Nr. 159. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertel jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Poft Zeitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. fernsprecher: Amt 1, v. 1508 Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Steuerreform vor der franzöfifchen Kammer. und trachtete. zwar Freitag, den 10. Juli 1896. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3: Wie Prekprozelle konftruirk werden geht aus den folgenden Mittheilungen hervor, die von der Rheinischen Zeitung" als Nachtrag zu der Geschichte des lebten Münterprozesses in Köln gegen den Genossen ofrichter veröffentlicht werden: " Fronie sprudelnden Rede. Der Vertheidiger, der in diesem Falle| reform, hat bis zur Evidens die Unfähigkeit der Bourgeois der sozialistentödterischen Regierung in Jaurès in Jaurès erwachsen politiker, die dringendsten Forderungen des Volkes zu befriedigen, ist, war ihr mindestens ebenso peinlich wie die Opposition gezeigt. der Rouvier und Ribot. Unter lebhaften HeiterkeitsParis, 7. Juli. ausbrüchen der Linken dankte der sozialistische Redner Die parlamentarische Situation ist augenblicklich Meline und Cochery für ihre Mitarbeiterschaft" an der von áßerst verwickelt. Das hat der Rattenkönig der Meline'schen den Sozialisten angestrebten Revision aller vom Staate dem Steuerreform angerichtet. Bis zum Beginn der Steuer- Rapital gegenüber eingegangenen Verpflichtungen, für die Wiederreform- Debatte waren die Parteiverhältnisse durchaus flar. aufnahme des sozialistischen Antrages vom März 1895 auf BeDas Ministerium hatte für sich die kompakte Majorität steuerung der Rente. Daß die gegenwärtigen Minister gegen des Ordnungsbreies, der Bourgeoisrepublikaner und der diesen Antrag gestimmt hatten, verstärkte natürlich den tödtlichen Monarchisten, gegen fich die starke, aus Radikalen Effekt der Jaurès'schen Rede... Unsere Genossen werden unbeSozialisten zufammengesetzte Minorität. Und kümmert um die Kabinetsfrage, unbekümmert darum, ob ihr Die Anklage gegen Hofrichter wurde erhoben auf Beranhing die Majorität um so fester an dem Kabinet, als sie Votum die Existenz des Ministeriums verlängern wird, für die laffung des Regierungspräsidenten zu Arnsberg und des Chefs vor allem die Rückkehr einer radikalen Regierung abzuwenden Rentensteuer und den Gesammtentwurf stimmen, unter der Be- der siebenten Gendarmeriebrigade, die ersterer für die Polizeidingung jedoch, daß die von ihnen eingebrachten Zusazanträge, Organe, letzterer für die Gendarmen des Regierungsbezirks ArnsDiese Harmonie wurde getrübt, mußte getrübt werden durch welche die Entlastung der ärmeren Steuerzahler bezwecken und berg bei der Staatsanwaltschaft in Köln Strafantrag gestellt die Steuerreform, deren Einbringung dem Kabinet Meline durch so freilich den Regierungsentwurf total umändern, von der Re- hatten. Und zwar sollten die genannten Beamten beleidigt die Votirung des Prinzips der. radifalen Einkommensteuer- gierung bezw. der Kammer angenommen werden. sein durch einen in Nr. 34 der Rhein. 3tg." vom 9. Februar Vorlage einfach aufgezwungen worden war. Trotz des auf- Die Radikalen haben sich unbedingt gegen den Re- 1895 veröffentlichten Artikel, überschrieben: Auf der richtigsten Wunsches, den Geldsack zu schonen, die Steuer- gierungs- Entwurf erklärt. Der frühere Finanzminister Doumer Suche nach Bestimmte Stellen des Artikels privilegien der Bourgeoisie aufrecht zu erhalten, fonnte es dem hat in der Gestalt eines Gefeßentwurfes seine Einkommensteuer- waren von den Antragstellern nicht angegeben, und es Finanzminister Cochery nicht gelingen, den Pelz zu waschen, Vorlage wieder eingebracht, aus welcher er nur die Selbst- war daber selbstverständlich, daß der Staatsanwalt sie um nähere ohne ihn naß zu machen. Die Staatsrente, die ein Kapital einschäßungsklausel ausschied. Angabe ersuchte, was den Strafantrag veranlaßt habe und welche von rund 31 Millionen Franks darstellt, durfte nicht Die Annahme des Gegenentwurfes ist jedoch, trotz des er- Stellen von der vorgesetzten Behörde als beleidigend für die fürderhin unbesteuert bleiben. Die Reform des radikalen wähnten Kammervotums unter dem radikalen Ministerium, durch- Beamten zu beanstanden seien. Darauf erging vom RegierungsRabinets traf die Rente indirekt, da sie das Gesammt aus unwahrscheinlich.( Er ist inzwischen verworfen worden. präsidenten zu Arnsberg die Antwort, daß er den Strafantrag mit einkommen jedes Steuerzahlers( mit Ausnahme des R. d.".) Man ist es von der gegenwärtigen Kammer gewohnt, Rücksicht auf thatsächlich unbegründete Vorwürfe steuerfreien Minimums von 2500 Franten) besteuerte. Cochery daß sie im Zeitraum von wenigen Wochen oder Tagen ihre erhoben habe, welche gegen die Polizeiorgane und Gendarmen geaber, der im Interesse der Bourgeoisie die allgemeine Einkommen- eigenen Willensäußerungen, wie eine nervös- launige Dame, äußert seien. Näheres vermochte der Regierungs= steuer durch eine schlechte Nachahmung der englischen income tax verleugnet. Die Wiedereinbringung der radikalen Einkommen präsident nicht anzugeben und er berief sich darauf, ( Besteuerung der einzelnen Einkommensarten) erseßte, mußte eine steuervorlage könnte vielmehr die Aussichten des Regierungs- man wolle das folgende beachten- daß von seiten der Spezialsteuer auf die Rente vorschlagen. So zufrieden nun der entwurfes steigern, wenn die Ordnungsmehrheit nicht einen ihr Behörde im Verkehr mit der Staatsanwaltschaft Ordnungsklängel mit dem allgemeinen Charakter der Cochery'schen am meisten zusagenden dritten Weg vorzöge, der darin besteht, betr. die Stellung von Strafanträgen gegen Reform ist, so böse ist er auf die Rentensteuer. Nur eine winzige alles beim alten zu laffen. Beitungsartitel die einzelnen event. be= Minderheit der ministeriellen Abgeordneten akzeptirt die Renten- In der That, je mehr die Steuerdebatte die Haltlosigkeit der leidigenden Säße nicht hervorgehoben würden, steuer als ein nothwendiges Uebel, gewissermaßen als ein Löfegeld plutokratisch- agrarischen Scheinreform offenbart, je geringer ihre da die Herren Staatsanwälte vielfach besser in der Lage seien zur Vermeidung der schrecklichen allgemeinen Einkommensteuer. Nicht Aussichten werden, desto lebhafter dringen die regierungsfreund zu beurtheilen, welche Angriffspuntte mit Aussicht daß die Rentensteuer praktisch den Kapitalisten große Opfer auflichen Kreise auf die einfache Zurückziehung der Vorlage, die die auf Erfolg geltend gemacht werden könnten. erlegen würde. Im Gegentheil. Die Steuer würde im ganzen ministerielle Mehrheit zu zerbröckeln droht. Auch der Kalender Der Chef der siebenten Brigade schloß sich den Aus18-20 Millionen jährlich einbringen, von denen obendrein den wird von den Ordnungsleuten zur Hilfe angerufen. Nur wenige führungen des Regierungspräsidenten an; auch er fonnte nichts weitaus größten Theil die kleinen Rentiers, das sparende Tage trennen uns vom 14. Juli, dem üblichen Datum des Näheres angeben, da der Artikel ihm nicht vorlag!! Rleinbürgerthum, welches seine Ersparniffe vorzugsweise Sessionsschlusses, und noch hat die Kammer nicht mit der Artikel- Der Erste Staatsanwalt in Köln wußte das in ihn gesetzte in der Staatsrente anlegt, zu zahlen hätte. Die Bourgeois- berathung der Vorlage begonnen, die nicht weniger als 94 Artikel Vertrauen der Regierungs- und Militärbehörden zu rechtfertigen Oppofition gegen die Rentensteuer erklärt sich aus prinzipiellen enthält und er nahm das Verfahren auf. Hofrichter wurde an vier verGründen: die Steuer, so jammern die berufenen Ordnungssäulen, Die Absichten der Regierung sind bislang unbekannt. schiedenen Tagen über insgesammt vier Punkte, und zwar über der Oberpanamift Rouvier und der Panamisten- Gönner Ribot, Cochery hat zwar seine Mißgeburt pflichtgemäß und, nebenbei jeden in einer besonderen Verhandlung, vom Untersuchungsrichter bedeute ein Attentat auf die unveräußerlichen Rechte des Kapitals, gefagt, sehr wirkungslos vertheidigt. Aber Cochery denft vernommen. Es waren dies eine Berlegung des vom Staate eingegangenen Rontratts. Außer- und der Justinkt der ministeriellen Selbsterhaltung lentt. 1. Die Behauptung, Münter habe den Schröder beim Herausdem muß natürlich auch der Patriotismus zur Vertheidigung Der Preis einer viermonatlichen, ruhigen, weil parlaments- gehen aus dem Bautauer Versammlungslokal mißhandelt, der Rente herhalten: die Steuer werde Frankreichs Kredit, das losen Regierungszeit ist ja verlockend genug für Politiker, 2. die Behauptung, daß mehreren aus der genannten Verneben dem Heere vornehmste Machtmittel, im Kriegsfalle ver- die weit mehr auf die materiellen Vortheile der Macht sammlung heimkehrenden Bergleuten drei berittene Gendarmen nichten.. für sich selbst und die eigene Klasse, als auf die Verwirklichung begegnet seien, die nach Baukau hinstrebten und von denen der Die Sozialisten dagegen billigen unter gewissen Vor- ihrer traft- und saftlosen Jdeen halten. eine zum andern sagte:„ Wir kommen doch nicht zu spät?" behalten an dem Steuerentivurf einzig die Rentensteuer, und Auf den vorläufigen Ausgang der Steuerbebatte kommt es 3. die Behauptung, daß ein verlumptes, als Nichtarbeiter zwar aus denselben prinzipiellen Gründen, welche die Rouvier jedoch nicht so viel an. Mag das Ministerium vor oder nach kenntliches Individuum die Theilnehmer an einer Essener Arund Ribot gegen die Steuer ins Feld führen. Jaurès be- den Ferien fallen, es hat bereits der Ordnungspartei einen beitslosen- Versammlung durch Anreizungen und Anbieten von gründete den sozialistischen Standpunkt in einer von köstlicher schweren Stoß versetzt. Seine wichtigste Leistung, die Steuer- Geld zu Gewaltthätigkeiten habe verleiten wollen, 17] Rienzi. die feste Grundlage der venetianischen Oligarchie untergräbt, Kirche verachten, gesetzliche und natürliche Schranken gedie jenseits der Alpen plöglich zu sichtbarem Leben erwacht stellt, so sei überzeugt, daß er der Hand danken wird, welche ist, in Spanien, in Deutschland, in Flandern und selbst in diese Schranken zieht. Ja, ich bin dessen so gewiß, daß, Der letzte der römischen Volkstribunen. jener barbarischen, durch das Schwert der Normannen wenn es Euch gelingt, ich, sein verantwortlicher, aber unRoman von Edward Lytton Bulwer. eroberten, durch den tapfersten der jetzt lebenden Könige würdiger Vicar, selbst den Erfolg santtioniren will. Aber Entnehmt," erwiderte Rienzi, aus einer Thatsache, regierten Insel einen Geist aufgeregt hat, den der Norman nehmt Euch in Acht vor übereilten Unternehmungen, die wie sehr ich durch Freunde von nicht gewöhnlicher Art um- selbst nicht zu überwinden vermag, dem sie sich unterwerfen Kirche darf durch Fehlgriffe nicht geschwächt werden." geben bin. Ihr wißt, wie sehr ich mich öffentlich gegen den müssen, welche Königen gebieten, ja, dieselbe Macht ist Ihr habt recht, hoher Herr," erwiderte Rienzi, und Adel erklärte ich nenne Namen: ich trotze den Savelli, überall wirksam; sie spricht, sie erobert selbst in der die Politik der Religion ist in dieser Beziehung auch die den Orsini, den Colonna in ihrer eigenen Gegenwart. Stimme dessen, den Ihr jetzt vor Euch seht; sie vereinigt der Freiheit. Beurtheilt meine Vorsicht nach meinen langen Glaubt Ihr, daß sie mir verzeihen? Glaubt Ihr, daß, zu gemeinschaftlicher Sache alle, die ein Strahl des Lichts Vorbereitungen. Wer alles um sich ungeduldig sehen wenn nur die Plebejer mich beschützten und begünstigten, beglückt hat, alle, in denen ein edler Wunsch zu erwecken fann, wer es selbst nicht weniger ist und doch mit dem jene sich meiner nicht mit Gewalt bemächtigen würden; ist! Wißt, Herr Vikar, daß es keinen Mann in Rom giebt, Beichen zögert, um die glückliche Stunde abzuwarten, wird daß ich nicht schon seit langer Zeit in ihren Kertern schmach- außer unsere Unterdrücker selbst, keinen Mann, der eine sich wohl nicht durch Uebereilung in das Verderben stürzen." tete, oder die ewige Ruhe des Grabes mich deckte? Ver- Silbe unserer alten Sprache gelernt hat, dessen Herz und" Wir wollen also jetzt gleich weiter über diese Annehmt," fuhr er fort, als er den Eindruck bemerkte, den Schwert nicht mit mir wären. Die feindlichen Gelehrten, gelegenheit sprechen", sagte der Bischof, indem er sich wieder seine Worte auf den Bikar machten, vernehmt, daß in der der stolze Adel zweiten Ranges, das heranwachsende Ge- niederließ." Theile mir unbesorgt Deine Pläne mit, sobald ganzen Welt eine große Umwälzung begonnen hat. Die schlecht, weifer als die trägen Eltern, vor allen aber die sie zur Ausführung reif werden. Glaube mir, daß Rom barbarische Finsterniß von Jahrhunderten entweicht; das Diener der Religion, Priester und Mönche, welche die keinen sicherern Freund hat, als den, der, berufen, um die Wissen, welches die Menschen in früheren Beiten zu leppigkeit nicht geschwächt, die Pracht nicht verblendet hat Ordnung zu behaupten, sich gegen den Uebermuth nicht zu Halbgöttern machte, gewinnt wieder Leben; eine Kraft, gegen die Tag und Nacht in der christlichen Hauptstadt vertheidigen vermag. Jezt aber laß uns zu dem Zweck günftiger als die robe Gewalt, und kräftiger als bewaffnete bas Christenthum bekämpfenden schändlichen Angriffe; diese meines Besuches übergehen, der vielleicht in gewissem Sinne Männer, ist in Thätigkeit; wir bringen der Herrschaft des alle diese-sind mit dem Kaufmann und dem Künstler mit den Gegenständen in Verbindung steht, von denen wir Geistes wieder unsere Huldigung dar. Ja, dieselbe Macht, in unauflöslichen Banden verknüpft, nur das Zeichen er- uns unterhalten haben. Du weißt, daß, als seine Heiligwelche vor einigen Jahren Petrarca in dem Kapitol krönte, wartend, um unterzugehen oder zu siegen, um ein freies teit Dir das Amt übertrug, welches Du jetzt bekleidest, das nach zwölf Jahrhunderten wieder Zeuge eines Leben, oder einen unsterblichen Tod sich zu erwerben, mit er Dich auch mit der Verkündigung seiner wohlwollenden Triumphes war welche einem Mann von dunkler Rienzi und ihrem Vaterlande!" Absicht beauftragte, Rom für das Jahr 1350 ein allGeburt und ohne Waffenruhm dieselben Ehrenbezeugungen" Sprichst Du Wahrheit?" entgegnete der Bischof er- gemeines Jubiläum zu bewilligen, eine aus zwei einleuchgewährte, die früher nur Kaisern und den Besiegern von schrocken und sich halb erhebend, beweise es mir und Du tenden Gründen besonders dankenswerthe Absicht: erstens, Königen wurden welche die feindlich gesinnten Häuser wirst Dich überzeugen, daß die Diener Gottes für das Glück damit jeder Christ, der bei dieser Gelegenheit nach Rom der Orsini und Colonna zur Huldigung vereinigte der Menschen ebenso begeistert sind, als die Laien." pilgert, eine allgemeine Vergebung der Sünden erlange; welche die stolzesten Patrizier es als ein beneidenswerthes und zweitens, weil, um weltlich zu sprechen, der ZusammenGlück betrachten ließ, die Schleppe des Sohnes eines florenfluß dieser vereinigten Pilgrime gewöhnlich durch die tinischen Plebejers zu tragen, sein Purpurkleid zu berühren, Gaben und Opfer, welche ihre Frömmigkeit darbringt, die welche dem anspruchslosen Gelehrten die allgemein anerkannte" Sei unbesorgt," entgegnete Raimund, ich kenne die Einkünfte des heiligen Stuhls wesentlich vermehrt, die jetzt, Freiheit gewährt, Tyrannen Vorwürfe zu machen und selbst geheimen Absichten Seiner Heiligkeit, dessen Delegat und beiläufig gesagt, nicht in dem blühendsten Zustande find. dem Vater der Kirche mit stolzen Borstellungen sich zu Repräsentant ich bin; und werden der Macht der Patri- Dieses weißt Du, theurer Rienzi." naben; ja, dieselbe Macht, die im stillen Italien durchglüht, zier, welche in ihrem Uebermuth, selbst die Autorität der ( Fortsetzung folgt.) " Was ich sage," erwiderte Rienzi in kälterem Tone, das kann ich beweisen; aber ich werde es nur denen beweisen, die sich für unsere Sache erklären." " gewinnen. zur Laft gelegt: W und baß barunter nichts anderes als ein 4. endlich der durch den Artikel sich hinziehende Vorwurf, Gesinde Ordnungen, unter denen die Hälfte der deutschen habe daß das pflichtwidrige und brutale Benehmen der Polizei Reichsbürger stehen, modernen Rechtsanschauungen angepaßt conjugium inaequale zu verstehen sei, das heißt Organe angeordnet fet, um Material für die Umsturzvorlage zu habe. Hierdurch hat das Bürgerliche Gesetzbuch das Deutsche in der modernen Sprache Trauung zur linken Hand" oder hingewiesen, daß die Himiltrude, die Einhard ebenfalls als Man sieht, der Staatsanwalt gab sich die erdenklichste Mühe, Reich um mehr als ein volles Jahrhundert hinter alle morganatische Ghe". Wir haben außerdem noch speziell darauf woran bie einzelnen concubina" anfführt, vom Bapst als„ conjux legitima" bezeichnet um das Lob zu verdienen, daß Leute feines Amtes vielfach Kulturstaaten zurückgeschraubt, worden ist. Das ist doch deutlich genug und von jeder Sophistit beffer in der Lage feien, zu beurtheilen, welche Angriffspunkte Besserungen des Gesetzbuches nichts ändern. mit Aussicht auf Erfolg geltend gemacht werden können". Aber Programm Brefeld. Unsere Vermuthung, daß man frei. Bei Bebel setzten wir nur ein auf unzureichende historische die Mühe nicht gelohnt zu haben, denn in der vom Erſten Staatsatiren.ne das Ergebniß der untersuchungsrichterlichen Vernehmungen scheint es in dem am Sonntag von uns beleuchteten offiziösen Kenntnisse beruhendes Mißverständniß voraus, beim„ Vorwärts" müffen wir eine wiffentliche Entstellung der" Thatsachen anwalt Dr. Superk unterzeichneten Anklageschrift wird Hofrichter Artikel der Norddeutschen Allgemeinen Beitung" mit einem Programm Brefeld zu thun habe, wird durch folgende Ob dieses schrecklichen Vorwurfs haben wir es für zu Köln als verantwortlicher Redakteur der„ Rhein. 3tg.", Notiz des genannten Reptils bestätigt: einer periodischen Druckschrift, durch den Artikel: Auf der Zu den Ausführungen unseres Artikels von Sonnabend angemessen erachtet, einen quellenkundigen Mann zu er Suche nach Material" in Nr. 34 in der Ausgabe vom 9. Februar Abend, welcher die Behauptung zurückwies, es sei ein Stillstand suchen, das Cheleben Karls des Großen nach den Geschichts1895 in Beziehung auf Polizeiorgane und Gendarmen des Re- oder gar ein Rückschritt in der sozialpolitischen Gesetzgebung quellen zu schildern. Die Schilderung ist unten abgedruckt. gierungsbezirks Arnsbergs nicht erweislich wahre Thatsachen be- beabsichtigt, äußert die" Deutsche volkswirthschaftliche Cor- Die„ Germania" verweisen wir auf dieselbe. hauptet und verbreitet zu haben, welche geeignet sind, die er- respondenz":" Wenn, wie anzunehmen ist, darin das Die Zersplitterung der französischen Sozialisten wähnten Beamten verächtlich zu machen und in der öffentlichen fozialpolitische Programm des durch Herrn wird bald der Vergangenheit angehören. Die Arbeiter Meinung herabzuwürdigen und zwar öffentlich durch Verbreitung Brefeld verjüngten Ministeriums Hohenlohe drängen zur Einigung und Verschmelzung; und das von Schriften. Vergehen gegen§§ 185, 186, 200 Str.-G.-B. und ausgesprochen ist, so kann das Erwerbsleben ihm Einigungsprogramm der französischen Kammerfraktion ist zustimmen. Arbeiterschutz an § 20 des Reichsgesetzes über die Presse." Es folgt dann in der nur sich ist nicht überall im Land mit Begeisterung aufgenommen worden. Anklageschrift die wörtliche Wiedergabe des beanstandeten entbehren, seine Ausgestaltung im einzelnen beArtikels. Dieser Artikel," so heißt es zum Schluß der darf der Einschränkung dahin, daß sie nicht stets einseitig Die Sozialisten der Gironde hatten vorigen Sonntag Anklageschrift, enthält schwere Beleidigungen der für den Arbeiter erfolgt, sondern vielmehr die Interessen der auf einem Dorfe bei Bordeaux eine Kreis- oder Departedarin erwähnten Polizei- Organe und Gen Arbeit, d. h. der Gesammtheit des Erwerbslebens, in Rechnung mental- Konferenz, auf der jenes Einigungsprogramm fordarmen." Worin diese Beleidigungen bestehen sollen, wo gezogen werden müssen. Halten Fürst Hohenlohe und Herr Bre- mell angenommen ward und die bisher getrennten namentlich die nicht erweislich wahren Thatsachen" zu finden feld an diesem Programm fest, so werden die Uebelstände und Partei- Organisationen sich verschmolzen. Bravo!. sind, davon schweigt die Anklagefchrift. Reibungen sehr bald verschwinden, die das System Berlepsch in steigendem Umfange wachgerufen hatte." " Die Sache lag also jetzt folgendermaßen: Zwei Behörden halten die ihnen unterstellten Beamten durch einen Artikel der Rheinischen Zeitung" für beleidigt; worin diese Beleidigung liegt, soll erst festgestellt werden; der einen dieser Behörden liegt der angeblich beleidigende Artikel gar nicht vor, hat ihr vielleicht gar nicht vorgelegen; der Staatsanwalt erhebt, ermuthigt durch das Vertrauen, das man in ihm seßt, Anklage, unterläßt es aber ebenso, die beleidigenden Stellen anzugeben oder zu sagen, welches die nicht erweislich wahren Thatsachen" sind, wodurch die Beamten verächtlich gemacht oder in der öffentlichen Meinung herabgesetzt sein sollten. aber Da die Nordd. Allg." die Annahme des Stumm'schen Organs ohne Widerspruch abdruckt, hat es also mit dem Programm Brefeld seine Richtigkeit. Um in diesem Ministerwechsel eine Verjüngung des Ministeriums Hohenlohe zu entdecken, muß man allerdings im Denken und Fühlen vollständig ver- Stumm- elt sein. Ehrenerklärung richtig weg, wenigstens eine AbschlagsHerr v. Ploetz hat seine Vertrauenskundgebung oder zahlung darauf aus der Provinz Posen, unterzeichnet von zwei Dugend Gutsbesizern. Auf Thatsachen, wie sie im Anschluß an die Singer'schen Ausführungen im Reichs tage in einem Flugblatte des Schutzverbandes gegen agrarische Uebergriffe zusammengestellt sind, lassen sich die Freunde vorsichtigerweise nicht ein. Sie verkünden in ihrer Erklärung aber um so schwunghafter: Das Hauptverfahren wurde gemäß dem staatsanwaltschaft lichen Antrag eröffnet, und es war die höchste Zeit, daß beim Beginn der Verhandlung am 19. Juni der Vertheidiger Hofrichter's das Wort ergriff und den Staatsanwalt bat, nun doch endlich einmal die einzelnen Anklagepunkte genauer zu formu liren. Sonst hätten wir am Ende einen Prozeß erlebt, wo weber der öffentliche Anfläger, noch das Gericht, noch der Angetlagte recht gewußt hätten, worüber denn eigentlich verhandelt werden sollte. Wer nun aber glaubt, daß jetzt der Staats: von anderer Seite, stehen wir fest und treu und in unverändertem Nach wie vor, trog aller Verdächtigungen und Anfeindungen anwalt, als solcher fungirte Herr Olbricht, mit einer präzisen Bertrauen zu unserm ersten Vorsitzenden, nach wie vor verehren Umschreibung seiner Anklage gedient hätte, der ist wieder einmal wir in Dankbarkeit in Herrn v. Bloeg ben ehrenhaften, se bit im Irrthum. Der Staatsanwalt entgegnet!„ Es sind mehrere losen Mann, der im allgemeinen Interesse Stellen in dem Artikel beanstandet, außerdem ist der Artikel fein Alles einsett für die Hebung der Landwirthschaft an sich beleidigend; das Hauptgewicht werde ich und des Bauernstandes, für die Erhaltung von Thron und jedoch auf die Behauptung legen, daß Münter den Schröder Vaterland. Angriffe wie der erwähnte, vom Schutzverband mißhandelt habe." Nun wußte man zwar noch nicht alles, aber doch etwas. gegen agrarische Uebergriffe" in Szene gesetzte, find bezeichnend Bei den Hauptgewicht" des Münter blieb es; von den mehre für die Stelle, von welcher sie ausgehen, fönnen aber nie einen ren" Stellen des Artikels, sowie von dem allgemein beleidigenden Mann wie Herrn v. Bloek in unsern Augen herabsetzen." Freut uns! Jetzt erfahren wir doch endlich, weshalb Charakter deffelben war während der Verhandlungen nicht einmal auf feiten des Staatsanwalts mehr die Rebe. Um Münter Herr v. Ploetz seine Jeuchen an der Börse gemacht hat. brehte sich die ganze fiebenstündige Verhandlung, auf seine Er hat selbstlossein Alles eingesezt" für Hebung Person schrumpften die Polizeiorgane und Gendarmen des der Landwirthschaft und des Bauernstandes, für die ErRegierungsbezirts Arnsberg" zusammen, für ihn legten sich ein Regierungspräsident und ein Brigadechef ins Beug und für ihn begab sich die Staatsanwaltschaft in eine Stellung, die bei allem befremdlichen, woran die moderne Rechtspflege so reich ist, nicht an Intereffe einbüßt. " Politische Uebersicht. haltung von Thron und Vaterland." Jammerschade, daß er bei diesem Einsatz hat Haare laffen müssen. Wäre sein Einsatz gesegnet gewesen mit einem Riesenprofit, dann wären sicher alle jene schönen Dinge durch ihn in den schönsten Flor gekommen. " 1 " # Die„ Germania" ist wie aus dem Häuschen, daß wir den von ihr gemachten Versuch, Karl den Großen Berlin, 9. Juli. von seiner Mehrweiberei loszusprechen und das Mißgeschick Einheitliches Recht. Der preußische Landwirthschafts- der Germania" festgenagelt haben. Sie schreibt: minister Freiherr von Hammerstein 2orten rühmt" Der Vorwärts" tommt heute auf unsere Bemerkungen von der Annahme des Bürgerlichen Gesetzbuches, daß es ein über die Frauen Karls des Großen zurück. Indem er Wert von so großer nationaler Bedeutung sei, wie es seit die von uns als historisch unrichtig nachgewiesene Be Gründung des Deutschen Reichs nicht wieder dagewesen hauptung des Abg. Bebel, Karl der Große habe zeitweilig Mit Stolz tann man jetzt sagen, daß, so weit das zugleich sechs Frauen haben tönnen, aufrecht erhält, wirft er Deutsche Reich sich ausdehnt, sein Recht auch einen Ausführungen der Germania Sophiftit" vor und behauptet sogar, wir selbst hätten zugestanden, daß Karl der Große auch gleiches ift." Der Minister hätte hinzufügen fönnen, noch Kontubinen( Rebsweiber) gehabt". Das ist aber mehr wie daß das Deutsche Reich, welche Machtbefugniß es auch Sophistit, das ist eine vollständige Werdrehung der habe, vor den abgestandensten Privilegien preußischer hatsachen. Wir haben im Gegentheil nachgewiesen, Junker Halt gemacht und an diese nicht zu tasten gewagt daß der Abg. Bebel den Ausdruc concubina" mißver habe, ebenso wenig wie es die Hörigkeitsverhältnisse der ständlich im modernen Sinne dieses Wortes aufgefaßt fei. " Etwas über das Eheleben „ Karls des Großen". " = Zu den vielen Verlegenheiten der Türkei gesellt sich, einem Wolff'schen Telegramm zufolge, nun auch noch eine Soldatenmeuterei in Arabien. Ferner läßt sich die Bossische 8tg." telegraphiren: die Abschrift einer dem Großvezir überreichten, die Beschwerden Butarest, 9. Juli. Dem hiesigen albanesischen Komitee ist der albanesischen Stämme aufzählenden Denkschrift zugegangen, welche die bisherige Anhänglichkeit der Albanesen an die Pforte europäische Macht in Aussicht fiellt. betont, aber für den Fall der Nichterfüllung der albanesischen an eine fremde Nationalwünsche den Anschluß Albaniens Und schließlich, weil aller guten Dingen drei sind, wird aus London über einen Kurden. Ausf stand berichtet. Was an diesen Meldungen wahr ist, ob wir es mit Thatsachen oder Dichtungen und frommen Wünschen zu thun haben, das wird sich ja bald zeigen. Jedenfalls wird auf Kosten der Türkei jetzt so viel gelogen, daß es auf ein bischen mehr oder weniger nicht ankommt. Zur amerikanischen Präsidentschaftswahl. Ueber den weiteren Verlauf des demokratischen Nationalkonvents meldet der Telegraph: Chitago, 8. Juli. Die demokratische Ronvention prüfte die Beglaubigungsschreiben des Komitees. Wie verlautet, wurden die Deputirten der Silberleute von Michigan zugelaffen, mit Ausnahme von 6 Fällen, in denen Goldleute aufgenommen Dieser Umstand giebt den Silberanhängern noth wurden. wendigerweise 2/3 der Stimmen, da die Konvention wohl zweifellos den Bericht des Komitees genehmigen wird. tonvention legte die Kommission zur Prüfung der Maubate den Chitago, 8. Juli. Auf der demokratischen Nationalkonvention legte die Kommission zur Prüfung der Mandate den Bericht vor, welcher die derzeitige Lifte der Delegirten mit Ausnahme derjenigen von Michigan und Nebraska anerkennt. Der Bericht spricht fich für die Zulaffung der SilberDelegation aus Nebraska aus und verlangt eine weitere Frist, um um sich über die Delegation aus Michigan zu entscheiden. Der Bericht wurde angenommen. Die Delegirten des Staates New- York beschlossen, nach einer erregten Besprechung, sich nicht von der Konvention zu entfernen. Die Resolutions fommission nahm mit 33 gegen 14 Stimmen das von der Subtommission entworfene Programm an mit der Abweichung, daß der Monroedoktrin feine Erwähnung gethan wird. Das Programm giebt der Sympathie mit der Bevölkerung Kubas in ihrem heroischen Rampfe für Freiheit und Unabhängigkeit Aus druck. Chikago, 9. Juli. Die demokratische Ronvention bes stätigte die Mandate der der Silberpartei angehörigen Delegirten von Michigan. Hierdurch ist die Zweidrittel- Majorität für die Silberanhänger auf der Konvention gesichert. Chitago, 9. Juli. Das Komitee der demokratischen Konvention für die Festsetzung des Programms gab feine ZuStimmung zu der Aufnahme eines Zusatzpaffus in das Programm, worin erklärt wird, daß die Konsolidirung der Haupt- EisenbahnSysteme und die Bildung von Trusts und Pools eine schärfere Rontrolle durch die Bundesregierung erheische. " auf Freiersfüßen. Er wirbt um die Hand der orientalischen gedehnten und zu kostspieligen Maitressens Herrscherin Irene. Sie ist auch bereit, dem starken Karl ins wirthschaft des hohen Abels" in dessen InterEhegemach zu folgen. Ihre Unterthanen wollen aber von einem esse etwas zu steuern. Morgengabe oder Morgending Barbaren als solcher galt dem fultivirteren Orient der heißt nach salischen und bajuvarischen Rechtsquellen das Gefchent, das Nach Erreichung seines mannbaren Alters ehelichte Karl deutsch römische Kaiser- nichts wissen: fie stürzen Jrene der Mann seiner Bettgenossin am Morgen als Preis der Ent Fräulein Himiltrud. Aus dieser Ehe entstammte ein Sohn vom Thron und aus der Ehe ward nichts. Die Quellen jungferung zahlte. Die also Beschenkte und auf dies Geschenk Be namens Pippin, zubenannt der Bucklige. Noch während der erwähnen, daß fortan Karl nicht mehr geheirathet, wohl aber schränkte wurde zweite Ehefrau des adeligen Geschlechtsfreundes, Sie nennen im Jahre 770 heirathete Karl ein Kontubinen fich gehalten habe. Lebzeit Himiltrud's von ihnen ihm zur linken Hand angetraut. Erst seit etwa dem 18. Jahrhundert Yongobardisches Prinzeßchen namens Desiderata. Maßgebend Gersuinda, die den Adoktrud dem ersten deutschen Kaiser wurden„ Ehen zur linken Hand" auch mit Mädchen niederen für diesen Eheschluß waren politische Rücksichten und der Einfluß gebar, Regina, die ihn mit Drogo und Hugo beschenkte, und Standes" selbst dann geschlossen, wenn eine zweite Ehefrau der Mutter Karl's des Großen. Karl's beide höfifchen, ihm sehr Adalinde, die mit ihm einen Sohn, Theodorich, schenkt. nicht da war. Das preußische Landrecht kennt noch morganatische zugethanen Geschichtsschreiber- 2 Geistliche, der bekannte Eginhard Daran, daß diese Konkubinen nur hintereinander von Karl Ghen zwischen Adeligen und Mädchen niederen Standes", läßt allerdings neben neben dieser Ehe zur ,, Linken", eine oder Einhard und ein St. Gallener Mönch, dessen Name unbekannt gehalten seien, sprechen die Quellen nicht. Demnach hatte Sarl der Große 5 Ehefrauen und mindestens Ehe zur Rechten" nicht mehr 81. ift, versuchen dieser Doppelehe den Schein der Rechtmäßigkeit Die also Ges zu geben. Der St. Gallener Mönch schweigt sich über die Frage 4 Rontubinen, lebte in Doppelehe mit Himiltrud und Desiderata, ehelichten theilen weder den Stand des Mannes, noch ste Anspruch auf dem Stand des Mannes der Doppelehe aus. Einhard, wie die Germania" zutreffend hatte nachweislich neben dem Eheweib Fastrada noch eine Neben haben bemerkt, bezeichnet Frau Himiltrud furzweg als Kontubine. gattin und ließ sich von mindestens einer Gattin, Defiderata, entsprechenden Unterhalt, noch treten sie in dessen ein. Solche Doppelehe hat die katholische Aber daß Himiltrud echtes rechtes Gheweib war, geht unzweifel- scheiden.( Einige behaupten irrig auch eine Scheidung von Familie haft aus einem erhaltenen Briefe des Bapstes hervor, in dem dieser Similtrud). Die ,, Germania" hatte also recht wenig Ursache, das Kirche nie anerkannt. Wiewohl demnach bei folchen Ehen von fein Karl vor der Verheirathung mit Desiderata( Cod. Carol ep. 47, Gheleben des ersten deutschen und christlichen Kaisers wieder einer ungetheilten Lebensgemeinschaft" teine Rede Mon. Carol, 158) warnt, da Himiltrud fein angetrautes Eheweib in Erinnerung zu sufen, denn unzweifelhaft steht nach tann, nach tann, hat dennoch das Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch diese Sorte Ehe für den hohen Adel" fei( conjuse legitima). Noch in den dreißiger und vierziger allebem feft: Jahren dieses Jahrhunderts versuchten einige, denen die Doppel- 1. Bebel hatte zweifellos Recht, soweit er von Doppelehen tonfervirt und das Zentrum hat unter Ablehnung eines ehe wider den Strich ging, einen Irrthum des Papstes anzu Karls des Großen sprach, allerdings mögen es nicht sechs Antrages der Sozialdemokraten, der auf Beseitigung dieses von nehmen. Die„ Germania" betont indeß mit recht sie folgt gewesen sein; der„ Germania" jezt mit dem Konkubinat gleichgestellten Instituts auch hierin der im übrigen schiefen Darstellung Weber's- daß 2. überdies hat die Kirche entgegen der Behauptung von abzielte, der Aufrechterhaltung der Ehe zur linken Hand" zu Simittrud nach des Pabstes eigenem Beugniß echtes Cheweib der Unlöslichkeit einer Ehe mindestens in die Lösung einer Ehe gestimmt. Karls des Großen war. Daraus folgt aber, daß Karl eine Karls des Großen gewilligt; Etwas ganz anderes als morganatische oder zur linken Doppelehe einging, als er tros des päpstlichen Abrathens 3. maßgebend für die Scheidung war, daß Desiderata Hand angetraute Weiber find Konkubinen. Kontubinate und hießen formlos geschloffene GeschlechtsFräulein Desiderata im Jahre 770 heirathete. Bereits im Nachkommenschaft ihrem Manne zu schenken außer Lage war, Kontubereien folgenden Jahre ließ sich Karl der Große von Desiderata also daß das, was das von der katholischen Kirche in diesem verbindungen, die zwischen Freien und Stlaven geschlossen waren, scheiden, weil, wie uns der St. Gallener Mönch( lib. II. Punkte verpönte preußische Landrecht als Zweck der Ehe" be- aber, wiewohl sie auf Lebenszeit gefchloffen wurden, nach bürgers cap. 26) verräth, Defiderata„ tränklich und für einen zeichnet, nicht erreicht werden konnte. lichem Recht nicht als Ehen anerkannt wurden, weil ein Stlave Mann von der Kraft Karls nicht genügte." Die Kirche, die Böllig verfehlt ist der Germania" Behauptung ,,, Konkubine" sei die Formen einer römischen Ehe nicht vollziehen durfte. Der zwei Jahrhunderte zuvor die Unlöslichkeit des Ehebandes als nichts anderes als im modernen Sinne ,, conjugium inaequale"( un- tatholischen Kirche mußte an einem gegentheiligen Erfolge gedie Dogma proflamirt hatte, willigte in diese Scheidung. Kurz nach gleiche Heirath),„ Trauung zur linken Hand" oder„ morganatische legen fein, zumal bis in das dritte Jahrhundert Der Chriften den untersten Ständen ander Scheidung erfiefete Karl die jugendfrische Schwäbin Hilde. Ghe". Sie folgt hierin fast wörtlich dem Ehrenrettungsverfuch, den Mehrzahl gardis zu seinem Ehegemahl. Diese schenkte ihm außer zwei im Anschluß an italienische Reinigungsversuche Weber in Weker und gehörte" und da die Formlosigkeit der Eheschließung ihrer bald nach der Geburt verstorbenen Kindern drei Söhne( Karl, Waltes Kirchenlexikon( Band 7) unternimmt, übersteht aber in Anschauung entsprach. Papst Calixtus I. durchbrach daher im wie Bippin und Ludwig) und drei Töchter( Rotradis, Bertha und Gisla). ihrem Eifer, daß Weber mehrere Quellen und Darstellungen ver- Jahre 220 die Schranken der bürgerlichen Gesetzgebung" Sie starb am 30. April 783. Jn demselben Jahre vermählte sich Karl schweigt und selbst mit den Abhandlungen, die daffelbe Kirchen- das erwähnte Kirchenlexikon zutreffend wörtlich ausführt-„ ers mit der stolzen und schönen oftfränkischen Grafentochter lexikon aus der Hand von Wandinger und von Moy über Ronkubinat" theilte auch solchen Verbindungen, die vor dem Gefeß nur KonFastrada. Theodora und Hiltrud, hießen die Kinder, die und morganatische Ehe" aufweift, sowie mit der historischen Wahrheit tubinate oder Kontubereien waren, sofern sie auf Lebensaus dieser Ehe geboren waren. Neben dieser Faftrada hielt in unlösbaren Widerspruch gerathen ist. Morganatische Ehen" 3eit eingegangen waren, die kirchliche Segnung Karl in seinem Hause eine Beischläferin namens Madelgarda, oder„ Ehen zur linken Hand" find im Gegensatz zur Germania" und erhob sie in den Augen der Gläubigen zur Würde Es ist der katholischen Kirche die ihn mit einer Tochter Rothaid beschenkte. Rothaid wurde Weber'schen Darstellung etwas völlig anderes als Kontubinats- einer chriftlichen Ghe." mit ihren„ ehelichen" Stiefgeschwistern zusammen er- ehen im Sinne des katholischen Rechts. Morganatische Ghen" aber nie eingefallen( vgl. z. B. Augustinus Kap. 14), das nicht Fastrada starb 794. Karl ehelichte nunmehr existirten im fränkischen Reich zur Zeit Kaiser Karls des lebenslängliche Ronkubinat oder ein Kontubinat neben Sie Großen überhaupt noch nicht, werden nirgends in fränkischen einer anderen Ghe als" She" anzuerkennen, wie dies der Ueberbereits im Quellen erwähnt. Morganatische Ehen wurden erst später eifer der Germania" allerdings vermuthen laffen könnte. Die Jahre 800. Den 60jährigen Karl treffen wir bald darauf wieder seitens des Staats anerkannt, um der zu weit aus Konkubinate Karls des Großen haben mit diesem kirchlich zogen. die schöne uitgard aus dem stirbt, ohne Kinder hinterlassen zu Schwabenlande. haben, " " " Dies die vorliegenden Telegramme. Bemerkt sei bei dieser Gelegenheit, daß die Tcpeschen des Wolff'schen Bureaus, von dem vorstehende herrühren, weit silberner sind, als d!e Telegramme der englischen Blätter, auch des konservativen„Standard", der doch lange mit den Silber- leuten zu liebäugeln pflegte. Keinen, Zweifel unterliegt es allerdings, daß die Silber« leute fabelhaft agitircn und zu diesem Behuf auch das Roß des Chauvinismus besteigen und tüchtig gegen England Hetzen. Leider ist auch der sonst tüchtige Altgeld, Gou- vcrneur von Illinois und Brandmarker des Chikagoer Justizmordes, unter die Silberleute gegangen, und unter den Hetzern gegen England einer der schlimmsten. Da von beiden Seiten— der goldnen wie silbernen— gleich viel gelogen wird, ist eS schwer ein richtiges Urtheil über den Stand der Dinge in Chikago zu gewinnen. Die Spaltung der Demokraten kann aber als lmvermeidlich betrachtet werden.— Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse In eiinm Abzahlungsgeschäste zu Worms äußerte sich der Schlosser Theodor Wild, ein geborener Württeniberger, despekliilich über die in dem Lokale hängenden Kaiserbilder sowie über den König von Württemberg und den Großherzog von Hessen. Die Geschäftsinhaber, mit denen Wild verwandt, veranlaßlen ein« Denunziation und am 8. Juli stand derselbe vor der Slraskammer des Landgerichts Mainz. Bei geschlossenen Thüren ging die Verhandlung vor sich und Wild wurde zu fünf Monaten Gefängniß ver- urlheilt.— *• Deutsches Reich. — Der BundeSrath ertheille in der heutigen Plenarsitzung feine Zustimmung dein Ausschußantrage, betreffend Aus- suhrlliigsbestiinmungen zum Zuckersteuer-Gesetz vom 27. Mai 1896, sowie zu dem Gesetz betreffend die Vergütung des Kakaozoüs bei der Ausfuhr von Kakaoivaaren vom 22. April 1892.— — Ein Nachtrag zum Prozeß Mehla n. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" erhält von„zuständiger Stelle" eine längere Zuschrift, in der angeknüpft wird an die Behauptung W e h l a n' s., vonach das Niederbrennen der Hütten und Felder der Eingeborenen durch richterliches Urlheil verhängt worden sei und das Aus- wältige Amt— Kolonialabtheilung— trotz bei ihm au- gebrachter Beschwerden nichts veranlaßt habe. Dazu wird deinerkt: „Sollte diese Aeußernng richtig wiedergegeben sein, so ist sie unrichtig. Bereits unter dem 19. Dezember 1391 hat die K o- lonialabtheilung an daS Gouvernement von Kamerun einen Erlab gerichtet, der folgenden Absatz enthält:„Es ist mir aufgefallen, daß in dem vorliegenden Fall gelegentlich der Bestrafung des Dorfes Bajadiko nicht nur die Hutten der Eingeborenen niedergebrannt, sondern auch die zu demselben gehörigen Pflanzungen vernichtet worden sind. Wenngleich die Ausführung solcher Strafexpedi- t i o n e n zu sehr von den Umständen des einzelnen Falls ab- hängt, als daß angängig wäre, von hier aus bestimmte Weisungen in dieser Hinsicht ertheilen zu wolle», so er- scheint doch diese Verwüstung als eine Härte, welche nicht allein die Uebelthäter als vielmehr ganz besonders das Schutz- ««biet selbst trifft. Ich nehme an. daß bei Anwendung so arter Strafen auch die Frage sorgfältig geprüft wird, ob dadurch die Erbitterung und Rachsucht der Eingeborenen über das erforderliche Maß gereizt wird. Bei der Wichtigkeit des Gegenstandes, welcher nicht ohne Einfluß auf die Be- urtheilung der zivilisatorischen Maßnahmen der kaiserlichen Aer- waltuna in der öffentlichen Meinung ist, werde ich auch über diesen Punkt einer gefälligen Aeußerung entgegensehen." I» dem Äericht vom Ib. Februar 1392 macht Gouverneur v. Zimmerer diese Auffassung zu der seinigen, bemerkt aber, daß früher der Kanzler Lerst bei Expeditionen ein- oder zweimal Dörfer habe niederbrennen lasse», wenn der zur Ver- antwortuug geladene Häuptling nicht erschienen, sonder» in den Busch geflüchtet sei. Diese Maßuahliie werde in Zukunft ver- hindert werden." — Der Zwist unter den Zentrumsanhängern im Wahlkreise Löwenberg wird von der Zentrums- presse sehr übel vermerkt. So sagt die„Köln. Volkszeitung": „Jedenfalls können die Dinge innerhalb der Zentrumspartei des Wahlkreises Löwenberg nicht so weiter gehen; das Ver- halten bei der diesmaligen Wahl bedeutet die völlige Des- organisation. Auf der einen Seite angesehene Geist- liche, welche erklären, nicht für den Grafen Nostitz stimmen zu können, auf der andern Seite Mitglieder des als Ehe erachteten Verhältniß absolut nichts zu thun. Sie sind Ausfluß des guten Rechts. auf das die Merowinger und Karolinger nicht gern verzichten mochten, soviel Ehefrauen zu haben als sie wollten. Karl's Vater, Pippin, hatte allerdings nur ei n e Ehefrau, deS letzteren Vater, KarlsMarlell, hatte mehrere Frauen, er selbst war ein Sohn der Ehefrau Pippins von Heristal, die die Kirche als außereheliche Beischläferin erklärte. Weshalb also die Ausregung der„Germania"? Wozu soll der völlig mißglückte Versuch einer Ehrenrettung des ersten deutschen Kaisers dienen, der die Unlöslichkeit der Ehe kirchlicher Borschrift getreu gebot, selbst aber wie dar- gelegt eine seiner Ehen trennen ließ, mehrere angetraute Ehefrauen zu gleicher Zeit besaß und neben ihnen noch mehrere Konkubinen? Daß Karl„der Große" selbst keinen Unterschied zwischen Ehe und Konkubinat machte, geht aus dem väterlichen Verhältniß zu feinen Kindern hervor. Er ließ die ehelichen gleich den unehelichen in einer für die damalige Zeit gelehrten Weise durch den sächsischen Diakon Alkuin erziehen. Auch sorgte er väterlich für das Fortkommen der unehelichen Kinder. Von seinen ehelichen Kindern starb Karl 311, Pippin(Sohn der Hildegardis) 310. Pippin der Bucklige wurde in ein Kloster (Prüm) gesteckt, weil er den Plan gefaßt halte, seinen Vater zu ermorden und sich auf den Thron zu setzen: die Verschwörer hatte ein Mönch belauscht. Der vierte eheliche Sohn Karls endlich, Ludwig, wurde Karl's Nachfolger und erhielt den Beinamen „der Fromme". Von de» außerehelich gezeugten Söhnen wurde Droga Erzbischof von Metz, Hugo Abt von St. Quentin, Theodorich Bischof von Cambray. Di« ehelichen Töchter Karl's des Große» blieben sämmtlich unvermählt, wie es scheint auch die unehelichen. Doch sorgten die ehelichen Töchter trotzdem kräftig für Nachkommenschaft. Rotrudis»gebar insolge einer außerehelichen Umarmung einen Sohn, der später Abt von St. Denis wurde. Bertha ließ sich in«in Verhältniß mit dem »aplan Aegilbert ein— eine unverbürgte Sage be- haupiet, die Liebe der Bertha zum Aegilbert sei so stark gewesen, daß sie ihren Geliebten des Morgens auf dem Rücken über den schneebedeckten Hof trug, damit die Spuren des männ- lichen Fußes nichts von der Kssenacht verriethen. das gleiche behaupten einige von einer anderen angeblichen Tochter „Emma", die sich dem Eginhard hingegeben haben solle. Sei dem wie ihm wolle— Bertha gebar außerehelich den später wegen seines Fleißes rühmlich bekannt ge- »vordenen Chrouikschreiber Nilhard und einen Sohn, namens Harnid. Ungleich bedachte Karl der Große seine unehelichen Kinder im Testament: den ehelichen Kindern wurde V». den außerehelichen Kindern vermacht— die Kirche erhielt d/u. Aber deshalb sollte sie sich nicht vergeblich um Reinwaschung des Erblassers abmühen. Zentrum«, welche für die Wahl deS Grafen Nostitz agitatorisch thätig sind! In solchen Fällen ist«S unseres ErachtenS die Auf- gab« der Zentralleitung der ZentrumSpartei, einzugreifen und. wenn daS bisherige Statut dazu die Handhabe nicht gewährt, so müßte durch eine Aenderung des Statuts dazu die Handhabe ge- schaffen werden. Wenn die gegnerischen Parteien mit einer geschlossen auftretenden ZentrumSpartei zu rechnen haben, so werden sie schon bei der Auswahl der Kandidaten darauf Rücksicht nehmen. Jetzt befindet sich die Zentrums- partei des Wahlkreises Löwenberg angesichts der Stichwahl in einer sehr schwierigen Lage: Die Kandidatur des Grafen Nostitz. eines Führers des Bundes der Landwirthe, der jede bestimmte kirchcnpolitische Erklärung abgelehnt hat. kann ihr nicht sympathisch sein, und die von den Freisinnigen aufgestellte Kandidatur eines„liberalen" LehrerS ist auch nichts weniger als erwünscht. In eine solche Lage darf sich die Partei nicht mehr bringen." Das rheinische ZentrumSblatt irrt, wenn eS meint, durch irgend welche Statutenänderungen könne ein geschlossenes Auf- treten der Zentrumspartei für die Dauer verbürgt werden. Was sich in Löwenberg zeigt, ist nur ein Symptom des unter der Decke innerhalb der ganzen Partei vor sich gehenden Zersetzungs» Prozesses, der auf den durchdringenden Juteressengegensal zwischen Großgrundbesitz und Kleinbürgerthum zurückzuführen ist.- — Eine Schwenkung deS Stöcker'schen„B o l k" wird durch folgende Mittheilung der antisemitischen„Hannoversche» Post" angekündigt. Der jetzige Ehefredakteur, H. O b e r w i n d e r, tritt szurück und wird nur noch christlich-sozialer Parteisekretär bleibe»; Assessor v o n G e r l a ch ist gekündigt und wird von dem Urlaub, den er augenblicklich hat, nicht wieder zurück- kehren. Die beiden genannten Redakteure neigten der jüngeren Rich- tung der Christlich-Sozialen zu. Herr v. Gerlach insbesondere hatte bei der Auseinandersetzung mit den Konservativen ihnen ausdrücklich den Kampf angekündigt. Die gleichzeitige Beseitigung Obcrwinders und Gerlachs kann deshalb nur den Sinn haben, das Stöckerblatt in ein den Konservativen freundliches Fahr- wasser zu lenke». Damit verblaßt dann allerdings der letzte Schimmer politischer Bedeutung, den das Blatt bislang noch halte.— — Für das Frauenstudtum, aber auf einer besonderen Frauen-Universität, spricht sich Professor S ch m o l l e r aus. und beweist dadurch abermals die Zwie- schlächtigkeit seiner Natur und seine Unfähigkeit, über Halb- Helten und Kompromisse hinauszukommen.— — Die Verblendung unserer Gegner bleibt un- veränderlich dieselbe. Da leistet sich ein sächsisches Ordnungs- blatt, die„Leipziger Neuesten Nachrichten", die Geschmacklosig- keit, unseren Genossen Kunert wegen seines Wahlsieges in Halle zu bezeichnen als„ein fleischgewordenes Ausrufungszeichen an der Endstation des neuen Kurses, der mit Berlepsch begann und mit Berlepsch sein Ende fand." Hierzu bemerkt die„Köl- nische Volks-Zeitnng":„Der arme Herr von Berlepsch! Nun soll er auch schon die Schuld an den sozialdemo- kratischen Wahlsiegen tragen. Wenn die kundigen Pleiße- Thebaner der Meinung seid sollten, nach Berlepsch's Abgang wurden die Sozialdemokraten kein Glück mehr haben, so dürften sie sich gewaltig täuschen. Gerade eine großkapitalistische Politik ä k Stumm ist der beste Nährboden für den sozialdemokratischen Bazillus." Stimmt! Wir wünschen Herrn Brefeld wenigstens eine so lange Amtsdauer, daß er noch den letzten vom fünften Dutzend sozialdemokratischer Abgeordneter in den Reichstag ein- ziehen sieht.— Frankfurt a. M., S. Juli.(Eigene Mittheilung.) Der Schreiner und Kolporteur Wilhelm B e r n h a r t hat im Januar im Frankfurter Hof zu Homburg vor der Höhe in ein Zeitungsblatt ein Exemplar des„Sozialist", Organ für Anarchismus und Sozialismus, eingeschmuggelt. Das� Schöffen- gericht zu H o m b u r g hat ihn deshalb zu 3 Tagen Gefängniß verurtheilt wegen Verbreitung verbotener Schriften. Gegen dieses Urtheil hatte Bernhart Berufung eingelegt. In der heutigen Sitzung der Strafkammer wurde die Revision verworfen und das erstinstanzliche Urtheil bestätigt.; Mainz, 3. Juli. Ein Hitzmarsch! Gestern Morgen um b Uhr 20 Min. marschirten die Regimenter 87 und 83, ein Theil der 27er Feldartillerie und eine Husaren- Abtheilung aus ihren Kasernen und um 6 Uhr gemeinsam in das Terrmn bei Erbenheim, wo eine Uebuug stattfand. Die Hauptaufgabe bestand ausschließlich aus forcirte» Kriegsmärschen, die man in der acht Rottensormation bei der Infanterie, Kavallerie an der Spitze und die Feldartillerie zur Seite, ausführte. Diese acht Roltenformation gestattet den einzelnen nicht mehr sich, so frei auf dem Marsche zu bewegen, wie früher, aber sie kürzt ganz bedeutend die Länge der niarschirenden Kolonne ab. War nun gestern Morgen die Hitze eine„abnorme" zu nenne», so litt die unter den» Kommando des Brigadegenerals von Bardeleben stehende Infanterie noch mehr durch den Staub, den die ihr zur Seite als Seitcndeckung fahrende Artillerie mit ihren Geschützen aufwirbelte und mit dem ein ungünstiger Wind sie überschüttete. Je höher die Sonne stieg, desto drückender wurde die Hitze und wie die Fliegen fielen die Leute. Aufenthalt gab es, außer zweimaliger etwa halb- stündiger Rast, keinen, immer vorwärts marschirte die Kolonne und wer fiel, der mußte zurückbleibe» und konnte, wenn er es noch vermochte, sich einen schattigen Platz am Wegrand oder sonstwo suchen..Die Aerzte und Lazarethgebilfen hatten alle Hände voll zu thun und bald waren deren Vorräthe an erfrischenden Getränken erschöpft. Aber erschöpft waren auch die Soldaten, als sie gegen ein Uhr von der Uebung zurück über die Brücke in die Stadt marschirte». In der Rheinstraße hauptsächlich macht« noch Mancher„ab" und mußte, nachdem er sich einiger- maßen erholt hatte, durch den in jedem Falle zurückbleibenden Gefreiten oder Unteroffizier nachgesührt werden. Auf dem Rasen des diesseits des Binger Thores gelegenen Bosquets, das man eben umzäunt, lagen um l�s Uhr zwei Mann von der 12. Kompagnie des Regiments Nr. 33, die eineu be- dauernswerthen Anblick boten und bei denen sich ein Sergeant befand.„Ein Fachmann", so schreibt hierzu der„Mainzer Anzeiger" schildert uns das Aussehen der Erschöpften wie folgt: Finger krampfhaft gekrümmt, Brust kurz athmend, Gesicht ijn jenem Augenblick weiß, Augen halb offen und starr. Also die voll- ständigen Symptonie des krampfartigen Zustandes, der sich nach und bei einem Hitzschlag einstellt. Der Assistenzarzt holte sich vom Arrefthaus etwas erfrischendes Ge- tränk, wie es uns schien, Kognak, und da der eine, von uns vorher beschriebene, durch den im Krämpfe halboffenen Mund nichts z» sich nehmen konnte, bekam er natürlich die Flüssigkeit über das Gesicht. Ehe der Arzt aber erschien, kam ein Major hinzu und rief sehr laut vom Pferde, mit dem er über's Troittoir bis ins Bosqnet ritt, herab die wie todt Daliegenden an: „Kennen Sie mich? Kennen Sie mich?" ivorauf aus die Zuflüsterung des Sergeanten hin der ei»« mit einem nur gelallten„Ja— a— a—" schwach antwortete. Abgesehen von dieser einen Episode wollen wir noch anführen, daß außer einen großen Anzahl von Maroden, die»ach kurzem„Abmachen" der Truppe wieder nachgingen und deren Zahl sich auf 40 Mann belaufen haben soll, von einem Wagen, der hier nach Ankunft der Truppen requirirt und ins Uebungsterrain geschickt worden war, von verschiedenen Stellen und aus verschiedenen Orten etwa zwanzig schwerer Erkrankte gesammelt wurden."— Oesterrekch-Ungarn. — Die Bauernrevolte tn Süd Ungarn war nicht so harmlos. wie sie der amtliche Drahtbericht darzustellen versuchte. Behufs Zusammenlegung der Gemeindeweide» in Mehadika wurde für den 24. Juni die Beschreitung der Felder in Aussicht genommen. konnte jedoch nicht vor sich gehen. weil die durchweg rumänische Bevölkerung der Ortschaft eine drohende Haltung einnahm. Infolge dessen wurde aus Orsowa eine Ablheilung Gendarmerie nach Mehadika entsandt, wo auch die Behörde am 26. Juni eintraf. Als die Einwohner hiervon Kenutuiß erhielten, sammelten sie sich, etwa 1000 an der Zahl, vor dem Gemeindehaufe, stürmten dasselbe, erbrachen das Thor und forderten die Herausgabe der verhafteten Rädelsführer. Der Gendarmeriekommandant und der Studlrichter forderten die Be- völkerung nunmehr in rumänischer Sprache auf, den Platz zn verlassen. Allein die Wüthenden, die zum theil mit Sensen. Hauen, Schaufeln U. f. w. bewaffnet waren, wollten nicht hören. Die Voranstehenden stürzten aps den Gemeinderichter und den Gemeindenotar los, während die rückwärts stehenden Bauern handgroß« Steine gegen die Gendarmen schleuderten. Da kom- mandirte der Geudarmerie-Besehlshaber Feuer, eine Gewehr- salve erdröhnte und v i e r B a u e r n st ü r z t e n todt z n Boden, während 17 andere schwer verwundet am Platze blieben.— Budapest, S. Juli. In Altsohl infultirlen fanatisirle slowakische Bauern und Anhänger der Volkspartei den auf einer Rundreise begriffenen Stadtfekretär Szi- l i n s, k y. der mit den Gemeinden wegen der Verstaatlichung der Volksschulen konferirt. Der Stadtsekreiär mußte in das Gemeindehaus in Gyetva flüchten. Sein Wagen wurde mit Steinen beworfen; er blieb unverletzt; ein Herr seiner Be- gleitung wurde schwer verwundet.— Norwegen. Christians«», 3. Juli. Der König weigerte sich, den vom Storthing angenommenen Gesetzentwurf belrcffend die rein norwegische Flagge zu sanktioniren. Dieser armselige Flaggenstreit ist der norwegischen Bour- geoisie die Perle ihrer nationalen Bestrebungen.— Belgien. Ostende, 9. Juli. Gestern Abend entstanden zwischen den Offizieren deS englischen Packetbootes„Prinz of Wales" und den Beamten der Hasenbehörde heftige Streitig- keilen, iveil die Offiziere mit dem Schiffe ausfahren wollten, trotzdem dasselbe von der Behörde augekettet war. Die Offiziere bedrohten die Beamten mit ihren Revolver», wurden jedoch ver- haftet und. mit Handschellen versehen, nach der Gendarmerie- station gebracht. Die Hasenpolizei überwacht das Schiff, bis die Angelegenheit erledigt»st. Frankreich. Paris, 9. Juli. Die Armeekommispon der Deputirteu- kammer nahm den hauptsächlich ans die Festsetzung der Alters- grenze zielenden Antrag der Regierung über das Oberkom- mando an. Die konservative Rechte hat beschlossen, in der Kammer einen Antrag einzubringen, wonach die E i n k o m in e n st e u e r die Rente nicht betreffen soll. Jtalie«. Rom, 9. Juli. D e p u t i r t e n k ä m m« r. Ministerpräsident d i R u d i n i erklärt, er könne und dürfe nicht aus die An- frage des sozialistischen Deputirten Costa antivorten, welche Gründe die italienische Regierung vorgebracht habe, um von der französischen Regierung die Auslieferung der aus Favignana entwickeneu zum Zrvangsanfenthalt Verurtheilten zu erlangen. Die Deputirten Costa und Jmbriani protestiren dagegen.(Lärm.) di Rndini erklärt unter lebhaftem Beifall. um die Besprechung der eingebrachten Tagesordnungen zu beschleunige», mache die Regierung von dem ihr zustehenden Rechte Gebrauch und werde heute nicht auf die Anfragen antworten. Hierauf wird die Begründung der zu dem Gesetzentwurf, betr. die Einsetzung eines Zivilkommissars in Si- zilien, eingebrachten Tagesordnungen fortgesetzt.— Parma, 3. Juli. Die Ruhestörungen, welche gestern im Laufe des Tages bei der Verhaftung des dem Ueberwachungs- gesetz unterstellt gewesenen Casinelli ausgebrochen waren, aber alsbald unterdrückt wurden, wiederholten s i ch g e st e r n Abend. Die Menge ging von neuem gegen die Polizeikaserne mit Steinwürfen vor. Als der Angriff einen drohende» Charakter annahm, gaben die Wachmannschaften einige Schüsse ab und verwundete» dreiPersone». Kavallerie- truppe», welche zur Unterstützung anrückten, wurden mit dem Rufe„Es lebe die Armee", aber auch mit Steimvürfen empfange». Der Bürgermeister ermahnte zur Ruhe, die dann auch allmälig wieder hergestellt wurde. Die Wiederholung der Unruhen in Parma deutet auf eine tiefer gehende Erregung als sie durch einen einmaligen Vorfall verursacht zu werde» pflegt. Spanie». Barcelona, 9. Juli. Von den vor einigen Tagen ver- hasteten zwei A n a r ch i st e n ist der eine geständig, an dem Attentat bei der Frohnleichnams-Prozession belheiligt gewesen zu sein.— Griechenland. Athen, 3. Juli. Die unerwartete Wahrnehmung, daß sänrmt- liche Mächte ohne Ausnahme sich anschicken, für Wieder- Herstellung friedlicher Verhältnisse in Kreta energisch nach beiden Seiten hin e,»zutreten, hat die dortige Partei des Kampfes um jeden Preis, welche noch vor ivenigeu Tagen die Oberhand hatte, cntmiithigt. Die durch diesen Stimmungswechsel plötzlich eröffneten günstigen Aussichten würden allerdings sofort wieder in das Gegeniherl umschlage», falls etwa die Verwirklichung der durch die Botschafter namens der Pforte gemachten Zusicherungen iraglich würde. Die griechische Regierung ihrerseits bemüht sich »ach Kräfte», um bei der Bevölkerung von Kreta das Zutrauen zu Europa zu befestigen.— Internationaler Arbeiterkongrest Die„Tagesordnung". enthaltend die provisorische Geschäftsordnung, sowie alle für den Kongreß eingelaufenen Anträge, ist uns zugegangen. Es ist ein stattliches Heft von 43 gedruckten Oktavseiten, das allen deutschen Delegirten des Kongresses von der Redaktion des „Vorwärts" aus übersandt werden wird. Delegirte, die sich bei uns noch nicht schri stich gemeldet haben, werden so freundlich ein, dieS nachzuholen, da andernfalls eine Zusendung der Brochüre nicht erfolgen»vird. Genosse Schönlank ist in einer stark besuchten Partei- Versammlung mit allen gegen zwei Stimmen von den Leipziger Genossen als Delegirter für den internationalen Arbeiterkougreß in London gewählt worden.— Für die oldenburgischen Wahl- kreise wird Genosse Paul H»g in Bant nach London gehen. Ein Bersammlungskuriosum giebt die„S. A.-Z." ans Naußlitz bekannt. In einer Müllerversammlung diskutirte man nach einem Vortrage über die Bedeutung der Arbeiter- organisalionen unter„Gewerkschaftlichem" über die traurigen Zustände in einigen Mühlen. Der überwachende Beamte, Nest- mann, schien aber von Sehnsucht»ach seinem traute» Heim er- füllt zu sein, er stand aus und unterbrach einen Redner mit den Worten:.Nunhab'ich's aber satt, die Versa mm- lung hat nun schon 3 Stunden gedauert, ich dulde e s n»» nicht mehr. Uebrigens sind die Zu- stä nd« ist, de n Mü h l e» g a r n i ch ts Gewerkschaftliches!" Dem Beamten wurde darauf bedeutet, daß das von dem Müller welchem teine Arbeit zu vergeben sei. Nach heftigen Aus- 1 Geschäfte während des ganzen Sonntag zu ers angeführte wohl zur Tagesordnung gehöre. Wenn dem Herrn einandersetzungen wurde die Kommission ermächtigt, an dem wirken. Die Agitation wurde mit großer Umficht eingeleitet. Beamten die Versammlung zu lange dauere, dann tönne er ja Tarife noch Verbesserungen vorzunehmen und denselben dann Diejenigen Prinzipale, die gleich einverstanden waren, flebten in nach Hause gehen, die Müller brauchten ihn nicht. Die Ver- ohne weitere Anhörung der Innung der Fünfzehnerkommission die Auslagen Bettel mit der Aufschrift:„ Stimme der Sonntagsfammlung würde auch ohne sein Beisein zum Biele kommen. Der Fabrikanten zu unterbreiten. ruhe zu," und später andere mit der Bemerkung:„ Am Sonntag Auf keinen Fall stünde ihm aber ein Recht zu, die Besprechung nach seinem Belieben zu kürzen. Die Versammlung spendete Nachricht, daß zwei neue Zahlstellen, die eine bei Schenk, bisher als Berfechter der Interessen der arbeitenden Klassen Rigdorf. Den Mitgliedern des Holzarbeiter- Berbandes zur förderte in ersprießlichster Weise das Beginnen, während das geschlossen." Die Triester Presse, insbesondere der„ Mattino", diesen Ausführungen unter großer Heiterfeit Beifall und Herr Sobrechtstr. 9, die andere bei Dorn, Bürgerstr. 4 in Briz er- geltende progressistische Organ" Il Piccolo" sich sehr kühl ver Nestmann ließ sie nun ohne Widerrede ruhig gewähren. richtet sind. Die Ortsverwaltung. Wer hat nun recht? Die sozialdemokratische Pfälz. Post" brachte anfangs dieses Jahres einen Artikel, worin dem Landgerichtsrathe Cullmann in Landau schwere Vorwürfe in bezug auf seinen sittlichen Lebenswandel gemacht wurden. Der Redakteur gab, nachdem das königliche Landgericht Landau die Sache in die Hand genommen hatte, eine Ehrenerklärung für Landgerichtsrath Cullmann ab. Gegen die zwei Verfasser des Artikels wurde gerichtlich eingeschritten. Längere Zeit darauf erfolgte jedoch die Einstellung des Verfahrens gegen die beiden. Diefer Tage erhiel: Landgerichtsrath Cullmann seine Entlassung aus dem Staatsdienst, um die er nachgesucht hatte. Wie's gemacht wird! Herr Poser, Besitzer des vom Militärboykott betroffenen Härtels Hotel" in Meerane veröffentlicht gegenwärtig fölgende interessante Dinge: " Bolizeiliches, Gerichtliches 2c. Die Freie Vereinigung der Händler und Händlerinnen hat in ihrer letzten Sizung Paul Trunsch, Neue Friedrichstr. 6/7, zum Vorsitzenden gewählt. Es wird gebeten, alle Buschriften an diese Adresse zu richten. Der Vorstand. " hielt. Sonntag, den 5. d. waren die Geschäfte sammt und sonders geschlossen. Nur zwei Geschäftsinhaber hielten offen. Die angesammelte Voltsmenge demonstrirte mit unausgesetzten Rufen: Sperren! Da rückte die Polizei heran und sperrte die Gaffe, in der die zwei Geschäfte liegen. Dem Zureden des Inspektors gelang es, die Geschäftsinhaber zur Sperrung zu veranlassen, An die Maler der Provinz Brandenburg. Rollegen worauf die Menge Evviva Göhl! schrie und ruhig auseinanderund Berufsgenossen! Seit Montag, den 29. Juni, befinden ging. Vorher hatte die Polizei fünf junge Leute, die zu heftig schrien, sich die Maler und Berufsgenossen in Kottbus im Streit, weil arretirt, fie wurden später wieder freigelassen. Triest ist ihre Forderungen seitens der Innungsmeister abgehnt also die erste Stadt, die die Sonntagsruhe nach wurden; Forderungen, die eigentlich garnicht Forderungen zu englischem Muster einführt. Hoffen wir, daß dieses nennen sind. Die Arbeitsverhältnisse waren bis dato in Beispiel überall Nachahmung findet. Auch die Angestellten bei Rottbus täglich 11 resp. 12 stündige Arbeitszeit und 29 Pf. den Handelsfirmen haben eine Agitation in diesem Sinne einDurchschnittslohn pro Stunde. Unsere Kollegen fordern jetzt geleitet. Heute publizirt der Mattino", der seinerzeit auch die 10 stündige Arbeitszeit und 35 Pf. Minimallohn per Stunde. vollkommene Sonntagsruhe bei den Buchdruckern verfochten Glaubten unsere Kollegen aber, daß diese bescheidenen Forde hat, ein Manifest der Vereinigung der Handels rungen ohne weiteres bewilligt würden, so sollten sie sich gründlich beslissenen. Es steht außer allem Zweifel, daß auch dieses getäuscht sehen. Das Unternehmerthum fucht gegenwärtig Ar Streben von Erfolg begleitet sein wird. beitskräfte aus anderen Städten zu erhalten und speziell ons Berlin. Wir müssen zu unserer Schande eingestehen, daß Berlin eine crhebliche Bahl von Streitbrechern geftelt hat. Die Kollegen Berlins fordern wir deshalb dringend auf, unter feinen Umständen in Rottbus Arbeit anzunehmen. Bis jetzt steht die Sache unserer Kollegen in Rottbus gut, durch unsere Hilfe kann der Sieg richt aus bleiben und werden damit auch dort menschenwürdige Zustände für unsere Kameraden geschaffen werden. Kollegen der Proving Brandenburg und Berlins, haltet streng den Zuzug nach Rottbus fern! Das Agitation3 Romitee der Provinz Brandenburg. J. A.: G. Lint. Ist die völlige Sonntagsruhe in Triest möglich, dann ist sie auch im übrigen Oesterreich und nicht minder Deutschland durchführbar. Also vorwärts! Aus London wird uns geschrieben: Die Bergarbeiter haben am Schluß der Session im Parlament noch einen gewissen Erfolg errungen, sie stehen dagegen zur selben Zeit außerhalb des Parlaments vor einem Kampf, dessen Ausgang noch sehr ungewiß ist, und der ihnen höchst wahrscheinlich sehr schwere Opfer auferlegen wird. = " In der zweiten Märzwoche dieses Jahres wurde mir im Vertrauen" von auswärtiger fompetenter Seite mitgetheilt, daß über solche Lokale, in denen sozialistische Versammlungen statt finden, das Militärverbot verhängt werden solle. Daraufhin wandte ich mich, Rath erbittend, an unferen Herrn Bürgermeister. Dieser erwiderte, er wisse bereits von dem Militärverbot und habe dasselbe nur in Hinsicht auf die Kriegsfestspiele aufgehalte. Hierauf ging der Bürgermeister selbst zum Polizei- Aktuar, ließ ein Brotokoll nach seinen Angaben mit meiner Genehmigung abfassen, welches mich verpflichtete, meine Lokale für die Feste des Arbeiter- Bildungsvereins und für sozialdemokratische Versammlungen nicht freizugeben. Ich unter schrieb dieses Protokoll, vertrauend auf deffen Geheimhaltung und Ende dieses Monats läuft der sog. Rosebery Vertrag ab, in der Meinung, daß ich den behördlichen Schuh mir gesichert. Kurze Zeit darauf aber hörte ich erzählen, daß der Herr Bürger. Borläufig geschloffen. Die Zahlstelle des Verbandes der jenes Uebereinkommen, das 1893 am Ende des großen Streits meister sich erfreut fiber mein Verhalten geäußert habe. Hier- Fabrik-, Land-, Silfsarbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands in der Bergarbeiter in den Binnengrafschaften getroffen wurde und liber denselben bei späterer Gelegenheit befragend, erklärte er mir, Harburg ist durch die Polizeibehörde vorläufig geschloffen. Der wonach bis jetzt in diesen Grafschaften ein gewiffer Minimalvon ihm und doch wohl auch vom Aftuar aus sei nichts Berein wird dadurch als politisch erklärt, weil in den Versammlohn( 30 pCt. über dem Standardsatz von 1888) galt. Die erzählt worden, und müffe dies wohl von der Amtshauptmann- lungen Vorträge gehalten wurden, in denen über die Gewerbe- Unternehmer erklären, diesen Vertrag nicht ohne eine Lohnreduktion von mindestens 10 pCt. erneuern zu können, während die schaft geschehen sein, welcher am Tage der Unterzeichnung das be- ordnung und Sozialvereinsgesetzgebung gesprochen worden ist. Vertreter der Bergarbeiter den Vertrag nur unter Festhaltung des treffende Protokoll überreicht werden sollte." Da aber eine ganze Anzahl Frauen und Mädchen in der Zahl stelle sind, soll die Beschränkung des§ 8 des Vereinsgesetzes über- jezigen Minimallohnes erneuern wollen, wogegen sie sich verpflichten schritten sein und wird daher der Verein auf grund des preußi- wollen, auf eine längere Zeit hinaus( 17 Monate) keine Lohnerhöhung Der Befe und Diskutirklub in Französisch schen Vereinsgefezes vorläufig geschlossen. zu verlangen. Der Vertrag selbst soll unter dieser Voraussetzung bis Ende Juli 1898 gelten. Es haben in den letzten Tagen Buchholz wollte am 28. Juui sein Stiftungsfest abhalten, hatte dabei aber die Rechnung ohne den Herrn Amtsvorsteher gemacht, Die Leipziger Glaserinnung hat nunmehr 18 ihrer Mit- Abstimmungen in verschiedenen Bergarbeiterdistrikten stattgefunden, der die Genehmigung zu diesem Fest versagte und nur ein glieder ausgefchloffen, weil sie die Forderungen ihrer Gehilfen und überall ist mit großer Mehrheit die entschiedene Meinung zum folches gestatten wollte, bei welchem keine Festrede gehalten bewilligt hatten; die Beschlußfassung über zwei weitere Mit- Ausdruck gekommen, daß man auf die Lohnreduktion nicht einwürde. Der Hinweis des betreffenden Genossen, daß kurz vorher glieder wurde ausgesetzt. Die Innung hat damit aufs neue be- geben dürfe, es vielmehr lieber auf einen Streit ankommen lassen ein anderer Berein allerdings kein sozialdemokratischer- wiesen, daß auch die geringsten Bugeständnisse ihr abgerungen müffe. wiesen, daß auch die geringsten Bugeständnisse ihr abgerungen müffe. Es sieht nun nicht so aus, als ob die Grubenbefizer fogar einen Umzug durch den Ort veranstalten durfte, nußte nichts. werden müssen. Das Messer scheint den Innungshelden jedoch nachgeben werden. Der Rohlenmarkt ist längst überladen, die Ebenso erfolglos blieb auch eine Beschwerde an den Landrath. Nun- an der Kehle zu sitzen, denn man stimmte einem Vorschlage der Preise außerordentlich gedrückt. So scheint der Streit fast unDaß die Bergs mehr hielten die Genoffen zu Französisch- Buchholz am 28. Juni Gehilfen zu, den bestehenden Tarif einer Revision zu unter- vermeidlich. Und was würde er bedeuten? eine Boltsversammlung ab und betheiligten sich darauf sehr zahl- ziehen. Allerdings wird von den Gehilfen„ Entgegenkommen" arbeiter fich freiwillig eine mehrwöchentliche, wenn nicht mehrreich an einem vom Genoffen Gottschalk arrangirten Familien- erwartet. monatliche Arbeitspause auferlegen, während deren der Markt feft. Der Gastwirth Lange, in dessen Lokal das Feft abgehalten von dem überproduzirtem Quantum Kohlen und ihre Kassen von Leipzig. Eine Versammlung selbständiger Rauf von den mühsam aufgesparten Fonds geleert werden. Am wurde, erhielt nachher ein Schreiben des Amtsvorstehers folgen- Iente beschloß, an den Stadtrath und das Stadtverordneten Ende der Dinge wird den Juhalts: Anläßlich des vom Tischler Karl Gottschalt ver Kollegium eine Petition zu senden, in der verlangt wird, daß der wenn die Prinzipale blos mit einem Theil der geforderten es denn noch ein Erfolg sein, anstalteten Familienfestes wird Ihnen hiermit untersagt, nach Stadtrath von Aktiengesellschaften, Rommanditgesellschaften auf Lohnreduktion sich begnügen und jedenfalls werden die Arbeiter 11 Uhr irgend welche Getränke zu verabfolgen." Das wird Aktien oder anderen juristischen Personen, sowie allen Ronfum- für die Folgen der herrschenden Produktionsanarchie die Zeche nichts nügen, Herr Amtsvorsteher, die Sozialdemokraten werben verinen, ob sie in das Genossenschaftsregister eingetragen find bezahlt haben. Solange diese herrscht, ist eine andere Regelung Sie damit nicht los! oder nicht, und anderen physischen Personen, die Genußmittel der Produktion als durch periodisches freiwilliges oder un - In der Disziplinar Untersuchungsfache oder Gebrauchsgegenstände vertreiben und neben dem Hauptgeschäft, freiwilliges Feiern" auf seiten der Arbeiter ausgeschloffen. gegen Unbekannt sollte Genosse Hülle, Redakteur der gleichviel ob es in Leipzig ist oder nicht, Filialen errichtet haben, Thüringer Tribüne", zum zweiten Male als Zeuge vernommen eine Betriebssteuer von 3 pt. des Brutto: werden und zwar verlangte man von ihm die Glaubhaftmachung Jahresumsages zu erheben. feiner Angabe, daß er sich durch eine wahrheitsgetreue Aussage Umfaßes der Ronfumvereine ist eines der fleinen Mittel, die das Die Besteuerung des der Gefahr einer strafrechtlichen Berfolgung aussehen werde. fächsische Ministerium zur Erhaltung des Mittelstandes durch Sülle erklärte, sich darauf nicht einlassen zu können, da eine Verordnung den Gemeinden an die Hand gegeben hat. Der folche Glaubhaftmachung nach Lage der Sache einer Vernehmung Arbeiter foll also in Zukunft die schon durch indirekte Steuern gleichkommen würde, gab aber die eidesstattliche Versicherung vertheuerten Lebensmittel extra verfteuern, um sie genießen zu ab, daß er berechtigt sei, auf grund des§ 54 der Strafprozeß tönnen zum Nußen einer versinkenden Mittelschicht. ordnung die Aussage zu verweigern. Ob sich nun endlich das Gericht mit seiner Untersuchungsfache gegen Unbekannt beruhigen wird? Die Aufführung des in unserem Verlage erschienenen Theaterstücks ,,, Die Tochter des Staatsanwalts", ist von dem Herrn Polizeiinspektor Burt in Cottbus verboten. Beschlagnahmt im Auftrage des Amtsgerichts wurde die Sonntagsnummer unferes Brandenburger Partei Organs. Jukriminirt ist das Feuilleton:" Aus der Vogelschau". Jahres 1893 verschieden. Damals standen den Bergarbeitern In einer Hinsicht ist die Situation übrigens von der des Nothumberland) ziemlich theilnahmslos, wenn nicht gegensäglich, der Föderationsdiftritte die der Bergarbeiterunion( Durham und und jedenfalls als Vertreter einer anderen Politik gegenüber. Während die Föderation für einen, vom Marktpreis der Kohlen unab= hängigen, diesen regulirensollenden Mindestlohn zum Leben fämpfte, hielten Durham und Northumberland an der bem Kohlenpreis folgenden gleitenden Lohnlifte und auf grund deren Tischlerstreik in Plauen i. V. Bürgerliche Blätter berichten, funktionirenden Einigungsämtern fest. Jezt haben beide Grafder Tischlerstreit sei beendet. Das ist nicht wahr. Die Unterschaften, Durham schon vor einiger Zeit und Northumberland nehmer sprengen diese Nachricht nur aus, um zuzug nach Plauen gerade in diesen Tagen, ihr Prinzip über Bord geworfen und ihren Einigungsämtern gekündigt. Es ist daher leicht möglich, zu leiten. Beachte dies jeder Tischler! daß sie bei einem Streit in den Binnenlandsdistrikten diesmal Unternehmer im Schuße der Polizei. In einer Vereine andere Haltung einnehmen werden. Allerdings darf nicht sammlung in Dresden, die über den Streit in der Töpfer'schen vergessen werden, daß sie zu einem großen Theil für den Export Schuhfabrit verhandelte. spielten sich wiederum einige recht er- produziren, ihr Feiern oder Nichtfeiern daher insoweit für die bauliche Dinge ab. Als nämlich der Vorsitzende über eine Refo- Föderationsdiftritte ziemlich gleichgiltig ift. lution abstimmen wollte, in der der Schlußpassus vortam: Ferner verurtheilt die Versammlung das Verhalten der Streitbrecher aufs schärffte, inhibirte der überwachende Beamte die Beschluß faffung. In derselben Sache berichtet heute das ,, W. Z. B." wie folgt: Von der Anktlage, Flugschriften an öffentlichen Heute wurde wiederum eine Versammlung der Delegirten Orten verbreitet zu haben, wurden die Genoffen Perside, der Grubenarbeiter abgehalten, in welcher der Vorsitzende Bickard 3immer und Quade von dem Landgericht in Lands über das Ergebniß einer Unterredung Bericht abstattete, berg a. W. freigesprochen und das Urtheil erfter Instanz, das Dr. Gradnauer nahm dies zum Anlaß, sich über die Ehre welche er gestern mit den Grubenbesitzern gehabt hat. die Angeklagten zu 30 M. Strafe verurtheilte, fomit aufgehoben. der Streitbrecher auszusprechen. Er begreife nicht, wie man den Hierauf nahm die Versammlung eine Resolution an, in welcher Die Rübt's che Freiheit", die es sich zur Auf- Ausdruck unterdrücke. Wenn jemand aus dem Streit heraustritt, die Hoffnung ausgedrückt wird, daß die Arbeitgeber ihren Bes gabe stellte, die Berliner Parteipäpste" und die ,, Dreesbach- den Streik bricht, so müsse man doch annehmen, er sei von der schluß noch einmal in Erwägung ziehen werden, worin aber lique" in Mannheim zu vernichten, darüber aber in etwa der Güte und Ehrenhaftigkeit seiner Handlungsweise überzeugt, und gleichzeitig die Grubenarbeiter in allen Grafschaften dringend zehnten Nummer einschlief, hatte in ihrer Nr. 6 einen„ Solidarität" die Bezeichnung Streifbrecher müsse er von seinem Standpunkte aufgefordert werden, ihre Kräfte unverzüglich zu organiftren. überschriebenen Artikel gebracht, den der bekannte Peter Müller, gewissermaßen als eine Ehre ansehen. Im übrigen ermunterte junior aus Nr. 1 des Sozialdemokrat" vom Jahre 1881 unter er, in dem gerechten Kampfe auszuharren bis zum Siege. Giner Weglaffung einiger Stellen abschrieb, aber, um den Anschein zu erwecken, daß er der geistige Urheber des Artikels sei, am Schlusse mit M r zeichnete. Das Gericht erblickte in dem Artikel eine Berächtlichmachung von Staatseinrichtungen und verurtheilte Müller als den Verfasser des Artikels und Jöft als Redakteur zu je 40 M. Geld ftrafe. Gewerkschaftliches. Beifall.) für alle, alle für einen!" das müsse die Lofung sein.( Lebhafter Depelthen und lehte Nachrichten. Urner theilt noch mit, wie ein Polizeibeamter sich bemühe. In dem Breslauer Sittenbild- Prozeß, von dem wir an die Streitenden zur Arbeit zurückzuführen.( Wir haben darüber anderer Stelle berichten, lautet das Urtheil: Gegen die Reschon berichtet.) Es seien doch keine Rubestörungen vor- ftaurateurin Gertrud Hentschel auf acht Jahre Zuchthaus und gekommen. Von einer öffentlichen Bank wurden die Streitenden zehnjährigen Ehrverlust; gegen die separirte Rittergutsbefizer weggewiefen auf grund des groben Unfug- Paragraphen. Bei Alma During, geb. Propp, auf zwei Jahre Gefängniß, wovon der anschließenden Kritik wird dem Redner das Wort entzogen. drei Monate als durch die Untersuchungshaft verbüßt gelten, Der Vorsitzende verlieft hierauf noch folgenden Antrag: und vier Jahre Ehrverlust; gegen die verehelichte Kaufmann Die heutige Versammlung proteftirt auf das entschiedenste Antonie Propp auf einen Monat Gefängniß, gegen deren gegen die Eingriffe der Behörden. Sie erblickt darin ein Ehemann Waldemar Propp auf vier Monate Gefängniß, wovon Juusorischmachen des Koalitionsrechtes und erwartet von der gleichfalls drei Monate als verbüßt gelten; gegen den Kommis fönigl. Polizeidirektion, daß sie die Beamten zurückzieht, indem Bruno Schulze auf drei Jahre Gefängniß und vierjährigen Ghr= noch teine Störungen irgend welcher Art vorgekommen sind." verlust, gegen den ehemaligen Generalagenten Reinhold Grüttner Polizeikommissar Born verbietet die Verhandlung und Ab- auf drei Monate Gefängniß, die als verbüßt angesehen werden, und gegen den Geschäftsreisenden Eduard Schubert auf drei Monate Gefängniß. Der Stationsassistent Gustav Böhm, der Agent August Scholz und der Kaufmann Otto Zöpfe aus Berlin wurden freigesprochen. " Zu den Vorgängen in der Konfektion. Nachdem die Ronfektionäre bisher die neue Behnerkommission der Meister wegen ihrer ablehnenden Haltung gegenüber den Beschlüssen vom 20. Februar d. J. nicht anerkannten, ist am Mittwoch in einer Junungsversammlung jene Kommission noch um die Mitglieder ftimmung über diesen Antrag. Weber, Kleiner und Suer verstärkt und soll nunmehr unverzüg- Die Versammlung bewahrte auch bei diesem Vorgange lich wieder in Verhandlungen mit den Fabrikanten eingetreten völlige Ruhe. Trotzdem sprang Polizeikommiffar Born auf und werden, deren Grundlage die Abmachungen vom 20. Februar sprach die Auflösung der Bersammlung aus. Die Sächsische aut bilden haben. Der ausgearbeitete Preistarif gab zu Arbeiterzeitung", der wir diesen Bericht entnehmen, bemerkt ftürmischen Debatten Veranlassung, da er nach Ansicht der hierzu:„ Seine Gründe vermochten wir nicht zu erkennen. Ein Frankfurt a. M., 9. Juli.( W. T. B.) Die städtischen Mehrheit viel zu niedrige Preise vorsieht und höchstens der An- jubelnder, donnernder Beifall brach hier los; die wirksamste fertigung der Schundwaare Vortheile gewährt, während die Agitation für den Streit war diese Auflösung. Und auch die Hafenarbeiter und Lagerhausarbeiter mit Ausnahme der Arbeiter des Kohlenhafens sind in einer Stärke von über 100 Mann Mittel Genres, auf die der wirkliche Schneidermeister Werth Organisation wird durch dieselbe sicher nicht geschädigt. in den Ausstand eingetreten. Die Arbeiter haben an den Tegen müsse, ungenügend berücksichtigt seien. Selbst der vor- Der Ausstand der Arbeiter in der Waggonfabrik von Magistrat eine Petition gerichtet, welche indeß noch nicht zur gesehene Ansatz von 1 M. für ein einfaches Jacket dürfte wohl Schmieder u. Meyer in Karlsruhe ist beendet. Die Arbeiter Berathung gelangt ist. als Lohn für den Arbeiter, nicht aber als Preis für den Meister haben sämmtliche Forderungen bewilligt erhalten. Man ver in betracht kommen. Obermeister Witte und mehrere Kom- muthet, daß der Fabrikant Schmieder vom hiesigen Bezirksamt Paris, 9. Juli.( W. T. B.) Die schon gemeldete Vermiffionsmitglieder stellen jedoch fest, daß der Mindestbetrag von eine Weifung erhielt, die nicht ohne Wirkung war. Dieser voll. hängung des Belagerungszustandes in Madagaskar wurde ver1 M. thatsächlich eine erhebliche Preiserhöhung darstelle, ständige Sieg der Arbeiter ist um so bemerkenswerther, als nur Tananarivo verübten Waffendiebstahl, sowie durch die Entdeckung anlaßt durch einen von einem Hovas Prinzen im Arsenal von da bisher Tausende und Abertausende dieser Jacken für ganz wenige dieser Arbeiter der Organisation angehörten; jeßt eines Komplotts in Manandschari(?), wonach die Hovas den sechzig und achtzig Pfennige hergestellt würden, allerdings sind viele beigetreten. obgleich die Verfertiger dieser Ramschwaare nur nur schwer Abmarsch der Truppen abwarten wollten, um alle Fremden zu zu ermitteln feien, weil man sich scheue, die niedrigen Zur Einführung der Sonntagsruhe in Triest schreibt ermorden. Der zweite Hovas- Gouverneur, sowie mehrere HovasBreise zuzugestehen. Es sei eben nicht wegzuleugnen, daß viele die Wiener Arbeiter- 3tg.": Vor einigen Wochen hat sich in Offiziere find verhaftet und nach Zananarivo gebracht. Meister theils durch wirkliche Nothlage, theils durch das Be Triest ein Komitee gebildet, um die Erwirkung der Sonntags- Badajoz, 9. Juli.( W. T. B.) In einer in der Nähe geftreben, ihre Arbeitskräfte( Gehilfen 2c.) sich zu erhalten, die ruhe zu gunsten sämmtlicher in 52 verschiedenen Geschäfts- legenen Waffenfabrik fand eine Refselexplosion statt, durch welche Arbeit zu jedem Preise übernahmen. Da müsse es in erster fategorien beschäftigten Personen durchzusehen. Die Agitation 4 Menschen ums Leben kamen. Der angerichtete Schaden ist bes Linie darauf ankommen, einen Minimalpreis festzulegen, unter richtete sich darauf, die vollständige Sperrung aller trächtlich. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Babing in Berlin. Hierzu 1 Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 159. Tokales. Arbeiter- Bildungsschule. Sämmtliche Mitwirkende beim Sommerfeste werden dringend ersucht, sich heute, Freitag, abends um 8 Uhr im Lokale von Bergner, Annenstr. 16, zur Generalprobe einzufinden. Nur die Mitwirkenden beim Theater„ NeuBerlin" treffen sich zur selben Zeit in der Brauerei Friedrich hain. Der Unterricht fällt am Freitag der Generalprobe und am Sonnabend des Sommerfestes wegen aus. Der Vorstand der Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, den 10. Juli 1896. " Manne vom 13. Jahrg. Trittbrett heruntergestoßen. die Angeklagten 3 ahn und Baate bei der neulichen Gerichts-| nachstürmenden verhandlung in Breslau freigesprochen worden sind. Es Die T. fiel so unglücklich zu Boden, daß sie einen Bruch des war dem harmlosen Buch, über dessen literarischen Werth wir rechten Unterarmes erlitt und nach der Unfallstation in der Ges uns f. 3. ausgelassen haben, bekanntlich nachgesagt worden, daß werbe- Ausstellung gebracht werden mußte. Der Thäter entkam es aufreizend" und" unfittlich" sei. Getreu seinem Prinzip, leider unentdeckt. Durch das vorzeitige Zuschlagen einer Kupeealles Sozialdemokratische blöde zu begeifern, begleitet das pfäffische thür erlitt am selben Nachmittage ein Rentier P. aus Dresden Blatt die Meldung von der Freigabe des Buch gifts" mit schwere Verlegungen an der rechten Hand. P. wollte die Uuseinem wüthenden Ausrufungszeichen! stellung befuchen und benutzte zur Fahrt dorthin die Stadtbahn. Gegenüber solchem erbärmlichen Denunzianten- Gezeter ver- Auf Station Treptow wollte P. den Zug verlassen und öffnete lohnt es sich wohl, ein wenig den Spuren der katholischen die Thür; ehe er sich jedoch noch von seinem Plage erhoben, Sittlichkeit nachzugehen, soweit sie zur Zeit der Jugend beigebracht wurde die Thür von außen zugeschlagen und dem Rentier, der Am Sonntag, den 12. Juli, findet in Luckenwalde wird. In den Berliner katholischen Gemeinde- seine rechte Hand, sich stützend, in die Thürfüllung gelegt hatte, bas große Provinzial- Sängerfest statt. Wir machen die Ber- schulen ist ein amtlich vom fürstbischöflichen Ordinariate zu wurden die Finger zermalmt. Auch in diesem Falle entkam der liner Arbeiterschaft nochmals auf diese Veranstaltung auf- Breslau herausgegebener Rleiner fatholischer Ka Thäter. merksam. techismus in Gebrauch. Bereits sie benjährige Von einem Kremser wurde am Donnerstag Morgen 71/2 Uhr Unser Parteigenoffe Max Pfund hat am gestrigen Tage Knäblein müssen das Buch benutzen, aus dem wir einige Proben der Schriftseter Schmidt überfahren, als er sich in der Blücherdie Redakteur- Heimstätte Plößensee verlassen, in welcher er feit chriftlich- katholischer Sittlichkeit herausgreifen wollen. Es soll straße auf dem Wege nach der Arbeitsstätte, der Ulstein'schen dem 23. November vorigen Jahres gefangen gehalten war. Der nichts Arges über das darin auf Seite XI befindliche Rosenkranz- Offizin, befand. Der Schwerverlette wurde in einer Droschte wesentliche Theil der dort verbüßten Strafen ist gegen unseren gebet geredet werden, in dem die Jungfrau gelobt zu seinen Eltern in Rixdorf, Prinz Handjernstr. 19, gebracht. Kollegen von Brausewetter, für den bekanntlich keine Deffentlich- wird, daß sie den Sohn vom heiligen Geifte empfangen und zur Elisabeth getragen hat. Auf der Straße ist der 25 Jahre alte Kellner Leo Minitzki Das möge gerne feit existirte, im Kameelprozeß ausgesprochen worden. Welche Wirkung dieser Prozeß und die Art, wie sich der damals schon dem hingehen, obgleich gerade die christliche Erziehung sich aus der Schwedterstraße Nr. 47 von dem Tode ereilt worden. Wahnsinn nahe Richter während der Verhandlung geberdete, die wahrheitsgemäße Erklärung sowohl dieser Stelle Klinikki bekam, als er in der vergangenen Nacht gegen 12 Uhr für das Ansehen unserer Rechtsprechung hatte, ist allbekannt; die als auch des auf Seite XIV befindlichen sechsten Gebots gerne aus dem Geschäfte nach Hause gehen wollte, an der Ecke der Sozialdemokratie kann trotz der gewaltigen Opfer, welche einzelne heuchelnd herumdrückt. Aber was soll man dazu sagen, wenn in Straße Am Kupfergraben und der Dorotheenstraße einen Blutihrer Kämpfer aus Anlaß der bekannten Affäre tragen mußten, dem amtlichen Religionsbuche den siebenjährigen Kindern auf sturz und brach hilflos zusammen. Ein Schuhmann brachte ihn mit dem Fazit vollauf zufrieden sein. Es versteht sich, daß Seite XV die Unteuschheit als eine der Hauptfünden und mit einer Droschte in die Charitee; als man dort antam, war unser Pfund einer längeren Zeit der Erholung bedarf, um die auf Seite XVI die so do mitische Sünde als eine der vier der Kranke bereits gestorben. Seinen Verlegungen ist der 38 Jahre alte Maurer gesundheitsschädigenden Folgen des preußischen Gefängnißlebens himmelschreienden Sünden hingestellt wird!? Und ferner wenn zu überwinden. Wir wollen hoffen, daß die lange Haft für die in der Beichtandacht für Kinder" auf Seite XXI folgende Edmund Pfeiffer aus der Laufiberstraße Nr. 41, erlegen, der am Fragen gegen und das sechste Gesundheit unseres Rollegen teine dauernden Nachtheile hat. Gebot" zur Dienstag Abend um 51/2 Uhr auf dem Neubau des ReichspostBeantwortung gestellt werden: Habe ich über Unamtes verunglückte. Pfeiffer war im Fallen mit dem Ropfe Frau Agnes Reinhold wird am heutigen Morgen 41/2 Uhr teusches freiwillig nachgedacht? Freude darüber ge- gerade auf einen eisernen Träger aufgeschlagen, sodaß er sich das Zuchthaus zu Delitzsch verlassen, in welchem sie sechs volle habt? Habe ich begehrt, Unfeufches zu sehen oder außer einem komplizirten Armbruche auch noch eine schwere Jahre gelitten hat, wie keine andere Märtyrerin der proletarischen Sache. Ihr Mann, der hier wohnende Schneider Hugo zu thun? Habe ich Unkeuſches freiwillig angesehen? Gehirnerschütterung zuzog. An dieser ist er am Mittwoch Abend Reinhold, wird sie von dem Orte der Qualen abholen. Mit Habe ich Unkeusches gern angehört? Habe ich Unfeusches unt 8 Uhr auf der Unfallstation I in der Wilhelmstraße gestorben. uns bringt wohl das ganze klassenbewußte Proletariat der Heldin gesprochen oder unkeusche Lieder gesungen? Habe Er hinterläßt eine Frau und ein Kind. den Wunsch entgegen, daß sie dem sechsjährigen Leiden, das ich Unfeuſches gethan oder geschehen lassen? Allein über sie verhängt war, zum Troy bald wieder neue Kräfte gewinnen möge! Die Geldsammlung für Frau Agnes Reinhold hat nach der bis jetzt vorliegenden Uebersicht im Ganzen etwa 1350 Mart ergeben. Die Sammlung ist daher geschlossen worden. ** Der " " " " " = " hackt = um oder mit Andern?!!! neunte Vielleicht macht sich die„ Germania" die Mühe, diesen Proben offiziell- katholischer Sittlichkeit einige Belege fozialdemokratischer Unfittlichkeit gegenüber zu stellen. Bis jetzt ist sie vor lauter Schimpfen noch niemals dazu gekommen. hat, von einem immer " Die kleine ftädtische Frauen- Badeanstalt an der Juselbrücke ist nach der Ebersbrücke verlegt worden. Ein größeres Schadenfener entstand in der Nacht zum Als sehr verständige Jungen erwiesen sich gestern, Mittwoch, Abend einige Schulknaben bei einem Unfall am Alexanderufer. Hier verlor beim Spielen an der Böschung der 12 jährige Sohn Ernst der Maschinenmeister Rothe'schen Eheleute vom Friedrich Karlufer 6 das Gleichgewicht, stürzte hinunter und brach fich den Knöchel des rechten Handgelenkes. Seine Spielkameraden brachten den Verunglückten rasch entschlossen sofort in die Charitee, wo er Aufnahme und ärztliche Hilfe fand. Wien. Witterungsübersicht vom 9. Juli 1896. Barometers stand in mm, d. Meeressp. Windrichtung Windstärke ( Stala 1-12) PR CHERURA 764 Still 763 G • 763 DSD 764 Still 767 763 766 Petersburg Cort 754 • Aberdeen. Paris. 757 763 B 112332121| SW Still Wetter Temperatur ( 5° C. 4° R.) 20 20 22 wolkenlos woltig heiter halb bedeckt 20 heiter bedeckt 20 20 wolfenlos 18 Regen bedeckt heiter 16 12 21 Eine ehrwürdige Einrichtung ist von der Kommandantur Der Anarchist Gumplowicz, der vorgestern nach der Festung Spandau abgeschafft worden. Eehr oft kommt 212 jähriger Gefängnißhaft aus Plößensee entlassen wurde, hat es vor, daß Zivilisten, vornehmlich Fremde, die fich die Feftungssofort Ordre erhalten, binnen 24 Stunden das preußische Staats- werte von außen anfehen wollen, vom Wege abkommen und die Wittwe Neumann in der Grünstraße durch eigene ÜnvorAnd dem Polizeibericht vom 9. Juli. Gestern gerieth gebiet zu verlassen. Gumplowicz hat sich nach seiner auf Festungsterrain gerathen, was bei Strafe verboten ist. fichtigkeit unter einen vorüberfahrenden Geschäftswagen und erlitt Heimath Prag begeben. Wird solch Uebelthäter, der von seiner Uebertretung einen Bruch des linken Unterschenkels. Nachmittags ftel beim Zweite Berliner Gewerbe- Ausstellung. Die Vorarbeiten meist teine Ahnung Wallpatrouilleur zu der von der Arbeiter Bildungsschule gelegentlich betroffen, so muß er erst mit zur nächsten Militärwache. Spielen der vier Jahre alte Knabe des Maurers Nehrkorn in der Nähe der Fennbrücke in den Schifffahrts- Kanal, wurde aber ihres am nächsten Sonnabend stattfindenden Sommerfestes Von da erfolgt dann sein Transport durch die veranstalteten 3weiten Berliner Gewerbe- Aus- Straßen der Stadt nach dem Polizeibureau unter Begleitung von durch den Arbeiter Rennthaler noch rechtzeitig ans Land gezogen, wo er sich bald erholte. In der Wasserthorstraße wurde der 3 Jahre stellung" sind, wie man uns mittheilt, in bestem Gange. zwei Soldaten mit aufgepflanztem Bajonnett, in deren Mitte er alte Knabe des Ditenklebers Gäsing durch einen Wagen der elek Das erwählte Terrain, die Brauerei Friedrichshain, als Arrestant gehen mußte. In dieser Aufsehen erregenden erweist sich nach allen Seiten hin als ein überaus günftiges. Weise wurden nicht allein Männer, sondern auch Frauen und trischen Straßenbahn überfahren. Er wurde nach dem Krankenhaus am Urban gebracht. Nachmittags fiel die 4 Jahre alte Man gelangt zunächst in den allgemeinen Vergnügungs- sogar Rinder transportirt. Wird ein Uebelthäter betroffen, so Tochter des Heizers Zerbst am Elisabeth- Ufer in den Kanal, part", den großen und schattigen Garten des Lokals, woselbst behält ihn jetzt die Militärwache, bis ein Polizeibeamter zur wurde aber durch den Steindrucker Bluhm, der ihr sofort nach. eine gute Ronzertkapelle ihre Schuldigkeit thun wird. Eine mit Stelle gerufen ist, der dann die Formalitäten der Namenssprang, wieder herausgezogen und den Eltern zugeführt. Die billigen Preifen arbeitende Kaffee- Siederei", sowie Bier feststellung erlebigt. Sind denn feine Einrichtungen zu treffen, Kleine hatte unbeaufsichtigt gespielt, sich dabei auf das Geländer Automaten 2c. werben für das leibliche Wohl Sorge tragen. Zur welche das Betreten des geheiligten Terrains überhaupt unmöglich gesetzt und ist rücklings ins Wasser gestürzt. Abends wurde Unterbringung derjenigen Gegenstände, die für die Bildung des machen? der Stallmann H. auf dem Heuboden des Grundstücks Holsteiner Geistes und für die Aufklärung über verschiedene auf der Treptower Das neue Ansstattungs- Theater, von dessen bevorstehender Ausstellung vergeffene Errungenschaften der modernen Kultur, Gründung wir nach dem„ Kleinen Journal" meldeten, wird Ufer 1a, wo er in Diensten stand, erhängt vorgefunden. deren Kenntniß aber zum vollen Verständniß unserer so vor voraussichtlich auf dem Grundstück Friedrichstr. 12 erbaut werden. geschrittenen Beit unbedingt nothwendig ist, ausgestellt werden Das ganze Projekt erfordert einen Kostenaufwand von 3 Millionen follen, ist dann das eigentliche Ausstellungsterrain im Hinter- Mart. Die Eröffnung des Theaters soll bereits am 1. Sepgrunde des Gartens ausersehen. Vortrefflich geeignete, tember 1897 erfolgen. überdachte Ausbeherbergen die verschiedenen Nischen Zur Besichtigung des Reichstagsgebändes wird von Stationen. ftellungsgegenstände, von gewissen zeitgenössischen Trachten heute ab außer der gewöhnlichen Besichtigungszeit von 812 bis an bis auf besonders moderne" Wohnungseinrichtungen. Auf 912 Uhr vormittags noch eine zweite Stunde, und zwar mittags dem breiten Gelände vor diesem Haupt Ausstellung 3 von 12 bis 1 Uhr, freigegeben. gebäude" dürfte sich am Sonnabend das regste Treiben ents Der Wirth des Lokals 3um Waldtater", Herr Swinemünde falten. Die Fontaine Ominöse" wird erfrischende Kühle spenden, echt importerte bayerische Bitherspieler ange, theilt uns zu der gestern gebrachten Meldung mit, daß Hamburg er sich vor einiger Zeit genöthigt gesehen habe, einer Anzahl Berlin werden in der Gebirgsschänke 3um Kuhschwanz Wiesbaden. Arbeiter seinen Saal zu einer sofort abzuhaltendent, aber anihre lieblichen Weifen ertönen laffen. Im egyptischen Wüstenscheinend nicht angemeldeten Zusammenkunft zu verweigern. Er München Café Arabicum wird ganz schwarz gesengte" Behabe nicht anders handeln können, da er stets eine Denunziation Der Ballon dienung lieblichen Motta kredenzen. fchief" wird, sicherem Vernehmen nach, weniger starte Aus- von seiten der Konkurrenz befürchten müsse. Es empfiehlt sich Haparanda. reißergelüfte haben, als sein Treptower Bruder Captif". Durch für Herrn Lange wohl, mit der Lokalkommission Verbindung zu suchen. das Riesen- Fernrohr werden ungeahnte Nord= lichter" zu sehen sein. Rundfahrten können per Esel oder Müllkutsche" unternommen werden. Doch verrathen wir lieber nicht zu viel! Möge die Versicherung genügen, daß an Wetter- Prognose für Freitag, den 10. Juli 1896. der Leitung des imposanten Unternehmens Leute betheiligt sind, Donnerstag auf dem Grundstück Friedrichstr. 286. Dortselbst be. Ziemlich heiteres, sehr warmes Wetter mit meistens nur die ihre Sachkenntniß bei anderen großen Volksfesten der letzten findet sich die Luxuspapier- und Plakat- Fabrik von Prager u. schwachen südlichen Winden; Gewitter nicht ausgeschlossen, Jahre bewiesen haben und die sich geschworen haben, am Sonn- Logda, deren Etablissements in dem Quergebäude des genannten sonst trocken. abend den Gipfel ihrer Leistungsfähigkeit zu erklimmen. Möge Grundstücks die gesammten Räume des sechsstöckigen Hauses vom tein Arbeiter und feine Arbeiterin versäumen, die nicht zum zweiten Stockt ab einnehmen. Das Feuer war vermuthlich vom zweiten Male wiederkehrende Gelegenheit des Besuchs der Schornstein aus im sechsten Stock, dem Lagerraum, ent sich hier bei der reich Dor= " Zweiten Berliner Gewerbe- Ausstellung" mit Kind und Regel standen und verbreitete mit handenen Nahrung zu benußen. Als riefiger Geschwindigkeit. Der Amtsvorsteher von Treptow will die Keffelfeuerung die Feuerwehr allarmirt wurde, in der Ausstellung gänzlich untersagen, falls die Rauchentwickelung Die Lifte der ftimmfähigen Bürger Berlins ift nach um 5 Uhr morgens Vorschrift der Städte Ordnung berichtigt und wird in der Zeit war nicht nur das obere Gewölbe zum theil eingestürzt, sodaß aus den Schornsteinen der Ausstellung nicht beseitigt wird. Das vom 15. bis einschließlich 30. Juli d. J. täglich von vormittags sich das Feuer auch auf den fünften Stock ausdehnte, sondern ist sehr vernünftig. Die Rauchentwickelung aus den Schorn9 bis nachmittags 3 Uhr in dem Wahlbureau, Poftstr. 16, 2 Tr., auch die Brandmauer, welche das Haus von dem Duergebäude steinen, speziell den Resselhäusern der elektrischen Stationen, ist fo Bimmer 57, öffentlich ausliegen. Während dieser Zeit kann jedes des Grundstückes 237 trennt, war bereits angegriffen. Unter intensiv, daß manchmal die ganze Ausstellung in eine dichte Mitglied der Stadtgemeinde gegen die Richtigkeit der Liste Ein- diesen Umständen mußte die Feuerwehr mit größter Energie Rauchwolfe eingehüllt ist; aber auch die Bewohner der Umwendungen erheben. Dieselben müssen in der gedachten Zeit schrift gegen den Brandherd vorgehen. Unter Anwendung der großen gebung haben schwer unter diesem Uebelstande zu leiden. lich beim Magistrat angebracht werden; später eingehende Ein- mechanischen Leitern sowie von den Dächern der angrenzenden Die große Wiesenfläche am Riefenfernrohr wird in den sprüche können nicht berücksichtigt werden. Die Gesammtsumme Gebäude wurde mit sechs Rohrleitungen so entschieden Waffer aller für die Abtheilungsbildung zusammengetragenen Steuern gegeben, daß bereits nach zweistündiger Arbeit der Brand zum nächsten Tagen ebenfalls eine künstlerische Ausschmückung erbeträgt: 45 320 728,23 M. Nach der hiernach bewirkten Fest- größten Theil gedämpft war. Die Aufräumungsarbeiten zogen halten. Es soll dortselbst eine Anzahl der verschiedensten Thierstellung der drei Abtheilungen gehören zur 1. Abtheilung die sich bis gegen Mittag hin. Der angerichtete Schaden ist sehr gruppen aus Bronze, in Lebensgröße gegossen, zur Aufstellung jenigen Wähler, welche mindestens einen Steuerbetrag von bedeutend, umsomehr, als durch das Feuer auch zwei neue, erst gelangen. Unter diesen werden sich Löwen, Tigerfamilien, eine 4348 M. zahlen; die 2. Abtheilung beginnt mit dem Steuer- vor wenigen Tagen zur Aufstellung gelangte Maschinen im Wildschweingruppe, ein Reh, feine Jungen beschüßend, befinden. Der Unternehmerstreit auf der Ausstellung hat doch noch betrage von 4347,20 m. und schließt mit einem solchen von Werthe von 30 000 m. beschädigt worden sind. 833,72 M. ab, während die 3. Abtheilung mit dem Steuerbetrage Aus Potsdam wird hiesigen Blättern berichtet: Das ein gerichtliches Nachspiel zur Folge gehabt, wenn auch nur auf von 833,51 M. anfängt. Wir machen noch besonders darauf auf- Proviantamt der Potsdamer Garnison hat die ehemalige Kunst- zivilrechtlichem Gebiete. Offiziell theilte man der bürgerlichen Presse merksam, daß bei Berichtigung der Wählerliste in betreff des sandsteinfabrik, Neue Königstraße 29, gemiethet und die Räume mit bezug auf die Versammlung vom Dienstag mit, daß der Wohnsitzes der stimmberechtigten Personen in Berlin die von zum Lagern von Hafer benutzt. Im dritten Stockwerk müssen Arbeitsausschuß, um die von einer Anzahl von Ausstellern durch denselben zu erstattenden polizeilichen An- und Abmeldungen nun wohl die Dielen nicht mehr fest genug gewesen sein, denn Budecken ihrer Ausstellungsgegenstände gestörte Ordnung wieder maßgebend sind. Demgemäß sind auch solche an fich wahlberech- gestern Vormittag gegen 1/29 Uhr brachen sie, das Mauerwerk herzustellen, gegen einen dieser Aussteller gerichtlich vorgegangen tigte Personen in der Wählerliste gestrichen worden, welche mit sich reißend, unter der Last des Hafers zusammen, durch ist und durch seinen Ehrensyndikus Rechtsanwalt Hugo Sachs polizeilich abgemeldet find, ohne ihren Wohnsitz hierfelbft auf schlugen den Lagerboden des zweiten Stockwerts und fanden, eine einstweilige Verfügung erwirkt hat, wonach der betreffende gegeben zu haben und sich z. B. in einem Bade, in Sommer ebenfalls das Mauerwerk dieses Stocktwerts mit sich reißend, erft Aussteller bei einer fiskalischen Strafe von 500 M. für jeden wohnung oder dergleichen aufhalten, also nur vorübergehend von Halt an der Abdeckung des ersten Stockwerks, das unversehrt Tag des Zuwiderhandelns verpflichtet ist, seine Gegenstände von Berlin abwesend sind, es aber unterlassen haben, solches auf den blieb. Das Dach des Gebäudes wurde durch das Gebält auf- 10 Uhr morgens bis 91/2 Uhr abends unverdeckt in der Aus erstatteten polizeilichen Abmeldungen zu vermerken. Die zuletzt gehalten und schwebte nach dem Unfall frei in der Luft, nur stellungshalle ausgestellt zu lassen. bezeichneten Personen würden wohl auf eine Reklamation beim gegen das Nachbargrundstück gelehnt. Zum Glück befanden sich Magistrat Berücksichtigung finden, wenn sie die nachträgliche Ein- die zahlreichen Arbeiter gerade außerhalb des Gebäudes beim tragung in die Listen in der oben angegebenen Auslagezeit der Frühstück. selben beantragen). Berliner Wetterbureau. Gewerbe- Ausfellung 1896. Kunst und Wissenschaft. Ueber Rohheiten auf der Stadtbahn wird berichtet: Deutsches Theater. Die Gäste vom Leffingtheater griffen Katholische Sittlichkeit und sozialdemokratische Unfitt Mittwoch Vormittag wurde auf dem Bahnhof Ausstellung die am Mittwoch auf das schon etwas bejahrte Sensationsschauspiel lichkeit. Die tatholische Germania" entrüftet sich darüber, dreiundzwanzigjährige Verkäuferin Martha Thiele, als sie im„ Der Fall Clemenceau" zurück, dessen derbe Effette heute doch daß in Sachen des„ Märchenbuchs für die Kinder des Proletariats" Begriff war, das Roupee zu verlassen, von einem ihr schon nicht mehr recht ziehen. Im Fache der Ehebruchs- Bühnens Versammlungen. von Moser- Sperner, schuf ein Kabinetsstück in der polnischen Der Wahlverein des ersten Berliner Reichstagswahl: Schwindelgräfin, und die Tochter Isa, die aus dem abenteuern- freises hielt nach der bekannten unfreiwilligen Pause am Mitt Schwindelgräfin, und die Tochter Isa, die aus dem abenteuern woch zum ersten Male wieder eine Bersammlung ab. Reichstags werde, von beiden Richtungen fernhalten. Sagen kritisirt den Lumpenthum heraus sich zur freiheitslüsternen Ehegattin woch zum ersten Male wieder eine Versammlung ab. Reichstagsden Lumpenthum heraus sich zur freiheitslüsternen Ehegattin und darauf zur millionenverschlingenden Hetäre entwickelt, wurde abgeordneter Friz 3ubeil referirte mit treffender Klarheit über die gegenwärtige Steuergesetzgebung. Der Vorsitzende von Paula Wirth gleichfalls mit ausgezeichneter Künstlerschaft forderte zur Agitation für den Verein auf und gab bekannt, daß dargestellt. Das Theater war wieder recht schlecht besucht. Warum können die Vorstellungen durch eine entsprechende Er- am Sonntag, den 19. Juli, ein Familienausflug nach dem Lokal näßigung der Preise nicht einem größeren Publikum zugänglich Sanssouci in Schmargendorf stattfindet. gemacht werden? Gerichts- Beitung. stücke hält man sich jetzt fast ausschließlich an das zotig- komische| spannten Ausdehnung, welche die moderne Rechtsprechung diesem 1 meint, daß der Verband in Berlin absolut nichts Ersprießliches und kümmert sich wenig um die seelischen Probleme, aus denen fog. Vergehen giebt, unbestritten bleiben; topfschüttelnd wird geleistet, sondern im Gegentheil die Töpfer zersplittert habe. das Malheur entwickelt wird. In vortrefflicher Darstellung aber jeder Leser dieses gerade in bürgerlichen Kreisen weit- um weitere Lohnabzüge zu verhüten und eine Verbesserung der wußten die Künstler, trotzdem wahrlich kein Theaterwetter war, verbreiteten Buches sich fragen, wo denn die gröblichen Verstöße Arbeitsverhältnisse zu erringen, halte er die Gründung Interesse für ihr Spiel zu wecken. Herr Ludwig Stahl gab vor- gegen die Sittlichkeit stecken! eines neuen Vereins für durchaus nothwendig. Von allen trefflich den Mann voller Liebe und Leidenschaft, der sich im Rednern wurde getadelt, daß die Filiale des Verbandes dem Moment der Verzückung unerwartet an seinem ehrlosen Weibe Beschluß der gemeinsamen Versammlung nicht, wie der Verein vergreift. Das Hauptinteresse lentte sich natürlich auf die Dardies gethan, nachgekommen ist und die Auflösung derselben be= stellung der beiden Damen Dobronowska. Der Gast, Frau schlossen hat. Durch das Vorgehen der Anhänger der Bentralis fation sei den Indifferenten ein ungeheurer Borschub geleistet, indem sie sich durch die Ausrede, daß doch keine Einigkeit erzielt gleichfalls, daß die Anhänger des Verbandes keine Anstalten getroffen haben, dem Versammlungsbeschluß nachzukommen und wünscht, daß der demnächst stattfindende Kongreß der Töpfer dem Beschluß, die Organisationsform für Berlin betr., von neuem Geltung verschafft. Von einem Redner wurde vorgeschlagen, dem Verband überhaupt Die Musikinstrumentenarbeiter tagten am Dienstag Abend beizutreten und die hiesige Filiale den örtlichen Verhältnissen in öffentlicher Versammlung in Hente's Saal, um Beschluß zu entsprechend auszubauen. Ferner wurde angeführt, daß viele fassen über die weitere Unterstützung der Gemaßregelten und die Kollegen vom Verband der Meinung waren, daß der freiwillige noch bestehende Lohnkommission aufzulösen. Einleitend gab Beitrag dazu benutzt werden sollte, einen neuen Verein zu gründen; Grundmann einen gedrängten Bericht über die Gesammt deshalb hätten sich diese an den Sammlungen vielfach nicht beAuf Vergehen gegen§ 153 der Gewerbe Ordnung thätigkeit der Kommission, bemerkend, daß es, wie überall, auch heiligt. Thieme giebt hierauf bekannt, daß es nicht die In Ideal- Konkurrenz mit Beleidigung lautete wieder einmal eine gegen diese Körperschaft an Anfeindungen und unlauteren Ge- Absicht war, die auf diesem Wege gesammelten Gelder zu dem Auflage in einer Verhandlung, in welcher sich vor der 136. Ab- rüchten nicht gefehlt habe. Von den einlaufenden Unterstützungs- Zweck zu verwenden, sondern sie sollten vielmehr dazu dienen, theilung des Amtsgerichts I der Maurer Gustav Penschke und gesuchen habe leider nur ein geringer Bruchtheil berücksichtigt bessere Arbeitsbedingungen zu erstreben. Von der Gründung eines Heinrich Koschitzky zu verantworten hatten. Am 11. Juni d. I. werden können, jedoch sei in jedem Falle nach bestem neuen Vereins wurde vorläufig Abstand genommen; die Kom vormittags, befanden sich die beiden Angeklagten mit noch Ermessen gehandelt worden. Von den in lezter Zeit mission soll weiter bestehen bleiben, um in der bisherigen Weise andern, welche zu den streikenden Maurern gehörten, im verschiedentlich ausgegebenen Darlehen an Ausgesperrte fei in die Agitation zu entfalten, sowie Versammlungen und VertrauensFriedrichshain, als die Maurer Karst und Kluge und der einzelnen Fällen bereits Abzahlung erfolgt. Referent schlägt der männer- Sigungen einzuberufen. Die Kommission besteht nach den Maurerlehrling Gwiasdowsti an ihnen vorbeikamen, um sich Bersammlung vor, die weitere Unterstützung der organisirten vorgenommenen Ergänzungswahlen aus den Kollegen: Beier, auf den Schuster'schen Bau zu begeben. Während des Vorüber- Ausgesperrten nach Aufhebung des Streits der Organisation zu sagen und Herrmann. Um die Kommission zu entlasten, gehens soll nun Penschke geäußert haben: Ihr Kollegen seid ja überlassen, zu diesem Zweck das Werkstellendelegirten- System werden von nun an jeden Sonnabend von 6 bis 9 Uhr in folnette Strolche! Warum arbeitet Ihr?" Koschigly soll dann noch wiederherzustellen, um so die Sammlungen zu unterstüßungs- genden Zahlstellen: Streligerstraße 7 von Fröhlich, Neue hinzugefügt haben:„ Wir schlagen Euch noch die Knochen kaput! zwecken vorzunehmen. Streitunterstützung wurde am letzten Mon- Friedrichstraße 44 von Drescher, Elisabeth- Ufer 52 von 3 ans worauf dann Kluge entgegnete:„ Grünnäse, lerne erft mauern." tag feitens der Kommission gezahlt an 56 Personen; hiervon der die freiwilligen Beiträge entgegengenommen. Hierauf Bei seiner ersten Bernehmung hatte Karst nicht mit Sicherheit waren organisirt 37 Männer, nicht organisirt 10 Männer und verlas Riemer ein Schreiben der Preßkommission, in angeben können, daß wirklich Penschke die ihm in den Mund 9 Frauen. Klavierarbeiter befinden sich unter den Ausgesperrten dem diese die zur Zeit erhobene Beschwerde über die gelegte Aeußerung gethan habe; fie tönne auch seitens eines nur noch 6; der höchste Prozentsatz rekrutire sich aus Klaviatur- Redaktion des Vorwärts" als unbegründet erachtete. Die anderen gethan worden sein. In der Verhandlung selbst bearbeitern, die durch ungelernte Arbeiter ersetzt wurden. Preßkommission fam nach dem Schreiben zu dem Urtheil, hauptete er trotz der Vorhaltungen, die ihm der Vorsitzende und Nachdem Redner auf die gegen Streifende angeftrengten Prozesse daß die Redaktion korrekt gehandelt habe und in keiner Weise der Vertheidiger machten, auf das bestimmteste, daß Penschte wegen Uebertretung des§ 153 der Gewerbe- Ordnung hingewiesen, durch den Redakteur Jacobey beeinflußt worden sei, gegen die jene Worte gesagt habe; er könne sich nicht irren. Der Lehrling empfiehlt er der Versammlung, die Lohnkommission aufzulösen, lokalorganisirten Töpfer parteiisch zu verfahren. Die unqualiGwiazdowski unterstüßte ihn in dieser Behauptung und fügte an deren Stelle eine Liquidationsfommission von 3 Personen ein- figirten Angriffe in den betreffenden Versammlungen gegen die noch hinzu, Penschke habe weiter gesagt:„ Wollt Ihr nicht streiken?" zusehen und zugleich eine Revisionskommission aus der Mitte der Redaktion des Vorwärts" seien daher zu unrecht erfolgt. Eine Der Staatsanwalt beantragte gegen Benschte 10 Tage Gefängniß und Anwesenden zu ernennen. In der anschließenden Diskussion Diskussion in diefer Sache wurde von der Versammlung nicht gegen Roschisky 14 Tage Gefängniß. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt plädirten sämmtliche Redner für weitere Unterstützung der Nicht- beliebt. Weiter wurde bekannt gegeben, daß Dr. Friedeberg in Dr. Hersfeld zweifelte baran, daß auf grund der Aussagen organisirten, da man sich erstlich für moralisch verpflichtet halte, nächster Zeit nochmals eine Enquete über die Zustände im Baudes Karst und Gwiazdowski( Kluge hatte von diesen dem diese nicht fallen zu lassen, weiter aber sie für die Organisation gewerbe vorzunehmen gedenkt. Außerdem wurde aufgefordert, die Penschte in den Mund gelegten Worten überhaupt nichts gehöet) gewinnen wolle. In längerer Debatte fritisirte Kleinlein noch ausstehenden Listen baldigst abzurechnen. der Angeklagte Penschte verurtheilt werden könne und beantragte bas rohe Vorgehen der Unternehmer, die neuerdings bereits Der Verein der Bauauschläger hielt am Sonntag feine daher deffen Freisprechung. Was den Angeklagten Koschitty an- wieder zu Entlassungen lästiger Personen" griffen und hier- Generalversammlung ab, in welcher der Kaffenverwalter Robert betreffe, so fönne derfelbe keineswegs wegen Vergehens gegen bei den ausgiebigsten Gebrauch von der bereits besprochenen den Raffenbericht zur Zufriedenheit der Bersammlung erstattete. § 153 der Gewerbe- Ordnung verurtheilt werden, sondern nur schwarzen Liste machten. Weiter tadelte er das unsolidarische Dann wurde mit der Berathung der Statuten begonnen. Zum wegen Beleidigung, wofür eine geringe Geldstrafe ausreichend Handeln der ehemaligen Streifenden, die sich jetzt Genossenschaft Schluß gab Schulz bekannt, daß sich der Vorsitzende der Freien erscheine. Maurer pflegten eben etwas derb zu einander zu Roch u. Komp. nennen. Hierauf beschloß die Versammlung, Vereinigung gegen die Verschmelzung der beiden Vereine erklärt reden. Der Gerichtshof erkannte gegen jeden der beiden Ans auch die Nichtorganisirten zu unterstützen, jedoch wird die bisher habe. getlagten auf eine Woche Gefängniß. Gegen dieses Urtheil wird täglich geübte Kontrolle durch die Liquidationstommission weiter natürlich die Berufung eingelegt werden. Pankow. Am 23. Juni sprach hier Genosse Borgmann. ausgeübt; die Unterstützung regelt ebenfalls die Kommission, da Berlin in einer öffentlichen Boltsversammlung über den Inter Ein edelstes und beftes Sittenbild. Ein fenfationeller noch an nahezu 600 Sammellisten ausstehen. Die Unterstützung der nationalen Kongres in London. Nachdem erstattete der GeProzeß hat, wie die Brest. Morgen- 3tg." berichtet, gestern vor Organisirten soll durch die Organisation geschehen, worüber in nächster der 2. Straftammer in Breslau begonnen. Es sind dafür drei Beit nähere Beschlüsse gefaßt werden sollen. Die Lohnkommission nosse Lubig Bericht über seine Thätigkeit als Gemeinde vertreter. An diesen knüpfte sich eine lebhafte Debatte, die Tage in Aussicht genommen, doch dürfte er sich wohl noch länger hin- wurde aufgelöst und als Mitglieder der Liquidationskommission leider durch die eingetretene Polizeiftunde unterbrochen werden ziehen. Viel werden wir darüber nicht berichten können, da aus Kleinlein, Geiling und Sticher bestimmt. Zu ReSittlichkeitsrücksichten für die ganze Dauer der Verhandlung visoren wurden Noat, Strähl und Böttcher ernannt, mußte. Berichtigung. Der in unserm geftrigen Bericht über die die Deffentlichkeit ausgeschlossen ist; doch läßt sich aus dem Gine längere Debatte entspann sich über die Höhe der Unteröffentlich verlesenen Beschluß zur Eröffnung des Hauptverfahrens ftüßung der Ausgesperrten, die aber zu keinem weiteren Resultat Drechsler Bersammlung am Anfang und dem Schluß genug ersehen, wenn man zwischen den Zeilen zu lesen versteht. führte, da für die Angehörigen der Organisation diese beschließen des Berichts genannte Redner beißt Tost, während der Auf der Anklagebank befinden sich die Restaurateurin Gertrud und für Unorganisirte es sich lediglich nach den der Kommission gleichfalls genannte Vorsitzende der Versammlung sich Dost Hentschel, die Schneiderin, feparirte Rittergutsbesitzer Alma zufließenden Geldern richten werde. Düring, geb. Propp, die verehelichte Kaufmann Antonie Die Armaturen- Arbeiter hielten am Dienstag eine öffentPropp, die Schwester der Hentschel, deren Ehemann, der liche Versammlung ab. Mäther referirte über den ersten Kaufmann Waldemar Propp, der Kommis Bruno Schulze, Punkt der Tagesordnung: nennt. " Menderungen ofthule, Waldemarstr. 14: Nationalötonomie. Die Marr Arbeiter- Bildungsschule. Freitag Abend 9 Uhr bis 10% Uhr: Süb: Engels'schen Lehren. Werth, Mehrwerth, Kapital.) Herr Dr. Alfred BernRebe uebung.( Die Nord- Schule, Müllerftr. 179 a: Die gegenwärtige Lage in der stein. der ehemalige General Agent Reinhold Grüttner, der Armaturenbranche und der Neunstundentag", indem er aus wichtigsten Gefeße für die Kunft des öffentlichen Redens. Lehre vom Aufbau eines Bortrages.) Herr Heinrich Schulz. Die Schulräume sind zur Bes Geschäftsreisende Eduard Schubert, der Stationsassistent führte, daß troß der zehnwöchentlichen Dauer der Aussperrung nugung der Bibliother und des reichhaltigen Beitschriftenmaterials schon von Gustav Böhme, der frühere Premierlieutenant, jeßige Agent die Sache der Arbeiter weit günstiger sei als im Anfange, denn 8 Uhr an geöffnet. Arbeiter- Sängerbund Berlins und umgegend. Borfizenber Ab. Neus August Scholz und der Kaufmann Otto Zöpfe aus Berlin. der Erfaß für die Ausgesperrten sei alsbald zur Erkenntniß ge mann, Basewalterfir. 8. Alle Menderungen im Bereinstalender find zu richten Ausgangspunkt und Hauptgegenstand der Anklage ist eine Reihe kommen und haben fast sämmtliche Eingestellte die Arbeit an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Arbeiter- Raucherbund Berlins und Umgegend. von vollendeten und versuchten Erpressungen und Wechsel- wieder niedergelegt. Nur sei jetzt noch eine vierte Firma hinzu. fälschungen, die gegen den 87 Jahre alten Grafen gekommen, die zusammen ein Zirkular erließen, daß infolge der Erdmann Pückler auf Rogau und seine Familie von Steigerung der Produkte und der Löhne" die Preise insgesammt seiten der Hentschel und ihrer Genossen verübt worden sein um 5 pCt. erhöht würden. Eine Firma habe sich zwar entsollen. Außerdem sollen im Laufe der höchst unsauberen schlossen, den Neunstundentag einzuführen, wenn auch die Firma Machinationen noch verschiedene andere Verbrechen und Ver- Bute es thut. Da jetzt aber momentan nichts zu erringen gehen, wie Betrug, Verleitung zum Meineide, unbefugte sei, muß die Agitation besonders in den kleineren WertAusübung eines öffentlichen Amtes u. f. w., von einzelnen tätten besser betrieben werden, um den Kampf auf der summe, welche durch gefälschte Wechsel erschwindelt werden sollte, die Agitation einheitlich betreiben zu können, fei " im Bereinstatender find zu richten an Karl Griller, Kleine Frankfurter straße Nr. 7, 1 r. Sund der geselligen Arbeitervereine Berline und Umgegend. Hermann Alle Buschriften, den Bund betreffend sind au richten an: Jahn, Schönhauser Allee 177 c. Vermischtes. Keine Cholera in Danzig. Aus Danzig wird berichtet: der Angeklagten begangen worden sein. Die Höhe der Gesammt- ganzen Linie mit Erfolg durchführen zu tönnen, Um Der Staatskommissar für die Gesundheitspflege im Weichselgebiet wird von der Antlage auf 36 000 m. angegeben. Die meisten es nöthig, für die gesammte Armaturen- Branche einen giebt bekannt: Die eingehende Untersuchung der von Dr. Lickfett eingesandten Kultur im Institut für Infektionskrankheiten in der Angeklagten find bisher unbescholtene Leute; nur der Kommis besonderen Vertrauensmann zu wählen, der die Verbindung Berlin hat ergeben, daß die bei Frau Drechsler hierselbst ge. Bruno Schulze hat Vorstrafen wegen Verbrechens wider die Sitt mit den Werkstatt- Vertrauensmännern fortgesetzt aufrecht erhält fundenen Batterien keine Cholerabakterien sind, asiatische Cholera lichkeit, sowie wegen Diebstahls, Betruges und Unterschlagung und durchführt. Die geschäftliche Konjunktur sei für den Herbst erlitten, und die separirte Alma Düring ist im Jahre 1888 wegen äußerst günstig; die kleinen Firmen aber werden von den großen mithin nicht vorliegt. Betruges, versuchter Erpressung und gewerbsmäßiger Unzucht zu gezwungen, zum Ring zu halten, um dann einfach ruinirt zu Raubmord. Der 77jährige Papierhändler Osterfeter einem Jahre und sechs Monaten Gefängniß, zweijährigem Ehr- werden. Redner fordert daher zum Schluß nochmals auf, die aus Wien wurde in einem Hotel zu Gmunden ermordet verlust und vier Wochen Haft verurtheilt worden. Sie war Wahl von Vertrauensmännern in solchen Werkstätten, wo noch und beraubt aufgefunden; der Thäter ist Mittwoch in einem damals in Gemeinschaft mit ihrem Ehemann und ihrer Mutter feine vorhanden sind, vorzunehmen, und gleichzeitig eifrig Wiener Hotel verhaftet worden. Er giebt an Hubert Fingerhut angeklagt. Die legtgenannten beiden Personen hatten sich an die Sammlungen für die Ausgesperrten fortzusetzen.( Beifall.) zu heißen und der 21 Jahre alte Sohn der in München lebenden ihr der Kuppelei schuldig gemacht, und aus derartigen un Nachdem Rückert sich im gleichen Sinne geäußert und Wittwe eines Staatsbeamten zu sein. Der Verbrecher, in dessen sauberen Beziehungen heraus waren ähnliche Erpressungsversuche Jänisch noch mitgetheilt, daß die Elektrizitätswerte in nächster Besitz ein Theil der geraubten Gegenstände vorgefunden wurde, erwachsen, wie die, um welche es sich hier zu handeln scheint. Beit allein gegen 1000 neue Arbeiter einstellen würden, wurde legte ein umfassendes Geständniß ab; als Grund seiner That giebt Die Düring war damals eine in der Lebewelt wohlbekannte änisch als Vertrauensmann für die Armaturen- Arbeiter ge- er seine Nothlage an. Erscheinung. Zu der gegenwärtigen Verhandlung find wählt; auch wurden die älteren Kollegen ersucht, sich wieder König Alphons von Spanien ist, wie aus Madrid dreißig Zeugen Zeugen geladen, darunter befinden sich die mehr als bisher an der gemeinsamen Bewegung zu betheiligen. telegraphirt wird, am Mittwoch in seinem Palast die Treppe Söhne des Grafen Erdmann Püdler, Rittmeifter a. D. Als Kandidat für den ausgeschiedenen und als Arbeitgeber be hinuntergefallen und hat sich am Bein verletzt. Hoffentlich Graf Eduard Pückler in Berlin und Hof zeichneten Müller beim Gewerbegericht wurde Ehrlich ges entsteht aus diesem Unfall fein dauernder Schaden für Spanien. marschall a. D. Graf Maximilian Pückler aus wählt. Getadelt wurde das Verhalten Müller's, der es nun- Aus dem Gerichtsgefängniß in Straßburg( Westpreußen) Marydorf bei Bobten. Als Schreibfachverständige sollen die mehr nicht einmal für nöthig gehalten, Bericht über seine find zu gleicher Zeit sechs Gefangene entsprungen. Die FlüchtGraphologen Gerichtssekretär Janssen von hier und Langenbrück Thätigkeit abzulegen. Unter Verschiedenem" wurde noch auf linge, welche sämmtlich längere Freiheitsstrafen zu verbüßen aus Berlin auftreten. Die Vertheidigung liegt in den Händen die Zustände bei der Firma Buste hingewiesen, desgleichen haben, hatten zunächst mittels scharfer Instrumente das Schloß der Rechtsanwälte Dr. Mamroth und Schreiber von hier und auf die Lauheit einzelner Spezialarbeiter, welche sich vor jeder ihrer Belle herausgeschnitten. Nachdem sie dann eine zweite Th. Friedmann aus Berlin. Unterstügung und von dem Anschluß an die Organisation scheuen. Thür erbrochen hatten, gelangten sie auf den Boden, entDer Restaurateur Schwanke, der seinerzeit, als des Sache der Werkstatt- Vertrauensmänner sei es, diese lauen wendeten hier Kleidungsstücke, deckten das Dach theilweise ab Kollegen aufanrütteln. Die Werkstatt- Vertrauensmänner wurden und ließen sich dann vermittelst einer am Gebäude befindlichen Mordes an der Else Groß in Breslau verdächtig festgenommen, ferner ersucht, ihre genauen Adressen einzusenden an den Ver- Außentreppe auf den Hof hinab. Von hier aus erkletterten ste aber wieder entlassen worden war, hatte ein Lokal Zum unmit Hilfe einer Eisenstange die mit starken Glassplittern bedeckte Jchuldigen Schwante" eröffnet, welches anfänglich zahlreichen Be- trauensmann der Branche: Jänisch, Gartenstr. 50, 1 Tr. fuch fand. Schließlich aber schwand der Nimbus des Märtyrers", Eine öffentliche Versammlung der Töpfer tagte am Mauer und gelangten ins Freie. Zwei der Ausbrecher find indie Gäfte verloren sich. Schwanke wurde nun Buchmacher. Am 8. Juli im Alten Schüßenhaus", um den Bericht der Kommiffion, zwischen wieder dingfest gemacht worden. letzten Derbytage war er noch in Hamburg, nahm zahlreiche die an stelle des aufgelösten Vereins zur Regelung der Geschäfte Die Cholera in Egypten. Die" Time" berichten aus Wetten an, zahlte seinen Runden nicht aus, sondern verschwand gewählt wurde, entgegenzunehmen. Wie aus dem Bericht der Kairo, daß die Cholera wieder um sich greift. Seit Oktober sind unbemerkt. Er hatte das nächste Schiff, das Hamburg verließ, Kommission hervorging, sind von derselben fünf Vertrauens- 9856 Fälle, davon 8069 mit tödtlichem Ausgange vorgekommen. bestiegen, und die vielen Berliner und Hamburger Kunden des männer- Sigungen und sechs öffentliche Versammlungen einberufen " unschuldigen Schwanke" haben das Nachsehen. worden. An den freiwilligen Beitragszahlungen haben sich im Das Schwurgericht Liegnitz verurtheilte den früheren Durchschnitt 350 Personen betheiligt, wodurch in der Zeit vom Restgutsbesizer Heinrich Hentschel aus Nieder- Tillendorf, Kreis 12. April bis 1. Juli eine Einnahme von 548,95 M. erzielt wurde, Bunzlau, wegen Mordes und Mordverfuches zum Tode und zehn der eine Ausgabe von 281,35 m. gegenübersteht. Eine längere Jahren Zuchthaus. Hentschel hatte am 9. April feine Diskussion rief der Antrag von Remniz hervor, einen neuen 6-7 Uhr statt. Schwägerin durch einen Schuß in die Brust schwer verlegt und Verein zu gründen und die Kommission aufzulösen. Nach diesem den Zimmermann Eduard Werner, der ihm das Gewehr ent- Antrag soll das Vertrauensmännersystem in der Organisation fundig fozialdemokratischer Gesinnung? So etwas giebt es in geregelt, auch sollen die Beiträge von den Vertrauensmännern Preußen nicht. reißen wollte, erschossen. eingezogen werden. Wie Hoffmann anführte, haben sich die im Verband organisirten Kollegen nicht an den Vertrauensmänner- Sigungen und auch nicht an den freiwilligen Beitragszahlungen betheiligt. Der Redner weist darauf hin, daß die J. K. 100. 1. Der Betrag ist in Nr. 159 quittirt. 2. Wir Löhne der Töpfer durch die mißlichen Organisationsverhältnisse werden Ihnen die beiden ersten Nummern zusenden. Beschwerde um ungefähr 3 M. wöchentlich zurückgegangen sind und sich im über unpünktliche Zustellung der Zeitung richten Sie an die allgemeinen unhaltbare Zustände geltend gemacht haben. Glaß dortige Postdirektion. Die Beschlagnahme der ,, Geheimnisse des Zeremonien meisters" ist am 8. Juli in einem sog. objektiven Verfahren von der Dresdener Straftammer bestätigt worden, weil das Buch Majestätsbeleidigungen und grobe Verstöße gegen die Sittlichkeit enthalte. Daß in diesem Schundroman Majestätsbeleidigungen enthalten find, mag bei der auf das weiteste geBriefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag, Freitag und Sonnabend, abends E. O., Schöneberg. Amtlich angestellte Lehrer mit offenBriefkasten der Expedition. Für den Inhalt der Juserate über. Urania. W. Noack's nimmt die Redaktion dem Publikum Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Sommer- Theater. gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 10. Juli. Nenes Opern- Theater. ( Kroll.) Das Heimchen am Herd. Deutsches Theater. Der Fall Clemenceau. Lening Theater. Das Modell. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt. ab. Eintritt 50 Pf. Wissenschaftl. Theater abends 8 Uhr. Invalidenstr. 57/62, Lehrt. Stadtbahnh. Sternwarte täglich geöffnet v. 7 Uhr abends ab. Eintritt 50 Pf. Näheres die Tagesanschläge. Berliner Theater. Fiddicke u. Sohn. Castan's Panopticum. Schiller- Theater. Die Frauenfrage. Nenes Theater. Das Damenduell. Hierauf: Das Frauenbataillon. National- Theater. Die Reise durch die Gewerbe- Ausstellung. Rendenz- Theater. Der Stellvertreter. Vorher: Die Burgruine. Adolph Ernst- Theater. Das flotte Berlin. Belle- Alliance- Theater. De Fall Clemenceau. Friedrich- Wilhelmstädt. Konzertpark. Spezialitäten- Vorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Bor stellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Freitag, abends 8 Uhr: Zum ersten Male: Die Frauenfrage. Freitag, abends 8 Uhr: Die Frauenfrage. Adolph Ernst- Theater. Das flotte Berlin. Große Ausstattungs Gesangspoffe in S 165 Friedrichstrasse 165. Das Bärenweib phänomenales Naturspiel aus den Felsenbergen New- Mexico's! Illusionen Kasperle- Theater Damen- Kapelle- Irrgarten. Brunnenstr. 16. Täglich: Konzert und Julius Wernau's Festsäle und Garten Schwedterstraße 23/24. 18ithersp. I. Schultze, Prenzlauer Allee26. Achtung! Achtung! Künstl. Zähne v. 8 M. an, Theilz. wöchentl. 1 M., wird abgeholt. Zahn: Bestellung umsonst. Jeden Montag u. Mittwoch ziehen, Zahnreinigen, Nervtöbten bei Große Theater- Vorstellung. Spezialitäten Vorstellung Bei ungünstiger Witterung findet die Vorstellung im Saal statt. Novität! Novität! Die X- Strahlen. want in 1 Att von Ernſt Felsch. Die letzte Fahrt. ober: Nach 25 Jahren. bei freiem Entree. Säle zu Versammlungen und Festlichfeiten. Vereinszimmer und 2 Regel bahnen zu vergeben. Telephon Amt III Nr. 2440. Feldschlößchen Guckel, Laufizerplatz 2, Elsasserstr. 12 Ausschneiden und abgeben. Gratis Liederspiel in 1 Aft und 8 Bildern 142 Müllerstraße 142. erhält Jubaber dieſer Annonce( welcher von Stutternheim. Musit von Conradi. Neu! Nen! Mannschaften an Bord. Telephon: Amt Moabit 1213. Täglich: meine Bäder noch nicht versucht) zur Probe ein 54992* Komische Operette in 1 Att v. 2. Kaliſch. Konzert, Theater. Loh- Tanninbad, Musik von Zeit. Auftreten Passage- Panopticum. bedeutender Spezialitäten. Das Fest der Handwerker. Frauenkrankheiten, Folgen v. Quecksilber42 Spezial- Ausstellung Wilde Welber KAIRO aus Dahomey. Reichshallen- Garten N 3 Atten v. 2. Treptow u. E. Jacobson, Leipziger Straße, am Dönhoffsplay. Kuplets u. Quodlibets v. G. Görß. Musit v. G. Steffens. 2. Aft: Ali- Berlin. Anfang 1/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Alt- Berlin. Täglich von 4 bis 10 Uhr abends: B SE Vorstellung. Drei grosse historische Umzüge. Altdeutsches Musikkorps. Kapellmstr. Streller. Nur turze Beit: Erste Wiener Kapelle à la Strauss: Kapellmeister Fischer. Süddeutsches Doppel Quartett Alemannia". Eintritt: 25 Pfg. Donnerstag bis 6 Uhr- 50 Pf. später 25 Pf. National- Theater. Grohe Frankfurterstraße 132. Direktion: Max Samst. Volksvorstellung zu bedeutend ermässigten Preisen. Die Reise durch die Gewerbe Ausstellung. Große Poffe mit Gesang von Hugo Busse. Regie: Fritz Schäfer. Morgen: Dieselbe Vorstellung. National- Theatergarten. Großes Konzert.- Theaterstücke. Spezialitäten 1. Ranges. Viktoria- Brauerei B Lützowstrasse 111/112 ( nahe Potsdamer Plaz). Täglich( außer Sonnabend): ( Garten resp. Saal) Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader). Anfang präz. 8 Uhr. Entree 50 Pf. Zum Schluß: Cavalleria schufticana ( Die Ehre des Schubbejacks). Romantisch diabolisch- infernalische Oper von Ferdinando Meyselino. Im Vorverkauf sind Billets à 40 Pf. und Familienbillets à 1 M. ( für 3 Personen giltig) au haben. ( Siehe Platate.) Apollo- Theater und Konzert- Garten Friedrichstraße 218. Dir. J. Glück. Täglich um 9 Uhr: Ein Abenteuer im Harem. Burleske in 1 Att von Mannstädt. Mufit von Lincke. Ferner: King u. Cray., Jonny Peters, Deltorellis. Del Mely. Drei Apollons. Robert Steidl. Quintett Vischinskaja. Täglich Norddeutsche Sänger ungeheuerer Erfolg der ,, Ulk- Parodie" Alle fünf Barrisons Hoffmann mit: ,, Wer weiss, ob wir uns wiedersehn." Anfang Sonntags 7 Uhr, Wochentags 8 Uhr. Entree 30 Pf. Refervirter Pl. 50 Pf. Wird Sonntags wegen Regenwetter im Gaal gespielt, beträgt das Entree durchweg 50 Pf. Eck- Destillation H Zu den 3 Raben Holzmarktstr. 19 ut. Michaelbrücken- Ecke, altes renomm. Geschäft vom 1. Dkt. d. J. zu verm. Näheres daselbst b. Wirth. ab 7 Uhr nachm. ohne GewerbeAusstellungs- Billet zugänglich. Von 10 Uhr vormittags geöffnet, Riesen- Arena: 5 und 82 Uhr nachmittags Massen- Schaustellungen der Beduinen. Konzert von 4 Kapellen Entree 50 Pfg. Elite- und Illuminations- Tage 1 Mk. Puhlmann's Vaudeville- Theater. Schönhauser Allee 148. Vollständig neues Programm. Geschw. Terney, Doppel- Trapez. Mirzl Waldburg, weibl. Klown. Les Jarry's, Teufels- Excentr. Alex und Max Wardini, Grotesque Duett. Mar und Joc, engl. Knotabouts. HeginoTruppe, Akrobaten etc. Entree 30 Pf. Neue Freie Volksbühne. Sonntag, den 12. Juli 1896: Sommer Ausflug. 1. Biel: Restaurant Pferdebucht( Alter Eichenhain, von der Station Sadowa aus 40 Min. Waldweg). Abf. vom Schlesischen Bahnhof: morgens 9 Uhr 42 Min. ( Alexanderpl. 9 Uhr 33 Min.) Aussteig: Stat. Sadowa. Tanz u. Spiel im Freien. Um 5 Uhr: Abmarsch nach dem zweiten Ziel: Restaurant zur Fischerhütte ( Friedichshagen, Seeftr. 12, an der Spree, Waldweg über Hirschgarten). Bon 7 Uhr ab: Gesellige Abendunterhaltung, Vorträge, Tanz. Entree wird nicht erhoben. 150/8 Nachzüglern wird der Zug 1 Uhr 38( Alexanderpl. 1 Uhr 29) angerathen. Führer in Sadowa am Bahnhof anwesend. Spätlinge treffen die Gesellschaft von 61/2 Uhr an in der Fischerhütte. Am 23. August: 1. Vorstellung im Deutschen Theater: Die Weber. Bahlstelle am Sonntag beim Ausfluge. Sonntags: Großer Ball. Mittwochs: Tanzkränzchen. Theodor Boltz, Defonom. Ferdinand Ewald, Schönleinstr. 6, empfiehlt seine Lokalisicherste Heilung bei allen Haut-, Blut- u. furen, Magen-, Nerven-, Nieren- und Blasenleiden, bewährt gegen Gicht und Rheumatismus. Prospekte mit hunderten von Dankschreiben Geheilter gratis und franko. täten allen Freunden u. Genoffen. 2584b G. Münsel, Berlin, Stolpe bei Wannsee Restaurant Lindenhof Besitzerin Wwe. Mattausch empfiehlt Vereinen u. Gesellschaften seine inmitten herrlicher Waldung, unweit des Wannsees und Stolpefees gelegenen Lokalitäten.[ 52882* Allen Freunden und Genossen empfehle mein 54198* Weiß- und Bairischbier- Lokal, sowie Bereinszimmer für 50 Personen, noch jeden Tag frei. Karl Schmidt, Röslinerstr. 2. Gegen d. heftigsten Zahnschmerz und Kopfreissen! Lethin ( ausserlich) Sichere und sofortige vv iraung ohne Schaden für das Gebiss. Es versäume Niemand, das erprobte Lethin jederzeit im Hause zu haben. Nur echt mit nebenstehender Schutzmarke. Preis elnes Fläschchens 60 Pfg. Zu haben in THE Berlin: Hauptdepot König Salomo Apotheke. Gustav Henke, Charlottenstrasse Nr. 54. Bestandtheile: Pfeffermünz 500, Krauseminz, Rosmarin je 200, destillirt mit 1000 Wallstr. 70, Neu Cöln am Wasser 6-8, Ansbacherstr. 19 und Pankstrasse 32. Entlaufen. Hund, gelbe deutsche Dogge, Steuermarte 11635. Wiederbr. gute Belohn. b. Montag& Schaeffer, Sped.= Gesch., Oranienstr. 56. Vor Ankauf wird gewarnt. 2597b Rohtabak. Grösste Auswahl! Billigste Preise. Sämmtliche Fabrikations- Utensilien. Heinrich Franck, Nr. 185, Brunnenstraße Nr. 185. Strickmaschinen aus der Dresdener StrickmaschinenFabrit sind die beñen und ein leichter Erwerbszweig für Männer, Frauen u. Bofam.- Geschäfte. Erlernen leicht und gratis. Arbeit wird nachgewiesen. Verkauf zu Fabrikpreisen. Lager bei dem Vertreter A. Homburger, Heilige53729* geiststr. 49, Berlin. W. Pahr, Arbeitsanzüge Brunnenste. 112. Pneumatic Rover prima Fabrikat, niedrigfte Raffenpreise, foul. Theilzahlungen n. Wunsch, Garantie. Kl. Hamburgerstr. 24/25. 63. Schönhauser Allee 63, im neuerbauten Hause, sind gesunde, geräumige Wohnungen von 1 und 2 Stuben, Küche, Korridor, Kloset, Boden oder Keller billig ft zu vermiethen beim Wirth 1 Tr. I. Arbeitsmarkt. Achtung! Achtung! * Spiritus, Kamphor 150, Essig Holzarbeiter! äther 150, Chloroform 100. Schweizer Garten Wiffen Sie schon Am Königsthor. Am Friedrichshain. Täglich: Konzert, Theater- und SpezialitätenVorstellung. Moderne Zirkusmenschen. Große Poffe mit Gesang in 4 Abtheilungen. Im Saale: Ball. Volksbelustigungen. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. Elektrische Beleuchtung. 2 Vorstellungen täglich Nachm. 5-7; Abends 9-11 Uhr. Bol Bolossy Kiralfy's ,, Orient" Olympia Riesentheater. Grösstes Schaustück der Welt! Ca. 1000 Mitwirkende! Ostbahn- Park Rüdersdorferstr. 71. Am Küstriner Park, Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Garten- Konzert von der 24 Mann Marken Hauskapelle unter Leitung des Musikdirektors Herrn P. Nimscheck. Kaffeeküche 3-5 Uhr.- Entree 15 Pf., wofür ein Glas Bier gratis. Volksbeluftigungen jeder Art. 4 Kegelbahnen zur Verfügung. Gute Biere, ausgezeichnete Küche zu foliden Preisen. Sonntags Entree 20 Pf., Kinder 10 Pf. H. Jmbs. Tacianu. The Avolos. Georg Rösser Freund's Inselgarten Les Senetts. Clara Antonie. Satour's. Henry Bender. Kaffeneröffnung. 62 Uhr. Ron Pichelswerder. 7 Uhr. Anf, der Borstell. 8 Ubr. Empfehle allen Vereinen, Gesell schaften 2c. mein idyllisch gelegenes Sotal zu Sommerausflügen. DampferPicks- Haltestelle. Bei Kremſern mird Brückenaurückgang vergütet. daß bak Brunnenftr. 110 Sie ( neben dem Pferdebahn- Depot) bei Ignatz Sello vorzügl. Himbeer-, Kirsch- 2c. Fruchtsäfte, rein und dick, in feinst. Zucker eingef. 1.10 M. pr. 2tr., StonsIn der Werkstatt von Gebr. König, Demuninerstr. 6, haben 5 Kollegen auf Kastenarbeit wegen Lohnabzüge die Arbeit niedergelegt. Ferner sind die Lohndifferenzen bei Kiehle, Schwedterstr. 5, noch nicht erledigt. Buzug fernhalten. 301/8 Die Ortsverwaltung des Holzarbeiter- Verbandes. Achtung! dorfer inkl. Orig. Fl.( tr.) à 80 Pt., Präger und Prägerinnen! Halb und Halb, feinste Litörmischung, Orig. Flasche( 3/4 Liter) inkl. à 90 Pf., alten Nordhäuser per Liter 50 Pf., medic. Ungarwein Orig. Fl.( 1/2 Liter) intl, von 90 Pf. an, sowie sämmtl. Sorten Weine, Cognac's, Rum's 2c., Spirituosen auch im Einzelverkauf nur zu Engrospreisen beziehen. Ein Versuch sichert mir Ihre dauernde Kundschaft. Bitte genau auf No. 110 zu achten. Fernsprecher Amt III, 1211. NophastoffS Reste in Rips, Damast, Crêpe, Phantaße, Gobelin und Plüsch spottbillig! Proben franka! in allen Qualitäten zu Fabrikpreisen. Läuferstoffe Emil Lefèvre, Granien Brake 158. S., Verwaltung der Kochanstalt Städt. Schlachthof verkauft von heute ab täglich( Sonntags vorm. von 7-9 Uhr): Wegen Lohndifferenzen in der Präs gerei F. Priester u. Eyck, Anfämmtliche breasstraße 32, haben Präger die Arbeit niedergelegt. Zuzug ist fernzuhalten. 102/20 Der Vertrauensmann. DekaturAufschläger und Meffer finden dauernd lohnende Beschäftigung Behmack& Weissbarth Blumenftr. 70. 26046 Verfilberer auf Leisten werden verl. Rigdorf, Berlinerstr. 89. 2596b Belegerin für Goldleiften, auch solche, bie es lernen wollen, verl. Rottbuser 2603b Ufer 7. Malerlehrling zum Oktober gesucht, gute Ausbildung. 2583b J. Jahns, Manteuffelstr. 95. Barockvergolderin verlangt 2594b F. Brandtner, Krautstr. 52. Mäntel Stepperin, auch im Hands nähen geübt, verlangt Konrad, Plan2601b Ufer 90( Admiralbrücke). Mamsells für bess. Mädchenmäntel, auch außer dem Hause, verl. Konrad, Gekochtes Rindfleisch Planuser 90( Admiralbrüde). à 25 Pf. per Pfund. 5019L* Get. Schweinefleisch à 35 Pf. per Pfund. 2602b Firniffer für Goldleiften verlangen 2599b Hugo Naucke& Co. Tüchtiger Schlossergeselle verlangt 2600b Schlofferei Lintstr. 9, Sommer- Fest der Arbeiter- Bildungs- Schule An das Volk von Berlin! Da sich das Terrain bei Treptow als zu klein erwiesen hat, um ein erschöpfendes Bild von der Höhe unserer Kultur zu bieten, so haben es einige kühne Männer unternommen, eine 2. Berliner Gewerbe- Ausstellung auf dem Gelände der Brauerei Friedrichshain Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter. Sonnabend, den 11. Juli, abends 8, Uhr, im Lokale des Herrn Julius Henke, Naunynstraße 27: Vertrauensmänner- Versammlung. Die Werkstätten der Piano-, Klaviatur- und Mechanik- Branche, sowie die der mechanischen Musikinstrumenten- Arbeiter werden ersucht, zu dieser Versammlung einen Kollegen zu senden. 286/20 Der Vorstand. Verein z. Wahrung d. Interessen der auf Holz- u. Kohlenplägen, sowie Gasanstalten beschäftigten Arbeiter und Kutscher Berlins und Umgegend. Sonntag, den 12. Juli, abends 62 Uhr, im Lokale Röllig, Neue Friedrichstrasse No. 44: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes, des Rassirers und der Revisoren. 2. Neus zu veranstalten. Einzelne, bisher noch gar nicht ausgestellte Erzeugnisse, sowie Einrichtungen unserer lieben wahl des Vorstandes. 3. Neuwahl der Revisoren. 4. Bereinsangelegenheiten Vaterstadt finden hier eine würdige Stätte und dem Neugierigen wird sich ein verblüffendes Bild darbieten. und Verschiedenes. Eröffnung am Sonnabend, den 11. Juli 1896, nachm. 4 Uhr. Erster und einziger Illuminations- Abend. Die Fontaine ,, Ominöse", Mehrere Konzerte von zivilberuflichen Musikbanden. Theater ,, Neu Berlin". Haupt- Ausstellung. Gruppe I. Bekleidungs- Industrie. Trachten- Museum 1896. Gruppe II. Volks- Wohlfahrt. Bildungs- und Erziehungsmittel. Volks Ernährung. Gruppe III. Billige Rohprodukte. Muster- Küche. Vieh- Ausstellung. Gruppe IV. Wohnungs- Einrichtungen. U. a. Salon einiger Reichstags- Abgeordneter. Gruppe V. Naturwissenschaftliche Abtheilungen. Vergnügungs- Park. Die grosse Wasserbahn, ununterbrochen im Betrieb. Der Süd- Pol, bei günstiger Witterung unheimliche Schneestürme. Das Riesen Fernrohr. Die Wunder des dustern Himmels. Der Ballon ,, hackt schief" an einer 400 m langen Drahtschnur. Das egyptische Wüsten- Café- arabioum, ganz schwarz gesengte Bedienung. Rin in den Harem! Esel- Station. Bayerische Gebirgsschänke Zum Kuhschwanz" in der Nähe der Alpen." Schwindelfreier Aufenthalt. Automatisches Restaurant. Das goldene Buch. Preise für die Kaffee- Siederei: In Portionskannen, von 2 Portionen an, wird im Garten zu nachstehenden Preisen verkauft: 2 Portionen( 4 Tassen) 40 Pf.; 3 Portionen ( 6 Tassen) 60 Pf.; 5 Portionen( 6 Tassen) 90 Pf.; 8 Portionen( 10 Tassen) 140 Pf.; 10 Portionen( 20 Tassen) 150 Pf. Einlass- Scheine 25 Pf. Am Hauptportal 30 Pf. Ideal- Billets haben keine Giltigkeit. Rund- Tanz Gesellschafts- Tanz, der den Herren nur gegen Erlegung von 50 Pf. gestattet ist. Für das kleine Volk: Festspiele, Esel, Leierkasten und Belustigungen aller Art. Avis! Anmeldungen von Ausstellern werden nicht mehr angenommen, da die neu errichteten und vollständig verbauten Ausstellungs- Räumlichkeiten schon überfüllt sind. -1 Der Arbeits- Ausschuss der Arbeiter- Bildungs- Schule. I. A.: Die drei kühnen Männer. Einlass- Scheine sind in allen mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Maurer. Unions- Brauerei, Hafenhaide Nr. 22-31. 5. Sonnabend, den 11. Juli 1896: 5. Stiftungs- Fest des Bentralverbandes der Deutschen Maurer( Filiale II Berlin). Vokal- und Instrumental- Konzert. Legitimirt. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Mitgliedsbuch J. A.: G. Bensch, Memelerftr. 52. Tischler- Verein. 42/17 Sonnabend, den 11. Juli, abends 9 Uhr, Melchiorstraße Nr. 15: General- Dersammlung. 2ages Ordnung: 1. Abrechnung vom zweiten Vierteljahr 1896. 2. Bericht der Bibliothek. Rommission. 3. Wahl eines Bibliothekars und Vereinsangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand. [ 199/11] Verband deutscher Zimmerleute ( Zahlstelle Berlin). Am Sonntag, den 12. Juli, vormittags 10%. Uhr: 2. General- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Abrechnung des 2. Quartals. 2. Bericht des Vorstandes. 8. Neut wahl desselben. 4. Wahl von zwei Vertrauensmännern zur Agitation für die einzelnen Kreise der Provinz Brandenburg. 5. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 255/3 Der Vorstand. Achtung, Schäftebranche! Verein deutscher Schuhmacher( Filiale V). Sonnabend, den 11. Juli, abends 82 Uhr, im Lokale des Herrn Babiel, Rosenthalerstraße 57: Versammlung. E Vortrag des Herrn Adolf Hoffmann. Kistenmacher. Mitglieder- Versammlung Zages Ordnung: Welcher Organisation schließen wir uns an? 308/3 95/10 Die Musit wird von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker", der Gesang von Mitgliedern des Arbeiter- Sängerbundes ausgeführt."- Auftreten des humoristischen Ulk- Trios.- Festrede, gehalten vom am Montag, den 13. d. M., bei Joël, Andreasstr. 21. Kollegen Silberschmidt. Fackelzug mit Bonbonregen( jedes Kind erhält eine Stocklaterne gratis). Um 8 Uhr im großen Saale: TANZ( Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Die Kaffeeküche ist für die geehrten Damen von 3 Uhr an geöffnet. Anfang des Konzerts 5 Uhr. Programm 20 Pfg. Programme find zu haben: Müllerstr. 7a, Schwedterstr. 33, Perlebergerstr. 28, Fruchtstr. 69, Naunynftr. 86, Solmsstr. 5, Bülowstr. 59, Grunewaldstr. 110, sowie in den Verkehrslokalen. Um zahlreichen Besuch bittet Das Komitee. 137/1 Deutscher Holzarbeiter- Verband. General- Versammlung ( Zahlstelle Berlin.) der Kranken- Unterstützungs- und Montag, den 13. Juli, in der Neuen Welt, Hasenhaide: Begräbniß- Kaffe der LederSommer- Fest unter Mitwirkung des Gesangvereins ,, Kreuzberger Harmonie", Dirigent Herr Dillenberger. CONCERT, ausgeführt von 3ivil- Berufsmusikern. Dirigent Herr Schonert. Spezialitäten- Dorftellung unter Mitwirkung hervorragender Kräfte. Grosses Brillant- Feuerwerk. Fackel- Polonaise, wozu jedes Kind eine Stocklaterne gratis erhält. Außerdem erhält jedes Kind 2 Bons für Beluftigungen( Karouffel etc.). Jm Bal champêtro: Tanz.( erren, welche am Tanz theilAnfang des Konzerts 4 Uhr. 301/8 nehmen, zahlen 50 Pf. nach. Billets à 25 Pf. Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr ab geöffnet. Billets sind auf allen Zahlstellen des Verbandes zu haben. Bu zahlreicher Betheiligung ladet ein Die Ortsverwaltung. Achtung! Achtung! Maurer! Achtung! Sonnabend, den 25. Juli 1896: des 130/5 14. Stiftungs- Fest Vereins zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins und Umgegend im Schweizer- Garten am Königsthor. Konzert, Theater und Spezialitäten- Vorstellung des gesammten Künstlerpersonals des Schweizer- Gartens. Volks- Belustigungen aller Art. Anfang des Konzerts: 4 Uhr. Anfang der Theater- Vorstellung: 4 Uhr. Von 6 Uhr an im Saal: Tanz. Um 10 Uhr: Kinder- Fackelzug, zu dem jedes Kind eine Stoclaterne gratis erhält. Die Kaffeküche ist von 4 Uhr an geöffnet. Entree, Programm intl. Tanz, für Herrn 50 Pf., für Damen 30 Pf. zurichter Berlins am Sonntag, den 19. Juli, Vorm. 10/2 Uhr, Weinftr. 11 bei Feind. Tagesordnung: Bentral- Krankenkaffe der Buchbinder. Am Sonnabend, den 11. Juli, abends 81/2 Uhr, in Cohn's Festsälen, Beuthstrasse 21-22: des Außerordentliche Hauptversammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht der Delegirten von der Generalversammlung. 2. Neumaht Quittungsbuch gesammten Borstandes der Ortsverwaltung. 3. Verſchiedenes. [ 26/15 Die Ortsverwaltung. Freie Vereinigung der Bauarbeiter Berlins. 1. Rechnungslegung vom 2. Quartal. Am Sonntag, den 12. Juli, vormittags 11 Uhr, im Lokale des 2. Geschäftliche Mittheilungen. Der Vorstand. G. Busse. Möbel- Gelegenheitskauf 105/5 Herrn Wilke, Andreasstraße 26: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 2. Quartal 1896. 2. Bericht des Vorstandes und Wahl des gesammten Vorstandes. 3. Der Fall Gadegast wider Gaßmann. 4. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. paffenbfte Gelegenheit für Brautleute. In ftraße 59, follen ca. 200 Wohnungseinrichtungen, meinem größten Möbelfpeicher, Neue Königverliehen gewesene und neue Möbel zu jebem 31/16 annehmbaren Preise verkauft werden. Durch Neue Mitglieder werden aufgenommen. Es ist Pflicht eines jeden Mitgliedes zu erscheinen. Der Vorstand. Achtung! Putzer! Achtung! fehr große, billige Gelegenheitseintäufe ist es mir möglich, schon ganze Wirthschaften für 90, 100, 300 Mart abzugeben. Theilzahlung gestattet. Beamten ohne Anzahlung. Kleiderspind 15 Mart, Kommoden, Küchenspind 12, Nußbaum- Kleiders spinden, Bertitows 30 Mart. Muschelspinden 35, Bettstellen mit Matragen 18 Mart, Sophas der 18, Säulenspinden, Kleiderspind, hochelegant 56, Trümeaur mit Säulen und Kryftallglas 60, 60 Serrenschreibtisch, Blüschgarnituren so Mart, Paneelsophas 75 Mart. Steppdecken, Tischs becken, Gardinen, Fenster 5 Mart. Gekaufte Möbel tönnen dret Monate tostenfrei auf meinem Aufbewahrungsspetcher lagern, werden burch eigene Gespanne transportirt, auch nach außerhalb. 4581L Fruchtweinbowlen Auf grund des§ 15a des Verbandsstatut sind folgende Mitglieder von Bahlstelle Berlin I aus dem Zentral- Verband deutscher Maurer ausgeschlossen: Buch Nr. 284 Ackermann, Theodor, Frankfurter Allee 71. 381 Beier, Karl, Wilmersdorf, Ringbahnstr. 268. " " " 07 878 Behrend, Karl, Brunnenstr. 55. " " 588 Dammenheim, Albert, Schönleinstr. 23. " 503 Dartsch, Gustav, Treptow, Restaurant Ackermann, " 825 Fehlauer, Gustav, Stegliz, Marksteinstr. 10. " 861 Gemmerer, Fritz, Perlebergerstr. 37. " 659 Henschel, Paul, Antonstr. 48. " 565 Hübner, Eduard, Bernauerstr. 97. " 716 Kandetzky, August, Schwedterstr. 5. " 715 Karge, Ludwlg, Thaerstr. 16. " 847 Karich, Albert, Höchstestr. 21. 29516 " 364 Marsiske, Karl, Münchebergerstr. 14. " 543 Röhl, Wilhelm, Müllerstr. 145a. " 59 Schüler, Gustav, Oranienftr. 10. à Flasche " 487 Schüler, Karl, Oranienſtr. 10. 3/4 Ltr. 60 Pf. " 753 Schulze, Louis, Bergmannstr. 97. inkl. " 882 Schulz, Gustav, Rigaerstr. 123. * 13 " 573 Schulz, Friedrich, Ruheplaystr. 18, 3 Tr. 691 Sommerfeld, Paul, Reichenbergerstr. 85, H. 1 Tr. " " 746 Winter, Christian, Rigdorf, Prinz Handjernstr. 55. " " 697 Zimmermann, Richard, Stegliz, Fichtestr, 12. m. Saal, Moabit, gar. rein, ausgezeichnet in Geschmack. Maitrank Erdbeerbowle Pfirsichbowle Ananasbowle Eugen Neumann& Co. Detail- Berkaufslädeu: Belle- Alliancepl. 6a, N.Friedrichstr. 81, Oranienftr. 8, Genthinerfir. 29, Potsdam: Bäderstr. 7. Languetten- Damenhemden, Freunde und Gönner des Bereins find freundlichst eingeladen. Billets Hochfeine 14 Bugend Dr. 4,50. find bei sämmtlichen Vorstandsmitgliedern und in den bekannten Zahlftellen des Vereins zu haben. Der Vorstand. D. Meyerson, Blumenstraße 6 I. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. 833 Urban, Karl, Hochstr. 2. volle Konzession, für Bateigenen Kleiderhandlung, nachweislich gut gehend, seit 15 passend, Umst. halber preisw. zu verkauf. Jahren bestehend, ist frankheitshalber Näheres Birkenstr. 47. Tümmler.*| fof. zu vert. Sommerfeld, Oranienstr.199 Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin,