BERLIN Nomierstag 31. Sezemder 1931 10 Pf. Tit. 611 B 305 43. Lahrgang Crfcf)tintt8«li(fi außer Sonntag«. jnglrld) Adendsusgabe de» Seneirts* BeiugSvretS fit beide Ausgaden sä Pf. uro Woche. 3,60 M cro Moaal (taeun 90'Bf. monaNlch für ZuKellunz in» Hau<> im«raus ladidar Poüdesug 4.32 M. einschließlich 60 Bf. Bbßjeilungi- uni 72 Bf. Boiibeliellgebüdrerl. SfiaJaubgaße xkt «»S-igeneeei« Die ewibalttge Numxreetlleseile« Pf. Reklame, eile ä M Ermäßigungen na» Tarif. Bs6fche-kf->«l° Vorwärts. Verlag s. m.b.H.. Berlin Rr 2,1 hm- Der Verl.,, dedält flch das Recht der Ablednung nicht geuedwer Anjeigen«oe> Redaktion und Erned««,-» Berlin SWOs. LladenNr.» Kernf vr echer' Döndoß Ih 7) 292—297 Oer verbilligte Verkehr Neuer Tarif heute schon in Krast Provisorium ohne USA. Amerika zur Konferenz nicht eingeladen Der neue oerblMgke Tarif der Berliner Verkehrs-Gesellschofi islheukefriihia Srast getreten. Der Umsteiger bei der Sftajjen- bahn und der hoch, und Untergrundbahn kostet ab heule nur noch 25 pf, uad für die für die Einzelsahrleu vorgesehenen S a m m e 1» karten brauchen nur noch 90 ps. gezahlt zu werden. Aus der Straßenbahn und auf der U-Bahn herrschte bei den Fahrgästen über die verbilligung oft freudige Ueberraschung, weil mau allge- mein mit dem Inkrafttreten des neuen Tarifs, troh der Bekannt- gäbe in den Zeitungen, erst ab 1. Januar gerechnet hatte. Unzu- frieden find die Autobussahrer, weil sie von der Verbilligung nicht berührt werden: hier bleibt der preis für die Einzelfahrt von 25 Pf. und für den Umsteiger von 30 Pf. bestehen. * Wie wir bereits mitteilten, hat die BVG. für die Neujahrs- nacht einen besonderen Fahrplan angesetzt. Die hoch- und Unter- grundbahn verkehrt durchgehend die ganze Nacht und auch die Ii.'isten Straßenbahnlinien werden ununterbrochen in IS-Minuten- Berkehr fahren. Beim Autobusvcrkehr wird bis gegen 4 Uhr früh bei den meisten Linien ein I-Miimten-Berkehr durchgeführt werden. Hindenburg am Mikrophon. Der?tevjahrsappell im Rundfunk. Der Neujahrsappell des Reichspräsidenten an das deutsche Volk durch den Rundfunk wird haute abend zwischen 9.30 Uhr und 9.40 Uhr ergehen. Der Reichspräsident spricht aus seinem Arbeitszimmer in seinem Palais über sämtliche deutschen Sender. Dem Appell des Reichspräsidenten an das deutsche Volk wird das Deutschlandlied folgen, das von dem Berliner Funkorchester aus dem Funkhaus übertragen wird. Nach einer kurzen Pause folgt dann noch die Leonoren-Ouvcrtüre. Die österreichischen Sender sind der deutschen Sender- gruppe während des Appells des Reichspräsidenten angeschlossen. In England wird die Ansprache des Reichspräsidenten auf Schallplatte» aufgenommen und dort etwas später über alle Sender verbreitet. Für Nordamerika wird die Hindenburg-Rede nach 10 Uhr abends von Berlin aus in englischer Uebersetzung wieder- holt. Neuer Verwaltungsrat der Reichsbahn. Ernennungen soeben vollzogen. Die Rcichsregierung hat den neuen verwallungsrat der Reichsbahn ernannt. Die Herren Bergmann, Balocki und v. Siemens sind wiederernannt worden. An Stelle der Herren Grund. Jeidels und v. Miller sind die Herren Staatssekretär z. D. Gulbrod und Ministerialdirektor Schulze vom preußischen handelsmiuisterium ernannt worden. Die Ernennung eines ver- lreters der Beamtenschast der Reichsbahn steht noch aus. Abbau bei der DO.-Bank. Auch(Stauß scheidet aus. Die DD.-Bank teilt mit: In Verfolg der Organisationsverein- fachung hat der Aufsichtsrat der Deutschen Bant und Disconto-Gefellschast auf Antrag des Vorstandes und des stellvertretenden Borstandes beschlossen, mit Wirkung vom 1. Januar 1932 die stellvertretende Vorstandschaft aufzuheben. Die bisherigen stellvertretenden Vorstandsmitglieder behalten ihre Zeichnungsbefugnis für dag Gesamtinstitut und seine sämtlichen Niederlassungen sowie ihre sonstigen erweiterten Vollmachten. Der V o r st a n d wird um drei Mitglieder ver- r i n g e r t. Die Herren Dr. B o n e r, Dr. S ch l i t t e r und Dr. von Stauß beabsichtigen, sich von ihrer Tätigkeit als Mit- glieder des Vorstandes im Lause des Geschästsjahres z u r ü ck z u- ziehen und werden inzwischen den planmäßigen Abbau ihrer Agenden betreiben. Dr. von Stauß, der durch seine öffentliche Tätigkeit in steigendem Maße in Anspruch genommen war. hat schon seit einiger Zeit diesen Abbau vorbereitet und wird daher bereits in den ersten Monaten des neuen G-fchästsjahres aus dem Amt« scheiden. Die Vertretung der Bank in Aufsichtsräten be- freunderer Gesellschaften werden die drei Herren beibehalten, und sie werden zur Wahl in den Aufsichtsrat der Bank der Generalver- jaomstmlg vorgeschlagen werden. Washington, 31. Dezember.(Eigenbericht.) Tie Anregung der englischen Regierung bei samt» liehen am Rcparationsproblem interessierten Staaten, Lausanne und den 18. Januar für die Konferenz fest- zusetze«, ist nach Washington nicht gerichtet worden. Di« USA.-Regieruug hat nämlich wissen lassen, daß es ihr zur Zeit angesichts der Haltung des Kongresses nnmög- sei, sich an der Konferenz offiziell zn beteilige». England hält nur Provisorium für möglich. London, 3JL Dezember.(Eigenbericht.) Vor Proffcvertreteri, er&öiu tjjr britische Außenminister, daß eine endgültige Regelung der Reparationsfrage auf der bevor- stehenden Regierungskonserenz angesichts der Haltung des amen- konischen Kongresses zu dem Hoooer-Moratorium nicht mehr in „Vorwärts" billiger! Der.LZorwärts" hat, wie schon mitgeteilt, seinen De- zugspreis ab 1. Januar erheblich gesenkt. Er beträgt in Zukunft nur 3,23 M. für den Monat, 75 Pf. für die Woche. Diese Preissenkung' bedeutet für jede Zeitung in der heutigen Zeit ein Opfer, das für den„Vorwärts" noch um so fühlbarer wird, als er auch für langfristige arbeitslose Parteigenossen bereits ein wesentlich ermäßigtes Abonnement durchgeführt hat. Wie die Lage im Zeitungsgewerbe gegenwärtig ist, das zeigt deutlich die„Frankfurter Zeitung", die ihren Bezugs» preis nicht senken kann und das in folgender Weife vor ihren Lesern begründet: „Die Einnahmen einer Zeitung fetzen sifh zusammen aus An- zeigeneinnahmen und Bezugsgeldern. In Wirtschaft- lich günstigeren Zeiten waren die Einnahmen aus Anzeigen so sehr das Rückgrat der Zeitungen, daß diese den Beziehern zu einem Preise geliefert werden tonnten, der nur einen Bruchteil der Her- stellungskosten deckte. Der durch die Weltkrise hervorgerufene Rückgang der An- zeigen macht heute den Bezugspreis zum eigentlich tragenden Faktor der Einnahmen. Das Verhältnis, in dem Anzeigemimrahmen und Bezugsgelder zur Gesamteinnahme beitragen, hat sich«in Vergleich zu früher vollkommen umge- kehrt. Die Anzeigen steuern heute nur zu 40 Prozent zu unseren Gesamteinnahmen bei, den Rest von 00 Prozent muß dos Wonne- ment bringen. Die natürliche Folgerung aus dem Ausfall in den Anzeigen- einnahmen hätte eine Erhöhung des Bezugspreises sein müssen, zumal da die Anforderunzen an den umfassenden eigenen Nachrichtendienst im In- und Ausland, an die redaktionelle Sorg- salt, Urteilskraft und Leistung und an den Zustellungsdienst ständig gemachst n sind und zum Teil in dieser krisenhaften Zeit weiter wachst»: sie machen jetzt 03 Prozent unserer Gesamtaufwendungen aus."' Die„Frankfurter Zeitung" meint nach alledem, daß eine Erhöhung des Bezugspreises gerechtfertigt wäre. Sie werde nicht erhöhen, aber auch keine Senkung des Bezugs» Preises eintreten lassen. Der„Vorwärts" leidet unter der Wirtschaftskrise nicht minder stark als bürgerliche Zeitungen. Er hat sich trotzdem zur Senkung seines Bezugspreises entschtossen in der Ueber- zeugung, daß die Treue der Parteigenossen sich auch jetzt wieder bewähren und sich zeigen wird in einer oerstärkten Werbung für den �Vorwärts"! Frage komme. Möglich sei im Augenblick nur eine provi- sorische Lösung. Ueber die D a n e r einer Verlängerung des gegenwärtigen Schuldeninoratoriums sei bisher eine Verständigung zwischen Frankreich und England noch nicht erzielt worden, Die Hauptschwierigkeit liege nicht in der Frage, wie lange das Mora- torium ausgedehnt werden solle, sondern bei zahlreichen Neben- fragen wie zu Beispiel die Behandlung der ungeschützten Zahlungen. Pariser Nationalistenpresse schürt. pari?, 31. Dezember.(Eigenbericht.) Der„Matin" sagt, daß die Londoner Meldungen vvn einer bevorjlehenden Lerstöndignng zwischen Frankreich und England über eine» neuen Reparationsplan falsch sind. Die Sachverstöv- digen konnten sich über einen solchen Plan noch gar nicht einigen, da Frankreich nichts dafür ausgearbeitet und der Ministerrat noch nichts beschlossen hat. „Excelstor" und„Journal" erklären, der angeblich gemeinsame Plan entHalle nichts anderes als englische Vorschläge, die ans eine Auerkenoutig der priorikäk der kurzfristigen Kredite hinauslaufen. Bei einem dreijährigen Moratorium für die Reparationszahluugeu könnten diese Sre- dile vollkommen zurückgezogen werden und die Reparalious- gläubiger würden sich dann einem Dcnijchland gegenüber befinden, das seiner finanziellen Substanz beraubt und zahlungsunfähig sei. Das könnte zwar, meint der„Excesior", Amerika passen. das feine in Deutschland festgelegten Kapitalien gern zurückschaffen möchte, das könnt« auch England angenehm sein, das auf Grund seiner finanziellen Schwierigkeiten ein« Neuregelung seiner Schulden gegenüber Amerika erhofft. Aber das würde gegen die Interessen Frankreichs verstoßen, das allein Schuldner Amerikas bleiben würde, ohne von Deutschland ent- sprechende Zahlungen zu erhalten. „Journal" schreibt, der englische Plan wäre zu einfach, denn er bereite das endgültige Begräbnis des Uoung- Plans vor, indem er alle seine Grundsätze vernichte. Chinas Selbstverteidigung. Vle Aktivität der neuen Regierung. Schanghai, 31. Dezember. Die chinesische Regierung hat beschlossen, auf de» 13. Februar 1S32 eine Konferenz der nationalen Rettung in Nanking einzuberufen. Auf der Konferenz sollen alle politischen Gruppen des chinesischen politischen und öffent- lichen Lebens vertreten sei«, die darin einig sind, die demokratische Republik nach außen und innen nnversehrt zu erhalten. Lapanische KrZedenSgrüße. London, 31. Dezember. Wie die Möller aus Schanghai berichten, hat ein japanisches Bombenflugzeuggeschwader die in der Station Ku- pangtfe konzentrierten„irregulären" chinesischen Truppen bani- barbiert In Nanking rief die Nachricht von dem Vormarsch der Japaner auf Tschintschau größte Beunruhigung hervor. Die Regierung hielt den ganzen Tag über Beratungen ab, um die außenpolitischen Maßnahmen nach einer Besetzung Tfchintschans durch die Japaner zu erörtern. Großfeuer in Breslau. Ein Teil des alten Schlachthofes eingeäschert. Breslau, ZI. Dezember.(Eigenbericht.) Ein Großfeuer im allen Schlachthofgebäud« tu der Engelsburg in Breslau hak dank dem energischen Eingreifen der Feuerwehr, die des Brandes schon nach wenige» Stunden Herr zu «erden vermochte, das zunächst befürchtete Ausmaß nicht ange- Bommen. Rur die östliche Hälfte de» Gebäude», l» der eine Möbelfabrik ualergebracht war, ist dea Alammea zum Opfer gefallen. Der Hute Alugel blieb uuverschrl. Der Schaden ist verhälloismäßig hoch, da zahlreiche Möbelstücke uud grohe Mengen Werg vom Aeuer vernichkel wurden. Menschen- leben wurden nicht gefährdet. Der Brand enl stand durch Kurz- schloß an einem Eleklromolor. Giröbel nichi mehr GAP. Rasche Auflösung einer„Partei". seit längerer Zeit war bekannt, daß in der Spaltergruppe der Seydewitz. Rosenfeld Streitigkeiten ausgebrochen sind, und daß sich innerhalb der Gruppe neue Spaltungstenden.zen geltend machen. Keinen, der die Entstehungsgeschichte dieser Gruppe und die in Betracht kommenden Personen kennt, konnte das in Cr- staunen setzen. Nun hat Heinrich Ströbel seinen Austritt erklärt, wodurch sich die.Fraktion� der SAP. im Reichstag von 6 auf S reduziert. Feine Kampfmethoden! Als Rosenfeld-Seydewitz die Sozialdemokratische Partei ver- ließen, erklärten sie öffentlich, sie würden ihren Kampf mit a n- ständigen Waffen führen. Das aber hat sie nicht gehindert, eine Tageszeitung zu gründen, die an Sauberkeit der Kampfmethoden -mit den Kommunisten wetteifert. Jüngst brachte dieses Blatt ein Bild von einem Ball, auf dem Frau Scheidemannein Auto gewonnen haben soll. Genosse Scheidemann berichtigte, daß seine Frau vor einigen Iahren gestorben sei, und haß weder er noch ein Mitglied seiner Familie an jenem Ball teilgenommen Hab«. Diese Berichtigung wird von dem erwähnten Blatt mit der Ueber» fchrist oersehen„Der eleganteste SPD.-Mann berichtigt" und mit folgendem Schwänzchen geschmückt: Wir bemerken dazu ausdrücklich, daß wir die Bilder der ,r«pu- blikanischen" Zeitschrift„Automobilia" entnommen haben: dort hieß es, daß„Frau Scheidemann" den ersten Preis der Tombola zugunsten erwerbsloser Chauffeur« gewonnen habe:«in elegante« Mto. Es mag nunmehr dem ehemaligen Reichs- Ministerpräsidenten überlassen bleiben, sich mit den schwarzrotgoldenen Automobiljüngern auseinanderzusetzen� Wenn„Journalisten", die zv solchen Leistungen fähig sind, mit der SAP. die Sozialdemokratisch« Partei oerlassen haben, war das ein Reimgungsakt. Schade nur, daß sie nicht schon früher hinaus- geworfsn worden findt Im mitteldeutschen Bergbau. Bergarbeiter gegen Lohnkürzung um 15 Prozent. halle, 31. Dezember. In Leipzig wurde am Mittwochnachmittag über die neue Neu- regelung verhandelt. Die Bertreter der Unternehmer forderten eine Lohnkürzung um lö Proz. Die Arbeitervertreter erklärten dagegen, daß eine derartig starke Lohnkürzung für die Bergarbeiter untragbar sei. Da die Unternehmer aus ihrem Schein bestanden, liegt die Entwicklung beim Schlichter. Dieselben Kreise, die jetzt am eifrigsten gegen wilde Streik- Vorbereitungen Sturm laufen, sind es, die bei den Lohnverhand- lungen auch nicht das geringste Eo'gegeakommen zeigen und diese Verhandlungen zu einer reinen Formalität machen. Die Rücksichtslosigkeit kriumphlcrl. Unter diesen Umständen müßten d i e Schlichter angewiesen werden, über die Härte des Notoerord- nungslohnabbaus hinaus besondere Härten streng zu vermeiden und wo solche nach dem Buchstaben unvermeidlich sind, dem Reichs- arbeitsminister darüber berichten. Mit Zündstoff sind wir so reichlich versorgt, daß die geringst« unnütze Dermehrung explosiv wirken kam' Oer Beirieb bei Borfig. Stahlwerk, Gießerei und Hammerschmiede arbeiten wieder Bei Borsig werden heute die Angestellten eine Ab- schlagszahlung auf ihre fälligen Gehälter bekommen, die Restzahlungen hofft die Firma Anfang Januar leisten zu können. Durch die nach und nach erfolgten Neueinstellungen von Arbeitern sind jetzt drei wichtige Abteilungen des Werkes wieder — wenn auch noch nicht mit voller Besetzung— in Betrieb genommen worden, und zwar das Stahlwerk, die Gießerei und die Hammerschmiede. Teilweise wird auch wieder in der mechanischen Werkstatt gearbeitet, und man hofft, in Kürze auch in weiteren Abteilungen die Arbeit wieder in Gang bringen zu können. Oer Größenknall wirkt sich aus Adolf der Große an Gein Volk! Den Spuren semer berühmten großsprecherischen Vor» bilder im Krönungsmantel folgend, hat Adolf I., der Oberste Kriegsherr der SÄ.-Banden, einen Neujahrsaufruf„an Sein Volk erlassen, über dessen Kraftmeierei der Mann von Doorn vor Neid erblassen könnte. Sein„Nationalsozialismus" ist für Adolf„die Nation" schlechthin! Deshalb liest er den bürgerlichen Parteien nicht schlecht die Leviten: Heute steht dem Bolschewismus und seinen m a r x i st i s ch- zentrümlich-demokratischen Hilfskräften eine ge- waltige Front des erwachenden Deutschland gegenüber wenn nicht Zentrum und mittleres Bürgertum aus ihrer inneren Wesen s- verwavdlschajt heraus mit dem Marxismus paktieren würden. gäbe es schon heute kein rotes aniichristliches Deutsch- I a n d mehr. Sie sind daher die Helfershelfer des Bolsche- w i s m u s und damit die Hnuptmitschuldigen an unserem Unglück. Nicht nur die Eroberung des Arbeiters in der Stadt hat in erhöhtem Umfange eingesetzt, sondern ebenso die Gewinnung d e s Ba u e r n. Die NSDAP, ist nicht nur eine Partei der Städte, sondern sie ist schon heute auch dt« größte deutsche Bauernpartei. Bleigießen Hitler:„Ich hatte es für eine Krone". Michel:„Ich mehr für einen Maulkorb" Ihre Politik des Ausgleich« und der Versöhnung der einzelnen Lebensstände, der Zusammenfassung unseres Volkes. prägt sich von Monat zu Monat schärfer in ihrer eigenen Zw sammensetzung aus. „Politik des Ausgleichs und der Versöhnung"— das ist ein sehr netter N e u j a h r s w i ß, den sich der Bandenchef der Sturmgesellen leistet. Die Pogromisten vom Kurfürstendamm, die noch immer vom Gericht verhört werden, dürften nicht schlecht feixen, wenn sie diesen Neujahrsgruß lesen. Aber Adolf wird noch deutlicher: Siebzig Jahre haben in Deutschland bürgerliche Par- t« i e n die Kraft des uakionalea Gedankens verbraucht und unser Volt in hohem Grabe dem Marxismus ausgeliefert, heule klam- mcrn sie sich iu verwerflicher Herrschsucht au ein Regiment, das schon jetzt nicht mehr ihnen gehören würde, wenn ihre eigene Be- dentung allein maßgebend wäre. Schließlich wird er ganz wllhelminisch: Ich wiederhole, was ich das letzte Jahr von euch fordert«: Ich oerlange von euch nichts Ungesetzliches, fordere nichts, was euer Gewissen in Konflikt mit dem Gesetze bringt, verlange aber, daß ihr mir aus dem Wege, den da» Gesetz genehmigt und mir mein Gewissen und meine Einsicht vorschreiben, ln Treue folgt und euer Schicksal mtt dem meinen verbindet... Der Weg von sieben Mann auf IS Millionen war schwerer als der Weg von den IS Millionen zur deutschen Nation. Zeder von euch sei siolz. im Zahr 1932 vom Gegner angegriffen zu werden... Das werden die SA.-Banden sich nicht zweimal sagen lassen. Wenn ihr Osaf ihnen befiehlt, stolz auf jeden„Angriff" zu sein, dann werden sie sich gern so„angreifen" lassen, wie die Mörder von der Hufelandstraße sich in der vorigen Silvesternacht.angegriffen" fühlten.„Ich ver- lange von euch nichts Ungesetzliches"— aber„mein Gewissen" und„meine Einsicht!" Herrlich, diese Kopie des großen Vorbildes Wllhelms II.! Es fehlt nur noch die schöne Verheißung:„Herrlichen Zeiten führ« ich euch entgegen!" und die brutale Aufforderung:„Ihr müßt auf Vater und Mutter schießen, wenn Ich es befehle!" Der Größenknall ist ein« bedenkliche Krankheit. Man soll Adolf den Großen nicht darum beneiden... pflichtvergessener Nazistadtrai. Mannheim, 31. Dezember. Der Landeskommissar für die Kreise Mannheim, Heidelberg und Mosbach hat mit dem Beirat in einem längeren Disziplinar- oerfahren am 29. Dezember den nationalsoziali st ischen Mannheimer Stadtrat Dr. Orth seines Dienstes als Mitglied des Stadtrats enthoben. Als Grund zu dieser Dienstentlassung wird angeführt, baß Dr. Orth fortgesetzt Verstöße gegen die Gemeindeorbnung begangen und die Pflichten als Ee- meinberatomitglied gröblich verletzt habe. Britischer Oemonstrationsstreik. Am 4 Februar stehen alle Räder still. London. ZI. Tezeinber. lEigenbericht.) Die Exekutive des Generalrats der britischen Ge- werkfchaften hat beschlossen, am 4. Februar einen ein» tägigen Generalstreik durchführen zu lasse«. Diese Demonstration soll der Regierung Mardonald-Baldwin die Macht der englischen Gewerkschaften vor Augen führen. Die Krise führt auch in England zu Lohnkürzungen, von denen insbesondere das Verkehrspersonal, Eisenbahner und Seeleute betroffen werden. Hinzu kommt die im Gegensatz zum Kabinett Macdonald allgemein wenig arbeiterfreund- liche Einstellung der jetzigen Regierung, die zu diesem Protest geführt hat._ Rußland will Frieden. Litwinow an alle. Moskau(Über kowno), 31. Dezember. Zum Idjährigen Bestehen der Wirtschaftszeitung„Sa In- dustrialisaziu" haben Stalin, Worcsschilow, Liiwinow, Kuibyschew. Molotow und der Chef der GPU., Menschinsti, Begrüßungsschreiben veröffentlicht, in denen sie die Verdienste der Zeitung um die In- dustrialisterung hervorheben. L i t w i n o w betont u. a., daß Ruh- land heute bestrebt sei, mit allen Ländern in Frieden zu leben. Die Regierung wünsch« nur freundschaftlich« Beziehungen zu allen Ländern. Deswegen sei das Verdienst der Zeitung um die Arbett mit dem Auslandsmarkt besonder« anzuerkennen. 2500000 Moskauer. Nach den neuesten offiziellen Angaben zählt Moskau 2,8 Mil- lionen Einwohner. Täglich kommen etwa 100000 Arbeiter und Angestellte nach Moskau, die in rer Umgebung der Stadt wohnen und in Moskau arbeiten. 200000 Mark unterschlagen. Bantkassierer zu zwei Iahreu Gefängnis verurteilt. Mit raffinierten Vorsichtsmaßnahmen ging der Dautlafsierer M. vor, um sein« jahrelangen Unterschlagungen bei einer Großbant zu oerdecken. M.. der wegen Unterschlagung und Urkundenfälschung vor dem Schöffengericht Tempelhof angeklagt war, genoß seit zehn Jahren eine besonder« Vertrauensstellung als Haupttafsierer einer Depositentasse am Kreuzberg. 2m Lause der letzten Jahr« unterschlug er eine Summe von etwa 200000 Mark, die er hauptsächlich für private Speku- lationen ausgab. Die Einlagen, die ihm die Bankkunden als Kassierer gaben, behielt der Angeklagte, ebenso wie die Beleg« über die Einzahlungen, so daß diese Gelder auf den Konten der Kunden gar nicht in Erscheinung traten. An Hand der unterdrückten Beleg«, die er sich sorgfältig aufhob, stellte M. bei den halbjährlichen Abrechnungen der Bant eigen« Abrechnungen auf. die den Kunden von ihm zugesandt wurden, so daß sie keinerlei Argwohn hegen konnten. Um sich bei den Kunden besonders beliebt zu machen, hatte er ihnen oftmals höhere Zinsen, in einem Fall sogar 24 Proz., versprochen und auch ausgezahlt, so daß die Kunden es auch nicht momerten, daß ihre Belege nur«ine Unterschrift, nämlich die des Haupttassierers, trugen. Der Anze- klagte behauptete nun vor Gericht, daß er zuerst aus Gutmütigkeit für Kunden Spekulationen vorgenommen habe. Nachdem er an der Börse sein eigenes Geld verloren hätte, habe er das Geld der Kunden angezrisfen, und auf diese Weis« sei er immer tiefer in Schulden gerat« n. Er hosste stets, durch einen großen Börsentip sein« Derpflichtungen decken zu können. Aus Angst vor der Entdeckung habe er auch die Gclder vor seiner Familie ver- borgen. Briefmarkensammlungen und G-mälde, die er sich von einem Teil der Gelder gekauft habe, wären daher in seiner Wohnung oersteckt gewesen. Bon den unt:rschlagenen Summen will der An- geklagte den dritten Test in Form von Zinsen an die Kunden zurückgezahlt haben. Das Geld, das er bei der Entdeckung der Straf- tat noch befaß und das der Dank zur Verfügung gestellt wurde, reichte aber noch nicht einmal aus, um den Zinsverlust für die unter- schlagen«« Summen zu decken. Der Staatsanwalt meint« daher, daß der Angeklagte noch Geld besitzen müsse, und beantragte wegen Unterschlagung und Urkunchmfälischung außer einer Straf» von drei Jahren Gesängnis und fünf Jahren Ehrverlust auch noch 10 000 M. Geldstrafe. Das Schöffengericht verurteilte den Angeklagten wegen fort- gesetzter Unterschlagung und Urkundenunterdrückung zu zwei Jahren Gefängnis, drei Jahren Ehrverlust und 1000 Mark Geldstrafe._ Ringvereinler überfallen Lokal. Ein„Rachefeldzvg" in Eharlottenburg. von einer größeren Gruppe Ringvereinsleuten wurden 1« dea gestrigen späten Abendstunden die Räume de» Lokals„vre»- dener Hof" am Slnkigarler Platz 1? in Eharlokkenburg demollert. Mehre« Gäste wurden bei der sich entwickelnden Schlägerei verletzt. Kurz nach 10 Uhr. als sich etwa 10 Gäste im Restaurant be- fanden, stürmte» SO Man» iu bat Lokal und begannen alles kurz und klein zu schlagen. Zunächst wurde das Telephon unter- brachen, dann wurde das Werk der Zerstörung fortgesetzt. Tisch«, Stühle, Bierglüser und mehrere Spiegel wurden in sinnloser Wut zerschlagen. Mehrere Gäste, die sich den Ringvereinlern entgegenstellten, wurden erheblich verletzt. Drei von ihnen mußten später eine Rettungsstelle aufsuchen. Zum Schluß chre» Zerstärungs- werkes zertrümmerten die Burschen sämtliche Beleuchtungskörper und flüchteten. Es gelang allen zu entkommen. Nach den bisherigen Ermittelungen handelt es sich um den Rachefeldzug eines in der Nähe des Alexanderplatzes be- heimateten Ringverein. Einige Mitglieder des Dereine waren mit dem Inhaber in Differenzen geraten und dafür war ihm ein „Denkzettel" zugedacht. Das Tollste an dem Vorgang aber ist die Tatsache, daß sie den Ueberfall vorher angekündigt hatten. Die Drohung ist aber offenbar nicht ernst genommen worden. Denn sonst hätte sich der Lokalinhaber entsprechend sichern können. Die Kriminalpolizei hat die Ermittelungen ausgenommen. Mndesmörderin aus biiierer Rot. Tragödie einer unehelichen Mutter. Zglau, 31. Dezember. Die SSjährig« Hausangestellte Katharina Bayer in S ch n 0 b 0 l i n hatte einen so kleinen Lohn, daß sie sich davon selbst nicht erhalten konnte. Sie halle aber noch für ein ein- jähriges uneheliches Kinh zu sorgen, da der Vater sich von der Zahlung der Alimente gedrückt hatte. Um das Würmchcn nicht länger hungern sehen zu müssen, nahm sie das Kind und beschloß, mit ihm in den Tod zu gehen. Sie warf es nach hartem Seelenkampfe ins Wasser und wollte eben nachspringen, als zwei Männer hinzukamen und die Verzweiselt« ins Dorf zurückbrachten. Sie stellte sich dann dem Gericht, wo man sie wegen Kindesmord verhaften mußte. Geldschrankknacker im Südwesten. Zu die Direkttonsräume der Versicherungsgesellschaft„Rhena n i a" am Schöaeberger Ufer 12 drang in der ver- gangeacu Rächt eine Snackerkolonn« ein und erbeutete 7000 Mark. Die Verbrecher sind vom Karlsbad aus, wie die Ermille- lungen ergeben haben, über die Dächer gegen das Grundstück vor- gedrungen. In der ö., 4. und 3 Etage erbrachen sie mehrere Türen und gelangten so in das Direktionsbüro. Mtt einem Sauer- st 0 f f g e b l ä s e schweißten die Täter einen Geldschrank auf. in dem sich zwar kein Geld, aber die Schlüssel zu einem zweiten Geldschrank befanden. Es war chnen nun leicht, den anderen Schrank zu öffnen und zwei Kassellen zu ent- wenden, in denen sich 7000 Mark bares Geld befanden. Die Bande hall« die Fenster sämtlich verhängt und so gut abgeblendet, daß die Wächter die Eindringlinge nicht bemerkten. Für ihren Rück- zug nahmen die Geldschrankknacker denselben Weg über die Dächer. Die genaue Lokalkennlnis läßt darauf schließen, daß der„Eoup" genau„ausbaldowert" worden ist. Die polussch-rnsflschm Verhandlungen über«inen Nichtangriss», pakt haben auch Rumänien zu ebensolchem Tun veranlaßt. Skweks Wechselgeschäste. Die Stadtbank hätte vorsichtiger sein müssen. In der heutigen Verhandlung des Sklaret-Prozesses hielt der Vorsitzende dem Angeklagten Stadtbankdirektor H o f f w a n n aus der Anklage vor, daß der Vorsteher der Wechselkontrollabteilung, Direktor Tausche!, Bedenken gegen die Wechsel geäußert habe, die die Sklareks der Stadtbank zur Diskontierung als angebliche Warenwechsel gaben, chofsmann meinte aber, daß es sich lediglich um Bedenken formaler Natur gehandelt und daß Tausche! nicht die Sicherheit der Akzepte bezweifelt habe. Tausche! habe ihm auch mehrmals gesagt, er habe sich überzeugt, daß es sich um ordnungs- mäßige Warenwechsel handele. Im übrigen sei Tausche! ein sehr gewissenhafter Beamter gewesen. Wir haben, so erklärte choffmann, die Wechsel nur als Zusatzdeckung betrachtet. Wenn wir diese Wechsel nicht gehabt hätten, hätten die Sklareks genau so chre Kredite bekommen. Hoffmann verteidigte sich dann weiter dagegen, daß er für die Qualität der Revisoren verantwortlich ge- macht werde, und betonte, daß diese Personalangelegenheit zum Ressort des geschäftsführenden Direktors Schmitt gehört habe. Der Angeklagte Schmitt erklärte hierauf, daß er den Revisor Schröder immer als sehr zuverlässigen Beamten kennengelernt habe. Auch er betonte, daß die Sklarekschen Wechsel nur als Nebendeckung hereingenommen wurden, sagte aber, daß die Stadtbank das Geschäft sofort aufgeläst hätte, wenn sie erfahren hätte, daß es sich um Kellerwechsel handelt«. Rechtsanwalt Dr. P i n d a r: Wenn Direktor Schmitt so intim mit Max Sklarek in Waren in Mecklen- bürg zusammengewesen ist, wenn er dort die berühmten Böcke ge» schössen hat, dann muß man doch daraus folgern, daß er alles gewußt hat. Max Sklarek und Direktor Schmitt hingeu doch so eng zu- sammeu. wie die siamesischen Zwillinge. Schmitt(erregt): Das stimmt ja alles nicht, wir waren ja gar nicht so eng befreundet. Rechteanwalt Dr. P i n d a r: Ich bin durchaus kein Freund dieser Anklage, wir werden darin aber genug Material über Ihre Freundschaft mit Max finden. Luch Leo Sklarek erklärte, Direktor Hoffmann werde das «NM Freundschaftsverhältnis zwischen Max und Direktor Schmitt bestätigen müssen. Hoffmann wich aber aus und erklärte:„Ich bin da sehr vorsichtig und kann nicht sagen, wie eng die Freundschaft war." Leo Sklarek(erregt):„Dann sagen Sie eben nicht die reine Wahrheit. Herr Hosfmann. Als ich einmal zu Ihnen kam, haben Sie mir doch sofort von einem Kredit erzählt, den ich Ihnen gerade erst vortragen wollte. Das können Sie doch nur von Di» rektor Schmitt erfahren haben, und er wußte es von Max aus Waren." Nach diesen Auseinandersetzungen hielt der Vorsitzende Stadt- bankdirektor Hosfmann vor, daß man sich bei der Stadtbank eigentlich nie darüber klar geworden sei. welche Geschäfte den angeblichen Warenwechseln der Sklarek» zugrunde lagen. Wenn nur einmal geprüft worden wäre: Wo nehmen die Sklareks die Ware her und wohin verkaufen sie sie, dann wäre das ganze Gebäude zusammengestürzt. Sie haben sich immer nur mit der Mitte des Geschäfts begnügt, wie es aus den gefälschten Büchern der Sklareks ersichtlich war. Hosfmann: Das Wechselgeschäft hat doch für uns nur sekundäre Bedeutung gehabt. Vors.: Es hätte aber doch geprüft werden müssen. Sie wissen ja. da« größte Vertrauen genießt der Betrüger, sonst könnte er ja nicht betrügen.' Ist Ihnen nicht auch aufgefallen, daß Leute, die angeblich Millionen- au'träge an das Ausland haben— diese Scheingeschäste sollten angeblich mit den Randstaaten und Rußland getätigt werden—, sich unmöglich die Hacken ablaufen können, um einen Kredit von 300 000 Mark zu bekommen und dafür ihr ganzes Lager verpfänden. wie es doch die Sklareks getan haben? H o f f m a n n: Die Sklareks galten doch immer als Anhängsel der Stadt. Da sind wir ihnen doch nicht so gegenübergetreten wie anderen Kunden. Vors.: Wenn man jeden Tag mit einem Minister spazieren geht, wird man doch noch nicht selbst Minister. Dadurch, daß die Sklareks mit der Stadt arbeiteten, waren sie doch noch kein« städtische Stelle. Die große Aktion. Streikwelle ab 2. Lanu ar. Homburg, 31. Dezember.(Eigenbericht.) Zsttf einer Sitzung der Kampfausschüsse der Reichsleitung des kommunistischen Gewerkschasteverbandes am 27. Dezember wurde beschlossen, die deukschen Seelcuke auf allen Schiffen im Zn- und Aurland zum Z. Januar in den Generalstreik zu treiben. Die Arbeitsniederlegung auf den deutschen Schissen in in» und aus- ländischen Häsen soll nach dem Beschluß unverzüglich auf all« im Hafen liegenden Fahrzeuge der übrigen Schissahrtsländer über- tragen werden. Zur Begründung der Generalstreikparole haben die Streithetzer ein umfangreiches Kampfprogramm mit tommu- nistischen Agitation-forderrungen aufgestellt. Wie früher so dürfte die' kommunistische Generalstreikparole auch diesmal auf das Gros der Schisfahrtsangestellten und Arbeiter ohne jeden Eindruck bleiben. » In Verbindung mit den übrigen Berichten über die Streik- plane der KPD.- RGO. ergibt sich, daß der Beginn der Notoer- ordnungs-Lohnkürzungen ab 1. Januar zu umfangreichen Vor- bereitungen wilder Streik» geführt hat. Die.Bote Fahne" sucht diese Vorbereitungen zu vernebeln, indem sie die Berichte darüber alz„Kapitalistische A la r m n a ch r i ch t e n" bezeichnet und sich über eine„Wilde Hetze bürgerlicher Zeitungen gegen kommu- nistische Streikvorbereitungen im Ruhrgebiet" sittlich entrüstet. Zur Sache selbst wird ledizlch bestritten, daß ein Sturm auf die Rathäuser geplant sei.„Im Hinblick auf die Kampsstlmmung la den Berliner Melallbelriebeu ist damit zu rechnen, daß sich die bürgerliche Kommunistenhetze in den nächsten Tagen noch wesentlich steigern wird." Zugegeben, daß die KPD.-Presse gegenwärtig nicht zu Streik« aufiordern kann. Es ist also durchaus kein Verstoß gegen die Linie, sondern lediglich eine taktische Maßnahme, wenn sie über eine Hetze gegen die KPD. klagt, weil Streikbeschlüsse„unparteiischer" z-n» traler Kampfausschllsse bekanntgegeben werden. Inwieweit und wie lange solche Beschlüsse durchgeführt werden können, bleibt abzuwarten. Max pechstein SV Jahre alt Ausstellung in der Sezession Die Berliner Sezession feiert ihr langjähriges Mitglied P e ch st e i n mit einer glänzenden Sonderausstellung in ihren Räumen(Budapester Straße 10) und mit einem Silvesterfest: denn auf diesen Tag hat das Schicksal seine Ankunft vor fünfzig Jahren verlegt. Er wurde in Zwickau als Sohn eines Textil- arbeilers(Appreturmeisters) am 31. Dezember 1881 geboren, hat in Zwickau das Malerhandwerk gelernt und sich in Dresden als Malergeselle durchgeschlagen, wie er schon längst nach einer eigenen Form auf der grundierten Leinwand des Künstlers suchte. Die tapfere und männlich zupackende Stellung dem Leben gegenüber hat er immer beibehalten und, da ihm Kunst und Dasein untrenn- bare Einsicht bedeuteten, auch aus seine Malerei bezogen Sie setzte ihn von Anfang an in Opposition zu der herkömmlichen Lehre der Akademien und der Impressionisten und führte ihn in die Gemeinschaft der jungen Revolutionäre der Dresdener„Brücke", Heckel, Kirchner usw. Wenn sich auch diese Pioniere von 1903, zu denen ebenso Schmidt-Rottluff wie N o l d e und Otto M u e l l e r gehörten, bald sehr verschiedenartig und auseinander entwickelt haben, so bildeten sie doch ursprünglich eine durchaus geschlossene künstlerische Gemeinschaft, in der jeder die stärksten Förderungen von den anderen empfing. Aus diesen bewegten glücklichen Anfangsjahren 190S bis 1910 konnten leider nur sehr geringe Proben in der Ausstellung der Sezession erscheinen. Das ist zu bedauern wegen der ungemein malerischen Kraft und Originalität der früheren Pechsteinschen Werke, in denen der Frauenakt die Hauptrolle spielte. Es wäre interessant gewesen, die Furie jener Erstlingswerke mit entsprechen» den Arbeiten der Gegenwart zu vergleichen, die himmelstürmende Fülle mit der gebändigten Kraft des reifen Stils. Man würde das gleiche Bildungsgesetz in diesen 25 Jahre auseinanderliegenden Malereien feststellen können, bei allen entwicklungzmäßigen Unterschieden; das Ungestüm und die Unmittelbarkeit im Ergreifen der Wirklichkeit, das tätige Verhältnis zur Mutter Erde und zugleich die Macht der farbig-malerischen Umbildm»g, das, was man nicht eben ganz zutreffend Expressionismus genannt hat. Es ist die Erkenntnis des Gesetzmäßigen in den Naturgebilden und des direkten Weges, ihren Wesensgehalt malerisch auszudrücken. In dieser Kraft der Verstärkung und Vereinfachung der Wirklichkeit in bildmäßigem Sinne ist sich Pechstein gleich geblieben; seine Erd- Verbundenheit und sein Stilgefühl halten sich nach wie vor die Waage. Nur geht er heute an die Einzelhesten des Naturvorbildes mit größerem Bedacht heran, die Uebertreibungen jenes„Expressio- nismus" sind verschwunden, Perspektive. Körperzeichnung, Lokal- färbe werden nicht vergewaltigt, und diese stärkere Respektierung der Wirklichkeit ordnet sich in einen festen und geschlossenen Bildaufbau ein. Es ist dies eine Wandlung, der sich keiner der früheren Stürmer hat entziehen können, eine Wandlung, die die ganze Welt der Malerei umgeformt hat seit den Vorkriegstagen. Die Ausstellung gibt davon ein sehr anschauliches Bild mit herrlichen Federzeichnungen, mit Gemälden und Aquarellen. Stammt die Mehrzahl auch aus den letzten Iahren der Reife, so findet man doch noch Beispiele oder Anklänge an seine früheren Entwicklungsstadien. Die Frühzeit der flammend übertriebenen- Farbenflächen ist mit zwei Beispielen angedeutet; an seine Pa- l a u- R e i s e 1914) unselig unterbrochen durch den Krieg, an das furchtbare Soldatenjahr der Somme-Front erümern Motive und erschütternde Zeichnungen, und was sonst an letztvergangenen Arbeiten zu sehen ist, bedeutet ein Geständnis seiner unwandelbaren Liebe zur Natur und naturhaften Menschen. Diese Treue zu den einmal mit Leidenschaft ergriffenen Dingen, diese Anhänglichkeit an die gleichen Vorwürfe bildet geradezu ein Charakteristikum seiner im Irdischen seligen und genügsamen Kunst. Frauenakt, das Reich der Stilleben von Blumen und Fischen, den farbigsten Wesen unseres Erdstrichs, Bildnisse vor allem seiner Freunde und seiner Familie, und im Landschaftlichen das ewige Meer und seine Fischer- bevölkerung, sei e« an der pommerschen Ostseeküste, sei es in Po- sitano oder Südfrankreich: das ist Pechsteins Welt, die er unermüd- lich, stark und gewalttätig abwandelt: eine enge Welt, die zu- gleich die Unendlichkeit bedeutet, die Idee der Gottesnatur, im Malerauge gespiegelt.?»ul F. Schmidt. Wüttner spricht Goethe. Auftakt zum Goethe-Iahr. In der Singakademie veranstaltete die Gesellschaft für deutsches Schrifttum ihren ersten Goethe-Abend als Auftakt zum Gocthe-Jahr. Fünf weitere Veranstaltungen werden im Laufe des Winters und Frühjahrs folgen. Als Sprecher ist Prof. Ludwig Wüllner für sämtliche Abende verpflichtet. Gedichte und Szenen aus„Egmont" standen am Anfang. Wüllner spricht Goethe, das heißt es herrscht die edle, große Linie vor. Wüllner vertritt die durchgeistigte und beseelte Deklamation. Der Vers ist nicht nur Mittel zum Ausdruck, zum gesteigerten und gebändigten Ausdruck seelischen Erlebens, er ist auch ein rein klangliches und rhythmisch festgelegtes Gebilde. Beide Elemente treten in der Wüllnerschen Interpretation klar in die Erscheinung. Niemals durchstößt ein elementarer Ausdruckswille den Rhythmus des Ganzen, niemals werden dramatische Momente stärker betont, als es etwa das Gefllge einer Ballade gestattet. Wüllner sieht nicht Einzelheiten, er steht das Werk, das«r mit heiliger Inbrunst durchglüht. So bringen„Wanderers Nachtlieder" od«„An den Mond" hier schon allein durch den Klang und durch den Rhythmus das Erleben. So ist„Prometheus" der Schrei des Titanen, aber ein Schrei der rhythmisch gebunden und d« Form verhaftet bleibt. Wüllner, tex Rhapsode, besitzt eins, was heute fast verloren gegangen ist, die große, künstlerische Ruhe, die tragische Form. Er tritt hinter das Werk, er ist nur Sprachrohr für einen anderen und«in Sprachrohr aus edelstem Metall. F. Seh. Ifchlkscherin. In uns«« Heutigen Morgenausgabe sollt« nicht „fcezweifslir) sondern nicht behauptet sein, daß Tschltscherrn eine ausreichende Pension vorenthalten werde. Da» versammlunge. und Anftnarschverbol in Deukschösterrelch war bi» ö. Januar befristet. Es ist bis zum 31. Januar verlängert wordes. �Maurice, der Siraßensänger." Marmorhavs. Maurice Chevalier ist einer der entzückendsten Film-Liebhaber Kein Wunder, daß ihn die Amerikaner mit Beschlag belegen. Doch geht es der amerikanischen Filmindustrie wie mancher reichen Frau, die sich die kostbarsten Toiletten haust, ohne es zu verstehen, sie zu tragen. Amerika findet meistens keine Manuskripte für die großen Darstell«,«s kann ihnen nicht den richtigen Rahmen geben. Diesmal avanciert Maurice, der Lumpensammler, vom Straßen- sänger zum Revuestar. Dieser Weg wäre nicht einmal schwierig. wenn nicht eine höchst eigenartige Liebeegeschichte ihn verwirren würde. Die hat starke Anklänge an„The Kid", wird aber sonst im Stile des Films von vor dreißig Iahren gespielt. Maurice Chevalier ist«in glänzender Sänger für den Tonfilm. Infolge seines fast überreichen Mienenspiels kann er nicht nur jede Strophe, sondern beinahe jedes Wort sein abschattiert vortragen. Er wird niemals langweilig, wenn er singt. Aber der Regisseur Richard W a l l a c e verfilmt nur den Sänger und oer» gißt dabei, daß auch der Film als solcher Wirkungen erzielen muß. Mit Gefühlsüberschwang allein ist's nicht getan, das merkt man auch bei der Verwendung des stets zu reif wirkenden Kindes David Durand. Trotz aller Anerkennung für Chevalier mischten sich deutlich vernehmbar« Pfiffe in den üblichen Premierenbeifall, e.b. Zuwelenraub am Kurfürstendamm. Theater in der Stresemonnstraße. Ladislaus Fodors„Iuwelenraub am Kurfürstendomm" sst ein Konversationsstück mit sensationellem Einschlag, ein Spiel um man- daine Räuberromantik. Der Operettenlibrettist würde e».Räuber- licbchen" betiteln. Im ersten Akt geht ein behagliches Gruseln durchs Parkett. Da dringt der Räuber mit gespanntem Revolver in ein hochnobles Juwelengeschäft und packt im Angesicht des Besitzers und e Inger Kunden den gesamten Bestand in seinen Koffer. Er macht das mst solcher Eleganz und weltmännischer Liebenswürdigkeit, daß sich Maria, die feine Dame aus Berlin WW a ternpo in ihn oer- liebt. Sie gibt d« Posizei daher eine irreführend« Personal- beschreebung und ist restlos glücklich, als er plötzlich nachts in ihrer Villa erscheint, und Ihr sogar einen gestohlenen kostbaren Ring über- reicht. Da» beginnende Schäferstündchen erfährt ein« unliebsame Unterbrechung durch die Ankunft eine« Kriminalkommissars, der den Räuber bei ihr»«mutet. Da« den Ring entdeckt, macht sie sich selbst verdächtig und wird mit ihm zusammen abgeführt. In der Pause zerbrechen sich die Zuschau« darüber den Kops, wie der Autor hier ein kapPF and h«austonstruieren will. Die Situation sst für Maria und für den Stäub«, du sich auch die Sympathien de» Publikums erworben hat, gründlich verfahren. Durch eine wahrhaft verblüffende Ueburaschung endet das Stück tatsächlich mit einem happv end. Wie, werde ich aber nicht verraten. Die Räubergeschichte Hat der Verfasser geschickt mit einem lustigen und munteren Dialog verbrämt, es fehlen auch nicht aktuell« Anspielungen, man bleibt von der ersten bis zur letzten Szene gespannt und freut sich über das flott« Spiel sämtlicher Dar- steller. Maria B a rd scheint die Rolle der Maria auf den Leib geschrieben, ihr« Augen funkeln vor Freude an der gefähr'ichen Situation, sie sst eine Lausbübin, die glänzend zu ihrem Aben- teurer paßt. Ihr« Freundin, Käthe H a a ck, steht neiderfüllt neben ihr, und sie macht daß so charmant und drollig, daß es-ine Freude ist, sie anzusehen. Wolf Wohlbrück sst ein Gentleman-Ein- brecher von bezwingender Liebenswürdigkeit, der mit Grazie zu räubern versteht und dem man seine Eroberungen ohne weiteres glaubt. Das Publikum sst angeregt und spendet sehr herz'ichen Beifall. �_ Dgr. Die überseeischen Funkverbindungen. Die Deutsch« Reichspost beabsichtigt, vom 1. Januar 1932 ab die Anlagen der größten deutschen Funtgesellfchast für den Ueber- seeverkehr, der Transradio A.-G., der Besitzerin der Großrundfunk- stelle Nauen, zu übernehmen. Das Netz der Funkverbindungen nach außereuropäischen Ländern hat bereits in letzter Zeit eine bedeu- tende Ausdehnung erfahren, und neben Amerika find auch Mexiko, Kuba, Argentinien und Brasilien. China und Japan, Nieder- ländifch-Jndien, Siam, Aegypten, Persien u. a. auf dem Funkwege von Nauen aus erreichbar. Dabei zeigt der Kurzwellendienst technische Möglichkesten, an die noch bis vor kurzem kaum gedacht wurde. Die Kurzwellentelegraphie schafft schon bis zu 250 Wärter in d« Minute, und zur Zeit sind weitere Versuche im Gange, mit einem Sender gleichzeitig mehrfach zu telegraphieren und außerdem gleichzeitig zu telephonieren. Auf der Linie Nauen— Buenos Aires ist vor einiger Zeit auch ein Bildfunk eingerichtet worden, und für die nächste Zeit ist ein« weitere Entwicklung de« überseeischen Bild- funks geplant. Opernkrise auch in London. Die Covent Garden-Oper in Lon- don, die aus ein LOOjährlges Bestehen zurückblicken kann, steht vor einer neuen Krise. Im kommenden Jahr läuft der Pachtvertrag für das Theater ab. Die Opernverwaltung sieht sich nicht in der Lag«, das Risiko neuer Verträge einzugehen, was einem Ende der großen Londoner Oper gleichkäme, wenn nicht besondere Maß- nahmen getroffen werden können. verdi-Dokumente in der älalieoifchen Akademie. Aus den: Nachlaß Guido Verdis erhielt die Italienische Akademie in Rom als Weihnachtsgeschenk 143 Briefe des Meisters aus der Zeit von 1849 bis 1872. Die EHenkung umfaßt auch einige Manuskripte Verdis, darunter das Originaibuch des„Maskenballes", dessen Titel in der ersten Fassung„Vendetta im Dominiy" lautete. Preisherabsetzung bei Theatern. Die Tribüne wird vom 1. Januar ab auf sämtliche Eintrittspreis« eine Ermäßigung von 20 Prozent gewähren, soweit die Karten im Vorverkaufs also spätestens einen Tag vor der betreffenden Vorstellung, gelöst wer- den.— Das Rofe-Theater hat mit Wirkung vom l. Januar ab feine Preise entsprechend der Notverordnung um 10 Prozent aesenkt. Ab 10. Januar bringt das Rofe-Theater jeden Sonntag (9 Uhr) nicht das laufende Repertoirestück, sondern ein Lussspiel. Als erstes geht in Szene.Lugendfreund«" von Ludwig Fulda. Hollands Vevölkerongszahl. Während die letzte Volkszählung vom 31. Dezember 1930 ergeben hatte, daß die Einwohnerzahl Hollands rund 7,9 Millionen betrage, geht aus einer jetzt erfchie- nenen Bekanntmachung des holländifdien statistischen Amts hervor, daß die Bevölkerungszahl am 31. Ottober 1931 8 006 600 betrug. Deutsche Theaker Gemeluschaft ln der Tschechoslowakei. Die Stadtverwaltungen der Städte Reiche nberg und G a h l o n z haben au« Ersparnisgründen beschlossen, in der kommenden Spielzeit für beide Theater eine Theatergemeinfchaft zu schaffen. Bon dem Theater in Reichenberg wird das Opernensemble gestellt, während das Gablonzer Theater für da» gemeinsame Schauspiel- ensembl« sorgt. Beide Theater werden«in eigene« Operetten- ensemble. einen eigenen Thor und ein eigenes Orchester unterhalten. SomSdie. Dienstag, 5. Januar, 11.45 Uhr, Schauspieler-Nachwor- stellung von„Die Nemo-Bank mit Max Pallenberg und der Pxemieren- bescnung. Der Gesamtremertrag flicht den Wohlfabrtjkaiicn der Bühnen- Sanofi enschas: zu. Karten im Bvzirlsverdand. Keübstr. 11. Kunmer 15. . Äwck. Palncea.Vlatinee der BoWbühne E. B. im Theater am Bülowplel» Sonrnag, 11 Uht�Scie��mgälaiÄn für die Platzverlas ung ILO Marl. Arnold WHlrlegel: 3ÖiC TderTVijicfllrOmmcl* Nur wer ganz verinnerlicht und mit wahrer Vesessenheit an sein Werk geht, darf es als Europäer wagen, ein Stückchen mufTU Mischer Geschichte zu schreiben. Sind doch die islamischen Staaten nicht auf einen nationalen oder Rassegedankcn, sondetn auf die Religion gegründet und die Führer spielten ihre Rolle in der Welt- geschichte durch Ausnutzung unerhörter Gefühlswerte der Gläubl- gen. Arnold Höllriegel gehört zu den Wenigen, die eine europafremde Welt erfassen können. Aus der Hochebene von K e r r e r i packen den Schriftsteller die Erinnerungen an die Vergangenheit. Hier war am 2. September 1898 die Schlacht, in der Kitchener die Mahdisten vernichtete. Sie ist ein« wuchtig anklagende Erzählung vom Heldentum ohne Zweck. *) Wegweiser-Verlag®. m. b. H., Berlin-Charlottenburg. 11999 Derwische fielen und von der Armee Kitchener? keine 59 Mann. Uebcrwältrgt von dem, was war, erzählt Arnold Höll- riegel, im ehrlichen Durchdringen zum Menschen, die Lebens- gcschichten des Derwisch Mohammed Achmed und seiner Bewegung. Neben dem immer lächelnden, scheinbar stets gütigen Mohammed Achmed, der ein hagerer Vützer war und ein verfetteter Mahdi wurde, steht der Kriegsmann A b d u l l a h i der Khalifa, durch Pen in den Jahren leiner Herrschast 1% Millionen Menschen gestorben sein sollen. Vor ihrer Zeit wurden im Sudan, diesem Lande voll Sonne und Durst, die Bevölkerung von türki- schen Erpressermethoden urngel rächt und die Reger von den Arabern gejagt und frank und frei als Sklaven verkauft Da entstanden, als berechtigte Auflehnung gegen unerhörte Knechtung im Hirn des Derwisch Mohammed Achmed vernegert«. vergröberte Lehren des Islam, die der Sudan freudig aufnahm als die Heilsbotschaft des Erwarteten Derwischtrommeln. Banner und Lanzen zogen unbcfiegbar vorwärts und eroberten am 25. Januar 1885 sogar Khartuin, in dem 19 999 Menschen wollüstig und grausam, ge- schlachtet wurden. Bei dem Fall von Khartum starb' General Gordon dieser Mensch und Offizier ureigenster Prägung. Sein Kops stand auf einer Stange vor dem Zelt des Mahdl. Der un- geheure Sieg brachte den Eroberern Beute und Macht mit ihrer r-eräiiderun Wirkung Der Mahdi stirbt, die Bewegung stagniert. bis sie in ihrem letzten Aufflammen zufamnienbricht im modernen Matcrialkrieg. Der Mahdi sah nur den abgeschlagenen Kopf seines Gegners, des große» Gordon. Das ist nahezu ein schlechter Witz und zugleich ist sehr sein, wie Höllriegel aus die Aehnlichkeit der beiden Menschen aufmerksam macht Beide waren sie religiös« Schwärmer, beide kämpften sie reinen Herzens für die Neger» befreiung, leide starben aneinander, der«ine an dem Fall Khar-� tums und der andere an feiner Eroberung. Ilnd jetzt ist der Negor frei und steht an der Maschine für einen englischen Schilling den Tag. Erna Büsins. weiter für Berlin. Teils wolkig, teils heiter, keine wefent» lichen Niederschläge, weiterhin mäßiger Frost.— Für Deutschland. lleberall Fortdauer des Frostwetters, im größten Test des Reiches keine wesentlichen Niederschlage, nur im äußersten Südosten und Nordosten Schneefälle. Verantwortl. für die Redaktion: Rich. Berustei», Berlin; Anzeigen: Th. Glocke» Berlin Berlig: Borwärts Verlag G m.b.H.. Berlin. Druck: Vorwärts Buch. druckcrei und Bcrlagsanstalt Paul Singer& Co. Berlin SW 66. Lindenstr. L. Hierzu 1 Beilage. � 6efchäft$-JbtSäger (BezivSk Morden- Cjien Beginn; 4. Januar Total- Ausverkauf Kartoffel-Kontor 6. m.b.H., NW 40. Beldestf. 30.- Hansa 4048. lieten Speisekartoffeln für QroB-Verbraucher, Kantinen u. Behörden Achtung! Achtung! der Bett- und Tisch-Wäsche Inlett- und Wäschestoffe Handtücher, Rolltücher Frottier-Handtücher MlMA. ••.-.f.'v V'bW-"'*« ; V4.v, • v y.ft&j. 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Damit halten es in aller Oeffentlichteit Sozialisten und Anarchisten. Wir gehören außerhalb unseres Geschäftes unserem Klub, der Sonntagskirche und dem Angelocrein an, denn das sind die Säulen des„freicfUn" aller Staaten. Soweit die offizielle Meinung der Zeitungen, Prediger und politischen Schönredner. Auch die Masse der Amerikaner, die Gesamtheit glaubt daran. Kommt man aber mit einem Einzelnen in ein vertrauteres Verhältnis, so legt er schnell und offen dieses„Morolinmäntelchen" ab und die Unterhaltung der Männer dreht sich um sichere und billige..spooleoasies"(Geheimwirtschaften), einwandireie„read houses"(kleine Absteigehotels an den Landstraßen, außerhalb der Stadt, in denen der heimlichen Liebe gefrönt wird) und um ..vootisxxsrs"(Alkoholschmuggler), bei denen Whisky zu er. schwinglichen Preisen zu haben ist. * Neiljahrsn<"bt 1929/30. Ich stehe wie jede Nacht von 9 Uhr abends bis 7 Uhr morgens hinter dem Bükett in der Arbeiterkanliu« der.Jleto York Times", backe Eier, schenke einen dünnen Kaffee au, und lasse das Geschirr durch die schmutzige Brühe der elektrischen Waschmaschine laufen. Wie jeden Abend kommt ein Rush nach dem anderen. Jedesmal wenn eine neue Ausgab« der Zeitung fertig ist, dann stehen die Maschinen für einige Minuten still. Die Drucker in ihren schwarzen Kitteln, schwarzen Gesichtern und Händen stürzen heraus in die Kantine, um die wenigen Minuten Pause zu einem S ch n e l l u n ch auszuwetzen. Ms-st sind sie erst halb fertig, dann schrillt schon � k.der dte Glo-?�"ud K« stürzen zurück an ihr« rasselnden, stinkiaeir jpMDUpe»,...—-- Nun ich habe sie n, bemitleidet, im Gegenteil, sie werden von den Köchen, vom Liftboy ,lnii von den schlanken Serviermädels be- wundert. Sie sind in der Gewerkschaft, verdienen das vier- bis fünffache unseres Lohnes und treten dementiprchend selbstherrlich auf. Wie oft haben wir uns von chnen beschimpfen lassen müssen. Schon oft kam es zum Krach, den dann der Bormann mit Hilf« des riesenhaften deutschen Portiers schlichten mußte. Aber es gab auch schöne Stunden, so wie heute. Sie warten geduldig tn langer Nrihe an der Bar. bis die Portionen sisw aad rxgs(Schinken mit Ei), pork aad beans(Schweinefleisch mit Bahnen), fbecream and applepie(Eiskrem und Apfelkuchen) fertig sind. Die langen Flüche, die sie zu uns rüber schicken, klingen wie Liebkosungen. Wwechselnd greift einer in die Hintere Hosentasche, host ein an die Körperform angepaßtes, winziges F l ä s ch ch e n hervor und stillt seinen Durst wahrscheinlich mit Sodawasser, wie jeder auf Befragen ehrlich beteuern würde, denn sse sind doch gut» Amerikaner. Um 11 Uhr ist der letzte Ansturm vorbei. Jetzt wird die Hauptausgabe gedruckt, darüber wird es meist früher Morgen. Nur noch ein paar alte Packer sitzen an den beschmutzten Tischen und lassen eine dicke Flasche rundgehen. Aufräumen, saubermachen, dann überlasse id> meinem Kollegen das leer« Lokal und verschwinde durch den Packraum in der Hoffnung, daß der Boß nicht gerade reinschauen wird. Es ist jetzt half zwölf. Der halbe Block der 12. Strohe bis zum Times Sguare sieht dicht gedrängt voll wartender Mcnschenniasien. Ich schwinge mich auf ein gerade ausfahrendes Lastauto mit den Neujahrszeitungen und lasse mich vor dem Times-Gebäude in die brodelnde Menge fallen, unglücklicherweise gerade auf einen steifen. schwarzen Hut, den ich langsam mit zur Erde herunternehme. Der barhäuptige Besitzer vergißt die Anwesenheit der unschuldigen Ladies und legt los: „What the hell, do you think, you goddanuied son of a bitdi?"(Teufel nochmal, was denken Sie sich eigentlich, Sie gott- verdammter Schweinehund?) Ich denke gar nichts und bin froh, auf diese Art einen Platz misten auf dem Times Square zu hoben, den sich die anderen durch stundenlanges Stehen erobern mußten. Auch die Umstehenden lachen, belustigt durch die Abwechslung und ziehen den zerknüllten Hut vom Boden. Der Times Square ist der historische Platz für die Ein- weihung des neuen Jahres. Unter der Erde rasen hier die Expreß- xüge der Untergrundbahn. Ein Haltzes Hundert Bahnsteige vermitteln den Verkehr von diesem Zentralpunkt New Dorks nach ollen Außenteilen. Hier schneiden sich Broadway und 7. A v e n u e, die Hauptstraßen des New-Porker Nachtlebens, der eleganten nigbtciubs, dancing rooms und ähnlicher Lasterhöhlen dollargespickter Lebenslust. Jetzt ist der große Platz ein wogendes Menschenmeer, durch das sich nur die Polizisten drängen können. Ueber den Köpfen schießt eine toll« Lichtreklame, in ollen Farben auflodernd und wieder in Dunkelheit versinkend. Die laufende Leuchtschrift am Times-Duilding meldet fünf Minuten vor zwölf. Die Fenster der vielstöckigen Büro- räume öffnen sich und ein Regen von Papierschnitze! ßüjt auf die Menschen nieder. Irgendwo von der 5. Avenue her kllngt das Bmnneln einer Kirchenglvcke. Srlebi von Karl Ulöller t Dann endlich der erste, dumpfe, scheue Ton einer Dampf- s i r c n e. Zwei Minuten vor Mitternacht zeigt die Uhr. Doch nun sind die anderen Schiffe im Hafen aufmerksam geworden. mit lauten» Gebrüll setzen die Nebelhörner der großen Tampfer ein, erst langsam klagend, dann immer schneller in knrzen Abständen und bald ist ein schaurig-schönes«irencnkonzert im Gange. Heiser« Baßtöne und schrille, schreckhafte Pfisfe mischen sich zu einem Liede zwischen Freude und Klagen, Arbeit und Leiden. Was könnte diese Stadt der Gegensätze, der Not und der Verschwendung Besseres tun, um ein neues Jahr einzuleiten! Dagegen wirken die im Taumel johlenden und schreienden Menschen um mich herum lächerlich. Neil« blasen aus buisten Trompeten. wie bei uns die Kinder zur Fastnacht. Zlutos fahren vorbei mst angehängten Eimern und Konservenbüchsen. Auf den Tristbrestern. am Kühler, auf dem Dach sitzen Menschen, wild gestikulierend, wieder abspringend, um in der erregten Menge zu verschwinden. Seit wegen der vielen Unglücksfälle und Erschießungen das Loslassen von Feuerwerk verboten ist, muß sich die betäubte Volks- seele mst Lärmen und Johlen in ein neues Jahr des Schuft.,. hinübcrretten. Und die Polizei läßt sie gewähren, sie weiß, aui diese Nacht folgt die Ernüchterung und wohlgeordnete Ruhe. Auch ich besinn« mich jetzt, daß ich ja eigentlich arbesten müßte und schlage mich wieder nach der 42. Straße durch. An der Ecke des Paramount Theaters hängt sich ei» Mädel bei mir ein:„bot us gc> tc> a carnival dance."(Wir wollen zu einem. Kostümball gehen.) Sicher denkt sie, ich hätte mich mit meiner weißen Hose und Jacke verkleidet, dabei ist es mein ?lrbeitsanzug und es wird höchste Zeit, daß ich zur Köck« zurück komme. Als sie das hört, macht sie ein enttäuschtes Gesicht und wendet sich an den nächsten. Ihr Atem roch noch stinkendem Fusel. Durch die Hintertür schleiche ich wieder ein und koche westcr Kaffee, backe Eier und spüle Geschirr. Als ich bei grauendem Morgen nach Haufe fahre, hängen dicke Nebelfetzen um die Spitzen der Wolkenkratzer. Ich verschwinde im Schachte der Untergrund st otion und erkämpfe mir einen Platz in den überfüllten Waggons, in denen vom Taumel der Nacht und vom Alkohol zerrüttete Gestalten in Abendkleidern herumliegen. „Id a p p y New Y e a r." S>er htarrenfplegel von iOSi Oemeigt von Qerhari Vierrmann Woflar »Also", hat der Redakteur schon vor Weihnachten gesagt,„zu Silvester können wir keinesfalls so eine übliche Geschichte der Woche bringen— da wollen und sollen die Leser was Besonderes haben!" (So find nämlich die Redakteure, sie müssen Immer vorneweg denken und sie tun es auch, zu Weihnachten grübeln sie bereits über die Silvesterbeilage und zu Silvester über das Ostergedicht, ich kannte einen, der hatte voll und ganz die Konsequenzen ans solcher Be- rufsnot gezogen, er ließ zu Weihnachten feine Kinder Ostereier suchen, veranstaltete zu Ostern ein Hundstagsfest, steckte im Juli den Tamrenbaum an, fuhr im August zum Skilauf in die märkische Schweiz und feierte Bußtag Fasching, das brachte ihn in die not- wendige Stimmung, sagte er/s.. ,. Unter etwas Besonderem", fuhr gangene oder eine Vorschau aufs kommende Jahr vor. Also bist«, schreiben Sie so was!" Ich al«r bin kein ststnmungserabnendcr Redakteur, ich bin ein schlichter Schriststeller, meine Propl)etengabe ist fast so schlecht wie die unserer Meteorologen. Also habe ich weder Vorschau noch Rückschau geschrieben, habe dem Pegasus Urlaub gegeben, habe mir einen Silvesterpunsch gebraut und im übrigen"die Tatsachen in Gestalt von' Zeitungsausschnitten walten lassen. Diese Zeitungsausschnitte enthalten keine Haupt- und Staats- äktionsn; damit mögen die Herren Politiker sich befassen', nein, nicht von den großen'Narren(es sind, um Himmölswillcn, nicht die Herren Politiker gemeint) handeln sie, sondern von den Kleinen. von den Dutzendnarren mst ihren unwichtigen Prloatnarreteien— aber all diese Dummhcsten und Dummschlauhciten sind wirklich bc- gangen worden, all die Sonderbarkeiten sind wirklich passiert, be- gangen und passiert auf diesem an beiden Polen abgeplattelen Planeten, begangen und passiert im Jahre 31 unseres aufgeklärten und moralisch gefestigten Jahrhunderts: und insofern ergeben sie eben doch einen Spiegel dieser Erde und dieses Jahres, wenn Mick) einen Zerrspiegel aus dem Lachkabinett— also denn los! Im Jnhre 1S31 ... erließ im Rahmen der Sparmaßnahmen der Lester einer Dort- munder Behörde«ine Verfügung, worin die Beamten angewiesen wurden, in Zukunft an Stelle des teuren Toilettenpapiers die Blätter abgelegter Telephon- und Adreßbücher zu benutzen, und zwar in hallüertem oder gevierteltem Zustande, in keinem Fall aber alle 'Akten zu verwenden: ... gewann auf einem Londoner Maskenball, der im Zeichen des Wortes„Kauft britische Waren!" stand, die schönste Maske einen Preis, der in einem— ausländischen Teeservice bestand: ... wurde der Federgewichtsmeister von Oesterreich Franz Andrysek von seiner Zimmerwirtin im Verlans eines Streites ko. geschlagen: ... öffnete sich in Budapest ein junger Mann aus Lebensüber- drnß die Pulsadern und stürzte sich in die Donau: ein Herr, der am User stand, donnerte ihm zu:„Kommen Sie sofort heraus oder ich schieße!"— und der Selbstmordkandidot kam artig ans Land geschwommen: ... stieß in der Rahe von Magdeburg ein Autobus mit einem Kleinbahnzug zusammen, wobei die— Lokomotive aus den Schienen gehoben wurde: ... häufte der Geistliche einer Rew-Porker Kirche während der Huiidstage große Hausen Eis und künstlichen Schnee vor dem Altar aus, ließ, indes er predigte, Poiarexpeditionsfiim« laufen und erzielte stärksten Besuch: ... schrieb ein deutscher Dichter eine Empfehlung für eine Käsesirma, in der es heißt:„Die Weichheit und Vornehmheit des Fabrikats ist unübertrefslich. Dieser Wunderkäse vermittell den edelsten Genuß. Wenn ich die? ausspreche, bin ich ein Bekehrter, denn ich muß gestehen, daß ich, ehe ich einige Stunden mit dem Käse verbracht hatte, aus einer stillschweigenden Reserve dieser Art von Genüssen gegenüber nicht herausgefunden hatte." Der deutsche Dichter, der das schrieb, ist Gerhart Hauptmann: ... erstickte w Meerane in Sachsen ein Mann bei dein Der» such, einen ganzen Rollmops zu verschlucken: ... gab es bei einem amerikanischen Zollamt Schwierigkesten wegen der Rubrizierung einer Sendung tropischer Schmetterlinge, bis sie endlich als„Geflügel" deklariert wurden: ... ließ das französische Zollamt in Marseille eine altägyptische Kräigsmumie als„getrockneten Fisch" passieren: ... fand in Seattle( SA.) die erste Hochzeil in Posa.as statt (iime is money!): ... wurde den Hol-.vorder Filmstars kontr.i tlich das Zi- garrenrauchen verboten, wc das die amerikanischen Backfische abstoße: ... ließ sich in Chikoeo der 52iährige Benjamin Harris von seiner 79jährigen Frau scheiden, weil ste ihn mit seinem Svjährigen Detter Fred Mayer betrogen Halle: ... gründeten die Schüler des Gymnasiums Krems einen Selbstmörderklllb mit strengen Statuten, der für Junqsn einen Veitrag von 30 Pf. und für Mädchen von 60 Pf. erhob, jedoch entdeckt und ausgelöst wurde, weil der erste Kandürt daneben ge- schössen hatte und deshalb nn den anderen Bcreinsm tast-'urn ver- „/....>MU«..war; ni,&,c Nammen ge-eyllch oerpfitmin, Motorradfahren zu lernen ... verbot das thüringische Städtchen Camburg and der Saale die Pollerobende, weil die Porzellanreste die Pneus durch. fahrender Autos beschädigen könnten: ... veröffentlichte ein Hamburger Blatt folgende rätselhafte Rottz:„Jubiläum. Am 21'. Ollober begeht der Postbote Avals Harms in voller Frische sein vierzigjähriges DienstiubilSum. Mutter und Kind irren umher.": ... freuten sich di. Besucher des Parks von Herren- hausen bei Hannover ei", r täglich wachsenden Schar sellen»? exotischer Wasservögel, die sich dort ansiedelten und von denen nie- wand wußte, von welchem unbekannten Wohltäter sse stammten: bis jetzt ein Mann verhaftet wurde, der die Vögel aas allen möglichen zoologischen Gärten zusammengestohlen und sich somit im Herrenhauser Park eine vom Publikum und der Parkverwaltung unfreiwillig unterhallene. höchst rentable Geflügelfarm angelegt halle': ... wurve der Pfarrer der Illruhskirche in Sangerhauscn unter dem dringenden Verdacht des Versicherungsbetrugs verhasb: weil er einen Einbruch polizeilich gemeldet Halle und weil man b« der Untersuchung seine eigenen Fußspuren an der Einstiegstelle fand: es dauerte lange, bis man heraus Halle, daß der richtige Einbrecher ein Paar alte Schuhe des Pfarrers angezogen hatte: ... ging man W W i e n dazu über, aus den Treforräumeu plefte gegangener Banken gut florierende„unterirdische Restaurants mll Stahlwänden" zu machen: ... hat sich der Mann der Bäuerin Batheller aus Genlis in der Vourgogne, die sechzehn Kindern das Leben schenlle und dafür mit dem Orden der Ehrenlegion ausgezeichnet wurde, he- schwerdeführerid an den Minister gewandt: wieso nur seine Frau den Orden bekommen häll«. er hätte ihn genau so gut verdient: ... kaufte der Papst«ine Bar in Prcßburg— allerdings nur, um sie stillzulegen, denn der Lärm törte ein der Bar benachbartes Kloster: ... baten die Aufsich. sbeamten der Kottbusser Straf- an st alt einen entflohene» Hästkng, der wieder«irvischt worden war, ihnen doch einmal vorzuführcr:, aus welche Weise er über die hohe Dtauer gekommen sei: der Gefangene, von Lervi Artist, tat es—— und wurde diesmal nicht wieder erwnllht: ... wurde durch genaue Messungen ermittelt, daß von allen Arlcitsleistunge» der Den! uro ß den geringsic» Energieverbrauch aufweist, und oaß ein Gabelbissen an Nahrung genügt, um die ver- brauchte Energie von einer Stunde angestrengter Geistesarbeit zu ersetzen, wodurch endlich verständlich geworden ist. warum Geistes- arbeit nur soweit bezahlt wird, daß es zu einem Eabelbissen pro Stunde reicht: ... wurde über den G e n e> s o f l u ß. USA cuie neue Brücke gebaut, worauf Geschäftsleute in Rochester eine Lotterie veranstalte- ten, deren höchster Preis von 2Z 000 Dollar demjenigen zufallen soll, der Zlller, Geschlecht, Körpergröße und Todestag des ersten Selbstmörders, der sich von dieser Brücke stürzt, am genauesten errät— die Lose gehen reißend ab: wurden wegen einer Steuerschuld dem Radschqh von Ka- lakankar in Indien seine beiden Elesanten gepfändet. All dies also geschah im Jahre 1931! Prost Neujahr also— und den Mut nicht verloren! Was im Großen geschehen wird. weiß ich nicht und mein Kollege von der Pokitik auch nichll wenn er auch so tut. Aber eine tröstliche Gewißheit geben viele Aus- schnitte: die Gewißheit, daß die k'einsn Narren genau so gm yr Stückchen Welteeschichte machen wie die großen Welsen, und in welchen, Verhältnis, das ist noch nicht mal raus. Arbeiter-Rascnsptcle Fußball/ Hockey/ Handball C5n den letzten Jahre» war es üblich, daß zum Jahreswechsel die �.zicke Spiele ihrer Auswahlmannschaften veranstalteten. Diesmal scheint man von dieser Tradition Abstand genommen zu haben. Nur Aiinerva28hat mit B r i tz 8 8 ein Gesellschaftsspiel abgeschlossen. Jin Neuköllner Sportpark, Platz 6, stehen sich ab 12 ilh?' beide Per- eine im Klubkamps gegenüber. Die Britzer, die in letzter Zeit sehr in den Vordergrund getreten sind, werden den Vertreter der Kreis- klaffe zur Hergab« des ganzen Könnens zwingen. Am Sonntag. 3. Januar, beginnen wieder die S e r i e n s p i e l e. Hier setzt gleich ein großes Spiel ein: E i n t r a ch t- Reinickendorf gegen Luckenwalde I. Ein Spiel um die Führung in der W- teilung A der Kreisklasse, das eigentlich schon lange erledigt fein sollte, aber immer wieder hinausgeschoben werden mußte. Welche Mannschaft hat. nun die größten Aussichten auf die Spitze? Lucken- malde l, der vorjährige Berliner und auch ostdeutsche Meister, legte gleich zu Beginn der neuen Serie mächtig los. Ohne jeden Punkt- vertust ging es in die zweite Runde. Da kenn das Verhängnis in der Gestalt des Tabellenletzten, Luckenwalde V. Mit knapper Mühe konnte noch ein Punkt gerettet werden. Ab«? kurze Zeit später war es Lichtenberg l, die den Luckenwaldern ebenfalls ein unentschiedenes Resultat abzwangen. Damit hatte der Kreismeister zwei Verlust- punkte zu oerzeichnen. Auch bei den weiteren Spielen zeigten die Luckemvalder große Formschwankungen. Cintracht-Reinickendors unterlag nur bei Beginn der Serie einer Schwächeperiode. Aus Luckenwalde holte« sich die Reinickendorfer mit dem Resultat von 10: l) die erste und einzige Niederla�. Doch dann war ein Ausstieg der Mannschaft unoerkennbar. Immer weiter rückten sie in den Vordergrund als ernster Bewerber und Konkurrent um die Al teilungs- Meisterschaft. Ob es jetzt aber dazu reichen wird, die in Luckenwalde erlittene hohe Niederlage auszugleichen, dürste noch nicht ausgemacht fein. Wenn sich die Außenstürmer nicht mehr Mühe geben als im Spiel gegen Vorwärrs-Wedding, dann kann es, trotz des Vorteils des eigenen Platzes, doch noch zu einer zweiten lltiederlage kommen. Auf jeden Fall dürft« der Platz in der Scharnwebsrstraße in Rei- nickerdorf um 14 Uhr eine Rekovdzuschouerzechl zu oerzeichnen hoben. Hockey In der Truppe A treffen sich am Sonnlag der Arbeitersport- verein Rot-Weiß 1 und der Sportoerein Moabit 1 um 14.30 Uhr in der Schönhauser Allee im Rückspiel der Serie. Nur knapp gewann Rot-Weiß das Herbstspiel, und auch diesmal werden sie wieder alles hergeben müssen, wenn sie gegen die schnellen Moabiter gewinnen wollen.— Verein für Leibesübungen Ostring 2 und Tennis-Rot treffen sich um 13 Uhr im Lichtenbsrger Stadion. Hier steht ein großer Kampf bevor, mit etwas besseren Aussichten für Tennis- Rot 1, die den Anschluß an die Spitzengruppe zu verlieren haben. Das Hauptinteresse dürste sich aber dem Spiel des Vereins für Leibesübungen vstring 1 und dem Volkssport Neukölln zuwenden. 3: 0 verlor der bisherig« Kreiemerster gegen die in der neuen Serie noch ungeschlagenen Neuköllner. Ostring dürste bei einiger Ge- schlossenhest für den letzten Verlust Revanche nehmen und den Neu- köllnern die ersten Vuntt« abnehmen. Spiel beginnt um 14.30 Uhr im Lichtenberger Stadion. W-lter«®«We in bei Gruppe C. Freie Turne rschaft Groß Berlin Osten l gegen arcken Tlub Sv-nk-u 2 um U.M Uiir Platz Oft.— Tenni-.Ziot 2 berg-r Stadion.— AfbiiteoGvortr-rein Rot-Weik und Frei« g�rt-Scretni. mtns Pankow um 13.30 Uhr in der EchZnhaufer Plle».— Tennis-Rot 2 gegen SoHsfOOti ReutWn. Britz um 9 Uhr Platz Ost. Rei&icr Hondballsport am crsicn Sonntag im neuen Jahr Aeußerst reg« wickelt sich das Programm in der ersten Klasse ab. Von den 10 Mannschaften setzen nur FTGB.-Nordring und Luckenwalde(Sport) aus. Die größte Zugkraft in der Abteilung A hat die Begegnung zwischen F T G B.- O st e n und F T G B.- Nordost um 8.50 Uhr auf dem Platz Laskerstraße am Bahnhof Stralau-Rummelsburg. Genau wie bei der ersten Begegnung erwarten wir«in ausgeglichenes Spiel, das die Zuschauer von der ersten bis l-Zten Minute fesseln wird. Auch diesmal halten wir ein Unentschieden für leicht möglich Um 14 Uhr beginnt in Velten, Gemeindeiportplatz, zwischen der Freien Turnerschaft und Volkssport Wedding 3 «in interessantes Spiel. HoffenUich geht Vellen bald aus der Reserve heraus und legt sein früheres Können an den Tag. Sonst ist es leicht möglich, daß der Neulwg abermals die Punkte einheimsen kann. In iKowüwes erwartet die Freie Turn- und Sport- Vereinigung den Kreismsister Volkssport Wedding, um 14 Uhr. auf dem Platz Priesrerwog. Der Platzbesitzer begibt"sich in einen aus- sichtslosen Kampf, denn Wedding wird ohne besondere Mühe hoch gewinnen.— In der Abteilung S erweckt zunächst das rückständige Spiel zwischen FTGB.-Süden und Volkssport Wedding 2 besonderes Interesse. Obwohl beide Mannschaften am letzten Sonntag wenig Können zeigten, ist immerhin mit einem Sieg der FTGV.-Süden zu rechnen, die dann die erste Runde ohne Niederlage beendet hätte. Beginn 9 Uhr, Platz Rubensstraße in Schöneberg.— Auf dem städtischen Sportplatz an der Wuhlheide 254 treffen FTGB-Ober- spree und Eintracht-Mahledorf aufeinander. Für Mahlsdorf dürste es schwer sein, den letzten 6: 3°Sieg zu wiederholen. Den Zu- schauern wird hier ab lOLO Uhr ein flottes Spiel geboten werden. Im Neuköllner Volkspark, Platz 6, sind Volkssport Neukölln und Arbestersportverein Schöneberg die Gegner. Der Spielstärke nach ntiäßte Neukölln«inen glatten Sieg davontragen. Die Beicirlrsltlassei» TT„S�stknllnfle Off««.* Gruppe A. Für die FT. Erkner , Ti i Baumschulenwea Dan graßer Bedeutung." t-iatz bedeuten. anOernfaHä könnte~"' Bearnn U.ji Uhr In M SdpcnW 2 gegen Frt» HL■ Gruppe 0 Ein eua der"FTGB. Osten 2 Uier l'aöfcifUaße Wörde ihre T""~ ist Erkner am Tammerrtzfe,. Fitrsteiunalde um U" da« Spiel gegen Ein Sieg wllrd« den ersten Wort mitreden. dann .... ick, Eiche Wildau um 1« 1 cht« Pofihan verdeffern. Sollte dazu nach FTEB. Lichten. tanderger Stadiau um UJ0 Uhr siegen aeg noch»in i Es spielt da Uhr w Köpenick, - IT.---- iollte noch Eiche- che-Platz.— 0 Uhr Platz l>Mg iidei ffSGB Stralau im Licht»WWW..„ >d. durfte t.sten Z die Spitze in der Gruppe nicht mrhr zu nehmen fein. Ferner fptelen Elche-Vahnsdars und tzlthletik.Saari.EIub um 11 Uhr in Bohnsdorf.— vbsr'pre« gegen SC. iteMelde um 14 Uhr im Plant erwall».— Gruppe tl. FE. Eintracht. Mahl.. FSV. Strausberg gegen PfL.: ienietge.- 8. Waffe, Friesen Uhr in Fijrflenwalde.." i2 Uhr.»n der Wnhlheid, Mahlsdcrf um 10 wir in Bohnskr wawe« um 11.80 Uhr in stauladorf. iAst �_ 'T. Äalüjerge um 18 Uhr in'Mahlsdorf.— iftrtng um 14 Uhr in Siransberg, Platz Mo. nwalde 2 gegen Eiche-Wilhelmshagen um Adlershrf 2 gegen FTEB. Osten 3 um tauen. Eiche-Bohnsdorf gegen Eintracht. — �ftaulrtoti gegen FTSB. � 2 gegen FT.«utrderge I VfL. Oltring um 14 � iefen.FIirs!« r 254._ F II. Ii Uhr, Platz Loslerfchai hichtenherg um 10 Uhr im h»t die B' M' m» die BegegNi 14�0 Uhr d «e,I-k-�,tz. auladorf.-** FTGB. Osten gegen Äche.Köpentck um Vik Baumfchulsnweg gegen FTGB. r.» Pkdntertvalb. Platz B. Bon den«efellschaftsfptelen «gnung tn Kaulsdorf zanfchen de» TEB. und dar FTlbB. Spandau den meisten Wert. Siorden 8 um S Uhr im Wedding 4 um 9 SlTV. Altruppin. DW�WW.. Gedding 2 gegen FSV. Reinickendorf 2 um lv.lö'Uhr im Volkspark Rehderge. — IT. Bötzow grgra FTEB. Nordost 2 um 14 Uhr in Bötzow.— Sport MMWWMWWMfl Schii M' Tlub 30 gegen Freiheit Echönwalde um 9.50 Uhr Platz an der Schönhauser Allee. "Olli'----'—■--- Vezlrksklaffe Süden: Abteilung 8. Volkssport Reukölln 2 gegen AEB. Schöneberg 2 um 12.40 Uhr im Neuköllner Stadion.— Berlin 12 gegen ATÄ. Ruhlsdorf t"' gegen Rcuhabai.ncr Luckenwald« um 14 Uhr Platz. Heid«.— FTGB. Lankwitz 2 gegen FSV. Fichte 2 um 11.45 Uhr in Lank. ritz.— Volksspart Neukölln 3 gegen MTV. Sputendorf um 14.30 Uhr im Neuköllner Volkspark, Plötz 6.— Frauen. Luckenwalde v gegen Luckenwalde 0 um 10 Uhr.— Luckenwolde A gegen Luckenwalde, 1. Abteilung, um 10.50 Uhr in der Hetzheid«.— FT. Wilmersdorf gegen FT. gehlsndorf um 9 Uhr auf dem Ciceroplatz.— Bolfssport Neukölln gegen ASV. Schönoberg um 9 Uhr im Neuköllner Volkspark. Die Bezirksspielleituvg des 4. Bezirks teilt allen Vereinen, die Sonntag, 3. Januar, an Gesellschafts-(Vörsen») oder Serienspielen laut„Sportwochenschau" Nr. 31 auf dem Dominikus-Sportplatz beteiligt sinv, mit, daß alle Spiel« besonderer Schwierigkeiten wegen ausfallen. Die Serie der Ruderer and Kanufahrer. Im Volkspark Reh- berge spielen um 11 Uhr die Faltbootfahrer gegen den Kanu oerein Und ine. Ferner: Kanu-Union gegen FTGV. Ruderbezirk um 9.15 Uhr auf dem Platz in Oberschöneweide. Frei« Ruderoereint- gung 1913 gegen Ruderoerein Vorwärts II um 10 Uhr. Freie Sportoereinigung Schweifsterne gegen Freie Kanu-Union II um 11 Uhr auf dem Platz an der Wuhlheide 254. Ruderverein Collegia gegen FTGV. Kanubezirk in Spandau um 10 Uhr. Boxspc>rt.bfcni{*keiten Adolf Heuser aufjer Gefecht Der var einiger Zeit»ach Amerika ausgewanderte deutsche Halbfchwergewichtsboxer Adolf Heuser ist in Boston das Opfer eines Automobilunfalls geworden. Wenn der Bonner auch kein« allzu schweren Verletzungen erlitt, so war doch seine Ueber- führung in ein Krankenhans erforderlich. Heuser ist dadurch für einige Zeit außer Gefecht gesetzt, sein für den 1. Januar nach Cleveland geplanter Revanchekampf mst dem Italo-Amerikancr Patsy Parroni, von dem er bei seinem Amerikadebut noch Punkten geschlagen wurde, mußte abgesagt werden. Der frühere Halbschwergcwichts-Europameister M i ch e l e B o n a g l i a, der sich wiederholt durch seioe unfaire Kampsesweise unliebsam bemerkbar machte, konnte seinen ersten Start in Süd- amerika zu einem eindrucksvollen Siege gestatten. Der Italiener kämpfte im Stadion von Buenos-Aires vor 20 000 Zuschauern mst dem in südamerikanischen Ringen bisher sehr erfolgreich geweseuen baskischen Schwergewichtler Castagnaga, den er m einem sehr horten und erbitterten 10-Runden-Kampf nach Punkten besiegt«. Bei einem Boxkampf zwischen den Engländern H y a m s und D a o ie s im Londoner Blackfriarsring halle der Ringrichter die beiden Gegner wiederholt wegen Haltens verwarnt. Als die neunte Runde vorüber war, oersetzt» Hyams, bevor er in seine Ecke ging, dem Unparteiischen«inen Schlag in die Magengegend, worauf »tu.setzStfWfc Wbä; Hfl�iikmr>-�uinna öa? schuldigt« sich damit, daß er bei dem Kampf ganz kopflos geworden fei. Der Unparteiische war ein gutmütiger Mann, er nahm nicht »ur die Entschuldigung an, sondern erklärt« sich auch barest,«inen Revanchekampf in allernächster Zeit wieder zu leiten. CbcfShrdete Radrennbahnen Unter der schweren wirtschasUichen Krise haben naturgemäß auch die Besitzer und Pächter der deutschen Radrennbahnen sehr zu leiden, und in zwei Fällen sieht es um die Erhaltung der betreffenden Sportstätten recht bedrohlich aus. Besonders gefährdet »scheint der Bestand der erst 1930 neu geschaffenen Holzbahn in Halle a. d. S. Trotzdem nach Ablauf der Saison 1931 ein« wenn auch kleine Gewinnquote ausgezahll werden tonnte, stellt die„Eläubigerschast Radrennbahn Halle" für die nächste Saison unerfüllbare Garantiesorderungen. Falls diese nicht erfüllt werden, trägt man sich ernstlich mit dem Gedanken, die Bahn abreißen zu lassen und den Erlös unter den Gläubigern aufzuteilen. Auch der Fortbestand der Radrennbahn in der Breslau er Sportarena ist nach dem finanziellen Mißerfolg des Weihnacht?- 25- Stunden- Rennens stark in Frage gestellt. Die Pächter der Bahn haben die Absicht, unter den obwaltenden Umständen auf die Durchführung insbesondere des Breslauer Sechstagerennens zu verzichten. Spengler-Pokal in Davos. Nach Abschluß der Cruppenkämpfe um den Spengler-Pokal fanden am Msttwoch auf der Daooser Eis- bahn die beiden Vorschlußrundenspiel« zwischen dem Berliner Schlittschuh-Elub und dem Racing Club de France-Paris sowie der Unwersstät Oxford und dem E. H. C. Davos statt. Der Berliner Schlittschuh-Elub. der diesmal all« Aussichten hat, den Spengler-Pokal eichgültig zu gewinnen, fertigt« die Ver- treter des Racing Club Paris überlegen mst 6: 0(0: 0, 2: 0. 4: 0> Toren ab. Wer leistet mehr? Der Pressedienst des Arbester-Turn- und Sportbundes bracht« unter der Ueberschrift„Was leistet der Arbeiter-Turn- und Sport« bund?" im November eine Zusammenstellung der Unkosten, die bei der Durchführung der Kurs« an der Arbeiter-Turn» und Sportschule ensstanden sind. Zur Beweisführung dieser Ausgaben sind einig« Zahlen aus dem Zusammenhang der ganzen Schuihattung genannt worden. Am Schluß und als eigentlicher Zweck der Zusamt»« nstellung ist nochgewiesen, daß die Kursusteil- nehmer an der Bundesschule kein« Meldegebühren oder einen sonst irgendwie gearteten Lehrgangsbestrag zu zähle» haben. während die Deutsch« Turnerschaft von ihren Lursusteilnehmern 26 M. bzw. 12,50 M. Meldegel ühr erhebt. Herr Dominikus von der Deutschen Turnerschast glaubt in einem besonderen Artikel in der Presse nochweisen zu sollen, daß die Ausgaben der Deutschen Turnschul« höhere seien als die der Arbeiter-Turn- und Sportschule. Darum dreht es sich nicht, sondern unwidersprochen— auch von Herrn Dominikus.— bleibt die Totsache, daß die Lehrgangsteil- nehmer der Arbeiter-Turn- und Sportschule keine Meldegebühren oder sonstige Beiträge zur Lehrgangsteilnahme zahlen und baß so- mit der Arbester-Turn« und Sportbund verhältnismäßig mehr leistet als andere Berbänd« der Leibesübungen, also auch mehr als die Deutsche Turnerschaft. Volkssport?deukölln-Vrih und alle Freunde treffen sich am Neujahrstag im Sportrestaurant an der Wuhlheide 249/260. All- fahrt 1 Uhr Bahnhos Neukölln: Nachzügler fahren mst der Linie 95 bis zum Lokal. Verlins bürgerliche Fußball-Repräsentallve spielen am Neu- jahretag gegen die Aueerwählten von München. Schauplatz dieses tradstionellen Treffens ist das Poststadion. Beginn des Spieles 14 Uhr._ Freie»anu-llnian«raß-Perlin e. B.,«bteilong Ha-el. gur Sahreaend. faier zwangloles Beifaaunonfrin bei Hopfner. Spandau. Picheltsborter Str. 6«. TB.„Tie Naturfreunds. Zufammenlunfr d« Fultrerfeftion Dirnstag, 5. Januar, 20 tchr, Johanni-str. 15. Vortrug des Denoffrn Mospftchlt„Setze. Montag, 4. Januar, 19 tz Uhr, KartrH�ahre»- marlierungen zum Uederier". Beziristarteü Fried richahainll oerfammlung bei Gaul, Boxhagemrr SN.�U4. rbetter-Phata-S! Berlin«. B. Sonnta- 3. Sanuar, 10 Uhr, Händen Undine. Faustdaller: Spiel gegen Fitrftenwaldc. Aleranderplatz nach Honxcleberg. . Lindenhos. Montag, 4. Januar, 13 Uhr, Ardeitsdienll in der Dunlellämmer. Anschließend Anfängerlurfu«. Verein für L-ibesüdun! spiel:.Handball gegsn H-c..�.... Gelb« und schwarze Hofen mitbringen. Beginn des Hallentrainings 8. Januar. Turnhalle Realgymnatzum, An der Parraue, unweit düngen, Ostring, e. B. Freitag, 1. Sanuar, Fntzball. Ho&ir. Beginn 14V. Uhr im Lichtenberg«! Stadtan. fen mUbrinaen. Beginn des Hallentramings Freitag, thnu» Kartell für Arbeiter-Sport und Sörperpileg«, Pankow. Montag, 4. Januar, tm fationen. freunde,...____----„—,„—.-- Tagesordnung: Hauptocrfg mmlung und Neuwahlen zum Ortsausschutz. Kartellbe trk 15. Treptow. Montag, 4. Sanuar, Sitzung tn Ntedenchone. weide, Hosselwerderstr. 12, bei Pamp, 20 Uhr. Tagesardnung: Unsere Werbe. Veranstaltung. vonnerstnz, Zl. Peremi-"'' IÄ.85 Wer Pechrtcia und Paol Wastheim: �uj � Werdseelt eine«.Haler* IÄ.30 UnterhjJtuBrsmnsJk. 13.30 Prof. Dr J. M. Verweyen. Sonn: 2.tt»ad CMstett. 19.00 Berliner SOvaster vor 50 Jahren. Fant-Reporuz* 1381-188) von£*«> Jaeobtcbo 20.00 Orcbeatotljooiort. Berliner PülhamiodJthjM Orchester. 20-35 KUvierkocron O-Moll«.-V. 466)». Hoztzt. OVIU. Kern»«. Fiafi» Barl. Phllh. Orch.) 21�0 Anspreche Hlndanburcs. 22.00 Schöne Melodien des Jahres. Funk-Po tpourri 23.40 Ins neue Jahr 0.20-03.00 Tani- und Unterhaltunasmnslk. KSnlgswasterbtnsen. 16.00 Haosl Nassee: Berliner Plannkuchen. 16.30; Nicolai-Kirche. Klei: Silvestercottesdlentt 18.30 Moidi Joltl und Wladimir Vogel: Rhythmen der Zeit. 23.00 Volksbühne; Beethoven: IX. Sinfonie. Freitag, 1. Januar. Berlin. SL55 Morgenfeier. 10.05 Wettervorhersage. 11.00 Maria Newes erzählt Mirchcn. 12-10 Konzert 14.00 Rideamus.(Bruno Fritr.) 14.30 Mandolineoorchestcr-Konzert. 15.30 Georg Engel(t)(Sprecher: Innela von Dulong). 16.00 Blasorchester-Konzert., 18.00 Prof. Dr. Reinhold Seeberg: Hoffnung und Geduld. 18.30 Brandenburgisches Konzert Nr. 6, B-Dur von Job. Seb. Bach- 18.50 Eduard Saenger liest eigene Gedichte. 19.00 Unterhaltungsmusik. 19.50 Sportnachrichten. 20.00 Sendcsplel:„Tannhäuscr.** Oper ▼. Wagner. Dir.: Leo Blech. Anschließend Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Tanzmusik. Königswusterhausen. 7.00 Hamburg: Hafenkonzert. 11.00 Dr. Harald Braun: Religiöse Bekenntnisse der Gegenwart 11.30 Bach-Kantate� 15.30 Robert Walter: Das Jahr in Wettersprüchen. 18.00 Theodor Bohncr liest eigene Dtcbtungeo. 16.50 Arnim T Wegner: Bei den Qottestlnzem im Kaukasus. Staats & Theater Donnerstag, den Jl. Ocxembcr Staatsoper unter cen Linden i« um Die Geisha Sluditagiiil»» mdinsmuiti. 19 Uhr Charleys Tante Schlller-Tb eater Antottuhrj. 19 Uhr Göttliche Jette siaat.oper Charloucnburii dismarckstiaSc 34 Donneistag.Sl.Dez Turnu. in Anfang 19 Uhi Die verRauite Braui ende gegen 22 Uhr Voitisouiine Mir>D IfllOVDlltl 7 Uhr Die GroBRerzooln von Gerolstein II Uhr abend« Silvester- Konzert Theater am Nillendorlplau lajii: Bdu Si.lnboti Pallas 7051 Heute 7.15 Uhr�ons' täglich 81;« Uhr Neujahr und Stgs auch 4'g Uhr Gasparone Rose- 1 Oester inlr Fmklontr Stntr 13 Id. 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