Nr. 169. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertel: ährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags-Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: , 30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. = Vorwärts 13. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20$ 3fg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 1hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508 Telegramm- Adresse: „ Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die deutschen Universitäten und die Volksbildung. Mittwoch, den 22. Juli 1896. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. in welcher Wilhelm v. Humboldt, Fichte und Schleiermacher| welche ehrlich die Wahrheit zu erkennen sucht, gleichviel an ihr lehrten. Aber, wie lange lange dauerte diese ob sie diesem oder jenem angenehm ist, aber sie Zeit? Noch war der Donner der sogenannten Freiheits- wenden sich mit Verachtung von der falschen Wissenschaft friege nicht verhallt, als auch die Kamph- und Schmalz- ab, mag sie mit noch so viel gelehrten Lappen geschmückt gesellen ihr Haupt erhoben und von der Gunst des sein, die nur als Liebedienerin der Macht und der Knechts Der ideale" Standpunkt muß im Volke der Denker engherzigsten Königs Friedrich Wilhem III. getragen, schaft sich aufspielt. Ein Schmoller, der sich in den und Dichter" dazu herhalten, um jede Charakterschwäche die Universitäten ihre Feindseligkeit fühlen ließen. Verdiensten des Soldatenkönigs Friedrich Wilhelm's I. bes und Gesinnungslosigkeit zu beschönigen. Mit dem Hinweis Gegen die Universitäten wurden Ausnahmegesetze erlaffen, rauscht, des Despoten, der mit dem Knüppel regierte, auf seinen Jdealismus liebt der Deutsche es, sich über alle viele Professoren und Dozenten( darunter der Naturforscher und die Aemter eines Präsidenten der Akademie der Nationen zu erheben, um in der Praxis sich tief unter Oken, Ernst Moritz Arndt und viele andere) von den Üni. Wissenschaften und des vom ganzen Hof gehäuselten Hofdieselben zu stellen. So hat der National Deutsche versitäten ausgeschlossen, eine scharfe Ueberwachung von narrren in einer Person vereinigte, ein Gelehrter, der in den Begriff der Freiheit" so tief und gründlich erfaßt, Dozenten und Studirenden wurde eingeführt. Unter der diesem Fürsten ein providentielles Werkzeug der ganzen daß er an die Verwirklichung derselben gar nicht Einschränkung der Lehrfreiheit litt auch die Denkfreiheit; neu- deutschen Herrlichkeit erblickt, ein solcher Gelehrter kann zu denken vermag, ehe nicht Voraussetzungen erfüllt sind, wo die Professoren den Muth ihrer Ueberzeugung fanden, mit aller Gelehrsamkeit der Welt vollgepfropft sein, keinen die Jahrhunderte in Anspruch nehmen; er dünkt sich weit wurde dieselbe verklausulirt und in die akademische Form Arbeiter wird er überzeugen können. Den Universitäten erhaben über die Engländer, welche ihre magna charta mit so mannigfaltigen Verschlingungen eingeschnürt, daß hat der Professor Dubois- Reymond ihren Stempel aufsich vor Jahrhunderten erobert haben, über die Franzosen, der Kern unter allem möglichen Phrasenkram erstickt wurde. geprägt, indem er sie zu ihrer Verherrlichung" als„ Leibdie vor mehr als hundert Jahren die Bastille erstürmt und Uebermächtig wucherte die Sophisterei empor, die garde der Hohenzollern" bezeichnete und die Studenten die Menschenrechte proklamirt haben; während andere Kunst, das Entgegengesetzte zu beweisen, wobei die um Verzeihung bat, weil sein Name ihn als Landsmann von Nationen gehen und vorwärts schreiten, entwirft der Deutsche Meinung und der Wille der Machthaber schließ- Voltaire und Rousseau hinstelle. Und wollte ein Professor die die gründlich- gelehrtesten Theorien des Gehens, ohne über- lich das Ausschlaggebende blieb. Daß die Volks Aufgabe der Wissenschaft von einem höheren Standpunkte aufhaupt einen Schritt zu versuchen. bewegung des Jahres 1848 einen so kläglichen Ausgang fassen, wollte er in ihr das unbezwingbare Streben nach nahm, haben nicht am wenigsten die deutschen Professoren Wahrheit sehen und in diesem Streben die Berechtigung verschuldet, die nicht weniger als 118 an der Zahl, ihren der sozialdemokratischen Lehre erkennen, dann wäre er so Sitz im deutschen Parlament hatten und selbst dem Volks- sicher, daß seine Universitätslaufbahn ein Ende hätte. Frei leben fremd, sich in theoretischen Erörterungen ergingen, lich, diesen Muth der Ueberzeugung werden wir vergeblich bis dem Volfe von der Reaktion die Macht aus den Händen an den Universitäten suchen, das sehen wir recht deutlich gewunden war. an den Lehrstühlen der Universitäten für NationalDie Pflege dieses Idealismus findet eine Hauptstätte in den deutschen Universitäten, die selber wiederum den besonderen Gegenstand des deutschen Nationalstolzes bilden. So zitiren freisinnige Blätter sogar mit Stolz den Ausspruch des Professors v. Doellinger, den der Kulturkampf zu einer Leuchte deutscher Wissenschaft erhob, aus seiner Rektoratsrede vor etwa 30 Jahren: " Wenn wir heute hoffnungsfreudiger auf die Zukunft ökonomie und Sozialwissenschaften. Fast ausnahmslos Deutschland, das sich unter den großen Kulturvölkern das blicken, so ist es vor allem deshalb, weil das Volk selbst gehen sämmtliche Professoren dieser Wissenszweige von Karl Institut der Universitäten am spätesten aneignete, ist in der mehr und mehr seine Geschicke in die eigene Hand ge- Marx und dem Sozialismus aus, aber, mit welcher Gegenwart gerade das klassische Land der Universitäten und hat nommen; von den Universitäten erhofft es nichts weniger Scheu gehen sie einem offenen Anerkenntniß aus dem Wege! fie zu einem Umfang, zu einer wissenschaftlichen Vollständigkeit und Tüchtigkeit ausgebildet, daß es nicht nur alle anderen als eine Förderung seiner Entwicklung. Komisch berührt Mag eine Spur von Lehrfreiheit immer noch auf den Völler übertrifft, sondern man darf es fast sagen, im Allein- es uns daher, wenn ein Erzphilisterblatt wie die Vossische Universitäts- Lehrstühlen sich behaupten können, wo sie im ofi der rechten Universitäten ist." Zeitung" den Universitäten neue Aufgaben" zuweisen will. gelehrten Gewande und in gewundenen Formen auftritt, Diese Behauptung wird mit der ganzen Sicherheit Als Muster werden ihnen die so tief" stehenden auswärtigen in dem Augenblick wo die Lehre von den Universitätsnes Dogmas ausgesprochen, ohne daß überhaupt der Ver- Universitäten vorgehalten; von den englischen Universitäten räumen in das Volk getragen würde, wäre sie in den such gemacht wird, den Beweis zu führen, daß die anderen gingen Ferienkurse aus, welche die Universitätswissenschaft Augen der Machthaber des schützenden Nimbus beund unterläge der Verfolgung wie die Kulturstaaten in den modernen Errungenschaften der im Volte ausbreiten sollen; Amerika hat ihnen darin Nach- raubt, Dieser Eventualität dürften Wissenschaften hinter Deutschland zurückstehen oder daß in folge geleistet und auch in Wien und Bern bestehen solche Sozialdemokratie selbst. Deutschland selbst auch nur die Universitäten die Träger Kurse und in Prag und Zürich sollen ähnliche Kurse ein sich unsere akademischen Lehrer kaum aussehen. Als Schlepps der wissenschaftlichen Errungenschaften sind. So manche gerichtet werden. An Empfänglichkeit im Volke fehlt es in träger der herrschenden Gewalten aber werden sie vergebens leuchtenden Namen der Wissenschaft haben sich nur schwer Deutschland nicht, der Bildungstrieb der Sozialdemokratie sich vor dem Volke produziren. Das Volk würde ihnen einen Platz an den Universitäten erringen können wird besonders hervorgehoben. Und hier ist vielleicht der bald die Maske abreißen. Die Universitäten als Vorkämpfer gegen die Sozialoder mußten froh sein, daß sie geduldet wurden; in keinem Punkt, wo die Universitäten einzusetzen hätten, um dem GeistesFall aber waren sie maßgebend oder konnten ihren Einfluß leben der Nation einen Dienst zu leisten, den außer ihnen nie- demokratie benutzen zu wollen, ist auch ein Gedanke, wie dauernd geltend machen. Ja, fanden sie auch nur Lehr- mand zu leisten vermag." Die„ neue" Aufgabe für unsere Uni- ihn nur die Hundstagshize in den Köpfen des rückständigsten freiheit an der Stätte ihres Wirkens? Man weiß, wie verfitäten wäre also in erster Reihe die Ueberwindung der Theiles der Bourgeoisie, des liberalen Philisterthums ausFriedrich Wilhelm 1. mit Professoren umsprang und wie Sozialdemokratie. Diesen Dienst soll der Bourgeoisie die brüten konnte, welches unter der Herrschaft Stumm's, des die Regierung Friedrich Wilhelm's II. fich sogar an den Universitätswissenschaft erweisen! Bildung im Interesse der Militarismus und des Junkerthums schließlich immer noch ehrwürdigen Denter Kant heranwagte und ihm Fesseln an- Machthaber soll dem Volte geboten werden! Ja, wenn die die ideale Geistesrichtung der deutschen Nation erkennt und zulegen suchte. Die Lobredner der Universitäten gefallen sich Arbeiter so dumm wären, um auf den Leim zu gehen, verhimmelt. darin, die kurze Zeit des Aufschwunges in der Erhebung des wenn sie nicht die so durchsichtige und jetzt offen verkündigte preußischen Volts gegen Napoleon hervorzuheben, die Zeit, Absicht durchschauen würden! Die Arbeiter haben wohl in welcher die Berliner Universität gegründet wurde und Achtung vor der Wissenschaft, das heißt nur vor der, 27] Rienzi. Der letzte der römischen Volkstribunen. Roman von Edward Lytton Bulwer. 3wölftes Kapitel. Walter von Monreal's seltsames Abenteuer. " SäulenUnd welche Eroberung wäre glorreicher, die der barbarischen sich erheben, und durch einen verfallenen Insel, oder die der Hauptstadt der Welt? Es ist ein gang in der Nähe erglänzen. Der Provençale stand, obkleiner Schritt vom General zum Podesta ein noch gleich er es nicht wußte, auf dem, einst durch den Tempel, tleinerer vom Podesta zum König!" den Säulengang und die Bibliothek der Freiheit( der ersten Ein Licht, welches jetzt plötzlich vor Monreal auf- in Rom öffentlich errichteten Bibliothek) geheiligten Plate. flammte, erschien fast wie ein Stern, kaum größer, aber von Die Mauern der Ruine waren mit unzähligen Schlings rötherem und funkelnderem Strahl. An und für sich war pflanzen und wildem Gebüsch bedeckt, und es wurde MonAn demselben Abend, als die ersten Sterne noch über es nicht ungewöhnlich, und würde als aus einem Kloster real leicht, bis zu der Höhe der Deffnung zu klettern, und, ber Stadt glänzten, ging Walter von Monreal allein nach oder einer Hütte schimmernd nicht aufgefallen sein. Aber durch das dichte Laub versteckt, hinein zu schauen. Er sah dem damals mit der Kirche Santa Maria del Priorato es erglänzte von Aventin herab, der gänzlich unbewohnt einen durch Wachskerzen erleuchteten Tisch, auf dessen Mitte verbundenen Kloster( welche beide dem St. Johanniterorden war, und auf dem sich nur Ruinen und Portiko's fanden, ein Kruzifig aufgestellt war, vor welchem ein blanker Dolch, gehörten und in deren ersterem Monreal wohnte). Obgleich von deren früheren Bewohnern selbst die Namen und das und eine geöffnete Papierrolle lag, und ein ehernes Becken stand. Ungefähr hundert Männer, in Mäntel gehüllt und er wenig mit den klassischen Erinnerungen des Ortes ver Andenken untergegangen waren. Als Monreal bemerkte, wie der Strahl auf der öden mit schwarzen Masken, standen bewegungslos umher; und traut war, machten doch die wüsten Ruinen ringsumher Zeugnisse früherer Herrlichkeit, mächtigen Eindruck auf ihn. Landschaft verweilte, bemächtigte sich seiner ein unheimliches einer, größer als die anderen, ohne Maste, dessen bleiches Wie würden", dachte er, als er die einzeln stehenden Gefühl, denn es hing ihm etwas von dem Aberglauben Antlig und strenge Züge bei jener Beleuchtung noch bleicher Säulen und das verfallene Gemäuer betrachtete, das der jener Zeit an, und es war jetzt die, dem Treiben der und strenger erschienen, war eben im Begriff, eine Rede Aber an seine Gefährten zu beendigen. Ja," sagte er, in Strahl des Mondes unheimlich beleuchtete, und im Hinter Geister und Gespenster günstige Hexenstunde. grund die befestigten Gebäude und Thürme der Frangipani, Furcht, sei sie mit dieser oder mit jener Welt in Beziehung, der Kirche des Lateran werde ich den letzten Aufruf an halb versteckt durch das dunkle Gebüsch, welches zwischen konnte sich in dem kühnen Herzen des tapferen Freibenters das Volt ergehen lassen. Durch den Vikar des Papstes den Ruinen der alten Tempel und Paläste überall hervor nicht lange behaupten; und nach kurzem Zögern beschloß unterstützt, ich selbst ein Beamter des Papstes, wird man wucherte, und so die Natur über die schwächere Kunst er, sich von der Ursache der Erscheinung zu unterrichten. fich überzeugen, daß die Religion und die Freiheit, die den Sieg davon tragen ließ wie würden," dachte er, Ge- Ohne es zu wiffen, gelangte er in die Nähe des ehemals Helden und die Märtyrer, zu einer Sache vereinigt sind. lehrte mit träumerischen und phantastischen Visionen der berüchtigten Tempel der Isis, welcher einst Zeuge jener Dann aber sind Worte zwecklos, das Handeln muß be Aber wilder Orgien gewesen war, deren Juvenal erwähnt, und ginnen. Bei diesem Kruzifix verbürge ich meinen Glauben, Vergangenheit durch diese Szene begeistert werden. " in mir regen diese Denkmäler kühnen Ehrgeizes und könig- kam endlich an ein dichtes und finsteres Gebüsch, von dem auf diese Klinge widme ich mein Leben, der WiederRom tann aus einer Seffnung in der Mitte das geheimnißvolle Licht herstellung Roms! Und Ihr( die ihr dann keiner Maske lichen Glanzes nur Bilder der Zukunft an. wielleicht noch jetzt mit seinem fiebenhügeligen Diadem, ausströmte. Als der Ritter hier eindrang, befand er sich und feines Mantels mehr bedürft), wenn die Trompete vie früher, der Preis der kräftigsten Hand und des kühn- vor einer großen Ruine, grau und ohne Dach, aus deren ertönt, und Ihr den einzelnen Reiter seht, Ihr schwört, Euch Kriegers werden, wieder belebt, nicht durch seine Innerem flüsternde und undentliche Stimmen sein Ohr um die Fahne der Republik zu versammeln und den genen entarteten Söhne, sondern durch das Blut eines erreichten. Durch eine Deffuung in der Mauer, die eine Waffen der Unterdrücker zu widerstehen mit Herz und Hand, neuen Geschlechts. Wilhelm, der Bastard, konnte kaum die Art von Fenster bildete, und wahrscheinlich dem Gebäude dem Tode trozend, und so wahr ihr auf die Erlösung apferen Engländer so leicht besiegen, als Walter, dem ehelich in seiner glorreichen Zeit nicht angehörte, sah der hofft!" zehn Fuß hoch das Fenerl ( Fortfehung folgt.) Seborenen, es mit diesen muthlosen Römern gelingen dürfte. Ritter jetzt, ungefähr zehn Fuß Politische Webericht. Berlin, 21. Juli. Summe von etwa 12 Millionen Mark erfordern. Die Schles. I kommission bei dem Entscheid nicht beruhigen, sondern appelliren. 3tg." dagegen will erfahren haben, daß die erforderliche Summe Wird ihr wenig helfen! Denn unterdessen hat der Bürgerausschuß ganz erheblich höher sei, so daß die durch eine Konvertirung der die Rechtmäßigkeit der Wahl Noller's selbst anerkannt, indem er vierprozentigen Anleihen zu beschaffenden Mittel( etwa 15 Millionen Noller in den Stadtverordnetenvorstand wählte. Mart) dazu bei weitem nicht ausreichten. Die Frage der Gehalts-- Die Militärverhältnisse in den Kolonien erhöhung hänge deshalb vor allem davon ab, ob es möglich sein haben nun die angekündigte Regelung durch eine faiserliche Verwerbe, die übrigen Forderungen der Verwaltungen entsprechend ordnung folgenden Inhaltes gefunden: zu beschränken. schreiben: " " Frankreich. Minister Barthou verweigert dem Pariser Stadtrathsbeschluffe, für die Beschickung des Londoner Sozialistenfongreffes den hiesigen Berufsgenossenschaften 10 000 Fr. zu be willigen, seine Bestätigung. Belgien. England. Wer ist der beffere Rechenmeister? Bei jeder Etatsberathung stehen Eugen Richter und seine Leute im harten Wortkampf mit dem preußischen Finanz- und Reichssteuer- Minister Miquel. Wo dieser Defizits erblickt, fieht jener Ueberschüsse. Der Rechnungsabschluß nach Abs Die in den afrikanischen Schutzgebieten zur Verwendung gelauf des Etatsjahres giebt meistens Herrn Richter recht. -Verschlechterung ber Gewerbe Inspektion langenden Schußtruppen werden dem Reichskanzler unterstellt. Herrn Miquel selbst dürfte dieser Erfolg seines Gegners ist für die National- Zeitung" ein Biel aufs innigfte zu In weiterer Folge unterstehen sie dem betr. Gouverneur oder wünschen. Ihr neuester Vorschlag ist, daß die staatlichen Landeshauptmann und demnächst dem Kommandeur. Ob und nicht unlieb sein, denn mag der Kalkulator Eugen Gewerbe- Aufsichtsbeamten mit den Beauftragten der Berufs- inwieweit diese Unterstellung unter den Gouverneur bezw. LandesRichter auch der überlegenere Rechenmeister sein der genossenschaften, also mit den von reinen Unternehmer- hauptmann eintretendenfalls auf deren Stellvertreter überzuStaatsmann Miquel kann ihm ruhig diesen Erfolg forporationen vollkommen abhängigen Beamten gemeinsam die gehen hat, bestimmt der Reichskanzler. Sie haben hiernach die gönnen, denn schließlich ist er nur Wasser auf die Mühle des Revision der Betriebe vornehmen sollen. Der Vortheil für das weiteren Vorschriften über Neuorganisation der Schußtruppen zu Herrn Miquel. Herr Miquel ist jedenfalls der richtigere Unternehmerthum bestände dann vor allem in der rechtzeitigen erlassen. Rechner; er weiß, daß im heutigen Staat niemals die Benachrichtigung der von einer amtlichen Kontrolle bedrohten Desterreich. Einnahmen groß genug sein können. Er weiß, daß Fabrikbesitzer. Wegen fozialistischer Agitation foll in alle Ausgaben für sogenannte Kulturzwecke zurückzustehen- Die hiesige Bäderinnung Rontordia Ezernowitz( Bukowina) ein Unteroffizier in der Kaserne verhaftet haben vor der Befriedigung des Militarismus und der hat zum demnächst stattfindenden Zentral- Verbandstage deutscher worden sein. agrarischen Gelüste. Der Reichs- Anzeiger" veröffentlicht so- Bäckerinnungen folgende beiden Anträge gestellt: 1. Die hohe eben den Rechnungsabschluß für den Reichshaushalts- Etat Staatsregierung zu ersuchen, die Nachtarbeit im von 1895/96, wonach die ordentlichen Einnahmen des Reichs Bäckereigewerbe durch gefeßliche Bestimmungen um 26,227,487 m. höher find, als sie nach dem Etat per verbieten; 2. die feit dem 1. Juli 1896 in fraft ge Die Ueberweisungen an die Einzel- Arbeitstag im Bäckereibetriebe außer traft tretene Verordnung des Bundesraths, betr. den Maximal anschlagt waren. staaten stellen sich um sich um 26,351,019 M. höher, die seßen zu wollen. Es hat sich in der kurzen Zeit ihres BeEinnahmen an Zöllen und Tabaksteuer haben 34,246,000 stehens herausgestellt, daß die Durchführung derfelben unmöglich Einen hübschen Pfaffentniff zur Durch Mart mehr eingebracht als im Etat angenommen ist, daß sie nur schädigend wirkt und unzählige Existenzen, der brechung und Vernichtung des Wahlgeheimnisses erzählt wurde. Welch ein Segen! Die Verstärkung der Meister, wie der Gesellenschaft zu grunde richtet. der Brüsseler" Peuple" aus der belgischen Gemeinde Nivelles. Fast heiter könnte einen die Besorgniß der Innungsöpfe ließen während der jüngsten Wahlen die Schulkinder ab Armee durch die Zusammenlegung der Halbbataillone kann Die Geistlichen, welche den Schulunterricht haben, jetzt weiter ausgedehnt werden, indem die Halbbataillone in stimmen, daß durch die Bäckereiverordnung die Gesellenschaft zu stimmen. Die schlauen Patres vermutheten, daß die Kinder nach cbenso viele Ganzbataillone umgewandelt werden, die ufer- grunde gerichtet werde. dem Satz der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, so stimmen lofen Flottenpläne werden immer greifbarere Gestalt ans Den traurigen Muth, zu dem Vorgehen der würden, wie der Vater was wohl auch richtig sein wird. nehmen, und mit ihnen werden auch für die Kolonialpolitik fächsischen Behörden gegen Genossen Rosenow Beifall zu Daß die frommen Herren Patres nicht aus chrinlicher größere Aufgaben gestellt werden, das System der Liebesgaben flatschen, haben allein die Berliner Neuesten Nachrichten". Sie Nächstenliebe zu entdecken suchten, wer sozialistisch gewählt hat, für Agrarier und Junker ist vor jedem Angriff sicher. Jetzt das bedarf keiner weiteren Ausführung. tann man auch an einzelne ,, Kulturaufgaben" gehen; für Lehrerund Richterbesoldungen mögen einzelne Brocken abfallen, aber Voraussetzung ist, daß die Gehälter und Pensionen der Offiziere eine ungleich höhere Berücksichtigung erfahren. Ob Herr Miquel nicht doch noch ein besserer Rechenmeister ist, als Herr Eugen Richter? Und er wird es bleiben, so - Elf Studenten an der Universität Rostod lange für alle bürgerlichen Parteien der Militarismus ein Festungshaft bestraft! Die Studenten hatten am wegen 3weikampfes mit je brei Monaten noli me tangere ist, oder der Einfluß der Sozialdemokratie 31. Januar und am 1. Februar eine Schlägermenfur im Lokale Rom, 14. Juli.( Eig. Ber.) Die Ausscheidung des dem System des Militarismus eine Schranke gesetzt haben eines Gastwirthes zu Gehlsdorf bei Rostock ausgefochten. Das Kriegsminister3 Ricotti aus dem Ministerium ist dem wird. Gegen diesen Einfluß bietet aber der Kapitalismus Landgericht zu Rostock verurtheilte jeden der Studenten zu drei Ministerpräsidenten di Rudini nicht so glatt von statten gegangen, alle seine Kräfte auf und daher bleiben alle seine Redens- Monaten Festungshaft, der Wirth des Lokales, in welchem die als er wohl geglaubt hatte. Mit Ricotti sind noch vier andere arten gegen die einzelnen Forderungen des Militarismus Menfuren stattgefunden, erhielt wegen Beihilfe zum Zweikampfe Minister zurückgetreten, weil sie der Erhöhung des Militärnur leere Phrasen.fünf Wochen Festungshaft. budgets, welche die nothwendige Folge der Beseitigung der Ricotti'schen Reformanträge ist, nicht zustimmen wollten. Das Die russische Anleihe und die antisemitische Presse. neue Ministerium di Rudini hat den scharf ausgeprägten Charakter Den patentirten Vertretern der produktiven Mittelstände", welche so herrliche Fabeln von dem Bündnisse der rothen und Darmstadt, 21. Juli. Die zweite Kammer verwarf verloren, den das bisherige Ministerium dieses Namens besaß und hat goldenen Internationale zu erfinden wissen, gehen unsere An- gegen 8 Stimmen den neuen Wein steuer Gefeßentwurf. im Parlamente teine stärkere, vielleicht eine geringere Unterstügung zu erwarten als bisher. Namentlich dürfte die Koalition zwischen griffe auf die russischen Finanzen und das Rothschild- Konsortium, Pforzheim, 18. Juli. Wie in Mülhausen, so werden auch dem Ministerium und der äußersten Linken sich lockern. Vorwelches lettere unter seine hohe Protektion nimmt, offenbar hier von die Ordnungshelden. Anstrengungen gemacht, die ge- läufig wird das neue Kabinet durch die Parlamentsferien die sehr wider den Strich, denn sie hüllen sich in ein beredtes fährlichen Rothen nach Möglichkeit unschädlich zu machen. So Möglichkeit der Fortexistenz bis zum Winter erlangen. Wichtiger Schweigen ein. Kein Wunder, entzieht unsere Haltung hat sie die Wahl des Genossen G. A. Noller zum Stadts als die Frage der Fortdauer des Ministeriums ist die Frage, doch ihrer Legende der Verquickung der Börse verordneten beanstandet, weil er am Tage der Wahl noch welche von den Vorlagen des bisherigen Ministeriums di Rudini mit der Sozialdemokratie jeden Boden. Weshalb aber lassen Stadtrath war. Da aber Roller zu den Stadträthen gehört, Gesegestraft erlangen werden. Nächst der Ricotti'schen Heeressich die deutschvoltlichen Mannesseelen diese herrliche Gelegenheit deren Amtsperiode nunmehr abläuft, hatte er gegen diese Gut- reform, welche von dem nenen Ministerium dem zu fulminanten Leitartikeln über die Auspowerung des deutschen scheidung beim Bezirksrath Beschwerde erhoben. Oberbürger- Avancement Bedürfnisse der Offiziere aufgeopfert worden Wolfes durch die Juden entgehen? Sind doch die Rothschild, meister Habermehl, als Vorsitzender der Wahlkommission, ist, sind die wichtigsten Vorlagen die, welche Sizi Bleichröder, Mendelssohn, Rothstein et tutti quanti fast alle ge- beantragte Abweisung der Beschwerde, weil die Amtszeit lien betreffen. Das Ministerium hatte nach der taufte und ungetaufte Juden. Ihr Erbpächter der Sittlichkeit, Noller's erst am 16. Auguft zu Ende gegangen wäre, wenn er Generaldebatte über diese Vorlagen( Einsetzung eines Landesihr Korruptionstödter, warum mit einem Male so schüchtern? nicht inzwischen aus dem Stadtrath, ausgetreten, wäre, und ministers für Sizilien und Aufhebnug des auf dem sizilischen der alte Stadtrath fortzuamten hätte, bis der neue Stadtrath Schwefelbergbau lastenden Ausfuhrzolls) vom Hause ein Vergewählt sei. Der Beschwerdeführer werde in seinen Bürger- trauensvotum erhalten, aber die Spezialdebatte ist durch die rechten nicht verkürzt, da der Ausscheidende später als Ministerkrisis unterbrochen worden und die Vorlagen werden Stadtrath oder als Ersatzmann durch den Bürgerausschuß wieder vermuthlich durch tgl. Defret in Geltung gesetzt werden. Begewählt werden könne. Der Bezirksrath beschloß dagegen, die merkenswerth sind die von der Kommission für diese Vorlagen Wahl des Herrn Noller zum Stadtverordneten zu bestätigen, da eingebrachten und vom Abgeordneten hause angenommenen Resoer vor dem Austritt gestanden und ihm deshalb nicht die Mög- Intionen, durch welche die Nothwendigkeit anderweitiger, lichkeit abgeschnitten werden dürfe, als Stadtverordneter wieder die wirthschaftspolitische Lage Siziliens betreffenden Geſetzgewählt zu werden. Nach dem Pf. Anz." will sich die Wahl- vorlagen betont wird. Diese Resolutionen verlangen erstens Hic Rhodos, hic salta! Für das erledigte Reichstagsmandat des Kreises Brandenburg Westhavelland ist von den Freisinnigen nicht der Stadtrath und Buchhändler Ernst Blell, sondern bessen Associé Karl Blell als Kandidat aufgestellt. Deutsches Reich. Die Erhöhung der Beamten und Offiziergehälter soll, wie die M. P. K." mitgetheilt hatte, nur eine " Robert Burns. Hundert Jahre sind es her, als am 21, Juli 1796 der schottische Voltsdichter Robert Burns, erft 37 Jahre alt, starb. Er war am 25. Juni 1759 in der Grafschaft Ayrshire als Sohn Des Pächters or Borischule, boren. Seine Schulbildung war die der doch stand damals schon die Bildung der schottischen Bauern auf einem verhältnißmäßig hohen Niveau. Auf der Pachtung seines Waters arbeitete er als Knecht, bis er eine eigene Pachtung übernahm, bei der es ihm kümmerlich genug erging. Schon früh wurde der Sinn von Burns auf die Dichtkunst gelenkt. Seine meisten Gedichte sind Liebeslieder, zu denen ihm seine leidenschaftliche Natur den Impuls gab. Aber auch alles, was sonst das Volkes Leben des bewegt, wußte er zum Ausdruck zu bringen. In englischer Sprache hat niemals ein Dichter so volksthümlich gedichtet wie der Schotte Burns, dessen Verse fast durchweg im schottischen Dialekt gehalten find. Der Amerikaner Emerson charakterisirt die dichterische Persönlichkeit von Burns, allerdings etwas überschwänglich, in folgenden Worten: In Sachsen versteht man erfreulicherweise aus der auch von dem Fürsten Bismarck vertretenen Ueberzeugung, daß die Sozialdemokraten nicht als vollberechtigte Staatsbürger an gesehen werden dürften, die wünschenswerthe Nuganwendung zu ziehen. Rostock liegt in Mecklenburg, in Preußen wird aber ruhig weiter auf Mensur gestiegen. " London, 21. Juli. Jameson Prozeß. Bei der Wiederaufnahme der Verhandlung verkündete der Lord= Oberrichter Lord Russel, daß der Gerichtshof keinen Grund sehe, weder im ganzen noch im einzelnen die An1= tlage für nichtig zu erklären.mess Italien. Die Gestalt von Burns war start und stämmig, fein Gebahren bäuerlich, doch nicht ungeschliffen. Er hatte eine gewisse würdige Geradheit und Einfachheit, die vielleicht einen Theil ihrer Wirkung der Kenntniß verdankte, die man von seiner außer i ordentlichen Begabung besaß. Seine Büge sind in Nasmyth's Bild dargestellt, doch machen sie dort den Eindruck auf mich, als feien ste vertleinert, gleichsam in der verkürzten Fernficht gegeben. Ich meine, sein Anblick sei maffiger gewesen, als es in seinen Brustbildern dargestellt ist. Hätte ich nicht gewußt, wer er ist, so hätte ich den Dichter für einen sehr flugen Bächter der alten schottischen Schule gehalten. In allen seinen Zügen war ein frästiger Ausdruck von gesundem Verstande und Gescheidtheit. Das Auge allein wies, wie mir dünkt, auf seine dichterische Anlage und Gemüthsverfassung. Es war groß, von dunkler Färbung, und es glühte ich sage wörtlich: glühte wenn er mit tiefem Gefühle oder mit Antheilnahme sprach. Ich sah nie ein solches Auge in einem menschlichen Haupte, obwohl ich die hervor ragendsten Männer meiner Zeit gefehen habe. Sein Gespräch drückte das vollkommenste Selbstbewußtsein aus, doch ohne die geringste Anmaßung." Unseren Lesern wird Burns vor allem durch das herrliche Gedicht: A man's a man for a' that! Ein Mann ist ein Mann trotz alledem! Trotz alledem und alledem!" bekannt sein, Ob Armuth Euer Loos auch sei, Hebt hoch die Stirn troß alledem! Geht fühn dem feigen Knecht vorbei, Wagt's, arm zu sein trotz alledem! Troy alledem und alledem, Troß niedrem Pack und allebem! Der Rang ist das Gepräge nur, Der Mann das Gold troy alledem!" 0 In Uebersehung: 910 Hörtet ihr vom Baum der Franken? Nicht weiß ich seinen Namen Um ihn herum tanzt das Volk, Ganz Europa durchdringt sein Ruf. Er steht, wo einst die Bastille stand, Ein Gefängniß von Königen erbaut, Mann, Als des Aberglaubens schlimme Brut Hielt Frankreich noch am Gängelband, Mann. Nichtswürdig der Bursche, dem es widersteht, Solch heilsame Frucht zu genießen, Mann. Ich würde von meinen Füßen die Schuhe geben, Könnt' ich sie fosten, das schwör' ich, Mann, Drum laßt uns flehen, daß Alt- England dereinst Auch diesen weltberühmten Banm errichte Mann. Froh werden wir dann singen und bejubeln den Tag, Der uns die Freiheit gab, Mann! Selbst sein Amt hat Burns nicht abgehalten, dieser Be= wunderung für die große Revolution werkthätigen Ausdruck zu geben. Es beweist das ein von Lockhart erzählter Vorfall. Burns, der als Steuerbeamter feit 1791 in Dumfries lebte, hatte an der Spitze der Mauthbeamten, das Schwert in der Hand, die einigen verwegenen Schmugglern gehörende Brigg Rosamund" gefapert. Als die Vorräthe und Waffen an Bord öffentlich in Dumfries versteigert wurden, faufte er vier Kanonen und sandte sie mit einem Begleitschreiben, das seine Bewunderung und Sympathie ausdrückte, als Geschenk an die Gesetzgebende Vers sammlung in Paris. Natürlich gelangten die Geschüßze nie an ihre Adresse, aber von da an war der fecke Beamte im Verdacht des Landesverrathes. Eine Untersuchung wurde eingeleitet, besonders da Burns den Krieg mit Frankreich tadelte und sich für die Demokratie erklärte. Er hatte es nur der besonderen Gunst eines Borgesezten zu verdanken, daß er nicht seine Stelle verlor. Die schottische Marseillaise, wie das Kriegslied ,, Scots, wha hae wi Seine Muse und seine Lehre war gesunder Menschen. verstand, von Lebensfreudigkeit, angriffslustig, unwiderstehlich. Weder Latimer noch Luther hat stärkere Hiebe gegen eine falsche indem er fingt: Gottesgelahrsamkeit geführt, als dieser tapfere Sänger. Die Augsburgische Konfession, die amerikanische UnabhängigkeitsErklärung, die französischen Menschenrechte und die Marseillaise bilden keine gewichtigeren Urkunden in der Geschichte der Freiheitsbewegungen, als die Lieder von Burns. Seine Satire hat nichts von ihrer Schärfe verloren. Die Pfeile seiner Muse klirren noch singend durch die Luft... Welch echter Dichter ist er doch! Und zwar ein Dichter der Armen im groben Wamms und Kittel. Er hat allen Eindrücken des gewöhnlichen Lebens Stimme verliehen. Er hat uns das Bauerngut und die geringe Daß Burns auch mit ganzem Herzen bei der großen revoluHütte mit ihrem Fleckchen Bodens und ihrer Dürftigkeit tionären Bewegung seiner Beit, der französischen Revolution, war, liebevoll nahe gebracht das Bohnen und Gerstens ist weniger bekannt. Er hat sie in einem Gedicht verherrlicht, feld; das Ale, des armen Mannes Wein; Drangfal das charakteristischerweise von den Herausgebern jener Werte und Furcht vor Verschuldung; den herzlichen Verkehr nicht aufgenommen wurde. Es ist das Lied vom Freiheitsbaum", Wallace bled"(" Schotten, die ihr mit dem Wallace geblutet!") mit Weib und Kind. Nicht groß schwebt er, wie Goethe, zu dessen erster und letzter Vers lauten: den Sternen hinan oder wie Byron auf dem Ocean. Nicht nach dem üppigen fernen Osten ist sein Blick gerichtet, wie der von Moore. In der einfachen Landschaft weilt er, von der die Armen umgeben sind. Er singt von Weideland und Stoppelfeld, von Eis und Hagel und Regen und schnee- erfüllten Bächlein; von Vögeln, Hafen, Feldmäusen, Disteln und Haidekraut: was er eben alles beständig vor sich sah. Seine Liebeslieder aber entzücken und reißen noch heute das Herz der Jünglinge und der Mädchen hin." Burns hatte schwere Lebensschicksale durchzumachen. Er hat alle Bitternisse, alle Mühen und Enttäuschungen des Proletariers durchgekostet. Troydem ihn seine Dichtungen berühmt machten, mußte er darben. Aus besonderer Gnade wurde dem größten englischen Dichter jener Zeit ein Posten als Steueraufseher mit 1000 M. Gehalt zugewiesen. Wenigstens konnte er so sein Leben in der freien Natur zubringen, die seiner Dichtkunst Lebenssdem war. Walter Scott, der zweite große schottische Dichter, Schildert Burns folgendermaßen: Heard ye o' the tree o' France? I watna what's the name o't; Around it a' the patriots dance, Weel Europe kens the fame o't. It stands where ance the Bastille stood, A prison built by Kings, man, When superstition's wicked brood Kept France in leading- strings, man; Wae worth the loon wha wadna eat Sic halesome dainty cheer, man; I'd gie my shoon frae aff my feet To taste sic fruit, I swear, man. Syne let us pray, auld England may Sure plant this far- famed tree, man; An blithe we'll sing, and hail the day That gave us liberty, man, 1 genannt wird, nuß ebenfalls auf Burns' Begeisterung für die französische Revolution zurückgeführt werden. Von dieser Blut Ode sagt Carlyle:" So lange warmes in den Adern eines Schotten oder irgend eines Mannes rollt, wird es unter den Klängen dieses Kriegsliedes wild aufwallen, des besten, das je vou einer Feder geschrieben wurde." Der Zorn des Dichters über diese Verfolgungen schäumt in der Anrede des Wallace an seine Krieger vor der Schlacht von Bannockburn über. Es ist ein Kriegsgefang gegen die Tyrannei. Die Natur, die Liebe und die Freiheit, das ist das Dreigestirn, dem die Lieder von Robert Burns geweiht sind, und so lange es noch Menschen giebt, die wie er mit der Natur leben, Liebe empfinden und für die Freiheit fämpfen fönnen, wird der Name von Robert Burns unvergessen bleiben. Und deshalb wird auch sein Andenken von dem kämpfenden Proletariat in eine bessere Zukunft hinübergerettet werden. " ein Gesetz zur Regelung der ländlichen Arbeitsverträge, welches| Fällen nicht eingehalten werden wird, so wird die letzte| daß die Arbeiter mit einem anderen Maß zu messen sind als bie die Arbeiter vor wucherischen Arbeitsbedingungen schüße; und Streitbewegung zweifellos ber Weiterentwickelung der übrigen Klassen der Bevölkerung. zweitens Maßregeln zur Durchführung der inneren Rolonisation" russischen Fabrilschußgefeßgebung einen bedeutenden Anstoß mittels Landanweisungen an die ländliche Arbeiterbevölkerung. geben: die russische Regierung wird, wie es die deutsche Soziale Mebersicht. Durchaus zutreffend war die in der Generaldebatte über die sizilischen seinerzeit that, durch Erweiterung des Arbeiterschutzes die Vorlagen abgegebene Erklärung des in Mailand nengewählten Arbeiter, dem Einflusse unferer Genossen zu entziehen versuchen, Einkinder System im Odenwald. Jm Dorfe Ober sozialistischen Abg. Turati, die beste Reform für Sizilien würde wird aber durch diesen Versuch genau so, wie es in Deutschland Klingen im Odenwald wird der Malthusianismus die sein, daß von der Regierung den Arbeiterbünden( fasci) in der Fall war, nur den Einfluß unserer Genoffen auf die Ar- die Verhinderung der Kinderzeugung- praktisch betrieben. Sizilien freie Hand gelassen würde. Gerade hierzu ist indeß das beiterschaft stärken. Die Wirkungen werden der Deutschen Volkswacht" wie folgt geMinisterium keineswegs geneigt. Was endlich die neulich Aus Nischny Novgorod, der Stadt, in welcher schildert: Nach der letzten Volkszählung ging durch verschiedene vom Abgeordnetenhause beschlossene parlamentarische Eisen die russische Gewerbe- Ausstellung stattfindet, schreibt man uns: Blätter die Nachricht, unser Ort nähme in der Bevölkerung ab. bahn Enquête betrifft, so ist der neue Minister der öffentlichen Arbeiten derselben nicht günstig gesinnt, läßt aber offiziös Empfang des Kaisers. Hier werden gegenwärtig Vorbereitungen getroffen zum Einen neuen Beleg tönnen wir bringen für die Richtigkeit dieser Zahlreiche Verhaftungen finden statt. Mittheilung: Beim Beginn des letzten Schuljahres waren nur antündigen, daß er ihr bei der bevornehenden Verhandlung über Empfang des Kaisers. fie im Senate nicht entgegentreten werde. Besser sind infolge der alle, welche der Regierung aus irgend welchem Grunde verzweischulpflichtige Kinder hier. Bei einer Bevölkerung legten Krisis weder die Aussichten des Ministeriums noch die der dächtig erscheinen, werden in Gefängnisse gesteckt. Man sagt, von 600 Seelen gewiß wenig. Unsere Schulkinder haben seit zehn die Inhaftirung würde nur während des Aufenthalts des Jahren nahezu um das Drittel abgenommen. In finanzieller gesetzgeberischen Arbeiten geworden. Kaisers in Nischny Nowgorod dauern. Nach seiner Abfahrt Hinsicht und für das Budget unseres Ortes wäre es freilich kein Spanien. verspricht man, die Werhafteten wieder freizulaffen. Schaden, denn Schulhausbauten und Lehrerfragen giebt es bei uns nicht. Alles dies kommt von dem hier herrschenden EinKinder- Syftem her." " Türkei. Afrika. Madrid, 17. Juli.( Eig. Ber.) Im spanischen Parlament fehlt es niemals an interessanten Zwischenfällen, welche besonders Rretensische 3. Ueber Athen wird durch die ruffens amüsant sind, wenn sich Liberale und Konfervative wechselseitig freundliche Agence Savas" gemeldet: 400 Flüchtlinge, die des Diebstahls an öffentlichen Geldern beschuldigen. In der legten Sigung brachte der liberale Graf von Romanones die gestern in Santorin eintrafen, schildern die Lage in Kanea als Regierung in arge Verlegenheit; denn er forderte Auskunft über äußerst ernft. Die Häuser und Läden feien gefchloffen. Um die legte von Marolto gezahlte Kriegsfontribution. Diese betrug Mitternacht find 600 Flüchtlinge in Biräus eingetroffen. 1 400 000 Duros oder 5 600 000 Mart und sollte in Goldwährung geleitet werden; bei der Regierung ist sie aber nur in Silberwährung eingetroffen, so daß man bei dem Wechseln dem Staats: schatze nach der Versicherung des liberalen Abgeordneten etwa 2 000 000 Pejetas entwendet hat. Das ist an sich nichts außer gewöhnliches; derartige Sachen kennt man hier zur genüge; daß aber der Finanzminister teine Auskunft geben kann, das ist allerdings etwas sonderbar. Er konnte nur versichern, d daß er auch derartige Gerüchte gehört und eine Untersuchung eingeleitet habe. wurde das Gefeß, betreffend das Verbot des Verkaufs alkoholischer Pretoria, 15. Juli.( Reuter- Meldung.) Bom Bolksraad Getränke an Eingeborene, definitiv angenommen. Partei- Nachrichten. Achtung! In dieser Erscheinung spiegelt sich die Widersinnigkeit der herrschenden, auf das Privateigenthum gegründeten Gesellschaftsordnung wieder, denn die natürlichen Gristenzquellen sind auf der Erde noch nicht erschöpft, daß der Mensch nöthig hätte, die Kindererzeugung zu beschränken. Die Ursache des Ein- und ZweiKinder- Systems liegt vielmehr in gesellschaftlichen Verhältnissen, die zu ändern im Belieben des Menschen steht. Anfang September d. J. findet die Partei Konferenz Auch bei Berathung des Staatshaushaltes darf man auf für die Provinz Brandenburg statt. Wir ersuchen die allerlei interessante Enthüllungen gefaßt sein. Schon geftern Genossen, auf ihren demnächst stattfindenden Wahlkreis- Konferenzen ereignete sich ein kleiner Zwischenfall. Ein liberaler Abgeordneter konnte schon bei dem zweiten Titel des Finanzplanes nachweisen, hierzu Stellung zu nehmen und für die Beschickung derselben seitens taß ein kleiner Irrthum" von etlichen Millionen vorkomme. aller Wahlkreise der Provinz Brandenburg und Berlins Sorge Darob große Entrüftung am Ministertisch, so daß der Unter zu tragen. Jeder Kreis hat das Recht, bis zu drei Delegirte staatssekretär im Finanzministerium die Bemerkungen des Liberalen Dummheiten nannte. Allgemeiner Lärm und Duell in entsenden. Tag, Lokal, provisorische Tagesordnung u. s. w. Butunft sich zu verschaffen, oder wenn er sich gar einer Fachzu Aussicht! Aber der Jrribnm war doch zu offenkundig, so daß die geben wir in allernächster Zeit bekannt. Finanzkommission den angegriffenen Titel zur Nachprüfung zurückzog und der Liberale versicherte, er werde sich die Freiheit nehmen, bei der weiteren Berathung noch etliche kleine Irrthümer" auf zudecken. Norwegen. Mit sozialdemokratischem Gruß Agitations Rommission für die Provinz Brandenburg. J. A.: Carl Dimmid, Berlin SO ,, Elifabeth- Ufer 55. Die Parteiorgane der Provinz werden um geft. Abdruck Christianta, 21. Juli. Der Storthing verwarf mit 58 gegen 56 Stimmen die Verlängerung der interimistischen gebeten. Erhöhung des Buckerzolls, verwarf einstimmig Der Gewerbe- Juspektor für die Bezirke Hildesheim die Verlängerung des erhöhten Petroleumzolles und Lüneburg sagt in seinem Jahresbericht: In der in und lehnte mit 74 gegen 40 Stimmen die Einführung Harburg belegenen Druckerei Des sozialbemo eines Fleisch zolles ab. fratischen Voltsblatts für Harburg" besorgte ein Rind an einer Schnellpresse ohne Ablege- Apparat das Abnehmen und vier Kinder das Falzen." Rußland. -Nach Beendigung des Streits ber Peter 3: burger Arbeiter ließ die russische Regierung auf den Petersburger Fabriten einen Aufruf verbreiten, welcher folgenden Wortlaut hat: " Hiermit wird auf Befehl des Finanzministers den Arbeitern Der Petersburger Baumwoll- Spinnereien und-Webereien das folgende mitgetheilt: Im Laufe der letzten zwei Wochen haben auf einigen Baum wollen- Manufakturen die Arbeiter die Arbeit eingestellt und Streits infzenirt, wozu sie von übelgesinnten Leuten aufgereizt worden sind, welche ihnen schon lange den Rath geben zu streifen und versprechen, daß auf diesem Wege die Arbeiter für sich verschiedene Vortheile erzielen werden. Schon in diesen Tagen konnten die Arbeiter sich selbst überzeugen, daß der Streit für sie zu schlimmen Folgen geführt hat: Die Arbeiter haben ihr ganzes Einkommen eingebüßt, viele für ganze zwei Wochen; die Aufwiegler und Rädelsführer sind verhaftet und haben nach dem Gesetze eine strenge Bestrafung zu gewärtigen. Und wie viel Leiden und Noth haben in dieser Beit die an nichts schuldigen Familien der Arbeiter ertragen müssen! Wenn die Arbeiter streifen, so können während des Streites felbst ihre gerechten Wünsche nicht erhört werden; keine Gesuche tönnen von ihnen entgegengenommen werden, da die Streifenden, indem fie eigenmächtig nach gemeinschaftlicher Verabredung die Arbeit niederlegen, ungefeßlich handeln. und all 100 " schaft Glas an Naturschönheiten, so arm sind diejenigen Ans Schlesien wird uns geschrieben: So reich die Graf ihrer Bewohner, die ihr Brot im Schweiße ihres Angesichts er. werben müssen, und das ist selbstverständlich der weitaus größte Theil. Troß der ziemlich ziemlich entwickelten Industrie sind bie Arbeitslöhne durchweg auf die niedrigste Stufe gebrückt und diesem entspricht auch die Behandlung, die den Arbeitern durch die Kapitalgewaltigen und den von diesen bestellten Autreibern zu theil wird. Je be tiefer werden sie in der Lebenshaltung herabgedrückt und desto scheidener die Arbeit@ bienen in ihren Ansprüchen sind, besto größere Leistungen sucht man aus ihnen herauszupreffen. Wehe dem Aermsten, der sich gar unterstehen wollte, für die schwer errungenen Pfennige ein Arbeiterblatt zu halten, aus demselben wenigstens einen Trost, einen Lichtblick für die organisation feines Berufes anschließt! Arbeiter, welche sich der= gestalt gegen den heiligen Geist christlich stumm'scher Art vergehen, denen wird sofort die Wahl gestellt, sich entweder blindlings dem Gebot des Fabrikherren zu fügen oder die Arbeit zu meiden. Diese Wahl wurde erst türzlich wieder einigen Glasarbeitern gestellt, welche die Absicht hatten, dem Unterstützungsverein der deutschen Glasarbeiter beizutreten. Die Glasarbeiter haben einen besonders gesundheitsschädliche Beschäftigung; die meisten Arbeiter dieser Branche ver fallen bereits im frühesten Mannesalter unrettbar der Schwindsucht, diefem einzig sicheren Grbtheil des Proletariats. Gegen alle diese Bedrückungen hat die hier dominirende Zentrumspartei tein Wort des Tadels. Den offenen Kampf mit der Sozialbemokratie schent sie, dagegen benugt man die Saalabtreiberei, sowie die Entlassung der der sozialdemokratischen Ueberzeugung verdächtigen Arbeiter, um den verhaßten Gegner unschädlich zu machen. Doch auch hier wird die Macht der Kapitalsanbeter gebrochen, mehr und mehr gelangt auch hier die Erkenntniß zum Durchbruch, daß die Sozialdemokratie die alleinige Vertreterin der arbeitenden Klassen ist. " Die Fabrikinspektoren pflegen bekanntlich in ihren Jahres berichten nicht einmal die Namen der Betriebe anzuführen, fie Mängel feststellten; wohl noch nie aber ist fie, dagewesen, daß ansfatt den Betrieb es felbst zu nennen, zu seiner Bezeichnung den Namen eines unter nehmens anführten, der in dem betreffenden Betriebe her Solches Seltsame aber leistete sich der erwähnte Daß die sogenannten Arbeiter- Wohlfahrtseinrichtungen stellen läßt. Fabrikinspektor. Die Druckerei, wo das„ Boltsblatt für Hars in erster Reihe den Interessen der Unternehmer dienen, dies gesteht burg" hergestellt wird, hat mit unserer Partei gar nichts zu die kapitalistische, Textil- Zeitung" gelegentlich einer Lobpreisung der thun, sondern ist ein rein fapitalistischer Privatbetrieb, zu dem Wohlfahrtseinrichtung", welche die mechanische Seidenweberei der Verlag des Wolfsblattes" in feinem anderen Verhältniß steht, der Firma Krahnen und Gobbes in Krefeld für ihre in Waffenals sonst jemand, der einer Buchdruckerei etwas zu drucken giebt berg, Regierungsbezirk Aachen, gelegene Filiale geschaffen Befagte Firma bat nämlich auf und dafür den üblichen Preis bezahlt. Auch abgesehen davon hat, umumwunden zu. ist die Darstellung des Fabrikinspektors noch eigenthümlich genug. ihre eigenen Kosten" eine Unterstützungs- und Invalidenins Leben treten laffen. Als Belohnung für In der angeblich sozialdemokratischen Druckerei ist nämlich der taffe vom Fabritinspektor vermißte Ablege-( richtiger Auslege-) Apparat, treu geleistete Dienste" ist jedem Arbeiter der Fabrik ein wie das" Boltsblatt" mittheilt, bereits seit etwa einem halben Spartassenbuch ausgehändigt worden, worin ihm 5 pet. seines Jahre an der Maschine angebracht, der Fabrikinspektor hat ihn bisher verdienten Gesammtlohnes gutgeschrieben worden sind. bei feinem zweiten Besuche auch selbst gefehen, und die Be- Diese Gutschrift wird ihm mit 4 pet. Binfen auch für die Folge schäftigung des schulpflichtigen Kindes an der Maschine ist nur zugeführt, sodaß, wie das Unternehmerblatt herausrechnet, das aushilfsweise auf wenige Augenblicke geschehen, denn die be- Buthaben eines 15 Jahre in der Fabrik beschäftigten Arbeiters treffende Arbeit war ständig einer erwachsenen Person übertragen. bei 15 Mart Wochenlohn etwa 900 Wt. und dasjenige Daß unsere Partei die regelmäßige Verwendung der Arbeitskraft eines 30 Jahre in der Fabrik thätigen Arbeiters schulpflichtiger Kinder in keiner Form billigt, brauchen wir nicht 2400 M. betragen würde u. f. f. 15. bis 30jährige Fabrikarbeit bei 15 M. Wochenlohn und Wohlfahrtseinrichtung! Wie die besonders zu betonen. Das Verfahren des in Rete fiehenden Beamten drängt uns Textil- Zeitung" hinzufügt, bezweckt die Firma durch diese den Schluß auf, daß es ihm bei der Abfaffung seines Berichts Wohlfahrtseinrichtung" eine„ feßhafte, tüchtige und zuverlässige" darauf ankam, seiner persönlichen Stimmung gegen die Arbeiter Arbeiterschaft zu gewinnen und schon jetzt habe diese Einrichtung " soviel Anllang" gefunden, daß sich weit mehr Arbeiter bei der partei Ausdruck zu geben. Firma um Aufnahme gemeldet hätten, als dieselbe beschäftigen könne. Die Arbeiter wird aber wohl weniger die Sehnsucht nach dem Genuffe der Wohlfahrtseinrichtung in diese Fabrik treiben, " der vormals etwa Das Gesetz schützt die Arbeiter und zeigt ihnen den Weg, auf welchem sie das Recht finden können, wenn sie empfinden, daß ihnen Unrecht geschehen ist. Das Gesetz sagt, daß im Falle einer Unzufriedenheit zwischen den Fabrikanten und den Arbeitern, welche durch Vereinbarung nicht beigelegt worden Die tapitalistische Presse, Tante Voß voran, hat die Darist, die Arbeiter fich an den Fabrikinspektor wenden müssen, er stellung des Fabrikinspektors für Hildesheim Lüneburg natürlich wird die Angelegenheit prüfen und eine Entscheidung treffen. fofort in der üblichen Weise gegen unsere Partei ausgeschlachtet. Wenn die Entscheidung des Fabrikinspektors die Arbeiter nicht Was aber würde dies edle Zeitungsgeschwister sagen, wenn in als die Noth! befriedigt, tönnen sie sich an das Departement des Handels einem Fabrifinspektoren Bericht irgend eine Ordnungsstüße, die Eine Schenkung von 120 000 m. hat die Generalver der Manufakturen eventuell auch den Finanz- in dem mit Mängeln behafteten Betriebe eines Unternehmers fammlung Farbwerte Meister minister selbst wenden und nie sind die Beschwerden der ihre Waaren herstellen läßt, für diese Mängel verantwortlich Lucius u. Brüning in Höchst der Kaiser Wilhelm- und Arbeiter von dem Departement oder von dem Minister gemacht würde? Augusta Stiftung gemacht für Juvaliden, Wittwen und Waisen ungeprüft und unbefriedigt geblieben, wenn sie nicht ungeſetzDie ,, Niederrheinische Volkstribüne" in Düsseldorf des Personals der Farbwerte. liche waren. Die Arbeiter sollen überzeugt sein, daß der Regie veröffentlicht folgenden Aufruf Ans Galizien wird gemeldet, daß auf den Gütern des rung die Interessen der Fabrikanten und diejenigen der Arbeiter Unser verantwortlicher Redakteur, Genosse Wessel, foll Millionärs Grafen Tarnogty alle Arbeiter stret= gleich theuer sind. Die Regierung ist besorgt um die Verbesserung die Offiziere und Unteroffiziere des Pionier- Bataillons Nr. 20 fen, weil ihnen seit vier Monaten tein Lohn ausihrer Lage und um die Erleichterung ihrer Arbeit, insofern dies in Met verleumderisch, wider besseres Wissen beleidigt haben. gezahlt worden sei. Der Fall ist für einen„ Millionär" etwas möglich und für die Arbeiter selbst von Vortheil ist. Wie bekannt, ist gegen die„ Tribüne" seinerzeit ein Ermittelungs start. Aber baares Geld herauszurücken, gehört überhaupt nicht Die Arbeiter sollen nicht denen glauben, welche die heimlich verfahren wider Unbekannt" eingeleitet worden, weil wir am zu den Passionen der„ Edelſten". Ist es doch z. B. in Deutscherscheinent en Blätter schreiben; nicht von gutem Herzen reizen 16. Mai d. J. einen aus München datirten Aufruf:" Beugen land einer ihrer größten Schmerzen, daß die Natural. sie die Arbeiter auf und nicht zum Heil führen sie dieselben, gesucht! Militaria betreffend", in den Spalten unseres Blattes wirthschaft mehr und mehr der Gelowirthschaft weichen muß. fonden benutzen sie nur als Mittel zur Erreichung ihrer ver veröffentlichten. Mit keinem Buchstaben glaubten wir dadurch und wenn sie schon schandenhalber bezahlen müssen, dann soll's brecherischen Ziele. Die vernünftigen Arbeiter sollen nicht nur irgend jemand zu verletzen die Düsseldorfer Staats- wenigstens in minderiverthiger Münze, in Silber sein. selbst auf die Aufwiegler nicht hören, sondern sollen ihren jungen anwaltschaft aber hat nunmehr Strafantrag gegen uns gestellt. und unerfahrenen Arbeitskollegen erklären, daß uur, indem man Der betreffende Mitunterzeichnete, Tischler Demmeler, Ueber die Ausbeutung schulpflichtiger Kinder in der dem Gesetze gehorcht, man die Befriedigung der gerechten München, Adalbertstr. 10 Rückgeb. II M. ist mitangeklagt und Landwirthschaft Schwabens theilt das Amtsblatt„ Neu- Ulmer Wünsche erwarten kann, die Streits aber immer zum Unglück so wird die Geschichte vor dem Forum der hiesigen Strafkammer Anzeiger" mit, daß die Beiziehung der Kinder zur Feldarbeit und zu dem Ruin der Arbeiter führen werden. verhandelt werden. Wir bitten daher alle diejenigen, welche in manchen Gegenden und Bezirken Schwabens in solch unPolizeiliches, Gerichtliches 2c. Jeder muß seine Pflicht nach dem Gesetze erfüllen und in 1893-1895 bei genanntem Truppentheil gedient haben geordneter Weise erfolgt, daß oft eine übermäßige AnGottes Wahrheit leben. Nur ein solcher Mensch kann dem und, was die Behandlung der Untergebenen daselbst anbetrifft, strengung bes noch in der Entwickelung und im WachsVaterlande nützlich sein und für ihn wird die kaiserliche Re- irgend welche Aussagen zu machen bereit sind, sich unverzüglich thum begriffenen Körpers ftattfindet, die sich natürlich auch gierung forgen. Ein Uebertreter des Gesetzes und der Ordnung bei der Redaktion der Niederrheinischen Vollstribüne", Düffel- bei der Unterrichtsertheilung in Abgespanntheit, Schlaffheit und wird bei der Obrigkeit nie Unterstüßung finden, im Gegentheil dorf, Karlsplay Nr. 3, mündlich oder schriftlich melben zu wollen. Wattigkeit des Körpers und Geistes fundgiebt. Wenn man be Familien die für seine Widergesetzlichkeit wird er die verdiente Strafe tragen. Um Abdruck dieser Beilen wird die Parteipresse denkt, daß in vielen bäuerlichen St. Petersburg, den 15.( 27.) Juni 1896." gebeten! älteren Schulkinder morgens um 4 Uhr mit ins Feld müssen, Dieses Schriftstück zeigt, daß die russische Regierung fich des Der Kongreß der franzöfifchen Arbeiterpartei in um Grünfutter oder beim Einsammeln des Getreides, und and großen Einfluffes, welchen unsere Genoffen auf die Arbeiter baben, so ist erklärlich daß in den paar Stunden des maffe gewonnen haben, bewußt ist. Ihre Hoffnung aber, diesen Dienstag Vormittag in Lille eröffnet worden. Nach Angabe bend, oft noch spät, beim Ableeren der Felder beizuhelfen Bormittags- Unterrichtes fein günstiger Erfolg erzielt werden Einfluß durch diesen Aufruf und die in ihm angekündigten des Wolff'schen Bureaus waren 315 Delegirte anwesend. fann. Repressalien alt brechen, wird sich als eine fich gewiß als Auch die emfigsten Lehrkräfte der ländlichen Volkss -Ueber die Bauerntämpfe der Schweizer, ichulen vermögen in dieser Zeit kaum merkliche Fortschritte trügerische erweisen. Die Arbeiter wissen zu gut, wie wenig fie bisher durch gütliches Bitten erreicht haben und unsere Genossen Stedinger und Dithmarschen in einer Textil zu machen. Der jugendliche Körper aber wird durch die früh= werden sie schon darüber belehrt haben, daß das bischen Ararbeiter Bersammlung in Meerane i. S. zu sprechen, zeitige Üeberanstrengung in feiner normalen Entwickelung und beiterfchuß, welches wir in der Gefeßgebung des westlichen ließ der Bürgermeister Ebeling nicht zu, weil dieses Thema zu gefunden Ausgestaltung gehemmt. Es dürfte daher die dringende Europa's und Rußlands finden, ausschließlich auf die Furcht den Textilarbeitern gar keine Beziehung habe, und weil der in Mahnung sehr am Playe sein, daß die Kinder, wohl mit nüz der befizenden Klassen vor energischen Forderungen Aussicht genommene Redner, Genoffe Manfred Wittich aus licher Arbeit beschäftigt, aber bei der Heranziehung zur Verrichfeitens der Arbeiterschaft zurückzuführen ist( die russische Leipzig als ein Agitator bekannt sei, der eine aufreizende Sprache tung der Feldarbeiten nicht übermäßig angestrengt werden sollen, Arbeiterschutz Gesetzgebung ist der vielen führe. Die Versammlung wurde also verboten. Unterm Ausnahme- damit nicht die Ausbildung des jugendlichen Geistes und Körpers eine Folge Streits der ruffischen Arbeiter in den achtziger Jahren). gesetz von 1878 find in Sachfen ähnliche Verbote oft genug vor darunter leitet." Selbst der letzte Streit in Petersburg wird den Arbeitern feine gekommen, daß sie aber heute noch, unterm gemeinen Recht, Diese Mahnung wird, so gut gemeint fie auch ist, das lebel Zweifel über die Nüglichkeit ihres energifchen Vorgehens laffen. möglich find, ohne dem betreffenden Beamten die schärfte nicht mildern. Strenge Gefeße zuin Schuß der Jugend find das Den Arbeitern ist versprochen worden, daß 14 Tage nach Rüge von seiner vorgesetzten Behörde einzubringen, das ist ein einzige, was die Bauern hindern könnte, die Kinder über Gebühr der Wiederaufnahme der Arbeit ihre Forderungen bewilligt Bufland, über den wohl nur Leute stillschweigend hinweggehen zur Arbeit heranzuziehen. Im bayerischen Schwaben herrscht werden, und selbst wenn dieses Versprechen in den meisten können, die dem durch nichts gerechtfertigten Grundsay huldigen, ber Klein- und Mittelbesitz vor, der, wie im Klein- und Mittel# : Gewerkschaftliches. " mit Betrieb im Handwert, mit auf die billige Arbeitskraft, In Neunkirchen in Desterreich ist der Ring der Fabrikanten| Rolberger Salon. Stopfact referirte über den Stand des Streits der Minderjährigen angewiesen ist, um sich gegenüber gesprengt. Ein Theil von ihnen hat auf die geplanten Maß- der Metallformer, und führte aus, daß gegenwärtig nach elfDer Wirfung des Groß Kapitals über Waffer zu regelungen verzichtet, die Arbeit ist daher dort wieder auf- wöchentlicher Dauer des Kampfes die Gegner auf beiden Seiten halten. Wohl mehr die wirthschaftliche Nothwendigkeit als die genommen worden. Die Mehrheit der Fabrikanten will aber noch fest auf ihren Forderungen bestehen. Die Hoffnung der Selbstsucht wird die Bauern veranlassen, z. B. ihre eigenen von der Aussperrung einzelner mißliebiger Arbeiter nicht ab- Unternehmer, daß nach der stillen Zeit der Sommermonate die Arbeiter Kinder in der geschilderten Weise auszubeuten. Eben deshalb ist gehen und droht den Streitenden mit der Ermission zu Kreuze triechen würden, sei vereitelt. Durch die thatkräftige Unteres durchaus nicht ausgeschlossen, daß die bäuerliche Bevölkerung aus den Werkwohnungen wenn sie die Arbeit nicht stützung der gesammten Metallarbeiter wären die Former in der für den Gedanken der Vergesellschaftung der Produktion ebenso wieder aufnehmen. Infolge dieser Drohung der Lage, den Kampf durchzuführen. Der Versuch, den Guß in ans gewonnen werden kann, wie es bei der Industriebevölkerung und in der Eltz'schen Spinnerei auf die brutalste Weise Ernst deren, vom Streit nicht betroffenen Gießereien anfertigen zu lassen, Darunter bereits bei einem wenn auch noch kleinen Theile des gemacht wurde, ist denn auch ein Theil der Ausständigen wieder scheiterte an der Solidarität der betreffenden Kollegen, die sich Handwerkerthums der Fall ist. zur Arbeit zurückgekehrt. Der Streit brach am 2. Juni aus weigerten, derartige Arbeiten anzufertigen. Nun waren die und hatte seine Ursache in der Verweigerung der Forderung der Unternehmer bemüht, außerhalb Berlins ihre Arbeiten anfertigen Bis ins Rheinland gingen fie mit ihren gesammten Arbeiter Neunkirchens, daß die Ermission von am zu lassen. Streit in der Elz'schen Fabrit betheiligten Arbeitern nicht aus Aufträgen. Der Agitation und dem umsichtigen Vorgehen der An die Zimmerer Berlins und der Umgegend! Unferen geführt werden solle. Der Streit ist also indirett eine Ver- Berliner Kollegen gelang es jedoch, an den betreffenden Orten die Kollegen für ihre Sache zu gewinnen. Unter anderen Berufsgenossen theilen wir hierdurch mit, daß durch Beschluß der urtheilung des Systems der Werkwohnungen. Playdeputirten Versammlung vom 16. Juli der Beitrag zum In der englischen Bergwerks- Industrie bestand zwischen hätten sich erst kürzlich die Leipziger Kollegen mit den Der Kampf Agitations- und Unterstützungsfonds auf 20 Pf. pro Woche er- Bechenbesitzern und Bergarbeitern ein Versöhnungsrath, ein hiesigen in vollem Umfange solidarisch erklärt. niedrigt ist. Wir erwarten aber nunmehr, daß jeder in Arbeit privates Ginigungsamt, bestimmt, Differenzen zwischen beiden gehe jetzt seinem Ende entgegen und könne innerhalb einer stehende Kollege diesen Beitrag zahlt, da wir sonst nicht in der Theilen in Güte zu schlichten, Streits und Aussperrungen also Woche entschieden sein, denn nun beginne die Saison, und die Lage sind, unseren Beschlüssen den Arbeitslosen und Gemaß zu verhüten. Wie der Voff. 3tg." geschrieben wird, existirt Arbeitskräfte würden gebraucht. Die dem Ringe angehörenden regelten gegenüber nachzukommen. Zu gleicher Zeit ersuchen wir dieser Versöhnungsrath"" seit letzter Woche nicht mehr und beide fleinen Fabrikanten kämen allmälig zu der Erkenntniß, daß die Platzdeputirten, den in dieser Woche zur Versendung ge- Parteien rüsten sich zum Kampfe. Die Bergwerks- Besitzer wollen ihnen die großen doch nur den Garaus machen wollten, und Man behelfe Tangenden Flugblättern eine große Verbreitung zu verschaffen. nämlich, was sie übrigens mit dem Sinten der Kohlenpreise folgten diesen nicht mehr so willig wie bisher. Die Lohnkommission. J. A.: Theodor Fischer. einigermaßen plausibel zu begründen wissen, nicht nur den Lohn um sich jetzt mit dem Anlernen von Hilfsarbeitern, wogegen aber Für den verloren gegangenen Hutmacherstreit macht 10 pet. herabsetzen, sondern auch so sagen die Arbeiter und sie selbst die Lehrlinge protestiren und in einer Gießerei deshalb gedroht hätten. Es sei nun der Stumm'sche Moniteur, die Poft", die sozialdemokratis werden das wohl am besten wissen- den Gewerkverein zermalmen. mit Arbeitsniederlegung fchen Arbeiterführer" verantwortlich, was an diesem Blatte, das Wenn es zum Streit fommen sollte, werden gegen 300 000 Berg- Sache aller Metallarbeiter, sowohl prinzipiell wie finanziell den Streit der Former zu unterstüßen, an dessen Ausdie Verhegung der selbständig organisirten Arbeiterschaft in der leute feiern, gang jeder einzelne, gleichgiltig welcher Branche oder Organisation fchamlosesten Weise betreibt, ja nicht wundernimmt. Wir nehmen er angehöre, das lebhafteste Interesse habe. Nachdem einige von den Auslassungen des Blattes nur Notiz wegen der außergewöhnlich frechen Behauptung, die politisch geschulten Diskussionsredner im Sinne des Referenten gesprochen, führte Agitatoren" hätten sich, nachdem der Streit Pollion aus, daß es seiner Meinung nach besser gewesen wäre, vorn herein in einen allgemeinen als verloren betrachtet wurde, der Eine außerordentliche Generalversammlung der Orts wenn die Former von Sache bemäch ob in Es scheine doch, als tigt" und es als Prinzip aufgestellt, daß den Krankenkasse für das Gewerbe der Tischler und Pianoforte Streit eingetreten wären. an Fabrikanten einmal ein Exempel statuirt" werden müsse. arbeiter Berlins fand am 16. Juli in den Arminhallen statt. manchen Fabriken Guß angefertigt werde für Gießereien, wo wird. Unter diesen Umständen tönne der Durch diese allgemeine Redensart soll bei den mit der Wiederum hatte die Versammlung über einen Erlaß des Ober- gestreift Es wäre Sache der StreifenSache unbekannten Lesern der„ Post" der Glaube erweckt werden, präsidenten, welcher die Herabsetzung der Leistungen von 52 auf Streit noch lange dauern. Die Hutmacher hätten über ihr Geschick nicht wie es der Fall 39 Wochen verlangte, Beschluß zu fassen. Um den Delegirten den und der leitenden Perfonen, eine ausgiebige Kontrolle vollkommen selbständig, sondern unter einem mehr oder einen genauen Einblick in die Kassenverhältnisse zu geben, hatte über die ausgeführten Gußarbeiten durchzuführen. Stopsack, minder deutlichen Zwange unserer Partei entscheiden müssen. der Vorstand denselben einen halbjährlichen Kassenbericht unter: Schmidt und andere Redner entgegneten darauf, daß ein allZur Widerlegung dieser bösartigen Verdächtigung genügt die breitet. Im Anschluß an diesen führte Koblenzer etwa folgendes gemeiner Streit seinerzeit nur im Interesse der Unternehmer ge= Bemerkung, daß erfahrungsmäßig gerade die politisch geschulten aus: Es ist in diesem Jahre bereits das zweite Mal, daß wir legen hätte, und die Vermeidung desselben ein Alt der Klugheit gewesen Die Kontrolle werde in hinreichender Weise ausgeübt Arbeiter zu wissen pflegen, wann sie eine gewertschaftliche Be- einen derartigen Erlaß zu diskutiren haben. Schon in der General set. wegung zu beenden haben, während bei den politisch nicht versammlung am 23. April d. I. lag ihnen ein Erlaß vor, nach und die Befürchtungen des Kollegen Pollion wären unbegründet. geschulten das umgekehrte der Fall ist. welchem der Oberpräsident die Herabsehung der Leistungen auf Die Sache der Streifenden stehe so günstig, wie selten eine Be Es stehe fest, daß sich die Arbeiten Zum Weberstreik im Eulengebirge wird uns aus 26 Wochen verfügen wollte, wenn die Generalversammlung wegung gestanden habe. einen derartigen Beschluß innerhalb einer gewissen Zeit häufen, und es den Unternehmern gar nicht möglich sei, dieselben Langenbielau geschrieben: Um über die Zugeständnisse der Firma B. Mengebauer Söhne Beschluß zu fassen, fanden sich am Mon- nicht selbst fassen würde. Nachdem die Generalversammlung über in der bisherigen Weise mit den unzureichenden Kräften fertig zu die Kassenverhältnisse orientirt war, lehnte sie die Herabſegung stellen. Andere Redner betonten, daß die Eisenformer das größte Jutertag morgen die Streifenden wieder im Garten des Genossen der Leistungen einfach ab. Aber auch der Herr Oberpräsident esse an dem Streit der Metallformer hätten, sich jedoch nicht in ge Aust zusammen. Die Versammlung war außerordentlich zahl= reich besucht. Nach längerer Debatte wurde einstimmig be- führte die von ihm angedrohte Maßregel nicht aus, sondern es bührender Weise an den Geldsammlungen betheiligten. Nach Schluß schlossen, die Arbeit wieder aufzunehmen, wenn sich bei geheimer wurde wieder neue Nachfrage gehalten, deren Resultat in der der Debatte wurde eine Resolution angenommen, welche sich für den Abstimmung ein Viertel der Streifenden für Aufnahme der Ar- Gestalt des neuesten Erlaſſes uns heute beschäftigt. Wenn das Formerstreit ausspricht und denselben materiell und moralisch zu beit erklären würden. Dann nahm man die Abstimmung vor. mals die Verhältnisse eine Ablehnung des Antrages schon recht unterstützen erklärt und jeden Eisenformer verpflichtet, wöchentlich Abgegeben wurden 447 Stimmzettel, davon war einer unbeschrieben fertigten, so kann Ihnen der Vorstand heute nur rathen, die Ab- 50 Pf. zum Streitfonds beizusteuern. und 445 erklärten sich gegen die Aufnahme der Arbeit. Mithin lehnung aufs neue auszusprechen. Die Rassenverhältnisse sind durchaus Eine öffentliche Versammlung der Einfeger( Tischler) ist die Weiterführung des Streits beschlossen. Der Arbeiterausschuß günstige. Die erste Hälfte des Jahres ist für die Kaffe stets derwurde beauftragt, weitere Berhandlungen mit der Firma B. Neugebauer artig ungünstig gewesen, daß es nie möglich war, die zum tagte am Sonntag im Englischen Garten, um den Bericht der in Söhne anzuknüpfen. Als Grundlage soll die nachfolgende ein Reservefonds nothwendige Summe zu erübrigen. Im ersten der vorigen Versammlung gewählten Fünfer- Kommission entgegen Mart, also zu nehmen. Wie Millarg anführte, hat sich die Kommission stimmig von den Streifenden gutgeheißene Resolution dienen: halben Jahre 1896 find aber schon 20 516,11 war " bereits Versammlungen. Die Streifenden erklären die Arbeit wieder aufnehmen zu wollen, 2871,51 mehr erübrigt worden, als zum Refervefonds, nach an den Obermeister der Innung gewandt mit dem Antrag, daß wenn die Firma die beabsichtigte Maßregelung Krätzig's zurück. Höhe der in derselben Zeit eingelaufenen Beiträge, nothwendig diese gleichfalls eine Kommission wählen möge, damit auf diesem nehmen, außerdem den Webern, Spulern und Andrehern noch war. Hätte die Kasse während dieser Zeit nur 26 Wochen ge: Wege gemeinsam die gestellten Forderungen berathen werden eine Lohnerhöhung zugestehen und die Verkürzung der Arbeits- zahlt, so wären noch 13 844,25 Mart, also im ganzen 17 715,76 Mart tönnen. Der Obermeister Herr Marschall schien dem Verlangen mehr als zum Refervefonds nothwendig waren, erübrigt worden. Noch nicht besonders gegenüber zu stehen. Die Einfeger, so bemerkte zeit auf 10 Stunden durchführen will." S " " Am Montag Mittag ist aus Nieder Desterreich ein Truppaugenfälliger dürfte die günstige Lage der Kasse sein, wenn man Herr Marschall, verdienen zur Zeit immer noch soviel Geld, daß von 13 meist jugendlichen Arbeitern angelangt, die die Arbeit die Zeit vom 1. Juli 1895 bis 1. Juli 1896 in betracht zieht. feine Ursache zu einem Vorgehen vorliege. Aufmerksam gemacht der Streifenden besorgen. Natürlich können diese den Kohl auch In dieser Zeit sind 54 023,10 M. erübrigt worden, eine Summe, von der Kommission, daß es sich nicht um bedeutende Neuforderungen nicht fett machen. Die ganze Geschichte ist nur ein Beweis dafür, welche die in derselben Zeit zum Reservefonds nothwendige um handelt, sondern um die Festlegung des alten Tarifs und Abschaffung faft 16 000 m. übersteigt. Wenn man auf die vergangenen Ge- der Nebenarbeiten, Forderungen, die bereits bei einem großen wie nothwendig die Firma die Arbeit der Streifenden gebraucht. schäftsjahre bis 1889 zurückblickt, so findet man, daß ein derartig Theil von Firmen durchgeführt sind, wurde eine Sigung des Daß die deutschen Arbeiter und auch die österreichischen günstiges Resultat nur im Jahre 1892-1893 erzielt wurde. Innungsvorstandes einberufen, in der aber beschlossen wurde, ihr möglichstes thun müssen, um zuzug nach hier fernzuhalten, aber in diesem Jahre wurden die Beiträge von 36 auf 45 Bf.pro Kopf über den Antrag zur Tagesordnung überzugehen und von der ist selbstverständlich. Bekanntlich hatten zwei Zirkulare, auf denen die Angabe erhöht, weil die Kaffe im Vorjahre mit einem Defizit von Wahl einer Kommission Abstand zu nehmen. Durch diesen Be des Druckers fehlte, Anlaß zu gerichtlichem Einschreiten gegeben. 7475,19 M. abgeschloffen hatte, so daß die günstige Lage der schluß des Innungsvorstandes sei eine Regelung der Arbeitss Am Montag hatte sich denn auch der Drucker der Zirkulare, Staffe damals nur in der Erhöhung der Beiträge ihren Grund verhältnisse in der gewünschten Weise nicht möglich, troydent Genosse Pelz, wegen Uebertretung des Preßgesetzes vor dem findet. Der Vorstand empfiehlt Ihnen deshalb folgende Reso- man angenommen hatte, daß die Innung ein Interesse daran Tution zur Annahme: Die außerordentliche Generalversammlung, habe, die bestehende Schundkonkurrenz zu beseitigen und schon Reichenbacher Schöffengericht zu verantworten. Gegen die übrigen Angeschuldigten ist das Verfahren eingestellt worden, bestehend aus Delegirten der Arbeitgeber wie Arbeitnehmer, aus diesem Grunde das gemachte Anerbieten afzeptiren würde. beschließt, von einer Herabsetzung der Leistungen von Die Kommission wird nun Streiftarten ausgeben und Bons vers weil die Beihilfe zu einer Uebertretung nicht strafbar ist. Pelz 52 wie diefelbe in dem Erlasse treiben, um event. Gemaßregelte unterstüßen zu können. Der wurde zu 10 M. Geldstrafe verurtheilt. In den Urtheilsgründen beau 39 Wochen, des Herrn Oberpräsidenten verlangt wird, Abstand Redner ersucht, den Vorschlag der Kommission anzunehmen und heißt es, daß der Juhalt der Zirkulare politisch- wirthschaftlich zu nehmen. Die Ablehnung wird begründet durch den günstigen eine recht rege Agitation für die Bewegung zu entfalten. sei und deshalb sei die Angabe des Druckers nothwendig Stand der Kasse, welcher es ermöglicht hat, daß im ersten halben In der ziemlich ausgedehnten Diskussion, an der sich Hoff= gewesen. And Köln berichtet die" theinische Zeitung": Direktor 2871,51 M. mehr erübrigt wurden, als in derselben Zeit zum Berfölz, Ma che ti und andere betheiligten wurde den VorJahre, der für die Kasse stets ungünstigsten Geschäftszeit, schon mann, Schmit, Bilefeld, Lehmann, Wittig, Wankel von der Allright Fahrradfabrik Georg schlägen der Kommission allgemein zugestimmt und gewünscht, Sorge u. Comp., ein noch junger, aber desto schneidigerer Reservefonds abgeführt werden brauchte. In der Diskussion wies ein Redner auf den toloffalen daß der ausgearbeitete Tarif auch den auswärtigen in betracht Herr, hat am 1. Juli den Schlosser S. plöglich entlassen. Als Wiederspruch hin, welcher zwischen einem Anschreiben der Gewerbe- kommenden Meistern zugesandt wird. Von mehreren Rednern Grund gab Herr Direktor Wankel an, die Polizei habe beputation und des Magistratskommissars vom 15. Juni d. J. und wurde das Vertrauensmänner- System befürwortet, um eine nachihm mitgetheilt, G. sei ein, sozialdemokratis scher Aufheber". Darauf erklärten sich acht Rameraden in dem Anschreiben die Zahlung der 52 wöchigen Unterstützung die Organisation aufgefordert. Nachdem millarg noch verscher Aufheter". Darauf erklärten sich acht Kameraden dem vorliegenden Erlaß besteht. Dieselbe Aufsichtsbehörde, welche haltige Agitation zu ermöglichen und allseitig zum Anschluß an mit dem gemaßregelten S. solidarisch und legten die Arbeit als höchst lobens- und wünschenswerth hinstellt, giebt in dem schiedene Mißstände kritisirt und darauf hingewiesen hatte, daß nieder. Das Verbrechen des Entlassenen besteht darin, daß er selben Augenblick ein Gutachten dahin ab, daß wie hier, ohne die Bauanschläger alle Ursache haben, gleichfalls jetzt in der Wanderversammlung des Metall: schon Stellung zu nehmen, indem sie bei einer Bewegung arbeiter Verbandes gesprochen hatte. Leider konnte Grund die Leistungen herabgesetzt werden sollen. Die Resolution des Vorstandes wurde einstimmig an der Einsetzer bedeutend in Mitleidenschaft gezogen werden, Genosse S. nicht in Erfahrung bringen, von welchem Organ der wurde folgende Resolution einstimmg angenommen: Die Polizei die Denunziation ausgegangen ist. Er will sich beschwerde genommen. führend an das Polizeipräsidium wenden. Die Generalversammlung der graphischen Arbeiter Bersammlung heißt das Vorgehen der Fünfer- Kommission" gut. Zum Ansstand der Taschen- und Federmesser- Reider und Arbeiterinnen tagte am 16. Juli im Englischen Garten. Sie beschließt: 1. Vom heutigen Tage ab hat jeder Einsetzer Solingens, der noch feine Aussicht auf baldige Beilegung Stropp berichtete über den Kassenbestand, der sich wie folgt zu eine Streiffarte zu entnehmen. 2. Jede Woche sind wenigstens bietet, dürfte sich jetzt noch ein Ausstand der Scheerenausmacher sammenstellt: Ginnahme 2354 M., Ausgabe 783,60 m, an 50 Pf. zum Streitfonds abzuliefern. 3. Vom Sonntag, den gefellen, die ein neues Verzeichniß der zu zahlenden Löhne, das die Hauptkasse abgesandt 1620,40 M. Das Bureau hatte eine 26. Juli, werden in allen 4 Vierteln der Stadt sogenannte von einer Anzahl von Fabrikanten bereits genehmigt worden ist, Ginnahme von 972,90 M. und eine Ausgabe von 972,90 M.; Morgensprachen eingerichtet, wo die Kollegen ihre Karten ab= Einnahme der Privatkasse: 469,65 M., Ausgabe 298 m., bleibt stempeln lassen und Beiträge abliefern. Die Zeit ist von 9 bis allgemein durchsetzen wollen. Die betreffenden Lokale werden öffentlich Der Leipziger Glaserstreit ist nach fiebenwöchiger Dauer Bestand 171,65 M. Die Maimarken ergaben eine Einnahme 11 Uhr feſtgefeßt. Die Forderungen, welche den von 227 M. und eine Ausgabe von 48 M., bleibt ein Ueber noch bekannt gegeben werden." zu gunsten der Gehilfen beendigt. Ein großer Theil der Tischler Plauens i. V. steht schuß von 179 M. Arbeitslosen- Unterſtüßung vom 1. April bis Arbeitgebern umgehend unterbreitet werden sollen, sind folgende: noch im Streit und ersucht deshalb um Vermeidung des 1. Juli: Einnahme 340,50 M., Ausgabe 67,30 M., Beftand 1. Die betreffenden Arbeiten sind in die zuständigen Etagen 273,20 M. An Mitgliedern zählt der Verein jetzt 1089 männ( Stockwerke) auf Kosten des jeweiligen Arbeitgebers zu befördern. Zuzugs. Ju Bayreuth follen, nach einer Meldung der Münchener liche und 208 weibliche. Rehfeld, welcher den Kaffenbericht der 2. Der Arbeitgeber hat das dazu gehörige Material zu liefern, Allgemeinen Zeitung", die ausständigen Arbeiter der Hof- Arbeitslosen- Unterstüßung gab, bedauerte fehr, daß von den als: Hinterlegeholz, Nägel, Schrauben, Bankeisen 2c. Ofenfabrik von 2. Seiler durch Unterschrift erklärt haben, ca. 1100 organisirten Kollegen sich nur 353 an der Arbeitslosen Arbeitgeber ist verpflichtet, sämmtliche Arbeiten, welche nicht zum Auf Antrag wurde den Kollegen Einfegen gehören, sowie nicht passende Tischlerarbeiten oder daß sie sich theilweise nur durch Drohungen genöthigt sahen, Unterstützung betheiligten. dem Ausstand sich anzuschließen, ferner daß sie freiwillig aus Stropp und Rehfeld Decharge ertheilt. Die Einnahme der Ber andere vom Maurer oder Zimmermann versehene Arbeiten, dem Fachverein ausgetreten sind und sich nie wieder in einen sammlung im Feenpalast, 40,80 m., wurde zur Deckung der Un- welche der Einsetzer ändern muß, in Lohn, entsprechend dem Verfolchen aufnehmen lassen werden. Auf diese Erklärung und ihre fosten verwandt. Der Streit der Präger bei der Firma Priefter dienst, zu bezahlen. Ebenso sind Versäumnisse, veranlaßt durch Bitte hin seien die Ausständigen wieder in die Fabrik auf- u. Eyck dauert unverändert fort. Die Kollegen weigern sich, die andere Handwerker oder durch fehlende Tischlerarbeit zu bezahlen. genommen worden. Daß diese Erklärung, vorausgesetzt, sie sei Arbeit aufzunehmen, bis der bekannte Prägemeister Gebert ent. Der ausgearbeitete und von der Versammlung angenommene wirklich abgegeben worden, nur erzwungen wurde und des- laffen wird. Recht bezeichnend ist es, daß die Drucker bei dieser Tarif weist 42 Posten für die verschiedenen Arbeiten auf. Alle halb vollständig werthlos ist, ergiebt sich schon aus der Be- Firma nicht einmal den Muth haben, für ihr Koalitionsrecht außergewöhnlichen Arbeiten als: Paneele, Decken, Heizkörper u. s. w. Die Versammlung forderte die Streifenden zu sind nach gegenseitiger Uebereinkunft zu berechnen. Gewünscht merkung, man werde einem Berufsvereine nie wieder beitreten. einzutreten. Ein solch dummes Versprechen giebt heutzutage tein Arbeiter muthigem Aushalten auf. Jödicke referirte hierauf über das wird weiter die Beseitigung des Zwischenmeistersystems, da durch graphische Kartell". Die zu diesem Punkt eingebrachte Re- dasselbe ganz unerquickliche Zustände, insbesondere in bezug auf freiwillig ab. In Wien hat der Tischlermeister Jelinek, der letzte, folution mit nachfolgendem Inhalt wurde zurückgezogen:„ Die Erlangung des verdienten Arbeitslohnes, hervorgerufen worden deffen Geschäft boykottirt war, den Neunstundentag nun gleich Bersammlung erklärt sich im Prinzip für ein graphisches Kartell. find. In nächster Zeit soll wieder eine Versammlung statt=" falls eingeführt, wenn auch nur für die Streitbrecher. Weiter ist Die letzten Vorgänge haben aber gezeigt, daß es für eine auf finden, in der über die ferner zu unternehmenden Schritte Bes zu berichten, daß die Tischlermeister Wiens die für den 20. Juli dem Boden der modernen Arbeiterbewegung stehende Organisation schlüsse gefaßt werden. in Aussicht genommene Aussperrung der Gehilfen unterlassen unmöglich ist, mit einem königlich preußischen Gewertverein, haben. Die Klempner haben ihre Forderungen bis jetzt wie dem der Buchdrucker, in ein Kartellbündniß einzutreten." von 60 Meistern bewilligt bekommen. 500 Gehilfen arbeiten zu Die Frage soll in der nächsten Versammlung als erster Punkt den neuen Bedingungen. Im Streit der Stellmacher ist der Tagesordnung zur Verhandlung tommen. Weiter wurde be fchloffen, zur 100jährigen Feier der Erfindung unserer Kunst am teine Veränderung eingetreten. 7. November eine Versammlung abzuhalten, sowie am Senefelder Denkmal einen Kranz niederzulegen. In Karlsbad in Böhmen sind zwischen den Tischlern und ihren Meistern Differenzen ausgebrochen, die wahrscheinlich zum Streit führen werden. Die Tischler Deutschlands werden beshalb ersucht, vorläufig den Ort zu meiden. Eine Versammlung der Former und Gießereiarbeiter, die von etwa 300 Personen besucht war, tagte am Sonntag im 3. Der Depelchen und letzte Nachrichten. London, 21. Juli.( W. T. B.) Aus dem Lager bei Bula= meldet, daß General Earrington gestern die erste befestigte Stellung wayo wird dem„ Reuter'schen Bureau" vom gestrigen Datum gea der Matabeles angegriffen hat. Der Kampf, welcher 7 englische Meilen von der Farm Usher stattfand, wahr sehr heftig und währte um 8 Uhr früh noch fort. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobcy, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 169. Tokales. Fünfter Wahlkreis! Zu den bisherigen Zahlstellen des fozia.demokratischen Vereins für den fünften Berliner ReichstagsWahlkreis sind noch einige neue hinzugekommen, sodaß nunmehr an folgenden Stellen Mitgliedsbücher ausgestellt und Beiträge entgegen genommen werden: Richter, Filzschuhgeschäft, Neue KönigRelf, is itthon, RI. Hamburger- und Elſaſſerſtraßenecke; Knetsch, Hirtenstr. 10; Wendland, Bigarrengeschäft, Marienburgerbstr. 32; Bolze, Landsbergerstr. 44. Der Vorstand. Achtung! Genoffinnen! Zu der am Donnerstag, den 23. Juli, abends 81/2 Uhr bei Wörschel, Schönhauser Aliee 28, stattfindenden öffentlichen Volksversammlung ist be sonders das Erscheinen der Frauen erwünscht. Die Einberuferin. Achtung! Rixdorf! Parteigenossen und Genoffinnen, beondes die Frauen und Mädchen des arbeitenden Volkes werden iermit aufmerksam gemacht, daß morgen, Donnerstag, den 23. Juli, abends 8 Uhr, in den Viktoria- Sälen, Hermann straße 48-50 eine öffentliche Versammlung stattfinden wird. Die Tagesordnung lautet: Vorlesung von Kennan's Wert über Rußland und Sibirien. 2. Distusfion. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen bittet. Die Einberuferin. abends statt. " Mittwoch, den 22. Juli 1896. 13. Jahrg. unferen Strafanstalten Leute mit geschwächten Verdauungs- des Studenten, der blutend zusammenbrach. Auf dem Schlesischen fräften durch die ungenügenden und schwer verdaulichen Bahnhof schleppte sich der Verletzte zum Stationsvorsteher und geschädigt werden. Nahrungsmittel in ihrer Gesundheit schwer, oft unrettbar veranlaßte die Festellung des Thatbestandes. noch durch erkranktes Fleisch zu ersetzen, wäre der Gipfel der die ein Berichterstatter gestern in die Welt gesetzt hat, erweist Das bischen Fleisch, das sie erhalten, jetzt Die Nachricht von der Festnahme des ,, Aufschlikers", Grausamkeit. eines Gefangenen Man dente sich nur einmal hinein in die Lage sich als unrichtig. Bisher sind im ganzen vier junge Männer politische Gefangene ins Auge zu fassen! man braucht dabei garnicht einmal nur der kleinen Frieda Müller, die noch das Bett hüten muß, vor wußtsein ins Gefängniß geht, daß er dort mit schwach" gestellt worden, der Thäter war jedoch nicht darunter. Dieſe finnigem und tuberkulösem Fleisch in seiner Suppe gefüttert Bache des ersten Reviers ist allerdings ein junger Mann gestern Vorführungen erfolgten sämmtlich am Sonnabend. Auf der werden soll, daß vielleicht der„ Spatzen", der ihm als Krankenfost vorgesetzt wird, aus solchem Material zusammengehackt ist! Abend eingeliefert worden; seine Festnahme hat jedoch mit dem Vorstellungen allein können einen Menschen krank werden lassen vor Efel. Ein kräftiger Protest ist nöthig, um diese Hoffmannschen Pläne im Reime zu ersticken. " der mit dem Be Treiben des Aufschlitzers nichts zu thun. Eine wilde Jagd wurde jüngst mehrere Tage lang hinter einem Deserteur der Disziplinarabtheilung des Gardekorps in Fünf lange Jahre soll es den dividendenreichen Pferde- dem Fort Hahneberg, dem Standquartier der Strafkompagnie, der Umgebung von Spandau veranstaltet. Der Mann war aus bahn- Gesellschaften nach dem Vertrage mit der Stadt Berlin noch entwichen und hielt sich, wie man in Erfahrung gebracht hatte, gestattet sein, ihren Betrieb in der bisherigen Weise fortzusehen, in den in westlicher Richtung belegenen Nachbardörfern auf; bevor völlig zum Motorenbetrieb übergegangen wird. Fünf troß eifrigster Nachforschungen konnte man seiner indeß nicht Jahre heutiger Verkehrszeitrechnung sind zwanzig Jahre früheren habhaft werden, offenbar wurde ihm von einigen Einwohnern Verkehrsschlendrians und die städtische Verkehrsdeputation befindet sich mit Annahme solcher Borschläge wahrlich nicht auf der Höhe ward er aber doch der ewigen Verfolgung müde und hat sich Hilfe geleistet bei der Erlangung von Unterkunft. Schließlich der Gegenwart! Fünf lange Jahre sollen wir noch auf den wieder freiwillig gestellt. Zehnpfennig- Tarif warten! Was hindert denn die dividendensprudelnden Gesellschaften, sofort mit jeder fertigen elektrischen Wegen Brandstiftung verhaftet wurde in Rixdorf Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag, die Attionäre und Aufsichtsräthe die Tausende noch nicht schnell Frau Johanna Jeczkowska, welche im Hause ziethenſtr. 23 Linie für einen Einheitssag von 10 Pf. zu befördern? Verdienen eine von ihrem Manne getrennt lebende, dem Trunke ergebene Freitag und Sonnabend während der Zeit von 71/2 bis 82 Uhr genug? Warum muß die Unwandelung des Betriebes in einen wohnt. Am Sonnabend Abend bemerkten Hausbewohner, daß elektrischen sich im Schlafmüßen- Tempo von fünf Jahren vollziehen? aus der verschlossenen Wohnung der J. Rauch drang. Man Der Fall Bashford hat seine Wiederauferstehung gefeiert, weil die Gesellschaften des öffentlichen Verkehrswesens gar öffnete gewaltsam die Thür und fand den mit Petroleum genach dem der plumpe Verfuch der Antisemiten, diesen Privat- fein Interesse an der Neuerung haben. Sie könnten zwar tränkten Fußboden brennend, doch gelang es, den Brand zu krafehl zu einer Fremdenheße auszubeuten, dem Generalpoftmeister spielend in der Hälfte der Zeit die elektrischen Stationen fertig löschen, ehe derselbe größere Ausdehnung genommen. Auf erstattete v. Stephan es erleichterte, diesen Vorgang als harmlos azu bauen, aber dann würde ja das Publikum ben Zehnpfennigtarif Anzeige wurde die J. verhaftet. erflären. Jegt beschäftigt sich die gesammte bürgerliche Presse 21/2 Jahre früher bekommen und die Dividenden und Tantiemen wieder ausführlich, sogar in Leitartikeln, mit dem Fall Bashford, könnten einhalb Prozent heruntergehen, während in der Warte kleinen Madchen, abzugeben, mußte am Sonntag Nachmittag der Wie gefährlich es ist, sich mit fremden Kindern, besonders da in der Deutschen Postzeitung" dem Generalpostmeister Un- zeit von fünf Jahren noch Millionen verdient werden. Und in der Ringbahnstraße zu Nixdorf wohnhafte Schlosser Albert 2. richtigkeiten in der Darstellung des Falles nachgewiesen werden. nun gar die Singer'schen Forderungen auf Verbesserung der an sich erfahren. In angeheitertem Zustande machte er sich mit Die hauptsächlichsten Widersprüche zwischen der„ Postzeitung" Bahnarbeiter- Verhältnisse: ist es nicht seit genug in fünf Jahren einigen fleinen Mädchen allerhand Scherze, wurde hierbei von und Herrn v. Stephan sind die folgenden: Herr v. Stephan diese Frage in Erwägung zu ziehen? Bis dahin sind auch die Erwachsenen betroffen und da man glaubte, 2. habe es auf Sittfagt, der Beamte, den Herr Bashford am Schalter insultirte, habe Stallleute überflüssig! Väter der Stadt, wollt Ihr Berlin wirklichkeitsvergehen abgesehen, fiel man über ihn her und lynchte ihn. gegen eine von dem Generalpostmeister selbst erlaffene Berlich noch volle fünf Jahre zu gunsten der Straßenbahn- Gesell- Alsdann wurde 2. arg zugerichtet der Polizei übergeben. fügung gehandelt, nach der die Worte in Telegrammen der schaften auf die Neuerung warten lassen? Fürchtet Ihr, wir Beitungsforrespondenten nicht gezählt werden sollen. Eine werden durch den Zehnpfennigtarif zu schnell übermüthig werden? Zu dem Thema Berliner Kirchenbauten" macht die folche Verfügung besteht nicht, tann technisch " D. Bauztg." eine Reihe interessanter Bemerkungen, die sich an überhaupt nicht ausgeführt werden. Dagegen ist durch Zengen gesucht! Am Sonnabend Abend zwischen 8 und die Thatsache knüpfen, daß nach den Mittheilungen des Generalalle bezüglichen Dienstvorschriften ausdrücklich das 9 Uhr fuhr der Tischler Albert Stahlfeld auf der superintenden Faber an die letzte Berliner Stadtfynode noch genaueste 3ählen der Worte und im vorliegenden Falle elektrischen Bahn von Pankow nach der Badstraße. Er gerieth an dreißig Kirchen hier zu bauen sind." Die„ D. Bauztg."" ver in bezug auf Bashford'sche Telegramme noch besonders an- in Wortwechsel mit dem Schaffner, weil derselbe sich anfangs tritt den Standpunkt, daß die Errichtung neuer Gotteshäuser geordnet. Herr von Stephan stellt den Beamten als weigerte, ein paar Arbeiter mit einem Sack aufsteigen zu lassen. über das Bedürfniß hinausgegangen und das ReligionsSonntagsvertreter und Aushelfer hin, trotzdem derselbe Als der Wagen im Verlauf dieses Wortwechsels an der Endstation bedürfniß des Volkes nach dieser Richtung hin Dorzur Zeit des Vorfalles bereits ca. sechs Wochen im Annahme- Badstraße angekommen war, faßte der Schaffner den Stahlfeld an läufig befriedigt sei. Das Fachblatt sagt dann u. a.: dienst thätig war; er behauptet, Bashford habe mit Telegramm der Brust, um ihn vom Wagen herunterzustoßen; Stahlfeld wehrte sich, wie viel Segen könnte einer anderen Richtung, Formularen nicht geschlagen, während dies durch drei indem er sich mit beiden Händen am Hebel festhielt, und dann, aber in demselben Sinne mit den hierfür nöthigen Geldern ges einwandfreie Zeugen, außer dem Geschlagenen, bestätigt wird. als der Schaffner ihn losließ, an dessen Rock. Schließlich kam stiftet werden! In Berlin toftet eine schlichte Kirche mit Grund Herr v. Stephan sagt weiter, Kaiser habe ausdrücklich proto: Stahlfeld zu Fall und dabei riß dem Schaffner der Rock ent- und Boden rund 500 000 m. Das ergiebt für 30 Kirchen eine follarisch ausgesagt, daß er von niemandem zur Zurück- zwei. Der Schaffner ließ nunmehr seinen Gegner durch einen Gesammtsumme von 15 Millionen Mart. Ein Zweifamilienhaus ziehung des Strafantrages veranlaßt worden sei, während K. Schutzmann fistiren. Als Stahlfeld ihn ersuchte, wenigstens für Familien von durchschnittlich je 5 Köpfen foftet in der Umnun erklärt, nur auf Wunsch des General Post- noch die Namen der Zeugen festzustellen, weigerte sich der Schuß gegend Berlins rund 10 000 M. Es tönnten somit mit fünfzehn meisters handle er so. mann mit den Worten: So viel Zeit haben wir nicht", wonach Millionen Mark 1500 Familienhäuser errichtet werden, Wenn nun auch Herr v. Stephan durch diese Darstellung der Verhaftete mit zur Wache ging. Derselbe läßt nun die welche 15 000 Personen eine nicht geringer anzuschlagende, in der„ Postzeitung", auf die er nicht wird schweigen können, in Zeugen jenes Vorganges auf dem Wagen bitten, baldmöglichst ihre täglich genoffene fittliche Unterlage bieten, wie sie ein eine fonderbare Lage gebracht wird, so wollen wir doch nur noch- Adresse mitzutheilen an Albert Stahlfeld, Grünthaler im günstigsten Falle doch alle 14 Tage nur stattfindender Kirchenmals betonen, daß wir die Zurücknahme des Strafantrages an straße 5, 1. Quergebäude, part. befuch ergiebt. Und das durch eine mäßige Miethe, welche den fich völlig billigen und nur wünschen, daß bei künftigen Konflikten zwischen Beamten und Publikum in gleich humaner Weise von tisten stattgefunden. Im Olympia- Riefentheater hat ein Streit der Sta. Bestrebungen der Synode z. B. zur Errichtung von Gemeindes Es wird uns darüber berichtet: Ein häusern wieder zu statten kommen könnte und durch Verkauf der den Behörden verfahren wird, aber nicht nur gegenüber dem Statist erhält pro Vorstellung 50 Pf. Dabei ist zu beachten, daß Häuser unter milden Bedingungen zum Selbstkostenpreise. Dabei Korrespondenten eines Londoner Klatschblattes, das mitsammt die Vorstellung reichlich 2 Stunden währt, wovon noch 1 Stunde ist noch nicht einmal eine Ausnutzung der Hypothekenseinem Herausgeber Herrn Levi- Lawson vor einigen zur Vorbereitung resp. Umkleidung nothwendig ist. Daß dadurch verhältnisse in Rechnung gezogen. Unter der Annahme, daß Jahren von dem englischen Abgeordneten Labouchere als eine der Nachmittag verloren geht, der sich zu einer anderen Beschäf- jede Person jeden Sonntag die Kirche besucht, würden die Schande für den englischen Journalismus a disgrace to tigung verwenden ließe, ist flar. Um die 50 Pf. zu verdienen, obigen 15 000 Personen, auf 30 Kirchen vertheilt, einen Besuch journalisen gebrandmarkt wurde, das aber der deutschen Re- ist außerdem im Verlaufe der Vorstellung noch ein 3 bis 4 maliger von 500 Köpfen für die Kirche ergeben, eine Zahl, die durch die gierung Reptiliendienste durch Verleumdung der deutschen Sozial- Kostümwechsel erforderlich. Unter diesen Umständen war der Wirklichkeit in dieser Höhe nicht erreicht wird, gleichwie auch demokratie geleistet hat. Ausbruch eines Streites erklärlich. Was aber war der Erfolg? die Voraussetzung eines wöchentlichen Kirchenbesuches nicht zuFinniges und tuberkulöses Fleisch für Speisewirthschaften Die Direktion versprach ihr möglichstes zu thun und bewilligte trifft. In welcher Weise steht dieser einfachen Rechnung die von nud Strafgefangene. Der Freibanttocherei auf dem städtischen eine Zulage von 10 Pf. Das war doch gewiß ein ent- 15 000 Köpfen täglich genoffene, das sittliche Gefühl in hohem Schlachthofe wird nach Angabe des Engros- Schlächtermeisters scheidender Sieg. Da aber die Direktion den Groschen nicht so Grade stärkende Wohlthat einer unabhängigen Wohnung und gerichtlichen Sachverständigen E. F. Hoffmann ein wöchent- leicht verschmerzen kann, bewilligte sie die Zulage nur den beim gegenüber? Ist das Wohlbefinden des Körpers nicht die liches durchschnittliches Quantum von 300 Zentnern Fleisch über- Streit betheiligt gewesenen Personen. Die neu hinzugekommenen nothwendige Grundlage für alle idealen Bestrebungen?„ Wir wiesen. Herr Hoffmann hat nunmehr, wie die" Bentral- Statisten bekommen keine Zulage, sondern nur 50 Pf. pro Bor- möchten es einmal aussprechen so meint schließlich die„ D. Bauztg." daß es uns unter rückhaltloser Berücksichtigung des Fleischer Beitung" bekundet, dem Minister des Innern einen Vorstellung. schlag unterbreitet, der dahin geht, das schwach tuberkulöse Die Verbreiterung der Artilleriestraße ist jetzt fast voll- religiös fittlichen Standpunkts scheinen will, als ob in den evangelischen Kirchen ein Kapital angehäuft und finnige Fleisch, welches in der Freibankkocherei ausgekocht ständig durchgeführt und nach dem Durchbruch derselben von und damit für den menschlichen Genuß angeblich unschädlich ge- der Linien- bis zur Elsasserstraße ist nunmehr durch die Borsig- ist, welches zu 67 als ein todtes bezeichnet werden macht wird, den Strafanstalten bezw. den Strafgefangenen zum ftraße ein Zugang zum Stettiner Bahnhof geschaffen, der die muß und bei der ungemeinen Intensität, welche die soziale Bes Konsum zu überweisen. Dieser Borschlag wird u. a. damit be- Friedrichstraße wesentlich entlasten dürfte. wegung angenommen hat, eine vielfältigere Ausnutzung finden müßte und könnte. gründet, daß das betreffende Fleisch jetzt in verschiedenen Eine Revision der Turngeräthe, Schaukeln 2c. in den Speisewirthschaften zur Verwendung gelangt, das Vergnügungsgärten in und bei Berlin findet zur Zeit statt. Witterungsübersicht vom 21. Juli 1896. selbe aber selten in seinem ganzen Bor. Jedenfalls geschieht dies infolge des Unfalls, der sich kürzlich in rathe abgesezt wird. Ob Herr Hoffmann die Weißensee zugetragen hat, woselbst bei einem im Sternecker'schen letztere Einrichtung bestehen lassen und nur den übrig bleibenden Lokale abgehaltenen Kinderfest ein zum Stangentlettern aufBorrath oder aber das ganze Quantum des der Freibankkocherei gerichteter Mast umstürzte und so viel Unheil anrichtete. In überwiesenen, leicht tuberkulösen und finnigen Fleisches den Zukunft werden wohl die Wirthe die größte Vorsicht bei AufStrafanstalten zum Konsum überwiesen wissen will, ist aus dieser stellung von Turngeräthen obwalten lassen. Mittheilung nicht ersichtlich. Wie der Herr Minister des Innern über diesen Borschlag des gerichtlichen Sachverständigen denkt, otal- Anzeiger" ist nachstehendes Inserat zu lesen: Spitel gesucht! Im Arbeitsmarkt" des Berliner darüber verlautet noch nichts. Wir sind der Meinung, daß selbst schwach" finniges und beiderlei Geschlechts jeder Berufsart, welche für krimina Gesucht unbescholtene, zuverlässige Personen Hamburg Berlin tuberkulöses Fleisch überhaupt nicht als menschliches Nahrungs- list is che Ermittelungen Intereffe haben, in größerer mittel verwandt werden dürfte. Man kann es zu Dungstoffen verarbeiten. Läßt sich nicht erreichen, daß dieses 3ahl gegen gutes Honorar eventuell Lebensstellung oder Nebenefelerregende Nahrungsmittel dem Konsum völlig ent- beschäftigung. Offerten mit Lebenlauf 2c." Bisher fonnte man die Wahrnehmung machen, daß Leute dann sollte aber doch wenigstens niemand zogen wird, gezwungen werden, es zu essen und niemand sollte für Spigeldienste auf ihre Unbescholtenheit felten oder nie geprüft Wie es den Anschein hat, handelt es sich um eine es als Nahrungsmittel anderen vorseßen dürfen, ohne bekannt zu geben, was er auftischt. Welche Mühe haben sich die staats- ganze Kompagnie solcher Leute, denn das Inserat verlangt, wie und gesellschaftserhaltenden Elemente im Reichstag gegeben, um die Figura zeigt, eine größerer Anzahl derselben. Also Achtung! Paris. heimliche Unterschiebung der Margarine für Butter zu vermeiden! Ueber eine blutige Schlägerei in einem Stadtbahn- Koupee Mit vollem Recht. Denn wenn jemand Butter fauft, so will er zweiter Klasse wird folgendes mitgetheilt: Sonntag Abend fuhren Butter haben, nicht irgend ein Kunstprodukt. Aber Margarine zwei junge Kaufleute vom Bahnhof Ausstellung aus mit einem ist wenigstens ein Nahrungsmittel, aus gesundem Material Stadtbahnzuge zum Schlesischen Bahnhof. In demselben Koupee hergestellt. Wie viel schlimmer ist es, Leuten Speisen vorzusetzen, saß ein Student, der den einen der beiden Kaufleute, als er sich die aus schwach" erfranktem Fleisch präparirt sind! Und jetzt eine Bigarre ansteckte, in höflicher Weise darauf aufmerksam erfahren wir aus der obigen Mittheilung, daß das finnige und machte, daß das Rauchen verboten sei. Die Antwort auf die tuberkulöse Fleisch, nicht nur, was schon schlimm genug Bemerkung des Studenten waren rohe Schimpfworte, und wäre, an Ort und Stelle auf dem Viehhof von Privatleuten als der junge Mann scheinbar nicht darauf hörte, Der Krach in dem Theater Alt- Berlin war in einer konsumirt wird, sondern daß es sogar an Speisewirthe verkauft begannen die jungen Leute ihn zu hänseln, bis er sich zuschrift der Direktion an die Zeitungen so dargestellt worden, wird. Das mindeste wäre denn doch, daß ein jeder solcher nicht mehr anders zu helfen wußte, als Schutz gegen als ob das beschäftigte Personal voll befriedigt worden sei. Speisewirth in seiner Wirthschaft ein Platat anschlagen müßte: diese Insulten bei dem Bahnpersonal zu suchen. Zu diesem Was es mit der vollen Befriedigung" auf sich hat, geht aus Hier bekommt man schwach" ertranttes Fleisch Zwecke rief er den Stationsvorsteher der Station an der folgender uns von einem der Betroffenen zugeschickten Mitaus der Freibantschlächterei auf dem Vie b h of Warschauerstraße ins Koupee, ihn auffordernd, die Namen der theilung hervor: Als wir das gesammte Bühnenpersonal zu essen! Freilich, dann wäre es aus mit dem Geschäft der beiden Beleidiger festzustellen. Da der Zug etwas Verspätung mit Ausnahme der Liliputaner und des Balletkorps, welche Freibankschlächterei, denn darauf könnte sich fein Speisewirth hatte, konnte dem Wunsche des Studenten der Kürze der Zeit mit Direktion Rosenfeld zu thun hatten einlassen. Die Vertreter der Arbeiter in der Stadtverwaltung wegen jedoch nicht willfahrt werden. Kaum hatte der Beamte am 16. ds. Mts. eingefunden hatten, um unsere Gage werden aber hoffentlich gegen den Verbrauch diefes Fleisches in das Koupee verlassen, so stürzte sich der eine der beiden Kaufleute zu empfangen, wurde uns mitgetheilt, daß über das Theater ber vorgeschlagenen Weise, Stellung nehmen. auf den Studenten und versette ihm ein paar Ohrfeigen. Als Alt- Br in das Konkursverfahren eröffnet und im übrigen von Nicht minder verwerflich ist aber auch der Vorschlag des sich der Angegriffene wehrte, 30g der Bursche ein Messer und der Direktion nichts zu erben" sei. Es habe sich jedoch ein Sachverständigen Hoffmann. Es ist schlimm genug, daß in stieß damit drei oder viermal gegen das Gesicht und die Brust rettender Engel in der Person eines Herrn J. Leiser gefunden, wurden. " Stationen. Swinemünde Barometerstand in mm, d. Meeressp. Windrichtung Windstärke - LBL 22510 Wetter Temperatur ( 50 6. 4° R.) BARISEENNNN nach Celsius 763 GSD 1 762 SO 3 763 DG0 • 760 stia wolkig wolfig heiter wolkenlos 21 20 20 20 762 NO 762 still wolfenlos wolkenlos 18 18 759 NO halb bedeckt 17 halb bedeckt 15 wolkig heiter 15 20 I München Wien. Haparanda. Petersburg Cork Aberdeen. 760 M 758 ND . 759 • ND Wetter Prognose für Mittwoch, den 22. Juli 1896. Zunächst ziemlich heiter und sehr warm mit mäßigen süda lichen Winden; nachher Trübung, Gewitterregen und Abkühlung. Berliner Wetterbureau. Gewerbe- Ausstellung 1896. Der uns freiefener. Gold - Lorbeerfranz 1, welcher uns für unsere Gageforderungen bei Abtretung an ihn fie behauptet auch, daß die Ausweise, welche die Angeklagten die alten Agitationsmarken noch nicht abgerechnet haben, nochzwei Drittel der vollen Höhe zahlen wolle. Schauspieler wie Theater- ihren Auftraggebern einhändigten, nach§§ 22, 25, 26, mals schriftlich aufzufordern, schleunigst zu bezahlen. Die nächste Arbeiter baben alle in den fauren Apfel gebissen mit Ausnahme des Tarif- Nummer 5, Absatz 2 des Reichsstempel Gefeßes vom öffentliche Versammlung findet am 26. Juli, vormittags 10 Uhr, Kapellmeisters, welcher erst seine Musiker fragen wollte, ob sie 27. April 1894 hätten versteuert werden müssen. Sämmtliche in den Arminballen statt. auch mit ihm auf 2/3 zu akkordiren geneigt wären. Die meisten Angeklagte erklärten sich für nichtschuldig. Die Rechtsanwälte Im Verband deutscher Barbiere, Friseure und Perrückens unterschrieben nun die ihnen vorgelegten Cessionen, anscheinend 28ronter, Dr. Jaroszynski und Henschel batin macher sprach am 16. Juli Starrosson in einem interessanten ohne zu wissen, was sie unterschrieben; die wenigsten dar zahlreiche Entlastungszeugen vorgeschlagen, auf deren Vernehmung Vortrag über die Ursachen der Prostitution. unter auch ich unterschrieben auch, der Noth gehorchend, aber zum theil verzichtet werden konnte, da durch die Beweis: Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Heute, nicht dem eigenen Trieb. Nach meiner Schäßung wären bei aufnahme manche Annahme der Anklagebehörde als irrig sich abends 8 Uhr, Kommandenir. 10-11: Bufammenkunft der SchleswigHolsteiner. Sonntag, den 26. Jult: Sommerfest in obigem Garten. Vollzahlung ca. 3-4000 Mart zur Auszahlung gelangt. erwies. Dem Gutachten des Kriminalkommissars von ManDer Rauchklub, Dentscher Michel" zu Pankow hält jeden Mittwoch Falls die Angabe bezüglich des Konkursverfahrens sich be- teuffel wurde ein solches des Sekretärs des Vereins für und Sonnabend, abends 9 Uhr, in A. Krüger's Restaurant„ Bum Thürmchen", wahrheiten sollte, so dürfte der Gotteslohn dem menschenfreund- Hindernißrennen, Köhler, gegenüber gestellt. Kaiser Friedrichstr. 12, seine Sigungen ab. Lese- und Diskutirklubs. Mittwoch. Johann Jacoby, bei Frig lichen Herrn Leiser, welcher als Rechtsnachfolger unserer Die Verhandlung wurde heute zu Ende geführt. Nach einem Liegte, Schwedterstraße 83. Gesundbrunnen, abends 8 Uhr, bei bevorzugten Gagen- Forderung Vorbefriedigung aus der Masse eingehenden Plaidoyer des Staatsanwalts und der Vertheidiger Saferland, Bellermannſtr. 87. Gleichheit, abends sy Uhr bei Stramm, Seine, Rigdorf, abends 8% Uhr, Prinz- Handjeryitr. 60, verlangen wird in Gestalt eines Reibachs von ca. 1000 bis und dreistündiger Berathung des Gerichtshofes erkannte derselbe Ritterstraße 123. Theater parterre.- Ginigteit, abends 8% 11hr bei Beige, Triftstr. 1.1300 m. nicht ausbleiben! Bei den heutigen schlechten Zeiten ein nur den Angeklagten Hüttenrauch des gewerbsmäßigen und gefektub Morgenroth, abds. s uhr, im Restaur. Diete, Lothringerſtr. 67. ganz nettes Geschäft." Glücksspiels und des Stempelvergehens schuldig und verurtheilte Cozialdemokratischer Agitationsklub Osten, abends 8% Uhr, bei Jauer, - Freigeist Artona, abends 8 Uhr, Artonaplay 3 bei Durch einen elektrischen Schlag betäubt wurde gestern ihn zu einer Woche Gefängniß und 300 M. Geld Fruchtür. 52. Nachmittag gegen 6 Uhr beim Rangiven von Wagen der Rund- stra fe. " Friedrich Engels Norden" alle Mittwoch 9 Uhr bet Sämmtliche übrigen Angeklagten wurden Obigo, Suffitenitr. 26. bahn ein Arbeiter der Gebrüder Naglo'schen Fabrik. Der be- gesprochen. Der Gerichtshof hielt hinsichtlich der letzteren den Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Adolf treffende befand sich auf dem Deck des Wagens, um an der Beweis nicht für genügend erbracht, daß die Angeklagten die Rolle Neumann, Pafewalterfir. 3. Alle Aenderungen im Beveinstalender sind zu Kontaktstange etwas in Ordnung zu bringen. Dabei gerieth er des Vermittlers gegen Provision verlassen und unter eigenem richten an Fried. Kortum, Manteuffelſtr. 49, v. 2 Tr. Mittwoch. Nebungs= hunde Abends 9 Ubr, Aufnahme von Mitgliedern. Liebesfreiheit 1, mit dem rechten Arm gegen das die Leitung berührende Rad Risiko selbständig ein Glücksspiel veranstaltet haben. Was die Andreasstr. 26, bet Wilte. Norddeutsche Schleife, Melchiorstr. 15 und wurde von einem so gewaltigen elektrischen Schlage getroffen, Stempelpflichtigkeit betreffe, so sei nach Ansicht des Gerichts bet Stehmann. Unverzagt 1, Manteuffelstr. 9 bei Nowack. Freya I, daß er besinnungslos zusammenbrach. Unter Anwendung der Buchmacher Ausweis all fich stempelpflichtig, diese( Gemischter Chor), Rosenthalerstr. 57 bei Wernau. geeigneter Gegenmittel erholte sich der Arbeiter auf der Unfall Stempelpflicht werde aber absorbirt durch Entnahme eines einsir. 28 bei Späth.- Deutfche Eiche 1, Große Frankfurterstr. 133 bei - Echo 1, Pantow, Mühlenitraße, Störr'sches Gesellschaftshaus. station sehr bald. Er hat, abgesehen von einer Brandwunde am Tickets am Totalisator. Deshalb mußten die freigesprochenen Arion III, Rixdorf, Herrmann- u. Herrfurthstraßen- Ecke bei Weiß.- Einig Allegro, Wrangelrechten Arme, feinerlei Verlegungen erlitten. Angeklagten, die nach Ansicht des Gerichts wirklich für ihre feit( Hutmacher), Rosenthalerstr. 12 bei Brüning. straße 141 bet W. Schmidt. Freiheit 1, Bülowftr 65 bei Richter. Süd- Ost, FalckensteinEinleger am Totalisator gespielt haben, auch vom Stempeltetnnette. Bafewalterstr. 3 bei A. Neumann. straße 7 bei Trittelwig. 2i edeslust, Fürstenwalde an der Spree, Schloßvergehen freigesprochen werden. felleret.-Nord We ft( früher Klempner) Moabit, Emdener: und SiemensMetzgerschweinereien. In Krefeld verhandelte die bei Feind. Kupferschmiede, Weinstraße 11 firaßen- Ecke 14. bet Wernau. Freiheitsgruß, Straffammer am 17. Juli gegen neun Metzger und Metzger Appolonia, Rosenthalerſtr. 57 Schneeglöckchen 1, Nixdorf, Hermann gefellen aus Viersen und einen Metzgergesellen aus Lob berich. Chorinei ftr. 54 bet kleiner. Matengruß 3, FriedrichsUnverdrossen, Lindoweritr. 26 bet Der Hauptangeklagte Metzger Schürgers aus Viersen und dessen und Karisgartenstraßen- Ecke bei Hilpert. hagen, Rundtheil, bei Lerche. Vorwärts 7, Ehefrau haben während eines Jahres die Vorräthe für ihr Sachs. Felsenburg, Langefir. 65 bei Owczarec. Hoffnung 3, Ladengeschäft sich dadurch zu verschaffen gewußt, daß sie den Rummelsburg, Göthe- und Kantstraße- Ecke bet Greinert Brandenburg a. S., Kontordia", Wilhelmsdorferstraße. FreiheitsGesellen fremder Metzger Fleisch und Fleischwaaren, welche diese flänge 1, Stallschreiberfir. 29," Bum eichenen Stabe" bei Schöning. ihren Meistern gestohlen hatten, zu sehr geringen Preisen ab- Arbeitergesangverein von Briz in Briz, Bürgerstr. 4 bei Dorn. Seeger fauften. Derartige Waare wird bei den Metzgern allgemein„ Rei- scher Männerchor, Landsberger Allee 156 bet Göbel.- Matengruß 2, Charlottenburg, Wallstr. 96 bet Beyer. Dämmerlicht, Borndorfer= bach", das Entwenden dieses Fleisches Reibachschleppen" genannt. fraße 17 bei Sofimann. Edelweiß 2, Potsdam, Brandenburger Kom Pferdefleisch, ferner verdorbenes Rind und munitation 16 bei Glafer. Heimathtlänge, Köpenick, Rosenstr. 101 Palme. Velten i. d. M. bet Bemlin. Schweinefleisch und Fleisch von eingegangenen Thieren bei Troppens. wurde stets verwandt. Vollständig verdorbene Plockwürfte Kunst und Wissenschaft. wurden in der Wurstküche sammt der Pelle wieder mitverwandt. Nach dem Wursten mußten die benutzten Geräthschaften sowie Ueber die wissenschaftliche Bethätigung der Frauen die ganze Wurstküche des übeln Geruches wegen stets gereinigt enthält die Berliner Universitäts- Chronit für 1895/96 noch einige werden. Eine Zeugin erklärte, daß sie den Geruch nicht hätte Angaben. Daß an den Uebungen im staatswissenschaftlich ertragen können. Die Hauptbezugsquelle der Gebrüder Schmit statistischen Seminar Damen theilgenommen haben, ist hier schon war der Abdecker Küpper 3 in Linnich, der Handel mit erwähnt worden. Nächstdem ist es die physiologische Universitäts- eingegangenem Vieh treibt. Alle zwei bis drei Wochen anstalt, an der eine Dame, und zwar mit Erfolg, gearbeitet hat. reiste Richard Schmitz nach Linnich und kaufte dort tonnenweise Fräulein Else Röttgen beschäftigte sich in der physikalischen das verdorbene Fleisch, um es angeblich an Seifenfiedereien wieder Abtheilung der Anstalt unter Professor Arthur Königs Leitung zu verkaufen. Für das Pfund Fleisch bezahlte Schmitz 3 Bfg. mit Studien über den Sehpurpur. Eine von ihr und Die ganze Verhandlung enthüllte ein schamlofes Treiben. Dr. Georg Abelsdorff, Assistent an der Universitäts- Schürgers wurde zu 3 Jahren, Rich. Schmiß zu 2 Jahren Augenklinit, gemeinsam gefertigte Arbeit über Die Buchthaus verurtheilt. Der Metzgermeister Friedrichs erhielt Arten des Sehpurpurs in der Wirbelthierreihe" wurde in wegen gewerbsmäßiger Hehlerei 1 Jahr 3 Monate Zuchthaus, das wegen Vergehens gegen der Akademie der Wissenschaften vorgetragen und ist in deren die Frau Schürgers wurde Berichten" erschienen. Unter den Förderern der Sammlungen Nahrungsmittelgefeß mit 1 Jahr Gefängniß bestraft, auch Des naturhistorischen Museums ist neben dem Amerikanisten ordnete das Gericht ihre sofortige Verhaftung an. Der Metzger Eduard Seler Anna Seler vermerkt. Wesentlichen Nutzen geselle Rameckers aus Lobberich erhielt wegen Auftiftung zur Die Gesellen hatte weiterhin noch die zoologische Sammlung des natur- Begehung des Diebstahls 3 Monate Gefängniß. historischen Museums von der Frauenarbeit dadurch, daß sie Maaßen, Ruland, Evers und Reiners wurden wegen Diebstahls für die Zeichenarbeit Frauen angeworben hat. Für die Schau- zu je 6 Monaten Gefängniß verurtheilt. Laumen wurde nur der fammlungen und für die Schriften der wissenschaftlichen Be- einfachen Hehlerei für schuldig befunden und mit 9 Monaten amten des Museums für Naturkunde fertigten Frau Anna Gefängniß bestraft. Gegen 2 Angeklagte, ivelche flüchtig sind, Matschie- Held und Fräulein v. 3glinica Zeichnungen. wurde nicht verhandelt. Ob die erkannten Strafen abschreckend Bei den verheiratheten Pferdebahnschaffnern derjenigen Linien, welche den Verkehr von Berlin nach Treptow vermitteln, airfulirt gegenwärtig eine Lifte, in welcher der Arbeitsausschuß der Berliner Gewerbe- Ausstellung darum gebeten werden soll, den Familienmitgliedern der Schaffner den Eintritt zur GewerbeAusstellung zu ermäßigten Preisen zu gestatten. Dies Bittgefuch ist durchaus nicht auffällig, wenn man bedenkt, daß gerade die Pferdebahnschaffner durch die Ausstellung einen bedeutend erschwerten Dienst haben und eine großen Theil des Verkehrs dorthin vermitteln. Diese Thatsache ist auch seinerzeit von dem Arbeitsausschuß der Gewerbe- Ausstellung 1879 sowie der HygieneAusstellung 1884 anerkannt worden, für welche die Schaffner mit Frauen und Kindern vollkommen unentgeltlichen Eintritt erhielten. Gerichts- Beitung. " wirken? Die Krefelder Metzger sind übrigens nur auf der abschüssigen Bahu bergab geglitten, die der Berliner Viehhof mit seiner Frei bantschlächterei von schwach" erkranktem Fleisch ungenirt betreten hat.( Vergleiche Lokales!) Wegen Verletzung des Briefgeheimnisses in Ausübung feines Amtes in zwei Fällen hatte sich in Posen am 17. Juli der Postassistent Kurt Hammerschmidt vor der Ferienstrafkammer zu verantworten. Der Angeklagte wurde zu vier Monaten Gefängniß und Dienstentlaffung verurtheilt. 1 1 Weiße Rose, Liederlust, Adalbertstr. 21 Reinickendorf, Residenzſtr. 101 bei Malchin. bei Roll. Gangesblüthen, Stralauer Play 10-11 bet Poppe. staurant Lurhof. Frohsinn II, Gleichhett, Schönhauser Allee 135 bei Ramlow. Sänger chor der maler, Friedrichsberg, Wartenbergstr. 67 bet Lange. Kommandantenfir. 15, Knoblauch's Bierhallen. 8ielbewußt, BeughofNeue ftraße 8 bei Behlendorf.- Einig, Blumenstr. 32 bei Reich.. Bruderherz, BernauerBeit, winemünderstr. 45 bei Renter. Streuzberger Harmonie, Admiraltraße 40-41 bei R. Bork. fraße 18c bei Möhring. Froh- Stunde, Kottbus r Ufer 57 bei Kingel. Buchdrucker u. Schriftgießer, Mirdorf u. Brig, Bergftr. 162 bet 1 Bruder Thomas. Ganges luft I., Puttbuferstr. 30 bet Reimann. bund, Usedomsir. 22 bet Fickinger. Treue, Mariannen- Ufer 2a, ReBund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend.( Bufchriften sind zu richten an Hermann Jahn, Schönhauser Allee 177c. iitwech: Gefcher Verein Brüderlichkeit, Georgenfirchfir 65 bet Späth. Verein Rhetorit, Ritterstr. 123 bei Stramm. Thea ter verein Broletariat, Köpniderite. és bei Schöning.- Rauchtlub Rothe Fahne, galdensteinftr. 5 bei Gonell. Gefelliger Verein Freundschaft, Prinz Geselliger Verein Deutsche Eiche, FürbringerAlbrechiir. 3 bei Schulz straße 7 bet Grothe. Mundharmonita- Verein Vorwärts, Kreuzbergstr. 12 bei Rothe. Thea terverein Nora, Admiralstr. 18c, Märkischer Hof. Verein Geselliger Bund, jeden 2. Mittwoch im Monat, bei Sommer, Grünstr. 21.-- Verein Gesellige Brüder, Pallisadenstr. 20 bet Sch äffer. Mufitverein Pautenschwengel, Oranienitr. 180 bet Rautenberg. Stattlub Borwärts, Schwedterstraße 28 bet Muchom. 1 PrivatGefang-, Turn- und gesellige Vereine. Mittwody. Arbeiter: Gefana= Verein offnung, Friedrichsberg. Uebungsstunde abends 9 Uhr, Restaurant O. Schulze, Friedrich Karijir. 34. Gesangverein Lerche, uebungsst. abends 9-11 Uhr bei Mar Mörschel, Schönhauser Mee 28.- Gefang verein Normannta, abends 8 Uhr bei Wiele, Spandauer Brücke. Theatergesellschaft ei math lust, 9 Uhr Sigung im Vereinslokal bet Lange, Privat- Theater- Gesellschaft Philharmonie, Sigung mit Tamen, abends uhr, Beugho ffraße 8 bei Behlendorf. Aufnahme neuer Mitglieder. Theaterverein unitum, abends 9 ühr bei Wiersdorf, Theaterverein Variété, Atte Jafobstraße 96/97: Sigung mit Damen. Turnverein Fichte, Etiomsir. 28. im teftaurant Wohllebe, Dranienfiraße 121. 1. Männer Abtheilung turnt Mittwoch und Sonnabend von 8 bis 10 Uhr, Turnhalle Friedenstraße 37. Sonna bend Ebenso wie seine Ehefrau Aher er 1. und 15. im Monat, abends 9 Uhr, Reſtaurant Bergener, Annenſtr. 16. 3. Männer Abtheilung turnt Mittwech von und Sonnabend Abend 8-10 Uhr, Turnhalle Böckh str. 27 2. Lehrlingsabtheilung turnt Mittwoch u. Sonnabend 8-10, Staligerstr. 56-57 bet Stobel. Gubenerstraße 6 Bergnügungsverein Vorwärts, Vereinigung der Turnfreunde. Mittwochs und Sonn von 82-10% Uhr abends int der Turnhalle abends, urnen Demminerstraße 56-57. Arbeiter Turnverein( Adlershof, jeden Mittwoch und von 8 bis 10 Uhr bei Wöllstein.. Berliner Radfahrerverein Solidarität". Sigung jed. Mittwoch nach dem Geselliger Verein Unter uns, Sigung 8 Uhr bet Fischer, Beusselstr. 66. Musifdilettanten- Verein Preciosa abends 8 Uhr bei Mufit- Dilettanten- Verein Nordische l'ange, bet enter, SwinemünderGeisler Fenn- und Tegelerfraßen- Ecke, Uebungsstunde, Aufnahmen. fraße 45, Uebungsstunde von 8 bis 11 Uhr. Schwimmverein Nord, abends 7% Uhr Admiralsgartenbad, Friedrichstr. 102, Uebungsstunde. felliger Berein Anna- Marie, abends 9 Uhr, im Restaurant Roll, AdalbertStraße 21, Sizung.. Statflub Die Lustige 8wölf, im Restaurant Ruhl Andree, Ghorinerfir. 53. Etattlub 50, 8% Uhr Sigung bei Fechner, Wiener fraße 50. Stattlub Pique Golo, abends 9-12 Uhr im Lotal det Herrn Eichmann, Neue Hochfir. 28.- Stattlub Tre 1, Frankfurter Allee so bet Babel. Kraft- und Artistentlub ich e, Mittwochs von 9-11, Sonn tags von 11-1 Uhr, bei Augustin, Kastanien- Allee 11. Artiften und Ringsport Verein Vereinte Kraft. Mittwoch abends von 9-11 Uhr, VergnügungsSonntag vormittags 10-11% Uhr bet Serrath, Plan- Ufer 92a. verein Fortuna, abends 8% Uhr, Sigung bei übet, Friedenste. 74. Mujitoilettanten- Beretn na tich, abends 9 Uhr bei Steffens, Kolberger Pfropfenverein Nord- Ost. Jeden Mittwoch ftraße 2, Vereinsabend. Ge= Zu dem Berichte über eine Gerichtsverhandlung gegen Müller und Genossen vor dem Landgericht II( Sonntagsnummer) werden wir um eine Berichtigung ersucht. Der Einsender, Bücherrevisor Paul Hagemann, bestreitet, daß er, der die Sache zur Anzeige gebracht hat, mit den Eltern der Angeklagten verfeindet wäre. kenne er diese Eltern nur von Ansehen. Sodann seien die Angeklagten im Eisenbahnwagen mit den Insassen des Billig davongekommen. Unser Gießener Parteiorgan, die Nachbar- Abtheils nicht etwa in Streit gekommen, sondern Mitteld. Sonntagsztg.", schreibt: Billig davongekommen ist vor beide Parteien sekundirten sich gegenseitig in den unfläthigen bem hiesigen Schöffengericht der Assessor SchimmelRedeusarten. Die anderen konnten nur deswegen nicht auch zur pfeng. Derselbe hatte im März d. I. zwei Schuhleuten, Strafanzeige gebracht werden, weil sie über Karlshorst hinaus die im Hause des Studentenkorps Hassia" das Musiziren nach nach Sadowa zu fuhren, während die Angeklagten, welche ebenso zwei Uhr nachts untersagten, aufgefordert, das Haus zu verlassen, wie Herr Hagemann in Karlshorst wohnhaft sind, dort den Zug da sie in einem Privathause nichts zu suchen hätten. Als die verließen. Die Fahrt ging nämlich nicht von Karlshorst nach Schußleute dieser Aufforderung nicht nachfamen, versuchte der Berlin, sondern von Berlin nach Karlshorst und die Sache Assessor Schimmelpfeng. den einen der Schuyleute die Treppe ereignete sich nicht am Tage des ersten diesjährigen Rennens in hinunterzuwerfen. Er hatte sich deshalb vor dem Karlshorst, sondern am 22. März d. I., an welchem Tage Schöffengericht zu verantworten. Es wurde ihm zur Last durchaus kein Rennen dort stattfand. gelegt, einen Beamten während der rechtmäßigen Ausübung Einige Inhaber von Wettbureaus, denen die Polizei feines Berufes thätlich angegriffen zu haben. Der Angeklagte in letzter Beit ihre Aufmerksamkeit gewidmet hat, standen gestern hält sich nicht für schuldig, er habe im Einverständniß mit dem vor der I. Ferienstraftammer des Landgerichts Berlin I. An- dazu Berechtigten lediglich vom Hausrecht Gebrauch gemacht. bei A. Bogel, Elbingerstr. 9. Rauchtlu h Grüne Quaste, abends 9 Uhr bei Echwarz, Köpe= geflagt waren 7 Personen, nämlich: der Kaufmann Benno Der Vertreter der Staatsanwaltschaft, Assessor Brühl, hielt die nickerftr. 121 a. Orientalischer Rauchttub, abends 9 Uhr, Meichest Rauchtlub Frisch gewagt, abends 9 Uhr bet Fürstenheim, Friseur Wilhelm Meister, Friseur Heinrich Anklage in vollem Umfange aufrecht. Er würde keinen Anstand bergerstr 24 bet Tauschte. Rauchtiub Roochloch, Admiralstr. 38 int Rittershaus, Kaufmann Julius May, Kellner Albert nehmen, die im Gesetze angedrohte Strafe von 14 Tagen Ge-. Rockendorf, Pofenerfir. 5. Restaurant abends 9 Uhr.- Rauchklub Dhne 3wang, Weinstr. 28 bei zu beantragen. Bienede, Raufmann August Gustav Wanke und Friseur fängniß er geftebe zu, Epäth. Rauchflub Die Dampfenden, Langestr. 24 bet Jeratsch. Gustav Hüttenrauch. Die Anflage lautete auf gewerbsmäßiges wolle dem Angeklagten die Karriere nicht Rauchtlub humoristische Pfeifenbrüder, abends& Uhr bei SalzRauchtlub Schmotes Werte, jeden Mittwoch Glücksspiel und Vergehens gegen dieBestimmungen des Steuergesetzes verderben und billige demselben da ber mildernde wedel, klosterfir. 88. Krautstr. 39. Rauchtlub Abguß I von 9 Uhr ab bei Nawrott, Maitusvom 27. April 1894. Die Angeklagten, mit Ausnahme des Angeklagten Umstände zu. Bei der Wohlhabenheit des Angeklagten 23. Rauchflub Einfach, jeden Mittwoch Manteuffelsir. 5 bet Biers May, betrieben hier selbständig sogenannte Wettbureaus, in bitte er auf eine hohe Geldstrafe zu erkennen und beantrage baunt. als ausreichende Sühne welchen sie Wetten auf Rennpferde annehmen, die in in- oder er für das ausländischen Rennen laufen. Hauptsächlich kommen dabei die auf 200 Mart, eventuell für je 5 Mart 1 Tag Gefängniß zu Rennen in Karlshorst und Hoppegarten in derbetracht. normen. Das Urtheil wurde erft einige Tage später verte Die Auftraggeber pflegen zugleich mit Wettsumme und lautete auf 150 Mart Geldstrafe. Leider sind die die am Totalisator zu entrichtende Steuer von 10 pCt., Bertreter der Staatsanwaltschaft nicht immer so milde gestimmt, sowie eine Gebühr von meist etwa 5 pt. zu ent wie Assessor Brühl, der dem Assessor Schimmelpfeng die richten. Die Inhaber der Bureaus tragen dann in ihre Bücher Karriere nicht verderben will. Man denke nur an jenen Bresdie Wettsummen, Namen des Pferdes, Tag und Nummer des lauer Staatsanwalt, der jüngst dem Redakteur unseres Gerhardt, welcher das Rennens ein und übergeben den Wettenden einen mit diesen dortigen Parteiblattes, Genossen Notizen übereinstimmenden Ausweis. Die Zahl derartiger erste Mal auf der Anklagebant saß, deshalb eine zweimonatBureaus hat im letzten Jahre rapide zugenommen und die Polizei liche Gefängnißstrafe zugesprochen wissen wollte, damit ihm glaubte auf sie ein wachsames Auge haben zu sollen, weil sie die Freude an seinem Beruf als Redakteur meinte, daß die Betreffenden, wenn sie lediglich die Wetten in verdorben würde!" dieser Weise vermittelten, feinen bedeutenden Gewinn erzielen könnten. Eine schneidige Rüpelei hat in Rönigsberg eine an Die ihnen zum Wetten am Totalisator übergebenen Summen waren gemessene Sühne erhalten. Vor einiger Zeit ist vor dem Café nämlich zum größten Theil fleiner, als das am Totalisator zugelassene Bauer ein junger Kaufmann von einem Couleurstudenten mit Minimum von 20 M. für Siegwetten und 50 m. für Platz- einem Knüttel mißhandelt und schwer verletzt worden. wetten und die Bureau- Inhaber hätten deshalb aus eigener Straffammer verurtheilte den Thäter zu brei Monaten Gefängniß Tasche erheblich zulegen müssen, um überhaupt die Aufträge aus- und in die Kosten. führen zu können. Da auch häufig beobachtet wurde, daß die Inhaber der Wettbureaus auf den Rennplätzen anwesend waren, aber den Totalisatorraum nicht betraten, gewann die Polizei die Ueberzeugung, daß die Wetten gar nicht am Totalisator angelegt, Die Glafer beschäftigten sich am 12. Juli in einer sehr gut sondern nur nach dessen Kurs ausbezahlt seien. Am 13. Mai besuchten Versammlung mit der Tagesordnung: Wollen die während des Hoppegartener Rennens wurde eine große Bahl Glafergefellen ihre Lage verbessern und welche Forderungen ges von Wettbureau- Inhabern fiftirt und in ihren Bureaus die vor denken sie zu stellen? In lebhafter Debatte wurde allgemein handenen Tickets, Stripturen und Bücher beschlagnahmt. Auf hervorgehoben, daß etwas gethan werden müffe, um bessere Zugrund dieses Materials glaubte die vom Affeffor Rhode stände im Gewerbe herbeizuführen. Die Versammlung beaufvertretene Staatsanwaltschaft den Beweis führen zu tragte hierauf eine Kommission von 5 Kollegen, die Forderungen können, daß die Angeklagten die ihnen in Auftrag ge- zu formuliren, mit der Weisung, in der nächsten Versammlung Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag, gebenen Wetten nur nicht ausgeführt, vielmehr auf den Bericht vorzulegen. Rochow stellt den Antrag, Marken Freitag und Sonnabend während der Zeit von 71/2 bis 81/2 Nyr eigene Rechnung auf Pferde gesetzt haben, welche, falls à 25 Pf. drucken zu lassen und soll jeder Kollege mög- abends statt. fie siegten, einen hohen Gewinn versprachen, daß sie dann ihren lichst 2, mindestens aber 1 Marte à 25 Pf. pro Woche entnehmen. Wusterhausen a. D. Den reaktionären Bestrebungen zur Auftraggebern die Gewinne ausgezahlt haben, die ihnen der Nachdem Rochow den Kassenbericht erstattet hatte, wurde Starke Bekämpfung des Hausirgewerbes find wir immer entschieden Zotalisator abgeworfen hätte, wenn die Wetten wirklich gefeht zum Vertrauensmann von der Versammlung bestätigt. An ftelle entgegengetreten. Gegen den General- Anzeiger für die Priegnit" worden wären. In diesem Verfahren erblickt die Anklage- Rochow, welcher sein Amt niederlegte, wurde Thilo gewählt. deshalb aber besonders zu polemisiren, haben wir keine Ver behörde ein Glücksspiel im Sinne des§ 284 des Strafgesetzbuchs; Die Vertrauensmänner wurden beauftragt, die Kollegen, welche lanlassung. " Dersammlungen. Peters. Arbeiter- Raucherbund Berlins und Umgegend. Aenderungen im Bergehen, diese Bereinskalender sind zu richten an Otto Schulz, kottbuser damm 72. Mittwoch artona, etaligerir. 41 bet Richter, Gemürblichteit I, AdmiralGemüthlichtert II, galt ensteinjir. 7 bet viftellamarr Trittelwig. Sumatra Süd- Ost, Liegnigerstr. 18 bei Manegold.. Waldesgrün, Forsterfir. 22 bei Kunze. Congo II, Wienerstr. 44 bet Schmidt. Virginia, Admiralstraße 21 bet Schnieber. Frei Weg, - Fidele Raucher. Rigdorf, MaySchöneberg, Marfir. 7 bei Müller. Edelweiß, Rigdorf, Kottbuser Tamm 103 bet bach- Ufer 3 bei Schmot Granate, Forsterftr. 40 bei Zujuntte. Fidele Brüder, Friedrichsfelde, Luisenstr. 20 bei Lobse. Stenographenverein Eintracht, Unterricht und Uebungsstunden abends 8% Uhr in den Restaurants Owczaret, Langeir. 66 und Seidler, Ratiboistiaße 16. Roller'scher Stenographenverein Pionir, suffitenstr. 9, Restaurant Rausch, abends 8% uyt, unterricht und Fortbildung. German- Am erican Klub ,, Uncle Sam"( established 1892). 9 o'clock p. m Wallstrasse 57. Ladies und Gentlemén welcome. German American Society. Berlin C., Münzstr. 17, at Frieboes Restaurant, 9 o'clock p. m. Topic: Relations of women to crime, Die Arbeiter= Vermischtes. Das englische Schiff„ Sierra Carima", von Mauritius nach Rangoon unterwegs, ist bei den Malediven unters gegangen. Alle an Bord befindlichen Personen sollen umgekommen sein. Kairo. 20. Juli. Die Cholera ist im Abnehmen begriffen; gestern tamen 159 neue Erkrankungen und 119 Todesfälle vor. In Kairo und Alexandrien war kein Todesfall, bei der egyptischen Armee nur einer zu verzeichnen. Briefkasten der Redaktion. Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, den 22. Juli. Neues Opern Theater.( Kroll.) Die Afrikanerin. Deutsches Theater. Madame SansGêne. Testing Theater. Waldmeister. Berliner Theater. Fiddice u. Sohn. Schiller- Thenter. Vergnügte Flitterwochen. Neues Theater. Tata- Toto. Apollo Theater Lackirer. und Konzert- Garten Friedrichstraße 218. Dir. J. Glück. Täglich um 9 Uhr: Ein Abenteuer im Harem. Ferner: Ausstellungs- Leiden Don Georg Rösser. Vor dem Affenkäfig von den Senetts. National- Theater. Die Reife burch Die olympischen Spiele die Gewerbe- Ausstellung. Rehdenz- Theater. Der Stellvertreter. Erlauben Sie Madame! Adolph Ernst- Theater. Charley's Laute. von den 3 Apollons und Auftreten sämmtlicher Spezialitäten. Belle- Alliance- Theater. Der Gold- Staffeneröffnung 61 Uhr. fuchs. Friedrich- Wilhelmstädt. Konzertpark. Spezialitäten- Vorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Vorftellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Mittwoch, abends 8 Uhr: Vergnügte Flisterwochen. Donnerstag, abends 8 Uhr: Onkel Bräng. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Direttion: Max Samst. Die Reise durch die Gewerbe- Ausstellung. Große Posse mit Gesang von Hugo Busse. Regie: Fritz Schäfer. Morgen: Diefelbe Vorstellung. National- Theatergarten. Konzert 7 Uhr. Auf. der Vorstell. 8 Uhr. Kaufmann's Variété. Budapester Wien Rolegen bemid. Achtung! Tertil- Arbeiter Achtung! Allen hiermit zur Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied Otto Nehring ( Filiale I Berlin). am Montag, den 20. d. M., an der Sonnabend, den 25. Juli, im Lokal Königsbank, Große Proletarierkrankheit gestorben ist. Die Beerdigung findet am Donners d. tag, ben 28. b. W., nachm. 8 Uhr, von der Leichenhallle des Neu- Wilhelmsberger Kirchhofes der Andreasgemeinde statt. Der Vorstand 128/2 der Fillale IV der Vereinigung der Maler, Lackirer, Anstreicher und verwandter Berufsg. Deutschlands. Danksagung. Allen Freunden und Bekannten hiermit meinen tiefgefühlten Dank für die rege Betheiligung bei der Beerdigung meines lieben Mannes, insbesondere den Genossen des 4. Wahlvereins. 2764b Die trauernde Wittwe Münzer. Ehrenerklärung. 27466 Die Beleidigung, die ich dem Poffen- u. Operetten- Theater Saffirer der Filiale 7 Berlin der allDirettion: Gebrüder Herrnfeld. Heute, Mittwoch, den 21. Juli 1896: Zum 8. Male: Der Verwandlungskünstler. Lustspiel von Armin. Hauptrollen Gebr. Herrufeld. Zum 19. Male: Das Zug- und Kaffenstück Die Welt geht unter. Anf. präz. 8 Uhr. Vorzugst. gelten. Urania. Tanbenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt. ab. Eintritt 50 Pf. Großes Kinder- Frendenfent. Wissenschaftl. Theater Schneewittchen und die 7 Zwerge. Alexanderplatz- Theater. Alexanderstr: 40. Direktion: Mar Samst. Novität! abends 8 Uhr. Invalidenstr. 57/62, Behrt. Stadtbahnh. Sternwarte täglich geöffnet v. 7 Uhr abends ab. Eintritt 50 Pf. Näheres die Tagesanschläge. Die offizielle Frau. Passage- Panopticum. Schauspiel in 4 Akten nach Savoges Rourau von J. Lehmann. Morgen: Diefelbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Letter Monat unter Direktion Adolph Ernst. Anfang 8 Uhr. Charley's Tante. Schwant in drei Atten von Brandon Thoma 3. Repertoirstück des Globe- Theaters in London. Vorher: Die Bajazzi. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Der Sommer- Garten ist gröffnet. 42 gemeinen Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter Hamburg, Herrn Gustav Bittcher, zugefügt habe, nehme ich hier: mit als unwahr zurück und erkläre Herrn Bittcher als Ehrenmann. Robert Kentler, Sellerstr. 12. W. Noack's Sommer- Theater. Brunnenstr. 16. Täglich: Konzert und Theater- Vorstellung. Im Saal: Gr. Ball. Die Kandidaten- Wahl. Luftspiel in 1 Att von Kotzebue. Nen! Neu! Mannschaft an Bord. Romische Operette:: Mit v. 2. Kalisch. Musit von Zait. Auftreten der neuengagirten Spezialitäten. Puhlmann's Vaudeville- Theater. Schönhauser Allee 148. Täglich: Großes Konsert, Theaterund Spezialitäten- Vorstellung. wilde Weiber Concordia- Trio, Thee three Marit's aus tom. Grcent. Ach. Origl. Satour, Krokodilmensch. Gefchw. Terney, Tras pez. Hegino- Truppe, Akrob., Lotty, Friedmann etc. Entree 30 Pfennige. Dahomey. 4 säte Castan's Viktoria- Brauerei Panopticum. Lützowstrasse 111/112 ( nahe Potsdamer Play). ( Garten resp. Saal.) Heute sowie täglich( außer Sonnabend): zu Versammlungen und Festlichkeiten unentgeltlich zu vergeben. ,, Englischer Garten", Alexanderstr. 27c. Amt 7, 1576. Arbeitsnachweis der Maler, Lackirer, Anstreicher. Amt 7, 1576. Altes Schützenhaus 119 Neu!! Neu!! Neu!! Linienstr. 5 4 hochsensationelle Stettiner Neuheiten Sänger ( Meysel, mgion Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader). Anfang präzise 8 Uhr. Entree 50 Pf. Im Vorverkauf sind Billets à 40 Pf. und Familienbillets à 1 M. ( für 3 Personen giltig) zu haben. ( Siehe Plakate.) Zum Schluß: Cavalleria schufticana. Reichshallen- Garten 0 Leipziger Straße, am Dönhoffsplay. Täglich Norddeutsche Sänger Heute, Mittwoch: 3um 82. Male: Die Ult- Parodie die ein Jeder sehen muss! Spezial- Ausstellung KAIRO ab 7 Uhr nachm. ohne GewerbeAusstellungs- Billet zugänglich. Von 10 Uhr vormittags geöffnet, Riesen- Arena: 5 und 81/2 Uhr nachmittags Massen- Schaustellungen der Beduinen. Konzert von 4 Kapellen Entree 50 Pfg. Elitetag Montag 1 Mk. Illuminationstag: Freitag ab 5 Uhr I Mk. Entree. Alt- Berlin. Alle fünf Barrisons Bei günstiger Bitterung nachmittags Alle fünf Barrisons Anfang Sonntags 7 Uhr, Wochentags 8 Uhr. Entree 30 Bf. Refervirter Bl. 50 Bf. 4, 6 und 8 Uhr: Drel grosse historische Umzüge. Altdeutsches Musikkorps. Kapellmstr. Streller. [ 26746 empfiehlt seine Säle mit schönem Naturgarten. Sonnabende noch frei. Herm. Ramlow's Weiss- u. Bairisch- Bierlokal. 135 Zwei renovirte Regelbahnen. Vereinszimmer Frankfurterstr. 117: 5. Stiftungs- Fest, bestehend in Vokal- und Inftrumental- Konzert, ausgeführt von Zivil- Berufsmusikern und dem Karthaus'schen Gesangverein. Zur Aufführung gelangt ferner das Bühnenstück: Gewalt geht vor Recht, oder: Der Fahne treu. MF Auftreten verschiedener Spezialitäten. ären nach Großer Ball( Herren, welche daran theilnehmen, dem Konzert: -zablen 50 Pfennig nach): Die Kaffeeküche steht von 4 Uhr ab zur Verfügung. Jedes Kind erhält eine Stocklaterne gratis!- Bei ungünstiger Witterung findet das Konzert und Vorstellung im Saale statt. Anfang 4 Uhr. Entree 25 Pf. Kinder frei. Billets sind bei allen Hilfskassirern, sowie in den mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Um zahlreichen Besuch bittet Das Komitee. Ostbahn- Park Rüdersdorferstr. 71. Am Küstriner Park. 2762b Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Garten- Konzert von der 24 Mann starken Hanskapelle unter Leitung des Musikdirektors Herrn P. Nimscheck. Kaffeeküche 3-5 Uhr.- Entree 15 Pf., wofür ein Glas Bier gratis. Volksbeluftigungen jeder Art. 4 Kegelbahnen zur Verfügung. Gute Biere, ausgezeichnete Küche zu foliden Preisen. Sonntags Entree 20 Pf., Kinder 10 Pf. 2 Vorstellungen täglich Nachm. 5-7; Abends 9-11 Uhr. H. Jmbs. Bolossy Kiralfy's ,, Orient" Olympia Riesentheater. Grösstes Schanstück der Welt! Ca. 1000 Mitwirkende! Schweizer Garten AmKönigsthor.- Haltest. d. Ningb.-- Am Friedrichshain. Täglich: Theaterund Spezialitäten- Vorstellung. Am Harem, oder: Berliner in Kairo. Volksbeluftigungen und Ball. Sprechen Sie mit einem Arzt über die Citronensaftkur. Diefelbe wird ärztlich vielfach verordnet gegen Gicht, Rheuma, Gallensteine etc. E Berlangen Sie H. Trültzsch' reinen Citronensaft Vorräthig in Berlin nur Drog. von R. Heyeck, N. ChaufferStraße Ur. 60, C. Ritzmann, SO. Rottbuferstraße Nr. 19 und W. Tschepel, W. 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Gangbares Milch- und Vorkostfinden dauernde Beſchäftigung auf Mücke's Werke, Lindow i. d. Mark, Bahnstation Gransee( Stett. Bahnhoi). Holzarbeiter! geschäft, verbund. mit Holz u. Kohlen, Die Differenzen in der Werkstatt von ift wegen Krankheit zum Inventarpreise Seifert, Lichtenbergerstr. 5, sind beiverkäuflich Elisabethkirchstr. 6.[ 2766b gelegt. Die Ortsverwaltung des Achtung! Deutschen Holzarbeiter- Verbandes Achtung! Künstl. Zähne v. 3 M. an, Theilz. wöchentl. 1 M., wird abgeholt. Babi: ziehen, Bahnreinigen, Nervtödten bei Bestellung umfouft. Gudtel, Laufigerplats 2, Elfafferftr. 12 Möbl. Schlafft. f. 2 Herrn bei Wittwe Schwabe, Kottbuserstr. 9, v. 3 Tr. Tüchtige Mamsells auf Jaquets außer dem Hause ver langt Gerichtstr. 18, 2 Tr. Arbeits2765b lohn 1,80-2,00 Mart. Jaquetnäherin, auch Lehrmamfells verlangt Justerburgerstr. 1.[ 27616 Maurer! Drei große öffentliche Versammlungen der Maurer Berlins und Umgegend Donnerstag, 82 23. Juli, abends 8 Uhr: 1. Joël, Andreasstraße 23. 2. Martens, Friedrichstraße 238. 3. Weddingpark, Müllerstr. 178. Tages Ordnung: 1. Der Versuch der Arbeitgeber, den Neunstundentag zu durchlöchern und welche Maßnahmen haben wir dagegen zu ergreifen. 2. Diskussion. Kollegen, da einzelne Unternehmer die Dreiftigkeit befizen, an unserem errungenen Gut zu rütteln, so thut eine Aussprache aller Kollegen noth. Zeigen wir ihnen, daß es uns Ernst ist mit dem Neunstundentag. Die Lohnkommission. Erscheint alle. Klempner. Heute, Mittwoch, den 22. Juli, abends 8 Uhr, in Cohn's Festfälen, Beuthstraße Nr. 21: Oeffentliche Versammlung. 300/16 Zages Ordnung: 66. Resterhandlung. 66 billig Neste zu Knaben- Anzügen von 1 M. Große Anzüge von 7 M. an, bis zum feinsten Kammgarn, auch pass. zu Einsegnungs- Anzügen. Große Auswahl in Paletotstoff., sowie zu Mänteln, Jaquets, Plüsch, Atlas, Seide.[ 49912* Auf Wunsch alles zugeschnitten, auch angefertigt. Fertige Knaben- Anzüge. 66. Karle, Waldemarstrasse 66. Teleph. Amt IV. 1597. Möbel- Gelegenheitskauf paffendſte Gelegenheit für Brautleute. In meinem größten Möbelspeicher, Neue Königs ftraße 59, sollen ca. 200 Wohnungseinrichtungen, verliehen gewesene und neue Möbel zu jedem annehmbaren Preise verkauft werden. Durch sehr große, billige Gelegenheitseinkäufe ist es mir möglich, schon ganze Wirthschaften für 90, 100, 300 Mart abzugeben. Theilzahlung gestattet. Beamten ohne Anzahlung. Kleiderspind 15 Mart, Kommoden, Küchenfpind 12, Nußbaum- Kleiders 35, Bettstellen mit Matragen 18 Mart, Sophas spinden, Bertitows 30 Mart. Muschelspinden 18, Säulenfpinden, Kleiderspind, hochelegant 56, Trümeaug mit Säulen und Krystallglas 60, Herrenschreibtisch, Plüschgarnituren 60 Mart, Decken, Gardinen, Fenster 5 Mart. Getaufte Baneelsophas 75 Mart. Steppdecken, Tisch= Möbel tönnen drei Monate fostenfrei auf meinem Aufbewahrungsspeicher lagern, werden burch eigene Gespanne transportirt, auch nach außerhalb. 4581L* Deutscher Porter. Ist Dessert- u. Malzkraftbier I. Ranges. Brauerei Burghalter, Potsdam, gegr. 1736, bef. f. Blutarme, Brustkr., Bleichs., Wöchn., Rekonv. 2c. d. leicht be: fömml., nahrh. kräftigite Bier. blutbild ,, desh. bess. Gesichtsfarbe u. Ge wichtszun. überrasch. 14 Fl. drei, 50 Fl. zehn Mt. exkl. In Geb.( 1/4, 1/8, 1/16) 3. Selbstabz. wesentlich billiger. Allein. Versandtst. f. Berlin u. 1. Vortrag bes Genoffen Dr. Pinn. 2. Discussion. 3. Verschiedenes.blo Folgende Kollegen haben noch Listen vom Klempnerstreit von mir entnommen und nicht abgeliefert: Nr. 61 F. Klingler, Prenzlauer Allee 42, 4 Tr., bei Schulz; Nr. 85 Massello, Dresdenerstr. 15; Nr. 98 Gurth, Gubenerstraße 12; Nr. 176 Nagel, Lottumstr. 16; Nr. 191 Schulze, angeblich Stalizerstraße 104; Nr. 192 Henkel, Friedrichsberg, Wartenburgstr. 52; Nr. 228 Mauer, früher Büschingstr. 28b; Nr. 242 Schlenker, Marfusstr. 23, v. 3 Tr.; Nr. 266 Thürenz, Ackerstr. 167; Nr. 288 und 289 Nometz, Stromstraße 7, v. 3 Tr.; Nr. 292 Hollmann, Weißensee, Königs- Chaussee 45 b; Nr. 312 Steinhilb, Kastanien- Allee 89; Liste 312 foll verloren sein. Die Kollegen, die mit den Betreffenden zusammen arbeiten, werden ersucht, dieselben daran zu er innern. Kollegen, erscheint alle in der Versammlung. F. Zimmermann, Vertrauensmann, Pücklerstr. 55. Achtung! Müßenmacher, Achtung! selbständige, sowie deren Arbeiter und Arbeiterinnen. Mittwoch, den 22. Juli, vormittags 9 Uhr, im Alten Schützenhause, Linienstraße 5/6: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Fritz Zubeil. 2. Die Lage des Streits. 3. Berathung des Sommertarifs 1897. 4. Verschiedenes. 2756b Die Fünfer- Kommission. Brunnenstr. 152.! Echt Werdersches Bier 18 Tonne 2,50, 116 Tonne 1,30. Potsdamer Stangenbier 1/8 Tonne 2,75. Extra- Gebräu Werdersches Bier, 1/8 To. 3,40,1/ 16 To. 1,701 Schutz- Marke do. nach Münchener Art, do. nach Pilsener Art, Lagerbier, hell u. dunkel, Sämmtliche Biere( außer Extra- Gebräu) in Flaschen 36 Stück für Mart 3, do. 24 Stück für Mark 3, Extra- Gebräu Werdersches Bier liefere frei ins Haus ohne Pfand. Bereinigte Werdersche Brauereien Haupt- Niederlage: Berlin, Adalbert- Straße Nr. 80. Fernsprecher Amt IV, 9865. Wegen Umbau der Geschäftsräume, welcher im August stattfinden muß, Grosser Ausverkauf Brov.: Porterfellerei ganzer Läger Partiewaaren in Kleiderstoffen, Ringler, Berlin, Seidenstoffen, Möbelstoffen, Kattunen, Teppichen, Steppdecken, Bettzeugen, Hemdentuchen, Louisianatuchen, Wäsche, Gardinen, Portièren, Unterröcken und Blousen Nicht Flaschenzahl Qualität entscheidet! M. J. Hahlo, Patentanwalt, Berlin NW., Karlstrasse 8. Patentnachsuchung und zu noch nie dagewesenen Preisen sowie der noch vorhandenen, durch Brand und Wasser Verwerthung.[ 50142 am 9. Juni beschädigten Rath, Auskunft und konferenzen kostenfrei. Waaren- Bestände in obigen Artikeln, Erste Referenzen im In- u. Auslande. um auf alle Fälle damit zu räumen, Deutscher Holzarbeiter- Verband. Kinderwagen, Grobar et al ( Zahlstelle Berlin). Vertrauensmänner- Versammlung der Drechsler am Mittwoch, den 22. Juli, abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27c. Tages Ordnung: Unsere Branchenverhältnisse. Bur Beachtung! In dieser Versammlung müssen sämmtliche ausgegebenen Fragebogen abgeliefert werden." 302/1 Die Ortsverwaltung. großart. Auswahl, billigst, viele Anerkennungen, Mufterbuch gratis und franko. Theilzahlung gestattet. Max Brinner, Jerusalemerstr. 42 und Brunnenstr. 6. 1040 unter Taxpreilen! Verkaufszeit von 8-1 und 3-8 Uhr. Max Lehmann, Berlin, Reinickendorferstraße 22, nahe der Wiesenstraße. Haltestelle der Pferdebahn. Ausschank Bauhandwerker- Krankenkaffe für Berlin der Brauerei Pichelsdorf, und Umgegend.( Eing. Hilfskasse Nr. 118.) Sonntag, den 26. Juli, vormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Hoffmann, Alexanderstraße 27c: reizend an den Ufern der Havel gegenüber Pichelswerder gelegen, [* Ordentliche General- Versammlung. bequeme Bahnverbindung mittelst Stadtbahn und Lehrter Bahn bis Spandau für 20 Pfennige, vom Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes und Ausschusses. 2. Abrechnung des Kassirers vom 2. Duartal 1896 und Revisionsbericht. 3. Wahl sämmtlicher Hilfskassirer. 4. Berathung des Statuten- Entwurfs über die zu gründende Mitglieder- und Frauen- Sterbetasse. 5. Innere Rassenangelegenheiten. 261/12 Bahnhof Spandau bis zur Brauerei mittelst der elektrischen Bahn für 10 Pf., Dampferverbindung von Berlin und Spandau Dampfer können an der Brauerei anlegen. Jeden Sonntag Die Berfammlung wird pintlich cofnet.- witted bud teatimit im Garten grosses Konzert bei freiem Entree. Für Kranke! eröffnet. Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand. J. A.: H. Metzke. Für Kranke! Echter Cognac Original- Abzug von Gergonne& Cie. per Flasche 1,50-5,00 Mark. Medizinal- Ungarweine, franz., Rhein-, Moselweine. 5805L* Neustädtische Kirchstrasse 12 am Bahnhof Friedrichstrasse. Im neuerbauten Riesen- Prachtsaal grosser Ball bei 2 Orchestern Kegelbahnen. ( Garderobe frei). Billards. Kaffeeküche. 410 Liter Lagerbier 15 Pfennige. Im Vergnügungspark täglich: grosse Volksbelustigungen. Grosse und elegante Ausspannung. Telephon Amt Spandau No. 198. 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