BERLIN Nienstag 2. Zebniar 1932 10 Pf. flr. 54 B 22 49. Jahrgang Crschcinttüalich außer Sonntags. Abcukalligabc tei.Scrroärti" Brjoztvreis für beide ilaejabett 7ö W. vre Wocke, 3,2ö M. pre Monal (davon s7 Bf. monatlidi für Zustellung ins Hans) im ooeons jablfcac. B o st b c z» z 3,97 M. einschließlich 60 Bf. Bostjeilungi- und 72 Bf. Bostdestellgedüdreil. „Ibwasfa An i eit« np rei I: Die elnfvalUge Wiaimeterjeile 30 Bf., Ncilamczcste 2.— M. Ermäßigungen nach Tarif Bostschechkonto: lvorwärts-Verlag G. m. d. H.. Berlin Rr. 37 336.- Der Verlag dehäu(ich das Recht der Ablehnung nicht genehmer Anjeizeo vor! Redaktion und Ernedition: Berlin SW68, Lindcnstr. 3 Sernsprecher! Dönhoff(/t 7) 292-297. Terror-Anttage gegen Nazi Wels überreicht Groener neues Material Schon um die Weihnachtszeit hat der Parteivorstand dem Reichsinuenministcr Groener einen stattliche« Band von Atteumaterial überreicht, das die Terror- Methoden der Natwnalsozlalisten darstellt. Diesem ersten Band hat er jetzt acht weitere folgen lassen, die durch- schnittlich etwa 200 Seiten stark sind und 363 Terrorfälle der letzten Zeit behandeln. Es handelt sich um Beleidigungen, Bedrohungen, Verletzungen, teilweise mit Todeserfolg. Die einzelnen Vorgänge sind zum größte» Teil durch Zeugenaussagen, durch offizielle Polizeiberichte, einzelne auch bereits durch Gerichtsurteile belegt. Es handelt sich um Provokation» Herausforde- 3)38 ilialerial gegen die Ilaais. rungen, Mißhandlungen in Versa, nmlun- gen, auf der Straße, nach Versammlungen, oder bei Demonstrationen, oder nach Demonstrationen. Auch um Vorgänge, die sich mit politischem Hintergrund aus Wirtshausstreit heraus entwickelt haben, und auch um Fälle» wo ohne jede Veranlassung auf der Straße Anders- denkende von Nationalsozialisten gereizt, provoziert und dann mißhandelt worden sind. Uebersieht man die ganzen Vorgänge, so zeigt es sich, daß in ganz Deutschland, mag es Lstpreußen oder Baden, mag es Mecklenburg oder Württemberg, mag es Braunsrhiveig oder Thüringen jcin, immer nach derselben Victhode gc» handelt wird. Das Material ist heute mittag dem Reichsinnen- minister Groener durch Genossen Wels überreicht worden. Auch der Reichskanzler und der preußische Fnncn- minister haben Abschristen erhalten. Japans Verbrechen 3)as iapanifche SlugxeugmutierfchiSf„Wega'' vor Schanghai Neuer Kampf um Schanghai. Die Japaner greifen wieder an. Schanghai, 2. Februar. Die Japaner haben mit vier Feldgeschützen die Ve- schießung Schapeis wieder aufgenommen. 2000 japa- nische Marineschützen bereiten sich zum Angriff vor. Die chinesischen Behörden erklären, sie seien f e st dazu entschlossen, die Japaner aus Schanghai herauszuwerfen, lavvv chinesische Soldaten sind zu diesem Zwecke in und vor Schapei gesammelt worden. Oer Kampf im Gange. Schanghai. 2. Februar. Am Dienstag früh begann ein neuer Angriff der japanischen Marinesoldaten auf die chinesischen Stellungen in T s ch a p e i und beim Nordbahnhof, der mit Feldgeschützen und Maschinengewehren beschossen wurde. Die Japaner besetzten den Tu ng t a i-H üg e l, einen wichtigen strategischen Punkt, der die ganze Stadt beherrscht. Die Chinesen bemühen sich zur Zeit, den Hügel zurückzuerobern. Von den japanischen Kriegsschiffen wunden weitere Landungsabteilungen ousgesandt, die mehrere Stellungen am Flutzufer besetzten. In, Chinesenoiertel herrscht eine unbeschreibliche Panik. Die Bevölkerung flieht in Scharen aus der Stadt. Zur größten Ueberraschung der chinesischen Behörden erschienen am Dienstag früh japanische Marineoffiziere im Außenministerium in Nanking und erhoben Protest gegen die Beschießung japanischer Kriegsschiffe vor Nanking. Wieder-.�uhe" in Nanking. Nanking, 2. Jebruar. Seil l Uhr nachts Ortszeit herrscht Ruhe in der Stadt. Gleich nach Beginn der Beschießung begannen die ausländischen Konsulate in größter Eile Maßnahmen zum Abtransport ihrer Staats- ungehörigen zu treffen: ein Abreifebefehl wurde indes noch nicht erteilt. Ehinefifche Augenzeugen der Zusammenstöße berichten, daß japanische Matrosen aus eine chinesische Patrouille gefeuert und gleich danach japanische Kriegsschiffe die Forts aus dem Löwenhügel nahe dem Ufer mil Granaten belegt hätten. Offiziell wird erklärt, daß die Forts das Feuer nicht erwidert und die in der Stadt befind- lichea Truppen Befehl erhalten hätten, nicht zurückzu- schießen. Insgesamt seien 20 Granaten von den japanischen Kriegsschiffen abgefeuert worden. Aus Anordnung der Behörden ist nach Geschäslsschluß die ganze Stadt in Dunkel gehüllt. Hinrichtung gefangener Chinesen? Schanghai, 2. Februar.(Reuter.) Chinesische Blätter behaupten, daß etwa 150 gefangene Chinesen von den Japanern erschossen worden seien: bei den meisten der MUck auf ci(au hing, das von iapanifchen Schiffen befchoffen tturdc Hingerichteten soll es sich um Freischärler handeln. Weiterhin berichten die Blätter, daß ganz« Wagenladungen toter Chinesen heute morgen von japanischen Landungstruppen fort- geschafft worden seien. Jetzt schießen sie gar auf Amerikaner. London, 2. Februar.(Eigenbericht.) Trotz des zwischen Japanern und Chinesen vereinbarten Waffen- stillstandes haben in und um Schanghai auch in der letzten Zeit wieder erbitterte Gefechte stattgefunden. Selbst a in e r i- konische Marinesoldaten, die ini Begriff standen, die amerikanische Methodistenkirche mit Sandsackbarrikaden zu besestigen, wurden von den Japanern beschossen und zuin Rückzüge ge- zwungen. Das Sternenbanner holten die Japaner von der Kirche herunter. Inzwischen sind auch flußaufwärts am Pangtse japanische Truppen gelandet. Da hier starke chinesische KBästo konzentriert sind, werden weitere Kämpfe erwartet. Amerikanische Entrüstung— mit Rüstungsneben- absichten. New Jork, 2. Februar.(Eigenbericht.) Die antijapanijche Stimmung in Amerika ist ständig im Wachsen. Die Zeitungen nennen Japan in ihren Leitartikeln einen Amok- l ä u f e r und verurteilen schärfstens die Aktion in Schanghai, die einen unauslöschlichen Fleck auf dem japanischen Namen bedeute. Die Ostasienkrise findet auch starken Widerhall im Bundeskongreß, wo der Borsitzende der Marinekommission des Bundessenats Hole die sofortige Inangriffnahme eines riesigen Flottenbau- programms(!) forderte. Die amerikanische Flotte wird als un- genügend und minderwertig bezeichnet. Die Budgetkommission des Repräsentantenhauses stellte sämtliche Heereskürzungsvorschläge zu- rück und trat für eine neue Prüfung des Armeebudgets ein. Außerordentliche Sitzung des Völkerbundsrats. Gens, 2. Februar. Das Völkerbundssekretariat gab am Dienstagmittag völlig un- erwartet bekannt, daß der Völkerbundsrat für heute nachinittag l4.30 Uhr zu einer außerordentlichen Sitzung einberufen worden sei, und daß die Eröffnungssitzung der Abrüstungskonferenz von 15.30 auf 10.30 Uhr verschoben werden niüsse. Obwohl Gründe für diese außergewöhnliche Maßnahme nicht angegeben werden, ist anzunehmen, daß die Entwicklung im Fernen Osten diese Programmänderung erforderlich gemocht hat. Alle Maßnahmen, insbesondere die Uebertragung der Er- öffnungsrede Hendersons auf die verschiedenen Sender, werden durch die Verschiebung umgeworfen.( Die Falschmeldung der Kriegserklärung. Genf. 1. Februar.(Eigenbericht.) . Die chinesische Regierung hat in einem Telegramm an den Generalsekretär des Völkerbundes die Meldunzen über die angeblich bevorstehende Kriegserklärung an Japan alz aus der Lust ge- Die Hindenburg Kandidatur Einzeichnungslisten bei der bürgerlichen presse griffen bezeichnet? China übe nur das Recht des souveränen Staates aus legitime Verteidigung aus. werde Japan nicht den Krieg erklären und halte die Verpflichtungen aus dem Völlerbundspakt, Kellogg-Pakt und Neunmächleoertrag trog deren dauernder Verlegung durch Japan streng ein. In der chinesischen Delegation wird das falsche Reuler-Telegramm als bestellte Kriegshetze bezeichnet.» . Ostasien und Abrüstuna. Mit der Ausdehnung der sapanischen Aktion auf weitere chinesische Städte, die beschossen werden, und wo Truppen gelandet werden, scheint sich auch ein Umschwung in der öffentlichen Meinung der angelsächsischen Länder zu vollziehen. Die Tonart der Denkt an die Mstwoche! PotixeipräSidenl gmefingM zeichnet fich ein englischen wie der amerikanischen Presse gegen Japan ist nach der Beschießung von Nanking wesentlich schärfer geworden. Es ist freilich bezeichnend, daß die reaktionären Blätter und Kreise aller Länder, insbesondere Frankreichs, die Ereigmsie in China dazu benutzen, um die heut« zusammentretende Ab» rüstungstonserenz ins Lächerlich« zu ziehen und eher für weiter« Rüstungen als für Rüstungseinschräntungen Stimmung zu machen. In diesem Sinne ist eine auffallende Uebereinstimmung zwischen dem„Matin" und der Londoner„Morningposl" zu verzeichnen. Das Organ der extremen Konservativen Englands erblickt in den Nachrichten aus China den Beweis dafür, daß England auf dem Gebiete der Seeabrüstung schon viel zu weit gegangen sei. Diese Auffasiung deckt sich vollkommen mit der Aeußerung des amerikanischen Parlamentsführers Hale, der ein riesiges neues Flottendauprogramm befürwortet. Daß mich die deutsche reak- tionäre Presse ähnliche Schlußfolgerungen aus dem Krieg in Ost- ästen und aus dem Versagen des Völkerbundes zieht, versteht sich am Rande. Demgegenüber fordert der„Daily Herald" als Organ der Arbeiterpartei, ähnlich wie der„Vorwärts" vor zwei Tagen, die Verhängung des Wirtschaftsboykotts gegen Japan. Und im Organ der französischen Sozialisten, im„P o p u l a i r e" zieht L 6 o n Blum aus diesen Vorgängen gerade entgegengesetzt« Schlußfolgerungen als die nationalistische Pariser Presse. Er schreibt: Man hätte den Mut besitzen müssen, vom ersten Augenblick an Japan als den Angreifer zu brandmarken. Was kann denn smdeutiger als Angriff gewertet werden, als die bewaffnete Be- setzung eines unter der Hoheit eines anderen Staates stehenden Ge> bietes? Man hätte den Mut besitzen müssen, wenn Japan weiter bei semer angreisenden Haltung bliebe, sofort die i n t e r n a t i o- nalen friedlichen Sanktionen spielen zu lassen, nämlich Abbruch der diplomatischen, wirtschaftlichen und finanziellen Beziehungen. Man hätte den Mut besitzen müssen, feierlich den Schuldigen vor der öffentlichen Meinung der Well bloßzustellen: warum aber hat man diesen Mut nicht gehabt? Well Japan stark ist, well es mächtig gerüstet ist, weil ein Bündnis mit ihm oder seine eventuell« Gegnerschaft für das Gleichgewicht der Militärkräste eine Rolle spielt. Vielleicht hätte es dem mora- tischen Urteilsspruch des Völkerbundes getrotzt, und dann wäre der bewaffnete Streit nicht vermieden worden. Aber der Völker- b u n d hätte dann wenigstens doch seine Ehre gerettet und seine Zukunft erhalten. Auch das Gewicht der japanischen Rüstungen hat die internationale Instanz verhindert, in Tätigkeit zu treten. Die Schlußfolgerung ist, es gibt keine internationale Ge- rechtigkeit, solange ein ausreichender Ab- rüstungsgrad nicht erreicht ist. Das muß man mehr denn je betonen in dem Augenblick, in dem die Abrüstungskonferenz zu- sammentritt, Achtung, Buchdrucker! von den Betriebsräten einer Anzahl Berliner Betriebe wird uns mitgeteilt, daß den Gesamtbelegschaften allgemein ein Abbau der überlarislichen Bezahlung von 50 Broz„ lellweise in ultimativer Form, angekündigt morden ist. von den hierunter beflndlichen Großbetrieben sind zu nennen: Scherl, Masse,„Deutsche Tageszeitung". Slsner, Greve, außerdem mehrere Mittel- und Kleinbetriebe. Die Betriebsräte und Vertrauensleute werden ersucht, jeden beabsichtigten übertarislicheu Lohnabbau sofort dem Ganvor- stand persönlich zu melden. Ferner bitten wir, vor jedem Sondillonsantritl Erkundigungen beim Vorstand. Zimmer lZ. einzuholen und auf die weiteren Bekanntmachungen im„Vorwärts" zu achten. � Braun. G l o t h. Der Untersuchungsausschuh des Preußischen Landtages für die Ostbankangelegenheiten setzte am Montag nach einem Bericht des Abg. Seinert(Soz.) die Vernehmung des'Zeugen Dr. Tetens fort. Der Ausschuß setzte hierauf die weiteren Zeugenvernehmung au». Die bürgerlichen Verlage der Berliner Zeitungen— ausgenommen die Hugenberg-Presse— werden von Mittwoch bis Sonnabend Listen zur Einzeichnung für die Wiederwahl des Reichs- Präsidenten von Hindenburg auslegen. Die Rechtspresse weist zu dem Ausruf des Hindenburg-Aus- schusses auf Kommando daraus hin, daß unter den Namen seiner Unterzeichner die Führer größerer rechtsgerichteter Organisationen schien. Eine Stellungnahme für oder gegen Hindenburg erfolgt jchoch nicht. Nationalsozialistische Gegenkandidaiur. Die„Deutsche Allgemeine Zeitung" meldet aus München, daß die Nationalsozialisten zunächst nicht die Absicht haben, sich bereits heute oder morgen zu der Frage der Reichspräsidentenwahl zu entscheiden. Wörtlich fährt das Blatt dann fort: Mord bei Schmöckwitz. Gastwirt erschossen aufgefunden. Unweit de» bekannten Berliner Ausflugsortes Schmöckwitz wurde heule vormittag ein verbrechen entdeckt. Etwa 20 Meter von der Chaussee wurde im Walde der 5S Jahre alte Besitzer des Restau- rants„Berliner Schweiz", Sarl Gruberl. tot aufgefunden. Der erste Befoud scheint daraufhin zu deuten, daß der Gastwirt ermordet worden ist. G, ist jedoch nicht an der Fundstelle erschossen worden, Schleif- und Blutspuren lassen erkennen, daß er den tödlichen Schuß auf der Chaussee erhalten und dami von dem Täter ins Dickicht geschleppt worden ist. Die M o r d k o m m i s s i o n unter Leitung der Kommissare Dr. Wächter und Nebe haben sich aus dem Polizei- Präsidium nach Schmöckwitz begeben. Von dem Täter fehlt bisher jede Spur. Wie die bisherigen Ermittelungen ergeben haben, wollte Grubert gestern nachmittag eine Gastwirteversammlung in Schmück- witz besuchen. Um 17 Uhr verließ er sein Restaurant. Als G, nicht heimkehrte und auch heute früh nichts von sich hören ließ, forschten die Angehörigen nach und erfuhren, daß Grubert zu der Versamm- lung überhaupt nicht erschienen war. Jetzt benachrichtigte der Bruder des Vermißten die zuständige Landjägerei. Gemeinsam machte man sich auf die Suche nach Grubert. Schließlich entdeckte man am Rande der Chaussee Schleif- und Blutspuren. Die Beamten gingen der Spur noch und fanden Grubert mit dem Gesicht im Waldboden etwa 20 Meter von der Chaussee tot auf. Der Tod ist durch einen S ch u h in den Hals erfolgt. Um einen Raub- mord scheint es sich nach den ersten Feststellungen nicht zu handeln, denn der Tote hatte seine goldene Uhr und seine Börse bei sich. Offenbar handelt es sich um einen Racheakt, vielleicht ist der Gast- wirt aber auch verkannt worden und einem Irrtum des hinter- hältigen Schützen zum Opfer gefallen. Hitler, ein bißchen verdreht. Stahlhelm wider Hakenkreuz.- Der„Deutsche Schnelldienst", der bei Hugenberg erscheint, und dem Stahlhelm nahesteht, beschäftigt sich mit dem Briefwechsel Hitler-Seldte und bemerkt zu dem Brief Httlers: „Das ist alles ein bißchen verdreht und offenbar so in erster Rage niedergeschrieben, so daß man nicht allzusehr darüber rechten soll." Hitler hatte in seinem Brief an Seldte u. a. gesagt, die Struktur seiner SA.(woraus der Tippteusel die berühmte„Eßart" mochte) sei anders als die des Stahlhelms und er fürchte, manchem Kameraden, dessen Magen knurre, wehe zu tun, wenn er, Hliler, an irgendeiner Tafel sitze. Das veranlaßt den„Schnelldienst" Hitler als den Mann zu bezeichnen. „der schließlich sich in München em Braunes Haus erbaut hat, in Berlin in dem immerhin nicht schlechten Hotel„Der Kaiserhof" zu wohnen pflegt und des öfteren als Gast bei führen- den Männern der deutschen Industrie ist." Hiller hatte sich ferner über„schamlose Terrorakte eines fich „Sollte sich der Reichspräsident entschließen, die Kandidatur aus den Händen des.�zindenburg-Ausschusses" entgegenzunehmen und schon im ersten Wahlgang kandidieren, so scheint— wenn wir richtig unterrichtet sind— Hitler tatsächlich entschlossen zu sein, nach Erwerb der deutschen Staatsangehörigkett selbst schon im ersten Wahlgange zu kandidieren, damit zunächst einmal ein zweiter Wahlgang notwendig und die Ent- scheidung für Hindenburg im ersten Wahlgang vereitelt werde. Aus den Kreisen seiner Parteifreunde ist jedenfalls m diesem Sinne in den letzten Tagen sehr stark aus Hiller eingewirkt worden. Man oerlangt im Braunen Haus, daß den Nationalsozialisten der Weg in die Regierung endlich freigegeben werde, d. h.. daß Hindenburg sie mit der Regierungsbildung beauftrage, Rur unter diesen Um- ständen könne Hindenburg ihr Kandidat sein, nicht aber, wenn er sich von dem„Hindenburg-Ausschuß" ausstellen lasse." zum Teil auch als national gebärdenden Unternehmertums" beklagt. die sich angeblich gegen feine SA.-Leute richten sollen. Dazu schreibt der„Deutsche Schnelldienst": Da» ist ein Angriff gegen das deussche llniernehmertum. der sich im Munde eines nationalen Führers mehr als bedenklich ausoimmi, zumal dieser Führer die Ursachen der deutschen Arbeits- lofigkeit, die Tributfron und die marxistische Mißwirtschaft, genau kennt und sie— das sst fein unauslöschliches B erdien st— in der Oefsentlichkeit mit Fanatismus bekämpft. So wird Hitler sehr deuttich an seine Pflichten gegenüber„den führenden Männern der Industrie" erinnert. Er muß, um vom Kapitalismus und dem grotesken Versagen der„Wirtschaftsführer" abzulenken, alle Schuld auf die„Tributfron" häufen, obwohl dies« gar nicht mehr geleistet wird, und blöde Lügen über„marxistische Mißwirtschaft" erzählen. Dafür erhält sein« Partei Jndustriegeldcr, Dafür darf er selber öfters vom Tisch der Industrie essen, wenn er sich so bescheiden benimmt, wie es sich für einen„nationalen Führer" dem grohmächtigen Unternehmertum gegenüber gehört. Tragödie zweier Postbeamter. Er folgte seinen Kollegen in den Tod. wie erst jetzt beannt wird, stürzte in der Nacht zum Sonntag der 57 Jahre alte Postassistent Gustav w n t t k e aus der Sirchbach- skraße 9 in der Schöneberger Straße von der PSschuag in den Hafen am Hafenplatz. Passauleu halten den Vorfall beobachtet und alarmierten die Feuerwehr, der es gelang, den Mann schon nach wenigen Miuulen aus dem Wasser zu ziehen, w. wurde ins Elisabelhkrankenhaus gebracht, wo er einige Stunden nach seiner Aufnahme gestorben ist. Der Unfall des Postasststenten hat eine zweite Tragödie zur Folge gehabt. Am Montag erhängte sich in seiner Woh- nung der SZjährige Postschaffner Erich Schünemann aus der Belziger Straße 8, Sch. war mit Wuttke eng befreundet und man glaubt, daß er sich dessen tragischen Tod so zu Herzen genommen hat. daß> er selbst Hand an sich legte. Die beiden Beamten waren auf dem Postamt 11 am Anhalter Bahnhof beschäftigt Am Sonn- abend hatten die Kollegen einen kleinen Bummel unternommen, der in einem Restaurant am Lehrter Bahnhos endete. Es scheint, daß sich Wuttke dort von seinem Begleiter getrennt hat. Etwa eine Stunde später ereignete sich dann am Hafenplatz der Unfall. Passan- ten wollen gesehen haben, daß Wuttke ins Wasser gesprungen ist. Da aber dienstliche Verfehlungen gegen den Beamten nicht vor- liegen und auch sonst die polizeilichen Ermitüungen keine Anhalts- punkte für das Motiv zu einem Selbstmord gegeben haben, glaubt die Behörde, daß nur ein Unglücksfall vorliegen kann. 38 Nationalsozialisten verhastet. Magdeburg. 2. Februar. Zwischen kiommuntsten und Nakioualsoziallsten kam es heute nachmittag zu verschiedenen Zusammenstößen, bei denen ein un- beteiligter Arbeiter durch einen Stich in den Hals schwer verletzt wurde. In den späten Abendstunden nahm dle Polizei eine Durch- suchnug des SA.- Helms vor und verhaftete achluad- dreißig Nallonalsozlallsten. Immer noch Sürsienrenten Kampf im Rechisausschuß des Reichstags Der Rechtsausschuß des Reichstags nahm heute vormfttag die Einzelberatung des sozialdemokratischen Antrags auf Neuregelung der Fürstenabfindung auf. Die Darstellung, die der Regierungsvertreter vom Reichsinnen- Ministerium über das von den Ländern eingegangene Material gab, brachte geradezu unglaubliche Tatsachen ans Licht. Roch immer werden an die ehemaligen Fürsten und zum Teil an weit entfernte Verwandte Renten gezahtt. In Württemberg von M 00l> bis 70 000 M., in Mecklenburg-Schwerin fünf Renten im Ge- samtbetrage von 91 WO M., in Lippe vier Renten von 51 000 M. neben einer Aufwertungsforderung von 1 Million. Die Gerichtsurteile von Mecklenburg-Strelitz sind bekannt. In Schaumburg-Lippe lasten auf den 46 0000 Einwohnern Renten- und Penflonsansprüche von 171 099 M., zum Teil bis zum Jahre 1946. In Thüringen muß in Sachsen-Weimar-Eisenach eine auf 33 Proz. aufgewertete Rente von 199 999 M, gezahlt wer- den. In Sachsen-Meiningen eine 199prozentig aufgewertete Rente von 495 999 M., für Schwarzburg acht Renten im Be- trage von 124,999 M., wovon drei Renten erblich sind Nach einer Geschäftsordnungsdebatte, in der die Rechtsparteien einen neuen Berschleppungsversuch unternehmen, begann die Gene- ralaussprache über das vorgetragene Einzelmaterial. Für die sozialdemokratische Fraktion erklärt Abg. Wagner, daß das vorgetragen« Material den Antrag des Voltes völlig rechtfertige. Man stelle sich vor. daß die aus dem Lande Mecklenburg. Strelitz von t 19 000 Einwohnern allein an die monienegrinische Prinzessin zu zahlende Summe von 500 000 Mark plus S Proz. Zinsen seit 1925 eine regelrechte harte Kopfsteuer bedeutet, daß ans eine Arbeiterfamilie von fünf Köpfen also 25 Mark Beteiligung an dieser fürstlichen Belastung des Lande« entfallen! Die Forderung des sozialdemokratischen Antrages bestehe zu recht. In den Ländern, in denen man keinen Gebrauch machen wolle. werde schon die Bevölkerung die Regierungen und die Parlamente dazu zwingen. Der Redner schloß mit der Feststellung, man könne doch mm nicht mehr den Vorwurf wiederholen, daß die Sozial- demokratie einen unbearündeten Antrag eingebracht habe! Abg. Graf Westarp hielt den Vorwurf in vollem Umfange aufrecht. Es höre jede Rechtssicherheft auf, wenn man alle erledigten Fürstenabfindungen aufs neue aufrollen wolle. Die Fürsten seien von derRot derZeitmitbetroffen-Der Antrag der Sozialdemokraten bedeute einen Eingriff in die schwebenden Prozesse. Immerhin erkannte Westarp bei dem Kapitel der Renten an, es gäbe da„einzelne Fälle, die uns allen keine Freude machen", aber dazu noch einmal die Gesetzgebungs- Maschine in Gang zu setzen, das entspräche dem agftatorischen Be- dürfnis der Sozialdemokraten. Abg. Seger-Defsau(Soz.) entgegnete dem Vorredner, daß der sozialdemokratische Antrag lediglich bezwecke, die Länder in dieselbe Rechtslage zu versetzen,.m der sich d i e F ü r st e n befänden. die jetzt von sich aus die seft langem erledigte Abfindung aufs neue anfechten. Sollen denn die Länder wehrlos immer neuen Ansprüchen der Fürsten ausgeliefert sein? Die Länder könnten doch nicht die von ihnen angenommenen Per- träge mit den Begründungen anfechten, wie das die Fürsten tun. Deshalb bedürfe es einer reichsgesetzlichen Ermächti- g u n g, die der sozialdemokratische Antrag bezwecke. Den Vorwurf des Vorgehens lediglich aus agitatorischen Gründen wies Genosse Seger entschieden zurück. Es handle sich vielmehr um die Verwirk- Nchung der einfachsten sozialen Gerechllgkeit, für dle man doch auch außerhalb der Sozialdemokralischen Partei Verstäudul» haben müsse. Neue Vorstöße in Ein Gespräch n Unser Mitarbeiter hatte kürzlich Gelegenheit zu einer Unter- redung mit Prof. Piccard, in deren Verlauf der Bezwinger der Stratosphäre einige sehr interessante Mitteilungen machte— namentlich über die für die nächste Zeit geplanten neuen Aufstiege. In der Hotelhall« sitzt Pros. Piccard, umgeben von einigen prominenten Gelehrten, dazwischen Journalisten, denen Prof. Piccard in der liebenswürdigsten Weise Auskunft auf ihre wie immer recht neugierigen Fragen gibt. Man stellt sich den Inhaber eines Höhen- rekords, einen wagemutigen Luftschiffer, gewöhnlich ganz anders vor— Prof. Piccard ist das extreme Gegenteil eines„Rekordmenschen", und seine Rekord« sind ihm bei den wissenschaftlicheii Untersuchungen sozusagen nebenbei mit unterlaufen. Es interessiert ihn deshalb auch sehr wenig, ob die geplante nächste Fahrt in die Stratosphäre ein paar tausend Metter höher führen wird oder nicht:„Vielleicht nehmen wir etwas mehr Ballast mit und kommen 800 bis 1000 Meter höher— das ist wenig wichtig." Wenn Prof. Piccard nicht zufällig ein Schweizer— er stammt aus dem Waadland— wäre, würde man ihn als Typ des„deutschen Gelehrten" in bestem Sinne reklamieren: still, bescheiden und durch- aus abhold jeder Rekord- und Sensationshascherei(er ist recht erbost über die mancherlei falschen Sensationen, die seinerzeit im Zu- fammenhang mit seinem Fluge oerbreitet wurden): ihn interessiert allein die wissenschaftliche Seite seiner Arbeiten. Don den Gefahren, die mit solchen Unternehmungen— vor allen Dingen der ersten— verbunden sind, macht er wenig Aufhebens:„es war ja alles gut vorbereitet, warum sollte etwas passieren"? Daß bei seinem Fluge doch einiges nicht so recht„geklappt" hat, ist teilweise auf einig« Versehen bei den Startvorbereitungen zurückzuführen: ein Seil wurde ohne Prof. Piccards Wisien und entgegen seinen Angaben falsch angebracht und oersing sich dann später mit der Ventilleine, so daß diese vom Innern der Kugel aus nicht mehr richtig bedient werden konnte. Außerdem hatte die Gondel vor dem Start einig« Beschädigungen erlitten, so daß die beiden Insassen zunächst genug damit zu tun hatten, die Gondel abzudichten. So ist es zu er- klären, daß die eigentlichen Messungen erst in IS und 16 Kilometer Höhe angestellt werden konnten. Es fehlen also die Vergleichs- Messungen aus geringerer Höhe— bekanntlich diente der Flug in die Stratosphäre ja hauptsächlich der Untersuchung und Messung jener geheimnisvollen„Höhenstrahlung", die von irgendwoher ans dem Weltall zu uns kommt und den Wissenschaftlern vorläufig noch Rätsel über Rätsel aufgibt. Auf die Frage nach dem nächsten Start äußerte sich der Ge- die Stratosphäre ii Prof. piccard lehrte etwa folgendes:«Für das nächst« Jahr sind neue Auffliege in die Stratosphäre geplant, die zunächst vom alten Startort Augs- bürg aus erfolgen werden. Ich verwende wieder dieselbe Ballon- hülle, wie das letzte Mal— das empfiehlt sich schon aus finanziellen Gründen, denn sie hat immerhin 32 000 Mark gekostet. Die Gondel liegt zur Zell auf dem Gurgler Ferner und kommt also nicht in Betracht, außerdem ist sie billig(etwa 2000 Mark). Natürlich werden wir auf Grund der Erfahrungen mit unserem ersten Fluge einige kleine Aenderungen anbringen— so wird die Kugel, in der künstlich durch Sauerstofflaschen und entsprechende Apparate für Erneuerung und Verbesserung der Atmugsluft gesorgt wird, nicht mehr, wie bisher, zur Hälft« schwarz gestrichen werden, denn das hat sich als überflüssig erwiesen." Um diese Gondel droht übrigens ein Streit der„Interessenten" auszubrechen: der Ort Obergurgel, in dessen Bereich sie liegt, möchte sie natürlich gern behalten, aber auch die Universität Brüssel und das Deutsche Museum in München reflektieren darauf. Wie Prof. Piccard erwähnte, würde er sie am liebsten dem Deutschen Museum überlassen— vorläufig ist aber die Frage noch nicht entschieden. „3>°3 u: Köpenicker Straße 12—14 Die Tonfilm-Operette Ronny mit Willy Fritsch, Käthe t. Xajpy, 40 Rinutcn Variete Deutsch-Amerik. Theater Köpenicker Str. 68. Beg. 4.30 Uhr Ilaupimann von Köpenick mit Adalbert.— Männer um Uucie mit JLiane Haid Neue Philharmonie Köpenicker Str. 96 Der erste große Bussentonfilm: Der Weif ins Leben.— Tonbelpr.— Bühnenschau Lichtspielhaas Zöunt&lu. liaumschuieuweg 78 Sonntag 2 Uhr: Jugendvorstcllung LiGgen auf Rügen mit Harla Solreg, HSrbtger, Boberls.— Tonbelpro gramm Treptow-Sternwarte Mittwoch, Donnerstag S Uhr: „Tabu" der letzte gr. SOdseefüm Mumaus „Elysium" frÄ" W. 5.15, 7, 9.15, Stgs. 3.15, 5, 7.15, 9.15 Die spanische Flicife mit Fr. Schulz.— Bühne: Francardi. Univers.-Akt.— Emelkatonw. Flora-Lichtspiele uÄTtT Täglich 3 u. 8.30 U. Sonnt, ab 3 U. 2 Tonfilme: Der-welDe Rausch mit Lcni Bietenstahl.— Das Lied ist aus mit Willy Forst Osten Germania-Palast Frankfurter Allee 314 Wocht. ab 6.30, Sonnabd. 5, Stg. 3 Uhr Der Hauptmann von Köpenick mit Hax Adalbert Beipro grramm Bünnenschau Jugendliche haben£utriltl Am Sonnabend, dem 6. Februar 11.80 Uhr Nachtvorstellung: Frauennot— Frauengslück Mit arztlichem Vortrag Luna-Palast Ä a5b�rhr Gr. Frankfurter Str. 121 Tonwoche Die spanische Fliege mit Fritz Scholz. B. Blrd.— Böhne Erichsen u. Harida, Akkordeon — C. Roda. Humorist WGlOGnSGG Harmonie Schwarzer Adler ai"?» W. 5, 7. ca. 9 Uhr S. 3. 5, 7. 9 Uhr Bobby geht los mit Harry Fiel. — Gr. Ueiprogr.— Dübncnseh. Viktoria-Theater sÄ3au5 Frankfurter Allee 48. Der nimmt die Uiebe ernst? mit Jenny Jugo, Rax Hansen Frankenburg Bühne Gr. Frankfurter Str. 74. W. 5. 7. 9 U. Sonnt. 3 U. Jgd.-Vorst. Mein Herz sehnt sich nach Liebe(Der Hellseher) mit Max Adalbert.— Uta Tonn oc he.— Rühuenschau Babylon, am Bälowplatz Woch. 5 Uhr, Sonnt. 2.30 Jgd- Vorst. Zwei Großtonfilme 34 Stunden aus dein Ueben einer Frau mit Benny Porten KcUebto für einen Tag mit Olga Tschechowa, Janssen � Wu-Llchtdnbdrfl™� Kosmos-Lichtspiele Lückstr. 70. TAgürh 5. 7, 9 Uhr Sonntags 3. 5. 7, 9 Uhr Zwei Tonfilme: Die Butter der Kompagnie.— Elebesexpres« mit Dina Gralla, G. Alexander ———— Wochent 7 o 9 U. ionnt. 5, 7. 9 U. Langhansstr. 23. Kur drei Tage; Der lustlgale Militär- temfüm: Reserve hat Buh. — Beiprogramm ■ �ErtddWelwfdidei�J Kino Busch lom't LÄnu� Uhr Alt-Friedrlchsfclde 3 Sein Scheldangsgroad m. Elen Beyers, Riemann.— Dann schon lieber Ueber Iran.— Tontvoehe ■ Mordan V AllirtmUvft Monerstraße 13fi. Atnamora Ecke Seestraße Woch. 5, 7. 9 Uhr, Sonnt. 3. 5, 7. 9 Uhr Die Flederman« mit Anny Ondra, Gg. Alexander.— Tonbeiprogramm Pharus-Lichtspiele Müllerstr. 142 Täglich 5, 7. 9 U. 2 Tonfilme; Uugen auf Rügen mit Roberts. Solvcg, Uörbigcr. Wallburg.— Rein Traum war ein Rädel. Tonsingspiel mit Anita Dorris W ÜGlnicktKiorf'Oat M Beba-Lichtspiele Bcsidenzstr. 124 W. 6.45 u. 8.45 Uhr Stg. 5, 7, 9 Uhr 3 Uhr* Jugend imrst. Opernrcdoute mit Ulan© Haid, 4 g Alexander. Petrovich.— Tonbeiprogramm > P a>i Palast-Theater Breite Str. 21a. Tonluslspicl: So'n Windhund mit Uucie Englisch, J. Riemann, Max Adalbert u. a. m. Tivoli Wochent. 7. 9 U. Sonnt. 5. 7. 9 U. Berliner Straße 27. 2 Großtonfilme: Alarm um Mitternacht.— Die große Attraktion mit Richard Tauber ■ Tdsel m Filmpalast Tegel Ä l" Wochent. 6, Sonnt. 4.16 U. Sonntags 2 Uhr: Jugend vorslcllung Der Hauptmann von Köpenick mit Rax Adalbert— Beiprogr. Jußendl. Zutritt.— Mittw., Donnerst.: Di© Stern© Lügen nicht, mit astrologisch. Vortrag van Wiesel Hennigsdorf Filmpalast sBS. T _ im LolaI Strömstr. 60. Gäste herzlich willtommeiu Bootsstänb« in Iörsielde lind noch einige frei. Anfragen an Paul Quednau, Wilsnackerftr. 19. Touristeuvereia„Die Raturfreunbe". Mittwoch, 17. Februar, 19% Uhr, Generaloerf ammlung in den Germania.Prachtfälen, Chausseeftr. 110. Einlaß nur mit Mitgliedskarte(Iahresmarke 1931 und Uederfecmarke muffen geklebt fein.)— Dienstag, 2. Februar, 20 Uhr. Friedrichshain: Frankfurter Allee 307: Geschäftliches.— Friedenau: Offenbacher Str. 5»: Leseabend.— Humboldthain: Willdenowstr. 5:„Rückblick auf 1931"(Epi).— Norden: Sonnenburger Str. 29: „Vögel unserer Mark".— Wedding: Willdenowstr. 5: Bufch-Abend.— Ober- schöneweibe: Laufener Str. 2.— Osten: Ebertystr. 12: Geschäftliches, Ostersahrt. befprechung.— Mittwoch, 3 Februar. 20 llhr. Iugendgruppe Osten: Frank. flirtet Allee 307: Geschäftliches, Osterfahrt.— Photo Mitte: Sohannisstr. 15.— Donnerstag, 4. Februar, 20 Ilhr. Lichtenberg: Beteiligung am Ganswindt» Abend, Frankfurter Hof.— Neukölln: Ziethcnftr. 58: Geschäftliches.— Prenz. lauer Berg: Danziger Str. 62. Baracke II: Geschäftliches.— Streichorchester: Bei Weißenberger, FreiÜgrathstr. 9.— Südwest: Porckstr. 11: Sing, und Spielabend. — Tiergarten: Lehrter Str. 18— 19: Vorlesungen.— Naturkundliche Abteilung: Iohannisstr. 15: Naturkundlich« Monatsllberstcht.— Rofenthaler Vorstadt: Weinmeisterstr. 16—17:„Freidenierbewegung"(Fortsetzung).— Lichtenrade: Bei Lentz, Saiser-Wilhelm-Str. 73: Geschäftliches(Neuwahl). Mats Theater Dienstag, den 1. Februar staatsoper unter den Linden 20 Uhr Die Geisha StsitLSdiagsoiilhius (milirminnntt 20 Uhr Schiller-Theater CbirMtinbni. 20 Uhr Die göttliche Jette pd Aza r �iefgrsterdiristtl 11g lieb 5 u,«s Dir Stgs. 2. 5. 816 Uhr VolKsDtthne Tiieater an Bülawjlatz 8 Uhr DerGeiangene Staat). Sdullu-Mer 8 Uhr Diegomidie Jette Rose- idealer Irrii Fmktirte Stiali IZI TU Weidmi E 7 Ml? 8,15 Uhr Oer Bettelstudeot Sfädf.Oper Charlonenburg äismarckstiaSe 34 Dienstag, Z Febr. Turnus W Anfang 20 Uhr Macbetti linde gegen 23 Uhi Theater am Nollendortplati lieg!«: Reiei Ss.teabirj Pallas 7051 Täglich 80« Uhr Stgs auch 41/i Uhr fiasparone r— Kleines TU.— i Truppe 1931. Tägl. SV« lihr Dia mauseiaiie Preise 75 Pf.— 5M. Sonnt oachm. 4 U. halbe Preise, »v.uhr CASINO-TUEAI ER Lothringer SiraSe 37. III IIIUIIJUIHI II IIIIII II IIIMIIinimwWIHIUMIIIIIIIIIMItllJMIIItllf IIH rar venu fieia ein tnnBrecr.er Alleufl Xen: Sem! thsn uon deu'e Dasu et> neuer nun er Teil und eine Operette Juischein 1-4 Personen: Parkett 50 PI. Fauieuil u— Mark. Sessel uso Mark. WintQj, * Garten> 8.15 Ob Flora 3434 Sau diso erlaubt Relcer-Fam III« ,,Casi Hugo n. sein Weibsteufel Willi. Bendow. O Ailison* and weitere Afliaklioncn Mtrlaiibi 9 »al". 1 oufel. H lisonM£ »neu «SSM» rciflnugun# Berlins 44. Abteilung Am 1. Februar verstarb unser lang' jähriges, bewährte» Mitgtied Adolf Klein Slalitzer Strohe 114 Wir werden ihm ein ehrende» An denlen dewahren. Die Beerdigung sind«! am Mittwoch dem 9 Februar, mittag» 12 Uhr von der neuen Halle des jüdischen Fried- Hofe». SB inenfe., Lothringenftratze. au» stau Um rege Beteiligung bittet Oer AhteIIuug»vor»taud