Nr.S 1932 �Tr. 123 49. Jahrgang Der„Sonntag.Vorwärts' erscheiilt jeden Sonntag mit der illustrierte» Beilage..Voll und Zeit". Monatsbezug 5b Pf. in Berlin frei Haus einschließlich g Pf. Zustcll. gebühren, im voraus zahlbar. Post. bezug monatlich»5 Pf. ieinschlioß» Itch 8 Pf. Postzcitungsgebllhren) und 6 Pf. Postbeftellg-bilhre». Die volle Ausgabe des..BormSrts" erscheint rvochentLglich' zweimal. Sonntags und Montags einmal. Das Abonnement lostet wöchentlich 7» Pf., monatlich ZLb M. in Berlin frei Haus auswärts zuzüglich 7Z Pf. Postbestell gebühren. Gonniag- mit MoOenttbevficht 15. März 1952 Groß'Verlin 15 pf. Auswärts 20 pf. Sie etnsvalt.MMimeterzeileAPf. Siellamezeile 2,— M..kleine Anzeige»' da» fettgedruckte Wort 20 Pf, (zulässtg zwei fettgedruckt» Worte). jedes wettere Bort 10 Pf. Rabatt laut Tarif. Worte über lö Buch. fiade» zählen für zwei Worte. Ar, heitsmarlt Millimeterzeile A Pf. Familien. Anzeigen Millimeterzeil« 16 Pf. Anzeigenannahme im Haupt. geschäft Lindenstraße Z. wochentäg. Lch von 8 Vi bis 17 Uhr. Der Per. lag behält sich das Recht der Ab- lehimng nicht genehmerAnzeigen vor! Redaktion und Verlag: Berlin 6223 68, Lindenstr. 3 Fcrnspr.: Dönhoff(A 7) 29�—297. Telegramm-Adr.: Sozialdemokrat Berlin. Vorwärts-Verlag G. m. b. H. Postscheckkonto: BeickinS? SS«.— BanNonto- Bairkder Arbeiter, Angestellten und Beamte», Lindenstr. 3, Dt. B.u.Di!c..n alphabetischer Reihenfolg« aufgeführt. »ieichsprästdent von Hindenburgs Name steht an zweiter Stelle. Rechts neben dem Namen von Hindenburg ist ein Kreis; in diesen muß ein Kreuz eingezeichnet werden. Klagges auf dem Rückzug. Er wollte nur höflich gebeten haben. Herr klagges hat in Sachen R ö h m den Rückzug angetreten. Er hat das Telegramm des Reichrinnenministers dahin beantwortet, daß der„Doltsfretlnd* ersucht war. die verlangte Entgegnung b i» spätesten» 12. März zu bringen. Nachdem die gesehte Frist fruchtlos verlausen ist, kommen weiter« Maß. nahmen gegen den„D olksfreund" nicht in Betracht. wer tonnte Herrn Klagges auch nur zutrauen, daß er gegen den„volksfreund" etwa» Böses im Schilde führet Hurra, das Dritte ZUich ist da! Nazis und Oeutschnationate p ücieln sich in? raunschweig. Brauujchweiz, 12. März.(Eigenbericht.) Ja einer öffentlichen Versamnriung der Deutfchnationalen kam »z zu schweren Zusaminenstößen zwischen Deutsch- liationalen und Nationalsozialisten. Als der Nedner Dberstleutnant v. Olberg-Berlin behauptete, daß an dem VerbreAen der Einheitsfront mir die NSDAP, die Schuld trage, setzte berells llarkir Lärm ein. Die Ueberheblichkell der Nationalsozialisten— -o fuhr der Redner fort— habe oerhindert.daß ein gemeinsamer Kandidat ausgestellt wurde, trotzdem der„Stahlhelm" berell xe- mesen sei, für Hitler zu stimmen. Die anwesenden Nationalsozia- listen riefen:„Beweise!"„Postenjäger!"„Größen- -.oahn!" und andere Beschimpfungen. Schließlich kam es zu einer Keilerei. Don den Natlonalfszialisten. die aus dem Saal herausgeworfen wurden, erlitten zwei Verletzungen am Kopf. Bürgerkriegsplaue. Aus der Tätigkeit des Herrn Rohm. Müllchen, 12. März.(Eigenbericht.) Hitlers Stabschef, der Herr R ö h m. hat für die rein mllttärisch organisierte Bürgerkriegsarmee Hitler längst einen fertigen Aufmarschplan ausgearbeitet, in den auch Dsutschösterreich einbezogen ist. Ein Tell davon bezieht sich auf die Mobilisierung des nationalsozialistischen A u t o m o b i l k o r p s, in dem das Reichsrelois der Motorstaffsln in allen Einzelheiten festgelegt ist. Am IS. Januar 1932 versandt« der oberste SA.-Führer unter K. L Nummer 32— 32, unterzeichnet der Chef des Stabes Röhm, ein Rundschreiben an die Gruppenstäbe der Motorstaffeln. Danach ist, wie aus einer beigegebenen Karte und einer weiteren Anlag« ersichtlich ist, unter genauer Kilomelerangabe und Zellberechnung der Relaisdienst für das ganze Reich auf allen Haupt- und Neben- strecken mit besonderer Bezeichnung der Orte und der Fahrer- Wechsel festgelegt. Bei Einsatz der Relais erfolgt der Aufruf mit Sttchwort, das in einem verschlossenen Kuvert der Anweisung bei- gelegt wurde. Die Ausgabe des Sttchwortes erfolgt nach Ziffer 9 des Rundschreibens durch den obersten SA.-Führer(also Hitler u-lbst) telegvaphisch und telephonisch an die erste und zweite Aus- gabestelle(SA.-Dienststelle), die das Stichwort auf dem gleichen Wege weitergibt. In Ziffer 12 drängt, der Chef des Stabes, Röhm, auf sofortige Vervollständigung dieser Relaisorganisation und kündigt zu diesem Zweck eine besondere Hebung an. Außerdem hat die Zentrale im Braunen Haus in München an die SS.-Leute des Gaues Oberbayern A l a r m d i e n st z e t t e l 'olgenden Inhalts ausgegeben:„Jeder SS.-Mann muß bis zum 39. Januar 1932 ärztlich untersucht sein. Marschsetzung ab 13. M ärz 1932. Unterwäsche(Fußlappen), Schuhe, Rucksäcke, Kochgeschirre. S S.- M ä n n e r �a l s erste zur Wahl./ Melde- ganger zum Führer. Unfälle sofort' melden� 54 452. Motorrad- nah rer zur Gruppenverwaltung.".. Die angegebene Telephonnummer ist die der sogenannten Reichsführerschule in München(Schwantaler Straße), in der unter der Firma Sportlehrer ein Herr Berkelmann kommandiert. Die omkllche Sowjetbehaupiurg in Rußland le' ende polnische Staatsbürger hätten das Attentat ve. anlaßt, das DirckseN gelten sollte, aber Twardowski getroffen hat, kann sich nur auf exterritoriale Polen, also Mitalieter ter Gesandtschaft oder Konsuln, beziehen denn sonst hätte man sicher schon die Verhaftung dieser Polen ge- meldet. Dcrz Warschauer Regierungeblatt weist zutreffend auf die Beweislosigkeit dieser uTswjerbehaüptung' hin;- das Miß- behagen' über sie würde' der'höchsten Empörung weichen, wenn sich Sie Grundlosigkeit herausstellen sollt». S t o ck h o l m, 12. Marz.(Eigenbericht.) Der weltbekannte Zündholzkönig Idar Kreuzer hat am Soanabendvormittag in Paris Selbstmord durch Erschießen verübt, krcuger war vor einigen Tagen ans Amerika zurückgekehrt. I» Paris sollten wichtige Verhandlunge» stattfinden, angeblich über eine große Anleihe. Infolge beunruhigender Nachrichten waren die Kreugerpapiere in den lebten Tagen in Stockholm sowie an allen Wettbörsen stark gefallen. Der Pressechef de» Kreuger-Sanzerns in Stockholm gibt gleich- zeitig bekannt: „Aus der nächsten Umgebung Zvar Kreuzers wird mitgelcilt, daß die Verzweifluneskal auf dle übermeuschliche Arbeit der letzlen Monate zurückzuführen ist. die schon während des Anfenlhalks Kreuzers in New Jork einen Nervenzusammenbruch Kreugers und große Unruhe unter seinen Mlarbeilern verursachte. Sämtliche Mitarbeiter kreugers sind seht intensiv be- sch ästigt, die Lage des Konzerns zu prüfen." Der Selbstmord Joar Kreugers ist eine Sensation für die ganze Welt. Wären die Börsen und Banken in den Finanzzentren der Welt heute nicht geschlossen, es gäbe den größten Sturm, den man je erlebt hat. Isar Kreuzer war eine finanzielle Weltmacht, und er repräsentierte diese Welt- macht in seiner eigenen Person. Sein frei gewähltes Ende ist viel mehr, als der Selbstmord einer anderen Finanzgröße, die über eine gleich« oder gar größere Finanzmacht verfügt; denn Kreugers Weltkonzern beruhte nur auf seinen beiden Augen. Ganz zweifellos sind es in erster Linie Finanzsorgen, die. diesen Mann die Nerven haben verlieren lassen. Er hat In New Dork über die Beschaffung von Anleihen verhandelt. Das scheint ihm mißlungen zu sein. Er hat in Paris wohl weitere Versuche gemacht, und vielleicht waren auch sie verzebüch. Mit Sicherheit waren diese Anleihen notwendia, damit er den Riesenbau seines Konzerns durch die Weltwirtschaftskrise hindurchbringen und seine Plane ohne daß er die. Grundstruttur seines Konzerns ver- ändern mußte, durchführen konnte. Kreugers Lebenswerk mußte durch die Weltwirtschaftskrise auf das ernsteste bedroht werden. Sein We'tkonzern ist aus drei Riesen- gesellschasten gegründet, den schwedischen Z ü n d h o l z t r u st, die Kreuger u. Toll-Finanzierungsgesellschaft und die amerikanische International M a ich- C o r p e r a- ti o n. Dieser riesenhafte Konzern, der in vierzig Ländern 150 große Zündholzsabriken kontrolliert, der die größten Erzvorkommen der Weit in Schweden, Afrika und Chile in Ausbeutung genommen hat. der große Zellstoff- und Holz- inter essen hat. der den schwedischen Kugellagertrust beherrscht, sowie Elektrizitätskonzerne und auch Waffen- f a b r i k e n. und der noch in den legten Monaten in Rordslbw-den mll größtem Kapitalauswand eine der ertragreichsten Gold- i minen der Welt aufgeschlossen hat, war durch seine internationale Struktur daraus angewiesen, daß Frieden in der Well herrscht, daß die Währungen stabil bleiben und daß das Vertrauen zwischen den Finanzmächten der Well nicht erschüttert war. Das mar in den letzten Jahren umso notwendiger als Jvar Kreuzer im Gegensatz zu der früher von ihm befolgten Finanzpolitik mit den eigenen Mitteln seines Konzerns zur Finanzierung nicht mehr auskam. Seine jetzigen Verhandlungen in New Tork und in Paris dürsten in erster Linie dem Ziel gegollen haben, für die Durchführung der Zündholzmonopol-Verträge mit zahl- reichen Staaten, die er gegen die Zusicherung von Staatsanleihen abgeschlossen hat, die erforderlichen Gelder zu beschaffen Auch mit Deutschland hat Joar Kreuger einen Rtonopowerttag gegen eine 500-Mill.-Mark-Anleche geschlossen.{ Die Finanzlage seines Konzerns mußte im Laus der letzten Monate' schwierig werden. Aus seinen Zündholzmonopolverträgen hat er Kapitclsorderungen von 203 bis 300 Millionen Dollar Wenn die Einnahme» aus ciefen Vert.ägen auch zum größten Teil ein- gingen, so mußte doch das Vertrauen m die Sicherheit dieser Ein- nahmen be, der internationalen Finanz, die Kreuger-Aklien ge- kaust hat. gefährdet werden. Die Psundentwertung in England. den Nordländern und zahlreichen anderen Staaten mußten schwerste Verluste bringen. Seit fast einem Jahre kursierten Gerüchte aus den Börsen, daß die Lage Jvar kreugers und ielnes Konzerns b e- droht sei. Tatsächlich sind d i e K u r s e der Kreuger- u. Toll-Aktien im Laufe der letzten 6 Monate auf last ein Drit'el zurückgegangen. Wenn für das Jahr 1931 auch noch reichliche Gewinne für den Kreuger-Konzern gemeldet wurden, so war es in den letzten Tagen doch klar geworden, daß der Kreuger-Konzern keine Dividend« ver- teilen werde. Diese Nachricht und die ab'olute wirrfchnftliche und politisch« Unsicherheit in der ganzen Welt dürsten Kreuger die Durch- sührung seiner finanziellen Absichten unmöglich gemacht haben. Kreuger war unter den großen Kapitalisten der Welt eine interessante Erscheinung. Er ist 52 Jahre alt geworden und war der reichste Junggelelle der Welt. Für Schweden war er der Ra- tionalcheros. Er war natürlich auch Schwedens reichster Mann. Zuletzt hat er ein persönliches Einkommen von 2 Millionen �dr�nen versteuert. Kreuger war Ingenieur. In lungen Jahren«igneieer sich in Amerika das Slugenmaß für große Geschäfte. an Mit 28 Jahren gründete er in Stockholm seine erste Unternehmung. Vier Jahre später, im Jahre 1912. begann er mit den Zündholz- fabriken seiner Familie den Aufbau des schwedischen Zündholllrusts, der dann die well eherrschende Rolle spielen sollte 1917. im Kriege, begann er sein« Lausbahn als internationaler Finanzmann. Bon 1921 ab hat er feinen Eroberungszug über die ganze Erde be» gönnen. Seine persönliche Bescheidenheit war iprichwörtlich. Er lehnte Orden und Auszeichnungen ab, wenn er auch als reicher Mann lebte. Schweigen. Schweigen und nockmals Schweigen war sein geschäftlickes Prinzip, dem er seine Erfolge verdankte, wie er selbst sagte. Er soll eisern« Nerven gehabt haben und die Ruhe selbst gewesen st in. Aber den Neroenanfo.derungen die'er Weltkrise scheint auch er nicht gewachsen gewesen zu sein. Wer sind die Nazis? Was ein rechtsstehender Zentrumsführer sagt. In einer Massenversammlung in München sprach der württem- bergische Staatspräsident Dr. Bolz: „Was will eigentlich Hitler machen? Wenn man seine K r e a t u r e n der verschiedensten Grade hört, dann ist e» nur notwendig, gut uniformiert aufzumarschieren, die Klappe auf- zureißen, auf den Tisch zu hauen— und dann wird alles besser! So redet man aber nur vor dem dummen Volk; wenn man heimlich redet, dann redet man anders. Dann erklärt man auch, es sei selbstverständlich, daß man verhandeln müsse und eingegangene Verpflichtungen erfüllen müsse. Wenn diese Leute nur offen sagen würden, daß auch sie an den Verhandlungstisch gehen müssen. Diese Führer sind zu feig, das offen einzugestehen. Die Bewegung hat kein Programm und keinen Weg? Aus welchen Elementen fetzt sich denn diese bewegte Masse zusammen? Gewiß ist ein mit begeisterter nationaler Ge- sinnunz erfüllter Stamm vorhanden, aber dann kommt die große Masse der Spießbürger, der Verärgerten, der wirt- schaftlich Heruntergekommenen, aller derer, die mll sich selbst und Boll und der Well unzufrieden sind. Und dann kommt noch, verzeihen Sie den Ausdruck, ein großer Teil hyste- rifcher Weiber. Aber dann kommt auch noch eine Menge von Leuten, die vielfach an der Spitze stehen, die Schaden gel'tten haben bei der Revolution und bei der Umkehr der Dinge, die so» genannten Deklassierten, die nun hoffen, mll diestr neuen Bewegung wieder in die alte Stellung hineinzukom» m e n. Diese Gruppe muß eines Tages die begeisterte Jugend schwer enttäuschen und diese enttäuschten Massen werden dann zu den Bolschewisten gehen. Den nationalsozialistischen Massen, die nur vom Haß leben, fehlt die innerliche Verbundenheit, und ihnen gegenüber stehen dieArbeitermassenderLinfen, die 60 Jahr« gewerkschaftlich erzogen sind, die ein gemeinsames Klassenbewußtsem besitzen. Werden diese Blossen durch eine falsche Politik, durch Dikl-iiur, durch Z-rstörung ihrer Gewerkschaften zum Kampf herausgefordert, wo bleiht dann dos ganze dumme Spießer- pack der Natloualsozialisteu? Dann ist nichts mehr zu sehen aus der äußersieu Rechten!" Man weiß im Bürgertum, wer die Nazis, sind— man weiß ober auch, was die Eiserne Front bedeutet! Moskau rüffelt KpO. Sie soll die Arbeiter ins Feuer treiben! Im Moskauer Rundfunk sprach ein Sekretär der Komintern über die Reichspräsidentenwahl in Deutschland: Gegen Hitler und den, Faschismus, kaum drei Worte, um fo heftigere Angriffe aber gegen die deutsch« Sozialdemokratie, z. D,„Ssvering. den Haupt- feind". Weller sagte der Sowjetsprecher, daß die Wahl in Deutsch- land nur der Beginn eines Kampfes der Kommunisten gegen die bestehende Ordnung sei. Den Ausgang dieses Kampfes würden die Kommunisten durch andere Mittel als Wahlen erkämpfen. Die Führung der KPD. aber müsse dazu verschiedene Fehler korrigieren. Vor allen Dingen müsse man einsehen, daß die revolutionäre T-acktik der boischewistischen Revolution und der Weg des russsschen Sonderausgabe des Vorwärts? Heber das Refulkat der ReichsprSsideokenwahl werden wir unsere Abonnenten In Groß. Verlin durch eine Sonderausgabe des„Vorwärts" am Blovlag früh unterrichten. Diese wird auch bei allen Berliner Zeitungshüntlern zu haben sein. Eine Belieferung der Postabonnenlen ist nicht möglich, da die Sonderaurgabe m't vallständ'gen Resultaten zu dem für den Post- Versand vorgesehenen Zeitpunkt nicht settigpeiielll werden kann. ver sonst üblich? Aushang der Wahlresultate am So anlag abend oder ihr? Bekanntgabe du rch Li 6>t- b l lkre r i st den Zeil u ngsverlagen d i es m al p oliz e i- llch nicht gestattet. Sie müsse« daher unterbleiben. Oktober! nicht nur für Rußland richtig gewesen sei, sondern heute auch in Deutschland zum Erfolg führen werde. Zum Schluß beschimpfte der Komintermann die preußische Regierung Der Sowjethörer bekam die wildesten Märchen über Polizellerror in Berlin zu hören, von blutigen Zusammenstößen zwischen Arbellern und der Polizei usw. Kommunistische Provokation. Schwerer Zusammenstoß in Siegen. Siegen. 12. BISrz. Zm Anschluß an einen Blassenkundgebongszug der Elserne« Front kam es heule nachmittag auf dem Marktplatz zu kam- munistischen Ansammlungen. Da die Menge der Auf- forderuag der. Polizei, die Straße freizumachen, nicht nachkam, sondern a u f d i e P o l l z e i b eamlem Schüsse abgab nnd sie mll schweren Steine n bewars, machten d° Beam'en vom Gommikuüppel Gebrauch und erwiderten das Feuer. Dabei wurde ein 44 Zahre alter verheirateter Maua» offenbar der KPD. nahestehend, durch einen Schuh getötet. Sonntan wählt auch das Saargebiet den Landesrat neu. Er besteht zur Zeit aus 14 Zentrumsabgeorkneten, 5 Sozial de m o- traten. 3 Volkcpcrteilern, 3 Kommunisten. 2 Opposittonskommv- nisten, 1 Deutschnalionalen, 1 Wirtschaftsparteiler und 1 Arbeller» und Bauernparteillr. Ein britischer Flugzeuzangriss in Nordindicn hat in Pandali neun P er s o n e'n getötet und mehrere verletzt,'Däz Flug« zeug soll vorher beschossen werden sein. Das hohe Lied der Treue. Wie man es beim Stahlhelm aulfaßt. Der Generalleumant a D. S ch o ch. ftüher Reichstagsabaeord- nete der Deutschen Volkepartei, hat kürzlich in einer VersammUmg in München fürchindenburg gesprochen. Er führte dabe, aus: „Im Reichstag bei sehr wichtigen Abstimmungen davon- Zuläufen, wo wirkliche Arbeit zu leisten wäre, unh dann die Schuld für die eigene Fahrlässigkeit denen in die Schuhe zu schieben, die jederzeit ihre Schuldigkeit tun. einen solchen Kampf gegen ein„System� lehnen wir ab ch u g e n K e r g trage noch mehr wie Eitler ein gerüttelt Maß von Schuld daran, daß ein Wahlkampf stattfinde, ein Kamps mit solcher Volksverheßung und Volkszersetzung. Der Redner bedauert zehnfach die 5)al' tung des Stahlhelms, dessen zweiter Vorsitzender, Oberst. leutnant a. D. Duesterderg, sich zu einer reinen Zählkandidatur herabwürdigen liehe. Sei es notwendig gewesen, den Terror so weit"zu treiben, daß jedem Stahlhelmmit- glied, das Hindenburg wähle, mit dem Ausschluß ge» droht werde?"' Herr S ch o ch hat darauf promt Antwort erhalten. Das Bun- desamt des Stahlhelms teilt mit: Der frühere oolksparteiliche Abgeordnete General v. Schach, der an�Hand erschlichenen Anschriftenmaterials an eine Anzahl von Stahlhelmkameraden Aufforderungen zur Un- .treue gegenüber der Bundesfuhrung hat verschicken lassen, ist wegen Disziplinbruchs und unritterlicher Äampfeswe.se a u s 0 e m Stahlhelm ausgeschlossen worden Die Untreue bestand darin, daß er zur Wahl H Inden» burgs au'gesordert hat. Er hat also dasselbe getan wie Hindenburg selbst, und Hindenburg ist Ehrenpräsident des Stahlhelms! Schoch war gar nicht Mitglied des Stahlhelms! Zu der Mitteilung des Bundesamts des Stahlhelms, daß der frühere oolksparte.liche Reichstagsabgeordnete General von Schach „wegen Disziplinbruches und unrittcrlicher Kampsesweise" aus dem Stahlhelm ausgeschlossen worden sei. teilt Schoch mit, daß er nie Mitglied des Stahlhelms war. Es sei also unver- ständiich, wieso ein Ausschlußbeschluß gegen ihn vom Bundesamt des Stahlhelms hätte bekanntgegeben werden können. Wie es dem Kommunisien erging, der die„Hauptgefahr" bekämpfen wollte! Zum Kapitel Not der Landwirtschast. Für Sch anen gegen Zlepublikaner isi nock Geld da. Um die Werbearbeit der Republikaner für die Präsidentenwahl zu sabotieren, haben die Nazis und Landbllndler aus dem flachen Lande schon Wochen vorher da und dort die Säle gemietet. Die Gastwirte haben ihre Säle meist ahnungslos' zumal an den Land- b u n d vermietet, da ste annahmen, er wvlle irgendeine Schulung?- oder sonstige- Tagung abhalten Aber nichts war an dem. Der Landbund hat die Säle nur gemietet, damit sie für Versammlungen der republikanischen.Parteien zur Präsidentenwahl nicht mehr zur Verfügung stehen. Für den Saal werden vro Abe'-d 5 M. und mehr> gezahlt. Das ist für manchen kleinen Gastwirt ein lutrotive, Ge- schäst. Viele kälten aber daraus vernichtet, hätten sie gewußt, warum der Landbvud ihre Säle, mietete Da solche Vorkommnisse aus ver» schledenen Gegenden gemeldet werden, muß man auf eine zentrale Anweisung, zum mindestens ober aus«ine Anregung schließen. Das ist wieder einmal sehr bezeichnend für den Landbund. Einerseits Naat er unablässig über die Not der Landwirt» s ch a f t. erklärt die Landwirte für zahlungsunfähig, ondererfett»«ckex-n« r�fch we n-d�t sr- die bei ihm-�inkvinmendsn Gelder zur Sabotage renublikanifcker Brovaganda aus dem Lande. Diele Methoden de» Landbvndee al» Verufsorganisatlon der Land- Wirte, die er doch sein will, gereichen der Landwirtschast bestimmt nicht nim V'�eil Ugiere» Erachten» sind ober auch die Behörden verpflichtet, für diele V�r-'änqe ein wachl'-ne» Aua« zu h'ben und mit den geeigneten Mitteln unbedingt einiugreiien. um die Freiheit der W�d'-'roqanda, besonders im Hinblick auf die Preußenwahl zu ge- währleisten._ Eiserne ftronf in Weimar. Aufmarsch auf dem Mark plah. Weimar. 12. März.(Eigenbericht.) AI«' Abschluß des Wahlkampfesi fand heute nachmittag auf dem Marktplatz von Weimar, der ehemaligen Residenz de» Herrn Fr!ck. ein Aufmorsch der Eisernen Front statt: rund 7c>l>l) Menschen sind unserer Parole gefolgt. Genosse Dr. Klotz richtete eine Mahnung an die Kourmu- nisten. Wir wollen, sagte er. euch und uns die schmerzliche Er- fahrvnx, ersparen, daß zwischen Hindenburg und Hitler doch ein kleiner Unterschied ist! Genosse Di etri ch- Weimar, M. d. 9t, rüttelte die bürgerlichen Zuhörer, die in Massen erschienen waren. auf mit dem Hinweis auf Italien: Genoff« H e ll m I ch- Weimar sprach zur Jugend. Die Kundgebung, die ohne jede Störung verlief, war eine der imposantesten seit dem November 1918 . Im Anschluß an die Kundgebung der Eisernen Front fand ein« solche der Nationalsozialisten statt. Der Aufmarsch, der sich im gleichen Rahmen vollzog, nahm knapp die Hälfte der Zeit in Anspruch, was einen Rückschluß auf die Tecknehmerzahl gestattet. Oer Memel-Konfliki. Die Mehrheitsparteiea ble bea fest. Die Mehrheitsparteien des Memel-Landtages haben dem auf- gezwungenen Landespräsidenten E i m m a t schrrnlich erklärt, daß s er durch die heimliche und ohne Befragung der Landtagsmehrheit erfolgt« Ernennung des Direktors T o li s ch j u s die Verhandlungsbereitschaft der Landtagsmehrheit zur Regiernngsbilbung durchkreuzt habe. Dadurch habe Slmmat das Ansehen seiner s Person bei. den Mehrheitsparteien erschüttert und eine Atmosphäre schäri st en Mißtrauens geschaffen. Die Mehrbeitsoarti ien können ihn als Präsidenten des. Direktoriums nicht mehr hinnehmen und sind nicht mehr bereit, mit ihm zu verhandeln.- Sie erklären iednch ausdrücklich ihre Bereitwilligkeit zu Vsrhanolungsn über- die Bildung eines Direktoriums auf parlamentarischer Grundlage._ 250 000 Dollar Konventionalstrafe soll über die Goodyear-Comp. auf Borlchlag des Unterfuckimg�aueschusse- verhängt werden, weil das Riesenluftschiff„Acron" 8 Tonnen Uebergerricht hat. Der irische Er» evolutionär De Valera ist von dem neugewShlten Parlament zum Staatspräsidenten gewählt worden und hat sofort eine Amnestie erlassen. Die frühere tappo-Schahmeisterlu.?rou G-aucher ist erickossen aufgejundcn worden. Man v« mutet einen Mord, da sie der Änk-preise Lappo-Material überliescrt haben oder sogar eine Aus- lands'pwnin gewesen sein soll.' Tardieu hält eine Propagandarede. ---- Jtafe. 11 März.(Eigenbericht.) A r i st t d e Briand wurde am Sonnabendnachniittag feierlich zu Grabe getragen. Um 2 Uhr wurde im llhrensaal des Außenministeriums in Gegenwart der Familienangehörigen, des Präsidenten der Republik des Senats und des Kammerpräsidenten, der Präsidenten des Völkerbundes und des Rats, der Mitglieder der Regierung und des Diplomatischen Korps der Sarg durch den Erz- bischof von Paris eingesegnet und dann auf. einen vor dem Gitter des Außenminisseriüms errichteten Katafalk, der mit einer Trikolore bedeckt war,"estellt. Zu beiden Seiten des Katafalks und ihm gegenüber wc'-n Tribünen errichtet, auf deneit die Trauergäfte und die Vertreter?r Presse Platz nahmen Im Naiv' der Regierung, des französischen Volks und der im Völkerbund r tretenen Nationen hielt Tardieu«ine lange Ge- denkrede auf. Briand. Er schilderte die Persönlichkeit und sioats- männische Lausbahn des Toten, die zunächst dem Frieden. der Gewissen, dann dem Frieden im Innern und schließlich dem Frieden unter den Völkern geweiht gewesen sei. Ueber die Bemühungen Briands um die Verständigung unter den Völkern sagte Tardieu u. a.:„Er marschiert auf das Ziel zu. wie der Reisende in der afrikanischen Wüste, der drei Schritte vorwärts und dann zwei Sch ritte rückwärts macht, aber sich am Abend mit der zurückgelegten Etappe, so klein sie auch sei, beanügt In gewissen Stunden folgt eine grausame Enttäuschung, so z. B- im S o m m e r 1939. wo die edelmütigste. Geste der französischen Geschichte s o schlecht verstanden zu sein schien. In anderen Stunden folgt die Wiederausnahme der Füblung mit vorsichtigem Tasten und Mit Vergleichen. Ein tragisches Drama, meine Herren, nicht eines Menschen, sondern einer ganzen Generation, der s Generation, die die VorkrtegszeS. den Krieg und die Nachkriegjizeck ' erlebt hat und die bis heut« noch nicht ihr Gleichgewicht gefunden ■ hat. So niedergedrüiL auch die Menschheit gegenwärtig sein mgg. steht sie vor einem gefährlichen Dilemma: entweder fu? einen dauerhaften und garantierten Frieden die notwendigen A«' dingungen zu schaffen oder mangels dieser Bedingungen eines Tgges den zerstörenden Krieg wiederzusehen Frankreich kann sich die Gerechtigkeit erweisen, daß es seit dreizehn Iahren alle» getan hat(!), um die erst« dieser beiden Hoffnungen zu verwirklichen. Es schuldet Briand Dank dafür, diesen einmütigen(!) Wissen zum Ausdruck gebracht zu haben." Di« Rede Tardieus verlor viel von ihrer Wirkung durch den kalten Ton, in dem sie gebrochen wurde und durch zahl» r.aich e i n n e n v o l i ti f cb e Anspielungen, die bei der Opposition auf scharfen Widerspruch stoßen werden. Nach einem Vorbeimarsch der- Truppen der Pariser Garnison vor dein Sarge, ! setzte sich der Trauerzug in Vewequng. An der Sniße des Kluses wurden vier Kränze von Vereinigunaen, deren Ehrenpräsident Briand war. getraaen. Dann kam d'e Kavelle der re-ublikanifcken Garde, vier mit Kränzen beladen? Wagen und der Leichenwaqen. Die'ein folgten die Famissenanaebäriaen und Freunde des Ber» storbenen ein Vertreter des Präsidenten der Republik Minister» Präsident Tardieu. begieitet von dein Präsident»» der Völkerbund» veriammlung und des Völksrbundsrats, Mitalieder der franzöicl'en Regierung und zahlreiche fremde- Außenminister, das Divlomastschs Korps, darunter der BMichaiter von Hoefch. Mita'ieder des Senats und der Kammer und Abordnungen zahlreicher Vereiniannaen. Auf dem Friedhof von Vassy wurde der Sarg im Beisein der Familienangehörigen vorläufig beigesetzt. Oie Mörder von Zoppoi.' 20 Hakenkreuzler wegen vorsätzlicher Tötung verurteilt. Dauzlg, 12. März. In einem Prozeß gegen 24 Nationalsozialisten wegen ihrer Schießerei in der Silvesternacht in Zoppot, bei der ei« rommunistischer Arbeiter erschossen wurde. sind nach mehrwöchiger Verhandlung zwanzig Angeklagt« wegen Körperverletzung mit Todesfolge, Landfriedens« bruchs, Raufhandcls und unbefugten Waffenbesitzes zu Gefängnisstrafen von drei Monate» bis zu drei Jahren und drei zu Geldstrafen von 75 bis 600 Mark verurteilt wordeu. Ei« Angeklagter wurde freigesprochen. Die Begründung betont, die Verhandlung habe klar ergeben. daß es eine vorsätzliche Tat gewesen ist....- Aufruhr in der Mandschurei. Chinesische Soldaten toben. i. In der mandschurischen Stadt S a ch a l j a n stürmten chinesische Soldaten aus die Vertündung der Thronbesteigung des Exkaisers Peiji verschiedene Gebäude, auch dos der russischen Ostbahnoerwal- lüni» und dä» japanische Konsulat; der Konsul floh zusammen mit �n. Russen über die Nordgrenze.....____ i.. Nanking protestiert... Schanghai, 12 März. Die Nanking-Regierung, die geaen die Lostrennung der Man- dschurei protestiert, hat in ihrer offiziellen Erklärung ha» Man» dschurei-Regime als eine von Japan ausgehaltene ille- gale Organisation bezeichnet und angedroht, man werde Japan für alle Schahen verantwortlich machen, die aus Aktionen dieser Organisationen entstehen, deren Leitung wegen ihrer hochverräterischen Handlungen einer strengen Be st rasung gewärtig sein müßte. Blutige Protestkundgebung in Cbikaao. Ehlkago, 12, März. Vor dein japanische» Konsulat ereignete sich eine große Protest- kundgsbung. Bei Zusammenstößen mit der Polizei.wurden, zahlreiche Personen oerletzt, auch zwei Polizisten getötet. Oonan-Konferenz in Genf? Tardieu will mit Vrünina v fhandetn. Doris, 12. März.(Eigenbericht) Wie der.Excelsior" meldet, weiden' die Verhandlungen über den französischen Plan einer wirtschaftlichen Zusammenarbeit der Donau- Länder in der nächsten Woche in ein entscheidendes Stadium treten. Tardieu habe die Absicht, wahrend seines Genfer Aufenthalts mit den Vertretern der fünf interessierten Länder sowie den Außenministern von England, D e u t sch(a n d und Italien über die.DurchMrung des. Plaues zu. jprechea......... Der Hochverrat in der pol'zei. Schräder- VerbanS nicht gegen Grzesinski. Wir erhalten die folgende Erklärung des Dorsigenden des Der» bandes Preußischer Polizeibeamten E. V.: Der„Berliner Lokal-Anzeiger" veröffentlick)t in seiner Aus- gäbe vom 11. d. M. eins längere Abhandlung mit der Ueberschrift: „Tchrader-Berband gegen Erzesinski!" Ich erkläre hiermit ausdrücklich, daß der Berband Preußischer Polizeibeamten(Schrader-Berband) keine Veranlassung hat, gegen den Herrn Polizeipräsidenten Grzesinski Stellung zu nehmen. Ich habe auf die außerordentlich zahlreichen fernmündlichen Anfragen Berliner Zeitungen aller Richtungen erklärt, daß ich von den Einzelheiten der gegen die verhafteten Personen erhobenen An- schuldigungen keine Kenntnis habe, sondern nur das weih, was in den Zeitungen darüber berichtet worden ist und mir auch deshalb ein Urteil über die vorliegenden Anschuldigungen und über den Ausgang des Verfalirens nicht erlaubt. Ich bedauerte jedoch, daß in dieser Zeit der großen Erregung vor der Wahl, in der die Polizeibeamtenschaft ganz besonders und überaus stark in Anspruch genommen wird, die Presse diesen Vor- gang in der sensationellsten Aufmachung veröffentlicht hat. Durch diese Art der Veröffenllicbung kann in diesen sturmbewegten Tagen das Vertrauen der breitesten Volkskreise zur preußischen Polizei. zur Autorität des Staates und zur Ruhe, Ordnung und Sicherheit nicht gehoben werden. Ich habe jedoch nie erklärt, daß dieses Vor- kommnis vom Polizeipräsidium Berlin als Wahlmache benutzt worden ist. Ich halte es für richtiger, wenn mit aller Sorgfalt und Energie die Ermittlungen und Untersuchungen fortgesetzt werden, aber ohne daß daraus eine öffentliche Sensation gemacht wird. In diesem Sinne waren meine Antworten auf die Anfragen des„Berliner Lokal-Anzeigers" gehalten. Di« Stellung unseres Verbandes zum heutigen Staat ist so bekannt, daß sie nicht wiederholt werden braucht. Durch einen be- sonderen Wahlaufruf sind alle unsere Mitglieder aufgerufen, Herrn von Hindenburg ihre Stimme zu geben. E r n st S ch r a d e r. polen gegen Nanzig. iXebergabe der Zollverwaltung beantragt. Dauzig, 12. März. Die polnische Regierung hat beim Lölkerbundskommissar den Antrag gestellt, die Abschnitte 1, 3 und 4 des Teiles 7 des Ab- kommen? mit Polen vom 24. Oktober 132s außer Kraft zu setzen und die Danziger Sonderkontingent« und die übrigen Rechte, die Danzig bisher noch beim Erlaß polnischer Ein- und Ausfuhrbeschrän- tungen hatte, zu beseitigen. Geschieht das, so wäre Danzig auf wirtschaftlichem Gebiet voll- ! ständig von polnischen Gesetzen und Anordnungen abhängig. Damit wäre es mit dem letzten Rest der Danziger wirtschaftlichen Selb- ständigkest vorbei und das Gegeiueil von dem erreicht, was im Ver- sailler Frieden bei der Gründung des Freistaates Danzig beab- sichtigt war. Der Senat hat versucht, durch Verhandlungen mit Polen zu einer Einigung zu tominen. Da diese Bemühungen erfolglos geblieben sind und Polen nunmehr den Klagsweg beschritten hat, wird der Senat Anträge zur Abänderung des Warschaiter Abkommens stellen, die für die Erhallung der Danziger Wirtschaft und des Danziger Eigen- lcbens gefordert werden müssen. Polen begehrt la einem weiteren Antrag, daß die gesamte Organisation und Verwaltung des Danziger Zolldienstes Polen überantwortet wird und die Danziger Zollbeamten, soweit sie überhaupt von Polen zum Zolldieust zugelassen werde«», vor der polnischen Behörde den Diensteid ablegen. Aber ohne die Zustinrmung Danzigs rönnen die Vestimn»lingen des Pariser Vertrages und des Warschauer Abkommens praktisch nicht abgeändert werden. Bis zu einem Einvernehmen über eine Abänderung bleiben die bisher gellenden Bestimmungen in Kraft. Kektung, Motorkorps Die Mitglieder des Motorkerps der Eisernen Front werden gebeten, sich für die heutige Wahlarbeit mit ihren zuständigen Kreiswahllokalen in Verbindung zu setzen. Die für gestern angekündigte Werbe fahrt mußte leider in letzter Stunde abgesagt werden, weil sie unter das allgemeine Umzugs- und Demonstrationsverbot fiel, das der Berliner Polizeipräsident für gestern und heute erlassen hat. Das Ist um so bedauerlicher, als sich zu Hunderten die Mitglieder des Motorkorps zur Teilnahme bereits freiwillig gemeldet halten. Der größte Teil konnte rechtzeitig telephonisch von dem Verbot unterrichtet werden, viele erfuhren es erst am Sammelplatz In der Lehrter Straße. Dort halte sich eine beträchtliche Manschenmenge angesammelt, die sich nur langsam und enttäuscht zerstreute. Abonniert die Zeitung der Hand- und Kopfarbeiter! Ich abonniere die volle Ausgabe des„Vorwärts", zweimal täglich frei ins 5iaus zum Preise von 3.25 Mk. pro Monat(pro Woche 75 Pf.l. Ich abonniere den„ S o n n t a g- B o r w ä r t s" zum Preise von 55 Pf. pro Monat. (Nichlzutre.fendes bitte zu durchstreichen.) Ausfüllen und eiuseudeu an den Verlag des„vorwärts", Berlin SW SS, Liudenstraße 3. Neues Recht für die Syuagogengcmeinden. Das preußische Staatsministerium hat dem St«atsrot einen Gesetzentwurf zugeleitet, der die Rechtsverhältnisse der Synagogengemeinden neu regeln soll. Bisher waren die Rechtsverhältnisse der Synagogengeineinden in den verschiedenen Gebietsteilen Preußens in einer Reche vonein- ander abweichenden Gesetzen geregelt, die zum Teil in die erste ' Hälfte des 19. Jahrhundert zurückgehen. Im Bereich des preußischen Staatsgebiets bestehen zur Zeit in der Hauptsache noch 14 solcher Gesetze. Durch den neuen Gesetzentwurf werden u. o. auch die über die besonderen Verhältnisse der Iüden erlassenen Gesetze als staotli6)e Borschriften aufgehoben._____ Gcwertschaftlichcs siehe 3. Beilage, Berantworllich für Politik: Sieb» Schifft Wirtschaft:©. Mwgolhifer? Ecwertfchaftobeweguna: S. Stciilcr: Feuilleton: Dr. Sohn Schilowoli; Lolales und sonstiges: Frist SaiftäM; Änzeinen: Th. Stocke! siuvtnch in Kerlin. Perlag: Vorwärts-Berlag S. m. b. H.. Berlin. Druck: Korwärl-.Kuchdruckerei und BeilagsanstaU Paul Einger u So., Berlin(SSE.< Kierstn 3 Beilage». Lindenstratz« 3. Oer moderne Mantel wie Abbildung relntWotle vor- zugl.vorarbeit«t,m. kunsrs Marocain- futtor, neueFarbön Mfidchen- Mantel wie Abbildung aus bleu, mode oder grön gemust. Diagonalstoff. ganz auf Kunst-___ raide, mit mod. Silber Q75 knöpfen, länge 50 cm �* Jede weitere Große 1/25 mehr ;49S£l iöimi Crepe Marocain bedruck t9 Kunstseide, gute Kleiderware, ca 100 cm breit, Mtr Crepe Marocain refne Set dm, schwarz und moderne Farben, ca. 100 cm br., Mtr F r i s e I 1 a der moderne Kleiderstoff in neuen Farben. Meter Afghaiaine reine Wolle, vorzüglicho Kieiderqualität, neue Farben, ca 100 cm breit, Meter F r i s o I a i n e ralnm Wo Ilm, dsi neu« Klaiderstofl, ca. 130 cm breit, Meter Wollgeorgette sphzenartlg gentuau, hoch- v/ertigeQual.,ca7l30cm breit, Mtr sphzenarllg gemuat,, hoch- wertigeOtfaUcoTiSOcm bre „ Manteltweed S reine Wolle, vonügl. Strapaner qualität, ca 140 cm breit, Meter 22* 3L5 1 65 290 3i2 480 422 Dreiecktücher die große Mode, ralna Wolle,«parte Farbejr zusammen- Kj/3 Stellungen 1.75/ 0.95 Damen- Pullover relpe Wolle, zweifarbig. Ober- und Äermelansatz aus apartem Wolf- JW spitzenstoff• Außergewöhnlich preiswert! Damen- Handtaschen Aus einer erstklassigen Offenbacher Musterkollektion 190 3 90 590 790 975 1?-° 2900 aus kunstseidenem Marocain, Ig. Ärmel Trägerrock aus rei nwollenem ö 75 Boucle, viele Forben wimi Nachmittagskleid aus vorzug l. re o- wolle Afghaiaine, neuartige Form Mantel aus reinwollenem Shetlond. in grau oder mode, Futter: Kunstseid. Marocain Kostüm jus reinwollenem Shetlond, flotte Gör- � relform, Futter aus I vJUU (cunstseid. Marocain JL 7 mm C o m p I e t jus bedrucktem � Ar\f\ kunstseid. Marocain J �UU m. einfarbig. Weste Frauenhut aus Florina• Geflecht, besonders elegant, mit gefalteter Gröpe-Mo- 1 r\r\ -■ocain- Garnitur, auch A y[j in großen Werten Modische Glocke kleidsame Büge'form mit seitlich gehoben. Rand, aus feinem Pedaline, Atlosband- garnierung u. Blumer« anko, moderne Farbe*- Mädchen-Kleid relneWoile.tieood. mandelgrün.mit Biesen abgearbeitet, moderner Lackgörtel und*775 Schielte, Steigerung/ M 0.75, Länge 40 cm#** Knaben-Anzug 975 Sportform, Rundgurt, o graugemustertem Sh-a- fDOzierstoff, ganz ge- öttert, Steiger. M 1.00, Größe 3, für ca. 5 Jahr© fm Sender-Angebot � Kinder-Schuhe schwarz oder braun Box- calf oder farbig Chevreaux Serie I Serie II Größe 21/22 Größe 23:26 1.95 2.95 Serie Itt Größe 27/30 Serie IV Größe 31/35 3.90 4.90 Uflwm Die neue &SJm Einhe/ts- Preislage für hochwertige Herren- Riaidung Sakko-Anzüge, Sportonzüge, Gabardine- und Sommermäntel N.J.-st AN CARD r-yvVI roin« Wolle, Sf yJU flUteVernrbeitung��V�— Oberhemd Tnkoief.e N. J.-Spe- rial.m. Kragenu.Ersatz- manschett.. gute Qual Herren-Hut tfaarfilz, N. J.-Favorit, moderne neue Forben und Formen, Flach- ••ond und Boleröform 590 590 ,;6S Damen Hemdhose farbig Batist mit Hobt' � A C säumen, und gestickt./ Motiv� reich garniert Unterkleid Doppalcharmeuse OO1! mit nöbschen Sticker®»-/' moliv.. Grö5o 42—43 Schlafanzug farbig Batist, moderne Verdrbeitung wasche ] 65 34z SchlüpferS"""- Bandtrögern, neuartig poröser Fiiettrikpt. zarte Pastelltön© Corselett veri/b«' tung, gute Paßform, A cr\ Brusfleil Charmeuse Strümpfe qusediem kunstseiden Ixe Material, geschmel 1 00 dig und felnfapig I mam in der Sportabteilung I. Stock: Kostenloses Bespannen Ihres Tennisschlägers (ausschließlich Saitenmaterial) mlf der neuen Tennisschläger- Bespannmaschlne ,, Ounlop" Vorführung der Bespannmaschine /on 11—7 Uhr In der erweiterten und umgebauten H u t a b te i I u n g: Modellhut- Ausstellung BERLIN C2 KONIGSTRASSI- tPANBAÜIR STRAS5i 3Ir.i23• 49. Jahrgang 1. Beilage des Vorwärts Sonntag, 43. MSrz 4932 Als sidi oor etlidien Wochen die Fronten zum Kampf um den Prasidentenstuhl formierten, kündigten die Nazis an: Jetzt werden mir eudi einmal, einen Wahlkamkf oormadien, wie ihr ihn nodi nidit erlebt habt. Wir werden diesmal die Sadie amerikanisdi aufziehen. Hören und Sehen soll euch oer gehen.— Nun, et ist niemand Hören und Sehen oer gangen. An den Ansdilagsäulen klebten ein paar mäßige Plakate— auf dem einen sah Adolf aus wie ein Trikotagenoerkäufer— an den Straß enedcen wurden einige Stöße bezeichnend schlecht formulierter Flugblätter oerteilt, die schließlich im Rinnstein landeten, dazu in allen Stadtteilen f ersampflungen und eine bescheidene Lustgarten-Kundgebung. Ja, was ist denn daran nun amerikanisch. Mit nicht zu verkennender Deutlichkeit klaffte in den letzten Wochen nodi oßncnal der große Spalt zwischen dem Schein und der Wirklichkeit der ganzen II Hier ei auf: Versprechen jeder Art zu machen, dtis ist immer furchtbar billig gewesen, aber nur ein Jota davon zu erfüllen, dazu gehört eben das, was in dieser Stunde wohl in aller Deutschen Munde ist: Die Tat. Bibelforscher schlagen Hitler. E�ist verbürgt und auch weiter kein Geheimnis, daß die Nazis in Izen letzten Februartagen nicht weniger als SO Flugzeuge für den Wahlkampf anmeldeten. Ganze Luftangriffe sollten auf Berlin vcr- anstaltet werden und in der chedemztnnsrraß« schwelgte man bereits in der Vorstellung, wie sich der Himmel verdüstern sollte, von dem «n fünfzigfaches Geschwader mahnte: Wählt Adolf! Das Ergebnis war, daß ein einziges Flugzeug der Nazis über den Dächern der Stadt unbeachtet von den Masten feine Kreise zog. Das war von dem Versprechen übrig geblieben. Firmen, die mit Schoko- lade handeln, haben es in dieser Beziehung längst zum Zeppelin gebracht. Dann sollten 270 Lautsprechcrautos Berlin buchstäblich über- rennen. An jeder Straßenecke wollte man die Schlachtgesänge der Nazis ertönen lasten, Hitler Und sein Troß sollten vom Seebad Reinickendorf bis zur Lichtcnrader Dorfaue alltäglich zu hären fein; es wurde aber auch daraus nichts. Wenn sich da und dorten ein einziges dieser Auios blicken lieh und die Gegend hieß nicht gerade Steglitz, machten die Arbeiter gehörig Krach. So daß die Nazis ihre Schallplattcn wieder einpackten und mit längen Geftchiern einsam über die Heide zogen. So endete die Aktion mit den 27t) Laut- sprccherautos. Daß dann schließlich eine große politische Partei init ihren Anhängern den Sportpalast füllt, das ist kein Heldenstück. Das macht an jedem Bußtag die Heilsarmee auch. Aber die Heils- armee hat immerhin noch einen verzweigten Zlpparat, die Bibel- forscher dagegen bekommen Berlins größten Versammlungsraum sogar ohne Apparat gefüllt. Wenn diese frommen Sekten nebenbei gesagt eine Traktätchenoerbreitung über Berlin ansetzen, dann hat jede Haushaltung an einem bestimmten Sonntagvormiitag ein Blättchcn im Briefkasten stecken. Bei den Nazis dagegen haben ganze Stadtbezirke in der Flugblattverbreitung versagt, ganz bcson- der- in den nördlichen Teilen Groß-Berlins. Und das nannte sich dann„amerikanische Propaganda!" Ohne viel Aufhebens zu machen, lautlos und ihrer Pflicht bewußt zogen demgegenüber die Männer der Eisernen Front jede Stiege in Berlin hinauf und herunter und als stch Freund und Feind an den Abcndbrottisch setzte, lag unser Flugblatt neben dem Brot. Oer Jahrestag des Kapp-Putfches. Trotzdem soll nichts bagatellisiert werden. Es sind heute auf den Tag genau 12 Jahre her, daß die Äapp-Putfchisten nach Berlin gezogen kamen. Die Menschen vergessen leicht und Hunderttausende werden dieses erste Vorspiel zum Dritten Reich nur noch dunkel in Erinnerung haben. Der 13. März war vor 12 Jahre nein Sonnabend. Berlin war wie üblich ain Morgen zur Arbeit gegangen. Nichts verriet die Stadt davon, was in der Nacht in Dahlem vorgegangen war. Erst in den Vormittagsstunden änderte siel) das Bild. An den Mauerwänden klebten große schwarz- umrandete Plakate, die die Freiheit und den Anbruch eines Reiches der Ruhe und Ordnung verkündeten. Eines Reiches, in dein die Ruhe der Totenhallcn herrschen sollte und die Freiheit der Diktatur. Eine Freiheit, die nur für die Schandtaten der Diktatoren und ihres Klüngels von Schlagelots Geltung haben sollte. Denn die wirkliche „Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden". Und in der Nähe dieser Plakate hockten wie blutgierige Kettenhunde Maschinen- gewehre auf dem Asphalt. Dann kam der Abend. Und überall klebten neben den Plakaten der Putschisten kleine rote Klebestreifen. Rur ein Satz war da zu lesen: Berlin stand auf zum Generalstreik. Kein Vehikel fuhr, kein Licht brannte— damit die Meuterer sehen konnten, schössen sie nachts Leuchtkugeln ab, die die besetzten Plätze magisch erleuchteten—, kein Hannncrschlog dröhnte mehr, kein Toter wurde bestattet, keine Maus meldete sich auf den Fernsprechämtern, bis nach drei Tagen die Putschisten ihre Koffer packten und bei Nacht und Nebel verschwanden. Es steht allerdings zu fürchten, daß es bei einer Wiederholung des Kapp- abenteuers etwas ungemütlicher wird. Das bloße Spazierengehen wird nicht mehr genügen. Steine statt Brot. Hundertfach haben es während des Wahlkampfes die Nazi- Redner in den Versammlungen verkündet: der Tag unseres Sieges -wird-euch-Brot-und Arbeit bringen! Das würde eine schöne Arbeit sein, die die Nazis dem Volk bescheren: die Knechtschaft zu Hunger- löhnen. In den Zimmern der Betriebsräte würden von Siemens- stadt bis Schöneweide, von Borsigwalde bis Tempelhof bekannte Gestalten in gelben Hemden sitzen und die Hacken zusammenschlagen, wenn die Herren-im-Hause durch die Korridore gehen. Die Arbeits- ämter würden gleich ausgestorbenen Ruinen gen Himmel ragen, den» im Reiche Hitlers gibt es keinen Groschen Unterstützung mehr. Wenn drei Menschenalter Arbeiterbewegung nur das eine erreicht haben sollen, daß heute auf jedem Tisch immer noch ein Laib Brot liegt, dann wird auch das nicht mehr sein. Am Tage nach dem Anbruch des Dritten Reichs würden nur noch die bitteren Tränen hungriger Kinder auf die leeren Teller perlen. Und es möge den Männern die Stunde erspart bleiben, in der es ihnen im Halse würgt und ihre Rechte über die Augen wischt, wenn sie den Tag Großfeuer in Oranienburg. 60 Meter langes Gebäude völlig niedergebrannt. Durch ein Großfeuer wurde gestern abend ein etwa vv Meter langes itSohngebäude der Firma P o m e r e n s- darf. Estemische Aktiengesellschaft, in der Mühlen- st r a st e 2:! 2 4 in Oranienburg völlig eingeäschert. Zahl- reiche Feuerwehren der Umgebung waren mit der Be- kämpsung des Brandes stundenlang angestrengt beschäf- tigt. Trost aller Bemühungen konnte von dem brennen- den Gebäude nichts, gerettet werden. Tic B e- w o h n e r. die bei Ausbruch des Feuers zum Teil schon schliefen, konnten sich noch sämtlich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Bei Schlust des Blattes sind die Löscharbeiten noch nicht beendet. verfluchen, an dem sie ihre Stimme leichtfertig wegwarfen und die Freiheit erwürgen halfen. Dann wird die Erkenntnis, was Weimar und alles andere einst war, zu spät kommen. Arm und treu. Bis in die veakticmärften Winkel der Reichshauptstobt sind die arbeitslosen Männer und Frauen gezogen, um für ihr« Idee zu werben. Genau 300 Flugblätter haben die sozialdemo- kratifchen Flugblattverteiler für jede Tour zuge zählt bekommen. Diese 300 Flugblätter haben für 180 Etagen ausgereicht, das waren mitunter ganze Straßenfronten. Drei geschlagene Stunden dauert es, in Friedenau 300 Flugblätter durch die Türschlitze zu stecken. In den Vorderhäusern jener Gegen o wohnen bestenfalls sechs Mieteparteien und Hinterhäuser gibt c nicht Um 7 Uhr früh sind Männer und Frauen ohne Frühstück los gegangen, treppauf, treppab ist es gegangen, bis der Schweiß aue allen Poren brach, Aber das war kein Hindernis, dreimal, viermal haben des Batcrlandes ärmst« Söhn« und Töchter täglich den Packen unter c«n Ann genommen und der Pflicht Genüge getan, bis die Pförtner kamen und die Haustvre schloffen..■ z- Myem A« sMg geiie» halben Tag find Ltim anderen die.S demokraten Neuköllns noch gestern und vorgestern unicr-� wegs gewesen. Von der Sonnenallee bis hinüber zur Golilisb Dunkel-Straße wurden in alle Lauben die Flugblüttcr der Partei gebracht. Eine ganze Stunde hat sie erst einmal der Marsch b!' zum Laubengelände gekostet und dann hieß es Parzelle für Parzelle für die Parole der Republik zu gewinnen.„Was ist los?" „Was gibt's Neues" fragten die Kolonisten und dann mußte ein wenig verweilt werden, dieses und jenes war zu besprechen und jedesmal gingen fünf, zehn, ja fünfzehn Minuten kostbarer Zeil drauf. Denn das wäre ein schlechter Dienst, die Flugschrift nur auf den Gartenzaun zu spießen. Nein, um jedes Blatt wurde gc schellt, wurde die Tür geöffnet und dem Kolonisten die Kunde bis ans Haus getragen. Es war ein ganz anderes Bild, wie noch gestern in Ppnkow draußen ein gutgetlerdeter Herr mit dem Notizbuch in der Hand feine sechs Naziburschen kommandierte. Jeder von den jungen Leuten hatte eine Tasche mit Flugzetteln unter dem Arm und dann kommandierte der Feine:„Lautcrbachstrahe soundso drei Stock werke!" ilnd die Burschen flitzten. Das Kren; ins zweite Feld. Deshalb klopft noch einmal früh beim Nachbar an die Tür. rüttelt die Schwankenden und Zaudernden auf, sprecht kameradschaftlich mit jedem Zwanzigjährigen, nehmt die müden Alten unter den Arm und führt sie zur Urne, damit wir heute abend, wenn die- Sender das Wahlresultat in alle Welt funken, sagen können: wir haben uns nicht nur tapfer geschlagen, daran war nie ein Zweifel, sondern wir haben auch gesiegt. Hitler und die Reaktion muß geschlagen werden, damit die Freiheit leben kann. Geht rechtzeitig an die Urne und jede» streuz ins zweite Feld. Wählt Hindenburg! \ae Uberlaken> l tnon Mndgeta} HWzjrre _ Bettvorleger W' ovciemie* /Schlafdecke Zssl&m* fertiges odrotro�gestn rk<\c/k c 00 � Bettlaken y Po/sferbettste//e\\ yM ifu r-iniett. federdkht, J kOLIU zusammenk/appödr-, �derung | OtQQ mz. Knöpfen, Daunenc/ecke\* O I 130*200 cJJ rein Kunstseid. Damast. � s*> ___.« /,.!./___ a________ rot od. rot rosa gestr. KÖper-Inlett: federdicht, mxtiines. tfnfenfedern, 130x200���� Mit � lugfedermatr., 35im, mfussöretf\ weiss,% Kissenbezug I fiocMseite Ddunensatin. 90x190| mSf ideerei garniert, 4 TLm* 150*200 .90 es. 30*30 t ' fi Hnze n-5fK\ WlmmdorferStri trankfurter-. '"» Bismarck-Sfr. I Alle* 30k Schlechte Schulbänke. Schwere Gesunddeitsfchäsigungen ver Schüler. 2n zahlreiche» Zuschrislcn aus unserem Leserkreise wird Beschwerde über den schlechten Ausland der Schulbänke in vielen Volksschulen gefüyri. Besonders im Bezirk Lichtenberg liegen die Verhältnisse sehr im argen. Ersreullcherweise ist das Bezirksamt bestrebt, für Abhilfe Sorge zu tragen. In einer Vorlage; an die Lichtenberger Bezirksoersammlung heiht es: In den Volksschulen sind immer noch zahlreiäie veraltete Bänke(Viersigerj vorhanden Sie splittern und lasten sich auch durch Abhobein nicht mehr in einen brauchbaren Zustand bringen. Splitterverletzungen der Kinder und Beschädigungen von Kiecdungs- stücken häufen sich immer mehr. Dieser unhaltbare Zustand erfährt eine weitere Steigerung dadurch, daß in den O b e r st u s e n vielfach nicht die erforderlichen Bankgrötzen vorhanden sind Die Schüler müssen kleinere Bänke benutzen und sind, woraus unsere Aerzte wiederholt hingewiesen haben, infolgedessen Gesundheits» schädtgungen ausgesetzt, namentlich Rückgratverkrümmungen. Der bereits vorgenommene Austausch von Bänken innerhalb der einzelnen Schulen sowie die Vergröherung von Bänken der Mittel» stufe sür die Oberstufe durch Erhöhung der Sitzflächen tonnte wenig ändern. Die vor einiger Zeit bewilligten Bänke konnten nur einem Teil der betroffenen Schulen zugute kommen Besonders dringend ist der Ersatz von Bänken in mehreren Klassen der Schulgebäude Kronprinzenstratze. Marktstraße und Holteistrahc Aus den geringen im fzaushaltsplan vorgesehenen Mitteln kann die Beschasfung von Bänken nicht erfolgen: der seiner- zeit von den Bezirtstörperschaften bewilligte Betrag von 8000 M. ist bereits verbraucht. Das Bezirksamt bittet daher zu beschließen: Zur Beschaffung von Schulbänken wird aus Lorbehaltsmitteln ein Betrag von 4000 M. zur Verfügung gestellt. l.Wlmoi'il an SechsiaiiPigep. Im Bodenverschlag erwürgt.- Täter noch ynbekannt. Oie Giadtbibliothek im Olymp. Man schreibt uns aus Leserkreisen: Ein Gang zur Stadtbibliothek von Berlin im ehemaligen Marstallgebäude gehörte niemals zu den ungetrübten Freuden. Die Treppen sind hoch und stell in diesem Gebäude. Aber zuerst waren es immerhin nur viermal etwa 40 bis 50 Stufen. Jetzt nach dem Umzug in den höchsten Stock im Ouerein- gang sind es mindestens 600 bis 700. Schon jüngere Menschen finden wenig Unterschied mit der Besteigung der höchsten Galerie der Staatsoper Und wer durch Krankheit gehindert ist, kommt über- Haupt nicht ohne Schaden hinauf oder er resigniert und geht gar nicht mehr Hin. Ich bin vollkommen davon überzeugt, daß zahl» reiche alle Leute, die vor dem Umzug regelmäßige Besucher de? Lesesaals waren, jetzt oie um zwei Stock höher gelegten Räume nicht mehr aufsuchen können. Für viele alte Stammkunden unter den Rentnern war es oft die einzige Freude. Aber selbst wenn sie es ab und zu möglich machen, so stellen diese unglaublich anstrengenden Treppen eine riesige Strapaze dar für schlecht genährte alte Rentner und Arbeitslose in gleicher Lage. Diesem Uebelstand wäre allerdings mit einigem guten Willen abzuhelfen. Im Hof ließe sich an der Außenseite leicht ein Fahrstuhl anbringen Und wer die Tpeppen nicht ohne Schaden steigen kann, der würde gern 5 Pf. für die Fahrt mit dem Fahrstuhl zahlen. Für Amortisation dieser Ausgabe ist mithin gesorgt. Gegenwärtig ist die Abwanderung nach anderen Bibliotheken--bzm- Nichtbenutzung der Stadtbibliothek die Folge für diesenigen wenigstens die die Möglichkeit haben, bi« «tagt?-,.oder Universitätsbibliothek zu benutzen. Ein schreckliches Verbrechen ist gestern im Südosten Berlins im Hause Manteuffelstraße iil entdeckt worden. Dort wurde in einem Bodeuverschiag die Leiche der sechs Jahre alten Elsriede Woitschik ge- funden. die bei ihren Eltern im Nebenhaus Nummer 62 wohnte. Alle Anzeichen deuteten darauf hin, daß das Rind einem Lustmord zum Opfer gefallen ist. Die Nachricht von dem Verbrechen hatte sich im Hause und in der ganzen Gegend mit Windeseile herumgesprochen. Davon erhielten auch die Eheleute Woitschik aus dem Nebenhaus 62 Kenntnis, die ihr Töchterchen Elfriede seit etwa l2 Uhr ver- mißten. Während die Kriminalpolizei Recherchen anstellte, kam zu den Beamten der Mordkommission ein vierjähriger Junge, Heinz Pasch«, aus dem Haus 61. Der Kleine war— ohne daß er es wußte und ohne daß er ahnen konnte, von welcher Tragweite seine Aussagen sein sollten— der Erste, der über das Verschwinden der kleinen Elsriede etwas sagen konnte. Heinz hatte mit der um 2 Jahre älteren Elsriede im Hausflur gespielt, als sich ihnen ein Mann näherte, der Elsriede W. in ein GZpräch zog und dann mit dem Mädchen ins Haus hineinging. Der kleine Junge stand jetzt allein � da und wartete, daß seine Spielgefährtin zurückkehren sollte Sie kam aber nicht und der Kleine- ging schließlich nach Hause. Das Kind wurde In dem verschlag, an den Füßen mil einem Strick gefesselt, ausgesunden. Es steht nicht fest, ob der Fundort der Leiche auch der Tatort des Verbrechens ist. Man vermutet, daß der Mann das Kind aus dem Baden vergewaltigte, es erwürgte, an den Füßen fesielte und dann in den Verschlag schleppte Dem Boden gegenüber, aus dem das Verbrechen begangen wurde, liegt eine Waschküche und ein Trockenboden Hier hat eine Mieterin des Hauses chre Wäsche gespült und zum Trocknen ausgehängt. Sie hat von dem ganzen Vorgang erst ersahren. als die Polizei kam Der Zeuge, der die Kleine auffand, hat die Bodentür erst ausschließen müssen. Der Morder muß somit nach der Tat den Boden hinter sich abgeschlossen haben. Da die Tür nur durch ein emsaches. Kastenschloß gesichert ist. kann er auch einen Dietrich benutzt habin. Wenn auch die Annahme der Eitern, daß ein Bekannter für die Tat in Frage kommt kaum zutristt. so muß der Mann doch mit den Häusern jener Gegend vertraut sein Die Eltern behaupten, daß die kleine Elsriede sich einem Unbekanntsn nicht angeschlossen Halle. Vor einigen Tagen wurde vor einem Manne gewariu der kleine Mädchen aus der Straße ansprach und unter dem Borwand ob sie nicht wüßten,„wo Erika sei?", diese mst sich lockte und sich an ihnen oerging. In verschiedenen Fällen hat der Mann seine Opser bis auf den Boden oerschleppt. Der Mann trieb sein Unwesen oor einigen Tagen im Norden Berlins Es war ein Bursche im Alter von etwa 25 Jahren der etwa l 60 Meter groß und von schmaler Figur ist. Er fiel besonders durch sein Mastes picklige- Gesicht aus. Die Nachiorschungen werden ergeben, ob er auch hier in der Manteufselstrahe aufgetaucht ist. Aufsallend ist es. daß der Morder die Leiche mit Papier, das er auf dem Boden fand zudeckte. Von der Polizei ist oorläufrg eine Belohnung von 1000 Mark auf die Ergreifung des Mörders ausgesetzt worden. Mitteilungen aus dem Publikum, die dazu dienen können, der Mord- kommifsion irgendwelche Hinweise zu geben, sind an die Kommission Lobbes und Stiller im Präsidium zu richten. tung der Berliner Schlacken st einwerke zu beschäftigen| haben. Der Zusammenbruch der Handelsbank A.-G. wird gleichfalls zur Sprache kommen Die Deutschnationalen wünschen, daß der Magistrat sich dafür einsetzt, den Gläubigern ihre Guthaben in der gleichen Weise zu garantieren, wie den Kunden der sanierten Großbanken und der Schröder-Bank in Bremen Die übrigen Vor- lagen betreffen hauptsächlich Grundstücksangelegenheiten. Etad'parlameni und Handelsbank. Am Donnerstag, dem 17. März, findet wiederum eine ordenk liehe Sitzung des Stadtparlaments statt. Aus der Tages- ordnung steht u. a die Abstimmung über die Anträge auf Herab- setzung der Pacht für städtisches Rieselland. Ferner werden sich die Stadtverordneten mit der Magistratsvorlage über die Verpach- Hitler stürzt ab. Aber es hat niemand etwas geschadet. Luckenwalde, das kleine trauliche Städtchen in der Mark, hat gestern eine Sensation gehabt. Die Luckenwalder haben die Hälse gereckt und in die Luft geschaut. Es gab nämlich«in« Art Luftkamps um die Reichspräsidentenwahl. Drei Flugzeuge kreisten. Eins warb für Hindenburg. eins für Hitler und eins für Du est erb erg. Maiestätisch zogen sie ihre Kreis«, und mll Spannung beobachtete man. welches Flugzeug dl« tollsten Bollen, die waghalsigsten Sprünge vollführte. Das Flugzeug, das den Namen Hitler trug, schien am besten abzv schneiden. Bis dann frellich ein Malheur kam.. Der Pilot oerlop die Herrschaft und stürzte ab. Er fiel in. die Bäum». Die beiden Insassen erlitten nur unerhebliche Verletzungen an den Beinen und an der Nase. Das Flugzeug frellich war nur noch ein Wrack. An Luckenwalde wollen Menschen, die die Zeichen der Zell erkannt haben, dem Pech des Hitler-Flugzeuges eine gewisse prophetische Bedeutung beimessen. Wer zu tolle Sprünge macht, wer sein Können zu sehr überschätzt, der stürzt eben ab und fällt i in die Bäume. So wird es, meint man, auch Herrn Adolf Hstler selbst gehen. Oer Todessturz des Eifersüchtigen. Keine Echußverlehunq festgestellt. Im Schauhaus wurde gestern die Leiche des 25 Jahre alten Zeitungshändlers Erich Wilde obduziert W. war bekanntlich in der Nacht zum Dienstag unter abenteuerlichen Umständen in die Wohnung seiner. früheren Braut in der Borstell stroße in Steglitz eingedrungen. Das Mädchen halle sich von ihm losgesagt und dafür wollte Wilde Rache nehmen. Mit einer Pistole bewaffnet, ließ er sich am Dach des Hauses bis zum3. St ockwerk hin unter. Dann feuerte er durch die Scheibe mehrere Schüsse in ein Zimmer hinein, in dem er das Mädchen oermutete. In dem Räume schlief aber deren Bruder, der entsetzt in ein Nebenzimmer sluchtete. Als aus die Hilseruse das Ueberfallkommando erschien, ver- suchte der Täter zu entkommen. Cr wollte am Seil wieder emporklimmen. als ein Polizeibeamter einen Schreckschuß abgab. Wtlde stürzte in die Tiefe und da sein Kops schwere Verletzungen aufwies, wurde zunächst ang?noipnten. daß �r'oon der Polizeitugel getötet worden sei. Bei der Obduktion konnte jedoch keine Schuß- Verletzung cm der Leiche festgestellt werden. Der Tod ist bei Schähelbruch erfolgt. Beihilfen zur Uuterkeilunq großer Altwohuungey.' Das Zentralwohnungsamt teilt mst, daß weitere Mittel für die Unterteilung großer Altwohnungen bereitgestellt worden sind. Anträge aus Bewilligung von Beihilfen sind an das zuständige Bezirkswohnungsamt zu richten. Ausdrücklich wird bemerkt, daß— wie bisher— unter den Anträgen eine Auswahl getroffen werden mutz, weil die zur Verfügung stehenden Mittel nur beschränkt sind und daß die Anträge vor Beginn der Umbau- arbesten gestellt werden müssen. tlus ciem kussiscstsn übertragen von Werner Bergengruen. Also wurde auch diesmal wieder nichts aus dem bequemen Hinlegen. Denn in der Nacht oirließen wir Kursk. In der Schreibstube des Gefängnisses— die neue Eskorte hatte uns bereits übernornmen und wir unterstanden aiso nicht mehr der Kursker Gefängnisdirektion— erblickte ich den Inspektor, der mich verprügelt hatte. Ich konnte mich nicht beherrschen und rief ihm zu: „Warte nur, du Lump, dir haut noch mal jemand den Schädel ein!" Der lange Weg zum Bahnhof, durch die kalte Lust, war erfrischend und anregend. Ich wünschte mir diesen nächllichen Weg so lange wie irgend möglich trotz meiner Müdigkeit, Gliederschmerzen und Handfesseln. Und da gab es also wieoer einen engen, stickigen und stinkenden Waggon, wieder dieses regungslose Dasttzemnüssen, wieder diese Unmöglichkeit, sich hinzulegen, die Beine aus« zustrecken und sich auszuruhen. Die Eskorte war weit freundlicher und menschlicher als die Charkower. Es gab keine ununterbrochene Anschnauzerei. wir durften uns unterhalten und es war auch nichts von jener Athmospbäre schikanöser Grausamkeit zu spüren, die unsere frühere Eskorte und unser letztes Durchgangsgefängnis ausgazeichnet hatte. Wir durften nach Herzenslust plaudern. Ärne heisere und schläfrige Stimme erzählte einigen Neuhinzugekommenen: „Wir stnd nämlich bei Nowochopersk zu Hause... das heißt, nachher mußten wir wegziehen... Na ja... also, das muß man ja sagen, der Alte ist ja noch ein starker Kerl... na ja." Dem Mann ohne Gedächtnis hing diese Schwiegertochter' geschichte schon ganz besonders weit aus dem Halse hinaus. Er bat den Erzähler: „Hör mal. du. Nowochopersker. laß uns doch endlich mit diesem ewigen Kram in Ruhe! Sei so gut. bor damit auf, kein Mensch will es mehr bören. Komm, da ist Tabak, dreh dir eine Zigarette, aber haste um Gottes willen den Mundl" Der Nowochopersker ging bereitwillig auf diesen Bor- schlag ein. Burstein tonnte endlich wieder seinem gequälten Herzen Luft machen. Alle seine Gedanken an Familie und Zukunft, die er während der letzten Tage hatte verschlucken müssen, brachen sich jetzt Bahn in einem langen Strom von Worten und Ausrufen. Er sprach wieder von seinen Kindern, vom Gymnasium, von der Schande, von der bevorstehenden Gerichtsverhandlung und der kommenden Not und merkte in seiner Aufregung gar nicht, wie oft er sich wiederholte und was für törichtes Zeug er daherredete. „Wenn Gott will strafen einen Menschen, dann läßt er ihn handeln mit Medikamente.— Wahr und wahrhaftig, warum müssen es sein Medikamente? Es gibt Kolonialwaren und Obst! Es gibt Galanteriewaren! Es gibt Leder, Tabak. Papier! Ist das nicht genug? Aber nein: ausgerechnet Medikamente!" Der Mann ohne Gedächtnis antwortete: „Laß gut sein, Borja. Siehst du, der Zigeuner da hat mit Pferden gehandelt statt mit Medikamenten und ist auch hierher geraten." Der Zigeuner wurde plötzlich ganz lebhaft, als das Wort „Pferde" gefallen war. Auf Grund eigener Erinnerungen und Erzählungen alter Zigeuner begann er von allen mög- lichen Pferdediebstahls- und Pferdehandelsgeschichten zu. erzählen. „Wenn wir verkaufen, jeder Färd is gut. Wir haben unsere Mittel. Färd ohne Füße bringen wir zu laufen! Aber nächsten Tag ist tot. Geschworen: is tot!" Seine Augen blitzten, seine Backen röteten sich: es war.> als erinnere er sich der fernen Tage glückseliger Jugendzeit. Angelockt von unseren Gesprächen, hatten sich einige. Cskortemannschaften zu uns geftlst. Einer von ihnen, ein Mann von gesetztem, etwas düsterem Wesen, mischte sich in seiner langsamen Sprechweise ein: „Das ist es ja gerade, warum man euch noch ganz anders anfasim müßte. Ihr ungläubigen Teulel ihr! Der Bauer gibt seine letzten Groschen für das Pferd aus. und: nächsten Tag ist tot. Geschworen: is tot. Soll der Bauer sich auf- hängen? Oder betteln zehn?" „Wir stnd keine Ungläubigen. Wir sind rechtgläubig getauft." „Solche Rechtoläubioen wie ihr gehören in sin Loch unters Eis geschmissen. Wir, was wir sind, wir baben schon ein paar Zigeunern dahin verho?sen Also, was sie bei uns im Dorf angestellt Kotten, diese verfluchten Pferdediebe! Mitten in der Nacht holten sie die Pferde aus den Ställen. Wir also los und binterher. Sie vom Wege abgebogen, im � Felde versteckt. Plötzlich wiehert ein H-ngst. toie ihm einen 1 Sack über den Kopf gezogen. Aber sie haben zu fest zu- geschnürt oder irgendein Teufelszeug mit darunter gesteckt. Der Hengst erstickt und oerreckt. Wir kriegten sie nachher, aber der Gaul lag verreckt am Boden." Der Zigeuner fiel wieder in seine Apachie zurück. Die Gefangenen und Begleitmannschaften sprachen jetzt noch eine lange Zeit über Pferdediebstähle, Einbrüche in Dörfer. Räubereien. Burstein wollte auch etwas zum besten geben. Er er- zählte, wie er Geld und Uhr losgeworden war. „Ich wohnte damals in Kiew. Ich fahre mit der Straßenbahn. Neben mir stehen einige junge Leute. Me haben sie so sympathische, wissen Sie, was man so sagt: gebildete Gesichter. Also schön. Als wir aussteigen wollten. gibt es ein Gedänge, und die jungen Leute drängen mich von allen Seiten. Frage ich:„Zu was drängen Sie?" Ant- Worten sie:„Man drängt uns, da müssen wir weiter- drängen." Also wir steigen aus. Kaum bin ich gegangen ein paar Schritt, sehe ich: meine ganze Weste ist aufgeknöpft. Ich kriege einen Schrecken und greife in die Tasche. Meine Brieftasche ist weg! Meine Brieftasche mit zweihundert Rubel ist gestohlen! Sie können sich nicht vorstellen, was ein Mensch durchmacht, welchem man hat gestohlen zweihundert Rubel. Aber man kann ja nicht ein Beil nehmen und sich den Schädel einschlagen! Also die Zeit verging alles war vergessen. Da gehe ich an einem Tag den Kreschtschatik her- unter und sehe einen jungen Menschen, der sehr ahnlich ist einem von den jungen Menschen, die mich gedrängt haben. Und wissen Sie, wieder so ein sympathisches Gesicht, richtig was man sant: eins Schönheit. Ich laufe ihm nach. Er steigt in die Straßenbahn. Ich steige nach. Ich sehe ibm fest in die Augen. Er mir auch. Ich sebe ihm in die Augen. lange und fest, bis er mich frägt:„Was sehen Sie mir so fest in die Augen?" Ich antworte ihm:„Mir kommt Ihr Gesicht so bekannt vor" Er antwortet mir:„Kann sein! Mir kommt Ibr Gesicht auch so bekannt vor" Plötzlich sagt er zu mir:„Auf Wiedersehen!" und springt schnell während der Fahrt aus dem Wanen. Ich denke: unbedingt ist er das. Er hat gekriegt einen Schrecken und ist weagelaufen, so ein feiger Lump! Weil ich jetzt schon Zeit verloren Hab mit der Geschichte, da will ich nachsehen, wieviel die Ubr ist. Ich greife nach meiner Uhr. Meine Uhr ist weg! Goldne Uhr, prima Qualität! Zusammen mit der Kette ist sie weg! Während ick ihm Hab in die Augen gesehen und er bat mir auch In die Augen gesehen, da hck er sie mir abgeknöpft � er oder einer von seinen Helfern. Wissen Sie. was ich Ihnen ietzt sagen werde? Ick werde Ihnen sagen: wer sich so ver- steht auf seine Arbeit, dem soll man die Hände küssen? Soll ick so leben! Das ist schon eine Seltenheit, eine � soicheue Arbeitt"(Fortsetzung tototO Don Aktion zu Aktion. Zehn Lungtonimunisten unter Anklage. In welch uiwerantwortlicher Weise hie kommunistischen Führer die jugendlichen Anhänger durch Bürgerkriegrspielerei auf die An- klagebank und ins Gefängnis bringen, dafür lieferte wieder einmal eine. Verhandlung vor dem Schöffengericht Berlin-Mitte «inen schlagenden Beweis. Angeklagt waren zehn junge Arbeiter wegen Land- friedensbruch, Gewalttätiqkeiten, unbefugten Waffenbesitze Zu- gehörigk«it zu einer verbotenen Verbindung, Störung des Weih- nachtsfriedens usw. Gegenstand der Anklage waren zwei „A-ktionen' gegen Nationalsozialisten. Opfer der ersten„Aktion" war ein angeschossener Arbeiter. Opfer der zweiten „Aktion" ein Stratzenbahnfchaffner, d«r mit seinem Wagen gerade die Straße passierte. Auf dem Richtertisch lagen neun Pistolen. Ve erste„Aktion" am 10. Dezember vorigen Jahres galt dem Lokal H a m m e r m e i st e r in der Pofener Straße 25. Früher verkehrten darin Kommunisten, dann wurde es ein Verkehrslokal der NSDAP Die Kommunisten schworen Roche, sie würden eines Tages„die ganze Vude über den Leisten schlagen" Eine Anzahl oyn 50 bis 60 Kommunisten begab sich am 10. Dezember zur Pofener Straß«, und es wurde argen das Lokal Hammermeister ein Steinbombardement eröffne!, dann hineingeschosscn und der Ardeiter Grunow oerletzt. Als die Polizei zur Stelle war, halten sich die Angreifer bereits verflüchtigt. Di« Nationalsozialisten hatten das Feuer erwidert, man fand im Lokal eine Anzahl Schußwaffen, die natürlich niemand gehörten. Bei einem Festgenommenen fand man vier Pistolen. Auch einige andere Verhaftete besaßen Schußwaffen. Am 16. Dezember fand die zw e ite„Aktion" statt Aus Nationalsozialisten, die ihres Weges gingen, stürzte sich aus dem Verkehrslokal in der Ebertystraße ein« Anzahl Kommunisten-, die Nationalsozialisten flüchteten in der Richtung Baltenplatz, die K o m- munisten jagten ihnen Schüsse hinterher und ver- letzten einen Straßenbahnschaffner. Bald darauf wurde eine Anzahl Jungkomnmnisten verhaftet, die teils geständig waren, au den „Aktionen" teilgenommen zu Hadem Das Gericht verurteilte sechs von den zehn Angeklagten zu Gefängnisstrafen von vier Monaten bis zu einem Jahre und sprach die übrigen vier mangels Beweises frei. Erfolgreiche Kundgebung in Lankwitz. Die Eiserne Front des 12. Kreises. Lankwitz, hatte zu einer öffentlichen Kundgebung eingeladen, die außerordentlich stark bc- sucht war und unter der Leitung des Genossen Palmer stand. Imposant war der Einmarsch der Arbeitersportler und des Reichs- banners. Di« Genossin Bohm-Schuch wies auf die große Be- deutung der Reichzpräsidentenwahl hin. Der Nationalsozialismus droht jed« Kulturbewegung zu zerstören. Das Ausland, das bisher mißtrauisch Deutschland gegenüberstände, würde den Weg zur Ver- ständigung mit Deutschland überhaupt nicht finden, wenn Hitler an die Macht gelangt. Genosse Karl Dresse l beschäftigte sich besonders mit den Nationalsozialisten. Er schilderte im einzelnen Hitlers Kampfes- mut am g. November lö23. Derselbe Mann, der eine Bürgerkriegs- armee aufstellt, hat es fertig gebracht, als am 9. November 1923 seine' Äampfesgenossen in den Straßen Münchens von der bayerisch«, ßandespolizsi«schosien wurden, feig» auezutneifett. Das deutsche Volk habe am 13. März darüber zu entscheiden� ob Deutsch- land ein Staat des Bürgerkrieges oder ein Staat de- Aufbaus werden soll. Mit dem gemeinsamen Lied„Brüder zur Sonne, zur Freiheit" wurde die imposante Kundgebung geschlossen. Nazi-..T'emonsirationen". Ein Dutzend Hakenkreuzler, an der Spitze der Sohn des Grünauer Pfarrers Warthmann, zog gestern nach- mittag mit großen Transparenten durch die Straßen Grünaus. Zwei Polizeibeamte nahmen die Hitlergardisten fest und übergaben sie der Politischen Polizei des Polizeipräsidiums.— In der Müggel- heimer Straße in Köpenick wurde ein nationalsozialistischer „Demonstrationszug" von SO Mann aufgelöst. Die Hakenkreuzler, unter denen sich auch Schüler befanden, wurden sämtlich festge- nommen und mit einem Polizeilastwagen ins Berliner Polizei- Präsidium gebracht. -» In Niederschön hausen überfielen gestern 20 Haken- kreuzler einen„Vorwärts"- Austräger. Der Ueberfallene setzte sich aber erfolgreich zur Wehr. Die Polizei wird in den frühen Morgenstunden auf die Zeitungsausträger besonders achten, um sie vor den Angriffen der radikalen Rowdys zu schützen. Die Blumen- und Binderei-Ausstellung im I u g en t> h c i m, E n g« l u f e r 24'22. über die wir gestern berichteten, ist heute, Sonntag, den 13. März, von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Eintritt frei. Vor der Entscheidung, Letztes Aufgebot.— Hechflut der Wahlpropaganda. Wahlkampfc» An dem gestrigen letzten Tage des die hinter den verschiedenen Kandidaten stehenden polltischen Gruppen noch einmal alle verfügbaren Reserven ein. Bis in den letzten Winkel Berlins schlug dle Hochflut der Propaganda. Riesige Berge von Werbematerial wurden noch in letzter Stunde aus den Straßen verteilt. Die Zahl der Transparente mit der Aufschrift:„W ä h l t H i n- d e n b u r g I" hat sich gestern noch bedeutend verstärkt. An Straßen und Plätzen, die am Freitag noch ausgelassen waren, wehten gestern vormittag ebenfalls die wirksamen Transparente. Um die! Mittagsstunde formierten sich dann in der Wilhelmstraße fortgesetzt' lange Züge von Plakatträgern. Jeder Zug war etwa dreißig Mann stark, die mit ihren Schildern durch die belebtesten Straßen Berlins zogen. Auf jedem Plakat stand der Ruf.„Schluß mit der Volksverhetzung! Darunter ein Stimmzettel mit dem Kreuz im zweiten Feld. Reißenden Absatz fand überall die für die Wahl herausgegebene Sonderausgabe des„Vorwärt s". Bereits in den ersten Morgenstunden wurde in den Außenbezirken mit der Verteilung begonnen, die letzten Exemplare wurden am frühen Nachmittag in der Innenstadt abgegeben. Je mehr die Zeit vorschritt, um so stärker beherrschte die Propaganda für Hindenburg das Straßenbild, j Etwa um vier Uhr nachmittags tauchten' im Westen Berlins Auto- mobile auf, die an die Bevölkerung kleine Plaketten verteilen. Jede Plakette trug ein großes eingestanztes„H". Es dauerte nur Minuten und der Vorrat an diesen Denkmünzen war vergriffen. Einige Zeit später brachte die Hindenburg-Front noch ein illustriertes Flugblatt heraus. In bunten Farben veranschaulichte dieses Blatt markante Episoden aus dem jüngsten politischen Leben. Die fehlen! Illustrationen fanden überall stärkste Beachtung, da stch alle Par- teien im Wahlkampf auf einfache gedruckte Flugschriften beschränkt hatten. Am Halleschen Tor kam der Witz zur Geltung. Hier hatte sich ein Vertreter des fünften„Kandidaten" um die Reichs- Präsidentschaft eingefunden und agitierte für eine Versammlung, die Herr Winter noch am gestrigen Sonnabend in den Schlarasfia- Festsälen abhalten wollte. Der Mann forderte alle Passanten auf, Winter zu wählen, dann würden alle durch die Inflation wertlos gewordenen Geldscheine aufgewertet werden. Trotz des Ernstes der Stunde lachten die vorüberkommenden Berliner aus vollem Halse. In den Abendstunden ließen die Nazis noch einmal alle Minen springen, um für die Kandidatur Hitlers zu werben. Viel- fach wurden auf die Höfe schnell zusammengestellte Sprechchöre entsandt, die allerdings nur zu oft recht unfreundlichen Empfang hatten. In der Potsdamer Straße errichteten die Nazis in aller Eile einen fliegenden Buchladen, von dem aus an neu- gebackene Nazianhängcr das Programm der NSDAP, verkauft wurde. Recht albern wirkten übrigens die gestern abend in allen Stadtteilen Berlins erfolgenden Telephonanrufe der Nazis. Plötzlich rief eine unbekannte Stimme durchs Televhon:„Kennen Sie schon die n e u e st e Wahlparole?"—„Wie meinen Sie?" —„Sie haben morgen Hitler zu wählen!"— Wenn dann die republikanisch denkenden Fernsprechteilnehmer antworteten, daß sie gar nicht daran dächten Hitler zu wählen, riefen die anonymen Nazis:„Das ist gut. Wir haben Sie vorgemerkt!" Kurz vor Geschäftsschluß sah man noch viele Menschen mit Akkumulatoren durch die Straßen eilen. Kein Radiohörer will sich heute abend der Gefahr aussetzen, daß um 21 Uhr etwa sein„Akku" absackt. 2-1 Grad Kalte bei Hamburg. Hamburg, 12. März. Als niedrigste Bodentemperatur wurden während der vergan- genen Nacht in der Umgebung Hamburgs minus 21 Grad Celsius festgestellt. Scbä�erbunde auf der Vüksne. Als Schutztter tut der Schäferhund haute gute Dienste. Sein« Fähigkeiten müssen, genau wie beim Menschenkind, erst geweckt werden. Wie gut aber ein Laie mit einem ausgebildeten Hund arbeiten kann, beweist deutlich«ine Werbeveranstaltung, die der Deutsche Schäferhundoerband im Rahmen des Barieteprogromms der L i ch t b u r g zeigt. Der„Dienst des Hundes am Menschen" der sonst so oft im freien Gelände demonstriert wird, ist jetzt auf die Bühne verlegt worden und es klapvt auch dort, trotz der Scbein» we- terbeleuMill.'Mark-Kapital kein« D i v i- d e n d e(Vorjahr 8 Proz. vertellt werden. Die Ausdehnung des Geschäftsbetriebe» auch auf das Tonfilmplattengebiet hat jetzt zu einem Rechtsstreit mit der T r t e r g o n, einer der Gründergesell- schaften von Tobis, geführt: die Auswirkungen sind noch nicht abzu- sehen, obwohl die Tobis vor einem Schiedsgericht recht erhalten hat. Die Beschäftigung hat sich nach dem Geschäftsbericht erheblich gebessert, doch sind die Theatereinnahmen infolge der Krise und der Bestimmungen des Preistommissars zurückgegangen. Dummdreistes Geschwätz. Die„marxistisch-sozialistischen Einwirkungen" und die kapitalistische Mißwirtschast. In Essen hat wieder einmal der Verein für die berg- lichen Interessen und der Zechenverband getagt, in denen die..Wirtschaftsführer" des Ruhrgebietes, die zugleich die größten Sozialreaktionäre sind, vereinigt sind. Der Vorsitzende, Dr. B r a n d i, hat dabei«ine Rede gehalten, die zwar in den von der Schuber- industrie finanzierten Hitlerrummel sehr gut hineinpaßt, in der Maßlosigkeit ihrer Angriffe gegen die Arbeiterschaft aber auch für spätere Zeit festgehalten zu werden verdient. Dr. Brandl sagte nach der„Deutschen Allgemeinen Zeitung" u. a.: „Die marxistisch--sozialistischen Einwir» tun gen haben die Grundlage der privatkapitalistischen Wirt- schaftsordnung erschüttert, Kapstal und Vermögen vernichtet, Kredit und Vertrauen zerrüttet, die altbewährten Grundsätze einer freien, sich selbst erfolgreich regulierenden Wirt- schaft beseitigt und an«tellc von selbstverständlicher Rente und Kapitalbildung Verlust und Verschuldung in geradezu grauenhaften Umfang aesetzt. Diese allgemeine Notlage hat eine neue Gefahr größten Ausmaßes heraufbeschworen: die fortschreitend« So» zialisierung ganzer Wirtschafts- und Industriezweige. Heber die schon viel zu weitgehende privatwirtschastliche Betätigung der öffentlichen szand hinaus hat hie Reichsregierung nunmehr ihre schwere Hand auf die Banken gelegt, und das gewerkschaftliche Regiment hat die Verstaatlichung der gesamten Schwerindustrie durch Vorlage eines Gesetzentwurfes gefor- dert, der bereits dem Ausschuß des Reichstages überwiesen ist. Man steht den Augenblick gekommen, wo aus der Rot der Wirt- schaft und Industrie der gefährlichste Plan verwirklicht werden soll. Er rufe zum entschlossenen und einmütigen Kampf gegen diese Gefahr aus, nicht zuletzt, um eine weitere Verelendung unserer Arbeiterschaft zu vermeiden." Man muß die Dummdreistigkeit solcher Reden wirklich be- wundern. Daß die Aufhebung der Marttgesetze durch Kartellherr- schaft und Preisüberhöhungen marxistisch-sozialistische Einwirkungen sind, muß man von Herrn Brandl erfahren. Daß Milliarden falsche Kosten, besonders in der Schwerindustrie, entstanden sind, daß die Schwerindustrie Hunderte von Millionen in überflüssigen Koksöfen und Schachtbauten festgelegt hat, daß in Stickstoffanlagen Dutzende von Millionen überflüssig vertan worden sind, geht nur zur Per- ontwortung der Wirtschastsführer an der Ruhr selbst. Marxistisch-sozialistische Einwirkungen sind es auch nicht ge» wefen, die die unschädliche langfristige Auslandsverschuldung ver- hindert und die kurzfristige gefördert haben, durch die die Krise so ungeheuer verschärft und die Milliarden Fehlinvestitionen erst mög» lich gemocht worden sind. Für die Zerstörung des Vertrauens in die deutsche Wirtschaftsführung ist die Mißwirtschaft in den Fällen wie Nordwolle, Favag und Schultheiß verantwortlich. Wenn die Großbanken gestützt werden mußten, wenn das Reich Einfluß auf die Großbanken nehmen mußte, so war das die einfache Folge dieser in der kapitalistischen Wirtschaftsgeschichte einfach unerhörten Miß» Wirtschaft. Wir haben volles Verständnis dafür, daß sich Dr. Brandl als Interessent gegen eine Verstaatlichung des Bergbans und der Eisen- s industrie wendet. Wir haben aber keinerlei Verständnis für solch dummdreistes Geschwätz, wie er es aus der Tagung des Bergbau- lichen Berelns wieder vom Stapel gelassen hat. Die Sorge für die Arbeiter kann Dr. Brandl den Arbeitern wirklich selbst überlassen. (Bgl. auch den Gewerkschaftstell.) Kampf um die Zinsen. Konflikt zwischen Ranken und Sparkassen. Die Verhandlungen über die Regelung der habeuzioseo nach der Dlskonksenkung der Reichsbank, die am Sonnabend im zentralen Kred'lansschnß fialksauden, haben zu einem schweren Konflikt zwischen Sparkassen und Privatbanken geführt. Die Banken forderten, daß die Sparkassen und Kredit zuwisen- schaften den normalen Hab«n»Zinssatz auf 3H Proz. gegen bisher 4 Proz. verringern sollten. Demgegenüber haben die Vertreter der Sparkassen und Genossenschaften mit Recht gellend gemacht, daß es für sie untragbar sei, die Zinsen für Spar- einlagen noch unter 4 Proz. zu senken. Da die Banken im Anschluß an die Diskontsenkung der Reichsbank ihre Soll- Zinsen abbauen müssen, würde sich bei gleichbleibenden Zinsen für die Geldeinlagen die Zinsspanne zwischen Soll- und Haben-Zinsen entsprechend ver- ringern. Eine weitere Senkung der Spanne zwischen Soll- und Haben-Zinsen wird aber von den Banken als unmöglich(?) hinge- stellt. Da die Banken also die Zinsen für ausgeliehene wie für ein- gelegte Gelder gleichmäßig abbauen wollen, drängen sie auf gleich- zeltige Senkung der Zinsen für Einlagen bei den Sparkassen, weil sie fürchten, daß die Beibehaltung des bisherigen vierprozentigen Haben-Zinsfatzes bei den Sparkassen weite Kreise des Publikums zu diesen Instituten hinzieht. Da sich beide Parteien nicht einigen konnten, fällt die Cntschei» dung tn diesem Kmiflikt dem Bankenkommissar zu, die vormissicht- lich bereits am Montag gefällt werden wird. 10 proz. Margarine-Dividende. Das Zentralunternshmen des holländisch-englischen Margarine- Trustes In Deutschland, die Van den Berghs Margarine A.-G. in Berlin, zahlt für das Geschäftsjahr 1931 die feit Jahren stabile Dividende von 10 Proz. Die auf den deutschen Ver- brauchermassen lastende Krise hat also auf den Aktionärsgewinn des Trustes nicht zurückgewirkt. Trotzdem leitet« der Trust im Dezember eine Preiserhöhungeaktion wegen angeblich„uichaltbarer* Schleuder preise«in. die allerdings nicht zur Durchführung gelangte. Der Absatz im vergangenen Jahr und auch in den ersten Monaten dieses Jahres ist ziemlich unvermindert geblieben. Der Geschäftsbericht weist darauf hin, daß die Rohstosfoersor« g u n g trotz der Schwierigkeiten im internationalen Deoisenoerkehr keine Unterbrechung erlllt. Die Verschmelzung der Großbanken. Im„Reichscinzeiger" vom 12 März wird di« Derork» nung über die Verschmelzung der Darmstädter und Rationalbank mit der Dresdner Bant sowie der Commerz- und Privatbank mit dem Barmer Bankverein oerösfenllicht. Auf Grund dieser Verordnung genügt für die Beschlußfassung der Generaloersammlungen dieser Banken über die Fusionsverträg« sowie die Erhöhungen und Herabsetzungen des Grundkapstat» sie einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Di« vom Reich übernommene Ausfallbürgschaft, di« für die Erfüllung von Verbindlichkeiten der Danatbant im Juli 1931 ge- geben wurde, wird abgelöst. Die Ausfallbürgschaft erlischt mit dem 31. März bzw. an dem Tage, wo die Aerschmelzung mit der Dresdner Bank im Handelsregister eingetragen ist. Dagegen bleibt di« Bürgschaft gegenüber den im Ausland oder im Soorgebiet an» sässigen Gläubigern bestehen, sowest es sich um Forderungen Handell, die von dem Stillhalleabkommen betroffen werden unb auch um solche Forderungen, di« der Devisenbewirtschaftung unterliegen. Die konsumgenoffenschastlichen preise. Ein Lleberblick seit 1926. Die Ergebnisse der Preiserhebungen des Zentraloerban« des deutscher Konsumvereine lohnen einen kurzen Rück» blick auf das abgelaufene Jahr. Di« Preisermittlungen seit dem Jahre 1926 ergeben das folgende Bild: 1926....... 1927....... 1928....... 1929....... 1930....... Januar 1931....... Februar 1931....... März 1931....... April 1931....... Mai 1931....... llunt 1931....... Juli 1931....... August 1931....... September 1931....... Oktober 1931....... November 1931....... Dezember 1931....... Gegenüber dem Durchschnitt des Jahres 1926 sind die Koste« des für den Index maßgebenden Ernährungsbedarfs in den Konsum» genossenschaften umlL.SProz. gesunken. Gegenüber den Jahre« 1927 bis 1929 ist die Senkung sogar noch ein wenig größer. L» dieser Aerbilligung der Lebenshaltung ist das Jahr 1931 in einem besonders hervorragendem Maße beteiligt. Allein in der Zeit vom Januar 1931 bis zum Dezember 1931 fiel der konsumgenossenschaft- liche Ernährungsindex von 91,8 auf 81,5. d. h. um 11,2 Proz. Die Ermäßigung der Reichsindexzahl für die Ernährungskosten war nicht ganz so stark. Dem Rückgang des konsumgenossen» schaftltchen Ernährungsindexes um 11.2 Proz. vom Januar bis zum Dezember 1931 stand tn der gleichen Zeit eine Senkung des vom Statisttfche« Reichsamt errechneten Preisstandes um nur 10,2 Proz. gegenüber. Im Vergleich mit dem Jahr« 192S lag der amtliche Ernährungsindex im Dezember 1931 um 13, Punkte h ö h e r als der konsumgenossenschaftliche. Durch di« uneigennützige Arbeit der Konsumgenossenschaften zum Wohl« d«r Aerbraucherschaft konnte wenigstens ein Teil des Kaufkraftverlust«» der genossenschaftlichen Mitglieder wieder ausgeglichen werde«. Nvoe» vom Beniner Schuhhandel. Am Dienstag, dem 15. März, nachmittags 3 Uhr, eröffnet da» bekannte Berliner Schuhhaus Der Schuhhof seine 6. Verkaufsstelle. Die neuen, gediegen ausgestatteten Verkaufsräume haben am Alexanderplatz im Bürohaus Wertheim, Königstmße 29. Plag ge« funden. Wie mitgeteilt wird, finden sonst übliche Eröffnungsfeierlich» ketten unter Rücksichtnahme auf die Zeitverhältnisse nichi statt Der hierdurch ersparte Betvag soll dazu verwandt werden. 300 bedürftige Berliner Kinder mit neuem Schuhwerk zu versehen. Die Ausgabe dieser Schuhe«rfolgt am Montag, dem 14. März, nachmittag» 4 Uhr, gegen Rückgabe der von den Wohlfahrtsämtern verteilten Schuhhos-Gutscheine. OUlftdl m Itedil« ftdlidl l Wähl* Hlndenburd! Feichef Mttelot iui der neue* Uli. Stump«. mit Band dezent jarmert. für nur Sehrichiek-7 "Gebote In solch' herrlicher Kleidung zu derartigen Preisen in die lachende Frühlingssonne gehen zu können, wird auch in Ihnen das Gefühl wecken:„Es wird besser!" Seien Sie optimistisch— seien Sie jung— seien Sie schön-»— Die große Mode liWaliu- genol.-feacheTrägerkleld. Oer Reiz dlesei Afgha- laine- Kleidchens liegt in der buntenMarooBluse. Am Rock neueFaltenlinie Der Liebling der Modelst dasFlamenga-Bolerokleld. Diesem gibt die aparte Stickerei, die lichte.kunst- seidene Marocain-Weste ganz besondere Eleganz Ein elegantes, hoch modernes Wollkleid, von» nehm in Linie, effektvoll In der Ausführung: mit l-jour-Blende u. reichen. dreifachen Facherfalten Ihn, ab Hont *g Vt •ffo 'tUhgl Ch 4o * Xänhtt. **"1*11*, 1 33 "ttn taU ,'t•,»hht '""totlft "«"m/ Wasch-Kunstseid. bedruckt, grß. Auswahl, helle u. gedeckte Dessin», Mtr. Pf. 58, Wasch-Mousselin.' hübsche Muster in großer Aut- wähl............. Mtr. Pf. 58/ Woll-Mousseline kleidsame Dessins, in vielseitigem Sortiment. Mtr. M. 1.35, Pf. Friselia das neue mod. Wollstoffgew. in Gberragenden Farbenaus« wählen, reme Wolle...Mtr. M. Marocaine weich fließende Kunstseide, ca. 100 cm breit, in vielen Mode-, färben AMr. M» 1.95, ca. 1 00 cm breit, Riesenauswahl, schöne neueMuster Mir. M. 2.45, Fleur Afghaletta entzückende», weichfließ Wollgewebe, herrl. Farbsortim., ca. 100 cm brt., reine Wolle Mtr. M. Maroc Druck die eleganten und schönsten Dessins, in schwerer Qualität, ca. 100 cm breit. Mtr. M. 3.95 Boucle-perle entzückende neuart. Bindung, viele Modefarben, reine Wolle, ca. 130 cm breit...... Mtr. M. Mantelstoff Diagonal-Geschmack, für den fesdhen Obergangsmantel, ca. 1 40 cm breit•••••••,• Mtr. M. KARSTADT • AHNHOr HSRMANNPIATZ e DIR K A■ S T A D t•■ A H N H O f itieiropoMnsaief Täglich 8"i Uhr Der groß« Job. Sfraoß Operetteo-Erliilg Ein Lied der Liebe Sonntag 4-» Uhr v Oerh.Hauptmann Die Fiedennans! Ruit: Max iiintianit. IMes Ineaier 8 Uhr lllf Erfinder- Vorwärtsstrebendt loooo ffk. Beionnmig Näheres kostenlos durch F. Entmann« Co« Bcr.ln tw u P /"v-\ �•v-LAr�-'�rv'\ I Theater, Lichtspiele usw. Haats Theater S�mniag, den tS. KÄr» stsatsoper unter cen unden 20 Uhr Margarete StaattidiaiisgicüiaDS ascdameoinarln. 20 Uhr Cyrano von Bergerac S:hiller-Theate? Charlottcoburj. 20 Uhr Die endlose Straße Taol. i u. B'a unr B.rbaroua 8256 VERA SCHWARZ THE KITCHEN PiRATES FBIEOR. HOLUNDERS Jliigal-IiBgel" MARIANNE WINKELSTERN c«. \'�he Sohles.Shf 5 u. 8 MM 5, 8"Hl. Te!.;E1Wtel4031 „FrlederlkB" Das Hofbräuhaus am Anhalter Bahnhof wird, wie Ich den verehrllchen Gästen, Freunden und Bekannten mitteilen möchte, seit 3. März von mir geführt. Auch In diesem Betriebe wird es mein Ziel sein, gute deutsche Gaststättenkultur zu pflegen. Adolf Schinkel Siaduoper Charloltcnburg SismarckstraBe>«. Sontras,'3. Märt Turnus I Anfang 20 Uhr Friedemana Bach Fidesser. Salvafini, Scbirach. Friedrich. Htisch, Bau mann. Gombert Ende 23 uhr Kanusport- Ausstellung Neae Welt, Basenbelde 108-1 14 vom 13 bl» 17 Mir« geöffnet von 10-22 Uhr Gratls-Ver osung eines Zeltes und Bootes NBneraa«lebe Anaohlagaäulen VolKsotttane Tluattf id niomlatz Uhr AndroKlos undderLüwe Eomddte vou Beruh. Shaw mir Teils Brcsstut und Otiu Wallburj »•fi«: k H. Slamn Hat!. Sthnir-rbMtu 8 Uhr Die endlose Siraße Theater ulloiieodorfDlau Pallas 7061 Täglich PU Uhr TraraeiRerllatlii Operetis in ä Akiet ». Lai.Wo n u. Karl Behl Musu von Haas May Regie: Heinz Salteaborg Berliner IIIhTriO M O S E 6 I i B w Uhnatr 74/76.1 Inserate nn A Vorwärts Ickern Erfolg! TU.— 1 Trappe 1931. lagLOVi Uhi Dia mauselalle r1 reise 7� PL—5 M. Sonata� nachmittags 4 Uhr halbe Preise. Rose- Theater inlh Frullurtii Stnli IZ! ia. Wiidua 1 1 3422 Z und 6 Uhr Jetteben Gebert 9 Uhr Götter unter sidi Tb. in Mmiralspalast Täglich 81;. uhr De uu plt Erfalj! Käthe Dorsch OustaiGrünilgenB L-'seiott* SiugsiiBlviifujnl Kännels Theater desWestens raglieh&k Uhr Die Dubarry in dflBottiMnsnninmnj mit Mary Losseff Sonnabend»,4 Uhr Sonntag V>a Uhi Kai aus der Kiste Kin erKomödie Sonn ag 5 Uhr Die Dubarry 3 Döhren-Netzempfänger mtf emgebaufem Sperrkreis neu mso■** 90." c? foentrji, g» jjj.- e.x.\ »v.ohr CASINO-THEATER»1'.»» Lothringer Strahe S7. iMtm«tHininn»Mrtnmi»n»»iiinMiwM»u»»MUW«>»»«——W** Operette. Variete. Fowwe! u. s. S Loros Mup»lkal*Akt Die Operette: Gestrandet Dar Berlin. Komiker Herni. Krauae Zum Schluß der neue Schlager Der Mann mit den zwei Frauen jutödiem 1-4 Personen; PaTkett 50 PL, t-autöuii 1.— Mark. Sessel 1.50 Mark. ä-Tlieater Inder- ilreseraannstr. T Ä O I i O T» 5-'« Uhr InnnniXni! ännstanfln Thendnr Inns in In jeder Ehe... Iigiii-Tugatw Täglich«V« Uhr Morgen gehts uns gut! Grete Hoahelm Max Hannen Ordieater Bi os Bela Einladung Aue anßerordentl. AösIdiDßfltznng der Velrlebskrankenfafse der Sladl Verlin. a« Monlng. den» 21. WH», 1WZ2 »m 14 Ahr. im 9>ati»ruse zu Berlin, 5tSuinstrahe lS— 18, ffmgoaq Züdeustraß«. 3 immer Sa. 109 Tanesordnung I. Saknnneänbenina. 2. Ahändrrunä des Beranschlagea 1922 S. Berichieüencs. Anfranm oder HU deren Stieb'flujw AdeneinTichl ober anderweite Feliftellnnden erfordernd! find, müfien mindefien» 3 Taae oother beim BorTchen- den de» Borfiandes einaereick» werden Bor der Eitzun« finde, UN» 13 Ahr w demselben Limmer de« Ziatdaufe« die lidlidie Borbefmechang inlter de» Du» (hnfimltBl ebem statt. Bfinftliches Erscheinen ist dringeub not- wendia. da die Benutungozeit de» Zimmer? befchränlt ist. Berlin, den S. MSr, 1932. Oer Vorsthrud« bca Osrstunbra der Vetrl-batraukauluste der Hkadt VerUu. totto-Vorotn Ssrttn W 30, Viktoria-Luise- Platz 6 Folgende Lehrgänge nehmen noch Sdiülerlimeii znra April 19S2 auf: L Staatl. anerkannte Höher© Hanc�elssdinle a) einjähriger Lehrgang für Abitoricntinnea, b) jweijähriger Lehrgang für Lyzeums- ond MittelsAoTabsoIvenflnnen. 2. Lehrgang zur Ausbildung Tedmisdier Assistentinnen für chemische Betriebe(Chc.iiptecfaDikeriDnen), staatl. Abschlußprüfung. S. Höhere Fachschule für Frauenberufe, 4. Hauswlrtsdiaftl. Zusatzlehrgängc für a). Gewer belehrerinnen für hauswirlschaffl. Bcrufsschalen. 1 Daner b) Gewerbelehrerinnen für fcwerbl. Fachschulen./'/»Jahr S. a) Lehrgang für Difilkuchc als.Fortbildungslehrgang für Gewerb« und technische Lehrerinnen, b) Lehrgang für. neuzeitliche feine_K6dhe nnd DIStkochen als Fort- bildnngslebrgajig für Haasbeamtinnen, Sanatoriumsleitcrinnen, Küchenleiter innen, e) Lehrgang für Diätküche mit Krankeaplege in HausbaTt(Vorbedingung: Kenntnisse im Kochen). 6. Haushaltnngssdiule 0 und Vt Jahr). 7. Hauswirtschaft]. Lehrgang für Abitnrienffnnea. 8. Lehrgang f. Kinderpflege- nnd HaushaltsgehilfliineB. � Ausbildung für die eigene Häuslichkeit 10. Ländl. Hanshaltnngssdiule des Lette-Vereins, Pfeu gelle Mark, urft Walderholungsheim- 11. Fachschule für Mode nnd Mode-FHnstratfcm« 12. Fachschule für Reklame und Reklamegraphik« 15. Fachschule für textiles Kunstgewerbe. 14. Fachschule für Schneideret 15. Fachschule für Put», 1&. Werkstatt für Wäscheanfertlgwig. 17. Kunslstjckerei- Werkstatt 18. Werkstatt für DekorationsatoBe- 19. Werkstatt für ThcatcrsdiaaidereL 20. Bncfabinderei-Weikstatt 21. Einzel- nnd zusammengesetzte Lehrgänge für Anfänger nnd für im Beruf Stehende aar Fortbildung und Vertiefung:(Tages- und Abend- lehegänge) a) Hauswirtsdiaftlfch: Koche«(einfache«. feine Küche. Diätküche), Hausarbeilen. Waschen, Plätten. Glanzplätten, Servieren. Säugt-, Kinder- a. Krankenpflege, häusl. Buchführung: b) Gewerblich: Handarbeit Maschinenahen, Schneidern, Wäscheanfertigung. Gestalten a. Abformen, Put», Kunsthan dar bei te«. dekoratives Zeichnen Modezeichnen; e) Kaufmännisch: Einheitsstenographie. Maschinesch reiben, Bnch- fühmng, Rechnen. Schriftverkehr mit Handelskunde, englische, französische und spanische Sprache mit Handelskorrespondenz, englische. französische und spanische Stenographie. Literatut and Kunstgeschichte. 4) Freie' Lehrgänge zu» Vorbereitung auf Berufstätigkeit Igt Anslaad*- 22. Kindergarten. 25- Eigne Stellenvermittlung. Auskunft. Anmeldung: Verwaltongsbüro. wochentags! Uhr vor«.. außerdem Dienstag. Mittwoch u. Freitag nachm. 4— 5 Uhr, Dienstag abend 8—8 Uhr. Führung durch die Unterrichtsbetriebe: Freitag VtlO Uhr vorm. Die„Modeblätter des Lette-Vereins*4 erscheinen monatlich, Probeheft. kostenlos. 24. Photographische Lehranstalt des Lette-Vereins, staatlich anerkannt« technische Mittelschule. Lehrgang I: Fach Photographie, Lehrgang II: Ausbildung zur Technischen Assistentin a» medizinischen Instituten, staatliche Abschlußprüfung. Lehrgang III. Metallographie und Materialprüfung. Auskunft. Anmeldung; ausführliche Unterrichts- und Schulordnung: Büro der Fhotograp bischen Lehranstalt des Lette-Vereins. Zimmer 415, täglich 10—6 Uhr. Sonnabend« bis 2 Uhr. Führung durch die Photographische Lehranstalt: Freitag Vsla Uhr. — Große Tranring-Falirlh- veskaall fugenlose Trauringe direkt an Private t Ring 331 gettemp. nur 4.50 bis 7.50 Mk. btilog 512 fls . g- sc hßtzt 1, S85, leicht»- 1_ 38S, mittel 11.50 I 1_ i8S schwer 13.75_ 1, 900, leicht 15.50, i, 900, mittel 20.50. I, 900, schwer 27.—, earantiucnaln. Gravieren gratis Miort t. mitnenican Ariiileriesiran« 30 V. Passauer str. IS s.Roiia sser Danas Herniann Wiesel EewiunaulZzug 8 Klosie ZS. Prellbilch-Süddriilscht Staais-Lolierie. Ohne Gewähr Nachdruck verbolest Auf fede gezrgeu» Nummer find zwei gleich hohe Gewinn» gefallca, nnd zw« je einer auf die Lefe gleicher Nummer in den beide» Abteilungen l und U 29. Ziehungstag IS. Mär, 1932 5n der heslige» Ziehung wurden. Gewinne über 400 M. gezogen 1 3 in 0000 OB. 60101 73733 100391 113644 119226 224117 1 S»«Dinn, ni 3000 M. 1 47203 1 77069 1 781 99 301 31 9 306276 36661 7 866839 371518 50«»Dtnn,.n 2000 l 4542 10071 1 1409 14572 61353 86557 87650 103041 114140 116002 122402 128413 135021 145286 154463 159362 162287 194468 199402 218525 267241 295330 343778 371430 333324 93 p, 1000 M. 6317 13115 20678 21 859 37637 42051 43795 60303 74963 88474 94232 97207 103511 110783 120157 125028 125241 128177 143094 157348 185044 185337 190825 191573214108 217609 218781 238848 237S33 245272 248233 249128 273713 276755 278442 285018 293031 300751 310474 312591 317086 340376 353277 359066 363063 339333 373368 390!27 339223 1 50»»-mnr« m 500 911. 1624 2163 7510 20308 24531 24789 27052 27402 33183 400 36 45071 51251 61812 66502 74331 96184 93868 100996 102105 105020 103252 103592 109310 111804 12O021 125941 130533 144234 145315 152697 165303 163908 171100 174767175934 136293 202031 2CI394S 203497 223339 225430 223333 237427 242205 245414 245485 243375 251037 261594 232910 274903 278805 283014 238987 303991 309559 315130 318515 320945 324338 332032 333554 349984 355252 333862 330599 362446 332957 334652 368394 370389 377723 332851 385577 394802 Im Gewinn ibe verblieben: 2 Prämien fe ,n SOTOTI, s Ge» Winne zu je SO»»!, S zu je 500, IS zu fe 8 00, 22 zu je 3000� 48 zu je 1000, 84 zu je 500, 226 zu je 400 M. Wahlresultatefi Laufende Bekanntgabe durch Lautsprecher nur im Är. 123• 49. Jahrgang 3 Beilage des Vorwärts Sonntag, 13. Mörz 1932 Verstaatlichung des Bergbaues. Tagung unter Ausschluß der Oeffentlichkeii. Die„Deutsche Allgemeine Zeitung* berichtet über die Jahres- tagung des Bsrgbauoereins.„der allen und berufenen Interessen- vertreiung des gesamten Ruhrbergbaus*, die an: Sonnabend„im Gegensatz zu der sonstigen Gepslogenhell unter Ausschlug der Oesfeullichkell* abgehallen wurde. Zu Anfang des Jahres 19Z1 habe der Ruhrbergbau noch ZW 000 Mann beschäftigt, heute nur noch etwa 200 000 Mann. Der eigentliche Bericht im Hanöelsleil des Blattes zeigt die Lalkenüberschrift: „Sozialisierung ist arbeitersewdlich." 2lbgesehen von dem wesentlichen Unterschied zwischen der von allen Gewerkschaften der Bergarbeiter geforderten V e r st a a t- lichung des Ruhrbergbaus, semer Leitung durch Organe de» heutigen Staates und einer S o z i a l i s i s r u n g ist der Eifer stark verdächtig, mll dem das Blall der Schwerindustrie so eifrig be- tont,„die Sozialisierung ist arbeiterfeindlich.* Wäre sie das wirk- lich, dann gäbe es keinen eindringlicheren Befürworter der als Sozialisierung geschmähten V c r st a a t l t ch u n g als die Herren des Vereins für die bergbaulichen kapitalistischen Interessen. Wenn sie schon ihrem Mißvergnügen gegen die Verstaatlichung des Berg- baus zum Auebruck verhelfen wollen, warum denn gar so plump demagogisch. Die Zechsnbosiger haben kein gutes Gewissen als„Wirtfchafts- führer". Heinrich I m b u s ch sagte in seinem Vortrag über Ver- stoaUichung des Bergbaues am 7. Februar 1932 in Esten u. a.: „Lei der Rationalisierung und Technisierung der Betriebe schädigten die Untern-bmcr des Bergbaues die Interessen der Volks- gefamkheit in gröblichster Weile. Aus rein prioatwirtschaftlichen Gründen wurden gute G r u- ben stillgelegt, weil man deren Förderziffer auf andere Kon- zerngruben mit größerem Gewinn fördern wollte— Karl, Ewald Fortsetzung. Recklinghausen, Nordstern Z/1 usw." Anstatt mit sachlichen Gründe» den Einwäitdcn der Berg- arbeitersührer zu begegnen, zog der Dorsttzendc des Vereins Dr.-Ing.«. h. L r a n d i das nationalsozialistische Register: Die marxistisch-sozialistischen Einwirkungen haben die Grund- läge der privatkapitalistischen Wirtschaftsordnung erschüttert, Kapital und Verinögen vernichtet, Kredit und Vertrauen zerrüttet, die altbewährten Grundsätze einer freien, sich selbst erfolgreich regulic- renden Wirtschaft beseitigt und an Stelle von selbstverständlicher Rente und Kavitalbildung Verlust und Verschuldung in geradezu grauenhaftem Umfang gesetzt. Diese allgemeine Notlage hat eine neue Gefahr größten Ausmaßes heraufbeschworen: die fortschreitend!: Sozialisicrung ganzer Wirtschaft,- und Industriezweige. Es war sehr unvorsichtig von Herrn Brandt, an die grauen- hafte Mißwirtschaft des Unternehmertums der letzten Jahre zu erinnern, selbst unter Praktizierung des veralteten; Taschenspielertunltsüicks. die Dinge ins Gegenteil umzukehren zu j suchen. Das Unternehmertum selber als Träger der privatkapitalistischen Wirtschaftsordnung hat Kapital und Vermögen vernichtet, Kredit und Vertrauen er» schüttert. Sollen wir etwa all die öffentlich bekannt gewordenen Tatsachen damr auszählen, mll denen sich die Justiz befasten muh? Unter Ausschluß der■ Oessentlichkeit klagt der Vorsttzende dieser Jnterestentengruppe an der Ruhr, in der„Oessentlichkeit* der „DAZ.*:„lieber die schon viel zu weit gehende privatwirtschafllich« Betätigung der össentlichen Hand hinaus hat die Rclchsregierung nunmehr Ihre schwere Haud aus die vankea gelegt...* Nach der noch leider allzu maßgeblichen Meinung dieser„Wirt- schaftsfilhrer* hat die Reichsregierung die Verpflichtung, die an den Rand des Abgrundes oder bis zum völligen Bankroll„ye- führten* privatkapitalistischen Unternehmen immer wieder mit Mil- lionen öffentlicher Gelder zu sanieren und die Herren wester wirt- schoflen zu lasten auf Kosten und zum Schaden der Allgemeinheit. Das gewerkschaftliche Regiment(!) hat die Verstaatlichung der gesaintcn Schwerindustrie durch Nollage eines Gesetzentwurfs ge- fordert... Man sieht den Augenblick gekommen, wo aus der Not der Wirtschaft und Industrie der gefährlichste Plan verwirklicht werden soll. Herr Brandt ruft zum entschlossenen und einnülligen Kampf„gegen diese Gefahr" auf, nicht zuletzt, u m« t n« weitere Verelendung unserer Arbeiterschaft zu vermeiden. Die Herrschasten sind sehr im Jrrtimi, wenn sie etwa glaube», die Ruhrbergarbeiter über die Ursachen ihrer Verelendung täuschen zu können. Die Arbeiterschaft weiß, daß ihre Verelendung zu einem guten Teil auf die Wirtschaft der Herren zurückzuführen ist. Sie hat zu dieser Gesellschaft den letzten Rest von Verstauen verloren und fordert aus diesem Grunde die Verstaatlichung des Bergbaues. Der Berzasicstor Dr. v. L o e w e n st e i n gab nach dieser Vor- rode des Vorsitzenden den Geschäftsbericht.„Die Erkenntnis, daß es so wie bisher nicht weitergehen könne, sei wohl vorhanden.* Der Herr Assessor meinte damit jedoch nicht die Stillegungs- und Feier- schichtenwirtschast und die bei seinem Konzern liegenden Fehler und Mängel, er verlangt vielmehr— offenbar,„um eine weitere Ver- elendung der Arbeilcrschaft zu vermeiden"— weiteren Lohndruck. Der Mann behauptet, der Lohn sei— unter Berücksichtigung des Fortfalls der Arbeitslofenbeiträge— um rund 18. Proz. gekürzt, die Lebenshaltungskosten aber um 19 Proz., womit die Reawer- disnste se Schicht den Stand von Mitte des Jahres 1929, eines Zeitpunktes mit verhälllnsmößig guter Mengenkonjunktur, erreicht hällen. Wir überlasten es den Organisationen der Bergarbeiter, dem Herrn Assessor die possende Antwort darauf zu gebe». Die Feierschichten sind bei der Behauptung über die Real- Verdienste der Bernarbeiter zwar außer Betrackll geblieben, doch werden bei der Schilderung der Notlage des Ruhrbergbaue?, d. h. des Unternehmertums, die etwa 22 Millionen Feierschichten ins Treffen geführt. Es würden noch 20 000 bis 30000 Mann mehr beschäftigt, als es der Absatzlage entspricht. Die Herrschaften im Ruhrbergbau sind am Ende ihres Lateins und deshalb hofft Herr Brandl aus eine„große nationale Bewegung", er hofft, daß der Unternehmersöldling Hitler zur Macht kommt. Diese Hoffnung muß bei der heuligen Wahl zuschanden werden. Alles in allem beweist das, was die.,DAZ." über diese Tagung ocrösfenllicht, die Notwendigkeit der Bcrgarbeitersorderung auf Verstaatlichiing des Bergbaues. Zechenwehrsn. Gelbe und Nazis als Zechenpolizei. Die Zechenbesitzer, die mit Millioneirbetragen die Nazibewegung finanziert haben, bekommen es fetzt mit der Angst zu tun. Sie bilden auf ihren Zechen sogenannte Zechenwehren unter dem Vorwand, die Gruben gegen einen Linksputsch(!) sichern zu müsten. Die Leute dieser Zechenwehren haben tu Abteilungen von je 25 Mann Wachdienst zu machen. Sie werden von der Zeche verpflegt. Die Wehren bestehen nicht aus Arbeitern, sondern ausschließlich aus Beamten und Angestellten, die gelben Organisationen angehören oder Nationalsozia» listen sind. Da von einem Linksputsch jetzt nicht die Rede ist, eiiz Rechts- putsch aber die edlen Spender der Nazis verschonte, ist die Furcht der 5ierren nicht der Grund für die.Lcchenwehren*. Vor einer Verstaallichung können sie nicht schützen und bis dahin ist immerhin noch reichlich Zeit. Die Beamten im Dritten Reich. Nationalsozialismus und Berufsbeamtentum. Die Verlagsgesellschaft des Allgemeinen Deutschen Beamten- bundes hat eine Broschüre herausgegeben:„Der National» sozialismus eine Gefahr für das Berufs- b e a m t e n t u m", die ein gutgegliedertes Material über die Partei des neuen braunschwcigischen Parteibuchbeamten Hiller zur Be- onllenfrage bietet. Wir geben hier einige Auszüge der Nazi- crlläruugen gegen die Beamten, die sich gegen Hitler entscheiden müssen, wenn sie sich nicht ins eigene Fleisch schneiden wollen. „Ich wollte nicht Beamter werden, nein und nochmals nein.... Mir wurde gähnend übel bei dem Gedanken, als unfreier Mann eicht in einem Büro sitzen zu dürfen, nicht Herr sein zu können der eigenen Zell, sondern in auszufüllende Formulare den Inhalt eines ganzen Lebens zwängen zu müsten" Welche Ueberwindung inuß es doch Adolf dem Großen gekostet haben, der diese Worte einmal auf Celle 6 seines Buches„Mein Kampf" schrieb, als er sich entschloß, nun doch Bcanller zu werden. i Er ist seinem Vorsatz aber nicht ganz untreu geworden, denn die braunschweigische 5llaggcs-Regicruug hat ihn davor bewahrt,„in auszufüllende Formulare den Inhalt eines ganzen Leben zwängen zu müssen". Auch in dieser Flucht vor der Alltagsarbeit des Be- amten offenbart sich die weise Vorsicht des Osos, der sich nicht in den Maschen seines eigenen Dritte» Reiches verfangen inochts. Mit dem ersten Sonncnuillergang im Drillen Reich mühte er nämlich auch in der Armee der Arbeitslosen untertauchen, denn im Sofort- Programm der NSDAP- heißt es unter Punkt 3: „Die durch Parteibuch und sonstige Beziehungen ohne Berufs- ousbildung und Nachweis der Brauchbarkeit in die Verwaltung gekommenen P a r t e i m ä n n e r sind sofort ohne U c b e r g a n g s-, Wartegeld oder Ruhegehalt zu entlassen." Die Frauen haben im Reiche Hillers nach Goebbels nur die Aufgabe,„schön zu sein und Kinder zur Well zu bringen*. Den Beamtinnen, die neben ihren männlichen Kollegen darauf brennen, die Aktendeckel mit Hakenkreuzen verzieren zu können, hat man im beanllenpolllischen Programm zwar einige besondere Aus- gaben überlassen, wie z. B.„einen Teil der sozialen Fürsorge" oder„manche Airsgaben der Kindererzichung" Aber das steht ja nur im Programm, um aus den Reihen der Beamten Wähler- stimmcn zu bekommen. Ter Münchener Propagandachef Hillers Pg. Esser hat im Februar in einer Versammlung in Stuttgart über die von den Nazis sofort noch ihrem Regierungsantritt zu erlassenden Notoerordnungen erklärt: „Die zweite Ncitoerordnung bestimmt, daß alle Frauen und Mädchen aus den staallichen Bürostcllrn zu entfernen und durch Männer zu ersetzen sind." Wenn wir erst an der Macht sind, dann wird Schluß gemacht mit dem Lohn- und Gchaltsabbau, dann werden.die Notoerord- nungen aufgehoben usw., das sind die Redensarten, die man im Wahlkampf täglich von den Nazirednern hören konnte. In. einer Denkschrift, des Beamtensachberaters der NSDAP. vom 26 Juli vorigen Jahres aber hieß es:„Da das Reich, die Länder und Geineinden sowie das ganze schafsende Volk bei der Uebernahme der Regierung finanziell vor einem Nichts stehen werden, werden aus allen Gebieten der öffentlichen Verwaltung drakonische Sparmaßnahmen einsetzen müsten, von denen auch die Beamtenschaft nicht ausgenommen werden kann... Letzten Endes liegt daher der Gehaltsabbau in dem ureigensten Interesse der Beamtenschaft, well er die Voraus- setzungen für den Wiederaufbau der ganzen Nation schafft.* Bester hülle es in der schwerindustriellen„Deutschen Allgemeinen Zeitung" auch nicht stehen können. Natürlich können alle diese„Reformen* erst verwirklicht werden, wenn die Nazis die Macht in Händen haben. Daran, daß ihnen die Macht durch den Stimmzettel zufallen wird, haben sie noch nie recht geglaubt. Wenn sie sich trotzdem an den Wahlen beteiligt haben, halle das lediglich einen anderen Grund. Dr. Ollo S t r o ß e r Mäntel! Kostüme! Kleider! Was ck'e FrQhjahrs-Mode an schönen Stoffen und edlen Formen'leivorgebracht hat.'inden Sie vom ele fachen bis zum Modelle enre in un�cen Riesenlägern vor. Wir haben alle Figuren, vom zarten Bach Isen bis zur g r o B e n und starken Dame, gle chmäßi" bedacht Neben der unermeBllcren Auswahl und den Cadlel'« sehen Qualitäten ist es unsere außerordenttiche Preiswürdigkeit, die stets auis Neue die Bewanderung unserer Kundinnen hervOTufr. Uebergangs- Manftel aus feinen kamelhaarfarbig. Stoffen, san' auf vornehmem Futt r, in korrekter-von icher Verar- beitune, in zwei Serien nur 25.' irrekter-pon- 19: Ifttantel ius Urtigen Olagonai$ ollen. su> hoc�einem Futter, mit orislneller 8 endvi-iaamierung des Rüc ens undder Aermel, Taschen n vic Kar, cn, auch n ourengo a.t" stltwarj, aach für unter»6'c» «Iguren. mir ■>A.i. uiti. vi r�mciici Jng des Rüc ens 49; dildsdxönci Frühjahrsmantel aus vorzügl chem Shetl.od-S ort aanz auf Marncain- Futter, mit moderner Stepperei des Kragens der Revers, des neiueitigen LietrerschiafrAermels. des• örtels und der Ta sehn, breiter Rflckenque sch- tai e. in mod Farben IICU CCI llficil rmels. des« önels 39: Hocheleganter Frauenmantel 0- die tberganuS«« aus reinwollenen Kammgarn-Heirenst-Hen, an/ ui elegantem iarakkn-Fu ter mit R c enlalten. r item gestepp em Kragen u lang. Herten- Revers eingeschnittene Tasrh n. hs in den grCl'.en Wer ta vorrdtig Bäk M y ml nur JRb d arosse Weifen laMUBB—M—— B—— B—■ KOSTUMI sind wiederum GROSS! MO Ol geworden; wir führen sie in allen erdenklichen vorrügllchen Stoffen. in modernsten Schnitten und allen Farben. Darunter eine rroBc Zahl im Modollgcnre, die den verwöhntesten Ansprüchen genügen werden.— SchBnes Frühjahrs- Kostüm schon ab 25: AuBerordantlicne* Angebot Elegantes Nachmitlags- Kleid aus vorzQglidiem Flamcnga mit apa-ter Kragen- und Aermelga nierung, Biesen- u. Fältchenschmuck mit Gürte!. Weifen bis GrOge 54 Bnr rierung, Biesen- 19: Apartes Wollkleid a Afgh. aine mit Kragcn- aufla-e aus Crfipe Ea'in knopfgarnier en SchöBchen, Leder.— blume. Gürtel, bis Cxröfce£4 nur Blldachtfnes Manfelkomplet aus feinem Woll- Afghalaine. Mantel ganz auf Marocain gefüttert, TS 1 e I d mli neu- zeitiger Stic diel am andersfarbigen JoBoer, in a Jen G öfjen ▼orrättg nur 59 G a meuse-Klelüer schön gemustert mit hüb scher We>te und Kragen. geoies'enf Faltenrock, in vielen Mustern, tpczl Ii flr starke Dame geeignet 5ö öröfjc 54 n u t dlbCMlUVwA. Ml itern,»pezl 1 flr 19: Beluwollene Pullover mit andersfarbiger RQschenweste in allen modernen Farben......... aar Reinwollen© Strickjacken 5- */• mit Krnicen in i Obschen Musiem und a'len Partu u. Größen... aar 12: üngewöhnllche Celegenheit Trikot-Ciiarmeose- Blnsen einfarbi" u. bunt gemustert selbst für die stärksten Flgmen, in Serien 5.- 8.» 10.- Kle'derrödfc aus modernen reinwollenen Stoffen ... 8.- 10.- TraoerMeidniig auch für Halbtrnuor In riesieer Au wähl, in allen erdenklichen Stoff n, für lede Figur, zu«uBeronlcntllclr niedrigen Prelsenl Umstands-Kleider In gr S. ter Auswahl Elmimgs- und rmiDngsiiieider in ailerreichster Auswahl, in neuzeitigen Stöifen und Formen nnQßwQlinrdi&liiüI Herrliche Fohlenladicn aus Fohlenklau«, in gel) war», braun und sonstigen Nalarf oh'enlar ben Aeaftcrst flott und kleidsam nur 59: Winter- Mäntel in Überwältigender Auswahl mit und ohne Pelz, darunter herrliche Modell- Mäntel zu anfterofdent- lieh tiel herab- geselzlen Preisen| Am Ftlzwarenlager finden Sie Pelzmäntel aus al en etd nklichen Pelzarten bis zu den ele- gantes'en Ede pelzen, aif h ür tarkeFi-inre- znnußeordeniiifti niedrigen Preisen. m uasaror weltberühmten Abteilung für Kinder- Konfektion finden S e täglich Eingang roizender Nartic tsn von MAllMW il-klßiößrn in aröEAinwalil zn iMinst. Mksn i !«gfe die Gründe dafür in den„dlatianalfoqialistischen Briefen" voiN 1 Juli lSZV wie folgt dar: „Die Wahlbeteiligung war ein taktisches Mittel... zur .starken Jnterefsisrung weiter Volksschichten zur �erausholung bestimmter Vorteile für die Partei, Redefreiheit, Immunität, Frei- fahrkarien." Mit unmißverständlicher Deutlichkeit hat der kleine Goebbels den Weg der Faschisten zur Maäst in der ersten Ausgabe des„Nazi- Sozi"' beschrieben:,„Wie aber wollt Ihr diesen Staat erobern?... „In dem Augenblick, wo wir diese? System stürzen, werden wir selbst Staat sein. Dann gestalten wir den Staat auf dem Wege der Diktaturgewalt nach unseren Grundsätzen um... Ist das deutsche Volk nicht damit einverstanden, daß es frei gemacht wird, dann pfeifen wir auf dieses Einverständnis..." „Dann marschieren wir g e q e n diesen Staat, dann wagen wir den letzten großen Streich in Deutschland. Aus Revolution des Wortes wird dann Revolution der Tat. Dann machen wir Revolution, dann jagen wir das Parlament zum Teufel und begründen den Staat auf der Kraft deutscher Fäuste und deutscher Stirnen." Daß diese„Ideale" der Fäuste nicht verwirklicht werden, dafür wwd heute die denkende Arbeiter», Angestellten» und Beamtenschaft sorgen Sie wird ihre Stimme nicht für den vorgeschobenen Streber der Reaktion und des Unternehmertums abgeben, fondern für die Republik, für Hindenburg. Hammerschasten voran! Eine glänzende Versammlung im„Edenpalast" hielt die Beleg- schast der Ahornwerte-Charlottenburg ab. Ueber 300 Personen nahmen an der Veranstaltung teil, die durch musi» kalisch« Darbietungen, Rezitationen und einem Fahnenelnmarsch des Reichsbanners verschönt wurde. Genosse D r« s s e l referierte unter dem Beifall der Versammlung für die politische Situation. Gegner meldeten sich nicht zum Wort. Am Schluß der Versammlung zeichnete sich eine große Zahl der Belegschaftsmitglieder in die Liste der cha mm er schast ein, so daß für die Ahornwerke ein« starte Hammerschaft besteht. Das gesamte dien st freie Personal der Elektri- zitätswerke Südwest hatte sich dieser Tage versammelt, um nach einem Referat des Genossen D r e s s e l ein Bekenntnis zur Eisernen Front abzulegen. Auch dies« Versammlung war ein voller Erfolg. Mißglückte lbib'Akiion Am Donnerstag war im Lokal Weidner eine sehr gut besuchte Kundgebung der Äemens-Beleg�chaft zur Reichspräsidentenwahl. Unte- Führung eines ehemaligen Gelben versuchten etwa 6 0 R a z i s den Verlaus der Kundgebung zu stören. Herr K ä d i n g wurde aufgefordert, die Störungsversuche zu unterlassen Als er dem nicht nachkam, wurde er vom Versammlungsleiter aus dem Saale ge» wiesen. Cr verließ mit seinen Hitler-Iünglingen das Lokal. Nachdem die Ritter vom Dritten Reich abgerückt.waren, konnte der Referent Genosse Lübbe den Anwesenden in aller Ruhe aus- «inanderfetzen, wie notwendig es fei, am Sonntag Hindenburg zu wählen, das heißt: Hitler zu schlagen! Scharf rechnete er mit den kommunistischen ZwHchenrufern ab, indem er darauf hinwies, daß ja selbst Heinz Reumann an gleicher Stelle 24 Stunden zuvor erklärt hat, Thälmann wird nicht ge» wählt. Man ist sich also bis tief in die Reihen der Zentrale der Kommunistischen Partei darüber klar, daß jede für Thälmann ab- gegebene Stimm« für Hitler wirbt. Wir müssen Hitler schla» gen. Hinlkertburg wählen. Ein Hoch auf di« Eisern« Front beendete die Kundgebung. Der.Angriff" vom Freitag bringt«wen ganz entstellten Te- richt über diese Kundgebung. Er erzählt von einer Sprengung, von anwesenden SPD.'Greisen. von Reichebannerschlägern usw. Au? dem Bericht spricht die verhaltene Wut über den vereitelten Sprengungsversuch der Nazi», wie auch darüber, daß Nazis und Kozis es noch me zu einer solch gut besuchten Kundgebung im Siemerts-Konzern gebracht haben. Noch einmal ArbeiisamtBerliu-Güdost Haben die Angestellten Sabotage getrieben? Der Zentralperband der Angestellten schreibt uns: Im Ber- waltungsousschuß des Landesarbeitsamtes soll von der Verwaltung die Behauptung aufgestellt worden sein, daß die Angestellten d»? Arbetisamtcs Verlin-Südost für die Zustände in de» letzten Wochen in dem neuen Gebäude in der Sonnenallee verantwortlich zu machen feint. Die Angestellten hätten die Anordnungen der Verwaltung sabotiert und dadurch die Ansammlung der Arbeitslosen in solcher Masi« herbeig-suhrt. Die Angestellten» schoft des Arbeitsamtes Berlin-Südost wie aller Arbeitsämter hat nicht nur in den letzten Wochen, sondern seit Bestehen der Reichs- anstalt nicht war ihre Pflichi getan, sondern weit über Menschenmögliches hinaus im Interesse der Arbeitslosen die not- wendigen Arbeiten verrichtet und alle Anordnungen der Reichs- anstalt, die in der widersprechendsten Weise zum Teil ergangen sind. durchgeführt. Diese Behauptungen der Sabotage, die eme Heraus- sorderiing der gesamten Angestelltenschaft bedeuten, zwingen öffentlich anzufragen: l. War der Leitung des Landesarbeitsamtes Brandenburg und des Arbeitsamtes Berlin-Südost bekannt, daß die Vor- arbeiten für die angeordnete Umstellung auf das Berufs- gruppensystem wegen Zeitmangel noch nicht vollendet waren? 2. War ferner nicht bekannt, daß die notwendigsten Ein- richtungsgegen stände, wie Regale zur Aufbewahrung der Akten, beim Umzug des Arbeitsamtes nach der Sonnenallee fehlten? Z. Ist es richtig, daß heute noch die Karteikästen für die zur reibungslosen Abfertigung der Arbeitslosen notwendigen Zentralkartei fehlen sowie die Behälter für die Aufbewahrung der Zahlbogen? 4. War den verantwortlichen Stellen nicht bekannt, daß die K a s s e n r ä u m e in der Sonnenallee nur halb so groß sind als die bish-r benutzten Kassenräume in den drei Dienststellen des Arbeitsamtes Berlin-Südost es waren? Die Betriebsvertretung hat vor dem Umzüge auf die bestehen- den Schwierigkeiten, insbesondere auf die gleichzeitige U m» stellung auf Berussgruppen hingewiesen. Trotzdem ist der gleichzeitige Umzug für alle drei Dienststellen des Arbeitsamtes Südost angeordnet worden. Die Angestelltenschaft hat ein Anrecht darauf, von der Ber- waltung gegenüber der Beschuldigung der Sabotage in Schutz ge- nommen zu werden. Daß die Verwaltung oder Teile der Ber- waltung jetzt den Angestellten die Schuld für die uner- hörten Zustände Im Arbeitsamt Berlin-Südost zuschiebt, muß mit aller Entschiedenheit in der Oesfentlichkeit zurückgewiesen werden._ Oer Präsidentschaftskandidat. Eine„schmierige" Angele enheit. Am Mtttrroch brachte die„Rote Fahne" eine ganze Seite:„Der revolutionäre Arbeiter Thälmann" mit der' Unterzeile:„Das Leben des roten Präsidentschaf skandidaten ein Lebest des Kampfes." Am Donnerstag brachte' diese» Blatt einen Artikel: „Schmierige Wahllügensammlung der Hintenburg-SPD." Gemeistt ist eine unter der Berliner Arbeiterschaft verbreitete Broschüre, betitelt:„Dokumente kommunistischer Führerkorrup- tion. Di« KPD. im Dienste der russischen Außenpolitik. Bon Hans T ü tz." Der„Roten Fahne", der KPD. und ihrem„Präsidentschasts- kandidaten" Thälmann sind diese Dokumente stark aus die Nerven gesallat. Sie ereifern sich de« halb Zunächst dagegen, daß der Ge- samtoerband, Bezirk:- und Ortsverwaltung Berlin, in der Ab° wehr gegen die kommunistische„Gewerkschaftsopposition" dieser Bro- schüre zur Verbreitung oerhilft. „Schmierig" ist die Angelegenheit insofern, alz in der Broschüre an altbekannte Tatsachen erinnert wird, die in Übersicht- lichevem Zusammenhang aus dem Äebsn des roten Präfidentschafts- kandidaten(wie es doch wohl heißen soll. D. J.) in der KPD. dar- gestellt werden. Gegen diese„schmierige Wahllügensammlung" wendet die„Rote Fahne" ein. als„Lüge Nummer 1", daß Thälmann mit sech- zehn Jahren Mitgliod der Sozialdemokratischen Partei geworden sei. Da» läßt sich augenblicklich nicht nochprüfen, weshalb wir es zunächst gelten lassen wollen. „Lüge Nummer 2": Es fei nicht wahr, daß Thälmann keinen Artikel schreiben kann. Dieser Einwand geht an der Bs- hauptung vorbei, daß Heinz Neumann und andere für ihn Artikel schreiben mußten, als er es offenbar noch nicht tonnte. Als Präsi- dsntschaftskandidat kann er natürlich„alles"... „Lüge Nummer Z": Es sei nicht wahr, daß Thälmann in Versammlungen nur wenige Minuten sprechen dürfe, er spreche stundenlang. Damit brechen die Nummern der„Lügen" a b. Merkwürdiger- weise gerade an den Stellen, d!e sich um die moralischen Oualitäte» des Hern Thälmann drehen. Wie steht es damit? Ist etwa die Affäre Thälmann-Wittors auch eine Lüge'? Ist es etwa eine Lüge, daß Thälmann als Vorsitzender der KPD abge» setzt worden war und daß er auf Befehl von Moskau wieder in sein. Amt eingesetzt � wurde? Sind di« Leow- Geschichten auch Luge, die Sache mit dem„russischen Konto", Dem„inter- natiortalen Dienst"? Ist das alles gelogen? Das wogt selbst die„Rote Fahne" nicht zu behaupten. Ein Musterland der Unternehmer. Dergarbeiterckusbeuwng in Rumänien. Die Union der rumäniichen Bergarbeiter, einer von den wenigen, wirklich straff organisierten Gewerkschaftsverbänden Rumäniens, hielt dieser Tage nach dreijähriger Unterbrechung ihren 7. Kostgreß ab. Die Tagung war ein getreues Spiegelbild der furchtbaren Lage nicht nur der Bergarbeiter, sondern der rumänischen Arbeiterklasse schlechthin. Die rumänischen Arbeiter verdienen heute, wie aus den Feststellungen der Dsle- gierten hervorgeht, pro Tag 0.7S bis 2 Mark. Sie werde geradezu ungeheuerlich ausgebeutet. Die Union, deren' Mitgliederbestand infolge der Krise ins- gesamt um 7ö72 zurückging, hat im vergangenen Jahr fast l Million Lei zur Unterstützung an arbeitslose Mitglieder oerteilt. Ihre finanziellen Kräfte sind setzt nahezu erschöpft. Der Kongreß forderte den Ausbau der staatlichen Sozialfürsorge und die Ber- staatlichnng der Kohlenbergwerke. Berliner Gewerkschaftsschule. Siei« Stiufe beginnen am Montag, lt.. und Dienstag, tä. Mir», vnd zwar zwei valkswirtschastliche Anfangerkurse, im Sophien-Lnzeum. Bersin, Weinmeisterstr. 16—17. Leiter der Kurse ist der Genosse Are» big. Behandelt werden im den Kursen Fragen der Arbeitsmarktvolitik— Aleditdeichaffung und Konjunkturnroblems. HSrergebllhr für den Kursus Z M., sstr Jugendliche l M., Arbeitslose sind vom Hörerbciirag befreit. Wirtschastspolitischer Ausspracheabend! Der nächst- Ausspracheabend Ist am Dienstag, Ii. März, um 19 Uhr, im Sewcrkschaftsbaus, Engeluser 24—2.), Saal 3 oder Saal 5. gutritt haben alle freigewerkschastlich organisierten Kollegen vnd Kolleginnen. Vorherige Anmeldung nicht erforderlich. Hörerbeitrag wird erhoben. Thema de"~- _____ t der Aussprache ist für den 5. April vorgesehen. nicht erhoben. Thema des Abends:„Autarkie—-in Ausweg aus der Krise". Leiter der Aussprache ist der S-noste Dr. M i t n i tz k>>. Der nächste Abeild ist SPD.-Fraktion Lindenhos. Am Mittwoch. 16. März, um 21>4 Ahr, im Lokal Tempel. Lichtenberg, Gudrunstr. 7, SPD.-Fraktionsversamm. e lung mit Snmpathisterenden.. Bortrag des Genosten Stadtrat Richard R o s i n:„Unser Kamps um die Republik". Diskusston. Um recht zahl- reichen Besuch wird gebeten. iSd�feie Gewerkschafts-�ugend Verlin Zlordkrei«: Euaelufeo 24—26: Märzseier.—... Museums.— Ziardo stire is: ls Uhr, Jugendheim Pantow, Görschstr. 14, Hör. .....*"••''"it»— Motj~'*'------ a spricht'.— Margen, Montag, Zusammenkunft r, Gewerkschaftshaus, Sitzungssaal de» Buch. 25. Tagescrdnung: 1. Der Stand der deutschen � zaaroebSudkl, Ostkrei»! Besichtiaung des Arbelterschusi- Jugendheim Pankon....... zaft:.Lunge Generation oller Srnppenleituugen. 26 Uhr, binderverbandes, Engclufer 24—25. Tagesordnung: Jugendbewegung.'' gen. Zutritt nur buche».— Sanderi____________________...,..... Hof. part..Borbereitung einer Wcchenend-Wl-ndcrung(Biesenthali„. Referent Wilhelm Räthey.— Sprechstunde von 16—19 Uhr. �lvaendarupve des?entraIverbandeLi der Anaeffeltte« Die für heute augesetzt« Singe stund« fällt au». folgende.-"—■" M finden folgende Beramtaltunaep statt: , Seesteatze. Aussprach«:..Was z«ht in per Welt'---—------ fuudbruuueu: Jugendheim Pank- Eike Wiesen stratze sweltliche Schule). Lese. abend. Amerikarets« deutscher Geworkschaster.— Nordost N: Jugendheim Rastete» — Margen, Montag, Jugendheim Turin« Letter: Löwi.— stte» schule). L' vor riedtlxs Weg zur Erlaagnng schöner welfier Zähne gesärblen Zahnbelage» ist folgender: Drücken Sie einen Stroi» THIorodont- Zahnpaste auf dl« trockene Chsorodont-Zahnburst» sSpezialbstrste nni gezahntem Borstenschnitt), bürsten S>« Ihr Gebitz nun nach allen Seilen, auch von unten nach oben, tauchen Sie erst fetzt die Bürste in Wasser nnd spülen Sie mit Chlorodont-Mundwasser unter Gurgeln gründlich«ach. Der Erfolg wird Sie überraichenl Der mißfarben» Zahnbelag ist verschwunden und ein herrliches Gefühl der Frische bleibt zurück. Hüten Sie sich vor minderwertigen, billigen Nachahmungen und verlang« Sie ausdrücklich Chlorodmt- Zahnpaste. Unter- Borlriegspreif«. lekprkser alexanderplatz wilmersdorfer str. hardenbergstr. 29 a-e potsdamer str. 29 ecke wiihelmstr. im beroiinahaiis ecke schiilerstr. bieten wir ihnen die nie wiederkehrende gelegenheit, alle unsere bekannt hervorragenden erfurter qualitats herrenschuhe, sämtlich original göodyear weit auf rand genäht, zu unglaublich niedrigen preisen zu erwerben, wir übernehmen für jedes paar die volle garantie, die für hochwertiges Schuhwerk verlangt werden kann. warum? weil wir als erste und einzige flrma der weit in kürze unsere herrenschuhe mit Giner umwälzenden, weitpatentierten Neuerung herausbringen. darum Wochenprogramm des Berliner Rundfunks. Sonntag, deu 13. März 1932. t.lZ: Funk-Gymnastik s» Au» Bremen: Hafenkonzert 8: Für den Land- ulrt. S.M: Morzenleier lO.ttl; Wettervorherseze. ll.lti Kurzwellige Instrumen- Ul-Muslk II. 4t: Kinderstunde. 12.18: Aus Königsberg: Mittegskonzert. 14. Elternstunde. 14.30; Heitere Viertelstunden 15.30: Erlebnisse eines Pflanzers im Urwald von Hondurss. 16: Wilhelm Welgand zum 70 Geburtstag. 16.30: Unterhaltungskonzert. 18: Hans Rebberg liest eigene Lyrik I8.lt: Matthäus- Passion von Bach.! Teil. 1»: Bericht über den Verlauf des Wahltages. 19.15: Orebesterkonzert Danach Unterhaltungsmusik. Montag, den 14. März 1932. 5.30: runk-Gytnnastik. AnschlleBend Frübkonzert 11.30: Schaliplatten- konftrl 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt 14: Aus Köln Konzert 15.20: Die Ftau bei Gericht. 15.45: Mletswobntmg und Eigenheim als Familien- vrohlem. 16.05: Der sehOpferische Mensch. 16.30; Konzert 17.30: Jugendnot und Jugendselbsttailfe. 18: An die Jugend. 18.20: Chansons. 18.40: Aus Frank- chrt a. M.; Sonnenflecken, Sonnenbestrahlung nnd Witternng. 19.05: Die Funk- stunde teilt mit 19.1(1: Silin Ute zum Tag, 19.20; Unterhaltungsmusik. 19.55: Mitteilungen des Arbeitsamtes. 20;.Der Verräter Gottes" von Dletzenschmidt 21.30: Konzert. 22.15: Politische Zeitungsschau. AnschlleBend Wetter-, Tagesund Sportnachrichten. Danach Tanzmusik. Dienstag, den 15. März 1932. 6J0: Funk-Gymnastik. AnschlleBend Frühkouzert 11.15: Mittag, konzett 12.30 r Die Viertelstunde für den Landwirt. 14: Aus Köln: Konzert 15.20; Be- dentung der Kosmetik für die bcrufstäflsre Fran. 15.45: Fisch ereischutz. 16.05: Gesondhcit und Krankheit des Herzens. 16.30: Orebesterkonzert. 17.40: Doktor Ueberau erzählt 18: Otto Flake liest aus seinen Werken. 18.25: Bücherstunde. 18.55: Die Funkstunde teilt mit... 19: Stimme zum Tag. 19.10: Junge« Kabarett 19.55: Mitteilungen des Arbeitsamtes 20: Interview der Woche. 20.35; Konzert 22; Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Mittwoch, den 16. März 1932. 6.30: Puiik-Gyniuastlk. AnschlleBend Frühkouzert. 9: Von der Deutschen Welle Schulfunk. 11.15: Schallplattenkonzert 12.30: Wettermeldungen fflr den Landwirt. 14: Aus Köln: Konzert 13.20: Die moderne Sachlichkeit 15.45: Obiektive und aktuelle Planwirtschaft 16.05: Programm der Aktuellen Abteilung 18.30: Von der bildenden Kunst 16.40: Joseph Haydn. 17.10: Jugendstunde. J7.30- Sozialpolitische Umschau. 18: Wagner-Stunde. 19.30: Der Aufstand der N'atlonaiitäien gegen Napoleon. 20: Aus Stuttgart- Haydn-Konzert 20.30;.Große Aufschneider", von Ernst Bringolf 21.15; Aus Magdeburg: Bunter Abend 22.30: Zeitberichte. 23.10: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Danach Tanzmusik Donnerstag, den 17. März 1932. 6.30: Funk-Gymnastik. Anschließend Friihkonzcrt. 9; Aus Breslau: Schultunk. 11.15: Schallplattenkonzert. 12.30: Die Viertelstunde für den Landwirt. 14: Aus Köln: Konzert 15,20: Kampf gegen die Langeweile. 15.40. Strittige Fragen bei der Zwangsvollstreckung. 16.05: Not der engagementslosen Schauspieler 16.30? Orcbesterkonzeij 17.30; Jugendstunde, 17.50: Wirtschaftsrundschau. 18.10. Chorwerke von A von Othegraven. 18.40; Programm der Aktuellen Abteilung 19* Stimme zum Tag. 19.10: Die Punkstunde teilt mit. 19.15: Tanzabend. 20.40: KoHsch-Quartctt. 21.20: Tages- und Sportnachrichten. 2140;„Die Hugenotten". Oper von Meyerbeer. 3. bis 6. Bild. Uebcrtragung aus der Staatsoper Unter den Linden Danach Abcndunterhaltung. Freitag, den 18. März 1932. 6.30: Funk-Gymnastik. AnschlleBend Frübkonzert. lli.lO; Wpchemnarkt- Al'erlei 11.15: Solistenkonzert 12.30- Wettermeldungen für den Landwirt 14: Aqs Köln: Konzen 15.20: Wer soll wen heiraten? 15.40: Vorspiel und 1. Akt aue..Der Betlotstudent' von Millöeker 16.35: Die deutsche Olympia-Eishockey- Mannschaft In Amerika IT: Jugendstunde. 17.20: Das neue Buch. 17.30: Goethes AnBere Erscheinung 17.55: Moritaten und hochtrsglsche Balladen. 18.15: Programm der Aktuellen Abteilung I8J5; Eva Boy liest eigene Prosa. 18.55: Die Punkstunde teilt mit... 19: Stimme zum Tag. 19.10: MllltärmOrsche. 20: Aus Wasblngtou: Worüber man in Amerika spricht 20.15: Goethe als Repräsentant des bflrgerlichen Zeltalters 21.30: Aus Berliner Theatern. Kabaretts und Variotis 22.45. Wetter-, Tages-und Sportnachrichten. Danach Tanzmusik. Sonnabend, den 19. März 1932. 6J0: Funk-Gymnastik. AnschlleBend Frühkouzert 11.15: Mittagskonzert. 12.30! Wettermeldungen für den Landwirt 14: Aus Köln: Konzert 15.20: Jugendstunde. 15.40: Persönliche Erinnerungen an Max Reger. 16.05; Kann Optimismus uns gesund machen? 16.30' Unterhaltungsmusik. 18: Für den Siedler und Kleingärtner. 18.15: Franz-Schubert-Konzert 18.50; Mittelinngen des Arbeltsamtes. 18.55: Die Funkstunde teilt mit... 19: Stimme zum Tag. 19.10: Die Erzählung der Woche. 19.30i Als Oroßstadtarbelter auf dem Lande. 20: Zum Besten der Künstler-AlterShilie. Danach Tanzmusik. Königswusterhausen Sonntag, den 13. März 1932. Ab 6.45: Uebertragung aas Berlin. 14.30: Die Knust der Fuge 15: Paradies-Spiel. 15.30: Dichterstunde, 16: Aus Frankfurt a M.: Konzert 19: Junge Generation spricht 19.46: Wilhelm Welgand zum 70. Geburtstag. Anschließend Uebcrtragung aus Berlin. Deotschlandseuder: II: Gocthe-Fcicr. Montag, den 14. März 1932. 16: Pädagogischer Funk. 16.30: Nachmittagskonzert aus Berlin. 1740: Bücherstunde, 18: Musizieren mit unsichtbaren Partnern. 18.20: Spanisch für Anfänger. 18.40; Aus Frankfurt a. M.: Sonnenflecken Sonnenbestrahlung und -Witterung. 19.05* Deutsche Wissenschaft In der Krise. 19.30: Stunde des Landwirts. Deutschlandsender: 19.45: Aus Königsberg Militärkonzert. 21.15: Aus Königsberg: Historische Silhouetten: Napoleon. Anschließend Uebcrtragung aus Berlin Dienstag, den 15. März 1932. 16.30: Nachmittagskonzert aus Leipzig 1740; Als Deutscher nach dem Kriege in Niederländtscb-Indlcn. 18: Maschine als Schicksal. 18.30: Musik in der Einheit der Künste. 1845: Wetterbericht für die Landwirtschaft 19: Englisch fflr Fortgeschrittene. 19,20: Was halten Sie vom Horoskop? 20; Aktueller Vortrag. Deatschlandsender: 20.30: Uebcrtragung aus Berlin. 22.20; Aus Hamburg; Spätkonzert. Mittwoch, den 16. März 1932. 16: Pädazozischer Funk. 16.30: Aus Ilainburc; Nachmiitacskonzcrt 17.30: Hochschulfunk 18; Da, Orchester und seine Instrumente 18.30; Pioniere und Abenteurer der Wirtschaft 18.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft 19: Volkswirtschaftsfunk. 19.30: Stunde des Beamten. Deulschlandsender; 20: Aus Leipzlz; Bunter Abend. 22: Wetter-, Tases- und Sportnachrichten. Anschließend Ans Lelpzlz; Der unbekannte Wagner Anschließend Uebertragung aus Berlin. Donnerstag, den 17. März 1932. Ii: Pädagogischer Funk. 16.30: Aus Berlin: Nachmittagskonzert. 17.30: Presse und Auslandsdeutschtum. I8i Alter und neuer Mittelstand. 18.30: Goethe; Prosa aus dre- Lebensaltem. 18.55' Wetterbericht für die Landwirtschaft 21.45: Aktuelle Stunde Deutscbtandsender: 19.30: Uebertragung aus Berlin. 20.30: Aus Stockholm: Europäisches Konzert. 22t Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. AnschlieBend Unlerhaltungs- und Tanzmusik. Anschließend Uebertragung aus Berlin. Freitag, den 18. März 1932. 15: Pädagogischer Funk. 10.30; Aus Leipzig: Nachmittagskonzert 17.30: Die Ostsee und ihre Randländet. 18; Ich. Du, Wir. eine Erkenntnis des Andern. 18.30: Hausmusik. 18.55- Wetterbericht lür die Landwirtschaft 19: Wissenschaftlicher Vortrag für Aerzte, 19.30: Stunde des Arbeiters. Deutsch» Isndsendert 20: Uebertragung ans Berlin 21.20; Aus München: Bunte Stunde. 22.20: Wetter- Tages- und Sportnachrichten. Anschließend Uebertragung aus Berlin. Sonnabend, 19. März 1932. 16: Schöpletiacher Dilettantismus als Beruisensgieicb. 16.30; Aus Hamburg: Nachmittagskonzert 17.30; Viertelstunde lür die Gesundheit 17.50: Viertel- stunde Funktechnik. 18.05: Deutsch für Deutsche. 18.30: Die Berufskrise und die Junge Generation. I8J5: Wetterbericht für die Landwirtschaft 19: Englisch fflr AnKnger. 19.30: Stille Stande. Anschließend Uebertragung ana Berlin. Allgemeine Wetterlage. wLm 42. März 4932 abds. wnlftenlss,® heifsr.O halb bedsc!: »9«ilk)g,*bed«etteRegenAGraupelti ,5itebeiliGewittec@Afintei'le Im größfen Teil von Deutschland herrschte am Somiadend ziemlich heiteres Wetter. Die Tagestemverafuren stiegen, wie in den letzten Tagen, nur vereinzelt, besonders im Südwesten, über den Gefrierpunkt. Die Lustbewegung war schwach In den letzten Tagen hatten sich über dem Nordmeer zwischen Island und Spitzbergen kräftige Devrefsionen gebildet. Sie waren zunächst nach Osten gewandert. Am Freitag begann sich ein Auzläufer ntch nach Süden auszudehnen. Er verdrängte den chochdrmkrücken, ter bisher nördlich von uns über dem südlichen Skandinavien lag. Am Sonn- abend war er bereits bis nach Dänemark aelangt. Unter seinem Einfluß hatten die Winde im deutschen Küstengebiet wieder aus gefrischt und nach Westen gedreht. Die Vewölkung hatte' is weit. in das Binnenland hinein Zugenommen. Am Sonntag werden wir in der Luft liegen, die aus der Rückseite der Randdeprdfsion t och Süden strömt * Detteraussichken für Berlin. Anfangs bewölkt, später Wieoer Aufhelterungn, Temveraturanstieg über Null Grad, vereinzelt Schneefälle, allmählich nach Nordwest drehende Winde.--- Füc Deutschland.?m Süden noch heiter bei wenig veränderten Temperaturen, im Norden und Osten Bewölkungszunahme, vicliarli Schnee- oder Regenfälle, Milderung des Frostes, in West.> Mitteldeutschland Temperaturanstieg über Null. Briefkasten Ser�edattion. (8,®. 1. Beide Beteinigungeit sind uns nicht delannt. 2. Fragen-Sit in«t bei dar„Sehog", Barlin( I ifolie-iischer jl C(\ Pedalzacke O/ � v/ isn modernen A CA Farben...... BLUSEN• WOLIWAREN Damen-Pullover puftärmeinl1*' neu- o oo artiger RGschenkragen............. Stock Damen-Pullover �, 90 andersfarbigem Bouclekragen....... Stock Damen-Blusen MaV«a?r;Xn'�de? 7 00 mit g/a». PlissoegorniU in viel. lart. Färb., St.' w r»____ auj Morocain(Kunst- üamen-DIUSen Mide', mit len-en Per- o 7« mein, kleinem Hisreejobof und Hohlsaum Stück' Damen-Pullover[fr y 7- handlest Ickten Punkten.......... Stuck 7 1*** fe-aus Marocain(Kunstseide), wad 1 � IxClSQlL 9 Ptisseegarnit.anKrog.u. Aerm.,.t. 1** DAIWEN-W ASCHE Krepp-SchlÜpfer kurze Form..Stück 0,95 Bemberg-Hemdchen, zr Kunstseide moderne Wäschotorben..... Slüek Damen-Hemden s,. 1,90 Schlüpfer-Hemdhosen« oa Charmeuse Kunstseide, mit Motiv....... Stück«3,' W Charmeuse-Unterkleider*«« Kunstseide, handgestickt............... Stück O/TU Nachthemden 2,75 Pyjamas tarbige, Eatist Stück 3,90 Krepp-Nachthemden SSKtöck 4,50 Abb*6 Madchen• Mant«! aus schonen Stoffen............... für ca. 6 Jahre/#/ 0 Jade weitere Grösse 0,75 mehr Abb« 7 Kinder Kleid aus Cröpe Caid, in- q-. hei.en Farben........ für ca. 2 Jahre O/Vü Jede weitere Grösse 0,60 mehr Abb. 8 Knaben-Anzug aus engt, gern usteHen � 7- S offen, ganzi-efuttert, für ca. 5 dahre zr,/ O Jede weit. Gr. 0,75. abGr. 7 1,25 mehr STOFFE Tweed u.Fiamlngstte f\ C C gr. Auswahl in vielen Farben, Metei Streben die grosse Made, H �1�1' in vielen Farbstellungen....Meter I v Wollspitzenstoff, Neuheit t. Blusen u.Garnituren, Mtr, I iw\ß SHstSond dar Modestoff O für Mäntel und Kostüme..... Meter l&fM& Kleiderpassen CrSpe Marocain, Flainsteft ml» imitiert e s jp irischer Zacke garn en.............. Paar 1,00 Revers Durchbruchkragen neuartig, mit Meiallknöofen garn err,ttüdc JifZÖ Wäschebatist o Pasteil färben mille fleur....Meter Vistra-Panama moderne Farben............ Meter Strickstoff imllier«,| OJE da» medarna Gewebe.... Meter I /W J modern« Streiten H OC rresco mu$ier.....Meie, 1/09 FreSCO Kun»l>eida. medarnes M QC Gewe-e, reue Farben..... Mete, 1/ Crepe Georgette o sc Kunstseide, moderne Muster, Meter Crepe Marocain e» Qn Kunstseide, tesche Muster.. Mete» Georgette guadrlllö Kunstseide, vornehme» Gewebe ji für da» Slrauenkleid...... Mete,"fr/S«# 1 mod.Einsar�t B.enden-Plasfrons nsua Form, Cröpe Georgette, mit Valen- � ciennssspitzen reich garn ert...... Stuck%5tOU Kleider-Plastrons Georgette, 0 au» zwei arbig plissierten Blenden, Siück 0,3U Für die anläJJUöh des Hinscheide eis meines lieben Mannes, meines guten Vaters Emil Ryneck erwiesene aufrichtige Teilnahme danken herzlichst E||riede Ryneck geb. Staetemann Er.cn Ryneck. 12 Monatsraten fUddab LeipaqerStc1?2-123 PanmeDt Oüren. Filter Ersitzielle Preitliete-iitb Pumpentab ri> EEmin n es. Ksiaidieiiilor!!! Str. 95 WM MMÜM-WW VcrwalfanitssleHc Bcrllo Tedesanzeiscn Den Süttglirbrrn»ur Nachctchl.£106 unter Aallege. der Schmied Bruno Marquardt geh 19. 3uU 1&)7, am» Mbrj ge- ftorhen ttt Z»e Beerbtnung findet am Montau. dem 14 MLz�. i2>» Uhr. von der Lkichenhaiie des G«mimd«.,>t>ebho!ee n Seiiinensee. Sandhautener Siratzr. aus Vau._ Am 9 Mirz flach unser Kollege der Ardester Keorg Crasselt geh. S Dezember 18 7 Die S nütcheruna findet am Mom tag. dem 14- März, 18 Uhr, tm Krematorium Berlin. Serichistr.. flau Rege Beleiltgung wird envarict. öiWMbdiiier! [eöor Art Uefort preiswert Paul Goiletz vormsl» Robert Mejct Marlannanstr. 3 Fa. Oberbaum 1303 Nachruf Am 5. März starb unser Kollege, der Echiener Paul Mislds geh. 21. Januar 186.'. Die Beerdigung Hat hereit» statt- gesunden. Ehre ihrem Andeuten! Die Ortsrerwallnar. j herzlichen Dank allen denen, die unserem Ueoen Snlich�aieneu die| legte 6()rt erwieien haben Familie Leidholdi. Homöopathie Speztel- Bchandl. f.l Kfaza* Münzet r. 9 innwe Kraak eiteo KZ v8T»R 5pr. Iv—Z. 4— 7. PAMEN-STRUMPFF Hort.C'Tr Um pf künstiicho Waschseide,, j/* viele moderne Farben..................»Fear 1/�rO HsrtlO-Gold feine künstliche Wasch- A OC seide, der elegante Früh.ahrsstrumpf....Paar Rogo Nr. 404 2,95 Rogo Nr. 270 SS'hoÄ.'Ä 3,50 HERREN-SOCKEN Flor-Jacquard oder reine Wolln, Paar 0,95 Flor mit Sside �45 Sportstrümpfe™TuÄ*n3£� 1,65 TRIKOTAGEN Schlüpfer]'45 Schlüpfer �tÄSiÄdSr�S 1,95 Prinzessröcke SnÄÄÄ 2.75 Prinzessröcke SJÄ K.U.",!."!Ä 2,95 Sport-Schlüpfer k fK 0,90 Herren-Hosen umg.«ctu ägyptuzh»-tp Mako, mit Riegelbund............ Stück 2/45 r�nrnifi iron'ür Kerren, iadee und Eein- oarniruren Kleid....... Gami ur 3,75 Trikotoberhemden l0' Riesenauswahl pVeu,™1*'" rub emntIL KQchenschrank Loftcheu, 110 cm breit. 3S.— c.«i.— KUcha Lottchen, öteiiig.......... BS.— 85— KltidersclirüsiKe„h 90 cm mit Hutbodßn und St-ing�. SSv— 50.—. 100 cm mit Wflscheeinr. o. Sraugo 48-— 70�— 120 cm mit Hntbodoo and Stange.."SO— 70.— 120 cm mit Witcheelnr. a. Steree 55— 75— Himmel Haup'Josttufl: lotti'lmier Str. 21 ISrhhnJiaaser Tor) Fülle: kroße Fra- klarier Str. 43(ttraostiarter Platz) GarteD-DQd Bauparzeilen Im iUttersiUfr-(»elKod9 Veikauf durch. TerrelB-Qe*. am IcttoV'Kanel, Radow- lohaonii- tbel. ttadow, Qaithaa», Fernruf; Ad ershof 25. Ver: aufshaus Blau- Gelb auf dem Ge ände.— Linie 47. Halles eile Johannisthal. Cnaustee e dl u n g Kindelwald bei Berlin-Her msdort Herrliche Hocbwald-Grundstfiche --roapskts u. Aasküni s ag.. v.»-1/ Uhr Oi.unlcke, Mordb nn, HontniellernstraBs 33. Fernruf o 7 H-'ms ort 0834. Gesenkte Fes mieten! Helle, sonnige I'/« b s 3'/, Zimmerwo nungen m! allem Komfoit auch Geschä.ts äden) In versch edenen Stadtteilen vermietet billig die Heimsianen-aesoiischaH„Primus" m. H.H. öc I B-steinidkCDUoit-O., deraer Jlr.ihc Sie. Gute Ahoag- und StraBenb'hnverbindungenl ■Zlctlnn enZncr T | 5n Cirhlrnbng, SR3-enbarfstt. 62'69, Haus mu groorn Partaniagrn. wild inäiefien» am 4. Mai d. Z» nn Heim Uli l rtlrin- uns Soziaireninei trbffnct Prei» einich oollerBetpfiegun- monali LZ- M- Boranmeidungen werdin schon'etzl em. oenriiarnommrn Arnrag. find zu--chlrn an Ledigenheim Alexandeiuenstc 1 2.4 Z. I OZvi-tiunarx«- �Vvdnunjxvi, zu verml- leni Wr—3'lt Zimmer, große Räume, b Iii e Mieten ir. Hohen diönhaosen r-ersoto I Iresp 1. Apri; eine 3»,) Zimmer, große Räume, billigt' Miete, in Ad e-ihot pei JOSoa K ine» eeu»üdnsg mu Padil- Parzellen (Sailrulonb o. ffialN V'Jube- a ich'iit IV e enpor 1er ge» ri'nrl-. qm 8 Ptg, f&hrildi orrniht SIX, G m. b H. Berlin die Zustizwochc mit Deoiseuschieberprozessen ab Die Sachen sind kompliziert, die Verhandlungen dauern bis in die späten Abendstunden, es gibt ein regelrechtes Devisenschieberweekend— einen Zlnsslug nach Holland. Denn Holland ist das Eldorado sämtlicher Devisenschieber. Da» wühle man seit langem. Nun ersährt man so ganz allmählich, in welcher Weise die Devisen nach Holland verschoben wurden. Gelder strömen nach Holland. Da war zum Beispiel ein ehemaliger wiirttembergisckzcr Koni- munal- und Lerwaltungsbeamter während des Krieges in der Pr»- vinzialverwalmng Antwerpens tätig, schllehlich Kausmam, in Hypo- theken und verschiedenen Finanzierungsgeschäften. Im Jahre 1!t2ä gründete er die Firma Ringwald u. Co. wurde Borstandsniit- glied der Diamantenregie, des Berwaltungsapparates der Dia- niantenselder in Südwestafrita. Seit dem 1. August 1931 befaßte er sich wieder mit Finanzierungsgeschäften Cr trat in Verbindung mit seinem alten Duzfreund, Herrn Hauser. Dieser befaß in Amsterdam eine Firma H a u s e r. Sohn u. Co., machte große Geschäfte in alle» Weltteilen, hatte auch zwei Besitzungen in Deutsch- land. Di« Firma Ringwald u. Co. schloh am 10. Noveniber vorigen Jahres mit der Firma Häuser, Sohn u. Co. einen Vertrag, laut dem Ringwald sich verpflichtete, bis zum 31. März gegen M Proz. Provision Effekten im Werte bis zu 1 Million zu verkaufen, das Geld tn Berlin abzuliefern. Herr Ringwald setzte tatsächlich JG. Farben, Vorzugsaktien der Reichsbahn. Roichsbankanleihe und anderes mehr im Werte von 530 000 M. ab, in der Hauptfache durch das Bankhaus Sack u. Co. Vor dem Schöffengericht Char- tottenimrg verteidigt« sich Herr Ringwald gegen den Borwurf des Devisenverbreclsei-s mit dem Hinweis darauf, daß Hauser Deut» scher sei und das Geld für seine deutschen Besitzungen b«° notigt habe. Die Verteidigung zog nicht. Den Vertrag hatte er nicht mst Hauser. sondern mit der holländischen Gesellfchast geschloffen Das Gericht verurteilte Ringwald zu einem Jahr« sechs Monaten Gefängnis und 5000 M. Geldstrafe. zur Beschlagnahme seines Vermögens in dleser Höhe und zur Ein- Ziehung der bei seiner Verhaftung ausgefundenen 2000 M. zugunsten des Reiches. Das kapitalkräftigende Mittel. Im Mittelpunkt des zweiten Falles stehen die B i o c i t i n- Verl«. Biocitin war bisher bloß als nervenstärkendes Mittel bekannt. In der Verhandlung vor dem Schnellschössengericht Berlin-Mitte lernt« man es auch als ein außerordentlich tapi- talkröftigendes Mittel kennen. Die Gewinne, die es ab- warf, flössen mindestens feit 1928 nach Holland. Um das u» auffällig zu bewerkstelligen, riefen die Jnterefsenten eine ganze Reih» ineinander verschachtelter. Firmen...ins Leben. Das Spiel begann, als eiu. geuhi/er lherr P q tz die. Anteile der Firn« über- nahm und ein« holländische Gesellschaft B ah m a als Darkshns- gederin vorschob. Das Darlehen in Höh« von 40000 M. wurde der holländischen Gesellschaft Hermeios abgetreten, dann auf 110 000 M.„erhöht* und weiter abgetreten an den Geschäftsführer der Herme las, einen Herrn W e st r a. Die Gesellschaft Hermeias übernahm dagegen im Jahre 1929 sämtlich« Anteile der Biocitin- Werke. So ergab sich folgendes: Die Biocitin-Werk« gehörten der Gesellschaft Hermeias, während als Geldgeber der Werke der Gc- schäftsführer der Gesellschaft auftrat. Der Bevollmächtigte der Gesellschaft,«in Herr Schwarz, schloß aber mit dem Geschäftsführer der Biocstin-Werke, Herrn Quill«, im August 1931 einen Vertrag, laut dem auf Grund des Darlehens, das von Herrn Weftra den Werken gegeben worden war, diese der Gesellschaft Hermeias 260000 M. abzuführen hätten. Herr Schwarz erhielt 32 Akzept«, von denen drei vom September bis zum November 1931 eingelöst wurden. Eine weitere Einlösung der Akzepte wurde durch die Verhaftung des Herrn Schwarz unmöglich. Was behauptet nun die Staatsanwaltschaft? Sie behauptet, daß das Darlehen, das den: Herrn Weftra abgetreten worden war, ein fiktives gewesen war und daß der ganze Vertrag auf 260 000 M. bloß den Zweck hatte, ein« formelle Berechtigung für die Hinüber- leitung der Gelder nach Holland zu geben. Potz und Schwarz waren gewissermaßen identisch mit den Gesellschaften Bahma und Hermeias. Herr Schwarz, der übrigens wegen Steuerdefraudation bereits einmal in Hamburg mit 2 Millionen Mark bestraft worden ist, fitzt, um nicht die Geldstrafe zu.zahlen, soeben 33 Wochen ab. Er bestritt, irgendwelche verbotenen Manipulationen vorgenommen zu haben; der Geschäftsführer der Biocitin-Werke, Herr Grill«, wollte bloß die Anweisungen seiner Chefs befolgt haben. Die Verhandlung mußte vertagt iverden, da einige Haupt- zeugen nicht zur Stelle waren. Die Gewinne der Biocitin-Werk« werden aber bis auf weiteres in Deutschland bleiben... Der Potsdamer Skandal. Nauh schenkte ilovOO M Destechungsgelder dem Stahlhelm. Auch am zweiten Tage der Verhandlung gegen den Sladlbauinfpektor Rauh vom Hochbauamt Potsdam und die Inhaber der Baufirma Lilie wegen aktiver bzw. passiver Bestechung herrschte großer Andrang der Potsdamer Bevölkerung. Kriminalkommissar Dr.. Rennau, der die Ermittlungen gegen Rauh geführt hat. bekundet, daß ihn» die Buchhalterin der mit- angeklagten Firma Lilie erklärt habe, es seien von der Firma nicht nur an Rauh, sondern a u ch an andere Provisionen ge- zahlt. Rauh sei aber mit seinen Forderungen so aufdringlich geworden, daß die Firma sich verleugnen tisß. Herbert Lilie habe bei der Vernehmung erklärt, daß auch der Geschäftsführer einer Baufirma mit den leitenden Beamten gut stehen müsse, denn sonst könne es allerhand Scherereien geben. Dann kann ich ja meinen Laden zumachen, wenn ich solche Gelder nicht zahlen sollte," habe Herbert Lilie geäußert. Rauh habe nicht von einen, Darleben der Finna Lilie gesprochen, sondern von einigen tausend Mark G c- schenken. Rauh habe ferner zugegeben, daß er als Gegenleistung der Firma Lilie beim Bau des Wasserwerks Eiche keine Schwierig- keiten machen würde. Der Gouführer des..Stahlhelm* Potsdam, Büsch mann, hetoirt: Rculh hat.semen, Stahlhclmdieirst p o r.b il d l t ch gemacht. dtelMtrsorge dennoch leihenden?>swhll)«imka,neradan einsetzte. Er wüMz.'tpohl sei» letztes Hemd geopfert haben für die Rot eines Kameraden �Gelächter im Zuhörerraum wird vom Vorsitzenden gerügt.) Der Staatsanwalt fragt: wissen Sie denn auch, woher das Geld stammle, das er für den Stahlhelm gab? Rauh soll doch 10 000 Mark Bestechungsgclder dafür verwandt haben!— Zeuge: Davon war uns natürlich nichts bekannt. Die Frau des verstorbenen Maurermeisters H., der im Auftrage der Stadt zwei Turnhallen und andere Gebäude ausführte, hat auf Anweisung ihres Mannes einmal 1855 Mark als Schmier- gelber verbucht, die nach Angabe ihres Mannes an Rauh aus- gezahlt wurden. Ein Malermeister V. sagt, Rauh habe sich von ihm vierhundert Mark als„Darlehen* gefordert, lind so geht es weiter. Die Verhandlung wird dann auf Montag vertagt. Die Not der Arbeitöinvaliden. Forderungen des ZentralverbandeS avf der Berliner Gau onferen,. Der Gau Groß-Berlin des Zentralverbande» der Arbeitsinvoliden und Witwen Deutschland» hielt in den„Arminius-Festsälen" seine diesjährige Gaukonserenz ab. Als Vertreter der Arbeiterorganisationen nahmen an dieser Konse- renz folgende Gäste teil: Für die Eozialdenwkratische Partei, Be- zirksverband Berlin, die Genossin M. Wurm, M. d. R.: für den Allgemeinen Freien Angestelltenbund M. W e y l a n d; für den Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbund, Ortsausschuß Berlin, R. A l b r e ch t! für den Reichsbund der Kriegsbeschädigten G. Schwarz: für den Reichsbund der Körperbehinderten A. Zungbluth mW O. Leu«: für die Arbeitcrwohlfahrt Ge- nosse B l a s ch k e. Aus dem Geschäftsbericht des Gauleiters Voigt ging hervor, daß die Entwicklung der Organisation trotz der durch die Sparmaßnahmen und Notverordnungen hervorgerufenen Rotlage der Rentenempfänger stabil geblieben ist. Nach Erledigung der organisatorischen Angelegenheiten sprach der Vertreter des Ver- bandsvorstandes, G ä b l e r, über die wirtschaftliche und politische Lage Deutschlands. In ausführlicher Weise ging er in seinem Referat auf die Entstehung der Notoerordnungen und ihre Aus- Wirkungen ein. und brachte zum Ausdruck, daß es Aufgabe des Verbandes sei, mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln dafür einzutreten, daß die besonderen Härten der Notverordnungen wieder beseitigt werden. Der Kamvf gegen die gesamte Sozialreaktion ist für die nächsten Wochen und Monate unsere Hauptausgabs. Dieser Standpunkt wurde auch in der Diskussion von allen Rednern unterstrichen und tn einer einstimmig angenommenen Entschließung zum Ausdruck gebracht. Die Entschließung hat folgen- den Wortlaut: „Die Gauvcrsammlung des Gaues Berlin des Zentraloerbandes der Arbeitsinvaliden und Witwen Deutschlands nahm zur sozial- politischen Lage der heutigen Zeit eingehend Stellung. Durch die verschiedenen Notverordnungen, besonders durch die 4. Notverordnung, hat sich die Lage der Sozial- und Wohlfahrtsrentncr geradezu katastrophal verschlechtert. Der Abbau der gesamten Sozialgesetzgebung ist so weit gediehen, daß die Rentner am Rande des Abgrundes stehen. Es ist grenzenloses Elend an der Tages- ordnung. Außer den finanziell-wirtschaftlichen Folgen desteht auch eine große staatspolitische Gefahr. Der Glaube an den Staat, an die Deutsche Republik, darf nicht durch weitere Sozialreaktio» zer- stört werden. Der Zentralvcrband der Arbeitsinvaliden und Witwen Deutschlands hat schon seit Jahren daraus hingewi»sen, daß das Reich die Pflicht hat, durch Reichszuschüsse und Neuregelung der Beitragsklassen die Sanierung der Versicherungen vorzunehmen. Die„wohlerworbenen Rechte" der höheren Pensionen sind unangc- tastet geblieben. Das Lebensniveau des werktätigen Voltes, be- sonders der Arbeitsopfer, ist rücksichtslos heraboedrückt worden. Wir wissen, daß uns die bürgerliche Mehrheit des Parlaments keine Hilfe bringen kann und will. Vor allem wissen wir. d a ß d i e NSDAP, als sogenannte Arbeiterpartei keinen Pfennig für ups übrig hat,. Der NSDAP, gilt es im besonderen, in dÄt nächsten' Naumsvön ksr �Machtergreifung zu zerstören Die Wahlen Heöen"daza die beste" Gelegenheit. Einig im Ziel. einig im Wollen, einig in der Notwendigkeit des Kampfes mit der gesamten Arbeiterschaft, gtll es, der Deutschen Republik einen sozialen Inhalt zu geben." Lehrstellen für Waisen. Seit 36 Jahren bemüht sich der Frei- willige Erziehungsbeirat für schulentlasien« Waisen im Rahmen semer Hilssart eit für Berliner Waisen(Beratung und Unterstützung. Erholungsfürsorge, Jugendpflege usw.) auch um die Vermittlung guter Lehrstellen. Der Kreis derer, die das Waisenhilfswerk finanziell unterstützen können, wird immer kleiner, deshalb soll sich wenigstens der Kreis von Firmen, die seit vielen Iahren regelmäßig scbul- entlassene Waisen als Lehrling« einstellen, möglichst erweitern. M?l- düngen von Lehrstellen nimmt die Geschäftsstelle, Heiligegeist- straße 39(E 2 Kupfergraben 1985) entgegen. A& vc Warenhaus am Oranienplatz " JL " W Vom Montag, dem 14. bis Sonnabend, dem 26. März JrüHjahnjlodenJ�usslellunq Im Erfrischungsraum KONSUM-GENOSSENSCHAFT BERLIN s. �v-..... 5»>-".?.- •«**#16�«'■ Der„Cisdielen-Berater". Vorsorge für die warme Zeit.-„Alles Glückssache?" Den Reigeif der Beratungsstelsin für praktische Wohnungseinrichtung. für sparsame ftbchtaeifc und allerlei okkulte, unser Dasein angeblich stark beeinflussende Geschehnisse bereichert als neues Glied der jherr Berater für„Eisdielen-Aspiranten". Durch Zeitungsinserat ladet der Mann alle jene, deren Sinn nach dem Erwerb einer Eisdiele steht, zur unentgeltlichen Be- ratung über das Wie und Wo des jungen Unternehmens em. Das Gänze scheint dem Äopf eines nach neuen Wegen strebenden Ver- treters der Eiswarenbranche entsprungen zu sein, der auf diese Weise seinem Unternehmen neue Kunden zuzuführen hosst. Als Beratungsstelle fungiert das Wohnzimmer und hier wickelt sich nun der ziemlich gleichlautende Dialog mit den einzelnen Fragestellern ab. Frage 1 gilt stets dem erforderlichen Betriebskapital. Darauf erbietet sich der Berater zur Beschaffung des gesamten notwendigen Inventars im gebrauchten' Zustande zum Preise von 1000 M., im neuen Zustande zum Preise von 1600 M. Reklame ist in diesem Betrag mit einbegriffen, die Ladenmiete allerdings nicht. Zur näheren Illustration hebt er einen einfachen Stuhl seiner Behausung hoch, den er als„Eisdielenstuhl" zum Preise von 4 M. offeriert. Zur Frage der Eisbereitung ergreift er. eine neben ihm postierte große Blechdose, die er unter liebevollem Rütteln und Schütteln als das A und O einer gut florierenden Eisdiele empfiehlt. Zur Frage der Geschäftsgegend nennt er einige belebte Straßenzüge im Norden, Osten und Westen, warnt vor den ausgesprochenen Arbeitervierteln und rät zu schulnahen Läden. Befragt über die Existenzaussichten einer Eisdiele überhaupt, zuckt er die Achseln und meint:„Glückssache, das hängt vom Wetter und von den wirtschaftliche» Verhältnissen ab. Die Hauptsache natürlich ist die gute Ware", wobei sein Blick nochmals ebenso liebt- vosi wie nachdrücklich das Erzeugnis seiner Firma dem Eisdielen- debutanten ins Gehirn hämmert. Nachdem sich der Berater zum Schluß des Fragestellers Adresse erbtttet— vermutlich wird diese Handlung eine Zusendung von reichlichem Reklamematerial im Gefolge haben— ruft er diesem die Uneigennützigkett seiner(des Beraters) Auskunfterteilung nochmals ins Gedächtnis und appelliert an das moralische Dankbarkeitsempfinden in Form des Eisdielen- Cinrichtungsaufttages! Goethe-Fejern für die Berliner Schulen. Nachdem bereits zur Eröffnung der Goeche-Feier für die Berliner Schüler Aufführungen des allen deutschen Faust-Puppen- spiels„Von dem lostoollen Leben und erschröcklichen Ende des well- berühmten Ertzzanberers Doctoris Johannis Fausti"(Marionetten- theater Münchener Künstler) stattgefunden haben, werden ani Freitag, dem 18. März, nachmittags 4'A Uhr, in der Oper am Platz der Republik zwei Goethe-Festfpiele(„P r o- m e t h e u S" und„Pandora") aufgeführt. Die Chöre werden durch den Sprechchor an der Berliner Universität dargestellt. Die musitalische Leitung liegt.in der Hand von Generalmusikdirektor Erich Orthmann-Mannheim. Die künstlerische Gesamlleitung Hai; Dr. Wilhelm Leyhausen. Am Montag, dem 21 März, folgt ebenfalls nachmittags' 4H Uhr in der Philharmonie eine weitere Goeche-Feier, deren Ausführende das Philharmonische Orchester unter Leitung von Professor Julius Pruwer, Miette Muchefius(GoetherLieder). Jan Koetsier-Muller(am Flügel) und Theodor Loos(Goethesche Dich- tungen) sind. Die Feiern finden ihren Abschluß in einer Ver- anstaltung für die Primaner der Höheren Lehranstalten am Mitt- woch. dem 23. März, in der Städtischen Oper, zu der auch die staatlichen und städtischen Behörden eingeladen werden. Die Festfolge sieht eine Begrüßungsansprache von Stadtschulrat Nydahl und eine Festrede von Dr. Walter Linden:„Goeche und die deutsche Gegenwart" vor. Umrahmt wird die Feier durch musikalische Dar- bietungen des Philharmonischen Orchesters und verschiedener Solisten der Städtischen Oper. Vormarsch auch im Kreis Friedrichshain Die K r e i s d e l e g i e r t e n der Partei im Kreis Friedrichs- Hain nahmen zur Jahresarbeit 1931 Stellung und konnten erfreu- licherweife einen weiteren Aufstieg der Partei in diesem Proletarier- bezirk aus dem Bericht des Kreisvorsitzenden, Genossen Bach mann, entnehmen. Allein 865 Neuausnahmen wurden in schwerster Krisenzeit des Jahres 1931 gemacht. Trog zahlreicher Wegzüge in die Außenbezirke ist so noch ein gutes Plus gegenüber 1930 zu verzeichnen. Unter den Verlusten durch den Tod wiegt besonders schwer das Ableben von Margarete Wenzels und Eugen Brückner. Große Fortschritte machte auch die Arbeit der Frauen- und der Kinderfreundebewegung. Im Rahmen der gut fundierten Bildungsarbeit bedarf die Arbeit an den Erwerbslosen besonderer Anerkennung. Von ihr werden ollwöchentlich Hunderte und aber Hunderte erwerbsloser Partei- Mitglieder erfaßt. Die Berichte zeigen somit einen ständigen Auf- stieg der sozialdemokratischen Tätigkeit im Kreis Friedrichshain. Der bisherige K r e i s o o r st a n d wurde einstimmig wieder- gewählt. Bei der Stellungnahme zum Bezirksparteitag wurde im allgemeinen Wiederwahl des bisherigen Bezirksvorstandes unter stärkerer Heranziehung von im Ortsausschuß des ADGB. tätigen Genossen gewünscht. Zur Landtagswähl wurden neue Vor- schlüge für die Kandidatenliste gemacht. Mit einem Aufruf zu höchster Aktivität in'den kommenden' Kämpfen schloß die von Ge< schlossenhett zeugeitde Versammlung.• Reichswehrkonzert am heut'gcn Wahlsonntag fsttdei in S p a n- dau am Ratl>aus in der Zeit von 12 bis 13 Uhr vom Musikkorps des 3. Bataillons des JnfaNteriereglments 9 stgtt:— Die Wache zieht am heutigen Sonntag, wie vom Reichswehrministerfum mit- geteilt wird, ohne Musik auf. Sin« Herrenarmbaäti'chr wurde bei' der Freitag-Deuionstration im'Lust- garten gesunden. Der Eigentümer kann sich gegen Ausweis und Kennzelch- nung der Uhr melden bei Hermann Kroh. Bohnsdorf, ParadieSstr. LS. JugsndwviKsn der Sozialisten, Freidenker und Gewerkschaften Berlins Heule, Sonnlag, den 13. März CharTotientar�, Aula der Fürstin- Bismarck- Schule, Sybelstr. 2-4. Beginn 11 Uhr. Weiheredner: 5 aoleerordneter Karl Hetzschold. Pankow. Tivoll-Lichisplele, Berliner Str. 27 Beginn 11 Uhr Tcropelhot, Kurlürsf-Lichtsp, Dort- 1 dte Berliner Sir Beginn 1 1 Uhr. PROGRAMM> In Cbarloilcnbargi Charlottenburf er Volkschor Harmonie. Mitglied des DAS.. Chormeisier A ax Schaarschirudi Orgelspiel. Sprech- und Be wegungschor der Chanollenburger Kinder reunde und der SAJ. In Pankow: Aufführung des Jugendweihesplcls von Walter May:„Zum Lande er Gerechten" In Ten- pclbot i Auftührung des Jugendweihespie s von Bruno Schönlank: .Seid geweiht!" Eintrittspreis: Gastkarten 70 Pf, Kindetkarfen 50 Pf Eintrittskarten sind am Sonntag an den Kassen erhältlich. Alle Räume weiden«/» Stunde vor Beginn reöffnet. Partemachrichten für Groß-Berlin Cinuntmagen für Stete Staertf für 6 ecclls SB 68. gwdenltrahe 3 stet» an Da»*«Jtrf»tetTBnrtoJ t. Hof. 2 Treppen recht», zu richten Das Mitgliedsbuch Nr. 5ö des Genossen Hugo Schmidt, Form«, geboren am 17. Mai 1858, eingetreten am 3. Juü 1896, Wohnung Fichtestr. 34, ist verloren gegangen.— Sollte dieses Buch irgendwo als Ausweis benutzt werden, dann ist es anzuhalten und an das Bezirkssekretariat einzuschicken. I. A.: A l e x P a g e l s. Boranzeige! 4. grei». Sonntag. 20. 2)iäu, 9 Uhr, im Sartensaal de» Saatbau» Friedrich. Hain, Nreisoertreteroersammlunli. Iahrcsbericht und Reumahlen. Stellung- nähme»um Bezirfsoorleitag. Mitgliedsbuch und Mandat nicht vergessen. Um pünktliches Erscheinen wird gebeten. 5.»rel». Abrechnung der Filmkorten bis Mittwoch. 10. März, beim Eenosseu Jabczttnsti, Memeler Str. IS. ».«res». Kursus Dr. Schlesinger ist um zwei weisere Abende verlängert. Drt und Reil wie bisher. Der Obmann. heule, Sonntag, 13. März. 13. JUei«. 11 Uhr bei«urfiirft, T-Mvelhof. Berliner Elke Darfstraste, Inaend. weihe der So». Freidenker und Sewerkschasten. Ausführung von Bruno Schünlnnk, Beihespiel„Selb geweiht." Mitwirkende Weddtnger Sprech. chorgemeinschnft mit großem Orchester. Alle Genossinnen und Genossen, die in der Reit von U bis 1 Udr nicht mit Wohlarbeiten beschiisttgt lind, nehmen cn der erhebenden Feier teil. Erössnung tOi? Uhr. 13.«dt. Alle Mitglieder treffen sich zur Wohlardeit von S bis 18. Uhr bei Liebsch, Wilhelmshavener Ecke Birkenstraße. 18.«bt. Alle Genossen, die nicht zur Wohlarbeit eingeteilt sind, melden sich bei Aemnig, Uferstr. 13. 20. Abt. Treffpunlt zur Wahlarbeit bei Wille. Reinickendorfer Sttoße 58. 28. Abt. Alle nicht ,ur Wahlarbeit bereits eingeteilten Genossen ssnd S>A Uhr im AbteUunl-swahNofal Hohn, Wörther Str. 15.__-, 58. Abt. Wahlbüro: Rankestr. 4, Hok links. Alle Genossen müssen erscheinen. St. Abt. Alle Dorteimiteltoter erscheinen srüh 8 vhr zum W--Hldienst «Z.«bt.«ichterselde. Alle Genossen, die noch nicht zur Wahlarbeit etngeteUt sind, treffen sich stich 81« Uhr bei Quandt. Moltkestr. 31. 85.«bt.<. und IS. Bezirk Treffpunkt zur Wchlarbett Slö Uhr bei Pommere. ning, Berliner Straße 100. 89.«Bt. Sonntag. 13. Miirz, früh 8 Uhr. Funkttonärsisiung: um 8Vj Icht TreffpuuU sämtlicher Genossen bei Grommeck, Sanderstr. 10, zur Wahl. arbeit.- Morgen. Montag. 14. März. 14.»reis. Bejirksverordnetensraftion mit Bürgerdeputierten, Zimmer 137, Rathaus. 1«. Abt. Die Rusammenkuntt der jüngeren Parteimitglieder fallt in diesem Monat aus� v 27. Abt. Alle stoysummitglieder beteiligen sich an der Mitgliederversamm. lung der 128. und 82. AhgabesteU« in der- Auch Schilitsließer' Str. 7..-;. 40. Abt. Die für den 14. März vorgesehene Mitgliederversammluo» wird. auf Montag, 21. März, verlegt. Nähere Mitteisting erfolgt noch. Dienstag, 14. März. L ftrei». Arbeilerwohliahrt. Ruchmmenfunft der erweroslosen Parteirnit. glieder lä Uhr im Stodtbad Gartenstr. 1. Musikalischer Nachmittag. 3. ftrei», 20 Uhr Sißung des Bildungsaueschusses bei 9Ieifd>, ftadinerftr. 10. Aebeiterwobllahrt. Ruchmmenkunft der erwerbslosen Parleimilglieter im Heim, Tilstter Str. 4/5, ab 15 Uhr. Ein Nachmittag pnlitischer sinnst: Menschenfrühling— Völkerfrühling. Mitwirkende Elfriede Wollmann, Theo Maret und Genosse Arndt... 0. Kreis. Achtung! Die siinderfrennde des Kreises Kreuzberg veranstalten um 20 Uhr in der Aula der weltlichen Schule Dieffenbachstraße einen Kreis» elternabend. Alle Eltern, Genossen und Freunde unserer Bewegung sind herzlichst dozn eingeladen. ES werden Lichtbilder ans dem Gnipvenleben der Kinderfreundebewegung gezeigt. Anschließend Aussprache über die Sommerlager. Der Falfenkreis wirkt mit. 7. Krei». 19"i Ubr Sitzung des engeren Borstandes mit den. Abteilungs» leitern im Türkischen Zelt, Berliner Str. 5.?. t4. Kreis. Parteigenossen der 5. weltlichen Schule. 20 Uhr, wichtige Rusam» mentunfi bei Teich. Knefebeckstr. 135. 14. Krei». 15 Uhr Zusammenkunft der erwerbslosen Parteimitglieder im Seim Kannerstr. 42: Warum sind wir erwerbslos? Referent Emil Barth. Freitag, 15 Uhr, wie üblich Rusammenkuntt. 90. Abt. 20 Uhr Mitgliederversammlung in der Aula der Karl.Marx. Schule, Katser.Frtedrid,. Straße 208: Die Bedeutung der PreuAenwahleii. Referent Georg Maderhofz, M. d. L. 103. Abt. Zusammenkunft der erwerbslosen Parteimitglieder ab 15 Uhr bei Troinpler, Luisenstr. 1. Mittwoch. 16. März. 4. Krei». 19''s Uhr in der Schulaula Pasteurftr. 4v, Zusammenkunft der erwerbslosen Parteimitglieder: Politisches Kabarett. Alle anderen Partei» Mitglieder sind ebenfalls eingeladen. 6. Krei». 19>/s Uhr Kreisverlreterversammlung bei Rabe, Fichtestr. 2g: Die kommenden Wahlen. Referent Hermann Harnisch. M. d. L.: Stellung. nähme zum Bezirksparteitog. Anträge. 8.«bt. 20 Uhr bei Dobrohiaw, Swiitemünber Str. 11: Politische Tages. fragen. Diskussionsabend. 11. Abk. lgz, Uhr im Jugendheim Bremer Sir. 09—70, Zusammenkunft der jüngeren Parteimitglieder. Referent GottUeb Reese. 14, Abt. Die Zusammenkunft der süngeren Parteimitglieder fällt au». 19. Abt. 19', Uhr Zusammenkunft der jüngeren Parteimitglieder im Konse- renzzimmer der roten Schule Gotendurger Straße, parterre: Pom Erfurter zum Heidelberger Programm. Referent Paul Bernstein. 2t. Abt. 19'. s Uhr Rusammenkunft der jüngeren Parteimitglieder bei Kroll, Uirechter Str. 21: Arttkel 45 und selne rechtliih« Bedeutung. Referent Dr. Waller Friedtänder. 27. Abt. Mitgliederversammlung tu den Schönhauser Festsälen, Schönhauser Allee 129: Die Stellung und Aufgaben der Partei nach der Wahl...Reie- -rent De. Richard Lohmann. 19. Abt. Schwerherwe. 191z Uhr Versammlung im Jugendheim Lindenstr. s. Referent Hans Tu est 74i>. Abt. 20 Uhr im Gesellschaftshaus Bonow, Rarlstr. 12: Politische Lage. Referentin Helene Schmitz. M. d. L. 31.«dt. 20 Uhr bei«lnde, Hanhiernstr. OU/Gi, Rusammenkunft der jüngeren Parteimilglleder: Wir in der Disktissian Mi! unseren Gegnern. 82. Abt. 20 Uhr bei S-hellhase, Ahornstr. töa, Mitgliederversammlung: Aktuelle Fragen. Referent Genosse Stelling, M. d. R. »0. Abt. 20 Uhr bei Jahn. Fulda. Ecke Weserstraße: Tie Frau im Befrewngs. kämpf der«rbeiterNasse. Zufammenlunft der jüngeren Parteimitglieder. Referentin Paula Kurgaß. 90. Abt. In- der Lesehalle Rogat. Ecke Ztsestraße MUgliederversammlung. Referent Albert Faikgnberg. 90. Abt. 20 Uhr Zusammenkunft ssinqerer Parteigenossen Hannemannftr 44. (Kellet): Die Geschichle und Entwicklung der politische» Parteien b>» zur Gegenwart. 2. Vortragsabend des Genossen Jlud. Nizdotf. 104. Abt. 19',: Uhr im Jugendheim Mädchenschule Hasteiwerderitraße Znsam- menkunst-der jüngeren Parteimitglieder. Referent Mtrh Pohle.... s 122. Abt. 20 Uhr bei Porath. Marzahner Str. öl. Mttgltrbervvrsammlung. Referent Willi Rogge: Wirtschaftssragen. 134. Abt. Bei Sonnet. Schönonee Ecke Parkstraße. Zusammenkunft der süngr. reu Paneimitglieder. Referent Theodor Kotzur. Donnerstag, 17. März. 5. Kreis. Arbeiterbildnngsschule. Kursus Reese im Seivi TUsiter Str. i'5, 20 Uhr: Theorie und Praris der deutschen Arbeiterbewegung 7. Krei». 19'/: Uhr im Türfischen Zelt. Berliner Str. o3. Kreisvertreier. Versammlung: Der Kamps um Preußen.' Anträge zum Beztrfspartett.ag,. Berichte. Mandate und Mitgliedsbücher sind am Eingang vorzulegen. Referent Otto Meier. M. d. L.— 15 Uhr im Jugendheim. Aosinenstr._4, Zusammenkunft der erwerbslosen Parteimitglieder: Bebel und wir. Rese» rent Genosse Dr. Millowski..„,, 8. Abt. 20 Uhr im Jugendheim Eenthiner Straße Zufammenkunft det jünge ren Parteimitglieder Referent Willi Wolfs. 12.«bt. 29 Udr jüngere Parteimttglieder kleine Märzgedenkfeter im Lokal Schmidt, Wielefstr. 17. Referent Heinz Löwi 45. Abt. 19 Uhr bei Zander, Lausitzer Straße, Zusammenkunft der jüngeren Partetmitalteder: Staat und Wirtschast. Referent Dr. Eberletn. 114. Abt. Zusammenkunft der jüngeren Parteimitglreder tu der' Weichsel. siraße 28: Wae nun? Referent Genosse Schweitzer.. z 118. Abt. 20 Uhr im Jugendheim Gunterstr. 42 gusammentuntt der lüngeren Parteimitglieder: Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissen. fchaft. Referent Genosse Gurland.,., 124. Abt. 15 Uhr Zusammenkunft der erwerbslosen Parteimliglteder an be. kannter Stelle. Genosse Franz Hosemann trägt vor. Freitag. IS. März. 1. Krei».«rbeiterWohlsahrt. 15 Uhr Zusammenkunft der erweAslasen Parteimitglieder im Erwerdatasenheim Gartenstr. 5 flinker Eingang Stodtbad): Außenpolitische Fragen. Referent Sottlteb Reese. 5. Krei». Arbeiterwihlsahrt. Zusammenkunft der erwerbslosen PartettnU- glieder im Heim TiiA-r Str. 4.5, 15'/: Uhr: Der B-fr-iung�ampf des indischen Volles. Referent Genosse Lehrer Niesturf(nut Lichtbtldern) 9. Kreis. 20 Uhr Kreisvertreterversammlung im Ptkwriagarten-, Wilhelms. aue 114: Politisttze L-ae. Referent Kranz Künstler, M� d. R. Sektion blinder Parteigenossen. 20 Uhr bei Schul,. Adalbertstr. 21: Zachruhten Uber die Arbeitsgemeinschaft. Besprechung der Wahlrelultate. Referent Genosse Echte. Zrauenveranstaltuageu. 15. Krei». Dienstag. 15. M'trz. 19>/: Uhr, im Semeinschastshau« Falkenberg Funktionärtnnensitzung. Sreisangelegenheiten. Berschiedenes. Vortrag des Genossen Riecke übet: Unser Konsum. Freitag. 18. Mörz. Frauenseier. stunde: Märzftürme brausen durchs Land. 20 Uhr im Vluni-ngarteu. 1.«Bt Mittwoch, IS-, Mar,. 19'': Uhr im Hackeschen Sof. Rosenthaler Straße 40—41. Näheres wird am Dienstag befanntgegeben. 9. Abt. Donnerstag, 17. März. IN/: Uhr im Keglerheim, Qmtzpw. Ecke Perleberger Straße. Frauenwerbeabend. Referentin Gertrud Hanna, 1«. ABt.� Mittwoch, 1«. März. 19'/: Uhr. Bei stein. Holsteiner Ufer u- Unsere Vorkämpferinnen. Referenttn wird am Mittwoch im„Vorwärts� Bekannt» gegsben. 20.«Bt. Mittwoch, 18. März, B«i Wende, K-Ioniestr. 147: Eheschli-ßiStg wtb Geburtenregelung. Referent Genosse Dr. Lewin. 23. Abt. Montag, 14. März, bei Heintze. B-rfus. Ecke Glasgower«traßer Eheberatung und Eedurienregelttng. Referent Genosse Dr. Lewin._• 54. Abt. Mittwoch. 18. März. 19'/: Uhr. im Jugendheim, Rostnenstr. 4. Refe. rentin Klara Bobm-SdiUch. M. d, R' �» 58. Abt. Mittwoch. 18. März. 29 Uhr, un Rankehaus, Rankestr.'4: Frauen. berufe- Fraueisfrankheiien. Referent Dr. Edgar Striswer.. 74a und 74b. Abt.' Donnerstage 17. März,'20 Uhr. bei Radig. Potsdamer Straße 3. geselliger Frauenadend. Bortrag der Genossin David: Soll die Arbeiterfrau Goethe ehren?_■ 77. Abt. Mittwoch. 16, März. 20 Uhr, bei Jürgens, Barbarossastr. Sa. Refe. rentin Eise Eteinlühler.'..,, 79. Abt. Mittwoch, 18. März, 19'/: Uhr. bei Remtaim, vedanstr. 17. Refe. rentin wird om Mittwod, bekanntgegeben.„...... 81.«bt. Mittwoch, 16. März, 20 Uhr, bei Klabe, Handierystr. 80—81: Kampf. iahr 1932. Referentin Minna Todeithaoen.....■*_'■ 83.«Bt. Mittwrch, 16. März. 20 Uhr, bei Rosenthal, Händelplatz Z! Sa» bedeuten die Wahlen 1932 für UNS Frauen? Referenttn Dorn Berga».' 105.»Bt.' Achtung, neue» Lokal! Mittwoch, 16. März. Ä> Uhr. im Ratskeller. Bismarckstr, 58:«amptjahr 1932 und di« Aufgaben der Frauen.. Refe.. reniin Elvira Krüger.'— 107.«bt. Der Frauenadend fällt im März aus. Alle Genossinnen beteiligen sich am 18. März an der Frauenfeierstunde im Blumengarten. Oder. Schöneweidi. Gemeinsame Fahrt Siraßenbähn,- Bahnhof Grünau, 13.87 Udr pünktlich. Für Nachzügler Tpeffen im--Lokal:_.- 108. Abt. Degen,.der Lokalkrase muß. det..FrauenaBend am 15. März aua,. fallen'......■■■-•-.....- 110. Abt. Donnerstag, 17. März, 20 Uhr. Bei Werner, Köpenicker Str. 125, Heiterer Abend. Bortragenber Theo Maret,'.. 111. Abt. Mittwoch, 18.'März, 20 Uhr, bei Heimann, Wallersdorfer Str. 100t Erziehungsfragen. Referent Artur Rachow.. l' u- 122a. Abt. Dienstag, 15. März, 20 Uhr, bei Ktndscher, Kopemcker Str. 165— 187, Ansfpracheabend. 124a.«Bt. Dicnstaa, 15. März. 20 Uhr. bei DraBer. UHIandstr. 18. Refe. reniin Nora Henke. 129. Abt. Der Frauenabend muß vom 15. auf den 22. Marz verschoben werden. Nähere Mitteilung erfolgt noch. 136. Abt.'Montag, 14. März, Besichtigung der Aufbauschule Pank» Ecke Wiesenstraße. Wir laufen hin und treffen uns'/<9 Uhr Seebad oder > slO Uhr vor der Sthuie.— Donnerstag, 17. März, 20 Uhr. in der Baracke Lindauer Straße, Jugendheim: Kampf um Kitsch. Referentin Else Steinkllhler. 138. Abt. Freitag, 18. März, 19',, Uhr, im Turnhallengebitude Roonstraße: Die Aufgaben der Frau in der Sirischaflskrise. Reserentin Margaret« Schcnfalowski. 140. Abt. Donnerstag, 17. März, 20 Uhr, bei Möbius, Ernst. Ecke Droste. stpaße. Referent Heinz Liiwi. 141.»bt. Mittwoch, 18. März. 20 Uhr. bei Höffmann, Edelweißstr. 5. Refe. rent Max Brinitzer. Zlrbetterbildungsschule. Das Seminar NaphtaN und der Zenttalfurfu» Braunthal fallen am Man« tag aus. Nächster Abend für beide: Montag, 21. März. Der Zeuirallurlu» Olk fällt am Dienstag aus. Wiederbeginn am Dienstag, 5. April. Sozialistische Studenlenschaft Berlin. Sektion Universität I Freitag, 18. März, Ausspracheabend ich Bund, Albrecht» straße 11, Gh. ll. Es spricht Dr. Bienstock über„Die Außenpolitik der Sowjet- Union".— Sektion Technische Hochschule: Treffen jeden Dienstag, 20 Uhr, im Bund.' Arbeiisgemeinschast der Kinderfreunde Groh-Berlin. Ab Montag kann die neue ,, Sozialistische Erziehung" abgeholt werden. Basteltursus der Nestfaltenhetscr morgen, Montag, 14. März, Lindenstr. 2. Beginn pünttlich 20 Uhr. Tiergarten: Morgen, 14. März, 20 Uhr, findet unsere Etternver. M sammlung bei Scholz(früher Berger), Lepetzow. Ecke Iagowstroß«, " statt. Vollzähliges und pllnttliche» Erscheinen erwünscht. Krenzberg: Wegen der Wahl fällt heute unser« Kretsveranstaltung aus.— Achtung, öingtkrei»! Drr Falkenstngetreis kommt am Montag, 14. März, 18 Uhr, in der Porckstraße zur Probe für unseren Elternavend zusammen Djc Abteilungsleiter werden gebeten, ihre Falten darauf hinzuweisen.— Krei«. elternabend Dienstag. 15. März, 20 Uhr, tn der Aula der weltlichen Schule, Dieffenbachstraße, Lichtbildervortrag aus dem Leben der Kinderfreunde und Aussprache über unsere Sommerlager. Kreis Prenzlauer Berg: Falfenpärlament om Mittwoch um 18 Uhr. Krei». helferarbeitsgemeinschafi über„Psochologt« des Aindes" Donnerstag. 20)7 Uhr; beides Danzlger Sir. 82, Baracke 3.— Abt. Viktor Adler: Elternversammlung aller Ratfalten-Eltern am'Mittwoch, 20 Uhr, Danziger Str. 62, Baracke 3. Krei» Steglitz, Abt. Steglitz: Jugendheim Aibrechtstr 4?.. Dienstag, 1? Uhr, Falfennallversammlung. SRtnfoa, 20 Uhr, Schwimmen, Stodtbad.—«Bt. Lichterselde: Oberrealschule Ringstraße. Mittwoch, 17 Uhr, Bunter Nachmittag für Rote und gungfalkcn. Freitag, 17 Uhr, Nestfalken-Märchentuichmittag. Lichtenberg: Am Montag. 14. März, lammen die Lichtenberger Gruppen um 17>4 Uhr im Heim Guntersttaße zum Volisianzlurlus zusammen. Erldieint recht zahlreich. Turitfckuthe nicht vergessen. Am Moutog, 14. März- findet tn der Btbli'tbek, Weichsel straße, unsere Kreishelsersitzung statt(um 20 Uhr). Er. scheinen ist Pflicht. Krei» Renkolln.- Kreiselternoersommlung am Mittwoch. 18. März, um 20 Uhr, Knadeumtttelschule Douaustr. 128. Thema:„Akttotexung unserer Schafft euch mehr Lebensfreude DURCH UNDCARFAHRRADER ab 62g— RM LINDCAR-NÄHMASCHINEN ab 141#- RM ________________ VERLANGT DEN HAUPTKATALOGI LINDCAR- FAHRRADWERK A.-G., BERLIN-UCHTENRAOE, GEWERKSCHAFTSUNTERNEHMEN NIEDERLAGEN: BERLIN, ALTE JAKOBSTRASSE 148-155» BERLIN, ENGELUFER 31 dletRSemesung. Aalkenrat: Morsen, Rmrtat, mn rr� Uhr, In der Baracke Sanghofelstrahe.— Boranzeige! lln''—""" am »oll!--- Kraß«.— Gruppe Clurmfalke: Elternversammlung morgen, Montag, um A> Uhr. Aarl-Marx-Schule. Sterbetafel per Groß- Berliner Partei«Organisation zz. Adt. Am 10. März verstarb unser Genosse S a l i n s k I. Ehre seinem Andenlen! Beerdigung Montag. 14. Mär», 16 Uhr, St..Sebastian.Fricdhof, Reiuickendors, Humboldtstraßc. Ziege Beteiligung wird erwartet. IWSozialistischeArbetterl'ugendGroß-Verlin Ciniendungen iitr diese Rubrik nur an das Iugends'kretariat Berlin SW SZ Lindenstraße 2. vorn 1 Treppe rechts. Alle Genosse» beteilige» sich»» der Bahlarbeit i» ihrer zuftändig«« Partei» «bteilung. heule. Sonnlag, 1Z. März. Spandau: g Uhr Rathaus.— Revköll» VI: Treptower Straße. Abhören der Wahlresultate.— Reuköll» VU; Bergstr. 29.— Lichtenberg-Rord: 10 Uhr bei Siißmann, Waanerstr. 19. Wcrbebeziri Bedding: Heimabend ZSerbebe»irk«revberg: ...... n Parteiabt Willdenowstraß«. Alle Genossen beteUtgen sich ch an der Wahlarbeit bei Weichselstraße. Abhören der Wahl. ihrer zuständigen Parteiabtcilung. W-rbedczirk Lichtenberg: Bibliothek resultate. Morgen. Montag. 14. März, 19X Uhr. Hansa: Bochumer Str. 8d:„Lebensreform".— Moabit l: Waldenser. straße 20-21: Leseadcnd.— Moabit ll: Lehrter Str. 18—19: öchallplatt-nabend. — Sportpalast: Genthiner Str. 17:„China— Japan".— Arnswalder Platz II: Rastenburger Str. 16:„Die Frau und der Sozialismus".— Falkplatz I: Sonnen- burger Str. 20:„Freikörperkultur".— Fallplatz II: Sonuenburger Str. 20: „RSDAP. und die KPD."- Humannplntz: Gletmstr. 32-66: itlilderfreunde. Wend.— Rordosten II: Danziger Str. 62:„Materialistische Geschichtsauffassung".— Schönhauser Borstadt: Konnenburger Str.»: ,�aae«pvlittt".— Bciheusec: Pankstr. 36: Funktirnärversammlung.— Stralauer viertel: Soßler» straße 62: Lichtbildervortrag.— Luiseustadt: Wassertorstr. 4: Kampfliederabend. — Eharlottenburq-Süd: Spreestraße: Leseabenb.— Lichtenrade: Roonftraßet Turnabend.— Äaumschulenweg: Ernststr. 16:„Hitler und Thälman» in der Karikatur".— Schöne weide II: Berliner Str. 31:„Das Geld und seine Funk. tiou".— Fricdrich-seldc: Guntcrstr. 44: Bunter Abend.— Riederschönhauseni Lindenstr. 47, von 18—20 Uhr Genieinschaftsabend mit den jtinderfreunben. Berbcbezirl Xreuzberg: WBB.-Sitzung im Jugendheim Lindenstr. 4. Vorträge, Vereine und Versammlungen Reichsbanner„S chwarz-Rot-Gold". Keschäitsftelle: Berlin S. 14 Sebastionstr 37— 38 Hof 2 Tr Prenzlauer Berg: Dienstag, Ib. März, Kameradschastsoersamm- lungen in den bekannten Lokalen.— Friedrichahaiu: Dienstag, 20 Uhr, Kameradschaft Stralau, Mitgllederversammlung bei Bertolla, estr. S. Referat. Mittwoch, 16. März, 1964 Uhr, Bortrupp, Jugend- heim Ebertvstr, 12 ISaal).— Wassersportabteilung, Aug Tegel: Dienstag, 20 Uhr. im Bootshaus wichtige Versammlung sämtlicher Sparten. ereits 19 Uhr._ Arbeiter-Samariter- Bund e. v.. Kolonne Berlin. Seschästsstelle: R. 24, Gr. Hamburger Str. 20. Tel.: D 1 Rorde» 3340. Armbinde Nr. 1170 ist verloren gegangen und wirb hiermit für ungültig erklärt. Finder werden gebeten, dieselbe noch vben ange» gebener Adresse abzuliefern._ Flugverbaud der Werktätigen, e. P., Bezirk«gruppe Ost. g, 15. März, 20 Uhr, im Renaler Bereinshaus, Revaler Ecke „Sturmvogel Sitzung am Meustng._____..._. Simou.Dach.Straße. Bauabend- jeden Tag im Jugendheim Sportplatz Hausse straße(Lichtenberg). Deutsche Garteabau-Geiellschast. Donnerstag, 17. März, 19)4 llhr. Hör. saal 10 der Landwirtschaftlichen Hochschule, Berlin R. 4, Jnvaltdenstr. 42, im Rahmen einer Monats Versammlung FUmvortrag des Gärtnereibesttzers Wilhelm Hennls jun., Hild-sh-im:„Orchideenjagd in Südamerika" nach eigenen Auf. nahmen. Interessenten und Freunde der DGG. haben zu dem Bortrag freie» Eintritt.» Arbeitersport. Arbeiter-Torn- und Sporkbund. 1. Kreis. Sämtliche Fuß» ball». Handball- und Hockeyspiele fallen wegen der Wahl aus. Der Kreisvorstand. Dn» Hvsdränhan, am Anhalter Bahnhnf, eine der bekanntesten Gaststätten Droß-Berlias, ist in neue Hände übergegangen. Der Betrieb wurde von Adolf Schinkel, Oekonom der Kammersäle, übernommen. Ihm zur Seite steht Kurt Kreisin. der ol» gelernter Koch von Aus jede Garantie dafür bietet, daß das Hofbräuhau»»ine gesuchte Stätte bleibt. Welche ausschlaggebende Bedeutung für jeden die Einrichiung seines Heimes hat, kann man am besten daraus ersehen, daß zur Zeit die Firma Teppich- Bursch, Berlin E. 2, Spandauer Str. 32, das größte Spczialhaus, wieder den Gedanken au Quoliiats.Marieuwerre weckt. Die Firma Teppüh-Burfch muß als «in Pionier aus diesem Gebiete angesehen werden und seder deutsche Teppich- fabrikant ol» Hersteller einer Überragenden Qualität findet in diesem größten SpezialHaus Unterstützung ugd volles Verständnis. Halbmond-Tcppiche, ein Fabrikat jahrzehntelanger dei/tschcr Werkarbcit, wird durch die Firma Teppich- Bursch, In deren Verkaufsräumen in einer Fülle und Reichhaltigkeit den Bc- suchern vor Augen geführte Im Orientsaal der Firma befindet sich als belon. deres Schaustück ein Teppich, der in seinem Ausmaß von über ö Meter Breite und 16)4 Meter Länge wohl eine seltene Gelegenheit zur Besichtigung darstellt. Wohl nur wenigen ist vergönnt gewesen, einen solchen Tcppich nahtlos her. gestellt, jemals im Leben zu scheu. Die Firma Tepptch-Bursch legt Wert darauf, einer großen Anzahl won Besuchern diesen Teppich zu zeigen und erklärt gleich- zeitig durch vorbildliches Anschauungsmaterial den Werdegang eines solchen Teppich». Gibt«»«inen Yinngborn? Mit Freuden werden Sie„ja!" sagen, wenn St« «ine Fett lang dt» tiefgründig wirkende Marplan-Ereme zur Verjüngung und Verfeinerung Jhr/s Gesichts anwenden. Beziehen Sie baldigst ein« kostenlose Probe Marylan-Creme und ebenso kostenlos das Büchlein über richtige Gesicht». psleg«, das Ihncn niete wichtige Aufschlüsse gibt. Um beides kostenlos zu«>.> halten, schretbepi Sie nun an den Marylan-Vertrieb, Berlin 132, Friedrich- straße 24». MW« Fensfer- dekoration Jacquard- O 71: rip»...... � Halbsfore,Gittnrtuli,Mtr.3,30 1 Jlj Fensterdoko- Äp.17#50 Ha!b$tore OitttrtüitgMtf.S�O UUUÜliill Vttfkauf soweit Vorrot Mengenabgabe vorbehalten FÜR PEN UMZUG! Teppiche Hanso beucltartlg, modsrnn Dviiin» Fens:erc!ekorationen_c fsn, 6 Isilig, modern» Vstarba'ung, 17,50, 12,75, 7,/ 0 Fensterdekorationen gemusterten Stoffen............ 22,50» 17,50,| O Fensterdekoroiionenr'iiM'o jöl'bji, 4,50 Halbvorhänge 5,75, 3,50 Halbvorhänge.tÄ SVöÄ 175 Jacquardrips m.Kun5t.e:d.,Mtr.2/60,l,45, 0,7 8 Markisette f0TldÄr«»rll8un9 von Vo'hän9en' 185 cm 2,60 2c2n?3,20 cabr'°,cm 1 ,50'«1,75 Schwedenstreifen ,20 cm br.it, no«; patflliorbig gettrnift................. Meter 1�5, w, 7 J Anfertigung neuzeitlicher Dekorationen nach eigenen und gegebenen Entwürfen. Grosse ca. jC 7C Grille ca. Q yg Griese ca. e c-Tc 120,190�0� 0 150 225cm',/ O>80/290cm> D,/ O Boucle Küiutiermustar. solide Qiralitil 14ch230Cc�l 8,50 200 300 26, 50 ZZ5/»53?7 � Smyrna Velour, mit FranM, sch«nr» Strapazlerqualitöt ,G6�3Tm39,00 20o'6rcb59,00 z�ZoS9.00 Pa. Velvet a»t a schwere, bewährte Qualität P43,230cm45,00 20O;30ö68,00 230 35098,00 Tournay Velour, solide Cabrauchsqaalltit 2oo; lob 69,0 0 250/IS01 05,00 joo/loöl 38,00 Pa. Toumay Valeur, Khwera Strapatiarquolllil Soö 89,00& 3lö134,00 i%,ai78,00 Elektrische Artikel Dia iompanprelsa varsfahan»ich ehaa Birnen. E. 3. Eleklr. Eeleuchtungskirper and elektr. Artikel lind durch Elektrtssi rr. a, Ta:lza hl u n gssyst nm d.Bewo z, tu bazlahen. Nachtiischlampen masslngvernlekelt,——_ mit Saidenschirm und Reiten................ Stii« Z,oO Tischlampen 1,90, 2,85 Tl._L|_„___ vernickelt, mir Eu:ss& 8,75 Volksbadewannen............. stodc9,75 Staubsauger stock Decken Diwandecken 3,75 Schlafdecken wo,l9eÄ6.50, lo.to, 3,75 Steppdecken" 11.75. 7,90 Reisedecken"" �"ülkÄi.so, 2,85 Wachstuchbarchentdecken, on abgepasst, Griese ca. 115.145................ Stüde>,«14 Wirtschaftsartikel -Herde sind durch das Teilzahlungssystem t.ehen. Elektrische Bugeleisen Ä 2 Jahre Garonlle, mit Zuleitung.............Stüde'»,*'1/ Elektrische Kochplatten. mit Zuleitung................................ Stück WasserkochcrMeseinguwniskai», I Ut«— Inhalt, rn!« Zuluitung, 1 Jahr Caranlia....... Stück/»«'U varschiedena Eobrikale, Kuchenstühle roh. s:ockl,90 Küchenstühle 1.°�"'5' 3,90 Houshaltleitern'stü* �,50 Kohlentruhen roh, st.4,50 Tische"h'ml,1füuÄ4,50 Putzschränke, y* weiss lackiert....... StOek von � Besenschränke 0A yK weiss lackiert...Stüde 29,78,& i Nur Leipziger Strasse und Alexanderplots• KOchenmöbel sowie einzelne KOchenbü'etts, ReformkOchen usw. In grosser Auswahl zu besonders günstigen Preisen! Kleinmöbel In ollen Häusern ausser Andrea s» Strasse und Brunnenstrasse 11,50 Couch-Bettstellen Metall, schwarz od. we'ss lack», Grösse ca. 80 190 cm.... Stuck Bettstellen med. Form, Gr. ca. 90190 cm, mit Zugfeder-Malrotze, wein O A CH lackiert......... Stück 42,50, 4t4,0U Büke ladc'ert 2,00 mehr »4nfprif70n 3lelllg mit Kell, Bezug marrarzen ar=u refeiner Dreiü Pre-»croe;0!lun jnq Gr. 80 190 90>90 14,50 15,50 Fcserföl un Gr. 80/. 90 90 21,50 22,50 Couchs med.Form.Cobelln., q aa bezug, gute Verarbeitung. StückOy,Uw CoUChS mit grossem Bett-yQ aa kosten und med. Bezügen, Stück/ 7, UU Servierwagen». ,a mit grossen Oummlrelien, Stück I l,OU RaUChtiSChemstMeesing.. a wa platte, ca. 60 cm 0.... Stück U,OU Tische �Äu�20,50 Coucntische Nuseboom, ai ca Flotte, co. 50cm Durchmesser, St.»> As Fensterdekoration,_ I Spelsezimmerkrone r?'�?.......... I« cn m t ca. 70 cm Seidenschirm. Halbstore Vollvoüe 1 0,„0 Blender, Metollrelfan und Blumenetacere Fronsen,5-U.2flomm.„0 farbig, m.Glosoufloge 11 ,50, messmgvefnickeit...ÖV�D leipziger Strosse. Wifmetcder.'er ftr Alexandsmlatz.> rankfurter Allee,»eile AI ionce-Stresse, Brunnenttr., Kottbjser Hamm, C a sseeslr., Andraasstr, Feniterdekoration! Härrenrimmerkrone fantosle-Tüll, faibig... 25,00 I Mess-vern., 5 klomm. 14,75 Holbvorh. Feint ü Ii, Mir. 9i7-5 tsselompe messingver Sessel moderne greise nidjelt, mit Karton. 0 c Form, Gobelinbezug.. xV/OÜ schirm........... r,' O ua Die einzige Ersatzkasse für sämtliche Berufszweige ist ä ie----------------- Kranken- und Sierbekasse für das Deufsdie Reick im JaBare 1004 ttettrUnde*(EicBalerCeBaler er»a«KB«aase(■»■■■■■■■!■■ um........«m Jahr« IBM 4 fi«tfrlatten 0,20 an. lattcntausch. Er. 'atzteile, Repara. turen billigst. Kö- pentckerstratze 183». Gelegenheit! Piano, Stutzflügel, Harmonium. Piano- boucr, Brunnen- stratze 64. Piano» 100.-. 150,—, 200,—, gebrauchte. Pianohaus Prin. zenstratze neunzig. Tafrlllanier 50,—. Friedrich, Lichterfeld-, Unter den Eichen 63. m dlomustkhaus. Austausch Bargeldlos. Radioapparate, Gleichstrom, Wechsel. ström, Mufikinstru. mente. Photoappa. rate, Gelegenheit». käuse. Nerlichs Ra. Pia««, m uiuuiuiuquu», jetzt Landsbergerstr. 180,—, Stauf. RäheZllexanderplatz. Alexander 5575._• Radio. anrechnung. Piano. fahrenden Mar. Haus Alt. Moabit �n, ohne Anzah. lung, ohne Auf- schlag bis 10 Mo- Kreuzsaitpianos, g«. natsraten. Herold, brauchte. Piano. Reukölln, Kaiser» lager, Prinzenstr. 41 Friedrich-Str. 229. j SIIIII'I Motorboot Fahrraddeckeu s Konarieuhähuc IDO, Schläuche OM, statt singende, bil- Ketten 1,—, Pedalen' lig. Kramer, Löwe- 1,—, Schutzbleche! stratze 20. G zu verkaufen. Prill,! OM. Reparaturen M-- ar.bachufcr 25. G billigst. Anoden 2�0, Grotz-Aeeu ifiO, öparröhren 2�0. ''" eil"| FniirpSfler Fabrikneue Fahrräder 33,—, 55,—. 45,—. Mach. now, Weinmeister» stratze 14. Gebraucht» Fahrräder 15/—, 20,—. 25. Schönleinstr. Z. ÜSllMllMl BSlHIHrMt Holzhäuser preiswert. Liittge. ntckerstratze mann, Nazarcth..sPkanteukfeIstraste.l kirchstratze 53. �Räbm-schin-, Bauzeichnuugeu versenkbar, gut er. Kadnaebiste. Edelmetallbruch. Qucckstlber Kinn Blei. Eilberschmelze Chrisiionat Köve- nickerstratze 20» sManteuik Denk' an Deine Zukunft und lerne Sprachen in der Berlitz Schoo! Leipzigerslratze UO KurfürstendammllO» Einzelunterricht. Zirkel. Zwei Wo. chenstunden 4.90 Mark monatlich. «osuces kaufmännische 2 Zimmer, Ba Balkon, 58,—, so- fort, t. April. Fried. richsfelde, D-Ivrilck. stratze 17._• Auspolieren. ausbeizen von MS- bei brll''------ Wohnung! Stuben und April. lig. Fiedler, Küche ab 1 Manteunelftr. 22. iZu erfragen bei Tbiel, Hoppegarten, Siedlung Birken. stein, Promenade 113 Zwei-Ai» Reparatur» schneid««!, Aufbügeln. Schmidt, Reinickendorf, Sta. mekestratze 18. G oder Ern.Zimmer» Matzschneiderli.> Wohnung zu ner» '> mieten, ruhig, Wald 35,—. Machnow, billig. Lüttgemann, halten, kauft Rich» Weinmeisterstr. 14. lNazarethkirchstr. 53.'ter, Kuglerstr. 11. tisch«, lmltdare!.. Psicherspinbe derstratze elk, Ware. Postscheck. 20,-, konto Nürnberg'Büsette 48,-, Tr» 28 920. Bürger-, meaiis 29,—. Stand- Meister Haas/ obren 48.-. Klub» Baumschulen Hof- stette» bei Gemün- oen-Maln. Kinderwagen, gut erhalten, ki--- Möbel. Udclsman» nur Alezaaderstratze 14—14». Das Haus der guten Qualitäten. Rapide Preisherabsetzung ohne Rücksicht out Selbfikefte»! Alle» nntcr sessel, Klaviere Nie lcnanswahl, spott- billig. 800 Teppich«. Speisezimmer, gut ,..erhalten komplett 'auft Prinz, 0. l?' �. � ifllC»,. iQlt ItßU. tOtTIui «rr' plett 295,-. Schlaf. Quergebäude Ilk. zimmer. sabrilncu, Regulator, komplett 268-.--. Geige, Banjo, Hoch. Wohnsalon, wenig! frequenz. Barlhel/ benutz! 195.-. igg Epmsczimmer, Eiche, Reichenbergerstr. 2? Kücken, entzückende S-legen» Photoapparate,(Modelle, aebrouchle' Gelegenheiten, Prls. � 43.--. Staraardts, A�nt! in mengläser, Gelegen. Model, und Lpm-'Mute �-o-ue rn h-iten, Riesenaus. bardlveich.r P-en.,.'°U°n Holza-ten am wähl. Phototäuber,-<""r Eiratze f-»- Svandauer Brücke 8 E-k- Linienstratze,! Äparte (Bahnhos Börse). am Prenzlauer Tor,>5.UN°N L>. � «llNlllSp Dreiecktücher, Strümpfe, Trikota. genipändtcrschlaoer. enorm billig, liefert Saberfeld, Rochstr. l Kurzwaren Ohrenschützer, Ra- slerklingen, Seifen, Senkel, Osterkarten, Messer geben Händ. lern grotze Bcr. dienstmöalichkeit, Lagerbesuch lohnend. Haberseld, Rochstr., Ecke Münzstr. Fahrverbinduna bis �, Ein. Polster. Pr'cnzli»er"'"" T«r:! � Rjesenmmwabl' �''Ä'"02�n��Ln?g°ährwÄrän. 74 174 Äu ö tie! Versäumen Sie ' nicht diele Gelegen. heit! Klsidungssiociu. (Ulisens usw. Hose« für Zimmerer und Maurer. Wilhelm Pahr, Brunnen. stratze 78. l 73 bus: 8 12. 1«. Untergrundbahn Schönhauser Tor' Küchen in allen Farben, komplett, sechsteilig, IIiu>leumb«legt,65,— 180 Eigene Lackiere. 1 385,—. Möbell Köchen Küchen direkt an Privat« ab Werkstatt zur Reueröffnunq erhalten die erste» 50 Kunden Sonbeerabatt. Anzbo« Küchen-Mosserer, 20,—, Ulster. Hofen. W°rsckau-rstr, 38/39, «Keine«ersatzwar..) Fnbrikgebaudc ge. Psandleih. Ber.«-"Uber Sochbahn kaufshaus. Schön, und Stadtbahn.�« Gleiser, preiswerte Möbel. Alerandcrvlatz._ Schlafzimmer, breit, komplett Möbelhaus rei und Fertigstel-lPrinzenstratze 64. r re mit Birke, 2-Meter. OU'i' Schrank, Hochglanz poliert, runde, mo» derne Form, mit Etahlmatratze», Nachttisch, Frisier- ioilett«, Stühle und Hocker, mit Polster, 690.— Mark. Moritz Hirschowitz, Ska. litzerstratze 25._* Gleise», 800 Zimmer am Loger Alexander. platz baufer Alle« Nord ring. 115, Pelzwarrn» Ausnahme. Preise. Fuchs, die arotz« Mode, 25,—; Pelz. Mäntel tn: S«äl, Elektrik. Pechaniki, Fohlen, russischer Ekunksiani» 90,—; Peljjacken, Skunks 50�-: Bubikragen, Krawatten 4,— an, Reparaturen preis. wert, gahlunqser. Icichterung. Kürsch. nermeister R. Mi. chaelis Seit 30 Jahren Grotze Frankfnrterstr. 99. I.«tage(am Strausbergerplatz). NISIISI Gleise«. gute Möbel. Alelau. ftttlai, Möbel• Pohl, Innungsmeister, Ackerstratze 130, An. kleideschrank 90,—, Eichenbükett 195,—. Schreibtisch 85�-, SGIoszimmer 495,—. Riesenauswahl. SofaMsen»rati»! Metallbette» 12.— Eouch» 35.— Ehallelonaue« 20,— Bettkasten 45.— Patenimatratz 9.— Anstaaen_ 8- Papoelallee Rr, 12. «ankow, Schmid!» strafte 1_ � Gewcrklchastler laufen Möbel billia in der Möbelfabrik Elsässerstr, 86—88. vorn 1 Treppe, im Gewerksckaftsbau« her Metallarbeiter. Teiliabluna bis»u 12 Monate» Ohne Ausschlag. Kinderbett verlauft bwig Paerschke, Lichten. berg, Lenbachftr. 22. Herrenzimmer, komplett, 230 breit, modern, fast neu, 320,—, abzugeben. Halensee, Kursür. stendamm 138, I. Brabanl 4077. Gwbl. Schlafzimmer 290,—. Schräger, Kastanienallee 4a. Speisezimmer, neueste» Modell, rund, komplett 290,—, Riesenaus. wähl, Lindenberg, Prinzenstratze drez, undfünfzig. musill- msirumsnis -1 w I? J h Touschöae Pianos. Harmonium mit Appa.__ rat, sofort spielbat, berühmt. Fabrik- Monatsmiete 7�0, lager, Fabrikpreis« Kallfanrechnung, MARTIN BRINKMANNA:G. ZIGARETTENFABRIK BREMEN TRUST U.KONZERNFREI. REIN DEUTSCHES UNTERNEHMEN .......................■- Linkpiano»,| Mietvianas über. I Itäulü aus preiswert Dianotabrik Link Radi», Brunnenkratze 35' Sprechmaschiuen. Mietpianos Netzaulchtutzanwge Kaufanrechnung. Bahrt, Schöneberg,.... "'-tUaieyanschlutzfetUg, 48 | wannuscmnen| Ohne Anzahlung. Nähmaschinen, laut Notverordnung. 10 Hauptstr. 1. Fili Turmstratze 74. Brachloiano». zehnjährig» Sarau. tie, 700,—. ge- brauchte 250,—, Mo> natsraten 15,—. Re- paraturen Stirn. münzen. Anger )öfers Pianosorte- adril, Gr, Frank urtersir. 48-, sKirch. durchgang),_ Bandonion». 2o"-».UHIia. weit- »a' �Gebrauchte 7�0, Dirtpohg 13-�!glQI(lttä Nähmaschi. P.-' �st°m nengeschäft. Nicht- t-?' z hofenstratze 24. Kö. Anoden,'m. �s(N.gstadt 7792,. 3,25, 4,40, 4,95. Rei anoden 13,—. Bal Irrmaterial. Maschinen Gratisprospekte. Pianohau» Liltzow- stratze«. Teilmdlungen klein» Anzabluna, Musikweigel Adal- bertstr-tze IL• Nähmaschinen, * grotze Auswahl, «p"ch..Mark 85,— an, in •. ö Rundschifschen und -U-parate 9.-. 1.,-. Centralbobbin 95,-, tpT- Echrank�pa- ���0», Wein- rate 28.—. 32,— meisterftrosie 14 35.—, 45,—. 10 000""'oernrage r». Werke 3,— 4.-.-—77-?- 6,— sowie alles Zu..�'"gcr. behär billig. Mach.»ähmaschlne». now, Beinmeister, gut erhalten,»er, stratze 14. und Ehar. kaust billig Ber. lottenburg, Kant, nitzki, Proskaue» stratze 9». l stratze»4.» Fahrrabzubehör enorm billig. Man. tel 0,95 an. Schlau» che 40 Pfennig an, Schlauchreifen 2 HO an, Ketten 42 Pfen- nig an, Pedalen 85 Pfennig an, Lenker 70 Pfennig an, Bremsen 65Pfennig an. gespannte Rä. der 1,90 an. Kom- plette Dynamo, lampen 4.— an, Machnow, Wein» mcisterstratze 14._ Ballonräder, fabrikneu, 34,—, an. mit FreUauf und Rücktrittbremse jetzt 42.—. 45,—, So,—. Ballonräter Mark« Brennabor, 70.—, Ballonräber Marke Stern, 68,— 75,— Arcona jetzt 95,— Machnow. Wein. metsterstratz» 14 Grötzte» Fahrrad. hau» Deutschland». O.Familieu.Hans verkauft Borchardt, Baumschulenwegz Behringstratze 34. D vatschul. Diplom. Neuanfertigungen. und Sonn- aiin» Sandclslchrer Ernst Reparaturen, Äen. und Lonne, gün Rösner, Reue Pro. derungen. Wild,' Är«T�3;®iM£P: m L«odengerümpel �ldors. Borortbahn Parteitag». Protokoll Dresden 1903 zu kaufen gesucht. An. gebot unter„Dres. den 1903" Postamt 1 Berlin» Tempelhof, postlagernd. Zobnaebiste, Platinabfälle Quecksilber Zinn Metalle, Silber. schmelze Soldsckmel «asseriröter. � zerei, Christional 65 Eier. Michaelis,«övenlckersiratze 39 Berlin. Johannis. Haltestelle Adalbert s ÜSTlnSTKI j thal, Friedrich stratze 36. G «anarienroller, guchthähll«, Zucht. weibchen billig, Prinz, Putlitzstr.». Kauarieuhähue und Bcibche siratze menade 3, bahnhos, Weiden- � dämm 9240. Ge» holt umsonst ab Strausberg, res. Pionier. Pols. res. damerstratze 121b. G Detektiobüro ° Cdausse» schlössen« und Halbjl Lehrgänge, h! �»�ErsarMr-täfch-l «Ca w«a°- Wedding 1981-«W 788« Bttbach'un. iahreswrs«. Er- Srmittrlungen w»bsÄ-n Sch�-«u-Mnit. allerort. geld.Ermätzigung,' L fera�'l mmTmr' Technische 6000/- tschule Barth, 4, Ehanssee» Schirm, slräß« 1(Oranien- burger Tor). Ma- schinenbau. Elektro- technik. Tages-, Abendschule. Hypothek gesucht. Chaussee» Schirm, Kaulsdors, Vranien- Käpenickerstratz» US 1 c (USsensTsisn Abiturimn. Einjähriges Direk- tor Dr. Fackelmanns Anstalt. Hohe». zollerndamm 198, Elektrotechnik Privatschule, Ber» lin, Neanderstr. 8. Raschinenban, Hei-,,,- zung,Ti.fbap. Hoch. Geuosseu. Ihr» Wäsche nur tn die Dampfwäscherei Grünauerstratze (Tel.: f 4 0587), weil ste billiget wäscht; kein Vertausch, Pünktliche Abholung und Lie» Land. G haussiratze. Stube und Küche zn» 1. April zu ver. mieten. Berlin. Mahlsdorf, Frett- chenweg 19. 23/- Stube, Küche, amkO. frei. Laupert, Map. bachufer 4._ SS,- Zweizimmer. Barder. Wohnung, anltsfrei. Haupert, Match ach. user 4._____ 50/- 3H. Sadwohnuu«. Haupert, Maybach, nfa 4. SO,— Drei.gimmer.WoP, nie �amp,wa,a>cre> Sak_ fcoa- Kubasch, Köpenick, aT>an>w.Anf�« 1 Srünail-rstratze 45 kau Rack»»» Geuoltey. dir Wäsche nut Prina.sch�n�und l a�Znu Ö uZ Frankwrt.r ?q langen fftflt Ab» Wilhelmfltaft«« � J täglich durch «Ä«utamobil. Mit. Wi, Äd«:"l-d SPD- NB platz 50.— April beginnen allgemeine und höhere Handel». kurs« für Damen und Herren.— Sonderlehrgäng« für Abiturrenten.— Sonderlehrgänge für berussschnl Mörzbleiche „Alt-Kopenick�, Adlershof, Auguste. Biktoria» Stratze 1 9 7964), vermietet Berlin.- Karow, Pattner. stratze 12.« Zimmsr mit Küchenb», Nutzung und Bad» Jung, Treptow, Dammweg 119. Stratzenbähne» 87, 187, 91.« F 9 1 empfiehlt sich den Genossen. Schnee» weiße Wäsche. Ab- -weifen steige» .erzimmer, teilm/. I bNert. mit Ksichei»- benutzung vermt-tch holung Donnerstag. Pflichtige Jugend. � Lieferung nach - Prospekte S-st- M- K um »che.— P kostenlos.— Schnellfördernde Tage»., Abendkurse für Er- wachsen«, Wahl. föcher: Buchstih. rung, Btlanzarbei. ten. Rechnen, Wechselverkehr, Korrespondenz, Schönschrift, Steno. graphie. Maschine- schreiben, fremd. sprachliche Steno» graphie. Sprachen. — Deutsche und ausländische Sprach. lehrer.» Märzbleich«. Frau Rlntisch, KZ. Bachmann, Treskow stratze 25� - Lord er, immer/ out möbNert.»led- irisch, vermlet-l Schackwitz, Togo» stratze 7». S »lekwsch-s�Licht, -.nick,.Grünauer, vermietet««».Img, jtta|c 46, wascht Stratzmannstratze 2. und�Mig, lung und Lieferung§s"Äc Dienstaas. Teleubon Laaich. Möblierte, /immer vermietet Bilm er s» �4�'��°° d°-V' S-lst-wtsche, Wäscherei- Betrieb Deutscher Fleiß. 64a, Waldemärstr. Oberbau m Chlorfreie, strotze 56. iL weitze Wäsche nach Gewicht: halb. Möblierte» Ziunnir vermietet Mnskauerstratze 5, blMen- Etfl.« links. Englisch, lösisch, Mathe- niatik. W. Henzc, Zwinglistratze 21. G Russischer Diplo». Pädagoge mit langjähriger Lehrtätigkeit erteilt russischen Einzel- u. girkclunterricht,, Banewur, Bilmerz darf, Schlangenba- derstr. 95, II. An- ruf 6 bis 9 abends Rheingau 5389. 0.20, trocken Pfund 0,17, getrocknet fchrankf- 080. Bersicherun- Transport frei. Borzeiger 5 Prozent Rabatt.* Kaufmännische Prioatschnle Rickter Neue Bahnl>ofstr,7a am Bahnhof Stra» lau- Rummelsburg. 1 8 269«, Oktober deginnen>H.Iahres., Jahres, und Ein. zel-Lehrgänge in ollen kaufmännischen Fächern. Sprachen- kurse. Kochen. sein und bürgerlich Sauswirtschaft, Schneidern, Nähen aulc llmaanasfor. mcn, Kinderpflege sorgfältigste Ausbil- dung. Tages- oder Abendkurlus. Ein. tritt ieberzeit. Frö- bel-Oserlin-Institul Privat. Haushalts. Ichule Rollak«il. belmitratze 10, Parzelle ab 1000 Quadrat Meter mit Wohn- Abitur, vderiefnnda, .en zu haus, Wohnlaube, Tagesschule Abend- verkaufen. Macko. innerhalb Stadt» kurse Direklar Dan- wiak, Charlotten- grenze, kaust Lind, ziaers Borberei. bürg, Eophie-Char. ner Berlin-Mahls. lungsanstalt Nür». lliernnoerltrahe I4b, lotte strotz« ZU. S Idars, Triftstratz« 18.1 bergerftratze ZWfVBahnhas Sannowitz. Hur-, Erhoiungs- autenihili Freundliche Sommerwohnung »ermietet preiswert � Eidam. Mühle, Schöna, Sachsische Schweiz. 81. UBP- mietunsen aescimnsraimig] Laden mit Wohnung, 2 Stuben und»stche. Rüder»dorf«rstr. 7.' Möblierte, sonniges Balkon- zimmer, 25 M. Ro» gall, Wittstocker- str. 9. nahe Benssel- bahnhos._<5> Möbliertes Zimmer an Berufs» tätfoe. Sckulz, Rei. chenbergerstratze 177. I Möbliertes Bnpderzimmer an �Men-ssen. Frau Kroll. Schivelbeiner. siratze 25. N._® L«ee>immer, Küchenbenutzung, 20.—, M. vermietet «nätebusih. Lange "ratze 8. , t Kimmer, "»öbliert, beNUtzUNg tet, vorn -■»tmlbertfirnsie Crenzin. Auskunft Habnlgebäubc, s Leere zweifenstrige Keller» finde, 24__, vermietet Ebrenberg. Sallelchestratz» 23, S Mimungen _ s teil. Kücken» vermie» ? Trp,. Ohne Elnschrcibegeld vermittell Woh- nungzheld Reue Könlgstraß« acht- unddreltzig, direkt Aleranderpla»' Borschutzlos Nachweis»an Wohnungen jeder Größe und Gegend. Heli, nur Aleronderftraße 148, s'vo'siungs» Borderwohnung, 2 Zimmer, gegen Stube und Ksichr. Hoferickter- W'tte». walderftrasie 28- G Tausch« sonnige Zwei. zimmerwohnung, 39-74- suche Ein» »immerwobnung. R'ckter, Skalitzer. stratze 163, v. HL G brücke.• Nr. 123» 49. Jahrgang ���Ot�tödS�f 0 Sonniag, 13. Mörz 1932 Richard Stuelfenbeck:€l> I 11 ÜHS• Es wird immer erzählt, der Amerikaner fei in geschäftlichen Dingen von skrupelloser Rüiksichtslosigkeit und in menschlichen sei er auch nicht viel anders. Es komme ihm, wo er gehe und stehe, nur auf den Dollar an. Mr. Warden ist ein Mann im beste» Alter, er. trägt breite Hosen, ausgestopfte Schultern und randgenähte Schuhe. Die Pfeife verläßt selten seinen Mundwinkel und abends vor Schlafengehen wirft er schnell noch einen Blick ins neue Testament. Mr. Warden ist also, von außen gesehen, ein typischer Amerikaner und müßte demnach auch von skrupelloser Rücksichtslosigkeit sein. Nun, wir werden sehen. Ich bitte nicht zu erschrecken, ich machte seine Bekannstchoft im Zuchthaus in L. im Staate Kansas. Es ist nicht weiter zu ver- heivrlichen, daß Mr. Warden dort als Gefangener tätig war. Er trug den üblichen Sträflingsanzug und sein Amt bestand zur Zeit, als ich ihn kennen lernte, darin, dem Zuchthauskoch zu assistieren. Das Zuchthaus L- ist in den Staaten sehr bekannt. Es'ist diejenige Strajonstalt, bei der durch den Einfluß der alten Damen zuerst ein) humaner Strafvollzug durchgesetzt wurde. Damals, vor zwanzig bis dreißig Jahren, gab es gewaltige Kampfe im Parla- ment wegen des humanen Strafvollzuges, keiner konnte sich darunter etwas Richtiges vorstellen, am wenigsten die Farmer von Kansas, die es gewöhnt waren, Sonntag nachmittags einige Neger zu lynchen. Zum Nachtisch sozusagen. Die alten Damen ließen aber nicht lock« und überzeugten die Farmer, die Zeit zum humanen Strafvollzug sei gekommen, man müsie die Gesangenen nicht mehr als Schufte, sondern als Mit- menschen ansehen. Da die Farmersrauen den Forderungen der Damenoereinigungen zustimmten, war die Sache in Ordnung und man ordnete an, daß die Gefangenen Mysik bei ihren Mahlzeiten bekämen. Bon ollen hm,, nie» Einrichtungen der damaligen Zeit ist heute wir noch die Musikkapell« geblieben. Es hat in L. schon verschiedene Revolten gegeben, die Anstalt ist überbelegt und das Essen soll auch nicht immer gut sein. Und dann regen sich die Gefangenen hin und wieder''och darüber auf, wenn eine/ von ihnen auf dem elektrischen Stuhl str.-n muß. Obwohl sie dam/ wirklich nichts zu tun haben. Es ist ü}o nicht alles Gold was glänzt im Zuchchaus in L., das einzig«, was wirklich glänzt, sind die Trompeten der Musik«. die jeden Mittag aus d« Stadt kommen, den Gefangenen aufzu- spielen. Hier ist noch di« alt« Freudigkeit, b« alte Aufschwung und die alte Menschenliebe, so wie sie vor zwanzig Jahren direkt aus den Herzen der alten Damen gekommen ist, dl« den humanen Strafvollzug durchsetzten. Die Berhältnisse in USA. haben sich geändert. Zum' Beispiel ist di« Religion, die unter dem Namen Prosperity sahrelang die Kopfe der Seilte ausfüllt«, so daß kaum noch ein wenig Raum für Radio und Kino übrig blieb— sie ist restlos zusammengebrochen. Eine Religion, eine Weltanschauung hat• daran glauben müssen. Di« Folg» davon war, daß die einzigen Menschen in den Staaten, die noch mit sicherem Verdienst rechnen konnten, die Verbrecher waren. Dies wiedernm verschaffte den Verbrechern gewaltigen Zulauf und die Vermehrung der Verbrecher füllte naturgemäß dw Zuchchäuser.. Die Stimmung im Zuchthaus in L. ist sehr übel, die Leute fitzen aufeinander wie die Heringe und hören besorgt auf da» Vor» fahren der Gefangenemvagen. die ne' Ladung bringen. Das einzige, wirklich das einzige, was sie.. die guten alten amerika- nifchen Zeiten erinnert, ist die Muük. Speisesaal. Mr. Warden hatte die Aufgab» �en Koch im Speisesaal zu vertreten. Er stand in feinem- geschnittenen schwarzweiß- gestreiften Anzug neben den gr m Töpfen, aus denen die Nahrung ausgeteilt wurde und wo e darüber, daß die Neger aus Rassepatriotismus ihren schwarze Mitgefangenen nicht größere Portionen gab in. Unterdessen spi c die Musik den Sternenbanner- marsch von Pl/lipp Sousa. Da ,t fing das Programm stets au, später folgten d> nn noch einige assische Musikstücke. Der Wärter, der mich herumk brte, sagte, da- Programm sei eigentlich noch das- selbe wie vor z». azig Jahren Damals habe man auch stets mit Philipp Sousa b, nnen und interher klassisch« Stücke gespielt. Der Wärter e» hlt« mir ach die Geschichte von Mr. Warden. Er habe einen Me. Vn ge tot, sagte er. Er habe mit seinem Auto auf einer Ehau,' ein a Kind ausweichen wollen und dabei einen Wann, der von er nderen Seite die Straße überqueren wollte, so verletzt, daß er ,ald darauf starb. Ein Unglück zieht bekanntermaßen dos anbei nach sich Kein Gericht hätte Warden verurteilen können, weil««inen Mann tötet«, de�»hm in den Weg lief, als er einem Kind aus-nich, aber dieser Mann war sein persön- licher Feind, der Steuerbeamte Hicks aus der Einhundertfünfund- zwanngsten Straße in Kansas Elty. Die politische Clique, die jenem Steuerbeamten zu seinem Posten verholfen hatte, verurteilt« Warden zu zwei Jahren Zuchthaus. Jedermann' weiß, daß so etwas in Amerika möglich ist. Mr. Warden ertrug also seine Strafe mit der Resignation, die aus der Kenntnis der amerikanischen Verhältmss« kommt. Er war ein ausgezeichneter Kochassistent und während seiner Dienstzeit ist es nie vorgekommen, daß die Reger, di« zusammenhalten wie Pech und Schwefes, sich größer« Portionen perschaff'" m nuten. Während Warden seine Zeit abdiente, wurde die politische Ellque, die ihm di« zwei Jahr« aufbrummt«, gestürzt. Di« neue Regierung nahm Interesse an seinem Schicksal und es wurde sogleich festgestellt, daß Warden«in prachtvoller Kochafsistent war. Es wurde ferner festgestellt, daß er ungewöhnliches Interesse an dem Programm der Musttanten nahm und überhaupt einer der put- müti asten" Menschen war, die man weit und breit auftreiben konnte. Was jetzt kommt, ist wiederum nur in USA. möglich. Nack) Verbüßung der zwei Jahre bot man Warden die Stellung als Direktor des Zuchthauses in L- an, weil der alte Direktor gerade wegen' Unterschlagungen seines Amtes entsetzt war. Das Verfahren gegen chn ist noch nicht beendet, es besteht aber Aussscht, daß der alte Direktor der Gefangene von Mr. Warden wird- Ich hatte das zweite Zusammentreffen mit M:. Warden, als er schon Leiter des Zuchthauses war. Er sah wieder genau so aus wie früher, als ihm der Autozwifchenfall mit dem Steuerbeamten noch nicht passiert war. Er ließ die Pfeife nicht aus dem Mund, trug randgenähte Stiesel und die üblichen wattierten Schultern. Es war bekannt, daß Warden beschlossen hatte, sein Leben den Geftmo�nen Z» widmen. Da er selbst erfahren haste, wie es ist, wenn man in das Räderwerk der Justiz gerät, wollte er. den anderen helfen, seinen früheren Kollegen, die trotz des humanen Strafvollzugs eine Meng« zu leiden hatten.'' Warden kämpfte einen gigantischen Kampf gegen dt« Schreck- lichkeiten des Zuchchansdaseins, er fand einen Redakteur, der mit ihm die Wahrheit Hinausposaute, daß die Sache mit der Hmnaniiat in fast allen Anstalten ein grober Schwindel sei. Im Gegenteil, es ließe sich leicht nachweisen, daß sich die Verhältnisse für die Gefangenen schr verschlechtert hätten. Die Ueberfüllung war furchtbar geworden, die Hinrichtungen gingen auch nicht innnsr glatt, Geld für Umbauten stand nicht zur Verfügung, das Essen lieh zu wünschen übrig. Nur die Musik, das war das einzig«. Warden erneuerte die Zuchthauskapell« von Grund auf, er ließ nur erstklassige Künstler zu. So wie es früher gewesen war, daß geigenspielende Friseure und trompeteblasende Schlächter- gesellen für die Gefangenen gerade gut genug waren— das gab es jetzt nicht mehr. Wenn die Kapelle mittags gegen dreiviertel eins aus der Stadt anrückte, hatte man wirklich den Eindruck, es mit Künstlern und nicht mit verunglückten Geschäftsleuten zu tun zu haben. Warden setzte fest, daß die Musik im Zuchthaus von Zeit zu Zell Probe spielen mußte. Er selbst versäumte nie, diesen Proben beizuwohnen, er gab seine Ansichte» freimütig kund, obwohl er— er leugnete das nie— außerstande war, einen hohen Ton von einem tiefen zu unterscheiden. Er hatte einfach Spaß an der Musik, das war' das ganze, es. kam ihm aus dem Herzen, er erinnerte sich, wie wohl und weh ihm gewesen war. wenn zur Zeit setner eigenen Strafverbüßung die ersten Tön« erklangen. Diesem Mr Warden, der äußerlich wie ein typischer Zlv,erikaner aussieht und dem man eine Seele aus Stähl zutraut, hat man feine Gutmütigteit schlecht gelohnt. Die Zestungen berichten über ein furchtbares Geschehnis, das vor etwa acht Tagen in L. vor- gekommen ist. Im Zuchchaus in' L. ist eine Revolte ausgebrochen und die Revolteur«, ein Dichertd. schwerster Jungen, sind auf die Idee ge- kommen, ihren Wohltätxer Mr. Warden als Geißel mit sich zu schleppen. Das haben sie wirklich getan und dabei ist Mr. Warden zu Tod« gekommen. Die Ursache zur Revolte war eine typisch amerikanische. Die Sträflinge beklagten sich über das schlechte Radtoprogramm. Als od Mr. Warden irgendeinen Einfluß auf das Radioprogramm gehabt hätte. Die Gefangenen wußten natürlich ganz genau, daß dos Radwprogramm von dem Damenvvrstand der Christlichen Wissenschaftler und dem Feuilletonredakteur, des Kansas City Star gemacht wurde. Warden konnte zwar die kulturellen Verhältnisse des Zuchchauses beeinflussen, das aber, was drahtlos über das Land gesandt wurde, lag nicht i» seinem Machtbereich. Die Vor- tröge über den Winterpelz der Kaninchen und die Fortschritte im Brückenbau imeressierten auch unseren Warden sicherlich wenig, und seine Meinung über die Geistcsrichtung der Christian Socienco- damen war die seiner Schützlinge. Es war wirklich nur ein Vorwand, um mit dem Direktor zu sprechen. Ein Dutzend Sträflinge drängte sich in Wardens Büro und die Wärter waren machtlos, als der Direktor ergriffen mid gefesselt wurde. Noch viel weniger konnten sie machen, als ge- droht wurhe, man würde Warden töten, wenn sich die Tor« nicht sofort öffneten. Das war. also dos Ende eines Mannes, der sich Tag für Tag für seine Schützlinge eingesetzt hatte, der einen erfolg- reichen Kamps gegen die Todesstrafe führte, der die Ucbersüllung der Zuchchäuser aufgedeckt und das Prinzip der humanftären Be- handlimg entlarvt haste.. Gütig und gefchästsuntüchtig, wie Wardens Leben gewesen ist, war.auch sein Tod. Die Verbrecher hatten ihm eine schwere Verwundung beigebracht, als sie sahen, sie würden sich gegen das verfolgend« Militär nicht mehr lange wehren können. Im Zuchchauskranken- Haus, in einem Bett, in dem er schon einmal während seiner Straf- zeit wegen einer unschuldigen Magenverstimmung gelegen hatte, oerzieh er allen schweren Jungen. Er bat, man möge sie für ihren Ausbruch nicht bestrafen. Er wisse, was es bedeute, im Frühling eingesperrt zu sein. Als man chn bedrängte, ohne Strafe gehe es nicht, sagte Warden, noch sei er Direktor. Er würde also die Strafe für die Zlusbrecher. festsetzen. Schon halb bewußtlos— er verblutete aus «wer Armmunde— ordnete er an, eine Woche long dürfe die Musik nicht spielen.(Die Feinde Wardens behaupteten, er habe den Musikern befohlen/ d«n Sternenbannermosch von rückwärts zu spielen. Aber wir glauben das nicht.) So also starb ein Mann, dessen randgenähte Schuhe und wattierte Schultern auf große Gerissenheit schließen ließen und der doch sanfter war als ein Schulmädchen. Mernmnn Steife: Studien i 11 einem Spei Seiaal Vorgestern bin ich im Hotel angekommen und sitze in dieser Stunde zum dritten- oder viertenmal im Speisesaal. Die Mahlzeiten sind vorzüglich, dauern ober länge, und da ich kein Esser bin, wird die Zeit- mir dabei lang. An meinem kleinen Tische � allein sitzend. lese ich das Menü, beobachte die Esser an den Nachbartischen, spiele mit dem Serviettenring. Schließlich fällt mir ein, daß ich mein Notiz- buch in der Tasche habe, ich ziehe es hervor, ftewidlich blickt dieser gute'Gesellschafter mich on.NIm Mir die Zett. zu vertreiben, zeichne ich einige Figuren aus meiner Nachbarschaft in das kleine Taschen- buch.•-- Oer Intellektuelle. Einsam an einem runden Tischchen speist«in unsorgfältig geNci- deier Herr mit guten Manieren, an den Schläfen schon ziemlich grau, mit einem durcharbeiteten, sehr klugen und eigentlich sym- pachischen Gesicht— und doch ist es am Ende nicht ftzmpathisch, es ist etwas Gestörtes und Ueberansttengtes darin, es erinnert an Gesichter von Schauspielern, von Unioersitätsprofessorcn, von Leuten, die an Schlaflosigkeit leiden, was ein schweres, aber unanständiges Leiden ist. Er ist ein Intellektueller mit bekanntem Namen. Er lebt am Lichte der OeftenUichkeit, das er nicht zu fchepen braucht, das er aber überschätzt. Er ist von sehr vielen Zeiftmgen umgeben, bekommt täglich eine Menge Post und wird häufig ans Telephon gerufen! er geht dann jedesmal stirnrunzelnd und geärgert, aber mit folg- samer Eile. Nach Tische raucht er«ine Zigarre, beim Genuß der ersten Züge.schließt er die Augen, dann ist seine große Stirn oft schön. Man sieht ihm an, daß er viel Geist hat, aber dieser Geist zweifelt an ssich selbst und hat kein gutes Gewissen, keine Unschuld. Es fehlt diesem Geiste an Legitimität. Nun, auch illegitim« Dinge können blühen und gedeihen. Aber was ist ein illegitimer König? Was ist ein illegitimer Gott? Was ist«in illegitimer Geist? Oer Unheimliche. In meiner nächsten Nähe sitzt mit einer jungen Dame«in Mann. den.ich mir gut ansehen muß, denn es ist mir über ihn Bedenkliches erzählt worden. Von Herkunft Deutscher, soll er während des Krieges in Frankreich einige Millionen in der Kriegsindustrie verdient haben, zuerst als Agent, dann als Fabrikant hauptsachlich von .Gasmasken. Schlimm genug. Aber dann hat er seinen einzigen Sohn, einen schwärmerischen jungen Menschen, so lange gequält und genwßregett, bis der Junge sich das Leben nahm. Auch feine Frau überlebt« diesen Schreck nicht lange, und nun heiratet« er eine alte. kranke Frau mit einem großen Vermögen, ist aber selten zu Hause. sondern lebt in eleganten Kurorten, reist in Aegyvten, an der Ripiera. in der Schweiz, stets in Begleitung sehr hübscher Mädchen. Auch di« jetzig«, so sehe ich, ist wirklich schön, sieht übrigens keines- wegs nach Halbwelt aus. Sie ist so jung und so harmlos, kein« Spur von Koketterie, von Berechnung, von Laster: man mochte dem alten Aasgeier wohl«ine gerissenere Freundin wünschen. Nicht einmal elegant sst sie. außer der dünnen Kette trägt sie keinen Schmuck, auch am Abend nicht. Lang« betrachte ich mir den Alten: merkwürdig bieder sieht er aus, beinahe harmlos, man muß ihn schon sehr genau ansehen.. um die Signatur seines üblen Charakters in feinem Aeußerrn wahrzunehmen. Gerade das macht ihn mir interessant und höchst oerhaßt. Was für ein Mensch muß aas fein, der fein Vaterland verraten und sich im Krieg so übel bereichert, der seinen Sohn zur Verzweiflung getrieben und. längst schon reich. diese, anrüchige Geldheirat geschlossen hat— und der dies alles und vielleicht noch vieles mehr hinter einer Maske ovn stiller, beinah« ängstlicher Kleinbürgerlichkeit zu verbergen weiß. Sein« jung« Freundin tut mir leid: sollt« man sie nicht warnea? Ich sehe, wie sie ihm Pudding' auf den Teller gibt, so freundlich besorgt, so kindlich bemutternd! Und ich sehe, wie er ihr dafür dankt, wie er ihr zunickt, so väterlich, so dankbar? Es ist«.icht zu glauben. Darum winke ich dem Oberkellner und frage ihn, cb wirklich dieser'Mann, wie man mir gesagt hat, der berüchtigte Kriegsliefe- rant ans Frankreich fei. Der Kellner lacht mich-ius 0 nein, der Gasmaskenmann ist heute früh abgereist, und dieser hier sst ein Oberrechnungsrat aus Preußen mit seiner Tochter.«' Enttäuscht bettachtet« ich das entzauberte Ungeheuer. Auf Grund einer Verwechslung habe ich in sein gutes Durchschnitt sgesicht Züge von Laster und Boshett hineinphantasiert. Wäre die Tochter nicht, so hätte ich diese Figur vielleicht mein Leben lang als ein lmheim- liches Rätsel in mir herumgetragen. Ich schäm« mich sehr, und es freut mich dennoch, daß das kleine Gebärdenspiel über dem Puddinqteller mich stutzig gemacht hat. Es ist doch gut, daß Gesichter und Gebärden nicht so vollkommen lügen können. Oie blonden Schwestern. Die zwei schönen schlanken Gestalten sind während dieser Mahl- zeiten meine Zhigenlust. Sie sitzen hübsch in guter Haltung»nd sprechen leise miteinander Französisch mit einer Artigkeit, wie die meisten Menschen sie nur gelegentlich und für kurze Zeit aufbringen: sie ober scheinen immer so zu sein. Sie sprechen lächelnd, jede Silbe kommt präzise heraus, chre Frisuren und Bemalungen sind rnnder» bar tadellos, entzückend lächeln sie mit den tiefrvten Lippen. Ihr Haar ist metallen hellblond, sehr dicht, kurz geschnitten, wie ein Helm liegt es eng über den länglichen Köpfen, verläuft hold und kindlich in. die kleine Rinne im Nacken. Im Gesillft haben sie beide dieselben Farben, mit großer Kunst und Zartheit ist die Statur leicht übermalt, dos sanfte Wangenrot verläuft schön abgestuft'n einen warmen, ttacken flaumigen Teint gleich dem von Aprikosen. Tictz ' Lächeln und Höflichkeit liegt ein großer Ernst in den Gesichtern, der Ernst von klugen und. artigen Kindern, die schon alles wissen, aber dennoch klug und ortig bleiben. In jede von Zweien kann man sich sehr verlieben. Man r erliebt sich ober doch nicht in eine, sondern in beide, so sehr ähnlich sind die Schwestern einander, und dadurch wird die Verliebtheit ein wenig gerührt und«in wenig verlegen. Man möchte diese hübschen, ernsten und arttgen Frauen bc'chützen, aber iie sehen trotz allem so straff und wehrhaft aus, daß sie dessen nicht im mindesten bedürfen. Besser vielleicht wäre es, sich von ihnen beschützen zu lassen. Sie sind Schwestern und kommen au»«wem Städtchen in der Champagne. Aber in ihren schumnerndsn Haarhelmen, mtt ihre» roten Appen und flaumig gepuderten Aprikosenwangen scheinen sie aus einem Land und Volk tu stammen,«mem Amazonenvoll vielleicht, wo allg genau ebenso aussehen, einem schönen und hoch« gebildeten Volk, wo alle solch« kurze dichte Haare über solchen kraftig schlanken Nacken ttagen, wo alle diesen duftenden, fanst gedämpften Teint haben, und alle miteinander so liebevoll artig sprechen. Ein glückliches Land,«in beneidenswertes Volk! .Nal urwunder durch X-Sttahlru. Dt« Entdeckung der X-Sttohlen war An Wunder an sich, die Wirkung der X-Sttahleu bedeutet kein geringeres Wunder. Alles hängt von der Länp« der Wellen und der Jnteirsüöt der Bestrahlung ab. Manch« Tiere, di« den X-Strohlen ausgesetzt werden, verlieren die Fähigkeit, neu« Individuen hervorzubringen. Bestrahlunaen von Insekten haben dazu geführt, daß die Entwickluno'prozesse dieser Tiere um da» Hundertfache beschleunigt wurden. Braune Mäuse wurden nach der Bestrahlung wckß. weiße Mäuse wurden braun. Viele Flüssigkeiten nahmen di« Eigenschaft an. Licht zu polarisieren. Tabakpf'onzen zeigen ein stärkeres Wachstum und bringen mehr Blume» hervor. SüllhaUer aller Systeme JediPteislagt It tinüerf üller so- Tfazze Kein Hbtchranboc zpohr.&aaa2 dtehea. der halbes toi fffföim rar Beerte 4 y* wesSv mg Aßgegtfttte. F mm Hoiic ber m m gm Go'dfink �gm Qoldfink QroA+" UdbHna W --—'-- L•tßtfävStr. 113. Bake Kfuaarst'. fnedrfohotr. 143. am Stadtbahnhöf Teuentzianair< am Wüten- ' b"rgä atl Sfiitta/ma/tt IS, Gold/inkackö 163 Ecke ßehrenstraßa 133 Ecke Mehrenstr 94, gegonüb.Kaiwnotai Alfred meitvlflelodie BertholZ» war tnbirriibe, als er die immer lustiger werdende Tafelrunde Oer Gutsbesitzer verließ und die knarrenden Stufen der alten Hoteltreppe zu seinem, im kleinbürgerlichen Stil des Jahrhundertendes spärlich ausgestatteten Zinnner hinaufftieg. Die Ostpreußen waren ein zähes Volk: sie hätten ihn am liebsten unter den Tisch getrunken. Berthold sah mit mühsam offengehaltenen Lidern auf die Uhr: wieder, wie alle Nächte nach den angestrengten Sitzungen: Va% Uhr. Das nannte man hier früh schlafengehen. Berchold Brandt lächelte vor sich hin:„Und doch, ich kann ihnen nicht bös« sein____" Kurz vor dem Einschlafen beschloß er, morgen nickst die Vergnügungsfahrt über den Löwentinsee mitzumachen: das wird ja doch wieder nur ein ewiges Gelage. Nein, er fuhr mit dem Mittagszug nach Ällenstein, um den Berliner Abend-V-Zug zu erreichen,©ein Vorhaben, den Kreislandwirtschaftsverband für die Pläne der Anbaugenosienschaft zu gewinnen, war ihm gelungen, den Kontrakt brachte er mst sämtlichen Unterschriften als Sieges- beute heim, mehr war nicht zu erreichen. Cr wollte ganz einfach verschlafen und die wirklich netten. aber zu trunkfesten Ostpreußen(er hört« sie schon mU derben Aus» drücken auf den„schlappen Kerl" fluchen) mit ihrem Motorboot lossausen lassen. Dieser Entschluß entspannte die übermüdeten Nerven, und nichts anderes ersehnend, gab er sich dem Schlaf in die Arme. Morgen ist Pfingsten— dachte er noch— und sah sein« Mutter allein in ihrem Zehlenvorfer Häuschen auf der Veranda sitzen und Kaffee trinken—, die Liladvlden des Flieders leuchten. Sonne und Gesang weckten ihn:„ „Wirf ab die Last und küß mst hellem Munde das Glück, das nur zu dieser einz'gen Stund« mst mut'ger, schneller Hand gepflückt, schon morgen nicht mehr dich beglückt.....* Di« Melodie schmiegt« sich in sein« halbwachen Sinne mit jener eindringlichen, unvergeßlichen Gewall, die diesem Zustand zwischen Traum und Tag sestsam zu eigen ist. Ein junges Mädchen sang ihr Pfingstmorgenlied irgendwo in ein«m der Nachbarhäuser am offenen Fenster. Jetzt begann«in« zweit« Strophe, die Worte waren nicht zu verstehen, bis der Kehrreim wiederkam, für o«n sie, so kräftig sie es vermochte, ihr« Stimme erhob: .'.Wirf ab di« Last und küß mit hellem Munde das Glück.....* Berthold warf sich auf die andere Seite und wollte weiter- schlafen. Es war Uhr und sein Zug ging erst gegen 10. Doch das Lied verließ ihn nicht. Es rief ihn ans Fenster. Er riß den Vorliang auf. Tausend fröhlich« Vögel durchzwitscherten den lichten, blauen aus unzähligen Bäumen, Sträuchern und Blumen blühenden Tag. Und darein er- klang zum dritten Male:„Wirf ab die Last. Diesen Tag sollte er auf der Eisenbahn zottelnd verbringen? Doch, da ein Pfiff— das war das Motorboot— zu spät— es fuhr ohne ihn los über den herrlich sonnenblitzenden See. Er wollte nun,«in wenig ärgerlich über seine Schlafmützigkeit, mieoer ins Bett kriechen, da fiel ihm ein, daß ja der Personendampfer bald losfahren muß. Die zarte, unbekannte Stimm« sang nicht mehr. Wer Bert- hold mußte immerfort die Melodie vor sich hinsummen. Schon zog er sich an, klingelte dem Kellner, fragte, wann der Dampfer los- führe, bestellt» sich sofort sein Frühstück herauf, da«r nur noch fünfundzwanzig Minuten Zeit hatte, trank den Kaffee während des Nafierens und hätte sich uni ein Haar statt mit der Bürste mit der Buttersemmel gekämmt, wurde immer vergnügter, warf seine Siebensachen in den Koffer und raste los: schon erklang der erste Sirenenruf des Dampfers. Das wäre Pech, wenn er nun noch zu spät käme! Aber man wollte gerade die Brücke einziehen, als er angejagt kam, den Koffer schwingend: Halt, ich will auch noch mst! Als er glücklich an Bord gestolpert war, wurd« die sofort hinter ihm eingezogene Brücke noch einmal ans Land geworfen, und«in junges, blondes Mädchen in weißer Bluse und blauem Rock ward vom Kapitän empfangen:„Nur weil Sie's all sind, schönes Fräu- leinchen, madder ich mir die Verspätung annen Hals!" Di« her- umstehenden Sonntagsausflügler lachten, das„Krüuleinchen" errötete so drollig, daß ein srecher Jüngling sich an sie mit einem „Warum so schüchtern?" heranmachte. Doch sie ließ ihn stehen und stellt« sich, da sie keinen Sitzplatz mehr fand, unter die Kom- mandobrücke: hier fühlte sie sich von dem Kapitän, dem sie dankbar, aber ohne ein Wort hervorzubringen, die Hand drückte, genügend beschützt. Auch Berthold mußt« stehet». Er lehnt« am Geländer und sah an dem blonden Mädchen, für das sich langsam das allgemein« Interesse in dem Maße verlor, in dem die Schönheiten der Land- schaft offenbar wurden, vorbei in die Wogen und Wolken. Stille Waldufer lösten die letzten Häuser der kleinen Stadt ab und de» See weitete sich mst einer sonnenfroh erstrahlenden Wettverloren- heit, die das erregtest«, alltäglichste Herz beruhigen und erheben mußten. Mit ostpreußischer Gelassenheit glitt der Dampfer dahin und fuhr jetzt in einen schmalen Wasserarm«in. der den Löwentin- see mit oem märchenstillen Niedersee verband. Masurische Kinder liefen neben dem Dampfer her und warfen frischgepflückte Feld- dlumensträuße, geschickt zielend, in die haschenden Hände der Dampferinsassen: dafür flogen ihnen klein« Bettelmünzen zu. um die sich die Jungens mst der Lebhaftigkeit neapolitanischer Straßen- buben prügelten, während den Mädchen weiter da- Blumenstrauß- winden und Hinüberwerfen oblag. Berthold warf auch einige Pfennig« über Bord, der Strauß, der ihm dafür zuflog, fiel vor dem blonden Mädchen nieder. Das Mädchen sah starr in den See und tat, als hätte«s nicht bemerkt, daß ihm zu Füßen ein Strauß aus Rsttersporn, Morgueriten und Vergißmeinnicht lag. Verthold bückte sich, hob ihn auf und legte ihn lächelnd auf ihre Schulter. Die Schütter erbebte leicht. Ein scheuer Blick traf ihn. Endlich nahm sie mst einem kurzen Kopfnicken des Dankes den Strauß in di« Hand. „Das kommt davon, wenn man allein losfährt", flüstert« sie. „Auch Sie?" lächett« Berthold. Sie verstand ihn nicht unb sah ihn an wie«in halb zutvau- licher, halb zagender Bogel, dem man Futter hinstreut. „Ja, ich sollte mst einer ganzen Gesellschaft ein« Motorbooffahrt nach Johannisburg machen, ober ich wollt« eigentlich jetzt noch schlafen, erst im letzten Augenblick kam ich auf den Gedanken, noch mit dem Dampfer zu fahren: es wäre auch schade gewesen, solch schön« Waldseen haben wir bei Berlin doch nicht." „Mst mir hatten sich zwei Freundinnen aus«iuem anderen Städtchen zu dieser Dampferfahrt verabredet. Sie sin» nicht ge- kommen. Ich weiß gar nicht, weshalb? Ich bin bloß aus Ger- dauen", sagt« sie dann, als. müßte sie sich entschuldigen. Berthold fühlt« sich in der Nähe de« Mädchens und unter der Sonne des Pfingftmorgens, der mit Duft und Glanz aus den Wäldern stieg, die wie«ine von allem Ungemach abschließende Mauer den See umragten, leicht und froh werden. Und bald schmtinzelle der Kapstän zu Verthold von der Kommandobrücke herab, als wollte er sagen: Mensch, das hast du mir zu verdanken, da ich das klein« Fräuleinchen auf das Schiff noch ruff ließ. Sie sprachen wenig. Berihold fragte sie nach dem Namen eines Forsthauses oder eines Dorfes, das am See lag. Auch den Bogel, der dann und wann mst kühnen Spiralen lautlos über dem.Wald da und dort aufftieg, erkannte er nicht. Das blonde Mädchen dachte, er tut bloß so und sagte halb unwillig:„Dos ist doch ein Habicht!", so daß Berthold lachen mußte. Da verstummt« sie verlegen und trotzig und sah geradeaus in die flirrenden Silbergespinste der vom Mittag übersonnten grünen Wellen. In Rudczanny ging alles an Land. Auch Berthold Brandt und Hanna Göldner, so hieß seine schüchterne Beglesterin, wander- ten, nachdem sie im Bahnhoss-Wartesaal ein« Kleinigkest gegessen hatten, in den Wald hinein, der hier nur wenige Schritte von der Fahrstraße auf friedseligen Wegen zu dem hohen Naturdom wurde, wie er in Großstadtnähe nicht anzutreffen ist. Sie sagten sich«nd- lich ihr« Namen und erzähllen einander von ihrer Alltagstätigkeit. Hanna war Stenotypistin im Gerdauener Landratsamt. Sie hatte sieben Geschwister, ihr Bater war Pastor auf einem Dörfchen im Rosenberger Kreis. Sie fanden sich plötzlich auf einer stillen, weiten Waldwiese. und Hanna fragte ihn, ob er nicht«in wenig rasten wolle, da er doch die letzten Tag« so angestrengt gearbestet habe. Sie setzten sich Zwilchen schlanken, leuchtend blauen Lupinen nieder und sahen in den msttagsüberblauten Wald hinein. Kein Wort kam. Und das war auch nicht nötig. Die Nähe des Mädchens brachte Berthold«ine erlösende Freud- seligkcit der Sinne. Es war eine jener Stunden des Lebens, in denen die Well bis an den Rand der Dinge von einem voll Lieb« empfangenen Glück erfüllt ist. Schattenloses Licht, wie es der Mittag der Pfingstsonn« auf die einsam«, tannenumwallte Wies« warf, schuf ein kristallenes Schiff für di« so sorglos leichte Seele, auf dem sie durch das Meer des wolkenleeren Frühlingshimmels fuhr. Und wieder erklang die Melodie sanft und wiegend, aus dunklen Tönen in ein silberholdes Locken emporsteigend: „Wirf ab di« Last und küß mst hellem Mund« das Glück, das nur zu dieser einz'gen Stund« mit mut'ger, schneller Hand gepflückt, schon morgen nicht mehr dich beglückt.....' Ja, wer summte denn di« Worte vor sich hin?. Er sah zur Seite. Hanna sang leise. Dann sagte sie:„Ein Lied, das ich heute erst hörte, als ich auf mein« Freundin am Marktplatz wartete— ich wollte schon umkehren und wieder noch Hause fahren, allein versprach ich mir nichts von der Dampfertour— da erklang aus einem Haufe das Lied— und diese Stelle besonders: 0— mit mut'ger, schneller Hand gepflückt—" bewog mich zu dem plötzlichen Entschluß, im letzten Augenblick doch noch auf den Dampfer zu springen." „Merkwürdig—- auch ich habe das Lied gehört, und auch ich' bin ihm gefolgt— wäre der Gesang nicht erklungen, ich führe jetzt wahrscheinlich noch Berlin—" Sie sahen sich an. Hanna halb erschrocken und halb schon ihm zugeneigt. Sie küßten sich nicht. Wer sie fühlten, eine- Tages würden sie es tun. Und dieser Duft kommender Küsse umschwebte sie wie»er Atem des Glückes selbst, dos mit ruhigem Wogen über die Wipfel der unendlichen Wälder der Johamüsbnrger Heide in einem lessen warmen Wind« dahinzugleiten schien. Als sie gegen Abend auf dem Bahnhos sich trennten, längst ein- aicher vertraut« Kinder der süßen Melodie, die sie so seltsam zu- sammengeführt hatte, da versprach Hanno, ein« Stelle in Berlin anzunehmen.— Ein Jahr später waren Berthold uich Hanna ver- heiratet. Die Melodie des Psingstsonntogmorgens verließ sie nie, und wenn schwere oder alttagsmühselige Stunden kamen, dann Halle dieses Lied, von dem sie nur den Kehrreim kannten, stets die Kraft, sie aus den Niederungen des Daseins in das schattenlose Licht ein- samer Msttagswiesen in weltverlorenem Wald zu entführen. Sie wußten, daß die Macht des Schicksals sich nicht der großen, allzu sinnfälligen Ereignisse bedient, um eine Lebenswende hervorzurufen, sondern daß ein Dust— ein leises Wort—«in« Melobie... Weg- weiser werden—, di« durch die Entscheidung eines Augenblicks zwei Menschen aus den unzähligen Erdenpfaden im Wlauf der Millionen Minuten eines Menschenlebens zu gleicher Sekunde an den g l e i che n Ort geleiten, um sie für immer zusotnmenzugeben. Denn di« leisen Stimmen des Herzens sind die, die mehr von uns wissen als wir selbst__ ä)ie Wiege der Zivilisalion An Hand der letzten archäologischen Entdeckungen gab Sir Arthur Keith in einem an der Universität Glasgow gehaltenen Bor- trag einen Ueberblick über die neuen Hypothesen, zu denen die jüngste Forschung über die Wiege der Zivilisation Anlaß gegeben hat. Nach seiner Meinung ist heute der bindende Schluß gestattet. daß Europa von Kaukasiern in verhältnismäßig später Zeit kolv- nisiert worden ist. Die kaukasischen Pioniere, so führte er aus, erschienen in Europa truppweise in gemessenen Zwischenräumen am Ende der letzten Eiszeit, die, in Jahr« umgerechnet, nicht weniger als lHOOO Jahre zurückliegt. Sie mögen von Südafrika oder Asien gekommen sein. Der Ausgangspunkt selbst ist nicht von Wichtigkeit: denn diese frühesten kaukasischen Mammutjäger gleichen sich im Körperbau so sehr, daß wir annehmen dürfen, sie seien einer gemein- samen Wurzel entsprossen, deren Standort wahrscheinlich eher in Asien als in Afrika zu suchen ist. Wir wissen heut«, wie diese Frühbewvhner Europas ihren Unterhalt gewannen, und wie sie ihre Lebensführung von einem Zestpunkt an, der etwa 30V0 Jahre vor Christus zu datieren ist, gestalteten. Sie lebten von dem Naturreichtum des Landes und der See. Wenn man sich vergegenwärtigt, daß es schon aus dem Raum einer Ouadratmelle eines ergiebigen Jagdgrundes bedarf, um einem Menschen das ganze Jahr hindurch seinen Lebensunterhatt zu sichern, so rechtfertigt sich die Schätzung, daß im Jahre 3000 vor Christus die Bevölkerung der britischen Inseln noch nicht 30 000, di« von ganz Europa weniger als 7S0 000 Köpfe betragen hat. Heute zähtt man auf dem gleichen Gebiet 475 Millionen Seelen, die hier ihr Auskommen finden. 500 Menschen leben gegenwärtig auf einem Landstrich, der vor 5000 Jahren nur einem einzigen Menschen Ernährungsmöglichteiten bot. Die Ausgrabungen in Ur und Kisch sowie die ölleren Forschungen in Susa, im Südwestwinkel Persiens, belehren uns ausführlich darüber, daß zu Leginn' des »lerten Jahrtausends vor Christus die Ackerwirtschaft im Norden des Persischen Golfs, wohin man ja auch den Ort des biblischen Paradieses verlegt hat,' nicht nur schon«inen hohen Entwicklung»- stand erreicht hatte, sondern auch bereits auf eine lange Vergangen- hest zurücksah. Wie weit sich diese Vcrgangenhest erstreckt, können wir nur vermuten. Wenn wir aber den Beginn dieser ackerwirt- fchaftlichen Entwicklung in das sechste Jahrtausend vor Christus ver» legen, so dürften wir uns eher einer Unter- als einer Ueberjchätzung schuldig machen. Der Geisierslein. An der Straße von Bremen nach Bremer» Häven befindet sich, seit diese Straße vor einigen Iahren umgebaut wurde, in der Nähe der Ortschaft Hagen der Kilometerstein 23,0. In seiner unmittelbaren Nähe hat sich seit einiger Zeit ein Auw- Unfall nach dem anderen zugetragen, obgleich weder die Beschaffen- heit der Straße noch vielleicht eine scharfe oder unübersichtliche Kurve Anlaß dazu böte. Zwei deutsche Wünschelrutengänger haben nun die Entdeckung gemacht, daß in der Umgebung dieses Steins die Erde eine ganz' außerordentlich starke raoioatt'ive Strahlung auf- weist, welche die Wünschelruten zu heftigen Ausschlägen veranlaßt. einwandfrei pariert. kalte Winter. Der Winter des Jahres 1453 war so streng, daß er es Karl X. gestattete, seinen kühnen Zug über den Bett aus- zuführen Im Winter 1323 konnten die Reisen von Lübeck nach Danzig au« über das gefrorene Wasser der Ostsee zu Fuß nach Dänemark gelangen. Einen der kältesten Winter überhaupt hat wohl das Jahr 104S gesehen. In diesem Winter konnte man über das Kattegatt von Schweden nach Dänemark fahren. a____ aus Bestem Haaraarn, Dewährt. Morkenfadritot psrZistan-Tsppichs oesqesch.. reine Wolle m nandrranse äeneue Copien von Derser Teppichen Jw AnrH dw arufl« Uhbm! .1 Brücke n 1 Bettvorlagen iDiwSdeckenlMZbelbezügstoffei Halbstores-Meterwe miene Pcrojstan/qes qesch. AfyfS �l�7i,per�5Ch Qem�K�enQS sdiwer.doppelscitig.Piüsch- öobeünjndanthr. mod.�öf moderne Grundstoffe m. Einsatz und Franse ortenfobritat reine Wolle, mod.u.Peraer II I wolle, schwere Qualität, ca55*90�._ oe�be.Perseriancajd/ gS gcmusr.,ca130cm.brtJifr.I, SERIEI MOZ SERIEX/WTO SERIEM /AC Bettumrandungen ÄKS ÄÄÄ"; foHgsFenster-Dekorationen ja M.90.?80rt..„3. IgagEsSy�jdlllraum-eardineWagch.»m« bewährtes �arkenfährikat aüs'bestem Haargarn m. Franse 69- ...... j i84- ■@10131139- VORWERK TEPPICHE Toumay-Velour in besonders schönen PerserMustern. Alleinverkauf dieser Muster für das ganze Deutsche Reich 'M6i.-sSf.-ist::. ■1205-M24?3g2? Vorlage 0-1 Brücke 29 ta 70*160 L Ir ca9CVl80VZr fabrikfffimod' Muster ca 70x13 .-.-ferstoffe öoucle, reines HaargoramodStreifen BouClö, mod-gemusterr. rein-Haorgom, gureauaiitöt.in vielen Farven M.67cm355 C3.9(km./J£ca!20crnX45 brr.mrlD. Drt.Mtr.TV Drr.M-r.07 ToumayAfelour-Läüfer moderne Muster u. Farben, Mtr. c3.70cm.brt,nur soweit Vorrat 'S0 gewebe.Perserujncawl/.ftC Muster, volle Größe Dwanröckwände hervorraa.Rersermusf.085 ca.90x läOmJrjns« 0, Daunendecken KunstseiaCamastRuckseite daunendichter Sarin, beste arbeirung//» iaalienXL/SC Farben u.» '�Steppdecken Satin, doppelseitig, moderne Farben m. Ü50 z'ersrich, ca.l50*200 /, Schlafdecken Woligemischt.mStTei-/ Ort fenkanie.ca.140'190 0. Möbelbezugstoffei Halbsfores-Meterv/are öobeiinjndanthr. mocMÖf moderne Grundstoffe m. Einsatz undPranse ftlr Dekorationsstoffe Jacquard-Ri ps, modern SERIEI«OS SERIEIrt50 SERIE BI/AC 6ardinenstoffe Kunstseide inäamncbedi i.vielferben ca.130cm.or, nursoweitvorratM öardinenstoffe Edel-Töll, mod. klare Fertige Fenster-Dekorationen lllraum-6r-j!~"' Raum geeignet« 1Qu€r5ehanq,v Jacquord-Ri] 5?° .senvierejt/ rn ------- 2Fiüge;,/[A50 IGucrbehang. Fenster PT. .——_.lipS Kunstseide, schwere Quaiitäf.mod.MusrcruÄrben Verkauf Endspurt des Wahlkampses. Der Wahlkampf om da»!lmt des ReIch»prZside»tea. hat in der lehien Woche im ganzen Reich eine Flut von Der- Sammlungen gebracht, au der die Führer oller Parteien all Redner beteiligt waren. Der bisherige Reichspräsident von hin- d e n b u r g hat nur einmal zu den Wählern gesprochen, und zwar aus dem Wege de» Rundfunks. Der sogenannte hindenburg- Ausschuh veranstaltete eine Reihe groher Kundgebungen im Reichs und in Berlin, in denen vor allem die amtierenden Reichsministe. und der Reichekanzler selbst sprachen. Die in der Eisernen Front vereinigten republitaoisch�' Parteien und verbände tonnten im ganzen Lande ungeheo,, Wählermassen ausrütteln und sie zum aktiven Kai� gegen die saschislische Gefahr mobilisieren. Rachdem in vor»�. woch? das Verbot von Kundgebungen unter freiem Himmel au� Kraft geseht worden war. wurden in fast allen(Broh'lö� Massenausmärsche der Eisernen Front veranss,.» � die sowohl hinsichtlich der Beteiligungszahlen als der Kamps j. stimmung alle Erwartungen übcrtrasen.> Die Parole der Eisernen Front:«Schlagt hister, deshalb tr jß hindenburg!- halte überall zündende Wirkung. Die ilneniweaien. ■ I »Ihren Sauvtstoß muh die«vv gegen die Wels-Trü mg» Hindcnburg'Front nchien." t.�Role Zahne" vom 9. März i9S2) Oer Aufmarsch der Massen Ungezählte Menschenmassen demonstrierten in der letzten> noch der Lockerung des Demonstrationsverbotes in Berlin fr"' � Gedanken der Eisernen Front. Am Sonntag sprach vor hl �rt» tausend Männern und Frauen im Lustgarten der VorsitzerM, deutschen Sozialdemokratie, Otto Wels. Die Eiserne �ront kämpfe für die Organssationen der Arbeiterklasse, so erklär� Rodner. gegen eine terroristische Gewaltherrschakt. Wir oQhren diesen Kamps, solang« die Verhältnisse uns das gestatten, Mj Stimmzettel, weil die Waffe des Stimmzettels uns lieber�� � der rauchende Revolver und di« krachende Handgranate. Ou, Nel» rief das schassende Volk von Berlin auf, den Kamps zu fü�,, � die Erhaltung der Demokratie, gegen ein fckschistlsches �«walt« regiment. Es sei keine' Minute mehr zu verlieren. Nur q«. danken, nur ein Ziel könne es geben: der Foschismu»„«« nichtend geschlagen merden! Ein zweiter Massenaufmarsch der Eiseri�, Front füllte den Lustgarten am Freitagabend. Nach Vetriebss�� schierten unübersehbare Demonstrationszü� die Sta-dt zum Lustgarten, hier sprach der Dorsigend z�ll» gemeinen Freien Angestelltenbundes, Genosse Siegfp,� Auf« Häuser, der die Massen gleichsalls aufrief, dem Fusc�mus den entscheidenden Vernichwngoschlog zu versetzen. Die Hakenkreuz-Band�. Eine Gefahr für die öffentliche und perfönliche Sicherheit. Immer mehr und immer deutlicher zelgt sich, datz� Duldung der prtvatarmee Hitlers zu einer Gefahr sü die öffentliche Sicherheil und für das Leben jede» einzelnen wir In der vorpommerschen UniverfllSlsstadt fö�iffniiiib Überfielen ein Trupp von Ratioualsozialisteo das Gclch�zhgu» de» sozialdemokralifcheu Blatte». Eine dort anwesende, xzache von 18 Reichsbannerleulen sehte sich zunächst mit Erfolg zu zzie Jlnzls trommelten jedoch daraufhin elwa 100 ihrer'nhäuger zusammen und stürmten tu der Nacht aufs ne», die Büroräume der«Greifswalder Volkszeitung". Die klef, zghz »eichsbannerleute wurde überwältigt und einer von Uu„ j0 j�wcr ocrleht. daß er in die Klinik gebracht werden muhte Die polizel konnte nicht rechtzeitig eingreifet„jzi(ze aq anderer Stelle der Stadt von Nattollalsoz�zzzteo in eine Schlägerei verwickelt war. um sie vm dun Ueber- fall aus da» sozialdemokratische Organ serazuhaltei Die»uro- räume de» Blattes wurden ebenso wie alle Schansetrer und Schau- kästen demoliert. Ganz ähnlich war es schon wenige Tage vorir in der vorpommerschen Stadl Barth zugegangen. Dort h te man gleich. falls die Filiale de» sozialdemokratischen parleib�tes überfallen{ und wülke Zerstörungen angerichtet. k Auch in Wandsbek bei Hamburg versuchin nationalsozia- Nstische Banden einen Sturm ans da» sozioldemokriische volkshaus. «�ier wurden sie jedoch von der Reichsbannerwach« zurückgeschlagen. In Ludwigshasen wurde eine N'ionalsozialistische pomdenfabrik aufgedeckt. Anhänger der ktlerpartei hatten in grossem Masse Sprengflossdlebstähl« ausgeführt und den gestohlenen Sprengstoff zur Anfertigung et Bomben ver.'j wandt. Gteichzeltig wurde durch Geständnis riger verhaftXer' bekannt, dass im nationalsozialistischen Lager eines e m e geschaffen sei. die jeden Verräter heimlich erledige« soll. In Breslau schössen nalionalsozialisth« Flugiblattver- breiler einen Sozialdemokraten nieder, der sich ttgerle. jh� to seinem eigenen Hause die Sudelschristen er, egenzr nehmen. Vriand gestorba. Der lang'ährige französische Auhenminister ei�«de B riand Ist in dieser Woche in Pari» gestorben. Ihm triu., rin Staatsbegräbnis bereitet. Sein Tod hat nicht nur in Frankreich, sondern, allen Kulwr« ländern der Welt die Gemüter der Kriegsgegne �nd Friedens« sreunde lies bewegt. Die leidenschaftliche hingabeIxjandz in den Nachkriegsjahren an das Werk der Aussöhnung un dauernden Be» freundung zwischen Deutschland und Frankreich„j, zzoll- endung eines politischen Lebenslauses, der in er sozialistischen Arbeiterbewegung Frankreichs begonnen hat un � trotz zeit« weiliger Konflikte, niemals in unversöhnlichen Sexusatz zu ihr ge« stellt hat. Die Friedensorbeit des alten Briand hotte i den Soztalisten, den Kampsgefährten seiner Jugend, die stärkste ztütze. War er auch ein seltener Künstler des gesprochenen Worb,� so war er doch nicht nur das. So mancher deutsche Rundfunkh»,� uiird bei den Uebertragungen der grossen Friedensreden Brian', aus Genf, selbst wenn er die Worte nicht verstand, doch den gut, Witzen heraus» gehört haben. Frankreich hat seinen bedeutenden Bürger kjUrfl,(n feierliches Staatsbegräbnis, durch Benennung von Stra'�q Gross« städten und durch Feiern In allen Schulen ge ujn'-lichnam wird wohl im Pantheon ruhen.—-— „Wir Kommunisten wissen zwar, daß wir hineinfallen, aber das Prinzip und Moskau verlangen es so." Bessere Wirischastsaussichten. Das Vertrauen wächst.- Die Bedeutung der Präsidentenwahl. Zum ersten Male hatten wir in der zweiten Februarhälfte keine Vermehrung der Arbeitslosigkeit mehr in Deutschtand zu verzeichnen Es gibt auch einzelne Gebiet« in der deutschen Wirtsthast, zum Beispiel die Textilindustrie, wo die Beschäftigung sich weiter gebessert hat. Di« Reichsbank hat in der vergangenen Woche auch ihren Diskont herabgesetzt, und zwar von 7 auf ü Proz. Damit werden in der ganzen deutschen Wirt« schcrft di« Kredite um 1 Proz. verbilligt, was dazu beitragen kann, dass Aufträge erteilt werden, die man ohne die Kreditverbilligung noch zurückgehalten hätte. Im Jnlande hat sich auch das allgemeine Vertrauen etwas gebessert. Das kommt darin zum Ausdruck, dass die Abhebungen von Einlagen bei den Sparkassen stark zurückgegangen sind und der Zugang von neuen Einlagen sich erheblich vermehrte. Im Dezember standen 364 Mil« Kein Aushang von Wahlresultaten. Die früher übliche Bekanntgabe der Wahlergebnisse In den Schaufenstern der grossen Zeiwngsvcrlage hat der Polizeipräsident für d'e diesmalige Reichspräsidenlenwahl verboten. Die zur Zeit überaus gespannte Loge lasse oon einer solchen Bekanntgabe Ansammlungen und Ausschreitungen befürchten, die im Interesse der Ausrechterhaltung der Sfseutlichea Sicherheit und Ordnung verhindert werden mühten. lionen Einzahlungen noch 6SS Millionen Auszahlungen gegenüber. Im Januar waren die Einzahlungen auf 612 Millionen Mark gestiegen, die Auszahlungen betrugen 680 Millionen Mark.» Bon Sep» tember bis Januar hat sich aber der Auszahlungsüberfchuss von 291 auf 68 Millionen Mark verringert. Ein Zeichen des Vertrauens ist es auch, daß die Kurse der nach der Julikrise so stark entwer« teten Goldpsandbriefe wieder ganz beträchtlich in die Höhe gingen. Auch in der Weltwirtschaft scheint sich die Lage ein wenig zu erleichtern. Die Bewegung zur endgültigen Beseitigung der Reparationen der Kriegsschulden wird immer grösser, und die Welt überzeugt sich auch immer mehr davon, dass die handelspolitisch« Absperrung der einzelnen Völker gegei» einander schliesslich Vernichtung für alle bedeutet. Unter diesen Gesichtspunkten hat die Reichspräsidenten« wähl in Deutschland eine gewaltige Bedeutung bekommen. In der ganzen Welt erwartet man von der Wahd Hindenburgs eine Besserung auch der wirtschaftlichen Aussichten. Wieviel wird die Molle billiger? Die Senkung der Biersteuer. Ueber die endgültige Senkung des Bierpreises ist noch immer keine Klarheit geschafsen. Die vom Preiskommissar seinerzeit verordnete Preissenkung oon 4 Ps. je Liter, wovon auf die Brauereien zwei, und auf die Gastwirte ebenfalls zwei Pfennig sollen sollten, war bekanntlich nicht das letzte Wort. Die Gastwirte fühlten sich, nicht mit Unrecht, zu stark belastet; sie liehen sich In ■•(1 einen Bi erst teil hineintreiben, der in Hamburg und in Berlin große Ausmasse angenommen hat. Wer dabei auf der Strecke blieb, war freilich der Gastwirt, denn an den Bierersatz mochte sich das Publikum nicht gewöhnen, und die Umsätze der Gastwirte gingen rapide zurück, von den Verdienstausfällen der Gastwirtsangestellten und von den Kündigungen der Brauereiarbeiter ganz zu schweigen. Di« Reichsregierung hat nun— aus Berliner Verhältnisse be« rechnet—«ine Biersteuersenkung von 7 Mark je Hekto« liier zugesagt. Davon entfallen 3 Mark auf die Reichsbiersteuer und 4 Mark aus die Berliner Gemeindebierstcuer. Der Reichs« finanzminister Dietrich hat gesagt, daß die Molle im ganzen um 5 Pf. billiger werden soll. Durch die Senkung der Biersteuer werden davon aber erst knapp 2% Pf. gedeckt. Jetzt fangen die Brauereien wieder an, Schwierigkeiten zu machen. Sie erklären, dass sie di« 2 Mark Preissenkung pro Hekto« liter nicht tragen können, weil sonst die Rentabilität der Brauereien gefährdet wäre. Die Fleischverbilligung wird sortgesehi. Ein Erfolg der Sozialdemokratie. Die sozialdemokratische Reichstagssraktion hat durchgesetzt, daß die Fleischoerbilligungsaktion zugunsten der Erwerbslosen sortgesetzt wird. Die Reichsregierung hat weitere Mittel zur Berfllgung gestellt. Es wird ein Bezugsschein mit drei Wochenabschnitten ausgegeben, womit di« Fleischoerbilligung zu« nächst bis Ende Apvil gesichert ist. Der Bezug oon frischem Rind« und Schweinefleisch wird für den Kreis der bisher Berechtigten um 30 Pf. unter dem Tagespreis verbilligt. Die Geltungsdauer der noch abzugebenden Abschnitt« ist so berechnet, daß in der Osterwoche zwei Abschnitte des Bezugs« scheine» verwendet werden können. Sozialer Rundblick. Die Gewerkschaften im Kampfe. Das Reichsarbeitsministerium hat der Reichsrcgierung unter dem Druck der Gewerkschaften ein Arbeitsbeschasfungs« Programm unterbreitet. Da» Programm erfordert Kredite in der Höhe von 1,2 Milliarden Mark und soll 600000 Arbeitern direkt oder indirekt Arbeit beschaffen. Ausserdem soll das sogenannte Krümpersystem(Auswechslung der Belegschaft nach einer gewissen Arbeitsperiode gegen Arbeitslose) im Bergbau eingeführt und der freiwillige Arbeitsdienst abgebaut werden. Aus Antrag der Gewerkschaften ist die V e r s i che r u n g s« Pflicht der Heimarbeiter und Hausgewerbetreibenden in der Arbeitslosenversicherung bis zum 30. Juni verlängert worden. In den Brauereien wurde das Abkommen für die 40-Stunden-Woche erneuert, nachdem die Unternehmer den Versuch gemacht hatten, die 48-Stunden.Woche wieder einzuführen. Der geschastsführende Ausschutz des Arbeitsamts Südost hat in einem einstimmigen Beschluß die überstürzte Inbetriebnahme des neuen Gebäudes verurteilt und verlangt, daß die nötigen Schutz- maßnahmen für Arbeitslose und Angestellte schleunigst getroffen werden und die Verlegung des Arbeitsamts Süd unterbleibt. Rohm und die„Röhmlinge". Durch die sozialdemokratische Presse wurden Briefe veröffent- licht, die der oderste militärische Führer der Hitlerschen Bürger- krie�-armee, ein früherer deutscher Hauptmann und späterer Oberst in Diensten der südamerikanischen Republik Bolivien, Ernst R ö h m, an einen Vertrauten geschrieben hatte. Aus diesen Briefen ging eindeutig hervor, daß der oberste Militärchef der SA.-Horden gleichgeschlechtlichen Neigungen huldigt und von diesem seinem„Liebesleben"' in zynischer Offenheit berichtet. Obwohl Röhm sich rühmt, besondere Neigung zu„Rekruten" zu haben, wird er von Hitler in seiner mili- tärischen„Vorgesetztenstellung" belassen. Der nationalsozialistische Minister im Freistaat Braunschweig Klagges hat sogar gewagt, unter Mißbrauch der Pressenotverordnungen dem sozialdemokratischen Braunschweiger„Volksfreund" eine sogenannte Auslagenachricht zu senden, in der er einseitig zugunsten des in München lebenden Röhm Stellung nimmt. Dieser offenkundige Amtsmißbrauch hat den Rcichsinnenminister Groener veranlaßt, durch Funktelegramm dem Klagges zu untersagen, eine solche Aufiagefordcrung zu stellen, und ihm anzudrohen, daß jede Maßnahme, die er noch dieser Richtung treffe, vom Reich aufgehoben werden würde. Versuchier Hochverrai. polizeibeamte in Hast genommen. In Berlin wurde ein Polizeilcutnant und ein Polizeiwachtmcister verhaftet, die versucht hatten, sich Dagepläne von polizeiunlerkünslen und von Munitionslagern der Polizei zu beschossen und einzelne Pläne dieser Art, die sie erhalten hatten, dem nationalsozialistischen Hauptquartier in der hedemonn- strotze zuzustellen. Als Mittelsperson diente die Braut des Mochtweisters. die als Büroongestellte im Preußischen Polizcibeamtenverband tätig war. Auch diese wurde wegen Beteiligung am versuchten hoch. verrat in Haft genommen. Der Krieg im Osten. Völkerbund berust einen Ausschuß. Zum japanischen Krieg gegen China hat die eigens einberufene Vollversammlung des Völkerbundes bei Stimm- cnthaltung Chinas und Japans die Einsetzung eines Schlichtung?- ausschusses von 19 Mitgliedern beschlossen. Ihm gehören außer den Ratsmächten noch sechs Vertreter kleinerer Staaten, sowie der 'Präsident der Vollversammlung an. Die Aufgabe dieses Ausschusses ist auch auf die Mandschurei ausgedehnt worden. Damit ist zunächst die Errichtung des mand- schurischen Staates noch keineswegs mit dem Segen der internatio» nalen Anerkennung versehen worden. Amerika hat mit aller Deut- lichkcit erklärt, an dem Ncun-Mächte-Pakt festzuhalten, der die Ii n versehrbarkeit Chinas garantiert. Jnzwischerk hat der letzte chinesische Kaiser Puji den Thron der Mandschurei bestiegen, allerdings zunächst nur als Ministerpräsident von Japans Gnaden. Aiientai auf einen Diplomaten. Oer deutsche Botschaftsrat von Twardowski in Moskau angeschossen. ~ Zn Moskau hat ein Student Slern in das Aula der Deutschen Botschaft, das an einer Straßenecke halten mußte, hin- eingeschossen und den Botschaftsrat v. Twardowski nicht unerheblich. aber zum Glück nicht lebensgefährlich verwundet. Stern ist sofort verhaftet worden. Die Sowjetpresse behauptete alsbald, Ü)as Attentat hätte dem Zweck gedient, die guten Beziehun- gen der Sowjetunion zu Deutschland zu schädigen Bald darauf wurde amtlich aus Moskau die Festnahme eines gewissen Wafiljeff gemeldet, der das Attentat veranlaßt haben soll. Die eigentlichen Auftraggeber, so meldet Moskau weiter, feien polnische Staats- bürger, die in Rußland lebten. Wenn nun nicht gleichzeitig auch die Verhaftung dieser Polen gemeldet wird, so muß man den' anitlichcn Moskauer Hinweis schließlich auf solche Polen beziehen, die nicht verhaftet werden können— aber dann müßten es Mitglieder der Polnischen Gesandt- schaft oder polnische Konsuln sein. Diese wären exterritorial und stünden daher nicht unter der Allmacht der russischen Polizei. Das Warschauer Regierungsblatt stellt mit Recht fest, daß für die amtliche Moskauer Behauptung keinerlei Be° weis geliefert worden ist: es spricht von einem Mißbehagen über diese Verdächtigung, die sich zur stärksten Empörung steigern müßte, wenn sich die Grundlosigkeit der Beschuldigung erweisen sollte. Stern und Wasiljeff werden vom Militärkollegium des Obersten Sowjetgerichtshofcs abgenrteilt werden— also ohne Möglichkeit, an eine höhere Instanz zu appellieren. Aus dem Rathaus. Der Mogistrot hat jetzt nach einer nochmaligen Durchberatung dem von der Stadtverordnetenversammlung verabschiedeten Entwurf der neuen Berliner Ortssatzung zugestimmt. Die neue Ortssatzung, die eine Vereinfachung der Ver- w a l t u n g durch Neuabgrenzung der Zuständigkeiten zwischen Zentralvcrwaltung und Bezirksämtern bringt, ist dem Oberpräsi- deuten zugeleitet worden. Die Ortssatzung wird nach Genehmigung durch die Aufsichtsbehörde am 1. April in Kraft treten. Das'Stadtparlament verabschiedete in seiner letzten Sitzung eine wichtige Vorlage über die Neuregelung der G e- bühren für die Straßenreinigung. Die neue Ge- bührenerhebung wird nach den Berechnungen des Stadtkämmerers für die Stadt eine Ersparnis von etwa vier Millionen Mark bringen. Im Erziehungsheim. Seltsam« Erziehungsmethoden in dem Knaben-Er» ziehungsheim Gütergotz waren in der letzten Woche der Gegenstand mehrerer Verhandlungen des Potsdamer Schöffen- gerichts. Die beiden„Erzieher" Franz Stein und Max M e y« n waren des Sittlichkeitsverbrechens angeklagt. Sie wurden beschuldigt, sich an den Knaben des Heims vergangen zu haben. Die Verfehlungen sollen sich während der Boxstunden ereignet haben. Der Erzieher Stein bezeichnete die Aussagen der Knaben als unglaubwürdige Er wurde vom Gericht freigesprochen, weil, wie es in der Urteilsbegründung heißt, ein schlüssiger Beweis für die Schuld de- Angeklagten nicht geführt werden konnte. Der zweite angeklagte Erzieher Meyen wurde dagegen zu einem Jahr zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Er ivar von fünf Jungen besonder» belastet worden. 12. April preußenwahlen! Eine Vorlage des preußischen Gtaatsmmisteriums. Der Ständige Ausschuß des Preußischen Landta' wird am kommenden Montag zusammentreten, um üb'- den Zeitpunkt der Neuwahl des Preußische, Landtages zu beraten. Vom preußischen Staats Ministerium wird dem Ausschuß eine Verordnung vot� gelegt, wonach die Wahl zum Landtag am 17. April stattfinden soll. In Bayern und Württemberg wird für den Fall, daß die preußischen Landtagswahlen am 17. April statt- finden, ebenfalls an diesem Termin zu den Landtagen gewählt werden. Die Treuen um Hugenberg. Oer„Fels von Erz" und der Passionsweg. So lesen wir in der Berliner„Nachtausgabe" des Hugen- berg-Verlages über„des Reiches Bannerträger": „In gewitterschwüler Zeit ward der geboren, der uns im Wirbclswnn unserer Tage zum„Fels von Erz" werden sollt«. Zum„Fels von Erz" all desien, was deutsches Denken, deutsches Empfinden, deutsches Fühlen heißt... Seit jenem Tage war er: Hindenburg. Und in diesem Namen lag der Glaube, die Hoffnung, die Liebe eines ganzen Volkes. Die Legende wob schimmernde Schleier um seine ragend« Gestalt. Er wuchs zu riesenhafter Größe. In Sturm und Drangzeiten geboren, mit dem Reiche zur Größe erwachfen, Führer und Schirm er des Volkes in schwersten Kriegslagen, mannhafter Vertreter echten deutschen Fühlens, Verkörperung der besten aller deutschen Tugenden. Bannerträger der echten, wahren, großen Idee des Deutschen Reichesl So grüßen wir ihn.!" So schrieb die„Nachtausgabe", allerdings im Jahre ! 1924! Heute bringt die gleiche„Nachtausgabe" eine„Ant- wort auf die Rundfunkrede Hindenburgs", die einen„Tat- sachenbericht" darstellen soll mit der einzigen Schlußfolge- rung, daß Hindenburg„den 9. November 1918 nicht über» � wunden" habe und daß er selbst der.Kandidat des Weimarer Systems" geworden sei. Deshalb kämpft die Hugenberg-Presse �»eute pflichtbewußt gegen d e i,„Fels von Erz" und impfiehlt dafub einen— Duesterberg? Ein anderes Blatt aus dem gleichen Berlage,„Der Tag", j�ißt die Verehrung für den einst so gefeierten„Fels von �rz", den„Bannerträger der echten, wahren, großen sdee des Deutschen Reiches" zusammen in die klassische -Formel, seine Amtszeit als Reichspräsident bedeute hieben Jahre deutsche Passion!" Man muß es dem Hugen- wie dem Duesterberg zuge- sHen, daß sie aus ihrem Herzen jeweils keine rdergrube machen! mi i Die kommumsifche Parole. j ,Oer Hauptstoß ist gegen Wel! zu richten!"(jm*».««««» Bunte Chronik. Nachrichlen aus aller Welt. Gegen einen bekannten Berliner Gelehrten, den Geh. Regie- rungsrat Prof. Dr. Oswald Flamm, ist von der Staatsanwaltschaft ein Verfahren wegen des Verdachts der Deoisenschiebung eingeleitet worden. Der Gelehrt«, der im 71. Lebensjahr« steht, > erklärt, daß es sich bei t«r Denunziation um einen Racheakt handelt. e-« Der Steueraußendienst beim Landessinanzamt Groß-Berlin hat gegen fünf Personen wegen Kapitalverschiebung ins Ausland Haftbefehl ergehen lassen. Es handelt sich u.?,«in Kapital von insgesamt acht Millionen Mark. Unter auherordenllich starker Anteü nähme der Bevölkerung wurde in dem Bezirk Spandau das 7 Ell jähr ige Be- stehen der ehemaligen Festungsstadt gefeiert. Vor dem Rathaus fand eine große Feier statt, die mit einem Parademarsch der Reichs- wehr endete. » Bei der Explosion eines Gasläuterungstanks in der Gasanstalt in Camden(Nordamerika) sind 20 Arbeiter, die mit der'Reinigung des Tanks beschäftigt waren, ums Lebeix ge- kommen, 6 wurden schwer verletzt und 10 Arbeiter werden vermißt. 14 der Todesopfer sind in einem Tank bei lebendigem Leibe verbrannt. * Der Z4jährige Student Frederic von Sydow erschoß seinen Vater, dos Mitglied der ersten Kammer des schwedischen Reichstags und jahrelangen Vorsitzenden der ichwedischen Arbeit- gebervereinigung. außerdem dessen 60jährige Haushälterin und die Z0jShrige Hausangestellte. In dem Augenblick, als der Mörder in einem Lokal verhaftet werden sollte, erschoß er seine junge Frau und darauf sich selber. * Nachdem der Schlosser Alfred Schwill in Gelsenkirchen zwei Personen erschossen und sich dann selbst getötet hatte, erlitt der Vater Schwills, als ihm die Nachricht überbracht wurde, einen , Schlagänfall und starb alsbald, während die Muller so schwer er- krankte, daß an ihrem Auskommen gezweifett wird. der In Dearhorn in den Vereinigten Staaten kam es in der Nähe F o r d- F ab rik zwsschen etwa 5000 zunächst ruhig demon- sirierenben Arbeitslosen und der Polizei Zu schweren Kämpfen, be» denen vier Arbeiter getötet und 39 schwer verletzt wulden. Von de» Polizeibeamten wurden etwa IS verletzt. Nu» bss* völkerkundlichen Institut der Universität Göttinge» würbe von inem bis zur Stunde noch nicht ermittelten Täte, ein aus dem tL-Jahrh mdert stammendes, eigenarüges und sehr seltene» gfeirflleö eines Häuptlings von Hawai gestohlen. das einen i&bhab rwert von etwa 2 Millionen Mark hat. Einem iirzwischen vrhast ten Studenten konnte die Täterschaft nicht««h, gewiesen weoen. In der mya zgenen Woche wurden die ersten, goldig glänzend«,� bronzenen llerpsennigstücke in den Verkehr gebracht. Fälscher mthten sich die dem Markstück ähnliche Größe der neu«» Münze zunutz'„versilberten" sie und gaben sie tatsächlich als Mark» stück in Zahlu;. � Gegen da Steueramt in Ungarisch-Ostrau in Mähre« wurde von«em Unbekannten ein Spreng st offattentat i?xrübt. Der äter inuß ein Bündel von mindestens 20 Dynamit- pal'ronen gero sen haben. Die ganze Kanzlei wurde zerstört. * Di'fe in kn Lübecker Calmctte-Impsprozeß ver« urteilten' Aerz Professor Deyke und Obermedizinalrat Dr.?lltstädt, werden v orawchttich Lübeck für immer verlassen. Deyke hat beretts seinen Ha.usstid ausgelöst und ist abgereist. Dr. Altstadt wird aus seinen Post.""'15 Leiter des Lübecker Gesundheitsamtes nicht zurück- kehren. � In P o l n sind ungeheure Mengen gefälschter Briefmarken im Umlauf. Eine hohe Militärperson hat sich anhesschig gemocht, gege» Belohnung von 100 000 Zloty ein Lager oon Z Millionen sicher Briefmarken nachzuweisen. ★ Gewaltige Schneestürme wüteten an der Ostküste von Nord» amerika. Im£aat New short wurde zeitweilig der ganze Berkehr lahmgelegt.(Eti® 40 Menschen sind in den Stürmen umgekommen. Ein surchtbc" Schnee- und Regensturm suchte auch das Elsaß und besondersrsflchtige. den Beamten niederzuschießen. Darauf gab' d Beamte ei*�" Schuß ab, der Wilde so unglücklich traf, daß eiuach wenigen luiugenbücken oerstarb.