Morgenausgabe Er. 41 A 21 4y.I�"0.76 Bratfertiges Fett Phmd 0.50 Backe pm.O.JZ Lunge 0.24 Euter pm. 0.20 Herzen 0.28 Hühner frlsd»... Pfund 0.68 Wolgahühner..Pfund 0.70 Hasen 0.75 Kaninchen Ä �'0.75 ffiwcfee Dorsch... Pfund von an 0.1 0 Seelachs �Kr7J:Arn 0.22 Schellfisch Pfund von an 0.24 Fischfilet Pfund von an 0.36 Bratsdiolien �ptd.v.an 0.25 Grüne Heringe 3 Pfd. v. 0.3 S Leb. Karpfen 0.65 ffCama u.&ett Ramadou halbfett.!fodc 0.18 Harzerkäse ca.i�fd-Paic. 0.28 Tllsifer voiifett... ptund 0.68 Brlekäse voiifeit.. ptund 0.65 Holländer wnfeSTptund 0.68 Schweizer � Ä0.95 Molkereibutter ptd.< 1.1 2 Markenbutter p«"«-* 1»28 Ohst m.£#«tmS«e Kochbirnen....ptundO.IO Brunneräpfel.- Pw-d 0.14 Mandarinen.. Pfund 0.20 Kalif,«pfel. 3 ptund 0.95 Rot* u. Weihkohl ptd. 0.06 Rosenkohl... 3 Pfund 0.28 Blumenkohl Kepf«a«0a20 Mettwurst Braunscfiw. Ä Art, Pfund OOPf. Blut* u. Leberw. p�; 0.60 Dampf', Speckw. Pfd. 0.70 Landleberwurst""."j 0.64 Feine Leberwurst,«0.98 Teewurst""" f.28 Speck fest 0.70 mag., 0.88 Gek.Schlnken 151�!">1; 0. 33 Roh. Schinken!�,£0.42 rftauekeriDaren Sprotten Con 0.24 ��.0.30 Flundern v.M0.383und0.16 La dis In SlOdnn. Pfd. von an 1.20 TIr. 41* 49. Jahrgang 1. Beilage des Vorwärts Oiensiag, 26. Januar 1932 Neuer Hilferuf Berlins. Eingab an den Landtag.- Steuern über Landesdurchsciinitt.- Winne» für die Provinz. Seit vielen Jahren leidet Berlin unter der Tatsache. durch den sogenannten Finanzausgleich Millionen- betrüge, die in Berlin als Stcuergelder aufgebracht wurden, in die Provinz abwandern. Bisher war der Kampf der Stadt um eine gerechtere Gestaltung des Finanzausgleiches ohne durchgreifenden Erfolg. Der Lberbürgermeister weift jetzt wieder in einer Eingabe an den Landtag nach, in welch unerhörtem Matze die Neichshauptstadt. die als Zentrale des Reiches und als Landeshauptstadt mehr als irgendeine andere Stadt Hilfe beanspruchen darf. benaclfteUigt wird. Die bicher im Finanzausgleich ocrg, 18— 22 Uhr: Borsichrungen der Grundschule. 81. Januar('Sonntag), 10 bis 13 Uhr: Turuvorsührungeu. Eine Ausstellung gibt Einblick in unsere Schul- arbeit. Anmeldung von Schulanfängern findet täglich statt. Duutcr Abcad P-ukornu Erlisten ist die nächste Veranstaltung des Pankower Vollsbildunzsamts benannt, die am 5. Februar, 20 Uhr, in der Aaula des Lyzeums Pankow, Görschstr. 42, stattfindet. Allgemeine Wetterlage. 25.üai}. <■». � G �«eS © wolkenlos.(? heiter,® halb bedeckt S wolldg,9bedeclct«SegeivaCraupeln -«SchiwstSNebeljllGevrätec�Wn&tiile Im Bereiche eines Hochdruckgebietes, das sich von Sudwest- rußlavd bis zu den Britischen Inseln hinzieht, gestaltete sich das Wetter am Montag weiterhin ruhig und niederschlagsfrei. Der Himmel blieb meist trübe, nur in(Schlesien, im Staate Sachsen und am Niederrhein trat zeitweilig Aufheiterung ein. In Süddeutschland war es bei schwacher Luftbewegung wieder neblig; in Norddeutsch- land war bei etwas stärker gewordener Luftbewegung die Neigung zu Nebelbildung merklich geringer als an den vorangegangeneu Tagen: sie nahm hier erst wieder zu, als sich gegen Abend eine Front maritim-polarer Luftmaffen von der Nordsee her näherte. Das langgestreckte Hochdruckgebiet oerlagert seinen Schwerpunkt langsam weiter nach Nordwesten und Norden. Es ist daher wahr- fchemlich, daß.wir wenigstens zeitweilig in den schwachen westlichen Luftstrom auf seiner Nordseite kommen. Wetteraussichteu für Berlin. Vorübergehend etwas milder, meist bewölkt, später abnehmende Bewölkung, keine �nennenswerten Niederschläge, schwache nordwestficho Winde.— Für Deutschland. Im Norden etwas milder und geringe Niederschläge, sonst nirgends Äcnderung des bestehenden Witerungscharakters. parteinachrichten fürGroß-Berlin stets an da» Bezinksferretariat 2. Hof. 2 Treppe« rechts, zu richte» Eiufeuduugeu für vieft Rubrik sind Berlio SW 08. Lwdeustraß« 3. 13. Bcgiu» aller Veranstaltungen 19% Uhr. sofern keine besondere Zeitangabe! ikrei». Das Erwerbslosenheim Maisenstr. 18 ist Mittwoch. 2?. Sianuar, ah 15% Uhr atoffnei. Sonnabend dortselbst 15% Uhr heiterer Nachmittag mit Liedern zur Laute....._„. Kreis. Donnerstag, 28. Tanuar, von 15—18 Uhr, m der Rostnenstr. 4. gusauunenlunst der erwerbslosen Parteimitglieder:„Heiter Nachmittag". Äreis. Den Bildungsausschuhmitgliedern sind Karten sitr die Aufführung ..Scheidung" perPost zugegangen. DieSarten müssen restlos umgesetzt werden. 30. 81, Unverkaul Karten Abt� Heute,' Dienstags 26. danuar, lä Uhr, Funltionärsitzüng vor der Mit gliederversammlung im Nationalhof. Abt. Heute, Dienstag, 20. Januar, Funktronarichung bei Ufert, Gleim- Wegen der Eportpalast-Kundgebung am 27. Januar findet unsere Mitgliederversammlung am Donnerstag, 28. Januar, in den Kasino-Feft. fälen. Pappclallce lö, statt. Jahresbericht und Neuwahlen. Ohne Mit- gliedsbuch lein Zutritt... �. Abt. Donnerstag, 28. Januar, Funktionärsitzung unt den Zireisvertretern bei Wolters, Kaiserin. Augusta. Allee 52. «dt. Treffpunkt Mittwoch zur Kundgebung 1» Uhr Wrttenbergplatz. Abt. Mittwoch, 27. Januar. 20 Uhr, Mitgliederversammlung im„Herde- krug", Inhaber Marsand. Jahresbericht, Neuwohlen. «bt. Wegen der Sportp-lastkuudgcbuuz am 27. Januar findet unsere Jahresuritgliederversammlunq am Donnerstag, 28. Januar, um 20 Uhr, im Rathaus Friedenau statt. Berichte, Neuwahl. 95;«S£. Donnerstag, 28. Iaurrar- pünktlich Uhr, in der Schule ftopfstrdße, Zusammenkunft der jüngeren Parleimitgueder.„Gcunülagen des Marlis- mus", Referent I. P. Mayer. 33. Abt. Heute, Dienstag, 20. Januar, bei Teich, Kuesebeckstr. 135- Funktionär. Mrng. SS. Abt. Henke, Dienstag. 20. Januar, Mitgliederversammlung in der Ideal- Halle. am Buschrosenplatz in der Hannemannstratze. Berichte, Neuwahl. 108. Abt. Treffpunkt �ur Eportpalast-Kundgehung am Mittwoch 18 Uhr Bahn» Hof Spindlersfeld. Fahrkarten bis Schonederg. 138. und 143. Abt. Freitag, 29. Januar. Zusammenkunft der jüngeren Partei. Mitglieder diesmal bei Okrent, Berliner Ecke Dahnhofstraßc..Diskussions. abend über„Eegcnwartsaufgabcv der Sozialdemokratie, Referenten: Franz Lipinfki und Martin Böttcher: Schriftliche. Einladungen ergehen nicht. 130. Abt. Die Mitgliederversammlung wird wegen der Sportpalast. Kundgebung vom 27. Januar auf den 3. Februar verlegt. Vezirkscusschuß für Arbeikerwohifahrt. 20. Kreis Reinickendorf. Die Arbeiterwohlfahrt veranstaltet mit. der freien Sportvereinigung Tegel am Sonntag, 31. Januar. 10% Uhr, eine Matinee in der Kosmos-Filmbühne, Tbgel, Hauptstraße. Karten sind hei allen Äbteilungs- leiterrnnen zu haben: Die. Abteilungen werden gebeten, bis spätestens 28. Januar bei der Kreisleitcrin abzurechnen. Arbeiisgemeinschaft der Kinderfreunde Grotz-Berstn. (eilte. ielle, Li r wen. oeten, das Haus wird um 20 Uhr geschloffen. fOWGfflk Seminar: Donnerstag, 28. Januar, 20 Uhr. im Rathaus Noukölln. M-H Die Kreislciter werden gebeten, dii> Jahresberichts bis 28. Januar '' ß zurückzugeben. * Mitte: Die Helfersetzung am Donnerstag, 28. Januar, fallt au«: Die Jahresberichte müssen umgehend an den Arsisleiter zurückgegeben werdev. Weddiag: Der Uebungsabend der Mustlgruppe fällt am Mittwoch aus. Donnerstag. 20 Uhr. Generalversammlung im Jugendheim Willdenruvstr. 5. Zimmer 13.— Abt. Leopoldplatz: Freitag Märcheuabend mit Lichtbilder» im Jugendheim. Neukölln»nd Treptow: Wegen Verlegung de» Seminars findet unser nächster Kursus Donnerstag, 4. Februar, statt. Der Troffpunkt zur Kundgebung im Sportpalast morgen, Mittwoch. lOhz Uhr, U-Bahnhof Neukölln.— Abt. Kurt Eiencr: Elternversammlung beut», Dienslag, 20 Uhr, in der Schule am Hertz. bergplatz.— Abt. Lichtlämpfir: Elternocrsammlung heute, Dienstag, 20 Uhr, Baracke Ganghoferstraße. Prenzlauer Berg und SAJ.: Dienstag 20% Uhr Arbeitsgemeinschaft der Rreishelfer über„Psychologie des Kindes�, Leitung: Genosse Ulrich.— Abt. PEittor Adler, Rotfalkcn n: Dienstag Tagespolitik, Freitag Basteln. Sozialistische ArbeilerWendGroß-Verlm Einsendungen für diese Rubrik nur au das Sugeydstlretärlat Berliu SW 08. Lindenstraße 2. vorn 1 Treppe rechts. Wir betelllgen uns geschlossen an der Kundgebung der Partei am Witt. wach, dem 27. Januar, IM Sportpalast. Alle andere» Bcraustaltnngr» falle» aus. Fahnen«na Fahaeuriuuiarsch mUbrivgeo- Wir fingen als ETI., darum muß jeder erscheinen. Tresfpuult hinter dem Acdncrpull. Gegen SAJ.>Mit> gliedsbuch Eintritt frei. * Für das Kostümfest l» der Bolksbühnc am 30. Januar und für das Äpbarett- Matinee am 14. Februar siud noch ermge Kenten im Sekretariat zu haben. Heule, Dieuskag. 26. Januar, 19 Vi Ahr. Arkoaaplatz: Elisäbethkirchstr. 19:.Lehrlingsfragen".— Sewmkfchaftshaus: Köpenicker Str. 92: Glaßbrenner- Abend.— KWaifchcr Pari: Wailanftr. 18: „Wilhelms Geburtstag".— Rofenthaler Porstadt: Tieckstr. 18, � Hof 2 Tr.: „Berufserlebnisse".— Zentrum: Waifenstr. 18:.�LilheUns Geburtstag".— Sc- iunddrunnen I: Gotenburzer Str. 2:„Der Weltkrieg und feine Seijre".— Arunaeaplatz: Wiesen- Ecke Pankstraß-:„Tagespolitik".— Hnmboldthaia: Put- busser Str. 3: Arbeitsgemeinschaft.— Faltplatz I: Funktlonärsitzung bei der Genossin Erna Stoldt.— Norden: Lo-tzingstraye: Bunter Abend.— Schiller- park: Schöningstr. 17: Kampfliederabend.— Wedding: WYIdenowsti. 5:„Fünfjahresplan".— Weddiug-Rord: Türinei' Ecke Seestraße:„Das Reichsbanner und wir".— Wedding, R. F.: Willdenowstr. 5:„Die Geschichte der Arbeiterbewe- guna".— Arnimplatz: Schallplattenabend.— Balkan: Mandelstr. 2: Werbe- Piertel: Retchenberger Str. 00:„Tagespolitik".— Schone barg I, R. F.: Hauptstraße 15:„Was war, was wird?"— Schöncbc-g ll:„Aus dem Tagebuch eines Füriorgszöglings".— Eharlotteadurg: Rostuenstr. 4:.pStimuien aus den ZZc- trieben".— Eharlotteoburg-Olord: Kaiferin-Augusta-Str. s>7s:„Kaisers Eeburts- tag".— Eharlottcubnrg-Süd: Wallftr. 70: Arbeitsgemeinschaft.— Eharlottcn- M"MM»—*i"les Nlonats".— Wilmersdorf: te?"- Steglitz I: Albrecht- .. ��WWMWWWMLastiger Leseadend.— Brut: Ehaussetstr. 48:„Ärbeitsrecht".�— Neukölln I: Hobrecht. Eck« Sanderstraß«:„Die kulturellen Erfolge iu der UdSSR."— Neukölln kl: Stewmctzitr. 94:„Politische und Wirtschaftsdemokratie".— Neukölln III: Ziethenstn. 58: Bunter Abend.— Neukölln I?......... MM' m---—■ um Kitsch" Renköl!» VUI: RüUischule. Zir Schicrkcstr. 44:„Tagespolitik".- Reuköll» Xl: Flug'''' „Das Komotunlstti W�W�WWUWWWW�IWI�W�WW» Dahlngtzer Str. 15: Heimabend.— Karlshorst: Elternabend:„Die Jungen und die Alten".— Lichtrndcrg-Nordwest: Kampfliederabend.— Hcrmsdorf:„Tage?- Politik".— Rdinickendorf-Dst: Lindauer Str. 1: Wädclabeiw.- Tegel: Schöne- bcrger Str. S:„Kaisers Geburtstass".— Wittenau: Wir beteiligen uns am Heimabend der jüngeren Parteigenossen.— Karow: Frundsoergstr. 9:„Fützk- jahresplan".— Pankow I und H:„Berliner Humor.— Riederfchöuhaüfeu: Lindeustr. 47:„Drittes Reich". SSG. Wilmersdorf: Wilhelmsaue 120- um 17 Uhr:„Die deutsche Arbeilir- klasse und die Sowfetunion". SSG. Reinickcndorf: Spielabe.nd, Schöv.ebergftr. 3. ilt�la Vorträge, Vereine und Versammlungen Reichsbanner„Schwarz-Ral-Gold". Geschäftsstelle: Berlin S. 14, Sebaftianftr. 37—38. Hof 2 Tr. Eharlattendurg lOrtsvereinl: Dienstag. 20. Januar, Generalver. iammlung im Gdenpalaft, Eharlottcnburg, Kaifer-Friedrich-Str. 24. Berichte, Wahlen, Buchkontrolle.— Neukölln-Britz: Mittwoch, 27. Januar, Vor» trupp: 19% Uhr Heimabend Jugendheim Bergstr. 29"— Friedrichshain(Orts- Vereins: Dienstag, 20. Januar, 20 Uhr, Mitgliederversammlung in Schmidts Gcscllschaftshaus. Fruchtstr. 30a. Tagesordnung:„Rllstwoche". Pftichtoer. anftaltung.— Kreuzberg, Kameradschaft I: Mittwoch, 27. Januar, 18 Uhr, Sportpalast zur Außenkontrollc.____ Verband„Ehcrechtsresorm"«. B., Sitz Berlin. Oesfeutlich? Persammlung om Mittwoch, 27. Iauuar, 20 Uhr, in den„Einsiedler-Bierhallen", Berlin E. 2, Neue Promenade 9— 10, am Bahnhof Börse. � Polizeisportvcreia Berlin c. P., Abt. Einheitskurzschrist. Regelmäßige Ucdungsabende jeden Montag, Dienstag, Donnerstag uns Freitag von 194, bis ■ Poll-........ MM"Mir""MM• rilta stark. atrl Ulartem: Am Tage nach seiner EiiUieferung tns Zuchthaus wurde der -lrafgefangene Kunze uom Aufseher beim Morgenrundgang unter der Vett statt, aus dem Boden der Zell« liegend aufgefunden, den Kopf mit der Decke verhüllt. Der Aufseher rückte das Bett beiseite und zog die Decke zurück: Kunze starrte ihn ausdruckslos an. Auf die Frage, was das bedeuten solle, gab er keine Antwort, sondern drückte die Knie gegen den Leib und setzte allen Bemühungen, ihn aufzurütteln, swmmen Widerstand entgegen. Der Arzt, dem darüber Meldung erstattet wurde, erklärte ihn für einen Stmulanten. Trotzdem sich der Vorgang jede Nacht wiederhotte, sah man zunächst von rrgendwelchen Maßnahmen ab. Als Dr. Kersten, der Leiter des Zellcnhaufes. den Alt Kunze vorgelegt bekam, fiel chm weniger die fjärte der Strafe, lebenslängliches Zuchchaus wegen Gattenmordes, auf. als der eigentüm- liche Umstand, daß ein Mann, der selbst den Tod gesucht hatte, vor der Einrichtung durch..Begnadigung"' bewahrt worden war. Cs handelte sich um eine jener nicht seltenen Elendskatastrophen, wo ein völlig Zusammengebrochener, ein überschuldeter, von den Gläubigen, bedrängter Handwerker, zur Nachtzeit den Gashahn geöffnet hatte, um gemeinsam mit seiner Frau in den Tod zu gehen. Er selbst war ins Leben zurückgerufen worden, bei der Frau kam jede Hilfe zu spät. Ungeklärt war die Frage geblieben, ob die Ehefrau aus eigener Absicht oder ahnungslos ihr Ende gesunden hall«. Doch da der Angeklagte glaubhaft versicherte, die Tat obne ihre Einwilligung mit Borbedacht begangen zu haben, und die Gc. fchwvrenen die Schuldfrage bejahten, mußte nach dem Gesetz auf Todesstrafe erkannt werden.- Dr. Kersten ließ sich den Gefangenen vorführen. „Kommen Sie, Kunze"", sagte er.„setzen Sie sich zu mir und sprechen Sie sich einmal ruhig aus. Sie haben um Einzelhaft ge- beten. Möchten Sie nun doch vielleicht hinüber zu den anderen?" Der Sträfling schüttelte erschreckt den Kopf. „3ch verstehe. Sie müssen sich erst eingewöhnen. Das ist sckwer. wir Beamten wollen ein übriges dazu tun; nur Ähren guten Willen brauchen wir." „Geht nicht", wandte Kunze finster«in,„kann nicht mehr leben." „Doch! Hier sind Sie ja endlich Ähre Sorgen los, haben Unter- kunft und tägliches Brot. Es kommt nur darauf an, daß Sie das anerkennen und alles Frühere zu oergesien suchen." „Kann ich nicht. HIngericktet will ich werden." „Sie sind begnadigt worden, dagegen läßt sich nichts machen. Scheinen im Grunde ein ganz braver Kerl zu sein, niemals vor- bestraft. Auch im Zuchthaus läßt si.ch's anständig und erträglich leben." „Äch kann nur sein, wo meine Frieda ist." „Ihre Frau, die Frieda, können Sie um sich haben, wenn Sie nur immer liebeooll an sie denken. Mit der Erinnerung rufen Sie die Tote in Ihr eigene» Leben zurück.? Der Gefangene horchte aus, stutzte, versuchte zu begreifen. „Wird sie zu mir wollen— hierher?" fragte er endlich zwischen Zweifel und Hoffnung. „Wenn sie so an Ihnen hängt wie Sie an ihr, warum nickt? Reden Sie mit ihr. Sicher wird Sie ihnen verzeihen und ihr Ge- wissen entlasten." Die beiden Männer trennten sich mit einem Händedruck. Der Gefangene stellte von da ab seinen Unfug mit der Bettstatt ein. dafür hatte dt« Wache von neuen Absonderlichkeiten zu berichten: mit geschlosienen Augen drückte er sich an der Wand seiner Zelle entläng, wobei er unverständliche Worte vor sich hl» murmelte; bei der Bewegung im Freien rings um den Rasenplatz irrt« er oft. aus der Reihe,- blieb ratlos stehen oder strauchelte ohne erstchttichen Grund. Seine Arbeit in der Tischlerei, zu der er als gelernter Zimmermann beordert worden war. verrichtete er willig und mit Geschick, doch mit verstörter, geistesabwesender Miene. Man sah sich dos eine Weile an: als es nicht bester wurde, ließ ihn der Arzt zur Beobachtung in die Heilanstalt überfuhren. Dort blieb sein Der- hallen das gleiche. Da indes die Symptome zur Diagnose des Irr- sinns nicht ausreichten, kam er als ftrafoollzugsfähig in das Zucht- Haus zurück, diesmal in Gemeinschaftshaft. Der Pfarrer bemühte sich um ihn. ohne jeden Erfolg. Kunze Uetz sich auf ein Gespräch mit dem salbungsvollen allen Herrn über- Haupt nicht ein. Er verlangte zurück in sein« Zelle und versprach. sich zusammenzunehmen, wenn man ihm nur seine Ruhe ließe. Dr. Kersten erwirkte ihm vom Direktor die Erlaubnis dazu, be- freite ihn auf Wunsch von dem Arbeitssaal und ließ ihn statt besten still für sich mll Tütenileben und Schnurendrehen seine Zeit hin- bringen, eine meckanische Beschäftigung, die seiner Versunkenh«tt am besten zu entsprechen schien. Die Fenster der neuen Zelle gewährten freien Ausblick auf Wiesen und Felder, die oft von Lankleuten und weidendem Vieh belebt waren. Morgensonne schien herein, Lerchen stiegen trillernd auf, zuweilen zog mit fernem Geknatter ein Flugzeug vorüber: die Well der Freiheit und des menschlichen Tagwerk» breitete sich her- ausfordernd vor ihm aus. ALein sie lockte ihn nicht, sie störte ihn nur. In einer Sprechstunde des Abtellungsleiters bat Kunz« um Versetzung in«in Hofgelaß, zugleich auch um Schreibpapier und Stift. „Dos können Die haben", sagte Dr. Kersten, versprechen, sich weiter gut zu führen und nicht nur Verzweifellen Gedanken nachzuhängen." „Bin nicht mehr verzweifett". gab Kunze klaren Blickes zur Antwort..Kann nur die Menschen und all den Kram da draußen nicht mchr vertragen." „Schon recht, daß Sie sich in der kleinen Well hier, hinter unseren engen Mauern einzurichten suchen. Deswegen ober brauchen Sie die draußen nicht zu hasten. Mit Grell und Haß wüten Sie nur gegen sich selbst und richten sich innerllch vollends zugrunde." „Deswegen? Nein, weil sie einen erst nicht leben lasten und dann auch das Sterben noch verbieten! Reißen mich zurück in das Hundeleben wozu? Nur um mich einzusperren! Die Frieda auf den Schindanger und mich ms Zuchthaus! Nun können wir schauen, wie wir wieder zusammenkommen." „Ihr Unalück. lieber Kunze, ist über alle Maßen. Niemand wird Ihnen sein Mitgefühl versagen. Aber uns alle regiert da» Gesetz, das ausgestellt ist zum Schutze des Lebens. Auch in der ärgsten Not durften Sie über das Leben Ihrer Frau nicht frei verfügen." „Weiß schon. Sollte sie lieber langsam verhungern lasten. Nur gut. daß wir keine Kinder kriegten, die hätten auch dran glauben müsten. Aber die Frieda hat immer gesagt, mein Kind bist du, und ich bin deins, wir Zwei Beide sind uns genug." Alle Gefangnen, befvnde'-s die in Ein'-lbaft, baben einen un» überwindlichen Drang zum Reden. Jede Gelegenheit benutzen sie ausgiebig, am liebsten natürlich mit ihresgleichen: aber auch die Aufseher und höheren Vorgesetzten müssen dazu herbalten. Bei Kunze brach es nach den ersten Mona>en vergrübelter Schweiasam- keit wie aus geborstenem Staudamm hervor. Nur ergoß sich der Gischt seine« wirr brodelnden Gefühls und manischen Verlangens nickt in der RIcktung fremder Obren, sondern in den leeren Raum. Mit Menschen seiner Umgebung sprach er nur da» Nötigste, Wesent- 3)er Xebemläng ltches, nämlich alles, was ihn zutiefst bewegte, murmelle, rief und keuchte er in der Einsamkeit feiner kahlen Mauern bald stockend und stammelnd, bald in langem, überhitzten Wortschwall oor sich hin. Der Wächter draußen an der Tür vermochte keinen Sinn zu erlauschen: lugte er durch den„Spion", so sah er den Häftling mit langen Schritten und heftigen Gebärden auf und nieder schlürfen. zuweilen auch festgewurzelt ins Leere starren und Gespräche führen mll einer Person, die nicht zugegen war. Dann immer häufiger sah Kunze über den Tisch gebeugt und schrieb, bedeckte Bogen auf Bogen mll seinen kindlich fahrigen Schriftzügen, blätterte zurück und la» sich seine Ergüsse gedämpft, im Tonfall inbrünstiger Gebete vor. Man ließ ihm das Geheimnis dieses schriftlichen Verkehrs. Die vollgeschriebenen Bogen verborg er unter seinem Strohsack, ohne daß sich jemand darum kümmerte. Einmal fand der Aufseher in Kunzes Abwesenheit ein einzelnes Blatt unter die Bettstatt geweht: er hob es auf und übergab es Dr. Kersten. Eme Art Gedicht stellte es vor, gerietet an seine tote Frau, und lautete in seiner mangelhaften Rechtschreibung folgender- maßen: „Gestern auf dich gewart. Konntest du nicht los? Hält Geister reich so fest� Äch se dich beite. Bleib wieder bei mir dise Nacht! Oh Glück! Aber nicht wieder weinen! Blick ich in deine dunklen Augen, zerspringt mir das Herz. Sa mach nur schnell, die stunde kommt. Dein schwarzes Har, dein braunes Aug soll mir das Tema sein. Du liebst mich noch, das ist mein Ehrenkleid. Ganz nah bist du mir und dabei so weit" Es schien wirNich, als empfinge er nachts zuweilen den er- sehnten Besuch. Denn an manchen Morgen trat er dem Ausseher. der Ihm das Frühstück brachte, munter und pestrafft entgegen, erging sich in Andeutungen vom Schatz, der den Weg durchs Schlüsselloch fände, zitierte die„heimliche Liebe, von der niemand nichts weiß", und bat, d«n anderen nichts zu oerraten. Auch Zeichnungen warf er aufs Papier, teils«in Durcheinander landschaftticher Eindrücke, bewaldete Hügel, Pfade durch wogendes Korn, einen Nachen auf stillem Weiher, teils allerhand bescheidenes Mobiliar und Hausrat, eine Küche mll peinlich ausgeführtem Zu- behär, ein Doppelbett mit hohen Polstern, die Werkstatt eines Zimmermanns, wohl daz Abbild der eigenen. Solch ein Blatt sandte er sogar einmal dem Dr Kersten in scheuer Huldigung. Da stand in einer freundlichen Kleinbürger- stube— an den Fenstern weiße Gardinen. Famtlienbilder an der Wand— der Tisch gedeckt. Zwei Menschen, nur durch Striche mit Köpfen dargestellt, der eine von langem Haar umflattert, saßen sich daran gegenüber, das Ganze eingerahmt von einem Strahlenkranz. Darunter hatte er geschrieben:„Herrn Doktor in Dankbarkell und Friedo läßt grüßen." So gewann sich der Strafgefangene Kunze die eheliche Gemein- schaft mit der geliebten Frau, von der man ihn im Tode grausam genug getrennt hatte, Schritt für Schritt zurück. Da er sie in seiner Zelle schließlich immer um sich wußte, wurde er heimisch in der Hast und fand nichts Schreckliches, vielmehr nur Trost und Beruhigung in dem Gedanken, daß er vor der Freiheit, die für ihn gleich- bedeutend war m-t Komps und Not. mit einsamer, rotloser Irrfahrt durch feindliches Menschengewühl, für immer bewahrt blieb. Er ahnte nicht, daß seine Machthaber die neue. Verhängnis- vollere Begnadigung schon in Erwägung zogen: noch Ablauf von fünf Jahren sollte ihm der Rest der Strafe erlassen werden.— Noch dämmert er friedlich vor sich hin. vertraut mit seinem abgeschlossenen Raum, mit seiner eintönig tropfenden, unmcßboren Zeit, vertraut mit Schemel, Tisch und Lagerstatt, die der Schatten der Gefährtin mit ihm teilt. Wenn ihm die Gnadenbotschaft überbracht wird, mag es wohl geschehen, daß er sich wiederum verzweifelt dagegen sträubt und die wohlwollenden Herren anfleht, dem Rechte seinen Laus zu lolstn. Es wird ihm nichts helfen. Riemol» wird er verliehen daß Gnade härter fein kann als Recht, und Freiheit mörderischer Zwang. S)r. SBruno SSorchartU: �eehnifche Amtendimg der StelativiläMIheorie Für viele Menschen besteht der Wert wissenschasilichcr, insbe- sonders noturwistenfchaftlicher Forschung in der dadurch erlangten Beherrschung der Naturkräfte und der Möglichkeit, sie für technische Zwecke nutzbar zu machen. Unzweifelhaft haben sich die verschiedenen Wissenschaften auch In engem Zusammenhang mit den menschlichen Bedürfnissen und der Möglichkeit ihrer Befriedigung entwickelt, aber ebenso unzweifelhaft beruht die Farschertätigkeit und der Fortschritt der Wissenschost auf dem tiesen Drang nach Erkenntnis ohne iede Rücksicht ans etwaigen technischen Nutzen. Wie bei den bedeutendsten Leistungen der fernen und fernsten Vergangenheit sehen wir das auch bei den wisienschaftlichcn Errungenschaften der erst kürzlich dahingegangenen und der noch lebenden Generation. So wenig, um nur einige hervorragende Beispiel« zu nennen, Foradoy bei der Er- forschung der elektrischen Induktion an die Möglichkeit Acr elektrischen Kraftmaschinen dachte und Heinrich Hertz bei der Darstellung elektri- scher Wellen an ihr« Anwendung zur Nachrichtenübermittlung im Nun, wie wir einer Darstellung in der naturwissenschaftlich- technischen Zeitschrsst„Die Umschau" entnehmen, können Spannungen oon 220 000 Voll und darüber, mit denen in der Technik heute bereits ganz regelmäßig gearbeitet wird, nur auf sehr umständlichem Wege mit einer Genauigkeit bis zu 1 Prozent bestimmt werden. Statt dessen wird aber in Zukunft nur das Photographieren nach dem Verfahren von Rupp zur Bestimmung der Wellenläng« der Elektronen nötig sein, und dann ergibt sich aus den Formeln von d« Broglie und E.nstein die elektrisch« Spannung ohne weiteres mll der überaus großen Genauigkeit, die der Viessung der Wellenlängen zukommt. Das ist ein bescheidener Anfang einer technischen Anwendung, deren Ende nicht abzusehen ist. Doch wir wiederholen, was schon zu Anfang gesagt wurde: Die Bedeutung und die Wertschätzung der Arbeiten von Einstein und de Broglie liegt keineswegs in etwaigen technischen Anwendungen, an die sie gar nicht gedacht haben und modernen Funkwesen, so wenig dachte auch Albert Einstein bei der! gar nicht denken konnten, sondern in den Aufschlüssen, die sie uns Aufstellung und Weiterentwicklung de» aus der Relativitätstheorie beruhenden Weltbildes an die Mäglichkell irgendeiner technischen Amvendung. Und doch scheint auch dies« oollkonmien abstrakte Lehre, deren Derständni» so vielen mangels genügender mathematl- scher und physikalischer Vorbildung unmöglich ist, setzt schon. n«h nicht dreißig Jahre nach ihrer ersten Begründung, praktische Anwendung m der Technik finden zu können. Nach der Relativitötscheorie besteht gegenseitige Verwandelbar- kell von Energie und Mass«, so daß durch Aufnahme von Energie die Masse eines Körpers vermehrt, durch Abgabe von Energie ver- mindert werden muß. und Einstein konnte berechnen, um was für Beträge es sich dabei handelt, dl« sich allerdings als so winzig er- gaben, daß sie sich der Beobachtung entzogen. Da» weiteren führten neuere Untersuchungen in der Lehr« vom Licht auf Erscheinungen, die sich nicht mit der überkommenen Anschauung verstehen ließen, daß da» Licht auf einer Wellenbewegung im sogenannten Aether beruhe, die vielmehr nur verständlich wurden, wenn das Licht auf- gefaßt wurde als ein Schwärm äußerst kleiner und schnell bewegter materieller Teilchen, die man Lichtquanten nannte Es ergab sich daraus der merkwürdige und jedem nach einheitlicher Naturauffassung Strebenden geradezu unerträgliche Zustand, daß eine ganze Reihe von Lichterscheinunzen nur durch eine Wellencheari«, eine andere nur durch ein« Quantentheorie des Lichtes begriffen werden konnte. Einen Ausgleich fand der französische Physiker Louis de Broglie, indem er zeigte, daß auch materielle bewegte Teilchen sich verhatten könnten wie eine Welle, und dann lehrt«, aus der Masse und Gc- schwindigkell bewegter Teilchen die Wellenlänge der an sie geknüpften Welle zu berechnen. Bekanntlich wurde er für diese Leistung vor wenigen Jahren mll dem Nsbelpms für Physik ausgezeichnet. Zur erperimentellen Prüfung der van de Broglie angegebenen Formel eignen sich besonders die kleinsten un» bekmmien Massenwenn Sie mir! teilchen. die Elektronen oder Atome negativer Elektrizität. Stellt man eine positiv elektrisch geladene Platt« einer negativ geladenen gegenüber, so wird der zwischen ihnen befindliche Raum von elektri. schen Kräften bcherrscht, er bildet ein elektrisches Feld von be- sthnmter Stärke, die von der elektrischen Spannung der Platten abhängig ist, und in einem solchen Felde bewegen sich die Elektronen mit mn so größerer Geschwinhigkell, je stärker der Spannungsunter- schied der Platten, also die Stärke des Feldes sst. Zur Prüfung der de Brogl: eschen Formel bracht« der deutsche Physiker E. Rupp die Feldstärke oder den Spamnmgsunterschied der das Feld erzeugenden Platten auf 220 000 Voll und lieh dl« Elektronen zur Bestimmung der Wellenlänge der mit ilineki verbundenen Welle ein dünnes Goldblättchen durchdringen. Dann er» leidet die„Elektronenwelle" an den einzelnen Goldatomen eine Beugung in derselben Weise wie eine Lichtwelle an den scharfen Rändern einer sehr engen Oeffnung oder wie«ine Wasserwelle an im Wasser befindlichen Pfählen. In einzelnen Richtungen verstärken sich die austretenden Wellen, in anderen schwächen sie sich, und eine in den Weg der Elektronen gestellte photographische Platte zeigt dann abwechselnd hell« und dunkle Ringe, au, deren Abstand sich ohne weiteres die Läng« der Elektronenwelle ergibt. Auf diese Weise tonnte Rupp die Wellengleichung de Broglies für sehr große Geschwindigkellen als vollkommen zutreffend be- stätigen und erhiett zugleich ein« weiter« Bestätigung auch der Relativitätstheorie, denn für die Moste so rasch bewegter Teilchen mußte der Wert eingesetzt werden, den Einstein aus seiner Theorie erschlossen hatte, und der zufolg« der Energie der so schnell dahin fliegenden Teilchen«ineinhalbmal so groß ist als ihre..Ruhmasse" Was haben aber nun diese recht komplizierten und mit großer Veobachwngskunst durchgeführten Versuche, die doch nur dem Be- mühen entsprangen. Klarhell über das Zutreffen der Einsteinschen und de Broglieschen Grundanschauungen zu erlangen, mit praktischer Anwendung in der Technik zu tun? in der Äuffassung über die uns umgebende Ncllur gebracht haben. Stichard It agner in Xondon Eine anschauliche Schilderung von Wagners Persönlichkeit wird in der„Morningpost" von einem ästen Herrn veräsfentticht. der Gelegenhell hatte, ihn bei seinem letzten Besuch in London vor 54 Jahren aus der Nähe zu beobachten. Wagner wohnt« bei feinem Impresario Dannreuther in einem noch heute stehenden kleinen Haus am Orme-square und ging mit seinem Wirt im Gärtcheu des Hauses spazieren. Hier sah ihn der Verfasser:„Er war damals in seinem 64. Jahre, aber seine kleine außerordentlich beweglich« Gestalt zeigte nur wenig Spuren des höheren Atters. Eine malerischs Figur war er. mit dem markanten Kopf und dem ergrauten Haar, das aus einer Samtkappe hervorquoll, die ja so bekamst ist und nach ihm benannt wurde. Die kühnen Augen funkelten von Feuer, und die scharfen Linien seines Gesichts mll den stark betonten Backen- knachen verrieten den unbezwinglichen Kämpfergeist dieses Mannes. Der lockere Kragen mll der flatternden Seidenschleife, der von seinem Hals zurückfiel, und der leichte Mantel, der um ihn wehte, erhöhten den Eindruck des Künstlertums, der von dieser Gestall ausging. Mll raschen nervösen Schritten ging er aus und ab und sprach auf seinen Begleiter ein mll einer unaushaltsamen Redeflut und mll heftigen dramatischen Gebärden. Diese vulkanische Kraft, die bei seinen friedlichen Spaziergängen schon so ungehemmt losbrach, steigerte sich dann noch, als ich ihn einige Tage später tn der Albert Hall diri» gieren sah. Mit der zauberhaften Wucht seines Taktstockes gestaltete er den„Walkürenritt" zu einer so ungeheuren Wirkung, wie ich sie seitdem nie wieder erlebt habe." Wie all wird ein SSeilungsbtall? Di« Zeitungswissenschaft, die in letzter Zeit einen so hohen Auf- schwang genommen hat. legt besonderen Wert auf die Ausbewahrung der Zeitungen, dl« eine so wichtig« Wissensquelle bilden, ober in unseren Zsttcn de? Holzpapieres ist das Zeitungpblatt einem frühen Untergange geweiht, und man zerbricht sich jetzt, nicht nur bei uns, sondern auch in England und Amerika, den Kopf, um das beste Verfahren herauszubekommen, das der Zeltung ein langes� Leben sichert. In dem Regierungslaboratorimn der Vereinigten Staaten sind nun Untersuchungen angestellt worden, die sich mll der gegen- wärtigen Lebensdauer eines Zeitungsblattes beschäftigen. Dabei kam man zu dem traurigen Ergebnis, daß alle amerikanischen Zeitungsbände, die in den Jahren 187S bis 1927 gedruckt wurden, dem raschen Untergang geweiht sind. In der Zell van 1370— 187-1 vollzog sich nämlich der Uebergang von dem Baumrvoll» und Leinenfaserpapier zu dem Papier, das aus Holz, aus Stroh oder Gras hergestellt wurde. Diese Erzeugnisse besitzen� aber kein« längere Dauer. Erst im Jahre 1327 entschlossen sich etnige Zeitungen die aus ein lange» Fortleben Wert legten, einig« Stücke auf Lumpen- papier abzuziehen, und diese kommen in die öffentlichen Bibliotheken, wo sie Jahrhunderte überdauern werden. Für die Lebensdauer der Zeitung ist entscheidend, welches Verfahren der Papiers abrikaiitm angewendet wird. Auch Lumpen» und Leinenpapier zerfällt sehr rasch, wenn es trocknet, bevor eine chemische Reinigung ersolzt ist. Unter den verschiedenen Verfahren, die zur Erhaltung de» modernen Papiers vorgeschlagen wurden, wird als die beste empfohlen, auf die Zeitungsseiten der einzelnen Bände mit Stärke festes sapamsches Seidenpapier aufzukleben. Auf dies« Weise verleiht die New-Vorker öffentliche Bibliothek den von ihr bewahrten Zeitungen Dauer, aber diese Methode ist recht kostspielig. Wo» eigentlich den raschen Zerfall des Papiers hervorruft, weiß man noch nicht genau Die meiste Schuld tragen wohl die Unreinheiten, die bei der chemischen BeHand- lung übrig bleiben. 3Ir 41• 49 Jahrgang 2. Beilage des Vorwärts Oiensiag. 26 Januar 1932 Die Tragödie der Bauwirtschast. SS Prozent Arbeitslose und keine Mark Hauszinssteuer für 1932.— Es muß gebaut werden! Der deutsche B-ugewerksbund Hot seine neueste» Arbeitslosig. keltr'issern bekanntgegeben. Sie sind in der Gegenü.erstellung mit Oer Entwicklung in den legte» drei Jahren ein Zeugnis von der grauenhaften Verwüstung die von der offiziellen Finanz-, Wirt- fchafts- und Wohnung-politik in der deutschen Vouwirtschast von 1923 bis, Ende 13Z1 angerichtet worden ist. Im Dezember ISZI waren im Deutschen Daugewerksbund 81,4 Proz. sämtlicher Mitglieder arbeikelos. Der Höhepunkt der Arbellelostgkeit liegt gewöhnlich im Februar. Im Februar 1332 wird man mit 92 bis 35 Proz. Arbeitslosen im Baugewerbe rechnen können. Im ganzen Jahre 1331 ergibt sich im Baugewerbe«ine durchschnittliche Arbeitslosigkeit von KS, 7 Proz Da im Jahre 1332 mit der Errichtung öffentlicher Bauten über- Haupt nicht, mit neuen Wohnungsbauten im kaum nennbaren Aus- maß, mit neuen Jndustrikbauten ebenfalls kaum zu rechnen sein wird, sind 75— 80 Proz. durchschnittlich« Aibeiteloflgkeit für 1332 kaum zu hoch geschätzt. Das ist für das Baugewerbe Wirtschaft?» und sozialpolitisch die Katastrophe. Die Marksteine de» Satastrophenwegs. Die Höhepunkte der bauwirlfchailUchen Beschäftigung liegen in den Monaten Juli uad August; sie sind zugleich die Tiefpunkte der Arbeitslosigkeit. Der Stand der bauwirlschasttichen Arbe'tsiosizkeit betrug IS'? noch S.3 Proz. 1333 war er auf Z S. 1 P r o z. ge- stiegen, 1931 hatte et sich aus 5 5,3 Proz. erhöht. Der Jahresdurchschnitt der Arbeitelasigkeit im Bau- gewerbe, in dem Soisoweinslüsse am stärksten sich auswirken, er- höhte sich van 29 Pro;, im Jahre 1929 auf 47.ö Proz. im Jahre 1330 und aus KS. 7 Proz. im Zahre 1931. Mit der allgemeinen Konjunkturentwicklung kann diese riefen- haste Schrumpfung der bauwirtschaflllchen Arbeitegelegenheiten nicht erklärt werden; es handelt sich hier um eine echte Kala- strophenkurve. Das zeigt folgende Gegenüberstellung: Es betrug im Zahre 1979 193» I9Z1 Arbeilslosigkeii im Baugewerbe. 29,0Proz. 47,KProz. KS,7Proz. . in den Konjunklur- grnppen........ 12.1. 21,4. 33,3. ZahlderArbellslage ImBaugewerbe 213 Tage 157 Tage 94 Tage ... in den Kon- junklurgruppen..... 264. 236, 200, INehrausfall im Baugewerbe.. 51. 79. 106> oder 19� Proz. 33.5 Proz. 53.0 Proz. D'e Zahl der noch BeschSstigien verringerte sich also in der tto»i«nktnrgrnppe de, AVGB. von 1S2S bis 1931 im Jahresdurchschnitt von 57,9 aus 66,7 Proz.. im Baugewecks- buud aber von 71 aus 31.3 Proz. der Mitglieder, also im Tempo fast doppelt so schnell. Der Mehransfall an Arbeilslagen im Baugewerbe gegenüber der Beschäftigung im Soujunkturgewerbe hat sich von 1929 bis 1931 fast verdreisachl. Die Rückwirkungen auf den Geschäftsumfang der Gesamiwirtschast und den Binnenmarkt sind außer. ordentlich: Für 1931 entstand im Baugewerbe gegen 1930 ein Umsatzausfall von 3,Z Milliarden, gegen 1329 ein Ausfall von 5.9 und gegen 1928 ein Umsatzausfall von 5.7 Milliarden Mark. Es ist klar" daß die Beschäftigungs- und Geschastskatastrophe im Bau- gewerbe wegen der Schlüsielstellnug der Bauwirlfchasl Beschäftigung und Umsätze der Konjunktur gewerbe— in der Folge auch die KonkurrenzfähigleU der Exportindustrie— um so stärker aushöhlen mußte, je schneller die Aushöhlung der Bau- Wirtschaft vor sich ging. Die O e f f e n t l i ch k e i t hat sich bisher kaum Rechen- schoft über diese Dinge gegeben. Es ist bisher noch wenig«r, kannt worden, daß im Jahre 1932, wenn die Dinge so weii-r» gehen wie bisher, Deutschland vor der Notwendigkeit einer Nolslandsaktion für olle im Vauzcwerbe Veschäsiiglen stehen wird. Das Erschütternde ist. daß das Verhängnis zwar mehr fahr. lässig als bewußt, aber doch sehenden Auges, durch dir verantwork- lichen für die Jinanz- und BZirtschastspotitik des Reiche» herbei- geführt worden ist. Cs ist das Verdienst des Vorstandes des Deutschen Bau« gewerksbunves. in einer noch vor Erlaß der vierten Not» v-rordnung der Reicheregierung üb«ge enen Denkschrift die volle Verantwortung der Reichsfinonzpolitik für die Derwüstuno der Bauwirtschaft festgestellt und diese V-rontwortlrchkeit auch systematisch nachgewiesen zu haben Diese Denkschrift ist heute, wo das enogültize Erlöschen der Bauwirtschaft im Jahr« 1932 und d-s- halb ernste und dringlich« Aufgaben zur Förderung der Bauwirt- schoft vor uns stehen." van allerhöchster Aktualität. Tvie an einem Aiederlhennometer kann das Steige» der Ar- bait losigkett Im Baugewerbe an folgenden Maßnahmen obgelcscn werden: ,... St«i.»ru»g fen«rbeii. Ja9r Ereignis wstztett gegen da« Corjadt 19e9 Der halbe Spareinlagenznwachs sür kommunale Umschuldung... von ls,7 ans 29,0 Proz. 1930 Sozialversicherung stellt 300 Mist, für Finauzzwecke des Reiches. Real- steuersenkung bis 375 Mill. aus dem Bauanteil d. hauszinssteuer von 29.0 auf 47,7 Proz. 1931 20prozenlige Senkung der Hauszins- sienerjähe für Zinsen der Aus- weriuugshypo'heken Der kam» munale Finanzbedarf wird au» dem Bauanleil der Hauszins» steuer gedeckt. Verbal der Er- richlung öfsenll'.cher Bauten.. von 47,6 aus 68,7 Proz. Es sind, wie man sieht, ausschließlich iiinerwirt- schaflliche und finanzpolitische Maßnahmen die die Bauwirtschastskatastrophe herbeigesührt haben; Maßnahmen, die im Zusammentreffen mit einer Weltwirtschafts- und Kreditkris« die allgemeinen Krisenwirkungen vervielfältigen mußten. Die Denk- schrift des Baugewerksbundes läßt aber auch erkennen, daß Denkfehler und Borurleile. parleipolikifche Arithmetik. Jnterefjentenpolitlk und Irreführung der öffeullichea Meinung, nicht aber wirtschaftliche Zwangsläufigkeiten der Finanzpolitik des Reiches zu diesem volkswirtschaftlichen Fiasko geführt haben. Daß ein unabweislicher Wohnungs- und ösfentlicher Bau- bedarf vorhanden sei. wurde von der Finanzbürokratre in lieber- einstimmung mit der falschen Theorie von der Unproduktivität öffentlicher Bauförderung schließlich verneint. Das geschah, obwohl keinerlei finanzielle Vorsorge für die Finan- zierung der Bauinitlatwe getroffen war, wenn die öffentliche weg- sollen würde. Aus ein ganzes Jahrzehnt hinaus besteht dabei jetzt noch ein Bedarf von jährlich rund 300 000 Wohnungen. Der öffentlichen Kapitalbildung und verbilligenden, bau- fördernden öffentlichen Kapitalverwertung stand man ablehnend gegenüber, weil die Finanzbürokratie im Kielwasser der privaten Kapitalbildungspsyche schwamm. Die U Oberleitung der Bau- initiative an die Privatwirtschaft wurde gefördert, die staatliche. verbilligende Bauförderung wurde als überstüfsig erklärt, obwohl der Wegfall der billigen 5)auszinssteuerhypotheken eine untragbare Mietenteuerung bringen und das Bauen überhaupt unmöglich machen mußte: dabei drückte man sich— fast grundsätzlich— um die Lösung des Problems der zweiten Hypothek. Obwohl der Bau- markt und der Bauanteil der hauszinssteuer die einzige Kon- junkturreseroe für Krisenzeiten waren, wurden in relativ günstigen Konjunkturzeitcn die Reolsteuern auf Kosten der hauszinssteuer gesenkt und schließlich den Kommunen der Rest der hauszinsstcuer zur Schadloshaltung für die steigenden Wohlfahrts- lasten überantwortet. Den Hausbesitzerargumenten von der„Ungerechtigkeit" der hauszinssteuer und von dem kapital- bildenden Charakter ihrer Aufhebung wurde Vorschub geleistet; die falschen Behauptungen der Enquetekommisston von den Fehl- investitionen im Wohnungsbau, die lächerlich sind gegenüber den Kapitalfehlleitungen in der Industrie, wurden aus- gebauscht und erhielten den öffentlichen Segen der Negierenden. denen solche„Feststellungen" willkommen waren. Man mochte Reichswohnungsbauprogramme, denen die finanziellen Unterlagen fehlten oder denen man sie im weiteren Verlauf der Dinge entzog. Das sind die niederdrückenden und anklagenden Schlußsolgerun- gen, die sich der OeffenllichkeU aus dem in der Denkschrift des Bau- gewerksbundes ausgebreiteten Material über die Derantwortlich- leiten an der katastrophalen bauwirtschasllichen Entwicklung aus- drängen müssen. Dw Irrige ist. was geschehen soll. Auch hier gibt die D e n k s ch r i s t eine Antwort, die auch und erst recht noch nach der vierten Notverordnung einen richtigen Weg weist. Die seit 1329 durchgeführte Preisgabe der öfsentlichen Bauförderung muß als grundsätzlicher Irrtum erlannt werden. Die hauszinssteuer darf nicht beseitigt, der B a u a n t e i l an der hauszinssteuer muß weitgehendst wiederhergestellt werden: dazu gehört, daß eine Realsteuersenkung auf Kosten der hauszinssteuer als volkswirtschaftliche Unmöglichkeit erkannt wird. Weil 1932 keine einzige Hauszinssteuermark mehr zur Verfügung steht, muß der schon 1930 geplante Banzwlschenkredit des Reichs— mindestens 750 Millionen Mark— so schnell als mög- lich mobll gemacht werden. Um neue Wohnungsbauten vermiet- barer zu machen, ist auf eine Reihe von Iahren die Tilgung?- rate für Hypotheken auf Proz. zu senken. Die wieder einzuführende K a p i t a l e r t r a g s st e u e r soll für bausördernde Zwecke reserviert werden. Die Beschaffung noch st elliger Hypotheken ist vom Staate planmäßig zu organisieren. Es mag ofsenbleiben, ob die Vorschläge des Baugewerksbundes ausreichend oder voll durchführbar sind. Seln Zweifel ist jedenfalls, daß die Preisgabe der öffentlich. wirlschafMchen Bauförderung ein finan;- und wlrkschaslspolikischer Irrweg sowie eine konjnnklurpoliiische Torheit von unabsehbare» sozialen und allgemeinxclitlschcn Gefahren ist. Sein Zweifel ist auch. daß der fehierhaste Zirkel der zunehmenden Ausdörrung der Kon» Zunktnrindustricn durch die finanzielle Aushungerung des Bau» gewerdes sich 1932 und in den folgenden Jahren zur zunehmenden Gefährdung auch der Exportirdustricn und schließlich der deutschen Zahlungsbilanz verschärfen muß: denn es Ist eine Illusion daß die private Baninilialloe mit ihren hohen Zinslasten die Lffenlllckre wird ersehen können, wenn ausreichend billiger ausländischer Kredit uns versperrt bleibt, was auf absehbare Zeit wahrscheinlich ist. ilud e» bleibt auch nicht mehr viel Zeit zur Einkehr, zur Ilmkchr und zu neuen Enlschlüssen: ILenn das Jahr 1932 endgüliig eine Dauer- arbeHslosigkcU von 75 bis£0 Proz. im Baugewerbe gebracht haben wird, dann wird eine 1-mkehr in der Finanz- und Virls6)aslspolilik mit ungeheuren Mehrkosten bezahlt werden müssen. E» muß sofort Arbelt beschafft und gebaut werden. HungerAMik am laufenden Band. Aach der Buiter jehi auch die Margarine.— Wie Sange noch Schiele-System? Die Erhöhung des Dutterzolls ist erreicht. Herr Schiel« ver- zeichnet einen großen Sieg. Aber es ist so. wie wir geschrieben und voraussagten, daß nämlich Zollerhöhungen und Ernsuhrbeschrän- kungen den deutschen Dutterpreis nur wenig steigern können, weil die Kaufkraft der städtischen Bevölkerung zu stark gesunken ist. 50 000 Tonnen weniger Einfuhr bringen keine Besserung der Preise, solange der Butterlonsum derart sinkt wie bis jetzt. Rur der Lndustrieexport wird zerhauen und hunderttausende neue Arbeits- lose werden erzeugt. Trotzdem soll jetzt das Unerhört« geschehen, daß man durch Zölle auf Pflanzenöl« und sonstige Margarinerohstosfe die Margarine verteuert, um zum Mehrverbrauch von Dutter anzu- regen Außerdem sollen Valutazuschläge bei der Fleisch- und Bich- einfuhr erhoben werden. Wiederum sind Valutazuschläge bei Fleisch und Pich nicht des- wegen gefährlich, well die Fleischpreise erhöht werden könnten— schon im dritten Bierteljahr 1931 wurden SS Proz. de« Fleisch- bedarf? durch die deutsche Landwirtschaft gedeckt—, sondern weil durch sie der Jndustriecxport noch mehr gefährdet und die Arbeit»- Möglichkeiten noch mehr verringert werden. In welchem Maße sich 1931 die Einsuhr on Vieh und Fleisch schon verringert hat, darüber folgende Ziffern: 19 0 ISZt Rindvieh... 178 400 nur noÄ 53 000 Stück Einfuhrüberschuß Schweine. gl L00 erhöht aus 140 500, Ausfuhrüberschuß st) Fleuch, Speck, Wurst... 953 500 nur noch S5i 800 dt Einfuhrüberschuß Der Einfuhrüberschuß on Rindvieh und Fleisch ist also sehr de- trächtlich gesunken, der Ausfuhrüberschuß an Schweinen ist stark gestiegen,"vre lächerlich gering« Einfuhr noch stärker verringern wollen, heißt um einer Illusion willen den Industrieexport weiter opfern. Toll— man möchte fast sagen gewtsienlo«— sind aber die Pläne, durch Erhöhung der Zölle auf Schmalz. Talg. Tran und pflanzlich« Oele eine Verteuerung der billigeren Konsumfette wie der Margarine erzwingen zu wollen. Auch bei diesen Margarine- rohsiosfen ist die Einfuhr rückläufig. Insgesamt ist die Einsuhr an Fetten lohne Butter) von 386 000 Tonnen im Jahr« 1330«ms 354 000 Tonnen im Jahre 1931 gesunken. Also trotz de? Butter- verbrauchsrückganges und der damit verbundenen Abwanderung zum Konsum billigerer Fette ist die Fetteinfuhr um 10 Proz. ge- funken. Wahrlich«in Gradmesser für das Ausmaß des Elendes in Deutschland. Jetzt die Rohstosfe für die Margarine verteuern zu wollen, ist alnsoch unverantwortlich. Aber der Plan Ist auch absolut dilettantisch, umsonst wird das Volk gequält, umsonst wird der Export gedrosselt. Kein Mensch wird deswegen mehr Butter essen, wenn das Preisniveau für Butter und Margarine erhöht ist. Der einzige Erfolg dieser neuen „staatsmännischen Tat" würde sein, daß der Arbeitslose auch am Sonntag, an dem einzigen Tag, an dem er sich vielleicht etwas Butter leistet kein Stückchen Butter mehr verzehren wird. Die Verteuerung der Fette bringt also der Landwirtschaft nicht den allergeringsten Nutzen. Bisher Hai man immer noch nichts davon gehört, daß der Neichswlrtschastsmlnlster gegen solche Pläne Einspruch erhoben hätte, hat Herr Warmboid alle Vernunft in landwirtschaftlichen Dingen vergessen, die er früher manchmal zu beweisen schien und hat er vor seinem Kollegen Schiele schon alle Segel gestrichen? Es wäre sonst einfach nicht zu glauben, daß solche Pläne ernsthaft rni Reichskabinett erörtert werden. C s muß ein Ende wer- den mit solcher die Bauern nur irreführenden Hungerpolitik gegenüber den Massen. Infame Quertreibereien. Die Konkurrenz saboiiert Detriebs'aufnahme bei Vrennobor In der Släubigervarsammlung bei Brennabor-Brandenburg kam es am Montag zu stürmischen Anslrillen. von einem Mitglied der im Gläubigorausschuß verlretanen Kinderwagen- induslrie, der Konkurrenz von Brcnnabor. wurde Antrag auf Vertagung gestellt. Dieser Antrag stellt ein Konkurrenzmanöoer übelster Art dar. denn damit wird der versuch unternommen, die Mederausnahme des Brennaborbctcicbeo in der Hochsaison der Kindcrwagenlndustrie, Januar bis März, zu s a b o t i e r en. Der Oberbürgermeister von Brandenburg wandte sich ür schärfster Weise gegen diese Manöver, nachdem ein Mitglied der Famiti« Reichstein(Brennabor) die wahren Hintergründe des Bertagungsanteage» dargestellt hatte. Diesem Protest schloß sich ein Bankenvertreter an, der den Aergleichsvorschlag als angemessen be« zeichnet». Jetzt komme nach Wiederaufnahme des Betriebes alles auf rationelle Arbeit an. In der Autoabteilung sei die Arbeit be- reit» im Gange und es wurde zur Zell eine Serie Streifenwogen für die Berliner Schupo gebaut. Pfundkrise und Schievcnsyndikal. In dem I n t e r n a t i o- nalen Schienensyndikot. da» nach Einbeziehung der Engländer und Amerikaner vor zwei Iahren zu einem Welt- kartell ausgebaut worden ist, hat die Entwertung des Pfundes zu einem scharfen Konflikt geführt. Die Mitgliedswerke aus Ländern mit Goldwährung sahen �ch durch die engliscken Pfundofferten. die infolge der anhaltenden Schwankungen der Pfundmährung zu zahl- reichen Ii n t e r d i e t u n g e n der Engländer im Gegensatz zum Kartellvertrog führten, schwer geschädigt. Bei den Verhandlungen innerhalb des Kartells zeigte es sich, daß die englischen Werte kein Interesse an einer Sprengung des Kartells haben, da sie sich bei der gegenwärtigen Absatzlage von einer Au»- meitung des Export» mit Hilfe eines Psund-Dumpings weniger versprechen als von den durch das Kartell gesicherten Erlösen. Man hat sich daher innerhalb des ScI ienenkartells ans den Vergleich geemigt, daß die Engländer zugunsten der Mit- glieder aus Goldwährungsländern in den Fällen aus Geschäfte abschlüsse verzichten, wo die Psundschwankungen ihnen eine bessere Slusnutzung ihrer Kartellguote zum Schaden der übrigen Mitglieder ermöglichen. Schutz vor Anst&okuna Gnppa u.&. w. Jetzt zu ermässigtern Preise. Blutapfelsinen 3 Pfd Rossnkohl............. 2PtoI»«h o. IckhlverdorbKche Waren»ind von Versand ausgeschlossen.— Die Zusendung von Labensmlttatn erfolgt bei Sa Stellung von 9,00 Mark an. e{e�Ua'In allen Häusern ausser •«»fcHÖ Andreasstrasse 'Lachs gefr, m. EL. L Pfdv. 0,28 'Zander gefr_ iro ganzen, Pfd 0,35 'Lebende Karpfen pfd v. 0,65 'Kabeljau gr,o.K,i.g, Pfd 0,24 'Seelachs gr, o.k., l g, Pfd 0,22 'Rotbars................ pfd 0,22 'Kabeljaufllet......... prd 0,48 'Schollen............... z Pfd 0,25 'Grüne Hering»...... 3 pfd 0,33 Wild und Geflügel Hühner gelieren....... Pfd. an 0,70 Suppenhühner...... pfd an 0,68 Hasen gestreift tLaasgesr, Pfd 0,75 Kaninchen gestr.iiansg..PidT. 0,75 Wildragout........... pfd v. 0,25 Frisches Fleisch Schweineschulterbl...pfd 0,64 Schweinekamm o. Big., Pfd 0,78 Sthweineschuft o. Big, Pfd 0,78 Schweinekotelett pfdran 0,84 Kassler mild.......... Pfd von 0,76 Rückenfett bratfertig, Pfdvon 0,50 Brotwurst Berliner Art... Pfd 0,78 Kalbskamm->. Big, Pfd von 0,48 Hammelvorderf). pfd von 0,68 Suppenfleisch..... pfd von 0,48 Schmorfleisch o.Kn, Pfd r. 0,78 Gehacktes............... Pfd 6tS0 Schweine- u.Rlnderlsbar�fd 0,68 Schweinenieren...... Pfd 0,84 Rinderbacken.......... rtd 0,52 Räucherwaren Bücklinge........... Pfd. von 0,23 Seelachs gerlachert..... Pfd 0,48 Schellfisch gerlnchert..,. Pfd 0,48 Sprotten................ Pfd 0,24 Bratheringe... I-Liter-Dose 0,50.."JrUter-Doae 0,32 Bismarckheringe„.. I-Liti'r-Dose O.SS..'irUter-Doee 0,02 Heringe In Gele©_.. I-Lfter-Dose 0,66.,'(rLitnr-Doae 0�2 Rollmöpse. I-Litor-Dose 0,66..'VUter-Dooe 0,42 Kronsardinen. I-Utor-Dose 0,65.. llrLIt«r-Do»« 0,03 Gänse ,.»«............ n,. 0,S2 8 Schweinebauch:' 0,58 Kaffee Pfd. von Bandnudeln........... pfd. 0,44 Makkaroni............. ptd 0,56 Backobst...r....... Pfd von 0,38 Pflaumen getroctnel.Pfdvon 0,24 Kakao starir entslt...Pfd von 0,58 Erdbeer-.Pflcumen- od. Kirsch-Konfitora, ca. i-Pf,'i Uhr Vis Mausefalle Preis« TS PL— 4 M Sonnt- naohm. 4 � halbe Ebreisc, metropoKtieaier Täglich S>k Uhr Ein Ued der Uebe Bich. Tanber Annl Ahlers forvefkaDi unaBlerbroiios Rose-Tfteater Snit Fmlrfirtir Sin!« 111 laL Hgidusl E 7 1422 8.1 J Uhr Eine Frau von Format «v.uhr CASINO-THEATER»'/. m» Lothringer Strafe 37, ■ iiminMitMuiiuiiiiiiiiniiiiiMiiuiiiiiiiiitniiiinmuinfimiiuniii Nur noch bis 29. Januar Vas man aus Liebe tut und die Operette„Das SctciJnngs-Soaper" Sonnabend, den 30. Januar zum 1. Maie Ehen won Heute Gutschein 1-4 Personen: Parkett 50 Pf,. Fauteuil 1.— Mark. Sessel ILO Mark Berlin«; Tueater Im AdmiraisDalast Täglich 8>/« Uhr Gifte Olper in Die Dnbarry Preise v. ÖJO M. an S!ettmerSä»gsr im Reichshalien- Theater Dünhoff platz 8 in. Soiwtaj! Z>/, Ohr zu u- mäBigtra Prsisen. OasiisiiiPfiigniDiii nitlBcrlsske „So'n Reinfall!" Preise abgebaut! §iä(lt.op€r Ctaarlottenburg SismarcksuaSe 34. Dienstag, 26. lanuar Turnus Iii Anfang 20 Uhr Friedemann Bach 1. Wiederholnng Ends geg. 22,30 Uht Anlaßmittel J.G. für den Automotor an kalten Tagen Schont die Batterie Zu haben an allen Leuna-Großtankstellen Bezugsquellen in Berlin: Deutsche Gasolin Aktiengesellschaft, Berlin-Charlottenburg 9, Reichskanzlerplatz 7—9 GroBtankstellen: SW 68, Alte Jakobstraße 1 38 Charlottenburg, Helmholtzstraße 9 Charlottenburg, Konigin-Elisabeth-Straße 22 Reinickendorf-Ost, Residehzstraße 79 Reinickendorf-West, Scharnweberstraße 156 Wannsee, Königstfaße MesHr Hcutez 1 Mal, 79, U TIMON von Fcrd BruCltner Kegie HcinzHilpert Bühnenbilder: Oskar Strnad VoiKsbunne Thtattr an Bllocjlatz 8 Uhr DsrGeiangene mit Albert Bassennaoa Staad Sttillsr-Ihaaler 8 Uhr DlegMüdie leite r)MtUEaWELT<« ] Anioltf Silinlz n-üattB Btrniannpl.> HiiiBnPelile 1 n»-H Brases Bockbierlesi | BroBe OcBseoDratarcl nnfl PrliDlIenuig dir jOfloilcn{ Behaogin(Dubbs). 5 Geldpreise: SO, 40, 30, 20, 10 RM. 6 Rapellin» BarrisOe B edles aag» Besinn 7 Ehr I Äd Alexanderplatz Neue K6nig8tr.43 Und ifl Dein Urlaub nodi fo Klein, Im Cafie SdiOncbcrd mnlfl Du Sevelen lein! Inhaber: Wolf gang Gnmgc, Haaptüra�e 23/24 Die Komödie »>,« Uhr Oer Uiettiaul mit dem ischatten Ton WMn voa Sdioii Kegie Hans Deppe kdFmfsienoamni- Theater | 1 448- 8>/« Uhr lofridit-Produktioa nahadonnr von Brecht u Weill IdUnnO. Eetriebsraifil Diensfag, Den 26. Zannag, abenbs Z Ahr. In Oen Sophlanfafea, Saphlenstrah« 171« (nicht In den XliisLkeraSIen) TolI'Fersammiand der Betriebsräte Tagesordnung? Berichierftattung oon der Tagung des Netchsdelrais der Betriebsräte VOM 28. und 29. Dezember 1981. Um pünktliche« Erscheinen wird ersucht. kiufriit nur gegen Borzeigung de» Mit- gliedsduche« und de» gültigen Betriebs- räteausweises. Mltfwoch. den 27. Ja tmer, abend» 714 Ahr. Besichtigung des Arbelt ssdmtZ'NDsenms Betlin.ahatloffcnbucg. ffroaa- hasersfrahr 11-12. Di» Funktionärfnnen und weiblichen Mitglieder werden gebeten, 7Vi Uhr an- w-se'nd zu lein, da die Filmvorführung pünltiich 7>/, Uhr beginnt. Kolleginnen I Der Besuch de, Arbeit« ichuz-Museum» ist sehr nötig, da Auf fldmng über Unialloerhütung und dsrne Betttebshpgiene- ist auherdrdentlich interessant. Wir erwarten desHaid, daß sich die Kolleginnen recht zahlreich be teiligeit._ Sonnetsfag, den 28. 3a n aar. abend» 7 Ahr. Im Lokal oon wall- schldger, Adaldertslratz» 21 Br8tldte0'?ers8MiitliutS aer Brsbtsrbetter Tagesordnung 1. Aussprache über unser letzte» Lohn aMomme». 2. Vranchenaugelegenheiten. Alle i ollegen werden ersucht, bestimmt zu erscheinen. Mifgliedsbnch legitimiert 1 Ofa OrtzTcrweltang. Theater desWestens Taglich«';» Uhr Karl Jöken in Der Vogelhändler Prci>e von 50 Pt. an Yhoator am HollendorfplDU liqie: Itafu Satniorg Pallas 7051 Täglich 8U Uhr Stps auch»Vi Uht fiasparone Am 18. April 1932, 9 Ahr, wird an Serichfsstelle S-rUn LIchfersefd«. Rm Ilratze S. Zimmer>22. da» im Gtuubhuche oon Berlw-Lauvvltz. Band 5, Blatt Io7, eingetrogene Drundstück Wohnhaus muHoiraum. Restauration� gatten.Eaaigebauds. 2Stallgedaudeund Selteiuvohityau» ilatser-Gilheim-Str.34 Eike Seydtizstr. 20 zwangswens verstei-ett werden. Bitter haben aus Verlangen desSSudi- ger, in der Regel eine Eicherhtti»on 10 Praz des Dargedot, in dar Ods: Seth papieren zu leisten. Dir Rachwetiung-N über Bezeichnung Lage und Sräge pp. Ihn en hier. Hmmea lb. eingesehen werden.— 7 X 82/A. Berlin-Li-btersside. den S. Zaunar 1982 Da»«mfsgerldhl. lieM« A'cnraltunSssicllc Berlin Todesanzeigen Den MUgltedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Rohrleger iiarl Lenge geb. 15 September 1858. am 22. Januar gestorben ist. Die Einäscherung findet am Dienstag, dem 26. Aanuar. 19 Vj Uhr, im Krematorium Gerichtstraße statt Am 22. Januar starb unsere Kol- legegin, die Arbeiterin Anna Tiemann geb. 18. Januar 1876. Die Beerdigung findet amMittwo». dem 27. Januar, 15 Uhr. von der Leichenhalle de, Golgatha- Kirchhofs in der Barfussttotze aus statt Rege Betttligung wird erwartet »lacflruf Am 16 Januar starb unser Kol- lege, der Dreher Paul Barthel geb. 6 Januar 1883. Die Einäscherung hat bereits statt- gefunden. Ehre ihrem Andenken 1 Ol« Ortnrerwallang. EMMuug Der SsruWäe. In der Aufwettungssache de, früheren Beamten der Btftoha Feue:-BerficherungS' Attiengesellschatt Wilhelm Bari» j ins m Berlin-Tempeihoi. Aiarichitt 20. vertreten durch den Rechlsanwaii Hermann Schräder, Berlin W 35. Potsdamer Sir 28, egen die vlkfarfa jn Berlin Allgemeine Zerficherungs-Attiengesellschait ats Bus wettungsschnidnerin hat die Epruchstelle beim Sammer aericht im Wege ichrisllicher Eni- scheidung vom 3. Dezember 1931 für Recht erfonnt: L E» wird seftgestellt. daß die den Per stcherunzzdeamlen der Siftotto Jener- Bersichetungs-AG von der Biltotio zu Berlin Allgemeine Bersicherung,- AD ge- wähtten Verficherungsscheine zusammen- gesaßt al, Aniprüche gegen eine Betrüb»- vensionsfasse der Blttorta zu Berini Allgemeine Berpcherung»- AD. aliht zu gelten haben:. �. 2. die übregen Anträge des Antrag stellers werden abgewiesen. Su> die Befonmmachung vorn 17.0fto6ct 1931 wird ve� wiesen. 8. Di««Osten de» B-ttahren, werden der Biklaria»n Berlin Allgemein» Ver- sl>bernna»-AS. auferlegt Gemäß AN 16 Adl. S der BS vom 8 Juli 19-6 wird daraur bingewiesen, daß d:e Beschwerde rist von einem Monat lür die- jenigen Sl-udige-r, die sich nlch» an dem Bersohren bete-iigt haben mit dem Tage dieler DerSffentl chung im.Demschen Reichs- anzeiger beginnt Berlin, den 21 Januar 1932 Aammergeriäht Sprachfielle. KLEINE ANZEIGEN iHUiiiniiiimujiiniiuiiniiiiiuiuinuiuuiuuuuuiuuiiu Oberschriftswort 20 Rfjeriwort 1 0 Pf. Wiederholungsrobatt, 5 mal 5%. 8 mal 7'/»%, 12 mal 10%, oder 1000 Wort« AbtthluO 10%, 2000 Wort« 15%. 4000 Wart« 20%. Annahme durch den Verlag, linden- straßo 3(Vi 9 bis 5 Uhr), sämtlich« Vorwörts-Filiclen u.-Ausgabe$tell«n sowi« all« Annoncon-Exp«dltion«o | uepKauie| Tapeten Szillat. Aolonie- straße>. KieidungssfOcw. wascüB usw. ssraef anzog, Hochmodern, schlanke Figur 1,7V. verfaust preiswert Hebet ett. Neu- »n. Weichsel. wße 31. U bin 3 Ubr. G Wenig gettagene «aoaltergarderobe von Millionären, Aerzten, Anwällen. abelhast billige .ireiie. Empfehle Taillenmäntel, Pa- letots, Fracks, Smo- fings, Sehrcckan- zlige, Hosen, Sport. Gehpelze. Gelegon. heitsfäus« in neuer Garderobe. Weite. stec Weg lohnend. Lotbringerstraße 36 1 Treppe, Rosen- thaler Platz._ Gm Leihhau» Liplowitz, Jägerstraß« 63. L Etage. kaufen Sie jetzt noch ritt billiger Her. ren- und Damen. garderoben, Pelz- mäntel. Harrenpeize, Brillanten. Uhren, Gdlb- und Silber» waren. Im Haus« Mainm. Rur Jäger- straß» 63. 1. Etage. Plan»», GelegenhettskZufe. 175�- 275.—, ge- brauchte, neu«, große Auswahl. Teilzahlung. Thür. Münzstraß» 60.» Radio Sensationell! Retzanschlus Sumoshon, neu, Modell schließlich 35.— Morl. Dorn cheenstraße 68. N -abrik» ttn- iien recht», Wintere egrnübv IlSfiMSfi» Dsgelfutter, Glas« aquarien, Händler Enarospreife, svott- billig. Futtertartz, Prinsenstraße 1i)7. «ahRgeblfie, Biatinabkiille. Quecksilber 8inn» melalle, Silber- schmelze. Gsldschmel- zerel. Ebrillionai. «äpenlckerstraße 31. Saitestelle Adalbert. ü raste_ «ab-aebttse. Edelmetallbruch. Quecksilber.«in», Blei. Silberlchmeltt. lEhristionat.«öoe» nickerstraß« 20» lWanfeull-lstraße.) MSOSI Eouche». Ehaiselsngues, Bs- tenfotafratzen. Aus. legematratzen, Me. tallbetfen. Wolter. Sfaigarderstraße achtzehn,«ein La. den.' Schlafzimmer 323,— bis 1450,—. Kamerling,«asta- nienallee 56, Ecke Fehrbellinerstraße. Eonche» 65,—. 73,—."S.—, Sessel 15,—, 18,—, 22,-, 33,—, 49,— in gediegener 33er. arbettung bei Moritz �reasstratz» 3V, g-, genllber Leiser. Ohne Einichreidegelb vermittelt Woh- nungsheld. Reu« Kontgstraße acht- unddreißig. bireft Ale-andeiplatz.' NlllZllf- IlI!lPU!IISIIlS Linlpiavo». Mietviano, über. aus preiswert Thanofabrif Link Brunnenstraße 35* Sofsmann-Pianos ffeb.- Fabrttgarantl», Teilzahlung. Leip '"'»57(Spit- limine!' Ein immer und tt« iert«s gimmer an Genossen zu»er- mieten,«all Woit. scheck, Tbarlatten- buia.«nobelsdorff- stratze 95, pariere. IgMIiMSMl j Sislienanseno> j Haushälterin ohne besondere Eni. schädigung für länd- lichen Housholt mit Z«indem gesucht. Nicht über 40 Lahre. Offerten unter F. 151 an den„Bor- wgrt»" erbeten.■ �