Morgenausgabe Kr. 65 A 33 4y.Iabe di« Sozialdemokratie seit der Revolution planmäßig beigetragen. Die SoziaDemotratie werde gestützt durch di« Gewerkschaften. Diesen sage er schärf- st e n Kampf an. Sie hätten nicht nur das national« Bsnußtsein durch Friedensgefellfchaften u. a. zerstört, sondern auch die Persön- Kchkeft vollkommen erdrückt. Jedermann muffe auf dem richtigen Posten Richtiges leisten. Dabei müsse es starke Unterschiede geben. Manche feien der Auffassung, Eigentum sei Diebstahl, aber der Unterschied in der P ers ä n l i ch k« i t ergebe auch Unterschiede im Besitz und in den sonstigen Verhältnissen. Er erkläre schärfsten Kampf gegen die Gewerkschaften. Auch Frick war offenbar der Meinung gewesen, daß jedermann auf den richngen Posten gehört: deshalb ernannte er Hitler zum Gendarmen. Und wenn Hitler sagt, der Unterschied in der Persönlichkeit ergibt auch den Unterschied im Besitz, so war dos nicht mir eine Verbeugimg vor den Bank- und Börsenffinten, den Schwerkapimlisten der Schwerindustrie: Hilter dachte dabei offenbar auch an sich selbst: der Polast des Braunen Hauses in München, das Hotel Kaiserhof in Berlin für Hitler; die SA.-Kasernen und die Gulaschkanonen für die Proleten. Den s ch o r f st e n K a m p i, den Hitler gegen di« Gewerkschaften führt, haben diese längst bemerkt. Sie sind dabei den Spieß umzudrehen. Dieser Kampf wird dem schönen Wolf von Hiid- burghausen nicht gut bekommen. Der hundertfache Schwindel. Zu Wasser und zu Lande. Born Deutschen Landarbeiterverband wird uns geschrieben: Unter den„IVO siegreichen Streiks" der RGO. sind neun Landarbeiter streik?. Zwei von den neun„siegreichen" Streiks müssen sofort gestrichen werden. Die Orte Eck ritten und P e r p e n i ck e n, in denen sie stattfanden, existieren nur in der RGO.-Kartothek. Im deutschen Ortslexikon sind sie nicht aufzutreiben. In Moterau war beim besten Willen von einem Streik nichts zu ermitteln. Hier ist nur ein größerer Betrieb vorhanden, der fünf Familien beschäftigt, die von einer Arbeitseinstellung nichts wissen. Die übrigen Besitzer beschäftigen einen, höchstens zwei Depu- tanten, die auch nichts von einer'Arbeitseinstellung wissen.. In Garbeninken haben die Hofgänger, nachdem ihnen die Löhne um ein Drittel gekürzt waren, die Arbeit eingestellt. Sie nahmen die Arbeit nach einigen Stunden wieder aus, weil der Unternehmer allen mit Entlassung drohte. In Jmten ist von einem Kampsausschuß nichts bekannt. Hier ist anscheinend auch mir etwas verhindert worden, was sich bisher überhaupt noch nicht ereignet hat. Die einzige wirklich siegreich« Bewegung unter den genannten stellt alles andere als einen Erfolg der RGO. dar. In Pomauden wurde«in Erfolg durch Eingreifen des Funktionärs des Deut- schen Landarbeiieroerbandes erzielt. Ein Streik fand nicht statt. Sämtliche im Betriebe beschäftigt«» Arbeiter wurden entlassen, weil sie sich weigerten, der Anordnung, in de» Winter- monaten ohne Pause beim Dreschen durchzuhalten. Folge zu leisten. Der Zahlstellenleiter des Deutschen Landarbeiterverbandes erzielte di« Wiedereinstellung und die Einlegung einer Pause von zehn Minuten beim Dreschen. Lohnrückständc waren nicht zu erzwingen, weil nicht vorhanden. Im übrigen hat die„Rote Fahne" oergessen, die Streits in Pogirmen und Popehnen im Kreise Wehlau in Ostpreußen zu erwähnen. Das waren die einzigen wirklichen Vtreiks. Sie sind aber zusammengebrochen. In beiden Orten liegen insgesamt fünf Deputanten infolge dieses RGO.-„Sieges" auf dem Pfloftcr. SPD.-Anckti.» Rird-SSd. Donnerstag, lö'-i Uhr, bei Steh, Müller, i g strahc 134. Eck- Seestroße.„Leben und Arbeit in Eotoietrußland", j. ü-i Referent Oswald Zicnan._ t Freie Gewertschafts-Iugend Verlin S-ute, Dienstag.!». Februar, tagen die Gruppen: Gewertschafledau-: Jugendheim.lopcnicker Str.!>Z.„Der§ 218."— Steglitz: Jugendheim Fl-mmingstr. Ud.„Mit Buch und C-ballplatte um die Erde."— Moabit: Jugendheim Bremer Str. ti!>— 70.„Führer der Arbeiterbewegung". 2. Abend.—««anban.Silbelmstabt! Iuaendbeim Sportplatz Seeburger Stratze. „Die Gewerkschaften im Ausland."— Pankow: Jugendheim Aifsingenftr. 48, .Zimmer ä. Schallplattenobcnd:„Das gibt's nur einmal".— Treptow: Ougend- heim Elfenstr. 3 kam Bhf. Treptow).„Erlebnisse in der Fremdenlegion." Frankfnrte, Allee: Jugendheim Litauer Str. 18:„Wenn wir fahren..-'— taub« berger Platz: Jugendheim Gross« Frankfurter Slr. 18. Literarischer Abend. — Licht«»beeg: Jugendheim Dossestr. 22. Bunter Abend.— ReN'Lichtenberg: Jugendheim Guntcrllr. 44. Traven-Abend.— Osten»?: Jugendheim Aarlshorfl. Treokowallee i« lAantschule).„Geschichte der Arbeiterbewegung."—«ebdiug: Jugendheim Willdenowssr. Z, 2 Treppen. Zimmer 11. ,Dte Arbeit der Frei aewerkschaftlich-n Jugendzentrale."— Schoneweid«: Jugendheim Hasselwerder, ltrass«, Mädchenschnl« im Keller.„Die Gewerkschaften in der Krise".— Adler». hos: Jugendheim Adlrrshok, Bismarcksir. 1.„Im Westen nichts Neues".— Jnglnbgrnpp« be» Zeatralver bände« der Schuhmacher. 19U Uhr Jugendheim Gross« Frankfurter Str. Iii, Zimmer 3. Vortrag.— Die Zugeabvorsteluuq der PaUsbiihae sällt am 14. Februar aus. Sie wird eventuell au eine» späteren Termin ftattsinden. 0Iuqendan»ppe des Zentrolverbandes der Angestellten Heute, Dienstag, finden solgende. Beranstaltungen statt: Lichtenberg: Jugendheim Gnnterstr. 44.-Bunter Abend mit Stegreifspielen.— Rard» »est: Jugendheim Lehrter Str. 18—1». Bortrag:„Die amerilanifche Gcwerk- schaitsbewegung". Neferent: Kleba.— Der Sprech, und Bemeaungschor übt ab 2» Uhr in der Turnhalle Baruther Str.- 20.— Die Turnabense ftndeu von 20 feto 22 Uhr in der Turnhall« Tempelhofer Ufer 20 statt. Bergntwortlich kür Politik: Bictar Schifft Wirtschaft: G. KKngelbSIcr: Gewerkschaftsbewegung: Z. Steiner! Feuilleton: Dr. Iah» Schikawski: Lokales und Sonstiges: Fritz Karstäbtt Anzeigen: Tb.«lock«! sämtlich in Berlin. Berla«: Borwar!�»Verlaq S. m b. S.. Berlin. Druck: Borwärts-Buchdruckeret und Berlagsanstalt Paul Singer u. Co.. Berlin SW. 08, Lindenstrasse Z- Steria 2 Beilage». WERTHEIM Zusendung von 5 M an. Obst, Gemüse n. leicht verderbliche Artikel werden nicht zugesandt <3«ll«£e Hehensmittel Sotveit dferfui* Kalbskotelett Piund 78 Pf. Kalbs- Q|Q roiilade �nd �AßM z»». Kalbs- d» schnitzet wund|B18 Mast-Ochsenfleisdi..Pfund 0.48 Schmorfleisch»hn« P'und 0.74 Kalbsbrust u. Rücken- Pfund 0.54 Schweineschuller.... Pfund 0.64 Kaßlerkamm u. Schuft Pfund 0.68 Berliner Bratwurst..Pfund 0.84 Gehackfes 0.50 Talg««gai. 0.28 Rinderbacke...... Pfund 0.34 Rmderherz....... Pfund 0.42 — 46 Apfelsinen.. 3 Pf. E�- u. Kochäpfel pw. 0.12 0.18 Halbblut-Orangen 3 P«und 038 Jaffa-Orangen... 3 Pfcmd 0.65 Bananen....... 3 Pfund 0.78 Ämerik. Äpfel 3 piuw» 0.65 0.95 Rot- y. Weißkohl.. Pfand 0.06 Rote Rüben..... 3 Pfand 0.10 Möhren gawaodian..3 Pfund 0.10 Schwarzwurzeln..•-Pfand 0.15 Bttckllnge Pfund von an Pf. Sprotten, p«.v.«n 0.25*>«*• 0.28 Eledcheringe u. Rogen p«. 0.38 Eisdimarinaden££ 0.40 0.65 Geflügel 68 Hühner wodiPfd.*.«» P'- Wolgahühner... Pfd. v. ,n 0.70 Gänse gafro»...... pwl».»n 0.55 Hasen 9«»»»- U. ausgnw. Pfd.».»n 0.80 Kaninchen...... Pfd. w»n 0.75 Hirschfleisch •latt ROdcaa»a— rrSn 54 pf. 76 p«. 96 pc Wildschwein ■ latt Bflekan Knute � 70 Pf. 66 Pf 98 p«. Margarine«3 a »dar Kokoifntt.. Pfand 4� dt � Molkereibutter...Pfandes» US Markenbutler.....Pfand 1.42 Fasfnadits-Pfannkuchen Dutzend von an 65 pf. Wurst 98 Plockwurst..Pfund �WPf. Fleisch- u. Dampfwurst p«. 0.68 Landleberwurst.. Pfand t.« 0.75 Mellwursi B«aun.diw. Art, Pfund 0.86 Feine Leberwurst Pfand*j» 0.98 Teewurst fa!»«mä grefac Pfand 1.18 Oek. Schinken g««*««. hp«. 0L8 Roh. Schinken gudm.%pm. 0L8 Käse 20 pf. Camembert"swÄ « Portion«« Schäetit«! CM Harzerkäse.....»ipw. 0L8 Steinbuscher... von»«», Pfand 0.66 Brle-.TlIslierkäsevo'ttest.Pfand 0.66 Schweizerkäse b-y»,»o«l,«n 0Ä FIsehe 13 Dorsch... Pfd. u. a« W �0 Pf» Rolbars ohna Kopf.. Pfd.». an 0.25 Kabeljau«. topf, gz. Pü-ch»,«n 0.26 Fisdifilet....... Pfd. V»«n l) ,36 Grüne Heringe.. 3Pid.v,«n 0�5 Bratscholfen.... s pm.*.»« 0.48 Konserven Karotten V�Pf- Gemüse-Erbsen....... 0L2 Leipziger Allerlei..... 0.78 Brudi-Spargel donn..... 1.10 Apfelmus.......... 0.48 Pflaumen-Konfitüre...(L95 Er. 65» 49. Jahrgang 1. Beilage des Vorwärts Dienstag, 9. Kebruar 4932 8« riisten wir! Berlin im Zeichen der RUstweche—Vorbild für das Reich Daö republikanische Berlin sammelt seine Kräfte. Die Nlistwoche mutzte verlängert werden. Der Andrang der Tausende ergibt ein Bild prächtiger Entschlossenheit. Groß- Berlin im Zeichen der Eisernen Zroni: 3n allen Stadl- teilen, in löZ Rüstkammern, wird die Munition für die Eiserne isroni gesammelt, reihen sich die Eintragungen in den Eisernen Büchern zu Solonnen. Em Gang durch die Rüstkammern: 3a jedem Stadtteil ein anderes Bild, in jedem Stadtteil ober die gleiche Hingabe an die gemeinsame Sache. An der grauen Iront hoher Mielkasernen leuchtet die schwarzrotgoldene Zahue. Reichs- bonnerleute und Arbeiter flehen mit Plakaten, Ilugzetteln und Zeituugen oor dem Einzeichuungslokal in einer der belebtesten Straßen Eharlottenburgs. Blau Hot das Vereinszimmer, in dem sonst die Arbeiter ihre Zahlabeude und Diskussionen abhalten, mit Jahnen, Bildern uyd Plakaten ausgeschmückt. Aus dem Eiuzeich- nungstisch liegt ausgeschlagen das Eiserne Buch. 3n seinen Listen findet man den Arbeiter neben dem Intellektuellen, den Straßen- Händler neben dem Angestellten. Sie alle eint die gleiche Abwehr. U-Bahnhof Gesundbrunnen im Norden Berlins, Aus der Tiefe der unterirdischen Hallen quellen am Nach- mittag die Nolouaen der Arbeiter. Es ist eines sener überwältigen- den Bilder aus dem werktätigen Berlin, wie sie Baluschek gemalt hat. Nicht weit vom Bahnhos liegt das Einzeichnungslokol. Alan erkennt es schon von weitem. Zunge Relchsbaunerleule und Arbeiter- fporller halten die wacht: sie schützen das Lokal vor dem Terror der Nazis. Zum JelerabeuÄ, wenn sich die Straßen des weddings mit Menschen füllen, ist großer Betrieb. Vor dem Eiuzelchnungstisch stehen Arbeilersrauen. Sie haben ihre Markt- laschen ln der Hand. Sinder zupfen ungeduldig an Müllers Aermel. Eben haben die Zraueu noch in Gedanken die Wochenrechnung über- schlagen wird man auskommen? Nun greift die grobe, ver- arbeitete Haud in den Geldbeutel und legt eine Mark aus den Tisch. »Man wird es schon wieder einsparen können." „Wir Arbeiterfrauen dürfen nicht fehlen." hinker ihnen steht et« alter Maun. schlohweißes Haar, einer von den Veteranen. Mit großen, unbeholfeuen Buchstabe« malt er gewifsenhast seinen Name« in die Liste,.,3a". sagt er,„was loll ich dem, unter..Stand" schretbev, ich krieg doch bloß meine ZnvaUdeurente..." Aber auch er läßt es sich nicht vehmen, seinen Beilrag für bie Eisern« Iroul zu gebev.„3ch Hab' nicht viel". meint er. als müstc er sich evtschuldigev.„Meine Rente ist klein." Alle sehen ihm nach, wie er langsam durch das Lokal geht und draußen im Gewühl der Straße verschwiudet..._______ Iiusker and trostlos sind dle Straßen im Osten Berlnw. Die Schatten der großen Jabriken wachsen drohend und legen sich eiskalt über die Menschen in den Mietkasernen Mau fröstelt. Das kleine Lokal an der Warschauer Brücke, übe? dessen Tür die schwarzrot- goldene Jahne im winde flattert, spiegelt mit seiner vernutzten Ein- richtung die Armut und Not. die in diesem Bezirke zu Hause ist. Reichsbaunerleute. die hier die gauze Rüstwoche über freiwillige Dienste verrichtet haben, erzählen:..Es kommen nicht nur Leute an» unseren Organlsalloneu. sondern auch viele von denea, dle bisher abseits gestanden haben." Noch ein Blick In die„Stammrolle". Man lieft: Arbeiter. Arbeiter. Arbeitsloser. Arbeitsloser. Arbeitsloser... das tst da» Gcficht der Zeit. Von den Außenbezirken mit der U-Bahn nach den» westev. Potsdamer Straße. 3m bunten Schein der hundert Leuchtreklamen flammt die Straße. Ein Strom von Meuschau und Jahrzeugen schiebt sich in ihr entlang. Vor der Zenlralrüstkomarer stauen sich die Meuschen. Ein Laden, über uud über mit Jahnen geschmückt. Zm Jeusker dle Bilder der republikanischen Jührer. Drinneu an der Skirnwaod der schwarze Reichsadler auf goldenem Grunde. Ununterbrochen geht die Tür. Hier treten vornehmlich die An- gestellten der großen Häuser, die Beamten aus den Ministerien, Studenten a« den Tisch, um ihre Einzeichuuugspslicht zu ersüllen: der Geschäftsmann, der zwischen zwei Konferenzen seinen Schreib- tisch oerläßt, die kleine Stenotypistin, die schnell eine Straßenbahn überspringt, um sich in dem Lokal einzutragen. Ob ein Bürger 5 Mark stiftete, ein Erwerbsloser einen Groschen— Zunge und Alb?, Ledige und Jamilienväter mit harten, verschlossenen Ge- sichtern, haben sich stumm einer neben den anderen gestellt ohne viel Aufhebens zu machen: das ist das zweite ticer d«r Republik. Die Jront hat sich geschlossen, sie ist zu einer lauge» grauen Mauer geworden, an der die lärmende Nazirvoge zerschellen muh. hundert- tmisende stehen da und warten auf das Signal... Eine Sammelstelle des Jungbanners. Bei dem Kampf um die E»'haltung der Demokratie und bei der Verteidigung helligster Menschenrechte steht die Jugend in der Eisernen Front an vorderster Stelle. Die jungen Männer, die inner- halb des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold die Jungbanner- formationcn bilden, haben in den letzten Wochen bewiesen, daß aud) sie erkannt haben, daß es gllt, die Freiheit zu verteidigen. Das besonders riihrige Jungbanner dos Ortsvereins Friedrichshain Hot jetzt in einem Laden in der Großen Frankfurter Straße 41/42 ein« besondere Jungbanner-Samnl»lstelle geschaffen. In einer Nacht ist durch die fleißigen Hände erwerbsloser Jungarbeiter aus einem leeren Laden ein wirkungsvoll ausgestattetes Werbelokol ge- worden. Den jungen Ttommlern der Republik wünscht man einen besonders starken Erfolg ihrer Arbeit. Die Opfer von Marchienne. Räch Mitteilung der Gruvenverwaltung find uns der verunglückten Grube von Marchienne zwei Arbeiter lebend geborgen worden. Während zwölf Leichen zutage gefördert wurde«. In der Grube bleibe««och drei Ar» beiter, die als verschüttet augesehe« werbe», und ein vierter, den mau«och zu rette» hofft. »«neterttsussirä haben schon allein In Berlin ihr Bekenntnis für Republik und Demokratie abgelegt Hunderttausende müssen folgen I Zeige auch DU Opferwillen und Bekennermutl Die Rüstwoche geht weiterl Trage dich NOCH HEUTE In das Eiserne Buch.m. Frauen, auch Ihr dürft nicht fehlen I SAMMELSTELLEN in allen Bezirken der Stadt. Gausammeisteile: 'Potsdamer StraSe 131. Sammelateile des Jung- bannerPrledrlchshain:Gr. Frankfurter Str. 41-42 Bilanz der Grünen Woche. Voller Erfolg.— Guter Anstatt für Ausstellungsjahr 19.32. Man kann anerkennend feststellen: Berlins Ruf als Ans- stellungsstadl gewinnl von Zohr zu Zahr. Da draußen in der Messestadt an Junktnrm wird gute Arbeit geleistet. Die Reichs- Hauptstadt ist zu d e r Ausstellungsstodt Deutschlands geworden, ver Erfolg, der durch den günstigen Abschluß der Grünen Woche neu bestätigt wird, beruht auf der intensiven, zähen Arbeil, die vom Verliaer Messeamt mit Unterslühnog des sozialdemokratische» Stadl- rots E z e m i n s k i seit Zahrev geleistet wird. Starke,» Anteil an der erfreulichen Entwicklung hat auch die stets tadellos funktio- nierende Presseabteilung des Messeamts, die unter der Leitung des Pressechefs Schumann steht. Das außerordentlich günstige Gesamtergebnis der 7. Grünen Woche Berlin 1S32, die mit ihren zahlreichen Sonderveranstaltungen und den» Internationalen Reit- und Fahrturnier ihre Pforten geschlossen hat, ist unter Berücksicksti- gung der gegenwärtigen Wirtschaftslage doppelt hoch zu werten. Nicht weniger als 356 000 Besucher, darunter ein sehr hoher Prozentsatz Fachinterossenten, haben in den Tagen vom 31. Januar bis 7. Februar die Sperren der acht Ausstellungshallen am Kaiser- dämm passiert. Das ist gewiß ein verheißungsvoller Auftakt für das große Berliner Ausstellungsjahr 1S32. Diese Rckordziffer von 356 000 Besuchern— die 6. Grüne Woche Berlin 1S31 hatte rund 300 000 Gäste aus Stadt und Land zu verzeichnen— beweist das hohe Interesse des Publikums. Weiter- ergibt sich auch aus dem durchaus günstigen geschäftlichen Ergebnis der Jndustrieausstcller, daß in diesem Jahre der Prozent- saß der ernst interessierten ländlichen Besucher der„Grünen Woche" gestiegen ist. Eine größere Anzahl Sonderzüge und Gesellschafts» reisen gelangten zur Durchführung. An vielen Ausstellungsständen waren Schilder mit der Vermerk fünfinal verkauft, achtmal verkaust. ja, zehn-, fünfzehn- und zwanzigmal verkauft zu sehen. Be- sonders stark war dos Interesse für leistungsfähige Kleinpflüge, Melkanlagen und alle für das ländliche Siedlungswesen zweckdien- lichen Maschinen und Einrichtungen. A»lch in der erstmalig ver- onstolteten Pferdcschau wurden Verkäufe von Reit- und Wagenpfcrden erzielt. In dem Jndustrieteil der ländlichen Haus- Wirtschaft, dort, wo der Hansfrau für wenig Geld wesentlich« Er- leichterungen der täglichen Arbeit geboten wurden, bewies sich der Kaufwille der Ausstellungsbesucher in ganz besonderem Maße. Selbst die ausstellenden Kunsthandlungen waren zufrieden. Zwei Nazinester geschlossen! Vom Berliner Polizeipräsidenten ist gesten» die sofortige Schließung des Naziverkshrslokals in der Maxftratze 7 in Schone- berg und die Schließung des SA.-Heims in der Großbeere nstr. 63 angeorvnet worden. In der Maxstraße in Schoneberg wurde belanntUch in dem Lokal von Mnsknlus in der Sonntagnacht ein Polizeiwochbiraistcr von Hakenkreuzlern niedergeschlagen und seiner iSoffe beraubt. Die Folg« ist die Schließung des Restaurants auf die Dauer von drei Monaten. Dos ebenfalls geschlossen« SA.-Heim in der Großbeeren- straßz 63 mar in der'.'lacht vom 6. zum 7. Februar der Stutz. pnnkt von nationalistischen Schlägertrirpps, die in der WabtenkiurZ» stroße ihr Unwesen getrieben und Andersdenkende überfallen hätten/' Konzert für„Eiserne Jfrotit". Am Mittwoch, dem 10. Februar, veranstaltet d»« Zeitung..Di« Eiserne Front" ein Konzert des Sinsontfchen Orchesters Groß-Berlin, Dirigent Kapellmeister Zander, im Großen Saal des Gewerkschaftshauses, Engelufer 24/25. Eintrittspreis einschließlich Garderobe 20 Pf. Beginn 15 Uhr. wetteraussichlen für Berlin. Größtenteils trübe mit leichten Schneefällen und sinkenden Temperaturen, nordöstliche Wind«.— Für Deutschland. Ucberall kälter mit verbreiteten Schneefällen. Wieder rst eine kurz« Pause zwischen Nachmittag- und Abendvorstellung. Wieder will Anita eine Karte an ihren Bater schreiben und wieder weiß sie nicht, in welcher Stadt sie weilt. Sie fragt diesmal etwas weinerlich und oerschämt. Billy lenkt ab und sagt:„Ach. Anita, wie schön sind Grasplätze. Ist es nicht herrlich, daß wir diesmal auf Gras stehen? Gras ist doch ganz etwas anderes als Kopsstein oder Sand/' Beide fetzen sich ins Gras. Beide fassen mit vollen Händen ins Gras. Sie denken an die Prärie. Sie wissen es voneinander, daß sie an die Heimat denken, sie reden nicht davon.,. � Der Araber mit der gebrochenen Hand hockt neben ihnen. Er dreht ein kleinzs Koffergrammophon auf und das krächzt:„Wenn du einmal dein Herz verschenkst, dann schenk es mir". Anita und Billy rucken eng aneinander. Ach, wie so schön sind Grasplätze. John und Anita. Anita wird unruhig, sie will nicht, daß es femand be« merkt, aber Billy bemerkt es doch-, Anita läuft gar zu oft zum freundlichen Pressechef und erfragt die Adressen der nächsten Städte, die der Zirkus be- suchen wird. Es ist doch zu dumm, daß die Artisten nickt enn- mal wissen, wo sie in der kommenden Woche auftreten müssen. Sie find für die Zirkustour engagiert und damit basta. In Amerika bezahlen große Zuckusunter nehmen kluge, findige Köpfe fürs Spazierengehen. Diese Köpfe haben nam- lich tatsächlich nichts anoeres zu tun. als eine Reiseroute aus- wbsnten, jedoch eine Reiseroute im wüsten ungeahnten Zlck- zack. Der Zirkus muß immer woanders auftauchen, wie ihn die Konkurrenz gerade erwartet. In Deutschland erfordert die Zirkustour desgleichen strategische Kenntnisse. Ja. eine Energieentfaltung und Ueberi istung ganz eigener Art. Da werden in großen Städten die Plätze für ein ganzes Jahr gemietet und im voraus bezahlt, nur damit kein Konkurrenzunternehmen auf ihnen ausbauen kann Da werden mit der geldhungrigen Stadtverwaltung die absonderlichsten Kontrakte geschlossen, nur um dein Konturrenten, der auch die Stadt besuchen will, in einem gewissen Bannkreis die Reklame zu verbieten. Und wenn der Konkurrent in der Stadt seine Zelte aufschlägt. dann werden vom Gegner Inserate in allen Zeitun- gen aufgegeben, die das Publikum auffordern, im� eigenen Interesse zu warten, bis der große Zirkus st mit seinen un- geheuren Sensationen kommt. Man preist etwas injier Stadt noch nie Gesehenes an, seien es nun Giraffen oder See- elefanten. Selbst wenn die Direktion vom Zirkus st gar nicht daran denkt, in der Stadt ein Gastspiel zu geben, läßt sie, sobald der Zirkus J spielt, Paradewagen durch die Stadt rottern, die die baldige Ankunft vom Zirkus st vortäuschen. Oder man steckt sich hinter die stets»nißvergnügten Direktionen der städtischen Theater und hetzt und hetzt, bis Auf- rufe erscheinen, daß der Zirkus B den städtischen Theatern Abbruch tue. Dann bangen die Steuerzahler, die das Theater ja doch unterhallen müssen, um ihr Geld, die Stadt- väter bekommen Bedenken mannigfacher Art und dem Zirkus P wird die Spielerlaubnis nicht verlängert. Aus diesen Erfahrungen und Erwägungen heraus hast man die Zirkustour geheim, ganz geheim. Anita aber erwartet sehnsüchtig Briefe von John, und selbst wenn er postwendend schreibt, kann die Post sie oft nicht mehr am angegebenen Ort erreichen. Billy sagt zu sich:„Ahal" Zu Anlla sagt er nichts, und er läßt sich auch John gegenüber nichts merken. Auf einmal erscheint John ouf der Bildfläcke. Anlla und Billy holen ihn vom Bahnhos ab. Ihre Autotaxe hat einen kleinen Unfall Sie wird von einer ariden» Taxa an» gefahren und ein Kotflügel wird stark beschädigt. Anlla spricht überhaupt nickt über diesen Unfall. Sie erzählt guten Bekannten nur, daß Besuch gekommen sei. Da weiß Billy alles- ..Hänge dich ab", sagte er zu sich- Er läßt die beiden allein, geht nicht geweinsam mit ihnen essen, weil er nicht stören will. In der Nachmittagsvorstellung kann Anlla� sich mcht so konzentrieren, wie es unbedingt nötig ist. Sie wirft die kleinen Lustballons schlecht hoch und Billy hat drei Fehl- schussc. Er ärgert sich darüber, doch will er Anita keine Bor- würfe machen. Er würde ihr die Stimmung verderben, und sie soll diese paar Stunden des Zusammenseins mit John auskosten. Morgen ist das Heute schon ckieder Erinnerung. Und von der guten Erinnerung muß man oft so lange zehren. Bor der Abendvorstellung sagt Billy zu Anita:„Anita, setze den Helm auf." Seme Hand sst sicher, doch könnte Anita vielleicht mcht ganz ruhig sein, auf jeden Fall wagt er es nicht, ihr dies- mal die kleinen Luftballons vom Kopf zu schießen. Ohne Widerrede setzt Anlla den Helm auf. Sonst locht sie immer, wenn man einen Schutz ihrer Person verlangt. Sie sagt:„Der Ballon ist immerhin so groß wie ein gut ausgewachsener Apfel. Wenn Bill») eine Fingerbreite ver- fehlt, dam» trifft er mich noch lange nicht in den Kopf. Er z»slt doch nicht nach unten, fondern nach oben. Und wenn er eine Handbreite verfehlen sollte, na, dann wäre er kein Kunst schütze mehr und wir müßten sowieso einpacken und Schluß machen." Nach der Vorstellung bringen Anita und Bill»» John nach der Bahn. Daraus gehen die Partner schweigend nebenein- ander, dach schluchzt Anita, als Billy ihr vor ihrer Haustür Gute Nacht sagt. Billy geht nockz in eine kleine Weinstube. Er trifft dort einen Reklameflicger, der heute den ersten Flug für den Zirkus machte. Der Mann ist niedergeschlagen. Billy ist das gerade recht. Er fetzt sich gerne zu ihm. Der Flieger erzählt und Billy hört geduldig zu. Der Flieger hat alles getan, um an den Zirkus zu kommen. Er hat dieferhalb wohl hundert Briefs geschriesien. er hat bestimmt bei mehreren Paar Schuhen die Sohlen durchgelaufen. Endlich ist es ihm gelungen, er ist als Reklame flleaer engagiert. Er wollte an den Zirkus, da er die Tiere fo liebt. Er wollte unter die Zirtusleute. weil er es in den möblierten Zimmern der Großstadt, wo man sich bei miß günstigen Wirtinnen weder einen Hund, noch eine Katze hallen darf, nicht erträgt. Sogar einen kleinen Kanariev vogel hat man ihm zu hallen verboten, da er, trotz sorgfältig an der Wand angebrachten Papiers angeblich die Tapete be- fchirmtzen sollte.. Nun war die Zähigkeit des Fliegers delohnt und sein Wunsch erfüllt, er war beim Zirkus gelandet. (Fortsetzung folgt.) Gefängnis(Gr siudenienrowdvs. Schander deutschen Ansehens.- Universität als Hautstätte. Nach aadcrthalbstuirdiger Beratung verurteilte das Zchnellschöffcngericht Bcrlin-Mittc, unter Vorsitz des AmtsgerichtsratS M a r c a r d. die Nazistudcnteu. die am rl. Februar die Universität wieder einmal zum Zchauplatz wüster Uraivalle gemacht hatten, zu folgenden Strafen: Tie Angeklagten Piltz und Plast wegen schweren Land- friedensbruches zu je 8 Monaten Gefängnis, die An- geklagten Kalter und Jüterbogs wegen einfachen Land- fricdcnSbrucheS zu je 4 Monaten Gefängnis, den An- geklagten Pabst wegen des gleichen Delikts und Körper- Verletzung zu 5 Monaten Gefängnis und die Angeklagten Leonhardt und Ruppi» wegen groben Unfugs zu je 4 Wochen Haft. Das Gericht ist dem Staatsanwall Dr. Wagner nur zum Teil gefolgt: dieser hatte Strafen bis zu 10 Monaten beantragt. In seiner äußerst wirksamen Anklagerede fichrte er u. a. aus, welchen Abbruch die Nazituinultc dem Ansehen der deutschen Hochschule tun, wie sehr sie die Interessen derjenigen Studierenden beeinträch- tigen, die ihrem Studium ruhig nachgehen wollen, und in welch unerhörter Weise sie die Gesetze mißachten. Ihr Verhallen sei viel schärfer zu verurteilen, als ähnliches Verhalten junger Leute vom Wedding oder van der Frankfurter Allee. Die Verteidigung hatte dagegen nichts Besseres vorzubringen, als die Behauptung, die „roten" Studenten hätten die Krawalle provoziert. Diese ebenso dreiste wie verlogene Argumentation des Verteidigers stand auf derselben Höhe wie sein Anwurf gegen den sozialistischen Studen- ten A., den er einen Denunzianten nannte, weil dieser die Rädelsführer feftstcllen ließ. In welch gemeiner Weise aber die Angeklagten und chre Gesinnungsfreunde gegen die republikanischen Studenten am 4. Februar vorgegangen sind, erfuhr man so recht aus der Aussage dieses Studenten A. Es war bereits am Abend des 3. Februar bekannt geworden, daß der Nationalsozialistische Studcnteubund gegen die Relegierung ihrer Kollegen«ine als spontan getarnte Dcnionstration und Widerstand gegen die Polizei beabsichtige. Der Couleur sollte für den Tag abgesetzt werden. Gegen 11.05 Uhr samnrelten sich vor den: Glaskasten der NSDAP mehr nattonil- sozialistische Studenten als sonst, die Sprcchchöre traten in Funktion mit der letzten Strophe des Horst-Wessel-Liedes„Straße frei für die braunen Bataillone" und mit dem Ruf„Tod den Marxisten" stürzten sich die„braunen Studentenbataillone" auf die republikanischen Studenten, traten sie mit Füßen und schlugen auf sie ein. Unter den Schlägern befand sich auch der Angeklagte Piltz. Einen weiteren Schläger hatte A. in dam Entlastungszeugen K. erkannt. Als er auf dem Korridor des Gerichts vier weitere Rädelsfichrer feststellen wollte, zogen diese es vor, schleunigst zu verduften. Der Student S. hat als erster die Fäuste der Nationalsozialisten auf seinem Kopf zu fühlen bekommen. Diese Schläge waren das Signal zum allgemeinen Angriff. Auf die Frage des Vorsitzenden, weshalb er und feine Kameraden sich im Vestibül aufgehalten hatten, sagt der Jeuge mit Recht: Wir brauchen uns von diesen Leuten nicht oerdrängen zu lassen. Auch der sozialistische Student F. hat den Angeklagten Piltz, den er von früheren Schlägereien her kennt, an jenem Morgen beobachtet. Die Enttastungszeugen der Angeklagten versagten vollkommen. Dagegen boten die Aussagen der S ch u p o b« a mt e n, die an jenem Morgen in Zivil Dienst taten, eine vortreffliche Ergänzung zu dem von den sozialistischen Zeugen gezeichneten Bild. Der Schupo- wachttneister S. hatte im Korridor einen drcinschlagcnden Nazi» studcnten an den Kragen gepackt. Er rief ihm zu: Hier Polizei. Und schon hagelten auf den Beamten Schläge nieder, auf den Hinterkopf, aus die Nase und auch gegen das Auge. Di« Sache wäre für ihn vielleicht schlimm ausgegangen, wenn nicht der Schupo- Wachtmeister Sch. ihm zu Hilf« gekommen wäre. Zu den Drein- schlagenden gehörte auch der Angeklagte Pabst. Der Schupowacht- meister in Zivil D. bekam einen Nazistudentcn zu fassen. Man stellte dem Beamten jedoch ein Bein, er siel hin. Der Nazistudent ver- schwand. Im ersten Stock riß D. den Angeklagten Leonhardt aus der Menge heraus. Sofort schlugen fünf Mann auf ihn ein. Weder war es der Schupowachtmeister Sch., der ihn mit dem Revolver in der Hand aus der gefährlichen Lage befreit«. So sah es in Wirklichkeit am 4. Februar in der Universität aus. Und diese Krawalle sollen die„roten" Studenten provoziert haben. Einer der Schupo-wachtmeister traf ober das Richtige, als er sagt«: Ich habe die sozialistischen Studenten bewundert, wie sie mutig da- standen, während die Nationalsozialisten in großer Ueberzahl auf sie eindrangen. Die Studentenrowdys— Schänder deutschen Ansehens — haben vom Gericht die verdient« Quittung empfangen. Hoffentlich oersagt die zweite Instanz nicht. Lügen am Grabe. �üste Hetzereien am Liebknecht-Luxembvrg-Oenkmal? Ein Leser schreibt uns: Am Sonntagnachmittag besuchte ich den Zentralfriedhof in Friedrichsfelde. Von der Grabstätte unseres Genossen Hermann Müller und unserer anderen verstorbenen Vorkämpfer führte mich der Weg am kommunistischen Denkmal für Liebknecht, Luxemburg usw. vorbei.„Rechts schwenkt!" ertönte hinter mir eine Kommando- stimme. Den Passanten blieb gerade noch Zeit, zur Sette zu treten, als ein Trupp von ungefähr 20 5lindcrn im Alter von 4 bis 10 Jahren, geführt von einem vielleicht 25 Jahre alten Kom- muniften, auf das Denkmal zuschritt. Dann wurde den Kindern kommandiert, den Arm zu Ehren ihrer toten Kameraden zu erheben »nd das Lied„Brüder, zur Sonne, zur Freiheit" gesungen. Darauf folgte eine Ansprache des Kommunisten, die keine Totenehrung, son- dcrn eine wüste Hetzrede gegen die Sozialdemokratie war, in der sich eine lügnerische Behauptung an die andere reihte. Der Mann erfrechte sich zu behaupten, daß ein„gedungenes Mordkommando der SPD." Luxemburg und Liebknecht ermordet habe. Dann folgten Wendungen wie„Obermörder Noske",„blutrünstige Sozialdemo- kratie",„faschistische Henker und sozialdenwkratische Bluchunde" und ähnliche. Mit dem Absingen der„Internationale" � bei erhobenem Arm war die sonderbare„Totenehrung" zu Ende. Zum wicviellcn Male mag sich ein solcher Spuk wiederholt haben? Wir wissen, daß bei der gestrigen„Totenehrung" nicht der Wunsch der Kinder, von Luxemburg und Liebknecht zu hören, maßgebend war, sondern das Hetzbcdürfnis der KPD. Und wir fragen, wann wird gegen diese politischen Hetzereien auf dem Zentralfriedhof eingeschritten? Wie lange darf es die KPD. wagen, im Angesicht der Gräber der Toten solche gemeinen Lügen auszusprechen? Hakenkreuzler-Benehmen. Ein Leser schreibt uns: Wer Sonntag um die 23. Stunde mit der Hoch- uni» Unter- grundbahn vom Westen nach Neukölln fuhr, wurde Zeuge von höchst unerfreulichen Szenen. Auf dem Bahnhof Gleis- dreicck marschierte«ine Gruppe von 15 jungen Menschen auf. die«inen wüsten Spektakel veranstalteten. Durch schrilles Pfeifen und Grölen eines Liedes, dessen Text den im Chorus gebrüllten Refrain„Gewehr in die Hand" hat, machten sie den Aufenthalt für ruhige ältere Menschen auf dem Bahnsteig geradezu unerträglich. Offensichtlich handelte«s sich bei dem wüsten Benehmen nicht um verständliche jugendliche Ausgelassenheit, sondern um den alleinigen Zweck, Radau zu machen und durch Skandal aufzufallen!. Im Wagen setzte sich der Raidau sort, ebenso auf dein Umstcigebahnhof Hallcsches Tor. Es handelte sich um eine Gruppe von Haken- krcuzlcrn, die wahrscheinlich von der Versammlung im Sportpalast kamen und ihre oft gerühmte nationalistische Disziplin" zeigen wollten. Wenn sich die jungen Burschen freilich einbilden, durch ihr Benehmen reife, politisch geschulte Menschen provozieren zu können, irren sie: Eine solche Aufführung fällt auf die Radaubrüder zurück. Fragen muß man freilich, warum die Bahnpolizei dieses Betragen nicht unterbindet und im Interesse ihrer Passagiere dafür sorgt, daß sich alle Mitfahrenden wie anständige M«nschcn benehmen. Explosion im Gchwefelbergwerk. Fünf Bergarbeiter getötet, elf verletzt. • T Rom, 8. Februax. 3n einem S ch w e s e l b e r g w e r k In Trabia(Mittel- sizilie«) ereignete sich nach dem Abschuß einer Sprengmine eine Schlagwetterexplosion, durch die sünf Bergleute getötet und elf zum Teil schwer verlehl wurden. Infolge der Arbeits- cinschränkung am Sonnlag befanden sich glücklicherweise nur 20 Berg- leute im Schacht. Die Abrüstungsrede Brünings im Rundfunk. Die Ansprache, die Reichskanzler Dr. Brüning heule vormit- lag um 3.45 Ahr auf der Abrüstungskonferenz in Genf hält, wird auf den Deutschlandsender übertrogen. Wieder Eklarek-prozeß. Stadtbankdirektor verzweifelt an der Menschheit. Gestern wurde die Berhandluirg im Sklarek- Prozeß, die wegen Erkrankung eines Beisitzers aus drei Tage ausgesetzt war, wieder aufgenommen. Ein vom Gericht nicht benannter Zeug« will Leo Stlarek mit Stadtbankdirettor Hoffmann nach einer der letzten Sitzungen in einem Berliner Kaffeehaus gesehen haben. Hoffmann erklärt dazu, dann müsse er wohl einen Doppelgänger haben. Sein Ver- . trauen zu der..Menfchheit sri erschüttert. Früher seien seine liebsten ' M'Icher Kants-Ethtt und Erkenntnistheorie gewesen, eine Feststellung, die beim Gericht und den Zuhörern Heiterkeit auslöste. Jetzt habe ihm das Leben selbst eine grausame Erkenntnis gegeben. Darauf wandte man sich der Frage der Sklarekschen Privatentnahmen in den Jahren 1924 bis 1927 zu. Auch hier wirft die Anklage den Sklareks falsche Buchung und Steuerhinterziehung vor. Die nächste Sitzung findet am Donnerstag statt. Mörder aus Lugendirresein. Das Schöjfengericht III sprach den kaufmännischen Angestellten Eugen Reiß, der am 21. Februar vorigen Jahres die 19jährize Stenotypistin Charlotte I. im Grunewald durch drei Schüsse getötet hatte, von der Anklage des Mordes aus§ 51 wegen Geisteskrank. heit auf Kosten der Staatskasse frei. Sämtliche ärztlich« Sachverständige waren zu der Ucbcrzeugung gelangt, daß bei dem Ange- klagten jetzt vollständige Geisteskrankheit, und zwar Jugendirrcsein(Schizophrenie) zum Ausbruch gekommen sei, so daß er wohl auch schon bei Begehung der Tat nicht zurechnungs- fähig gewesen sei. Der Staatsanwall hatte daraufhin Freisprechung beantragt. Obermedizinalrat Dr. Hagedorn äußerte sich aber dahin, daß der Angeklagte jetzt wohl als gemeingefährlich zu de- trachten sei._ Neue Schneefälle in Sichi. Eck soll sehr kalt werden! Zn den gestrigen Morgenstunden setzte bei 1 Grad&SHe et« zeitweilig heftiges Schneetreiben ein. Gleichzeitig stieg die Temperatur auf 1 Grad wärme. Dieser Temperaturanstieg wird jedoch nur von sehr kurzer Dauer sein, denn alle Anzeichen deuten auf starken Frost und weitere Schneefälle hin. Ueber Südschweden und der Ostsee lagerte ein Tiefdruck- gebiet, das südwärts abwanderte. Die erste Folge waren in unserem. Gebiet weitoerbrellete Schneefälle. Auf der Nordostseite der Depression folgen aber sehr kalte Luftmassen, die unser Gebiet in den nächsten 24 Stunden bereits überfluten werden. In ganz Mitteleuropa ist das Barometer erheblich gefallen, während es im Norden und Nordosten ständig im Steigen begriffen ist Der Anitliche Wetterdienst erklärt, daß weitere Schneefälle in Aussicht stehen. Die Temperaturen dürften bereits morgen wieder mehrere Grad unter Null liegen. Das soll aber erst der Anfang der neuen Kältewelle sein, denn für die folgende Zell ist mit strengem Frost zu rechnen. Selbstmord eines Marineoffiziers. Bremen, 8. Februar. Der Oberleutnant zur See Müller vom Artillerie- S ch u l b o o t„Fuchs" hat heute morgen an Bord Selbstmord durch Erschießen begangen. Ueber die Gründe der Tat wird folgen- des bekannt: Der Offizier hatte an einer Feierlichkeit an Land teil- genommen, bei der es zu Auseinandersetzungen gekommen war. Der Polizei gegenüber hatte er die Angabe seines Namens verweigert. Nach Rückkehr an Bord beging er Selbstmord. Winiergarten. Im Mittelpunkt des Februar-Programms des Wintergartens stehen zweifellos die Neun A l l i s o n s, eine Parterre- atrobatentruppe allerersten Ranges, wie man sie in dieser Voll- endung selten zu sehen bekommt. Sie lassen versichern, daß sie trotz des fremdländischen Namens gute Deutsche sind, und wenn man diese großartigen Artisten der Reihe nach betrachtet, möchte man meinen, sie seien einer nach dem andern aus dem Arbeitersport hervorgegangen. Die gleichfalls zahlreiche Reiterfamilie Casi bringt den Zirkus auf die Varietebühne: chre vortreislichen Darbietungen sind bekannt und werden gerne gesehen. Die Schwer- gymnastik der Athenas ist auch bereits bekannt, nur scheint sie uns jetzt um vieles sicherer, reifer und vollendeter zu sein. Es ist ein sellener Genuß, dies« beiden prachtvoll gewachsenen Männer arbeiten zu sehen. Der Tanz ist mit zwei guten, wenn auch nicht außergewöhnlichen Nummern vertreten. Das G o m c z t r i o tanzt spanisch national und zwei neue junge Begabungen A n n i und Ruth verullcn ihre großen Vorbilder Whigmon, Palucca und Winkelstern sehr wirkungsvoll. Sehr hübsch ist der Dressurakt T h a- l e r o, der eine Menge reizender und lustiger gut dressierter Terrier zeigt. Hugo und sein W e i b s t e u f e l. der Jongleur H u r d und Resley, das Stehaufmännchen, das letztere mit seinen todsicher wirkenden, die Gefährlichkell verhüllenden Tricks und Bluffs, sind hier wohlbekannt und beliebt. Bleibt noch Wilhelm Ben» d o w. der Humorist der niederdeutschen Pomadigkeit, der die Leute für ein« Viertelstunde in die Welt des lochenden und belachten Un- sinns entführt, eine sehr notwendige Entspannung. Goldschmidt sagt aus. Vernehmimg der„Gröben" im Schultheifj-Patecnhofcr-Prozcfj. Mit großer Spannung wurde gestern im Schultheiß. Prozeß der Beginn der Beweisaufnahme erwartet, in der die Aussagen einer Reihe von Bankdirektoren von entscheiden- der Bedeutung sein werden. Als erster Zeuge wurde Direktor Friedrich R c i n h a r t, Vor- standsmitglied der Commerz- und Privatbank, unter vorläufiger Aussetzung der Vereidigung vernommen. Zuerst äußerte sich der Zeuge über die Frage des Holland-Konsortiums und gab dem Ge- richt an, daß er bei der Verhandlung und der Konstruktion dieses Konsortiums nicht mitgewirkt habe. Bei der Commerzbant sei der Prospekt des Schultheiß-Konzerns, wie allgemein üblich, nicht mehr geprüft worden. Bei den weiteren Fragen bestäligte der Zeuge Direktor Reinhart dem Angeklagten Katzenellenbogen, daß man bei dem damaligen Vertragsabschluß über das Konsortialgesclstift durch- aus mit einem Gewinn rechnen tonnte und daß es nach seiner An- ficht auch nicht notwendig gewesen sei. diese Geschäfte in die Bilanz einzutragen, da eine derartige Bestimmung erst jetzt durch eine Notverordnung in Kraft getreten sei. Der Oberstaatsanwalt beantragte zum Schluß oieser Vernehmung, daß da- Gericht sich erst später über Äe Frage der Vereidigung des Zeugen schlüssig werden wird. (Holdschmidts großes Vertrauen. Nach der Pause wurde Jakob Goldschmidt als Zeuge aufgerusen. Goldschmidt blieb wie vorher Reinhart zunächst un- vereidigt. Der Zeuge gab zunächst«ine sachliche Darstellung über das Zustandekommen des sogenannten kleinen und großen Danat- Konsortiums. Bors.: tztun möchte ich etwas von Ihnen über Ihre Tätigkeit als Aufsichtsratsmitglied hören. Zeuge Goldschmidt: Die Tätigkeit als Aufstchtsrat bei der Schultheih-Patzenhofer A.-G. ist zum großen Teil beeinflußt worden von der günstigen Auffasiung, Äe man mit Recht von Schultheiß-Patzenhofer haben muhte. Ich war ebenso wie alle anderen Aufsichtsratsmllglieder der Ansicht, daß die Lage dieser größten Brauerei der-Welt keinen Anlaß zu Besürchtungen gebe. Die Entwicklung hat das auch bestätigt. Denn Schultheiß-Patzenhofer hat trotz der ungünstigen Wirtschaftsver- hältnisse sich nach wie vor günstig gehalten und entwickelt. Aehn- lich starke Verhältnisse, gab der Zeuge weiter an, hätten auch bei den Ostwerken vorgelegen. Der Zeug« hiell es für einen Fehler aller deutschen Wirtschaftler und Bankiers, daß sie viel zu früh mit den Interventionen begonnen hatten. Vielleicht könne man auch sagen, daß es überhaupt ein Fehler gewesen sei, Jnterventtonen vorzunehmen. Aber nachträglich könne nicht erwiesen werden, welche Zerstörungsentwicklung eingetreten wäre, wenn von feiten der beut- schon Banken und der Industrie keine Interventionspolitik stattge- funden hätte. Gerade der Schultheiß-Akticnmarkt habe eine symp- tomatische Bedeutung für die Gesamteillwicklung der Börse gehabt. Da Schultheiß als ein sehr bedeutsames wirtschaftliches Unternehmen galt, sei sein Aktienmarkt besonders«xponiert und bei der Baissepartei beliebt gewesen. In jener Zeit habe die öffentliche Meinung wie auch der kritische Teil der deutschen Handelspresse die Parole zur Intervention ausgegeben. Durch eine Frage des Staatsanwalts wurde darüber gesprochen, daß Katzenellenbogens persönliches Vermögen in den deutschen Wirtschafts- und Bankkreisen zweifellos überschätzt worden sei. Katzenellcnbogen legte hierbei Wert auf die Feststellung, daß er durch sein Austreten oder durch seine Erzählungen niemals Anlaß zu einer solchen Ucberschätzung gegeben habe. Er habe den Leuten immer wieder gesagt:„Sie verwechseln mich mit Schultheiß." Als letzter Zeuge wurde gestern Direktor Tänzer, der im Schultheiß-Konzern mit der Effektenabteilung befaßt ist, vernommen. Dieser Zeuge, der bei dem Abschluß der Konsortialverträge nicht mitgewirkt hatte, hatte später die Ausführung der Geschäfte zu übernehmen. Eine Lerbuchung der Transattionen sollte aus An- Weisung von Kotzenellenbogen nicht stattfinden. Dagegen habe er oft täglich aufgestellt wie hoch die Engagements des Konzerns gewesen seien. Die Nutria-Gesellschaft sei im allgemeinen als Hau s- dank betrachtet worden, und er habe auch gar keinen Zweifel gc- hobt, sie als' Bank zu huchtn.— Dann wurde die Verhandlung auf Mittwoch vertagt, wa vor allem die Mitglieder der Revistonsko'n- Mission wie auch Direktor Pilstcr als Zeugen vernommen werden. Verunglückte Tauchübungen. Vier Artisten durch KohlenoxydgaS vergiftet. Einem eigenartigen Unfall sind gestern nachmittag vier Artisten, die augenblicklich im P r i m u s p a l a st in Neukölln auftreten, zum Opfer gefallen. Es handelte sich um die Gruppe des fast 7lljährigen Artisten Dito S)., der mit mehreren jungen Mädchen die sogenannte „R erciden-Nummc r", nämlich Tauchvorsührungen in einem großen Glasbmsin zeigt. Es wurde im Keller des Theaters geprobt. Den jungen Mädchen war das Wasser zu kalt und da warmes nicht zur Verfügung stand, hatte sich der Artist einen primitiven Tauch- siedcr ausgedacht, ein gegen das Wasser abgeschlossenes Gefäß mit glühenden Holzkohlen. Nach kurzer Zeit stellten sich bei den Artisten und den jungen Mädchen Atembeschwerden und Ucbel- kcit ein; schließlich fiel der Artist und zwei Artistinnen in Ohn- macht. Nur die dritte hatte noch Kraft genug, sich aus dem Keller zu schleppen und das Bühnenpersonal um Hilfe zu rufen. Die drei Betäubten wurden ans Tageslicht gebracht und durch Feuerwehr- beamte mittels Sauerstoffapparaten ins Leben zurllckgerusen: sie mußten jedoch ins Krankenhaus gebracht werden Zweifellos handelt es sich um eine typische Kohlenoxydgasvergiftung! Die tödlichen Gase waren den glühenden Holzkohlen entwichen und hatten in den Äellerräumen keinen Abzug gefunden. Eine amtliche Unter- suchung ist im Gange. 20 Grad Kälte in Klausenburg. Bukarest, 8. Februar. Die Schnee st ürme in Siebenbürgen haben aufgehört. Der Eisenbahnverkehr konnte wieder überall aufgenommen werden. Die Kälte hingegen ist noch immer außergewöhnlich. In Klausen- bürg zeigte das Thermometer mittags 20 Grad Celsius unter Null. Bergung des M 2 nicht vor dem Sommer? Wie die englische Admiralität mitteilt, ist es unwahrscheinlich, daß dos Wrack des Unterseebootes 2 vor dem Sommer gehoben werden wird. kinleudiulgeu für biete Rubrik sind Berlin SW 68, Lindeustrutze 3. Groß-Berlin stet, an da» Bezirketekretaria» i. Hof, 2 Treppen recht«, ju richten Arbeilsgemeinschaft sozialdemokrakischer Lehrer und Lehrerinnen Deutschlands. Bezirksgruppe Berlin. Roniag, 1.,. Februar, Miiglieberoerlammluug. Tagesorbnuna:„Wo stehen wir?" Sine kulturpolitische Aussprache. Eintritt nur mit Parteimitqliebsbuch. Tiirlontrolle! Beginn pünktlich i» Uhr. Ab IH'/i Uhr können bei den Kassierern die Ritglicbsbeiträge gezahlt werben. * Beginn aller Veranstaltungen 19% Uhr, sofern keine besondere Zeitangabe! heule. Dienstag. S. Februar. Z. Kreis.?n Schmidts Gesellschaftshans, Fruchtstr. 36a, Kreisfunktionär. sitniug. Anschließend wichtige Kreisuorstandssißung mit den Abteilungs» leitern. t4. Keei«. Seute 13 Uhr im Jugendheim Kanner Str. 42 Zusammenkunft der erwerbslosen Parteimitglieder...Wirtschastsläge der russischen Arbeiter- schasl", Referent Dr. Salonton Schwarz. 19. Kreis. Der Kursus Dr. Solomon Schwarz im Jugendheim Eörschstroße fällt-heute aus. Alle Teilnehmer beteiligen sich an der Kundgebung im Konzerthaus, Breite«trage. 8. Abt. 2« Uhr Funktionärsißunq bei Richert. 33. Adt. Die Bezirksfllhrer rechnen die Billetts zum Film heute abend in der Funktianärsißung mit dem Kassierer ab. 85. Abt. 13. Bezirl bei Pommerenina. Berliner Str. IM. Abbau der Kranken- kassenleistuügou chus. iblnnd der Notacrortgrung�. RekereniDr. Boeder. 99. Abt. Funttionärsigung im Versammlungraum Hannemannstr. 40. 149a. Abt. 20 Uhr dei Albert Schulze lDorfauet. Hauptstraße, Sitzung de» .Kulturkartells. Elcichzeitig Besprechung der Mitglieder des Bildungsaus- schusses. Rundsnnkhörstunbe!„Kommunismus und Eigentum", unter Leitung von Dr. Ernst Fraenlel, in Anwesenheit von Dr. Rudolf Hilserding. 20 Uhr im Porteihaus, Lindenstr. 3. 2. Hos, 2 Treppen links, lbastkarten zu 25 Pf. werden am Saaleingang ausgegeben. Mitgliederversammlungen und Zahlabende am Mittwoch. 10. Februar. 1. Abt. Im Hackeschen Hos, Rosrnthaler Str. 40—41. Mitgliederversammlung: „Unsere weltliche Schule im Bezirk Mitte". Referent Genosse Goedtke. 2. Abt. Bei Lohau, Brllderstr. 16, Mitgliederversammlung.„Kampfjahr 1032", Referent Gustav Fuß. 3. Abt. Im Saal I des Gewerkschaftshauses Mitgliederversammlung.„Demo- kratie oder Diktatur", Referent Genosse Kurland. 4. Adt. Ln der„Belvedere", Aleranderstr. 2l, Mitgliederversammlung. „Kompijahr 1932", Referentin Marie Kunert, M. d. R. 5. Abt. Im Rosenthaler chof. Rosenthaler Str. 10— ll. Mitgliederversamm- lung.„Jugend und Partei", Referent Erich Ollenhauer. 7. Abt. Zohlabende in folgenden Lokalen: Beirau, Pslugstr. 1: Lener, Bönen- straße 19: Grimm, Kessels, r. 19; Biirwalde, Schlegelstr. 8: Schauf, Bernauer Straße 121: Döll, Bergstr. 70; Arndt, Echroderstr. 2: Kube, Slrelitzer Straße 45.— Sintragunaen In die„Eiserne Front" Ehausseestr. 84, Ecke Bonenstraße. und Lokal Arndt, Schräderstr. 2, in der Zeit von 13— 20 Uhr. Abt. Zahlabende in den bekannten Lokalen. Abt. Im bekannten Lokal Mitgliederversammlung.„Die politische Lage", Referent Siegfried Aufhauser. M. d. R. Abt. 20 Uhr Mitgliederversammlung im„Patzenhofer", Turmstr. 26.„Wir stoßen vor— wir greifen an!" Referent Dr. Norbert Marx. Abt. An bekannter Stelle Mitgliederversammlung.„Kampfjahr 1932", Referent Otto Meier, M. d. L. Abt. 20 Uhr Mitgltederversammlung Brückenstr. 3.„.Kriegerhinterbliebenen- fursorge und Notverordnung". Referent Stadtrat Schult. Abt. 20 Uhr Mitgliederversammlung in den Arminiushallen, Bremer Straße 72...Die Sozialdemokratie im Kampsjahr 1932". Referent Redakteur Vietor Schilf. Abt. Zahlabende bei Dahms, Vinetavlatz 7. Referent Dr. Denicke:„Bil- dungsfragen". Bei Lenz, Drmminer Str. 10. Referentin Margarete chartig: „Kulturaufgaben der Partei und Gewerkschaft". Bei Obiglo, Stralsunder Straße ll.„Grundsätze neuer Erziehung". Referent Dr. Walter Groß. Im cheidekrug. Bernauer Str. 94, Ecke Skalitzer Straße.„Bildungsfragen", Referent Hanns H. Kamm. Bei Kurkowski, Feldstr. 3.„Bildungsfragen", Referent Heinz Läwi. Abt. Zahlabende in den bekannten Lokalen. Abt. Zablabende in den bekannten Lokalen. Abt. Zablabende: 805.'806. Bezirk in der Gerichtslaube. Buttmann. Ecke Thurnensserstraße: Reichsvräsidenten. und Landtagswahl: Referent Kurt Großmann. 813. Bezirt bei Gotllätalk. Srllnthaler Str. 14: Die volitische Lage- Referentin Helene Slbmitz, M. d. L. 815 Bezirk bei Wiemer, öolbiner Str'8- Landtags, und Reichsvräsidentenwahl: Referent Genosse Wulchick. 816.' Bez'rk im Lokal Griinthaler Str. 03: Die volitische Lage: Referent Oswald Zienau. 814., 817., 818. Bezirk Bei«chnchardt. Ehristianiastr. 1I6a-. Die Recbti'prechnng in der deutschen Revublik: Refeeent Dr. Tichauer. 819. Bezirk im Lokal Ehrisuaniastr. 21: Die volitische Laae: Referentin Genossin Räder-Großmann. 820. Bezirk in der roten Schule Gotenbnrger Slroßc: Reichspräsidenlen.»nd Landtagswahl: Referent Genosse Flick. 81�. 35c>frf(SrüntTider 6.„. Abt. Zahlabende: Bei Bontke. Schulstr. 74. Referent Genosse Handle: bei Stenzel. Schwedenitr. 13. Refeeent Genosse Rofema»»: bei Wende, -Kolaniestraße 147. Referent Genosse Gurau: bei Pose Koloniestr 15. Rererent Dr. Milian Schomann: bei Tillner. Koloniestr. 42. Referent Genosse Robinson. Thema in allen Zahlabenden: Die Giserne Front. «bt. Zahlabende in den bekannten Lokalen. Die Bezirksfuhrer laden ein. ?bt. Zahlabende in den belannten Lokalen.. Abt. Diskilisionsabend in foloendeii Lokalen: Benz,«eestr. 108: Lewan. dawskn. Seestr. 104: Grunewald, Kameruner Str 19: Gutschow. Trans. 8. 9. 19. 11. 12. 13. 15. 49. 17. 19. 26. 24, 24a, Lokalen: Einheitsfront— aeaen Nationalismus! Refcrenten nassen: Giinther. I. P. Maoer, Sabath, Weber, Malzahn, Bllhrig, Lorenz, Leo, Bienstock. Schumann. Wüst.. Abt. Zahlabende in falaenden Lokalen: l. Gruppe bei Röfner. Immanuel. kirchstraße 25: Preußenpolitik: Refeeentin Luise Käbler. W- d. L. l», mrupoe bei Ahlschlager. Win». Ecke E-Hristburner Straße. 2. Gruope bei Heidutzki. Drnziger Str. 46. 3. Gruppe bei Winzer, Ebristburger Eck- Winsstrgße. Abt. Earl.Legien.Gruppe 20 Uhr im„Sermaimshum". Laubenko-onie, Mitgliederversammlung. Portrog des Genossen Magiftratsrat Dr.�Relne. mann. 3. Gruppe Balkan: Zahlabend bei Wrnske. Earmen-Snloa.Str. 5l. Abt. 20 Uhr Zahlabende in den bekannten Lakaien, Abt. Druppenversammlunge» An den bekannten Stellen. Infolge der Einzeichvimg tagt die l. Grupve bei Reche. Metzer Str. 2b. 'Jrt'hOlfif nhi» in hrn fir fnnti tun PoFili«« Zablabende in den belanute» Lokalen Abt. Milgliedernersawmlnr.g in den Schwedter FekTälen, Straße 23:.Kampsjahr 1232. Rcferent Albert Fallenberg. Schwedter 29. Adt. Mitgliederversammlung im Altersheim Danziger Str. 62: Was will die Eiserne Front? Neferent Eduard Zachert, R. d. L. 39. Abt, Zahlabende an den dekannten Stellen. 31. Abt. Zahreshaiivtversammluna an bekannter Stelle. Berichte, Wahlen. 32. Abt. Zahlabende: Gruvve Buchmann bei Drescher. Strulaurr Platz 5. Gruppe Kluge bei Valentin. Krautstr. 36a. Grupve Wartmavn bei Schmidt. Fruchtstr. 36. Bezirke 304/305 bei Schrälcr, Friedrichsfclder Str. 24. Grupve Gruppe Mayer, Krautstraße. Gruppe Schadaw bei Haberland, Andreas- Ecke Holzmarttsiraße. Thema: Der Sozialismus und die Krise der Gegenwart. 33. Abt. Zahlabende: Bei Ollenbach. Alt-Stralau: Referent Huga Peters- darf: Das Gebot der Stunde: bei Soffmann. Siralauer Allee 17: Das Recht des Arbeitslosen: Reserent Genosse Sunderhaus: bei Wertalla, Hohen- lohesteaße 3; Referent Fritz Pohling: Die Neuorganisation Berlins: bei Loiach, Beymestr. 8: Die Eiserne Front: Referent Georg Buchmann: bei Müller, Eimplonstr. 31: Kommunale Iugendpslegr: Rcserentin Minna Tadenhagen: bei Petzold. Simon-Doch-Str. 24: Reserent Wilhelm Lamp. recht: Abrüstung— Krieg im Fernen Osten. Vorher 19 Uhr Sitzung des Abteilungsvorstands bei Müller. Simplanstr. 31. 34. Abt. 19 Uhr Mitgliederversammlung in der Schulaula Litauer Str. 18: Was will die Eiserne Front? Referent Mar llrich. 35. Adt. Zahlabende bei: Kelm, Rigaer Str. 85: Graupner, Boigtstr. 25: Witt, Boigtstr. 38: Lemble. Schreinerstr. 38, und Schule. Samariterstr. 20. 36. Abt. Zahlabende in den belannten Lokalen. 37. Abt. 1. Bezirk bei Zepke, Eberlvstr. 7: Was will die Eiserne Front? Referent Genosse Morlwitz. 2. und 3. Bezirk bei Ierasch. Eberiystr. 10: Was will die Eiserne Front? Referent Dr. Deutschkro». 4., 5. und 6. Bezirk bei Raschle, Matternstr. 14: Was will die Eiserne Front? Referent Dr. Gerhard Luckow. 38. Abt. 20 Uhr Zahlabende in allen 19 Bezirken. Karten für den Film: „Niemandsland" beim Genosse» Danzke. Daselbst auch Bücher für Reuauf» nah, neu. die van den Bezirksführern abzuholen sind. 39. Abt. Mitgliederversammlung im Bougewerkshaus Eroßbeerenstr. 96: Japan und Ehina. Reserent Genosse Dr. Otto Benecke. 39a. Abt. Zahlmorgen 6 Uhr früh im Lokal Friedrichstr. 212: Die Eisern« Front. Referent Jockel Meier. 41. Abt. Zahlabende in den bekannten Lokalen. 42. Abt. Zahlabend bei Hohlke, Bergmannstr. 69. 43. Abt. 20 Uhr Zahlabende in den bekannten Lokalen. Bei Kos«, Boeckbstr. 54: Sozialversicherung. Reserent Dr. Wolter Friedeberger. 44. Abt. Mitgliederversammlung in der Schulaula Mariannenstr. 47: Warum Eiserne Front? Referent Redakteur Kliiß. 45. Abt. Zahlabende in den bekannten Lokalen: Gruppe Grabs bei Sommer, Wiener Straße, Die Bezirksfllbrer lade» ein. 48. Abt. Zahlabende bei Buschmann. Ritterstr. 33: bei Keller. Fürstenstr. 1: bei Präfke, Prinzenslr. 23: bei Ehemann, Brandenburgstr. 112: Was will die Eiserne Front? Reserent Bruno Majonnek, 5t. Abt. 19 Uhr Mitgliederversammlung im Wahlfahrtssaal Koniam-Elisabelh- «traße 6: Kampsjahr 1932. Referent Arthur Crispien. M. d. R. 52. Abt. 20 Uhr Abteillingsversammlung bei Kofke, Kaiserin-Augusta-Allee 81: Die gegenwärtige politische Lage und die Reichspräsidentenwahl. Referent Mar Jrinitzer. 52a. Abt. Siedlung Iungsernheide. Zahlabend bei Sommer, Nonnendamm. allee 87. Ausspracheabend. 53. Abt.- Zahlabend bei Schweilert, Referent Paul Amboff! bei Luc, Referent Gustav Piestert: bei Hamer, Referent Hans Schäfer. 54. Abt. 5. Gruppe: Zahlabend bei Moller, Franklinstr. 19. 6. und 7. Gruppe iällt aus. lbt. 20 Uhr Zahlabende: 1. und 3. Gruppe bei Liersch, Kantstr. 62. 2. Gruvpe bei Iakowiak, Holzendorffstr. 20. 58. Abt. Abteilungsversommlung bei Rankehaus, Raukestr. 4. Vortrag des Genossen Richard Joachim. 59. Abt. 20 Uhr Abteilungsversammlung im Reuen Ratskeller: Die Eifern« Front. Referent Genosse Hildebrondt. 62. Abt. 20 Uhr im„Seidekrug", Inh. Marsand, Mitgliederversammlung. 67. Abt. Mitgliederversammlung 20 Uhr im Bahnhofs. Restaurant Wurzbacher, Grunewald: Sozialismus. Referent Emil Barth. Wohle::. 68. Abt. Mitgliederversammlung bei Sandmann, Westfälische Str. 42: Eiserne Front. 79. Abt. Der Zahlabend findet erst am 15. Februar bei Kulka statt. 71. Abt. Mitgliederversammlung und Zahlabend bei Lau. Hildegardstr. 14. Zwiegespräch zwischen Werner Maaß und Dr. Schützinger., 72. Abt. Mitgliederversammlung bei Rosenau. Laubacher Str. 29: Wer wird Reichspräsident? Kurzreferate und Aussprache. 73. Abt. 20 Uhr illtitgliederversammlnng. Referent Stadtschulrat Nydahl: Großstädtische Kulturpolitik. 19 V- Uhr Sitzung der Funktionär«. 79. Abt. 20 Uhr Mitgliederversammlung und Zahlabend bei Schilling. Das „Eiserne Buch" liegt am Zablabend aus. 77. Adt. Zahlabende: 1. Bezirk bei Milde. Nollendorsstr. 16. Vortrag. 2. Bezirk bei Jürgens. Barbarossastr. ha. Referent Genasse Oberst a. D. Lange über die Eiserne Front. 3. Bezirk bei Koschenz, Apostel. PauIus»Str. 27. Referent Genosse Markus über Krise der Demokratie? 4. Bezirk bei Will, Martin, Luther-Etraße 69. Referent Genosse Wendel Uber Hitler und das politische Pifkctum. 78. Abt. Der Zahlabend des 4, Bezirks findet schon heute Dienstag, den 9. Februar, 19'/- Uhr. im Lakai van Christ fsrühcr LanghaiiS), Ebersstr. 40, statt. Die anderen Zahlabende finden ai» Mittwoch, dem 10. Februar, statt. 3. Bezirk im Lokal von Ratho, Fcurigstraße Ecke Prinz.Gcorg.Straß«. Thema: Poraussetzungcn zum Sozialismus. Referent W. Schmidt. 2. Bezirk bei KUllmcr, Hauptstr. 8. 1. Bezirk bei Wandtkc, Bahnstr. 25. Thema: Taaespalitische Fragen. 79. Abt. Zahlabende in den bekannten Lokalen. 79-. Abt. Lindenhof Zablabend. � 86. Aht. 20 Uhr im Selmholtz.Gymnasium. Rubensstraß«, Abteilungsversainm» lung mit Lichtbildervortraa: Arbeitskrisen in der Industriewirtschaft. Referent Genosse Prof. Richard Woldt. 81. Abt. 20 Uhr I. bis 3. Bezirk bei Klabe, Sandjervstr..60/61: Die politisch« Lage. Referent Genosse Selwig. 4. und 5. Bezirk bei Baginski, Stuben- rauchstraße Ecke Taunusstraße: Die deutsche Sozialversicherung. Referent Genosse Ulbrich. 6. Bezirk bei Lebmonn, Born. Ecke Büsingstraße: Kampf aeaen de» Faschismus, Referent Genosse Freiwald. 82. Adt. Zahlabende in den bekannten Lokalen. 83. Abt. Der Zablabend für West findet bei Rodde. Roonstr. 39 Ecke Hinden- burgdamm, für Ost bei Bubrick, Lorenzstr. 56, für Silb bei Fritsch, Berliner Straße 123b. statt. In jedem Zahlabend Portrag. Achtung! Neue Ein» zeichnungsstelle zur„Eisernen Front" bei Quandt, Moltkestr. 31, von 14 bis 21 Uhr geöffnet._ 84. Abt. 20 Uhr Mitgliedcrversommlung bei Lehmann. Kaiser. Wilhelm- Straße 29/31: Politische Lage. Referent Karl Lille, M. d. R. 85. Abt. 2. und 5. Bezirk: Lokal Henning, Kaiser- Wilhelm-Straße 1 Ecke Moltkestroße. Referent Genosse Iürgensen. M. d. L. 3. Bezirk: Lokal Hennig, Friedrich-Wilhelm-Str. 35. 6. Bezirk: Lokal Schäfer, Ringbahn- straße 12, 7. Bezirk: Lokal Happel, Gottlieb-Dunckel-Str. ll, 86. Adt. Zahlabende bei Neumeyer, Schäneberger Straße: bei Görlitz, Ehaussee- straße 19: bei Dhonou. Friedenstr. 6. 87. Abt. 20 Uhr Mitaliederoersammlung bei Schuster, Kirchstr. 68: Warum Eiserne Front? Reserent Kreisleiter Genosse Hille. Gäste sind willkommen. 88. Ab». 20 Uhr Zahlabend in der Schule Roonstraße. Vorstand 19 Uhr ebendort. 8». Abt. Zahlabende in den bekannten Lokalen. »0. Abt. Alle Bezirke in den bekannten Lokalen. »l. Abt. 19.. 20., 21. Bezirk bei Fleckinger, Wissmannstr. 10. 22. und 23. Be- zirk bei Köster, Karlsgartenstr. 4. 39. Bezirk bei Lüddecke, Karlsgarten. straße 12. 37., 38., 43. u»d 44. Bezirk bei Palm, Mainzer Str. 16. 30. und 45. Bezirk bei Rausch. Flughafenstr. 29. 46 und 47. Bezirk bei Schreiber. Flughafenstr. 7. 41. Bezirl im Restaurant Flughafen, Mahlowcr Straße 10. 92. Abt. Pünktlich 20 Uhr. 5l., 58., 60. Bezirk: Iäg-rheim. Wildenbruch. straße 83: Preise und Löhne. Rcferent Else Steinkühlcr. 52., 53., 57. Bc» zirk bei Fiedler, Echandaucr Str. 1: Der Kamps um Preußen. Referent Sans Turß. 54, 55. Bezirk bei Rippert, Harzer Str. 88: Politische Lage. Reserent Paul Iudrian. 56, Bezirk bei Fischer, Heidelberger Str. 31: Die Reparationsfrage. Referent Harr» Wachtel. 59., 81, 82. Bezik bei Wolif, Kaiser.Friedrich.Str. 1/3: Politische Lage. Referent Erich Raddatz, M. d. C. 62., 63., 79. Bezirk bei Simon, Berthelsdorser Etr. 9; Politische Lage. Rele- rent Karl Baum. 80, 8>. Bezirk bei«chwabe, Roseagerste. 8: Politische Lage. Referent Willi Wolfs. 87., 88. Bezirk bei Schneider, Rosenstr 7: Züas wird aus der Sozialversicherung? Referent Franz Rettig. 93. Abt. 83., 105. Bezirk bei Schumann, Treptower Str. 90. 84., 86., 103. Be. zirk bei Damm, Hertzbergstr. 22. 104.. III., 114. Bezirk bei Stolz. Bäh- mische Str. 43/44. 106.. 107., 110. Bezirk bei Einkovf, Kaiser.Friedrich. Ecke Marcschstraße. 112, 113. Bezirk bei Just, Ricmetzstr. 19. 115. Bezirk bei Konig, Kanner. Ecke Elsterstraße. 116., 117. Bezirk bei Pritzkow, Richard. Ecke Schöneweider Straße, 94. Abt. 40., 69. Bezirk im Lokal Kuhfeld. Lichtenrader Str. 58. Bortrag. Referent Genosse Arndt. 42., 66. Bezirk be! Lepk, Selchvwer Str. 6. 07.. 68. Bezirl bei Breuer, Schillerpromenade 39. 71., 94.. 95. Bezirk der Schräder, Steinmetzstr. 52. 97.. 98. Bezirk bei Kwella, Oderstr. 15. 70., 93.. 96. Bezirk: 8 Tage später bei Kwallo, Oderstr. 15. 95. Abt. L Viertel bei Keusch, Iägerstr. 10. Referent Klaußner: Die Eiserne Front. 2. Viertel bei Klein, Prinz-Hgndiery.Str. 34. Referent Kreuziger: Die Eiserne Front. 3. Viertel bei Saase.«teimnetzstr. 78. Reserent R-». joks: Die Eiserne Front. 4. Biertel bei Grieger, Lessingstr. 9. Referent Karl Weiner: Di« Eisern« Front. »6. Adt. Zahlabende: 121.. I22„ 123.. 124., 120., 127. Bezirk im Lokal Rogot. straße 56. Referent Genosse Tost.>18.. 119. Bezirk bei Brand, Thüringer Ecke Wivperstraße. Referent Genosse Kallner. 101.. 102., 120. Bezirl bei Hirsch, Zonasstr, 1. Referent Genosse gippel. Thema in allen Zahl- abenden-' Die Eiserne Front. 97. Abt. Abteilungsversammluna in Meisels Festsälen, Ionasstr. 2�23: Eiserne und soziale Front. Rcferent Dr. Kurt Löwenstei», M. d. R. 98 Abt 19 Uhr Mitgliederversammlung im Zcichensaal der Schule, Marien. dorfer Weg: Wie stellen wir uns zur Reichspräsidrnteilwahl? Referent Gottlieb Reese..„., 99. Abt. Zahlabende in falaenden Lokalen: l47./l4S. Bezirk früher Thomas. Ehansseestr. 10. 152./153. Bezirk Sißungsraum Hannemannstr. 40. 154./155. Bezirk in der Idealhalle am Buschrosenplatz.- Was will die Eisern« Front? Referent Genosse Hermes. 156./158. Bezirk bei Tristram, Bllrgerstr. 48 49. 160. Bezirk Buckow.West, Lokal Ebausseestr. 12. 99a. Abt. lEroßsiedlnup Britz.) Bezirk 149: Schul» Parchimer Alle«. Regie. rungsrat Robert Kempner: Regiert der Zufall die Geschichte? Bezirk 150, 161/162: Lokal Wolf. Rudower Str. 35. Gustav Mers»: Der Italienische FafGismus. Bezirk 151 im Buschkrug-, Hermann Schlimm«:„Wege aus der Wirtschafls» und Staojskrise. 100. Abt. Rudow. Mitgliederversammlung be! Ruppert, Neuköllner Straße: Politische Lage. 101. Abt. Zahlabende: l. Bezirk Lokal Graetzstr. 1: Eiserne Front. Referent Mar Gillmeister. 2. Bezirk bei Manz. Kiefholzstr. 21. Diskussionsabend. 3. Bezirk bei Wüstcnhaaen. Graetzstr. 49. Bortrag des Genossen Fritz Neu. mann. 4. Bezirk im Eiseneck. Elsen, Ecke.Kiethol, straße: Bortraa de» Genossen Maschke: Interna lionale Probleme der Gegenwart. 5. Bezirk im Lokal Beermannstr. 10: Eiserne Front: Referenl Genosse Max Heydemann. 6. Bezirk on bekannter Stelle Bortrag. 102. Abt. 1. bis 5. Bezirk bei Streubel. Baumschulenstr. 7: Was will die Eiserne Front? Reserent Genosse Kotzur. 6. bis I". Bezirk bei Borg. mann, Ppumschulenstr. 89. Referentin Lisa Albrccht: Was will die Eiserne Front? Referent Dr. I. Schlesinger. 104. Abt. Bei Kuba!, Brückenstr. 15, Mitgliederversammlung. Referent Paul Bernstein. >05. Abt. Mitgliederversammlung im Ratskeller. Pismarckstr. 58: Komvsjöhr 3932. Referenl wird am Mittwoch bekanntgegeben. 18':!lhr Funktionär- sitzung im gleichen Raum. Erscheinen unbedingt notwendig. 106. Abt. 20 Uhr in der Autoklgiise. Friedrichstr. 13. Mitgliederversammlung: Was will die Eiserne Front?, Referentin Gertrud üaiina, M. d. L. 107. Abt. Bei gobian Manatsversammlung: Wohnungüwirtschast und Stadt- randsiedlung. Vortrog des Genossen Adolf Otlo. Parleiangelegenheiten. Perschiedenes. 108. Abt. Eötlnische Vorstadt bei Stippekobl, Schönerlindee Str. 5. Referent Genosse Stelling, M. d. R. Kietz, iAII-) Vorstadt bei Schulze, Müggel- beimer Etr. 12. Referent Genosse Woligang Schwarz. In beiden Ver- sammlungen Thema: Abrüstung, Reparntionen, Friede. 108a. Adt. Zahlabende in der Volksschule Köpenick. Borgmannstraßo: Kampf» jähr 1932. Referentin Frida Roscnthal. Bei Klose. Köpenick, Mahls- dorfcr Etr. 1: Kampsjahr 1932. Referent Dr. Fritz Goldschmidt. 109. Abt. 20 Uhr Mitgliederversammlung im Stadtlheater, Marktplatz: Repa- ralionen— Abriistung— Reichsprässdcntcnwahl. Referent Gerhard Breit- scheid. 110. Abt. 20 Uhr Mitgliederversammlung bei Werder, Grünau, Köpcntcker Straße 125: Die politische Lage. Referent Ernst Rcumann. Aussprache. Parteiangelegenheiten. III. Abt. 20 Uhr bei Heimann, Waltersdorfcr Str. 100, Mitgliederversamm» lung: Eiserne Front— Rcichspräsidcntenwahl. Referent Dr Julius Moses, M. d. R. 114. Abt. Mitgliederversammlung im Logenlassno, Knorrpromcnadc 2: Polt» tische Situation. Referent Genosse Maderholz, M. d. L. It5. Abt. 1. Gruppe bei Stöber, Jung» Ecke Oderstraße. 2. Gruppe Nestau» rant Tivoli, Weichselstr. 6. 3. Gruvve bei Radike. Müggelstraße Ecke Scharnweberstraße. 4. Gruppe bei Seipke, Kronvrinzensir, 47. 118. Abt. In der Schulaula der Knabenmittelschule, Marktstr. 12/13, Mitgliederversammlung: Hitler als Gendarm. Referent Heinrich Iakubowicz. ll7. Abt. 16 Ubr Erwerbslosenzusammenkunit on bekannter Stelle. Zahl- abende: Gruppe Seichow, Ramp und Dietrich Zahlabend bei Sievert. Gruppe Unzner und Dähring bei Brunn. Gruppe Wottke. Schlotter und Guschker bei Klose. Gruppe Klingenberg im Restaurant Etäbtisehes Fluß. bad. Gruppe Hube, Güntzcl und Stassat Donnerstag bei Dzuga. 120. Abt. 20 Uhr bei Tempel, Prinzcnallee 45, Mitgliederversammlung: Mäg» lichkciten der Arbeitsbeschofsting. Referent Fritz Tornow, M. d. R. 121. Abt. Mitgliederversammlung bei König, Treskowallee, am Bahnhost Politische Lage. Referent Arwr Rachow. 122. Abt Mtglicderversammlung 20 Uhr bei Porath, Marzahner Str. 31. Bortrag des Genossen Dr. Philipptal. 123. Abt. Mitgliederversammlung in der Echützenklause, Hönower Str. 10-: Was will die Eiserne Front? Referent Otto Breuer. >24. Abt. Bei Anders, Bahnhofstr. 35/37, Mitgliederversammlung: Kampflahr 1932. Referent Kurt Hcinig, M. d. R. Jahresbericht. Neuwahl. 124a.«bt. 20 Uhr bei Draber, Uhlandstr. 18, Mitgliederversammlung: Zweck und Ziele der Eisernen Front. Referent Stadtrat Rossn. 127. Abt. Mitgliederversammlung bei Götze, Hahenschönbauscn, Berliner Straße: Kamps dem Faschismus. Referent Dr. Hans Adler. 128. Abt. Bezirk 1 bei Ncack. Kaiier.Friedrich.Str. 53. Bezirk 2 bei Srisfel. Kaiscr-Friedrich-Str. 53. Bezirk 3 bei Kober, Berliner Str. 86. Bezirk 4 bei Fulde, Berliner Str. 97. Bezik 5 bei Wcdler, Berliner Str. 104. Dr. Hans Cohn: Revorationen und Arbeiterschaft. Bezirk 6 bei Bader, Kisssngenstr. 4. Bezirk 7 bei Hcinze, Kisssnaenstr. 46. Bezirk 8a bei Grasse, Kissingens, r. 11: Wirtschaftlich- und volitisän- Lage. Reserent Genosse Pichtmeier. Bezirk 8K bei Kacglcr, Kissingenstr. 24a. Bezirk 9, 10 der Lebmann, Mühlcnftr. 38. 120. Abt. 1, bis 4. Grupve im Sängerheim, Florasir. 93: Konsumgenosscn- schaft 5. bis 8 Grupve im Türkischen Zelt. Breite Straße. 9.'10. Gruppe bei Renmann, Mendclstr. 17: Die Eiserne Front. Referent Fritz Wildung. 130. Abt. 2V Ubr in der Schule Piniusstr. 60 Zahlabend.„.. 131. Abt. Pünktlich 24/ Uhr in Nordend. Kaiscr-Wilhelm-Straße, IM Lokal Sansfouei, Mitgliederversammlung: Ostasien, Völkerbund und Knegsver- bindcruna. Referent Genosse Furtwängler., 132. Abt. Mitgliederversamm lunq bei Klua, Dorfstr. 2: Weltwirlschaftskeise. Referent Dr. Solomon Schwarz. Die Funktionäre tagen eine halbe Stunde vorher._, 133. Abt. Mitgliedcrversammluna bei Kachne, Berliner Str. 39: Kommunal» Politik. Referent Richard Schulz. 136. Abt. Die Zahlabende finden in den bekannten Lokalen statt. 137. Abt 20 Ubr in Müllers Festsälen, Reinickendorf, Scharnweberstr.>4, öffentliche Kundgebung: Kampf gegen Faschismus! Her zur Eisernen Front! Bolksgenossen, die aus unserem Bode» stehen, erscheint IN Massen. Reichsbanner E38. Abt. 20 Ubr im„Fori, Haus", Auguste. Biltoria.Str. 34.„Oesterreich, Re- fcrent Dr. Richard Mischler. 130.«bt. Die Mitgliederversammlung gm Donnerstag fallt aus. Dafür Zahl. abende in den bekannten Lokalen. �..., 140. Abt. Mitaliederoersammlung bei Woitschach, Ernstste. 1.„Kampnahr 193-., Referent Dr. Mener.Brodnitz. Parleiangelegenheiten. Perschiedenes. 140a. Abt. 20 Uhr Abteilunasversammluna bei Heese, Reinickendorf.WeN, Der. liner Str. 73.„Die volitische Lage". Referent Hermann Harnisch. M. d. L. Die Eintragung in das„Eiserne Buch" kan" am Mittwoch bei Heese ab 20 Uhr vollzogen werden. Neue Einzeichnunasstelle für die Eiserne FrontI Freitag. Sonnabend. Sonntag lieat das Eiserne Buch nebe» der bisheriaen Stelle, Spondauer Str. 14. auch im Lokal Schulz(früber Bebnke. letzt Kino), Oranienburger Str. 88—89, gegenüber, der Konsumgenossenschaft aus. Eintraaunastermin von 9—19 Ubc. �„. 143. Abt. 20 Ubr Freibad Lübars Mitgliederversammlung.„Reparationen und Arbeiterschaft", Referent Hans Bauer. Atttwoch. 10. Februar. 10. Km«. Fortsetzung des Kursus Dr. Mänchent-„Das Kommunistische Man!. fest und die Gegenwart" um 20 Uhr, Lokal Zinnow.Waldschule. Haupte,». gang, part. Es ist der zweite Abend und neue Teilnehmer können noch aufgenommen werden. Donnerstag. 11. Februar. 12. Kreis. Svrechchor Steglitz: Uebungsswnde von 9—10 im Jugendheim Steglitz, Albrechtftraße. am Stadtvark. Weitere Genossen und Genosssnneu werden aufgesnrdert. sich zu beteiligen.„, 32. Abt. Gruppe Fiedtkau: Zablabend bei Kromnhardt, Paul.StNger.«tr. 49. „Die Bedeutung der kommenden Wahlen". Referent Bürgermeister Panl Mielitz.— Sonntgg, 14. Februae. Reichstagsbesichtigung. Tresfpunkt 11% Uhr Reichstag. Portal II..,. 85. Abt. 1. Bezirk Zahlabend bei Pinger, Dorfstr. 50-, 4. Bezirk bei Pommere. ning. Berliner Str. 100.._ Röntgental. 20 Uhr im Lokal Weisel. Bahnhofstraße, Berfammlung der Frauen. gruppe. Thema:„Die Arbeiterschaft im Kampf gegen die Not". Freilag. 12. Februar. 6. Km». 19 Uhr im Saal I des Gewerkschaftshauses Konferenz der Abteilungsmietervertreter. Jahresbericht, Neuwahl. Bezirksausschuß für Arbeilerwohlfahrk. Kreüoleitertinne»)! Wir bitten, uns die wiedergewählten oder neugewählten Kreis, und Abteilungsleiter der AW. möglichst umgehend zu benennen. Bis zur Ausgabe der Mandatkarten für die Generalversammlung muß unsere Funk» tionärkartothek auf dem laufenden sein. Wir weisen uusere Funktionäre auf den Vortrag von Herrn Dr. Alfred Adler:„Der Weg zum Verbrechen", Donnerstag. II. Februar, 20 Uhr, im Bürgersaal des Rathausos Schöneberg, Rudolf-Wilde» Platz, hin. Der Vortrag wird veranstaltet von der Gesellschaft zur Förderung individualpsychologischer Arbeit. Karleu zu einem erheblich ermäßigten Preise von 30 Pf. sind bei uns zu haben. Der Reinertrag der Veranstaltung fließt den Genossenschaftsküchen für Erwerbslose zu.— Das Sekretariat der AW., Lindenstr. 3, 2. Hof, 2 Tr. Seminar für Wohlfahrtspflege. Der Kursus des Genossen Oberregierungs- rat Dr. med. Goldmann über„Möglichkeiten sozialhygienischer Arbeit in der Wirtschaftskrise" beginnt erst wieder am 10. Februar. Arbeitsgemeinschaft der kindersreunde Grojj-Berlin. Neukölln: Rote.Folken.Helfer aller Gruppen am Mittwoch um Ihi-i Uhr Besprechung mit den Funltionären der SAI.-Neulölln im | Heim Ganghoserstraße.— Die Elternobleute aller Gruppe»(ein- mm schließlich der Britzer Gruppe) Persammlung am Freitag, 12. Fe» •/W bruar, um 20 Uhr, in der Baracke Ganghoserstraße.— Abt. Sturm» W s»lk«: Selferbesprechung beute, Dienstag, um 19 Uhr, in der Karl» Marx.Schule.— Abt. Lichtkämpfer: Heute, Dienstag, um l?� Uhr, Im Heim Bergstr. 29, Lichtbildervortrag. Sterbetafel der Graß-Berliner Partei-Organisation 37.«bt. Unser Genosse Alfred Drendel. früher wohnhaft Mattern. straße, ist verstorben. Ehre seinem Andenke»! Einäscherung Dienstag. 9. Fe- bruar, 17)4 Uhr, Krematorium Baumschulenweg. Um rege Beteiligung wird gebeten. 78. Abt. Unser Genosse Franz Langkutsch, Ebersstr. 65, geboren 25. April 1882, ist verstorben. Ehre seinem Andenken! Die Einäscherung findet am Mittwoch, 10. Februar, 16 Uhr, im Krematorium Wilmersdorf statt. 99. Abt. Am 4. Februar verstarb nach schwerem Leiden unsere langjährige liebe Genossin Ella Iaronitzki, Britz, Eberstadtalloe 10, im 53. Leben-, iahre. Wir werden ihr immer ei» treues Sedeiilen bewahren. Die Einäscherung findet statt am Dienstag. 9. Februar, 16)/. Uhr, im Krematorium Gerichtstr. 37. Um rege Teilnahme wird gebeten. >0>. Abt. Unser Genosse Feber, Kiefholzstr.>2. ist verstorben. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, Dienstag, 9. Februar, 14 Uhr, in Boumschulenweg statt. 108. Abt. Unser Genosse Otto Frohloff, Mllggelheimer Str. 10, ist im Alter von 44 Iahren verstorben. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Mittwoch. 10. Februar. 15 Uhr, aus dem Friedhof Rudower Straß« statt. Wir bitten»m rege Beteiligung. 114.«bt. Der Genosse Lutze, Seumestr. 2. ist nach langer Krankheit ver- starben. Beerdigung Mittwoch, 15 Uhr, gentralfriedhof Friedrichsfelde. .$ tf Hier fängt's an... trocken Oer Siemens-Konzern in derKrise. Radikaler Belegschastsabbau/6AO Millionen Mark Llmsaß/OividendebeiHalsle. Die überaus starte ÄriseneinpstMichkeit der Startstromindustrie und die verhältnismäßig große Krisenfestigkeit der Schwachstrom- industrie wird durch den jetzt veröffentlichten Abschluß des Siemens- .Konzerns offensichtlich. Die wichtigsten Ziffern des Abschlusses haben wir bereits mit- geteilt. Bei Siemen s-Schuckert, der Starkstromgruppe des Konzerns, ist der Rohüberschuß in dem am 3t>. September beendeten Geschäftsjahr 1330/31 von 32,8 auf 22,5 Mill. gesunken. Bei dieser Gruppe ist ein effektiver Betriebsverlust eingetreten, dessen chöhe jedoch nicht ausgewiesen wird, da er durch stille Reser- ven abgedeckt wurde. Bei der Schwachstromgruppe Siemens u. chalskc ist dagegen der Rohübcrschuh nur um 5 Mill. auf 31,5 Mill. M. zurückgegangen und es wird ein beträchtlicher Rein- gewinn von 11,0 gegen 10,4 Mill. im Vorjahr ausgewiesen. hieraus wird eine Dividende von 9 gegen 14 proz. ausgeschüttet. die 8.6 Mill. beansprucht. Da Siemens die Gewinns aus dem Betriebe und aus den Ae- teiligungen nicht getrennt ausweist, läßt sich der Anteil der letzteren an diesem Gewinnergebnis nicht feststellen. Da aber ein großer Teil der Dividenden aus den Beteiligungen noch von dem vorhergehenden Jahr stammt und erst jetzt in der Bilanz von Siemens u. halske wirksam wird, ist mit Sicherheit anzunehmen, daß die hohe Divi- dende erheblich durch die Gewinne aus den Beteiligungen beein- flußt wurde. Bei den Umsätzen fällt die Krisenfestigkeit der Schwachstrom- betriebe von Siemens u. halste gegenüber Schuckert besonders auf. Die folgende Tabelle bringt dies deutlich zum Ausdruck: SeichLstsjahr SesawtmosaN Umsatz S.lcjb- Umsatz 8®®. Umsatz 888. Ott.«cpt. alle» in Millionen Mark 1928/29....«50.100 550 580 1929/30....«00 300 500 520 1930/31.... 631 285 346 370 Die Umsätze bei Siemens u. halste sind also im Krisenjahr 1930/31 gegenüber dem letzten Konjunkturjahr nur um 5 Proz. gesunken. Dagegen ist der Umsatz bei den Siemens-Schuckert- Werken in der gleichen Zeit um rund 37 Proz. gefalle n. Interejfant ist. daß der Umsatzrückgang bei der AEG-, die, wie Schuckert, auch fast ausschließlich im Starkstromfach tätig ist, fast auf das haar den Umsatzverlustcn van Schuckert entspricht. Der Anteil des Exportes am Gesamtumsatz ist bei beiden Gruppen weiter gewachsen. Bei 5)alske hat er im letzten Jahr 42 gegen 32,6 Proz. erreicht und bei der Schuckert ist er von 47 aus 53 Proz. gestiegen. Der Abbau der Belegschaft hat auch im letzten Geschäftsjahr nicht nachgelassen, obwohl bereits im vorhergehenden Jahre 24 000 'Arbeiter und Angestellte entlassen wurden. Die Gesamlbelegschafl des Siemeus-Sonzerus Hai mit 99 000 Mann ihren tiefslen Stand feil dem Kriege erreicht und liegt noch um 13 000 Mann unter den bisher niedrigsten Zahlen des Jahres 1324. In dem ersten Jahre nach der Stabilisierung der Mark betrugen aber bei 112 000 Mann Belegschaft die Umsätze bei Siemens nur 500 Mill. M.. im Geschäftsjahr 1330/31 überstiegen sie jedoch bei nur 93 000 Arbeitern und Angestellten 630 Mill. M., woraus besonders im Hinblick auf die scharfen Preissenkungen der letzten 155 Jahre die gewaltige Leistungssteigerung ss Kops der Belegschaft ersichtlich wird. Besonders stark fällt die Leistungssteigerung bei Siemens u. halste ins Gewicht. In diesen Betrieben ist in den letzten zwei Jahren die Belegschaft von 43 400 bi» auf 33 000 Mann, also um 23 Proz, abgebaut worden, während der Umsotzwert in der gleichen Zeft nur um 5 Proz. gesunken ist. Da die Preissenkungen bei den Fabrikaten von Siemens u. halsks seil 1329 im Durchschnitt sicherlich mehr als 15 Proz. beiragen, so zeigt diese Entwicklung, daß eine um f a st«in Viertel abgebaute Betriebs- und Bürobeleg- f ch a f t noch erheblich gesteigerte Mengenumsätze bewältigt Hot. Diese Zahlen sprechen Lände für die unheimliche Verschärfung des Arbeitstempos und das bis zur Virtuosität ausgebildete Antreibersystem in den Siemens-Betrieben. Erst ein Vergleich dieser Leistungen mit dem seit 1930 radikal durchgeführten Lohnabbau zeigt, welche zusätzlichen Gewinne die hochraiionaliflerten Betriebe aus der verordneten mechanischen Lohn- senkung erzielen. Die Finanzlage ist trotz der Spannungen, die die verlängerten Zahlungsziele verursachen, außerordentlich flüssig. Forderungen und Bankguthaben betragen bei Siemens u. haiske mehr als 194 gegen 206,5 Mill M., während die laufenden Schulden von 34,6 bis auf 77 Mill. M. abgebaut wurden. Auch bei Siemens-Schuckert haben sehr starke Rückzahlungen der Schulden im letzten Jahre stattgefunden. Diese sind von 116,5 bis auf 72,5 gesunken, während Bankguthaben und Forderungen fast 152 gegen 160 Mill. im Bor- jähr erreichen. Im Geschäftsbericht von Siemens u. halsk« nimmt die Bcr- waitung zu der Frage der öffentlichen Aufträge— ein echter deutscher Wirtschastssührer mag keine öffentliche Stelle leiden, doch ihr« Aufträge nimmt er gern—- mit der deutlichen Tendenz Stellung, diese lukrativen Bestellungen in noch stärkerem Umfang als bisher für die wenigen Riefenkonzerne zu monopolisieren. Es heißt an dieser Stelle: „Wenn es die oolkswirffchaftliche Aufgabe der im internatio- nalen Wettbewerb stehenden Unternehmungen ist, für deutsche Exportmöglichkeit zu sorgen, so betrachten wir es als Pflicht aller Stellen, besonders der öffentlich-rechtlichen. bei voller Wahrung ihrer eigenen Interessen die in Deutschland fabrizierenden Unternehmungen bei der Vergebung ihrer Aufträge zu fördern entsprechend dem Erfolg, den sie in der chereinnahme von Auslandsaufträgen zur Ausführung in Deutschland nachweifen können." Der Siemens.Aonzern, dessen Leiter sehr nalze bei einer der ergiebigsten Quellen dieser öffentlichen Aufträge sitzt, verlangt also in seinem Geschäftsbericht die Herstellung eines Zustand«?, den Heinrich Hein« in seiner trefflichen Art, wie folgt, gekennzeichnet hat: Hat man viel, so wird man bald Roch viel mehr hinzubekommen. Wer nur wenig hat, dem wird Auch das Wenige genommen.." Man beruft sich bei Siemens darauf, daß die Grotzbeftiebe es seien, die große Mittel in ihre Forschungsarbelten steckten, und daß die Kleinen bauslg aus billigste Art(trotz Lizenzen und Patent«? D. Rod.) Nutznießer dieser Pionierarbeit seien. Di« Forschungsarbeit in den großen Werten ist sicher nicht zu oertennen, aber es ist absurd, aus dieser Tätigkeit und aus einem starten Export besonder« Ansprüche an die Vertellungstechnik der öffentlichen Auftraggeber zu stellen. Di« große Mass« der gesunden Mittel- und Kleinbetriebe ist in dem letzten Jahrzehnt sowohl in der Äredttpolitik wie auf andern entscheidenden Gebieten in einer Weis« den Interessen der Großkonzerne untergeordnet worden, d« fchwerst« volkswirtschaftliche Schaden gezeitigt hak. Wenn sich Siemens auf den Volkswirt- schostlichen Nutzen feines Großexporte« beruft, so steht dem der Wert einer Erhaltung der Zehntausende von Klein- und Mittelbetrieben gegenüber, der gesaintwirtschaftftch gesehen noch höher einzuschätzen ist als die Spitzenleistung des einen oder anderen Konzerns. Zur Bank- und Krediireform. Wie weii ist die Nurchführung des Wagemaun-Plaues zweckmäßig? Genosse Dr. Braunthai versucht im folgenden das Wesentlich« und Zweckmäßige vom Unwesentlichen und Abzulehnenden des Wagemann-Plon» zu scheiden. Der Wagemann-Plan hat in der Oeffentlichkeit eine so geteilte Aufnahme gefunden, daß möglicherweise das Beachtenswert« und Wichtige ebenso verworfen wird wie das Ueberftüsstge und Ablehnungswürdige. Das wäre nicht nur höchst ungerecht, sondern auch bedauerlich, denn es würden damit wichtige Möglichkeiten der Sanierung der Kreditwirtschaft von vornherein verschlossen. Wage- mann hat bedauerlicherweise selbst den Plan als einheitliches Ganzes gekennzeichnet, der also nur im ganzen durchgeführt oder ver- warfen werden könne. Aber ein solcher organischer und zwingender Zusammenhang zwischen den verschiedenen Teilen des Wagemann- Plans besteht in Wirklichkeit nicht, und es ist deshalb das gute Recht aller WirtschaftspolitUer, sich dl« Rosinen au» dem etwas aufge- kriebenen Kuchen herauszufischen. Die Zweiteilung der Währung ist entbehrlich. Bon vornherein- kann gesagt werden, daß der Vorschlag der Zweiteilung der Währung völlig entbehrlich ist. An sich beruht zwar dieser Gedanke der Teilung zwischen Konsu- menten- und Erwerbsgeld auf einer richtigen Beobachtung ober die verschiedenen Kreisläufe der einzelnen Geldarten. Aber die Schlüsse, die Wagemann daraus für die Deckungserfordernisse zleht, sind willkürlich— schon deshalb, well ja alle Deckungs- bestimmungen notwendigerweise willkürlich sind und bleiben müssen. Die alte Erkenntnis hat sich in diesen Ärisentagen hundert- mal bewährt, daß die Funktion der Deckung des Geldumlaufs nur die einer Reserve zum Ausgleich der Zahlungsbilanz ist. Die Höbe der Deckung steht daher in keinem organischen Zusammenhang mit der Höhe des Geldumlaufs, die rein binnenwirtschafllich bestimmt wird. Die Deckungsbestimmungen müssen also immer rein mechanische Schranken gegen gefährliche Ausweitungen des Geldumlaufs bleiben; die Wagemannschen Deckungsoorschläge aber sind nicht weniger mechanisch, nicht weniger willkürlich al» die heute in den verschiedensten Ländern bestehenden Deckungsoorschristen. Da aber eine so weitgehende Umwälzung in den Deckungs- bestimmungen, wie sie Wagemann vorschlägt, nur überflüssige Be- unruhigung schössen würde, ohne sachliche Verbesserungen herbei- zuführen, sollte dieser ganze Teil des Wagemann-Plan z aus der Diskussion ausscheiden. Ebensowenig zwingend ist Wagenumns extreme Zweiteilung der Bankgeschäfte. Wagemann denkt sich diese Zweiteilung bekanntlich so, daß bei den Kreditbanken eine absolut selbständige©iralabteilung eingerichtet wird, für die überaus strenge Anlagevorschrfften gemacht werden, die ihre absolute Liquidität gewährleisten. Ueberdies sollen sie im Konkurs bevorrechtigt werden. Die Kehrseite dieser Vorschlage wäre, daß die andere Abteilung der Kreditbanken, die Depostten- abteilung, allein mtt sämllichen Risiken des Bantgeschäfts behaftet würde. Da Wagemann überdies für diese Depostten niedrige Zwangszinssätze verlangt, so würde dieser entscheidende Zweig des Bantgeschäfts lebensunfähig sein. Nun liegt es zwar in der Absicht des Plans, den Zustrom von Depostten in die Banken einzudämmen. Wagemann verspricht sich davon eine stärkere Befruchtung des Kopttalmarkts Dieses Ziel ist tatsächlich erstrebenswert. Denn die Kapital- Wirtschaft Deutschlands nach der Inflation hat in erster Linie daran getrankt, daß den Kredtten an die Wirtschaft, die zunächst von den Banken kurzfristig gegeben wurden, der Weg der Konsoli- dierung durch den Kapttalmarkt mehr und mehr versperrt wurde. Di« Fälle Karstadt, Ewald usw. sind ja nur die krassesten Beispiel« für einen krankhaften Zustand, der in der ganzen deutschen Kapitalwirffchaft herrscht«. Die Frag« ist, ob man einer derartigen organischen Krankheit durch mechanische Mittill beikommen kann. Es soll gewiß keine volkswirtschaftlich zweckmäßige Maßnahme unvcrfudft gelassen werden, um Kapital von den Kredtttnstttuten und vom Geldmarkt auf den Kapttalmarkt abzudrängen. Aber ob die Zerschlagung des Deposttengeschäfts der Banken der richtige Weg ist, um ein« Krank- heit zu hellen, die au» dem wachseiiden Unsichcrhettsgefühl und Vertrauensschwund entstanden ist, muß bezweifelt werden. Gerade wenn man sich auf diese Tell« des Plans nicht festlegt, bleibt das Wesentlich« und Wichtige übrig Der Vorschlag der Umschichtung lm Veckuugvmalerial der �eichsbank und der Korschlag der zmang-iwelsen Deckung de» Siralgeldes verdienen die ernsthafteste Beachtung Die Umschichtung im Deckungsmaterial der Reichsb-nk, wie sie der Wagemann-Plan vorschlägt, soll im wesentlichen darin bestehen, daß die Finanzwechsel, die heut« die Reichspank belasten. durch öffentliche Schulden ersetzt werden Dieser Dorschlag Ist«in Kind der Aredttärtse. Vorher hätte die Hereinnähme von öffenüichen Schulden in die Deckung«in« inflationistiscke Tendenz gehabt, denn auf dieser Grundlag« etwa neu ausgegebene Noten hätten die Zirkulattonsbsdürfniss« der Wirtschaft überstiegen. Die Finanzwechsel aber, die in der Kredttkrise zur Grundlage neuer Notenausgaben gemacht werden mußten, traten nur an die Stelle van abgezogenen Auslandstrediten bzw. gehamsterten' Noten. Werden sie heute zurückgezogen und durch öffentliche> Schulden ersetzt, so ändert sich am Notenumlauf nichts, vorausgesetzt, daß sich beide Posten größenmäßig decken. Darüber hinaus würden der Reichsbank aus der Verschörftmg der Giraldeckung der Kreditbanken neue Mtttel zufließen, für die sie ebenfalls öffentliche Schulden übernehmen kann. Dieser zweite Lorschlag Wagemann?, für die Einlagen bei den Kredit- danken eine Deckungsreserve bei der Reichsbank in be- stftnmter Höhe vorzuschreiben, ist theoretisch wie auf Grund der neueren Erfahrungen durchaus berechtigt. Die täglich fälligen Guthaben, über die durch Scheck oerfügt werden kann, haben in der Tat in genau derselben Weise Geldcharakter wie die Banknoten. Zum Unterschied von dem Geld, das die Notenbank ausgeben darf, gibt es aber bis jetzt für das Giralgsld der Kredtt- danken weder Liquiditätsvorschriften noch irgendeine Kontrolle. Würde nun für das Giralgeld eine bestimmte Deckung in Guthaben der Kreditbanken bei der Rcichsbank vorgeschrieben werden, so würde damit eine Verbesserung der Liquidität des Giralgeldes erzwungen und eine gewisse Kontrolle über seine Ausgabe geschaffen werden. Diese Forderung ist um so be- rechtigter, als sich in den letzten Jahren die Liquidität der Kredit- danken in bedenklicher Weise immer mehr verschlechtert hat. Es bleibt schließlich noch die Frage zu stellen, warum die Konsolidierung der öffentlichen Schulden auf dem etwas gewaltsamen Weg über die Notenbank vorgenommen werden soll. Würde heute die Äreditwirtschaft normal funktionieren, so wäre dieser Weg überflüssig. Schwebende Schulden von einigen Milliarden Mark für sämtliche öffenllichcn Körperschaften würden nicht als erdrückend empfunden werden und ihre allmähliche Konsolidierung könnte durch Inanspruchnahme des Kapitalmarktes unschwer gelingen. In der heutigen Verfassung der Kreditwirtschast aber ist die schwebende öffentliche Schuld genau so eingefroren, austauungs- und konsoliüierungsbedürfftg wie ein großer Tell der Bankkredite an die Industrie. Eine Auftau ung dieser beiden Eisblöcke muß erfolgen, und sie könnte am einfachsten und schmerzlosesten auf dem Wege eingelettet werden, daß die Notenbank den einen der beiden Blöcke fest übernimmt und dadurch den Weg für die Auftauung des anderen Blockes freimacht. Nach dem Vorbild anderer großer Notenbanken wäre auch währungstheoretisch nicht das geringste da- gegen einzuwenden, wenn die Reichsbank in dem Maße, als sie Finanzwechsel abzustoßen vermag und als sich die Giroeinlagen der Kredttbanken bei ihr vermehren, öffentliche Schulden übernimmt. Eeibstoerständlich dürfte es sich dabei nur um die llebernahme (in langfristiger Form) bereits aufgenommener öffentlicher Schulden handeln, denn jede Aufnahme neuer öffentlicher Schulden bei der Reichsbank wäre Inflation. Die Reichsbank würde also nur b e- stehende öffentliche Schulden übernehmen und dafür in gleicher Höh« Finanzwechsel zurückgeben. Des weiteren übernimmt die Reichsbank öffentliche Schulden mit den Mttteln, die ihr durch den zwangsweisen Zugang an Giroguthaben der Kreditinstitute zu- fließen, wobei auch hier die Erleichterung, die die Kreditinstitute durch die Abstoßung öffentlicher Schulden aus ihrem Besitz er- fahren, sich mtt der Belastung der Banken durch die Erhöhung ihrer Girokonten bei der Reichsbank im großen und ganzen ausgleichen muß. 06 und wieweit es zweckmäßig wäre, mtt dieser Neu- orgamsation eine Aenderung der Deckungsbestimmungen zu ver- binden— etwa in der Richtung, daß die Deckungserfordernisse aus die Giroguthaben bei der Reichsbank ausgedehnt, aber für die Banknoten, die dem Besitz der Reichsbank an öffenttichen Schulden entsprechen gefallen gelassen werden— mag dahingestellt bleiben. Diese Frage ist jedenfalls von untergeordneter Bedeutung. Auf jeden Fall rührt auch die im Sinne dieser Vorschlag- reduzierte llmorganisation der Reichsbank an die international gebundenen Bestimmungen des Bonkgesetzes _ A Brauatlial. postverkehr geht zurück, Aber die Zahl der Rundfunkhörer ist weiter gestiegen. Der Verkehr bei der R e i ch s p o st ist lm dritten Vierteljahr des Rechnungsjahre» 1331(Oktober bis Dezember) in allen Ver- kehrszweigen zurückgegangen. So ist die Zahl der beförderten Tele gramme von 7,7 Millionen in der Zeit Oktober bis Dezember 1930 auf 6,1 Millionen in der gleichen Zett des Jahres 1931 gesunken. Die Zahl der vermittelten Telephongespräche ging von 647 aus 537 Millionen zurück. Aber die Zahl der Rund s u n k h ö r e r ist um eine Viertelmlllion auf 3,38 gestiegen; darunter waren 284 000 Tellnehmer(Blinde, Schwerkriegsbeschädigte, Krisen- unterstützte), denen die Gebühren erlassen waren.— Die Kasseneinnahmen blieben mit 496 Millionen Mark ein wenig hinter drn Ausgaben mit 505 Millionen Mark zurück. preise in den Konsumgenossenschasten. Der Zentralverband deutsch er Konsumverein« ermittelt regelmäßig die Preise von 23 verschiedenen Bedarfsgütern in 13 Großstädten Deutschlands und stellt die in den Konsum genossenschaften geforderten Preis« denen des Einzelhandels, die vom Statistische u Reichsamt nach der gleichen Methode er- mittelt werden, gegenüber. Am 22. Dezember 1931 betrug der Preis für 23 lebenswichtige Bedarfsgüter in den Konsumgenosscn- Ichaften durchschnittlich 22,81 M. im Emzelhandel durch- schntttlich 24,10 M Die konsumgenossenschaftlichen Preise lagen also durchschnittlich um 1,23 M. niedriger. Besonders bei Kartoffeln, Reis und Eiern, die um 11,4, 16,4 und 15,4 Proz. billiger waren. zeigt sich der Vorteil konsumgenossenschafllicher Bedarfsdeckung. Oer verlängerte Reichsbanttredit. Di« 18. Verwallungeratssttzung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel wurde bereits am Montag be- endet. Den Vorsitz führte Dr. Melchior. Deutschland; auch Luther nahm tell. Von der Verlängerung des ausländischen Reichsbantkredits bis 4. März wurde nur einfache Mit- tellung; über das Schicksal des Kredits nach dem 4. März wurde offiziell nicht gesprochen. Das deutsche Stillhalteabkommen wurde zur Kenntnis genommen. Zollerhähunvcu U» Belgien. Die belgischen Zölle für Baum- wollwaren sind aus Grund einer Regierungsverordnung mtt Wirkung vom 3. Februar um 50 Proz. heraufgesetzt worden. Diese Maßnahwe� die schon seit längerer Zett von den belgischen Fadri- kanten gefordert wurde, richtet sich in erster Lim« gegen die eng- lisch« Einfuhr. Dies« hat infolge der stärkeren Pfundentwertung seit Anfang November standig zugenommen Ein zweiter Grund ist, daß die belgischen Fabrikanten sich auf dem Inlandsmarkt eine Art Monopol sichern wollen, da sie infolge des Dalutndumpinge auf den Auslandsmärkten stark an Boden verloren haben. Die vessauer Gas-Gesellschaft hat 1931 rund 298 Millionen Kubikmeter Gas(555 Prozent weniger als im Vorjahre) und rund 600 Millionen Kilowattstunden Strom(2 Prozent weniger) nb gegeben. Nr. 65• 49. Jahrgang 2. Beilage des Vorwärts Dienstag, 9. Februar 4932 jambus: Sin Die...Hann« Wirker-" schwamm mitten im weiten Atlantik. „Hanne Wirkers" war ein aller Dreimastschoner, aus dem ich als Vollmatrose angeheuert hatte. Vor zehn Tagen hatte sie Plymouth verlassen, nun war sie auf der Fahrt nach Südamerika. Ich war der Jüngsto an Bord. Es gab harte Arbeit und wenig Rühe. Kein Wunder, daß die alten, wetterfesten Kameraden, die iir ihrer Jugend mehr noch als ich mißhandelt und getreten worden waren, versuchten, an mir dos gleiche zu tun. Ich aber»nacht« ruhig meinen Dienst und ließ Anspielungen und Anrempeleien, und wenn sie noch so bösartig waren, unbeachtet. Nur mit einem hatte ich mich angefreundet, mit Karl Don- irappel. Karl war etwas schwerfällig, und in vielen Dingen bildete er die Zielscheibe des Spottes für die anderen. Ich ober erwies ihm von Anfang an manchen Gefallen, denn der arme Teufel tat mir leid. Einer der widerlichslen, gefährlichsten Burschen an Bold war der schielende Jan, ein alter Kapitän, der aus irgendeinem Grunde das Schifsspatent verloren hatte. Mir war er vom ersten Tage an unheimlich, und ich ging ihm möglichst aus dem Wege. Eines Tages kam ich mit ihm aus irgendeinem Grunde in ein erbittertes Handgemenge. Er vsrfuchte, mich brutal niederzuboxen. Ich aber konnte mich an seiner Jacke festklammern und ihm die Finger in die Augen stoßen, die Nase empordrücken und»hm so zusetzen, daß er mich, von Schmerzen geschüttelt, losließ. Wenn Jan ein anständiger Kerl gewesen wäre, so hätten wir nun eigentlich gute Freunde werden müssen. Aber Karl Dannappel, der ihn gut kannte und schon manch« Reise mit ihm gmacht hatte, sagte gleich leise zu mir:„Jetzt nimm di in acht. Dat givt min Dag mts Gauds." Zunächst aber ließ mich Jon unbehelligt. Der Dienst ging seinen alten Gang, und nichts deutete darauf hin. bah Karl recht behalten sollte. So hatte ich den Ringkampf mit Jan bald vergessen. Fastnachtsdicnstag hatte ich Wache. Es war ein eisiger, stürmi- icher Tag. 2ÜS ich abgelöst wurde, bot mir Karl einen steifen Grog an. den der Alte gespendet hatte. Ich war durchgefroren und rodmüd«, goß den heißen Trank hastig hinunter und wollte mich in die Koje legen. Da sah ich, wie Jan ein boshaftes Lachen zu ver- bergen fuchve.'Als er meinen Blick fühlte, wandt« er sich scheinbar wie zufällig um und ging weiter. Ich lag in meiner Koje und dacht« darüber noch, was dieses unheimliche Lachen bedeuten sollt«. Aber meine Gedanken verwirr- ten sich. Der alt« Jan war plötzlich eine Maske, die mit mir auf dem Karneval tanzt«. Und mit«inemmal hatte ich vor dem Ascher- Mittwoch gräßlich«, atembellemmendc Angst. Alles schien mir verwandelt. Ich sah die alte Großstadtwohraing, in der ich als Jung« mit metner Mutter gewohnt hatte. Dann hörte ich plötzlich lautes Pserdegetrappel. Ein Mann trat ein und forderte, daß die Pferd.- durch unsere Wohnung geführt würden. Bergeben» versuchte ich, dem Manne klarzumachen, daß wir das unmöglich erlauben könnten. Er wollte nicht davon abgehen. Auf die Frag« meiner Mutter, wie er zu diesem Verlangen käme, erzählte uns der Mann, daß er ganz außergewöhnlich klug« Pferd« besäße, die zu rechnen oerstünden. Zum Beweis seiner Be-. hauptung malte er ein großes Quadrat mitten ins Zimmer, tellte es in zahlreiche kleinere Quadrate, schrieb die Zahlen von 1 bis 49 hinein und, ohne unseren Protest zu beachten, führte er einen Schimmel ins Zimmer und ließ ihn rechnen. Zuerst stellte er ihm die Ausgabe, die Zahlen 5 und 8 zusammen- zuzählen. Das Pferd stellte seinen rechten Vorderfuß in das Quad- rat nlit der Zahl 13. Der Mann sah uns triumphierend an, sagte jedoch kein Wort. Die zweite Aufgabe lautete, die Zahlen 7 und 6 zufammenzu- zählen. Wieder stellte das Pferd seinen rechten Vordersuß in das Quadrat mit der Ziffer 13. Der Mann lacht« vergnügt. Darm wandte er sich wieder dein Schimmel zu und rief laut: Dreimal dreizehn! Und richtig: das Pferd fand die Zahl 33. Aber nun verwandelte sich das Gesicht des Mannes jäh. Es wurde bösartig und verzerrt und wirtte wie«ine abscheuliche Fvatze. Er schrie uns zu, daß wir Idioten seien, ranitts hinaus und lehrte mit seinen übrigen Pferden zurück, die er im Galopp durch unser« Wohnung führte. Ich war wie gelähmt uns konnte dem jellsamen Schauspiel keinen Einhalt gebieten. Aber plötzlich fühlte ich mich von eisernen Armen gepackt und hatte die Empfindung, daß man mich an einen Felsen schmiedete. Dann traten Mönche mit langen schwarzen Kutten um mich herum und sangen mir ein Sterbelied. Ein Mann zu meinen.ifäupten sprach einen Vers in fremder Sprache, und dann war es mir Plötz- lich, als ob ich einen«ntfetzlichcn Schrei ausstoßen müßte, ohne einen Grund dafür zu wissen. Mit übermenschlicher Anstrengung riß ich die Augen aus und sah über mir Wolken und Stern«. Ge- spenstisch tanzten die Mostspitzen gegen den Himmel und beschrieben mertwüroige. geheimnisvolle Kreise. Ich versuchte, die Augen offen zu hatten. Aber das kostete mich ein« unenklliche Müh«. Dann verlor ich das Bewußtsein. Ueber 14 Tage lag ich in meiner Koje. Dann kam ich endlich wieder zu mir. Karl Daimappel saß au meinen» Bett und erzähvs mir. daß mich alle für tot gehatten hätten. In jener Nacht, als ich den Sternenhimmel des Atiantik über mir gesehen hatte— drei Tag«, nachdem ich den verhängnisvollen Grog getrunken hatte— war ich auf«in mit Bleistückchen beschwer»«? Brett geschnallt war- den, um im Ozean mein Grab zu finden. Gerade als der Alte dos Vaterunser betete, hätte ich einen mark- erschütternden, entsetzlichen Schrei ausgestoßen, bei dem es allen katt den Rücken herunterlief. Der schiefe Jan sei davongestürzt, urrd der Alte, der ganz fassungslos und totenblaß vor Schreck geworden sei, habe mich fo° fort fürsorglich in d»c Koje bringon lassen. Karl Dannappel schloß feine Erzählung mit den Wörtern„De vadammte Hund, de Jan, het Di vxit iitt Glas da». Dat war en dollen Grog. An den»»er ik min Dag denk«.»." .*„„aa««.: 3)ie SchweUem ffiardua I« mehr man sich in die Goethe-Zeit oertieft, umso überraschter ist man, einer Reihe bedeittender Menschen zu begegnen die gleich Planeten um«inen Fixstern— d. h. um Goethe— wandeln. Bor allem überrascht die Fülle interessanter Frauen jener Zeit, die nicht nur von Goethe ihr Licht empfingen, sondern auch selbst bc- deutend genug waren, um eben, deshalb von ihm freundlich auf- genommen zu werden. Aus Wilhelmin« B a r d u a s Aufzeichnungen, die schon früher »erösientlichr wurden und die kürzlich Professor Dr. Johannes Werner im Verlag von Köhler und Amelang in Leipzig in revidierter Fassung neu herausgegeben hat, erfahren wir von einem unendlich reichen Leben zweier unverheirateter Frauen der Bieder- meierzett. Beide waren außerordenllich begabt. Die ältere, Karoline, war Malerin und Goethe hat sich mehrfach von ihr malen lassen. Die jüngere, die immer mehr im Hintergrunde blieb, batte eine schöne Stimme, dichtete, schriststellerte, mrd sie ist es, deren Aufzeichnungen wrr ein Bild jener Zeit verdariten, das Wilhelm von Kügelgens„Iugendcrinnerungcn eines allen Marnres" zur Seite zu stellen ist. Die Laufbahn der Schwestern»st um so überraschender, da sie Töchter eines Kammerdieners in Bavenstedt am Harz waren. Trotz der Vorurteile jener Zell waren beide die Freundinnen vieler berühmter Menschen, u. a. der Moler Gerhard von K ü g e l g e n und Kaspar Daoeh Friedrich, der Bildhauer Rauch ui»d Tieck, der Musiker Zelter und Felix Mendelssohn, der Frau von Krüdener. der Bettina von Arnim und ihrer ganzen Familie. Aber sie waren auch bevorzugte Glieder der herzoglichen Familie von Anhall-Bernburg und ihrer Gäste. Karoline wurde am 11. November 1781 geboren. Ihre Be- gabung zeigte sich zuerst in den» damals besonders beliebten Silhouettenschneidei». Sie erhielt Unterricht im Zeichnen und Malen. Zur weiteren Ausbildung war sie von 180S bis 1807 in Weimar. Durch einen Brief war sie an Goethe empfohlen, und ihr erster Weg war zu ihm. Als erster saß er ihr zu einem Porträt und zog sie viel in sein Haus. Eine Kopie des berühmten Luther- . bildes von Lukas C r a n a ch in der Stadtkirche von Weimar trug ihr 8 Louisdor ein. Für das Bild der Roman Ichriftftellerin Johanna Schopenhauer(der Mutter des Philosophen) und ihrer Tochter crhiett sie die Silberne Medaille der Weimarer Akademie. Auch Ehristione und August Goethe, ebenso Wieland matte sie i damals Johanna Schopenhauer wurde ihr zur mütterlichen Freundin und zog sie viel zu ihren geselligen Abenden, bei denen Goethe regelmäßiger Gast war.„Wir beide sind seine Lieblinge". schrieb Johanna.„Ein Wunder von Talent" wurde Karolin« damals genannt. 1898 ging Karoline nach Dresden zu ihrer wetteren Ausbildung mit einen» stör herzlichen Empfehlungsschreiben Goethes. Dort wurde K ü g e l g« n ihr Lehrer. Sie niolte damals die bekannte Frau von Krüdener und eine Kopie der Madomw della Sedia. Als Karolinc daiir, heimkehrte, wurde das Haus ihrer Ettern viel von Gästen aufgesucht, und es fehlte nicht an Aufträgen für die Malerin. Erst damals entwickelte sie auch eine innige Kainerad- schoi» zwischen den so lange getrennt gewesenen Schwestern. II. a. stelttc Karoline auch Kopien von Bilden» Goelhes, Schillers. Wielonds, Herders nach Originalen ihres Lehrers Kügelgen her. In Halle matte sie zwei Slister des Waisenhauses, deren Porträts heute noch dort im Betsaol hängen. 1819 zogen die beiden Schwestern nach Berlin. Hier nahm die 1798 geborene Mine Gesangsstunden bei Goethes Freund Zeller, den» berühmten Dirigenten der Singakademie und Lehrer Felix Mendelssohns. Nach dem Tode des Vaters zog a»lch die Mutter Bardua mtt ihrem Sohne nach Berlin. In ihrer Wohnung fanden sich bald viele wteressante Menschen ein, wie Grillparzer, F o u q u e(der Dichter der„Undine"), der Kriminalrat Hitzig(der Freund und Biograph E. T. A. Hoffmanns), ferner Carl Maria van Weber, de» Karoiine gleichfalls matte. Auch Prinzen und Prinzessinnen ließen sich von ihr porträtieren. Wie sparsam man danrols lebte, geht aus dem Berichte Mines hervor, daß die Familie abends bei einer Kerze saß. Kam Besuch, so wurde eine zwette angezündet. Das Geschenk des Bruders, eine Astrallampe, gatt als ungeheurer Luxus. Mine rvar d'e kritisch eingestellt« Schwester. Sie hatte eine unglückliche Liebe erlebt ujtd fühlte sich unbefriedigt Ihre Stimme war nicht genügend ausgebildet, um ihr eine Bsrufsnröglichkett zu geben. Sie litt darunter, daß sie als Tochter eines Kammerdieners in manchen Kreisen nich» als gesellschaftsfähig angesehen wurde. In solchen Zeiten war Goethe ihr Trost.„Ich weiß temen Menschen, der die Kunst zu leben so verstanden hat wie Goethe", schreibt sie, und nach ihrer Bekauntschast mtt dem Dichter rühmt sie an ihm „das Majestätische, die Ruche, die vornehme Sicherhett, das Sanfte der Stimme". Später entstand aus ihrer Freundschaft mit Bettina von Arnim der sogenannte„Kasseter", ein weibliches Gegenstück zu den Berliner Ltteratur- und Künstlergesellschaften. Die Mitglieder die„Äcfseologen", mußte» unverheiratet und schriftstellerisch oder künstlerisch tätig sein. Bettinas Tochter Maxe war Präsidentin und hieß das„Maiblümchen". Eine Bardua, Minus genannt, wurde Redakteurin der„Kasseterzeitung". Karoline zeichnete für jede Nummer ein Titelbild. Sie war damals schon 61 Jahre all. Min« 45, aber es entsprach ihrem jungen, helleren Sinn, mit der Jugend zu leben. Die Freundschaft der.Kasseter" hat sich bis zum Tode der Schwestern erhallen. Wer heiratete, wurde unter feier- lichen Zeremonien entlassen. Herren dursten aufgenommen werden, aber nur„ungefährliche". So gehörten Andersen, G e i b e l und Hermann Grimm zu den Mitglieder»». Bettina gehörte als„Fürstin Dodona" zu de» Äasieter-Müttern. Zuerst gab es bei den Sitzungen irur Kaffee und die berühmten Berliner «chrippen,„damit der Hochslug des Geistes nicht durch irdisch« Genüsse gehemmt werde". Bald aber gab es Schokolade. Ziuchen und Torten. Alle trugen hohe, spitz« Mützen aus kaffeebraunem Glanzpapier, mtt rosa Schleier, damtt die Vortragende ihr Erröten dahinter verbergen konnte. Präsident Maiblümchen hatte eine rveiß« Mütze und ein Szepter aus weißem Holz mtt rosa Band umwunden. Jeder mußte etwas vortragen oder«ine Zeichnung vorweisen. Zur Kundgebung des Mißfallens hatte jeder eine Kinderknarre, für Beifallsbezeltgungen eine kleine Troi»»pete. Es gab Orden der goldenen und der silbernen Kaffeekanne, am rosa Band zu»ragen, für die Herren Miniaturkasseelösfel Dies muntere Gemisch von Ernst und Scherz wirkte anziehend auf meite Kreist. Jcogor das Königspoar erschien bei einem Feste der Kasseter, das in der Wohnung des Ministers von S a v i g n y stattfand. Ihren Lebensabend vorbrachten die Schwestern Bardua in ihrem geliebten Ballenstedt. Sie wurden nun auch zu Mittag an den Ho» geladen, während sie früher„nur Abendgäste" gewesen »öaren. In ihrem Hause wurde viel Musik getrieben. Karoline »nalte und stellte lebende Bilder. Mine gab sranzösische Stunden und ichrieb viel, auch Theaterstücke. Ihre Erinirerungen an Goethe erschienen im Stmtgarter Morgenblatt, das Cotta herausgab. Die letzten Bilder, die Karoline malte, waren die„Heilige Eäcilie" und „Phantasie und Erinnerung". Sie starb am 7. Juni 1864. Mine folgte ihr ein Jahr später in den Tod. Der Grabhügel der Schwestern in Ballenstedt ist heule verschwunden. Aber die Er- innerung an sie ist lebendig geblieben nach Karolines Prophezeihung, als sie Mine zu ihren Aufzeichnungen mit den Worten ermunterte: „Schreibe du nur! Es wird die Zeit kommen, da das alles von Wert fein wird!" '.hran iHrilbuf: Die kliigUe Politik Was ist schön? Was ist häßlich? In Ron», der Stadt, die an Kunftdenkmälern des Altertum» das Herrlichste besitzt, steht im Datikannmseum jener Apollo von Belvcdere, der in der ganzen Well als Vorbild der Schönheit, der Formvollendung, des Ebenmaßes der Glieder gilt. Vor ihm ober, in Bettachtung versunlen, stand kürzlich ein magerer kleiner Mann, kahlköpfig, nur mtt einem weißen Tuch bekleidet, ein« Brille auf der großen Nase. Auch dieser Mann ist der Well bekannt, aus Büchern, aus Zeitschriften und Magazinen. Wer den Apollo für schön erklärt, muß diesen Mann als häßlich bezeichnen. Der Mann sst Gandhi. A»ts seiner Reise von England— von der fehlgeschlagenen Konserenz— reiste er über Italien nach Indien zurück. Und in Rom, wie gesagt, stand er dem künstlerrschen Aus- druck der vollkommencn Schönheit gegerrüber. Urrd er empfand ohne Zweifel: Wie schön! Was aber hätte der schön« Marmor empfunden— wenn Empfindungen ihm nüht fremd und unmöglich wären? Etwa: Wie häßlich ist dieser kleine magere Main»? Oder aber vielle'lcht: Ich bin nur ein lebloser roher Slein. die Menschen bennrndern meine Schönheit, Jahrtausende lang stehe ich hier auf meinem Platz und bewege mich nickst und bewege nichts. Der Mairn vor mir nnt dem Lendentuch und dem Lächeln bewegt durch sein Wirken und sein Leiden, durch sein Vorbild und Leben sein Volk ui»d darüber hinaus die Menschheit. Sein Dasein wird mit seinem Tode nickst aufhören, fein Name wird inrmer wie eme geistge Kampflosung sein. Sein Volk hat ihm den Ehrennamen gegeben;„Mahatma"—.chie große Seele", seine Seele ist schön... und ich. ich bin häßlich. Seht, so kann das Häßlich«, wenn es von innen her von reinem Licht durchleuchret wird, als schön erscheinen. Und das Schöne, wenn es merkt, wie ihm innerlich das Leuchtende fehlt, schämt sich vor ihm. Was ist schön... was ist häßlich... Und noch ei« andere Frag« erhebt sich vor uns, weim nnr Gandhi betrachte»», diesen Mann, der in seiner Unmtffälligkeit aus- sällig ist: Was ist der eigentliche Sinn der Politik? Was soll und will die Politik auf der Welt? Einige Grmrdsätze, nach denen Gandhi handett und lebt, find diest: Blutvergießen kann nicht zu Frieden und Freiheit führen. Jedwede Form der Uitterdrückuirg ist«in Verbreche»»,»»icht»rm: gegen den Uitterdrückte»,— auch gegen sich selbst. Die klügste Politik ist die Gerechtigkeit. Wegen dieser seiner Grundsätze ist über Gandhi— wie über die meisten bedeutenden Meirschei» der Weltgeschichte im Beginn ihrer Lausbahn— gelacht und gespottet worden. Und es ist uns leicht verständlich, daß sich viele Zettgenosjen über Gandhis Auffassung von der Politik nur wundern können. Denn wir sind ja daran ge- »vöhnt, daß die Politik am Ende immer wieder auf Unterdrückung und Ungerechtigkeit hinausläuft. Und so ist es auch dahin ge- kommen, daß wir das Stteben nach Gerechtigkett fast als ein« S-Mimentalität betrachten, von der wir zwar ttäumen, von der zu reden wir uns aber wohlweisttch hüten. Denn wir fürchten, mtt jedem Rief noch Gerechtigkeit uns als unpolitische Leute zu kcmrpro- ririttieren. Aus dieser Verwirrung kann uns Gandhi zur Klarheit helfen, dieser Führer, der seine Laufbahn als Ad»»kat begann,»sind wir nämlich oenucht. die geschichtlichen Kämpfer für die Idee der Ge- reckstigkeit als Schwärmer, als Berkenner der Wirtlichkett zu bezeichnen— so müssen wir im Fall« unseres Zeitgenossen Gairdhi erkennen: daß die Gerechtigkett, nach der er verlangt,»ttcht etwa eine Gnade ist, die der Gegner ihm enoeisen soll, sondern vielmehr eine Poltttt, die zum Frieden führt: Die klügste Polttik. Immer wieder hat Gandhi bewnt, daß Unterdrückungspolittk für klein« Zeitspanne», erfolgreich scheinen kann— daß sie aber auf lange Sicht in jedem Fall versagen rnuß. Und wenn dies Natur- geseg, das Gandhi verkündet, von fernen Gegnern heute noch nicht verstanden wird, so ttöstet er sich mtt der Gennßheit. daß die Idee. für die er der Lorkämpser ist, sich in der Menschheit durchsetzen wirb. Wir in Deutschland kennen die Wahrhett in Gandhis Idee. Wtt wissen, daß Haß nur Haß erzeugen karm: auf die Dauer mutz jede Unterdrückung versagen. Der Nützlichkettsrvert der Gandhi-Politik wird den Europäern nach und nach verstäirdlich. und die Zeit ist nah. da wir es nicht mehr als uinnäimlich»md sentimental empfinde« werden, wenn wir nach einem harmonischen Zustand zwischen Menschen und Böllern rufen. Uns in Deutschland sagt das Gewissen, daß wir und die andere» erst dann von allen Lasten und von jeder Unterdiückung befrett sein»»erden, wenn der Grundsatz herrsch: Di« klügste Politik ist die Gerechtigkeit. Mtt diesem Wort einer irr« gewordenen, rnißmiuifch m Was»« klirrenden Well das Schwert aus der Hand zu schagen: das ist unsere Pstich und Ausgabe. Deutsch! Eine» zeitweise verschwindende« See gibt es in Georgien.« der Nähe von Vladosta. Der mehr als«inen Kilometer breite See verschwindet in jedem dritten oder vierten Jahr, da das Wasser des seichten Sees tn unterirdische Höhlen strömt. Nach etwa eine»« Monat pflegt sich der völlig trockengelegte See von neuem mtt Wasser zu füllen. Der Dal, der ursprünglich ein Lairdtier war, hotte damals Beine, die, da er sie später nicht mehr benutzte, allmählich obge- starben sind. Einige überflüssige Knochen zeigen heute noch die Stelle, wo früher die Leine jaßen. �II�ialiMcheArbeiteriugendGroß-Verlm CinfcnCunacn füt i)lt(c Rubrik nur an das Iugends-.krstariat Berlin SÄ 68, LindenstraKe Z. vorn l Treppe recht,. heule. Dienstag. 13� Uhr. Arkaaaplatz: ElisobeMrchslr. IQ: Heimabend.— gcnteum! ZSalsenstr. 18:* ..Fürsorgeerzicpnng".—»osentbalcr Vorstadt, Tieckstr. 8, Hos 2 Tr.!..llrlednissr eines Auswanderers".— Brunnenplatz! Pankftr. LG— Sl: lv-Minuten»Reserate.— Sesnudbrunnen I: Sotcnburger Str. L:„Sexuelle Fragen".— Humdoldtharu: Putbusser Str. 8: Schallplattenadend.— Norden: Lortzingstratze: ,, stampf gegen Äationnlfojlaliften".— Schillerpark:„Arbeitogerichtontzung".— Wedding, ZÄll, denowstr. ö: Mitgliederversammlung.— ZSeddiug-Rord: Turiner Eck» See- strafe: Mitgliederversammlung.— Wedding, R. F.: Ailldenowstr. S: Runter Abend.— Arnimpla», Sonuenburger Str. LG:„Jugend in der strtse".—«rns- walte« Plan 1: Raitenouracr Str. 16:„stammend» Wahlkitmpse".— BaUan: Mandelstr.!:„Die Gewerkschaften in der strtse".— Helmholtzplaß: stastanien, alle« lll. Schule: Mitgliederversammlung.— Nordosten I: Danzlger Str. 6Z! , Einser« Stellung zu Gandhi",— Wcibensc«: Parlstr. 36:„Ehefragcn".— Hasen- Heide: Waffertprstr.<:„Tagespolitik.— stdpenickcr Siertel: Manteusfelur. 7: ..Tagespolitik".— sitden: Porckstr.>l:„Sugendschug und Jugendrech:".— Zteichenberger Biertel: Reichenberger Etr. 66:„Tagespolitik".— Südwesten: Lindenstr. k: Arbeitsgemeinschaft.— Friedenau: Ostenbachcr Str. So: Spiel. grupp».— Schiineberg l: Hauptslr. lZ:„Rote Fallen in Schule und Betrieb",— öchineberg U: Hauptstr. 12:„Taac-polUik".- Charlottendurg: Noslnenstr.«: Lieder, und Leseabend.— Eharlottendnrg.Rord, staiserln-Augusta.Alle« G7ol „Tagespolitik".— Eharlottenburg.SSd: Wallstr. 76:„Schlagwort de, Monat»". den 12. Februar, 20 Uhr, im 5a»l5 des Oewerkschaftshauses, En«elufer 24-35, Versammlung aller in der Soaialdemokratlschen Part»! organisierten Kleingewerbetreibenden, selbständigen Kaufleute usw.— Parteimitgliedsbuch legitimiert. Erseheinen ist Paneipflichl. Alle Zahlabendleiter weisen auf die Veranstaltung hin De» Berirtororiland. — Steglid Ii Albrechtstr. 47a:„Völkerbund und chinesisch. iapanischer Konflikt". — Ncu-Temvclhos: Bintgenstrahe:„Mädel in der öAZ."— Britz: Ehaussee- straße 48:„Tagespolitik".— Neukölln l: Sander, Ecke Lobrechtstrahe:„Tat- sachen Uber Ruhland".— Neukölln ll: Steinmedstr, A4!„Jugend und Partei". — Neukölln M: Ziethenstr. 58:„Iugendherbergswesen".— Neukölln vi: Trcp, towtr Slr, G6— W:„Eemelnschastserziehnng".— Neukölln VII, starl-Marx, Schule:„Leruelle Fragen".— Neukölln iX\ Schierkestr. 44: Mitgllederpersamm, lung, anschlietzeud Diskussion:„Krise der Jugend"—- Neukölln'?: Bergftr. SS: Arbeltogemeinschast.— Neukölln Xl; Flughascnfte. 68: gektersliöm-Abend,— Schöneweide I: stampsliederabend.— Treptow: Slsenstr, Z,„Politisch« Lage.— Nöpenick I: Grilnauer Str. ö: Glahbeenner.Abend.—«arlshorst: Treskow» alle« 44:„Wie kam eo zur Notperordnung".— Lichtenberg.Nordwest: Doste, straße 22:„Ausgaben der Gewerkschaften".— ReiutSendors-Ofl: Lindaue« Str. it „Tarisrecht".— Tegel: Schönebergcr Str. tz:„Tage-politsi".— Wittenau: Hauptstr. lZ, Schul«: stau:pfllederaoe:td.— stanow: Frundsbergstr. ll:„Tages- pdNttk".— Niederfchöahausen:«ndenstr.«7:„»er wird«eich�rllfib«�»"— Pauko» I und II; Wir beteiligen uns um Äufmarsch der„Eisernen Front", Vorträge, Vereine und Versammlungen # Reichsbanner Schwarz-Rot-Sold". Geschäftsstelle: Berlin S. t4. Sebastionftr. 87-88. Hof i Tr. «Mio Süden: Dienstag. 9. Februar. 20 llhr. Kreisvorstand sützung.— Pankow, Ortsverein: Dienstag, S. Februar. l8>u Uhr, Treffpunkt aller Kameraden Türkisches gelt. Spielmannszug mit Snstru»«nttn.— Neu- kölla-Britz, Vortrupps: Mittwoch. IG. Februar, lait Uhr, Heimabend, Zugendheim Bergstr. 22. Reichsbund de,«ri-gsb-schädigte»,«riegsicilnehwe» n.»«riegerhinier. dUedeueu. Ortsgruppe lösten: Bezirksuersammlung tM Rateonalbpst Pulow. straße?7, 2G llbr.— Bezirk Osten V, 20 l®t in Schmidts S-sellschastshaus, Früchts». A6a. Referat:„A-nderunz-n der 4. R-toerordnung und Zusatzrenre". Referent Kamerad Lorenz. � �_ Vereinigung ehemaliger striegsgefauaeae«, Berlrn-Süde».>m Sonners, tag, U- Februar. 20 Uhr, bei©. Krüger, Srimznstr. ll, «rbliter-Abftiuentcn.Bund, Ortsgruppe Berlin. Dienstag, Q. Februar, 29 lllhr, in der„Alkoholfreien Sastflätte", Mvlplaguetstraße, Funkttonörver. sammlung, «und religiöser Sozialisten. Bezirrksgruppe Berll.n S. Dienstag, S. Fe. bruar, Konditorei Wanke, Friedenau, Äheinpr. 80, Vortrog des Genosten Pfarrer Franck«:„Ist der Soztaliomu» unser Ziel oder unser«ez zu einem Ziel?" Freie Aussprache. Gäste willkommen. X)bsk' r v- rGemuse Apfelsinen............» pick 0,46 Jaffa-Apfelsinen...» Pti 0,4» Tafeltipfol...............?id.V.S4 Rotkohl................... Pfu. 0,06 V/elsskohl............... Pfd. 0,08 Wirsingkohl........... Ptd. 0,06 Möhren pew&ecbea..... 8 Ptd. 0,10 Grünkohl.............. s pu 0,10 waren Rot- u. Leberwurst.. ptd. 0.48 Speckwurst...... pid. 0,64 Oampfwurst............ pid. 0,68 Lancileberwurst......-.p(d 0,7» ff. Leberwurst.......... pich 0,98 Zervelat und Salami ptd. C,98 Comed beef............ Pfd,0,98 Gekocht. Schinken>/« Pkch 0,28 Ausserdem mmm Preise nur DlenHag u. Mlttwesh,— Mengenekgobe verbehalten.— Verkaut sowalt Vorrat.- OalsNi a. lalditvarderblloha Waren sind vom Versand ausgascMeasan.— Pia Zusendung von Lebensmitteln erfrlg« bei Sesfellung von 5,00 Mark an. Fische>Rfiucherwaron 'Grüne Heringe...... spfd. 0,38 *Kaöel|au p., o. K, L gi Pfd. 0,26 'Seelachs gr, o. k, i. gt. pid. 0,26 'Rotbars................. pja. 0,80 'Schellfisch mit Kopf....pid.»,20 BUcklinge................ ptd. 0,22 Seelachs gerlaohert...... Pfd. 0,48 Sprotten................. pfch 0,2» * In allsn Hdutern ausser Andreosstrasse Wild und Geflügel Suppenhühner(rUob.. Pfd. 0,68 WolgahUhner gefroren. Pfd. 0,70 Puten..................... pfch 0,7S Kaninchen-«tr a.»asgew,pid. 0,75 («»1,55 gefroren........ Pkch y Wildragout.. ptd. 0#20 Fastnacht»" Pfannkuchen verechfed. L croraiBltTsr,, Fallaug A ßEÄÄ.n ec Datzend U�Oll'/,v,:»endU,UV Frisches Fleisch Suppenfleisch....... Pfch r. 0,48 Schmorfleisch e.Kn.,.rid.T.0,74 Gehacktes............... Pfd. C,50 Bratwurst BerUser Art..Pfd. 0,78 Rückenfett bratfertig....Pfch 0,54 Eisbein mit Spltxbeln. gep„ Pfd 0,94 Kassler mild........ Pfd. von 0,08 Sehweinebauch e. b...t'fd.0,58 Schweinekamm» Schuft. obna Beilage,............. Pid. 0,72 Schweinekotelett ptd. von 0,72 Hammelvorclerfl. pid. von 0,08 Rinderleber gefroren... Pfd. 0,78 SchweinekSpfem Buke, Pfd. 0,36 kolonial WafCU Burma-Ret».......P(d.0,15 Bassin-Reia.........Pfd. 0,18 Japan-RGiSecbtgiM.Pu 0,22 Patna-Reis.......... pa 0,25 Auszugmehl. pid. von 0,24 Pflaumen g»üv..,„.p(d. ,on V,24 Backobst............ p/d, von 0,38 Birnen kaiu.,.M,..(.,rfd. von 0,48 U&tQ U. leite Roh' i. Bratenschmalz mj. 0,44 Margarine u.Kokeefan 3 ifd 0,08 Tilsiter voUfott............ pfd, 0,66 Stelnbuscher veUfett... Pfd. 0,66 Bayr.Sehwol*erfeDkn,pfd.v. 0,98 Alg.Stangenkäse20%m 0,40 Alferfalnita dautacbe Markenbutler......... tu. 1,43 Molkereibulter....... pid. 1,18 WEISSEWOCHEN Seit mehr als 3 Jahrzehnten die grSsste und beste EinkautsmSgiichhelt für weisse Waren alier Art• Seit mehr als 3 Jahrzehnten das Fest der Hausfrau B ker LidtUptel* ustv j i.ja Mg�jp-mt.jgLiJißAiMge" Staafi Fdeolek Oieaafag, den 9. Februar staatsoper Unter den Linden 20 Uhr Fürst Igor ' Garten 1.15 Diu Flora 3431 teuthtn ertastt Uclter-Fnmllln..Casl". Hngo n. aeln Welbsteafel. Wllb. Bendow. 0 A'lisons und wcirere Alfi aklloncn Staat. Oper Chanottenbur« dismarckstiaße 14 Dienstag,?. Febiuat Turnus I Anfang I9J0 Lhi Die lustloeu Weiber Ende gegen 23 Uhr DsrIiiieiTMn Charlotienstr. 90-92 8>« Uhr Dietpanlsdie Hiepe" Ab Sonnabend: DasEiwii'.hleil.yoUisliiihiie Kampf mpi um KUsdi VolksiiUhne Pintir am Baicvolatz 8 Uh: oerEeiangene mit Albert Bassennann Stull. SAIIlif-Tlieitir 8 Uh: DledOttlidie leite Theater dm Nollendorfplau Regli: Hilei Ssltnbnr: Pallas 7031 Täglich«Vi Uh: Stgs auch 4>/4 Uh: aasparone | GR. SCHAUSPIELHAUS! Heute, Dienstag, 7 Uhr Festvorstellung I | unter dem Protektor*« de,| Herrn Relcbspr&stdeotco von mntlenburg für die Berliner Winterhilfe MMMWS MWWW | RfcIHHARDT IWSZEnIERUHG[ Sonntag nachm. 3 Uhr billige Preise der Platze ' Aman iOfllr/ D-Balifl«nnimutzl., BaitcBglilB lB8-t4 großes BocübseHesi Große Ocbsenbrateret nnd PrJmiiening des schönsten roten Frauenhaares(Naturfarbe) 5 Qeldptsis»; SO, 40, 20. 20, 10 RM. 6 RaptTtn» Cnyrlsaio eadlenunii» Besinn T iThr I Am T. Februar, 9 Uhr vorm.»erschied mein herzens-uter, lieber Mann. V.ter, Schwiegervater, Sohn. Bruder, Schwager, Onkel und Pflegevater, der Kassenangestellte Paul Tappert im Alter von 89 Jahren. Im Namen der Hinterbliebenen Franziska Tapperl n. Kinder. Die Einäscherung findet am Mittwoch, dem 10 Februar, 19:» ustr, im Krematorium Oerlcbt- straße statt. MKUW tapn# Hpaiiftnl Berlins BETRIEB /««V KEMPIHSK16 J Stettiner Sanger «> im Reichshallen-Theater 39 DOnbaff platz .M_ 8 ito. Soiiotaji 31/, diu zb«- € BiBijtsn Priim. MÄA DasiuaaFragrjiira giitd-Bartwl! f/t �9„So'n Beinfall!" _ Prelic ebpebcnt! Berliner lllk-TriO N• B b B 1 1 D. v Lahnau 74/7&J e*e e*e e*e e*, e** a*e s*e••• :».••■?.••.».■'.*• Ihre Eheschließung zeigen an Dr. Walter Menzel Flnangrat Enuny M nzel geb. Severloi Berlin. Bielefe d. 9 Februar 1982 .'4'..'■*..*■*. r 4 4«0.'4'.>'4'.'ö'-». •7, 7..7.«T..7..7..7»r.7.»7-».» SSHSH««»«»SSSSi? Unserem lirten chenosten Karl Tietz jn frtaem 60.(Sebuctefags > herzlich sien«ßlütfioünfche r Ju Ystaei hl« herzli � 7- «»SADSl 1 « Z b« g Abteilung F 9966€€�€€4» CWCl/f BUSCH IIb).; Weidenoimm dä4ül o.HH U-l Rose- Theater irelf frankfertc: Strali 13/ Id. Wiidud E 7 3427 8.75 Uhr Der Bettelstiident rigllch SV, Uh: Morgen gehts uns gut! Grete Hoehelm Mut Hanuen Orcßesier Oajo« 6 da 1— Kleines TD.— t Trappe 1931. TägLSV. Ubr Dlo mausefniie Preiae 75 Pt— 5 M Soaot. qaehm. 4 U. halb« Preise. Homöopathie Nieren-, Blas. Loh., Oail.-, Magen-. Darm-, Inncrc u.Nervenl.f XoAg.HttnzBtr.tt Behandl.nur2M.lW3Cl 111-2, 4-7. 3t,. 11 WM IHM 8 Uhr TIMON von Ferch Bruckner i7egie Heinz Hilpen BiiiniensRenoen jeder Art liefert preltwer: Paul Golletz vermal, Robert Mcjei Marlannanatr. 6 PBL Oharbau« 1303 «m 6 Jfibtuar verichted noch kurzem schweren, mit großer Seduld ertragenem Leiden mein lieber, herzensguter Man» Ernst Kürschner 3» unlogdarem Schmerz* Frau Beflwm naisdner geb. Brno: nedst Anzehärigen Bln.,N:»derschönhause», Treslowstr. i7. D:« awäscherung findet Millwoch, den 10 Februar, vorm. 10 Uhr. im Krematorium Setichl traß, statt Nach :fta' Sohn langem schw rem Leiden oerftard am b. Fsdruar unser lieber Lerdsri!«szode im Zll. Lebensjahre. Fwlll Kasede und Frau Schöneoeig. Nauwannstr. ä. Sil Srauetfeiet findet am 9Rlif- woch, dem iQ. Februar. 1830 Uhr, im Krematorium rsilm.isdort, Berliner Straß« stau. KLEINE ANZEIGEN Jedes Wort 10 Pf. Petto:d udttesWoft 20 Ffg.(xulisMj t fetttjedrudte Worte (Worte mit mehr als 15 ßuehstaben zählen für t Worte) Anruhme dur A den Ver Ag. Undenstr.J (V»9— 5 Uhr) sSmt , Vomrli alen u.•AusoabesteUen. sovle alle Annon- ceti-E*ped:t!onca OsQttdier Wlarßelifif-Maad VereraUandisielle DerUn Nachruf Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unier Kallege, der He fer Ernst SclilesZer geb 2 Januar 1872, am 2. Februar geilorden ist. «hre seinem«ndenkeu! Die Beerdigung hat bereit, statt. gesunde». Die OiisverwaUnng. I uerHame|[ Tapete» Szillat. Kolonie. straße». lilBlllillllüillleilS. Wzens iKiv. insvsi chonches, Thatselongue». Po» fentmatratze». Ausleaematratzen. Mr. tallbettin. Walter. Stargard er straße achtzehn. Kein La. den." Schlafzimmer HerrevanzRae. 328.— bis t480,—. Anfertigung nach Kamerling,� Kasta- Shrcm'Maß, ei», nienalle« M, Ecke schließlich gutaten., Fehrbellinerstraße. fitoßhaar--"-- lÄf«"9' 8«Wifesimm«, M�ll. Ä Nwni-n-Z?� Charlottcnburg. dahnhof. siSFiNSFitl ] .pysE.esisi'»:- Aerzten. 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