Durch ein« Aussprach« mit einem Vertreter des Hauptausschusses für Arbeiterwohlfahrt Berlin und dem Bundes- vorstand des Arbester-Rad- und Kraftfahrer-Bundes„Solidarität", Offenbach o. Main, find die Differenzen, die bisher zwischen diesen beiden Körperschaften bestanden haben, beseitigt. Der Bund emp- stehlt den Mitgliedern, die Lotterie der Aroeiterwohlfahrt mich weiterhin nach Kräften zu unterstützen. Siurm über Oeutschland. Am Dienstag, dem 24. November,'findet im Herrenhaus lPlenarsaal). Leipziger Straße 3, um 20 Uhr eine große repu- blikanischc Jugendkundgcbung statt. Thema:„Sturm über Deutschland! Aufbruch oder Verderben?" Es sprechen Staotsminiftcr Carl Sevcring, cand. jur. Kurt Bley. R-- gierungsrat Dr. Walter Kolb. Regierungsrat Dr. Hans Muhle.— Fritz Äortner rezitiert.— Janforenmusik. Die Veranstaltung wird getragen vom Deutschen Republikanischen Studentenbund, der Freien Nationalen Schülerschaft und dem Deutschen Republi- konischen Pfadfinderbund. Anfragen und Vorverkauf Berlin SW. 11, Bernburger Straße 18, III. Tel. B2 Lützow 6491. Donnerslog wieder Sladlvcrordneleusihung. Die Swd:- verordneten treten am Donnerstag zu ihrer nächsten Sitzung zusammen. Auf der Tagesordnung stehen u. a. die Zlb- stimmungen über die Sparmaßnahmen beim Nachrichtenamt und die Fortsetzung der zweiten Beratung des sozialdemokratischen Antrages über die Sparverfügtmgen des Magistrats. Die Beratungen beginnen um IKÄ Uhr. Mit Wertheim ins Märchenland. Ab Montag, den 23. November, bis einschließlich IS. Dezember veranstattet die Firma A. W e r t h e i m, gemeinsam mit der Reederei Nobiling, Dampferfahrten für die Berliner Schuljugend mit dem„Wintermärchen" nach dem„Mllggelschlöhche», wo weihnachtliche Märchenspiele die kleine Gesellschaft erfreuen sollen: die gestrige Probesahrt, an der in der Hauptsache Lehrpersonal und andere schulbchördlichc Vertreter teilnahmen, brachte berests den Vorgeschmack der kommenden Genüsse. Im festlich geschmückten „Wintermärchen" ging es den Müggelbergen zu; im Restaurant „Müggelschlößchen" wurden die Gäste mit Musik empfangen, dann stieg das weihnachtliche Märchenspiel„Die Wunderkistc". Vater und Mutter, die einen Gang zu besorgen lx>ben,�übergeben die wohl- verschlossene Weihnachtskistc der Obhut ihres Sohnes. Geplagt von Neugier, bleibt der Jüngling auch wirklich standhaft und nimmt Zuflucht zu seinem Hochintercssanten Seemannsschmöker: auf einmal gibt es einen mächtigen Krach, der Kistendeckel fliegt hoch und der ivackere Seebär aus der Geschichte steht leibhaftig vor dem staunenden jungen Mann: nachdem er mit Humor feine Reisegeschichte zum Besten gab, verschwindet er wieder, woher er gekommen und an seine Stelle tritt ein luftiger Malersmann, der allerlei Allotria auf der Leinwand treibt: ihm folgt eine jodelnde Tirolerin, ein Zulu- kaffer und noch andere fröhliche Leute, die ihrem Publikum nicht bloß was vormachen, sondern in lustigem Frage- und Antwortspiel die kleine Gesellschaft mitmachen lassen. Währead der Dampferfahrt prokmzieren sich am Mikrophon jugendliche Rezitatoren, wer will. kann sich bei Wertheim dazu melden und erhält für seine„künstlerische Tätigkeit" ein hübsches Spielzeug', außerdem werden Naschereien und Kausbons unter die Kinder verteilt. Der ganze Spaß tostet 78 Pf., es haben sich berests 8000 Teilnehmer gemeldet; die Zährten finden täglich, außer» Sonntags, um 14� Uhr ab Jannowitzbrücke statt. CqUTE GjPÜNDE zeigen wir Ihnen hier. Aber tausende mehr, mindestens ebenso gute finden Sie in unseren Schaufenstern und in unseren Geschäften, warum es auch für Sie goldrichtig ist, dem Rat zu folgen-— Den Zweispitz aus Filz. elegant in der Linie und mir Glanzbiesen dezent und schick?(1i earniert. kaufen Sie... I u r n u t MW Der einfarbi|e Mantel ist immer elegant. Dieser aus praktischem Stoff ist flott in der Linie, mit großem Pelzschal ver- brämt und ko- M 50 stet-natürlich> M auf Futter, nur■ Ein besonders Mantel, an dem rige. volle Pelz wirkt. 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Als Schiller gestorben war, für den er bekanntlich die innigste svreundschost empfand und in dem ihm, wie er an Aalter schriebi die Hälfte seines Daseins verloren ging, weigerte er sich entschieden, die Leiche zu sehen:„Warum", so äußerte er sich später Johannes Daniel Falk gegenüber beim Tode Wielands,„soll ich mir die lieblichen Eindrücke meiner Freunde und Freundinnen durch die Entstellungen einer Maske zerstören lassen. Es wird ja dadurch etwas Fremdartiges, ja völlig Unwahres meiner Einbildungskraft aufgedrungen. Der Tod ist ein sehr mittelmäßiger Porträtmaler." Daß Schillers Leiche nicht öffentlich ausgestellt wurde, fand durchaus seinen Beifall:„Unangemeldet und ohne Aufsehen zu machen", so sagte er,„kam er nach Weimar, und ohne Aufsehen zu machen, ist er auch wieder von hinnen gegangen Die Paraden nn Tode sind nicht das, was ich liebe." Welche �Gefühle ihn für den Freund beseelt haben, zeigt der 1805 entstandene„Epilog zu Schillers Glocke", der rührendste Tribut der Verehrung und Liebe, welcher dem Toten dargebracht werden konnte. Beim Tode seiner Freundin Charlotte von Stein trug Goethe völlige Gleichgültigkeit zur Schau. Um sein« schwer erkämpfte Ruhe nicht zu verlieren, verhielt er sich Todesnachrichten gegenüber an- scheinend teilnahmslos, er sprach kein Wort, ging kurz über die Angelegenheit hinweg und suchte sich durch ernste Gespräche, durch Betrachtungen über wichtige Gegenstände zu sammeln. Der Tod des Grohherzogs Karl August riß eine ungeheure Lücke in sein Leben. Weil er den Schmerz über den Verlust eines solchen Freundes nicht öffentlich zeigen wollte, flüchtete er nach Dornburg, wo er bis nach der Beisetzung blieb. Als die Großhcrzogin-Mutter Anna Amalia gestorben war, die er besonders verehrt hatte, fürchteten seine Freunde, daß die Nachricht ihn bei seinem Alter stark erregen, seiner Gesundheit schaden könne. Aber Eckermann traf ihn in heiterer Stimmung beim Mittagessen an. Cr blieb auch durchaus gelassen, als die Totenglocken zu läuten begannen, die Eckermann und Christiane durch loittes Sprechen zu übertön«n suchten. In Wirklichkett war diese Gelassenheit mir Maske gc wesen, denn als Soret am nächsten Tage den Dichter besuchte, fand er ihn in Gedanken versunken und niedergedrückt:„Ich muß mit Gewall arbetten, um mich oben zu hallen und mich in diese plötzliche Trennung zu schicken", sagte Goethe.„Der Tod ist doch etwas so Seltsames, daß man ihn, unerachtet aller Erfahrung, bei einem uns teuren Gegenstände nickst für möglich hält uiid er immer als etwas Iliigläubliches und Unerwartetes eintritt. Es ist gewissermaßen eine Unmöglichkeit, die plötzlich zur Wirklichkeit wird. Und dieser Uebergang aus einer uns bekannten Existenz in eine andere, von der wir auch gar nichts wissen, ist etwas so Ge- waltsames, daß es für die Zurückbleibenden nicht ohne die tiefste Erschütterung abgeht." Beim Tode seines einzigen Sohnes August, der in der Fremde starb, war das Verhalten Goethes gleichfalls allen ein Rätsel. Als Kanzler Müller ihm die Trauerbotschaft überbrachte, staunte er über, seine Fassung und Ergebenheit. Ebenso Eckermann, der August nach Italien begleitet, ihn aber in Genua verlassen und aus der Heimreise die Todesnachricht empfangen hatte. Er war äußerst besorgt, wie Goethe den Ansturni väterlicher Gefühle überstehen würde und völlig überrascht, als der Dichter ihm am Abend des 23. November 1830 gelassen gegenübertrat und kein Wort über seinen Sohn sprach. Ruhig und heiter empfing Goethe später auch den Reisegefährten Augusts, den Engländer Sterling, ihm gegen- über erwähnte er den Verstorbenen ebenfalls nicht. Um über derartige Ereignisse, durch die andere Menschen sich tief erschüttert zeigen, mit solcher Gelassenheit hinweggehen zu können, mußte der Dichter eine beruhigende Ueberzeugung vom menschlichen Zustande nach dem Tode gewonnen haben. Wie aus verschiedenen Aeußerungen hervorgeht, glaubte er an die Un- sterblichkeit der Seele, so sagte er beim Tode Wielands:„Von einem Untergang solcher hohen Seelenkräste kann in der iliatur niemals und unter keinen Umständen die Rede fein: so ver- schwenderisch behandelt sie chre Kapitalien nie!" Daß er von der Unvergänglichkeit seines eigenen Daseins ebensalls fest überzeugt war, bekundet der Ausspruchs„Die Natur ist verpflichtet, mir eine andere Form des Daseins anzuweisen, wenn d>e jetzige meinen Geist nicht serner auszuhalten vermag." Mit Grübeleien üb«r die Unsterblichkeit sowie mit sehnsüchtigen Gedanken über die Form eines zukünfttgen Lebens aber hat Goethe sich niemals befaßt. 9>hönix: Votengebräuche bei den Primitiven Im Leben jener Völker, die wir die Primitiven nennen, sind wichtige Abschnitte des Lebens, wie Geburt, Hochzeit und Tod, aufs reichhaltigste mit Zeremonien umrankt— genau so, wie es, wenn- gleich in durch die Zivilisation abgeschwächter Forin, auch bei den Kulturvölkern der Fall ist. Besonders der Tod, als der bedeutungs- vollste Moment des Lebens, wird mit einer Fülle von Gebräuchen umgeben, die uns Europäer, weil wir eben die zugrundeliegenden Gedankcnkomplexe nicht genau wissen, meist höchst selssam, um nicht zu jagen widerwärtig, anmuten. In Deutsch-Neuguinea werden dl« Verstorbenen zwar begraben, doch behält man ihre Schädel zurück, um sie' auf merkwürdige Weise zu präparieren. Man trägt eine plasttsche Masse auf, aus welcher man das Gesicht herausmodelliert: die Augen macht man aus Muscheln, die Haare aus Fellzotleln. Die so bereiteten Schädel dienen dann mancherlei abergläubischen Handlungen. I» anderen Teilen'Neuguineas werden die Leichen auf Gerüsten, die in der Gabelung der heiligen Feigenbäume angebracht sind, ausgesetzt und so ganz einfach dem Zerfall überlassen. Wenn bei den Koita auf Neuguinea jemand gestorben ist, wird er reich geziert und rot geschminkt. Die Dorfleute nehmen nun von deni Toten Abschied, indem sie sein Gesicht mit ihrer Nase berühren, und wachen dann jammernd und fastend einen Tag und eine Nacht bei der Leiche. Dann wird der Tote aus einen breiten Stuhl gesetzt, neben ihn seine Frau und sein ältester Sohn, in Ermangelung derer seine beiden nächsten Verwandten. Eine Stunde lang wird ge- trommelt und gesungen— dann werden die Besitztümer des Ver- ftorljenen zertrümmert und neben ihn gelegt. Dann nimmt man von der Leiche alle Schmuckstücke ab, nimmt Abschied, rollt sie in ein« Matte, die man an einer Stange trägt und so wird er dann begraben. In den nächsten Tagen finden Leichenschmäuse statt. Die Witwe wird vom Kopf bis zum Fuß schwarz angestrichen und kahlgeschoren; so muß sie ein halbes Jahr bleiben, dann wird sie mit dem Saft un- reifer Kokosnüsse wieder gesäubert. Im Mekeogebiet geht es noch komplizierter her bei einem Todes- fall. Bei dem Begräbnis muß sich der nächste männliche Verwandte, wenn die erst« Lage Erde aus den Toten geschüttet worden ist, weinend ins Grab werfen und dort bleiben, bis es endlich voll- geschaufelt ist. Dann darf er sich nicht wieder blicken lassen auf Wochen und Monate hinaus; nur mit einem Maittel aus rohen Baumrinden bekleidet, muß er sich tagsüber• verstecken und nachts weinend auf den. Grabe sitzen. Inzwischen geben sich aber die übrigen Trauergäste einem fröhlichen Feste mit Tastz und Spiel hin, dos in einem Festmahl gipfelt, bei dem sie um die Wette nach einem aufgehängten Eber- oder Känguruh-Schlegel schnappen. Erst nach etlichen Wochen, selbst erst nach Monaten, beginnt die feierliche Anlegung des Trauerschrmicks. Die Männer werden schwarz ange- strichen und bis auf zwei Büschel über dem Ohr rasiert; die Frauen werden aber gänzlich geschoren. Dann werden Halsbänder, Hüft- gürtcl und Armbänder aus geflochtenen Binsen oder Gras angelegt. So müssen die Verwandten mehrere Monate trauern, dürfen sich während dieser ganzen Zeit nicht baden und smd verschiedenen Speise- verboten unterworfen. Nach Ablauf dieser Zeit werden sie gebadet, der Trauerschmuck wird ihnen abgenommen und ein Schweineschmaus mit Tanz kündet die Rückkehr zur normalen Lebensfreude an. Bei den Kiwai auf Britisch-Neuguinea wird der Tote auf eine Plattforin gelegt, täglich werden Geschenke zu ihm getragen und die Verwandten begießen den Leichnam mit Wasser, um deix Zersetzungs- prozcß zu beschleunigen. Sobald nur mehr die Knochen übrig sind, werden sie gewaschen und im Garten begraben. Den Totenschädel bindet sich aber der nächste Leidtragende um den Hals und trägt ihn so«ine Zeitlang; sie glauben auch, dadurch weissagen zu können. Einer der entsetzlichsten Trauerbräuche herrscht bei den Berg- siämmcn landeinwärts der Geelvinkbai. Die Leichname werden auf einem Gerüst oder gar an der Wand ihrer Hütte zum Trocknen auf- gehängt; das abfließend« Lcichenwasser wird m einem Gefäß auf- gefangen und die Witwe muß davon trinken mtt der Begründung, daß sie sterben müsse, wenn sie es unterlasse.., Im Osten von Negguinea tragen die Verwandten die Fuß- und Fiygerknöchelchen des Berstorbensn als Armbänder und Halsketten: und au« den Röhrenknochen verfertigen sie löffelartige Spateln, mtt denen sie bei den Festen den Kalk zum Betelkauen aus den Gefäßen hercmsschöpsen. Bei einem Stamme in Neu-Pommern, den Sulka, geht es bei den Begräbnissen äußerst umständlich her. Während der Leichnam schön geputzt in seiner Hütte aufgestellt wird, werden seine Felder verwüstet, seine Schweine geschlachtet und— ist er ein reicher Mann gewesen— seine Frauen getötet. Am nächsten Tage wird die Leiche, der Kopf über die Erde, im Hause selbst beigesetzt und mit Bananen- blüstern zugedeckt. Dann werden Stein« herumgelegt und ein Feuer cieiirfncht. So schlasgiu' dann länger« Zeit die Verwandten neben dem .Tötest, die Männer auf der einen, die Frauen auf der anderen Seite. In Neu-Mecklenburg und'nuf'Neu-Hannover wird der Tote zu- erst aus Speeren im Dorfe herumgetragen und dann verbrannt. Ehe er eingeäschert ist. wird ein Stück von ihm an die Jünglinge des Dorfes verteilt. Dabei gibt es lautes Wehgeschrei; nach etlichen Wochen wird die Asche mit Kokosnußöl zu einem Brei angemacht, womit sich die Leidtragenden am ganzen Körper einschmieren. In den Rosselbergen wird der Tote in sitzender Stellung mit Kalk be- strichen, dicht in Blätter gehüllt und so ganz einfach auf einem Querbalken unter dem Dach seines Hauses aufbewahrt— oft jahrelang. Alle diese Bräuche werden, wenn auch abgeschwächt, beim Tode von Kindern beobachtet. Ganz eigenartig ist folgendes: Bei den Mafutu läßt sich eine Frau, die ein Kind verloren hat, einen Finger Tag der Toten. Än deinem Grabe habe iG gestanden, Du lagst gefällt, Genosse, Kamerad, Im«Äamps sür freies Volt und freien Staat. Verrußter 5Mord beging die feige Tat. Es wüteten die menthleristtzeu Bauden. Einst habe viele Gräber iG gesehen: JSreuz stand bei �reuz in namenlosem Leid. Das war des Krieges grauenvolle 3eit, LNillionen Gräber, furGterliG gereiht, 3Nillivnen Herzen, die in Gram vergehen. I�nd dann ein Hetbsttag, dumpf undsGwer und grau? Ein Fleckchen Erde, 5Xuhstatt einem Knaben. Not, Hunger, Siechtum haben ihn begraben, Böir standen stumm, durchschüttelt, denn wir gaben Dem letzten-SZind der armen Nachbarsfrau Den letzten Gruß, ein Frieren in den Knochen. G, wieviel Leben waren da zerbrochen... Ein stiller Sonntag, Freunde, Jahr um Jahr Gibt unfern Toten weihevolle Stunde. Es blutet neu die hundertfache B3unde, Die unter T�ampf und Not verkapselt war. Das Ist ein- ernstes, heiliges Gedenken, 3Xnd diese Stunde soll Erfüllung sein. 'Weil über Leid, vollkommen, klar und rein, Wir in die Lukunft unsre Blicke lenken. L!rieg sei dem Kriege, Sltieg der blassen Not 3Xnd-Krieg der Schmach von feigen LNenchelmördern! Der Freiheit-dienen und die Zukunft fFrderu, Ist diesxr Feierstunde streng Gebot. Nur wer da» Lebeu ehrt, der ehrt den Tod! Henut-s Duderstadt. amputier«, und da die Kindersterblichkeit nicht gering ist, so steht u«l dort oft gemrg Frauen, denen etliche Finger fehlen Einzelne australische Stämme dörren ihre Toten bei einem schwachbrennenden Feuer, um sie dann eittweder in Astgabeln oder in röhrenförmigen Erdschächten beizusetzen. Sie schleppen sie wohl auch auf ihren Wanderungen mit sich. Manche Stämme bestatten ihre Toten nicht ganz, sondern heben sich eine Hand, die Knochen eines Armes oder Beines, auf; knese Reliquien werden getrocknet und als Schutzamulettc um den Hals getragen. In Zcntralaustralien bringen sich die Männer, denen ein Ver- wondter gestorben ist, am Oberschenkel tiefe Wunden bei, die sie durch Umschnüren klaffend erhallen; außerdem bemalen sie sich mtt Kalk und sengen sich Bart und.Haare ab, desgleichen tun auch die Weiber. Bei den Tinguianleuten, einer Völkerschaft auf den Phllippinen, ist ein Begräbnis sowohl sür die Witwe als auch für die männlichen Angehörigen des Verstorbenen eine sehr unangenehme Sache. Erster« wird während des drei Tage dauernden Leichenzeremoniells ge- zwungen, unter einer weißen Decke hocken zu bleiben und wird Tag und Nacht van Wehklagenden bewacht und umgeben. Die Verwand- ten bekommen aber gm Morgen des dritten Tages jeder isg Hieb«, „damit sie ebenso betrübt seien, wie die engere Familie des Toien.-..". Ein Gebrauch, der in bezug auf die Innigkett der ver- wandtschaftlichen Beziehungen tief blicken läßt! Auf den Andamanen. einer Inselgruppe zwischen Vorder, und Hinterindien, finden sich ebenfalls höchst sonderbare Totengebröuche. Die Angehörigen beschmieren ihren Kopf mit olivgrünem Lehm und bemalen den Körper mit gelbem Ocker. Nach drei Monaten werden die Toten wieder ausgegraben; die Schädel werden rot bemalt und mit Fransen geziert. Hatte der Berstorbene eine Gattin, so muß diese einen solchen Schädel ihr Leben lang am Rücken mit sich herum- trogen!— Ist leine Witwe vorhanden, so muß der nächste Angehörig« dicje Pflicht erfüllen. Alle diese Gebräuche, so abstoßend und zwecklos sie uns er» scheinen mögen, haben einen für die Ausübenden bedeutungsvollen Sinn; sind es doch tiesverborgene, oft verdrängte Affekte in bezug auf den Toten, die darin zum Ausdruck gelangen und teilweise abreagiert werden. So findet zum Beispiel verborgener Haß gegen den Toten. der sich selbst nicht eingestanden werden durfte, durch manche dieser Zeremonien seine Sühne. Die Wissenschaft der Ethnographie hat über all dies ein überaus reichhattiges Material gesammelt; die Deutung derselben ist von der Psychoanalyse unternommen und oft mit Glück durchgeführt worden. Bon hier aus fallen Lichter auf jene Borstellungen, welche die primitiven Böller mit dem Tode ver- binden— und damit aus eine der Wurzeln, aus denen Religionen hervorgegangen sind._ JlelleHe Sübelhandfchriflen entdeckt Zu den wichtigen Bibelhandschriften, die im letzten Jahrhundert aufgefunden wurden und die Textkritik der Bibel aus eine neue Grundlage stellten, tritt jetzt nach einer Pause von etwa 23 Jahren eine neue Entdeckung, die keinem früheren Funde an Bedeutung nachsteht. Es handelt sich um eine Gruppe von griechischen Bibel-Papyri, die von einem englischen Handschriftensammler A. Ehester Beatty erworben worden sind. Es handelt sich äugen- scheinlich um die Bibliothek einer christlichen Kirche oder eines Klosters in Aegypten. Diese neuen Bibelhandschristen sind, wie Sir Frederic Kenyon in einer Besprechung In der„Times" hervor- hebt, die wichtig st e Bereicherung des Textes der griechischen Bibel, die seit langem gemacht worden ist. Unter den 190 Papyrusblättern, die hier in verschiedener Erhaltung ver- einigt sind, findet man Texte aus 1 9 B ü ch ern der Bibel, und .,war aus dem ersten, vierten und-fünften Buch Moses.aus dem Buch Esther, aus den großen Propheten Iesasas. Jeremias, Hesekiel und Daniel, aus dem Buch Jesus Sirach, aus allen vier Cvan- gelten, der Apostelgeschichte, verschiedenen Paulinischen Briefen und der Offenbarung St. Johannes. Dazu tomint noch ein beträchtlicher Teil des verlorenen griechischen Textes des apokryphischen„Buches Henoch". Der Umfang ist sehr verschieden verteilt und liegt zwischen 44 doppelreihigen Blättern des einen Genesis- Manuskriptes und einem einzigen Blatt im Falle des Jeremias. Eine besondere Be- deukung erhalten die Handschriften durch ihr Alter. Unter ihnen finden sich nämlich die alte st en Handschriften der grie- chischen Bibel, die bisher bekannt geworden sind. Ziemlich sichere Schätzungen verlegen die ältesten dieser Handschriften in das zweite christliche Jahrhundert, und zwar in eine ziem- lich frühe Periode dieser Zeit. Die meisten von ihnen scheinen dem drillen, einige dem vierten und das Buch Henoch den letzten Jahren des vierten oder dem Anfang des 5. Jahrhunderts anzugehören. Alle Blätter gehören zu Kodices, das heißt sie find als Bücher geschrieben, nicht als Rollen, die bis zum vierten christlichen Jahrhundert die übliche Form der antiken Literatur waren. Man weiß feit einiger Zeit, daß die Kodexform von den Christen bereits zu einer Zeit benutzt wurde, als die Heiden noch an den Duchrollen festhielten, aber der neue Fund zeigt die Benutzung des Kodex be- rells in einer früheren Zeit, als man bisher angenommen. 3)ie&ahri durch das Silbermeer Eine ungewöhnliche Erscheinung von märchenhafter Schönheit, die im Arabischen Meer Anfang September beobachtet wurde, wird von de» Passagieren des Dampfers der Orientgesellschaft„Orsova" geschildert, die jetzt zu Sydney in Ausstralien angelangt sind. Kurz nach Sonnenuntergang erhielt das Meer plötzlich eine milchweiße und leuchtende Färbung Eine Stunde lang war nur ein schwaches Leuchten zu bemerken, aber in der Zeit zwischen 8 Uhr und 11 Uhr abends verwandelte sich die ganze Wasserfläche um das Schiff, sowett das Auge reichte, in einen strahlenden Silberglanz, der immer heller wurde, bis das Meer schließlich vollkommen weiß erschien. Dunkle Wolken, die sich am Horizont auftürmten, bildeten einen merk- würdigen Gegensatz zu dem leicht gewellten silbrigen Wasser. Gelegentlich tauchten dichte Massen von Gewächsen der Meeres- tiefe an der Oberfläche auf und verbreiteten sofort einen Phos- phoreszierenden Schimmer, der immer stärker wurde, vis das Ganze weiß leuchtete. Dann hatte man den Eindruck, als wenn das Schiff an silbernen Inseln auf einem leuchtenden Meer vorbeifuhr.„Es war ein so märchenhafter Anblick, daß wir ihn nie oergesien werden," erklären die Reisenden.„Die seltsame Schönheit dieser geheimnis- vollen Lichtfülle hielt uns so magisch in chrem Bann, daß keiner den Blick abwenden tonnte. Erst als der Mond erschien, erhielt das Wasser wieder sein gewöhnliches Aussehen, und wir erwachten wie aus einem Traum." Die Schifssoffiziere ließen Boote herab und schöpften Proben des Meerwassers, das bei näherer Betrachtung ganz normal erschien. Später erfuhr man, daß van einem indischen Observatorium zu der Zeit, als die Erscheinung vor sich ging, ein Erdbeben oerzeichnet wurde. Die Gelehrten in Sydney, die das Wasser untersucht haben, glauben, daß das Phosphoreszieren durch winzige Meertierchen hervorgerufen wurde, die unter gewissen Um- ständen leuchten. Wahrscheinlich hat das Erdbeben zu diesem Schau- spiel beigetragen, indem es riesige Masten von Seetang vom Meeresböden losriß. Als diese die Oberfläche erreichten, waren st« mtt den Orgallisinen bedeckt und begannen zu leuchten. 3)ie'Wahrheit über das JCynchen Eine besondere Kommission, die zur Untersuchung der in den Vereinigten Staaten noch innner herrschenden Lynchjustiz eingesetzt morden war. hat jetzt nach einjährigem Studium einen Bericht veröffentlicht, der die Wahrheit itber dieses so viel erörterte Problem ans Licht bringt. Die Kommission ist der Ansicht, daß das Lynchen im engsten Zusammenhang mit der Umbildung der Bevölkerung steht und daß das Verhältnis der Lynchmorde zu der gesamten Neger- bevölkerung am höchsten in den spärlich besiedelten Gebieten ist. Von den 3693 Lynch-morden, die seit 1839 begangen wurden, fällt die größte Ziffer aus Georgia; dann folgen die Staaten Mississippi, Texas und Louisiana. Bei der Untersuchung der einzelnen Fälle hat man gesunden, daß bei wenigstens der Hälfte der Morde starke Zweifel an der Schuld der der Volkswut Geopferten bestehen. Bon 21, die im vergangenen Jahr gelyncht wurden, waren zwei bestimmt Es besteht vielfach von chren Feinden In einem Fall ist nur well er seinen unschuldig und elf wahrscheinlich unschuldig. die große Wahrscheinlichkeit, daß die Opfer bewußt der Lynchjustiz ausgeliesert wurden. erwiesen, daß ein Mann gelyncht wurde. politischen Gegnern im Wege war: ein anderer wurde ermordet, well man verhindern wollte, daß er in einem Prozeß gegen Weiße als wichtiger Belastungszeuge aufträte. Die Kommission widerlegt auch die Behauptung, daß das Lynchen hauptsächlich in solchen Fällen erfolge, wo man weiße Frauen gegen die Angriffe von Negern schützen wollte. Seit 1890 waren weniger als ein Viertel der Gelynchten der Gewalttätigkeiten gegen weiße Frauen beschul- digt. Die Anstifter und Führer der Lynchbewegungen sind meistens leicht festzustellen, aber selten wird eine Verfolgung gegen sie ein- gelellet, und zwar wegen der politischen Ohnmacht der Neger in den Südstaaten. Eine Rolle spielt auch die Gleichgültigkeit des großen Publikums bei allen Verbrechen, die gegen Neger verübt werden. Jldolf £ehnerl: 3>er ewige Minmelmmm Sine phanlailiiche Gefchichle Endlich war es so weit! Seit langem schon waren die Heeres- magazine zum Bersten gefüllt mit den fabelhaftesten Giftgas- granaten und-bomben. Flugzeuggcschwader verfinsterten die Sonne. Auf und in den Ozeanen wimmelten die gepanzerten Kriegsschiffe. Geschütze, die den Mond herunterschießen, Tanks, die spielerisch Häuser umlegen konnten, warteten auf Arbeit. Un- summen hatten alle diese Todesmaschinen verschlungen. Sollten sie ungenutzt veralten, verrotten? Sollten die Milliarden zum Fenster hinausgeworfen sein? Nein! Eines Tages waren die Boulevards sämtlicher Haupt- städte besät mit Extrablättern, die den Abbruch der diplomatischen Beziehungen aller mit allen verkündete». In allen Sprachen wurde versichert, daß der andere derjenige sei, welcher..., und daß man nur zur Wahrung lebensnotwendigster usw. Interessen schweren Herzens gezwungen fei, den bösen Feind mit Stumpf und Stiel auszurotten. Auf den Flugplätzen wurde fieberhaft Ladung über- nommen, die Tankgeschwader rollten im Eilzugstempo an die Grenzen. Ein fröhliches Leben und Treiben hatte eingesetzt. „Jetzt ist es höchste Zeit", sagte der Chemiker Hinzelmann zu seiner Frau Emma,„in fünf Minuten fahren wir!" Bald darauf raste Hinzelmanns Auto mit größter Geschwindigkeit zur Stadt hinaus. Neben ihm saß Emma, der hintere Teil des Wagens war von einem Gegenstand ausgefüllt, der einem riesigen Weckglas ähn- lich sah Nach etwa zweistündiger Fahrt bogen sie von der Land- straße auf einen sandigen Seitenweg ab. der sich durch Oedland und sumpfige Wiesen dahinschlängelte. Ein kleiner, weltverlorener See war das Ziel. Einen Fuß breit vor dem abschüssigen Ufer hielt Hinzelmann das Auto an. „Los, mach dich bereit, Emma", sagte er und entnahm einem Etui eine Injektionsspritze, die er mit einer seltsam schillernden Flüssigkeit füllte.„Muß es denn wirklich sein, Richard?", seufzte sie.„Mein liebes Kind", sagte er in belehrendem Ton,„mem , Murmelin'". er hielt die Spritze empor,„bietet den einzigen Aus- weg, dem sicheren Verderben zu entrinnen. Mit ihm im Blute wirst du so lange in einem todesähnlicheu Zustande im hermetisch ab- geschlossenen, bruchsesien Glase verharren, bis durch irgendeinen Zu- fall von außen frische Luft hereinströmt. Die Hauptsache ist, und die kann ich allerdings nicht bestimmen, daß wir dann die Erde in einem bewohnbaren Zustand vorfinden. Also nun schnell ins Glas!" „Nun gut", sagte Emma und kletterte durch den Klappdeckel in das gläserne Gehäuse. In ihren entblößten Unterarm, den sie hinaus hielt, führte Hinzelmann die Dosis„Murmelin" ein. Ge- spannt verfolgte er die Wirkung und nickte beffiedigt. Innerhalb drei Minuten war Emma in eine leblose Starre versallen und lag ausgestreckt, die Füße gegen die Bleiplatte des Bodens gerichtet. Nachdem er«in mit dem Motor verbundenes Uhrwerk auf- gezogen hatte, zwängte er sich durch die Oeffnung des Glases, die er, Nittels einer sinnreichen Mechanik von innen oerschloß. Jetzt streckte er sich neben seiner Frau aus und brachte sich selbst eine Injektion„Murmelin" bei. Inzwischen schnurrte das Uhrwerk ab. der Motor sprang an, und der Wagen sauste samt den eingeweckten Hinzelma-ms in den See. Die Fluten hatten sich noch nicht beruhigt, als auch schon hoch oben die ersten Pombengeschwader dahinzogen. Der Krieg war kurz und gründlich. Nach sechs Monaten war kein lebendes Wesen in sämtlichen Erdteilen mehr anzutreffen. Menschen, Tiere und Pflanzen waren zerschmettert und vergiftet. Von Gift und Verwesungsgestank eingehüllt, rollte die Erde durch das Weltall. Was an Menschenwerk nicht durch den Krieg zerstört worden war. das fiel der Zeit zum Opfer. Häuser, Kirchen. Fa- briken und Museen zerfielen. allmählich, Jahrhunderte zerbröckelten die Trümmer zu Staub. Maschinen. Brücken, Eisenbahnschienen fraß der Rost. Die letzten Ueberbleibsel von Kultur und Ziolli- sation, Porzellan- und Glasscherben, versanken schließlich auch im Erdboden. Es war wie im Anfang: wüst und leer. Jedoch nur scheinbar war alles Leben vernichtet. Aus dem Grunde des Sees harrten Hinzelmänns der Auferstehung. Außer- dem hatten einige zählebige Bakterien und Infusorien sowie einige Algen und Flechten die Katastrophe überstanden. Iahrmlllionen vergingen und vielfältig verwandelte sich das Antlitz der Erde. Festländer versanken, neue türmten sich auf. Gletscher flössen von den Gebirgen und formten dje Landschaft. Flüsse gruben ihr Bett. Aus den mikroskopischen Infusorien cnt- wickelten sich In unendlichen Zeiträumen riesige Ichthosaurier, die schnaufend in den aus den Algen entstandenen Farnwäldern weideten. Doch auch diese verschwanden und inachten anderen Vierfüßlern und Pflanzen Platz. Jetzt wäre es an der Zeit gewesen, daß der Mensch auf den Plan träte. Doch, Gatt sei Dank, die Natur hatte dieses Mal die Entwicklungsreihe: Affe, Musing link, Neandertaler oder so ähnlich vergessen. Die Erde ohne Mensch! Ein Paradies! Doch halt! Was ist mit Hinzelmanns? Tatsächlich war— das Glas erhalten geblieben. Im Laufe von Jahrhunderten war es von einer dicken Schlick- und Schlammschicht umgeben worden Als der See austrocknete, verkrustete diese, und das Glas war in einem festen Block eingebettet. Dieser wurd? in den langen Zeiträumen hin und her, über und unter Wasser geschoben, und zu der Zeit, da es Zell für den Menschen gewesen wäre, bildete der Bläck mit seinem Inhalt die Kuppe eines sanften Hügels. Rings herum dichtes Dschungel. Seltsame Vögel tummelten sich in der prallen Tropensonne Ein Nashorn trabt am Rand des Hügels dahin. Plötzlich stutzt es. Oben glänzt etwas. Neugierig nähert es sich, so was hat es noch nicht gesehen Wie kann es auch wisien. daß es Hinzel- manns Glas ist, das jahrhundertelanger Tropenregen freigelegt hat. Das Tier scharrt mit den Klauen und bohrt mit seinem Horn am Verschluß. Plötzlich gibt es einen Knall, das Tier stiebt in wilder Flucht davon. Hinzelmann erwacht, klettert ins Freie und gähnt.„Donner- weiter, ist das eine Hitze heute." Er zieht seine Taschenuhr. Die ist allerdings stehen geblieben. Auch Emma ist inzwischen munter geworden:„Richard, hast du keinen Spiegel bei dir? Wo ist denn bloß mein Lippenstift?" Weiterhin verlief alles programmäßig. Hinzelmann zeugte un- zählige Kinder. Platz genug war ja da. Es bildeten sich Sipp- schaften und Stämme, die sich gegenseitig die Schädel einschlugen. Königreiche und Republiken kamen und gingen. Bald war die Menschheit reif zum Selbstmord. Hoffentlich gibt es dieses Mal keinen Hinzelmann mit„Murmelin", oder wenn schon, dann kein Rhinozeros, das ihn wiedererweckt. Wlammul oder Wlaftodon Unter den vielen Tieren, die in der Vorzeit in unerklkirbarer Weise untergegangen sind, werden besonders das Mammut und das Mastodon oft erwähnt. In Europa lebte ddg Mammut einst in kleinen geselligen Rudeln. Für das Aussterben dieser Tiere sind die verschiedensten Gründe angegeben worden- sie gingen durch Hunger zugrunde, sie wurden in ihren Lagern durch plötzliche Fluten überrascht und ertränkt, oder sie brachen im Eise ein. Auch das Fehlen der Feit. drüsen soll ihnen verhängnisvoll geworden sein, da der Regen nicht an ihnen abglitt und sie durch Kälte eingingen. Letzteres trifft aber nicht auf die südlichen Arten zu Man hat auch angenommen, das Mammut sei durch die ersten Menschen ausgerottet worden. Da es ein Pflanzenfresser war, der trotz seiner imponierenden Größe und seiner gervalligen, bis fünf Meter langen Stoßzähne im Grunde ziemlich harmlos war, ist es in der Tat seines Fleisches, seiner Zähne und Knochen ipegen in Europa schon früh verfolgt worden. O. Abel glaubt, daß die paläolithischen Jäger die Mammute in Fallgruben gefanoen, durch Steinwürfe getötet und dann an Ort und Stelle gebraten und verzehrt haben. Das würde es auch er- klären, daß an einzelnen Stellen Mammutrefte in jo großer Zahl liegen. Für Süd- und Westeuropa mag es zutreffen, daß das Mammut durch den Menschen ausgerottet wurde, nicht aber für die Herden von Mammuts, die die sibirischen Wüsten, Alaska und die westlichen Vereinigten Staaten bevölkerten. In Sibirien sind die letzten Mammute im Eise untergegangen, und seit der Besied- lung Sibiriens durch die Russen ist fossiles Elfenbein von etwa 20l>lM Mammuten m den Handel gekommen. Das Mastodon mit seinen zigenförmigen Zähnen war fast über die ganze Erde verbreitet. Es mag wohl wie das Mommur an vielen Stellen von Menschen ausgerottet worden sein, und sein letzter Vertreter ging im Pleistozähn von Nordamerika umer. Alle anderen- Arten der Gattung Mastodon oder Tetrabelohon(Rüssel- tiere aus der Ahnenreihe des Elefanten) sind schon vor der letzten Eiszeit ausgestorben. Eine Pflanze, die Erdbeben ankündigt, gibt es in Indien. Es ist dies eine Verwandt« unserer Erbsenarten namens Abrus. Einige Stunden vor Beginn des Erdbe! ens läßt die Pflanz« wie erschlafft die Blattrispen sinken und faltet sie zusammen, während die Blätter sonst senkrecht hochsteheii. Denken Sie daran, daß Ihnen PerslI recht lange die Freude am Tragen der hübschen Sachen erhält. Mühelos schonend und billig ist die Pflege mit Persil! Umständlichkeiten gibt es da nicht. Sie brauchen nur kaltes Wasser und etwas Persil. (Auf 2 Liter kaltes Wasser einen gehäuften Eßlöffel voll.) 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Das Planetarium soll der Volksbildung durch Verbreitung sternkundlichen Wissens dienen, das mit der Sterndeutung oder Astrologie, die auf Aberglauben beruht und keinen höheren Wert hat, als etwa das Wahrsagen aus Karten, Kaffeesatz und be- schlagenen Eiern, nicht das geringste zu tun hat. Es ist daher unverständlich, daß sich dos Planetarium zu einer solchen Veranstaltung hergegeben hat. Den ersten Vortrag der angekündigten Reihe hielt gestern der Vorsitzende der Astrologischen Gesellschaft, Herr Wilhelm Becker, über das Thema„In welcher Weise beeinflussen uns die Sterne". Wenn auch die ganze Grundlage der astrologischen Weisheiten trotz des wissenschaftlichen Gewandes, mit dem ihre Anhänger sie zu umkleiden pflegen, vollständig willkürlich, unwissenschaftlich und haltlos ist, so läßt sich doch in geistvoller Weise darüber sprechen, aber jserr Becker enttäuschte ganz ungemein. In 1J4 Stunden wiederholte er unaufhörlich und fast immer mit denselben Worten, daß die Astrologie der Inbegriff tiesster Weisheit fei. die die Men- schen schon seit Jahrtausenden erfaßt und immer weiter vererbt haben. Vor den„Iahrmarkt-Astrologen" solle man sich hüten, die aus einem Horoskop ein Menschenschicksal bis in alle Einzelheiten voraus künden wollen, man könne nur die Charakteranlage und Schicksalstendenzen herauslesen, diese aber mit aller Sicherheit infolge der allgemeinen kosmischen Verbundenheit alles Bestehen- den So führe die Astrologie zur Selbsterkenntnis und damit zur Gotteserkenntnis und sei im Grunde Religion, indem sie Glauben und Wissen vereinige. Ein Teil der zahlreich erschienenen Zuhörer lohnte diese Erzählungen mit Beifall. Am nächsten Freitagabend soll ein Astronom sprechen über das Thema:„In den Sternen steht es geschrieben?" I,.Kanaria I und Kanari« Lichtenberg" im Restaurant Zur Möwe, Große Frankfurter Straße 83. Die gelben und die grünen und die bunten Vögel und die Vereine treten in den edelsten Wettstreit. Den VorteU davon haben alle Vogelliebhaber, bekommen sie doch mühelos Tiere im Gesang, in der Gestalt und in der Farbe ganz nach persönlichem Geschmack. Treten keine Erkrankungen ein, hält auch jedes Tier, was man sich von ihm verspricht,"umsonst besitzt die deutsche Kanaricnzucht nicht ihren Weltruf. Oer Grubentod von Bentley. Bisher 28 Leichen geborgen. London, 2t. November. Tie Zahl der Todesopfer bei dem Grubenunglück in Bentle», hat sich inzwischen auf 28 erhöht. Vier Bergleute«v erden noch vermißt. 20 Mann liegen schwer verlebt danieder, und man befürchtet, daß auch von ihnen noch mehrere ihren Verletzungen erliegen werden. Sechs von den Leichen find so schwer verstümmelt, daß sie nicht wiedererkannt werde» konnten. Als sich das Unglück ereignete, befanden sich etwa lllvv Mann in dem Bergwerk ungefähr 180 Meter unter Tage Ucber 50 Berg- lcuto arbeiteten in dem Llbschnitt, in dem die Explosion erfolgte, die nach dem Bericht von Bergleuten, die in der Nähe arbeiteten, von riesigen Feuergarben begleitet war und große Felsstücke auf die Arbeiter schleuderte. Durch den Luftdruck wurden die Bergleute in dem in der Nähe liegenden Abschnitt teilweise in die Luft gehoben oder gegen die Wände geschleudert. Die Ursachb der Explosion ist noch nicht bekannt. Nach den vier Vermißten wird jetzt fieberhaft gesucht. Die Bcntley-Enlbe ist eines der größten Kohlenbergwerke in Süd-Jorkshire' und beschäftigt durchschniUlich über 3000 Arbeiter. Hochttut in Kleint erausstellungen. Der Tradition gemäß veranstalten viele Züchtervereine am Totensonntag ihre seit langem mit vieler Mühe vorbereiteten Aus- stcllungen. So findet in K l i e m s F e st s ä l e n in der Hasenheide die„Zentrole Geflügel- und Kaninchen-Ausstellung" statt, die der Provinzialverband Groß-Berlin c. V- im Reichs- oerbaud der Kl er n ga rt e n v« r e i n e Deutsch- lands e. V. veranstaltet. Dieser Verband hat 67 000 Mitglieder, von denen 25 Proz. Kleintierhalter sind. Insgesamt besitzen sie 100 000 Hühner, 70 000 Tauben und 40 000 Kaninchen. Davon kamen aus�diese Ausstellung 700 Hühner, 800 Tauben und 400 Ka- ninchcn. Seit Januar wurde an dieser imposanten Schau gearbeüet. die wirklich nur vorzügliches Material zeigt. Eine interessante Pelzauestelluna veranschaulichi. wie geschickt die Kleingärtnerfrauen es verstehen, die Kaninchenfelle zu verarbeiten. Dabei sind viele dieser strebsamen Züchter arbeitslos. Sie haben tatsächlich die 4 bis 5 Mark Futterkasten die Woche sich vom Munde abgespart. Sie tun alles, was in Menschentrast steht, um durchzulzallen und volkswirtschaftliche Werte zu schützen. In der Bockbrauerei, Fidicinstraße, zeigt der Verband der Taubenzüchtcr Groß-Berlin und der Pro- vinz Brandenburg e. B. 2100 Tiere. Namentlich sind die drei Berliner Rassen sehr stark vertreten. Trotz der Not der Zeit, von her gerade die kleinen Züchter so schwer betroffen werden, jichr rnan nur hervorrckgend schöne Tiere. Ein durchaus nicht--be- oülerstr Besitzer, der jahrelang sorgfällig gezogen hat. konnte vier Tauhen, das Stück für 200 Mark, verlaufen. Doch ging auch Klasse- Material das Stück für 10 und 13 Mark weg. Desgleichen haben die Konarien ihren großen Prüfungstag: denn'es stellen aus:„Canaria" im Deutschen Vereinshaus, Landsberger Straße 80,„K a n a r i« n z ü ch t e r und Vogel- freunde" im Fürstenhof, Köpenicker Straße 137, und die Verein« Ein Abschreckungsurteil. S1/- Lahre Gefängnis für jugendliche Na'uber. Die Presse registriert regelmäßig die täglichen Raubüberfälle, seltener aber die Gerichtsurteile in Raubprozessen. Die Gerickste fällen abschreckende Urteile als Warnung und Drohung für die jungen Uebeltäter, die durch Not und Erwerbslosigkeit auf dumme Gedanken kommen, ihren Mitmenschen schädigen und sich ruinieren, Dia Urteile können aber nur ihren Zweck erfüllen, wenn die Presseöffentlichkeit von ihnen Notiz nimmt. Deshalb sei hier in aller Kürze solch ein Urteil, dessen abschreckender Zweck vom Vorsitzenden in der Urteilsbegründung ganz besonders unter- strichen wurde, registriert und die näheren Unistände des Kriminalfalles erzählt. Drei arbeitslose Burschen- S., N. und K., sämtlich wenig über 20 Jahre all. wohnen gemeinsam in einer Schlafstelle. Die Wohl- fahrtunterstützung reicht nicht. Sie zerbrechen sich den Kopf, w i e sie zu Geld kommen könnten. Sie beobachten, wie der Besitzer von einer Anzahl von Lebensmittelfilialen S. Abend für Abend zwischen 7 und 11 Uhr die Tageskassen abholt. Sie bc- schließen," ihn zu überfallen. S. und N. besorgen einen Revolver, alle �irel lauern dem Flliplenbefitzer auf, halt-en jh"m den Re- rro l v e r v o k. vtrsetzen ihm auch eiiwjMschläge Inst einem Hillteck'' Gegenstand über den Kopf, treten ihn mit Füßen und entreißen ihm eck n Paket, in dem sie.. Geld..vermuten— es waren nur Geschäftsbücher, die 4000 Mark befanden sich in der Rocktasche.— Der Mann schreit um Hilfe, die Räuber werden verfolgt und gefaßt. Der Staatsanwalt beantragte ö Jahre Gefängnis für jeden der jungen Leute. Das Gericht verurteille zwei von ihnen zu 2 Iahten i Monaten Gefängnis, den drillen zu 3 Iahren 3 Monaken Gefängms In Erwartung des Urteils führten die drei wie richllge Galgenvögel eine lustige Unterhaltung, als handele es sich um eine Bagatelle. Erst das Urteil ernüchterte sie. 3 44 Jahre Gesang nis— kein Pappenstiel! Sie erklärten. Berufung einlegen zu wollen. Gegen den Faschismus' In einer sehr gut besuchten Kundgebung des C e n t r a l o c r- eins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens im Lchrervereinshaus sprach Rechtsanwalt Dr. Bruno Weil. Er iührte aus: Angesichts der täglich zunehmenven Verrohung der Sitten im polllischen Kampf sragt man sich: Wo l leibt da noch Humanität und Gerechtigkeit? Man fordert Aufhebung der Rechtsgleichheit aller Staatsbürger und Wiedereinführung der'Absonderung nach Raisenzugehörigkeit. Da möchten wir rufen: „Deutschland erwache zur Wirklichkeit, Venn durch Aechtung einer Minorität deines Volkes wird sich niemals dein Ansehen vor dtr Welt heben!" Der deutsche Faschismus Hot zu seinem Programm- punkt die Ju d e ii s e i n d j cha s t gemacht. Es erscheint durchaus unerwiesen, daß sich die Nationalsozialisten nach einer Macht- ergreifung auch nur in diesem Punkte zur Mäßigung verstehen würden. Aber auch für unsere iiichtjüdischcn Volksgenossen würde «ine Machtergreisung durch den Faschismus ungeheure Gefahren in sich bergen. Wir müssen an den Reichskanzler Dr. Brüning das dringend« Ersuchen richten, nicht an dem Willen der republikanischen Massen, die eine Machtergreifung durch die Nazis, in welcher Form es auch sei, entschieden ablehnen, vorbeizugehen. Wir haben noch starke republikanische Organisationen. Es gilt jetzt mehr als je ihre Schlagkraft zu stärken. Sie müssen ssch über all« Parteiunter- schiede hinwegsetzen. Nicht Pessimismus, sondern Aktivität, die noch jeder gerechten Sache zum Siege vcrhalf, kami und wird auch hier sich behaupten. Vorträge, Vereine und Versammlungen Reichsbanner„Schwarz-Rot-Gold". DesckäktsSstl»! Berlin C U Sebaflienftr 87—88 So> 2. Zt. Sowltag, ZZ. SiaocmSer. Trcpixw(Ortsvereini: Treffpunkt 14 wir vor dem Krematorium Baumschulenwcg. Berlia-Mitte(Bortrupp): Treffpunkt S wir Stettiner Borortbahnhof.— Mootog. ZZ. Rovembce. Berlin- Mitte(Jungba): Hetmadenb. Tieckstr. 1« Bilmeredors(Ortsnetein): 20 Uhr verein): 20 � S>eg..Ass«got Kameraden in Buudeskleidung in bekannter Turnhalle. Ncutiilln.Brih verein): Bersammlung bc» 8. Zuge» bei Jahn, de» 4. Zuge» bei Gihu Mittwoch, 2Z. November, Bersammlung de» 1. und 2. Zuges bei©diuüe. Fried- tichshorn(Jungba): 20 Uhr Pflichtheimabend im bekannten Jugendhelm. Trep» to« fJungba): LichtbUdervorlraa.— Dienitag, 24. November. Kreis Norden (Jungba): Pflichtveranstaltung filr alle Junaba.Kamrraden. Antreten 10 Uhr Oiesellschaft»baus. Swinemitndcr Str. 42, zur Werbcknndgebung des Ortsvereins Wedking. Alle Wimpel stnd mitzubringe».— Mittwoch, 2». Nooember. gehle»- dorf(Ortsvorein): 20 Uhr Mitgliederversammlung im Lakai Schneider, Pot». damer Str. 2Z.— Borauzrigc! Kreil Osten(Jungba):-Montag. 80. November, 2» Uhr, kkreisfugendverlammlung im Jugendheim Frankfurter Allee 307(Eber!- Saal). Bundcskleidung. Referent: Regierungsrat Kalb. ,iik Neukölln! Jugendheim Bcrgftr. 20, Zimmer 3, 20 Uhr, Gruppenabend. Gäste willkommen. Arbeiter-Nadio-Bnnd Deutschlands, e. B., Bczirlsgruupe Berlin. Anschrift: B. Boigt. O. 17. Hohenlohestr. 18. Laboratorium: Reichcnbcrger Str. 30. Hof 2 Tr. recht». Dienstag, 24. November, 20 Uhr. Gruppe Prenzlauer Berg: Lokal Klug, Danziger Str. 7l.„Eine Empfängerschaltung wird entwickelt, Referent: Genosse Ringel.— Freitag, 27. Ropcmbcr, 20 Uhr. Gruppe Fricdrichshaln: Lokal Wertalla, Hohenlohestr. 3. Bastelobend.— Gruppe Gesundbrunnen: Lokal .'S 4«* rv» rr....ru oo...... zum Netzempfänger", Redner: Genosse Polzin 18. Abend t.— Gruppe Rcutälln: Lokal Egger», KaMSFntdtich.Lh. 8,' Technischer Gruppenabend.— Achtnng'. Führung durch da»„Haus der Technik-' mit Filmvorführungen am Sonukag. 29. November, 0 Uhr, Fried richstr. 110—102. Gäste willkommen. BeteMgüng kostenlos. Bcr-Ioigung der Freunde»o» Religio»»nd Bölkerfriede». Genosse Pfarrer Bleicr spricht heut», 18 Uhr, im Rahmen einer Totcngcdenkfcicr, in der Trinitatiskirch«, Charlottenburg. Karl.August.Plaji. Volkssport Wedding. Beerdigung der verstorbenen Genossin Ursel Kühne am Montag, 23. November, 18 Uhr, auf dem Philipp-Apostel. Kirchhof, Müller- Ecke Seestroßc. sere Abfeilung Beleuchtung skSrper ist bedeutend vergrößert und befindet sich jetzt im 3. Stock % j.* Elektr. Plätte, m. Zu- Kartonampel, � leckung u. Au'stellvor- modernes Spritr-S ... ff» moaern«?» nchfg.V.D E. M.5.O0.»* daltor...... M. 4.75' WJ KARSTADT U-BAHNHOF HERMANNPLATZ« DER KARSTADT-BAHNHOF ' f Nachtlampe, Mess., S Kochplatte«. 3.»•* ÄÄlSo s m A I sozialistische Arbeiterjugend Groß-Verlin Bl Cinfenbungeu filr iiiefe Rubrik nur a» bas Zugendsckrewrk-I KhmLbJH Bcrli» EW CS, Lindcnstrab« 3 Vorstcllunu fnt die arbeitcudc Jugend»au Ii— IS Jahren Äonntag. 8, De- zeniber. lü Uhr, in der Volksbühne. Orcspielt wirb„Der grüne Kakadu", (uroteske von A. Lchnihler,„Der' Süüachlenicnker", Komödie oon Eham. Karten zu 8» Pf. sind im Erkretariat erhältlilii. Streichorchestee Groß, Berlin, Ernppe Neukölln. Probe-1!)'.; Uhr KME. heule. Sonnlog: Arnswalder Platz I: Rastenburgcr Etr, 1v: Heimabend.— Reutöll» III: .nielhenftr. öS! Musilabend.— Britz: 19 UTjr Chausseestr. 48: Heimabend.— Köpeniit II; Dahlwitzcr Str. IS: Buntes Allerlei.— Reinickendorf-West:«Seidel. strasic I: Seimabend.— Reukölln FV und IX': Heimabend 19 Uhr Kanner Straße. Illederbücher mitbringen.— Wedding, R. F.: 8 Uhr Bhf. Gesundbrunnen. Fahrt naeh MUHlcnbeck.— Faltplatz 1: 9 Uhr Bhf. Schönhauser Allee. Fahrt noch Buch.— Südwest: Besuch des Märkischen Museums. Treffpunkt 9 Uhr Beile- Alliancc-Platz. Werbebezirk Wedding: Heimabend, Seim Willdenowstr.!>. WcrbedeHrt Osten: 18 Uhr, Soßler str. 61; ,:Ärbcitcrdichtung im Linne des Sozialismus". Referent Senosse Dr. Schräder. Wcebelezirl Schänedeeg: Filmabend, Heim Hauptstr. In. Haupifilm:„Das erwachende Aegypten". 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Str. 69— 70:„Moderner Strafvollzug".— Sportpalast: Genlhiner Str. 17:„Proletarische Jugendbewegung in anderen Ländern".— Kaltplatz II: Sonnenburqer Str. 20:„Aus Bebels Leben".— Humauuplatz: Gleimstr. 3ä:„Weltliche Schule".— Aruswalder Platz II: Rastenburger Str. 16: „Wie diskutiere ich mit meinem Gegner?"— Falkplatz l: Eonnenburger Str. 20: „Zugendschutzforderungen der EAI."— F-Uplatz II: Sonn'enburger Str. 20: lO-Minuten-Reserate.— Rardasteu v: Danziger Str. 62, B. 3, rechts:„Reli- gioser Sozialismus".— Schpühoofer Borffabt: Sonnenburger Str. ZO:„Pptzlie. tarifche Dichtung". Werbebezirk Mitte: Funktionärsitzung,„Ausbau der Orgauifation", Elisa. bethkirchstr. 19. Werbebezirk Wedding, Tambourkapell«: Alle Spielleute inllssen mit ihr«» Instrumenten bestimmt erscheinen, Heün Ecestr. 84, 20 Uhr pünktlich. Reue Flötisten können sich noch melde». Beebebezirk Preuzlauer Berg: 17 Uhr Treffpunkt Antonplatz, Weißensee, zum; Besuch des Grabes des Genossen Boddin. Wanderleiterkonferenz 20 Uhr ötastenburger Str. 18. Werbedezirk Schöucberg: Borstandssitzung mit de» Kiuderfreunden, Haupt, stroße Ii. Werbedezirk Reuköllu: Erwerbsloscnzusammcnkunft u Uhr Bergstr. 29. Werbebeziek Reiuickeudoes: Funktionärsitzung:„Dir politische Lage". Alle Funktionäre müssen restlos«eschoinen. Hcrmsdorf, Roonstraße. Werbebeziek Lichtcuberg: Funkiionärsitzung, Wrichsclstr. 28. Werbedezirk Osten: Dienstag Kursus:„Programm der NSDAP.", l. Teil, Litauer Str. 18. Rrferent Hrrm. Rudat. Wcrbcdczirk Schö-eberg: Dirnstag Beginn des Bildungskuriu»„Religion t-nd Sozialismus ll.„Entstcbung der Religion und des Gattesglaubens"!. Reicecnt Senosse Rektor F. Schmidt. Hauptstr. 15. Eruppcnoeranstaltungen sollen aus. Werbedezirk Lichteubeeg: Dienstag Besuch der Beranstallung der Abt. Karls. borst, Kantschulc, Treskowallee. l-viftzigvi- Str.(VvrLsnä-�bi.) Königsir. kosonikslor Str. Moriizplatz Sias Porzellan WlrtschaSts- Artikel Friihstücksgcdeck Porzellan, handgemall, 1 mod. Formen u. 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Paar 0.75 Glaswaren Kompottcller Ollren tzaprebt. 0.08 Jardinierc............ 0.80 Sahne-Service 3T«ue.... o.70 Aufsatz 2 teilig, gepreßt..... 0.90 Kompotlicren 0"Ten*"*1� 0.90 Käseglocke Ollren getdillflen., 1.45 Butferglockc'c �'a'��Plund 0.95 VaSC leicht geschliffen. 25 cm,.. 0.65 Likörschale mit korblgarn Kelch 0.28 Römer mit grünem SHel..... 0.18 Römer grüner Sttel, Kelch geschllfC. 0.25 Bierbedicr g-.»ll«en..... 0.22 Teebedier gi»«........ 0.12 Tcebecher m» Dordare..... 0.16 Bleikristall Blumenschliff Komponieren... t handgeichliffcn 5.75 Vasen hnndgesdillffen. 1.45 bis 2.50 KompotteUerhondgeschiiif.l.75 2.75 Römer k-rbig.. 2.45»ris. 3.50 Rosenihal- Porzellan weih, mit klein. SdidnhelUFehlern Speiseteller Hef u.«»*.... 0.35 Dessertteller..........0.22 Terrine.............. 3.50 Karloffelnapf......... 2.25 Sauciere............. 1.25 Salatiere............. 0.95 Platten ov»i..... 0.75 bis 1.95 dekoriert Frühstucksgedcck 7»»« u. 7«»« 1.95 Kaffeeservice io Teilt tor«Pers. 6.75 Kaffeeservice» r-u-. Gr« p-rs. 1 1.25 Katteeservice»T«ue.f.,zper,. 29.50 T afelservice?? T«ii-. c n p-rs. 95.00 Vasen rerschled. Poemen u. Dekore 1.50 Obstteller............ 0.60 Steingut Waschgarniturweis.grob sA«isei2.60 Waschschüssel........ 0.75 Wasserkannen jrofe, clfenbclnfarb. 0.75 wtt G.old l.iD Weiß Porzellan mit kleinen Fehlem Speisetellcr o»»....... 0.28 Speiseteller«ef........ 030 Dessertteller.......... 0.20 Terrine............. 1.95 Kartoffelnapf........ 1.10 Sauciere............ 0.85 Salaiieren........ 0.65 0.95 Platten.....«»n 0.65 bis 1.25 Näpfe s->« 2 ieiiig........ 0.65 Näpfe Jak 3 lelllg........ 0.95 Dekor. Porzellan Fröhslücksgedecke nA.„ Tbsjc und Teller 0.45 0.95 Frühstücksservice fJzPMs. 1.95 Kaffeeservice»Teile, mr«Per». 6.75 Katfeeservice>, T-n«. tor« p-rs. 9.75 Katteeservice lsT-ll-.f izp-rs. 13.50 Katteeservice 3° tci«. t u p-rs. 1 7.75 Tafelscrvicc 23 T«ue,«r 6 p-rs. 18.75 Tafelscrvicc 45 In'SVoTdr'.Vd" 36.00 Blechwaren Wärmflasche verdnlil, poliert..1.65 Sahneschläger......... 0.45 Garnicrsprüzc mi, 7 rers* TauenQ.so KudienspritzemH 7«r»*. tonen 1.35 Brotbüchse ledtlert. 1 Kilo... 1.90 Zinkgefäße Waschgcfäfec Dr™;.nd 7.20 8.50 Zober Drahtrand..... 7.90 8.90 WaschfässcrwaiThond 10.50 12.50 Aluminium...___.... Wasserkessel lad Bagei 2.00 2.50 Kasserollen™» Hoi.i)«gel 1.25 1.50 Milchkanne mit Hoirgnff, tv.iir. 1.50 Holzwaren Kaffeemühle gesAmicd. werk. 2.83 Wandkaffeemühle 8"*.7�» Wie WTB.-Handelsdienst erfährt, ist Direktor Scharnberg, Ab- teilungsdirektor bei der Dresdner Bank. Berlin, in den Vorstand der Berliner Bank für Handel und Grundbesitz A.-G., Berlin, delegiert worden. Ein Hitler-Gruß an das Zeutrnm. Die Meute wird wieder losgelassen. Die Nazis haben Herrn Hugenberg den Stuhl vor die Tür gesetzt. Herr Goebbels hat in einer Sportpalafwersammlung am Freitag kalt erklärt, sie brauchten kein« Bundesgenossen. Dem Zentrum gegenüber wurden sie äußerst massiv. Herr Esser erzählte: „Niemand von den Parteigenossen braucht Angst zu haben, daß die politische Säuberungsakiion durch die NSDAP, aufhört in dem Augenblick, wo dies« Säuberung erst lnteressaM wird, und es soll auch niemand glauben, daß wir mit der Säuberung aufhören in dem Augenblick, wo unsere Bataillone an das Zentrum herankommen. Wir alten Nationalsozialisten haben lange genug in Bayern gelebt, um gut zu wisten, daß man zuerst den „schwarzen D r e ck" wegräumen muß. daß man zuerst die schwarze Haut wegschneiden muß, um an den roten Bauern- schinken heranzukommen." Herr Goebbels sekundierte mit dem Satze:„Wir werden diesen feigen Konfessionsbediensteten auch die Heuchelei austreiben, als verföchten Ii« das In- teresfederkatholischenKirche." Während der Gespräch« über ein« Koalllionsmöglichkeit Hitler- Brüning wurden die Kläffer in der NSDAP, an der Leine gehalten. Jetzt werden sie wieder losgelasten. Die vergeßlichen Hakenkreuzanwälte. Berufung für de« Pogromführer Selldorf- vergessen! Di« Anwälte des Pogromführers H e l l d o r f vom Kurfürsten- dämm haben vor Gericht Propaganda reden übelster Sorte gebalten. Sie haben sich bemüht, so viel wie möglich von sich selber reden zu machen. Darüber haben sie die Interessen chrer Klienten so sehr vergessen, daß keiner der vier Anwälte für Helldors Berufung eingelegt hat. S!« haben es glatt vergessen, weil jeder glaubte, der andere würde es tun. Nun bemühen sie sich um„Wiedereinsetzung in den vorigen Stand". Diese Großzügigkeit m der Behandlung der Klienteninteressen paßt aus- gezeichnet zu dem Auftreten der Herrschasten vor Gericht. 3. TD. v. Loebell. der frühere preußische Innenminister der Kriegszeit, ist in Brandenburg gestorben. Loebell übernahm im Mai Ibis die Präsidenljchast des sogenannten Reichsbürgerrats, einer stockreaktionären Organisation. 3m Jahre 1925 gehörte er zu den Personen, die die Kandidatur Hindenburgs für die Präsidenten- wählen vorbereiteten und durchsetztem SN? Mi Arbeitslose in Italien. Die Zahl der Arbeitslosen in Italien ist im Monat Oktober um 52 000 auf fast 800 000 gestiegen. darunter rund 610 000 männliche und 190000 weibliche Erwerbslose. Rund 230 000 entfallen auf das Baugewerbe, 182 000 auf die Land- Wirtschaft, 96 000 auf die Textil- und 7S000 auf vi« Metallindustrie. Paris, 21. November.(Eigenbericht.) Im Völkerbundsrot hat Iofhisawa- Japan die Zustimmung seiner Regierung zur Entsendung einer Völkerbundskommission in die Mandschurei ausgesprochen. Diese Kommission solle vor allem auch die Sicherheit der Japaner außerhalb der Bahnzone prüfen. Diese Zweckbestimmung veranlaßte den chinesstchen Verlreter Dr. S z e, seine Zustimmung noch bis zur genauen Kenntnis des japanischen Vorschlages vorzubehallen, wobei er auch von eoen- tuellen Aeirderungsoorschlägen sprach. Die meisten Ratsmitglieder, auch M u t i u s- Deutschland, begrüßten die Erklärung Japans, die wohl genüge. Briand dankte den chinesischen und japanischen Dele- gierten für ihre versöhnliche Haltung. Wie diese Studienkommission aussehen werde, könne man noch nicht sagem Die chinesischen Bor- behalte seien verständlich, aber China lehne nicht ab, eine Anstren- gung zur Lösung zu machen, wenn seine vitalen Interesien nicht geschädigt werden. Berufsmäßige Aufschneider. Hat Zfrick die Schulden in Thüringen bezahlt? lieber diese Frage hat sich der Finanzminister Baum (Landbund) jetzt in zwei großen Landbundkundgebungen in Hildburghausen und Eisenberg geäußert. Baum erzählte in bezug auf die Finanzlage Thüringens seinen Zuhörern folgendes: ..... Wir haben auf Grund der Notverordnung den thüringl- schen Etat in Oordnung gebracht. Heute, imNooember, liegt bereits wieder ein Fehlbetrag von 3 Millionen Mark vor.... Seit Verabschiedung des Haushaltsplans am 30. Mai d. I. beträgt für Thüringen der Ausfall an Reichs- st e u e r n 15 403 300 Mark.... Za. wenn das Märchen Wahrheit wäre, daß Dr. Frick sämtliche Schulden in Thüringen beglichen häkle, dann ließe es sich heule als Finanzminister in Thüringen gut lebe». Aber Taksache ist. daß, solange Dr. Frick in der thüringischen Regierung war. auch nicht ein Pfennig Schulden getilgt worden ist...." Angesichts dieser Tatsache muß man sich wirklich wun- dern, wie die Nazis in ganz Deutschland die Lüge verbreiten konnten, daß ihr Frick das Land Thüringen von seinen Schulden befreit habe. preußischer Mchiertag. Der Preußische Richterverein, die Standesorganisatton der preußischen Richter, Staatsanwälte und der übrigen höheren Justiz- beamten. in der rund 7500 Mitglieder zusammengeschloffen sind, hielt am Sonnabend und Sonntag in Halle seine Iahrestagung ab. Der Vorsitzende. Landyerichtsdirektor Schmidt-Verlin, wies in seiner Eröffnungsansprache aus den Kampf um das Berufsbeamten- tum in feiner staatsrechtlichen Stellung hin. Der Preußische Richterverein habe sich gerade jetzt mehrfach mit Maßnohmen aus- einanöersetzen müssen, die als Schmälerung der allgemeinen staats- bürgerlichen Rechte der Beamten mindestens ausgelegt werden könnten. Der Redner forderte den Abbau von richterlichen Auf- gaben, gemäß dem Entwurf«der Normal-Rcchtspflegeverordnung, und wandte sich dann der Frage der richterlichen Dienst- oussicht zu. An die Stelle der Kabinettsjustiz dürfe man keine Partei- oder Parlamcntsjustiz setzen. Selbstverständliche pslichl des Richters fei es, den Staat(soll doch wohl heißen: die Republik? Red. d. V.") rückhaltlos anzuerkennen. Landgerichtsrat K r u s p i sprach sodann über den Entwurf einer neuen Zivilprozeßordnung. Hindemith-Aufführung. „Das Llnaufhörliche" in der Philharmonie. Ein Oratorium von Paul H i n d e m i t h nach einem Text voll dichterischer Kraft von Gotffried Venn, uraufgeführt vom Phil- harmonischen Chor unter Klemperers Leitung. Eine in der Substanz gehaltvolle architektonisch großartig« Musik. Begeisterter Beifall für Dichter, Komponisten und alle Mitwirkenden. A. W, Die erste Ausgabe der Kommission werde sein, eine Entspannung ,uud Beruhigung in den Beziehungen zwischen Japan und China herbeizuführen. Sze fügte hinzu, China lehne die Bildung der Kommission nicht ab; aber diese Kommission dürfe nicht als Entschuldigung für eine Verzögerung des Räumungsbeginnes dienen. Nach Dankesworten des japanischen Vertreters, der nochmals wiederholte, daß Japan bereit sei, die Truppen zurückzuziehen, sobald die Sicherheit der Japaner in China gewährleistet sei, erklärte Vriond, daß der dem Rat unterbreitete Vorschlag in den nächsten Tagen geprüft werden würde. Sobald ein Entschließnngsentwurf zur Annahme vorgelegt werden kann, werde ein« neue Sitzung ein- berufen werden. Japan hat in Washington mitteilen lassen, daß es in kurzer Zeit Zizikar wieder räumen werde. Boncour erklärt den Austritt. Um seine politische Handlungsfreiheit wiederzugewinnen. pari». 21. November.(Eigenbericht.) Paul Boncour, dessen Wahl zum Senator am Freitag für rechtsgültig erklärt worden ist, hat in einem an den Genersisekretär der sozialistischen Partei gerichteten Brief offiziell seinen Austritt aus der sozialistischen Parlamentsfraktion bekanntgegeben. Er schreibt u. a.:„Es ist zu klar, daß die M e h r h« i t d c r P a r t e i in gewissen Punkten, die zwar nicht unsere Doktrin und unsere Ideale berühren, durch die Umstände jedoch in den Bordergrund der politischen Aktualität gerückt sind, eine Stellung einnahm, die der widersprach, die ich als Delegierter Frankreichs in Genf verteidigt Hobe und auf die ich nicht verzichten kann. Unter diesen Umständen Hab« ich es für loyal gehalten und für angemessener, sowohl im Interesse meiner früheren Wähler in Carmaux wie im Interesse der Partei, beiden Organisationen das Mandat, das sie mir anvertraut haben, zurückzugeben, und ein anderes an- zunehmen, das mir, ohne mein« sozialistische Ueberzeugung zu ändern, erlaubt, ohne Nachteil für die Einigkeit der Arbeiterklasse meine Handlungs- und Abstimmungsfreiheit wiederzugewinnen. Unsere Kameraden in Carmaux haben sich damit einverstanden er- klärt und in einer«nt'vrechenden Entschließung das zum Ausdruck gebracht. Ich möchte, daß auch unsere Kameraden von der Partei die Gründe, die meine Handlungsweise veranlaßt haben, verstehe» und würdigen." Zum Schluß erklärt Boncour, er habe mit seinem Entschluß 5konjliki« innerhalb der Partei vermeiden wollen. Seit Jahre» ist in den Kreisen der französischen Partei die Frage wiederholt erörtert worden, ob es nicht im beiderseitigen Interesse liegen würde, wenn Paul Boncour den Trennungsstrich vollziehen würde. An seiner persönlichen Rechffchasfenhest ist nie gezweifelt worden, aber sein« Auffassungen, ganz besonders in der Frage der Abrüstung, wurden in der französischen Partei und erst recht in der Sozialistischen Internationale allgemein als eine De- lastung empfunden. Deshalb wird, bei aller Würdigung feines Talentes und feines guten Glaubens, dieser endlich erfolgt« Austritt Paul Boncours in sozialistischen Kreisen wohl nirgends l>edauert werden. Rußland und polen. Wiederaufnahme der Verhandlungen über einen Nicht- angriffspakt. Moskau. 21. November. Wie die T-lezraphenagentur der Sowjetunion von maßgebender Seit« erfährt, soll Litwinoff heute den polnischen Gesandten Patek empfangen und ihm die Wiederaufnahme der Berhand- lungen über den Nichtangriffspakt vorgeschlagen haben. Die heutige Erklärung Liiwinofss bedeute das Einverständnis Ruß- lands, die Verhandlungen auf der Grundlage des Entwurfs vom Jahre 1926 wiedek aufzunehmen. Die Verhandlungen sollen i n d e n nächste» Tage» beginnen. fcmfcnbunflcn für diese Rubrik sind Berlin SW SS. Liodcnstraße 3, Groß-Berlm stets an das Bczlrtssekretariat Z. Kos, i Treppen recht», zu richten Achtung, Erweiterter Bezirksvorstand! «oanabend. den 28. November, IS Uhr, Iibung des erweiterten Bezirksvorstandes im SiNunyssaal des Be- zirksverbandes. Lindcnstr. 3. 2. Hof, 2 Tr. Voranzeige' Achtung, Funktionäre? Dienstag, den 1. Dezember, l S'- Uhr. im g�ohen «aal der„Neuen Welt", Hasenhcidc, allgemeine �-unktionärkonferenz. Wir bitten alle �unk- tionäre, sich diesen Ülbcnd freizuhalten. Die Abteilungslassierer werden nochmals daran erinnert, daß die Abrechnung der Eintrittskarten zum«portpalaft be- stimmt spätestens bis zum 28. November zu erfolgen hat. Das Mitgliedsbuclf des Genossen Erich Sluthoff, geboren am 3. Iimi 1910, in Berlin-chermsdorf, eingetreten am 10. November 1927, wohnhaft in Charlottenburg. Sickingeststraße 55, ist verlorengegangen.— Sollte versucht werden, dieses Bull) irgendwo als Ausweis zu benutzen, dann ist es anzuhalten, und an das Sekretariat einzuschicken. I. 21.: Alex Paget s. -i- Beginn aller Veranstaltungen l st'st- Uhr. sofern keine besondere Zeitangabe? heute. Sonntag, 22. November. 1«. Ar«». Treffpunkt für die Reichstagsbesichtigung Sonntag V/t Uhr, Reichstag, Portal v. tos. Abt. Treffpunkt zur Relchstogsbesichtimmg S1/- Uhr Bahnhof Spindlers- feld. Abfahrt 8LS Uhr. ZNorgen. ZNonkag, 23 November: bei Lohmonn, Brüderftr. 16. min. 19.45 Uhr Äreiseltcroabcn» im S» Uhr Bilbungsausfchu Aiitderfreuade Friedri> 1,»reis. 3.»reis.,_______ � Jugendheim. Litauer Str. IS. Referent Senosic Leni. IS. Arei». Abi. 74>> und 74r. Lokalande run�»urfus Artur Eoldftein: Glauben und Wissen. Anfang N Uhr. Waldhllterpsad ok. Von der antiken Welt mit ihrer Eklavonwirtschasi wird jetzi die neuere.Zeit und die materialistische Geschichtsauffassung behandelt.— 20 Uhr ilreisvor» standesitzung bei Schnorr« im neue» Lokal, Berliner Sic. 35. 13. Rccl«. FraktlonssiSung Tempellwi. Darfstr. 11. 2». Abt. 20 Uhr Funktionärsidung bei Nitzmonn. Prenzlauer Allee lbS. 31. Abt. Am Montag fällt die Funktionärkonfereuz aus. Dafür laden die Bezirksführcr zur Abteilungsversammlung ein. 4S. Abt. ssunklionärsitzung bei Brodalla, GdrliKer Str. H. 58, Abt. 20 Uhr bei Beutel, Zkaiscr.Fricdrich-Str. 63. Miialiedsroersamni. lung. Dr. Theodor Haubach: Welche Lehren zieht die SPD. aus den hessischen LondiagswahIenV 8". und 68. Abi 20 Uhr Ausspracheabend der jüngeren Parteigenossen Bah». Hofsrestaurant Wurzkocher, Bahnhof Grunewald. -8. Abt. Abteilungsmetgliederoersammlung bei»ulka, Laucnburger Strasic Ecke llhlandstraße. Tagesordnung: Ergänzungswahlen. Abteilungs- onaelczenheiten. 88. Abt. 20 Uhr bei Gllrlich, Begasstr. T: Disluffionsgemeinschaft jüngerer Parteimitglieder. Auch alle übrigen Mitglieder sind hierzu herzlichst ei». geladen. 8«. Abt. Gärlitz, Chaussee st r. Ig, Funktionärsitzung. »4. Abi Zusammenkunft der jungen Parteigenossen bei Schröder, Steinmetz. stratze 52. Mar Brinitzer: Die Revolution. 140. Abt. Borsigwalde. Achtung! Fm Lokal von Woitschach Freidenkeroer- sammlung. Notar ist airwesend betr. Rirchenaustriti Bekannte und Snmpathtsiercnde können eingefiihrt werden. 140a. Abt. Zusammenkunft der jungen Genossen in der Reuen Schule in Wittenau, Hauptstr.>3. Geich Wendieke: Unser Kamps gegen den Faschismus. Dienstag, 24. November: Biurd der freien Schulgcsellschaiie.il Deutschland» E. B. Bezirksacrband Berlin. Sichtig« Sitzung mii den Barsitzenden und«assierer» im bekaauteu Lokal. 3. Are!». Arbettermohlfakri Sru>erb»losenzusawmeakuuft im Heim, Tilsiter Straße 4—5, dos 15 b» 18 Uhr. Bortrag: Genosse Lehrer Feil: Ressch und Maschine. Heiterer- llnterhaltusg»icil. Arbeiterbtidnngafchule. Radiaabhörabcnd im Lesezimmer der Schule, Diestelmeyerstr. 5 8, püutt. lich um'\S Uhr. Thema: Der Kumaaismu» in der Gegenwart. Leitung: Senosse Bauer. 7. Ar««. Erweiterte tirei»ov> 13. itrei». Fahrt der erwerbsl der Erwerb»lesen sied lung. Treffen 9 Uhr Attilaplatz. 18. Abt. Mitglieberoersammluno bei Arüqcr, Hnssiteustr. 34 Ecke Schering. stratze. Otto Meier, M. b. L.: Zur politischcu Lage. Anschließend Ehrung der Parteijubilare. 34. Abt. 30 Uhr bei Lehmann, Kaiscr-Bilhelm-Str. 29'3l, Fraktionssitzung der Freidenker und Frauenadend. Thema: Freimaurer. orfiaadssitzung. Zimmer 1. Miosen Genossen nach Stahnsdorf. Besichtigung 137. 20 Uhr, Bolkshaus Scharnrneberstratze fahri Genossinnen daran teil. und Genossen Sitzung der Arbeiterwohl. der öffentlichen Wohlfahrt nehmen Mtlwoch, 25. November: 2. preis. Znsammerrkunst aller erwerbslose« Geuassiunen und Geuasseo in den Armiuiushalleu, Bremer Str. 72,73. Einfuhruuqsnartrag de» Genaffen Paul Bernstein. 18. Ittel«. Sitzung de« erweiterten Bildungsonsschnsse» nrn 28 Uhr, Said- hnterpfad 58. Donnerstag, 2ö. November: 3. ftici». Arbeiterbitdnngsschulc. Aursusabend Schräder: Problem Rußland. 7. Rrel». 13 M» 18 Uhr Ärbeltslosenveranstaltnnq im Jugendheim, Rosinen. straße 4. Bartrag: Senassin Käthe Kern über: Rationalisierung und da» Ardeitszeitprvblem. straße. zwischen Schildharn, und Treitschkcstraßc. 88. Abi 20 Uhr bei Rohrmann, Hilbcrtstr. 19, Mitgliederversammlung. Otto Bach: Arbertsrecht. Freitag, 27. November: 90. Sonnabend. 28. November: . Arcis, Aeeisbitdungsausschuß Sitzung bei Reisch, Ztadiner Str. 10. . Abt. Voranzeige: Sannabend. 28. November. Aerbsivergnugen verbunden mit Znbilarfeier im großrn Saal de» Gewertichasishanie». Mitwirkende: SAI. Eäpenicker Viertel und Ainderireunde Gruppe.Barm irrt»". Eintritt 80 Pf.. Kinder>0 Pf., Erwerbslos« frei. Der Ueberfchnß mir» zngnnsten »nierer Arbeitslosen und Kinder verwendet. Eaalerifsnnng 18 Uhr, Beginn 20 Uhr. Ende 3 Uhr. Frstansprache Genosse Karl Setzschold. Um recht zahl- reichen Zuspruch bittet die Abteilungaleitung. Karte» bei allen Bezirks- führern. >. Abt.. Zungerengruppe. Air macheu heute bereits auf unseren Bunte» Abend mit Tanz am Sonnabend, dem 28. November, im Idealkasino, Weichselstr. 8, aufmerksam. Bitte recht zahlreich crkcheinen. Gäste sind herz- lich willkommen. Krauenveranstaltungen. im Heim. ZUfitei Genossen Lehr«: 1. Kreis. Donnerstag, 26. November, 19'-S Uhr, bei Dobrohlam, Swinemünder Straße ll, Funktionärinnenfitzung. 2. Krei». Der 2. Ad-Nd der Arbeitsgemeinschaft der Genossin Wurm findet «rsi am 30. November statt. 7. Krei». Donnerstag, 26. November, ls": Uhr, im Jugendheim Rosinensir. 4: Grzichungsfragen. Referent Dr. Mar Der!. 13. Krei». Dienstag. 24. November, 19 Uhr, bei Görlitz, Waririrdorf, Chaussee- siraße 1», Funktionärinneusitzung. 13. Krei». Dienstag, 24. November, lilli Uhr, bei Pamp. Hassrlwerder. Geke Fennstraßc. Funktionärinnensitzung. 17. Krei». Donnerstag. 26. November, im Lokal„Zum Treffpunkt", Borhagener Straße 82: Ernstes und He, leres. Nontag, 23. November: 3. Abt. Zgl.. Uhr im Gewerkschoftshaus, Enal Z. Unterhaltungsabend. 4. Abt. 20 Uhr bei Brandis, Stralauer Str. iO: Unser« Boriiimpferinnen. Refcrentin Mari« Kunert. M. d. R. Ferner Borlesitzng aus dem Buch der Genossi» Ottilie Baader: Ein steiniger Weg. 3. Abi Im Roseuthaler Hof, Rosenthaler Str. 11/12: Ernste und heitere Rezitationen. Bortragend- Elfriede Wollmann. 7. Abt. 20 Uhr bei Pctran. Schlegelstr. 3t Die Aufgaben des Bölkerhundes. Rcicrcnt Hans Bauer. Gäste können von Mitgliedern eingeführt werdcn. 11. Abi 20 Uhr bei Scholl, Lcvetzowstr. 21: Der Wert der politisch geschulten Frau für die Arbeiterklasse. Referentin Else«cheibenhuber. 13. Abi Bei Lausch, Wicles. Esse Bredowstroße: Was hat die Sozialdemokratie seit 1913 geleistet? Referent Dr. Hans Cohn. 24. Abi Bei Binzer. Winssir. 46: Parteihistorisch« Bedeutung des Partei- orchivs. Referent Genosse Hinrichsen. 3. Gruppe bei Wenzk«. Carmen- Snwa.Str. 51: Programmatisch« Grundlagen unserer Partei. Referent Paul Heudemann. 28. Abi 20 Uhr bei Klug, Danziger Str. 2S: Die Frau In Wirtschaft und PoUtii Resercntin Nora Henke. 38. Abt. 20 Uhr be! Seifert, Pappel-Mce 43: Sozialismus in der Familie. R-ierentin Luise Kähter, M. d. L. 33, Abt. Bei Werialla. Hohenlohestr. 3: Sozialistische Lebensgestaltung. Res«, reirtiu Else Steinkllhler. 34. Abt. Bei Neumann. Gubener Str. 45: Der Wert der politisch geschulten Frau für die Arbeiterklasse. Referent Dr. Ernst Bock. 33. Abi Bei Mitt. Boigtstr. 38: Warum sind Millionen arbeitslos? Referent Georg Buchmann. 37. Abi 20 Uhr in der Patzcnhofcr Brauerei. Landsberger Allee 24/25: Frauen. Frieden. Abrüstung. Referentin Klara Böhm. Schuck. M. d. R. 38. Abt. In der Patzenbvfer Prauer.ei, Landsberger Alle« 24/25: Der Lebens- siandard der Arbeite eschait nach den Notverordnungen. Referentin Dr. Säte Frankenrhal. M. d. S. 39. Abt. In der Juristischen Svrcchsiund«, Lindeustr. 3: Streiszllg« durch den Orient. Referentin Erna Büsing. 42. Abi 20 Uhr bei Äöhlk«, Bergmannftr. 69. Frauenadend. 43. Abi Bei Krepp, Planufer 75/76: Zweck und Ziele der Arbeiterwohlfahri Refcrentin Minna Todenhagen. 45. Abt. Bei Winczier. Reichenberqer Str. 104: Wie die Spielwarenheim- arbeiter leben und arbeiten. Referentin Enuna Ritlche. 48. Abi Bei Tctzlaff. Ziitterstr. 33: Warum sind MMionen arbeitslos? R-fereick Karl Drcsscl. »5. Abi Bei Reimer, Wilmersdorfer Str. 21. Lichtbildervortrag: Unser Konsum. 88. Abt. 20 Uhr bei Delam. Bahnhofstr. 61: Bevölkerungspolink und Geburten- regelun«. Referentin Dr. Frida Alexander. 98. Abi In der Lesehalle. Nogat. Eck« Ilse straße: Sie famiüenrcchtliche Stellung der Frau. Refcrentin Dorothea Burkhardi 103. Abi Bei Tromtcc. Frischen- Ecke Lui'ensiratze: Unsere Vorkämpfer, unsere Barlämoserinnen. Referent August Memann. 104. Abt. Bei Vamp. Hasselwerder. Ecke Fennsiraße: Di« programmatischen Grundlagen der Partei. Referentin Käthe Kern. 108. Abi Im Stadttheater am Marktplatz: Die Fran und der Sozialismus. Leiterin des Diskussionsabends Marie Iankowski. 127. Abi 20 Uhr im„Beißen Hirsch". Dingelftädter Straße: Ursachen der Gegenwartskrise. Referent!« Hertha Gotthelf. Dienstag. 24. November: 8. Abi Besichtigung der Konkumgenosseuschafi Treffpunkt 0 Uhr. Innaliben- Ecke Brunnenstratze oder Uhr vor dem Berwaltungsgebäude. Lichten- berg, Rittergutstraße. 28. Abt. Bei Wendt, Koloniestr. 147, Borlesung au» bem Buch: Ein steiniger Weg, von Ottilie Baader. 47. Abt. 20 Uhr in der Schul». Waldemarstr. 77: Ernst« und heitere Rezita- tioncn. Voctragender Sans Fuhrmann. 58. Abt. 20 Uhr b«i Liersch. Kantstr. 62. Bürgerlich« und proletarisch« Frauen- beweg, ing. Refcrentin Margarete Harfig. 74. Abt. Siedlung. 20 Uhr im Waldhaus. Svandauer Straß«: Warum sinb Millionen arneitslos? Referent Mar Brinitzer. 04. Abi Bei K:ihfeld, Selchvwer Str. 20. Heiterer Abend. Vortragende Elfriede Wollmamn. Il4. Abt. Der Fraucnabenb wird ans den 30. November verschoben. 118. Abt. 20 Udr bei Morr, Neue Bahnhofstr. 28: Neue F-stkultur. Referent Sanas H. Kamm. 118. Abt. 20 Uhr hei Tempel, Gudrunsir. 7, LichSiilderoortrag: Unser Konsum. 12». Abt. Im Sängerheim. Flovastr. 03. Sichtbilbervortrag über Heinrich Zille. Referentin Lisa Schneider. Mittwoch. 25. November: 1. Abt. Im Hacke schen Hof. Rosenthaler Str. 40/41: Revolution der Ehe. Referentin Else Steiufsihler. 32. Abt. 20 Uhr bei Wolter /früher Bode), Saiserüi-Augusta-Alle« 52: Die diskutiere ich mit meinem Gegner. Referent Ltta Moü. 82. Abt. 20 Uhr im„Heidekrug" lInh. Marsand): Kampf dpr Sozialdemokratie gegen die Reaktion. Referent Willi Wolfs. 80. Abt. 20 Uhr bei GUrlich. Begasstr. t: Arbeiterdichtung. Referentin Leoni« Brockomnn. »0. Abt. 20 Uhr bei Schabeiko. Weichsel. Ecke Donaustraß«: Alltagssorge» der Frauen. Referentin Paula Surgaß. 120. Abt. Bei Tempel. Prinzenallee 45: Auswirkungen der Arbeitslosigkeit auf den Arbeiterhaushalt und das Familienleben. Referentin Margarete Schenkalowski. 124». Abt. 20 Uhr bei Draber, Uhlandstr. 18: Das ist uub was will der Sozialismus? Referentin Helene Michaelis. 143. Abt. 30 Uhr bei Iarius. Fürst-BismorchStraß«: Stellung der Frau im Recht. Referent Dr. Balter Gotthardt. Eichwalde. 20 Uhr bei Lindner: Moderne sheproblem«. Referentin Margarete Harttg. Vovuerskag. 26. November: 44, Äbt. 30 llht'bei Ewa?d, Ska'litzer Str. 125, im großen Saal 1- Stock. Lichi- bildervortrns über: �rauentra-nkheiten— Crwerbsarbeit. Referent Dr. Aener.Brodnif;. 58» Abt. A) Ubr bei Sandmann, Westfälische Sir. 4Z, Heiterer Abend. Bor- tragender Hans Fuhrmann. 141. Abt. 20 Uhr bei Hoffmann, Rosenthal, Sdelweivstr. d: Gefangencnfürsorge. Referentin Genofftn Lodcnheimer. Bezirksausschuß für Arbeiterwohlfahri. Seminar für Bohlsahrtspslege. Dienstag. 24. November, 20 Uhr, 5. Kursusabend über„Berwaltungsfragen der Wohlfahrtspflege" in der Wohliahrtsschule des Hauptausschuffes für Arbeiterwohlfatzrt, Kelle.Alli-nce.PIatz 7\1. Leiter: Genosse Dr. Hönisch. 9. Krei». Donnerstag. 26. November, 20 Uhr, 4. Kurfusobend bei Kutka, Laue�urger Stpoße. Referentin Genossin Paula Kurgatz. lo. Krei». Dicnstog, 24. November, 20 Uhr. im Lokal Schnorre. Zehlen. dorf, Potsdamer Str. 3, 3. Kurfusobend. Genosse Dr. Schloß spricht über„Auswirkungen der Notverordnungen auf die Fürsorgcpflichtvcrordnung". 20. Kreis. Die verkauften Lotterielose sind umgehend beim Genossen Jakob!. Reinickendors-Best, Wachvldrrstr. 4l. abzurechnen.— Am Freitag, 27. Rovem. her. neue Schule, Wittenau. Hauptstr. 13, findet um 20 Uhr der 4. Kursusabeuo statt. Referentin Genossin San:„Fürsorgeerziehung"'. 136. Abt. Donnerstag, 26. November, Baracke Lindauer Straße, wichtige Sitzung der Arbeiterwohliahrt(einschließlich der in der kommunalen Wahl. fahrtspflege tätigen Genossen). Sozialistische Sludenkenschaft Deutschlands und Oesterreichs Ortsgruppe Berlin. Montag, il November: Die Rote Spielschar probt um 13i� Uhr im SAI.» Helm, Lindcnstr. 3, und um 22 Uhr im Bund.— Montags 23. November: Arbeitsgemeinichoft über„Die Grundlagen des Arbeitsrechts", zugleiä,„Einführung in die Rechtswisseuschafi". Leiter: Dr. Heinz Ollendorff. 20 Uhr im Bund.— Dienstag, 24. November: Stadtschulrat Dr. Kurl Läwenstein spricht über„Autoritäre oder gelellschaftlichc Srziebung?" 20 Uhr in der Unioersilä:, Hälsaal 101.— Mittwoch. 25. November: Historische Arbeitsgemeinschaft iiner „Sozialdemokratie und Erfüllungspolitik". Leiter Genosse Paul Bernstein. 18— lOU Uhr im Bund.— Donnerstag. 25. November: Marristischc Arbeit?. gemeirnchait. Leiter Genosse Denickc. 20 Uhr im Bund.— Freitag, 26. Nonem. her: In der Hochschule für Politik spricht Regierungspräsident Dr. Hans Simon» (früherer Direktor der HfP.) über„Sozialdemokratie und Verwaltung". 20 Uhr. — Freitag. 26. November: Arbeitsgemeinschait über„Probleme gegenwärtiger Wittschaftsvolitik". Leiter: Dr. Mitnitzkg und Dr. Falk. 20 Uhr in der Hoch- schul« für Politik. Arbeiksgemeinschast der Sinderfreu ndc Groh-Berlin. WST; In ReutAla findet heute, Sonntag. 22. November, im Jugend, �Hheim St�inmetzstr. 114 ein Aamniermusikabend statt. Es musizrpren % Mitglieder des SAO.- und KFr..-Orchesters. Interessierte Geiwssen sind hiermit eingeladen. Beginn 20 Uhr. Eintritt frei. J/i Der Singekreis-Leiterkursus und Flöteuknrsus für Fortgeschrit' W tene fällt Dienstag, 24. November, aus, statt dessen Montag, 23. No- fe i vember. Kreislassierertonferenz findet nicht Dienstag, sondern Mittwoch, 19� Uhr. in der Geschäftsstelle statt. Areisleitersihnng Freitag, 27. November, 20 Uhr, Geschäftsstelle. Veddiag: Montag Gruppenleitersitzung im Heini Willdenow straße, 19 Uhr. Donnerstag.�reishelferversammlung ebenda. Filmkarten� für die Vorstellung um 20 Uhr sind ausverkauft, für 17� Uhr sind noch einige zu haben. Mitt woch Uebungsabend mit der Muütgrupve im Heim Willdenowftraße. Prenzlaner Berg, Friedrich Gbert: Montag Rote FaUen Basteln, Dienstag Iungfalken Basteln. Mittwoch Neftfalken Ucben und Basteln. Freitag gemein. fame Gruppenprobe zum Weiteren Abends Friedrichsbaia: Montag, 23. November, 19-% Uhr, Areiselternabend im Jugendheim Litauer Str. 18. Referent Genosse Levi. Srevzberg: Seeishelfersttzvag Dienstag. 24. November, 20 Uhr. im Heim Wassertorstr. 9. Die am Bußtag ausgefallenen Reiqvngsgruppe» für Basteln und Singe» tagen Mittmock). 23. November, in den bisherigen Heimen. Die Nest� faUen kommen Donnerstags achttägig zusammen im Heim Belle-WlianeQ-Vlatz. Eharlottenburg: Dienstag, 24. November. 20 Uhr. findet unsere Zlreis- elternversammlung statt. Tagungsort: Kleiner Saal des Deutschen Kranlen- kassenhauses, Berliner Str. 37. Tagesordnung: 1. Referat:..Familie und Ä i rcd er fre u nd c e rzieh ung". 2. Dislusfton. 3. Verschiedenes. Erso'ieincn oller Eltern und Mitglieder dringend erwünscht. Reuiälln: Instrumentaltreis fallt am Donnerstag aus. Gruppe Reinickeudorf.West: Unser Elternabend findet am 28. November bei Höfe in der Berliner Straße um 20 Uhr statt. Alle anderen Gruppen sind eingeladen. Schöueberg: Montag, 23. November, findet die Aussprach« mit der SAI. um 20 Uhr im Jugendheim Hauptstr. IS statt. Hohenschönhausen: Montag, 23. November, von 17—19 Uhr, in der Schul- barocke Dingelstädter Straße. Sterbetafel der Groß-Berliner Partei-Organisation S4. W»£. Unser Genosse Dr. R. G e r g e l ist am 18. November an Her.i- schlag verstorben. Ehre seinem Andenken! Beerdigung Sonntag, 22. November, 14 Uhr. Friedhof ZJeißensee. alte Halle. 92. Abt. Am 19. November verstarb unter langjähriges Mitglied. Genosse Robert Glaser. Treptower Str. 97— 98. Ehre seinem Andenken? Etr äscherung Dienstag. 24. November, 13U Uhr, Krematorium Baumschulenweg. Um rege Beteiligung wird gebeten. Vnefkasten der Redaktion. It. 1VY. Venn das Vermögen mehr als 20 000 M. beträgt.— H. D. 49. 1. Nein. 2. Nur wenn die Satzung eine besondere Einladung vorschreibt. In der Regel erfolgt di� Einladung zu einer Generalvcrs ammlung durch Bekannt- machung in demje'ügen Blatte, das für die Bekanntmachungen der Genossen. schaft in der Satzung bestimmt ist. 3. Nein. Die Auseinandersetzung mit dem ausgeschiedenen Genossen erfolgt auf Grund der Bilanz. 4. Eiue S&aat ist Zwecklos. Bohl aber können �ie in der Generalversammlung zu den Dingen Stelliu»g nehmen und. erforderlichenfalls einen Beschluß der Bersanunlung herbeiführe:», n. Die Beiträge haben Sie zu tragen.— A. H. 1. Noch unserem Ansicht muß der Hauswirt die Jalousien wieder anbringen lassen. 2. und 4. Stein. 3. Die Klage kann zu Protokoll der Geschäftsstelle des Amtsgerichts er-- klärt werden.— H. G., Tegel. I. und 2. Zweifelhaft. Jedenfalls besteht die Ablieferungspflicht oann, wenn die Polizeibehörde von dem Borhande.nfeiu der Druckschrift noch keine Kenntnis Hai. Der Buchbändler, der illegale Schriften vertreibt, macht sich ebenfalls straftbar..3. Die sozialistische Literatur fällt selbst- verständlich nicht unter das Gesetz. Gewerkschaftliches siehe 3. Beilaize. Beraulwortlicki fflr Politik: Victor Schiff: Wirtschaft: G.»linoelbSscr! Gewerkscha/tsbeweauua: Z. Steiner; Feuilleton: Dr. Job» Schikowski: Lokalc» uns» Sonftitz-s: Fritz«arftäbt; Anzeip-n: Ttz. Glocke: iämtlicki tu Berlin. Berlap: Borwärts-Verlaa S m b. H.. Berlin. Druck: Vorwärio.Buckidrnckeret und Bcrlagsansiall Paul Singer u. Eo.. Berlin SW 68, Linienstraße 3. Hierzu 4 Beilagen. 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Aus dem Wege des weiteren Lohnabbaues lasten sich dt? wirtschaftlichen Probleme Deutschlands nicht lösen.?kur blutiger Dilellaatlsmus oder btiodcr klostenhah kann die deutsche Wirt- 'i schaflspolitik auf diesen weg Herleiten, der kein weg zur lieber- windnng. sondern ein weg zur Dertiesung der Krise ist. Die Aklloitäk der deutschen Handelsbilanz hat eine solche höhe meichk, daß wir es wirklich nichl für nötig Hollen, dos Erreichte inil allen Mitteln des wirtschasllichen Selbstmordes zu verteidigen. Man darf mcht den monatlichen Ausfuhrüberschuß van rund 400 Millionen Mark als eine wirtschaslliche Natweirdigkest für Deutschland betrachten und. um einen solchen Zlusfuhrübcrschuß zu erhal- ten, den Zulammenschrumpfungsprazeb des in n c r c n Marktes, von dem olle Kankurrenzsähigkeit nach außen abhängt, durch den Lohnobbau weiter treiben. Dadurch würde man nicht nur jede Chance für die Erholung der inneren wirtschaftlichen Verhältnisse zunichte machen, sondern auch die Ansähe zum Gleichgewichtszustand auf dem Weltmarkt auf die verhängnisvollste Weise stören. Die Zeit ist wahrhaftig für .Handelskriege am wenigsten geeignet. Die Fort- jctzung der Lohnobbaupolitik zum Zweck der Verschärfung des Kau- turrenzkampfes auf dem Weltmarkt wird aber die Handelskriege in jener oder andercr Form unvermeidlich machen. Was uns am meisten not tut, ist vor allem das Aushalten des inneren Zusammenschrumpsungsprozefses durch die An- pafsung der Warenpreise und der Kaufkraft der Kons um c n t c n. Die Vorbereitung zur Ucberwindung der Krise muß darin bestehen, daß zunächst ein gewisser Gleichgewichtszustand zwischen den Preisen und der Kaufkraft erreicht wird. Erst wenn wieder mehr gekauft wird, kann der Llntrieb zum Kampf um die zunehmende Kaufkraft und damit der Anreiz sür die Umstellung der Produktion und neue Kopitalanlagen entstehen. Die Ansähe zu' einem Gleichgewichtszustand und damit die Ansätze zur llebcrwinduug der Krise sind in der Welt schon vorhanden. Sie sind aber noch sehr bescheiden und dürfen deshalb nicht o l s gesichert gelten, weil ihre Wirkung durch die Vertrauenskrise in einzelnen Ländern und zwischen den Ländern durchkreuzt wird. Die Ueberwindung dieser internationalen Vertrauenskrise ist zweifelsohne eine dringende Notwendigkeit: die Wiederherstellung der realen Kaufkraft bleibt aber eine unerläßliche Voraussetzung für jede wirtschaftliche Besserung. In Amerika läßt sich fest dem Frühjahr«ine beträchtliche Belebung der Konsumgüterindustrien feststellen, die ihren Höhepunkt vorläufig im August erreicht hat. Ueb-r diese Be- lebung informieren uns folgende Zahlen: Augus» lovo Auqu» IWl Durchsck,niil lv?S-igeS- NN Textilindustrie Verbrauch an Baumwolle. 78 95+ 22 Proz. Verbrauch an Wolle.. 7b Ilö+ 51 Schuhindustrie..... 90 106+ 18„ Die Verarbeitung von Wolle hat sogar den Stand vor Ausbruch der Krise überschritten. Demgegenüber steht aber der weitere Rück. gang in den P r o d u k t i o n s m i t t« l i n d üst r i e n. Das ist aber eine Erscheinung, die für einen bestimmten Abschnitt in der Entwicklung der Krise als t y p i s ch angenommen werden darf. Während der Krise 1 9 20/2 1 setzte in Amerika die Belebung in den Industrien für den Massenverbrauch schon seit Januar 1921 ein, während sich die Lage der Produktionsmittelindustrien noch bis zum Juli außerordentlich stark verschlechterte. Januar Ivzt Juni>021 MonatsdurchfSiliitt von ISIS~ 100 Verbrauch au Baumwolle..71 92+ 30 Proz. Verbrauch an Wolle.... 64- 112 7ö„ vlahlerzeugung..... 91 42—51 Die oben»itdcrgegebcnc Entwicklung. in den ainerrkanischen Konsumgiiterindustrien bietet noch keine Si ch e r h e I t für die baldige Ueberwindung der Krise, Auch in Amerika wird dieser Prozeß durch eine Reihe ungünstiger Erscheinungen so stark durch- kreuzt, daß die weitere Entwicklung immer noch als zweifelhaft er- scheint. Es steht nbcr fest, daß in Zlmerika trotz der gemaltigen Arbeitslosigkeit und dar Verminderung verschiedener Verdienste(auch nicht wegen, sondern trotz des Lohnabbaus)«ine weitgehende A n- passung der Preise a» die verminderte Kaufkraft slattge- sunden hat und damit die erste Voraussetzung für die lieber- windnng der Krise geschossen worden ist. Für Deutschland steht das Problem insofern anders als für Amerika, als uns die in Amerika so viel breiteren Schichten mit verhältnismäßig sestcm Einkommen fehlt. U m so wichtiger ist für uns die Wiederherstellung der realen Kauskrast der Löhne und der Gehälter, die in Deutschland den ausschlaggebenden Teil der Massenkauskrost darstellen. Eine weitere Politik des Lohn- abbaus wäre unier diesen Umständen der größte wirtschaftliche Wahnsinn, den man sich nur denken kann. (7vorx Doclcor. Die neuen englischen Zölle. Auf Grund des Antidumpinggesetzes hat der englische Handels- minister die angekündigten englischen Wertzölle veröffentlicht. Für einen erheblichen Teil industrieller Fertigwaren sind Wertzölle in Höhe von 50 Praz. in Kraft gesetzt worden, die ob Mittwoch. den 25. November, wirksam werden. Nicht bloß die bereits für einige Fertigwaren bestehenden Schutzzölle, so sür Messer- schmiedewaren, keramische Waren, Stoffhandschuhe. Packpapier, sind von ihrem bisherigen Satz von 33'/, auf 50 Proz. erhöht ' worden, sondern der Kreis der zollpflichtigen Waren ist wesentlich erweitert morden. Für die Wollwirtwaren- und Leincnindustrie, ferner für die Herrenkonfektion und Lederhandschuhindustric, ist der exorbitant hohe Zollschutz von 50 Proz. neu geschaffen worden. Des- gleichen auf die Einfuhr von Werkzeugen. Schreibmaschinen, Linoleum, Tcppichen, Radioapparaten, kosmetischen Waren, Gumml- reifen u. a. mehr. Nach den Londoner Pressekommentaren sollen die zollgeschützten Waren nach den Einsuhrzahlen von 1930 eine Wcrtsumme von etwa 600 Millionen Mark umfassen. Das entspräche etwa 10 Proz. der englischen Fertigworeneinfuhr. Jedoch handelt es sich unseres Erachtens bei diesen Angaben noch um«ine Unter- schätzung. Nach den Einfuhrzijfern der ersten zehn Monate des laufenden Jahres dürften von nun an etwa lö Proz. der eng- tischen Fertigwareneins uhr mit dem 50prozenkigen Wertzoll belegt sein. Dieser Zollsatz dürste auf manchen Gebieten wie eine Einfuhrsperre wirken. Nur solche deutschen Exportwaren, die schon bisher auf Grund ihrer Qualität und Beliebtheit sür den englischen Markt unentbehrlich sind, werden über diese erhöhten Zölle hinwegkommen. Von den englischen Zöllen werden in erster Reih« die kontinen- talcn Länder, insbesondere Deutschland, die Tschechoslo- wakei und Oesterreich, aber»"ch Frankreich und . Belgien stark betroffen. Die deutsch« Ausfuhr nach England betrug in den ersten drei Quartalen l93l- 800 Millionen Mark. Auf die mit dem neuen Wertzoll belegten Waren entfallen hiervon , etwa 150 Millionen Mark, also fast 20 Proz., der deutschen England- ausfuhr. Einen schweren Schlag erholten einzelne Zweige der deutschen Textilindustrie, insbesondere die sächsische Strümps- industrie, die Limb acher S t o s s h a n d s ch u h i n d u st ri e und die Wollindustrie. Von der großen deutschen Ausfuhr an Kunstseidestrümpfen nahm England bisher die Hälfte ab, von dem Export an Stoffhandschuhen etwa ein Drittel. Mehr als 40 Millionen Mark betrug in den ersten neun Monaten die Ausfuhr an Wollstoffen und sonstigen Wollgcweben»ach England. Aber auch zahlreiche andere Industriezweige und deren Arbeiterschaft werden unter den Folgen der englischen Zollmaßnahmen zu leiden haben. Es ist zu befürchten, daß noch weitere Zollmaßnahmen, insbesondere zugunsten der englischen Schwerindustrie folgen können. Man dars England zugute halten, daß die englische Volkswirt- schast sich infolge des riesenhaft angeschwollenen Defizits der Handelsbilanz in einer gefahrvollen Lage befindet. Die eng- tischen Aussuhrverluste betragen in den laufenden zehn Monaten 314 Milliarden Mark. Das Defizit der englischen Handelsbilanz erreichte im gleiche» Zeitraum die Ziffer von 7 Milliarden Mark. Trotzdem ist der Weg, der hier eingeschlagen wird, falsch und wird auch für England mehr Schaden als Nutze» stifte» England ist»ach seinen großen Exporloerlusten in Ilebersee mehr als je aus den europäischen Absatz angewiesen Die kontinentalen Länder werden die übersteigert protektionistischen Maßnahmen Englands sich nicht gefallen lassen. Vergeblich wäre der Versuch, wie es hier und da von der deutschen Industrie empföhlen wird, durch weiteren Lohndruck die englische Zollbarriere zu überspringen. Wir haben uns oben dazu gequßert. Die englischen Zölle gelten zunächst nur sür 6 Monate. Eine endgültige zollpolitisch« Entscheidung Englands ist noch nicht gefallen und ist. so lauten die englischen Meldungen. nicht vor Anfang nächsten Jahres zu erwarten. Die Zwischenzeit muß zu internationalen Verhandlungen ausgenutzt werden. Die englischen Maßnalzmen sind cm neues Zeichen, daß die europäische Kredit- und Währungskrise beschleu- »igt bereinigt werden muß, wenn nicht ein völliger Zerfall der internationalen Austausch- und Wirtschaftsbeziehungen und eine weitergehende Isolierung der Länder eintreten soll, die zwangsläufig zur Verschärfung der Krise und zur Verarmung führen müßte. parafiten der Wirtschaft. Eine Konzernbilanz vor Gericht. vor dem Landgericht I wurde in diesen Tagen die klage des Znstizrats Gollschalk gegen die Deutsche Linoleum- Werke A.-G., die zum Conllncntalen Linoleum- Trust gehörl, verhandelt. Die Beschuldigungen, die der Kläger gegen die Der- waltung des Unternehmens erhebt, sind außerordentlich schwer- wiegend und erfordern das größte Interesse der Oessentlichkeit. Dies um so mehr, als die Verwaltung des Linoleum-Konzerns in Deulschland eine Bclriebspolilik treibt, die zum Himmel stinkt. So wurde noch verschiedenen vorangegangenen Stillegungen dos blü- hende und hochrenlable Werk Maximiliansau in Bayern vor ganz kurzer Zeit geschlossen, während faule und unrentable ausländische Betriebe des Konzerns künstlich am Leben gehalten werden. Der Kläger Justizrat G o t t s ch a l k trat vor Gericht für die Nichtigkeit der Generolvcrsoiwnlungsbeschlüsse ein. Er be° hauptcte, daß die Bilanz die wahren Borgäxige durch falsche Buchungen verschleiere und daß auch die Abstimmung auf der Generalversammlung nicht ordnungsgemäß vor ssch gegangen sei. Die Eantinentale Linoleum Union, die Spitzengesellschaft des Trustes, habe die Hälfte des Aktienkapitals der Deutschen Linoleum- Werke, also 20 Millionen, ohne jede G e g c n l e i st u n g in die Hand bekommen. Die in der Schweiz ansässige Gesellschast beherrsche also damit die deutschen Betriebe, die das Geld verdienten, vollständig, während sie selbst als reine Berwaltungsgesellschost nur ein Parasit des Konzerns sei. Sodann behauptete der Kläger, daß die letzten Bilan- z e n der Deutschen Linoleum-Werke 2l.-G. falsch gewesen seien, denn die Verluste, die aus den gekauften Aktien der fron- zösischen Linoleum-Fabrik Sarlino in Höhe von etwa 20 bis 30 Millionen Mark losteteteii. seien verschleiert worden. Eine richtige Bilanz hätte für 1930 nicht den Gewinn von rund einer Million, sondern im Gegenteil m i.t einem millionenfachen Verlust abschließen müssen. Schon 1920, als das Unter- nehmen noch eine Dividende von 15 Proz. ausschüitete, hätte auf den Sarlino-Aktie» ein großer Verlust gelegen, ja daß auch diese Bilanz keinesfalls.stjinmcir lönuo. Schärfste Kritik müßten die Machenschaften, die man zur Verschleierung der Verluste angewendet habe, hervorrufen.— Sehr interessant ist in diesem Zusammenhang, daß auch bei der Deutschen Linoleum- Werke A.-G. eine m y st i s ch e holländische Tochter- gesellschast auftaucht, die eine verzweiselte Aehillichkeit mit der„Ultra Mar«" der Gebrüder Lahuscn und der„Nutria" des Herrn Katzeiiellenbogen aufweist, lieber die Manipulationen. die im Zusammenhang mit dieser holländischen Tochtergesellschaft gemaclst wurden, ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Der Vertreter der beklagten Gesellschaft, Rechtsanwalt Fried- länder, stellte die kühne Behauptimg auf, daß die Deutsche Lino- leum-Werke A.-G. eine weitest gehende Publizität verpulvert. Die RGO. hat keine Paläste, ober die RGO. hat den festen Willen, die vom Lohnraub, von Notoerordnungen, I van faschistischen Streikbrechern bedrohten Arbeitermossen zum Streik gegen die kapitalistischen'Ausbeuter zu sammeln." Wir sind überrascht. Wie oft las man in dem Sowjetorgan, daß der ADGB. pleite ist, daß er täglich Zehntausende an- Mit- gliedern verliert. Und nun erfahren wir, daß er immer noch fünf Millionen Mitglieder hat und sich ein Haus bauen kann, besten Inneneinrichtung allein drei Millionen kostet! Müssen wir das Sowjetorgan an das russische Sprichwort erinnern:„Lüge, aber mit Maß." Im übrigen kann die„ADGB.-Bürokratie" schon deshalb nicht jede Streikunterstützung ablehnen, weil sie dafür gar nicht zuständig ist. Di« Führung und Unterstützung von Streiks liegt nämlich in den Händen der einzelnen Gewerkschaften Bei der RGO. ist das freilich anders. Di« hat weder Paläste noch Millionen Mitglieder und auch sonst nix to seggen. Nur schimpfen darf sie— über die Gewerkschaften. Dazu braucht man lein« Verbandshäuser. Die konmnmistische Presse reicht da voll- kommen aus. Wir sind ober nicht sicher, die Abbildung des Hauses der Arbeiterbank nicht eines Tages in der kommunistischen Presse als „leuchtendes Beispiel des sozialistischen Aufbaus"— in Sowjetrußland zu finden Solche Fälschungen stich dort nicht ungewöhnlich. Und in Sowjetrußlalch ist alles«in leuchtendes Beispiel— was in Deutschland verruchte Korruption und schändlicher Verrat ist. Lteberblick über den Lohnabbau. In der Nahrungsmittel« und Getränke-Industrie. Die Konjunkturkurve in der Lebensmittelindustrie ist, der sin- kenden Kaufkraft entsprechend, noch immer im Absinken. Die Folge sind ständige Lohnabbauforderungen der Unternehmer. Wie weit die Unternehmer in der Berliner Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie ihre Forderungen durchgesetzt haben, darüber berichtete vor kurzem Genosse Richard Schulz auf der Generalversammlung der Ortsgruppe Berlin des Nah- rungsmittel» und Getränkearbeiter-Verbandes. In den Brauereien hatten die Arbeiter im Januar noch«wen Spitzenlohn von 6 2 Mark in der Woche, am 30. September nur noch einen solchen von 60,60 Mark. Das ist ein Abbau von 2ß'/i Prozent, wo- bel allerdings zu unterscheiden ist zwischen 5� Prozent effektiven Lohnabbau und 16 Prozent Einbuße durch die Einführimg der Fünf-Tage-Woche. Am günstigsten schnitten in der langen Lohnabbauskola noch die Essig arbeiter ob, sie kamen mit 3% Prozent Abbau davon, die Müller mit 41s Prozent, am schwerften ging es über die Likörarbeiter(10 Prozent) und die Kollegen von der Reichsmonopolverwaltung(91s Prozent) her. In den Alurstfabriken hatte man im Januar noch einen Stundenlohn von 1,38 Mark in der Spitze, im September— dem Schlußmonat des Berichts— nur noch von 1.26, also ein Abbau von 9 Prozent. Hier bei den Wurstfabriken ließ es die RGO. zu ihrer bekannten Kraftprobe mit dem Nahrungsmittel- und Ge- tränkearbeiter-Verband kommen. Die Teilstreik» brachten jedoch den völligen Bankrott der RGO.-Fütz rang- 200 Opfer blieben durch das unsinnige Treiben der RGO. damals auf der Strack«. Haut« häufen sich die Bittschriften der revolutionären Strategen um Wledereinstelluna in den Drrektiansbüros der Wurst- tabrikanten. Dieser Streik hat übrigens bewiesen, daß breite Schichten unorganisierter Erwerbslosen bereits so zermürbt find, daß sie bedenkenlos zu Streikbrechern werden. Kaum, daß drei Menschen seinerzeit von dem Streik in einer Britzer Wurstfabrik etwas mußten, standen schon über 100 unorganisierte Erwerbslose vor dem Fodriktor und wollten anfangen zu arbeiten. Di« Sektion der Bäcker liegt mit 6 Prozent Lohnabbau un- gefähr in der Mitte. Au» dem Bericht über die Rechtsabteilung ist zu er- wähnen, daß Firmen jetzt dazu übergehen. auf Absetzung der Betriebsvertretung zu klagen. Unter anderem deswegen, weil Betriebsvertretungen die Anwesen- hell von Betriebsfremden in Belegschaftsversammlungen geduldet haben. Der Verband warnt deshalb die Betriebsvertretun- gen. Zu Betriebsfremden gehören auch sogenannte Vertreter der RGO.: die RGO. ist kein« anerkannt« Gewert- jchastsrichtung. In einer politischen Schlußbemerkung zu seinem Bericht be- grüßte Genosse Schulz die Rede Breitscheids in Darm- stadt und fügte hinzu, wenn auch das Hindernis des individuellen Terrors gefallen sei, so bestehe noch immer das Hindernis der RGO. Di« KPD. muß auch hier eindeutig erklären, daß sie gewillt ist, ihren Kampf gegen die Unternehmer zu richten und nicht gegen die freien Gewerkschaften. Arbeit und Brot bei Hugenberg. Die Hungerpeitsche für Arbeitslose. Ueber der ganzen Breit« des„Lokal-Anzeigers" prangte am Freitag über den Bericht von der Red« Hugenbergs im Sport- palast in großen Lettern als Ueberschrtft folgendes Zitat aus dieser Red«:„Wir wollen wieder einen Staat, der unseren Kindern Arbeit und Brot gewährleistet." Das ist die Reklame. Die P r a x i, im Haufe Hugeuberg sieht anders aus. Di« August Scherl G. in. b. H. Hugenbergs versucht, hie Ar- bsitslosen als Lohndrücker zu mißbrauchen. Wer für den nackten Tariflohn nicht die qualifizierteste Arbeit leisten will, wird dem Arbeitsamt gemeldet, damit ihm dieses die Unterstützung entzieht. Bis heute sind 24 Rotationsdrucker auf diese Art der Unterstützung verlustig gegangen, Noch ist kein Ende abzusehen. Es gehört ein eigenartiges Gewissen dazu, in dieser schweren Zeit Familien dem größten Elend preiszugeben. Offenbar soll der Unterftützungsentzug der Vorgeschmack vom Dritten Reich sein, von dem Hugenberg im Sportpalost sogt«:„Wir wollen wieder«inen Staat, der unseren Kindern Arbeit und Brot gewährleistetl" Entzieht man den Vätern die Unterstützung, damit die Kinder ar- besten müssen? Um die Zahl der Arbestslosen nicht etwa zu vermindern, wird jede Kürzung der Arbeitszeit abgelehnt. Di« Her- stellung des Adreßbuches, wobei die Scherldeuckerei Hugenbergs Korrektoren mit einem Tagelohn von 6 Mark be- schästigt, geschieht im Akkord. Um mm Arbestslose unterzubringen. wurde der Scherl G. in. b. H. der Borschlag gemacht, die Arbestszest der Buchdrucker, die bei der Herstellung des Adreßbuchs beschäftigt werden, auf 40 Stunden die Woche zu beschränken und eine entsprechende Anzahl Arbeitsloser einzustellen. Die Firmen- leitung hat das rundweg abgelehnt. So sorgt Hugenberg für Arbeit und Brot. Sttmmungsmache gegen Arbeitslose. Man rechnet ihnen die Llnterstühungen vor. Eine Hctznotiz gegen die Arbeitslosen, deren-Ursprung allem Anschein nach im Reichsarbestsministeriüm zu suchen ist, macht gegenwärtig die Runde durch die Presse. Der Oeffenllichkest wird darin kurz und bündig mitgeteilt, daß die Ausgaben für Arbeitslosenunterstützung seit 1924 bis einschließlich Juli 1931 rund 11 Milliarden Mark ausmachen und bis Ende des Jahres auf rund 12 Milliarden anwachsen werden. Was sollen solche Zahlen? Sie können In der Form, in der sie gebracht werden, Zweck haben, der Hetze gegen die Arbeitslosen- Unterstützung neue Nahrung zu geben. Die Zahlen selbst stimmen, ober sie sind nur dann richtig zu werten, wenn sie im Zusammen- hang mst dem Volkseinkommen, mst den Gewinnen und Dividenden und auch in Verbindung mst den Beiträgen der Arbeiter und Angestellten zur Arbestslosenversicherung betrachtet werden. Die Rechenkünstler müßten schon«inen Schritt weitergehen und aufzählen, welche Summen die Arbeitslosen an Löhnen und Ge- Haltern verloren haben. Nach Abzug der Ilnterstützungssummen ergibt sich die ungeheure Schädigung der deutschen Arbasterschaft. Schafft Arbeil für hie Arbeitslose», dann brauche» sie keine Ilulerstützuugl:' Oer Texttlkonflitt in Westsachse«. dmenitr GoSrvchsversach in hie Löhne. Kaum ist der Schiedsspruchskandal in der westsächsischen Textilindustrie aus dem Bereich der öffentlichen Erörterung heraus, wird er schon wieder aktuell. E» scheint ganz so, als fei die west- sächsische Textilarbeiterschast als Probiergruppe dafür ausersehen, wie weit der Lohndruck getrieben werden kann. Die Texti-ltndustriellen Westsachsens haben die durch verbindlich erklärten Schiedsspruch verkürzten Löhne aber- mal» g e t ü n d i g t. um erneut eine weitere Lohnkürzung vor» zunehmen. Da die Kündigung erst mst dem 31. Dezember abläuft. haben die Unternehmer noch nicht verraten, wie weit sie die Löhne diesmal gekürzt haben wollen. Wer auch die Arbeiterschaft hat das Lohndiktat ge- kündigt, weil es für sie unerträglich ist. Nazizelle bei der Lusthansa. ' Ein mißlungener Versuch. Ein Herr T r u n k« l halle die von ihm gegründete Nazi- betriebszelle der Deutschen Lufthansa zum 19. November nach den Passäge-Bierhallen zu einer Versammlung einberufen. Es kamen wohl 40 junge Herren zusammen, darunter aber nicht einer, der bei der DLH. beschäfllgt ist. Das schien Herrn Trünke! zu verdrießen, was er bei der Eröff- nung der Versammlung und noch mehr in seinem Schlußwort jammernd zum Ausdruck brachte. Erstens habe ihn seine Gau- leitung im Stich gelassen, die ihn in keiner Weise unterstütz«. und zweitens das Personal der DLH. In der vorhergehenden Versammlung hätten sich wohl 30 bei der DLH. Beschäftigt« bei ihm angemeldet und mit 16 Wann habe er die Zelle gegründet, aber es schein« von denen nicht einer mehr„den Dtut" zu haben, in dieser Bersamm- lung zu erscheinen. Dazu gehört« allerdings Mut. Denn was der Referent, ein gewisser Körner, sich in seinem Vortrag„National- sozialistische Gewerkschaftstaktik" an Unkenntnis und Oberflächlich- kell gegenüber der Arbesterbewegung leistete, hätte kein nur von etwas Kultur beleckter Arbeiter oder Angestellter verdauen können. vis in In 1000 Penjonnv «•».■ X 0...0-„MS 6b3 A» b• i t» los» .Sit 569«.< »o.ö,. Wer den anwesenden Jünglingen schienen die stockdumme» Aus- führungen Körners über den Marxismus, die er nach jedem Satz mit dem Hstlerheiligenschein umgab, kulturbildende Weishest des Drillen Reiches zu sein. So sind nach Körner d i e Sozialdemokratie und die freien Gewerkschaften eine jüdisch« Erfindung, west Karl Marx und Ferdinand Lossalle die materialistische Ge- schichtsaussassung erläutert Höste, wodurch der Klassenkampf ent- standen sei. Zu dieser Naziwejshest kam der Schwindel, die Ge- wertschast'en verbrauchten von den Beiträgen der Mstglieder 80 Proz. für Verwaltungsausgaben. Körner will auch Sozialist sein, aber nur soweit, wie der Begriff Kamerad- schaft gehe, und Nationalist sei er, west er sich für eine„b l u t- reine Rasse" bekennt, die sich ihren Volksantest gegenüber an- deren Völkern erkämpfen müsse. Zu einer Diskussion kam es nicht. Dem Luftpersonal, das in einem Berufe tätig ist, der in erster Linie international geartet und am ehesten dazu geeignet ist, die Völkerverständigung aus sozialer Grundlage mst herbeiführen zu helfen, sollte ein der- artiges Zeug vorgeredet werden. Daß die Luftfahrer für derart hahnebüchenen Naziblödsinn nichts übrig haben, bewiesen sie durch ihr Fernbleiben von dieser Versammlung. : Für das Luftfahrpersonal darf es keine Zersplitterung durch die Nazis geben. Denn sein« Interessen können nur durch die für Sozialismus und Völkerverständigung kämpfenden freien G e- werkschaften vertreten werden. Der Gesamtverband wird den Nazis aus ihre Quertreiberei bei gegebener Gelegenheit die richtige Antwort geben. Ltm die Löhne. . In der Benrath-Hildener Metallindustrie wurde nach längeren Verhandlungen über ein neues Lohn- und Arbeits- zestabkommen eine Einigung erziell, wonach der Lohntarif bis Ende Dezember verlängert wird und das Arbeitszeitabkommen bis Ende Januar. Der Schiedsspruch für die Duisburg-Ruhrorter Höfen mit 61s Proz. Lohnkürzung ist für verbindlich erklärt worden. Bei den M a n n st ä d tw e r k e n in Troisdorf haben die etwa 1200 Arbeiter die Arbeit eingestellt. Ein Schieds- spruch mit 10 Proz. Lohnkürzung wurde von den Arbeitern abgelehnt, worauf die Arbester gekündigt wurden. Sie sollten am Frestog die Arbeit zu den stark verschlechterten Löhnen wieder aufnehmen, lehnten es jedoch ob. Im Lohnkonflikt der Metallarbeiter i» Hagen- Schwelm sind die Verhandlungen mit dem Märkischen Arbeit- geberverband gescheitert. Am Montag wird vor dem Schlichtungs- ansschuß verhandelte Klamauk in Emden. Gegen das Seemanns-Gchnellgericht. Vym Emdener Dampfer„Johann Wessels" waren 19 Mann angeklagt wegen Beteiligung an dem Streik in russischen Häsen. Sie wurden zu je einem Monat Gefängnis verurteill, unter Zubilligung einer Bewährungsfrist von drei Jahren. Bei. der Verhandlung kam es zu erregten Demonstrationen anderer Seeleute. Die Polizei, die mst Steinen beworfen und mit Schmährufen empfangen wurde, machte vom Gummiknüppel Ge- brauch und gab einige Schreckschüsse ab. Aus der Menge wurde dem Gericht eine Resolution zugeleitet, in der es heißt, die Seeleute würden mst allen Mitteln versuchen, ihre Kameraden gegen ein« Verurteilung, zu schützen. Die Demonstranten zertrümmerten mehrere Later- nen und gingen dann auseinander. Hanöwerkeriag gegen Arbeitsdieustpläne. Der 4. Pfälzische Handwerkertag in Kaiserslautern nahm gegen den Plan, die Dorstadtkleinsiedlung von Slrbestslosen im Weg« des freiwilligen Arbeits- dienst« s durchzuführen, scharf Stellung. Der Handwerkerwz sieht darin nur einen Plan, dessen Wirkungslosigkeit neben dem Erfolg der M-ittelvergeudung als erwiesen angesehen werden könne. Besser sei ein wen« auch nur bescheidenes Bau. Programm mst Kleinstwohnungen. Wenn jedoch die Porstadtklein- siedlung durchgeführt werde, dann mache das Bauhandwerk Anspruch daraus, an der Ausführung der erforderlichen Bau- arbesten beteiligt zu werden. Berliner Gewerkschastsfchule? Der nächste„wirtschaflspoNlische Ausspracheabend" unter Leitung des Genossen Dr. Otto S u h r ist am Dienstag, dem 24. No- vember 1931 um 19 Uhr im Saal 3 des Gewerkschaftshauses, Engel- ufer 24/26. Die Teilmjdme ist kostenlos. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig. Zutritt hat jeder freigewerkschaftlich organisierte Arbester und Angestellte. SPD.-Feaktio» bei der Firma Stack«. Ca., Marieafeld«. Montag, 16� Uhr, Lolal Dhonan, Marirndorf, Fried«». Ecke Marienfelder ötrah«, Sitzung sämtlicher Genossinnen und Genossen. Mitgliedsbücher sind miqubringen.»er Fraktiananorstand. SPD.'Buchdrncker! Die Sitzung ist nicht am Dienstag, 24. Novem» b-r, sondern am Montag, 30. November, an bekannter Stelle. Der Fraltionsnorstand. Ärichstagsnrästdent Paul L i> b e spricht über„strise und Sozialismus� Sympathisierend« der übrigen graphischen Verbände sind eingeladen' (Stempellartc und Verbanbsbuch mitbringen.) Graphisch« Hilsearbeiter der SPD. Versammlung der SPD-dt. nosstnnen und Genossen findet am Dienstag, 24. Donember, 17 Uhr in Ewalds Vereinshan», Skalitzer Str. 126. statt.(Nottbusscr Tor)'Die Versammlung ist»°n äutzeritcr Wtchtigleit. Parteiauswei- ist vorzulegen W �reie Gewerkschafis.Lugend Berlin Rordkei,: Jugendheim Willd-nowstr. Z. Lustiger«ruppenwettstreit.- vstlre-s: SugeiGherm Große Frankfurter Str. IS.«rcismitgliederver. . fammlung.- Sudlms! Jugendheim Vergstr. 29...Wir stellen etwas bin."- 2»--»dg.»pp. Gesamtnerband- Fahrt nach Erkner-Rüd-rsdarf. Trefi. �"9,. S-intaaNraße.- Uhr im Zimmer 5 Iuaenvcirupve des �entralverb«mdes der Anaettellten Sonntagsperanstaltunae» im Jugendheim Lehrter Str. 13—19 oign,„. »immer: von 19-22 llhr.- Morgen) Montag, finden foläend. sÄI Ä)."Äf«Be®tf r- Ut®»"buTeXVm Stoß!" Vortrag:„Die Genossenschaften als Selbsthilfcarganisationen der �b?itn,�ee schaff'. Referent: Kunkel.- Rardost II: Jugendheim Ro stenbuiaee �r? Zimmer 3...Vertreten die Nationalsozialiste» Trbeitnehmmünt�?»�" sundbrun»«»: Jugendheim Pank. Ecke Wiesensiraße w� �«inTtrna' ..Dt» Fdschlamus in Stalten". Referent: Lamm.—»arten ii. qw?� fSjzaÄ™6" 5)t!emBet iUm �°°° 80 P'- Nr. 547» 45. Iahrgong 4. Beilage des Vorwärts Sonntag, 22. November 4934 Wochenprogramm des Berliner Rundfunks. Sonntag, 22. November: 6.30: Funkjryninastik. 9.30: Wcltervorhersas«. 10: Tofcnsonriias-GoUes- dicnst. 11.30: Aus Leipzig;: Bach-Kantate. 12.1S: Aus Breslau: Konzert. 13.30: Jugendstunde. 14; Totenfeier des Reichsbundes der Kriegsbeschädigten, Kriegsteilnehmer und Kriegshinterbliebenen. 15.15: Schallplattenkonzert. 15;„Die Stützen der Gesellschaft" von Henrik Ibsen. 18. Konzert. 18.43s IT. Teil der „Matthäus-Passion'4 von Job. Seb. Bach. 30;„Wir wollen helfen." 21.30: „OroB ist der Tod.. 4 22.30: Wetter-» Tages- und Sportnachrichten. Montag, 23. Novembrr: 6.-W: PankETranastik, Aoschließend; Frühkrvnzerk 12..W: NkeftcTmelduneeu für den Landwfrt, 14: SchaMplattenkonrcrt ia.?0: Alt-Berliner BiirEercäften. 13.40: Neue Methoden der Betnebsstoff-HeraleUunir. 16.03: Der Einfluß der Devisen Verordnung auf den Postscheckverkehr. 16.30: Konzert. 17-30; Jugendstunde. ITJO; Wunder der Seelend eilimg. 18.18:..Die Geschicbte vom Kapitän Kopejkin" von Nicolai CiogoL 18.33: Zahlen alz Fundament der Sozialpolitik. 19: Stimme zum Tag 19.10: Nordische Musik. 30.40:..König Richard III." von William Shakespeare. 33.30: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Danach: Tanzmusik. Dienstag, 24. November: 6-3«: Funkgrmnastik. Anschließend: Frühkonzert. I3..30: Die Viertelstunde für den Landwirt. 14: Schallplattenkonzert. 13.30: Frauentypen unserer Zelt 15.40; Moderne Tranmdeutcng. 16.03: Jugendstunde. 16.30: Unterhaltungsmusik. 17.30: Bücberstunde. 18: Wlrtschaftsrundschan. 18.33: Podium(Stunde der Unbekannten). 19: Stimme zum Tag. 19.10: Anna Schieber liest ans eigenen Werken. 19.30: August Bier zum 70. Geburtstag. 19.43; Großer Tanzabend. 31.30: Aus Stettin: Konzerf. 23.13: Wetter-, Tages- und Sporfnaclirichten. Mittwoch, 23. November: 6.30: Funkgymnastik. Anschließend; Frühkonzert. 9: Voa der Deutschen Welle Scbulfuuk. I3J0: Wettermeldungen für den Landwirt. 14: Schallplattenkonzert. 18.20: Märkische Bodenschätze und ihre industrielle Ausnutzung. 13.40: Dcutscb-nngariscbe Kulturbeziehnngen. 16.03: Aus dem Thealer der büberen Scholen e. V.(Berliner Thealer):..Der Vogelhändler", Operette von C Zeller. 17: Jugendstunde 17.20: Von der bildenden Kunst 1 7..30: Literatur nach Maß. 18: Unterbaltungsrnnsik. 18.88: Mitteilungen des Arbeitsamtes. 19: Stimme zum Tag. 19.10: Rechtsfragen des Tages. 19.30: Ans Leipzig: Festkonzert im Gewandhaus zu seinem ISOiäbrigen Bestehen. 21.38: Dichtungen aus dem dOfährigeti Krieg. 33 38: Wetter-, Tages- und Srortnuchrlchlen. Da- ncch: Tanzmusik. Donnerstog, A». November: 5-4Ö; runtarnMÄtik. AnschlicBead: rrühkftflzeri:. 12.86: Die Vi«rtets*ot»dc für d« Landwirt- 14: SchaJIplaftcnkottzcrt. 15.26; Fratjeitcmanzipatioo. 15-46: Dlchtunjr and f>p«r. 16.0.5: Soll wan noch Feste Teranstaltec. 16.86: Konzert. 17.26; ffir die Kunst. 17.55: Mitteilungen des Art>eitsamtes. 18; Musikalische Jusrcndstunde. 18.25; Studenten diskutieren. 19: Stimme zum Taf. 19.16: Ossip Kalenter liest eigene Geschichten. 19�45: Volkstfiralichcs Orchesterkonzert, 21: Tages- und Sportnachrichten. 21.16; Konzert Danach: Tanzmusik. Freitag, 27. November: 6.38; Funkgymnastik. Auscbließend: Frtihkourxrt 9: Von der Deutschen Wefle; S.iiulfunk. 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt 14: Schallplattenkonzert. 15.28: Die Frau als Gattin. 13-48; Das moderne Ausknuftswesen. lt.03: Sportverletzungen und ihre häufigen Ursachen. 16.30: Klaviervorträge. 17: Jugendstunde. 17.20; Das neue Buch. 17-33: Mitteilungen des Arbeitsamtes. 17.30; Peter Flamm liest aus eigenen Werken. ITJM: Der Hörer und sein Apparat. 16: Chorgesänge. 18-58: Metternich und Gentr. 19: Stimme zum Tag. 19.18: rrterbaltungsransik. 20: Wovon man spricht 38.38:..Der Barbier von Sevilla", Oper von Pletro Selllnl. 73.13: Vetter-, Tages- und Sportnachrichteo. Danach: Stande für die Winterhilfe. Sonnajipod, 28. November:. tr..■ 6.3«: Funkgymnastik. Ansehlioßeud: Frübkouzert. 12 38; Wettermeldungen iilr den Landwirt 14: Schallplattenkonzert 13-29; Jugendstunde. 13.43: Lebendige Vergangenheit 16.85; Cvolen. Erzählungen von Norbert Jacques. 16.38: Für den Siedler und Kleiiigärtuer. 17: Blasorchcstcr-Kouzcrt. Wälireud der Pause: Zehn Minunten Film. 18.30: Stefan Zweig. 19: Stimme zum Tag. 19.1»; Klavier- vortrage. 19.53: Mitteilungeu des. Arbeitsamtes. 20: Aus Wien;„Fräulein sucht Anschluß". Ein Wiener Bilderbogen. 23: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Danach: Tanzmusik. Königs Wusterhausen Soimfag, 22. November: Ab 6J0; Ucbertrajung aus Berlin. 12JS: Aus Hamburg: Hdrbcricht über die Enfdeckaos: der Induktionserscbeinungen von 100 Jahren. 1.1.15: Schallplattenkonzert 15.15: Der Wert uDscrer Erinnerunzen. 15.85s Aus den Dich- tunzeu des schlesischeu Barockmystlkers Daniel von Czepko. 15.55; Dietricli Buxtehude, ein Vorkämpfer Job. Seb. Bachs. 16.26; Stunde des Landes. 18: Dichterstimde. An.schlicßend: Ucbertrazunz aus Berlin. Montag, 23. November: 16; Pädagozischcr Funk 16.36: Ans Leipzig: NadrniiitagskomscrL 17JW; Wir musizieren mit unsichtbaren Partnern. 18: Die Mystik in den ReUgioncB der Völker. 18.30: Spanisch für Anfänger. 18.55; Wetterbericht für die Landwirt- schait 19;'Stunde des Landwirts. 19.30; Der Mensch und die Technik. DMitschlandseoder: 20; lluterhaltunssmusik- 20.30; Aus Budapest: Zigeunermusik. Ausdilicßend: ücbertragung aus Berlin. Dienstag, 24. November: 16.30: Aus Berlin: Nachmittagskouzert. 17.30; Bücherstunde. 18: Abrüstung oder Kriegsvorbereitung? 1530; Englisch für Fortgeschrittene. 18.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft 19; Körperbau und Charakter. Deutschland» sende?: 19.30: Aus Leipzig: Orchesterkonzert- 21: Tages- und Sportnachrichten. 21.16: Fortsetzung des Orchesterkonzerts. 21-45; Aus Beutheu: ,J)as ober- schlesische Gruhen-Rettungswcscn". Im Hörbericht der Scblesischcn Funk» stunde. 32.15: Politische Zeitungsschau. 22.36: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Danach; Unterhaltungsmusik. Mittwoch, 23. November: 16: Pädagogischer Funk. 16.36; Aus Hamburg: Nachmittagskonzert. 17.36: Das internationale Joumalistentribuna! im Haag. 18: Vorkämpfer des britischen Weltreichgcdankens. 18.25; Ein Besuch bei den Walfängern. 18.45: Wetterbericht für die Landwirtschaft 18.55: Stunde des Beamten- 19.10: Ücbertragung aus Berlin. DcuUchlaodsender: 19.30: Programm des Berliner Senders. 21.36: Tages- und Sportnachrichten. 21.45: Aus Frankfurt a. M.: Bunter Abend, 22.30: Wetter-, Tages- und Sportnach richten. Anschließend: Uebcr- tragong ans Berlin. Donnerstag, 26. November: 16: Pädagogischer Funk. 16.36: Aus Berlin: Nachmittagskonzert 17-36: Das Irrationale im modernen Weltbild. 18: Hocbschullonk- 18.36: Spanisch für Fortgeschrittene. 18.55: Stunde des Landwirte. 19.25: Bethmann-HnUweg zum 75. Geburtstage. 19.45: Viertelstunde Funktechnik. 20.05: Weltpolitische Stunde. Dctriscblaadseoder: 20.30: Ans Prag; Europäische« Konzert. 22-30: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Anschließend: Ücbertragung ans Berlin. Freitag, 27. November: 16: Berufsberatung und Schule. 16.36: Aus Leipzig: Nachmittagskonzcrt. 17-50: Hausmusik- 18: Volks wir tschaft&funk. 1530: Hochschulfunk. 18-55; Wetterbericht für die Landwirtschaft 19: Wissenschaftlicher Vortrag für Tierärzte. 19.30: Stund© des Arbeiters. Deutschlandsender: 26: Ans New York; Worüber man in Amerika spricht 20.15; Aus Breslau;„Buschiade" in Wort und Ton. 21-11: Tages- und Sportnachrichten. 21.30:„Das Bach Tobias-" Eine Singfabel von Mostar. 22.25; Aus Köln: Nachtkonzert. 23: Aus Köln; Konzert. Sonnabend, 28. November: 16: Pädagogischer Fußk. 16-30; Ans Hamburg: Nadimiitagskoiiz, er L 17-30: Viertelstunde für die Gesundheit. 18.06; Deutsch für Deutsche. 1836: Hoch- sdmlfunk- 18.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft. 19: Englisch für Anfänger. 19.36: Stille Stunde. Anschließend: Uebcrtragung aus Berlin. > Der Deutsche Areidenkeroerbaud teilt uns mit, das; seine B e- st a t t u n g s a b t e i l u n g siir die Anmeldung von Todesfällen am 2. Weihnochtsseiertage, dem 26. Dezember, für die Zeit' von 9 bis 1 Uhr geöffnet ist. Allgemeine Wetterlage. 24.N(w 4S34,sdds. 7n■ Der mchoüeitbe Luftdruckanstieg über dem westlichen Europa hat dazu geführt, daß verhältnismäßig milde maritime Luftmassen durch Frunkreiä, nah, dem Nheinland und dem Emsgebiet vordrangen. In Aachen wurden in den Mittagsstunden 12 Grad, an der Ems 7 Grad beobachtet. Im mittleren und südlichen Deutschland stieg das Thermometer gleichzeitig nur auf etwa 5 Grad. In Ostpreußen blieb die Temperatur dagegen selbst in den Mittagsstunden noch unter NM. Da dos russische Hochdruckgebiet immer nach recht kraftig entwickelt ist. dringt die ozeanische Luft mir langsam weiter nach Osten vor. Sie dürste am Boden iui Laufe des Sonntags etwa in das Gebiet zwischen Weser und Elbe vorrücken. Bei uns wird sich ihre Annäherung nur in Bewölkungszunahme bemerkbar machen. * westcraussichten für Berlin; Bewölkungszunahme, sonst keine wesentliche Aenderung.— Für Deulschland: In West- und Südwest- wolkig und �iMich piild,. teipe weseiMcheu. Kigdlu- schlüge, in Mitteldeutschland wolkig, im Osten ziemlich heit«, sonst keine Aenderung. 'unztrbnchM� Danksagung, Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Hinscheiden meines lieben Mannes Ernst Franke spreche ich allen Verwandten, Freunden, Bekannten, Kollegen vom Deutschen Metallarbeiter-Verband, Sportskame'aden und Genossen der SPD., sowie sämtlichen Organisationen meinen innigsten Dank aus. Frau Leni Franke Etn Druck— AllaSyafam» FBr Batmtc, d«rHa!t»r W schwajz, farbig Angestellte, k Ist sofort f Bold und Silber Vielschreiber* gefüllte QröOtee Lager GoldflnkBroBB In tiefem Schmerz zeigen wir den in der Nacht zum IS.November erf, Igten frfihzeitigcn To> des Herrn Dr. Naum Gergel an. In der Person des Dahingeschiedenen beklagt die jüdische Oelfentllchkeit den Verlust eines bedeü enden Sozial-Politikers und Publizisten, der sich um das osteuropäische[udentum unvergeßliche Verdienste erworben hat In tiefer Verehrung und innigster Dankbarkeit werden wir sein Andenken bewahren. Tb« American Joint Dlstrlbntton CommlHee Verbände: Ose, Ort, Emlcdirelrt, indlscfaes WUtensdiaftlidie* Imlllnt, Dubnofi Fond(für dl« ISdlsdic Enzyklopädie). Sdsalom Aleldiem Club, Verband der Ittdlsdien Presse. Berlin. Ost-JQdisches Historisches Archiv. Beerdigung findet am 22. November. 2 Uhr mittaes. statt Treffpunkt am Haupteingang des Jüdischen Friedhof» Weißensee, alte Halle (50 Werbe Malte ■ Ooldflnk Liebling Reparatur Affe Halternehmen zu rdeddehstr. Ts. res.' res. im höchst. Sehmetzwert Leipziger Str. tu. Ecke Msuentt, ia> j— er pelltar_______,___.. 'nktm in 7 sahhmra Uuenlrienstf.L a.Wittentergpl. sgft Matter eof.'• Spille/merKt iL Soidtinkecke 8 er iin-Relnlckendorr. Pst, Lettcallee 34. I finleß im Tarvim| "">! üeufsdier Metallarbeiter-Yeräanil Verwaltungsslelle Berlin Todesanzeige Drn aRitflllebetn zur Nachricht. baß unser Kollege, der Arbeiter Iieopold Richter geb 14. MS-3 1S66, am 30. November geltorbm tfl ?i e Gmätdjeiung find et NMUvoch. ben tx November. IT Übt, im Äzona. tottum Gertchlftraß« statt Siege Beteiligung wirb-rr- artet. »ISCkPU» Am 14. November starb unser Kollege, der Runbschletser klistsv 8chllh! geb. 38. September 1888. Am 10. November starb unser «allege. der Mechairifer krlt? pZuligk geh 27. Zannar 1884 Am Ist. Zlvnemder starb unser Kollege, her Mafchmenfchlofser Villi Schwarzenecher geb. 12 Sevlember 1906. Die Beilegungen Haben bereits statt- gemnden. Ehr« ihrem Andentea! Hie Ortsverwallnng Donnerstag, ben I t. November verstarb plüstlich und unerwartet an SScrz» Ichlag mein lieber Mann, unser guter Vater. Droßvaler unb Schwiegervater Rodert Gisser im KV. Lebens ahre. Die Irauernden Hinterbliebenen Hnlda Glaser, geb. ksebe nebft Sinbem.enfeTanbetnunb Schwiegersöhnen Die Sinöscherung Rnbrt am Dienstag. dem 24. November. I5V, Uhr. im strematorium Baum'chulenweg statt. Freitag, den 20. November, ver- starb nach langem schweren Leibe»! mein fnnigstgeliebler Mann unser herzensguter Vater unb Schwiezer» valer, der Bezirfsvorftehez Max Appel im Wer van so Jahren Im Namen der tzanorndeu Hinterbliebenen Frau Emilie Appel u. Kinder Die Einöscherung finbtl am Dien»- lag. dem 24. November. 17V, llhr im Krematorium Berlm-Btlmersdors. Berliner Straße 101— lkS. statt. LcKIseKen Welche Werke übertragen mir die Abiuhr der Schlacken. Offert, unt V IS« an die Hauptexpedition des ,Vor»ärts" Danksagung. Für ble Herzliche Teilnahme beim Hinschtiben meines lieben Bruders Paul Hanke sage ich allen Verwandten lind Be- fattnlen, wie auch den Äenosten der 44. Abteilung der SPD meinen innigsten Dank. Hanke. Berlin. 22 November 1931. Oranienslraß- 13. 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Berlin, den 2t November ISßl. ver vorstand Ab Rösener Otto Blerwirth Vorsitzender. SchrhisKhrer. Bekanntmachung. Im Wege derZwangsvollüreckung we> den öffentlich meiftbirtcnb gegen Barzahlung versteigert:.' An, Mittwoch, 2». Jtoocmbec 1931, vorm. 10 ill>r; Orantenftratze 62, Hof. 1 Echuellpreffe(Unioctfal), l Schreibmaschine Orga Privat, «m Donnerstag, ZV. November 1931. vorm. 10 Uhr;. Staat,. Psanblammer. Zägerslrage 6-1 2 Hochfrequenzapparale,> Grammophon- schranf, I Schrrrdmafchine sRoyaU. 1 Fasi ichwarze Anüfnsarde. I elekrr. Adrema, -arm 11 Uhr; Friebrichstraße 73; 1 Motor 4 PS,. 13 Uhr; ötaotl Psanblammer. Elsässer Straße 74; Ta'eiriavier. Teppich, Biicherfchranle, Schreidtiiche und andere Möbel. 1 Posten Kugellager istr Auto- und Molorrffder. I Balle» Stoff(Popeline Vollrtrecknng, stellen der finaniäniler Im Bezirk des Landesfinanzamt» Berlin V. Kordel, Paekstrieke, Pack » ßcldenp splere. Pappen BllUge Elnkanfsgnelle KarlDaub, 314. 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Es>» Pflicht aller Kollegen, an dieser Versammlung teiiwitehmen Ohne anitgilebsbuch tein Zutritt. mtltwod», deo 23. Aonernder, nachm. I Ahr, Im verdondshan». Clnlenflcohe«3 SS, Zimmer 2 II, Eingang B,(Elfäffer Strohe 80/38 Erwerbslosen- Versanunlnnd der Rohrleder nnd Heller Tagesordnung: 1. Branchenangelegenhetten. 2. Verschiedenes. Ohne Mitgliedsbuch und Stempelkarte kein gutritt. Zahlreiches Erscheinen wirb erwartet milimoch den 23. Itooembc*. nachm. 3 Ahr In Ewald» Herein»' fem»,»kaliher»irahe»28 SrsnMen-Versawmliulo der»elaUdiUdter u. pollerer Tagesordnung 1. Borlra, de» Kollegen Mar«rich. 2. Disluiflon. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt E» Iii Pflicht aller ikollegen, an dieser Versammlung teiizunehmen- MlUrnnch. den fB. Xonemi nachm. 3 Ahr. Im verdl BranOtci-rerummlaM aller Schrenhea-. Automaten, na Haodbaak-Elartdbtcr, Schraabcn- dieber aad•dreherinnen sowie eller In der Sduranbcnindnsirfe bexhäj. tlgtea Kolleginnen nnd Tagesordnung: U Vortrag de, Bevollmächtiglindkolleaen Paul Eckert: •Die Bedeutung dsr Tariso erträae.' 2. Disfusflon. ä. Branchenangelegenheiten und See, schisdene» Mitgliedsbuch Itgilijnisrtl ..V« der Wichtigleit dsr Tagesordnu»: ilt da« Erscheinen aller Kolleginnen»»I Rollegen dringend«rforderitch. vonuerelea. den 26. ICnnemher, abend» 7 Ahr. im«emerkfcha»» hau». Eagelttfcr 24/25,»roher Sani Branchen' VcrsammlnigR der Rohrleger und Helfer Tagesordnung: I. Verbands, und Branchenangeiege». Heilen 2. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert! Zahlreicher Btsuch wird erwartet. Die OrtzvcrwaUnng. Eewinnauszus 2. Klaste 28. Preudisch-Süddeufsche Siaafs-Lofferie. Ohne Gewähr Nachdruck verboten Aus leb» gezogen« Nummer find zwei gesalleu, und j»at je einer aus die in de» beide» Abteilungen gleich . (ejchet Gewinne SUuowt 2. Zlehungstag 21. November 1931 In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 300 3)t gezogen 4©etmnn« ,n 8000 M. 18322 305334 4»Ito'mnt ,» 2000 M. 355443 382443 30 OctDinnt tu 1000 SJL 47160 90763 120638 121 138 143943 148863 170687 175028 181721 193556 1 96249 206777 207433 259291 396802 40»eminn« ju 800 OIL 7118 14986 85387 95670 101018 108340 138560 189911 177290 187418 201062 235272 241194 319764 380961 352058 366001 370530 372790 383680 34»etDinn« in 500«L 12008 15268 16206 10652 82725 88118 98615 121883 134584 207355 228835 232907 249545 290720 316601 351575 396966 In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinn« über NX) M. gezogen 2»ewiml« ,n 50000 M. 347019 4 Gewinne ,» 10000 SU. 247994 26401» 2 Sewinus Jv 5000 M. 1 8704 2 Gewinne ,n 3000 W. 3691 10 12 Gewinns|tt 2000 M. 95726 131694 393317 22 Gewinn«.ll 1000 93t 6130 32215 37041 297983 323995 370657 381548 389998 32 Gewinn» in 800 M. 33395 104060 115002 116027 116327 149748 170046 185439 231993 238865 245727 262875 272968 386960 48 Gewinn, ,» 600 9tt. 16248 33835 76424 82284 84945 122034 123623 141832 143206 192351 210787 218445 225826 240110 267487 294334 300348 334766 348476 365516 373881 238988 243540 291832 100693 148798 257885 125978 372621 116273 231649 385916 Die Ziehung der 3. Stlafic der 38. Preußisch- Süddeutsche» tLSC. PreiMchens Staats-Lotterie surdet am 1k. und 17.Dezbr. 1331 ff Ott Theater im AdnlralsDalasi Totensonntag geschlossen Ab Montag tägl. S'.'i Die Dobariy mit Gitta Aipar Preise*. 0,50 M an Planetarinm am Zoo mss» Tägl. außer Montag 3 und 7 Uhr UallenKini 5 und 9 Uhr Uc Htutvidi: Rlnrarti. Tanger-Tripolis" Theater am Nollendarfplab Montag 8Ve Uhr Gasparone Pfahl, Bohnen, Slerak, Sturm. Winkelstern, Stettner. Mit 33 jähren wog ich?36 Pfund. Ich ließ mir schließlich Zinsser-Gesundheits-Tee schicken und nach Veibraucn von t Paketen beträgt jetn mein Gewicht nur noch 164 Pfund. Es ist also für meine Grüße von 168 cm vollkommen normal geworden Ich habe ihren Tee schon viel empfohlen und überall hat man ähnliche Erfolge Martha Henschel, »5500 Berlin N., Cyanenstraläe Warum ärgern Sie sich noch über Ihre Korpulent? 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