BERLIN Mittwoch 12. Aebniar 1932 10 Pf. Jlr. 80 B 40 49. Jahrgang ErscheinttSqlich außer Sonntags. Zugleich Abendausgabe des»Vorwärts" BeSvgspreis für beide Ausgaben 75 Pf. vro Woche. 3,25 M. vro Monal (davon v?'Vf. monatlich für Zustellung ins Haus) tm voraus Mlzldar.'v o st b e j u g 3,97 SR. einschließlich 60 Pf. PostjeitungS und 72 Pf. Postbestellgebühren. S]icUauk$aße Aeh Anzeigenpreis: Die etnsvalttge Milltmeterzetle 30 Pf» Reklamezeile 2.— M. Ermäßigungen nach Tarif,'vostscheckkonlo: Borwärts-Verlag G. m. b. H.. Berlin Rr. 37 53«.. Ztx Verlag behält(Ith das Recht der Ablehnung nicht genehmer Anzeigen vor' Redaktion und Expedition: Berlin SW 68, Lindenstr. 3 Fernsprecher: Dönhoff 7) 292—297. Getarntes„Geländespiel" Oer„Volkssport" des Naziführers Helldorf. Zu den Nachrichten über nationalsozialistische Hebungen auf dem Truppenübungsplah Döberih. die wir am Dienstagabend wieder- gegeben haben, wird von zuständiger Stelle erflärt: Der Tatbestand ist. dasz die Erlaubnis, an Sonntagen den Truppenübungeplah Döberih zu sogenannten Geländespielen zu benuhen, nur unpolitischen verbänden erlellt wird. 2ius die Tlachrichten, daß es sich bei dem..volkssporloerein" um gelarnte Nationalsozialisten unter Führung des Grasen helldorsf rehandelt habe, ist eine Untersuchung an Ort und Stelle von Vertretern des Reichswehrministeriums, des preuhi- scheu Ministeriums de» Innern und des zuständigen Landratsamte» gemeinsam eingeleitet worden. Sie hat zu der Feststellung geführt, dasz der„verein für deut- scheu Volkssport" dort keine militärische Ausbildung getrieben hat. Ob dieser verein als nationalsozialistisch anzusehen ist, soll die weitere gemeinsame Prüfung durch die drei genannten Stellen ergeben. Sollte sich dieser Verdacht bewahrheiten, dann wird die Erlaubnis zur Beuuhung des Geläudes sofort widerrufen werden. Republikaner schuhlos. ?ieich6innenminister sieht tatenlos zu. vraunschweig. 17. Februar.(Eigenbericht.) wenn beim Relchsinnenminl ster eine sozialdemokratische Beschwerde über das ungesehliche. gegen die ttotver- ordnungen verslohende Treiben der hiesigen Nazis ab- gegangen ist, überläht das Reichsinnenministerium d'e Erledi. g u n g der Beschwerde ausgerechnet dem Nazimi nister Klagges. gegen den sich hauptsächlich die Be- s ch w e r d e n r i ch l e n! So ist e» auch seht wieder mit der B e. schwerde des Abgeordneten Iunke gegangen, der reiches Material über die Umtriebe der SA. aus Braun- schweizer Boden beigebracht halte. Groener begnügt sich in seiner Antwort mit den Darstellungen des Herrn Klagges und lehnt ein Einschreiten ab. beispielsweise wegen des p o st e n st e h e n s vor den S2l.-Kasernen und wegen der Kleidung dieser Posten. In dieser weise bleiben d'e zahlreichen vergehen der hakenkreuzler ungesühnt. Die republikanische Bevölkerung des Staates Braunschweig kann es nicht begreifen, dah sich die ver- oi tworklichen Reichsinstanzen gegenüber den Nazis von einer völlig unangebrachten Milde zeigen, die nur mit neuen Herausforderungen und noch stärkeren Provokationen beantwortet wird, vis heute ist vom Reich noch nichts erfolgt wegen der dienst- b.chen Unterstellung der braunschweigischen Polizei nnler das Rom- mando der S2L bei den Absperrungen am 17. und IS. Oktober v. Z.. ebensowenig wie gegen die Aneignung der Polizeigewalt durch die Nazis vorgegangen ist. Der Gauvorstand des Reichsbanners Schwarz-Rol-Gold Braun- schweig hat eine Belohnung von S00 M. für die Ergreifung des Mörders des Reichsbannermannes Kurt Meier ausgefeht. Klagges hatte behauptet, dasz Meier von den eigenen Gesin- nungsfreunden erschossen worden sei, während die Zeugenvernehmungen durch den Gauvorstand de» Reichsbanners ganz deutlich bewiesen, daft der tödliche Schuh aus einer Gruppe Nationalsozialisten gekommen ist. Meier wurde vor den Fabriktoren des Miag-Konzerns erschossen. Reichsrat gegen Reichstag. Der Sparkommissar im Haushaltsausschuß. Der haushaltsausschuh des Reichstags begann seine heutige Sitzung mit vertraulichen Berichten über verschiedene Reichsbeteiligungen und Reichsvcrluste(Bad Salz» brunn, Schichau, Mannesmann und Stock-Motor). Danach folgte eine Reihe von Berichten aus dem ständigen Unterausschuh an den Lzaushaltsausschuh, z. B. über einen Einspruch des Reichs- r a t e s aus Rückgängigmachung der Umwandlung von Assistenten- stellungen bei den Landesfinanzämtern und den Versorgungsdienst. stellen. Es handelt sich dabei um 2000 Beamte. Besondere Aufmerksamkiüt erregte es, daß der Spar- k o m m i s s a r sich an den Verhandlungen durch eigene Stellung- nähme beteiligte. Der Sparkommisiar hat«s bisher fast immer vermieden, sich dem Parlament gegenüber zu äußern. Herr Saemisch ist der Auffassung, daß jene Stellenänderung nicht aus sachlichen, sonder» nur au» persona lpolitislhen Erwögungen vor- Die Konkurrenten. genommen werden soll«. Das sei zumal in den gegenwärtigen Zeitläufen unmöglich. Gegen den Einspruch des Reichsrats wandten u. a. sich die Abgeordneten R o ß m a n n(Soz.) und Dr. V ö l t e r(Soz.). Der Einspruch des Reichsrats wurde abgelehnt. Nunmehr muh der Reichstag mit Zweidrittelmehrheit diesem Beschluß noch zustimmen. Hugenberg tagt. Sitzung des deutschnationaten Parteivorstandes. Zlm Mitwochmittag ist im Reichstag der P a r t e i v o r st a n d der Deutschnationalen unter Vorsitz hugenbergz zu einer von den Landesverbänden und den Fraktionen sehr stark beschickten Sitzung zusammengetreten. Er wird sich in der Hauptsache mit der Retchspräsidentenwahl und mit den Neuwahlen in Preußen und anderen Ländern zu beschäftigen haben. Hitler hat am Dienstag in Düsseldorf eine seiner groß- spurigen Reden gehalten, in der er ankündigte, er werde jetzt das Schicksal Deutschlands denen aus der Hand nehmen, die es bisher führten. Die Demokratie müsse vergehen! Im 2lnschlub an die Versammlung kam es zu vielfachen Zu- sanrmenstößen mit Arbeitern. Oer vorfichiige Stahlhelm. Hitlers Brief an Seldte. München, 17. Februar. Der„Bayerische Kurier' nimmt in seiner Mittwochausgabe zu dem Dementi des Stahlhelm zu dem angeblichen Brief Hitlers an den Stahlhelm Stellung und schreibt u. a.: „Dieses Dementi tragt nicht etwa die Unterschrift von Herrn Seldte, sondern die der Pressestelle des Stahlhelm. In unserer iBerössentlichung teilten wir ausdrücklich mit, daß der Brief Hitlers an Herrn Seldte persönlich gerichtet war. Das Dementi der Stahlhelmpressestelle spricht nun davon, daß bei keiner Dienst- stelle des Stahlhelm ein derartiger Brief Hitlers eingegangen sei. In unserer Verössenilichung wurde ausdrücklich bemerkt, daß der Brief an Herrn Seldte persönlich adressiert war. Wir stellen fest, daß Herr Seldte selbst ebensowenig zur Sache eine Erklärung abgegeben hat wie etwa bisher Herr hiller oder das Braune Haus. Weiter stellen wir fest, daß die tatsächliche Handlungsweise des Stohlhelm in der Frage der Prä- sidentenwahl sich, völlig deckt mit der Forderung, welche Herr Hitler' in dem von uns oerössenUichten Brief an Herrn Seldte gestellt hat. Schließlich weisen wir mit Nachdruck daraus hin, daß der Hitlev-Brief uns von derselben Stell« übermittelt wurde, welche uns den Brief des Stahlhelm vom 11. Dezember 1931 an Hitler übergab. Damals mußte der Stahlhelm auch durch Stillschweigen die Echtheit des von uns veröffentlichten Dokumentes zugeben. Wenn nun diesmal der Stahlhelm(nicht Herr Seldte) erklärt, daß bei keiner D i e n st st e Ii c des Stahl- Helm ein derartiger Brief eingegangen sei, so stellt er hier etwas richtig, was vom„Bayerischen Kurier' niemals behauptet worden ist. Eine völlige Klärung der ganzen Zlngelegenheit wird eintreten, wenn die Antwort unseres Gewährsmannes, mit dem wir uns in Verbindung gesetzt haben, vorliegt.' Räch Lavals Sturz. Das Ende der reaktionären Wahlreform. Paris, 17. Februar.(Eigenbericht.) Das Votum des Senats, durch das die Regierung Laval gestürzt worden ist, wird von der Rechtspresse natürlich scharf kritisiert. Der radikalen Presse erscheint der Sturz der Regierung ganz natürlich. Sie stößt aber keinerlei Iubelgeschrei aus. Die„Republique' sagt, die Republik habe sich verteidigt, und„Oeuvre" schreibt, daß das Argument Lavals, in diesem Augenblick die Kontinuität der Außenpolitik zu wahren, nicht stichhaltig gewesen sei. Der A b- gangBriands habe gezeigt, daß die Kontinuität der französischen Politik selbst nach der Ansicht Lavals nicht notwendigerweise die persönliche Permanenz erfordere. Der sozialistische„Populaire" drückt seine Freude darüber aus, daß jetzt die Wahlreformvorlage in nichl mehr zusammenfügbare Slücke zerschmettert ist. Das Komplott gegen das allgemeine Wahlrecht sei zunichte gemacht. Die nächste Wahl werde der nationalen Souveränität erlauben, ihren Willen unverfälscht zum Ausdruck zu bringen. Die sozialistische Partei könne ihre völlige Propagandafreiheit bewahren. Das sei für die Sozialisten das große Ereignis des gestrigen Tages. Es scheint, daß der Präsident der Republik nicht de» Versuch der Bildung eines neuen Konzentrationskabinetts machen wird;„Echo de Paris" meldet, daß herriot und eine große Zahl der Radikalen gegen ein solches Kabinett seien, das wahrscheinlich auch sofort von der Kammer g e st ü r z t werden würde. Zahlreiche Vertreter der verschiedenen Regierungsparteien haben in einer zwanglosen Sitzung durch eine Tagesordnung ihre Entschlossenheit ausgesprochen, ihr Vertrauen nur einer Regierung zu gewähren, die die Politik der M e h r h e> t, so wie sie von Poincarö, Tardieu und Laval geführt worden ist, verteidigt. Das„Echo de Paris" nimmt an, daß Paul Boncour oder, wenn dieser ablehnt, Tardieu die besten Aussichten haben, das neue Kabinett zu bilden. Tardieu— der von Gens zurück- kehrt— würde von der Mehrheit der Kammer sehr begrüßt werden und auch im Senat nicht auf großen Widerstand stoße», wo sein Ansehen seit einigen Tagen sehr gestiegen sei. Auf keinen Fall werde der Präsident der Republik die Kammer auf- lösen. Er werde es der neuen Regierung zur Pflicht machen, ein Wahlgesetz sowie das Budget in der Kammer und ini Senat ver- abschieden zu lassen, die Vollmachten der Abrüstungsdelegation zu be- stötigen oder neue Delegierte zu ernennen, Delegierte für die Lausanner Konferenz zu bestimmen und das Wahldatum festzulegen. ist Ministerpräsident Laval empfing Dienstag abend im Außen- Ministerium die Vertreter der sranzösischen Presse und sprach ihnen gegenüber die Hoffnung aus, daß die Krise im Interesse des Landes so schnell wie möglich gelöst werde. Cr kündigte an, daß Tardieu am Freitag früh in Paris eintreffen und daß an seiner Stelle Senator Paul Boncour die Führung der französischen Delegation in Genf übernehmen werde. Falls Paul Boncour zu einer Aussprache mit dem Präsidenten der Republik nach Paris gerufen werden sollte, würde Abgeordneter Fabry ihn vertreten. Der Wunsch des Ministerpräsidenten nach einer möglichst schnellen Lösung der Krise dürfte kaum in Erfüllung gehen. Der Gegensatz, der schon seit längerer Zeit zwischen der Mehrheit der Kämmer und dem Senat besteht, wird die Bildung einer arbeits- fähigen Regierung sehr erschweren. Man nimmt heute abend allgemein an, daß der Präsident der Republik einen Senator zu sich berufen und ihm den Auftrog erteilen wird, ein Konzentrationskabinett zu bilden Als aussichts- reichster Kandidat für das 2lmt des Ministerpräsidenten wird Senator B a r t h o u genannt. Selbstverständlich würden die Radikalen einer solchen Konzentrationsregicrung angehören. Die schwierigste Aufgabe wird darin bestehen, Vertreter der Rechtsparteien für die Teilnahme an der Regierung zu gewinnen, die sich in den politischen Die neue Aktion Bureschs. Verzweiflungsschrei und Znnenwirtschaff. Dl« bereits getaeldete Aufforderung der deutschösterreichische» Regierung uu alle andere» Staaten, ihr zu einer Erweiterung des Wirtschaftsrauures der deutscheu Douaurepublit zu verhelfe», ist ein Verzweiflungsschrel. Trotz allen Bemühungen gelingt es nicht, eine neue Zt«s» landsanleihe durch die BIZ. zu erlangen. Die überaus scharfe Devisensperre zur Aufrechterhaltung der WSH- rung drosselt nicht nur die Einfuhr von Rohstoffen für die noch arbeitende Industrie, sondern bedroht auch die Einfuhr sonst wichtiger Auslandswarcn. Das Massen- elend ist grenzenlos— dabei scheut man sich aber nicht. den Hungernden zu demonstrieren, daß noch Geld genug im Lande ist. Unter den vielen Tausenden deutschösterreichischer Arbeiter- samilien. die zum großen Teil schon viele Jahre ausgesteuert sind, herrscht um so größeres Elend, als die meist recht kleinen und fast ganz proletarischen Jndustriegemeinden gar nicht imstande sind, auch nur geringe Wohlsahrtsunterstützung zu gewähren. Kürzlich hat eine ärztliche Untersuchung z. B. festgestellt, daß in dem niederöster- reichischen Eisenindustriegebiet Ternitz die Hungersnot nicht nur Erwachsenen, sondern auch schon Kindern den Verlust der Zähne bringt. Jen« noch weit schlimmeren Folgen, die die „große Zeit" vor einem halben Menschenalter in dem Masiensterben an Hungerödem begleitet haben, nähern sich in raschem Tempo. In dieser Zeit ist es herausgekommen, daß die Staatsstreich- regierung des Heeresministers Vaugoin und des Hitlerfürsten Starhemberg vor IM Jahren, bereits nach ihrer Demission. gerade vor ihrem Abtreten, dem damaligen Finanzminister I u ch, der sonst Sektionssches(Ministerialdirektor) im Finanzministerium ist, ein« persönlich«, in die Pension mit einzurechnend« Zulage von 6000 Schilling jährSich bewilligt hat. welche Summ» dem Iahresgehall eines schon recht hohen Beamten entspricht! Um den Holländer van Hiengel für den nicht mehr sehr begehrten Posten des Generaldirektors der verkrachten Kreditanstalt zu gewinnen, bietet ihm die Regierung Buresch II ein Jahres- gehalt von 400 000 Schilding an. Und da verlangt der Holländer noch SO 000 Schilling jährlich dazu und geradezu Allmacht über dieses wichtige Geldinstitut. Zugleich haben die Christlichsozialen, die Landbündler und der Heimwehrmann(ein früherer italienischer Marchese!) im Hauptausschuß des Nationalrats einer Erhöhung des Weizen- zolls zugestimmt, die die„Ginbrennsuppe" der Aermsten verteuern muß. Die Sozialdemokraten und die G r o ß d e u t s ch e n stimmten dagegen. Deutschösterreich, dieses Land furchtbarer Massenarmut, hat heute die höchsten Fleischpreise in Mitteleuropa! Die Regierungspartei der Christlichsozialen aber hat jetzt eben die Hauptsorg« gehabt, einen Antrag auf Studium einer Stände- Verfassung im Ausschuß durchzubringen! Die«.Arbeiter-Zeitung" wirbt. Zur Einleitung einer großen Jugendwerbeaktion setzte Dr. Otto Bauer vor 2300 Wiener Jugendfunktionären auseinander. wie die Kampf- und Hilfsgemeinschaft aller Werktätigen für die Zukunft ihrer Klasse vergänglichen Sensationskitzel aller, auch politi- scher Art an Wert reichlich überwiegt.— Auch für die„Arbeiter- Zeitung" ist ein« große Werbung im Gange, wobei die Preisermäßi- gung auf 1 Schilling pro Woche und von 1,20 Schilling monatlich für Arbeitslose gut« Dienste tut.— Der Schutzbund hat in Wien allein seit der Waffenwegnahm« aus dem Arbeiterheim Wen XVl (Ottakring) 14000 neue Mitglieder gewonnen und fein Wehrfonds ist um zehntausend« Schilling gestärkt worden. Oer Blutreigen Zmmer neue Gewalttaten im Reich Frankfurt». M.. 17. Februar.(Eigenbericht.) Eine neue viehische Bluttat wird aus dem Westerwald gemeldet. Dort hat ein TA.-Man» einen jungen Arbeiter durch einen Messerstich getötet und zwei Arbeiter durch Messerstiche schwer verletzt. Oer angeschossene Ruitler. V a r m st a d l. 17. Februar.(Eigenbericht.) Im Zusammenhang mli dem tllienlat aus dm Zlaziabge- ordneten Bulller des Hefsischen Landlag» wurden am Dienstag zwei Kommuni st eu verhaftet, die vor wenigeu lagen mit Butller und vier Reichsbannerleutm vor Gericht gestanden haben und zu mehrerm Monatm GefSnguls verurteilt worden waren. Die Täterschaft der beiden Kommunisten ist jedoch sehr fraglich.-" * In der Dienstagsitzung des Hessischen Landtags nahm der Führer der Nazifraktion das Attentat«ruf Butller zum Anlaß von Drohungen gegen die„unrechtmäßige" Regierung. Entweder würden exemplarische Maßnahmen gegen die„marxistischen" Mör- der ergriffen, oder die Rationalsozialisten müßten selbst zu Mitteln greifen, die„diese Mörder und ihre Genossen zur Räson bringen". Staatspräsident Adelung wies die Aeußerungen des NazifüUers entschieden zurück. Die Regierung habe ihre Pflicht getan und werde sie weiterhin tun, ohne Ansehen der Person und der Partei. Im übrigen liege nicht nur ein Abgeordneter wegen einer Schußverletzung im Krankenhaus. Der andere ist der Abg. Schäfer, der in Zwickau eine Schußverletzung erhielt. Der Kommunist Rost erllärte, der Täter fei bei der Nazifeme selbst zu suchen. Abg. Zinnkanne(Soz.) stellte fest, daß die Nazis die letzten seien, die sich über Bluttaten zu beschweren hätten, da ihre Führer in allen öffentlichen Versammlungen Gewalt predigten. Die So- zialdemokratie bedauere den Vorfall, werde aber die Untersuchung in aller Ruhe abwarten. * Der Naziabgeordnete Buttler stand in diesen Tagen in Darm- stadt vor Gericht. Er hatte sich in Eberstadt am Wahltag mit einem Dutzend Nazis mit Zaunlatten bewaffnet auf polttische Gegner ge- stürzt. Es wurde vor Gericht festgestellt, daß Butller mehrfach wegen Diebstahls vorbestraft ist. Die Berhandlung ergab weiter Einzelheilen darüber, wie Buttler arbettet. Der von den Nazis benannte Zeuge D i e z e l, der sich selbst als Kommunist bezeichnet, von dessen Mit- gliedschaft aber die Kommunisten nichts wissen wollen, bekannte, daß die Nazis Hechler, Doll und Abg. Buttlcr ihm kurz nach der Wahl drohten, wenn er nicht gegen das Reichsbanner aussage, würden sie ihn wegen bestimmter Straftaten, von denen sie wüßten. verhaften lassen! Buttler mußte das auf Vorhalt auch zugeben, suchte es aber so zu drehen, er habe mit dem„verhaften lassen" zur Einschüchterung Diezels nur gemeint: vernehmen lassen. Die maßlose Erbitterung und Verhetzung, die durch die Nazis in die Bevölkerung von Eberstadt getragen worden ist, wurde im Prozeß hell beleuchtet. Heimtückischer Lleberfall. Saiserslanteru, 17. Februar.(Eigenbericht.) Eine neue hakenkreuzlerssch« Gewalttat erregt hier berechtigte Empörung. Unsere Genossen Parteisekretär Fritz Müller und Bezirkssekretär V ö g l« r waren, von auswärtigen Versammlungen kommend, in einem Lokal um Millernacht«ingekehrt, um noch ein warmes Abendbrot einzunehmen. In einem anderen Zimmer des gleichen Lokals hiellen sich einige Nationalsozialisten auf, die zu einem„Gautag" nach Kaiserslautern gekommen waren. Bald nach- dem unser« Genossen Platz genommen hallen, erschien ein bekannter Hakenkreuzler am Tisch und oersetzte dem Parteisekretär Müller einen Boxhieb ins Gesicht. Als Müller aufsprang, erhielt er wettere Boxhicbe— sogenannte Kinnhaken—. so daß er bewußtlos.Zu Boden sank. Bevor ihm jemand zu Hllfe kommen konnte, waren einige Dutzend von Hakenkreuzlern aus dem Nebenzimmer herbei- geeilt, um jede Hilfeleistung abzuwehren. Als Polizei hinzukam, verduftete der Attentäter und sein« Spießgesellen. Die Befi-Leute lärmen. Boxheimer klagen ober Gewalttaten. varmstadl. 17. Februar. Im Hessischen Landtag kam es am Mittwoch zu stürmischen Auftritten. Der nationalsozialistische Abgeordnete Lenz teilte mir. daß am Dienstag 30 Nationalsozialisten in Bretzenheim bei Main; von mehreren hundert Kommunisten überfallen und beschossen war- den seien und erklärte dazu, Hessen treib« unter der, noch im Amt befindlichen Regierung in den Bü r g e r k r i e g. Angesichts des Bersagens der verantwortlichen Organe des Staates halle die NSDAP, das schleunige Eingreifen der Reichsaufsicht in Hessen für geboten. Bis zur Sicherstellung des öffentlichen Schutzes fordere er die Anhänger seiner Bewegung auf. in jeder Weise von den der Notwehr dienenden gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze des Lebens Gebrauch zu machen. Die Erklärung löste Beifall bei den Nationalsozialisten und Lärm im übrigen Hause aus. Als dann der parteilose frühere kommunistische Abgeordnete Golm äußerte, man müsse sich bald schämen, hessischer Abgeordneter zu sein, erhob sich ungeheurer Tumult auf der Rechten des Hauses. Eine Anzahl Nationalsozialisten drang gegen die Rednertribüne vor. Die sozialdemokratischen und kommunistischen Abgeordneten stellten sich geschlossen vor Galm. Der Präsident war dem Ansturm gegenüber machtlos. Plötzlich erschien Polizei im Hause, was bei den Nationalsozialisten erneut große Erregung hervorrief. Als schließlich die Polizei, ohne irgendwie eingegriffen zu haben, zurückgezogen wurde, verließen die Nationalsozialisten unter Protest den Saal. Der Präsident unter- brach die Sitzung auf eine Stunde. Kämpfen der letzten Zell nicht zu sehr kompromittiert haben. Tar« dieu soll auf jeden Fall aufgefordert werden, das Kriegsministe- rium zu behalten und Führer der Abrüstungsdelegation zu bleiben. Es ist aber fraglich, ob er dieses Anerbieten annehmen wird. Der Appell an Japan. I Einstimmiger Ratebeschluß. Genf, 17. Februar.(Eigenbericht.) Der Rat des Böllerbundes hat in der Nachmittagssitzung nach heftiger Debatte einen Appell des Präsidenten im Namen aller an Japan beschlossen. Der Apell geht von der Ratsempfehlung vom 19. Januar aus, in der die bindende Verpflichtung des Artikels 10 des Vökkerbundspattes eindringlich dargestellt war, der jedem Mitglied die Unversehrtheit seines territorialen Besitzes gewährleistet, ui.d zur sofortigen Einstellung der Feindseligketten auffordert. Zunächst wird dann noch einmal an die G e r« ch t i g- keit und Versöhnlichkeit Japans und an seine verant- wörtliche Stellung als Großmacht appelliert. Dann folgt der in seiner Tragweite nicht zu unterschätzende Satz, daß alle Mächte gleicher- maßen durch Artikel 10 des Paktes verpflichtet feien und kein« der unterzeichneten Mächte den durch das gewaltsame Borgehen Japans geschaffenen Tatbestand anerkennen werde. Der Appell schließt mit der Feststellung, daß China bisher all« Bermittlungs- versucht angeno mmen hat, wogegen Japan die wichtigsten Borschläge abgelehnt»nd die angenommenen nicht e i n g e- halten hat. Neutrale Grenzzonen. finnischer Borschlag auf der Abrüstungskonferenz. Genf. 17. Februar.(Eigenbericht.) Auf der Abrüstungskonferenz erklärten die Vertreter, von Oesterreich, Finnland, Rumänien und Estland ihre Bereitwilligkeit zu entgegenkommenden Verhandlungen über alle Darschläg«. Als neuen Beitrag zur Organisation des Friedens schlug der Finne K 0 s t i n e n den Abschluß von Verträgen als Anhang zum end- gülligen Abrüstungsvorschlag vor, wonach längs aller Grenzen alle Staaten neutrale Zonen errichten sollen. Im Gegensatz zu dem Finnen bewegte sich Rumänien» Außenminister Ghika ganz in den französischen Gedankengängen, begrüßte' den Vorschlag einer internationalen Arme« und schloß sich dem Wunsche Polens an, das potentiel de gnerre(wirtschaftliche Kriegsmacht) in die Konvention einzubeziehen. Gesandter P f l L g e l- Oesterreich ver- wies auf die harten Abrüstungsbestimmungen von St. Germain und unterstützt« alle Anträge, die eine möglichst starke Herabsetzung aller Rüstungen, internationale Kontrolle, Verbot aller Angriffs- und chemischer Waffen, Luftbombardements und Schutz der Zivil- bevölkerung fordern. Reichswehrofflzier erschossen. Ein tragisches Versehen des Wachpostens. Halberstadt. 17. Februar. Der 2Siährig« Reichswehr-Artillerieleutnant Gaus von der 3. Batterie des Artillerieregiments 4 aus Halberstadt wurde bei einer Rande durch den Munitwnsschuppen in den bei Halberstadt gelegenen Thetenbergen von einem Wachtposten nicht erkannt und angeschossen. Mit einem Unterleibsschuß wurde der Leutnant in das Halberstädter Garnisonlazarett gebracht, wo er heute vor- mittag seiner Verletzung erlag. Lebende Kackel. Ein brennender Mensch springt in den Kanal. Eine aufregende Szene spielle sich in der Nacht gegen 142 Uhr in Spandau am Nonnendamm ab. Ein Automobilist hatte plötzlich eine Panne und wollte leichtfinnigerweise mtt einem brennenden Streichholz den Motor ableuchten, um die Ursache des Schadens festzustellen. Plötzlich schlug eine große Stichflamme empor und setzte seine Kleider in Brand, so daß der Mann, ein 3Sjähriger Kauf- wann Herbert Senftleben aus Spandau, im Nu einer Fackel glich Der Verunglückte suchte zunächst die Flamen dadurch zu ersticken, daß er sich aus der Erde umherwälzte, was aber keinen Erfolg hatte. In seiner Not rannte er schließlich zu dem in der Nähe gelegenen Kanal, schwang sich über das eiserne Geländer und sprang i n s W a s s e r, um so die Flammen zum Erlöschen Mi bringen. Infolge der Aufregung und der beretts erlittenen Brandverletzungen oermochte«r sich jedoch nicht durch Schwimmen über Wasser zu halten und drohte unterzugehen. Auf seine Hllfe- ruie wurden glücklicherweise trotz der nächtlichen Stunde Passanten aufmerksam, die ihn mtt vieler Mühe retten konnten. Mtt einer schweren Brandoerletzung am Arm mußte der Kaufmann ins Spandauer Krankenhaus gebracht werden. Der vollkommen in Flammen gehüllte Kraftwagen mußte von der alarmierten Feuerwehr ab- gelöscht werden. Luxusgeschäfl total ausgeplündert. Einbrecher erbeuten für 60000 Mark Wert. Cm Rieseneinbruch wurde heule in den frühen Morgenstunden i« hause Unter den Linde« 53 entdeck«. Dort waren Einbrecher in das Damen-Luxuswäschegefchäft von h. Königs- hausen tu Co. eingedrungen und erbeuteten kostbare Garnituren im Werte von 60 000 Mark. Die Täter sind unbehindert ent- kommen. Die Einbrechertolonne hat wahrscheinlich den Kontrollgang des Wächters abgewartet, hat ihn passieren sehen und ist dann einge- drungen. Innerhalb der nächsten 60 Minuten hat sie dann das ganze Geschäft so radikal ausgeräumt, daß nicht einmal ein Paar Strümpfe übrig blieb. Ahnungslos in den Keller gestürzt. Ein durch Einbrecher verurfachter LLnglückSfall. Auf eigenartig- Weise ist die 25 Jahre alte Hausangestellte Elisabeth Sommer, die bei einem Schankwirt in der Hamburger Straß« in Spandau angestellt ist, heut« früh um 5 Uhr schwer ver- unglückt. Da« Mädchen war in das Lokal gekommen, um sauber zu machen. Hinter der Theke befanden sich die Lichtschalter. Als sie im Dunkeln danach tastete, stürzt« sie plötzlich in den Bier- keller hinab und blieb dort mit schweren Berstauchun- gen hllflo« liegen. Erst die anderen Angestellten fanden sie auf und schafften sie ins Krankenhau«. Di« Kellerklappe ist sonst her-, untergelassen und wird jeden Abend fest verschlossen. In der letzten Nacht jedoch waren ootr einem Nebenkeller aus Einbrecher in den Bierkeller gedrungen, die die Kellerklappe aufgebrochen, die Laden- lasse geplündert, Zigarren und Zigaretten gestohlen hatten und entwichen waren. Das Mädchen hatte m der Dunkelheit von dem Ein- bruch überhaupt nichts gesehen, trat ahnungslos in die von den Ein- brechern offen gelassene Luke und stürzte hinunter. Im Kranken- Hause ist«ine schwere Verstauchung des Rückgrates festgestellt worden. Zugendliche Räuber vor Gericht. Drei werden verurteilt, zwei werden fre. gesprochen. Am 2. Februar wurde der Hausverwalter Struck vor dem Hause Proskauer Straße 34, als er Mieten kassiert hatte und aus dem Hause heraustrat, in den Abendstunden überfallen und seiner Tasche mtt 230 Mark Inhalt beraubt. Wie sich später herausstellte, hatten zwei Räuberkolonnen zu gleicher Zeit den Raubüberfall geplant, die sine war der anderen aber zuvorgekommen. Ihre Mtt- glieder, fünf junge Burschen im Alter von 13 bis 22 Jahren, hatten sich jetzt vor dem Schnellschöffengertcht wegen gemeinschaftlichen schweren Raubes zu verantworten. Das Gericht sprach zwei Angeklagte frei und verurteilte die drei anderen, den Arbeiter Kurt R., den Schlächter Hans Br. und den Maler Ottp Sch. wegen gemeinschaftlichen schweren Raubes zu je 1 Jahr 6 Monaten Gefängnis, billigte ihnen aber mit Rücksicht auf ihre Jugend mildernde Umstände zu. Die sachfifchen Beamien klagen. Dresden. 17. Februar.(Eigenbericht.) Die im LaMiesbund Sachsen des Deutschen Veamtendundes zu- sammengeschlvisenen Gewerkschaften haben beim Staatszerichtshof für das Deutschs Reich Klage gegen das Land Sachsen erhoben mit dem Antrag, alle Reichs- und sächsischen Rotverord- nungen, somett sie das Beamtenrecht betreffen und geändert haben. für verfassungswidrig und damit für ungültig zu erklären. Di- Kläger sind der Meimng, daß die sächsische Regierung nicht be- rechtigt gewesen sei, auf Grund der Notverordnungen dos Reichs- Präsidenten ihre Notverordnungen zu erlassen, da sie sowohl der Verfassung al« auch verschiedenen Londesgesetzen zuwiderlaufen. Politik der Nadelstiche. Zstitrttms-Volz verteidigt ungerechtfertigtes Zeitungsverbot Skukfgari, 17. Februar.(Eigenbericht.) Der Württembergische Landtag beschäftigte sich am Dienstag mit der sozialdemokratischen Interpellation wegen der Beschlag- nähme der„Schwäbischen Tagwacht". Wg. Keil wies durch Gegenüberstellungen zahlreicher Fälle die völlig einseitige Stellungnahme der Politischen Abteilung des Stuttgarter Polizeipräsidiums nach. In den polizeilichen Berichten über die politische Lage, die auftragsgemäß an das Innenministe- rium erstattet werden, seien wiederholt gehässige Wendungen über linksgerichtete Politiker enthalten gewesen. Der von einem Rede» verbot betrosfene Nationalsozialist und frühere Tscheka- Mörder N e u m a n n habe dieses Verbot nicht beachtet. Dennoch sei ihm nichts geschehen. Dagegen sei der K o m m u n i st Schlaffer, EISERNE FRONT) Alle Eintrittskarten fDr den am Sonntag in der,, Neuen Welt" stattfindenden Führerappell sind an die zu- ständ'gen Organisationen abgegeben und vergriffen. Die ortiiGhe Kamptieitung der Eisernen Fron! der nur einige Sätze an eine Versammlung gerichtet habe, sofort verhaftet und schon am Tage danach vom Schnellrichter zu drei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Zwei Wort? einer im ganzen durchaus maßvollen Notiz der„Schwäbischen Tagwacht" von nicht mehr als sechs Zeilen Umfang über das Schneckcntemvo des gerichtlichen Ermittlungsverfahrens in der chochoerratsange- lsgenhsit des hessischen Gerichtsassesiors Best hatten der Polizei ge- nügt, eine böswillige Verächtlichmachung des Reichsgerichts daraus zu schließen, obwohl der Sinn der ganzen Notiz auf das Gegen- tsll, nämlich auf den Schutz der Autorität des Reichsgerichts hm- ausgelaufen sei. Der Vorgang sei ein Beweis dafür, daß die für diesen Akt verantwortlichen Beamten kein Verständnis für den staatspolitischen Sinn ihrer Dienstaufgaben hätten, aber auch den von ihnen auf die Verfassung der demokratischen Republik geleisteten Diensteid offenbar gering achteten, da sonst ihre Begünstigung der Feinde der Verfasiung nicht erklärlich wäre. Diese Pflicht- widrigen Beamten müssen zur Ordnung gerufen werden. Staatspräsident Bolz erklärte, daß er die Beschlagnahme der „Tagwacht" nach dem Wortlaut der Notoerordnung als rechtlich begründet bezeichnen müsse, denn das Reichsgericht fei in der be- treffenden Notiz durch die Anwendung der Worte„I u st i z k o m ö- d i«" verächtlich gemacht worden.?m ein-elnen werde man se nach seiner parteipolitischen Stellung über solche Vorgänge stets ver- schieden«? Auffassung sein können. Aber die zunehmende Verschär- fung des politischen Kampfes, die fortgesetzten Schlägereien und Stechereien in Versammlungen beruhten nur auf der Verhetzung durch die Presse und er befürchte sogar, daß noch eine Verschärfung der Anwendung der Bestimmungen der Notverordnung in der nächsten Zeit erforderlich sein werde. Abschied von Siegfried Weinberg. In der großen Halle des Wilmersdorfer Krematoriums hatte sich heute vormittag«ins große Trauergevieinde zusammengefunden, um dem verstorbenen Genossen, Rechtsanwalt Dv. Siegfried Wein- b e r g, einen letzten Gruß darzubringen, und von einem tapferen Mitstreiter und treuen Freund Abschied zu nehmen Die Halle»er- mochte die Zahl der Erschienenen kaum zu fassen Neben den Ver- tretern der Partei, der Gewerkschaften, den Mitgliedern des 1. Kreises, waren Vertreter des Magistrats, der Bezirksämter, der städtischen Unternehmungen, sowie Mitglieder der sozialdemokra- tischen Rsichstags» und Landtagsfraktion erschienen Die sozial- demokratische Sta dt oerordneten fr aktion, in der Genosse Weinberg sich besondere Wertschätzung erfreute, war mit ihrem Vorsitzenden, Genossen Flatau, und dem Stadtverordneten- Vorsteher, Gegossen Haß, fast vollzählig erschienen. Auch Mit- glieder der Stadtverordnetenfraktion der Mitte hatten sich«in- gefunden, um dem Toten die letzte Ehre zu erweisen Für die Städtische Oper, für deren Förderung Siegfried Weinberg sich stets mit besonderer Liebe eingesetzt halte, war Intendant Professor Karl E b e r t gekommen Di« Totenfeier wurde im Sinne des Verstorbenen in schlichtester Weise durchgeführt. Am Sarge hatten die Parteigenossen der Abteilung, der Weinberg angehört hatte, mit de« Fahne« der Partei und des Reichsbanners Aufstellung genommen Frauengefang leitete die Gedenkstunde ein. Darm sprach ein Angehöriger der Familie Weinberg bewegte Worte über den Dahingegangenen, der stets in treuester Weife Beschützer seiner Familie gewesen sei. Mit großer Hingabe habe der Genosse Weinberg der Sache des Soziallsmus gedient. Schon als Sechzehnjähriger sollte er wegen seiner Mitarbeit an einer sozialdemokratischen Zeitung vorn Gym- nasium relegiert werden. Sein Name werde fortleben im Gedächtnis aller, die ihn liebten, weil er«in Mensch war, der für das Gute und Schöne auf dieser Erde kämpfte. Tief ergriffen hörte dann die Trauerversammlung die Abschieds- worte an. die im Namen der Partei, der Gswerkschaften und der Stadtverordnetenversammlung der Vorsitzende des Kreises Mitte, Stadtverordneter Willi Riese, sprach. Ein tragisches Geschick reiße nacheinander gerade die bewährtesten und beliebtesten Parteigenossen aus der Mitte chrer Gemeinschaft. Den Genossen Weill, Milte und Hoffmann aus dem 1. Kreise folgt jetzt Siegfried Wein- berg, der sich die Liebe und Hochschätzung aller seiner Partei- genossen erworben hatte. Sein Name ist verknüpft mit großen und kleinen Prozessen, die er im Auftrag« der Partei und dor Gewerl- schaften oft in uneigennützigster Weise immer mit der größten Hin- gäbe durchführte. So wie er auftrat in den Prozessen Rosa Lurem- burgs und Hugo Haases, so vertrat er mit der gleichen Leidenschaft- lichkeit die Interessen des Arbeiters und Angestellten. Cr war der Anwalt aller Entrechteten. Sein Lebenswerk war der Sache der Arbeiterschaft gewidmet, deren Leiden er besonders verstand, weil auch er niemals auf Rosen gebettet war. Der beste Dank an den treuen Freund sei die Versicherung, daß seinen Hinterbliebenen nie- mal, die helfende schützende Hand fehlen werde. Möge ihm die Erde leicht feint Friede seiner Asche! Klagende Musik ertönt, die Fahnen senken sich über den Sarg. Ehrerbietig hat sich die erschütterte Trauergemeind« erhoben. Oer neue Gerhart Hauptmann „Vor Sonnenuntergang" im Deutschen Theater Lommunistische Propaganda in der Lasern«. Drei Kommunisten S'ang es in der Nacht, über die Mauer in den Hof der Artillerie- erne von Itzehoe zu gelangen, wo sie Flugblätter anklebten und «mherstreuten. Im Laufe des Vormittag» wurden zwei Personen »erhasiet, die unter dem dringenden Verdacht stehen, sich an der Propagandaaktion beteiligt zu haben. Das Problem des Altwerdens beschäftigte schon den ganz jungen Gerhart Hauptmann. Als Fllnfundzwanzixjähriger oersuchte er den Roman seiner ersten Kunstträume. Der Roman blieb Bruchstück. Ein Bildhauer wollte er werden, einen Bildhauer schilderte er, der den König Lear zu gestallen wünschte, wie er im Wahnsinn tragisch- lächerlich über die Felder hüpft. Karl der Große vergreist seufzend über die junge Liebe, die er nicht an sich finden kann. Der alte Cramer, der hofft, daß in seinem Sohne Michael das Genie auferstehen wird, das in ihm selber verkümmerte. Das sind Hauptmannsche Charaktere, und sie beklagen den Mord, den die Jahre an ihnen begehen. Jetzt wird der Dichter 70 Jahre, und es redet aus ihm die gleiche Stimme, eine Stimme, die noch volltönend genug ist. Der Titel, der die Schwermut verrät, soll Symbol sein. Nicht, daß er vor Sonnenuntergang abschwört, was er„vor Sonnen- aufgang" beschwor, sondern nur in dem Sinne, daß alles Unglück zu befürchten ist, wenn der Siebzigjährige statt des Abschiednehmens noch einmal den Sprung in die Freude wagt. Der Geheime Kommerzienrat Matthias Clausen wagt den Sprung, und es schleudert ihn in den Tod. Er ist ein wichtiger Mann, Zeitungsverleger, Machthaber, Kunftmäzen, Patriarch einer Familie von vielen Köpfen. Er verhätfchell sie alle, die frömmelnde, verwachsene und verschrobene Bettina, die bleiche Ottilie, die den aus der schlechten Kinderstube übernommenen Gatten anhimmelt, den hübschen, frischen Egmont, der auf rassige Automobile und Mädchen erpicht ist, Wolfgang den Philologieprofessor, der an den Familien- tisch die verarmte Baronesse brachte. Eben feiert der Geheimrat den 70. Geburtstag. Die Stadt ernennt ihn zum Ehrenbürger. Da sickert durch, was nicht hätte geschehen dürfen: der Jubilar hat mehr als Vormundschaftsinteresse an dem blonden Fräulein Jnksn Peters, das so um die zwanzig Jahre zähll. Und der Klatsch ar- bellet emsig. Er hängt dem Fräulein einen verbrecherischen Vater an. Natürlich Lüge. Sie wird von der geheimrätlichen Familie als Erb schleicherin verdächtigt. Natürlich Lüge� Famikienstolz, Familien- schmuck, Familien akten. sind gefährdet. Als einzige Rettung wird die Abfindung und Aufopferung des Fräuleins erörtert. Alle wissen da- von, natürlich nur nicht der gshmmrälliche Jubilar. Er träumte sich seine Liebe zu dem jungen Fräulein sehr säuberlich. Darum gerade geht alles sehr abscheulich aus. Der alte Herr muß sie alle, das Rsidgesindel, aus dem Haufe jagen. Sie haben in dem Schwieger- söhn aus der unteren Schicht einen gerissenen Führer. Der Plan wird ausgeheckt: da es nicht anders geht, den Alten entmündigen, damit fein später Johannestrieb den Ruf der Familie und die Erb- schast nicht schädige. Dann wird es leicht fein, auch das ehrgeizige Fräulein Peters abzudanken. Der Alte kommt nicht mehr zur Per- nunft. Der letzte Schlag fällt ihn. Die junge Geliebte küßt feine schon erkallete Stirn. Das soll eine sehr einfache und durchsichtige Geschichte sein. Doch ist sie sehr verworren, und viele Einwände müssen geltend gemacht werden, vor allem nüchtern logische und juristische. Ein Mann vom Range des großen Geheimrats Clausen dürste doch einen tüchtigen Anwalt finden, der ihm die Attacke seiner egoistischen Kinder vom Leibe hält. Statt dessen sinkt der Alte vor der schäbigsten Intrige eines winzigen Advokaten zusammen. Aber der Dichter mißachtet solche kleinen Bedenken. Er taucht alles Ereignis ins tiefe Gemüt. Nur mit dem Gefühl will er alles ab- und ausrechnen. Wann wird die Realität beginnen, wann die Komödie, wann vielleicht auch die Tragikomödie— das fragt sich jeden Augenblick der miterlebende Zuschauer, und er erlebt nur etwas Gespenstisches, etwas lieber- trieb enes, etwas vom Dichter unendlich individuell Empfundenes und Durchgegrübeltes. Der Dichter manövriert mit unzähligen Wirk- lichkellen, aber er scheut sich, die Konsequenzen, die normale, viel- leicht auch die hausbackene Losung zu geben. Auf fünf Akte ver- teilt er seine psychologischen Lyrismen. Das Theater erträgt sie nicht. Der Regisseur Max Reinhardt muß einen ganzen Akt streichen. Trotzdem Respekt vor diesem letzten dramatischen Dokument des Jubilars Gerhart Hauptmann. Er beherbergt in sich noch immer einen unverminderten Reichtum der Innigkeit und Klugheit. Das zeigen die einzelnen Szenen, deren innere Struktur oft bewunderns- würdig sind. Nur sind das Schönhellen, die nicht der geschlossenen Archllektur des Schauspiels zugute kommen. Deshalb verdient die Leistung dieser Regie und dieser Darsteller ein Lob, das nicht laut genug ausgesprochen werden kann. Alle künstlerische Winterhilfe, die wir brauchen, um die Armen und Banausen von der Notwendigkeit des Charaktertheatsrs zu über- zeugen, kam in dieser kärglichen Spielzeit von Werner Kraus. Er ist ein kostbarer Künstler und auf dem Gipfel angelangt. Er ist nur, was die Rolle will. Er schafft aus seiner vollkommenen Verwandlungsfähigkeit auch dieses Urbild des alten Mannes. Den Sinn der Worte, den der Dichter nicht findet, er findet ihn. Und er findet den Sinn allein durch die Aieffältigksit seiner Melodie und durch das begleitende Spiel der Mimik und Geste. Er spielt nach dem Grundzug des Charakters, nach dem Typischen, das dem Dichter vorschwebte, das der Schauspieler erst erzaubsrts. Ssiner Wert war Helene Th i m i g. Sie verwandelte jeden Satz, auch die geschrobenen und nur papierenen, in rührende Schlichtheit. Sie ist so eng mit ihrem Partner verbunden, daß es scheint, sie spreche nicht etwas Erlerntes, sondern nur etwas Erlebtes. Auch sonst hatte Reinhardt die allerbesten Künstler herangezogen: die Damen Mendelssohn, Fshdmer, Haack und Koppenhöfer und die Herren Wiemann, Brause- weiter, Sima, Winterstein, Otto, Henckels, Gülstorfs und Biensfeldt. Reinhardt, der Theatertyrann, weiß immer noch feine Truppe zu halten, sie bildet ein wundervolles Kollektiv, aber sie hat nur einen Kopf— glücklicherweise. Das muß ihm zu Ehren noch einmal gesagt werden. Alles Schauspielerische ist herrlich bei ihm aus- gehoben, auch das Dekorative, das Ernst Schütte besorgte. Max HodidOTf. Zwei Tanzabende. palucca und Skoronel. Pa(U.e�a und Vera Sloronel zeigten sich an zwei Abenden im Bach-Saal. Beide Vertreterinnen des reinen ab- straften Stils. Palucca Ties-, Skoronel Hochtänzerin. Der abstrakte SM, einst der Träger der Tanzreform, hat jetzt, nachdem diese Mission«füllt ist, einen Teil sein« Bedeutung ver» loren. Trotzdem ist es notwendig, ihn zu pflegen. Auf daß die Eni- wicklung nicht wied« verflache und auf dem Wege des Theater- tanzes in das seichte und sumpfige Phrasenbächlein des alten Balletts zurückfließe. Daher gebührt Dank allen dsncn, die heute das Banner des reinen Stils hochhalten. Bei der Hochtänzerin Skoronel strebt d« seelische Ausdruck in körperlichen Spannungen nach oben. Bei Palucca, der Tieftänzenu. geht der Impuls vom Rumpf aus und die Bewegung fährt Leitend, wirbelnd, stampfend in den Boden. Ausdrucksmittel beider ist die Linie. Malerische Effekte, so namentlich das vom Hochtanz sonst bevorzugte Sfumato, fehlen. Die Palucca hat etwas derb, breit, weich Holzschnittarttges, bei der Skoronel herrschen die scharfen Kou- turen und Jnnenlinien der Federzeichnung vor. Die Palucca gibt ln ihren Tänzen sich selb«. Die Schöpfungen der Skoronel wirken unpersönlich. Die Palucca arbeitet mehr mit dem Gefühl, die Skoronel mehr mit dem Verstände. Wertvergleiche«scheinen mir vom Hebel. Dem einen wird die liebenswürdige, urwüchsige, un> mittelbar zu Herzen dringende Kunst d« Palucca, dem anderen werden die einprägsame«, scharf ziselierten Rhythmen d« Skoronel sympachisch« sein. Am Abend der Skoronel wirkten in sauberem, straffem Zu- sammenklang drei aus der Meisterklasse der Trümpy-Sko- ronel-Schule hervorgegangen« junge Tänzerinnen mit. Eine von ihnen, Afrika Doering, zeigte persönliche Eigenart. _ J. S. Genta Corbel in„Berliner Typen". Schumann-Saal. Em Programm ganz allein zu bestreiten, ist in heutiger Zeit ei« sehr großes Wagnis. Doch Senta C o r d e l stellt sich auf die Bühne des Schumann-Saales— der von einem verwandtschaftliche Nei- gungen spürenden familienhaften Publikum vollkommen gefüllt ist— und deklamiert und tanzt. Die Zuschauer, offenbar dankbar für jede Abwechstung, sind sehr beifallsfreudig. Hoffentlich läßt sich die Künstlerin dadurch nicht vom gründlichen Hinzulernen abhalten. Und das muß sie unbedingt, sobald es sich um moderne Berliner Typen handelt. Der Berliner von heute ist in seiner herzerfrischenden Derbheit urwüchsig, er hat Mutterwitz und Kampfwille, die beide schon zur polttischen und geschichtlichen Sendung wurden. Senta Cordel fehlt das soziale Moment. Sie stellt den Berliner dar, wie ihn Charlottenburg zu sehen wünscht. Ihre Typen haben keine Wirkung auf die Masse. Die Cordel hält sich fernab der wunder- baren Berliner Schnoddrigkeit, an der die größten Uebersetzer ihre Kunst vergeblich erproben, um Kosthappen zu geben von dem, was uns täglich gratis servi«t wird. Auch sind ihre Rummelplatzfiguren mir sehr oberflächlich beobachtet. Am besten wirkt sie in einem grotesken Tanz der frommen Helene aus dem Hinterhaus und in den Typen aus Alt-Berlin. Da ist sie als Madame Dutitre, die den Mund auf dem rechten Fleck hat, verblüffend aufrichtig. Wenn Senta Cordel die Fanny Eisler kopiert, verliert sie sehr an Wirkung, sobald sie pantomimische Momente herausarbeitet. Die.Gesellschaft für den guten Mm" bestätigt ihren Namen. indem sie in der Kamera wiecer zwei Filme lausen läßt, d«en 1 Zusammenkoppelung freilich ein Regiewognis kst. D« stumme Film .Lachendes Leben" fft eine wirksame Propaganda für Körper. kultur in Luft und Sonne. Er würde noch wirksam« sein, wenn der langatmige Schluß(es find fünf Schlüsse) mehr auf die Massen- Wirkung hinzielen würde als auf besonders schöne Einzelleistungen, die ans Artistische grenzen und für die große Masse unerreichbar blsilen.— Der Tonfilm„Nie m am d e la n d" ist ein mutiger Lntrkriegsfflm. Wie sich vi« verschiedene Nationen im halbzer- schossenen Unterstand finden und in gemeinsam« Todesnot die Entdeckung machen, daß sie in Wnkiichkeit nur eine Nation sind. nämlich die Nation d« Menschen, die ihrer Arbeit und ihrer Familie leben, das bleibt sin stark« und ungekünstelt« Eindruck. Es ist bedauerlich, daß man in den großen Filmtheatern so etwas kaum zu sehen bekommt. Ist die Angst vor weißen Mäusen stärker als die Stimme der Bernunft und der Nächstenliebe? Das Schicksal d« Slaa'sihealer in Wiesbaden und Kastel. Der Hauptausschuß des Preußischen Landtages beschäftigte sich am Dienstagabend mit einem Antrag Dr. von Winterfeld(Dnat.), der einen Feststellungsbefchluß des Landtages dahin herbeiführen wollte, daß d« preußische Staat zur Unterhaltung des Staatstheaters in Kassel verpflichtet sei. Vom Kultusministerium lag eine Darstellung der Rechtsverhältnisse des Theaters m Kassel vor, wonach eine recht- liche Verpflichtung des preußischen Staates zur Erhaltung des Theaters in Kassel nicht bestehe. Nach längerer Aussprache wurde ein Antrag Haas(Soz.) angenommen, d« die Regierung«sucht, um die Theater in Kassel und Wiesbaden, wenn auch in anderer Form als bisher, aufrechterhalten zu können, in den Haushalt für das Jahr 1932 den Betrag einzusetzen, der für Beamtengehält«, aus noch laufenden Verträgen und für Unterhaltungskosten auf- gewandt werden müßte, wenn dos Personal werterbsschäftigt werden würde. Goelhe-Plaketlen. Anläßlich des Goethe-Jahrss find von der zur Preußischen Bergweiks- und Hütten-Ä.-G. gehörigen Kunst- gieß«ei Gleiwitz zwei GoethePlaketten geschaffen worden. Eine runde Plakette ist von Leonhard Posch modelliert; sie bat«inen Durchmesser von 9,S Zentimeter und kostet� in Eisen 2,2ö M., in Bronze 3,7S M bei Abnahme von einem Stück. Die zweite Pia- kette ist viereckig, 14,5X10,5 Zentimeter, und ist muh dem bekann- ten Bild von Stiel er modelliert. Sie kostet in Eisen 3 M., in Bronze 6 M. bei Abnahme von einem Stück. Bei größeren Beste!- lungen gelten ermäßigte Preise. In Berlin sind die Plaketten bei der Staatliche« Bernsteinmanusaktur. Friedriihstr. 181, und in der Stuhrschen Buchhandlung. Kurfiirsienoamin 18, zi zu bestellen. zu besichtigen und Svielplauäudttuug. Tie für heute angesetzte Premiere„L i e s e l o t 1" im Theater im AdmiralSvalast ist auf Frettog Verfchvbe«. Di« gelösten Eintrittskarten behalten Gültigkeit. Bei dem Opernball der Staatsaper, der Sonnahenh, in den Kroll-Fest- sälen und im Kroll-Theater unter Mitwirkung der Staatsev« stattfindet, wird u. a. Wilhelm Furtwängler den„Ungarischen Marsch" von Berlioi. Erich Kleiber„An der schönen blauen Donau" und Otto Klemper«„Tie kleine Z-Groschen-Oper" von Weill dirigieren. Eaethes Faust wird von Donnerstag bis Sonntag, Ä) Uhr. zum Ein- heitspreis von t M. im Theater in der Klo st er strafe gesprelt. Die Korten werden im Vorverkauf für 80 Pf. abgegeben. Washington-Fei« im Zoo. Am 22. Februar findet unter dem Boriitz des amerikanischen Botschafters Frederic M. Sackett die erste der für Berlin in Aussicht genommenen großen Beranstaltungen aus Anlaß des 200. Ge- burtstaaes von George Washington m Form eines Banketts des Zov statt. Neben dem Botschafter werden Prof. Frederic I. E. Woodbridae und Bros. Bonn sprechen. Die Bereinigung Carl Schurz. Berlin C. 2, Schloß. Portal III(Tel.: E 1 Berolina 0013) erteilt nähere Auskünste. Der Ball der Handels-Hochschul« findet Freitag im Zoo als Wobl- tätigkeitsfest statt. Zum 20V. Geburtstag von Jos. Hahdn bringt die Singakademie unter Prof. Georg Schumann„Die Jahreszeiten" rur Aufführung. Sonn- abend, den 20. Februar, Voraufführung in der„Singakademie", Montag, den 22. Februar, Hauptaufführung w der„Philharmonie". Alfred Richard Meyer spricht Donnerstag 8)4 UAr m der Werkaemein- schast„Am Breitenbachplatz. Steglitz, Kleiststr. 28 über„Der Dichter und fein Double", Wolfgang Goetz würdigt fem Schaffen. von SMe» und uuterirdische« Flüssen spricht unter dem Titel„Was ist Karst?"' an Hand zahlreicher Lichtbilder Heinz Grunertinder Urania Freitag R4 Uhr, Lützowstr. 76. Bankbeamten für Eiserne Front Die Zelle ve� KPO. und SAP. ausgeschaltet. Im Rahmen der Kundgebungen für die Eiserne Front sprach gestern m den Sophiensälen vor den Berliner Bankangestellten Ge- nosse Döring vom AfA-Bund. Der Referent zeichnete einleitend ein Bild der augenblicklichen politischen Machtverhältnisse der klassenbewußten Arbeiter und An- gestellten, die den gegenwärtigen ökonomischen Machtverhältnissen leider nicht die Waage halten. Die politischen und wirtschaftlichen Organisationen der Arbeiter und Angestellten waren bis jetzt aber immer noch stark genug, um die in das Herz der Arbeiterbewegung gezielten Stöße der politischen, wirtschaftlichen und vor allem sozial- politischen Reaktion erfolgreich abwehren zu können. Das Miß- l i n g e n dieser reaktionären Absichten hat das Unternehmertum be- wogen, sich anderer Mittel zu bedienen, um zum Ziele zu gelangen. Es hat sich in der Nationalsozialistischen Partei einer treuergebene Söldnertruppc geschaffen. Gegen die offenen und getarnten Be- strebungen, die Klassenkampforganisationen der Arbeiter und Ange- stellten ze-�rümmcrn zu wollen, ist die Eiserne Front errichtet worden Sie ist von unten herauf gebildet worden. Das reaktionäre Gelichter merkt bereit», daß ihm in der Eisernen Front ein Gegner erwächst, der den Feinden der Republik viel eher einen neuen g. November bereiten kann, als sie der Republik den Garaus machen können. Die Ausführungen des Referenten, besonders seine vernichtende Kritik an dem gehässigen Kampf der KPD. und SAP. gegen die Eiserne Front, wurden mit einem Beifallssturm quittiert. Zu Be- ginn versuchte ein Häufchen von Kommunisten und SAP.-Leuten in trauter Gemeinschaft die Versammlung zu sprengen. Als sie an dem Protest der übrigen Besucher und der energischen Geschäfts- führnng des Versammlungsleiters merkten, daß sie nicht Herr der Lage werden konnten, räumten die etwa 20 Störenfriede das Feld und ließen einige Horchposten zurück. Diese Handlungsweise der ver- einten Kommunisten und SAP.-Leute ist nm so gemeiner, als gerade ein großer Teil der Berliner Bankangestellten den Hakenkreuzfahnen nachläuft, die freiheitlich gesinnte Bankangestelltenschaft eine wirk- liche Einheitsfront gegen den Faschismus viel nötiger hat als die meisten Angestelltengruppen der übrigen Industrie- und Gewerbe- zweige. 3ranz Eulenburq: 3>liaii(a|le und Wille des wirlfchaflenden lllenfchen Der Verfasser, Professor an der Berliner Handelshochschule, will in dieser im Verlag I. C. B. Mohr, Tübingen, erscheinenden Schrift der überbetonten Anschauung entgegentreten, daß unsere Zeit charakterisiert sei durch ein Uebergcwicht des Intellektuellen und Rationellen. Eine Ueberbetonung, die vergißt, daß auch in unserer Epoche starke gefühlsmäßige Kräfte dauernd am Werke sind und die Gegenwart nmgestaltcn. Phantasie und Wille als gestaltend« Kräfte sind auch aus dem Weltbild der Gegenwart nicht wegzudenken. Culenburg zeigt diese Kräfte an einem Ausschnitt des Lebens, dem wichtigsten, beim wirtschaftenden Menschen. Die moderne Wirtschast als dynamische, das ist fortschreitende und gestaltende Wirtschast, könne diese Kräfte gar nicht entbehren, während in einer st a t i s ch e n Wirtschaft Tradition und bloße Verwaltung zum guten Teil ökono- mische Funktionen übernehmen könnten. Bei den verschiedenen wirt- schaftenden Typen der Gegenwart sucht der Verfasser diese emotio- nalen Kräfte nachzuweisen. Da er als wirtschaftende Menschen nur solche betrachtet, die selbständig in den Markt Mechanismus verwebt sind und die Verantwortung tragen, scheiden Arbeiter, Angestellte, Beamte, überhaupt alle, die fremde Aufgaben erfüllen, aber nicht selbständig die Dinge leiten und zu verantworten haben, aus der Untersuchung aus. Uebrig bleiben die vier Typen: Bauer, Hand- werker, Kaufmann und industrieller Unternehmer. Di« Wirtschaft- liche Seite des Weltbildes dieser vier Lebenstypen wird in kurzen, geschickten Darstellungen gezeichnet. Im flüchtigen Vergleich mit Rußland stellt der Verfasser fest, daß auch in einer kommunistisch geleiteten Wirtschaft staatliche, reine Verwaltungsmaßnahmen nicht ausreichen, sondern daß es hier in hohem Maße aus die Elastizität der Führer„in anderem Sinne" ankomme. Die interessante Unter- suchung schließt mit der Feststellung, daß Phantasie und Wille aus dem Weltbild des modernen Menschen nicht wegzudenken seien, son- dern zu den eigentlich gestaltenden Kräften des sozialen Lebens ge- hören. iU. /unAe. Mittwoch, 17. Februar. 15.05 16.30 17.30 17.50 18.10 18.35 13.55 19.00 19.10 19.15 21 00 21.10 22.45 Berlin. Aktuelle Abteilune. Orchesterkonzert. Prof. E. Fader:..Oer Künstler und seine Arbeit" Dr. H. Fuchs;„Körperliche Freiheit und öffentliche Gewalt." Prof. Dr. Friedrich Schönemann:„Goethe und Amerika." Aktuelle Abteilung. Die Funkstunde teilt mit... Stimme zum fax. Mitteilungen des Arbeitsamtes. Tanzabend;„Gute Schlager." Tages- und Sportnachrichten. Sinfoniekonzert. Dirigent; Paul Scheinpflug. 1. Paul Hindemith: Konzertmusik für Klavier, Blechbläser und Harfen(Erstaufführung)(Solist: Udo Dämmert). 2 Gustav Mah'er: Sinfonie Nr. 4 G-Dur.(Sopran-Solo: Else Agathe Holzer. Funkorchester.) Wetter, Nachrichten. Sport Abendunterhaltung. Königswusterhausen. 16,00 Stephan Konetzky: Zehn Jahre Studienfahrten des Zentralinstituts. 16.30 Hamburg: Konzert. 17.30 Prof. Dr. Haushofer: Natürliche und politische Grenzen. 13.00 Prof. Bickerich: Der nationale Charakter der Völker im Spiegel ihrer Musik. 18.30 Prof. Dr. Hashagen: Die Entstehung des modernen Kapitalismus. 18.55 Wetter für die Landwirtschaft. 19.00 Ing. August Kunze; Grenzen im Staatsbürgerrecht des Beamten. 21.10 Leipzig:„Die Frösche des Aristophanes." 22.25 Räuscher: Zeitungsschau. Wetter für Berlin: Weiterhin beständig und trocken, Tages- temperaturen wieder mehrere Grad über Null.— Für Deutschland: Allgemein beständiges Wetter mit geringer Bewölkung, aber stellen- weise Morgennebel. Nachts allgemein Frost. Verantwortl. für die Redaktion: Aich. Bernstein. Berlin; Anzeigen: Th. Glocke. Berlin. Verlag: Vorwärts Verlag G. m. b. H.. Berlin. Druck: Vorwärts Buch' druckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co.. Berlin SW KL. Lindenstr. d Hierzu 1 Vellage. _ Ilteahc Lichtspiele usw|| MUlvodi, den 17. Febrnar staatsoper Unter den Linden 20 Uhr Madame Bnllerdy Kroll-Theat. an Platt dir Rapublik 20 um 2. Sinftinie-Konz, Leitung: Otto Klemperer SlaatLSduosiiielliaus jandarnamrartt. 20 Uhr Clavigo Schiller-Theater Charlottenburg. 20 Uhi Die gottliche Jette Nähe Schlei. Bhf. 3a.8i°,Stos.2,MlsU. Tel.; ElWeicSsal 4031 „Die Olmie vo» HewaP' 1 MM. Wer Chariottcnburi: Sismarckstiaße 34 Mittwoch, 17. Febr Turnus II Anfang 19 t'hi Tannimaser Ende gegen 23 Uhr Voius&Hhne Tiwalst am Eülowplalt 8 Uhr Fnftrniann Benschel mit Ernfl Janniogs u. Margarete Melzer Regie: K H. Martin Slaatl. Schiller-üieatet 8 Uhr DtegSttildie letle Hi. im fidmiralspalasi Freitag, 19 Februar, -.3 Uhr Premier. Käthe Dorsch Gustaf Gründgens in; L'selott* SiDgsjialv.ymnlKiliiiiaiä Theater -nn Nollendorfplab Rijii: Keiai Salleaburä Pallas 7051 Täglich 8V« Uhr Stgs auch 4>/, Uhr Heute zum 102. Male taasparone r— Kleines in.— Truppe 1931. TägLSV« Uhr mauselalte Preise 75 PI.— 5 M. Sonnt, nachm. 4 ü. halbe Preise. aSBNM rcrgnuguii# IRestaiirani Berlins »v.uhr CASINO-THEArERsv. u�r Lothringer Strafe 37. iiiiiiimiiiimimimimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiimiiiiiitmifin Für trenlfl Geld ein cenuBrelcr er tuend Neu! Ken! Ehen uon heule Dazu ci.i ccacr bamer Teil und eine Opereile Jutschein 1-4 Personen: Parkett 50 PfN Pauteuil l.— Mark. Sessel i.5u Mark. Rose- Theater •nt« Fnnkfiirttr StnJi t3J Iii. Weidtsal E 7 3422 6 u. 9 Uhr Oer BeMtuiieot ReitfislsoHen-liiealer Dönhoff platz 8 Ohr. Sonntaos Z /. Uhr zu Kleinen Pi eisen Stettiner Sänger Nur noch kutze Zeit JSo'n Keinfall!" Berliner gpgf-TrlO NeilkOlll). Lahnetr 74/75.1 MM MM Uhrmacher und Juwelier NW 40. Alt-Moahltlll, Tel. Moahlt 9272 Reichhaltiges Lager In Uhren, Juwelen, Gold-, Silberwaren und Destedt e. Preiswerfe Gesdienkarfikel für(ede Gelegenheit. Reparaiurwerkstatt für Uhren und Gold waren, erstklassig und billig. Tasrhen-Uliren. Armband-Uhrcu IVcclter.... Salon-Uhren.. Mk. te.so „ H.75 ..« 4» „ 2S.O« Für aüs Waren wird Geraotie gclelsicL � tBefchifts-Jtnsmer � föexirü$üden-ttfeften Butier-Hefnzc FlltoaEen Ctrn«alleni SlaadMefllasn Karl Zacher Im- ii. aBSlaaeisdic Sfidirffldilc WmHIIMtl I II" III W Ii— MBBa—IB il IflBMIiUMiflMgB Dlrdisenslrafte 48/49 Hulerslrafte 1 Telephon: Weidendamm p 2 0285 Bnmboldt B 4 2334 Franz Schönherz R" Kelser-Frledrich-Str. 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Cbar'ier-Deneek an der Spitze Qiofjc Veränderungen im Scdistagcfeld Die gestrigen Nachmittagsstunden verliefen, abgesehen von kürzeren, ergebnislos gebliebenen Jagden, recht ruhig. Das Feld lag auch gegen 9 Uhr abends in derselben Reihenfolge, wie wir es registriert hatte». Im Verlauf der 1 0- Uh r- Ab e n d w e rtun g ging die Rundengewinnerei programmgemäß wieder los. Im Verlauf weniger Minuten hatten die gemeinsam mit Schön-Eöbel in der Spitzengruppe liegenden Brocardo-Tietz eine Runde gewonnen, so daß sie allein die Spitze hiellen. Aber es war, wie so oft schon, nur eine kurz« Freude, Schön-Göbels Ehrgeiz litt die neuen Spitzenreiter nicht und so war auch bald das alte Verhältnis wieder hergestellt. Die Hetz ging wester— warum sollte es gerade am vierten Tage auch anders gewesen sein, als an den vorhergehenden— und so war bald alles wieder durcheinander getrudelt. Nach drei Viertelstunden währender Jagd waren Rieger-Preuß alleiniges Spitzenpaar, mst einer Runde Abstand folgten Charlier» Deneef, die sich als die Urheber fast aller Jagden auszeichneten. dann Broccardo-Tietz und Dinale-Mieche. Kurz darauf eroberten sich die Rieger-Preug noch eine Runde. Sie lagen also zwei Runden im voraus. Einen abermaligen Ausreißversuch der beiden verhinderten in glänzender Manier Tieg und sein Partner. Von allen Jagden, die in diesem Sechstagerennen gefahren wurden, waren die gestrigen nach der lO-Uhr- und der Nachtwertung die ereignisreichsten. Es war der Kampf um die Spitze. ausgetragen von spurtstarken Fahrern, wie man sie bald noch nicht im Sportpalast gesehen hat. Was dabei Broccardo-Tietz, Schön- Göbel, Charller-Denees leisteten, war mehr als gute Sechstage- fahrerleistung, es erinnert« an die Hochleistungen in den besten Zesten der Sechstagerennen. Es sind eben die besten Radartisten zu ieistungssähigsten Mannschaften zusammengestellt. Schade nur, daß man an dieser Art der Artistik nie recht warm wird, wie etwa bei den Leistungen der Artisten in einem erstklassigen Variete. Schuld daran ist nicht das Publikum, sondern die Fahrer selbst, die zu oft durch Verabredungen untereinander ihre Anhänger über ihre wahre Stärke täuschten. Das ist das Deprimierende bei der Be- urteilung einer Berufsgruppe, die allerdings nicht Sport treibt, wie uns Glauben gemacht werden soll, aber schließlich ein Recht auf Beachtung, dann aber auch auf Beurteilung hat! Um mz Uhr hatte sich das Feld beruhigt. Rieger-Preuß hiellen die Spitze, die bisher führenden Schöu-Göbel waren zwei Runden zurückdrängt, ebenso Eharlier-Deneef und Broccardo-Tieg. Der sonst so starke Pist o. Kempen mußte es— vielleicht vorerst noch— ertragen, vier Runden Abstand von der Spitze zu haben. im gleichen Abstand lagen Rausch-Hürtgen und Kroll-Funda. Vier- zehn Runden zurück lagen Ehmer-Nickel Himer den anderen Fahrern. In der fünften Nacht ging es vor fast ausoerkauftem Hause wieder drunter und drüber, weit über 100 Rundengewinne waren auch in dieser Nacht zu verzeichnen. Hatten bisher Schön Göbel und Broccardo-Tietz eine dominierende Rolle gespiell, so traten in der fünften Nacht plötzlich Rausch-Hürtgen und die Belgier Charlier-Denees sehr stark in den Bordergrund, dagegen hatten die»an Kempens schwache Momente. Rausch-Hürtgen gaben den Ton an, sie gewannen Runde um Runde, zum Test allerdings ziemlich kampflos. Sie führten schon mit zwei Runden, doch kamen die anderen Mannschaften nach und nach wieder heran. Als erste schlössen Charlier-Denees mtt ihnen aus ras!) durch einen weiteren Rundengewinn sicherten sich die Belgier die alleinige Führung. Kurz danach gab Ehmer auf, sein Partner Nickel wurde Ersatzmann, da man wenige Stunden vorher den Belgier Debaets aus dem Rennen genommen hatte. Bei Eintritt der Neutralisation nach 104 Stunden(2253 000 Kilometer) lautet der Stand des Rennens: 1. Tharller-Denesf 145 P.; ehre Runds zurück: 2 Rausch-Hürtgen 203 P.: 3. Preuß-Rieger 139 P.; zwei Runden zurück: 4. Schön-Göbel 169 P.: 5. Ttetz-Broccardo 160 P.: 6. Kroll-Funda 147 P: drei Runden zurück: 7. Gebr. von Kempen 298 P-: fünf Runden zurück: 8. Siegel-Thierbach 189 P., sechs Runden zurück: 9. vülberg-Braspenning 68 P.: sieben Runden zurück: 10. Dinale-Miethe 143 P.: Nickel Ersatzmann. 6S ffätsehEcke des„Abend ciiiUiuuioiniiiinininiiiiiiiiioiiiiiniui'iiiimiiiniiniiniiminiinuuiiUiiuuiiimiJiuiiiinKUiuiuiiuiuiiLui�inuiiuiiuiinuiiiuiiuiiuiinmiiimitiuHiiiuiiiiiiinuiiunmiiiniii� Kreuzrvort'S sel Waagerecht: 5. Seichte Küstenstelle: 6. Teil eines Schiffs- rumpfes: 9. Getreide: 10. Schülerin; 12. Tierwelt; 13 Weltmeer; 14. ausl Münze: 15. Saiteninstrument; 18. Fisch; 21. Nebenfluß des Mains: 23. Kunststil: 24. junges Rind; 25. ablehnender Aus- druck.— Senkrecht: 1. Warenlager: 2. Gesichtsteil: 3. Entwicklungsstufe; 4. europ. Bundesfreisiaat: 7. Stadt in Sachsen; 8. weib- licher Vorname; 11. Wintererscheinung: 16. Salz; 17. Monat; 19. weiblicher Nachkomm«: 20. Befestigungsmittel: 22. Mseressäuge- tier; 23. Fluß in Frankreich. ,k. Magisches Quadrat Die Buchstaben sind so in die 25 Felder eines Quadrats einzuordnen, daß die Reihen waage- recht und senkrecht gelesen, Wörter folgender Bedeutung ergeben: 1. orienlal Markt, 2 berühmter Geigenbauer, 3. Nebenstuß der Elbe. 4 Gewebe, 5. Märchengestalt. ick. Kreuzwoi�rälsel Waagerecht: 1. Exotische Vögel; 2. Herrscher; 3. Begrenzung des Festlandes; 4. segeltechnischer Ausdruck: 5. französische Automobilmarke: 6. astronomisches Beobachtungslnsttument; 7. End- zustand des Menschen: 8. Gegensatz von„Geschlossen"; 9. Oel, englisch; 10. unbestimmtes Fürwort, 11. Getränk; 12. König, französisch.— Senkrecht: 1. Englischer Dichter; 2. Eßgerät: 3. Bezeichnung seiner selbst: 4. afrikanisches Gebirge: 5. Erde, lateinisch: 6. germanische? Getränk: 7 Sterndeuter: 8. giftiger Reiz- stoff: 9. Löwe; 10. totes Tier; 11. Widersinnig: 12. stummes Spiel. pcv. Kayselrötsel Leine, Landgut, Kieswagen, Pforte, Finger, Kadett, Eingang. Pegu, Protest, Rabatt— Aus vorstehenden Wörtern sind je drei aufeinanderfolgende Buchstaben zu entnehmen, die. richtig zu- sammengestelll, ein Sprichwort ergeben(st 1 Buchstabe», ak. Auflösung in der nächsten Rätjelecke. Auflösungen der letzten Rätselecke Schrägworträtsel. Schräg: 2— 3 Ei: 3— 4 Ja; 5— 6 See; 6—7 Ein: 8—9 Taus; 9—10 Sand. 11—12 Etage: 12—13 Erika. — Don oben nach unten: 1— 11 Weste; 1—12 Wiese; 1— 13 Wanba Besuchskartenrätsel:„Die Eiserne Front ruft!" Spiralenrätsel. Waogerecht: 2. Tee; 3. Riga; 5. Tanne; 6. Lineal: 8. Bottrop: 9. Element: 11. Ehrwürden: 12. Graubünden: 14. Reichenhall: 15 Nationalrat.— Senkrecht: 1 Er; 2. Tor; 4. Emma: 5 Tadel; 7. Pregel: 8. Beduine; 10. Narzisse; 11. Engerling: 13. Liebermann; 14. Rotbchlchen.