BERLIN Mittwoch 20. Januar 1932 erscheint täglich anfer Sonntag«. Zuzl-i» Ilbtnr«iiz»te de«.Zerwärtt'. B c, ü z« r r- i t tür tetde itrtgtbeil 7ö Vf.»ro Woche, 3,25 2!!. ort Meaal (taspu 87 Pf. meuillich für Ziistell»«« wi Hau«) im eoraus zatliar. Pekdejug z.g? M. einschlirßllÄ 60 Vf. Posticitunz«, «üb 72 Vf. Postirstellgebührrn.■ 10 Pf. Hr. 32 B 16 <9. Jahrgang Anzekgeuvreis: Tie eknspallige Millimeterjeile 30 Pf.. Reklamezei'se M. Ermäßigungen nach Tarif. Poftschecktrnto: Bormärts-Berlag G. m. b. H., Berlin Rr. 37 536.— Der Verlag behält sich das Recht der Ablehnung nicht genehmer Anzeigen vor! Redaktion und Expedition: Berlin SWK8, Lindenstr. 3 Fernsprecher: Dönhoff 7) 292—297. Nach Lavals Antwort Bas Echo der„nationalen Opposition" Niemand hat erwartet, da� der französisäie Minister- Präsident Laval den Noung-Plan für ungültig erklären und den Verzicht auf olle deutschen Zahlungen aussprechen werde. Nachdem er aber nun ausdrücklich erklärt hat, daß Frankreich seine Ansprüche aufrechterhalte, entsteht die Frage, was weiter geschehen soll. Wir haben heule den Zustand, daß auf der einen Seite Deutschland nicht zahlen kann und auch keine Neigung ver- spürt, die Zahlungen später bei verbesserter Wirtschastslagc wieder aufzunehmen, und daß auf der anderen Seite Frank- reich zwar die gegenwärtige Zahlungsunfähigkeit Deutsch- lands anerkennt ober auf weitere Zahlungen in späterer Zeit nicht verzichten will. Für die Zukunft besieht also eine Ungewißheit, die die wirtschaftliche Entwicklung ungünstig beeinflußt. Es ergibt sich aber, daß diese Ungewißheit durch eine ein- seitige Willenserklärung Deutschlands nicht beseitigt werden kann. Eine Möglichkeit jedoch, Frankreich zu einer Aenderung seiner Haltung zu zwingen, ist nicht sichtbar. Weder durch militärischen, noch durch wirtschaftlichen Druck, noch durch diplomatische Einschüchterung kann Deutsch- land von Frankreich den ausdrücklichen Verzicht auf feine Ansprüche aus dem Boung-Plan erzwingen. Das ist eine Tatsache, on� der keine deutsche Regierung etwas ändern kann. Auch wenn Hitler Reichskanzler und Alfrod Rosenberg Außenminister wären, würde dos genau ebenso sein.„Ich glaube nicht, daß im Völkerleben auf Rechte Verzicht geleistet wird, wenn nicht Borteile geboten werde n", schreibt Hitler in seinem letzten Brief an Brüning. Es ist der ordinärste Volksbctrug, wenn die„nationale Opposition" so tut, als brauchte sie nur die Macht zu ergreifen, um eine Lösung des Roparationsproblcms im deutschen Sinne herbei- zuführen. Oder ist sie bereit. Frankreich Vorteile zu gewähren, wenn es auf Rechte verzichtet? Das wäre mit ihrer Forderung an die gegenwärtige Regierung, ein deutsches, ein unbedingtes, unerbittliches, unwiderrufliches Nein auszusprechen, nicht vereinbar! Wie wenig die„nationale Opposition" imstande ist, einen Ausweg zu zeigen, beweist ihre Presse von heute morgen. Während die eigentliche Hugenberg-Presse ziemlich verlegen und kleinlaut ist, trompetet die alldeutsche„Deutsche Ze i tun g" gegen die Erklärung Lovals folgendermaßen los: Sie ist eine bünbige Absage an alle Vernunft, alle Verantwortung, alle Verhandlungsbereitjchast, blutigster ch o h n aus die Verelendung des deutschen Voltes, überhebliche Bevor- mundung Englands krasser Undank für die Vereinigten Staaten, die den Franzosen seiner Zeit bei der Kriegsschuldenregelung annähernd die.Hälfte des Schuldbetrages erließen. Dieser von Laval vertretene Standpunkt ist der Standpunkt des hundertprozen- t! g« n Schmarotzers.... Eine solche Geistesverfassung kann. wenn sie ein ganzes Volk befallen hak, nur niedergerungen werden. ... Man kann den Amerikanern in der Tat nicht zumuten, für ein so geartetes Frankreich auch nur einen Cent von seinen durch gegebene Anleihen und durch Lieferungen wahlbegründeten Forderungen nachzulassen, nachdem gelegentlich bereits— warum nur?— ein Nachlaß von fast 50 Proz. bei der Fest- setzung der französtsch-amerikanischen Schuldenvcrträge ersolgtc. Deutschland kann jehl. nachdem Frankreich sich nochmal« selbst ent- larvte, das Gewebe von Lüge und Gewalt, aus dem die Tribulsorde- rungen wuchern, auseinanderblasen. Jetzt, Herr Dr Brüning, ist es a» Ihnen, zu reden und zu taten. Also,' Brüning braucht nur noch zu blasen und der Widerstand Frankreichs gegen die sofortige, vorbehaltlose Annullierung des Joung-Plans ist„n i e d e r g e z w u n g e n". Ist dies das Programm, nach dem die„nationale Opposition", wenn sie die Regierung übernimmt, auswärtige Politik treiben will? Leon Blums SchiedSgerichtSvorMlog. Don zuständiger deutscher Seite wird zu der Anregung Leo» Blums, daß die Höhe der tatsächlich von Deutschland bisher geleisteten Wiedergutmachungen durch eine schiedsgericht- liche Instanz, etwa die Finanzabteilung des Völkerbundes, festgesetzt werden könnte, erklärt: Von Deutschland würde einem solchen Vorschlag sicherlich kein Widerstand entgegengesetzt werden, zitmal die Reichstegierung überzeugt ist. daß die von ihr pnzst beksrmtzegebencn Zifstru absolut stichhaltig sind. Mzibande von Kelseneck verhastet Oer neueste schwere Landsriedensbmch der Hiiler-Leuie Im Laufe des gestrigen Tages und des heutigen Vor- mittags find nahezu sämtliche Teilnehmer an dem nationalsozialistischen Bandenübcrfall auf die Lauben- kolonie Felseneck verhaftet worden. » Der nationalsozialistische Bandknübcrsall auf die Laubenkolonie Fclsenkck soll immer noch in einen„Rotmordüberfall" umgclogcn werden. Die Leitung der SA. in Berlin besitzt die Dreistigkeit, eine heuchlerische Erklärung zu erlassen, in der es heißt, daß Teile von Berlin sich bereits mitten im Bürgerkrieg befinden, und daß aller strengste Maßnahmen gegen den unerhörten Terror ergriffen werden müßten. Wir sind auch für allerstrcngste Maßnohmen: denn nach den Tatsachen, die bisher bekannt geworden sind, ist die nationaljozia- listische Versammlung eigens abgehalten worden, um nach Felseneck zu marschieren. Diese Versammlung war also lediglich ein Sammelplatz für einen Bandenübersall! Vir sind um so mehr für strengste ZNaßoahmen. da es sich im Falle klemke offenbar um einen Mord handelt; Di« Polizei hofft, den Uebcrfall schnellstens restlos zu klären. Außer den am Tatort verhafteten Natwnalsozmlisten sind gestern und heute nahezu olle Teilnehmer an dem nationalsozialistischen Zug gegen die Laubenkolonie verhastet worden. Nach dem Muster der nationalsozialistischen Presse versucht die Rechtspresse immer noch, das Märchen von der„kommunisti- schen Laubenkolonie" und dem„Rotmordüdcrsall" aufrechtzuerhalten. Die Blätter, die die natiovalsozialistischc Bande mit Lügen zu decken versuchen, haben es nicht für nötig gehalten, den Tatort besichtigen zu lassen. Sie hätten aus den unzähligen Einschüssen in den Wohn- lauben sonst feststellen können, wer dort geschossen hat! Den Bogel schießt die„Deutsche Zeitung" ab, die heute morgen noch mit oller Dreistigkeit erklärt: „Die Politisch« Polizei hat festgestellt, daß es sich um einen planmäßig vorbereiteten kommunistischen An- griff Handeitc." Felseneck. „Gleich werden wir von Kommunisten überfallen." „So, ich seh aber noch gar leinen"„Nie werden bald kommen Unsere erste Gruppe hat ja schon den Revolver eotsicherli" Genau das Gegenteil davon ist richtig! Dieser Zug der 200 Nationalsozialisten in die Laubenkolonie Fclseneck war eine echte Bürgerkriegsaktion, und die Rechtspresse fabriziert dazu die Schuldlüoe gegen die Ucberfallenen! ' Ohne Sühne! Geisteskranker nationalsozialistischer Mörder. Vraunschwcig. 20. Januar.(Eigenbericht.) Noch einer ZUHtcilnng des braunschweigischen Polizeipräsidiums. ist der einzige bis heule festgenommene Vörder. der an, IS. und 19. Oktober v. 3. gegen die hiesigen Arbeiter wütete, der Nakionalsozlolist H e y m a n n. aus der Hast entlassen worden, nachdem seine Beobachtung in der Landesirrenanstalt seine Geisteskrankheit ergeben habe. Heymanns Unzurechnungsfähigkeit im Sinne des§ 51 schließe eine Stros- vcrsolgung aus. Dieser für geisteskrank erklärte Nazimann hat die bestialische Ermordung des Arbeiters Fischer be- gangen, der durch acht Messerstiche fürchterlich zugerichtet, im Blute schwimmend, noch getreten wurde. Europa— hilf dir selbst! Zweites Hoover-Zahr zweifclhast. Paris, 20. Januar. fVigenbcruht.) Wir die hiesige Ausgabe des„New Bork Herald" auS Washington meldet, hat das Staatsdepartement den Bot» schafter Vdg« damit beauftragt, der französischen Re° gierung die Antwort auf ihre Anfrage, ob Amerika bereit ist, in eine Bcrlängerung deS Hoover-Moratoriums einzuwilligen, zu überbringen. Tie Antwort lautet dem Sinne nach, daß die amerikanische Regierung sich nicht verpflichten können, ein neues Moratorium zu der- sprechen und daß die Parteiführer des Kongresses das Weiße Haus vor jeder Ausdehnung des Moratoriums gewarnt Hütten. Europa inüsse das Schuldcnproblem ohne jede Intervention der Vereinigten Staaten regeln. Das Echo der Kammerdebatte. Paris, 20. Januar.(Eigenbericht.) Die meisten Zeitungen, auch solche, die man als Organe der Radikalen Partei anfleht, äußern sich nach nicht zu, der Rcgierungs- erklörung. Das nationalistische„Echo de Paris" stimmt Laval zu. Allein der sozialistische„P o p u l a i r e" spricht seine U n- Zufriedenheit mit der Regierungserklärung aus. Er schreibt, die Erklörung sei matt und vage. Laval und seine Minister hätten sich geniert gefühlt, weil sie Briand nicht mehr unter sich haben. Um seiner Mehrheit zu gefallen, habe Laval Briand ersetzt. Die Mehrheit scheine aber damit gar nicht so zu- frieden zu sein und als Frossard mit packender Beredsamkeit betonte, daß durch die Ausbootung Briands die Politik der Zweideutigkeit der letzten vier 3ahre beseitigt. sei, habe er eine gewisse Unruhe auf den Bänken der Mehrheit hervorgerufen Nur Marin habe das Ausscheiden Briands begrüßt und zwar in Ausdrücken(„Briand ist heute verschwunden, in kurzem wird auch seine Politik verschwunden sein"), die das Unbehagen noch steigerten. Frossard habe auf die weiter beabsichtigten Aussührungcn verzichtet und sich damit begnügt, dieses Eingeständnis festzustellen und daraus die nötigen Schliißfolgenmger. zu ziehen._ Französische Schwerindustrie kauft den„Matiu". Der TU. zufolge bat das Comite des Farges, der französische„Langnamvcrein", den„Matin" käuflich erworben. Nazi-Llnruhestifier. Schon seit Lohren terrorisieren sie den Norden. Seit Monaten und Iahren beunruhigen die SA.-Horden der Nazi die Gegend zwischen Tegel. Dermsdorf und W a i d m a n n s l u st. Ihre Zentrale ist das dicht am Bahnhos Waidmannslust hochgelegene Lokal Bergschloß. Aber auch eines jener Nester, die die Nazis gerne„Kaserne" nennen, befindet sich unmittelbar am Bahnhof Waidmannslust. Beides find die schlimmsten Unruheherde der Gegend. Bereits im Jagre 1929, zur Zeit der Stadtoerordnetenwahl, gelang es hier den Nazis als einzige in ganz Groß-Berlin eine sozialdemokratische Wahlversammlung zu sprengen, in der der Reichstagsabgeordnete Litte sprach. Am 18. Dezember vorigen Jahres kam es dann wieder zu einem bezeichnenden Zwischenfall. Der Landtagsabgeordnete Genosse Maderholz hatte m einer Ab- teilungsversammlung gesprochen und wurde von vier jungen?uichs- bannerkameraden, die aber ohne Bannerkleidung waren, zum Bahn- hos gebracht. In der Vorhalle mußte man noch etwas warten. Plötzlich erschien ein etwa 49 Mann starker Trupp Nazis, die sich naturlich sofort— 40 gegen 4, welch temscher Heldenmut— an die vier Reichsbannerleute heranmachten. Auf den einen, der ein schwarzrotgoldenes Abzeichen trug, hatte man es be- sonders abgesehen und überschüttete ihn mit den unflätigsten Aus- drücken Genosse Maderholz ließ es sich nicht nehmen, dem feigen Gesindel gründlich die Meinung zu sagen. Als dann der Zug kam, stiegen die Nazis in denselben Wagen, in dem Genosse"uaderholz Platz nahm, und lärmten und tobten während der ganzen Fahrt. Auf dem Bahnhos Schönholz standen dann zu ihrem Emp- fang mehrere inzwischen alarmierte Schutzpolizeibeamte bereit, die die verblüfften Krach'macher und Unruhestifter festnahmen. Wahr- scheinlich wird es wegen des Vorfalles noch zu einer Gerichtsver- Handlung kommen. Der Beweis ist aber auch hier wieder geliefert, daß es die Nationolsoziasten sind, die den Land- frieden brechen, eine friedliche Bevölkerung terrorisieren und die deutschen Hoheitszeichen beschimpfen. Wie lange soll das noch so weitergehen? Saalschlacht in Schöneberg. Aazie! gegen Kommunisten. Vier Schwerverletzte. Zn wüsten Tumullszenen endete gestern abend eine öffentliche Versammlung der Nationalsozialisten in den Kolibrifölen in Schöneberg. Es kam zu ciner schweren Schlägerei, in deren Ver- auf vier Personen schwer und eine ganze Reihe leicht ver- letzt wurden. Die Schwerverletzten mußten zur nächsten Rettungs- stelle gebracht werden. Die Versammlung war von etwa 450 Personen besucht, unter dn«n sich etwa 30 bis 40 Kommunisten befanden. Nach dem über zwei Stunden dauernden Referat des Naziredners sprach ein kommunistischer 51orreferent etwa 43 Minuten lang. Bald darauf war die Schlägerei im Gange. Mit Bierseideln und Koppeifchlössern hieben die Gegner auseinander ein. Die Versammlungsteilnehmer. unter denen sich annähernd 2 00 Frauen befanden, drängten fluchtartig dem Ausgang zu, so daß die Versammlung als die Polizei einschritt, sich von selbst aufgelöst hatte. Bei dem heillasen Durch- einander, Las fast eine Viertelstunde lang währte, war es der Polizei zunächst nicht gleich möglich, Ordnung zu schaffen. Nur sechs an der Saalschlacht Beteiligte, die später bei ihrem Verhör behaupteten, parteilos zu sein, konnten festgenommen werden. Ein starkes Uederfällkommando sorgte dafür, daß sich die Tätlichkeiten auf der Straße nicht fortsetzten. polizeibeamtef von Nazi niedergeschlagen. Durch einen gemeinen hinterhältigen Ueberfall wurde der Polizeioberwachtmeister Banfemer vom 127. Polizeirevier, wie erst setzt bekannt wird, in der Nacht vom Donnerstag zum Freitag voriger Woche schwer verletzt. Der Täter, ein 36 Jahre alter Nationalsozialist Arnold von der Becke aus der Augsburger Straße 6, wurde der Politischen Polizei übergeben. In der Freitag- nacht wollte der Polizeioberwachtmeister Bansemcr am Wittenberg- platz einen Mann wegen politischer Ausschreitungen festnehmen. Der Nazimann von der Becke, der einen Liersyphon in der Hand hatte, sprach auf den Beamten ein und verlangte, den Zwangsgestellten wieder freizulassen. Als der Beamte das selbstverständlich ablehnte, schlug der Hakenkreuzler auf ihn mit dem schweren Shphon hinter- rücks ein. Der Beamte erlitt durch den Schlag so schwere Verletzungen, daß er ins Staatskran kenyaus gebracht werden mußte, wo er noch immer damsderliegt. Becke konnte von anderen Polizeibeamten festgenommen und der Politischen Polizei übergeben werden. Lndustriesanierung aus Reichskosten? Haushaltsaussprache über Oberschlesien. Der Haushaltsausschuß des Reichstages beschäftigte sich in aus- fuhrlicher Aussprache mit der industriellen Situation in Ober- schlesieni das entsprach einem Antrage der Sozialdemokraten, die nicht dulden wollen, daß die oberschlesische Industrie zur Zeit, im besonderen die Oberschlesische H ü t t e n w e r t e A.- G., sich aus die Art saniert, daß es die vom Reich und Preußen zuge- flossenen erheblichen Mittel(36 Millionen) zu Lasten der öffentlichen 5)and uneinbringlich macht. Nach sozialdemokratischer Auffassung hat die öfentliche 5)and die Pflicht, die für die hingegebenen Geld- mittel entstandenen Vermögensansprüche voll durch- zusetzen, am besten durch Zusammenfassung der Betriebe in öffentlicher Hand. Da zur Zeit die Verhandlungen mit den beteiligten Banken usw. geführt werden, bat der Vertreter des Reichswirtschafts- Ministeriums um Vertraulichkeit der Verhandlungen. Es wurde entsprechend beschlossen. Es wurde festgelegt, daß die Regierung mit der oberschlesischen Industrio ohne vorherige Kenntnisnahme und Beschlußsasiung des Haushaltsausschusses keine bindenden Abmachungen treffen darf. Schnellverfahren, das keins ist Razi-Krause ist flüchtig— Erst verleumden, dann kneifen! Abg. K u t t n e r hat im Landtag die folgende Kleine Anfrage eingebracht: „Das durch die vierte Notverordnung zur Verstärkung des Ehrenschutzes eingeführte Schnellverfahren wird von den Elementen, gegen die es sich hauptsächlich richtet, plan- mäßig sabotiert, ohne daß anscheinend die Behörden trotz ihrer Bemühungen Abhilfe zu schaffen imstande sind. Dafür ein eklatantes Beispiel: Der verantwortliche Lokal-Redakteur des nationalsozialistischen „Angriff", Willi krause, sollte sich am 30. Dezember vor dem Schnellschöffengericht Bcrlin-Mitt« wegen öffentlicher Beleidigung verantworten. Er erschien nicht und entschuldigte sich telephonisch mit Fieber und Bettlägerigkeit. Eine von der Staatsanwaltschaft unternommene polizelliche Recherche führte zu dem Resultat, daß der angeblich kranke Krause sich nicht einmal zu Haus« aufhielt und nach Aussage seiner Ehefrau seiner Arbeit nachging. Zu einem neuen Termin, der Anfang Januar stattfand, wurde nunmehr gegen Krause Vorführungsbefehl erlassen. Dieser konnte jedoch nicht durchgeführt werden, da Krause weder in seiner Wohnung, noch in der Redaktion des„Angriff" anzutreffen war. Nach Aussage seiner Ehefrau hatte er bereits drei Tage lang nicht in seiner Wohnung genächtigt. Das Gericht erließ nunmehr Haft- befehl gegen Krause. Obwohl dieser Haftbefehl seit 14. Januar 1932 ausgefertigt ist, hat er bisher nicht durchgeführt werden können, da Krause ständig mit unbekanntem Aufenthalt von seiner Wohnung abwesend ist. Obwohl Krause für die Polizei unausfind- bar ist, zeichnet er gleichwohl jede erscheinend« Nummer des „Angriff" als verantwortlicher Redakteur. Ich frage an: 1. Auf welch« Weise gedenkt die Regierung die Durchführung des verstärkten Ehrenschutzes gegen solche Elemente zu sichern, d«nen es offenkundig darauf ankommt, Verleumdungen in die Welt zu setzen und sich hinterher der Verantwortung mit allen Mitteln zu entziehen. 2. Hält die Regierung es für angängig, daß eine Tag«szeitung von einem Redakteur verantwortlich gezeichnet wird, der so unauf- findbar ist. daß nicht einmal ein gerichtlicher Haftbefehl gegen ihn vollstreckt werden kann? Die Geschäste derLnneren Mission Evangelische Zentralbank in Schwierigkeiten Die Evangelische Zentralbank G. m. b. H. in Verli», eine der größte» Genossenschaftsbanken, ist in ernste Bedrängnis geraten. Di« Schwierigkeiten hänge« mit der Devaheim-Afsäre zusammen, ans der die Bank einen Zahlungsanspruch an de« Zentral- ansschnß der Inneren M i s s i on herleitet. Be- reits in den letzten Tagen sollen Schecks der Evangelischen � Zentralbank, die präsentiert wurden, nicht eingelöst worden sein. -ü Schon im letzten Sommer, als der Devaheim-Skandal ins Rollen kam, wurde angenommen, daß auch die Evangelische Zentral- dank mit in den Zusammenbruch des Devaheim-Konzerns hineingezogen würde, wenngleich sie direkt mit dieser Affäre nichts zu tun hatte, vielmehr in der Hauptsache Bank- und Geldabwickiungen für die Organisationen des Zentralausschusses der Inneren Mission vornahm. Die jetzt eingetretene Illiquidität der Evangelischen Zentralbank soll daraus zuruckzusühren sein, daß sie für den Zenttalausschuß eine Bürgschaft in Höhe von 800000 Mark gegenüber der Dresdner Bank und der Bau- Kredit A.- G. übernommen habe. Augenblicklich sind Ver- Handlungen zwischen der Direktion der Bank und dem Zentral- ausschuß im Gange, über deren Ergebnis, wie überhaupt über die Lage der Bank heute noch eine offizielle Verlautbarung er- folgen soll. Für die geschädigten Devaheim-Sparer dürften die Schwierig- keiten bei der Evangelischen Zentralbank besonders deshalb von Interesse sein, weil zu Beginn der Deoaheim-Sanierungsaktion Be- mühungen von gewisser Seite«insetzten, dieses ganze HUfswerk über die Evangelische Zentralbank zu leiten, wobei schon damals die Be- hauptung auftauchte, daß sich hinter dieser Forderung in Wirklich- lest der Plan verbarg, mft Hilfe der Deoaheim-Sanierung auch gleich die Zentralbant zu sanieren. Gseme Front marschiert Riesenversammlungen in Altona Bluttat eines Familienvaters. Die Tochter getötet, Frau und Sohn schwer verletzt. Memmingen(Schwaben), 20. Januar. Eine blutige Familieniragödie hat sich gestern abend hier ab- gespielt. Der Arbeiter Zoos oerletzte durch Messerstiche seine Iran. sein« Tochter und seinen Sohn schwer. Räch der Tat versuchte der Täter sich selbst das Leben zu nehmen. Der Ärnnd zu der Bluttat scheint in Familienzwistigkeiten zu liegen. Der Sohn war mit einem Stich im Halse vom 1. Stock heruntergesprungen. Die Tochter ist bereits ihren schweren Verletzungen erlegen. Hamburg. 20. Zanoar.(Eigenbericht.) Nachdem schon innerhalb der letzten zehn Tage 10 4 Ver- sammlungeu in Schleswig.holstein mit einer außergewöhnlich starken Beteiligung Zeugais abgelegt hatten von der schnellen Bildung der Eisernen Front, brachte am Dienstagabend in Altona eine Rleseaversammlnng die Krönung der ersten schleswig-holsteinischen Versammiungswelle und gab Kunde von der Begeisterung, mit der der Ruf von der Eisernen Front auch in Schleswig.holstein von den Massen aufgenommen worden ist. Obwohl schon die dritte öffentliche Versammlung der Eisernen Front in Altona in der letzten Woche, reichte der größte, mehrere tausend Personen fasiende Saal nicht aus, die groß« Zahl der anströmenden Massen zu fassen. Schon eine halbe Stunde vor Beginn mußte die Hauptversammlung polizellich gesperrt werden. Zwei Paralleloersammlungen mußten zur Hilfe ge- nommen werden. Unter stürmischem Beifall erfolgte in der Haupt- versaminlung der Einmarsch der Fahnenabordnungen und je einer Abteilung der neuen Schutzformationen der Partei, Gewerkschaften, Arbeiterjugend, Arbeitersportler und der Vereinigung Republik im Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold. Darauf hielt Prof. R ö l t i n g w seinem Referat„Hitlers Flucht in die Legalität� eine schneidige Abrechnung mft den Hitler, Straßer, Goebbels und Co. Als im Verlauf seiner Ausführungen der Redner auf die vor einigen Tagen von kompetenter Seite in Hamburg erfolgte Er- klärung hinwies, daß für ein Hiller-Deukschland sich keine Arbeitskraft finden würde, bekräftigte ein B-ifallsorkan diese Feststellung als deutliche Warnung für alle, die sich das Kommen eines Hiller-Reiches denn doch zu einfach vorstellen. Im Anschluß an die Ausführungen Nöllings brachten der Gau- Vorsitzende des Hamburger Reichsbanner Steinfeld und der Vorsitzende des Ortsausschusses Groß-Hamburg, E h r e n t e i t, durch kurze Erklärungen zum Ausdruck, daß die Eiserne Front im Dierstädtegebiet Groß-Hamburg nun organisatorisch so festgesügt ! sei, daß sich die Köpseroller die Schädel einrennen würden. Steinfeld erklärte:„Wir sind in diesem Augenblick mft unseren Führern im Reich eins und wir werden, wenn wir aufgerufen werden, im vollen Bewußtsein dessen, was auf dem Spiel steht, als feste Front unseren Mann stehen." Reisender Schwerverbrecher. Gefährlicher Nevolverschütze in Händen der Polizei. Auf ungewöhnliche Art hat ein schwerer Verbrecher, der seit langem gesucht wird, sich selbst den Strafbehörden ausgeliefert. In den Morgenstunden des 21. Dezembers betrat ein zunächst unbekannter Mann ein Lokal in der Ruheplatz st raße 21. Da er angetrunken war, verweigerte ihm der Wirt den Ausschank. Sofort zog deö unheimliche Gast einen Revolver und feuerte auf den Wirt und die Gäste. Glücklicherweise wurde nur einer der Anwesenden leicht an der linken Hand verletzt. Die Gäste stürzten sich auf den Schützen, entrissen ihm die Waffe und ver- prügelten ihn. Das Ueberfallkomnrando mußte den Mann ins Krankenhaus bringen. Da seine Berletzungen reckst erheblich waren, konnte er zunächst im Staotskrankenhause nicht verhört werden. In seinen Taschen fand man mehrere Gepäck» scheine über Gepäckstücke, die auf dem Bahnhof Friedrichstraße lagerten. Zu aller Ueberraschung fand man darin nicht nur Mund- Vorrat, der aus Wurst, Schinken, zwei Flaschen Sekt, einer Flasche Cognak usw. bestand, sondern auch Schmuck- und Goldsachen im Werte von 6000 M. In der Aktentasche wurden drei ge» ladene Pistolen und etwa 130 Schuß Munition gefunden. Der Verletzte wurde schließlich durch den Erkennungsdienst als ein berüchtigter Ein- und Ausbrecher Emil Fuß festgestellt. In- zwischen hat dte Dienststelle II 7 die Herkunft der Waffen und der Schmucksache» feststellen können. Die Waffen sind im Juli ver- gangenen Jahres m einem Wasfengcschäft in Stralsund bei einem Einbruch gestohlen worden. Die Goldsachen stammen aus einem Iuwelengeschäft in Rothenburg bei Hannover, in dem am S. November vergangenen Jahres ebenfalls ein Einbruch aus- geführt wurde. Fuß wird wegen schweren Raubes, den er teils j allein, teils mit Komplizen verübte, aus Bottrop. Essen, Bochum und anderen Städten Westdeutschlands gesucht. Er ist der Mann, der bei den zahlreichen Uebersällen im vergangene» Jahr« rück- sichtslos von der Waffe Gebrauch machte und die Begleiter von Geldtransporten oder einzeln« Kassierer sofcrt niederschoß. Inzwischen ist Fuß soweit wiederhergestellt, daß er aus dem Krankenhaus entlassen werden und ins Untersuchungs- gefängnis überführt werden konnte. Cr wird in den nächsten Togen den zuständigen Strafbehörden in Westdeutschland ausgeliefert werden. Rairium-Explofion in Norwegen. Durch Hochwasser verursacht. Bergen. 20. Januar. Infolge der Ueberschwemmungen in V a d h e i m bei Hoeygnger drang das Wasser in ein Natriumlagerhaus einer chemischen Fabrik ein. Da bekanntlich Natrium bei der Berührung mit Wasser sich entzündet, entstand eine Explosion, die das Gebäude und ein daneben liegendes zweite Natriumlagerhaus in Brand steckt«. Die herumschwimmenden brennenden Natriumbehälter setzten noch ver- schiedene kleinere Lagerschuppen und das Holzlager der Fabrik in Brand, das vollständig eingeäschert wurde. Infolge er Explosionen brach eine Panik unter den Einwohnern aus, von denen zahlreiche sich talaufwärts in Sicherheft brachten. In den Lagerhäusern be- fanden sich insgesamt 62 Tonnen Natrium. Vetter für Berlin: Fortdauer zmtlveffe I 4� � A/V./ A/S, Z wl(|( C nebligen Welters, nur To gestemperaturen über Null.— Für Deutschland: Teils Hefter, teils neblig-trübe, keine nennenswerten Temperaturänderungen, im Nordwesten allmählich wieder etwas auffrischende Winde. Die Erhöhung des Buiierzolls. Wichtige ErNärung der dänischen Regierung. Kopenhagen, 20. Januar. Anläßlich der Erhöhung des deutschen Butterzolls erklärt Außenminister Münch in der Zestung„Politiken" u. a.: Diese Zollerhöhung wird in Dänemark stärkstes Be- dauern hervorrufen. Man kann fich unmöglich vorstellen, wie es sich Deutschland denkt, einen Valutazuschlag zum Zoll mit dem zwischen Däne- mark und Deutschland geltenden Handelsvertrag zu vereinbaren. Kann verschiedene Valuta eine unterschiedliche Zollbehandlung be- gründen, so kann es ein Unterschied im Arbeitslohn ebenso. Dänemark hat während der deutschen Valutaschwierigkeitcn nicht so gehandelt. Es ist jedermaim klar, daß die dänische Valuta nicht für den Butterpreis bestimmend ist. Dieser ist ein Welt Warenpreis, der im wesentlichen von den beiden Hauptmärkten England und Deutschland selbst bestimmt wird. Vorausgesetzt, daß wirklich be- absichtigt ist, ein begünstigtes Kontingent von gleicher Größe den Ländern mit großer und kleiner Einfuhr nach Deutschland zuzu- wenden, so ist es auch unvereinbar mit dem zwischen Dänemark und Deutschland geltenden Handelsvertrag und der in die Praxis umgesetzten Auffassung. Man hat bei uns volles Verständnis dafür, daß die Zustände in Deutschland eine Herabsetzung des Verbrauchs und der Einfuhr mit sich bringen, aber wir verstehen nicht, daß man mit künstlichen Eingriffen diesen Rückgang oermehren will. Dänemark ist in Deutschland nicht nur Verkäufer, es ist ein weil größerer Käufer, einer der größten. werden wir am verkaufen gehindert, so sind wir nicht im- stände, den normalen kauf aufrechtzuerhalten, und der Rückgang in unserer Saufkrasl wird im wesentlichen gerade Deutschland treffen. Der Schritt, der von Deutschland unternommen wurde, wird selbstverständlich sofort zu Verhandlungen mit den interessierten dänischen Wirtschaftskreisen Anlaß geben. Wieder ein SA.-Gchwindel enilarvi! Hanauer SA-Mann erfindet kommunistischen lleberfall. Am S. Januar erschien im„Frankfurter Volksblatt"(dem Frankfurter Naziorgan) eine groß aufgemachte Meldung aus Hanau, wonach am 3. Januar der P g. S t a u b i tz zwischen Wachenbuchen und Wilhelmsbad von drei Kommunisten mit dem Rufe„Heil Hitler" überfallen und mit einem Messer am linken Auge und an der linken Körperseite schwer verletzt worden sei. Vor der Kriminalpolizei gab der„Ueberfallene" an, daß er von sieben bis zwölf Uhr nachts bewußtlos am Wilhelmsbader Steinbruch gelegen habe. Auch die Namen der drei Kam- m u n i st e n, die ihn angeblich überfallen haben sollen, gab er der Polizei bekannt. Die polizeilichen Ermittelungen haben inzwischen ergebe«, daß der ganze„Ueberfall" ein Schwindel ist. Staubitz befand sich in der fraglichen Zeit, während der er bewußt- los gelegen haben will, auf einer Sauftour in der benach- borten Orts�aft Hochstadt, die durch ihren Apfelwein bekannt ist. In völlig besoffenem Zustand« trat er von dort aus mit seinem Fahrrad nach Mitternacht die Heimreise an. Hierbei ist er ge- stürzt und hat sich die Verletzungen zugezogen. Mit seinen falschen Angaben vor der Kriminalpolizei wollte sich der„rauhe Kämpfer" die Unterstützung aus der SA.-Kasie für i „Beschädigung im Dienst" sichern. Hoffentlich wird er nun wegen wissentlich falscher Anschuldigung belangt! Breslauer Kommunisienprozeß. Das Wiederausnadmeverfabren ohne Erfo'g. vreslau. 19. Januar.(Eigenbericht.) Das Wiederaufnahmeverfahren im großen D r e s l a u e r Kommuni st enprozeß fand am Montagmittag nach ein- wöchiger Dauer seinen Abschluß. Das Gericht verwarf in den meisten Fällen die Berufung sowohl des Staatsanwaltes als auch der Angeklagten und ließ bei 12 der 20 Angeklagten, die Revision beantragt hatten, die vorinstanzlichen Strafen bestehen. In zwei Fällen wurde die Strafe um 3 bzw. 4 Monate Gefängnis erhöht. Ein Angeklagter, der in der ersten Instanz zu sieben Monaten Ge- fongms verurteilt worden war, wurde freigesprochen. In drei Fällen traten Strafmilderungen ein. Das Gericht sieht als erwiesen an, daß der Ueberfall auf den Stahlhelmzug am 31. Mai vorigen Jahres' vom antifaschistischen .Kampfbund, dem die Verurteilten zur Zeit der Tat angehörten, planmäßig vorbereitet worden war. Nachweisbar sollen Mitglieder dieser Organisation am Donnerstag vor dem nächtlichen Zusammen- stoß über kommunistische Störungsmaßnahmen am Breslauer Stahl- helmtag eingehend beraten haben. Die Frage, wer im Verlaufe des Ueberfalles den tödlichen Schuß auf den Stahlhelmmann Müller aus Grünberg abgefeuert hat, ist wiederum nicht gettärt worden. In dieser Angelegenheit ist die Voruntersuchung jedoch noch nicht abgeschlossen. Es besteht die Möglichkeit, daß als Mörder des Müller keiner der bisher Lerurtellten in Frage kommt. „Othello" im Staatstheater Zehners Neueinstudierung Zugunglück bei Erfuri. Drei Wagen entgleist, Zugschaffner getötet. Erfurt, 20. Januar. Bei der Einfahrt des Zuges 617 in den Bahnhof Leubingen (an der Strecke Erfurt— Sangerhausen) stürzt« gestern abend aus bisher unbekannter Ursach« der drttUchte Wagen um und brachte die folgenden Wagen zur Entgleisung. Während die Fahrgäste mit dem Schrecken davonkamen, erlitt der Zugschafiner Hermann Hos- mann aus Artern so schwere Verletzungen, daß er ihnen im Ar- tener Krankenhaus noch einigen Stunden erlag. Oer dritte Grubentote geborgen. veuthen. 20. Januar. Auf der Karsten-Zentrum-Grube wurde heute, am 16. Tage »ach dem Gebirgsschlagunglstck, in den frühen Morgenstunden die Ooiche eines dritten verschütteten, de« verheirateten Häuers Max Savch. geborgen. Karch muß, da seine Leiche abgesondert von den noch vermißten vier Bergleuten gefunden wurde, mitten in der Arbeit vom Tode überrascht worden sein. Weiße Mauer. Nur der Dogenpalast hat Farbe. Auf Cypern wohnt der Statthalter in einer frühromanischen Seeräuberburg aus riesigen, wuchtenden Quadern, und das Bett der Desdemona steht in einer Nonnenzelle. Nichts von dem dekorativen Prunk venezianischer Renaissance vom Luxus verwöhnter Kulturmenschen. Das Bühnenbild in seiner monumentalen, schweren Eintönigkeit ist von einer seltsamen Askese, und diese Askese zeigt Jeßner auch in der Durchdringung und Gestallung der dramatischen Borgänge. Es fehlt der Rausch des Wortes, das barocke Pathos der Sprache. Die Ekstasen glutender Leidenschaft werden gedämpft und nicht mehr alz sieghafte Stretta herausgeschmettert. Der Ueber- schwang des Renaissancemenschen weicht der Rationalisierung der Leidenschaften. Das Drama entfesselter Raserei streift in dieser Wiedergabe die Grenze des bürgerlich-fentimentalen Trauerspiels, und plötzlich offenbart sich die Primttivität des„Othello", der mehr private Charakter der Dichtung, die nicht wi« etwa„Macbeth" oder „Julius Cäsar" auch in politische und soziale Sphären vorstößt. Es kommt Jeßner nicht auf das Toben der Leidenschaft an, eher aus die psychologische llntermauerttsig.„Othello" bietet ober nicht das klinische Bild von der Wandlung und dem Zerfall eines Menschen, den die Eifersucht auffrißt. D?» Drama gibt vielmehr das Schwelgen, das Rasen in diesem Affekt, genau so wie die Oper von Verdi. Hier bei Jeßner haben sich die Akzente ver- schoben. Man fragt unwillkürlich, warum wird der Mann eifer- süchtig, warum fällt der geniale Stratege auf den plumpen Schwindel hinein. Othello erscheint schließlich als Schwachkopf, und man glaubt auch nicht mehr an seinen Feldherrnruf. Diese Fragen fallen jedoch fort bei einer anderen Gestaltung der Inszenierung. Jeßner führt eine kluge und sachliche Regie mit einer Fülle reizvoller schauspielerischer Einfälle, aber er ändert den Charakter des Dramas, und das Drama erträgt diese Aenderung nicht. Ein Stück für Blasorchester kann kaum von den Streichern übernommen werden. Heinrich George spielt einen schwerblütigen nordischen Othello, dem sich die Worte mühsam von den Lippen lösen, der im höchsten Glück und im Schmerz verstummt,(fm urweltlicher, kindhafter Mensch, ein Bauer, ein Pallasch und kein Florett. Ganz groß ist er in den Szenen vor dem Senat bei der Ankunft auf Cypern und im Sterben. Elisabeth L e n n a r tz umwebt die Atmosphäre mondänen Parfüms. Das Kurfürstendammfräulein aus dem Venedig der Senatoren streift in der Todesstunde die gesellschaftlichen Hüllen ab und ein hilfloser, nackter Mensch bettelt um sein Leben. M i n e t t i s Rodrigo trägt eine Brille. Ein pedantischer Student, der sich nach Abenteuern sehnt. Hans Otto gibt den Caffio die Allüren des Kavaliers und Frauenlieblings und Maria Koppenhöfer als Emilia entwirft das Porträt einer zukünftigen Bordellwirtin. Ueber diesen Rahmen hinaus wachsen zwei Leistungen: der herrlich gebändigte, edle Brabantio Walter Francks und der Jagow des Werner Krauß. Dieser Jagow stammt aus der Familie Mephistos. Ein geist- reicher, sprühender, fast charmanter Mensch, der seinen diabolischen Haß mit liebenswürdiger Geste serviert, ein Poseur der Unmoral. Ist es überhaupt noch Haß? Oder wächst nicht alles aus dem Gefühl der ungeheuren intellektuellen Ueberlegenheit. Ein Sterblicher möchte für ein paar Tag« die Rolle der Vorsehung übernehmen und scheitert schließlich, weil er doch kein Gott ist. F. SA. „Oer Biberpelz" Oeu fches Kunstler-Theater. Man soll mit der Verleihung der Auszeichnung„ewig" sparsam umgehen. Die Inventur, die auch in der Literatur heute immer häufiger vorgenommen werden muß, hat nur zu oft schon das Reful- tat gezeitigt, daß früher für ewig gehaltene Werte plötzlich ganz un- gefragt waren. Von Hauptmanns Werken aus der naturalistischen Epoche kann man heute noch kecklich sagen, daß sie für uns immer noch Ewigkeitswert haben. Besonders vom„Biberpelz", dieser löst- lichsten aller Diebeskomödien. Sie ist so sonnig und heiter, verklärt mit Humor und Menschlichkeit, daß sie in dem Gesamtwerk Haupt- monns einzig dasteht. Die verschiedenen Literatur-Revolutionen, die wir inzwischen durchgemacht haben, haben ihr nichts anhaben können. Freilich, der Darstellungsstil hat sich gewandelt. Vom Jmpressio- nismus, der alles von der Lebensnähe und Lebenswirklichkeit er- wartete, der in Halbtönen und Milieustunmung schwelgte, ist die Bühne immer mehr zum Expressionismus übergegangen. Victor Barnowsky hat in seiner Biberpelz-Jnfzenierung hierin einen gewissen Höhepunkt und Abschluß erreicht. Das Leise und Feine ist dem Lauten und Schmetternden gewichen. Es wird nicht mehr an- gedeutet, sondern unterstrichen, die Komödie wird fast in eine Posse verwandelt, die Humore werden verschärft, statt des Schmunzelns wird lautes Gelächter erstrebt. Karikatur und Satire streben in einigen Figuren zur Herrschaft. Trotzdem: Hauptmanns Komödie behauptet sich auch in der zugespitzten und geschärften Form. Die Namen der Hauptdarsteller Felix Bressart, Otto Walllmrg und Rosa Valetti deuten schon den Stilwandel an. Die Diebsmutter Wolfs der Rosa Valetti hat nicht mehr die gewisse Gutmütigkeit, sie erscheint uns nicht mehr so liebenswert wie früher. Die Konturen sind schärfer geworden. Diese Wölffin sst wirklich gerissen, sie hat scharfe Zähne und ein gefährliches Mundwerk. Zum Schluß, wo sie über den Amts- Vorsteher triumphiert, versagt sie etwas, hier fehlt die Lebenswärme des Humors. Felix Bressart geht direkt auf Karikatur aus. Sein Wehrhahn ist ein geschniegelter, aufgeblasener, ungeheuer von seiner Amtsbedeutung überzeugter„König" des Bezirks. Bressart findet natürlich viele gut« Nuancen; wie er das Wort Demokrat ausspricht, ist unvergleichlich. Die Hochnäsigkeit und Borniertheit streiten in diesem Musterbilde preußischer Regierungskunst um die Palme. Der Rentier Krüger Otto W a l l b u r g s ist natürlich ein dicker, voll- saftiger, rabiater Bürger, dem das Blut dauernd zum Kopf steigt und der mit seinem Husten und Schnupfen einen richtigen Spektakel an- richtet. Hans Halden als Schleicher und Spitze! Motes und Paul B> e n s f e l d t(Amtsdiencr) konnten hier nicht mittun, sie spielten ihre Rollen in der alterprobten Weise wester. Julius Falten- stein ist der dämliche, nur leise aufmuckende Wolfs, der nur einmal Schneid kriegt, als der Alkohol ihn aufgefrischt hat. Ellen S ch w a n n e k e ist ein munteres Wolffen-Kind, das feine Abstam- mung schon deutlich zeigt. K. H. D. „Ehe mit beschränkter Hastung." Eapitol. Damst sie in den Besitz einer Million gelangt, mutz Irene kirch» lich getraut sein. Sie heiratet Herrn Georg Kaiser 2. Da sie aber mit Herrn Georg Kaiser 1 in einer Ehe aus Zuneigung lebt, ist Georg 1 das Daueranhängfel der durch die Erbschaft bestimmten Ehe. Schließlich geht die Che auch offiziell in die Brüche, und friedlich teilen vier Personen die Million. Franz W e n z l e r führt bei diesem Gemeinschaftsfilm die jetzt übliche Theaterregie. Recht gut ist Hans Moser als Kaiser 2, der sich fest x.Jahren mit der Rechtswissenschaft beschäftigt. Er ist jedem Rechtsanwalt und jedem Richter gegenüber ergötzlich mißtrauisch, und doch ist er viel zu menschlich, um nach Juristenart gerissen zu sein. Ferner wahren sich Georg Alexander, Paul Morgan und Rosa Valetti ihr Recht aus ein paar starke Szenen. Charlotte S u s a hingegen ist zum Kleiderständer für hypermoderne Garderoben und unkleidsame Hüte degradiert. Die verderben dem unternehmungslustigen Kameramann alles. Die Gerichtsverhandlung, die mit einem Riesenkrach der beiden Rechtsanwälte untereinander beginnt, ist sehr ulkig. Doch kommt der Film über ein paar gute Ansätze nicht hinweg. Auch er versackt wieder unter Schlagerbezleitunz in der Pappkulisse. e. d. Amerikanische Philosophie. Professor Woodbridge von der Columbia-Universität in New York, der zur Zeit als Gastprofessor in Berlin weilt, sprach in der„Gesellschaft für empirische Philosophie" über die amerikanische Philosophie der Gegenwart. Woodbridge hat die letzten vierzig Jahre dieser Entwicklung zuerst als Student. dann als Dozent miterlebt: er belebte seine Darstellung durch manche Erinnerungen an sein Zusammentreffen mit«ührenden amerika- nischen Philosophen. Die Wissenschaft ist in Amerika nicht mtt so vielen alten Problemstellungen belastet wi« bei uns. Die Erkenntnis wird als Instrument betrachtet, um die Schwierigkeiten des Lebens zu meistern. Man grübell nicht über den Wert oder die„Würde" der Philosophie, sondern man fragt nach der Funktion der Wissen- schaft für die Beherrschung der Wirklichkeit. Deshalb bevorzugt Amerika eine Philosophie, die in enger Berührung mit der Einzel- forschung bleibt Diese pragmatische(d. h. auf das Praktische ein- gestellte) Richtung beherrscht die Gedanken der drei amerikanischen Philosophen Peirce, James und Dewcy, deren Philosophie Woodbridge erläuterte. In der anschließenden Diskussion wurden auch die Beziehungen hervorgehoben, die zwischen dieser philo- sophischen Haltung und dem Marxismus bestehen. 8. VV. Biefige Aziekenschähe gefunden. Amerikanischen Archäologen ist jetzt in Mexiko eine Entdeckung gelungen, die als eine wissenschaftliche Sensation von größter Trag- weitet gewertet werden muß. Zwanzig svteilen von O a x a c a ent- fernt stieß man bei Ausgrabungen auf Gegenstände von geradezu unschätzbarem Wert. Sie stammen aus der Blütezeit der Azteken, die bekanntlich yyr der Eroberung Amerikas durch die Europäer Träger einer blühenden Kultur und eines hochentwickelten Staats- wesens in Mexiko waren. Nach den bisherigen Nachrichten sollen die aufgefundenen Schätze sich an Wert nur mit den Funden im Grabe Tutankbamens oergleichen lassen. Bei den Ausgrabungen wurde bisher eine große Anzahl von Goldgegenständen erlesenster Arbeit zutage gefördert. Die Fundstelle enthielt auch Alabastervasen und Gefäße au» Onix und Kristall sowie Goldschmuck, der mit Edelsteinen besetzt ist. Die aufgefundeneu Skelette tragen goldene Masken; der guterhallene Kopfschmuck ist von einzigartiger Schönheit und mit wertvollen Edelsteinen verziert. Man nimmt an, daß es sich um Gräber von Königen oder hohen Priestern Handell. Die mexikanische Regierung hat die Fundstelle sofort in weitem Umkreise vom Militär abriegeln lassen. Die Bewachung ist außer- ordentlich stark, da man jeden Diebstahl verhindern will. In wissen- schaftlichen Kreisen erwartet man von den Ausgrabungen bei Oaxaca wertvolle Aufschlüsse über die aztekische Kultur. Dom Deutschen Museum. Die Leitung des Deutschen Museums in München gibt den Berwaltungsbericht über das 27. Geschäftsjahr Mai 1930 bis Mai 1931 heraus. Danach hat die Besucherzahl 671708 betragen gegen 621 S6ö und S78 650 in den beiden vorhergegangenen Iahren. Das ergibt eine durchschnittliche Besucherzahl von rund 1840 je Tag. Das Aeußere des neuen Studienbaus ist im wesentlichen fertiggestellt. Di« hauptsächlichsten Einnahmequellen des Museums sind jährliche Zuschüsse des Reichs und Bayerns in Höhe von je 233 550 Mark. Die Stadt München leistet teils in bar, teils in Form von Wärme, elektrischem Strom. Wasser usw. 300 000 Mark jährlich. Die Mitgliedsbeiträge belaufen sich auf 84610 Mark, für Eintrittsgelder und Führungen wurden 266 606 Mark gelöst. Das Gesamwermögen des Deutschen Museums ist auf 31 807 651 Mark berechnet, wovon 28 823154 Mark auf den Sammlungsbau, der Rest auf den Studienbau entfallen. Die Vermögenszunahm« im abgelaufenen Jahr beträgt 848 658 Mark. Thüringische Puppenmuseen. Das Deutsche Spielzeugmuseum in der Puppen- und Spielwarenstadt Sonneberg ist in der letzten Zell weller ausgebaut worden und kann wegen des Reichtums seines Inhalts heute eine internationale Sehenswürdigkeit genannt werden. Neustadt bei Coburg, das, wie berells berichtet, von Amsterdam aus zur Beteiligung an der dortigen Pupoenausstellung aufgefordert worden ist, legt auch eine Sammlung seiner Puppen und Teddy- baren an. Das jüngst« dieser Museen, die außer dem musealen natürlich auch einen propagandistischen Zweck oerfolgen, wird setzt in dem allen Rachaus der Spielwarenstadt Schalkau eingerichtet. Verlegung der amerikanischen Filmproduklion. Die immer weiter um sich greifend« wirtschaftliche Krise Amerikas, die auf das schwerste auch die Filmproduktion betroffen hat, findet ihren Ausdruck in einem immer stärkeren Abbau Hollywoods. Der berells Ende des vorigen Jahres einsetzende Produktionsrückgang hat jetzt zur Folge, daß eine starke Abwanderung aus den Filmvierteln Hollywoods nach New Hork zu bemerken ist. Am tQjahriacn Todestage von Arthur Ritisch veranstaltet das Phil- harmonische Orchester Sonntag 8 sthr in der Philharmonie als Gedächt» nisseicr einen Bcechoveir-Ahend unter Prof. I. Prüwer. wiederholt. Als Tchauspieler-Rachtvorftelluug findet die 50. Austuhpma von„Allei- hopp" Freitag, 28.45 Uhr, im„Nngcl-Tängel", Kantstraß«, statt. Karten im Bezucksverband. Schmutziges Treiben. Systematische Beschimpfung der Gewerkschafien. Wie die Sozialdemokratie von der KPD als der„Hauptseind" erklärt wird, so werden die freien Gewerkschaften von der„Revo- lutionären Gewerkschaftsopposition" als„Hauptfeind" ausgegeben. Selbst das schmutzigste Mittel scheint der KPD-RGO noch immer gut genug zur systematischen Hetze gegen die„sozialfaschistischen" Gc- wertschaften. Burschen, die niemals in ihrem Lebc-n einen einzigen indisfe- renken Arbeiter seiner Gewerkschaft zugeführt haben, die selber nie in einem Streik standen oder von einer Aussperrung betroffen waren, wagen es, gestützt auf Zitate der RGI.-„Weltkongresse", gegen die freien Gewerkschaften den schimpflichen Vorwurf des Streit- b-ruches zu erheben Sie blieben von dem ts 153 der Gewerbeordnung verschont, sie kennen die Kämpfe der Gewerkschaften in der Vorkriegszeit, die Bedrängungen der Gewerkschaften durch Unternehmer, Polizei und Justiz nicht einmal vom Hörensagen. Solche„Gewcrkschaftsstratcgen". die die Unorganisierten im Gegensatz zu der organisierten Arbeitnehmerschast als die wirk- lich„Klassenbewußten" erklären, die von den Gelben hergekommen sind und von denen niemand weiß, wann und wo die KPD. sie eines guten Tags„umgruppiert", solche Helden wagen es, die Gewerkschaften als Streikbrccherorganifationcn zu beschimpfen. Die Kommunistische Partei weist ihre Angestellten an, unter ollen Umständen Streiks zu inszenieren, wilde Streiks, bei denen die Verbesserung der Lage der Arbeiterschaft vorgeschoben wird, während es der KPD. dabei lediglich darauf ankommt, ihre politischen Ziele zu fördern. Die kommunistischen Streik- macher sind von jeglicher Verantwortung unbeschwert. S i e haben nichts zu verlieren, sie haben keine Unterstützungen aufzubringen und jeden Mißerfolg, den sie stets in einen Erfolg umzubiegen suchten, nützen sie zu erneuter Beschimpfung der Gewerkschaften, die durch ihren„Streikbruch" den Sieg der RGO. verhindert hätten. Nach der Niederlage, die sich die KPD.-RGO. mit ihren Massen- streikparolen in den ersten Ianuartagen geholt hat, hätten diese Streikstratcgen alle Ursache, ihre eigene Taktik zu revidieren, an- statt über„die. reformistische Taktik des Streikbruchs" zu lügen. Doch selbst wenn sie dies wollten, dürfen sie es nicht. Denn sie sind mm einmal Angestellte der Moskauer Filiale, die für Streiks zu sorgen haben. Ihre schmähliche Niederloge in den Neujahrstagen suchten sie zu überschreiben mit dem Geheul:„Streikbruch der Reformisten". Die wilde Aktion bei Ullstein war derart plump angelegt, daß sie scheitern mußte. Sie mar nicht gegen das Zeitungsunter- nehmen, sie war gegen die Gewerkschaften gerichtet. Doch die Diktatur der KPD. geht in Deutschland noch nicht so weit, daß man nur einen„Stoßtrupp" zu einem wilden Streik zu treiben braucht, mn die Gewerkschaften zu zwingen, den Drahtziehern zu folgen, die in den Gewerkschaften ihren Hauptseind sehen. Die Gewerkschaftsmitglieder müssen der Begriffs- Verwirrung auf Schritt und Tritt entgegentreten, die die kommunistischen Streikftrategcn betreiben, um die Gewerkschaften herunterzureißen. Will die RGO. unter ihrer„siegreichen Führung" wilde Streits inszenieren gegen die Gewerkschaften, dann mag sie das weiter tun. Die Gewerkschaften aber sind dazu da, die Interessen ihrer Mitglieder zu wahren und nicht die Belangs der KPD. und ihrer RGO., die erklärte Feinde der Ge- werkfch asten und als solche zu bewerten sind. Mitheodä, 20. Januar. Berlin. 16.05 Aktuelle AbteiJun?. 16.30 Reisetasebueb aus den Österreichischen Alpen von Ernst Krenck(Prof. Anton Tausche, BaC-Bariton: am Flügel: Julius Bürger). 17.00 D. Reinhard Mumm: Die T3crufsorganisationen und ihre Grenzen. 17.30 Günter. Eich liest eigene Gedichte. 17.40 Gespräch ciues Austauschschülers mit seinem Kameraden über seine Frankreich reise. 18.05 Aktuelle Abteilung. 15.25 Vom Jazz und der modernen Klaviermusik. Am Flügel und Sprecher: Fritz Thocne. 18.55 Valerlu Marcu: Jena und die Folgen. 19.35 Die Funk-Stunde teilt mit... 19.30 Stimme zum Tag. 19.40 Mitteilungen des Arbeitsamtes. 19.45 Untcrhaitungsniusik. 21.00 Tages- und Sportnachrichten. 21.10„Das Notwendige und das. Ucberflüssigc". Posse v. Johann Nestroy. 22.30 Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Tanzmusik. Königswustcrhausen. 16.00 Pfarrer Dr. H. Liije: Erzichungsfragcn im Zeitalter der Technik. 16.30 Hamburg: Konzert. 17.30 Des Knaben Wunderhorn(Lore Korncll, Dr. Heinrich Michaelis, Dr. Felix Günther, Flügel). 18.00 Dr. Langheinrlcb Antlios: Das Unheimliche in der Weltliteratur. 18.30 Prof. Dr. Otto Rlcßcr: Giftgase und Gasschutz. 18.53 Wetter für die Landwirtschaft. 19.00 Min.-Rat Dr. Hochc: Der Stand der Pensionsgcsefzgcbung. 19.30 Reichsministcr A, Stegerwald: Weltkrise und Sozialpolitik. 20.00 Breslau: Bunte Reihe._ Beranlwortl. für Mo iHobaftion: Rich. Bernstein. Berlin; Anzeigen: Th. Glocke. Verlin. Verlig: Vorwärts Aerlag G.m.b.H., Berlin. Druck: Vorwärts Buch. bruckerci nnd Vcclagsanftalt Paul Singer& Co.. Berlin EW 08, Lindenstr. 8. Hierzu 1 Beilage. §lasks 1% Thealer Millwoch, den 20. Janaar staatsoper unter scen Linden 20 L'hr Die Geisha Slaatlidiauspielhaas Marniomarkt. 20 Uhr Schiller-Theater tkarlottanlarj. 20 Uhr Die Elniieilsverband d.Elsen&atmer DeuisdUands, Ortsgruppe Berlin Den Sollegen znr Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied Miz Schattschneider Packer in der Ehvcdition des Haupt- biiros unseres Lerdarrdes, ain IS. Ja- nuar perstorbcn ist Ehre feinem Audenteu. Die Einäscherung findet am Donners»! taa, dem 2t Januar. 18% Uhr, im Krematorium Baumschlllenmeg statt[ Rege Beteiligung erwartet via OrlSverwaUnniS- Hört! Höret PILSATOR am Halleschen Ter Jeden Donnerstag Ein iubsl- Ein Trubel Großer Bockbier- Ausstoß und Kappenfest Schweineschlachten Verstärktes Orchester j Die Toni aus Wien Rose- 1 tieater Hille Fraekfurtir Stra!» 13J Ick, Wtickül E 7 3127 6 und d Uhr Eine Frau von Formal Theater im Admlralspalas) Täglich 8'/« Uhr Gitta Mm III IMc I>ubarpy Preise v. 0,50 M an Adolf BOOM Uhrmacher und Juwelier uw 40, Ait-moabitm, Tel. 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Di« Aufgabe der Gold- Währung ist für die Entwicklung der englischen Wirtschaft nur der porläufige äußere Abschluß einer schon lange begonnenen Wirtsdzasts- entwicklung. Das 19. Jahrhundert war die Wirtschaftscpoche, in der der Besitz an.Kohle für die industrielle Vormachtstellung eines Landes bestimmend war. Während heute in Deutschland die Kohlen- industrie zu mehr als SO Proz. konzentriert und kartelliert ist, herrscht in England eine zerstreuteProduktion: 1400 unab- hängige Unternehmer mit 2000 Schächten. Erst durch ein Gesetz vom 1. August 1930 konnten die Kohlenproduzenten zu einem Zusammen- arbeiten gezwungen werden. Auch die maschinellen Anlagen sind vielfach veraltet. Der französische Soziologe Andre Siegfried. dessen Bück?„Die englische Krise"(Verlag S. Fischer, Berlin) wir benutzen, bemerkt in diesem Zusammenhang:„In den Kohlen- bcrgwcrten... gibt es vielfach Schächte, die man als die rück- ständigsten m ganz Europa bezeichnet. Hier kann man noch hölzerne Aufbauten schen, dt« mechanische Förderung ist gering, die so wichtig gewordene Verarbeitung der Nebenprodukte kaum entwickelt, olle Koksöfen von vorsintflutlicher Leistungsfähigkeit werden weiter ver- wendet. Im ganzen wird höchstens ein Viertel der Kohle mechanisch gereinigt, während das Quantum in Deutschland 80 Proz., in Frank- reich 85 Proz. ist. In gleicher Weise rückständig ist ein großer Teil der Metallverarbeitung." Zu dieser schlechten Organisation der Kohlcnproduktion kommt noch der Umstand, daß das O c l im Bc- griff ist, der Kohle den Rang abzulausen. Andre Siegfried führt hierüber aus:„Dos Auto, das Flugzeug gehören ihm(dem Oel) ganz, auch die Schiffahrt scheint allmählich aus die Dampsniaschinc verzichten zu können. Die folgende Tafel ist in dieser Beziehung lehrreich: Prozentsätze der Schiffe nach ihrem Betriebsstoff: 1913 1930 Segler........... 8 2,30 Kahle............ 88,90 57,60 Erdöl(Dampfmaschinen)... 2,65 28,50 Benzin(Motoren)...... 0,45 11,60 Wie man sieht, ist die Dampfmaschine gegen den Benzinmotor und gleichzeitig die Kohle gegen das Oel im Rückgang. Die Dampf- Maschine wurde vor dem Kriege auf 91,55 Proz. der Schiffe als Antrieb verwendet: der Prozentsatz ist auf 8l,l Proz. gesunken. Was die Kohle betrifft, so ist ihr Rückgang von 89,9 Proz. auf 57,6 Proz. noch auffälliger bemerkbar. Ja, selbst die Dampfmaschine macht siah teilweise von ihr frei, indem sie Petroleum benutzt." Diese Eni- wicklnngstendenz trifft selbstredend aus den geschilderten Gründen die englische Wirtschast besonders schwer. Ergänzen wir nun diese Angaben durch einen Ueberblick über die englische Handels- und Zahlungsbilanz. Schon vor 1914 war die englische Handelsbilanz regelmäßig passiv, was, so charakterisiert Siegsried die Dinge hier,„für ein alles reiches Gläubigerland übrigens durchaus normal erscheint, aber das Ver- hältnis, in welchem die Einfuhr durch die Ausfuhr bezahlt wird, läßt sell dem Kriege eine auffallende Verminderung erkennen:»man ist von dem Stand von 80 Proz. auf den von 70 Proz. herabgestiegen, und das offenbar dauernd. Die englische Handelsbilanz: «..wh-•Ä'» Ä" 1913 769 5-25 11» 635-134 82 1920 1933 1335 223 1557—376 8» 1928 1197 723 12» 843-354 70 1929 1222 730 HO 840—382 69 Diese wachsende Differenz ist das Ergebnis einer Exportziffer, die im Gegensatz zu der beträchtlich anschwellenden Einfuhr nicht steigt... Eine inflationistische Währungspolitik hätte ohne Zweifel entgegengesetzte Wirkung ge- Hab t." Es ist hier zu bemerken, daß Siegfrieds Buch vor dem Aufgeben der Goldwährung verfaßt wurde! Besonders instruktiv ist mm die englische Zahlungsbilanz, die wir ebenfalls nach Siegfried charakterisieren: Zahlungsbilanzportler oller Länder wieder näher gekommen: zahlreiche aus- länitfche Sportler find auch in den letzten Jahren in Deutschland gestartet. Bei all diesen Bemühungen waren die Arbeiter- a t h l e t e n die ersten, die den Sportverkehr mit unseren ehemaligen Gegnern eröffneten. Nun ist es auch geglückt, mit den belgischen Genossen in einen Sporlleraustausch zu kommen. Der Wunsch, belgische Arbeiterathleten in Deutschland starten zu sehen, ist erstmalig von den Ringern Westfalens verwirklicht worden. Am letzten Wochenende startete«ine gute Ringermann- schaff aus Gent gegen die besten Kämpfer der Städte Bochum und Dortmund. Und gleich diese erste Begegnung gestaltete sich zu einem großartigen sportlichen Ereignis, beide Per- anstaltungen wurden zu einem gewaltigen Erfolg für die Idee der Völkerverständigung und des Arbeitersportgedankens. Ueberall wurde den Gästen ein herzlicher Empfang bereitet. Die sportliche Auslese war sehr wertvoll. Am Sonnabend startete die belgische Mannschaft in Bochum. Bei der Anpassung an das deutsche Regelement waren noch einige Schwierigkeiten zu überwinden, die den Gästen in der ersten Runde Niederlagen brachten, in der zweiten Runde ging es dann schon besser. Mit 10: 18 Punkten unterlagen die Gäste. Am folgenden Tage trafen dl« etwas ermüdeten Belgier in Brambauer bei Dortmund auf den Kreismeister„Achilles" und mußten hier eine 20: 8-Niederlage hinnehmen. Die Ringer aus Matinee der kocpcckulkucjchule Adolf koch. Sonntag, 31. Januar, 11 Uhr, findet im„Atrium", Kaiserallee, eine Freikörperkultur- Gymnastik-Matinee statt. Von der veranstaltenden Organisation Körperkulturschule Adolf Koch im Verband Volksgesundheit e. V. wüken zwei Gymnastikgruppen mir, ferner läuft der umgearbeitete Film„Heilende Hände" im Anschluß an einen Lichtbildervortrag .über das Thema„Nacktkultur und sozialistische Lebensgestaltung". Da wegen der Nacktheit bei der Gymnastik die Veranstaltung geschlossenen Charakter trägt, können Karten nur gegen Vorlegung von Ausweisen der Arbeitersportkartellvereine, Partei und freien Gc- werkschaften abgegeben werden. Ein öfsenllicher Kartenverkauf und ein Verkauf an der Theaterkasse findet nicht statt. Die Karten sind zum Preise von 1,30 M.(Arbeitslose 1 M.) einschließlich Steuer und Programm an folgenden Stellen zu haben: Dietz-Buch- Handlung, Lindenstv. 3: Buchhandlung Gesamtverband„Courier", Engelufer(Gewerkschaftshaus): Butab, Werftstr. 7: Schule Adolf Koch, Friedrichstr. 218. Sporl-Schulungs-Kurse für Erwerbslose in Reukölln. Der Arbeitersportverein Neukölln veranstaltet vom 21. Januar bis 1. April an jedem Donnerstagvormittag von 10 bis 12 Uhr im Neuköllner Stadion, Platz II, Sportschulungskurse m Leichtathletik, Massage, Gymnastik und Handball für Erwerbslose. Alle erwerbe- losen Bundesmitglieder sind dazu eingeladen. Die aufgezwungene Freizeit kann zujs Heranbildung von Funktionären nutzbringend verwendet werden. Anmeldung zu den Kursen am Donnerstag, 10 Uhr, auf dem Platz. Mitzubringen ist Sportzeug, Trainings- anzug und falls letzterer nicht vorhanden, irgendeine geeignete Ueberkleidung. Die Leitung hat Kreissportwart Leutloff. Stimmen der Völker, ein interesianter Vortrag mit Schall- platten, gehalten von Erich Knauf, wird vom Touristenverein „Die Naturfreunde" heute abend, 19 30 Uhr, in der Schulaula Weinmeisterstraße 16-17, veranstaltet. Unkostenbeitrag 20 Pfennige. Freunde und Genossen herzlich willkommen. Zrcie Turnerschast Grah-Bcrlin. Verwiltungsausschußsitzunz Donnerstag, 21, Januar, 20 Uhr, Nreizgeschäftsstelle.— Bczirl Mitte, gusammenturnen aller Abteilungen Donnerstag, LI. Januar. Freilag, 22. Januar, Eerienwettlamvi der l. und II. Männermannschaft Turnhalle Eartenstr. 107a. Sonnabend, 23. Januar, Vortrags» und Diskussionsabend bei Arndt. Montag, 23. Januar, Handballcrocrsainmlung bei Arndt, Echröderstr. 2. Gäste und Interessenten bei allen Veranstaltungen willlommen. Heute, Mittwoch, Vereinsiugend- Versammlung, lOy, Uhr, Kreisgeschäftsstelle, Elfässer Str. 80. Freie Faltbootfahrcr Äcrltn c. V. Donnerstag, 21. Januar, 20 Uhr, General, Versammlung, Unians-Festsäle, Greifswalder Str. 223. Badeabendc Dienstags 20 Uhr Stadtbad Mitte, Gartenstr. 0. Sumnastifabende Freitags 20 Uhr Turn- Halle Antonltr. 33—38. SSV. Rculollu. Mittwoch 20 1ll>r Hallrntraining, Wersestr. 20. Donnerstag 10 Uhr beteiligen sich alle Erwerbslosen an den Schulungskursen im Stadion, Platz II. Sonnabend 2>4 Uhr Spezialtraintng für Handballspieler auf Platz 3 im Stadion. Sonntag ab 10 Uhr Trainingswaldläufe für Anfänger, Sprinter und Streckenläufer im Sportpark Neukölln. Ablauf uom Umkleidelolal Artiger, Emser Str. 80. Anschliessend bi« 1? Uhr Lebrarbeit auf Platz N. „Sturmvogel", Ortsgruppe»trcuzbeig. Heute 20 Uhr Generalversammlung« im Pilsator, Aottbusser Str. 28. Rudcrvcrcin Eollrgia. Freitag, 22. Januar, 2014 Uhr, Bortrag:„Begriff der Erziehung". Sonnabend 20 Uhr Kastenrudern. Ticrgartenanlage. Sonntag spielt die I. Mannschaft gegen Vorwärts II in Lichtenberg, Normannenstrassc, 10-11 Uhr. Spoctlegelklub Frei weg 23. Trainingsaberch jeden Donnerstag 20 Uhr, Max, straße 18. Gäste herzlich willkommen. Teauis-Rot Srrss-Bcrlin e. B.. Haudballabteiluag. Donnerstag, 21. Januar, 20 Uhr. Gensralverfauunlung, streiigeschäftsstelle, Ellässer Str. 80—88. «rbeitcr-Photo.Silde B-rlur. Donnerstag, ZI. Januar, 20 Uhr, im neue» .: iT-.'C--.— ru.-e ö e- /r r— i.r. e..— �: e—— A � SS vs. 20 Uhr, Frlmfa-I, Lindenftr. 3.„Alte und neu« Parteifilme." Referent Alcranter Stein. Berliner Schwimmverein„Freiheit-' l«t>7. Zubiläumsschwimmfest Sonntag, 24. Januar, 13 Uhr, im Stadtbad Prenzlauer Berg, Oderbergcr Str. 37—38. Freie Wasserfahrcr Köpenick 1924. Donnerstag, 21. Januar, 20 Ubr, Sitzung aller Funktionäre im Bootshause in Köpenick, Friedrichshagener Str. 7.— Sonntags ob 8 Uhr Arbeitsdienst.— Aufnahme neuer Mitglieder tagsüber im Bootshause, abends bei Hans Boche, Köpenick, Glienicker Str. 01. RätsehEcke des„Abend" cuuiiiiuiuiuiiiiiiiiiiniiiuiuiiuiiiiiiiiiuiiniiiiiiiiiiiiutiiinniuiiimiiiiiiuiuuiiiiiiiiuuiuiimiiiiiiiuiuuiuiu�iiiuiiiiiiinuiiiiiiiuniiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiinniiiiiniiiuiniiiinnucv i Leistenrätsel. Die Buchstaben dieser Figur sind so zu ordnen, daß in den 1. Sozialdemokratischer Kom- munalpolit ker, früherer Ober- bürgermeister einer mittel- deuljchen Großstadt: 2 Reichs- Präsident(f); 3. Vulkan in Strom: 7. Preußischer Staats- minister: 8 Herausaeber einer bekannten Märchenjammlung. Die mittelste senkrechte Leiste nennt den von Naiionalsozialisten und Kommunisten am meisten gehaßten Mann Deutschlands� üi. Füllrätsel. ii. in. AAAAAAAAABBBCCCDDDDD GGGG HHHH IIIIIIIIII LLLLLLL MNNNNNNNNNNOOORRRRRRRRRR SSSTTIUUUV WWWW ZZ.- Vorstehende Buchstaben sind derart in die Figur einzufügen, daß 14 Worte von folgender Bedeutung entstehen: 1. Erlegtes Wild: 2. Deutsches Gebirge: 3. Schöne Aussicht: 4. Veraltetes Fahrzeug: 5. Mineral: 6. Stadt in der Altmark: 7. Geländer: 8. Liebssspiel: 9. Kapell- meister: 10. Kxeis im Regierungsbezirk Kassel: 11. Wohlhabenheit: 12. Stadt in Spanisn: 13. Geisteskrankheit: 14. Stadt in Bayern. — Der Endbuchstahe des ersten Wortes ist jeweils immer der Anfangsbuchstabe des zweiten. Di« 3 senkrechten I, II und III, nacheinander gelesen, ergeben ein« Parole der SPD. sm. Kreuzworträtsel. Waagerecht: 1 Holländ Maler: 4 Zugvogel: 7. Groh- kraitwerk: 8 Stadt am Nieder- rhein: 10 Ort in Abejsinien: 12 Nebenfluß der Eibe: 13 Fluß in Rußland: 14. Bühnen- stern: 17 letzte Ruheiiätle; 20. vchils: 21 See in Asien: 22. Fluß in Persien: 23 Metall: 24 verliehenes Gut— Senk- recht: 1 röm. Kaiser: 2. Stadt in Böhmen: 3 Blume: 4. Holz- sche i: 5 Gebührenordnung: 6 Fluß in Tschechoslowakei: 9 Inseln a. d nordostafrikan. Küste: 11 Stadt am Tangonikasee; 14. Nebenfluß der Donau: 15. weiblicher Vorname: 16 Stadt in Engris: 17. großer Raum: 18 nordischer Name; 19. Fluß in Kärnten. R- S. Gruppenrätsel Es sind 7 Wörter zu je 6 Buchstaben zu bilden, zu denen die mittelsten beiden Buchstaben in unserer Zusammenstellung zu finden sind. Die letzten beiden Buchstaben eines jeden Wortes sind gleich- zeitig die Anfangsbuchstaben des folgenden. Die Wörter haben folgende Bedeutung: 1. Küstensee: 2. Italienische Stadt: 3. Seebad am Greifswalder Bodden: 4. Schlangenart: 5. Einsiedler: 6. eine der Jossischen Inseln: 7. weiblicher Vorname.— Als mittlere Buchstaben kommen folgende Buchstabengruppen in Frage: ap de ein gu ha ro tt. Iii. Auflösung in der nächsten Rätselecke. Auflösungen der letzten Rätselecke !ombinationsrätsel. Waagerecht: 2. Eue: 4. Notiz: 5. Augusta: 6. Chronist. Versteckrätsel: Dem Volte gilt's, wenn wir zu spielen scheinen! Schachbrett:1 Aprikose: 2. Orenburg: 3. Einstein: 4. Pano- rama: 5. Trichine: 6. Bornholm: 7. Ungeduld: 8. Waldkauz.— Diagonale: Arno Holz. P y ramidejjrätsel: 1. A: 2r et; 3. Ate: 4. Pate: 5. Tapet: 6. Tapete: 7. Pastete.