Nr. 163. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monats lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit dem ,, Sonntags= Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vors mittags geöffnet. Fernsprech- Anschluß: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Die revolutionären Strömungen in Rußland. Die Sozialisten. Donnerstag, den 16. Juli 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. Anstrengungen der instinktiven Sozialisten" im Volke und Die barbarische Härte der Sonder- Gerichtsurtheile trieb der bewußten Sozialisten" unter der Jugend der Hoch- die sozialistischen Agitatoren zu dem Entschluß, sich gegen schulen bald genug dahin bringen würden, die gegenwärtigen etwaige Verhaftungen mit bewaffneter Hand zu vertheidigen. Zustände grundstürzend zu ändern, das Land dem Bauern Die Regierung sprach Todesurtheile aus und exekutirte sie; wieder zu verschaffen, Werkzeug und Fabrik zum Eigenthum ihre Feinde nahmen ihre Zuflucht zu Repressalien; man erIn meinen zwei vorhergehenden Briefen hatte ich ver- damit den Erbseind der revolutionären Opposition für Man schloß sich zusammen zum Zweck der Progaganda, der industriellen Arbeiter zu machen und gleichzeitig schlug das Haupt der Gendarmerie, man tödtete die Spione. fucht, meinen auswärtigen Lesern zunächst eine freilich nur immer abzuschütteln: den kaiserlichen Absolutismus! man machte Auftrengungen, die Arbeiter und die Bauern zu summarische Darstellung von der Entwicklung der beiden politisch- oppositionellen Gruppen in Rußland( Nr. 107 des Die politische Revolution galt unter den Anhängern organisiren, aber daneben ergriff man auch alle Maßregeln Vorwärts" vom 10. Mai 1891) und dann( Nr. 127 Bei- des Sozialismus in jener Zeit als ein unabweislicher und zum Kampfe gegen die Regierung. untrennbarer Theil der sozialen Umgestaltung Rußlands: Keineswegs, daß man die sozialistischen Grundsätze je lage) von der revolutionären Thätigkeit und dem politischen eine müßte die andere im Geleit haben! In diesem Zeit- verleugnet hätte, nein, man betonte sie bei jeder Gelegenheit, Verfall der liberalen Opposition zu geben. Jetzt kommen wir auf die Entwicklung und die Kämpfe der sozialistischen Punkte vollzog sich in der Internationalen die Spaltung aber gerade, wenn man diese Grundsätze weiter verergab fich von selbst die Nothwendig Opposition zu sprechen, welche durch das Auftreten der zwischen Marxiſten und Bakunisten; der Haager Kongreß folgte, Internationalen und die große Tragödie der Kommune von stieß die Anarchisten aus, der allgemeine Kongreß der Interfeit des politischen Kampfes gegen den Absolutisnationalen wurde nach Amerika verlegt und verschwand, mus. Für diesen Kampf bedurfte man einer starken und Paris mit der ganzen sozialistischen Weltbewegung eine ge- nationalen wurde nach Amerika verlegt und verschwand, mus. nauer ausgeprägte Richtung und ein schärfer formulirtes Bakunin zog sich von der Bewegung zurück und starb. Alle mächtigen Organisation; der Anarchismus verschwand im Programm erhalten hatte. Der utopische Sozialismus hatte diese Vorgänge konnten unmöglich ohne Einfluß auf die Lande, die Sozialisten des Narodnaia Volia( Volkswille) seine Anhänger in unserem Lande wie anderswo; an Be sozialistisch- revolutionäre Bewegung in Rußland bleiben: gaben zum ersten Mal seit 1825 das Beispiel einer wahren wunderern Proudhon's fehlte es nicht; kein Wunder, daß auch hier trat eine Spaltung ein in Bakunisten und An- politisch- oppofitionellen Partei, wie sie in Rußland sein soll, in einem despotischen Staate der Gedanke, mit dem ganzen hänger der Gruppe vom" Vpéred"( Vorwärts), die im einer Partei, die den Kampf um praktische Zwecke und nicht Staatswesen ein für allemal aufzuräumen, bei vielen Bei- Großen und Ganzen mehr zu Marx hinneigten, obgleich nur in dem Bereiche der Gedanken führt. Der Sozialissich ihre theoretischen und sonstigen schriftstellerischen Arbeiten mus gab selbst die Organisationsgrundsätze an die Hand; ftimmung und Zuneigung erweckte. von denen der Anarchisten nicht viel unterschieden. Aber die Vernichtung des Absolutismus ward zum unmittelbaren Das glänzende Talent Herzen's, der sich offen als diese Spaltung, die sich innerhalb der Flüchtlinge sehr scharf Biele eingesetzt und demigemäß der Kriegsplan der Partei Sozialist bekannte, war außer Stande, radikale und sozia- ausprägte, spielte in Rußland selbst eine sehr untergeordnete geregelt. listische Elemente scharf zu unterscheiden, diese verwirren sich Rolle, denn hier begann die sozialistische Jugend sich sehr Da die Liberalen, wie ich früher darlegte, keine ernste vielmehr in seinen Werken und so vermochte er nicht an träftig zu regen und die sozialistisch- revolutionäre Propa politische Partei zu bilden vermochten und der Mangel einer den ersten Kämpfen der Internationale rechten Antheit zu ganda auf das platte Land und in die gewerblichen Bezirke Arbeiterpartei eine den abendländischen ähnliche Bewegung nehmen. Nach seinem plötzlichen Tode am Vorabende des hinauszutragen. Nicht nur die sich um den" Vpéred" undenkbar machte, so lag die einzige Möglichkeit eines deutsch- französischen Krieges erblickten die russischen Sozia- schaarten arbeiteten in diesem Punkte gemeinschaftlich mit siegreichen Vorgehens gegen den Absolutismus in listen in Bakunin den beliebtesten Vertreter ihrer Be- den Bakunisten, sondern auch eine dritte Gruppe( russische dem Anschluß jedes einzelnen entschlossenen Liberalen, strebungen. Jakobiner, begründet von Itatschef, die in erster Linie jedes einzelnen überzeugten Sozialisten an die sozia Partei der Narodnaia Volia", deren Ein Theil schwor auf die Anarchie als ihr fest an die politische Revolution auf ihre Fahne geschrieben listische genommenes Dogma; einige modifizirten dieses, indem sie hatten, nicht die sozialistischen Grundsäße und überhaupt Banner das des organisirten Proletariats der ganzen Welt der Ansicht huldigten, in jedem Abschnitte der Geschichte den französischen Blankisten nahestanden), eine Gruppe, die war und die in diesem Sinne die überlieferte Opposition bedürfe es eines Mindestmaßes von regierender Thätigkeit, in ihren Veröffentlichungen im übrigen Europa einen den alles dessen, was in Rußland seit einem Jahrhundert denkt, das man hinnehmen müsse; dieses Mindestmaß aber müsse beiden Ersteren durchaus entgegengesetzten Standpunkt ver- fortführte. Hier schloß sich die große Mehrzahl der Sozialisten an, mit dem Fortschreiten der Geschichte immer geringer focht, unterschied sich in Rußland von ihnen nur nüancenwerden: diese letzteren waren übrigens vorwiegend Theoretiker weise. Alle diese Gruppen bemühten sich, die Bauern und die den Vorbehalt machten, daß sie sich auf die wirthschaftohne großen Einfluß auf die Mehrzahl der Jugend, die sich die Arbeiter für sich zu gewinnen, alle waren im besten lichen Theile des Programms stüßen, aber dieses Programm für den Sozialismus erklärt hatte. Kaum war das Kapital" Sinne revolutionär rücksichtlich des Absolutismus; allen in einigen Einzelheiten zu modifiziren versuchen wollten. von Mary erschienen, als sich sofort in Rußland begeisterte stellten sich in ihrem Bemühen, etwas der Arbeiterpartei des Die Liberalen indessen stellten nur zu wenige Anhänger, der Uebersetzer und Leser fanden. Man übersetzte auch Lassalle westlichen Europas Aehnliches zu schaffen, außerordentliche Kampf ward zu ungleich, die„ Narodnaia Volia" begann und begeisterte sich für ihn, aber schon in den Schwierigkeiten in den Weg und sie kamen allgemach zu ihre Macht durch glänzende Züge und vernichtende Schläge Reihen der russischen Anarchisten( die sehr zahlreich waren) der Ueberzeugung, daß der kaiserliche Absolutismus zu erweisen, aber ihre Reihen lichteten sich im Kampfe; das fand er leidenschaftlichen Widerspruch. Die Jugend unserer in unserem Lande schwierigste Hinderniß für Erekutivkomitee, das einigende Lebensprinzip ihrer ganzen Hochschulen nahm zwar auch die sozialistische Propaganda einen Erfolg der der sozialistischen Bestrebungen sei. Thätigkeit, verschwand; bald verschwanden auch die Zeitungen sozialistischen Bestrebungen unter den gewerblichen Arbeitern auf, aber der Land- Gleichzeitig aber lenkten die häufigen Verhaftungen, und Zeitschriften, die sie in Rußland wie im Ausland hatten arbeiter, der Bauer war und blieb das hauptsächliche das Aufsehen, welches die politischen Prozesse erregten, die erscheinen lassen und man stand vor den Problemen der Objekt, auf welches sich diese Propaganda richtete; man 3wangsmaßregeln, die von der furchtbebenden Regierung gegenwärtigen Lage, von denen ich in meinem nächsten Briefe glaubte feft, die bäuerliche Kommune Großrußlands böte ergriffen wurden, die Aufmerksamkeit des ganzen Landes handeln werde. den günstigsten Boden für sie, man berauschte sich in der auf die sozialistischen Revolutionäre und gaben ihrem An1. Juli 1891. Hoffnung, daß eine große Boltserhebung, wie die von Razin hang das Gefühl einer Macht, die sie in Wirklichkeit nicht ( im 17. Jahrh.) und von Bugatschef( im 18. Jahrh.) auch besaßen, da es ihnen nicht gelang die Bauern und Arbeiter heutzutage noch möglich wäre, und daß es die vereinigten zu einer revolutionären Partei zu organisiren. Feuillefont. Nachbruc verboten.] ( 111 Die Falkner von St. Vigil. Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tyrol von Robert Saweichel. das Semen Petroff. auf den Sarg ihres Mannes, die Augen Afra's glühten wie was seiner harrte, hatte er nur unmerklich die Lippen zuKohlen. Beide waren geifterbleich. Stumm und thränenlos sammengepreßt und geschwiegen. Er hielt sich für einen todten Mann. War es doch mehr als wahrscheinlich, daß rang Lisei die Hände. „ Er darf nicht sterben," kam es über Afra's Lippen die Kunde von seiner Gefangenschaft Ambros auf seiner und dabei bebte sie am ganzen Körper. Er muß gerettet Flucht nie oder doch zu spät erreichte. Und wenn er sie durch irgend einen Zufall rechtzeitig erhielt, so war der werden," fügte sie nach einer Weile hinzu. Aber wie? Sie wußte es nicht. Sie fann schlaflos Klosterbauer überzeugt, daß er um seinetwillen Freiheit und Leben nicht aufgeben würde." Und wenn ich blos den die ganze Nacht darüber. Ihre Liebe zu Ambros ver- kleinen Finger zu rühren brauchte, um Dir das Leben zu zehrte alle Regungen des beleidigten Stolzes, des Zornes retten, ich that's nicht!" Waren das nicht die Worte seines Sohnes gewesen, und jetzt sollte ihn derselbe Eben war Ambros nach Bruneck abgeführt worden und und der Eifersucht. Er durfte nicht sterben. Als es Tag zu werden begann, kleidete sie sich mit sogar mit dem Opfer des eigenen Lebens retten? Sampogna war von dem Kirchhofe aus, wo er sich versteckt thäte. Was lag gehalten, Beuge davon gewesen. Als er in der Stube den einer Sorgfalt an, die sie seit langer Zeit nicht mehr auf Er wäre ein Narr, wenn er Sarg erblickte, schlug er mit der Faust auf dessen Deckel ihr Acußeres verwendet hatte. Ihr allerneustes Zeug legte auch an dem Bischen Leben, das ihm noch blieb? fie an: das Mieder von schillerudem Seidenstoff mit dem Nur daran dachte er noch, daß er der Joseph Falkner war, und rief ingrimmig: Der Lump da wird aufgebahrt und den Ambros Silbergeschnür und den feinsten schwarzen Rock, der unter und die Franzosen sollten ihm nicht nachsagen können und werden sie einſcharren wie einen Mörder. In Ketten ge- seinen reichen Falten die hübschen Füße freiließ, schlang ein es sollte nicht heißen im Vigilthale, daß der Klosterbauer schlossen haben sie ihn weggeschleppt und er hat sich doch rothes Seidenband als Gürtel um die Hüften und hing die vor dem Tode gezittert habe. In der Hauptstraße, welche Bruneck der ganzen Länge selbst gestellt." großen goldenen Ringe in die rosigen Ohren, hinter die das Die beiden Frauen sahen ihn an und blieben regungslos üppige blauſchwarze Haar zurückgekämmt und im Nacken nach durchschnitt, verließ Afra den Wagen, schritt die Straße Dann hieß sie den Knecht an hinauf und dann unter den entlaubten Bäumen den hohen und stumm. Sie hatten einen tödtlichen Streich erhalten und zierlich aufgesteckt war. wußten es, aber sie fühlten ihn nicht. Erst in der nächsten spannen und fuhr nach Bruneck. Lisei schlief noch. Dumpf Schloßberg empor. Sie hatte sich zwar in einen Mantel geSetunde stießen sie fast gleichzeitig einen Schrei aus, der dröhnte der Hufschlag des schwerfällig trottenden Pferdes hüllt, allein derselbe vermochte ihren jugendlich elastischen dem Alten das Haar emporsträubte. Worte fanden sie auch auf dem Pflaster unter dem engen Stadtthor und über dem Gang ebenso wenig zu verbergen, wie der flache Hut ihr jetzt nicht; nur wieder aufschreien mußten sie; sie wären sonst felben an dem vergitterten Fenster stand der Klosterbauer hübsches Gesicht, und beide erregten sofort die Aufan ihrem Schmerz erstickt. Sampogna rupfte und zupfte mit und schaute ruhig auf die farbigen Morgennebel, welche merksamkeit der Soldaten, die auf dem Hofplatze der ehezitternden Fingern an seinem grauen Schnurr- und Knebelbart; um das Mittelgebirge des weiten Thalkessels und des maligen bischoflichen Sommerresidenz sich müßig herumEs war der dritte Tag seit trieben. Sie machten sich gleich an sie, während sie verlegen dann that er das Beste, was er in diesem Falle hätte thun Taufersthales schwebten. " tönnen; er erzählte von Ambros Flucht mit Stafi auf die seiner Gefangenschaft und sein letzter, den er zu leben hatte. nach dem richtigen Eingang in das Schloß spähte, und be= Die Würde, welche er vor der Welt zu behaupten gannen, ihr allerlei Artigkeiten auf ihre Weise zu sagen, Alp von Fodara vedla, und seinem Entschlusse, sich den Franzosen auszuliefern. Ob ihm die Frauen zuhörten oder gewohnt war, hatte ihn auch den Franzosen gegenüber von denen sie aber nichts verstand. Das Erscheinen eines nicht, hätte er nicht sagen können. Lisei starrte immerfort nicht einen Augenblick verlassen. Als ihm mitgetheilt worden, älteren Mannes in bürgerlicher Tracht in einer nahen Thür Die Allgegenwart der sozialistischen Bewegung. Sache sei. Dabei ist zu beachten, daß diese agrarischen Unruhen in die Tonne gegen 5 M. bei uns) und das französische bem gesegnetsten Theile Ungarns auftreten, wo es Bolt ist reicher als das deutsche. Und denn dem landwirthschaftlichen Arbeiter verhältnißmäßig am besten noch erkannte die Regierung der Republik einen geht. Auf dem färglichen Boden Nordungarns, wo der un- Nothstand an und sorgte für billigeres Brot, während glaublich bedürfnißlose Slovake jahraus, jahrein hungert und Wohl alles um ihn in gleicher Armuth lebt, greift der Bauer zum die Regierung des Deutschen Reiches, welche so oft die bes armen Auswandererstabe, wenn ihm das Glend über den Kopf wächst. Fürsorge für " Es ist ein merkwürdig Ding, diese sozialistische Bewegung. Noch vor einem Menschenalter wußte man in Deutschland so gut wie nichts von ihr, was vorher in den vierziger Jahren etwa im Geheimen gegährt, hier und da aufgeflackert und unter Im reichen Alföd, der Heimath der großen Latifundien- Mannes" als ihre Hauptaufgabe bezeichnet hat, hartbesizer, 100 der an höhere Lebensansprüche gewöhnte näckig, teinen Rothstand" wahrnehmen will." der Asche der Reaktion ersticht worden, oder auch im Geheimen Arbeiter vom Latifundienbesitzer ein Stück Grund zur Bebauung Der Vergleich zwischen dem deutschen Musterreich( mit fortgeglommen hatte, das war nur sehr wenigen Menschen zum erhält, entzündet sich an diesem gewaltigen sozialen Unterschied sozialem König- oder Kaiserthum") und dem„ wilden" Bewußtsein gekommen. die Unzufriedenheit der Arbeiter, und da die Vermittelung des Frankreich drängt sich unwillkürlich einem Jeden auf, der Noch vor zwanzig Jahren, unmittelbar nach dem großen Staates, von der sie so viel hören, nicht bis zu ihnen dringt, Augen hat zu sehen- und glauben unsere Machthaber etwa deutsch- französischen Kriege, wiegten sich die herrschenden Klassen macht sich die wachsende Gährung in Revolten Luft. Ungarn ist daß er ihnen und dem Institut der Monarchie günstig sei? in Deutschland in der Ueberzeugung, daß das bischen Sozial- vorwiegend ein Agrikulturstaat, und deshalb ist es dort der daß er ihnen und dem Institut der Monarchie günstig sei? demokratie eine höchst ungefährliche und keine beachtenswerthe landwirthschaftliche Arbeiter, welcher zu erst an die Thore der Das wäre eine schwere Selbsttäuschung. Gefeßgebung pocht und voranschreitet auf dem Wege, den in den Uebrigens fangen die Herrn Agrarier an zu fürchten, Wenige Jahre darauf allerdings, in der Epoche der Atten- westlichen Industriestaaten die industriellen Arbeiter der Arbeiter- daß dem Volke der Geduldsfaden doch reißen wird, und sie tate, wurde man stubig; aber man wußte im Grunde ja ganz schaft eröffneten. bereiten sich auf einen Rückzug vor nur möchten sie genau, daß die Attentäter entweder verkommene oder verrückte Also sind es bemerkenswerther Weise die Landarbeiter des denselben so lange hinausschieben, bis sie die Ernte Menschen waren, die mit der sozialdemokratischen Partei nicht ungarischen Tieflandes, dieses Haupttheils eines von der Bahn das mindeſte zu schaffen hatten, und nur um gleich zwei Fliegen der modernen Industriearbeiter- Bewegung feitab gelegenen Acer- unter Dach und Fach haben und bis das Kornzollmit einer Klappe zu schlagen, hing man die Hödel und Nobiling bau- Staates, welche ganz auf eigene Faust im Sozialismus Wuchergeld in den strohenden Taschen klingt. den Sozialdemokraten an die Rockschöße in der festen zu machen. Mögen diese agrarischen Unruhen nun beschaffen sein, versicht, daß das famose Ausnahmegesetz die Attentäter um wie sie wollen, der sozialistische und demokratische Kern steckt, wie Auf eine Herabsehung der Getreidezölle von 5 M. bringen und die Sozialdemokraten gleich mit beseitigen die hier im Wesentlichen wiedergegebenen Berichte mit Recht auf 3,50 M. glaubt jetzt z. B. die freikonservative" Post" würde. Sie erwartet zwar, daß die Ge betonen, tief in ihnen drin. Die große Kluft zwischen Reich und Arm, vorbereiten" zu müssen. Als nun aber der Sturm des Ausnahmegesetzes hereinbrach, zwischen nichtarbeitenden Besitzenden und arbeitenden Befiglosen, treidepreise im Herbst von ihrer jezigen übermäßigen" da ging es der sozialdemokratischen Bewegung wie dem Schnee- das ist die nicht zu verstopfende und nicht zu verdeckende Quelle Höhe, die sie also selbst zugesteht, zurückgehen, aber noch ball, der von der Höhe zum Abgrund rollend, zur Lawine der Aufregung und des Klassenhafses, und der Erkenntniß, daß immer einen überdurchschnittlichen Stand behaupten werden. wird. Daß die Lawinen auf diese Weise entstehen, soll zwar nicht wahr fein; daß die sozialistische Bewegung aber da nur der Staat, nur die Gesammtheit zu helfen vermag und Daß vor dem Zusammentreten des Reichstags ein neuer anfangs so gar klein und unbedeutend erschien, das ist noch in zu helfen verpflichtet ist, lodert zunächst in Revolten auf. aller Menschen Gedächtniß. Gegenwärtig jedoch stecken wir Alle schon bis über die Ohren darin, schauen sie bergehoch um uns und über uns hinwegragen, und es giebt schon keinen Menschen mehr, weder Freund noch Feind, der sie nicht viel eher noch für gewaltiger und gefährlicher hielte, wie sie augenblicklich schon ist, gls daß einer geneigt wäre, diese demokratisch- sozialistische Arbeiterbewegung für eine unwesentliche, wenig bemerkenswerthe Erscheinung anzusehen. Gewiß ein Beispiel, welches geeignet ist, ernstes Nachdenken bei unseren herrschenden Klassen hervorzurufen. Wer sehen und hören will, der mag es thun. 11 " Politische Lebericht. nachdem er sich physisch und moralisch in allen möglichen Berlin, 15. Juli. Dies ist ein Beweis, daß die südungarischen Land- Ansturm gegen die Getreidezölle sich erheben wird, sieht sie arbeiter, auch wenn auch wenn sie es nicht wissen, und selbst voraus, allein sie hofft, daß er erfolglos bleiben werde. wenn sie es nicht wollen, einer der Theile des internationalen Jedenfalls hält sie es für gut, daß der Landwirth, und Proletariats find, welches zum Zweck allgemeiner Befreiung vom damit meint sie den Großgrundbesizer, sich für das nächste Druck des internationalen Kapitalismus sich zu gemeinsamem Frühjahr auf die Möglichkeit einer Zollherabsehung geWiderstande sammelt. faßt mache und die gegenwärtige gute Beit benute, um die alten ausgefahrenen Geleise" des Wirthschaftsbetriebes zu verlassen. Der bequeme Schlendrian früherer Beiten bedeutet einfach Untergang." Diese Arbeiterbewegung! Mit diesem Wort haben sich viele Gegner der Sozialdemokratie bislang noch so einigermaßen zu trösten Wahrheit hätte nur die" Post" vor der Einführung der gewußt. Es sind ja nur die Handarbeiter, im Grunde sogar nur Zölle predigen sollen. Den Schlendrian vertreibt man die Fabritarbeiter,- mit denen wird die Polizei und das nicht, indem man ihn noch prämiirt. Jeder Junker, der, Militär ja spielend fertig. Es handelt sich beileibe nicht um das ganze Volf. Von Gebildeten ist keine Spur dabei zu entdecken, Ausschweifungen ruinirt hat, seine ererbten oder erheiratheten die sehr wenigen fatilinarischen Existenzen abgerechnet und das Güter übernimmt, hält sich zum Landwirth befähigt, wenn ganje große Heer der Landarbeiter sowie die unzähligen Kleinbauern sind und bleiben für diese Arbeiterbewegung völlig unzuDas Wetter ist augenblicklich die brennendste aller auch seine ganze wirthschaftliche Arbeit darin besteht, die gänglich. Da und dort tauchten allerlei Bedenken auf; zuvörderst Fragen, die dem deutschen Volk im gegenwärtigen Augen- Erträge der Besizung, deren Bewirthschaftung Beamten überfing man an, den Proletariern der Bildung nicht recht zu trauen. blick vorliegen. Die Verwüstungen durch Wolkenbrüche, lassen ist, zu verprassen; die Millionen, die den Gutsbesizern Man entdeckte plöglich, daß sie sozialistischen Gedanken doch wolkenbruchartige Regen, Hagel und Drehstürme dauern durch die Getreidezölle und die Schnapsprämien zugefallen gerade ein besonders reges Verständniß entgegenbringen müßten. fort- und die anhaltende Nässe läßt die Gefahr sind, erleichtern ihnen die Fortführung ihres standesGlücklicherweise war die Schaar der gebildeten Proletarier einer vollständigen Mißernte immer festere Gestalt annehmen. thümlichen Schlendrians". Sind die Besitzungen nun gar nicht gar groß und die meisten von ihnen konnten doch wenigstens Unter solchen Verhältnissen wird es für das deutsche noch als Majorats- oder Fideikommißbesiz gefestigt, dann noch hoffen, sich noch einmal im Leben aus der kummerüberladenen Volk mehr und mehr zu einem Lebensinteresse, zu kann die Luderwirthschaft, denn wir kennen keinen milderen Masse der Besitzlofen in das Eldorado der Besitzenden hinauf einer Nothwendigkeit, sich die Kornzölle vom Ausdruck, auch noch auf Kosten der durch die glanzvolle zuarbeiten. Budem blieb ja unter allen Umständen noch der konservative als zu schaffen, welche die thatsächlich schon vor Stellung des Gutsherrn getäuschten Gläubiger fortgeführt Bauernstand; den werden sie, so dachten sich unsere Herrschenden handene Theuerung zu einer Hungersnoth zu stei werden. Solche Wirthschaften, wie die der Manteuffel'schen Fideikommiffe, find nichts Seltenes. und Besitzenden, aus seiner unverwüstlichen Geduld und In- gern drohen. differenz nicht aufrütteln können. Indeß wie seltsam! Flackert Billiges Brot, wie im vorigen Jahr, können wir heuer, es da plötzlich am Horizont nicht auf wie Feuerschein? Es muß auch wenn der künstlichen Brotvertheuerung ein Ziel gesetzt allerdings weit da hinten sein, fast in der Türkei, wo noch vor ist, nicht erwarten. Aber das theuere Brot, welches der garnicht langer Zeit die Völker auf einander schlagen konnten, ohne Weltmarktpreis des Getreides uns aufzwingt, um den ihnen sehr gut bekommen. Saß sich unsere deutschen Spießbürger irgendwie darum zu fümmern Betrag der Kornzölle, das heißt, um min= Verschuldet mögen einzelne unter ihnen sein. Dann brai chten. Aus Süd- Ungarn kommen Berichte über Bauern- Unruhen. De stens 25 Prozent noch theurer zu machen, haben die Liebesgaben" eben nicht für ihre ins WahnIm ungarischen Tieflande hatten sich in den letzten Tagen blos damit unsere Herren Großgrundbesitzer fettere Renten be- finnige gesteigerten Bedürfnisse ausgereicht. Das gewohnte fogenannte agrarische Unruhen ereignet. Der Schauplatz dieser ziehen und sich rascher zu Millionären heranzüchten können luxuriöse Leben setzen sie doch bis zuletzt fort, und Unruhen waren zuerst die Ortschaften Oroshaza, Csaba und Corvas im Betaser Komitat, die jüngsten Ereignisse haben sich das ist eine Ungeheuerlichkeit, welche das deutsche Volk, wären die Bestimmungen des Strafgesetzes über den durch im benachbarten Gfanader Komitat, in der Großgemeinde Ba- trotz seiner sprichwörtlichen Geduld, nicht ruhig hinnehmen lüderliche Wirthschaft herbeigeführten Bankerott wie für Rauftonga abgespielt. Die Gemeinde zählt ungefähr 9000 Einwohner, kann. Wo der Hunger beginnt sagten wir schon früher Leute, so auch für Gutsbesizer geltend, dann würde mancher von welchen ein großer Theil auf den Gütern des Hochadels da hört die Gemüthlichkeit auf. Und wahrhaftig, dieses lüderlicher Junker seine Verschuldung, die pekuniäre wie gegen Tagelohn arbeitet. Die Verhaftung eines Tagelöhners, gra usa me Spiel mit dem Hunger des Volkes die moralische, auch noch im Gefängniß zu büßen haben. der sich gegen ein städtisches Polizei- Organ frech benommen hat schon zu lange gedauert, und es ist Zeit, daß Einhalt Die" Post" sucht auf eine Ermäßigung der Getreidehaben sollte, brachte die angesammelte Unzufriedenheit gethan und es unserem armen Volt möglich gemacht wird, zölle vorzubereiten, fie hält unvorhergesehene Ereignisse", die der Bevölkerung zum Ausbruch. Die Menge erzwang durch das" tägliche Brot" zum Munde zu führen, ohne von jedem dazu drängen, für denkbar; wir glauben, daß nicht unvorfich in eine immer größere Wuth hinein, bis sie schließlich Miene färglichen Bissen ein volles Viertel dem reichen Großgrund- hergesehene, sondern wohl vorauszusehende Ereignisse zu einem machte, das Stadthaus zu stürmen. Unter Verwünschungen und besizer abzugeben, der die Brocken in Silber und Gold Sturm führen werden, der die Getreidezölle einfach wegDrohungen, die den im Stadthaus eingeschlossenen Funktionären, verwandelt und damit sein reiches Einkommen noch ver- fegt und den heutigen Raubbau zu einer rationellen und sowie den Herrn" und Juden galten, stürmten die Voltsmassen doppelt und verdreifacht. Von einer Nothlage der Großgrundbesizer kann in feinem Fall die Rede sein. Die zweihundertundfünfzig Millionen, die das Volt ihnen jährlich zahlen muß, find auf die Gendarmen ein, welche von der Feuerwaffe Gebrauch Wie anders in der französischen Republik! gemeinnützigen Bewirthschaftung hinüberführt. machten. Bier Personen wurden getödtet, und eine größere Anzahl Dort sind die Getreidezölle nun wirklich dem Kammerbeschluß Unsere gestrige Notiz über Unwahrheiten verwundet. Herbeigerufenes Militär zerstreute die Revoltanten, entsprechend her abgesetzt worden. Und die unmittel- in dem amtlichen Bericht eines Fabrikinspektors wobei gegen 30 Personen verhaftet wurden. Die den Regierungs- bare Folge war ein Fallen der Korn- und Brotpreise um haben wir dahin zu berichtigen, daß es sich um den Bericht freisen entstammenden Berichte und Schilderungen stellten den Aufruhr den Betrag des Zolls. bes Fabrikinspektors für die Regierungsbezirke Frankals das Werk sozialistischer Hezer hin und danach hätte man es nicht so sehr mit einer Bauernbewegung, als mit einer Auf- Der französische Zoll war aber, wie unseren Lesern be- furt a. D. und Potsdam( nicht der Provinz Brandenburg, fannt ist, nicht so hoch als der deutsche-( 4 M. wie wir irrthümlich geschrieben haben) handelt. Die famose reizung der untersten Arbeiterschichten zu thun. befreite sie aus ihrer Verlegenheit. Sie ging rasch auf ihn mehrere Offiziere befanden, die in allen möglichen kleinen, schwarzen, funkelnden Augen, die tief in ihren zu und fragte, wo sie den obersten General von den Soldaten Stellungen auf den Lehnsesseln umherlagen oder zu den Höhlen lagen. Ihr Begleiter, der ein Elsasser war, überfinden könnte? Sie müßte ihn sprechen. Fenstern hinausschauten. Es waren die Ordonnanzen des setzte ihr die Aufforderung des Generals, ihr Anliegen vorDen General Broussier wollt Ihr sprechen?" fragte Generals. Der Kastellan näherte sich einem der jüngeren, zubringen. der Mann nicht ohne Verwunderung. Ja, meint Ihr, daß zog ihn bei Seite und sprach leise mit ihm. Der Offizier" Heilige Mutter Gottes, hilf mir," betete sie bei sich, der so ohne Weiteres zu sprechen ist? Und was wollt Ihr schaute dabei mehrere Male zu Afra hinüber, die be- und mit der Beredtsamkeit der Liebe sagte sie alles, was ste denn von ihm?" fangen bei der Thür stehen geblieben war, und drehte wußte, um den General zu erweichen. Ich muß mit ihm von wegen dem Ambros Falkner sein junges Bärtchen in die Höhe. Dann entfernte er reden, daß er ihn frei giebt", versetzte Afra hastig. fich durch eine Thür Afra gegenüber und der Kastellan Ja, ja, der Fallner ist diese Nacht eingebracht worden, kehrte zu dieser zurück. Er sprach flüsternd mit ihr, allein ich habe davon gehört", nickte der Mann, welcher der sie verstand in ihrer Aufregung kein Wort. Wenn der Kastellan des Schlosses war. ,, Aber ihn frei geben? Da General sie nicht vor sich ließ, wenn ihre Bitten ohngehet nur wieder heim; der General Broussier hat sich noch mächtig blieben, weiter vermochte sie nichts zu denken, nie durch Bitten erweichen lassen. Wenn Ihr darauf allein Der Lieutenant tam endlich zurück und winkte ihr zu Eure Hoffnung sehet, dann ist der Falkner verloren. " folgen. Er wandte kein Auge von ihr, während sie sprach, und als sie nassen Blickes schwieg, rief er: ,, Sapristi, elle est diablement belle!" Darauf warf er einen halben Seitenblick auf den jungen Offizier und dieser verdolmetschte ihm ihre Worte. ,, Mille tonnerres, elle est folle!" rief der General mit gerunzelter Stirn. Dieser Falfenèr ist gewesen die Rädelsführ von seine Gemeind, Adjutant de ce brigand, von dieses Räuber Speckbacker und hat genommen les armes nach der proclamation de sa majesté, des Könits von Italie, und ich soll schonen seine Leben? Nir. Sterben." Afra sah ihn ängstlich an. Plötzlich fiel ihr etwas Aber man geht nicht in Hut und Mantel zu einem ein; sie griff in ihre Kleidertasche und zog ein Papier her- General in die Stube," flüsterte ihr der Kastellan zu. vor, das sie dem Kastellan reichte. Es war der Depotschein Sie warf rasch beide auf einen leeren Stuhl. über die Summe, welche der Müller für sie in Bruneck hinter- ,, Mais elle est superbe!" rief einer von den Offizieren, Barmherzigkeit! Gnade!" schrie Afra voll Verlegt hatte. Der Raftellan mußte troß des Mitleids, das und nicht nur er, sondern auch die Mehrzahl seiner Kames zweiflung und fiel vor ihm nieder und umklammerte seine Afra ihm einflößte, lächeln. raden folgten dem schönen Weibe mit staunend bewundern Knieen. Er hat ja nichts Böses gethan; er hat wie alle Stecket den Schein nur wieder ein," sagte er. Hab- den Augen. Tyroler auf Befehl des Kaisers für unser Baterland gegierig ist der General freilich; fie Alle sind es; aber Ihr General Broussier saß in offener Uniform an einem fochten. Und wenn er darum den Tod verdient hätte, heilige könnet ihm das Geld nicht einfach auf den Tisch legen. Tische und unterzeichnete verschiedene Papiere, die ihm Mutter Gottes, ist er nicht zehn Mal das Leben werth, daß Wenn es ein Anderer in der gehörigen Form thäte, ließe nacheinander von einem Offizier vorgelegt und dann von er sich freiwillig ausgeliefert hat, um seinen alten Bater er vielleicht mit sich handeln. Aber dazu ist Zeit nöthig diesem in eine Mappe gethan wurden. Er ließ sich in vom Tod zu retten, seinen Vater, der ihn nie wie einen und sie machen gar kurzen Prozeß mit ihren Gefangenen." seiner Arbeit durch die Eingetretenen nicht stören, sah auch Sohn geliebt hat?" Afra erblaßte. nicht einmal nach ihnen hin und Afra hatte Muße, den Aber der General ist doch auch ein Mensch, wenn er Mann, von dem Leben und Tod des Gefangenen abauch ein Franzos ist," rief sie, und wenn ich ihm Alles so hing, zu betrachten. Ach, seine Erscheinung war nicht er recht vorstelle, er müßt' ja ein Stein sein, wenn's ihn nicht muthigend. Das schwarzbraune Gesicht hatte einen mehr als harten, es hatte einen brutalen Ausdrud. Sein Haar, in " Der General versteht nur ganz wenig Deutsch," das über einer niedrigen Stirn borstenartig emporstand, sagte der Kastellan topfschüttelnd. Aber ich will war bereits start mit Grau gemischt, desgleichen der an einmal zuschauen, ob ob ich's machen kann, daß Ihr den Spizen gestutzte Schnurrbart über den etwas wulstigen zu ihm gelangt. Vielleicht gewährt er dem Falkner einen Lippen. Aufschub. Beit gewonnen, ist alles gewonnen." " Allons, parlez," wandte er sich, nachdem er das Ich lieb' ihn, ich lieb' ihn mehr als mein Leben!" Er hieß sie mitgehen und führte sie durch lange Gänge letzte Schriftstück unterzeichnet und der Offizier mit der rief Afra leidenschaftlich." Wenn Ihr Blut haben müßt, und Zimmer. Bulegt kam sie in ein Gemach, in dem sich Mappe fortgegangen war, an Afra, und firirte fie mit nehmt meins, nur verschont ihn."( Forts. folgt.) erbarmte." " Dieses Mal wartete der junge Offizier nicht den Wink seines Vorgesetzten ab, sondern übertrug ihm sofort, was fra gesagt hatte, und übertrug es mit Lebhaftigkeit. General Broussier sah nur auf das schöne Weib, das Thränen aufgelöst, ihm zu Füßen lag. so " Sie müssen lieben viel dieser Räuber, daß Sie bitten ardemment pour sa vie. Vous êtes sa maîtresse?" „ Ob Sie seine Braut sind?" schaltete der Lieutenant ein. Mittheilung über die sozialdemokratische Hutarbeiter- find und uns Sozialdemokraten durchaus zu Unglücks-| Getreidezölle bestehen, bleibt armen Leuten für Steuern so wie fo Genossenschaft" findet sich auf Seite 35 der amtlichen Aus- genossen haben wollen. nichts übrig. gabe der Jahresberichte der königlich preußischen Gewerberäthe und Bergbehörden für 1890"( Berlin. W. T. Eine sehr schlechte Nachricht kommt aus Inna, 13. Juli. Am 10. Mai d. J. fanden sich mehrere Bruer). Frankreich: nämlich, daß der Paßzwang an der Bergleute, worunter namentlich Beamte der Zeche Königsborn in französisch- deutschen Grenze neuerdings um ein Bedeutendes der Bahlstellen- Versammlung des Deutschen Bergarbeiter- Verbandes Der Weltpoft- Kongreß, welcher in Wien getagt, hat verschärft worden sei. Bestätigt sich dies, so wäre ein, und als sie aufgefordert wurden, das Lokal zu verlassen, inszenirten sie eine Schlägerei, wobei es auf beiden Seiten blutige verschiedene Bestimmungen getroffen, die in ihren Wirkungen damit all den friedlichen Reden, die wir in jüngster Zeit Köpfe gab. Am Abend beffelben Tages wurden dann noch dem von großem Nuzen für den Verkehr sein werden. Unter gehört haben, ein thatsächliches Dementi gegeben worden, hier als Sozialdemokrat bekannten früheren Bergmann Gerlach den fachlichen Beschlüssen erwähnen wir die Herabsetzung wie es wirksamer und schroffer nicht gedacht werden kann. Die Fensterscheiben eingeworfen, überhaupt das Haus erheblich der Tarife der Postanweisungen, die Nachnahmesendungen Was nüßen die friedlichsten Worte, wenn sie durch die beschädigt. Genoffe Gerlach und der Bergmann H. J. hatten und Werthbriefe, sowie die Ausdehnung der für Muster- Handlungen Lügen gestraft werden. Und können wegen der Rörperverlegung Strafantrag gestellt und Zeugen befendungen festgesetzten Größe von 20 auf 30 Zentimeter. Die Franzosen, angesichts solcher Maßregeln, den Betheuerun- nannt, die das Behauptete bekunden sollten. Daraufhin Um der fabrikmäßigen Erzeugung falscher fremder Post- gen, daß der" Dreibund" ein" Friedensbund" sei, Glauben erhielt jeder von den Beiden jetzt folgendes Schriftstück zuwerthzeichen, welche hauptsächlich unter dem Vorgeben, daß schenken? gestellt: Auf Ihre und Ihrer Ehefrau Anzeige vom 12. Mai 1891, fie für Briefmarkensammler bestimmt seien, in den Handel Die Jahresfeier des Bastille sturms ist in inhalts deren Sie und Ihre Ehefrau auf der am 10. Mai cr. gebracht wurden, Einhalt zu thun, haben sich die einzelnen Paris und Frankreich glänzend verlaufen. Die im Friedrichs'schen Lokale stattgefundenen Bergarbeiterver, Staaten nunmehr verpflichtet, auch die Nachahmung fremder Republik hat sich in dem Nachbarlande nachgerade so be- Ihnen, daß ich das weitere Verfahren eingestellt habe, weil die sammlung vorsätzlich verlegt sein wollen, eröffne ich Bostwerthzeichen, ebenso wie die der eigenen zu verhindern festigt, daß die Monarchisten, Pfaffen und sonstigen Um angestellten Ermittelungen nicht ergeben haben, von wem Sie bezw. strafrechtlich zu verfolgen. Während bisher nach jedem stürzler zu antirepublikanischen Kundgebungen gar nicht bezw. Ihre Ehefrau bei der fraglichen Gelegenheit geschlagen der nicht zum Weltpost- Verein gehörenden Länder ver- mehr die Kourage haben. Und die Bourgeoisrepublik worden sind. Die Angabe, daß der Steiger Middelmann der vermehr schiedene Taren bestanden, ist von jetzt ab eine einheitliche kommt ihnen ja auch sehr freundlich entgegen! Die feind- Thäter gewesen, ist von den von Ihnen benannten Zeugen feineswegs Tage für die nach den Nichtvereinsländern( China, Kapland, lichen Demonstrationen, welche nach reaktionären Blättern wahrgehalten worden. Ihr eigenes Zeugniß allein ist in dieser Natal, Betschuanaland und Transvaal) gerichteten Sendungen Seitens der Arbeiter geplant sein sollten, haben natür- Beziehung für die Erhebung einer Anklage umsoweniger ausfestgesetzt. Auch namhafte Erleichterungen in Drucksachen- lich nicht stattgefunden. Die französischen Arbeiter denken reichend, als nach Angabe mehrerer Zeugen Sie selbst durch Ihr und Waarenprobenversand sind beschlossen worden. Visit nicht daran, gegen die Republik vorzugehen, weil sie in Schlägerei gegeben haben, bei welcher der Kaufmann Rudolf provokatorisches Verhalten den Anlaß zu einer allgemeinen farten und dergl. mit aufgedruckten Abkürzungen, wie bei schlechten Händen ist. Ihr Streben ist und muß Battau nicht unerheblich verletzt worden ist. spielsweise die leidigen p. f., p. c., p. p. c. u. f. w., sollen sein, sie in bessere Hände zu bringen und die in Zukunft als Drucksachen und nicht mehr als Brief Bourgeois republit in eine sozialdemokratische sendungen angesehen werden. Eine erfreuliche Verkehrs- Republik umzuwandeln. erleichterung besteht in der beschlossenen Zulassung von unfrantirten Postkarten, welche bisher überhaupt nicht von Sehr klug waren die Tesfiner Geschworenen. dem Aufgabe- Bostamt weiter befördert wurden. Natürlich Nachdem der schweizerische Ständerath die vom Nationalwird vorausgesetzt, daß der Empfänger die Gebühr bezahlt. rathe geforderte Amnestie der bei den Wirren des vorigen Bur gegenseitigen Abwicklung der Zahlungen auf dem Ab- Jahres Betheiligten abgelehnt hat, sprachen sie gestern rechnungswege wurde die Einfeßung eines internationalen resolut sämmtliche Angeklagten frei. Das war nicht bloß Clearing- House in Bern beschlossen. Nach dem bisherigen human, sondern auch echt staatsmännisch", denn es wird Verfahren mußten ebensoviele Wechsel und Bahlungen aus- wesentlich zur Befestigung" des inneren Friedens" beigestellt werden, als Staaten im Weltpost- Vereine vertreten tragen. waren, mit denen man im Abrechnungsverkehre stand. Da" お durch, daß im Clearing- House die Staaten untereinander Aus Italien wird gemeldet, daß der Verein der verbunden werden, werden nunmehr die Umständlichkeiten Radikalen" in Rom an alle Parteien die Aufforderung geauf das Mindestmaß beschränkt. Der internationale Post- richtet hat, gegen den Dreibund zu agitiren. Jedenfalls anweisungsverkehr weist einige beachtenswerthe Reformen stehen dem Ministerium Rudini schlimme Tage bevor. Der auf. Nach Wegfall des französischen Doppelsystems, welches Dreibund ist nun einmal in Italien unbeliebt, weil man namentlich für Kaufleute eine große Last war, wird dem allgemein annimmt, daß er seine Spitze gegen Frankreich nächst ausschließlich das bekannte Kartensystem in An- richtet, und keiner Regierung wird es gelingen, ihn bewendung kominen. Hervorzuheben ist ferner, daß es in liebt zu machen. Butunft gestattet sein wird, die Abschnitte der PacketAdressen bei nach dem Auslande bestimmten Sendungen zu Die chilenische Rongreßpartei hat weitere Vorschriftlichen Mittheilungen an benutzen, was bisher merf- theile über den Staatsstreich- General Balmaceda errungen, würdiger Weise verpönt war; von Wichtigkeit ist auch die mit dessen Herrlichkeit es nun hoffentlich bald zu Ende ist.Einführung der Bestellung durch Eilboten in dem Werthbrief, Postanweisungs- und Packetverkehr sowie die WechselProtesterhebung bei internationalen Postaufträgen, die ZuLassung der Interessen- und Dividenden Koupons 2c. Schließlich begrüßen wir als schäbenswerthe Errungenschaft ein neues Uebereinkommen der Staaten betreffs des Zeitungsbezuges, demgemäß das Verfahren, welches nur im Verkehr mit wenigen Staaten bestanden hat, auf alle Länder des Weltpost- Vereins ausgedehnt und vereinfacht, gleichzeitig aber auch was namentlich die Zeitungs- Redaktionen dankbar vermerken werden- der sehr beträchtliche Bezugspreis für ausländische Blätter ermäßigt wurde. Das Vaterland ist gerettet. Bill- nicht Buffalo Bill, sondern Bismarck's Bill kündigt an, daß er im Dienste des Reiches zu bleiben gedenke. Der Erste Staatsanwalt. ( Name unleserlich.) Daß das Zeugniß des Verletzten zur Erhebung einer Anklage allein nicht maßgebend sein soll, steht mit der sonst geübten staatsanwaltlichen Praxis in einigem Widerspruch, benn sehr häufig tommt es vor, daß allein auf das Zeugniß des an geblich Beleidigten das Verfahren angestrengt und auch in Staatsanwaltschaft dürfte den hier für die Weigerung zur den meisten Fällen ein Schuldig gesprochen wird. Die OberErhebung der Anklage angeführten Grund nicht gelten lassen, weil, wenn dieser Standpunkt bei Erhebung von Anklagen fonsequent eingenommen wird, in sehr vielen Fällen die Verfolgung von Verbrechen unmöglich würde. Die Zeugen, die nach der Mittheilung des Staatsanwalts bekundet haben, daß Gerlach durch sein provokatorisches Verhalten den Anlaß zu der Schlägerei gegeben habe, sind, wie wir vermuthen, solche Personen gewesen, die in der Mitgliederversammlung nichts zu suchen Sollte diese unsere Annahme richtig sein, so kann deren hatte. Beugniß nach unserem Dafürhalten aus dem angegebenen Grunde auch nicht schwerer ins Gewicht fallen, als das des Gerlach und feiner Ehefrau. Im Uebrigen wäre es wünschenswerth, zu erfahren, ob die Zeugen im Vorverfahren eidlich oder nur polizeilich vernommen worden sind. Frankfurt, 14. Juli. Die Polizeibehörde hat sich bereit ertlärt, die Ausweisung des aus Luxemburg gebürtigen Schriftfehers François Martin zurückzunehmen, falls derselbe barauf verzichte, hier agitatorisch thätig zu sein. Derselbe hat ein dahin gehendes Versprechen gegeben. Nochmals Pfui! In der Freisinnigen Zeitung" von Darmstadt, 13. Juli. Eine gestern hier abgehaltene Ronferenz der Metallarbeiter- Fachvereine Heffens und Hessen- Nassaus, heute ist zu lesen: Ein Pfui!" ruft Herr Liebknecht in seinem Vorwärts" in benen man geschäftliche Maßnahmen behuss Auflösung der der Freifinnigen Beitung" zu, weil diefelbe nach einem anderen Fachvereine und Anschluß derselben an den am 1. August ins Blatte berichtet habe von drei Fällen, in denen sozialdemo- Leben tretenden Zentralverein berieth, gab Gelegenheit, den überfratische Agitatoren der Unterschlagung angeklagt worden sind. wachenden Polizeibeamten über die ihm zustehenden Befugnisse Liebknecht fragt, ob wir wünschen, daß er die„ Lumpereien, aufzuklären. Der Mann verlangte nämlich, daß ihm Name, Unterschlagungen, Schwindeleien, Spitzbübereien, Lüderlich Stand, Wohnort, kurz so ein kleines Lebensläufle jedes Redners keiten 2c. jedes Individuums, das der Fortschrittspartei sich mitgetheilt werde, mußte sich aber dahin belehren lassen, daß Mangels eines Vereinsgefeges in Hessen ihm feinerlei Eingriff zurechne", unter dem Titel Fortschrittliches" aufzählen solle. in die Verhandlungen zustehe. Er bezweifelte zwar die RichtigWenn Herr Liebknecht alles so gut verstände, wie er es versteht, sich um die Wahrheit herumzudrücken, so wäre er der feit der ihm gemachten Eröffnungen, aber seine vorgesetzte Begrößte Mann seiner Zeit. Wir haben nicht von Unter- hörde bestätigte ihm anscheinend dieselbe, denn nach eingeholter schlagungen gesprochen, die begangen sind von Leuten, die sich Information zog er es vor, sich zu empfehlen. der sozialdemokratischen Parteizurechnen", sondern von Leuten, Crefeld, 12. Juli. Die Delegirtenversammlung der Textildie in der sozialdemokratischen Partei eine agitatorische Rolle gespielt haben und die nicht Privatgelder, sondern ihnen amt- arbeiter Rheinlands und Westfalens wählte heute den Genossen lich anvertraute Summen aus Krankenkassen und Parteifonds unterschlagen haben. Den hierin liegenden Unterschied sollte doch selbst Herr Liebknecht begreifen können. Emil Müller als Delegirten zum Brüsseler internationalen Arbeiterfongreß. Ferner gelangte eine Resolution zur Annahme, welche es für wünschenswerth erklärte, die Lokalvereine der Textilarbeiter aufzulösen und sich dem Zentralverbande anzuschließen. Die Fieberphantasien über die jetzt beendigte Reise des deutschen Kaisers nach England dauern noch fort, werden aber der kühleren Witterung, die zum Glück eingetreten ist, wohl weichen. Verschiedene Blätter haben schon halblichte Augenblicke- das eine hat z. B. Herr Richter sieht also nicht ein, daß es eine GeLeipzig. In startbesuchter Versammlung referirte der bisentdeckt, daß die Engländer sich dem famosen Dreibund nur meinheit ist, eine Partei für die Lumpereien und -herige Bertreter des 23. sächsischen Landtags- Wahlkreises, Genosse dann anschließen könnten, wenn er sich gegen Rußland Vergehen eines Individuums verantwortlich zu machen, wendete und ein anderes meint, die" Daily News" das ist charakteristisch für den Mann und bedarf keines Bebel, über seine und unserer übrigen Genossen Thätigkeit in mit ihrem franzosenfreundlichen Artikel, dessen wir gestern Kommentars. Wenn Herr Richter übrigens darauf besteht, der zweiten Kammer. Der Vortrag wurde mit begeistertem Beierwähnten, habe doch keine vereinzelte Ansicht aus einen Unterschied zwischen Lumpereien 2c. von Leuten, die fall aufgenommen und nach Annahme einer Anerkennung aussprechenden Resolution schlug Genosse Laube im Auftrage des gesprochen. Nun das sind wenigstens Symptome der in einer Partei einen Vertrauensposten zc. bekleidet haben, agitationstomitees für den 12. städtischen Wahlkreis Genossen Besserung. Wer die Geschichte Englands seit dem Krim- und solchen, die einfach Parteimitglieder waren, zu machen, Geyer, für den 24. ländlichen Wahlkreis Buchdruckereibesizer um so könnte ihm auch mit dieser Einschränkung ein sehr reich- Thiele, für den 23. ländlichen Wahlkreis den bisherigen Landtagstriege fennt und in die englische Volksseele Abgeordneten Kaden vor; für den 1. Wahlkreis der Stadt Leipzig diesen poetischen Ausdruck zu gebrauchen einigen Ein- haltiges Fortschrittliches" geboten werden. blick hat, der weiß, daß Antipathie gegen Ruß- Was endlich das sich drücken" anbelangt, so sei bei dieser sei man nicht in der Lage, einen bestimmten Vorschlag zu land und Sympathie für Frankreich das Gelegenheit daran erinnert, daß Herr Richter fich feit ziem- machen. Die Wähler der Kreise hätten natürlich diese Aufstellungen lediglich als Vorschläge zu betrachten. Die ausdominirende Gefühl in England ist. Sintemalen nun aber lich einem halben Jahr, trotz wiederholter Anfragen, gezeichnet verlaufene Versammlung wurde etwa um 11 Uhr geder„ Dreibund" der Antipathie gegen Frankreich seinen um den famosen Wäsche Diebstahl" herumdrückt. Und schlossen.( Wähler.") Ursprung verdankt und wenigstens von deutscher Seite wir wetten, er wird es auch fernerhin thun, sintemalen das von Sympathie für Rußland erfüllt ist, also gerade corpus delicti sammt allen Beweisstücken sich wohlverwahrt das Gegentheil des englischen Ideals bedeutet, so springt in unserem Redaktionsschrank befindet. das Ungereimte der von unseren Kannegießern gepflegten Jdee des Anschlusses von England an den sog. Dreibund Herr Stephany von der Bossischen Zeitung" will in die Augen. vor unserer Thür fegen. Er thäte beffer, sich mit dem Unrath vor der eigenen zu beschäftigen, z. B. mit der Wunder über Wunder. Auch die„ Kreuz- Beitung" hat Stöderei gegen seinen jüdischen Redakteur und mit dem wieder einen, Ritualmord" entdeckt- aber vorsichts- Stöckereid in dem Prozesse Mehring. halber wieder im Orient", wo das Nachforschen und Feststellen nicht so leicht ist, als im benachbarten Xanten. Unwillkürlich muß man sich fragen, ob das fortwährende, tranthafte Denken an diese Ausgeburten mittelalterlichen Korrespondenzen und Parteinachrichten. Chemnitz. Das Schöffengericht hat Langer und Genossen von der Anklage, in einer anläßlich der Landeskonferenz der fächfischen Genossen abgehaltenen Volksversammlung Eintrittskarten verkauft zu haben, fostenlos freigesprochen. Briefhaffen der Redaktion. O. 8. 100. 1. Ist die Kündigung 3 Monat vor Ablauf des Kontraktes ausgemacht, so muß sie am 30. Juni erfolgen, bei 3 Monat und 3 Tagen daher am 27., und bis Abends. Einschreibebrief ist nur nöthig, wenn das ausdrücklich im Kontratt steht. Die hiernach rechtzeitig erfolgte Erklärung des Wahnsinns nicht einen Wiederausbruch jener mittelalterlichen Wirths, daß die Wohnung vom 1. Ottober an theurer ist, entWahnsinns Epidemien, welche für die Gelehrten hält eine Kündigung. Es ist dann Sache des Miethers, ob er noch ein Räthsel sind, zur Folge haben könnte? Die Sache ziehen oder mit dem Wirth einen neuen Kontrakt schließen will. ist nicht ganz ohne und es wäre wirklich gut, wenn tom- Hannover. Im Vorort Vahrenwald faub eine gut be- Gine bestimmte Frist hierfür ist nicht vorgeschrieben. 2. Gie petente Aerzte in den Redaktionslokalen der Kreuz- Zeitung", suchte Volksversammlung statt, welche einstimmig folgenden müssen die Scheibe bezahlen, wenn Sie nicht nachweiſen können, daß dieselbe ohne Ihr oder Ihrer Familie Verschulden zer, Das Volk" u. f. w. medizinische Observationsanstalten an Protest beschloß: legten. Es könnte vielleicht manche für die Wissenschaft An den Magistrat der königl. Haupt- und Residenzstadt brochen ist. 8. Zur Berheirathung müssen Sie einen Taufschein nüßliche Entdeckung gemacht und auch vielleicht Unheil ab- Hannover. Unterzeichnete Einwohner von Vahrenwald erheben dem Standesamt einreichen. 4. Zum Austritt aus der Kirche ist hierdurch Widerspruch gegen die vom Magistrate zu Hannover man vom 14. Lebensjahr an berechtigt. gewandt werden. A. M., Stendalerstraße. Sie sind zwar nicht berechtigt, festgesetzte Besteuerung, die uns im Anfang Juli durch SteuerIn Sachsen stehen diesen Sommer oder Herbst zettel fundgethan wurde, und zwar erheben wir Widerspruch gegen die einbehaltenen Sachen Ihres Schlafburschen freihändig zu besonderen Abgaben, welche außer der gewöhnlichen verkaufen und sich aus dem Erlöse bezahlt zu machen. Bestraft Grsawahlen für den Landtag bevor. Und nun abgabe von uns erhoben werden sollen. Als in der Gemeinde können Sie aber beshalb nicht werden. 2. St., Weddingste. Wenn Ihnen nach Ablauf der ersten ist ergöglich zu sehen, wie die verschiedenen Gruppen" Vahrenwald über den Anschluß an die Stadt Hannover berathen oder Kliquen", in welche die sog." Ordnungspartei" zer- wurde, haben Herr Senator Wallbrecht und Herr Stadtbaurath Woche ein bestimmter Stundenlohn gezahlt ist, ohne daß einer fällt, um die Kandidaturen fich fazbalgen. Die Sache und Bokelberg in öffentlicher Gemeindeversammlung am 12. November von beiden Theilen dabei einen Vorbehalt macht, so gift dieser die Personen sind so unbedeutend, daß wir gar nicht davon 1890 erklärt, daß innerhalb zehn Jahren bie Gemeinde nicht Stundenlohn auch für die Folgezeit als vereinbart. Sie können gesprochen hätten, wenn diese Kazbalgereien nicht den Band mehr Steuern zu bezahlen habe wie bisher. Die uns zugesendete daher das Ihnen für die folgende Woche weniger Gezahlte beim murmartikeln„ über die Spaltungen der Sozialdemokratie", Einschätzung zeigt aber eine besondere Besteuerung, die wir Amtsgericht gegen den Arbeitgeber einklagen, nicht aber gegen den Fischer 100. Reichen Sie die Gerichtskosten- Quittung ein mit denen die sächsischen Blätter ihre Spalten füllen, einen früher nicht hatten, und halten wir uns daher für berechtigt, Polier, der nur Vertreter desselben ist. bezugnehmend auf die Versicherung der genannten städtischen tomischen Hintergrund gäben. Und was von der Beamten, Widerspruch gegen die besondere Besteuerung zu er- und beantragen Sie, die Ihnen zu erstattenden Kosten auf ächsischen Presse gilt, das gilt auch von den heben, und ersuchen den Magistrat um Aufhebung der uns wohl 10,75 M. inkl. der Schiedmannsgebühren festzusetzen und Ihnen den Beschluß mit der Vollstreckungsklausel zuzusenden. Alsdann übrigen Organen der alten Parteien, die sämmtlich im nur irrthümlich auferlegten besonderen Besteuerung." tläglichsten Marasmus, oder in heller Auflösung begriffen Hoffentlich baben die Vahrenwalder Erfolg. Solange diel übergeben Sie denselben einem Gerichtsvollzieher zur Beitreibung. Theater. Donnerstag, den 16. Juli. Leffing- Theater. Cavalleria rusticana. Vorher: Der Barbier von Bagdad. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Orpheus in der Unterwelt. Bellealliance- Theater. Tricoche Oftend- Theater. Wasser. und Cacolet. Berlin unter Die Adolph Ernst Theater. Gigerln von Wien. Kaufmann's Variété. Große Spe zialitäten- Vorstellung. Concordia. Große SpezialitätenVorstellung. Der Vorstand d. Vereins d. Plätterinn'n Sezzet diese Zeilen in [ 047b Und wünschen Herrn Möhring zum Gesundheit, Glück und frohen Sinn, heutigen Wiegenfefte Auch recht viel Schwein, das ist wohl's Beste, Zimmerer! Großes Sommerfest der Freien Vereinigung Was man wünschen kann zu diesem Feste Unf're trockenen Rehlen näffen, Und bei D... r, dem Schwerenöther, Kleiner Kriemel nicht vergessen! Zum Schluß ein 3 Mal donnerndes Hoch, Daß der ganze Rottbuser Damm wackelt! Unserm Pfeifenbruder und Genossen E. Kaufmann zu seinem heutigen Geburtstage ein donnerndes Hoch![ 552b Die rothbequasten Pfeifenbrüder. Statt jeder besonderen Meldung. Allen Verwandten und Freunden: am Montag, den 20. Juli d. J., Abends 812 Uhr, in Rehlitz' Salon, Bergstrasse No. 12. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Peus über: Wird die Sozialdemokratie fiegen? 2. Abrechnung Jeder Bimmerer heit unser lieber Bruder, Schwager und vom 2. Quartal. 3. Ersahwahl des Vorstandes. 4. Vereinsangelegenheiten und Fragekasten. Onkel Georg Lemke, im 36. Lebens- it willkommen. Pflicht eines jeden Mitgliedes ist es, zu erscheinen. Der Zimmerer Carl Studier jabre. Die Beerdigung findet Freitag wird hiermit aufgefordert, in dieser Versammlung anwesend zu sein. Vormittag 11 Uhr von der Zeichenhalle 558b Der Vorstand. J. A.: Hugo Lehmann, Buttmannstr. 20, vorn 2 Tr. des Sophien- Kirchhofs, Bergstraße, aus ftatt. Familie Lemcke, Auguststraße. unter Mitwirkung des Gesangvereins Weisse Rose( Mitglied des A.-S.-B.) am Sonnabend, den 18. Juli, in Knebel's Salon, Sadstraße 58, bestehend in Konzert( Anfang Nachs mittag 4 Uhr, ausgeführt von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker unter Leitung des Herrn Feltrede, gehalten von dem Genoffen Auguß G. Graß), Ball, Vorträge, Gesang u. s. w. Schler. Die Kaffeeküche steht den Damen von 3 Uhr an zur Verfügung. Entree für Herren 50 Pf., für Damen 30 Pf. Billets sind zu haben bei Otto Dürre, Reinickendorferstraße Nr. 46 d, Quergeb. 5 Tr. bei Wenzel; Paul Schulz, Pantstr. 32a, Seitenflügel 3 Tr.; H. Göde, Triftstr. 4, Seitenfl. 3 Tr.; H. Bardeleben, Rügenerstr. 31, Quergeb. 1. Aufg. 3 Tr.; A. Knütter, Bernauerstr. 30( Milchgeschäft); W. Ueckermann, Rottbuser Damm 40; Sternberg, Blumenthalftr. 8, Hof 3 Tr.; C. Schöning, Stromstr. 43; J. Mollenhauer, Grünauerstr. 26, Hof 2 Tr., sowie bei sämmtlichen Vorstandsbeamten. Gtablissement Buggenhagen am 14. b. entschlief nach langer Krank am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschank von Pazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. 641 F. Müller. Danksagung. Hiermit sage ich allen Verwandten, Kollegen u. Genossen, sowie dem Herrn Chef meines Bruders, des ZigarrenPassage- Panopticum. fortirers Carl Wolf, und den Herren Unter den Linden 22/23. Knabe mit 2 Köpfen. Indier mit 4 Armen, 4 Beinen. Bartdame. Vitreo iht Concs, Glas, alte Stiefel etc. etc. Spezialitäten- Theater v. 6-10 Uhr. Geöffnet von Morgens 10 Uhr. Castan's Panopticum. etzt: Friedrichstr. 165, Ecke Behrenstrasse. Neu: UHamilton- Theater Originell! Ueberraschend! Geöffn. v. 9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. Entree 50 f. Rinder 25 Pf. Erdbeer- Bowle, Flasche 75 Pf., Glas 15 Pf.; Himbeersaft, 2tr. 1,50 M.; Med. Ungarwein, Fl. 1,50 u. 2 M.) Rothwein, Fl. 1,50 M.( Orig.- Abz. Franz Beyer,[ 954L Prinzessinnenfte. 15. Vereinszimmer mit Piano ist auf mehrere Tage zu vergeben Brizerstr. 22. Schmöckwitz. Fabriken 413b zur Nachricht, daß fämmtliche Sonnabende im Monat August zu Landpartien noch frei sind. Karl Kurras, Gastwirth a. Palme. Schmöckwitz. 995L Sängern des Kummer'schen Vereins für die lezte Ehre meinen herzlichften für Dant. 559b Der tiefbetrübte Bruder: E. Sommer. Danksagung. Allen Denjenigen, die meinem Manne die letzte Ghre erwiesen haben und ihn zum Grabe geleiteten, sage ich meinen herzlichsten Dant. 555b im Achtung! General- Versammlung der Freien Vereinigung Achtung! Große öffentliche Versammlung des Wahlvereins den 1. Berliner Reichstags- Wahlkreis am Donnerstag, den 16. Juli, Abds. 8½ Uhr, Feen- Palast, Burg- und Wolfgangstraßen- Ecke. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Aug. Bebel über:„ Der Programm- Entwurf des Partei- Borstandes". 2. Diskussion. 8. Verschiedenes. Zur Deckung der Untosten findet eine Tellersammlung statt. Gäste willkommen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Vorstand. Frau Haseloff nebst Kindern. 343/6 Danksagung. Allen Denen, welche meinen mir unvergeßlichen Mann Carl Wolff zur letzten Ruhestätte begleitet und mir trostreich zur Seite gestanden, insbe sondere den Herren Prausnitz& Metze, nebft allen Stollegen, sowie den Mit gliedern d. Kummer'schen Gesangvereins aus Berlin meinen herzlichsten Dank. Die trauernde Wittwe Elise Wolff, Adlershof. Möbel, Spiegel und Polsterwaaren. eigener Gr. Lager, bill. Preise. Fabrik. Emil Heyn, Brunnenstraße 28, Hof parterre. Theilzahlung nach Uebereinkunft. UNIVERSALM Schutzmarke ADALBERT VOGT& CO BERLIN FRIEDRICHSBERG. se.goldene u.silberna Oeffentliche Bolnische Volks- Versammlung am Sonntag, den 19. Juli, Vormittags 11 Uhr, im oberen Saal der Feuerstein'schen Restauration, Alte Jakobftr. 75. Tagesordnung: Achtung! Freie Bereinigung der Seifenfieder u. Berufsgenossen. Mitglieder- Versammlung am Sonnabend, den 18. Juli, Abds. 81/2 Uhr, in Scheffer's Saal, InselStraße 10. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Paul Heitmann über: Alte und neue Religion." 2. Diskussion. 3. Vierteljahres- Bericht vom Kassirer. 4. Entrichtung der Monatsbeiträge. Aufnahme neuer Mitglieder. 5. Verschie= denes. Es ist Pflicht der Mitglieder, zahlreich zu erscheinen. Gäste sind willkommen. 262/9 Der Vorstand. Fachv. der Bürsten- u. Pinselmacher Berlins u. Umgeg. Montag, den 20. Juli, Abds. 81/2 Uhr, Versammlung 1. Die Bedeutung der internationalen Arbeiterkongresse. 2. Wahl eines bei Feuerstein, Alte Jakobstraße 75. Delegirten zum Brüsseler Kongreß. Der Vertrauensmann. 249/14 Fachverein der Marmor- und Granitarbeiter. Sonntag, den 19. Juli, Vormittags 10% Uhr Mitglieder- Versammlung in Deigmüller's Lokal, Alte Jakobstraße 48 a. Tages Ordnung: 1. Erfahwahl eines ersten Vorsitzenden. 2. Bericht der Revisions. Kommission. 8. Vierteljahres- Abrechnung. 4. Abrechnung vom Reservefonds. 5. Abrechnung vom Stiftungsfest. 6. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 557b Der Vorstand. Fachv. der Holz- und Bretterträger. Versammlung am Sonntag, den 19. Juli, Vorm. 102 Uhr, Oranienstraže 180. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn W. Werner über Lassalle und die Sozial demokratie. 2. Abrechnung. 8. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes. 173/6 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die in der ganzen Welt rühmlichst bekannte„ Helm- Putz- Pomade" ist den nur unser Erzeugniss. Dosen mit statt. Vereinen zur Nachricht, daß anderen Helmen und nicht mit Sonntag, d. 26. Juli unserer Firma weise man als werthlose Nachahmungen zurück. und Sonntag, den 2., 23. u. 30. Auguft zu Landpartien noch frei sind. Karl Kurras, Gastwirth 3. Palme. Rohtabat A. Goldschmidt, Spandauerbrücke 6, am hiesigen Plaze bekanntlich Größte Auswahl. Garantirt fidjer brennende Tabake. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabate sind am Lager. A. Goldschmidt, Spandauerbr. 6, am Hacke'schen Markt.[ 746 Roh- Tabak fämmtlicher Sorten. Größte Auswahl, billigste Preise. G. Elkhuysen, Alte Schönhauserstr. 5. Den Parteigenossen empfehle mich zur Anfertigung eleganter HerrenGarderobe. Otto Beckurts, Seydelstr. 25, Hof 3 Tr.[ 887 b Kinderwagen, 1182b größtes Lager, billigste Preise, von 7 M. Der Vorstand. Das diesjährige Stiftungsfest des Vereins findet am Sonnabend, 8. August, in Gründer's( früher Schuegelsberg's) Fettsälen Billets hierzu sind in den mit Plakaten belegten Lokalen zu haben. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Refterhandlung! Große Landpartie nach Grünau am Sonntag, den 19. d. t. Tagesordnung: 1. Vortrag. Der Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Aufnahme neuer Mitglieder, 120/15 Der Vorstand. Hutfabrik Blücherstraße 11, vis- à- vis der Heiligen Kreuz- Kirche. 914L Wilhelm Böhm. Sämmtliche Hüte mit Kontrollmarken. Gr. Lager in Regen-, Sonnenschirmen u. Strohhüten. Reellste Bedienung. Don ArtistischPhotographisches Atelier Carl Graefe, Berlin S., Prinzenstraße 11, empfiehlt sich den Freunden und Parteis genossen zur Aufnahme von Portraits, Gruppen, Landschaft. u. Reproduktionen. Spez.: Vereine u. Gewerkschaftsgruppen. Auch zu Gruppenaufnahmen bei Landpartien halte mich bestens empfohlen. Restauration mit fl. Tanzfaal ist fof. od. z. 1. Oftober 3. verk. Pitzner, Wilsnackerstr. 58. 563b 23 Jahre best. Restauration( voller Ausschant) 3. verk. Näh. Birkenstr. 24 543b Rester zu fleinen Anzügen v. 1 M., große von 7 M. an bis zum feinsten Treffpunkt Bahnhof Alexanderplatz. Abfahrt 7 Uhr 5 Min. Für im Restaurant. Kammgarn, sowie Refter zu Regen- Nachzügler Grünaner Volksgarten, Köpenickerstraße 108 in Grünau. mänteln, Umhängen. Kleiderstoffe, Gäste sind willkommen. Recht zahlreiche Betheiligung erwartet Sammt, Seide, Spitzen, Trikot.[ 822L Auf Wunsch Alles zugeschnitten oder angefertigt. Karle, Waldemarstr. 66. Im Tuchgeschäft Oranien- Str.126. I. Herren- und KnabenAnzüge, Paletots, fowie Damenkleider etc. Auf Wunsch auch gegen Theilzahlungen. 992 L Stempel u. Gra= Der Vorstand. NB. Es ist dies der letzte Zug, der mit Arbeiterbillets benutzt werden fann. Fahrpreis für Hin- und Nüdfahrt 40 Pfennige. Achtung! 340/19 Für die Mitglieder des Wahlvereins des 6. Berliner Reichstags- Wahlkreises. Unseren Mitgliedern und den Genossen des 6. Wahlkreises zur Kenntniß, daß der Familien- Ausflug des Wahlvereins am Sonntag, den 19. Juli( diesen Sonntag) nicht, wie erst beschlossen, nach Bernau, ſondern nach Schloß Schönholz stattfindet, und zwar weil uns die Bahndirektion zu große Bedingungen gestellt hot. Wir ersuchen nun alle Genossen des 6. Wahlkreises, sowie sämmtliche Gesangvereine, sich an dem Ausflug recht zahlreich zu betheiligen. Für diejenigen Genossen, die zu Fuß hinmachen wollen, ist Treffan, Dranienstraße 3, im Korbgeschäft. Vereinsabzeichen, sirung, empf. b. punkt Morgens zwischen 8 und 9 Uhr bei Kurbel, Badstraße 58, Pfandleihe G. Meyer, Staligerstr. Genoffen G. Kleist, Waldemarstr. 48. festgeseht. Nr. 25. Pro Mt. u. Monat 2 Pf., üb. 30 M. 1 Pf. 3infen. Verkaufe ühren, Kleidungsstücke billig. Dr. Hoesch, homöopath. Arzt 876 Artillerieftr. 27. 8-20, 5-7, Sonnt. 8-10. Moabiter Gesellschaftshaus Alt Moabit 80-81. Fahrplanmäßige Züge können benutzt werden vom Stettiner Bahnhof und Bahnhof Gesundbrunnen. Um den Ausflug einen entsprechenden Charakter zu geben, ersuchen wir nochmals um zahlreiche Betheiligung. Ich warne Jeden, meiner Tochter auf meinen Namen etwas zu borgen. Ich bezahle nicht. Das am Dienstag wegen ungünstiger Witterung nicht zur Auf- 537b] A. Hörner, Münchebergerstr. 6. führung gelangte Fröbel's Benefiz findet heute, Donnerstag, den 16. Juli ftatt. Die zum Dienstag ausgegebenen Billets haben heute Giltigkeit. Alles Nähere an den Anschlagsäulen. Hiermit nehme ich die Beleidigung, die ich gegen die Frau Marke aus gesprochen haben soll, zurück und erfläre sie für eine ehrenhafte Frau. 553b Frau Kraus. Die Schwester, der Frau Rekitzki, nehme ich hiermit zurück und erkläre dieselbe für eine ehrFrau Hülsekopf. Der Vorstand. Sophabezüge- Refte 344/1 unter Rostenpreis. Fabrit von Hille, Zimmerftr. 86, Hof part. 516L Hofen, Knabenanzüge, Arbeitssachen Wilh. Pahr, Elisabethtirchstr. 16. Arbeitsmarkt. Ein Genoffe( Schlosser) bittet um Beschäftigung jeder Art; weiß auch mit Pferden Bescheid, da früher selbst Fuhrwert besessen. Näheres in der Erped. ds. Bl. 544b Maurer, der gut rüsten kann, verl. Mansteinstr. 10-11. 562b Als tüchtig. Wagenlackirer empfiehlt sich Wickel, Thurmſtr. 28. 561b Arbeitsnachweis. Der Arbeitsnachweis für männliche Personen befindet sich: Stadtbahnbögen No. 103/104 am Alexanderplatz gegenüber dem Kgl. PolizeiPräfidium. Fernsprech Anschluß 9 Amt V. 1263. 203M Der Arbeitsnachweis für weibliche Personen befindet sich: Klosterstrasse No. 97 an der Kaiser Wilhelmstraße. Fernsprech- Anschluß Amt V. 3235. Die Bureaus sind geöffnet von Uhr Morgens bis 7 Uhr Abends. Während dieser Zeit können sich die arbeitsuchenden Personen in den an die Bureaus anstoßenden Sälen so lange aufhalten, bis ihnen Arbeit nachgewiesen ist. Die Gebühr beträgt 20 Pf. Die Herren Arbeitgeber werden dringend gebeten. Kinderwagen. Größtes Sager Berlinum Meldung der offenen Stellen Andreasstr.23, H.p. Lexika, fauft A.HanneBücher, hozka, aur. 56, 1. Anfang 4 Uhr. Iliche Frau. Zither bill. z. verf. Oranienstr. 52, H. r.p. Berantwortlicher Redakteur: N. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW.. Beuthstraße 2. Der Vorstand des Zentralvereins f. Arbeitsnachweis, Dr. Freund, Magistratsassessor. Hierzu eine Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 163. Lokales. Donnerstag, den 16. Juli 1891. welche auf der Reinickendorfer Chaussee mißhandelt wurde, er hielt von einem zufällig des Weges kommenden Bau- Arbeiter nicht nur das Geld zum Ankauf eines Brotes, sondern auch den Ertrag einer von ihm veranstalteten Geldsammlung. Und bei Kartoffelbiebstahl ertappte, auf dem Wege zum Gemeinde- Amt Mariendorf ließ ein Ackerknecht eine ganze Familie, die er beim wieder laufen. Das heißt wahrhaft vornehm gehandelt! S. Jahrg. Oswald Nier zu bestimmenden Zeitpunkte einem guten Zwed überwiesen werden. Nach§ 22 und§ 23 haften die Vertreter resp. Inspektoren Die Nahrungsmittelpolizei soll, so wünscht es das Manchesterthum, nur eine ziemlich eingeschränkte Thätigkeit entmit ihrem Gehalt und ihrer Kaution für alle etwa von Herrn wickeln. Wir wünschen im Gegentheil, daß sie ihre Thätigkeit die polizeilichen An- und Abmeldungen der in den betreffenben Dswald Nier zu zahlenden Strafgelder wegen Verstoßes gegen nach mancher Richtung noch erhöht und weisen heute auf einen Geschäftslokalitäten wohnhaften Angestellten, sowie wegen VerPunkt besonders hin. Von dem Obst, das in Berlin auf stoßes gegen die polizeilichen Vorschriften betr. die Aichung und Straßen wie in Läden zum Verkauf gelangt, ist ein großer Theil Sobald ein Arbeiter sich eines nicht ganz faloufähigen das Vorhandensein von Gläsern und Meßgefäßen und haben unreif. Wer eine Düte Kirschen kauft, erhält 3. B. tiefschwarze Wortes bedient, zetert die gesammte Bourgeoispreffe los. Dann diese Beamte auch die etwa konfiszirten Meßgefäße 2c. zu erund hellrothe durcheinander, und zwar von derselben Sorte, so herrscht vom Mosse'schen nicht illustrirten Wigblatt bis zur feßen. daß Kirschen, die in reifem Zustande eine vollständig schwarze Zeitung, die das Kreuz zu ihrem Zeichen erwählt hat, ungetrübte Nach§ 24 ist Damen zweifelhaften Standes das Betreten Farbe, schon während sie noch roth sind, also wochenlang vor Einigkeit. Erst neulich hat sich das fortschrittliche Organ des der Weinstuben nur in Herrenbegleitung gestattet. Die Inspektoren ihrer Reife, verkauft werden. Wenn Pflaumen fraffesten Byzantinismus sogar aus Posen etwas über angebliche haben solchen zweifelhaften Damen jedoch das Lokal zu verweisen, fommen, wird es noch ärger werden, wie man aus der Er- Rüpeleien, die in der sozialdemokratischen Versammlung im Feen- sobald sie sich in ihrem Benehmen auch nur im geringsten auffahrung weiß; es giebt ja Leute, die fast grasgrüne Pflaumen palast vorgekommen sein sollen, vorfluntern lassen. Es war fällig zeigen sollten. für reif halten. Es läßt sich wahrnehmen, daß die durchschnitt- ordentlich rührend, wie es sich über diese angeblichen Gemein-§ 37. Betritt oder verläßt ein Gaft das Lokal, so ist ein liche Reife des in Berlin feilgehaltenen Obstes von Jahr zu heiten ereiferte und dem angeblich beleidigten" Abgeordneten jeder Kellner verpflichtet, demselben beim Ab- oder Anlegen Jahr etwas geringer wird; der Begriff von Reife ändert sich Bebel ein Linderungspflaster auflegen wollte. Der Ueberkleider 2c. behilflich zu sein; eine Unterlassung dieser allmälig und zwar nach der ungünstigen Richtung hin. Man Bald darauf, am 13. d. Mis., lag dem„ Berliner Tageblatt" Hilfeleistung wird mit 10 Pf. Strafe belegt. begreift, was die Obstzüchter dazu bringt, die Frucht in nicht eine offene Erklärung des Herrn Schauspieldirektors Barnay bei.§ 38. Wenn ein Kellner durch falsche Bestellung von Speisen völlig reisem Zustande auf den Markt zu tragen; fie glauben, Dieser tapfere Bühnenheld hatte sich darin notariell bescheinigen und Getränken zum Nachtheile der Gäste einen Frrthum begeht, einen um so höheren Preis zu erzielen, je eher sie die Waare laffen, daß er dem Schriftsteller Herrn Klausner zwei schallende sei es wissentlich oder unwissentlich, so wird derselbe mit 50 Pf. zum Verkauf bringen. Und doch würden sie am Ende ein Backpfeifen verabreicht habe. Nun geht ja die Fama, in der Strafe belegt. befferes Geschäft machen, wenn sie reifes Obst feilhielten; denn Redaktion des„ Berliner Börsen- Courier" wäre ein derartiges§ 39. Wenn ein Kellner sich am Büffet oder in der Küche völlig reifes Obst wird in Berlin allmälig selten und die gute Honorar für schriftstellerische Leistungen nicht so ganz länger aufhält als nöthig ist und daselbst unnöthig laut spricht, Waare, wenn sie selten ist, hat den höchsten Preis. Wenn das außergewöhnlich. Aber Herr Barnay, Leiter eines In- so wird derselbe mit 10 Pf. Strafe belegt. aber die Händler nicht einsehen, so sollte die Nahrungsmittel- ftituts, das die Stücke eines Schiller mit Vorliebe aufführt,§ 40. Jeder Kellner, welcher außerhalb seines Reviers( mit Polizei einschreiten und das Publikum, namentlich auch eines Mannes, der die Abhandlung„ Die Schaubühne als mora- Ausnahme, wenn derselbe etwas bestellt oder Bestelltes abholt) die Kinder, vor der gesundheitsschädlichen Wirkung un- lische Anstalt betrachtet" schrieb, verabreicht nicht sans façon Ohr betroffen wird, zahlt 10 Pfg. Strafe. reifen und halbreifen Obstes bewahren. Ein großer feigen. Er bestellt Herrn Klausner vor den Schiedsrichter, und§ 41. Die Küchen Bons" müssen deutlich geschrieben Theil des Publikums mißachtet übrigens alle nahrungs- hier, ganz entsprechend dem feierlichen Orte, geht das Rachegericht werden. Falsche Bestellungen werden nicht zurückmittel- polizeilichen Belehrungen und Rathschläge mit einer Kon- vor sich. Herrn Tromm, dem Schiedsrichter, ist dann noch die genommen, sondern hat diese der betreffende Kellner zu besequenz, die einer besseren Sache würdig wäre. So hat das beneidenswerthe Aufgabe zugefallen, diese heroische That amtlich zahlen. hiesige Polizeipräsidium zwar schon wiederholt vor dem Genuß zu bekunden. ungefochten Schinkens gewarnt, aber von den Speisekarten der Gasthäuser ist er deshalb nicht verschwunden, vielmehr bedeutet hier das Wort Schinken ohne Zusah gewöhnlich den rohen Schinten. In Köln hat die Polizeibehörde kürzlich das Publikum und speziell die Gastwirthe vor dem Genießen beziehungsweise Borsetzen ungefochten Schinkens gewarnt und zwar vor dem Vor setzen in einer sehr nachdrücklichen Form. Wir möchten dies auch in Berlin für angebracht halten. " Ist es aber irgend einer der größeren Berliner Zeitungen eingefallen, auch nur mit einem Worte diesen Vorgang in die richtige Beleuchtung zu sehen? Wahrlich, es ist weit gekommen, wenn man Prügelszenen vor dem Schiedsrichter inszenirt und dafür noch Beifallsrufe( oder sind hier da capo- Rufe erwünschter?) zu verlangen scheint. Ob so etwas das Ansehen der Schiedsgerichte sonderlich stärkt? jedenfalls genau so wie das Verhalten Ser Kreuz- Zeitung" in der Mainzer Affäre. Da waren freilich Worte:„ So dir einer einen Backenstreich auf die Linke giebt, alle freisinnigen Organe außer sich, daß ein Blatt, dem die so reiche ihm die Rechte dar" nicht ganz unbekannt sein dürften, das reine Fauſtrecht predige. Wo aber ist jetzt die sittliche Entrüstung? Das sonst so laute Organ des Herrn Mosse ist ganz still, auch die ehrbare„ Tante Vos" schweigt sich vollkommen aus. Aber wir verkennen das antisemitische Fortschrittsblatt. Nur Toleranz diktirt ihm das Verhalten; denn Herr Klausner ist Jude und Herr 2. Barnay steht im Verdacht zu den Kindern Israels de France" W 0 § 42. Die Kellner verpflichten sich, die sich bei der Kontrolle der Küchen Bons" ergebenden Differenzen nachzuzahlen und außerdem eine Strafe für diese Fehler in Höhe des Differenzbetrages zu bezahlen. " § 43. Die Kellner haben sich im Lokal zu bewegen und wird Jeder, welcher daselbst sitzt oder schläft, mit 10 Pfg. Strafe belegt. Die Strafbestimmungen setzen sich fort bis ins Unendliche. Dies einige Proben aus der Hausordnung der WeinGroßhandlung Oswald Nier„ Aux caves de France!"" Die empfängt beim Dienstantritt ein unbeschädigtes Exemplar der fehlenden Paragraphen entsprechen den zitirten! Jeder Angestellte Haus Ordnung" und hat dasselbe bei seinem Abgange in demselben Zustande zurückzugeben, widrigenfalls er eine Strafe von 50 Pfg. zu zahlen hat. Das Büchelchen sei zum eifrigen Studium hiermit allseitig bestens empfohlen! Jahren bei allerlei Schiebungen die Hände im Spiel gehabt, welche Jahren bei allerlei Schiebungen die Hände im Spiel gehabt, welche inzwischen durch ein neues Buch Ahlwardt's eine drastische, aber fachliche Beleuchtung erfahren haben. Manché bestritt entschieden, jene 10 000 m. für sich behalten zu haben und erklärte vielmehr, dieselben per Post ihrer Bestimmung gemäß an die Gräfin Hacke, Die Lynch justiz ist zwar ursprünglich eine amerikanische Die Lhuchjustiz ist zwar ursprünglich eine amerikanische Sitte, sie hat sich aber auch in Europa und bei uns allmälig eingebürgert, obwohl sie hier bisher nur auf gelegentliche Fälle beschränkt geblieben ist. Sie erscheint als ein Ausdruck des beleidigten Rechtsbewußtseins des Volkes, besonders dann, wenn fie, wie vielfach in Amerika, sich als eine Korrektur der diesem Rechtsbewußtsein oft geradezu hohnsprechenden öffentlichen Rechtspflege" darstellt. Der Saale- Zeitung" wird von hier geschrieben: Trozdem hat diese primitive Art der Rechtspflege durch den „ Richter Lynch" ihr Bedenkliches. Das Verfahren entbehrt jeder Aus guter Quelle erfahre ich, daß die königl. Staatsanwaltschaft des Landgerichts I wider den bekannten Geh. Hofrath Manché, geordneten Beweisführung, und die dem schuldig Befundenen oder zu gehören. früher Abtheilungschef im kaiserlichen Zivilkabinet, die Anfür schuldig Gehaltenen zudiktirte Buße besteht, milde ausgedrückt, Wer kennt nicht den Ungegypften", Oswald Nier, lage wegen Unterschlagung und Bestechlichkeit in der mit unseren modernen Anschauungen unvereinbaren Weingroßhandlung, Aux erhoben hat, nachdem sich herausgestellt, daß er die Summe von Prügelstrafe, richtiger gesagt: in einer unmenschlichen, barbarischen wenigstens dem Namen nach? Wer hat noch nicht das Reklame- 10 000 m. die er von Herrn Thomas, Inhaber der Firma Mißhandlung eines Einzelnen, der wehrlos ist, durch eine Ueber- faß durch die Straßen Berlins rollen gesehen? Der Name dieses Thomas u. Keyling( Eisengießerei) erhalten hatte, nicht für wohl= macht von 10-12 erbitterten Menschen. Antläger, Nichter und Mannes ist gebührend bekannt geworden- dank der gerührten thätige Zwecke verwandt hat. Thomas hatte ihn, als er dieselbe Strafvollstrecker vereinigen sich hier in einer Person, dem zu Reklametrominel. Weniger bekannt ist aber die Hausordnung" zahlte, um Beschaffung eines beſtimmten Hofprädikats ersucht. fällig vorbeipaffirenden Straßenpublikum. Daß darunter Viele der Weingroßhandlung Oswald Nier Aux caves de France", Der Rektor Ahlwardt war es gewesen, der in seinem Buche: find, welche sich aus bloßer Lust an roher Schlägerei an der welche eine klassische Illustration bildet zu der berühmten freien" Der Verzweiflungskampf der Arier 2." dieser Handel zur Sprache Lynchjustiz betheiligen und, ohne den Sachverhalt zu kennen, so- Vereinbarung" zwischen Kapital und Arbeit, zu der Freiheit" gebracht hatte. Taraufhin wurde die gerichtliche Unterfort bliud zuhauen, weiß Jeder, der nur ein einziges Mal ein der Arbeiter. Um nun diese Hausordnung" ebenso gebührend fuchung eingeleitet. Bei der verantwortlichen Vernehmung folches„ Voltsgericht" mit angesehen hat. Erst in diesen Tagen bekannt zu machen, wie der Name des Herrn Oswald Nier be- Manchés stellte sich zunächst heraus, daß Manché schon seit ist eine arme Tagelöhnerwittwe auf der Reinickendorfer Chauffee kannt ist, da doch beide zu einander gehören, wollen wir zu Nub schwer mißhandelt worden, weil sie für sich und ihre hungernden und Frommen Vieler einige der 56 Paragraphen, welche die vier Kinder ein Brot gestohlen hatte. Der vergangene Winter Hausordnung" umfaßt, hier zum Besten geben. Schwer ist es ja, mit seinem so gefliffentlich geleugneten Nothstand hatte ver- eine passende Auswahl zu treffen, um unseren Lesern eine richtige schiedene ähnliche Vorfälle aufzuweisen, von denen wir nur die Würdigung dieses großkapitalistischen Despotismus zu ermöglichen; Mißhandlung eines Hungrigen erwähnen, der zwei Schrippen ge- das Beste wäre, die ganze Hausordnung" wiederzugeben, um Balastdame der Kaiserin Augusta, abgeschickt zu haben, welche stohlen habe und nicht einmal durch einen Schuhmann vor der Herrn Oswald Nier in das rechte Licht zu stellen! Doch damit Arme und Bedürftige unterstützt habe. Die genannte Dame finnlosen Wuth des entmenschten Publikums geschützt worden da dies unmöglich die Hausordnung bildet ein Büchelchen gab jedoch bei ihrer Vernehmung die Erklärung ab, daß sie davon fonnte. Es ist sogar mehrfach vorgekommen, daß direkt Un- von 16 Druckseiten hier nur einige Proben: nichts wisse, von Herrn Manché Summen zu wohlthätigen Zwecken schuldige einer Lynchjustiz zum Opfer fielen. Vor einigen Jahren§3. Das Kündigungsverhältniß zwischen mir und den An- erhalten zu haben. Ueber diesen Widerspruch vom inquirirenden wurde bei einer Parade ein Droschtentutscher grausam gelyncht, gestellten wird dahin festgesetzt, daß ich als Prinzipal berechtigt Richter zur Rede gestellt, behauptete Hofrath Manché nunmehr, weil im Gedränge ein Kind in das Hinterrad() seines im bin, Jedermann ohne Angabe des Grundes sofort zu entlassen er habe sich bei jener Angabe geirrt, entsinne sich aber jetzt belangsamsten Tempo fahrenden Wagens gerathen war. Der Mann und mit Ausschluß jeder weiteren Entschädigung nur zur ftimmt, die 10 000 M. dem verstorbenen Polizeihauptmann Greif wurde nachher vor Gericht von aller Schuld und Strafe frei Bahlung des Gehaltes bis zum Tage der Entlassung verpflichtet übergeben zu haben. Natürlich stießen diese Ausflüchte auf bes gesprochen. Anfang der achtziger Jahre, als die nieder- bin; gleiches Recht räume ich auch meinem Stellvertreter ein; gründete Zweifel, trotzdem der Angefchuldigte behauptete, Geh. trächtige Judenhehe in ihrer höchsten Blüthe stand, wurde ein die Angestellten dagen verpflichten sich zu einer achttägigen Rath Dr. Lucanus habe ebenfalls von diesem Depot Kenntniß Jude, dessen Söhnchen vom Tisch gefallen war und infolge einer Kündigung. gehabt. Da die Ermittelungen aber auch hier negative Resultate Verlegung jämmerlich schrie, von Hausgenossen als ein Unmensch,§ 7. Morgens zur bestimmten Stunde hat jeder Angestellte ergaben, und da Ahlwardt inzwischen in seiner Bleichröder- Entder seine Kinder mißhandele, überfallen und zum Krüppel ge- auf seinem Posten zu erscheinen, widrigenfalls der Dawider- hüllung sogar die Weinhändler namhaft gemacht, welche mehrfach schlagen. Die Lyncher wurden wegen gemeinschaftlicher vorfäßlicher handelnde für jede Minute Verspätung von 1 bis 10 Pig. Strafe Herrn Manché 700 Flaschen Sett à 7,50 M. im Auftrage von Körperverlegung angeklagt, tamen aber mit einer gelinden Strafe zu zahlen hat.... Die Kellner und Frotteure müssen pünktlich allerlei Petenten( um Begnadigungen u. f. w.) geschickt haben, so für ihren„ bedauerlichen Frrthum" davon, welche damit begründet um 8 Uhr, die Hausdiener um 1/28 Uhr, das Kellerpersonal um fonnte die Anklagebehörde nicht umhin, die Antlage zu er heben. wurde, daß die Thäter doch eigentlich in guter(!) Absicht gehandelt 7 Uhr, das Büreaupersonal um 8 Uhr im Geschäft sein und hätten. Daß die Sucht eines gewiffen Publikums, seine Rauflust in demselben verbleiben, bis sämmtliche Arbeiten erledigt sind. unter dem Vorwande einer Lynchjustiz auf Kosten eines vielleicht Festbestimmte Arbeitszeit respektive Büreaustunden existiren also unschuldigen Passanten zu befriedigen, geradezu zur Verübung nicht.... Im Falle der eine oder der andere Angestellte auf furze einer Niedertracht benutzt werden kann, haben wir erst vor einigen Beit ausgehen oder nur austreten will, so hat er erstens an beMonaten erlebt. Zur Beit, als der berüchtigte Radaugraf Kleist treffender Stelle um Erlaubniß zu fragen und zweitens fich mit vom Loß die Straßen Berlins unsicher machte, wurde in der einem Kollegen zu verabreden, welcher während seiner AbwesenSchönhauser Allee ein harmloser Ingenieur vom Publikum ge- heit alle Pflichten und alle Verantwortlichkeit übernimmt. mißhandelt und schwer verletzt, weil ein Bummler, von dem er§ 18 verbietet dem Restaurationspersonal das Essen und angerempelt worden war und den er deshalb zur Rede stellte, Trinken in den Weinstuben strengstens und bestimmt: Sollte es ausrief:„ Wenn Sie auch der Graf Kleist sind und ich Ihr vorkommen, daß einem Kellner von einem Gaste Wein 2c. zum Diener, so haben Sie doch fein Recht, mich zu schlagen!" Trinken angeboten wird, so hat der Kellner die Annahme in An einer Lynchjustiz pflegen sich alle Klassen des Straßen- höflichster Weise abzulehnen. publikums zu betheiligen. Wir zweifeln jedoch, daß Arbeiter§ 19. Die Angestellten haften mit ihrem Gehalt und ihrer der bodenlosen Gemeinheit fähig wären, welche einmal von zwei Raution für die ihnen übergebenen Gegenstände und zwar: Die Vertreter resp. Inspektoren für das Weinstuben- Mobiliar Brüdern aus guter" Familie in einem Haufe der Veteranenstraße verübt wurde. Die Herren fanden, Nachts heimkehrend, resp. für Alles, was sich in den Restaurationsräumen beeinen Obdachlosen auf der Bodentreppe schlafend und hatten findet; die Wirthschafterinnen für die Küchenutensilien, Betten und nichts Eiligeres zu thun, als den Unglücklichen selbander zu überfallen und mit Knüttelhieben aus dem Schlaf zu wecken. Vorher für Alles, was sich in der Küche befindet oder vom Küchenhatten die Helden, denen beim Anblick des ausgemergelten und personal benutzt wird; entträfteten Vagabunden" das tapfere Hers in die Hosen ge fallen war, auf der Straße noch denjenigen Beistand suchen zu müffen geglaubt, den man in solchen Fällen und des Nachts anzurufen pflegt. Sie haben aber die lakonische Antwort erhalten: " Hauen Sie den Kerl raus!" Ueber einen Dampferunfall auf der Havel giebt ein Berichterstatter als Theilnehmer und Augenzeuge folgenden Bericht: Der Berliner Dampfer" Zehdenick" gerieth am gestrigen Dienstag bei einer Havelfahrt in eine flache Stelle und fuhr vollständig fest, so daß die darauf befindlichen 260 Personen bei dem stürmischen und regnerischen Wetter in eine höchst fatale Lage kamen. Die Gesellschaft, aus Zehlendorfer Familien und Berliner Sommergästen bestehend, war von Wannsee aus nach dem Städtchen Rezin a. H. gefahren und wollte auf der Rückfahrt noch einmal zu kurzem Aufenthalt an Werder anlegen. Mitten auf der Havel, als schon die Brücke und die Thürme von Werder in Sicht waren, bekam der Dampfer einen leichten Ruck und stand unbeweglich fest. Der Kapitän hatte eine als Warnungszeichen aufgestellte, ganz dünne Ruthe übersehen und außerdem die falsch verstanden, genug, er war in die nur vier bis fünf Fuß warnenden Handbewegungen eines vorüberfahrenden Schiffers tiefe Havelstelle hineingerathen und der Dampfer, der einen Stelle. Alle Versuche, durch Rückwärts- und Vorwärtsbewegungen, ziemlich bedeutenden Tiefgang hatte, rührte sich nicht von der die Kellner für Service, Wäsche, Gläfer und für Alles. durch Zuhilfenahme sämmtlicher Ruderstangen und durch schaublieben erfolglos. Die Situation wurde immer unheimlicher. was sich in den Restaurationsräumen befindet und was sie telnde Bewegung der Passagiere das Schiff wieder flott zu machen, benußen; Das Rüchenpersonal für die sämmtlichen Küchenutensilien und Die Ufer verschwanden in nebelgrauer Ferne, der Sturm peitschte was sich in der Küche befindet, sowie für alles, was es benutzt; die Wellen, unaufhörlich ging der Regen nieder und in den die Büffetiers für den ihnen übergebenen Bestand an Wein, Kajüten spielten sich die unvermeidlichen Szenen des Jammerns und Weinens von Frauen und Kindern ab. Hierzu kam noch, Selbst bei wirklicher und schwerer Schuld, ja sogar bei Ausbrüchen der Rohheit, wie sie zuweilen von Zuhältern verübt wer Abonnements 2c., ebenso das Büreau, Keller, Kutscher- und jedes andere Personal daß der Kapitän durch das beständige Mitreden und Mitanordnen übereifriger Fahrgäste vollständig topflos gemacht wurde, und den, ist die Lynchjuftig nicht zu entschuldigen. Das Publikum hat fein Recht, eigenmächtig zu strafen, und noch dazu eine Strafe zu für die demselben anvertrauten Gegenstände. § 20. Jeder Angestellte erklärt sich damit ausdrücklich ein- jeder in der Nähe befindliche Schiffer die Zurufe vom Dampfer verhängen, deren Beseitigung aus unseren Gesetzen erst nach langen Kämpfen durchgesetzt worden ist und als eine wahre Er- verſtanden, daß ihn fine hinterlegte Station erſt brei Tage unbeachtet ließ. Dret Mal schon hatte der Kapitän das per Mit den Insassen, dem Besitzer einer rungenschaft im politischen Befreiungskampfe des Boltes anzu- nach seinem event. Austritt aus dem Geschäft ausgezahlt wird ſignal ertönen lassen, da endlich nahten sich zwei Boote sehen ist. Außerdem bedenke man, wie das Publikum bei einer und zwar nur dann, wenn er das Geschäft in der größten dem Dampfer. Lynchjustiz schlägt. Ohne schwerste törperliche Verlegungen, wenn Rahe verlassen und von seinen sämmtlichen Effekten geräumt in der Nähe liegenden Ziegelei und seinen Leuten uner und das hat; im anderen Falle geht derselbe seiner Kaution verlustig, verhandelt, daß eine Anzahl von Passagieren mit Booten Land gebracht würde, um so den Dampfer zu nicht dauerndes Siechthum geht eine solche felten ab, erleichtern; auch erbot sich der hilfsbereite Ziegeleibesitzer, seinen alles vielleicht um eines geringfügigen Vergehens willen, das indem der Betrag derselben der Armendirektion zur Verfügung an gestellt wird. nachher vom Gericht mit 8 Tagen Gefängniß bestraft wird. § 21. Die Beträge der auferlegten und von dem betreffenden eigenen Dampfer als Schlepper zur Verfügung zu stellen. Das Zum Glück haben uns gerade die letzten Tage auch Fälle vom Gegentheil einer Lynchiustiz gebracht. Eben jene Frau, Angestellten unterschriebenen Strafen können zu jedem von Herrn Umsteigen aus dem Dampfer in die Boote ging nicht ohn " Einen regelmäßigen Wochenmarkt wird Tempelhof nunmehr endlich erhalten. Gestern waren die beheitligten Produzenten und Gewerbetreibenden nach dem Gemeindebureau zur Besprechung der Marktordnung geladen. Der Markt soll auf der sogenannten Dorfaue" seinen Platz erhalten. London. Die 3immerleute und Tischler, über] Dirschau, 15. Juli. Die Dirschauer 8uderfabrit welche nun schon seit 11 Wochen eine Arbeitssperre verhängt ist, giebt für das verflossene Geschäftsjahr sechszehn Prozent hielten am Sonntag im Hyde- Park eine Massenversammlung ab, Dividende. Die Zuckerfabrit Ceres" in Dirschau vertheilt an welcher etwa 10 000 Personen theilnahmen. Sie faßten den zum ersten Male seit ihrem Bestehen eine Dividende und zwar Beschluß, auch ferner an ihren Forderungen, Reduktion der Ar- in Höhe von 4 pct. beitszeit auf 47 Stunden in der Woche und Erhöhung des Lohnes von 9 Pence auf 10 Pence die Stunde, festzuhalten.( ReichsAnzeiger.) " Versammlungen. Kartell der Berliner Bau- Arbeiter. Eine öffentliche Vers Schwierigkeiten von statten, da jede Leiter fehlte, und die Passagiere entweder einen Sprung wagen oder hineingehoben werden mußten. Fünf Mal hatten die Boote bereits eine Anzahl von Passagieren an das Land gebracht, da gerieth bei einer neuen Aufnahme das Fahrzeug ins Schwanken, das Boot füllte sich mit Wasser und ehe man sich's versah, lagen die Insassen, vier Damen und drei Herren, im Wasser. Eine allgemeine Panik entstand, Alles drängte Falliffements. In London die feit 1868 etablirte große nach der Seite des Dampfers, wo das Unglück passirt war, und Handelsfirma Alston Hamilton u. Komp. In Toes bedurfte der ganzen Energie des Heizers, die aufgeregte maszow( russisch Polen) die Baumwoll- Fabrik Leopold Menge zu beruhigen und zur Einnahme ihrer Pläge zu veran New York, 13. Juli. Schlag auf Schlag" fielen in der Meister mit angeblich 550 000 Rubeln Passiven. Das Ausland laffen. Die ins Wasser gefallenen Personen hatten sich zum Glück letzten Zeit die Hiebe auf die organisirten Arbeiter Ameritas. soll in Mitleidenschaft gezogen sein.( Voffische Zeitung.) an der Schiffsbrüstung festhalten können und die aus den Kajüten- Dem Beispiele ihrer New Yorker Kollegen folgend, haben die Mailand, 15. Juli.( W. T.-B.) Die gestrige Versammfenstern ihnen entgegengestreckten Arme, die ihnen zugeworfenen Geschworenen in dem Erpressungsprozeß gegen den Taue vermochten sie so lange über Wasser zu halten, Sekretär der zu den Knights of Labor gehörenden Zuschneider- lung der Gläubiger der Firma Tardy e Benech stimmte dem bis ein zweites an die Unfallsstelle dicht herangefahrenes Boot Union in Rochester ebenfalls auf„ Schuldig" erkannt, obwohl Moratorium zu und setzte einen aus fünf Personen, fie aufnehmen konnte. Die völlig durchnäßten Personen wurden nachgewiesen worden war, daß die betreffende Firma selbst zuerst welche größere Forderungen vertraten, bestehenden Ausschuß ein. fofort ans Ufer gefahren und nach dem Bahnhof von Werder das Anerbieten gemacht hatte, die Kriegskosten des Streits zum Der bisherige Massenverwalter wurde demselben zur Seite gegeleitet, wo ihnen in bereitweilligster Weise die Gelegenheit zum Theil zu decken, auch ca. 400 Dollars zahlte, und daß geben. Letterer gab ein ausführliches Bild der Sachlage und beWechseln der Kleider geboten wurde. Nachdem die herum erst danach die Verhandlungen stattfanden, welche die zifferte die wirklichen Attiven auf 16 057 000 Lire, denen Passiven schwimmenden Reste des fleinen Schiffbruchs, die Bootsite, Bahlung von im Ganzen 1000 Dollars zum Resultat in Höhe von 15 326 000 Lire gegenüberstehen. Zur Fortführung Ruderstangen, Regenschirme und Hüte wieder zusammengesucht hatten. Der Staatsanwalt stüßte fich hauptsächlich darauf, des Betriebes hat die Banca Unione Italiana" den Werken worden, versuchte der Dampfer eine neue Rückwärtsbewegung, daß der Angeklagte nicht die Ueberführung des Geldes einen besonders sicher gestellten Kredit von 300 000 Lire einund in der That, er tam von der Stelle. Nach 2/2 stündigem an die Union nachgewiesen habe. Im New- Yorker Prozeß gegen geräumt. Warten, das Manchem wohl eine kleine Ewigkeit dünkte, konnte den Sekretär der Mäntelmacher- Union wurde dieser Nachweis der Zehdenick" unter den Freudenrufen der Passagiere die ge- geführt, was aber die Geschworenen nicht abhielt, dennoch auf fährliche Stelle verlassen. Daß dieselbe sofort ganz anders, als schuldig der Erpressung zu erkennen. Die Rochester Jury bestand mit einer dünnen, am hellen Tage kaum zu bemerkenden, im aus sechs Farmern, einem Farmarbeiter, vier Kleinmeistern Dunkeln völlig unsichtbaren Ruthe bezeichnet werden muß, ist und einem Gentleman", das heißt einem jener unnüßen Glieder selbstverständlich; nur dies unvollkommene Warnungszeichen hat der Gesellschaft, welche lediglich von der Arbeit Anderer leben. den Unfall verschuldet, der Vielen eine Dampfer- und Wasser eines neuen Prozesses für die zum Todefverurtheilten drei„ Sunnen" fammlung der Bau- Arbeiter Berlins wurde am 12. d. M. im Das Obergericht von Pennsylvanien hat die Bewilligung fahrt für immer verleidet hat. ( die während des Streits an den Eisenwerken zu Braddock einen Saale der Brauerei Friedrichshain abgehalten. Nachdem in das der nicht an demselben theilnehmenden Amerikaner bei einer Bureau die Genossen Thieme, Wentert und Dickert geSchlägerei tödtlich verletzt haben sollen) verweigert; und dies, wählt worden waren, erläuterte Genosse Reßler in längerem obwohl einer der drei sein Alibi nachgewiesen und bei dem Pro- Vortrage die Zwecke und 3iele des Kartells ber zesse mehrere schwere Formfehler begangen worden waren. Es Berliner Bau- Arbeiter und die Stellung der einzelnen sei hier bemerkt, daß in den„ konservativen" Arbeiter- Organi- Körperschaften zu demselben. Redner hob hervor, daß die Grünfationen der Fall nicht einmal der Besprechung würdig erachtet dung des Kartells erfolgt sei zur besseren Verfechtung der vielen Arbeiter- Bildungsschule. Nachdem in letzter Zeit die wurde, während das Vorgehen gegen den Sekretär der Zuschneider- allen Bau- Arbeitern gemeinsamen Interessen. Durch das Kartell Betheiligung am Geschichtsunterricht in der West- Union in den Reihen der Knights große Aufregung hervorrief. folle indessen in keiner Weise irgend einer Gewerkschaft ihre schule( Stephanſtr. 45) keineswegs mehr so rege, wie früher ist, Sier ist es auch am Plate, ein nach dieser Richtung charakte Selbständigkeit genommen, noch die Mitgliedschaften aus dem wird darauf aufmerksam gemacht, daß der Unterricht regelmäßig ristisches Vorkommniß in San Franzisto mitzutheilen, Rahmen der allgemeinen Arbeiterbewegung herausgehoben werDonnerstag und Sonnabend, Abend 81/ 2-101/ 2 Uhr welches erst in leister Zeit bekannt wurde. In der den. Dergleichen sei noch niemals verlangt worden und alle stattfindet; auch neue Schüler sind stets willkommen. Mit Ende dortigen Bentral- Organisation der( Conservativen) Gewerk gegentheiligen Meinungen beruhten auf Irrthum. Die Organi der Woche beginnt Herr Henning die römische Geschichte. schaften wurde nämlich seiner Zeit die Nachricht von der Erschießung fationsform der einzelnen Gewerkschaften berühre das Kartell Anerkannt werde jedoch nur diejenige Organides Sekretärs der neugegründeten Brauer- Union beim Boytott gar nicht. zettelaufkleben durch einen Polizisten- mit Händetlatschen fationsform, die in öffentlichen Versammlungen Don aufgenommen! den jeweiligen Berufsgenossen durch Majorität beschlossen Als Gegenstück zu obigen Verurtheilungen ist die Frei- worden sei und habe diese also beschlossene Organisation sprechung sowohl der mörderischen Deputy Sheriffs von More: Anspruch auf den Schutz des Kartells gegen Spaltungsversuche wood, sowie des Geschäftsführers Gray zu melden, welcher zwei von außen. Das Kartell wolle nicht spalten, sondern versöhnend Streifer niederschoß, von denen einer den Verlegungen erlag. wirken. Dieselben Grundfäße gälten ebenfalls für die Bau Polizeibericht. Am 14. d. M. Vormittags glitt eine Frau Gray log vor Gericht, daß ihn die Streiter geprügelt hätten Arbeiter der Umgegend. Das Kartell wolle auch nicht den Mit vor dem Haufe Ackerstraße 164, mit ihrem 2jährigen Sohne auf obwohl er bis an die Zähne bewaffnete Deputy Sheriffs bei sich gliedern neue Lasten auferlegen und für seine Zwecke befondere dem Arme, auf dem schlüpfrigen Fahrdamm aus, gerieth dabei hatte! In dem anderen Prozeß wurden nur Beugen vor Sammlungen nicht veranstalten. Der Ausführungsausschuß habe unter die Räder eines Arbeitswagens und wurde an den Beinen geführt, welche aussagten, daß die Streifenden sich gewaltthätig sich vielmehr dahin schlüssig gemacht, das Sammeln den einzelnen und am Arm so bedeutend verlegt, daß sie mittelst Droschke nach und aufrührerisch benommen hätten, während Jedermann Gewerkschaften zu überlassen in der Voraussetzung, daß durch die ihrer Wohnung gebracht werden mußte. Der Knabe blieb un- weiß, daß die Leute an dem Mordtage ruhig ihres Weges zogen Mitgliedschaften des Kartells diesem die erforderlichen Mittel zur versehrt. Nachmittags wurde ein Buchhalter in seiner und nicht einmal den Boden der Stompagnie betreten hatten. Ausübung seiner Thätigkeit zur Verfügung gestellt werden, wie Wohnung in der Danzigerstraße erschossen vorgefunden. Es Die hiesige Volts Beitung" fagt am Schlusse eines Artikels es bis jetzt in ausreichender Weise geschehen sei. Der Vorliegt unzweifelhaft Selbstmord vor. Am 15. d. M. Morgens über jene der Arbeiterklasse applizirten Hiebe:" Die amerikanischen tragende erläuterte sodann an der Hand des bekannten KartellWeiteren die Bestrebungen des Startells stürzte sich ein obdachloser Arbeiter aus dem verschlossen gewesenen Arbeiter im Ganzen müßten ein heillos verrottetes und unver- programms des war der Ansicht, und von ihm zu diesem Zweck erbrochenen Flurfenster im britten befferlich faules Gesindel sein, wenn so derbe Rippenstöße sie der Berliner Bau- Arbeiter und daß Stock des Hauses Landsbergerstraße 1-2 auf den Hof hinab und nicht doch endlich ein wenig aufmuntern sollten. Wir werden die den Bau Arbeitern gemeinsamen Interessen be erlitt so schwere innere Verlegungen, daß seine Ueberführung sehen! deutend besser gefördert und gewahrt werden fönnen nach dem Krankenhause am Friedrichshain erforderlich wurde. Nachdem in der Legislatur von Massachusetts kürzlich durch ein gemeinsames Zusammenwirken Aller in Form des eine Achtstundengesetz- Vorlage im Repräsentantenhaus mit 90 Kartells, als von den einzelnen Gewerkschaften für sich allein. gegen 62 Stimmen abgelehnt worden war, ist diesem Beispiel Die Forderungen, die gestellt würden und in dem Programme jetzt die Legislative von Illinois gefolgt; zur Abwechselung Ausdruck gefunden haben, feien in feiner Weise unberechtigte. besorgte die Abmurksung dort der Senat. Irgend welche Hintergedanken seien nicht vorhanden. Schließlich forderte der Referent zu einer nur sachlichen Diskussion auf. ( Allgemeiner Beifall.) Wir veröffentlichen in unserer morgigen Nummer den Aufruf des Zentral- Wahlkomitees zur Betheiligung an den Kommunalwahlen, sowie des Wahltableau und sonstige Bestimmungen über die Kommunalwahlen. Wir bitten unsere Leser, die Listen und das Tableau bis zur Wahl aufzubewahren. Gerichts- Beifung. erkannt werde. " Soziale Uebersicht. In der folgenden Debatte nahm zunächst Marasas( BauArbeiter) das Wort. Derfelbe stellte in seinen Ausführungen Kartell und Zentralverband gegenüber und machte Kepler den Vorwurf, die Zersplitterung unter den Berliner Maurern und Bau- Arbeitern herbeigeführt zu haben. Seine Gewerkschaft habe bisher noch nicht zu dem Kartell Stellung genommen und werde dies auch in Zukunft nicht thun. Kiging( Steinmetz) war auf Grund der Grundzüge des Kartells gegen dasselbe, indem durch dasselbe nicht die erstrebte Einigkeit, sondern Bersplitterung herbeigeführt werde. Denn man müsse sich entweder an Kongressen 2c. betheiligen und sich den dort gefaßten Beschlüssen fügen oder sich von allem ausschließen und in Berlin machen, was man will. Durch das Kartell werden Sonderinteressen verfolgt. Auch seine Gewerkschaft habe zu dem Kartell noch nicht Stellung genommen. Spuhr( Maler) empfahl das Kartell, wenngleich auch die ganze Kartellbewegung sich noch in den Kinderschuhen befinde. Sein Wunsch ging dahin, daß jede Gewerkschaft die Zentrali sation anstreben möge und daß nicht durch das Kartell die fleinen Lokalorganisationen gepflegt werden möchten. Ohne Kirchthurmspolitik zu treiben, versprach er sich doch Ersprießliches vom Startell. Die Eisen- und Stahlarbeiter fanden auf ihrer Konvention zu Pittsburg ihren Sekretär nicht vor; derselbe war inzwischen Gegen den Genossen Schuhmacher Josef Klinger war von dem bekannten Eisenkönig Carnegie gekauft" worden. Es ist Anklage erhoben worden wegen Bergehens gegen den§ 166 bes dies der britte Beamte dieser Organisation, der in die Dienste D.-St.-G.-B.( Verächtlichmachung bezw. Beschimpfung von kirch- der Herrschenden getreten. Präsident Humphrey wurde Geschäftslichen Einrichtungen), welche am 15. Juli vor der ersten Straf- führer einer Fabrit, und Präsident Jarrett( der bei Beginn des tammer des Landgerichts I zur Verhandlung stand. Das Ver- Bürgerkrieges nach England ausgerückt war, um nicht feine Haut gehen wurde gesehen in einer Aeußerung des Genossen Klinger, wagen zu müssen) wurde für seine der republikanischen Partei welche dieser in einer im vorigen Oktober stattgefundenen Schuh- als schutzöllnerischer Agitator geleisteten Dienste zum Konful in macher- Versammlung in Bezug auf die Ehe und die kirchliche Birmingham ernannt. In Fort Wayne Jnd. tagt die RonEinsegnung derselben gethan hat. Nach dem Protokoll des Be- vention der Eisenbahn- Angestellten( Lokomotivführer, amten, welcher jene Versammlung überwachte, foll Klinger in Heizer, Telegraphisten, Kondukteure, Bremser und Weichensteller). der einem Vortrage M. Baginsti's folgenden Diskussion gesagt Es herrscht ein sehr tonservativer Geist in der Konhaben, die in der Versammlung anwesenden Mädchen sollten, vention", ist Alles, was die Presse bisher zu melden wußte. Und wenn sie sich einmal verheirathen, von einer kirchlichen Trauung so lange der im Lande die Oberhand hat, werden Rippenstöße Abstand nehmen, da die standesamtliche genüge und man die Eingangs geschilderter Art nichts nügen! Rorruption nicht mitmachen dürfe. In dem in diesem Zufammenhange gebrauchten Worte Rorruption" wurde der Verstoß gegen den angezogenen Paragraphen gesehen. Klinger behauptete, das Wort Korruption nur in Anwendung auf die heutige Ehe überhaupt gebraucht und dann, auf die Form der Eheschließung zu sprechen Tominend, von einer firchlichen Einfegnung abgerathen haben. Zwei der Entlastungszeugen wollen Barmstedt, 9. Juli. In der hiesigen Schuhmacher die Ausführungen Klingers ebenso aufgefaßt haben, wie sie nach Aussperrung ist bis jetzt noch keine Aenderung eingetreten. feinen Aussagen vor Gericht gewesen sind. Die Vertheidigung Neun der Ausgesperrten haben sich selbst etablirt. Die Innungs- Biester( Tapezirer) erklärte sich mit den Ausführungen führte der Rechtsanwalt Wolfgang Heine. Der Staats- meister reifen jeden Tag nach Hamburg, um sich Arbeiter zu Reßlers einverstanden, diefelben ergänzend und erläuternd. anwalt hielt das Bergehen für erwiesen und beantragte 14 Tage holen, trotzdem sie vor der Aussperrung stets erklärten, daß Arbeit Regerau( Maler) sprach sich dahin aus, daß jede Stadt Gefängniß. Der Gerichtshof entschied, sich auf das Protokoll des genug fertig wäre und in 6 Wochen fie teiner Arbeiter bedürftig das Recht und die Pflicht habe, die lokalen Mißstände zu bePolizeilieutenants stützend, daß der Genosse Klinger des Ver- feien. Es ist ihnen geglückt, 6 zu fifchen; diesen haben sie er- seitigen, daß sie aber ebenso verpflichtet sei, den Kongreßbeschlüssen geheus schuldig sei, feiner bisherigen Unbescholtenheit und der klärt, daß sie hier 18-19 M. pro Woche verdienen könnten, Rechnung zu tragen. Auch seine Gewerkschaft habe noch nicht Thatsache wegen, daß im Fluß der Rede oft gesagt werde, was trotzdem daß ein hiesiger eingeübter Arbeiter es nur bis zu offiziell Stellung genommen zum Kartell, wenngleich ein Verman bei richtiger Ueberlegung nicht sagen würde, aber nur auf 12-14 m. bringen kann. 3wei von denjenigen, die hier ange- treter im Ausschusse site. acht Tage Gefängniß mit Belastung der Kosten des Verfahrens fangen, können nicht einmal die Kost verdienen. Reßler machte darauf aufmerksam, daß neben den allWir ersuchen dringend, den Zuzug fern zu halten. Die gemeinen( politischen) Interessen die Gewerkschaften auch be Innung hat schwarze Listen ausgegeben, worauf 128 Mann fondere( Gruppen-) Interessen habe. Diese tonnten sehr wohl stehen. gefördert werden ohne Schaden der allgemeinen Interessen. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck ge- Das Kartell habe noch niemals zur Nichtachtung von Rongreßbeschlüssen aufgefordert. Das Kartell sei nur für Alle Briefe sind zu richten an: Berlin gefchaffen und fümmert dieses die Streitigkeiten in den einzelnen Gewerkschaften gar nichts. Das Kartell habe nur den Zweck, speziell die Interessen der Berliner Bau- Arbeiter zu fördern. Auch werde von dem Kartell niemals für Privatmeinungen agitirt werden. Zweck der Versammlung sei, eine Klärung der Verhältnisse und eine Stellungnahme der Gewerkschaften zum Kartell zu veranlassen. Blauroc( Maurer) erklärte gleichfalls, daß durch das nung stellen sich die Einnahmen auf 8232,80 M., die Ausgaben Köln, 14. Juli. Die Produktion des westfälischen Kartell in feiner Weise ein Druck auf die Organisationsform auf 8229,15 M. Die Einnahmen stellen sich in ihrer Hauptsache koakssynbitats im Mai betrug, wie die„ Kölnische Volts: einer Gewerkschaft ausgeübt werden solle. Das Kartell bez vecke aus folgenden Beträgen zusammen: Von der Generalfommission zeitung" meldet, 209 285 Tonnen. In letzter Beit hat eine Ueber- lediglich eine Verbrüderung der Berliner Bau- Arbeiter zur Bein Hamburg 2000 Mt., vom Verein der Heizer und Kohlenzieher produktion stattgefunden; das Syndikat hat die Preise für kämpfung der örtlichen Mißstände. Von Hintergedanken sei teine hierselbst 1000 M., von der Sailors and Firemen Union in bas Ausland auf 11 bis 10,50 m. pro Tonne ermäßigt. Rede. Das Kartell habe seine vollständigste Sympathie. Hoboken 400 M., von den Heizern und Trimmern Hamburgs 274 M., Nach dem Siegerländer Eisenbericht deffelben Blattes sind die Mader( Stuckateur) sprach im Namen seiner Gewerkschaft, von der Gewerkschaftskommission hierselbst 425 M., Taut Sammellisten Preise für Eisensteine fest, Roheisen ist weniger lebhaft, gutes die vollständig auf dem Boden der Darlegungen Kepler's stehe. und verkauften Streitmarken 3370,65 Wt. Unter den Ausgaben Buddel- Roheisen wieder zu 40 bis 50 m. pro Tonne täuflich. Der vorgezeichnete Weg, Front zu machen gegen das Progennehmen die Unterstützung der Streifenden mit 6370,25 m., sowie Die Blechwalzwerke sind gut beschäftigt; Preise noch nicht thum, wie es sich im Berliner Baugewerbe breit mache, sei für die örtlichen Ausgaben und für auswärtige Agitation mit lohnend." die Berliner Bau- Arbeiter der einzig richtige. Nicht nur aus zusammen 855,90 N. die hervorragendsten Punkte ein. Der Das Ausland bezieht den Roats billiger als wir das ist wirthschaftlichen, sondern auch aus sittlichen Gründen seien die gegenwärtige Kaffenbestand beläuft sich auf 3,65 M.; es stehen der„ Segen", welchen die Schutzölle auf das„ geliebte Baterland" Bau- Arbeiter gehalten, sich eng zusammen zu schließen. Redner jedoch noch Sammellisten aus, die etiva noch einlaufende Ausgaben herabträufeln. forderte auf, fich dem Startell anzuschließen und für dasselbe zu sicherlich decken werden. arbeiten. Eine schöne Sorte Patriotismus! Schweiger( Maler) war nicht der Meinung, daß durch Paris, 15. Juli. Gestern beschlossen 1500 Delegirte der Leipzig. Die Freie Vereinigung selbständiger das Kartell irgend eine Zersplitterung herbeigeführt werden könne. Angestellten verschiedener Eisenbahn- Gesell Barbiere, Friseure und Perrücenmacher für vielmehr könnten durch das Kartell die speziellen Interessen der fchaften einen Generalaus stand, da die Forderungen 2eipzig und Umgegend wurde nach der Bolts- Beitung" Berliner Bau- Arbeiter sehr wohl gefördert werden. Die Streite der Angestellten von der Direktion der Orleansbahn abgelehnt vom Polizeiamt aufgelöst, weil sie entgegen den Bestimmungen Kontrollfommission tomme gar nicht in Frage. wurden. Heute werden die Angestellten der Bahn Paris- Lyon- des Vereinsgesetzes heimlich zu einem Zweigverein des Verbandes nur Dieser falle die Defensive, dem Kartell aber Mittelmeer und der Nordbahn zu dem obigen Beschluß Stellung der freien Bereinigungen selbständiger Barbiere 2c. umgestaltet gegen das Rapital zu. Redner hielt es für nothwendig, zu er die Offensive nehmen. worden war. mahnen, die Gewerkschaftsbewegung nicht über die politische Be Arbeiterbewegung. beten. J. Lüdemann, Adr. Herrn Bergmann, Rönigstraße 12, Bremerhaven. Am Montag, den 13. Juli, fand eine Mitgliederversammlung des Vereins der Heizer und Kohlenzieher statt, in welcher die Abrechnung über Erfurt. Wie die Thüringer Tribüne" schreibt, find wieder den Streit nach dem Stande bis zum 12. Juli bekannt gemacht Entlassungen aus der fönigl. Gewehrfabrik an wurde. Die Abrechnung ward von den Revisoren, die am letzten der Tagesordnung. Man fürchtet, daß der Stand des Personals Freitag gewählt worden waren, geprüft und für richtig befunden. auf etwa 200 Mann reduzirt werden solle. Darauf wurde die Lohnkommission entlastet. Nach der Abrech Kartell ein. Wort. wegung zu vernachlässigen und trat im Uebrigen warm für das Die übrigen eingezeichneten Redner verzichteten auf das Die Versammlung erklärte sich mit den Ausführungen des Referenten und mit dem Kartell- Programm unter einer redaktionellen Aenderung einverstanden. messen dürfte. Nachdem hierzu noch die Kollegen Hartmann, an die Deffentlichkeit. In Betreff feiner Mitgliedschaft wurde Becker und Selchow sprachen und letzterer namentlich darauf Kollege Rennthaler einstimmig als ehrenhaftes Mitglied anerhingewiesen, daß die unterstützten Kollegen angehalten werden tannt. Im Weiteren stellte der Vorsitzende den Antrag, alle permöchten, diese Arbeitergroschen nicht nach den Herbergen zur sönlichen Swiftigkeiten dem Vorstande zur Regelung zu überHeimath zu tragen, wurde der Antrag, 1,50 M. Reise Unter- weisen, was einmüthig angenommen wurde. Unter Verschie ftützung zu zahlen, einstimmig angenommen. denem" machte Kollege Gutsch bekannt, das Organ, Der Arbeiter" Unter Puntt 4, Ausgabe der Statutenbücher, wurde befei bei den im Vorwärts" bekannt gemachten Kollegen zu haben, Der zweite Punkt der Tagesordnung lautete: Die schlossen, diefelben unentgeltlich an die Mitglieder zu verabfolgen, und bat, daß Jeder darauf abonnieren möchte. Nachdem der Stellungnahme zum internationalen Arbeiter- iedoch( Antrag des Kollegen Rechner) für verlorene Bücher 10 Pf. Vorsitzende um recht rege Betheiligung zum nächsten Stiftungstongreß in Brüssel". zu erheben. feste, welches Sonnabend, den 18. Juli, bei Kliems stattfindet, Eine längere Debatte zeitigte bie Beschlußfassung über ein aufgefordert und dann noch bekannt gemacht hat, daß die nächste abzuhaltendes Vergnügen event. Wahl eines Vergnügungs- Mitgliederversammlung am 9. August stattfindet, erfolgte Schluß fomitee's. Kollege Stabernack führte hierzu aus, daß, da die der Versammlung. Klempner das Lokal Neue Welt" vor Auflösung ihres Vereins Der Ausführungs- Ausschuß hatte sich für Nichtbefchidung des Rongresses ausgesprochen, um dem Kartell nicht die Kosten aufzuerlegen. Die Frage, ob die kartellirten Bau- Arbeiter den internationalen Arbeiterfongreß in Brüssel beschicken wollen oder nicht, zeitigte eine längere Debatte. Biester( Tapezirer) war für Beschichtung des Rongresses und zwar durch einen Delegirten, der auf dem Boden der Opposition stehe, d. h. der für die Feier des 1. Mai und den achtstündigen Arbeitstag eintritt. Schweiger( Maler) war für Beschickung des Kongresses unter Berücksichtigung auch der gewerblichen Richtung. Die Be schickung dürfe nicht der politischen Richtung allein überlassen werden. Eine Beschickung des Kongresses würde nur von Nußen sein, um so mehr, als verschiedene Gewerkschaften nicht in der Lage sein würden, Delegirte zu entsenden. Der Wichtigkeit der Tagesordnung und der vorgeschrittenen Seit wegen beantragte Wernau, diesen Bunkt der Tagesordnung zu vertagen und denselben in erster Linie in einer innerhalb 14 Tagen stattzuhabenden öffentlichen Bau- Arbeiter- Versammlung zu erledigen. Dieser Antrag wurde angenommen. Im Weiteren war die Versammlung berufen, die Erfahwahl für ein Mitglied des Ausführungsausschusses und zwar an Stelle Wernau's( Bau- Arbeiter), welcher sein Amt niedergelegt hat. vorzunehmen. werden. " " M fest gemiethet hatten und nachdem dieselben jetzt dem Verbande Eine öffentliche Versammlung aller in ber Schrifts angehörten, es Pflicht derselben sei, für die Abmachungen einzu gießerei und in Meffinglinien- Fabriten be treten; deshalb habe der Vorstand beschlossen, an dem Tage ein fchäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen fand am Sommervergnügen des Verbandes stattfinden zu lassen. Redner 10. Juli statt. Zum ersten Punkt der Tagesordnung hielt Geempfahl die Wahl eines Vergnügungskomitee's von 15 Personen. noffe H. Beus einen Vortrag über:" Der Kampf um die VerEin Antrag, 25 Personen in das Romitee zu wählen, fand An- fürzung der Arbeitszeit." Die ökonomischen Verhältnisse unserer nahme und wurde hierauf die Wahl von 25 Kollegen als Ber Beit seien die Grundlage, auf welcher die Sozialdemokratie mit gnügungskomitee vollzogen. den von ihr vertretenen Ideen fußt, darum wäre es auch ohne Demgemäß findet das Vergnügen am Sonnabend, den Belang, wenn die Sozialdemokratie irgend welche Fehler 25. Juli in der Neuen Welt" statt und ersuchte in der Taktik mache, die wirthschaftlich- technische Entder Vorsitzende die Kollegen, sich zahlreich daran zu betheiligen. wickelung würde die Fehler sofort forrigiren. In jedem Billets hierzu sind auf sämmtlichen Bahlstellen zu haben. Dann Falle arbeite das Rapital bem Sozialismus vor. Von diesem wurden die von den Branchen- Versammlungen vorgeschlagenen Standpunkt aus betrachtet, sei auch der Streit, welcher in letter Beisiger, nämlich die Kollegen M. Bräuer, Becker, Thate, Bathge, Beit innerhalb der Berliner Parteitreise geherrscht habe, ein unWegener, Otto Jost, Brach, Borisch und Ostar Schwarz be- nüßer gewefen. Da man die dem Sozialismus zuarbeitende ftätigt, und wird, um den Vorstand vollzählig zu machen, noch technisch- wirthschaftliche Entwickelung nicht willkürlich vorwärts ein Kollege aus der Branche der Gas-, Wasser- und Dampf- bringen könne, bleibe für uns nur übrig, durch Agitation und Armaturen, Drücker und Gürtler in nächster Versammlung vor- Belehrung die in der Wirthschaftsweise vor sich gehende Revogeschlagen werden müssen. Die Kollegen obengenannter Branchen Iution in die Köpfe unserer leidenden Mitbrüder fiberzupflanzen, wurden beauftragt, hierzu in Kürze eine öffentliche Bersammlung fie ihnen zum Bewußtsein zu bringen. Das sei alles, was wir einzuberufen. Unter dem letzten Punkt fand noch die Wahl einer nach der Hinsicht thun tönnten. Anders dagegen sei es mit der VerKontroll- Kommission für den Arbeitsnachweis statt und wurden fürzung der Arbeitszeit auf acht Stunden. Der achtstündige Arbeitstag die Kollegen Bingau, Eisenblätter und Kayke hierzu gewählt. Gewählt wurde Krüger( Bau- Arbeiter), Friedenstr. 49. laffe sich gewissermaßen ivillkürlich einführen und er müsse seiner Die Rechnungslegung des Ausführungsausschusses erfolgte nüßlichen Wirkung halber mit Energie erkämpft werden. Wenn durch den Genossen Hugo Lehmann. Vereinnahmt wurden Ju der Versammlung des Vereins der Bau- und ge die ökonomische Entwickelung so wie jetzt weitergehe, habe man in den Monaten Mai und Juni dieses Jahres 150 M. und zwar werblichen Silfsarbeiter für Rigdorf und Umgegend, welche schon in 20 bis 30 Jahren die Grundlage der sozialistischen Provon den Töpfern, Stuckateuren und Maurern je 50 am 4. Juli stattfand, sprach der Reichstags- Abgeordnete Stadt- buktion, den sozialdemokratischen Arbeitern werde dann bei endMart, davon wurden verausgabt 61 m. 43 Pf., so daß ein Behagen über das Thema:" Ist es Arbeitgebern( Arbeitern) und giltiger Herstellung des sozialistischen Gemeinwesens nicht viel stand von 88 M. 57 Pf. verblieb. Unternehmern( Geldgebern) gestattet, ohne ein Geschenk von mehr zu thun übrig bleiben. Würden sich die herrschenden Klassen Lehmann forderte im Anschluß hieran die Gewerkschaften 3000. an Polizeibeamte zu machen, sich zu organisiren?" Der dem nothwendigen Gange der Entwickelung entgegenseßen, so 3 größerer finanzieller Unterstützung auf, während Blaurod Referent entledigte sich seiner Aufgabe in ziemlich zweistündigem könne es möglicherweise zu einem„ Auf die Straße- treten" der bie Entfaltung einer größeren Agitation als bisher wünschte. Bortrage und wurde mit reichem Beifall belohnt. Die Versamm Massen der Befiglosen tommen, jedoch sei das Eintreten dieser Diesem Wunsche wird nach Möglichkeit Rechnung getragen lung nahm fein normales Ende, sondern verfiel der polizeilichen Eventualität fehr anzuzweifeln, da es heute schon eine Art Prinzip Auflösung. Beschwerde ist natürlich eingereicht. der herrschenden Klaffen und der öffentlichen Inftitutionen wäre, ersterer, sich durch lebergriffe verächtlich zu machen, letzterer, sich Nachdem noch einige nebenfächliche Angelegenheiten erledigt In der Generalversammlung des Vereins der ge dem Sozialismus zu nähern. worden waren, erfolgte Schluß der Versammlung. werblichen Hilfsarbeiter für Berlin und Umgegend, abDer Vortrag wurde beifällig aufgenommen. Nach Die Verliner Portiers und verwandte Berufsgenossen gehalten am 7. Juli, gab der erste Rafsirer 2. Arndt den einer furzen Diskussion gelangte folgende Resolution zur hielten am Sonntag Nachmittag eine öffentliche Versammlung Monatsbericht. Derselbe wurde von den Revisoren für richtig Annahme:„ Die Versammelten erklären sich mit den Ausführungen bei Norbert, Beuthstr., unter Vorsitz des Roll. Rennthaler ab. befunden und demgemäß dem Kassirer Decharge ertheilt. Hierauf des Referenten voll und ganz einverstanden und erblicken zu Den ersten Punkt der Tagesordnung bildete ein Referat des Ge- hielt Genoffe Heindorf einen oft von großem Beifall unter nächst in der Verkürzung der Arbeitszeit dasjenige Mittel, welches nossen Rohrlack über die Frage: Wie stellen sich die Berliner brochenen lehrreichen Vortrag; Diskussion über denselben fand die Arbeiterklasse in ihrem Kampfe gegen das Kapital stärkt und Portiers zu den Arbeiterorganisationen?" Gegner der Ansicht nicht statt. Der Punkt Verschiedenes zeitigte eine kleine Debatte das uns auch dienlich ist zur Erstrebung der Umwandlung der des Referenten, daß die Portiers alle Ursache haben, sich mit zwischen den Kollegen W. Arndt und Vogel, worauf der Vor- kapitalistischen in eine gemeinwirthschaftliche Produktionsweise." ihrer Organisation ganz auf den Boden der modernen Arbeiter- fitzende die Versammlung mit einem Hoch auf die moderne zum zweiten Punkt der Tagesordnung, die Zustände in den einbewegung zu stellen, meldeten sich nicht, dagegen sprach Kollege Arbeiterbewegung schloß. zelnen Offizinen", sprachen mehrere Kollegen. Allgemein wurde Roßler im Sinne des Referenten. den größeren Schriftgießereien Die Lohnkommiffion der Zimmerer hielt am 8. und über Unguträglichkeiten in Beim dritten Punkt theilte Koll. Thiel mit, daß das Lokal 10. Juli Bezirksversammlungen für den Westen resp. ben geklagt; angeführt wurden hauptsächlich die Etablissements woselbst die an den Komplettbes Hrn. Weift, Markgrafenſtr. 87, nach einem ihm zugegangenen Südwesten Berlins ab. Die Tagesordnung war für beibe Ber- 23öllmer und Reinhold den Anforderungen der Polizei Verordnung vom sammlungen folgende: 1. Die Bedeutung des Beschlusses der maschinen beschäftigten Gehilfen nach Ansicht der Geschäfts31. Oftober 1889 nicht entspreche und daher die Versammlung, Generalversammlung der Zimmerer Berlins vom 21. Junt. 2. Wahl leitung angeblich nicht genug leisten sollen. Man soll bei Wöllmer schon gedroht haben, andere Arbeiter anzulernen. welche schon vor 8 Tagen stattfinden sollte, verboten worden sei. eines Vertrauensmannes. Ueberall werde der Lohn zu schmälern gesucht. Alles deute Es habe eine volle Woche gedauert, ehe er in den Besitz dieses In diesen Versammlungen wurde von den Kameraden Gefrois darauf hin, daß man etwas gegen die Arbeiter plane, das bei Bescheides gekommen sei. Vereinsversammlungen hätten früher und Behmann klar gelegt, welche Bedeutung die jetzige Lohn- erst bester Gelegenheit ausgeführt werden solle. Dem müsse durch bort abgehalten werden dürfen. kommission habe, deren Stellung unter den zerrütteten gegen das Zusammenhalten der Kollegen vorgebeugt werden. Die Roll. Roßler giebt hierauf einen eingehenden Bericht über wärtigen Verhältnissen der Zimmerer eine sehr schwierige wäre, weitere Diskussion drehte sich um die Frage, wie das ge= die Lage der Berliner Portiers. Redner schildert in treffenden weshalb es eines jeden Berliner Zimmerers ernste Pflicht sein sammte arbeitende Personal der Schriftgießereien und MessingAusführungen, wie die sogenannten„ Hausreiniger" den Beruf müßte, hinter derfelben zu stehen, denn nur bei Einigkeit der linien- Fabriken am besten zu organisiren sei, damit im Falle portiers eine schwere Konkurrenz machen, da sie ihre Dienst Kameraden wäre es möglich, der Willkür der Ausbeuter eine Grenze eines Streites nicht eine Branche die andere ersetze. Von einer Leistungen nur für freie Wohnung, ohne jede Entschädigung in zu setzen. Von dem Erfolge der 1889er Bewegung sei fast keine Spur baarem Gelde anbieten; ferner, wie sehr die Portiers den Launen mehr vorhanden, da jetzt der Lohn zwischen 45-55 Pf. pro Stunde Seite befürwortet, daß sich die Messingarbeiter und die anderen der Herrschaften und der Wirthe ausgesetzt sind, die bei jedem schwanke; nur in einzelnen Fällen würden 60 Pf. bezahlt, von der Kategorien von Arbeitern( Zurichter, Hobler 2c.), welche in den Streit lieber einen Portier gehen lassen, ehe sie sich der Gefahr 9 stündigen Arbeitszeit sei gar nicht mehr zu reden. Aus diesen Gießereien ze. thätig sind, dem Verein der Berliner Schriftesfehen, von dem Inhaber einer großen Wohnung diefelbe ge- Gründen müßten die Zimmerer endlich wieder, alles bisherige gießer anschließen sollten; von anderer Seite wurde das als unzweckmäßig bekämpft. Ein anderer Vorschlag ging dahin, auch fündigt zu bekommen. Einer eingehenden Kritik wurden ferner Mißtrauen bei Seite werfend, als eine kompakte Masse dastehen, die Arbeiterinnen in den Verein hineinzuziehen; jedoch kam es die ungefunden Portierwohnungen, die entweder im tiefsten Keller nur das werde unsern Ausbeutern Respekt einflößen. Es müsfé ober auf dem obersten Boden sich befinden, unterzogen. Diefelben Gache der Zimmerer selbst sein, zu verhüten, daß zum Winter 84 keinem Beschluß, da erst der Schriftgießerverein zu dieser Frage Stellung nehinen muß. Wenn dies geschehen, soll öffentlich feien entweder Estimohöhlen oder in ihren Wirkungen den Blei- der Lohn etwa noch mehr reduzirt wird, da wir bei den hohen weiter darüber diskutirt werden. Bevor die Versammlung ge= bächern ähnlich; die Kollegen sollten, soweit solche ungesunde Lebensmittelpreisen jetzt schon kaum im Stande seien, unsere Fa- schlossen wurde, machte Herr& öhr darauf aufmerksam, daß die Wohnungen ihnen angeboten werden, die Polizeibehörden in milien zu erhalten. Die Sammlung zum Generalfonds betrage Stenntniß ſehen, damit den Uebelſtänden abgeholfen werde. Redner wöchentlich nur 15 Bf.; zu erwarten stehe, daß sich die Zimmerer Differenzen zwischen der ungarischen Schriftgießerei- Attienschildert hierauf die petuniäre Lage der Portiers; diefelben müßten werden mann für Mann baran betheiligen. Durch die Art und gesellschaft in Budapest und deren Angestellten ausgeglichen find, Während der Zeit, daß ihre Herrschaften in den Bädern weilen, Beise der Geschäftsführung der Kommission wäre in Betreff und es jedem der Kollegen unbenommen bleibt, bort in Nonderen Hab und Gut bewachen und hätten dabei doch kaum satt der Sicherung des Geldes alles nur mögliche vorgekehrt. UnBescheid lich höchstens 1 pct. 60-100 Mart Gehalt. M dition zu treten. zu essen. Es sind nach den Angaben des Redners 40 pt. aller regelmäßigkeiten brauche kein Kamerad mehr zu befürchten. Diese Eine große öffentliche Versammlung aller in der Portiers, welche ohne jedes Gehalt, nur gegen Gewährung einer Slarlegung fand keinen Widerspruch. Es wurde dann die Wahl freien Wohnung, die ihnen übertragenen Arbeiten verrichten, 37 pct. Der Bertrauensleute vorgenommen und für den Westen Kamerad Filzschuhwaaren- Branche beschäftigten Arbeiter und Arbekommen 10-20 M. pro Monat. Lehtere seien zum größten Theil Reißner, Staßlerstr. 7, für Süden und Südwesten Kamerad Thiel, beiterinnen tagte am 13. Juli. Herr Dr. med. 3 adek sprach Pionirte Beamte, welche dies geringe Gehalt als 3u Dieffenbachstr. 85, gewählt. Karten und Marken sind bei den in zweistündigem, durch Experimente( Tuberkelbazillen- Reinbufre au ihrer Pension benutzen und damit den übrigen die un- genmunten Kameraden zu haben. Mit einem dreimaligen Hoch fulturen in verschiedenen Stadien) verdeutlichtem Vortrage über: „ Die Entstehung der Lungenschwindsucht." Er bezeichnete die erträglichste Konkurrenz bereiten. 20 pet. bekommen 21-30 m. auf das Gebeihen der Zimmererbewegung wurde die Versamm Schwindsucht als eine Krankheit, deren Bedeutung weit hinausGehalt, müssen aber dafür stets zu Diensten des Brotherrn lung geschlossen. reicht über all das, was wir sonst von einzelnen bestimmten stehen, d. h. sie haben vom grauenden Morgen bis in die sinkende Nacht zu arbeiten. 2 bis 3 pSt. bekommen 30-60 m. und end- Die auf Dienstag angekündigt gewesene Versammlung Krankheiten wissen. An Lungenkrankheiten gehen mehr Menschen Redner beleuchtet des Wahlvereins im sechsten Wahlkreise, in welcher Ge zu Grunde als an allen Epidemien. Mindestens ein Siebentel hierauf das Unwesen der Trinkgelder und der Gratifikationen. noffe& ütgenau über den neuen Programmentwurf und die aller Verstorbenen lift an Lungenkrankheiten, vielleicht aber ein LungenBomber Liebedienerei, von den Verbeugungen und Katzen Gegner referiren sollte, tonnte nicht stattfinden, da die An- Dritttheil aller Menschen erliegt ihnen. Die Kahen- Gegner buckeleien bei Empfangnahme der Trinkgelder hätten schon viele meldung der Versammlung aus Vergeßlichkeit unterblieben war. ſchwindscher Sleib tummen Rüden bekommen. Das Annehmen von alten Die sehr zahlreich erschienenen Parteigenoffen kehrten daher am die Erwerbsverhältnisse, sie hat eine hervorragende ökonomische Sothungsstücken, von ausgekochtem Fleisch u. f. w., wozu die lokale wieder ich eh die Versammlung nicht stattfand, konnten Schädigung im Gefolge, indem durch fie ganze Generationen ins Noth den Bortier gringt, sei ebenfalls unter bas Trinkgelders fiber wieder um. Da die gelungen den Parteigenoffen nicht Elend gestürzt werden. Redner schilderte in eingehender Weiſe theiligten filationsunvesen zu rechnen. An der Diskussion befo rechtzeitig, wunschenswerth war, gemacht werden. Die Entstehung und Heilbarkeit der Lungenschwindfucht, welch letztere Werften fich die Kollegen Fallenthal, Scholl und Fiebiger. Die Gxtrazugtig wie wünschen unterbleibt, weil der von der Eiſen Eigenschaft von den Medizinern früherer Zeit in Abrede geſtellt Tommen lung ftimmte der Meinung des Kollegen Koßler voll- bahn- is- fahrt nach Berngreis zu enorm iſt. Die Beſchlüſſe be worden sei. Er hob das erbliche Moment der Schwindſucht her. feine Rede sein könne, sondern nur durch Agitation in großen bekannt gemacht werden.( Siehe Inseratentheil dieser Nummer.) Ursache der Entstehung von Lungenkrankheiten. Hauptsächlich feine Rebei, wonach von einer Lohnbewegung in ihrer Branche treffs Direction geforderte Preis werden durch den„ Vorwärts" vor und erklärte die Ginathmung von Staub für die allerhäufigste einen werden. von außerordentlicher Bedeutung für find es die Armen, namentlich das industrielle Proletariat, der Schwindsucht zum Opfer fällt. Während im das der Schwindfucht Versammlungen und durch eine feste Organisation Hilfe zu erwarten stehe. Es möge ein Jeder dahin wirken, daß der Die der Bauarbeiter Berlins hielt Serien Bereinigung der Portiers recht viele Mitglieder zugeführt am 12. freie Bereinigtige witgliederversammlung ab. Bevor Allgemeinen das Verhältniß aller an Lungenkrankheiten Werin die Tagesordnung eingetreten wurde, machte der Vorsitzende storbenen sich auf 15 pet. stelle, betrage dasselbe bei den Metallbekannt, daß das Mitglied Prang am 21. Juni verstorben sei, staubarbeitern 28 pt., bei den Mineralstaubarbeitern 25 pet. Der Berbind aller in der Metallindustrie beschäftigten worauf sich zu Ghren des Geschiedenen die Mitglieder von den und bei den in animalischem Staub Arbeitenden über 20 pet. erhoben. eine ordentliche Generalversammlung ab. Nach Verlesung des seinem mit großem Beifall aufgenommenen Vortrage über Kapital in den menschlichen Körper eingehend erörtert, wies er darauf Annahme desselben, erhielt zum ersten Punkt der Tagesordnung, sich unter demselben Drucke befänden, wie zur Feudalzeit. Die der Lungenkrankheiten gestellt sind. Wenn, wie dies gewöhnlich Kassenbericht des Rendanten, Kollege Gerisch das Wort. Nach moderne Produktionsweise züchte auf der einen Seite nur Bettler, der Fall, Leute aus dem Arbeiterstande mit beginnender Lungens feinen Ausführungen beziffern zum Arzt 1004,59 M., bie Gesammtausgaben auf 1038,68 M., so daß ein es, seine Arbeitskraft so theuer wie möglich zu verkaufen. Dazu anderes sagen, als daß sich die Patienten einige Wochen lang gebbre vor allen Dingen gehöre Gerisch, daß unter den Einnahmen diejenigen des Monats Juni halten. In der Diskussion sprach Sollege Gadegaft im Sinne des halten sollten. Weder der Erkrankte noch die ihn unterstüßenden noch nicht mit inbegriffen sind und zwar deshalb, um den Referenten. Sierauf wurde folgende Resolution angenommen: Kaffen hätten aber die Mittel, um den Patienten einer monateKassirern Zeit und Gelegenheit zu geben, mit den Zahlstellen sich „ Die heutige Mitgliederversammlung erklärt sich mit den langen Stur unterwerfen zu lassen, wie dies zu völliger verständigen zu können, und alsdann nur monatliche Abrechnungen Ausführungen des Referenten Genossen Baginski voll und ganz Genesung nothwendig sei. Nachdem die augenblicklichen Athemmit denselben vorzunehmen. Dem Redanten wurde hierauf Decharge einverzanden und legt es jedem Kollegen ans Herz, den Verein beschwerden vorüber, müsse der Arme wieder an seine Arbeit, ertheilt. Bun 2. Binkt ber Tagesordnung,„ Bestätigung der vom provi in jeder Hinsicht hochzuhalten und zu fördern." Unterm Punti Nach fürzerer oder längerer Zeit käme er wieder und dann fei Zum forischen Borstand eingegangenen Verpflichtungen", welche Lokal- Bereinsangelegenheiten" wurden die monatlichen Beiträge nach die Schwindsucht das, wofür sie früher ausgegeben worden: eina mitte für den Arbeitsnachweis u. f. w. betreffen, beantragte längerer Debatte auf 30 Bf. festgefekt. Hierauf verlas Kollege Geißel, welche, unansbleiblich zum Tode führen müſſe. Kollege Scheip Santtionirung der Abmachungen, welchem Un genthaler die Nr. 27 des„ Bauhandwerkers", in welcher Lungenschwindsucht sei eine Krankheit, deren Ursachen und Ent trage einstimmig folge gegeben wird. Beschlußfassung über die feine Berson in fehr scharfer Weise angegriffen wurde, und stellte stehung wir gegenwärtig kennen, deren Beseitigung wir dema Bube des zu verabfolgenden Reisegefchents, lautete der folgende hierzu cen Untrag, der Borstand möge die Sache untersuchen, da zufolge in der Hand haben. Zur Heilung ist eine möglichst Buntt. Kollege Gerisch führte hierzu an, daß schon verschiebene einer Meinung nach als ehrenhaftes Mitglied der Bereinigung rasche und umfassende Erholung des Kranten nothwendig. Be Branchen zur Zeit höhere Unterſtügungen zahlten, und im Dine font nicht mehr angehören könne. Der Vorsitzende verwies den sonders wichtig sei die Unschädlichmachung und Entfernung des blick hierauf der Verband diese Summe nicht unter 1,50 M. be- Kollegen Rennthaler mit der Untersuchung seiner Angelegenheit Auswürses. Die Entfernung des Auswurfes sei sehr leicht, die wirks Die Sozialdemokratischer Klub der im Buchdruckgewerbe beschäftigten Kellnerinnen Berline! Donnerstag, den 16. Jult, Nachts 12 Uhr: zweite große öffentliche Kellnerinnen- Bersammlung im Saale„ Kaufmann's Bartetee", Königstraße, am Bahnhof Alexanderplaz. Tagesordnung: 1. Bortrag der Frau Emma Jhrer aus Belten. 2. Distusfion. 3. Berlesung der Statuten für die zu gründende Freie Vereinigung Berliner Gastwirths gehilfinnen. 4. Berschiedenes. Am Eingang wird ein Eintrittsgeld nach Belieben zur Deckung der Unkosten erhoben. Verband deutscher Barbier-, Friseur- und Verrückenmacher- Gehilfen. Zweigverein Berlin. Donnerstag, den 16. Jult, Abends 10 Uhr, Rofenthalerstr. 38. Mitglieder- Bersammlung. den 16. Juli, Abends 9 Uhr. Sigung im Restaurant Schwetzberger am Verein ehemaliger Schüler der 85. Gemeinde- Schule. Donnerstag, Schlesischen Thor. Ehemalige Schüler der 85. Gemeinde- Schule als Gäste willtommen. Arbeiter- Bildungsverein für Friedrichsfelde und Umgegend. Donnerstag, den 16. Jult, Versammlung bei Momber, Wilhelmstr. 10. Gäfte willkommen. Achtung, Möbelpolirer! Sonnabend, Abends Uhr, große laden. 0 Belgrad, 15. Juli. Im Kreise Uschiha fand eine Razzia nach Räubern statt, bei welcher drei derselben, Genossen des berüchtigten Räubers Jossovah, getödtet wurden. Triest, 14. Juli. Nachrichten aus Massau ah( am Rothen Meer) zufolge richtet die Cholera daselbst große Verheerungen unter den Eingeborenen an; es sind auch bereits vier italienische Bergschühen und eine griechische Dame gestorben. Die überder Krankheit bei. mäßige Hize( bis 40 Grad Reaumur) trägt sehr zur Verbreitung Montreal, 14. Juli. Ein fürchterliches Feuer brach um Mitternacht hier aus. Erst um 5 Uhr Morgens gelang es der Feuerwehr, dem Umsichgreifen der Flammen Einhalt zu thun. Seit dreißig Jahren haben so große Verheerungen durch eine Feuersbrunst hier nicht stattgefunden. Zwanzig Mühlen, viele Faktoreien, Läden, Hotels und Wohnhäuser sind vollständig niedergebrannt. Der Schaden wird auf mehrere hunderttausend Dollars geschätzt. liche Heilung der Zungenkranken aber in der heutigen Gefellschaft| daß er es vorzog, fich mit seinen Genossen rückwärts zu fon- Worms, 10. Jult. Aus dem Protokoll der vorlegten Berd einfach unmöglich. Dazu gehörten Mittel, die man heute für Militär zentriren". Folgende Resolution fand gegen die zwei antisemiti sammlung des Hassia- Bezirks Worms( welcher 22 Militärvereine und Marine, also für kulturfeindliche Zwecke opfere.- Dem fesselnden schen Stimmen Annahme: umfaßt) entnehmen wir, daß die Militärveretne bes Vortrage, an den sich noch die Beantwortung verschiedener Fragen Die heutige bei Feuerstein tagende Versammlung ist mit den schlossen haben, die Sozialdemokratie entschieden zu beschloß, folgte reicher, wohlverdienter Beifall. Nachdem unter Ausführungen des Referenten einverstanden; sie spricht der anti- tämpfen, ihr überall entschieden entgegen zu treten und jedes Verschiedenem" der Antrag Schmolling, in nächster femitischen Partei das Recht ab, Arbeiterintereffen zu vertreten, Mitglied, welches sich zu derselben bekennt, aus den Ver. öffentlicher Versammlung die Tagesordnung lauten zu lassen: denn sie ist eine Misch- Masch- Partei und nur durch die sozia einen zu entfernen."- E3 müßte zur guten Sitte werAbrechnung des Generalfonds und Regelung des Martensystems" demokratische Partei fönnen die Arbeiter die Verwirklichung ihr den, den Kriegervereinen überhaupt nicht beizutreten, dann wären angenommen war, schloß der Vorsitzende die Versammlung. Ideen erreichen. diese traurigen Nachtreter des alten Prätorianerthums bald Aus dem Bericht der Revisoren, den Kollege Kuhnte erstattet, wie sie wünschen ganz unter sich". Was die Militärvereine Eine öffentliche Versammlung der Drechsler fand am ging hervor, daß troz aller Anstrengungen und Bemühungen an Positivem bieten, das kann jede beliebige andere Privat13. Juli statt. Ueber den ersten Punkt: Land- und Industrie- man nicht im Stande war, das Organ der Hausdiener Die vereinigung ebenfalls gewähren, und über den öden Phrasenbevölkerung" sprach Genosse Berndt. Derselbe führte aus: Die Einigkeit" ohne Zuschüsse lebensfähig zu erhalten. An diesen schwulst, mit dem sie ihre Mitglieder trattiren, lacht so wie so Klaffengegenfäße schärfen sich heutzutage auch bei der landwirth- Bericht knüpfte sich eine sehr stürmische Diskussion, die sich bis schon die ganze Welt, soweit ihr Hirn nicht durch das Tragen schaftlichen Bevölkerung; die Behauptung von dem angemessenen Morgens um 1/23 Uhr ausdehnte, ohne daß es zu einem bestimmten der Pickelhaube Schaden gelitten hat. Es ist also nicht gerade Lohn, der guten Nahrung zc. der Landarbeiter trifft nicht zu. Resultat gekommen wäre. Teicht, zu begreifen, warum Sozialdemokraten in jene Klubs einNicht von den Agrariern hoffen Kleinbauer und landwirthschafttreten. licher Arbeiter Abhilfe, sondern von der Sozialdemokratie. Der Arbeiter. Freitag, den 17. Jult, bet Gründel, Dresdenerftr. 116. Mitglieder- Stockholm, 11. Juli. Ein Minenboot des französischen Kleinbauer sei nicht der Ansicht, daß ihm durch Zölle aufgeholfen Bersammlung. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Aufnahme neuer Mit- Nordgeschwaders übersegelte heute ein Schiffsboot, das zu dem werden könne, weil er entweder nur einen fleinen Theil seiner glieder. 3. Diskussion. Gäste haben Zutritt. Erzeugnisse oder sehr oft auch gar nichts verkaufen kann. abends 8 Uhr. Bersammlung bei Norbert, Beuthstr. 22. Nach der Sigung boot befanden sich fünf Matrosen, von denen zwei ertranken. Verein der Modelleure und Gipsbildhauer. Donnerstag, den 16. Jult, Avisodampfer Lance" des Geschwaders gehörte. In dem Schiffs. Verkaufe er aus Noth, so müsse er später zu seinem gemüthliches Betsammensein. Nachtheil wieder zu höheren Preisen einkaufen. Nur die Großgrundbesitzer, welche über 100 Hettare Land befizen, zögen allein den Nugen aus den Zöllen auf Lebensmittel, so auch der Ziegelbrenner und Großgrundbesizer Bismarck. Die Herren flunkerten von einer Steigerung der Arbeitslöhne; in Wirklichkeit sei der Lohn gefallen. Die Grundbesizer machten gewöhnlich keine schriftlichen Kontrakte, sondern träsen mündliche Verabredungen. Einen Theil des Lohnes zahlten sie in Naturalien, aber wenn die Preise stiegen, dann zahlten sie lieber in Geld, wodurch die Arbeiter geschädigt würden. Würde der landwirthschaft liche Arbeiter Unzufriedenheit äußern, so ließe man ihn einfach gehen, und sei er einmal als unzufrieden bekannt, so befomme er nirgends mehr Arbeit. Die Lage namentlich der Hofgänger sei schlimm und würde durch die Konkurrenz entlassener Sträflinge en Möbelpolitér mit Frauen, in teftator, noch drückender. Die Hofgänger erhielten bei freier Rost im Weberstr. 17. Tagesordnung: 1. Die Erhabenheit der Natur und die bevor Monat 6 M. baar, aber das Effen sei noch schlechter, als in sugte Stellung des Menschen vor allen Lebewesen in derselben. 2. Das un den Gefängnissen. Die entlassenen Sträflinge würden durch die natürliche Streben des Menschen in der modernen kapitalistischen Gesellschaft. Referent: Kollege Karl Kurth( Schüler der Arbeiter- Bildungsschule). Kollegen, niedrigen Löhne wieder ins Verbrecherthum zurückgeschleudert wir ersuchen Guch, in dieser Bersammlung mit Euren Frauen recht zahlreich und die Landarbeiter verurtheilten die bestehenden Zustände noch und pünktlich zu erscheinen. Nach der Versammlung findet gemüthliches BeiGunnislake( England), 9. Juli. In der Menagerie Bridg viel schärfer als die ,, Agitatoren". Den landwirthschaftliche Arbeiter sammensein mit Zanz statt. Freunde und Genossen sind freundlichst einman wurde am Sonntag der unter dem Namen Kapitän Cordona erdrücke die Maschinenarbeit, sie mache ihn zum Spitzbuben. Die UeberLese- und Diskutirklubs. Donnerstag. Verein Bolts: bekannte 2öwenbändiger Thomas Bridgman von dem fülltheit der Asyle und Arbeitshäuser bewiese am deutlichsten den bildung"( Männer und Frauen) Abends 9 Uhr, im Restaurant Lese- und Diskutirklub, a ch Löwen Wallace in Stücke gerissen. Wallace hatte während großen Nothstand. Wir wünschten wohl den Frieden, aber die Nürnberg, Schönhauser Allee Nr. 28. Zustände schürten den Kampf. Beruhigungs- Traktätlein nüßten Nachmittags s uhr, in der Große Frankfurterstr. 99, Frantfurter Bier der Uebungen, die Cordona mit seinem Löwen vornahm, zu hallen"." Wahrheit", Markusstraße 31." Heine" in Rirdorf, wiederholten Malen Beweise seiner Bösartigkeit gegeben. Während gar nichts, vielmehr sei es Pflicht der industriellen Arbeiter, die Gde sinesebeck und Germannstraße, Restaurant Beyler. Gäste will die vier anderen Löwen, durch die Peitsche Cordonas in Respekt Landwirthschaftlichen Genossen aufzuklären. Gäste haben Zutritt. Wir wollen auch tommen. Neue Beit", 8% Uhr, Boyenfir. 40. Kleinbauern in den Reichstag bringen, nicht nur Großbauern. eingeführt, haben Butritt. Süd- Ost", 8 Uhr bei Tollsdorf, Görligerstr. 58. Gäfte, durch Mitglieder gehalten, in einen Nachbarkäfig eintraten, zog sich Wallace Lese- und Diskutirklub Fester Wille", Wir verlangen, daß Grund und Boden und Maschinen zum Nuzzen Abends 8 Uhr, bei Schulz, Gartenstr. 70. Gäste durch Mitglieder eingeführi in eine Ecke seines Käfigs zurück. In diesem Augenblick wandte Cordona den Kopf und vergaß einen Augenblick, und zur Wohlfahrt Aller dienen, und deshalb müsse die Sozial- haben Zutritt. demokratie von Allen unterstützt werden, denn nur so sei der Sieg stunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Donnerstag. Uebungs- das bösartige Thier zu fixiren. Mit einem wilden Sprung Männerchor St. stürzte sich der Löwe auf seinen Herrn, warf ihn mit seinen zu erringen. urban", Annenstraße 9, bei Prog. Gesangverein Unverzagt", Köpenickerstraße 127a, bet Rüfter. Gesangverein, ornblume", Blumen Tagen zu Boden und drückt seine Krallen in das Fleisch Gesangverein der Berliner Schmiede", Bres- Cordonas. Die Zuschauer brachen in ein wildes Geschrei Tauerstr. 27, bet Tempel. Gesangverein Frühlingsluft", Flottwell- aus, was den Löwen noch mehr zu erbittern schien. Cordona straße 5, bet Bartel. Gesangverein Bretzelschluß", Annenstr. 16, bei Reßner. Arbeiter- Gesangverein" ,, Weiße Rose", Reinickendorf, bewahrte geraume Zeit seine Geistesgegenwart. Er wehrte sich, Die öffentliche General Versammlung der Maurer Residenzsir. 101, bet Carus. Gesangverein Morgenroth 1", Rummels so gut es ging. Als er um Hilfe rief, geschah etwas ganz unBerlins und Umgegend, welche am 14. d. M. tagte, hatte zum Brandenburgischestr. 106, bet Gräb. Dorfglödlein", Wilmersdorf, erhörtes. Die vier anderen Löwen eilten aus ihrem Käfig herGesangverein Echo 2", Alte Schönersten Verhandlungspunkt den in voriger Versammlung vertagten hauferstr. 42, bei Reimann. Gesangverein Einigtett"( Sutmacher), bei, stürzten sich auf Wallace und vertheidigten ihren Herrn gegen Punkt: Die am 19. Juli hier stattfindende Bappel- Allee 3-4. Gefangverein 8utunft 1", Stegliz, Restaurant das wilde Thier. Es war ein fürchterlicher Kampf. Hätten die Maurer Konferenz und Wahl von Delegirten Gesangverein Harmonie", Tempelhof, Dorfstr. 10, bei Menageriewärter, welche mit eisernen Stangen auf die Löwen Gefangverein, reuzberger Harmonie", Lindenstr. 106. zu derselben." Die Konferenz hat den Zweck, einen engeren Gefangverein Beilchen blau", Rottbuser Damm 74. Sängerchor der einschlugen, die Thiere nicht unnöthig gereizt, so wäre Cordona bet Gnadt. Zusammenschluß aller derjenigen Orte Deutschlands, die nicht öpfer Berlins, Brunnenſtr. 38, Gefangverein vielleicht gerettet worden. In der Aufregung dachte Niemand auf dem Boden der Zentralisation, d. h. des Zentralverbandeschleife", pantow, Schönholzerstr. 10. bei Weit. Euphonia", Röpnickerstr. 69, Gesangverein Blaue daran, die Pforte des Käfigs zu öffnen, und so wurde Thomas Gefangverein 8utunft 2", ftehen, zu veranlassen. Lange hätte man, wie der Vorsitzende Blaurock Nieder- Schönhausen, Lindenstr. 25. ,, Ostpreußischer Männer: Bridgman von Wallace buchstäblich zerstückelt. Das wilde Thier, Darlegte, eine derartige Spaltung der deutschen Maurerbewegung zu gefangverein",( Dirigent Droes), jeden Donnerstag 9-11 Uhr, Fischer ein prächtiger Löwe aus dem Atlas, das nicht zum ersten Male Gäste willkommen. Gefangverein del seinen Meister angegriffen hatte, wurde noch an demselben Tage vermeiden gesucht. Der letzte Kongreß in Gotha habe aber be- traße 41, bet Stockfisch. weiß" Melchiorstraße 15, bet Stehmann. Gefangverein Borar", wiesen, daß ein Zusammenarbeiten mit den auf anderem Boden Admiralstr. 38, bet Bülow. Seeger'scher Gesangverein" erschossen. stehenden Kollegen nicht mehr möglich sei. Die Konferenz findet Blumenstr. 46, bet Weid. in Berlin statt und wünschte der Referent die Beschickung der Konferenz durch fünf Delegirte. Kollege Hupte erklärte sich mit dem gemachten Vorschlage, fünf Delegirte zu wählen, einverstanden, hob aber besonders hervor, daß die zu Wählenden vollständig auf dem Boden der Lokalorganisation stehen müßten, auf dem der größte Theil der Berliner Maurer sich befinde. Kollege Weiße schloß sich der Meinung des Borredners an; Kollege Krieg betonte, daß sich die Berliner Maurer mit der Durch den Kongreß beschlossenen Zentralisation in Form eines Zentralverbandes nicht einverstanden erklären könnten aus Rücksicht auf die bestehenden verschiedenartigsten Vereinsgesetze und demzufolge für die lose Zentralisation mit dem Vertrauensmännersystem eintreten. Da die Organisationsfrage auf der Tagesordnung der Konferenz stehe, so erklärte er sich mit der felben einverstanden. Kollege Blaurock gab der Meinung Ausdruck, daß die Berliner Maurer durchaus nicht darauf pochen, eine bevorzugte Stellung in der deutschen Maurerbewegung einzunehmen, und wünschte demzufolge, daß die Verwaltung der neu zu schaffenden Organisation nach einem mittleren Orte Deutschlands verlegt werde analog der Organi sation der Töpfer, welche ganz vorzüglich funktionire. Kollege Gausch beantragte, drei Delegirte zu wählen. Die Versamm lung entschied sich nach kurzer Debatte für fünf Delegirte und wählte als solche die Kollegen Blaurock, Bendien, Weiße, Mette und Legeler. Kollege Mette forderte im Anschlusse an die vollzogene Wahl, welche bewiesen habe, daß die Kollegen auf dem Boden der Lokalorganisation stehen, diefelben auf, nunmehr auch energisch für die Vereinigung zu agitiren. Eine Diskussion über das Referat fand nicht statt. Die übrigen Punkte der Diskussion waren nur interner Natur Straße 54, bei Wuttte. und boten kein allgemeines Interesse. = burg, bei Senke. Hildebrand. Berth. 1 Gesangverein Abends " " " Berliner worden. Depeschen. New- York, 14. Juli. Der Dampfer G. R. Booth" Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Stat trub Rüdwärts", Abends 8% ühr, im Restaurant Boderte, Ballisaden- der Britannic Steamship- Company, welcher von Hamburg tam, straße 47. Statklub, Revolution". Jeden Donnerstag und Sonnabend von 8 Uhr Abends ab Sigung im Restaurant Langestraße 70 bei Bogasch. hat heute infolge einer Explosion von Dynamits patronen großen Schaden erlitten. Zwei Matrosen wurden Gäste, burch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Lübec'scher Turnverein, Männer- Abtheilung, Abends 8-10 Uhr, getödtet, mehrere andere Personen ernstlich verlegt. Es ist unElisabethstr. 57-58, Königstädt. Gymnasium. Turnverein D ste n", Lehr- gewiß, ob das Schiff wieder feetüchtig gemacht werden kann. Ingsgeholfenschaft, 1. Zehrlings- Abtheilung. Abends 8-10% Uhr, Die Ursache der Explosion ist bisher noch nicht bekannt geim Bessing- Theater, Pantstr. 9-10. Männer- Gesangverein, Grescendo", Abends 9 Uhr, bei Körting, Offenbacher Sängertrang", Uebungsstunde Melbourne, 13. Juli. Infolge anhaltender Regengüffe ist Gneisenaustraße 88. Gäste willkommen. von 9-11 im Dresdener Garten, Dresdenersir. 45. Berein, 8td 8ad", Sigung mit Damen 9 Uhr in Krösches Gesellschafts- der Fluß Yarra- Yarra ausgetreten und hat die Stadt über haus, Fichteftr. 29. Geselliger Verein Regina", Sigung mit Damen, schwemmt. Etwa 1000 Menschen sind obdachlos. Die Noth Abends 8 Uhr, in den Luisenstädt. Bierhallen, Alte Jakobstraße Nr. 89. ist groß, der angerichtete Schaden bedeutend. Seit 1863 hat keine Gesangverein" Dorfglödlein" Wilmersdorf, Brandenburgischestr. 106 bet Gräß. Gefangverein, I a ue Schleife", Pantow, Schönholzerstr. 11 bet gleich starke Ueberschwemmung stattgefunden. Ruhnert. Gesangverein Mandoline", Neue Friedrichsir. 44, bet Röllig. Pfropfenverein Wedding", Abends 8 Uhr bei K. Helterhoff, im Marienbad", Babstr. 35-36, Saal 1 Er. Antonstr. 5.-Vergnügungsverein, a price", Ab. 9 Uhr, Sizung mit Damen Bergnügungsverein„ Veilen", 9% Uhr, Sigung mit Damen bei Lülow, Admiralstraße 38. Gäste willfommen. Privattheater- Gesellschaft Soffnung", Abends 8% Uhr, im lubhaus, Ohmgaffe 2. Gäste willkommen.- Verein ehemaliger Schüler der 98. Gemeindeschule, Abends 9 Uhr, im Gesellschaftshause Ostend", Rüdersdorferstr. 45.- Berein ehemaliger Schüler der 23. GemeindeGäste will schule. Sigung, Abends 9% Uhr, bei Saeger, Grüner Weg 29. Schröder, Stegligerstr. 18, Gäste wiltommen. tommen. Verein ehemaliger Schüler der 22. Gemeindeschule bei Berein ehemaliger Schüler der 85. Gemeindeschule. Heute Sigung. Beginn 9 Uhr im Reftaurant Schwetzberger am Schlesischen Thore. Ehemalige Schüler der Tambourverein Jungfern= Rauchklub Dezimal- Waage", Abends 9 Uhr bet Infinger, Krautsstraße 48. Rauchtlub ernipige", Abends 8 Uhr bei A. Böhl, Rüders: dorferstr. 8. Rauchflub Collegia", Abends 9 Uhr, in Spengler's Wirths haus, Staligerstr. 41. Rauchflub Vorwärts", Abends 9 Uhr, bei Tempel, Breslauerstr. 27. Rauchklub Arcona", Abends 9 Uhr ReichenbergerStraße 71. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Donnerstag: Geselliger Klub Blau Weilchen", 9 Uhr bet Förtsch, Stallschreiberstraße 60. Bergnügungsverein Schneeglodchen", 9 Uhr bet bet Gaillard, Prinzenftr. 87. Birt, Straußbergerstr. 3. Brivat- Theater- Gesellschaft,& tbelto", 9% uhr Mufifbilettantenverein ,, Animo" bet Schmidt, Wrangelstr. 141. Vergnügungsverein ,, Grüne Eiche", Solmsstr. 1. Privat- Theater- Gesellschaft, Sumor" alle 85. Gemeindeschule als Gäste willkommen. tranz", Weidenweg 12. " ( Wolff's Telegrapheu- Bureau.) Paris, 15. Juli, Nachmittags. In einer heute Nachmittag im Tivoli- Bauxhall stattgehabten von etwa 4000 Personen besuchten Versammlung der Eisenbahnarbeiter wurde die allgemeine Arbeitseinstellung beschlossen. Paris, 15. Juli, Abends. Ein allgemeiner Streik der Eisenbahnarbeiter wird trotz der im Tivoli- Vauxhall gefaßten Beschlüsse als zweifelhaft angesehen; die Lokomotivführer, sowie die Heizer und andere Bugbeamte haben sich der ganzen Streitbewegung vollständig ferngehalten. Antwort wird nicht ertheilt. Die wegen Beleidigung des Fabrikanten Hahn an Bum zweiten Punkte der Tagesordnung:„ Unsere jebige Lohnbewegung", fonstatirte Kollege Blaurock, daß auf den meisten Bauten eine Lohnzulage gewährt worden sei, sogar von verhärtetsten Innungsmeistern auf Kirchenbauten zc. Ein anderes, als ein gütliches Vorgehen war in diefem Jahre unter den gegebenen Briefkaffen der Redaktion. Umständen nicht möglich und konnten demzufolge auch nicht die verloren gegangenen Errungenschaften des Jahres 1889 zurück- Theaterverein Helmerding", Röthenerstr. 11. Bergnügungsverein Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brieft, erobert werden. Nicht wenig trage hierzu bei der tobende Bruder- ilaritas", Fruchtstr. 62. 14 Tage bei Wohllebe, Alerandrinenstr. 114.- Privat- Theater- und Pantom. zwist. Wären die Berliner Maurer einig, so wäre es leicht, mehr Gesellsch. Fiedeler Geist", Adalbertstr. 8, bei Schneider. Gäste will geklagten Lederarbeiter( Termin am 8. August) werden gebeten, zu erringen. Leider sei gerade auf den Staats- oder tommen. Kommunalbauten wenig oder gar nichts erreicht worden. Nicht einmal die statistischen Fragebogen seien ausgefüllt worden. Redner forderte Namens der Versammlung die auf Staats- und Kommunalbauten arbeitenden Kollegen auf, dem Bureau der Versammlung( Blaurod, Gerde, Riemann) im allgemeinen öffentlichen Interesse Klarheit über die dortigen Arbeitsverhältnisse zukommen zu lassen; das gleiche Ersuchen richtete Vermischtes. Breslan, 15. Juli.( Voff. 3tg.") Infolge von Wolken sich zu einer Besprechung heute Donnerstag um 1 Uhr Mittags in der Redaktion unseres Blattes einzufinden. Maurer, Charlottenburg. Aufruf, weil anonym, nicht aufnahmefähig. W., Bülowstr. Sie müssen zur dritten Lohnklasse beis steuern. Das nächste Mal schreiben Sie gefälligst mit Tinte. A. G. 100. Sie müssen die richtigen Marken nachtleben. Redner an diejenigen Kollegen, die darüber Auskunft geben fön- brüchen im Riesengebirge it, im Quellengebiet des Den Betrag der unrichtigen 24- Pfennig- Marken erhalten Sie auf nen. Zur Tagesordnung Sprachen noch die Kollegen Weiße, Queis, des Bober und des Zacken Hochwasser eingetreten. eine diesbezügliche Eingabe zurückerstattet. Lewantschowsti, Krieg, W. Schulz, Jänsch, 1851. 1. Sie tönnen die Sachen nicht freihändig ohne ZuBlaurod und Ringel. Die Propaganda für Aufbesserung der Die Umgegend von Warmbrunn und Lauban ist besonders heim- stimmung des Schlafburschen verkaufen, sondern mußten den= Löhne foll fortgeführt werden. Auch wurde das Bureau beauftragt,- selben verklagen und das Urtheil einem Gerichtsvollzieher zur gesucht. Nach derselben Zeitung ist der Bahndamm eine Aufforderung der vorerwähnten Art an die Kollegen auf zwischen Sagan und Wellersdorf, Linie Gassen- Arnsdorf, auf Versteigerung der retinirten Sachen geben. 2. Wir können Ihnen 600 den Staats- und Kommunalbauten ergehen zu lassen. Der Punkt 600 Meter unterspült und der Verkehr vollständig unter- nicht die mindeste Aussicht eröffnen. Uneheliche Kinder haben Gewerkschaftliche 3" war größtentheils durch die vor brochen. Die Breslauer Züge gehen über Sorau. hergegangene Diskussion erledigt. Nach Beantwortung einiger eingelaufenen Fragen erfolgte Schluß der Versammlung. fein Erbrecht auf den Nachlaß ihres Vaters, wenn dieser eheliche Kinder hinterläßt. A. L., Swinemünde. Wir können, ohne den Leibkontrakt eingefehen zu haben, Ihre Frage nicht beantworten. Bremen, 14. Juli. Heute Nachmittag wurde ein auf dem Hauptbahnhof ftationirter Schuhmann von einem Kellner, Eine öffentliche Hausdiener Versammlung fand am Der Mörder erschoß darauf sich selbst. der wegen Diebstahls verhaftet werden sollte, erschossen. H. Sch. Fragen Sie beim deutschen Generalfonfulat in 14. Juli statt. Dieselbe bot als ersten Punkt der Tagesordnung New- York an, welchem Sie aber Alles, was Sie über den bis= einen Vortrag des Genossen Feldmann über„ Antisemitismus Chemnitz, 14. Juli. Vom hiesigen Schwurgericht wurde herigen Aufenthalt Ihres Onkels wissen, mittheilen müssen. und Sozialdemokratie". Der Redner gab ein Bild von der Ent- gestern der bereits mehrfach wegen Eigenthumsverbrechen mit R. St., Gerichtstr. Eine Krankenkassen- Versammlung, in stehung des Judenthums bis auf die heutige Zeit und schilderte Buchthaus vorbestrafte Bigarrenarbeiter Ludwig aus Hainichen welcher nur die inneren Angelegenheiten der Kasse berathen das Verhalten der Antisemiten den Juden gegenüber. In der wegen Ermordung des 17jährigen Schlossergesellen Frisch aus werden sollen und zu welcher nur Mitglieder Zutritt haben, beDiskussion wärmte ein Antisemit das alte Lügengewäsch von den Delsnit zum Tode verurtheilt. Die Mordthat war am darf nicht der polizeilichen Anmeldung. schlechten Löhnen der Arbeiterinnen, welche bei Reichstags- 13. März d. J. in dem Rossauer Wald ausgeführt worden. Der P. S., Wilhelmstr. Zu Ihrer Verheirathung gebrauchen Abgeordneten und sozialdemokratischen Führern beschäftigt werden, 37jährige Mörder hatte nach der grausigen That den Vater des Sie, falls Ihr Vater verstorben ist, der Genehmigung Ihrer wieder auf, zitirte Marx und Lassalle als Juden und meinte, Ermordeten noch um 288 M. beschwindelt, weshalb außer Mutter und, wenn Sie noch nicht das 21. Lebensjahr überunsere Partei wäre vollständig hebräifirt. Dem Manne wurde der Todesstrafe auch noch auf sechs Jahre Zuchthaus erkannt schritten haben, auch des Vormundes. Dagegen ist die Ge von Herrn Friedmann und dem Referenten so drastisch erwidert, wurde. nehmigung seitens des Stiefvaters nicht nöthig. Verantwortlicher Redakteur: R. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.