Nr. 164. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements: Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mart, monat= lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit dem ,, Sonntags- Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprech- Anschluk: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Freitag, den 17. Juli 1891. unverblümt Hoffnung aus, daß es Agitatoren" nicht gelingen möge, Expedition: Beuth- Straße 3. Berlin, 16. Juli. Die Lösung der sozialen Frage Barteirichtung fpreden mirthfimt bie Coffee Politische Lebericht. im Sinne der Großkapitalisten. dieser Auswanderung Einhalt zu gebieten, welche fur England einerseits ein Sicherheitsventil sei England ist in vieler Beziehung das Musterland des und andererseits auf dem irischen Arbeitsmarkte das Gleich Waffe gegen die Maßregelungen und Vergewaltigungen In dem Boykott hat die Arbeiterklasse eine mächtige Kapitalismus. Der Großkapitalismus regiert in England; gewicht zwischen Angebot und Nachfrage herstelle. Ganz be seitens der besitzenden Klasse gefunden. Bis jetzt ist diese das Königthum ist schon seit langem nichts weiter als ein sonders beruhigend" ist vom englischen Großgrundbesizer- Waffe in Deutschland hauptsächlich gegen Wirthe und Zierrath am Gebäude der Plutokratie. Adel und Groß- Standpunkt aus der Umstand, daß durch die Entvölke Wirthschaften angewandt worden- ein Umstand, bürgerthum haben sich ein edles Bruderpaar längst rung der südlichen und westlichen Distrikte auch die Anzahl ter in jedem anderen Lande geradezu räthselhaft wäre, in zu gemeinsamer Ausbeutung der besiglosen und arbeitenden der parnellistischen oder nationalistischen Wähler im gleichen der bodenlosen Feigheit und dem geistigen Bankrott unserer Klassen geeint, und wenn auch zwar große Parteien durch Verhältnisse vermindert wird. Jahrzehnte und Jahrhunderte hindurch einander gegenüber- Und so wie die soziale Frage den Wünschen der Groß- Bourgeoisie und Landjunker aber seine natürliche Erklärung -findet. standen die Tories und die Whigs- und einander zu- kapitalisten entsprechend in Frland ihrer Lösung entgegenUnsere Gegner behaupten nämlich zwar bei jeder Geweilen bekämpften, als ob sie Todfeinde wären, so schreitet, ebenso geschieht es auch in Schottland. Auch die war dies schließlich doch nichts anderes, als der Streit schottischen Crofters werden in immer größerer Bahl überlegenheit, die Grundsäße und Lehren der Sozialdemokratie seien absolut verrückt, verstießen gegen den gesunden zweier Schäfer um die Wolle ihrer Lämmer, von denen flüssig und können ihr nacktes Leben nur retten, wenn sie Menschenverstand wie gegen jedes Menschengefühl- sie natürlich jeder die größte Portion in Anspruch nahm. ihrem Heimathland den Rücken zukehren. Die Crofters find Feldarbeiter in Schottland, welche sie über uns sagen, daß sie jeder sachlichen Erörterung mit Die Lämmer waren die Proletarier. Die Wolle zu selbst glauben jedoch so wenig an die Wahrheit dessen, was liefern für die herrschenden Klassen war ihre Lebensaufgabe. von ihren Grundherren ein kleines Stück Land zur Nutzung uns aus dem Wege gehen, wie der Teufel dem Weihwasser Daß sie diese ihre Pflicht zuweilen nicht mit der erwünschten erhalten haben, das ihnen im Allgemeinen höchstens die obgleich wir uns allezeit und allerorts zu einer ehrlichen Lammsgeduld erfüllten, daß sie sich nicht nur zu großen Hälfte ihres Nahrungsbedarfes liefert, während sie dafür und gründlichen Diskussion bereit erklärt haben. Heerden zusammenschaarten, sondern daß sich unter ihnen im Jahre bis zu 20 Pfund St. Pacht bezahlen müssen. Die immer mehr Böcke fanden, welche den Schäfern das Scheeren jenigen, die diese Pacht nicht bezahlen können, oder sich sonst Keine Bestimmung desSozialistengesetzes war diesen Geistessauer machten, das war der Grund, welcher sie in deren zu dem unzureichenden Ertrage ihres Landes nichts mehr früppeln willkommener als die, welche den Sozialdemokraten Augen immer mehr als ein Uebel, wenn auch vorläufig noch hinzu zu verdienen vermögen, sind überzählig und können das Versammlungsrecht nahm und sie, soweit ihnen Verals ein nothwendiges, erscheinen ließ. sammlungen nicht untersagt werden konnten, unter polizeimachen, daß sie fortkommen. Die Bedeutung, die die Baumwolle für die englische Der Herzog von Argyle, der sich als Menschenfreundliche Willkür und Vormundschaft stellte. Indeß sogar die Industrie besitzt, legt den englischen Aristokraten und Pluto- feines sonderlichen Rufes erfreut, dagegen als Landlord eine Polizei war den Helden der Ordnungsparteien noch zu traten den schönen Gedanken nahe, daß am Ende auch das der ersten Stellen einnimmt, möchte mun die Regierung gern liberal", sie duldete wenigstens dann und wann eine sozialenglische Proletariat als Produzent ihres Kapitalprofits, veranlassen, daß sie all diese hungrigen Mäuler und nuglosen demokratische Versammlung und das paßte den Stützen ihrer Zinseinnahmen und Renten zu entbehren sein müßte, Existenzen" nach den Kolonien transportirte. Es wäre das des Staats und der Gesellschaft nicht in den Kram- die Baumwolle ist eben auch Wolle und die Alecker und nur die Fortsetzung des vom Herzog von Sutherland im Sozialdemokraten sollten gar keine Versammlungen Weiden bringen Erträge, auch wenn sie nur sehr wenige nördlichen Schottland eingeführten Systems, woselbst die haben: und was die Polizei versäumte, das sollte durch den proletarische Hände zu ihrer Bebauung und Nuzung in An- ackerbautreibende Bevölkerung nur noch als eine Erinnerung Privatdruck auf die Wirthe, welche zu Versammlungen spruch nehmen. vorhanden ist. Offenbar bildet dieses ländliche Proletariat geeignete Säle besitzen, nachgeholt werden. Die Saalfür die Landlords ein Damoklesschwert, weil dieselben stets abtreibung wurde organisirtein unvergängliches den Ausbruch einer Hungersnoth befürchten müssen, in Denkmal der Schande für unsere Feinde. welchem Falle sie genöthigt wären, den Bedürftigen zu Hilfe zu kommen. Im Vorgefühl und in Vorahnung dieser Erkenntniß begannen die Großbesigenden in England bereits im 14. Jahrhundert die Expropriation des Landvolks von Grund und Boden, welche Karl Marx im 24. Kapitel des I. Bandes seines Kapitals" so klassisch beschreibt. Nun eine Zeit lang war unsere Partei, an Händen und Füßen gebunden durch das Sozialistengesetz, wehrlos Ob die englische Regierung den Herren Großbesitzenden gegenüber diesem, dem Charakter unserer Feinde so vollMerkwürdiger Weise ist zwar die Expropriation des zu Hilfe kommen und sie von den überzähligen Prole- ständig entsprechenden Manöver, bis sie in dem Boykott die englischen Landvolks von seinem Grund- und Bodeneigen tariern befreien helfen wird, steht noch dahin. Jedenfalls geeignete Waffe entdeckte. Der Gebrauch derselben thum längst beendigt, aber die in ihrem Gefolge marschirende aber kann man sicher sein, daß diese Art der Lösung der wurde ihr freilich auf jede Weise durch die Behörden erProduktion überzähliger Lohnarbeiter und überflüssig sozialen Frage ganz im Sinne des Großkapitalismus liegt, schwert. Während die Ordnungs- Parteien den Angriffswerdender Bächter steht heute wieder in der schönsten Blüthe. wie er in England zuerst zu ungeheurer Macht empor Boykott gegen die Sozialdemokraten und die SaalDas alte tausendmal wiederholte Spiel fängt, wie die gewachsen ist und auch in allen anderen Kulturländern die abtreibung ist doch ein Boykott in des Wortes verwegenſter Berichte der englischen Zeitungen lehren, immer von neuem Herrschaft errungen hat. Bedeutung ungestört organisiren konnten, ja dabei noch an. So theilen dieselben z. B. mit, daß wieder einmal in Das Strebeziel der großkapitalistischen Menschenfreunde von den Behörden unterstützt wurden, fand die Polizei, einer ganzen Reihe von irischen Distrikten der Agrar- Kampf ist, die Proletarier so lange und so weit zu dulden, und so daß der Vertheidigungs- Boykott der Sozialdemo aufgehört habe, und zwar aus dem sehr einfachen Grunde, knapp als möglich durch's Leben zu füttern, als sie dazu kraten gegen die ordnungsparteilichen Attentate auf das weil feine Kämpfer mehr vorhanden sind. unentbehrlich sind, aus dem Grund und Boden, den Roh- Versammlungsrecht strafbar sei. Und es fanden sich Gleichzeitig fonstatirt die Londoner regierungsfreund- stoffen und den Maschinen den Kapitalprofit herauszulocken. Richter, die dieser merkwürdigen, unsere Rechtszustände liche Presse mit Genugthuung, daß seit der letzten Volks- Diejenigen, die darüber sind, haben, wie schon der selige so grell beleuchtenden Auffassung beitraten. Namentlich in zählung die Bevölkerung Irlands um etwa 800 000 Seelen Malthus bewiesen hat, das Recht der Existenz verwirkt und Sachsen erfreute die Saalabtreibungs Taktik sich des abgenommen hat. Die soziale Frage wird in diesem un- können froh sein, wenn man ihnen, statt sie einfach todt zu obrigkeitlichen Schutzes. Indeß die Sozialdemokraten ließen glücklichen Lande durch ein derartiges Resultat bedeutend schlagen, gestattet, sich in Kolonien bis an ihr Lebensende sich nicht abschrecken es tostete Opfer-, allein der vereinfacht. Die Times" und andere Blätter der nämlichen weiter zu schinden. Boykott wurde zu einer immer wirksameren Feuilleton. Nachdruck verboten.) ( 112 Die Falkner von St. Vigil. Noman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tyrol von Robert Sa, weichel. Afra machte eine Bewegung gegen ihre volle Brust, als wollte sie sich das Mieder aufreißen. M und " Frei durch Dich!" rief er, mit starkem Drucke ihre Hand fassend." Wie ist es Dir nur gelungen?" es ihm gesagt und ihm bereits die Ketten dazu abgenommen. rettet hast," begann Ambros, und ich hab' Dich so schwer Er war vollkommen ruhig und dachte nur an Stasi, an ihre gekränkt!" Liebe und an ihren Schmerz, wenn sie seinen Tod erfahren Sie bat ihn mit unsicherer Stimme, daß er davon würde. Die Zeit verrann, ohne daß er es merkte. Schritte nicht reden, sondern jetzt mit ihr kommen möchte; er näherten sich seinem Kerker und er erhob sich. Die Thür ging wäre ja frei. auf. Afra flog ihm entgegen, der junge Elsasser folgte. Ambros trat mit einem finsteren Gesicht zurück. Warum drängte sie sich noch in der letzten Spanne seines Lebens zu ihm? Bei der dürftigen Helle in dem Gefängnisse vermochte sie einer Stimme, die vor Aufregung bebte, rief sie: den Ausdruck in seinem Gesicht nicht zu erkennen und mit „ Du bist frei!" Der Offizier übersetzte den letzten Satz dem General und um die aufgeworfenen Lippen desselben züngelte ein Er starrte sie regungslos an. eigenthümliches Lächeln. " Sie antwortete nicht, sondern zog ihn mit sich aus dem Gefängniß und der Offizier begleitete sie an den Bosten und der Schloßwache vorüber, ihnen eine glückliche Heimkehr wünschend. Afra wandte das erglühende Gesicht ab. Vor dem Schloßthore, auf einer verwitterten Steinbank unter den entlaubten Bäumen, saß, ganz in sich zusammengekrümmt, der Klosterbauer. Mit weit geöffneten Augen, als ob er Gespenster sähe, starrte er Ambros und Afra an. Er ist frei," rief die Letztere und der Klosterbauer ließ sie aber sofort wieder wie verzagt sinken. " Sie reichte ihm ein Papier hin, aber er nahm es nicht. „ Nous verrons, wir werden sehen", sagte er und machte Offizier. Der General hat Sie begnadigt." " Nehmen Sie; es ist Ihr Freischein," sagte jetzt der Afra ein Zeichen, daß sie aufstehen sollte. Wenn Sie wollen geben alles pour lui, id nick will haben alles, ich wiederholte er im nächsten Momente mit dem vollen Bezuckte empor und ſtreckte die Arme dem Sohne entgegen, " Frei?" rief Ambros wie im Traume, und: Frei?" wußtsein der Bedeutung des Wortes und dennoch zweifelnd. " Ick nick will haben Ihr Blut", sagte General Der General hat mir Dein Leben geschenkt," sagte Broussier. Sie sein ßu eine schöne personne für den Tod." Afra leise. Französisch fragte er den Lieutenant, wann das Kriegsgericht Afra!" rief er mit einer von dem Sturm seiner Gefühle gepreßten Stimme und streckte die Arme nach will nick haben Ihr sang. Comment dit- on?" " Blut!" bemerkte der junge Offizier. " zusanimenträte? " " In etwa einer halben Stunde," versetzte der Letztere ihr aus. nach einem Blick auf seine Uhr. Ich danke Ihnen," sagte der General aufstehend und der Offizier entfernte sich. Auch Ambros wußte, daß in einer halben Stunde das Kriegsgericht sich versammeln würde. Der Unteroffizier, welcher in dem Schloßgefängniß den Schließer machte, hatte Schon stand sie im Begriff, sich an seine Brust zu werfen; doch plötzlich blieb sie stehen und senkte das er glühende Gesicht. Auch er ließ die Arme sinken und eine Sekunde lang standen sie stumm einander gegenüber. Der Offizier war auf den Korridor hinausgegangen. " Ich versteh's nicht, daß just Du mir das Leben geAmbros schloß ihn in seine Arme und dem Alten rollten große Thränen aus den Augen. Wie ein Kind begann er zu schluchzen und klammerte sich an Ambros fest. Die Ankündigung, daß Ambros sich gestellt hätte und er nach Hause gehen könnte, hatte wie ein plötzlich sich erhebender Sturm die Nebelmassen zerrissen, die Selbstsucht hinweggefegt und alle Bitterkeit gegen Ambros, die noch bis zum letzten Augenblicke sein Herz umschnürt und erfüllt hatte. Da war er in sich gegangen, da hatte er sein ganzes Unrecht erkannt, das er an all seinen Kindern geübt und er war nach dem Schlosse herauf möge." Schneidigeren Waffe ausgebildet. Und jetzt können wir 13ugeständniß der Hungerlöhne landwirthschaftlicher Wir sind über die Einzelheiten des Falles nicht unters Sagen, daß das Saalabtreibungs- System in einem großen Arbeiter bei Berlin mögen sich unsere auf dem Lande richtet und wissen nicht, ob der Vorwurf gegen die Münchener Theile Deutschlands durch brochen ist. Und auch in agitirenden Genossen merken; es wird ihnen gute Dienste Genossenschaftsbäckerei gerechtfertigt ist oder nicht. Aber Sachsen, wo der Kampf wegen der Parteinahme der Behörden leisten. Was nun aber die bestgestelltesten"( die Kreuz- selbst wenn er es wäre, so würde unsere Partei von ihm am heftigsten war, erringt der Boykott Erfolge über Erfolge Beitung" nimmt den doppelten Superlativ) Arbeiter be- nicht im Geringsten berührt werden. Die deutsche Sozialund wird ohne Zweifel bald auf der ganzen Linie siegreich trifft, so stimmt die gleich darauf folgende Klage des hoch- demokratie als solche hat mit der Gründung von Genossensein, da bei guter Organisation und Disziplin der Ar- konservativen Junkerorgans über das epidemisch wirkende schaften nichts zu thun. Die Hoffnungen, welche auf diese beiter die renitenten oder von den Ordnungsparteien be- Auswanderungsfieber wenig dazu. Was zurückbleibt, sind Art der Selbsthilfe von Schulze Delitzsch gesetzt wurden, einflußten Wirthe ihren Ruin vor Augen sehen, wenn sie Krüppel und Greise, die Leute, die nicht mehr die Energie konnten theoretisch nicht gründlicher zerstört werden, als Lassalle die Säle den Sozialdemokraten vorenthalten. Die fächsischen besitzen, zu wandern, und soll die Landwirthschaft nicht stille es gethan hat. Und praktisch haben sie seitdem in den Brauer sind bereits bei der Regierung vorstellig ge- stehen, so wird der Arbeiterstand, wenn es so weiter geht, meisten Fällen kläglich Schiffbruch gelitten. Die Zusammenworden, daß sie auf Aufhebung der Militärver bote ein russisch- polnischer werden müssen." Und woran liegt die fassung wirthschaftlicher Nullen kann niemals eine wirth einwirken soll, und zur bevorstehenden Generalversammlung Schuld? Hauptsächlich an der„ unbeschränkten Freizügigkeit". fchaftliche Macht bilden. Die wenigen prosperirenden Gedes sächsischen Gastwirthsverbandes ist nach Nicht etwa, daß durch diese unnüße und lästige Elemente no lienschaften haben es besonderen Umständen zu verdanken, stehender Antrag gestellt: nach Ostpreußen herangezogen werden nein, im Gegen- wen sie die Schalen des Zwergbetriebes abzustreifen verDie ordentliche Generalversammlung des sächsischen Gast- theil, die Kreuz- Zeitung" bellagt es, daß die Bevölkerung mochten. Die Münchener Bäckereigenossenschaft scheint nicht wirthsverbandes wolle eine Eingabe an das hohe königliche sich vermindert, und noch mehr, daß sie sich entwerthet. in diese glückliche Lage gekommen zu sein, in der sich Staatsministerium dahingehend beschließen, daß, wenn Vereinen Der tüchtige Kern, der den besten Ersatz für die Armee beispielsweise die Hamburger Vereinsbäckerei befindet. Die zur Abhaltung von Versammlungen die behördliche Genehmigung giebt, die intelligenteren Leistungsfähigen Arbeiterfamilien, Folge ist, daß über sie Klagen laut werden, wie sie von den ertheilt wird, man den Gastwirth, in dessen Lokal die Ver- sie ziehen fort." Nicht, daß es ihnen anderwärts besser Arbeitern im Kleingewerbe und besonders in der Bäckerei sammlung stattfindet, nicht für den Charakter derselben verantwortlich machen und geschäftlich schwer schädigen, oft geht, denn das ist ja nicht denkbar, da die Arbeiter in Ost- erhoben werden, wo sich die Kleinmeister durch übersogar die ganze Fortexistenz des Geschäfts in Frage stellen preußen zu den bestgestelltest en zählen, nein, aus mäßige Ausnutzung der Arbeitskraft ihrer Gesellen reinem Wahnsinn. Die Kornzölle und die Schnapsprämie und Lehrlinge über Wasser zu halten suchen. Uebrigens Das heißt: die Wirthe wollen Seitens der Behörden helfen den verschwenderischen Gutsherrn noch nicht; wirk bedeutete eine dreizehn bis vierzehnstündige Arbeitszeit ingegen Maßregelung sichergestellt sein. Die Behörden werden same Hilfe erlangt er nur durch die Beschränkung der Frei- klusive der Ruhepausen, wie sie der Geschäftsführer in durch den Antrag in nicht geringe Verlegenheit gesetzt zügigkeit, oder richtiger ausgedrückt, durch die Einfüh- München zugegeben haben soll, bereits einen erheblichen werden wie dem aber sei, die Wirthe merken, daß mit rung der Leibeigenschaft. Die zweite Ursache Fortschritt, verglichen mit den Verhältnissen, wie sie den Arbeitern und dem Boykott nicht zu spaßen ist, und des Nothstandes der großen Besitzer liegt in dem Ab Bebel's Enquete über die Lage der Arbeiter in den müssen sich fügen- und das„ Leipziger Tageblatt" schimpft geschlossensein von den großen Märkten" und dieserhalb Bäckereien aufgedeckt hat. Die achtstündige Arbeitszeit konnte und ruft nach der allhelfenden Polizei, daß es eine wahre wird eine Ermäßigung der Tarife verlangt. Hinter dieser die Genossenschaft natürlich nicht einführen, wenn sie nicht Forderung versteckt sich das Verlangen, neben den Einfuhr- sofort von der Konkurrenz, welche die Gesellen sechszehn, Lust ist. zöllen auch noch Ausfuhrprämien bewilligt zu erhalten. a chtzehn, ja zwanzig Stunden lang arbeiten Ach ich bin so müde, ach ich bin so matt! Nämlich Wohl herrscht in Ostpreußen ein großer Nothstand, nicht läßt, erdrückt werden wollte. die glorreiche deutsche Arbeitergesetzgebung. aber unter den großen Gutsbesitzern, es sei denn, sie haben Also noch einmal: Die Sozialdemokratie hat mit den Ein nationalliberaler Waschzettel besagt: ihn selbst verschuldet; denn ohne Sekt und ohne" Spielchen" Genossenschaften nichts zu thun. Glauben gemaßregelte „ Nach dem Erlaß des Invaliditäts- und des Arbeiterschuh können sich die wenigsten ein standesmäßiges Leben denken. Arbeiter ihr Heil als Kleinunternehmerbund zu finden, so gesetes wird man wohl allerseits in gewerblichen Kreisen, bei Wenn früher in Ostpreußen unter den Gutsbesitzern selbst noch mögen sie es thun. Die Partei ermuntert sie nicht dazu, Arbeitgebern und Arbeitern, wie überhaupt bei allen von diesen etwas demokratischer Geist und Unabhängigkeitsfinn herrschte, und sie muß die Verantwortung für solche Unternehmungen Gesetzen Betroffenen das Bedürfniß einer längeren Ruhe- so hat das längst aufgehört; das starrste Junkerthum hat daselbst von sich weisen. pause in der sozialpolitischen Gesetzgebung die Oberhand gewonnen. Auch der engherzigste Konservative in empfinden. Bis zu einem gewissen Grade kann diese Die poluische Nationalmütze wird ohne Bedenken Gesetzgebung jetzt als abgeschlossen gelten, womit freilich nicht Ostpreußen erkannte bis vor wenigen Jahren, wie schädlich gefagt sein soll, daß nicht die fortschreitende Entwickelung gerade für Ostpreußen, zumal bei seiner Absperrung von mit der früher so verhaßten preußischen Bidel wieder neue Bedürfnisse erzeuge. Aber große neue Gesetze Rußland, die gegenwärtige Bollpolitik sein mußte. Industrie haube vertauscht, wenn es gilt, den Kampf gegen die auf diesem Gebiet werden wir für die nächste Zukunft und Handel leiden schon durch dieselbe, und die Landwirth- Sozialdemokratie aufzunehmen. So läuft jetzt die Meldung nicht zu erwarten haben und sie sind auch nicht zu schaft ist heute noch in bedrängterer Lage wie früher. Die durch die Presse, daß in Posen eine Versammlung„ an wünschen. Durch die Unfall, Kranken- und Invaliditätsver großen Gutsbesizer aber klagen wie zuvor; fie verlangen gesehener Bürger beider Nationalitäten sorgung sind die Arbeiter jetzt gegen die äußersten wirthschaftlichen Rothlagen sicher gestellt, durch die neue Schutzgesetzgebung noch weitere Prämien auf Kosten der Gesammtheit; nicht aus der Stadt und der Provinz" die Gründung find alle berechtigten und durchführbaren Anforderungen erfüllt, zufrieden mit der Gesinde- Ordnung von 1810, welche die eines Provinzialverbandes zur Bekämpfung der sozialdemowelche erweiterte Bürgschaften gegen eine übermäßige Aus- landwirthschaftlichen Arbeiter entwürdigt, erheben sie die fratischen Bestrebungen in der Provinz Posen beschlossen beutung der Arbeitskraft, namentlich der schwächeren Glemente, Forderung, ihnen sogar die Möglichkeit der Auswanderung habe. So ist es Recht. Auf diese Weise wird dem pols perlangten. In gewissem Sinn ist die faiserliche Botschaft" zu entziehen und sie vollständig an die Scholle zu binden; nischen Proletariat der letzte Rest eines besonderen National jetzt ausgeführt. Diese in alle gewerblichen Verhältnisse tief ja, ihr Patriotismus geht sogar so weit, daß sie sich gefühls auf das Sicherste ausgetrieben. Das erleichtert uns eingreifende Gesetzgebung erfordert naturgemäß eine längere bereits mit dem Gedanken einer russisch- polnischen Arbeiter die Arbeit, die auch schon jetzt nicht ohne Wirkungen geZeit der Einlebung und Eingewöhnung; sie hat unserer Inbevölkerung als Ersatz für die deutsche vertraut machen. blieben zu sein scheint. Würde man uns sonst so fürchten, dustrie ohne Zweifel schwere Opfer auferlegt, die mit der Zeit wie aber die Lage der„ bestgestelltesten" Arbeiter in Ost- daß man Vereine gegen uns gründet? Wir gratuliren unsern verwunden werden müssen. Unsere Industrie hat die Lasten mit anerkennenswerther Willigkeit in der Hoffnung auf die prenßen ist, das wissen unsere Genossen im Reich, in polnischen Genossen zu diesem Erfolg. versöhnende Wirkung auf die Arbeiterwelt auf sich genommen Sachsen wie in der Rheinproving, wohin sie zu Tausenden und man darf auch zuversichtlich erwarten, daß sie nicht ver- herangezogen werden, weil die Unternehmer fie als billiges, Armeeleitung eine neue Stahltanze für die Kavallerie ein. Vor nicht allzulanger Zeit führte die deutsche geblich übernommen sein werden. Eine fast widerwillige An- bedürfnißloses und selbst der Peitsche gewöhntes Arbeits- Das toftete natürlich Geld. Dafür sagte man der neuen erkennung der Wohlthaten der Sozialgesetzgebung der letzten Jahre zieht sich selbst durch die sozialdemokratische Agitation Gegenwärtig bereisen die Minister Miquel und von Waffe aber auch wunderbare Vorzüge der alten Holzlanze hindurch. Die Anfangs auch in anderen Kreisen weitverbreitete Berlepsch die Provinz Ostpreußen; die„ Sereuz- Zeitung" be- gegenüber nach. Nun hat sich in der Praxis herausgestellt, Abneigung gegen die Invaliditätsversicherung mit ihren viel dauert es, daß in ihrer Begleitung sich nicht auch der land- daß es mit diesen Borzügen nicht nur nichts ist, ja daß die neue fachen Unklarheiten und Belästigungen beginnt mehr und mehr zu schwinden; die Ausführung des Gesetzes ist, nachdem einmal wirthschaftliche Minister befindet. Wir erwarten von dieser Lanze sogar Fehler befigt, die sie ganz unverwendbar machen. Die ersten Schwierigkeiten überwunden waren, ziemlich glatt Reise so wenig, wie von den sonstigen offiziellen Miniſter- Sie biegt sich leicht frumm, sie wirst, wenn sie im Walde von Statten gegangen. Aber bei alledem ist doch der Wunsch reisen; fie tragen meistens den Charakter der bekannten hängen bleibt, den Mann vom Pferde, während die alte gerechtfertigt, daß jetzt eine längere Zeit gewissermaßen Potemfin- Reise an sich; was die Minister zu sehen bekom- Holzlanze in diesem Falle zerbrach, sie wird rostig und be zur Verdauung gewährt wird." men, ist doch nur das Leben auf der glanzvollen Oberschmutzt die Montur. Mit einem Worte, fie taugt nichts, gar nichts. Und die Folge ist, daß man wieder zur alten Holzlanze übergehen wird. Das wird natürlich Geld kosten, 3 u zahlen? material schätzen. Nun wir wollen die Herren Großkapitalisten ruhig fläche. verdauen" lassen. Daß von der Seite nichts Gutes kommen kann, das wissen die deutschen Arbeiter seit Langem. Theorie und Praxis der Sozialdemokraten. Unter aber wozu ist denn das Volk da, wenn nicht um Steuern Und wohlgemerkt: Tie Gesellschaft, aus deren Schooß dieses dieser Ueberschrift verbreitet die gegnerische Presse folgende tlägliche Schlummerliedchen ertönt: die Vaare und Kon- Meldung: sorten haben auch die vielgerühmte deutsche Arbeitergesetzgebung gemacht. Und sie ist darnach. „ Der ostpreußische Instmann ist einer der bestgestelltesten( sic!) Arbeiter in Deutschland und die Hungerlöhne landwirthschaftlicher Arbeiter bei Berlin sind ihm fremd." So heißt es in einem„ Aus Ostpreußen" betitelten Leitartikel der„ Kreuz- Zeitung". Das Bergieb", begann er noch immer schluchzend; doch Ambros füßte ihn auf den Mund. „ Der achtstündige Maximal- Arbeitstag bildet bekanntlich eine der hauptsächlichsten Forderungen in der sozialdemo fratischen Agitation. Eine interessante Illustration dazu liefert die in einer Münchener Bäckerversammlung festgestellte Thatsache, daß in der dortigen sozialdemokratischen Genossens schaftsbäckerei eine Arbeitszeit von 18 bis 19, oder, wie selbst der Geschäftsführer zugeben mußte, von mindestens 13 bis 14 Stunden üblich ist. Das ist Praxis und Theorie der Sozialdemokraten." Zehntes Kapitel. " " Die Gelsenkirchener Zeitung" vom 13. d. M. schreibt: " In seiner Sonnabend- Nummer behauptet der Vorwärts", der Jesuit huldige dem Grundfage ,, si fecisti nega", wenn du es gethan hast, leugne es ab". Wir fordern das Blatt auf, für diesen Satz Beweise zu erbringen. Rann es das nicht oder hüllt es sich in Schweigen, erklären wir dasselbe für ein schamloses Berleumderblatt." Nur nicht so hitzig! Der von uns zitirte Satz wird gekommen, um Ambros auf dessen letztem Gange um Ver- nach. Afra saß aber nicht auf dem Wagen. Sie würde fest um Staft's Hüften geschlungen hatte. Sie ward blaß zeihung zu bitten und ihm zu vergeben. Nein, nicht ihm noch bis morgen in der Stadt zu thun haben, hätte sie bei seiner Erzählung; doch die Farbe kehrte bald auf ihre zu vergeben, denn er fühlte jetzt nicht, daß Ambros irgend ihm gesagt, erklärte der Knecht, und ihn deshalb heim- Wangen zurück, und wenn es ein Tropfen Wermuth in eine Schuld gegen ihn hätte. Das Opfer, welches Ambros geschickt, weil das Pferd in der Mühle gebraucht werden ihrer Freude war, daß er durch Afra gerettet worden, so ihm brachte, war ein so ungeheures, daß er sich völlig davon könnte. Er lud den Klosterbauer und Ambros ein, aufzulöste fich doch dieses Gefühl in dem Stolze auf seinen vernichtet fühlte. Und nun war Ambros frei! steigen. Opfermuth auf und ihre braunen Augen leuchteten eben so von dieser Empfindung, wie die grauen Lisei's, indem Beide Lisei war nach dem Begräbnisse Jerg's, bei dem sie auf ihn schauten. Auf welche Weise Afra den General Broussier Sie gingen den Schloßberg hinunter, wobei der Kloster- die einzige Leidtragende gewesen und kein Geistlicher die bewogen hatte, seiner teuflischen Spekulation auf die heiligbauer die Hand feines Sohnes so ängstlich festhielt, als Gebete gesprochen hatte, zu Stafi hinaufgegangen. Das sten Empfindungen der Menschenbrust zu entsagen, blieb fürchtete er, daß Ambros ihm wieder entrissen werden war ein schwerer Gang für sie, schwerer selbst als jener mit unaufgeklärt. Denn Afra kehrte weder am nächsten noch an tönnte. Afra folgte ihnen mit gesenktem Haupte. Jerg zum Altare, und sie bedurfte ihrer ganzen Seelenstärke, den folgenden Tagen nach St. Vigil zurück. Erst nach Bei der Ruine eines Thurmes, der zu den mittel- um bei dem Wiedersehen der kaum Genesenen sich nicht zu Wochen erfuhr man durch ihre Mutter, welche auf die Mühle alterlichen Befestigungen des Schlosses gehört hatte, blieb verrathen. Staft wußte von der Verhaftung des Kloster- kam, daß sie nach Desterreich gegangen und dort in ein Ambros wartend stehen. Es lief von hier ein Pfad in das bauers noch nichts und hatte keine Ahnung von dem Schreck Kloster der barmherzigen Schwestern getreten war, um ihr offene Land gegen St. Lorenzen hinaus. lichen, das ihr bevorstand; denn sie hatte bei ihrer Rück- Leben fortan der Pflege der Kranken und Armen zu Ihr wollet von hier gleich nach Hause?" fragte Afra kehr von Fodara vedla den Ohm trant gefunden und seine widmen. Sie hatte den Ihrigen den größten Theil des herantomimend. Wartung sie und Mona an das Haus gefesselt. Die Sol- Geldes geschickt, das der alte Arigana ihr hinterlassen hatte. Und ich hab' Euch noch gar nicht gedankt," fiel der daten hatten den Tod ihres Führers und ihr vergebliches Der Klosterbauer zog zu seiner Tochter und brachte für Klosterbauer ein. Suchen nach Ambros an dem Alten durch arge Mißhand- sie den Betrieb der Schneidemühle wieder in Gang. Vefa " Dazu findet sich schon noch Zeit," wehrte Afra ab, lungen gerächt. Lisei schwieg daher noch über die Wegschleppung hatte zu wenig Herz, um die Umwandlung zu begreifen, und zu Ambros fuhr sie mit einer gewissen Hast fort: ihres Vaters. Mit heimlich blutendem Herzen hörte sie Stafi die sich in ihrem Bruder vollzogen hatte, und ihr Verstand „ Ich kann nicht mitkommen. Ich hab' noch ein Geschäft von ihrem Bruder erzählen. Plötzlich unterbrach Stasi reichte nicht aus, diesen Mangel zu ersetzen. Befremdet und in der Stadt und weiß nicht, wie lang' es mich aufhalten ihre Mittheilungen und preßte die Hand aufs Herz. Sie fremd stand sie unter den Ihrigen, welche die Liebe um so hatte Jemand an dem Fenster vorüberkommen sehen. In enger vereinigte, je unheimlicher es in der Außenwelt zu Jetzt, das ist mir aber zuwider," rief Ambros mit der nächsten Minute flog sie mit einem Freudenschrei in die ging. Ambros und Stasi schauten von ihrem Gehöst, auf aufrichtigem Bedauern. Und ich weiß auch noch gar nicht, Arme ihres Ambros und hinter ihm trat der Klosterbauer dessen lang verwaistem Herde das Glück wieder das Feuer wie Du es angestellt hast, um mich frei zu machen." angezündet, mit dem Gefühl der Schiffbrüchigen, die sich Afra blickte ihm tief in die Augen, während ein dunkles auf ein Eiland gerettet, um welches die empörten, mit Roth ihr Gesicht überzog. Auf ihren Lippen schwebte ein Schiffstrümmern und Leichen bedeckten Wogen rasen, auf schmerzliches Lächeln. Ja, wir leben Beide," rief der Vater und füßte sie das wüste Treiben der Franzosen und Bayern im Lande. " Ja, ich kann jetzt nicht mitkommen," wiederholte sie. und dann, als Ambros sie endlich freiließ, küßte er auch Es geschahen Thaten von ihnen, vor denen der „ Bitt' die Stasi für mich und behüt' Dich Gott," fügte sie Stafi und sagte mit etwas unsicherer Stimme:" Von Genius der Menschheit entsetzt sein Antlig verhüllte. Der mit bebender Stimme hinzu und, der Anwesenheit des wegen dem Brost hab' mich auch ein wenig lieb. Er hat Himmel war roth von Feuerbränden und die Thäler hallter Klosterbauers nicht achtend, schlaug sie ihre Arme um seinen mich auch lieb! Ach, Lisci, Lisei," wandte er sich wieder von Standrechtsschüssen wieder. Wer nach der Proklas Hals und drückte einen langen, heißen Kuß auf seinen zu dieser, kannst Du's denn verstehen, daß er sein Leben mation des Vizekönigs von Italien die Waffen ergriffen, Mund. Dann eilte sie der Stadt zu. für mich hat hingeben wollen?" den letzten Aufruf Hofers verbreitet, die Sturmglocken ge= zogen hatte, wurde erschossen. Patrouillen durchzogen fort während das Land und schleppten die Verdächtigen fort, Und Ambros erzählte, während er den rechten Arm und die Gemeinheit, welche sich vor der allgemeinen Bes wird." " Ambros schaute ihr verwirrt nach. Nachdenklich schlug er mit dem Vater den Weg nach St. Lorenzen ein. Bei Salen tam ihnen das Fuhrwerk aus der Mühle in die Stube. Er lebt!" stammelte Lisei von der Erscheinung ihres bereits todt geglaubten Bruders überwältigt. Lifei lächelte unter Thränen. " Ich wußte es," sagte sie leise. * * * notorisch den Jesuiten zugeschrieben, indeß wir selbst haben geoisie rauben beide dem Aschenbrödel Arbeit die Frucht der Straf- Prozeßordnung. gez. Delius. Hoffmann. Ziegler feinen Beweis dafür, daß dem wirklich so ist, und da die seines Fleißes.Kandelhardt. v. Uechtrit.( Abschrift S. 242/91.) Jesuiten zu den bestverleumdeten Menschen der Welt gehören, und da wir niemals in das kulturkämpferische Geheul Bünde, 14. Juli. Am 1. Juli starb zu Gehlenbeck( Kreis gegen die Jesuiten eingestimmt haben,- im Gegentheil Man wird unserer Notiz über die amtlichen Lübbecke) nach schwerem Leiden, 49 Jahre alt, der Werkführer, stets für deren politische Rechte eintraten- so wollen wir unwahrheiten eines Fabrikinspektors nicht den Bigarrenarbeiter Ernst Schmidt. Der verstorbene gern die Möglichkeit zugeben, daß dieser Sah, der Vorwurf der Undeutlichkeit machen können. Trotzdem war gekämpft und in der ungünstigsten Zeit wacker und muthig die Genosse hatte viele Jahre für die Sache der darbenden Menschheit gleich anderen den Jesuiten zugeschriebenen eine Lieblings- fie noch nicht deutlich genug, um Herrn Eugen Rich- Fahne des Sozialismus hochgehalten. regel der modernen Politit geworden ist, nichtter, der die amtliche Unwahrheit begierig nachgedruckt von einem Jesuiten herrührt. hatte, zu einer Berichtigung zu veranlassen. Es handelt sich Pößneck. Die Ehefrau Beck, geb. Klette, von hier wurde hier um eine Anstandspflicht, welcher der Chef des Deutsch- wegen Ablegung falschen Zeugnisses vom Schwurgericht zu Wir lesen in hiesigen deutsch freisinnigen freisinns um so eher nachkommen sollte, als in den Augen Weimar zu einem Jahre Zuchthaus verurtheilt. Die falsche Blättern: der bürgerlichen Moral die Schädigung und Untergrabung Beugin hatte durch ihr Zeugniß bewirkt, daß unser Genosse Seit einiger Zeit läuft die Nachricht durch die Presse, des Geschäftskredits ein schweres Verbrechen bedeutet. Herr Seige wegen Polizistenbeleidigung zu 14 Zagen Gefängniß verdaß der Staatssekretär der Vereinigten Staaten Gugen Richter scheint aber in dieser wie in so mancher urtheilt worden, die derselbe auch bereits verbüßt hat. von Amerika, Herr James Blaine, in einem kläglichen Zu- anderen Angelegenheit ein recht schlechtes Gewissen zu haben. stande sich befinde und der Auflösung entgegengehe. Es tönne Frren wir nigt, so gehörte sein Blatt vor einem im zweiten Wahlgange die Klerifalen gefiegt. Ihre Kandidaten Colmar, 13. Juli. Bei den Gemeinderathswahlen haben sich dabei nur um Wochen, höchstens um Monate handeln. halben Jahre mit zu denen, welche damals be- erhielten 1097-1259 Stimmen und wurden sämmtlich gewählt. Nun ist richtig, daß Blaine angegriffen ist und sich in das See- reits die Lige von dem Bankerott der bad Bar Harbour zur Kräftigung seiner Gesundheit begeben Hut- Unsere Kandidaten brachten es auf eine immerhin imposante Welt setzten. Wohl Stimmenzahl. Sie erhielten: Wölfflin 941, Höcher 820, Engasser hat, wie viele andere Personen, auch Minister ebenfalls thun; arbeiter- Genossenschaft in die nicht richtig aber soll sein, wie jetzt der„ Newyork Recorder" wurden die Bläter damals gezwungen, eine Berichtigung 682 und Steeg 656. Die Arbeiterkandidaten wurden seitens ihrer meldet, daß Blaine ein Todeskandidat sei. Derselbe befindet der geschädigten Besellschaft aufzunehmen, aber für Herrn sich im Gegentheil im besten Wohlsein, fährt beständig aus oder Richter wäre, sebst wenn sein Blatt, was wir augenblick unternimmt Spaziergänge und ist von früh bis spät auf lich nicht feststelln können, seiner Zeit die Berichtigung geden Beinen. Die Meldungen über seinen angegriffenen Gesund- bracht hätte, kei Grund vorhanden, die Lüge jetzt nicht heitszustand sollen ein politisches Manöver sein, um Blaine, wieder schlankweg von Neuem zu verbreiten. Seine der Präsident der Vereinigten Staaten werden will, während Harrison auf seine Wiederwahl spekulirt, für das politische journalistischen Gitten gestatten ihm eben alles. Wir hegen Leben todt zu machen. Das hat man wohl in Amerika schon deshalb auch niet die Hoffnung, daß er noch nachträglich zur Genüge erfahren, daß man einen politischen Gegner durch seinen Fehlerwieder gut machen wird. Wohl aber er Berleumdung, Chrabschneidung, Fauftschläge und Revolver warten wir, da die fortschrittliche Provinzialpresse, die schüsse aus der Arena verjagt; daß man ihn aber als geistig einen deutschfresinnigen Waschzettel über die Berichte und körperlich gebrochen fälschlich hinstellt, um ihn im Wahl der Fabrikinspetoren nachgedruckt hat, in dem sich die Feldzug zu besiegen, ist neu, nichts desto weniger aber ameri- lügenhafte Behauptung über die deutsche Hutarbeitertanisch." Genossenschaft glichfalls befindet, die amtliche unwahrheit schleunigst berich gen wird. Korespondenzen und Prteinachrichten. Stettin. Gesse Kandler in Grabow hatte von der dor Mit Verlaub: diese schöne Gitte ist weder neu noch amerikanisch. Die deutschfreisinnigen Blätter, die mit einem so tiefen Brustton moralischer Entrüstung das geschilderte Manöver zu verurtheilen verstehen, leiden an einem sehr furzen Gedächtniß, sonst würden sie sich hüten, eine Praris, die sie selbst im Wahlkampfe gegen uns angewendet haben, so energisch zu verdammen. Wer war es denn, der vor Der letzten Reichstagswahl unseren Kandidaten für den zweiten Berliner Reichstags Wahlkreis, Genossen Konstantin Janiszewski, als förperlich und geistig völlig gebrochen hinstellte, ohne daß irgend ein stichhaltiger tigen Polizei ein Safmandat von 15 M. erhalten, weil an einer Grund dazu vorlag? Janiszewski hatte lange Jahre im Versammlung des achvereins der an Holzbearbeitungsmaschinen beschäftigten Arbeir einige Gäste theilgenommen hatten. Die Gefängnisse gesessen und seine Gesundheit war nicht die Behörde hatte ai die Anzeige eines Gendarmen hin angebeste. Aber seine geistigen Fähigkeiten hatten darunter nommen, daß es sich nicht mehr um eine Vereinsversammlung, selbstverständlich nicht gelitten, er wäre sonst nicht aufgestellt als welche sie angneldet war, sondern um eine öffentliche(!!!) worden, und es war eine niederträchtige Gemeinheit, wenn Versammlung haile. Das Schöffengericht erkannte selbstverDeutschfreisinnige Flugblätter und deutschfreisinnige Verständlich auf Freirechung und bewilligte dem Gendarmen keine sammlungsredner von ihm als einen" Geistestrüppel" Zeugengebühren. Der Redakteur des Stettiner Voltsboten" sprachen, den man dem" Geistesheros" Virchow gegenüber Genosse Friz Herrt wurde wegen Beleidigung des dortigen zu stellen gewagt hätte." Mögen die freisinnigen Blätter Schöffengerichts 50 M. Geldstrafe verurtheilt, dagegen von der Anklage der Zeidigung eines Fabrikanten freigesprochen. mit ihrer berechtigten Entrüftung über solche Wahlsitten tünftig im eignen Hause anfangen. Gegner zum Theil auf das Niederträchtigste verleumdet und die Arbeiter erhielten feine Wahlkarten. Der komische, sich„ Arbeiterunerhörtesten Wahlbeeinflussungen wurden getrieben. Zahlreiche führer" titulirende Kandidat Böll brachte es trotzdem nur auf 110 Stimmen. Offenbach. In der Redaktion des Abendblattes" wurde am Sonntag gehaussucht wegen eines Artikels mit dem Stichwort Stille auf dem politischen Gebiet." " 1 Soziale Mebersicht. Achtung, Metallschleifer! Laut Beschluß der Generalver sammlung des ehemaligen Fachvereins der Metallschleifer vom 11. Mai d. J. hat sich der Fachverein aufgelöst. Zur Erledigung derjenigen Angelegenheiten, welche bis zu diesem Tage noch nicht geregelt werden konnten, wurde eine Liquidationskommission ge wählt. Dieselbe fordert hiermit alle diejenigen, welche noch Forderungen, sowie Verpflichtungen irgend welcher Art dem Berein gegenüber haben, auf, solche unter Benutzung einer der unten angeführten Adressen bis zum 31. Juli d. J. zu berichtigen bezw. geltend zu machen. Die Liquidationstommission, Ostar Schwarz, Richard Niemets check, Gräfestraße 66. Staligerstraße 18. Hermann Schöpfe, Norden, Straße 30 Nr. 44( Puttbusserstraße). Sprechsaal. Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechfaals, soweit der Raum dafür abzus geben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Interesses zur Verfügung; fie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifiziert zu werden. Erklärung. als ich erfahren habe, daß Genosse Schmidt,( welcher ZeitungsSpediteur und Kolporteur ist), infolge meiner Beschuldigung Nachtheil in seinem Geschäft erlitten hat, und ersuche ich deshalb die Genoffen, ihn wieder wie früher in seinem Unternehmen zu unterstützen. R. Berger, Gr. Frankfurterstr. 92. Auf die Worte des Herrn R. Wein in Nr. 160 dieser Bezugnehmend auf die von mir in der Feenpalast- Versamm Gisleben, 12juli. Genosse Franke ist wieder auf freien lung am 24. Juni gegen den Genossen Franz Schmidt und Fuß gesetzt und zur ohne Kaution. Von den Rädelsführern zwar anläßlich der Aufstellung desselben zum Mitgliede der In Bezug auf die Wahl in Schoterland- Holland der Bergleute, wele bei dem Ueberfall Franke mit dem Tode Sentral- Wahlkommission geäußerte Beschuldigung, Gen. Schmidt -wo Domela Nieuwenhuis durchgefallen ist, er bedrohten, ist noch lemand verhaftet. Sämmtliche gegnerischen habe noch seinen Verpflichtungen gegen die Partei nachzukommen, fahren wir, daß die zur Partei gehörigen Wähler sich Blätter unterschlagen die Freilassung Franke's einfach, während erkläre ich, daß ich diese Beschuldigung jetzt hiermit zurückgrößtentheils der Abstimmung enthalten haben, weil Nieu- fie dessen Verhaftung jeder nur möglichen Weise breittraten.nehme. Genosse Franz Schmidt ist seinen Berpflichtungen voll wenhuis erklärt hatte, eine Kandidatur unter den gegebenen Wahrscheinlich fürch die Redakteure jener Wische um ihre und ganz nachgekommen. Verhältnissen nicht annehmen zu können. Bekanntlich war Griſtenz, wenn einil eine Wahrheit durch sie das Licht der Ich fühle mich zu dieser Erklärung um so mehr verpflichtet, Ser radikale Rechtsanwalt Treub gewählt und hatte auf Welt erblickte. die Annahme des Mandats zu Gunsten eines Sozialdemo Dortmund, 11.li. Unsere hiesige Polizeiverwaltung, und traten verzichtet. Obschon es begreiflich ist, daß Nieuwenhuis nicht nur die hiesige, velche bisher der Meinung war, daß das nicht der Gnade des Herrn Treub der Mann ist so eine Erheben von Gitrittsgeldern bei öffentlichen Art radikaler Sozialistenfresser einen Kammerfis ver- Bersammlunge nicht gestattet fet, verhängte in jedem danken wollte, so wird in der Partei die Ablehnung der einzelnen Falle Strat bis zu 20 M. Jetzt wird das schlechterKandidatur doch allgemein bedauert, da die Interessen der dings unterbleiben affen, nicht das Erheben von Eintrittsgeld, Beitung erwidere ich hiermit, daß ich von meinen früher in Arbeiter in der neugewählten Kammer nun gänzlich un- sondern das Best ren hierfür, denn das Kammergericht Betreff des Herrn Wein ausgesprochenen Worten nicht einen zu Berlin hatu Ungunsten der Polizeiverwal- Deut zurücknehme. Herr Wein wird mir doch so viel Klugheit ung entschien. Wir lassen das Urtheil seiner grund- und Kenntniß des Straf- Gesetzbuches zutrauen, daß ich nicht sätzlichen Bedeutunvegen hier wörtlich folgen: etwas aussagen werde, was ich nicht verantworten kann. Sollte Im Namen Königs! In der Straffache gegen den er sich aber mit dieser Erklärung nicht zufrieden geben, so wäre Lederzurichter Joseßützfeld zu Dortmund wegen Uebertretung unser Vereinsvorstand gern bereit, die Sache in unserer nächsten der Polizeiverordng des königlichen Regierungs- Präsidenten zu Versammlung zur Erledigung zu bringen. Der mir angedrohten Arnsberg vom 25. ini 1890 hat auf die von der Königlichen Stlage sebe ich mit der größten Ruhe entgegen; theile aber Herrn Staatsanwaltschaftregen das Urtheil der Straftammer II Wein mit, daß in seinem Interesse der Verein von der des königlichen Laterichts zu Dortmund vom 23. Februar 1891 Klage absteht. eingelegte Revisioner Straffenat des föniglichen Kammergerichts zu Berlinn der Sigung vom 14. Mai 1891, an welcher Theil Ommen haben 1. Senatspräsident Gevertreten sind. Wie schon gesagt, ein genauerer Bericht ist uns an gekündigt.Der französische Minister des Innern hat den Beschluß des Munizipalrathes, betreffend die Bewilligung Don 6000 Frts. für die ausständigen Bediensteten der Orleansbahn, aufgehoben. Ein Rabe der Bourgeoisie hackt dem andern die Augen Der französische Minister und die französische Bournicht aus. W G. Schonert, 1. Vorsitzender der Freien Vereinigung der Bivil- Berufsmusiker Berlins und Umgegend. Der Zweck meiner Veröffentlichung sollte sein, das unlogische J. Timm. heimer Ober Jurath Delius, 2. Geheimer Justizrath und Kammergerichtäh Hoffmann, 3. Rammergerichtsrath Ziegler, Auf die Ausführungen des Herrn Wiesemann im der geisterung versteckt gehalten und nun hervorkroch, vermehrte 4. Kammergerichtsy Kandelhardt, 5. Kammergerichtsrath von Nr. 161 des„ Vorwärts" muß ich kurz erwidern, daß sein Verdurch ihre Angebereien die Zahl der Opfer für Grab und Uechtrit als Richte Gerichtsaffeffor Dr. Schubert als Beamter halten in unserer Gewerkschaft nicht im Zusammenhang steht mit Galeere. Selbst der Priesterrock bot teinen Schuß und ehreiber, für Rechrkannt, daß die Revision der königlichen auch keine Ursache vorhanden war, sein Verhalten zu beschönigen. Der Staatsanwaltset, Referendar Dr. Salomon als Gerichts- meinen unter Zur Klarstellung" gebrachten Thatsachen, fomit mancher Dorfpfarrer, der an der Spitze seiner Gemeinde Staatsanwaltschaftzegen das Urtheil der zweiten Straf- Die Kollegen haben in der unzweideutigsten Weise ihrer gegengekämpft, oder ihr das Kreuz vorgetragen hatte, mußte jetzt tammer des königlm Landgerichts zu Dortmund vom 28. Fetheiligen Ansicht Ausdruck gegeben. mit dem Leben dafür büßen. Die Häuser und Gehöfte der bruar 1891 z urat weisen und die Kosten des Rechtsmittels Führer, auf die man mit der Ausdauer von Bluthunden der Staatstasse aufrlegen. Von Rechtswegen. Die Behauptung des Herrn Wiesemann, ich sei in der be treffenden Versammlung nicht zugegen gewesen, beruht auf Irrauf der Spur flüchtiger Sklaven fahndete, wurden verbrannt Gründe: DRevision der Königlichen Staatsanwaltschaft, thum. Ich war in allen hierbei in Betracht kommenden Veroder niedergerissen, ihre Angehörigen in das Glend ge- welche Verletzung Polizeiverordnung des königlichen Re- sammlungen anwesend und habe in besagter Versammlung am stoßen. Manchem gelang es aus dem Lande zu entfliehen. gierungspräsidentenu Arnsberg vom 25. Juni 1990 durch 1. Mai fogar den Vorsiz geführt. Im Uebrigen halte ich alle Haspinger rettete fich aus dem oberen Innthale nach Grau- nichtanwendung rü kann für begründet nicht erachtet werden. Behauptungen aufrecht und berufe mich auf das Zeugniß der bünden. Speckbacher mußte dagegen während des ganzen verordnung, che die Erhebung oder Einfaminlung von Denn der Berufsrichter hat der gedachten Polizei Anwesenden. Winters in Tyrol von Versteck zu Versteck flüchten und er- Gintrittsgeldern oi Geldbeiträgen ohne Genehmigung der Vorgehen des Herrn Wiesemann zu kennzeichnen. duldete Schreckliches dabei, ehe er nach Desterreich zu ent- Ort3- Polizeibehörde allen der Vorschrift des§ 1 beziehungsrinnen vermochte. Peter Siegmayr, der Ordonnanzoffizier weise des§ 3 Verordnung über die Verhütung eines Hofers, wurde in Ketten unter brutalen Mißhandlungen von Mißbrauchs des Ammlungs- und Vereinigungsrechtes vom Gleichfalls mein letztes Wort an dieser Stelle, Herrn Goldden französischen Soldaten erst nach Bozen, dann nach Bruned 11. März 1850 unliegende Versammlungen bei Strafe verberg betreffend. geschleppt und schließlich auf Befehl des Generals Broussier, in bietet, ohne erftlichen Rechtsirrthum die ge- Um auf die Thatsachen meiner Sprechsaal- Berichtigung überMittel- Dang, angesichts feines elterlichen Hauses und in Gegen- jegliche Gittigit abgesprochen. haupt erwidern zu können, mußte Herr Goldberg seine eigenen wart der Seinigen, die gezwungen wurden, dabeizustehen, er- und 8 8 6 lit.bes Gejeges über die Polizei- charakteristisch. Um jedoch jeder Täuschung zu begegnen, sei der Aus dem Veinsgefeße vom 11. März 1850 Aussprüche furzweg ableugnen. Das ist radikal, aber auch schossen und an einen Galgen gehängt. Remenater entging verwaltung in die Befugniß zum Erla Sachverhalt hier fargelegt. dem gleichen Schicksale nur dadurch, daß er nach Hofers einer solchen Boeiverordnung nicht hergeleitet In der Feenpalast- Versammlung vom 3. Juli sprach Herr Aufruf zum Stillstande, als die Franzosen in das Buster- werden. Auch den§ 12 des Gesetzes über die Polizei- Goldberg sich dahin aus, daß es die Entwickelung der Partei thal einrückten, in seinem Wirthshause zu Schabs gefangen verwaltung läßt sicheselbe nicht stützen, weil in keiner Weise nur fördere, wenn allseitig die Arbeiter noch mehr gedrückt würgenommen wurde. So ward er der Amnestie des Vize- erkennbar gemacht daß die besonderen Verhältnisse des Re- den, damit die Unzufriedenheit sich steigere. Ich erwiderte fönigs Eugen theilhaftig. Der jugendlich schöne, edelherzige gierungsbezirkes Arrg eine polizeiliche Regelung des Gegen- darauf, diese Ansicht sei für die Sozialdemokratie ein überPeter Mayr von der Mahr fiel den Franzosen ebenfalls in standes der fraglichGolizeiverordnung erfordern. wundener Standpunkt; ferner behauptete ich, daß eine materiell die Hände. General Baraguay d'Hilliers tafsirte auf die 1817 den Bezirksregngen beigelegte Befugniß aber, allgemeine schaft Vorbedingung sei für den gesellschaftlichen Zustand, wie Die durch den der Regierungsinstruktion vom 23. Oktober gut gestellte und geistig auf der Höhe der Zeit stehende Arbeiterwarme Fürsprache seiner Gattin, die eine Deutsche war, Berbote und Strafbanungen, in Ermangelung eines bereits ihn die Sozialdemokratie anstrebt, und bemerkte weiter, Herrn das Todesurtheil des Kriegsgerichts und sicherte ihm Leben bestehenden geseglichßerbots mit höherer Genehmigung zu er- Goldberg's Ansicht sei jedoch zu entschuldigen, da er vor verund Freiheit zu, wenn er die Erklärung unterzeichnete, daß lassen, ist durch§ 17 des Gesetzes über die Polizei hältnißmäßig furzer Zeit in der Versammlung des sozialdemo die Proklamation des Vizekönigs von Italien ihm unbe- verwaltung aufgeh Unter dem Gesichtspunkt fratischen Wahlvereins des 1. Kreises offiziell ausgesprochen habe, fannt geblieben wäre. Peter Mayr aber weigerte sich, sein der Ausschreifg öffentlicher Solleften auf nicht zu unserer Partei, sondern zur Fortschrittspartei bezw. Leben durch eine Lüge zu erkaufen, und selbst der Anblick gefaßt, ei Auffassung, welche jedoch demokratischen Partei zu gehören, die sich nebenbei benterkt seiner troftlosen Frau und weinenden Kinder vermochte nicht, erheblichen Beder unterliegt, würden endlich die wie Zwillinge ähneln. Das Gesagte werden mir alle damals feine Standhaftigkeit zu erschüttern. verbotenen Geldsamngen nicht von der Genehmi- anwesenden Genossen bestätigen müssen. gung der Ortsolizeibehörde, sondern nach§ 11 Ich komme also dem Gedächtniß des Herrn Goldberg wesentNr. 4c der Instrukt für die Ober- Präsidenten vom 31. De- lich zu Hilfe und bekämpfe zu gleicher Zeit die Unfitte, welche zember 1825 nur vor Erlaubniß des Oberpräsidenten Platz zu greifen scheint, unliebsame Aeußerungen und Fehler der Ser Provinz Westfalabhängig gemacht werden dürfen. Die Bergangenheit einfach wegzuleugnen und die Genossen zu Entscheidung über dosten des Nechtsmittels beruht auf§ 505 täuschen. ( Fortsetzung folgt.) A. Zäterow. Theater. Freitag, den 17. Juli. Leffing- Theater. Cavalleria rusticana. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Orpheus in der Unterivelt. Bellealliance Theater. Tricoche und Cacolet. Ostend- Theater. Romeo und Julia. Adolph Ernst Theater. Die Gigerln von Wien. Kaufmann's Variété. Große Spe. zialitäten- Vorstelling. Concordia. Große SpezialitätenVorstellung. Unserm Freunde und Mitarbeiter W. Thiele ein donnerndes Hoch zu seinem Wiegen575b feſte. Die Freunde im Vorstande des Vereins der Former. Unserm Genossen Heinrich Jahu zu seinem heutigen Geburtstage ein donnerndes Hoch! Dieses wünschen Deine Genossen von Nr. III.[ 568b Unserm Freunde und Genossen W. Sade zu seinem heutigen Geburtstage ein dreimal donnerndes Hoch, daß der ganze Neubau wackelt und das Bier in allen Gläsern schwappelt. Blauzen- Wilhelm, merkst Du nischt? Etablissement Buggenhagen am 13. b. M. entſchlief nach längerem am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Patzenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. 641 Passage- Panopticum. Unter den Linden 22/23. Knabe mit 2 Köpfen. Indier mit 4 Armen, 4 Beinen. Bartdame. Vitreo ist Concs, Glas, alte Stiefel etc. etc. Spezialitäten- Theater v. 6-10 Uhr. Geöffnet von Morgens 10 Uhr. Castan's Panopticum. etzt: Friedrichstr. 165, Jo Ecke Behrenstrasse. Neu: UHamilton- Theater Originell! Ueberraschend! Leiden unser Vereinsmitglied, der Zimmermeister Carl Philipp im Alter von 58 Jahren. 578b Die Beerdigung findet Freitag, den 17. d. M., Nachm. 5 Uhr, vom Trauerhause, Dalldorferstr. 40, nach dem neuen Nazareth- Kirchhof statt. Der Vorstand des Beerdigungsvereins Berliner Zimmerleute. C. Plök. Danksagung. Aller: lieben Verwandten, Freunden, Bekannten und Ge noffen meines unvergeßlichen lieben Mannes, des Schantwirths [ 570b Joh. Kiesel, welche sich so zahlreich eingefunden hatten, um ihm bei feiner Beerdigung am Dienstag die letzte Ehre zu erweisen, sage ich für die vielen und herrlichen Kranz- und Blumenspenden hierdurch meinen aufrichtigen und tiefgefühltesten Dank. Die trauernde Wittwe Frau Louise Kiesel geb. Genz. Achtung! Bedeutende Ersparniß Antwort an die StaatsbürgerBergschloß- Brauerei Neue Welt, Hasenhaide. Montag, den 20. Juli 1891: Großes Sommerfest 665b der Berliner Gürtler u. Bronzeure( 6.§. 60). Gr. Konzert unter Leitung des Musikdir. Hrn. Aug. Holtz. Auftreten sämmtlicher Künstler- Spezialitäten. Volks- und Kinderbelustigungen aller Art, als: Bonbonregen, Puppen- Theater, Karoussel( RuderSport), Schaukel etc. etc. Gr. Pantomime, Gr. Parade- Feuerwerk in 2 Abth. Zum Schluß: Strassenkampf u. Brand von Paris( 1891). Von 6 Uhr ab: Gr. Ball. Herren, die daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Anfang 4 Uhr. Billets im Vorverkauf 80 Pf., an der Tagestasse 40 Pf. Hierzu ladet freundlichst ein Das Komitee. Vereinigung d.Schmiede Deutschlands. Sonnabend, den 18. Juli 1891, im Elysium, Landsberger Allee 39-41: Beitung. Gr. Sommer- Fest. Unsere billigen Verkaufsreise haben die„ Staatsbürger- Zeitun" veranlaßt, gegen uns in's Feld zuziehen. Da die Staatsbürger- Zeitung'unsere an sie gerichtete Erwiderung nht veröffentlichte, sondern ihren Lesen eine " Konzert von Mitgliedern der freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker unter Leitung des Hrn. Schonert und unter Mitwirkung der Gesangvereine Liedesfreiheit, Maiglöckchen und Berliner Schmiede( Mitgl. des Arbeiter- Sängerbundes). Der Ueberschuß ist für den s. 3. verunglückten Kollegen Hegermann bestimmt. Anfang des Konzerts 6 Uhr. E Von 3 Uhr ab ist den geehrten Damen die Kaffeeküche geöffnet. Volksbeluftigungen jeder Art. Illumination des Gartens. Genossen! Kollegen! Da der Ueberschuß bestimmt ist, einem bedürftigen Kollegen seine jetzige Lage einigermaßen erleichtern zu helfen, dürfen wir wohl auf einen zahlreichen Zuspruch hoffen. 279/10 Notiz in entstelltem Sinne aitischte, so erklären wir hiermit öffentli, daß den zwölf bis fünfzehn am 6d. M. Programms im Vorverkauf 20 Pfg., an der Kasse 25 Pfg., sind bei in das Geschäftslokal unsererFiliale den Kollegen Tempel, Breslauerstr. 27, und Hoffmann, Kaiserstr. 4, sowie in Brückenstr. 8 lärmend lärmend einttenden den bekannten mit Plakaten belegten Lokalen zu haben. Herren nur deshalb nichts erkauft worden ist, weil sie unsere Arkäufer barsch behandelten, sich de Ausdrucksweise der StaatskirgerDas Komitee, Großes Sommerfest Zeitung" bedienten und it verder Graveure und Ciseleure Berlins und Umgeg letzenden Worten Sommer Jackets à 95 Pf. forderten. Als dieserren, mehrfacher Aufforderung folge, das Lokal verlassen hatten und da uf den einfachen schlichten Arbeiter unſer am Sonnabend, den 18. Juli, in Keller's Hofjäger, Hafenhaide. Konzert unter Leitung des Kapellmeisters Herrn Troschwih. Während des Konzerts: Unterhaltungsspiele. Geöffn. v. 9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. bietet sich Vereinen und den Mitgliedern Geschäft schichten, wurde dem trbeiter Festre de des Reichstags- Abgeordneten Herrn J. Auer. Entree 50 f. Kinder 25 Pf. Moabiter Gesellschaftshaus Alt- Monbit 80-81. Artistische Leitung Wilhelm Fröbel. Täglich Gr. Konzert. Spezialitäten- Vorstellung. Großer Erfolg E des neu engagirten sensationellen Künstler- Personals. Roloffaler Jubel E der Sensations Pantomime Die Räuber. == Anfang Sonntags 4 Uhr. Wochentags 5 Uhr. Entree 30 Pf. Refervirter Platz 50 Pf.- Kaffeeküche ist geöffnet. Voltsbelustigungen aller Art. Sonntag, Montag, Mittwoch Ball. Dienstag, den 28. Juli: E Benefiz für die Duettisten Glaser. Helmuth Peters. Concert- Saal der Actien- Brauerei Friedrichshain ( Königsthor.) Sonntag, den 19. Juli 1891: Concert PP des 986L Schubertbund" aus Wien und der Gapelle des britten Garde- Regiments 3. F. derfelben durch Einkauf eines guten gern das gewünschte Jacket 95 Pf. Konsumartikels mit besten Refe- verabfolgt und renzen. 567b NB. Gin Verein von 500 Mitgliedern erspart allein pro Monat 60 M. Anfragen in der Expedition d. Bl. unter P 24 niederzulegen. A. Goldschmidt, Rohtabat Spandauerbrüde 6, ani hiesigen Blaze bekanntlich Größte Auswahl. Garantirt djer brennende Tabake. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabate sind am Lager. A. Goldschmidt, Spandauerbr. 6, am Hackeschen Markt.[ 746 Bitte, lesen Sie! Jedem, der seinen Bedarf an Kleidung jeder Art vom billigsten Arbeits- bis zum feinsten Kammgarn- Anzug reell und billig kaufen will, empfehle mein bekanntes, sehr reichhaltiges Lager in Anzügen, Paletots, einzelne Röcke, Jackets, Hosen, Westen 2c. Ferner Stiefel, Hüte, Wäsche, goldene und silberne Herren- u. 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Erinnerung. in freundliche Erinnerung. 2 Zimmer für Gewerkschaften und 3entral- Markthalle Stand 148. 987L Vereine sind zu vergeben. Ad. Flick, SW., Simeonstr. 23. Schmöckwitz.* Fabriken zur Nachricht, daß sämmtliche Sonnabende im Monat August zu Landpartien noch frei sind. Karl Kurras, Gastwirth 3. Palme. 527 L Carl Aurin. ardbeer- Bowle, Flasche 75 Pf., Glas 15 Pf.; Himbeersaft, Ltr. 1,50 M.; Med. Ungarwein, Fl. 1,50 u. 2 M.) Rothwein, Fl. 1,50 M.( Orig.- Abz. Franz Beyer,[ 954L Prinzessinnenstr. 15. Restauration mit( fl. Tanzsaal ist sof. od. z. 1. Oftober 3. verk. Pitzner, 8 kl. Wohnung. b. Ziemer, Cuvryftr. 17.| Wilsnackerstr. 58. 563b SO., Brückenst.8. Von 9 Uhr ab: Gr. Sommernachts- Ball. vreis des Programms 25 Pfg. . Herren, die am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Im Vorverkauf 20 Pfg. Programms sind zu haben bei den Kollegen Siewert, Prinzenstraße 28, 4 Tr., Ührbach, Grünauerstraße 1, v. 4 Tr., und Back, Andreasstraße 68, II. Quergeb. 1 Tr., sowie in den mit Plakaten belegten Lokalen. Die Kollegen werden ersucht, für den Vertrieb der Programms nach besten Kräften thätig zu sein. Der event. Ueberschuß wird dem Agitationsfonds überwiesen. Für Achtung! die Mitglieder des Wahlvereins des 6. Berliner Reichstags- Wahlkreises. niß, daß der Familien- Ausflug des Wahlvereins am Sonntag, den Unseren Mitgliedern und den Genossen des 6. Wahlkreises zur Kennt 19. Juli( diesen Sonntag) nicht, wie erst beschlossen, nach Bernau, sondern nach Schloß Schönholz stattfindet, und zwar weil uns die Bahndirektion zu große Bedingungen gestellt hot. Wir ersuchen nun alle Genossen des 6. Wahlkreises, sowie sämmtliche Gesangvereine, sich an dem Ausflug recht zahlreich zu betheiligen. Für diejenigen Genossen, die zu Fuß hinmachen wollen, ist Treffpunkt Morgens zwischen 8 und 9 Uhr bei Knebel, Badstraße 58, festgesetzt. Fahrplanmäßige Züge können benutzt werden vom Stettiner Bahnhof und Bahnhof Gesundbrunnen. 844/1 Um den Ausflug einen entsprechenden Charakter zu geben, ersuchen wir nochmals um zahlreiche Betheiligung. Der Vorstand. Fachverein der Tapezirer Berlins u. Umgeg. 311/17 Montag, den 20. Juli, Abends punkt 8 Uhr: General- Versammlung bri ,, Feuerstein", Alte Jakobstraße 75. Tages Ordnung: 1. Vortrag über" Charles Fourier". 2. Diskussion. 3. Vierteljahresbericht des Vorstandes und Kassirers 4. Verschiedenes und Fragekasten. J. A.: Der Vorstand. Sonnabend, den 18. Juli 1891, in der ,, Neuen Welt", Hafenhaide: Grosses Sommer- Fest, verbunden m. grossem Konzert, Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Kinderbelustigungen aller Art. A Grosser Ball im Bal champêtre. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr an geöffnet. Anfang des Konzerts 4 Uhr, des Tanzes 6 Uhr. Entree 30 Pig. Billets find in allen mit Plakaten belegten Handlungen, sowie im Arbeitsnachweis, Schützenstr. 18/19, und bei allen bekannten Kollegen zu haben. Kollegen und Genossen ladet freundlichst ein Der Vorstand. Zimmerleute! Oeffentl. Bezirks- Versammlung für den Norden und Nordosten am Freitag, den 17. d. M., Abends 82 Uhr, im Lokale des Herrn Kuhlmey, Schönhauser Allee Nr. 28. Zages Ordnung: 1. Die Bedeutung des Beschlusses der Generalversammlung der Zimmerer Berlins am 21. Juni. 2. Wahl eines Bezirks- Vertrauensmannes. Für den Norden und Gesundbrunnen findet die Versammlung am Sonntag, den 19. Juli, im Eiskeller statt. Das Erscheinen aller Zimmerleute des Bezirks erwartet Die Lohnkommission. 351/20 Verantwortlicher Redakteur: N. Cronheim in Berlin. Druck und Verloon Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Hierzu eine Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volfsblatt. Nr. 164. Freitag, den 17. Juli 1891. Arbeiter Berlins! Parteigenossen! des Bebauungsplans, Winterfeldtstraße. Großgörschenstr. 18-25, Kirchbachstraße, Straße 11, Abth. IV 10. Wahlbezirk. 14. Wahlbezirk. = Lokales: 8. Jahrg. Parteigenossen, welche am Sonntag nach Pankow und = Im November dieses Jahres finden die Ergänzungswahlen für die Berliner Stadtverordneten- Versammlung statt. Mit dem Barutherstr. 1-22, Belle- Alliancestr. 107, Blücherplatz 1-4, Nieder- Schönhausen gehen, machen wir auf folgendes aufmerksam 1. Januar 1892 erlöschen die Mandate eines Drittels derselben, Blücherstr. 1-12, fürbringerstr. 1-36 mit Ausschluß der Häuser Am nächsten Sonntag, den 19. Juli, findet in Nieder in 14 Wahlbezirke werden wir somit in die Neuwahl einzutreten 18 und 19, Gneiſenuſtr. 2-34, 81-115, Mittenwalderstr. 1-22, Schönhausen ein großes historisches Volksfest aus der Zei haben. Parteigenossen, laut Beschluß des Hallenser Parteitages 41-62, Noftizstr. 1-11, 50-63, Plan- Ufer 1-24a, Solms Friedrichs des Großen" statt. Ein Volksfest? Wenigstens ver vom vorigen Jahr haben wir überall da, wo Aussicht auf Erstraße 1-16, 41-2, 3offenerstr. 1-15, 37-60, Hallischer Kirch- lünden so die Platate. Wenn wir uns die Sache aber genau folg vorhanden ist, auch in die Wahlen zu den Gemeinde- hof, Waterloo- Ufer ansehen, so stellt sich heraus, daß, laut Plakat, zwei nicht von vertretungen einzutreten, sei es auch nur, um demonstrativ zu 12. Wahlbezirk. der Pankower Lokalfommission empfohlene Gastwirthschaften, wirken. Die Berliner Genossen haben in der zahlreich besuchten Cuvrystraße, uvry- Ufer, Görlitzerstr. 1-72, Görlitzer- Ufer nämlich Sello in Pankow und Settekorn in Nieder- Schönhausen Volksversammlung am 24. Juni im Feenpalast durch Abstimmung von Görlitzerstraße is Schlesischestraße und Eckhaus von Wiener( welch letzterer früher einmal seinen Saal den Arbeitern zur Verbestätigt, obigen Kongreßbeschluß hochhalten zi wollen: bis Görlizerstraße, Liegnigerstr. 12-13, Kottbuser User 9-28, fügung gestellt, denselben dann aber wieder gesperrt hat) betheiligt sie haben das unterzeichnete Zentral- Wahlkomitee ge- Röpnickerstr. 1-15,173-195, Oppelnerstr. 1-45, Reichenberger- sind. Die Genossen von Pankow und Nieder- Schönhausen sehen wählt und sich nunmehr verpflichtet, nicht nur durch straße 55-76, 111-36, Stalizerstr. 46b- 95, Schlesischestr. 1-46, sich nun veranlaßt, zur selben Zeit in Nieder- Schönhausen, Abgabe der Stimme, sondern auch agitatorisch für die Wienerstr. 16-39,-50, 60-62, Wrangelstr. 24-26, 30-115, und zwar in dem dortigen Versammlungslokal, Großjean's Wahl zu wirken. Wir brauchen den Arbeitern Berlins an dieser Benghofstraße 1-, Falkensteinstraße von Stelle wohl nicht auseinander zu setzen, daß uns gerade die bis Oberbaumbrücke Brünauerstraße, Görliger Bahnhof, Lausitzer welches allen Anforderungen, welche Arbeiter an ein solches Görligerstraße„ Elysium", Lindenstr. 25, ein Familienfest zu veranstalten, letzten Vorgänge im„ rothen" Hause doppelt verpflichten, in die play( Ostseite), 447. Gemeindeschule, Lübbenerstraße, Loh- stellen, voraussichtlich genügen wird. Dieses Familienfest, zu manchesterliche Mehrheit unserer Stadtvertretung eine Bresche zu mühlenweg, Musterstraße von Zeughofstraße bis Eisenbahn- welchem, um dasselbe zu einem recht gelungenen zu gestalten, schlagen. straße mit Ausschl der 4 Eckgrundstücke der Eisenbahnstraße Genossinnen und Genossen zu recht zahlreicher Betheiligung einDie fünfjährige Legislaturperiode für die Wahlen zum und Muskauerstraß Platz H, Vor dem Schlesischen Thor, geladen sind, wird bestehen in Konzert und Tanz 2c., unter Reichstage jenes Bravourstück echt Bismarckischer Staatskunst Sorauerstraße, Ste 60( Abtheil. 14 des Bebauungs Plans), gütiger Mitwirkung der Arbeiter Gesangvereine von - erschwert uns die Heerschau über unsere Streitkräfte ganz Wendenstraße. Pankow und Nieder- Schönhausen, ein Riesen Luftballon wesentlich; auch aus diesem Grunde halten wir es für unsere Pflicht, durch Betheiligung an mit Fallschirm wird aufsteigen. Selbstverständlich werden den Kommunalwahlen, sei Eisenbahnsir. 1-3, Röpnicferstr. 16-29, 143-172, Laufiger auch die Kinder nicht vergessen, denn für diese findet Ver es auch nur, einen Theil der Berliner Arbeiter neu aufzurütteln. straße 1, Lausitzerp; 1-4, 16-18, Mariannenplay 6-28. loosung und Fackelzug statt. Dadurch, daß zu diesem Wir bitten die Genossen folgendes genau zu beachten: Nach den Manteuffelstr. 1-4293-121, Naunynstr. 1 und 91, Stalizer Familienfest kein Eintrittsgeld erhoben wird, ist es den Genossen gesetzlichen Bestimmungen ist in die Gemeinde- Wählerliste als straße 39-46, 96- Waldemarstr. 1-22, 62-78, 28rangel- bei dieser kornzollbeglückten Zeit erleichtert, sich an demselben zu stimmberechtigt jeder selbständige Preuße einzutragen, welcher das traße 1-30, 116-14 Wienerstr. 69, Mariannenufer, Mustauer- betheiligen. Vor dem Familienfest findet eine öffentliche Ber24. Lebensjahr erreicht hat, wenn er seit einem Jahre Ein- straße, Bücklerstraße. einsversammlung des Lese- und Diskutirvereins" Proletarier", wohner der Stadt ist, sich im Vollbesitz der bürgerlichen Ehren9. Wahlbezirk. Nachmittags pünktlich 1/2 Uhr, im selben Lokale mit einem Vorrechte befindet, feine Armenunterstützung aus öffentlichen Mitteln Alerandrinenstr.-86, Annenstr. 1-4, 45-53, Branden- trage des Genossen Peus aus Berlin über das Thema:" Wie empfangen und die ihn betreffenden Gemeinde- Abgaben gezahlt burgstr. 37-46, denerstr. 21-52, 93-118, Luckauer wird die Sozialdemokratie siegen?" statt. hat, auch an Klassensteuer einen Jahresbetrag von sechs Mart straße 1-17, Louisenr 1-36, Neanderstr. 18, Dranienſtr. 42 entrichtet oder doch zur zweiten Klassensteuer- Stufe eingeschätzt bis 69, 137-165, Dienplatz, westl. Theil, Prinzenstr. 30-90, worden ist. Als selbständig wird Jeder betrachtet, welcher einen Sebastianstr. 1-24,-88, Stallschreiberstr. 1-16, 48-64, eigenen Hausstand hat, d. h. welcher über einen Wohnraum oder Moritzplatz, Kaiser Sz- Grenadierplay, Prinzessinnenstraße. mehrere Wohnräume selbständig verfügt. Als unterstützt wird auch Derjenige angesehen, welcher für sich oder seine FamilienAlexandrinenstr.-43, 87-90, Annenstr. 6-45, Beuthangehörigen Krankenpflege aus öffentlichen Mitteln durch Aufnahme in ein Krankenhaus empfangen hat und die dadurch straße 1-22, Dresdetr. 52-92, Neue Grünstr. 1-49 entstandenen Rosten nicht zurückzahlt. Die Wählerliste ist vom 15. bis 30. d. im Wahlbureau, Poststraße 16, 2 Treppen, einzusehen; nur während der angegebenen Zeit ist Einspruch gegen beren Richtigkeit gestattet. Unten veröffentlichen wir die Adressen, die sich bereit erklärt haben, für diejenigen die Wählerlisten ein zusehen, die daran verhindert sind, es selbst zu thun. Hierbei ist noch ganz besonders darauf aufmerksam zu machen, daß alle Wähler, welche sich auf Reisen u. s. w. befinden, ohne ihr Wohnungsrecht in Berlin aufgegeben zu haben, gut thun, sich zu überzeugen, ob sie in der Wählerliste verzeichnet stehen, weil sie möglicherweise polizeilich von Berlin abgemeldet und aus der Liste fortgelassen sind. Was die Agitation selbst betrifft, so wird das unterzeichnete Komitee seine Entschließungen rechtzeitig bekannt geben. Alle Anfragen sind an den Vorsitzenden zu richten. Das Zentral- Wahlkomitee. J. A.: Otto Klein, Vorsitzender, Kottbuser Damm 14, ( Bigarrengeschäft.) W. Bock, Restaurateur, 1. Wahlkreis. Die augenblickliche, den Arbeitern ungünstige Koninuftur wird von den Arbeitgebern weidlich ausgenutzt, nicht blos um ihren Profit herauszuschlagen, sondern auch, um ihr Müthchen an mißliebigen Personen zu kühlen. Daß bei solchen sonst die ganze Leibgarde des Unternehmers heißt, ganz in dessen Gelegenheiten Geschäftsführer, Buchhalter und Polier und wie Alte Fußstapfen tritt und ihn in seinem Verhalten gegenüber den Arbeitern noch zu übertreffen sucht, ist eben die Signatur untergeordneter Naturen und deshalb nicht weiter auffällig. halten recht anschaulich geschildert: Durch folgende uns zugegangene Darstellung wird dies VerWir beide Unterzeichneten so schreibt man uns waren Jakobstr. 29-45, 48-6, Neue Jakobstr. 1-22, 24-28, Inselstraße 2-13 a, Romibantenstr. 5-79, Kl. Kurstr. 9, Leipzigerstraße 56-68, Dranie. 70-75 a, 130-136, Oberwasserstr. 16, Neue Roßstr. 1-24, idelftr. 1-32, Stallschreiberstr. 17-47, Schmidtstr. 22, Sebenstr. 25-62, Niederwallstr. 24 und 25, Wallstr. 1-98, Durchg von Grünstraße nach Alte Jakobstraße, in dem Lager der Firma M. 2. Sch. beschäftigt. Am 13. Mai Louisen- Kirchhof, Kürrstraße, Neu Kölln a. W., Schäferstraße, theilte uns der Geschäftsführer und nachher noch der Polier Sch. Spittelmarkt, Splittgegaffe. Wahlbezirk. Wahlbezirt. mit, daß wenn wir am Himmelsfahrtstage und an dem darauffolgenden Sonntage an einem Erbbegräbniß auf dem jüdischen Friedhof arbeiten würden, uns der doppelte Lohn gezahlt werden sollte, da der betreffende Herr die Gruft gern fertig gestellt haben wollte. Breslauerstr. 15- Gubenerstr. 20-50, Fruchtsir. 1-10, 23-38, 50-66, 81- Stoppenstr. 1-7, 40, 87-94, memeler 35, Brombergerstraße aussee nach Stralau b. Weichbildgrenze, wolle und ausdrücklich bemerkt, es gäbe doppelten Lohn. Wir straße 1-84, Rüdersi str. 2-70, Stralauerplatz 1-23, 29 bis Es wurde nun ein Jeder von uns befragt, ob er arbeiten Warschauerstraße von Spree bis zur Schlesischen Eisenbahn wolle und ausdrücklich bemerkt, es gäbe doppelten Lohn. Wir inkl. am Oberbaum, sbergerstraße, Mühlenstraße, Plätze B, sagten zu, in der Hoffnung, doch auch den versprochenen Lohn H und K, Posenerstr Pillauerstraße, Rummelsburger Platz, zu erhalten. Wir arbeiten am Himmelfahrtstage von Morgens Terrain der Ost- und, lesischen Eisenbahn von Warschauer- früh 5 Uhr bis Abends 7 Uhr, und am folgenden Sonntag ebenstraße bis zur Weichbenze, An der Schillingsbrücke östl. Seite falls 15 Stunden, immer in dem guten Glauben, doch auch Etwas Straßen Nr. 4, 7b, 13 18, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 39, 40, 42, verdient zu haben. Am Sonnabend aber beim Lohnauszahlen Folgende Genossen sind bereit, die Wählerlisten einzusehen: 43, 44, 45, 46, 47 un Straße 7 von Straße 9 bis Memeler wurde uns gesagt, daß heute nur die Stunde mit 30 Pfg. bestraße, Straße 10, voraße 7 bis Weichbildgrenze, Straße 12 rechnet worden sei, das Uebrige aber nach Fertigstellung der Otto Klein, Bigarrengeschäft, Rottbuser Damm 14. Seidenstücker, Destillation, Kanonier- und Jägerstraßen- von Memelerstraße btraße 24, Straße 14 von Straße 12 Gruft ausgezahlt werden sollte. Die Gruft ist fertiggestellt, Ecfe. 2üdtke, Restaurateur, Bossenerstr. 10. Scheuer, bis Weichbildgrenze, e 19, von Straße 12 bis 3. Eisenbahn, wir sind entlassen worden haben aber nicht den verRestaurateur, Gneisenaustr. 35. Grube, Restaurateur, Straße 37 von der The nach Stralau bis z. Weichbildgrenze, sprochenen Lohn erhalten. Der Geschäftsführer erwiderte mir Mariendorferstr. 10.- 2aege, Restaurateur, Fürbringerstr. 22. Am Schlesischen Bahr auf meine Anfrage mit geschäftlicher Kaltblütigkeit: Versprochen - Böhlandt, Restaurateur, Bülowstr. 52. Restauration habe er uns wohl den doppelten Lohn, dente aber nicht daran zur alten Post, Bülowstr. 33. Große Frankfurt 1-18, 126, 128-146, Frankfurter wurden also entlassen ohne Ründigung und auf mein Anfragen uns denselben auszuzahlen! Eine schöne Geschäftspraxis! Wir Friedrichsbergerstraße. A. Böhl, Restaurateur, Rüders Allee 1-64, 75-121-150, Fruchtstr. 39-49, Friedrichs- nach dem Grund der Entlassung äußerte der Geschäftsführer: Dorferstr. 8. D. Heindorf, Restaurateur, Weberstr. 2.-bergerstr. 2-26, Friel 32-96c, Roppenstr. 41-43 und von Das fann sich nur auf eine Auseinandersetzung beziehen, die ich G. Tempel, Restaurateur, Breslauerstr. 27.- F. Höhne, Pallisadenſtr. b, Frienße, Landsberger Allee 1-41, 138 bis mit einem Polier hatte, der ebenso kriechend gegen den Brinzipal, Restaurateur, Eldenaerstr. 2. G. Böhl, Restaurateur, Frant 160, Landsberger- plait, Plätze R, M, K, Pallisadenstr. 38 Geschäftsführer, Kassirer und sogar gegen die Komptoir- Lehrlinge, furter Allee 74.-D. 3abel, Restaurateur, Frankfurter bis 65, 88 und 89raußbergerstr. 1-9, 35-52, Straßen wie hochfahrend und brutal gegen die Arbeiter auftritt. Diesen Allee 90.- Bohne, Zigarrengeschäft, Frankfurter Allee 135. Nummer 1, 16, 16a, 21, 21a, 25, 26a, 28, 28a, 30, 31, 32, Polier hatte ich gefragt, ob ich fünftig für den großen Lohn von Carl Scholz, Glaser, Wrangelstr. 32.- Oskar Wizke, 42, 43, 44, 44a, 46, 9, 56a, 58a, 59b, 63, 63a, 66a, 66b, täglich 3 M. in Demuth und Bescheidenheit weiter arbeiten dürfte. Staligerstr. 61. Gumpel, Bigarrengeschäft, Barnimstr. 42. 67, 67a, 69, Straße 5n Liebigftr. bis Straße 58a, Weiden- Der Polier will aber seinem Prinzipal seine Tüchtigkeit beweisen Steuer, Restaurateur, Weinstr. 22. Friz 3ubeil, weg 1-25, 79-106, heniusstraße, Elbingerstraße, Eldenaer- und wird Arbeiter für 2,50 M. Tagelohn besorgen; für den Restaurateur, Naunynſtr. 86.- UIIrich, Wrangelstr. 84, straße, Möglinerstraßn Friedrichshain, der Friedrichshain, Winter will er sogar Leute für 1,50 W. pro Tag bringen. Desv. part. Scheyer, Restaurateur, Reichenbergerstr., Ecke der Petersburgerstraße, Juerstraße, Thaerstraße von Eldenaer halb wurden wir entlassen. Den rückständigen Lohn haben wir Lausitzerstr.- Aug. Schweizer, Bigarrenhandlung, Dresstraße bis Ringbahnsiterstraße von Frankfurter Allee bis eingeklagt. denerjtr. 52/53( City- Passage). Wilh. Börner, Bigarren- Straße 44. handlung, Ritterstr. 108. Wilhelm Gründel, Restaurateur, Dresdenerstr. 116. Barnimstr. 35 u, Büschingstr. 17, Elisabethstr. 2-64, Köpenickerstr. 180. Wuttke, Elsasserstr. 36.- Abraham, Kleine Frankfurterstr. 2, 14-19, Fliederstr. 2-17, Gollnow Straßburgerstr. 5.- Brückner, Lothringerstr. 67. Johann Straße 1-85, Georgetr. 10-59, Hirtenstr. 1-2, 20-21, Gnadt, Restaurateur, Brunnenstr. 38. Peterson Georgen- Kirchplatz 1519, 38 und 34, Reibelstr. 2-42, RurzeRestaurateur, Beteranenstr. 22.- 2 eininger, Boyenstr. 40.-Straße 10, Katharinen 7, Neue Königstr. 19, 19 c, 47 bis Hermerschmidt, Perlebergerstr. 28.- Edert, Strom- 49, 76, Landsbergerſt 34, 60-67, 89-105, Landwehrstr. 1 straße 59.- Holzbacher, Rathenowerstr. 89. Schöpfer, und 44, Liebmannstra, 12b- 14, Pallisadenstr. 104-106, Thurmstr. 63. oggendorf, Restaurateur, Posenerstr. 5. Prenzlauerstr. 6-30, 6, Alte Schützenstr. 3-13, Wadzeckstraße 1-8, 15-23, aunstr. 1-6, 9 und 9a, Weberstr. 37, Weinstr, 20 und 21, ngplay, Mehnerstraße. H. Eimecke, Restaurateur, für die bevorstehenden Stadtverordneten- Gr. Tableau gänzungswahlen. Dieselben finden statt im 3., 8., 10., 12, 14., 19., 21., 25., 26., 28., 82., 84., 38. und 40. Rommunalwahlbezirk. 58, 3. Wahlbezirk. Wahlbezirk. Bahlbezirk. Christinenstr. 1- orinerstr. 2, 3, 15-19, 66-71, FehrDas sind eben Zeichen der Zeit, die verzeichnet zu werden verdienen. Die Zeiten werden sich ja wieder einmal ändern und wenn dann die armen geplagten Unternehmer ihre Jammerlieder anstimmen, dann wollen wir sie an diese Dinge erinnern. den hiesigen Anstalten der königlichen Klinit giebt einer Referin Die Erhöhung der Kur- und Verpflegungskosten in unseres Blattes Anlaß, folgendes Schreiben an uns zu richten: An die neuliche Mitteilung über die Erhöhung der Kur- und Verpflegungskosten in den königlichen Kliniken möchte ich die bescheidene Anfrage knüpfen, warum bekommen denn die Kranken, die in ihrer Wohnung verpflegt werden, nicht auch eine höhere Unterstüßung und namentlich auch ein erhöhtes Krankengeld? bellinerſtr. 1-9, 17-3-83, 94-100, Lothringerstr. 1-27, Anfang diesen Jahres müssen wir einen erhöhten Beitrag für Ich gehöre der hiesigen Ortskasse der Schneider an; seit Lottumstr. 1-29, Ka Allee 36-60, Prenzlauer Allee 2 bis diese Krankenkasse zahlen, obwohl uns zu der Zeit, als die schon 16, 239-249, Saartr. 1-35, Schönhauser Allee 1-11, bestehenden Krankenkassen gesetzlich neu organisirt werden mußten, Behrenstr. 1-72, Charlottenstr. 29-32, 35-47, 61 und 62, 173-188, Straßburg1-23, 36-60, Schwedterstr. 1-29, gefagt wurde, es geschehe des halb, daß wenn sich irgend ein jraje 63-65, 82-1048, 137–165, 186-190, Georgenſtr. 1-17, Weißenburgerstr. 1 Thstirchstr. 13-19, 26-313845, und unser Beitrag nie erhöht zu werden brauchte; jeit beſteht 19-48, Jägerſtr. 1-16, 63-76, Kanonierstr. 1-45, Krausen 3ionskirchplatz 4, Anderstraße, Metzerstraße, Teutoburger die Rasse kaum einige Jahre, es tritt Theuerung ein, und wir, straße 1-3, 72-77, Kronenstr. 1-13, 60-76, Königgräger- Play. theilweise gezwungene Kassenmitglieder, die wir selbst unter der straße 121, 140 und 141, Leipzigerstr. 19-26, 104-112, Unter ahlbezirk. Ackerstr. 27-70, 143, sowie Südwestseite von Inva- seufzen, wir sollen erhöhten Beitrag zahlen, weil die könig= ungeheuren Vertheuerung der allernothwendigsten Lebensmittel den Linden 1-78, Martgrafenstr. 37 und 38, 51a- 52, 57 und 51-64, lidenstraße bis Bernate, Anklamerstr. 1-9, 49-60, Berglichen Kliniken nicht mehr zurecht kommen; ob die zu Haus 1-66, Mittelstraße 6-16, Mohrenstraße Maueritate 8-51, 61-79, Schadowtraße 1-14, Sommerstraße 31-62, Bernal- 13a, 94-129 und Südseite von Verpflegten zurecht kommen, danach wird nicht gefragt! ftraße 1-10, Taubenstraße 1-11, 37-54, Universitätstr. 1-9, Acker- bis Bergst Brunnenstr. 23-31, 122a- 129b, Wilhelmstr. 68-70b, Bauhofstraße, Kl. Kirchgasse, außer Nr. 4, Feldstr. 1-9, Garten- 58, 96-155, Jnvalidenstr. 1-5, gerade vor, während und nach Am Kupfergraben, Kleine Mauerstraße, Neustädter Kirchstraße, 18, 148-16314, Beter 79, Strelerstr. 1-9 30-36, den Kaffenregeln die Mitglieder an Sonn- und Feiertagen nichts dent Fest; da nach Reichstags- Blay, Reichstags- User vom Reichstags- Plaz bis Neu- 39-47, 68-74, Beter 3-15, 17–28, Hussitenstraße von verdienen, so find diese Tage auch nicht mitgerechnet für die ſtädtische Kirchstraße, Lindengasse, Plak vor dem Brandenburger Bernauerstraße bis Strstraße, Elisabethstraße, Pappelplatz. Berabfolgung von Krankengeld, was für Schneiderinnen mit Thor, Platz am Opernhause, Hegelplay, Pariser Play, RosmarienStraße, Schlachthausgasse, Stallstraße, Stadtbahn vom westlichen Ufer des Kupfergrabens bis nördlichen Ufer der Spree ap Schiff bauerdamm, Weidendamm, Neue Wilhelmistraße. 8. Wahlbezirt. Alvenslebenstr. 1-12, 14-26a, Bülowstr. 8-42, 61-1 Blumenthalstr. 1-19, Dennewigstr. 9-38, Dennewißplay, Frobens Straße 1-41, Göbenstr. 1-10a, 19-30 Göbenstraße von Potsdamerstraße bis Kulinstraße, außer den Eckhäusern, GrunewaldStraße 1-11, Kurfürstenstraße 29-46, 139-152, 173 und 173a, Potsdamerstraße 49-103 a, Steinmetzstraße 1-79, SchwerinStraße 1-19, Biethenstraße 17-28, An der Apostelkirche, Großgörschenstraße Potsdamerstraße bis Kulmstraße, Don ahlbezirk. Ich war Weihnachten vor einem Jahre frank, und zwar täglich 75 Pfennigen berechnet wird; wie sehr ich dabei mit Borsigstr. 1-27 n der Tieckstraße bis Elsasserstraße meinen beiden Kindern damals zu hungern hatte, kann sich vestliche Seite, Chaus- 56, 82-122, Kommunikation am Jeder denken. Neuen Thor 19-24erstr. 27-40, 80-83, Eichendorff- Im Laufe dieses Frühjahrs wurde ich wieder krank, doch ftraße 1-22, Juvali 19-49, 84-132, Refselstr. 1-43, die Furcht vor einer ähnlichen nochmaligen Hungerkur ließ mich Scharnhorststr. 1-10, Schlegelstr. 1-33, Tieckitr. 1-41, alle Kräfte anspannen, um meine Arbeit, wenn auch in sehr ge= Pflugstraße, Schwarzte, Play am Neuen Thor, Wöhler schwächtem Maße fortzusetzen, wodurch ich immerhin mehr als ftraße. 4,50 M. pro Woche verdiente; es wurden sogar 6 M., auch Ahlbezirk. 7 M. und ich hatte nicht nöthig 3-4 Tage lang von Nichts zu leben. Bekanntlich zahlt die Kasse nicht blos die Sonn- und Feiertage nicht, sondern auch die ersten drei Tage der Krankheit werden nicht vergütigt. Unsere Beiträge dagegen müssen wir immer prompt und regelmäßig bezahlen, ganz gleich, ob wir Moabit. Feiertage haben oder nicht, ob wir Pause oder Musterzeit haben, ob wir viel oder wenig verdienen. Diese Darstellung ist in allen Punkten so zutreffend, daß wir derselben kaum Etwas hinzuzufügen haben. Sie zeigt aber auch deutlich, wie sehr sich die einzelnen, durch die neue foziale" Gesetzgebung geschaffenen Einrichtungen den Beifall derjenigen Kreise gewonnen haben, für die sie in erster Linie bestimmt waren. " von 2/ 2-18 Jahren, am Leben sind, während das dreizehnte binnen hängenden Schlüssel zu der leerstehenden Wohnung herabzunehmen, Kurzem erwartet wird. Es wollte der Familie nicht gerade in demselben Augenblick trat der Mann über die Schwelle, glänzend gehen, denn sie hatte bei einer Wohnung von zwei drückte der Kurig mit seiner rechten Hand den Mund zu, daß sie Bimmern und einer Küche in der letzten Zeit noch ein Mädchen keinen Laut von sich geben konnte, umschlang sie mit dem linken in Schlafstelle zu sich genommen. Die älteste achtzehnjährige Arm von hinten und drückte ihr die Kehle zu. Dann schleppte Tochter des R. hatte sich nun vor einiger Zeit ein sogenanntes er sie durch die Küche und Schlafstube nach der Wohnstube. Berhältniß" angeschafft, worüber sich der Vater sehr aufgebracht Hier warf der Mann die Kurig zu Boden, drückte ihr einen zeigte. Schließlich züchtigte er die Tochter auf das Aergste, weil weißen Lappen in den Mund, daß sie nicht schreien konnte und Wie der herrschende Arbeitsmangel in Berlin von ge- fie von ihrem Bräutigam nicht lassen wollte. Nunmehr ging die umschnürte ihre Arme am Handgelenk mit einem mitgebrachten wiffenlosen Agenten ausgebeutet wird, haben wir an dem Falle Tochter zur Polizei und gab daselbst zu Protokoll, daß der Bater Strick. Dann legte er das Mädchen mit dem Gesicht nach Romberg dargethan. Im Anschluß an unsere damalige Mit- sie nur aus Eifersucht gezüchtigt habe, indem derselbe schon unten auf dem Fußboden und band es an einen Tisch theilung wird uns folgendes geschrieben: von ihrem neunten Jahre an mit ihr verbrecherischen Umgang fest. Darauf erbrach der Räuber verschiedene Behälter, Mein Vater ging wegen Mangel an Arbeit zu dem Ver- treibe. Die Einzelheiten entziehen sich selbstverständlich der Ver- fand gegen 1500 Thaler und entfernte sich mit dem mittelungsagenten Käsebier, Krausenstraße 4. Der genannte öffentlichung; nur so viel sei bemerkt, daß die ärztliche Unter- Raube, im Fortgehen dem dem Mädchen noch verschiedene Herr versprach, meinem Vater eine gute Beschäftigung nachzu- suchung die Angabe des Mädchens in vollem Umfange bestätigte. Drohungen zurufend. Die Stadt Berlin wurde damals weisen. Für diesen Nachweis sollten 3 Mart angezahlt werden Es haben bereits in dieser Angelegenheit mhrfache Zeugenver- durch diese diese am hellen Tage verübte That in große und ebensoviel bei Antritt der Stelle. Die Stelle wurde meinem nehmungen stattgefunden. Die Mutter des Mäichens hatte nie von Aufregung versetzt. Der Verdacht der Thäterschaft lenkte sich Vater zum 1. Dezember versprochen, auch begnügte sich Herr K. dem schändlichen Treiben ihres Gatten etwas gewußt. zunächst auf Conrad, weil er schon Tags vorher bei Frau Degen mit 2 Mark Anzahlung. Am 1. Dezember hatte mein Vater aber gewesen war und sich nach der Wohnung erkundigt hatte. Ein noch keine Stellung; Herr K. meinte, sie würde erst zum leber eine mit blutigem Ausgange verknüpfte Pfän von ihm angetretener Alibibeweis mißglückte, die Geschworenen 15. Dezember frei sein; dann sollte mein Vater sie bestimmt dung wird uns aus dem bei Friedrichshagen elegenen Schöneiche Sprachen ihn trotz seiner Unschuldsbetheuerungen und trotz der erhalten. Das war aber auch wieder nichts und so wartete mein berichtet. Daselbst sollte auf dem Wt.'schn Grundstück eine Bemühungen seines Vertheidigers, R.- A. Munckel, für schuldig Vater von einem Tage zum andern und immer tröstete ihn Herr Pfändung vorgenommen werden und zu diesem Zweck hatte sich und Conrad wurde, wie vorerwähnt, verurtheilt. Nach VerK., es würde schon werden, man müsse nur Geduld haben, er ein Gerichtsvollzieher aus Köpenick dorthin bgeben. Bei seinem büßung seiner Strafe ist er unablässig bemüht gewesen ,. Entfönne sich feine Stellen aus der Luft greifen und der Erscheinen wurde er von dem Besitzer mit teinwürfen bedroht, lastungsmaterial zu sammeln, und dies ist ihm jetzt insoweit gleichen. AIS der Vater nach einer geraumen Zeit so daß er sich genöthigt sah, den Amtsvorstad um Beistand zu gelungen, daß R.-A. Dr. Coßmann es übernommen hat, das wieder einmal nachfragte, wurde Herr K. grob und sagte: ersuchen. In der Begleitung eines Gendarmer betrat der Gerichts- Wiederaufnahme- Berfahren zu beantragen. Conrad behauptet, Sie sind schon zu alt, es stehen junge Leute genug zur vollzieher die Wohnung. Plötzlich stürzte er Besitzer auf ihn daß er damals in seiner Vertheidigung beschränkt wurde und Verfügung!" Einige Zeit nach dem mein Vater die 2 Wt. an ein, riß ihm einen Theil des Backenbartes us und beschädigte dadurch sein Alibibeweis mißglückt ist. Er giebt mehrere gezahlt hatte, es tann Anfangs November gewesen sein, schrieb dessen Kleidung. Der Gendarm, der den M. zu besänftigen noch lebende Zeugen an, mit denen er zur Zeit, als die That ge Herr K., er hätte den Verkauf einer schönen Budite zu vermitteln suchte, wurde von dem kräftigen Manne eenfalls thätlich an- schehen, zusammen gewesen ist, er beruft sich auf das Gutachten und mein Vater sollte hinkommen und die Budike kaufen. Hätte gegriffen und erlitt bedenkliche Verletzunge am Halse, an der des Geheimerath Bergmann darüber, daß er infolge einer schon mein Vater nicht inzwischen andere Arbeit bekommen, so würde Stirn und am Kopfe. Nun sab sich der Gevarm genöthigt, von damals bestandenen Mißbildung der linken Hand garnicht im er wohl verhungert sein, wenn er auf die Stelle des Herrn K. der flachen Klinge Gebrauch zu machen undem M., der immer Stande war, den Hals der Kurig in der beschriebenen Weise zuzugewartet hätte. Woher der alte Mann das Geld zu einer wieder von Neuem auf ihn eindrang, zwei piebe über den Kopf halten, er nennt den Justizrath Dirksen in Charlottenburg, der Budite haben sollte, nachdem er so lange arbeitslos war, das und Arm zu versehen, die ihn kampfunfähigmachten. Gegen M. Damals die Voruntersuchung gegen ihn geleitet hat und bei der tann jedenfalls nur Herr K. wissen. ist das Strafverfahren eingeleitet. Verhandlung zugegen war, als Zeugen dafür, daß die Geschwofeitsbeschwerde einzulegen. Als der Gerichtshof sich nämlich zur renen ihm, den damaligen Angeklagten selbst riethen, die NichtigEs scheint sich hier um eine ganz plumpe Art des Stellenvermittelungs- Schivindels zu handeln, der dem Kautionsschwindel Vermist wird seit dem 15. Juni der16 Jahre alte Sohn = nahe verwandt ist. Arbeitsuchende Personen werden deshalb gut Mar des Linienstr. 93 wohnhaften Schndermeisters Ziffiert. Berathung über das Strafmaß zurückgezogen hatte, fei ein Beuge thun, sich nicht an unbekannte Stellenvermittler, sondern an die Ohne irgend welche Veranlassung hat er a Mittag des bezeich noch vorgetreten und habe gesagt, daß sich seine Aussage in Betreff wenden. Die Vorauszahlungen an solche Stellenvermittler sind regelmäßig so gut wie weggeworfen. verlden ist Polizeibericht. Am 15. d. M., chmittags, sand vor dem Hause Hausvoigteiplatz 21 ein Busamenstoß zwischen einer Droschke und einem Bäckerwagen statt, obei die Droschke umstürzte und der Kutscher sowie seine Fagäste auf die Straße geschleudert wurden. Der Kutscher erlitteine Verstauchung des Armes, die Fahrgäste blieben unverseh- Vor dem Hause Armes, die Fahrgäste blieben unverseh Blumenstr. 6 wurde zu derselben Zeit Dachdeckergeselle von einem Rollwagen überfahren und am 2n und Fuß bedeutend verschwunden geblieben. Er ist von ſchlane Gestalt, bat lang liches Gesicht, blondes Haar, blaue Augen, nd war bekleidet mit dunklem Jaquet, dunkelgestreifter Hose, branen Strümpfen, ausWie mancher Bourgeois, so schreibt man uns, wird am geschnittenen Schuhen und hellent Strohht. Ferner trägt, er Mittwoch seine Morgen- Zeitung mit einem behaglichen Lächeln goldene Nadel in blau und gelb farrirtem hlips und am Ringaus der Hand gelegt haben; ist doch die Perspektive auf baldige finger der rechten Hand einen goldenen Rg mit rothem Stein. Freuden ihm wieder eröffnet durch die Anzeige:„ Für den Re- Die betrübten Eltern bitten Jedermann, d im Stande ist, Ausgierungsbezirk Potsdam wird als Tag der Eröffnung der dies- kunft über den Aufenthalt des Vermißten geben, um Nachricht jährigen Jagd auf Rebhühner und Wachteln Dienstag, den an ihre Adresse oder dem nächsten Poltiamt. Es wird ver25. August, auf Hasen, Auer, Birk- und Fasanenhennen, sowie muthet, daß sich Max einer Seiltänzer- der Gauklerbande an= Hafelwild Montag, den 14. September, festgesetzt."- Das arme geschlossen hat. Wild! Getroffen von den„ wohlgezielten" Schüssen der Sonntagsjäger muß es sich nun bald Tage lang in seinen Schmerzen frümmen, bis es dem Schlaumeier, dem Fuchs, dann endlich zur Beute fällt. Und wie vielen Rebhühnern steht nicht ein solches Schicksal bevor! Da wird denn, wenn ein Volk Rebhühner vor den Herren Sonntagsjägern auffliegt, aufs Gerathewohl hinein geknallt, gleichviel, ob's nah genug ist oder nicht, und manches Rebhuhn fällt dann nachher, unbemerkt von den Herren Schützen, todeswund nieder, eine willkommene Beute des Raubzeuges. Wie manche Familie könnte von dem auf diese Art verloren gegangenen Wild gespeist werden! Aber das thut hierbei nichts, daran wird nicht gedacht, wenn nur die Mordlust befriedigt wird. Und nun erst die armen Hunde! Müde und abgehetzt geht's dann nach heißem Tagewert wieder des Abends nach Hause, und da mag denn hier noch ein skandalöser Vorfall aus der vor= jährigen Hühnersaison Erwähnung finden, der wohl angezeigt erscheint, an den Pranger gestellt zu werden. Kommt da eines Abends ein Sonntagsjäger von der Hühnerjagd nach Hause, die Jagdtasche geziert mit wohl einem Dußend Rebhühner, nach welchen fein treuer Hund, der müde, hungrig und durftig, immer noch folgsam hinter seinem Herrn hertrabt, so manchen Weg hat machen müssen; da, an der Kaiser Wilhelm- Brücke kommt ein Retter in Gestalt eines Omnibus und flugs war das Herrchen hintenauf, während der Hund teuchend hintenantraben mußte. Was sagt der Thierschuh- Verein dazu? Weidenkultur " und Hasenhaide; noch ein verletzt. Gerichts- Bitung. Hat der freigesprochene Augeflte ein Recht auf kostenlose Ertheilung einer, usfertigung des Erkenntnisses? " sondern auf den Tag vorher bezogen habe. Ferner behauptet Conrad, daß die 15 jährige Kurig, welche jetzt als Charlottenburg lebt, von den Degen'schen Eheleuten beeinflußt worden ist und daß der Verdacht der Thäterschaft in erster Linie auf einen mißrathenen Stiefsohn Degen, der gleich nach der That nach Ameriko ging, hätte gelenkt werden müssen. Falls dem Gesuche um Wiederaufnahme des Verfahrens stattgegeben wird, so dürfte ein in mancher Beziehung interessanter Prozeß zu erwarten sein. " Ein Paletotdiebstahl im Café Keck hat die gerichtliche Entscheidung allgemein interessanter Rechtsfragen herbeigeführt. Herr D. besuchte nämlich eines Tages das Café Red in der Passage. Sofort bei seinem Eintritt in das Café wurde ihm von einem Bediensteten des Cafés die Garderobe abgenommen und an einem Ständer aufgehängt, der so weit von dem Plage D.'s fonnte. Als er das Café verlassen wollte, vermißte er seinen entfernt war, daß er seine Garderobe nicht im Auge behalten Ueberzieher. Ueberziehers und lieh D. den feinigen. Der Geschäftsführer konstatirte das Fehlen des Ueberziehers und lieh D. den ſeinigen. Der gestohlene Ueberzieher war noch fast neu und repräsentirte einen Werth von 82 M. D. flagte nun gegen Reck auf Herbeifchaffung des qu. Baletots oder Schadloshaltung durch Zahlung von 82 M. nebst 5 pet. Zinsen seit dem Tage der Klagezustellung. Kläger war der Meinung, daß der Beklagte für das Abhandenkommen des gemäß Paletots verantwortlich sei, da er als Gastwirth § 444 II 8 2. 2. R. Hafte. Auch müsse der Beklagte für den durch seine Bedienstete verschuldeten Verlust aufkommen. Das hiesige Amtsgericht I, welches über diesen Fall zu befinden hatte, schloß sich indessen der Gegenausführung des Beklagten, daß die Der Schloffer Karl Scholz wurde tch Urtheil des Schöffen- Haftung für Aufgenommene nur für Gasthofbesitzer, nicht aber auch für gerichts des Diebstahls für schuldig erit und deshalb mit zwei Schant- und Speisewirthe bestehe, an und sagte in den von der Wochen Gefängniß bestraft. In der Aufungsinstanz schloß sich Gastwirthszeitung" mitgetheilten Entscheidungsgründen u. A. auch: Der Gast, der in einem Restaurant oder Café einkehrt, übergiebt das Gericht den Ausführungen des sidiese Instanz vom Angeklagten bestellten Vertheidigers, Rechnwalt Stadthagen, an, dem Kellner, der ihm die Sachen abnimint, nicht dadurch dessen Daß die völlige Unschuld des geklagten dargethan fei, Gewahrsam, vielmehr leistet ihm der Kellner eine rein thatsäch da Angeklagter das angeblich entwente Gut nicht gestohlen, liche Handreichung; deshalb ist es Sache des Gastes und nicht sondern die Sachen, deren Diebstahihm vorgeworfen war, des Kellners oder Wirthes, über die Sachen zu wachen. Hängt Scharf ist die Grenze Berlins nach Süden hin, scharf lediglich an sich genommen hatte, unie im Interesse seines der Kellner die Sachen an einem ungeeigneten Orte auf, so ist auch der Kontrast dortselbst zwischen dem Gewühl der Großstadt Arbeitgebers vor der Fortnahme durchindere auf der Arbeits- es Sache des Gastes, ihm eine andere Anweisung zu ertheilen, und der ländlichen Jbylle. Klettert man von der Bergmann stelle zu schützen. Das Gericht sprach shalb den Angeklagten da er sich sonst durch sein Stillschweigen mit dem Aufbewahrungs straße immer höher hinauf durch die Heim- und WillibaldAlerisstraße, biegt dann in die Friesenstraße ein, so ist gleich nicht nur frei, sondern legi auch die Kosten orte einverstanden erklärt und mithin nach wie vor allein die beider Instanzen einschlieich der dem An Verantwortung behält."- Es ist diese gerichtliche Auslassung darauf die Welt mit Brettern vernagelt. Doch nein, nicht ganz; geklagten erwachsenen Vertheidigurkosten in der Be- um so beachtenswerther, als in vielen Restaurants die Kellner ein Loch zum Hinausschlüpfen ist noch gelassen, nach Westen ein rufungsinstanz der Staatskasse auf. Der Vertheidiger des bei Vermeidung von Strafe gehalten sind, den eintretenden Bretterzaun, an welchem die Bezeichnung Friesenstraße" noch an Angeklagten ließ sich demnächst eine schrift des Erkenntnisses Gästen die Garderobe abzunehmen und die Gäste aus dieser VerBerlin erinnert ja nur erinnert, denn eine Straße kann dieses ja nur erinnert, denn eine Straße kann dieses im wahren Sinne des Wortes coupirte Terrain" doch wohl zweiter Instanz vom Gericht geben. ür die Abschrift anlassung leichter geneigt sind, die nöthige Sorgfalt in Bezug im wahren Sinne des Wortes coupirte Terrain" doch wohl dieses Erkenntnisses verlagte aber die Ge- auf Ueberwachung der Garderobe aus den Augen zu lassen. nicht genannt werden nach Osten schon nach Osten schon alles grün: richtstasse 90 Pf. Schreibgühr. Diese Kosten Eine thränenreiche Verhandlung fand gestern vor der paar Schritt, dürften vom Angeklagten zweifellos nieingezogen werden. Auf vierten Strajkammer des Landgerichts I. statt. Auf der Anklageund aufathmend befindet man sich im Freien, und Anregung der Gerichtskasse beschloß r die Straffammer des wvie mit einem Zauberschlage hat sich das Bild Landgerichts II., daß für diese hreibgebühr der bank befand sich der 16jährige Kaufmanns- Lehrling Emil M. verändert. Hier lagern ganze Familien im Grünen, um auf ein Bertheidiger für haftbar zrachten sei und be- und in nicht minder zerknirschtem und aufgelöstem Zustande paar Stunden das Jammerleben, das sie in der Stadt führen, gründete diese Entscheidung damit, daße Gebühr nicht zu den nahmen feine Eltern im Zeugenraume Platz. Der Angeklagte, zu vergessen, dort wieder werden Pilze gesucht, zwischendurch er- dem Angeklagten erwachsenen nothwigen Auslagen ge- welcher der Unterschlagung beschuldigt war, gab die Strafthat götzt sich die liebe Jugend auf der Jagd nach„ Juni fäfern." Die giebt's nun freilich mehr in diesem Jahre, wie rechnet werden dürfte, weil Angekliter die Abschrift 3, konnte aber vor Thränen und Erregung den Sachverhalt in ihre größeren Bettern, die Maikäser, sie scheinen aber, trotzdem ihre größeren Vettern, die Maitäfer, sie scheinen aber, trozdem nicht nothwendig brauchte. Der Vertheidiger hafte en Einzelheiten nicht erzählen, sondern mußte dies seinem Vermilie M. am 24. April das Mittagessen einnahm, bekam der fie doch eigentlich noch niedlicher sind, nicht so begehrenswerth aber für die Stosten der Abschrift des heils, da er eine Ab- heidiger, dem Rechtsanwalt Dr. Jvers, überlassen. Als die Fa schrift des Urtheils in Antrag bracht hatte. Gegen für die Jugend zu sein, wie lettere. Ungestraft lassen sie nun diesen Beschluß erhob der Vertt ger Beschwerde beim Angeklagte mit seinem jüngeren Bruder Streit und versetzte ihm aber das Ignoriren ihrer Schönheit nicht, indem sie den armen, a m mergericht. eine Ohrfeige. Seine Mutter, hierüber empört, strafte den AnDieses hnun fich in allen geklagten, indem sie nun ihrerseits dem Angeklagten ein Paar mal gar zu arg zusetzen, wie man dieses gerade jetzt des Abends Punkten den Darlegungen des Etheidigers anschließend, berbe Ohrfeigen gab. Der so Gezüchtigte glaubte sich zu fattsam an sich selbst erproben kann. Peiniger in der Stadt und den Beschluß dahin gefaßt: in Erigg, daß nach§ 35 der Unrecht behandelt und um sich an seinen Eltern zu rächen, Straf- Prozeßordnung, dem durch e Entscheidung des Gerichts beging er in seinem fnabenhaften Groll jenen Streich, Getroffenen das Recht zusteht, eirbfchrist der mündlich ver- wodurch er nicht nur sich, sondern auch seine Familie Am folgenden Tage hatte Der etwa 30 Jahre alte Schriftsteller Otto Mouice, tündeten Entscheidung zu verlang daß auch der freiunglücklich machte. er für auf Java geboren, ist aus Berlin und den preußischen Staaten gesprochene Angeklagte ameifelhaft ein ge- feinen Lehr- Prinzipal, den Fabrikanten Schlesinger, eine ausgewiesen worden und hat, der„ Berliner Zeitung" zufolge, rechtfertigtes Intereffiaran hat, zum Be: Summe von 1800 Mart bei der Reichsbant abzugeben. gestern die Hauptstadt verlassen, nachdem er sich 21 Jahre in weise seiner Unschuld elusfertigung des brannte mit dem Gelde durch und wandte sich zunächst nach somit schrift an die genannte Beitung seine im Februar bereits an- der Urtheilsabschrift entstehendenreibgebühren der Staats: geordnete und vom Minister des Innern bestätigte Ausweisung, tasse als Rosten des Versen 3 zu berechnen sind, und In Stralsund wurde er schon dermaßen von Reue gepackt, daß gegen die ein Immediatgesuch an den Kaifer erfolglos geblieben in fernerer Erwägung, daß derthese idiger lediglich namens er sich, um fein Gewissen zu betäuben, betrant. Man hob ihn fei, folgendent, in einem Feuilleton für die von ihm bedienten und in Vollmacht des von ihmetente en Angeklagten den An- in sinnlosem Zustande von der Straße auf und schöpfte Vertrag der Ausfertigung stellt, erauco nicht als Antragsteller dacht, als man die große Geldsumme bei ihm fand. Sein Prinzipal Provinzialblätter enthaltenen Satz zu: Der Staatsanwalt hielt Würden doch Alle nach Amerika verschwinden, die bei angesehen werden kann, wird es werde stattgegeben und ist nur um 20 W. geschädigt worden. ihren Mitmenschen Nergerniß erregen. In diesem Sinne widmete werden die durch Ertheilung deilseth ausfertigung entstandenen die ganze Sachlage trotz der tiefen Reue des Angeklagten nicht dazu angethan, eine Geldstrafe zu beantragen, denn derselbe habe durch seine Handlungsweise und die darüber angegebenen Bedie hiesige entschieden freisinnige Berliner Zeitung" dieser Tage 90 Pf. Schreibgebühr niederge", age, dem Chef des Berliner Polizeiwesens einen teden Fehde- Artikel. Ein angeblich unschnittur Ve theifter, der ehemalige weggründe einen keineswegs guten Charakter gezeigt. Er be Freilich, die Zeiten Hinfeldens sind vorbei, da muß sich der Herr von Richthofen mancherlei gefallen lassen. Der Herr ist Schankwirth August 01 led, feit einer Reihe von antrage eine Gefängnißstrafe von 4 Wochen. Der Gerichtshof allerdings auch ein gar knochiger Feudaler! Da ist so manches, Jahren alle Hebel in Beweguin Wiederaufnahme- Ver- erkannte nach dem Antrage des Staatsanwalts, rechnete aber fahren zu erwirken und dadne fei befleckte Ehre wieder her- 2 Wochen durch die erlittene Untersuchungshaft ab. was sich in diesem Chapitre sagen läßt." zustellen. Conrad ist am 6er ptem 1864, also vor 27 Jahren, Auf die Anklage des medizinischen Verbrechens, welche wegen Raubes zu ein fehnbrigen BuchthausAssessor Leidig vor Kurzem erhoben hat, sind die Professoren v. Berg- ftra fe verurtheilt worden dichdene Geschworenen folgendes mann und Dr. Hahn vom Kultusminister Graf v. Bedliß- Trühschler gegen ihn für erwiesen, beachtet lten: Am Morgen des auf im se Steinstr. 6, in der ersten aufgefordert worden, ihm binnen 24 Stunden eine Antwort zu 26. März 1864 wurde in Etage belegenen Wohnuclides Eichtermeisters Degen ein Köln, 16. Juli. Die Eisenbahndirektion Köln( rechtsrheinisch) ertheilen. frecher Raub begangen. Degenen Eheleute befanden sich versendet an die Handelskammern und wirthschaftlichen Vereine Verhaftet, weil er zu seiner Leiblichen Tochter eine Reihe mit ihren älteren Kinder af dem chenmarite nur die fünf- ein Rundschreiben, wonach die vom Landes- Eisenbahnrath bevon Jahren in den intimsten Beziehungen gestanden, wurde am zehnjährige Dienstmagd Henriette S. war mit den kleineren fürwortete Ausdehnung der Ausnahmetarife für vergangenen Donnerstag der in der B.- Straße wohnhafte Magazin Kindern in der Wohnung zurückgen. Zwischen acht und Düngemittel, Erden, Kartoffeln und Rüben, auf Steinkohlen, verwalter R. Ebenso traurig wie einzig in ihrer Art sind die neun Uhr klingelte es, das Mädd ffnete und sah sich einem Kotes und Erze nicht eintreten fann, weil die allgemeine damit verbundenen Nebenumstände. R., ein Mann in der Mitte bärtigen Mann gegenüber, welg fragte, ob eine Woh- Finanzlage gegenwärtig nicht gestatte, mit Frachtermäßigungen vermiethen ชิน der 40er Jahre, hatte mit seiner wenige Jahre jüngeren, noch nung dies der Fall war, vorzugehen, bei welchen mit der Möglichkeit vorübergehender lebenden Ehefrau bereits zwölf Kinder, von denen fünf, in Alter so wandte sich das Mädchen, um in der Nähe an der Wand Einnahme- Ausfälle von erheblicher Bedeutung zu rechnen sei. außerhalb! " fet. Arbeiterbewegung. Er Planen i. V. Der Ausstand der hiesigen Steinmek 1 Der Sozialdemokratische Wahlverein des 4. Wahl- Peus erörterte unter großem Beifall die besondere Stellung Behilfen ist beendet und ist seitens der Gehilfen die Arbeit freises hielt am 14. d. M. seine Generalversammlung ab. Die- welche jene beiden Provinzen zur allgemeinen kapitalistischen Ent wieder aufgenommen worden, nachdem die Meister eingewilligt selbe bot zunächst einen Vortrag des Genossen Juthe über:" Die wickelung einnehmen. Redner nahm dabei wesentlich Bezug auf hatten, den Tarif wieder zu unterschreiben. Andererseits haben Verbrechen und ihre Ursachen." Die meisten Verbrechen, führte die geschichtliche Entwickelung, die Bauernexpropriation, die Leib die Gehilfen eine 10 prozentige Herabsetzung der im Tarif fest- Redner aus, werden aus Noth begangen. eigenschaft und die sogenannte Bauernbefreiung und wies hin gesetzten Lohnsätze zugestanden. Hohe Lebensmittelpreise und Bismarck meinte wohl, der Wohlstand in Deutschland nehme auf die wegen des Mangels an Eisenbahnen und Zeitungen und ziedrigere Löhne!!! ( Sächs. Arb.- ẞtg.) zu; hinsichtlich der Anschaffung von Waffen, Kasernen, Zucht- infolge der jahrhunderte langen Unterdrückung und Dressur erLille, 15. Juli. In Vicoigne ist unter den Bergleuten und Arbeitshäusern ist das allerdings der Fall, aber von einem klärliche geistige und moralische Zurückgebliebenheit der dortigen ein Streit ausgebrochen. Die Streifenden versuchten angeblich sonstigen Wohlstand ist nichts zu spüren. Nach unserer An- Bevölkerung, was natürlich, wenn Menschen überhaupt, dem zur Last falle. Zuletzt beleuchtete Peus noch die Schächte zu ersäufen; da die Maschinisten, durch Drohungen schauung wächst nicht der Wohlstand, sondern der Nothstand, und Adel das falsche Spiel, welches die Großgrundbesitzer den eingeschüchtert, die Arbeit gleichfalls eingestellt hatten, soll der zwar in ganz bedenklicher Weise. Pumpendienst durch Ingenieure und Bureaubeamte, und zwar den Arbeiterkreisen Noth und Elend, und dieselbe Erscheinung zöllen trieben, Troß der gegenwärtigen Hochsaison herrsche in Berlin in mittleren und fleinen Bauern gegenüber mit den Korndie nur den Großen nügten und sie unter dem Schuze von Gendarmen versehen werden. träte auch außerhalb Berlins auf. Die vielen Selbstmorde seien höchstens noch mehr in Stand setzten, die Kleinen durch ihre hierfür ein sprechender Beweis. Die Noth würde noch gesteigert übermächtige Konkurrenz zu Grunde zu richten. durch die Maßregdungen derjenigen Arbeiter, weche sich an der sozialdemokratischer Bewegung betheiligen. Bordeaux, 15. Juli. Sämmtliche Straßentehrer tellten heute die Arbeit ein. Paris, 15. Juli. In einer heute Nachmittag im Tivoli Vauxhall stattgehabten von etwa 4000 Personen besuchten Versammlung der Eisenbahn- Arbeiter wurde die allgemeine Arbeitseinstellung beschlossen. = Nach Angabe einiger praktischer Winke für die Landagitation schloß der Vortragende mit einem warmen Appell an die Pflicht Wenn nun ein solch armer Teufel in der Verzweiflung auf un- der hier lebenden Ost- und Westpreußen, den Klassengenossen in rechte Wege geratie, so könnten wir seine Handlung wohl be- der Heimath mit allen Mitteln Hilfe und Aufklärung zu verschaffen. dauern, aber ihn nicht verurtheilen. Uebrigens werde der kleine In der darauf eröffneten Diskussion brachten mehrere OstTrotz dieser Beschlüsse wird der allgemeine Streit, d. h. nach Diebstahl heut zu Tage überstrenge bestraft, während der große, und Westpreußen, besonders Genosse Gefrois, eine Reihe höchst einem Wolff'schen Telegramm, als zweifelhaft ange- vom Gesetz schwerer zu fassende, mitunter sogar frei ausgehe. Wenn charakteristischer Einzel- Erfahrungen vor, durch welche die allsehen, da die Lokomotivführer sowie die Heizer und auch andere Stöcker und Genosin meinen, Berlin sei entsittlicht, so hätten die gemeineren Ausführungen des Referenten vollauf bestätigt wurden. Bugbeamte sich der ganzen Streitbewegung angeblich vollständig Bugbeamte sich der ganzen Streitbewegung angeblich vollständig Herren ihres Amts jedenfalls selbst nicht genügend gewaltet. Nur ein Baumeister und Privatdozent Knauff, ein Nicht- Kapitalist, ferngehalten haben. Dasselbe Telegraphenbureau meldet unterm Nach ihnen soll der Unglaube die Ursache der Entsittlichung sein, wie er selbst bemerkte, also Geistes- Proletarier, sträubte sich gegen 16. Juli: Der Streit der Arbeiter in den verschiedenen Arbeits- aber gerade in den Orten mit sehr gläubiger Bevölkerung fämen die übrigens garnicht vorgebrachte Behauptung von der geistigen Rom, der Sitz des und moralischen Zurückgebliebenheit aller Ost- und Weststätten der Eisenbahn- Gesellschaften hat heute früh eine gewisse die meisten Fälle pon Unfittlichkeit vor. Ausdehnung angenommen; dagegen ist das Zugpersonal bei allen heiligen Baters, sei ene Zentrale der Unfittlichkeit. Die Unsittlichkeit preußen. Außerdem trat er für die Kornzölle ein und bewies trete namentlich in en ,, höheren Ständen" auf. Der Arbeiter hätte damit, daß er sich trotz seiner geistigen Vorgeschrittenheit von Gesellschaften vollzählig. jedenfalls weniger Belegenheit und Zeit zur Unfittlichkeit, da er dem Geschrei der Großgrundbesitzer bisher hat dupiren lassen. Paris, 15. Juli. Auf Ansuchen der Streifenden von den unausgefeßt arbeite müsse und ihm auch die Mittel dazu fehlen. Uebrigens erklärte der Herr naiver Weise, er habe geglaubt, Bediensteten der Orleansbahn hatten die Deputirten Die Badereisen der Neichen dagegen dienen in der Regel nur der man wolle einen Vergnügungsverein gründen des Seinedepartements beschlossen, das Schiedsrichteramt Genußsucht. Die Erführung armer Mädchen werde von Ver- worauf er von den verschiedensten Seiten die gehörige Antwort zwischen den Streifenden und der Orleansgesellschaft zu über- tretern der wohlhsenden Klassen systematisch betrieben und erhielt. Birka 10 vorher radaulustige Genossen des genannten nehmen; die Orleansgesellschaft erklärte jedoch, daß sie den Streit dadurch die Prostition sammt dem Kindesmord gefördert. Der Herren verließen nach einer zu Gunsten des Referenten fast einfür beendigt und ein Schiedsgericht daher für unnöthig erachte. geringe Verdienst ir Frauen im Allgemeinen treibe dieselben stimmig angenommenen Resolution den Saal. Nachdem Genosse Der Streit bei den Bediensteten der Paris- Lyoner gewaltsam in die Arme der Prostitution. Die Kellnerinnen Riesop den Vereinszweck largelegt, welcher wesentlich darin beMittelmeerbahn hat sich jetzt auch auf die Werkstätten- 3. B. erhielten theileife gar keinen oder einen viel zu geringen stehe, die hier lebenden Ost- und Westpreußen zu sammeln und Arbeiter ausgedehnt; es streifen 578 von 1222 Arbeitern. Lohn. Der Sozialistus wolle die Verbrechen unmöglich machen, zur Aufklärung ihrer noch in der Heimath wohnenden Landsindem er Allen Arbe und dadurch die Eristenz sichere. leute mittelst Briefe und durch Uebersendung leichtverständlicher Die Genoffen rüßten alle Zwiftigkeiten verineiden, dann Flugblätter, Zeitungen, Broschüren u. s. w. zu veranlassen, ferner würden wir schneller um Ziele gelangen. Zum Schlusse rezitirte die Verlesung der vorläufigen Statuten vorgenommen hatte, ward der Vortragende nocheine sehr ansprechende Arbeiterdichtung. die Gründung der Organisation einstimmig beschlossen, eine große An der Debatte etheiligten sich mehrere Genossen. Anzahl Mitglieder zeichnete sich sofort ein und als provisorischer Herauf verlas de Kassirer den Rechenschaftsbericht, die Ver- Vorstand wurden gewählt die Herren Riesop, Grunau und sammlung hatte Ginendungen nicht zu machen und der Vor- Lauschke. Die nächste Versammlung wird nur im Vorwärts" figende erklärte deshab den Kassirer für entlastet. bekannt gemacht. Wenn das Unternehmerthum einen ungünstigen Schiedsspruch befürchtet, weiß es allemal einen Grund zu finden, um sich von Vorschlägen solcher Art zu drücken. Dabei ist es natürlich immer noch Vertreter der heiligen Ordnung". Versammlungen. Berichtigung. Nachdem der Schriftführer den Vorstandsbericht mitgetheilt Die Stellmacher Berlins und Umgegend hielten am hatte, wurde zur Wax des Vorstandes geschritten und derselbe In dem Versammlungsbericht des Verbandes der in 14. Juli eine außerordentlich gut besuchte öffentliche Bersamm in seiner jetzigen stammensetzung einstimmig für ein weiteres olzbearbeitungs- Fabriken beschäftigten Arlung ab. Zunächst erstattete Stollege Halpert den Bericht der halbes Jahr im Amt belassen. Nachdem noch der Punkt„ Ver- beiter in Nr. 162 des„ Vorwärts" heißt es:„ Dec Lohnkommission. Derfelbe ergab eine Einnahme von 112 M. schiedenes" erledigt we, schloß der Vorsitzende die Versammlung. Mastenball lieferte einen Ueberschuß von 85,95 M." Dies ist 30 Pf. und 96 M. 69 Pf. Ausgabe. Demnach bleibt ein Bestand nicht ganz richtig. Der Ueberschuß betrug vielmehr 245,75 M. Eine gutbesuch Versammlung des Allgemeinen Ar- Davon sind 50 M. an die Generalkommission, 50 M. an die von 15 M. 61 Pf., welcher auf Antrag des Kollegen Schnellicke der Berliner Streit- Kontrollkommission überwiesen wird. Der beiterinnen- Vereinejämmtlicher Berufszweige Berlins und Agitationskommission in Hamburg und 60 M. an die AgitationsUeberschuß der heutigen Tellersammlung findet dieselbe Ver- Umgegend( Filiale Noabit) tagte am 11. Juli. tommission hier abgeführt worden. Der Ueberschuß beträgt nunAuf der Tagesor ung stand ein Vortrag des Herrn Nohr mehr noch 85,75 M. Ferner hat sich in den Bericht ein spaßwendung. Es folgt ein Vortrag des Genossen Millarg über das Thema: Die Bestrebungen der Innungen und was lack über: Die Prostation und die moderne anarchische Pro- haster Schreibfehler eingeschlichen. Es ist dort gesagt:" Der haben die Stellmacher- Gesellen von denselben zu erwarten?" duktionsweise. Sommernachts- Ball findet im Friedrichshain statt", natürlich soll Redner giebt einen Rückblick auf die früheren Innungen, welche Redner theilte de Prostitution in mehrere Klassen; die es heißen: in der Brauerei Friedrichshain". wirklich das Handwerk förderten, aber ebenfalls schon Auswüchse öffentliche sei noch icht die schlimmste, sondern die halbzeigten. Auch Streits gab es bereits in früheren Jahrhunderten. öffentliche. Redner kritisirt dann die heutige Lehrlingszüchterei, die Thätig- Junge Mädchen, niche ihre Eltern verloren haben und von keit der Innungsapostel im Reichstage und die Bestrebungen der dem geringen Lohn, denmeist nicht über 7 M. betrage, unmöglich heutigen Innungen, zeigt im weiteren Verlauf seiner Rede die ihren Lebensunterhalt btreiten können, feien gezwungen, sich mit im Vorwärts" bereits gebührend angenagelte Unfähigkeit der dem Meister oder Werk hrer, ja oft sogar mit dem Arbeitgeber Biehl und Ackermann, erörtert die Folgen der Mac Kinley Bill selber" gut zu stehen", im sich ein besseres Einkommen zu erund das Verhalten der Innungsleute dazu und schließt hieran ringen. " " Vereinigung der Water.. w. Filiale 7, Berlin SW. General Versammlung am 17. Juli, Abends 8 Uhr, Nostizsir. 50. Tagesordnung 1. Rechenschaftsbericht. 2. Vortrag des Kollegen Schweizer. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Reger Besuch erwünscht. Bersin Berliner Portiers und Berufsgenoffen( gegr. 1885). Das diesjährige Sommerfest findet Sonntag, den 19. Jult, Nachmittags 3 Uhr, im Garten des Vereinslotals Martgrafenftr. 87 bei Hrn. Weigt statt, wozu Freunde und Bekannte des Vereins ergebenst eingeladen werden. Billets für Gäfte zu 15 Pf. bei den Vorstandsmitgliedern und im Lokal. tr. 29, Filiale Rivdorf. Sonnabend, den 18. Juli, Abends 8½ Uhr: Ber Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter, E.. Allgemeine und Zentral- Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter( E. S. 29 und 89, Hamburg), Filiale 4, Berlin. Sonnabend, den 18. Juli, Abends 8% Uhr: Bersammlung bei Bolzmann, Andreasstraße 26. Tagesordnung: 1. Raffenbericht. 2. Verschiedenes. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 5. Berliner ReichstageWahlkreis. Sonntag, den 19. Juli: Große Landparthie nach Grünau. Abfahrt vom Bahnhof Alexanderplay 7 1hr 5 Min. Treffpunkt für Nachzügler: Grünauer Boltsgarten, köpenickerstr. 108, in Grünau. Bahlreiche Betheiligung Es ist dies der lezte Zug, der mit wird erwartet. Gäste find willkommen. Arbeiterbillets benutzt werden kann. Fahrpreis für die Hin- und Nückfahrt die Folgerung, daß die Arbeiter von den Innungen nur die Redner kritisirte dan die versteckte Prostitution unter den schwerste Schädigung ihrer Interessen erwarten können.( Leb- wohlhabenden Klassen id kam auf den Fall Ahlwardt- Bleich- sammlung bei Filice, Bergstr. 32. Tagesordnung: 1. Kaffenbericht. 2. Delehafter Beifall.) röder zu sprechen, welch allgemeine Entrüstung hervorrief. Des- girtenbericht. 3. Verschiedenes. Zentral- Kranken- und Sterbekasse der deutschen Wagenbaues In der Diskussion, an welcher sich die Kollegen Schnellicke, gleichen die Fälle Kühnelann, Lesseps und Baare. Redner wies( Ging. Silfstaffe Mr. 8, Samburg), Berlin Bezirk 6. Sonnabend, 18. Juit, Busar, Henze, Brüst, Zachau und Zemisch betheiligen, werden nach, daß die Prostitutio durch die moderne anarchische Wirth- abends 8% Uhr: Mitglieder- Versamintung. die Innungsbestrebungen drastisch illustrirt, deren Wirkungen schaftsweise gefördert wi. Nur durch eine feste Organisation die Stellmacher am eigenen Leib spürten, insofern als alle An- der Arbeiterinnen könne solchen Zuständen ein Ende gemacht träge, welche von dem Gesellenausschuß an die Stellmacher- werden. Der Vortrag nede mit anhaltendem Beifall belohnt. innung zweds Verbesserung des Arbeitsnachweises und des Gewerbe- Folgende Resolutionfand einstimmige Annahme: Die heute im Ilgeschen Saale, Wilsnackerstr. 63( Moabit), gerichts gestellt worden sind, abgelehnt wurde. Der Gesellenausschuß wird aufgefordert, in einer demnächst einzuberufenden Versammlung tagende Versammlung des Allgemeinen Arbeiterinnenvereins volizählig zu erscheinen und die Amtsniederlegung zu erklären, sämmtlicher Berufszweig Berlins und Umgegend erklärt sich mit da seine Thätigkeit doch vollkommen aussichtslos ist. Folgende den Ausführungen des eferenten vollständig einverstanden; sie Resolution gelangt zur einstimmigen Annahme:" Die heute in ist ebenfalls der Meinig, daß die Prostitution zum größten Hensel's Salon tagende öffentliche Versammlung der Stellmacher Theil nur durch die archische Wirthschaftsweise entstanden ist von Berlin und Umgegend ist mit den Ausführungen des Ne- und durch dieselbe geföfert wird. ferenten vollkommen einverstanden und erklärt, sich Mann für Ferner erblickt di Versammlung in der Organisation der Mann dem Fachverein anschließen zu wollen. Ferner beauftragt Arbeiterinnen gegen di heutige kapitalistische Wirthschaftsweise sie das heutige Bureau, in nächster Zeit eine öffentliche Ver- einzig und allein die facht, welche die Unglücklichen, die der sammlung der Meister und Gesellen einzuberufen, um zu sehen, Prostitution verfallen ud, retten kann und sie als nützliche wie fich die gesammten Meister gegen die Gesellen stellen; eventuell Glieder der Gesellschaftvieder zuzuführen im Stande ist." An der Diskussion theiligten sich Herr Westphal und Frau soll der Ausschuß sein Amt niederlegen." Gubela im Sinne des Herenten. 40 Pfennige. 1 Fachverein der Weber. Montag, 20. Juli, Abends 8 Uhr: General Kassirers vom ersten Bierteljahr. 2. Vortrag über Lokal- und Zentralorgani fation. 3. Antrag des Koll. Petersdorf: Auflösung des Fachvereins. 4. Neuwahl der Arbeitsnachweis- Kommission. 5. Verschiedenes und Fragetaften. Butritt ist nur jenen gestattet, welche nach§ 11 Abs. 1 thren Verpflichtungen nachgekommen sind und ihr Quittungsbuch vorzeigen können. und Niedorf. Sonnabend, den 18. Juli: Herren- Nacht- und Tagparthie Bersammlung bei Heise, Lichtenbergerjir. 21. Tagesordnung: 1. Bericht des Nach einer furzen Pause wird zur Erörterung der Zustände in der Hofwagenfabrit von Kühlstein, Charlotten burg, geschritten. An der Debatte hierüber betheiligen sich die Kollegen Bemisch, Leder, Henze, Brüst, Höhne, Schmidt und Andere. Danach sollen in dieser Fabrit folgende Zustände herrschen: Jm Winter werde jebes Heizen der Arbeitsräume unterlassen. Bei einer Kälte von Die Freie Verefgung der Gärtner hielt am 8. Juli 14° unter Null müßten die Leute arbeiten, während in der eine Generalversammlu ab. In derselben erstattete der Kassirer nebenanliegenden Villa, selbst wenn diese unbewohnt sei, täglich den Bericht über das erflossene Vereinsjahr. Die Einnahmen geheizt werde. Folgt eine Einrede in dieser Beziehung, so beliesen sich auf 764,29., die Ausgaben auf 695,08 m., mithin erklärt der Meister Bauer: Von Soziales dürfen Sie blieb ein Kassenbestand von 69,21 M. Nachdem die Revisoren nicht reden!") Giner der Redner hat seiner Angabe nach die Nichtigkeit der Abreuung bestätigt hatten, wurde dem Kassirer wegen einer Forderung von 35 Pf. die Hilfe des Gewerbegerichts Decharge ertheilt. Derbericht des Vorstandes ergab folgendes in Anspruch nehmen müssen. Resumé: Abgehalten vurden 26 Versammlungen, in welchen 23 Vorträge politischenwissenschaftlichen, gewerkschaftlichen und fachwissenschaftlichen Jalts geboten wurden. Der unentgeltliche Rechtsschutz wurde in Fällen benutzt. Nachdem sich noch eige Damen hatten als Mitglieder aufgeladen. nehmen lassen, wurde diVersammlung mit einem Hoch auf das Gedeihen des Arbeiterinnvereins um 11 Uhr geschlossen. Vereinigung der Drechsler Deutschlands, Ortsverwaltung Berlin nach Bernau- Siebnissee- Lante- Biesenthal. Treffpunkt Sonnabend Abend Abfahrt vom Stettiner Bahnhof 11 Uhr 35 Min. bis Vernau. um 9 1hr im Arbeitsnachweis der Drechsler, bei Gründel, Dresdenerstr. 116. Alle Kollegen und Freunde, welche gewillt find, sich anzuschließen, sind freundlichst einKranken- Unterstützungsbund der Schneider. Dienstag, den 21. Juli, dantenstr. 20, oberer Saal. Tagesordnung: 1. Vierteljahres= Abrechnung. 2. Vortrag des Herrn Dr. Zabet über Zungenleiden." 3. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird. ersucht. Musik- Dilettanten- Verein" Staccato"( Dirigent A. Lepte). Freitag, Abends 9 Uhr, bei Herzog, Stromijir. 28: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste willkommen. den 20. Jult, Abends 8 Uhr, Kommandantenstr. 20. Tagesordnung: Das Waarenhaus des deutschen Beamtenvereins und die Produktion der Firma Abends& Uhr: Mitglieder- Bersammlung in den Arminhallen, kommanMitgliedsbuch legitimirt. Schneider- und Schneiderinnen- Verband. Versammlung am Montag, Weltmann. Der wichtigen Tagesordnung halber ist das Erscheinen aller Kollegen und Kolleginnen nothwendig. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter( E. H..29 und 89, Hamburg), Filiale, Berlin 46. Sonnabend, 18. Juli, Abends 9 Uhr, bei Byirit, Gypsstraße 3: Bersammlung. Tagesordnung: 2. Kassenbericht. 2. Verschiedenes. Sommerfest des Buchbinder- Fadzvereine. Die acht Gesangvereine werden hiermit nochmals aufgefordert, heute Freitag, den 17. Jult, in Feuerstein's Salon, Alte Jakobstr. 75, zur Generalprobe pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Ausgabe der Billets zum 20. Jult ebendaselbst. Jimmerleute! Freitag, den 17. Juli, Abends 8% Uhr, bei Kuhlmey, Schönhauser Allee 28: Deffentliche Bezirks- Bersammlung für den Norden und Nordoften. Tagesordnung: 1. Die Bedeutung des Beschlusses der GeneralVersammlung der Zimmerer Berlins am 21. Juni. 2. Wahl eines Bezirks: Bertrauensmannes. Lese- und Diskutieklubs. Freitag. Karl Marr", Abends 9 Uhr, bei Grube, Mariendorferstr. 10. Gäste haben Zutritt." Süden", Abends Gäste, Damen und Herren, 8% 1hr bei Schwarzkopf, Stalizerstr. 11. durch Mitglieder eingeführt, willkommen. Westen", Abends 8½ ühr bet Böhland, Bülowstr. 52. Gäste, durch Mitglieber eingeführt, haben Zutritt. Arbeiter- Sängerbund Serlins und Umgegend. Freitag. Uebungs männerchor", Schönhauser Allee 28 bei Kuhlmey. stunde Abends 9 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Raiser'scher Arbeiter Gefang= Solle Mißständen abgeholfen, oder eine Negelung der Lohnverhältnisse vorgenommen werden, so müsse man vom Direktor zum Inspektor, vom Inspektor zum Werkmeister, dann wieder zum Nach Erledigung Berichts wurde der in der Generals Direktor und endlich zum Chef laufen, welcher auch endlich im äußersten Nothfall, nach Drohung mit Arbeitseinstellung, die versammlung vom 8. pril ausgesprochene Anschluß an den Forderungen bewillige. Stellmacher würden beständig gesucht, Zentralverein der deutjen Gärtner zur Ausführung gebracht. es herrsche fortwährender Wechsel. Die Meister drückten die Die Freie Vereinigung Gärtner Berlins und Umgegend schließt Preise. Ein Gefelle bekomme ein oder zwei Andere als Helser, sich dem Zentralverein er deutschen Gärtner in Hamburg als die er selbst abzulohnen habe, und daher wüßten die letzteren nie, Bahlstelle, Berlin Ost" a.Kollege Born ist erster Bevollmächtigter, was sie verdienen. Ferner soll Herr Kühlstein nicht einmal ge- Riebensahin StellvertreterPeters Kassirer, Meiling Schriftführer flatten, die Schirme zum Trocknen aufzuspannen, oder das Mittag- und Dehring Beisiger. Unter Verschiedenem erichtete Kollege Michler über die in brot zu wärmen. Nachdem noch zur Agitation für den Fachverein aufgefordert war, wurde die Versammlung mit einem Hoch einer Gärtnerei gezahlten zangerlöhne und die Profitfucht des auf die Sozialdemokratie geschlossen. betreffenden Inhabers. r Fall ist folgender: Ein Gehilfe war bei dem betreffenden nternehmer bei 24 M. monatlich und Die Vereinigung der in der Kartonbranche beschäftigten freier Station beschtigt. Derselbe stellte bei einem Privatverein„ Nord", Brunnenstr. 38 bei Gnadt.- Gesangverein, Vorwärts 1" Arbeiterinnen und Arbeiter hielt am 7. Juli ihre letzte General- manne eine Gartenanlageer, wofür der Unternehmer pro Tag versammlung ab. Kollege Drews gab den Geschäftsbericht. Aus 10 M. Gehilfenlohn rechte. In 4 Wochen war die Anlage demselben ging hervor, daß im verflossenen Quartal fünf Ver- hergestellt( der Gehilfe ar tete auch Sonntags, wofür er 3 M. sammlungen mit wissenschaftlichen Vorträgen stattgefunden haben extra erhielt). Nun recht man kost und Logis mit 1,20 M. und die Mitgliederzahl 90 betrug. Dem Kassirer Heyfelder wurde pro Tag, dazu 80 Pf. 2o giebt 2 M. täglich, multiplizirt mit nach Erstattung des Kassenberichts auf Antrag des Revisors 24 Wochentagen, nacht 4 art, 4 Sonntage à 3 M. macht Kollege Bartsch, Decharge ertheilt. Zu Punkt 2: Auflösung des 12 Mart, ergiebt zufann 60 mart. Der Unternehmer ließ Vereins zu Gunsten der neugegründeten Freien Vereinigung sich aber 280 M. bezahle verdiente mithin 220 M., wosämmtlicher in der Papierindustrie beschäftigten Arbeiter und für er- wie man zu fan pflegt feinen Finger frumm zu Arbeiterinnen Berlins und Umgegend" wurde beschlossen, machen brauchte. Dieser i rief allgemeine Entrüstung hervor. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Berliner Turngenossen= für die Mitglieder, soweit sie statutenmäßig als solche Es wurde von allen Seite aufgefordert, der Organisation beizu betrachten sind, das Eintritisgeld zu zahlen, ferner zutreten, denn nur dadu könnten wir der Profitwuth geldjedem zur Pflicht gemacht, für die neue Organisation gieriger Unternehmer eine Damm entgegensehen. rege zu agitiren und ihr zahlreiche Mitglieder zuzuführen. Mit einem begeisterndufgenommenen Hoch auf den Mit dem Ausgleich in Bezug auf das vorhandene Vereins- verein der deutschen Gärt schloß die Versammlung. vermögen 2c. wurden die Kollegen Drews, Heyfelder und Schwarzstraße 11 bei Feind. Summer's cher Gesangserein", Elisabethstr. 11 bei .D. Abalbertstraße 21 bet Roll. Gefangverein orbeerfranz", WeinRüth.„ Karthaus's cher" Gesangverein, Frankfurterstr. 79 bei Krüger. Buchbinder Männerchor" Berlins, Alte Jakobstr. 75 bei Feuerstein. Gefangverein, Maiglöckchen", Hochstraße 32a bet Wilte. Gesang Gesangverein verein Gemütlich feit"( Buyer), Seydelstraße Nr. 30. " Jugendfreuden", Bergstraße 68 bei Keller.- Gesangverein ris", kopnicterstr. 127a bei Stüfter. Gefangverein Collegia", Reichenbergertraße 16 bet Päzold. Wilhelm Seeger'sche Liebertafet", berg, Friedrich Starljivaße 34. Reichenbergerstr. 83 bet Trucks. Gesangverein Hoffnung", FriedrichsGesangverein" yra 2", Charlottenburg, Rosinenstr. a bei Grischow. fchaft, 9. M.- Abth. Jeden Dienstag und Freitag 8-10 Uhr, Bluntenſtr. 68a. männer- Gesang- Verein„ Union" Abends 9 Uhr, in der Berliner WodZentral- Mitglieder werden aufgenommen. burger betraut, es sind demnach alle Ausstände und Forderungen Eine öffentliche Bsammlung der Ost- und Westan die Genannten zu richten. Dann wurde die Vereinigung für prenken zwecks Gründungines sozialdemokratischen Agitations aufgelöst erklärt. vereins fand bei gutem fuche am 13. d. M. statt. Genosse Männerchor Waldesrauschen", Martgrafenstr. 87 bei Weigt. Brauerei. Musikdilettanten- Verein GI ode" 9-11, lebungsstunde. Neue Gesangverein Sibertee". Bei Ulrich Wrangelfir. 84. Stimmbefähigte Genossen werden gewünscht. Bergnügungsverein Glück auf", Abends 8 Uhr, Siyung bei Möwes, Fichtestr. 29. Nach der Sitzung Tanz. Gäste willfominen. Vergnügungs verein Beil chen", Sigung mit Damen von 9 Uhr ab, Admiralstr. 38 bek Bülow. Gäste willkommen. Vergnügungsverein ,, Euphrosyn e". Sigu mit Damen Abends 9 Uhr im Reftaur. Wohllebe, Alexandrinenſtr. 110. Nach b Sigung Tanz. Gäste willkommen.-• Geselliger Berein.. Immergrün Schüler der 38. Gemeinde Schule, Sigung, Abends 9 Uhr, im Abends Uhr, im Restaurant Heinicke, Oranienstr. 36. Verein ehem. I zwischen den Matrosen des„ Charleston" und Polizei- I Grand Restaurant„ Kornblume"( Inh. Dito Noll, Andreasfir, 3. Gäste ffizieren vor. Letztere tödteten in der Vertheidigung gegen willkommen. Rauchtlub Wet chfelblatt", Abends 9 Uhr, Stalizer- die Menge nach der Verhaftung eines Matrosen einen Seemann. straße 147a, bet Wichert. Gäste, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. Dieselben werden zur Verantwortung gezogen werden. Rauchflub„ Ohne 3wang", Abends 8% Uhr, bei W. Spaeth, Weinstraße 28. Stattlub Tournee", Abends 8 Uhr, beim Genossen Karl Ullrich, Brangelstr. 84. Gäste, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Freitag: Verein Grüne Tanne" 9 Uhr bei Teßner, Markusstr. 8. Rauchflub ,, Rothe Quaste" bei Eimecke, Köpnickerstr. 130. Vermischtes. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Paris, 16. Juli, Abends. Der Arbeitsausstand der Bahnbediensteten hat heute Fortschritte gemacht; in den Werkstätten Liebsch. Ihre Mutter hat nur dann Anspruch auf Altersrente, wenn sie in den letzten 3 Jahren vor dem 1. Januar mindestens 141 Wochen gegen Lohn gearbeitet hat. 5. M. 100. Ein Schlafbursche fann feinen Einspruch da gegen erheben, wenn bis Abends 9 Uhr die Familie der Schlafwirthe mit in seinem Zimmer ist. D. R., 90. Ein Kaufmann hat, ohne im Besize der Konzession dazu zu sein, nicht das Recht, Bier in Gläsern über die Straße zu verkaufen. Sandstr. 2. 1. Einen Hausfriedensbruch haben Sie nur dann begangen, wenn Sie auf Aufforderung des hierzu Berech und Magazinen der Westbahn streiken 651; in denen der Ost- tigten das Lokal nicht verlassen haben. In Abwesenheit des bahn 200; in denen der Paris- Lyoner Bahn 800; in denen Wirthes kann man den Kellner resp. falls mehrere Kellner vorBochum, 14. Juli. Redakteur Schwarze von der der Orleans- Bahn 560. Der Güterbahrhof der Westbahn handen sind, den Oberkellner wohl für berechtigt ansehen, die Westf. Volkszeitung" hat seine Strafe von einer Woche mußte heute wegen Mangels an Arbeitskräften geschlossen bleiben. Aufforderung zu erlassen. 2. Für die durch ordnungsmäßigen Gefängniß bereits angetreten; dagegen hat Chefredakteur Fu3- Die Direktion der Westbahn fordert zur Aufnahme der Arbeit Gebrauch entstehende Abnutzung der Wasserleitung brauchen Sie angel einen abermaligen Aufschub bis zum 20. dieses Monats binnen 24 Stunden auf, widrigenfalls die Ausständigen durch nicht aufzukommen. erhalten. Derselbe ist zur Zeit leidend. Das Urtheil in dem andere Arbeiter ersetzt werden. Heute Nadmittag versammelten J. H. 30 Nr. 20. Ob Sie Maurer oder Arbeiter sind, Steuerprozeß ist den Verurtheilten bis heute noch nicht zugestellt sich etwa 6000 Eisenbahnarbeiter in der Tiwli- Vauxhall und be- ist für Ihre Einschätzung nicht entscheidend, sondern es kommt worden. schlossen die Fortsetzung des Streiks. auf die Höhe Ihres Jahreseinkommens an. Ist dies zu hoch abgeschätzt, so wird wohl Ihre Reklamation von Erfolg sein. Hannover, 15. Juli. Der Landgerichtsrath Stolk erschoß sich in einer Droschke, welche er genommen hatte, um nach dem Todtenhause zu fahren. ( Depeschen des Bureau Herold.) Kassel, 16. Juli. Bei der heute stattgfundenen ReichstagsErfahwahl im Wahlkreise Kassel- Melsungn an Stelle des bisHamburg, 15. Juli. Das Schiff„ Alice" von Ham- herigen konservativen Vertreters v. Weyrauh erhielten im Stadtburg nach stadt unterwegs, wurde heute früh zwischen Helgo- treise: Endemann( natl.) 2763, v. Allensleben( fons.) 534, land und der Elbe leck und sant; die Mannschaft ist ge- Förster( Antisemit) 1551, Martin( Rp.) 48, Pfannkuch( S03.) 4111 Stimmen. Landbezirke fehlen noch, rettet. " Hamburg, 16. Juli. Dem Hamburger Generalanzeiger" zufolge beschloß der Hamburger Sportklub die Gründung zweier Rennpreise von 100 000 und 50 000 m. Hier gegen tritt fogar der Derbypreis zurück. Für solche Zivecke rollen die Tausende nur so aus den Kassetten wenn es aber gilt, dem Arbeiter ein paar Pfennig mehr& ohn zu geben, dann ist der Geschäftsgang immer der denkbar schlechteste". " Baris, 16. Juli. Eine hier eingetoffene Depesche aus Billefranche meldet: Der um Mitternact aus Toulouse ab12 Waen stürzten um. Es gegangene Expreßzug entgleiste. famen viele Verwundungen vor. Paris, 16. Juli. Der Appellhof bstätigte den UrtheilsSpruch des Buchtpolizei- Gerichts in der Mlinitaffäre. Antwort wird nicht erteilt. Briefkaffen der Bedaktion. Lauban, 16. Juli.( Wossische Zeitung.) Infolge des Hoch- Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quitung beizufügen. Brieflich wassers ist der Sch a cht des benachbarten Bergwerts Raiser Wilhelm" eingestürzt. Bis jetzt sind C. T. 65. Wenden Sie sich an de Polizeipräsidium. drei Leichen gefördert. C. R., Behrenstr. 52. Wenden Sie sich an eine BuchE. L., Schaukwirth, Steinmetzf. Mittags von 12 bis 5. Weber, Klempner. Wir bitte um Ihren Besuch( in der Zeit von 10-6 Uhr). Wollstein. Die Straffammer verurtheilte den katho- handlung. lischen Vikar Olejnik wegen Majestätsbeleidigung zu vier Monaten Festung. Derselbe hatte seinen Unwillen 1 Uhr. Darüber geäußert, daß in der Wohnung einer Katholikin zwei Kaiserbilder zwischen Heiligenbildern an der Wand bingen. 2. H. R. Gine Darlehnsschuld verährt in 30 Jahren. G. K., Bernauerstraße. Da die Nutter schon früher von einem Andern ein uneheliches Kind hae, so können für das zweite keine Alimente gefordert werden. Aus Sachsen, 15. Juli.( Voss. 3tg.) In Weißenberg ist kürzlich der Rathsregistrator und Stadkassirer R. Kastner entflohen. Derselbe hat sich zahlreicher Un terschlagungen amtlicher Gelder schuldig gemacht, insbesondere soll die Sparkasse stark in Mitleidenschaft gezogen sein. jenigen wegen Diebstahls, ist die Behöre berechtigt, Sie auszu 5. S. Auf Grund Ihrer Vorstifen, insbesondere der Krakau, 16. Juli. Das Bezirksgericht von Neumarkt verweisen; wir können Ihnen auch von einer Beschwerde keinen urtheilte den Fürsten Hohenlohe wegen Besitzstörung in Erfolg in Aussicht stellen. dem streitigen Gebiete beim Meerauge zu 1000 Gulden Strafe E. J., Blücherstraße. Wir könen Ihnen eventuell nur und zur Zerstörung des von dem Fürsten unbefugter Weise auf- mündliche Auskunft ertheilen. gebauten Gebäudes bei einer weiteren Strafe von 10 000 Gulden. Brünn, 16. Juli. Ueber dem Flecken Napagede( Mähren) entlud sich gestern Nachmittag ein Wolkenbruch, welcher furchtbaren Schaden aurichtete und die March aus ihren Ufern treten ließ. Die Hochwassergefahr ist groß. Wwe. A. St. Die Wegnahme de Firmenschilder ist zwar nicht strafbar. Sie können aber auf fortige Herausgabe der selben Klage erheben und mit der Besstörungsklage den Ersatz des nachweisbaren Schadens verlangen Nr. 65. Wegen Ihrer Steuerschid kann das Eingebrachte Bern, 15. Juli. Nach einer Mittheilung der Ober- Post- Ihrer Frau nicht gepfändet werden. ventuell muß Ihre Frau interveniren. birektion gerieth in dem gestrigen Nachtzug Zürich Genf der Beiwagen zur Bahnpost Zürich- Genf zwischen Olten und Rothrist in Brand und wurde bis auf die Eisentheile zerstört. Die Postladung, bestehend aus Sendungen von der Ostschweiz und weiterher nach Bern, Lausanne, Wallis, Genf 2c. ist vollständig vernichtet. Die Untersuchung ist im Gange. A. J. Wenn Sie wegen Nichzahlung von Miethe zur Exmission verurtheilt sind, so kann de Wirth dieselbe auch dann noch vollstrecken, wenn Sie die ruständige Miethe beglichen haben. Dagegen verliert er dieses Recht, sobald er weitere Bränumerandomiethe vorbehaltlos aittirt. In diesem Falle gilt der alte Kontrakt weiter, und esist dann jeder Theil an die kontraktliche Kündigungsfrist gebunde. O. H. B. Ein Arbeitgeber, welcher dem Arbeiter den vollen Betrag der Altersversicherung Marken vom Lohn abzieht, macht sich strafbar. Dagegen braut er für die Zeit, während welcher der Arbeiter stellungslos ur und Marken nicht eingeklebt hat, einen Zuschuß nicht zu isten. New- York, 16. Juli. An den Ufern des Flusses Skeena zu Nanaimo( Vancouverinsel, Britisch Kolumbia) fand ein neuer Erdrutsch statt. Neun Häuser wurden verschüttet und die Einwohner getödtet.- Ju Fort Scott( Kansas) hat ein 3u fammenstoß eines Güterzuges und eines Personenzuges der Pacific Missouri Bahn stattgefunden, wobei ein Wagen umgestürzt wurde. Zehn Reisende sind verletzt. Der Koppenstr. 55. Einem Schlourschen kann nur am 15. Häuptling der Navajos ist in Arizona gefangen zum 1., nicht auch am 1. zum 15. ekündigt werden. Daß der Der Stamm nimmt infolge dessen eine selbe sich mit seinem Schlafkollegen mkt, ist kein Grund zu vor genominen worden. drohende Haltung an.-In San Diego fiel ein Streit zeitiger Kündigung. IS Achtung! Sonnabend, ben 18. b. D., 26bs. 8 Uhr, im Lokale Weberfir. 17 bei Nieft: des Große öffentliche Versammlung der Möbelpolirer mit Frauen. Tages Ordnung: 2. 1. Die Erhabenheit der Natur und die bevorzugte Stellung des Menschen 4. von allen Lebewesen in derselben. 2. Das unnatürliche Streben des Menschen in der modernen kapitalistischen Gesellschaft. Referent: Rollege Karl Kurth ( Schüler der Arbeiter- Bildungsschule). 3. Diskussion. 231/17 G. J., Sophienstraße. Zahntechniker- Gehilfen unterliegen weder der Kranken- noch der Unfallversicherung, wohl aber der Alters- und Invalidenversicherung. Dadurch erledigen sich wohl Ihre weiteren Fragen. 99. Ihr Hund und seine Junge können wegen Miethssteuer gepfändet werden. Aus dem Erlöse werden zunächst die Futterund Versteigerungskosten bezahlt. Das nächste Mal schreiben Sie doch mit Tinte. C. J., Swinemünderstr. Majestätsbeleidigung ist nur gegen einen noch lebenden Herrscher möglich. Nur wenn Jemand wider besseres Wissen eine unwahre Thatsache in Bezug auf einen verstorbenen Herrscher behauptet, so kann auf Strafantrag Seitens der Kinder oder der Ehefrau des Verstorbenen eine Bestrafung erfolgen. E. D. Die testamentarische Bestimmung fann nur dahin aufgefaßt werden, daß die Gräber in dem Zustande erhalten werden sollen, in welchem sie sich beim Tode Ihres Vaters befanden. Waren sie damals schon etwas verfallen, so kann Ihrer Schwester für die Zinsen von 300 m. die völlige Neuaufarbeitung der Hügel nicht zugemuthet werden. D. B. 46. Wenn der Unfall sich vor mehr als 2 Jahren zugetragen hat, so kann Ihr Freund einen Anspruch auf Unfallrente nicht mehr erheben. Anderenfalls möge er den Unfall und seinen Entschädigungsanspruch beim Polizeipräsidium anmelden; wir fürchten jedoch, derselbe wird sich kaum nachweisen lassen. A. M. 37. Der Wechsel in der Person des Eigenthümers hat keinen Einfluß auf die Fortdauer des Miethskontraktes. Da feine Kündigung erfolgt ist, so gilt derselbe als stillschweigend traktes nach. verlängert. Lesen Sie darüber die Bestimmungen des KonW. S., Gesundbrunnen. Es ist zwar eine vielverbreitete, aber durchaus falsche Ansicht, daß man innerhalb 24 Stunden von einem bereits abgeschlossenen Kontrakte zurücktreten kann. Weder der Wirth noch der Miether ist hierzu berechtigt. Tieckstr. 15. E. D. Sowohl Sie als auch Ihr Vater müffen die Steuern bezahlen und haben kein Recht, dagegen zu reklamiren. R. K. Eignet sich nicht für den Briefkasten. Zu mündlicher Auskunft sind wir bereit. A. B. 100. Sie werden bezüglich der von Ihrer Mutter geerbten Sachen stets mit Erfolg interveniren können. Dagegen find die auf Leibkontrakt entnommenen Sachen, sobald sie abgezahlt sind, Eigenthum Ihres Mannes, auch wenn Sie die Raten bezahlt haben. B. 2. Der Kontrakt ist darum, weil er ungestempelt ist, nicht minder giltig wie ein gestempelter. Nur kann jeder Theil wegen Stempelsteuer- Defraudation in Strafe genommen werden. Der Wirth war auch berechtigt, Ihnen zum 1. Juli zu kündigen er muß Ihnen aber, da er feinen rechtmäßigen Grund zu der vorzeitigen Kündigung nachweisen kann, vollen Schadensersatz gewähren. Reichen Sie bei der Klage nur eine Abschrift des Bertrages ein. G. N. 100. Sie können gegen den bisherigen Arbeitgeber wegen Einbehaltung der Quittungstarte Strafantrag stellen und ihn wegen des nachweisbaren Schadens verklagen. Er mußte das Buch Ihrer Frau oder Ihrem Jungen, welche eine schrift liche Empfangsbestätigung von Ihnen übergaben, aushändigen. Sozialdemokratischer Klub der im Buchdruck- Gewerbe Grosse Mitglieder- Versammlung Allgemeinen Abeiterinnenvereins Berlins und Umgegend Sente, Freitag, den 17. Juli, Abends am Sonnabend, den 1 Juli, Abds. 81/2 Uhr, bei Säger, Grüner Weg 29. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Srrn Röhlke über:" Frauenrecht ist Menschenrecht". Diskussion. 3. Ausujme neuer Mitglieder, sowie Wahl zweier Revisoren. Verschiedenes.ren, als Gäste, sind eingeladen. 102/27 Nach der Versamlung: Geselliges Beisammensein mit Tanz. Um zahlreichen esuch bittet Der Vorstand. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beiſammensein mit ans. Fachu. der Jusikinstrumenten- Arbeiter. Freunde u. Genossen, hauptsächlich Mitglieder der Arbeiter- Bildungsschule, mit ihren Damen, sind hierzu freundlichst eingeladen. Der Einberufer. Montag, den 20. Juli, Abends präz. 8 Uhr, bei Bolzmann, Andreasstr. 26: General- Versammlung des Verbandes der Möbelpolirer Berlins n. Umgegend. Tages Ordnung: 1. Vierteljahres- Rassenbericht. 2. Bericht der Kommission vom Arbeitsnachweis resp. Anträge dazu. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. Fachverein der in Buchbindereien u. verw. Betrieben beschäftigten Arbeiter. Montag, den 20. Juli 1891( Guter Montag), in der Unions- Brauerei, Hafenhaide: Grosses Sommer- Fest Klavierarbeiter- Verein.) F Vereins- Versammlung 81/2 Uhr, b. Gründel, Dresdenerstr. 116: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Aufnahme neuer 252/2 Mitglieder. 3. Diskussion. Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. Vereinigung der Maler 1. s. w. Filiale VII, SW. Freitag, den 17. b. M., Abends am Sonnabend, den 18. d Ab. 81/ 2Uhr, in Deigmüller's Salon, Alte Jakobstr. 48a. 81/2 Uhr, Nostizstr. 50: Tagesordnung: 1. Vortrag des Frn Türk über:" Sibirien". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegheiten und Verschiedenes. Zahlreiches Erschnen erwünscht Empfehle den Peeigenossen meine 875/16 Der Vorstand.. Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Rechenschaftsbericht. 2. Vortrag. Referent: Kollege Schweizer. 3. Diss Um regen Besuch ersuchen Glaserei, Spegel- und Bilder- Einrahmung. fufion. 4. Berschiedenes. 894 L Den Vereinen uGewerkschaften empfehle ich Bilder zur Verloosung 2c. 215/1 Die Bevollmächtigten. Carl Scholz, Wrangelstraße 32. 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