Morgenausgabe Ar 71 A 36 4y.Iren.AusIandsabonnenlem 31. pro Monat! iiir Länder mit ermäßig- tem Drucksachenporto 4. so M. Der„Vorwärts" erscheint Wochentag» Uch zweimal. Conntogs und Montags einmal, die Abendausaade für Perßn und im chagdel mit dem Titel„Der Ldend". Illustrierte Eonntaasbeilage .Boll und Aeir- w*/ m AerUner Vowsblatt Kreitag 22. Februar 1932 Groß-Serlin 10 Pf. Auswärts 15 Pf. Die etnlaalt. Millimeterzetle SO Bf. Rcklameze.le Z.- 3L„Nleine Anzeigen" das iettgedriukte Won 20 Pf. (zulässig zwei fcttaedrurlteWorte.sede» weitere Wort>0 Pf. Rabatt lt. Tarif. Worte über lS Buchstaben zählen für zwel Worte Arbeitsmarkt Millimeter- jeil« 25 Pf. Familienanzeigen Milli- meterzcile lS Pf. Llnzeigenannadm« im Hauptgeschäft LinSenstraße S, wochentäglich von«>.'» bis 17 Uhr. Der Verlag behält sich dasRcchi der Ad- Uhnung nicht genehmer Anzeigen vor l Jentrawrgan der Sozialdemokratischen Vartei Deuttchlands Redaktion und ZZerlog: Berlin SW 68. Lindenstr. 3 «Fcrnivr. Tönboll(A T» 292— 297 Telegramm-Adr.. Sozialdemokrat Berlin Vorwärts-Verlaa G. m. b. H. Postscheckkonto: Berlin Z7 SZK.— Bankkonto: Bankder Arbeiter. ÄngeiieUten und Beamten. Lindcnftr.Z Dt B.n Dtbe..Gef.. Depositenk..ZerulalemctEtr KS-VS. Deutsche Abrüstungsvorschläge. Lteberreichung in Gens bevorstehend. Genf. 11. Februar. Die Emreichung der deutsche« Zlbrüstuugs- vorschläge, die der Reichskauzler Dr. Brüning ia seiner Dienslagrede angekündigt hat. steht unmittelbar be- vor. Die deutsche Abordnung hat bereits den Präsideuken kseudersou ersucht, auf die Tagesordnung der nächsten Tage eine diesbezügliche deutsche Erklärung zu setzen. Die Vorschläge stellen ein umfangreiches Programm dar, dos in einzelnen Punkten die praktischen Vorschläge zu den einzelnen Rüslungskategorien enthält. Sie sind grundsätzlich aus die Denischland im Versailler Vertrag aus- erlegten Eulrvaffuugsbeflimmungen ausgebaut, enthalten je- doch eine Reihe elastischer Bestimmungen, die eine Bermk- sichtigung der Interessen der kleineren neutralen Staaten ermöglichen.. Es kann angenommen werde«, daß in dem Programm die v o l l- ständige Abschaffung der Hauptangriffswaffen. insbesondere der Grohkampsschisse. Tanks. Unterseeboote, vomben- flugzenge. Gas- und chemischen Angrifsswafsen gefordert wird. Ferner wird in dem deutschen Programm die Abschaffung der allgemeinen Dien st Pflicht. Herabsetzung des Rüstnngs- standes auf ein Utiudestmaß, weitgehende Herabsetzung der effektiven Truppenbestäude. Erfassung der ausgebildeten Reserven, wesentliche Einschränkung des gesamten aktiven und lagernden Kriegsmaterials vorgeschlagen werden. Zu der Frage der Herabsetzung der Heeresau»- gaben wird grundsätzlich die Abrüstung aus der Grundlage de? direkten Methode der veschränkuug der Rüstungen gefordert und die bisher im englisch-französischen Abkommensentwurf vorgesehene Herabsetzung der Heeresausgaben als völlig ungc- uügend abgelehnt. Ferner wird erklärt, datz die deutsche Regierung grundsätzlich bereit sei. alle Vorschläge auf dem Gebiete der Luftfahrt zu prüfen. Bestimmungen politischen Eharakkers sind in dem Programm nicht culhalten, da der Reichskanzler bereits ia seiner Rede vor der Abrüslungskonserenz den deutschen Rechioanspruch auf Gleichberechtigung mit sämtlichen übrigen Mächten ia der Abrüslungsfrage vorgebracht hat. In dem Programm wird ferner auf die Rote, die die deutsche Regierung während der Versailler Verhandlungen im Jahre 1919 den allüerlcn Möchten übermittelt hat, hingewiesen, in der aus die von den alliierten Mächleu über- nommene Verpflichtung hingewiesen wird, nach der Abschaffung der allgemeinen Dienstpflicht in Deutschland auch ihrerseits ihr Dienst- pflichtsystem zu ändern. Ilm Hindenburgs Kandidatur. Iieberhafie Derhandtongen der Ikechtsverbände. Die Entscheidung über die Kandidatur Lzindenburg ynrd voraussichtlich bis zum Sonnabend fallen. Zwischen den Rechtsoerbänden wird noch dauernd ver» handelt mit dem Ziele, einen gemeinsamen Kandidaten zu finden oder womöglich den Reichskanzler Brüning zu Fall zu bringen. Die Nationalsozialisten üben den stärksten Druck auf den Stahlhelm aus, um den Stahlhelm von einer Unterstützung der Kandidatur Hindenburg abzuhalten. Goebbels schreibt im„Angriff" mit der größten Schärfe gegen den Stahlhelm: „?luf dem Asphalt wird das Gerücht herumgereicht, Teile der nationalen Opposition trügen sich mit der Absicht, aus der Front ouszufpringen und einen Entschluß zu fassen, der das System weiterhin in seiner Sicherheit oerankern würde. Wir glauben dieses aufgeregte Geschnatter mit einer handbewegung abtun zu dürfen. Die nationale Opposition hat sich in Harzburg zum Sturz des Kabinetts Brüning und des von ihm oerlretenen politischen Systems zusammengetan. Jeder sollte geächtet sein, der aus dieser Gemeinschaft ausbreche. Wer deu Makel eines folchcn Verrale» auf sich nähme, würde sich darüber klar sein müsien, daß er sich damit gegen die Millionenmasten der nationalen Oppa- jilion stellt und in kürzester Frist seine politische Existenzberechtigung vollends vexliert." Das klingt nicht gerade nach Einigkeit im Zeichen von Harzburg, es ist vielmehr die Absicht, den Stahlhelm endgültig unter die Botmäßigkeit von Hitler-Goebbels zu zwingen. Nicht minder scharf ist Goebbels gegenhinden- bürg: ..Bei den Auseinandersetzungen, die m den nächsten Wochen in Deutschland vor sich geHerl werden, steht der Name hinden- byrg nicht einmal so sehr im Vordergrund, als vielmehr die Politik, die er auf Ratschlag seines Kanzlers mit seiner Autorität gedeckt hat Hindenburg hat den A o u» g- Plan unterschrieben. Er hat Brünings Notverordnungen verantwortet. Er hat die Z w a n g s g e s e tz e gegen Presse- und Meinungsfreiheit mitgemacht und die U n l f o r m v e r b o t e er- lassen. Die in diesen Begriffen eingeschlosieoe Politik muh nach dem Willen der naliouol:n Opposition beseiligt werden. Darüber kann es gar keine Diskussion mehr geben: und geht das nicht mit hinden- bürg, dann muh es ebm gegen ihn gehen, es sei denn, der General- feldmarschall enlschließe sich dazu, daß es ohne ihn gehen soll. Das sind die Fragen, die entschieden werden müsieu. Ihre Lösung kann auch nicht durch tattische Winkelzüge hintangehalten werden. Wir lassen uns auf keine Kompromisse mehr ein. Wir wollen auch keine Versprechungen. Wir verlangen Ware für unser Geld.' Herr Goebbels schlägt Herrn von Hindenburg ein Ge- hast über den Ladentisch vor: GeldgegenWare! Geld: die Parole für hindenburg, Ware: nationalsozialistische Re> gierung rmd Politik. Dies Geschäft wäre die schäbigste Feilscherei, und es ist einleuchtend, daß Herr von hindenburg nicht darauf ei?2Zehen wird. In den Reihen der Harzburger sucht man nach�einem Kandidaten, der. für hugenberg, für Hitler und für Seldte- Duesterberg möglich ist. Hitler will gegen hinden- bürg kandidieren, und will doshalb mit Hilfe von Klagges Professor an der Technischen hoch- schule in Braunschweig werden, und wie verlautet, wird aus den Kreisen hugenbergs in diesem Sinne auf den Minister K ü ch e n t h a l eingewirkt. Andererseits denkt man bei hugenberg und beim Stahlhelm an einen hohen- zollernprinzen oder an einen anderen vormals regierenden deutschen Fürsten. Tagung der Michstagsfraktion. Aussprache über Pläne zur Arbeitsbeschaffung. Tie sozialdemokratische Neichstagsfrak- t i o u nahm am Tonnerstagnachmittag einen Bericht Dr. Breitscheids über die politische Lage nnd einen Bericht Dr. Hilserdings über die Wirtschaftslage und über schwebende Pläne zur Arbeitsbeschaffung entgegen. In der politischen Aussprache spielte der letzte Er- laß des Reichswehrministers über die Ein- steUung von Bewerbern in die Reichswehr eine große Rolle; allgemein wurde die Zulassung der National- sozialistea zur Reichswehr und die beleidigende Gleich st ellung des Reichsbanners mit de« Urhebern der Boxheimer Dokumente auf das schärf st e verurteilt. Tie Fraktion stimmte nach längerer Aussprache über die wirtschaftliche Lage zwei vom Fraktionsvorstand aus- gearbeiteten Gesetzentwürfen zur Umgestaltung der Haus- zinssteuer, sowie zur Arbeitsbeschaffung und Förderung des Kleinwohnungsbaues zu. Weitere Beschlüsse, besonders hinsichtlich der Reichs- Präsidentenwahl, für die der Vorstand der Sozial- demokratischen Partei zuständig ist. wurde« nicht gefaßt. Reichstag am 25. Kebruar. Aestfehung des Termins der Präsidentenwahl. Am 23. Februar tritt der Reichstag zum ersten Rla!e nach einer längeren Pause wieder zusammen. Aus der Tagesordnung steht die Festsetzung eines Termins für die Wahl des Reichspräsidenten. Die Vorlage der Regierung darüber wird voraussichtlich von Reichsinnenminister Groeoer begründet werden. Die Verhandlungen de? Reichstags sollen so gefördert werden, dag den Abgeordneten Gelegenheit bleibt, an der Agitation für die Wahl des Reichspräsidevlen teilzunehmen. Der englische Zollpanzer. Britisches Empire gegen Welthandel. Die Tagung des englischen Parlaments, in der Neville Chamberlain die neue Zolloorlage der Regierung unter dem stürmischen Beifall der konservativen Mehrheit begründete. wird als ein Akt von historischer Bedeutung in der Geschichte der internationalen handelspolitk fortleben. Die Regierung Großbritanniens hat mit der Einführung eines allgemeinen Wertzolles von 16 Proz., dessen Annahme am Dienstag mit überwältigender Mehrheit erfolgte, mit der traditionellen Freihandelspolitik Englands endgültig ge- brachen. Zwar war Großbritannien seit dem Kriege schon nicht mehr jene Oase des Freihandels, die es bis zur Jahr- hundertwende darstellte, denn die Mac-Kenna-Zölle und die von Baldwin im Jahre 1925 eingeführten Zölle auf Grund des Jndustriefchutzgefetzes bildeten ein starkes hindenns für die Einfuhr verschiedener industrieller Fabrikate. Da sie aber verhältnismäßig wenige Posten umfaßten, gall Groß- britannien bis zum Sturmjahr 1931 trotzdem immer noch als die Verkörperung der Freihandelsidee. Die rapide Verschärfung der Wirtschaftskrise und die Zerrüttung der Finanzen, die im September vergangenen Jahres England zur Aufhebung der Goldwährung zwangen. haben jedoch auch in dem klassischen Lande des Freihandels den radikalen Anhängern des Schutzzolles zu einem schnellen Siege verholfen. Die Abwertung des Pfundes und die Politik des hochschutzzollzs, die England seit drei Monaten einge- schlagen hat, sind auf das engste miteinander verknüpft. Den Ausgangspunkt dieser beiden folgenschweren Maßnahmen bildete die bedrohlich angewachsene Passivität der Handels- bllanz und die zum erstenmal seit dem Kriegsende einge- tretene P ä s:si vi tat der Zahlungsbilanz. Obwohl England auch in früheren Iahren regelmäßig mehr Waren einführte als exportierte, wurde doch die Passio�ät der Handelsbilanz durch die Einnahmen aus Anleihezinsen. Frachten und anderen Leistungen mehr als ausge- glichen. Dies ist im letzten Jahr nicht mehr möglich ge- wesen. Unter großer Bewegung des Hauses teilte der Schatzsekretär Chamberlain in jener historischen Sitzung am 4 Februar dem Parlament mit, daß bei einer Passivität der Handelsbilanz von 409 Millionen Pfund die Einnahmen aus den„unsichtbaren Exporten" nur 296 Millionen Pfund be- tragen hätten, so daß Englands Zahlungsbilanz im Jahre 1931 eine Passivität von 113 Millionen Pfund ergibt. Die Loslösung vom Golde und die Abwertung des Pfundes um mehr als 25 Proz. sollten die in Unordnung geratene Handelsbilanz durch zwangsläufige Drosselung der Einfuhr bei gleichzeitiger Hebung des Exportes wieder aus- balanzieren. Man erwartete in England, daß die Industrie durch die Exportprämie, die ihr das sinkende Pfund gewährte, ihre verlorengegangene Konkurrenzfähigieit wieder- gewinnen würde. Neben diesem radikalen Kurswechsel in der Währungspolitik lief aber bereits im herbst vorigen Jahres eine von mächtigen Kräften getriebene Schutzzoll- welle durch das Land, und der Ausgang der Oktoberwahlen mit dem überwältigenden Sieg der Konferoariven bewies, daß die öffentliche Meinung Englands mit fliegenden Fahnen in das Lager der Hochschutzzöllner übergegangen war. Es konnte nur eine Frage der Zeit fein, daß das Kabinett der „nationalen Einheit" auch in der Handelspolitik das Steuer scharf herumwarf. Den Auftakt bildeten jene Verordnungen über die sogenannten A n t i- D u m p i n g z ö l l e, die für eine große Anzahl von Fertigfabrikaten wie auch für wichtige Lebensmittel„Notzölle" in einem Umfang von 59 bis zu 109 Proz. des Wertes festsetzten. Ungleich schwerwiegender aber als diese zunächst nur für eine bestimmte Zeit eingeführten„Notzölle" ist die jetzt be- antragte Einführung eines allgemeinen Wertzolles. Mit Ausnahme von Fleisch und Weizen umfaßt dieser Zoll alle Waren aus �fremden Ländern, die über die englische Grenze kommen. Diesem Zollgesetz wird aber nicht allein dadurch der Stempel aufgedrückt, daß Großbritannien mit der Einführung eines Generaltarifes den Freihandel endgültig zu Grabe ge- tragen hat: vielmehr ist für dieses Gesetz die Feststellung des Schatzsekrctärs Chamberlain entscheidend, daß alle Produkte der britischen Kolonien. Dominien, Protektorate und Man- date von diesem Zoll ausgenommen werden. In dieser Maßnahme liegt der Schwerpunkt der neuen englischen handelspolitk. Großbritannien hat sich ent- schloffen, das Prinzip eines freien Welthandels der Intensivierung hes Handels innerhalb des britischen Empires zu o p f e r n. Die Ironie des Schicksals wollte es, daß der Sohn Neville Chamberlain jetzt die PoMik durchführt, i die vor dreißig Jahren seinem Vater Joseph Chamber»' i a i n die schwerste Niederlage seines Lebens einbrachte. Was jetzt in England mit dem neuen Zollgesetz durchgeführt wird. ist die Verwirklichung der von Joseph Chamberlain im Wahl- kämpf 1902 ausgegebenen Parole:„Schutzzölle um das gesamte britische Reich und Freihandel km Inner n." Vorzugszölle hat es innerhalb des britischen Weltreiches schon vor dem Kriege gegeben. In den vergangenen fünfzehn Jahren sind sie noch erheblich ausgebaut worden, aber schließ- lich fanden sie bei der Einfuhr nach England nur auf die Waren Anwendung, für die England Zölle eingeführt hatte. und dies waren bis 1931 relativ wenig Posten. M i t der Einführung des z e h n p r oze n t i g e n General- t a r i f e s für alle Länder außerhalb des briti- schen Empire aber wird schlagartig die Vor- zugsbehandlungderDominienundKolonien auf die gesamte englische Einfuhr ausgedehnt. Kein Zweifel, daß die für den Juni d. J. angesetzte N e i ch s k o n f e r e n z in Ottaoa jetzt bereits ihre Schatten vorauswirft. Auf der letzten Reichskonferenz im Jahre 1930 erfuhr der von dem Presselord Beaverbroock propagierte Plan eines allgemeinen Freihandels innerhalb des britischen Reichs eine scharfe Abführ durch die Dominien. Der tana- dische Ministerpräsident B e n n e t t erklärte seinerzeit mit auffallender Schärfe, daß die Dominien sich selbst die nächsten seien und daß sie wohl für stark abgestufte Vorzugszölle. nicht aber für den Freihandel zu haben seien. Dies hieß mit anderen Worten, daß die britischen Dominien mit Ihrer Zollpolitik, die sie zum Schutze ihrer sonst lebens- unfähigen jungen Industrien eingeführt hatten, zugunsten Englands nicht brechen würden, sondern dem Mutterland höchstens mit Vorzugszöllen entgegenkommen wollten. Wäh- rend England bisher mit seinen wenigen Zollpositionen den Dominien aber nur geringe Zugeständnisse machen konnte, hat die Regierung jetzt mit dem neuen Generaltarif einen Trumpf in der Hand, den sie in Ottava mit Erfolg auszu- spielen hofft. Aus diesem Grunde hat England auch mit über- raschender Schroffheit alle Verhandlungen mit den Staaten, die sich durch die neue Zollpolitik geschädigt fühlen bis zur Beendigung der Reichskonferenz abgelehnt. Ob der Plan eines einheitlichen zollpolitischen Zusammen- schlusfes im britischen Imperium praktisch durchführbar ist, bleibt noch sehr zweifelhaft. Jedenfalls sind die Widerstände der einzelnen Dominien nicht zu unterschätzen, sie sich für sie aus der Tatsache ergeben, daß sie plötzlich aus wirtschaftlichen Zusammenhängen herausgerissen werden, die sich im Laufe der letzten Jahrzehnte organisch entwickelt haben. Außerdem werden sich die Dominien— das hat die letzte Reichskonferenz deutlich genug gezeigt— nicht von Gefühlen leiten lasten, sondern werden kaufmännisch berechnen, wieviel sie bei einer ausgesprochenen Empirepolitik zu gewinnen und zu verlieren haben. Und eine derartige Bilanz der Dominien dürfte für England nicht günstig aus- fallen,._____ J.............. Seit dem Weltkrieg ist der Anteil Englands an der Einfuhr der Dominien rapide zurückgegangen. Im Jahre 1913 lieferte England 64,2 Proz. der indischen Einfuhr, 56,8 Proz. der südafrikanischen und fast 52 Proz. der australischen Importe. Bis 1929 ging aber der englische Anteil bei Indien auf weniger als 45 Proz. und bei Süd- afrika und Australien auf 42 und 38 Proz. zurück, während die Vereinigten- kommen hatte Deutschland keine Möglichkeit, diese willkürlichen Fest- setzungen durch eine rein interalliierte Kommission anzufechten. Es bleibt also dabei, daß nur durch eine baldige beiderseitige Annahme des Schiedsgcrichtsvorschlages von Leon Blum der Streck um die bisherigen Milliardenleistungcn Deutschlands aus der Welt geschafft werden kann. Guinea als Verbannungskolonie. Die revowtiooäreo Putschisten abgeschoben. Madrid, 11. Februar.(Eigenbericht.) Das Ziel des Dampfers„Buenos Aires", der 119 verhaslat« Kommunisten und Monarchisten an Bord hat, ist Vota in S p ä- nisch. Guinea in Zentralafrika. Der Dampfer„Sanchez Bar- eaiztegni" verließ am Mcktwoch um Mitternacht mck 11 Verhafteten an Boro Valencia. Er wi-.d nach der?lusn-ihm« zahlreicher Verhafteter in Malaga und Sevilla ebenfalls Bata aiüausem In der Nationaloersammlung kam es bei der Behandlung ciner Interpellation zu großen Radauszenen. Die Regierung stellt« di« Vertrauensfrage, die mit 154 gegen 14 Stimmen zu ihren Gunsten entschieden wurde. Auch Norwegen wünschk keine Nasis. Die nonnegiftben Be- Hörden haben das Gesuch um Ausenchalrsbewilligung des Kapckän- leutnants a. D. Pflugk- Härtung abgelehnt. Pflügt-Härtung muß also Norwegen verlassen, nachdem er bereits aus Schweden wegen Betätigung im Sinne der Nazis ausgewiesen worden ist. Die Zeck seiner Ausreise wird zwischen den norwegischen und schwedischen Behörden noch vereinbart werden. verbot einer konununlstitcheu Zeitung. Di« konunumstisch« Zei- tung.Ärbeckerstlinme" in Hos ist durch die Polizeidirektion mck Wirkung bi» zum 6. April verboten worden. Die Nummer 6 der Zeitung wurde wegen emes Artikels, der die Aufforderung zum Ungehorsam gegen gesetzliche Beslinmumgen enthielt, beschlagnahmt und eingezogen. Gendarm der Schwerindustrie v. Gilsa:«-Als Gendarmen für das Privateigentum der Schwerindustrie könne«» wir Herrn Hitler sehr wohl brauchend Iustizdebaite im Landtag beginnt. Die Mchisparieien verteidigen Nazijustiz gegen Noske. Der Preußische Landtag trat am Donnerstag zu seiner Februar- ragimg zusammen. Bei Beginn der Sitzung widmete Präsident W i t t m a a ck dem verstorbenen Führer der Zentrumsfraktion Abg. Dr. Heß einen warmempsundenen Nachruf. Er wies daraus hin, daß der Dahin- geschiedene fast 24 Jahre hindurch Mitglied der preußischen Volts- Vertretung gewesen sei. Seine reiche parlamentarische Erfahrung habe er dem Wohle des Volkes dienst, ar gemacht.- Namens des Landtags habe er, Präsident Wcktmaack, au der Bahre des Ber- storbencn einen Kranz niedergelegt. Zum Nachfolger dos Abg. Heß im Landtag habe der Laudeswahllester den Verbaiidsvtrcktor P e t r! aus Sigmarüigen bestimnu. Die Kommunisten waren wahrend des Nachrufes demonstrativ dem Saal ferngeblieben. Die Mckgliever der übrigen Parreien ehrten das Andenken des Verstorbenen in der üblichen Weise durch Erheben von den Plätzen. Dann wurde über den Antrag des Hmiptausschusses beraten, der zum Zusammenbruch der Berliner Bank sür Handel und Grundbesitz die Regierung ersucht, auf folgende Maßnahmen Hinzuwirten: 1. den betroffenen Gläubigern diüser Bank hinsichtlich der Steuer- zahlungen weckmöglichst Stundungen und Ratenzahlungen zu ge> währen; 2. die Bank möglichst als Unternehmen des Msttelstandes zu erhalten und nickst den Großbanken auszuliefern. Abg. peiers-Hochdonn(Soz.) weist daraus hin, daß etwa zu der Zeit, als der Hauptausschuß sich mck dieser Materie beschäftigte, inKieldi« Bank für Grund» besitz. Handwerk und Handel zusammengebrochen sei, die der deutschnationale Landtagsabgeordnete Howe leite. Er habe damals im Ausschuß aus seine Frage, ob auch in diesem Falle staatliche Mittel verlangt worden seien, keine Antwort bekomme» und wiederhole diese Frage daher heute. Was Herr Howe damals im Ausschuß zum Zusammenbruch der Kieler Bank jagte, sei inzwischen durch Tatsachen widerlegt worden. Die Stoatsanroallschaft habe sogar die Jnhastiernn.z der leitenden Direktoren dieser Kieler Bank wegen unehrlicher Geschäfte verfügt,(hört! hört! bei den Soz.) Der Abg. Howe als Ans- sichteratsoorsitzender sei nicht ganz unschuldig an dem Kieler Zusammenbruch, weil er seine Anfsichtsratspflichl verletzt Hab«. (Sehr wahr! bei den Soz.) Ein Verlust von über einer Mllliost Mark sei in Kiel entstanden. Er frage, ob tatsächlich Herr Howe sich bemüht habe, von der sonst von ihm so angegrifsenzn P r e u ß« n k a| s e 299 909 M. Darlehen auf einem Umweg über ein hannoversches Institut für tos Kieler Unternehmen zu erhallen. (Sehr wahr! bei den Soz.) Ohne weitere Deballs wird der Ausschußantrag angenommen. ?lbg. Dr. Zteumann(Bp.) setzt sich für einen Antrag seiner Fraktion ein, der bestimmte Mindesworschristen für die Verteilung des Hausziiissteueranfkommens unter besvn- derer Berücksichtigung des Aitwohnraumes fordert. Der Antrag der Deutschen Volkspartei wird entsprechend dem Vorschlag des Hauptausschusses abgelehnt. Ein kommunistischer Antrag fordert Maßnahmen zur Milderung der Notlage der Erwerbslosen. Der Hauptausschuß hat sich mck diesem Antrag berests beschäftigt und schlägt seine Ablehnung vor. Abg. Kasper(Komm.) schildert die Not der Erwerbslosen. Als der Redner den Finanzminister Klepper einen Buschklepper nennt, zieht er sich eine Rüge des Präsidenten zu. Der Redner fordert die Erwerbslosen auf. sich mit den Arbeitnehmern zujammenzu- finden in der revolutionären Froick des Widerstandes gegen den kapitalistischen Staat.(Beifall bei den Komm Händeklatschen auf den Tribünen. Vizepräsident o. Kries droht mit der Räumung der Tribünen und schließt den Abg. Dr. Ausländer(Kamm.) wegen beleidigender Zurufe von der Sitzung aus. Abg. Rüsser(Dnat.) erklärt, die Einführung der freiwilligen Arbeitsdienstpflicht läge im Sinne der Erwerbslosen. Das Haus lehnt dann, gemäß dem Ausschußbeschluß, den kam- Gtaatstheater. „Eyrano d« Brgerac" Auf der Suche nach einem erobernden Stück erinnerte sich das Staatstheater an den Schwung und die Romantik Rostands. 2lber man hatte vollständig den Stil vergessen, in dem solches Stück dar- gestellt werden muß. So erlitt das Staatstheater eine peinliche Niederlage. dt. tl. mumstischen Antrag auf weitere Maßmchmen für die Erwerbs- losen ad. Ein Antrag des Landvolks verlaugt beschleuirigte generelle Zinssenkung. Der Hauptausschuß schlägt vor, diesen Antrag durch die Bestimmungen der vierten Reichsnotverordnung für er- Icdigt z>i erklären Berichterstatter Abg. Baecker(Landvolk) sagt, daß seine Freund« und auch die Deutschnationalen entgegen diejem Äusschnßbeschlnß die vorgenommene Zinesenkung al? unzureichend empsänfleii. Abg. Dr. Beumann-Frohnan(Vp.) bezeichnet ein behördliches Eingreifen zwecks Senkung des Zinssatzes als bedenklich- Abg. Dr. Schmidl-Hoepke(Wp.» erklärt, bei der zwangsweisen Zinsserrkung handle es sich nach den Worten Hilserdmgs um praktisch angewandten Mansismns. Abg. Baecker- Berlin(Landvolk) weist den Borwurf zurück, als ob sie Forderung nach Zinssenkung den Gedanken des Prioateigen- tinns bekämpfe. Entgegen dem Vorschlag des Hauptausschusses wird der Antrag des Landvolks auf beschleunigte weitere generelle Zinssenkung a n- genommen. Außer den Antragstellern stimmen für den Land- volkontrag die Deutschnationalcn und das Zentrum. Es sslgt die-Beratuna. einer Großen Ansrage der Deutschen Bolkspa-tet" über ctü«~?-""---------• Aevßerung des Oberpräfldenten Aoske ur Hannover. Roske soll gesagt haben, daß dch wo Prozejse gegen die Presse wegen Beleidigung hoher Beamter in früherer Zeit zu einer Verurteilung führten, es haute vorkomm«, daß bei der v«r- änderten Rechtsauffasfung der Richter eine glatte Freisprechung erfolg«. Man habe manchmal das(Sefübl daß der Richter noch bedanre, den Veschnld'gten keine Prämie zahlen zu können. Das Staatsministerium wird gefragt, ob es diese Angriffe auf die Richterschaft billig« und glaube, daß Noske noch langer Oderpräsident der Provinz Hannover bleiben könne. Abg. Slendcl(Bp.) nimmt in Begründung der Anfrage gegen den Obcrpräsidenten Noske Stellung, der eine so allgemeine und kränkende Form der Kritik au der deutschen Richterschaft nicht hätte üben dürfen. Im Ausschuß müsse die Angelegeichett genau geklärt werden. Für den preußischen Innenminister, im Einvernehmen mit dem Iustizminister, verliest Ministerialrat Dr. Kraut hausen(Jnnenmini- sterimn) folgende Antwort auf die Große Anfrage: „Obenpräfident Noske hat bei Gelcgenheck einer Tagung des Vereins Niedersächsische Presse in einer Rede u. a. a u s d a» N o t- wehrrecht des Staates gegenüber ungerecht- fertigten Pressean griffen hingewiesen, nachdem von einem Voredner gegen die Praxis der Zeitungsoerbote und gegen die„Auswüchse einer nervösen Zensur* polemisiert worden war. Zur Rechtfertigung der von den Reichs- und Staatsverwaltungsbe- Hörden getroffenen Maßnahmen hat er de» Gedanken entwickell, daß die Rechtsprechung trotz ausreichender gesetzlicher Handhab« infolge der Stellungnahme mancher Richter nicht.immer«inen aus- reichenden Schug gegen böswillige Verunglimpsungen durch die Preise gewähre. Der Wortlaut der Aussülirungen des Oberprösi- deuten ist, da die Rede von ihm völlig frei gehlsten wurde, nicht mehr genau festzustellen. Jedenfalls lag dem Oberpräsidenten, wie er der Telegraphenunion gegenüber bereits zum Ausdruck gebracht kxit. bei seinen Ausführungen der Vorwurf der Rechts- b e u g u n g oder ein« sonstige Herabwürdigung der Richter fern. Wendungen, die verletzend für die Richter crichemen. kannten auch nicht gebilligt w»rden. Zu den übrigen Punkten der Großen. Anfrage ist zu bemerken: E» sind in Prozessen wegen Beleidigung hoher Beamter F«!- sprrchmigeu und gcrinqfllaige Bcrnrketlunqen ersolgi. die zu rechtlichen Bedenke»! Anlaß geben. Ob dies? Entscheidungen auf veränderter Rechtsauffassung der Richter beruhten oder nicht, läßt sich naturgemäß nicht seststellon. Von der Stoatsanwaltschast ist in den geeigneten Fällen das zulässige Rcck'tsmlttel eingelegt worden. Die Frage, ob die Regie- rung Fäll« kenne, in denen amtierend« Richter„bedauerten, den' Beschuldigten nicht noch eine Prämie.zubilligen* zu können, wird vernenit" In der Aussprache bedauert Abg. Dr. Kaufmann(Dnat.) die Aeußerung des Oberpräsidenten Roske. Wie der Richter sich in Ausübung seines Amtes nicht von leiner persäulichen col'nschep Ausjassuirg becinilussen lallen dürfe, so müll« der Rick'tcr auch verschont werben von jener ekelhaften Gesinnungsschnüffelei, wie sie jetzt'cheinbar gang und gäbe sei Gegen 1854 Uhr wird die Wetterberatung auf Freitag 12 Uhr oertagt.'___ Mussolini wurde am Donnerstag vormittag zun, ersten Male vom Papste in Audienz empfangen. Am Nachmittag envidertc Kardivalstaatssetretär Pacelli den Besuche Keine neuen ausländischen Landarbeiter! Beschluß des Neichsrais.— Ostelbier wollen polnische(Schnitter. Der Reichsrak nahm am Donnerstag zunächst eine Vorlage des Reichsarbellsminliler» an. wonach ISZZ neue ausländische Landarbeiter nicht mehr nach Venlschland hereingelassen werden. Der Berichterstatter hatte zuvor mitgeteilt, daß nach dieser Vor- kage die Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer nur noch dann genehmigt werden soll, wenn es sich um Ausländer handelt, die nicht zum Berlasien des Reichsgebietes verpflichtet sind oder denen die Beschäftigungsgenehmizung auf Grund der von ihren cheimats- staaten anerkannten Gegenseitigkeit gewährt werden muß. Das bedeutet, daß neue Landarbeiter 1932 überhaupt nicht über die Grenze gelassen werden. Die völlige Schließung der Grenze begründet der. Reichsarbeitsminister mit der wirtschaftlichen und arbeitsmarktpolitischen Lage:n Deutschland- 37 000 bis 40000 ausländische Landarbeiter. die bereits hier seien, würden trotzdem biei- Ken. darunter 32 000 Inhaber von Besreiungsscheinen, die nicht an «ine Beschäftigungsgenehmigung gebunden seien oder aus Staaten stammten, denen gegenüber wir auf Grund von Vereinbarungen zur Zulassung verpflichtet seien, wie z. B. Oesterreich und Holland. Die erhebliche Kürzung des Landarbeiterkontingents im vorigen Jahr hat nach Ansicht des Roichsarbeitsministeriums nicht zu den Schäden geführt, die von manchen Seiten befürchtet worden sind. Di« zugelassene Höchstzahl sei nicht einmal ganz in Anspruch ge- nommen worden. Es sei daher anzunehmen, daß der Bedarf an Arbeitskrästen 1032 im Inlands gedeckt werden könne, zumal der Zuckerrübenbau weiter abnehme und eine merkliche Rückwanderung von der Stadt aufs Land im Gange sei. Für die Provinz Pommern, erklärte Graf Behr, sei er mit dem Reichsarbeitcminikter in der Auffasiung einig, daß es das ideale Ziel sei, nur deutsche Arbeiter in der Landwirtschaft zu beschäftigen. Ohne eine schwere Schädigung für die Landwirtschast halte er es aber nicht für möglich, in diesem Jahre schon soweit zu gehen, daß man an Stelle der 30 000 Schnitter gar keine mehr zulasse! er glaube nicht, daß es möglich fei, diese ausländischen Arbeitskräfte durch inländische zu ersetzen.— Der Antrag des Grafen Vehr, mit Rücksicht auf die gefährdete Lage der Landwirtschaft mindestens 30 000 auslän- difche Landarbeiter zuzulassen, wurde abgelehnt. Der Reichsrat hat ferner der Absicht des Reichsfinanzministe- rimns zugestimmt, zur Deckung des Bedarfs an Silbermünzen weitere 120 Millionen Mark in'Fllnimarkstücken auszuprägen. Eiuer für hugenberg. Der bisher der Wirtschaftspartei an- gehörende preußische Landtagsabgeordnele Mentz ist zur Deutsch- nationalen Volkspartei übergetreten Die Wirischaftspartei erklärt dazu, daß der Abg. Mentz schon seit längerer Zeit mit Rücksicht auf die bevorstehenden Preußenwahlen init den Deutschnationalen über ein Mandat verhandelte. Ttozi stiehlt Beiträge. Und„überfällt" sich selbst! Bor dem Tangermünder Amtsgericht hatte sich der dor- tige Nazi Gustav Schulze wegen Unterschlagung von Bei- trägen der NSDAP, zu verantworten. Schulze war Unter- kassterer, verbrauchte aber die einkassierten Beiträge für sich. Als die Ortsleitung der NSDAP, zur Abrechnung drängte,„über- fiel" sich der Kassierer Schulze selbst, indem er sich mit einer Pistole durch die Hand schoß und einen Ueberfall an- zeigte. Bei diesem erfundenen Ueberfall seien ihm die Partei- gelder geraubt worden! Jedoch wurde dieser Schwindel nicht einmal von dem Orts- führer der Nazis geglaubt. Die Polizei setzte vorübergehend Scb. einige Stundciz in Haft und ermittelte noch an demselben Tage, daß der Ueberfall fingiert worden war. Schulze gab dann auch zu, daß er die kassierten Beiträge für sich verbraucht habe, und daß er aus diesem Anlaß den Ueberfall vorgetäuscht habe. Das Urteil lautete ivegen Unterschlagung auf drei Wochen Gefängnis mit Strafaussetzung. Außerdem wird sich die Staatsanwaltschaft noch mit Sch. wegen des erdichteten Ueberfalls befassen müssen. Denn hätte damals die Polizei nicht zugefaßt, so wäre sicher die Räubergeschichte von emem„mar- xistischcn" Ueberfall in die Welt gegongen. tGewerkschaftlichcs stehe 2. Beilage.) BerantworMch für Politik: BietoB Schiff; Virtschaft.: G. Alingelhöfer: GcwerkschaftHbeiveguna: 3. Striner; Feuilletcn: Dr.)oha� Schiien?Lki: Lokales vnd Sonstiges:" fixlä Karstadt, Anzeigen: Th. Glocke; säuitnch in Berlin. Verlag: Borsörts.Verlag G. m. b. H., Varlin. Druck: Berwärts-Buchdruckerci und Verlagsanftalt Paul Singer u. Co., Berlin SV. 68, Lindenstraßc 3. Hierzu 2 Beilagen. vsiHISSl Wolgahühner p«».». m w Pf. Hühner fri«* Enten..... .Pfund von an 0.70 . P'und von an 0.75 Hasen easfr. u. ausgov. Pfd. v. an 0.78 Hirschfleisch°'gL � Pfurvo von an Ü.DO U./O IWJO W,!Ä� 0.70 0.68 0.98 ��lÜd�on an 0,88 1.18 1.28 Fische Seeiadis"• Dorsch*-an»•y Pf. Rolbnrs onn. Kopf.. Pfd. V. an 0.20 Fischtet..... Pftind von an 0.22 Kabeijau o. Kopf, g*. Pi-a,., an 0.24 Grüne Heringe.. 3Pfd.v.an 0.35 Bralschollen....sPfd.v. an 0.44 Lebendi- Karpfen. Pfd. v. an 0.58 Lebende Schleie Pfund von an 0.68 gercljcherh Bücklinge.... Pfund ve« an 0.20 Sprollen Pfd. v. an 0.26 Ki»f« 0L8 Fisihrogcn........Pfund 0.35 F.undern.... Pfu�J von an 0.40 Räucherheringe Stck. von an 0.14 Prschmarinaden A. 0.40 � 0.65 Obst 25 m. (L28 0.40 E�-, Kochäpfel 2 w* Zitronen....off«»« Smyrnaieigen.....'«nd 0,28 laffa-Orangen... 3 Pfund 0.70 Bananen....... 3 Pfund 0.76 Ämerlk. Äpfel 3«und 0.68 0.93 WERTHEIM Zusendung von 5 M an. Obst, Gemüse u. leicht verderbliche Artikel werden nicht zugesandt fßilllie Hehensm Käse Frisches Fleisch Kaibskamm........«u, 0J8 Kalbsbrust u. Rücken.. Pfd. 0.45 Kalbskotelett....... Pfd. 0.82 Kalbsmulade...... P'und 0.84 Kalbsschnitzel.....«und 1.18 Masl-Odisenfleisch P'd. v.-n 0.48 .. Schmorfleisch o. Kn. 0.74 Schweineschuller... P'd. 0.62 Schweineschinken...P'd. C.66 Kasi'erkamm u. Schufl P'a. 0.70 Rinderbacke 0.38 Herzen 0.46 Lunge..-0.28 Euter..,. 024 Kolonialwaren Bruchreis......... tfund 0.12 Tafek eis..Pfund 0.15 0.22 0.26 Linsen.. Pfund 0.12 0.18 0LL Bohnen weib«. Pfd. 0.13 0.18 0.22 Viklona-Erbsen 0.17 0J22 0.25 Eler-Schnillnudeln Pfd. 0.42 0LZ Pflaumen k»iit. 0�4 0.35 0.42 Backobst gamudit 0L5 0.58 0.78 Kalif. Aprikosen 0.48 0.60 0.84 Gebrannter Kaffee P«. v. an ILO Gänse gefroren Pfund von an Pf. Makkaroni Hartgrielj- Bruck Pkmd Pf. Konserven DoU 0L2 0�8 1.00 0L2 0.60 0LZ Schntlt- u.Brechtohn. 0.42 Koh rabi mn G-Gn...... Kaiserschofen. 1.30««'n. Erbsen mllteifain 0.74 Oamüia Qemischies Gemüse.. fein.,\2S rrit:.ife(n. Bruch-Spargel extra 1.85 1.10 Stang.-Spargel«xtra 2�0 ILO Prinzekbohnon fem ILSmt.f. 0.75 P.laurnen 0L8 Apfelmus 0.48 Erdbeeren 1.10 Reineclaud. 1.00 Pfirsiche'iJF>- 1.15 Api ikosen 0.38 WtfkSn Preise für TV«RI» Fl, e. Glas 1931 Frank weher Pfalz.. 0.65 1930 Nierstein« r...... OLO 1930 Niiie er Leiierdien. 0.95 1929 Freiloubersh. Natur. 120 1928 Lieserer Niederbcrg 1.60 1 928 Rüdesh. Berg Ro«neek 1.70 1930 Injelh« imer'»>.... 0.85 1921 Cliät. La Lagune.. 1.40 Rheinwein........ ut« 0.62 Tarrag�no, Wermulh Liter 1.00 24 Pf. Cameirbeit VMf8r"— 6 Portionen SchacJi'el 0.53 Harzerkäse•. ca. i-Pf j.Paket 0L3 Limburger v3iife t«.7j haibfatt 0.42 Emmen. aler sdiachtei& stade 0.48 BlockkäSetTils.At)h3lof.,Pfun!J 0L6 Sleinbuscher..*o:i'o:i, Pfund 0.62 Br ie-.Tilsiier�äse voiifeft.Piund 0.65 Schvseizerkäsebayr. vollL. an 0.95 Margarincod.KokosfellPfd. 0L3 Roh- u.Bralensdimalz p'und 0.42 Molkereibulier.•. P'und f.» 1.20 Markenbutier......P'und 1.48 Wttyst Hausmach.-SülzePfd. Fleischwurst....... Pfund 0.64 Dampf- u. Sülzwurst.Pfund 0.68 Land.eberwutsl•.P'undi.« 0.75 JacdwUrSt...... P'und f.f» 0.84 Metlwursl Eraumchw. Art Pfund 0.88 Piockwurst....... P und 0.98 Schinkenpo nische..Pfund 0.38 Feine Leberwurst Pfund«.» 0.98 ZervelaJ u. Salami Hoisf., Pfd. 1.05 Teewurst.'»hl und grobe, Plund 1.18 Holst. Zerve'al In Paf darrn. Pfd. 1.28 Mag. Speck P'und 0.76 fe«! 0.68 Gemüse Rot- u. Weisikohl p�nd 6 Pf. Wirsingkohl...... Pfuno 0.06 Möhren........3 Pf-ma 0.10 Rote Rüben..... 4 P und 0L0 Märk. Rübchen... 3 Pfu..d 0L0 Fr. Rhabarber ßundJPfd. c« ÖLS vom 13. bis 17. Februar 1932 5 EXTRA BILLIGE Lebensmittei-Tas@! >»■» p«»ln'»««»«»««« N vetf Vor'rAf—'>if no«»»At»L«n� vorbriFMfl�,. Obst unO Semitse DlkllNIH....... Dlid. o.va flpleisinen.. btowt» hu o.44 BiöiDDüistnan.. spfd. o.aa Jana-Orangen...» p«. 0.70 ümenH. f eptni. pm. 0 as o.a4 rateiBpfei... pid.u4a o�b nenanea...... ae«.«.76 Tomaten....... Pfd.®.3ü mönrnn...... spi« 0.10 üoi a utirsingKotii. p«» v« Zutieüein....... Pia o.i« HoniraniR...... p» BriinKnni....... pta. o.s5 Wi*d und Geflügel Uliida Kaninchen... etd. 0.70 zanma Kaninchen. pm»» o-sa Rt&DiKiier.....■ w.«d c�»8 Hasen vts ein...Pfd.»1)6.78 uiiiflkocnrstecit..«»»>>®.3» Hiracnitiittiei...--wabO.aB UilidscnweinDliner et«»b o.ea Huss. eanseze'r...t-id»bO.sa Fr SiinnKtthBltner.«-xt.ab C.70 Käse Saiiitiage..... s stet 0.2s Fronetocksiiass..» stcu. 041s Camemnert....a sri* e.ss Briaecken..... a st-», c.as RomaiourstP).... stcn c.i» AiigLiangenUse«utn pm o.t« Emmeoiliaier aw.•'.sehn c.32 Biockk&se ms. An wo ptd. 0.S6 SislnDatchar»om»« pm o.«2 Tlisitar"oitten... ptd. 1.66 Dan.Gamta«w»... pm c.74 Sciinalzerflriw... pm 0�8 Bagr. Scnmeizervo« pm 6.6s Fett waren Paimauner. Feiler»....... Braientctimaiz... orienensci man.. Liesenschmait... oanaeectimeik«». TnteinBtier..... ntoikeieiDuner... Alien, mm kennutter a Tafeln 0.65 . Pfd. 0.44 . pm, i.44 . Pfd. 0.52 . PM 0.68 Pfd. 0.78 pm 1.38 Pfd. 1.20 Pfd. 1.46 Wurstwaren Roturorst____ SoecHiiorsi. schiMenccKen.. Lebemufst h.«.** Spech. leti. fieiscniii'iipst..... Oamplim..... Hsosnt.-Lebcrivurst. fflenU'UPSt n.B,.Ae.. JBQflOBrSt...... uiestt. üiptv orsi.. ttuhirvm____ scbinKenpo niBche. cerueiat od saiBn;). reeuiurst..... Teewurst grob____ ThOr Nll�irelwcrst Holst. SciiinHenuiorst SchinHenspecK... KiiOscülnhen____ ...pm.0.4B ____ 0.65 0.68 0.68 068 0.68 0.68 0.78 0.78 0.80 0.85 0.98 0.98 0.98 1.05 1.15 1.20 1.20 1.18 1.30 Frisches Flelscn SclMekoieiett..pm0.78 Schuietnekammu. scnatt�O. 74 Scüweinebeucii.. p« 0.62 sebwiiillPien____ pm. o.64 scnweinesctiinHeD.pm.o.66 RQcfienteti»r-ueni,!. pm 0.58 Uesen......... pm.o.56 Eisbein„«pdkeit.... pw 0.54 Keflier....... pfd.»b0.70 HnmreiBfrderli. hu..06.74 suppenoeiFcn____ pid.o.48 Sabmortieiscb____ hm 0,74 itBoladen....... pu.o.88 Kalbsbrost...... pwO.58 Kalbsnierenbraten. pm.o.58 KaibsKotueii...». 0.82 Scimelnenif ren...pu.0.70 fllnderloncaa....pw.o.34 Rindrrbachen____ pm.o.38 Euler......... Pfd0.24 Konserven Härenen gaschn.. u, nu. 0.32 KOIIIraDI in Scheiben. V.38 Spinat........ 0.42 Oem.-Hi fissn■?«-»- ina., 0.93 Gemüse Melange... o.ss Junge Emsen-ineu.. 0,74 BemilseerDsen...» 0.52 Schntt Holmen. 0.72 AntBirous..... h. 0.42 nianmanm stein.., o.ss Biracnen**m. 0.72 Enicmiren...... 1.10 Ananas.... ssctuiben 1.00 Fische emne Baringe... a pm. 0.35 SeolaC 4o.k.,i.b..Pid.ab0.14 Merlan........ pi L.22 Fiscatiiat..... pm»b o.28 Rotbars........ PM.0.20 SCABlIIISCh tn.K... PM. 0,24 Kaoilau o ft, 1.8.. Pfd. ab 0.24 LaChS s und den Bankier Berthold Schreiber wegen Depot- Vergehens aus§ 9 des Depotgesetzes in Tateinheit mit einfachem Bankerott zu einem Jahr sechs Mosiaten Gefängnis. Der Haftbefehl, gegen sie wurde aufrechterhalten. In der Urteils- begründung sagte Amtsgerichtsrat Golzen, daß die Angeklagten sich in gewissenloser Weise an dem Vermögen der Kunden ver- griffen hätten. Der Schrei nach Arbeil! Für die Ingangsetzung der Gesanft- Wirtschaft besonders wichtig ist das Baugewerbe. In welch fürchter- licher Lage sich dieses wichtige Gewerbe befindet, zeigt ein beachtens- werter Leitartikel, den die„Soziale Bauwirtschaft", die Zeitschrift des Verbandes sozialer Baubetriebe, in ihrer neuesten Nummer 3 unter dem Stichwort„Der Schrei nach Arbeit!" veröffentlicht. Oer Mann mit der Brille. Zum Mord an dem Bierkutscher Müller. Das verbrechen an dem Bierkutscher Müller in Oranienburg hak die Bevölkerung in große Erregung verseht. Die Mordkommission erhält täglich neue hinweise aus dem Publikum, die. wenn es möglich ist, sofort bearbeitet werden. Von. der Mordkommission sind weiter jetzt zahlreiche Plakat- veröffentlicht worden, die das Publikum zur Mitarbeit an stufen. Unter Hinweis auf die Belohnung von 2999 M. werden eins Reihe bestimmter Fragen gestellt. Eine der wichtigsten ist die Frage: „We r hat eine Pistole— wahrscheinlich Parabellum— in dem Besitz eines Menschen gesehen, der für den Mord in Frage käme?" Unter den eingegangenen Meldungen aus dem Publikum er- scheint eine besonders bemerkenswert zu sein. Danach ist ein Mann im Aller von etwa 39 Jahren. 1,75 Meter groß, der eine Brill« trug und mit dunklem Hut und dunklem Mantel bekleidet war. von zwei verschiedenen Personen beobachtet worden. Beide Zeu- gen geben an. daß der Mann äußerst schnell gegangen sei. Er war völlig außer Atem und schnaufte heftig. Die Mordkommission fahndet unter anderem auch nach diesem Manne, da er zumindest als Zeuge in Frage kommt. Mit dem„Auto ohue Motor" um die Welt. Der Redaktion des„Vorwärts" stalleten gestern mit chrem selbstgebaiften„Auto ohne Motor" zwei Wellenfahrer einen Besuch ab, die von Breslau kommend, mll chrem Fahrzeug bis nach Amerika fahren wollen. Der Wagen, der durch Treten wie ein Fahrrad vorwärts bewegt wird, hat einen Mast, an dem bei günstigem Wind ein drei Quadratmeter großes Segel angebracht wird. Der Gedanke, die Welt auf irgendeine kuriose Art zu durch- kreuzen, ist wahrlich nicht mehr neu und die beiden Weltenbummler, die sich mit chrem Plan eine Verdienstmöglichkeit durch Kartenoer- kauf in den einzelnen Orten schaffen wollten, klagen sehr über mangelnde Absatzmöglichkeit ihrer Photographien. Sie wollen einige Tage in Berlin bleiben, bevor sie die Reise über das Ruhrgebiet noch Holland, Belgien, Frankreich und Spanien fortsetzen. hiater den Kulisien eines Warenhauses. Wie uns der Zentral- verband der Angestellten(ZdA.l mittellt, ist am Freitagabend um 19.39 Uhr(bis 19.55 Uhr) ein Dreigespäch zwischen Berliner Warenhausanzeftellten zu hören, das über die Deutsche Welle (Königswusterhausen) gesendet wird. In diesem Gespräch können die Hörer einen Blick hinter die Kulissen eines modernen Ware.i- hausbetriebes werfen. Das Verhältnis zwischen Verkäufer und Kunden, die Arbeitszeit, der Tarifvertrag und die soziale Lag« der Warenhausangestellten, die Einwirkung der Rationalisierung auf den Warenhausbetrieb kommen dabei zur Sprache. Seit 1930 ist Kaffee Hag 31% billiger t Die bewährte Qualität ist unverättcSert. Für erste Sorten coffeinhaltigen Kaffees sind Preise von über RM 4.00 keine Seltenheit Kaffee Hag kostet nur RM 3.65 das Pfund. Wir bemühen uns, den Kaffee Hag so billig wie möglich zu liefern. Noch billiger könnte Kaffee Hag nur dann werden, wenn der Zoll ermäßigt, oder die Bezugspreise von Übersee gesenkt würden. Der Zoll beträgt aber noch immer auf jedes Pfund gerösteten Kaffee RM t.OO« Der Kaffeepreis ist schon so niedrig, daß die Plantagen, welche unsere hochwertigen Kaffees liefern, bereits mit Verlust arbeiten. Eine 100/o:ge Lohnsenkung laut Notverordnung macht infolge des hohen Zolles auf den Verkaufspreis von einem Pfund Kaffee etwa 2 Pfg. aus, die Senkung der Postgebühren und Frachten Vj Pfg. Dagegen beträgt die Mehrbelastung durch die Erhöhung der Umsatzsteuer auf 20/o bei 1 Pfund Kaffee 3 Pfg. Das srsSa Paket jetjt nur RM 1.46, das kleine 73 Pfg. Jhdtr Kaffsetrinker kann sich haut« den guten Kaffee Hag leisten! Können Schneider HOuser heuen? Bauarbeiter und Erwerbsiosensiediung/ schallet das Baugewerbe ein i TBlr haben übet die vorarbeiten für die Erwerbs- loseafiedlullg in Berlin eingehend berichtet, vom Deutschen Baugcwerksbuud erhallen wir dazu eine Zuschrift, deren Gründe uns sehr beachtlich erscheinen. Die Häuser für die Erwerbslosensiedlungen sollen noch den Richtlinien des Reichskommissars für vorftädtifche Kleinsiedlung im Weg; der Selbsthilfe, Nachbarhilfe und des sreiwilligen Arbeits- inenstes errichtet werden. Das freie Baugewerbe ist von den Ar- beiten so gut wie ausgeschlossen. Der Reichskonmnssar behauptet sogar, mit Tariflöhnen sei das Siedlungswerk nicht zu vollbringen. Darüber hinaus enthalten die Richtlinien des Reichskommissars für vorftädtifche Kleinsiedlung Anweisungen, die es dem freien Bau- gewerbe auch dann unmöglich machen, sich einzuschalten, wenn es den Beweis erbringen würde, dost es in dem gegebenen finanziellen Rahmen Tariflöhne zahlen und sachgemäße Arbeit erstellen könnte. Die Gesamtkosten für eine Siedlungsstelle dürfen 3000 M. nicht übersteigen. Das Reichsdarlehen beträgt 2Ö00 Rk. em Höchstfalle. Der Rest soll durch die Träger des Unternehmens, also Länder, Gemeinden oder Wohnungsfürsorgegesellschaften und Siedlungs- genossenfchoften aufgebracht werden. Es ist kein Wort darüber zu verlieren, daß die Träger über eigene Mittel zu diesem Zweck nicht "erfügen und fremde Mittel auch tauni auftreiben können. Für diesen Fall sehen die Richtlinien vor, daß entweder der Siedler eigenes Kapital aufbringen soll— auch eine Unmöglichkeit— oder, daß der Siedler den Rest von 300 M. durch eigene Arbeit aufbringt. Praktisch läuft die Sache darauf hinaus, daß für die zur Verfügung gestellten Reichsdarlehcn alle Materialien einschließlich Inventar bezahlt werden, die Häuser aber von den Siedlern selbst errichtet werden sollen. Es wäre«ine völlige Abkehr von der seitherigen 'Auffassung über Qualitätsarbeit, wenn man behaupten wollte, daß ungelernte Arbeiter dieselbe Leistung aufbringen könnten wie Fach- arbeiter. Die durch Nichtfacharbeiter erbauten Häuser werden bestimmt bauliche Nachtelle aufweisen. Baugewerbe völlig gedrosselt. Für das ohnehin am Boden liegeiche Baugewerbe bedeutet die Entziehung dieser Arbeitsgelegenheit einen weiteren schweren Schlag. Ein Jahrzehnt hindurch wurde der Wohnungsbau aus Mitteln der Hauszinsstcuer finanziert. Durch gesetzliche Maßnahmen gehen diese Mittel, soweit sie noch erhoben werden, bis auf einen ver- schwindenden Bruchteil dem Wohnungsbau verloren. Von dem spärlichen Rest werden nunmehr noch monatlich 8 Millionen Mark zur Finanzierung der vorstädttschen Kleinsiedlung verwendet und von dieser Arbeit schallet man das Baugewerbe eben deshalb aus, weil die Tariflöhne untragbar feien. Dabei sind die Tariflöhne feit April 1931 um über 20 Proz. herabgesetzt. Man vergißt außerdem hierbei, daß die Herstellung der Baustoffe auch zu Tariflöhnen geschieht. Die zur Berwendung kommenden Baustoffe wie Ziegel, Kalk, Zement, Dachziegel, Kanthölzer, Bretter. Fenster, Türen und so fort werden in Wertstatten hergestellt, in denen Tariflöhne bezahll werden. Dagegen wendet sich der Reichssiedlungskommiffar nicht. Und mit Recht! Rur das Zusammenfügen der Bauten, also die Arbeit der Maurer, Zimmerer, Putzer, Dachdecker und Töpfer, oder dock) der Tariflohn dieser Gruppen soll airsgeschallet werden. In Wirklichkeit aber wird nichts gespart, sondern wieder einmal öffentliche Mittel, mit Begeisterung— gelinde gesagt— fehlgeleitet. Der L o h n a n t e i l der Bauarbeiter an einem solchen Sied- lnngshaus beträgt bei tariflicher Entlohnung etwa 830 M-, dos sind für sechs Arbeiter etwa vier Wochen Arbeit. Würde man die Siedlerstellcn statt in Selbst- und Nachborhilse zu tarifmäßigem Lohn errichten, so würde dadurch die Arbellslosenunterstützung er- spart und außerdem würden die beschäftigten Arbeiter Steuern und Sozialbeiträge entrichten. Unter Berücksichtigung dieser Umstände könnten die Häuser auch zu Tariflöhnen mit den zur Derfügung stehenden Beträgen errichtet werden. Ein vielleicht noch ver- bleibender, geringfügiger Fehlbetrag würde sicher wettgemacht durch sparsamere und zweckmäßigere ilftaterialverwendung und durch fachgerechte Arbeit ziun Nutzen des Siedlers und des Staates, der doch mit feinen Mitteln keine Pfuscharbeit fördern sollte. Der Deutsche Baugewerksbund hat sich deshalb mir einer Eingabe in diesem Sinne an den Herrn Rcichsarbeitsministcr gewendet und sich bereit erklärt, die rechnerischen Unterlagen dafür beizubringen, Man schalle für das Siedlungswefen das freie Baugewerbe ein und man bringt damit, wenn auch mir vorübergehend, Arbeitslose wieder in Arbeit. Es ist nichts dagegen einzuwenden, daß die Sied- ler bei der Herstellung der Bauten in irgendeiner Form beschäftigt werden. So verbleiben für die Einzel- und Gemeinschaftsarbeit der Siedler: Die Erschließung des Geländes, die Wegebefestigung, der Brunnenbau, die Einfriedung der Grundstücke und deren Herrichtung für landwirtschaftliche Zwecke. Soweit die Siedler Facharbetter sind, können sie selbstverständlich von den bauausfiihrendcn Firmen mit beschäftigt werden. Streupflichi bei Frühjahrsschnee. Eine sehr weitgehende Haftpflicht bei Schnee» sollen hat dos Reichsgericht im neuesten Bande seiner Eni- icheidiingen(Band 133, S. 226) ausgestellt, die für alle Kreise, Publikum wie Hausbesitzer, grundlegend wichtig ist. Das Reichsgericht hat sich hier nochmals eingehend mit oller Art Schneefall und der Streupflicht hierbei beiaßt, insbesondere auch mit den sogenannten„Frühjahrsbise n", die also nicht bloß poetische Bedeutung haben(Heine:„Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht"), sondern, die auch wegen ihrer Glätte und der StMupslicht sehr, ünpoelifche Bedeutung habeir köiinen." Zwar cr- kennt däs Reichsgerichi auch liimlitk noch ob, daß das Streuen keine zwecklose Maßnahme sein soll, daß also bei dichtem Schneesall, wenn alle Streuniiltel alsbald wieder wirkungslos werden, man keinen Vorwurf erheben darf, wenn nicht sofort gestreut und der Schnee nicht sofort beseitigt wird.„Die aufgewendete Arbell soll in einem vernünftigen Verhältnis zur Erreichung des Zieles stehen", sagt der höchste Gerichtshof, man wird also dem Streupflichtigen auch zu- gestehen müssen, daß er nach Aufhören des Schneefalles eine nach den Umstände» zu beurteilende Frist abwarten darf, ehe er seine Maßnahmen trifft.' Ihandelt es sich jedoch um leichte, von Pausen unterbrochene Schneefälle, die nur eine dünne Schneedecke liefern, so müssen grobe Streu mittel sofort angewandt werden: würde in solchen Fällen nicht gestreut, so könnte viele Stunden hindurch eine schwere Gefahr bestehen, auch wenn mit dem Fortbestande wechselnder Witterung zu rechnen ist. Das Reichs- gericht schließt seine Entscheidung mit den Worten:„Es kann mithin nicht als richtig anerkannt werden, daß noch weiter anhaltender oder drohender neuer Schneefall unter ollen Umständen von der Pflicht zum Streuen befreie." Schwäne als Opfer der Kälte! Der plötzliche Kälteeinbrnch hat auf fast allen Seen und Wasser- straßen in der näheren Umgebung Berlins zur Bildung einer starken Freitag, den 12. Februar, 20 Uhr, im Saals des Gewerkschaftshauses, Eir-elufertt 25, Versammlung aller in der Sozialdemokratischen Partei organisierten Kleingewerbetreibenden, selbständigen Kauflcutc usw.— Partcimitgliedsbuch legitimiert. Erscheinen ist Parteipflicht. Der Bezirksvorstand. Eisdecke geführt. Leider hat man verabsäumt, wie es in früheren Iahren stets dcp Fall gewesen ist, die Havel- und Spreeschmäne rechtzeittg einzusangeu mch sachgemäß unterzubringen. Gestern mußte' die Berliner Feuerwehr sechsmal ausrückend um Schwäne, die festgefroren waren, aus ihrer Lage zu befreien. Auf dem Stralauer See wurden drei Schwäne gerettet, auf der Havel am Grunewaldturm, auf der Oberhavel, dem Wannsee und dem Spandauer Kanal konnten die eingefrorenen Schwäne gleichfalls aus ihrem Eispanzer freigemacht werden. Man sollte, sich tatsächlich mehr um die Schwäne, die eine der schönsten Zierde auf Havel und Spree bilden, kümmern und rechtzettig Mahnahmen zu ihrem Schutz treffen. Die Akademische Legion Berlin. In der Eisernen Front marschiert auch die„Akademische Legion". Die freiheitlichen, republikanischen Studenten stehen an den deutschen Hochschulen in scharfer Abwehr gegen den Terror natio- nalistischer Studenten. In dem Bewußtsein, daß auch der Kamps um die Hochschulen mit dem Kampf um den Staat entschieden wird, rechen sie sich ein in die Eiserne Front, die zum Angrifj gegen faschistische und reaktionäre Mochtgelüste vorgeht. Die Akademische Legion Berlin, die vor wenigen Wochen von sozialistischen und Reichsbannerstudenten gegründet wurde, hat bereits eine große Anzahl wehrhafter republikanischer Studenten in ihren Reihen gesammelt. Schulter an Schutter mit der deutschen Arbeiterschaft und den republikanischen Schichten des deutschen Bürgertums werden sie in den Hundertschaften der Eisernen Front ihren Mann stehen! Von Privatautos überfahre». Vor dem Grundstück Oranienburger Straße l 02 in Wittenau ereignete sich gestern ein tödlicher Verkehrsunfall. Beim Ueberholcn wurde der 31 Jahre alle Radfahrer Lorenz R o m ä- n o w s t i, der sich mit seinem Fahrradc auf dem Heimweg befand, von einem Privatauto überfahren und lebensgefährlich ver- letzt. R. wurde ins Reinickendorfer Krankeichans gebracht, wo er wenige Stunden noch seiner Aufnahme an den Folgen eines Hals- wirbelbruches starb.— Unweit des Bahnhofes Tiergarten wurde die 13jährige Modistin Charlotte Bartes aus der Lessing- straßc 31 von einem P r i o a t a u t o überfahren und schwer verletzt. Die Verunglückte wurde ins Moabiter Krankeichaus übergeführt. Dort ist sie ihren schweren Verletzungen inzwis6)cn erlegen. Konsumgenossenschaft Berlin berichtet. Dem Jaimarbericht der Konsumgenossenschaft Berlin und Ilmgegend ist zu enttichmen, daß 771 Haushallungen ihren Beitritt zur Berliner Berbraucherorganifation erklärten, die zurück- liegenden sieben Monate des 32. Geschäftsjahres(Juli 1931 bis Januar 1932) zeitigten 13 378 Mitgliederausnahmen.— Der Umsatz im Iainiar belief sich auf 1021338,63 M.: hiervon entfielen auf die Lebensmittelabgabestellen 3 118551,82 M. Für die Zeit vom Beginn des Geschäftsjahres(1. Juli 1931) bis Ende Jaimar 1932 ergibt sich ein Umsatz von 37 806 317,68 M.— In der konsumgenosienschast- lichen Sparkasse wurden im Januar 323 neue Sparkonten errichtet: 701902 M. waren als Spareinlageuzugang zu verzeichnen. Am Schluß des Berichtsmoiwts verwaltete die Genossenschaft 31 791 717 M. Spareinlagen der Mitglieder— Die Summe der oingezohllen oder durch die Rückvergütung angesammelten Geschästs- gnthaben der Mitglieder beträgt 6 803331 M.; seit dem 30. Juni 1931 hat sich das genossenschaftliche Eigenkapital in Form der Ge- schäftsguthaben um mehr als Million Mark(378 133 M.) erhöht. „Schwabenland" im Planetarium. Ein Film aus Württemberg „Schwabenland" läuft im Planetarium täglich außer Montag In den Vorstellungen 13, 17, 19 und 21 Uhr. Eine herrliche Reise führt vom Schwarzwald zur Alb, von der Ulmer Grenze bis zum Schwä- bischen Meer. Mit feinem Empfinden für das Bildhafte und Wefent- liche werden Naturaufnahmen, Pollstrachten und Polksfefte und die schwere Arbeit des Alltags, das Einfahren der Ernte, die Uhren- sabritation und Hausweberei gezeigt. Ter nächste Vortrag der„Freien Tazialistijchen Hochschule" findet am kämmenden Sonnabend, dem 13. Februar, 13� II H r. im Plenarsaal des ehemaligen Herrenhauses, Leipziger Str. 3, statt Es spricht Genosie Prof. Dr. Entil Lederer über bas Thema„W i r t s ch a s! s- krisc ohne Ende?" Karten zum Preise von 30 Pf. sind Lindenstr. 3, 2. Hos links, an folgenden Stellen zu haben: Büro des Bezirksbildungsaiis- schnsses, Arbeiterjugend Groß-Bcrlin, Frauenbüro der S'KS. und Bczirk?- ausschuß für ArbeiterwoHIsaHrt, ferner Buchhandlung I. H. W. Dich. Lindenstr. 2: Zigarrcngeschäft Horsch. Engeluscr 21—23, Geiverkschastshaus: ZdA., Hedemannstr. 12: Verlag des Bildungsverbandes der. Deutschen Puch- druder, Tretbundstr. 5; Deutscher Holzarbeiter-.Verband, Rungestr. ßO; Verlagsanstalt des ATGB., Abt. Sortiment. Insclstr.(ja; Bank der Arbeiter, Angestellten und Beamten, Wallstr. 63: Touristcnvercin„Die Naturfreunde", Johannisstr. 15. Karten für Erwerbslose und Studenten zu cnnafiglen Preisen an der Abendkasse. Vorträge, Vereine und Versammlungen Reichsbauuer„Schwarz-Rot-Sold" «Sre.tchaits.stel U: S8tÖch,.6rJic Scbastwnstr. ,vot 2 5t. Tiergarten, 3. Kameradschaft: Freitag, 1.2. Fcdruar, 2l) Uhr, Käme. radschaftsversammlung im bekannten Lokal. � Treptow fOrtsoer. ein), Iungba: Sonntag, 14. Februar. 9 Uhr, Schießen, Friedrichsfelde.—- Weißcnfee(Ortsverein): Freitag, 19. Februar, 29 Uhr, Berliner Hof, Mitglieder- Versammlung. Vorstand 19 Uhr.— Sonntag, 14. Februar» 17�: Uhr, Stadthalle Weißensec, Piftorinsstraße, Konzert der Rcichsbannerkapelle. Eintritt inkl. Tanz K9 Pf. Pankow(Ortsverein): Sonnabend, 13. Februar, 19� Uhr... Kamerad- fchaftsabend von Pankow. Nord. Kameraden des Ortsvereins mit Angehörigen eingeladen.— Lichtenberg(Ortsverein): Freitag, 12. Februar, 29 Uhr, Saal. schütz, Cäcilien-Lyzeum, Rathausstr. 8. Alle Kameraden haben zu erscheinen. KKS. Republik- Neutoll»: Sonntag, 14. Februar, 9—11 Uhr, Schietzen in Friedrich sfelde. Ncichsverciuigung ehemaliger KrtegsgefaNgeuer. Ortsgruppe Reuköllu: Fre:- tag, 12. Februar, 29 Uhr, im Lokal von Lichtenstein, Bergstr. 144, 5.' Vortrags- abend. Kamerad Ibrücker hält einen Lichtbildervortrag über„Kriegsaefangeue Deutsche in aller Welt".— Ortsgruppe Berlin-Rordeu 1: Mitgliederversammlung und Lichtbildervortrag über Östprcutzcn(Filmstreifen) am Srnnabend, dem 13. Februar, im Bereinslokal„Wöhlert-Garten", Pflugstr. 9, Ecke Wöhlertstratze. Vollzähliges Erscheinen der Mitglieder ist Pflicht.„Ehemalige" als Gäste will- kommen. Gesellschaft der Freunde der„Sozialistischen Monatshefte". Kontradiktoxi- scher Diskussumsabend Montag, 15. Februar, 20 Uhr, in der Deutschen Gesell- schaft, �-chadowstr. 7. Das Thema lautet„Autarkie". Referent Max Cohen- Reutz, M. d. RBR. Gäste sind willkommen. Csperanto-Gesellschoft Charlotteuburg. Montag, 15. Febxuar, 20 Uhr� Kon- ditorei Wolter, Lharlottenburg. Bismarckstr. 114(Knie), Klubzimmer. Bortrag des Herrn Rechtsanwalts Dr. Hoffnung:„Meine Reise nach Rumänien". Gäste iO*/ Sozialistischer Esperanto-Bund. Gruppe Zentrum: Freitag, 12. F�br.uar, Uhr, im Mctaflarbciter-Verbandsbauä, Linienstr, 83/85: kvinminutaj 12. Februar, 17 bis 19 Uhr, paroladoj.— Kindergrnppe..Libercco": Freitag, 12. Schule Danziger Straße: Ki imitas cksterlandanav vi B e s f e 11 u n g e n'ü b e r 5' M a r k u n f e r F 6 B o e r w a I d 0 0 12 werden p r o m'p t e r I e d.i g' iTr v V Frisch- Rouladen.............. Pfd. 0.9j Ochsen-Fenlrippe....Pfd. 0.68 Rinderbrust m. Knochen Pfd. 0.48 Eisbein m.Zoitrd. gopöc*. Pid. 0.54 Wurstwaren Gek. Schinken..... P'd- 0.28 Sülzwurst............. Ffd. 0.65 Braunschwe:ger....... Ptd. 0.78 Jagdwurst............ Pfd. 0.80 Salami- u. Cervelatw. Pfd 0.98 Solomi. ungqr. Art...... Pfd. 1,18 Bierwurst Pfund........ 0.70 Kolonialwaren Kartoffelmehl........ rfd. 0.1 8 Weizenmehl 000..... Pfd. 0.20 Auszugmehl....... an Pfd. 0.24 Moulmainreis......... k- d. 0.21 Siam-Patnareis....... Pfd. 0.23 Haferflocken.......... Ptd. 0.24 Eierbandnudeln.. an Pfd. 0.37 Viktoria-Erbsen-.an 2 Pfd. 0.35 Weiße Bohnen..an 2 Pfd 0.25 Sultaninen..........'fd P.38 Birnen............. on Pfd 0.48 Pfirsiche............. an P'd P.62 Kirschen, gatrodenoh.. Pfd. 0.5 J Kaffee........ 1.80 Mischobst Pfd. on. 0,35 Fleisch Schweinekamm u.jdiuft Pfd. 0.74 Schweine-Schulter... Pid. 0.64 Hammel'drderfl.isch an Ptd. 1.74 Kaßler, mild......... an Pfd. 0.70 Delik«» Räucherwar. Oelsardinen........ 3 o,. 0.9a Div. Fischmarinaden 2 Ds. 0.45 Bi atheringe....... 1 Ur. Ds. 0.5 J Makrelen i. Tom......... Ds. 0.50 Würstchen Z Paar....... Ds 0.65 Sprotten Kistdien, ca. 1 Pfd. 0.22 Fettbücklinge n nn Pfund..:............. an U.ZU Käse Harzer, co. I Ptund-Packung 0.28 Allg Stangenkäse... Ptd. 0.33 Magd.Karbkäse.. 2 Stüc* 0.35 Vollf. Camembert.2 Stück 0.3 j Emmenfhaler o. Rd.«/, Port. 0.58 Romadour............. Pfd. 0.53 Edamer halbfett....... Pfd. 0.58 Dän Schweizer...... Pfd. 0.58 Briekäse vollr.......... Pfd 0.68 Steinbuscher vollf..... Pfd. 0.62 Tilsiter, tarne Quai.....'fd. 0.66 Emmenfhol. voll' o. Rd. P.d 0.75 Allg Limburger 400o.Pid. 0.63 Schweizer'Oin bnyr on Ptd. 0.95 Hcirzerkdsen7n OriglnaSIdste ca O P.d U>/ U Gänse russisch, gefroren an Pfund.... Pf. m U-BAHNHOF h E R MANN P-L a t z. > b e« kä« st Ätf t- b A-W/ff.................. v �........' i WWWW. WWW__ W| �" In den OadhhaTfen spielen die kapelfen Efim- Schach meister und Ben Berlin• Im Erfrischungsraum ill.otock spielt die Kapelle Storiko w-Stupel Frische Fische Kabeljau m. K. i. Gz. a. Pfd. 0.24 Zander gel raren....... Pfd. 0.35 Grüne Heringe an 3 Ptd. 0.35 Leb. Karpfen....... Pfd. 0.58 Lebende Schleie...... Pto. 0.75 Salzheringe an 12 Stück 0,50 Lebende Plötze n J D Pfund....an U."tö Obstkonserven Pflaumen m. St....... Ds. 0.58 Pflaumen o. St........ Vi Ds. 0.72 Apfelmus lotolfer»!g..Vi Ds. 0.65 Pfirsiche gz. Frudit. Ds 0.75 Preißelbeeren.......'h Ds. 0.85 Birnen'/, Frudit....... Vi D$. 0.90 Reineclauden........ Vi Ds. 0.98 Mirobellen........... Vi Ds. 1.15 Erdbeeren........... Vi Ds. 1.10 Ananas, Moi-yo.....'h Ds. 1.35 Aarikosen-Joh- V-a'm. u-lPM.-L 1.00 Fflaum.-u Kirsch Vorm a.2P(l-t 1.00 Gem. Marmelade a.iPi-l.P.75 Apfel-MormelodeB.tPH.-1. 0.75 S?"'9 1.00 H G e f I ü g e Suppenhühner..... an nd. 0.70 Wolgahühner..... an nd. 0.70 Poulets............. an P 10 smck 0.60 Weine» Spirituosen Apfelwein— itr. c.« 5 itr. 2.0U Moselwein....itr. 0.65 5 Ltr. 3.1 11 Rheinwein____ Ur. 0.65 J Ur. 3.10 Niersteiner.. Ur. l.oo 5 Ur. 4.7u farrog. Wermut Lt.iJIDSUr. 4.7a Samos Muskat Ur.l.tBSUr. 5.25 (Jtiel Span. Rotw Ltr. 0.65 5'ltr 4.50 Johannisbeerw. Lf. 0.7:5 U 3.40 Heidelbeerw.»f. t.o) 5 Ltr. 4.7j 28et Hackenheimer m Fl. 0.83 SOar Eaesheimer. m. PI. t.7s 30er Liebfraum'lch m. Fi. 0.95 30erCueser WaOans'. m Fl. 1,10 28or Souternes m; PL 1.95 Halbu.Haib.Curacao Chsrry Brandy mit Fi 2.85 Republikaner, erfüllt eure Pflicht! Das Gebor«der stundet Eintragung in das Eiserne Buch. Wir veröffentliche««och einmal das genaue Verzeichnis der ELnzelchnnngSstelle» für die Eiserne Front. Wer sich noch nicht eingezeichnet hat. tne es noch hente? Haupninzeichau-gsltell«: Pritädonvi(Str. 1S1. Mitte: Hundert, Elsäsier Str. Arndt, Schrdderstr. Z: Wcheel, Äöxen ickei Str. Söi; Stralauer Str. 10; GewerkjchaftKdauz, Engel- ufer 24— 25: Slanimer, Neue Promenade Z; Verlagsanstalr de! ADGB.. Inselstr. 6»; Kaiser-Wilhelm-Str. LS; Fchrbellmer Str. 39; Land5beroer Straße 43—47, Chausieestr. 34; Jerusalemer Str. 17; Aarlstr. 36; Naturfreunde, Jchannisstr. 14— 15. Tiergarten: Rostet, Putlitznr. 10; Sandow, Flensburger Str. 3: Schmidt, Wiclesstr. 17; Schale, Levetzowstr. 21; Steinmcyslr. 36; Ali-Moabit 77. Weddingi Sachs«, Lindotoer Str. 26; Leipold. Badstr. 62— 63: Bartsch, """~'~'.Borir ärts�-Spedition Utrechter vtr. 11; Heinze. Barsutstr. 17. Prenzlauer tx. 71; Carmen-Sdloa-Str. 51; Friedrick Shri«: Petersburger Str. 5: Lromdbardt, Paul-Smger-Str. 49; Bollschmidt. Friedens». 96; Neumann, Gubener Str. 45: Tilsuer Str. 27; Äasiube, Kevaler S». 10: Wertalla. Hohenlohes». 3: Gaul, Boxhagener Straße 114: Matternstr. 14: Groß« Franlsurrer Str. 41. liireuzberg; Areoo. Planuser 75— 76; Licdenlopi. MuSlauer Su. 25; che 5:<______________________...______...,_ bundsrr. 5; Eichholz. Cuvrizstr. 23: Wolf, Ädalbertslr. 23; Camphaul«n> strdß? 1; Lindenftr. 2; Prin,enstr. 33. Ehrrlotteubura: Haubold, Windicheids». 31; Reimer, WilmerKdorser Streß» 21: ki». Huttens». 26: Skort. Koiserm-Lugusta-Dlle« 90; Span- dauer Berg 23: Schellbach. Aonigin-Elisabeih-S» 6; Jamin, Sophie- Eharlouc-Str. dö; Eisenbabnerrerband, Ranlestr. 4; Arndt, Äantsrr. 51: Dahlmanns». 22; Rognißstr. 45. TiemenSstadt: Seidl, Siemens!». 27; Marsand. NonnendammaNe« 89. Spandau: Neumeislerstr. 5: Potsdamer S». 48(„BollSblatt"!; Bichel«- dörser S». 5. Wilmersdors: Rosenau, Barzmer Ecke Laubacher Straße: Lau, Hildegard- Eck: Schrammstraße: Schütz, RegenSburg» Str. 12; Heimann. Uhland» straße 1(1$. talensee: Wolter, WestMische S». 65. chlendars: Schneider. Potsdamer S». 25; Schnorr«, Potsdamer S». 3.— S'ed'uu-»: Alt'i Bcsthau!. Schöaeberg: Schmidt, CberSstt. IL; Ledigenheim, Siedlung Lindenhof: Jürgen», Barbarossas». 5»;„Borwärt»"-Sptdition Belziger Str. 27. Friedenau: Baginiti, TaunuSstt. 7- Cranach» Ecke Eanodastraße. Steglitz: Schulz, Bückbuschstr. 20: Schellhase, Ahornstr. 15. Lichterselde: D'ohring, Berliner Ecke Wismarer Strche; Hindenburgdam« Ecke Mollestraße. Lanlwltz: Lehmann, Kais cr-Wilhelm-S». 29—30. Tempelbas: Pammerening, Berliner S» 100. sNoiicndorf: Görlitz, Chausseestr. 19. Lichteunch«; Rohrmann. Hilbertstr. 19. Reulölln: W«I weg:______________ mannstr. 75; Stolze, Böhmische Str. 43. Britz: Bachmann, Rudower Str. 90; Rudower Mee 87. Treptow:„Borwärts"-Spedition Graetzstr. 50. Riedarschoueweide: Kuba!, Brückenstr. 15;! JohanuiSthal: Behme. Frledrichstr. 6. Lb-rschöaeweide: Wiickler, Wilhilminenhofstr. 82. Adlershos: Rat&lellcr, Bismarck str. 58. Baumschulen weg: Baupischulenstr. 89; Äöpenicker Lands». 149. Alt-.16Ufn Iz»»»w7»z.s t.ISU.I itlperenea�Jeenh.:| lO'« För»«rch IMI 8UhI Rose-Töeater UtltS AnnenruriBM f»> fnrttimr StriSc 13. V I bj �9« k 1 342? 0 I 1*1 V n<15 Uhr von 3«rck. Bruskner Rejie He oiHilper üb» CASlNO-THEAlER�"«» uolbrintfer 07. tietropo-ineaier rlclith i'it Uhr Sin Ued der Liebe Bloh. 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Februar, nachmttiag* 4 Uhr. im Äremarorium Baum» IchiUenwrg. eiserne, icd Vi-teilüahruua.»an*. 7t roctable Rachel- 'lr ifta. Padowannen Aelsclökea. Sock- Heide. Revara. Mren.' Di« alle Firma Temmler u. Blen.erg. Dreade- verstraße SS.' lleMüies»ölsIlZiliellei'IMsüll Vowaltsogaalell« kterttv ToeZessnxoiz« Den Mitgliedern um Nachricht, daß unser Kollege, der Mechaniker Karl Qahde geb IL O toder ISSL am!. Februar gestorben iit Die ffiinäichetuna finde» an Frei. tag. dem 12 Februar. 14 Uhr. im grewatoiium Gerichlstraße siaii. Rege SeteUigung wird erwartet. Nschruf Um 9. Februar starb unser Kollege der Eürtter WilhehnTechert ged. 35 Teptemder IS«', an Lungen- emzllntnng VS�ztSL SttbeaZEttl Die OrisvcrwaKom�i- KiBinunassiacKo. uiosche usu. fflüSH msirumsota S-rechmaschl-eu. 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Don allen großen Staaten der Erde ist Japan das dichtest bevölkerte Land: es hat 1kg Einwohner je Quadratkilometer (Deutschland 134): Japans Volksdichte wird mir von der der beiden Inseln Java und Madura mit 317 Einwohnern je Quadratkilometer übertroffen. Von den 64 Millionen Einwohnern der japanischen Insel � lebt rund die Hälfte von der Landwirtschaft, deren Produktion im Jahre 1829 etwa 3% Milliarden Den wert war (1 Goldyen gleich 2.09 M.: der gegenwärtige Wert ist 1,49 M.). Der Lebensmittelbedarf des Landes wird aus der eigenen Produktion nicht gedeckt, es werden jährlich für ISO bis 250 Millionen Den Lebensmittel eingeführt. Die rasch wachsende Bevölkerung durch Auswanderung zu versorgen(Mandschurei), blieb im ganzen erfolglos. Der vrutkowerl der japanischeo Industrieproduktion wurde 1928 auf etwas über 7 Milliarden Aen geschätzt, wobei»mm die Ausfuhrabhängigkeit zwischen 40 und 60 Proz. annimmt. Hauptabsatzmärkte sind Indien und China, wo aber die zunehmende Industrialisierung und politische Wirren Japans Absatz in den letzten Iahren sehr behinderten. Durch scharfe Kosten- und Preissenkung konnte Japan bis Herbst 1931 den Einfuhrüber- schuß niedrig halten. Da Englands Abkehr vom Goldstandard die japanische Ausfuhr noch schneller sinken ließ, verlieh auch Japan den Gold st and ard. Gegenwärtig liegt die japanische Valuta fast 30 Proz. unter der Parität. Der Boykott japanischer Waren in China hat die schlechte Exportlage Japans noch erheblich oerschärft. China hat zwar 509 Millioneu Einwohner, aber von den im Iahre 1975 auf 395 Millionen geschätzten chinesischen Ertverbs- fähigen sollen damals 179 Millionen ohne Beschäftigung ge. wesen sein. Eine Erhöhung dieser Zahl in den letzten Iahren ist wahrscheinlich. Die durchschnitrliche Kaufkraft der chinestschen Bevölkerung ist also minimal. Mit 8 TO. je Kopf ist Chinas Einfuhr die geringste von allen Ländern der Erde. Die jetzige chinesische Regierung ver- sucht natürlich, nachdem sie 1930 in der Zollpolitik autonoin ge- worden ist, die Reste der chinesischen Kaufkraft für die Industrie des eigenen Landes zu reservieren. Japans Anteil an der chinestschen Wirtschaft ist von 1913 bis 1929 stark gestiegen: Der Anteil am Außenhandels- umsatz oon 19 auf 25,4 Proz., der Anteil an den in China lebenden Fremden von 49 auf 69 Proz., der Anteil an der Zahl der Auslands- firmen in China oon 33 auf 58 Proz. und der Anteil am Schiffsverkehr von 25 auf 27,4 Proz. Bon 1925 bis 1927 ist Japans AusfuhrnachChina von 575 auf 422 Millionen Den gesunken: sie stieg 1928 wieder auf 494 Millionen Den. um im Jahre 1330 aus 374 Millionen Den zurückzugehen. Für 1931 ist Japans Chinaexport auf höchstens 270 Millionen anzunehmen. Der japanische Aus- fuhrüberfchuß im Handel mit China ist von 1925 bis 1330 von 185 auf 92 Millionen Den zurückgegangen und dürfte 1931 vielleicht»mr noch 50 Millionen Den betragen haben. Bon besonderer Bedeutung für die gegenwärtige Lag« ist die steigende Zahl der japanischen Industriewerke in China, die zum größten Teil in Schanghai ansässtg sind. Di« Zahl der japa» nischen Baumwollfabriken in China stieg von 3 im Jahr« 1915 auf 45 im Jahre 1931 Ein Drittel der Beschäftigten in der chinestschen Baumwollindustri«, zwei Fünftel der Spindeln und fast die Hälfte der Webstühle sind in japanischen Betrieben. Ende 1924 wurde das in China angelegte sopanische Kapital aus 793 Millionen Jen geschützt, wovon 631 Millionen auf die Mandschurei, 162 Millionen auf das übrige China entfielen. Neuere Schätzungen geben das in chinesischen Indnstrie- und Haitdels- Unternehmungen angelegte japanisch« Kapital auf 1,4 Milliarden Den an Das Hauptabsatzgebiet für japanische Waren ist Mittelchina mit dem Zentrum Schanghai, während die Mandschurei und Südchina wichtigste Bezugsgebiete für Rohstoffe der japanischen Wirtschaft sind (Kohle, Roheisen, Sojabohnen und Oelkuchen). Zurückkehrendes Vertrauen. Fortschreitende Besserung bei den Sparkassen. Der Monat Dezember hak dvc weitere(Entspannung bei den Sparkosjen gebracht. Besonders erfreulich ist ein weiteres Zu- nehmen der Einzahlungen, obwohl erfahrungsgemäß im weihnachls- monal regelmäßig ein Rückgang der Einzahlungen stallfindet. Im einzelnen betrugen die Einzahlungen 419 gegen 380 Millionen im November. Auf den Arbeitstag umgerechnet, er- reichen die Einzahlungen mit 16,7 Millionen Mark den höchsten Stand seit dem Juni 1931. Die Auszahlungen liegen mit 616 Mil- lionen erheblich unter dem Stand der vorhergehenden Monate, aus- genommen des November. Di« Entwicklung der Sparkasien in den stürmischen Monaten der Kreditkrise 1931 zeigt die folgende Tabelle: Ew. Sil». Sw-zohlimg»» gahlmlg«» zahwa-«» Ueberschvh i» smitancn Mark Zun!......... 515 882 167 3uU......... 419 792 283 August........ 344 655 311 Sep ember 364 655 291 Ot ober........ 439 721 291 November...... 389 572 192 Dezember....... 419 ♦ 616 197 * ohne 175 Millionen Zinsen Läßt man die einmaligen Zins- und Aufwertungsgutschriften unberücksichtigt, so ergibt sich im Dezember mit 197 Millionen Mark ein fast gleicher Auszahlungsüberschutz wie im November Auch dieses Ergebnis kann im Hinblick auf den starken Geldbedarf zu Weihnachten durchaus befriedigen. Jedenfalls läßt die Entwicklungs- linie der legten drei Monate deutlich erkennen, daß das in den auf- geregten Monaten des Bankenkrachs und der Zcrhluiigsspcrre ins Wanken geratene Vertrauen der Sparer weitgehend wieder- h e r g e st e l l t ist. Die Besserung be» den Sparkasien hat auch bereits zu stärkeren Kreditrückzahlungen bei der Akzept- und Kreditbank— man spricht von 100 bis 150 Millionen— geführt._ Enttäuschung in England. Export sinkt weiter.- Verfehlte Währungs- und Zollpolitik. Das Ergebnis der Handelsbilanz für de« Monat Januar, das jetzt vom britischen Handelsministerium verössenlUchl ist. bringt der englischen Oessentlichkeit eine neue schwere Enttäuschung. Zwar Ist die Einfuhr um etwa 14,7 aus 62.26 Millionen psund gegenüber dem Dezember zurückgegangen, doch ist gleichzeitig der Export(ein- schließlich Wlederanefuhr). aus dessea Steigerung man in England große Hoffnungen geseht hat, von 37,5 auf 36,3 Millionen Psund gesunken. Die folgende Tabelle zeigt, daß seit der Aufhebung des Gold- ttandards im September sich die Erwartungen, mit Hilfe der aus der Pfundentwertung entstandenen Exportpräini« die Ausfuhr zu steigern, in keiner Weise erfüllt haben. Sept. Okt. Nov. Dez. Zan. in Millionen Pfund Einfuhr............... 68,3 89.6 83.2 77 62,26 Ausfuhr.............. 33,6 38,1 37.9 37,5 36,3 Elnfuhr-Ueberschuß.... 34.7 42,5 46,2 39,5 25L Seit dem Oktober vorigen Jahres ist der englische Export von I8 1 auf 36,3 Millionen Pfund gesunken. Wenn man hierzu die En wertung des Pfundes, die verschiedentlich zu herausgesetzten Papier- Psund-Preisen geführt hat. in Rechnung stellt. ergeben sich bei dein Export noch wesentlich größere mengen- mätzige Rückgänge. Demgegenüber will das scharfe Absinken der Einsithr im Januar wenig besagen In den Monaten Oktober nnd November haben ans Angst vor der Einführung der hohen Schutzzölle außerordentlich starte Doreindeckungen stattgefunden so daß der englische Markt auf mehrere Monate ge- sättigt war. Außerdem müssen die neuen Zölle, die zum Teil Wert- zolle oon 50 bis 100 Proz. darstellen, einsuhrdrosselnd wirken Das Ziel der englischen Währungs- und Handelspolitik be- schränkt sich aber nicht aus eine einseitige Drosselung der Einfuhr, sondern verfolgt eineStärkung derAusfuhr. Bon diesem Ziel ist Großbritannien setzt im fünften Monat noch der Aushebung der Goldwährung weiter denn je entfernt. Die rigorose Zollpolitik, die England jetzt betreibt, und die im Grunde eine Faulheitsprämie für die inländischen Industrien darstellt, führt aber zwangsläufig dazu, daß die notwendig« Reorganisation des überalterten Industrieapparates in England auf die lange Bank geschoben wird. Diese Unterlasiungssünden müssen sich aber in einer wachsenden Konkurrenzunfähigkeit auswirken. Der Einnahmefchnwud der großen IlSA-Elsenbohnen. Die 25 größten Eisenbahngesellschaften der Pereinigten Staaten hatten im letzten Jahre gegenüber 1929 einen Einnahmeausfall von 34 Proz. und«inen Rückgang der Betriebsüberschüsie um 56�- Proz. zu verzeichnen. Die Trampschiffahrt— da« sind jene Reedereien, die im Gegensatz zur Liutenschiffahrt keinen regelmäßigen Tourendienst veesehen und nur auf Gruud jeweiliger Aufträge fahren— hat au das Reichsverkehremimflerivm ein Subveutionsaefuch gerichtet, dos nicht weniger als 11 Millioneu Mark Reichszu- fchüsfe fordert. Dieses Gesuch, das 95 Trampreedereleu au die Regierung gerichtet hallen, wird damit begründet, daß von der rund 799 999 Tonnen starken deutschen Trampschiffahrt etwa 75 pro,. notleidend seien. Die pfundentwertung und der Berfall der skan- dtuovischen Valuta haben ferner zusammen mit der Butterzoll- und holzzollpolilik Deutschland» die Loge in letzter Zeit noch stark ver- schlechlerl. Dieses Subventionsgesuch, das mit der notwendigen Abdeckung fälliger Auslandsschulden, mit Beihilfen für Auflegung von Schisss-- räum und mit notwendigen Fahrtzuschüssen begründet wurde, ist von dem Reichsoerlehrsministerium abgelehnt worden. Die ausländischen Schulden erstrecken sich hauptsächlich aus Schiffshypo- theken, die von holländischen Banken gegeben wurden. Nach der Ablehnung des ersten Subventionsgesuches hat dgs Reichsverkehrsministerium letzt ein anderes Subventions- projekt ausgearbeitet, für das etwa 4 Millionen Mark vorgesehen sind. Nach diesem Projekt sollen der Trampschiff» fahrt Prämien für das Abwracken von Schiffen gezahlt werden, und zwar denkt man an 30 Mark je Tonne abgewrackien Schiffs- raumes gegenüber einem freien Marktpreis von 6 Mark. Mit Hilf« der 4 Millionen Mark Reichsgelder sollen dann rund 120 000 Tonnen Schiffsraum, also etwas mehr als ein Sechstel des vorhandenen, abgewrackt und damit die Ueberfetzung beseitigt werden Außerdem glaubt man damit den Beschäftigungsgrad der Werften etwas bessern zu können Gegen dieses Projekt der Regierung mutz im öffentlichen Inter- esse auf das schärfste Stellung genommen werden. Was sich hier anbahnt, ist der Anfang einer neuen Subven- tionsära für Schiffahrt und Wersten Di» Politik der Regierung kreist in einem perhöngnisoollen und gefährlichen Zirkel. Nach dem kürzlich bekanntgegebenen Bericht der Deutschen Gesellschaft für öffentliche Arbeiten, ein«s Reicheunternehmens, hat dieses rund 33 Millionen Darlehen für Schiffsbauten zur Bersügung gestellt. Auf der einen Seite wird also die Werstindustrie mit öfsentlichen Darlehen beim Bau von Schiffen unterstutzt, und wenn dann bcr übermäßige und arbeitslos gewordene Schiffsraum die Krise der Reedereien verschärst, werden neue Reichs m i l l i o n e n für die Berschroltung verpulvert. Man kann wahrlich vor solchem Unfug auch jetzt nur»varnen. Jetzt auch Radioindustrie schlechter. Der allgemeine Niedergong der Wirtschaftstätigkeit beeinträch- tigte in den letzten Monaten zum erstenmal auch die Geschäfts- läge der Funkindustrie in stärkerem Umfange. Die Produktion, die sich in früheren Iahren im Dezember noch leicht zu erhöhen pflegte, nahm im Dezember 1931 wertmäßig um 22 Proz. ab, wobei die Preissenkungen zu beachten sind. 3fer Inlandsabsatz, der im Dezenil er' normalerweise stark' zu stei- gen pflegt, ging im Dezember 1931 gegenüber dem Vormonat um 7 Proz. zurück. Die Aussuhr von Funkgeräten war im zweiten Halbjahr 1931 wertmäßig um 7 Proz. und mengenmäßig um ein Prozent niedriger als im Po: fahre. In den letzten Monaten wurde der Export durch die Folgen der Pfund- und Kronenent- wertung, vor allein aber durch Geltendmachung von Patern- airsp:üchen und durch hemmende Zoll-, Kontingenticrungs- oder Devisenvorschriften in wichtigen Abfatzländern stark beeinträchtigt. Schieles Volks„ernährungs"politik Wie hoch sollen die Weizenpreise noch steigen? Die Tätigkeit der Reichsregierung auf dem Gebiet der Brot- getreideversorgung der Bevölkerung beschränkt sich darauf, den Roggenpreis an der Berliner Börse nicht über 200 Mark steigen zu lassen, um damit eine Brotpreissteigerung in Berlin zu vermeiden. Sonst läßt sie alles darüber und darunter gehen. Um die R o g g e n- preise in der Provinz scheint sie sich nicht zu kümmern. Wie es aber mit den Roggenpreisen im Reich aussieht, zeigt ein Blick in eine Börsenzeitung: Preis in Reichsmark je Tonne: Berlin.......... 194 1 Breslau......... 203 Sictiin.......... 199 Chemnitz......... 208 Hamburg......... 200 I München.........212 Braunschwelg....... 200! Köln........... 215 Königsberg........ 202] Frankfurt......... 224 In allen anderen Städten, selbst in den ostdeutschen Rogqen- Überschußgebieten, liegt der Roggenpreis teilweise beträchtlich über dem Berliner Preis. Es wird wahrlich allmählich Zeit, daß sich die Reichsregierung auch um die Preisgestaltung an den Provinzbörsen kümmert. Noch skandalösere Zustände herrschen am Wei- z e n m a r k t. Anfang des Jahres kostste die Tonne Weizen noch 220 Mark, am 1. Februär war der Weizen schon um 20 Mark teurer geworden, und heute wird für Weizen bereits 245 Mark gezahlt. Die Weizenpreise sind also seit Iayresansangmm 11 Proz. gestiegen, während auf dem Weltmarkt der Weizen- preis sich in der gleichen Zeit noch um keine 3 Proz. erhöhte. Daß Herr Schiele nicht beabsichtigt, dieser Preistreiberei ein Ende zu bereiten, geht aus den Terminnotierungen hervor. Weizen per März-Lieferung wird bereits mit 254 Mark gehandelt. was ist die Folge dieser dem Preisabbau geradezu hohnsprechenden Steigerung? Die Weizenpreise gehen in die Höhe, und zwar werden, damit die Preiserhöhung der Oessentlichkeit mcht zu augenscheinlich wird, die Schrippen oon Tag zu Tag kleiner. Aber auch aus den Brotpreis, wenn auch nicht in Berlin, muß sich die ständige Erhöhung der Weizenpreise auswirken In West- und Süddeutsch- land besteht die meist gekaufte Brotsorte zu 25 Proz., manchmal auch zu 30 Proz. und noch mehr aus Weizenmehl Herr Goerdeler, der in letzter Zeit glaubt. Mrtjchafts- und Sozialpolitik machen zu müssen, sollte sich lieber ura die Preistreibereien und um die Bäcker- spannen beim Weizsnkleingebäck kümmern. Der Reichs„ernährungs"' min> st er tut natürlich auch nichts gegen die Preissteigerung. Er würde wahrscheinlich auf Borholtlingcn sogar erwidern, daß der zwar unter ganz anderen Verhältnissen festgelegte Weizenpreis 260 Mark beträgt und er ver- pflichtet ist, die Weizenpreise, da sie seit der Ernte stets unter diesem Richtpreis Legen, bis zur neuen Ernte über den Richtpreis ent- sprechend steigen zu lassen. Hiervon kann natürlich keine Red« sein. Es ist völlig untragbar, daß mau in der jetzigen Zelt die Weizen- preise und damit die preise für das Weizenkleingebäck bis in die Puppen klettern läßt. Außerdem treibt natürlich die Steigerung der Weizenpreise auch die Roggen- und andere Getreidepreise in die Höhe, da sich der Konsmn, infolge der geschwächten Kaufkraft der Bevölkerung, bei einer Preis- steigerung für Weizenmehl auf den Roggeiwerbrauch konzentriert. Am 15. Januar waren nur noch 1,15 Millionen Tonnen in den Händen dcrLandwirtschast zum Verkauf verfügbar Diese Menge reicht nicht entfernt zur Bedarfsdeckung aus. Wieviel aber eingeführt werden muß, hängt von der künftigen Ent- Wicklung des Weizenlonfums ab. Dies ist aber eine Frage der Preis- entwicklung. Wird der Weizenpreis hoch getrieben, so steigt der Konsum an Roggenmehl, von dem aber auch nur völlig un- genügende Vorräte vorhanden sind. Wird also der Wcizenpreis hinaufgetrieben, dann muß um so mehr Roggen eingeführt werden. Es ist geradezu ein volkswirtschaftlicher Unfug, künstlich den Einfuhrbedarf au Roggen zu verskürken. denn infolge der allgemein mäßigen Roggenernte kostet Roggen aus dem Weltmarkt zur Zeit etwa 81 Mark se Tonne, während süd° amerikanischer Weizen, dessen Mehlausbeute ungleich höher ist, als die des Roggens auch nur 82 Mark je Tonne kostet. wir fordern daher im volkswirlschaftlichen Interesse von der Regierung, daß jede weitere Preissteigerung am welzenmarkl durch Senkung des weizeuzolls und herobiehung des vermahluugszwauges für Inlandwelzcn unterbunden wird. Weizeupreise tu ein« höhe von 249 Mark se Tonne sollten der wcizeubaueudeu Landwirtschaft wahrhastig genügen, 3m Sturm der Krise. Der Emheiisverband der Eisenbahner unerschütieri. Die Eisenbahner haben innerhalb der Eisernen Front eine wichtige Mission zu«füllen. Der Verbondsvorstand de» Einheitsverbanbes der Eisenbahner rief daher den Derbandsbeirat zu einer gemeinsamen Tagung nach Aorlin zusammen. Der Verbanasvorsitzende Scheffel berichtete zunächst über die gegenwärtige Lage, die durch die weitere Zunahme der Arbeits- losigkeit gekennzeichnet ist. Reu« Gefahren drohen durch die Äerlageruug von Spezial- industrieunternehmungen nach dem'Ausland. Auch die Industrie- .zweige, die in der Hauptsache von den Aufträgen derRelchs- bahn leben, sind, wie wir wissen, m bedrängter Lage. Die Reichs- bahn kann nur noch einen verhältnismäßig kleinen Teil von Austrägen herausgeben, weil sie selbst durch den Verkehrs-- r ü ck g a n g immer mehr zur Drosselung ihrer Ausgaben gezwungen ist. Bei der trostlosen Beschäftigungslage im Reichsbahnbetrieb kann aber gar keine Red« davon sein, etwa au6> noch die A u s b e s s e-- rungsarbeiten der Reichsbahn an die Privatindustric abzugeben. Mahrend ein Teil des Personals noch 54 Stunden und länger arbeilen muß, arbeitet der andere Teil viesenklich kürzer nnd muh Feierschichten machen. Sine Verminderung des Personalstondes durch Pensiouieruu- gen und Jnoolidisierungen würde ein« Entspannung bedeuten. Jedenfalls soll alles ausgeboten werden, um die Last der Feierschichten recht bald zu beseitigen. Die RGO. verliert unter den Eisenbahnern immer niehr Anhang. 'Rur die zähe unermüdlich« Kleinarbeit der Organisation führt zu Erfolgen. Auch die Reparations frage, den ungenügenden Preisabbau und die Bürger st euer zog Scheffel in den Kreis seiner Betrachtungen. In der Beamtenfragc erstrebt der Einheit sverband die Gleichstellung der untere» Reichsbahnbeamtengruppcn mit der Besoldungsordnung des Reiches, zumal nachdem durch die letzten Gehaltskürzungen die Gehälter auf den Stand von 1924 ge- funken sind. Die Finanzlage des Verbandes ist gesund. Da die Mit- glieder ihren Beitrag in der Beitragsflasse entrichten können, die ihrem jeweiligen Einkommen entspricht, sind die Beitrags- einnahmen des Einheitsverbandcs mit den Lohn- und Gehalts- kürzungen automatisch gesunken. Der Ausfall durch die Lohn- und Gehaltskürzungen im Januar wird einen wetteren Rückgang des DurchschnUtswochenbcttrags mtt 5 bis 6 Pf. ergeben. Notwendige Sparmaßnahmen wurden bereits getroffen. Ein Wbau oder eine Einschränkung der Unterstützungseinrichtungen wird jedoch nicht oorgcnonmicn. Einstimmig wurde folgende Entschließung ange- nommem Die gemcinsmnc Konferenz des Beirats und de» Vorstandes am 7. Februar ist nach eingehender Prüfung der ernsten Sitnatiou in Deutschland und der Lage und der Ausgaben der Organisation zu der Auffassung gekommen, daß an den vom Verbandstag 1931 in Hamburg gefaßten Beschlüssen, an unserem Veitrogesystem nnd den Veitragesähen festgehalten werden muh. Im jetzigen Kamps gegen die Todfeinde der modernen Gewerk- schastsbewegnng darf eine Erschütterung der finanziellen Grundlage der Organisation unter keinen Umständen erfolgen. Williges Ausbeulungsobjekt. Die Psychologie der jugendlichen Arbeiterin. Die Arbetterin, besonders die jugendliche ArbeSerin, ist gewerkschaftlich viel schwerer zu erfassen als der Mann: sie steht gewerkschaftlichen Forderungen und Problemen oft selbst da verständnislos oder abweisend gegenüber, wo es um ihr unmittelbarstes Interesse geht. So wird die Frau noch vielfach zur Lohndrückerin: nicht nur ihren männlichen, sondern auch ihren weiblichen Kollegen gegen- über. Wenn eine neue Maschin« ausprobiert werdsn soll, so genügt für manche juuge Arbeiterin das anfeuernde Lob des Meisters, um unter Aufbietung aller Kräfte Rekordleistungen hervorzubringen. die dann als Maß sür den normalen Arbeitsprozeß genommen werden und den allgemeinen Lohnsatz bestimmen. Cs scheint solcher Arbeiterin gar nicht bewußt zu werden, daß sie durch ihr unsinniges handeln nicht nur ihre Mitarbetterinnen, sondern auch sich selb« geschädigt Hot. Diese Tatsachen sind allgemein bekannt, und W« Gewerkschaften sind bemüht, die jugendliche Arbeiterin zum solidarischen Denken und handeln zu erztöhen. Woran liegt es, daß dies beim mann« lichen kwgendlichen soviel leichter ist als bei den Arbeite- rinnen? Eine Arbett von Lisheth Frenzen- Hellersberg„Die jugendliche Arbetterin, ihre Arbettsweise und Lebensform� enthält wichtiges Material zur Beantwortung dieser Frage. Das Buch ist ayf der Basis jahrelanger praktischer Erfahrung entstanden. Da die Verfasserin sich bewußt war, wie schwer es für den Menschen aus » ein« anderen Well ist, zun: Verständnis dieser Jugendlichen zu ge- langen, so hat sie sich bemüht, aus möglichst vielen Perspektiven sein Bild zu«fasten. Den Zweck ihrer Untersuchungen faßt sie in diesen Sätzen zusammen:„Die Studie soll Beobachtungen und Tat- fachen festhallen, damit derjenige, der die Verantwortung für jene Menschen hat, die aufgezeigten Zusammenhänge„er-innert". Nur so kann, wie ich glaube, manches wenigstens indirekt geändert werden. Keine neuen Maßnahmen und Einrichtungen, keine neuen Gesetze und Paragraphen können hier Helsen, sondern nur eine neue Gesinnung." Die Ardett macht in immer neuer Beleuchtung das wirtschaftlich« und menschliche Elend der jugendlichen Fabrik- arbeit«in deutlich lmd läßt erkennen, daß in ihm der Grund der Unerziehbarkeit zu suchen sein dürste, nicht nur im bürger- lichen Sinn, sondern vor allem im gewerkschaftlich- sozio li sti sch e n. Nun ist es nicht einfach so. daß ein Zuviel an Elend die junge Arbetterin stunips und resigniert macht. Dieses Zuviel belastet die meisten proletarischen Kinder, Knaben so gut wie Mädchen. Die Geschichte des Sozialismus und die Geschichte d« Gewerkschaften zeigt im Gegenteil, daß Mißtrauen gegenüber bürgerlichen „Erziehungs"o«suchen zwar instinktin oder auch bewußt ttn pro- letarischen Menschen lebt, daß ab« gerade deshalb die Erkennt- n i s des M a s s« n s ch i ck s a l s zu dem Streben führt, sich in einer proletarischen Gemeinschaft den Weg zum Wirtschaft- lichen und geistigen Ausstieg zu«kämpfen. Daß die jugendlichen Fabrikarbeiterinnen in d« Mehrzahl ihr Schicksal als Massen- s ch i ck s a l empfinden, wenn sie üb« dieses Schicksal nachdenken, darf als sich« gellen. Der Anstoß zu solchem Nachdenken aber wird mindestens in d« Industriestadt recht hgusig gegeben. Die jugend- liche Arbetterin nimmt ihn jedoch oft nicht aus. Die llitt«suchungen von Lisbech Kränzen-Hellersberg über die Psychologie dieser sunq«, Proletarierinnen— darunter sind in ihren: Buch immer jene Jugendlichen oerstanden, die noch„quasi vormarxistisch" orientiert sind— dürsten die Ursache für jenes Versagen aufdecken. Ihre ganze Entwicklung hat diese jugendliche Arbett«in dahin ge. führt, daß sie an chre menschlichen Werte und Föhigkctten nicht glaubt. Sie war immer die ZMuderbewerbtte. Als Kind bereits den häuslichen Arbeiten und Anforderungen gegen- über, die die kindlichen Kräfte überstiegen, die jedoch infolge von Notwendigkeit oder Gewohnhell von ihnen gefordert wurden. Knaben auch m ärmsten Familien finden viel eh« Zeit zum kind- lichen Gemeinschostserlebnis im Kreise Gleichaltrig« als Mädchen. Nach d« Schulzett wird unter Umständen wohl dem Knaben, wefent- lich seltener sedoch dem Mädchen eine Lehrzeit ermöglicht. An dem Clendsleben der Mutter wird ihm deutlich die Unter- legenhett der Frau gegenüber dem Mann demonstriert. Je weniger die proletarische Familie bereits vom sozialistischen Geist durch- drungen ist, desto deutlicher betont sie im allgemeinen die Minder- Wertigkeit der Frau. Lisbeth Franzen-Hellersberg hebt in ihrer Arbeit auf Grund ihrer Erfahrungen hervor, welchen wichtigen Erziehungseinsluh die Sozialistische Arbeiier- jugend und die Organisaiion der kinderfreunde ausüben. Aber sie fügt Hinz,::„Schon Eltern, die bewußt ihre Kinder die Borzüge eines solchen Gemeinschaftslebens genießen lassen, stehen über dem Nwoau der Familien, die wir schildern. Leider reichen die Wirkungen zener Organisationen gegenüber dem hier darge- stelllen Proletariat mir ebensoweit wie gewerkschaftliche Einflüsse. Ienjells dies« beginnt jedoch dos eigenlliche Problem. Ost bestätigten mir Mllarbell« der Kinde rfreundebewegung, daß es für sie gar nicht möglich sei, an die Ämder heranzukommen, die es ani nötigsten brauchen." Der geringe Verdienst der jugendlichen Arbeiterin stellt für ein Mädchen jeiur Kreise oft einen beträchtlichen Wert dar, well sie keinen anderen Maß'tab dafür hat Äs die eigene Wert» steigerung, die sie auf Gruno dieses B«dienstes ü, ihrer Familie«fährt. Zu ihr« Arbell selb« stehen die Mädchen meist völlig uninteressiert und verständnislos. Daß sich das Interesse in vielen Fällen wecken ließe, hat die Verfasserin durch eigene Versuche erfahren.„Offenbar oerträgt und braucht der best- geleitete Betrieb", sagt sie,„eine Anzahl rein mechanisch« Handlanger. Gerade für diese„kopflose" Arbell sind Frauen gesucht. Ab« selbst da. wo üb« diese Arbett hinaus besondere Exaktheit, besonderes Gesch'ck verlangt wird, oder von der Vorarbettertn Sinn sür das rechte Arbettstempo od« von der Anlcrnertn der jungen Kräfte eine entschieden pädagogische Begabung, wird diese selten besser entlohnt als rein mechanische Leistung... Dadurch... fehlt für jede moralisch« oder intellektuelle Entwicklung der Ansporn." Dos entspricht den Wünschen des Unternehmers, der sehr be- müht ist, die weibliche Arbeiterin in dem„quasi vormarristischen" Stadium zu erhalten. Das palrtarchal'jchc" Verhältnis findet der jugendlichen Ar- beikerin gegenüber noch heute gern und häusig Anwendung. Chef und Meister schmeicheln ihrem weiblichen Gel- tungsbedürfnis: Lisbech Franzen-Hellersberg kommt aus chren Erfahrungen zu dem Schluß,„daß mit dem guten Gemüt der Mädchen von den Betrieben ein recht geschickter Handel getrieben wird". „Das erotische Machtbedürfnis", schreibt sie in demselben Kapitel,„das einzige, dos chnen zu befriedigen bleibt, i s o- liert die Frauen untereinander und übergibt sie zuverlässig und endgültig der kläglichen Rolle der Beherrschten. Das gilt auch dem mämilichen Betriebsrat gegenüber." Sie berichtet dann von den schlechten Erfahrungen, die weibliche Arbeiterinnen mtt dem Be- triebsrat als ihr« Interessenvertretung gemacht haben. Hier scheint der wichtigste Punkt zu liegen, an dem die gewerkschoftlich-sozia- listische Erstehung dieser Jugendlichen einsetzen kann. Es dürfte tatsächlich so sein, daß die innere Hilflosigkeit dieser Mädchen von den geistig höher- stehenden Kollegen und Kolleginnen selten wirklich erkannt und berücksichiigi wird. Die L c r ft ä n d n i s l o s i g k e i t dieser Jugendlichen Organifations- fragen gegenüber, ihr Verhallen im Betrieb, das unter Umständen Schädigungen für die anderen mtt sich bringt, führen naturgemäß dazu, daß ihnen auch ihre Kollegen ihre Minderwertigkeit deutlich fühlbar machen und der einzelnen Arbeiterin höchstens zeigt, daß man sie als Frau gellen läßt. Das Bewußtsein seines menschlichen Wertes wurde den» Proletarier durch den Sozialismus gebracht. Die Erkenntnis� daß dieser Wert nur dann lelendig bleiben und wirken kann. wenn die Gemeinschaft ihn verteidigt, ließ das Gefühl der Solidarität mindestens ebenso stark wachsen, wie das Wissen um ihre wirtschasllichc Ztotwcndigkett. Die„quasi vor- marxistische" Arbeiterin kennt diesen Wert nicht: als Mensch wie als Arbeiterin fühll sie sich m i nd e r w e r t i g: ihren persönlichen Wert erlebt sie nur als Geschlechtswesen: als dieses versucht sie sich durchzusetzen. Erst indem man diese jungen Menschen zum Bewußtsein ihres menschlichen Eigenwertes bringt, das vom Elternhaus, von den Erziehungs- institutionell mit ihren bürgerlichen Moralmaßstäben, von der Ar- bettsmethodik verschüttet wurde, kann man ihren Gemeinschofts. sinn wecken. Die Armee der Eisernen Front. Sie Hammerschasten formieren sich. Die Arbeiterschaft hat die Zeichen der Zeit verstanden. Sie hat begriffen, daß der Faschisuras, dem sich die große Masse der bürgerlichen und kleinbürgerlichen Wähler in einer Art Verzweiflungsstünuutng in die Arme geworfen hat, nur unter e i» e r Bedingung«och zu bäume» ist: durch die ebenso geschlossene wie entschlossene Einheit der Arbeiterschaft in der Eisernen Front. Selbst Lptiinistcu finden ihre kühnsten Erwartungen übertroffeu. Wohl trete« hie nnd da in den Betriebs- Versammlungen der Eisernen Front Diskussionsredner auf, meist Kommunisten, nur ganz vereinzelt Nazis oder Anhänger der SAP. Aber entweder diese Diskusswns- redner erklären ihren Beitritt zur Eiserne» Front, well sie erkannt haben, daß jede Spaltung heute eine Lcbeusgefahr ist für die Rechte nnd Errungen- schaften der Arbeiterschaft, für die demokratische Republik und ihre soziale Forte ntwüklnng; oder ihre Polemik geht unter in dem Protest nnd dem Gelächter der Bersammel- tcn. Ob es sich um Betriebe handelt. v»o eS de» Nazis gelungen ist, eine„Zelle" zu bilden, ob es sich um so- genannte kommunistische Hochburgen handelt. eS ist überall dasselbe erhebende BUd einiger Geschlosienhett. c- Das dienstfreie Personal d« Heil- und Pflegeanstalt Wittenau vollzog gestern seinen Anschluß an die i Eiserne Front. Der Referent, Genosse Heydemann, um- ' riß mtt treffenden Sätzen das sogenannte Programm d« Rational- sozialisten, aus dessen konfusen Jnhall« die Versammelten nicht besonders aufmerksam sti machen brauchte, da sie auf Grund dieser Berufstätigkett mit geistig umnachteten Menschen täglich Umgang haben. Die denkende Arbetterschaft sei nicht gewillt, sich die Rechte und Freiheiten, die sie mtt der Republik erkämpft hat, durch eine „sozialistisch" getarnte Prätorianergarde des stockreaktionären Unter- nehmertums rauben zu lassen Die Morddrohungcn d« faschistischen Führerclique schrecken die klassenbewußte Arbetterschaft ebensowenig wie die Sportpalastparaden der SA. und die Musterungen Der Bürgerkriegstruppen des Stahlhelms. Diesen wilden Heerhausen der faschistischen Bürgerkriegsarmee gegenüber formiert die republikanische Axbetterschaft die M i l l i o n e n a r m e e der EisernenFront. In wenigen Tagen wird diese Front geschlossen sein und dann mit ihren Arbeiterbataillonen gegen den Faschismus marschieren Die Entscheidung, die Hitler in diesem Jahr herbeiführen will, wird fallen, aber nicht für, fondern gegen die faschistische Diktatur. In der Diskussion kam nur der eine Wille zum Ausdruck, die Republik gegen den Faschismus bis zum letzten Atemzug zu ver- teidigen. Die Versammlung beschloß einmütig, für die Belegschaft d« Hell- und Pflegeanstall Wittenau im Betriebe Listen auszu- legen, in denen sich die Betriebsangehörigen einzeichnen sollen, die sich zum Eintrttt in die Hammerschaften bcretterkläreir. Zimmerer sür Eiserne Front gegen Spalter. Die Versaimnlung der Zimmerer am Mittwoch im Gewerk- schaftshaiis war ein voller Erfolg. Das Ref«at des Genossen Kuttner wurde mtt großem Beifall aufgenommen. In der Distüssürn»«sucht« ein Anhänger d« KPD.», die unter den Zimrrarern einst dis Allemherrschaft besaß, sein« Spallungstirad«: anzubringen. Er mußte angesichts der allgemeinen Entrüstung abtreten. Die Zimlnsr« wollen leine Spalter mehr. Sie treten als ent- fchlosiene Kämpfer in die republikanische Eiserne Front. Mit einem brausenden Hoch auf die Eiserne Front wurde die Versammlung geschlossen. �Kommunistische Hochburgen� für die Eiserne Front Es ist uns natürlich nicht möglich, auch nur ganz kurz über alle Versammlungen der Eisernen Front zu b«ichten. Wir sind jedoch genötigt, auf die Versammlung sür die Betriebe von Otis u. Flor mit einigen Worten zurückzukomtnen. Nachdem eins Woche verstrichen ist, erzähll die„Rote Fahne", diese Versammlung Hab: nicht stattgefunden, well niemand erschienen sei. Obwohl am ö. Februar infolge Kurzarbett die Halste d« Beleg- schast nicht im Betrieb war, wohnten annähernd 290 Personen der Versammlung bei. Das Referat des Genossen G ö r i n g fand begeisterte Zuftmnnung. Einstimmig(hört es. ihr berufsmäßigen Spalter!) wurde beschlossen, aus die vorgesehene Aussprache zu verzichten. 5000 Gaarbergleuie vor der Entlassung Lleberall dieselbe„Aakwnalisierung". Saarbrücken. 11. Februar. Bei den Verhandlungen der Gewerkschaften der saarländischen Bergleute mit der srauzösischeu Direktion der Saargrubeu wurde von der Gmbenverwallung milgsleill, daß infolge von Absatzschwiertg- feiten weitere 5000 Bergleute entlassen werden müßten, davon 3000 am 1. März und die anderen 2000 zu einem späteren Zeitpunkt. Gleichzeitig werben die Gruben von d« Heydt bei Saarbrücken am 1. Mörz geschlossen. Demgegenüber machen die Vertreter der Gewerkschaften de« Vorschlag, entweder die Arbeitszeit zu verkürzen oder das Krümpersystem einzuführen. Es muß abgewartet»«dem ob die Grubenveewaltung auf diese Vorschläge eiugehl. Mit den neue» Entlassungen ist die Belegschaft der Saargruben in den 12 Jahren des französischen Besitzes von 72 000 auf 4S 000. also um rund 30 Proz. zurückgegangen. �Freie Gewerkschafts-Zuaenö Verlin Heut-, Freitag. 12. Februar, um Igzz Uhr, tagen die Gruppen: Süd««: Jugendheim Wassertorstr. 9.„Tufgaben und Ziele der freien Semerk- säiaften.--— Gharlattcnbnrg: Jugendheim Svreestr. 30.„Bub und Mädel".— Siordriag: 5Zugendheim Schule Sonnenburger Str. 20. Arbeit?. gcmeinschast„Junaet Geweklschaster-'.— Treptow: Jugendheim Elsenstr. t! lam Bhf. Treptow!. Unser« Arbetterfilbrer:„Lieblncckit--.— Rculöllo: Jugend. 1k im Treptower Str. 96.„Jugend und Berufsausbildung."— Hcrinannplap: Jugendheim Sanderstr. 11, Sai Sobrechtllrahc..„Fest, und ffceizeltlultur und Arbeiterschaft.-'— Osten: Jugendheim Frankfurter Allee 307, Lönz-Aimmer. „Siitckblick auf das Jahr der«otverorduungeu."— F»vo?linp!atz: Jugntilieian Turiner Ecke Seeslrahe.„Die Betriebszellen der NsvAP."— zfeinickendorf. Oft: Jugendheim Lindauer Srrahe(Baracken!.„Die Stellungnahme der freien Gewerkschaften zur 4. Notuerordnung."—«dler-hof: Jugendheim Adlersbo«, Bismarckstr. 1. Liederabend.— Achtung! Di« Suaendvorstellung der Bolks- bllhn« am 14. Februar fällt au». �llaendflnippe Ves?eutrolverbande6 der Auaeffellten Heut», Freitag, finden fokgende Beranftaltungen statt: Südweil: Jugendheim T°rckstr. 11(2. Hof, Quergebäud« 1 Treppe, Zimmer 5). Arbeitsgemeinfchaft„Lugend und Kultur". Leiter: Rachow.— Heut» findet um iez£ Uhr der Arbeitsabend unserer Pbvtogruppe statt.— Heute, tagt die „Berliuer Druckerei, und B-rlaz-gesellschoft m. b. H." von 20—22 Uhr tm Sngeadhei» Gbertystr. 12. Mans OUo Sienel: SEwei mätm ora hatten ihm da eine Einladung ins Haus geschickt, die snn+ Aufdruck zugleich Programm und Einlaßkarte war. Auf der Vorder» feite stand schön oeljchuorkelt das Wort„Einladung", links und rechts oon einer umfangreichen Lyra flankiert, auf der Rückseite unter der Ileberschrift..Konzertfolge" eine Reihe von llwmmern und Namen, die Matzke auf den ersten Anblick hin unverständlich erschienen. Er hätte die Karte sicherlich beiseite gelegt, wenn ihm nicht recht deutlich in die Augen gesprungen wäre: Ü'.Nach dem.Konzert Ball!:' Die Ehre der Einladung gab sich„der endesunterfertigte Gesangverein Amselschlag". Konzert hatte Btayke noch nie interessiert. Weder im Lotterie- ftamm..Grüne Niete", den er selbst mst gegründet hatte, noch in semem Äthleteirklub hatte es je Konzert gegeben. Aber nach dem Konzert Ball, das ließ sich hören. Ball ist immer was Feines, Ball gibt die Möglichkeit, auf billigst« Art mit fremden Mädchen hemm- zutanzen, und schon darum soll man einen Ball nicht auslasten. In Erwartung der fremden Mädchen zog Matzke sich sorgfältiger an, als er es für die„Grüne Niete" oder den Athletenbund getan hätte. Der Scheitel glänzt« und roch ebenso gut nach Pomade wie der Schnurrbart. Die Schlipsnadel wurde solange über dem strammen Hosenboden gerieben, bis sie wirklich wie echtes Gold aussah. Und zum Waschen hatte Matzke ausnahmsweise sogar einmal die Hemd- ärmel aufgestreift. Noch ein tüchtiger Spritzer Parfüm auf die Jacke, und Matzke stellte befriedigt fest, daß er als konzertreif angesehen werden mußte. Der erste Eindruck, den Dkatzke voni Gesangverein..Amselschlag" cinpsing, war nicht sehr günstig. Er schob sich etwas geräuschvoll durch die Tür, was ihm eine Rüge des Mannes eintrug, der dort am Eingang die Karten kontrollierte. Matzke fand die Mahnung zur Ruhe übertrieben, denn die Männer oben auf dem Podium, die unter Anführung eines quecksilbrig beweglichen Mannes melodisch be- haupteten, sie trügen wo sie gehen ein« Uhr bei sich— die überschrien doch das Getriebe im Saal. Dieser Saal, das stellte Matzke gleich fest, war lange nicht so sein aufgemacht, wie Matzke das von den Festlichkeiten des Athletenbundes gewöhnt war. Aber der Ball hatte noch nicht begonnen und das freute Motzte. Er spähte nach einem Platze aus. Plätze waren noch genug frei und Matzke schob sich an einen heran, an dem außer«n paar hübsch aufgemachten Fräuleins nur«in einsamer Mann saß. Dieser Mann hatte merk- würdigerweise die Augen geschlosten. was Matzke unpassend fand. Seiner Meinung nach war ein Konzert mit anschließenden! Ball doch teine Gelegenheit zum Ausschlafen. Der Mann riß unwillig die Augen aus, als Matzke bei dem Beinühen. am Tische Platz zu nehmen, einen Stuhl umriß. Auch »an einigen anderen Stellen der Umgebung her zischelte man um Ruhe. Matzke fand das lächerlich, denn die begehrockton Männer auf dem Podium brüllten immer nach am lautesten im Saal, waren also gar nicht zu überHörem Der einsame Mann schloß die Augen wieder, Matzke vertiefte sich in das Programm und erriet, daß man wahr- scheinlich gerade„Die Uhr von Löwe" singe. Das sollte eine Ballade sein, aber Matzke vermißte daran das Ball mäßige gänzlich Auf einen besonders lebhaften Wink ihres Anführers hin schwiegen die Sänger, und nun konnte man auch ungestörter den anderen Lärm im Saal vernehmen, Di« Leute klatschten wie besessen. ganz besonders toll aber der Mann, der die Augen zugehabt hatte. '.Natzkes Gefühl empört« sich dagegem Er fand es unredlich, wenn einer, der gefchlafen hat, den Interessierten markiert. Biel besser als dieser Mann gefielen Matzke die Mädchen am anderen Ende des Tisches, die fast wie vornehm« Damen auesahen und jetzt gerade«in mächtiges Paket belegter Brot« in Angriff nahmen. Er wollte ihnen gerade„Guten Appetit!" zurufen, da aber begannen die schwarzen Männer aus dem Podium wieder das Uebergewicht über den anderen Lärm zu bekommen. Sie hatten ein neue» Lied an- gestimmt, und der einsame Mann gegenüber von Matzke schloß wieder die Augem Ja, zum Kuckuck, dieses Lied kannte Matzke, aber im Athletenklub sangen sie das ganz anders. Er stieß den Mann. der die Augen zu hatte, au und teilte ihm inst, daß die da vorn bestimmt falsch sängen. Der Mann fuhr ziemlich unhöflich auf, als hätte er ein böses Gewissen, und diese Schußligkeit bestärkt« Matzke in seiner Meinung, daß der da süßer Ruhe gepflogen hast«. Nein, das war kein feiner Mann. Um so netter« Kerl« erschienen Matzke die Mädchen, die aus dem knisternden Pergamsntpapier die Brote hcrausgrabschten und sich fröhlich daraus ausmerksam mochten, daß Salamiwurst besser zum Konzert passe als Käse. Matzke konnte den Blick gar nicht von ihnen wenden und empfand es störend, wenn der..Amselschlag" im mächtigen Forte der Bässe doherraufchte. Dieses laute Singen erschwerte ihm die Herbeirusung des Kellners. Aber schließlich gelang es ihm doch, mit seiner Stimme durchzudringen, unh � bekam das gewünschte Bier. Der versunkene Mann riß wieder die Augen mächtig aus, als Matzke den Mäd6)en mst der lauten Stimme eines aufrechten Mannes die Blum« des Bi«r«s zu- prostete. Die bösen Blicke, die der Mann zu Matzke hinüberwarf, animierten den noch mehr, das einmal eingeleitete Geplänkel mit den Mädchen fortzusetzen. Das konnten«in paar flotte Tänzerinnen werden, nachher, wenn der Ball begann. Bis hierher halle Matzke verhältnismäßig wenig gegen das Konzert einzuwenden.. Aber jetzt verschwanden die schwarzen Männer vom Podium und ein einziger bemächtigte sich desselben. Er strich sich das Haar, nahm vor einem Klavier Platz und schlug darauf los. Schon in den eisten Minuten solchen Beginnens wundert Matzke sich, wie man hier überhaupt von Konzert reden rönne. Das war doch keine Musik. Weder tonnte man nach ihr fingen, noch ließ sich nach ihr tanzen Matzke versuchte sie nachzu- pfeifen. Leise natürlich. Aber das ging nicht so leicht, denn die Musik«llte seinem Pfeifen immer«n Stückchen voraus. Und der verschlafene Kerl regte sich wieder und regt« sich sogar aus. Heber Matzke. Ob der sich denn nicht endlich einmal anständig benehmen wolle? Matzke fühlte sich oersucht, einen Spezialgriff seines Äthletenklub« anzuwenden, aber er dachte noch rechtzeitig an die beiden Mädchen. Hauen vor Damen schickt sich nicht, und er blieb widerwillig friedlich. Aber da ein Ehrenmann keine Kränkung un- widersprochen läßt, so rief er wenigstens dem Duckmäuser über den Tisch weg zu, daß er den Rand halten solle. Mit einem ungebild«. ten Menschen, dem beim Konzert die Augen zusielen. wolle er. Matzke, nichts zu tun haben. Aber der da drüben hatte die Augen schon wieder geschlossen. Dafür schaut« der Klavierspieler einige Mvmeut« ganz verstört dorthin, wo Matzke saß. Aber der merkte das nicht, denn im Vollgefühl seiner Ueberlegenhest hatte er schon wickier das Glas gehoben und den Mädchen zugetrunken. Di« warfen ihm zum Aeichen ihrer freundlichen Gessnnung das zu- fammengeknautschte Papier ihrer Brote über den Tisch weg zu. Der Duckmäuser war doch«in Schwindler! Matzke stellt« es mit Befriedigung fest. Wieder hatte er das ganze Konzertstück verschlafen und doch klatschte er am meisten, lieber was klaff cht« er denn so? Matzke buchstablerte auf dem Programm B— e— e— i« Hoven—«in sonderbarer Name sür ei» Lied, da« mau«cht ew- er im Oionmeri mal singen konnte. War das überhaupt«in Lied? Im„Eichen- kränz froher Lieder für Deutschlands Athleten" stand es jedensalls nicht. Bon dem Gesinge und Gespiele abgesehen fand Matzke so ein Konzert eigentlich gar nicht langweilig. Man saß da. trank sein Bier, guckte den vorbeigehenden Mädchen nach der unteren Per» längerung des Rückens und tonnte außerdem noch einen so faden und oerschlafenen Kerl ärgern, wie den da drüben. Dieser Mensch hatte sich nicht einmal ein Getränk bestellt. Ein Nassauer, der Wirt und Kellnern nichts zu verdienen gibt, stellte Matzke fest. Aber so sind die Kerle, die beim schönsten Konzert schlafen. Solche Brüder gab es im Athletenklub nicht. Nun gröhllen die da vorn wieder los. Mein Gott, wie die sich hatten. Süß zirpten sie wie die Jungfern und ölig wie die Kirchenmusikonten. Sie knieten sich ordentlich rein in ihr Gesinge Aber die Leute im Saale sielen nicht darauf herein, abgesehen von der Schlafmütze und ein paar anderen Duckmäusern, die immer gleich Pst! Pst! machten, wenn man sich wie ein natürlicher Mensch bewegte. Denen mußte man zeigen, wie wenig man sich aus ihrem Getue macht. Matzke bestellte sich laut eine Portion Schweinsknochen. Er ist doch nicht zum Hungern hergekommen und will Kräfte für den Ball nachher haben. Prost, meine Damen! Matzke bestellte sich wieder«in Bier und warf nach der anderen Seit« des Tisches die anzügllche Bemerkung hin, daß Männer nicht schliefen, sondern tränken, wenn es ein Konzert gäbe. Prost, meine Damen! Noch einmal! Die Damen kicherten geschmeichelt. Matzke wollte denen da vorn beweisen, daß lauter als ein flüsternder Säuselgesang immer noch die Stimme eines gesunden Mannes klingt, und darum fragt« er starken Tones über den langen Tisch hinweg die Dame im Schwänzelfieide, ob er dann beim Boll den ersten Tanz haben dürfe. Ein vernünfttgez Weib, denn si« antwortete laut und deut- lich: Ja! Der Anführer der Sänger dreht sich mitten während seiner zappe- ligen Freiübungen nach dem Saale um und blickte grollend zu Matzke hin. Der aber ließ sich nicht stören und kaut« fein? Schweinsknochen mit gutem Gewissen weiter. Ms ihm das Messer Menry MeUffen:, Wenn Leute früher„geschanghaii" wurden, geschah das fast nie in Schanghai..., sondern in San Franziska, in Buenos Aires oder an der Westküste Südamerikas, da, wo die großen eura- päischen Segelschiffe auf der Reede lagen und Mannschaft sür die Rückreise haben mußten. Die Besatzung war ja oft infolge der Behandlung aus der Ausreise ausgerissen: Sie gingen an Land. und der Hunger schlug ihnen— sagte man— wie eine blaue Flamme aus dem Halse! Man erzählt an Bord viele Geschichten von Eharlie Brown, einem berüchtigten Heuerbas im Hafenviertel von Buenos Aires, der ein wahrer Meister darin war, Seeleute in Whisky und Gin zu betäuben und. wenn sie erst jeden Verstand verloren hatten, an Bord eines Segelschiffes zu schaffen, das gerade den Anker aufholen wollte. Es kmn vor. daß Eharlie nicht gründlich genug vorgegangen war und daß.die Matrosen einiger- maßen nüchtern in der fremden Koje wieder zu sich kamen, eh« das Schiff abging. Dany hatte der Heuerbas einen Agenten draußen, der ihnen ins Ohr flüsterte: Charlie der hat euch verkauft..., geh an Land und schlage ihn kaputt! Keine Macht der Erde, auch nicht der Bootsmann, konnte sie dann zurückhatten. Und si« gaben nicht nach, bis sie wieder in Charlies Wirtschaft standen, er begrüßt« sie grinsend, trank sie noch einmal voll und verkaufte sie zum zwetten- mal an ein anderes Schiff. Geschanghait war allmählich eine internationale Vokabel ge- worden: aber in den letzten Jahren haben die großen europäischen Segesschisf« fast alle aufgelegt— es macht sich nicht mehr bezahttl — Charlie Brown lebt nur noch in Geschichten, und jetzt muß man wirklich nach Schanghai fahren, wenn man cittsührt werden will. Die Stadt am Whangpoo hat das Wort wieder als ihr Eigentum zurückverlangt. In Schanghai kommt es fast täglich vor. daß mitten auf den belebtesten Straßen Menschen gestohlen werden. Nur nennt man das au» lokalpatriotischen Gründen nicht schanghaien, sondern kidnappen. Und die gesuchten Objekte find nicht mehr Seeleute— was sind die schon unter Brüdern wert? Nichts!— Nein, man nimmt lieber reiche Chinesen. Oder noch lieber die Söhne reicher Chinesen! Europäer und Amerikaner sind merkwürdigerweise bis- her verschont geblieben, aber sie kommen eines schönen Tages auch noch heran. Die Banden bringen die gestohlenen Personen in irgendeinen sicheren Schlupfwinkel auf chinesischem Gebiet und setzen sich dann mtt den Verwandten in Verbindung, um ihnen die Höhe des Lösegeldes zu diktieren. Oft zeigen die Verwandten die Sache gar nicht der Polizei an— entweder, weil sie es aus Angst vor der Rache der Bande nicht wagen, oder well sie glauben, es hat doch keinen Aweck!— Sie zahlen lieber. Reich« Chinesen ver- wandeln allmählich ihre Häuser in kleine Festungen, Koufleute und Bankier» lassen sich aus dem Wege zum und vom Geschäft durch Bewaffnete— oft landsluckitige Russen, die entzückt sind, ein Job zu haben— begleiten, die Kompradoren nehmen Unterricht im Re- volverschleßen, und wenn man jetzt in einem Antiquitätenladen auf Nanking Read eine Mingvase ansehen will, wird man in ein Bauer eingeschlossen. Das 6hikago des Offens. Früher nannte man Schanghai das Babylon des Ostens..., heute sagt man lieber: da» Chikago des Ostens. Anschläge in den Hotels warnen Damen davor, sich außerhalb der Hauptstraßen zu bewegen: Männer, deren große Passion es»st, auf klagt» zu gehen. können sie nicht mehr befriedigen.... sie können sich einfach nicht außerhalb des Settlements wagen. Beretts in den chinesischen Borstödten kömien sie riskieren, auf Räuberbanden zu stoßen. Ein chinesischer Kaufmann erzählte unlängst seinen europäischen Freun- den. er habe stets mindestens 100 Dollars in der Tasche: „Sie zu verlieren, macht Mick nicht arm", sagte er,„und ich riskiere jedenfalls nicht, daß die Räuber bösartig werden, well sie die Mühe gehabt haben, mich vergeblich anzuhalten!" Selbstverständlich bespricht man die Ursachen dieser ständig zu- nehmenden Kriminalität, und The Police Devartment behauptet, das Chinese Provisional Court sei zu mild« in seinen Urteilen. Die Chinesen verteidigen sich mit dem Hinweis darauf, daß unlängst an einem Tage 27 Verbrecher hingerichtet wurden, darunter«in« Frau. Sie machen außerdem geltend, daß die Polizei des Settle- ments sich in großem Umfange aus Ausländem rekrutiert, und daß zwischen den Fremden und der Polizei der Chinesenstadt keine rich- tig« Zusammenarbeit besteht. Taffächlich siebt man nirgendwo sonst so viel« Polizisten auf der Straße wie in Schanghai. Auf direkt aUs dem Munde siel, jchlugen die Mädchen ein fröhliches Gelächter an. Matzke lachte gutmütig mtt ihnen. Aber der ver- schlafen« August, so hatte Matzke für sich den stillen Mann getauft, führte stöhnend ein Taschentuch an die Stirn. Matzke hatte gehofft, daß die Singerei und Konzerterei nun endlich ein Ende habe. Und er enrpfand es als ein« starke Zu- mutung an tn« Geduld der Zuhörer und der Kellner, als der Klavierbändiger sich noch einmal aus dos Podium und an das Klavier wagte. Wieder taten«ine ganze Anzahl Leute so, als ob das für sie ein interessanter und begehrter Genuß sei. Ballade von Chopin, so stand aus dem Programm. Schon wieder eine Ballade? Hat das denn überhaupt etwas mtt Ball zu tun? Was heißt Ballode? Matzke merkte nicht das geringste von Ball und fühlte sich geschädigt. Das grenzte ja an Hochstapelei. Eine Ballade wiro angesagt und keiner tanzt? Das Zeug war ja überhaupt nicht zu tanzen Erst versuchte er mttzusummen, Mitzupseifen. Das war unmöglich nach diesem verrückten Zeug. Dann unternahm«r es, den Takt mit dem Fuße iiachzustampfen. Aber da regten sich wieder etliche Iaköbe darüber auf, natürlich cm meisten dieser schlafmützige Kerl am Tische, der nicht eimnas am Ballabend di: Augen richtig aufkriegte. Jaköppe! Das mußte Matzke sich vom Herzen sprechen, unü er sagte dieses Wort, seiner Meinung nach die einzig richtige Kennzeichnung der Leute, die keine Ahnung von Konzert und Ball haben, mit dem harten Mute des Bekenners. Vom Klavierspieler auf dem Podium bis zu der Garderobefrau draußen im Vorraum war es für jedermann unmihv«'. ständlich vernehmbar. Der stille Mann aber sprang wie ein Wilder empor und schrie ohne alle Rücksicht auf Chopin: Nu aber raus! Raus! So schrien auch auf einmal noch viele andere Leute, und sie' drangen auf Matzke ein. Der Klavierspieler legte die Hände in den Schoß und starrte angstvoll noch dem Knäuel, der sich um Matzke bildete und sich türwärts in Bewegung setzte. Ms der Pianist Chopins �s-Dur-Ballad« von neuem begann. herrschte Ruh« auf Matzkes Platz. Denn er saß nicht mehr dort und die zurückgebliebenen Schweinsknochenreste waren stumm. Auch die beiden Mädchen waren mtt dem Verzehren ihrer Brote fertig und hatten kein Papier zum Rascheln mehr. Matzke aber wird sich auf dem Heimwege entschlossen haben, den Besuch eine? Konzerts endgültig als eine kulturtose Angelegenheit künstig zu unterlassen. ,@efckanghaH" der Garden Bridge, einer Stahlbrücke über den Soochow, der zwischen dem Zentralbezirk und dem nördlichen Teil des intccnatio- nalen Settlements fließt, stehen stets Wachtposten in Khaki— entweder englische Soldaten oder Mitglieder des freiwilligen Korps— und machen alle Augenblicke eine Stichprobe: Ein Omnibus wird angehalten und alle Chinesen darin müssen sich körperlich unter suchen lassen,«in Mann wird aus einem Rickfcha herausgeholt und die Pakete, die er trägt, werden aufgerissen und untersucht, ob sie Waffen oder Munition enthalten, ein Passant wird an den Rippen gekitzelt, um festzustellen, ob er eine Panzerweste trägt oder nicht. Und wenn ja, dann die Erlaubnis vorgezeigt! Alle Polizisten tragen selbst schutzsichere Westen, aber allmählich haben v auch die Stäubet begonnen, diese praktische Mode mitzumachen, die Revolverkugeln prallen daran ad, deshalb muß man nun innerhalb des Settlements eins Lizenz' haben, sei es, daß, man nur ein« schußsichere Weste trägt oder Waffen fabriziert und verkauft Die Erlattbnis, sie zu tragen, kostet jährlich S Dollar. Urjprüug lich wurden die Westen von einem Schweizer. Elly Widler, her- gestellt: man sollte annehmen, es wäre ein ausgezeichnetes Ge- schüft gewesen, aber Herr Widler wurde nichtsdestoweniger in eine Angelegeichett mtt Straßenraub verwickelt und gab daher gezwungen seine gesegnete Wirksamkeit auf, Neulich fing mm» aus Tibet Road. wo die großen chiiiesischen Hotels liegen, den größten Teil der„Gesellschaft der Biehlöter", einer örtlichen Räuberbande, deren einzelne Mttgliedcr mit 30 Dol lar monatlich besoldet wurden plus Ausgaben für Rickjchas, Für diesen bescheidenen Betrog mußten sie bereit sein, jedes beliebige Derbrechen, vom Mord an abwärts, auszuführen. Wenn sie ei» Haus plünderten, wandten sie den Trick an, draußen auf der Straße Raketen abzubrennen: Nichts erschien natürlicher: denn die Chinesen liehen alles, was knallt, und machen Feuerwerk ans Freude und Traner, gleichzettig hinderte es aber die Passanten zu hören, daß drinnen mtt Revolvern geschossen wurde. Ehlnesische Dentwcise. Man darf nicht vergessen, daß die Rechtsbegrisse der Chineseii ganz andere sind als die unseren: Viele Kriegsherren des Landes haben eine ganz offizielle Vergangenhett als Räuber und Wege- lagerer, in allen Einzelheiten in„Who is who in China" ausge- führt. Tschang Tso-lin und Lu Nung-tmg, um nur zwei zu nennen, hätten eigentlich den, Henker übergeben werden müsse». wenn sie nicht zufällig dafpr gesorgt hätten, zu Feldmarschälle» ernannt und mtt dem Schwert der Acht Löwen dekoriert zu werden. Wie sollen die Leute also im Rauben und Morden etwas Unrechtes sehen! Am bezeichnendsten für den Gedanken- gang eines einfachen Kidnappers ist folgende Aeußerung, die in dem Prozeß gegen Siao Koko vor Gericht fiel. Eines der ge- wohnlichen Mttglieder der Bande sagt« zum Richter, nachdem er gehört hatte, daß er sterben sollt«: „Sie glauben, ich bin ein schlechter Mensch, aber ich bin nicht schlechter als einer dieser Detektive hier.... ich bin nur auf der falschen Seite. Die Detektive dürfen einen Menschen erschießen, well st« auf der richtigen Seite sind. Aber iverrn ich schieße, werde ich verhastet und hingerichtet." Der Anführer einer Kidnapping-Band« hatte sich in große Unkosten gestürzt, um«inen reichen chinesischen Kaufmann ein jähren zu können. Die Polizei kam jedoch der Bande zuvor und befreite den Kaufmann, bevor seine Familie da« Lösegeld bezahlt hatte. Daraus schrieb der Anführer einen rührenden Brief an sein ent schlüpstes Opfer: Der mißlungene Streich, von dem er soviel erwartet hätte, hätte ihn ganz ruiniert, und er bäte den Kaufmann, ihm wenigstens einen Teil der Ausgaben zu ersetzen, die er seinel- wegen gehabt habe. Die bescheidene Summe von lOOllg Dollar würde ungefähr den Verlust decken und ihn instand setzen, wieder anzufangen.... Der Kaufmann hatte wirklich Mitleid mit ihm, doch nickst so- viel, um ihm 10 000 Dollar zu zahlen. Ein anderer Kaufmann hatte ein« Art Freundschaft nnt seinem Kidnapper geschlossen, und als dieser hingerichtet werden sollte, fand er sich auf dem Exekutionsplatz mtt einer großen Flrlch- Unttm-B>«r(Iber norwegischen Brauerei) ein. als letzte Aufmerk famfett für den zum Tode Verurteilten. Der Kidnapper trank das Bier, rülpst« anerkennend— ein Akt der Höflichkeit in China—, wttttte seinem Opfer Lebewohl zu und fiel. •l*!enDangen für»tele ftubttl stob «»»lt» SW«.£imtca!txa8t S. 0 parieinachrichten�W�für Groß-Rerlin fttt* an da» SettxtaIctKtartat L fiaf. 2 Zrappea recht», ja richten L»reis. Di» Abteilungen werde» gebeten, die I-nu-r.»-n,ertiortrn spSte. stens bis Montag im Bollsbildungsamt oder beim Senossen»rllger ad. 17. �rci5"�Bildungsausschv� Sreita� 18 Uhr, wichtige Sitzung de» Bildung� auslchuffe, in der Bibliol nichtige Sitzui Weichkelstr. 2». Wahl de» Sbmanne» usw. Mpelquartett de» Deutsche» Freidenker. D-rbonde-, Rezitationen Martha n. Eintritt srei für alle Mitglieder nebst ihren Tngehbrigcn. , Sonntag. 14. Februar, Wanderung«an Erkner zum«erlsee. Treis. »uult 8 Uhr Warschauer Brücke..... TS. Abt. Heute, Freitag, 12. Februar,» Uhr, Zusammenkunft der»reis. delegierten bei Natho, Prinz-Georg. Etr. U>. »8. und 108a.--------- abend, rgeld wird erstattet. J4a»."Sbt. Freitag, Sonnabend, Sonntag»on»—10 Uhr liegt das„Eiserne Buch" auch bei Schulz sfrilher Behnk«, setzt»ino), Oranienburger Straße 88— 8S, zur Einzeichnung aus. vrbeiksgemelnschaft der Sinderfreuade Groß-Serlin. Abt. Lichterselde: Freitag mutz ausfallen. Fahrt nach Bbilipv». tal Sonntag, 14. Februar, 0% Uhr, Bahnhof Lichterfelde-Ost. Kasten tzn Pf. Sicukölla! Dl« Elternobleut« kommen heute 20 Uhr zu einer jp wichtigen Beiprechung in der Barock« Danghoferstraße zusammen. Die Gruppenführer geben heute in be» Gruppen folgende, bekannt: W/X�n-M Scimnachmiltog für alle Falken am Sonntag 17 Uhr im Heim Bergstr. 20, Ausgestaltung Abt. Lichikampler.— Helserkrei,: Unsere Helferver- »nstaltung findet am Sonntag. 14. Februar, 20 Uhr, im Heim Kanner Straße statt. Bringt interrsstertc Genossen mit. Der Falkenrat tagt Mpntag, 18. Fe- druar, 18 Uhr, Baracke. Sterbetafel der Groß-berliner Partei-Organisation 108. Abt. Rosenstr. Andenken.. xrematorium Unser bewährter Funktionär, der Genosse Willi Rähnsch. Ehre seinem ' im . 2, ist im Alter»on 80 Jahre» plötzlich»erstorben. Ehre seine n! Die Einäscherung findet am Sonnabend, lZ. Februar, 18 Uhr, i >iium Baumschulenweg statt. Wir bitten um rege Beteiligung. HSozialiflischeArbeiterjugmdGroß.Verljn Einsendungen sstr diese Rubrik nur an»a« Jngends�retariat Berlin EW«8. Lindenstraß» 2.»or» l Trepp» rrcht». Proletarische» Orchester der EAJ.: Um 17 Uhr im Berliner Theater, Thor. lottenstr. 00—02, Generalprobe. heule. Freilag. 12. Februar. 19% Uhr: KAlnischer Park: Waisenstr. 18:„Programm der NSDAP."— zentrnm: Waifeicktr. 18:„Reue Einstellung der Arbeiterjugend".— Hansa: Bochumer Straße 8d: Arbeiterführer:„Marx, Eugel», Lassalle".— Raabit l: Waldenser- Praße 20— 21: �liitgliederversammlung.— Moabit II: Lehrter Str. I8-7IO: Probl ;Is, Lassalle". _ Moabit II: Lehrter Str. 18—10:„Da» Problem des Ratiänalismus".— Sportpalast: Senthiner Str. 17: Falkeuabend. — vosundbrnnnen ll: Kolonie str. 8: Arbeitsgemeinschaft.—»ndreaspla» I: Brommystr. l:.Sozialismus— Anarchismus".— Zrantsnrter furter Allee 307:„Kirch- und Freidenker".— Peternburner strahe 12: Madelabcnd.— Stralnuer viertel: Goßlerftr. 81:„Sie Abrüstung». viertel: Frank. viertel: Eoertp. konfcrcnz".— Warschauer viertel: Warschauer Str. 18:„Arbritsdien Warschauer viertel, R. F.: Litauer Str. 18: Liederabend.— Luisenstabt: nasser» �___________________ ,J____- Schönrberg 1: hauvtstr. 15: Fahrtenbesprechung.— Schoneberg II: Hauptstc. 15:„Eduard Lernsteins Leben und Wirken für die Arbeiterschaft.— Chaelottenbnrg: Rosinen. straße 4:„Was geht in Spanien bor".— stharlottcnburg Rord: Siemensstadt, Jungfernhcidcweg:„Warum bist du arbritslas?"— Ehariottenburg-Siid: Goethestr. 12: Arbeitsgemeinschaft.— Lpanban: LInbenufer 1: Keimabend.— Lonlwitz: Lchulstraße:„Reparationszahlungen".— Lichterselb«: Albrechtstr. 14«: „Die fülle ich meine Funktia» aus?"— Steglitz N: Fleinmingstr. 14:„Was ist Sozialismus?"— Marienbaef: Dorfstr. 7: Kurzreferate.—»ritze Porchimee Allee, Schule: Arbeilsgeineinsthaft.— ReukiM» I: Hobrecht. Ecke Sanderstraße: �Tagespolitik".— Reulllln II: Steinmetzftr. 04: Echallplattenabend.— Ren- Win III: Ziethenstr. 58:„Dir und unser« Eltern". MM .Warum bin ich in der«ewerkschast?"«eukölln VI: Treptow« 95—06: Jüngere nzusammenkunft.— Reuköll» VU: Karl.Marx.Ech nie; und Pflichten im Betrieb".— Neukölln IA: Schierkestr. 44: llptan» aw- Abend.— Neukölln X: Bergstr. 29: Arbeitsgemeinschast.— Reu. tlung.— vaumschnienweg: Ernst. Johannisthal: Rathaus: Arbeits- renobend.—"'" töll» XI: Flughasenstr. 68: Mitglied ernersammlung.— Banmli straße 16: Diskuiston:„Die Eiserne Front".— Johannisthal:? gemeinschaft.— Treptow: Elsenstr. 8: güngerenobend.- Bohnebars: Wachtel. straße 1: Lichtbilderabend.— Fallend«,: Semeinichasishaus: Liederabend.— Köpenick I: Grünauer Str 5: Kundgebung im Stadttheater.— Friedrichsselb«: Guntersir. 44: Mustkabcnd.— Reu-Lichtenberg: GAK. si».„ 3 H«d�iße:ß Gunterür. 44: Heimabend.— Karlshorst: Treskowalle» Reu-Lichtenberg: Dunterstr. 44:„Moderne Jugenderziehung".— Lichtenbergs Mitgliederversammlung.— Lichtenberg-Rordwest: Dosse- Rard, Sunterstr. 44: raße 22: Leseabend.— WahUbors: Melanchthonstr. 83: Uebungsabend.— ickendorf-oft: Lindau« Str l:„Sexuelle Fragen".— Wittenau: Haupt. chule:„Das Kommunistische Manifest".— Karow: Frundsbergsrr. S: — Riederschöuhanse»: SIndeostr. 47:„Tagespolitik".— Lichten- Heimabend. Wrrbebezirk Ritte: Elisabethkirchstr. 18: Bortrag:„Fürsorgeerziehung". Werbcbcoirl Preu'lan« Berg: Altersheim Donziger Str. 82: Werbebezirks. spricht über„Soziolifierung". All« straße 13, Schule:„Das Kommunistische Manifest".— Karow: Frundsbe- .Lollfragen".— Rieberschönhause»: SIndeostr. 47:„Tagespolitik".— berg- Mitte: Heimabend. Mitgliederversammlung. Genosse Suhr Srupxenveranstultnnse» fallen au». Allgemeine Wetterlage. Reukäl» IV: Sann« �.I�ödn A332,abds. Otwikanlos.® heitor.Ohaib bedeckt •wolkig.MbcdeektnRegen�Grauprln �NebelUGewiHecigWltKiaille Im Westen und in einzelnen Teilen Mitteldeutschlands war es am Donnerstag heiter. An den Küsten der Nord- und Ostsee kam es dagegen zu leichten Echneefällen. Sie waren durch«ine Rand- störung hervorgerufen, die von einem russischen hoch nach Westen zu in das nordwestliche hoch hineinreichte Die Störung wandert nunmehr recht langsam weiter nach Süden. Am Freitag dürfte sie den Main und Schlesien erreicht haben. Im Nordosten wird sich das Wetter nach ihrem Abzug rasch besiern. Am Ende der Woche wird da« zwischen Jan Meyen und Spiij&etgen liegende Tief Einfluß auf unser Wetter gewinnen. » wetleraussichteu für Verlin: Wolkig bis heiter bei auffrischen» den Nord- bis Nordostwinden, im ganzen Milderung des Frostes, vereinzelt leicht« Schneefälle.— Für Deutschland- In der südlichen halste ruhig und sehr kalt, in West-, Mittel- und Südostdeutschland stark bewölkt mit Schneefällen, im Norden und Nordosten wolkig bis heiter und im ganzen milder. Gewiimanszug 5. Klaffe 38. Preußifch-ELdbelllfch« Staals-Lotlerie. Ohne Gewähr Nachdruck verboten Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefalleu, und zwar je einer auf die Life gleicher Nummer tn de» teide» Al.cimnz:» 1 und II 3. Ziehungstag 11. Februar 1332 In der heutigen Bormsttagsziehimg wurden Gewinn« über 403 M. gezcz» 5«ewi-me 1» 10000 W. 2S9366 4 Gewinn, in 5000 M. 7283 38202 12 Gewinn. 1» 3000 M. 52023 90425 103859 218612 242842 327011 44«»toinn. in 2000 AI. 37151 39385 80808 857al 83109 91422 146022 153203 172435 175775 176092 237753 258682 260325 274353 235831 288238 333057 336507 346538 361639 374818 98»«winn«« 1000 Kll. 16535 24595 39183 49328 80940 81050 85973 100244 100469 108031 106251 109845 109853 113455 129903 137710 142897 162188 163942 170235 172174 173200 184073195227 193299 205662 212397 215360 217191 237688 239065 242757 252633 256031 262035 267719 273574 274048 289530 313212 332615 339361 366332 368952 3S9844 375134 378335 394743 397727 178 Sewim,« ,n 500 Dl. 5387 7570 7998 13643 17843 1 8570 19725 -----.------------------- zz?? 48654 49906 54353 59703 020 91288 98333 100533 112211 31452 35032 39104 39828 43705 43377 72594 8011 5 82576 83335 84980 86020 9 113163 127810 123747 134100 138972 140390 147060 149357 149839 177333 181233 184759 195623 198502 201790 208989 209782 219997 220026 227790 228021 236574 238116 241031 246320 249867 250633 251088 231799 259278 266352 271053 276875 281651 281783 282877 283539 284912 265371 287392 292613 295920 297243 304309 307785 314399 320338 324769 326898 327298 333569 339369 342324 355650 361943 377883 384677 386473 389089 391921 393258 397100 3n der heutige» Nachmittagsziehmig wurden Gewinne über 400 M. gezogen S Gewinn»« 25000 98. 39147 6©«Bten» in 10000 OL 55566 88072 151840 8 Gewinne« 5000 W. 41103 90462 112233 15?SS1 20 Gewinn»>n 3000 911. 330S5 35933 48386 66443 103184 122940 261621 298782 352778 390092 66 Gewinn» ,» 2000 9r. 1267 4829 38085 50149 56623 84346 87121 103045 100348 101471 110109 111145 125032 126029 133326147626 153048 172068 185971 196605 196519 226702 231 321 233512 234447 267077 309469 324812 325542 333238 374715 377467 379578 106 Gewinn» ,n 1000«1. 27946 45140 53493 50520 64085«4129 80002 81018 91019 100923 110367 122851 124078 124400 126798 129301 131822 136084 16945S 174643 188675 194772 199606 203871 209383 236433 241599 233732 259597 260975 262969255328 276645 279133 287923 292009 292611 294363 294922 300846 310340 311674 31 8837 322153 325412 337508 341741 343235 352814 3561 72 364580 375982 379018 163 Gewlnr» nt 500 9R. 1267 2176 3563 9798 17817 19599 24408 29057 38286 39762 42714 43579 56409 53653 66570 70751 74107 74923 78709 3I52S 81578 83202 90416 91929 93063 109643 114620 139702 159657 159990 161041 163516 164422 169380 171280180619 183095 192567 195360 198720 201538 221359 226797 228595 237243 237995 243018 245946 245999 243422 253157 265823 266345 257301 269131 269217 27227.7 279620 281594 285668 295958 301096 303447 315494 317016 317673 322978 333709 337898 339036 340409 332549 352803 332245 362930 363333 370941 378130 379529 383717384102 384949 383948 396153 Im Gewinnrad« verblieben: 2 Prämien f« zu 500000, 2 Ee» 10'nne zu je 600000, 3 zu je 300000, 2 zu je 200000, 4 zu je 100000, 6 zu je 73000, 10 zu je 50000, 28 zu je 250 X), 178 zu je 10000. 480 zu je 50 O, 833 zu je 3X», 2538 zu je 2000, 5352 zu je 1000, 8903 zu je 500, 26643 zu je 400 Mark. Obst und GemusG Erdnüsse................. m 6,28 Mandarinen............ pid.0,18 Blutapfelsinen....... s pm 0,92 Jafla-Orangen...... 3 pm. 0,70 Zitronen............. Dsisad 0,20 Bananen............... 3 pm. 0,76 Tafeläpfel..._ amerik........ Pfd. v.OySO 3PLO968 Möhren g,»»«ebe»..... 3 pm. 6,10 Sellerie.................» PM 0,20 Urünhehl................ PM.t',C5 Rot» o�er Weisskohl pm. 0,06 Zwiebeln................ PM. 6,16 Apfalsinen....a pm. 0,46| Wurstwaren Süizwurst................. PM. 0,69 Speckwurst n.Tbsr.iTt.. Pia. 0,69 Landleberwurst....... pm 0,79 Jagdwurst.............. pm 0,80 Mettwurst Br» hw Art, PM. 0,78 Wiener Würstchen... pm. 0,88 ff. Leberwurst.......... Pm.O,OB Zerveia? od. Salami.. pm 0,98 Corned beef............ pm. 1,09 Zerve.'at w... pm. 7,10 Teewurst Min........... pm 1,18 Schinieenspeck X...... pm. 1,18 Muüschinken............ pm. 1,30 Gek. Schinken.......«/, pm. 0,28 | Dampfwurst. pm. 0,68| Gemüse- Konserven Kolsererbsan............... 1,30 Junge Erbsen mitteifei».... 0,74 Gem. Gemüse(»j»........ 1,29 Gem. Gemüse mittel....... 0,89 Leipetezor Allerlei........ 6,78 Kcrolten(«würreit.......... 0,38 Spinat........................ 0.42 Feine junge Schnitt- u.Brechbohnenl1 iDos.0,52 mmm Prall« nur traUua«."Voanoband.— Man-ganobaoba vortaholian.- Varko-t»ewalt Varrot.- PlalMh u. lalchivcr ar'Ich* Waran Ün4 asm Var»aa4 aDigaschlosian.- Dia Zvscnckang«an Labanfmlltaln> «riotgt bei Castallung van S.ÖOMark an. Fi9che,Raucherwaren 'Seelachs gr.,aK„i,c». pm.». 0,14 'Rotbars............ Pfd. tob» ,20 'Marian«. Kopf. t.(«nee». Pia. 0,22 'Kabellau o. Ptd.*. 0,24 *Kabel|auflletbraUerUr,p;d. 0,«2 'Scholien........ s Pfd. ton O 44 'Grüne Heringe... s pm 0,39 'leb. Spiegelkarpfen 2 bis 4 Pld. eeSwer........ Pld.» 0,68 Bücklinge(Makrelen) PML von 0,20 Sprotten................. pm. 0,28 Schellfisch gerAnehert....PM 0,32 Seelachs gerlDcbert...... Pfd. 0,38 Motbars eerSealiert...... Pld. 0,48 Bratherlngo... i-uter Daae 0,90 Fettheringe in Tomate», Dose t',90 Makrelen i.Tom �r.ovalevoee» ,98 DIsardlnensDo» a.sv.zno,. 0,88 *1« oUan Häuiam oaue« Andreannam Wild und Geflügel Kaninchen gest>ei.'ta.auegevoif„ Pld.v. 0,80 Hasen».»irellt und aneeeeorle». Pfd.». 6,78 Hirschhiälter................ pid. von 0,96 Wiidraacut.................. psd.»o» 0,2u .lennü/.ner«ri»-b........ Pfd. von 0,70 Igar.uhner Refroren...... Pfd. von ä,70 Suppe Wal«. Gänse ÄÄ, 0,52 Kassier mild, PM. von 0,70 RUckenfett brat erti-...... I M 0,98 Kalbsroulacle remiit, M V n 0, 4 Roastbeef Obne Knochen. Pfd. t. 0,98 Ed Frisches Fleisch Kalbskeule bspin« odgeund.». 0,98 Kalbsschnitzel..... PM.von 1,18 Kalkskotelelt.......... pm. 0,82 Schweinebauch». B e.. pm. 0,62 Schwelneschulterblattpu 0,64 Schweineschlnk. n»«». cid 0,86 Schweineschuft o. Big. pm. 0,74 Schweinekamm» Big.. Pfd. 0,74 Schweinekotelett pfd. von 0,78 Elsbsin m.rtzitrdem.repvkell.Pkä. 0,94 Schweinekäpfe mü Bt-j» n. 0,36 üchweirenieren....... prd. 0,70 Hamme vorderfl. pm tos 0,74 Suppenfleisch...... pm van 0,4i Gehacktes............... pm 0,50 Schmorfteiech». Km. pm t 0,74 Rinderleber z tr» en...pm 0,74 Himmel verde rfl.-etrPfdv.C, 44 Spezial- Ap.'el wein herb.... Lg.lnseliamosvoiisaas}Ltr• 3 Alter Malaga danket..... J s LUer 7>oa •«kr«rteiikatt» flngeüote IM8erer Vieis Idtelluilg �..»bnen«.!»- t.'aa enlgar.nmmaot I.! er j Krim-Rotwein 400 in sebe gnter. voller Qna'itöt' Unser« S»e»lallt4ten: Liter 1 ÜU Edenkobener.......... n, 0,85 >'IOer O'Jcrhaorit.Malkamrrarorl l 0,79 30 rTrcIser Treppchen... n.O,S5 29.rl!ebf. aumilchweis»s«!jkjf.n0 95 Szudak" Krim-Botvreln........ FL t ,00 DSIltSCtter Weinbrand 400 Oppei m.-Cabinetrrjotu�iom, n2,2i. iam. Ron• Verschnitt/,.............. pm e,8s tlailänrler to-i,......... pm 0,89 EmmGntha:ero.Eü.,30|.pm. 0,5.8 Schwa'zsr volUett.... PM von 0,5S Ron- oder Braren- schmolz............. P.d 0,42 Obst-Konserven Apfelmus.................... 0,43 Birnen tnlbe Kraoht.......... Oj'iO Erdbesren................... 1|10 Klrscnen»». mit sirm...... t),S0 Sauerkirsclion mit stein... r,Sb Prsisscibeeren............ 0,39 Stachelbeeren..........0,70 Span. Aprikosen- kompott......'Ii Do»eP,OE WEISSEN WOCHEN Salt mehr als 3 Jahnahnten die grösste und beste Einkaufsmöglichkeit für weisse Waren aller Art. Seit mehr als 3 Jahrzehnten das Fest der Hausfrau HERMANN V