Morgenausgabe Ttr III A 56 49.Iahrgang CSäiSentlid) 75 Pf>. monatNch 3,58 M, (£100011 87 Ps, monatlich für Zustellung ms öflus) im voraus Halilbar. Pollbezuz Z,»7 M. einschließlich so Pf. Po Zeitung», und 75 Pf. Poitbestellak- bühreu. Ausland sabonnemeni s.gz M. pro Monat: Mr Länder mit enuaßiz- tem Druilsachenporto 4.88 R. Per..VorrnSits' erschewi wochentäg» lich zweimal, Sonntags und Montags einmal, die Abendausgabe für Berlin und in, Sandel mit dem Titel.De? Abend". Illustrierte Lonntagsbeilaa» .Volk und Zeit" Verliuer Vottsbiatt Eonnfag 6 Mörz 1932 Groß-Äerlin 15 Pf- Auswärts 20 pf. Nie«tufpalt. MilltmelerzetI« R Pf, Neklamezeile 2.- M„illeine An- zeigen" das fettgedruckte Wort 20 Pf, lzuläfsigzwei lettaedruckteBorte acdes weitere Wort>0 Pf.-llabalt lt. Tarif. Worte über lb Buchslaben zählen für zwei Worte. Arbeitsvlarkt Millimeter- zeile 2d Pf. Aamilienanzeigen Milli- melerzeile 16 Pf. Anzeigenannahm» im Hau plaeichäfl Lindeasiraße ä, tnochentäglich von 8',, bis>7 Uhr. Der Verlag behält sich dasRecht der Ab- lchnung nicht genehmer Anzeigen vor! JeRövawvgMt der GozialdenwkeaMGen tztatfei DeuikGlands Redaktion und Verlag: Berlin SW 68. Lindenstr. 3 Kcrnspr.. Dönhoff f�liSSZ— A7 Zelegramm-Adi. So,laldemokrat Berlin Vorwärts-Verlaa G. tu. b. H. l'ofHdjedfomo: Berlin 37 536.— Bankkonto: Bankder Arbeiter, Ängefiellien«nd Beamten. Lindenstr. 3 Dt S.u Disc.-Gel.. Tcposiienf., Zeruialemer Str SS-Ku. Wsrdisidtni Hau»«? tum und mm- am kommen miti Heute marschieren wir! Wir zeigen unsere Fahnen, die wir seit Monaten bergen mußten. Wir zeigen unsere Stärke, unseren ewigen, unbesiegbaren Willen, die Feinde der Freiheit zu schlagen. Wir marschieren mit den Fahnen der Republik für die Republik. Deutsche Republik, wir schwören: Letzter Tropfen Bluts soll dir gehören! Wir sind nicht Metaphysiker der Staatsform! Die Re- publik und ihre Verfasiung— das ist uns mehr als eine formale Ordnung des staatlichen Zusammenlebens! Es um- schließt die Gesamtheit unseres Ringens seit dem Ende des Krieges, unsere Erfolge und Mißerfolge im Kampf um den wahren Frieden und die Freiheit, um das Recht des deutschen Volkes und um das Recht der Arbeit im deutschen Volke. Die Republik und ihre demokratische Berfasfung: dos um- schließt die große soziale Bewegung, deren Träger wir sind, bnd die wir vorwärts getrieben haben so weit, daß die große Umwälzung der gesellschaftlichen Verhältnisse ficht- bar wird. Sie ist die Möglichkeit, diese Bewegung weiter zu treiben, der Kampfboden, auf dem wir das Recht und die Zukunft des arbeitenden Volkes »ertreten, sie ist die Staatsform, die einem menschenwürdigen Dasein in Recht und Freiheit angemessen ist. Mit einem Worte: es ist die Freiheit, die wir meinen und um die wir kämpfen. Die Entscheidung, die bevorsteht, geht um die Freiheit! » Die Freiheit ist bedroht? Nicht nur von jenen faschistischen Bürgerkriegsbandcn, die gegen das Recht aufgezogen und kaserniert und zu einer Armee ausgebildet worden sind. Sie ist bedroht von den Folgen des geistigen und politischen Bankrotts eines großen Teils des deutschen Bürgertums, von jenem Ausbruch des Massenwahns, dessen Wurzeln wilder Haß des unter dem Versagen des Kapitalismus leidenden Bürgertums gegen die Arbeiterschaft und die alte Untertanen- gesinnung der Bürger sind, die einen Stiefel küssen wollen. Gegen die Bürgerkriegshorden steht unser Zusaimnen- schluß zur Eisernen Front, gegen den Faschismus als Ver- nichtungswille setzen wir bei der Reichspräsidentcnwahl unsere vernünftige politische Ueberlegungskraft ein! Es gilt, alle zu sammeln, die nicht vom faschistischen Wahn ergriffen sind, alle, die nicht den Bürgerkrieg wollen, alle, die gewillt sind, die Grundlagen der Verfassung zu respektieren. Wir wollen nicht nur sammeln, sondern schlagen und siegen! Wir wollen s o schlagen, daß wir Erfolg haben. Bei dieser Reichspräsidentenwahl geht es nicht nur um eine Demonstration, sondern um eine ernste Entscheidung im Kampfe, von deren Ausgang die Zukunft abhängt! Die Rcichspräsidentenwahl ist keine Proportionalwahl! Es geht nicht um Anteile an der Macht, es geht um die größte Machtfülle, die die Verfassung verleiht! Nach dieser Wahl erfolgt keine Koalitionsbildung, die die Stichwahlent- scheidung von den Wählern abnimmt und ins Parlament ver- legt. Bei dieser Wahl wird ein Mann gewählt, und die Wähler selbst haben die Stichwahlentscheidung zu treffen. schon im ersten Mahlgang. Dieser eine Mann iv i r d e n t>» e d c r 5) i n d c n- bürg oder Hitler sein. Unsere Entscheidung fällt für Hindenburg gegen Hitler, weil wir nur durch die Wahl Hindenburgs die Wahl Hitlers verhindern können. Wer im Kampfe gegen Hitler eine andere Parole ausgibt, belügt und betrügt das Volk. Keine Illusionen! Harte Entscheid"ngen fordern kühle Ueberlegung! Wenn mir heute aufmarschieren in Massen, mit dem ganzen Schwung unserer vom heißen Wollen erfüllten Bewegung, so beweisen wir dem Gegner, daß wir mit klaren Köpfen und kühlem Verstand schlagen, daß wir Hitler so schlagen, daß wir ihn treffen werden! »eilte alles in den Lustgarten! Um 1 Uhr spricht Otto Wels. Hente wirb die Eiserne Front der Reichshanptstadt den Stempel ihres Kampfes aufdrücke». Durch die Straße« Berlins werden wieder die schwarzrotgoldenen Fahnen der Freiheit wehen. In gleichem Schritt und Tritt marschieren heute alle, Männer und Franc«, Ar- beiter. Angestellte und Beamte, das republikanische Boll von Verlin in den Lustgarten, kein Republikaner, kein Sozialdemokrat darf heute fehlen. Das Reichsbanner maxschiert in geschlossenen Formationen zum Luftgarten, wo um Punkt 1 Uhr Otto Wels, der Führer der deutschen Sozialdemokratie, zu sprechen beginnt. Tie Sammelplätze und die Anmarschstraßen veröffent- liehen wir noch einmal im lokalen Teil des Blattes. Heute und in den nächsten Tagen werden!» allen größeren Städten des Reiches und in den kleinste« Dorf- flecken die Republikauer in wuchtigen Demonstrationen die deutschen Wähler aufrütteln. In den letzten Tagen der Woche werden gewaltige Fackelzüge für die Sache der Republik werben. in keriin marschierl die Eiserne Front zum letzten Appell vor der Entscheidungsschlacht am Freitagabend noch einmal au?. Republikancr, Sozialdemokraten, tut alle eure Pflicht! Auf jeden einzelnen kommt es an! keiner darf fehlen! Einer für alle, alle für einen! So schlage« wir Eitler! Attentat in Moekau. Boischastsrai Or. v. Twardowski durch Schüsse verwundet. Am gestrigen Sonnabc ndvorucittag ist der deutsche Botschaftsrat De. v. Twardowski in Moskau durch Schüsse verletzt worden. Von de« vier Schüsse« hat einer den Hals gestreift, ein« kngel hat das linke Handgelenk zerschmettert. Der Täter ist verhaftet; er ist ein russischer Student namens Stern. Ueber seine Beweggründe ist noch nichts bekannt. Das Außenkommissariat hat dem Botschafter das Bedauern der Sowjetregicrung ausgesprochen und strengste Untersuchung angekündigt. Sowjetbotschaftcr Ehintschnk hat dem Staatssekretär». Bülow die gleickfen Erklärungen abgegeben. Dr. v. Twardowski war im Weltkrieg Marine- offizier. Durch seine spätere vieljährigc Tätigkeit in der Reichspressestelle ist er auch vielen Journalisten und Parla- Für diesen Schlag gilt es. schon im ersten W a h l- gang alle Kxaft zusammenzufassen. Unsere Geschlossenheit muß so fest sein, daß sie die Hoffnungen und Pläne der Gegner im ersten Wahlgange zerknickt. Das taktische Ziel der Faschisten ist, die Front gegen den Bürgerkrieg so zu zersplittern, daß Hitler im ersten Wahlgang Hindenburg an Stimmenzahl überflügelt. Sie hoffen dies Ziel zu erreichen mit Hilfe der Kandidatur Thälmann, von der sie eine Zer- splitterung der Arbeiterstimmen im größten Maße erwarten. Die Kandidatur Thälmann ist die Hoffnung der Faschisten bereits im ersten Wahlgang. Von einem solchen Ausgang versprechen sich die Faschisten viel. Sic erwarten davon ent- scheidende Beeinflussung eines zweiten Wahlgangs, sie würden daran bereits die Behauptung knüpfen, daß das Volt für Hitler entschieden habe, sie würden darin schon ein Plebiszit für ihre Staatsstreichgelüste erblicken! Diese Hoffnung gilt es zu zerstören! Die Hauptentschei- dung des ersten Wahlgangs bereits muß gegen Hitler, das heißt für Hindenburg fallen! Wer im ersten Wahlgang seine Stimme für Thälmann abgibt, der stärkt Hitler! Darum fort mit der Zersplitterungstandidatur! Fort mit den falschen Propheten, den Illusionisten, den ewigen Spaltern! Keine Schwächung im ersten Wahlgang, sondern geschlossener Einsatz unserer ganzen Kraft! Wir schlagen Hitler schon im ersten Wahlgang! > W i r a l l e marschieren heute— keiner bleibt zu Hause! W i r a l l e gehen am 13. März geschlossen zur Wahl mit der Parole: Schlagt Hitler, wählt Hindenburg! Geschichtliche Entscheidung Ist in unserer Hand. Wir sehen die Bedeutung dieser Wahl, wir richten die Blicke vor- wärts auf den Kampf um Preußen. S o l l D e u t s ch l a n d f a s ch i st i s ch w e r d e n? Niemals wird Deutschland wie Italien, Polen, Südslawien und Litauen unter faschistischer Herrschaft seufzen, das ist unser fester Wille! Wir wollen nicht das Schicksal des italienischen Prole- tariats erleiden! Wir wollen nicht, daß sich das deutsche Proletariat selbst dem Faschismus ausliefert, weil es in ent- scheidender Stunde mcht klug, nicht einig genug ist. Wir sagen ihm, wo und wie die Mehrheitsbildung gegen den Faschismus möglich ist, wir stellen die Mehrheit gegen den Faschismus her— über alles Ressentiment, über alle unpolitischen Sen- timentalitäten hinweg! Wir wären unserer großen Tradition unwürdig, wenn in dieser Stunde dieKöpfederGegncrklarerwärenalsunsere eigenen! Mit kühlem Verstand, im wohlverstandenen Klasseninteresse des Proletariats setzen wir unsere Kraft ein! Hinter der politischen Entscheidung gegen den Faschismus steht eine andere. Das kapitalistische System wankt, es hat den Glauben an sich selbst verloren, die Zeit wird reif für den Vorstoß des Sozialismus. Der Faschismus, die Zerstörung der Freiheit Ist die letzte Hoffnung der Kapi- talisten..Der Kampf um die Demokratie ist der Kampf um die Zukunftschance des Sozialis- m u s! Wer die Freiheit wegwirft, well er bei der Wahl- enlscheidung gegen den Faschismus seine Stimme wegwirft, der verrät die Interessen der Arbeiterklasse! Kein Schwanken, keine Lauheit, keine Disziplinlosigkeit! Mit aeschlosiener Kraft meistern wir das Schicksal! Wir marschieren alle. Alle! Alle! Alle! meirtanern bekannt geworden. Er erfreute sich allgemeiner Schätzung und die Presse ohne Parteiunterschied hat seinen Fortgang nach Moskau bedauert, obwohl man ihm das dienst- liche Avancement durchaus gönnte. Politische Gründe für das Attentat sind in keiner Weife erkennbar. Möglicherweise handelt es sich wie im Falle des deutschen Gesandten v. B a l i g a n d, der durch ein Attentat um das Leben kam, um die Tat eines Irren. Auf der Straße angeschossen. Moskau. Z. März. Ilm IB.iö Uhr(Moskauer Zeit) � verließ Twardowski da» Bot- schaftsgebäude in der Leontjewftraße, um nach Hause zu fahren, wo- hin er zum Mittagessen Gäste geladen hatte. An der Ecke der Nikitskaja-Gasse mußte infolge des starken Verkehrs der schwere Horchwagen Tardowskis, der die Reichsflagge führte, stark bremsen. In diesem Augenblick sprang ein junger unansehnlicher Mann hinzu und feuerte von hinten vier Schüsse aus den Wagen ab. Der- erste vchuß ging durch das Verdeck und streifte Twardowski einen halben Zentimeter von der Halsschlagader entfernt. Der Bot- schaftsrat fuhr mit der linken Hand an die Wund« und erhielt einen zweiten Schuß in die Hand, der drei Knochen zer» schmetterte. Der dritte Schuß ging durch die Scheiben dicht am Ehauffeur vorbei. Als Twardowski von seiner Hand Blut fließen iah, warf er sich auf die Knie. Eine vierte Kugel blieb im Verdeck stecken. Der Attentäter hob nochmals den Revolver, der jedoch ver- jagte. Hierauf warf er die Waffe fort. Sofort nahm«in Passant den Attentäter fest. Ein eben vorbeikommendes M i l i t ä r a u t o hielt sofort an. Die Insassen sprangen heraus und nahmen den Attentäter mit zur GPU. Der Russe, der den Attentäter verhaftet hat, sprang in das Auto des Botschaftsrats und oerband ihm die Hand. Er fuhr mit ihm zur nächstliegenden Apotheke und darauf zum Kreml-Krankenhaus. Professor Otschkin erteilte die erste ärzt- liche Hilfe. Nachdem sich herausgestellt hatte, daß eine schwere Hand-Operation notwendig ist, wurde der berühmteste Chirurg Rosanow benachrichtigt, der in wenigen Minuten im Krankenhaus eintraf. Die Untersuchung ergab komplizierte Brüche der drei mittleren Handknochen mit starken Splitterungen. Bedenklich ist, daß in den Wunden R e st e von Anzug st offen und vom Automobilpolster vorhanden sind. Der oerhastete Attentäter ist ein 28jähriger Student der Mos- kauer Universität namens Juda Mironowitsch Stern. Ueber die Gründe seiner Tat verweigert er jegliche Aussage. Nach einer Mitteilung aus dem Kreml-Krankenbaus ist der Zustand von Twardowski nicht bedenklich. Man glaubt, daß Twardowski am Montag das Krankenhaus wird verlassen timnen. Twardowski hat über den Anschlag einen Bericht verfaßt, der durch die deutsche Botschaft der Sowjetregierung überreicht worden ist. Alle diplomatischen Missionen haben der deutschen Botschaft ihre Glückwünsche zum Mißlingen des Anschlags ausgesprochen. Aitentaie auf Oip'omaien. Uraltes Sittengesetz sichert den offiziellen Vertretern jedes Landes im Auslande körperliche und rechtliche Unver'eßlichke't zu— selbst im Kriegsfalle Ist den Botschaftern, Gesandten, ihren Beamten und den Angehörigen der Diplomaten dieser Schutz gesichert, bis sie in ihrem Heimatlande eingetroffen sind. Indessen haben verbohrte Fanatiker und schon gar unberechenbare Geisteskranke dieses Gesetz schon oft verletzt und ihren Haß an Diplomaten ausgetobt. Aus der Anfangszeit der Sowjetrepublik ist vor allem die Er» mordung des deutschen Gesandten v. Mirbach in Moskau noch in allgemeiner Erinnerung. Er wie auch der deutsche Generaloberst v. Eichhorn in der Ukraine wurden von„Unken" Sozialrevo- lutionären getötet, denen der Friedensschluß der Sowsetregierunq mit den Zentralmächten nicht paßte und die Rußland weiter als Verbündeten der Entente Krieg führen lassen wollten. Die Ermor- dung der hervorragendsten Vertteter des kaiserlichen Deutschland sollte dieses zwingen, den Ostkrieg wieder aufzunehmen. Die nächsten zwei Mordanschläge betrafen Sowjetdiplo- m a t e n: Zur Zeit der Lausanner Friedenskonferenz 1923, nach dem griechisch-türkischen Krieg, wurde der Sowjetgesandte in Rom, W o r o w s k I, der Vertreter Rußlands auf dieser Konferenz, er- schössen. Im Sommer 1927 fiel der Sowjetgesandte in Warschau, Wojkoff, einem Mordonschlag zum Opfer. In beiden Fällen war Cmigrantenrache der Antrieb. Die Sowjetregierung antwortete, besonders nach der Ermordung Wojkoffs. mit dem ungeheuerlichen Verbrechen massenhafter„Geisererschießungen. In diesen drei Fällen sind auegesprochen polttische Morde an Gesandten begangen worden. Einem Irrsinnigen fiel 1927 der deutsche Gesandte in Lissabon, Dr. v. B a l i g a n d, zum Opfer, als er einen deutschen Kreuzer besucht«. Unter den sonstigen Anschlägen auf Diplomaten in nicht leitender Stellung sind besonders die vielen antifaschistischen Attentate aus italienische Konsuln oder Konsulate, vor allem in Belgien, Frankreich, der Schweiz und Amerika zu nennen, ferner der Schuh auf den Sowjethandelsattachä L i s a r e w— ähnlich wie jetzt in Moskau bei einer Wagenfahrt— in Warschau und das recht- zeitig entdeckte Bombenattentat auf die Sowjetbotschaft in der polnischen Hauptstadt. Japanische Mordserie. Tokio. 5. März. Als der Generaldirektor des japanischen Handelshauses MUsui, Baron T a k u m a Dan, seinen Kraftwagen verließ, um sich in sein Büro zu begeben, schoß ein Mann im Torweg auf ihn und tötete ihn. Der Attentäter, ein Bauer Hischinuma, ist verhaftet. Cr ist ein intimer Freund des Attentäters K o n u m a, der vor kurzem den ehemaligen Finanzminister Jnouyi ermordet hat. Man oermutet, daß der neueste Anschlag auf große Dollarkäufe des Hauses Mitsui zurückzuführen ist, die in der Oeffentlichkcit großes Mißfallen erregt haben. Thälmanns hilfslruppe, die SAP., ladet zu einer Kundgebung zur Reichspräsidentenwahl ein. Sie kündigt als Redner unter an- deren den Engländer Fenner Brockway und den holländischen Gewerkschaftler Edo Fimmen an. Dieser erklärt nun in der Sonnabendausgabe des Amsterdamer„Het Volk", daß er weder eine Einladung erhalten habe, noch daran denk«, nach Deutschland zu reisen, um für die SAP. zu sprechen. Mers ailSMische Fremde erzählen. „Trommler la- Staatsmann Vd." Wulf Hitler liebt es bekanntlich, von Zeit zu Zeit Per» tretsr der großen Auslandspresse, soweit sie nicht gallisch ver- feucht ist, um sich zu versammeln. Diese in Berlin tätigen Damen und Herren genießen bei solchen Empfängen den Vorzug, aus dem Munde des providentiellen Mannes, der nächstens das Steuerruder des deutschen Reichsschiffes herum- zuwerfen ankündigt, allerlei zwar ziemlich nebulose Prophe- zeiungen über seine künftige Macht und Herrlichkeit ent- gegenzunehmen. Es erschien deshalb ganz aktuell, einmal einige jener amerikanischen, englischen und skandinavischen Zeitungskorrespondenten zu befragen, welchen Eindruck sie vom„Führer" empfangen haben. Leider muß gesagt werden, daß Herr Adolf Hitler seine Bemühungen offenbar an Undankbare verschwendet. Fast ausnahmslos bezeichnen nämlich die fremden Pressevertreter den national- sozialistischen Kandidaten für den Reichspräsidentenposten als eine im Grunde doch recht mittelmäßige Intelligenz. Die persönliche Bekanntschaft Hitlers mit zahlreichen aus- ländischen, zumal amerikanischen Journalisten datiert bereits Neu! „Son ntag-Vorwä rts" mit Wochenübersicht und„Volle und Zeit''(Tiefdruckbeilage) Der ,�onnlag-Vorw8rts" ist in Berlin zum Preise von IS Pf. pro Exemplar bei allen Händlern zu haben. Er kann aber auch im Abonnement zum Preise von nur 55 Pf. pro Monat frei Haus bezogen werden. Der„Sonntag-VerwHm" gibt unseren Freunden, die nicht mehr in der Lage sind, den Preis von 75 Pf. pro Woche für das volle VorwHrts-Abonnement zu erübrigen, die Möglichkeit, sich über die Politik der Partei und die sonstigen Ereignisse zu unterrichten. Wir bitten unsere Leser, im Genossen» und Freundeskreis# auf diese Neuerung aufmerksam zu machen, für die auch viele politisch Interessierte gewonnen werden können. Abonre» mentsbestellungen nimmt jede Verwärts-Ausgabeslollo entgegen, sowie der Verlag des„Vorwärts", Berlin SW68, Lindenstr. 3 Fernruf A7 Dönhoff 292-97 seit der letzten Reichstagswahl, die bekanntlich einen starken Auftrieb der nationalsozialistischen Bewegung ergab. Damit war automatisch auch der Oberosas ins Blickfeld der berufs- mäßig nach Appetitbissen für chre neugierigen Leser daheim fahndenden Zeitungsleute getreten. Man sprach mitunter im Münchener Hauptquartier vor, war hochgeehrter Gast im Braunen Haus. Bon solchen persönlichen Begegnungen mit Hitler und seinem Gefolge erzählt schmunzelnd der Reprä- sentant eines großen amerikanischen Nachrichtenkonzerns.' »Innner wieder verblüffte uns an der Isar das Fallen der Schleier, sobald Mr. Hitler von der Rednertribüne einer Bolls- oersammlmig herai-gestiegen war und innerhalb seiner vier Zimmer- wände einem gegenüberstand. Was er da äußerte, war weder besonders gescheit, noch zeugt« es van einer Willensstärken und charaktervollen Persönlichkeit. Gar, wenn man ihm mit konkreten Fragen aus den Leib rückte, erwies er sich als auffallend un- sicher und ve. legen in seinen Entgegnungen Er antwortete au-- weichend mit Sentenzen, die gar nicht zur Debatte standen und offenbar einstudiert waren. Vermutlich leidet der Mann, der selbst weih, daß er über keine exakte Bikdung verfügt und deshalb im Gespräch mit kritisch eingestellten, von ihm unabhängigen Personen an Prestige verliert, unter einem starken Alinderwertigkeilegcfühl. Wenn wir das Braune Haus verließen, fragten wir uns vergeb- lich, was Hitler eigentlich gesagt habe. Der ganze Speech schmeckte verteufelt nach Kaugummi." Unser amerikanischer Gewährsmann schloß: »Dieser Führer, den seine selbst recht subalterne Gefolgschaft mit dem Nimbus eines deutschen Mussolini zu umkleiden bestrebt ist, lesitzt ganz bestimmt nicht das Format einer überragenden Person- lichteit. Ich kann mir denken, daß, als Hiller vor«inigen Wochen mit Brüning und G r o e n e r wegen der Präsidentschaftsfrage verhandelte, er für die beiden ihm ge-slig und seelisch unvergleichlich überlegenen partner einfach ein Spielzeug bildete. Erst nachher haben andere, robustere Elemente Hitler wieder den Rücken gestärkt." In der Berliner Redaktion eines führenden Rew-Porker Blattes bezeichnete man die„vernichtende" Kritik, dw die frühere amerikanische Zeitungskorrespondentin an der«vpree und jetzige Gattin Sinclair Lewis', Dorath y Thowfon, in der neuesten Nummer des drüben stark verbreiteten„C o s- in o p o i i t a n Magazine" an Adolf Hitler und seiner Bewegung übt, als Versuch am untauglichen Objekt. Der Hitlerismus verdiene es gar nicht, mit so wuchtigen Massen bekriegt zu werden. Er sei eine aus der deutschen Rot zu erklärende kuriose Zeiterscheinung und werde voraussichtlich mit dem obligaten Wiederaufstieg des deutschen Volkes ah- ebben. In Amerika, wird versichert, würdigt man die Hitlerei lediglich als Barometerstand für die entfesselte Wahlmache im Reich. Kein urteilsfähiger Mensch zweifelt dort, daß Hindenburg auf dem Präsidentenstuhl verbleiben wird. Man staunt ein bißchen den langen Atem des fanatischen .Trommlers" an und vergleicht seine orawrischen Wirkungen auf die breite Masse mit den S u g g e st i o n s e r s o l g e n gewisser heimischer Reverenden(Geistlicher), die aus ihrer Mystik bare Kasse zu schlagen verstehen. Die sehr intelligente Chefkorrespondentin eines Chikagoer Mammutblattes glaubt zu wissen, daß Hitler sich täglich zwei- mal in Trance zu versetzen pflege! Die gleiche heitere Dame schüttelt sich vor komischem Entsetzen, indem sie drastisch schil- dert, welch beispiellosem Byzantinismus sie in der ilmgebung der Oberosas begegnet sei:„W ie sagen S i e in Deutschland? Das i st j a zum K.. Echt englisch nüchtern stellen sich die Londoner Korrespondenten zu dem Raziführcr. Der Vertreter eines Toryblattes von Wellruf: »Ich unterscheide genau zwischen dem Volksiribun und dem politischen Geschäftsmann Hiller. Ohne Zweifel oerfügt dieser echte Fanatiker über die Fähigkeit, die Masse zu entflaminen: auch seine Organisationsgabe erscheint nicht gering. Bei gesellschaftlicher Berührung verliert der nationalsozialistische Führer allerdings viel von seiner Wirkung. Er übte bei unserem Dezemberempfang im Kaiser- hos weder einen physischen, noch einen geistigen Reiz aus. Seine Ausführungen hatlen durchaus banale» Anstrich: sie ermangellen des interessauteu Stoffes. Im Gegensatz zu Brünings konstruktivem Staatsmannstums behilit sich Hitler mit abgenutzten Klischees. Ich kann mir kaum vorstellen, daß dieser ideenarme Agitator berufen werden könnte, verantwort- liche deutsche Politik zu machen." Den Vertretern eines großen skandinavischen Blattes hat die körperliche Erscheinung Hitlers stark enttäuscht. »Plötzlich tat sich die Tür aus und ein untersetzter Mann mit sonderbar vorgel ogenem Kopf trat auf uns zu. Linkisch und un- beholfen vollführte«r«ine viel zu tiefe Verbeugung. Das Gesicht ist dergestalt uninteressant, daß man die Züge in der Erinnerung kaum aufzubewahren vermag. Ich könnte diesen Mann ohne weite- res mit meinem Zigarrenhändler verwechseln. Vielleicht haben seine Augen etwas irgendwie Suggestives. Auch klingt die Stimme sonor und angenehm. Das Kinn erscheint vage und schwach. Keinesfalls wirkt dieser Dutzendtyp als eine Willens- und Kraftnatur." Aber Adolf produziert sich unentwegt immer wieder vor diesen nüchternen Kritikern. Oder wird er mit voller Ab- ficht produziert?__ Hitlers Aengste. Er fühlt fein Prestige wackeln. Münchea, S. März.(Eigenbericht.) Die Augsburger Hakenkreuzleitung hat an ihre Funktionäre ein oertrauliches Rundschreiben gerichtet, in dein es heißt: .�Ler Führer Adolf Hitler hat den Wahlkamps inso- fern zu einer Prestigefrage gemacht, als er die Parole ausstellte: entweder siegen wir Nationalsozialisten bei der Reichspräsidonteirwahl oder aber die Bewegung wird a u f Jahre hinaus zurückgeworfen. Mit anderen Wonen, di« Reichspräsidentenwahl entscheidet grundlegend über das wettere Schicksal unserer Freiheitsbewegung." Da» Rundschreiben beschäftigt sich dann mit der E r> nennung der sogenannten Zellenobleute, die sich für besondere Aufgaben ohne weiteres zur Verfügung stellen müssen und desagt zum Schluß:„Mttglieder der SA und S«. können kein Amt bekleiden, da diese Parteigenossen lediglich ihren militärischen Borgesetzten unterstehen." Daraus ergibt sich ein- deutig, daß die SA. und SS. als einzige Waffe für den Eoentualbedarf nach dem 13. März bereitgestellt ist. Ein Schimpsbold geflogen. Nazi-Forstor aus dem LHB hinausgeschmissen. Wir haben kürzlich die maßlosen Beschimpfungen niedriger ge- hängt, die der nationalsozialistische Gauleiter sür Danzig und deutsche Reichstagsabgeordnete Forst er im Danzjger lliaziblatt gegen Hindenburg und zugleich gegen die Sozialdemokratie ver- öffenllicht hat. Wir haben zugleich darauf hingewiesen, daß Forster Geschäftsführer im Deutsch nationalen Handlungs- gehilfen- Verband war. Herr Forster ist jetzt mit folgendem Schreiben aus dem DHV. hinausgeworfen worden: „Sie schreiben in der Danziger Zeitung„Der Vorposten": „Wer sind denn überhaupt die Träger der Kandidatur Hinden- bürg»? Sind das anständige, nationale, Deutschland erhaltende Menschen und Organisationen oder sind es unanständig« internationale Deutschländ Bekämpfende?" und beantworten diese Frage mtt dem«atz:„...daß internationale Landes- Verräter und Pazifist enschweine mit ausdrücklicher Genehmigung des Herrn Reichspräsidenten von Hindenburg Deutschland endgültig zugrunde richten dürfen..."«i« sagen weiter, Hindenburg sei heute der Bollstrecker des Willens der Feinde Deutschlands.„Er betrog die, die ihn riefen und wurde der greise Vater eines faulen Systems." Sie gebrauchen außer- dem den Namen Hindenburgs in Berbindung mit Landesver- rätern, Religionszerstörern, Deserteuren, Schiebern, Gaunern und sonstigem Verbrechergesindel. Mit dieser durch keine Aufregung der Walstagitation zu entschuldigenden ungeheuerlichen nationalen Würdelosigkeit haben Sie sich außerhalb der Gemeinschaft unseres Ver- bandes gestellt, die zur Wahrung der nationalen Würde berufen ist. Es füllt erschwerend ins Gewicht, daß Jhre�Aeuße- rungen auf Danziger Boden gefallen sind, wo die Polcngefahr ständig die deutsche Einheit bedroht. Wir streichen S i e d e s- halb als Mitglied des Deutschnationale» Handlungs- gehilfen-Perbandss und e n t l a s s e n S i e m i t d e in h o u t i g o n Tage fristlos aus unseren Dienste n." Bisher war Forster für seine nationalsozialistische Tätigkeit unter Wetterzahlung seines Gehalts vom DHV. beurlaubt. 18 IIIiT• Ml Ittr W Für Kapital und Besitz! programmerklöiung der Seutschnatwnalen gegen den „Sozialismus" Hitlers. Es fällt uns cin Rundschreiben in die Hände, das der„Arbeitsausschuß deutschnationaler Industrieller" an eine Reihe von kapitalkräftigen Unternehmern am 1. Marz ver- schickt hat. Das Rundschreiben gewährt einen Einblick in die Äeelennöte jener„Nationalen", die sich mit den Hillerleuten in der„Harzburger Front" befinden und doch zittern vor den „sozialistischen" Redensarten, die die Agenten des großen Adolf um des Dauernfangs willen verwenden. Wir geben aus dem interessanten Rundschrieb einige besonders anregende Stellen wieder. Zunächst geht es gegen Hindenbnrg: Ein verhängnisvolles politisches System imd die Unzulänglichkeit feiner Träger haben ein braves und tüchtiges Volt verdorben und verelendet, die Wirtschaft zerrüttet und das Reich gefährdet. Seit Jahren haben deutschnationale Politiker, an ihrer Spitze Herr Dr. 5) u g e n b e r g, die unvermeidlich drohend« Äatastroplze voraus- gesagt. Sie haben mit ihren Warnungen und ihren Vorschlägen restlos rechtbehalten. Ws weiteres Zuwarten nicht mehr zu verantworten war. hat Herr Dr. H u g e n b e r g vor nunmehr fast drei Jah.en die nationalen Gegenkräfte mit dem Ziele zu- sammenzusammen versucht, einen grundlegenden S ij st e m w e ch s e l zu erkämpfen, der fortschreitenden s o z i a l i st i- schen Revolution ein Ende zu bereiten und den Wiederauf- bau Deutschlands einzuleiten.... Von der Seite der Wirtschaft her gesehen, ist die Deutsch- nationale Volkspartei von ganz besonderer einzigartiger Be- deutung. Nach dem rettungslosen Hinschwinden aller Mittel- Parteien rechts vom Zentrum ist f i e in der GejanNparteienfront die einzige, die in aussichtsreicher Aufwärtsentwicklung be- griffen ist und die gleichzeitig, sowohl in ihrer politischen Stellungnahme wie in ihrer Organisation draußen im Lande ohne hemmende Bindungen für die freie Privatwirtschaft konservativer Prägung für die Unantastbarkeit des Eigentums und für Schonung und gesunde Entwicklung von Kapital und Besitz eintritt. Um kein Mißverständnis über den Sinn des Ganzen aufkommen zu lassen, wird ausführlich polemisiert gegen den Pseudo-Sozialismus Adolf Hitlers: Innerhalb der nationalen Front hat sie die Ausgabe, allen so- ziallstlschen Tendenzen entgegenzuwirken und u. a. zu verhüten, daß die gleiche Politik wie bisher, nur mit einem anderen Vorzeichen, betrieben wird. Sie bildet mit ihrer Arbeit und ihrer Gefolgschaft den einzigen noch sicheren geistig-politischen Stütz- punkt der Wirtschaft. Dieser letzte Stützpfeiler darf von der Hochflut des Sozialismus aller Schattierungen nicht weggespült werden. Der Äarnpf um das.Herrschende System"— so heißt es weiter— mache es den Deutschnationalen z u r Z e i t unmöglich. Hindenburg Gefolgschaft zu leisten. Das selbständig« Vorgehen im ersten Wahlgana geschehe nur. um die— A u f- n a y m e o r g a n i s a t i o n für die nationalen Wähler nach Möglichkeit zu verbreitern. Zum Schluß wird die„Mobilisierung aller Kräfte und aller noch vorhandenen Reserven" gefordert. Denn:«Einsatz und Opfer werden über den<Äeg ent- scheiden!" - Der Klingelbeutel ist also des Schreibens Kern!..... Für die Ä r b e t t e r aber geht aus diesem Rundschreiben lzeroor. daß für die Duesterberg-Hugenberg-Front alle„natio- nalen" Phrasen sich verkörpern in einem leidenschaftlichen Kampf gegen den Sozialismus aller Schattie- rungenl Die Schlußfolgerungen ergeben sich von selbst! Japan aus der Anklagebank. Die Debatte im Genfer Hauptavsfchoß. Geuf, ö. März.(Eigenbericht.) In der Sonnabend- Nachmittagssitzung der Voll- Versammlung dez Völkerbundes schwiegen wiederum samt- liche Großmächte. Die Gruppe der neutralen Staaten fand in Bluock-Dänemark und Btolla-Schweiz zu Beginn noch einmal starken Ausdruck für ihren Hauptgedanken, daß neues Recht nicht mehr durch Gewalt geschaffen werden dürfe. Malta erklärte offen, daß Artikel 12, der jeden Rückgriff auf Gewalt verbiete, von Japan nicht befolgt worden sei. Zulueta- Spaatea verlangte, daß jederVerhandlung über die Grundlagen des Konflikts unbedingt die Räumung der Schanghai-Zone und der Mandschurei vorauszugehen habe. Gerade gegenüber ungenügend organistarten Völkern, die lin Inneren ihres Landes einen Kampf um bessere Organisation führten, müßten die Verpflichtungen des Paktes in höchstem Maße an- gewandt werden. Veuesch als Vertreter der Kleinen Entente bedauerte, daß Japan seine Klagen gegen China nicht vor den Völkerbund ge- bracht habe. Trotz des Rechts der legitimen Verteidigung dürfe sich kein Volk herausnehmen, sich selbst Gerechtigkeit zu verschaffen, wenn es nicht die Autorifation des Völkerbundes Hab«. Ohne diese Autorisation und angesichts der großen Aktion einer Partei in diesem Streitfall auf dem Gebiet einer änderen könner er nur an Artikel 10 des Völkerbunds partes erinnern, der jedem Land seine territoriale Unoersehrcheit garantiere, die nach seiner Meinung ver- letzt worden sei. Die Tschechoslowakei halte es für notwendig, daß jeder Unterzeichner des Paktes verpflichtet sei, in jedem Falle zur friedlichen Prozedur nach Artikel 12 des Paltcz zu greifen. Deshalb erhebe sein Land diese Prinzipienfrage in der lieber- zvugung, daß in solcher Regelung alle Ansprüche Japans Gemig- tuung finden würden. Da der Völkerbund zum erftemnal nach Artikel 15 angerufen sei, würden hier lauter Präzedenzfälle ge- schassen. Der Borgang lehr«, daß sür Konflikte dieser Art der Völkerbund seine eigenen Einrichtungen, sein« eigenen Kommissio- nare, eigenen Untersuchungokommissionen und vielleicht seine eigen'e Polizei Halen müsse. Diese zweischneidigen Formulierungen gaben Politis-Griechen- land das Stichwort, ebenfalls für cin« internationale Armee zu plädieren. Er führt« dann einen Dolchstoß gegen die Vollversammlung. indem et vorschlug, für die direkten Verhandlungen in Schanghai die in Artikel 15 vorgesehene Frist von sechs Monaten ein- zuschalten. Man soll« ein« Kommission mit der Verfolgung der Verhandlungen von Schanghai beauftragen, und erst wenn dort keine Lösung erzielt werde, rnn 3. September wieder zusammentreten, um Empfehlungen zur Regelung vorzuschlagen. Di« Aussprache wurde schließlich auf Montagnachmittag verjagt. Bürgerbi äukeller am S. November 1923: „Mrrrrruhe---!!! „Der kommende Tag sieht mich als G i e g e r oder als Leiche. Ein Drittes gibt es nicht. Odconpiah. am 9 November 1923: Vexierbild: Wo ist Hitler? Paris Hilst Prag. SOO-Mil'ionen-Anleihe beschlossen.— Sonderbare Behaupiungen Tardieus. P a r i s. 5. März. sEigenberichl.) ~ Die Sammer hak am Souuabendvormiltag mit ZZ5 gegen 2fl Slimmeu den Gesetzentwurf über die Slaalsgarautie für die 600- Millionen- Anleihe an die Tschechoslowakei gebil- tlg». Die Sozialisten und Radikalen enlhlellen sich der Stimme. Alinifierpräsidenl Tardieu verteidigte den Gesetzentwurf in einer langen Rede, in der er aus- führte, daß der lscheck>iche Staat, der bisher eine musterhafte Fi- nanzpolitik geführt habe, durch die Wirtschafts- und Fmanzkrife in Zahlungsschwierigkeiten geraten sei. Dazu hallen auch die„Repressalien beigetragen, die gegen die Tschechoslowakei wegen ihrer Haltung in der Frage der deutschösterreichischen Zoll- union ergriffen worden sind". Frankreich habe die Pflicht, der Tschechoslowakei zu Helsen. Sie bilde den Kern der Kleinen Entente, verteidige stets die Ideen dos Friedens und habe in allen internationalen Aktionen stets an der Seite Frank- r e i ch s gestanden. Die Tschechoslowakei sei die Basis für die Versuche, Mitteleuropa eine bessere wirtschaftliche Organisation zu geben. Das höchste Ziel, das diese Versuch« erstrebten, sei die Wieder- Herstellung des Vertrauens. Er, der Ministerpräsident, hoffe also, daß die Kammer aus diesen Gründen die Vorlage fast einstimmig billigen werde. Bor der Abstimmung verlas Abgeordneter Vincent Auriol im Namen der sozialistischen Fraktion eine Erklärung, in der die Stimmenthaltung der Sozialisten begründet wird. In der Erklärung heißt es. daß die Fraktion ständig gegen die seit zwei Jahren französischen Prioatunternehmungen und ausländischen Re- gierungen ohne jede Befragung des Parlaments ge- mährten Kredite protestiert habe und sie ihren Protest gegen derartige Verfahren erneuere, die erlaubt hätten, die Millel des Schatzamts zu verschleudern und die Staatsfinanzen zu gefährden. Die Fraktion habe den Antrag der Tschechoslowakei zwar mit der größten Sympathie geprüft. Sie vergesse nicht, daß die Tschechoslowakei in Mitteleuropa die Hoffnung der euro- päischen Demokratie und eine der Grundlagen des Friedens sei. Sie wisse, daß die sozialistischen Parteien der Tschechoslowakei den Drobungc» der Reaktion erfolgreich.Widerstand leisten. Wer die Fraktion stelle fest, daß derartige Anleihen weniger dazu dienten, die Währung zu stützen, als Defiziic im Budget zu decken, die vor allen» von ocn drückenden Lasten der M i I i t ä r a u s g a b e n verrühren. Sie glaube, daß das einzige Heilmittel in einer großen internationale» Anstrengung f I n a n- zieller Solidarität und gegenseitiger wirtschaftlicher Unter- slützung gesucht werden müsse ohne jeden Iziuterqedanken in beziig auf die Aufrechterhaltung oder den Ausbau der Büudnispolitik, und ohne jeden anderen Wunsch als den der Erleichterung des Loses der Arbeiterklasse und der Befestiaunq des Friedens Keine der- artige Garantie fel aber der sozialistischen Fraktion gegeben worden. Im Gcgeilleil' schließe alles darauf, daß die französische Regierung die Tschechoslowakei„in ein Un t e r n e h in e n bineinziehen wolle, das ebenso wie der Anschluß, dem sich die Fraktion widersetze, gegen gewisse Mächte gerichtet zu sein scheine". Tardieu unterbrach den Redner und protestierte gegen seine Anspielung auf oas geplante Zollbündnis der Donauländcr. Diese Aktion sei gegen niemand gerichtet und alle Interessierten seien davon unterrichtet morden. Biueenl Auriol verlas dann die Erklärung der sozialistischen Fraktion weiter. Sie besagt zun, Schluß, daß die sozialistische Fraktion der Regierung und ihrer Mehrheit die Verantwortung süc eine, oerhängnisvolle FüuiuzpvUUt ütatfossen werde, die in, Dienste einer Außenpolitik stehe, der es an wahrem Willen zur Befriedigung und zur Wiederaunäherung der Völker fehle. Oer betriebsame Tardieu. Der neue sranzösische Ministerpräsident ist seit jeher� für seine Rührigkeit und Forschheit bekannt. WähreiÄ Driand oft dadurch ausfiel, daß er vor lauter Heininungen sich nur schwer zu Entschlüssen durchrang, ist Tardieu ganz anders veranlagt. Er redet und handelt drauflos und kernit z u wenig Hemmungen. Innerhalb von 24 Stunden hat er im französischen Parlament zwei Reden gehalten, die zwar ganz verschiedene Gebiete betrafen, die aber den gleichen Mangel an Vorsicht und Zurückhaltung aufweisen. Am Freitag hat er in Verteidigung der französischen Abrllstungsvarschläge vor dem Auswärtigen Aus- schuß die deutschen Gegenvorschläge mit der unbeweisbaren Behauptung zurückgewiesen, daß sie im Widerspruch zun, Völkerbundpakt stehen. Sodann hat er die von Deutschland angestrebte„juristische Gleichberechtigung" als für Frankreich unannehmbar abgelehnt. Solche im Hinblick auf die bevorstehenden französischen Walsien und mit Rücksicht auf seine nationalistische Mehrheit gebrauchten kategori- scheu Formulierungen stehen, wenn wir recht unterrichtet sind, durchaus im Widerspruch zu den diplomatischen Schritten. die Tardieu selber in den letzten Tagen unternommen hat und die auf den Wunsch zu einem annehmbaren Ausgleich der' Gegensätze schließen lassen. Durch schwadronierende Redewendungen im Parlamentsausschuß erschwert aber der französische Ministerpräsident selber die Ersolgsmöglich- keiten solcbec diplomatischen Verbandlungen. Am Sonabend hat nun Tardieu im Plenum der Kammer die 6Q0-Millionen-Ai, leibe für die Tschechoslowakei mit einer Rede begründet, die u. a. die Be- hauptung aufstellt, daß Deutschland Vergelt ungs- maßnahmen gegen die Tschechoslowakei wegen ihrer feindseligen Haltung g-a-nüber den bents-s-iisterreichl- schen Zollunionsplänen ergriffen hätte. Diese Repressalien hätten zu der finanziellen Notlage der Tschechoslowakei bei- getragen. Die Welt erfährt zum erstenmal von diesen angeb- lichen Vergeltungsmaßnahmen Deutschlands gegen die Tschechoslowakei. Ilm so befremdlicher ist es, daß Herr Tardieu als aktiver Mimsterpräsideut und Außenminister in einer Parlamcntsredc solche Behauptungen ausstellt. Das erscheint uns mindestens etwas leichtfertig. So kann man keine Außenpolitik führen, mag man auch sonst noch so intelligent, idcenreick und aktiv sein. Daß Herr Tardieu durch einen offiziellen Schritt in Ver- lin die Reichsregierung von seinen neuen Donau- Plänen unterrichtet und Deutschland zur Mitwirkung ausgefordert hat, ist erfreulich. Aber noch erfreulicher wäre es gewesen, wenn er Deutschland rechtzeitig von diesen Plänen unterrichtet hätte. Das von ihm annewandte Ver- fahren erinnert auffallend an die Art. wie Deutschland vor Jahresfrist die Welt mit der Nachricht vom unterzeichneten Zollunionsprotokoll überraschte und nachträglich ver- sicherte, daß sich alle Staaten daran beteiligen könnten Da- inals war man gerade in Frankreich über dieses Vorgehen entrüstet.— Jetzt aber handelt der betriebsame iMnister- Präsident Tardieu nach derselben Methode! sl'si rjsu. wir grellen an- Wir sloBen vor E Öffentliche Antwort auf eine Ungezogenheit. Der Reichsinnenminlster G r o e n e r hat, wie wir de- reits in der Abend-Ausgabc mitteilten, in einem„Offenen Briefe" auf das anmaßende Schreiben geantwortet, das der Gefreite a. D. und Regierungsrat auf Partei- buch Adolf Hitler vor kurzem an den R e i ch s p r ä f i- d e n t e n richtete, nachdem er es zuvor der a u s l ä n d i- f ch e n Presse zugeleitet hatte. In dem Briefe Groeners heißt es: Die Wurde des deutsche» Staatsoberhauptes gebietet die persönliche Beantwortung eines Schreibens zu v e r- weigern, das nur formell an seine Adresse gerichtet war, prat- tiich aber einer an das Ausland gerichteten Propaganda dienen sollte. Die Dinge, die Sie vorgebracht haben, erfordern aber«ine öffentliche Antwort. Sie haben in dieser Kundgebung gegenüber der ausländischen Presse einen Appell an den Reichspräftdenten gerichtet, in die Handhabung der Maßnahmen einzugreifen, die die Regierungen des Reichs und der Länchcr zur Wahrung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung während des Wahlkampfes zu treffen haben. Sie erwarten vom Generalfeldmarfcholl von Hindenburg� daß er hierbei mit Rücksicht auf seine persönliche Kandidatur die ihm als Reichspräsidenten gegebenen Rechte zur An- wendung bringen solle. Ihr Appell an die„Prinzipien der Ritterlichkeit", den Sie damit verbinden, veranlaßt mich zu der öffentlichen Klarstellung, daß der versuch, einen Mann, der sieben Zahrc lang ein bewnnderungs- würdiges Zeugnis feines Bemühens um eine objektive Amts- führung abaelegt hat. in Sewi�enskenslikt Zwischen Amtspflicht und persönlicher Loyalität zu bringen, meinem Empfinden für Ritterlichkeit widerspricht. Ich hätte jedenfalls erwartet, daß die persönliche B e h a n d- l u n g, die Ihnen noch vor wenigen Monaten durch den Herrn Reichspräsidenten zuteil geworden ist. an den Methoden Ihrer Wahlpropaganda nicht spurlos vorüber- gehen würde. Zu einzelnen Ihrer Beschwerden Hab« ich folgendes zu be> nicrken: Als Reichsinnenminister bin ich für die Sicherung der Wahl- freiheit verantwortlich Wahlfreiheit bedeutet die Sicherung der freien Willensentschließunz des einzelnen Staatsbürgers gegenüber Versuchen, durch Terror und Zwang eine Wahlbeeinflussung aus- zuüben. Wchlfrciheit bedeutet aber nicht eine» Zrcibricf �jj,. ajiC �us. fchreitungeu im polilischeu Kampf. Ihr Hinweis auf eine angebliche Verfassungswidrigkeit der be- stehenden Verordnungen während des Wahlkampfcs geht an dem klaren Sinn des Artikels 125 der Reichsver�assung vorbei. � Sie rufen den Schutz des Reichspräsidenten an gegen Teile des Wahlaufrufes der SPD., in denen dje Befürchtung ausgesprochen wird, daß Ihre Wahl Krieg und Bürger- krieg und die lllernichtung aller staatsbürgerlichen Freiheiten zur Folge haben könne. Vergleicht man diese dunklen Prophezeiungen mit den Aufrufen und Kundgebungen, die Ihre Partei seil Jahr und Tag über ihre Gegner in Deutschland verbreitet hak. so kann die mit einem Male gezeigte Empfindlichkeil nur Verwunderung auslösen. Ich bin zwar kein politischer Propagandist, aber ich möchte doch annehmen, daß es für Sie ein einfaches Mittel gäbe, sich selbst gegen die Ihnen unberechtigt erscheinenden Befürchtungen zu wahren— nämlich endlich einmal die klare Hervor- Hebung Ihrer pofitiven Ziele, um dannt die e r n st e Sorge Millionen Deutscher um die Entwicklung unserer Außenpolitik und die in später Zukunft liegenden Gefahren einer bolschewistischen Entwicklung zu zerstreuen. Sie nehmen mit Recht für sich in Anspruch, daß der Wahl- kämpf auch gegen Ihre Person ritterlich geführt werde. Ich zögere deshalb nicht, auf Grund der von Ihnen vorgelegten Bescheinigung der österreichischen Behörde in Linz die Behaup- tung, Sie seien österreichischer Deserteur gewesen, als unrichtig zu bezeichnen. Ich stelle auch mit Befriedigung fest, daß der Abgeordnete Dr. Goebbels in einem an mich gerich- teien Brief von der Absicht einer Beleidigung des Herrn Reichspräsidenten durch seine Aeuszerung im Reichstag weit abgerückt ist. Die- ändert nichts an der Tatsache, daß seine Worte in jener Reichs- tagssitzung nicht anders verstanden werden konnten, als ich es getan habe Ich bedauere, daß Dr Goebbels nicht die erste Gelegenheit dazu benutzt hat, aus freiem Antrieb eine Erklärung abzugeben, die unter dem Ausdruck des Bedauerns seine Worte zurücknahm und die mich der Pflicht zu meiner Erklärung im Reichstag enthoben hätte. Wgesehen von diesem Einzelfall muß ich aber doch' fest- stellen, daß Eiserne Frenl ruft! MoMag, den 7. Marx: Lichtenrade. 20 Uhr, Lokal Rohrmann, Lichtenrade, Hilbertstr. 19. Schöneberg, Siedlung Lindenhof. 20 Uhr, Ledigenheim Eythstr. Kreuzberg. 19M Uhr, Kundgebung der Frauen im Orpheum, Hasenheide. Ansprache der Genossin Lore Agnes, M. d. R., „Frauen Im Kampf". Rezitationen: Martha lohn. Sprechchor der Freidenkerjugend, Rote Rebellen. Dienstag, den S.März: Wedding. 19� Uhr, Hochschulbrauerei, See- Ecke Amrumer Straße. Staaken. 20 Uhr, Lokal Reschke, Lehrler Straße. Duchholz. 19V» Uhr, Lokal Kaehne, Berliner Str. 39. Tcmpelhof. 20 Uhr, Aula des Realgymnasiums, Kaiserin- Augusta-Str. Mahlsdorf. 20 Uhr, Lokal Anders, Bahnhofstr. 37. Adlershof und Alt-Glienieke-Falkenberg. 19V» Uhr, Lokal Wöllstein, Adlershof, Bismarckstr. 75. Hermann Gerson, Werderscher Markt. 19% Uhr In den Arminsälen, Kommandantenstraße 58 59. Redner; Dr. Kurt Löwenstein, M. d. R. Biesdorf. 19V» Uhr in den Schillcrsälen, Königstraße 120. VcrsorgungsanwUrter Berlin-Brandenburg. 17 Uhr, Lokal Plickhan, Dreibundstraße Ecke Eylauer Straße. Redner; Albert Falkenberg, Vorsitzender des ADB. Mittwoc?, den S. Ms z: Wedding. 19% Uhr, Atlantik-Festsäle, Behmstraße, oberer Saal. Löwenbrauerel, Hochstr. 2. Swinemünder Gesellschaftshaus, Swinemünder Str. 42. Niedorschönhausen. 20 Uhr, Schloß Schönhausen, Llndenstr. 31. Botinnen dor A.O.K., Berlin. 16.30 Uhr, im Speiseraum der A. O. K., Köpenicker Straße 80— 82. Redner; Luise Kähler, M. d. L Aron-Werko Charloltenburg. Nach Arbeitsschluß Im Edenpalast Kaiser-Friedrich-Straße 24. Redner: Karl Dresse). Fahnenaufmarsch, Musik. Bergmann, Rosenthal. 16% Uhr In Paulinenhof(Manthey), Rosenthal, Hauptstraße 1. Redner: Siegfried Leo. Telefunken-Gesellsehaft für drahtlose Telegraphie. 17% Uhr in den Blüchersälen, Blücherstraße 61 Ecke Urbanslraße. Redner: Dr. Kurt Löwenstein, M. d. R. Uetz, Frankfurter Allee, Tietz, Andreasstraße, Angestellte und gewerbliche Arbeiter. 19% Uhr, Lokal Kuprath, Frankfurter Allee 2. Redner: Dr. Ludwig Greil. Donnerstag, den 10. Mä'z: Wedding. 19% Uhr, Pharussäle, Müllerstr. 142. Karow. 20 Uhr, Lokal lagemann, Pankgrafenstr. 3. National-Rerjistrierkasse. 16% Uhr,„Gambrinus", Kaiser- Friedrich-Straße Ecke Treptower Straße in Neukölln. Redner: Emil Barth. Wittenauer Hellstätten. 16 Uhr, Lokal Marx, Reinickendorf- West, Berliner Straße 70. Redner: Siegfried Leo. Siemens-Konzern. 16% Uhr, Lokal Weidner, Sternfeld, Nonnen- dammallee. Redner: Erich Lübbe, Vorsitzender d. Gesamtbetriebsrats. Lankwitz. 20 Uhr, Lehmanns Fesfsäle, Kaiser-Wiihelm-Str. 29,31. Redner; Lore Agnes, M. d. R. Oberleutnant Bathke. Clara Bohm-Schuch, M. d. R. Arthur Crispien, M. d. R. Karl Dressel. Gustav Eckhardt. Albert Falkenberg, Vorsitzender des Allgemeinen Deutschen Beamtenbundes. Dr. Otto Friedländer. Bernhard Göring. Dr. Ludwig Greil. Hermann Harnisch, M. d. L. Dr. Theodor Haubach. Kurt Heinig, M. d. R Max Heydemann. Georg Klaußner, M. d. L Franz Künstler, M. d. R. Erich Kuttner. M. d. L Siegfried Leo. Dr. Kurt Löwenstein, M. d. R. Georg Maderholz, M. d. L. Dr. Richard Mischler. Stadtrat Otto Ortmann. Max Urich, Stadtverordneter. Männer und Frauen, bekämpft den Faschismus! in der von Ihnen betriebenen Propaganda die unangreifbare Persönlichkeit des Relchspräsideaten vou tiindenburg immer wieder durch eine völlig enkstellte Darstellung der Träger seiner Kandidatur herabzusehen versucht wird. Ich will den Fall nicht öffentlich aufgreifen, der kürzlich zur Be- schlagnahme einer von Ihnen herausgegebenen illustrierten Zeit- schrift führen muhte. Wer ich bin es dem Manne, der mit seiner Kandidatur ein tief erschütterndes, persönliches Opfer gebracht hat, schuldig, die Wahrheit festzustellen. Hindenburg ist nicht„der Kandidat Crispien s", ist nicht der Kandidat einer Partei, sondern er ist der Kandidat von Millionen deutschen Arbeitern genau so wie von Millionen deut- schen Volksgenasien in anderen Ständen, Es widerspricht den Gepflogenheiten deutscher Tradition, Männer, die ein langes Leben an der positiven Entwicklung der deutschen Geschicke mitgewirkt haben, deren positive Leistungen be- reits der Geschichte angehören, ohne weiteres mit denen auf eine Stufe zu stellen, die den Beweis ihrer historischen Bedeutung erst erbringen wollen. Ich werde als Reichsinnenminister dafür sorgen, daß niemand in seiner freien Entschließung bei der Wahl gehindert wird. Wer ich betrachte es als meine Pflicht als Staatsdiener, mich schützend vor die Person des amtierenden Reichspräsidenten zu stellen, und als meine Ehrenpflicht als alter Soldat, über die Ehre und das Ansehen des Generalfeldmarschalls von Hindenburg zu wachen. In diesem Geiste werde ich die gesetzlichen Bestimmun- gen auch im Wahlkampf handhaben. Ware für Geld! Sie Exharzburger wollten Mi. isiersihe einhandeln. Hannover, 5. März.(Eigenbericht.) In einer Wahlversammlung in Uelzen führte Reichs- ocrkehrswinister Treoiranus u. a. ans: „Das Beschämends an der ganzen Haltung der Harz- burger Opposition ist, daß sie Hindenburg Bedingungen stellen wollte, daß sie ihm zumutete, die Wiederwahl zum Reichs- Präsidenten zu einem politischen Handel zu machen. Zu einem ganz nüchternen Handel des Inhalts, daß die Wahl Hinden- bnrg erfolge, wenn er sich verpflichte, nachher die politischen Führer, die ihm die Stimmen gebracht haben, zu M i n i st e r n zu machen. Daß ein Hindenburg ein solches Geschäft nicht machen werde, hätten sich die Herren vorher sagen können!" Finnischer Minister über den putsch. 'Zunehmende Entspannung.— Blutvergießen wird möglichst vermieden. Helstugfors, ö. März. Stellvertretender Staatsminister Riukannen sagte den Ber- tretern der Auslandspresse, daß zusehends Entspannung eintrete. I y v ä s k y l ä ist nach wie vor von etwa M0 Lappo- Anhängern besetzt: der Eisenbahnverkehr dorthin ist jedoch noch normal. Auch M ä n t s ä l ä ist noch in den Händen einer kleineren Lappo-Wteilung. Gegen diesen Ort ist cin: langsam sich vorschiebende Einkreisungsaktion von Militär und Schutzkorps im Gange. Die Regierung kann sich dabei auf jeden Fall aus die Trupven verlassen. Die Regierung übereile diese Aktion nicht, da sie unter allen Umständen B l n l- vergießen vermeide» wolle. Wenii die Loppoführer auch als Rebellen anzusprechen seien, so läge dach bei vielen von ihren Führern irregeleiteten Teilnehmern auch edle Ueberzxugung zugrunde. Nötigenfalls werde die Regierung jedoch Gewalt ge- brauchen; sie bestände auf Wlieferung der Waffen und Aus- lieserung der Führer. Die Zahl der Rebellen, sagte der Minister weiter, wurde im Auslande stark überschätzt. Die Natur der Finnen sei friedlich, aber auch eigensinnig. Dem trage die Regierung mit ihrem behutsamen, aber entschlossenen Vorgehen Rechnung. Für die Behauptungen der sinnische» sozialdcniokro- tischen Presse, daß der Lappo-Putsch zu früh ausgebrochen sei und eigentlich erst für den 18. Mär» im Zusammenhang mit einem gleichzeitigen nationalsozialistischen Putsch in Deutschland geplant gewesen sei, waren dem Minister keine Gründe bekannt. * Die Ausstandsbewegung geht rasch chrem Ende zu. Aus Jyväskylä wird gemeldet, daß die dort versammelten Lappo- Männer wieder in ihre Heimatorts zurückgekehrt sind. In M ä n t- s ä l ä, das von Truppenkordons langsam umzingelt wird, be- finden sich noch vereinzelte Trupps Ausständischer. Gewerkschaftliches siehe 3. Beilage. Verantioortlich für Polllik: Bictor Schiff: Dirtschufi:®, JHlngeHÄfcr; (öcwerkschaftsdewegung: d. Steiner! geuilleton: Dr. Zahn Schilowsli; Letale- ond Sonstiges: Fritz Karstadt,-Anzeigen: Ti>. Glocke: sämtlich in Berlin. Verlag: Vorwärts.Berlag G. m. b. H.. Berlin. Druck: Berwärle. Buchdrucker:! und Bcrlagsanstalt Paul Singer u. So.. Berlin SW. es. Lindcnstrag«?. Hierzu< Beilagen. TGiirnax- Velours Teppich Mark j>7äbris<, mit Fransen, erstklassige Kammg-m■ QgaiitäL in efeganten Persermustern 2JOI310 250\350 300:410 89rl34rl84r 315 4Lü Gardinen- und Teppich- Ausstellung im IL Stock Faltenstore Gitterstoff, mit Klöppel- 9 5 eins atz w.d Biende'.Mtr. w aas« Halbstore Gitterztoft. mit band- gestopftem Fries und Spitze, StOc/c Deutsch* Tülügnrnityr Filetgrund, dauerhaftes Ccv/ebe. dreiteilig M u II d e k o r a t i o n mit farbigen Querslrei- fen, durch? reich v e r z i e r i Kunstseide mehrfarbig bedruckt, 5 Indanthren, Meter tom* Gardinenvorlagen 025 QSO Boucle- Teppich re/n Haargarn, mocJorna Muster 160 235 200,300 230 350 14" 23s- SS*» Kammgarn plüsch Teppich Märke tPnmat, e/eg. Zfmmerteppich. m od. u. �*250 P9rsisci:gsmust..17J Ow,»» 20J 30O 250:350 300 400 495° 79s- Ii 4j- Bis zur Hälfte des regulären Wertes durch beiondsre Ein- kauftgoieganhol» Diwandecken Tischdecken DiwonrOckwände in Gobelin. Mokett, Kunstseide, persisch und modern gemustert B R U C B o u c I e rem Haargarn, Jac- qjardmuster. 901160 T o u r n a y H aargarn, TT90 mod. gemust.rt, 901160 M mom Woilplüsch � mit Fransen, persisch B ß 50 gemustert. 90. 170 B-- S m y r n a maseti gew bt, e/e- r w- gante Muster, mit£>*50 r r» n a e n. S0\1S0 � V n • C K i I N e 2 SPANOAUER STRASSE~ KSNIOiTRASSI Jir. III* 49. Joljröötig Sonntag, 6. März 4932 Die Zmangswirlsdiaft über den Wohnraum halle dem großslüdlii-dien Noniadenluin den daraus gemacht. Es gehörte oor dem Kriege in Berlin gemissermoßen zum guten Ton, ungefähr alle zmei Jahre die Wohnung zu medueln. Dabei waren zwei Jahre sdion eine lange Zeil, viele wohnten nur ein halbes Jahr in ihrer Wohnung, dann wurde prompt gezogen. Wenn nun jemand oom Sdieuncnvierlel nach Sicdcr sdiönhausen gezogen wäre, würde alles zu verstehen sein, aber oft genug zogen dodi die Menschen nur von der Boyenstraße 17 quer über den Damm nach der Boyenslraßc 33. Mitunter selbst vom Quergebäude 3 Treppen nach dem Seitenflügel 1 Treppe. Sdiließlidi kam die Zwangswirisdiaft. und aus reidilidi planlos umher geisternden Nomaden wurden für zmei Jahrzehnte seßhafte Bürger. Bis sich langsam die Fesseln der Zwangswirtschaft zu lockern begannen und das alte Nomadentun: wieder erwadite. Wobei zum diesjährigen ersten Apriltag allerdings die verheerende Krise ein übriges getan hat: Die Flucht aus den Gr o ß w ohnun gen ist in eine Jagd nach K leinst m ohnun gen umgeschlagen. Der ganze Betrieb ist wieder da. Die Wohnungsanzeiger haben wochentags einen dickeren Umfang als die Sonn- tagsausgaben der Berliner Tageszeitungen, die Wohnungsoermiltler haben ihre Zelte wieder aufgesddagen und reiben sidi bereits die Hände, und seit etwa anderthalb Jahr zehnten ist Berlin wieder einmal ridttiggehend auf W ohnun gssudee. Die einen sagen, es mache Spaß, die anderen meinen, es gäbe keine größere Strafe. Jagd nach Kleinwohnungen. Das gcsuchtest? Objekt auf dem Wohnungsmarkt find— ein Zeichen unserer schweren Zeit— Einzimmer-Zlllwohnungcn. Zwanzig bis fünfundzwanzig Mark sollen sie an monatlicher Miete kosten. Und diese heiß begehrten Wohnungen gibt es hier und da. Auf manchen Wohnungsämtern hängen Tabellen aus, auf denen 1t>, Ich ja 2V solcher Einzimmer-Altwohnuugen verzeichnet sind. Trotzdem wird nur selten eine von diesen Wohnungen vermietet. Dutzende von Männern und Frauen lassen sich Tag für Tag von den Wohnungsämtern Bcscheinigungskarten ausstellen, dutzendc Male llopft es beim Hauswirt an die Tür, er möchte doch einmal die Wohnung zeigen, aber niemand mietet. Wir haben einen Wohnungsuchcndcn getroffen, der hat sich bereits über 50 von diesen Einzimmer-Altwohnnngcn angesehen. Der Mann ist das Gegenteil von einem Qucrulanten/aber Menschen wollen eben nicht in Mauer- löchcr ziehen. Gewiß: in der parochiolstraße gibt es Einzimmer- Altwohnungen, es fehlt nur eine Kleinigkeit: die Dielen. Man läuft einstwcllen auf dem Schutt. Und die Blutflecke an den Tapeten deuten auf furchtbare nächtliche Wanzenmartern hin. Auch in der Oranienburger Borstadt gibt es Einzimmcr-Altwohnungcn. Auch hier ist eine Kleinigkeit bedauernswert: die Fenficr sind nicht dem Himmel zugewandt, sondern dem Lichtschacht eines Fabrikgebäudes. Zudem hat sich eine ganz neue Mode herausgebildet, daß nämlich die Hauswirte bei der Vermietung solcher Wohnungen einen Bau- tostenjuschuß verlangen. Wenn in solchen Wohnungen der" Ofen brennt, ist das ein Zusall. Und den neuzusetzenden Ofen soll der Wohnungsuchende bezahlen. Ja, sagte sogar ein Hauswirt, ich habe liier eine Großwohnung, die will ich teilen. Wenn Sie sich eine Wand ziehen lassen, können Sie eine kleine Wohnung abhaben. Co ist das heute.— Ein Auto, das in Berlin läuft, muß nach mehre- rc» Jahren dem Kraswcrkehrsamt vorgeführt werden, ob es noch bctricbstüchtig ist. Ist dies nicht der Fall, wird das Auto aus dem Verkehr gezogen, ob der Besitzer weint oder nicht. Aber Wohnungen, die, wenn schon nicht ein hochwertigeres, so doch ein unmittelbareres Volksgut sind als eine Kraftdroschke, danach kräht kein Hahn. Llnterschlagene Wohnungen. Phantastische Sachen passieren den Wohnungsuchcnden. Es werden nämlich Wohnungen in Berlin einfach unterschlagen. Da sind im Ouergebäude einer Nebenstraße des Berliner Nordens gleich zwei Einzimmerwohnungen frei. Das Haus gehört einem Aus- ländcr, und de? Verwalter hat das Freiwerden der Wohnungen nicht dem Wohnungsamt angezeigt. Die Wohnungsuchenden hören unter der Hand davon. Sie gehen zu dem Verwalter.„2a, die Wohnung können Sie hoben, nur müssen Sie die ZNielrückstönde von 150 Mark bezahlen."—„Gut", sagen die vom ewigen Umherlaufen schon niüde gewordenen Wohnungsuchcnden,„pumpen wir uns die 150 Mark."—„Schön", antwortet der Verwalter,„dann werde ich die Verträge fertigmachen." Auf der Straße kommen den Leuten aber Bedenken. Es kann da nicht ganz mit rechten Dingen zugehen, sie gehen aufs Wohnungs- amt. Dort hat man kein« Ahnung, daß in jener Nebenstraße zwei Wohnungen frei fein sollen. Niemals sind sie gemeldet worden. „Also", sagt der Mann vom Amt,„gehen Sic schleunigst zu dem Verwalter wieder hin und lassen Sie sich die ganze Anzahlung von 100 Mark wiedergeben." Es war nämlich ausgemacht worden, daß bei einem NichtZustandekommen des Geschäfts nur 95 Mari zurück- zuzahlen sind. Die 5 Mark sollten Gebühren sein. Uebrigens war das mit de» 150 Mark Mietrückstäirden ein aufgelegter Schwindel. Bei der einen Wohnung war kein Pfennig Miete rückständig, bei der anderen nur 42 Mark Nun sollen jede Wohnung täglich nur drei Reflektanten besichtigen, dann hat der Mann pro Tag seine 30 Mark mühelos eingestrichen. Inzwischen beschäftigt sich aller- Vings die Staatsanwaltschaft mit ihm. -Nur für solvente Mieter!" Dann haben die Hausbesitzer eine neue Formel bei der Ankündi- gung ihrer leerstehenden Wohnungen gesunden: Vermietung nur an solvente Personen! Es ist verständlich, daß der Hauswirt seine Miete haben will. Denn zum Vergnügen besitzt er ja dos Haus nicht. Aber nun wurde in der Gegend der Schönhauser Allee neulich eine itochstube frei. Die sollte nwnatlich 15 Mark kosten, und ungefähr cbensooiclc Besucher hatte dos Wohnungsamt hin- geschickt. So wie diese rechtschasfencn Leute von der alten Haus- wirtin ausgefragt wurdeti, find sie in ihrem ganzen Leben noch nicht ins Verhör genommen.worden,„Haben Sie. Stellung?"— „Nein, dann kommt nichts in Frage."—„Wieviel verdienen Sie?" --„Haben Sie dafür Unterlagen?"—„Bringen Sie mir Ihre Ber- dienslbescheinigung mit!"— Die armen Leute wußten gar nicht, was los ist, bis ein Hilfspostschaffner kam, der zeigte seine Beamten- bestallung, und sofort machte die Wirtin Vertrag. Trotzdem der Briefträger keine 120 Mark netto im Monat Einkommen hat. Wenn nun solch ein Theater bereits bei der Vermietung einer Kochstube gemacht wird, was muß dann wohl erst bei der Vermietung einer Dreizimmer-Neubauwohnung aufgestellt werden! Referenzen über Referenzen müssen die Menschen beibringen. Auskunfteien werden bemüht, in Portierlogen wird herumgeschnüffelt, ob auch immer pünktlich die Miete bezahlt worden ist,»ach ihrem Bankkonto wer- den die Menschen gefragt, und wenn dann zum Schluß ein Zug- begleitbcamter kommt, dann erhält der die Wohnung mit seinen 160 Mark im Monat und nicht der besserbesoldete Privatangestellte. Im übrigen ist der Tausch der Neubauwohnungen im vollsten Gange. 1928 waren noch schöne Zeiten, und 80 Mark Miete dünktcn manchen erschwinglich. Das ist nun aus, und so sind die kleinen Neubauwohnungen zwischen 50 und 60 Mark Monatsmiete sehr gesucht. In einem Neubaublock in Pankow wurden drei solcher Wohnungen frei. Am nächsten Tag waren sie bereits vermietet; 30 Reflektanten hatten sich gemeldet! Auch Drei- oder Vierzimmcr- Neubauwohnungen mit allem Komfort werden vermietet, denn alle die Flüchtenden aus den großen teuren Sechs-, Sieben- und Acht- zinnncrwohnungen, die müssen doch irgendwo bleiben. Und eben in den Dreizimmerwohnungen bleiben sie. AnmarschslraOen zum Lustgarten Alle marschieren mit dem Reichsbanner mit.- Abmarsch um 11 Uhr. Alle Mitglieder des Reichsbanners einschlieBlich der Spielleutc und Musiker treten heute um 10 Uhr auf den Sammelplätzen zum Appell an. Der Abmarsch erfolgt um 11 Uhr durch folgende StraBen, die wir hier noch einmal genau veröffentlichen: Kreis Osten: Gudrunstraße, Spitze Frankfurier Allee, Große Frankfurier Straße, Landsberger Straße, Alexanderplatz, Königstraße, Hoher Steinweg, Neuer Markt, Kaiser-Wilhelm- Straße, Lustgarten. Kreis Süden: Die Ortsvereine Kreuzberg und Tempelhof: Bahnhof Tempelhof, Berliner Straße, Belle-Alliance-Straße, Belle-Alliance-Platz, Lindenstraße, Beuthstraße, Spittelmarkt, Gertraudtenstraße, Breitestraße, Schloßplatz, Lustgarten.— Die Ortsvereine Neukölln und Treptow: Sonnenallee, Kaiser- Friedrich-Straße, Kottbusser Damm, Kottbusser Straße, Dresdener Straße, Roßstraße, Breitestraße, Schloßplatz, Lustgarten. Kreis Westen: Bahnhof Charloltenburg, Stuttgarter Platz, Wilhelmsdorfer Straße, Bismarckstraße, Leibnitzstraße, Kauerstraße, Dovestraße, Helmholtzstraße, Alt Moabit, Invalidenstraße, Hessische Straße, Hannoversche Straße, Elsasser Straße, Artilleriestraße, Am Kupfergraben, Museumstraße, Lustgarten. Kreis Norden: Die Ortsvereine Wedding und Reinickendorf: Seidelstraße, Scharnweberstraße, Müllerstraße, Afrikanische Straße, Seestraße, Chausseestraße, Elsasser Straße, Artilleriestraße, Am Kupfergraben, Museumstraße, Lustgarten.— Die Ortsvereine Prenzlauer Berg, Pankow und Weißensee: Pankow, Kaiserin-Augusta-Straße, Spitze Lindenstraße, durch Lindenstraße, Schönholzer Straße, Breitestraße, Berliner Straße, Schönhauser Allee, Dragonerstraße, Rochstraße, Neue Friedrichstraße, Museumstraße, Lustgarten.— Ortsverein Mitte: 11 Uhr; Neuer Markt. Spielleute und Fahnen zum Kreis Osten. Die Kapelle Weißensee 11.30 Uhr im Lustgarten vor den Roßbändigern. Das Uniformverbot ist noch in Kraft und muß beachtet werden. marschieren mit und schließen sich AIIa marschieren mit und schi eßen sich AHB KCPliDIIKailBr den Reichsbannerformationen an! Phantasie und Wirklichkeit. Im ganzen gesehen ist das Wohnungsuchcn aber erne Straje. Erst mal muß man eine Adresse haben. Die ist nur nach Laufereien zu bekommen. Dann wird den einen Sonntag Heincrsdorf, den anderen Schmargendorf und den dritten Friedrichsfelde abge klappert. Auf den Inseraten sahen die Mieten geradezu verlockend aus, da gibt es für 42 Mark eine prima Wohnung: die Wirklich- keit ist meist doppelt so teuer. Mit derartigen Phantasiepreisen arbeiten vor allem die Wohnungsoermittler, die plötzlich wieder da sind.„Da haben wir hier eine Zweizimmerwohnung in der Kaiserallce, mit Bad, kostet 54 Mark pro Monat", sagen die Ber- mittler. Wer dann 10 Mark auf den Tisch legt, erhält eine Anzahl Adressen. Gefällt dem Wohnungsuchenden davon nichts, verfalle» 5 Mark ohne Gnade dem Vermittler. Wenn jede Maschinenfabrik. die eine Offerte macht, dafür 5 Mark liquidieren würde! Die Woh nungsvcrmittler wissen schon, warum sie nur ganz selten ihre?ldrcs'>. angeben und sich auf die Fenisprechnummer beschränken. Wiederholung der Vrüning-Rede im Rundfunk. Wie die Funkstunde mitteilt, wird am Sonntag, dem 6. März. also heute 20 Uhr(abends 8 Uhr) ein Teil der Rede, die der Reichs tanzler Dr. Brüning am 22. Februar im Reichstag hielt, als Schallplattenaufnahme wiederholt. Die Ucbernüttjunu erfolgt über alle deutschen Sender. "Wie gewählt wird Die Feidispräsidentenwahl findet am kommenden Sonntag. dem 13. März, in der Zeit von 9 bis 18 Uhr(9 Uhr vormittags bis 6 Uhr nadimiitags) in den dafür bestimmten Abslint- mungsräumen statt. Die Abstimmungsräume werden von den Berliner Bezirksämtern vom 10. bis 13. März durch Säulenansdilag bekanntgegeben. Nur die amtlich zugelassenen Stimmzettel dürfen bei der Wahl ver wendet werden. Der Stimmbereditigte kennzeidinet den Anwärter, dem er seine Stimme geben will, dadurch, daß er in den leeren Kreis neben dem Namen des von ihm erwählten Kandidaten ein Kreuz setzt. Auf jedem Stimmzettel darf nur ein Anwärt er gekennzeichnet werden. Jeder Teilnehmer muß zur Stimmabgabe persönlich im Abstimmungsraum erscheinen. Stellvertretung ist unzulässig. In der Wahlzelle darf sich stets nur eine Person aufhalten. Ausnahmen hierfür gelten nur für körperlich Gebrechliche. Die Mitnahme geeigneter Ausweispapiere wird empfohlen. Unser Kreuz gilt dem N amen Hindenbur g. Die Hunderfjäiirigen in Preisen. Das 100. Lebensjahr errcidien iähriidi IS Personen, davon 12 krauen. Seit dem Jahre 1925 ehrt das preußische Staatsministerium jeden preußischen Staatsangehörigen zu dem seltenen Ereignis der Vollendung des 199. Lebensjahres mit einem Glückwunsch- sch r« l b e n und einer in der Staatlichen Porzellanmanufaktur angefertigten kunstvollen Tasse, bei Bedürftigkeit außerdem mit einem Geldgeschenk. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst auf Grund einer Zusammenstellung des Preußischen Statistischen Landesamts Mit- teilt, sind bis zum Ende des Jahres 1931 141 Personen dieser Ehrung teilhaftig geworden, darunter 13. die bei Einführung der Maßnahme bereits 191 bis 194 Jahre alt waren. Die nachstehenden Angaben beziehen sich aber nur auf die restlichen 128 Jubllare, weil jene 13 die Langlebigkeit ihrer Geburtsjahrgäng« nur unvoll- ständig kennzeichnen würden. Rechnerisch ergibt sich in dem sieben- jährigen Zeitraum ein Jahresdurchschnitt von 18 Fällen. An der Gesamtzahl sind die Frauen mit 89 Lertreterinnen doppelt so stark beteiligt wie das männliche Geschlecht(42); das darf man wohl als Beweis dafür nehmen, daß die bekannte größer« Lebenskraft der Frauen bis in das höchste Lebensalter anhält, trotzdem die frei- lich recht kleinen Zahlen aus einzelnen Provinzen auffällige W- weichungen zeigen. Die Staatssumme von 128 ergibt, an der Ein- wohnerzahl nach der Volkszählung 1925(38 175 989) gemessen, für den siebenjährigen Zeitraum einen Durchschallt von 3.4 Hundert- jährigen auf eine Million Einwohner. Wenn man die Hundert- jährigen nach dem Geburtsort auf die Provinzen verteilt, entfallen auf Ostpreußen 15,5. die früheren Provinzen Posen und We st preußen sogar 18 Personen, die von 1 Million Ein- wohnern das 199. Lebensjahr erreichten, während auf die Rhein- Provinz nur 1,9 und die Stadt Berlin 9.3 kommen. Nach dem Hauptlebensberuf waren die 42 Männer in überwiegender Zahl einst landwirtschaftliche Arbeiter oder Landwirte(23). einer war Förster und einer Schäfer. Eine weitere zahlenmäßige Erhärtung der lebensverlän- gerndenWirkungdurchVerbindungmitderfreien Natur gibt eine Aufgliederung nach Stadt- und Landgebürtigkeit: von 122 Hundertjährigen mit preußischen Geburtsorten stammen 31 oder rund ein Viertel aus Städten und 91 oder rund drei Viertel vom Lande. Ein Racheakt? Gelehrter als Devisenschieber denunziert. Seit mehreren Tagen schwebt gegen den bekannten deutschen Schiffsbausachoerständigen, Geheimen Regierungsrat Professor Dr. Oswald Flamm in Bertin-Rikolassee, bei der Staatsanwaltschaft III Berlin ein Aerfahren wegen des Verdachts der Nicht- ablisferung von Divisen Die Anzeige gegen den Ge- lehrten, der im 71. Lebensjahre steht, ist auf Grund einer Denun- ziation zustande gekommen, und zwar glaubt man, daß es sich um einen Racheakt handelt. Unter diesen Umständen prüft die Staatsanwaltschaft vor allem noch die näheren Zusammenhänge, die zu dieser Anzeige gesührt haben, sowie die Frage, ob hier über- Haupt eine schuldhaft« Verfehlung des Geheimrats vorliegt, die zu einem Strafverfahren führen könnte. (Sehsimrat Flamm teilt zu den jetzt öffentlich bekanill ge- wordenen Anschuldigungen folgendes mit: Er habe im Sommer vorigen Jahres, als die Vorschriften über die Devisenablieferung er- lassen wurden, die in seinem Besitz befindlichen ausländischen Geld- sorten ordnungsgemäß bei der Retchsbank angemeldet, die ihm einen kleinen Betrag davon belassen habe, während der größere TeilderSumme abgeliefert wurde. Im Januar sei dann ein Schreiben der Reichsbank gekommen, in dem er aufgefordert wurde, auch den noch in feinem Besitz befindlichen Devisenbetrag anzumelden, und zwar innerhalb einer Frist von fünf Tagen. Dieses Schreiben habe ihn aber nicht persönlich erreicht, weil er zu dieser Zeit auf einer längeren Auslandsreise war, so daß Flamm die Auf- farderung der Reichsbank erst bei seiner Rückkehr Ende Januar zu Gesicht bekam. Inzwischen sei er aber bereits denunziert worden, und es seien Fahndungsbeamte in seiner Wohnung in Niko- lassee erschienen, um die betreffei�en Devisen zu beschlagnahmen. Dabei habe man auch ganz kleine Beträge, deren Existenz ihm gar nicht mehr in Erinnerung gewesen sei und bei denen es sich um Patengeschenke für seinen Sohn gehandelt habe, wie ein englisches Pfund und 199 dänische Kronen, mitgenommen. Von welcher Seite die Denunziation ausgegangen ist, kann sich der Gelehrte, der den Vorwurf einer absichtlichen Verschweigung eines Deoisenbesitzes mit Entrüstung ablehnt, nicht erklären. Mysteriöse Selbsibezichtigung. Frau Hauptmann unter Anklage des Diebstahls. Kriminalpolizei und Gericht kennen falsche Selbstbezichtigungen verschiedenster Art; bei näherem Nachsehen fand sich für sie aber stets eine Erklärung. Nicht so für die Selbstbezichtigung der 42- jährigen Frau Hauptmann D. und des Handelslehrers K., mit der sich das Tckzöffengericht Schöneberg gestern stundenlang abmühte. Der Tatbestand, der ihr zugrunde lag, wie auch die Mo- tive zu dieser Selbstbezichtigung blieben bis zuletzt in Dunkel ge- hüllt.... Im Frühjahr 1929 bezogen zwei Ausländer bei der Frau Hauptmann D. zwei Räume. Sie führten sich unter deutschem Namen ein, befanden sich im Besitz gleichlautender Pässe, hatten ihre Privatwohnungen anderswo, erschienen fast täglich in den Zimmern und erledigten hier irgendwelche Arbeiten. Sie verfügten über größere Geldsummen, machten Auszahlungen, wenn bei ihnen Leute erschienen. Die Frau Hauptmann war der Ansicht, es handle sich um Russen und zwar um Bolschewisten. Im Juli vorigen Jahres verschwanden die Mieter, ohne ihrer Wirtin Lebewohl zu sagen. Im August erschien Frau Hauptmann D. in Begleitung ihres langjährigen Freundes, des Handelslehrer» K. auf dem Polizeirevier und erklärte, sie habe aus der Schub- lade der Mieter außer deren Pässe noch 2999 Dol- lar, 1799 Mark und ein Bündel von 199-Dollar- noten entwendet. Di» Pässe habe K. in Schlachtense« ver- graben, mit einem Teil des Geldes Schulden bezahlt. Diese Aus- sage wiederholten beide mehrmals. Die Polizei stellte fest, daß tat- sächlich zwei Personen längere Zelt Mieter der Zimmer gewesen waren, die Pässe wurden trotz eifrigen Suchens nicht wiedergefun- den: die Hausangestellte bekundete, daß Frau D. eines Tages mit einem Schlüssel das Schubfach ihrer Mieter, in dem sich viel Geld befunden, geöffnet habe. Vor dem Untersuchungsrichter ließen D. und K. chre Selbst- bezichtigung plötzlich fallen: es wäre ihnen im Traume nicht ein- gefallen, bei ihren Mietern Geld zu stehlen. Woher aber die Selbst- bezichtigung? Für die hatten sie folgende Erklärung: Eines Tages nach dem Verschwinden der Mieter seien zwei Herren erschienen. die sich als Kriminalbeamte ausgewiesen und von ihnen vorlangt hätten, sie sollten den Diebstahl des Geldes eingestehen. Sie drohten >nit Erschießen, veranlaßt«« K., mit ihnen zu gehen, führten ihn zu einem Auto, tn dem mehrere Personen saßen und fuhren Ihn bis Schneidenuihl. Unterwegs wiederholten sie ihre Forderungen und Drohungen. Dann machten sie kehrt und setzten K. im Grunewald ob. Bei diesem Märchen blieben die Angeklagten auch vor dem Schöffengericht Schönebcrg. Das Gericht sprach beide Angeklagte frei. Nicht etwa, well es nur ein Wort von alledem, was sie erzählten, geglaubt hätte. Im Gegenteil, es hielt die Selbstbezichtigung für glaubwürdiger. Es sagte sich aber, die Sache ist reichlich verworren, einen Kläger gibt es nicht, da ist es schon besser, die Angeklagten laufen zu lassen. Der Zuhörer fragt sich aber: Soll es denn wirklich bloß Zufall fein, daß sich die Derhältniffe der Angeklagten ausgerechnet nach dem Per- schwinden der beiden Mieter wesentlich gebessert haben? Wer waren aber die beiden Ausländer, woher das ausländische Geld, und was waren es für Leute, denen sie die Gelder ausgezahlt haben? Eine äußerst mysteriöse Angelegenheit. Der Drang zur Selbstbezichtigung dürfte aber seine Erklärung in dem Umstände finden, daß beide Angeklagten Kotainisten waren. Verteidiger für Kahenellenbogen. Angeblicher Druck der Reichsregierung auf Staats- anwaltfchast. Im Echultheiß-Patzenhofer-Prozeß plädierten am Sonnabend die Rechtsanwälte Dr. Asch und Dr. D i x für Gene- raldirektor Katzencllenbogen. Rechtsanwalt Dr. Dix meinte, daß Katzenellenbogen keine kriminelle Persönlichkeit, sondern der Ex- ponent eines Wirtschaftsgeschlechtes sei. Dr. Dix erhob dann An- griffe gegen den Bankdirettor von Stauß, dessen Auftreten in der Verhandlung gewirkt habe, als ob ein Elefant tn den Porzellanladen gekommen fei. Dr. Dix ließ ferner durchblicken, daß die Reichs- r e g i e r u n g auf die Staatsanwaltschaft einen Druck aus- geübt Habs, gegen Katzenellenbogen Anklage zu erheben. Land- gerichtedirettor B e t h g c wies diese Andeutung des Verteidigers energisch zurück. Die Verteidigerplädoyers werden am Dienstag fort- gesetzt werden und wahrscheinlich noch alle Ettzungstage der nächsten Woche in Anspruch nehmen. Mit dem Urtell in diesem Prozeß dürfte daher wähl erst zu Anfang der übernäcksten Woche gerechnet werden._ Oie Mordwaffen in der Spree. Der Raubmord an dem Fouragegroßhändler Julius Meyerhardt ist jetzt restlos aufgeklärt worden. Inzwischen ist auch die Mordwaffe und die Pistole gefunden worden, die der Ermordete stets bei sich geführt hatte. Aus der Spree zwischen Dom und Börse wurden die beiden Pistolen, die in eine schwarze Gesichtsmaske gewickelt waren, von einem Taucher an die Oberfläche geholt. Die Beute tonnte gleichfalls zum größten Teil wieder herbeigeschafft werden. Mehrere hundert Mark hatte Rühlow, wie schon kurz mitgeteilt, in einem Einmachegla» d e i H eigenste oergraben. Dort wurde das Geld auch gefunden. Die jugendlichen Mörder, Söhne achtbarer Eltern, find nach ihren Geständnissen völlig zusammengebrochen. Die Reichsbahn gegen die Siedler? Verschieden« Zuschriften an uns aus Kreisen oer Siedler führen lebhaft Klage darüber, daß die Reichsbahn den Umtausch der neuen Sledlerkarten rigoros handhabt. Während srüher auch Ange- hörige des Siedlers, auch wenn sie nicht im Haushalt des Siedlers wohnten, anstandslos eine Ermäßigung erhielten, weigert sich setzt die Reichsbahn, die Karten zu erneuern. In einem be- sonderen Falle handelt es sich um einen 62jährigen kranken und arleitslosen Mann, der auf die Hllfe seiner erwerbslosen Söhn- angewiesen ist. Erhalten Lies« nicht den ermäßigten Fahrpreis, kann kann der Mann sehen, wie er fertig wird oder er muß seine Parzelle verkaufen. Gibt es bei der Reichsbahn nicht einen Dienst am Kunden? Eine Rundsunkmorgenfeier des Arbeiler-kuliur-karteUs findet heute, Sonntag, von 11 big 11,39 Uhr. statt.„Bruder, reiche dem Bruder die Hand." Ansprache Dr. Karl Schröder. Einmal doch wird die Stunde kommen(Julius Zerfaß), gesprochen von Marcha John. Die heilige 2lllian,z der Völker(Veranger). Ein bös' und bissig Tier ist der Krieg(Karl Mcinbera).(Aus der dramatischen Dichtung Jeremias von Stefan Zweig.)«prechchor für Prole- tarische Feierstunden. Leitung: Albert Florath. Musikalische Akzente: Klavier, Trompete, Trommel, Pauke. Aus dem Russischen(ibertragen von Werner Bsrgengruen. Einerlei, wie oft ein Arrestant aus einer Hand in die andere, von der Eskorte an die Gefängnisverwaltung über» geht, und umgekehrt— unter allen Umständen wird er jedes» mal von neuem einer Leibesvisitation unterworfen. Man hätte meinen sollen, jede Gefängnisbehörde hätte von der Charkower Eskorte ruhigen Gewissens ihre Gefangenen über» nehmen können, ohne zu fürchten, daß der eine oder andere irgend etwas Beanftandenswertes bei sich haben könnte. Aber in den Augen der Kursker Gefängnisdirektion schien Nicht einmal das Charkower Begleitkommando zuverlässig genug zu sein. Wir mußten uns nackt ausziehen. Sie tasteten alle Fallen unserer Wäsche ab, in denen doch außer Läusen nun wirtlich nichts stecken konnte. In den Luinpen der Häftlinge, in den fiskalischen Segelwchkitteln der Zwangsarbeiter durch- wühlten sie alle Nähte und Falten. Sie untersuchten Stiefel und«schuhe, die Schutzhüllen unter den Fesseln und die Mützen. Als der Borratsfack des Mannes ohne Gedächtnis an die Reihe kam, schütteten sie seinen ganzen Zucker auf den noch mit Tabakresten bedeckten Tisch, und nachdem sie ihn gehörig im Tabakstaub umhergewälzt hatten, schütteten sie ihn wieder in den Sack.zurück und schimpften dabei über die große Menge Zucker und Tabak, die der alte Tippelbruder mft sich führte. Nachdem wir einige Stunden auf dem Korridor zuge» bracht hatten, wurden wir.zu den Zellen geführt. Die Zwangsarbeiter blieben für sich, alle übrigen kamen in eins einzige große Zelle, die schon ein paar Leute beherbergte. Wir stürzten hinein, jeder suchte sich schnell einen Platz auf dem Pritschengestell zu sichern, weil gewöhnlich die Plätze nicht ausreichten und viele sich auf dem Fußboden lagern mußten In der Furcht, den einzigen hier möglichen Kom» fort entbehren zu muffen, den Platz auf dem Pritschengestell, stürzte sich ebenfalls rasch auf die Pritschen zu und fand ein Unterkommen in der Nähe des Mannes ohne Gedächtnis und einiger anderer, die für mich jetzt schon alte Bekannte waren. Nach der gestrigen schlaflosen und qualvollen Nacht, nach der stundenlangen Regungslosigkeit und Nervenanspannung hatte die Aussicht, sich hinzulegen, die Beine von sich zu strecken und sich womöglich auszuschlafen, etwas Herrliches und Verführerisches. Ich ertappte mich zu meiner Verwun» derung auf dem Gedanken, was denn hier im Kursker Ge- fängnis so schrecklich sein sollte? Hier war es wunderschön, es gab Pritschen, es gab ein Plätzchen, wo man sich ausruhen und schlafen konnte. Alles in der Welt ist relativ! Was für viele ein Gegenstand des Entsetzens gewesen wäre, das er- schien mir jetzt als Beglückung. Wäre ich nur wenige Tage srüher hierhergekommen, so wäre ich in Verzweiflung geraten, aber jetzt war es mir im Grunde ganz behaglich zumut. Man konnte sich sogar unterhalten, natürlich nicht zu laut. Alle begannen es sich bequem zu machen, richteten sich an dem neuen Orte ein und suchten sich aus ihren Kleidungsstücken und was sie sonst noch an Gelumpe mit sich hatten, eine Art Nachtlager herzurichten. Viele legten sich gleich zur Ruhe, ohne erst den vor dem Schlafengehen üblichen Vernichtungs- krieg gegen ihre Läuse unternommen zu haben. Unter den Gefangenen, die wir in der Zelle bereits vor- fanden, war ein hochgewachsener, stattlicher Greis mit einem gewalligen Bart, ein Mann von gesetztem und ehrbarem Aussehen. Er erhob sich von seinem Platz, ging in der Zelle auf und ab und erkundigte sich bei den Ankömmlingen, wer man war, woher man kam, was man angestellt hatte. Er berichtete:„Ach, Kinder, hier ist es arg! Dos Schlimmste ist, sie hauen einen. Nur so, für nichts und wieder nichts. Stecken einen in die Strafzelle, geben einem da nichts zu fressen und lassen einen lange drin." Er redete im Flüsterton und warf dabei ab und zu einen ängstlichen Blick auf die Tür. „Du dankst dir nichts Böses, plötzlich geht die Tür auf. kommt so einer in die Zelle gesaust, schreit:„Wer hat hier Radau gemacht? Antwort! Wer hat hier Radau gemacht?" Keiner sagt einen Ton, naturlich. Er nimmt sich den ersten besten vor— plauz— plauz in die Fresse. Warum, wozu. kein Mensch hat eins Ahnung. Und dann plötzlich in die Strafzelle. Wartet nur. ihr werdet ja selbst sahen." Andere Asteingesessene wußten Aehnliches zu berichten: „Rauchen darf man nicht, zu fressen geben sie einem nichts, aber in die Fresse kriegt man!" Schon wieder die Fresse! Wie oft hatte ich in diesen wenigen Tagen gesehen, wie jemand„in die Fresse" geschlagen worden war und wie oft hatte ich davon erzählen hören! Mit diesem Wort«Fresse" hat es schon seine Bewandtnis. Handelt es sich um Schläge, so gibt es plötzlich kein Ge- ficht mehr, sondern nur noch die Fresse. Ich dachte: unser gesegnetes Land ist das einzige in der Welt, wo man einen so oft und aus nichtigen Gründen oder überhaupt ohne jeden Grund in die Fresse haut. Dies„Jn-die-Fresse-hauen" ist dem Russen in Fleisch und Blut übergegangen. In Rußland hat man seit Urzeiten gehauen. Gel>auen wurde unter dem Zaren Iwan dem Schrecklichen. Der Zar selbst haute und seine gefürchteten Leibwächter hauten. Gehauen wurde unter Boris Godounow, gehauen wurde unter Peter. Und Peter selbst haute gern in die Fresse. Gehauen wurde unter Katha- rina. Ich weiß nicht, ob sie eigenhändig zuschlug, aber ihre Handlanger schlugen jedenfalls ganz verdammt zu. Paul schlug eigenhändig und oft in allerlei Fressen. Die Guts- befiger hauten, die Verwalter hauten, die Landgendarmen hauten, die Polizeioffiziere hauten, die Krslechefs hauten. Hauen taten die Reoiervorsteher, die Schutzleute, die Ge- fängnisdirektoren, ihre Inspektoren und Aufseher. Hauen taten die Handwerksmeister und die Handwertsgesellen. Hauen taten die Kompagniechess, die Zugführer, die Kor- poralfchafts- und Gruppenführer. Hauen taten die Feld- wsbel. Beim Militär haute alles vom Portepeeunteroffizier bis zum General. Jeder haute jeden in die Fresse, von dem nicht ebenfalls einen Hieb in die Fresse zu besorgen hatte. Manche hauten auch nur so, ganz ohne Grund, einfach aus Liebe zur Kunst, sie hauten, um einem etwas anzutun, sie hauten, weil ihnen selbst etwas angetan worden war, sie hauten zur Strafe zur Erziehung, zur Erbauung. „Na. dem habe ich aber in die Fresse gehauen!" „Du willst wohl was in die Fresse?" „Im nächsten Augenblick hast du was in der Fresse sitzen!" Ach. du robust«, vielgeprüfte, trainierte, an alles ge- wohnte russische Fresse! In der Zell« schlief fast schon alles. Nur in der dunklen Ecke beim Fenster kniete der Aste und betete unter vielen Be- kreuzungen und Verneinungen. Dann legte auch er sich schlafen. Irgendwo schrie jemand im Schlaf auf. Irgendwo knirschte jemand mit den Zähnen. Im Korridor ging, regel- mäßig wie ein Uhrzeiger, der Ausseher hin und her und klirrte mit seinem Schlüsselbund. (Fortsetzung folgt.) t Leiser bietet mehr durch bessere Qualität, grössere Auswahl, höchste Preiswürdigkeit, vorbildlichen Kundendienst M.;4 1. L*"; DA' lM � $00�•., v.• WWWM W WMMM W W-M■ K'vMM ��.1 ,<-■%■■■:■.'\< V � � K MWÄW'! . 4: Die elegante Form„Brillant" aus feinem Mahagoni- ßoxcalf, trotz ihres sch'anken Aussehens bequem in der Zehenläge Alle Genossinnen und Genossen, Arbeitersporiler, Reichs« M« �3 M�W_______ banner kamer aden und Mitglieder der SAJ. beteiligen sich heute, Sonntag, von den bekannten Stellen aus an der R BU]� VIUIH v BZB BBB vBBBBBBtz� Verkehrsinseln im Atlantik! Aussichten für regelmäßigen Flugverkehr nach Südamerika Jim Laufe dieses Jahres soll durch die Deutsche Lufthansa der ständige Flugdienst zwischen Europa und Südamerika eröffnet werden. Zur Erhöhung der Sicherheit ist geplant. auf der Fahrtstrecke Schisssinseln zu stationieren. Bisher scheiterte die endgültige Losung der ständigen Flug- Verbindung an der geringen Wirtschaftlichkeit� Direkte Flüge von Berlin, Paris oder einem portugiesischen Flughafen aus belasteten die Flugschiffe und Flugboote so sehr mit Eigenballast, dah für wirtschaftliche Nutzlast kaum genügend Raum blieb. Flüge in Etappen über die kanarischen und brasilianischen Inselgruppen änderten wenig, zumal ein anderer Faktor bei solchen Flugstrecken eine ungeheure Rolle spielt: die Sicherheit! Die Frage der Flug- sicherheit ist für den Passagier- und Frachtverkehr im Flugzeug von ausschlaggebender Bedeutung— besonders auf der Südamerikaroute, deren Wetterlagen zyklonische Stürme, Regen- und Nebelböen nicht ausschließen. Nun hat ü> engster Zusammenarbeit mit britischen und englischen Fluggesellschaften die Deutsche Lufthansa ein Projekt aufgegriffen, das geeignet ist, die Flugsicherheit aus dieser Strecke so zu erhöhen, daß der ständig« Flugverkehr zwischen Europa und Südamerika schon in diesem Jahre Wirklichkeit werden soll. Die Flugroute wird drei Etappen haben. Die e r st e Etappe gilt als Festlandsflug, sie führt von Europa nach der afri- konischen Küste zum Flughafen in Britisch-Gambia, der westlichsten Spitze des afrikanischen Erdteils. Die zweite Etappe führt /UMimg! Achtung! Alle Genossinnen und Genossen gehen heute Sonntag, den 6. MSrz, möglichst frühzeitig in den Lustgarten Abteilungsbanner und Fahnen, sowie die Sturmfahnen der Arbeitersportler und Arbeiterjugend müssen um 12 Uhr an der Rednertribüne zur Stelle sein. Geschlossener Anmarsch findet nur für das Reichsbanner statt. Parteiveranstaltungen fallen am Sonntag, soweit sie nicht vom Bezirksvorstand zugelassen sind, aus. direkt über den Ozean, zweitausend Kilometer über Wasser, bis zur Insel San Paul. Die dritte ist See- und Festlandsslug. Bon San Paul über Fernando de Noronha nach Natal, der östlichsten Spitze Südamerikas, und von dort an der Küste entlang nach Per- nambuco. Für die erste und dritte Etappe gibt es kaum noch wesentliche Schwierigkeiten. Anders auf der Seeflugstrecke. Rund 2000 Ki'ometer müssen hier durchflogen werden: ohne Landenwg- lichkeiten, ohne die Möglichkeit der Letriebsswffergänzung. Es handelte sich zuerst darum, einen Weg zu sinden, diesen Seeweg zu „verkürzen", um die Nutzlast der Flugboote erhöhen und damit die Flüge erst rentabel machen zu können. Diese Voraussetzungen hat die Lufthansa geschaffen. Auf der iHoute der Sceslugstreckc werden ein oder auch mehrere Flugzeugmutterschiffe st a t i o n i e r t werden, die— schwimmende Verkehrsinseln— den Flugboote» größere Sicherheit und kürzere Etappen im Sccflug er- möglichen. Für die s i ch e r e S t a t i o n i e r u n g der schwimmenden Inseln, und zwar so, daß sie auch beim Versagen der Funk- peilung, bei schwierigem Wetter, durch die Flugzeuge sicher an- gesteuert werden können, gibt es noch keine Methode Zwar ist jedes Schiff durch eigene Maschinenkraft in der Lage, bestimmte See- Positionen zu halten oder sich bei Abdriften schnellstens wieder in Position zu bringen, aber der transozeanische Flugdienst erfordert außer Treibankern und relativer Maschinensteuerung doch noch andere Garantien für das sichere Auffinden der Mutterschiffe, den» schon bei zwei Strich außer Kurs muß das Flugboot in wenig sichtigem Wetter die Seestation verpassen. Feste Verankerung der schwimmenden Verkehrsinsel ist bei der Beschaffenheit des Meeresgrundes und bei der vorherrschenden Tiefe in diesen Breiten ausgeschlossen. Mit den wenigen Flugzeugmutterschiffen der bri- tischen und ainerikanischen Kriegsmarinen hat man noch nicht ge- nügend Erfahrungen gesammelt, um eine allseitig befriedigende Lösung finden zu können. Wie dem aber auch sei: der atlantische Verkehr wird Tatsache werden. In naher Zukunft werden schwimmende Verkehrsinseln zwischen San Paul und den Kanarischen Inseln hin- und herpendeln, und der„braune Erdteil" wird um viele Tage näher an Europa gerückt werden, trotz der Last dieser Weltkrise, trotz großer>echnischcr Hemmungen. Berlin erwartet den Frühling. Frühjahrsarbeiten der Stadt.- pflege der Bolteiparls. Berlin rüstet für den Frühling: bald werden Hacke, Schaufel und Rechen in Aktion treten, um das winterlich krustige Erdreich zu lockern, die Wege wenden gesäubert, abgestorbenes Blatt- Material wird entfernt, die trostlose Szenerie zu neuem Leben er- weckt. In der Hauptsache sollen die großen V o l k s p a r k s, die Tau- senden und aber Tausenden ermüdeter Menschen Erholung bieten, so weit wie möglich ausgebaut werden, und so sind es in erster Linie die Anlagen der Außenbezirke, die berücksichtigt werden; demgegen- über müssen allerdings die kleinen Schniuckplätze etwas zurückstehen, denn gespart werden muß an allen Ecken und Enden. Die Britzer Wiese in Neukölln erhält in diesem Jahre 300 neue Dauerkleingärten, ebenso wird die Dauerkleingartenkoloni« im Volkspark Rehberge um 50 Dauergärten vergrößert. In Zehlendorf(Onkel Toms Hütte) wird an Stelle der abgerissenen Sprungschanz« eine neue Rodelbahn angelegt, die Arbeiten werden cbensalls im Frühjahr begonnen. Die hierbei Beschäftigten sind wiederum ausschließlich Wvhlfahrtserwerbslose, deren Zahl sich aus der Höhe der bereitzustellenden Mittel ergeben wird; im Moment, wo der neue Etat noch nicht fertiggestellt ist, weiß man nicht, in welchem Umfange die Arbeiten begonnen werden. Die Llmtaufch-Ladendiebin. Das Gericht sagt: ein Grenzfall. Der Umtousch-Ladendicbstahl ist wohl ein« seltene Abart des Ladendiebstahls. Der eigentliche Reiz besteht für die Warenhaus- diedin weniger im Diebstahl, als im Umtausch des Ge stöhle- n e n. Und gerade dies« letzte Prozedur wird für sie zum Verhängnis; das Stehlen erweist sich also weniger gefährlich als das Umtauschen. Eine Vertreterin dieser seltenen Abart von Warenhausdiebstahl lernte man vor dem Schöffengericht Charlottcnburg in der Frau F. kennen. Sic lebt, wenn nicht gerade in guten, so doch in auskömmlichen Verhältnissen. Anfang der 40. nähert sie sich dem gesährtichen Alter: obgleich verheiratet, ähnelt sie mehr dein Typus der alten Jungfer: Kinder hat sie nicht: sie ist von Natur ver- sdjlossen, schwerblütig, liebt die Einsamkeit und Friedhöfe, lebt neben ihrem Mann kalt, gefühllos und unbefriedigt dahin. Ihre Besriedi- gung sucht und findet sie in anderen Dingen: sie hält sich ein reizen- des kleines Hündchen, das sie des öfteren abküßt; sie sammelt Tüten, Kartons, Schnüre, ihre größte Leidenschaft aber ist das Tauschen. Letzteres betreibt sie mit allein Möglichen und mit jedem, der darauf eingeht. Im Jahre 1920 begann sie ein Kaufhaus im Westen heim- zu suchen. Sie stahl und tauschte das Gestohlene. Beim Stehlen hat man sie nie angetroffen: wohl war sie aber beim Umtauschen aus- gefallen. Da» erstemal war es Material zu einem Gobelin im Werte von 39 M. Einen Kasienzeitel befaß sie nicht. Die Kundin befinde sich in Holland sagte sie. Die Dctektwin ging ihr nach und stellte fest, daß sie Namen und Wohnung richtig angegeben hatte. Etwa achtmal stieß die Detektioin in der nachfolgenden Zeit aus die verdächtige Dame. Jedesnial machte sie sich so schnell wie möglich davon. Al« dann eines Tages die Detektioin zum Abteilungsvorstcher yeniken wurde, sah sie sich zu ihrer Ueberraschung wieder ihrer alten Bc- kannten gegenüber: diese hatte in wenigen Monaten etwa ein dutzendmal getäuscht, stets ohne Klasienzctwl. immer unter anderen Namen und Adressen. Bei ihr zu Hause fand man einen Werkzeug- kästen, ein Hundehalsband, einen Eisläffel. einen Büstenhalter, Strumpfhalter und andere Kleinigkeiten mehr. Auch Stoffe und Kleidungsstücke,— die wollte sie aber aus normale Weise erworben haben. Das Warenhaus erstattete Strafanzeige wegen Diebstahls. Betrugs und Hausfriedensbruches. Auf den Hausfriedensbruch be- stand die Firma letzten Ende» nicht. Sie einiole sich mit der Diebin oder vielmehr mit deren Verwandten, die sich bereit erklärten, an Stelle der geforderten 2000 M. 2000 M. zu zahlen. Aus welche Weise die Firma die 2000 M. zusammengerechnet hat, konnte in tker Ver- Handlung trotz der größten Bemühungen des Lorsitzenden nicht fest- gestellt werden. Das. was bei der Angeklagten gesunden worden war, und was man ihr nachweisen konnte, machte nicht mehr als einig« hundert Mark aus. Dr. Leppmann, der von einer Ersatzbesriedigung sprach, wollte für Frau F. den Z öl nicht gelten lasten, bloß eine stark ver» minderte Zurechnugssähigkeit. Das Gericht glaubte c« mit einem G r e n z f a l l zu tun zu haben und begnügte sich mit einer G« l d st r a f e von 100 M. Wildrenntiere im Zoo. Von Renntieren haben wir schon seit unserer frühesten Jugend gehört. Im Volksmunde nennt man diese Tiere zahme Renntiere. Sie werden oft in Tiergärten gezeigt. Wildrenntiere hin- gegen waren bislang noch nie in Gesangenschast zu sehen. Für sie war dieser Winter ungünstig, bildete sich doch auf dem Schnee eine dünne Eisdecke, die brach, wenn die Renntiere sie betraten. Das nutzten die Fänger aus und singen an der russisch-finnischen Grenze aus. einer Herd« von SO Stück sechs Jungtiere, und zwar 2 Hirsche und 4 Tiere. Die Gefangenen wurden nach Deutschland gebracht und ihr zukünftiges Lebensschlcksal wird sein, dem harten Daseins- kämpf entrückt, sich als Schautiere im Berliner Zoologischen Garten besehen zu lassen. Di« Neuankömmlinge sollen das Gehege mit den Elchen teilen. Als sie zum crstemnal für kurze Augenblick« aus dem Stall gelassen wurden, standen die Renntiere starr wie eine Wand und sträubten die Lzaare. Als aber die Elche die Renntiere sahen, machte sich im selben Augenblick bei den mächtigen Tieren die Angriffslust bemerkbar. Sie sind durchaus nicht gewillt, einen Fremdling in ihrem Revier zu dulden. Ob die Ausgesetzten vor den Elchen be- sonder« Angst hatten, konnte man nicht recht erkennen, war doch für die Renntiere alles fremd und alles neu. Die beiden Elchweiber jedoch gingen auf die Renntiere los und wollten sie treten. Der Bulle stand, ganz gespannte Aufmerksamkeit, im Hintergrund und wollte offenbar erst als letzte Reserve tn Aktion treten. Daran wurde er aber von den Wärtern gehindert und die Renntiere kamen wieder in den Stall. Doch wird dieses Schauspiel sich jetzt täglich wiederholen, bis die Tiere sich aneinander gewöhnt haben. Billiger Sonntag im Zoo. Am heutigen Sonntag, 6. März, kostet der Eintritt in den Zoologischen Garten für Erwachsene nur SO Ps.. für Kinder ZS Pf.; dieselbe Ermäßigung gilt für das Aquarium. W IS Uhr großes Konzert im Katsersaal. Vergessenes wird versteigert. Einkauf und Börse derKleinunternehmcr. Es summiert sich, was in den Berkehrsfahrzcugcn so stehen und liefen gelassen wird; die Lersteigcrung der DezemdersunÖstückc umfaßt die stattliche Zahl von 41100 Gegenständen, wobei die Wintersaison nicht annähernd an die Sommerzeit heranreichen soll, die den nwnatlichen Fundus mit etwa läOOO Stücken beziffert. In der Versteigerungshalls in der Luckenwalder Straße I>at sich zahlreiches Publikum eingefunden, Männer und Frauen; diesmal, zur Freude des Auktionators, überwiegen die Männer, die seiner Meinung nach viel ruhiger und daher weit angenehmere Versteigornngsteilnehmcr sind. Oer Auktionator besteigt den Tisch. Punkt 12 Uhr erklimmt der Auktionator den langen Tisch, an dessen Rückseite gleichzeitig der Auffichtsbeamtc, die Schreiber und die Z u r c i ch c r ihre Plätze einnehmen. Immer mehr Besucher kommen herein, längst sind alle Bankreihen dicht besetzt und eine vielreihigc Menschenmauer gruppiert sich um die Sitzenden. Was da scharf äugenden Blickes die Vorgänge be- trachtet, das sind keine Vcrsteigerungshyänen, die aus ttangeweile und Sensationslust der Versteigerung beiwohnen, das sind Menschen, die für ganz wenig Geld Sachen erstehen wollen, die sie zum Teil für sich selbst verwenden, zum Teil mit cincin kleinen Nutzen an andere weiterverkaufen. Ucbcrraschungcn, was man so einen „Treffer" nennt, sind nicht darunter, darum heißt auch das erste Gebot, das der Mann vom hohen Piedcstal verkündet: Die Sachen find zumeist defekt, es wird daher keinerlei Garantie übernoimncn, die Versteigerung ist freiwillig und erfolgt nur gegen Barkauf. Die Schirme gehen am besten. Das chauptobjckt menschlicher Vergeßlichkeit ist und bleibt der Regenschirm und so ist es nicht weiter oerwunderlich, daß sich auf dem Auktionstisch Hunderte von Schirmen, gebündelt zu zehn und fünf Stück, türmen. Das Ääuferinteresse ist hier sehr rege, es iverden Preise zwischen 3 M. und 7 M. für ein Schirmbündel erzielt, bessere Einzelstllcke bringen ungefähr dieselben Preise. Da sitzt vor mir ein Mann, vielbestaunt und beneidet von der ganzen!1!achbarschaft, er hat schon weit über hundert Schirme eingehandelt, die ganze Sitzreihe nehmen seine zahlreichen Kauf- Objekte schon fast in Anspruch. Ein anderer, der sich mit einem 10-Schirnl>-Bündel begnügte, prüft fachmännisch jedes einzelne Stück, wobei er allerhand größere oder geringere Verfalls- Erscheinungen feststellt; im großen und ganzen ist er aber mit seinem .�aus zufrieden, was aus seinen Worten hervorgeht:„Ach, das kriegen wir schon!"„Sie sind gewiß Schirmmachcr?" frage ich ihn, worauf ich zur Antwort erhalte:„Das nicht, aber Maschinen- bauer!" Mein entgeistertes Gesicht versucht er wieder in normale Form zu bekommen, indem er meint:„Ja, heute muß man alles können, wie soll man sich sonst ein paar Groschen verdienen." Meine Nachbarin rechts ist etwas nervös, weil sie stets und immer mit ihren Preisangeboten übertrumpft wurde, inzwischen sind die Schirme olle geworden, nun will sie endlich, daß auch einmal be! ihrem Angebot der Hammer auf den Tisch falle. Sie ersteht in der weiteren Folge ein Bündel mit zehn Kinder- mützchen Sic nestelt das Paket auf, aber zugleich malt sich arge Enttäuschung in ihren Zügen; sie hat scheinbar nicht gut gekauft und bereut schon ihre verausgabten 1,20 M. Durch ihren Monolog ist eine andere Besucherin aufmerksam geworden, nun wühlen vier Fraucnhändc in dem Packen, die Vordere ersteht einige Mützchen für einige Groschen. Zwei packt die Frau selbst in ihre Einkaufstasche, die anderen wirft sie auf den Fußboden. Wer gleich ist sie wieder ganz Auge und Ohr für das, was da vorne vor sich geht. Ziach den Schirmen kommen einzelne Männer- und F r a u e n k l e i d u n g s st ü ck e, Schuhe, ein Korb voll Kragen und Schlipse geht für 50 Pf. an den Meistbietenden weg, Aktentaschen, Handkoffer, Stöcke, Handschuhe Schals, Spielsachen, alles findet seinen Käufer; nur ein Posten macht Bedenken wegen der Eigenart seiner Materie: ein Glas mit präparierten Gift- schlangen. Nachdem aber Nachfrage und Preis gering sein dürften, wird sich auch dafür ein Liebhaber finden. Nahrungsmittel werden naturgemäß nicht bis zum Bersteigerungsterniin aufbewahrt und der vergessene Weihnachtsschinken, wie das Festtagshuhn fanden durch'Anschlag rasch ihren Käufer; der Verlierer des Schinkens war hocherfreut, statt des unbrauchbar gewordenen Fleisches einen Taler, den Vcrsteigerungscrlös, zu erhalten. Liegengebliebene Stullen werden in Körben gesammelt und ganz billig als Hühnerprtter abgegeben. 6000 neue Zahnarzie. Tagung des Zieichsverbandes der Krankenkasfen-Zahnärzte. Der Reichsverband der Deutschen Krankenkassen- Zahnärzte hielt kürzlich eine Tagung ab, in der der Vorsitzende Dr. Alexander Drucker das Hmrptreferat hielt. Dr. Drucker wies zunächst auf die Schwierigkeiten hin, die sich dem Aufbau einer Organisation von Akademikern entgegenstellten. Er erwähnte, daß in immer weiteren Kreisen der Widersland gegen die Monopol- stellung des sogenannten Nürnberger Zahnärzteverbandes zu wachsen beginne. Die Propaganda dieses Verbandes für die freie Arztwahl habe dazu geführt, daß in absehbarer Zeit 0000 neue Zahnärzte auf die Versicherten— die Privatpraxis ist heute minimal— losgelassen werden. Zu welch grotesken Zuständen die freie Zahnärztewahl führt, beweist die Betricbskrankcn lasse Ambi- Budd, die bei früher 3400 Mitgliedern 1100 Zahnärzte und 100 Dentisten zugelassen hatte. Nachdem jetzt die Mitgliederzalil auf 1100 gesunken ist, hat sozusagen jedes Mitglied seinen eigenen Zahnarzt. Wer auch bei den Ersatzkaisen gehört die freie Zahn- ärztewahl der Vergangenheit an. Die Forderungen auf Neu- Zulassung seien in der heutigen Zeit des Mitgliedcrschwunds bei den Krankenkassen nur eine Umschreibung für eine planlose freie Arzt- wähl. Er steht auf dem Standpunkt, daß die Verhältniszahl 1 Zahnarzt auf 700 Mitglieder den Bedürfnissen entspricht. Zur Besserung der zahnärztlichen Leistungen und zur Vermeidung einer Ueberschreitung stich für die Großstädte Vcrtrauenszohnärzte, für Klein- und Mittelstädte regelmäßige Nachuntersuchungen und Stich- proben bei den Behandelten notwendig. Als Vertreter des Hauptverbandcs Deutscher Krankenkassen sprach Geschäftsführer Schcllhammer. Er betonte den Wunsch nach Frieden und guter Zusammenarbeit mit den Zahnärztever- bänden und sagte, daß der Zweck eines Kampfes immer ein« spätere Verständigung sein müsse. Von besonderer Bedeutung für die Zukunft sind die Erklärungen des 5)auptverbmchcs, daß er bei den kommenden Verhandlungen für die Beteiligung aller zahn- ärztlichen Berbände und auch der Technikcrorganisationen an den Beratungen im Interesse der Volksgesundheit eintreten würde. Lamm von den kaufmännischen Berufskrankentassen erwähnte, daß seine Organisation 10 bis 12 Prozent arbeitsloser Mitglieder habe, und daß durch die dauernden Gehaltskürzungen die Ein- nahmen ständig sänken. Der letzte Redner des Tages, Herz vom Deutschen Beamtenwirtschaftsbund, der mit 114 Millionen Mitglieder» und, einschließlich der Familienangehörigen, ungefähr 4 Millionen Menschen umfaßt, wandte sich gegen eine Monopoli- sierung der zahnärztlichen Behandlung und betonte, daß die Zu- geHörigkeit zu einem wirtschaftlichen Verband noch keine besondere Leistungsfähigkeit bedeute. Ifaddu am Wedding. Konnministische Trupps von etwa 100 bis 200 Mann vor- suchten in den gestrigen Abendstunden an verschiedenen Stellen auf dem Wedding zu demonstrieren. Da mit Zwischenfällen gerechnet werden inußte, wurden vo.m Kommando der Schutzpolizie größere Bereitschaften eingesetzt. Än der P r i n z- E u g e n- S t r a ß e, ani Leopoldplatz am II-Bahnhof Seestraße und in der Um- gebung der Kösliner Straße räumte die Polizei mehrmals die Straßen. Es erfolgten eine Reihe von Festnahmen. Zu ern- steren Zwischenfällen ist es nirgends gekommen. » Beim Verteilen von Flugblättern wurde gestern der Reichsbanner mann Paul B. in der Elsenstraße in Neukölln von 8 K o m m u n i st e n überfallen. B. setzte sich zur Wehr, muhte aber schließlich vor der Uebcrmacht in ein Haus flüchten. Die kommunistischen Banditen verfolgten den Reichs- bannermann, dem es schließlich gelang, sich in einem Lokal in Sicherheit zu bringen. Das inzwischen alarmierte UebcrfaUlom- mando nahm drei der Angreifer fest, die übrigen Wegelagerer flüchtete» und entkamen. Neutscher Nampfer aufgelaufen. Der deutsche Dampfer„Bayern" ist aus der Reise nach Buenos Aires beim Haseneingang von£ e i x o e s auf einen Felsen ausgelaufen. Schlepper sind zur Hilfeleistung abgegangen. Zirkus Busch kann auch im März wieder mit einem recht guten artistischen Programm aufwarten. Die Glanznummer des Abends sind 8 U r m a n n s mit einem fabelhaften Kreuzstugakt. Diese ganze Nummer ist ein einziges Saltoschlagen, Umhcrwerfcn und , zangen wirbelnder Menschenleiber hoch oben unter der Zirkus- knppel. Jockei Erik Hubert und Partner zeigen ein halsbrecherisches Pferderennen. Miß M u r i c l ist lebendigstes Quecksilber und außerdem ein musikalisches Genie. Sämtliche nur denkbaren Musik- inslrumcnte spielt sie selbst, außerdem dirigiert sie ihre eigene Kapelle und findet zwischenein noch Zeit, mit Eleganz und Routine zu tanzen. Sehr lustige Leute sind K u ck i, langer Emil und Klein-Carlo, die mit neuen Clownspäßen alle Lacher auf ihrer Seite haben. Zuletzt eine sehr bunte Manegenschau:„Ein A b e n teuer in Afrika." Das Wesentlichste und Schönste an der ganzen Schau sind die exotischen Tiere: Elefanten, Kamele, Zebras usw. Im Rahmen der Handlung praduzicren sich Feuerschlucker, Schlangentänzerinncn und farbenfrohe Balletts und waghalsige Reiter. ss Mode-Vorführung vom 14 bis 16. März, nachmiff. 5 Uhr, im Restaurant Leipziger Platz Einlaßkarten ä 1.50 einschließlich Gedeck on den Kassen Kleider• Stoffe und Damen- Kleidung WERTHEIM Leipziger Str.(Versand-Abt.) Königstr. Rosenthaler Str. Moritzplatz Kleider-». Seidenstoffe Frühjahrs- Neuheiten Besonders billige Preise Woll-Cr£pe de Chine moderne Farben, Meter 98 Pf. Frisella reine Wolle der Modestoff für das Frühjahr 1.65 Afghalaine perle gute rcinwolLQualit., ca.l30br. Phantasie-Streifen aparte Kleider-Neuheit, Meter Woli-Mussclin bedruckt......... Meter Woll-Tüll gewebt, die grobe Mode, in allen aktuellen Farben, Meter Woll-Musseiin neue Punktmustcr... Meter Bajadere-Streifen der fesche Kombinationsstoff, Meter Reinwoll. Shetland für den Frühjahrsmantcl, ca. 140 cm breit.... Meter Afghalaine reinwollene Qualität für Kleider und Komplets, ca. 130 cm breit, Meter 120 125 175 Iso 240 390 450 Feinfarb. Kunstseide für Wfisdhc und Kleider, Meter Satin brillant Kunstseide, mit modernen Druckmustern...... Meter Crepe Georgette Kunstseide bedruckt, gute Kleiderqualität, ca. 100 cm breit, Meter Marocain Kunstseide, einfarbig, gute Qualität......... Meter Toile de soie reine Seide, erprobte, waschechte Qualität...... Meter Afghalaine Wolle mit Kunstseide, besonders schöne Ware... Meter Crepe Marocain reine Seide, gute Qualität, viele Farben.......... Meter I45 225 2eo 2so 2so 290 450 Lyon- Schniiim nach neuesten Modellen Bedruckte Kunstseide doppeltbreit, Meter 1.25 Cr§pe Georgette Kunstseide, ca. 98 cm br., Meter 1.85 Cr§pe de Chine reine Seide, für Kleider u. Blusen Xr.lll* 49. Mrgong 2» 0 Sonntag, 6. März 4932 Die Arbeiterbank gibtRechenschast. Aormale Lteberschüsse— Keine Verluste— Alle Gewinne zur Veservenstärkung. Im Jahre 1931, im Sturmiahr der deutschen Banken, hat sich die vorsichtige Geschäfts- und die gewissenhafte Antagepolitik der Bank der Arbeiter, Angestellten und Beamten A.-G. voll b e- währt. Der jetzt vorliegende Geschäftsbericht für das Jahr 1931 kann mit Stolz berichten, daß am 13. Juli die Arbeiterbank fast als einzige Deutschlands unbeschränkt auegezahlt hat, daß sie auch in den Ueberoangsmochen den Einlegern viel weiter entgegenkam als andere Banken, daß bei den gewährten Krediten keine Verluste eingetreten sind, daß insgesamt Ueberschüsse erzielt worden sind wie in normalen Jahren. Die Einleger der Arbeilerbank hätten es keinen Augen- blick nötig gehabt, sich um die Sicherheil ihrer Gelder Sorge zu machen. Natürlich sind die Gesamteinlagen der Arbeiterbank im Jahre 1931 gesunken. Die Gewerkschaften hatten viel Unterstützungen auszuzahlen, die Einleger selbst hatten größeren Bedarf, so daß die Einzahlungen hinter den Auszahlungen zurückbleiben mußten. Aber an der Sicherheit und sofortigen Greisbarkeit der Gelder hat sich auch bis zum Jahreeende nichts geändert. Im Geschäfts» bericht der Arbeiterbank stehen folgende Sätze: Dank der Politik weitgehender Liquidität. die unser Znstitul von allem Ansang an betrieben hat, war die Mobilisierung ohne Schwierigkeiten möglich, zumal es in gleicher Zeit gelang, die Außenstände nicht unwesentlich zu vermindern. Sehr günstig wirkte sich die hohe Liquidität des Institute» a n d e m kritischen 13. Juli 1931 aus, an dem wir ohne jede Einschränkung alle Wünsche der Cinlegerschaft befriedigen konnten. Diese Tatsache sowie die den Znler- esien der Kundschaft angepaßte weitherzige Handhabung der Heber- leilungsoorschristen in den folgenden Wochen hat wesentlich dazu beigetragen, das vertrauen der Kundschaft zu unserem Institut nicht nur zu erhallen, sondern weiter zu stärken. Es war in- solgedessenauch ein vergebliches vemühen der xewerkschaflsfeindlichen Kreise, in Prcsseveröjsenl- lichungen und in Versammlungen durch Verbreitung falscher Nach- richten Mißtrauen gegen die Arbelterbank zu wecken. Alle diese Bemühungen scheiterten an dem gesunden Sinn der Sulldschas», die sich durch die eigenen Ersahrungen ge- nügend Klarheit geschassen Halle, daß die Arbeiterbank auch in der Kriseuzeit durchaus fest und sicher dasteht. Wir können feststellen, daß im allgemeinen die Abhebungen bei dem Institut lediglich aus echten Geldbedarf, nicht aber aus Ver- traucnsminderuageu beruhen." Aus der Dermögensbilanz ergibt sich, daß die Einlagen von 1k7.g durch den Gewerkschafts- und Kundenbedarf auf 135,2 Millionen Mark zurückgegangen sind. Fast die Hälfte der erfolgten Rückzahlungen konnte aus der Ein- Ziehung ausgeliehener Kredit« finanziert werden; ein Verhältnis, wie es bei keiner anderen Berliner Bank festzustellen ist. Die ausstehenden Forderungen sind von 99,5 auf 86,7 Mil- lionen Mark zurückgegangen. Natürlich mußten auch die Gut- haben bei anderen Bonken verkürzt werden. Sie sind gegenüber dem Vorjahr von 58,7 auf 38,1 Millionen Mark zurück- gegangen. Davon sind 74 Proz. bei öffentlichen, 26 Proz. Groß- und. ersten Privatbanken angelegt. Die übrigen. flüssigen Mittel, die sofort greifbar sind, würden gegenüber dem Vorjahr um 5,67 Millionen Mark erhöht, so daß gegenüber den verringerten Einlagen die Zahlungsbereitschaft auch jetzt wieder außerordentlich günstig ist. Die Arbesterbank hat in ihren Wertpapieren, in denen Sporgelder angelegt sind, überhaupt keine Aktien, sondern nur festverzinsliche Goldpapiere. Auf diese Goldpapiere(Pfandbriefe und Kommunalschuldverschreibungen) hat das vergangene Jahr natürlich Kursverluste gebrocht. Die Zlrbeiterbank Hot aber den Wert dieser Paier« in der Bilanz(8 85 Millionen Mark Pfand- briefe und Schuldverschreibungen und 2,18 Millionen Mark noch nicht verkaufte Anleihebestände) noch weit unter den amtlichen Bilanzkursen eingesetzt, so daß die Kurse weiter fallen dürfen, bevor ein Verlust eintreten kann. Es wird keine Bank in Berlin geben, die wie die Arbeiterbank von sich sagen kann, daß sie eigenenAkzeptzurBeschaffungvonAuszahlungs- geldern im ganzen Jahre 1931 nicht nötig hatte. Alle Gewinne dienen der Sicherheit der Einlagen. Die Arbeiterbonk zeigt für Ende 1931 offen nur«inen Gewinn von 583 606 Mark. Tatsächlich waren die Gewinne erheblich höher. Sie waren größer als jene 2,14 Millionen lieber- schlisse, die für das Jahr 1930 ausgewiesen worden sind. Im Geschäftsbericht heißt es darüber: Das Gewinnergebnis des Jahres 1931 ist an sich wesentlich g ü n st i g e r. als es nach den Zahlen der Gewinn- und Verlust- rechnung erscheint. Selbst nach den— wie oben bemerkt— recht beträchllichen Abschreibungen auf die eigenen Effekten ist der tat- sächlich vorhandene Ueberschuß durchaus vergleichbar mit den Zahlen des Vorjahres.(2,14 Millionen Mark. D. R.) Wir haben aber im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat es für zweckmäßig erachtet, in diesem Jahre besonders auf die inner« Stärkung des Institutes Bedacht zu nehmen und infolgedcsien eine sehr erhebliche Rückstellung vorgenommen. Wir glauben damit den Interessen sowohl der Aktionäre als auch der gesamten Kundschaft am meisten zu dienen. Infolgedessen erscheint ein Gesamtgewinn mit nur rund 583cxx> Mark. Obwohl dieser Gewinn immer noch dazu ausreichen würde, eine den ZeUverhälloissen angemessene Dwideode deu Aktionären zur Verfügung zu stellen, bitten wir doch, eben im Sinn einer möglichst weitgehenden inneren Stärkung von einer Gewinnausschüttung in diesem Jahre Abstand zu nehmen und schlagen vor, den Gesamtgewinn aus ueue Rechnung vorzutragen." Wegen dieser großen Rückstellungen erscheinen die Gesamtem- nahmen mit 3,46 gegen 5,37 Millionen Mark geringer Die Handlungsunkosten sind von 2,28 auf 2,24 Millionen Mark zurückgegangen, und zwar obwohl nach der Einführung der Vierzig- stundenwoche— die Arbeiterbank steht unter den Banken auch mit dieser Maßnahme fast allein da— die Zahl der Beschäftigten von 215 auf 231 Personen gestiegen ist. Unter den Handlungs- Unkosten befinden sich auch Gesamtvergütungen an den Vorstand im Betrage von 116 090 Mark, die für das lausende Jahr 1932 nach den vorgenommenen Gehaltskürzungen ebenfalls erheblich niedriger sein werden. Für den A u f s i ch t s r a t sind Gesamt- kosten von 9 061,62 Mark in diesem Betrage enthalten. Der Auf- sichtsrat ist ehrenamtlich tötig, Tantiemen werden ihm ebenso wie dem Vorstand nicht gezahll. Der Aufsichtsrat erhält lediglich Ersatz der Barauslagen in Form der Erstattung von Reisekosten und Tagegelder für die Sitzungen. Der Vorsitzende des Aufjichts- rats bekomint eine Auswandsentschädigung. Die Steuern sind von 0,95 auf 0,63 Millionen Mark gc- funken. Im Bericht ist schon gesagt, daß die Arbeiterbank eine der Zeit entsprechende Dividende hätte zahlen können, auch nachdem Millionenbeträge schon zurückgestellt-waren. Sie hätte 4 Proz. Dividende ebenso und noch leichter zahlen können als die Reichskredit A-G. und die Berliner Handelsgesellschaft. Aber wie die Geschäftspolitik der Arbeiterbank von jeher nur auf die Sicherheit der eingelegten Gelder eingestellt war, so will die Arbeiterbank im Einverständnis mit chren Aktionären den Verbänden der freien Gewerkschaften, auch für die Sicherheit der Einleger alle Ueberschüsse bereitstellen, bis wieder bessere Zeiten kommen. Nur aus diesem Grunde wird auf die Ausschüttung einer Dividende verzichtet. Um der Vollständigkeit halber seien noch einige Daten aus dem Geschäftsbericht nachgetragen: Der Gesamtumsatz hat sich von 3,36 auf 3,07 Milliarden Mark verringert. Der Filialapparat außer- halb Berlins wurde durch Einrichtung selbständiger Zahl- stellen in Dortmund und in Lübeck erweitert; im Februar 1932 kam eine weitere Zahlstelle in Le i p z i g hinzu. Die Mitwirkung bei der Finanzierung des Wohnungsbaues ging durch den allgemeinen Rückschritt im Bau von Wohnungen natüc- licherweise zurück. 1931 wurden nur noch für 2910 Wohnungen Zwischenkredite gegeben statt für 10 000 Wohnungen im Jahre 1930. Der Eindruck, den die Oefsenlllchkeit aus der Tätigkeit der Arbeiterbank im Slurmsahr 1931 gewinnen muh. ist in hohem Maße erfreulich. Die Arbeilerbank ha« im Jahre 1931 ihr Ansehen noch vermehrt. Die organisierte Arbeiterschaft kann stolz aus ihr Bank� Institut sein und ihm weiterhin unbeschränktes Vertraue« schenken. Die GetrÄde'kreditbank-A.-G� die zum Schultheiß- Potzenhofer- Konzern gehört und an der wegen der mit den Ostgebieten bestehenden Geschästsbeziehungen auch die Rentenbank- Kreditanstalt und die Getreide-Industrie- und Koinmissions-A.-G. beteiligt sind, verteilt aus ihr 3 5-Millionen.Kapital ein« Dividende von 6 gegenüber 8 Proz im Vorjahr. alles ist bi« aber � ,"CdCr diesen Beispiel«"- M 0a5 sind aber bei 6e- Artf man sich nicht mehr da•in weiteres SinRen te,\.«g nen an em an das G g � U ZU denken«st. uni tjMf 1 wir' IU denken.sv- � un5 Wer uns kennt««•; steigen £ P�tne'n �'den; s..dsten>" W»* • fh raten wir Aber doch r »llen klugen" . M._ f< ' irht- warten Sie zog«'"®'e �tzu sp»" W- -Si°"" ält" 15,1 nlcbt»- unsere nU"CO ohend niedrigen, so überrasche preise- M -Liri soarenden ModerneStepperel begleitet den Frühjahrsmantel aus snetlandar- tlgerWare, mit schickem Ärmel. Rückenfalten und elegantem kunstseidenen Marocainfutter. Oer feine Hut aus Fan- m ca tasie-Florina mit neuem Kopf u. modernem Rand Wie flott und kapririö�ist das Woll-Kleid durch die blitzenden Metallknöpfe, den flotten Faltenrock und vor allem den plissierten kunstseid. Marocainschal. Die fesche Kappe aus Hanfgeflecht drückt man schief auf die löckchen Oranlenftr.40 Am Oranienplat« Chaimeettr.113 Könlgrtraße 33 Stlai Stettiner baimhoi Am Bahnhok Rtaiandarplatt Nadidrudt von Wort und Bild verboten! Pio obigen Angebote stehen Ihnen ab Montag m Verfügung! Schriftliche Beitellungen können leider, nicht berücksichtigt werden I 37 Prozent Bei Belegschastsat Die Mitteilung des Ausjichlsrates der Akkumulatoren- sabrik A.-G. in Berlin, für das Krifenjahr ISZl eine Dividende von Z7 proz. auszuschütten, hat sogar in den optimistischsten Börsen, und Ainanzkreisen wie eine Bombe eingeschlagen. Back) der 2luszohlung einer zwülsprozentigen Dividende für das Zahr lgZ0 hielt man an der Börse sür das vergangene schwere Krisenjahr 1931 besten falls Aktionärsgewinne in höhe von S proz. für möglich. In weiten Kreisen der Berliner Finanzwelt war man im Hinblick auf die Arbeilerenllassungen und den Umsah- rllckgang im vergangenen Zahr sogar noch erheblich pessimistischer eingestellt. Dieser Stimmung gab noch die gestrige Berliner Börse dadurch Ausdruck, dah in den Stunden, wo der Aussichlsrot von Akkumulatoren seine Bilanzsihung abhielt, die Kurse dieses Unter- nehmens einen scharfen Rückschlag um 5 proz. erfuhren. Die Meldung, dah der Aufsichlsral die Zahlung der p h a n t a st i- schen Dividende von 37 Proz. beschlossen habe, wurde erst kurz vor Börsenschluh bekannt und rief in der Vurgstrahe eine gewaltige Sensation hervor. Wir haben schon kürzlich bei tem Abschluß der Jlse-Bergbau- A.-G. betont, daß man in der Zeit des allgemeinen wirtschaftlichen Verfalls sich freuen sollte, wenn es Unternehmungen gibt, die noch einen Gewinn ausweilen können. Derartige Monstregewinne aber müssen auf die Beleg- schuft wie ein Schlag in» Gesicht wirken. Die Belegschaft der Akkumulatoren-A.-G. ist In den Berliner und dem westfälischen Betrieben in den letzten zwei Jahren von 6300 bis auf etwa 4300 Mann abgebaut worden. Ihre Sl r b e i t s- kraft wird infolge der scharfen Rationalisierung-methoden in un- vcrgleichlich stärkerem Maße ausgebeutet als bisher. Tarif- und Leistungslöhne sind seit dem Jahre 1930 anhaltend abgebröckelt, und jetzt hat die Dezember-Notvcrordnung der Erhaltung eines einigermaßen tragbaren Lohnniveaus mit dem mechanischen Abbau von 15 Proz. vollends den Rest gegeben. wenn eine derart mißhandelte und ausgebeutete Arbeiterschaft zusehen muß, wie den Aktionären des Unternehmens phantastische Profite in den Schoß fallen. so muß das auf sie nicht anders als eine grobe Provokation wirken. In dem Bericht des Aufsichtsrats heißt es, daß sich ein Rein- gewinn von 3,5 Millionen in diesem Jahr ergeben habe, von dem zunächst eine Dividende von 12 Proz. ausgeschüttet wird. Darüber hinaus habe sich die Verwaltung entschlossen, aus versteckten Reserven, die man in den Iahren der Hochkonjunktur ange- Dividende. tau und Lohndruck. sammelt hat, 4,5 Millionen herauszunehmen und eine zusätzliche Dividende— einen sogenannten Bonus— in Höhe von w e i- teren 25 Proz. auszuzahlen. Ein gleiches Manöver hat die Gesellschaft übrigens schon bei dem Abschluß für das Jahr 1929 vorgenommen, wo man eine Dividende von 8 Proz. zur Auszahlung brachte und darüber hinaus 1,5 Millionen versteckte Reserven aus- löste sowie eine Zusotzdividcnde von 10 Proz.— insgesamt also 18 Proz.— an die Aktionäre verteilte. Die Gesellschaft, die mit einem Aktienkapital von nur 20 Millionen arbestet, hat also allein in den beiden erwähnten Jahren 1323 und 1331 rund b Millionen Mark Gewinne aus ihren versteckten Reserven geschöpft und verkündet überdies stolz, daß die Bilanz auch danach noch„über ansehnliche stille Reserven" verfüge. Nichts kann die Dringlichkeit der neuen Aktienrechts- und Bilanzreform klarer beweisen als das Verfteckspiel, das die Lerwal- tung von Akkumulatoren in ihren Bilanzen betrieben hat. �Mit welcher eisernen Stirn der Vorsitzende des Aussichtsrats, der F a- brikant Günther Qua n dt aus Neubabelsberg, der 75 Proz. des Aktlenkapitals besitzt, dieses Versteckspiel in der Bilanz zu recht- fertigen wagte, zeigt die letzte Generalversammlung vom 30. Juni vergangenen Jahres. Auf dieser Versammlung erklärte Herr Quandt auf die Forderung eines Aktionärs, die Bilanz in den Posten „Forderungen" und„Schulden" deutlicher zu gliedern, folgendes: „Die Bankguthaben und Bankschulden von den Debitoren und Kreditoren getrennt in der Bilanz auszuweisen, könne sich die Verwaltung nicht entschließen. Hierdurch würde die Verwaltung ... Einblick in die Interna(!!) gewähren, woraus den Aktionären großer Schaden erwachsen könne." Man mutz schon sagen, daß eine derartige Antwort eine glatte Verhöhnung von Aktionären in einer Zeit darstellt, wo die deutsche Wirtschaft durch Konzernskandale und Korruptionsoffären größten Ausmaßes erschüttert wurde, die samt und sonders ihre Wurzel in der Geheimniskrämerei und dem bewutzten Verschleiern wichtiger Geschäftsvorgänge durch die verantwortlichen Direktoren haben. Zweifellos hat die Verschärfung der gesetzlichen Bilanzvorschristen auf Gnmd der Bolverorduuag vom 19. September 1931 die Verwaltung von Akkumulatoren beeinflußt, einen derart gewaltsamen Eingriff iu ihre versteckten Reservebehäller vorzunehmen. Sie hätte auch bei dem nächsten Abschluß, in dem die Bestimmungen der Botverordnung Anwendung finden müssen, vor Angst nicht gewußt, wo und wie sie die millionenschweren Reserven hätte unterbringen sollen. Großhandelsindex 99,8 proz. Agrarstoffe im Februar um 2,1 proz. erhöht. Die vom Statistischen Reichsamt für den 2. März berechnete Großhandelsindexziffer ist mit 93.S(1913— 100) gegenüber der Vorwoche um 0,3 proz. zurückgegangen. Die Indexziffern der tiauplgruppen lauten: Ztgrarstofse 95,9(+ 0,2 proz.), Kolonialwaren 89,6(— 1,4 proz.), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 90,6(— 0,5 proz.) und industrielle Fertigwaren 121,3(— 0,1 proz). Für den Monatsdurchschnitt Februar stellt sich die Großhandelsindexziffer auf 99,8(— 0,2 proz.), hauplgruppen: Agrarstoffe 94,6(4- 2,7 proz.), Kolonialwaren 90,5(+ 0,1 proz.), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 91,1(— 1,2 proz.) und industrielle Fertigwaren 122,2(— 2,4 proz.). Llm den Eierzoll. plant die Landwirtschast einen neuen Angriff auf die Lebenshaltung? Bei den Verhandlungen mit Italien über den Handelsvertrag ist als fast einziges Resultat herausgekommen, daß Italien auf die Bindung des E i e r z o l l s aus den Vertragsatz von fünf Mark verzichtet. Jetzt soll I u g o s l a w i e n zu dem gleichen Verzicht be- wogen werden, so daß dann der autonome Satz von 30 Mk. in Kraft treten könnte, der bis jetzt nur Polen gegenüber angewandt wird. Jetzt werden Nachrichten verbreitet, daß sich die Landwirt- schalt mit dieser Versechsfachung des Zolls nicht begnügen. sondern eine Erhöhung aus das Zwölffache, auf 60 Mark fordern will. Wenn es sich bei diesen Nachrichten auch nur um„Versuchsballons" handeln sollte, so muß man doch von vornherein gegen solche Pläne energisch protestieren. Sie würden nur eine neue unerträgliche Belastung der breiten Massen bedeuten, ohne der Landwirtschaft zu nutzen. Denn soviel ist sicher— jede Verteuerung der Eier muß unbedingt den A b s a tz d r o s s e l n. Es ist auch gar nicht so, daß die Eierpretse z» niedrig wären: der Großhandelspreis lag im Januar noch um 25 Proz. über den Friedenspreisen. Was unerträglich ist, das ist die Verteuerung der Futterstoffe für die Geflügelzucht. Allein eine Preisherabsetzung für Futtermittel, insbesondere für Mais, wie sie die sozialdemokratische Reichstagsfraktion gefordert hat, kann die Lage der Geflügelzucht verbessern. Ucbrigeno muß stark bezweifelt werden, daß die inländische Eierproduktion die heutige Nachfrage decken könnte: denn im letzten Jahre 1931 sind m e h r a l s 2 5 P r o z des Verbrauchs— 2,3 Milliarden Stück von 8,3 Milliarden Stück— eingeführt worden. Inzwischen sind aber eine große Zahl von Geflügelfarmen, die in erster Linie sür den Verkauf produzieren, infolge der über- höhten Futterniittelpreise eingegangen. Eine„Autarkie" in der Eierocrsorgung scheint also nur dann mög- lich, wenn man bewußt durch Hochtreiben der Preise den breiten Massen den Konsum in der ge- w o h n t e n. W e i s e unmöglich macht. Außerdem mühte die gl plante Zollerhöhung den deutschen Export gerade nach den Ländern(Holland, Belgien, Skandinavien), die schon durch den V U t t e r z o l l verärgert wurden und mit denen unsere Handels- bilonz stark aktiv ist, von neuem gefährden. Verteuerung der Lebenshaltung, Erschwerung des Exports und i ermehrte Arbeitslosigkeit— das kann sich das orbeileude Volk nicht bieten lasten! Das steht doch auch im Segensah zur Wirt- schastspolitik der Rcichsrcgicrung, nicht wahr, Herr Reichs- rrnährungsminister? „Bescheidener Optimismus." Die Eisen- und Stahlwarenindostrie im Februar. Im Monat Februar ist in der Eisen- und Stahlwarenindustrie nach der fortgesetzten Schrumpfung der vergangenen Monate zum erstenmal eine gewisse Besserung eingetreten. In dem Be- richt des Jnduftriebundes wird betont, daß im Inlandsgcschäft in einzelnen Zweigen merkbare Ansätze für eine Besse- r u n g vorhanden seien, auch die Anfragen der Kundschaft im größeren Umfange zugenommen haben, so daß ein„gewisser be- scheiden«? Optimismus" berechtigt sei. Dagegen fehle im Export jedes belebende Moment und in allen Berichten der einzelnen Be- zirke wird nachdrücklich auf die schädlichen Wirkungen der Er- höhungdesButterzoltesaufden Export nach Skandinavien hingewiesen. Wenn auch nach dem vorliegenden Monatsbericht von einem wesentlichen Umschwung in diesem wichtigen Industriezweig noch nicht die Rede sein kann, so ist doch die Tatsache schon erfreulich, daß der verheerende Schrumpfungsprozeß, dem die Eisen- und Stahlwarenindustrie in besonderem Maße ausgesetzt war, end- lich zum Stillstand gekommen ist und einer leichten Be- lebung Platz gemacht hat. Die Bedeutung dieses Industriezweiges wird dadurch illustriert, daß nach der Enquete im Jahre 1927 rund 450 000 Mann Belegschaft, die in etwa 27 000 Betrieben tätig waren, deren Produktionswcrt in dem gleichen Jahre etwa 2,5 Milliarden Mark erreichte. Hopog und Lloyd sanierungsreif? Sine Berichtigung des Zieichsfinanzministeriums. In der Wirtschaftsbeilage des„Vorwärts" vom 17. Ftzj�uar 1932 war unter obiger Ueberschrift mit dem Zusatz„Geheime Sub- oentionen sür die Schiffahrtskonzcrnc" ausgeführt worden, daß das Reichsfinanzministcrium im Herbst vorigen Jahres die Reedereien eigenmächtig von der Industrieumlage befreit und auf diese Weise mit einer jährlichen Subvention von anderthalb Millionen bedacht habe. Es war hinzugefügt worden, daß das Mi- nisterium eine Informierung der OeffenUichkeit in diesem Falle nicht sür notwendig erachtet habe. Hierzu gibt uns das Reichs» sinanzministerium folgende Berichtigung: „Die Nachricht, daß die Reedereien von der A u f b r i n g u n g s- umlage befreit worden feien, ist nicht zutreffend. Die Schiffahrts, Unternehmungen find durch die 3. Durchführungsverordnung zum Aufbringungsgcsetz vom 12. Januar 1926— RGBl. II S. 101—. zur Hälfte von den Ausbringungsleistungen befreit worden. Diese Vorschrift gilt unverändert fort und ist seitdem insbesondere auch nicht erweitert worden. Die von Ihnen vermißte Informierung der Ocffentlichkeit über die angeblich getroffene neue Maßnahme zu- gunstcn der Reedereien auf dem Gebiete der Aufbringungsumlage kam also deswegen nicht in Frage, weil eine solche Maßnahme über- Haupt nicht getroffen worden ist. Was im übrigen die angeblichen Subventionen an die Reede- reien anlangt, so wird auf die WTB.-Notiz vom 20. Februar 1932 unter der Ueberschrift„Zur Recdereipolitik der Reichsregierung" vcr- wiesen." Der oberschlesischc Jndustriemognat Fürst pleß ist in dem Sanierungsprozeß der Stickstoffwerk« Waldenburg zur Zahlung von 1,05 Millionen Mark verurteilt worden. Ob xLedick odec üuictsebzi, ob Uleiu, ob gtoß, ob seJdauk, votiscUtauU odec dock, alle finden für ihre Figur das Passende für den Frühling und das Osterfest. Neben der riesigen Auswahl unserer Läger und den vorzüglichen Qualitäten ist es besonders der außerordentlich niedrige Stand unserer Preise, der unsere treue Kundschaft festhält und neue Kundschaft hinzuwirbt. Hocheisgantsr Frauenmantel für die ObtrgangsztK aus reinwollenen Kammgarn-Heirenitanen, ganz auf clcfiantem Harokka- Futter mit liHcKcntalten. breitem gesteppten Kragen u. lang.--— tlerrcn-Revers, eingeschnittene Taschen, bis zu den grSaten Wetten voi rätig m 7» Ingendlidier Bouclä- Mantel hochfein gefüttert. mit reichem Biesen- und Knopfschmuck, sehr aparten TütenSrmein, mit S teppere I- Kragen, in viel, modernen Farben, auch bleu »IIUW TütenSrmein, m 49 Oberaangs- Nantel aus larblgto Diagonal- Stollen, auf hochfeinem Futter, mit origineller hochfeinem Futter, mit origineller Blendengarnicrung des Rückens undderAermel, m 49 lermel, Taschen in viel. Farben, auch in aaraaga und Kkwarz, auch für«attnetzla Slgur an nur aUdacbancr Frühjahrsmantel aus rorzügllcham SheUend-Stoff. ganz auf Marocaln- Futter, mit moderner Stepperei des Kragens, der Revers, des neuzeitigen Ueberschlag-Aermels, des Ciürtels und der Ta-— schen, breiter Rflckenqueisch- falte. In mod Farben »-v � 1 1 v.«a t. v. i ii Miels, des üürte 3ft für urosse Weiten KOSTÜME sind wiederum GROSSE MODE geworden; wir führen sie In allen erdenklichen vorzüglichen Stoffen, in modernsten Schnitten und allen Farben. Darunter eine groBe Zahl im.nodrllffonre. die den verwöhntesten Ansprüchen genügen werden— Scbtnes Frühjahrs- Kostüm schon ab 25 Elegantes Frauen-Kleid aus fclngemutlariar Wollgtor- gatta mit apartem Schmuck des Ausschnittes und der Aermel. breiten Revers und modern. Glockenrock. bis Cr SB« 94 vorrätig. nur 29: Jugendlich« radier- Kleider aus vorzüglichem Aermel u. Kragen mit tuenorn garniert, mit hübschen Bie- sengarnicrung. und eigenen Rock, In viel, neu- zeitigen Farben nur• 29: Ralztndes Woll-Komplet aus reinwollen. Algbalalae mit Kurzem Biedermeier- Jäckchen, das Kleid mit neuartiger mehrfarbiger Punkt- stickcrci der Passe und HäKel-Arbeit am kurzen Aermel, reich gc- biestem Rock und schönem Gürtel. 35 TraoerttleidoDD auch für Malbtrauer in riesiger Au wähl. In alten erdenklichen Stoffen, für jede Figur, zu auBtrordentlUh. niedrigen Preisen! Umstands-Kleider in größter Auswahl Boucle-Pullover aus edlem Material, m. prächtig. "insatzen u. reichen Stickereien in vielen schön.Farn. Ä. Strick-PnllovßP in modern. Strickarten und Ausführungen, mit hellfarbigem Kragen in allen Farben' und Größen nur 15 inllove 6; Är; Strick. Westen 8: legente asten izvollen Mustern, 15: gemustert, in vielen Farben nur_ Besonder* elegante Strickwesten in sehr reizvollen Mustern, mh Taschen u. Gürtel, a. wertvollem Material, In vielen Farben o. allen Größen«er Damen- Nachthemden farbig, geblümte Bembergrsridr entzückend verarbeitet mit Rüschen und Puffärmeln»nr Dazu passende Hemdhosen n- nur Ve 9: Farbige Herren- Schlaf-Anzüge 50 aus gu-en Po pelinestoffcn mit andersfarbigen Besätzen 6 Plitsee-Röcke in vorzüglicher Qualität, in grün, braun marine und schwarz nur Ein Sortiment eie anter bellfarbiger marocain-Blusen etwas angcsisuM, nur - II U t 81« 10: lc anter I: Winter= Mäntel in überwältigender Auswahl mit und ohne Pelz,| darunter herrliche Modell- Mäntel zu anfterordenl- Uch fiel herab- gesefzlen Preisen I Eimens- und Megslileider in allerreichster Auswahl, in neuzeitigen Stoffen und Formen ungewöhnlich bUHgl m uns«rar weltberühmten Abteilung fUr Kinder- Konfektion finden Sie Mglich Eingang reizender Neuheiten von einienDungen fSr ttc|( Subtil sind B 1 1 1 i n SD SS,£inbcnftto%» 3. Groß-Verlin fteH an da*®«jttt»(»ftetortat i. Hof. Z Trtpven recht», zu richte» Areie Vereinigung der Mielerbeisiher bei den Mieteiniguags- ämiern und Amisgerichlen Groß-Berlins. Am Mantag, 14. Mär, 1#32. abend» 7 Uhr, findet ine Birg-rsaal de« Bat. Hanfes, chönigstrabc(Sähe«lerandernla») eine üctlomuilunn aller MIcterbeifiner Krotz-Berlins stait, die bei den Micicinin-inqsämtern und Amtsgerichten Groß. Berlin» im Ishre 1871 amtiert haben und ihr da» Jahr IM vorgeschlagen b,m. schon gemählt sind. Wir laden Sie zum Besuch dieser Versammlung freundlichst ein. Al, Tagesordnung ist vorgesehen:«Die Nolverordnung vom 8. Dezember 1831 und der Abbau de: Laienrichter." Da» einleitende Reserat wird Herr Rechtsanwalt Dr. Alfred Michaclis-SharloNenbnrg halten, dem sich Erüäruuge» der Vertreter der Wieterverbäude anschließen werden. Den Beisihern wird eine Entschließung zur Annahme vorgeschlagen werden, die den zuständigen Stellen übermittelt werden soll, Beginn aller Veranstaltungen 19% Uhr, sofern keine besondere Zeitangabe! heule. Sonnlag, ö. März: 3, ftrci». Achtung! Heute püuttlich 8 Uhr früh in der Eadine« Str. 1» Sitzung de» iireiavorstaudes mit den Abteilungsleitern. 16. ftrei». Absähet zur Lustgarten-Suudgcbung 11.30 Uhr ab Friedrichshagen, 11.38 Uhr ab»äpenick und Spindlersseld. 03. Abt. 17 Uhr im Heim Hanncr Str. 43„Bunter Elter nabeud der ainder- freunde". All- Parteimstglicder sind hierzu eingeladen, Eintritt frei. IM, Abt. Trcssvuult zur Lustgarten-ttundgedung s. 16. strei». 124. Abt. Zrefspunit zur Lustgarten-liundgebung 11.30 Uhr Bahnhol Mohlsdorf. 4- 13. Abt. Die Funliionilriißung füllt aus. Die Mitgliederversammlung findet am Mittwoch, V, März, 20 Uhr, in den Arininius-Hallen. Bremer Straß«, statt, Äcscrcnt und Tagesordnung werden noch delanntgegeden. Morgen. Montag. 7. März: g nndct nicht am 24. und 2v. Marz, sondern Uhr, im iSartcnsaal des Soaldaues Friedrichs- 14. 13. 16. 17, 18. Kreis. Kreis. Achtung! am Sonntag, 20. Mürz, früh S Hain statt. Kreis. Viinltlich 19 Uhr Abteilungsleiter im Parteibüro. Kreis. Kreisvorstandslitzung an bclannlcr Stelle. Kreis. Wichtige Kreisvorstandssibulig in Köpenick, Echloßstraße 27. Kreis. Kreisvcrtretertag an bekannter Stelle. Der engere Kreisvorstand und die 1. Abtriluiigsleitcr treffen sich eine Halbe Stunde früher. Kreis. Kursus der«ücnossin Wurm„Agrarfrage und Sozialdemokratie" in der Weißensecr weltlichen Schule. Um de» vorherige» ausgefallenen Abend ilochzuholcu. begineu alle Abende in Iutunft nicht um 20, sondern schon niii 19>H Uln, übt, 20 Uhr bei Lukaschewsti, Georgcniirchstr. 38, FunMonürsltznng. 8. 14. >3 18. 17. 18. 10. 20. 22. 23. 24. 32. 30. 40. 42. 43. 47. 48. 84. Ol. IX Fiinltioiiärsiiiuna bei tlürwolde, Echlcgelstr. 8. 2" Uhr bei Bickort. Steinnicßstr. 3«», Funktlnürsttzung. 20 Uhr Funktioiiürfißuiig bei Laurißcn, Putbusser Str. U. FuiittlonSrstßung bei Odiglo, Strolsundcr Str. Abt. Abt. Abt. .»..»WM Abt. sruntiwnärsißuno bei Kinzcl, Uscdomstr. 2! Abt. ssunktionürsihung bei Dose, Nordhafen 6. Abt. Funktioiiärsißung bei Schade, Kösliner Sir, 9. Auch die Stellvertreter müsse» erscheinen,— Di« Zahlabcnde am 9. Marz fallen zugunsten der „Eiscinen-Front"-Klindgebui>g aus. Alle Parieimiigiieder beteiligen sich an dieser Beranstaliung. Abt. Funiiionärstßuiig bri Schreprl, Erünthaler Str. 18. Abi.'20 Uhr bei Pose. Kvloniestr. 13, ssunliionürsttzung. Abt. Funkiionärsthung an bekannter Stelle. Abt, Fnnltionärnßung bei Srunewald. Kameruner Str. 19. DI« MitgUet-- der Abtcilung gehen am Dienstag alle zur ösfenilichen Kundgebung nach der Hochschulbrauerei. Die Zahladendc fallen in diesem Monat aus. Abt..vunltionärsitzung bei Helduhki. «dt. 20 Uhr Funltionürsituliig mit den Kreisvertretern bei Kromphardt, Paul-Singer-Str. 19. Die Mitgliedsbücher sind mitzubringen. Abt. Zunllionarstbung 2iudeuslraß« 3, Abrechnung. Abt. Funtlionärsitzung um 20 Uhr bei Kcufncr, Hagelherger Straße. Abt. Funkiionärsltlung bei Wiersdorf, Urbanstr. 6. Abt. 20 Uhr wichtig« Funktion iirsttzung bei Krepp. Abt. 20 Uhr Ifunktlonarsihung. Abt. 18 Ubr Borstandvsißung, ZV Uhr Funltionirsttzung bei Laubahn, Luisenufer 32 Abt. 20 Ubr bei Lehmann. Kaiser.Bilhclm.Str. 2»-«. .........."■•■Ftug........ wichtige Bezirks» M.____________ Schröder, Steinmetzsti. 52. Abt. 20 Uhr in der Halle am Hufeisen FunIUonarsltzlliig. Dienstag. 8. März: 2, Kr«!». Kreisverireierversammlung IVA Ubr in den ArminüisHallen. Parteimitglieder müssen unbedingt die Wählerlisten einsehen, 4. Kreis. 17 Uhr gnsammenkunst der crwerbslosen Parteimitglieder Die m I.„DD nicht in der Pasteürstrah«, sondern im Allersheim Dauziger Str. 62. Nef. Sc«. Stößinger:„Wie stehen mir zur Anßenpolllil?" Unterhaltung: Arbeiter. dichtung und Arbeiterlieder. 5. Kreis. Arbeitcrmahlfahrt. Kusammenluiist der erwerbslosen Parteimitglieder im Heim Tilstter Str. 4/3 ab 13 Uhr. Hans Adler:„Wirtschastsvolitische Informalion." Anschließend Gesangsvorlräge des Genossen Klerwiß, 7. Kreis. Sitzung des engeren Vorstandes mit den Abteilungsleitern 19! 2 Uhr im Türkischen Zelt, Berliner Str. 33. 14. Kreis. 13 Uhr Zusammenkunft der crwerbslosen Parteimitglieder im Jugend. heim Kanncrstr. 42. Eenossin Rüder-Sroßmann:„Christentum und Sozialismus." 18. Kreis. 20 Uhr Kreisvorstandssttzung bei Gallas. 24a Abt. Funltionärsttzung bei Fleischer, Carmen. Snloa. Ecke Gubitzstraße.— Mittwoch, 0. März, 1. Gruppe< Balkan) bei Wenzk». Ref. Gen. Laalch: 2. Gruppe lCarl Legien) im„Hermannsheim". Gen. Victor Schiff:„Präsi. denienwahl."_ 31. Abt. 20 Uhr Funltionürsttzung an bekannter Stelle. Abteilungsleiter eine Stunde früher. Ol. Abt. 20 Uhr bei Schult, Maricndorfcr Str. 3, Funktionürvrrsammlung. »«MMsussanitz für A�bellerwohlfahn Berlin Am Slontaer.«Irm 7, März IviiA. 20 Uhr. Im Kathaun AeukUI'n. Berliner StraOe. BezirkBTerordnetensaal FunktlonärKonf erenx Gen. Begawe vom Landesarbeitsamt Brandenburg spiicht über „Freiwilliger Arbeitsdienst.*' Jeder Funkilonär, der im Besitze der blauen Funktionärkane der ATbeitetwohlfahrtI932 ist, hat Zutritl mit gleichlautendem Parteibuch 60. Abt. 20 Uhr bei Kulte, Laubenburger Str. 21, Mitgliederversammlung. Robert Breuer:„RcichsprSsidenicnwahlen." 70. Abt. 20 Uhr bei Reimann, Eedanstr. 17, Zusammenkunft der jüngeren Parteimitglieder. Dr. Sons Cohn:„Das Scidclberger Programm." 03. Abt. Mitglieterversammlunz im Lokal gügerstr. 3. Karl Dressel:„Die Bedeutung der bevorstehenden politischen Entscheidungen." 98. Abt. Wichtige Funktionärsttzung bei Teich, Knesebeckstr. 133. 198. und 198a Abt. Elicriwersammlung der Kinderfreunde IS'-i Uhr im Stobt- theater, Berelnszimmer. Das Erscheinen aller Eltern ist tinbedingt not» wendig. Gäste herzlich willlommen. >30. Abt. Boritandssttzung mit den Bezirkssührrrn bei KieHne. Mitgliederversammlungen Mittwoch, 9. März: 1. Abt. Im Sackeichen Hof, Roscnthaler Etr. 40/41, Nora Henke:„Reichs» Präsidentenwahl." 2. Abt. Bei Lahann, Brüderstr. 18, Fellr FUgg:„Finanz, und Wirtschaft». skandale." 3. Abt. Im Saal 1 de» Gewerkschofishause», Engelufer 24/25, Albert Falken. bera:„Reichsprästdenienwahl." 4. Abt. Im Belpcdere, Alexanderstr. 21, Dr. Ernst Bock:„Reichsprästdenten» wähl." 3. Abt. Im Rosentbaler Hof, Rosenthaler Str. 11/12, Emil Barth:.Politische Laar und Rcichsprästdentenwahl." 8. Abt. Bei Bartholome, Ednordler Etr. 234», Ebiiard Zachcrt, M. d. L.: „Wen wählen wir?"_ 9. Abt. Im Kegler.Eck, Qultzowstr. 14«, Franz Künstler, M. d. R.:„Wehrsrage nild Abrüstung." 10. Abt. Im Patzenhofer, Turmstr. 26, Mar Sillmeister:.Reichsprüfldentrn» wähl." 11. Abt. Bei Scholz. Levetzowstr. 2l, Ref. Bernhard Döring. 26. Abt. Bei Beinlich. Weißenburger Str. 1, Mar Sendemann:„Reichs- prästdentenwahl."_ 28. Abt. Achtung! neue. Lokal! In den Berollna-Festsölen, Schönhauser Allee 28, Theodor Haubach:„Unser Kamps um Preußen." Die Bezirks. fllhrcr laden ein. 20. Abt. Im Altersheim, Danziger Str. 62, Gottlieb Reese:„Völkerbund und Abrüstung." 31. Abt. 20 Uhr In der Schulaula Schön sließer Str. 7, Paul Eckert:„Wahlen des Reichsprästdenten und zum Landtag." 44. Abt. In der Schulaula, Mariannenstr. 47, Karl Hetzichold:„Die Reichs. prästdentenwahl." 52. Abt. 20 Uhr bri Koffke, Kaiserin.Augusta.Allc« 81. Dr. Fritz Dobestu». Dziobeck:„Unser wirtschafispolitische« Aktionsprogramm." 54. Abt. Di« Zahlabend« fallen aus. Dosür im Jugendheim, Rostnenstr. 4, Mitgliederversammlung. 53. Abt. 20 Uhr im Türkischen Zelt, Berliner Str. 58, Dr. Julius Moses:„Wen wählen wir?" 3«. Abt. 20 Uhr Im Rankehau«, Rankcstr. 4, Anna Geyer:„Die nächsten Auf. gaben der Partei." 9. 87. 68. 71. 73. 80. 84. »1. 96. 101. 104. 103. 106. 107. 108» IM. HO. III. 121. 122» 123. 125. 127. 128. 132. 187. 13«. 140. 141. 143. Abt. 20 Uhr im Reuen Raiskeller, Spandau lRathauch, Wilhelm Tietgens: „Die Borgänge im Fernen Osten." Abt. 20 Uhr im Bahnhossrestaurant Wnrzbacher. Rud. Lengersdorf:.Der Reichsprüstdcnt in der Perfassung." �_ Abt. 20 Uhr bei Sandmann, Westfälische Str. 42, Referentu» Dr. H. Weg» scheiber. M. d. L.:„Die politische Lage." Abt. 20 Uhr bei Lau, Hildegarbstr. Thema:„Riichsprüstdentenw-hl." Abt. 20 Uhr im„Deutschen Saus", Breit« Str. 34. Dr. Norbert Marl: „Wen wählen wir?"._, Abt. Im Selmholtz-Gnmnastnm, Rubensstraße, Stadtrat Karl Schneider: „Wir und die Rciä spräsidentenwahL" Abt. 20 Uhr in Lehmanns Festsälen, Lankwitz, Kaiser»Wilhelm-Str. 29— öl, Gen. Schlimme vom ADGB.I„Aktive Wirtschaftspolitik." Abt. Im Lokal„Bcrgichloßhöhc". Korlsgartenftr. 6—11, Robert Breuer: „Reichspräsidentenwahl."..._ Abt. In Mcisels Fcstiälen, Ionnsstr. 23. Rektor W. Fischer:„Wen wählen wir?" Abt. Im srüheren Rennbahnlokal George statt der Zahlabende Mitglieder» Versammlung. Georg Maderholz, M. d. L.:„Wen wählen wir?" Die Zahl- abende finden am 16. Mär, statt. �. Abt. Bei Li: bat, Brückenslr. 13, Stadt Carl Mermuth:.Retchsprästdenten. flbt.1' 20 Uhr im Ratskeller, Bismarckstr. 3«.„Rcichsprästdentenwahl und Partei." Referentin Luise Kühler, M. d. L. Abt. In der Auloklause. Friedrchstraße.„Poll Lage Europas und Wirtschaft. liche Lage Deutschlands." Ref. Gen. Furtwängler.„.„ Abt. 20 Uhr im Gemcinschaftshaus.„Aeichsprastdentenwahl und Partei." Ref. Ernst Hildebrandt. Abt. In der 6. Volksschule, Borgmannstr. 2/3.„Rcxhspräfldenlenwahl." Ref. Wolfgang Schwarz. �, Abt. 20 Uhr im Stadttheater am Marktplatz.„Kampf um Preußen." Ref. Jürgen Iüracnsen, M. d. L. �- Abt. 20 Uhr bei Werner, Köpenicker Str. 123.„Politische Lage." Ref. Dr. Solomon Schwarz. Abt. Bei Heimann, Waltersdorfer Etr. 109.„Arbeitsbeschafwngsprogramm." Ref. Dr. Hans Cohn. Abt. An bekannter Stelle.„Politische Lage." Referrntin Marie Kunert, M. d. L. Abt. 20 Uhr bei KIndschcr, Köpenicker Sir. 163/167.„Gruntlagen neuer Erziehung." Ref. Dr. Walter Groß. Abt. 20 Uhr in der„Schütz-nilause", Hönower Str. 5.„Bor entscheidenden Kämpfen." Ref. Paul Zippel. Abt. 20 Uhr im Lokal„Zum Pferdcmarkl" die Stellung der Partei." Ref. Max llridi.., 20 Uhr im„Berliner Host', Inh. Götz«, Berliner Etr. 93.„Sozial- .....v.-nI)£.-»..... „Reichs prästdentrnwahlen und SU._____ demokratle und steichsprästdentenwahl. Gustav Hädicke. Abt. Die Bezirke treffen sich am Mittwoch/ 18!- Uhr� vor den infau jlabend- «n. Me 1. 5. 7. 117. 139. I. 5. lokalen und gehen gemeinsam zur Kundgebung nach... � Zahlabcnde finden dafür Donnerstag oder Freitag statt. Es ergehen beson- derc Einladungen durd) die Bezirlsführer. Abi. 20 Uhr bei Klug, Dorsstr. 2.„Reichsprästdentenwahlen und unsere Stellungnahme." Referent: Heinz Löwi. Abi. 2V Uhr bei Heese, Berliner Str. 73.„Rcichsprästdentenwahl und Stellung der Partei." Referent: Hermann Harnisch, M. d. L. Tilstter Sir. 4—3.„Die Einheit von Thoeorie und Praxis der deutschen Ar. Abt. 20 Uhr im., Forsthaus", Augufte.Biktorio.Str. 34. Abt. IBVa Uhr bei Woitschach, Borsigwalde, Ernststr. 1.„Die bevorstehende Reid)sprästde»t«nwahl." Ref. Bruno Lösche. Abt. 2« Uhr bei Hoffmann, Edelwcißslr. 5.«Do» Kampsjahr 1932." Ref. Hans Bauer. Abt. 20 Uhr im Cafe Hubertus, Fürst-Bismarck-Straße.»Forderungen und Maßnahmen der SPD. zur Bekämpfung der Ardcitslostgkeil." Referrntin Gertrud Hanna, M. d. L. Donnerstag. l0. März: Kreis. Kursus Bernstein:„Dcmokralie Im Sturm", in der Sophienfdtule, Weinmelsterstraße. Erwerbslose frei. Kreis. Arbeiterbilbungsfchule. 20 Uhr Beginn des Kurses Reese im Seim. Ttistler Str. 4/3.„Die Einheit eon Theorie und Praxis der deutschen Ar. beiterbewegung." Krel». 13 Uhr Zusammenkunst der erwerbslosen Parteinntglieber an de- tannter Stelle.„Planwirischast." Ref. I. P. Mover. Abt. 19!» Uhr Mitgliederversammlung in Kern« Festsälen, Rmmnelsburg, TUrrsdimidtstr. 43. Ref. Robert Schmidt. M. d. R. Abt. Schulzendorf, Heillgensee. 20 Uhr Mitgliederversammlung in Heiligen. see, am Flugplatz bei Beck.„Prästdentenwahl." Ref. Georg Maderholz, M. d. L. Freitag. 1l. März: Zusammenkunft der erwerbslosen Parteimitglieder senheim, Gartcnstr. 5 flinker Eingang Eiadtbad). .»...... vr. München. Keel». Arbeiterwohliahri. 13!» Uhr Zusammenkunft der erwerbslosen Parteimitglieder im Heim. Tilstter Str. 4/5.„Der Befreiungskampf des indischen Volkes." Ref. Gen. Lehrer Nießnick. Ss werden Lichtbilder gezeigt. 14. Kreis am teibüro. Voranzeige. reis. Iugendmeihe. Die Gastkarten zur Jugendweihe in der Reuen Welt n Sonntag, 20. Mörz, sind in den Borwärts-Speditionen, sowie im Par. ibüro, Fuldastr. 33/30, zu haben. Kobicis-Ieppictis seiliez ltaaigoiV gute Qocilisül'.moä duztest 2950i36.-ii49- 'i 150 200 ca 230 330 primaVelvet-Teppiche langjährig erprobte Marke, hervor- ' raqenae Persermuster 29fei3950i5�0 la Boucle-Teppiche aus bestem Haargarn, bewährtes ' Tfa' 130 200 BO 330 Markenfabrikat 130 200 ca 230 Z3Ö OA �65�75 2CX /.750 / I.- 235 J I. soo�rr 5950i6950&95- i115- i136i- 7550 wrm- VORWERK TEPPICHE Boucle. reinesHaargorri. moderneSfrelfen äI?5 äI?5«#?5 BOUCW, modern gemustert, reines Haargarn gute Qualität, in vielen Forben coh?cmj brt. Mtr, 0fS biwanröckwände ________________ hervorrogende.Pe_rsen��c Prima Tournay-Velour; allererstes Marken- Fabrikat. in vielen modernen Mustern, als Läufer und Auslegeware verwendbar. caJOcr m brr. Mtr.l /MikKiWSsRÄM PerSistan-Teppiche qes gesch, reine Wolle mit Händfronse getreue jtopien von Perser Teppichen 2450i, 150 m 250 360 5950i?9- 1109- TournqyVelour-ieppicfie bewahrtes Markenfabrikaljaus bestern Haargarn m. Pranse 146.- 169- 184- 103.-i139- Tournay-Velour in Pesonders schönen Perser Mustern. Alleinverkauf dieser Muster für das ganze Deutsche Pe ich ilg Ai 1?0 220 Ul.- 255 �159-1147-® 07 260� ör-313 19- 410 W7.-325 I"kK-ZÄ 79 i205.-i247-i274j i 323- 1354- Vorlage Brücke 20 oa 70� 160 L, l~ ca 00x180 sJJLr 250 1 265 Brücken Tournay-Velour-, Lä Ufen moderne Musteru-Farb. cci.70cm.vrr..nursoweltiihrrzttitz.' Bettvorlagen 085 co.S5.«?0 Z. Tournqy-Velqup, allererstes rjoc Mo rkenfa dn kat modeme�Mus�er �OJ SmyitlCLschwersfemechon. Qualität._ co.70«140 m» PerSistan.qes.«; reihe Wolle, m ystei� »Täsch, IU Bettumrandungen senweres dopoelsetiges�i/ Qe Piuschge j-ece. Perser-u-T/i 03 mod.Muster.vollearaSerT. Tischdecken 6obe!in. hervorrag. Qualifetno/a indonthreamod.qemus'e'f/zü co.130»16d .lervorragende f— Muster ca.90.180. mir Franse unendecken iCOdr/ fsrn amh/OKJ ifärtfW.. Sfeppdecken "— frne�r a v%UO\J mp' Satin doopeiseitig.moderna Forbeam. Zierst', Ch ca150�' Kunstseid.Damast. Seite Satin. Haibwol m.Zierstich.ca.lSO Sobeiiaindanthrenrmod.�eo� gemustept,ca.130em.brtz|O0 indanthnen, rn geflammt u. gestreift, ca.l30cm.brt. Mm 4?5 Dekorationsstoffe Jocquorä-Rips, mod.gemusr./V" schwere G..qljrar. co.i20cnin.US, nurlloweif Vorrar wr./yJA Jocq ua rd-Ri ps, mod.gemu5rr\0£ hervorrogenae Qualität. K« ca.120cm.brt Mtr.«�. öardinenstoffe 65 kunsfseide.indonthren bed ruckt, calSOcm.brr, in vielen Farben. Mfr, nurseweit Vorrat naiDSrOreS.Meteriwre mod.6rundstoffe m. Einsati uJronse SERIEI SERIEI SERIEHI JMfO�S Bettdecken Etamine, mit Filet. motiven.zweibettii . 10?° Filet-Tischdecken 790 reiche Ausführung. ca.130cm.,rund öardinenstoffe SS* Edel-Tül I. moderne, klare Muster, ca.100cm.brt. Mtr, Pertige PenstenDekorafionen .Allraum-Gardine Jacquard-Rips Noppenrips gesgesch, furjeden kunstseide. schwere qemustm.Damast. ßaumgeeii laum geeignete künsr- Qualität, modMuster lergamifuren,2Flüge). u.f6rt)„2FlügeI,1Quer. Rirbe2nügel.1Quer- M teR,n9 1/50 ÖÄfi. '\J» FensterlV/» Fenster� L/. ■fekt.mod.Formu. 1 Querbehang, volle Schalbreite, Fenster Schlafdecken Wollgemischtm.Streiftn-/ Qf\ kante. Ca/i40»190 f) Reine wolle, komel«>i>|cn hoarforbiaca.lAO'IPOn IDv Deisedecken �aÄeS»o2150|� Ibätithi 3. Abt. SmnroimS, 12. Mir», isa großen®ottt de« Sewerkschaftilaase« Äoftilmfcft. Beginn 13 Uhr. Eintritt 60 Bf. Erzwerbslos« 30 Vf. Starfcn Besuch trotz des Ungünstigen Tages erivartet der Abteilungsvorftaad« Zrauenveranstaltuagea. S, Srei» Montag. 7. MLr», 1S� Uhr, pünktlich im Orpheum die nicht per. kaufton Korten abliefern._.. 13.»reis. Donnerstag, 10. Mär,, 20 Ilhr, Fortsetzung de« Rednerinneukursus der Gcuolsi» Anno Sener in Martendorf, bei Görlitz, Chausseestr. 19. Leute, Eonmag, treffen sich die Genossinnen um lli£ Uhr U-Bahnhof Ringbahn» ,ur gemeinsamen Fahrt nach dem Lustgarten. 6. Abt. Dienstag, tz. Mär,. 19H Uhr. bei Dobrohlaw. Swinemunder Str. 11. ..Die So,ialdemokratie im Kampf für den Frieden der Welt." Ref. Dr. Hans Cohn._ lt. Abt. Montag, 7. Mär,. 19Vs Uhr, bei Hagedorn. Alt-Moabti, Ecke Sagow. stratze.„Kampfjahr 1932." Referentin Elfe Steinkühler. 39. Abt. Karten und Brogramm« zur Frauenkundgebung am 7. Mär, im Orpheum, Hasenheide, sind bei der Genossin Hansen ,u haben. 57. Abt. Montag. 7. Mär,. 20 Uhr, bei Dobrmann. Krumme Str. 32. MuH» kalische und gesangliche Darbietungen. Vorlesung au« dem Buch„Mich hunqerts" von Georg Fink. 33. Abt. Montag 7. Mär,, 20 Uhr, bei Pommerining, Berliner Str. 100. „Familienleben und Wirtschaftskrise." Referentin Margarete Hartig. > Wt. Wontag, 7. Mär,. 20 Uhr, in der Schule, Varchimer Allee.„Die in Sowjetrusiland." Referent: Daniel Broido. Frau 107. Abt. Mittwoch, 9. Mär,, 13 Uhr, Besichtigung des Frauengefängnifse« in der Barnimstrotze, für die angemeldeten Cenosiinnen. 113. Abt. Montag. 7. Mär,. 19f£ Uhr, bei Tempel, Gudrunstr. 7.„Die Frauen im Kampf gegen den Faschismus." Referentin Dora Bergas. 133. Abt. Donnerstag, 10. Mär,. 20 Uhr, in der Barmke, Lindauer Straße, fielferinnensitzung. 133. Abt. Dienstag, 8. Mir,. 18 Uhr, Helferinnensttzung und Freitag, 11. März. Dlkkussionsabend an bekannter Stelle. 130- Abt. 20 Uhr bei Schul,-. Nordbahn. Weltliche Schule und Erziehung«. arbeit." Ref. Een. Schmidt. Wohnungs- uud Miclerausschuß Grob» Berlin. Sprechstunden in Wohnungzangelegenheiten werden in der Sprechstunde des Vorwärts und bei folgenden Genossen abgehalten: Pattlach, R 63, Burgsdorf. f trotze 3, täglich oon 17—18 Uhr außer Sonnabends.— Lang«, R. UZ, llecker. mllndor Str. 13, füglich außer Montag und Sonnabend von 18— lg Uhr. Most, NO SS. Grellftr. 39, außer Sonnabends, täglich von 16—17 llbr. Brauer, Bln.. Rummelsburg, Köpenicfer Ehaussee ZZ Diensiag» und Freitag« von 17—13 Uhr. Thäle, SW 11, Kleinbecrenstr. 25. Grtb. IL, außer Mittwochs und Sonnabends. täglich von 17—19 Uhr Sirthe, O 112. Reu« Bahnhofftr. 32. nur Montag» von 18—20 Uhr. Schriftliche Anfragen sind nur an den Borsitzenden des Ausschusses Genossen August Pattloch, Berlin R 6ö, Burgtdorsstr. 3, zu richten. Deutscher Areideaker-verband. 17. Krei« Lichtenberg. Am Montag, 7. März, 18� bis 20 Uhr, dl der Btblwkbek, Weichselstr. 28, Airchenaustritt Notar anwesend. Gebühren 2 M. VereUtigung sozialdemokratischer Zurisieu. Bortragsabend Mittwoch, 9. März, 20 Uhr, im Saal 8 de« Beloahause«, Tauentzienstr. 13. Thema:„Sozwlogie des Bea Dr. Eckard Kahr. 13. Thema:„Soziologie des Beamtentums". Referent Genosse Sozialistische Studentenschaft Berlin. Sektion T. H. fedea Dienstag. 30 Uhr, im Bund zialdemokr. Lehrer und Lehrerinnen. zemeinschoft der Berussschullehrer. Dienstag, 8. März, 19 Uhr, im„Alten Askanicr", Anhallstr. 11. Tages- ordnung: L Veränderungen im Berliner Berufsschulwesen Ostern 1932. 2. Etel» lungnahme zu den schwebenden Rcsormpläuen. Eintritt nur gegen Borzeigung des Parteibuches. Arbeitsgemeinschaft der Sinderfreunde Groß-Berlia. Außerordentliche Helferversammluug Donnerstag, 10- War 19U Uhr, im Sesundheitshan», Am Urban. Helierauswei, ist mr zubringen. Fahrverbindung: U>Bahn Hasenheide oder Sttaßenbah Rr'' 13. War,. mit. >Bahn Hasenheide oder Sttaßenbahn r. 5' und" 95. Mitte. Morgen Elternversammlung im Jugendheim Elisabethkirch- straß« 19. Berichte, Wahl des Elternobmannes, Osterfahrt. Pren lauer Berg. Abt. Friedrich Eberl. Tonnerstag. 10. März, 20 Uhr, Elternversammlung im Jugendheim Kastonienalle« 82. Togesordming: L. Arbeitsbericht. 2. Osteriabtt. 3. Zeltlagervorbereitung. str. 11. Beginn pünktlich 20 Uhr. Die Abteilungsleiter müssen bis zu - Tag die Ästen der schulentlossenen Roten Falken beim Kreisleiter ab- . Dle Monatsprogramme mitbringen. mit de« ausgegebeneu Karten.— Arbeitskreis der Rote« Falkenhekfer. Montag, 7. März, isz-, Uhr, im Jugendheim Manteuffelstraße 7. Gemeinsame Helfer- sitzuna mit den Funttionäreu der EAJ. Dienstog. 8. März, im Jugendheim Barckstr diesem ��EtegUtz. Äbt. Sieglitz. Rote Falken Kmitag. Wir lesen. Sungfalkeu. Diens. tag Gesellschaftsspiele. AbL Lichierselde. Rote Falken. Mittwoch. Borkämpser der Arbeiterklasse. Inngf allen. Freitag. Warum Arbeitslosigkeit? Eharlattenburg.Siemensftadt. Morgen, 19Lj Uhr, Helfersitzung im Heim Rosinenstraße. Organifatvrifche Fragen. RenkWa. Hermnachmittag fiir alle Falken heute, 17 Uhr. Heim Berg. straße 29 Ausgestaltung Abt. Kurt Eisner. Iungfalken- und Rottfalkenhelfer morgen Arbeitsbesprechung 18 Ubr in der Barocke. Britzer Gruppen müssen vcttreten fe!"—- Donnerstag, Sanntag, 17....... und Genossen ei». Abt. Quelle. Morgen, 17% Uhr, Eltern Versammlung in der Schule Mariendorser Weg. 10. Marz, wichtige Elternverl ammlung lm Lugenopetm Parisir. 36. Punkt. liches und vollzähliges Erscheinen der Eltern erwünscht. Abt. Hoheuschän Hausen. Montag für alle Fallen in der Barock« Dingelstädter Straße. Don nerstag. Jungens, Hclzarbeitsii, Mädels, Papp- und Wollarbelten, Jugend. heim Freienwaldcr Str. 6. 20 Uhr Zusammenkunft der Osterfahrttcilnehmer bei Siegfried Kaiser, Am Faulen See 3. Kreis Rcinickendars. Kieisoeneralversammluug. Erscheinen aller Helfer ist erforderlich. Maifeierausschug daselbst 189» Uhr. Sterbetafel der Groß-Berliner partei-Organisation| 3. Abt. Am 29. Februar verstarb im 78. Lebenssahre unser Parteiveteran Hugo Hundt. Einäscherung Montag, 7. März. 12% Uhr. im Krematorium Baum- schulcnweg. Rege Beteiligung ermattet der Abt-ilung-vorstand. 13. Abt. Unsere alle Genossin Pauli« Krause, Wilhelmshavener Str. 10, ist am 3. März verstorben. Die Einäscherniig findet Montag. 7. März, 19 Uhr, im Krematorium Gerichtstraße statt. Wir bitten unsere Mitglied an der Einäscherungsieier zu beteiligen. «der, sich rege 117. Abt Zuliu» Wetther, Schillerstr. 6. ist verstorben. Einäscherung Diens- tag, 8. Mörz. 15% Uhr, im Krematottum Baumschulenweg. äHä&ii ...........1- 7----- Im II. Stock Gardinensc�au 3?r. 1 1 1*49 Iahraavg 3. Beilage des Vorwärts Gonniaq. 6 März 1932 Arbeiterscha? wehr' dich? Ein Prügelknabe wird gesucht. Di« Absichten sehr weiter Äreisc, die A r b e i t s l c> s e n v e r- iicherung abzubauen, sind offenkundig. Der Druck dieser Areif« auf die Regierung wird immer stärker. Die bittere Pille will man durch ein« Perioppelung des Abbaues mit der A r- sicitsbefchaffung versüßen. Die Arbeitsbeschaffung wird zur Zeit auch im Rcichswirtschaflsrat erörtert, und zwar soll dort das Programm der Reichsregierung bezüglich einer Umbildung der Ar- bcitslofenversicherimz ii, engster Verbindung stehen. Auch Dr. G o e r d e l e r, der Kommisiar für Preisüberwachung, der soeben von neuem feine Pläne zur Arbeitslosenrcform dar- gelegt hat, will den Abbau der Arbeitslosenversicherung durch Ar- bcitsbeschasfungsversprechungen schmackhaft machen. Versprechungen sind Versprechungen. Wir möchten lieber cnd- iich einmal erfahren, w i e denn nun im einzelnen diese Pläne durchgeführt werden sollen. Wie sollen vor allem durch„Zu- sammenleaung" der einzelnen Zweige der Arbeitslosenbetreuung bOll Millionen„gespart" werden? Durch den Abbau der oberen Lohnklassen der Arbeitslosenversicherung? So etwas nennen wir nicht sparen, sondern plündern. Eine Finanzierung der Arbeitsbeschafsung durch Zerschlagung der Arbeitslosenversicherung und Ausplünderung der Arbeitnehmer, die jahrelang fest Beiträge zahlen dürfen, nun ober mit einem Wohl- fahrtsalnwsen abgespeist werden sollen, erscheint uns unzulässig. Arbeitsbeschaffung ist ein Ziel, das erreicht werden muh, aber Arbeitsbeschaffung durch Zerstörung des Ar- bcitslosenschutzes— das heißt den Teufel durch Beelzebub austreiben. Arbeitsbeschaffung als A u l i ff e. hinter der mit dem Arbcitsloscnschutz höchst gefährliche Experimente gemacht werden sollen— wir danken. Der Arbeitslosenschutz geht die Allgemeinheit an. Gocrdelers Plan möchte aber die bisherige Erwerbslofenversiche- rung den Gewerkschaften übertragen. Allem Anschein nach gingen seine ursprünglichen Vorschläge sogar noch weiter, nämlich bis zum Bruch mit dem Sozialvcrsicherunzssystein überhaupt. Sein Vorschlag für die Arbeitslosenversicherung hat bereits eine böse Verwirrung angerichtet. Schon sympathisieren die Freunde einer Ausgliederung der Reichsanstalt aus berufsständischer Grundlage mit dem Teil der Goerdeler-Pläne. „Die Gewerkschaften" ihrer heutigen Form„zu entkleiden", so schreibt die„G c w e r k s ch a f t s z e i t u n g". das Organ des ADGB.,„dürfte tatsächlich manchem schon eine Masse wert sein. Zumal dann, wenn der Weg vielleicht gar zu einer Diskreditierung der Gewerkschaften rn den Massen führen könnte. Die Krise des Arbeitsmarktes und damit der Finanzen wird leider nicht so bald überwunden werden. Es sind Stimmen laut geworden, die mindestens mit einem Stand von 2 bis 3 Millionen Arbeitslosen aus Jahre hinaus rechnen. Die „soziale Belastung" soll abgebaut werden. Jede Senkung der Einzelunterstützung, die das Existenzminimum der Millionen Arbeitslosen immer erbarmungsloser herabdrückh führt zur Kritik des Staates. Man mache die Gewerkschaften für den A r b c i t s in a r k t„m i t v« ra n t w o r t l i ch", das heißt man übertrage die Verantwortlichkeit für die Unterstützung der Arbeits- losen weitgehend auf die Gewerkschaften— und siehe da: die Verantwortlichkeiten sind verschoben, ein Prügelknabe ist gefunden! Es sind sehr c r u st e Gefahren, die von den Goerdeler- Plänen her der Arbeitslosenversicherung drohen. Wenn diese Pläne nur eine Prioatineinung wären, brauchte man sich mit ihnen nicht auseinanderzusetzen. Das scheinen sie ober nicht zu sein. Umso inehr haben die Gewerkjchaiten Veranlassung, sich mit diesen Plänen und Vorschlägen zu beschäftigen. Die Regierung hält sich aus politischen Gründen zurück. Die Arbeitslosen und die noch arbeitenden Arbeiter und A n g e st e l l t c n haben es in der Hand, bei der P r ä s i d e n t e n w a h l die dem Arbeitslojcnschutz drohenden Gefahren zu bannen. Hitlers Niederlage wäre nicht zuletzt ein Erfolg der Gewerkschaften. Daß sich ein solcher Erfolg bei der bevorstehenden Entscheidung in der Arbeits- loscnfrage auswirken muß, versteht sich von selbst, keine Thälmann- S'.imm? kann hier etwas helfen. Jede Hiller Stimme ist eine Kugel gegen die Arbeitslosen. Arbeiter, überlegt und wehrt euch! Südost in zweiter Auflage? Auch Ardeitsamt Nord will man desorganisieren. Die skandalösen Dorfälle im Arbeitsamt Südost siird, wie von uns aufgezeigt wurde, neben räumlichen Fehlern in der Haupt- fache auf organisatorische Mängel zurückzuführen. Zu den riesigen Menschenansammlungen und Stockungen in der Abfertigung der Arbeitslosen wäre es bestimmt nicht gekommen, wenn nicht wäh- rcnd des Umzuges auch«ine Umorzanifation in der Arbeil?- eintellung vorgenommen worden wäre, gegen die die Gewerk- ichasten und die Arbeitsamtsangestellten leider vergeblich schärsstens protestiert hatten. Kaum haben sich die Wogen der Erregung über die Vorgänge in der Sonnenallee etwas geglättet, zieht im Norden Berlins wieder ein ähnliches Unwetter herauf. Das Hauptamt des Arbeitsamtes Nord m der Pankstrahe und der Arbeitsnachweis in der Schulstraß- sollen am 1. April nach einem besonders dafür ein- gerichteten Gebäude am Friedrich-Ärause-User am Westhafsn verlegt werden. In der Pankstrahe werden zur Zeit etwa 3 0(i0 0 Unter st ützungen wöchentlich ausgezahlt, auf dem Arbeits- Nachweis in der Schulstraße wöchentlich rund 370011 Stempelkontrollen vorgenommen. Die Zusammen- legung der beiden Dienststellen des Arbeitsamtes Nord würde also bedeuten, daß das Arbeitsamtsgebäude am Friedrich-Krause- Ufer täglich von 1 1 000 bis 1 2 000 Arbeitslosen passiert werden müßte! In beiden Dienststellen vollzieht sich jetzt der Bertchr mit den Arbeitslosen reibungslos. Die Arbeitslosen brauchen, ganz gleich in welcher Angelegenheit sie die beiden Dienststellen aussuchen, höch- stens eine Biertel- bis eine halbe Stunde auf ihre Abfertigung zu warten. Trotz der Zusammenlegung der beiden Dienststellen würde sich die Abfertigung der Arbeitslosen nicht verzögern, son- dern sich wahrscheinlich noch schneller vollziehen, weil die neuen Räume bedeutend günstiger gelegen sind als die in den alten Dienstgebäuden. Voraussetzung für das glatte Funktionieren des Dienstbetriebes in dem neuen Gebäude wäre jüwch, daß der Umzug mit den rund 200 000 Akten nicht, wie beim Arbeitsamt Südost, noch mit einer Umorganisation verbunden würde, wodurch das gleiche heillose Durcheinander von Akten und damit natürlich auch der gleiche Tumult entstehen würde wie in der Sonnenallee. Die verantwortlichen Personen iü der Reichsanstalt scheinen aber immer noch nichts aus de» Vor'ällen in Neukölln gelernt zu haben. Auch beim Arbeitsamt Nord soll der Umzug mit der Um- stellung von der alphabetischen Einteilung des Dienst- betrebes aus die Einteilung nach Berufsgruppen ver- bnnden werden. Wenn schon die Reichsanstalt von der Beruss- grnppeneinteilung trotz der Proteste der Gewerkschaften nicht ab- zubringen ist dann muß von ihr zumindest verlangt werden, daß sie beim Arbeitsamt Nord im Augenblick von der Durchführung dieses Planes absieht. Diese Umstellung in einer Zeit der Spitzenbelastung der Arbeitsämter und noch dazu wäh- rend eines Umzuges vornehmen zu lassen, anstatt damit wenigstens bis zur saisonmäßigen Entlastung des Arbeitsmarktes im Sommer zu warten, ist geradezu wahnwitzig. Im Interesse der Arbeitslosen, der Arbeiisamtsangestellten und nicht zuletzt der Ar- bcitslosenoersicherun.z sordern wir, daß von der Umorganisation beim Arbeitsamt Nord zunächst Abstand genommen wird, um eine Neuausiag« des Falles Arbeitsamt Südost zu vermeiden. Doch noch llmzuq des Arbeitsamt« Süd!? Am gestrigen Sonnabend sind die Zsiöbel der hauptstelle des Arbeitsamts Süd in das Gebäude nach der Sonnenallce gebracht werdeu. Sellen nun tatsächlich die übrigen Abteilungen auch dieses Arbeitsam'» noch nach der Souuenallee verlegt werden? Will man die noldürstig wiederhergestellte Ruhe im Arbei'sami Südost wieder gefährden, indem man die vorlSoflg dem Arbeitsamt Siidoll üb-» lastenen Rttorne für das Arbeitsamt-Süd wieder räumen lähl und so wieder die Zustände vom vergangenen Lleaslag heraufbeschwört? Man sollte sich allen Ernstes überlegen, ob hier nicht der zuständige Oberpräsident eingreifen kann, weil ja die hohe Bürokratie der Reichsanstalt trotz praktischer Erfahrungen und ständiger Warnungen einfach auf ihrem dicken Sopf besteht. Die Rcichsanstalt nimmt sich das Recht heraus, 40 000 Arbeitslose unter freiem Himmel zwangsweise tagtäglich zusammenzuballen. weil dadurch eventuell einige Groschen Personalansgaben gespart werden können. Alle übrigen Staalsnotwendigkeiten, wie Sicherheit der Bürger, Dermeidnug von Unruheherden, interessiert offenbar die Reichsanstall nichl. Die Lürokralie will ihren Willen haben. Aber schließlich, sind für die Ruhe und Sicherheit einer Millionenstadt noch andere Leute verantwortlich. Die Schupo hat andere Aufgaben. als gegen Arbeitslose vorzugehen, die von der Reichsanstall zur Verzweiflung getrieben werden. Der Geschäftsführende Ausschutz des Arbeitsamts Südost hat am Freitag beschlossen, das Landesarbeitsamt zu ersuchen, von der Verlegung des Arbeitsamts Süd nach der Sonnenallee abzusehen. Bei der Schaffung des neuen Arbeitsamts Südost sollten alle Außen- stellen aufrecht erhalten bleiben. Von einer Zusammenlegung mit dem Arbeilsamt Süd, wie sie nachträglich aus Ersparnisgründen beschlossen wurde, war vorher keine Rede. Auch das Bezirksamt Neukölln hat schwerwiegende Bedenken gegen den geplanten Zuwachs, nicht minder die Eltern, deren Kinder das Staatliche Gymnasium besuchen. Das Landesarbeitsamt kann sicb nach ollem den'Gründen geoen d'e Verleoun" des Arbeits- amts Süd nach der Sonnenallee unmöglich verschließen. Gewerkschaften und4v-Gh Uhr Mühlendamur (Eparkasic). IS Uhr Jugendheim Tegel, Schitncberaer Str.-t. Lilerarifcher Abend.— Seftkreis: 1» Udr Jugendheim Spandau, Lindenufer 1. Luftiger Abfchlusi drr Sonntagiveranstaltnngen. Bringt gute Laune mit.— Siidäft. kreis: 19 Uhr Jugendheim Lsmvcthof. tvermania. Ecke«bötzstrasie. Allerlei Amtafchimmliges.— Sstkrei«: 1» Uhr Jugendheim Gunterftr. 4t. Märzfeier.— Ror"ostkr«i«: 19 Uhr Jugendheim Weißcnfee, Parkstr. ZS. Durch die Alpen in Wnt und Bild.— Jngendgruppe des Sefamtverbandes: Gefamtoeran. staltung. Besichtigung des Hauptelegraphenamtes Berlin. Treffpunkt 10 Uhr Oranienburger Ecke Mondijoustraße. �uoenösZruppe ves Zentralverbandee! der Anciestelltcn \Sjlf Heute, finden in folaenden Jugendheimen die Sonntagsvernnstaltungen statt: Iuaendheioi Wallstraße in Eharlotteichurg. ab 19 Uhr. Jugend. heim Lorßingstraße 1«, ab 18 Uhr. Iugenddeim Bergstraße 29 in Neukölln, ab 19 Uhr.— Unsere Photogmlpve voranstaltet ein« Photvfahrt in den Bor. frühling nach Finkenkrug. Treffpunkt 9 Uhr Lehrter Fernbahnhof, Abfahrt» feite.— Morgen. Montag, finden folgende Veranstaltungen statt: Wedding: Jugendhetv! Tnrtner Ecke Soestraße. Attssvracheadend.— Sesnuddrunnen: Su. aendhcim Pank- Ecke Wiefenstraß«(weltliche Schule). Wir lernen neue Lieder. Leiter: Jechura.— Nordost N: Iugenddeim Rastenburgrv Str. IS, Ziinmer 3. Lese- und Diskussionsabend über das Wesen des Straioollzugss.— � Weißen- !?«: Jugendheim Pistoriusstr. 24. Lustiger Abend.— Britz: Städtisches Jugend- delm(Rathans). Gruppenuntgllederoerfammlung.— Urbenr Jugendheim Ho. brecht. Ecke öandcrftraßc. Vortrag: Kunst auf Reifen.(Erlebnisse mit einem Wandertheater.)— Nordwest: Wir besuchen die Veranstaltung des Werbe. bczirks. A/and) r wnlksnlo&O helber.d halb bedeckt ©wdkio.Obedecltt'Regea&Graupeln sNeW,TiGew»tBC®yVimhtiI!a Auch am Sonnabend blieb es nach fast im ganzen Deutschen Reiche heiter. Auch die Temperaturen waren von ihren gestrigen Werten nur wenig oerschieden. Bewölkter Himmel herrschte im äußersten Westen und in Ostpreußen, wo auch etwas Schnee fiel. Westlich von Island liegt der Kern einer tiefen Depression, die sich jetzt in der Hauptsache nach Osten und Süden entwickelt. Dabei kommt auch Deutschland, wo zur Zeit die Luftdruckgeaensätze sehr gering sind, in den Bereich feuchter maritimer Luftmassen. -t- Wetteroussichtcn für Berlin. Zunehmende Bewölkung ohne wesentliche Niederschläge, Temperaturen wenig verändert.— Für Deutschland. Nordwests üdostwärts fortschreitende Eintrübung mit Milderung der Nachtfröste, in Süd- und Ostdeutschland noch meist heiter. i\ 8 Sozialistische ArbeiterlugendGroß-Verlin Einsendungen für diese Rubrik nur»n da» JugeNds-kretariat Berlin SW SS Lindenstraße 2. vorn I Treppe recht». Schulnngsknrsns für leitend« Sruppenfnnktionore heute, 9>) Uhr, im Feaktioirofaal 5 des Preußischen Landtags Prinz-Albrecht-Str. lt. Thema: .Aufbau der Organtfation.�„Die Ausgaden der Funktionäre." Referent: Erich jjür<*�0.gEflielbGtgH ütti Ausweis. Di» Fortfeßung des Kursus am IL. Mckrz fÄt wegen der ss!?chspr?iMrrt»n. wohl aus. ,. Sir beteiligen usf geschloffen an der Kundgebung drr.«stfarnon Front um 13 Uhr sin Luftgoeten. Ab U1 Uhr PtsßksnzcrU Fahnen sind spätestens um 12 Uhr tun Redner v?rlt. Frertog. 11. März. Kundgebung der Eisernen Front im Lustgarten mit norbergehender Demonstration. Alle näheren Mitteilungen(Treffpunkt usw.) werden km ,.Boiwärt»" bekanntgegeben. Wir beteiligen uns geschlossen. Abteilungen. d:e den Eruppenabend ausfallen lassen, müssen uns dies sofort mitteilen. Unser Jahresbericht 1931 ist im Sekretariat zum Preise von 10 Pf. zu haben. heute, Souutag, 6. Marz: Köll irischer Park: Treffpunkt zur Fluablattnerbreitung um 8>? Uhr vor dem Sunendheim Waifenftr. 18. 19 Uhr Heimabend ebenda.— Hallefches Tor: 1» Ubr L-feadend Porckstr. 11.— Neniälln IN: tztethenstr. 58. Bunter Abend. — Neukölln VII: Bergstr. 29. Uebungsabend.— Schöneweide II: Werbever. anstalluna des Arbeiterfportkaitcll» um lö Uhr im Restaurant Knffhäufer, Wiederfchönewetde.— Friodrichshageir: Friedrichstr. 87. Bolkstanzabend.— Köpenick 1: Grünauer wir. 5 Heimabend.— Lichtenberp-Mitte: Dossestr. 22. Lichtbilder und Bunter Abend.— Südwesten: Die Fahrt fällt aus.— Sesnnd» Liunncn TT: Treffpunkt zur Kundgebung U Uhr Badstraß- Ecke Prinzenallee.— Rentölln IT: Treffpunkt 19 Uhr Bahnhof Hormannstraße. Wir gehen zum Filmabend./ Werbebezirk Wcdding: 18 Ul>r Heimabend Willdenowftr. 5. Werbebezirk Osten: Litauer Str. 18(nicht Goßlerstraße) Lichtbildervortrag: „Bourgeoisie in der Karikatur" und satirische Borlesungen. Beginn 19 Uhr. Werbebezirk Lichtenberg: Dossestr. 22. FUmabend. Aerbebezirk Pankow: Bunter Abend mit den Eltern bei Pfeiffer, Nordend. Morgen, Montag. 7. März, i9y2 Ahr: Honsn: Bochumor Str. 8d. Bunter Abend.— Moabit I: Waldenserstr. 20121. Heimabend.— Moabit II: Wir beteiligen uns am Heimabend der Gruppe Hansa.— Sportpalst: Gcnthiucr Str. 17. Mitaliederuersamnilung.— Ära». waldcr Plag N: Rastenburgcr Str. 18. Dichterabcnd.— FaNvlag I: Sonnen. burger Str. 29. Unsere Führer.— Fallulax II: Sonneburger Str. 29. Bkoderner Strafoollzua.— Humannplatz: Gloimstr. 88— 3ö. Fragekastenadned.— Nord- osten ll: Danziaer Str. 82. Was ist Gemeinschast?— Schönhauser Porstadt: Sonnenburgcr Str. 29. Anti-Ariegsabend.— Lnifenstadt: Wassertorstr. 4. Kampfliederabend.— Reichen berger Viertel: Alle Schüler der Karl-Woex» schule treffen sich um 19� Ubr Falkensckc.— Eharlottenbnrg.süd: Di.». kufflonsabeud.— Lichtenrade: Turnabcnd.— Banmfchnlenweg: Ernstftr. IB. Tagespolitik.— Schöaeweidc U: Berliner Str. 31. Wir und die Kommuntsteu. — Friedrichsfelde: Sunterstr. 44. Mitgliederoersammlung. Werbebczirk Neukölln: Erwerbslosenzusammenkunft tm Jugendheim Berg. straße 29, pünktlich um 11 Uhr. Anschließend Besichtigung des Stadtbadcs in der Gartenstraße. Badezeug mitbringen. Vortrage, Vereine und Versammlungen # Reichsbanner„Schwarz-Rot-Gold". Geich äst» stelle: Berlin S. 14. Sebastionstr. 37— 38. Hos 2 Tr. Mitte. 3. Kameradschaft. Dienstag, 8. März. 29 Uhr, Versammlung bei Michael, Köpenicker Str. Säe.— Ziergarten. 2. Kameradschai:, Montag 7. März, 29 Uhr, Kameradschaftovcrsammlung bei Sätido».'. Flensburger Str. 3. Mitgliedsbuchkontrollc.— Prenzlauer Berg(Jungba). Dienstag, 8. März, gusammenkunst an bekannter Stelle.— Friedrichshaia (Bortrupp). Mittwoch, 9. März, t9?i Uhr, Jugendheim Ebertpstr. 12(Saal). — Schönebrrg.Ariedcnau. Kameradschaft Friedenau. Montag, 7. März, 29 Uhr, Miigliedernersammtung im Restaurant Baginski. Tauuusstr. 7. Referat. Thema:„Hitler muß gefchlaaen werden!"— Reukölln-Briß. 4. Kameradschaft. Montag, 7. Februar. 29 Uhr. Mitqliederversammluug in der Zdcalhave, Hanneinanustraße. Funktionäre 19>s, Uhr. Arbeiter.Samariter.Bund c. V.« Kolonne Berlin. Geschäftsstelle: N. 24. Gr. Hamburger Str. 2«. Tel.: v l Zkordcn 3.74«. Abteilung Wedding. Versammlung am 7. März im Lokal Duwe, Schulstraßc 199._ Verband Ehcrechtsrcsorm E. V., Sitz Berlin. Ocfsentliche Mitaliederocr. sammlung Sonntaa, 9. März. 19 u Uhr, in den Einstedler-Bierballen Ber- l!n C. 2, Neue Promenade 9—19, am Stadtbahnhos Börse. Bortrag Dr. Mendclsohn....„ Vereinigung der Freund«»an Religion und Völkerfrieden. Sonntag, 6. März, 18 Uhr, spricht Pfarrer Bleicr i» der Trinitatiskirche. Eh-rlotten. bürg. Korl.August.Platz. über das Tbeum: Das heutige Recht des Menschen sindet in der Aula der Kais-r.Fricdrich. Schuft, Eharloitenburg. Knesebeck- straße, am Savignnplaß. statt. Indioidualpsychologischc Gruppe. Georg Reßband svricht am Montag, dcni 7. März, über die Erhaltung der Darstellungsfähigkett, ein Problem des Zeichenunterrichts der höheren Schule(mit Schülerzcichnungen) im Klubhaus am Knie, Berliner Str. 27, 29 Uhr. Rcichsdnnd der Kriegsbefchädigten, Kriegsteilnehmer und Krirgerblnter- bliebenen, Bezirk Weddinq. Mitqlicderversammiung am Dienstag, dem 8. März, 29 Ubr. im Lokal Patzenhofer. Ebausscestr. 84.— Ortsgruppe Besten. Dtenstag, 8. März, 29 Uhr, Bezürsversammluiig im NaüonalHof, Bülowstr. 37. Vneskaften der Redaktion. H. R. V.2 Proz.— A. 6. 20. 1. Bon der Krisensteuer find Sie nur befreit, wenn Sic keine Lohnsteuer zu entrichten haben. Solange Sie tiankenverstchc. rungopflichtig sind, müssen auch die Beiträge zur Arv-lt-loseu-ersich-rung ac- zahlt werden. 2. Freiwilliges Mitglied können Sic nur werden, wenn Sie mckt mehr versicherungspflichtig sind. 3 Stellen Sic einen Antrag: ob ihm«NI- sprachen werden wird, ist zweifelhaft.— Rkd. G. L. Die Ulachforderungen können wir, uns nicht erklären. Erkundigen Sie sich bei, der Steusrkasse Ihres Lezirto, amtes.— A. 95. 100. 1. Auf' Ihre Wohnung finden noch die Bestimmungen des Mirterschußgefeßes Anwendung. 2. und 3. Ja.— K. K. 3. Ei« haben leider keinen, Ansvruch auf Aufwertung.— M. K. 3. Wir empfehlen, dt« Marken weiter zu kleben.— Nestaurant Rndolf. Der Verwaltungsbezirk Neukölln zählt etwa 317 589 Einwohner.— T. Z. 88. Auch das Krankengeld, das ein Invaliden, rentencmpfängcr auf Grund freiwilliger Versicherung aus einer Iunungs. krankcutau« bezieht, ist nach unserer Ansicht der Versichecungsanstalt m.tzultileu. Die Bestimmungen-der Notverordnung gellen solange, bis sie entweder aul- aedoben oder abgeändert worden sind.— Teltow. Das Vermögen ist»ntcr die- lenigen Arbeitnohmer zu verteilen, die bis zur Einstellung de« Betriebe- br- fchäfttgt waren. Die vor 2 oder 8 Jähren ausgeschiedenen Arbeiter haben kein-n Anspruch darauf. Roch mal„Perfekte Köchin!" Wieder ladet der H a u s d i e n ft der Gasag zu einem Vortrag ein, der praktische Winke für spar- sanien Gasverbrauch und für Behandlung der verschiedenen Gas- geräte gibt und Fragen neuzeitlicher Kochinethoden klärt. Das Spiel der letzten Veranstaltungen, das deren Erfolg begründete!„Per'ekie Köchin wird' gesucht!" erlebt seine Wiederholung am Montau, dem 7. M ä rz, um 19.30 Uhr in den„Musiker- Sä Ibn", E. ZZ., Kaiser-Wilhelm-Straß« LI Eintritt und Verlosung—. a?|c immer— sind frei. Dertin. Das Hofbräuhaus am Anhalter Bahnhof, ein» der b-kannlctten Gaststätten Groß.Borltn», est mit dem 8. Marz in neu» Hand« gekommen. Der Betrieb wwcho von Adolf Schinkel, Oekonom der Kauunorlale. übernommen. Ihm zur Seit« steht als Direktor Kurt Ar«ssin,, der als gelernter Koch von Jluf fede Garant i« dafür bietet, daß das Hofbrauhau» ein» gefuchlc Statte de. s anderer Genüsse bleibt. Millionen Verbrauchsr, insbesondere dio Frausn, haben gesunden, daß di« Verwendung von GEG»DaschmItteln für sse am nortellhafjeftcn ist, wie sio auch bei vielen andere» Gelegenheiten feststellten, daß sie am besten fahren, wenn sie ibren Bedarf durch den Konsumverein decke». Diese Verbraucher lallen sich nicht beirren, sie wissen, daß ssch die Treu« zu ihrer Genossenschaft nicht nur im Augenblick lohnt und weil alljährlich die Rückvergütana fällig i''. sondern, daß sie damit auch zu einer besseren Gestaltung der, Zukunft für all« arbeitenden Menschen beitragen. Da»„Hau« Vatertand' bleibt auch im März erfolgreich bemüht, seine Dar» bietungen vielgestaltig und auf dem bekannt hohen lünftlerischen Niveau zu halten. Es ist der Direktion gelungen, einen der belicbtesteu Berliner Humoristen, Paul Morgan, für den..Palmenfaal" zu einem Gastspiel diu Mitte März zu verpflichten, der dann in der 2. Märzhälfte von dem bei dem Berliner Publikum in nicht minder hoher Gunst stehenden Wilhelm Bindow abaelöst wird. Bon dem erfolgreichen Februarprogrowm wurde auf allgemeinen Wunsch das große ..Jazz-Sumphonie-Orchefler". das bekanntlich aus den 12 Kapellen des„Haus Vaterland" zusammengestellt wurde, prolongiert. Einer der markantesten Termine für die Hanefrau und ihre Sorgen bezüg, lich ihres Heimes ist der Ostertermin und wie die Neuanschokfungeii für irr Heim bewerkstelligt werden sollein Di» Firma Teppich-Bursch. Berlin E. 2, Spandau«! Str. 32, das größte und führende Haus ist der beste Berater für all die Fragen, die sich auf Ihr Heim beziehen. Teppiche, Gardinen. Läufer- stoffc. Brücken und Vorlagen, Möbelstoffe und Dekorationen, alle dies» Artikel spteleu bei den obigeu Terminen eine gewaltige Rolle und sind der Gegen- stand ernster Sorgen.- Ein Besuch bei der ZtrMa Teppich-Bursch wird Sie damit vertraut machen,.daß Qualitätswaren auf jeglichem Gebiet dieses Spe- zialhauses zu günstigen, bisher nicht gekannten billigen Preisen zu haben sind. Die Schönheit dar Gardinen und Dekorationen, die diese» Haun Ihnen zu zeigen verinag, wird Ihnen die Mägtichkeit geben, aus dem Vorhandenen unter Vor. wendung der Ideen der Firma Teppich-Durfch dem neuen Heim ein Bild zu aedsn, daß der Zeit angepaßt ist und daß Ihnen ein behagliches Wohnen per. schafft, ohne Ihr« Mittel über Gebühr zu beanspruchen. Crepede Gh ine bedn C90 reine Seide, moderne M10» S!reifenmustep96/9öcmbrh/ QQ hiod PunUIrnusher Mk-Hv Friselia reine Wolle I30,cm.brt, Der aktuelle Wollstoff för Weider Mk. 3" Kunsteeidener 025 Crepe Maroca in 94/96cm."brfc einfarbig, A QQ großes Forbsorkimenf" Crepe de Chine La v. bedn reine Seide"JScm.brt Mk.- Waschkunstseide bedn A 90 mit Streublümchen 80cmi>rtKk.|, Da men Strümpfe Mk/l,9� Kunstseide, feinfädig, Ä 25 Keine Seide„<*0*: alle modernen Farben" JJ33 Fancy Musterung/ Qr\ iWctnbrt. engl Art, Wolle /. 7�' Der praktische Mantel für das Frühjahr Crepe Marocain doppeltbreit,reine Seide, einfarbig, großes Farbsortimenf Hk. 3: 90 Kunsts. Borken krepp /, 50 96/98cm. brh, bedr Mk.'TJ<*«►. Kunsts. Crepe Marocain Q 00 bedr:96/98cjT,brt in modernen)* Slreife.n u. Blumenmusd>m Mk.Wi» MICHELS DEUTSCHLANDS ÖRÖSSTES SPEZIALHAUS FUß STOFFE She'tlainewWbrt /oo Wolle, Per elegante/ 7� Manfel für das Z4- FrOhjahP Mk."|# Toile reine Seide�f nr ca.80cm.brt. fürWasche/j /O in hellen Farben Mk. I» Wollmousseline bedr 0 25 caöOaubrr. mjnr\ In modernen Mustern� W yü krawatfen m'l.ZS Reine Seide, In• i,45 den modernsten a /\0£ Mustern V.yj �LEIPZIGER STR.• kü R FÜRSTENDAMt. KÖNIGSTR.• STEGLITZSCHLOSS�TR Versand nach allen Teilen Deutschlands Proben kostenlos aohne Waufveipfilchtung Wochen programm des Berliner Rundfunks. Sonntag, 6. März. 6.43: Gymnastik. 7: Aus Hamburg: üafeafcouzert.$s Tür den Landwirt 5.55: Morgenfeier. Anschließend Cilcckengelänt des Beniner Doms. 10.05: Wettervorhersage. Iis Feierstunde. 11.30s Matinee. 13-40: öustav-Mahler- Koftiort. 14: Cltemstunde. 14.30: Kinderstunde. 15: Unterhaltungsmusik. 16 Aus Leipzig-.fußball-Länderkampf.. 16.45:„Mops." Line Erzählung von Hans Jcnkoer. 17;».Prima Irische SaSzstangen." ttörtplel. 18.20: Ausschnitt von der 7O0-J.ahrfeier der Stadt% Spandau 18.50: Beethoven- Konzert. 19.15: Sechs Lebensretter geben. einen Bericht. 19.50: Sportnächrichten 20: Aus Leipzig.; Ali Pascha von Janma". Oper von Lortzing. 22: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Danach Tanzmusik. Montag, 7. März. 6.30: Gymnastik, AnscUieOenü V ruukünicrL 11.15: äcballpl.lteukoiucrt. 12.50: Wcuerraelduiweo für den L.ndwlrt 14: Ans K81n: Kamen. 15.20: Zwann und Freiheit irrt Familienleben 15.40: Carl Ludwin Scbleieb(gest. 7. März 1923). 15.50. Beim Beduinen Scheicb zu Gaste. 16.15: Eine Viertelstunde Tecbnik 16.30: Klaviermusik 17: Lieder. 17.30; Jugendstunde. 17.30: Werke lebender Kunstler unter dem Hammer. 18,15: Unterhaltungsmusik. 18.55: Die Funkstunde teilt mit... 19: Stimme zum Tag. 19.10: Gespräche mit Werkleuten 19.38; Tanzabend. 21: Tages- und Sportnachrichten. 21.10: Aus dem Theater im Admiralspalast: 4. und 5. Bild aus..Uselott**. Singspiel von KOnneke. Danach Abendnuterhsltung. Dienstag, 8. März. 6.30; Gymnastik.. AuscblieUend Früh VoiuctL 11.15: Mittagskongert. 12.39: Die Viertelstunde für den Landwirt 14t Aus KSIv Konzerl. 15.20; Umzug In ein» kleinere Wohnung. 15.40: Märchen unserer Keit 16.06: Arzt Patient und Krankenversicherung. 16.30. Lieder. 17: Doktor Ueberau erzählt. 17.20; ßficherstunde 17.45: Amüsante Zeitungsnotizen. 18' Unterhaltungsmusik. 18.55: Oje Funkstunde teilt mit 19. Stimme zum lag 19.10: Mitteilungen des Arbeitsamtes 19.15: Orchisterkonzert 29: Aus Breslau.„Ta-ra-ra bumm-do-ra!" Alt- Oesterreichs Miiitärkäpellmeistcr 21: Tages- und Sportnachrichten. 21.15: Querscbnitt durch die Oper„Die Bürgschaft" von Wolll. Mittwoch, 9. März. 6.30: Gymnastik. Anschließend Frühkonzerl 9: Von der Deutschcu Weile- Schulfunk II. IS; Schallplattenkonzert. 12.30; Wettermeldungen für den Landwirt 14: Aus KSIn: Konzert. 15.20: Das Asylrecbt. 15.40: Sie sind soeben geknipst worden. 16.05; Programm dar Aktuellen Abteilung 16.30: Jugendstunde. 16.50: Lieder. 17.10: Sonate. 17.30: Menschen und Ihre Arbelt. 17.55- I Ludwig von Wohl liest eigene Erzählungen. 18.15: Studenten diskutieren 18.55: Die FunkZlunZe feilt mit.. 19: Stimm» iuib Tag. 49.10: Interview i-ir Woche 19.30: Aus dem Scnallplattenarchiv der Funksfunde 20: Bunter Pudoif- Nelson-Abend. 21.20: Tages- und SportnacbriChteu. 21.30; Konzert. 22,30; Aus Frankfurt». M.: Zeitberichte Danach Tanzmusik. Donnerstag, 10. März. 6.39: Gymnastik. Anschließend Frühkonzert>1.13: Schaiipiattenkonzert. 12J0: Die Viertelstunde(ür den Landwirt 14 Aus Köln: Konzert 15.20: Schicksal der Witwen in Indien. 18.40: Stars der Vergangenheit. 16.05: Jugendsiuud-. 16.30: Johannes V lensen spricht über Goethe, 17: Die Kunst des Empire. 17.25: Populäres Orchesterkonzert 18.55: Die Funksrunde teilt mit... 19: Stimme zum Tag. 19.10: Bach-Konzert. 19.30: Faust von. Goethe. Danach Tanzmusik Freitag. 11. März. 6.30: Gymnastik Ansohließeud FrlihkonrerL 9: Von der Deutschen Welle: Schulfunk. 11.15: Mittagskonzort 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt. 14: Aus KSIn- Konzert 15.20; Minner In Frauenrolleti. 15.40: Das Berliner Wirtschaftsleben. 16.05- Der Zerfall im Rennspor: 15.30: Das neue Buch. 16.40: Albert Daudistel liest eigene Prosa. 17: Exotische Volksklünge aus Rußland 18: Gibt es eine Goethe-Zelt in der bildenden Kunst 18.20: Zehn Minuten Funkhilfe 18�5: Von der Landüucbt zur Stadtiluclit 19: Stimme zum lag. 19.10: Die Funkstunde teilt mit.. 19.15: Mitteilungen des Arbeitsamtes. 19.20: Berliner, lernt Berlinisch 20: Konzert 21: Tlages- und Sportnacli- t im.........— i ii■um mü I Theater, Lichtspiele usw. Tägl. S u. 8V, Uhr BarOtnusa 025» VERA SCHWARZ THE KITCHEN Pi RATES FRIEDR. HOLUNDERS„TlRgel-Taipl» MARIANNE WINKELSTERN■«. ■'»neSchleeBhf itLO�LÜ.»"». TtL; El Vaidnol 4031 ..Friederike" «.uu. CASINO'THEAlERo'LGt' Lolhrln»« Strake 87. BilttuiiiulrfftiAiiMiurtiliiiHiiiiiuunxmiiiiiiiimuimiiiiimiui Opereue. Veneee, Hoate-I y. a* Leree Änallcnl-Alrt Die Operette: Gestrandet Dar Berlin Komikar Herrn. Krao-e Zum Schluß dar neue Schlager Der Mann mit den zwei Frauen Gutschein l-4 Parsonon: Paikan so Pi. Fauteyil 1.— Mark. Sessel i Jü Mark — Kiel 008 Tb.-1 Tiuppe 1931. FägL&1J. U» niauseiaiie Preise 75 PL— S M. Sooaab. nd Sooaug uachmirtafs 4 Uhr halbe Preise. ' �W>-: mm- ; jfa'y � Reich illustrierter Textteil, mit großem Europaprogramm VOLKSFUNK "/i. "V's Av-...•;« Erscheint wSchentl., 48 Seiten [stark, in Kupfertiefdruck V Y-.-Ciwv::-h...-" Probenummern an RadiohSrar kostenlos durch die Botenfrau des„Vorwärts" aber nicht SWS »MGÖ Billige Batterien gibt es genug,aber was leisten sie?- Wenn Sie für Ihr gutes Geld den rfdili- gen Gegenwert an Leistung erhalten wollen, dann verwenden Sie TITÄNU % W V Iac VPalleade- Xrapp«. Uakou von Etctk- waad m.»einen l« Solisten and wettere ilm-Nauiracro Qcnee 2 Voroteliiineen 4».0.15 INR. 4 Dur klein; Preise ReitiishaSlenTtiealer UOnhoft platz 8 llr.—.-onmaes 3>/, Utn zu kleinen Preisen Stettiner Sänger Die neue Groteske BrlelelikäsliEilialles-! Stadl. Oper Ctiarlotieuburg li'tmsrefcsttaße n onritag, 6.März Turnus IV' Anfang tOJO Uhi IHR Afrikanerin Ende gegen 23 uhr VotKsmiiine Ttalir sin BJl3wi!it7 12 Uhr Bjrliner Foult. OnJitsttr Werks von Lust. Mahler i Utn Faltroiann Renschei mit Emil Janaiugs u. Margarete Iftelzer Regie; K H. Martin SfaatL Müler-Ilieater S Uhr Die enniose Straße Die billige Wohnung -— � zeigt die tr> o 3 §■ Th. im Mmiralspalast Täglich 8'/i Uht Dir neue;roBe Erfolg! Käthe Dorsch GosUf Grfindgens IN: Lfselott* Sinqsßlclv.EdiiaritKIliioeke Piiilharmonle (2. Abendl Haydn■ Feier BnnioKittil'sdierniar und das PhiHiamion. Cidiaster Birigant: Bruno Kittel DieJatipeszeiten KneugBUiir. Eintritt IN. 2.MÖBEL-UND EINRICH- TUNGSSCHAU BERUH 1932 19. März bis 3. April Funkturmhallen Kaiserdamm Rose- Theater rüBt FrakfurCr StraBe 137 lEl, Wcidi'il E 7 3122 3 u. 6 Uhr Jellcbcn Qebe-et 9 Uhr Götter übter sidi SSn tn tfer Gesemiauda�e de».Vorwärts" siad besonder» wirksai» and trolzdeiB sebrbllliö! EBUÄBettenisÄ KbiderbM Pelßter, Chaisel.. an jedsn, Teil*. Kaialoz freu ElsanmöbsUabrik ouhl fltfdllh 12! BorlialeipzigoßiUS-iaa 8 Ijhr Vor ioniieiiiiGtsrps v. Gerh.H»upimann Regit; Kti Reinhardt. rTücaieriniler- StreseroanoLtr. Ts g i ton 8ongreiche Auswahl von Hä en der le'rten Modeschöpfungen, die wir giössten- teils in unseren eigenen A eliers angefertigt haben- IN DIESER WOCHE, VOM 7. BIS 12. MARZ 1932 MODENSCHAU Fesch, AufscfTag* ßjejl«lü# a. c-ineiu Doh- � � e.lechi, in den modernen Farben 3,90 Eleg. Damen- Huf, a. e.n. LisereiHioh, aiii Banoblem en o. Blauienpamitoi; tesche Neuheit 7,90 Vornsiimsr Oamon-Kut (Kopie F-Iloai. mi. d ppel- wm Rand und höb�cner 2 farbiger aarnitnr 9�75 IN UNSERE LEIPZIGER STRASSE, N HÄUSERN ALEXANDERPLATZ FRANKFURTER ALLEE CHAUSSEESTRASSE* Einlasskarten werden kostenlos— soweit Vorrat— ab Montag, 9 Uhr, on den Kassen der Darren- Koniektionsabteiiungen verabfolgt. Die Vorführungen beginnen vormittags I030 Uhr und nachmittag» 4 Uhr. i�Chaussoestrass® nur vom 7. bis 9. MSrr) Hemdhosen GharmeaseÄ qj- elesjam garairrt... Stück X/zO Damen-Strümpfe kilnstl. Waschseide, Faaj I Schlüpfer. Oa». ammult»™, ne | maacli, RunditiNua'.8t1,76. 1,45. I/AO I Derby-Handtaschen o pc r KLEIDERSTOFFE Wobspitzenstoff die etosse, Q(\ Modeiür Blus?n a. fiarnit� Meter 1/7�2 Wollmusseline ,n neuen apan. i Qr\ Musiern. n gross Auswahl Mete? 1 ,7x2 Boucle-Fan osie uoppeiibren. sehr es. he Cluster....ZJetci A�ontelslv�e in englischem< Je- sehr es. hc Muster... Mein 3/90 schmack ci. 140 cm breit. Meter 4/7� SEIDE UND KUNSTSEIDE weiss o O C Meter Z,ZO Douppion reine Seide, weiss und neue Farben Crepe Georgette Kunstseide n ofz te.-che Druci'-musier Meter Frise-Boucie das moderne Ge- o Qr\ webe für das Strassen k leid. Meter» 7w Crepe Marocam schwere o qa Kunst-eide m�d. Druckntusi..Mti. O/VU BAUMWOLLSTOFFE W. schkunstsside neue Fon n qc lardmustor................ Meter U/70 Fresko modern© Streifen. Meter 1/25 Kunstseidenpanama imi nm i yic Efiok*.« neu. Piüh:ahrsmb.. Mtx. I/�pO Bemberg-Kunstseide O A'v beliebte Uualit.,aparte Mast. Mtr. JL/QO Afellarhet aus feiner banden- Höcht, ftal. btompa, fiiumenbNnöert Jeder Art liefert preiswert Paul Golletz vormalt Robert v.eycr Varlanncnstr. 3 FS. Oberbaum 1203 fca JUER6Ä * � Zinfler- Knoblauch-Laft lau end'ach de- wäh« dei: Zlilerieuverfallu c Rheuma ismua. . ahem Blu.dnid Her. beschweiden, Andma. Käme.. rbaiben.Leb.i.»nl Gallen eiden und lämilichen Sias'- wechselflSiungen Flaslde Marl Iretchl 5 Wochen) See uchsflaschs M! I.-<1 Wo-i e aue reichen di Zn viel Apolheke» u. Drogerien ,11 da- a'en onll dlreuroi Aloxsndsrplslr Heu» KSnig»lr.43 D r.tinssei teiplg? Abschrift. (45) S. P. M. tog.Ä(134. E-IZU- Straksach« gegen den Studenten der Tbeologle Han�- Zoachim Prochnowin, Oranien. bürg. Eben 73. geboren>un 2. Juli 19Lt ta wtagdeburg wegen Beleidigung. Das erwetterte Schöffengericht Berlin. Schönebeiz. Abt. 43, in Berlin NW. 4N. hat am 33. Ottober tSA filr Recht «rtannt: Der Angellagt» Prochnow wird wegen öffentlicher Ilolor Rachrebe zn einer Gelbstrafe von breihundert Reichsmark verurteilt an bereu Stelle im Richtbr, treibungsfalle für je zehn Reich-nmrt ein Tag Gefängnis tritt. Dem Polizeipräsidenten Srzefinsti wird die Befugnis zugesprochen, den er. kennende» Teil des Urteil» binnen sechs Boche» nach Zustellung des rechts. kräftigen Urteils an ihn auf Kosten des Angeklaglen in ben Zeitungen„Der Angrili" nnb„Borwärts" ie eümiol öffentlich bekannt zu machen. Die Kosten des Berfahrens wilden dem Angeklagten auferlegt. Gegen Husten u. Heiserkeit nur WoIlldaKL reinwollene Quailiät. mli tjesf reift fr Weste, modeine Karben. Bolerpiorm UNZEN kauft BALL— Berlin UNZEN- h ndlirng Wilhelms traOc 44 Tir III* 49 Jahrgang 4. Beilage des Vorwärts Sonntag, 6. März 19Z2 9bn JUuilifi und die fremde 9)ame Äs« lUärehen von der klugen Wuusfrau/ Don Louisen I b n K h a l i s i und seine Träume. Nicht viel größer und nicht viel hübscher als ein Strauchbesen war die Zypresse vor jener Holcharackc, in der Ibn Khalisi. der Geldwechsler, seinem Geschärt nachging. Treu und brav sah er in Sommerhitze und Wintcrkältc hinter seinem Tisch, unbekümmert, ob der Regen ihm ins Gesicht sprang oder ob der Sonnenschein die Holzbude erhitzte, so daß sie glühte wie der höllische Schlamnifluß, der allen zubereitet ist, denen Mohammed am Tage des Gerichts eine Handreichung verweigert, wenn die Brücke zum Himmelreich überschritten werden soll. Jahraus jahrein saß Ibn Ähalisi in seiner Bude, zählte Klein- gelb, probierte den Klang der Münzen auf einem schwarzen Basalt- block, biß mit seinen starken Zähnen hinein, immer auf der Hut vor Spitzbuben oder Straßenjungen, die iin Borbcistrcichen sich leicht einen Stapel ankranien konnten. Ibn begann zu ergrauen und wurde ein stiller Mann. Wenn er sprach, so geschah es mit einer niöglichst leisen Stimme, getreu dem Wort des Meisters:„Könnte durch den lauten Klang einer Stimme ein Haus erbaut werden, so würde der Esel zwei Häuser täglich bauen." Auch zu Hause war er still, und seine Frau Khorije sprach nichts Ucbcrflüssigcs zu ihm. Blickte er aus seine Kinder, so schwiegen sie. Ibn Khalisi war jedoch nicht immer so ruhig, wie er aussah. Er hatte seine Träume, die ihm das Blut in die Wangen trieben. Er wollte einmal einen großen Schlag machen. Wie das vor sich gehen sollte, war ihm nicht ganz klar, denn sein Geschäft bestand darin, Paras in Metelliks zu wechseln, zwei Paras in 20 Metclliks, wovon er selbst den einen behielt. An guten Tagen hatte er bis zu 2lj Paras Ucberschuh, aber es gab auch Tage, an denen er nur vier verdiente. Zu Hause hungerten sie zwar niemals, weder er, noch die Hausfrau, noch die Kinder. Aber niemals waren auch die MUel da zur Reise nach Jnschua Dogh und noch den Wäldern am nördlichen Bosporus, wo Ibn Khalisi geboren und aufgewachsen war. Der Verdienst van drei Tagen würde drausgehen, ja noch mehr, denn sie mußten ja das Sühwasiertal passieren, wo an jedem Freitag die Karussells mit den Seclöwen und Flußpscrden lockten. Und ohne die Kinder würde er die Reise nicht unternehmen, denn die Freude wäre nur gering, wenn er ihnen nicht die Wälder seiner Kindheit zeigen könnte. In solchen Augenblicken tröstete sich Ibn Khalisi damit, daß er zu der kleinen Zypresse vor seiner Bude ausblickte. Sie hatte Zapscn wie Helles Silber und sie hatte aus der einen Seite zwei Aeste, die aus der dunklen Laubmajse herausragten. Diese Aeste glichen Bäumen über einem weichen, hohen Grasplatz. Diese beiden dünnen Zweige verhalfen Ibn Khalisi zu seiner Wanderung. Er stieg unter Baumkronen die grasbewachsenen Bergpsade empor und setzte sich dann unter den großen Baum unter den Gipfel, um seine Kastanien zu rösten. Mitunter kletterte er auch ins Baumgeäst und fand Logelnester. Die Dame mit dem Schleier. An einem schönen Frühlingstag trat eine feine Dame, eine richtige Khanum, an seine Bude, legte vier Paras vor ihn hin und fragte zugleich nach dem Weg zur nächsten Landungsstellc. Ibn Khalisi wechselle das Geld und antwortete ihr wie gewöhnlich mit leiser Stimme. „Du mußt etwas lauter mit mir sprechen, ich bin ein wenig schwerhörig", sagte die feine Khanum und lehnte sich über den Tisch. Undeutlich sah er ihr weißes Antlitz hinter dem schwarzen Seidenschleier. Ms sie mit ihrer Hand seinen Arm berührte, war die ganze Holzbude mit lieblichem Duft erfüllt. Ibn Khalisi rief die Antwort direkt in ihr Ohr hinein, und ihr Jaschnak streifte seinen Fez. als sie den Kops zurückbog. Nachdem sie gegangen war, begann der verwirrte Geldwechsler seine Stapel zu zählen. Trotz ihrer feinen Kleidung konnte sie ja eine Diebin sein. Aber es war alles da, und als er ihre vier Paras zusammensuchte, bemerkte er, daß die eine Münze ein Gold- stück war. Zuerst wollte er rufen, ober dann dachte er an ihre Schwer- Hörigkeit, und als ehrlicher Mann legte er das Goldstück beiseite, um es ihr zu geben, wenn sie wieder zurückkäme. Aber der Tag verging, und die feine Khanum kam nicht wieder. Der Wind zauste die Zypresse. Ibn Khalisi hatte unruhige Ge- danken. Der Dust war in der Bude hängen geblieben, und Ibn Khalisi wünschte ihn nicht fort. Heimgekommen berichtete er seiner Frau die Begebenheit. Kharije bat ihn inständig, das Goldstück am nächsten Tag wieder mitzunehmen, damit sie keine Schwierigkeiten mit der Polizei hätten. Eine solche Dame hatte seine Verbindungen, kannte vielleicht sogar eine von den Frauen des Padischah. Noch ein Goldstück. Am nächsten Tage saß Ibn Khalisi wieder in seiner Bude, und es hals gar nichts, daß die Zypresse an diesem Tage ruhig wie eine Nadel dastand. Der Geldwechsler erhob sich und setzte sich wieder, so etwas war nie zuvor geschehen, aber er konnte ja den Platz nur überblicken, wenn er ausstand. Um die Mittagszeit kam die feine Khanum wieder. Ibn Khalisi spürte ihren Duft, bevor er sie erblickte und hatte schon die Hand um das Goldstück geballt und überlegte dabei, ob er als Belohnung einen Para oder zwei verlangen sollte. Die fremde Dame legte wieder vier Paras auf den Tisch und fragte nach dem nächsten Weg zu Top Kapu. An diesem Tage hatte Ibn keine Sorge um seine Geldstapcl, obwohl sie sich mit dem ganzen Oberkörper in seine Bude hineinlehnte. Als sie gegangen war. sah er sofort nach, und unter den vier Paras befand sich wiederum ein Goldstück. Mit einem Freudenschrei sprang Ibn Khalisi auf. Das� war ein Abenteuer, das war der große Schlag, von dem er lange Jahre geträumt hatte. Er konnte nicht warten, er schloß sein« Bude, ob- wohl es erst Mittag war, und ellte nach Hause zu seiner Frau. Kharije hörte ihn ruhig an und sagte: „Sie hat deine Lenden erblickt." ,Fibn Khalisi errötete und schwieg, aber die Frau fuhr fort: „Auch deine breite Brust hat sie gesehen und deine starken Arme. Sie hat gesehen, daß du ein schöner Mann bist." Das war die Wahrheit, und was noch mehr war, Ibn Khalisi hatte sich immer sauber und angenehm gekleidet. Ihm genügte es «cht, Haupt lwll Hände zum Frettagsgebet zu wasch«, solch«, et wusch sich täglich, bevor er auf der Gebetsmatte niederkniete. Und das Lcndcntuch zog er so stramm, daß er um die Taille lanzen- schlank wurde. Verwirrt bewegte Ibn Khalisi seine Hand über die schweiß- bedeckte Stirn. Endlich brachte er die Antwort heraus: „Was soll ich da machend'" „Abwarten und sehen, was morgen geschehen wird." Kharije nnd das Paket. Aber am nächsten Abend kani Ibn Khalisi niit finsterem Gesicht nach Hause. Zornig schleuderte er ein Ncincs Paket Kharije zu Füßen. „Sie hält mich zum Narren. Sich nach." In dem Papier, das die Hausfrau auseinanderfaltete, befand sich ein wenig Mehl, ein Stein und ein Platancnblatt. Lange saß Kharije schweigend da und betrachtete das alles. Dann hob sie den Kopf und sagte: „Ibn, meine Freude, die Sache ist klar. Sie bittet dich, morgen früh zu kommen, dann ist ihr Mann verreist. Sie wohnt auf dem Mehlmartt, vor ihrem Haus ist ein kleiner gepflasterter Platz, über der Gartenmauer kannst du eine Platane sehen. Unter dieser Pla- tane wird sie dich erwarten." Ibn Khalisi schüttelte den Kopf und fragte wieder:„Was kann ich da tun?" „Du kannst zu ihr gehen und mit ihr deine Freude haben." Aber Ibn Khalisi war ein rechtgläubiger Mann und ließ sich nicht so leicht überrede». „Ich habe immer sagen hören: sündige nicht mit deines Nächsten Weib, damit er nicht späterhin das gleiche mit deinem Weibe tut." „Das gilt, wenn die Reichen unter sich sind und wenn die Annen unter sich sind, ober nicht, wenn reich und arm einander begegnen. Dos bitterste aller Kräuter ist die Armut, ober sie gibt dir das Recht zu jeder Freude, die sich dir darbietet. Denn der Arme ist wie ein Wurm. Was er auch frißt vom Vorrat der Großen oder nicht frißt, er bleibt derselbe. Merke dir das, meine Freude." Noch einmal schüttelte Ibn Khalisi den Kopf und machte einen letzten Einwand: „Ich habe immer sagen hören: steige nicht ein in die Gärten der Großen, uin dich ihren Frauen und Töchtern zu nähern." „Du vergißt, daß diese-Khanum selbst dich bittet, zu ihr zu kommen, unglücklich wie sie ist bei einem Mann, der sie nicht ehrt mit seinen Küssen." Da beugte Ibn Khalisi sein Haupt und murmelte: „Deine Worte brennen inir wie ein Sommersieber." „Ibn, meine Freude", nahm wiederum Kharije das Wort, „höre aus mich und sei nicht zornig, was auch du von mir hören wirst. Du warst ein schniucker Mann, als du zum erstenmal meinen Jaschnak lüften durstest und mir ins Antlitz blicktest, und du bist ein schmucker Mann bis auf den heutigen Tag. Aber damals waren deine Küsse gesalzen und es war ein weißes Glimmen in deine» Augen. Ibn, meine Freude, ich will dir berichten, was mein Vater immer jagte, der reich genug war, um zwei Frauen zu haben, und er liebte sie alle beide So pflegte er zu sprechen: ein Mann mit nur einer Frau ist wie ein ausgetrocknetes Flußbett. Ib», du wirst die Wahrheit dieser Worte verspüren, wenn du den Jaschnak der seinen Danie zurückschlägst, und auch ich werde die Wahrheit der Worte verspüren, denn sie wird dich nur sehen können, wenn ihr Mann verreist ist, ich dagegen bin immer bei dir." Am nächsten ivtorgen, als Kharije ihrem Mann demütig das Handtuch reichte, nachdem er sich gründlicher als sonst gewaschen hatte, begann sie wiederum von dem zu reden, was ihre Gedanken beschäftigte: „Du wirst sie sehr schön finden, Ibn, meine Freude! Ihre Augen werden den Schein von jungem Silber haben, ihre Haut ist feiner als die weißen Stickereien in den Harcmen der Reichen, und wenn ihr Atem über dein Gesicht weht, so wirst du meinen, das wäre der Frühjahrswind. Sie wird hoch ragen und sich weit ausbreiten wie die Zeder, aber nach deinen Worten wird sie sich hinneigen zu dir. Du wirst dich wundern, wie der Araber der Wüste, der zum erstenmal das Meer erblickt." Die D a in e c n t s ch l e i e rt sich. Gestärkt durch diese Worte zog Ibn Khalisi von bannen und fand auch richtig das Haus auf dem Mehlmarkt. Er klopfte ein wenig furchtsam, ober ein kleines Mädchen schloß auf und führte ihn lächelnd geradeswegs zur Platane, unter der die Khanum saß, schleierlos, das Antlitz ihm zugewendet. Sie erhob sich sofort. Sie war nicht ganz, wie jiharije sie geschildert hatte. Sie war klein und schwerfällig, hotte eine dicke Nase und eine Warze mit großen Haaren an dem einen Mund- winkcl. Aber jetzt war Ibn Khalisi ja da, und er war ein höflicher Mann und kniff sie sofort in das eine Bein. Mehr will ich nicht erzählen, denn wenn die Küsse von den Lippen der Frauen zu perlen beginnen, so sind sie alle gleich Aber Ibn Khalisi ging fröhlich von bannen, und schon am nächsten Freitag begab er sich mit der ganzen Familie ins Süß- wajserial. Die Kinder jubelten, während sie sich an die Seelöwen und Flußpferde des Karussells anklammerten, und später führte er sie alle nach Jushua Dagh und zeigte ihnen die Wälder seiner Kindheit. Und an diesem Abend hatte Ibn Khalisi, als er mit Kharije allein war, den weihen Schein der Jugend in seinen Augen. .-Wornierte Uebersetzung aus dem Dänischen von D. Luschnat. Tip�rSächfifcheHiAllsLufächWches Sparsamkeit. via nu, Sie sitzen recht bedebbert ofsn Kannabee. Sinn Sie krank? Ja, mich hads gebackt. Das macht das Jewrgangswedder. Da Hamm Se wohl dn Schnubben? Ooch mit. Unn dn Hufden— iewerhaubt so ne Hnlive Gribbe. Urai was sagdn dr Dokdr? Nischt. Der muß doch was sagen. Oder Hamm Sie so enn schdilln, der Gudden Dag sagt, seine Rezeide schreibt unn wieder abrickt? Was hadr Ihn beim ferschriem, Billn adcr Dabledden? Nischt. Awr Beschdrahlung? Nee. Was denn da? Aergendwas nmhr dock) ferschreiin, zuwas Hamms» denn sonst? Mier Hamm doch gar keen. Ach, Sie gähm wohl nischt off de ärzdlichc Wissenschaft? Sie, das Halde ich awr fr enn Fehler. Sa Sic so krank sinn, daß mrs Ihn an dr Rasenschbitze ansieht. Unn grade mit den Erkäldungs- krantheeden, da kammer doch gar nich forsichdj genug sinn. Die sinn midunder heimdickisch. Ich weeß schon. Unn drotzdem Hamm Se keen Dokdr? Forleifig nich. Awr mier wern schon noch ecn holn. Filleicht, wenns zu schbähd is. Das will ich nich hoffen. Awr waiden muß ich drwegen noch. Off was denn? Daß noch eens oder s andre fon mein Leiden krank werd. Es kennde doch meeolich sinn, daß ich eens anschdecke. nich wahr? Unn so lange wolln Sie warben, eh Se dn Dokdr holn? S werd mr nischt wcidcr iewrig blcini. Wieso denn? Ja, wissen Se, das Hamm inier im drfon, daß mier gedacht Hamm, mier kennden die Beibräg« fr de Krankenkasse schbarn. Da warn mier mal alle midnander enn« Weile nich trank gewesen, unn da sinn mier ausgedreden. Seibdem sinn mier dn Dokdr gegeniewr sozusagen Brisahdbazzjenden., aus unjrer eegenen Daschc. Unn des- wegen missen mier ähm erscht ü bisse! was zusammkomm lassen, ch miersch uns leisdcn kenn, dn Dokdr zu holn. Berufswahl. Ich habbs ja immer gesagt: Kkeene Kinder, kleene Sorgen, große Kinder, groß« Sorgen. Hamm Sie denn solche große Sorgen mit Ihr» Kindern? Nu! Unser Rudi kommt doch jetzt aus dr Schule. Unn was denken Se denn: will der Junge durchaus Musiker wern! Das is doch ä gans scheener Beruf. Icwrlegen Se doch bloß mal, was das fr Sie als Muddcr fr ä schdolses Gefiehl sinn muß, wenn der wo schbielt, unn se heern alle so anhächdj zu. Mcind- wegen in Rähdjoh, won de ganje Welt heert. Das Hamm se doch sogar schon dein Hoddendodden, das Rahdjo. Ich an Ihrer Schdclle, ich dähdn Musiker wern lassen. Las bringt awr doch nischt ein. So? Werd das jo jchlech bezahlt? 's geht. Awr der will doch Droniücder wern. Da lassen Sn doch, wennr Lust drzu hat! Ree, das leid ich nich. Fleede, das mechde allnsalls noch sinn. Awr Drombede nich. Unn folldens so ne große, dien um ganscn Bauch rumgeht. Ach, Sie denken wohl, da isr zu schwach drzu? Weil die so schwer is? Das nich. Awr was da alles sinn will! Oder meen Sic, seine Buhsde reecht emendc nich zum Blase»? Ach oia. Awr de Nähmschbesen! Was denn fr Nähmschbesen? Hamm Sie edwa Angst, fon den Blasen gcweendr sich s Saufen an, weilr egal enne drockne Kehle hat? Nee. Awr die Drombeden sinn doch aus Messing. Na und? Nitzt sich das schneller ab wie andre Medalle? Herrgodd, nee! Awr gebutzt musses wern! Unn nu iewerlegen Se sich doch bloß mal, was da fr fiele Butzbomadc drzu geheert! SlHodenies'ScIiivinuubaffinvorlöOO Jahren Zu.Vit fd) im Irak, das man die älteste Stadt der Welt genannt hat, schreiten die englisch-amcrikanischen Grabungen rüstig fort, und es wird berichtet, daß man jetzt ein großartiges Schwimmbassin im Hofe des Königspalastes der S a s a n i d c n freigelegt hat. In Kisch bestand ein« bedeutende Siedlung, die von den sasanidischen Herrschern angelegt war: die Ruinen dieser Stadt, die sich mehr als 8 Kilometer nach Osten erstrecken, sind bisher nur zum Teil erforscht. Das Schwimmbassin ist eine technisch so vollendete Anlage, daß sie durchaus mit den modernsten Einrichtungen oerglichen werden kann. Das große Bscken von 15 Meter Länge und 12 Meter Breite war mit glasierten Ziegeln ausgelegt und hatte eine Wasser- zusührung, die durch ein kompliziertes hydraulisches System erfolgte. Röhre», die aus zementierten Ziegeln bestanden, führten beständig frisches Wasser zu und erhielten durch Abflüsse den Wasserspiegel auf einer bestimmten Höhe. In dem Künigspalast wurde auch eine wundervolle Sammlung von blau glasierten Töpferwaren gefunden: es ist die erste vollständige Serie sasanidischer Töpfereien, die man geborgen hat. Terrakottaköpse von Männern und Frauen, die ebenfalls ans Licht traten, geben eine Vorstellung davon, wie die Bevölkerung der Stadt unter der sasanidischen Herrschaft aussah. Andere Grabungen erweiterten die Kenntnis der älteren Rieder- lassungen in Kisch. Die ganze Westseite des Tempels des Rcbu- kadnezar ist fetzt freigelegt und ebenso die'Nordseite des sumerischen Tempels, der um 3000 v. Ehr. erbaut wurde. Dieser Tenipel hat zwei große Türme, riesige Bauten aus Ziegeln, von denen einer über 60 Meter hoch ist. Diese Türme, die vielleicht Gräber bedeckten wie die ägyptischen Pyramiden, sind gegenwärtig noch eins der Geheimnisse von Kisch. Gegen 100 Täjclchen mit Jnschriste» aus der Zeit Nebukadnezars, die ebenfalls zu den neuesten Funden gehören. erzählen allerlei von dem lebhaften Geschäftsleben, das damals in der Stadt herrschte. Wolkenkratzer. Heute gibt es in den Vereinigten Staaten 377 Ge« bäude von zwanzig oder mehr Stockwerken. Wespenstiche sind besonders gesährlich, wenn sie den Nacken. das Gesicht, die Zunge oder die Kehle trette». s» Z rasch legt ta Lahre etwa 2000 fesss. % Jn Jßeipmig beginnt die Wleffe Sin Weberblick/ Von Jfugo Poeisfch Die diesjährige Leipziger Frühjahrsmesse beginnt heute und dauert für die Mustermesse bis zum 12. März, einige der Tpezialmessen, wie Textil-, Möbelmesse usw. schließen früher. Die Leipziger Messen sind wohl die ältesten aller Messen, ihre Anfänge reichen bis weit in das Mittelalter zurück. Das erste amtliche Dokument, das auf die Leipziger Messe hinweist, gehört der Zeit zwischen 11SK und 1170 an: es ist ein Privileg, das im besonderen auch ein praktisches abgekürztes Gerichtsverfahren gegen unpünktliche Zahler vorsieht. Ferner wird die Leipziger Messe in einem Schutz- brief des damaligen Landesherren Markgrafen Dietrich von Landsberg vom Jahre 1268 erwähnt. In diesem oersprach der Markgras, die zur Messe reisenden Kaufleute zu schützen, selbst dann, wenn er mit ihren Landesherren etwa in Fehde läge. In jener Zeil gewiß keine überflüssige Maßnahme, denn die vollgepackten Lastwagen der damaligen Handelsherren bildeten nur zu oft eine willkommene Beute für die ritterlichen Wegelagerer. Im Jahre 1497 sicherte Kakser Maximilian I. den Leipzigern das Recht auf die drei jährliche»„Jahrmärkte". Jahrmärkte? In der Tat. aus kleinen Anfängen, aus Jahrmärkten, wie sie im Mittelalter in allen deutschen Städten abgeholten wurden, hat sich die Leipziger Messe herausgehoben bis zu der heutigen Bedeu- tung. Im Jahrs 1507 erhielt Leipzig dann das zweite große Messe- Privileg, das den Leipzigern ihr Recht, Niederlagen und Stapel mit großen Warenlagern zu haben, bestätigte und bei des Reiches Acht und Aberacht verbot, fortan Jahrmärtte und Messen oder Nieder- lagen in einem Umkreis von fünfzehn Meilen ringsum die Stadt Leipzig aufzurichten. Was ganz besonders die Entwicklung Leipzigs und feine Messen begünstigte, das war und ist seiine günstige Lage im Herzen Deutschlands, am Schnittpunkt großer völkerverbindender Handelsstraßen. Der Handelsverkehr zwischen den germanisch- romantischen West- und Mitteleuropa und dem slawischen Osten und dem islamitischen Orient konzentrierte sich in Leipzig. Vom Rhein durch Westfalen zog sich eine der wichtigsten Straßen nach Osten hin bis Moskau, westlich vom Rhein lief sie über Paris bis Spanien. Sie hieß die„Hohe Straße" und sie führte ebenso über Leipzig, wie die„Kaiserstraße" vom Norden über Nürnberg bis nach R o in. Hier in Leipzig wurde der Austausch zwischen West- und Ost- europa bewerkstelligt. Vom Orient kamen Gewürze, Teppiche, Seide: Pelze und Leder aus Rußland: aus den westlichen Ländern Textil- waren und andere Produkte: Felle. Rauchwaren, Hanf usw. wurden von Asien her bis nach Spanien hinunter gehandelt. So nahm die Leipzioer Melle mit dem 12. Jahrhundert eine Entwicklung, die sie zur größten Messe Deutschlands machte und von Beginn des 17. Jahr- Hunderts an war sie auch als die größte Messe Europas anzusehen. Schon in früheren Jahrhunderten war der Verkehr auf der Messe vollkommen international Unter den Besuchern der Melse fehlten selbst Kausleute— für damalige Verhältnisse— aus weit- entfernten Ländern nicht: Türken. Armenier, Perser, Tataren usw. waren regelmäßig aus der Messe. Der Grundpfeiler der Leipziger Messe ist aber mehr und mehr die heimische Industrie ge- worden. Den Spielwarensabrikanten aus dem nahen Erzgebirge �und aus Thüringen schlössen sich die von Nürnberg und Jürth an. den Metallwaren des Erzgebirges folgten die aus Remscheid und Solingen. Und ebenso ging es mit der keramischen Industrie, Porzellan usw., die ebenfalls schon frühzeitig um Leipzig herum sich entwickelte. Früher wurden die Messen nicht wie heute in modernen Palälten abgehalten, sondern in den großen Höfen, wie wir sie in der Leipziger Innenstadt heute noch sehen können. Rechts und links beiinden sich eine große Anzahl von Gewölben, zu beiden Seiten tiete Keller. Hier luden die Kaufleute ihre Waren ab, hier wurde gehandelt und getauscht. Damals handelte man auf der Leipziger Melle auch mit Büchern, die heute von der Messe ziemlich ver- schwunden sind, etwa seit 1823. als man den Buchhändler- börsenverein gründete. Von der Frankfurter war der Bücher- markt auf Leipzig übergegangen, in der Hauvtlache deswegen, weil in Frankfurt sich die sogenannte Bücherkommission befand, die vom Kaiser Maximilian eingesetzt wurde. Sie hatte die Aufgabe, alle Bücher zu zensieren und daraufhin durchzusehen, ob sie nichts Ketzensches enthielten. Die Mellen zogen auch allerlei fahrendes Volk an. Bis zum Jahre 1S70 durften Theaterspiele nur auf den Messen aufgeführt werden. Nach dein Dreißigjährigen Kriege spielten unter Gottsched die besten Künstlertruppen Deutschlands in Leipzig. von der Warenmesse zur wuslermesse. Der Höhepunkt der Warenmesse wurde etwa um 1839 bis 1840 erreicht. Verkehr, Handel und Produktion hatten durch die Erfindung der Dampfmaschine, durch die Eisenbahnen ganz neue Formen an- genommen, waren andere Wege geganoen. Der deutsche Zoll- verein wurde gegründet, die vielen Grenzen fielen wea. Das erleichterte die Beschickung der Messen, den Austausch der Güter über- haunt. Aber zugleich barg diese Entwicklung den Todeskeim für die Melle in der bisherigen Form in sich. Die Eisenbahn ermöglichte ungefährdet große Warentransporte ohne persönliche Begleitung des Kaufmanns. Es erübrigte sich, von weither große Mengen Waren erst nach der Messe zu schaffen Und immer größere Mengen mußten zum Verbrauch bereit sein. Das Institut der Musterreisenden kam aus: diese boten nicht bloß zur Messezeit, sondern ständig den Käufern die Waren ihrer Firmen an. Viele Artikel, die bis dahin lediglich aus der Messe behandelt worden wa-'en, sielen fort. Die Zeit der Messen schien vorbei. In der Tat sind in jener Zeit die meisten eingeganaen. Auch die Leipziger Warenmesse ließ sich als solche nicht mehr halten, aus der Warenmesse entwickelte sich die Muster- messe Der Verkäufer brachte jeßt nicht mehr die ganzen Warenpartien, sondern nur die Muster zur Messe, nach denen der Einkäufer seine Waren bestellen konnte? die bestellte Ware geht dann vom Fabrikationsort direkt an den Besteller. Trotz der pünktlichen, sorg- samen und schnellen Beförderung von Waren durch Eisenbahnen, Post usw. erhält sich die Leipziger Messe als Mustermesse und dehnt sich immer weiter aus, sie ist durch alle diese vorzüglichen Verbin- düngen nicht zu verdrängen, weil nicht voll zu ersetzen. Nicht alle Waren lassen sich als Muster im UmHerreisen mitführen. Man denke daran, daß wir heute in Leipzig eine Technische Messe sMaschinen), eine Baumesse(ganze Bauten werden vor dem Beschauer aufgeführt) haben. Artikel, die einen großen Raum ein- nehmen: es gibt auf der Leipziger Messe eine große Anzahl Firmen, die mehr als 400 Quadratmeter Ausstellungsfläche nur für ihre Muster benötigen. Der Käufer kann hier die Artikel, die er kaufen will, in voller Aufmachung ansehen Ein Besuch der Messe erspart den Besuch von vielen Fabriken. Einkäufer und Käufer treffen sich hier, regeln ihre Geschäfte, halten mündliche Aussprache. Die Käufer erwarten alljährlich auf der Messe irgend welche Neuerung in ihrer Branche. In der Nachkriegszeil veranlaßte der große Warenhunger viele Städte, Messen abzuhalten. Viele find bald wieder eingegangen oder sie haben nur lokale Be- deutung erlangt. Auch die im Ausland erstandenen Messen, die als Konkurrenz gegen Leipzig gedacht waren, haben keinen großen Aufschwung angenommen. Größere Bedeutung haben nur die Berliner Messen und Ausstellungen erlangt. Hier hat man sich in weiser Beschränkung auf Sonderausstellungen wie Funk, Auto usw. gelegt und diese haben sich bereits internationale An- erkennung errungen, *** Die heutige Bedeutung der Leipziger Messen mögen einige Zahlen nach den Mitteilungen des Leipziger Messeamtes illustrieren: Die Leipziger Messen der letzten Jahre wiesen im Durch- schnitt ISovoo bis 200 000 geschäftliche Besucher auf. davon einen beträchtlichen Prozentsatz aus dem Ausland.(Im Frühjahr 1931: 27 486 Ausländer.) Die Zahl der Aussteller betrug im Durchschnitt rund 10 000(darunter im Frühjahr 1931: 11S4 Ausländerl. Ein Vergleich mit der Zeit vor dem Kriege zeigt das ungeheure Wachsen in der Nachkriegszeit. Die Zahl der Einkäufer zur Frühjahrsmesse 1914 betrug 20 000, im Frühjahr 1930 aber 180 000. Die Zahl der Aussteller stieg in derselben Zeit von 4253 auf 9540. In den vierzig Messepalästen der Mustermesse in der Leipziger Innenstadt steht 'eine reine Ausstellungsfläche von 138 702 Quadratmeter zur Ver- fllgung. Einzelne Länder, wie Oesterreich und die Tschechoslowakei haben ihre eigenen Mehpaläste, andere, wie Sowjetrußland und Chile ihre Pavillons auf dem Meßgelände der Textilmesse Diese, wie die Baumesse, technische Messe haben ihre eigenen umfangreichen Gebäude. Der„Verein deutscher Maschinenbauer" hat eine eigene Halle für Textilmaschinenbau. Der Grad des Verkehrs auf der Leipziger Messe und der dort getätigte Warenumsatz werden von der Volkswirtschaft oft als ein Barometer für die Wirtschaft überhaupt betrachtet. Hoffen wir, daß die diesjährige Messe einen günstigen Ausblick auf die kommende Zeit gewährt. Sialb£öwe, halb Sine tßegegnung im Wluieum/ Von Srna täiiSing Löwen und Tiger, diese beiden notürllchen Feinde miteinander zu versöhnen, haben sich schon oft die Menschen als reizvolle Aufgabe gestellt. In den sogenannten gemischten Raubtiergruppen hat man nach dem Gewöhnungsprinzip die Tiere miteinander arbeiten lassen. Doch darüber hinaus hat man es bereits zuwege gebracht, daß Löwe und Tiger miteinander Hochzeit feierte». Früher war das für den Tierhalter, da die Einfuhr an Großraubtieren nur sehr karg war, ein höchst kostspieliges Wagnis, da lei einer solchen Liebes- spielerei die Tiere, leicht Schaden leiden können. Heute, wo jeder Zirkus und jeder Zoologische Garten Raubtiere zieht, und man fast nicht mehr weiß, wie man den Raubtiersegen unterbringen soll (man hat sogar Raubtiere erschossen, um die Futterkoste» zu sparen). ist der Tierhalter selbstverstänidlich viel eher Experimenten zugetan. So sind jetzt wieder in Dresden vier Bastarde aus der Mi- schung Löwe und Tiger zur Welt gekommen. Sie sind als inter- essante Schaustücke von den verschiedensten Zoologischen Gärten er- warben worden: das gleich« Schicksal hatten vor Iahren die H a g e n- beckfchen Bastarde. Heute ist immer viel Geschrei um ein solches Tier und ein gut Teil der Presse, ganz und gar auf Sensation eingestellt, möchte von jedem Tier den Anschein erwecken, es sei das erste in seiner Art. Darum-ist es angebracht, einmal des ersten Abkömmlings eines Löwen und einer Tigerin zu gedenken. Ihn zog kein Zoologischer Garten, sondern die van Arensch« Menagerie. Sie ist sehr gut gewesen und hat damals das zoologische Wissen erheblich er- weitert. 5?at doch kein Geringerer ol« Dr. H. Lichten st ein, königlicher Geheimer Medizinalrat und Professor, zu einem Buch die erläuternden Bemerkungen geschrieben, das 1830 erschien und Tierbilder enthielt, die C. L. Müller in der van Akenschen Me- nagerie nach dem Leben gemalt hatte. Der berühmte Bastard, von dem hier die Rede sein soll, ist vor über 100 Jahren in das Berliner M u s e u n, für Naturkunde gekommen. Er ist 3V- Jahre alt geworden. Er hat den Kopf einer Löwin mit den Ohren eines Tigers, jedoch fehlen außen die weihen Flecken. Der schwarze, bei Tigern ülliche Längsstreifen ist auf dem Rücken unterbrochen, er ist in der Färbung besonders kräftig, wo die Ouerstreifen ansetzen. Der Schwanz erinnert an den des Tigers, doch ist er zum Schluß stark verhornt. Er hat jedoch keine Quaste. Die Schnurrhaare sind nicht allzu lang: sie können am Wagengitter abgestoßen sein. Das Fell fühlt sich löwenmäßig an: denn der Tiger ist geschmeidiger und weicher. Oder sollte diesem Bastard, der dem berühmten dritten Geschlecht angehört, das Fell als Wärmeschutz so dicht gewachsen sein? Wagenheizung Hai man damals nämlich noch nicht gekannt. Ebenso war die Fütterung seinerzeit nicht die richtige, weil den Raubtieren durchweg ausge- blutete? Fleich verabreicht wurde. Heute aber weiß man, daß aus- geblutetes Fleisch nicht alle Nährwerte enthätt, die das Tier un- bedingt braucht. Der Bastard Nr. 1 ist ausgestopft nach damaliger Methode. Er steht nicht in der Schausmnmlung, sondern in einem der Wissenschaft- lichen Säle, lieber kurz oder lang wird der Kustos der Säugetier- sammlung, Dr. Kohle, ihm wohl das Fell über die Ohren ziehen lassen: da heute ein ausgestopftes Tier tatsächlich seine Auferstehung feiern muß. Es darf nicht mehr so spreizbeinig und verkehrt stehen. wie der Präparator es vor 100 Iahren hinstellt«. Und für die wissenschaftliche Sammlung stopft man auch nicht mehr jedes Tier aus, sondern hängt nur noch dos Fell auf, um Raum zu ersparen. Wir sind tatsächllch sehr viel weiter gekommen in der Haltung der lebendigen Tiere urtd ihrer späteren Verwertung für die Museen. Dennoch dürfen nicht die Menschen pergessen werden, die Vorarbeiten geleistet haben»nd zu ihnen gehört ganz bestimmt van Aken mit seiner Menagerie. £eiSBle Huchf icblen Stur iKrife der Slaafslhealer Zu den Pressenotizen über eine Reorganisation der Staats- theateroerwaltung bemerkt der Amtliche Preußische Pressedienst folgendes: Durch die Notoerordnungen, die den Wegfall der Staatstheater in Kassel, Wiesbaden und des Schiller-Theaters zur Folge haben, ist eine Lage geschaffen, die die Anpassung der gesamten Theater- Verwaltung an die verminderten und veränderten Aufgaben not- wendig macht. Eine A e n d e r u n g in der Leitung der G e n e r a l- i n t e n d a n z und der Oper kommt nicht in Frage, William Vnger gefiorbeu Innsbruck, 5. März. Der Radierer William llnger ist heute im Alter von 94 Jahren gestorben. Mit Unger ist der letzte und berühmteste der Reproduktion?- graphiker aus dem 19. Jahrhundert dahingegangen. Die Aelteren unter den lebenden Kunstfreunden werden sich an seine gewaltigen Radierwerke mit Vergnügen erinnern, in denen er eine Uebersetzung berühmter Gemälde in die Schwarz-Weiß-Form der Radierung gab. So hat er die Meisterwerke aus den Wiener Museen(Belvedere, Liechtenstein), aus Braunschweig, Haarlem, Amsterdam, Kassel und anderen Sammlungen radiert, höchst sorgfältig in der Uebersetzung, der Farbtöne in die Baleurs zwischen schwarz und weiß, Unger hat auch die Arbeiten lebender Künstler von Stuck bis Liebermann in solchen Reproduktionen selbständig verarbeitet: am besten und berühmtesten aber sind immer die nach alten Meistern ausgefallen, seine„Saskia" nach Rembrandt hat Weltruhm genossen. Mit dem Aufkommen der modernen Reproduktionstechniken verlor diese müh- same und kostspielige Art der Nachbildung allmählich ihren Sinn. Sie hat in der Zeit des Barocks ihren Höhepunkt erlebt, die Stecher des 17. und 18. Jahrhunderts genießen noch heute in Sammler, kreisen höchstes Ansehen, und mtt Recht. Im 19. Jahrhundert er- lebte diese Kunst einen durch die Verbrettung von Zeitschriften und Sammelwerken bedingten Aufschwung. Auch William Unger hat zunächst den Kupferstich gepflegt, erst allmählich kam er zu der leichteren und geschmeidigen Technik der Radierung, in der er sein Bestes geleistet hat.(Die heutige Erneuerung de- echten Kupfer- stichs, an sich ein höchst bedeutendes Kunstereignis, hat mit dieser Reproduktionskunst nichts zu schaffen.) Unger wurde 1837 in Han- nover geboren, er studierte die graphischen Verfahren in München und Düsseldorf und wurde 1872 an die Wiener Akademie berufen, der er bis 1918 angehörte. Seither lebte er bei seiner Tochter in Innsbruck, wo er nun im höchsten biblischen Alter gestorben ist. ?aul L. Lcbmiät. tßlumen im Winter Da der Winter bisher sehr milde war, haben in geschützten Lagen schon einzeln« frühblühende Sträucher Blüten entfaltet, aber es wird wohl noch Winter nachfolgen und dieser vorzeitigen Pracht ein Ende bereiten. Die einzige bei uns auch im Winter ständig blühende Pflanze ist die Christ- oder Schneerose, botanisch Nieswurz genannt. Sie blüht vom Dezember bis März, oft unterm Schnee, da und dort auch In den Weinbergen. Mörike und andere haben zum Preis der zarten, aber unentwegten Tochter des Winters ihre Harfen gestimmt: „Schön bist du, Kind des Mondes, nicht der Sonne: Dir wäre tödlich anderer Blumen Wonne, Dich nährt, den keuschen Leib voll Reis und Dust, Himmlischer Kälte balsamische Lust." Der erste Verkünder des Frühlings aber ist der Seidelbast, der im Walde und auch in Anlagen zu finden ist. An den schwellen- den Knospen ist schon ein erster rötlicher Schimmer zu sehen, und wenn die milde Witterung anhält, wird bald„glitzern auf es in dem Winterhaine rechts und links vom edlen Schmuckgesteine", wie der schwäbische Bauerndichter Christian Wagner in Warmbronn das Leuchten des Seidelbasts iin kahlen Wirtterwalde poetisch verklärte. Groß" UMZUGS Verkauf 'P R. AK TISCHE WINKE IN UNSEFtER. AUSSTELLUNG Ve I o u r-T e p p i c h e Tournay«Teppiche Kh-vere Qualität, PV!elir geh 21 Februar 1887, am i. März ncflotben ist Die Beerdigung findet am Diene- tag, dem 8. März, lö>? Uhr. ran der Le:chenballe des Parochial-FtiedHoses, Frredenftraße, aus statt Am 2 März starb unser Kollege, der Helfer Josef Kubil geb. 26 Juni 1885 Die Ernäscherung findet am Diene» tag. dem 8. März, tr'/j Uhr, im Krematorium Serichtstraße statt Rege Beteiligung wird erroariet Nachruf Am 28. Dezember 1931 starb unser Kollege, der Former Wilhelm Müller geb. 1. September 1896. Ehre ihre« �nbeafen! Die OrtsTcrwRlioiitf. Inserate mi ßl Vorwärts 'ichern(Erfolg I Eewiauciuszug 2. Klasse Z8. Preubisch-Süddeullche Staats» Lotleric. Vbnc Gewähr Nachdruck verboten Auf jede gezogene Nummer find zwei gleich hohe Gewinne gefalle», und zwar je einer ans die Lese gleicher Nummer in den beiden Abteilungen l und II «. Ziehungstag S. März 1932 In der heutigen Bonnittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen s StwiiUl« pl 5000 M. 178329 20B722 282037 371482 18«etoinn. ,« 3000 M. 63S46 1 14644 115143 1 20203 143657 147129 324330 276976 283012 52»«aiirn.»» 2000 TO. 9354 28843 45297 51462 58924 69122 103871 110173 120503 125124 136944 162811 175657 178603 182920 192806 237858 248325 248739 256123 263003 265226 297864 304837 81 5088 342649 102©etoinnc ja 1000 M. 7062 10477 2 1683 32710 60165 52146 53120 65951 71710 81676 98390 113162 122474 140107 141791 143199 152508 169505 192143 192870 200592 200610 203763 209830 228319 230010 231457 240817 250995 260837 263726 283653 284509 292540 295259 306528 314031 319231 322788 332713 337424 344245 362863 366589 376491 378712 381289 386067 392075 394955 397389 240»«rinn, n 600 M. 1495 2656 11347 14704 16269 17937 27289 30277 33366 35051 36347 37508 38660 40221 43021 46855 51808 52274 57778 60002 63861 64150 64413 63324 68878 81214 84813 86828 87713 92824 94723 96840 97230 98779 100638 102933 103467 109678 113168 113226 116156 121412 125770 129588 131611 136914 139072 145034 148253 156215 157574 170472 174916 179718181098 183514 187449 192327 194711 199039 200874 206811 208664 209717 218633 219350 223893 225384 227246 228002 237201 239488 240007 243923 248234 251361 262483 256623 259621 260750 205566 268570 276570 282065 282169 283383 235959 288619 290533 292585 296336 296852 304325 309660 310080 318049 327539 331615 343905 3441 32 347062 349081 355159 363181 364597 365278 368251 366886 366361 371836 376626 383764 384234 388111 386974 369129 393628 394045 397124 399676 In der heutigen Nachmiliagsziehung wurden Eewinne über 400 M. gezogen 12 Tewiaus«a 5000 M. 11602 41059 178362 209829 265855 392542 8 QNrnlnn« ju 3000 M. 26586 89196 320378 376759 68 ertrintt««a 2000 OT. 13434 39602 40142 69499 82332 89955 91021 99483 136827 151386 182015 189036 193486 198548 202580 202839 209266 242546 242698 243584 263011 270441 276704 278749 286571 338475 356185 373198 102»coitrne«a 1000 M. 1522 3389 6752 14443 15964 21827 25216 28311 30489 31715 33426 37513 40333 41315 69079 69385 63240 65804 111665 142009 153985 156696 153491 177555 177932 178354 180798 191087 191691 196013 200426 214057 218485 220774 221353 228370 243594 248059 273867 295518 318259 337219 341 194 360802 376102 378233 380534 380760 383737 385322 395998 140»ilalan««a 500«L 2302 9794 16732 22871 23970 31443 53407 68947 70081 75441 78436 85755 86503 91356 94026 96833 99942 105322 110399 113473 120332 124358 126548 180334 159342 167809 170743 183263 184537 187583 192726 192966 198657 202789213689 216818 223849 227430 230925 234232 244255 246196 248237 251076 261631 255589 291008 292347 293196 295955 302022 306099 313980 322059 322127 322280 327236 333088 336410 338842 346801 349728 352701 360447 363810 368964 374105 388316 389753 399319 Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien je zu 600000, 2 Gewinne zu je 76000, 4 zu je 60000. 8 zu je 25030. 60 zu je 10000, IIS zu je 6000, 234 zu je 8000, 606 zu je 2000, 1204 zu je 1000, 1962 zu je 500, 5826 zu je 400 Mark. Danksagung. Für dl» vielen Beweise herzlicher Tetlnahm« lowie für hie erwiesenen Thrungen und Blumenfvenden heim Heimgänge meines unoergetzlichen. reden Mannes Fritz Naujokat futedit ich hiermit olle. Freunden Oekanmen und Kollegen, insbesondere der Geichäfisleirung. dem Berriidsra! und Perlonal des„Borwäils". lowie dem Rennfahrer, Beedand den gei- »ingsiohrern«eoß-Beriins und Herrn dlarrer Aurer für die trostreichen Warle am Eaege des EnNchlalenen meinen inni ften Danf mt». Lette Nauiokat. Dr. Rieh. Cohn Czempin von der Reise zurück HW. JftarlielneekeiflatB*• Homöopathie Nieren-, Blas. Leb.,(lall.-, Magen-, Darm- Innere u.Nervenl.I*eaa.MUnj!«itr.O Behandl. 1 MarkleVSvl 10-2. 4-1. Kz. II Am M ttwoch, dein 2 März, verschied nach langen, schweren Leiden unser Kollege Felix Götzke im Aller von 47 Jahren. Wir verlieren in dem Verstorbenen einen guten Kollegen und langjährigen Funktionär. Sein Andenken werden wir stets in Ehren halten. Verband der graphischen Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands Ortsverwaltung Berlin. Die Einäscherung findet am Dienstag, dem 8. März, nachmittags I Uhr. im Krematorium Oerichtstraße statt Mldin MMMR-lRMi Wahlkörper-Versammlungen der arbeitslosen Mitglieder TT Montag, den 7. Mörz. nacmlKaga tVb»hr. im AVapnprpcr U Slhungsioat des verbandshoufe». etnienstr. 85 as ElsenKonslniKtloiK'. AntO', Hasdilnen'. Bau-, SdiwarzDiedt' und Harossertesdilosser Tagesordnung: Veratvng der Anträge und Wahl der Selegietten zur Generalversammlung am 14. Mrz 1932. Autritt haben nur hiesenigen-Mitglieder, d!« im Verbandsbuch die Berufs- vezeichnung haben, iur welche die Bertammlungen einberulen find Ohne Milgliehsbnch und tlcbeitelofcntatf«(ein Antritt. Achtung, Metallarbeiter! Die OrisoermaUung Berlin fordert die Milgliedschafi in den Lelrieben auf. foforl kiawmerschaslen zu bilden. Der Name des Lelriebes und des hammerschaflssührers ist sofor! dem Büro des Deutschen Meiallarbeiler-verbandes miizuieilen. Die Grundlagen zur Bildung der hammerschafien sind Aufwärls- Nr. g bekannlgegeben. im Achtung. Funktionäre! Zur ReichspräsidenlenwaHl Hai der Borstand ein Zlugblaii herausgegeben, das im Lause der nächsten Tage in den Be.rieben zur verieilung gelangen soll. Zur Altholung der Flugblätter ist unser Zimmer 5 im Verbands» Haus ab Monlag, den 7. Biärz. jeden Abend bis 7 Uhr geöffnet. Wir erwar en von allen Junklionären, dah sie sich an der Jlugblatlverbrei u.ig rege beleiligen. Dienstag, den S. März, abends 7 Uhr, im Verbandshaus. Eingang Stiösser Sltofee 86 SS Branchertversammiung der Bauanschläger Tagesordnung: 1. Vortrag über:„Wirljchastskrise und ihre Auswirkung in der Metallindusltie". 2. Bericht über die Verhandlungen mit dem Arbeit. geber-Schutzverband. 3. Verbands» und Branchenangelegenheiten. Ohne Mitgiiebsbuch(ein Antritt! Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, in dieser Versammlung pünktlich anwesend ZU sein. vi« Ortsverwaltung. D-kiiksanuiiK- Aüc dre rege TeUnahme und für die zahlreichen Kronzivenhen beim Hrnicheiden unseres iiehen Sohnes und Bruders Hardert Wcndlend wrechen mir auf diesem Weae allen Freunden und Bekannten, den Sprechern, den Kameraden des Aetchs» danners. denPartei-.TurN' und Sport' aen�ssen und-qenoisinncn, lornre den Genossen und Heno. sinnen vom Bo ks- an�lrei unsern derzllchsienDan aus Im Namen der vinierbUedeneii Herzlichen Da»t a�en denen, die unserem lieben Entschlafenen die le�te Ehren erw? itn. haban Fniutlle tnsrlanUr. Besichtigen � Sie ehe Sie anderswo mieten unsere In der Miele weiter her«b| n wraf,»m ar staa 16. Otto Schuberl biiipi Neukölln GHRBi Bergstraße ISS Ootik/ Bandagen Ueftranl»äinülcbcr Krankenkawen. Gesenkte Fes mieten! Helle, sonnige i'/» b s 3i/> Zimmetwonnungen ml allem Komfort auch Oeschä tsiäden) in versch edenen Stadtteilen vermietet bNIig die Heimsutten-eeseiischatt„Primus" m. D.H. fieilia-Relntdrindort-O., berner Sirahe IIa. Gute Aboag- und StraBenbrhnverbindungen! Nie wiederkehrende m Fr�hlingDotschaft Die letzten KSStpaPEvtlSN in unserer Groüsledlunij urd VtHeitsfadi Zepernick mii ca Olm E.nwoi.nem an der cnne.ibannsirecke Bernau. 20 PI Sied.eikatte, 23 Min. Fahrzei'. verkaufen wit tür die Hätte der früheren Reise, qm schon Ur 1— M bei günstigen Zahlungsbedingungen. Herrl che Höhenlage, Wasserleitung und E ektrisch in der Siedlung, gepflasteric Straßen vornanden. CiroB-'e'Hnn"» Mahlsdorf Hönow mi i»ir ze..eii onn Bauzwang, wunderbare landschaftliche Lage mit Blick auf Trainerbahn Hoppesarten. Kulturrrlch. Lehmboden, qm schont.r 0 90 M. Wasserleitung im Bau, gute Straßen vorhanden. Stad Hing- u. Umergr-Bahn mit tmsreiger in Llc'nenberg aui Omnibus 39 bis Endbaltestel.a oder Srad'bahn bis Mailsdotf, umsiemen auf Krafipost bis Dahlwiuer Str. Kleine Anzahlung, klein» Mona sraien Der große Schlager Massive Landhäuser werden schon für 3500.— M. beziißs�eitifz ausreTühn. Aozah uns} t 00 1 1.» Rr»t rionatsralen voo>6.— M. eiascfal. Zinoen.— Verkäufer nur Soaa« und Feiertags auf dem Ge öndc. Auskunft u Pro Zimmer mit Oampfbeizont* und Warm wasaer versorg an 4, Lichtenberg Oeo schmeUterstr. Ecke parkaac zu erf tagen Dculsdimels'erstr. Jto rart r- | Der 1 ha stille Kaptlün shnöcn meisten Zi* SnUllldllull �arrenqesch. erhält.. C. Höcker, Berlin umienuergerSliafießl. KBatgs. SBBi !-JMoiieltiAit jetzt noch billiger: Muffer undPrerslifiegrael». lixrl Hlnnronttol ßeri-aiiw,.»if Bitttidcnmniiil Nen-T reb liln äO(OilcroriM*) Veri in tSr. Berlin Montaas! TnrmftrST, Dienst. 1 Fraulsutt-Allee SS Badnb-Franks. Allrei.Mtfiwoch i Bin-Lchönebrra�auptstr. 127. 23. DonuersE Bln.» Neufälln Mali» bachui«! s, Frsii. Bin.Neuköllnddrrman». olag 4. Sonnabenb«: Diu-Weisten ee. Ter- liner Allee IS.An onpl»»'. Verdau' 9—1. lieber»» aul»«osuummer aefmt Hteine Anzeigen, � tsnrkungsv&ii und btihg- Überschriftswort 20 Pf./Textwort 10 Pf. Wiederholungsrabatt: 5 mal 5?a, 8mal 7 Vi%, 12mal lOjj; 1000 Worte Abschluß 10�, 2000 Worte Mio, AOOOWorte 20%, lOOOO Worte 25%. Annahme durch den Verlag, Lindenstr.3(;.-9— 5 Uhr}, sämtl.Vorwärts-Filialen u. Ausgabestellen, sowie alle Annoncen�Expeditionen I iuerH.ame Webfrhler> Teppiche jezt besonders billig! ca. 3X2 1 1,—. lü, ca. 3\'jX2\es 24,—, 29,—, ca. 4X3 81.-, 39,—. Teppich. Körner, Sicrlin SB., Pols damerstraße_ 26b. Linolcom GätDat, Kolonrt- liraßc 9. Tcvpichbau» Smil Lelcore. Berlin, feit 49 Jahren nur Oranien- llrake löS. iia!>- lunaserleichlcruna »Iine Ausschlag. Epe- t ailaialoa kosten- krei.' Kochherde, Ilacheidsen eigener .Verstellung, lieber- nehme Töpferarbei- ten. Osenbau. Prin- ?enstrahe 39. M-ingaurdelopsel Zentner IS Mark, frei Haus Berlin .99 Pfund 9 Mark, Voreinsendung oder Nachnahme, aroma. tische, haltbare Ware. Postscheck- konto Nürnberg 26 929. Bürger- Meister Haas, Baumschulen Hof» stetten bei Gemün- den-Matn.* Möbel- Udelsmann nur Alcxanderstraßc 14— 14a. Das Haus der gute» Qualitäten. Rapide hung Preisherabsetzung ohne R-ckstcht aus Eelbstlssteu! Total- Busuerlaus wegen Aufgabe, bis 89 Prozent herabge- letzte Preise. Einige Beispiele: Künstler gardineu 2,30 an, Uebergardinen 3,50, fertige Halbstotts und meterweise 1,50. Brokat, und Gobe- lintischdccken 4,50, Diwandeckea 8,—, Steppdecken 7,—, Alles unter Bettdecken zweibettig Borkriegspreiscn! 5,—, Bettlaken 2,—, Speisezimmer, Eiche, Frottierhandtücher komplett, Eelegen- 0,60, Läuferstoffc/Heitskauf 255,—, Teppiche, Borlagen, � Schlafzimmer 295,—,-jalfadrik Inlett«, Bettwäsche, elegante Modelle in Teilzahlung. Küchen l Komplette Kinimcr, direkt au Private Einzelmöbel billig ab Werkstatt zur Reueröfsnung erhalten die ersten 50 Kunden Sonderrabatt. Küchen-Masscrer, Warschauerstr. 38,33, Fabrikgebäude, ge- genüber Hochbahn und Stadtbahn.___• Küchen Gewaltiger ? Preisabbau! t in der Spe- grötzten Gebrüder Zuggardinen, Kaffee- � allen Holzarten am'Mgg„' Agpenicker. decken, solange Bor- Lager. Herrenzim- 180, Eingang rat zu Räumungs- mer 245,—. Aparte Zeughofstratze preisen. Wcininger Küchen 85,—. E»l-!ilant. billig, reell. Möbel-Mlfch. Große Frankfurterstr. 45/46 Kassakäufer Möbelhaus Reander. Ankleideschränke, 180 breit. nutz- Schlafzimmer 375,—, Goldbirke. Schlaf- zimmer 595.—, Speisezimmer, hoch elegant. 345,— Nie- senauswahl! Ncau dsrstraße elf._1 Hosen für Zimmerer und Maurer. Wilhelm Vahr, Brunnen. _ Eouches. Anzüge Chaiselongues. Pa- 20,—, Ulster. Hosen, tentmatratzen. Auf. t Keine Bersatzware.) legematratzen. Me- Pfandleih. Per»; tallbetten. Walter laufshaus. Schön- Stargarderstraße b aufer Allee 115, achtzehn. Kein La- Nordring. lden.' Wichtig! fürjedermann Täg- lich werden verlaust auterhaltene Klei. derfpinde. Berti- kos 24.—. Bettstellen 27,— Flurschränke. Waschtmletten 12,— Chaiselongues 18,— Kommoden 12,—, Bücherspinde Schreibtische 20,—, Büfette 48,—, Tru meaus 29.—. Standuhren 48,—. Klub. lessel, Klaviere. Sic. fenauswahl. spotl- billig. 800 Teppiche. Speisezimmer, gut erhalten komplett Lerrcnzim- mer. fast neu. kom- plett 295.—. Schlaf- zimmer, fabrikneu, komplett 268.—, Wohnlalon. wenig benutzt 195.-. 100 Küchen, entzückende Modelle, gebrauchte 48/—. Staraardts Möbel, und Lom» bardspeicher. Brenz- lauer Straße sechs. Ecke Linienftraße, am Prenzlauer Tor. Fahrverbinduna bis Prenzlauer Tor: Straßenbahnlinien: 1. 60, 62. 71. 72, 73 74. 174, Auto. bus: 8. 12. 14. 30. Unterarundbabn Schönhauser Tor• Rcumauu Schönhauserallee 73 (Nordring). Fa. drikaebäude. Mö- beltischlerei, ge. ründet 1871 Mö- el eigener Her- stellung. ferner Küchenmöbel, Pol- sterwaren. Berkauf nur an Privat« zu zeitgemäßenPreisen. Wcnger Marstlius- straße acht. Nähe Alerandervlatz Büfett. Kredenz, Vitrine, Schreibtisch, Aus, ziehtisch verkäuflich. Boy, Libaucrstr. 11. Anllcidescheank 90,—, Kredenzen 55,—. Schräger, Kastanienallcc 45. Gleiscr. preiswerte Möbel. Aleranderplatz.__ Ankleideschräukc 180, mit Innenspie- gel, 110,—. Riesenauswahl. Linde», berg, Prinzenstraße drelundfünfzig. Pi-n-s, Gelegenheitskäufe. 175,— 275,—, ge- brauchte, neue. gro. ße Auswahl. Teil- zahlung. Thür. Münzstraße 30.' Uiuio Herrenzimmer, Total• Ausverkauf komplett, 230 breit, in Küchen wegen! modern, fast neu, Seleornbeitea Umzug. radikale 320.-, ferner Spei. Preisherabsetzung, sezimmer, modern,«ebrallchte �Pianos Möbelhaus Drcsde. nutzbaumpolicrt, nerstratze 48.' ganz billig abzugeben. Halensee, Kursürstendamm 138, l. Brabant 4977 Swbl. Herer, straße Treppe. Austausch Bargeldlos. Radioapparate, Gleichstrom, Wechsel-__________________ ström, Musikinstru- Stern, 68,—, 75,— mentc, Photoappa-- Arcona jetzt 95,—. Brunnen- rate, G«legenheits.�9�i°J!- 53cin »allouräder, fabrikneu, 37,— an mit Freilauf und Rücktrittbremse jetzt 42,—, 45,—, 55,—. Ballonräder. Marke Brennabor, 70,— Ballonrädcr Marke 191, eine käufe. Nerlich- Ra-lA�erstratze ll. diomustkhaus, Mietpianos Kaufanrechnung. Bahrt, Schönebcrg, Hauptstr. 1. Filiale: jetzt haus Deutschlands. Landsbcrgerstr. 22, Küchcuschrauk, modern. verlauft Turmfträße 74. blllig Seemann,' Soldinerstraße 70., NäheAlexanderplatz. Alexander 5575. Radia, alle führenden Mar- ken, ohne Anzahlung, Gebrauchte Fahrräder 15,—, 20,—, 25,—, 30,—, 35,—. Machnow, Weinmeisterstr. 14. Fahrraddecken , 1,50, Schläuche 0.80, (Odeou) verkauft""lB'°hne Aus. Paulen 13.»et. »üchen! mit 20 Platin �l°g bi- 10 Mv-'ten 1.20. Repa- verlaust billig j25,- M.. Reichert,! natsraten. Herold, ratulln billigst. Tischlerei, Bald- Berlin. Köpenick/Neukölln, Kaiser- Anoden 3.50 Akku. st-°tz- t6. Sli-nickerstr. 3l. I.lFriedrich-Str. 229. ��einstraße� Damenrad, Knabenrad, 26 Räder, Mädchenrad. 20 Räder, verkauft .�losowsti, Inn BANK UND SPARKASSE ALLER ARBEITNEHMER Rackaws kaufmännische Privatschutztn und staatlich anerkannte Höhere Handels. schule, W. und uiasctieraieo 27,— Stube, Küche, Balkan. Treptow, Zwei. zimmer• Wohnung 48,—, amisfrci, ab» St. A. Rackow.«uba'sch?''' Köpenick,. w» tS Grünauerstraße Wilhelmstraßc snahe Leipziger- straße), Taucntzien. stratzc l, Alexander- platz 50.— April heginnen allgemeine und höhere Handels- tursc für Damen und Herren.— Iu- aendlichc: Seschlos. sene Jahres- und Halsjahrcs- gange, Ihre Wä, che' nur Dampfwäscherei»°nd-l°��Rch°v.r. straße 82o. WM 0587),—_ Ä,.r,er.!Ä Neukölln. Stube. tausch.' Pünktliche M.°'..�Mand!ich' Abholung und Lie. Vaupert, Maybach- ferunq Donnerstag. (M. o. P. D.) 43,— Grimmpark, ab- standslole, amts- Zwei, immer. Märzbleiche. uuo„Alt-Köpenick",.. Lehr- Berlin. Adlershof, �'5-, �_ anerkannt Auguste- Viktoria- UA�S- Hauprrt. als Ersatz für Bc-.Straße 1. Telephon:;�??bachufer 4.- rufsfchule gemäß!!' 9 7964, empfiehlt> Schöne Erlaß 20. April sich den Partri- gu>ei- Zimmerwoh- 1931.— Prospekt genassen. Liefert»nng, herrliche kostenlos.— Schnell-, tadellose, im Freien Baldlage, geeignet fördernde Tages- getrocknete Wäsche fgx Penstonäre, kurse, Abendkurse: zu soliden Preisen, vermietet billig Wahlfächer: Buch. Abholung Donners- zkamer, Bergfelde- führung, Bilanzar- tags.(Langjähriges Birkenwerder, Hei» straße 24, I vorn. ZPOII Motorboot, Mahagoni, billig verkäuflich. Brill, Maybachufer 25. besten. Rechnen, ZSechselverkehr, Korresvondenz, Schönschrist, Steno lgraphie, Maschine- schreiben, fremd, sprachliche Steno- graphic, Sprachen. Deutsche und aus- ländische Sprach- lehrer.' Mltglieb der S. und des Reichs. banncrs.) G Küche» in allen Farben, komplett, sechstcilig, linoleumbelegt, 65,— an. Eigene Lackicrc- rei und Fertigstel. lung. Skalitzerstraße 45(Görlitzer Dahn Hof). IS? DIE BANK DER ARBEITER, ANGESTELLTEN UND BEAMTEN, e BERLIN Zentrale; S 14. Wallstraße 65 Depositenkasse: SW 68, UindenstraOe 3 Kapital und Reserven: 15,3 Mill. RH. Küchen, (echsteilig, zu Fa- brikpreise». gcwalti- ger Abbau, 60,—, 70,—, 85.—, 95,—, 118,—. Palisaden. straße 35.• Aus Konlursmassc Aleiallbettftellcn, Kinderbettstellen, eiserne Gartenmö- del. Carl Schulz, Erste Berliner Eisenmöbel-Fabrik, Komm.-Ses., Berlin S. 59, Hasenheidc 9. Aus Konkursmasse. Eiserne Garten- möbel, Garderoben» ständer, Flaschen schränke Carl Schulz. Erste Berli- ..,__ 0« EisenmöbelFa- «us Konkursmasse brik, Komm.-Ses.. Metallbettstellen ab-Berlin SW. 68, 5 Mark, Kinderbett-! Lindenstraße 5. stellen usw. Carl——-- Schulz, Erste Bcr- Speisezimmer liner Eiscnmöbel-.350,— bis 1500,—. abrik Komm.-Ses.,! Kamerling, Kasta !eriin SW. 68, Lin--nienallee 56. Ecke denstraße 5. lFchrbellinerstraße. P. Gutschein Geoen Einsendung dieses Scheins veröffentlichen wir kostenlos in der Zelt vorn 7. bis 13. Mörz 1932 eine private Kleine Anzeige im Umfano© von 7 Worten Celnschl. eines fetten Ueber- schrlftw©rtes> Bei größeren Anzeigen sind für jedes weitere Wort 10 Pfennig zuzuzahlen. H ei rats Inserate, Stellenmarkt sowie dem Verlag nicht genehm© Anzeigen sind von der Aufnahme ausgeschlossen. Einsendungen mit Beifügung der Abonnementsquittungan Vorwärts•Verlag, Berlin SW SS, Llndenstr. 3 Gleiscr, Aleranderploß. Möbelkatalog Rr. 33 gratis. Möbel-Schrager, Kaftanienallec 45—49. Roch ist es Zeit! Sie kaufe»! jetzt! Schlafzimmer, Eiche, nur 268,— I Schlafzimmer, Nußbaum, 348,— I Schlafzimmer Birk-, 468,—! Schlaf- zimmer, Mahagoni 525,— I Speifezim- mer, Eiche, 248,—! Herrenzimmer, 200 Zentimeter, 235,—! Küchen in allen Farben 68,— I An- kleideschrank 62,— l Viele Gelegenheits kaufe in eleganten polierten Zimmern fvottbillig. Das per- säume niemand. Patentmatrate» .Primlfssma" Me. tallbette» Auflea«. Matratzen Ehaile- lonaues Walter Staraarderstraße achtzehn. KeinLadev Eleifer. gute Möbel Alexan- derplatz. Polstermöbel Sroßlagcr. Klein- preise. Kamerling, Kaftanienallee 56, Ecke Fehrbellwcr- straße. Ankicidcschränlc, 180 breit. HO.—. Jede Größe Riesenauswahl. Möbel- BSB Haus Priuzenstr. b4,l d instrumsntt Grammophone, 10,— au, Schall- platten 0,20 an, Plattentausch, Er- satzteUe, Rcpara- turen billigst. KS- vcnickerstraße 183». Prachtpianos, zehnjährige Earan- tie, 700.—. gebrauchte 250,—, Monatsraten 15,—. Reparaturen Stimmungen. Angcr- höjers Pianosorte- kabrtk. Er. Frank. furterstr.48a(Kirch- durchgang)._ Pianoanlans, Flügel, Hochbarzahlend. Maris 5700. Karfiol, zenstraße 41. Pianola. lebraucht, verkauft Randel, Adlershof, Silberbergerstr. U. Bandonion». �"»e-llblia. weit. berühmt. Fabrik. iaaer. Fabrikpreise Teilzahlunaen. kleine Anzahlung. Musskwelqel Adal- Linipia»«,. Mietvianos über. aus preiswert Pianotadrik Link Brunnenstrabe 35' Tonschö-c Pianos, Hat. monium mit Apparat, sofort spielbar. Monatsmiete 7,50, Kaufanrechnung, Gratisprospckte. Pianohous Llltzow- straße 68. Pianos 100,—. 150,—. 200,—, gebrauchte. Pianohaus Prin- zenstraße neunzig j nanmascnimii| Rähmaschinen. große Auswahl, Mark 85.— an, in Rundschiffchen und Eentralbobhin 95,—. Machnow. Wein. meifterstraße 14. Ohne Anzahlung. Nähmaschinen, laut Notverordnung, 10 Prozent Ermäßi- gung. Woche 2,—. Postkarte genügt. Gebrauchte l.—. Flanters Riihmaschi. nengeschäft. Nicht. hofenslraße 24, KS» nigstadt 779Z.' Nähmaschine oerkauft billig Ge- strich. Lichtenberg, Maximilianstr. 26. Nähmaschine, großen Arbeitstisch, verkaust_ Dargas,| luiro, Radio, Sprcchmaschincn, Netzanschlußaulage, komplett mit Röh. ren, Lautsprecher, anschlußfertig, 48,—, Lautsprecher 4,75, 7,50, vierpolig 13,—, 18,—, 22,—, System 4,75, 6,50, El-kiro. dosen 4,73. 5 HO, Anoden, 100 Polt, 3,25, 4,40, 4,93. Netz. anoden 13,—. Bast, lermatertal, Sprech. Maschinen. Koffer. apparate 9,—, 12,—, 15,—. Echrankappa- rate 28,—, 32,—, 35,—, 43,—, 10 000 Werke 3,— 4,—, 6,— sowie alles Zu. behör billig. Mach. now, Weinmeister. straße 14, und Char. lottenburg, Kant. straße 93. «lUNHI'III Doppel- un d einfache ster, Türen 12,— M. an, Be randaschiebesenster, Quadratmeter 13,— Mark. Bausch, Reu. kölln, Walterstr. 6/7 I Miisssi'iisiirj Philosophie, Mathematik, Sora- che». Dr. Apel, Eharlottenburg, Marchstraße 15.' M-lchinenba». Privatschule, Per. Fen- lin, Neanderstr. 3. von Elektrotechnik, Hoch uisi-ittsugs uro mascn.nen Im ehemalige» Train. Depot Spandau. Süd, Wil< bau, Tiefbau, Hei- zung._ Abiturium. Einjähriges Dirck- tor Dr. Fackelmanns Anstalt. Sahen. zollerndamm 198. 1500,— als 1. Hypothek ge. sucht. Böhme, Wci. ßcnsee, Langhans straße 109, R' deplan 21. •Zimmer- Wohnung. Zubehör, Zentralheizung, Neubau, vermietet Berlin-Karow.Bött. nerstraße 12. G Ha— öi-a 114 Zimmer 53,— c ttz bis 56,— M. 2 Zim. —— mer 60,— bis 63,— Baugeld, M. ZU Zimmer ca. 3000,—, gesucht, 70,— M. Johannis. auch geteilt, Grund- tbal. am Bobnbof stück schuldenfrei, Schöneweide, Fried- nur Privat. H. M.! richzseldc, am U- ..Vorwärts", Neu- Bahnhof Pankow kölln, Siegfried- straße 28. Koche». fein und bürgerlich Sauswirtschaft, Schneidern. Nähen gute Umaongsfor. men, Kinderpflege Helmstraße 30. sind sorgsältiaste Au-bil. billig zu verlaufen: dung. Tages- oder Revolverbänke aller Abendkursus. Sin 20,— Belohnung für sofortige Ab- lieferung eines im Stadtbahnzug Friedrichstraße-West- end 3. März<10. liegengc 2V4 mit Heizung und Warmwaffcr. Eenossenschafts- anteil, kleine An- zahlung, monatlich 2,50 M. Abzahlung. ..Stadt und Land", W. 9. Linkstr. 2l. Anruf B 2 Lützow 6803. Zimmer Borderiimmer. gut möbliert, Elek- Stund«)„M-------M- 1 bltebenen Poketcs-trikch. vermietet Be- (2 Geschäftsbücher russtätigen Schack- tritt jederzeit. Frö- bel-Oberlin-Institul Privat- Haushalts. schule Pollak, Wii- Heimstraße 10. Dimensionen, Mechanikerbänkc, kleine Leitspindel- bänke, Handhebel- fräsmaschincn, Ilni- Versal» Fräsmo- fchinen, ein- und mehrspindlige Bohr. Maschinen, Band- schleisinaschinen, Pressen, Kaltlägen usw. Besichtigung staatlich anerkännt. werktäglich von~"* KiUdcrpslege- und Haushaltqo- hilfinnen- Ausbist dung.. Im. Fröbel- Oberlin- Institut, ifdn' SW.,' Wilhelm straße 10. Auf- nähme jederzeit. Venen,«.euve im» Balkon bis 3 Uhr. Nähere Auskunft beim Pförtner. Fahrver- Nä-ners aun&. 75 bi- Pichels-! schule Diplom dorfctftiagc. i&fnfÄ P?«? meitabe 3, Börse- bahnhof, Weiden- dämm 9240. Ge. schlössen- Jahre». und Halbjahres. Lehrgänge, höhere Lehrgänge, aner- kannt als Erfaß für Berufsschule gemäß Erlaß 20. April 1931.— Viertel- jahreskurse. Er- werbslosen Schul- geld-Ermäßigung. Anmeldung jeder- zeit. Frciprospekt. Laubengartcn. besonders schön, Prcußcnpark, ver- gibt Gottschalk, Hek. torstraße 2. E Tiermerkt Sesiederte Neuheiten 1932. Ki- Wi-Daunenhuhn, weiße und schwarze Sersei,- Niesen. Kuckuck»- Leghorn, Araucunas usw. Verlangen Sie Pro- spekte. Kleintier- zucht Berlin-Mahl«. darf, Triftstr. 18. S fekrriioer| Fahrrad,»behör enorm billig. Man- tel. 1,05 an. Schlau- che 42 Pfennig an. Schlauchreifen 2,70 an. Ketten 42 Psen- nig an. Pedalen 85 Pfennig an, Lenker 70 Pfennig an. Bremse» 65Pscnn>g an, gespannte Rö. der 1,90 an. Kom. pledc Dynamo- lampen 4.— an. Machnow. Wein- mcisterstraße 14. | Haofoesücne Z-bnaebisse. Platinabfälle Quecksilber Zinn nietalle. Silber- schmelze Goldschmel zerci. Ebristionai Kövenlckcrftraße 39 baltrstclle Adalbert Üraße__ Z-bnacbissc. Edelmetallbruch. Ouccksilber Zinn. Blei. Silberlchmclze Cbrjstionat Köve. nickerstraße 20» lMantenffelstrasie.l Kausc sozialistische, kom- munlstischc Litera- tur. Ziebuhl, Kur- sürstenilraße 75. Bavaria 5653. G Technische Prioatschulc Borth, N. 4, Chaussee straße 1| Oranien und Aktenbelegc eines Vereins). Guhl, Wilsnacker straße 62, I. Hansa 5161. vei'- fflieliiWn \ BMcnansraume| Lade», Küche und Korri- bor, billig. Lippeb- nerstraße 12. G u/olissllngen Ohne Ginschreibegelb vermittelt Woh- »üngsheld. Reue Kö»igstraß» acht- unddreißig. direkt Alexanderplatz.___' «orichnßlos Nachweis»oa Wohnungen jeder Größe und Segend. Hell, nur Alexanderstraße 14d, Bahnhof Iannowitz- brücke.' iien-... burger Tor). Mo. schinenbau, Elektro technik. Tages- Einsamilienhaus. 10 Minuten oom Schöne- weide. 3'� zimmer, !roß« Glasveranda, Abendschule. Wer übt mit Kaufmann, itgarten, sonnige witz. Togos«. 78. G Leerzimmer oder teilmöbliert 22,—. Rötebusch, Langeskaße 8._ G Soll»», immer. Südosten, preis- wert, nur an Par- teimitglied. An- sragen unter L. 176 an„Vorwärts". Hauptexpedition. G Röblieetes Zimmer vermietet Schmidt, Wär- schauerstraße 23. S Möblierte, Zimmer oermietet Martin. Schöne» berg, Sedanstr. 35. Möblierte, Zimmer zu ver- miete». Muskauer. s«aße ö, Etflg. N'. links.-.5- bis 2.Zimmer. wobnung in Rei- nickendors-Ost. Of- sertcn M. K.„Bor- wärts". Provinz- straße 56.(ö Tausche sonnige 2�.Bor. Lage, selten �schöne �nung.such. Aussicht. Srforder. lich etwa 12 000 M. 23 Jahre, englische Auskunft: Fern. oder französische lprechcr K 3 Qb> Sprache. Osserten spree 1945. 2><08„Vorwärts"- � Spedition, Prinzcn- straße 03. Kynast, Markus- straße 40. lll. G Küchenspind, kleines, gebraucht, kauft Major. Man. tcuffclstraße 36. G Hirteustraße IL. Pratze lt. Fabrikneue Fahrräder 33,—, 35,—, 45,—. Mach- Wcinmcistcr. I un öiricw| «er- sctiiedenes Wof-i-nno-taufch! 2 Vi Zimmer, Bad, Freundliche j 52�0. Britz, Fritz- Sommerwohnung Reuter. Allee 69, «ermietet preiswert pt. linls, gegen Eidam- Mühl-, 2 Zimmer. Alt- Schöna, Sächsische wohnung, Neukölln. Revaratur- schueiderei, Aufbügeln. Schmidt, Reinicken- darf. Kamckeslr. 19 Staubsauger tauscht gegen Schreibmaschine Andrer. Zechliner- straße 8. G Schweiz. 81. Küche, große Diele, Balkon, Bad, Ge- nassen, 55.— Mark. P-n»witz.Bit«nau, Am Hügel 7._ ffl F. Schmidt. (S mieigeeucne Leerzimmer, 1 bis 2, Küchen- benutzung. elek- irisches Licht, kin» derloses Ehepaar, 1. 4. gesucht. Preis- Offerten Hoffmann, Wohnlaube, Stube, Küche, ver- mietet Kaulsdorf. Ringstraße�._®. M —- 1 Priiizessinnenstr. 1(2. Zweizimmer,-- Kommet, Küche,! Dringend Gas, Elektrisch, zum sucht Wohnungen. 1. 7. 32. Friedens- Kochstuben. Für miete 35.— Mark. Abgebet kostenlos. Rapbach- Neukölln Aufpokieres,,_____ ausbeizen von Mö- Segen mäßigen Ab. Haupcrt, bel billig. Fiedler, stand. Schubert, user 4. Manteuffelftr. 22. �Sotzkowskystr. 13. S 1029. Denk' an Dein« Zukunft und lerne Sprachen in der Berlitz School Leipzigcrstraße UO KurfürftendanimllOo Sinzeiunterricht. Zirkel. Zwei Wo, chenftunden 4,90. Mark monatlich. GalwanoBBlastfificer perfekt in Blei-, Zelluloid- und Wachspräeung. welcher neben intensiver Mitarbeit gle ehm. die Abtei ung Ohrt, gesucht. In Fraee kommen nur Herren, die mit neuzeit'ichsten Verfahren, Zusammensetzung der Bäder ver raut sind und bei vorliegenden Hilaufträ-ten siehe' dispon eren können. Imeressemen. die derart Pos'en schon mit Erfolg bekleidet I aben bei hohem Lohn in ausbaufähiger S eilung per sofort oder später gesucht Angebote unter M 177 an die Haupt- expedition des ,Vorwäm%