Nr. 2 1932 ?Tr. in 49. Zahrgavg Ss)»i„(Sotintag.Sormärts* erschedlt ieiien Sonntag mit bn illustriert«» Beilage„Boll und Zeit*. M-naisbezug 55 Pf. in Berlln frei Haus einschließlich S Pf. Zustell. gebühren, im voraus zahlbar. Post. b-zug monatlich 55 Pf. feinschließ. lich S Pf. Postzeitungogebsthren) und S Pf. Postbestellgedsthren. «, Pie volle Ausgab« des„Vorwärts* erscheint roochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal. Dos Abonnement kostet wöchentlich 75 Pf., monatlich SLZ M. in Berlin frei Haus auswärts zuzUglich 72 Pf. Postdestellgebsthren. Sonntag- mit MoOenübeviicht 6. März 1932 Groß-Äerlin 15 pf. Auswärts 20 pf. ivi» einspalt. Millitneterzeilc ZV Pf. Reklamezeile 2.— M..kleine An- zeigen* das fettgedrulite Wort 20 Pf. (zulässig zwei fettgedruckt» Worte), jedes weitere Wort l>) Pf. Rabat I laut Tarif. Wort« über 15 Buch> staben zählen für zwei Worte. Ar. beitsmarkt MMimcterzcile 25 Pf. Familien. Anzeigen Millimeterzeil» 16 Pf. 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Die Rc- publik und ihre Verfassung— das ist uns mehr als eine formale Ordnung des staatlichen Zusammenlebens! Es um- schließt die Gesamtheit unseres Ringens seit dem Ende des Krieges, unsere Erfolge und Mißerfolge im Kampf um den wahren Frieden und die Freiheit, um das Recht des deutschen Volles und um das Recht der Arbeit im deutschen Volke. Die Republik und ihre demokratische Verfassung: das um- schließt die große soziale Bewegung., deren Träger wir sind, und die wir vorwärts getrieben haben. so weit, daß die große Umwälzung der gesellschaftlichen Verhältnisse sicht- bar wird. Sie ist die Möglichkeit, diese Bewegung weiter zu treiben, der Kampfbodcn. aus dem wir das Recht und die. Zukunft des arbeitenden Volkes vertreten, sie ist die Staatsform, die einem menschenwürdigen Dasein in Recht und Freiheit angemessen ist. Mit einem Worte: es ist die Freiheit, die wir meinen und um. die wir kämpfen. Die Entscheidung, die bevorsteht, geht um die Freiheit! » Die Freiheit ist bedroht! Nicht nur von jenen faschistischen Bürgerkriegsbanden, die gegen das Recht ausgezogen und kaserniert und zu einer Armee ausgebildet worden sind. Sie ist bedroht von den Folgen des geistigen und politischen Bankrotts eines großen Teils des deutschen Bürgertums, von jenem Ausbruch des Massenwahns, dessen Wurzeln wilder Haß des unter dem Versagen des Kapitalismus ieidenden Bürgertums gegen die Arbeiterschaft und die alle Untertanen- gefinnung der Bürger sind, die einen Stiefel küssen wollen. Gegen die Bürgerkriegshorden steht unser Zusammen- schlich zur Eisernen Front, gegen den Faschismus als Ber- nichtungswille setzen wir bei der Reichspräsidentenwahl unsere vernünftige politische Ueberlegungskrast ein! Es gilt, alle� zu sammeln, die nicht vom faschistischen Wahn ergriffen sind, alle, die nicht den Bürgerkrieg wollen, alle, die gewMt sind, die Grundlagen der Verfassung zu respektieren. Wir wollen nicht nur sammeln, sondern schlagen und siegen! Wir wollen s o schlagen, daß wir Erfolg bal'en. Bei dieser Reichspräsidentenwahl geht es nicht nur um eine Demonstration, sondern um eine ernste Entscheidung im Kampfe, von deren Ausgang die Zukunft abhängt! Die Reichspräsidentenwahl ist keine Proportionalwahl! Es geht nicht um Anteile an der Macht, es geht um die größte Machtfülle, die die Bersassimg verleiht! Nach dieser Wahl erfolgt keine Koalitiansbildung. die die Stichwahlent- scheidung von den Wählern abnimmt und ins Parlament vcr- legt. Bei dieser Wahl wird ein Mann gewählt, und die Wähler selbst haben die Stichwahlentscheidung zu treffen, schon im ersten Wahlgang. Dieser eine Mann wird entweder 5?inden- bürg oder Hitler sein. Unsere Entsch-idung fällt für Hindenburg gegen Hitler, weil wir nur durch die Wahl Hindenburgs die Wahl Hitlers verhindern können. Wer im Kampfe gegen Hitler eine andere Parole ausgibt, belügt und betrügt das Volk. Keine Illusionen! Harte Entscheid''ngen fordern kühle Ueberlegung! Wenn wir heute aufmarschieren in Massen, mit dem ganzen Schwung unserer vom heißen Wollen erfüllten Bewegung, so beweisen wir dem Gegner, daß wir mit klaren Köpfen und kühlem Verstand schlagen, daß wir Hiller so schlagen, daß wir ihn treffen wenden.' Heute alles in den Lustgarten! Ilm 1 Uhr spricht Otto Wels. Heute wird die Eiserne Front der ReUhshauPtstadt de» Stempel ihres Kampfes aufdrucken. Durch die Straßen Berlins werde» wieder die schwarzrotgoldenen Fahnen der Freiheit wehen. In gleichem Schritt und Tritt marschieren heute alle. Männer und Frauen, Ar- beiter, Angestellte und Beamte, das republikanische Volk von Berlin in den Lustgarten. Kein Republikaner, kein Sozialdemokrat darf heute fehlen. Taö Reichsbanner marschiert iu geschlosscueu Formationen zum Lustgarte«, wo um Punkt t Uhr Qtto Wels, der Führer der deutsche» Sozialdemokratie, zu sprechen beginnt. Tic Sanimclplähe und die Aniuarfchstraßen beröffent- lichcn wir noch einmal im lokalen Teil des Blattes. Heute und in den nächsten Tage« werden in nllc» größeren Städten des Reiches und in den kleinsten Dorf- flecken die Republikaner in wuchtigen Demonstrationen die deutschen Wähler nufrüttelu. In den letzten Tagen der Woche werden gewaltige Fackelzüge für die Sache der Republik werben. in esriin marschiert die Eiserne Front zum letzten Appell vor der Entscheidungsschlacht am Freitagabend noch einmal auf. Republikaner. Sozialdemokraten, tut alle eure Pflicht! Auf jede» einzelnen kommt eS an! Keiner darf fehlen! Einer für alle, alle für einen! So schlagen wir Hitler! Attentat in Moskau. Botfchastsrai Or. v. Twardowski durch Schüsse verwundet. Am gestrigen Sonnabendvormittag ist der deutsche Botschaftsrat Dr. b. Twardowski in Moskau durch Schüsse verletzt worden. Bon den vier Schüssen hat einer de» HalS gestreift, eiue Kugel hat daS linke Handgelenk zerschmettert. Ter Täter ist verhastet; er ist ein russischer Student namens Stern. Ueber seine Beweggründe ist noch nichts bekannt. DaS Außenkommissariat hat dem Botschaster das Bedauern der Sowjetregierung ausgesprochen und strengste Untersuchung angekündigt. Sowjetbotschaftcr Ehintschuk hat dem Staatssekretär v. Bülow die gleichen Erklärungen abgegeben. Dr. v. Twardowski war im Weltkrieg Marine- offizier.. Durch seine spätere vieljährige Tätigkeit in der Reichspresscstelle ist er auch vielen Journalisten und Paria- Für diesen Schlag gill es, schon im ersten Wahl- gang alle Kraft zusammenzufassen. Unsere Geschlossenheit muß so fest sein, daß sie die Hoffnungen und Pläne der Gegner im ersten Wahlgange zerknickt. Das taktische Ziel der Faschisten ist, die Front gegen den Bürgerkrieg so zu zersplittern, daß Hitler im ersten Wahlgang Hindenburg an Stimmenzahl überflügelt. Sie hassen dies Ziel zu erreichen mit Hilfe der Kandidatur Thälmann, von der sie eine Zer- splitterung der Arbeiterstimmon im größten Maße erwarten. Die Kandidatur Thälmann ist die Hoffnung der Faschisten bereits im ersten Wahlgang. Bon einem solchen Ausgang versprechen sich die Faschisten viel. Sie erwarten davon ent- scheidende Beeinflussung eines zweiten Wohlgangs, sie würden daran bereits die Behauptung knüpfen, daß dos Volk für Hiller entschieden habe, sie würden darin schon ein Plebiszit für ihre Staatsstreichgelüste erblicken! Diese Hoffnung gilt es zu zerstören! Die Hauptentschei- dung des ersten Wahlgangs bereits muß gegen Hitler. das heißt für Hindenburg fallen! Wer im ersten Wahlgang seine Stimme für Thälmann abgibt, der stärkt Hitler! Darum fort mit der Zersplitterungskandidatur! Fort mit den salschen Propheten, den Illusionisten, den ewigen Spaltern! Keine Schwächung im ersten Wahlgang, sondern geschlossener Einsatz unserer ganzen Kraft! Wir schlagen Hitler schon im ersten Wahlgang! Wir alle marschieren heute— keiner bleibt zu Hause! W i r a l l e gehen am 13. März geschlossen zur Wahl mit der Parole: Schlagt Hitler, wählt Hindenburg! Geschichtliche Entscheidung ist m unserer Hand. Wir sehen die Bedeutung dieser Wahl, wir richten die Blicke vor- wärts auf den Kamps um Preußen. Soll Deutschland faschistisch werden? Nie- mals wird Deutschland wie Italien, Polen, Südslawien und Litauen unter faschistischer Herrschaft seufzen, das ist unser fester Wille! Wir wollen nicht das Schicksal des italienischen Proletariats erleiden! Wir wollen nicht, daß sich das deutsche Proletariat selbst dem Faschismus ausliefert, weil es in ent- scheidender Stunde nicht klug, nicht einig genug ist. Wir sogen ihm, wo und wie die Mehrheitsbildüng gegen den Faschismus möglich ist, wir stellen die Mehrheit gegen den Faschismus her— über alles Ressentiment, über alle unpolitischen Scn- timentalitäten hinweg! Wir wären unserer großen Tradition unwürdig, wenn in dieser Stunde die KöpfederGegnerklarerwärcnals unsere eigenen! Mit kühlem Verstand, im wohlverstandenen Klassenintcresse des Proletariats setzen wir unsere Kraft ein! Hinter der politischen Entscheidung gegen den Faschismus steht eine andere. Das kapitalistische System wankt, es hat den Glauben an sich selbst verloren, die Zeil wird reif für den Vorstoß des Sozialismus. Der Faschismus, die Zerstörung der Freiheit ist die letzte Hoffnung der Kapi- talisten. Der Kampf um die Demokratie ist der Kampf um die Zukunftschance des Sozialis- m u s! Wer die Freiheit wegwirft, weil er bei der Wahl- entscheidung gegen den Faschismus seine Stimme wegwirft, der verrät die Interessen der Arbeiterklasse! Kein Schwanken, keine Lauheit, keine Disziplinlosigkeit! Mit geschlossener Kraft meistern wir das Schicksal! Wir marschieren alle. Allei Alle! Allel meniartern bekannt geronrben. Cr erfreute sich aUgemehtcr Schätzung und die Presse ohne Parteiunterschied hat semen ifortgang nach Atoskau bedauert, obwohl man ihm das dienst- liche Avancement durchaus gönnte. Politisch« Gründe für das Attentat sind in keiner Weise erkennbar. Möglicherweise handelt es sich wie im Falle des deutschen Gesandten ». B a l i g a n d, der durch qin Attentat uni das Leben kam, um die Tat eines Irren. Auf der Straße angeschossen. Moskau, S. Marz. Um\ZM Uhr(Moskauer Zeit) verließ Twardowski das Bat- ichaftsgebäude in dcx Leontjewftraße, um nach Haus« zu fahren, wo- hin er zum Mittagessen Gäste geladen hatte. An der Ecke der Aikitskaja-Gasse mußte infolge des starken Verkehrs der schwere Horchwagen Tardowskis, der die Reichsflagge führte, stark bremsen. In diesem Augenblick sprang ein junger unansehnlicher Mann hinzu und feuerte von hinten vier Schüsse aus den Wagen ab. Der erste Schuh ging durch das Verdeck und streifte Twardowski einen Kalben Zentimeter von der H'a lsschlogader entfernt. Der Bot» 'chciftsrat fuhr mit der linken Hand an die Wunde und erhielt einen zweiten Schuß in die Hand, der drei Knochen zer- schmetterte. Der dritte Schuß ging durch die Scheiben dicht am Chauffeur vorbei. Als Twardowski von feiner Hand Blut fließen iah, warf er sich auf die Knie. Eine vierte Kugel blieb im Verdeck stecken. Der Attentäter hob nochmals den Revolver, der jedoch ver- 'agte. Hierauf warf er die Waffe fort. Sofort nahm«in Passant Ken Attentäter fest. Ein eben vorbeikommendes M i l i t ä r a u t o hielt sofort an. Die Insassen sprangen heraus und nahmen den Attentäter mit zur GPU. Der Rusie, der den Attentäter verhaftet hat. sprang in das Auto des Botschaftsrats und verband ihm die Hand. Er fuhr mit ihm zur nächstliegenden Apotheke und daraus lum Kreml-Krankeichaus. Professor Otschkin erteilte die erste ärzt- iiche Hilfe. Nachdem ssch herausgestellt hatte, daß eine schwere hand-Operalton notwendig ist, wurde der berühmteste Chirurg Rosanow benachrichtigt, der in wenigen Minuten im Krankenhaus eintraf. Die Untersuchung ergab lömplizierte Brüche der drei mittleren Handknochen mit starken Splitterungen. Bedenklich ist, daß in den Wunden Reste von Anzug st offen und vom Automobilpol st er vorhanden sind. Der verhaftete Attentäter ist ein Wjähriger Student der Mos- kauer Universität namens Iuda Mironowitsch Stern, lieber die Gründe setner Tat verweigert er jegliche Aussage. Nach einer Mitteilung aus dem Kreml-Krankenbaus ist der Zustand von Twardowski nicht bedenklich. Man glaubt, daß Twardowski am Montag das Krankenhaus wird verlassen i'önnen. Twardowski hat über den Anschlag einen Bericht verfaßt, der durch die deutsche Botschaft der Sowjetregierung überreicht worden ist. Alle diplomatischen Missionen haben der deutschen Botschaft ihre Glückwünsche zum Mißlingen des Anschlags ausgesprochen. Attentate auf Oip'omaten. Uraltes Sittengesetz sichert den offiziellen Vertretern jedes Landes im Auslande körperliche und rechtlich« Unver'ehlichke't zu— leibst im Kriegsfalle ist den Botschaftern, Gesandten, chren Beamten und den Angehörigen der Diplomaten dieser Schutz gesichert, bis sie in ihrem Heimatlande eingetroffen sind. Indessen haben verbohrte Fanatiker und schon gar unberechenliare Geisteskranke dieses Gesetz schon oft oerletzt und chren Haß an Diplomaten auegetobt. Aus der Anfangszeit der Sowjetrepublik ist vor allem die Er« � nordung das deutschen Gesandten v. Mirbach in Moskau noch in gllgemsiner Erinnerung. Cr wie auch der deutsche Generaloberst o. Eichhorn in der Ukraine wurden von„linken" Sozialrevolutionären getötet, denen der Friedensschluß der Eowjetregierung mit den Zentralmächtcn nicht paßte und die Rußland weiter als Verbündeten der Entente Krieg führen lassen wollten. Die Ermor- dung der hervorragendsten Vertreter des kaiserlichen Deutschland sollte dieses zwingen, den Ostkrieg wieder aufzunehmen. Die nächsten zwei Mordanfchläge betrafen Sowjetdiplo- m a t« n: Zur Zeit der Laufonner Friedenskonferenz 1623, nach dem griechisch-türkischen Krieg, wurde der Sowjetgesandte in Rom. W o r o w s k i, der Vertreter Rußlands auf dieser Konferenz, er- schössen. Im Sommer 1927 fiel der Sowjetgesandte in Warschau, W o j k o f f. einem Mordanschlag zum Opfer. In beiden Fällen war Emlgranjenrache der Antrieb. Die Sowjetregierung ant- wartete, besonders nach der Ermordung Wofkpffs, mU dem unge- heuerlichen Verbrechen massenhafter..Geisel"erschießungeri. In diesen drei Fällen sind ausgesprochen politische Morde an Gesandten begangen worden. Einem Irrsinnigen fiel 1627 der deutsch« Gesandte in Lissabon, Dr. v. Baligand, zum Opfer, als er einen deutschen Kreuzer besuchte. Unter den sonstigen Anschlägen auf Diplomaten in nicht leitender Stellung sind besonders die vielen antifaschistischen Attentate aus italienische Konsuln oder Konsulate, vor allem in Belgien, Frankreich, de? Schweiz und Amerika zu nennen, ferner der Schuß auf den Sowjethandelsattachä L i f a r e w— ähnlich wie jetzt w Moskau bei einer Wagenfahrt— in Warschau und das recht» zeitig entdeckte Bombenattentat auf die Sowjetbotschaft in der pol- nischen Hauptstadt. Zapanifche Mordserie. Tokio. S. März. Als der Generaldirektor des japanischen Handelshauses Mitsui, Baron Takuma Dan, seinen Kraftwagen verließ, um sich in sein Büro zu begeben, schoß ein Mann im Torweg aus ihn und rötete llzn. Der Attentäter, ein Bauer Hischinuma, ist verhaftet. Gr ist ein intimer Freund des Attentäters K o n u m a, der vor kurzem den ehemaligen Finanzminister Jnouyi ermordet hat. Man vermutet, daß der neueste Anschlag auf groß« Dollarkäufe des Hauses Mitsui zurückzuführen ist, die in der Oeffentlichkcit großes Mißfallen erregt haben. Thälmanns Hilfslruppc. die SAP., iahet zu einer Kundgebung zur Reichspräsidentenwahl ein. Sie kündigt cus Redner unter an- deren den Engländer Fenner Brockwap und den holländischen Gewerkschaftler Cdo Fimmen an. Dieser erklärt mnr rn der Sonnabendausgabe de« Amsterdamer„Het Volk", daß er weder eine Einladung erhalten habe, noch daran denke, nach Deutschland zu reisen, um für die SAP. zu sprechen. Mers ausländische Freunde erzählen. �Trommler Ist- Staatsmann Vb/' Adolf Hitler siebt es bekanntlich, von Zeit zu Zeit Ber» treter der großen Auslandspresse, soweit sie nicht gallisch ver« feucht ist, nm sich zu versammeln. Diese in Berlin tätigen Damen und Herren genießen bei solchen Empfängen den Vorzug, aus dem Munde des promdentiellen Mannes, der nächstens das Steuerruder des deutschen Reichsschiffes herum- zuwerfen ankündigt, allerlei zwar ziemsich nebulose Prophezeiungen über seine künftige Macht und Herrlichkeit ent- gegenzunehmen. Es erschien deshalb ganz aktuell, einmal einige jener amerikanischen, englischen und skandinavischen Zeitungskorrespondsnten zu befragen, welchen Eindruck sie vom„Führer" empfangen haben. Leider muß gesagt werden, daß Herr Adolf Hitler seine Bemüliungen offenbar an Undankbare verschwendet. Fast ausnahmslos bezeichnen nämlich die fremden Pressevertreter den national- sozialistischen Kandidaten für den Reichspräsidentenposten als eine im Grunde doch recht mittelmäßige Intelligenz. Die persönliche Bekanntschaft Hitlers mit zahlreichen aus- ländischen, zumal amerikanischen Journalisten datiert bereits Neu! ii „So n ntag- Vo rwa rts mit Wochenübersicht und„Volk und Zeit"(Tiefdruckbeilage) Oer„Senntag.Verwürts" ist in Berlin zum Preise von 15 Pf. pro Exemplar bei allen Händlern xu haben. Er hann aber auch im Abonnement zum Preise von nur 55 Pf. pro Monat frei Haus bezogen werden. Der„Sonntag-Vorwärts" gibt unseren Freunden, die nicht mehr in der Lage sind, den Preis von 75 Pf. pro Wocho Uir das vollo Vorwärts-Abonnoment zu erübrigon, dio MBgllchkoit, sich über die Politik dor Partei und die sonstigen Ereignisse zu unterrichten. Wir bitten unsere Leser, im Genossen» und Freundeskreise auf diese Neuerung aufmerksam zu machen, fUr die auch viele politisch Interessierte gewonnen werden können. Abonne» mantsbestellungen nimmt jede VerwiiN». Ausgabestelle entgegen, sowie der Verlag des„Vorwärts", Berlin SWÖB, Lindenstr. 3 Fernruf A 7 Donhoff 292-97 seit der letzten Reichstagswahl, die bekanntlich einen starken Austrieb der nationalsozialistischen Bewegung ergab. Damit war automatisch auch der Oberosaf ins Blickfeld der bsrufs» mäßig nach Appetitbissen für ihre neugierigen Leser daheim fahndenden Zeitungsleute getreten. Man sprach mitunter im Münchener Hauptquartier vor, war hochgeehrter Gast im Braunen Haus. Von solchen persönlichen Begegnungen mit Hitler und seinem Gefolge erzähst schmunzelnd der Reprä- sentant eines großen amerikanischen Nachrichtenkenzerns: „Immer wicder verblüfft« uns an der Isar dasFallen der Schleier, sobaQ Mr. Hitler von der Rednertribüne einer Volk«- Versammlung herabgestiegen war und innerhalb seiner vier Zimmer- wände einem gegenüberstand. Was er da äußerte, war weder besonders gescheit, noch zeugt« es van einer Willensstärken und charaktervollen Persönlichkeit. Gar, wenn man ihm mit konkreten Fragen auf den Leib rückte, erwies er sich als auffallend un- sicher und vestegen in seinen Entgegnungen. Er antwortete au«» weichend mtt Sentenzen, die gar nicht zur Debatte standen und offenbar einstudiert waren. Vermutlich leidet der Mann, der selbst weiß, daß er über keine exakte Bildung verfügt und deshalb im Gespräch mit kritisch eingestellten, von ihm unabhängigen Personen an Prestige verliert, unter einem starken MnderwertigkeilkgefühL Wenn wir das Braune Haus verließen, fragten wir uns vergeh- lich, was Hitler eigentlich gesagt habe. Der ganze Speech schmeckte verteufelt nach Kaugummi." Unser amerikanischer Gewährsmann schloß: „Dieser Führer, den sein« selbst recht subalterne Gefolgschaft mit dem Nimbus eines deutschen Mussolim zu umkleiden bestrebt ist, kesttzt ganz bestimmt nicht das Format einer überragenden Persön- lichkelt. Ich kann mir denken, daß, ak Hitler vor einigen Wochen mit Brüning und Grvener wegen der Präsidentschaftsfrag« verhandelte, er für die beiden ihm ge'stig und seelisch unvergleichlich über- legeneu Partner einfach ein Spielzeug bildete. Erst nachher haben andere, robustere Elemente Hitler wieder den Rücken gestärkt." In der Berliner Redaktion eines führenden New-Porker Blattes bezeichnete man die„vernichtende" Kritik, die die frühere amerikanische Zeitungskorrespondentin an der Spree und jetzige Gattin Sinclair Lewis', Dorath y Thomson. in der neuesten Nummer des drüben stark verbreiteten„C o s- m o p o l i t a n Magazine" an Adolf Hitler und seiner Bewegung übt, als Versuch am untauglichen Objekt. Der Hitlerismus verdiene es gar nicht, mst so wuchtigen Waffen bekriegt zu werden. Er sei eine aus der deutschen Not zu erklärende kuriose Zeiterscheinung und werde voraussichtlich mst dem obligaten Wiederaufstieg des deutschen Volkes ab- ebben. In Amerika, wird versichert, würdigt man die Hitlerel lediglich als Barometerstand für die entfesselte Wahl» mache im Reich. Kein urteilsfähiger Mensch zweifest dort, daß Hindcnburg auf dem Präsidentenstuhl verbleiben wird. Man staunt ein bißchen den langen Atem des fanatischen „Trommlers" an und vergleicht seine oratorischen Wirkungen auf die breste Masse mit den Suggestionserfolgen gewisser heimischer Reverenden(Geistlickzer), die aus ihrer Mystik bare Kasse zu schlagen verstehen. Die sehr intelligente Chefkorrespondentin eines Chstagoer Mammutblastes glaubt zu wissen, daß Hitler sich täglich �zwei- mal in Trance zu versetzen pflege! Die gleiche heitere Dame schüttest sich vor komischem Entsetzen, indem sie drastisch schll- dert, welch beispiellosetn Byzantinismus sie in der Umgebung der Oberosaf begegnet sei:„Wie sagen Sie in Deutschland? D a s i st j a zu m K..." Echt englisch nüchtern stellen sich die Londoner Korrespondenten zu dem Raziführer. Der Vertreter eines Toryblattes von Westruf: „Ich unterscheide genau• zwischen bcni Volkstribun und dem polltischen Geschäftsmann Hitler. Ohne Zweijel verfügt dieser echte Fanatiker über die Fähigkeit, die Masse zu entflammen: auch seine Organisationegab« erscheint nicht gering. Bei gesellschaftlicher Bc- rührung verliert der nationalsozialistische Führer allerdings viel von seiner Wirkung. Er Übte bei unserem Dezemberempfang im Kaiser- Hof weder einen physischen, noch einen geistigen Reiz aus. Seine Ausführungen hallen durchaus banalen Anstrich: sie ermangelten des ialerefsanlen Stoffes. Im Gegensatz zu Brünings konstruktivem Stoatsmannstums behilft sich Hitler mst abgenutzten Klischees. Ich kann mir kaum vorstellen. daß dieser ideenarme Agstator berufen werden könnte, oerantwort- liche deutsche Politik zu machen." Den Vertretern eines großen skandinavischen Blattes hat die körperliche Erscheinung Hitlers stark enttäuscht. „Plötzlich tat sich die Tür auf und ein untersetzter Mann mit sonderbar vorgelogenem Kopf trat auf uns zu. Linkisch und un- beHolsen vollführte er«ine viel zu tiefe Verbeugung. Das Gesicht ist dergestalt uninteressant, daß man die Züge in der Erinnerung kaum aufzubewahren oermag. Ich könnte diesen Mann ohne weite- res mit meinem Zigarrenhändler verwechseln. Vielleicht haben seine Augen etwas irgendwie Suggestives. Auch klingt die Stimme sonor und angenehm. Das Kinn erscheint vage und schwach. Keinesfalls wirkt dieser Dutzendtyp als eine Willens- und Krastnatur." Aber Adolf produziert sich unentwegt immer wieder vor diesen nüchternen Kritikern. Oder wird er mit voller Ab- ficht produziert?__ Hitlers Aengste. Er fühlt fein Prestige wackeln. München, S. März.(Eigenbericht.) Die Augsburger Hakenkreuzlsitung hat an ihre Funktionäre ein vertrauliches Rundschreiben gerichtet, in dem es heißt: „De? Führer Adolf Hitler hat den Wahlkampf info- fern zu elfter Prestigefrage gemacht, als er die Parole aufstellte: entweder siegen wir Nationalsozialisten bei der Relchspräsidenteruvahl oder aber die Bewegung wird auf Jahre hinaus zurückgeworfen. Mit anderen Wonen. die Relchepräsidsntsnwahl sntfcheibet grundlegend über dos wester« Schicksal unserer Freihestsbewegung." Das Rundschreiben beschäftigt sich dann mst d e r E r- nennung der sogenannten Z e l l e n o b l e u t e, die sich für besondere Aufgaben ohne weiteres zur Verfügung stellen müssen und besagt zum Schluß:„Mitglieder der SA und SS. können kein Amt bekleiden, da diese Parteigenossen lediglich chren milstärischen Vorgesetzten msterstehen." Daraus ergibt sich ein- deutig, daß die SA. und SS. als einzige Waffe für den Eoentualbedarf nach dem 13. März berestgestellt ist. Ein Gchimpsbold geflogen. Razi>Forster aus dem OHV hinausgeschmissen. Wir haben kürzlich die maßlosen Beschimpfungeu niedriger ge- hängt, die der nationalsozialistische Gaulester für Danzlg und deutsche Reichstagsabgeordnete F o r st e r im Danziger Naziblall gegen Hindenburg und zugleich gegen die Sozialdemokratie ver- öffenlllcht hat. Wir haben zugleich darauf hingewiesen, daß Forster Geschäftsfichrer im Deutschnationalen Handlungs- gehilfen-Verband war. Herr Forster ist fetzt mst folgendem Schreiben aus dem DHV. hinausgeworfen worden: „Sie schreiben in der Danziger Zeitung„Der Vorposten": „Wer sind denn überhaupt die Träger der Kandidatur Kftnden- burgs? Sind das anständige, nationale. Dektfchland erhaltende Menschen und Organisationen oder sind es unanständige inter- nationale Deutschland Bekämpfende?" und beantworten diese Frage mit dem Saß:.„..daß internationale Landes- Verräter und Pazifi st enschweine mst ausdrücklicher Genehmigung des Herrn Reichspräsidenten von Hindenburg Deutschland endgültig zugrunde richten dürfen..." Sie sagen westsr, Hindenburg sei heute der Dollstrecker des Willens der Feinde Deutschlands.„Er betrog die. die ibn riefen und wurde der greise Vater eines faulen Systems." Sie gebrauchen außer- dem den Namen Hindenburgs in Verbindung mit Landesver- rätern, Reliqionszerstörern, Deserteuren, Schiebern. Gaunern und sonstigem Verbrechergestndel. Mst dieser durch keine Aufregung der Wahlagitation zu ent- schuldigenden ungeheuerlichen nationalen Würdelosigkest haben Sie sich außerhalb der Gemeinschaft unseres Ver- bände s gestellt, die zur Wahrung der nationalen Würde berufen ist. Es fällt erschwerend ins Gewicht, daß Ihre Aeußc- rungen auf Danziger Boden gefallen sind, wo die Polengefahr ständig die deutlche Einheit bedroht. Wir streichen Sie des- halb als Mitglied des Deutfchnationalcn Handlungs- gshilfen-Perbandes und entlassen Sie mitdem heutigen Tage kristlos aus unseren Dienste n" Bisher war Forster für seine nationaliozialistische Tätigkeit unter Weiterzahlung seines Gehalts vom DHV. beurlaubt. «Meli mM in 9-18 Ufer ♦ Honte letzter Tan! Für Kapital und Besitz! programmerNaruog der Nevtschnatioaalen gegen den „Sozialismus" Hitlers. Es fällt uns ein Rundschreiben in die Hände, das der„Arbeitsausschuß deutschnationaler Industrieller" an eine Reihe von kapitalkräftigen Unternehmern am 1. März ver- tchickt hat. Das Rundschreiben gewährt einen Einblick in die Seelennöte jener„Nationalen", die sich mit den Hillerleuten in der„Harzburger Front" befinden und doch zittern vor den „sozialistischen" Redensarten, die die Agenten des großen Adolf um des Bauernfangs willen verwenden. Wir geben aus dem interessanten Rundschrieb einige besonders anregende Stellen wieder. Zunächst geht es gegen Hinben.bu.rg: Ein verhängnisvolles politisches System und die Unzulänglichkeit feiner Träger hoben ein braves und tüchtiges Volk verdorben und verelendet, die Wirtschaft zerrüttet und das Reich gefährdet. Seit Iahren haben deutschnationale Politiker, an ihrer Spitze 5)err Dr. H u g e n b e r g, die unvermeidlich drohend« Katastrophe voran.'- gesagt. Sie haben mit ihren Warnungen und ihren Vorschlägen restlos rechtbehallen. Ms weiteres Zuwarten nicht mehr zu ver- antworten war. hat Herr Dr. 5) u g e n b e r g vor nunmehr fast drei Iah.en die nationalen Gegenkräfte mit dem Ziel« zu- j a m me n zu s a m m en versucht, einen grundlegenden S y st e in w e ch s e l zu erkämpfen, der fortschreitenden s o z i a l i st i- s ch e n Revolution ein Ende zu bereiten und den Wiederaus- bau Deutschlands einzuleiten.... Von der Seite der Wirtschaft her gesehen, ist die Deutsch- nationale Volk-partei von ganz besonderer einzigartiger Be» d e u t u n g. Nach dem rettungslosen Hinschwinden aller Mittel- Parteien rechts vom Zentrum ist s i e in der Gesanitporteienfront die einzige, die in aussichtsreicher Aufwärtsentwicklung be- griffen ist und die gleichzeitig, sowohl in ihrer politischen Stellung. nähme wie in ihrer Organisation draußen im Land« ohne hemmende Bindungen für die freie Prioalwirtschnfi konservativer Prägung für die Unantastbarkeit des Eigentums und für Schonung und gesunde Entwicklung von Kapital und Besitz eintritt. Um kein Mißverständnis über den Sinn des Ganzen aufkommen zu lassen, wird ausführlich polemisiert gegen den Pseudo-Sozialismus Adolf Hitlers: Innerhalb der nat-onalen Front hat sie die Aufgabe, allen so- zialistischen Tendenzen entgegenzuwirken und n. a. zu nerhüten, daß die gleiche Pollkik wie bisher, nur mit einem anderen Borzeichen, betrieben wird. Sie bildet mit ihrer Arbeit und ihrer Gefvlgschast den einzigen noch sicheren geistig-politischen Stütz- punkt der Wirtschaft. Dieser letzte Stützpfeiler darf von der Hochflut des Sozialismus aller Schattiernngen nicht weggespült werden. Der. Kampf um das„herrjchende System"— fo heißt es weiter— mache es den Deutschnationalen z u r Z e i t unmöglich, Hindenburg Gefolgschaft zu leisten. Das selbständige Vorgehen im ersten Wahlgang geschehe nur. um die— A u s- nahmeorganisation für die nationalen Wähler nach Möglichkeit zu verbreitern. Zum Schluß wird die„Mobilisierung aller Kräfte und aller noch vorhandenen Reserven" gefordert. Denn:„Einsatz und Opfer werden über den Sieg ent- scheid Ks?" Der Älmoelbeutel ist also des Schreibens Kern!.......... Für die Arbeiter aber geht aus diesem Rundschreiben hervor, daß für die Duesterberg-Hugenberg-Front alle„natio- nglen" Phrasen sich verkörpern in sinem leidenschaftlichen Kampf gegen den Sozialismus aller Schattie- r u n g e n? Die Schlußfolgerungen ergeben sich von selbst'. Japan auf der Anklagebank. Die Debatte im Genfer Hauptausschuß. Genf. 5. März.(Eigenbericht.) In der Somrabend- Nachmittagssitzung der Voll- Versammlung des Völkerbundes schwiegen wiederum samt- liche Großmächte. Di« Gruppe der neutralen Staaten fand in Nunck-Dänewark und Akolla. Schweiz zu Beginn noch einmal starken Ausdruck für ihren Hauptgedanken, daß neues Recht nicht mehr durch Gewalt geschaffen werden dürfe. Motta erklärte offen, daß Artikel 12. der jeden Rückgriff a u s G e w o s t oerbiete, von Japan nicht befolgt worden sei. Iuluela- Spanien oerlangte, daß jederVer Handlung über die Grundlagen des Konflikts unbedingt die Räumung der Schanghai. Zone und der Mandschurei vvrauszu- gehen liabe. Gerade gegenüber ungenügend orzanisierten Völkern, die im Inneren ihres Landes einen Kampf um bester« Organisation führten, müßten die Verpflichtungen des Paktes in höchstem. Maße an- gewandt werden. Benesch als Vertreter der Kleinen Entente bedauerte, daß Japan fein« Klagen gegen China nicht vor den Völkerbund ge- bracht habe. Trotz des Rechts der legitimen Verteidigung dürfe sich kein Volt herausnehmen, sich selbst Gerechtigkeit zu verschaffen, wenn es nicht die Auwrisation des Völkerbundes Hab«. Ohne dies« A u t o r t s a t i o n und angestchts der großen Aktion einer Partei in diesem Streitfall aus dem Gebiet einer anderen lünner er nur an Artikel 10 des Dölkerbundepaktes erinnern, der jedem Land seine territo.iate Unversehrtheit garantiere, die nach seiner Meinung ver- letzt worden sei. Die Tschechoslowakei Halle es für notwendig, daß jeder Unterzeichner des Paktes verpflichtet sei, in jedem Fall« zur friedlichen Prozedur nach Artikel 12 des Paktes zu greifen. Deshalb erhebe lein Land diese Prinzipienfrage in der Heber- zeugung, daß in solcher Regelung alle Anspruch« Japans Genug- tuung finden würden. Da der Aölteibund zum erstenmal nach Artikel 1Z angerufen sei, würden hier lauter Präzedenzfälle ge- schassen. Der Vorgang lehr«, daß für Konflikte dieser Art der Völkerbund seine eigenen Einrichtungen, s-in« eigenen Kommistio- nare, eigenen Untersuchungskommifsionen und vielleicht seine eigene Polizei Halen müsse. Diese zweischneidigen Formulierungen gaben Politis-Griechen- land das Stichwort, ebenfalls für ein« internationale Armee zu plädieren. Er führte dann einen Dolchstoß gegen die Bolloersammlnng. indem er vorschlug, für die direkten Verhandlungen in Schon'Hai die in Artikel lö vorgesehene Frist van sechs Monaten ein- zuschalten. Man solle eine Kommission mit der Verfolgung d«r Verhandlungen von Schanghai beaustragen, und erst wenn dort keine Lotung erziell werde, am 3. September wieder zusammen- ireten, um Empfehlungen zur Regelung vorzuschlagen. 'Die' Aussprach« wurde schließlich auf Montagnochmttiag vertagt. Vürgerdiäukeller am S. November 1925: „Rrrrrrruhe---!!! „Der kommende Tag sieht mich als Sieger oder als Leiche. Ein Drittes gibt es nicht. Odeonplatz. um 9 November 1925: Vexierbild: Wo ist Hilter? Hei lewet noch!!! Paris Hilst Prag. 6W-Mil'ionen-Anleihe beschossen.— Sonderbare Behauptungen Tardieus. '—--- Part«. tz. März.(Sigenbericht.) s Die Kammer hak am Sonnabendvorwlttog mit 325 gegen 20 Stimmen den Gesetzentwurf über die Slaalsgarankie für die 600- ' Millionen-Anleihe an die Tfchechoflomatet gebll- ltgk. Die Sozialisten und Radikalen enthielten sich der Stimme. Ministerpräsident Tardieu verteidigte den Gesetzentwurf in einer langen Rede, in der er aus- führte, daß der tfchechichs Staat, der bisher sine musterhafte Fi» nanzpolllik geführt habe, durch die Wirtschafts- und Finanzkrise in Zahlungsschwierigkeiten geraten fei. Dazu hallen auch die„Repressalien beigetragen, die gegen die Tschechoslowakei wegen ihrer Haltung in der Frage der deutschösterreichischen Zoll- union ergriffen worden sind". Frankreich habe die Pflicht, der Tschechoslowakei zu helfen. Sie bilde den K e r n h e r K l e i n e n Entente, verteidige stets die Ideen des Friedens und habe in allen internationalen Aktionen stets an der Seite Frankreichs gestanden. Die Tschechoslowakei sei die Basis für die Versuche, Mitteleuropa eine bessere wirtschaftliche Organisation zu geben. Das höchste Ziel, das diese Versuche erstrebten, sei die Wieder- Herstellung des Vertrauens. Er. der Ministerpräsident, hoffe also, daß die Kammer aus diesen Gründen die Vorlage fast einstimmig bMgen werde. Vor der Abstimmung verlas'Abgeordneter Vincent Auriol im Namen der sozialistischen Fraktion ein« Erklärung, in der die Stimmenthaltung der Sozialisten begründet wird. In der Erklärung heißt es. daß die Fraktion ständig gegen die seit zwei Jahren franzLsischen Privatunternehmungen und ausländischen Re- gierungen ohne jede Befragung des Parlaments ge- währten Kredite protestiert habe und sie ihren Protest gegeu derartige Verfahren erneuere, die erlaubt hallen, dt« Mittel des Schatzamts zu verschleudern und die Staatsfinanzen zu gefährden. Die Fraktion habe den Antrag der Tfchechostowakei zwar mit der größten Sympathie geprüft. Sie vergesse nicht, daß die Tschechoslowakei in Mitteleuropa die Hoffnung der«uro- päischen Demokratie und eine der Grundlagen des Friedens fei. Sie wisse, daß die sozialistischen Parteien der Tschechoslowakei den Drobungen der Reaktion �olgrsich Widerstand leisten. Aber die Fraktion stelle fest, daß derartige Anleiben weniger dazu dienten, die Währung zu stützen, als Defizits im Budget zu decken, die vdr allem von oen drückenden Lasten der Militärausgaben ber- rühren. Sie glaube, daß das einzige Heilmittel in einer großen internationalen Anstrengung Hnan- z i e l l e r Solidarität und gegenseitiger wirtschastlicher Unter- ftützung gesucht werden müsse ohne jeden Hintergedanken in bezug. auf die Aufrcchterhaltung oder den Ausbau der Bündnispolitik, und ohne jeden anderen Wunsch als den der Erleichterung des Loses der Arbeiterklasse und der Befestiounq des Friedens, keine der- artige Garantie sei aber der sozialistischen Fraktion gegeben worden. Im Gegenteil schließe alles darauf, daß die französisch« Regierung die Tschechoslowakei„in ein Unternehmen hineinziehen wolle. das- ebenso w!« der- Anschluß, dem sich die Fraktion widersetze, gegen gewisse Mächte gerichtet zu sein scheine". lardien unterbrach den Redner und protestierte gegen seine Anspielung auf das geplante Zollbündnis der Donauländer. Diese Aktion sei gegen niemand gerichtet und all« Interessierten seien davon unterrichtet worden. Vincent Auriol verlas dann die Erklärung der sozialistischen Fraktion wester. Sie besagt znin Schluß, daß die sozialistische Fraktion der Regierung ulü» ihrer Mehrheit die Verantwortung für eine verhängnisvolle Finanzpolitik überlassen werde, die im Dienste einer Außenpolitik stehe, der es an wahrem Willen zur Befriedigung und zur Wiederannäherung der Völker fehle. Oer betriebsame Tardieu. Der neue.französische Ministerpräsident ist seit ltcher für seine Rührigkeit und Forschheit bekannt. Während Briand oft dadurch auffiel, daß er vor lauter Hemmungen sich nur schwer zu Entschlüssen durchrang, ist Tardieu ganz anders veranlagt. Er redet und handelt drauflos und kennt zu wenig Hemmungen. Innerhalb von 24 Stunden hat er im französischen Parlament zwei Reden gehalten, die zwar ganz verschiedene Gebiete betrafen, die aber den gleichen Mangel an Vorsicht und Zurückhaltung aufweisen. Am Freitag hat er in VerteiNgung der französischen Abrüstungsoorschläge oor dem Auswärtigen Zlus- schuß die deutschen Gegenvorschläge mit der unbeweisbaren Behauptung zurückgewiesen, daß sie im Widerspruch zum Völkerbundpakt stehen. Sodann hat er die von Deutschland angestrebte„juristische G le i ch b e re ch t�g u n g" als für Frankreich unannehmbar abgelehnt. Solche im Hinblick auf die bevorstehenden französischen Wahlen und mit Rücksicht auf seine nationalistische Mehrheit gebrauchten, kategori- schen Formulierungen stehen, wenn wir recht unterrichtet sind, durchaus im Widerspruch zu den diplomatischen Schritten, die Tardieu selber in den letzten Tagen unternommen hat und die auf den Wunsch zu einem annehmbaren A u s g l e i 6) der Gegensätze schließen lassen. Durch schwadronierende Redewendungen im Parlamentsausschuß erschwert� aber der französische Ministerpräsident selber die Erfolgsmpglich- leiten solcber diplomatischen Verhandlungen. Am Sanabond hat nun Tardieu in: Plenum der Kammer die 6üO>Millionen-Anleifie für die T s ch e ch o- s l o w a k e i mit einer Rede begründet, die u. a. die Be- haupwng aufstellt, daß Deutschland Vergeltungsmaßnahmen gegen die Tschechoslowakei wegen ihrer feindseligen Haltung gegenüber den hents�-ästerr-ichi- schen Zollumonsplänsn ergriffen hätte. Diese Repressalien hätten zu der finanziellen Notlage der Tschechoslowakei bei- getragen. Die Welt erfährt 3 um e r st c n m a l von diesen ang«''- lichen Vergeltungsmaßnahmen Deutschlands gegen die Tschechoslowakei. Um so befremdlicher ist es, daß Herr Tardieu als aktiver Ministerpräsident und Außenminister in cinor Parlamentsrede solche Behauptungen aufstellt. Das erscheint uns mindestens etwas leichtfertig. So kann man keine Außenpolitik führen, mag man auch sonst noch so intelligent. ideenreich und aktiv sein. Daß Herr Tardieu durch einen offiziellen Schritt in Berlin die Reichsregisrung von feinen neuen Donau- Plänen unterrichtet und Deutschland zur Mitwirkung aufgefordert hat. ist erfreulich. Aber noch erfreulicher wäre es gewesen, wenn er Deutschland rechtzeitig von diesen Plänen unterrichtet hätte. Das von ihm anoewandte Verfahren erinnert auffallend an die Art wie Deutschland vor Jahresfrist die Welt mit der Nachricht vom unterzeichneten Zollunionsprotokoll überraschte und nachträglich ver- sicherte, daß sich alle Staaten daran beteiligen könnten Da- mals war man gerade in Frankreich über dieses Vorgehen entrüstet.— Jetzt aber bandelt der betriebsame iMnister- Präsident Tardieu nach derselben Methode!- Groener an Hitler. O ffeatliche Antwort auf eine Ungezogenheit. Der Reichsinnenminister Groener hat, wie wir be- reits in der Abend-Ausgabe �mitteilten, in einem„Offenen Briefe" auf das anmaßende Schreiben geantwortet, das der Gefreite a. D. und Regierungsrat auf Partei- buch Adolf Hitler vor kurzem an den R e i ch s p r ä f i- deuten richtete, nachdem er es zuvor der a u s l ä n d i- scheu Presse zugeleitet hatte. In dem Briefe Groeners heißt es: Die Würde des deutschen EtacUsoberdauptes gebietet die fersiinliche Beantwortung eines Schreibens zu verweigern, das nur formell an seine Adresse gerichtet war, prak- tisch aber einer an das Ausland gerichteten Propaganda dienen sollte. Die Dinge, die Sie vorgebracht haben, erfordern aber eine öffentliche Antwort. Sic haben in dieser Kundgebung gegenüber der ausländischen Presse einen Appell an den Reichspräsidenten gerichtet, in die Handhabung der Maßnahmen einzugreifen, die die Regierungen des Reichs und der Länder zur Wahrung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung während des Wahlkampfes zu treffen haben. Sie erwarten vom Generalfeld marscholl van Hindenbura. daß er hierbei mit Rucksicht auf seine persönliche Kandidatur die ihm als Reichspräsidenten gegebenen Rechte zur An- mendung bringen solle. Ihr Appell an die„Prinzipien der Ritterlichkeit", den Sie damit verbinden, veranlaßt mich zu der öffentlichen Klarstellung, daß der versuch, ciaeo Mann, der sieben Iahre long ein bewunderungs- würdiges Zeugnis seines Bewühens um eine objektive Amts- fubrunn nb'-elegt haß In Sew>"ev.skcnslikt»wischen Am'spslicht und persönlicher LoyaHtöl zu bringen, meinem Empfinden für Ritterlichkeit widerspricht. 5ich hätte jedenfalls crmartet, daß die persönliche BeHand- l u n g, die Ihnen noch vor wenigen Monaten durch den Herrn Reichspräsidenten zuteil geworden ist. an den Methoden Ihrer Wahlpropaganda nicht spurlos vorüber- gehen wurde. Zu einzelnen Ihrer Beschwerden habe ich folgendes zu be- merke»: Als Reichsinnennlinistcr bin i ch für die Sicherung der Wahl- frciheit verantwortlich Wahlfrecheit bedeutet die Sicherung der freien Willensentschließung des einzelnen Staatsbürgers gegenüber Versuchen, durch Terror und Zwang eine Wahlbceinfluslung aus- zuüben. Wahlfreiheit bedeutet aber nicht einen Freibrief für olle Aus- fchreituugen im politischen� Kampf. Ihr Hinweis auf eine angebliche Bersassungswidrigkeit der be> stehenden Verordnungen während des Wahlkampfes geht an dem klaren Sinn des Artikels 126 der Rcichsversassung vorbei. Sie rufen den Schutz des Reichspräsidenten an gegen Teile des Wahlaufrufes der SPD., i» denen die Befürchtung ausgesprochen wird, daß Ihre Wahl Krieg und Bürger- krieg und die Vernichtung aller staatsbürgerlichen'Freiheiten zur Folge haben könne. vergleicht man diese dunklen Prophezeiungen mit den Aufrufen und Kundgebungen, die ühre Partei seit 3ahr und Tag über Ihre Gegner in Deutschland verbreitet hat, so kann die mit einem Male gezeigte Empfindlichkeit nur Verwunderung auslösen. Ich bin zwar kein politischer Propagandist, aber ich möchte doch annehmen, daß es für Sie ein einfaches Mittel gäbe, sich selbst gegen die Ihnen unberechtigt erscheinenden Befürchtungen zu wahren— nämlich endlich einmal die klare Hervor- Hebung Ihrer positiven Ziele, um damit die ernste Sorge Millionen Deutscher um die Entwicklung unserer Außenpolitik und die in später Zukunft liegenden Gefahren einer bolschewistischen Entwicklung zu zerstreuen. Sie nehmen mit Recht für sich in Anspruch, daß der Wahl- kämpf auch gegen Ihre Person ritterlich geführt werde. Ich zögere deshalb nicht, auf Grund der von Ichnen vorgelegten Bescheinigung der österreichischen Behörde in Linz die Behaup- tung, Sie seien ö sl e r r-e i ch i s ch e r Deserteur gewesen, als unrichtig zu bezeichnen. Ich stelle auch mit Befriedigung fest, daß der Abgeordnete Dr. Goebbels in einem an mich gerichteten Brief von der Absicht einer Beleidigung des Herrn Reichs- Präsidenten durch seine Aeußerung im Reichstag weit abgerückt ist. Dies ändert nichts an der Tatfache, daß feine Worte in jener Reichs- tagssitzung nicht anders verstanden werden konnte», als ich es getan habe. Ich bedauere, daß Dr. Goebbels nicht die erste Gelegenheit dazu benutzt hat, aus freiem Antrieb eine Erklärung abzugeben, die unter dem Ausdruck des Bedauerns feine Worte zurücknahm und die mich der Pflicht zu meiner Erklärung im Reichstag enthoben hätte. Abgesehen von diesem Einzelfall muh ich aber doch fest- stellen, daß Ali' greifen en- wir Uesen von Die Eiserne Prent ruft! Montag, den 7. Häfx: lichtcnrade. 20 Uhr, Lokal Rohrmann, Lichtenrede, Hilbertstr. 19. Schöneberg, Siedlung Undenhof. 20 Uhr, Ledigenheim Eythstr. Kreuzberg. 19H Uhr, Kundgebung der Frauen im Orpheum, Hasenheide Ansprache der Genossin Lore Agnes, M. d. R., „Frauen im Kampf". Rezitationen: Martha Oohn. Sprechchor der Freidenkerjugend, Rote Rebellen. Dienstag, dan S. Mirz: Wcddlng. 19� Uhr, Hochschulbrauerei, See- Ecke Amrumer Straße. Staaken. 20 Uhr, Lokal Reschke, Lehrter Straße. Buchholz. 19>ä Uhr, Lokal Kaehne, Berliner Str. 39. Tcmpelhof. 20 Uhr, Aula des Realgymnasiums, Kaiserin- Augusta-Str. Mahlsdorf. 20 Uhr, Lokal Anders, Biahnhofstr. 37. Adlershof und Alt-GIlenleke-Falkenbcrg. 19'- Uhr, Lokal Wöllstein, Adlershof, Bismarcksir. 75. Hermann Gerton, Werderscher Markt. 1956 Uhr in den Arminsälen, Kommandantenstraße 58 59. Redner; Dr. Kurt Löwenstein, M. d. R. Biesdorf. 195- Uhr in den Schlllersälen, Königstraße 120. Versorgungianwiirter Berlin-Brandenburg. 17 Uhr, Lokal Plickhan, Dreibundstraße Ecke Eylauer Straße. Redner; Albert Falkenberg, Vorsitzender des ADB. Mittwoc% den 9. Mä z: Wedding. 1956 Uhr, Atlantik-Festsäle, Behmslraße, oberer Saal. Löwenbrauerei, Hochstr. 2 Swinemünder Gesellschaftshaus, Swinemünder Str. 42. Niederschönhausen. 20 Uhr, Schloß Schönhausen, Lindenstr. 31. Botinnen der A.O.K., Botin. 16.30 Uhr, Im Speiseraum der A. O. K., Köpenicker Straße 80— 82. Redner: Luise Kahler, M. d. L Aron-Werko Charlottenburg. Nach Arbeitsschluß im Edenpalast Kaiser-Friedrich-Straße 24. Redner: Karl Dressel. Fahnenaufmarsch, Musik. Bergmann, Rosenthal. 165- Uhr in Paulinenhof(Manthey), Rosenthal, Hauptstraße 1. Redner; Siegfried Leo. Telefunken-Gesellschaft für drahtlose Telegraphie. 175? Uhr in den Blüchersälen, Blücherslraße 61 Ecke ürbanstraße. Redner: Dr. Kurt Lowenstein, M. o. R. Tietz, Frankfurter Allee, klotz. Andrsasstraße, Angestellte und gewerbliche Arbeiter. 1956 Uhr, Lokal Kuprath, Frankfurter Allee 2. Redner: Dr. Ludwig Greil. Donnerstag, den 10. Ma�z: Wedding. 1956 Uhr, Pharussäle, MüIIerstr. 142. Karow. 20 Uhr, Lokal Dagemann, Pankgrafenstr. 3. National-Registrierkasse. 165- Uhr,„Gambrinus", Kaisar- Friedrich-Straße Ecke Treptower Straße In Neukölln. Redner: Emil Barth. Wittenauer Heilstätten. 16 Uhr, Lokal Marx, Reinickendorf- West, Berliner Straße 70. Redner: Siegfried Leo. Siemens-Konzern. 16*5 Uhr, Lokal Weidner, Sternfeld, Nonnen- dammallee. Redner: Erich Lübbe, Vorsitzender d. Gesamtbetriefasra'.s. Lankwitz. 20 Uhr, Lehmanns Festsäle, Kaiser-Wilhelm-Str. 29,31. Redner: Lore Agnes, M. d. R. Oberleutnant Bathke. Clara Bohm-Schuch, M. d. R. Arthur Crispien, M. d. R. Karl Dressel. Gustav Eckhardt. Albert Falkenberg, Vorsitzender des Allgs- meinen Deutschen Beamtenbundes. Dr. Otto Friedländer. Bernhard Göring. Dr. Ludwig Greil. Hermann Harnisch, M. d. L. Dr. Theodor Haubach. Kurt Heinig, M. d. R. Max Heycemann. Georg Klaußner, M. d. L. Franz Künstler, M. d. R. Erich Kuttner, M. d. L. Siegfried Leo. Dr. Kurt Löwenstein, M. d. R. Georg Maderholz, M. d. L- Dr. Richard Mischler. Stadtret Otto Ortmann. Max Urfch, Stadtverordneter. Männer und Frauen, bekämpft den Faschismus! in der van Ihnen betriebenen Propaganda die unangreifbare Persönlichkeit des Reichspräsidenten, von hindeuburg immer wieder durch eine völlig entstellte Darstellung der Träger seiner -Kandidatur herabzusehen versucht wird. Ich will den Fall nicht öffentlich ausgreisen, der kürzlich zur Be- schlagnahme einer von Ihnen herausgegebenen illustrierten Zeil- schrift führen muhte. Aber ich bin es dem Manne, der mit seiner Kandidatur ein tief erschütterndes, persönliches Opfer gebracht hat, schuldig, die Wahrheit festzustellen. Hindeuburg ist nicht„der Kandidat C r i S p i e n s". ist nicht der Kandidat einer Partei, sondern er ist der Kandidat von Millionen dculschcn Arbeitern genau so wie von Millionen dcut- schen Volksgenossen in anderen Ständen. Es widerspricht den Gepflogenheiten deutscher Tradition, Männer, die ein langes Leben an der positiven Entwicklung der i deutschen Geschicke mltgcwkrkt haben, deren positive Leisfuitgen be- ' reils der Geschichte angehören, ohne weiteres mit denen auf eine ! Stufe zu stellen, die den Beweis ihrer historischen Bedeutung erst erbringen wollen. Ich werde als Reichsinnenminister dafür sorgen, daß niemand in seiner freien Entschließung bei der Wahl gehindert wird. Aber ich betrachte es als meine Pflicht als Staatsdiener, mich schützend vor die Person des amtierenden Reichspräsidenten zu stellen, und als meine Ehrenpflicht als alter Soldat, über die Ehre und das Ansehen des Generalfeldmarfchalls von Hindenburg zu wachen. In diesem Geiste werde ich die gesetzlichen Bestimmun- gen auch im Wahlkampf handhaben. Ware für Geld! Die Exharzburger wollten Mii.isiersitze einhandeln. Hannover, 5. März.(Eigenbericht.) In einer Wahlversammlung in Uelzen führte Reichs- verkehrsminifter Trcoiranüs u. a. aus: „Das Beschämende an der ganzen Haltung der Harz- burger Opposition ist, daß sie Hindenburg Bedingungen stellen wollte, daß sie ihm zmnutete, die Wiederwahl zum Reichs- präsrbente» zu einem politischen Handel zu machen. Zu einem ganz nüchternen Handel des Iichalls. daß die Wahl Hinden- bürg erfolge, wenn er sich verpflichte, nachher die politischen Führer, die ihm die Stimmen gebracht hoben, zu Mi nistern zu machen. Daß ein Hindenburg ein solches Geschäft nickst machen werde, hätten sich die Herren vorher sagen können!" Finnischer Minister über den putsch. Zunehmende Entspannung.- Blutvergießen wird möglichst vermieden. helsingfors, 8. Mörz. Stellvertretender Staatsminister N i u k a n n c n sagte den Aer- tretern der Auslandspresse, daß zusehends Entspannung eintrete. I y v ä s k y l ä ist nach wie vor von etwa 600 Lappo- Anhängern besetzt; der Eisenbahnverkehr dorthin ist jedoch noch normal. Auch M ä n t s ä l ä ist noch in" den Händen einer kleineren' Lappo-Abteilung. Gegen diesen Ort ist eine langsam sich vorschiebende Einkreisungsaktion von Militär und Schutzkorps im Gange. Die Regierung kann sich dabei auf jeden Fall auf die Trupvcn verlassen. Die Regierung übereile diese Altion nicht, da sie unter allen Umständen Blut- vergießen vermeiden«olle. Wenn die Lappo s Ü h r c r auch als Rebellen anzusprechen seien, so läge doch bei vielen»on ihren Führern irregeleiteten Teilnehmern auch edle Uebcrzeugung zugrunde. Nötigenfalls werde die Regierung jedoch Gewalt ge- brauchen: sie bestände aus Mlieserung der Waffen und Aus- l ie f e r u n g der Führer. Die Zahl der Relrellen, sagte der Minister weiter, würde int Auslände stark überschätzt. Die Natur der Finnen ici friedlich, aber auch eigensinnig. Dem trag« die Regierung mit ihrem behutsamen, aber entschlossenen Borgehen Rechnung. Für die Behauptungen der finnischen sozialbemokra- tischen Presse, daß der Loppo-Putsch zu früh ausgebrochen sei und eigentlich erst für den 18. Märt im Zusammenhang mit einem gleichzeitigen nationalsozialistischen Putsch in Deutschland geplant gewesen sei, waren dem Minister keine Gründe bekannt. Die Ausstandsbemegung geht rasch ihrem Ende zu. Aua Jyoäskylä wird gemeldet, daß die dort versammelten Lappo- Männer wieder in ihre Heimatorte zurückgekehrt sind. In M ä n t- s ä l ä, das von Truppenkordons langsam umzingelt wird, be- finden sich noch vereinzelte Trupps Aufständischer. Gewerkschaftliches siehe 3. Beilage. L-rantworlllch für PotNtk: Victor Schi!,; Wirtsch,i!t: Miagclhiifcr: v-cwcrkschistsbewcgung: 3. CUiutt; ßeuiflcton; Dr. 3o6» Sdiiioa'sli; üslalc» und Sonstig««: Zritz.»«rstädti Änzcigen: Th.iir!«.Büchdr>llterri und Berlagsanstalt Paul Singer u. So.. Berlin SW. SS. Lindenstraste U. Hierzu 4 Beilagen. iOtAmnen Tournay• Velours T• p p i c H Mark a>Täb rfat, mit Fransen, wätk'scfige Kommgirn■ Qualität. in etoganten Persermustern 200:310 250.356 3OOI410 89rl34rl84r BRUCKEN Faltenstore Gitterstoff, mit Klöpp ei- 9 5 e insatz und B/ende.Mtr. V» warn ZU Gardinen- und Teppich- Ausstellung im IL Stock Halbstore Gitterstoff, mit hand- gestopftem Fries und Spitze, Stück DcutschD Tüilgarnitur Filetgrund, dauerhaftes VjT 5 Gewebe, dreiteilig Mulldekoration mit fasbigen Querstrei- fen, durch Vo/ant« P reich v» r z i e r i t Kunstseide mehrfarbig bedruckt, 5 Indanthren. Meter Gardinenvorlagen 02* 012 Ir- Boucle- Teppich rein Haargarn, moderne Muster 160 1 235 200 i 300 250, 350 14« 23r" 3512 Kammgarn plüsch Teppich Merke>Prnra€, eleg. Zimmerteppich, med. u. 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Wenn nun Jemand vom Scheunenoiertel nach Niedersdiönhausen gezogen wäre, würde alles zu verstehen sein, aber oft genug zogen doch die Menschen nur von der Boyenslraße 17 quer über den Damm nach der Boyenstraße 33. Mitunter selbst vom Quergebäude 3 Treppen nach dem Seitenflügel 1 Treppe. Schließlich kam die Zwangswirtschaft, und aus reuhlidi planlos umher geisternden Nomaden wurden für zwei Jahrzehnte seßhafte Bürger. Bis sich langsam die Fesseln der Zwangswirtschaft zu lockern begannen und das alte Nomadentum wieder ermachte. Wobei zum diesjährigen ersten Apriltag allerdings die verheerende Krise ein übriges getan hat: Die Flucht aus den Gr o ß w ohnun gen ist in eine Jagd nach K lein s'tm ohnun gen umgeschlagen. Der ganze Betrieb ist wieder da. Die Wohnungsanzeiger haben wochentags einen dickeren Umfang als die Sonn- tagsausgaben der Berliner Tageszeitungen, die W ohnungsvermitiler haben ihre Zelte wieder aufgeschlagen und reiben sich bereits die Hände, und seit etwa anderthalb Jahr zehnten ist Berlin wieder einmal richtiggehend auf Wohnungssuche. Die einen sagen, es mache Spaß, die anderen meinen, es gäbe keine größere Strafe. Jagd nach Kleinwohnungen. Das gesuchteste Objekt auf dem Wohnungsmarkt sind— ein Zeichen unserer schweren Zeit— Einzimmer-Altwohnungen. Zwanzig bis fünfundzwanzig Mark sollen sie an monatlicher Miete tosten. Und diese heiß begehrten Wohnungen gibt es hier und da. Auf manchen Wohnungsämtern hängen Tabellen aus, auf denen IS, 18, ja 20 solcher Einzimmer-Altwohnuugen verzeichnet sind. Trotzdem wird nur selten eine von diesen Wohnungen vermietet. Dutzende von Männern und Frauen lassen sich Tag für Tag von den Wohnungsämtern Bescheinigungskarten ausstellen, dutzcndc Male klopft es beim Hauswirt an die Tür, er möchte doch einmal die Wohnung zeigen, aber niemand mietet. Wir haben einen Wohmxngsuchenden getroffen, der hat sich bereits über 30 von diesen Einzimmer-Mtwohnungen angesehen. Der Mann ist das Gegenteil von einem Querulanten, aber Menschen wollen eben nicht in Mauer- löcher ziehen. Gewiß: in der parochialstraße gibt es Einzimmer- Allwohnungen, es fehlt nur eine Kleinigkeit: die Dielen. Man läuft cinftwellen auf dem Schutt. Und die Blutflecke an den Tapeten deuten auf furchtbare nächlliche Wanzenmartern hin. Auch in der Oranienburger Borstadt gibt es Einzimmer-Wwohnungen. Auch hier ist eine Kleinigkeit bedauernswert: die Fenster sind nicht dem Himmel zugewandt, sondern dem Lichtschacht eines Fabrikgebäudes. Zudem hat sich eine ganz neue Mode herausgebildet, daß nämlich die Hauswirte bei der Vermietung solcher Wohnungen einen Baukostenzuschuß verlangen. Wenn in solchen Wohnungen der Ofen brennt, ist das ein Zufall. Und den neuzusetzenden Ofen soll der Wohnungsuchende bezahlen. Ja, sagte sogar ein Hauswirt, ich habe hier eine Grohwohnung, die will ich teilen. Wenn Sie sich eine Wand ziehen lasseu. können Sie eine kleine Wohnung abhaben. So ist das heute.— Ein Auto, das in Berlin läuft, muß nach mehre- rcn Jahren dem Kraftverkehrsamt vorgeführt werden, ob es noch bctriebstüchttg ist. Ist dies nicht der Fall, wird das Auto aus dem Verkehr gezogen, ob der Besitzer weint oder nicht. Aber Wohnungen, die, wenn schon nicht ein hochwertigeres, so doch ein unmittelbareres Volksgut sind als«ine Kraftdroschke, danach kräht kein Hahn. Unterschlagene Wohnungen. Phantastische Sachen passieren den Wohnungsuchendcn. Es werden nämlich Wohnungen in Berlin einfach unterschlagen. Da sind im Ouergebäude einer Nebenstraße des Berliner Nordens gleich zwei Einzimmerwohnungen frei. Das Haus gehört einem Aus- länder, und der Verwalter hat das Freiwerden der Wohnungen nicht dem Wohnungsamt angezeigt. Die Wohnungsuchcnden hören unter der Hand davon. Sie gehen zu dem Verwalter...?a. die Wohnung können Sic haben, nur müsse« Sie die Mietrücksläude von 150 Mark bezahlen."—„Gut", sagen die vom ewigen Umherlaufen schon müde gewordenen Wohnungsuchcnden,„pumpen wir uns die 130 Mark."—„Schön", antwortet der Verwalter,„dann werde ich die Verträge fertigmachen." Auf der Straße konunen den Leuten aber Bedenken. Es kann da nicht ganz mit rechten Dingen zugehen, sie gehen aufs Wohnungs- amt. Dort hat man keine Ahnung, daß in jener Nebenstraße zwei Wohnungen frei sein sollen. Niemals sind sie gemeldet worden. „Also", sogt der Mann vom Amt.„gehen Sie schleunigst zu dem Verwalter wieder hin und lassen Sie sich die ganze Anzahlung von 100 Mark wiedergeben." Es war nämlich ausgemacht worden, daß bei einem Nichtzustandekommen des Geschäfts nur 95 Mark zurück- zuzahlen sind. Die 3 Mark sollten Gebühren sein. Uebrigens war das mit den 130 Mark Mietrückständen ein ausgelegter Schwindel. Bei der einen Wohnung war kein Pfennig Miete rückständig, bei der anderen nur 42 Mark. Nun sollen jede Wohnung täglich nur drei Reflektanten besichtigen, dann hat der Mann pro Tag seine 30 Mark mühelos eingestrichen. Inzwischen beschäftigt sich aller- dings die Staatsanwaltschaft mit ihm. ,Nur für solvente Mieter l-i, Dann haben die Hausbesitzer eine neue Formel bei der Ankündi- gung ihrer leerstehenden Wohnungen gefunden: Vermietung nur an solvente Personen! Es ist verständlich, daß der Hauswirt seine Miete haben will. Denn zum Vergnügen besitzt er ja das Haus nicht. Aber nun wurde in der Gegend der Schönhauser Allee neulich eine Kochstube frei. Die sollte monatlich 15 Mark kosten, und ungefähr cbensovielc Besucher hatte das Wohnungsamt hin- geschickt. So wie diese rechtschaffenen Leute von der alten Haus- wirtin ausgefragt wurden, sind sie. in ihrem ganzen Leben noch nicht ins Verhör genommen worden.„Haben Sie StellungS"..»- „Nein, dann kommt nichts in Frage."—„Wieviel verdienen Sie?" „Haben Sie dafür Unterlagen?"—„Bringen Sie mir Ihre Ver- dienftbescheinigung mit!"— Die armen Leute wußten, gar nicht, was los ist, bis ein Hilfspostschaffncr kam, der zeigte feine Beamten- bcstallung, und sofort machte die Wirtin Vertrag. Trotzdem der Briefträger keine 120 Mark netto im Monat Einkommen hat. Wenn nun solch ein Theater bereits bei der Vermietung einer Kochstubc gemocht wird, was muß dann wohl erst bei der Vermietung einer Dreizimmer-Neubauwohnung aufgestellt werden! Referenzen über Referenzen müssen die Blenschen beibringen, Auskunfteien werden bemüht, in Portierlogen wird herumgeschnüffelt, ob auch immer pünktlich die Miete bezahlt worden ist, nach ihrem Bankkonto wer- den die Menschen gefragt, und wenn dann zum Schluß ein Zug- begleitbeamter komint, dann erhält der die Wohnung mit seinen 160 Mark im Monat und nicht der besserbesoldete Privatangcstelltc. Im übrigen ist der Tausch der Renbauwohnungen im vollsten Gange. 1928 waren noch schöne Zeiten, und 80 Mark Miete dünkten manchen erschwinglich. Das ist nun aus, mid so sind die kleinen Neubauwohnungen zwischen 30 und 60 Mark Monatsmiete sehr gesucht. In einem Neubaublock in Pankow wurden drei solcher Wohnungen frei. Am nächsten Tag waren sie bereits vermietet: 30 Reflektanten hatten sich gemeldet! Auch Drei- oder Vierzimmcr- Neubauwohnungen mit allem Komfort werden vermietet, denn alle die Flüchtenden aus den großen teuren Sechs-, Sieben- und Achtzimmerwohnungen, die müssen doch irgendwo bleiben. Und eben in den Dreizimmerwohnungen bleiben sie. AnmarsciisiraBen zum Lusigarlen Alle marschleren mit dem Reichsbanner mit.- Abmarsch um 11 Uhr. Alle Mitglieder des Reichsbanners einschlieBlich der Spielleute und Musiker treten heule um 10 Uhr auf den Sammelplätzen zum Appell an. Der Abmarsch erfolgt um 11 Uhr durch folgende StraBen, die wir hier noch einmal genau veröffentlichen: Kreis Osten: Gudrunstraße, Spitze Frankfurter Allee, Große Frankfurter Straße, Landsberger Straße, Alexanderplatz, Königstraße, Hoher Steinweg, Neuer Markt, Kaiser-Wilhelm- Straße, Lustgarten. Kreis Süden: Die Ortsvereine Kreuzberg und Tempelhof; Bahnhof Tempelhof, Berliner Straße, Belle-Alliance-Straße, Belle-Alllance-PIatz, Lindenstraße, Beuthstraße, Spittelmarkt, Gertraudtenstraße, Breitestraße, Schloßplatz, Lustgarten.— Die Ortsvereine Neukölln und Treptow: Sonnenallee, Kaiser- Friedrich-Straße, Kottbusser Damm, Kottbusser Straße, Dresdener Straße, Roßstraße, Breitestraße, Schloßplatz, Lustgarten. Kreis Westen: Bahnhof Charlottenburg, Stuttgarter Platz, Wilhelmsdorfer Straße, Bismarckstraße, Leibnitzstraße, Kauerstraße, Dovestraße, Helmholtzstraße, Alt Moabit, Invalidenstraße, Hessische Straße, Hannoversche Straße, Elsasser Straße, Artilleriestraße, Am Kupfergraben, Museumstraße, Lustgarten. Kreis Norden: Die Ortsvereine Wedding und Reinickendorf: Seidelstraße, Schamweberstraße, Müllerstraße, Afrikanische Straße, Seestraße, Chausseestraße, Elsasser Straße, Artillerie- straße. Am Kupfergraben, Museumstraße, Lustgarten.— Die Ortsvereine Prenzlauer Berg, Pankow und Weißensee: Pankow, Kaiserin-Augusta-Straße, Spitze Lindenstraße, durch Lindenstraße, Schönholzer Straße, Breitestraße, Berliner Straße, Schönhauser Allee, Dragonerstraße, Rochstraße, Neue Friedrichstraße, Museumsfraße, Lustgarten.— Ortsverein Mitte: 11 Uhr: Neuer Markt. Spielleute und Fahnen zum Kreis Osten. Die Kapelle Weißensee 11.50 Uhr im Lustgarten vor den Roßbändigern. Das Uniformverbot ist noch in Kraft und muß beachtet werden. Ii IIa DAv%Bai%ISI# amaw marschieren mit und schließen sich AII6 KepUDIIKaner den keichsdannerkorrnationen an! Phantasie und Wirklichkeit. Im ganzen gesehen ist das Wohnungsuchen aber eine Strafe. Erst mal muß man eine Adresse haben. Die ist nur nach Laufereien zu bekommen. Dann wird den einen Sonntag Heinersdorf, den anderen Schmargendorf und den dritten Friedrichsfelde obge klappert. Auf den Inseraten sahen die Mieten geradezu verlockend aus, da gibt es für 42 Mark eine prima Wohnung: die Wirklich keit ist meist doppelt so teuer. Mit derartigen Phantasiepreisen arbeiten vor allem die Wohnungsvermitller, die plötzlich wieder da find.„Da haben wir hier eine Zweizimmerwohnung in der Kaiserallee, mit Bad, kostet 54 Mark pro Monat", sagen die Ver mitller. Wer dann 10 Mark auf den Tisch legt, erhält eine Anzahl Adressen. Gefällt dem Wohnungsuchenden davon nichts, verfallen 5 Mark ohne Gnade dem Vermittler. Wenn jede Maschinenfabrik, die eine Offerte macht, dafür 5 Mark liquidieren würde! Die Woh nungsvermittler wissen schon, warum sie nur ganz selten ihre Adresse angeben und sich auf die Fernsprechnummer beschränken. Wiederholung der Vruning-Rede im Rundfunk. Wie die Funkstunde mitteilt, wird am Sonntag, dem 6. März, also heute 2V Uhr(abends 8 Uhr) ein Teil der Rede, die der Reichs- kaNKer Dr. Brüning am 22. Februar im Reichstag hielt," als Sch all p latten au fn a h m e wiederholt. Die Uebermsttstmg erfolgt' über alle deutschen Sender.' Wie geirähll wird Die Reichspräsidentehmahl findet am kommenden Sonntag, dem 13. März, in der Zeit von 9 bis 18 Uhr(9 Uhr vormittags bis 6 Uhr nachmittags) in den dafür bestimmten Abstimmungsräumen statt. Die Abstimmungsräume werden von den Berliner Bezirksämtern vom 10. bis 13. März durch Säulenanschlag bekanntgegeben. Nur die amtlich zugelassenen Stimmzettel dürfen bei der Wahl ver wendet werden. Der Stimmberechtigte kennzeidmet den, An- Reichspräsidentenwahl Theodor Duesterberg Oberstleutnant a. 0., Hall* a. d. Saale o Paul von Hindenburg(jlS Reiehapräaidant, Oanaraifaldmarsehall, Berlin Adolf Hitler Ragierungsrat Im braunachweig. Staatsdienst, München o Ernst Thälmann Transportarbeiter, Hamburg o Adolf Gustav Winter Batriebsanwalt, QroBjana bei Naumburg a. d. Saale o märter, dem er seine Stimme geben will, dadurch, daß er in den leeren Kreis neben dem Namen des von ihm erwählten Kandidaten ein Kreuz setzt. Auf jedem Stimmzettel darf nur ein Anwärter gekennzeichnet werden. Jeder Teilnehmer muß zur Stimmabgabe persönlich im Abstimmungsraum erscheinen. Stellvertretung ist unzulässig. In der Wahlzelle darf sich stets nur eine Person aufhalten. Ausnahmen hierfür gelten nur für körperlich Gebrechliche. Die Mitnahme geeigneter /lus- weispapiere wird empfohlen. Unser K re uz gilt de tu Namen Hindenburg. Die Hundertjährigen in Preußen. Das 100. Lebensjahr errcidicn iährlldi 18 Personen, davon 12 Frauen. Seit dem Jahre 1325 ehrt das preußische Staatsmimsterium jeden preußischen Staatsangehörigen zu dem seltenen Ereignis der Vollendung des 109. Lebensjahres mit einem Glückwunsch» sch r e i b e n und einer in der Staatlichen Porzellanmanufattur angefertigten kunstvollen Tasse, bei Bedürftigkeit außerdem mit einem Geldgeschenk. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst auf Grund einer Zusammenstellung des Preußischen Statistischen Landesamts mit- teilt, sind bis zum Ende des Jahres 1331 141 Personen dieser Ehrung teilhastig geworden, darunter 13, die bei Einführung der Maßnahme berells 101 bis 104 Jahre all waren. Die nachstehenden Angaben beziehen sich aber nur aus die restlichen 128 Jubllare, weil jene 13 die Langlebigkeit ihrer Geburtsjahrgänge nur unvoll- ständig kennzeichnen würden. Rechnerisch ergibt sich in dem sieben- jährigen Zellraum ein Jahresdurchschnitt von 18 Fällen. An der Gesamtzahl sind die Frauen mit 86 Vertreterinnen doppell so stark beteiligt wie das männliche Geschlecht(42): das darf man wohl als Beweis dafür nehmen, daß die bekannte größere Lebenskraft der Frauen bis in das höchste Lebensalter anhäll, trotzdem die frei- lich recht kleinen Zahlen aus einzelnen Provinzen aussälligs Ab-- weichungen zeigen. Die Staatssumme von 128 ergibt, an der Ein- wohnerzahl nach der Volkszählung 1925(38 175 989) gemesien, für den siebenjährigen Zeitraum einen Durchschallt von 3,4 hundert- jährigen auf eine Million Einwohner. Wenn man die chunöert- jährigen nach dem Geburtsort auf die Provinzen verteill, entfallen auf Ostpreußen 15,5, die früheren Provinzen Posen und West preußen sogar 18 Personen, die von 1 Million Ein- wohnern das 100. Lebensjahr erreichten, während aus die Rhein- provtnz nur 1,0 und die Stadt Berlin 0,3 kommen. Nach dem chauptlebensberus waren die 42 Männer in überwiegender Zahl einst landwirtschaftliche Arbeiter oder Landwirte(23). einer war Förster und einer Schäfer. Eine weitere zahlenmäßige Erhärtung der lebeneverlän- gerndenWIrkungdurchVerbindungmitdersreien Natur gibt eine Ausgliederung nach Stadt- und Landgebürllgkeit: von 122 Hundertjährigen mll preußischen Geburtsorten stammen 31 oder rund ein Viertel aus Städten und 91 oder rund drei Viertel vom Lande. Vor dem Untersuchungsrichter ließen D. und K. ihre Selbst- bezichtigung plötzlich fallen: es wäre ihnen im Traume nicht ein- gefallen, bot ihren Mietern Geld zu stehlen. Woher aber die Selbst- bezichtigung? Für die hatten sie folgeirde Erklärung: Eines Tages nach dem Verschwinden der Mieter seien zwei Herren erschienen, die sich als Kriminalbeamte ausgewiesen und von ihnen verlangt hätten, sie sollten den Diebstahl des Geldes eingestehen. Sie drohten mit Erschießen, veraillaßten Ä., mit ihnen zu gehen, führten ihn zu einem Auto, in dem mehrere Personen saßen und fuhren ihn bis Schneidemühl. Unterwegs wiederholten sie ihre Forderungen und Prohungen. Dann machten sie kehrt und fetzten K. im Grüne-■ wald ab. Bei diesem Märchen blieben die Angeklagten auch vor � dem Schöffengericht Schöneberg. Das Gericht sprach beide Angeklagte frei. Nicht etwa, weil es nur ein Wort von alledem, was sie erzählten, geglaubt hätte. Im Gegenteil, es hiell die Selbstbezlchtigung für glaubwürdiger Es sagte sich aber, die Sache ist reichlich verworren,«inen Kläger| gibt es nicht, da ist es schon bester, die Angeklagten laufen zu lasten. Der Zuhörer fragt sich aber: Soll es denn wirklich bloß Zufall lein, daß sich die Verhältnisse der Angeklagten ausgerechnet nach dem Ver- schwiichcn der beiden Mieter wesentlich gebessert haben? Wer waren aber die beiden Ausländer, woher das ausländische Geld, und was waren es für Leute, denen sie die Gelder ausgezahll haben? Eine äußerst mysteriöse Angelegenheit. Der Drang zur Selbstbezichtigung dürfte aber seine Erklärung in dem Umstände finden, daß beide Angeklagten K o k a i n i st e n waren. Verteidiger für Kahenellenbogen. Angeblicher Druck der Reichsregierung auf Staats» anwaltschast. Im Schultheiß-Patzenhofer-Prozeß plädierten am Sonnabend die Rechtsanwälte Dr. Asch und Dr. D i x für Gene- raldttektor Katzenellenbogen. Rechtsanwalt Dr. Dix meinte, daß Katzenellenbogen keine kriminelle Persönlichkeit, sondern der Ex- ponent eines Wirtschaftsgeschlechtes sei. Dr. Dix erhob dann An- griffe gegen den Dantdirektor von Stauß, dessen Auftreten in der Verhandlung gewirkt habe, als ob ein Elefant in den Porzellanladen gekommen sei. Dr. Dix ließ ferner durchblicken, daß die Reichs- r e g i e r u n g auf die Staatsanwaltschaft einen Druck aus- geübt Hab«, gegen Katzenellenbogen Anklage ,zu erheben. Land- gerichtsdlrektor B e t h g e wies diese Andeutung des Verteidigers energisch zurück. Die Verteidigerplädoyers werden am Dienstag fort- gesetzt werden und wahrscheinlich noch alle Sitzungstage der nächsten Woche in Anspruch nehmen. Mit dem Urteil in diesem Prozeh dürfte daher wohl erst zu Anfang der übernächsten Woche gerechnet werden.____ Die Mordwaffen in der Spree. Der Raubmord an dem Fouragegroßhändler Julius Meyerhardt ist jetzt restlos aufgeklärt worden. Inzwischen ist auch die Mordwaffe und die Pistole gesunden worden, die der Ermordete stets bei sich geführt hatte. Aus der Spree zwischen Dom und Börse wurden die beiden Pistolen, die in eine schwarze Gesichtsmaske gewickelt waren, von einem Taucher an die Oberfläche geholt. Die Beute konnte gleichfalls zum größten Teil wieder herbeigeschafft werden Mehrere hundert Mark hatte Rühlow, wie schon kurz mitgeteilt, in einem Einmacheglas b« i Heigensee vergraben. Dort wurde das Geld auch gefunden. Die jugendlichen Mörder, Söhne achtbarer Ettern, find nach ihren Geständnissen völlig zusammengabrochen. Ole Reichsbahn gegen die Siedler? Verschiedene Zuschriften an uns aus Kreisen der Siedler führen lebhaft Klage darüber, daß die Reichsbahn den Umtausch der neuen Siedlerlarten rigoros handhabt. Während früher auch Ange- hörige oes Siedlers, auch wenn sie nicht im Haushalt des Siedlers wohnten, anstandelos eine Ermäßigung erhielten, weigert sich jetzt die Reichsbahn, die Karten zu ernsuern. In einem besonderen Fall» handelt es sich um einen 62iährigen tranken und.. arlettslosen Mann, der auf die Hilf« seiner erwe.b? losen Söhn« angewiesen ist. Erhalten dies« nicht den ermäßigten Fahrpreis, dann kann der Mann sehen, wie er fertig wird oder er muß seine Porzelle oerkaufen Gibt es bei der Reichsbahn nicht einen Dienst am Kunden? Eine Ruadfunkmorgenfeier des Arbeiler-Kultur-Kartellg findet heute, Sonntag, von 11 bis 11,30 Uhr, statt.„Bruder, reich« dem Bruder die Hand.* Ansprache Dr. Karl Schröder. Einmal doch wird die Stunde kommen(Julius Zerfah). gesprochen von Marcha John. Die hellige Allian.z der Völker(Beranaer), Ein bös und bissig Tier ist der Krieg(Karl Meinberg).(Aus der dramatischen Dichtung Jeremias von Stefan Zweig.) Sprechchor für Prole- tarische Feierstunden. Leitung: Albert F l o r a t h. Musikalische Akzente: Klavier, Trompete, Trommel, Pauke. Sin Racheakt? Gelehrter als Devisenschieber denunziert. Seit mehreren Tagen schwebt gegen den bekannten deutschen Schisfsbausoch oerständigen, Geheimen Regierungsrat Professor Dr. Oswald Flamin in Berlin-Nikolassee, bei der Staatsanwaltschaft III Berlin ein Verfahren wegen des Berdachts der Nicht» ablieferung von Devisen Die Anzeige gegen den Ge- lehrten, der im 71. Lebensjahre steht, ist auf Grund einer Denun- ziation zustande gekommen, und zwar glaubt man. daß es sich um einen Racheakt handelt. Unter diesen Umständen prüft die Staatsanwaltschaft vor allein noch die näheren Zusammenhänge, die zu dieser Anzeige geführt haben, sowie die Frage, ob hier über- Iiaupt eine schuldhafte Verfehlung des Geheimrats vorliegt, die zu einem Sttafoerfahre» führen könnte. Geheimrat Flamm teilt zu den jetzt öffenttich bekannt ge- wordenen Anschuldigungen folgendes mit: Cr habe im Sommer vorigen Jahres, als die Vorschriften über die Devisenablieferung er- lassen wurden, die in seinem Besitz befindlichen ausländischen Geld- sorten ordnungsgemäß bei der Reichsbank angemeldet, die chm einen kleinen Betrag davon belasten habe, während der größere TeilderSummeabgeliefert wurde. Im Januar sei dam, ein Schreiben der Reichsbank gekommen, in dem er aufgefordert wurde, auch den noch in seinem Besitz befindlichen Deoisenbetrag anzumelden, und zwar innerhalb einer Frist von fünf Tagen. Dieses Schreiben habe ihn aber nicht persönlich erreicht, weil er zu dieser Zett auf einer längeren Auslandsreise war, so daß Flanun die Aus- sorderung der Reichsbank erst bei seiner Rückkehr Ende Januar zu Gesicht bekam. Inzwischen sei er aber bereits denunziert worden, und es seien Fahndungsbe-'mte in seiner Wohnung in Nilo- lasse« erschienen, um die betreffe. �en Devisen zu beschlagnahmen. Dabei habe man auch ganz kleine Beträge, deren Existenz ihm gar nicht mehr in Erinnerung gewesen sei und bei denen es sich um Patengeschenke für seinen Sohn gehandelt habe, wie ein englisches Pfund und 100 dänische Kronen, mitgenommen. Von welcher Seite die Denunziation ausgegangen ist, kann sich der Gelehrte, der den Vorwurf einer absichtlichen Verschweigung eines Devisenbesitzes mit Entrüstung ablehnt, nicht erklären. Mysteriöse Selbstbezichiigung. Frau Hauptmann unter AnNage des Diebstahls. Kriminalpolizei und Gericht kennen falsche Selbstbe.sichtigungen verschiedenster Art: bei näherem Nachsehen fand sich für sie aber stets eine Erklärung. Nicht so für die Selbstbezichtigung der 42- jährigen Frau Hauptmann D. und des Handelslehrers K.. mll der sich das Schöffengericht Schöneberg gestern stundenlang abmühte. Der Tatbestand, der ihr zugrunde lag. wie auch die Mo- tive zu dieser Selbstbezichtigung blieben bis zuletzt in Dunkel ge- hüllt.... Im Frühjahr 1923 bezogen zwei Ausländer bei der Frau .Hauptmann D. zwei Räum«. Sie führten sich unter deutschem Namen ein, befanden sich im Besitz gleichlautender Päste, hatten ihre Prioatwohnungen anderswo, erschienen fast täglich in den Zimmern und erledigten hier irgendwelche Arbeiten. Sie verfügten über größere Geldsummen, machten Auszahlungen, wenn bei ihnen Leute erschienen. Die Frau Hauptmann war der Ansicht, es handle sich um Russin und zwar um Bolschewisten. Im Juli vorigen Jahres verschwanden die Mieter, ohne ihrer Wirtin Lebewohl zu sagen. Im August erschien Frau Hauptmann D- in Begleitung ihres langjährigen Freundes, des Handelslehrers K. auf dem Polizeirevier und erklärte, sie habe aus der Schub- lade der Mieter außer deren Pässe noch 2000 Dol- lar, 1700 Mark und«in Bündel von 100-Dollar- noten entwendet. Die Pässe habe K. in Schlachtensee ver- graben, mit einem Teil des Geldes Schulden bezahlt. Diese Aus- sage wiederholten beide mehrmals. Die Polizei stellte fest, daß tat- sächlich zwei Personen längere Zeit Mieter der Zimmer gewesen waren, die Pässe wurden trotz eifrigen Suchens nicht wiedergefun- den: die Hausangestellte bekundete, daß Frau D. eines Tages mit einem Schlüssel das Schubfach ihrer Mieter, in dem sich viel Geld befunden, geöffnet habe. �u» ctom Russischen übertragen van Werner Bergengruen. Einerlei, wie oft ein Arrestant aus einer Hand in die andere, von der Eskorte an die Gefängnisoerwaltung über- geht, und umgekehrt— unter allen Umständen wird er jedes- mal von neuem einer Leibesvisitation unterworfen. Man hätte meinen sollen, jede Gefängnisbehörde hätte von der Charkower Eskorte ruhigen Gewissens ihre Gefangenen über- nehmen können, ohne zu fürchten, daß der eine oder andere irgend etwas Beanstandenswertes bei sich haben könnte. Aber in den Augen der Kursker Gefängnisdirektion schien nicht einmal das Charkower Begleitkommando zuverlässig genug zu sein. Wir mußten uns nackt ausziehen. Sie tasteten alle Falten unserer Wäsche ab, in denen doch außer Läusen nun wirklich nichts stecken konnte. In den Lumpen der Häftlinge, in den fiskalischen Segeltuchkitteln der Zwangsarbeiter durch- wühlten sie alle Nähte und Fallen. Sie untersuchten Stiefel und Schuhe, die Schutzhüllen unter den Fesseln und die Mützen. Als der Lorratsfack des Mannes ohne Gedächtnis an die Reihe kam, schütteten sie seinen ganzen Zucker auf den noch mit Tabakresten bedeckten Tisch, und nachdem sie ihn gehörig im Tabakstaub mnhergewglzt hatten, schütteten sie ihn wieder in den Sack zurück und schimpften dabei über die große Menge Zucker und Tabak, die der alle Ttppslbrud« mit sich führte. Nachdem wir einige Stunden aus dem Korridor zuge- bracht hatten, wurden wir zu den Zellen gsführt. Die Zwangsarbeller blieben für sich, alle übrigen kamen in eine auv.igc große Zelle, die schon ein paar Leute beherbergte. Wir stürzten hinein, seder suchte sich schnell einen Platz auf dem Prllschengestell zu sichern, weil gewöhnlich die Plätze nicht ausreichten und viele sich auf dem Fußboden lagern mußten In der Furcht, den einzigen hier möglichen Komfort entbehren zu müssen, den Platz auf dem Pritschengestell. stürzte sich ebenfalls rasch auf die Pritschen zu und fand ein Unterkommen in der Nähe des Mannes ohne Gedächtnis und einiger anderer, die für mich jetzt schon alte Bekannte waren. Nach der gestrigen schlaflosen und qualvollen Nacht, nach der stundenlangen Rewmgslosigkeit und Nervenanspannung hatte die Aussicht, sich hinzulegen, die Beine von sich zu strecken und sich womöglich auszuschlafen, etwas Herrliches und Verführerisches. Ich ertappte mich zu meiner Verwun- derung auf dem Gedanken, was denn hier im Kursker Ge- fängnis so schrecklich sein sollte? Hier war es wunderschön, es gab Pritschen, es gab ein Plätzchen, wo man sich ausruhen und schlafen konnte. Alles in der Welt ist relativ! Was für viele ein Gegenstand des Entsetzens gewesen wäre, das er- schien mir jetzt als Beglückung. Wäre ich nur wenige Tage früher hierhergekommen, so wäre ich in Verzweiflung geraten, aber jetzt war es mir im Grunde ganz behaglich zumut. Man konnte sich sogar unterhalten, natürlich nicht zu laut. Alle begannen es sich bequem zu machen, richteten sich an dem neuen Orte ein und suchten sich aus ihren Kleidungsstücken und was sie sonst noch an Gelumpe mit sich hatten, eine Art Nachtlager herzurichten. Viele legten sich gleich zur Ruhe, ohne erst den vor dem Schlafengehen üblichen Vernichtungs- krieg gegen ihre Läuse unternommen zu haben. Unter den Gefangenen, die wir in der Zelle bereits vor- fanden, war ein hochgewachsener, stattlicher Greis mit einem gewaltigen Bart, ein Mann von gesetztem und ehrbarem Aussehen. Er erhob sich von seinem Platz, ging in der Zelle auf und ab und erkundigte sich bei den Ankömmlingen, wer man war, woher man kam, was man angestellt hatte. Er berichtete:„Sich, Kinder, hier ist es arg! Das Schlimmste ist, sie hauen einen. Nur so, für nichts und wieder nichts. Stecken einen in die Strafzelle, geben einem da nichts zu fressen und lassen einen lange drin." Er redete im Flüsterton und warf dabei ab und zu einen ängstlichen. Blick auf die Tür. „Du denkst dir nichts Doses, plötzlich geht die Tür aus. kommt so einer in die Zelle gesaust, schreit:„Wer hat hier Radau aemacht? Antwort! Wer hat hier Radau gemacht?" Keiner sagt einen Ton, natürlich. Er nimmt sich den ersten besten vor— plauz— plauz in die Fresse. Warum, wozu. kein Mensch hat eine Ahnung. Und dann plotzllch in die Strafzelle. Wartet nur, ihr werdet ja selbst sehen." Andere Alteingesessene wußten. Aehnliches zu berichten: „Rauchen darf man nicht, zu fressen geben sie einem nichts, aber in die Fresse kriegt man!" Schon wieder die Fresse! Wie oft hatte ich in diesen wenigen Tagen gesehen, wie jemand„in die Fresse" geschlagen worden war und wie oft hatte ich davon erzählen hören! Mit diesem Wort„Fresse" hat es schon seine Bewandtnis. Handelt es sich um Schläge, so gibt es plötzlich kein Ge- ficht mehr, sondern nur noch die Fresse. Ich dachte: unser gesegnetes Land ist das einzige in der Welt, wo man einen so oft und aus nichtigen Gründen oder überhaupt ohne jeden Grund in die Fresse haut. Dies.Ln-die-Fresse-hauen" ist dem Russen in Fleisch und Blut übergegangen. In Rußland hat man seit Urzeiten gehauen. Gehauen wurde unter dem Zaren Iwan dem Schrecklichen. Der Zar selbst haute und seine gefllrchteten Leibwächter hauten. Gehauen wurde unter Boris Godounow, gehauen wurde unter Peter. Und Peter selbst haute gern in die Fresse. Gehauen wurde unter Katha- rina. Ich weiß nicht, ob sie eigenhändig zuschlug, aber ihre Handlanger schlugen leoenzuus �anz verdammt zu. Paul schlug eigenhändig und oft in allerlei Fressen. Die Guts- besitze? hauten, die Verwalter hauten, die Landgendarmen hauten, die Polizeiofsiziere hauten, die Kreischess hauten. Hauen taten die Reviervorsteher, die Schutzleute, die Ge- fängniedirektoren, ihre Inspektoren und Aufseher. Hauen taten die Handwerksmeister und die Handwerksgesellen. Hauen taten die Kompagniechefs, die Zugführer, die Kor- poralschafts- und Gruppenführer. Hauen taten die Feld- ipcbel. Beim Militär haute alles vom Portepeeunterofftzier bis zum General. Jeder haute jeden in die Fresse, von dem er nicht ebenfalls einen Hieb in die Fresse zu besorgen hatte. Manche hauten auch nur so, ganz ohne Grund, einfach aus Liebe zur Kunst, sie hauten, um einem etwas anzutun, sie hauten, weil chnen selbst etwas angetan worden war, sie hauten zur Strafe, zur Erziehung, zur Erbauung. „Na. dem habe ich aber in die Fresse gehauen!" „Du willst wohl was in die Fresse?" „Int nächsten Augenblick hast du was in der Fresse sitzen!" 2lch, du robuste, vielgeprüfte, trainierte, an alles gc- wohnte russische Fresse! In der Zelle schlief fast schon alles. Nur in der dunklen Ecke oeim Fenkter kniete der Alle und betete unter vielen Be- kreuzungen und Verneigungen. Dann legte auch er sich schlafen. Irgendwo schrie jemand im Schlaf auf. Irgendwo knirschte jemand mit den Zähnen. Im Korridor ging, regcl- mäßig wie ein Uhrzeiger, der Aufseher hin und her und klirrte mit seinem Schlüsselbund. (Fortsetzung folgt.) Alle Genossinnen und Genossen, Arbeitersportler» Reichs- banner kamer oden und Mitglieder der SAJ. beteiligen sich heute, Sonntag, von den bekönnten Stellen aus an der 7 i bietet mehr Leiser durch besse Qua re Aus itat grossere wähl höchste Preis- rdigkeit, vorbild- Kundendienst ?>. ■ Die elegante Form �Brillant'' aus feinem Mahagoni* Boxcalf, trotz ihres schlanken Aussehens bequem in der Zehenlage Verlin erwartet den Frühling. Frühjahrsarbeiten der Stadt.— Pflege der Voltsparts. Berlin rüstet für den Frühling: bald werden Hacke. Schaufel und Rechen in Aktion treten, um das winterlich trustige Erdreich zu lockern, die Wege werken gesäubert, abgestorbenes Blatt- Material wird entfernt, die trostlos« Szenerie zu neuem Leben er-' weckt. In der Hauptsache sollen die großen V o l k s p a r k s, die Tau- senden und aber Tausenden ermüdeter Menschen Erholung bieten, so weit wie möglich aurgebaut werden, und so sind es in erster Linie die Anlagen der Außenbezirke, die berücksichtigt werden: demgegen- über müssen allerdings die kleinen Schmuckplätze etwas zurückstehen, denn gespart werden muß an allen Ecken und Enden. Die Britzer Wiese in Neukölln erhall in diesem Jahre 300\ neue Dauerkleingärten, ebenso wird die Dauerkleingartenkoloni« im' Volkspark Rehberge um 50 Dauergärten vergrößert. In| Aehlendorf(Onkel Toms Hütt«) wird an Stelle der abgerissenen! Sprungschanz« ein« neue Rodelbahn angelegt, die Arbeiten werden ebenfalls im Frühjahr begonnen. Die hierbei Beschäftigten sind' wiederum ausschließlich Wohlsahrtserwerbelose, deren Zahl sich aus der Höhe der bereitzustellenden Mittel ergeben wird: im Moment, wo der neue Etat noch nicht fertiggestellt ist, weiß man nicht, in welchem Umfange die Arbesten begonnen werden. Verkehrsinseln im Atlantik! Aussichten für regelmäßigen Flugverkehr nach Südamerika Die Ltmtausch-Ladendiebin. Das Gericht sagt: ein Grenzfall. Der Unriausch-Ladendiebstahl ist wohl ein« seltene Abart des Ladendiebstahls. Der eigentliche Reiz besteht für die Warenhaus- ditbin weniger im Diebstahl, als im Umtausch des Ge stöhle- n e n. Und gerade diese letzte Prozedur wird für sie zum Verhängnis; das Stehlen erweist sich also weniger gefährlich al» das Umlauschen. Eine Vertreterin dieser sellenen Abart von Warenhausdiebstahl lerrrtz man vor dem Schöffengericht Charlottenburg in der Frau F. kennen. Sie lebt, wenn nicht gerade in guten, so doch in auskömmlichen Verhällnissen. Anfang der 40. nähert sie sich dem gefährlichen Alter: obgleich oerheiratet, ähnell sie mehr dem Typus der allen Jungfer: Kinder hat sie nicht: sie ist von Natur ver- schlössen, schwerblütig, liebt die Einsamkest und Friedhöfe, lebt neben ihrem Mann kall, gefühllos und unbesriedigt dahin. Ihre Besriedi- gung sucht und findet sie in anderen Dingen: sie hall sich ein reizen- des kleines Hündchen, das sie des öfteren abküßt: si« sammell Tüten, Kartons, Schnüre, ihre größte Leidenschaft aber ist das Tauschen. Letzteres betreibt sie mst allem Möglichen und mst jedem, der darauf eingeht. Im Jahre 1929 begann sie ein Kaufhaus im Westen heim- zusuchen. Si« stahl und tauschte das Gestohlene. Beim Stehlen hat man sie nie angetroffen: wohl war sie aber beim Umtauschen auf- gefallen. Das erstemal war es Material zu einem Gobelin im Werte von 89 M. Einen Kassenzettel besaß sie nicht. Die Kundin befinde sich i» Holland sagte sie. Die Detektioin ging ihf nach und stellte fest, daß sie Namen imi> Wohnung richtig angegeben halle. Etwa achtmal stieß die Detektwin in der nachfolgenden Zeit auf die verdächtige Dame. Jedespial machte sie sich so schnell wie möglich davon. Als dann eines Tages die Detektivin zum Abteilungsvorsteher aeruien wurde, sah sie sich zu chrer Ueberraschung wieder ihrer alten Be- kannten gegenüber: diese halle in wenigen Monaten etwa ein dutzendmal getäuscht, stets ohne Klassenzettel, immer umer anderen Namen und Adressen. Bei ihr zu Hause fand man einen Werkzeug- kästen, ein Hundehalsband, einen Eislösfel, einen Büstenhalter, Strumpfhalter und andere Kleinigkeiten mehr. Auch Stoffe und Kleidungsstücke,— die wollte sie aber auf normale Weise erworben haben. Das Warenhaus erstattete Strafanzeige wegen Diebstahls. Betnigs und Hausfriedensbruches. Auf den Hansfriedensbruch be- stand die Firma letzten Endes nicht. Sie einigte sich mit der Diebin oder vielmehr mst deren Verwandten, die sich bereit erklärten, an Stelle der geforderten 3000 M. 2000 M. zu zahlen. Auf welche Weise die Firma die 3000 M. zusammengerechnet hat, tonnte in der Ver- Zw Laufe dieses Jahres soll durch die Deutsche Luft- h a u s a der ständige Flugdienst zwischen Europa und Süd- a m e r i k a eröffnet werden. Zur Erhöhung der Sicherheit ist ge- plant, aus der Fahrtstrecke Schisssinseln zu stationieren. Bisher scheiterte die endgültige Lösung der ständigen Flug- Verbindung an der geringen Wirtschaftlichkeit. Direkte Flüge von Berlin, Paris oder einem portugiesischen Flughafen aus belasteten die Flugschifse und Flugboote so sehr mit Eigenballast, daß für wirtschaftliche Nutzlast kaum genügend Raum blieb. Flüge in Etappen über die Kanarischen und brasilianischen Inselgruppen änderten wenig, zumal ein anderer Faktor bei solchen Flugstrecken eine ungeheure Rolle spielt: die Sicherheit! Die Frage der Flug- sicherheit ist für den Passagier- und Frachtverkehr im Flugzeug von ausschlaggebender Bedeutung— besonders auf der Südameri karoute, deren Wetterlagen zyklonische Stürme, Regen- und Nebelböen nicht ausschließen. Nun hat in engster Zusammenarbest mit britischen und englischen Fluggesellschaften die Deutsche Lufthansa ein Projell aufgegriffen, das geeignet ist, die Flugsicherheit auf dieser Strecke so zu erhöhen, daß der ständige Flugverkehr zwischen Europa und Südamerika schon in diesem Jahre Wirklichkeit werden soll. Die Flugroute wird drei Etappen haben. Die e r st e Etappe gilt alz Festlandsflug, sie führt von Europa nach der asri- kanischen Küste zum Flughafen in Britisch-Gambia, der westlichsten Spitze des afrikanischen Erdteils. Die zweite Etappe führt Achtung! Achtung! Alle Genossinnen undGenossen gehen heute Sonntag, den 6. März, möglichst frühzeitig in den Lustgarten Abteilungsbanner und Fahnen, sowie die Sturmfahnen der Arbeitersportler und Arbeiterjugend müssen um 12 Uhr an der Rednertribüne zur Stelle sein. Geschlossener Anmarsch findet nur für das Reichsbanner statt. Partelveranstaltunqen fallen am Sonntag, soweit sie nicht vom Bezirksvorstand zugelassen sind, aus. direkt über den Ozean, zweitausend Kilometer über Wasser, bis zur Insel San Paul. Die dritte ist See- und Festlandsflug. Von San Paul über Fernando de NoronHa nach Natal, der östlichsten Spitze Südamerikas, und von dort an der Küste entlang nach Per- nambuco. Für die erste und dritte Etappe gibt es kaum noch wesentliche Schwierigkeiten. Anders auf der Seeflugstrecke. Rund 2000 Ki'omcter müssen hier durchflogen werden: ohne Landemög- lichkeiten, ohne die Möglichkeit der Betriebsstoffergänzung. Es handellc sich zuerst darum, einen Weg zu finden, diesen Seeweg zu „verkürzen", um die Nutzlast der Flugboote erhöhen und damit die Flüge erst rentabel machen zu können. Diese Voraussetzungen hat die Lufthansa geschaffen. Auf der Route der Seeflugstrecke werden ein oder auch mehrere Flugzeugmutterschiffe st a t i o n i e r t werden, die— schwimmende Verkehrsinseln— den Flugbooten größere Sicherheit und kürzere Etappen im Seeflug er- möglichen. Für die sichere Stationierung der schwimmenden Inseln, und zwar so, daß si« auch b«lm Versagen der Funk- pellung, bei schwierigem Wcller, durch die Flugzeuge sicher an- gesteuert werden können, gibt es noch keine Methode Zwar ist jedes Schiff durch eigene Maschinenkraft in der Lage, bestimmte See- Positionen zu halten oder sich bei Abdriften schnellstens wieder in Position zu bringen, aber der transozeanische Flugdienst erfordert außer Treibankern und relativer Maschinensteuerung doch noch andere Garantien für das sichere Aufsinden der Mullerschiffe, denn schon bei zwei Strich außer Kurs muß das Flugboot in wenig sichtigem Weller die Seestation verpassen Feste Verankerung der schwimmende» Verkehrsinsel ist bei der Beschaffenhell des Meeresgrundes und bei der vorherrschenden Tiefe in diesen Breiten ausgeschlossen. Mll den wenigen Flugzeugmutterschiffen der bri- tischen und amerikanischen Kriegsmarinen hat man noch nicht genügend Erfahrungen gesammelt, um eine allseitig befriedigende Lösung finden zu können. Wie dem aber auch sei: der atlantische Verkehr wird Tatsache werden. In naher Zukunft werden schwimmende Verkehrsinseln zwischen San Paul und den Kanarischen Inseln hin- und herpendeln, und der„braune Erdteil" wird um viele Tage näher an Europa gerückt werden, trotz der Last dieser Weltkrise, trotz großer technischer Hemmungen. Handlung trotz der größten Bemühungen des Vorsitzenden nicht fest- gestellt werden. Das, was bei der Angeklagten gefunden worden war, und was man ihr nachweisen konnte, machte nicht mehr als einige hundert Mark aus. Dr. Leppmann, der von einer Ersatzbefriedigung sprach, wollt« für Frau F. den Z 31 nicht gelten lassen, bloß eine stark verminderte Zurechnugsfähtgkeit. Das Gericht glaubte es mit einem Grenz fall zu tun zu haben und begnügte sich mit einer Geldstrafe von 100 M. Wildrenntiere im Zoo. Von Renntteren haben wir schon sell unserer frühesten Jugend gehört. Im Voltemunde nennt man diese Tiere zahme Renntier«. Sie werden oft in Tiergärten gezeigt. Wildrenntiere hin- gegen waren bislang noch nie in Gefangenschaft zu sehen. Für sie war dieser Winter ungünstig, bildete sich doch auf dem Schnee eine dünne Eisdecke, die brach, wenn die Renntiers sie betraten. Das nutzten die Fänger au» und singen an der rufsifch-finnischen Grenze aus einer Herd« von SO Stück sechs Jungtiere, und zwar 2 5)irsche und 4 Tiere. Die Gefangenen wurden nach Deutschland gebracht und ihr zukünftiges Lebensschicksal wird sein, dem harten Daseins- j kämpf entrückt, sich als Schautier« im Berliner Zoologischen Garten besehen zu lassen. Die Neuankömmlinge sollen das Gehege mll den Elchen teilen. Als sie zum erstenmal für kurze Augenblick« aus dem Stall gelassen wurden, standen die Renntiere starr wie eine Wand und sträubten die Haare. Als aber die Elche die Renntiere sahen, machte sich im selben Augenblick bei den mächtigen Tieren die Angriffslust bemerkbar. Sie sind durchaus nicht gewillt, einen Fremdling in ihrem Revier zu dulden. Ob die Ausgesetzten vor den Elchen be- sondere Angst hatten, konnte man nicht recht erkennen, war doch für die Renntiere alles fremd und alles neu. Die beiden Elchweiber jedoch gingen auf die Renntiere los und wollten sie treten. Der Bulle stand, ganz gespannte Aufmerksamkell, im Hintergrund und wollte ofsenbar erst als letzte Reserve in Aktion treten. Daran wurde er aber von den Wärtern gehindert und die Renntiere kamen wieder in den Stall. Doch wird dieses Schauspiel sich jetzt täglich wiederholen, bis die Tiere sich aneinander gewöhnt haben. Billiger Sonnlag im Zoo. Am heutigen Sonillag. 6. März, tostet der Eintritt in den Zoologischen Garten für Erwachsene nur 50 Pf., für Kinder 23 Pf.: dieselbe Ermäßigung gilt für das Aquarium. Ab 16 Uhr großes Konzert im Kaisersaol. Vergessenes wird versteigert. Einkauf und Börse derKleinuniernehmer. Es fummiert sich, was in den VerkehrsfahrzeuHen so stehen und liefen gelassen wird: die Versteigerung der Dczeinbersundsllikke umsaht die stattliche Zahl r>on Gegenständen, wobei die Wintersaison nicht annähernd an die Sommerzeit heranreichen soll, die den monatlichen Fundus mit etwa 1Z00V Stücken beziffert. In der Versteigerungshalle in der Luckenwalder Straße hat sich zahlreiches Publikum eingefunden, Männer und Frauen; diesmal, zur Freude des Auktionators, überwiegen die Männer, die seiner Meinung nach viel ruhiger und daher weit angenehmere Versteigerungsteilnehmer sind. Oer Auktionator besteigt den Tisch. Punkt 12 Uhr erklimmt der Auktionator den lange» Tisch, an dessen Rückseite gleichzeitig der Aufsichtsbeamte, die Schreiber und die Z u r e i ch e r ihre Plätze einnehmen. Immer mehr Besucher kommen herein, längst sind alle Bankreihen dicht besetzt und eine vielreihige Menschenmauer gruppiert sich um die Sitzenden. Was da scharf äugenden Blickes die Vorgänge bc- trachtet, das sind keine Versteigerungshyänen, die aus Langeweile und Sensationslust der Versteigerung beiwohnen das sind Menschen, die für ganz wenig Geld Sachen erstehen wollen, die sie zum Teil für sich selbst verwenden, zum Teil mit einem kleinen Nutzen an andere weiterverkaufen. Ueberraschungen, was man so einen „Treffer" nennt, sind nickst darunter, darum heißt auch das erste Gebot, das der Mann vom hohen Picdestal verkündet: Die Sachen sind zumeist defekt, es wird daher keinerlei Garantie übernommen, die Versteigerung ist freiwillig und erfolgt nur gegen Barkauf. Die Schirme gehen am besten. Das Hauptobjekt'menschlicher Vergeßlichkeit ist und bleibt der Regenschirm und so ist es nicht weiter verwunderlich, daß sich auf dem Auktionstisch hunderte von Schirmen, gebündelt zu zehn und fünf Stück, türmen. Das Käuferintcresse ist hier sehr rege, es werden Preise zwischen 3 M. und 7 M. für ein Schirmbündel erzielt, bessere Einzelstücke bringen ungefähr dieselben Preise. Da sitzt vor mir ein Mann, vielbestaunt und beneidet von der ganzen Nachbarschaft, er hat schon weit über hundert Schirm« eingehandelt, die ganze Sitzreihe nehmen seine zahlreichen Äauf- objekte schon fast in Anspruch. Ein anderer, der sich mit einem lü-Schirm-Bündel begnügte, prüft fachmännisch jedes einzelne Stück, wobei er allerhand größere oder geringere Verfalls- erjcheinungen feststellt-, im großen und ganzen ist er aber mit seinem Kauf zufrieden, was aus seinen Worten hervorgeht:„Ach, dos kriegen, wir schon!"„Sie sind gewiß Schirmmacher?" frage ich ihn, worauf ich zur Antwort erhalte:„Das nicht, aber Maschinen- bau er!" Mein entgeistertes Gesicht versucht er wieder in normale Form zu bekommen, indem er meint:„Ja, heute muß man alles können, wie soll man sich sonst ein paar Groschen verdienen." Meine Nachbarin rechts ist etwas nervös, weil sie stets und immer mit ihren Preisangeboten übertrumpft wurde, inzwffchen sind die Schirm« olle geworden, nun will sie endlich, daß auch einmal bei ihrem Angebot der Hammer auf den Tisch falle. Sie ersteht in der weiteren Folge ein Bündel mit zehn Kinder- m ü tz ch e n. Sie nestelt das Paket auf, aber zugleich malt sich arge Enttäuschung in ihren Zügen: sie Hot scheinbar nicht gut gekaust und bereut schon ihre verausgabten 1,20 M Durch ihren Monolog ist eine andere Lesuchcrin aufmerksam geworden, mm wühlen vier Frauenhände in dem Packen, die Vordere ersteht einig« Mützchen sür einige Groschen. Zwei packt die Frau selbst in ihre Einkaufstasche, die anderen wirst sie aus den Fußboden. Aber gleich ist sie wieder ganz Auge und Ohr für das, was da vorne vor sich geht. Nach den Schirmen kommen einzelne Männer- und Frouenkleidungsftücke, Schuhe, ein Korb voll Kragen und Schlipse geht sür HO Pf. an den Meistbietenden weg, 'Aktentaschen, Handkoffer, Stöcke. Handschuhe Schals, Spielsachen. alles findet seinen Käufer: nur ein Posten macht Bedenken wegen der Eigenart seiner Materie: ein Glas mit präparierten Gift- schlangen. Nachdem aber Nachfrage und Preis gering sein dürften, wird sich auch dafür ein Liebhabar finden. Nahrungsmittel werden naturgemäß nicht bis zum Lersteigerungstermin aufbewahrt und der vergessene Weihnachtsschinten, wie das Festtagshuhn fanden durch Anschlag rasch chren Käufer: der Verlierer des Schinkens war hocherfreut, statt des unbrauchbar gewordenen Fleisches einen Taler, den Versteigerungserlös, zu erhalten. Liegengebliebene Stullen werden in Körben gesammelt und ganz billig als hllhnerfutter abgegeben. 6000 neue Zahnärzte. Tagung des Zieichsverbandes der KrankentassewZahnärzte. Der Reichsoerband der Deutschen Krankenkassen- Zahnärzte hielt kürzlich eine Tagung ab, in der der Vorsitzende Dr. Alexander Drucker das Hauptreferat hielt. Dr. Drucker wies zunächst auf die Schwierigkeiten hin, die sich dem Aufbau einer Organisation von Akademikern entgegenstellten. Er erwähnte, daß in immer weiteren Kreisen der Widerstand gegen die Monopol- stellung des sogenannten Nürnberger Zahnärzteverbandcs zu wachsen beginn«. Die Propaganda dieses Verbandes für die freie Arztwahl habe dazu geführt, daß in absehbarer Zeit 6000 neue Zahnärzte auf die Versicherten— die Privatpraxis ist heute minimal— losgelassen werden. Zu welch grotesken Zuständen die freie Zahnärztewahl führt, beweist die Betriebskrankcnkasse Ambi- Budd, die bei früher 3400 Mitgliedern 1100 Zahnärzte und 100 Dentisten zugelassen hatte. Nachdem jetzt die Mitgliederzahl auf 1100 gesunken ist, Hot sozusagen jedes Mitglied seinen eigenen Zahnarzt. Aber auch bei den Ersatzkasscn gehört die frei« Zahn- ärztewahl der Vergangenheit an. Die Forderungen auf Neu- Zulassung seien in der heutigen Zeit des Mitgliederschwunds bei den Krankenkassen nur eine Umschreibung für eine planlose freie Arzt- wähl. Er steht auf dem Standpunkt, daß die Berhältniszahl 1 Zahnarzt auf 700 Mitglieder den Bedürfnissen entspricht. Zur Besserung der zahnärzllichen Leistungen und zur Vermeidung einer Ueberschreitung sind für die Großstädte Vertrauenszahnärzte, für Klein- und Mittelstädte regelmäßige Nachuntersuchungen und Stich- proben bei den Behandelten notwendig. Als Vertreter des Hauptverbandes Deutscher Krankenkassen sprach Geschäftsführer Schellhammer. Er betont« den Wunsch nach Frieden und guter Zusammenarbeit mit den Zohnärztever- bänden und sagte, daß der Zweck eines Kampfes immer eine spätere Verständigung sein müsse. Von besonderer Bedeutung sür die Zukunft sind die Erklärungen de« haupwerbandes, daß er bei den kommenden Verhandlungen für die Beteiligung aller zahnärztlichen Verbände und auch der Technikerorganisationen an den Beratungen im Interesse der Volksgesundheit eintreten würde. Lamm von den kaufmännischen Berusstr.ankenkassen erwähnte, daß seine Organisation 10 bis 12 Prozent arbeitsloser Mitglieder habe, uiid daß durch die dauernden Gehaltskürzungen die Ein- nahmen ständig sänken. Der letzte Redner des Tages, herz vom Deutschen Beamtenwirtschaftsbund, der mit Wi Millionen Mit- glildern und, einschließlich der Familienangehörigen, ungefähr 4 Millionen Menschen umsaßt, wandte sich gegen eine Monopol!- sierung der zahnärztlichen Behandlung und betonte, daß die Zu- geHörigkeit zu einem wirtschaftlichen Verband noch keine besondere Leistungsfähigkeit bedeute Ztadou am Wedöing. Kommunistische Trupps von etwa 100 bis 2 00 Mann ver- suchten in den gestrigen Abendstunden an verschiedenen Stellen aui dem Wedding zu demonstrieren. Da mit Zwischenfällen gerechnet werden mußte, wurden vom Kommando der Schutzpolizie größere Bereitschaften eingesetzt. In der P r i n z- E u g e n- S t r a ß e am Leopoldplatz am U-Bahnhof Scestraße und in der Um- gobung der Kösliner Straße räumte die Polizei mehrnuls die Straßen. Es erfolgten eine Reihe von Festnahmen. Zu ern- steren Zwischenfällen ist es nirgends gekommen. -i- Beim Verteilen von Flugblättern wurde gestern der Reichsbannermann Paul B. in der Elsenstraße in Neukölln von 8 Kommunisten Übersalle n. B. setzte sich zur Wehr, mußte aber schließlich vor der Uebermacht in ein 5)aus flüchten. Die kommunistischen Banditen verfolgten den Reichs- bannermann, dem es schließlich gelang, sich in einem Lokal in Sicherheit zu bringen. Das inzwischen alarmierte Ueberfallkom- mando nahm drei der Angreifer' fest, die übrigen Wegelagerer flüchteten und entkamen. Deutscher Dampfer aufgelaufen. Der deutsche Dampfer„Bayern" ist auf der Reise noch Buenos Aires beim Haseneingang von L c i x o«» aus einen Felsen aufgelaufen. Schlepper sind zur Hilfeleistung abgegangen. Zirkus Busch kann auch im März wieder mit einem recht gutrn artistischen Programm aufwarten. Die Glanznummer des Abend.. sind 8 Urmanns mit einem iabechaflen Kreuzflugatt. Diese ganze Nummer ist«in einziges Saltoschlagen, Umherwersen und Fangen wirbelnder Menscheuleiber hoch oben unter der Zirkus- kuppel. Jockei Erik Hubert und Partner zeigen ein halsbrecherisches Pferderennen. Miß M u r i e l ist lebendigstes Quecksilber und außerdem ein musikalisches Genie. Sämtliche nur denkbaren Musik- inslrumente spielt sie selbst, außerdem dirigiert sie ihre eigene Kapelle und findet zwischenein noch Zeit, mit Eleganz und Routine zu tanzen. Sehr lustige Leute sind K u ck i, langer Emil und Klein-Carlo, die mit neuen Clownspäßen alle Lacher auf ihrer Seile haben. Zuletzt eine sehr bunte Manegenschau:„Ein Aden- teuer in Afrika." Dos Wesentlichste und Schönste an der ganzen Schau sind die exotischen Tiere: Elefanten, Kamele, Zebras usw. Im Rohmen der Handlung produzieren sich Feuerschlucker, Schlangentänzerinnen und farbenfrohe Balletts und waghalsige Reiter. . i!.!. Leipziger Str.(Versand-Abt.) Königstr. Rosenthalcr Str. Moritzplatz *»• ••• <• i:�v. V Mode-Vorführung vom 14 bis 16. März, nachmiff. 5 Uhr, im Restaurant Leipziger Platz Einlaßkarten ä 1.50 einschließlich Gedeck an den Kassen Kleider• Stoffe und Damen• Kleidung Kleider- u. Seidenstoffe Frühjahrs-Neuheiten Besonders billige Preise Woll-Crfipe de Chine moderne Farben, Meter 98 Pf. Frisella reine Wolle der Modestoff für das Frühjahr 1.65 Afghalalne perle guiereinwoILQualit., ca.l30br. 2.95 120 125 Woll-Tüll � gewebt, die grobe Mode, in T«« allen alduellen Farben, Meter I/O Phantasie-Streifen aparte Kleider-Neuheit, Meter Woll-Mussclin bedruckt......... Meter Iso Woll-Mussclin neue Punktmustcr... Meter Bajadere-Streifen Ä der fesche Kombinationsstoff, mte Meter dL40 ReinwolL Shctland � für den Frühjahrsmantel, qa ca. 140 cm breit.... Meier SfU Afghalaine reinwollene Qualität für Kleider m und Komplets, ca. 150 cm breit, mte Meter Feinfarb. Kunstseide für Wüsche und Kleider, Meter Satin brillant Kunstseide, mit modernen Druckmustern...... 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Der jegt vorliegende Geschäftsbericht für das Jahr 1931 lann mit Stolz berichten, daß am 13. Juli die Arbeiterbank fast als einzige Deutfchlands unbeschränkt ausgezahlt hat, daß sie auch in den Uebergangswochen den Einlegern viel weiter entgegenkam als andere Banken, daß bei den gewährten Krediten keine Verluste eingetreten sind, daß insgesamt Ueberschüsse erzielt worden sind wie in normalen Jahren. Die Einleger der Arbeiterbank hätten es keinen Augen' blick nötig gehabt, sich um die Sicherheit ihrer Gelder Sorge zu machen. Natürlich sind die Gefamteinlagen der Arbeiterbank im Jahre 1931 gesunken. Die Gewerkschaften hatten viel Unterstützungen auszuzahlen, die Einleger selbst hatten größeren Bedarf, so daß die Einzahlungen hinter den Auszahlungen zuriktbleiben mußten. Aber an der Sicherheit und sofortigen Greisbarkeit der Gelder hat sich auch bis zum Jahresende nichts geändert. Im Geschäfts- bcricht der Arbeiterbant stehen folgende Sätze: Dank der Politik weitgehender Liquidität. die unser Zuslilut von allem Anfang an betrieben hat. war die Mobilisierung ohne Schwierigkeilen möglich, zumal es in gleicher Zeil gelang, die AußeostZude nicht unwesentlich zu vermioderu. Sehr günstig wirkte sich die hohe Liquidität des Institute» au dem lrilifcheu 13. Juli 1931 au», an dem wir ohne jede Einschränkung alle wünsche der Eiulegerschoft befriedigen konnten. Diese Tatsache sowie die den Znler- essen der Kundschaft angepaßte weitherzige Handhabung der Ueber- lcitunasvorschriften In den solgeode« Wochen hat wesentlich dazu beigetragen, das vertrauen der Kundschaft zu unserem Institut nicht nur zu erhalten, sondern weiter zu stärken. Es war in- solgedesseu auch ein vergebliche» Bemühen der rewerkschaflsfeludlicheu Kreis«, in prefleverössenl- lilsmngen und In Versammlungen durch Verbreitung falscher Vach- rlchien AUHlrauen gegen die Arbeiterbauk zu wecken. Alle diese vemühungen scheiterten an dem gesunden Sinn der Sundschaft, die sich durch die eigenen Erfahruvgeu genügend Klarheit geschaffen hatte, daß dt« Arbeiterbank auch in der Krisenzeit durchaus fest und sicher da st eh k. wir können seftstelleu. daß im allgemeinen die Abhebungen bei dem Institut lediglich auf echteu Geldbedarf, nicht aber aus Ver- lrauensmluderuugeu beruhen." An, der vermögeosbilanz ergibt sich, daß die Einlagen von 157L durch den Gewerkschafts- und Kundeobedarf "karr zurückgegangen find. auf 135,3 Millionen Mar Fast die hälsie der erfolgten Rückzahlungen konnte aus der Ein- Ziehung ausgeliehener Kredite finanziert werden;«in Verhältnis, wie es bei keiner anderen Berliner Bank festzustellen ist. Die ausstehenden Forderungen sind von S9,S aus 86,7 Mll- lionen Mark zurückgegangen. Natürlich mußten auch die Gut- haben bei anderen Banken verkürzt werden. Sie sind gegenüber dem Vorjahr von 58,7 auf 38,4 Millionen Mark zurück- gegangen. Davon sind 74 Proz. bei öffentlichen, 26 Proz. Groß- und ersten Privatbanken angelegt. Die übrigen flüssigen Mittel, die sofort greifbar sind, würden gegenüber dem Borjahr um 5,67 Millionen Mark erhöht, so baß gegenüber den verringerten Einlagen die Zahlungsbereitschaft auch jetzt wieder außerordentlich günstig ist. Die Arbeiterbank hat in ihren Wertpapieren, in denen Spargelder angelegt sind, überhaupt keine Aktien, sondern nur festverzinsliche Goldpapiere. Auf diese Goldpapiere(Pfandbriefe und Kommunalschuldoerschreibungen) hat das vergangene Jahr natürlich Kursverluste gebracht. Die Arbeiterbant hat aber den Wert dieser Paiere in der Bilanz(885 Millionen Mark Pfand- briefe und Schuldverschreibungen und 2,18 Millionen Mark noch nicht verkaufte Anleihebestände) noch west unter den amtlichen Bilanzkursen eingesetzt, so daß die Kurse weiter fallen dürfen, bevor«in Verlust eintreten kann. Es wird keine Bank in Berlin geben, die wie die Arbeiterbank von sich sagen kann, daß sie eigenenAtzeptzurBeschafsungvonAuszahlungs- geldern im ganzen Jahr« 1S81 nicht nötig hatte. Ave Gewinne dienen der Sicherheit der Einlagen. Die Arbeiterbank zeigt für Ende 1931 offen nur einen Gewinn von 583 900 Mark. Tatsächlich waren die Gewinns erheblich höher. Sie waren größer als jene 2,14 Millionen Ueber- schüsie, die für das Jahr 1930 ausgewiesen worden sind. Im Geschäftsbericht heißt es darüber: Das Gewinnergebnis des Jahres 1931 ist an sich wesentlich günstiger, als es nach den Zahlen der Gewinn- und Verlust- rechrnmg erscheint. Selbst nach den— wie oben bemerkt— recht beträchtlichen Abschreibungen auf die eigenen Effekten ist der tat- sächlich vorhandene Ueberschuß durchaus vergleichbar mit den Zahlen des Vorjahres.(2,14 Millionen Mark. D. R) Wir haben aber im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat es für zweckmäßig erachtet, in diesem Jahr« besonders auf die inner« Stärkung des Institutes Bedacht zu nehmen und infolgedesien«ins sehr erhebliche Rückstellung vorgenommen. Wir glauben damit den Interessen sowohl der 2lktionäre als auch der gesamten Kundschaft am meisten zu dienen. Infolgedessen erscheint ein Gesamtgewinn mst nur rund 583000 Mark. Obwohl dieser Gewinn immer noch dazu ausreichen würde, eine den Zeilverhäll nlssen angemessene Dividende den IlkUonären zur Verfügung zu stellen, bitten wir doch, eben im Sinn eioer möglichst weiigehevden inneren Stärkung von einer Gewinuausschülluag in diesem Iahre Abstand zu nehmen und schlagen vor. den Gesamtgewinn aus neue Rechnung vorzutragen." Wegen dieser großen Rückstellungen erscheinen die Gesamtem- nahmen mit 3,46 gegen 5,37 Millionen Mark geringer Die Handlungsunkosten sind von 2,28 aus 2,24 Millionen Mark zurückgegangen, und zwar obwohl nach der Einführung der Vierzig- stundenwoche— die Arbeiterbank steht unter den Banken auch mü dieser Maßnahme fast allein da— die Zahl der B e s ch ä s t l g t e n von 215 auf 231 Personen gestiegen ist. Unter den Handlung?- Unkosten befinden sich auch Gesamtoergütungen an den Vorstand im Betrage von 110 000 Mark, die für das laufende Jahr 1932 nach den vorgenommenen Gehaltskürzungen ebenfalls erbeblüh niedriger sein werden. Für den A u f s i ch t s r a t sind Gesamt- kosten von 9 061,62 Mark in diesem Betrage enthalten. Der Auf- stchtsrat ist ehrenamtlich tätig, Tantiemen werden ihm ebenso wie dem Vorstand nicht gezahlt. Der Aussichtsrat erhält lediglich Ersatz der Barauslagen in Form der Erstattung von Reisekosten und Tagegelder für die Sitzungen. Der Vorsitzende des Aufsicht?- rats bekommt eine Aufwandsentschädigung. Die Steuern sind von 0,95 aus 0,63 Millionen Mark gesunken. Im Bericht ist schon gesagt, daß die Arbeiterbank eine der Zeit entsprechende Dividende hätte zahlen können, auch nachdem Millionenbeträge schon zurückgestellt waren. Sie hätte 4 Proz. Dividende ebenso und noch leichter zahlen können als die Reichs- kredit A.-G. und die Berliner Handelsgesellschaft. Aber wie die Geschäftspolitik der Arbeiterbank von jeher nur auf die Sicherheit der eingelegten Gelder eingestellt war, so will die Arbeiterbank im Einverständnis mit ihren Aktionären, den Verbänden der freien Gc- werkschaften, auch für die Sicherheit der Einleger alle Ueberschüsse bereitstellen, bis wieder bessere Zeiten kommen. Nur aus diesem Grunde wird aus die Ausschüttung einer Dividende verzichtet. Um der Vollständigkeit halber seien noch einige Daten aus dem Geschäftsbericht nachgetragen: Der Gesamtumsatz hat sich von 3,36 aus 3,07 Milliarden Mark verringert. Der Fllialapparat außer- halb Berlins wurde durch Einrichtung selbständiger Zahl- stellen in Dortmund und in Lübeck erweitert: im Februar 1932 kam eine weitere Zahlstelle in Le i p z i g hinzu. Die Mit- Wirkung bei der Finanzierung des Wohnungsbaues ging durch den allgemeinen Rückschritt im Bau von Wohnungen natür- licherweise zurück. 1931 wurden nur noch für 2910 Wohmmgen Zwischenkredite gegeben statt für 10 000 Wohnungen im Jahre 1930. Der Eindruck, den die Oeffentlichretl aus der Tätigkeit der Arbeiterbank im Sturmjahr 1931 gewinnen muß, ist in hohem Maße erfreulich. Die Arbeiterbank hat im Iahre 1931 ihr Ansehen noch vermehrt. Die organisterle Arbeiterschaft kann stolz aus ihr Bavk- institul sein und ihm weiterhin unbeschränktes vertrauen schenken. Die Getreide-Krrditbank-A.-G., die zum Schultheiß- Patzenhofer- Konzern gehört und an der wegen der mit den Ostgebieten bestehenden Geschäftebeziehungen auck die Rentenbank- Kreditanstalt und die Getreide-Industrie- und Kommisflons-A.-G. betelligt sirtd, verteilt auf ihr 35-MiMonen-Kapital eine Dividende von 6 gegenüber 8 Proz. im Vorjahr. IS" k biWiger ■«Zern Maße. , 0r»M»MWMW»»Mb»WWWtMWWM�M»MnaaaMWeMMMDWM�M»Wa�W AI« Tagesordnnna ist narncscben! 1831 und der Abbau der Laienriilller. .Die Roinrrordnna»»a« 8. Dezember �W>MW»WW WM Da, einleitende Referat wird Herr Rechlaanwalt Dr. Alired Michallis.Tbarlottenbnra b-lten, dem(Ich Erklärungen der Vertreter der Rielernerbände anschließen werden. Den Deisinern wird-ine Entschließung zur Annahme uarqeschlaqen werdrn, die den zusinndiaen Stellea übermittelt werden soll. Beginn aller Beranstaltungen IS'/a Nhr. sofern keine besondere Zeitangabe! Heule. Sonnlag, S. März: 3. Krri«. Achtung! Heute pünktlich 8 Uhr früh In der Endiner Str. t» Sitzung de, ftreionorstande, mit den Adieilung,leitern. l». Kreis. Abfahrt zur Lustgarten-Kundgebung ll.3« Uhr ab Friedrich�age», 11.38 Uhr ad Köpenick und Sp>ndler»seld. 83. Abt. 17 Uhr im Heim Kanner Str. 42„Bunter EUernadead der Kinder» sreunde". Alle Parteimitglleder find hierzu eingeladen. Eintritt frei. 188. Abt. Tresfpnnkt zur Lnstgarten.Kuudgrbung f. 18.«reis. 12«. Abt. Tresspnnll zur Lustgerten- Kundgebung 11.38 Uhr Bahnhof Mahlodarf. -I- 13. Abt. Die itunkiionärstßung fällt aus. Die Mitgiiederpersanrmlung findet am Mittwoch. 8. März. 20 Uhr, In den Arminins-Sallen. Bremer Straße, stall Referent und Tagesordnung werden noch bekanntgegeben. Morgen, Monkag. 7. März: 1. Kre!,. Sitzung des erweiterlen Kreisoarsiandes an bekannter Stelle. «. Krei«. Sitzung des engere» Kreisvorstandes mit den Abteilungsleitern. Achtung! Der Arcisvertrclcriag iindct nicht am 21. und 2S. März, sondern am Sonntag, 28. März, früh 8 Uhr. iin Garicnsaal des Saalboucs Friedrichs- Hain statt. Krei». Pünktlich 18 Uhr Abteilungsleiter im Parteibüro. Krei». Kreisvorstantssitzung an bekannter Stelle. Krei». Wichtige Kreisvorstandosttzung in Köpenick. Schloßsiraße 27. Kreis, tircisperlrctcrtan an t>eka»nter Stell«. Der rngerc Kreisoorstand und die 1. Abieilunasleiter treffen sich eine halb« Stunde früher. Kreis. Kursus der Keuossin Wurm.Agrarfrage und Sozialdemokratie" In der Weißcnsecr weltlichen Schule. Um den vorherigen ausgefallenen Abend ----�-uholeii, dcgincn alle Abcnde in Zukunft nicht um 20, sondern schon 9» i Uhr. 20 Uhr bei Lukaschewski, Seorgenkirchstr. S», Funkttonärsitzung. ffuntiionärsiiiung bei Bärwalde, Schlegelftr. 8. "n Krtl<=;*«ivtmt>43tir 5(vi �unktinärsl�img. ..- Putbusscr Sir. 11. ___________________._________ sunder Stt. 11. .ruvtiionärsitzi-ng bei Kinzel, Usedomslr. 22. ssunitionärsitzung bei Dose, Nordhafcn 8. Funktionärsitznng bei Schade, Köslincr Str. 8. Auch die Stellvertreter -- O fafll 7. 8. 1«. 13. 16. 17. 18. IUI! Abt. Abt. Abt. Abt. Abt. Abt. Abt. Abt. müssen erscheinen.— Die Zahlabende am 8. März fallen ___________■.... zugunsten »Siserncn-Fiont"-K»ndg»bung ans. Alle Parlcimiiglicder delriligen an dieser Peranstaltung. Abi. Funkttonarsitzung bei Schrcpel, Erünihalcr Str. 13. Abt. 20 Uhr bei Pose,«oloniestr. 13. Tunkiionärsitzung. Abt. flunttionärützung an bekannter Stelle. Abt. Funktiav""' der Akiteilung......—_______ UMMMMM der Hochschulbrauerei. Die Zabladendc fallen in dieiem Monat aus. Abt. Funktionärsttzuug bei Hetbutzki. VI Uhr ssunttionarsißung mit den Kreisverirrtern bei Kromvhardt, 8. Die Mitgliedsbücher sind mitzubringen. ung Linbenstraße 3. Abrechnung. ________ Jung um 28 Uhr bei»eufilcr, Sageiberger Straße. tionärsitzung bei Wiersdorf. Urbanstr. 8. Abt. � WM.......------ J � I MW Abt. 1» Uhr Poritandssitzung. Luiienufer«. Abt. 20 Uhr bei Lchmain«. Kaiier-Wichelm-Str. 28�1, wichtig« Bezirk». fllhrerbesprechung. Ausgab« der Flugblätter. Abt. jhunktionärsitznug bei ZieeSnger, Bismarckstr. 18. Abt. 20 Uhr irunktionärsitznug bei Schräder, Stcinmetzstr. 32. Abt. 28 Uhr tu der Hallo am Hufeisen Funktionärsttzuug. II» 28. 22. 23. 34. 33. «8. 12. i. nnnruonarntzung an oeranulcr>---- I. FunktiouärNtzung bei Grunewald. Kameruner Str. 18. Die Mitglieder Abtciluiia gehen am Dienstag alle zur öffentlichen Kundgebung nach Abt. »1. »«. «tz. Abt. 20 Ubr wicht i« Funktionärsitzung bei Krepp. «7.»bt. 28 Uhr Funitionärsitzung. «.»bt. 1» Uhr Poritandssitzunz, 28 Uhr Funktto Funktionär sitz ung bei Laudahn. Dienstag, 8. März: 2. Krei». Sreisvertreierversammkung Hiß Uhr In den Arminiushallen. Die Parteimitglieder müssen unbedingt die Wählerlisten einsehen. ,«. Krei«. 17 Uhr Zusammenkuust der ecwcr»»Ios-i> Parteimitglieder» i cht in der Pasteurstraße. sondern im Alteroheim Dauziger Str. 62. Ref. Gen. Stößinger:.Wie stehen wir zur Außenpolitik?" Unterhaltung: Arbeiter» dichtung und Arbeiierlieiee. 3. Kreis. Äebeiterwahlfahet. Zusammenkunft der erwerbslosen Parteimitglieder im Heim Tilstter Str. 4/5 ab 15 Uhr. Hanz Adler:..Wirrschaftspolttische Inforazation." Anschließend ttzesangsooriräge des Genosse» Kleewitz. 7. Kreis. Sitzung des«ngkren Vorstandes mit den Abteilungsleitern I8V2 Uhr int Türkischen gelt, Berliner Str. 33. 1«. Kreis. 13 Uhr Zusammenkunft der erwerbslosen Parteimitglieder im Jugend. beim Kannerstr. 42. Geiwssin Räder-Broßmänn:„Christeniuni und Sozia. Iismus." IS. Krei». 20 Uhr Kroisvorstandssitzung bei Gallas. 24a Abt. Funktionärsitzung bei Fleischer. Garmen-Soloa- Ecke Eubitzstraße.— Mittwoch, 8, März, 1. Gruppe(Balkan) bei Wcnzke, Ref. Ken. Laasch; 2. Gruppe(Carl Legieu) im„Hcrmännoheim". Gen. Bietor Schiff:„Präsi. dentcnwabl." 31. Abt. 28 Uhr Funktionärsitzung an bekannter Strll«. Abteilungsleiter eine Stunde früher. 41.«bt. 20 Ubr bei Schult. Martendorfer Str. 3. Funkttonärversammlung. Bezlrksaussdinft Ifir Ar betlerwohlfahri Berlin Am �Vontas:. dem 7« Märe I92£*5. 20 Uhr. Im Rathaus �'euhöl'n. Berliner Straße« Bexlrkaverordnetensaal FunMionärKonferenz Gen. Brsrnwe vom Landesarbeitsamt Brandenburg spricht übet „Freiwilliger Arbeitsdienst.** Jeder Funktionär, der Im Besitze der blauen Funklionärkarte der Afbeitetwohlfahrll932 Ist, hat Zutritt mit gleichlautendem Parteibuch 68. 78. 85. 98. 106. 136. 1. 2. 8. 4. t. 6. » 18. 11. 26. 28. 28. 81. 44. 52. 5«. 53. 5«. Abt. 20 Uhr bei Kulla. Laubenburger Str. 21, Mitglieberpersammliing. Robert Breuer:..Rcichspräsidenlenwablen." Abt. 28 Uhr bei Retmann, Sedanstr. 17, Zusammenkunft der sllngercn Porteirnitglieder. Dr. Han» Cohn:.Da» öeidrlberger Programm. Abt. Mitgliederversammlung Im Lokal Iägerstr. 8. Karl Drcssel:„Die Bedeutung der beporstehenden politischen Entscheidungen." Abt. Wichtige Funktionärsitzung bci Teich, Knesebcckstr. 133. und 108.1 Abt. Eliernoersaminlung der Äinderfrcunde lO'r Uhr im Stadt- theater, Bereinszioimcr. Do» Erscheinen aller Eltern ist unbedingt not- wendig. Gäste herzlich willkommen. Abt. Borstandositzung mit den Bezirksfllhrern bei Klehne. ZNikgiiederversammiungen Miliwoch, S. März: Abt. Im Sackeschen Hof, Rosenthaler Etr. 40/4L Nora Henke:„Reichs. Präsidentenwahl.� «bt. Bei Lohann, Brüdcrstr. 1«, Fellr Fllgg:.Finanz, und Wirtschofto» skandale." Abt. Im Saal l des Gcwerkschaftshause», Engelufer 24/23, Albert Falken» berg:„ReichopräsidrutenwahL" Abt. Im Belvedcrc, Alexanderstr. 21, Dr. Ernst Bock:.Reichspräsidenten» wähl." Abt. Jni Rosenthaler Hof, Roscntlmler Stt. 11/12, Emil Barth:.Politisch« Lage und Reichsvräsidentenwahl." Abt. Bei Bartholome, Schwedt«! Str. 254,, Eduard Zachert, M. d. L.: „Wen wählen wir?" Abt. Im Kegicr-Eck, Luitzowstr. 146, Franz Künstler, M. d. R.:„Wehrfragr und Abrüstung." Abt. Im Patzenhofcr, Turatsh. 28, Mar Glllmciftet:.Reichsprästdentrn» wähl." Abt. Bei Scholz, Levctzowstr. 2l, Ref. Bernhard Gäring. Abi. Bei Brinlich. Weißrnburgrr Stt. 1. Mar Heodemann:„Reichs- Präsidenten wahll" Abt. Achtung! neue» Lokal! In den Berolina-Fostsäleu, Schönhauser Allee 28, Theodor Haubach:.Unser Kampf NM Preußen." Die Bezirks- iührcr laden«in. Abt. Im Allersheim, Danziger Skr. 62, Gotilird Reese:.Völkerbund und Abrüswng." Abt. 20 Uhr in der Schulaula öchänfließer Etr. 7. Paul Eckert:„Wahlen de» Reichspräsidenten und zum Landtag." Abt. In ber Schulanla. Moriannenstr.«7, Karl Kctzfchpld:„Die Reich», Präsidentenwahl." «bt. 20 Ubr bei Koffke. Kaiserin-Auausta-Alle« 81. Dr. Fritz Dobefw«. Dziabeck:„Unser wirtscharir politischeo Attionsprogramm." Abt. Di« stablabend« fallen aus. Dafür im Jugendheim, Rostnenstr. 4. Mitgliederoeriammluna. Abt. 28 Uhr im Türkischen gelt. Berliner Str. 33, Dr. Julius Moses:„Wen wählen wir?" Abt. 20 Uhr im Rankshans, Ranke str. 4, Anna Seher:„Die nächsten Auf. gaben der Partei." »4. 81. »6. 101. 18«. 183. 106. 187. 108a 108. 118. III. 121. 122a 123* 125. 127. 128. 132. 137. 138. 14«. 141. 143. 1. 5. 7. 117. 139. »bt. 90 Ilhr im Reuen Ratskeller, Spandau(Raihau-r), Mlhclm Tieigens: „Die Borgänge im Fernen Osten." Abt. 20 Uhr im Bahnhofsrestaurant Wurzbacher, Rud. Lengersdvrf:„Der Reichspräsident in der Verfassung." Abt. 28 Uhr bei Sandmann. Westfälisch- Sir. 42. Refcrenttn Dr. S. Weg» stheider, M. d. 2.:„Die politisch« Lage." Abt. 28 Uhr bei Lau, Hiidegardsir. Thema:„Reichspräsidentenwahl." Abt. 28 Uhr im„Deutschen Saus", Breit« Sir. 34, Dr. Norbert Marx: JBen wählen wir?"__. Abt. Im Helmholtz-Gomnasium. Rubensstratze, Stadtrat Karl Schneider: „Wir und die Reichspräsidenienwahl." «bt. 20 Ubr in Lehmanns F-stsälen, Lankwitz, Kaiser-Wilhelm-Stt. 2»-3l, Gen.«chliinine vom ADEB.:„Aktive Wirtlchgfispoiitik." Abt. Im Lokal„B°rgschloßhöha". Karlsgartenftr. S— 11, Robert Breuer: .Rcidispräsidentenwohl." Abt. In Meisols Festsälen, Ionasstr. 23, Rektor W. Fischer:„Wen wählen wir?" Abt. Im früheren Rennbahnlokal George statt der Kahlabende Mitgliederversammlung. Georg Madcrbolz. M. d. L.:„Wen wählen wir?" Die Kahl» abend« finden am 16. Mär, stakt. «bt. Bei«ubat, Brückenstr. 13, Stadt Earl Wermuth:„Reichsprästdenten- ahl." Abt. 20 Uhr im Raiskeller, Bismarckstr. 38. ist""" _________.. Reichspräsidentenwahl und Partei." Reserentin Luise Kähler, M. d. L. Abt. In der Autoklause. Friedrchsttaße.„Poll Loge Suropas und Wirtschaft. liche Lage Deutschlands." Ref. Gen. Furiwängler. «bt. 20 Uhr im Gemcinschafishaus.„Reichspräsidentenwahl und Partei." Res. Ernst Hildebrandi. «bt. In der 0. Bolksschule, Borgmannstr. 2/3..R-idispräsidentenwahI." Ref. Wolfaang Schwarz m 20 Uhr---- im Stadttheoier am Marktplatz.„Kamps NM Preußen." Ref. Abt. ,,__________ HW> Jürgen Iürgense». R. d. L. Abt. 28 Uhr bei Werner, Köpenickcr Sir. 123. Dr. Salomon Ediwarz. «bt. Bei Heimann. Walkersdorfcr Etr. 188.„Arbeiisbeschafsungsprogromm/ Ref. Dr. Hans Cohn. Abt. An bekannter Stelle.„Politische Lage." M. d. L. Abt. 28 Uhr bei Kindschcr, Kopenicker Str. 163/167.„Grundlagen neuer Erziehung." Ref. Dr. Walter«ratz. Abt. 20 Uhr in der„Schützenklause", Kämpfen." Ref. Paul Iippell «dt. 20 Uhr im Lokal.�ui die. Stellung der Partei." „Politische Loge." Ref. Reserentin Marie Kunert, Hönower Str. 3.„Bor entscheidenden Pferdemarki"„Rcichspiäsideilienwahlen nnb Ref. Rar IUI«. die Stellung..._____ Abt. 20 Uhr im„Berliner Hof". Ind. Götze, Berliner Str. 93..Sozial» demokratie und Reichspräsidentenwahl." Ref. Gustav Hädicke. Abt. Die Bezirke treffe» sich am Mittwoch, Itzio Uhr, vor den Zahlabeiid- lokalen und gehen gemeinsam zur Kundgebung nach Ricderschönhausen. Die Zahlabendc finden dafür Donnerstag oder Freitag statt. Es ergehcir beson- dcrc Einladungen durch die Bezirksfülirer. »bt. 28 Uhr bei«lug, Dorfftr. 2.„Reichspräsideutenwahlen und unser- Stellungnahme." Referent: Heinz Löwi. Abt. 28 Uhr bei Heese. Berliner Str. 73.„Reichspräsidentenwahl und Stellung der Partei." Reserent: Hermann Harnisch, M. d. L. Tilsiter Str. 4— 3.„Die Einheit von Thocorie nnd Praxis der deutschen Ar» Abt. 20 Uhr im„Forstlmus", Auguste-Viltoria-Str. 34. Abt. 18sh Uhr bei Woitschach, Borsigwalde, Ernststr. 1.„Die bevorstehende Reichspräsidentenwahl." Res. Bruno Lösche. Abt. 20 Uhr bei Hoffinan», Edelweißstr. 3.«Das Aompfjahr 1932." Ref. Sans Bauer. Abt. 20 Uhr im Cost Hubertus, Fürst-Bismarck-Etrahe.„Fvrdeciinaen und Maßnohmen der SPD. zur Belämpfung der Arbeilsloftgkeit." Reserrniin Gertrud Hanna, M. d. L. Donnerstag. 10. März: Krei». Kursus Bernstein:„Demokratie im Sturm", in der Sophienschul«, Weinmeisterstraßc. Erwerbslose frei. Kiel». Arbeiterdiiduvgoschnle. 20 Uhr Beginn de» Kurses Reese im Heim, Tilsiier Str. 4/3.„Die Einheit con Theorie und Praxi» der deutschen Ar. heit« rbcwegung." Krei». 13 Uhr Zusammenlunst der erwerbslosen Parteimitglieder an be- kanntcr Stelle...Planwirtschaft." Res. I. P. Maper. Abt. 19',» Uhr Pirtgliederveriammlung in Kerns Festsälen, Rummelsburg, Türrfchmidtstr. 43. Res. Robert Schmidt. M. d. R. Abt. Schulzenbors. Heilige«?«». 20 Uhr Mitgliederversammlung in Heiligen. see, ont Flugvlatz bei Beck.„Präsidentenwahl." Ref. Georg Moderholz» M. 8. L. Freilag. 11. März: erwerbslosen Pozteimiiglieder "~" Eingang Stadtbad). Krei». Arheiterwohifahrt. Parteimitglieder im Heim inbischen Volkes." Rctt' .... ruf» Gen. Lehrer r Iusammenkunft der erwerbslosen !r. t/5.„Der Besreiunastamvf des tznrck. Es werden Lichtbilder gezeigt. 14. Krei». Iugondweibc. am Sonntag, 20. L.rärz. Voranzeige. Di» Gastkarten zur Iugendwoibe in der Neuen Welt nntaa, 20. März, sind in den Lorwärts-Spedittonen, sowie im Par. telbllro. Fuldastr. 33/36, zu haben. 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Besuch troh fies ungünstigen Soges erwartat der AbleUuugsotastand. S rauenveranstaltuvges. 5.«reis Pinn tag. 7. atiörs. 1SM, Uhr. pünktlich im Orpheum fit« nicht»et. kauften Karten abliefern. � 18. Kreis. Donnerstag, in. März. 29 Uhr, Forrfetung fies Ztefinerinnenkursus "-"* rf. bei EörUtz.' der(Settfiffin Anna ffietet in Mariendorf._ Sonntag, treffen sich die Genofstnnen um lllh Uhr u, zur genieinfanien Fahrt nach dem Luftgarten. eestr. 19. Leute, 'inf Ringbahn. 8.«bt. Dienstag.«. Mär,. 191? Uhr, bei Dobrohlaw. Eminemstnder Str. �1. „Die Sozialdetnnkratie im Kampf für den Frieden der Welt.'''M' Abt. Wontag, 7. Würz, 1914 Uhr, bei (trage,.�tampfjahr 1932.''_ Ref. Dr. ns Dahn. _ Uhr, bei Hagedorn. W-Woabit, Ecke Lagow- Referentin Else Steinlüh tat. t!». Abt. Karton und Programme zur Fraucnkundgebung am 7. März im Orpheum. Hasenheide, sind bei der Genosfin Hanse» zu habe». 57. Abt. Montag. 7. März, 29 Uhr, bei Dohrmann, krumme Str. 32. Mull. talische und gesangliche Darbietungen. Vorlesung aus dem Buch„Mich hungerts" non Georg Fink. M. Abt. Montag 7. Marz. 20 Uhr, bei Pommerining. Berliner Str. 190. „Famiffenleben und Wirtschaftskrise." Referentin Margarete Hartiq. 9«a Ab«. Montag, 7. Mörz, 20 Uhr, in der Schule. Parchuner Allee.„Die Frau in Sowietrusilanfi." Referent: Daniel Broido. 167. Abt. Mittwoch. 9. März. 13 Uhr. Besichtigung des Ftauengefängnisses in der Barnimstroge. für die angemeldeien Genossinnen. 11». Abt. Montag, 7. März, Isith Uhr. bei Tempel, Eudrunstr. 7.„Die Frauen im Änmps gegen den Faschismus." Referentin Dora Bergas. 1.16. Abt. Donnerstag, 10. März. 20 Uhr, w der Baracke» Lindauer S trage, Helferinnen sthung. 138. Abt. Dienstag. 8. März. IS Uhr, Helferinnrnsitzung und Freitag, U. März, Diskussionsabend an bekannter Stelle. Ifta Abt. 20 Uhr bei Schulze. Rordbahn. Weltliche Schule und Erziehungsarbeit." Res. Gen. Schmidt. wohnungs- und Mielerausschuh Groh- Berlin. Sprechstunden In Wohnungsangelegenheiten werden in der Sprechstunde fies Borwärts und bei folgenden Genossen abgehalten: PatUoch, R 6ä, Burgsdorf- strage 3, täglich von 17— 18 Uhr auger Sonnabends.— Lange, 3L U3, llecke» münficc Str. 13, täglich auger Montag und Sonnabend von 18—19 Uhr. Mop, RO m, Grellftr. 39, auger Sonnabends, täglich von lk— 17 Uhr. Brauer, Bln.. RimtmelsStita, Köpenick« Ehaussee�s.'Dieastael« utch Freitags von�N— 18 Uhr. Thüle, SW 11, iagüch oott 18—20 Uhr. Schriftliche Änfragen sind i.. Genossen August Patt loch, Berlin R6ä, Burgsdvrfstr. 3. zu richten. Deutscher Freidenker- verband. 17.«reis. Lichtenberg. Am Montag. 7. Mär,. 18>a bis 20 Uhr. in der Bibliothek, Weichselftr. 28, Kirchenaustritt Notar anwesend. Gebithren 2 M. Vereinigung sozialdemokratischer Juristen. Vortragsabend Mittwoch, 9. März, 20 llbr, im Saal 8 des Belonhauses, Tauentzienstr. 13. Thema:.Soziologie des Beamtentums". Referent Genosse Dr. Eckard Lahr. Sozialistische Swdentenschast Berlin. Sektion T. K. jeden Dienstag, 29 Uhr, im Bund. Arbeitsgemeinschaft sozialdewokr. Lehrer und Lehrerinnen. Bezirk Berlin. Aachgemeinschaft der Berufsschnllehrer. Dienstag, 8, Mörz, 19 Uhr, im»Alten Askanier", Anhaltstr. 11. Tagesordnung: 1. Veränderungen im Berliner Berufsschulwesen Ostern 1932. 2. Etel» wngnahme zu de» schwebenden Reformplänen. Eintritt nur gegen Borzeigung des Parteibuches. Arbeitsgemeiaschafl der Siaderfreunde Groß-Verlla. Angerordentliche Helferoersammluoa Donnerstag, 19. März, 1911 Uhr, im Sesundheltshans, Am Urban. Helfcrauswcis ist mit. zubringen. Fahrverbindung: U-Bahn Hasenhetde oder Stragenbahn Nr. Z und 93. Mitte. Morgen Elternversammlnng Im Jugendheim Elisabethkrch- strage 19. Berichte, Wahl des Elternobmannes, Osterfahrt. Pren-lan« Berg. Abt. Friedrich Ebert. Donnerstag, 10. März, 20 Uhr. Elternversammlung im Zugendheim Kastanienallee 82. Tagesordnung: l. Arbeitsbericht. 2. Oftersahrt. 3. Zeltlagervorbereitung. «reuzbera. Die für heute geplante Filmveranstaltung muß umständehalber auf Mittwoch, g. März, oerfltioben werden. Beginn für alle südöstlichen Ab- tellungen lb Uhr, für alle südwestlichen Abteilungen 17 Uhr. Eintritt nur mit den ausgegebene»«arten.— ArBelisbesI» her Roten FaRenhelfer. Montag 7. März, 191, Uhr, im Jugendheim ManteuffVlstrage 7. Gemeinsam« Helfer- Übung mit de» Funktionären der LAS. Dienstag, 8. März, im Jugendheim lvrckstr. 11 Beginn pünktlich 20 Ilhr. Die Abteilungsleiter müssen bis 'entlassene— 6" nun Roten Fallen beim«reisleiter alien. Diens- diesem Tag die Asten der s»ulenllas,eu«»«ote» Fairen oeu geben. Di- Monatsprogramme miibringen. Steglitz. Abt. Steglin. Rote Falken Freitag,»rr lesen. S tag Gesellschaftsspiele. Abt. Lichrerfelde. Rote Falle». Mittwoä der Arbeiterklasse. Sungfalke». Freitaq. Warum Arbellslostgleit: M —--—....—.... Heisersitzung im Heim Dorkämpfer oreurona.*• Uhr, Heim Berg strage 29 Ausgestaltung Abt. Kurt Eisner. Jungfallen, und Rotefallenhelfer morgen Arbeitsbesprechung 18 Uhr in der Baracke. Britzer Gruppen müssen -ertrete» sein. Helferkreis. Treffpunkt zur Helferversammlung Grog-BerN» Donnerstag, 180i Uhr, Hrrmannpl-M. Normaluhr. Abt. Bauooll. gu dem heute. Sonntag, 17 Uhe, stattfindendes Bunten Elternabend lade» wrr all« Eltern und Genossen ein. Abt. Quelle. Morgen, 17zj Uhr, Elise iroersimluluitg in der Schule Mariendorfer Weg. «reis Beigensee. Dienstag, 8. März,«reiskursus beim Genossen Marauard. RennbahiOr. l7b. Leitung: Genosse W. DSrring. Abt. Weigensee. Donnerstag. 10. März, wichtige Elternversammlung im Jugendheim Parlstr. 86. Pünktliches und pollzähliges Erscheinen der Eltern erwünscht. Abt. HohenschS». Hausen. Montag für alle Falken in der Barock« Drngelstädt« Strage. Don- nerstag, Hungens. Helzarbeiten, Mädels. Papp, und Wallaebeiteu, Jugend heim Fretenwaldee Str. 6. 20 Uhr gusammenknnst der Osterfahrtteilnehmer bei Siegfried Kaiser, Am Faulen See 3. fteets Reinickendorf. Kreisgeneralverfommlunz. Erscheine» aller Helfer ist erforderlich. Maifeieiousschug daselbst 18% Uhr. Sterbetafel der Groß-Lerliaer Partei»Organisation � 3. Abt. Am 29. Fetruae verstarb im 78. Lebensjahre unser Parteiveteran Sugo Kondt. Einäscherung Montag, 7. März, 1214 llbr, im Krematorium Baum- schulenwcg. Rege Beteiligung erwartet der Abteilung-vorstand. 18. Abt. Unsere aste Genossin Pauli»« Krause, Wilhelmshaven« Str. 70, ist am 3. März»erstorben. Die Einäscherung findet Montag. 7. März. 19 Uhr, im Krematorium G'ricktftrage statt. Wir bitten unsere Mitglieder, sich eege an der Einäscherungsseier zu beteiligen. 117. Abt. Znlius B«thee, Schillerftr. 6, ist verstorben. Einäscherung Diens. tag. 8. März, löf� Uhr, im Krematorium Baumschulenweg. - 49 Jahrgang 3» Sonnias. 6 März 1932 Arbeiterschast wehr' dich! Ein Prügelknabe wird gesucht. Die Wisichten schr weiter Äreisa, die Arbeitsloscnoer- sicherung abzubauen, sind offenlundig. Der Druck dieser Kreise aus die Regierung wird immer stärker. Die bittere Pille will man durch ein« Berkoppelung des Abbaues mit der Ar- beitsbeschaffung versüßen. Die Arbeitsbeschassiuig wird zur Zeit auch im Reichswirtschaftsrat erörtert, und zwar fall dort das Programm der Rcichsrogierung bezüglich einer Umbildung der Ar- beitslefenoersicherung in engster Verbindung stehen. Auch Dr. Gocrdclcr, der Kommissar für Preisüberwachung, der soeben von neuem seine Pläne zur Arbeitslosenreform dar- gelegt hat, will den Abbau der Arbeitslosenversicherung durch A r- beitsbeschafsungsversprechungen schmackhaft machen. Versprechungen sind Versprechungen. Wir möchten lieber endlich einmal erfahren, wie denn nun im einzelnen diese Pläne nurchgesührt werden sollen. Wie sollen vor allem durch„Zu- tinnnenlegung" der einzelnen Zweige der Arbeitsloseirbetreuung JWO Millionen„gespart" werden? Durch den Abbau der oberen Lohnklassen der Ardeitslosenversichcrimg? So etwas nennen wir nicht sparen, sondern plündern. Ein« Finanzierung der Arbeitsbeschaffung durch Zerschlagung der Arbeitslosenversicherung und Ausplünderung der Arbeitnehmer, die jahrelang fest Beiträge zahlen dürfen, nun aber mit einem Wohl- fahrtsabnosen abgespeist werden sollen, erscheint uns unzulässig. Arbeitsbeschafsting ist ein Ziel, das erreicht werden muß. aber Arbeitsbeschaffung durch Zerstörung des Ar- beitslofenschutzes— das heißt den Teufel durch Beelzebub austreiben Arbeitsbeschaffung als Kulisse, hinter der mit dem Arbeitslosenschutz höchst gefährliche Experimente gemacht werden sollen— wir danken. Der Arbeitslosenschutz gcht die Allgemeinheit an. Goerdelcrs Plan möchte aber die bisherige Erwerbslosenversichc- runz den Gewerkschaften übertragen. Allem Anschein nach gmgen seine ursprünglichen Vorschläge sogar noch weiter, nämlich bis zum Bruch mit dem Sozialoersicherungssystsm überhaupt.Pe Entziehung der kiemen Renten in der Unsalloersicherung aus. Gegen alle diele ungeheuer- & ÄKSHÄ-AV 9 Erkältungen vor! Südost in zweiter Auflage? Auch Arbeitsamt Nord will man desorganisieren. Die skand'alüfen Vorfälle im Arbeitsamt Südost sind, wie von uns aufgezeigt wurde, neben räumlichen Fehlern in der Haupt- fache auf organisatorische Mängel zurückzuführen. Zu den riesigen Menschenansainmluilgen und Stockungen in der Abfertigung der Arbeitslosen wäre es bestimmt nicht gekommen, wenn nicht wäh- reni des Umzuges auch«ine Umorganifation in der Arbeits- einteiiung»orgenomineu worden wäre, gegen die die Gewerk- jchasten und die Arbeitsamtsanzestellten leider vergeblich schärsstens protestiert hatten. Kaum haben sich die Wogen der Erregung über die Vorgänze in der Sonnenallee etwas geglättet, zieht im Norden Berlins wieder«in ähirliches Unwetter heraus. Das Hauptamt des Arbeits- amtes Nord ui der Pankstraße und der Arbeitsnachweis in der Schulstraß« solle» am 1. April nach einem besonders dafür ein- gerichteten Gebäude am Friedrich-Krause-Ufer am Westhasen verlegt werden. In der Pankstraßc werden zur Zeit etwa 30 000 Unter st ützungen wöchentlich ausgezahlt, auf dem Arbeits- Nachweis in der Schulstraße wöchentlich rund 37000 Stempelkontrollcn vorgenommen. Die Zusammen- l e g u n g der beiden Dienststellen des Arbeitsamtes Nord würde also bedeuten, daß das Arbeitsamtsgebäude am Friedrich-Krause- Ufer täglich von 11 000 bis 1 2 000 Arbeitslosen passiert werden müßte! In beiden Dienststellen vollzieht sich jetzt der Berkel, r mit den Arbeitslosen reibungslos. Die Arbeltslosen brauchen, ganz gleich in welcher Angelegenheit sie die beiden Dienststellen aussuchen, hoch- ftens eine Viertel- bis eine halbe Stunde auf ihre Zlbfertigung zu warten. Trotz der Zusammenlegung der beiden Dienststellen würde sich die Abfertigung der Arbeitslosen nicht verzögern, son- der» sich wahrscheinlich noch schneller vollziehen, well die neuen Räume bedeutend günstiger gelegen sind als die in den alten Dienstgebäuden. Voraussetzung für das glatte Funktionieren des Dienstbetriebcs in dem neuen Gebäude wäre jedoch, daß der Umzug mit den rund 200 000 Akten nicht, wie beim Arbeitsamt Südost, noch mit einer Umorganifation verblenden würde, wodurch das gleiche heillose Durcheinander von Akten und damit natürlich auch der gleiche Tumult entstehen würde wie in der Sonnenallee. Di« verantwortlichen Personen in der Reichsanstalt scheinen aber iimncr noch nichts aus den Vorfällen in Neukölln gelernt zu ljoben Auch beim Arbeitsamt Nord soll der Umzug mit der Um- stclluna von der alphabetischen Einteilung des Dienst- bctriebes auf die Einteilung nach B e r u f s g r u p p e n ver- bundsn werden. Wenn schon die Reichsanstall von der Berufs- arnppeneintcilung trotz der Proteste der Gewerkschaften nicht ab- zubringen ist dann muh von ihr zumindest verlangt werden, daß sie beim Arbeitsamt Nord im Augenblick von der Durchführung dieses Planes absieht. Diese Umstellung in einer Zeit der Spitzcnbel astung der Arbeitsämter und noch dazu währe» b eines Umzuges vornehmen zu lagen, onflatl damit wenigstens bis zur saisonmäßigen Entlastung des Arbeitsmarkles im Sommer zu warten, ist geradezu wahnwitzig. Im Jntereise der Arbeitslosen, der Arbeitsamtsangestelllen und nicht zuletzt der Ar- beitsloscnversicherung fordern wir, daß von der Uinorganlsalwn beim Arbeitsamt Nord zunächst Abstand genommen wird, um eme Reuauslage des Falles Arbeitsamt Südost zu vermeiden. Doch noch Llmzuq des Arbeitsamis Süd?? Am gestrige« Sonnabend sind die Möbel der houplstelle de» Arbeitsamts£>üd tu das Grbäude nach der öcnneuallce acbrocht wordsv. Sellen nun totsächlich die übrigen Abteilungen auch dieses Arbeitsamis noch nach der Sonnenallee verlegt werden? Will man die notdürfttg wiederhergestellte Ruhe im Arbei'somt Südost wieder gesährden, indem man die vorläufig dem Arbeilsamt Südost über- U�]enea Räume für das Arbeitsamt Süd wieder rauwea laßt uud so wieder die Zustände vom vergangenen Dienstag heraufbeschwört? Mau sollte sich allen Ernstes überlegen, ob hier nicht der zu- ständige Oberpräsidcnt eingreifen kann, weil ja die hohe Bürokratie der Reichsanstalt trotz praktischer Ersahrungen und ständiger war- nungen einfach auf ihrem dicken Kops besteht. Die Reichsanslall nimmt sich das Recht heraus, 40 000 Arbeits- lose unter freiem Himmel zwangsweise tagtäglich zusammenzuballen. weil dadurch eventuell einige Groschen Persoualausgaben gespart werden können. Alle übrigen Staalsnolwendigkeilen. wie Sicherheit der Bürger, Vermeidung von Unruheherden, inlercsjiert offenbar die Reichsaustpll uichl. Die Bürokratie will ihren Ivilleu haben. Aber schließlich sind sür die Ruhe und Sicherheit einer Millionen slodl noch andere Leute verantwortlich. Die Schupo hat andere Aufgaben, als gegen Arbeitslose vorzugehen, die von der Reichsanslall zur Ver- zweislung getrieben werden. V Der Geschäfts führende Ausschuß des Arbeitsamts Südost hat am Freitag beschlossen, das Landesarbeitsamt zu ersuchen, von der Verlegung des Arbeitsamts Süd nach der Sonnenallee abzusehen. Bei der Schaffung des neuen Arbeitsamts Südost sollten alle Außen- stellen aufrecht erhalten bleiben. Von einer Zusammenlegung mit dem Arbeitsamt Süd, wie sie nachträglich aus Ersparnisgründen beschlossen wurde, war vorher keine Rede. Auch das Bezirksamt Neukölln hat schwerwiegende Bedenken gegen den geplanten Zuwachs, nicht minder die Eltern, deren Kinder das Staatliche Gymnasium besuchen. Das Landesarbeitsamt tänn stcb nach ollem den Gründen gegen die Verleoun» des Arbeits- amts Süd nach der Sonnenallee unmöglich verschließen. Gewerkschaften und4v-E»tunden-Woche Eine notwendige Klarstellung. Wir such genötigt, auf die Erwchcrung des Herrn Dr. Röhr nochmals zurückzukommen, da Anfragen und Zuschriften erkennen lasten, daß man irrtümlicherweise annehmen kann, die Meinungen des Herrn Dr. Röhr seien wirklich irgendwie identisch mit den Auffassungen und Forderungen der Gewerkschaslen. Aus der Zuschrift Dr. Röhrs geht übrigens ganz klar hervor, daß seine Aus- fassmigen von der Vierzigstuichenwoche sich vielmehr vollkomme» decken mit denen der Arbeitoeberoerbändc. Diese Ueberemstimmung stellt Dr. Röhr ausdrücklich selbst fest(„übereinstimmend mit meinem Gesprächspartner"), wenn er auch komischerweise hinzufügt:„nach altbewährten gewerkschastlichen Grundsätzen." Wenn die Einführung der Verkürzung der Arbeitszeit„nach altbewährten gewerkschaftlichen Grundsätzen" nicht aus dem Wege einer„allgemeinen schematischen gesetzlichen Regelung", sondern nur auf Grund von tariflichen Vereinbarungen erfolgen soll oder darf, wie würde es wohl heute trotz der katastrophalen Arbeitslosigkeit um den Achtstundekitag stehen? Wenn die Meinung des Dr. Röhr wirklich die der Gewerkschafien(gleichgültig welcher Richtung) wäre, don» müßten diese eigentlich gegen alle gesetzlichen Cingrisse aus dem Gebiet der Arbeitszeit sein. Dr. Röhr geht aber noch weiter und verlangt„Abmachungen für den einzelnen Betrieb"„im Rahmen solcher tariflicher Berein- barungen". Ganz wie die Arbeitgeberverbände. Natürlich ist es eine alte gewerkschaftliche Praxis, daß in einem Rahmen- oder Maiitelocrtrag die Zulassung von Ue her stunde n in einem Betrieb vorgesehen wird. Doch wird diese Zuiasjung au b e- st t m int e Voraussetzungen gebunden: Unmöglichkeit der Einstellung von Arbeitskrästen, Begrenzung der Ueberstunden, Lohn- zuschlage usw. Aber diese Praxis berührt keineswegs die Forderung der Einführung der gesetzlichen Vierzigstundenwoche und würde diese, einmal eingeführt, gleichfalls nicht berühren. Wenn nun Dr Röhr gar die Einführung der Vierztgstunden- wache davon abhängig macht, daß sie„ohne Schädigung der Rentabilität erfolgen kann", so ist das gleichbedeutend mit ihrer völligen Preisgabe. Die Notwendigkeit der Vierzig- stundenwoch« ergibt sich au« der Tatsache der außerordentlichen lichen Durgo erhobt der Verband schärfsten Protest. Er verlangt schlaunigst« Abhilfe. Zur Begründung seiner Forderung führt der Verband u. a. folgende charakteristischen Fälle an: Der Bergarbeiter I. S. erlitt im Jahre 1925 einen schweren top fünf all. Cr bezog drei Monate lang die Dollrent«, neun Monate 72 Proz., vierzehn Monate 29 Proz., zwölf Monate 33 Proz. und seit 1929 noch 20 Proz. der Pollrente. Laut Notoerordnung ist die Rente am 1. Januar 1932 ganz weg- gefallen. I. S. ist heute nur noch ein menschlickzes Wrack. Cr ist mir noch zu leichten Arbeiten verwendbar. Der Bergarbeiter 21. St. erlitt einen Unfall, der ihm das Augen- lich vollständig raubte. Er bezog Unfall», Knappfchasts- und In- validenrente. Anappschafts- und Invalidenrente sind ihm ab 1. Januar 1932 entzogen, weil feine Unfallrent« die beiden anderen Renten überstieg. Der vollständig hilflose Mensch erhält 118 Mark Rente. Aus den beiden Versicherungen, in die er jahrslang hohe Beiträge gezahlt, hat. bezieht er keinen Pfeinrig. Zill« in der Denkschrift aufgeführten Verletzten kommen für den Arbeltsmarit kaum noch in Frage. Sie sind auf Wohlfahrt?- unter st ützung angewiesen. Dabei handelt es sich durchweg um verhältnismähig jung« Leute, die aber dennoch zu alt sind, uni sich einer erfolgreichen Berufsumfchulung zu unterziehen. Was für die Bergarbeiter gilt, trifft leider mehr oder weniger auf alle anderen Kategorien öon Arbeitern und Angestellten zu. Di« Zlotoerordnung vom 8. Dezember hat unerträgliche Härten ge- schassen und eine Erbitterung ausgelöst, die ebenso berechtigt wie gefährlich ist. Wir werden nicht ruhen und rosten, bevor diese Ungerechtigkeiten an den Aermsten getilgt sind. Gewerkschaftliche Konzentration. Steuer- und Zollbeamte im Gesamtverband. 2Im 2. März 1932 hielt der sveigewerkschaftliche Rcichsver- band der Steuer- und Zollbeamten seinen außerordeick- lichen Verbandstag in den Räumen des Gefamtverbandes, Berlin. Michaeltirchplatz 1, ab. Anwesend waren vom Gesamt- verband Becker. Scherff und S t e t t e r. Vom Allgemeinen Deutschen Bcamtenbund war der erste Vorsitzende Falkenberg erschienen. Die Abstimmung über den Uebertritt zum Gesamt- verband erfolgte einstimmig bei drei Enthaltungen. Somit ist aus dem Wege der gewerkschaftlichen Konzentration ein weiterer wich- tiger Schritt zurückgelegt. Der Reichsverband, der jetzt als Fachgruppe dem Gesamtverband angegliedert wird, wird sich bei seinen zukünftigen Forderungen aus die Solidarität der 700000 Mitglieder des Gefamtverbandes stützen können. Achtung, Betnebsräle. Drr nächste arbeilSrechtlichc Jnsormat'ionSabcnd sür Betriebsräte findet s.'att Dienstag, 19 Uhr, im Saal 3 bzw. 5 des Gewerkschaftshauses. Leiter .d?s Abends ist der Genosse Dr.' Franz Neumonn. Zutritt, haben alle srei- -lawerlschastlich oraamsierten Kollegen und Kolleginnen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht ersorderlich. Gin Hörerbeitrag wird nicht erhoben. Der nächst» Znsprmationsabend ist sür de» 22. März vorgesehen. Mw SRuftetSelsniei du Vieh-«ab Schlachthofe»«ab der Fleiichbesch»«. Morgen, Montag, lv Uhr, Lokal Rigaer otr. 8Z, wichtige Fraktion». »orsommlung. Referent: Karl Dressel SPD.. Fraktion bn-rwerbelol-n araphisiixa Hikfiaedeiter. Morgen, irtog, 15',$ Uhr. bei Laudahn Barwag:.Klaschtemus in Europa als «I für da« Dritt- Reich». ..._ caitio»«rdritslose, PschbrnSee. Morgen. Montag. Vi Uhr, Lokal Rordkron,»rmmaTwanleo- Eck« Reu« Srilnstraße, wichtige ssraktionssiiiung. Das Ericheinen oller Senassen und d-r arheitokosen chene-�l-eriomnilungsdrl-gi-rten �Fraktion Ämsierdaw) ist Pflicht. SPD..V-»rt«b»>raktirn Vtm Vezbck-aa-t Sckiinrbreg- Morgen. Man- tag. L'kal Will. Mortin.Li-thor.Ste. SS,. Sahlesdertaminlung Per Fraktion. Söhre«, und Kassenbericht. Reuwahlen. Mitgliedsbuch ist unt. dübrinarn..... EVT..ZraktiUM bor Reich-Hruckoa«!. Tlenatag, lS Uhr, VN Odd- Felle. i-q-uhwi«, Akt» Patefifa 15«, Mitaliedervert-unrnlung. All» Rar. teimitaNrder der Reichsbrucher:- sind eingeladen. Kadlreichrn Besuch vis Keksi'entsn'Iussmmsnkunft ksll» im Monat März wegen der Reichspräsidenten> Wahl aus. Allgemeine Wetterlage. Auch am Sonnabend blieb es noch fast im ganzen Deutschen Reiche heiter. Auch die Temperaturen waren von ihren gestrigen Werten nur wenig verschieden. Bewölkter Himmel herrscht« im äußersten Westen und in Ostpreußen, wo auch etwas Schnee fiel. Westlich von Island liegt der Kern einer tiefen Depression, die sich jetzt in der Hauptsache nach Osten und Süden entwickelt. Dabei kommt auch Deutschland, wo zur Zeit die Lustdruckgegensätze sehr gering sind, in den Bereich feuchter maritimer Luftmassen. wetterauzsichtcu für Berlin. Zunehmende Bewölkung ohne wesentliche Niederschläge, Tainperaturen wenig verändert.— Zur Deutschlaad. Nordwests üdostwärts fortschreitende Eintrübung mit Milderung der Nachtfröste, in Süd- und Ostdeutschland noch meist heiter. tW Sozlalist!scheArbettmugendGroß.Verlm Fcaktioussaol Z de« �Pravß l..Aufbau der Qrgaoisalici-. kalirdrr erwartri Der �reie lSewerkschafts-�uaend Aerlin Heut«, Sonntag, 6. März, finden folgend» Veranstaltung-n statt:«ord. krei»! Ein» Führung durch Alt. Berlin. Tressvunkt S'bZlhr Mithlendanvn Abend. Most lSparkall«>. sts Uhr Jugendheim Tegel,«chSnedergcr Str. 4. Literarischer A-stkrei»! IS Ubr Jugendheim Spandau, Lindenufcr 1. Luitiger Abschluß, der«enntageveranfialtnnaen. Bringt gut« Laune mit.— Südost- krei«: l» Uhr Jugendbeim Temnelhof. Germania. Ecke Götzstrabe. Ällerlei Amt-s-dimmligrs.— vstkrei»! IS Uhr Jugendheim Sunterstt. 44. Marzseier.— Rar'',fttrrw: 19 Uhr Jugendheim Deißensee, Parkstr. 36. Durch die Alpen in U rt»nd Bild— Sngendgrapp» de» Sesaattaeebaabe»! Sesamtveran. stoltung. Btstchiigung des Hauptelrgraphenamtc, Berlin. Treffpunkt 19 Uhr Sranienbuiger Ecke Monbijou straho. £> �uoendprupve des Zentralverbanfes der Aaaefiellten Spy Heut«, finden in solaenden Jugendheimen die Sonntagsveranstaltungen statt: Jugendheim Dallstraß« ut Eharlortendurg. ab 19 Uhr. Zugrnd. beim Lortzingstraß» IS. ab lb Uhr. Sugendberm Bergstraße M Nl Rrnkölm. ab 19 Uhr.— Unicre Photo grupv« veranstaltet ein« Photofahrt in de» Bor. frühling nach Fink-nkrug. Treffpunkt S Uhr Lehrter Fernbqhnhof, Abfahrt. seit».- Morgen, M-ntckg. finden folgende Beranstaltungen statt:«ebding: im Tiiriner Eck» Seestraß«. Anpfuracheabend.—&:lttnlibwB«*B: Su. zstiesenstraße(weltliche Schule). Wir lernen neue Liedar. Juzendbeim Tnrrner oenphrun Pank. Ecke. Leiter: Jechura,— Rarvpst ll: Jugendbetm " mM t Sas �' Lese, und üsliensabeod üda Rastendurger Str. 16, Zimmer 9. Weien des Strafvollznae«.— Weihen. ________,_ seien ttes öttafooüztificj!. � Wnßeu> ft«: Jvaendheim Pistcriu»sir. 24. Lustiger Abend.— Britz: Städtische« Jugend. �' wmlung.— Urban: Jugendheim Ho. ____________________ ist auf R"..... Wandertheater.)— Rardweft: Dir besuchen die heim(Rathaus). GnippenmitgHedetversammlung.— Urban: Sugi brecht. Eck» Sanderstraße. Kartraa: Kunst auf Reisen.(Erlebnisti ». Veranstaltung brzirks. c mit einem des Werbe. Sinsrndungen fstr diese Rubrik nur an das Iuzendsekretariat Berlin SB 66 Lindenstraß- Z oorn 1 Trepp» rechts ix fflitciihß«ftyMMWkt«?wi»ltiair5 rt Bßiile. ilfir.. tut vraußischen Landtags Prinh»Albr«cht.Stt. u. Tqema: _____ H■____■ r ton."„Die Aufgaben der Funktionär«.-' Rrlerrnt: Erich wähl au«. Wir dotziligen pnp geichlaffen an be» Kundgebung der Sisarne» Frort u» 19 lg, im Lustgarten. Ah 1? Uhr Platzkonzert. Fahnea find spätesten, um 12 Uhr am Reba-rnÄt. Freitag. 11. Mörz, Kundgebung der Eisernen Front im Lustgarten mit norhergehender Demonstratwn. All« näheren Matzilungen lTreffountt usw.) werden im„Borwärts" bekanntgegeben. Vir betcrligin uns geschlossen. Ab. tailungen. die den Gruppenabend ausfallen lassen, müssen uns dies fpfpit mitteilen. Unser Jahresbericht ItzZl ist im Sekretariat zum Preise von 19 Pf. zu haben. dem 16 Uhr Äollnischer guaendh, Uhr Leieab Heule. Sonnlag, S. März: Park: Treffpunkt zur Flugblattverbreitung um SV, Uhr vor �"— abend ebenda.— Hall eiche» T»r: «im Waisensir. 18. »abend Borckstc. 11. Tt zur Flugbll . IS Uhr Stirn - Rrakäll- II lila giptbenstr. 28. Bunter Abend. — Reakällu VII: Bergstr. h9. Uebungsadend.— Schenefeld« II: Werbever» anstaltuna des Arbettarsportkartellp um 1Z Uhr im Restaurant Kofshäuser, ..">dn"---..-----.. fti_____. WW Lichtbilder und Bnntcr Abend.— Südwesten: Di» Fahl brnnnea Ut Treffpunkt zur Kundgebung 11 Uhr Badstraße Ecke Prinzenallee.— Reukäll» IT: Treffpunkt 19 Uhr Bahnhof Herminnstraße. Wir gehen zum Filmabend. Werbebr?irk Bebbiag: 18 Übe Heimabend Billdenowstr. 5. Werbebezirk vftea: Litauer Str. 18(nicht Gaßlerstraßei Lichtbildervortrag: „Bouraeoisie in der Karikatur" und satirische Borlesungen. Beginn 19 Uhr. Werbebezirk Lichtenberg: Dossestr. 55. Filmabend. Werbebezirk Pankmv: Bunter Abend mit den Eltern bei Pfeiffer, Nordend. Morgen, Moalag. 7. März, 19% Uhr: Hansa: Dochumcr Str. Lb. Bunter Abend.— Moabit I: Waldenserstt. Heiai abend.— Mpabtt II: Wir beteiligen �vn» am Heimabend d« Gruppe. Hansa.— Sportpalst: Genthiner Str. 17.- Ar»». Sonnen- — Spartpalst: Genthiner Str. 17. Mitglieder Versammlung— A walber Platz II: Rastendurger Str. 16. Dichtelabend.— Falkplatz l: San burger Str. 29. Unser« Führer.— Falkplatz llr Sonneburger Str. 29. Moderner Strafvollzug.— Humannplatz: Eleimstr. 35— So. Frazekastcnabneb.— Rord. «sie« ll: Danziger Str. 62. Was ist Gemeinschaft?— Schönhauser Vorstadt: Spnnenburger Str.'29. Antt-Äriegsabend.— Luisenstadt: Wassertvrstt. 4. Kampfliedarabend.— Reichcaberacr Viertel: Alle Eichük« der AarbMard» Schul« treffen sich um lsti� Ubr Falkenecke.— Eharlottsaborg-SSd: Düi, ttrsstonsadend.— Lichtenrade: Tnrnabenb.— Banmschnleaweg: Ernststr. 15, Tagespolitik.— Schi nc weide II: Berliner Str. ZI. Wir und die Avarmunistcn. —«ricdrichkselde: Sunterstt. 44. Sittgliedarversanunlung. Werbebezirk Neukölln: Erwerbslosenzusamnumkunft im Juzendherm Berg- fttaße 29, pünktlich um II Uhr. Anschlrcßend Befichtigung des Siadtbades in der Sartcnstraßc. Badezeug mitbringr». Vortrage, Vereine und Versammlungen »Reichsbanner„Schwarz-Rol-Goid". Seschäits stelle: Berlin S. 14. Sebastionstt 37—38. Hof 2 St. Mitto. 3. Aameradschaft. Dienstag, 8. März, 29 Uhr,'Sersammlung bei Micheel, Köpenicker Stt. äZe.— Tiergarten. 2. Kamerabschatt. Rontag 7. März, 59 Uhr,«amorodschaftsversammlung hei Sandaw, Flen-durger Str.. Z. Mitgliedsbuchkonttolle.— Prenzlauer Kerg(Junoba). Dienetag. 8. März, ZuiammenLtnf! an bekannter Stelle.— Friedrichzhai» (Borttupp). Mittwoch, 9. März, 15'8 Ubr. Jugendheim Ebertpstr. 12(Saal). — Schöneberg-Kriedeaan. Komerodschaft Frlebenau. Montag. 7. März, 29 Uhr, Mitgliederversammlung im Restaurant Bagtnsti. TaunuSstt. 7 Referat. Thema:„Hitler muß geschlagen werden!-'— Reukölln-Britz. 4. Aameradschaft. Montag,' 7. Februar, 29 Uhr. Mitgliederversammlung in der Jd-alhalle. Hännemannstraße. Funktionäre 19t,b Uhr. Arbeiler-Samariler-Lund e. B., Kolonne Berlin. Sclchöltsstelle: R. 24. Gr. Hamburger Str. 29. Tel.: v 1 R-rdcn 3349. Zlbteilunq Wedding. Versammlung orn 7. Mörz im Lokal Duwc. Schulstraße 199._ Verband Eher-chtsrcso-m«. Sitz«erli». Ocss-ittlich- Mitgliedern:. sammluug Sonntag. 6. März, 19U Uhr, in den Entsiedl-r.PierhM-n. xfr;- lln E. 2, Rene Promenade 9—10, am Stadtbahnhol Börse. Bortrag Dr. Mendelsohn. �..____.... «eretuiguna der Freund«»an ReUgion-nd Böllersri-st-n. Sonntag. 6. März, 18 Uhr, spricht Psarrrr Bleier in�der �Trmckatisriichc. CharloUe::. nin—«andhi. Eintrittsgeld 39 Pf. Arbeitslose zahlen lä Pf. Der Dartrog findet in der Aula der.�aiser.Fricdrich.SchulL, Charlotteudurg, �ncsel-eck� ��Znbi��alpsyÄu�sch-'°Grapae. Georg Retzband spricht am Montag, dem 7. März, über die Erbaltung der Darst-llungsfählgk-tt. ein Problem 0-a Zeichenunterricht» der höheren Schule(mit Schülerzeichnuugen) im Alübhaus am stnie, Berliner Str. 27, 20 Uhr.. Rrichebnnd der»rseg-betchädiqten.»ricaet-ilnehw-r«ad ikiegerhintcr. bliedeaea. B-iirk Äcbbing. Mitgliederversammlung am Dirnst-'g. dem 8. Marz, 20 Ubr. im Lokal. Patzenbofsr, Ehausseestr. 64.— Ott-grupve Weste«. Diensiog, 8. Marz, 29 Uhr, Bezirlsversammlung ini Nationalhof, Bülowstr. 37. Vnefkaften der Redaktion. K. R. 7tt Proz.—«. E. 2». l. Dpn der Srisensteuec sind Sie nur befreit. wenn Sie keine. Lohnsteuer zu enirichten haben. Solange Sie kranlenvcrsiche- rungspslichtig find, müssen auch die Beiträge zur Arbeitslosenv-rsichorung.oe. zahlt werden. 2. Freiwilllges Mitglied können Sie nur werden, wenn«ie nimt mehr versicherungspflichtig sind. 3. Stellen Sie einen Antrag: ob ihm cm. sprochen werden wttd, ist zweifelhaft.— Rkd.®. L. Die Nachforoorungen können wir uns nicht erklären..Eclnndigcn Sie sich bei der«tcucrkass« Ihres Bezirks ijar,�. weiter zu Nclnn.— Restaurant Rudols.'Der Pcrwaltungsbezlrk Neukölln zählt etwa 317 56» Einwohner.— T. z.«8. Auch das Krankengeld, das ein Invaliden- rentrnempsiingcr auf Grund freiwilliger Bcrsichrrunst au, einer. Innung-. lrankcickane bezieht, ist. nach unserer Ansicht der Bersicheruimsanstalt miizulcilc». Die Bestimmungen der Notvcrardnung gelten solange, b>s sie entweder auf. gehaben oder abgeändert worden sind.— Tettam. Das Bewnogen ist unter o>' lenigen Arbeitnehmer zu verteilen, die bis zur Einstellung des Betriebes be-- fd.oftigt waren. Die vor 2 oder Z Jahren ausgeschiedenen Arbeiter haben leinen Anspruch darauf. Rochiual„Perfelle köchtuT Wieder ladet der Hausdicust der Gasag zu einem Vortrag ein, der praktische Winke für' spar- samcn Gasverbrauch und für Behandlung der verschiedenen Gas- gerate gibt und Fragen neuzeitlicher tochmethoden klärt. Das Spiel der letzten Veranstalwngen. das deren Erfolg begründete:„Perfekte Köchin wird gesucht!" erlebt seine Wiederhosiuig am'Montag, dem 7. März, um 1SG0 Uhr in den„Mu fiter- S ä lrn", E SZ. Kaiser-Michelm-StraHe S1 Eintritt und Verlosung— wie immer— sind frei.- �- Bealüe. Das H-fbrgllbaus am" Anhalt« Bshtzhof. esna der bekanntesten Gaststätten Srvß.Bslin», ,st mit dem 3. Mär, in neue Hand, gekommen. Der Betrieb wurde, von Adolf' Schinkel, Lekpnom der Zlammerfäle, übcrncmmen. Ihm zur Seite stebt als Direktor Start ftresjin, der als gelernter«och von Ruf jede Garantie dafür bietet, daß da» Hosbräuhaus ein« gesuchte Stalte be. sonderer Genüsse bleibi. fundön, daß di« sten ist, we sie Gelegenheiten■ feststellten, daß sie am besten fahren, rch den Seusumoerein deckem Dwse Berbraucher lassen sich nicht beirren, ste wissen, daß sich dt« Treu« zu ihrer Genossenschaft nicht nur im'Augenblick lohnt und weil allsahrlich die Rückoergütuna iöllig ist. sondern, daß sie onmii auch zu einer besseren Gestaltung der Sukünst für olle arbeitenden Menschen beitragen. Da«„Hans Vateelanb' bleibt auch im März er bietungen vielgestaltig und auf dem bekannt heh>___....---.... W. '"" der Direktion gelungen, einen der beliebtesten Berliner Humorist.,' für den„Palrnensaal* zu einem Gastspiel bis Mitte März zu er dann in der 2. Märzhälnsvon dem bat dem Berliner.Publikum in nicht minder hoher Gunst' stehenden Wilhelm Brudow abaelbst wird. Ben dem erfolgreichen Februarprogramm wurde aus allgemeinen Wunsch da» große ..Iazz-Svmphonie.Orchester". da» bekanntlich aus den 12 Capellen des.Haus Vaterland" zusammengestellt wurde, prolongiert. Eine« der«arkautesteu Termine für die Hausfrau und Ihre Sorgen bezüg. lich ihre» Heim«, ist der Ostertermin und wie die Neuanschaffungen für idr S»im dewerkstelliat werden sollen. Di« Firma Teppich-Bursch, Berlin C. 2, vandauer Str. tzZ, das größte und führende Hau» ist der best» Berater für all die Fragen, die sich auf Jbr Heim beziehen. Teppich«, Gardinim. Läufer. pure. Brücken und Borlagen, W-idelsttsfe und Dikoratlonev. alle dtese Artikel spielen bei den ohsgen Terminen eine gewaltige Rolle Und sind der Gegen» stand ernster Sargen. 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Mattnit 13.40: Gustav-MaUler- Konaert 14: Eltcrastunde. I4J0: Kinderstunde. IS: ütiterhaltunssraasllf. 14 Ans Letpsis- Fußball-Länder kamcf. 16.44:..Mßps." Eine Eriäilung von Hans Jenkner. 17..J�rima Irische Balistangep." Hörepiel. 18.30: Ausschnitt von der lOO-Jahrleier der Stadt Spandau 18.50: Beethoven Koasert. 10.15: Sechs Lebensretter: geben einen Bericht 19.50: Sportnachrichten 30: Aus Leipzig: Ali Pascha von"Janma*. Oper von Lortzihs� 33: Wetter-, Tages- und Sportnacfc- richeen. Danach Tanzmusik. Montag, 7. März. 4.30; Gymnastik. Anschließend Frühkonzert 11-15: SChallplatieakoiizert 13.30: Wettermeldungen für den Landwirt 14: Aus K5la: Konzert 15-30: Zwang und Fretheit im Familienleben 15.40: Carl Ludwig Schleich(gest. 7. März 1933). 15.50. Beim Beduinen Scheich zu Gaste. 14.15: Eine Viertelstunde Technik 14.30: Klaviermusik 17: Lieder. 17.30: Jugendstunde. 17.50: Werke lebender Künstler unter dem Hammer. 10.15: Unterhaltungsmnsik. 18.55; Die Funkstunde teilt mit... 19: Stimme zum Tag. 19.10: Gespräche mit Werkleuten 19.35. Tanzabend 31; Tages- und Sportnachrichten 31.10: Aus dem Theater ua �dmlralspaia&t: 4. und 3. Bild aus„Llsolotf. Singspiel von Künnetft. Danach Ahenduotarhaltung. Dienstag, 8. März. MO: Gymnastik. Ansdili«ßend Prübkonzert. 11.15: Mittajiskonrerl IMO: Die Vicn�Istunde fflr den Landwirt 14: Aus Köln Konzert. 15.20; Umms iv eine kleinere Wobnuna- 15.40; Märchen unserer Zeit. 16.06: Arrt Patient und Krankenversicherung. 16.30; U�der. 17; Doktor Ueberall erzählt I7J0: Bflcherstunde 17.45: Amflsantc Zeitungsnotizen. 18 Unterhaltungsiiiusik|8.5S; Die Tunkstunde teilt- mit 19. Stimme zum lag 19.10: Mitteilungen des Arbeitsamtes 19.15; Orchesterkonrerf 20: Aus Breslau...Ta-ra-ra-bumm-de-ra?M A!t- Oesterreicbs Militirkapellmeister 31: Tages- und Sportnachrichten. 21.15: Oucrschnltt ourch die Oper„Die Bürgschaft" von Well!. Mittwoch, 9. März. 6.30: Gymnastik. AnschlieBend FrühkonzerL 9t Von dar Deutschen Wolle- Schulfunk 11.15: Schallplattenkonzert 1340: Wettermeldungen für den Landwirt 14: Aus K8In: Konzert. 15.30: Das Asylrecht 15.40: Sie sind soeben geknipst worden. 16.05: Programm der Aktuellen Abteilung 1640: Jugendstunde. 16.30: Lieder. 17.10: Sonate. 1740; Menschen und Ihre Arbeit 17.55 Ludwig von Wohl Ilesi eigene Erzählungen. 18.15: Studenten diskutieren '!?4Z: Die Ftatistende redt mir... 19: Stimme sfüta Tag. 19.10: Interview da: Woche. 1940: Ans dem Scnallplattenarchlv der Funkstupde 30: Bunter Rudolf- Nolsoa-Aheed. 31-30: Tag«- und SpOrtnachrtehtea. 31.30: Konzen. 33.30; Au: Frankfurt a. M.: Zeitbertchte. Danach Tanzmusik. Donnerstag, 10. März. 640: Gsmnastnt Anschließend Fnihkonzcrt 11.15; Schallplattenkonzert 1343: Die Viertelstunde für den Landwirt 14 Ans KSJn: Konzert 15.30: Schicksal der Witwen tn Indien. 1540: Stars der Vergangenheit. 16.03: Jugendstunde. 1640: Johanne» V lensen spricht über Goethe. Ut Die Knnsl des Empire. 17.35: Populäre» Orchesferkonzert 18.55: Die Funkstunde teilt mit... 1"; Stimme zum Tag. 1940: Bach-Konzert. 19.30: Faust voir Goethe. Danach Tanzmusik Freitag. 11. März. 640: Gymnastik-Anschließend Frühkonzert 9: Von der Deutschen Web-. Schulfunk. 11.15: Mlttaaskonzert 13.38: Wettermeldungen fOr den Landwirt. 14: Aus K61a- Konzert 15.30: Minner In Frauenrollen, 15.40: Das Berliner Wirtschaftsleben 16.05- Oer Zerteil im Rennsport 1640: Das neue Bnch. 16.40: Albert Daudistel liest eigene Prosa. 17: Exotische Volksklängn aus Rußland 18: Gibt es eine Qoetbe-Zelf in der bildenden Kunst 18.30: Zerm Minuten Fnnkhilfe 1845: Von der Landflucht zur Stadlflucht 19: Stimme zum lag. 1940: Die Funkstunde teilt mit.. 19.15: Mitteilungen des Arheitsaniie». 19.30: Berliner, lernt Berlinisch 30; Konzert 31: Tages- und Sportnadj- Theater Sonnlag. des O. Mörz staatsoper unter cen Linden 100- Uhr Aida Ituni&aitspiiltiiiii . itaiaiBttmartt 20 Uhr Cyrano von ßergerac Schtller-Tbeatei Charlotteuburg. 30 Uhr Die endlose Straße Tä|l. 6 u. SVj Uhr Barharossa 9258 VERA SCHWARZ me kitchen pirates FBIEDR. HOLUNDERS..TIosüf-TiBqel" MARIANNE WINKELSTERN m. 5B.8i4.ao.2.5.«uiL tnj TiL: E7 Wädtstl«31 ■ähnlSohlns.Bhf„FflG tf C riKN »>..übi CASlNO-THEAlER»,b Uh. Lothringer SirnOe 97. MirHUuiMMiiniiHiliiiimmiW�iiuiuiwuimiianimuinniinii 4> perotto. V(*r MA- KrtMO i o& 03 Loron MonlkiU-Algt Die Operette: Gestrendet Der Berlin. Komiker Herm. Kran-« Zum Schluß der neue Schlager Der Mann mit den zwei Frauen üutscham 1-4 Personen; Parkett joPi. Faüteuii i.— Mark. Sessel 140 Mark EIN LUSTIGES SPIEL VOM HAUSDIENST 7. März 1932 Musiker-Säle C 25, Kalser-Wllhelm-StraO« 31 BEGINN: 19 50 UHR tINTRITT FREI i VERLOSUNG! HAUSDIENST BERUNER STADT GASWERKE AKI-6ES — HletDM Tb.—1 Tiqppe 1931. f äxL SA. L!ki- DJ» (nausutaiie ■'reis« hl Sonpii. uyd Sonntag nachmittag» 4 Lhi halbe Preise jDie große Funkillustrierto ifür dos schaffende Volk: Reich illustrierter Textteil, mit großem Europaprogramm VOtKSFUN Erscheint wochentL. 48 Seiten stark, in Kupfertiefdrucl 3 OLKSFUN Einzelnummer 25 Pf, monatL 90 Pf. 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Fhoator deeWaetene Täglich 8>k Uh: Die Dnbany in dnfAi>ttnj-I«innkmz tilif Mary tosseft gonnabend v»« Uhr Sonntag v»3 Uhr Kai aas dar nisto Sonn'ag 5 Uhr Die Dubarry BETRIEB A K KEWPIHSKl'l'Jz SU »-BOW Täglich üh: Morgan gahta uns gutl Sreto STohelm Utax Han*«n Orebotzr Dajs« Bei» Th«at«r a-Hoiiendortpiatz Pallas 705i Täglich SV» Uhr Do« rotte tn i Akten l.U4.W«;lf«.Karl Sek) Musik»on Hans May Regle; Btfall Satinluirg nistropoi-lheaier Täglich 8»/i Uhr ein Uefl der Liebe Ana< Ahlrr« Adrl-Aandrocl» Elm»» Vrroho» ä rana FfUx Sonntag 4V, Uhr Die Fiederaaus FA-PAIAST-ZOO mit ANNY ONDRA R.A. ROBERTS* HERMANN THIMIG j 700 OI5 Jojondfrsl IW TW OU Sonnsb. u. St#, such 5°°. Sonnca# such»W ATRIUM jPRI MUS] KAISER ALLE E., P A 1 A S T I Eck«■erllner Straß«'' Vamrk. 1V-3«nd«h* t Nl»äwi« Str. 9» KW J. V Jusdamru. limmüdlichkit lassen{edes Ziel erreichen, Ausdauer und Unermüdlich- keif sind es, die auch die PERTRIX- BATTERIE zu Gipfelleisfungen befähigen. 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AniCh'leSand PrühkonzerL ll.ISi.Wittauskonzert. i;»Wi WettermelduneeB für den Landwirt 14: Aus Köln: Konzert 15.30: Walter Petry liest eigene P'osa. 15.40; Medizinisch hygienische Plauderei 16.05: Begegnungen mit Deutschen in Uebersee. 16.30: Unterhaltungsmusik Als Ciulage: Zehn Minuten Pinn. 18: Schfller unterhalten sich mit Wolfgang G6tz Ober sein Drama.Qneisenau" 18.30: Die Crzählung der Woche 18.55 Die punkstunde teilt mit___ 19: Stimme zum Tag. 19.16: Mozart 19.50; Snortglossen. 30; Morgen ist Wahltag! 30.35; Mitteilungen des Arbeitsamtes 30J10:..Baccacclo''. Operette von SuppO. 33.30: Wetter-, Tages- und Sport- nachrichten. Danach Fanzmusik. Königswusterhausen Sumitag, 6. März. Ab 6.45: Uebertraguns aus Beriin. II. 10: Aus MüncheD: Gedächtnisfeier für Georg Kerschenstelncr. 12: Uebcrtragung aus Berlin. 14�3: 10 Minuten Lyrik. 14.35: Stunde des Landes. IS; Uebcrtragung aus Berlin. 16.4S: Wir ■wollen helfen' 18.15' Junge Generation spricht, 18.55; Goethe und die Natur Wissenschaften 19.20:. Dichterstundc. Deutschlandsender: 17; Unterhaltungsmusik 30: Aus Breslau: Volkstümliches Konzert, 22: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. 22.10; Aus Stuttgart;.,Es wird welter gebaut." Das Zeppelin- luftscfcjfi tn seine? Cntwfcklung mm W ol tvorkehrsmltf e-I. AnschlleBcnd Uebcrtragung aus Berlin. Montag, 7. März. 16? Pädagogischer Funk. 16-30: Aus Berlin: Nachraittagskonzerl 17-30: Die Entdeckung dei elektromagnetischen Induktion 18: Der nationale Charakter der Völker im Spiegel ihrer Musik. 18.30; Spanisch für Arjfängcr. 18.55. Wetterbericht für die Landwirtschaft 19: Aktuelle Stunde. 19.30: Stunde des Landwirts. Anschließend Uebertragung aus Berlin, Dienstag, 8. März. 16.36: Aus Leipzig: Nachmittagskonzert. 17.30: Die soziale Frage im industriellen Betrieb und ihre Lösung. IS: Die Psychologie des Wählens. 18.30: Maschine als Schicksal. 18-55: Wetterbericht für die Landwirtschaft 19; Englisch für Fortgeschrittene. 19.20: Gedanken zur Zelt. 20: Aktuelle Stunde Deutschlaodscnder: 20.20* Aus Danzig:„Drea fahren nach Südamerika." Berichtspiel. 21.15; Tages- und Sportnachrichten. 21.20; Aus Königsberg: Bunte Stunde. 22.20' Politische Zeltungsscnau Danach aus Hamburg: Spätkonzert Mittwoch, 9. März. 16: Pädagogischer Funk. 16.30: Aus Hamburg: Nachmittagskonzert 17.30: Hochschulfunk 18: Vom vierstimmigen Liedgesang. ISJ0: Die Bedeutung des Staatsoberhauptes tn der Demokratie. 18.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft 19: Volkswirtschaftsfunk 19.30: Stunde des Beamten Dcutschlaad- sender; 20-* Aus Leipzig: Konzert 21.45; Aus Leipzig: Alte deutsche Bauern- stbwänk«. 22.20; Wetter-, T4ges-•and Sportaachrichtec. 22 40. Aus tefpzic; U nterhal tunggkoazen. DcDuerstag, 10. Marz- 16? Pädagogischer Funk. 16J0: Au» Königsberg: NachmittagskoHzert 17.31: Wie werden wir bauen? 18: Hochsch uliunk- 18.30; Spanisch für Fortgeschrittene. 18�5- Wetterbericht für die Landwirtschaft 19: Stunde des Landwirts. Anschließend Uebertragung aus Berlin. Freitag, 11 März. 16; Pädagogischer Funk. 16.30: Aus Leipzig: Nachmittagskonzeo. 17.39; Kochschulfunk. 18: Volkswirtschaftsfunk. 18.30: Hören musikalischer Formen. ISJ55' Wetterbericht für die I�ndwirUchaft 19: Wissenschaftlicher Vortrag für Zahnärzte. 19.30; Stunde des Arbeiters. Deutschlandsender: 29: Aus Breslau; Die schönsten deutschen Volkslieder. 21; Tages- und Sportnachrichten. 21.10; Uebertragung aus Berlin Sonnabend, 12 März. 16: Der Unterhaltungsroman. 16,30: Aus Hamburg: Nachmlttagskonzert 17.30; Viertelstunde für die Gesundheit 17.50: Viertelstunde Funktechnik. 18.05; Deutsch für Deutsche, 18-30: Hochschulfunk- 18.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft. 19, Englisch für Anfänger. 19.30: Der Staat ais Aufgabe und Schicksal des Volkes. Deutschlandsender: 20; Aus Hamburg: Globetrottel auf großer Fahrt Eine parodistisch-satirische Weltreise in Versen und Liedern. 22; Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Anseht Uebertragung aus Berlin. Eleg. Damen-Kuf, a- ein. Lieereii-tioh. mit Banobletuen o. 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Dem Polizeipräsidenten Srzesinski wird die Befugnis zugesprochen, den er» kennenden Teil des Ilrteils binnen sechs Wochen nach Zustellung des reckst e- krofiiaen Urteils an ihn auf Kosten des Angettagten in den Zeitungen„Der Angriff" und„Vorwärts" ie einmal öffentlich bekannt zu machen. Die Kosten de» Derfadrens werden dem Angeklagten auferlegt. esssnKZusrsn y. Heiserkeit reinwollene Qualität, mit gestreifter Weate. moderne Farben, Holere torta Erfinder- Vorwärtsstrebende 10000 MH. Btiaiinung Näheres Kostenlos durch f. Erdmcnn d Co., vsr In üW ll. UNZEN ■uufl BALL— Berlin o«. H UNZEN- I8S7 M h sndlun« WUteeimstrAS««4 Jir. III* 49. Jahrgang 4. Beilage des Vorwärts Sonntag, 6. März 1932 9bn UUmlifi und die fremde 3)ame Sias tllürchen von der klugen Hausfrau/ ton srederik Louisen I b n K h a l isi und seine Träum«. Nicht viel größer und nicht viel hübscher als ein Strauchbesen war die Zypresse vor jener Holzbaracke, in der Jbn Ähalisi, der Geldwechsler, seinem Geschäft nachging. Treu und brav saß er in Sommerhitze und Wintcrkälte hinter seinem Tisch, unbekümmert, ob der Regen ihm ins Gesicht sprang oder ob der Sonnenschein die Holzbude erhitzte, so daß sie glühte wie der höllische Schlammfluß. der allen zubereftet ist, denen Mohammed am Tage des Gerichts eine Handreichung verweigert, wenn die Brücke zum Himmelreich über- schritten werden soll. Jahraus jahrein saß Jbn Rhalisi in seiner Bude, zählte Klein- geld, probierte den Klang der Münzen aus einem schwarzen Basalt- block, biß mit seinen starken Zähnen hinein, immer aus der Hut vor Spitzbuben oder Straßenjungen, die im Vorbeistreichen sich leicht einen Stapel ankramen konnten. Jbn begann zu ergrauen und wurde ein stiller Mann. Wenn er sprach, so geschah es mit einer möglichst leisen Stimme, getreu dem Wort des Meisters:„Könnte durch den lauten Klang einer Stimme ein Haus erbaut werden, so würde der Esel zwei Häuser täglich bauen." Auch zu Hause war er still, und seine Frau Kharije sprach nichts Ueberflüsiiges zu ihm. Blickt« er aus seine Kinder, so schwiegen sie. Jbn Khalisi war jedoch nicht immer so ruhig, wie er aussah. Er hatte seine Träume, die ihm das Blut in die Wangen trieben. Er wollte einmal einen großen Schlag machen. Wie das vor sich gehen sollte, war ihm nicht ganz klar, denn sein Geschäft bestand darin, Paras in Mctelliks zu wechseln, zwei Paras in 20 Metelliks, wovon er selbst den einen behielt. An guten Tagen hatte er bis zu 20 Paras Ueberschuß, aber es gab auch Tage, an denen er nur vier verdiente. Zu Hause hungerten sie zwar niemals, weder er, noch die Hausfrau, noch die Kinder. Aber niemals waren auch die Mittel da zur Reise noch Inschua Dagh und nach den Wäldern am nördlichen Bosporus, wo Jbn Khalisi geboren und ausgewachsen war. Der Verdienst von drei Tagen würde draufgehen, ja noch mehr, denn sie mußten ja das Süßwaffertal passieren, wo an jedem Freitag die Karussells mft den Seelöwen und Flußpferden lockten. Und ohne die Kinder würde er die Reise nicht unternehmen, denn die Freude wäre nur gering, wenn er ihnen nicht die Wälder seiner Kindheit zeigen könnte. In solchen Augenblicken tröstete sich Jbn Khalisi damit, daß er zu der kleinen Zypresse vor seiner Bude ausblickte. Sie hatte Zapfen wie Halles Silber und st« hatte aus der«inen Seite zwei Aeste, die aus der dunklen Laubmass« herausragten. Diese Aeste glichen Bäumen über einem weichen, hohen Grasplatz. Diese beiden dünnen Zweige verhalfen Jbn Khalisi zu seiner Wanderung. Er stieg unter Baumkronen die grasbewachsenen Bergpfade empor und setzte sich dann unter den großen Baum unter den Gipfel, um seine Kastanien zu rösten. Mitunter kletterte er auch ins Baumgeäst und fand Vogelnester. Die Da nie mit dem S chTe'l« t.'"'"" Au einem schönen Frühlingstag trat eine seine Dame, eine richtige Khanum, an seine Bude, legte vier Paras vor ihn hin und fragte zugleich nach dem Weg zur nächsten Landungsstelle. Jbn Khalisi wechselte das Geld und antwortet« ihr wie gewöhnlich mit leiser Stimme. „Du mußt etwas lauter mft mir sprechen, ich bin ein wenig schwerhörig", sagte die feine Khanum und lehnte sich über den Tisch. Undeutlich sah er ihr weißes Antlitz hinter dem schwarzen Scidcnschleier. Als sie mit ihrer Hand seinen Arm berührte, war die ganze Holzbud« mit lieblichem Dust erfüllt. Jbn Khalisi rief die Antwort direkt in ihr Ohr hinein, und ihr Jaschnak streiste seinen Fez, als sie den Kops zurückbog. Nachdem sie gegangen war, begann der verwirrt« Geldwechsler seine Stapel zu zählen. Trotz ihrer feinen Kleidung tonnte sie ja eine Diebin sein. Aber es war alles da, und als er ihre vier Paras zusammensuchte, bemerkt« er, daß die eine Münz« ein Gold- stück war. Zuerst wollte er rufen, ober dann dachte er an ihre Schwer- Hörigkeit, und als ehrlicher Mann legte er das Goldstück beiseite, um es ihr zu geben, wenn sie wieder zurückkäme. Aber der Tag verging, und die feine Khanum kam nicht wieder. Der Wind zauste die Zypresse. Jbn Khalisi hatte unruhige Ge- danken. Der Duft war in der Bude hängen geblieben, und Jbn Khalisi wünschte ihn nicht fort. Heimgekommen berichtete er seiner Frau die Begebenheft. Kharije bat ihn inständig, das Goldstück am nächsten Tag wieder mitzunehmen, damit sie keine Schwierigkeiten mit der Polizei hätten. Ein« solch« Dame hatte feine Verbindungen, kannte vielleicht sogar eine von den Frauen des Padischah. Noch ein Goldstück. Am nächsten Tage saß Jbn Khalisi wieder in seiner Bude, und es half gar nichts, daß die Zypresse an diesem Tage ruhig wie eine Nadel dastand. Der Geldwechsler erhob sich und setzte sich wieder, so etwas war nie zuvor geschehen, aber er konnte ja den Platz nur überblicken, wenn er aufstand. Um die Mittagszeit kam die feine Khanum wieder. Jbn Khalisi spürte chren Duft, bevor er sie erblickte und hatte schon die Hand um das Goldstück geballt und überlegte dabei, ob er als Belohnung einen Para oder zwei verlangen sollte. Die fremde Dame legte wieder vier Paras auf den Tisch und fragte nach dem nächsten Weg zu Top Kapu. An diesem Tage hatte Jbn keine Sorge um seine Geldstapel, obwohl sie sich mft dem ganzen Oberkörper in seine Bude hineinlehnt«. Als sie gegangen war. sah er sofort nach, und unter den vier Paras befand sich wiederum ein Goldstück. Mft einem Freudenschrei sprang Jbn Khalisi auf. Das war ein Abenteuer, das war der große Schlag, von dem er lange Jahr« geträumt Halle. Er tonnte nicht warten, er schloß sein« Bude, ob» ivohl es erst Mittag war, und eilt« nach Hause zu seiner Frau. Kharije härte ihn ruhig an und sagte: „Sie hat deine Lenden erblickt." „Jbn Khalisi errötete und schwieg, ober die Frau fuhr fort: „Auch deine breite Brust hat sie gesehen und dein« starken Arme. Sie hat gesehen, daß du ein schöner Mann bist." Das war die Wahrheit, und was noch mehr war, Jbn Khalisi liotte sich immer sauber und angenehm gekleidet. Ihm genügte e- nicht, Haupt und Hände zum Freftagsgebct zu wascheu, sondern u wusch sich täglich, bevor er auf der Gebetsmatte niederkniete. Und das Lendentuch zog er so stramm, daß er um die Taille lanzen- schlank wurde. Verwirrt bewegte Jbn Khalisi seine Hand über die schweiß- bedeckte Stirn. Endlich brachte er die Antwort heraus: „Was soll ich da machen?" „Abwarten und sehen, was morgen geschehen wird." Kharije und das Paket. Aber am nächsten Abend kam Jbn Khalisi mit finsterem Gesicht nach Hause. Zornig schleuderte er ein kleines Paket Kharije zu Füßen. „Sie hält mich zum Narren. Sieh nach." In dem Papier, das die Hausfrau auseinanderfattete, befand sich ein wenig Mehl, ein Stein und ein Platanenblatt. Lange saß Kharije schweigend da und betrachtete das alles. Dann hob sie den Kopf und sagte: „Jbn, meine Freude, die Sache ist klar. Sie bittet dich, morgen früh zu kommen, dann ist ihr Mann verreist. Sie wohnt auf dem Mehlmortt, vor ihrem Haus ist ein Neiner gepflasterter Platz, über der Gartenmauer kannst du eine Platane sehen. Unter dieser Pla- tane wird sie dich erwarten." Jbn Khalisi schüttelte den Kopf und fragte wieder:„Was kann ich da tun?" „Du tonnst zu ihr gehen und mft ihr deine Freude haben." Aber Jbn Khalisi war ein rechtgläubiger Mann und lieh sich nicht so leicht überreden. „Ich habe immer sagen hören: sllildige nicht mit deines Nächsten Weib, damit er nicht späterhin das gleiche mit deinem Weibe tut." „Das gilt, wenn die Reichen unter sich sind und wenn die Armen unter sich sind, aber nicht, wenn reich und arm einander begegnen. Das bitterste aller Kräuter ist die Armut, aber sie gibt dir das Recht zu jeder Freude, die sich dir darbietet. Denn der Arme ist wie ein Wurm. Was er auch frißt vom Vorrat der Großen oder nicht frißt, er bleibt derselbe. Merke dir das, meine Freude." Noch einmal schüttelte Jbn Khalisi den Kops und machte einen letzten Einwand: „Ich habe immer sagen hören: steige nicht ein in die Gärten der Großen, um dich ihren Frauen und Töchtern zu nähern." „Du oergißt, daß diese Khanum selbst dich bittet, zu ihr zu kommen, unglücklich wie sie ist bei einem Mann, der sie nicht ehrt mit seinen Küssen." Da beugte Jbn Khalisi sein Haupt und murmelte: „Deine Worte brennen mir wie ein Sommerfieber." „Jbn, meine Freude", nahm wiederum Kharije das Wort, „höre auf mich und sei nicht zornig, was auch du von mir hören wirst. Du warst ein schmucker Mann, als du zum erstenmal meinen Jaschnak lüften durftest und mir ins Antlitz blicktest, und du bist ein schmucker Mann bis auf den heutigen Tag. Aber damals waren deine Küsse gesalzen und es war ein weißes Glimmen in deinen Augen. Jbn, meine Freude, ich will dir berichten, was mein Vater immer sagte, der reich genug war, um zwei Frauen zu haben, und er liebte sie alle beide So pflegte er zu sprechen: ein Mann mit nur einer Frau ist wie ein ausgetrocknetes Nußbett. Jbn, du wirst die Wahrheit dieser Worte verspüren, wenn du den Jaschnak der feinen Dame zurückschlägst, und auch ich werde die Wahrheit der Worte verspüren, denn sie wird dich nur sehen können, wenn ihr Mann verreist ist, ich dagegen bin immer bei dir." Am nächsten Morgen, als Kharije ihrem Mann demütig das Handtuch reichte, nachdem er sich gründlicher als sonst gewaschen hatte, begann sie wiederum von dem zu reden, was ihre Gedanken beschäftigte: „Du wftst sie sehr schön finden, Jbn, meine Freude! Ihre Augen werden den Schein von jungem Silber haben, ihre Haut ist feiner als die weißen Stickereien in den Haremen der Reichen. und wenn ihr Atem über dein Gesicht weht, so wirst du meinen, das wäre der Frllhjahrswind. Sie wird hoch ragen und sich weit ausbreiten wie die Zeder, aber nach deinen Worten wird sie sich hinneigen zu dir. Du wirst dich wundern, wie der Araber der Wüste, der zum erstenmal das Meer erblickt." Die Dome entschleiert sich. Gestärkt durch diese Worte zog Jbn Khalisi von dannen und fand auch richtig das Haus auf dem Mehlmarkt. Er klopfte ein wenig furchtsam, aber ein kleines Mädchen schloß auf und führte ihn lächelnd geradcswegs zur Platane, unter der die Khanum saß, schleierlos, das Antlitz ihm zugewendet. Sie erhob sich sofort. Sie war nicht ganz, wie Kharije sie geschildert hatte. Sie war klein und schwerfällig, hatte eine dicke Nase und eine Warze mft großen Haaren an dem einen Mund- winket. Aber jetzt war Jbn Khalisi ja da, und er war ein höflicher Mann und kniff sie sofort in dos eine Bein. Mehr will ich nicht erzählen, denn wenn die Küsse von den Lippen der Frauen zu perlen beginnen, so sind sie alle gleich Aber Jbn Khalisi ging fröhlich von danne», und schon am nächsten Frcftag begab er sich mit der ganzen Familie ins Süß- wassertal. Die Kinder jubelten, während sie sich an die Seelowen und Flußpferd« des Karussells anklammerten, und später führte er sie alle nach Iushua Dagh und zeigte ihnen die Wälder seiner Kindheft. Und an diesem Abend hatte Jbn Khalisi, als er mft Kharije allein war. den weihen Schein der Jugend in seinen Augen. .Autorisierte Iledersetrung aus äem Däniscben von D. Luschuat, SSn SäcJtfifches,JlllsBufächfifches ' Sparsamkeit. Na nu, Sie sitzen recht bedebbert offti Kamiabee. Sinn Sie krank? Ja, mich Haids gebackt. Das macht das Jewvgangswedder. Da Hamm Se wohl im Schimbben? Doch mft. Unn dn Huf den— iewcrhaubt so n« holroe Gridb«. Utrn was sagdn dr Dokdr? Nif cht. Der muß doch was sagen. Oder Hamm Sie so cnn schdilln, der Gichden Dag sagt, feine Rezebd« schreibt unn wieder abrickt? Was hadr Ihn dcmi ferschriem, Billn öder Dabledden? Nif cht. Awr Beschdrahlung? N«e. Was denn da? Aergcndwas mußr doch ferfchreim, zu was Hamms» denn sonst? Mi«r Hamm doch gar keen. Ach, Sie gähm wohl nischt off de ärzdlich« Wissenschaft? Sie, das Halde ich awr fr cnn Fehler. So Sie so krank sinn, daß mrs Ihn an dr Nasenfchl'itze ansieht. Unn grade mit den Ertäldungs- krankheedcn, da kaimner doch gar nich forsichdj genug sinn. Dia sinn midunder heimdickisch. Ich weeh schon. Unn drotzdem Hamm Se keen Dokdr? Forleifig nich. Awr mier warn schon noch een holn. Filleicht, wenns zu schbähd is. Das will ich nich hoffen. Awr worden nmß ich drwegen»och. Off was denn? Daß noch eens oder s sichre fon mein Leiden krank werd. Es kennde doch mec glich sinn, daß ich«ews anschdecke, nich wahr? Unn so lange wolln Sie worden, eh Se dn Dokdr holn? S werd mr nischt weider iewrig bleim. Wieso denn? Ja, wissen Se. dos Hamm mier im drfon, daß mier gedacht hamni, mier kennden die Beidräge fr de Krankenkasse schbarn. Da warn mier mal all« midnander«nn« Weile nich krank gewesen, unn da sinn mier ausgedreden. Seiddem sinn mier dn Dokdr gegeniewr sozusagen Brifahdbazzjenden,, aus unfrer«egenen Dasche. Unn des- wegen missen mier ahm erseht ä bisse! was zusammkomm lassen, eh miersch uns leisten kenn, dn Dokdr zu holn. Berufswahl. Ich habbs ja ftnmer gesagt: Klecne Kinder, kleen« Sorgen, groß« Kinder, groß« Sorgen. Hamm Sie denn solche große Sorgen mit Ihr» Kindern? Nn! Unser Rudi kommt doch jetzt aus dr Schule. Unn was denken Se denn: will der Junge durchaus Musiker wer»! Dos-is doch ä gans scheener Beruf. Jewrlcgen Se doch bloß mal. was das fr Sie als Mudder fr ä schdolses Gefiehl sinn muß, wenn der wo schbieft, unn se hcern alle so andächdj.zu. Memd- wegen in Rahdjoh, wo» de ganse Welt heert. Das Hamm se doch sogar schon bein Hoddendodden. das Rahdjo. Ich an Ihrer Schdell«, ich dähdn Musiker wer» lassen. Das bringt awr doch nischt ein. So? Werd dos ja schlecht bezahlt? •et*): 's geht. Awr der will doch Drontbeder wern. Da lassen Sn doch, wennr Lust drzu hat! Ne«, das leid ich nich Fleede, das mcchds allnsalls noch sinn. Awr Drombed« nich. Unn folldens so ne große, dien um gansen Bauch rumgeht. Ach, Sie denken wohl, da isr zu schwach drzu? Weil die so schwer is? Das nich. Awr was da alles sinn will! Oder meen Sie, seine Buhsde reecht emenide nich zum Blasen? Ach oia. Awr de Nähmschbesen! Was denn fr Nähmschbesen? Hamm Sie odwa Anzjt, fon den Blasen geweendr sich s Saufen an, weilr egal enne drockne Kehle hat? Nee. Awr die Drombeden sinn doch aus Messing. I Na und? Nitzt sich das schneller ob wie andre Medalle? H«rrgodd, nee! Awr gebutzt musses wern! Unn nu iewerlegen Se sich doch bloß mal, was da fr fiele Butzbomad« drzu ge heert! Modernes* Sditrimmbaffinvorlöooyahren Zu Kisch im Irak, das man die ällefte Stadt der Welt genannt hat, schreiten die englisch-amerikanischen Grabungen rüstig fort, und es wird berichtet, daß man jetzt ein großartiges Schwimmbassin im Hof« des Känigspalastes der Sasaniden freigelegt hat. In Kisch bestand eine bedeutende Siedlung, die von den sasanidischen Herrschen, angelegt war: die Ruinen dieser Stadt, die sich mehr als 8 Kilometer nach Osten erstrecken, sind bisher nur zum Teil erforscht. Das Schwimmbassin ist«ine technisch so vollendete Anlage, daß sie durchaus mit den modernsten Einrichtungen verglichen werden kann. Das große Becken von 15 Meter Länge und 12 Meter Brette war mft glasierten Ziegeln ausgelegt und hatte eine Wasser- Zuführung, die durch ein kompliziertes hydraulisches System erfolgte. Röhren, die aus zemeMierten Ziegeln bestanden, führten beständig frisches Wasser zu und erhielten durch Abflüsse den Wasserspiegel auf einer bestimmte» Höhe. In dem Königspalost wurde auch eine wundervolle Sanunlung von blau glasierten Töpferwaren gefunden: es ist die erste vollständige Serie safanidischer Töpfereien, die man geborgen hat. Terrakottaköpfe von Männern und Frauen, die ebenfalls ans Licht traten, geben eine Vorstellung davon, wie die Bevölkerung der Stadt unter der sasanidischen Herrschaft aussah. Andere Grabungen erweiterten die Kenntnis der älteren Niederlassungen in Kisch. Die ganze Westseite des Tempels des Nebu- kadnezar ist jetzt freigelegt und ebenso die Nordseite des siunersschen Tempels, der um 3000 v. Chr. erbaut wurde. Dieser Tempel hat zwei große Türme, riesige Bauten aus Ziegeln, von denen einer über 00 Meter hoch ist. Dias« Türm«, die vielleicht Gräber bedeckten wie die ägyptischen Pyramiden, sind gegenwärtig noch eins der Geheimnisse von Kisch. Gegen 100 Täfelchen mit Inschriften aus der Zeit Nebukadnezars, die ebenfalls zu den neuesten Funden gehören. erzählen allerlei von dem lebhaften Gcschäftsleben, das damals in der Stadt herrschte. Wolkenkratzer. Heute gibt es In den Vereinigten Staaten 377 Ge» bäude von zwanzig oder mehr Stockwerken. Wespenstiche sind besonders gefährlich, wenn sie den Nacken, das Gesicht, die Zunge oder die Kehle treffen. £ia Frosch legt an Jahre etwa 2000 In Jjeipmig beginnt die Wetfe Sin Weber Mick/ Ton Jtugo 3>oetsfcii Die diesjährige Leipziger Frühjahrsmesse beginnt htute und dauert für die Mustermesse bis zum 12. März, einige der Spezialmessen, wie Textil-, Möbelmcsse usw. schließen früher. Die Leipziger Messen sind wohl die ältesten aller Messen, ihre Anfänge reichen bis weit in das Mittelalter zurück. Das erste amtliche Dokument, das auf die Leipziger Messe hinweist, gehört der Zeit zwischen IlStZ und 1170 an: es ist ein Privileg, das im besonderen auch ein praktisches abgekürztes Gerichtsverfahren gegen unpünktliche Zahler vorsieht. Ferner wird die Leipziger Messe in einem Schutz- bries des damaligen Landesherren Markgrasen Dietrich von Landsberg vom Jahre 1268 erwähnt. In diesem versprach der Markgras, die zur Messe reisenden Äaufleute zu schützen, selbst dann, wen» er mit ihren Landesherren etwa in Fehde läge. In jener Zeil gewiß keine überflüssige Maßnahme, denn die vollgepackten Lastwagen der damaligen Handelsherren bildeten nur zu oft eine willkommene Beute für die ritterlichen Wegelagerer. Im Jahre 1437 sicherte Äaiser Maximilian I. den Leipzigern das Recht auf die drei jährlichen„Jahrmärkte". Jahrmärkte? In der Tat, aus kleinen Anfängen, aus Jahrmärkten, wie sie Im Mittelalter in allen deutschen Städten abgehalten wurden, hat sich die Leipziger Messe herausgehoben bis zu der heutigen Bedeu- tung. Im Jahre 1S07 erhielt Leipzig dann das zweite große Messe- Privileg, das den Leipzigern ihr Recht, Niederlagen und Stapel mit großen Warenlagern zu haben, bestätigte und bei des Reiches Acht und Aberacht verbot, fortan Jahrmärkte und Messen oder Nieder� tagen in einem Umkreis von fünfzehn Mellen ringsum die Stadt Leipzig aufzurichten. Was ganz besonders die Entwicklung Leipzigs und seine Messen begünstigte, das war und ist seiine günstige Lage im Herzen Deutschlands, am Schnittpunkt großer völkerverbindender Handelsstraßen. Der Handelsverkehr zwischen den germanisch- romantischen West- und Mitteleuropa und dem slawischen Osten und dem islamitischen Orient konzentrierte sich in Leipzig. Vom Rhein durch Westfalen zog sich eine der wichtigsten Straßen nach Osten hin bis Moskau, wesllich vom Rhein lief sie über Paris bis Spanien. Sie hieß die„Hohe Straße" und sie führte ebenso über Leipzig, wie die„Kaiserstraße" vom Norden über Nürnberg bis nach Rom. Hier in Leipzig wurde der Austausch zwischen West- und Ost- europa bewerkstelligt. Vom Orient kamen Gewürze, Tevpiche, Seide: Pelze und Leder aus Rußland: aus den westlichen Ländern Tertll- waren und andere Produkte: Felle. Rauchwaren, Hanf usw. wurden von Asien der bis nach Spanien hinunter gehandelt. So nahm die Leipzioer Messe mit dem 12. Jahrhundert eine Entwicklung, die sie zur größten Messe Deutschlands machte und von Beginn des 17. Jahr- Hunderts an war sie auch als die größte Messe Europas anzusehen. Schon in früheren Jahrhunderten war der Verkehr auf der Messe vollkommen international Unter den Besuchern der Messe fehlten selbst Kausseute— für damalige Verhältnisse— aus wert- entfernten Ländern nicht: Türken. Armenier, Perser, Tataren usw. waren regelmäßig auf der Messe. Der Grundvfeiler der Leipziger Messe ist aber mehr und mehr die heimische Industrie ge- worden Den Spielwarensabrikanten aus dem nahen Erzgebirge und aus Thüringen schlössen sich die von Nürnberg»"d Wirth an. den Metallwaren des Erzgebirges folgten die aus Remscheid und Solinaen. Und ebenso ging es mit der keramischen Industrie, Porzellan usw., die ebenfalls schon frühzeitig um Leipzig herum sich entw'cke'te. Früher wurden die Messen nicht wie heute in modernen Palästen abgehalten, sondern in den großen Höfen, wie wir sie in der Leipziger Innenstadt heute noch seben können. Rechts und links bestnden sich eine große Anzahl von Gewölben, zu beiden Seiten tiele Keller. Hier luden die Kaufleute ihre Waren ab, hier wurde gehandelt und getauscht. Damals handelte man auf der Leipziger Messe auch mit Büchern, die heute von der Messe ziemlich ver- schwunden find, etwa seit 16?Z, als man den Buchhändler- börsennerein gründete. Von der Frankfurter war der Bücher- markt auf Leipzig übergegangen, in der Hauntlache deswegen, weil in Frankkurt sich die stgenannte Bücherkommission befand, die vom Kaiser Maximilmn eingesetzt wurde. Sie hatte die Aufgabe, alle Bücher zu zensieren und daraufhin durchzusehen, ob sie nichts Ketzerisches enthielten. Die Messen zogen auch allerlei fahrendes Volk an. Bis zum Jahre 1570 durften Theatersviele nur auf den Messen aufgeführt werden. Nach dem Dreißigjährigen Kriege spielten unter Gottsched die besten Künstlertruppen Deutschlands in Leipzig. von der worenmesse zur Mustermesse. Der Höhepunkt der Warenmesse wurde etwa um 1830 bis 1840 erreicht. Verkehr, Handel und Produktion hatten durch die Erfindung der Dampfmaschine, durch die Eisenbahnen ganz neue Formen an- genommen, waren andere Wege gegangen. Der deutsche Zollverein wurde gegründet, die vielen Grenzen fielen weq. Das erleichterte die Beschickung der Messen, den Austausch der Güter über- hauot. Aber zugleich barg diese Entwicklung den Todeskeim für die Messe in der bisherigen Form in sich. Die Eisenbahn ermöglichte ungefährdet große Warentransporte ohne persönliche Begleitung des Kaufmanns. Es erübrigte sich, von weither große Mengen Waren erst nach der Messe zu schaffen Und immer grössere Mengen mußten zum Verbrauch bereit sein. Das Institut der Musterretfenden kam auf: diese boten nicht bloß zur Messezeit, sondern ständig den Käufern die Waren ihrer Firmen an. Viele Artikel, die bis dahin lediglich auf der Messe behandelt worden waren, fielen fort. Die Zeit der Messen schien vorbei. In der Tat sind in jener Zeit die meisten eingegangen. Auch die Leipziger Warenmesse ließ sich als solche nicht mehr halten, aus der Warenmesse entwickelte sich die M u st e r- nve f f e Der Verkäufer brachte jetzt nicht mehr die ganzen Warenpartien, sondern nur die Muster zur Messe, nach denen der Einkäufer seine Waren bestellen konnte: die bestellte Ware geht dann vom Fabrikationsort direkt an den Besteller. Trotz der pünktlichen, sorg- samen und schnellen Beförderung von Waren durch Eisenbahnen, Post usw. erhält sich die Leipziger Messe als Mustermesse und dehnt sich immer weiter aus, sie ist durch alle diese vorzüglichen Verbin- düngen nicht zu verdrängen, weil nicht voll zu ersetzen. Nicht alle Waren lassen sich als Muster im UmHerreisen mitführen. Man denke daran, daß wir heute in Leipzig eine Technische Messe (Maschinen), eine Baumesse(ganze Bauten werden vor dem Beschauer aufgeführt) haben. Artikel, die einen großen Raum ein- nehmen; es gibt auf der Leipziger Messe eine große Anzahl Firmen, die mehr als 400 Quadratmeter Ausstellungsfläche nur für ihre Muster benötigen. Der Käufer kann hier die Artikel, die er kaufen will, in voller Aufmachung ansehen Ein Besuch der Messe erspart den Besuch von vielen Fabriken. Einkäufer und Käufer treffen sich hier, regeln ihre Geschäfte, halten mündliche Aussprache. Die Käufer erwarten alljährlich auf der Messe irgend welche Neuerung in ihrer Branche. In der Nachkriegszeit veranlaßte der große Warenhunger viele Städte, Messen abzuhalten. Viele sind bald wieder eingegangen oder sie haben nur lokale Be- deutung erlangt. Auch die im Ausland erstandenen Messen, die als Konkurrenz gegen Leipzig gedacht waren, haben keinen großen Auf- schwung angenommen. Größere Bedeutung haben nur die Berliner Messen und Ausstellungen erlangt. Hier hat man sich in weiser Beschränkung auf Sonderausstellungen wie Funk, Auto usw. gelegt und diese haben sich bereits internationale An- erkennung errungen. *** Die heutige Bedeutung der Leipziger Messen mögen einige Zahlen nach den Mitteilungen des Leipziger Messeamtes illustrieren:. Die Leipziger Messen der letzten Jahre wiesen im Durch- schnitt 150 000 bis 200 000 geschäftliche Besucher auf, davon einen beträchtlichen Prozentsatz aus dem Ausland.(Im Frühjahr 1931: 27 486 Ausländer.) Die Zahl der Aussteller betrug im Durchschnitt rund 10 000(darunter im Frühjahr 1931; 1154 Ausländer). Ein Vergleich mit der Zeit vor dem Kriege zeigt das ungeheure Wachsen in der Nachkriegszeit. Die Zahl der Einkäufer zur Frühjahrsmesse 1914 betrug 20 000, im Frühjahr 1330 aber 180 000. Die Zahl der Aussteller stieg in derselben Zeit von 4253 auf 3540. In den vierzig Messepalästen der Mustermesse in der Leipziger Innenstadt steht eine reine Ausstellungsfläche von 138 702 Quadratmeter zur Ver- fügung. Einzelne Länder, wie Oesterreich und die Tschechoslowakei haben ihre eigenen Meßpaläste. andere, wie Sowjetrußland und Chile ihre Pavillons auf dem Meßgelände der Textilmesse Diese, wie die Baumesse, technische Messe haben ihre eigenen umfangreichen Gebäude. Der„Verein deutscher Maschinenbauer" hat eine eigene Halle für Textilmaschinenbau. Der Grad des Verkehrs auf der Leipziger Messe und der dort getätigte Warenumsatz werden von der Volkswirtschaft oft als ein Barometer für die Wirtschaft überhaupt betrachtet. Hoffen wir, daß die diesjährige Messe einen günstigen Ausblick auf die kommende Zeit gewährt. fflalb£öwe, halb ftiger Sine Begegnung im TüuSeum/ Ton Srna täilfing Löwen ui«d Tiger, diese beiden natürliehen Feinde miteinander zu versöhnen, haben sich schon oft die Menschen als reizvolle Aufgabe gestellt. In den sogenannte» gemischten Roubtiergruppen hat man nach dem Gewöhnungsprinzip die Tiere miteinander arbeiten lassen. Doch darüber hinaus hat man es bereits zuwege gebracht, daß Löwe und Tiger miteinander Hochzeit feierten. Früher war das für den Tierhalter, da die Einfuhr an Großraubtieren nur sehr karg war. ein höchst kostspieliges Wagms, da l«i einet solchen Liebesspielerei die Tiere leicht Schaden leiden können. Heute, wo jeder Zirkus und jeder Zoologische Garten Raubtiere zieht, und man fast nicht mehr weiß, wie man den Raubtiersegen unterbringen soll (man hat sogar Raubtiere erschossen, um die Futterkosten zu sparen), ist der Tierhalter selbstvcrstäivdlich viel eher Experimenten zugetan. So sind jetzt wieder in Dresden vier Bastarde aus der Mi- schung Löwe und Tiger zur Welt gekommen. Sie sind als inter- essante Schaustücke von den verschiodensten Zoologischen Gärten erworben worden: das gleiche Schicksal hatten vor Jahren die H a g e n- beckschen Bastarde. Heute ist immer viel Geschrei um ein solches Tier und ein gut Teil der Presse, ganz und gar auf Sensation eingestellt, möchte von jedem Tier den Anschein erwecken, es sei das erste in seiner Art. Darum ist es angebracht, einmal des ersten Abkömmlings eines Löwen und einer Tigerin zu gedenken Ihn zog kein Zoologischer Garten, sondern die van A k e n s ch e Menagerie. Sie ist sehr gut gewesen und l>at damals das zoologische Wissen erheblich er- weitert. Hat doch kein Geringerer als Dr. H. Lichtenste in, vor über 100 Jahren indasBcrlinerMuseumfürNatur- künde gekommen. Er ist 3Vs Jahre alt geworden. Cr hat den Kopf einer Löwin mit den Ohren eines Tigers, jedoch fehlen außen die weißen Flecken. Der schwarze, bei Tigern ülliche Längsstreifen ist auf dem Rücken unterbrochen, er ist in der Färbung besonders kräftig, wo die Querstreifen ansetzen. Der Schwanz erinnert an den des Tigers, doch ist er zum Schluß stark verhornt. Er l)at jedoch keine Quaste. Die Schnurrhaare sind nicht allzu lang: sie können am Wagengitter abgestoßen sein. Das Fell fühlt sich löwenmäßig an; denn der Tiger ist geschmeidiger und weicher. Oder sollte diesem Bastard, der dem berühmten drstten Geschlecht angehört, das Fell als Wärmeschutz so dicht gewachsen sein? Wagenheizung hat man damals nämlich noch nicht gekannt. Ebenso war die Fütterung seinerzeit nicht die richtige, weil den Raubtieren durchweg ausge- blutete? Fleich verabreicht wurde. Heute aber weiß man, daß aus- geblutetes Fleisch nicht alle Nährwerte enthält, di« das Tier unbedingt braucht. Der Bastard Nr. 1 ist ausgestopft nach damaliger Methode. Er steht nicht in der Schausannnlung, sondern in einem der Wissenschaft- lichen Säle, lieber kurz oder lang wird der Kustos der Säugetier- sammlung, Dr. Kohle, ihm wohl das Fell über die Ohren ziehen lassen: da heute ein ausgestopftes Tier tatsächlich seine Auferstehung feiern muß. Es darf nicht mehr so fpreizleinig und verkehrt stehen, wie der Präparator es vor 100 Jahren hinstellte. Und für die wissenschaftliche Sammlung stopft man auch nicht mehr jedes Tier aus, sondern hängt nur noch das Fell auf, um Raum zu ersparen. königlicher Geheimer Mebizinalrat und Professor, zu einem Buch> Wir sind tatsächlich sehr viel weiter gekommen in der Haltung der die erläuternden Bemerkungen geschrieben, das 1830 erschien und Tierbilder enthielt, die C. L. Müller in der van Akenschen Me- nagerie nach dem Leben gemalt hatte. Der berühmte Bastard, von dem hier die Rede sein soll, ist lebendigen Tiere und ihrer späteren Verwertung für die Museen. Dennoch dürfen nicht die Menschen vergessen werden, die Vorarbeiten geleistet haben und zu ihnen gehört ganz bestimmt van Aken mit seiner Menagerie. XetSBle flachrichlen SEur Wrife der SlanMhealer Zu de» Pressenotizen über eine Reorganisation der Staats- theaterverwaltung bemerkt der Amtliche Preußische Pressedienst folgendes: Durch die Notoerordnungen, die den Wegfall der Staatstheaier in Kassel, Wiesbaden und des Schiller-Theaters zur Folge haben, ist eine Lage geschaffen, die die Anpassung der gesamten Theater- Verwaltung an die verminderten und veränderten Aufgaben not- wendig macht. Eine A e n d e r u n g in der Leitung der General- Intendanz und der Oper kommt nicht In Frage. William Wuger geflorben Innsbruck, 5. Störj. Der Radierer William Unger ist heule im Alter von 94 Jahren g e st o r b e n. Mit Unger ist der letzte und berühmteste der Reproduktions- graphiker aus dem 19. Jahrhundert dahingegangen. Die Aelteren unter den lebenden Kunstfreunden werden sich an seine gewaltigen Radierwerke mit Vergnügen erinner», in denen er eine Uebersetzung berühmter Gemälde in die Schwarz-Weiß-Form der Radierung gab. So hat er die Meisterwerke aus den Wiener Museen(Belvedere, Liechtenstein), aus Braunschweig, Haarlem, Amsterdam, Kassel und anderen Sammlungen radiert, höchst sorgfältig in der Uebersetzung der Farbtöne in die Valeurs zwischen schwarz und weiß. Unger hat auch die Arbeiten lebender Künstler von Stuck bis Liebermann in solchen Reproduktionen selbständig verarbeitet: am besten und berühmtesten aber sind immer die nach alten Meistern ausgefallen, feine„Saskia" nach Rembrandt hat Weltruhm genossen. Mit de-a Aufkommen der modernen Reproduktionstechniken verlor diese müh- same und kostspielige Art der Nachbildung allmählich ihren Sinn. Sie hat in der Zeit des Barocks ihren Höhepunkt erlebt, die Stecher des 17. und 18. Jahrhunderts genießen noch heute in Sammler- kreisen höchstes Ansehen, und mit Recht. Im 13. Jahrhundert er- lebte diese Kunst einen durch die Verbreitung von Zeitschristen und Sammelwerken bedingten Aufschwung. Auch William Unger hat zunächst den Kupferstich gepflegt, erst allmählich kam er zu der leichteren und geschmeidigen Technik der Radierung, w der er sein Bestes geleistet hat.(Die heutige Erneuerung der echten Kupfer- stichs, an sich ein höchst bedeutendes Kunstereignis, hat mit dieser Reproduktionskunst nichts zu schaffen.) Unger wurde 1837 in Han- nover geboren, er studierte die graphischen Verfahren in München und Düsseldorf und wurde 1872 an die Wiener Akademie berufen. der er bis 1918 angehörte. Seither lebte er bei feiner Tochter in Innsbruck, wo er nun im höchsten biblischen Alter gestorben ist. Paul F. Schmidt. äSlumen im Winler Da der Winter bisher sehr milde war, haben in geschützten Lagen schon einzelne frühblühende Sträucher Blüten entfaltet, aber es wird wohl noch Winter nachfolgen und dieser vorzeitigen Pracht ein Ende bereiten. Die einzige bei uns auch im Winter ständig blühende Pflanze ist die Ehrist- oder Schneerose, botanisch Nieswurz genannt. Ei« blüht vom Dezember bis März, oft untern, Schnee, da und dort auch in den Weinbergen. Mörike und andere haben zum Preis der zarten, aber unentwegten Tochter des Winters ihre.Harfen gestimmt: „Schön bist du, Kind des Mondes, nicht der Sonne: Dir wäre tödlich anderer Blumen Wonne, Dich nährt, den keuschen Leib voll Reif und Duft, Himmlischer Kälte balsainische Lust." Der erste Lerkünder des FniHllngs aber ist der 3 e i d e l b a st, der im Walde und auch in Anlagen zu finden ist. An den schwellen- den Knospen ist schon ein erster rötlicher Schimmer zu sehen, und wenn die milde Witterung anhält, wird bald„glitzern auf es in dem Winterhaine rechts und links vom edlen Schmuckgesteine", wie der schwäbische Bauerndichter Christian Wagner in Warmbronn das Leuchten des Seidelbafts im kahlen Winterwalde poetisch verklärte. Oroßer Verkauf PRAKTISCHE WINKE IN unseR-EFl AUSSTELLUNG Künstlardruckstoff rrod. Zeichnung., viel. Forb- »reflungwCa. 100 cm br.,Mtr. 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Alle, die seine stille und treue Lebensart kennen und schätzen gelernt haben, werden den Verlust ermessen Können, der uns durch seinen gänzlich unerwarteten Tod bereitet worden ist. Im Namen der Hinterbliebenen EHriede ll.vnecl», geb. Staegemann Erich Byncck Die Einäscherung findet statt am Mittwoch, dem 9. März 1932, nachmittags 5 Uhr, im Krematorium Baumscbulenweg, Kiefholzstr. Danktagung. Für die vielen Beweise herzlicherTeilnahme bei der Einäscherung meines lieben Mannes, des Gastwirtes Robert Rosenthal sage ich allen Verwandten und Bekannten, dem Oastwirteverband, der SPD., dem Reichsbanner Lichtetfeldc, dem Deutschen Metallarbeiterverband, dem FuSbal klub Helgoland, dem Arbeiterschützenbund Lichterfelde, sowie den Bewohnern des Hauses Händelplatz 2. meinen herzlichsten Dank. Ww. Margarete Rosentbal Ganz unerwartet schied am 3 März, infolge Schlaganfalls, unser verehrter Mitarbeiter und Kollege, der Korrektor Emil Ryneck im Aller von 60 Jahren aus dem Leben. Fünfundzwanzig Jahre hindurch war der Verstorbene in unserem Betriebe tätig und hat sich stets als treuer Gewerkschaftler und Genorse gezeigt. Ges ü zt aut das Vertrauen seiner Berufskollegen vertrat er jahrelang die Interessen derselben als Vertrauensmann und Mitglied des Be'riebsra's, wo ihm auch das,»im des Betriebsratsvorsitzenden anvenrant wurde Während all der Jahre erwarb er sich viele Freunde, die ihm stets ein ehrendes Gedenken bewahren werden. Berlin, den 5 März 1932. GeicfaSflsIeilung und Personal der Voiwärts ßuchdruckerci. Trauerfeicr: Mittwoch, den 9 März, nachm. 5 Um, im Krematorium Baumschulenweg. Kiefho zstraße QläB& Ohle (15 'tllafchiiumbau und Xcparalur ttcrkflaU für grapMfckc tllofchlnen ißerlin SIT 68,AlexandrlnenUr. 2<7 2 5 ZeL: tOOnhoff 02011 llachlruf: Xaerteald 2502 Dentsdier Metallarbeiter-YcM Verwalhintf«slclle Berlla Todesanzeisen Den Mitgliedern zur Nachricht, haß utilcr Kollege, der Mechaniker Wiehl* geh. 21 Februar 1887, am 4. März ßtßotbeu ist. Die Beerdigung findet am Dien»- tag. dem 8. März.>!>>-, Uhr. von der Leichenhalle des Parochiai-Zriedhose«, Frtedenfiraße, au, Natt Am 2 März starb unser Kollege, der veifer Josef Kubil geb. 26 Juni 1885 Die ibrnäscherung findet am Dien»- rag. dem 8. März, U'n Uhr, im Krematorium(verichtflraße stail. Rege Beteiligung wird erwartet. Nachruf Am 38. Dezember 1931 starb unser Kollege, der Former Wilhelm Müller geb. 1. Eeptemder 1896. Ehre ihre« Aadenlea! Die Grtzveewalfnng. Inserate im ßß Vorwärts ickiern Lrfolgl Gtwilinauozug 5. Alasie Z8. Pitubisch-Südbeulschc Staats-Lotterie. Ohne Gewähr Nachdruck verboten Aus sed» gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinn« gesalle», und zwar je einer aus die Lose gleicher Nummer i» den beiden Abteilungen I und II T3 Ziehungstag S.März 1932 3n der heutigen Bormittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 8 tSttomm«v 5000«llt 178329 208725 282037 371462 18 SetDlnn. 3000 M. 63846 114644 115143 120203 143057 147129 224330 276976 283012 S2»«will-, ,» 2000sinnen. sowle den Genossen und Geno. sinnen vom Bo ks- anMrei unsern derzUchiten Dan aus Im Stamen der Ktnierbliedenen W«lly Serzltchea Dank>-> ze..«u onn Bauzwang, wunderbare land. schaluiche Lage mit BMck auf Trainerbahn Hoppe- garten. Kuhurrrlch. Lehmboden, qm schon f-r 090 M- Wasserleitung Im Bau, gute Straßen vorhanden. Stad-, rtlng- u. Umergr-Bahn mit Umsteiger In Lichtenberg au> Omnibus 39 bis Endhaltestelle oder Stadt beim bis Mahlsdotf, umsteigen auf Kraftpost bis Dahlwitzer Str. 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Im Falle der Hinterlegung bei einem Notar Ist dessen Bescheinigung über die erfolgte Hinterlegung in Urschrift oder in beglaubigter Abschrift spätestens am ersten Werktage nach Ablauf der Hinterlegungsfrist bd der Gesclisdiaft einzureichen. Stimmkarten werden bei den Hinterlegungsstellen ansgehandigt. Tagesordnung: i. Jahresberithl über die Geschäfte der Gesellschaft und Jahresrechnunf mit den Bemerkungen des Aufsichtsrats. 2. Herabsetzung des Grundkapitals in erleichterter Form von RM 285.000,000 auf RM 144.000.000 durch Einziehung von nom. RM 33.000.000 eigenen Aktien und durch Verminderung des Grundkapitals, soweit nicht die Aktien der Gesellschaft gehören, im Verhältnis �: Z. Verkauf von nom. RM. 72.000.000 eigenen Aktien an ein Konsortium zum Korse von 115% unter Ausschluß eines Bezugsrechts mit der Verpflichtung, RM 36.000.000 dieser Aktien zur Zeichnung aufzulegen. 3. Auflösung von Reservefonds, Verwendung der daraus sowie aus der Kapitalherabsetzung gewonnenen Beträge und des Jahresbetriebsgewinnes, Feststellung der Jahresbilanz und der Gewinn- und Verlust- rechnung unter Berücksichtigung der nach Vorstehendem zu beschließen« den Maßnahmen. 4. Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat. 5. Festsetzung neuer Satzungsbestimmungen über Zusammensetzung und Bestellung des Aufsichtsrats und Vergütung an die Aufsichtsratsmitglieder an Stelle der außer Kraft tretenden§1 13, 14 Absatz 1 nnd 27 Absatz Id der Satzung. 6. Satzungsänderungen. a) Neufassung des§ 4 entsprechend den Beschlüssen zu 3.. b)§ 15: Streichung von Absatz 4. Anpassung von Absatz 5 an I 244a HGB (Berufung de» Aufsichtsrats auf Verlangen von Aufsichtsrats- Mitgliedern). Streichung des letzten Satzes von Absatz 7. C) I 17: Streichung von Absatz 5. Festsetzung neuer Bestimmungen über Bildung eines Hauptausschusses und weiterer Ausschüsse iür Zweigniederlassungen, Festsetzung der Zusammensetzung und der Befugnisse der Ausschüsse, Fcstselznng einer Vergütung. Ermächtigung des Aufsichtsrats. die Fassung des I 4 zu ändern. 7. Wahl von Bilanzprüfern. 8. Neuwahl des Aufsichtsrais. Berlin, den 4. März 1932. Solmssen Schütter 2- und B-Zimmer. Neubauwotinnnäen Zentralheizung, Warmwasscr schön geleert. NenkOlIn, Tlilcmann ■traue(Nähe Kals«r-Fritdrlch-S raße) zu günstigen Bedingungen vermietbar. lUtkuntt pelm Hauswirt WoelnaM. hlemtnnstr 16a oder„Kurfürst 1.35-36". KaiüabaHwn'ltBmei"a,?l Ii | llflUldUUll Krreimuelt.«rhllt. C. Böcker, Berlin S uaißaUßfUBr Sttaß« 22. Kflaiot. 38S1 C.Heinzel8,Co.wAuÄ Wohnungen frei 8 Vs und 2"'c Zimmer mit Dazapfhclaung and Warm waMeTTersorgang, Ltehteaberg- Oca«chmcUtrr.lr. Eck. Paikaac. zu erfragen DeaffebmrU'erftr. 5b ran Der gute Kaplffin- Ältojeföcm jetzt»och billiger! 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Auch nicht mit hilse der Mostauer Gewalthaber, die mit der Kandidatur Thstlmann ein Sprungbrett für h i l l e r stellen. Mag fich Thälmaun noch so sehr bücken, auch über seinen Rücken hinweg darf Hitler den Stuhl Friedrich E h e r t g nicht erreichen! weil h i u d» n b p r g den Eid aus die Verfassung nicht nur g«. schworen, sondern auch gehalten hat, weil er verfassungsmähig fein Am» versah darum will mau ihn vom Platze stoßen, per weg zu Staatsstreich und versassungsbznch soll freigemacht werden. Elserae Froutj Zeßl gilt e, zu kämpfen! Hitler muß geschlagen tuerdeni Schlagt Hitler und hie faschistische Krönt zerbricht! ple Eiserne Front tämpstl Sie diskutiert nicht. Zehl gilt es. in eiserner visziplln der Führung zu folgen. Kieg ist tste Parole! Sieg unserer Sache, nicht eines Ramens. hindeaburg ist nicht der Mann der Eisernen Front!«der hiudenhurg steht gegen Hitler. Zede Stimme für Hinben. bürg ist«ig Schlag gegen Hitler! Zede Sstmm« für Thälmann ist eine Klimme für hllleri Darum entscheidet fich die Eiserne Front für hindenburg und kämpft gegen Hitler. Eiserne Froul! Vorwärts zum Augrlff! Am-13. März wird Hitler geschlagen! Älss„römisch" und gög»„ dieses sijdliche Römlingtum will er den pxatsstsntischest. hen preußischen, den edelstermanischen Norden msbllisieren. Geldstoerständlsch fand auch dieser Unsinn bei dem slockbürgerlichen Publikum des Stahlhelms genau denselben Beifall wie jebex andere, de? mit des richtigen Kommandastimme in den Saal geschleudert wird. Bald jedoch regten sich Bedenken, ein Telegraphendüro wurde ver- anlaßt, seinen bereits ausgegebenen Bericht zu widerrufen— trpgdem dUed auch in der ch u g e n b e r g- Presse van den„markigen" Schlußworten des Stahlhelm- majgrs noch genug übrig, daß man den Inhalt des Ganzen erraten kann. Möglich sogar, daß die ungewöhnlich glückliche Idee dos 5)errn v. Stephani überhaupt einer Anregung der chugenberg-Presse entsprungen ist. die am Tage zuvor Adolf Hitler als„römisch-katholisch" bezeichnet hatte. Man kann verstehen, daß der Ausspruch Stephams im Nazilager eine Gemütsbewegung hervorgerufen hat, die man in der Sprach» des Alltags als eine„Stinkwut" zu be- zeichnen pflegt. Merkwürdigerweise hatte sogar schon Freitag abend � ganz kurz nachdem Stephan! gesprochen hatte der nationalsozialistisch« Neichstagsabgeordnete Hinkel im Kriegeroereinshaus Gelegenheit, auf die Stephani-Rede ein, zugehen. Hinkel äußerte sich über seinen Bruder von Harz, bürg, den Stahlhelmmajor Stephani, wörtlich in folgender Weise: Ich erklär« hier in aller Oefsentlichteit und mit aller Deutlichkeit. daß ich«inen Menschen, de? bewußt solche Lügen ausspricht, einen ganz gemeinen Lügner und Lumpen nenne So«in Gchuft wagt e?. Adolf Hitler Romhärigkeit yorzuwerfen Morgen jrüh werden Sie den Namen dieses Lumpen wissen... Ein braver Ochse. Hitler:»Zieh nur hübsch brav, mein Tierchen!(Solange der Weg so schlecht ist, kann ich Htch brauchen. Dafür wirst hu am Ziel van mir geschlachtet unö verspeist." Preissenkung und Löhne. Der Lohn« und Gehaltsabbau nur zur Hälfte ausgeglichen. Harzburger Religionskrieg. .Preypische� ynsi.Römische" im Han0gemenge, . Einem preußischen Major mit einem italienischen Namen, dom Herrn o Ä t e p h g p i. ist SS geglückt, in die hsrste.kche From von Harzburg auch mzch die Fackel des Reljgions- kriegs hineinzuwerfen unh den Gegensatz zwischen dem deut- schen Norhen' und dem deutschen Süden hreit aufzureihen, Herr von Stephans findet an Hstler und der Hstlsk.Partei Auf zur Kundgebung! An die Nitgtieder der freien Gemerkschasten! Kie Aushebung de» Demonstrationsverbots w Preußen gid» der Eisernen Fron« die Möglichkeit, in öfsentlichen Aufmärschen[ uod Kundgebungen unter freiem Himmel ihren willen, hifier am tki. März pnter alle« Umständen z» schlagen, eindrucksvoll vnd eindepttg zp hekuadon. Mr rufen daher unsere Mtglieder aus. sich an ollen voq den bezirkstchen und örtlichen Kampsleitungen der Eisernen Front an- gesetzten Demonstrationen und Kundgebungen zu beteisigßN, Audero Veranstaltungen, soweit sie mit denen der Eisernen Fron» zusammenfallen, mästen mit»öck-.cht aus hie große gemeinsame Aufgabe, Pen Faschisten durch hte Wahl hindenburg» ein« entscheiden de Rieden tage zu bereiten, zurückgestellt werden. Die vorstünde des Allgemeinen Deutschen Gewerkschastsbundes und de» Allgemeinen Frciey Angcsielltenbundes. Zm Monat Februar ist der Sebenshaltungsindex wieder etwas zurückgegangen. Er ist gegenüber Zanuar pon 124,5 auf 1223 prqz, gesunken, Seil End« Dezember Hai sich die gesamte eebenshaltnug damit um rund 6 14 p r o z. verbilligt Dem steht eine qiesenlllch größere Senkung der Löhne durch die letzte Roiverordnung gegenüber. Räch den Feststellungen des Allgemeinen Deutschen Gewerkschastsbundes kann mau fetzt sagen, daß durch die vierte Rowerord- nung die Löhne und Angestetttengehätter im Durch- schnitt um 12 proz. gesenkt worden sind. Zm Zanuar und Februar ist also die Verringerung des Lohn- und Sehaltseinkommen» bei den Masten nur etwa zur guten Hälfte durch eine Erhöhung der Kauskrafl wieder wettgemacht morden. Unter Einrechnuug des Monats Dezember wäre immer noch mehr als ein Drittel der ver- ordneten Lohn- und Sehaltsfenkpug durch Verbilligung der Lebens- hallung gutzumachen, Demgegenüber steh« da» W g? i de» Reichskanzlers Brüning vom 12. Dezemher, daß hio angeordnete Lohn- und Gehaltssenkung aus volkswirtschaftlichen Hrsilchstn durch eine entsprechende verbilligung der Lebenshaltung Gusgeglichen werden muß. Der sich daraus ergehende Anspruch der Arbeiter- und Ayge- stellteuschaft, daß sie auch npch her Lohn- und Gehaltslellkung für die gekürzten Einrammen ehensopiet waren kaufen können N?ie vorher, dieser Anspruch ist nicht»rfüllt. Daran« ergibt sich die Rotweudlgkeit, die Hebenshattung weMe, zu verbilligen. wenn da» nickt geschieh», muh für«>«*« Anfhessesung der Löhne und GehSlfer Sorg? getragen werden.' AEG. und Siemens. Arbeitsbeschaffung ist auch für die Elektroindustrie nötig. Hie Betrieb« der MG. und de« Siemens-Konzern» sind von jeher das Rückgrat der Berliner Industrie. Gehl»? dort schlecht, dann geht «, der Berliner Ardeiterschast schlecht. Hie von AEch. und Siemens veröfsentlichten Geschäftsberichte �zeigen nun, haß hie Starkstrom- abteilmig Siemens-Schuckert für IllZst/Zl keineuTeminn perteUen konnte, daß die A E G. sogar offene Verluste von sü Mil- lionen ausweist und daß nur die Schwachstromgruppe oon Siemens u. halske noch eine Dividende ooi, st Proz. gegen 14 Prgz. im Vorjahr verteilt. Das Geschäftsjahr der beiden Konzern« schloß am 30. Top« tember lg31. Seitdem hat sich die Lage nicht verbesiert, sondern Auftragsbestände und Belegschaften sind weiter zurückgegangen. Im ganzen Siemens-Konzern waren zuletzt noch ggostil Mann beschästigt falle auswärtigen und von Siemens voll beherrschten Betriebe gerechnet), das sind noch jZ 600 Mann weniger als 1114. dem ersten Jahre nach der Inflation. Bei Siemens u. Halske. di« ja durch die öffentlichon Aufträge immer gut beschäftigt und am rentabelsten waren, sanken im letzten Quartal 1931 d'e AustrogsbefWnde gegen die gleich, Zeit 1Q2S ipn 40 Proz, Hl, AS® hat heutx eine Bslegschost von weniger als l 40 tM Mann gegen noch 60 400 am Ende des GeschäfAahxee sgzs/zo. Bon Oktober his Januar ist der Auftragseingang hol her AEG. eh,nsalls weiter zurückgegangen. Er betrug Anfang Jawmr nur noch zm«i Fünftel der Aufträge, die zum zteichen Zertxunkt des Jahre» 1929 poelagen, Für die Berliner Arbeiterschaft ist es eine sehr ernste Frage, pH d!» Aufträge der beiden großen Elektrokonzern, fich wieder per- mehren. Daß man dieStädtefinanztelkausgehungert hat, haß dj« Steuereinnahmen des Staat«» immer spärlicher fließen, daß Neichsbahn und Reichsppst immer weniger zu tun haben, das find di« Ursachen her schlechten BeschSstigung her beiden ckonzernc Die Forderung der sozial demokratischen R«ichs- tagssraktjpn, den öffentlichen Wahizunsebau wieder in großem Maßstab zu fördern und durch eine Prämienanleihe große Hsfentlichs Arbeiten zu finanzieren, sind daher eine wichtis- Bar- urheit auch für die besters Beschäftigung der Berliner Urbester, und Angestelltenschaft. Broipreiserhöhung verboten. Di« Berliner Bäcker hasten befchlofien, den Kl«inverkous»pr«i-ö für das Brot im Gewicht von S00 Gramm um 2 Pf, heraufzusetzen. Der Neichskommissor für Preisilierwachun-g, Dr. Goerdel«?. grisf jedoch ein und verbat eine Prei.-Heraufsetznng. unter Sleichieitiger Erinnerung an feine Bollmacht, wwerstrehende Geschäft« schließen zu lassen. In einer Protestkundgebung protestierten die Vertreter des Berliner Bäckeriigewerbes gegen diesen Schritt des Preistommissars. Oer Vierboykoit beendet. Der in der vorigen Wach, von der �övtalkammijston" d«r Berliner Gastwirte beschlossen« B i« k b o y k o t t ist jetzt a bge« brachen wachen, Di« Vertreter d«r'Regierung hatten sich auf den Standpunkt gestellt, daß die Verhandlungen über eine Senkung der Biorsteusr erst nach Haendigung des Bierboykotts wieder aufgenommen wer- den känntep. Nach Wbrnch der Aktion haben dies« Verhandlungen setzt ftattgefundem Dabei erklärt« der Vertreter d«s Reichsfinanz- Mlnfftel lums, di, Regierung werde die Zusage innehalten,«in« Senkung der Biersteuer um 7 Mark eintreten zu iass«» Dt« Berliner Brauereien haben nach dem Abbruch d«s Bier- streik» die Arbeit wieder in vollem Umfang« aufgenommen. Sollten wir am 13. März nicht Sieger fein, dann aber bestimmt am 10. April. Dann bedeutet der 13. März für uns nur den Tag der Mobilmachung. Wir werden auf jeden Fall siegen, denn wir haben keine führenden Köpf«, sondern nur einen Kopf unh das ist unser Führer Adolf Hitler- Wonn man sieht, auf welchem geistigen und moralischen Niveau die Harzdurger jetzt den Kamps gegen- einander führen, dann kann man sich über die Methoden, die sie gegenüber dem„Marxismus" anwenden, nicht mehr wundern. Da wirst der eine dem anderen Minderwertigkeit in Rasie und Glauben vor und der andere antwortet darauf mit einer Häufung von Schimpfereien und Drohungen, wobei er noch mit erfrischender Offenherzigkeit zugibt, daß er selber keinen Kopf sondern nur ein Maul hat denn den Kopf hat sa allein de? große Adolf! So treiben es letzt die Leute unter- einander, die gestern noch gemeinsam auszogen, um den Drachen Marxismus zu erlegen. Und das d g p will Deutschland regieren?! Na, wenn ihm das gelingt, dann gute Nacht! Hitlerbanden verurteilt. Zu Doberan svlecklenburg) ist jetzt wegen einer p o l i t i- schen Schlägerei, die am 29. Dktober v. Z. in hasiors zwischen Ratiovalsozialisteo und Rcichsbannerangehörigen slattsand,«in seil- sames llriell gefällt worden. Der nationalsozialistische Sturm- s ü h r e r Ernst Lange- Satow wurde wegen Rötigung. Körperverletzung und wafsenmißbrauchs zu elf Mannten Gesäng- ni, verurteilt. Fünf SkL-Leule erhielten je süns M' n a l e Gefängnis wegen Körperverletzung und wassenmißbrauchs, drei SA.-Leute wurde« zu je vier Monaten Gesänguis und ein weiterer Nationalsozialist wegen wassenmißbrauchs zu drei Monaten Gefängnis vernrteM. Ein Yiller-Mann wurde sreige- sprachen. Zn der Urteilsbegründung wurde daraus hingewiesen, daß bei den Rationalsazialifteo Notwehr nicht vorgelgev und deshalb ein« Verurteilung wegen Nötigung in Tateinheit mit Körperverletzung habe erfolgen müssen. Sewisiermaßen zum Ausgleich wurden auch 15 Reichsbannerleute, die nach dem Urleil angegriffen waren, wegen wafsenmihbranchs zu je drei Monaten Gefängnis verurteilt. Schicksal der Werksparkassen. Volle Sicherung für die Borfig- Sparer?— Die Krupp- Kasse wird städtisch. Es steht jcgt fest, hast die Berliner Borsig-Werke in Betrieb geholten werden. Es liegt ein Bergleichsvorschlag vor, bei dam die Warciigläubigcr 30 Pro;, ihrer Forderungen erholten sollen. Die Deuischc Bank und Disconto-Gescllschaft und die(jetzt stoatliche) Dresdner Bank haben am 25. Februar eine A. B o r s i g B e- t r i e b s g e I e l I f ch a f t m. b. 5). mit 300 000 Mk. Kapital sinan- ziert, die die Betriebe wcitersiihrcn soll. Auch die Frage der W c r k s p a r k a s> c scheint einer günstigen Losung entgegenzugehen. Die Sparer sollen bei Borsig außer den 30 Pro;, aus dem Bcrglcichsvcrsohren dadurch volle Bcfriedi- gung ihrer Forderungen erhalten, daß die darüber hinaus nötigen Mittel durch den Erlös aus guten Grundstücken bcschasst werden, die die Familie Borsig zur Verfügung stellen soll. Der Krupp- K o n z c r n, der ebenfalls eine große Wcrkfpor- koste unterhält, hat die Bcrwaltung der Wcrksporkasse der städtischen Sparkasse in Essen übertragen. Die Halste der Einlagen(insgesamt lZ Millionen) ist bereits überwiesen worden. Der Krupp-Konzern hat das Geschäftsjahr 1S30/31 mit 11 Millionen Mark Verlust abge- schlössen. Verhetzung der Lugend. Eigenartige Hauszensur im„Völkischen Beobachter". Hitlers„Völkischer Beobachter" veröffentlicht einen Aufruf von „Baldur von Schirach" an die Jugend, dessen entscheidende Stellen so aussehen: Dieses System verbietet uns. von Rache zu reden. Es untersagt uns, das auszufrihren, was eigentlich Ausgabe des wäre: die schuldigen kommunistischen 2Ilordbanditen 2» dem heute noch regierenden Reichspräsidenten von hlnden- burg sehen wir die Verkörperung des er ist der Verantwortliche, dessen überragende Leistungen als General- seldmarschall nicht als Entschuldigung dienen dürfen für die Tätig- keit des Reichspräsidenten. Die geschwärzten oder weißgelasscnen Stellen können je nach der Phantasie des jugendlichen Lesers ausgefüllt werden. Der von der ftauszensur des Braunen Hauses mit raffiniertem Vorbedacht ver- stümmelte Text wirkt aufreizender, als es der vollständige jemals vermocht hätte. In einem nationalsozialistischen Flugblatt liest man: Schluß jetzt mit 5?indenburft! Fand er jemals Worte des Trostes für feine Kämpfer von ehedem? An den Stempelstellen stehen sie... bettelnd um ein kärgliches Brot, vergessen von ihm. vergesse» von Hindenburg, dem Präsiden- len der Soldaten. Das Flugblatt trägt den Vermerk: Verantwortlich: K. Kamp- ni a n n, Berlin SW. 48, Hedcmannstr. 10. putsch in Finnland. Die Bundesbrüder des brannschweigischen Regierungsrats. Der Putsch der finnischen Lappo-Faschisten ist nicht so rasch beendet worden, als optimistische Regierungsmeldun- gen behaupteten. Bei den ungeheuren Entfernungen in diesem inenschcnarmcn Nordlande konnten die Faschisten eine Anzahl Ort- schaften und Städte im Innern Finnlands besetzen, ohne daß ihnen ausreichende Abwehrtruppen entgegengestellt wurden. Staatspräfi- dent Svinhusoud hat das Oberkommando der Armee und des Schutzkorps übernommen, die verhetzten Bauern ermahnt, den Ver- führern Kosola und Wallenius nicht länger zu folgen und heimzu- kehren. Dos Lappo-Blatt in der Hauptstadt Helsingfors ist verboten wordem Die Hauptstadt ist durch starkes Militäraufgebot gegen einen Faschistenanmarsch gesichert— aber in den entlegeneren Gc- genden sind die Arbeiter dem Terror der Faschisten ausgeliefert, der sich in der Hauptsache gegen die Arbeiterheimc, Arbeiterzeitungen und Arbeitergenossenschaften richtet. Das Elend in der Sonnenallee. In der Sonnenallee zu Neukölln ist für die Arbeitsämter « ü d o st und Süd ein zentrales Gebäude errichtet und jetzt in Betrieb genommen worden. In dem neuen riesigen Gebäudckom- plex sollen sämtliche Aemter und Stempelstellen der beiden Arbeits- ämter untergebracht werden. � Die d.adurch erreichte Zentralisierung hat sich jedoch noch nicht als ein Segen erwiesen. Das neue Haus scheint trotz seiner mo- dernen Einrichtungen den Anforderungen nicht gewachsen zu sein. So kam es in den ersten Tagen des Betriebes in dem neuen Hause zu skandalösen Vorgängen. Die Arbeitslosen, die jetzt einen stunden- langen Weg zurücklegen müssen, konnten nur sehr langsam abge- fertigt werden und mußten, der Kälte und dem Wind ungeschützt ausgesetzt, stundenlang auf der Straße anstehen. Viele Frauen und Mädchen wurden ohnmächtig und zahlreiche Erwerbslose erlitten Verletzungen. Die Leitung der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Ar- bcitsloscnversicherung, die für die Mißstände verantwortlich gemacht werden muß, �hat sich entschließen müssen, von dem Unizug des Arbeitsamtes Süd vorläufig noch Abstand zu nehmen. Der„Vor- wärts" hatte auf die Unmöglichkeit, die sich jetzt ergeben, bereits vor Monaten warnend a u f m e r k f a in gemacht. Als im September vorigen Jahres der Verwaltuugsausschuß des Landes- arbeitsamtes Berlin beschlossen hatte, die Ärbeitsäinter Südost und «üd in dem danials noch im Bau befindlichen Hause in der Sonnen- ellec unterzubringen, hat er sofort stärkste Bedenken gegen eine derartige Zentralisation geäußert, die dazu führt, daß die Cr- werbslosen jetzt zum Teil einen Weg von etwa 4 bis 18 Kilometer zurücklegen müssen, um ihre Karten abstempeln zu lassen. Berliner Kouragehändler ermordet. Im Flur Oes Hauses Milaftr. 2e, einer Seitenstraße der Schön- hauser Alle«, im Norden Berlins, wuvde der 37 Jahre alte Fourage- Händler Julius Meierhardt hinterrücks niedergeschossen. Die Täter erbeuteten eine braune Aktentasche, in der sich etwa 900 Mar/ bares Geld befand. Der Berliner Polizeipräsident hatte für die Aufklärung des Verbrechens eine Belohnung von 1000 M. ausgesetzt. Als Täter konnten zwei junge Burschen ermittelt werden, die nach ihrer Fest- nähme ein volles Geständnis ablegten. Angeblich hatten sie den Händler nur berauben und nicht ermorden wallen. Sie wollten das Gel) benutzen, um auf die Wanderschaft gehen zu können. Der eine der Toter zeigte unmittelbar nach der Tat tie'e Rene und will einen Teil des Geldes fartgeworfcn haben. Oer Krieg im Osten. Oer Völkerbund liefert Ratschläge- Die Kapitalisten liesern Munition! Die chinesischen Truppen hoben vor der ständig wachfcadea japanischen llebcrmacht Stadt und Gebiet von S ch a n g- h�i i geräumt. Darauf hoben die Japaner die Feindseligkeiten zu- nächst eingestellt. Durch die Beschießung waren kurz vorher noch ungchcurc Brände in Schanghai ausgebrochen, um deren Löschung sich die Chinesen nicht mehr kümmern konnten, die Japaner aber auch nicht bemühten, zumal sie hofslen, daß das Feuer etwa verborgene Minen und Munition unschädlich machen würde. Schwere Explosionen aus japanischen Kriegsschiffen werden ihnen diese Vorsicht nahegelegt haben, die die Einäscherung ganzer Straßen- züge von Schanghai zur Folge gehabt hat. Verhandlungen mit Japan lehnen die Ehinesen einstweilen ab, solange die japanischen Truppen China nicht verlasse«. Inzwischen sollen an der neuen Front wieder Kämpse onsgebrochen sein, an denen beide Parteien sich die Schuld zuschieben. Die außerordentliche Vollversammlung des Völker- b u n d e s hat nach zweitägiger Debatte eine Entschließung gesaßt, die noch einmal China und Japan aussorderi, miteinander zu verhandeln, aber nicht aufeinander zu schießen. Die Debatte wurde ausschließlich von Vertretern Chinas und Japans bestritten Alle anderen Staaten schwiegen sich aus.. Sollten die materiellen Jnter- essen wichtiger„Wirkschaftsfiihrer" an Kriegsliefcrungen dafür bs- stimmend gewesen sein? Schon jetzt steht fest, daß besonders von Japan aber natürlich auch von China beträchtliche Aufträge an Waffen. Munition. Explosivstoffen usw. in allen europäischen Staaten aufgegeben worden sind, vor allem in Frankreich, der Tschechoslowakei, England und auch in Deutsch- land. Hier scheint es vor allem die chemische Industrie zu fein, die mtt Lieferungsaufträgen bedacht worden ist. Da die Rüstungsindustrie feit jeher und in allen Ländern einen starken Ein« fluß auf die Regicrungspolitk ausübt, läßt sich der Verdacht nicht von der Hand weifen, daß die Passivität der Großmächte, auch inner- halb des Völkerbundes, gegenüber dem unbeft reitboren Ver- tragsbruch Japans durch das Interesse der Rüstungskapitalisten an Kriegsgewinnen wesentlich beeinflußt wird. Indessen scheinen die kleineren und neutralen Mächte trotz des Druckes, der von den Großmächten auf sie ausgeübt wird, die Mitschuld an diesem Selbstmord des Völkerbundes nicht auf sich laden zu wollen. Die Sitzung des Hauptausschuffcs der Völkcrbundsvcrfomnilung am Sonnabendvormittag nahm einen sensationellen Verlauf, in dem nacheinander die Vertreter Mexikos, Kolumbiens, Norwegens, Schwedens und Finnlands in schärfsten Morien gegen das Vorgehen Japans Stellung nahmen und eine prinzipielle Entscheidung des Völkerbundes dahingehend forderten, daß unter keinem Vorwand ein Völkerbundsmitglied das Gebiet eines anderen verletzen dürfe. Zunächst haben die Vertreter der Großmächte weiter geschwiegen, aber sie werden nicht umhin können, zu diesem erfreulichen und inittigsn Vorstoß der kleinen Staaten Stellung zu nehmen, durch den allein in letzter Stunde der Völkerbund vor dem völligen moralischen Bankerott gerettet werden kann. Pläne um einen Donaubund. Deutschösterreich soll von Deutschland losgekauft werden. Der französische Ministerpräsident Tardicu hat in Genfer Ge- sprächen und auch in einem Ausschuß der französischen Kammer An- deutungen nach der Richtung gemacht, daß Frankreich den Abschluß einer zollpolitische» Donauföveration begrüßen und fördern wolle. Das ist ein alter Plan des tschechoslowakischen Außen- Ministers Dr. Bcnesch. Die Durchführung würde den Einfluß der demokratischen Tschechoslowakei in Mitteleuropa stärken Jminer mehr werden die erstickenden Zollmauern als Hemmnisse des internationalen Güter- austausches noch verstärkt, ohne den die kapitalistische Welt nicht leben kann. Unter dem Wahnsinn der wirtschaftlichen Abschnürung leiden die wirtschaftlich Schwächeren am meisten, vor allem die Arbeiterschaft im weitesten Sinne. Der Donoubundplan soll allerdings auch den Westinächten, die ein lebensunfähiges Deutschösterreich geschassen haben, dessen Fi- nonzierimg abnehmen. Im Hintergrund steht die Absicht, Deutsch- österrcich den Willen zum Anschluß an das Deutsche Reich durch wirtschpsllichc Besserung im Zusammenwirken mit den nicht deutschen Nachbarstaaten förmlich abzukaufen. Dagegen bäumt sich Dentschösterreich auf. Deutschland hat als erster aller Staaten, die Bundeskanzler Dr. Buresch aufgefordert hat, die Aussuhr seines Landes zu fördern. mit der Erklärung geantwortet, daß es bereit sei, dem Bruder- lande Vorzugszölle zu gewähren. Das wird allerdings von der Zustimmung der anderen, in Deutschland nieistbegüiistigten Staaten abhängen, da die Meistbegünstigung gleiches Zollrecht für alle diese Staaten bedeutet. KPD.-Klippschule. „Der Hauptfeind des Proletariats ist der Faschismus. Hitler ist der Faschismus. Hindenburg ist Hitler. Die So- zialdemokratie ist Hindenburg. Wen müssen wir also in erster Linie bekämpfen?" „Hitler!" „Llnsinn, du hast nicht aufgepaßt. Unser Hauptfeind ist die Sozialdemokratie." Aus dem roten Haufe. Die letzte Sitzung des Stadtparlamentcs erhielt durch die Verabschiedung einer neuen Ortssatzung für Berlin be- sondere Bedeutung. Das neue Ortsgefcg. öas ein« Vereinheitlichung der Berliner Selbstverwaltung bringt, wurde mit 109 Stimmei� gegen 93 Stimmen angenommen. Der Kampf um die Abgrenzung der Zuständigkeiten zwischen der Zentralverwaltung und den Bezirksämtern hat damit seinen Abschluß erhalten. Das Stadtparlament hat ein wichtiges Stück Selbstverwoltung-arbeit glücklich zu Ende geführt. Wäre es der Stadtverordnetenversammlung nicht möglich gewesen. die Ortssatzung aus eigener Kraft zu schaffen, so hätte die Aufsichtcbehörd« eingreifen müssen. Der Weg ist nun frei für eine Neuorganisierung der gesamten Berwaltnng, die dringend der Ver- einjachung bedarf. Todesurteil wegen Chauffeurmord. Das Berliner Schwurgericht III oerurteitte den Ajährigen Wächter Paul Rohrbach und den 22jährig«n Bäcker Hermann Witt- stock wegen gemeinschaftlichen Mordes an de m Chauffeur Pohl zum Tode. Die Mordtot war am 7. November v. I. auf der Buchholzer Chaussee erfolgt' und hatte wegen der grausigen Um- stände hie Berliner Oeffentlichkeit stark erregt. Die Mörder waren von vornherein doroiii ausgegangen, den Chauffeur zu erschießen, und hotten den Plan bis in alle Einzelheiten vorbereitet. Bunte Chronik. Nachricfaicn aus aller Welt. In der großen Preußifch-Süddeutfchen Klasscnlotterie fiel der Hauptgewinn in Höhe von 500 000 Mark auf. Nr. 201 785. In der ersten Abteilung wird das Los. auf Viertellosen iix«achseg gespielt, in der zweiten Abteilung auf Achtellosen in Oberschlesien. Die ganze Million oerteilt sich auf zwölf Personen. -i- Die deutsche Fliegerin Marga von Etzdorf, die im Herbst vorigen Jahres von Berlin nach Tokio flog, hat sich soeben noch Hongkong begeben und wird von dort den Rückflug nach Peutsch- land antreten. * In Breslau ist eine schwere Grippe-Epidemi« aus- gebrochen, von der bisher mehr als 10 Bolksschulcn betroffen war- den sind. In vielen Klassen mußte der Unterricht ganz ausfallen. Die Krankenkassen haben starken Andrang von Kranken zu ver- zeichnen. Der Mittelbau des Schlosses Kefsel-Schosdorf bei Greiffenberg in Schlesien, das dem 70jährigen Oberstleutnant Capcll gehört, ist durch ein Feuer vollkommen vernichtet worden. In einem vornehmen 5)otel in Nizza au der ftanzojsschen Rioiera wurde der Bertiner Kaufmann Heinrich Klingen- b e r g und seine Ehefrau mit schweren Verletzungen aufgefunden. Es liegt ein Selbstmordversuch vor, der mtt einem gegen Klingen- berg schwebenden Betrugsverfahren in Verbindung zu bringen fein dürste. e- Das spurlose Verschwinden des llj Jahre alten Söhnchens des in den Vereinigten Staaten populärsten Ozeanfliegers Lind- bergh erregte in den Staaten und darüber hinaus größtes Auf- sehen. Die Zeitungen berichten seitenlang. Trotz riesiger Be- lohnungen ist das Kind noch nicht aufgefunden worden. -i° Im oberfchlesifchen Bergbaugebiet wurde neuerdings ein ziem- lich heftiger Erdstoß verspürt, der aber glücklicherweise keinerlei ernste Folgen hatte. Durch ein gewaltiges Feuer wurden in Pennsgrove im Staat New Jersey in den Bereinigten Staaten von Nordamerika 135 Wohnhäuser, 25 Geschäftshäuser, das Schulhaus und 2 Kirchen vernichtet. * Das Stadttheater in Zittau ist bis auf die Mauern niedergebrannt. Menschen sind nicht zu Schaden gekommen. ★ Der Gemeindevorsteher von Neu-Oelsburg, der in der Stahlhelm bewegung des Landes Braunschweig eine süh- rende Rolle spielt, ist am Freitag wegen Veruntreuung von Gemeindegeldern in Höhe von über 10 000 Mark verhaftet worden. Der Gemeindevorsteher ist von der Jlscder Hütte in sein Amt eingesetzt worden. Als er festgenommen wurde, sagte er zu dem ihn' oerhaftenden Beamten, daß die marxistischen Blätter ja nun wieder über eine gestürzte Stahlhelm- große schreiben könnten! y * In Baden-Baden ist der Fabrikant Dr. Max Fremery ge- starben. Im Jahr« 1899 unternahm Fremery, als einer der ersten in Deutschland, bei'Aachen die ersten Versuche zur Herstellung von Kunstseide. Seine Arbeiten lieferten die Grundage zur Herstellung der Viscosc-Seide, die heule den Markt beherrscht.