Morgenausgabe Ulr. 35 A 15 49.I arbestung bedingt unzählige Rückfragen, llstachen aber die Zln- nahmestellen jedem Antragsteller erst genau klar, was an seinem Antrag alles fehlerhaft ist, so dauert das erfahrungsgemäß länger, als wenn der abfertigende Beamte es gleich selbst be- richtigt. heule wartet das Publikum allerdings länger, aber uur einmal, uod erfährt dann gleich die höhe uod den Beginn der Unter- stützuag. Die heutige Bearbeitung und Abfertigung der Anträge geschieht nie vor allen wartenden Arbeitslosen, sondern in Gegenwart von höchstens zwei bis drei gerade zufällig im Zimmer anwesenden Arbeitslosen. Wenn die Veröffentlichung des Reichssparkommisiar» sagt, daß die Annahme st ellen mit besonders hochqualifi» zierten Kräften besetzt werden sollen, so steht auch dieser Punkt in direktem Widerspruch zu seinem eigenen Gutachten, denn nach den Personalabbauziffern des Gutachtens werden alle qualifizierten Positionen abgebaut. Woher will der Sparkommisiar denn noch qualifizierte Kräfte nehmen, wenn seine Vorschläge Tatsache werden und aus den höheren Gruppen 6 bis 8 von rund 400 Stellen rund 200 abgebaut werden? Nach der Erläuterung, die der Sparkommisiar jetzt seinem Gutachten gibt, wäre die Einstellung von Personal not- wendig. Das Spargutachten aber verlangt einen Personal- abbau um 27 Proz. Wie reimt sich das zusammen? Die„revolutionäre Welle" bei der Post. Vom 16. bis 18. Januar sind im Telegraphenzeugaml Berlin» Tempelhof Neuwahlen des Betriebsrats vorgenommen worden, deren Ergebnis setzt vorliegt. Die Wahlen sind durch den Rücktritt der NGO.- Mitglieder im Betriebsrat erzwungen worden. Ihr Ergebnis, das die RGO,-Betriebsräte bestimmt nicht erwartet haben, wirft ein grelles Licht auf die Geistesoerfassung der„Revolutionäre" in diesem Betrieb der Ober- postdirektion Berlin. Von 433 Wahlberechtigten beteiligten sich an der Betriebsrats- waht 364. Für die Kandidaten der RGO. wurden 118 S t i m- wen abgegeben gegenüber 198 Stimmen bei der Wahl im Mai vorigen Jahres. Die Kandidaten des Gesamtverbandes � erhielten 146 Stimmen gegenüber 148Stimmenim vorigen ! Jahr. Die Nazis, die im vorigen Jahr 40 Stimmen erhalten hatten, bekamen diesmal 88 Stimmen. Ungültig waren 12 Stimmzettel. Von den 80 Stimmen, die die Kommunisten gegen- über dem vorigen Jahr verloren haben, konnten die Nazis allein 48 Stimmen auf ihr Gewinnkonto buchen. Unverändert ist nur die sreigewerkschaftliche Stimmenzahl geblieben. Während sich der Betriebsrat beim Telegraphenzeugaml im vorigen Jahr aus 6 RGO.-Leuten und drei Gewerlschaftern zusammensetzte, wird er jetzt aus drei Freigewerkschaftern, drei RGO.- leuten und zwei Nazis gebildet. Hoffenllich bedanken sich diese wenigstens bei der Firma Thälmann-Dahlem. Die Gastwirisgehilfen im Notjahr Mitgliederstand behauptet. Mit bemerkenswerter Pünktlichkeit konnte der Zweigverein Berlin im Zentralverband der Hotel-, Restaurant- und Cafä- An- gestellten bereits am 19. Januar in einer Delegierten» Generaloer- fammlung im Gewerkschaftshaus den Rechenschaftsbericht für das Jahr 1931 vorlegen. Au» dem vom Vorsitzenden Genossen Schneider vorgetra- genen umfangreichen Bericht seien folgende Punkte herausgegriffen: Trotz der rund 7500 männlichen und 5000 weiblichen arbelkslofen gostwirlschaftlichen Angestellten in Groß-Berlin ist der Mitglieder- bestand mit Ausnahme des 1. Quartals vollständig stabll geblieben: etwaige später eingetretene Mitgliederverluste sind durch das er- treuliche Aufblühen der Iugendgruppe wieder ausgeglichen worden. An Unterstützungen aller Art hat der Zweigverein Berlin im abgelaufenen Jahre rund 90 000 Mark ausgezahlt und fast ebensoviel durch Vertretung seiner Mitglieder vor dem Arbeits- gericht erstritten.—-■- In der D i s k u f sti o n, die von sechs Rednern bestritten wlwde, fand die Tätigkeit des gesamten Vorstandes des Zweigver- «ins einmütige Anerkennung: nur über die Möglichkeit einer ander- weiten Festsetzung der Berbandsbeiträge gingen die Msinungen teilweise auseinander. Schließlich einigte man sich darüber, diese Frage in einer besonderen Versammlung nochmals ausführlich zu behandeln Internationaler Zusammenschluß. Die Internationale Transportarbeiter-Föderation(ITF.) ist fest Beginn dieses Jahres durch den Anschluß des Griechi- schen Seeleuteverbandes„Poseidon", des I u g o» slawischen Stratzenbahnerverbandes und der Trans- portarbelter-Föderation Neuseeland verstärkt worden. Katastrophe der Lederwarenbranche. Aber feste Gewertschastsfront.)iGO. hat ausgespielt. Am Dienstag hielt die Branche der Lederwarenarbei. ter im Bcrband der Sattler, Tapezierer und Poitefeuiller ihre Jahresversammlung ob. Der erste Branchenleiter. Genosse Schutt ke, ging in seinem Iahrezbericht auf die wichtigsten Er- eignisse in der Branche im vorigen Jahr ein, insbesondere aus die Entwichung der Lohn- und Arbeitsmarltverhältnisse. Der Tariflohn sank im Berichtsjahr von l.lO 23t auf 1,03 23!. Die Unternehmer wollten auf Grund der letzten Not- Verordnung ab 1. Januar d. I. nochmals einen IZprozentigen Lohn- abbau durchsühren. Der Lohnkonflikt wurde Im Einvernehmen mit der Organisation von der Branchenlestung vor den Schlichter ge- bracht mst dem Erfolg, daß der Lohn nur um 10 Proz. auf 9 3 P f. gesenkt wurde. Die ZZieschäftigungsmöglichtellen haben sich im vorigen Jahr geradezu katastrophal verschlechtert Es sind zur Zell etwa 7 0 Proz..de r 2Zranchenangehörigen erwerbslos: van dem noch in Arbeit stehenden Rest arbeilet ein erheblicher Teil ve r k ürzt,- und, zwar bis zu. ,24 Stunden in der Woche. In der Diskussion wurde an der Tätigkeit der Branchenlestung keine Kritik geübt, sondern der Jahresbericht nur noch in einigen Punkten ergänzt Die gut besuchte Versammlung bot den RGO,- Aposteln die sich sonst nicht bietende Gelegenhest, ihre abgestandenen Parolen an den Mann zu bringen, die aber bei der Versammlung kaum Beachtung fanden. Die RGO.-Anhänger gingen, wie schon in früheren Iahren, wieder dazu über, für die Besetzung der Branchenleitung eine rein kommunistisch« Kandidatenliste auszustellen. Sie hatten offenbar nicht Kamst gerechnet, daß sie sich dadurch vor den Lederwaren. arbestern gänzlich bloßstellen würden, denn diese Liste erhiell nur einige Stimmen mehr, als auf ihr Kandidaten standen. Gegen etwa 12 Stimmen wurde die aste.reformistische" Branchenlestung wie�i ergewählt,' ergänzt durch Genossen August Blume. Ein kommunistischer Musterbeirieb. Als ein kommunistischer„Musterbetrieb" entpuppt sich setzt die „Prometheus" Film-Verleih- und Bertriebs-Gefellschast. Nach- dem jetzt sämtlichen Angestellten bei dieser in Liquidation gegange- nen Firma gekündigt worden ist stellt es sich heraus, daß noch nicht einmal alle Angestellten ihr richtiges Tarifgehalt bekommen haben. Der Angestelltenrat war offenbar mst dem W- würgen der RGO.-Parolen zu sehr beschäftigt, um sich um die Ueberwachung der Durchführung des Tarifvertrags kümmern zu können. Es stellt sich auch heraus, daß diese ehrenwerte Firma es fertig gebracht hat. ihren Angestellten wohl monatlich die Beiträge zur Angestelltenversicherung vom Gchall abzuziehen, daß sie es aber vom Dezember 1930 ab unterlassen hat, die Versich«- rungsbeiträge an die Reichsanstall für Angestellte abzuführen bzw, in die Angestelllenoersicherungskarten laufend die entsprechen- den Versicherungsmarkeu einzukleben. Wir nehmen an, daß sich die Reichsversicherung für Angestellte und die Staatsanwaltschaft mit diesem Vorfall beschäftigen werden. Wie wäre es aber, wenn die RGO. sich diesen Betrieb einmal als Objekt ihrer liebevollen Fürsorge auserwählen würde? ftrne Gewerkschafts-Iugend Berlin Scutc. Zrcstag, 22. Januar, IS'j Uhr, tagen die Gruppen: Süden: Ungendlicim Wassertaistr.!>. Wir veoben!�(Autritt habeu nur Mit- wirkende.)—£ arganiliert? Die erwerbslosen Jugendheim Spreestr. 30. Warum bin ich .e» treffen sich heut« im Jugendheim Pestalezzifti. t0, III. Van II bis 16 Uhr allgemeine Spiel«. Van 16 bis 1* Uhr Schulungslurfus: Berlin als Wirtschaftsgebiet.— Rordring: Jugend. heim. Schule Sonnenburger Str. 20. Der Lehrling einst und fegt.— Treptow: Jugendbeim Elfenftr. 3<531). Jugenichrin, Treptower Str. xtaj>: Jugendheim Sanderstr.__W. W.WM WW >:»: Ivaendheim ssranlfurter Aller 307 tLOns-Zimmer). Freigewertichaft. �Ueu). heim Adlershaf, Sismarckstr. 1. Aus der Sewerkfchaftsgefchichte 1800—1961. � Iuaendgruppe des Zentralverbandes der Angestellten iK» Heute, Freitag, finden folgende Veranstaltungen statt: Südwest: Iu- gendheim Douistr. 11<2. Löf, Queroebiiude, I Trepp«. Zimmer 5). Richtiges und falsches Rezitieren. Leitung: Hall.— Potsdam, Nowawcs: Vc- rufsfchule Ztvwawes. Wichgraiftraße. Arbeitsabend unserer Uedungsfirma.— Heute tagt die Berliner Druckerei, und Verlagsgesellschaft m. b. H.»an 20 bi« 22 Uhr im Jugendheim Ebertnstr. 12. Veranlwortlich lsir Politik: Victor Schill: Wirtschaft: 9. stlingelhSser: Ecwerklchastsbeweauna: I, Steiner: lseuillelon: Dr. John Schilowili: Lokales und Sonstiges: Krili tiarftädt: Anzeigen: rh. slocke: Illmtlich in Berlin. Verlag: Vorwärts-Vcrlaa D m b, H., Bfrlin. Druck: Borwärts-Buchdruckerel und Bcrlagsanstalt Paul Singer u. Do., Berlin LW 63. Lindcnllrasi» 3. Hierzu 2 Beilagen. WERTHEIM Zusendung von 5 M an. Obst Gemüse u. leicht verderbliche Artikel werden nicht zugesandt Sotoeit(Vorrat t fäillige Hehenstnittel Nr. 35» 49. Jahrgang i. Beilage des Vorwärts Freitag, 22. Januar 4932 Selbsthilfe der Arbeitslosen Die Arbeit der Notgemeinschaft— Frankfurter Vorbild— Essen für 10 Pfennig Der sozialdewokratischr Stadtverordnete Hermann tempert, verdient um die Schaffung der �otgemcwfchost Verlin zur Errichtung von Heimen und Küchen für Erwerbs- tose, schrieb die nachstehenden Zlusführimgen. Am 4. Februar veranstaltet die Ztotgcmeinfchaft, in deren Küchen Erwerbslose für Erwerbslose kochen— das Effen kostet zehn Pfennig—, für ihre Zwecke ein Wohllätigkeitskonzert in der Philharmonie. Der„vorwärts" darf mit Ireude fest- stellen, daß seine Anregung, Erwerbslosenheime und-küchen, wie sie Frankfurt als erste deutsche Stadl schuf, auch in Verlin einzurichten, auf fruchtbaren Boden gefallen ist. Wohl besitzt Deutschland im Gegensatz zu vielen anderen Län- dern auf Grund jahrzehntelanger sozialdemokratischer und gewerkschaftlicher Arbeit vorbildliche soziale Einrichtungen. Es ist ebenso richtig, daß trotz Massenarbeitslosigkeit, selbst bei ein- geschränkten und beschnittenen Sozialleistungen, kein hilfsbedürs- tiger dem Hungertode verfallen kann. Es wird aber niemand ver- kennen, daß bei den zur Zeit bestehenden staallichen und kommu- nalen Unterstützungssätzen und sonstigen Zuwendungen, die Be- treuten bei der langen Dauer der Erwerbslosigkeit, der sie in dieser 5trise des kapitalistischen Systems unterliegen, ein Leben zu führen gezwungen sind, das von niemand als menschenwürdig angesprochen werden kann. In Tausenden von Fällen ist es ja nicht nur die Sorge um lllahrung, Kleidung und Wohnraum, die diese Menschen zermürbt, sondern der Gedanke, ein witzloses Dasein zu oerbringen, der das Lebensmark entnervt und verwirrt. Arme Jugend, die. wenn alleinstehend, kein warmes Plätzchen, keine sie sorgsam be- lreuende Hand findet: die in kommenden Sommcrtagcn, anstatt produktiv zu schaffen, wieder gezwungen wird, nichtstuend die Plätze und Bänke der Grünanlagen zu bevölkern. Unheilvoller, zersetzender und verhetzender Geist der Straße, der stündlich und täglich sein zerstörendes Werk an diesen noch nicht gefestigten Cha- ratteren vollzieht. Wie im llahre 192-1 vereinen sich auch jetzt olle, die politisch das Chaos verhüten wollen. Wie jetzt Arbeiter ohne Unterschied ihrer gewerkschaftlichen Zugehörigkeit, gemeinsame Forderungen in der Krise durch ihre Organisationen erheben, so muß zur besseren Lebensgestaltung, für unsere aus dem Produktionsprozeß ausge- gliederten, körperlich und geistig leidenden Mitmenschen, ganz gleich in welchem Lager sie noch stehen mögen ein gemeinsam großangelegtes Hilfswerk, ein sichtbares Zeichen stärkster Solidarität aller Arbeitenden den Aichtorbeilenden gegenüber erstehen. Ansätze dieser praktischen Selbsthilfe, des Eingliederns der Er- werbslosen in die Selbsthilfebewegung, das Betreuen der Erwerbs- losen durch Erwerbslose sind aller Orten vorhanden. Frankfurt a. M., München, Notgemeinschast Berlin sind Beispiele plan- mäßig zu erweiternder Aktionen. Tagesheime für Erwerbs- lofe, Mittags- und zusätzliche Speisung über den Rahmen städtischer Speisungen hinaus, Schaffung von Arbeit strrö glicht rite n zür Fertigung von Gegenständen für den eigenen Bedarf, Betäti- gungsmöglichkeit in gemeinnützigem Sinne, Eingliederung aller doch so Arbeitsfreudigen beim Ausbau des Hilfswerks und seiner Ein- richtungen, Zusammenfassung der zum Teil verirrten und verhetzten Jugend in diesen Zlrbeitsgemcinschaslen, Fortbildung und Schulung entsprechend den Neigungen, Wanderungen, Spiel und Sport, das alles zeigt nur in skizzenhafter Form den Rahmen dieser Selbst- Hilfe und Notgemeinschaft. Pessimismus wird am Gelingen dieses Werkes auf breiter Basis zweifeln, lebensbejahender Optimismus und die Einsicht, daß ge- handelt werden muh, wird Großes zu leisten in der Lage sein. Da, wo in Berlin Ansätze geschaffen worden find, 5?« im Fried- r i ch s h a i n mit 250 chcimbesuchern, erstellt von Erwerbslosen für Erwerbslose, desgleichen in B a um s ch u l c n w e g, We dd.in g, Freie Scholle, stellen sich die Erwerbslosen unserer Partei, andere mitreißend, mit Begeisterung in den Dienst der Idee. Dieser Scldschilfebewezung, Ausdruck starten Solidaritätsge- fühls, in ernster Zeit wegbereitend und stützend entgegenzukommen, wird trotz schwerer Zeit Aufgabe unserer Partei und der Gewerk- schoften sein. Das neue Heim am Wedding. Die Notgemeinschast hat jetzt ihr viertes cheim geschaffen. In der Uferstraße 15 herrscht geschäftiges Leben und Treiben: in der Küche brodelt in Riesenkesjeln das Mittagessen für 300 Gäste. Währenddem wird in den vorderen Etzräumen alles hergerichtet, und beim Ruf:„Die Kartoffeln sind gor" rückt eiligst eine Abord- nung zum Austeilen heran: schon finden sich die Esser nach und nach ein, im Heim selbst haben etwa 40 Plag, die anderen nehmen das Mittagsmahl mit nach Hause. Unten im Keller sitzen Frauen, die Berge voll Kartoffelschalen aufführen, die geschälten Früchte in großen Behältnissen waschen, andere wieder, die den Rotkohl putzen, schneiden und waschen. Nebenan ist das Naturalienlager, voll Stolz zeigt man es, der halbe Raum liegt voll Kartoffeln, darauf lagert Weiß- und Ratkohl, auf Holzgestellen Grünkohl, wieder ein Raum weiter beherbergt Heizmaterial i» großen Mengen. In der Tischlerwerkstatt, die sich ebenfalls im Kellcrraum befindet, prüft ein Meister seinen Holzbestand, montiert den Schraubstock auf und bespricht mit seiner Belegschaft die Arbeit. Alles, was hier liegt und steht,, an der Wand hängt und aufgemalt ist, haben Erwerbslose unentgeltlich für sich und ihre Kameroden mit viel Liebe und Freude ohne jedes Entgelt geschaffen.„Seit ich hier arbeite, weiß ich doch wenigstens, daß ich nicht ganz umsonst aus der Welt bin", meint der Maler- meister, ein Erwerbsloser, unter dessen Hilfe und Anleitung die jungen Leute die Räume hdrgerichtet haben. Das Heim gilt ausschließlich der Betreuung männlicher Jugendlicher aus dem Bezirk, und man nimmt sich besonders derer an,, die entweder in Schlafstelle wohnen oder auch sonst infolge trauriger häuslicher Verhältnisse sonst nur auf die Straße angewiesen waren. ÜRMüMlIlllil'IIiKi! Der Nazi-Prinz August Wilhelm von Preußen erzählte in einer öffentlichen Versammlung in Hannover eine Fabel, mit der er klar machen wollte, daß nicht alle Menschen gleich seien. Die Fabel aber ging so: Das Schwein erzählte dem Löwen, alle Tiere wären gleich, worauf der Löwe sagte, das würde dir Schwein so passen! Der Hohenzollernsjdroß hält sich sicher für einen Löwen und die Arbeiter sind für ihn Schweine! Das Wort des Nazi-Prinzen gehe durch alle deutschen Lande! Arbeiter, merkt es euch! Gebt die richtige Antwort! Komi zyrElsem Front! Millionen-Oevisenschiebungen. Vertreter eines londoner AankhouseS festgenommen. Der erste Fall von Devisenschicbungen, t» dem es sich nm Millionenobsektc handelt, ist jetzt non Beamten der Zoll- sahndungsstelle ausgedeckt morden. Der Bankier Dr. Gulherz. der Vertreter des Vonkhaufcs Singer n. Friedländer, das je' neu Stammsitz in London hat. ist verhastet und in das llnlerluchungs- gefängnis Moabit eingeliefert worden. Der!lntersuchungsrichl«r hat bereits Haftbefehl gegen ihn erlassen. Zu der Verhaftung erfahren- wir folgende Einzelheiten: Die ersten Deosiengeschäste, die Dr. Gutherz in Vertretung seines Hauses Anger u. Friedländer in Deutschland durchführte, entsprachen völlig den gesetzlichen Bestimmungen. Mit Erlaubnis der hiesigen De- oisenftellc brachte er deutsche Wertpapiere vom Londoner Mark! nach Berlin Später tauschte er diese Wertpapiere hier gegen andere te-utfche um. Diese neuen Stücke wollte er dann wieder mit nach London nehmen. Die Papiere, mit denen er hier Geschäfte machen wollte, hatten einen Wert von über 1 Million Mark.. Der Austausch wäre ebenfalls vollkommen gesetzlich ge- wescn»nid niemand hätte dagegen etwas einzuwenden gehabt. Die Beaniten der Zollfohndungsstelle brachten aber in Erfahrung, daß Dr. Gutherz die neuerstandenen Wertpopier« nicht nach London überwies, sondern daß er die umgetauschten deutschen Wertpapiere verkaufte und bei sctnen Geschäftsfreunden Reichs markkonten einrichtet«. Die Bestimmungen besagen nun, daß einerseits diese Bankkonten von den Banken �als sogenannte Sperrkonten ge- führt werden müssen, andererseits der Kontoinhaber nicht mehr das Recht hat, über die Gelder frei zu verfügen. Dr. Gutherz handelte entgegen diesen Bestimmungen. Die Feststellungen ergaben, daß mit den Geldern rege Geschäfte getätigt wurden. Anscheinend haben englische Firmen nicht nur durch Bcrmittlung von Giüherz ihre Schulden bei deutschen Firmen in Reichsmark abgezahlt, sondern auch Einkäufe getätigt. Als Dr. Eutherz jetzt nach Morienbao fahren wollte und damit deutsches Reichsgebiet verlassen hätte. wurde er von den Beamten aus dem Zuge heraus verhaftet, lieber eine halbe Million Reichsmark sind bereits beschlagnahmt worden. Zentralverwaltung und Bezirksamter. Magistrat und Bürgermeister beraten neues Ortsgefeh. Am heutigen Freitacj findet eine gemeinsame außerordentliche Sitzung des M a g i st r a t s und der Bezirksbürgerineister statt, in der über den Eickwurf der bis zum 31. März fertig- zustellenden neuen Ortssatzung beraten wird, die vor allem eine Neuabgrenzung der Zuständigkeiten von Zentralverwaltung und Bezirksverwaltung schaffen will. Es besteht Aussicht, daß der Eni- wurf am Freitag zu Ende beraten wird. Der Magistrat wird da?ui die.Borloge, die das Berwaltungsproblem der Stadt Berlin einer Lösung zuführen soll, der Stadtoerordnetenoersammlung baldmöglichst zuleiten, um die endgültig« Beschlußfassung ,zu beschleunigen. Hastbefehl im Zeutralbank-Skaudal. Die Gebrüder Ztunck bleiben in Gewahrsam. In dem aus Anlaß des Skandals bei der evangelischen Zentral- bank von der Staatsanwallschaft I Berlin eingeleitete,, Ermittlungsverfahren hat der Bernehmungsrichter auf Antrag der Staats- anwaltschast I gegen die Geschäftsführer Paul R u n ck und dessen Bruder, den Diplomingenieur Adolf R u n ck, Haftbefehl erlassen. Gegen beide Brüder, die sich bereits in Gewahrsam befinden, besieht der dringende Tatoerdachr des gemeinschaftlichen Betruges, gegen Paul Runck auch der Verdacht der D e p o t u n t er fch l a g» ng und gegen Adolf Runck der Beihilfe dazu. Nach einem Tagebuchroman von Karl Hans Schober erzählt von Erich Knauf Draußen geht ein Theater los. Ein Leutnant stürzt herbei hinter chm eine Patrouille. Aber der Führer des stuaes paßt auf, und wir rutschen aus der Station, ehe die Wachbunde uns anbellen können. Endlich habe ich die Hauptstadt erreicht. Ich trete mir die Füße«in wenig gerade und drucke mich durch das Ge- wühl von Menschen und Wagen.,-„. „Stramm seid fhr Jungcns.m Haupttrwgshafen, halt mich ein Mann an und deutet nach dem Äuslagcsenster einer Zeitung, wo-in Plakat mit sct gedruckten Buchstaben „Großer Sieg im Hauptkriegshafen!" schreck. Neben dem Plakat ist ein zerschossenes feindliches Gleckboot abgebildet. Ich muß lachen, wie ich diese dilettantische Malerei sehe. Der hintere Teil des Bootes hat keinen Ruderplatz. Dafür w.rbelt vorn um den Bug das Kielwasser. „Weshalb lachen Sie?".,,, 5ch mustere den aufgeregten Patrioten mit f pottischen Augenr„Das Boot fährt verkehrt", und schreite der rnueren Stadt zu. Hinter mir Säbelrasseln, blitzende Bajonette. Och fuble einen leichten Schlag auf den Hinterkopf. Rasch drehe ich mich um. Mir gegenüber steht der Offizier:„Wie heißen Sie! Ich rapportiere. „Her den Urlaubsschein!",,.. Ich lange ihm den Wisch bin und mustere dabei die Soldaten. Letztes Aufgebot: Bloß und obgerackerl sehen sie� aus. Und in ihrer Mitte haben sie einen Zivilisten, der wütend an feinen Fesseln zerrt. Eine Frau läuft neben der Patrouille her. Sic begleitet ihren Mann ms Gefängnis. Der Offizier schleudert mir meinen Urlaubsschein wieder zu:„Gut! Sie können gehen!" Es ist ein Skandal, was sich die Offiziere alles erlauben. Hoffentlich schlägt auch ihre Stunde einmal. Die Patrouille marschiert weiter, den Verhafteten in ihrer Mitte. Und die Fahnen hängen in den Straßen, und die Zeckungen schreien Sieg! Von unserem „Schwesterschiff", das draußen auf dem Meer wegsackte, weiß man hier nichrs. Darf man nichts wissen! Ueberall wimmelt es von Agenten und Geheimen, die jeden sofort verhaften, der irgendein Wort riskiert, das der Wahrheit nahekommt. Ueberall drücken sich diese Halunken herum. Auf allen Bahnhöfen, in den Warteräumen, ans den freien Plätzen. Am meisten interessieren sie sich für die Frauen. Jede, die sich bei ihnen unbeliebt macht, bekommt ihre Klauen zu spüren. Mir steht der Betrieb bis zum Halse. Ich sitze wieder im Zuge, aus der Hauptstadt hinaus, der Heimat entgegen. Es ist ein schöner Tag. Auf der Spitze des Stadlturms funkelt das Wappentier. Hoch zu Roß sprengen Offiziere vorbei. Aber da sind auch die tiefen Schatten des Krieges. Ein Kriegsblinder wird von seiner Mutter über die Straße geführt. Alte Frauen stehen bettelnd an den Ecken. Am Ambos der Schmiede verrichtet eine Frau die Arbeit ihres Mannes. Und vor den Bauernhöfen brüllst das Bieh, dos non reguirierenden Patrouillen aus den Ställen gezerrt wird. Inr Hofgebäude des Elternhauses macht sich eine Marmeladenfabrik breit. Da öffnet sich die Tür und die Mutter kommt. Ihr froher Aufschrei ruft den Vater herbei. Aber es gibt kein frohes Wiedersehen. Das vierte Kriegsjahr liegt wie"eine Last auf uns allen.' Schwatzend sitzen mir in der Küche. Ich blicke nach dem Ofen und lache:„Der Befehl 178 kocht sich zu einem Schiebock!" Ratlos stehen die Eltern:„Was meinst du damit?" Im Hauptkriegshafen sagen wir so. well im Befehl 178 den Soldaren verboten wurde, das Dörrgemllse Stacheldraht oder Drahtverhau zu nennen." „Und wie nennt ihr es jetzt?� „Sei uns pfeifen es die Spatzen von den Dächern: Befehl 178!" Unten auf dem Hofe spektakelt ein dicker Kerl mit ver- soffenen Augen und treibt die Frauen zur Arbeit an. Bor dem Kriege hacke er gar nichts, und sein Haus war stark verschuldet. Die Marmelade hatte ihn zum oermögenden Mann gemacht. Protzig steht er zwischen den Frauen, die in ihren zerrissenen Kitteln beim Rübenpntzen sitzen oder die Früchte in die Kochkessel schaufeln. Mitsamt dem Dreck. Nach- her fressen wir's. Ich muß mich beim Kommando melden. Kaum bin ich ins Büro eingetreten, schnauzt einer:„Warten viel" Die Feldwebel stolpern von Tisch zu Tisch, werfen die Akten hin und her und suchen faul und gähnend in den Büchern nach dem Namen eines Soldaten, dessen Mutter neben mir an der Tür steht:„Seit der ersten Schlacht am Jsonzo ist er vermißt." Da dreht sich einer von den Lümmeln um:„Ich hob mich da geirrt. In X liegt er im Feldspital." Und da die Frau vor Freude und Schreck zu stöhnen beginnt und tausend- mal Dank stammelt, schiebt er sie hinaus:„Schönens, daß's gehn, wir können hier kein Lamentabel brauchen." Ich trete an den Tisch, an dem ein Offizier sitzt.„Melde auf Urlaub!" Der springt auf und brüllt:„Gehorsamst!" „Ist bei uns abgeschafft!" „Davon weiß ich nichts!" und er schleudert den Urlaubs- schein wickend auf den Tisch.„Was ist das für Charge? Ihr habts lauter solche Extravaganzen!" Ich rapportiere. Der Tölpel versteht mich nicht und haut mit der Faust auf den Tisch:„Geranz, verfluchtes!" „Im Hauptlriegshafen nennt man uns«chmiergöstel" wende ich ein. Jetzt lachen die Säsinder hinter den Tischen und gaffen mich an. Ich bin froh, daß ich beizeiten wieder draußen bin. Aber ich sollte heute nicht froh werden. Wie ich nach einigen Weibern gucke, remple ich einen Leutnant an.„Ver- zeihen!" und nehme die Hände an die Hasennaht. Die Damen. großartig aufgemacht für den Kundenfang, bleiben stehen und glotzen. Da schmeißt sich der Offizier in die Brust: �„Bleiben Sie so stehen!" und er näl,ert sich den Weibern und nnterhölt sich mit ihnen. Ich stehe unterdessen auf dem Gehsteig. Leute kommen vorbei und staunen, und inzwischen amüsiert sich der Lausbub non einem Offizier, dieser Kaffee- Hausheld, mit den Weibern. Es fällt mir ein, was mir erzähck wurde: daß die Offiziere eines Husarenrsgiments, das einmal in Stellung gehen mußte, zwei Kilometer hinter der Schwarmlinie das Kommando an die Unteroffiziere abgaben, um sich rechtzeitig ur Unterstände verkriechen zu können. Mich packt es, und ich socke ob. Bier Wochen Äordarrest, wenns schief gebt. Wie ich um die Ecke biege, sehe ich. daß der Leutnant hinter mir her ist. Im Dunkel eines Hausflurs lache ich mir eins, und er steuert mit Sturm in den Segeln vorbei.(Forts, folgt.' Immer die anderen. Willy E klare? weiß nichts von Bilanzkunde. In der gestrigen Verhandlung des Sklarek- Prozesses. in der Rechlsanwalt Bahn wieder als Verteidiger von Hossmann erschienen war, wurde zunächst von Rechtsanwalt Dr. Pindar aus die Erkrankung des Sladkamlmannes Höge, eines der Konlroll- beamlen der Stadlbank, Bezug genommen und erklärt, daß dessen Vernehmung van ausschlaggebender Bedeutung für die Behauptung sei. dah man sich aus Anordnung des Vorstandes der Stadtbank anstatt der Orioinalrechnungen mit den wertlosen Kopien begnügen sollte. Der Verteidiger bat das Gericht, Näheres über die Krankheit Höges zu ermitteln und dessen Vernehmung zu sichern.. h o f f m a n n verteidigte sich dann gegen den Vorwurf der Anklage, daß er bewußt die Ärsditkontrollodteilung ausgeschaltet habe, um so zu oerhindern, daß die dort sitzenden versierten Kräfte vielleicht nähere Auskünfte einholten. Dann kam zur Sprache, daß die Sklareks eine Bilanz für das Jahr 1925 ge- fälscht haben, und der Vorsitzende stellte Hoffmarm zur Rede, er habe nicht erkannt, daß dabei 299 ovo Mark unter den Tisch gefallen seien. Als Hoffmann die Verantwortung dafür auf den verstorbenen Stadtbantdirektor Hirsch schob, rief Rechtsanwalt Pindar ihm zu: „Lassen Sie doch endlich die Toten ruhen. Das hat Ihnen schon der Votsitzende des Landtagsausfchusses gesagt." Der V or-s itz e n de unterzog Willy Sklarek dann einer Prüfung über Bilanz künde, bei der sich dieser reichlich unwissend stellte und schließlich bat, das Examen abzubrechen, weil er sich nicht vor der Oeffentlichkeit blamieren wolle, da seine Antworten allgemeine Heiterkeit auslösten. Vors.: Auch Ihre Unkenntnis ist mir wesent- lich. Hoffentlich haben Sie nicht mehr nötig, Bilanzen aufzustellen. (Heiterkeit.) Der Mitangeklagte Buchhalter Tuch räumte ein, daß er die Zahlen für die falsche Bilanz von Willy Sklarek erhalten habe, der aber wiederum behauptete, die Angaben von Max Sklarek erhalten zu haben. Im weiteren Verlauf wurde gewissermaßen als Kernstück des ganzen Prozesses die Fälschung von 21S llnterschrislen erörtert, die Lehinann vorgenommen hat. Zur Kontrolle der stillen Zessionen waren nämlich von der Stadtbank Auftragsbestä- tigungen der Bezirksämter mit Stempel und Unterschriften der Beamten verlangt worden., Der Buchhalter Lehmann, der bereits wenige Tage nach feiner Verhaftung ein umfassendes Geständnis abgelegt hat, b c- kannte sich auch jetzt zu diesen Engrosfälschungen und erklärte, daß er die Unterschriften der Beamten nach Original- Unterschriften durchgepaust und vom Jahre 1928 bis zum Zu- sammcnbruch gefälscht habe. Der Vorsitzende hielt ihm vor, es sei ihm dabei sogar das Unglück passiert, daß er die Unterschristen gar nicht zuständiger Beamten unter die Auftrogsbestätigungen gesetzt habe. Auch echten Rechnungen wurden diese gefälschten Auftragsbestätigungen beigefügt, wenn die Bestellungen telephonisch von den Bezirksämtern erfolgt waren. Auch das alles ist der Stadtbank entgangen. Staatsanwalt Dr. Weißen- ierg teilte in diesem Zusammenhang mit, daß bei der 5)aus- suchung bei den Sklareks auch echte Blankoformulare mit Dienststempeln der Bezirksämter gefunden worden sind, und Lehmann bemerkte hierzu, dah Leo Sklarek ein- mal diese Formulare mitgebracht habe. Von wem er sie bekommen hghe». wisse er aber nicht. Doppelfelbstmord in der Ackerstraße. Im Hause Ackerftr. IZZ wurde gestern gegen Z9.Z9 Uhr eine Ehctragödie entdeckk. In ihrer ivohnung wurde» der 49 Zahre alle Kaufmann Albert I a e ck l e und seine ISjährige Frau Anna im Schlafzimmer durch Gag vergiftet aufgefunden. Die Lebensmüden lagen in Trauerkleidern eng umschlungen in ihrem Bell. I. war bei dem Ostbund in der Sophienstraße als kaufmännischer Angestellter beschäftigt. Nach den polizeilichen Ermitl- lungen scheint es. daß Ehezerrüttunq das Rlotiv zur Tat ist. Beide Eheleulc sollen dem Trunk ergeben gewesen sein und es ist wieder- holt zu hest'gen Austritten gekommen. Offenbar sind die beiden in einem Anfalle von Lebensüberdruß gemeinsam in den Tod gegangen. Die Leichen sind beschlagnahmt und in das Schauhaus gebracht morden. Oachstuhlbrand in der Gneifenaustraße. In den gestrigen späten Abendstunden wurde die Feuerwehr nach dem Wohngrundstück Gneisenaustr. 64 alarmiert, wo im Dach- stuhl kurz nach 21 Uhr aus noch unbekannter Ursache Feuer aus- gebrochen war. Beim Eintreffen der ersten Löschzüge hatten sich die Flammen bereits auf den ganzen Dvchstuhl ausgebreitet uird zwei weitere Löschzüge mußten zur Hilfeleistung herangezogen werden. Das Feuer wurde über die Treppenhäuser und mechanische Leiter aus vier Schlauchleitungen bekämpft. Nach einstündiger Löschtätigkeit war der Brandherd so weit eingekreist, daß die Haupt- gefahr beseitigt war. Der weithin sichtbare Feuerschein hatte zahl- reiche Schaulustige angelockt, so daß die Schutzpolizei Absperrungen vornchnien mußte. Der Schilden ist erheblich, da mehrere Woh- nungen in den oberen Stockwerken unter Wasserschaden gelitten haben Salabsn war Buchhalter in Göttmgen. Söllingen. 21. Januar. Der in Berlin als Falschmünzer entlarvte angebliche Dr. S a- l a b a n war im Zahre l?lS als Buchhalter bei der Göttinger Kohlcngroßhandluug Zvoltcrs tätig. Salaban hatte sich damals auch o» der Göktinger Univerfilät immatrikuliert. Die Firma Wollers ha> infolge des durch den Krieg verursachten Mangels an kauf- männiscbem Personal Salaban, der sich als gelernter Drogist ausgab, einige Monate als Buchhalter beschästigl. Dieser gab an, aus Ezernowiiz in der Bukowina zu stammen. Tozialistifchc Mchrheitan derHochschulefiir Politik. Die gestrigen Hörerausschußwahlen an der D e u t s ch« n H r» ch- schule für Politik erbrachten trotz stärkster Bemühungen der Nationalsozialisten nur 65 Stimmen(1 Sitz) für jene Gruppen, während die Sozialistische Studentenschaft 192 Stim- men(2 Sitze) erhielt. Die Liste der Mitte erhielt 59 Stimmen (1 Sitz), die Liste der Roten Einheitsfront 78 Stimmen(1 Sitz). Dos Körugstädtischc Realgymnasium feiert im Mai 1952 sein hji» d e r t j ä h r i g c s Bestehen. Anschriften ehemaliger tochülcr werden an den Leiter der Anstalt, Obcrstudicndirektor Dr. E. Ricklisch, Berlin N0 18. Elisabeths«. 57/58, erbeten. Beginn der Erwerbslosensiedlung Es geht ans Bauen— Vorläufig nur 1523 Stellen in Berlin Die Vorarbeiten für die Erwerbslosensiedlung in Berlin sind seht so weil gediehen, daß in wenigen Wochen mit der E r ri ch l u n g der Siedlungen begonnen werden kann. Die zuständigen Körperschaslen der Sladiverwallung und die Vertreter der Sladlverordnelenoersammlung haben die Gelände ausgewählt und die Gesellschaften bestimmt, die an der Durchführung der Siedlungsaktion beteiligt sein werden. Statt der anfänglich vorgesehenen 1899 Sicdlerstellen werden vorerst aus elf verschiedenen Siedlungsgeländen nur 1523 Erwerbs- losenhäuschen mit Grundstücken von je 899 bis 1999 Quadratmeter gebaut. Es wird jedoch oersucht, weitere Gelände bereitzustellen, um die Berlin zur Verfügung gestellten Reichsdarlehen für 1899 Siedlerstellen voll auszunutzen. Als Träger der gesamten Siedlungsaktion wird die Wohnungsfürsorgegesellschaft Verlin auf- treten. Durchgeführt werden die Eiedlungsvorhaben jedoch von neun Siedlungsgefellschaften, die Bautreuhändcr sind. Für jeden Siedlungsabschnitt werden baldmöglichst Stedlergenossen- schaften gebildet, die späterhin die gemeinsame Verwaltung der Siedlergeschäfte übernehmen. An erster Stelle unter den siedelnden Gesellschaften steht die srcigewerkschaftlich genossenschaftliche G e h a g, Gemeinnützige Heimstätten Spar- und Vau AG. mit zu- Sonntag, den 24. Januar, vormittags 11 Uhr Mercedes-Palast, Neukölln, Hermannstraße GEDENKFEIER fu. LUISE ZIETZ gestorben am 27. Januar 1922 Klavierquarlett— Streichquartett- A-capeila-Vereinlgung Berliner Volkschor— Sprechchor für ProleJarische Feisrstunden— Einzel- sprcdienn Martha John Eintrittspreis 30 Pfennig GEDENKREDE: WILHELM DITTMANN Karten sind bei den Abteilungsleitern und in der Kasse des Bezirksverbandes Berlin, Lindenstr. 3, II. Hof, 2 Tr., Zimmer 6, erhältlidi. Der Bezirksvorstand. sammen 343 Siedlerstellen, von denen 231 in Britz, an der Orts- grenze von Buckow, östlich der Buckower Chaussee, und 112 Stellen in B u ck o w, an der Marienfelder Chaussee, östlich des jüdischen Friedhofes, erstellt werden. Die den Hirsch-Dunckerschen Gewerk- schaften nahestehende Heimat, Gemeinnützige Bam und Sied- lungs AG., besiedelt ein für 297 Siedlerstellen bestimmtes Gelände in Marzahn bei Biesdorf. Die Stadt- u»b Land-Wohnbautcn G. m. b. H. errichtet 119 Stellen in Falkenberg und weitere III Erwerbslosenhäuschcn in Wendenschloß im Südosten von Berlin. Die staatlich Gemeinnützige Wohnungsbau AG. Groß- Berlin baut 128 Stellen in Rudow, westlich des Bahnhofs. Die restlichen Siedlerstellen verteilen sich auf die folgenden Gesell- schaften: Gemeinnützige Tcmpelhofer Feld 5)eimstätten G. m b. H. 132 Stellen in Marienfelde. Gemeinnützige Baugesellfchait Marien- garten 129 Stellen in Heiligensee: Heiga, Heim- und Garten AG. 49 Stellen in Rudow; Märtische Scholle 158 Stellen in Spandau an der Falkenhagener Chaussee: Wohnungsgesellschast Siemensstadt 174 Stellen ebenfalls in Spandau. Während auf den übrigen Gelände» Erwerbslose an- gesiedelt werde», will die Wohnungsgesellschaft Siemensstadt eine Siedlung für Kurzarbeiter aus den Siemenswcrkell bauen. Hier besteht die große Gefahr, daß ein Teil der Häuschen.zu Werkswohnungen werden, durch die Arbeiter in einer lohnpolitisch nicht erträglichen Weise an das Siemensunternehmen gebunden werden. Man muß verlangen, daß die Siedler der Wohnungs- gesellfchaft Siemensstadt aus keinen Fall von der Leitung der Siemenswerke ausgesucht werden. Nach den neuesten Verlautbarungen dürfte es möglich lein, den Siedlern während der Bauzeit außer ihrer bisherigen Unterstützung, die weitergezahlt wird, ein Ba rentgelt und ferner einen Fahrtkostenzuschuß zu bewilligen. Damit würde ein Teil der Forderungen verwirklicht sein, die die freien Gewerkschaften aufgestellt lzaben. Es wäre dringend zu wünschen, daß der Reichs- kommissar für die vorstädtische Kleinsiedlung die notwendigen finanziellen Erleichterungen schafft, um Erwerbslose aller Schichten in dem gewünschten Ausmaße berücksichtigen zu können. Eingestürzte Giebelwand Die Giebelwand eines alten Bauernhauses in der Chaussee- straße 18 in Britz ist eingestürzt. Glücklicherweise brach nur die Wand heraus, ohne daß andere Gebäudeteile nachstürzten, so daß die Bewohner mit dem Schrecken davonkamen. Der Bewohner der im ersten Stock unter dem Giebel befindlichen Wohnung, ein Dreher Oskar Wolf, muhte von der Feuerwehr mit einer Leiter in Sicherheit gebracht werden, da man befürchtete, daß der ganze durch den Ein- stürz der Mauer freistehende Hintere Giebel und das Treppenhons gleichfalls einstürzen würden. Im Einvernehmen mit der Baupolizei wurde dc>s ganze Haus geräumt, und auch die im Parterre woh- »ende Familie eines Straßenbahnschaffnerz mußte das Gebäude räumen. Glücklicherweife befindet sich auf dem gleichen Grundstück eine Gastwirtschaft, wo die Ausquartierten die Nacht Unterkunft fanden. �■ Die Ursache' des Einsturzes hat sich bisher nicht mit Sicherheit feststellen lassen. An der rückwärtigen Wand, die eingestürzt ist, befand sich früher ein Stallanbau, den man vor nicht allzu langer Betrug beim Wohlfahrtsamt. Ein ungetreuer Expedient verhaftet. Beim wohlfahrlsaml Milte in der Ehaussec- straße sind umfangreiche Durchstechereien aufgedeckt worden. Es Handell sich um Schiebungen mit Kleiderkarten für bedürftige Familien. Beamte verhafteten den Hilfsexpedienten Johann K. und seinen Helfer und Hehler, den Arbeitslosen Otto H. Sie sind dem Unter- suchungsrichter vorgeführt, der Haftbefehl gegen sie erließ. Seit längerer Zeit hatten es die beiden verstanden, sich die Kleiderlarten des Wohlfahrtsamtes anzueignen und die Unterschriften der Dezernatsleiter zu fälschen, und sie organisierten nun einen Handel mit diesen Karten, dessen Absatzgebiet in der Hauptsache die Berliner Unterwelt war. Di« Wohlfahrtsämter geben an bedürftige Familien sogenannte Kleiderkarten ab. Die Karten«nchalten den Hinweis, daß jemand einen Mantel, Kleid oder Schuhe ohne Bezahlung erstehen kann. Die Karten tragen Stempel des Wohlfahrtsamtes und Unter« schriften der Zeichnungsberechtigten. Die Firma reicht dem Wohl- fahrtsamt die Karte zur Bezahlung zurück. Es kamen nun zahlreiche Scheine, bei denen man feststellte, daß die Unterschriften der Zeichnungsberechtigten gefälscht wäre». Man benachrichtigte sofort die Kriminalpolizei, die Ermitt- lungen oufnalM. K. wurde beobachtet und verhaftet. Als man ihm seine Versehlungen auf den Kopf zusagte, legte er ein Geständnis ob. K. war Trinker. In einem Lokal lernte er Otto H. kennen. Beim Bier überlegten beise, wie man Geld vcr- dienen könnte. Ihre Besprechung hake den Erfolg, daß der Ex- pedient damit begann, sich die Kleiderkarten des Wohlfahrtsamtes anzueignen. Er wurde aus dem Amt heraus verhastet, während der H. in seiner Wohnung festgenommen werden konnte. Der Expedient gibt zu, 59, vielleicht auch mehr Karten gc- stöhlen zu haben. Da er sehr häufig betrunken war, kann es auch möglich gewesen sein, daß man ihm in diesem Zustande noch zahlreiche Korten gestohlen hat. Im ganzen will er an dem Handel nur etwa 45 M. verdient haben. Zeit abgerissen hat. Die Baupolizei nimmt an, daß die großen Erschütterungen des Ucberlandverkehrs zu dem Einsturz beigetragen haben. Der Dreher Oskar Wolf lag bereits iin Bett und wurde plötzlich durch ein eigenartiges Rascheln in der nach hinten liegenden Küche wach. Er dachte zunächst, daß eine Maus dort sei, stand mit einer Taschenlampe auf, um sie ,zu verscheuchen und bemerkte, daß von der Wand Kalk heruntergerieselt war. Er ging wieder zurück in sein Schlafzimmer, als ein d o n n c r a r t i g c s Krachen er- tönte und die ganze Wand bach außen herausbrach. Da» Haus bietet einen grotesken Anblick, da die Wohnräume bloß- liegen. Von der weiteren Prüfung der Baupolizei wird es abhängen, ob das Haus wieder im Laufe des heutigen Tages bezogen werden kann. Heute republikanische Kundgebung in Grünau. Die Sozial- deyrokratische Partei in Grünau veranstaltet heute um 29 Uhr im Gefelkschaftshaus Grünau eine republikanische Werbekundgebung. Genosse Dr. M i s ch l c r spricht über das Tbema: „Schließt eisern die Front." Unkostenbeitrag 20 Pf. Für republikanische Erwerbslose freier Eintritt. Bezirksausschuß für sozialistische Bildungsarbci». Der Kursus „Die Frau in der gesellschaftlichen Krise der Gegenwart" lPaula .Kurgaß) fällt der Funklionärinncnkonferenz wegen heute aus. Fort- fetzimg Freitag, 29. Januar. Sozialismus und Cigentumsbcgriff. Die Deutsche Welle veranstaltet gegenwärtig eine Vortragsreihe „Die Stellung der wichtigsten Weltanschauungen zum Eigentums- begriff". Im Rahmen dieser Reihe findet am Dienstag, dem 26. Ja n u a r, 29.15 Uhr, ein Gespräch mit dem Thema„S o- zial ismus und Eigentumsbegriff" statt. Referenten sind die Genossen Dr. Hilferding-Verlin und Prof. H e i- m a n n- H a m b u r g. Dieses Gespräch eignet sich, wie die ganze Reihe, zum Gemeinschaftsempfang. Wir weisen daher auf diese RundfunkdarbiStung hin, damit sie in weitesten Kreisen abgehört wird. Vor allem empfiehlt es sich, H ö r o c r a n st a I t u n g e n ob- zuhalten und über das Gehörte zu diskutieren. Berichte über diese Hörocranstoltungen sind an die Freie Funkzentralc des Sozialisti- scheu Kulturbundes, Berlin SW 68, Lindenstrahe 3, einzusenden, Georg Eugen Kitzler, der Begründer und Leiter der ersten Ber- liner ynd märkischen Heimatzeiifchnft„Die M n r k", ist soeben einem schweren Leiden, dos er sich vor einigen Jahren bei einem Autounglück zugezogen hat, im Alter von 62 Jahren erlegen. Er darf das Verdienst für sich in Anspruch nehmen, mit seiner 1994 gegründeten Zeitschrift und seinen vielen Lichtbilder- und Rund- funkvorträgen das helmotliche Wandern in der Mark volks- tümlich gemacht zu haben. Die Ideen des Natur- und Heimatschutzes, und des Schutzes des Berliner Stadtbildes, sind von ihm über 25 Jahre gefördert worden. In den Iahren 1999 und 19s9 fetzte er sich mit aller Energie für die Erhaltung des Grüne- walds für die Berliner ein.— Di« Bestattung findet am Sonn- abend. 14 Uhr. auf dem Friedhof der Freireligiösen Gemeinde, in der Pappelallee, statt. . U tfjiier fängt's an... je�i� troc/cen 90"„i, Abschied von Hermann Kube. Die Kapelle auf dem Friedhaf jn der Neuen Krug- allee in Treptow faßte die große Johl der Leidtrogenden nicht, die gestern mittag dem davongegangenen Kämpfer Her- mann Kube die letzte Elire erweisen wollten. Die Vertreter des Bundesvorstandes des'ATGB. und aller freien Gewerkschaften, die Führer der Sozialdemokratischen Partei»nd die Delegationen der vielen öffentlichen und gesellschaftlichen Einrichtungen, bei denen Hermann Kube tätig gewesen war, wollten noch einmal ihre hohe Achtung vor dem unermüdlichen Arbeiter bezeugen. Trauermusik ertönt, Arbeitcrsänger stimmen das Proletaricr- lie) an:„Ein Sohn des Volkes will ich fein und blcib«n." Dann nimmt der Vorsitzende des ADGB., Genosse Leipart, dos Wort und entrollt noch einmal das Leben dieses Arbeiters, der ganz von unten kam und sich durch eigene Kraft emporarbeitete. Sein Vater war Eisenbahner, und als Hermann Kube zehn Jahre alt war, raubte«in Eisendahnunglück der' Familie den Ernährer. Bor rund 40 Jahren, als es wirklich noch schwerer war als heute, trat er in den Ziiamerer-Verband«in, um bald durch das Vertrauen seiner Arbeitskollegen in» verantwortliche Ehrenstellen gerufen zu werden. Er wurde Kassierer, uno schon 1902 wählte ihn der Stuttgarter Gewerkschaftskongreß in die Generalkommission der Gewerkschaften Teutschlands, die ihn bald zu ihrem Kassierer berief. Hier zeigte er seine Gründlichkeit und seine Aufrichtigkeit, seinen starken Willen und seinen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Es war nur natürlich, daß dieser Mann immer von n«uem als V«rtra»ensmann und Bsr- treter innerhalb der wachsenden Arbeiterbewegung herausgestellt wurde. Sein Leben war aufgebaut auf Glauben und Ueberzeugungs- treue, auf Mut und Opfersinn, und an seinem Wirken und Leben möge sich vor ollem die Jugend ein Beispiel nehmen, die nicht weiß. wie schwer es einst war. für das Proletariat zu kämpfen und zu schaffen, und die sich heute noch selbst in der Freiheit des Volks- staotes beengt fühlt. Als zweiter Redner sprach Genosse W o l- gast, Vorsitzender des Zimmerer-Aerbandes. Er zeigt das Äämpsertum des Verstorbenen auf, der in den neunziger Jahren im Streit zwischen Zentralisten und Lokalisten die Idee der zentralen Organisation verfocht und die Genugtuung hatte, daß seine Ueber- zeugung sich durchsetzte. Wieder ertönt Gesang und Traucrmusik. Der Aug zum Grabe setzt sich in Bewegung. Am Grabe ergreift der Vorsitzende der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, Genosse Otto Wels, das Wort: In einer Zeit, da die Arbeiterschaft zum Kampfe gegen ihre Feinde Männer von eisernem Willen gebraucht, ist dieser eiserne Kämpfer für Rechte und Zukunft des Proletariats von uns gegangen. Die Sozialdemokratische Partei hat mich beaustragt, Hermann Kube ihren Dank fiir all sein Mühen und Schassen im Dienste der Arbeiterschaft an dieser Stell« auszusprechen. Als ein Borbild treiKstcr Pflichterfüllung und unermüdlichster Arbeit wird er in uns allen weiterleben." Kurze Gedentworte des Vertreters der Berliner Zimmerer und des Sprechers der 0. Abteilung der Berliner Sozialdemokratie solgen. Kranz auf Kranz wird nieder- gelegt. Ein letzter Gnitz der Arbeitcrsänger. Die Fahnen haben sich gesenkt. Korsch- Gedenkfeier. Der Deutsche Republikanische Studentenbund und die republikanische Freie Na- t i o n a l« Schülerschaft veranstalteten am Sonntag, dem 24. Januar, vormittags 11 Uhr, im Preußischen Landtag, Prinz- Albrecht-Straße 5, eine große öffentliche Walter-Korsch-Gedenkseier. sie gilt jenem heldenmütigen proletarischen Jungrepublikaner, der als Opfer der faschistischen Schulhetze in Essen sein Loben einbüßte. Die Gedenkrede hält Genosse Walter K o l b. Regierungsrat im preußischen Lorcdwirtschastsministerium. eingeladen. Eintritt wird nicht erhoben. All« Republikaner sind Stasendmigcii ftr diese Rvdett sind verltuSWM, Lwdenstraße 3, parieinachrichien füi'Groß-Berlin stet, an da»«eiirk»,t«re»»r>-i :. S»f, 3 Treppen rech»-,«u richte» Beginn aller Veranstaltungen i9li Uhr, sofern keine besondere Zeitangabc? j. Zier«. Heute, greitag. 22. Januar, in der Eophicnschuie. Weinmeister» strafce 16—17, Zusammeniunst der jüngeren Parteimitglieder. Eo«>etrust. land. Kartrag dea Genossen Dr. Weichmann. Z.«rcio. Der Ardeiter Rad- und strastsahrer.Dunb,.Solidarität". Bezirk griedrichehain, neranstallet am Sonntag, dem 21. tlanuar. in den An- dieassestsälen. Andrcasftr. 21, sein 28. Etistungsfest. Auftreten der Qlompiadenieistcr ISZl lui Äunstiahren. Eintritt 7ö Pf. Anfang 17 Uhr. Anschließend Tanz. zz. Heeio. Der Kursua Friedrich Olk:„Der Imperialiomus nach dem.striege" findet vorläufig nicht statt. ZZ. Adt. Sonntag. 21. Januar, Wanderung nach.stäpenick und der Gosener Heide. Treffpunkt 714 Uhr Bahnhof Treptow. gz. Adt. Heute, Freitag, 22. Januar, AI Uhr, bei Pommcrcning Borstands- sitzung. 106. Abt. Heute, Frcltog. 22. Januar. Zusammenkunft der erwerbslosen Par- teimitgliedcr um IS Uhr in der„Anloklause", Fricdrichstr. 13. Mitwirkende Franz Hoscmann und die Kinderfrennde. 110. Abt. Wir beteiligen uns heute, Freitag, uni 20 Uhr, an der rcpubli- kanifchen Massenkundgebung im„Geselllchaftshaus" in Erünnii. 120. Adt. Heute. Freitag. 22, Januar. Beginn des Kursus der Arbeiicrwohl. fahrt im Rathaus, Mölicndorfssragc, Zimmer 2.7. Dauer 6 Abende. Alle interessierten Parteimitglieder sollen sich daran beteiligen. Arbeilsgemeiaschafl der Sinderfreimde Groh-Berlin. Friedriche-Hai». Abt. Freiheitsdrang. Heute. 18 Uhr. Lichtbilder, ÖSj? Vortrag für oll« Falken. Sonntag Abteilungsfahrt nach dem(Srnnc- kW': wald. Treffen 1'� Uhr vor dem Heim. Kosten lll und 2« Pf. Iß Ende gegen IS Uhr. »/■ Kreuzberg. Heute. 20 Uhr. Krcishelfersihung im Heim Slorck. ■ ftrr.hr II. Abt. Kottbusscr Tor. Sonntag Fahrt nach der(vrogen Krampe. Treffen 8lz Uhr vor dem Görlitzcr Bahnhof. 10 Pf. und Trinkbecher mitbringen. Aeutöll». Rote- Falten. Helfer! Am kommenden Montag Arbeitsbesprechung um 17 Uhr in der Baracke. Abt. Quelle. Heute, Freitag, Elternversammlung um 20 Uhr in der Schule Moriendorser Weg. Sterbetafel der Groß-Berliner Partei-Organisation 97. Adt. Am 16. ScuiiQt verschied pl cimlich unser langjähriges Mitglied, der Genosse Bruno Hardt, Siegfriedstr. 38. Ehre seinem Andenken. Ein- äscherung Sonnabend, 23. Januar, 14 Uhr, im Krematorium Gerichtstraße. Am rege Beteiligung rpird gebeten. 992. Abt. Am 18. Januar verstarb pliißlich unsere Genossin Erna Weiß- mann im Alter von 35 Jahren. Die Einäscherung findet am-22. Januar, 15'U Uhr, in Baumschulenweg statt. Um rege Beteiligung wird gebeten. 108.1. Abt. Unser Genosse Franz Weber, Wolfsgartcnstraße. ist am 19. Januar, an seinem 69. Geburtstage, verstorben. Ehre seinem Andenken. Die Einäscherung findet am Freitag, dem 22. Äanuor, 17 Uhr. im Krematorium Baumschulenweg, Kieflzolzstraße, statt. Rege Beteiligung wird erwartet. 1 Sozialistische ArbetterilWttd Groß-Zerlm Einsendunge» für diese Rubrik nur an dos Jugendfekretariat Berlin SW 08, Lindenstraße 2. vor» 1 Treppe rechts. Wir beteilige» uns geschlossen an der Kundgebung der Partei«nt Mitt- rasch dem 27. Jannar, im Sportpalast. Alle anderen Breanftaltnaae» iallt» an». Fahnen znm Fahneneinmarsch mitbringe». Wir fingen als SAJ., darum muß jeder erscheiner.. Tresspuatt hinter dem Rednerpult. Ritgliedrduch der TAI. als Ausweis unter allen Umstände» mitbringe». Delegiertenmeidunge», Ba-schläge siir die Wahlen nnd Anträge zur Gene- ral,ers«m«li,»g müsse» spätestens bis morgen. Sonnabend, dem Setretariol eingereicht sein. Brotetaeischcs Orchester der TAI., Sruppc Wedding. Uebungsabend heute See» Ecke Turiner Straße. heule, Areitag. 22. Januar, IS'v Uhr: lbrioertschaitshaus: Köpenicker Str. 02. Bub und Mädel in der cvruppe.— Hanfs: Bochumer Str. 8b. Proletarische Erziehung zum Sozialismus.— Moabit l: Waldenscrstr. 20—21. Fragekastenabend.— Moabit II: Lehrler Straße l8— 19. Funkreportage.— Moabit III: Bremer Str. 09—70. Wir basteln uns Spiele.— Sportpalast: Äenthiner Ltr. 17. Buch drunnen U: Koloniestr. 8. Leleabend.— Arnimplaß (Schule). Tagespolitik.— Bali»»: Mandelstr. 2. Heidelberger Programm.— Buchbesprechung.— Gesund nplag: Sonnenourger Straße saltpla» II: Sonneuburger Str. 20. Einführung in den Sozialismus.— Pelmholapiag: Kastanienallee 81. Inaendpflegc und Jugendfürsorge.— Hohen. schanhonsen: Frei-nwalder Str. 0. Zehn-Minuten-Referate.— Nordosten l: Danziger Str. 02, Baracke 8. Arbeiterbewegung in USA.— Weißensee: Park. straße 80. Geschichte der Arbeiterbewegung, 8. Teil.— An'oreasplaß I: Brommn- straße 1. Die Entwicklung des Kapitalismus. I. Abend.— Frankfurter Viertel: Frantkurter Allee 307. Faschismus in Italien.— Petersburger Viertel: Ebertqstr. 12. Liederabend.— Warschauer Viertel: Litauer Str.>8. Das Kam- munistische Manifest.— Waelchauer Viertel(N.-F.): Litauer Str. 18. Volks- tänzr.— Luisenstadt! TreffpuuU ISs� Uhr Wassertorstr. 1.— Friedenau: Qffendachcr Str.. Jugendarbeit de-,(üewertfchajten.— Schöneberg(R.-F.): Sauptstr. 1.1. Bunter Abend.— Schineberg-Stamm: Hauptftr. lä. Aufgaben für 1382.— Eharlattenbuea: Rosincnur. 1. Freilorperiultur.— Ebarlotten- bvrg.Nord: Siemcusstadt. Schule Iungfernweg. Tagespolitik.— Sbarlotien. buez-Süd: Soerliestr. 12.(Sefchichte der d-»lscheil Arbeiterbewegung.— Spandau: Lindennfer l. Musik- nnd Sprechchorabend.— Lankwitz: Schulstr. 19—21. Iabresmitgliederverfammlung.— Lichterfelde: Albrechtftr. IIa. Das Jugend- aerichtswefe».— Steglitz kl: Flemmingstr. IIb. Was ist Sozialismus?— Marisndarf: Wir gehen zum Bolkshochfchulbeim Tempelhof, Wolframstr..77. Treffpunkt 19) Uhr Nathans.— Britz: Ardeitsgemcinschaft.— Neukölln I: Sander. Ecke Hobrechtftraße. Ausspracheabend über Filme.— Neukölln II: Steiu.metzftr. 31. Eemoinschaitserziebung.— Neukölln III: Ziethenstr. 78. Tagespolitik.— Neukölln Ii': Konner Straß«. Ping-Pong-Abend.— Neukölln vi; Treprower Str. 95— 9o. Jüngerenzufammenlunft.— Neukölln VII: Karl-Marr- Schule. Polirische Zeitunasschau.— Neuliln VIII: Rütli. Schule, Zimmer 28. Arbeitsgemeinschaft.— Neukölln V: Bergitr. 29. Arbeitsgemeinschaft.— Neu- köll» Xl: Finghafenftr. 08. lO-Minuten-Referate.— Treptow: Elsenstr. 3. Aussprach? Uber Gemeinschaftsleben.— Baumschuleuweg: Ernststr. lll. Poli. tiscki-r Nückblick auf 1631.— Jsbannisthal: Notbous. Leseabend.— Schön«. weide Ii: Berliner Str. 31. Wirtschaftsproaramm der NSDAV.— Bohnsdori: Wachtelstr. 1. Liederabend.— Köpenick I: Bunter Abend.— Köpenick II: Dahlwitzer Str. 13. Di» Entstehung der sozialistilchen Joeen.— Karlsbarst: Der Flugoertebr.— Friebrichsield«: Sunierstr. 11. Sozialismus—»ommunis. mus— Anarchismus.— Lichtrubrra-Mitt«: Dossestr. 22. 10-Minuten. Referate. — Neu-Lichtenderg:(Sunterstr. 11. Ein Tag au! dem Arbeitsgericht.— Madls- darf: Mrlav.chthonftr. 0.1. Liederabend.— Lichtenderg-Nordwest- Ausbau und Ziele des Völkerbundes.— Li»t«»b«rg-Nord: Sunterstr. 11. Bon Hamburg bis Frankfurt.— Kermsdarf: Spielabend.— Neiaickendors.Ost: Lindauer S'raß« 1(Baracke). Fragekastenabend.—«ittenan: Hauotstr. 13. Tages- Politik.— Karow: Frundsbergstr. 3. Warum Gewerkschaften?— Riederschön- hausen: Lindenstr. 17. Arbeitsgemeinschaft.— Strglitz l: Wir beteiligen UNS am Jiu.Jitsu. Kursus in der Turnballe Jahnftraße. Wsebedeziri Neukölln: Die Kartenonsgabe für de»„Querschnitt" eriolgt in der Zeit von 18 bis 13 Uhr im Parteibüro, Fulda straße. Vorträge, Vereine und Versammlungen Reichsbanner„Schwarz-Rot-Goid". Geschäftsstelle: Berlin S. 14, Sebastionstr. 37—38. Hof 2 Tr. Ticrßarten. Freitag, 22. Januar. Jungba. 20�. Uhr Jahresgencral- Versammlung bei Bessel, Bremer Str. 48.— Adlershof(Kameradschaft). Freitag, 22. Januar, Mitgliederveriaiumlung bei Äaterbaum. Sedan- straße 3.— Wcißensce(Ortsvcrein). Freitag, 22. Januar, 20 Uhr. General- Versammlung im Berliner Hof. Jahres, und Kassenbericht. Neuwahl des Vor- standes. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Schufo 19 Uhr daselbst.— Deutscher Monistcsbnvd. Max Sieners. Vorsitzender des Deutscher Frei. denkerverbandes e. P., spricht übe'-:„Aktuelle Kulturpolitik" am Freiing, dem 22. Januar, 2V Uhr, im Staatlichen Friedriä)-Wilhelm-Gymnasium, SW. 08, .Hochftr. 33, Deutsche Landsmannschaft der Provinz Posen, Graß-Berlin. e. V. Gc- selliges Beisammensein am Sonnabend, dem 23. Januar, bei Landsmann Hart- lieb. Berlm-Neukolln, Siegfriedstr. 18—39. Vereinigung der Freunde von Keligion und Bälierfrieden. Am kommenden Sonntag um 20 Uhr spricht Pfarrer Blei er in der Trinitatiskirche über das Thema: Ist in der Arbeitslosigkeit auch Gott? Bund Entschiedener Schulreformcr. Monatsversammlung am Dienstag, dem 23. Januar. 19� Uhr. in der Aula der Augusta-Schule. Berlin, Elßholzstr. 34/37 (Ecke Pallasstrsße). Das Thema des Abends lautet: Vorwärts oder rückwärts? Die Notwendigkeit einer durchgreifenden Reform des höheren Schulwesens. Der Referent ist: Landesschulrat Dr. Sebald Schwarz-Lübeck. Typographisches Orchester. Dirigent Erich Gutzeit. Uebungsstunden jeden Freitag um 2014 Uhr im Jdealkasino, Neukölln. Wei6)selstr. 8, Bläser und Streicher willkommen. Allgemeine Wetterlage. Auch am Donnerstag bestand das niederichlagslofe, vielfach neblige Wetter in ganz Deutschland fort. Nur im Nordwesten des Reiches und in Mitteldeutschland war der Himmc! stellenweise in den Mittagsstunden völlig tlar. Die Temperaturen lagen(in der Nähe des Erdbodens) noch etwas niedriger als am Vortage. In der Höhe war es dagegen weiterhin recht warm, eine Wirkung der absteigenden Luftbcwegung im Bereich des Hochs. Aus dem Brocken z. B. zeigte mittags das Thermometer eine Temperatur von 1l> Grad Celsius, während gleichzeitig in Magdeburg 2 Grad Kälte herrschten. Eine wesentliche Aenderiing der bestehenden Wetterlage steht zunächst nicht in Aussicht #. Ivetterausjichten für Verlin. Fortdauer des niederjchlagsloicn. zeitweise nebligen Wetters, schwache Luftbcwegung.— Für Veutsch» lond. Nur stellenweise in Mittel- und Westdeutschland vorüber- gehend heiter, im übrigen Reiche neblig-trübe, nirgends Niederschläge, meist schwache Lufibewegung. Qkafa für alle! Der medizinische» Forschung ist es geglückt, mit dem nerven. stärkenden und potenzstetgernden Sexualhormon-Präparat Qkafa nach Geheim. rat Dr. ni«I. Lahusen das Versiegen der Kräfte ouszuhalten, neue Elastizität nnd jugendliche Frische wieder zu schaffen, also unsere geistigen, körperliche» nnd sexuellen Kräfte zu erneuern. Die soeben herausgebrachte„Notzeit. pocknna" für ö M. wird de» weitesten Kreisen die Anschaffung von Okaia er- leichtern. Nadlauers Äronen-Apotheke. Dcrlin 38. 61, Friedrichstr. 100, sendet auf?lnforderung Proberöbren umsonst nedst Literatur und Gutachten. Qkosa ist in allen Apotheken erhältlich. Durch größere Zufuhren sind die Preise für gefrorene Gänse stark hcrah- gesetzt, so daß die Gans zur Zeit das billigste Geflügel ist. Trotz des Zoll- satzes vo» 27 l) Pf. per Pfund(das sind fast Sll Prozent des Perkaufswertes), ist die Gans mit ää Pf. i» Berlin zu haben. 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Limburger....... PH. Allg. Romadour...... ph. Edamer vollf.O.Stz.hoibf.PM. Blockkose riUine Art Pfd. Dgn- Schweizer..... ph. filsiter fnlnn Qual— PH Hcllönder volifatt..... Pfd. Briefcäse»olif......... PH. Schweizer fmn....... Pfd. Holländer o. R., voiif., PH. Schweizervollf.boyr.,anPtd. 0.18 0.28 0.38 0.44 0.50 0.56 0,56 O.eÖ 0.66 0.68 0,68 3.88 0.38 1.S0 In den D o c h h o II e n spielen die Kapellen M atek Weber und Gerhard Hoffmann a Im Etfrischungsraum III. Stock spielt die Kapelle Bloch.. I 3£einrich Memmer: jteinncn.Jtemmer: Nachdenkliche Qefchichlen Älondinen bevorzugt. Sie trat tapffchüttefad aus dem Leder geschäft, wo schon das Frühjahrsfrifche der Novitäten das.Niedagewesene"' der Inventur. prede wieder zu iibertnunpsen bereit log— nichts zu machen. Einige(von den Aushilfskräften) waren ja behalten worden, aber nicht sie: die Fachmännin, die im Ledergewerb« Großgewordene. die nur infolge der hohen erllonnncnen Tarifsprosie, wie es die 3sit verlangte, postcnlos Gewordene, übrigens willens herabzusteigen war.... natürlich, natürlich. Nicht sie: trotzdem sie mit Engelsgeduld dein Cwig-Nörgelnden lim Berkaufsjargon.Klafften" genaunten) Berge von Ware hcranzuschleppeu nie müde wurde und auf all deren Stichel- und Stachelreden sie immer wieder eins sanft einlenkende Antwort hatte und trotzdem sie pünktlich und ordentlich und wohladjustiert und richtig gedreht und fix wie der Teufel ist, alles— nur: blond ist sie nicht, sondern im Gegenteil, kohlrabenschwarz. Der stellvertretenoe Herr Chef aber, der«in feines Auge für die paffende äußere Form besitzt und zu Haufe in seinem Lese- zimmer lange, schnurgerade Rechen der herrlichsten Bücherrücken stehen hat(alle zusaminenhängend und ohne jeglichen Inhalt), der Herr Stellvertretende wünscht lauter goldblonde Verkäuferinnen in seiner Lederdomäne sich umher bewegen zu sehen—; das ist eine Stilfrage und da tonn man nichts machen. „Doch", sagte ich.„Warum lassen Sic sich denn die Haare nicht färben? Für ein paar Mark sind Sie so goldblond wie die Benus von Boticelli."„Weil", sagte die Abgewiesene,„mein Bräutigam, der bevorzugt Brünette. Und die Anita Laos meint doch auch, daß die Brünetten diejenigen sind, die heiraten." Die Hochflut der Horoskope. Die zu interviewende„Astrologin" gab gerade eine Konsultation und ich hatte Zeit und Muße, darüber nachzirdenken, warum heute wohlinstruierte Leute, die, ehe sie einen Pfennig zahlen, sich genau vergewissern, ob ein Auto, ein Radioapparat richtig funktioniert, irgend jemandem ihr Geld hinwerfen, nein, aufdrängen, oer ihnen Auskunst zu geben verspricht, wenn sie, nicht nach der irdischen. sondern der himmlischen Konstellation(Stella— Stern) Aktien kaufen oder verkamen, wann sie heiraten, wann sich scheioen, wann sie ein Haus bauen und sich versichern lassen sollen. Im lieben Amerika, dem wir»acheifern, ist es jetzt soweit, daß Horoskope per Post und Radio Verbreitung finden; eine gewisie Dolores(deren Bankkonto ich wenigstens sehen möchte) hatte m Millionen briei- lich-r Anfragen(zirka?— 5 Dollar: eingeschlossen) nachzuweisen. Eine gewisse Mistreß Adams war in jecem größeren New-Dorker Ehescheidungsprozeß der letzten 30 Jahre konsultiert worden, hat Wallstreetbankiers und sogar«inen Staatsgouverneur auf sich hören lassen, die nur nach der Stellung gewisser Planeten unter- schreiben— oder nicht.„Lebenslängliche"(Zuchthäusler) fragen an, ob sie begnadigt werden, Millionärimren, ob sie den Richtigen finden: Mütter, was sie mit den Kindern, und Geistlich«, was sie mit der Gicht anfangen sollen.. und die Tage und Nächte oer irgendwie bekanntgewordenen„Seherinnen" reichen nicht aus, die Hochflut der Anfragen trog Sekretärinnen und Tippdamen zu be- wältigen. Warum ist das so in der sachlichen heutigen Welt? Will man das Schicksal betrügen? Einen Optimismus, den man selbst nicht mehr aufbringt, s>ü-r- Geld«rkausen?.. Die Tür. Heht aus.. l- -'Zu meinem Erstaunen fand ich die Wahrsagerin schluchzend auf ihrem Thronsessel vor. Sie hatte ihren besten Kunden ver- loren. Einen Bankfilialleiter. Seit zwei Iahren blickte sie für ihn nach den Sternen, zu sehen, ob Gciahr für ihn im Anzug sei. Er hatte sich, um seiner Frau ein Geschäft einzurichten, ein kleines Kapitälchen heimlich„geborgt" und wollte es von den Geschäfts- erträgnissen wieder zurückerstatten. Ging das, ehe man den Ab- gang entdeckte? Es war«ine Art Wettrennen. Und der Mann kam alle paar Tage für Tips.. und zahlte, zahlte gut. Unlängst hatte ihn der Direktor angefahren:„Wo bleibt die ewig hinaus- geschobene Abrechnung?" Der Filialleiter rannt« erschrocken zur Wahrsagerin:„Mein Chef weiß alles, ich bin verloren." Di-. Wahrsagerin befragte die Sterne, aber es begann ihr um ihr schönes Honorar zu bangen; sie bracht« keiner! rechten Optimismus auf(so schien mir), um ihn verkaufen zu können. Also konnte sie ihren Kunden auch nicht beruhigen. Der rannte zur Polizei, um durch Selbstanzeige wenigstens Strafmilderung zu erlangen. Soeben hatte der Direktor der Wahrsagerin die bittersten Vorwürfe gemacht. Nicht wegen des defraudierten Geldes. Darum war ihm nicht bange Es war das einzig« A k t i v u m in der Bank. Es war Pleite. Aber noch durfte es niemand merken; da- zu hatte er die Alrechnung gebraucht. Wen dreien— das ist die Moral der Geschichte— fehlte wegen schlechten Gewissens der Optimismus und keiner konnte ihn dem andern abgeben. Jetzt saßen alle drei in der Tunke. Die Sterne aber blinzelten hoch oben: uninicrefsiert wie immer. Die Velaflungsprobe. Das ist«in« alle arabische Geschichte, und doch ist sie so aktuell, daß man sie dem Völkerbund vertragen könnte. Ein Kamel, auf dos ein Araber fein ganzes Hab und Gut aufgepackt, steht unbeweglich wie eine Sphinx in der Wüste; feit Pharaos Zeiten ist seinesgleichen gewohnt, die Lasten der Menschen auf seinem Rücken zu tragen, und nimmt es geduldig hin. Kommt ein zweller Araber hinzu und lädt auch noch Kisten und Ballen auf. daß man glaubt, das arme Kamel müsse jeden Augenblick zusammen- brechen; aber es rührt sich nicht, es muckt nicht, es bockt nicht, das Tier scheint nichts zu spüren. Da kommt, ist's möglich, ein dritter Araber mit seinen Habseligkeiten an, als gab's nur ein einziges Kamel auf der Well und als könne dieses alle ihre Lasten tragen; wahrhastig, das Wundertier hält noch immer unerschütterlich stand, seine Krast uns Geduld scheinen keine Grenzen zu kennen. Ach Himmel, ein vierter Araber erscheint, aber der ist wohl ein Habe- nichts oder ein Idealist oder wahrscheinlich beides; er hält nur«in Rosenblatt in der Hand. Als der Idealist das wie eine ganze Karawane bepackte Kamel gewahrt, legt er, warum soll gerade er seine Last selber tragen, sein Rosenblall noch oben auf. Das minimale Gewicht dieser geringsten Bürde überschreitet die Trag- fähigkeit. Jetzt bricht das Kamel zusammen.— Kein noch so 1 tr5ffig«3 jkamel kann nckmkich aZier Lasten tragen. Wrb kein Volk. Spuk im Antiquitätenladen „Bielleicht finden Sie, was Sie suchen, auf den A-Pfemlig- Tischen", sagte der Buchhändler, mich ausnahmsweise mal Ein- kausenden verdutzt ansehend und auf zwei wüste Bücherhaufen weisend, in denen ein paar unentschlossene Kunden wie auf Abfall.- Platten nach einem etwa noch genießiaren.Hoppen herumwühlten. Ich besah mir diese Bücherhügel näher: es war«in Autoren- friedhof, ein grausiges Masiengrab. Man hat sich den Kopf zer- brachen, das Herz zerrissen, da lagen sie jetzt alle, verachtet, kaum daß sich heute ein Mensch die Mühe nimmt, einen der wohlab- gewogenen, vielfach hin und her gedrehten Sätze zu Überfliegen. Romantische Romanschriftsteller ruhen, kunterbunt zusammengeworfen mit veralteten Vollbruchlyrikern, Salonessayisten, nicht mehr aufgeführten Bühneiireolisten. vergessenen Bekennern und Aufklärern und mit unnützer Vorsicht entschleiernden Erotikern.. oder vielmehr sie ruhen nicht, sie werden respektlos im Grab« herumgedreht, diese Auwrenlcichen, und vielleicht gerade auf ihre ver- haßtesten Gegner geworfen. Aus dem Hinterzimmer dringt die Stimme des Antiquars, der einen; auf sächsisch protestierenden Händler seine teuren Preise vor- wirst.. aus den Wagen vor der Universität verkauft man schon mit 10 Pfennigen..„tja, wenn einmal der Markt versaut ist..." Ich suchte ein Buch über den Selbstmord, hielt ober plötzlich den Nooellenband eines Freundes in der Hand: Paul Busion. Bummellen wir nicht einmal auf dem Wiener Graben auf und ob. und du inein moderner, mein mondäner Freund erklärtest mir Staunendem die Perversitäten der vorübergehenden Damen der Gesellschaft, wußtest zu sagen, worin einer jeden ihre Seligkeit bestünde. Und als ich nach Jahren der Alwefenheit die Treppen d:s Wiener Tageblatts hinaufgctrampell kam. standest du da nicht in bourgeoiser Würde als vorsichtiger Feuilleton-Redakteur vor mir abermals Staunenden? Wer ich schrieb erst, als ich vom anderen Ende der Welt zurückkam und, das weißt du nun nicht, mtt der Manufkriptrolle die olle Treppe hinaufftünntc....„Was? Paul Busion wollen Sie sprechen?" rief entgeistert der all« Redoktions- dicner.„er liegt feit drei Jahren begraben." Ich blätterte in dem Nooellenband. Auch das, was von meinen; litcrariichen Freund« weiterleben sollte, ist dem Tode nahe. Dies hellere Wien existiert nicht mehr, aber auch diese geruhsame Br- trachungsweise ist überlebt. Ueberlebt dieser Humor und tice Metaphern, diese Satzperioden und diese Kompositionstechnik. Dies hätten wir beide nicht gedacht, mein Freund, daß du, tot, noch ein- mal sterben würdest. Mich fröstelte; ich schlug den Rockkragen hoch und eilte aus die Straße. 3)er S)eSeMw im Allwöchentlich gibt es in den meisten Haushallen ein eifriges Klopfen und Bürsten, ein Schrubben und Wifchcn. Die Läufer werden geklopft, die Teppiche gesäubert. Zwar hat der Staubsauger schon vielfach Eingang gesunden, aber ganz sorgsame Hausfrauen haben herausgesunden, daß nicht aller Schmutz durch dos Saugen entfernt wird, und so hängen sie lieber den Teppich über die Klops- stange und sind befriedigt, wenn ein« mehr oder weniger dichte Staubwolke sich erhebt. Aichere Hausfrauen verbinden beides mll- einander: erst saugen sie dett Teppich ob und dann wird er oben- drein geklopfb-ünd''gebürstet. Zum Schluß wird der Teppich noch mit Sauerkraut nach Kräften gerieben, da das angeblich die alten Farben in früherer Schönheit hervorzaubert, und dann kann die Hausfrau mit Bejriedigung ihre erfolgreiche Arbell überblicken. Viel weniger befriedigt allerdings würde sie sein, wenn sie Gelegenheit hätte, in einer Prllfungs- oder Hausfraucnberatungs- stelle ihren mihhemdelten Teppich genau, am besten mit einem guten Mikroskop, das die Fäden klar erkennen läßt, betrachten.zu können. Dos Auge braucht etwas Zeit, um sich an den Anblick zu Qerdland: D?« II 111101* Sie begegnen mir jeden Tag, die zwei. Sie sind das seltsamste Liebespaar, das ich je gesehen habe. Sie sind nicht mehr jung. Es ist späte Liebe, die sie«int. Punkt halb, sechs nachmittags treifen sie sich vor dem großen Buttergeschäst an der Ecke. Es ist die Zell, in der ich mich mit Zigaretten für die nächlüche Arbeit eindecke und bei dem Zeiwngsverkäuier an der nämlichen Ecke die Abendzellungen kaufe. Sie kommen offenbar aus verschiedenen Richtungen. Ich ersehe dos aus den Haltestellen der Straßenbahn, an denen sie aussteigen. Manchmal ist sie ein paar Minuten früher da, zu- weilen auch er. Wie sie sich dann schön macht, heimlich und oer- stöhlen vor emer Spiegelscherbe die angegrauten Löckchen zupfend, wie er sich dann in Positur wirst, den Schnurrbart zwirbelt!!! Es wäre komisch, wenn es nicht so rührend wäre... Heule bin ich ihnen gefolgt. Nun weiß ich: jeden Abend gehen die Liebenden in eine kleine Kondllorei, die ein tüchtiger Bäckermeister an den Laden an- gegliedert hat.... Hier sitzen sie bei schummeriger Beleuchttmg eine halbe Stunde etwa. Sitzen tändelnd wie nerspielle Kinder, ein- gesunken in den roten Pllif6> des Soias, sprechen nur selten«in Wort, ichauen sich zärtlich in die Augen. Spät ilt die Liebe über sie gekommen! llnd wieder bin ich um die Dämmerstunde in der kleinen Konditorei gewesen. Sie haben mich nicht bemerkt. Das Drum- herum versinkt für sie. Sie haben nur sich! Beim Herausgehen ergab sich ein Zufall, der unsere Bekanntschaft vermittelte. Die beiden sind ein Ehepaar. Nun möchte ich nur wissen, w'e lange sie dies Turteltaubengeplänkel schon führen und-- ob sie sich im trauten Heim vielleicht täglich bezeifen', um hier Versöhnung zu feiern. Das alles kommt mir eigenartig, za, gespenstisch vor. Wenn diese Zusammenkünfte imch heimlich« wären, ich würde mich nicht wundern! Wer dies kegllim« Gebaren erfüllt mich fast mll Angst... Heute haben sie mich«ingeladen, die angejahrten, verliebten Eheleute! Soll ich dieser Einladung„zum Tee" Folge leisten? Ich werde wohl gehen! Ich will mich bemühen, die Vorgänge folgerichtig zu schildern. Ich llingle. Der alte Herr öffnet selbst. Mein« Erwartungen wurden enttäuscht. Meine Erwartungen, «ine plüscherne, verstaubte, nippesüberladene Einrichtung von dunnemals zu sehen! Statt dessen: modern, behaglich eingerichtete Zimmer... Beim Tee wird die Alte plötzlich unruhig. Diese Unruhe beginnt sich aus eigenartig« Weise am ihren Mann zu übertragen. „Wir wollen Ihnen unsere Schreckenskammer nicht vorent- halten, junger Herr!" „Ihre Schre...?... Wo... Ihre Schreckenskaimner!?!" Ich bin uxchrhastig kein jurchtjamer Meisich. War in den verrufensten Verbreche rkneipcu... Aber vor diesem Kichern, das knisternd aus den verrosteten Kehlen dringt, angesichts dieser flackernden Augen und dieses Wort„Schreckenskammer" noch im Ohr. wird mir doch etwas bänglich! * Wir erheben uns. Blitzschnell vergegenwärtige ich mir die Loge der Wohnung. Sie hat drei Zimmer. Zwei davon kenn« ich. Dos dritte soll ich jetzt wahrscheirllich kennenlernen: die Schre.... die Schreckens kommet! Ich werde durch eine Tür geschoben. Ich bin allein. Das Zimmer ist erhellt. Eine weiße Birne, darüber ein grau. iridoner, verschlissener Lampenschirm verbreiten eine ungemütliche Stimmung. Ich sehe mich um. Das ist ja ein möbliertes Zimmer, flirtbürgerlich,„Morgentafice inkllifioe" schießt es mir durch den Sinnül Die Wände sind mit kitschigen Oeldrncken überladen. Die ge- blümte Tapete, die geschmacklose Tischdecks, die Nippesfiguren auf der Kommode, das olles steht in einem settsomen Kontrast zu den beiden anderen Zimmern der Wohnung * Die Tür wird geöffnet. Das spute Liebespaar steht vor mir. „Das ist Ihre Schreckenskammer?" frage ick) mur. „Ja. Ms ist unsere Schreckenslammer! Hier haben wir alle Geschmacklosigkeiten angehäuft, die uns während der Jahrzehnte be- gegnet sind, in denen wir als„möblierter Herr" und als„allein- stehende, beschäftigte Dome"„gemütlich möblierte Zunmer" bewohnt haben.... Joden Tag vorbri.yzeu wir zwei halbe Stunden in diesem Raum. !Ind jeden Tag verbringen wir eine halbe Stund« in der Koiiditorei. in der mir uns kennen und lieben gelernt hoben! Ilt dos nicht Grund genug, unsere Liebe zueinander immer wieder entbrennen zu lassen, junger Herr!?! Glauben Sie uns. mir sind qlüeklich. sehr gbiiincklich!" gewöhnen, das Bild genau unterscheiden zu können und sich mll den so seltsam veränderten Größenverhältnisien vertraut zu machen. Aber Mnn erkennt man l reite, dicke Streifen, nämlich die Teppich- wolle, und auf ihnen lagern Staub, Sand, Wollreste, Haare und dergleichen, so daß die Hausfrau zu der Annahme geneigt sein wird. der Teppich sei ja ganz schmutzig und müsse sofort geklopft werden Dabei vergißt sie jedoch, Mß es sich hier um winzige Bruchteil« von Staub auf einem sauberen Teppich handelt, die nur unter dem Mikroskop in diesen Größenoerhättnissen erscheinen. Auch der sauberste Fußboden, der eben gerade a>js Leibeskräften gellopste und gebürstete Läuser wird, unter dem Mikroskop gesehen, solche Staubteilchen ausweisen. Das ut einfach nicht zu vermeiden. Darüber also ist keine Entrüstung angebracht. Wohl aber muß man über etwas anderes erschrecken: wenn man nämlich Teppiche oder Läufer. die häufig geklopft werden, unter dem Mikroskop betrachtet, Mnn sieht man, wie furchtlar Ms ganze Gewebe unter dieser Mihhond- lung gelitten hat. Es ist gelockert, an manchen Stellen sogar zer- rissen, und man muß damit rechnen, Mß die schadhaften Stellen in absehbarer Zeit auch äußerlich erkennbar werden. Denn wenn diese Lockerung des Gewebes einmal begonnen hat. dann ist das bereits der Ansang vom Ende. Aus den Lockerungsstellen werden MId Bruchstellen; die Bindungen und Verflechtungen gehen völlig auseinander, uich Mmll ist der Teppich natürlich unbrauchbar geworden. Die Schuld aber trägt allein Ms übermäßige Klopfen, Ms auch den solidesten Teppich mll der Zeit zerstören muß, ebenso der nachsolgende rücksichtslose Gebrauch der harten, graben Teppich- bürste, die in keinem Verhältnis zur Feinheit der Bindungen steht. Aehnliche Erfahrungen macht die Haussrau, wenn sie mikrosko- pische Untersuchungen van Mänteln und Wollkleidern, von Ehaise- longuedecken und anderem beiwohnen konn. Auch hier Hot dos allzu kräftige Klopsen böse Spuren hinterlassen. Ueberoll sind schab- haste Stellen zu sehen. Interessant und lehrreich ist es ferner, dl« Ergebnisse genauer Untersuchungen von Wüsche kennenzulernen. Das Mikroskop läßt sofort erkennen ob die Wäsche sorgsam und pfleglich behandelt oder auf grobem Waschbrett gerieben und ge- bürstet worden ist. Am widerstandsfähigsten ist noch solid« Leinenwäsche. Sie erträgt Bürsten und nachfolgendes heißes Bügeln der trockenen Wälcke verhältnismäßig am besten, was jedoch natürlich nicht heißen soll. Mh man Leinen in dieser Weis« behonMln dürfte. Bollends Baumwolle, Batisi. Kunstseide werden bei einer solchen Behandlung in kurzer Zeit völlig undraiichbar gemacht. Das Mikroskop. das man auch hier zu Untersuchungen verwendet hat. zeigt zerriebene Stellen, an denen das Gewebe brüchig geworden sit und die Fasern völlig zerrissen sind. Baumwollsasern sehen bei guter. neuer Baumwolle unter dem Mikroskop in etwa IvOsacher Ber- grnßerung wie Nerven des Menschen ans, elastisch und in regelmäßiger Anordnung. Es ist nicht schwer, aus iolchen ErgebN'siei; praktisch« Folgsrirn- g«n zu ziehen. In erster Linie für die Behandlung der Teppiche uns Läufer. Gewiß können sich heute nur sehr wenig« Hausfrauen einen Staubsauger anschassen. Aber dann besteht trotzdem für jede Frau auch im einfachsten Haushalt die Möglichkeit, den Teppich zu schonen. Zunächst Mri ein neuer Teppich erst nach etwa einem halben Jahre, nachdem er verfilzt ist. wirklich gründlich gereinigt werden. Borher muß man sich aus vorsichtiges Kehren beschränken. (Weicher Reisslroi>l>esen.s Der Teppich Mrf beim Reinigen nur oui der Rückseite geklopft werden; die Vordeneitv wird nur leich. abgebürstet. Im Winter kann man den Teppich mll der Oberseite aus trockenen, frischen Schnee legen und von links sacht klopfen. Das Auffrischen mit Sauerkohl schadet ebenfalls dem Gewebe. Statt Säure verwendet man reines Benzin oder Seifensplliiu?, den man vorsichtig mll wollenem Tuch einreibt, ohne daz Grundgewebe zu benetzen. Werden �üese einfachen Regeln beachtet, und wird auch beim Waschen und Plätten genügend Vorsicht angewandt(weiche Bürste, keine scharf« Laug«, nicht zu Mißes Plätteisen!). Mnn werden Untersuchungen de?„Detektiv? im Hoi'Shait" des Mikroskops. 1 sicherlich günstiger aussallen, und die Haussrau kann aus dies« Weis- schonen und bewahren, was sie sich sonst unter großen wirts chall- lichen Opfern neu anschasfen müßte. Auch Ms gehört zur Spar- 1 samkrit im Haushalt. M. Nr. 36» 49. Jahrgang � l�tS� d 0 Freitag, 22. Ianuar 1H32 Wir und die Butterländer. Wie wichtig gerade die Butterlander für den deutschen Export geworden sind. Eine besondere Gefahr für den deutschen Auhenhcmde/ droht aus der Butterzollerhöhung. Im letzten Jahrfünft ist in mühseliger Kleinarbeit und dank der erhöhten Leistungstätigkeit der deutschen Industrie ein großes Absagterrain im Ausland wiedcrerobert worden. Die deutsche Wirtschaft hat chre Stellung im Welthandel wiedergewonnen. Der Belieferungsanteil Deutschlands hat in diesen Iahren auf den meisten europäischen Absatzmärkten seine Vorkriegs- höhe wieder erreicht, teilweise sogar überschritten. Das gilt auch gegenüber den Butterländern, die jetzt handelspolitisch ernst getroffen sind. Ein paar Zahlen mögen das beleuchten: Bon der Gesamteinfuhr entfielen auf deutsche Warenlieferungen in Dänemark. , Schweden. » Holland.. . der>3chwetz 1923 1930 in% der Gesamteinfuhr . 20.3 34.3 . 2ö,1 32.1 . 24.? 31, d . 28,7 27,0 land hinsichtlich der Belieferung des holländischen Marktes ein- getreten sind. aus Deutschland „ England. Einsuhr Hollands in Mill Gulden 1925 1930 . 694 768 . 392 227 Einsuhr Hollands in�d Gesamteinfuhr 1925 24,2 16,0 1930 31,7 9,3 In diesen Ländern ist also in den letzten Iahren eine st a r k e Erhöhung der deutschen Warenlieferungen er- reicht worden, diese Entwicklung ist zum Teil auf Kosten dor Kon- kurrenzländer erfolgt, wie zum Beispiel mit aller Deutlichkeit die Verschiebungen zeigen, die zwischen Deutschland und Eng- Die englische Aussuhr noch Holland ist in diesem Zettraum um 165 Millionen Gulden oder fast 300 Millionen Mark zurück- gegangen, die deutsche Ausfuhr nach 5)olland ist etwa in gleicher höhe gestiegen. Wir sind uns darüber klar, daß diese Veränderungen nicht be- deuten, daß englische Waren im gleichen Umfang von deutschen ver- drängt wurden; aber immerhin hat sich die Stellung der deutschen Industrie gegenüber der englischen Konkurrenz auf dem hollän- dischen Markt, wie auf zahlreichen anderen Märkten wesentlich stärken können. Alles das wird verlorengehen, wenn die deutsche Zollpolitik sich gebärdet wie der Elefant im Porzellanladen. Die Experimente mit dem Butterzoll eröffnen trübe Aus- sichten. Es besteht bei einer Fortsetzung dieses verhängnisvollen Kurses nicht bloß die schon an sich furchtbare Gefahr eines neuen großen Beschäftigungsrückganges, sondern darüber hinaus die eines dauernden Rückschlages der deutschen Ausfuhrposition überhaupt. Letzt höhere Cisenzölle? Sin Schiedsgericht für die Vergütungen an die ver- arbeitende Industrie. Auf einer gemeinsamen Sitzung der Vertreter der Eisenindustrie und der Elsenvcrarbeiler, aus der die zukünftige Behandlung der sogeuannten ABZ. Rückvergütungssähe diskutiert wurde. Hot Dr. Poeusgen offiziell die Absicht der Eisenindustrie bekannt. gegeben, bei der Rcichsregieruog auf Grund der neuen Sampfzoll- Verordnung die Erhebung von Ausgleichszöllen für Eisen- und Walz. werkserzeugnisse zu beantragen, um die Einfuhr ans Ländern mit entwerteter Währung zu drosseln. Bei der in den letzten Iahren immer wieder betonten engen Verbundenheit zwischen Schwerindustrie und Großagrariern, eine Verbundenheit zur gemeinsamen Ausbeutung des deutschen Voltes und zur Niederhaltung jedes politischen und gesellschaftlichen Fort- schrtttes, braucht diese Absicht niemanden zu wundern. Diese Ab- ficht ist einfach eine Schamlosigkeit. Auch für die Eisen- industrie gilt es, daß die vierte Notverordnung mit ihrer brutalen Lohn- und sehr fühlbaren übrigen Kostensenkung auch für die Eisen- industrie vorweg jene Erleichterungen schassen sollte, die besondere Zollmaßnahmcn gegenüber den Einsuhren aus Ländern mit entwerteter Währung überflüssig machen sollten. Nachdem mit dem Vutterzoll das handelspolitische Glatteis betreten ist, scheint den Herren von der Schwerindustrie ein gleiches Vorgehen beim Eisen eine Selbstverständlichkeit. Die besondere Rücksichtslosigkeit des Vorgehens kommt darin zum Ausdruck, daß die Eisenindustrie auf dem Inlandsmarkt eine völlig« Gebiets Herrschaft ausübt und es ihr nach der Einführung eines Ansgleichszolles überhaupt nicht mehr einfallen wird, Veränderungen der Weltmarktpreise bei der inländischen Preisbewegung zu berücksichtigen. Bei den Verhandlungen mtt der eisenverarbeuenden Industrie um die AVI-Sätze ist es zu sehr scharfen Auseinandersetzungen gekommen. Die Eisenindustrie hat endgullig erklärt, daß sie nicht mehr berett sei, entgegen den 1924 und 1925 getroffenen Verein- barungen, den von ihr ttn Ausland« erziesten Erlös zur Grundlage jener Preisabzüge zu machen, die sie der eisenverarbetteuden Industrie für das in exportierten Waren verwendet« Eisen vergütet. Die Eisenverarbeiter haben auf der Erfüllung der Verträge bestanden, und drei Richter des Reichsgerichtes sollen jetzt über die Auslegung der Verträge entscheiden. Die deutsche Walzwerksproduktion. Die arbettstägliche Er- zeuguug der deutschen Walzwerke ist im Dezember auf 12 706 Tonnen gegen 15 471 Tonnen im November zurückgegangen. Der besonders starke Rückgang ist durch die Schließung der Hütten von Weihnachten bis Neujahr zu erklären. Im ganzen Jahr 1931 wurden 5,86 Millionen Tonnen Walzwerksprodukte erzeugt gegen 8.15 Millionen Tonnen im Jahre 1930. Die arbeitslägliche Er- zcugung ist im Jahresdurchschnitt von 26 904 aus 19 216 Tonnen gesunken. Weihnachtssest nur noch für Reiche. Neue Zeugnisse für die Verarmung der Massen— Die llm» sätze der Konsumvereine. Der Monat Dezember hat im Zentralverband Deutscher Kon- sumvereine neue Beweise für die Verarmung der arbettenden oder zur Arbettslosigkett verurteilten Massen gebracht. Der durch- schnittliche Umsatz pro Woche und Mttglied betrug im De- zember 1931 nur 6,85 Mark gegenüber noch 9,43 Mark im De- zember 1930. Der Umsatz ist gewiß mich deshalb niedriger, weil im Vergleich zum vorhergehenden Jahre die ersten sechs sehr Umsatz- starten Tage des Dezember in der Statistik nicht«nthallen sind. Gegenüber November ist eine Erhöhung um 44 Pf. eingetreten. Bei diesem Rückgang gegenüber dem Vorjahre ist selbstverständlich neben der Verarmung der Arbestenden und der Kmisunfähigkeit der Arbeitslosen die durchgeführte starke Preissenkung auch zu be- rücksichtigen. Es steht ja fest, daß die Konsumvereine an Werbe- krast nicht das geringste verloren haben, daß die Mttgliederzahl ständig steigt und daß die Mengenumsätze im ganzen geHallen worden sind. Wie ungeheuer ober die fortschreitende Verarmung sich aus- wirkt, zeigt sich darin, daß im Weihnachlsmouat 1931 gegenüber dem November nur eine Umsahsteigerung um 44 Ps. eiugelreien ist. während diese Steigerung im Zahre 1930 noch 1,03, im Zahre 1929 noch 1,21 und im Zahre 192S noch 1,42 Wark betragen hat. Es Ist also heute so weit, daß das arbeitende oder zur Arbeitslosigkeit verurleilte Volk, das zu rund 90 Pro;, die Witgliedschast der Aon- sumvereine bildet, an das Feiern eines weihnachtssestes überhaupt nicht mehr denken kann. Wahrlich die ernsteste und er» schüttcrndste Warnung, die den Regierenden in Deutsch. land erteilt werden kann. Schrumpfung der Lndustrieprodukiion. Oer deutsche Anteil an der Weltproduktion stark gesunken. Der Schrumpfungsprozeß der industriellen Produktion in Deutschland Kot sich in den letzten Monaten weiter v e r s ch ä r s t. Der Produktionsindcx betrug noch um die Jahresmitte 1931 rund 74,4 Proz.(1928— 100), sank aber bis zum Dezember auf etwa 6 3 Proz. Mengenmäßig ist die industrielle Produktion im ver- gangenen Jahr um 12 Proz. zurückgegangen. In noch größerem Umfana sanken aber die Produktionswerte. Diese betrugen mit ihrem Vrultowert 1928 rund 7 Milliarden Mark im ZNonois- durchschnitt, 1929 noch 6,5 Milliarden, im darausfolgendea Jahr nur noch 5,3 Milliarden, um 1931 auf rund 4 Milliarden im Mouals- durchschnitt zu sinken. Gegen Ende 1931 ist der Wert einer Monats» produkllon dagegen auf knapp 3,5 Milliarden gefallen. Wie das Konjunktunnstitttt hierzu feststellt, ist- der deutsch« Anteil an der industriellen Weltproduktion von 11,6 Proz. im Jahre 1928 bis auf 9,2 Proz. Ende 1931 gesunken. Damals stand Deutsch- lands Industrieproduktion an zweiter Stelle in der Welt hinter den Vereinigten Staaten, gegenwärtig aber ist sie hinter den USA., Rußland und Großbritannien auf den vierten Platz zurückgedrängt worden. Im einzelnen bewegen sich die Produktionsrückgänge in Deutsch- land seit dem Höhepunkt 1928 zwischen 9 und 85 Proz. Besonders schwer betroffen sind von der Schrumpfung die Produttionsgüter- indnstrien, da die Investitionen bis auf den notwendigsten Windest- umfang gesunken sind. U. a. ist im Dezember 1931 die arbetts- tägliche Roheisenerzeugung für Hochöfen auf den Stand des Jahres 1888 gesunken. Günstiger sieht es be! den Konsum- güterindustrien aus, wo z. B. bei der Textilindustrie der Produkttonsindex im November gegenüber dem Juni sogar aus 91 gegen 87(1928~ 100) gestiegen ist. Zum Thema Kapitalflucht. Oevtsche Gesellschasten in der Schweiz, in Liechtenstein und in Luxemburg. In«mer Abhandstmg„Holding- und Kapttalverwallungs gesellschasten" von Ludwig Wertheimer(Verlag Bittorio Klostermann, Frankfurt o. M.) finden wir einiges Material zu dem Thema Kapitalflucht. Flüchtig geworden sind in erster Linie Holding- g e s el l s ch a s t e n, das sind Dach- oder Kontrollgesellschaften, die Betriebsgesellschaften kapttalmäßig(durch Aktienbesitz) beherrschen und ihren Sitz überall haben können. Diese chre„Freizügigkeit" hat eine Unmenge deutscher Holdinggesellschaften befähigt, nach den„Steueroasen" des Aus, lands zu flüchten. Unter diesen Ländern ist«in wahrer Konkurrenz. streit ausgebrochen, durch wettere Steuerermäßigungen fremdes Kapttal anzulocken(übrigens ist besonders in den letzten Wochen viel englisches Kapttal dem deutschen Beispiel gefolgt). In Vaduz, einem Gebirgsflorf von 1402('> Einwohnern, der „Hauptstadt" des Fürstentums Liechtenstein, haben mehr alz 4000(!) Gesellschaften— überwiegend deutsche— ihren Sitz? natürlich Handell es sich nur um einen Sch e i n s i tz, an dem ab und zu eine notarielle Beglaubigung vorgenommen wird, während die eigentliche Verwaltung am alten Ort geblieben ist. In der Schweiz waren im Jahre 1928 von dem gesamten Kapttal der Schwerzer Akiiengesellsckzoften nicht weniger als 28 Prozent' M 7 7 0 hol- d in g gase Iis cha ften investiert. Davon entfiel der haupttcil auf geflohenes deutsches,«in kleinerer Teil auf f r a n z ö s i- sch es Kapttal. In Luxemburg sind in anderthalb Jahren. oon August 1929 bis März 1931, 55 Gesellschaften mit einem Kapi» tat von 130 Millionen Mark gegründet worden. Auch davon sind mindestens 60 Prgz. deutsch« Gründungen. Der Meinung des Verfassers, daß die deutsche S t e u e r p o l!- tik hinsichtlich der Holdinggesellschaften fehlerhaft sei, können wir nicht folgen. Man kann die Gesellschaften nicht aus der deutschen Opsergemeinschaft herausnehmen. Und bei den genannten Fällen handest es sich in aller Regel um Kapital- und Steuerflucht, al. sichten, gegen die die letzte Notverordnung mtt Recht energisch vorgeht. Die Ausführungen über Kapitalverwaltungsgesellschaften(In, vestment Trusts) berühren wichtige Fragen der Aktienrechts, r e s o r m(Kleinaktie, Depotaktie) und sind deshalb von Interesse. „Ltnzuverlassige Landsleuie." Die Zettschrist„Ruhr und Rhein", das wichtigste Organ der deutschen Schwerindustrie, sagt über die Aufgaben der Devisenbewirtschaftung in der heute erschienenen neuesten Nummer: „Sie(die Devisenbewirtschaftung nämlich) richtet sich also in ganz besonderem Maße gegen Kapitalflüchtlinge, gegen unzuverlässige Landsleute." Das Organ der Schwerindustrie nennt Kapitalflücht- linge also selbst unzuverlässige Landsleute. Es lohnt sich wohl, das festzuhalten. Man sitzt an der Ruhr ja im Glashaus Zuversicht über Rußlands Zahlungsfähigkeit. Wie von unterrichteter Stelle mitgeteilt wird, hat die Sowjet- regierung bisher alle chre Verbindlichketten aus den deutschen Ruß- landlieferungen pünktlich erfüllt. Es wurden dafür rund 260 Millionen Mark in Gold und Devisen bezahlt. Die Annahme weiterer russischer Aufträge ist dadurch er- s ch w e r t, daß die Ausfallsgarautie des Reiches von 400 Mil- lionen Mark, die einem Liefcrungswert von 1 Milliarde Mark entspricht. erreicht ist und haushaltsmäßig zur Zell nicht erhöht wer- den kann. Man ist der Zuversicht, daß auch in Zukunft mit der Sichechett der Bezahlung russischer Regierungsschulden für deutsche Lieferungen gerechnet werden kann. (Zefrok. Hafer* M a st* per Pfund von Pf. an Ferner frisches Geflügel zu den billigsten Preisen =========== IN FOLGENDEN 5 P E Z I A L- G E S C H Ä F T E N: Solange Vorrat reicht Cm ZentralmarUballB Reihe 12 Stand 823, Reihe 12 Stand 882 83. Reihe 13 Stand 630. Reihe 13 Stand 643, Reihe 13 Stand 853; i.. Badstrasse 44. Rosentbaler Strasse 38. Rosenthaler Strasse 67, invalidenstrasse ta. Reinickendorfer Strasse t, Reinickendorfer Strasse 12, Reinickendorfer Strasse 19, I., Schönhauser fiüee 72 a, Wicbertslrassa 2. Müllerstrasse 139; NOm Grosso Frankfurter Strasse 70, Grosse Frankfurter Strasse 142 Ecke FnrhiJtfas", löpeoicker Strasse 62; SQ.. Dresdener Strasse 19; Gm Pettenkofer Strasse 2, Grünberger Strasse 12, Weicbseistrasse 3, Mainzer Strasse 16; S., KotthusserDammlB; SW., Blücberstrasse 14; MeokOüo: Bergslrasse 181. Hermannslrasse 51. Hermannstrasse 63, Hsroiaonpiatz 4; Charlottenburg: Wiimersdorfer Strasse 129; Friedenau: Rheinstrasse 24. Apfelsinen 3 Pfd. 0,44 Kochupfel............... Pfd. 0,18 Ananas friscb........ Pfd. too 0,58 Jaffa-Orangen...... 3 Pfd. 0,58 Mandarinen grosse. 2 Pfd. 0,48 Tafsiäpfei.......... ptd. von 0,24 Möhren gewaschen..... 3 Pfd. 0,10 Grünkohl............. 3 Pfd. 0,10 Rote Rüben........... 5 Pfd. 0,20 Rosenkohl............... ptd. 0,1 0 Rot- oder Weisskohl p». 0,06 Wirsingkohl............ pm. 0,06 Kohlrüben............. 3 Pfd. 0,10 Sellerie gewaschen..... 3 Pfd. 0,20 Biumenkohl....... Kopf von 0,20 Gekochter Schinken PW. 0.29 Hausmachersülze....Pfd. 0,42 Sülzwurst............... Pfd. 0,65 Dampfwurst............ Pfd. 0,70 Fleisshwurst............. Pfd. 0,74 Landleberwurst....... Pfd. 0,75 Jagdwurst.............. Pfd. 0,84 Mettwurst n Brschw. Art, Pfd. 0,86 Wiener Würstchen... ptd. 0,88 ff. Leberwurst.......... Pfd. 0,98 Zervelat od. Salami. Pfd. 0,98 Teewurst fein........... Pfd. 1,18 Nußschinken........... Pfd. 1,35 Speck fett............. Pfd. von 0,70 Speck mager.......... Pfd. von 0,88 Jg. 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Januar 1932, 17 Uhr, im Krematorium Baumschulenweg btatt em A»I IS Januar entschlief nach schwerem Leiben im 62. Lebensjahr Georg Eugen Kitzler Heiinatschriftsteller nnb Serauzgeber der Seitfchrijt„Die Mark". In tiefster Trauer Agnes Kitzler geb. Rfihrosund nebst Kinder Beerdigung am Eonnadend. dem 23. Januar. 14 Uhr. auf dem Fried- Hof der Freireligiösen Semeinde, Pappelallee 16/17. IIIMHIIiei I I uepHauie j Linoleum SsiUat, Kolonie- straße». KleliiunEss!üc(!9. vtasche usw. Leihhaus Sowicki verlauft zu un. glaublich billigen Preisen wenig ge- tragene sowie neue Herrengarderobe, Serren- u. Damen- pelze. Weitester Weg lohnt. Reine Lombardwore. Priitzenstrage 10ö, eine Treppe. Bateutmatrakeu .Primissima�. Re. tellbetten. Suklege. matralten, chats«. lonaues Walter Liargarderstrane achtzehn. KeinLadcn stlüSiU- insirumanii wer- scmeisencs Deotsdier MEtallarlieüer-TerliaDil Verwaltungsslelle. Berlin Todesanzeige Den Mttgitedorn zur Nachricht, daß unser Rollege, der Jodler DvLlTillu gcb.20.ecsttmbcrl8S2,am 13. Januar gestorben Ist.• Shrr seinem Nabeaten! Die Einäscherung hat bereits statt- gefunden. Die Orisvcrwsllung. msfisi Einiieüsver&and fl. Eisen jahoer Denisfliiands, OrlsoruppeSBrlln Wir erfüllen hiermit die traurige Dsttcht. unserer Mitgiiedschatt das am 20. Januar 1ÜA2 erfoigir Ableben unseres Mitgliedes Paul Dehmel Pensionär(zu lest S-ülerabf-rtigung Lichtenberg- Friedrichsfelde) mit» zuteilen. Ehre seinem Andenlen. Die Beerdigung findet 23. Januar, 14'/? Uhr. aut dem Ieniralirtedhos in Lichlenbera»Friedrichsfelde stalt. Zahlt ctchc Beieiltgung erwartet 01* Orlsverwnlfnng. Rüchen! Direkt an Privatl Weist, iarbia. na- für. lackiert, non 94,25 an. Änkleide- schranfe scder Gröste. Cchinfe- straste 8-S(Rott- buiier Brücke), Fa- brifqcbäudc. Seöii- net bis 7 Uhr Rlridkrichränfe, lackiert, Ztustbaum. Eiche, mit 3 vollen Türen, runb ge- arbeitet. 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