Nr. 162. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. = Norwärts 13. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Sernsprecher: Amt 1, Nr. 1508 Telegramm- Adresse: Sosialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Stichwahlen in Belgien haben zu dem Ergebniß geführt, welches wir erwarteten] Dienstag, den 14. Juli 1896. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3: ziehen, denn sie hatten schon am Hauptwahltag alle Ein-| Gutsbesizer Wiesicke durch ein Zusammengehen der bürgerflüsse und Machtmittel des Beichtstuhls, der Kanzel und lichen Parteien mit 9026 Stimmen( 50,2 pet.) über den der Staats- Autorität ins Spiel gebracht, während voraus- Sozialdemokraten, der 8951 Stimmen( 49,8 pCt.), also nur wenn wir es auch aus taktischen Gründen nicht offen auszusehen war, daß die Zahl der Sozialisten und Radikalen 75 Stimmen weniger erhielt. Die Aussichten sind also sprachen, und welches wir nach den in Deutschland mit aus bisher indifferent gebliebenen Kreisen sich nicht günstig genug, um die Hoffnung zu rechtfertigen, daß Stichwahlen gemachten Erfahrungen erwarten mußten. unerheblich vermehren würde. Brandenburg nun auch einen sozialdemokratischen Vertreter Gegen die Sozialisten ballten sich alle bürgerlichen Parteien Anscheinend haben die 40 000 Stimmen der Liberalen in den Reichstag entsenden wird. zu der einen reaktionären Masse" zusammen, die sich in den sich ziemlich gleich zwischen den zwei kämpfenden Parteien Die Fruktifizirung von Attentaten, um die gewevts kapitalistischen Ländern sofort in dem Augenblick bildet, vertheilt; aber auch nur anscheinend. Von den 23 000 fchaftlichen oder politischen Kämpfe der Arbeiter zu diswo das Bewußtsein der gemeinsamen Gefahr so klar Stimmen mehr, welche die vereinigten Sozialisten und kreditiren, ist bekanntlich bei unseren Gegnern noch immer und so stark wird, daß die Regungen der Interessen- Eifer- Radikalen erhielten, sind weitaus der größere Theil heran- ein beliebtes Mittel, so viele Blamagen die Wortführer der süchtelei zurückgedrängt werden. gezogene Reserven, wohingegen die 23 800 Mehrstimmen Reaktion sich dabei auch schon geholt haben. Das alte der Klerikalen unzweifelhaft, fast ausschließlich, von Libe- verbrauchte Mittel wird auch jetzt wieder angewandt bei ralen herrühren. einer in Hannover vorgekommenen Mordthat. Zwei Des peschen sind nämlich darüber hier eingekaufen: Die National Zeitung" bringt folgendes Private Das liberale Bürgerthum hat sich in Brüssel, wo es den Ausschlag zwischen Sozialisten und Radikalen einer und Klerikalen andererseits zu geben hatte, ohne sich auch Nun wie gesagt, das war nicht anders zu erwarten; nur einen Moment zu befinnen, vorwiegend auf seiten der und der Größe des Sieges, den unsere Genossen am Klerikalen gestellt und damit die letzten Fegen des liberalen 5. Juli in Belgien erfochten haben, wird dadurch kein Telegrammi: Brogramms, die ihnen noch geblieben waren, in alle Abbruch gethau. Im Gegentheil, der Sieg stellt Hannover, 13. Juli. Der Maschinenmeister Ahrens, Winde geworfen. sich uns heute größer dar, als wir nach den der in der chemischen Fabrik der Eggeftorff's Salzwerke die letzte Und in Antwerpen, wo unsere Genossen für die ersten Nachrichten geglaubt hatten. Nachtschicht beschäftigte, wurde von Arbeitern erschlagen. Liberalen gegen die Klerikalen stimmten, haben die Der Gesammtzuwachs an Stimmen hat nämlich nicht ohndifferenzen sollen der Grund gewefen fein. Dagegen meldet das Wolff'sche Telegraphen- Bureau: Liberalen, aus Angst vor einem Sieg mit sozialistischer hundertausend betragen, wie wir mittheilten, sondern nach Hannover, 13. Juli. Der Hannoversche Cour." meldet: Hilfe, für ihre eigenen Kandidaten sehr lau gestimmt.( Nach den amtlichen Ermittelungen hundertundsiebzehn Heute früh 51/4 Uhr wurde der Maschinenmeister Ahrens, der in einer anderen Meldung haben die Sozialisten, noch recht tausend. der chemischen Abtheilung von Eggeftorff's Salzwerken beschäftigt zeitig von dem Verhalten der Brüsseler Liberalen unter- Das ist eine so kolossale Vermehrung, daß wir es sehr ist, in seinem Bimmer erschlagen aufgefunden. Die Schädelbecke richtet, sich in Antwerpen nicht an der Wahl betheiligt und wohl begreifen, wenn man sich in belgischen Regierungs- des Erschlagenen war an drei Stellen gertrümmert. Neben der die Liberalen durchfallen lassen.) freisen bereits die Frage stellt: was wird werden, Leiche lag eine Eisenstange. Als Thäter wurde der Heizer wenn die Mehrheit ber belgischen Kammer Dräger verhaftet, welcher mit dem Ermordeten zusammen Nachtschicht gehabt hatte. Die Heizer sollen auf den sozialistisch sein wird? Auch in Deutschland hat man sich schon mit dieser Maschinenmeister erbittert gewesen sein, weil derfelbe den Heigern bereits früher das Schnapstrinken unter Frage beschäftigt. Und junkerliche Heißsporne sehen bereits fagt und verlangt hatte, daß dieselben den Kohlen. eine deutsche Armee auf dem Marsch zum Schuß der Mon- verbrauch einschränken sollten. archie in Belgien. Wir lassen die Richtigkeit der letzten Wendung dahinNun- eine solche deutsche Armee würde sich sehr bald gestellt. Diese Motivirung dünkt uns zwar unwahrschein einer französischen gegenüberbefinden und einen lich, aber die hier erwähnten Streitigkeiten haben doch Brüssel, 18. Juli. In Brüssel und Antwerpen wurden Weltkrieg, der den allgemeinen Kladderabatsch" bringen garnichts zu thun mit" Lohudifferenzen". Die Depesche 29 Katholiken mit großer Mehrheit wiedergewählt. Falls gestern könnte, ist das Krönchen des belgischen Königs wahrhaftig der National- Zeitung" verräth in ihrer knappen Fassung in Nivelles und Philippeville die Katholiken ebenfalls die Mehr für die europäischen Gewalthaber nicht werth. heit erhalten haben, wird die neue Kammer bestehen aus: 110 Ratholiten, 28 Sozialisten, 14 Radikalen oder Liberalen. Vor dem d. Juli zählte die Kammer 104 Ratholiken, 28 Sozialisten, 20 Radikale oder Liberale. In Arlon war am 5. Juli ein Ratholit an stelle eines Liberalen gewählt worden. Nach den Stichwahlen des letzten Sonntags verfügt die tleritale Partei jezt über 111 Mandate 7 mehr als vorher;-die Sozialisten über 29 Mandate 1 mehr als vorher; und die liberale Partei über 12-8 weniger als vorher. Die liberale Partei hat also die Kosten der Wahl ausschließlich bezahlt. Wir lassen nun die über das Wahlergebniß vorliegenden Telegramme folgen: Brüssel, 183. Juli. Laut Endergebniß der Wahlen sett fich die Deputirtenkammer aus 105 Katholiken, 18 Liberalen oder Radikalen und 29 Sozialisten zusammen. Brüssel, 18. Juli. Bei den geftrigen Stichwahlen er hielten die Katholiken 111,822 Stimmen, die Radikalen und Politische Uebersicht. $ Berlin, 13. Juli. Der Reichstags Wahlkreis Brandenburg West: havelland ist plöglich vor die Nothwendigkeit einer Neuwahl gestellt. Aus Rathenow wird nämlich vom 13. Juli telegraphirt: den kapitalistischen Pferdefuß. Es wäre auch gar zu hübsch für die Frühlingshoffnungen der Aera Stummt, wenn irgend welche Attentate sich auch einmal gegen die gewerkschafts liche Bewegung der Arbeiter ausnüßen ließen. Die anarchistische Polizeipreffe( Leipziger Tagesblatt" 2c.) veröffentlicht nachstehende Reklame: Berlin, 10. Juli. Es hat höchlich überrascht, daß für die Anarchistin Agnes Reinhold, der nach Verbüßung einer sechs jährigen Zuchthausstrafe jetzt die Freiheit wiedergegeben ist, " Der Abgeordnete für den Reichstags- Wahlkreis Westhavel- rund 1300 M. für ein Ehrengeschent eingegangen sind. Genosse Sozialisten 94,020. Die Regierungsmehrheit wird in der neuen land: Brandenburg, Gutsbesitzer Wiesite( natl.) in Plauerhof Winkler quittirt über 1223 M., außerdem aber ist bei der Rammer um sechs Stimmen verstärkt, und zwar durch drei bei Blaue a. H. ist gestern Nachmittag gestorben." Expedition des anarchistischen Blattes noch eine Anzahl Stimmen von Nivelles, zwei von Philippeville und eine von Arlon. In der Kammer werden sich demnach 111 Katholiken, Auch in diesem Wahlkreise kann die sozialdemokratische kleinerer Posten eingelaufen. Die Durchficht der Quittung er 12 Liberale und 29 Sozialisten befinden. Die katholische Mehr Partei mit Aussicht auf Erfolg in den Wahlkampf ein- giebt, daß auch eine ganze Anzahl Sozialdemokraten an Sammlungen fich betheiligt haben; ja sogar aus heit ist nun auf 70 gestiegen. Der Sieg der Katholiten wurde treten. Bei der Hauptwahl 1893 brachten die Soben in klerikalen Kreisen mit großem Jubel aufgenommen. zialdemokraten 7712 Stimmen( 42,1 pct.) auf, die bürgerlichen Kreisen sollen 50 M. gekommen sein. Natürlich Ein Blick auf diese Zahlen ist sehr lehrreich. Am National liberalen 5583( 30,5 pCt.), bie Frei fehlen auch die ausländischen Anarchisten mit Beiträgen nicht; Sonntag vor acht Tagen gekommen. Die Sammelliste liefert den sprechenden Beweis, wie 88 000 Stimmen, die vereinigten Sozialisten und Radikalen Rest zersplitterte sich unter Antisemiten 577 Stimmen, fest die Anarchisten überall zusammenhängen und wie start Tagen hatten die Klerikalen sinnige Bolts partei 4121 Gimmen( 22,5 pct.), der solche sind aus der Schweiz, aus Dänemark und aus Ungarn 71 500, und die Liberalen etwa 40 000. Zentrum 314 Stimmen, diverse 15 Stimmen. Bei der die anarchistische Bewegung ist. Die Klerikalen hatten keine Reserven mehr heranzu- Stichwahl siegte dann der jetzt verstorbene nationalliberale wenigen Wochen für eine Anarchistiu zusammengebracht, bilden 20] Rienzi. Der letzte der römischen Volkstribunen. Roman von Edward Lytton Bulwer. Siebentes Rapitel. Ueber Liebe und Liebende. wenn 1300 m., in wor der für den romantischen Sinn immer etwas Anziehendes würde, sie auf dieselbe Probe gestellt gewesen hat. Sie fanden Gelegenheit, häufig, wenn auch nur auf den wäre, ihre Aufopferung, ihr Edelmuth noch größer war vielleicht ihr Muth, noch inniger turze Zeit, zusammen zu kommen bisweilen in den sein, öffentlichen Gärten bisweilen unter den einsamen ihre Treue. Ruinen, von denen das Haus Rienzi's umgeben war. In ihnen war alles jung!- das Herz frisch und Sie überließen sich, ohne fich Besorgnissen hinzugeben, blühend jene Fülle des Lebens, die etwas Göttliches in sich für die Zukunft der Aufregung, der Seligkeit der Stunde; trägt. Wie lebendig, wie glühend ist in jenem Alter, in dem es Wenn Shakespeare, indem er die Liebesgeschichte Romeo's fie lebten nur von einem Tage zum andern; ihre Zukunft uns scheint, als ob wir nie sterben könnten, jede Schöpfung und Julien's zur Darstellung brachte, die Szene, in der sie spielt, war die Zeit, in der sie wieder zusammen kommen würden, unseres Herzens! Unsere eigene Jugend ist wie die der Erde, als in ein nördliches Klima verlegt hätte, so zweifle ich, ob selbst jenseits dieser Zeit lag für ihre jugendliche Liebe ein Nebel, noch die Wälder und die Gewässer mit Gottheiten erfüllt die Kunst Shakespeare's uns mit der so gewaltigen Leidenschaft dessen Dunkelheit und Schatten sie nicht zu durchbringen waren- als das Leben nur die Schönheit gebar, alle Julien's hätte aussöhnen können. Und selbst so, glaube strebten; und da sie noch nicht zum höchsten Grade finn- ihre Formen alle ihre Poesie-- alle ihre Musik, als die ich, werden viele von unseren verständigen und nüchternen licher Leidenschaft gelangt waren, wo die unmittel- Erde nur ein anderer, nein, ein glücklicherer Himmel war, Lesern aufrichtig gestehen müssen, wenn man sie scharf be- bare Gefahr des Falles droht, so hatte ihre Liebe mit demselben Glanz, mit denselben Formen erfüllt! Das fragen wollte, daß sie die Gluth dieser unglücklichen das goldene Thor noch nicht durchschritten, wo goldene Beitalter besteht noch und wird bestehen, so lange Liebenden von Veronas für übertrieben und überspannt der Himmel aufhört und die Erde beginnt. Alles wie die Liebe, die Gesundheit, die Poesie lebt aber blos halten. nicht die für die Jugend! In Italien aber würden sich zu dem Gemälde hatte noch für sie die Poesie, den Reiz jener, in einer Nacht entstandenen, aber bis zum Tode Gewalt, die Unabweisbarkeit der Sehnsucht! Wenn ich jetzt bei diesem Zwischenspiel in einem Drama treu bleibenden Leidenschaft unzählige Vorbilder aus Blick das Flüstern der leise Druck der Hand verweile, das männlichere Leidenschaften, als die der Liebe, dem gewöhnlichen Leben gegriffen, auffinden. Wenn höchstens die ersten Küsse der Liebe bezeichneten die mensch hervorruft, so geschieht es, weil ich weiß, daß die Gelegenheit die Liebe Adrian's zu schnell sich entwickelte und die lichen Schranken des Gefühls, welches sie mit einem neuen sich selten wieder darbieten wird. Wenn ich bei der Liebe Frenen's zu romantisch genährt wurde, so liegen die Ur- Leben erfüllte, mit einem neuen Geifte beseligte. Frenen's verweile, statt die Gelegenheit abzuwarten, um sie sachen in der Luft und der Sonne in den Sitten ihrer Der bewegliche Sinn Adrian's hatte plöblich ein Ziel selbst sie sprechender darstellen zu lassen, als die Worte des Voreltern in der süßen Gewalt des Beispiels. Aber und einen Zweck gefunden; die Träumereien seiner zärt- Schriftstellers es vermögen, so geschieht es, weil ich weiß, indem sie der Stimme ihres Herzens nachgaben, geschah es lichen Geliebten waren zu einem mit Wahrheit um- daßjenes liebende Mädchen mehr ein Schatten, als ein mit einem gewissen düstern Vorgefühl, das jedoch seine gebenen Leben erwacht. Aller Ernst, alle Thatkraft und Porträt im Gemälde sein muß, durch feckere Figuren und eigenen Reize haben mochte. Adrian, von einem so Innigkeit der Gefühle, welche in ihrem Bruder in den lebhaftere Farben in den Hintergrund geschoben, wie es stolzen Geschlechte abstammend, konnte taum an eine Ver- wilden Entwürfen des Patriotisnus, und in dem Streben auch immer das wirkliche Schicksal solcher Naturen ist- ein bindung mit der Schwester eines Plebejers denken, und Irene nach Größe und Macht sich aussprachen, vereinigten sich in Etwas, dessen Gegenwart mehr gefühlt, als gesehen wird, tonnte taum irgend eine Hoffnung nähren, außer der, ge- Freuen zu einem einzigen Lebenszwecke und dieser war und dessen Uebereinstimmung mit dem Ganzen eben durch liebt zu werden. Aber diese Umstände trugen nur dazu die Liebe. Gleich groß war ihre Begeisterung für dieses zurückgezogene und ruhige Dasein bedingt wird. Gegenstand ihrer Verehrung bei, ihre heiße Liebe durch einen Widerstand zu nähren, den ( Fortsetzung folgt.) Der gleich groß tönnen. " = Frankreich. fedenfalls ein bemerkenswerthes Zeichen der Zeit, das hoffentlich vorgeschritten, daß Aussicht vorhanden ist, die Aufbesserung im der flerital liberale Gemeinderath ward sich seiner Würde gebührend gewürdigt wird. Man möge ferner bedenken, daß nächsten Staatshaushaltsetat für 1897/98 zu ermöglichen. bewußt und beschloß einstimmig, sein Bedauern darüber außer den Sammlungen für Agnes Reinhold auch solche Ebenso liegt diese Angelegenheit für die Beamten des Reiches." auszusprechen, daß Bueb zur Sigung nicht eingeladen worden somit verhindert fei, ihr anzuwohnen. für den Fonds zur Unterstützung der Inhaftirten, für den Von anderer Seite wird das dahin ergänzt, daß auch die und Preßfonds und den Hilfsfonds für die Entsendung der Anarchisten Offiziere bis zum Major aufwärts mit einer Gehaltsaufbesserung Alsdann schritt man zur Bürgermeisterwahl, die eine zweite nach London stattfanden. Für den Unterstützungsfonds der In- bedacht werden sollen. Im ganzen feien jährliche Mehrausgaben Ueberraschung brachte, indem einer der vornehmsten Programmhaftirten gingen insgesammt 162 M. ein; darunter befindet sich im Betrage von 20 Millionen Mark dafür erforderlich. Wir punkte der Kompromißparteien: die Abschaffung des Berufs auch ein Posten aus Lausanne. meinen, daß zuerst die unteren Beamten und besonders die bürgermeisterwesens, verleugnet wurde. Wie schon telegraphisch Diese plumpe Reklame für die Anarchisten Lehrer bei Gehaltsaufbefferungen berücksichtigt werden sollten. gemeldet wurde, ergab nämlich die geheime Abstimmung, daß hätte sich der bekannte anarchistische Reporter wirklich sparen Was in der Hinsicht bisher geschehen ist, waren nur Tropfen mit 20 Stimmen bei 10 Enthaltungen der bisherige altdeutsche auf den heißen Stein. Berufsbürgermeister Hack, der notabene nicht in den Stadtrath Was Frau Agnes Reinhold betrifft, so hat sie eine-Ueber Ausbeutung der Bevölkerung durch gewählt worden war, zum Stadtoberhaupt vorgeschlagen wurde. folche Charakterstärke und solchen Opfermuth bewiesen, daß den gewerbsmäßigen Bertrieb von Rotterie Seine Bestätigung steht außer allem Zweifel. Diese Bürgersie das Intereffe jedes anständigen Menschen erwecken loosen und Inhaberpapieren mit Brämien aber meiſterwahl wird in einheimischen Streisen mit gemischten Gemußte. von Antheilen folcher Loose und Papiere veröffentlicht die amt fühlen aufgenommen, wiewohl sich Hack in der verflossenen Amtszeit mannigfache Verdienste um die Stadt erworben. Die italienische Ministerkrisis ist noch nicht be- liche Berliner Korrespondenz" folgende Darstellung: Desterreich- Ungarn. endigt. Steht es auch über jeglichem Zweifel, daß crispische bei welcher diese Loose u. s. w. gegen Ratenzahlungen zu " Der früher in weitem Umfange geübten Geschäftspraxis, Brünn, 18. Juli. Der Parteitag ber mährisch Intriguen bei der Demission des vorigen Kriegsministers schwindelhaften Preisen an unerfahrene Personen abgesetzt wurden, czechischen Volkspartei beschloß eine Resolution, worin mitwirkten, und daß es auf den Sturz Rudini's abgesehen ist das Reichsgesetz vom 16. Mai 1894, betreffend die Ab- die Opposition gegen das von dem Ministerpräsidenten Badeni war und ist, so ist es vorläufig doch unaufgeklärt, warum zahlungsgeschäfte, dadurch entgegengetreten, daß im§ 7 der mit den Altczechen abgeschloffene Kompromiß gebilligt und entgerade dieser Minister seine Entlassung nahm, der ja Berkauf und die sonstige Veräußerung von Lotterieloosen und schiedene Stellungnahme gegen das Judenthum zum Ausdruck im wesentlichen für die Sparpolitik des neuen Ministeriums Inhaberpapieren mit Prämien und von Bezugs- oder Antheil- tam. Die Erfolge der Wiener Antisemiten scheinen somit auf die eintrat, und eine ganz beträchtliche Armeereduktion vor scheinen auf solche Loose und Papiere unter Strafe gestellt ist, sogenannten Jungczechen eine faszinirende Wirkung ausgeübt zu haben. Man wird sich also wohl demnach im Wiener Reichs. schlug. Jedenfalls hüllt die Rolle, welche der Hof in soweit das Geschäft gegen Theilzahlungen erfolgt. Die durch diese Bestimmung betroffenen Gewerbetreibenden rath auf eine antisemitische Hatzkonkurrenz zwischen den deutschen dieser Angelegenheit spielt, sich noch in Dunkelheit. Gegen- pflegen sich jetzt vornehmlich mit dem Vertriebe von Serien- und czechischen Antisemiten gefaßt machen müssen. wärtig ist Rudini mit General Belloux, einem der wenigen loosen, d. h. in der Serie gezogenen Loofen von staatlichen Reformgenerale Italiens in Unterhandlungen, die sich jedoch in und städtischen Prämienanleihen zu befassen. Auf eine bestimmte England. die Länge ziehen- ein Beweis, daß mächtige Einflüsse Anzahl solcher Loose werden Antheilscheine möglichst geringen London, 13. Juli. Die meisten Blätter sehen den Rücktritt auf die Verschärfung der Krise hinarbeiten. Betrages ausgegeben. Etwa 100 Inhaber von Antheilscheinen des Unterstaatssekretärs im Ministerium des Innern Russel Aus Petersburg wird uns mitgetheilt, daß zahl bilden eine Serienloos- Gesellschaft und find an dem Ergebniß auf Grund von Differenzen mit der Regierung bezüglich der der stattfindenden Prämienziehungen betheiligt. Indem bei der irischen Landbill als wahrscheinlich an. reiche Verhaftungen dort vorgenommen worden Bemessung der Antheile auf möglichst geringe Beträge herabgefind. Die Polizei behauptet auch, drei Geheimdruckereien gangen und vielfach eine allmälige Entrichtung des Preises zuParis, den 11. Juli. Die Kammer bewilligte in ihrer entdeckt zu haben. Wir können die letztere Nachricht nicht gestanden wird, gelingt es, einen maffenhaften Absatz der kontrolliren. Wenn die Polizei wirklich Geheimdruckereien Antheilscheine in den wenig bemittelten Kreisen der Bevölkerung gestrigen sigung unverändert die bisherigen Steuern mit einer Majorität von 424 gegen 66 Stimmen. Zwar versuchte entdeckt hat, dann können es höchstens kleine Ableger, viel zu erzielen. leicht gar eigenes Fabrikat gewesen sein, denn die eigent- Das geschäftsunkundige Publikum übersieht, wie sehr es die Opposition durch zahlreiche Anträge noch zu guterlegt Ob. liche Geheimdruckerei der Leiter des jüngsten Streits fährt beim Eingehen solcher Geschäfte übervortheilt wird. Es ist fest- struktion zu machen, doch vergeblich; sie wurden sämmtlich, theilgestellt worden, daß der Gesammtpreis, welchen ein Unter- weise mit erheblichen Majoritäten, verworfen. In der heutigen fort, Flugblätter zu liefern. nehmer sich von den Mitgliedern der Serienloos Gefell- Sizung theilte Präsident Brisson mit, daß er Von einer in Rußland sehr hochgestellten und einfluß- schaten zahlen ließ, den Kurswerth der betreffenden Loose, Abg. Isaac( Rep.) ein Interpellationsgefuch über die Erhöhung reichen Persönlichkeit erfahren wir, daß die geradezu in welchem der Werth der Gewinnchance schon einbegriffen ist, der Zuckerzölle erhalten. musterhafte Organisation des Petersburger Streits die um das doppelte, drei und mehrfache überstieg. In den präsidenten, welcher darauf hinwies, daß die Regierung ein dies russische Polizei und Regierung verblüfft und mit Schrecken von den Unternehmern versendeten und durch ihre Agenten bezügliches Gesetz eingebracht habe, verschob diese Kammer die erfüllt hat. Die Polizeirazzia, von der wir oben be- verbreiteten Prospekten wird die Kundschaft mit allen Mitteln Interpellation mit 351 gegen 171 Stimmen bis zur Berathung richteten, war offenbar eine Ausgeburt dieses Schreckens.- der Reklame und nicht selten hunter trügerischen Vorspiegelungen desselben und genehmigte dann nach Verwerfung eines die be Unmilitärische Generale. Wir reden hier nicht von angelockt. Beispielsweise findet sich in den Druckfachen an einer treffenden Antrags des Soz. Mirman Nachtragskredite in der 30 State gleich so winnt"," Keine Nieten" und dergleichen, wodurch die Meinung Pourquery tabelt die auf Madagaskar befolgte Politik und Bürgerlichen, die Generale geworden sind und gleich so in die Augen fallenden Stelle der Vermerk„ Jedes Loos ge. Höhe von 20 139 000 Fr. mit 389 gegen 30 Stimmen. vielen Generalen der französischen Revolution,-die zunft erweckt wird, daß das 2003 mehr als den Einsatz bringen müsse führt aus, man hätte die Fremben vertreiben sollen, die Unruhen militärischen Generale aus Rock und Kamisol geklopft oder der Grwerber des Antheils doch mindestens den auf- hervorrufen und die Eingeborenen gegen Frankreich aufheben. haben. Wir meinen die natürlichen Generale, welche gewendeten Betrag zurückerhalten werde. Thatsächlich aber Der Minister für die Kolonien Lebon erwidert, die Beziehungen alle militärischen zu nichte machen: zum Beispiel den General werden, von seltenen Ausnahmen abgesehen, die Nummern nur zwischen der Zivil- und der Militärgewalt auf Madagaskar Winter, der 1812 Napoleon in Rußland schlug, den mit dem Nennwerthe gezogen, und in diesem regelmäßigem Falle feien gut. General Boyeon werde auf seinen Wunsch abberufen General Sommer, der dieses Jahr in Abessynien den des sogenannten niedrigsten Treffers geht der weitaus größe Theil und durch einen erfahrenen General ersetzt werden. Regierung werde Mittel und Wege finden, den Umtrieben Frieden erzwungen hat. Dieser natürliche General hat der eingezahlten Beträge verloren. In einigen Fällen ist es gelungen, wegen dieses schwindel- von Individuen, die Unruhen evregen, ein Ende zu machen, verschiedene natürliche Kinder, die in diesem Augenblick haften Verfahrens die Bestrafung der Schuldigen herbeizuführen.( Beifall.) Hierauf wird die von der Regierung akzeptivte ein militärisch eine große Rolle spielen: die Frau Das Einschreiten der Gerichte begegnet jedoch besonderen fache Tagesordnung durch Handaufheben angenommen. Cholera, welche im Sudan Generalsuniform angezogen Schwierigkeiten, da die betreffenden„ Bankiers" sorgfältig Ministerpräsident Meline verliest sodann das Dekret über die hat und den Engländern einen dicken Strich durch ihr darauf bedacht sind, sich der strafrechtlichen Verfolgung Schließung der Session der Kammer und die Situng wird ge= egyptisch- afrikanisches Rechenerempel macht; und ferner den zu entziehen. Behörden und gemeinnützige Vereine haben schlossen. - Die Budgetkommission hat beschlossen, von General Yellow Jack, zu deutsch: gelber Jakob", bekannter es an öffentlichen Warnungen der Bevölkerung nicht fehlen unter dem Namen: gelbes Fieber, der jetzt in Cuba laffen. Vielfach handelt es sich um Firmen, welche im Auslande, nächstem Donnerstag ab bis Ende des Monats zu tagen, um die über die Spanier hergefallen ist und nach den neuesten insbesondere in Holland und Belgien domizilirt sind und ihre Berathung des Budgets für 1897 zu beenden. Geschäfte in Deutschlund durch Vermittelung inländischer Agenten Paris, 13. Juli. Der Ausschuß der außerparla Berichten die spanische Armee vollständig demoralisirt. welche die Zustände der betreiben; wiederholt ift vor Gefchäftsverbindungen mit solchen mentarischen Marinefommission, Man telegraphirt darüber: Firmen im Reichsanzeiger" zuletzt in Nr. 262 vom 1. No- Marine- Artillerie untersuchte, nahm einstimmig eine von Chau vember 1895 und in Nr. 38 vom 6. Februar 1896 gewarnt temps vorgeschlagene Tagesordnung an des Inhalts, der Aus worden." schuß hat nach zahlreichen Sigungen, welche der Prüfung die Marine- Artillerie gerichteten neuerdings gegen der tonstatirt, daß diese Kritiken Kritiken gewidmet waren, ungerechtfertigt seien, und erkennt die Bemühungen der Direktion der Marine- Artillerie um die Werbefferung des Materials der Schiffsartillerie an. London, 13. Juli. Dem Reuter'schen Bureau" liegen über Reywest vom 18. Juli aus Havannah eingegangene Meldungen vor, wonach unter den spanischen Truppen wegen Grassirens des gelben Fiebers eine Panik herrsche. Die Sterblichkeit be. trage 40-60 pct. = -" Das amtliche Blatt füpft daran noch folgende Bemerkung: Sehr dankenswerth wäre es, wenn die Tagespreffe dieser Angelegenheit eine erhöhte Aufmerksamkeit zuwenden und die Thätigkeit der Behörden durch Aufklärung der Bevölkerung nachhaltig unter stützen wollte." von dem Die Der Mit anderen Worten: Die außerparlamentarische Marines Kommission versucht es noch immer mit dem Vertuschungssystem. Gegenüber den flagranten Mißständen wird das freilich nicht mehr lange gehen. Türkei. Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Vom Landgericht Kiel war am 15. Mai der Redakteur der Das ist ja zweifellos anerkennenswerth, daß in diesem Falle „ Schleswig Holsteinischen Volkszeitung", Heinrich Ströbel wegen einer angeblichen Majeftätsbeleidigung, begangen durch die Behörden für die Aufgaben der Presse ein Verständniß zeigen. die Preffe, zu Gefängnißftrafe verurtheilt worden. Ueber seine Wir wünschten nur, es geschähe das öfter. Leider aber ist von gegen diefes Urtheil eingelegte Revision verhandelte das amtlicher Seite, besonders in Gerichtsurtheilen oft genug erklärt Reichsgericht ebenso wie das vorige Mal( ein früheres worden, die Presse habe gar nicht die Befugniß, sich im all- Die Führer des tretensischen Aufstandes Urtheil in dieser Sache ist vom Reichsgerichte aufgehoben gemeinen Intereffe um öffentliche Schäden zu kümmern. Also worden) unter Ausschluß der Deffentlichkeit. Das Urtheil hoffen wir, daß diefe Ansicht bei den Behörden sich ändert. ziehen mildere Seiten auf. Nach Berichten aus Wien verzichtet lautete diesmal auf Verwerfung der Reviston, da der Be- Das Herrenhausmitglied Graf Klinkow.bie Epitropie auf einige Punkte der von ihr gestellten griff der Majestätsbeleidigung nicht verkannt worden sei. Die ström hatte eine Beleidigungsklage gegen die Direktion der Forderungen. Die aufrechterhaltenen Hauptpunkte sind folgende: §§ 185 und 95 des Straf- Gesetzbuches stimmten, was den Begriff Rönigsberger Walzmühle eingereicht. Die Walzmühle Ernennung eines chriftlichen General- Gouverneurs mit fünfder Beleidigung betreffe, miteinander überein. Das Urtheil des hatte sich nämlich gegen die Angabe des Grafen im Herrenhause jähriger Amtsdauer und Beto- Recht im Einverständnisse mit den Landgerichts habe genügend zum Ausdruck gebracht, daß der An- am 27. März dieses Jahres, daß die Königsberger Mühlen nur Mächten, Verwendung der Hälfte der Zolleinnahmen für die getlagte feine Mißachtung des Raisers habe zum Ausdruck bringen werthloses russisches, fein inländisches Getreide vermahlten, ver- Insel, vorläufige Zahlung der Hälfte der Gehalts- Rückstände, wollen. Somit bleibt es bei der Berurtheilung. Es sei noch wahrt. Wegen des hierbei gebrauchten Ausdrucks, es sei Abänderung des bisherigen Wahlmodus in der Art, daß Chriften hinzugefügt, daß es sich in diesem Prozeß um einen Artikel über Pflicht eines Ehrewmanne3, fich genau zu erkundigen", und Mohamedaner, die bisher getrennt wählten, gemeinsam zwei Borfahren des Kaisers handelte. ftrengte Graf Klindkomström die Beleidigungsklage an. Das wählen. Um die Einhaltung der Mehrforderungen seitens der Schöffengericht erkannte auf Abweisung der Klage. Deputirten zu überwachen, hat die Epitropie eine Kommission nach Ranea entfandt." Afrika. Aus Rapstabt wird der Daily News" gemeldet: Die parlamentarische Untersuchungstommission über Wenig Neues ift dabei zum Vorschein gekommen. Ein Telegramm von Cecil Rhodes, welches Jameson nicht er hielt, weil die Drähte abgeschnitten waren, besagt: Ich widersete mich entschieden Ihrem Vormarsch.„ Ich hoffe, daß die Angelegenheiten in Johannesburg mit Vernunft und Geduld in freundschaftlicher Weise beigelegt werden." Das Blatt fügt hinzu, es glaube, daß die Kommission sich auch dessen ver= fichert hätte, daß Rhodes und Beit der Chartered Company große Summen, welche seitens der Führer der Reformbewegung auf lettere entnommen waren, zurückgezahlt haben. Die Thatsache, daß Rhodes zu einer Zeit den Jameson'schen Raubzug aufgehoben haben wollte, ändert nichts an seiner ander weit festgestellten Hauptschuld bei Anzettelung der gesammten Intrigue.Gegen den Raufmann Spengemann wurde wegen Majestätsbeleidigung gestern vor der 8. Straffammer des Landgerichts Berlin I verhandelt. Bei seiner Bernehmung -An Herrn v. Plöh und seine Freunde hatte die erklärte der Angeklagte dem Landgerichtsdirektor Leonhardt, der Germania" die Frage gerichtet, wieviel Gehalt er für seine bie Deffentlich feit nicht ausschließen ließ, daß er agitatorische Thätigkeit beziehe. Eine Antwort ist bisher nicht amerikanischer Bürger und auf dem atlantischen Ozean während erfolgt. Wir tönnen indeß die Neugier der Germania" bes Der Fahrt nach Amerika geboren sei. Im Frühjahr dieses Jahres friedigen. Nach einer uns zugegangenen Mittheilung bezog Herr Jameson's Ginfall hat foeben ihren Bericht erstattet. tehrte er nach Europa zurück, um sich nach seiner Anstellung in v. Blöt vor 2 Jahren an Gehalt von 15 000 M., im Der Berliner Gewerbe- Ausstellung umzusehen. Vor zirta vierzehn vorigen Jahre 20000 M. Seine Spesen belaufen sich Tagen wollte er sich das Kriminalgerichtsgebäude ansehen und jährlich auf 5-6000 m. Außerdem soll er noch jährlich weigerte sich, den Droschkentutscher nach beendeter Fahrt zu 8-10 000 m. liquidiren. bezahlen. Letterer holte einen Schuhmann und bei dieser Schwek, 18. Juli. Nach amtlicher Feststellung erhielten Gelegenheit soll der Angeklagte ohne jeglichen Grund einen bei der am 9. d. Wits. im Wahlkreise Schweb statt Beleidigung des Raisers ausgestoßen haben. Der Gerichtshof gehabten Reichstagsstichwahl von 10 469 abgegebenen Stimmen fand die Majestätsbeleidigung so erheblich, daß er nach dem An- o It- Barlin( Reichspartei) 5328, v. Saß- Jaworski- Lippinten trage des Staatsanwalts auf 6 Monate Gefängniß er( Bole) 5141 Stimmen. Ersterer ist somit gewählt. tannte, ohne die Untersuchungshaft anzurechnen. Ein schlechtes Geburtstags- Angebinde wurde Zwickau, 11. Juli. Bei einer Felddienstübung des Nr. 133 wurden acht heute dem Schneidergesellen Paul Johann Gursch aus fächsischen Infanterie- Regiments Friedrichsfelde präsentirt, der unter der Anklage der Mann vom Sihschlag getroffen, einer ist infolge davon Majestätsbeleidigung vor der zweiten Straffammer am Land- mittlerweile geftorben. gericht Berlin II stand. Bei der Feststellung der Personalien Lassen sich die Zagemarsche bei der starken Hitze denn durchfiel es dem Präsidenten auf, daß der Angeklagte am 13. Juliaus nicht abstellen in Deutschland? 1863 geboren ist. ,, Da feiern Sie ja heute Ihren 33. Geburts. Mülhausen i. Elf., 9. Juli. Die heutige erste Sihung tag", meinte er. Da der Angeklagte dies bejahte, fuhr der Prä- de 3 neugewählten Gemeinderaths war in zwei der bayerischen Sozialdemokratie fident fort: Dann wird Ihr Geburtstagsgeschent tein besonders facher Hinsicht interessant. Einmal handelte es sich darum, einen angenehmes sein, wenn sich das bewahrheitet, was Ihnen die Anklage von administrativer Seite begangenen parlamentarischen Fehler zur Laft legt!" Da die Verhandlung unter Ausschluß mit gehörigem Nachdruck zu rügen, zum andern um die In den festlich geschmückten Räumen der Zentralfäle fanden Der Deffentlichkeit stattfand, so wurde nur das Urtheil Bürgermeisterwahl. Bekanntlich wurde die Wahl des sozial- sich heute die Vertreter der bayerischen Sozialdemokratie zum öffentlich verkündet. Es wurde im Urtheil mitgetheilt, daß der demokratischen Reichtags- Abgeordneten Bueb in den Stadtrath britten bayerischen Parteitage zusammen. Bor der Eröffnung Angeklagte am 8. Juni d. I. in einem Barbierladen in Friedrichs- angefochten, weil er angeblich keine der direkten Steuern trug der Arbeiter- Gefangverein" Union" das Jubellied:" Brause felde gekommen sei, an einen der üblichen Seifenschaum- Gespräche bezahlt hat, von denen das neue Gesetz die Wählbarkeit abhängig mein Sang mit jubelndem Klang!" vor. Genosse Schermer theilgenommen und dabei über den Kaiser räfonirt habe. Das macht. Er selbst hat bekanntlich nachgewiesen, daß er wiederholt, tlärte hierauf namens der bayerischen Landtags- Fraktion den Strafmaß wurde wegen der angeblichen Gröblichkeit der Be aber vergeblich, Schritte gethan hat, feine Steuern los zu werden. Parteitag für eröffnet. Als Vorsitzende wurden Scherm leidigung auf vier Monate Gefängniß bemessen. Aus der Nichtzahlung leitete man das Recht her, Bueb zur ersten Nürnberg und Ed. Schmidt München gewählt. Sigung nicht einzuladen. Wie nunmehr die Frankfurter 8tg." ordnung setzte der Parteitag folgendermaßen fest: mittheilt, hat der frühere Reichstags- Abgeordnete und jetzige - Eine Besoldungsaufbefferung, böherer Stadtrath Hickel heute eiergisch Proteft eingelegt gegen diefes Beamte und Offiziere wird von verschiedenen Seiten eigenthümliche Verfahren, einen mißliebigen Gegner mit solchen angekündigt. So schreibt die offiziöse Norddeutsche Allgemeine Mitteln mundtodt machen zu wollen; unter Berufung auf die Beitung": Wie wir hören, ist in Preußen die Besoldungs- Reichstags- Usancen wies er barauf hin, wie unparlamentarisch aufbesserung für sämmtliche mittleren und höheren Beamten, ein die hier inaugurirte Prepis sei, einem Voltserwählten die schließlich der vortragenden Räthe der Ministerien, in Aussicht Mandatsausübung unmöglich zu machen, noch bevor seine Wahl genommen. Die Verhandlungen hierüber sind bereits so weit definitiv für ungiltig erklärt worben sei. Und siehe da, " * Deutsches Reich. Drifter Parteifag in Nürnberg. Die Tages= 1. Parlamentarischer Bericht der Landtags- Abgeordneten. Referenten: Bollmar, Grillenberger und Löwenstein. 2. Bericht der Parteileitung. Referent: Scherm. 8. Der internationale Arbeiter- Kongreß in London. Referent: Schmitt- München. Frz. 4. Organisation und Agitation. 5. Berathung der Anträge, welche au obigen Punkten nicht einschlägig sind. = während an der Tagesordnung. So hatten die Arbeiter von Die Verbote von Arbeiterfestlichkeiten sind jetzt fort Greiz und Umgegend ein Gewerkschafts- Sommerfest geplant, das jedoch durch folgende Verfügung verboten wurde: An Herrn E. Liebold in Greiz. Auf Ihre Anfrage eröffne ich Ihnen, daß ich die bei mir angemeldete Festlichkeit mit Festrede und öffentlicher VerfammLung hiermit verbiete. Gründe: Festredner und Gegenstand der Festrede ist nicht in der Anmeldung zum Ausdruck gekommen. Die Persönlichkeiten der Einberufer, welche als sozialdemokratische Agitatoren bekannt sind, lassen die Annahme ge rechtfertigt erscheinen, daß die in Aussicht genommene Festlichkeit und öffentliche Versammlung eine dringende Gefahr für die öffentliche Ordnung in sich schließt. Waltersdorf bei Neumühle, am 30. 6. Hochachtungsvoll Der Gemeindevorstand: Kästner. abgesehen werden mußte, wollten wir es mit einer Versammlung Nachdem von einer Festlichkeit in dem projektirten Sinne versuchen, in welcher Fräulein Baader aus Berlin den Frauen die Bedeutung der Gewerkschaften klar machen wollte, aber auch hier hat der Bürgermeister den Staat gerettet, indem er folgendes Schriftstück an den Einberufer absandte: An. in Knottengrund. Hierdurch zur Kenntniß, daß die auf morgen, als den 5. d. M. angemeldete Versammlung, welche in dem Saale des Restaurateurs Eruft Reinhold im Knottengrund nachmittags von 4 Uhr abgehalten werden soll, hiermit verboten wird und zwar aus dem Grund, weil der oder die Redner bez. Rednerin fozialdemokratische Agitatoren sind und, daß die Abhaltung der Versammlung, bez. die Gegenstände der Tagesordnung eine dringende Gefahr für die öffentliche Ordnung und den öffent lichen Frieden herbeizuführen geeignet sind. Waltersdorf am 4. Juli 1896. Ortszelle und ließ ihn bis in die vierte Stunde stecken. NachNachdem von der Staatsanwaltschaft ein Protokoll über den mittag in der vierten Stunde wurde er aus der Belle geholt und durch einen Ortspolizisten der E a tsanwaltschaft zugeführt. Sachverhalt aufgenommen worden war, das denselben Thatbestand wie das in Löbtau aufgenommene enthielt, wurde der Mann endlich entlassen. Jezt, nach 14 Tagen, bekommt der Mann von der Amtshauptmannschaft nicht vom Gericht eine Strafverfügung, laut welcher er 3 Tage Haft wegen groben Unsugs verbüßen soll, weil er Leute belästigt und der Wegweisung von dem Orte durch den Polizisten nicht Folge geleistet haben soll. Außerordentliche Generalversammlung des Verbandes der Deutschen Buchdrucker. B Halle a. S., den 13. Juli 1896. Der Verbandsvorsitzende Döblin Berlin eröffnete früh 9 Uhr die Sigung in Haase's Bellevue. Die Berlefung der Präsenzlifte ergiebt, daß die 68 gewählten „ Correspondent"& af ch= Leipzig, Delegirten vollzählig anwesend find. Auch der Redakteur des Aus Desterreich sind die Kollegen Hoeger und Schiegl aus Wien als Gäste eingetroffen. der Berichte im„ Corr." in der letzten Zeit zu wünschen habe Döblin hält es für nothwendig, da die Unparteilichkeit übrig gelaffen, ein besonderes Berichterstattungs- Bureau für den ,, Corr." zu wählen. Der Vorschlag Döblin's wird ohne Debatte angenommen. Gasch- Leipzig legt Verwahrung gegen die Behauptung ein, daß die Berichte im Corr." nicht objektiv gewesen wären, er ist im übrigen aber mit dem Berichterstattungs- Bureau einverstanden. Das Bureau wird gewählt.j 2 Nachdem die Geschäftsordnung genehmigt ist, greift Döblin einen Antrag Nürnberg heraus: Die Generalversammlung wolle beschließen, keine Delegirten mit gebundenem Mandat zur Generalversammlung zuzulassen und meint, der Antrag ſei überflüssig, denn es sei lediglich Gewissenssache des einzelnen Delegirten, wie er stimme. Die Generalversammlung schließt sich dem an. Wie es scheint, wollen sich die reußischen Die Versammlung tritt darauf in die Tagesordnung ein. hörden auch einige Lorbeeren im Kampf gegen den Umfturz er- Der erste Punkt lautet: Stellungnahme zu dem neu. werben. Ihrer Liebe Müh' wird nur vergebens fein. Das Fest geschaffenen Tarif. nommen. Der Gemeindevorstand. Kästner. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Be Es feien in der Nach der Wahl einer Mandats- und Kaffen- Prüfungs- I den Vorgang flar zu machen und sich über ihre Person auszu- er keine Gelegenheit, da keine Fremden kamen. Statt dessen kam Rommission und der Schriftführer erhielt Genosse Vollmar weisen und erreichten so, daß sie nach Feststellung ihrer Namen wieder der Ortspolizist von gestern und arretirte den Mann zum ersten Punkt der Tagesordnung das Wort. Redner führte freigelassen wurden und die Wertheilung des Materials in Ruhe furzer Hand. Auf dem Gemeindeamt sperrte man ihn in die in der Hauptsache folgendes aus: Als die Landtags= Fraktion beenden konnten. vor zwei Jahren auf dem Münchener Parteitage Bericht erstattete, war die erste Aufgabe, die einzuschlagenden Bahnen und Grundfäße festzustellen, um eine Richtlinie für die Fraktion in ader Form zu haben. Die politische Lage in Bayern ist ja jetzt noch ganz die gleiche, wie vor zwei Jahren; überall herrscht die Weltmacht des Kapitals, dieselbe zieht immer weitere Kreise und alle Schichten der Bevölkerung werden in den Sttudel hineingezogen, wodurch die Proletarisirung in Riesenschritten vorwärts geht. Die bayerische Regierung leistet der preußischen auf allen Gebieten Folge. Die Fuchsmühler Vortommnisse haben einen mächtigen Wellenschlag politischer Bewegung in die bayerische Kammer hineingeworfen, wodurch das Zentrum gezwungen wurde, eine äußerst oppositionelle Stellung gegen die Regierung einzunehmen. Nach der Berathung hätte man glauben follen, das Zentrum würde auch die nothwendige Schlußfolgerung ziehen und der Regierung ein Zadelsvotum aussprechen; aber was geschah? Zentrum und Liberalismus sprachen der Kammer selbst das Recht des Zadels gegenüber der Regierung ab und eine Woche darauf herrschte wieder die friedlichste Stimmung in der Kammer. Die sozialdemokratische Fraktion hat zu einer ganzen Reihe Einzelfragen Stellung genommen, insbesondere ist sie dem Militarismus scharf zu Leibe gegangen. Redner erinnert an den bekannten Menageprozeß, an die Beschwerden über die Soldatenmißhandlungen und an die Handhabung des Militärbudgets, wo Millionen erfpart werden fönnten. Im weiteren bespricht Redner die agrarischen Fragen und die Stellung der sozialdemokratischen Landtags- Abgeordneten hierzu. Die Gründung einer Landes- Hypothekenbant, wie sie die sozialdemokratische Gruppe verlangte, wurde abgelehnt, dafür ein Bänkchen geschaffen, welches von vornherein als ein todtgeborenes Kind zu betrachten sei und dem Lande 2 Millionen Mark gekostet habe und wohl noch weitere Summen kosten werde. Die Gründung einer Mobiliarversicherungs- Anstalt hätte vor 30 Jahren und nicht jetzt unternommen werden sollen, nachdem die Privat Versicherungsgesellschaften alles abgegraft" hätten. Auch gegen die Viehversicherung mußten die fozialdemokratischen Abgeordneten stimmen, nachdem der Versicherungszwang nicht eingeführt und die Regierungsvorlage verlangte, daß nur Viehversicherungsvereine in die Versicherung aufgenommen werden können. Redner kommt zu dem Schluß, daß die bayerische Regierung eine durchweg bureaukratische ist, von größeren Gesichtspunkten könne bei der felben keine Rede sein, denn es fehle ihr die Erkenntniß der fozialen Bedürfnisse auf ökonomischem und politischem Gebiete. Nach einer vernichtenden Kritik der beiden„ großen" Parteien und fand dennoch statt, nur wurde von der Festrebe Abstand ge- letzten Zeit unter den organisirten Buchdruckern MeinungsAm 6. Juli sprach Fräulein Baader in Gera deren Stellung zur Frage der Vereins- und Wahlgefeße schließt Redner vor einer auch von Frauen sehr gut besuchten Versammlung. verschiedenheiten ausgebrochen, wie sie noch niemals zutage unter braufendem Beifall mit den Worten: Die sozialdemo Leider habe die Agitation Formen an kratischen Abgeordneten haben die Saat für gute Früchte gefäet. raumte Bersammlung mit der Begründung verboten, daß die genommen. In Netschtau i. V. wurde die zum 7. d. M. anbe- getreten feien. die höchst bedauerlich feien, man habe Genosse Grillenberger befpricht die Thätigkeit der Rednerin im Jahre 1894 wegen Aufreizung u. f. w. zu 100 Mt. fogar versucht, den Repräsentanten der Organisation die Ehre fozialdemokratischen Gruppe in den verschiedenen Arbeiterfragen, Geldstrafe verurtheilt worden sei. In dem nabe gelegenen abzuschneiden. Auch die Echwächen der Organisation feien den wie die Aufbefferung der Löhne der Arbeiter in den staatlichen Reichenbach hingegen hatten die Behörden keine Furcht vor Unternehmern, den wirthschaftlichen Gegnern bloßgelegt worden, Betriebswerkstätten, die Unfälle im Baugewerbe, ferner den Antrag einem Vortrage über: Die Frau und das Bürgerliche Gesetzbuch. ein Verfahren, das seit dem Bestehen des Verbandes noch des konservativen Abg. Luz auf Ausnahmebesteuerung der großen Sier durfte Ditilie Baader ungehindert reden. Die Bersammlung nicht dagewesen sei. Vor dem Streit babe man immer Jett, wo Waarenhäuser, die Verhandlungen über die Zuckersteuerfrage und das Unternehmerthum ihr schroffes Verhalten aufgebe schließlich den Antrag der sozialdemokratischen Fraktion auf Ab- war, trotzdem das Lokal eine halbe Stunde von der Stadt ent- auf die Stärke des Verbandes hingewiesen. fernt liegt, fehr gut besucht. änderung des Wahlrechts. Für den Etwurf eines Landtagsund einlenken wolle, werde die Organisation als schwächlich ge Wahlgesetzes sollten folgende Grundsätze maßgebend sein: Unfer Genoffe Tischler Adolf Dorfinger in Wiener schildert. Das eine sei klar, daß die jetzigen Zustände unhaltbar Allgemeines, gleiches und direktes Wahlrecht mit geheimer Ab- Neustadt wurde wegen Majestätsbeleidigung zu 15 Monaten feien. Aus vielen Gauen seien fortgesetzt Wünsche an den Vorftimmung aller volljährigen bayerischen Staatsangehörigen, Rerker verurtheilt. stand gelangt, den unwürdigen Zuständen durch feste Regelung Gewährleistung unbedingter Wahlfreiheit, Schutz des Wahlein Ende zu machen. Der Vorstand versuchte eine Lohnbewegung geheimnisses durch Abgabe der Stimmzettel in amtlichen WahlUmschlägen, Vornahme der Abstimmung an Sonntagen oder LandesWas sind öffentliche Angelegenheiten? einzuleiten, fand bei den Gauen aber feine Gegenliebe; feiertagen, Wahl der Abgeordneten nach Proportional- System." Bur Beantwortung dieser Frage hat der Herr Regierungspräsident überall war die Niedergeschlagenheit von dem letzten Streit in Magdeburg wiederum einen dankenswerthen Beitrag geliefert. her noch zu groß. Die 1891er Niederlage hatte eben zu start Mit 69 gegen 53 Stimmen wurde auf Antrag des Zentrums An den Arbeiterturnverein in Halberstadt war von seiten der gewirkt. Trotzdem suchte der Vorstand, wo er nur konnte, neues über den Antrag zur Tagesordnung übergegangen. Das Sentrum Bolizei die Aufforderung ergangen, bie Mitgliederlifte einzureichen, Leben in die Bewegung zu bringen und zu energifchem Vorgehen erklärte, selbst wenn ohne eine Berfassungsänderung die Aenderung da der Verein eine Einwirkung auf die öffentlichen Angelegen: Birfular.) Nun, ich überlaffe es Ihrem Urtheil, ob der Vorstand bei anzuspornen.( Redner verliest zum Beweise ein vertrauliches des Wahlgefehes möglich sei, würde es dagegen stimmen, weilheiten ausübe. Auf die eingelegte Beschwerde bei dem Regierungs- folch mangelnder Unterstügung es hätte verantworten können, die man den Sozialdemokraten keine Vortheile verschaffen wolle. Redner bemerkt, daß sie den Antrag in der dritten Session nochmals stellen präsidenten langte nun folgendes Schreiben an: Gehilfenschaft in eine neue Bewegung hineinzutreiben. Ich meine Magdeburg, den 24. Juni 1896. würden und solle in der Zeit, welche der legten Seffion vorausgehe, eine lebhafte Agitation zu gunsten des allgemeinen Wahlrechtes Berwaltung zu Halberstadt weise ich als unbegründet zurück, schließlich nicht anders, als eine neue Tarifrevision zu beantragen. Die Beschwerde vom 18. Mai 1896 gegen die Polizei- aber der Vorwurf der Hirsch- Dunckerei, des Harmoniebufels, ist nicht gerechtfertigt. Der Vorstand hat seine Pflicht gethan, er konnte entfaltet werden. Würde der Antrag dann abermals abgelehnt, Die angestellten Ermittelungen haben ergeben, daß der Arbeiter schließlich nicht anders, als eine neue Tarifrevision zu beantragen. nicht gedacht werden könne. In bezug auf das Vereins- und Einwirkung auf öffentliche Angelegenheit bezweckt. Aus seinem untarismäßige Zustände eingeniftet, 11- und 12stündige Arbeitszeiten Bersammlungsrecht solle ebenfalls alles Material gesammelt werden, um die polizeilichen Praktiken gründlich beleuchten au ganzen Verhalten geht hervor, daß er sich in den Dienst einer gehörten nicht zu den Seltenheiten, in Leipzig hat die Zahl politischen, im vorliegenden Falle der sozialdemokratischen Partei der Lehrlinge um 80 pet. zugenommen. Ich hoffe, Sie werben können. Nachdem die Regierung durch eine ganze Reihe von stellt. Er hält seine Turnübungen und Zusammenkünfte in dem nur von einsehen, daß der Vorstand nicht anders handeln konnte. Borfällen bewiesen habe, daß sie die Interessen des Boltes Sozialdemokraten besuchten Schantlokale ,, Odeum" ab, erläßt Bekannt Nach halbstündiger Pause erhält das Wort nicht wahren wolle, so hätten sich auch die sozialdemokratischen machungen und Berichte nur in der sozialdemokratischen Sonntags: dächtig", die Gehilfenschaft verrathen zu haben und von Herrn Rexhäuser München: Wir sind ja hinreichend vers Abgeordneten veranlaßt gesehen, gegen das Finanzgesetz zu Beitung", betheiligt sich an den regelmäßigen Feiern der sozial: Gasch ist ber berühmte dolus eventualis noch übertrumpft worden, stimmen und verweist Redner auf die bekannte Erklärung demokratischen Gedenktage und setzt sich endlich ausschließlich Gasch ist der berühmte dolus eventualis noch übertrumpft worden, Scherm's. Redner schließt: Ich glaube, daß die Parteigenoffen aus solchen Mitgliedern zusammen, die dem in Halberstadt be- indem er Flugblätter kritisirt hat, die gar nicht geschrieben des ganzen Landes mit unseren Leistungen einverstanden sein stehenden sozialdemokratischen Wahlverein angehören. Hiernach Wir haben hier als Gehilfenvertreter Rechenschaft tönnen.( Lebhafter Beifall.) Nachdem noch Genosse Löwenstein über die Heimathgefeßnovelle gesprochen, wurde nachstehende Re- unterliegt die Annahme der Polizeibehörde, daß der Turnverein über unser Handeln abzulegen und uns gegen die gehäffigen, Re- Freiheit" " Freiheit" als ein Verein anzusehen ist, der unter§ 2 des Gesetzes niedrigen Angriffe zu vertheidigen, die im Correspondent", zum theil noch anonym gegen uns geschleudert worden Der Parteitag der bayerischen Sozialdemokratie nimmt den vom 11. März 1850 fällt, keinem Bedenken. Graf v. Baudiffin." find. Im„ Correspondent" hat ein Kirchthurm- Wettrennen in Wie falsch der Herr Regierungspräsident unterrichtet ist, Bericht der bayerischen Landtagsgruppe über ihre parlamenta rische Thätigkeit entgegen und spricht sein volles Einverständniß geht daraus hervor, daß der Verein, wie unser Parteiorgan in radikalen Phrasen stattgefunden. Wir sind in unserer Ehre in mit dieser Thätigkeit aus. Im Gegensatz hierzu verurtheilt der Halberstadt mittheilt, feine Turnübungen zwar im Obeum", seine unerhörter Weise gefchändet worden, als Verräther, dienstbar der nicht sagen, daß wir nicht hier und δα einen Barteitag auf das schärffte die Haltung der bürgerlichen Par- Busammenkünfte aber in einem anderen Lokale abhält, baß er Polizei und dem Kapitalismus hingestellt worden. Wir wollen Betanntmachungen meistens in der„ Turnzeitung" und felten in Fehler gemacht haben, wir sind nicht unfehlbar, aber teien. Die geradezu schmähliche und volksverrätherische Haltung der Sonntagszeitung" erläßt, daß er sich noch nie an den regel wir sind keine Verräther an der Gehilfenschaft. Herr Gafch hat dieser sogenannten Boltsvertreter beim Wahlrechtsantrag, der mäßigen Feiern sozialdemokratischer Gedenktage betheiligt hat die Gehilfenvertreter persönlich angegriffen, er wird seine Be wir find keine Verräther an der Gehilfenschaft. Herr Gasch hat Aenderung des Vereins- und Versammlungsrechtes und endlich die und daß mindestens die Hälfte seiner Mitglieder nicht im sozial- hauptungen hoffentlich hier in der Generalversammlung beweisen. Selbstbeschneidung bei der Besprechung der Interpellation über demokratischen Wahlverein Mitglied find. die Vorgänge in Fuchsmühl geben dem Parteitag Veranlassung, demokratischen Wahlverein Mitglied find. Aber abgesehen von all diesen Unrichtigkeiten bedeuten doch Kollegen, wir sind der Ueberzeugung, daß die Zeit zum LosWir sollten den Neun auf das entschiebenste gegen die Haltung dieser Parteien zu auch die dem Werein zum Vorwurf gemachten„ Vergehen" keine schlagen nicht angethan ift. Dann hätten wir uns proteftiren. Der Parteitag giebt dem Erwarten Ausdruck, daß Einwirkung auf öffentliche Angelegenheiten. Daß die Daß die Stundentag bringen stundentag bringen oder nichts. die Parteigenossen im ganzen Lande mit aller Macht darauf Leutchen, die sich an den hurrahpatriotischen Rundgebungen be auf gar feine Verhandlungen einlaffen dürfen. hinarbeiten, den Einfluß dieser reaktionären und vollsfeindlichen theiligen, mit ihrem Spettafel feine Einwirkung auf öffentliche Herr Gasch macht uns zum Vorwurf, daß wir bei ben Berhandlungen den gesellschaftlichen Anstand, den man doch auch dem Einrichtungen ausüben fönnen, mag, sein, und wenn die Polizei Gegner schuldet, gewahrt haben. Wir hätten nach Herrn Gasch die Mitgliederliste solcher Vereine nicht fennen lernen will, so können wir ihr das nachempfinden. Wenn aber die Sozial- wohl Dynamitpatronen zu den Verhandlungen mitnehmen sollen. demokraten durch Turnen schon ihren verderblichen" Einfluß( Heiterkeit.) Vielleicht gründet Herr Gasch ein Institut zur ErSonntagen im Wahlkreise Halberstadt stattgefunden. Bur Ber- erstaunt über die Stärke unferer Propagandamittel, und es war fuchen wollen, sie hätten den Zeitpunkt wählen können, wo Herr Eine große Flugblattvertheilung hat an den beiden letzten geltend machen können, so müssen wir gestehen, find wir felbft siehung zielbewußter Gehilfenvertreter. breitung gelangte ein den Bedürfnissen der Landbevölkerung an einer wohlweisen Behörde vorbehalten, uns darauf aufmerksam Gasch den Zwift in die Bewegung brachte. Wir hätten dann einen erheblichen Theil des Besisstandes verloren. Die Prinzigepaßtes Flugblatt in etwa 20 000 und die jeweilig neueste zu machen. Nachtlänge von der Maifeier. Am 7. Juli pale haben es nicht gethan, fie zeigten, daß fie eine Verständigung Nummer der Sonntagszeitung" in etwa 9000 Exemplaren. Die Aufnahme, welche unsere eifrigen Genoffen fanden, war durchweg hatte sich unser Genosse Paul Mey in Gräfrath bei Krefeld wollten. Man bat besonders die Maschinenmeisterklausel an wegen Abhaltung einer nicht angemeldeten Versammlung und gegriffen, es ist doch aber Thatsache, daß sich die Drucker einen eine günstige, fiellenweise eine überraschend liebenswürdige. Ueber ein besonderes Vorkommniß auf der Agitationstour vom unbefugten Verkaufs geistiger Getränke zu verantworten. Auf großen Theil der Schuld selbst zuzuschreiben haben, daß sie uns 5. Juli geht uus folgender Bericht zu: Eine Gruppe von zwölf dem Grundstück des Angeklagten waren nämlich am ersten Mai günstiger stehen, als die Setzer. Ich weise nur auf das Verdenen der Angeklagte hältniß zwischen den Maschinenmeistern und den Hilfsarbeitern Personen hatte Hornhausen und Umgegend zu bearbeiten. Bon eine Anzahl Genossen erschienen, Das Gericht fonnte je- hin, Theorie nnd Praxis sind nach dieser Richtung hin zwei diesen trennten sich zwei unserer Genoffen ab, um Neuwegers. Effen und Bier verabreichte. zu feiner Verurtheilung kommen, nicht nach sehr verschiedene Dinge. Immerhin haben die Maschinenleben und Gunsleben zu besorgen. Aus Rücksicht auf das schlechte doch Wetter begaben sich die beiden zunächst in einen Gasthof, um gewiesen werden konnte, daß bei dem Verkauf des Bieres meister noch eine Verkürzung der Arbeitszeit erhalten. nun noch das Verhältniß der Gehilfen sich dort das Material zurecht zu legen. Die Anwesenheit des ein Gewinn erzielt wurde und das vom Angeklagten verabfolgte Ich muß Gemeindedieners bewog sie, das zu unterlassen und die Ordnung Essen zu seinen selbstgewonnenen Erzeugnissen gehörte, somit in vertreter zum„ Correspondent" berühren. Die Prinzipale hatten auf offener Straße vorzunehmen. Hier drängte sich der Wind dem Verkauf derselben nichts strafbares erblickt werden könne. ein Recht, uns aufzufordern, Farbe zu bekennen. ein, der offenbar auch etwas für die Verbreitung thun wollte Auch für die Abhaltung einer Versammlung ließen sich nicht die mußten gegen Herrn Gasch Stellung nehmen, die Stellungund entriß unseren Genossen etliche Blätter, die sie nicht geringsten Beweise erbringen, weshalb auch hier Freisprechung nahme galt aber der Persönlichkeit Gasch's, nicht dem Ver wieder erhaschen konnten. Kaum hatten die Beiden mit erfolgen mußte. bands- Organ an sich. Das hat Herr Gasch auch wohl gemerkt. Parteien zu brechen. Partei- Nachrichten. da " waren. aber Hätten die Prinzipale einen Vorwand für einen Kriegszustand Wir der Vertreibung begonnen, δα erschien der Gemeinde-- Nachspiel aum Maurerstreit in Löbtau. Er sagte in Berlin:„ Ich habe Euch desavouirt, die Gehilfendiener und verhaftete sie wegen ungesetzlicher Verbreitung. Ging da eines Nachmittags ein Maurer in der Nähe eines vertreter haben nun mich desavouirt." Scharfe Kritik hat die Er hatte anscheinend angenommen, daß man die Flug- Baues auf und ab, auf dem gestreift wurde. Nachdem er Ausnahmebestimmung bezüglich der Städte mit weniger als blätter mit Absicht habe fliegen lassen. Der Gemeinde einige Zeit auf und abspaziert war, ärgerte sich ein Polier dar- 20 000 Einwohnern hervorgerufen. Seien wir doch aber ehrlich diener erklärte den beiden auf ihre Einwendungen, er kenne über, der ihn beobachtet hatte, und dieser rief einen Gemeindes und gestehen wir uns ein, daß es eben unmöglich ist, in kleinen Wir Der den Maurer wegzuweisen. fagte ihm Städten die neunstündige Arbeitszeit einzuführen. diese Machinationen ganz genau, er wäre lange genug in diener, um biese Mitgliedschaften in fleinen Städten nicht Magdeburg gewesen, um unsere Schliche und Ränke kennen zu denn auch, er folle fortgehen. Am nächsten Tage ging tönnen Als die Arrestanten vor dem Amtsvorsteher standen, unser wieder in Nähe des Baues auf aufgeben. Deshalb schädigt die Ausnahmebestimmung nicht meinte dieser in aller Seelenruhe: Na, sperren Sie die beiden und ab. Seine Aufgabe war, etwa ankommende fremde die Organisation, fie nüßt ihr. Freilich manche Resolutionen ชน boch ins Rittchen!" Unsere Genossen bemühten sich, dem Herrn Maurer darüber zu unterrichten, daß gestreift würde. Dazu fand aus leinen Städten lassen an Blutdürftigkeit nichts zu lernen. Maurer ber außer Denen wünschen übrig. Die Die Kollegen, die solche Refolutionen Angeklagte hatte erklärt, daß seine Zeitung gegenüber solchen sehr ungewöhnliche waren. Beuge Siegmund Sobern faffen und sich so radikal geberden, sollten nur auch Firmen wie Cohn u. Rosenberg und Jakob Landau auf der heim, der mit Manke bekannt und mit Landau's entfernt einmal den Muth finden, in das Komptoir des Prinzipals Wacht bleiben werde. Die Angriffe des Angeklagten richteten verwandt ist, hat einmal dem Angeklagten nahe gelegt, doch die gehen und die Lohnerhöhung durchsetzen.( Sehr richtig!) sich besonders gegen Borgänge bei der Aktiengesellschaft Gladen- Differenzen mit der Firma Landau zu beseitigen. Manke habe An den beiden Ausnahmeklauseln ist Herr Basch übrigens be- beck, bei der Rofizer Zuckerraffinerie und der Jeserich dabei darauf hingewiesen, daß er ja durch die Firma Landau theiligt, er bestreitet es zwar, ich werde Ihnen aber das Gegen- Asphalt- Gesellschaft. Bei der gestrigen Verhandlung wurden auch erhebliche Verluste gehabt habe. Als Zeuge Sobernheim als theil beweisen. Herr Gasch hat an den Verhandlungen, die wir die Kläger durch R.-A. Albert Träger, der Angeklagte dann sich erbot, Vergleichsverhandlungen zu führen, habe dies den Prinzipalen unter uns führten, durch den N.-A. Wreschner I vertreten. Es sind zirka der Angeklagte mit Rücksicht auf das verwandtschaftliche theilgenommen und uns bei unserer Abreise von Leipzig 20 Beugen geladen. R.-A. Träger stellte einleitend die Be- Verhältniß des S. abgelehnt. Die Vergleichsverhandlungen alsdann durch einen Kaufmann Schreiber ge noch freundschaftlich die Hände gedrückt. Er hat sich hauptung auf, daß die heftigen Angriffe des Angeklagten von dem wurden sogar nach dem Zeugniß ehrenwerther Kollegen mit Augenblicke an datiren, als ihm sein wiederholtes führt. Diesem soll Mante nahe gelegt haben, daß er bei der dem in Berlin aufgestellten Tarifentwurf ausdrücklich Gesuch um 3uwendung von Börsen- Annoncen Durchfechtung der verschiedenen Zwiftigkeiten mit Jakob Landau Geldaufwand und einen Verlust an infolge der einverstanden erklärt. Erst nachträglich sind ihm Bedenten ge- seitens der Firma Jakob Landau abgelehnt einen tommen, er hätte sie in anderer Weise zum Ausdruck bringen worden war. Der Kläger Hugo Landau sei Aufsichtsraths- 3wistigkeiten ihm entgangenen Prospekte, Annoncen u. f. w. Er hat den Untermüssen, wenn er ehrlich gewesen wäre. Er hat bei der Vor- Mitglied der Asphaltgesellschaft Seferich. In einer Generalver in Höhe von 5000 Mark erlitten habe. besprechung kein Wort der Kritik geäußert und seine Pflicht damit sammlung letzterer sei einmal der Antrag gestellt worden, das Aktien händler ersucht, bei der Geltendmachung dieser Summe recht nicht gethan. Wenn ich nun bedenke, daß Herr Gasch das fapital zu reduziren. Daraus hatte der Angeklagte den sämmt- vorsichtig zu sein, weil ihn möglicherweise die Firma Jakob Material gegen den der Polizei dienstbaren Zentralvorstand seit acht lichen Verwaltungsorganen den Vorwurf der Untreue gemacht Landau nur auf's Glatteis führen wolle. Der Angeklagte ließ Jahren in Händen hatte, wenn ich bedenke, daß er gesagt hat, und die Organe zur An- fich durch die dagegen unter ihnen Hugo Landau betreffenden Zeugen bestätigen, er wollte nur hinter die Schliche des Zentralvorsitzenden fommen, strengung einer Privatklage veranlaßt. Die Privatklage baß er in feiner Weise ein Schweigegelb von 5000 m. ver so muß ich zu der Auffassung kommen, daß Herr Gasch als agent wurde vertagt, weil inzwischen der Angeklagte gegen die langt habe. Thatsächlich habe er bei den Streitigkeiten provocateur gehandelt hat. Herr Gasch hat auch erklärt, Döblin sei Verwaltungsorgane bei der Staatsanwaltschaft denunzirt Verluste in Höhe von 10 000 m. gehabt. Auch gegen Bers ein Gegner der Sozialdemokratie. Wäre das richtig, so ginge uns hatte. Der Staatsanwalt habe die Strafanzeige abgewiesen, dächtigungen seiner Ehrenhaftigkeit, welche durch die noch von das gar nichts an. Wir fragen die Mitglieder nicht nach ihrem da das betr. Vorgehen der Verwaltungsorgane den Aktionären einigen anderen Zeugen bekundeten Vorkommnisse erbracht in jedem politischen Glaubensbekenntnisse. Wir stehen in den Gewerk- nicht zum Nachtheil, sondern zum Vortheil gewesen sei. Danach werden sollten, wandte sich der Angeklagte feine darzuthun, daß un schaften auf dem Boden der heutigen Staats- und Gesellschafts- fei die Privattlage wieder aufgenommen worden; in der münd Falle ausführlichft, ordnung und damit sind uns unsere Aufgaben angewiesen. lichen Verhandlung habe der Angeklagte einen Bergleich angestrebt. Thatsache bekundet sei, die auf das Geltendmachen von Re Gerade sozialdemokratische Parteiführer haben gesagt, die Der Angeflagte habe dabei die Erklärung abgegeben, daß er sich preffalien seinerseits hindeute. Die Beweisaufnahme schloß der Verlesung einer gegen den Angeklagten ge Gewerkschaften sollen nicht in die Politit hineinpfuschen. Der Ab- nachträglich von der Unrichtigkeit seiner Anschauung überzeugt habe mit Erklärung der Firma Landau, welche der geordnete Moltenbuhr hat hier in diesem Saale gesagt:" Rein und die Vorwürfe nicht aufrecht erhalten könne. Er habe die Koften richteten politische Gewerkschaften sind nicht einmal wünschenswerth!" übernommen, sich verpflichtet, eine Erklärung in seiner ,, Bant- und Angeflagte auch als auch als Grundlage zur Widerklage machte. Wir tönnen mit den Gewerkschaften das Kapital nicht beseitigen, Handels- Zeitung" zu veröffentlichen und die Kläger ermächtigt, Der Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten zu 600 mark bas hat Liebknecht in Köln anerkannt, wir haben innerhalb der auch ihrerseits diese Erklärung zu veröffentlichen. Ueber Geldstrafe event. 120 Tagen Gefängniß, Publikationsheutigen Gesellschaft bessere Lohnbedingungen ริน er den Gang dieser Gerichtsverhandlung brachte die Frei- befugniß für die Privatkläger und Unbrauchbarmachung der reichen. Herr Gasch hat übrigens früher selbst so ge- finnige Beitung" einen Gerichtsbericht, der auch Angriffe gegen betr. Beitungsnummern. Die Privattläger wurden auf die urtheilt, wie ich heute. Wie oft hat er der politischen Partei den Angeklagten enthielt, und letzterer ist nun der Meinung, daß Widerklage von der Anklage der Beleidigung freigesprochen. eins ausgewischt, wenn ihre Agitatoren mit den hohen Löhnen der dieser Bericht nur von den Privatklägern Landau herrühren Buchdrucker hausiren gingen. Ich könnte hier aus älteren Jahr- fönne. Darauf habe der Angeklagte seine Angriffe gegen die gängen des Correspondent" sehr schöne Stilblüthen zum besten Privatkläger geschleudert. geben. Ich meine also, in die Gewerkschaften gehört keine Politit. Hußerhalb der Gewerkschaften soll sich jeder so viel politisch bethätigen als er will. tämpft man um den Neunstundentag, und auf dem Lande arbeiten die Leute 16 Stunden. à fonds : Ein von Gewerkschaftliches. einzige Der Inhalt der Anflage interesfirt das Publikum, welches sich nicht Der Ausstand in der Köbke'schen Buchdruckerei in mit Börsengeschäften befaßt, nur nebenher, beachtenswerth sind aber Berlin ist nach fünfwöchiger Dauer zu gunsten des Verbandes einige Beugenaussagen, die ein Bild davon geben, wie deutscher Buchdrucker beendet. Am Sonnabend wurden sämmtNun zur Tarifgemeinschaft! Ich habe den Muth, mich die Bant- und Handelszeitung" zu Annoncen fam. Be- liche 40 Nothhelfer entlassen und an ihrer Stelle kehrten am als Freund der Tarifgemeinschaft zu bekennen. Sie ist fein wesentlicher Theil der Beweisaufnahme bezog sich auf die Be Montag Morgen die 23 Ausständigen, verstärkt durch weitere Brinzipien, sondern nur eine Zweckmäßigkeitsfrage. Wir wollen hauptung der Kläger, daß die Angriffe des Angeklagten lediglich 17 der Organisation angehörige Gehilfen, auf ihre Pläge zurück. beffere Lohnbedingungen erzielen, welches Mittel dazu noth- einen metallischen Beigeschmack hätten und dieser Achtung! Von den Sammelliften der 1. Mai- Ausgesperrten, wendig ist, ist eine Frage der Zeitumstände. Die Gehilfen- damit Repreffalien für vorenthaltene Annonceu habe nehmen schaft hat über diese Mittel zu entscheiden. Ueber wollen, wie er dies auch anderweitig gethan habe. Direktor herausgegeben von der Agitationskommission des Deutschen die Frage der Dauer der Zarifabmachungen tann Stern von der Nationalbank für Deutschland bekundet, Metallarbeiter- Verbandes, sind die Listen Nr. 177, 136, 160, 162, man streiten. Vielleicht wären drei Jahre angemeffener daß vor etwa 4 Jahren der Angeklagte sich an seine Bant 192, 198, 263, 78 und 304 anzuhalten und dem Zentralbureau, gewesen als fünf Jahre. Aber jedes Jahr läßt sich kein mit der Bitte gewandt habe, ihm ein Darlehn von 1000 m. Fischerstr. 22, zu übermitteln. Sämmtliche Listen, mit Ausnahme neuer Tarif vereinbaren. Ist die Stimmung unter[ den zu geben. Das Darlehn sei ihm gewährt worden, weil man der letzten, die verloren wurde, wußte sich ein Schwindler durch Gehilfen wirklich so gut, wie Herr Gasch behauptet, so mit Mantes Blatt nicht gern in Berührung Vertrauensleute im Norden durch unrichtige Angaben zu ver werden wir den Tarif, wenn ihn die Prinzipale nicht stritte tam. Das Ersuchen des Herrn Mante fei erfolgt, nachdem schaffen. durchführen, immer noch abschütteln. Jeden Sonnabend können dieser längere Zeit vorher Angriffe gegen ihn( Beugen) in seiner Für die Posamentiere findet am 15. Juli eine öffentliche wir nach der Gewerbe- Ordnung tündigen. Bezüglich der Schieds. Eigenschaft als Aufsichtsraths Mitglied von Gladenbeck Versammlung statt, in der über die Gründung eines Etreiffonds gerichte find nun weiter viele Befürchtungen geäußert worden. Diese gerichtet hatte. Mante erhielt 500 m. baar und 500 M. gegen Beschluß gefaßt werden soll. Es wird um recht zahlreichen Besuch Befürchtungen sind unbegründet, vorläufig sind die Schieds- Wechsel. Letterer sei nicht eingelöst und an Manke gebeten. gerichte noch nicht installirt. Werden sie eingerichtet, dann zurückgegeben worden. Seines Wissens sei das Geld gewisser- Der Ausstand der Hafenarbeiter in Frankfurt a. M. werden wir auf dem Platze sein, um unsere Rechte zu wahren. maßen Die worden. perdu gegeben er dauert fort. Nach den Mittheilungen des Streitbureaus find Die Erhöhung des Minimums um 50 Pfennige wird jetzt als wähnten Angriffe gegen ihn an haben Manke alle 70 Arbeiter am Ausstand betheiligt. Zu der ablehnenden lächerliche Bappalie bezeichnet; welches Geschrei erhebt sich aber, möglichen Leute geschickt. Später seien dem Angeklagten, Haltung des Magistrats nahm am 10. Juli eine gut besuchte wenn wir einmal die Steuer für den Verband um 5 Pfg. den man nicht gern zum Feinde haben wollte, Bersammlung Stellung, die einstimmig folgende Resolution an wöchentlich erhöhen wollten. Ein Vorwurf, daß wir überhaupt Prospekte der Bank für seine Zeitung gegeben worden. nahm:„ Die heutige öffentliche Boltsversammlung verurtheilt mit den Prinzipalen verhandelt haben, kann uns doch ernsthaft Dies sei nicht wegen der Größe der Verbreitung der Zeitung entschieden das Verhalten des Magistrats der Stadt Frankfurt nicht gemacht werden. Selbst Herr Gasch wollte ja ver geschehen. Bei den Akten der Bank liegen Briefe, gegenüber den Arbeitern im städtischen Hafen und Lagerhause; handeln, freilich nur lokal. Die Schattenseiten dieses lokalen in denen dem Angeklagten immer wieder gesagt wurde, sie erklärt sich solidarisch mit den ausständigen Arbeitern und Verhandelns in den großen Städten für die Kollegen in der daß ihm Inserate, die ihm nicht aufgegeben Proving sind freilich nicht erörtert worden. Bortheile sind das würden, nicht bezahlt würden und nur des lieben Friedens willen verpflichtet sich, dieselben materiell und moralisch zu unterstützen." durch nur für einen kleinen Theil der Gehilfen und für kleine bezahlt seien. Aus dem Ruhrgebiete. Die chriftlichen Berglente wollen Der Angeklagte behauptet, daß der Direktor Zeiträume zu erreichen, nicht für die Gesammtheit und für Peter ihm die ohne Wechsel gegebenen 500 m. für Inserate ge- nun auch ihren christlichen Bergmannskongreß für Deutschland längere Dauer. Das beweisen die Verhältnisse im Maurer- und zahlt habe, die er ihm nicht habe aufgeben können, weil die haben. Der Gewerkverein" hat die Initiative dazu ergriffen, Zimmerergewerbe. Diese Leute verdienen im Sommer einmal Firma Jakob Landau im Aufsichtsrathe der betreffenden Gesell will Einladungen an die chriftlichen Knappenvereine Deutschlands etwas mehr als die Buchdrucker, die übrige Beit haben diese schaften sei. Die zweiten 500 Mart seien gegeben worden ergehen lassen. Auch die Roften will genannte Organisation eine solche unverantwortliche Ber gar nichts und im Hinterland steht es gar traurig aus. Da für Prospette, die ihm auch wegen der Gegnerschaft Landau's tragen. Wozu foll wird das Wort Grillenberger's zur Wahrheit, in den Städten entzogen worden seien. Direttor Peter wußte außer der splitterung der Knappen dienen? In welchen Intereffen anders, Thatsache der Hingabe von 1000 m. nicht genau mit- als denen des Grubenkapitals, liegt fie? Dies ist den christzutheilen, aus welchen Gründen diese Summe gegeben lichen Arbeiterführern doch nicht unbekannt. Auch sehen sie an dem Am infamften ist der Vorwurf, wir hätten die Gehilfenschaft worden. Positive Thatsachen, die darauf hindeuten, daß der Gebahren des Kohlensyndikats täglich, welcher Bukunft die ver gefnebelt und der Regierung überliefert. Ein Theil der Angeklagte nur darauf aus sei, Repressalien zu nehmen, wußte hetzte Bergmannsschaft entgegenfieht. Lohnvertürzungen, tro Parteipreffe hat das von Herrn Gasch hingeworfene Futter be- dieser Zeuge nicht anzugeben; er bestätigte aber auf Befragen großer Kapitalsprofite heute, bei eintretender Geschäftsflaue er gierig aufgefreffen, aber das Zentralorgan und das zwett be des Rechtsanwalts Träger, baß seine Firma auch bei Unter- barmungsloses Hinauswerfen der Leute aus der Arbeit. Und deutendste Blatt, das Hamburger Echo", haben sich durchaus nehmungen, die sie in Gemeinschaft mit der Firma Landau alles, was die christlichen Führer bis dato angerichtet, dient dazu, jene Aussichten noch trüber zu gestalten. nicht auf den Standpunkt des Herrn Gasch gestellt. Das beste gemacht, immer höflicher behandelt worden sei, als Landau. Was soll der christliche Kongreß überhaupt bezwecken? Zeugniß hat unserer Organisation einmal der Abg. Bebel Bantier May Rosenthal behauptet, daß er gegeben. Er sagte ausdrücklich, dem Versicherungswesen haben m ante aufs höchste gepeinigt worden sei. Seine Repressiomaßregeln wollen die Brust und Genoffen nicht an wir unsere Stärke zu verdanken. Die moderne Arbeiterbewegung Firma habe einmal Inserate veröffentlicht, die Prämiengeschäfte wenden, um die Lage ihrer Kameraden zu bessern. Sie müssen und wollen fich auch auf die Gesetzgebung verlassen. hat wohl niemand besser gekennzeichnet, als Auer auf dem betrafen. Dem Angeklagten sei dies Inserat versagt worden; Parteitage in Köln. Er sagte: Kommt man in eine Gewerkschafts- darauf habe die Zeitung des Angeklagten einen Artikel gebracht, Nun ist aber die Gesetzgebung für den Bergbau, dank der Einversammlung, so schneidet schon der erste Redner die Organisations- der gegen die Prämiengeschäfte gerichtet war und die Sache so dar- müthigkeit des handelssüchtigen Zentrums, nicht dem Reichstag frage an und nach weiteren 3 Minuten würden sich die Mitglieder stellte, als ob die Firma das Publikum schädigen wollte. unterstellt, sondern trotz der Bemühungen unserer Genossen Par fürchterlich in den Haaren liegen, wenn die Polizei nicht da Dieser Artikel sei dann, blau angestrichen, der titularrecht geblieben. Die Dreitlaffen- Wahlmänner entscheiden wäre." Sollen wir uns an dieser Art moderner Arbeiter- Firma zugestellt worden. Seit dieser Zeit habe er sich über das Wohl und Wehe der Knappen. Das sagt genug. Zur Satire fordert es aber auf, sieht man den unter maß bewegung etwa ein Beispiel nehmen? Ich zweifle nicht, daß über die Feindschaft des Angeklagten zugezogen. Das tollste für ihn turz oder lang Nachtheile für die Gehilfenschaft aus der fortschreiten- fei gewesen, daß der Angeklagte eines Tages bei ihm gebendem Einfluß der Hiße und Genossen stehenden„ chriftlichen den Technik resultiren werden. Wie dann uns die Verhältnisse finden telephonisch angefragt habe, ein Inserat für die Gewerkverein" einen Kongreß arrangiren, auf dem gefeßlicher bekommen fönne. Er sei Schutz der Bergleute gefordert wird. Weitsichtige Sozialpolitik werden, das ist die Frage. Dann werden wir Stärke gebrauchen. Meteor Gesellschaft und worden Ich hoffe, die Verhandlungen werden das Resultat zeitigen:„ Der dabei ziemlich brüstirt habe die Aufgabe nennt man so etwas. Der christliche Bergmannštag wird vers deutsche Buchdruckerverband up ewig ungedeelt!"( Beifall.) Hier des Inferats abgelehnt. Unmittelbar darauf sei laufen wie das Hornberger Schießen. tritt eine Baufe ein. ein furchtbarer Artikel über die Meteorgefell. Die Generalversammlung des Deutschen Berg Hüttenarbeiter Verbandes findet schaft und seine( des Zeugen) Person erschienen und und an verschiedene Gesellschaften, bei denen 2. August d. J. in Bochum statt. Aus den äußerst zahlreich er Aufsichtsrathsmitglied sei, geschickt worden. gestellten Anträgen ist zu ersehen, daß sich im letzten Jahre das Der Zeuge hatte den Eindruck, daß der Angeklagte ihn nur so peinigte, Interesse der frei organisirten Bergleute für den Ausbau der um Inserate zu erlangen. Auf direkte Aufforderung Organisation sehr gesteigert hat. So beantragt man Erhöhung Gine umfangreiche, nameutlich die Börsenkreife inter- des Angeklagten, irgend eine Thatsache nach dieser Richtung hin der Beiträge, Druck einer polnischen Zeitung, Schaffung effirende Verhandlung in einer Privatklagesache beschäftigte mitzutheilen, vermochte der Zeuge dies nicht.- Kaufmann Paul einer Unterftüßungskaffe u. f. w. Die nächste Generalversamm gestern das Schöffengewicht unter Vorsitz des Amtsgerichtsraths Pollack, ein Verwandter der Kläger, befundete, daß er einmal lung wird jedenfalls zum ersten Male in der Mitte Deutschlands Ha a d. Kläger waren der Kommerzienrath Hugo Zanda u die Absicht gehabt habe, in das Geschäft des Angeklagten als stattfinden. und der Generalfonful Eugen Landau, als Inhaber der Theilnehmer einzutreten. Bei dieser Gelegenheit habe er gesehen, Der Delegirtentag des Gewertvereins Firma Jakob Landau; Angeklagter war der Chefredakteur der daß die Einnahmen der Zeitung nach den Büchern sehr knapp deutschen Zabat und Bigarren- Arbeiter, der Bank- und Handels- Zeitung", Walther Mante. Unter An- waren, Herr Mante habe aber auf die im Geheim- gegenwärtig in Hagen tagt, beschloß u. a., von einem eigenen diskretionären Einnnahmen literarischen Organ abzusehen und das Verbandsorgan, den flage geftellt waren drei Artikel der Bank- und Handels- buche aufgeführten Beitung", welche die Ueberschriften trugen: In eigener Sache", von Banten und Bantinstituten" verwiesen. Gewerfverein", möglichst als Bildungsmittel in den Vereinen " Eugen Richter, der Beschüßer der Unschuld," und" Das Recht Prokurist Selten, der bei jenen Unterhandlungen zugegen ge- u verbreiten. Nach längerer Besprechung beschloß dann der auf Distusfion". Diese Artikel waren in erfter Reihe wesen, bestätigt dies; diese Bekundungen wurden jedoch von dem Delegirtentag, daß der Generalrath in außerordentlichen Nother fällen Mitgliedern eine außerordentliche Unterstützung bis zur gegen die Freifinnige Zeitung" gerichtet, sie enthielten Angeklagten bestritten beziehungsweise als irrthümlich Solwien behauptet, daß einmal Höhe von 80 M. bewilligen dürfe. Die Wartezeit von 8 Tagen jedoch eine sehr abfällige Kritit über verschiedene geschäftliche flärt. Syndikus Unternehmungen, bei welchen die Firma Jakob Landau betheiligt der Expedient des Angeklagten, Beuge Schiemann, bei Arbeitslosigkeits- Unterstützung wurde auf 8 Tage herabgesetzt. ift, und über das Vorgehen der Privatkläger auf General- ihn ersucht habe, der Bank- und Handels- Zeitung" ein Inferat In Stockholm befinden sich seit 5 Wochen 230 Rohrarbeiter versammlungen der betr. Unternehmungen. In diesen Artikeln über die bulgarische Anleihe zu geben. Er habe geantwortet, im Streit, um ihrer Organisation Achtung zu verschaffen und wurde auch die persönliche Ehre der Privattläger aufs daß er sich die Sache zwei Tage überlegen wolle, Schiemann eine Lohnerhöhung zu erzielen. Wir ersuchen Zuzug nach hier Heftigste angegriffen, mehr als eine beschimpfende habe aber erwidert, daß es dann zu spät sei. Das Inserat fernzuhalten. Aue arbeiterfreundlichen Blätter werden um Berworden, und darauf sei ein Redewendung gegen fie gebraucht, wobei der leitende Gedanke fei nicht gegeben war, die Behauptung aufzustellen, daß die Manipulationen der Skandalartitel erschienen. Die Beweisaufnahme breitung dieser Nachricht ersucht. Firma Jakob Landau dem Privatpublikum Millionen tosteten wandte sich alsdann der Widerklage zu. Es wurden mehrere Die Ursache des Konflikts mit der Freifinnigen Bei- Beugen darüber vernommen, daß der Kläger Hugo Landau bei tung" war auf den Fall Cohn u. Rosenberg zurückzuführen. Der Gelegenheit von Bergleichsverhandlungen in einer Privat- Depelthen und lehte Nachrichten. Angeklagte hatte diesen Fall Cohn u. Rosenberg zu Angriffen flage sich dahin geäußert habe: Der Angeklagte habe einen Bon seiten Floroe, 13. Juni.( W. T. B.) Der französische Dampfer gegen die Regierung benußt und die Freifinnige Beitung" hatte Meineid geleistet und sich bestechen lassen. Kommerzienraths Landau wurde dies bestritten, General Chanzy", welcher hier am Freitag auf Grund gerathen gegen diese Vorwürfe, als unberechtigt, Front gemacht. Der An- des getlagte hatte die Manipulationen der Firma Cohn u. Rosen- Rechtsanwalt Eschenbach bekundete jedoch, daß Aeußerungen war, und dem von dem deutschen Kaifer der Kreuzer Gefion" berg als verwerfliche und unmoralische hingestellt und die gefallen feien, die jenen Sinn gehabt hätten. Andere Beugen zu Hilfe gesandt wurde, ist ein Vergnügungsdampfer, welcher Die Abbringung war sehr müh Firma Jakob Landau in direkte Parallele mit jener Firma ge- follten allerlei adminikulirendes Beiwert erbringen. So führt 48 Passagiere an Bord hatte. der nachweisen fam, gelang jedoch schließlich der Gefion, im Berein mit zwei bracht. Er hatte in den Artikeln die Sache so dargestellt, als Rechtsanwalt Traeger einen Zeugen vor, ob die Rolle, die die Firma Cohn u. Rosenberg an der sollte, daß der Angeklagte, der immer so sehr gegen Auswüchse anderen Dampfern. Sämmtliche Personen an Bord des ,, General Produktenbörse gespielt habe, nun von der Firma Jokob Landau der Börse, Immoralität 2c. loswetterte, fich an einem Getreide Chanzy" find gerettet, das Schiff selbst vermuthlich nicht bes der Foudsbörse übernommen worden sei, und der Spekulationsgeschäft betheiligt habe, bei welcher die Bedingungen schädigt. an Aus der Redaktion eines Börsenblattes. " ob er " " " am der Berantwortlicher Rebakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 162. Tokales. An die Parteigenossen des ersten Berliner ReichstagsWahlkreises! Am Sonntag, den 19. Juli, früh 9 Uhr, ist ein Familien Ausflug nach Schmargendorf. Treffpunkt Restaurant Sanssouci, Ruhlauerstraße. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. St. Gotthard". " " Dienstag, den 14. Juli 1896. zweiten Berliner Gewerbe- Ausstellung, mindestens drei Tage lang einmal ohne jegliche Hilfe völlig auf eigenen Füßen stehen fönnen. 13. Jahrg. das wir bereits gestern kurz berichteten, geht uns jetzt folgende Darstellung zu: Sturz vor zwölf Uhr am Freitag Abend betraten die betreffenden jungen Kaufleute von hier und außerhalb einen Liqueur- Ausschank im Vergnügungspart; der Wirth machte sie Ein großes Volksfest, das sich eines überaus zahlreichen darauf aufmerksam, daß er" Feierabend" gebieten müsse, da der Buspruchs erfreute, war von den Parteigenossen des fünften und dienstthuende Gendarm sehr ungemüthlich sei. Die Herren tranken sechsten Wahlkreises in dem großen ehemaligen Sternecker'schen die Liqueure, und gleich darauf trat der Polizist ein und forderte in Etablissement Schloß Weißensee am Sonntag arrangirt worden. Von dem schönen Wetter begünstigt, war der umfang- barschem Ton zur Schließung und zum Verlassen des Lokales auf. Sozialdemokratischer Verein Vorwärts. Heute Abend reiche Garten, der mit zu dem größten der Umgegend zählen Die Herren bezahlten, tranten in Ruhe aus und gingen. Draußen 8 Uhr Mitgliederversammlung bei Rehlik, Bergstr. 12. Vortrag dürfte, schon nachmittags vor 4 Uhr bis auf den letzten Platz forderte der Gendarm, der sich inzwischen Verstärkung, heraus über:„ Die Arbeiterbewegung in England und der bevorstehende gefüllt und bald wogte im Garten ein endloser Schwarm von geholt hatte, die Herren auf, sich zu legitimiren. Da diese fich internationale Kongreß". Referent: Wilhelm Liebknecht. Besuchern auf und ab, die eifrig danach trachteten, ein unbesektes nicht der geringsten Schuld bewußt waren, weigerten ſie ſich Die Mitglieder werden gleichzeitig darauf aufmerksam gemacht, Bläßchen zu erhaschen. In den Anlagen und am See hatten sich dieser Aufforderung nachzukommen, und als der Wirth des Lokals daß noch Vorzugsbillets zur neuen Urania" zum Preise von Hunderte von Familien im Grünen niedergelassen und gaben auch heraustrat und seiner Verwunderung über dieses polizei50 Pf. zu haben sind. Zur Darstellung gelangt Durch den dem Ganzen das malerische Gepräge eines rechten Volksfestes. von solcher Wuth befallen, daß er den Wirth und die übrigen liche Verlangen Ausdruck gab, wurde der diensthabende Gendarm Die Zahl der Besucher schätzte das Komitee selbst auf weit über Achtung, Parteigenoffinnen, Arbeiterinnen! Hat man 20 000. Natürlich ging es, wie bei ähnlichen Veranstaltungen schon Herren als Arrestanten erklärte. Allgemeine Entrüstung be mächtigte sich der zahlreichen Menschenmenge, die der Tumult uns auch durch eine reaktionäre Gesetzgebung von den Wahlen, oft bemerkt wurde, auch hier ohne einige polizeiliche Eingriffe herbeigelockt hatte, und da alle ohne Ausnahme für die Gemaßsowie von der Wählbarkeit zum Gewerbegericht ausgeschlossen, nicht ab. Unter dem Programm fehlte der Drucker und es war so haben dennoch die Arbeiterinnen ein lebhaftes Interesse daran, nahe daran, in einer Auflage von 10 000 Exemplaren der polizei- regelten Partei nahmen, so wurden die Beamten noch mehr in Aufregung versetzt, so daß der erstgenannte Gendarm daß Männer gewählt werden, die ihr volles Vertrauen befizen. lichen Beschlagnahme zu verfallen. Der Verkauf mußte also die Waffe zog und blindlings auf den Wirth losstach. Die Denn als Arbeiterin ist die Frau sehr oft gezwungen, das Gewerbe- inhibirt werden und konnte erst dann aufs neue erfolgen, Waffe drang in den Unterarm und fügte dem Verletzten eine gericht in Anspruch zu nehmen. Als Gattin ist sie lebhaft inter- als mittels Kautschuckstempels das Fehlende ersetzt und somit den Die 2 start blutende Wunde bei. Damit aber war der Diensteifer essirt, daß bei Lohnstreitigkeiten ihrem Gatten sein Recht wird. preßgefeßlichen Scherereien genügt war. Weltenwende" Um die Bedeutung der Gewerbegerichtswahlen speziell den Ar- schien dem Amtsvorsteher auch zu umstürzlerisch und mußte sich dieses Beamten noch lange nicht erschöpft. beiterinnen klar zu machen, findet am Mittwoch, den 15. Juli, deshalb die Theaterregie ihr ganzes Repertoir streichen lassen. übrigen Herren und ein freiwillig als Zeuge für die Angegriffenen abends 8 Uhr, im Saale der Bockbrauerei, Tempelhofer Berg, Dagegen war der Herr Amtsvorsteher so wohlwollend, der Auf- eintretender Herr wurden nun nach der Wachstation im Auseine Volksversammlung statt, zu welcher Reichstags- Abgeordneter führung von" Mehr Licht" kein Hinderniß entgegen zu setzen. animirt gewesen sein – die übrigen waren vollkommen nüchtern stellungspart geschafft. Mögen zwei von ihnen vorher etwas Wilhelm Liebknecht das Referat übernommen hat. Arbeite- Die Zugkraft des neuen Repertoirs schien nicht unbedeutend, so wurden sie hier wieder vollständig ruhig und ließen alles rinnen, Frauen, Genoffinnen! Agitirt fleißig für diese Versamm dann in hellen Schaaren strömte alles dem Musentempel zu. über sich ergehen. Sie wurden in vergitterte Zellen gesperrt lung, erscheint zahlreich und pünktlich. Emma Scholy, Ver- Nicht viel beffer erging es dem anderen Kunstunternehmen, und dort stundenlang festgehalten. Als der Lokalbefizer, der Singspielhalle, auch hier bemerkte man die Spuren In Steglitz liegen die Listen zum Einzeichnen des Abonne- umfangreichen Programms zeigten die Reste eines vorhanden Schicksalsgenossen zur Thüröffnung in die Wachtstube:" Wollen polizeilichen Baltens, nur wenige Ueberbleibsel eines ehedem der den Säbelhieb erhalten hatte, über heftige Schmerzen er flagte, da feinen Verband erhalten, rief einer der ments für die Parteispedition in folgenden Lokalen aus: gewefenen Reichthums. Aber genügsam wie unsere Genossen Sie so freundlich sein, dem Herrn etwas Wasser zu geben zun Schellhase, Ahornstraße 15a, Wilhelm Nähring, Ahornstraße 32, bei solchen Festen sind, nahm man mit Humor das Dargebotene Rühlen seiner Wunde, er flagt über große Schmerzen." Darauf Wilhelm Gärtner, Schloßstraße 8, Bigarrenhändler Albert Ost, hin, den Künstlern für ihre gewiß sehr anerkennenswerthe Mit- kam ans dem Munde eines Gendarmen die Antwort zurück: Düppelstraße 29, Wilhelm Zieke, Schwarzer Adler, Albrecht wirkung den Applaus nicht vorenthaltend. Für die Kinder Ich habe voch Schmerzen!" Und erst als die Situation gefähr straße 125, Günther, Marktsteinstr. 9. In Friedenau liegen waren Ueberraschungen in großer Zahl vorbereitet. die Listen aus bei Weinert, Ecke der Rönnebergstraße und Korso der Arbeiter Radfahrer mit seinen vortrefflichen wiederholt wurde, licher wurde und die Forderung nach Wasser dringender Handjernstraße, Jordan, Ecke der Lauterstraße und Schmargen Blumendekorationen, ließen sich die Beamte herbei, dem und in vorzüglichen Aufführungen dorferstraße, im Keller. Alle Anfragen und Bestellungen be des Schwimmklubs„ Nord" verdienen lobend hervorgehoben zu Verwundeten einen Eimer Wasser in die Belle zu schieben. Erst treffend die Spedition sind zu richten in Steglitz an Ernst werden. Den Sängern wurde ihre Aufgabe durch die bei einem gegen drei Uhr wurden die Arrestanten entlassen, und mun Sudrow, Düntherstraße 9, 4 Treppen; in Friedenau an solchen Massenandrang hervorgerufenen Unruhe sehr erschwert. konnte der Verwundete endlich auch nach einer Sanitätswache Hermann Bernfee, Kirchstraße 15, Vorderhaus, 4 Tr. bei Till. Nichtsdestoweniger zeigten sie sich als gut geschulte Kräfte, die geschafft werden. Zahlreiche einwandfreie Zeugen werden sich den Herren zur Verfügung stellen, wenn die Sache vor Gericht Die zweite Berliner Gewerbe Ausstellung ist, ein ihrer Aufgabe gewachsen waren. Interessant war das Schauspiel, kommt, wozu seitens der Angegriffenen die nöthigen Schritte Teuchtender Meteor, am Sonnabend Nachmittag 4 Uhr am Himmel daß sich am Abend darbot. Dicht gedrängt standen oder des Berliner Klaffenkampfes und Gewerbefleißes aufgestiegen und faßen die tausende von von Besuchern am Ufer des Sees, gethan sind. In einer Beschwerde an den Landrath Stubenrauch der Berliner Gewerbe- Ausstellung unterbreitet werden, damit im Morgengrauen des folgenden Sonntags ins Meer des Nichts um den herrlichen Anblick des großen Wasser- Feuerwerks wird daher die Angelegenheit dem Chef der Ausstellungspolizei hinabgefunken, gerade rechtzeitig genug, um Herrn Kühnemann, zu genießen. Unter stürmischem Beifall wurde das lebende Bild derselbe sieht, wie einige seiner Organe Besuchern der Ausstellung dem sie wie ein Alp auf der Brust lastete, noch ein paar Stunden Die Siegesfahrt der Arbeit" empfangen. Damit hatte das derselbe sieht, wie einige seiner Organe Besuchern der Ausstellung ruhigen Schlummers zu lassen. Die Ausstellung zeigte sich des vielseitige Festprogramm seinen Abschluß erreicht, und nun gegenübertreten, welche nichts weiter gethan haben, als bis 12 Uhr in ste gesetzten Vertrauens würdig. Das Hauptportal, das wälzte sich der Strom der Besucher nach dem Ausgange zu und nachts sich zu amüsirén." im angenehmen Gegensatz zu Treptow zu einer ausgedehnten im Sturm wurden die Pferdebahnwagen und Kremfer genommen. Für den vergangenen Sonntag hatten sich die Berliner Vorhalle erweitert und nicht allein mit Zischen, Stühlen und Bierseideln, sondern auch mit einer Musittapelle besetzt war, gab der Firma Siemens und Halste finden gegenwärtig Berhand- fehr, der an diesem Tage auf allen Linien der Pferdebahn Zwischen der Verkehrsdeputation des Magistrats und Damen das Recht der Benutzung der Decksize auf den Pferdebahnwagen auf vielen Linien erkämpft. Bei dem starken Berin feiner riefenhaften Ausdehnung ein Bild von den umfassenden lungen statt wegen Beibehaltung der bekanntlich nur bis zum herrschte, stürmten die Damen, ohne auf den Einspruch der Dimensionen, die sich beim Ausbau des Planes in den Köpfen Schlusse der Gewerbeausstellung tongeffionirten elektrischen Straßen- Schaffner zu achten, auf die Decfite hinauf. Da seitens der der drei kühnen Männer nun einmal festgesetzt hatten. Wenn bahn Behrenstraße- Ecke Wilhelmstraße- Treptow über den ge- Polizei diese allgemeine Freigabe" nicht inhibirt wurde, ist wohl die leidigen Raumverhältnisse der Brauerei von Lips bei solchem nannten Zeitpunkt hinaus. Anlaufe dem eigentlichen Unternehmen nur wenig Ellenbogenanzunehmen, daß sie gegen die Ueberlassung der Decksize an Damen auf allen Linien nichts mehr einzuwenden habe. Wie aber, wenn die Direktion die Schaffner nunmehr bestraft? Eine solche Portion Bureaukratie ist ihr schon zuzutrauen. trauensperson. 1 1100 M. eingegangen. Der Es ist doch etwas Die laudespolizeiliche Abnahme der unterirdisch bes triebenen Theilstrecke der triebenen Theilstrecke der Siemens u. Halske'schen Ausstellungsbahn hat Montag Vormittag stattgefunden. Die Betriebseröffnung der Strecke erfolgte in den ersten Nachmittagsstunden unter ziemlich großem Andrange des Publikums. Es wurde in Zeitabständen von 10 Minuten je ein elektrischer Straßenbahnzug abgelaffen. Der Fahrpreis für die ganze Strecke ( bis zur Ausstellung„ Kairo") beträgt 25 Pf., 20 Pfennig- Strecken find: Leipzigerstraße bis Ningbahn und Kochstraße bis„ Kairo". 15 Pfennig- Strecken: Leipzigerstraße- Görlitzer Bahn, Kochstraße Sumann- Brücke, 10 Pfennig- Strecken: Leipzigerstraße- Wafferthor, Kochstraße- Lausitzerstraße 2c. Diese Bahnlinie ist, wie man sieht, theurer, als die Linie Dönhoffsplay- Ausstellung, auf welcher eine freiheit ließen, so liegt das eben in der bebauerlichen Struktur Allerhand Opfermüthiges. Die Krenzzeitung" veröffentder heutigen Verhältnisse, die ja auch der Arbeiter. licht das Resultat einer Kollette, welche zum besten der HilfsBildungsschule schnöde das Wachsthum versagten, das bedürftigen der evangelischen Theologie, also zu einem Zwecke, ihr, dem ersten genialen Sprunge nach zu urtheilen, dessen außerordentlich gottgefällige Natur allen zahlungsfähigen von rechts wegen zugekommen wäre. Eine Schuld der Frommen der Reichshauptstadt einleuchtend sein müßte, am drei kühnen Männer ist bei diefer wie bei jener Beschränkung 28. v. M. in fämmtlichen fünfzig Kirchen und Kapellen Berlins absolut ausgeschlossen; die Schaffenstunde dieser geheimen Ver- abgehalten worden ist. Als Ertrag dieser für Ordnung, Religion schwörung trat selbst auf eng begrenztem Terrain überraschend und Sitte so recht angethanen Sammlung find im ganzen rund genug zu Tage. Ju pietätvoller Erinnerung an eine populäre Erscheinung, die bei der Einweihung des Reichstagsgebäudes Der innere Feind" sammelte unter seinesgleichen, den Ausangenehm auffiel, hatte man bas Allerheiligste von dem weiten gebeuteten und Enteräten, vor kurzem für eine Heldin, die man Borraum durch einen Strick getrennt, unter den durchzukriechen sechs Jahre lang unter dem Auswurf der Menschheit, in einem nur die Auserwählten ein Recht hatten, die sich zur Spende des Buchthause, gefangen gehalten hatte. Es dauerte nicht lange, ersten Extranickels bereit erklärten. Wer dieses Opfer gebracht und neben den Opfern, die sonst im Kampfe um die Befreiung hatte und glücklich an den Eselfuhrwerken vorbei gekommen war, erforderlich sind, waren für die Märtyrerin volle 1350 M. zu die nach dem Muster von Kairo zur Erziehung der Jugend sammengebracht! dienten, dem bot sich ein in jeder Beziehung phänomenaler Anblick. Der russische Bar will in nächster Zeit nach Berlin Fahrt bis zu Ende nur 15 Pf. foftet. Alles war fertig, selbst das Riefenfernrohr. Gleich in tommen. Dies Ereigniß wirft bereits seine Schatten voraus. Die Ueber einen Eisenbahnunfall, der sich am Sonntag Nach der Nähe vom Eingange gab eine neue Brunhild von Isenland politische Polizei Preußens fühlt sich einer Lotalforrespondenz zu- mittag in Rönigswusterhausen ereignete, berichtet die königl. die das innerste Mart zur Erstarrung bringenden Geheimniffe folge bemüßigt, ganz besonders ihr Augenmert darauf zu richten, Eisenbahnbetriebsinspektion: Königswusterhausen. Der um 4 Uhr des Südpols für 10 Pf. die Portion zum Besten. Nachdem ob und welche politische Verbindungen junger aus Görlitz nach Berlin abgegangene Schnellzug Nr. 134 ent so das Gemüth fühlen Erwägungen zugänglich gemacht war, ging Russen hier bestehen und ob diese Bereinigungen Begleiste um 6 Uhr 50 Min. bei der Durchfahrt durch Königs es zur großen Industriehalle, die in der ersten Gruppe, ziehungen mit den in der Schweiz lebenden Russen und mit wusterhausen mit allen neun Waggons, infolge Schienenbruchs, Bekleidungsindustrie, ein Trachtenmuseum barg, der Heimath unterhalten. Dem Anschein nach hat die ge- auf hiesigem Bahnhof. Es ist niemand verlegt. Die Beschädigung welches das Aeußere und Innere der Träger wie der Erzeugnisse nannte Behörde der Korrespondenz zufolge die Gewißheit er- an Material ist nicht bedeutend. Das Geleis Nr. 2 ist 10 Stunden deutscher Kultur, vom Kreuzritter und Scharfmacher bis zum langt, daß russische Studenten hier zusammenkünfte abhalten. gesperrt. Die Passagiere wurden nach 28 Minuten mit dem deutschen Denker hinunter, barg. An letzterem, der sonst in seiner( Doch nicht gar hinter herabgelaffenen Jalousien?) Daraufhin Vorortzng Nr. 376 weiter befördert. Der Betrieb wird ohne lieblichen grauen Jacke überaus gelungen dargestellt war, vermißte wurde am Sonnabend in der Wohnung eines jungen Russen eine Umsteigen aufrecht erhalten. der staatserhaltende Patriot in der Trachtenausstellung Haussuchung vorgenommen, über deren Resultat indessen noch einzig die Tracht Prügel, die ihm für das Unheil, das er mit nichts verlautet. Der Umstand, daß die Verhaftung des Ber- wurden am Sonntage 16 Personen sistirt. Vom Stadtbahnjammer. Im Betriebe der Stadtbahn seiner in die Gosse getauchten Feder angerichtet hatte, zu allem dächtigen nicht erfolgte, berechtigt indeffen zu der Annahme, daß der festgestellten Personen hat sich dadurch strafbar gemacht, daß Der größere Theil anderen noch gebührte. Sehr naturgetreu war unter den Belastendes nicht vorgefunden worden ist. Bildungs und Erziehungsmitteln auch die vom herrliches um die russische Kultur und die deutsche Gastfreund- fie die Koupeethüren der Waggons zuhielten, um andere Personen am Einsteigen zu verhindern. Sie werden bestraft werden für Münter inspizirte Erziehungsanstalt für sozialdemokratische schaft! Schmierfinken hergerichtet. In der Gruppe für Boltseine Handlung, welche die Polizei den Pferdebahn- und Omnibusernährung fiel neben dem blauen Heinrich, der deutschen welche sich mit dem Schmutz der Royegesellschaft befassen, sind Personen, welche mit Fahrkarten III. Klasse versehen waren, in Von Frik Friedmann und dem Koteffandal. Broschüren, futschern zur strengsten Pflicht macht. Ferner wurden mehrere Nationalspeise aus Villa Plöße, die Einrichtung einer Bäcker- nach den erfolgreichen Verboten der ersten Elaborate nunmehr Waggons 1. Klaffe angetroffen, ohne sich vor dem Betreten der stube aus dem 19. Jahrhundert anheimelnd auf. Nach deutschem von verschiedenen Seiten angekündigt worden. Ein Zeichen, daß Wagen bei dem Zugführer oder Stationsvorsteher gemeldet zu Handwerksbrauch war sie mit einem Sinnspruch geschmückt, der der Verschleiß solcher Waaren reichen Gewinn verspricht. Be haben. zeichnend ist eine Mittheilung des Kleinen Journals" über Frit " Hast Du fünf Stunden Ruh gehabt, Die letzte Mail- Coach ist am Sonntag Abend durch Berlin Friedmann und dessen Kozzewerk. Dem genannten Blatt zufolge Dich achtzehnstündige Arbeit labt." Die Gruppe für Wohnungseinrichtungen zierte Lokal- Anzeiger" derart gut ausgehalten, daß wird der berühmte Mann in Paris von dem Vertreter des gefahren. Nachdem die Gesellschaft bei dem Unternehmen in er Anna zwei Monaten 150 000 m. zugesetzt und eine Reihe Ents eine Schlafzimmer- Einrichtung für 17 Personen, die gehaltvoll mit Merten sehr elegant einkleiden und mit ihr in einer Equipage schädigungsklagen ihrer Kutscher verloren hat, sind die Fahrten weil fein Mensch auf auf das Vierdem unteren Ende der Früchte des Feldes belegt war; unter der spazieren fahren konnte. Zwei Mart ist ein Gruppe Kunst und Wissenschaft stach der Entwurf Wilhelm II. und die Revolution von oben" wird nunmehr be- gespann hinauf wollte. theurer eines Denkmals für Simon Blad beißend in die Augen. Im stimmt zwischen dem 15. und 20. d. Mts. erscheinen. Der New: nach Treptow leisten will, nimmt die nächste Droschte erster wer sich diese Summe für die Beförderung Vergnügungspark fehlte nicht das Theater Neu- York Herald" hat dem Verleger für den telegraphischen Auszug Güte und hat es bequemer. Mit Wehmuth betrachtet ein bürgerBerlin. Es war mit dem Sinnspruch versehen: einiger Kapitel Tausende von Dollars geboten. Ob das Berliner Lokalblatt, welches ein gleiches Angebot riskirte, dabei auf seine liches Blatt die Pleite des Unternehmens, das doch mit einem so schönen Frühstück bei Adlon und Dressel eingeleitet worden Roften tommen wird, erscheit dem„ Kleinen Journal" Die Aufführung des Sittendramas„ Das morsche Rom", fraglich, denn der Verfasser, Herr" Friz Friedmann, sei und nun gleich dem Theater Alt- Berlin elend zusammenvon dem bekannten Humoristen P. Schall inszenirt schreibt wörtlich in einem dem Blatte zur Verfügung gestürzen mußte. Wie viele Krachs mögen diesen beiden draußen mußte selbstverständlich polizeilicher Bedenken wegen stellten Briefe, den er von Paris aus an einen Berliner Be- in Treptow und drinnen in der Stadt noch folgen? Vor der unterbleiben. Es würde zu anstrengend sein, wenn wir fannten gerichtet hat:" Die deutschen Blätter können das wirk- nervigen Faust, die mit dem Hammer aus märkischem Sande alle Schönheiten der Ausstellung noch einmal im einzelnen lich Interessante, die wenigen starten Stellen, nicht bringen, hervorragt, wird es unseren Kapitalisten recht unheimlich, und vielleicht tommt ihnen gar der Schimmer, daß es nicht ohne das man den Verfuch der Konfiskation und Anklage macht, vielleicht kommt ihnen gar der Schimmer, daß es nicht Sängerinnen der bayerischen Gebirgsschänke ebenso und alles andere haben die von mir informirten Blätter in den lug ist, an ihr zu handeln wie an dem Mohren, der gehen kann, werth, wie die Odalisten des Café arabicum ihrer Anmuth nachdem er seine Schuldigkeit gethan. Praktische Konsequenzen wegen der Nachwelt aufbewahrt zu werden verdienen. Gedenkt langen Jahren tausendfach über die Koße- Affaire gebracht." werden unsere Unternehmer selbstverständlich nicht aus solcher man nach der starken Frequenz, welche der Harem, das Friedmann will in Paris Vorträge halten, auch soll sein Gut- Einsicht ziehen, und so fann die Masse des Volkes gleich den achten noch viel in Strafprozessen in Anspruch genommen werden, anderen Krachs auch dem der Mail- Coaches ziemlich fühlen goldene Buch und die große afferbahn aufweisen konnten, so wird es begreiflich er- welche vor deutschen Gerichten schweben. Herzens gegenüber stehen. Das eine soll aber diesem Unternehmen scheinen, daß die Arbeiter- Bildungsschule in der zweiten Morgen- Vom Wirken der königl. preußischen Gendarmerie zu gute gerechnet werden, daß es indirekt zu der Beseitigung stunde des Sonntags sich steif und fest mit dem Gedanken ver- Die Berl. 3tg." schreibt: Ueber das Renkontre im Ver jener engherzigen Polizeibestimmung beigetragen hat, welche den traut gemacht hatte, sie werde, geftügt auf die Erträgnisse der gnügungspart zwischen jungen Kaufleuten und Gendarmen, über Damen das Benußen der Pferdebahn- Deckpläge verwehrte. etwa lautete: das war, Kunst und Natur, Ertödtet die Zensur". durchkosten wollten. Pietätvoller Erinnerung sind aber die last not least " Gewerkschaftliches. Durch Absturz von der Plattform eines elektrischen vorsichtigkeit beim Uelerschreiten der Geleise der elektrischen Wagens verunglückte Sonntag Abend ein Mann auf der Straßenbahn von einem Straßenbahnwagen erfaßt, zur Seite Köpenicker Landstraße. Die Wagen waren gestern Abend infolge geschleudert und derartig verletzt, daß seine Ueberführung nach In der Kistenfabrik von Werner, Berlin, Dresdener des starken Besuches der Gewerbe- Ausstellung und auch der dem Krankenhause Bethanien erforderlich wurde. Auf dem straße 76, haben die Kistenmacher wegen der niedrigen Löhne die Wirthschaften von Treptow überfüllt. E3 tam vor, daß auf Terrain der Treptower Gewerbe- Ausstellung brannte am Sonn- Arbeit eingestellt. Zuzug ist fern zu halten. einer Plattform, die nur 8 Personen aufnehmen soll, 15 standen. abend in einem Kesselhause aufgeschichtetes Klobenholz. Der Bei der Firma Gebr. Wolferk in Ohligs haben vor Als in der Nähe der Treptower Chaussee ein so überfüllter Brand wurde durch eine Patrouille der Feuerwehr entdeckt und einigen Tagen 7 Hornschalen- Presser die Arbeit niedergelegt. Wagen gegen 93/4 Uhr hielt, wurde ein älterer Herr von der noch leicht bewältigt. Am Sonntag entstand ein Brand in der Dieselben verlangten eine Rohnerhöhung von 5 Pf. pro 100 Stück Plattform geschleudert und schlug mit dem Hinterkopf auf die Maschinenhalle des großen Ausstellungs- Gebäudes, wo aus: Die Arbeiter verdienten bei Affordarbeit pro Tag 2,50-2,70 m. Bordschwelle auf. Leute, die des Weges tamen, brachten den gelaufener Spiritus in Brand gerathen war. Auch dieser wurde bei elfstündiger Arbeitszeit. Verunglückten in ein benachbartes Restaurant, wo ihm die erste rechtzeitig bemerkt und nahm teine größere Ausdehnung an. Hilfe zu theil wurde. Wetter- Prognose für Dienstag, den 14. Juli 1896. Biemlich heiteres, trockenes, ein wenig wärmeres Wetter mit mäßigen nordöstlichen Winden. Berliner Wetterburea ut. Ein schweres Unglück ereignete sich gestern Abend im Sterneder'schen Lokale in Weißensee. Ein in der Singspielhalle aufgestellter Mastbaum fiel aus bisher unbekannten Ursachen um und zwar so unglücklich, daß eines der zum Kinder- und Familienfeste anwesenden Kinder sofort getödtet und mehrere andere schwer verletzt wurden. Ertrunken. Der Sohn eines Gerichtsvollziehers Willy Menegle, Pallisadenstr. 35 wohnhaft, und dessen Better, der Schloffer Gebert, fuhren in Gemeinschaft des Bildhauers Felix Bauer von Stralau in der Abficht, dem Sommernachtsball in Neptunshain beizuwohnen, fort. Da das Boot aber unterwegs leckte, gedachten sie erst in Wilhelminen- Hof anzulegen, als kurz vor dem Steg das Boot plöglich mit rapider Schnelligkeit vor den Augen vieler Zuschauer verfant. Leider gelang es nur, den Bildhauer Felix Bauer zu retten. Menegte und Gebert ertranken. Die Leichen wurden nach langem Suchen noch am Sonntag gefunden. Fast hoffnungslos liegt der 15 Jahre alte Hausbiener Bruno Rother darnieder, der in dem Sportbureau am Königsgraben beschäftigt war und Brunnenstr. 97 wohnt. Er fuhr am Sonnabend Abend um 104 Uhr an der Ecke der Markgrafenund Leipzigerstraße mit einem Rade in einen Omnibus hinein, wurde überfahren und erlitt sehr schwere Verletzungen an der rechten Körperseite und an der Brust. Man mußte ihn von der Unfallstation, wohin er zunächst gebracht wurde, nach einem Strankenhause überführen. Seine Vernehmung hat noch nicht erfolgen können. waren. Gewerbe- Ausstellung 1896. Im englischen Kohlengewerbe wurde nach dem letzten großen Rohlenstreit durch Vermittelung des Ministeriums ein fog. Board of Conciliation- ein Versöhnungsrath- eingeführt, der Streits für die Zukunft vorbeugen sollte. Dieser Ver föhnungsrath hat sich thatsächlich aufgelöst. Auf der soeben in London abgehaltenen Konferenz der den Versöhnungsrath bildenden Vertreter der Kohlengrubenbesitzer und der Kohlengrubenarbeiter verlangten die Arbeitervertreter, daß die Löhne Eine Vorbesichtigung des Riesenfernrohres und eine die nächsten 17 Monate nicht geändert werden dürften, während Besichtigung der damit verbundenen astronomisch- photographischen auch andererseits die Arbeiter keine Lohnerhöhung fordern Ausstellung wurde am letzten Sonntag bei einem Eintrittsgeld dürften. Die folgenden fieben Monate aber sollte den Arbeitern von 25 Pf. eröffnet. dies gestattet sein. Davon wollen die Arbeitgeber nichts wissen. Die Besucher gelangen aus einem Zimmer, in welchem sich Eine Einigung ist unwahrscheinlich und in Aussicht steht ein historisch interessante alte Bücher und Stiche astronomischen In- Ausstand, so groß und so erbittert, wie ihn die Geschichte halts befinden, in eines, dessen Wände mit Darstellungen von der Arbeiterkämpfe in England bis jetzt nicht häufig zu verSonnenflecken, Sonnenfinsternissen zc. geschmückt sind. Besonders zeichnen gehabt hat. Der Abg. Pickard, Präsident des Gewerkwerthvoll ist die Photographie der Sonnenfinsterniß vom 28. Juli vereins der Kohlengrubenarbeiter, hat sofort die Arbeiter auf1851, welche noch nach dem alten Verfahren von Daguerre auf- gefordert, sich zum Kampfe zu rüsten. genommen wurde und die erste photographische Darstellung einer Sonnenfinfterniß ist. Wie wir hören, hat Herr Professor Krone aus Leipzig dieses werthvolle Stück der Sammlung als Geschenk überreicht. An anderen Wänden hängen Darstellungen der verschiedenen Planeten, des Mars mit seinem Kanalsystem, des Saturn mit feinen Ringen, u. a. Krakau. Außer den Steinmetzen und den Tischlern stellten heute auch sämmtliche Maurergehilfen die Arbeit ein. Die Behörden sind bemüht, eine Einigung herbeizuführen. Versammlungen. Winter Arbeiter- Bildungsschule. Dienstag Abend von 9-10% Uhr: Süd Aus diesem Raume gelangt man in den großen Saal, in Der Fachverein der Klempner hielt am 6. Juli eine welchem später Projektionsvorträge stattfinden sollen. Seine Versammlung ab. Der Raffenbericht ergab, daß ein Vermögen wände sind mit Darstellungen des Mondes und einzelner Theile dann, den Fachverein nicht aufzulösen, da aus dem Geschäftsvon 249,98 M. vorhanden ist. Die Versammlung beschloß sodesselben geziert. An den Fenstern hängen zahlreiche Diapositive, Falsche Zweimarkstücke müssen sich in beträchtlicher Bahl feit dieser Gebilde bei ihrem Umlauf um die Sonne deutlich er- wurde zum ersten Vorsitzenden gewählt, Tschöfe zum zweiten unter anderm auch solche von Kometen, welche die Veränderlich bericht zu ersehen sei, daß er gleich den Verbänden seine volle Pflicht in der Gewerkschaftsbewegung gethan habe. im Umlauf befinden. In einem hiesigen Bankhause find in tennen lassen. wenigen Monaten nicht weniger als acht auf verschiedene Art Weiter kommt man in ein Zimmer, in welchem zahlreiche Vorsitzenden, Tüngel zum zweiten Schriftführer und Boffelmann hergestellte Falsifikate angehalten worden, die gut nachgeahmt Abbildungen von alten und historisch interessanten Instrumenten zum zweiten Staffirer. Die Versammlung bewilligte fodann für Selbstmord eines jugendlichen Liebespaares. Der hängen. Ein altes Fernrohr, ein etwa 200 Jahre alter Spiegel- Frau Reinhold 10 M., für die Wahl in Halle 25 M., und für 18 Jahre alte Schlosser Karl Friese, der bei seinen Eltern, befinden sich Modelle von Fernrohren, an welchen dem Besucher oft- Schule Waldemarfir. 14: Deffentliche Gesundheitspflege refleftor, steht auf einem Tische dieses Raumes; auf einem andern die streikenden Weber in Langenbielau 30 m. Stargarderstr. 76, wohnte, unterhielt seit 11/2 Jahren ein Liebes- in bereitwilliger Weise die verschiedenen Arten, große Fernrohre( Nahrungs- und Genußmittel, Wohnung und Gesundheit, öffentlicher Kinderverhältniß mit der ebenfalls im jugendlichen Alter von 18 Jahren schutz, Schulgesundheitspflege, Fabrifgesetzgebung, Fürsorge für Arbeiterinnen.) Herr Dr. Gustav Heymann.- Nordschule, Müllerstraße 179a: stehenden Marie Vinzenz, die bei ihren Verwandten Kastanien- 34 montiren, erklärt werden. Allee 69 wohnte. Hieran schließt sich der Raum, in welchem die Linfen aus- Natur- Ertenntniß.( Antike und moderne Naturbetrachtung. RevoWegen der großen Jugend des Liebespaares Experimentelle Forschung. wollten die Angehörigen desselben, daß das Verhältniß ab- gestellt sind. Das bereits in Fassung befindliche Objektiv des Fern- lution durch Kopernitus, Galilei und Newton. der Naturkräfte. Rob. Mayer, Helmholy. Gesez von der Erhaltung der laffen. Als dem jungen Manne Vorstellungen gemacht wurden, noch hier. gebrochen werde, aber die Liebenden wollten von einander nicht rohrs, eine Doppellinse von 68 cm Durchmesser, liegt vorläufig Philofophie und naturwissenschaftliche Forschung. Innerer Zusammenhang Außerdem hat die Jenenser Firma Schott und Ge- kraft und des Stoffes. Einheitlichkeit der Materie. Grundzüge des Bei allen Unterrichtsfächern noffen hier drei große Rohgüsse von Linfen ausgestellt, eine Darwinismus.) Herr Dr. C. Joël. ertheilte er die Antwort, daß er die ihm versagte Vereinigung Flintglaslinse von 125 Zentimetern und eine Grown- und Flint- werden neue Theilnehmer, Damen und Herren, jeber Beit aufgenommen, mit seiner Geliebten durch einen gemeinsamen Sprung in das Waffer im Tode erlangen werde. Diese Drohung wurde jedoch glaslinse von je 112 Zentimetern Durchmesser. Diese mächtigen mann, Basewalterstr. 3. Alle Aenderungen im Bereinstalender find zu richten nicht ernst genommen, scheint nun aber doch ausgeführt worden Glaslinsen, welche die größten bisher gegossenen Linsen sind, neuem die staunen de Bewunderung der erregen stets von zu sein. Am letzten Mittwoch waren die beiden jungen Leute Besucher. plöglich verschwunden und troß aller Nachforschungen nicht aufSteigt man dann die Emporen hinauf, um das Fernrohr zufinden. Endlich hat man eine Spur von den Vermißten entDeckt: am Heiligen See fand man die Kleider des jungen Liebes. selbst zu besichtigen, so steht man die Gallerie mit einer Reihe Jahn, Schönhauser Allee 177 c. werthvoller alter Kupferstiche geziert, welche bedeutende Männer paares, das sich dort wahrscheinlich zusammengebunden ertränkt der Wissenschaft, wie Kopernikus, Newton, Faraday u. a. darhat. Die Leichen sind indeß noch nicht aufgefischt worden. stellen. Lebensgefährlich verletzt wurde Montag Nachmittag Das Fernrohr selbst wird dem Besucher an der Hand eines gegen 2 Uhr in der Hafenhaide ein siebenjähriger unbekannter Modells in anschaulicher Weise erläutert, so daß man mit der Zeit Knabe. Derfelbe gerieth beim Spielen auf dem Fahrdamm unter eine Vorstellung von dem Zusammenhang der einzelnen Theile einen mit Balken beladenen Arbeitswagen, deffen Räder ihm des gewaltigen Baues bekommt. Wir können daher die Idee, über den Kopf himveg gingen. Der Kleine erlitt einen Schädel- das großartige Instrument in seinem gegenwärtigen, noch unbruch und wurde in hoffnungslosem Zustande nach dem Elisabeth fertigen Zustande dem Publikum vorzuführen, nur billigen. Kinderhospital in der Hafenhaide überführt. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. Neu an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. im Bereinstalender sind zu richten an Karl Stiller, Kleine Frankfurter Arbeiter Raucherbund Berlins und Umgegend. Nenderungen straße Nr. 7, 1£ r. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Alle Buschriften, den Bund betreffend sind zu richten an:: Hermann Vermischtes. fall, der sich jüngst in Nagy- Mihaly in Ungarn ereignete, grenzt Die Tragödie eines Ehepaares. Der nachstehende Vorfast an das Romanhafte. Der dortige wohlhabende Bürger J. S. lebte viele Jahre in glücklichster Ehe, die aber zum großen Schmerze der beiden Gatten kinderlos blieb. Endlich, nachdem Vermister Staatsanwalt. Vermißt wird seit mehreren Tagen der Staatsanwalt Stein am töniglichen Landgericht zu Dresden. Er besuchte am vergangeneu Donnerstag mit einigen Freunden ein Gartenlofal in Ober- Loschwiß, aus dem er sich gegen 11 Uhr abends ohne Begleitung entfernte, um seine Wohnung aufzusuchen. Hier ist er jedoch nicht eingetroffen, vielmehr In der Sonderausstellung Kairo wurde am Sonntag seit dieser Zeit spurlos verschwunden. Da der Vermißte kurz Einer rohen That wegen ist am Sonnabend Nachmittag Abend gegen 1014 Uhr den zahlreichen Besuchern dadurch eine fichtig ist, nimmt man an, daß er in der Dunkelheit am Elbufer ein Speditionstutscher festgenommen worden. Der betreffende Ueberraschung bereitet, daß plötzlich aus bisher nicht ermittelten den Weg verfehlt hat und ins Wasser gestürzt ist. Rutscher hatte dem den Wagen begleitenden Knaben in der Ursachen die elektrische Zeitung versagte und ganz Kairo in raben- Professor v. Lenbach's Chefcheidung. Aus München Königstraße den Auftrag ertheilt, ein Kolli abzutragen, doch be- schwarzer Finsterniß lag. Unfälle sind, soweit ermittelt werden wird berichtet: Das hiesige Landgericht erachtete den Austritt ftritt der Knabe beim Zurückkommen, die übliche Abtragegebühr konnte, glücklicherweise nicht zu beklagen. Professor v. Lenbach's aus der katholischen Kirche für erwiesen von 10 Pf. erhalten zu haben. Der Kutscher ergriff die Peitsche und schlug mit dem Stiel dem Knaben derartig über den Kopf, tag zu verzeichnen. Die fechzehn Kaffen der Ausstellung passirten der he. Die höchfte Besuchsziffer hatte die Ausstellung am Sonn- und erkannte gemäß Lenbach's Klage Antrag auf Trennung daß der Kleine besinnungslos zusammenbrach. Das empörte rund 100 000 Personen; an den Schaltern der Stadtbahn wurden Ans Würzburg wird berichtet: Der Schornsteinfegermeister Publikum riß den Kutscher vom Wagen; der Mensch konnte nur 28 000, an den Stationen der vier Dampfergesellschaften zirka Lippert, der den russischen Kamin in der Residenz ausgebrannt durch das Dazwischentreten von Schuyleuten vor ernsten Miß- 14 000 Eintrittskarten verkauft, sodaß insgesammt 187 000 batte, wodurch f. 3. der große Residenzbrand entstanden war, handlungen bewahrt werden. zahlende Personen die Ausstellung besuchten. Auf grund von hat sich heute früh hier erschossen. Polizeibericht vom 13. Jult. Am Sonnabend früh wurde Dauerkarten 2c. dürften im Laufe des Tages zirka 40 000 per an der unteren Freiarche die Leiche eines anscheinend dem Arbeiter- fonen Einlaß gefunden haben. stande angehörenden Mannes angetrieben.- Abends verletzte der Maler Kraten den Maler Schönhoff, mit dem er in Streit gerathen war, durch mehrere Mefferstiche am Kopfe. Die Wunden find anscheinend nicht erheblich. Auf der Kreuzung der LeipDas Vereinsgefet ad absurdum geführt. Das fast schon alle Hoffnung auf Rinderfegen aufgegeben war, konnte ziger und Markgrafenstraße wurde der Hausdiener Rother Rammergericht hat gestern in einem Prozeß, der sich wegen Frau S. ihrem Manne von einem süßen Geheimniß Mittheilung durch einen Omnibus über die Brust gefahren und schwer ver- Uebertretung des Vereinsgesetzes gegen die Parteigenossen Back machen. Die Freude des Gatten war namenlos und er hatte letzt. Nach Angabe von Augenzeugen soll er mit einem Zwei zu Luckenwalde und Wolfgang zu Brandenburg richtete, jetzt nur noch den Wunsch, daß es ein Stammhalter werde. Der rad zwischen die Pferde gefahren sein und selbst die Schuld bahin entschieden, daß ein Bergnügen, welches unter Hebamme versprach er für diesen Fall ein Geschenk von hundert an dem Unglüc tragen. Der Arbeiter G. hatte sich in freiem Himmel stattfindet, als Verstoß gegen Gulden. Zum Leidwesen der Hebamme war indeß das neus folge ehelicher Zwiftigkeiten in seiner Wohnung zu erhängen bas Vereinsgefet anzusehen ist. Demzufolge haben geborene Kind ein Mädchen. versucht, wurde aber von seiner Frau noch rechtzeitig bemerkt sich die Veranstalter der Gewerbe- Ausstellung, sowie Besitz der hundert Gulden zu gelangen, faßte die Ge und durch die von einem Schuhmann vorgenommenen Wieder- sämmtliche Inhaber von Vergnügungsgärten in Berlin burtshelferin einen abscheulichen Plan. Sie hatte in derselben belebungsversuche zum Leben zurückgebracht. Jahre alte mofenempfänger G., in der Steinstraße wohnhaft, machte und Umgegend eines fortgesetzten Bergehens gegen dieses Gesetz schuldig Nacht auch bei einem Dienstmädchen intervenirt. Dieses hatte alte Mmofenempfänger G., in der Steinstraße wohnhaft, machte gemacht und es würde gegen alle diese Herren von Kühnemann bis einem Knaben das Leben geschenkt. Rasch entschlossen vertauschte zweimal hintereinander auf dem Hof des Grundstücks Linienstraße 19 den Versuch, sich zu erhängen, wurde aber beide Male zum Direktor Samst hinab ein Massenprozeß zu erwarten fie noch im Laufe der Nacht die beiden Kinder. rechtzeitig abgeschnitten. Da er auf der Polizeiwache, wohin er wenn zwei dasselbe thun, es nicht dasselbe ist, bewährte Geltung erwachte, erklärte sie sofort, bestimmt zu wissen, daß sie von sein, wenn nicht die goldenen Worte unseres Justizministers, daß, aber behob sie bei dem unglücklichen S. die versprochenen 100 Gulden. Doch als die Gattin des letzteren aus dem Schlafe schließlich gebracht wurde, noch den Versuch machte, sich zu er hätten! stechen, wurde er nach dem Krankenhause gebracht. Er scheint Ein Aufsehen erregender großer Prozeß begann Freitag einem Mädchen und nicht von einem Knaben entbunden worden unter dem Gindruck einer schweren Brustkrankheit gehandelt zu vor dem Schwurgericht zu Thorn. Angeklagt ist der 61 jährige fei. Die zur Rede gestellte Hebamme gestand reumüthig ein, daß haben. Auf der Wache des 92. Reviers griffen zwei gestern Gutsbesitzer Hilbert fie einen„ Tausch" inszenirt hatte. Man eilte zu dem Dienst aus Maciejewo, Kreis Thorn, der mädchen Das Mädchen hatte, früh Morgens eingelieferte Arbeiter, die Brüder Rehbein, 32 und und nun folgt das Tragische. betrügerischen Brandstiftung. Er foll im Juni 1894 erwürgt. Das Che Gerichts- Beitung. Um nun doch in den 22 Jahre alt, die dort dienstthuenden zwei Schußmänner plöglich vier Wirthschaftsgebäude und eine Menge Bauholz in um sich ihres unehelichen Kindes zu entledigen, das neugeborene und so unerwartet mit Schlägen in das Gesicht und Messerstichen Brand gesteckt und im Oktober 1895 versucht haben, eine Mädchen, welches sie für ihr Kind hielt an, daß beide Beamten mehrere, anscheinend nicht gefährliche Wassermühle in Brand zu setzen. Es sind 67 Zeugen zu der paar ist gebrochen und unglücklich. Das Dienstmädchen erhielt Verlegungen erhielten, bevor sie die Angreifer bewältigen konnten. Berhandlung geladen. Der Angeklagte genießt in ganz Deutschden Knaben zurück, um diesen nun im Kerfer zu nähren... Sonnabend nachmittag wurde die Näherin Auguste Reinte in land einen bedeutenden Ruf als Bienenzüchter. Aus Budapest wird gemeldet: In Hirip bei Szatmar der Schönhauser Allee durch den Schlächtergesellen Rauer überstürzte der im Bau begriffene Thurm der griechisch- katholischen fahren, der auf einem Dreirade Wurst ausfuhr und sich ohne die Der Schneidermeister Karl Markgraf aus Rigdorf, Kirche ein. 18 Personen wurden verschüttet; 4 davon sind todt, erforderliche Aufmerksamkeit auf die Straßenpassanten vorwärts be- der es besonders darauf abgesehen hat, arme Arbeiter in 14 schwer verlegt. wegte.- Durch eigene Unachtsamkeit wurden überfahren und verletzt: schnödester Weise zu prellen, hatte sich am Freitag wieder vor Die Cholera in Egypten. Aus Kairo wird vom Sonntag Auf der Kreuzung der Wiener- und der Grünauerstraße die 4 Jahre bem dortigen Schöffengericht zu verantworten. Wegen Unter- berichtet: Die Summe der Cholerafälle betrug am gestrigen Tage alte Tochter des Gürtlers Weißzenegger und in der Kürassier- schlagung in vier und Betrugs in zwei Fällen wurde der An- 362 Neuerkrankungen mit 321 Todesfällen. Seit Ausbruch der firaße der 11 Jahre alte Knabe des Schuhmachers Kunert, der geklagte zu 9 Monaten Gefängniß und 2 Jahren Ehrverlust Cholera sind im ganzen 9850 Todesfälle gemeldet. Major beim Spielen auf der Straße hinfiel und mit der linken Hand verurtheilt. Roderick Owen, der einen englischen Posten und die befreundeten unter das Rad eines im Schritt fahrenden Geschäftswagens ge- Ramenz in Rixdorf hatte sich am Freitag der Schlächter- Ambigolwells an der Cholera gestorben. Sein Name ist in Wegen öffentlicher Beleidigung des Fuß Gendarmen Araber von Alighat im Sudan befehligte, ist gestern Nacht zu rieth. Mittags wurde der bei den Geleisarbeiten der Straßenbahn in der Lindenstraße, nahe der Hollmannfraße, be- geselle Dstar Schönfisch zu verantworten. Der An- Verbindung mit den englischen Rolonialunternehmungen in schäftigte Arbeiter Kuschte von schweren epileptischen getlagte wurde am 19. April d. J. von dem genannten Gendarm Bentralafrita wohlbekannt. Krämpfen befallen. Der Mann soll von Mitternacht bis wegen einer Straßenszene verhaftet, wobei er den Beamten beEisenbahnunglück in England. Aus London wird vom Mittag gearbeitet haben und dürfte sich, wenn das wahr schimpfte. Nach seinen Angaben will der Angeklagte Montag gemeldet: Der schottische Schnellzug, welcher gestern dafür im Amtsbureau so start mißhandelt Abend von London abging, ist furz nach Mitternacht bei Preston Bei einer in der Nacht zum Sonntag im schlesischen Busch vorgenommenen Streife wurden worden sein, daß er am ganzen Körper braun entgleist. Fünf Schlafwagen wurden umgestürzt. Der Zug war 31 Personen aufgegriffen, von denen vier eingeliefert wurden. und blau gewesen sei. Der Gerichtshof ging jedoch nur schwach befeht. Die Reifenden erlitten zumeist leichte Wer Am Sonntag Nachmittag wurde in der Manteuffelstraße der nicht näher hierauf ein und verurtheilte den vielfach vorbestraften legungen. Schloffer Rebu bewußtlos und dem Verbluten nahe auf dem Angeklagten zu se ch 3 Monaten Gefängniß. Bon einem entfehlichen Eisenbahnunglück berichtet ein Bürgersteig liegend aufgefunden und zu einem in der Nähe Der frühere Kommandeur und Oberstlieutenant Peter Telegramm des Reuter'schen Bureaus vom Sonntag: Wie aus wohnenden Arzte gebracht, der einen Nothverband anlegte und Protopopow aus Petersburg wurde von der Straffammer in Logan( Iowa) berichtet wird, sind daselbst auf der feststellte, daß es sich um den Wiederaufbruch einer von einer Beuthen in Oberschlesien zu sechs Monaten Gefängniß ver- Chikago Northwesternbahn gestern Abend zwei in Sehnenzerreißung herrührenden Wunde am linken Unter- urtheilt, weil er bei dem Hotelbesizer Frieter in Kattowig eine entgegengesetter Richtung fahrende Personenzüge zusammenschenkel handelte. Der Krante wurde in das Krankenhaus Bechprellerei verübt und dem Buchhalter Nawiatowski aus Gos- gestoßen. 27 Personen sollen getödtet und 51 ver am Urban überführt. Abends wurde auf der Köp nowice aus deffen Briettasche 90 Stubel entwendet hatte. legt sein. Es wird vermuthet, daß der Maschinist des einen nider Landstraße der Tischler Mock durch eigene Un- l Buges die Schuld an dem Unglück trägt. ift, überarbeitet haben. Für den Juhalt der Juferate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Dienstag, den 14. Juli. Nenes Opera- Theater.( Kroll.) Lohengrin. Deutsches Theater. Comtesse Guckerl. Lesning Theater. Das Modell. Berliner Theater. Fiddicke u. Sohn. Urania. Apollo- Theater Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt. ab. Eintritt 50 Pf. und Konzert- Garten Friedrichstraße 218. Dir. J. Glück. Täglich um 9 Uhr: Sorben erschien: Michel in 55122* Wissenschaftl. Theater Ein Abenteuer im Harem. Berlin. abends 8 Uhr. Invalidenstr. 57/62, Lehrt. Stadtbahnh. Sternwarte täglich geöffnet v. 7 Uhr abends ab. Eintritt 50 Pf. Näheres die Tagesanschläge. Schiller- Theater. Vergnügte Flitter Passage- Panopticum. wochen. Neues Theater. Das Damenduell. Hierauf: Das Frauenbataillon. National- Theater. Die Reise durch die Gewerbe- Ausstellung. Residenz- Theater. Der Stellvertreter. Vorher: Erlauben Sie Madame! Adolph Ernst- Theater. Das flotte Berlin. Belle- Alliance- Theater. Der Goldfuchs. Friedrich- Wilhelmstädt. Konzertpark. Spezialitäten- Vorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Vorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Dienasta, abends 8 Uhr: Vergnügte Flitter wochen. Mittwoch, abends 8 Uhr: Die Frauenfrage. 42 Burleste in 1 Akt von Mannstädt. Mufit von Linde. Ferner: King u. Cray. Jonny Peters, Deltorellis. Del Mely. Drei Apollons. Robert Steidl. Quintett Vischinskaja. Tacianu. The Avolos. Georg Rösser. Les Senetts. Clara Antonie. Satour's. Henry Bender. Konzert Raffeueröffnung 612 Uhr. 7 Uhr. Anf. der Vorstell. 8 Uhr. wilde Weiber Viktoria- Brauerei aus Dahomey. Castan's Panopticum. Neu!! Neu!! Neu!! 41 National- Theater. hochsensationelle Große Frankfurterstraße 132. Direktion: Max Samst. Volksvorstellung zu bedeutend ermässigten Preisen. Neuheiten die ein Jeder Die Reise durch die sehen muss! Gewerbe- Ausstellung. Große Posse mit Gesang von Hugo Busse. Regie: Fritz Schäfer. Morgen: Dieselbe Vorstellung. National- Theatergarten. Großes Konzert.- Theaterstücke. Spezialitäten 1. Kanges. Alt Berlin. Lützowstrasse 111/112 ( nahe Potsdamer Play). Heute # sowie täglich( außer Sonnabend): Stettiner Sänger Zum Schluß: ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader). Anfang präzise 8 Uhr. 32 Seiten, illustrirt. Preis 10 Pf. Zu beziehen durch alle ParteiBuchhandlungen, Kolporteure und Zeitungsspediteure, sowie vom Verlag: Hans Baake, Berlin S., City- Passage. Unter 5jähr. Garantie. Albert Rosenhain's DoppelPanzerkette, von echtem Gold nicht zu unterscheiden, mit 18 Karat Gold imr Feuer vergoldet, unter 5jähriger schriftlicher Garantie, für Herren Stück 4,50 M. 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Illumination der ganzen Stadt, der Moscheen, Tempel etc. 81/2 Uhr in der Arena: Fest- Schaustellungen. Entree ab 5 Uhr: 1 Mark. W. Noack's Sommer- Theater. Brunnenstr. 16. Zäglich: Konzert und Theater- Vorstellung. Bei ungünstiger Witterung findet die Vorstellung im Saal statt. Novität! Novität! Entree frei. Anfang 8 Uhr. Bei ungünstiger Witterung im Saale. Feldschlößchen Reichshallen- Garten 142 Müllerstraße 142. V Leipziger Straße, am Dönhoffsplay. Täglich Telephon: Amt Moabit 1213. Täglich: Konzert, Theater. Norddeutsche Sänger Spezialitäten Borstellung. dom Heute, Sonntag: 3um 72. Male: Die Ult- Parodie Alle fünf Barrisons Anfang Sonntags 7 Uhr, Wochentags 8 Uhr. Entree 30 Pf. Refervirter Pl. 50 Pf. Wird Sonntags wegen Regenwetter im Saal gespielt, beträgt das Entree durchweg 50 Pf. Schmiedel's Festsäle, Alte Jakobftr. 32, neben Zentraltheater. 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Vortrag des Reichstags- Abgeordneten August Bebel über: verflossene Reichstagssession. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Bahlreiches Erscheinen erwartet 288/ 18* Achtung! Der Vorstand. Achtung! Die 4. Wahlkreis, Süd- Ost! Dienstag, den 14. Juli, abends 8 Uhr, bei Henke, Naunynftr. 27: Versammlung der Parteigenossen. Tages Ordnung: 1. Bericht der Statutentommission über die Gründung eines sozialdemokratischen Wahlvereins. Referent: Genosse W. Erbe. 2. Diskussion. 3. Beschlußfassung über die vorläufige Vereinsleitung. Der Einberufer. 242/13 Achtung! Achtung! 6. Wahlkreis, Moabit! Mittwoch, den 15. Juli, abends 8 Uhr, in der Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 47-49: Große öffentliche Barteiversammlung Lages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Schippel über: Die letzte Reichstags- Seffion und die politische Lage". 2. Diskussion. 3. Bericht der Revisoren über die Zeitungsspedition. 4. Verschiedenes. 220/17 Zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer. Sozialdemokr. Verein„ Vorwärts" Berlin. Dienstag, den 14. Juli, abends 8 Uhr: Mitglieder- Versammlung im Lokale des Herrit Rehlitz, Berg- Straße 12. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Wilhelm Liebknecht über: Die Arbeiterbewegung in England und der bevorstehende internationale Kongreß. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Gäste haben Zutritt. Mitglieder werden aufgenommen. 274/10 Zahlreichen Besuch erwartet Maler. Der Vorstand. Donnerstag, den 16. Juli, abends 8 Uhr, im Englischen Oeffentliche Derlammlung aller im Malergewerbe beschäftigten Arbeiter. 1. Bortrag. 2. Wahl der Revisoren. 3. Welche Mittel wenden wir Geollegen 1 Die Ihr nicht länger die eingetretene Schlaffgeit in unferem Garten, Alexanderstrasse 27c: Tages Ordnung: an, um den Indifferentismus in unserem Gewerbe erfolgreich zu bekämpfen? Gewerbe mit ansehen könnt, erscheint nicht nur, sondern sorgt auch für den guten Besuch dieser Versammlung. Der Vertrauensmann der Maler Berlins. L. Jakobeit, Hussitenstr. 59, 8 Tr. 12715 Verband aller im Handels- u. Transportgewerbe beschäftigten Arbeiter. Heute, Dienstag, den 14. Juli 1896, abends 82 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20 244/2 Ordentliche General- Versammlung. 1. Mittheilungen. Tages Ordnung: 2. Rassen- und Geschäftsbericht. 8. Ergänzung zum Vorstand. 4. Anträge. Unterstützung der gemaßregelten Mitglieder von der Packetfahrt. Anträge zur Vorstandswahl. Verschiedene Unterstützungen, Antrag auf Einführung der Arbeitslosen- Unterstügung 2c. 5. Wie stellen sich die Mitglieder zu den Beschlüssen des Halberstädter Berufskongresses. 6. Verbands- Angelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. Bahlreichem Besuch sieht entgegen Verein der Der Vorstand. Orts- Krankenkasse für das Bierbrauer- Gewerbe zu Berlin. IV. Abänderung zum Statut vom 24. Jaunar 1896. § 13. Die Kasse giebt jetzt 52 Wochen Unterstützung statt 26 Wochen. § 14. Die in Krankenhäusern untergebrachten unverheiratheten Mitglieder Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Bahlstelle Berlin.) Morgen, Mittwoch, den 15. Juli, abends 8 Uhr, in Cohn's Festsälen, Beuthstr. 20-22: Vertrauensmänner- Versammlung für sämmtliche Bezirke. erhalten ein Zehntel ihres Zagelohnes 3. Verbandsangelegenheiten. als Krankengeld. Zages Ordnung: 1. Die Lohnbewegung der Drechsler. 2. Der Streit bei König ut. Niehle. Jede Werkstatt muß vertreten sein. Auch die Vertrauensmänner § 19. Die Wöchnerin- Unterstützung der Drechsler sind verpflichtet, vollzählig zu erscheinen. wird auf die Dauer von 6 Wochen 301/14 gewährt. § 20. Das Sterbegeld beträgt für die Achtung! I. Klasse 100,- M. 75, " " II. III. IV. V. " 67,50 n 45, 32,50 " " " § 42. Der Vorstand wird auf ein Jahr gewählt. Diese Abänderungen treten von Montag, den 20. Juli d. J., ab in kraft. 68/5 Der Vorstand. Otto Wolf, Vorsitzender. Snittung. Die Ortsverwaltung. Achtung! Marmor- und Granitschleifer. Donnerstag, den 16. Juli, abends 8 Uhr, bei Zubeil, Lindenstaße 106: Grosse Versammlung. Zages Ordnung: 1. Die Mißstände in den Marmor- Werkstellen. 2. Stellungnahme zur Organisation. 3. Verschiedenes. 207 15 Der Vertrauensmann. Buchmann, Willibald Alexisstr. 15. Durch Genoffen Wilfe, Andreasſtraße, Achtung! M. 34,60 vom Verein ,, Lustige Brüder" ( Ueberschuß des Pfingstvergnügens) erhalten. Lauterberg. Friz Erfurth. Achtung! Musiker. Achtung! Heute, Dienstag, vorm. 10 Uhr, Aunenstr. 16: Berband aller in der Metall- Deffentliche Musiker- Bersammlung. Induſtrie beſääftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Todes- Anzeige. Am 10. Juli starb unser Mitglied, der Schmied Karl Ehre Krüger. Die Beerdigung findet am Dienstag, Die Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, pünktlich zu erscheinen, da die Versammlung pünktlich eröffnet wird. 279| 12 Der Einberufer. Achtung! Tapezirer. Achtung! Mittwoch, den 15. Juli, abends 8 Uhr, den 14. Juli, nachmittags 5 Uhr, vom im gr. Saale der Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Moabiter Krankenhaus aus nach dem Dantes- Kirchhof statt. Um rege Betheiligung bittet 20 Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung. 180/8 1. Reorganisation der öffentlichen Vertretung der Tapezirer. Um zahlreiches Erscheinen aller Kollegen ersucht Kranzbinderei und Blumenhandlung 4974L Gehilfenschaft Berlins. 2. Distusfion. Robert Meyer, Nr 2. Mariannenstraße Nr. 2. Widmungs- Kränze, Guirlanden, Ball. Wer Theilhaber fucht oder Gesträußchen, Bouquets u. s. w. werden sehr geschmackvoll und preiswerth geliefert. Ehrenerklärung. Die gegen Herrn Mechaniker Wilhelm schäftsverkauf beabsichtigt, ver. lange meine ausführlichen Prospekte. Wilhelm Hirsch, Mannheim. Arbeitsanzüge W. Pahr, Brunnenstr. 112. Rodewald nebst Frau ausgestoßene Bentl. Bühne. leidigung nehmen wir hiermit zurück, erlären. indem wir die Leute für ehrenhaft. Steffens, Rosenthalerstr. 61, 2 Tr. 26536 Theilzahlung pr. Woche 1 M. H. Wildschüß. F. 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