Nr. 155. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Beftungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die finfgespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pf., für Vereins- und Berfammlungs- Anzeigen 20 fg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen: tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Levnsprecher: Amt 1, Nr. 1508 Telegramm- Adresse: nezialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonntag, den 5. Juli 1896. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Die Dreibund- Krisis. lange Zeit gelang es ihm auch- I allerdings unter Ve-| liefert, diesmal wieder in den Bereich der Untersuchung zu ziehen, Daß mit der- gestern von uns veröffentlichten nugung der niedrigsten Mittel- eine an Diktatur grenzende was doch am nächsten lag. Macht auszuüben und die Kammern tyrannisch zu be- Dennoch, selbst in dieser summarischen, unterschiedslosen. halbamtlichen Erklärung der„ Agenzia Stefani" das" Miß herrschen. Doch der Krug geht so lange zum Brunnen, bis Gestalt liefern die württembergischen Erhebungen einen nicht unverständniß“ von dem zu verbessernden" Dreibund nicht aber bricht, und der Crispi'sche Krug ist von Menelik zer- Bauernthums. interessanten Einblick in den 3erseyungsprozeß des gethan ist, versteht sich für jeden dentfähigen Menschen von brochen worden. selber. Rudini hat von der Verbesserung" des Dreibundes Und der König? Umberto hat niemals die Volts- betrug: im Jahre 1874 rund 33,9 Millionen M., im Jahre Die Hypothekarschuld der untersuchten 126 Gemeinden gesprochen das steht über jeden Zweifel hinaus fest. thümlichkeit seines Vaters, des gutmüthigen, draufgängeri- 1884 42,1 und im Jahre 1894 47,5 Millionen M. Sie ist also Durch Deuteln und Drehen läßt sich das nicht aus der schen Lüderjahns Vittorio Emmanuele gehabt. Er ist eine feit 1874 bedeutend gewachsen. Die amtliche Untersuchung faßt Welt schaffen; und von einem so erfahrenen und ruhigen fühle Natur, ohne irgend bestechende und fesselnde Eigen- das Resultat fo zusammen:" In der überwiegenden Politiker wie Rudini fann unmöglich angenommen werden, schaften. Er war so schwach, sich von Crispi in dessen ge- des Schuldenbetrages zu tonstatiren. Nur von daß er sich versprochen" habe und ihm die Bunge einmal wagteste Operationen verwickeln zu lassen, und der Sturz 11 Gemeinden tonnte sowohl von 1874-1884 als auch von Mehrzahl der Gemeinden ist eine stete Zunahme ausgerutscht" sei. Wozu denn Verstecken spielen? Rudini ist niemala dieses unheilvollen Mannes hat die italienische Monarchie 1874-1894 eine Abnahme des Schuldenbetrags bis zu ein Freund des Dreibunds gewesen; er weiß, daß der Drei47 Prozent( Nellingen) verzeichnet werden. Ein gefallener Minister, der das Zuchthaus mit dem Gemeinden Einige andere bund ganz wesentlich daran schuld war, Italien in das Aermel gestreift hat und noch nicht aus der Schußlinie ist, von haben von 1874-1884 eine Zunahme, 1874 1894 eine Abnahme, afrikanische Abenteuer zu verstricken; und es ist notorisch, und ein von dem gefallenen Minister planmäßig kom von 1874-1884 eine Abnahme, von 1874-1894 eine wieder andere daß er nach der Niederlage von Adua den Dreibund zu promittirter Monarch, dessen Dynastie erst vor einem Drittel- una bme. Die Zunahme der eingetragenen Pfand lösen gedachte, ja es versuchte. Die Reise des deutschen jahrhundert durch eine Revolution für Italien geschaffen schulden in den einzelnen Gemeinden in der Periode 1874-1894 Raisers nach Italien fällt mit jenen Versuchen zusammen. ward das sind in Italien die Stüßen des Dreibundes. ist sehr verschieden und bewegt sich zwischen 1,2 pt. und Und der deutsche Raiser hatte in Italien Gelegenheit, sich Wird es gelingen, Crispi wieder ans Ruder mehr als 100 pCt. und in 7 Gemeinden sogar 1806 pet. Jn 22 Gemeinden beträgt die Zunahme von der außerordentlichen Unbeliebtheit des Dreibunds und zu bringen denn tarum handelt es sich mehr als 500 pt." desjenigen italienischen Politikers, der ihn in seiner Person fett-? verkörpert, zu überzeugen. Mit Mühe und Noth, Ist das Ansehen des Königs stark genug, dies durch und nur dadurch, daß König Umberto seine Krone in die Wagschale warf, gelang es, die Erneuerung des Dreibundes zusetzen? Es auf die Dauer durchzusehen? Es durchzu noch einmal durchzudrücken. setzen ohne die Gewißheit einer Revolution? Das ist die Frage, und vermessen muß der sein, welcher Bäuerliche Derhältniffe In Berlin fonnte man fich also über das Verhältniß sie mit Ja beantwortet. Italiens zum Dreibunde keine Illusionen machen, und die Rede Rudini's hat hier nicht überrascht, kann nicht überrascht haben. Wenn offiziöse Blätter verwundert thaten, so war das eine ordinäre Jahrmarktskomödie oder ein schlechter Wit- wie die Notiz der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung", daß offenbar eine falsche Berichterstattung vorliege. in Württemberg. Diese Zahlen werfen unter anderem ein grelles Licht auch auf die Bestrebungen, durch Verbilligung des Kredits den Zustand der Landwirthschaft zu heben. Während dieser 20 Jahre ist der Zinsfuß der Hypotheken, der allgemeinen Bewegung des Kapitals folgend, um etwa ein Prozent gefunten. Man wird zugeben, daß eine solche Herab: fegung des Binsfußes durch keine Organisation des Kredits, auch nicht durch Verstaatlichung der Hypotheken zu erreichen wäre. Und nun, was hat das genügt? Ungefähr in gleichem Maße hat sich die Schuldensumme, also die Verschuldung vermehrt! Die Hypothekenschuld allein erschöpft aber noch bei weitem Die württembergische Regierung veranlaßte 1894 eine land- nicht die Verschuldung der Bauern. Daneben ist noch die un wirthschaftliche Erhebung, deren Ergebnisse, nachdem schon vorigen versicherte Schuld in betracht zu ziehen, die aber sehr Um in der Krife, die jetzt zum Ausbruch gekommen ist, Sommer ein furzer Auszug veröffentlicht wurde, nunmehr voll- schwer zu ermitteln ist. Für eine Anzahl von Gemeinden giebt flar zu sehen, muß man zur Orientirung festhalten, daß ständig mitgetheilt werden. Viel wird damit freilich nicht ge- jedoch unsere Enquete annähernde Schäßungen. Da Crispi und der König von Italien die zwei Hauptstüßen boten. Es war eine Stichprobenenquete, die sich auf 126 land zeigt es sich aber, daß z. B. in den respektiven Gedes Dreibundes in Italien sind, und daß dieser im übrigen, wirthschaftliche Gemeinden, ziemlich gleich vertheilt auf die vier meinden des Jagst kreises die freie Personalschuld wie schon gesagt, durchaus unpopulär, ja verhaßt ist. Und württembergischen Kreise, bezog. Hauptsächlich handelte es sich 60,5 pet. der Sypothekenschuld beträgt! Nach dem allgemeinen zwar in gleichem Maße verhaßt auf der Linken, die re- Um Vergleiche zu ermöglichen, werden Zahlen ermittelt für 1874, der Hypothekarschuld. Ein zahlenmäßiger Bergleich mit früheren um die Verschuldung, die Pacht- und Kaufpreise. Durchschnitt beträgt die unversicherte Schuld 37,3 pt. publikanisch und zum theil sozialistisch ist, und auf der 1884 und 1894. Rechten, welche, von klerikalen Anschauungen beherrscht, das bekannten süddeutschen Erhebungen der 80er Jahre ist allen Seiten mitgetheilt, daß auch die pfandlose Schuld be Aber in diametralem Gegensatz zu den Jahren läßt sich nicht aufstellen, doch wird von ziemlich vorwiegend protestantische Deutschland als den Gottseibeiuns diesmal in Württemberg auf die Einzelverhältnisse, vor allem deutend gewachsen sei. Als Hauptgrund der Erweiterung des betrachtet. Die Volksmassen sind entweder Werkzeuge der auf die wirthschaftlche Gliederung innerhalb des Personalkredits bezw. der Bermehrung der Personalverschuldung Pfaffen, oder mit sozialistisch republikanischen Ideen ge- Bauernthums gar nicht geachtet worden. So wird z. B. bei den werden die Darlehnskassen angeführt- wiederum ein tränkt; und, von entgegengesetzten Standpunkten ausgehend, Verschuldungsziffern nicht einmal angegeben, auf wieviel schlagen der Beweis dafür, von welcher eigenen Art der Segen vereinigen beide Gruppen sich in dem gemeinsamen Haß Wirthschaften sich die Schuld vertheilt, wie das Verhältniß der der Organisation des Kredits" ist! Verschuldeten zu den Unverschuldeten ist und welcher Art gegen den Dreibund. Bei normaler kapitalistischer Entwicklung steht die Benach Betriebsgröße und sonstiger wirthschaftlicher Bus wegung der Bodenverschuldung im Zusammenhang mit der Bewegung. Bleibt Crispi und der König. Crispi hatte es ver- sammensetzung die verschuldeten Bauerngüter sind. Man hat es der Bodenpreise. Je höher die Bodenpreise, desto größere mocht, einen Theil der Mittelklassen mit sich fortzureißen- fogar, aus gänzlich unerfindlichen Gründen, vermieden, jene 6 Ge- Hypotheken werden aufgenommen. Um so tennzeichnender für wir verweisen auf die Briefe des Genossen Ferri; und meinden, für die die 84er Enquete eine spezifizirte Darstellung den Untergang der bäuerlichen Landwirthschaft ist es, daß in 13] Rienzi. " Nothfall seinen Rücken gedeckt zu haben. Du wirst Deinen Wenige Römer waren jedoch damals, obgleich hißigen Vortheil nicht so mißbrauchen und Dir nachsagen lassen, und unordentlichen Rampfes gewohnt, ganz mit dem GeDer letzte der römischen Volkstribunen. daß Du selbst Deinen Todfeind mit achtfacher Ueberlegenheit brauche ihrer Waffen vertraut, und die Schule, welche Schämt Euch, Ihr Herren!" sagte er, schämt Euch! angegriffen hast. Aber halt! Bist Du doch dazu enschlossen, Adrian unter den Rittern des Nordens in dieser Beziehung Wollt Ihr Rom zwingen, daß es sich Mann für Mann so bedenke, daß ein Ruf meiner Stimme die Sache zu gemacht hatte, befähigte ihn jetzt, selbst gegen die Uebergegen unseren Stand erhebe? Reizt nicht zu sehr den Löwen, Deinem Nachtheil wenden könnte. Du befindest Dich jetzt zahl solcher Gegner sich eine Zeit lang zu vertheidigen. wenn er auch an Retten liegt; kämpft gegen uns, wenn ihr in dem Quartier der Colanna; jener Palast ist mit Auch theilte allerdings das Gefolge nicht ganz die Wuth wollt! Zieht Eure Schwerter gegen Männer, wenn sie Männern angefüllt, die sich mit ihren Rüstungen zur Ruhe ihres Herrn; denn theils waren sie wegen der Folgen auch von Eurem Stamme sind und Eure Sprache reden, legen, Männer, die auf meinen Ruf erscheinen würden, vor besorgt, die für sie selbst entstehen mußten, wenn sie aber wollt Ihr ruhig schlafen und nicht der rächenden denen ich selbst aber, wenn sie einmal Blut tosten, Dich das Blut eines so edelgeborenen Herrn vergöffen, theils Gerechtigkeit verfallen, wollt Ihr sicher über den Markt- nicht retten könnte." fürchteten sie, durch die Söldner, die in der Nähe waren, platz gehen, so beleidigt kein römisches Weib! Ja, die selbst plötzlich angegriffen zu werden. Sie sahen sich daher Mauern um uns predigen Euch die Strafen für solche jeden Augenblick um, und schienen mehr auf die Flucht, als Thaten; für sie büßten die Tarquinier und die Decemvirn auf den Kampf bedacht zu sein. Die arme Benedetta war - das Blut Eures ganzen Hauses kann für solche Thaten mit dem Geschrei: Colonna! Colonna! sobald sie die vergossen werden, wie Wasser. Gebt daher Euer, eines Schwerter flirren hörte, entflohen. Sie rannte, diesen Ruf großen Namens unwürdiges Unternehmen auf, und dankt wiederholend, die einsame Straße hinauf, und lief bei dem selbst einem Colonna, daß er einer augenblicklichen UeberThore des Palastes von Stephan Colonna, wo sie einige eilung in den Weg getreten ist. wil de Gestalten erblickte, vorbei, so groß war ihre Ver wirrung und ihr Schrecken. " " Es ist die Wahrheit, edler Herr!" sagte einer der Diener, wir haben uns zu weit gewagt, der Palast des alten Stephan Colonna ist in der Nähe, und ich weiß," fügte er flüsternd hinzu, daß achtzehn neue Söldner und noch dazu Normannen heute dort eingezogen sind." 2 " Und wären achthundert Mann in der Nähe," erwis derte" Martino wüthend, so laffe ich mir durch einen einzelnen Feind mitten unter den Meinigen nicht Trotz bieten. Entreißt ihm das Mädchen! Greift an! Greift an!" Das Benehmen Adrians war so edel und kühn, daß selbst die rohen Diener Scham und Reue fühlten aber nicht so Mit diesen Worten drang er auf Adrian ein, welcher, Die zwei bewaffneten Männer, welche Adrian entdeckt Martino di Porto. Die Schönheit der ihm so schnell ent- da er die Bewegungen seines Feindes vorsichtig beobachtet hatte, tamen jegt näher. Der eine war von rohem und rissenen Beute hatte seine Begierden gereizt; er war seit hatte, auf den Angriff nicht unvorbereitet war. Indem er ungeschlachtem Aeußeren, seine Waffen und sein Benehmen Lange an Gewaltthätigkeiten und Straflosigkeit gewöhnt; ihn abwehrte, rief er mit lauter Stimme: Colonna! zu ließen seinen Beruf und seine Abstammung errathen, und schon der Anblick, schon die Stimme eines Colonna Hilfe, Colonna!" aus der Achtung, die er dem anderen bezeigte, konnte man war seinen Augen ein Gräuel, seinen Ohren ein Mißton; Der berechnende und kaltblütige Adrian hatte nicht sicher schließen, daß dieser kein Italiener war, denn wenn um wie viel mehr, wenn ein Colonna seinen Begierden in ohne Grund die Unterredung in die Länge zu ziehen ge- auch die nordischen Söldner den Lastern des Südens dienten, den Weg trat, und seine Lafter ihm vorwarf. sucht. Schon als er zuerst die Orsini anredete, hatte er so konnten sie doch kaum die Verachtung gegen ihre Gebieter „ Kindskopf!" rief er mit zitternden Lippen, schwaße im Mondschein die Harnische zweier Männer glänzen ge- verbergen. mir nicht von Deinen einfältigen Geschichten! Bilde Dir sehen, welche sich von dem Ende der Straße her näherten, Der Gefährte des Räubers war ein Mann von nicht ein, daß ich mir, was mein gehört, von Dir werde und nach der Gegend, in der er sich befand, durfte er vor friegerischem, aber gefälligem Aeußern. Er trug keinen entreißen lassen, wenn Dein eigenes Leben in meiner Ge- aussetzen, daß sie zu den Söldnern der Colonna's ge- Helm, sondern eine Müße von karmoisinrothem Sammt, walt ist. Laß das Mädchen los! wirf das Schwert zur hörten. auf welcher eine weiße Feder prangte; auf seinem Erde! gehe ohne weitere Redensarten nach Hause, oder bei scharlachenen Mantel oder Ueberrock war auf Rücken und meinem Wort und der Klinge meiner Begleiter sich Dir Bruſt ein weißes Kreuz gewirkt und der Glanz seines sie wohl au Du mußt sterben!" Brustharnischs war so schimmernd, daß er, wenn bisweilen der Mantel beiseite flog und die Strahlen des Mondes auf ihn fielen, wie das Licht selbst blitte. an " Signor!" sagte Adrian ruhig, indem er sich langsam mit seiner schönen Last an die Mauer zurückzog, um im Sanft ließ er Frenen, welche jetzt, da sie in Ohnmacht gefallen war, ihm zu schwer wurde, von seinem linken Arme herabgleiten, und indem er sich vor sie stellte und sein Rücken durch die Mauer gedeckt war, begnügte er sich, den heftigen Angriff abzuwehren, ohne ihn zu erwidern. Württemberg dieses Verhältniß sich nunmehr total umgekehrttv. Berlepsch einen Stillstand in der Sozialreform der Re- I An dieser Kriegserklärung selbst liegt allerdings sehr hat. Währenddem die Hypothekenverschuldung von gierung bedeute, wird in dem offiziösen Artikel erklärt: wenig ein paar türkische Regimenter werden spielend 1874 bis 1884 um 24,3 pCt. und bis 1894 um 40,4 p& t. ge Wer die thatsächlichen Verhältnisse und die in Re- mit der ganzen griechischen Armee fertig; aber hinter fliegen ist, haben die Verkaufspreise nach Fünfjahres- gierungskreisen maßgebenden Ansichten tennt, wird trotzdem Griechenland steht Rußland und ein Schuß in das perioden 1875/79 bis 1885/89 und 1890/94 für Alecker um 2,7 weder an einen Stillstand, noch an eine Pulverfaß der orientalischen Frage tann den respektive 0,1 pet., für Wiesen um 2,6 refpeftive 2,5 pet. ab- Rüdwärtsrevidirung der Maßregeln glauben, die unter Be It brand entzünden. genommen. Die Pachtpreise haben besonders im Jahr dem Gesammtbegriff Sozialreform zusammengefaßt zu werden zehnt 1884-1894 bedeutend abgenommen. Die Abnahme der pflegen." Aus dem russischen Kriegsministerium wird uns Kaufpreise und Pachtzinse beweist, daß der Reinertrag sich vermindert hat. Währenddem aber der Des weiteren wird dann erläutert, daß diese Sozial- durch unterirdische Post folgendes vertrauliche Aktenstück übersandt: Ertrag immer geringer wird, steigt die Ber- reform sich in zwei Zweige gliedere: schuldung. Das ist die abschüssige Bahn, die unfehlbar zum reich gefeßlich als Rechtsanspruch konstituirt und bestimmten " In den Arbeiterversicherungs- Gefehen ist Ruin führt! Copie. Die Ursachen der Verschuldung, vielmehr ihre äußeren Ber- Trägern zur Erfüllung überwiesen worden, was meist bisher Kriegsminister anlassungen, denn mehr läßt sich statistisch nicht ermitteln, schon als Pflicht der caritas feitens der Gesellschaft geleistet( Generalstab) worden war. Die Reform bestand in der staatlichen 5. März 1896 find die bekannten: im Durchschnitt entfallen etwa 8 pCt. der Rechtsansprüche, in der Festlegung dieser Hypothekenschulden auf Erbtheilungen, 28 pet. Nr. 21. Liegenschaftstäufe und 64 pet. auf" sonstige Ursachen" gefeßlichen Normirung der zu ihrer Erfüllung zu leiften( Darlehen 2c.). Doch darf man sich hüten, diese drei Kategorien den Fürsorge und in der Schaffung und Gestaltung be- Seiner Excellenz M. J. Dragomirow. Ich erachte es für meine Pflicht, Ihre Excellenz au benach streng von einander zu scheiden. Oft wird bei Erbtheilungen sonderer Organe, welche diese Fürsorge pflichtgemäß wahrzunehmen dem ausscheidenden Erben die Schuld baar bezahlt und, haben." richtigen, daß die revolutionären auswärtigen Elemente ihre In dieser Thätigkeit sei weder ein Stillstand noch ein Thätigkeit wieder energisch betreiben, indem sie ihre verführerischen um das Geld aufzutreiben, ein Darlehen bei anderen Leuten genommen, welches dann unter sonstigen Ursachen" auf Rückschritt zu erwarten. Die zweite Kategorie sozialgeführt wird. auf ver= " Dringend. Geehrter Herr Michael Iwanowitsch! reformatorischer Maßnahmen," wird dann weiter ausgeführt, Broschüren und Flugblätter sowohl an die bürgerliche Gesellschaft Noch wichtiger ist folgende Mittheilung: Für die Höhe der betrifft Gingriffe, welche im Interesse des schußbedürftigen wie auch an die Militärstände versenden. aus Erbtheilung bezw. aus Liegenschaftskäufen herrührenden Theiles der Arbeiter in das tägliche Getriebe des Erwerbs- Als besonderes Objekt ihrer verbrecherischen Propaganda Schuldenbeträge kommen die bäuerlichen Erbverhältnisse lebens nothwendig erscheinen." Auch daran werde nach haben sie sich in erster Reihe das Offizierkorps ausgewählt. Ich in betracht. Es entfällt daher in denjenigen Gemeinden, wie vor gearbeitet werden. Aber nun kommt ein Bassus, bezweifle keinen Augenblick, daß angesichts der unerschütterlich in welchen nach bestehender Uebung das Gut meist ungetheilt der in diesem Zusammenhange als Einschränkung aufgefaßt festen Unterthanentreue unserer Armee keinerlei revolutionärauf einen Erben übergeht, ein größerer Theil der Schulden auf Erbtheilungen, während da, wo die Güter in werden muß: sozialistische Bestrebungen bei ihr Anklang finden werden. Aus der Regel auf bie Kinder gleichmäßig So nothwendig also solche Vorschriften gewerbepolizeilicher theilt werden, der Betrag dieser Schulden flei- Natur an fich find, so wird das Maß ihrer Ausgestaltung stets Besorgniß aber, daß in der Armee nicht Unschuldige sich zu verner und dafür derjenige aus Liegenschafts- darin feine Beschränkung finden müssen, daß man sozial- antworten haben, denen ohne ihren Willen auf alle mögliche täufen größer ist." Das heißt anders: wo einer das reformatorische Maßregeln nicht nur stets einseitig nach Weise derartige Flugblätter und Broschüren zugesandt werden Gut erbt, muß er eine Hypothet aufnehmen, um den anderen Seite der Arbeiter hin machen kann und daß man wegen können zum Zweck der gewaltsamen Verbreitung, bitte ich Sie, ihr Theil auszuzahlen, und wo das Gut serstückelt wird, der dem Arbeiter gewidmeten Fürsorge die Arbeit selbst den Ihnen untergebenen Regimentschefs in Aussicht zu stellen, muß jeder Land zukaufen und zu diesem Zweck eine Sypo nicht vergessen darf, d. h. nicht außer acht laffen kann, wie die thet aufnehmen. Geschmort wie gebraten! Und damit ist er- Gesammtheit der Intereffen des Erwerbslebens Anspruch auf daß es nothwendig sei, die Maßregeln zu verschärfen, um das wiesen, daß so lange das Privateigenthum und mit ihm Berücksichtigung hat, wo gewerbepolizeiliche Eingriffe in sein Heer vor dem Eindringen geheimer aufrührerischer Schriften zu bas Privaterbrecht besteht, teine Aenderungen Getriebe für nothwendig erachtet werden." bewahren, und Ihre. Excellenz von jedem derartigen Versuch sodes Erbrechts, nach welcher Richtung auch, im Darauf kommt es aber gerade an, wo die Grenze fort in Kenntniß zu setzen. ftande find, bas Schicksal des Bauernthums gezogen wird. Wenn deshalb der Artikel schließt mit den wesentlich zu verbessern, also wird auch dieses Worten: Patentmittel der bürgerlichen Sozialpolitik durch die Thatsachen ad absurdum geführt! Das Gesagte wird genügen, um flar zu stellen, daß auf fozialreformatorischem Gebiete weder ein Stillstand noch ein Rückschritt beabsichtigt ist und der Natur der Sache nach gar nicht beabsichtigt sein kann." so kann man zunächst darin nur den Wunsch des Als besonders schlimm wird in einzelnen Berichten die Lage der Kleinbauern geschildert, zumal wenn sie noch zum Theil verschuldet sind. In einem Bericht ist von den Kleinbauern gefagt:" Sie gehen ihrem Ruin entgegen, weil der Er- Herrn Brefeld oder seiner offiziösen Freunde erblicken, daß trag des Grund und Bodens in keinem Verhältniß steht zu dem man ihm zutraue, er werde denselben Kurs steuern, wie Bins, der für die Kaufschillinge bezahlt werden muß."" Dazu tommt, daß in verschiedenen Gemeinden burch Herr v. Berlepsch. Und nach allem, was man von preußischen das Aufhören der früher betriebenen Haus Ministern kennt, ist gern zu glauben, daß der neue Minister industrie für die kleineren Landwirthe der frühere Neben soeben wenig wie sein Vorgänger der Mann ist, den verdienst in Wegfall gekommen ist. Auch sonst wird das Regierungswagen in neue wirklich sozialreformerische Fehlen genügenben Nebenverdienstes als ein Mangel Geleise zu leuken. für die kleineren Landwirthe empfunden." Es ist für einen aufmerksamen Beobachter der süddeutschen Verhältnisse längst kein Geheimniß mehr, daß in Baden und Württemberg vielfach der Kleinbauer sich nur deshalb noch hält, weil der Rapitalist es vortheilhafter findet, ihn als aus industriellen, statt als reinen Fabritarbeiter aus zubeuten. Politische Nebersicht. Berlin, 4. Juli. = Hochachtungsvoll ergebenst Peter Wannowsty. Es muß sehr faul sein im Staate des heiligen Baren, daß man sich dort sogar der Armee nicht mehr sicher fühlt. an Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. n Braunschweig fand am 8. Juli vor der ersten Strafden früheren Hofstaatssekretär Rönne de statt, der zu einer fammer des Landgerichts der Majestätsbeleidigungsprozeß gegen Gefängnißstrafe von 1 Jahr 6 Monaten verurtheilt wurde. Der Braunschweiger„ Volksfreund" berichtet über die Verhandlungen: Rönnecke ist bekanntlich fonträr- sexual veranlagt und war vor einigen Jahren infolge der Machinationen des Polizei- Infpettors Buffenius aus dem Hofdienst entlassen worden. In dem Zivilprozeß, den er dieserhalb gegen die General- Hofintendatur Das Duell soll jetzt einer Reform" innerhalb der anstrengte, er hatte fich in einem Briefe den Armee unterzogen werden, die den Bestand desselben nicht Rechtsvertreter der Beklagten, Justizrath 3milgmeyer, gefährdet, sondern eher noch neu sanktionirt. Darauf läuft einer schweren Beleidigung des Prinz- Regenten schuldig gemacht. die ganze Reform" hinaus, von welcher leichtgläubige Bwilgmener benunzirte den strafbaren Baffus der Staats Gemüther schon eine Beseitigung des Duellunwesens er- anwalschaft. Könnecke war hierauf verhaftet worden und hatte hofften. Der Ehrenrath" bleibt nach wie vor bestehen im Berlauf des Vorverfahrens durch seinen Vertreter, Rechts anwalt Elster, verschiedene Anträge stellen lassen, um den und giebt dem gefeßlich verbotenen Duell den Anstrich Wahrheitsbeweis für die von ihm behaupte eines loyalen Instituts; die Bestrafung des Duells bleibt ten hatsachen zu erbringen. Diese Beweiss nach wie vor eine äußerst gelinde, eine Festungshaft, der anträge waren fämmtlich abgelehnt worden. gegenüber die gewöhnliche Haft oder Gefängnißstrafe, wie auch heute, im Termin, wurden alle Anträge nach Ein Programm Brefeld? In der Nordd. Allg. fie für die geringsten Vergehen verhängt wird, als eine dieser Richtung vom Gerichtshof abgelehnt, obwohl das 3tg." ist etwas Sozialpolitisches eingetroffen. Man erkennt wahrhaft barbarische Strafe erscheinen muß. Es wäre Reichsgericht in verschiedenen Fällen bahin erkannt hat, den offiziösen Ursprung an dem nüchternen geschäftsmäßigen auch entsetzlich, wenn die Gebote des Gesetzes und der daß auch bei Majestätsbeleidigung dem AnStil, während die eigenen sozialpolitischen Leitartikel Moral auch für die Elite der Nation, die auch für die getlagten bas Recht gelaffen werden muß, ben produkte des Reptilienblattes sich durch eine schwülstige bürgerlichen höheren Berufe tonangebend ist, zwingenden erbringen. Der Angeklagte wurde von einem Gendarmen aus Wahrheitsbeweis für seine Behauptungen zu Verworrenheit auszeichnen, die uns schon manchen heiteren Einfluß üben sollten. Der Lieutenant, die Stüße der Drd- der Krankenstation der Landesstrafanstalt Wolfenbüttel vorgeführt. Augenblick verursacht hat. Gegenüber den in der Presse nung, und der Richter, die Stütze des Gesetzes, werden Vor Verlesung des Eröffnungsbeschluffes beantragte der Staats. aufgetauchten Annahmen, daß der Rücktritt des Ministers nach wie vor auch unter der Reform" des Duells den anwalt Bode Ausschluß der Deffentlichkeit Schießprügel handhaben. wegen Gefährdung der öffentlichen Sittlichkeit und des Staatswohls"(!). Dem Antrag wurde stattgegeben. nach 21/ 2stündiger Verhandlung verkündigte der Präsident, Landgerichtsrath Buch heist er, folgendes Urtheil: Der Angeklagte wird wegen Beleidigung des Regenten zu einer Gefängniß. ftrafe von 1 Jahr 6 Monaten verurtheilt. Von der gleich. zeitigen Anklage wegen Erpressung wurde der Angeklagte freigesprochen, indem bei dem frankhaften Charakter des Angeklagten es ausgeschlossen sei, daß er sich einen Vermögens vortheil habe sichern wollen. Der Versuch der Nöthigung sei mit dem Vergehen der Majestätsbeleidigung in eine einzige Strafthat zusammenzunehmen. Der Angeklagte ist nicht vorbestraft; dagegen ist die Beleidigung schwerer Natur; auf der anderen Seite tommt strafmildernd der erregte Bustand Hm! wenn der Adel verhaßt ist und die Krieger des Angeklagten in betracht. Daher war, wie bea erkauft sind, so kann der Böbel in einer Stunde die Ober richtet, zu erkennen. Der Staatsanwalt hatte vier Jahre Gefängniß und vier Jahre Ehr hand bekommen. Ein tüchtiges Volt, ein schwacher Böbel verlust beantragt. Gegen das Urtheil wird Revision ein verdorbenes Bolt, ein starker Pöbel," sagte der andere Depesche aus Madrid, 3. Juli, lesen wir: Der Minister der öffentlichen Arbeiten verlas im Senat den eingelegt werden. Die Begründung der Revision wird sich auf mehr zu sich selbst, als zu ſeinem Gefährten, und sich Gefeßentwurf, betreffend die Bewilligung von Sub die Ablehnung des Wahrheitsbeweises durch das hiesige Gericht vielleicht kaum der ewigen Wahrheit seines Lehrsages beventionen an die Eisenbahn- Gesellschaften. stüßen. Nach den bisherigen Entscheidungen des Reichsgerichts wußt. Er ist kein bloßer Schreier, dieser Rienzi, befürchte In der Kammer verlangte ein tarlistischer Ab ist zu erwarten, daß der Revision stattgegeben und der Prozeß ich ich muß zusehen. Horch! was ist das für ein geordneter die Mittheilung der auf die Minen von Almaden zurückverwiesen werden wird. Lärm? Bei dem heiligen Grabe, es ist das Klirren bezüglichen Dokumente und die vollständige Liste der In UI'm erhielt der Tagelöhner Trudel von Eningen unseres eigenen Metalls!" Abgeordneten und Senatoren, die dem Verwal von der Strafkammer wegen Majestätsbeleidigung eine Ge von vier Monaten und wegen Und der Ruf Colonna!" rief Rudolf aus. Vertungsrath der Eisenbahn- Gesellschaften an- fängnißstrafe gehören, mit genauer Angabe der Gehälter, die sie seit ihrer Bettelns eine Haftstrafe von drei Wochen zudiktirt. zeiht mir, Herr, ich muß zu Hilfe eilen." Wahl bezogen haben. „ Nein Rudolf," sagte er, wenn es Dir hier bei dem In der französischen Kammer dauert die Schlacht eisgrauen Räntefchmied so gut geht, so will ich wahrlich um das Rentensteuergesetz fort. Von Ribot, dem früheren nicht, daß Du zu unserer lustigen Bande zurückkommen Minister, und von Rouvier, dem Panamisten und ebenfalls sollst. Aber sage mir dieser Rienzi dieser Rienzi glaubst Du, er früheren Minister( siehe die gestrige Nummer) ist das Prohabe eine zuverlässige und furchtbare Macht?" jeft so heftig angegriffen worden, daß man in Paris einen Bah, edler Herr, nicht im geringsten. Er gefällt dem Ministerwechsel erwartet. Bezeichnend für die Verfaultheit Pöbel, was aber den Adel betrifft, so lacht der über ihn, ber bürgerlichen Gesellschaft ist, daß der mit Noth dem und für die Soldaten hat er kein Geld." Buchthaus entronnene Erzlump Rouvier von der Kapitalisten preffe, seit er gegen das Gesetz auftritt, auf's Ueberschweng lichste als Netter des Vaterlandes gefeiert wird. " Dem Pöbel gefällt er also?" " Ja, das thut er, und wenn er öffentlich spricht, so läuft ganz Rom herbei." Nun- Herr Rouvier wird nicht in die Verlegenheit kommen, zu retten".. Internationaler Gründerpatriotismus. In einer Donnersmart ja gleichfalls eine treffliche Gelegenheit, entJetzt haben die spanischen Ennern und Henckel von Deutsches Reich. Die Veröffentlichung des Bürgerlichen gefehrt ist. " Ja, Deine Pflicht als Miethling verlangt es; laufe; doch halt, ich will Dich einmal begleiten, gratis, und aus bloßer Freude am Unheil. Bei dieser Hand, teine rüstete Briefe loszulaffen, daß man ihnen ihren ehrlichen Gesetzbuches wird, wie die Mil. Pol. Korr." hört, erst ers Musik ist so angenehm, wie das Klirren des Stahls." Broterwerb als Verwaltungs- und Aufsichtsräthe in so folgen, wenn der Kaiser von seiner Nordlandreise zurückNoch immer vertheidigte sich Adrian tapfer und unverwundet, obgleich sein Arm jetzt müde, sein Athem türzer schnöder Weise verkümmern will! wurde und seine Augen unter dem Schimmer der Auf Kreta haben die Griechen zwar keine neuen Wenn es mit der Veröffentlichung so wenig eilt was ja geschwungenen Fackeln zu blinzeln anfingen. Martino Siege erfochten die griechischen Blätter verlangen sogar, ganz begreiflich, da das Gesetzbuch erst mit Beginn des fommen selbst hatte einen Augenblick selbst innegehalten die Türken sollten den Aufständischen nicht blos Amnestie den Jahrhunderts in fraft treten foll, dann brauchte man doch viel weniger den Reichstag so sehr zur eiligen Erledigung des und stand seinem Feinde feuchend mit wilden ertheilen, sondern auch den Angriff auf die Aufständischen Gesetzbuches zu drängen. Blicken gegenüber, als plöglich seine Begleiter riefen: einstellen, was von Siegern sonst nicht gefordert zu werden Halle a. Saale, 4. Juli. Amtliches Wahlresultat Flicht, flieht! die Banditen nahen wir sind um- pflegt. Aber die Lage ist trotzdem sehr bedenklich. Die ge= zingelt," und zwei von den Dienern ohne weitere Um- sammte griechische Presse, die mit höchstens zwei oder brei der am 30. Juni stattgefundenen Reichstags- Erfahwahl im Wahl. freife Halle a./S. Stadt Nr. 4: Von 30 935 abgegebenen Stimmen stände Reißaus nahmen. Die anderen fünf blieben unent- Ausnahmen nach der Pfeife des russischen Rubels tanzt, erhielt Fris Kunert, Redakteur in Schöneberg bei Berlin schlossen und harrten der Befehle ihres Gebieters, als der fordert jetzt auf einmal Anschluß von Kreta an( 603.) 13 687, Dr. jur. Alexander Meyer Berlin mit der weißen Feder, der soeben beschrieben ward, sich in Griechenland und Krieg gegen die Türkei,( fr. g.) 7239, Werkzeugmeister Kuhme- Halle( deutsch- konf.) das Handgemenge stürzte. wenn diese nicht so gutmüthig ist, Kreta den Griechen zu 4268, Geh. Bergrath Prof. der Rechte Arndt- Halle( freitonf.) 8734. Runert ist somit gewählt. Wie, meine Herren," sagte er, Sie sind schon fertig? schenken. Danach berichtigt sich also das Endresultat dahin, daß Nein, wir wollen den Spaß nicht verderben; fangen Sie Die griechische Presse handelt hier ohne Zweifel auf wieder an, ich bitte. Wer ist im Vortheil? Ha! Sechs russische Weisung, und die griechische Regierung, die eben Kunert 446 Stimmen mehr als seine drei Gegner und 228 Stimmen gegen einen! mun kein Wunder, daß Sie auf Ausgleichung falls von Rußland abhängig ist, steht ohne Zweifel auf über die absolute Mehrheit erhalten. -Ist der Reichsbote" agrarisch geworden? gewartet. Seht, wir beide wollen uns auf die schwächere seiten der griechischen Bresse, obgleich sie vorläufig noch so Aufs Vertuschen, Schönfärben und Bemänteln agrarischer DoppelSeite schlagen. Nun denn, so beginnen wir jetzt wieder." thut, als fei sie gegen die nationale" Bewegung. ,, Unverschämter!" rief der Orsini ,,, kennst Du den, mit Wenn die übrigen Mächte nicht einige Feuerspritzen süngigkeit versteht sich das fromme Pastorenblatt wenigstens eben welchem Du auf so freche Weise sprichst? Ich bin vor dem Königspalast in Athen auffahren, dann haben wir fo gut, wie nur der bewährtesten Plößlinge einer. In Bes Martino di Porto. Wer bist Du?" aller Wahrscheinlichkeit nach binnen fürzester Frist zunächst sprechung des Färbeverbots für Margarine fagt das Blatt: Wenn man fagt, daß auch viel Butter gefärbt wird, Walter von Monreal, Edelmann aus der Provence griechische Freisch ärler, die in die Türkei ein- so trifft dieser Bergleich nicht zu, denn man will beim Butterund Johanniterritter!" erwiderte der andere nachlässig. fallen, und schließlich die Kriegserklärung Griechen- färben nicht eine der Butter an sich fremde ( Fortsetzung folgt.) Lands an die Türkei, Farbe erzeugen sondern man will der etwas blassen " werden." Sprat! " Butter nur die Normalfarbe der Butter geben, als welche| Boltsblatt" fühlte das wahrscheinlich selbst, daß man über die politischen Kreisen an, daß der Finanzminister Cochéry feine die gelbliche angesehen wird, welche der Butter dann eigen ist, Erklärung des Herrn Dr. Porzer einfach lachen würde, Mehrheit für seinen Entwurf finden wird. Die Rabinetsfrage wenn die Butterproduktion auf der Höhe steht in der und deshalb schlägt es hente in einer Buschrift" von einem soll indessen nicht gestellt werden. Die früheren Minister BourZeit, wo die Kühe mit Klee und Gras gefüttert Desterreicher" einen anderen Ton an. Es wird da nicht geois und Doumer erklärten in den Wandelgängen der Kammer, mehr zu leugnen versucht, daß Pfister ein Denunziant daß eine Ministerkrisis bevorstehe. Einer minderwerthigen Waare fünftlich ein Aussehen geben, ist. Aber seine That wird verzeihlich gefunden, weil Faure wird fromm. Man telegraphirt aus wie es der besten Qualität dieser Waare eigen ist, nennt man nun weil in den Augen eines jeden Defter auf gut deutsch einen Gaunerstreich, Herr Pastor Engel! Mit reichers und Ehrenmannes Hochverrath und Paris, 4. Juli: Präsident Faure übergab im Elysee dem Ihrer Beschönigung eines solchen Gaunerstreiches machen Sie Majestätsbeleidigung ein schimpfliches Ver- päpstlichen Nuntius Msgr. Ferrata nach dem hergebrachten ja bem berühmten Riccaut de la Marlinière Ronkurrens: brechen" fei. Die Nieberträchtigkeit des Deutschen Volts- Beremoniell den Kardinalshut, wobei sehr zahlreiche Ansprachen Gaunerstreich! Was ist die deutsche Sprat für eine grobe blatt", als entehrendes Verbrechen zu bezeichnen, was selbst gewechselt wurden. Ferrata äußerte, der Bapst wolle den Staatsanwälte und Richter als politisches Delikt betrachten, wird religiösen Frieden unter Achtung der politischen Einrichtungen des Landes herstellen, er wolle die Katholiken im patriotischen Das Gesetz über Abänderung der Friedens nur von der Logik übertroffen, daß daher die Denunziation Geiste vereinen, die Mißverständnisse beseitigen und das Mißpräsenz stärke der Armee durch anderweitige Organisation berzeiblich sei. Ein Wunder wahrlich, daß der Defter trauen entwaffnen; er wolle nach jeder Richtung hin Beweise präsenzstärte der Armee durch anderweitige Organisation reicher" nicht gleich eine staatliche Benfion für den Pfister ver- feiner Fürsorge geben, welche durch nichts entmuthigt werden per vietten Bataillone ist gestern amtlich publizit langt, der hochverrätherische" Gespräche denunzirt. Das thut er allerdings nicht, aber mit unglaublichem Zynismus sagt er: Herr Wilhelm Pfister hat die Salvator- Medaille nicht wegen Marseille, 4. Juli. Anläßlich der Installation des Präs dieser Affaire erhalten." Wirklich nicht? Nun, dann fekten des Departements Bouches du Rhône hielt der Bürgersollte eigentlich der„ Desterreicher" oder Herr Vergani verlangen, meister Flaissière eine regierungsfeindliche, revolutionäre Ansprache, daß der Gemeinderath nachträglich das Berfäumte nachholt und welche der Präfekt energisch rügte. feierlich erklärt, Pfister habe die Salvator- Medaille ausschließlich beshalb erhalten, weil er seine Pflicht als Desterreicher und Christ im Falle Mayer so glänzend erfüllte. worden. - Die Wahl eines Sandtag3- Abgeordneten für den Kreis Cleve an ftelle des verstorbenen Freiherrn v. Loë findet am 81. Juli statt. Seitens der Zentrumspartei hat man den Pfarrer Dr. Julius Heveling aus Pfalz dorf als Kandidaten aufgestellt. Die Germania" theilt mit, der Herr stehe im 53. Lebensjahre und sei früher viele Jahre Seel forger in Berlin gewesen. Aus dem Soldatenleben. In der Schwäb. Tagwacht" wird ein Brief veröffentlicht, den ein Schüler der Unteroffizierschule zu Ettlingen bei Karlsruhe geschrieben hat. Er lautet: Liebe Eltern! Ich muß Euch über einen traurigen Fall berichten, der sich hier zugetragen hat. Ein Kamerad von mir hat sich auf seiner Stube im Beisein von seinen Kameraden hinter seinem Bette erschossen und warum? Weil er von einem( bie hier stehenden beleidigenden Eigenschaftsworte sind weggelassen) Unteroffizier so geschliffen worden ist, daß er es vorzog, feinem Leben ein Ende zu machen. Die That geschah am 27. Juni. Morgen wird der arme Kerl ohne Sang und Klang verscharrt. " Euer Db wohl die Untersuchung, die hierauf von der Militärverwaltung eingeleitet werden muß, den Erfolg haben wird, den Unteroffizier vor Gericht zu bringen, der geschliffen" hat? bie # રા Schweiz. tönne. # Italien. Den Initiativbegehren enthält drei lange Artikel, welche neu in die versehungen und dergleichen gemaßregelt worden. gewannen, häufig nor den Gesellschaften durch Straf Eine An diese Rom, 2. Juli.( Eig. Ber.) Die tiefgreifenden Uebelstände, welche im italienischen Eisenbahnwesen unter der Herrschaft der Bankgesellschaften, denen der Staat vor zehn Jahren Bern, 3. Juli. Das Schiedsgericht in der De den Betrieb seiner Bahnen übertragen hat, immer mehr Platz lagoa Bay- Angelegenheit erfannte, wie wir gestern gegriffen haben, haben dazu geführt, daß in der Kammer der Antrag schon unter Depeschen mittheilten, auf die Nothwendig- auf eine Eisenbahn Enquete durch eine vom Hause zu feit einer technischen Untersuchung und wählte als Sachs ernennende Abgeordnetentommission gestellt worden iff. verständige Ingenieur Stockalper- Sitten, welcher am Gotthard- nächsten Anlaß hierzu haben die fortwährenden und sich steigern. tunnel mitgearbeitet hat und Ingenieur Dietler, den Direktor der den Beschwerden des Eisenbahn- Personals gegeben. Die Finanz Gotthardbahn. Beide nahmen die Wahl unter dem Vorbehalt gesellschaften übernahmen, als ihnen der Betrieb übertragen an, nicht gezwungen zu werden, die Untersuchung an Ort und wurde, gewiffe Berpflichtungen gewisse Verpflichtungen, welche die Stellung bes Stelle vorzunehmen. Daher wird ein dritter Sachverständiger Eisenbahn Personals sichern sollten, sie sind aber diesen Ber ernannt werden mit der Verpflichtung, sich im Nothfalle nach pflichtungen niemals nachgekommen. Häufig sind einzelne BahnSüdafrika zu begeben. Ferner wurde ein provisorisches Frage beamte und Bahnarbeiter genöthigt gewefen, zur Sicherung ihrer schema für die Sachverständigen aufgestellt. Ansprüche gerichtliche Hilfe gegen die Gesellschaften in Anspruch Zürich, 2. Juli.( Eig. Ber.) Während die Waadtländer zu nehmen. Die Gesellschaften wurden in solchen Fällen fast und Genfer Bantiers mit der Unterschriftensammlung gegen das immer verurtheilt, aber fie ließen das Urtheil immer nur für Bundesbantgeses beginnen, um es vor bie Bolts. Den einzelnen Fall gelten, ohne es zur Richtschnur für ihr abstimmung und nach ihrem Wunsche zu Falle zu bringen, er fünftiges Verhalten gegenüber dem Personale zu nehmen. Infolge -Gegen die freie Advokatur hat die rhei öffnet zu gleicher Beit auch das aus Angehörigen verschiedener beffen haben die Angestellten immer wieder den schwierigen und langwierigen Weg der gerichtlichen Erftreitung ihrer Rechte wenn sie ihre Prozesse nische Anwaltskammer Schritte unternommen. Sie hat Parteien bestehende Initiativkomitee zur Verstaatlichung einschlagen müſſen und find, ber Eisenbahnen seine Unterschriftensammlung. Das zunächst durch Rundschreiben bei ihren Mitgliedern angefragt. wie weit der Wunsch nach Aufhebung oder Einschränkung dieses Bundesverfassung aufgenommen und dem Bunde das Recht zum Pensionskasse für das Personal, welche dem Vertrage mit dem Anspruchs vorhanden sei. Darnach haben sich in Köln etwa Erwerb der Eisenbahnen geben sollen. Ob der jetzige Augenblick 80 pCt. der Anwälte, in Iberfeld ein noch höherer Prozent für dieses Unternehmen günstig ist, darüber kann man ver. Staate zufolge bestehen sollte und die jetzt 20-30 Millionen fatz für die Aufhebung der freien Advokatur ausgesprochen. Es schiedener Meinung sein, da drei Bundesgefeße zur Volts: Franks enthalten mußte, ist niemals gebildet worden. Liegen bereits Vorschläge vor, wie dem ungemessenen Andrange abstimmung stehen, für ein viertes bas Referendum begehrt wirb Klagen über die Behandlung der Angestellten schließen sich neuer Anwälte in den großen Städten zu steuern sei. Es ist neuer Anwälte in den großen Städten zu steuern fei. Es ist und außerdem eine bundesfeindliche Boltsstimmung weit vers einhaltung der Fahrpläne und über die Höhe der Gütertarife an, Rlagen über die Mangelhaftigkeit des Fahrmaterials, über Nichtdiefes eine Meldung der antisemitischen Deutsch. Tageszeitung." breitet ist, die in der Verwerfung fast aller Gefeße sich äußert. welche letteren die ohnehin schwachen Reime einheimischer Industrie Bestätigung bleibt also abzuwarten. England. in der Geburt ersticken und das Land dauernd in der Abhängig. Schmalleningken, 2. Juli. Daß die russischen Grenz foldaten von Europens übertünchter Höflichkeit noch nicht London, 8. Juli. Im englischen Unterbause ist es zu feit von ausländischer Einfuhr erhalten. Anderseits ist auch die beleckt find, hat sich dieser Tage auss neue gezeigt. Ein Herr B. einer Darlegung der englischen Politik gegenüber eigene Lage der Eisenbahngesellschaften keine günstige. Sie haben, wurde hier, wie die" Neuesten Nachrichten" mittheilen, beim den tretischen Wirren gekommen. Bei der Berathung als sie das gesammte in drei Gruppen getheilte italienische EisenBaden auf der polnischen Seite der Memel von russischen Grenz- des Ausgabenetats des Auswärtigen Amtes beantragte Montbahnnetz zum Betrieb übernahmen, eine lange Reihe von solchen foldaten festgenommen. B. hatte allerdings beim Baben das eine Herabfegung der Etatsposten um 50 Pfund, um dadurch die Bahnen, welche feinen Ertrag, sondern nur starken Verlust russische Grenzgebiet ohne Erlaubniß überschritten. Er wurde Aufmertsamteit auf Rreta zu lenten. Redner bedauert, bringen, zugleich mit übernommen. Der Bau dieser Bahnen ist nackt zuerst nach Ramonschten, am nächsten Tage von dort nach daß Kreta nicht an Griechenland abgetreten werde; die Groß- das Werk der Kliquenwirthschaft im Parlament; sie wurden um Kidullen gebracht. Die Kleider sind Herru B. erst nach Kidullen mächte sollten ihren Einfluß aufbieten, um Streta von dem türki- persönlicher oder lokaler Intereffen willen gebaut, die nicht start nachgeschickt worden. schen Joche zu erlösen. Reid wünscht die Versicherung, daß die genug waren, um die Kosten des Baues und des Betriebes zu in anderen Theilen der Türkei verübten Greuel sich nicht auf decken. Mitunter wurden auch Linien, die an sich rentabel geGine nationalliberale Umfall.Tabelle Kreta unter den Kanonen der britischen Flotte wiederholen. Um wesen wären, dadurch passiv gemacht, daß sie zu gunsten persön wird von der N. B. Landes- Btg." veröffentlicht. Dieselbe führt einen wirksamen Einfluß auszuüben, müsse England die licher Intereffen nur in weiten Umwegen ihrem Biele zugeführt Wandlungen der Auf diese Umstände weisen die Finanzgesellschaften badischen National- europäischen Mächte überzeugen, daß es feine selbstfüchtigen wurden. liberalen in Tabellenform vor und beweist beffer als lange Beweggründe oder Absichten habe. Redner glaubt, die schließ hin, um ihre Unterlassungssünden gegenüber dem Ber Auseinandersetzungen die allseitig, nur nicht von den National- liche Lösung werde sein, daß Kreta in Griechenland einverleibt fonal und dem Publikum zu entschuldigen. Wenn die par liberalen ſelbſt, anerkannte Thatsache, daß diefe Partei alle werbe; aber, wenn die wächte, entſchloſſen jelen, daß Kreta lamentarische Enquete zu stande kommt, soll sie erftens die Konsequenz und jedes Anstandsgefühl verloren gegenwärtig unter der Türkei bleiben solle, so möge dies unter finanziellen Beziehungen zwischen dem Staat und den Gesellhat. In der badischen Kammerfession von 1892 hatten die europäischer Bürgschaft geschehen, welche die Kretenser berechtige, fchaften, zweitens die Tarife, brittens die Lage des Personals Nationalliberalen 32 Vertreter( gegen früher einen Verlust von 14), an die europäischen Mächte zu appelliren. Der Unterstaatssekretär betreffen. In der Debatte über die beantragte Enquete hat die aber immerhin noch die Majorität; fie erklärten sich, weil das Curzon erwidert, Kreta habe unter einem fast ewigen religiösen Regierung angedeutet, daß sie im nächsten Herbst Aenderungen ihren Parteiintereffen günstig schien, für dirette Wahl und Ronflitt gelitten. Die türliche Regierung fei bagegen in den Verträgen zwischen dem Staat und den Eisenbahngefell. für eine Gesammtrevision der Verfassung, namentlich in Sinblick apathisch und gleichgiltig, fie thue ihre Schritte stets schaften beantragen werde. Vermuthlich wird der Staat den auf die erste Kammer. In der Session von 1894 fanten die zu spät. Weber die christlichen noch die muhamedanischen Ein- Gesellschaften Zuschüsse zahlen müssen, damit sie ihren Vernationalliberalen Abgeordneten auf die Bahl von 80 herab, wohner Kreta's feien Lämmer, aber beide leiden unter der schlech- pflichtungen nachkommen können. waren nunmehr in der Minorität und nahmen also, weil ten Verwaltung, von der beide erlöst werden sollten. Alles follte theilt, beschloß die Deputirtenkammer eine Untersuchung, ob der Wie ein vom 4. Juli datirtes Telegramm aus om mitfte bas ihren Interessen förderlich erachteten, theil vermieden werden, was die Feindseligkeit der beiden Raffen Eisenbahnbetrieb gemäß des Vertrages von 1885 fortschreitet und an dem Beschluffe der Rammer auf Einführung des schüren tönnte. G3 sei kein Grund vorhanden zu glauben, Proportionalwahlrechts und der biretten ah!; daß die nach Kreta gesandten türkischen Truppen that ob die Aufnahme in den Dienst und das Gehalt des Eisenbahneine Reform der ersten Kammer wurde ebenfalls für nothwendig fächlich an den Mezeleien in Armenien theilgenommen perfonals den Interessen des Staats entsprechen. Die Unter gehalten. In der Seffion von 1896 hatten die Nationalliberalen hätten. England habe natürlich die Verpflichtung, die fuchungs- Kommission wird aus 6 Senatoren, 6 Deputirten und wieber die Majorität( 32). Es erschien ihnen nunmehr nicht britischen Unterthanen zu schützen, außerdem habe es eine inter- 8 von der Regierung zu ernennenden Mitgliedern bestehen und mehr geboten, das indirekte Wahlsystem zu ändern und mit nationale Verpflichtung, die es mit den übrigen Berliner Vertrags, bat ihren Bericht in 6 Monaten zu erstatten. 31 nationalliberalen gegen 29 Stimmen anderer Parteien wurde mächten theile. Nach einem historischen Ueberblick fährt Curzon Rom, den 3. Juli. Ueber die Rammerdebatte( siehe bas bie Einführung der birekten Wahl abgelehnt, dagegen mit fort, daß nach den Metzeleien vom 24. Mai in Kreta die Pforte gestrige Telegramm an der Spitze der Rubrik: Italien) wird 30 nationalliberalen Stimmen gegen die anderen Parteien be- bie englische Regierung aufgefordert habe, ihr bei der Wieder weiter telegraphirt: schloffen, einen Theil der Abgeordneten zur zweiten Rammer herstellung der Ordnung beizustehen. Der britische und andere Die Kammer lehnte nach Wiederaufnahme der Sitzung den überhaupt nicht mehr aus allgemeinen Wahlen hervorgehen zu Konsuln waren darin erfolgreich, und die neuesten Berichte Antrag Fulci( nicht Solci) in namentlicher Abstimmung mit 170 laffen, sondern ihn durch die Gemeindevertretungen der acht lauten günstiger, obwohl noch eine große Spannung vor gegen 38 Stimmen ab, nachdem sich die Regierung nochmals ab. größten Städte zu wählen.( Diese Gemeindevertretungen sind handen sei. Der Zustand auf Kreta sei nicht so trübe, wie er lehnend ausgesprochen hatte. 30 Deputirte enthielten sich der nämlich infolge der Klüngel- und Betternwirthschaft eine Domäne von Neid beschrieben werde. Der britische Botschafter in Abstimmung. Hierauf trat die Kammer in die Berathung der ber Nationalliberalen.) Solche Wandlungen haben die badischen Konstantinopel habe von Anbeginn an der Pforte hinreichende Borlage, betreffend die Einsetzung eines Zivilkommissars in Nationalliberalen feit 1892 durchgemacht. Was werden die Information über die Vorgänge auf Kreta unterbreitet und Sizilien, ein. nächsten Jahre wohl bringen? Maßregeln zur Abhilfe empfohlen; der Botschafter habe darin Rußland. durchweg in Uebereinstimmung mit seinen Kollegen gehandelt. Petersburg, 4. Juli. Durch kaiserliche Verordnung wird Fast täglich fanden Versammlungen der Botschafter statt, welche das Recht auf Fabritation und Verkauf von Ges - Die Geschichte vom Denunzianten Pfister. sämmtlich charakterisirt waren durch die ununterbrochene Gin- tränken in den Provinzen Kiew, Podolien, Wolhynien, Wilna, Einem Freunde des Wiener Bürgermeisters Lueger, dem Krämer it im mig feit der zu stellenden Forderungen, welche Grodno, Kowno, Winst, Witebst, Mobilew, Bessarabien und im Wilhelm Pfister, war ein städtisches Ehrenzeichen, die bie forte jent bewilligt habe. Die britische Regierung Königreich Polen abgefchafft, und in den genannten fogenannte Salvator- Medaille, verliehen worden. An sich würde beabsichtige in dieser Angelegenheit keine isolirte oder ausschließ das uns ebenso wenig intereffiren, wie sonstige Titel- und liche Aktion, die den von Reid erwähnten Argwohn selbst- Provinzen der staatliche Verkauf von Getränken eingeführt. Ordensverleihungen, wenn nicht bei dieser Gelegenheit an den süchtiger Beweggründe wecken würde. Was geschehen soll, müsse Da giebt es ja wieder treffliche Gelegenheiten zu Unter Tag gekommen wäre, daß ein Hauptverdienst dieses großen durch den vereinten Druck der Mächte geschehen; soweit, fchleifen. Bürgers um Staat und Gesellschaft in der Denunziation wie die Mächte bereit sind, einen Druck eines Gegners wegen Majestätsbeleidigung auf die Türkei auszuüben, werbe die eng= Gin Bild aus dem russischen Beamten bestanden hätte. Anfangs bestritten die Antisemiten diese lische Regierung mit ihnen geben, aber die britische paradiese liefert die Nowoje Wremja": Thatsache, jest fuchen fie sie zu beschönigen. Ueber diese Regierung werde nicht allein handeln. Würde England der Petersburg Wolga Dampfschifffahrts. interessante Mohrenwäsche berichtet die Wiener Arbeiterzeitung": allein vorgehen, so würde das Ergebnis unheilvoll sein, nicht Gesellschaft fertigte am 20. Mai vom Bändeplatz in Wos Vor einigen Tagen versuchte Herr Dr. Borzer glaubhaft zu nur für die Kretenser, sondern auch für den Frieden Europa's. nefenst, im Olovester Gouvernement, einen Passagierdampfer auf machen, daß Pfister nicht der erste, sondern erst der Im Laufe der Debatte sei von einer Vereinigung Kreta's mit dem Onega- Kanal nach Wytegra ab. Nach dem auf Verordnung des zweite Denungiant gewefen fei, indem ein Beuge, Griechenland gefprochen worden; es sei leicht, großmüthig mit Schifffahrtsinspektors ausgehängten Fahrplan sollte der Dampfer Schulsinger, bei einer Ehrenbeleidigungsklage gegen Pfister dem Eigenthum anderer sein, gegenwärtig sei Kreta ein Theil um 10 Uhr abends abgehen. Als das erste Zeichen zur Abfahrt angegeben habe, er wiffe etwas von einer Majestätsbeleidigung, der Türkei. Die Zeit, zu entscheiden, an wen Kreta schließlich gegeben wurde, erschien ein Abgesandter des örtlichen Distanzdie der Kläger, Friseur Mayer, begangen habe. Herr Dr. übergehen solle, fei noch nicht gefommen; bis sie gekommen, fei chefs mit der Bitte, die Abfahrt des Dampfers bis 1 Uhr nachts Borzer wollte die Sache so darstellen, als ob der Pfister blos im es nicht erwünscht, diese Frage zu erörtern. Mont zieht hierauf au verschieben. Diese Bitte war damit motivirt, daß er, der weiteren Verlauf der Untersuchung, sozusagen unter bem 3wang feinen Antrag zurück. Distanzchef, eben Gäste bei sich habe Beamte des Bezirks der Zeugenausfage, die Einzelheiten der Majestätsbeleidigung" welche vor 1 Uhr nachts nicht abfahren tönnten, weil sie eben erzählt habe. Als Antwort darauf veröffentlichen heute bie im Whistspiel vertieft seien. Auf dies hin erfolgte die liberalen Blätter bas offizielle Boligeiprotokoll vom Paris, 3. Juli. Bei der Berathung über die Reform der Kommissariat Wieden, woraus unzweideutig hervorgeht, daß der direkten Steuern unterstüßt Aynard in längerer Rebe die Vor- ganz natürliche Antwort, daß der Kapitän eine solche sonder bare Bitte nicht erfüllen könne. Der Abgesandte entfernte Pfifter freiwillig auf dem Kommiffariat erschien und die lage, er behauptet, daß die Einkommensteuer gefeßmäßig sei und sich, erschien aber sofort wieder, diesmal aber nicht im Gamard( Rechte) spricht dagegen. Auftrag des Distanzchefs, sondern eines anderen, höheren Anzeige über die Majestätsbeleidigung" erstattete. Dagegen feinerlei Gefahr bringe. weift auf die Nothwendig Beamten aus der Zahl der whistspielenden Gäfte mit der gleichen hat der Zeuge Schulfinger, wie der Bertheidiger Mayer's erklärt, Der Finanzminister Gochéry trog feiner gerichtlich bekannten Gehässigkeit gegen Mayer teine feit von Reformen hin; das fiskalische System, welches Bitte. Auf dies hin überfandte der Vertreter der Dampfschiffvorschlage, laffe die Unregelmäßigkeiten aufhören. fahrtsgesellschaft eine schriftliche Antwort mit der offiziellen Gr Anzeige erstattet, obwohl er bereits seit drei Jahren von der an er geblichen Majestätsbeleidigung wußte. Der Denunziant Pfister Redner vertheidigt sich gegen den Vorwurf, daß er das Werk tlärung, daß er die Bitte nicht erfüllen tönne, da die Baffagiere führte übrigens nicht blos die Beugen" für die angeblichen Neuße der Sozialisten vorbereite; bas Rabinet strebe danach den So- auf der rechtzeitigen Abfahrt des Dampfers beständen, und daß rungen Mayer's an, sondern verflatschte ihn auch wegen fozia zialisten den Weg zu verlegen. Der Minister hält die Vorlage die Berantwortung für eine Abänderung des Fahrplans weder listischer Umtriebe"," fosialistischer Storrefpondensen", aufrecht, welche feine bestehenden Verpflichtungen verletze. Die er noch der Kapitän auf sich nehmen könne, wenn nicht etwa und geheimer Zusammenfünfte" mit namentlich angeführten Einkommensteuer fei vollkommen gefeßmäßig, die Vorlage werde die Herren Beamten der Inspektion den Dampfer durch Personen eine Denunziation, die in den Achtziger Jahren für feineswegs den nationalen Kredit schädigen und den Geldmarkt eine formelle Verordnung nach gesetzlicher Grundlage anhalten würden. Nachdem er diese Antwort abgefertigt einen Menschen wirklich verhängnißvoll werden fonnte. Ga müßt nicht verschieben. Defterreich- Ungarn. " Frankreich. den Herren antiliberalen Gemeinderäthen nichts, den Pfifter Paris, 4. Juli. Jufolge der Reden Rouvier's und Ribot's batte, befahl er dem Kapitän, das Zeichen zur Abfahrt zu geben werden alle ihre Künste nicht weißwaschen. Das Deutsch e gegen das Rentenfteuer Gesetz in der Kammer nimmt man inund abzudampfen. Da erschien der Abgesandte zum dritten Male, diesmal wieder im Namen des Distanzchefs und fagte: 1 Saft. Der Gerichtshof erkannte auf Freisprechung in die Verhältniffe hier am Drt aufmerksam machen. Die Lohn Ich bin beauftragt, zu sagen, daß man den Dampfer vor 1 Ühr sämmtlichen Fällen. " " Türkei. tommission der Berliner Maurer. J. A.: Karl Panser. Gerichts- Beitung. nachts nicht durch den Kanal passiren lassen wird; man wird ein- Im Anschluß an diesen Termin fand ein zweiter gegen fach die Schleuse. nicht öffnen. Der Dampfer war also mit Gerhardt statt, um sich nochmals wegen vier Verstöße gegen allen seinen Passagieren arretirt. Das Publikum empörte sich§ 360 II. zu verantworten. Mitangeklagter war Genosse hierüber und wendete sich an den einzigen vorhandenen Vertreter Kordigte, welcher in einer am 27. Mai abgehaltenen Volksvers der Obrigkeit, den Polizei- Unteroffizier. Diesen ging aber die sammlung eine Resolution zur Abstimmung brachte, die sich dahin Die Verhandlung gegen den amerikanischen Farmer Robert Sache nichts an, weil teine öffentliche Ruheftörung" vorlag. aussprach, daß alle Gewerkschaften und Gesangvereine nur dort Thomas Kneebs aus Wakefield im Staate Nebraska wegen Die Passagiere mußten sich also in ihr Schicksal ergeben ihre Versammlungen und Feste abhalten sollten, deren Wirthe wiederholter Betrügereien, die im Januar d. J. die vierte Strafund ruhig warten, bis die Herren Beamten ihre Whist ihre Lokale der Partei zur Verfügung stellen. Gerhardt hatte diese kammer am Landgericht I. während mehrerer Tage beschäftigte, partie beendigt hatten. Solche Dinge kommen übrigens auch Resolution zum Abdruck gebracht, sowie noch zwei andere, die kam gestern wieder vor der vierten Strafkammer am Landauf den russischen Eisenbahnen vor. So erzählte die sich ebenfalls mit der Lokalfrage beschäftigten. Dafür, daß gericht 1. zur Verhandlung. Die ihm zur Last gelegten raffinirten russische Börsen- Zeitung", daß auf der Orenburger Linie ein auf grund einer Erklärung der Dewiger Gastwirthe, sie ver- Betrügereien sollte er mit Hilfe eines Rennpferdes, welches er Obertondutteur zum Schrecken der Passagiere den Eisenbahnzug zichten für immer auf den Massenausflug der Breslauer Sozial- Nelly Kneebs" nannte, das aber in Amerika als die Stute„ Bethel" plöglich mitten in der Steppe mehrere Stunden halten ließ, weil demokraten nach ihren Etablissements von seiten der Redaktion eine Berühmtheit und in den dortigen Zeitungen in Wort und Bild ihm vorzeitig der Schnaps ausgegangen war und er nicht umhin und auch durch Resolutionen in Versammlungen die Arbeiter- bereits gefeiert war, auf den Rennpläßen zu Weißensee, Westend, konnte, sich durch einen untergebenen Kondukteur eine Flasche schaft ersucht wurde, diesem Wunsche nachzukommen, erfolgte und Hamburg verübt haben; er war im Mai 1894 bereits des Schnaps aus einem sechs Kilometer von der Bahn entfernten gegen Gerhardt Anflage. Der Staatsanwalt beantragte auch wegen in Untersuchungshaft genommen, doch im September desDorfe holen zu lassen. hier gegen den letteren eine Gesammtstrafe von 400 M.; gegen felben Jahres wieder gegen eine hohe Kaution auf freien Fuß Und da flagt man noch über Mangel an Freiheit in Rußland. Kordigte 100 m. Geldstrafe. Der Vertheidiger, Rechts- gesetzt worden. Dann wurde Thomas Kneebs wieder verhaftet. Wie viel Freiheiten darf man sich nicht im Rücken des Baren anwalt Urbach, plädirte für Freisprechung, indem er das Man verurtheilte ihn zu 9 Monaten Gefängniß und 2 Jahren nehmen, wenn man- Beamter ist! Benehmen der Gastwirthe, wie überhaupt die Lokalmisère Ehrverlust, außerdem war die Einziehung des Pferdes, das die ,, Nelly in helles Licht stellte. Hier wären die Sozialdemokraten Kneebs" und die" Bethel" in einer Person sein sollte, verfügt und boykottirt worden, ihr Verhalten wäre nichts wie Abwehr, wozu der Angeklagte, trotzdem er eine hohe Kaution anbot, sofort in Haft Rretenfifches. Nach einer Meldung aus Ronstan sie berechtigt feien. Der Gerichtshof schloß sich diesen Aus- genommen worden. Nebenbei hatte der Gerichtshof auch auf tinopel theilte der Minister des Aeußern heute den Botschaftern führungen an und erkannte auf Freisprechung beiber 1000 m. Geldstrafe erkannt. Die Verurtheilung war nicht wegen schriftlich mit, die Pforte gewähre den Kretenfern auch die Angeklagten. vollendeten, sondern wegen versuchten Betruges erfolgt, da es awei noch ausstehenden, von den Mächten verlangten Bu Bu derfelben Zeit wurde vor der Straffammer III gegen Ge- sich nicht hatte feststellen lassen, ob und wie hoch irgend jemand geständnisse, nämlich die Bekanntmachung einer General- nofsen Neukirch verhandelt. Die Staatsanwaltschaft hatte gegen durch die betrügerischen Manipulationen des Angeklagten ge amnestie und die bedingungslose Wiederanerkennung ein freisprechendes Urtheil in einem Preßprozeß Neukirchs Beschädigt worden war. Der Angeklagte hatte gegen das Urtheil des Vertrages von Haleppa.-Angesichts der rufung eingelegt, wurde aber abgewiesen und erfolgte auch hier mit Erfolg die Revision eingelegt, das Reichsgericht fah eruften Meldungen über die Lage in Rreta glaubten die Bot Freisprechung. in der Ablehnung des Kneebs'schen Antrages, noch eine große schafter außerdem, die gänzliche Einstellung der Im ganzen waren in dieser Woche 15 Genossen an. Anzahl von ihm benannter amerikanischer Zeugen zu seiner Feindseligkeiten gegen die Aufständischen anget lagt gewesen, dabei wurde auf eine Woche Gefängniß und Entlastung zu vernehmen, einen rechtlichen Fehler und wies die empfehlen zu dürfen, um sodann durch Intervention der Konsulu 40 M. Geldstrafe insgesammt erkannt; bei allen anderen er Sache zur nochmaligen Verhandlung in die Vorinstanz zurück. die Epitropie zur Annahme der Zugeständnisse und zur Unter- folgte Freisprechung. Heute stand vor der 4. Straftammer am Landgericht I der werfung zu veranlassen; sie werden dieses Verlangen gemeinschaft--Genosse Wiertelarz, Redakteur der Thüringer Angeklagte, dessen Vernehmung dadurch enorm erschwert wird, lich stellen. In diplomatischen Kreiſen herrsche die einstimmige Tribüne" hat heute eine 4 monatliche Gefängnißstrafe angetreten. daß er kein Wort deutsch versteht und sich also nur durch einen Meinung, die Pforte könne nur durch die sofortige firitte Durch Er verbüßt dieselbe aber nicht in Erfurt, sondern in Nordhausen. Dolmetscher verständlich machen kann; blieb er auch heute dabei, führung der beantragten Maßregel die drohende Gefahr einer Aus dem Umstande, daß der erste Saatsanwalt Lorenz gegen daß die Nelly Kneebs und die Bethel zwei ganz verschiedene ungünstigen Lösung der fretensischen Frage und weitere gefähr Genossen Wiertelarz Strafantrag wegen persönlicher Beleidigung Thiere feien und trotz der Aehnlichkeit der Merkmale ganz liche Folgen verhüten. Der Gerichtshof tam nach erhoben hat, glaubte Wiertelarz schließen zu können, daß man bedeutende Unterschiede zeigten. Aus Canea wird gemeldet, daß der neue Gouverneur ihn während der Zeit seiner Inhaftirung von seiten der Staats- längerer Berathung zu der Vertagung der Sache, da er Georgi Pasch a überall, besonders von den Türken, mit großer anwaltschaft nicht mit Der erforderlichen Objektivität der Ueberzeugung sei, daß er infolge der heute möglichen Rälte aufgenommen wird. Troß aller bei den Abgeordneten ge- behandeln würde. Diese Bedenken machte denn Beweiserhebung nimmermehr zu einer Freisprechung des Anmachten Anstrengungen wird es, wie man glaubt, zur Eröffnung auch bei der Oberstaatsanwaltschaft in Naumburg geltend, und geklagten kommen könne. Von den Zeugen, welche die Verder Nationalversammlung nicht kommen. zwar in gleich erfolgreicher Weise wie feinerzeit Genosse Hülle. theidigung benannt hat, sollen 41 vernommen werden, außerdem Es erging an Wiertelarz der Bescheid, er möge seine Strafe foll aber Professor Eggeling oder im Falle feiner Be wegen Bergehens im Landgefängniß zu Nordhausen verbüßen. hinderung ein anderer hiesiger Sachverständiger nach Amerita Letzteres ist denn nun mit heutigem Tage geschehen. Wünschen entsandt werden, um bei der Vernehmung der amerikanis wir dem braven muthigen Mittämpfer, daß er die Kerkerzelle fchen Beugen in Sioux City oder Wakefield zugegen zu sein. Der Haftentlaffung des Angeklagten wurde widersprochen, da ebenso förperlich und geistig frisch verläßt, als er sie betreten. Abermals tonfissirt wurde die Thüringer nicht nur Fluchtverdacht, sondern auch die Möglichkeit der Tribüne" vom 1. Juli und das in demselben Verlage heraus- Verdunkelung des Thatbestandes vorliege. gegebene Nordhäuser Volksblatt". Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft sollen in der betreffenden Nummer Artikel- beleidigenden Inhalts enthalten sein. % Partei- Nachrichten. Für die Reise nach London. Ein Genoffe, der in jüngster Beit mehrere Wochen in London war, hat auf unseren Wunsch über Preise, Lokalitäten u. f. w. folgende Mittheilungen gemacht, die dem Einen und Anderen vielleicht nüßlich sind. Weitere Mit theilungen werden von London aus noch gemacht werden: Gewerkschaftliches. er Versammlungen. Der Wäschefabrikant Herr Ritter sowie der Prokurist Vor dem Schwurgericht zu Thorn begann am 8. Juli Jm Horse Shoe Hotel, was schon wiederholt genannt ward, das Wiederaufnahmeverfahren im Mordprozeß gegen den Stell toftet ein Zimmer im 3. Stock von 3 sh.*) ab im 4. Stock macher Kopistecki aus Zaftawin, welcher vor 8 Jahren wegen von 2 sh. ab vorher bestellen!! Die Britisch Tea Erschießung des Barons Golg zu lebenslänglichem Zuchthaus table Company( die Britische Theetafel- Gesellschaft), die Express verurtheilt, später aber durch Geständniß eines zweiten WildDairy Company( die Export Molkerei Gesellschaft) und die diebes, Malinowski, kurz vor dessen Hinrichtung entlastet wurde. An die Gewerkschaften Berlins! Bei den in diesem Die Anklagebehörde ist der Meinung, dies Geständniß beruhe Aerated- Bread Company( Gesellschaft für Herstellung un- Frühjahr stattgefundenen Lohnbewegungen und Streits in Berlin nicht auf Wahrheit, da alle ermittelten Thatumstände dagegen gefäuerten Brotes) haben in der ganzen Stadt wegen der tadellosen hat sich gezeigt, und zwar fast allgemein, daß die bürgerliche sprechen, daß Hilfsjäger und Baron Goltz von einem Wilberer Güte, Billigkeit und Trinkgelderfreiheit empfehlenswerthe Bresse- das Sprachrohr des Unternehmerthums jeglicher erschossen wurden. Der Angeklagte behauptet, wie schon vor Restaurants, in denen allerdings keine spirituosen Getränke, sondern Schattirung nicht nur alle Forderungen der Arbeiter und drei Jahren, unschuldig zu sein. Es sind 45 Zeugen geladen. nur Thee, Raffee, Milch, Chokolade und Erfrischungsgetränke ver- Arbeiterinnen als frivol bezeichnete, sondern auch die Situationsabreicht werden. Ein solches Lokal der Tea table Company be- berichte aus den Gewerkschafts- Bersammlungen geradezu Ropistedi zu Thorn beantragte der Staatsanwalt wiederum In der gestrigen Gerichtsverhandlung gegen den Käthner findet sich eingangs der Shaftesbury Avenue, fchräg gegenüber auf den Kopf stellte. Auch die hin und wieder in den lebenslängliche Buchthausfirafe. Der Gerichtshof nahm aber an, Dem London Pavillion, ein anderes Ece Charing Cross Road bürgerlichen Blättern erschienenen Urtheile und felbständigen daß die Geschworenen sich zum Nachtheil des Angeklagten und Oxford street. Ein sehr großes Steak oder Chop Beobachtungen über die Lohnbewegungen und Streits der Arbeiter ( Kotelette) toftet 8 d**), Kartoffeln 1 d, Brot und Butter 1½ d, Berlins haben zur Genüge bewiefen, daß sie einzig und Berhandlung an das nächste Schwurgericht. geirrt hätten, und verwies die Sache zur neuen Thee 21/2, Milch 11/2, Gier, faltes Fleisch, Mehlspeisen tarts und allein nur das nadte Unternehmer- Interesse pies( Torten und Pastetchen) gleichfalls zu entsprechenden Preisen. zu wahren suchten. Die Arbeiter und Arbeiterinnen- wenn sie Diese Lokale werden aber bereits gegen 8 Uhr abends geschlossen. fich aus ihrem ihnen durch den Kapitalismus aufgelegten Joch Desgleichen ein empfehlenswerthes großes Restaurant mit Getränken mit popular prices( voltsthümlichen Preisen) in einem bedingungen strebten, wurden mit Schmähungen bedacht und ihnen versuchten zu befreien und für bessere Lohn- und Arbeitsder ersten Häuser von Piccadilly. Hinsichtlich der vielen bars die unlautersten Motive unterschoben. An dem Kopf der meisten der Firma Wolf u. Glaserfeld, Herr Hugo Hanff, sendet uns ( nur Getränke und sandriches ähnlich den hiesigen Bierquellen) dieser Zeitungen wird bei den Abonnements- Einladungen ver- zu dem in Nr. 147 enthaltenen Bericht über die Versammlung ist zu bemerken, daß private entrance( Privateingang) gleichfalls sprochen, den Ansprüchen der Leser nicht blos zu genügen, der Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäschebranche die folgende einen Theil des öffentlichen Lokals bezeichnet, also jedermann zugäng- sondern auch die Interessen derselben in jeder Weise zu vertreten Buschrift: In der zweiten Beilage der Nr. 147 Ihrer Zeitung lich ist. Ferner haben eine große Anzahl Restaurants( meistens kleine Lokale von Italienern gehalten, oder doch unter italie und zu wahren. Ein Theil der arbeitenden Bevölkerung bildet noch sind in dem Referat über eine öffentliche Versammlung der Arimmer den Stamm der Leser dieser Art Zeitungen. Das heißt beiter und Arbeiterinnen der Wäschebranche Aussagen, welche nischen Namen, Oxfordstreet, New Oxfortstreet, Strand 2c. in dürren Worten, die Arbeiter unterstützen Unternehmungen, die wir als Auskunftspersonen bei den Verhandlungen der KomDiners zu festen Preisen( etwa 2 sh.). Tottenham Court ihrer ganzen Tendenz nach gegen die Arbeiterklasse gerichtet sind. mission für Arbeiterstatistik in der Sizung vom 28. April cr. Road und in den Nebenstraßen befinden sich verschiedene deutsche Wir beabsichtigen nun, das ganze Material, die Lohnbewegungen gemacht haben, unrichtig wiedergegeben. E3 wird bes Lokale und beffere englische Arbeiter- Restaurants. Ein deutsches betreffend, nach Möglichkeit zu sammeln, um auch den in- hauptet, wir hätten Angaben gemacht, die für Arbeite Wiener Café mit deutschen Zeitungen findet sich Ecke New Die Plätterinnen Oxfordstreet und Hardstreet. Sämmtliche bezeichneten Straßen differenten Arbeitern zu zeigen, wo sie ihre wahren Freunde zu rinnen beleidigender Natur waren: suchen haben. Wir ersuchen deshalb, an untenstehende Adresse so heißt es- rekrutiren sich größtentheils aus fort sind in der Nähe des Kongreßlokales. geeignetes Material abzuliefern. gelaufenen Dienstboten, es feien Kinder der niedrigsten Arbeiter und sie fühlen in sich den Drang, freier zu leben." Ein derartiger Sah ist weder in der Arbeiter- Enquete noch außerhalb derselben von einem der Unterzeichneten ausgesprochen worden. Nach dem amtlichen stenographischen Protokoll über die oben erwähnten Verhandlungen hat auf die Frage des Vorfizzenden Was sind sie( die Plätterinnen) denn in der Regel gewesen, ehe sie zu Ihnen kamen?" Unterzeichnete Ritter geantwortet: Meist Dienstmädchen." Die Aeußerungen des Unterzeichneten Hanff auf die Frage des Vorsitzenden: Ihre Arbeiterinnen rekrutiren sich wohl aus denselben Kreisen wie die des Herrn Ritter?" lauten nach Angabe des amtlichen stenographischen Berichts wörtlich wie folgt: Ja. Ich hätte noch hinzuzufügen, daß, da die meisten Wäschefabriken im Norden liegen, die jungen Mädchen sich mehr aus den Handwerkerfamilien ergänzen. Es sind also Töchter von Maurer= Stellen wir diesen Zahlen die der vorigen Eintragung gegen- polieren, von Maurern, dann wieder von Subalternbeamten, Da tommen sie und melden sich An demselben Tage wurde von der Straffammer desselben über, so muß konstatirt werden, daß das Vertrauen darin, daß Poftbeamten u. s. w. sobald fie Nähe Gerichts gegen die Genoffen Baate- Berlin und 3 a hn- Breslau eventuell kein Gegner zu fürchten sei, die Arbeiter lässig gemacht zeitig, um aufgenommen zu werden, werden wollen. Bei den Plätterinnen liegt hat. Von den Arbeitgebern haben sich 186 weniger, von den rinnen wegen Herausgabe und Verkauf des Märchenbuches für anders; in unserer nicht Arbeitnehmern 373 mehr als 1894 eintragen lassen. Die Wahl- es Fabrit sind 2 pбt. Proletarierkinder" verhandelt. Der Antrag des Rechts- lokale zur Wahl als auch die Tableaus und der Termin betreffs Berlinerinnen. Diese tommen meist aus Schlesien oder anwalts Freudenthal auf Nichtzuständigkeit des hiesigen Ge- Einsichtnahme in die aufgestellten Wählerlisten werden in 8 bis auch aus der Mart, auch sehr viele aus dem Posenschen. richts wurde verworfen. Es wurden sodann mehrere Er- 3 4 Wochen an dieser Stelle der Arbeiterschaft bekannt gegeben. Das tommt einfach daher, weil die ersten Plätterinnen aus zählungen zc. aus dem Märchenbuch verlesen. Der StaatsZum Hutarbeiterstreit haben wir zu bemerken, daß diesen Gegenden gewesen sind und diese Mädchen ziehen immer anwalt versuchte in längeren Ausführungen die Gefährlich durch die Berliner Gewerkschafts- Kommission den Hutmachern ihre Verwandten und Bekannten nach sich; die kommen überfeit genannten Buches nachzuweisen. Bahn hätte sich der Bei- 16 000 m. übermittelt sind behufs Unterstützung. Wir bitten haupt nach Berlin lediglich mit der Absicht, auch in dieser selben hilfe schuldig gemacht, indem er im Jahre 1895 ein Exemplar aber die Gewerkschaften, die Sammlungen fortzusehen, und ersuchen Fabrit plätten zu lernen, weil sie gehört haben, daß die anderen verkaufte. Den Ankauf selbst besorgte ein Vertrauens alle für diesen Zweck bestimmten Gelder im Gewerkschafts- Bureau, da einen sehr guten Verdienst haben." Derselbe erklärt auf die der Breslauer Polizei. Auch täme Annenstr. 16, part., abzuliefern. Frage des Vorsitzenden, ob sich nicht nur solche Mädchen melden, hier der dolus eventualis in betracht, denn 3. mußte Die Berliner Gewerkschafts- Rommission die gedient haben: Nein. Die eben genannten find sogar die fich sagen, daß hier in diesem Wert aufreizende Stellen enthalten J. A.: R. Millarg. guten Arbeiterinnen, die ernstlichen Arbeiterinnen. Die da ges fein fonnten, er also die Pflicht hatte, die Schrift durchzulesen. bient haben, die laufen gewöhnlich bald wieder weg, weil sie sich Der Staatsanwalt beantragte gegen Baate drei Monate, gegen nicht an die veränderten Verhältnisse gewöhnen können." Bahn eine Woche Gefängniß. Nach den trefflichen Plaidoyers der beiden Vertheidiger Freudenthal und Ollendorf erfolgte die Freisprechung beider Angeklagten. Bei der Gewerbegerichtswahl in Langerfeld wurden unsere Genossen mit 84 Stimmen gewählt. Die Gegner hatten Diesmal feine Kandidaten aufgestellt. Die beiden Beisitzer der Arbeitgeber wurden mit 4 Stimmen wiedergewählt. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Die Breslauer Staatsanwaltschaft hatte eine entschieden unglückliche Woche. Wie schon berichtet, erfolgte in betreff der Märznummer" die Freisprechung aller Angeklagten. Am 2. Juli wurden die Genossen Pache, Mai, Löffler, Grund zu je 10 Mart Geldstrafe wegen Herausgabe, resp. Vertheilung eines Flugblattes verurtheilt, welches die Genossen aufforderte, das Bier zweier Breslauer Brauereien erst dann wieder zu trinken, wenn dieselben der Partei und den Gewerkschaften ihre Säle zur Verfügung stellten. Der Antrag des Amtsanwalts lautete auf 50 M. für jeben Angeklagten. mann Zu den Gewerbegericht3 Wahlen haben wir folgendes der Arbeiterschaft Berlins bekannt zu geben. Während der Frist für die Neuaufstellung der Wählerlisten haben sich in den amtlichen Stellen im ganzen eintragen laffen: Arbeitgeber Arbeitnehmer 1. Jm Wahlbureau 2921 1129 2. Turnhalle Tempelhofer Ufer 2 Schmidtstr. 38 Staligerstr. 55/56 12345652 3. 500 812 1698 1646 4. 529 5111 • 5. Straußbergerstr. 9 636 3330 6. Gipsstr. 23a 272 558 . 7. Kastanien- Allee 82. 487 2404 8. Pantstr. 78. 524 9. Thurmftr. 86 202 7150 3523 1371 20453 " der Der Streit der Berliner Maurer ist am 24. Juni auf gehoben. Wir können mit dem Resultat den Verhältnissen entVerein deutscher Schuhmacher. Montag, den 6. Juli, abends punkt sprechend zufrieden sein. Nur ein geringer Prozentsat, zirka s uhr, Bersammlungen der Bahlstelle 1 bei Fet nbt, Weinfir. 11; Bahl1000 Kollegen, arbeiten noch zu den alten Bedingungen, während fielle 2 bet Gründel, Brunnenftr. 188; Bablstelle 3 bei Cohn, BeuthAm 3. Juli hatte sich der verantwortliche Redakteur der annähernd 7000 Maurer die 9 stündige Arbeitszeit und 55 Pf. itraße 21; 8Bahlstelle bei autenberg, Oranienftraße 180.( Dräheres Volkswacht", Genosse Gerhardt wegen 4 Preßoelitte vor dem Stundenlohn erreicht haben. Die Junung der Maurer- und stehe Inserat.) Schöffengericht zu verantworten. Es handelte sich um Auf- Zimmermeister, die nur einen fleinen Theil von den hiesigen forderungen an die Kollegen, dort w00 aus Bauten aufführt, arbeitet jedoch mit aller Kraft gegen den Depeschen und lehte Nachrichten. gebrochen, durch solidarisches Verhalten zum Sieg der Neunstundentag in Berlin. Auf verschiedenen Stellen versucht Arbeiter beizutragen. Die Anklagebehörde fah auch man, wenn auch bis jetzt noch ohne Erfolg, die Bewilligungen Haag, 4. Juli.( W. T. B.) Nach einer amtlichen Depesche hier die Kriterien des groben Unfugs gegeben, da diese Auf- zurückzuziehen. Augenblicklich sind am Orte 6 Bausperren im aus Batavia vom heutigen Tagr ist die Ruhe in Amföang auf forderungen zur Beunruhigung weiter Volksschichten beitragen, Gange und wirkt der Zuzug nach hier sehr erschwerend auf der Insel Timor von neuem ernstlich bedroht. Die Polizei dürfte und beantragte gegen Gerhardt auf eine Geldstrafe von 100 M. unseren Kampf. Da nun die Durchführung der Verkürzung der nach erhaltenen Verstärkungen die Ordnung wiederherstellen. pro Fall, also eine Gesammtstrafe von 400 m. oder 80 Tage Arbeitszeit auf 9 Stunden bahnbrechend für das ganze Bau- Das Kriegsschiff Borneo" liegt zur Zeit vor Köpang, dem gewerbe sein wird, so ist es nothwendig, daß uns die Arbeiter Hauptort der Insel Timor. schaft ihre Unterstützung gewährt, um den starken Zuzug nach Reichsmart. hier zu vermeiden; besonders möge man aber die Maurer auf sh, shilling » ³d. denarius, Beichen für Benny d. denarius, Zeichen für Penny= 8 Reichspfennige. London, 4. Juli.( W. T. B.) Wie die Blätter melden, hat sich das Befinden Henry Stanley's verschlechtert. Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 155. Lokales. Den Parteigenoffen und Genoffinnen von Rigdorf zur Nachricht, daß am Donnerstag, den 9. Juli, abends 8 Uhr, eine Boltsversammlung in den Viktoriasälen, Hermannstr. 48, statt findet. Besonders werden die Frauen aufgefordert, zahlreich zu erscheinen. Die Einberuferin. Sonntag, den 5. Juli 1896. 13. Jahrg. 2400 Gesuche um eine Unterstüßung aus der Leßmann- dauer Bürgern gelang es ihm, in der Nacht zum 7. November Stiftung sind in diesem Jahre eingegangen. Berücksichtigt wurden 1850 aus dem Zuchthaus zu entkommen und sich über Rostock 45. Dieses Mißverhältniß zwischen der Höhe der verfügbaren nach England zu retten. Mittel und der Zahl der Bewerber fehrt alle Jahre wieder, und Die Frage der Müllabfuhr beschäftigt bekanntlich schon nicht blos bei der Leßmann- Stiftung. Im letzten Bericht der feit längerer Zeit die intereffirten Kreise. Berschiedene Syfteme seit längerer Zeit die interessirten Kreise. Verschiedene Systeme Stiftungs- Deputation wird darüber geklagt, und es wird darauf der möglichst unschädlichen Beseitigung der Abfallstoffe sind bereits hingewiesen, daß die Empfangnahme, vorläufige Durchficht, erprobt worden, ohne jedoch den Beifall aller Betheiligten zu Ordnung und Katalogifirung dieser vielen Gesuche, die finden. Wie erinnerlich scheiterte erst fürzlich die Durchführung hinsichtlich eines jeden derselben nothwendigen Erhebungen einer wirklich staubfreien Müllabfuhr an dem Umstande, daß ke Auf das große Volksfeft im Schloßpark zu Weißen über die Verhältnisse der Gesuchsteller, die Feststellungen, den Hausbesitzern zu fostspielig erschien. Unsere Hausagrarier fee, das die Parteigenossen des 5. und 6. Reichs inwieweit dieselben bisher etwa anderweit unterstützt werden daher mit Interesse vernehmen, welch eigenartige und tags- Wahlkreises für Sonntag, den 12. Juli, worden sind, fortgesetzt eine große Anzahl von Arbeitskräften zu billige Abfuhrmethode der Hausbesitzer und Sargfabrikant Tischlervorbereiten, wollen wir an dieser Stelle noch besonders auf- Lasten des Stadtsäckels in Anspruch nehmen."" Welche Mühen, billige Abfuhrmethode der Hausbesitzer und Sargfabrikant Tischlermerksam machen. Während die Leitung des bühnenkünstlerischen Sorgfalt und Zeit es sodann verursacht", sagt der Bericht weiter, meister J. Schäfer, Holzmarktstr. 45, ersonnen und durchgeführt Theiles des Programms, der in halbstündlichen Auf- und wie schwierig es ist, aus einer so großen Anzahl von Be: hat. Genannter Herr, der nebenbei bemerkt, auch ein städtisches führungen des Schauspiels" Weltenwende" im Theatersaal werbern die würdigsten und bedürftigsten auszuwählen, dürfte Ehrenamt bekleidet, spart schon seit Jahren die Kosten für die Müllabfuhr dadurch, daß er seinen Hausmüll in die verkauften und einem Zyklus von acht humoristisch- fatirischen Gegen- faum zu verkennen sein." Man darf dieses Urtheil getrost ver- Müllabfuhr dadurch, daß er seinen Hausmüll in die verkauften wartsbildern in der Singspielhalle besteht, den Genossen Türk allgemeinern und auf die gesammte öffentliche und private Särge schüttet und im Verein mit darüber gebreiteten Hobelund Scävola übertragen ist, werden etwa 500 Mitglieder Armen- und Wohlthätigkeitspflege anwenden. Wie viel Zeit und spähnen als Füllmaterial verwendet. Auf diese Weise wird mit des Arbeiter Sängerbundes, sowie zwei ca. 40 Mann starke Arbeit wird auf diesem Gebiete verbraucht, und wie wenig tommt der Zeichenbestattung zugleich die kostenlose Müllabfuhr des Herrn Schäfer bemirkt. Kapellen von der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmufiter dabei heraus! für die gesangliche und musikalische Unterhaltung der Genossen Gebildete Nüpelet. Aufsehen verursachte am Freitag in Sorge tragen. Außerdem finden für die Jugend Beluftigungen Verkehrsangelegenheiten. Dem Projekte zur Festsetung und Kinderspiele im Freien statt, ferner Verloosung von der Fluchtlinie für die von der Straße Alt- Moabit bis zum der Friedrichstraße nahe dem Weidendamm eine Schlägerei, Büchern und Bildern, Vorführungen eines Schwimmklubs und nördlichen Spreeufer gehende, auf dem Grundstücke des Fabrit welche zwischen zwei hiesigen Studenten stattfand. Diese un Radfahrervereins, Ball im großen Tanzfaal, großes Feuerwerk befizers Schomburg neu anzulegende Straße hat das Polizei- liebsame Szene entstand dadurch, daß ter eine der beiden dem auf dem Wasser, Illumination des Eees, über den zum Schluß präsidium zugestimmt. Der Entwurf für die Herstellung einer ihm begegnenden zweiten Studenten ohne weiteres die Worte: der als lebendes Bild dargestellte„ Siegeszug der Arbeit" in unterhalb der Schöneberger Brücke zu erbauenden Hilfsbrücke Pfui Jude" entgegengerufen haben soll, eine Aeußerung, die feenhafter Beleuchtung dahinfahren wird. Die ganze Ver- liegt dem Polizeipräsidium zur Genehmigung vor. Nach Er- der Beleidigte mit einer Ohrfeige beantwortete. Der nunmehr anstaltung verspricht ein Boltsfest im wahren Sinne des Wortes theilung dieser Genehmigung und nach Fertigstellung der Hilfs- folgenden Schlägerei wurde durch hinzukommende Schuyleute brücke soll mit dem Bau der definitiven Schöneberger Brücke, ein Ende gemacht, welch lettere beide nach der Polizeiwache deren Gesammttoften sich auf 400 000 m. belaufen, begonnen brachten. werden. zu werden. Die Lokalkommiffion von Schöneberg theilt mit, daß das neue Lokal von Albers in der Hauptstr. 5 und 6 der Arbeiterschaft nicht zu Versammlungen zur Verfügung gestellt wird. Die Bevölkerung des städtischen Arbeitshauses in Rummelsburg ist vom 1. April bis Ende Juni bedeutend zurück Folgende Lokale stehen der Arbeiterschaft in Treptow gegangen. Insbesondere ist dieser Rückgang bei den Korrigenden zur Verfügung: Hjertberg, Neue Krug Allee; Otto's hervorgetreten. Wieder ein Beweis, daß, von Ausnahmefällen Restaurant zum Karpfenteich"; Part Restaurant, abgesehen, nicht die Lüderlichkeit der einzelnen, sondern die Noth Inhaber Jacob, An der Verbindungsbahn; 3ornow, Neue die Ursache der sog.„ Arbeitsscheu" ist. Mit dem Eintritt einer Krug- Allee; Schulmeistrat, Neue Krug- Allee. Sämmtliche ungünstigeren Konjunktur wird sich das Arbeitshaus schon wieder anderen Lokale sind für die Arbeiterschaft nicht zu haben. Die füllen. Genossen werden ersucht, sich danach zu richten. B Der Verein der Berliner Vororte behandelte vorgestern Die Taschen zu! Mehrere Geldgesellschaften schicken be- Abend in einer Wanderversammlung die Angelegenheit der für reits jetzt Reifende aus, die für Textausgaben zum Bürger den Sommer 1898 beabsichtigten Zurückverlegung des Nordbahnlichen Gesetzbuch mit und ohne Kommentar auch in Arbeiter: Vorortverkehrs nach dem Stettiner Bahnhof. Die Bewohner der treifen Dumme als Abonnenten suchen. Die Ausgaben werden Nordbahn Vororte beauftragten eine aus ihrer Mitte gewählte zu 1 M. 50 Pf. bis 3 Mart angeboten. Wir warnen dringend Kommission, schleunigst sich an den Eisenbahn- Minister, sowie vor der Anschaffung dieser Werke. Sie sind für den Ar- an die Eisenbahn- Direktion mit der Bitte zu wenden, eine solche beiter absolut werthlos, da das Gesetzbuch nicht am Aenderung des Bauplanes zu veranlassen, daß ein früherer 1. Januar 1900 in fraft tritt, auch ohne die noch erst be- Termin für die Zurückverlegung herbeigeführt werden könne. rathenen Novellen zum Gerichtsverfassungsgesetz, zur Zivilprozeßordnung u. f. w. nur ein Bruchstück ist, da ferner der Text der Die deutsche Gesellschaft für öffentliche Gesundheits 2385 Paragraphen des Gesetzbuchs und der 218 Artikel des pflege zu Berlin beschäftigte sich mit der Frage des Stehens der Einführungsgefeges in zumeist unverständlichem Juristen- Verkäuferinnen in Ladengeschäften. Während Herr Spinola deutsch gehalten ift. Voraussichtlich wird in wenigen meinte, daß es sich für die Gesellschaft nur um die BerückMonaten eine populär gehaltene, allgemein verständliche fichtigung der in betracht kommenden hygienischen Gesichtspunkte Darstellung der gesammten Materie unter besonderer handele und Herr Albert Cohn sogar die Ansicht aussprach, daß Berücksichtigung der für das erwerbsthätige Volt und für die die wissenschaftliche Körperschaft nichts mit der„ Agitation" der Arbeiterklasse wichtigsten Gebiete, und des jetzigen Rechts- Frauenvereine zu thun habe, führte Herr Badet aus, daß zwar zustandes erscheinen. Wir heben hervor, daß einige spekulative eine wissenschaftliche Gesellschaft versammelt sei, doch dürfe man Rapitalisten fich zusammengethan haben, um mehrere Beitungen sich nicht des Rechts begeben, eine Meinung zu äußern, wo es in die Lage zu sehen, in ihrem Berlag Zertausgaben erscheinen sich um praktisch hygienische Fragen handle. Er sehe nicht ein, zu lassen. An dieser Spekulation sind insbesondere solche an- warum die Gesellschaft diesen Bestrebungen nicht beitreten wolle. geblich farblosen Zeitungen betheiligt, die ihr Lesepublikum Es sei festgestellt, daß Ladenmädchen mitunter 14-16 Stunden in politisch unreifen Kreisen haben. Auch diese Texte sind ftehen müßten, daß es also sehr nothwendig sei, ihnen Sigwerthlos. Bei dieser Gelegenheit wollen wir abermals gelegenheit zu verschaffen. davor warnen, daß Arbeiter auf die theuren und für sie fast werthlofen Konversation3leriton von Brockhaus, Meyer u. f. w. abonniren. Fast täglich laufen bei uns Klagen von Arbeitern darüber ein, daß sie von einem zungenfertigen Reifenden sich solch' Zeug haben aufschwagen lassen und hinterher erst sahen, daß sie durch die Unterschrift, von der die Unternehmer sie nie entbinden, um ihr bischen habe gekommen sind. Also Augen auf, Taschen zu! Dieser Ansicht traten eine Reihe anderer Redner bei. Der Vorsitzende resumirte zum Schluß, es herrsche Uebereinstimmung darüber, daß in vielen Geschäften übermäßig langes Stehen der Ladenmädchen üblich sei; ob bei allen Geschäften, müsse er bezweifeln. Die Gesellschaft sei der Meinung, daß gesundheitliche Nachtheile daraus entstehen können. 1 = " Aus der Untersuchungshaft entlassen wurde die Ehefrau des Gastwirths Baumbach in der Prinzenstraße, welche, wie mit.. getheilt, mit ihrem Gatten unter der Anschuldigung des gemeinfamen Mordversuchs an ihren Kindern verhaftet wurde. Die Unschuld der Frau hat sich herausgestellt. Der wegen der„ Aufschlitereien" verhaftete Maler hat sein Alibi nachweisen können und soll wieder aus der Haft entlaffen worden sein. Verschwunden ist seit acht Tagen der 34 jährige Bäckergeselle Franz Harnow, der bei dem Bäckermeister Boll in der Bernauerstr. 77 arbeitete und wohnte. Von den Opfern des Blitzschlages, die bereits ihrer Wieder. genesung entgegen gingen, hat Fräulein Jda Klos das Bett wieder aufsuchen müssen; in ihrem Befinden ist eine Vers schlimmerung eingetreten, die sich namentlich in häufigen Schwindelanfällen und großer Schwäche in den Füßen äußert. Fernsprechschwindler. Vierhundert Personen haben während des Monats Juni namentlich in Restaurants den Fernsprecher zu Unterhaltungen mit Hamburg, Köln, Wien u. s. w. benutzt, ohne dem Inhaber der Fernsprechstelle das Gespräch zu bezahlen. Die Wirthe werden zur Vorsicht gemahnt. Das Opfer eines Bubenstückes ist der„ Nat. 3tg." aufolge wieder einmal eine Dame geworden. Auf dem Wege vom Theater Unter den Linden nach ihrer in der Charlottenstraße belegenen Wohnung wurde ihr das schwarzseidene Kleid mit ägender Flüssigkeit übergossen, so daß der Stoff gleich Bunder an den Es mag dabei bemerkt getroffenen Stellen auseinanderfiel. werden, daß als die Dame in einem hiesigen Magazin den Schaden ergänzen wollte und dabei ihr Mißgeschick erzählte, einer der Herren berichtete, daß seiner Tochter und ihren beiden Degleiterinnen beim Nachhauseweg von dem nämlichen Theater das Gleiche begegnet ist. Ein tödtlich verlaufener Unglücksfall ereignete sich in Köpenick. Als der Arbeiter Wilhelm Ruttke mit dem Zuge 7,17 Uhr von Friedrichshagen in Köpenick antam und den Bahnhof verlassen wollte, trat er auf der Tunneltreppe fehl und stürzte in die Tiefe. Er blieb besinnungslos liegen, und der herbeigerufene Bahnarzt stellte eine Gehirnerschütterung, sowie innere Verlegungen fest. Der Verunglückte starb bald darauf. einen Beinbruch. Die Große Berliner Pferdebahn Aktien Gesellschaft läßt auf der Strecke Schönhauser Allee- Rixdorf von Montag Menschenquälereien im öffentlichen Fahrverkehr. In ab versuchsweise morgens um 6 Uhr, 6 Uhr 8 Minuten, 6 Uhr Kollifion. Freitag Nachmittag ging in der Wilhelmstraße letzter Zeit haben wir an mannigfachen Beispielen, so an der 26 Minuten und 6 Uhr 30 Minuten Wagen fahren. Diese ein vor einen Sportwagen gespanntes, von dem russischen Ausbeutung der Berliner Omnibuskutscher und der Beamten der Neuerung ist eingeführt worden auf ein Gesuch hin, welches eine Botschaftssekretär v. Knorring geleitetes Pferd durch und rannte Spandauer Straßenbahngesellschaft ein Bild von der standalösen Reihe in Rixdorf beschäftigter Arbeiter an die Direktion ge- auf der Kreuzung mit der Straße Unter den Linden derartig Rücksichtslosigkeit gegeben, die man im öffentlichen Fahrverkehr richtet hat. gegen eine Droschke, daß beide Wagen umschlugen und die an den Angestellten übt. Die unerhörten Zustände erregen selbst Führer auf das Pflaster fielen. Der Baron v. Knorring erbitt Die neuesten Erwerbungen des Berliner Aquarium bedeutende Verletzungen an der linken Kopfseite, mehrere Rippenin bürgerlichen Kreisen Aufsehen und so hat denn der Umstand, brachten für verschiedene Abtheilungen Neues und Seltenes. Die brüche auf der linken Seite, Verlegungen des Bruftfelles und daß bei der im Prozeß Friedmann vielfach erwähnten Potsdamer Gruppe der Tintenfische ist um mehrere Exemplare einer Gattung starken Blutverlust. Er wurde in die tgl. Klinik gebracht. Der Führer Straßenbahn das Fahrpersonal täglich 135 bis 17 Stunden der Kraken( Eledone), welche von dem großen Octopus durch die der Droschte scheint erhebliche Verletzungen nicht erliten zu haben. hintereinander dienstlich in Anspruch genommen wird, dem Schriftsteller Gerhardt von Amyntor( Major z. D. v. Gerhardt) mit nur einer Reihe Saugnäpfe ausgerüsteten acht Arme sich In ähnlicher Weise verunglückte die 14 Jahre alte Tochter des Veranlassung gegeben, hierüber mit leitenden Persönlichkeiten der unterscheiden und aus dem Adriatischen Meere stammen, ergänzt Bildhauers Ladewig, die an der Ecke der Frankfurter Alee und Regierung in Botsdam Rücksprache zu nehmen, und zwar mit worden. Eins der großen Felsenbassins des untern Rundtheils der Proskauerüraße aus einem Milchwagen herausgeschleudert hat in einigen Laugusten oder Stachelfrebfen aus dem westdem Erfolge, daß die Direktion der Straßenbahn ein Schreiben erhielt, in welchem derselben nahegelegt wurde, eine thunlichste europäischen Rüftengebiete, die sich den jedem Großstädter aus wurde, dessen Pferd ebenfalls durchgegangen war. Sie erlitt den Schauläden der Delikateßgeschäfte her bekannten Hummern Verkürzung der Dienstzeit herbeizuführen. Die Verwaltung der gegenüber sofort an den über förperlangen Fühlern erkennen Straßenbahn ist aber auf diesen ihr sehr unbequemen Wunsch lassen, eine auffallende Besatzung erhalten, zumal namentlich nicht eingegangen, sondern hat vielmehr den Weg gewählt, ihr der eine von ihnen ein außerordentlicher Riese von nahezu 12 m Personal darüber zu befragen, ob dasselbe eine Aenderung der Dienstzeit unter Fortfall des freien Tages wünscht. Die An- Länge und mehreren Kilogramm Schwere iſt. gestellten haben nun alle, bis auf einen Kondukteur, freiwillig(!?) Die ,, Lenormand Berlind", Frau Sperling, ift bürgerein Schreiben unterzeichnet, dahin lautend, daß sie mit der lichen Blättern zufolge im 78. Lebensjahre gestorben. Bei der jetzigen Ordnung der Dienststunden zufrieden sind und keine Sperling, die 34 Jahre in dem Hause Dresdenerftr. 116 gewohnt Abänderung wünschen. Der Kondukteur, welcher sich hat, erschienen hochgestellte Personen und ließen sich wahrsagen, weigerte, das Schreiben zu unterzeichnen, ist und es verging fein Tag, wo nicht die alte, hochbetagte Frau 11 Jahre bei der Straßenbahn gewesen. Seit zwanzig und noch mehr Besucher abzufertigen hatte. Die Mehr Mitte Juni ist er entlassen worden, weil man plöglich zahl waren selbstverständlich junge Damen, die oft aus weiter an seiner Person sehr viel auszusehen hatte. Wird dem Schrift Ferne nach Berlin famen, um die Zukunft zu erfahren. Frau steller von Gerhardt nun vielleicht ein Licht aufgehen über die Sperling, die keine Kinder hinterläßt, dürfte ein ansehnliches Herrlichkeit der fapitalistischen Wirthschaftsordnung? Vermögen gespart haben. Man sieht, wieviel Dummheit gerade Die städtische Verkehrsdeputation beschäftigte sich unter in den Schichten der Bevölkerung noch zu finden ist, die vor Vorsitz des Bürgermeisters Kirschner wiederum mit dem modi- nehmlich über die schlechte Erziehung des Proletariats etern. Wobei freilich auch die Thatsache nicht zu übersehen ist, daß fizirten Vertragsentwurf der Großen Berliner Pferdebahn- Gesellschaft, resp. deren Umwandlung in elektrischen leider auch arme Leute, besonders Arbeiterfrauen und Dienfi mädchen, diesem Schwindel ihre Groschen opfern. Betrieb. Von dem Entwurf konnten diesmal nur acht Paragraphen erledigt werden. Die Debatte gestaltete sich sehr Dem Militärfiskus verfallen ist ein großer Romplex des lebhaft, der Vorsitzende proklamirte wiederum das strengste Amts- Spandauer Stadtforsſtes, der für 200 000 M. als Uebungsgeheimniß. Aus Andeutungen, welche vor der Sigung gemacht play für das Pionierbataillon dem Magistrat abgekauft wurden, läßt sich, wie hiesige Blätter melden, indeß mit ziemlicher worden ist. Sicherheit darauf schließen, daß eine der wichtigsten Neu- FordeAus Liebesgram hat sich in der Schüßenstraße Nr. 6 zu Groß- Lichterfelde der 22jährige Gärtnergehilfe Julius Lange aus Goldberg in Schlesien in der Nacht vom Freitag zum Sonnabend erschossen. Die Leiche wurde in die Halle des Friedhofes gebracht. Der junge Mann hinterließ einen Brief an seine Mutter, in dem er diese wegen seines Schrittes um Berzeihung bat und ihr mittheilte, daß er wegen unglücklicher Liebe nicht länger mehr leben könne. Erfchoffen hat sich gestern Morgen der Getreidefpetulant Buckermann, angeblich wegen bedeutender Verluste im Termingeschäft. Der Börsenmakler Anton Blumenthal(, wohnhaft Potsdamerstr. 73, ist, wie die„ Staatsbürger Zeitung" meldet, flüchtig geworden. unter Hinterlassung zahlreicher" Schulden und Börsendifferenzen Festgenommen und wegen wiederholten Betruges der Staatsanwaltschaft vorgeführt, wurde gestern der 21 Jahre alte, fich Bankdirektor" nennende Alfred Georges. Derselbe hatte in Hause Königgrägerstraße 101 im März d. J. ein Darlehns vermittelungsgeschäft errichtet. Durch Inserate, Korrespondengen und Schilder an seiner Wohnungsthür suchte er den Glauben zu erwecken, daß er eine Agentur der Norddeutschen Bank in Hannover inne habe, und daß diese durch seine Vermittelung die Die Schloßkaserne in Spaudan, die nach dem Fortgange Darlehne gewähren würde. Auf diese Weise ist es ihm ge= rungen der Pferdebahngesellschaft, die nämlich, welche den Ausbau des Elisabeth- Regiments leer geworden war, ist vom Ministerium lungen, in etwa vierhundert Fällen von darlehussuchenden und Betrieb aller Berliner Straßenbahnen zum Gegenstand der Stadt Spandau für eine Million Mart zum Kauf Personen Beträge von 3 bis 20 M. für Auskunftseinholung zu hat, nicht zur Annahme gelangt ist. Man schien sich angeboten. Der Magistrat hat es indeß abgelehnt, das alte erhalten, ohne in der Lage zu sein, Darlehne zu gewähren oder Dabei auch darüber tlar die zu sein, daß zu vermitteln. verordneten Versammlung ein solches Monopol einer Ge- Gebäude für diesen enorm hohen Preis zu übernehmen. sellschaft niemals einräumen werde. Uebrigens hat sich in Den Tod im Waffer fand Sonnabend früh der 30 Jahre An das ehemalige Zuchthaus in Spandau, spätere der Berkehrsdeputation eine gewisse Antipathie gegen die Schloßkaserne, die jest verkauft werden soll, knüpfen sich mancherlei alte Stuckateur August Gebauer aus Eisendorf im Kreise Glay. unterirdische Stromzuführung herausgebildet, wohl wegen der hiftorische Erinnerungen. Die bemerkenswerthefte ist folgende: Schiffer hörten zwischen 3 und 4 Uhr Hilfeufe im Kanal am Mißerfolge an der Lutherkirche. Man bevorzugt daher das ge- Anfangs 1850 wurde Gottfried Kinkel zur Abbüßung einer Rottbuser Ufer, suchten im Verein mit Schuhleuten das Wasser mischte System( oberirdische Leitung mit felbfitbätig fich lebenslänglichen Zuchthausstrafe, zu welcher er wegen Theilnahme ab und fanden nach einer halben Stunde einen Mann, der ladenden Akkumulatoren), wie es sich in Hannover vorzüglich be- an der badischen Revolution verurtheilt worden war, in das bereits todt war. Es war Gebauer. Ob sich dieser in den Kanal währen soll. Buchthaus eingeliefert. Mit Hilfe von Karl Schurz und Span- gestürzt hat oder hineingefallen ist, steht dahin. = Stadt Witterungsübersicht vom 4. Juli 1896. Statione 11. Barometers tand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke 754 SSD 1424 22PA( Stala 1-12) Wetter Temperatur nach Celsius ( 50 G. 4° R.) Swinemünde bedeckt 14 Hamburg 752 WSW bedeckt 18 Berlin 754 SSW Wiesbaden 758 SW Regen halb bedeckt 18 17 München 763 SW Regen 13 Wien. 761 93 halb bedeckt 15 Haparanda. 755 Still halb bedeckt 24 Petersburg. 756 Cort 763 WNW WNW bedeckt 16 heiter 17 Aberdeen. 754 28 halb bedeckt 765 WNW waltig 14 17 Paris. Wetter- Prognose für Sonntag, den 5. Juli 1896. Beitweise heiteres, vielfach woltiges Wetter mit Regenfällen und frischen westlichen Winden; Temperatur wenig verändert. Berliner Wetterbureau. nicht ausmachen. Es wird sich dem Proletariat vielleicht Gelegen- J vor Gericht erprobte. Was war dieser unbeholfene Pro. heit bieten, auf diese duftigen Aeußerungen weiblicher Zucht und vinziale gegenüber einem Frizz Friedmann? Der Vertheidiger Sitte zurückzukommen, wenn es bürgerlichen Frauen wieder ein- bittet die Geschworenen, dem Angeklagten milde Richter zu sein. Er mal einfallen sollte, einen Erziehungsverein für weibliche Dienst- Der Staatsanwalt nimmt noch einmal das Wort. boten oder eine ähnliche dreiste Abgeschmacktheit zu gründen. beantragt, noch eine Unterfrage zu stellen, nämlich die, ob der Angeklagte schuldig ist, die fälschlich hergestellten Obligationen in ungesetzlicher Weise benutzt zu haben. B In Theater. in der Der Angeklagte nahm das Urtheil mit Rube entgegen und erklärte, sich später darüber äußern zu wollen, ob er sich bei dem Erkenniniß beruhigen wolle. Der Angeklagte erhält das letzte Wort. Er bittet den Präsi Theater Wochenchronik. Neues Operntheater denten, den Anklageraum verlassen und vor die Geschworenen ( Kroll). Sonntag: Das Heimchen am Herb. Montag: Der treten zu dürfen. Als ihm dies gewährt wird, kommt es zu Trompeter von Sättingen. Werner: Herr Th. Reichmann aus einem ungewöhnlichen Auftritt. Friedmann tritt vor die Geschworenen, ringt die Hände und ruft: Guade! Gnade! Wien als Gast. Dienstag: Das Heimchen am Herd. Mittwoch: Dann sinkt er auf die Knie nieder, von neuem um Gnade Bajazzi. Tonio: Herr Francesco d'Andrade als Gast. Bum flehend. Der Präsident heißt ihn sich erheben. Der Angeklagte 1. Mal: Die Rose von Schiras. Donnerstag: Hänsel und flehend. Der Präsident heißt ihn sich erheben. Der Angeklagte Gretel. Die Rose von Schiras. Freitag: Das Heimchen am fährt fort, um Gnade zu flehen. Ich will Tag und Nacht arbeiten, um den angerichteten Schaden wieder gut zu Herd. Sonnabend: Tannhäuser. Elisabeth: Fräulein Wiborg, machen, ich will ein anderer Mensch werden, nur nicht ins Zucht Tannhäuser: Herr v. Bandrowsky vom Opernhause in Frankfurt a. M. als Gäfte. Sonntag: Der Barbier von haus! Nur nicht ins Zuchthaus! Meine Eltern waren brave Sevilla. Figarro: Herr Francesco d'Andrade als Gast. Die Leute und meine Kinder! Meine armen Kinder!( Er holt ein Rose von Schiras. Im Deutschen Theater wird das Bild aus der Brusttasche hervor und zeigt es den Geschworenen.) Sudermann's Schauspiel Das Glück im Winkel fortgesetzt. Der Anklageraum zurückführen. Er finit gebrochen auf einen Stuhl. Gesammtgafispiel des Lessing- Theaters heute, Sonntag, mit Sehen Sie, das sind sie, Gnade! Der Präsident läßt den Angefchuldigten wieder in den Wochenspielplan ist: Montag: Romtesse Guckerl; Dienstag: Das Es folgt dann die Rechtsbelehrung durch den Präsidenten. Glück im Winkel; Mittwoch in neuer Einstudirung: Der Fall Die Beratung der Geschworenen dauerte etwa zwei Stunden. Clémenceau: Donnerstag: Komtesse Guckerl; Freitag: Der Fall Glé: Nach ihrem Spruch wurde der Angeklagte in allen Fällen wegen menceau; Sonnabend Das Glück im Winkel. Der Spielplan des Gewerbe- Ausstellung 1896. Leffing Theaters für die Woche ist Sonntag, Montag, allen des Münzverbrechens für nichtschuldig, dagegen in vier bes Betrugs, in einem Falle Dienstag und Freitag, Das Modell, Mittwoch, Donnerstag, unterschlagung( Tarnowiger Antheilscheine) und in Streit der Maschinenfabrikanten auf der Ausstellung. Sonnabend und nächsten Sonntag Waldmeister. Im einem Falle der schweren Urfundenfälschung Etwa 150 Aussteller haben an hiesige Blätter eine Zuſchrift Residenz- Theater geht Der Stellvertreter Dienstag zum falscher ( Verausgabung Antheilscheine rechtswidriger folgenden Jubalts gerichtet: Ein großer Theil der Aussteller 25. Male in Szene. Das Gastspiel der ungarischen Operettenchinesatte belegenen Buppen XIII 25. in- Das Absicht) für schuldig befunden. Mildernde Umstände der in der Maschinenhalle belegenen Gruppen XIII und XIV Gesellschaft im Neuen Theater nähert sich feinem Ende wurden dem Angeklagten versagt. Der Staatsanwalt be hat sich veranlaßt gefehen, feit dem 1. Juli die von ihnen Ge finden nur noch zehn Aufführungen vom Damenduell und antragte gegen den Angeklagten eine Gesammtstrafe von zehn ausgestellten Gegenstände zu verhängen. Man Frauenbataillon statt. Das Schiller Theater bringt abren Zuchthaus und zehnjährigen Ehrverluft. Zugleich Das Schiller Theater bringt beabsichtigt durch dieses ostentative Vorgehen, den Arbeits- Aus- heute Abend den Schwank Vergnügte Flitterwochen von beantragte der Staatsanwalt die Einziehung aller fener Aktien, schuß zu einer schnelleren Erledigung der seit 6 Wochen ge- Brentano und Keller zur Aufführung. Nachmittags wird pflogenen Unterhandlungen, in welchen die Abänderung einiger Der Widerspenstigen Zähmung gegeben. Dienstag und welche zur Fälschung und zum Betruge gedient haben. Namentlich Mittwoch geht neu einstudirt, Ultimo" in Szene. Für Donnerstag Der Vertheidiger beschränkte fich darauf, den Angeklagten erheblicher Mißstände gefordert wird, zu bewegen. Namentlich Mittwoch geht neu einstudirt„ Ultimo" in Szene. Für Donnerstag richtet sich die Mißstimmung der Aussteller gegen die vom Arbeits- ist die erste Aufführung von E. v. Schabelsfy's Gatire Die der Milde des Gerichtshofes zu empfehlen. Das Urtheil lautete auf eine Gesammtstrafe von sechs Ausschusse bis bis jetzt nicht bewilligte Einrichtung eines Frauenfrage" angefeßt. Freitag und Sonnabend finden Wieber. Fahren Zuchthaus und sieben Jahren Ghrverluft. Die mit Kassenständen versehenen Eingangs am am Portal VI, holungen dieser Vorstellung statt. Die Posse des Adolf welches Portal sich gegenüber dem Bahnhof Treptow befindet Ernst Theaters Das flotte Berlin", die der 75. Auf Einziehung der Attien wurde abgelehnt, da diese nicht Eigenthum und für die von der Stadt ankommenden Besucher das nächst fithrung entgegengeht, wird auch in dieser Woche auf dem Spiel- des Angeklagten feien. gelegene und am bequemsten zu erreichende ist. Die streitenden plant bleiben. Im Bellealliance Theater findet Aussteller glauben auf diesen Eingang um so mehr Anspruch morgen die zweite Aufführung des Schwankes Der Hahn im erheben zu dürfen, als er ihnen vor Abschluß ihrer Kontrakte Korbe", Schwant in 3 Atten von Tosset und Girodot, statt. zugebilligt war und sie sich zumeist nur durch die Aussicht, daß In der Sommeroper der Flora zu Charlottenburg geht heute ihre Standplätze dann eine befonders bevorzugte Lage erhielten, Sonntag zum ersten Male Flotow's Martha" in Szene. git erheblichen Zeichnungen für den Garantiefonds und eine fost spielige Anlage ihrer Ausstellungsobjekte veranlaßt gesehen hatten. Eine Preßkommission vor Gericht. Ein Prozeß, der Die Maschinenhalle bietet jetzt ein recht trauriges Bild, da immer abermals ein Licht auf die traurigen Zustände des gegen die der zweite oder dritte Stand und Pavillon mit Leinwandüberzügen bedeckt ist, auf welchen ein rothes Platat mit folgender Inschrift Die Verhandlungen vom Freitag, die wir geftern nicht Sozialdemokratie angewandten preußischen Vereinsrechts wirft, angeheftet ist: Dieser Blah bleibt so lange verhängt, ganz zu Ende bringen konnten, boten wenig Neues. Eine Beugin, spielte sich dieser Tage in Magdeburg ab. Nach einem bis ber Eingang zu Portal 6( Treptower Bahnhof) für das Frau Schulz, ist von der Bertheidigung geladen worden. Sie Bericht unseres dortigen Parteiorgans ist der Hergang folgender: Publikum freigegeben und mit Kassenständen, sowie den nöthigen bei dem sie mehrere Jahre in Diensten stand. Sie befundet, daß gericht den Verleger der" Volksstimme", Genossen Bernhard soll Auskunft über den Gemüthszustand des Angeklagten geben, Am 22. April d. I. verurtheilte das Magdeburger Schöffen Wegweisern zur Maschinenhalle versehen ist. auf Anordnung des Arbeitsausschusses die Plakate durch 13 An- verändert habe. Er habe an großer Berstreutheit gelitten, wenig funft der Preßkommission stattfinden, zu der durch ein Inserat 13 Uber 3. auf Anordnung des Arbeitsausschusses die plakate durch 13 An- der Angeklagte im Herbste v. J. sich in seinem Wesen auffallenb Barbaum zu 50 Mt. Geldstrafe wegen Uebertretung des Gesetzes gestellte, welche sich in Begleitung von Gendarmen befanden, verändert habe. Er habe an großer Berstreutheit gelitten, wenig vom 11. März 1850. Am Bußtage 1895 follte eine Zusammengestellte, welche sich in Begleitung von Gendarmen befanden, Nahrung zu sich genommen, habe auf der Straße mit sich selbst in Nr. 271 der„ Boltsstimme" der Berleger auch die Kolporteure entfernt werden, und es kam hierbei zu sehr erregten Szenen zwischen einzelnen Fabrikanten, und den Beamten der Ausstellung. gesprochen und fei oft ruhelos in feiner Wohnung auf und ab- des Blattes eingeladen hatte. Auf der Tagesordnung standen nur Diese Szenen wiederholten sich am heutigen Vormittag, als gegangen. In ähnlicher Weise äußerst sich ein zweiter Zeuge. abermals die plakate entfernt werden sollten. Jegt prangt der Leser gegen die Kolporteure und eine andere räumliche BerErwähnung verdient die Aussage des Banfiers Salenta. Dieser interne, rein technische Angelegenheiten der Zeitung, Beschwerden über jedem derselben ein fleiner Druckzettel mit der Inschrift: Herr stellt den Angeklagten das Zeugniß aus, daß er nicht schlecht, theilung der Geschäftsbezirke der Kolporteure, Aenderung der aber unbeschreiblich einfältig und leichtsinnig sei. Friedmann Das Entfernen dieses Anschlages wird straf- habe ihm eines Tages freudestrahlend sein Notizbuch gezeigt und Tagesstunde, bis zu welcher Inferate aufgenommen werden sollten, sowie eine Beschwerde gegen die Redaktion wegen Nichtaufnahme Es ist eine töftliche Fronie, daß die Leute, die bei jeder Ge- bie darin verzeichneten Börsenabschlüsse. Der Zeuge fei entfett eines„ Gingesandt". Erschienen waren zusammen 23 Personen. Tegenheit die Hilfe des Staates gegen ausständige Arbeiter an- gewefen. Aber Mann, wie können Sie ein derartiges Geschäft nachdem Harbaum eine zeitlang mit den Kolporteuren verrufen und die gleichfalls bei jeder Gelegenheit gottesfürchtig und abschließen, wo der folossale Berlust auf der Hand liegt?" Frieb bandelt hatte und als gerade einer derfelben sprach, erschien der mann habe lächelnd erwidert, man müsse sich auch mal auf sein breift die Berechtigungslosigkeit, Staatsgefährlichkeit und fütliche gutes Glück verlassen.- Präsident: Und was mag nun wohl Polizeikommissar Weinert und löfte die Situng auf, weil es fich Berwerflichkeit jebweden Streits nachweisen, nun selber gegen den Aufsichtsrath der Rheinisch Westfälischen Bank bewogen angeblich um eine Bersammlung handelte, in der öffentliche ihre obersten Leiter das Thier entfesseln, hinter dem bekanntlich Angelegenheiten verhandelt werden sollten, und zu der haben, einen solchen Mann zum Direktor zu machen? die Hydra der Revolution lauert. Was wird Kühne Beuge: Herr Präsident, Rechtsanwalt Dr. Frizz Friedmann war mann 111112 thun g Wird er der Polizei gegen die Rädelsführer" wie gegen Better zum Direktor der Bank machte. auch hier die Hilfe ein sehr fluger Kopf, er wußte wohl, was er that, als er seinen die„ Bethörten" in Anspruch nehmen? Wird er wieder als Dank für die ihm etwa gewährte Hilfe 3000 Mark zur Bertaufmännischen Publikum, das der Verhandlung beiwohnte, eine Großes Aufsehen machte unter dem zahlreichen, namentlich theilung an die Beamten überweisen? Und was thut die Staatsanwaltschaft? Viel leichter als im Kampfe gegen Arbeiter ließe sich in diesem Falle nachweisen, daß durch das Verhängen der Stände das Publikum beunruhigt worden ist und daher eine Verurtheilung wegen groben Unfugs erfolgen muß. Also auf zum Kampf für Ordnung, Religion und Sitte gegen die Parteien des Treptower Umfturzes! " " Prozeh Hermann Friedmann. Gerichts- Beifung. daher eine polizeiliche Erlaubniß nöthig gewesen wäre. Sarbaum beschwerte sich bei dem Polizeipräsidenten über den Kriminalkommissar Weinert. Ein Paffus in dieser BeschwerdeBoltsstimme, im Interesse der Partei zu machen habe, daß also schrift erschien dem Schöffengerichtshofe als ein Beweis, daß die Breßtommiſſion über die politische Richtung des Inhalts der Erklärung des Vertheidigers, Rechtsanwalts Sello, bei Gelegen- Boltsstimme, im Interesse der Partei zu machen habe, daß also heit der Vernehmung des Zeugen Gundlach. Er habe einen unbedingt bei ihren Zusammenfünften beabsichtigt sein müßte, moment wurde bie Beugnißverweigerung des früheren gewiffen Sternheim geladen, der die oben erwähnte Lifte öffentliche Angelegenheiten zu erörtern. Als zweites Belastungsdes Dr. Lux, über wucherischer Geschäfte angefertigt habe und über diese aussagen Redakteurs der„ Bolksstimme", sollte. Sternheim fei jedoch aus Berlin verschwunden, wie er den wesentlichen Punkt angesehen, und drittens sollte die annehme, auf Veranlassung von interessirter Seite hin. Ueberhaupt müsse er feststellen, daß von den von der Vertheidigung die Kolporteure sollen auch gleich entlassen werden, wenn ihre Aeußerung Harbaum's dem Kommissar Weinert gegenüber, geladenen Beugen zwei Drittel nicht erschienen feien. Angelegenheiten erledigt find", als Beweis dafür dienen, daß ,. In der Sonnabendsizung wurde als. Sachver Im Kampfe mit einem Bären wurde Freitag Abend gegen 634 Uhr im Hagenbeck'schen Zirkus im Vergnügungspart ständiger der Bücherrevisor Müller vernommen. Er begutachtet, wenn die Kolporteure fort waren, öffentliche Angelegenheiten ber Dresseur Mehrmann( ein Schwager des Herrn Hagenbeck) daß er auf grund der Prüfung der Bücher zu dem Ergebnis besprochen werden sollten. Gegen dies Urtheil legte Harbaum schwer verletzt. Herr M. hatte bei der Vorstellung die Schluß- gekommen sei, daß die Geschäfte, die der Angeklagte an der Börse Berufung ein. Am Mittwoch stand vor der Straffammer III. nummer vorzuführen, bei welcher gleichzeitig Löwen, Tiger, gemacht habe, mit denen der Rheinisch- Westphälischen Bant des Landgerichts der Hauptverhandlungstermin zweiter Instanz Bantherfagen, sowie drei verschiedene Bären, unter diesen identisch seien.- Präs.: Der Angeklagte giebt ja selbst zu, daß an. Der Vertheidiger Rechtsanwalt Landsberg wies in längerer ein Grislybar sowie eine fräftige Dogge in der Arena er auch Geschäfte mit der Rhein- Westph. Bank gemacht hat, daher Rede nach, daß die Gründe, auf die sich das erfie Urtheil stützte, auftreten. Gelegentlich der Vorführung des Grislybären stürzte erklärt sich wohl auch, daß der Angeklagte sich mehrfach veran unhaltbar seien. Buerst befage der Passus in der Beschwerde fich dieses Thier plöglich auf Mehrmann, packte diesen mit seinen laßt gesehen hat, der Bant Zuwendungen zu machen, obwohl er schrift nichts weiter, als daß der Preßkommission ein Einfluß Anders sei die Sache allerdings zur Zeit des gewaltigen Tagen und gleichzeitig drangen auch die beiden an- nicht dazu genöthigt war?- Sachverständiger: Jawohl auf die inneren technischen Angelegenheiten der Boltsstimme" geren Bären auf ihren Herrn ein. Die Bulldogge leistete Herrn Auf Befragen des Vertheidigers Rechtsanwalt Sello erklärt der Dr. Lux gewesen; damals habe sich die Spaltung zwischen Wt. fofort Hilfe, indem sie die lekteren beiden Thiere zurück Sachverständige: Wenn es dem Angeklagten gelungen wäre, feine ben Sozialdemokraten und Anarchisten vollzogen, und deshalb jagte, während es ben herbeieilenden Wärtern gelang, den Grisly Pläne betreffs der Begebung der Attumulatoren- Aktien zu ver mittelst Peitschenhieben zurückzutreiben. Merkwürdigerweise verwirklichen, dann wäre es ihm vielleicht möglich gewesen, den sei es damals nöthig gewesen, daß die Zeitungstommiſſion er hielten sich die übrigen Raubthiere bei diesem Vorgang völlig Schaden, den er der Bank zugefügt, zum größten Theil wieder mächtigt wurde, darüber zu wachen, daß die Zeitung nicht im anarchistischen Sinne redigirt werde. Nachdem jedoch die Klärung theilnahmslos und ruhig. Mehrmann hatte bei dem Kampfe schwere gut zu machen. Der zweite Sachverständige, Bücherreviſior eingetreten sei, wäre der Kommission, die ja jedes Jahr neu Berletzungen erlitten; der Bär hatte ihm mit seinen Tagen die Kopfhaut Marcuse, erklärt, daß der Angeklagte der Rhein.- Westf. Bant an und das Fleisch des Oberschenkels aufgerissen, blutende Straßwunden Elektrizitäts- und Gasglühlicht- Aktien über 900 000 m. franko gewählt werde, diese Befugniß wieder entzogen. Daher erkläre sich auch die Zeugnißverweigerung des Dr. Lux. Der Gerichtsam Unterschenkel sowie Bißwunden in der Brust und linken Hand Baluta überweisen ließ. beigebracht. Trotz seines starken Blutverlustes besaß Herr M. Die Beweisaufnahme wird hiermit geschlossen und es hof fah den Beweis dafür, daß in der Versammlung öffentliche noch soviel Kraft, ohne Unterſtühung den Zwinger zu verlaffen. nimmt das Wort Staatsanwalt Herzsch, der ausführlich Angelegenheiten besprochen werden sollten, für nicht erbracht an, hob das Urtheil erster Instanz auf und erkannte auf FreiDer fofort hinzugerufene Arzt konnte feststellen, daß M., wenn die Schuld des Angeklagten darlegt. sprechung. auch schwere, so doch nicht unbedingt lebensgefährliche Ver- Bur Charakteristit des Angetlagten hebt er hervor, daß er legungen erlitten hat. Die Vorstellung mußte natürlich sofort bei einer Reihe Gesellschaften das Sanirungsgeschäft vorgenommen abgebrochen werden. Berichtet wird noch, daß auch Herr Karl hat und zwar mit dem Ergebniß, daß die Aktionäre einen Hagenbeck, der Besizer des Zirkus vor wenigen Tagen in seinem Gesammtbetrag von 7 318 600 m. opfern mußten. Parke in Hamburg von einem Kondor angegriffen worden ist, der ihm die rechte Hand zerfleischte. Vermischtes. " Schiffsuntergang. In Hamburg ist die Nachricht ein. gegangen, daß bei Hiroshima der japanesische Passagierdampfer Hozui Maru" nach einem Zusammenstoß mit einem fremden Dampfer untergegangen ist; 178 Personen sind ertrunken. Das Unglück fand am 15. Juni statt. Der andere Dampfer heißt Kawanoma Maru". = Der Staatsanwalt geht nach diesen Ausführungen allgemeiner Natur zu den einzelnen Strafthaten über. Er hebt hervor, daß die lagen Bestimmungen des Attiengesetzes das VerAus der Ausstellung ausgerückt ist Freitag Nachmittag brechen des Angeklagten zweifellos erleichtert haben. Wäre es der Riesen- Reklame- Ballon des Herrn Dr. Wölfert. Der Ballon wurde gestern, nachdem er neue Füllung erhalten, wie erforderlich, bei Ausgabe von neuen Aktien die Genehmigung der gewöhnlich an einem Drahtseil hochgelassen, obwohl der starke Generalversammlung einzuholen, so wäre es dem Angeklagten nicht so leicht geworden. Er hatte aber nur die Genehmigung Aus New York wird berichtet: Wie aus Wilkesbarre Wind das Luft- Fahrzeug hin- und herschleuderte. Plößlich riß des Direktoriums und Aufsichtsraths einzuholen. Das Direktorium das Seil und der Ballon faufte mit riesenhafter Geschwindigkeit war er selbst und der Aufsichtsrath machte ihm keine Schwierig( Pennsylvanien) gemeldet wird, sind die Arbeiter, welche mit der die Füllung entweichen konnte und der Ballon niederging. Nach feiten. Der Staatsanwalt tommt auf Grund rechtlicher und Bergleute beschäftigt sind, noch etwa 700 Fuß vom Hauptpunkte dem Ergebniß, daß in des Einsturzes entfernt. Man befürchtet, daß nach einer Woche, einer noch am Abend eingetroffenen telephonischen Meldung ist Betreff der Aftien der Potsdamer Straßenbahn und er auf der Rennbahn in Carlshorst gelandet. der Großen Berliner Omnibus- Gesellschaft die Anklage wegen wenn die Rettungsarbeiten beendet sind, alle Bergleute als In Kairo wiederholt sich die alte Geschichte. Sogenannte Münzverbrechens nicht aufrecht zu halten sei, sondern nur Leichen herausbefördert werden. vornehme und gebildete Damen bandeln der Veränderung halber Urkundenfälschung bezw. Betrug vorliege. Dagegen halte er in mit den Orientalen an und geben ihnen in deutlichsten Worten und betreff der Rheinbant- Attien ein Münzverbrechen, bei den Geberden, sowie namentlich durch Geldgeschenke Zeichen ihrer Tarnowiger Papieren Urkundenfälschung und Betrug und Gunst". Nach der„ Märkischen Bolts- Zeitung" hört man die außerdem noch die Unterschlagung für erwiesen. Mildernde " Damen" ausrufen:" Ist der Mensch reizend, entzückend, himm- Umstände gebührten dem Manne nicht, der in wenigen Jahren Millionen fremdes Geld verwirthschaftete. Die Lisch!" oder wie eine Mutter erwachsener Töchter letthin gesagt zebn hatte: Von den Leuten, d. h. den Arabern, fönnten unsere Geschworenen möchten an das ungeheure Aufsehen denken, welches deutschen jungen Männer noch etwas lernen!" Letzteres ein mildes Urtheil in der Deffentlichkeit erregen würde. ist im Zeitalter der Schneidigkeit, der Studentenlümmeleien Der Vertheidiger, R.-A. Dr. Sello, führt u. a. zu gunsten und des Duellrüpelthums gewiß richtig, aber den Ruhm des Angeklagten an, daß er unter dem fascinirenden Eindes als teusch und züchtig gehudelten deutschen Weibes fluß eines Mannes stand, der ihn an Verstand und Geist 3. Dissident. sollen die geschilderten Liebesattacken denn eigentlich doch haushoch überragte, dessen Berebtsamkeit sich ja viele Male uns unbekannt. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Montag Dienstag, Freitag und Sonnabend, abends von 6-7 Uhr statt. Carl Mielent, Waldemarstr. 51. Es versteht sich, daß wir bei Erwähnung der rothen Spinne" dem Geschmack Ihres Fabrikats nicht zu nahe treten wollten. 2. R. 44, 45. 1. und 2. Nein. 1412. 1. Ja. 2. Ja. 18619. E. J. 100. Ja. 30 Jahre lang. J. P. 12. Nach richtiger Ansicht ja. Urania. Für den Inhalt der Inferate über- Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. nimmt die Redaktion dem Publikum Naturkundliche Ausstellung gegenüber keinerlei Verantwortung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt. ab. Eintritt 50 Pf. Theater. 1120 Sonntag, den 5. Juli. Volksvorstellung im Belle- AllianceTheater. Nachm. 2 Uhr: Mora. Nenes Opern- Theater.( Kroll.) Das Heimchen am Heerd. Montag: Der Trompeter von Sätfingen. Deutsches Theater.. Das Glück im Winkel. Montag: Comtesse Guckert. Telling Theater. Das Modell. Montag: Diefelbe Borstellung. Berliner Theater. Fiddicke u. Sohn. Montag: Dieselbe Borstellung. Schiller- Theater. Nachmittags: Der Widerspenstigen Zähmung. Abends: Vergnügte Flitterwochen. Montag: Bürgerlich und Romantisch. Nenes Theater. Das Damenduell. Hierauf: Das Frauenbataillon. Montag: Dieselbe Borstellung. Wissenschaftl. Theater abends 8 Uhr. Invalidenstr. 57/62, Lehrt. Stadtbahnh. Sternwarte täglich geöffnet v. 7 Uhr abends ab. Eintritt 50 Pf. Näheres die Tagesanschläge. Passage- Panopticum. 42 wilde Weiber aus Dahomey. National- Theater. Die Reife burd Castan's Panopticum. die Gewerbe- Ausstellung. Montag: Diefelbe Vorstellung. Residenz- Theater. Der Stellvertreter. Vorher: Erlauben Sie Madame! Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Graft- Theater. Das flotte Berlin. Montag: Dieselbe Vorstellung. Belle- Alliance- Theater. Der Hahn im Korbe. Montag: Dieselbe Vorstellung. Das 165 Friedrichstrasse 165. Bärenweib phänomenales Naturspiel aus den Felsenbergen New- Mexico's! Illusionen Kasperle- Theater Damen- Kapelle- Irrgarten. Alt- Berlin. 4, 6 und 8 Uhr: Friedrich- Wilhelmstädt. Konzert- Bei günstiger Witterung nachmittags park. Spezialitäten Borstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Bor ftellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten. Vorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Der Widerspenstigen Zähmung. Sonntag, abends 8 Uhr: Vergnügte Flitterwochen. Montag abends 8 Uhr: Bürgerlich und Romantifd.( Ratharine von Rosen: Frau Klara Meyer a. G.) National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Direktion: Max Samst. mässigten Preisen. Drei grosse historische Umzüge. Altdeutsches Musikkorps. Kapellmstr. Streller. Nur turze Zeit: Erste Wiener Kapelle à la Strauss: Kapellmeister Fischer. Süddeutsches Doppel Quartett Alemannia". Eintritt: 25 Pfg. Donnerstag bis 6 Uhr 50 Pf., später 25 Pf. W. Noack's Sommer- Theater. Brunnenstr. 16. Täglich: Konzert und Volksvorstellung zu bedeutend er Theater- Vorstellung. Die Reise durch die Bei ungünstiger Witterung findet die Gewerbe Ausstellung. Große Posse mit Gefang von Hugo Busse. Regie: Fritz Schäfer. Morgen: Dieselbe Vorstellung. National- Theatergarten. Großes Konzert.- Theaterstücke. Spezialitäten 1. Ranges. Adolph Ernst- Theater. Das flotte Berlin. $ Große Ausstattungs Gesangspoffe in 3 Atten v. 2. Treptow u. E. Jacobson, Stuplets u. Quodlibets v. G. Gök Mufit v. G. Steffens. 2. Aft: Alt- Berlin. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Diefelbe Vorstellung. Viktoria- Brauerei Lützowstrasse 111/112 ( nahe Potsdamer Play). Täglich( außer Sonnabend): • Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl Vorstellung im Saal statt. Novität! Apollo Theater Arbeiter- Bildungs- Schule. und Konzert- Garten Friedrichstraße 218. Dir. J. Glück. Mit vollständig neuer Ausstattung Bum 85. Male: Vorstellungen im Schiller- Theater. 2. Vorstellung: Ein Abenteuer im Harem. Sonntag, den 5. Juli, nachmittags 3 Uhr: Der Widerspenstigen Zähmung. Burleske in 1 Akt von Mannftädt. Musit von Lincke. Ferner: King u. Cray. Jonny Paul Peters, Deltorellos. Del Mely. Drei Apollons. Robert Steidl. Vischinskaja. Tacianu. The Avolos. Georg Rösser. Les Senetts. Clara Antonie. Satour's. Henry Bender. Kaffeneröffnung 512 Uhr. Konzert 6 Uhr. Anf. der Vorstell. 712 Uhr. Reichshallen- Garten D Leipziger Straße, am Dönhoffsplay. Täglich Lustspiel in 5 Aufzügen von W. Shakespeare. 3. Vorstellung: Sonntag, den 12. Juli, nachm. 3 Uhr: Ohne Geläut, Schauspiel in 5 Aufzügen von Fedor von Zobeltitz. Eintrittskarten zu diesen Vorstellungen sind bis Sonnabend Abend in folgenden Zahlstellen und Geschäften zu haben: S. Hans Baake, Buchhandlung, City- Passage; Gottfried Schulz, Admiralstrasse 40a; SO. Südost- Schule, Waldemarstr. 14; Streit, Naunynstrasse 86; Scholz, Wrangelstr. 32; Tolksdorf, Görlitzerstr. 57; Schöning, Köpnickerstr. 68O.: Homuth, Wallner- Theaterstr. 20; Hoffmann, Blumenstr. 14; Moritz, Lange, 65; Wilke, Andreasstr. 26; NO.: Reul, Barnimstrasse 42; C. Babiel; Norddeutsche Sänger strasshole str. 57; N.: Gleinert, Müllerstr. 7a; Nord- Schule, Müllerstr. 179a; ungeheuerer Erfolg ber Ulk- Parodie" Alle fünf Barrisons Hoffmann mit: Wer weiss, ob wir uns wiedersehn." Anfang Sonntags 7 Uhr, Wochentags 8 Uhr. Entree 30 Pf. Refervirter Pl. 50 Pf. Wird Sonntags wegen Regenwetter im Saal gespielt, beträgt das Entree durchweg 50 Pf. KAIRO Spezial- Ausstellung von 10 Uhr vormittags geöffnet. Riesen- Arena: 5 und 81 Uhr nachmittags. Massen- Schaustellungen der Beduinen. Konzert von 4 Kapellen. Entree 50 Pfg. Elite- und Illuminations- Tage 1 Mk. Feldschlößchen Novität: 142 Müllerstraße 142. Die X- Strahlen. Schwant in 1 Aft von Ernst Felsch. Die letzte Fahrt. ober: Nach 25 Jahren. Lieberfpiel in 1 Att und 8 Bildern Don Stutternheim. Mufit von Conradi. Nen! Nen! Mannschaften an Bord. Komische Operette in 1 Att v. 2. Kalisch. Musik von Zeit. Auftreten bedeutender Spezialitäten. Telephon: Amt Moabit 1213. Täglich: Konzert, Theater. Spezialitäten- Vorstellung. Das Fest der Handwerker. Sonntags: Großer Ball. Mittwochs: Tanskränzchent. Theodor Boltz, Dekonom. 4 Bale u Bersammlungen und Festlichkeiten unentgeltlich zu vergeben. Buh Salon, furterstr. 85. Alexanderftr. 27c. Amt 7, 1576. Sonnabend im Oktober und November Arbeitsnachweis der Maler, Lacirer, an Vereine zu vergeben. Anstreicher. Amt 7, 1576. Gr. Frant ,, Englischer Garten", 2 Vorstellungen täglich Nachm. 5-7; Abends 9-11 Uhr. Bolossy Kiralfy's ,, Orient" Olympia Riesentheater. Grösstes Schaustück der Welt! Ca. 1000 Mitwirkende! Schweizer- Garten. Am Königsthor. Mehnert, Diedenhofenerstr. 3; NW. 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Die Entwickelung der Schweizerischen Fabrik- Induftrie. Sonntag, den 5. Juli 1896. 13. Jahrg. Diese geht nach zweierlei Richtungen. Einerseits erlangen die Das Gefinde Unrecht ist durch eine Entscheidung des großen Geschäfte mit 500, 1000 und mehr Arbeitern immer mehr Kammergerichts vom 2. Juli wieder einmal in das rechte Licht Das Uebergewicht. Die Zahl der Betriebe von solchem Umfang gerückt worden. Ein Dienstmädchen war mit seiner„ Herrschaft" steigt mit jedem Jahr. Sie saugen in immer höherem Maß über mangelhaftes Essen in Streit gerathen und hatte sich Zürich, im Juni. allerlei Nebenbetriebe auf. Der große Stickereibesiger schließlich, ohne erst die allergnädigste Erlaubniß dazu abgewartet Das eidgenössische Industriedepartement in Bern veröffent- hat seinen Lithographen, seinen Buchbinder, seinen zu haben, aus der Wohnung entfernt, um den Distriktskommissar licht die Ergebnisse der am 5. Juni 1895 von den Fabrit Schreiner; der Buchdrucker faßt in seinem Geschäft alle( Polizeibeamten) zu befragen, ob es nicht wegen schlechter Kost inspektoren gemachten Erhebungen über die Fabrik- Industrie. Die möglichen Zweige der vervielfältigenden Künste zusammen, er den Dienst verlassen könne. Der Herr war nicht zu Hause, und vorliegende Fabrikstatistik ist die dritte, welche in der hält sich seine Schriftgießerei, seine Buchbinderei. Dies Bestreben sein Stellvertreter bedeutete der Rathsuchenden, später wieder Schweiz aufgestellt wurde. Die ersten Erhebungen fanden zeigt sich überall- aber damit nicht genug, es drängt auch alles zu kommen. Da diese ohne den gewünschten Rath nicht zu ihren 1882, die zweiten 1888 und die dritten nun im vorigen einzelnen Mittelpunkten, vor allem den Städten zu. Freilich be- Dienstgebern zurückkehren mochte, verging längere Zeit, bis sie Jahre statt. Nach Beschluß ber Bundesversammlung dingt gerade dies auch wieder eine gewisse Dezentralisation. Die sich dort wieder einfand. Die edlen Leute vermochten es sich foll fünftighin alle fünf Jahre eine neue Fabrit mannigfaltigsten Spezialitäten lösen sich von den Hauptbetrieben nicht zu verkneifen, das Mädchen wegen unberechtigten Verlassens statistit aufgestellt werden. Die Erhebungen erstreckten ab und werden selbständig hergestellt aber meist sind diese des Dienstes bei der Staatsanwaltschaft zu denunziren, die sich auf den Ort der Unternehmung, den Industriezweig, die Unternehmungen doch wieder au zahlreiche oder große andere natürlich ein Strafverfahren auf grund des Gesetzes über die Arbeiterzahl, auf das Alter, Geschlecht und die Nationalität der gefesselt; auch sie werden im Bereich der großen Zentren Dienstvergehen des Gesindes und der ländlichen Arbeiter einArbeiter und ferner auf die wöchentliche Arbeitsdauer sowie die festgehalten. Es ist dies eine Erscheinung, die man nicht außer leitete. Schöffengericht und Landgericht verurtheilten die AnBetriebskraft. acht lassen darf, wenn man den Entwickelungsgang verstehen geklagte zu einer Geldstrafe, ersteres wegen Versagung, letzteres Nach den vorliegenden Ergebnissen der statistischen Aufnahme will, den unsere schweizerische Industrie mehr und mehr nimmt." wegen unberechtigten Verlassens des Dienstes. Die zuständige standen am 5. Juni 1895 4933 Etablissements mit 200 199 Ar- Nach dein Geschlecht vertheilt sich die Arbeiterschaft mit Straffammer legte besonderen Werth darauf, daß ja die Herr beitern unter dem Fabrikgesetz gegen 3776 Etablissements mit 119 204 auf das männliche und mit 80 995 auf das weibliche schaft während des Ferufeins ihres Mädchens in die Verlegenheit 160 678 Arbeitern im Jahre 1888; die Zahl der Etablissements Geschlecht, gegen 87 467 resp. 73 181 im Jahre 1888. Der An- gekommen wäre, deren Dienste selbst zu verrichten.( Grausig!) vermehrte sich demnach in dem siebenjährigen Zeitraum theil des weiblichen Geschlechts hat sich in der siebenjährigen Die Revision gegen dieses Urtheil wurde u. a. auch damit be um 1157 und die der Arbeiter um 39 521. Diese Periode von 45,8 pCt. auf 40,5 pCt. verringert. Dieser relative gründet, daß der Begriff„ Verlassen des Dienstes" verkannt Zunahme ist aber nicht allein auf die Entwicklung der Industrie, Rückgang erklärt sich aus der starken Zunahme der vier Haupt- worden sei. Ein solches läge nur dann vor, wenn der Dienstsondern auch auf die erweiterte Anwendung des Fabrikgesetzes industriegruppen, welche fast ausschließlich Männer beschäftigen, bote überhaupt nicht wieder freiwillig in den Dienst zurückkehre. infolge der bundesräthlichen Verordnung ST 1891 zurück nämlich der Holz-, Metall- und Maschinenindustrie und der Industrie Hier hätte doch aber das Mädchen immerhin nur ganz vorüberzuführen, nach der schon Betriebe mit über 5 Arbeitern, wenn der Erden und Steine, die im Jahre 1888 nur 18,7 pet. der gehend den Dienst gemieden, um sich in einer ihm sehr nahemit Motor gearbeitet wird, unter das Fabrikgesetz zu stellen sind. Gesammtarbeiterschaft umfaßten, 1895 dagegen 27,4 pct. Be gehenden Angelegenheit Rechtsbelehrung zu holen. Das KammerWie viele aber von den 26 pCt., um die sich die Arbeiterzahl ver- züglich des Alters der Arbeiter weist die letzte Zählung gericht wies jedoch die Revision mit der Begründung zurück, daß mehrte, auf die eine oder andere Ursache zurückzuführen sind, ist aus 14,3 pet. unter und 85,7 pet. über 18 Jahren auf. Diese ein strafbares Verlassen des Dienstes im Sinne des§ 1 des Ge der Statistik nicht ersichtlich, da sie leider auch keine Darstellung letteren zerfallen in 76,7 pct. folcher zwischen 18 und 50 Jahren feges von 1854 auch das vorübergehende Berlassen der Betriebe nach ihrer Größe giebt. Dadurch ist natürlich auch die und 9 pät. solcher über 50 Jahren. Im Jahre 1888 war das desselben sei. Aus dem Ausgang der berichteten Sache Vergleichbarkeit der neueren Daten mit denen der früheren Er- Verhältniß wenig verschieden: 14,4 zu 85,6 pt. ist zu folgern, daß den Dienstboten nicht einmal das Recht zu hebungen erschwert. Dazu kommt ferner, daß die Fabrikstatistik In bezug auf die Arbeitszeit werden recht erfreuliche steht, ohne Erlaubniß der Herrschaft sich in Momenten der Be von 1888 nicht absolut sichere Zahlen enthält, sondern nach den Mittheilungen gemacht. Was 1877 bei Erlaß des Fabrifgefeßes drängniß zu entfernen, um anderweitig über ihre wenigen Rechte angegebenen Minimal- und Maximalzahlen berechnete Durch noch vielen als ein verfrühter und verderblicher Fortschritt er Belehrung einzuholen. Will sich der Haussklave über die Herrs schnittszahlen der beschäftigten Arbeiter. Nun veröffentlichte schien, ist in zahlreichen Betrieben längst überholt. Nur noch schaft beschweren, so bedarf er dazu gleichsam der Erlaubniß aber der Adjunkt Dr. Wegmann des Fabrikinspektors Dr. Schuler 57 pCt. der Arbeiter arbeiten 65 Stunden in der Woche, 9 pet. eben derselben Herrschaft. im Jahrgang 1891 der Zeitschrift für schweizerische Statistit" bis 621/2, 28,3 pt. bis 60, 5,3 pt. unter 60 Stunden. Der ElfHeiligkeit der Familie, der persönlichen Freiheit oder eine Fabrikstatistik theilweise nach den bei der 1888er Erhebung stundentag besteht hauptsächlich noch in der Textilindustrie, und erhaltenen Maximalzahlen, nach denen nun auch die neueste zwar für 83 pCt. der Arbeiter. In den Konfektionsgeschäften des Eigenthums? Im November 1895 entiendete eine arme Fabrikstatistik bearbeitet ist. Danach wurden Etablissements und gilt der Elfftundentag nur noch für 51,5 pCt. der Arbeiter; in der Frau aus der Stolper Forst, die dem steinreichen Baron v. VeltArbeiter gezählt: Häute und Lederindustrie arbeiten 48,6 pCt. 60 Stunden und beim in Schönfließ gehört, etwas Moos, Binsen, Wachholder= darunter per Woche. In der Holzindustrie arbeiten 56,7 pct. reisig und Laub. Ein Gendarm ertappte sie herbei, nahm ihr furze Zeit darauf stand die Frau vor den 60 Stunden und darunter, in der Maschinenindustrie Schranken des Gerichts, um sich wegen Forstfrevels zu verant 91 482 74,1 pct. Von den Typographen arbeiten nur noch 91/2 pet. worten. Sie wurde verurtheilt und erhielt, da sie eine Geld5 158 über 60 Stunden, die übrigen nur 91/2, 9 Stunden und darunter. Industriegruppen Textilindustrie. Häute, Leder 2c. . Etablissements 1895 1793 1888 1978 126 80 Lebens- und Genußmittel 537 Chemische Industrie Papierindustrie Holzbearbeitung 410 115 167 0 417 272 • O Metallbearbeitung Maschinenindustrie Bijouterien, Uhren Erden und Steine. • Arbeiter 1888 1895 91 454 8365 14.004 4058 010 528 234 396 488 295 234 107 249 191 140 11 062 11 374 9 936 23 921 16 334 9718 7356 nur das Laub ab 10 745 Wohl alle diese erheblichen Fortschritte der Arbeitszeitverkürzung strafe zu erlegen außer stande war, eine Einladung in einem be2 872 sind in den letzten zehn Jahren gemacht worden. Inwieweit die fannten staatlichen Raume hinter schwedischen Gardinen ihren Arbeiterorganisationen darauf von Einfluß waren, zeigt die Frevel abzusitzen. Die Frau war Mutter und bat, da sie 5 048 Thatsache, daß die bestorganisirten Buchdrucker die fürzeste und einen Säugling zu nähren hat, um Strafaufschub. 4157 die so gut wie gar nicht organisirten Textilarbeiter die längste Endlich, nachdem sie von Pontius zu Pilatus gelaufen und geschrieben hatte, erhielt sie am 3. Juli 1896 von der Staats16 490 Arbeitszeit haben. anwaltschaft beim Landgericht Berlin II mit Rücksicht auf den Säugling Strafaufschub. Troydem wurde sie am 3. Juli im grünen Wagen mit ihrem Säugling zum morgens von Schutzleuten zwecks Strafverbüßung verhaftet und Polizeipräsidium transportirt. Daß diese Berhaftung möglich gefährden oder gar ihren er Dem 12 409 Der Vergleich des Standes der schweizerischen Industrie im 4 809 Jahre 1895 mit dem in 1888 zeigt, auch bei voller Berücksichtigung Mit Ausnahme der Textilindustrie, bei der besonders die des Fabrikgesetzes ihre Entwickelung und Profperität nicht im der erwähnten bundesräthlichen Verordnung, daß die Beschränkungen Stickerei, Kattundruckerei und zum theil auch die Baumwoll- mindeſten beeinträchtigten, ja daß sie sogar noch unter spinnerei nicht unerheblichen Rückgang erfahren haben und zwar den gefeßlichen Elfstundentag heruntergehen konnte, ohne war, beruht wohl darauf, daß im Kammergerichts- Bezirk im um 30 pet., 24 pot. und 88 pct. ihres früheren Bestandes, ihre Konkurrenzfähigkeit zut voraus Haftbefehle in solchen Fällen erlassen werden während anderfeits die Seidenindustrie einen erheblichen Auf- Ruin" herbeizuführen. Und die Durchführung der und daß das Polizeipräsidium Renntniß von dem Strafaufschub mit Daß diese Vollstreckungsprayis schwung genommen hat, haben alle anderen Induſtriegruppen wähnten bundesräthlichen Verordnung mit der Ausdehnung des noch nicht befaß. durchwegs bedeutende Vermehrung in der Zahl der Etablissements Fabrikgesetzes auf die kleinsten Motorenbetriebe und die ge- Berathung der Strafprozeßordnungs- Novelle hervorgehoben. Gesetz schwer vereinbar ist bei Gelegenheit der wie der Arbeiter erfahren. In der zweiten Gruppe, der Leder- wöhnlichen Betriebe mit mehr als 10 Arbeitern beweist, daß die und Häute Industrie, ift die Vermehrung der Arbeiterzahl Arbeiterschutzgesetzgebung ohne Ausnahme auf Industrie und der Fürsorge unserer Gesetzgebung für einen Hasen und für Mag dem aber sein wie ihm wolle welch Kontrast zwischen um 62 pet. hauptsächlich auf die starke Entwickelung Gewerbe angewendet werden kann. So bietet denn die neue der Schuhfabrikation zurückzuführen. 33 Schuhfabriken mit 3755 Arbeitern, wovon 1865 weibliche, ge- fräftiges, Material für den Kampf um die Arbeiterschutzgesetzgebung Bauer soll sich das nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch ruhig ge= Während 1888 nur schweizerische Fabrikstatistik wieder werthvolles und beweis- eine arme Menschen- Mutter. Der Hase darf nach Herzenslust fressen und zerstören, was ihm nicht gehört der arme zählt wurden, giebt es jetzt 52 Schuhfabriken mit 6567 Arbeitern, gegen ihre trägen, bequemen, arbeiterfeindlichen und böswilligen fallen lassen müssen, darf bei Strafe den Hasen weder fangen wovon 3345 weibliche. Waren lettere 1888 noch nicht ganz die Gegner. Hälfte der fämmtlichen in Schuhfabriken beschäftigten Arbeiter, noch schießen, noch nach Reichsrecht Ersatz seines Schadens vom so machen sie jetzt erheblich mehr als die Hälfte aus. In der reichen Jagdherren fordern. Die Mutter, die aus Noth etwas britten Gruppe beträgt die Zunahme der Arbeiterzahl 31 pt., Lanb auf dem Besitzthum eines der reichsten Grundbesitzer zuin der vierten Gruppe 41 pCt., in der fünften Gruppe 50 pct., fammenrafft, kommt fraft Gesetzes ins Loch. Nebenbei mag er in der sechsten Gruppe 124 pCt., in der siebenten Gruppe 139 pCt., Gasglühlicht. In dem Kampfe der Auer- Gesellschaft gegen wähnt werden: die Zeugengebühren des Gendarmen, der die Frau in der achten Gruppe 45 pCt., in der neunten Gruppe 31,6 pct. ihre Konkurrenten sind am 29. Juni nene Entscheidungen er festnehmen mußte, weil sie wenige Pfennige werthes Laub zu und in der zehnten Gruppe gar 102,4 p& t. gangen gegen die Firmen Spinn, Stobwasser und Meteor. Von sammengerafft hatte, betrugen 10,92 M. Die muß natürlich der Interesse dürfte übrigens die Mittheilung sein, daß der Gefell- Staat, d. h. die Gesammtheit, zahlen, auch die Transportfosten, schaft Alt- Berlin durch vorläufigen Beschluß des Landgerichts 1. die Haftkosten zc. nicht Baron v. Veltheim. Ist dieser bei 500 M. Strafe für jeden Einzelfall untersagt worden ist, für Staat der Gesammtheit oder der Reichen wegen da? Gasglühlicht Bunfenbrenner zu verwenden. Durchgeht man", sagt das Fabrikinspektorat, statt allgemein gehaltene Betrachtungen anzustellen, mehr die Angaben über die einzelnen Fabriken, so wird man immer deutlicher das durch gängige Bestreben der Industrie nach Zentralisation gewahr. Sonntagsplandevei. Gerichts- Beitung. müffen. Die Derwische follen gebetttelt haben. Ge- annoch die Baracken unterm Ausstellungsbahnhof bevölkern. bettelt? Hm! Es ist äußerst schwer, zu sagen, wo da Und ist der Trubel in Treptow vorbei, dann wird Deutschland drunten unter den Treptower Bäumen die Bettelei anfängt und wenigstens die eine Eroberung gemacht haben: Im alten NilZwei Wahrzeichen befizt der Welt- Jahrmarkt im Treptower aufhört. Was heißt denn betteln? Sich von jemand etwas er lande wird der Name Deutscher denselben Klang haben, Parke: die Kellnerin und den Wilden". Nicht alle Träume, bitten, für das man keine Gegenleistung geben tann oder geben wie vor Zeiten einst das Wort Grieche oder gar mit denen die buntgewandeten Mädchen nach der nordischen will. Auch einen verschleierten Bettel giebt es, wo die Gegen- Athener, einen gebildeten, gesitteten Mann wird man sich Stadt zogen, werden sich erfüllt haben, aber so ganz und gar leistung nur eine geringfügige ist oder nur zum Schein angeboten unter einem Deutschen vorstellen, einen Mann, dessen milde auf die Gnade derjenigen, die ihre Arbeitskraft gepachtet haben, wird. Was ist es anderes als eine Bettelei, wenn große Gesell- Art und freundliche Liebenswürdigkeit einen jeden bezaubert. find die Kellnerinnen nicht angewiesen; sie kennen des Landes schaften bürgerliche Zeitungsschreiber einladen, sie mit Braten Wenn's wahr ist. Sprache, seine Art und den Brauch, und wenn alle Stricke und Wein trattiren, damit sie mit Wohlwollen" ihre Unter- Das Sterben will nicht enden. Einer nach dem anderen der reißen, find fie immer noch im stande, mit ihrer Rede nehmungen besprechen und sie würdigen"? Gebettelt haben die sagenhaften Freisinnshelden geht dahin, von wannen es keine Schneid auch den frechsten Talmi Gigerl Lümmel zu Derwische in Kairo" nicht. Sie haben nur dasselbe Rückkehr giebt, zu den politisch Todten. Jetzt ist auch Herr scheuchen. Um so schlechter sind die Wilden" daran. gethan, wie die Gesellschaft, wie die Gesellschaft, die sie nach Europa ge- Alexander Meyer hinabgestiegen zu den Schatten, im ersten WahlZu Hunderten hat man sie viele hundert Meilen weit bracht hatte. Die Unternehmer von„ Kairo" haben gange zur Strecke gebracht von unserem Genossen Kunert. hergeschleppt, in ein Land, von dessen Lage und Klima sie sich etne Flucht von Gebäuden errichten laffen, einen er ist nicht einmal in Schönheit gestorben. Seinen Hauptgegner, feine Vorstellung machen fonnten, fie unter Menschen gesteckt, die Baun herumgemacht und gesagt: So. Und wer nun die Herr- diesen Sozialdemokraten, hatte eine mächtige Hand zurückvon ihrem Fühlen und Denken keine Ahnung haben, die sie als lichkeit anstaunen will, zahlt so und so viel. Die Derwische haben gerissen aus dem Kampfe, und ihn eingeschloffen in das große elendes Kroppzeug betrachten, das gerade gut genug sei, aus- gegrölt und ihre Körper hin- und hergeschwungen, auf Straßen Haus, das sich am Plößensee erhebt. Trotzdem mußte genützt zu werden bis auf die Knochen. Ob all das so angenehm und auf Plätzen, und hierauf sind sie absammeln gegangen. Wer Alexander fallen, niedergestreckt von den fern hintreffenden Pfeilen sei, möchten wir bezweifeln, wenigstens so lange, bis sich, sagen ihnen etwas geben wollte, that es, wer nicht, ließ es bleiben. der Sozialdemokratie. Und der Gefallene deckt schier einen vir, einer unserer Ober- Bauberer freiwillig meldet, bei den In dieser Beziehung waren sie sogar noch etwas coulanter, als guten preußischen Morgen. Wer wird jezt die Witchen machen Matabeles ein halbes Jahr lang als Schaustück zu fungiren. ihre Gesellschaft. Es hat noch feiner, dem die Koulissenbauerei im Namen und Auftrag der freisinnigen Vereinigung, wer Und ob all die Wilden" so ganz aus freien Stücken nach Berlin in Kairo" nicht gefallen hat, fein Eintrittsgeld an der Kaffe Caprivi bemuttern, wer die Biere proben vor und nach Mittergekommen, wäre ja auch noch eine Frage. wiederbekommen. Also, die Derwische handelten wie Geschäfts- nacht? Goldschmidt ging und ward nicht mehr gesehen. Alexander " Und Alle diese Herverfrachteten, sie werden an Berlin denken. Leute. Des Verdienens wegen waren sie nach Berlin gekommen, zog in den Kampf und verlor Wahlkreis und Mandat; und Wer die Neger von der Westküste Afritas, die braunen und gelben und nicht um der schönen Augen eines geheimen Kommerzien schon sehe ich kommen den Tag, an dem auch der große Rickert Egypter an einem der nassen, rauhen Tage des Mai sah, wie sie raths, oder des Herrn Direktor Möller halber, dessen milde dahinsinkt, und seiner Rede Strom nicht mehr plätschert in dem zähneklappernd in den Winkeln herumtauerten, hatte nur ein Urbanität ja stadtbekannt ist. Die braunen Kerle aus dem schönen Hause am Königsplay. Darum trauere, o Bürgerthum, Bild zum Vergleiche: Berregnete Hühner. Und der Husten Nubierlande erwiesen sich als gelehrige Schüler, als allzu ge- es gelingt nichts mehr. Wenn schon Alexander der Meyer, dessen quälte die Frauen und Kinder, daß es kaum zum Anhören lehrige Schüler und deshalb mußten sie weichen. Anschmiegekunst so groß ist wie sein Hosenmaß, sich nicht mehr war. Die Kaffgier hat diese Lente in ein Land geworfen, dessen Die Nacht, nachdem man sie hinausgeworfen, mußten die halten konnte, dann muß es tief hinein böse ausschauen mit Klima ihnen nicht zusagen tann, mögen sie zusehen, wo sie bleiben. Derwische in einem Berliner Asyl zubringen; ihr Geld und deiner Kraft und deiner Stärke. Verdienen will man an ihnen und durch sie, und wenn dieses ihre Habfeligkeiten befanden sich ja in Kairo". Das war der Es gelingt nichts mehr. Selbst der Loyalste der Loyalen nicht mehr möglich ist, wirft man sie hinaus. Was haben die letzte Eindruck, den die fremden Männer von der Weltstadt Berlin kann sich verrechnen und verhauen. War da ein Mann im Araber, mit denen man sich unlängst vor dem Gewerbegericht empfingen. Im offiziellen Führer durch Kairo" wird den Be- Lande Defterreich und der fabrizirte Radirgummi. Und er drückte herumstritt, gethan, daß man sie wieder nach Egypten zurück- suchern ein gewisser Ernst im direkten Verkehr mit den das Bild des Kaisers auf den Gummi, und glaubte, jezt müßte schickte? Der eine, den man den Riesen nannte, soll so faul Arabern anempfohlen, denn, obgleich die Beobachtungsweise er sogar noch einen Orden bekommen. Ja, aber Schnecken wird's gewesen sein, daß man ihn mit dem Knüttel aus dem Bette der Eingeborenen primitiv, ihre Art der Schlußfolgerung regnen! Ein Erlaß des Unterrichtsministers erschien und wurde holen mußte, und da diese Behandlung nicht nach seinem Ge- fast findlich erscheinen mag, so wird doch der Eindruck, den sie in allen Schulen vorgelesen: Kein Schüler solle sich künftighin schmacke war, soll er sich fälschlich frant gemeldet haben. aus Berlin mit nach Hause nehmen, ganz sicher von einiger Be- unterstehen, den Radirgummi mit dem Bilde des Kaisers zu be-Nun, dieser Simulant liegt jezt auf den Tod frank in einem deutung für das Verhältniß zwischen der Bevölkerung von nüßen; beim Gebrauche würde das Bild beschmutzt und abgenüßt. Berliner Krankenhause und die Unternehmung" Kairo" Egypten und den dort weilenden Besuchern aus dem Abendlande und die Lust, loyale Radirgummi zu machen, war dem Fabrihat zugestanden, daß sie vor Wochen die Kosten einer werden". Die Derwische und die mit ihnen Heimgeschickten kanten auf der Stelle vergangen. Kur bezahlt hat, der sich derselbe Mann hat unterziehen haben diesen Eindruck weg. Er wird auch denen werden, diel Maurer. Bildhauer! 294/4 Da die letzte öffentliche Versammlung derartig besucht Inions- Brauerei, Hafenhaide Mr. 22-31. war, daß dieselbe nicht stattfinden konnte, wird am Dienstag, den 7. Juli 1896, abends 8 Uhr, Annenstr. 16, eine solche stattfinden. Sonnabend, den 11. Juli 1896: 5. Stiftungs- Fest Dieselbe wird pünktlich eröffnet, da nach derselben die Versammlung des Bentralverbandes der Deutschen Maurer( Filiale II Berlin). bes auvereins tagt. Es wird um zahlreichen Besuch gebeten, da die Wahlen zu den bereits bekannt gemachten Aemtern unbedingt erledigt Vokal- und Instrumental- Konzert. werden müssen. Der Vertrauensmann. Die Musit wird von Mitgliedern der Freien Bereinigung der Zivil- Berufsmusiker", der Gefang von Mitgliedern des Arbeiter- Sängerbundes ausgeführt. Auftreten des humoristischen Ulk- Trios.- Festrede, gehalten vom Kollegen Silberschmidt.- Fackelzug mit Bonbonregen( jedes Kind erhält eine Stocklaterne gratis). Um 8 Uhr im großen Saale: TANZ( Serren, welche daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Die Kaffeetüche ist für die geehrten Damen von 3 Uhr an geöffnet. Anfang des Konzerts 5 Uhr. Programm 20 Pfg. Programme sind zu haben: Wüllerstr. 7a, Schwebterftr. 33, Perlebergerstr. 28, Fruchtstr. 69, Naunynftr. 86, Solmsstr. 5, Bülowstr. 59, Grunewaldstr. 110, sowie in den Verkehrslokalen. 137/1 Um zahlreichen Besuch bittet Das Komitee. Achtung! Achtung! Buchdruckerei- Hilfsarbeiter u.-Arbeiterinnen Berlins! Dienstag, den 7. Juli 1896, abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20/21: Oeffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bericht der Kommission und der Revisoren. 2. Stellungnahme zu den Gewerbegerichts- Wahlen am 24. September 1896. 3. Verschiedenes. Folgende Buchdruckereien find bis auf weiteres zu meiden: Berlin: Bügenstein, Hempel u. Ko., Neueste Nachrichten, Boll, Elsner, Gutenberg( Schönhauser Allee), Schenk, Rosenthal( Alexandrinenstraße), Ashelm, W. Baeusch, Stankiewicz, Nauck( Adalbertstraße), Gödicke u. Gallineck, Klockow, Thormann u. Goetsch, Oldenburg. Weißensee: Bartels. Die Herren Buchdrucker werden hiermit eingeladen. Mit kollegialischem Gruß Die Streik- Kommission. 36/10 Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. 17/4 Achtung! Den Vereinen zur Kenntniß! Folgende Lieder werden zum Sängerfest am 9. August in Pidjelsdorf gesungen: 1. Völkerfrühlingslied, 2. das Bannerlied, 3. Frühlingsruf, 4. Saat und Ernte, 5. Gruß an den Mai, 6. Liedeslust, 7. Voltshymne. Ehrensache der Vereine ist es, diese Lieder in den Uebungsstunden durchzunehmen. Der Vorstand. NB. Die nächste Bundes- Uebungsstunde findet am Sonntag, den 19. Juli, Brauerei Friedrichshain, statt. D. O. Deutscher Holzarbeiter- Verband( Fil. Berlin.) Vertrauensmänner- Versammlung der Bezirke Süden und Süd- Ost. Mittwoch, den 8. Juli cr., abens 8 Uhr bei Rautenberg, Oranienstr. 180. Tages Ordnung: 301/6 Werkstatt- Angelegenheit. Die Ortsverwaltung. Achtung! $ An alle Achtung! in Holzbearbeitungsfabriken und auf Holzplätzen beschäftigten Arbeiter Deutschlands. Montag, den 6. Juli, abends 8, Uhr, im großen Saale des Herrn Joël, Andreasstr. 21: Ausserordentliche kombinirte Versammlung der Filialen I und Nord II. Tages Ordnung: 0 Deutscher Metallarbeiter- Verband. Bekanntmachung. Proletariat Referent: Benioffe P. Bogasch, 2. Diſtuffont. 8. Meu Verwaltungsstelle Berlin. Bezirks- Versammlungen. Wedding und Oranienburger Vorstadt: Dienstag, den 7. Juli, abends 8%, Uhr, im Kolberger Salon, Kolbergerstraße 23. Tagesordnung: 1. Vortrag der Genoffin Frau Emma Jhrer. 2. Diskussion. 3. Neuwahl eines Bezirksleiters. Potsdamer Viertel: Mittwoch, den 8. Juli, abends 8½½2 Uhr, bei Werner, Bülowstr. 59. Tages- Ordnung: 1. Vortrag über„ Lohnarbeit und Kapital". 2. Diskussion. 3. Verbands: angelegenheiten( betr. die am 14. Juli statifindende General- Versammlung). Rixdorf: Dienstag, den 7. Juli, abends 82 Uhr, in den Viktoria- Sälen, Hermannstraße 45. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten( Ausgabe der Billets zum Sommervergnügen). Gäste erwünscht. Bei der Wichtigkeit der Tagesordnungen erwartet zahlreiches Erscheinen 299/5 Die Ortsverwaltung. General- Versammlung am Dienstag, den 14. Juli, abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Cohn, Beuthstraße 21( großer Saal). Tagesordnung: 1. Berichterstattung vom II. Gewerkschaftskongreß. Orts- Krankenkasse d. Töpfergewerbes zu Berlin Montag, den 6. Juli, abends 6 Uhr: Generalversammlung der Mitglieder ( Arbeitnehmer) i. Lokale d. Hrn. Buske, Grenadierstr. 33. Tagesordnung: 1. Ersagwahl der Delegirten( 40 Arbeitnehmer). 2. Wünsche und Beschwerden der Mitglieder. Montag, den 6. Juli, abends 8 Uhr: Ausserordentliche Generalversammlung der Delegirten ( Arbeitgeber und Arbeitnehmer) i. Lokale d. Hrn. Buske, Grenadierstr. 33. Tagesordnung: 1. Statutenänderung.§§ 1-68. 2. Jahres- Kaffenbericht und Bericht des Prüfungs- Ausschusses. 3. Anträge von Mitgliedern. 4. Verschiedene Rassenangelegenheiten. 201/ 6* Der Vorstand. Deffentliche Versammlung 2. Bericht der Ortsverwaltung und Kaffenbericht vom 2. Quartal 1896. Sämmtlicher 3. Schaffung eines Lokalfonds und Neuwahlen zur Agitationstommission. 4. Verschiedenes. Kollegen und Kolleginnen, bei der Wichtigkeit vorstehender Tagesordnung ift es eindringlichste Pflicht jedes einzelnen, zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimirt. Die Ortsverwaltung. Webergesellen Berlins und Umgegend Montag, 6. Juli, abends 8 1hr, bei Heise, Lichtenbergerstraße 21. Arbeitervertreter- Verein Berlin.[ 2525b] Lagesordnung: Dienstag, den 7. Juli, abends 8½ Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44: General- Versammlung. 1. Vortrag: Sklaventhum moderne? Diskussion. 3. Neuregelung unseres Arbeitsnachweises. Mittheilungen Gewerkschaftliches. Um zahlreiches Erscheinen ersuchen Die Vorstände. 297/2 Fachverein der Klempner Berlins und Umgegend. Montag, den 6. Juli 1896, abends 8 Uhr: General Versammlung bei Cohn, Beuthstr. 20-21. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes und Kassenbericht. 2. Neuwahl des Vorstandes: des ersten und zweiten Vorsitzenden und zweiten Kassirers. 3. Wie stellen sich die Kollegen zu der angeregten Frage: Ob es an der Zeit ist, den Fachverein aufzulösen, und welcher Organisation schließen wir uns an? Ich darf wohl annehmen, daß der 3. Punkt unferer Tagesordnung jedem Kollegen Veranlassung giebt, in der Versammlung zu erscheinen. Das Mitgliedsbuch legitimirt, ohne dasselbe kein Zutritt. Insbesondere werden die Mitglieder auf den§ 5 unseres Statuts aufmerksam gemacht. A. Winter. 89/6 Achtung! Lackirer. Achtung! Dienstag, den 5. Juli, abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27e: General Dersammlung der Filiale IV. Besprechung über eine Lohnbewegung. 3. Zahlreichen Besuch erwartet J. A.: G. Meyer. G. Hausche. Tagesordnung: 1. Jahresbericht des Borstandes. 2. Neuwahl des Ge- Zentral- Kranken- u.Sterbekasse fammt- Borstandes und der Revisoren. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorftand. 53/14 der Maler · Filiale IV W. 71). 0 Zages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen D. Fleischer. 2. Quartalsabrechnung. Abrechnung vom Stiftungsfest. 4. Berschiedenes. NB. Kollegen, füllt die Fragebogen gewissenhaft aus und gebt dieselben in der Versammlung zurück. Drechsler. 125/18 Montag, den 6. Juli 1896, abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstraße 270: Achtung! Gravenre, Ziseleure Berlins u. Umgegend. Montag, den 6. Juli, ab. 51/2 Uhr, Große öffentliche Versammlung Dienstag, den 7. Juli, abends 8, Uhr, in den Oranienhallen, Oranienstr. 51: im Restaurant Paulsch, Culmstr. 36: Ordentliche Derlammlung. Zagesordnung: Protokollverlesung. Geschäftliches. Bibliothekund Diskussionsabend. Beschlußfaffung zur Generalversammlung. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch ersucht 209/8 Maler! Der Vorstand. Dienstag, den 7. Juli, abends 81/2 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27c: Große Mitglieder- Versammlung der Filiale Berlin I. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen A. Hoffmann. 2. Rassenbericht. 3. FilialAngelegenheiten. 125 7 Schöneberg. Der Vorstand. Versammlung. Tagesordnung: 1. Rassenbericht. M Tages Ordnung: Unsere Lohnbewegung und welche Forderungen gedenken wir zu stellen? Die Werkstatt Fragebogen werden in der Versammlung ausgegeben. Der wichtigen Tagesordnung halber ist das pünktliche Erscheinen eines jeden Drechslers unbedingt erforderlich. Die Versammlung wird präz. 8 Uhr eröffnet. Der Vertrauensmann. 2. Berichterstattung von der General- 301/1 fammlung. 3. Verschiedenes. 123/5 Die örtl. Verwaltung. Nachdem der Täschner und Kofferarbeiter! Filiale III des Verbandes der Sattler. Vereind. Berliner Volks- Dienstag, den 7. Juli er, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Pasch, küchen von 1866 den Kontrakt mit der Firma Kleemann& Co. über den Transport der Speisen im geheizten Speisenwagen am 1. Juli d. J. gelöst hat, wird der Arbeiter- Bildungsverein. Berenben Transport warmer Speiſen. General- Versammlung am Montag, den 6. Juli, abends 8 Uhr, bei Obst, Grunewaldstr. 110. 15/15 2.- D.: 1. Abrechnung vom 2. Quartal und vom Stiftungsfeft. 2. Vortrag. 3. Vereinsangelegenheit. Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. Pankow und Nieder- Schönhausen. voraussichtlich zum Herbst d. J. selbst in die Hand nehmen und werden s. 3. bezügliche Bekanntmachungen erfolgen. Berlin, den 2. Juli 1896. Alte Jakob str. 88, Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Wie verhalten sich die Hausarbeiter betreffs einer Lohnbewegung. 2. Vertrauensmänner- Frage. 3. Verschiedenes. N.B. Die Hausarbeiter sind brieflich eingeladen. 287/14 Der Vorstand. Armaturen- Arbeiter. Der Vorstand. Dienstag, den 7. Juli cr., abends 8½ Uhr, Unterricht f. Maur. u. Zimmerer Große öffentliche Versammlung billig. Spezial- Ausbildung zum Polier d. erf. pratt. Lehr. m. Staatsprüf. Trift. General- Versammlung des Arbeiter- Vereinstraße 5, r. part. Sonnt. 8-12, Mittw. 8-10. Montag, den 6. Juli, abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Störr, Mühlenstraße Nr. 25. Tages Ordnung: 1. Bericht des Gesammtvorstandes und Neuwahl desselben. 2. Vereinss angelegenheiten, Verschiedenes und Fragekasten. Der wichtigen Tagesordnung halber ist es Ehrenpflicht eines jeden Mitgliedes, zu erscheinen. Gäste haben Zutritt. 9/1 Der Vorstand. Kinderwagen, Reiseförbe, Fabrikpreise, auch Theilzahlung.* E. L. Herrmann, Gneisenaustr. 112. im Louisenstädtischen Konzerthause, Alte Jakobstr. 37. Tages- Ordnung: 1. Die gegenwärtige Lage in der Armaturenbranche und der Neunitundentag. 2. Wahl eines Bertrauensmannes. 3. Aufstellung eines Kandidaten der Dreher zu den Gewerbegerichtswahlen. Die Kollegen werden ersucht, zu dieser Versammlung zahlreich zu ers scheinen, da wichtige Beschlüsse zu fassen sind. Besonders eingeladen sind die Sollegen der Firmen A.-G. Schäffer n. Walker, A.-G. vorm. Buhke, B. Josef, Schäffer u. Oehlmann, Gäbert, J. Pintsdy. Diejenigen Werkstätten, welche noch keine Bertrauensmänner haben, werden ersucht, solche bis zur Versammlung zu bestimmen. [ 300/7 Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter Otto Mäther, N., Anflamerstr. 44. Sozialdemokratischer Wahlverein Vierte Abänderung zum Statut der für den 1. Berliner Reichstags- Wahlkreis, rts- Krankenkaffeber Klempner Pankow, Nieder- Schönhausen. Mittwoch, den 8. Juli, abends 8 Uhr, in Cohn's Fettsälen, Beuthstr. 20, 1: Grosse Versammlung. Tages Ordnung: S 1. Vortrag des Reichstags Abgeordneten Genossen Frik Zubeil. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Die Zahlstellen befinden sich bei Sommer, Grünftr. 21; Preuk, Neue Friedrichstr. 20; Linke, Jüdenstr. 36; Pätschke, Französischestr. 6. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 236/8 Der Vorstand. zu Berlin vom 8. Juli 1893. Artikel I. [ 25586 § 13, Absatz 1, 3iffer 3 lautet fortan: Heute, Sonntag, den 5. Juli, nachm. 2½ 1hr, in Större Gesellschaftshaus, Pankow, Mühleustr. 24: Oeffentl. Volks- Versammlung. 3. Im Falle der Erwerbsunfähigkeit Erkrankung ab für jeden Kalendertag vom dritten Tage nach dem Tage der Hälfte des durchschnittlichen Tagelohns 22418 einschließlich der Sonntage die (§ 12) als Krankengeld. Artikel II. Achtung! 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Achtung! folgter Bekanntmachung in kraft. Donnerstag, den 9. Juli 1896, abends 82 Uhr: Große öffentliche Volks- Versammlung im Saale des alten Schützenhauses, Linienftr. 5. Tages- Ordnung: 1. Die parlamentarische Thätigkeit der sozialdemokratischen Partei in der legten Session des Reichstages. Referent: Reichstags- Abgeordneter Robert Schmidt. 2. Berathung eines Statuten Entwurfs für den neu zu gründenden Verein. 3. Wahl eines provisorischen Vorstandes. Der Einberufer. 217/18 Sozialdemokratischer Verein für Stralau, Rummelsburg und Umgegend. Versammlung Vorstehende Bestimmungen treten mit dem Montage nach statutenmäßig er Berlin, den 19. April 1896. Der Vorstand der Ortskrankenkasse der Klempner. A. Winter, Vorsitzender. E. Gerisch, Schriftführer. Vorstehende Abänderung wird hierdurch genehmigt. Berlin, 24. Juni 1896. J.-N. 3676. Der Bezirksausschuß Kayser. Möbelverkauf Oranienstr. 73, Hof 1 Treppe, in Tagesordnung: 1. Das Bürgerliche Gesetzbuch. Referent: Reichstags- Abgeordneter Molkenbuhr. 2. Diskussion und Verschiedenes. Der Einberufer. NB. Die Frauen sind hierzu ganz besonders eingeladen. Nach der Versammlung gemüthliches Beisammensein. Park- Restaurant W. Jakob, Treptow, Köpnicker Landstraße. Sonnabend, den 18. Juli 1896: Gr. Sommernachtsball arrangirt vom Lese- und Diskutirklub ,, Süd- Ost." Bokal- und Instrumental- Konzert ausgeführt von Mitgliedern der Fr. Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker. Von 8 Uhr ab Tanz. Garderobe 10 Pf. meinem Etagen großen Berkaufs- Anfang 5 Uhr. lokal, alles helle Säle, stehen in großer im großen Saale: Die Kaffeeküche ist geöffnet. Anfang 5 hr. Billets à 20 Pf. find an allen mit Plakaten belegten Stellen sowie Auswahl alle Arten Wohnungs Ein- bei den Mitgliedern des Klubs zu haben. 101/ 5* Um recht zahlreiche Betheiligung bittet Das Comité. Verkauf. Besichtigung für Brautleute am Mittwody, 8. Juli, abends 8 Uhr, bei Strohmeyer, Martgrafendamm. richtungen, auch einzelne Möbel, zum Tages Ordnung: S Die Mitglieder werden ersucht, zahlreich zu erscheinen. Gäste willkommen. Der Vorstand. Sutarbeiter und Arbeiterinnen! Montag, morgens 10 Uhr, findet im Zotale der Brauerei Friedrichshain eine 86/17 Brunhilde 0 Roland- Cheviot 1. Vortrag des Genoffen Dr. A. Bernstein: Der wirthschaftliche Mate- fehr empfehlenswerth. Einrichtungen Am Donnerstag, den 9. Juli, findet die General Versammlung rialismus nach Karl Mary. von 100-800 Mart, elegante bis 224/2 6000 Mart. Aufstellung mehrerer statt. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes, Kassirers und Biblio Musterzimmer und Dekorationen. Auch thefars. 2. Neuwahl des Vorstandes." gebe ich neue ganze Einrichtungen auf Der wichtigen Tagesordnung wegen ist das Erscheinen aller Mitglieder Abzahlung. Besonders billig verkaufe dringend nothwendig. Der Vorstand. ich infolge oft günstigen Einkaufs die großen Vorräthe einfacher und eleganter gebrauchter herrschaftlicher Möbel und Polsterwaaren. Sopha, Kleiderspind, Bettstelle mit Matraße, gebraucht à 18 M., Küchenspind, gebraucht, 12 M., sowie alle Arten einfache und bessere gebrauchte Möbel in großer Auswahl. Nußbaum- und Mahagoni fournirte Kleiderspinden, Wäschespinden, gweithürig mit Aufsatz à 36 M. Muschelspinden 45 M. Wohnzimmer, Sophas mit Ausziehsiz 36 M. Salongarnituren in reicher Auswahl von Versammlung fämmtlicher Ausständigen statt. Tages- Ordnung: 1. Situations- Bericht. 2. Diskussion. Achtung! Stuckateure! Fachvereins- Versammlung am Montag, den 6. Juli cr. bei Buske, Grenadierstr. 33. Tagesordnung: 1. Statutenberathung des Arbeitsnachweises. 2. Raffenangelegenheit des Kassirers. 3. Verschiedenes. 5. an, echt nußbaum Trumeang Plüscheinfaffung von mit Stufe 60 M. Paneelsophas mit 75. an. Buffets in eichen und nußbaum, dito Koulissentische, Salonschränke, Ankleideselbstgewebte, echtfarbige und unverwüstliche Hauskleiderstoffe. Ortrud und Rosalinde neueste und eleganteste PromenadenKleiderstoffe. Spezialität unerreicht in Haltbarkeit und Eleganz; andere Herrenstoffe in nur modernen und geschmackvollen Dessins zu sehr billigen Preisen. Portièren in grösster Auswahl. Alle Aufträge von 20 M. an und Muster stets franto. Carl H. Klippstein& Co. in Mühlhausen i. Thür. Weberei und Versandt- Geschäft. Kur- Bade- Anstalt und Massage bout H. 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Vortrag des Genossen Heinrich Schulz: Wider unsere Prügelpädagogen. I bei Gründel, Brunnenstr. 188. Vortrag und Statutenberathung. Ill bei Cohn, Beuthstraße 20-22. Vortrag vom Genossen Dr. Jo el. IV bei Rautenberg, Dranienstr. 180. Vortrag. Üm zahlreiche Betheiligung bittet 168/20 Die Bevollmächtigten. Oeffentliche Versammlung der Kistenmacher am Montag, den 6. Juli, abends 8%, Uhr, in Cohn's Fettsälen, Beuthstr. 22. Tages Ordnung: 1. Abrechnung des Vertrauensmannes vom 2. Quartal. 2. Aufstellung eines Kandidaten zur Gewerbegerichts- Wahl. 8. Die Mißstände in der Klaffte'schen Riftenfabrit. 4. Verschiedenes. Die Arbeiter und Herr Klaffte sind hierzu brieflich eingeladen. Der Vertrauensmann. THE Achtung! 97/1 5035* Der Werkmeister. Zum Selbststudium in Lief. à 60 Pf.[ 2473b B. Simonssohn's Buchhandlung, Berlin N., Invalidenstr. 138. Burüdgefehte( wenig fehlerhafte) Teppiche!! Portieren!!! Gardinen!! 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Herrlichstes Etablissement der Residenz." Sonntag, Arbeiter- Bildungs- Schule Großes Sommerfest An das Volk von Berlin! Da sich das Terrain bei Treptow als zu klein erwiesen hat, um ein erschöpfendes Bild von der Höhe unserer Kultur zu bieten, so haben es einige kühne Männer unternommen, eine 2. Berliner Gewerbe- Ausstellung auf dem Gelände der Brauerei Friedrichshain zu veranstalten. Einzelne, bisher noch gar nicht ausgestellte Erzeugnisse, sowie Einrichtungen unserer lieben Vaterstadt finden hier eine würdige Stätte und dem Neugierigen wird sich ein verblüffendes Bild darbieten. Eröffnung am Sonnabend, den 11. Juli 1896. Erster und einziger Illuminations- Abend. Die Fontaine ,, Ominöse". Mehrere Konzerte von zivilberuflichen Musikbanden. Haupt- Ausstellung. Gruppe I. Theater ,, Neu Berlin". Bekleidungs- Industrie. Trachten- Museum 1896. Gruppe II. Volks- Wohlfahrt. Bildungs- und Erziehungsmittel. Gruppe III. Volks Ernährung.-Billige Rohprodukte. Muster- Küche. Vieh- Ausstellung. Gruppe IV. Wohnungs- Einrichtungen.- U. a. Salon einiger Reichstags- Abgeordneter. Gruppe V. Naturwissenschaftliche Abtheilungen. Vergnügungs- Park. Die grosse Wasserbahn, ununterbrochen im Betrieb. Der Süd- Pol, bei günstiger Witterung unheimliche Schneestürme. Das Riesen Fernrohr. Die Wunder des dustern Himmels. Der Ballon ,, hackt schief" an einer 400 m langen Drahtschnur. Das egyptische Wüsten- Café- arabicum, ganz schwarz gesengte Bedienung. Rin in den Harem! Esel- Station. Bayerische Gebirgsschänke ,, Zum Kuhschwanz" in der Nähe der Alpen." Schwindelfreier Aufenthalt. Automatisches Restaurant. Das goldene Buch. -Preise für die Kaffee- Siederei: In Portionskannen, von 2 Portionen an, wird Verbandes der Bäcker Deutschlands und des Bäcker- Gesangvereins„ Morgengrauen". Theater, Vorträge und Aufführung eines lebenden Bildes. Programmi In dem herrlich eingerichteten Große Theater- Vorstellung. Sommergarten: Bei ungünstiger Witterung findet dieselbe im Saale statt. Zur Aufführung gelangt: 5. Auftreten des beliebten Berliner 1. Eine luftige Flugblatt- Verthei- Volts- Humoristen Emil Rüst er. lung oder: Der geprellte Gendarm. 6. Gesangsvorträge des Gesangvereins. Politisch- satyrisches Lustspiel in einem 7. Um 9 Uhr abends: Aft. 2. Der geprellte Ochsenwirth. Luftspiel in einem Att. Großes lebendes Bild: Der Triumph 3. Auftreten des Salon- und Spezial- des Marimal- Arbeitstages. Mit bengalischer Beleuchtung, nebst Humoristen Herrn Aderkes. 4. Auftreten des Gesangs Humoristen Prolog und Ansprache des Vorsitzenden Herrn Bucholz. des Verbandes. You großen liefenfaate but fact: Gr. Lanz. Kemen, dahlen 50 W. tach. besetztem Orchester von 3 Uhr Anfang nachmittags 2 Uhr. Pf. Programm 80 f. Die Kaffeeküche ist von 3 Uhr an geöffnet. An folgenden Stellen sind Programme vorher zu haben: Verkehrslokal, Klosterstr. 101, bei MoII; beim Kassirer des Verbandes H. Teupel, Am Ostbahnhof 3( Bäckerladen); und am Tage des Festes im Restaurant, Roppenstraße 28, neben Keller. 40/3 Zu diesem Feste erlauben wir uns die verehrten Kollegen mit ihren werthen Damen sowie Freunde und Bekannte freundlichst eingeladen. Der Vorstand. Charlottenburg. im Garten zu nachstehenden Preisen Portionen 8 Einlass- Scheine 25 Pf. Rund- Tanz ( 6 Tassen) 60 PL; 5 Portionen( 6 Tassen) 90 Pf.; 3 Portionen( 10 Tassen) 140 PL.; 10 Portionen( 20 Fassen) 150 P. Sozialdemokratischer Wahlverein. Am Hauptportal 30 Pf. Ideal- Billets haben keine Giltigkeit. Gesellschafts- Tanz, der den Herren nur gegen Erlegung von 50 Pf. gestattet ist. Avis! Anmeldungen von Ausstellern werden nicht mehr angenommen, da die neu errichteten und vollständig verbauten Ausstellungs- Räumlichkeiten schon überfüllt sind. Der Arbeits- Ausschuss der Arbeiter- Bildungs- Schule. 1. A. Die drei kühnen Männer. Sonnabend, den 11. Juli, in der Brauerei Friedrichshain, Anfang 4 Uhr. Einlass- Scheine in allen mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Heute, Sonntag, den 5. Juli 1896: Grosses Sommer- Fest in ,, Bismarkshöhe", Wilmersdorferstraße 39 Vokal- und Instrumental- Konzert. Theater. Großer Kinder- Fackeling. I 206/1 Entree 30 Pf. inkl. Tanz. Achtung! Parteigenossen Berlins. Achtung! Homöopath. Sonntag, den 12. Juli cr.: Großes Volks- Fel im Schloß Weißensee( früher Sternecker), arrangirt von Genossen des 5. und 6. Wahlkreises. Großes Instrumental- Doppel- Konzert, ausgeführt von zwei Kapellen der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker unter Leitung des Dirigenten Herri Schonert. Theatersaal. In demselben findet von vormittags 10 Uhr ab halbstündlich eine Vorstellung statt. Zur Aufführung gelangt: Weltenwende. Fest- Schauspiel in 1 Aufzuge von C. M. Scävola. Dargestellt von Mitgliedern des Berliner Boltsbühnen- Ensembles unter Leitung von Julius Türk. Singspielhalle. In befelben findet von vormittags 10 Uhr ab halbſtändlich ein Vortrags- Byklus von acht humoristisch- satirischen Gegenwarts- Bildern statt. Dargestellt von Mitgliedern Berliner Bühnen, verfaßt und geleitet von C. M. Scävola. Großes venetianisches Kostüm- Schwimmfest, veranstaltet vom Schwimmklub ,, Mord". Gesangs- Aufführungen von Mitgliedern des Arbeiter Sänger- Bundes. 500 Sänger. Triumphzug des Arbeiter- Radfahr- Vereins„ Berlin". Kinder- Festspiele mit großartigen Ueberraschungen. Grosses Brillant- Wasser- Feuerwerk, ausgeführt vom Pyrotechniker Herrn Bork. Bum Schluk: unter Feenhafter Lebende Bilder auf einem Schiffs de bes ganzen better Beleuchtung Großer Ball Sees. Anfang nachmittags 4 Uhr. Das Komitee. Arzt Dr. Hösch, Linienftr. 149. 8-10, 5-7, Sonntags 8-10 Uhr, für Brust, Unterleibs, Frauen, Nerven, Hautkrankheiten, Gicht, Rheumat. Berliner Gewerbe- Ausstellung 1896 Mai bis Oktober. Deutsche Fischerei- Ausstellung Deutsche Kolonial- Ausstellung Kairo Alt- Berlin Riesenfernrohr Sport- Ausstellung Alpen- Panorama Nordpol Vergnügungspark. * * * Ostbahn Park Rüdersdorferstr. 71. Am Kästriner Park. Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Garten- Konzert von der 24 Mann starken Hauskapelle unter Leitung des Musikdirektors Herrn P. Nimscheck. Kaffeeküche 3-5 hr.- Entree 15 Pf., wofür ein Glas Bier gratis: Volksbeluftigungen jeder Art. 4 Kegelbahnen zur Verfügung. Gute Biere, ausgezeichnete Küche zu foliden Preisen. Sonntags Entree 20 Pf., Kinder 10 Pf. H. Jmbs. Moabiter Klub- Haus, No. 9. Beusselstrasse No. 9. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Mufit, ausgeführt von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil. Berufsmusiker. Saal mit Theaterbühne, bis 400 Personen faffend, steht den Parteigen offen und Vereinen zu Vergnügungen und zu Versammlungen unentgeltlich zur Verfügung.- Tages- Restaurant, Weiß- und Bairisch- BierLotal. Großer Mittagstisch mit Bier 60 Pf. 2 Vereinszimmer sind noch einige Tage zu vergeben. 4957* C. Fischer. Admiral- Strasse 18 c. Märkischer Hof, geben Sonntag im prachtvollen Spiegelsaal großer Festball. Anfang 4 Uhr, Ende 2 Uhr. Entree frei. Tanz frei. Die beiden Säle find noch einige Sonnabende frei zu SommernachtsBällen, zu Hochzeiten, Festlichkeiten u. Versammlungen. Gr. Vereinszimmer. Vereinshaus ,, Süd- Ost", strasse 75. Empfehle meinen Saal, 500 Personen fassend, zu allen Festlichkeiten und Versammlungen; im Juni, Juli und August ist derselbe noch an Sonn abenden an Vereine zu vergeben.[ 4955*] Hermann Brüder. Mierke's Bolfsgarten. Schönhauser= Jeden Im Allee 1012. Sonntag: Frei- Konzert. same: Gr. Ball. alle Freunde und GeJägerhaus Pf." Saale: noffen lade ergebenst ein. Schönhauser 103. Neu renov. schatt. Garten( 6000 Personen fassend), gr. Tanzsaal, 4 Regelbahnen, Kaffeefüche v. 2 Uhr ab. Grösste Volksbelustigungen in ganz Berlin. im Bal champêtre von 4 Uhr ab. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Bi. Sanssouci" Schmargendorf Die Kaffeeküche in von früh 8 Uhr an geöffnet. 220/13 Anfang präzise 8 Uhr. ist à Liter Milch 60 Pf. Billets 20 Pf. Für Fahrgelegenheit ist bestens gesorgt. gelen( 83 Stuhlaerßte. 20,21 vis- a- vis Schützenh., direkt am Wald gelegen, großer Tanzsaal, Kaffeeküche, große Spielplätze, 2 gute Kegelbahnen, Voltsbeluftigungen aller Art. Vorzügliche Speisen und Getränke, solide Preise. Vereinen und Gesellschaften bestens empfohlen. 52902* Jeden Sonntag: Grosser Ball. Anfang 4 Uhr. Alfred Malitz. Stralan, Dorfstrake 25. Schöne Aussicht nach der gegenüberFabriken schon jetzt zu Sommervergnügungen zu vergeben. Chr. Schröder. Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Alte Taverne" Jeden Sonntag: Gr. Konzert. Billets sind an den mit Plakaten versehenen Stellen, sowie an der Kaffe zu haben. liegenden Gewerbe- Ausstellung. Gr. Garten, Saal mit Bühne, für Vereine und Das Komitee. 3. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volfsblatt. Nr. 155. Gewerkschaftliches. Sonntag, den 5. Juli 1896. 13. Jahrg. die in der Gallerie ausgestellten Waaren und Automaten be- Pflicht der Kollegen, jeden Bau, auf welchem minderwerthig ge aufsichtigen müssen, sondern zu seinen Obliegenheiten habe auch arbeitet wird, der Kommission zu melden, doch muß sich jeder Die Versammlung beschloß die Der Zentralvorstand des allgemeinen Vereins der Töpfer zuliefern. Nun hätten zweien der Waarenaussteller der Gallerie strikte Innehaltung des Beschlusses vom 7. April dieses Jahres gehört, Verkäufe abzuschließen und das eingenommene Geld ab- streng an die Wahrheit halten. und Berufsgenossen Deutschlands hat für den Deutschlands hat für den 19. und 20. Oktober d. J. einen Kongreß nach Hildesheim einberufen. Gegenstände im Werthe von zusammen 30 M. gefehlt, ohne daß ferner die strengste Handhabung der Kontrolle. Ein Antrag auf ihnen das Geld dafür abgeliefert sei. Sie, die Beklagte, habe unterstützung der ausgesperrten Hutmacher wurde der LohnDie Arbeiter der Norddeutschen Reismühle in Ham- dasselbe laut einiger, dem Gericht vorgelegten Bescheinigungen fommission mit dem Hinweis überwiesen, diefelben nach Bedarf burg, Bullerhuserdamm, haben am 2. Juli die Arbeit nieder- ersetzen müssen. Der Diener sei durch die Hausordnung ver- zu unterstützen. Eine Besprechung behufs Aenderung der bisher gelegt. Die Veranlassung dazu war folgende: Ende April d. I. pflichtet worden, für alle fehlenden Waaren, für geübten Taktik wurde bis zur nächsten Versammlung vertagt. traten die Arbeiter dem Verband der Fabrik-, Land-, Hilfs- und die er kein Geld eingenommen, aus seiner Tasche Ersatz Die Zahlung der Beiträge am Sonntag muß wegen der Mitgewerblichen Arbeiter bei, um gegen die Anmaßungen des Lager- zu leisten. Das Gericht erachtete diese standalöse Bestimmung glieder- Versammlung bis 10 Uhr beendet sein. meisters Staege erfolgreich Front machen zu können. Nachdem für rechtsverbindlich, weil sich der Kläger durch Anerkennung der eine öffentliche Versammlung im„ Marienhof" sich mit den zu ständen in der Reismühle befaßt hatte, wurde dem Lagermeister seitens der Direktion die Befugniß zur Annahme und Entlassung Der Arbeiter genommen und ein Arbeiter mit dieser Funktion betraut. Damit war einer der Hauptwünsche der Arbeiter erfüllt und es herrschte wieder Ruhe in der Mühle. Am 29. Juni wurden drei Mann, darunter der Arbeiter Groth, entlassen. Da letzterer verschiedentlich für seine Hausordnung damit einverstanden erklärt habe, und wies die beiden Forderungen des Dieners als unbegründet ab. Ob ein persönliches Verschulden des Klägers vorliege oder nicht, sei mit Rücksicht auf jene Abmachung unerheblich. Versammlungen. " Die Lage der städtischen Bureau- Hilfsarbeiter gab gestern Abend einer nach dem Panorama- Restaurant( Neue Friedrichstraße) einberufenen, start besuchten Versammlung des Vereins der Gemeindebeamten zu Berlin" wieder Anlaß zu heftigen Anklagen gegen die Berliner Stadtverwaltung. Von allen Seiten wurden gravirende Fälle als Beweise für die mehr als mißlichen Verhältnisse der Hilfsarbeiter mitgetheilt und er flärt, daß sowohl die materielle Stellung wie auch die BehandKollegen eingetreten war, betrachteten die Arbeiter Groths und Umgegend beschloß in seiner letzten Sizung vom 28. Juni, forderten Leistungen, Der Ausschuß des Arbeiter- Sängerbundes von Berlin lung dieser Beamten im Gegensatz zu den von ihnen ges eine gradezu unwürdige sei, und Entlassung als Maßregelung und beschlossen, die Nachtarbeit zu an dem früheren Beschluß, das Sängerfest am 9. August in daß fte Bezug auf Gesetz und Recht unter verweigern, um weiteren Entlassungen wegen angeblichen Bichelsdorf zu veranstalten, festzuhalten. Der Direktor der dem Gesinde ständen. Die Hilfsarbeiter müßten in je. Mangels an Arbeit vorzubeugen. Daraufhin bekamen am Morgen, furz vor 7 Uhr, 16 Arbeiter ihre Entlassung; vier Brauerei Pichelsdorf habe versprochen, alles aufzubieten, der Hinsicht genau dasselbe leisten, was von den angestellten Polizeibeamte standen Wache, damit auch jeder der Sechszehn um angenehmen Aufenthalt und günstige Fahrverbindung zu Beamten beansprucht werde, könnten also diesen gleichen Pflichten die Mühle sofort verlasse. Dies hatte zur Folge, daß sich fast schaffen. Der Vorsitzende forderte zum Schluß auf, nunmehr für gegenüber auch die gleichen Rechte fordern, und sei es daher sämmtliche Arbeiter, etwa 80 Mann, außer den Müllern und das Fest lebhaft zu agitiren, damit es einen dem Sängerbund" feineswegs zuviel verlangt, daß sie ebenfalls fest angestellt, besser würdigen Verlauf nehme. befoldet, namentlich aber für Krankheitsfälle sowie für ihr Alter einem Verbandsmitgliede mit den Sechszehn solidarisch erklärten besser versorgt werden wollten. Sogar größere Privatgesells und die Arbeit einstellten. Daß die Entlassung der 16 Arbeiter Bäckerversammlung. Bei Keller, Koppenstraße, tagte am schaften sorgten nach dieser letzteren Richtung hin nicht nur für von der Direktion schon vorher bestimmt war, geht daraus her- 23. Juni eine außerordentliche Versammlung des Bäckerverbandes. ihre Beamten, sondern auch für ihre Arbeiter. Die Stadtvor, daß bereits um 8 Uhr zehn Arbeiter vom Arbeitsnachweis Nach einem Referat des Genoffen Hoffmann unterzog Kollege verwaltung der Reichshauptstadt aber wolle sich dieser mindestens der Patriotischen Gesellschaft zur Stelle waren, die jedoch, als sie Sandhoff die Verordnung des Bundesraths über den Bäckerei- moralischen Verpflichtung um jeden Preis entziehen. Mehr als den Sachverhalt erfuhren, die Arbeit nicht aufnahmen. arbeiterschutz nochmals einer eingehenden Kritit. Seine Aus- bedauerlich aber sei es, daß zu diesem Zweck von maßgeblicher Die Maler in Posen haben die in Aussicht genommene führungen gipfelten darin, daß es nun erst recht Pflicht der Seite jetzt sogar zu dem Mittel gegriffen werde, durch Artikel Die Maler in Posen haben die in Aussicht genommene Bäckerei- Arbeiter sei, sich zu organisiren, um über die Ausführung ganz unrichtigen Inhalts die Hilfsarbeiter in der öffentlichen Lohnbewegung aufgegeben, da es ihnen trotz der größten Andes Gesetzes zu wachen. Die Versammlung beauftragte den Vorstand, Meinung herabzusetzen und so die letztere gegen die Beamten zu strengungen nicht gelang, ein einheitliches Eingreifen der Arbeiter eine Betition an den hiesigen Magistrat zu senden, in welcher beeinflussen. Denn wenn die Hilfsarbeiter wirklich so wenig herbeizuführen. Bu berücksichtigen ist ferner, daß den Arbeitern fein Versammlungslokal zur Verfügung stand und der Zeitpunkt dieser ersucht wird, den Meistern im nächsten Jahre die 20 Tage brauchbar 2c. wären, wie es in jenem Artikel dargestellt worden, für einen Streit zu spät gewählt war. Die Kräfte sollen für als erlaubt vorgesehen sind) nicht mehr zu bewilligen. Zu dem angenommen, sondern auch behalten habe und sie 10, 15, 20, für einen Streit zu spät gewählt war. Die Kräfte sollen für ueberarbeit( die in der Verordnung des Bundesraths auf Antrag so sei es doch merkwürdig, daß der Magistrat sie nicht nur eine günftigere Zeit aufgespart werden. Puntt Musterbädereien auf der Gewerbe- Aus- ja 25 bis 28 Jahre die schwierigsten und verantwortungsvollsten ft ellung" wurde bekannt gegeben, daß in der Bäperei von Arbeiten habe ausführen lassen. Absolut falsch aber sei die Bes Gartz am ersten Pfingstfeiertag Kollegen zur Aushilfe bestellt hauptung, daß erkrankte Hilfsarbeiter nie ohne Hilfe" gelassen waren, die vom ersten Pfingstfeiertag 1/22 Uhr mittags bis zum würden, indem fast ausnahmslos gerade das Gegentheil der Fall zweiten Feiertag um 1/22 Uhr bei einer faum halbstündigen sei. Sogar solche Beamte, die mehr als 20 Jahre für die Kommune Pause arbeiten mußten und dafür den horrenden Lohn von 3 M. gearbeitet hätten und schließlich infolge ihrer Ueberanstrengung erhielten. Von der Bäckerei von Tade, welche als Muster- erkrankt seien, hätten nicht nur feinen Pfennig Unterstüßung bäckerei gilt, wurde berichtet, daß, wenn eine Schicht aufsteht, erhalten, sondern sich auch obenein noch die Entziehung der fich die andere in diefelben Betten legt. Nachdem noch auf die Diäten gefallen lassen müssen, in einzelnen Fällen sogar unter Gewerbegerichts- Wahl aufmerksam gemacht worden war, wurde der Bemerkung, daß sie bei Nichteinwilligung sofort entlassen die Versammlung geschlossen. werden würden. Dies alles seien unwiderlegliche Thatsachen, an denen Basel, 1. Juli. Der schweizerische Bierkrieg ist nunmehr auf der ganzen Linie entbrannt. In fast allen Städten der Schweiz haben Volksversammlungen stattgefunden, welche den Boykott über das schweizerische Ringbier beschlossen. Ins gesammt sind 26 Brauereien boykottirt, und zwar in Basel 4, in Zürich 6, in Rheinfelden 2, in Winterthur 4, in St. Gallen 4 und in Bern 6. Einzelne Gewerkschaften haben überhaupt alles schweizerische Bier boykottirt. Der Boykott hat eine ganz un geahnte Wirkung, wie man fich's faum vorgestellt hatte. Wirthe und Brauereibesizer find in heller Verzweiflung, daß die Arbeiterschaft ihr Bier verschmäht, und δας Soziale Rechtspflege. Der Fachverein der in der Lederwaarenbranche be- die gegentheiligen Erklärungen des Magistrats nichts zu ändern „ bayerische" vorzieht. In den bürgerlichen Blättern schäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen hielt am 27. Juni eine vermögen. Allerdings seien den Hilfsarbeitern bei ihrer Annahme werden die bayerischen Brauereien der Unkollegialität fte angeklagt, weil Bier nach der Vereinsversammlung ab, in der die Einladung der Fabriken von alle möglichen Versprechungen, namentlich in bezug auf die Ans Schweiz liefern. Den besten Beweis, daß der Boykott ganz gehörig wirkt, liefert Gäbler, S. u. M. Rosenthal, Leopold Rosenthal und Tschuschte stellung gemacht. Gehalten seien diese aber nur bei denen, die der Beschluß der Basler Brauereibefizer, nach welchem sämmt auf der Tagesordnung stand. Der Vorsitzende Schulz schilderte fich gewiffer Konnexionen erfreuten, während die übrigen Hilfs. die elenden Lohnverhältnisse in der Branche und berichtete, daß arbeiter überhaupt niemals angestellt und, namentlich in letter liche Redner in der Volksversammlung, in welcher der Boykott Wochenlöhne bis zu 6 M. Herunter gezahlt werden. Einer Auf- 3eit, sogar bei jeder Gelegenheit auf ihre uferloſe Stellung hins befchloffen worden, wegen Geschäfts- und Kreditfchadigung angeflagt werden. Auf die Anklagebank kommen forderung zum Anschluß an die Organisation wurde von vielen gewiesen würden. Habe doch der Oberbürgermeister 3 elle, also die Genoffen Kläusler, Wullschleger, Refsellring, Dobbertin, Seiten nachgekommen. Die Verfaminlung beschloß, den Arbeits- wie man dieser Tage erfahren habe, vor furzem zu einem Bureaudirektor den bezeichnenden Ausspruch gethan, daß gegen Teufel und Conrath. Die Stellen der ausgesperrten Brauer sind nachweis nach Metzner, Dranienstraße 184, zu verlegen. die Hilfsarbeiter mit aller Strenge vorzugehen" sei. Unter diesen zum großen Theile wieder durch deutsche Brauer meistens Eine Versammlung der Baudeputirten der Puzzer Umständen war die Versammlung einstimmig der Ueberzeugung, aus dem Rheinlande und Hannover besetzt worden. Es ist Berlins und Umgegend fand am Mittwoch Abend bei Buske, daß bei den städtischen Behörden auf gütlichem Wege nie. im höchsten Grade bedauerlich, daß es gerade deutsche Brauer Grenadierstr. 33 statt. Nach dem Bericht der Kommission ver- mals eine Verbesserung der Lage der Bureau- Hilfsarbeiter zu find, welche so wenig Solidarität bekunden. fuchen jetzt einzelne der Bauspekulanten das augenblickliche An- erreichen sein werde, daß lettere daher die Hilfe der Staats: gebot der Puter für sich auszunuzen und die Löhne für Innen- behörden bis zum Minister hinauf erbitten, ja im put um 1-2 Pf. pro Quadratmeter herabzusetzen. Die Herren äußersten Falle dem Kaiser ihre traurige Lage darlegen gehen von der Meinung aus, daß der im Frühjahr mehr ge- müßten, und es wurde eine derartige weitere Verfolgung der zahlte Betrag wieder herausgeschlagen werden müsse. Bemerkens- Angelegenheit von dem Verein bereits in Aussicht genommen. wurde von dem Vorsitzenden noch mits werth ist, daß die Lohnkürzer Juhaber höchst zweifelhafter Bau- Schließlich daß die geschäfte sind; die übergroße Mehrheit der besseren Baugeschäfte getheilt, von der Juristischen Wochenschrift" hat ihr gegebenes Versprechen gehalten. Sollen die im Kampfe gebrachte Nachricht, das Reichsgericht habe in der Klage. gebrachten Opfer nicht umsonst gewesen sein, so ist es Pflicht fache eines Gemeindebeamten der Stadt Aschersleben gegen der Kollegen auf den hetreffenden Bauten, sofort die Arbeit den dortigen Magistrat in entgegengesetztem Sinne wie in der niederzulegen. Der Beschluß vom 20. April sichert den be- Sache Malig gegen den Berliner Magistrat entschieden, nach den troffenen Buzern eine ausreichende Unterstützung zu. Um aber Ermittelungen des Zentralverbandes der Gemeindebeamten die Kontrolle in ausgiebiger Weise ausführen zu können, ist es Preußens" vollständig erfunden sei, da ein derartiger Prozeß Seitdem hat sich derselbe Vorgang wenn auch nicht in im Gasindustrie Gebäude, auf die wir noch speziell zu noch viele hundertmal wieder- sprechen kommen werden, derselben drastischen Weise gehört zu den intereffantesten der großen Industrie, um ihr Können dem Publikum ziemlich verständnißlos den einzelnen Apparaten gegenüberstehen Als in dem elementaren Ringen der französischen Revolution der industrielle Kapitalismus auch auf dem Kon- zu zeigen, galt es doch mit der Anlockung eines kauffräftigen dürfte. Ebenso sind im Chemiegebäude hochinteressante AusPublikums gleichzeitig auch den Konkurrenten aus dem Felde zu stellungsobjeke vertreten. In vielen Gruppen sieht man sogar, tinente die Fesseln der feudalen Produktionsweise gesprengt schlagen. Und bei jeder Ausstellung wiederholt sich das gleiche daß das Kunstgewerbe sich von dem Kunstgeschmack der Schöne hatte, nahm die Waarenproduktion in Frankreich die Poffenspiel, daß an ihr nicht blos die Entwickelung der berger Millionenbauern weit emanzipirt hat und wenn auch nicht analoge Entwickelung wie in dem Mutterlande des industriellen Industrie, die Fortschritte der Technik demonstrirt wurde, eigene Wege wandelt, so doch geschickt fremde Anregungen zu Kapitalismus: in England. Die Waarenproduktion demokratifirte sondern daß die Goldschreiber des industriellen Kapitalismus assimiliren vermocht hat. Dagegen ist aber die Maschinendie Industrie. An die Stelle der Eigenproduktion der bescheidenen gleichzeitig auch von ihr aus eine neue Nera zu datiren vers ausstellung, die Ausstellung der Elektrotechnik geradezu kläglich Gebrauchsgegenstände für den Eigenbedarf, an die Stelle der suchten: das goldene Zeitalter der Industrie für jedermann. vertreten. Am besten repräsentirt sich noch die Ausstellung der handwerksmäßig ausgeübten Lurusindustrie für die Bedürfnisse Die Verpächterin der Linden- Gallerie, Frau Direktor Jakob, hatte sich am 3. Juli vor dem Gewerbegericht gegen die Klage eines Dieners K. zu verantworten, der 30 M. Restlohn und außerdem eine 14tägige Lohnentschädigung beanspruchte. Hinsichtlich der letzteren gelang ihr der Nachweis, die Kündigung mit dem Kläger ausgeschlossen zu haben. Die Einbehaltung der 30 M. rechtfertigte sie damit, daß ihr das Geld auf grund einer vertraglichen Abmachung zufomme. Der Kläger habe nicht nur " Von der Bedeutung der Berliner Gewerbe- Austellung. bolt. Immer raffinirter wurden die Veranstaltungen Theilen der Ausstellung überhaupt, obwohl der Laie hier der Vornehmen trat die fabrikmäßig betriebene Großindustrie Bur gleichen Melodie wurde der gleiche Text gesungen auch Dampfmaschinen. Aber schließlich sieht eine Dampfmaschine aus mit ihrer Massenproduktion relativ billiger Gebrauchsgegenstände bei der Eröffnung der Berliner Gewerbe- Ausstellung, und in wie die andere, bei jeder bewegt sich ein Kolben und dreht sich ein für das Volt. Nicht die Robespierre'sche abstrakte Tugend, die allen Zeitungen, in großen und fleinen, fißen Drehorgelspieler, Schwungrad. die dasselbe Lied auf ihre Walze genommen haben. Aus der äußeren Anschauung kann man ein Urtheil über die Industrie wurde zum être suprême der Revolution. Das Wir dagegen lassen uns nicht in den Schlummer fullen und Elegans der Ausführung, über die mehr oder weniger geschickte „ Fest des höchsten Wefens" mit seiner Personifikation der überschäumenden Phrase vermochte wohl für einen sehen in der Berliner Gewerbe- Ausstellung gewiß alles eher als Raumdisposition der einzelnen Theile, über die Ruhe und GeräuschAugenblick das Bolt zu fasziniren, den Euthusiasmus für einen der Markstein einer Entwickelung nach dem Ausgleich der Klaffen- lofigkeit ihres Ganges gewinnen; was man aber nicht sehen Aber und auch das zu sagen ist allein der kann, das ist die Präzision der Steuerung, die Dekonomie ihres Augenblick bis auf das höchste zu steigern, aber am nächsten Tage gegensätze hin. setzte bereits der Rater ein: die unerbittliche Thatsache, daß unabhängigen Presse vorbehalten wir sehen in der Berliner Dampfverbrauches, und so ist die Ausstellung der Dampfder Konvent den Hunger nicht zu stillen vermochte, Ausstellung nicht einmal einen Markstein in der technischen Ent- maschinen, wie sie hier geschehen, uninteressant für den Fachmann und langweilig für den Laien. daß man mit den taum wickelung unabhängig von den sozialen Konsequenzen. löschpapierenen Assignaten Brot zu kaufen im stande war. Ganz anders dagegen Schon rein äußerlich betrachtet, tritt draußen in Treptow In unserem Zeitalter, dem die Maschine ihren charakteristi wirkte das Volksfest des Direktoriums zur Feier der die Industrie und die Technit start hinter den Veranstaltungen schen Stempel aufgedrückt hat, interessirt sich fast jeder gebildete Begründung der Republik: Die erste Industrie- Aus- zurück, die uns von der Hasenhaide her wohlbekannt sind. Aber Mensch für die Entwickelung der Maschinenindustrie, ist doch unsere stellung auf dem Marsfelde vom Jahre 1798 verlieh der selbst wenn wir hier wohlwollend beide Augen zudrücken wollten, ganze gegenwärtige Kultur auf der Dampfmaschine und der von Industrie einen Nimbus, der das Volk in Wahrheit in selbst- so müßten wir doch auf das Manko hinweisen, das die Gewerbe- ihr betriebenen Umformmaschine basirt. In dem gewaltigen gefällige Zufriedenheit einzulullen vermochte. Ausstellung an sich bekundet. Epos des Maschinenzeitalters giebt es aber Fortschritt von Strophe Als das Volk zum ersten Male die Wunderwerke der jungen Wenn man auch nur bescheidene Ansprüche an eine Gewerbe zu Strophe und eine Gewerbe- Ausstellung martirt gewissermaßen den Industrie vor sich sah, da fühlte es sich von der Hoffnung belebt, Ausstellung stellt, so kann man doch zum mindesten von ihr ver Abschluß eines größeren Entwickelungsabschnittes. Da soll man denn daß nun in Wahrheit die Zeit seiner Emanzipation herein- langen, daß sie die Bedeutung der Industrie des Ausstellungs: auch sehen können, was bisher geleistet worden ist, wie die wo die Ansätze zu ihrer gebrochen sei; es glaubte an die Harmonie der Interessen gebietes zur Darstellung bringt. Stellt man höhere Ansprüche, die Entwickelung vor sich gegangen ist zwischen Rapital und Arbeit; es hoffte einen realen Autheil an außerhalb des Konkurrenztampfes der Industriellen unter einander weiteren Entwickelung zu suchen sind. Aber gerade in dieser den Segnungen der Industrie haben zu können. liegen, verlangt man von einer Ausstellung auch eine pädagogische Hinsicht bietet die Berliner Gewerbe- Ausstellung fast gar nichts. Gewiß hatte die erste Judustrie Ausstellung das große Wirkung, so müßte fie bis zu einem gewissen Grade auch den Durch die Art und Weise, wie ausgestellt worden ist, gewinnt vielmehr den Eindruck, als ob die Berliner Rönnen des heimischen Gewerbes bekundet, hatte Anregungen Entwickelungsgang der Industrie oder wenigstens der wichtigsten man Industrie die Eierschalen ihrer Entwickelung noch nicht für die Entwickelung der Industrie nach allen Richtungen ge- Industriezweige charakterisiren. Eine ängstliche Berlin besitzt nun eine Industrie, die, was Umfang und abgestreift habe. geben, und sie hat fraglos dazu beigetragen, Gebrauchsgegenstände Geheimnißfrämerei mit verschiedenster Art, die vorher für die privilegirten Klaffen Leistungsfähigkeit betrifft, sehr wohl mit den Industrien neuen Modellen, mit neuen Mustern hervorzutreten, herrscht und refervirt gewesen, zum Allgemeingut werden zu lassen. Aber nur bedeutender altberühmter Industriebezirke wetteifern überall vor; es sieht aus, als ob der Konkurrenzkampf in erster zu bald hatten sich die Hoffnungen, die an die erste Industrie- tann. Auf gewiffen Gebieten, so auf dem der Elektrotechnik, Linie mit Hilfe von Fabrikgeheimnissen, aber nicht auf grund So lange dies Ausstellung geknüpft wurden, als trügerisch erwiesen. Die Fata spielt die Berliner Industrie sogar die führende Rolle. Von kapitalistischer Ueberlegenheit geführt wurde. der Fall ist, fühlt sich die Industrie noch morgana der Harmonie der Interessen zerstob vor dem wirt- alledem erhält man überall eher Kunde, als auf der Berline aber lichen Walten der großen Industrie, für die die Ausstellung nur Gewerbe- Ausstellung. Gewiß ist die Ausstellung der Stadt Berlin nicht innerlich erstarkt, ist sie noch nicht reif, in den das Retlameschild gewesen. intereffant und belehrend zu gleicher Zeit. Auch die Ausstellung Wettbewerb mit der englischen und amerikanischen Industrie H gegen den Magistrat in Aschersleben überhaupt garnicht an-| Bürgermeister; man ist überzeugt, daß er das neue Amt tüchtig| standes wird leider auch die Gewöhnung an einen Fehler erachtet. verwaltet. Warum auch nicht? Amerika. Ein Ausländer erhält wie ein Inländer Ungestrengt worden ist. Wie man aus dem Versammlungsbericht deutlich wahrnehmen Auf dem Artillerie Schießplatz zu Thorn hat sich am die Berufsgenossenschaft dies will, mit einer Rente abgefunden fallrente auch nach dem Auslande hin. Jedoch kann er, wenn wird, sind die Beschwerdeführer weit entfernt davon, Sozial- Freitag ein schwerer Unglücksfall ereignet. Ein Unteroffizier demokraten zu sein. vom Fuß- Artillerie- Regiment Nr. 6 und ein Kanonier vom Re- werden, deren Höhe im schiedsgerichtlichen Verfahren eventuell Rigdorf. Die Freie Vereinigung der Bau- und gewerb- giment Nr. 15 des Arbeitskommandos fanden auf dem Schieß- festzustellen ist. Für die im Baugewerbe versicherten Auslichen Hilfsarbeiter beschloß in ihrer letzten Versammlung, playgelände ein blind gegangenes Geschoß. Trotz des Berbotes länder bestehen jedoch 2 Ausnahmen: 1) die Höhe der Abfinin corpore dem Zentralverband beizutreten. Um die dazu berührten die Leute das Geschoß, welches explodirte. Von den dungssumme ist auf den dreifachen Betrag der Jahresrente genöthigen Vorarbeiten zu erledigen, wählte die Versammlung eine Sprengstücken wurde der Kanonier getödtet, dem Unteroffizier feßlich festgesetzt, 2) die Berufsgenossenschaft braucht die Rente nicht ins Ausland nachzusenden.- Nr. 100. Ein Hausfriedens fiebengliedrige Kommission. Ein aus der Nr. 20 des Bauhand- der linke Fuß zerschmettert. bruch liegt dann nicht vor, wenn man befugt eine fremde Wohwerker" verlesener Artikel zeitigte eine lange, unerquickliche De- In Wien ist am 30. v. M. eine Giftmischergesellschaft fest- nung betritt. Eine Befugniß zum selbst gewaltsamen Betreten batte. Sämmtliche Redner legten Protest ein gegen die Haltung genommen worden. Es sind drei Personen, der Kohlenhändler einer fremden Wohnung kann als vorliegend erachtet werden, des genannten Blattes gegenüber den Hilfsarbeitern. Mehrere Schmallegger, seine Geliebte Mille und sein Hausknecht Almer. wenn man auf die Hilferufe einer von ihrem Mann geRedner forderten dazu auf, die Maurer in ihrem Kampfe um Während Schmallegger nach eigenem Geständniß seine zweite prügelten Frau hin sich gewaltsamen Eingang in diese den Neunstundentag träftigst zu unterstützen. Nachdem noch zu zwecks Beistandes der Frau verschafft. zahlreichem Besuch des am 7. Juli in den Viktoriasälen statt- Frau mit Arsenik vergiftet hat, sind die beiden Anderen Chewohnung der Beihilfe verdächtig. Der Mörder hat die That am 27. Mai Hartmann. Ja.- A. P., Velten. Der Prozentsatz der findenden Stiftungsfestes aufgefordert worden, wurde die Ver- begangen. Er hatte seiner Frau mit Arsenit versetztes Fleisch Erbschaftssteuer richtet sich nach dem Verwandtschaftsgrad des fammlung geschlossen. zum Mittagessen vorgeseht und fah ruhig zu, wie sie Erben. 3. 100. Den Antrag auf Rückzahlung der Hälfte Friedrichshagen. Hier tagte am 28. Juni eine Versamm- davon aß und auch den beiden Kindern etwas abgab. Letzteren des Klebemarkenbetrages muß Ihre Frau innerhalb 3 Monaten lung für Graveure und 3iseleure, zu der auch eine An- hat das Gift nicht gefchadet, die Frau aber starb daran am nach Heirathsschluß stellen. Er ist zulässig, falls bis zur Heirath zahl Berliner Kollegen erschienen waren. An das Referat 4. Juni. Schmallegger ist auch verdächtig, im Sommer 1893 mindestens 235 Marken geklebt waren. Ein Formular für solchen des Kollegen Guttmann- Berlin knüpfte sich eine lebhafte seine erste Gattin vergiftet zu haben, um die zweite heirathen zu Antrag finden Sie in Stadthagen's Arbeiterrecht S. 319. Diskussion. Genosse Sonnenburg mahnte zum Beitritt zur tönnen; er räumte auch diese aus dem Wege, um seine jezige P. A. 1. Die Bedingungen, unter denen jemand Hebamme politischen Organisation. Eine Resolution, in der die Ver- Geliebte, die 18 jährige Schwester der Ermordeten, zu seiner werden kann, find weder für Deutschland noch für Preußen einsammelten sich mit den Bestrebungen der Freien Vereinigung Frau zu machen. Die Verhaftung des Mädchens erfolgte, weil heitliche. Die für Berlin und die für den Regierungsbezirk der Graveure und Ziseleure Berlins und Umgegend" solidarisch es auf grund der Erhebungen klar war, daß es mit Schmallegger Potsdam diesbezüglich bestehenden Verordnungen erflären und fich verpflichten, derselben beizutreten, fand ein einverstanden war, dessen Frau durch Gift beiseite zu schaffen. Sie in ber Sprechstunde auf der Redaktion einsehen. Der Haustnecht Almer scheint das verbrecherische Treiben des E. K. Solch Recht ist gefeßlich nicht begründet.-W. ftimmige Annahme. Paares durchschaut, aber, anstatt die polizeiliche Anzeige zu er- W. 10. 1. Das Eigenthum Ihrer Frau ist zwar auch wegen Wir erhalten folgende Zuſchrift: Der in Nummer 151, statten, die Situation für seine Zwecke ausgebeutet zu haben. Der von Ihnen gemachten Schulden pfändbar, aber nicht hastbar. 1. Beilage des„ Vorwärts" gebrachte Bericht betreffend Kürschner- Er bewog nämlich Schmallegger durch Drohungen, ihm das wird es gepfändet, so kann die Ehefrau die Interventionstlage Versammlung muß die Kollegen Stolz, Sänger und Geschäft, welches einen Werth von 900 fl. befißt, für 150 fl. zu anstrengen.( Stadthagen, Arbeiterrecht S. 221, 305, 306.) 2. Das Schäfer betreffend, der Wahrheit gemäß folgendermaßen überlassen, und Schmallegger ging darauf ein, trotzdem Almer Handwerkzeug ist umpfändbar; soweit ersichtlich, ist von lauten: Die Kollegen Stolz, Sänger und Schäfer nicht im stande war, auch nur den kleinsten Theil des Kauf- Ihren Sachen nur der Regulator der Pfändung preis wiesen die vorgebrachten Behauptungen ganz entschieden zurück und mußten die anwesenden Mamsels auf Verlangen des Kollegen schillings zu entrichten. Sänger die Unwahrheit der Behauptung bestätigen. Dies der Wahrheit gemäß. Sänger. Dieser Berichtigung gegenüber hält unser Berichterstatter die Nichtigkeit seiner Mittheilungen durchaus aufrecht. Von Herrn Lutz, Friedrichsberg, erhalten wir folgende Richtigstellung: Infolge von Reibereien unter meinen Arbeitern fab ich mich gezwungen, um wieder Frieden zu stiften, einen Theil der Lithographen und Steindrucker zu entlassen; es hat also kein Streit noch die geringste Veranlaffung dazu infolge Lohndifferenzen vorgelegen; ich habe im Gegentheil meinen Leuten bereits vor Wochen alles zugestanden, was erst in anderen Fabriten erstrebt werden soll. Uns ist diese Berichtigung des Herrn Lutz ganz unverständlich, da in unserem Bericht am 2. Juli ausdrücklich bemerkt ist, daß die Differenzen beigelegt find. Von Lohnabzügen ist garnicht die Rede gewesen, nur wurden die von dem Einsender selbst zu gestandenen Maßregelungen erwähnt. Bei näherer Betrachtung, ohne seiner gereizten Stimmung zu folgen, wird Herr Lutz zu der Ueberzeugung kommen, daß die Berichtigung unnöthig war. Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag und Montag fein Unterricht. Die Referäume sind von 10-12 Uhr vormittags refp. von 8 Uhr abends an geArbeiter- Sängerbund Bertins und Umgegend. Vorsitzender Ad. Neumann, Bafewalterfir. 3. Alle Menderungen im Vereinskalender sind zu richten an Friedrich Fortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Arbeiter- Randherbund Berlins und Umgegend. Renderungen im Bereinskalender sind zu richten an Karl Stiller, Kleine Frankfurter straße Nr. 7, 1 r. Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Alle Buschriften, den Bund betreffend find zu richten an: Hermann Jahn, Schönhauser Allee 177 c. öffnet. Verein der Maschinisten, Heizer und Berufsgenossen Berlins und mgegend. Sonntag, den 5. Juit, nachm. 5 Uhr, Generalversammlung Orantenstraße 51. Bühnenverband Preciosa". Heute nachm. 3 Uhr, bei Krebs, Dhmgaffe 2, Generalversammlung. Privat- Theatergesellschaft Dornröschen". Heute nachm. 5 Uhr bet Bötführ, Invalidenstr. 5, 1 Tr., Gizung. Vergnügungsklub„ Oftend". Sonntag Nachm. 5 Uhr bei Noell, Straußbergerstr. 3: Sigung. " Kosmos", Verein für voltsthümliche Wissenschaft. Montag, den 6. Jult, abends 8% Uhr, bei Hensel, Brunnenstr. 178: 1. Vortrag über:„ Die Egton- Bewegung". Deferent: Herr Grempe. 2. Diskussion. Oberfilieuten. M. v. Egidy hat sein Erscheinen zugesagt. Gäste willkommen. Vermischtes. Den Zehnpfennigtarif hat vom Mittwoch ab die Große Straßenbahn in.. Leipzig auf ihren sämmtlichen Linien ein geführt, nachdem der Rath seine Genehmigung hierzu gegeben hat. In Oos( bei Baden Baden) hat sich ein seltener Fall ereignet: Die Gemeinde wählte nämlich ihren Ortsdiener Ihle zum Geistliches aus Kaukasien. Wie der„ Nowoje Mremja" aus Tiflis gemeldet wird, ist dort am 17. Juni am hellen Tage im Exarchatsgebäude der Archimandrit Nikolaus erdolcht worden. Der Mörder war der seines geistlichen Ranges verlustig erklärte ehemalige Geistliche Kalmachelidse, der dem Archimandriten im Korridore auflauerte und ihm zwei Dolchstiche in den Unterleib beibrachte, infolge deren der Archimandrit nach einer Stunde verschied. gegeben. fönnen Die Schulze, Luckenwalde. 1. Nein. 2. Erwirkung eines Auslandspasses ist zweckmäßig. Schrift. liche Antwort zu ertheilen, müssen wir ablehnen. Großmann. Sie können den Brief liegen lassen. Amandus. Sie brauchen keine weitere Einwilligung zur Heirath als die Ihrer Braut.- Wedding B. S. Nach Ihrer Schilderung sind Sie voll erbberechtigt. Beantragen Sie gerichtliche Nachlaßregulirung beim Amtsgericht Berlin I, Neue Friedrichstraße 12/13. G. K. 50. Ja. Alter Abonnent. Sie müssen dieselbe Art Scheibe einsehen lassen. A. R. 117. Der Die starke Vermehrung der Eisberge in den antarkti- Betreffende soll seinen Anspruch auf Unfallrente schleunigst bei schen Meeren, die seit mehr als einem Jahre übereinstimmend der landwirthschaftlichen Berufsgenossenschaft anmelden. Der gemeldet worden ist, hat schon zu den merkwürdigsten Hypothesen Biß eines Gutsbesitzerschweins während seiner Fütterung ist betreffs der Ursache dieser Thatsache Veranlassung gegeben. Die zweifellos ein Unfall im Betriebe. Stahbollenbach. Nein. meisten Gelehrten nehmen an, daß diesem Zuwachs an Eisbergen P. 9. 100. Sie müssen sich an das Bezirkskommando wenden. eine besondere Vermehrung des Schneefalles auf dem antarktischen R. K. 100, H. G., G. 5. 105, Kühnel. Ja. K. J. Festlande vorausgegangen wäre, welche ein schnelleres Fließen 52 Dkl., Buwnleit 70, Münchebergerstr. 34, 55. Nein. des Gletschereises zur Folge gehabt hätte; dadurch sei auch die A. N. Ist der Lärm so groß, daß die Wohnung unbrauchbar Bahl der Eisberge, welche befanntlich durch das Abbrechen der ist, so tönnen Sie gegen den Wirth auf Aufhebung des Vertrages Gletscherenden am Meeresufer entstehen vermehrt worden. Nun klagen. Indeß hängt die Entscheidung wesentlich von dem zus hat türzlich H. C. Russel vor der töniglichen Gesellschaft von fälligen Empfinden des Richters ab. C. Ludwig. 1. Die Ja. – 21. 23. 1000. Neu- Südwales erklärt, er halte ein plötzliches Zunehmen des Klage hätte Aussicht auf Erfolg. 2. Schneefalls für undenkbar; außerdem würde derfelbe auch gar Lohnarrest für Alimente der Ehefrau oder der ehelichen nicht die verlangte Wirkung ausüben. Er glaubt vielmehr, daß Rinder ist zulässig. G. 100. 1. Eine bestimmte Frist besteht eher eine vermehrte Thätigkeit der auf dem antarktischen Konti- nicht. Ihr Anwalt muß den Antrag stellen. 2. Nach einem nente befindlichen Vulkane daran schuld sein tönne; die Vulkan- Monat nach Zustellung, falls nicht Berufung eingelegt wird. ausbrüche sollten zu Erdbeben und diese zu einem vermehrten Wilhelm 9. 1. und 2. Fragen Sie bei der Direktion der Abbrechen des Gletschereises an der Küste Veranlassung gegeben Gesellschaft Urania", Taubenstraße, an. 3. In 30 Jahren. Erbregulirnng. haben. Noch näher scheint allerdings die Annahme zu liegen, 4. Ja. 5. Nach erreichter Großjährigkeit. daß von dem großen Vorrath an Gisbergen, welche dem Süd- 1. Da, soviel ersichtlich, der Todesfall in der Mark Brandenburg polar- Kontinent vorgelagert find, lediglich durch verstärkte Strö- fich ereignet hat, so müffen Sie entweder auf das Erbtheil Ihrer mung des Meeres nordwärts eine größere Masse von Eisbergen zweiten Ehefrau verzichten oder Ihre Tochter aus zweiter Che in niedere Breiten abgeschwommen sei. Briefkasten der Redaktion. Literarisches. -erbt mit Ihnen dergestalt, daß sie die Hälfte des Nachlasses Jhaer zweiten Ehefrau und Ihres Vermögens( also 36 000) ers hält. Berzichten Sie, so erbt Ihre Tochter den mütterlichen Nachlaß allein. 2. Ja. 8. Das, was Sie hinterlaffen, erben dann Ihre Kinder zu gleichen Theilen.- K. F. P. Auf Die juristische Sprechstunde findet am Montag, grund feines Gesetzes, aber auf grund grundfalscher Auslegung Dienstag, Freitag und Sonnabend, abends von des§ 112 Str.-G.-B. fönnten Sie mit Gefängniß bis zu zwei Jahren belegt werden. Aehnliche Fälle find dagewefen. 6-7 Uhr statt. M. S. 18. Gine Tochter bedarf zur Zeit noch bis zum 26. 1. Nein, 2. Der Reichstag ist vertagt.- A. B. Saar. zurückgelegten 24. Lebensjahr der elterlichen Einwilligung zur 1. Wenn dem 70jährigen Manne, bem bei der Bauarbeit zwei Eheschließung. Das Bürgerliche Gesetzbuch, welches bei voll. Rippen gebrochen und ein Arm total ruinirt ist, nur 60 pt. jährigen Kindern die Einwilligung nicht mehr fordert, tritt erst bewilligt find, so soll er das schiedsgerichtliche Verfahren eins mit dem 1. 1. 1900 in fraft. Lehnt der Vater die Einwilligung schlagen, also Berufung gegen den Bescheid einlegen. Absolut ab, so kann die Tochter auf richterliche Ergänzung der Ein- ficher ist der Erfolg der Klage nicht. 2. Schielen ist feineswegs willigung flagen. Bruder W. II. Ob Ihr Bruder etwas unbedingt vererblich.- A. B. 77. Da giebt es feinen Ausverdient, ist gleichgiltig. Nur wenn sein törperlicher zu weg. K. O. Nur sein Geburtsattest und die Sterbeurkunde stand fich gebessert haben sollte, kann eine Herabsetzung der feiner Mutter hat ein eheluftiges volljähriges, uneheliches Kind Berlin 6. 1. 1. 1900. Rente eintreten. Als eine Verbesserung des körperlichen Zu- zwecks Eheschließung beizubringen. J. F. 100. Nein. B. Falls der Betreffende den Arbeitsvertrag nur unterbrochen, nicht gelöst hatte, so ist die einzutreten. In Wirklichkeit ist das aber durchaus nicht der Krankenkasse troß der irrigen Abmeldung feitens des Meisters Fall. Die deutsche resp. Berliner Industrie ist viel weiter als ihm gegenüber verpflichtet, fonst nur, falls er innerhalb einer die Industriellen, die in ihrer engherzigen Philisterhaftigkeit, in Otto Rühle, Sechs Jahre in einem fächsischen Lehrer Woche nach Lösung des Arbeitsverhältnisses seine Absicht Mitihrer rückständigen Verspießerung nicht glauben können, daß die feminare. 2. Theil: Die Lehrmethode in Oschatz. 47 S. glied der Kaffe zu bleiben dieser z. B. durch Beitragszahlung er Zeit der Arcanisten( Geheimkünstler, die ersten Glas= Leipzig, A. Schupp, 1896. flärt hatte. 2. D. 100. Der Hauswirth hat zu macher) längst vorbei ist. Wer aber heute seinen Fach Monate Da im Vertrage steht, drei Auf den 1. Theil, in dem Rühle über die Behandlung spät gekündigt. genossen Räthsel aufgiebt, muß darauf gefaßt sein, daß früher der Seminaristen in Oschatz recht erbauliche Enthüllungen vor Ablauf muß gekündigt werden, so hätte der Brief oder später die Lösung gefunden wird. Ein drastisches Beispiel brachte, ist rasch der 2. gefolgt, der den Beweis führen spätestens am 30. Juni in Ihren Händen sein müssen. haben wir an dem Auer'schen Gasglühlicht. Das Geheimniß ist will, daß es auf dem Dschatzer Seminar auch mit dem N. M. 999. Aussicht auf Berücksichtigung Ihres nach Abdurchschaut, das Kapital hat sich gierig auf Konkurrenz- Unter- Unterricht leider schlimm bestellt ist. Die Methode, lauf der Reklamationsfrist gestellten Antrages auf Steuernehmungen gestürzt, sehr zum Vortheil der allgemeinen Ent nach der hier von einigen Lehrern unterrichtet wird ermäßigung ist nur dann vorhanden, wenn nach Ablauf der wickelung und der Konsumenten und die Auer- oder wurde, bezeichnet N. mit recht als geistige Mißhandlung. Reklamationsfrist durch besondere Umstände Ihr Einkommen sich Gesellschaften brauchen für den Spott nicht zu sorgen. Sie besteht in der Hauptsache darin, daß man den in wenig an verringert. W. W. 1. Die Ehefrau haftet keineswegs für Aehnlich aber dürfte es nach dieser Ausstellung der Berliner regender Form mitgetheilten Lehrstoff schablonenhaft nachschreiben Alimenten Forderungen gegen ihren Ehemann. 2. Nein. Industrie im allgemeinen gehen. Die Furcht vor der und rein gedächtnißmäßig einpauten läßt. Einer dieser Lehrer. N. 1000. Solange der Ueberzieher noch nicht übergeben ist, S. Konkurrenz, die naive Geheimnißkrämerei verhinderte sie, mit beschränkte sich fast allein auf ein ödes Diktiren des aus Lehr hat der Schneider das Recht, mit dem von ihm gefertigten Stück zu ihrem ganzen Können herauszutreten, und durch das Armuths- büchern zusammengestoppelten Pensums und mechanisches machen was er will, weil das Stück so lange sein Eigenthum ist. zeugniß, das sie sich so ausstellt, bringt sie sich selbst in das Ueberhören des möglichst wörtlich auswendig gelernten Diktats, Abonnent 100. Zur Unterstützung können Sie gezwungen Hintertreffen. ein Verfahren, das von dem Lehrer keinen besonderen Auf- werden. W. E. 73. Der natürliche Vater. H. R. Aber trotz der unzulänglichen Beschickung durch die Maschinen- wand geistiger Kraft erfordert, aber für die Schüler bald zu Schinkestr. Wegen des Rückstandes für das lehte Vierteljahr: industrie und die Elektrotechnit wird auf der Berliner Gewerbe- einer unerträglichen, geisttödtenden Qual wird. Das von R. fa. 2. 58, Ja. Steinke. Die Sprechstunde zu besuchen Ausstellung ein technisches Entwickelungsmoment zur Darstellung mitgetheilte wortgetreue Stenogramm zweier Unterrichtsstunden steht Ihnen auch ohne vorherige Anfrage selbstredend frei. gebracht, das von höchfter volkswirthschaftlicher Bedeutung ist: zeigt, daß die Arbeit" dieses Lehrers auch in den Repetitionsstunden 6. S. 15. Leider steht Ihrer Tochter kein Anspruch zu. Das ist die Zentralisation der Kraft bei gleichzeitiger vielfach über Zwischenbemerkungen wie„ Gut!"" Weiter!" u. s. w. Dienstmädchen sind fast rechtlos.-F. C., Forsterftr. Nein. Dezentralisation der Betriebe. Die Elektrotechnik gestattet es, die faum hinausging. Die Klippen der Inspektion durch Vorgesetzte M. C. 100. Die einfachste Form für ein wechsel. mit großen Motoren billig und rationell erzeugte Energie in soll der wackere Mann dadurch zu vermeiden gewußt haben, daß seitiges Testament zwischen Ehegatten ist etwa folgende: außerordentlich ökonomischer Weise auf große Entfernungen hin er das Dittat mit vertheilten Rollen einpautte. Von diesem Wir( Name der Eheleute) sehen zu Erben ein: 1. Uns gegenzu vertheilen, so daß unter bestimmten Boraussetzungen der Schwindel abgesehen, fann man ähnliche Mufterexemplare feitig. 2. Unsere Kinder( Namen). 3. Diejenigen Kinder, die uns elektromotorische Antrieb von Arbeits- oder Umformmaschinen von" Lehrern" auch an anderen Lehranstalten be- etwa noch geboren werden. Der Ueberlebende von uns soll die billiger wird als der Antrieb durch eigene Dampf gegnen. Die alle Freudigkeit des Schülers lähmende, total ver von aller Rechnungslegung und Aufsicht befreite Verwaltung maschinen oder Gasmotoren. Das ist ein Entwickelungs- bummende Nachschreibemethode ist weiter verbreitet, als R. unferes beiderseitigen Vermögens bis zu seinem Tode beziehentlich vorgang von folgenschwerer Bedeutung, der dazu führen kann- zu glauben scheint. Sie wird sogar von vielen Lehrern in ihrer bis zu seiner Wiederverheirathung haben, auch befugt sein, unter und in einzelnen Bezirken, wo die Textilindustrie vorherrscht, unschuld für besonders gut gehalten, also ganz bona fide an ebenden über die Substanz selbst zu verfügen, Grundstücke zu bereits dazu geführt hat den Fabritbetrieb in den sogenannten gewandt. Es dürfte überhaupt zutreffender sein, die geringen veräußern und zu belasten. Was nach dem Tode des LehtlebenRottage- Betrieb aufzulösen, und bis zu einem gewissen Grade Leistungen solcher Lehrer nicht, wie es R. thut, vorwiegend auf den übrig bleibt, theilen die anderen Erben nach der gesetzlichen fogar den Gegensatz zwischen Stadt und Land aufzuheben. Bequemlichkeit, Pflichtvergessenheit und Gewiffenlosigkeit zurück Erbfolge." Dies Teftament muß beiderseits unterschrieben und Auf der Ausstellung sieht man davon äußerlich recht zuführen, sondern viel öfter bloßen Mangel an Befähigung dem Amtsgericht zur Aufbewahrung übergeben werden. Die wenig; aber wenn man speziell darauf achtet, wird anzunehmen, wobei wir allerdings weniger an wissenschaftliche Kostenhöhe richtet sich nach der Höhe des Vermögens. man doch bald entdecken, welche allgemeine Anwendung der Leistungen als an pädagogischen Taft und gesicherte Festigkeit Götheftr. 5. Sie müssen ein Mittel zur Ermöglichung der Elektromotor, versorgt von der Kraftstation im Hauptgebäude, in des Charakters denten. Wo das fehlt, da kann ein einziger Besichtigung Ihrer Wohnung schaffen, eventuell dem Wirth den der Ausstellung gefunden hat, daß er sich gleichzeitig als Lehrer im Laufe seiner Amtsthätigkeit hunderte von tüchtigen, Schlüssel zur Verfügung stellen.- 28. Firmen, bei denen bes Universalmotor, sei es zum Gruppenantrieb mehrerer Maschinen, befähigten Kindern, von hoffnungsvollen jungen Leuten gründlich stimmte Waaren zu haben find, zu nennen, lehnen wir stets ab: sei es zum Einzelbetrieb, trefflich bewährt. Der elektromotorische verpfuschen und vielleicht für ihr ganzes Leben ruiniren. Das der Adreßkalender giebt Ihnen hinreichende Auskunft. Zu Betrieb ist hier sogar allgemeiner als er auf der Frankfurter ist bedauerlich, und besonders Eltern müffen bei dem Gedanken Empfehlungen bestimmter Firmen fönnen wir unseren BriefElektrizitätsausstellung gewesen ist. Die große räumliche Ausdehnung darau von Born ergriffen werden, aber es läßt sich fasten nicht benutzen.-§ 5. Im Fall der Wiederverheirathung der Ausstellung gewährt dann aber auch gleichzeitig ein aufchau- nun einmal nichts dagegen thun. Kann man es anders erwarten, erhält die im Genuß der Unfallrente befindliche Wittwe den dreiliches Bild davon, welche äußeren Formen der Fabrikbetrieb in solange die Lehrthätigkeit dem Erwerb des Lebensunterhaltes fachen Betrag der Jahresrente als Abfindung. A. T. P. S. der nächsten Zeit annehmen tann und auch wohl annehmen wird, dient und für die Wahl des Lehrberufes wie überhaupt bei- 1. Der Mutter. 2. Nein.-H. R. Besuchen Sie uns einmal. meist wenn die großen unerschöpflichen Energievorräthe der Natur, be- nahe aller Berufe bei der heutigen Gesellschaftsordnung Peter Pump. 1. Nein. 2. Er kann sofort flagen. 3. Es sonders die unschäzbaren Wasserkräfte, der Technik dienstbar ge- nicht Neigung und Befähigung den Ausschlag geben, sondern die herrscht teine Gütergemeinschaft in Berlin. 4. Dem Manne. macht sein werden. Hoffnung auf ein leidlich sicheres Brot! 5. Wenn die Sachen zum Lebensunterhalt erforderlich waren, ja. 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