Nr. 171. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertelährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Bfg. frei ! n's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue. Belt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreich: Ungarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. tu der Post Zeitungs Preisliste = = für 1806 unter Nr. 7877. Vorwärts 13. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 1hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 1hr abends, an Sonnund Fefitagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, te. 1508 Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Ein neues Programm für die Gewerkschaffen. Man schreibt uns: Freitag, den 24. Juli 1896. zuwirken, sich als politische Vereinigungen geriren und in dem allgemeinen Gewerkschaftskongreß sich ein Organ schaffen, durch das ihren politischen Bestrebungen die Richtung gegeben und der Allgemeinwille zum Ausdrucke gebracht werden solle. = Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. welche alljährlich stattfinden, in bestimmten Zwischenräumen auch noch allgemeine Gewerkschaftskongresse zu berufen? Wir wollen keine Zukunftsmusit treiben und wir lassen die Beantwortung dieser Frage für die Zukunft deshalb offen, für die Gegenwart verneinen wir sie aber Die nicht wegzuleugnende Thatsache, daß der letzte allgemeine Gewerkschaftskongreß, der hier in Berlin tagte, Wir wollen nun hier von der Untersuchung der Frage, auf das allerentschiedenste. Kongresse, wie der letzte allrecht bescheidene Resultate zeitigte, hat die Frankfurter Ge- welche Wirkungen bei der heutigen Lage der Vereins gemeine Gewerkschaftskongreß sind nach keiner Richtung ein werkschaftsgenossen veranlaßt, der Frage nach diesem Miß- gesetzgebung ein solches Vorgehen für die einzelnen können viel nüglicher für gewerkschaftliche Zwecke anderer Bedürfniß und die großen dafür nothwendigen Summen erfolge näher zu treten. Gewerkschafts Organisationen haben könnte, absehen. Art Verwendung finden. Es wurde zu diesem Behufe eine allgemeine Gewerk- Die Frankfurter Versammlung mit ihrem Referenten Zu diesem unseren Urtheile kommen wir, weil uns das schaftsversammlung berufen, in welcher der Parteigenosse scheinen sich ja über die Konsequenzen ihres Vorschlages Dr. Quarck das Referat übernommen hatte. Der Referent flar gewesen zu sein. Nach ihnen entspricht es der Ueber- negative Resultat des letzten Kongresses durchaus keine zuwie die übrigen Versammlungsreduer erklärten sich von den lieferung und den Tendenzen der klassenbewußten Arbeiter- fällige Erscheinung ist, die sich leicht hätte vermeiden lassen, sondern weil wir die Ueberzeugung haben, daß das Ergebniß sondern weil wir die Ueberzeugung haben, daß das Ergebniß Ergebnissen der Verhandlungen des Gewerkschaftskongresses bewegung, nach neuen Mitteln und Wegen zur Erreichung gar kein anderes sein konnte, als es thatsächlich geibesen ist. nicht befriedigt. Eine Ansicht, die wohl nicht nur in Frank- ihrer neuen Ziele zu suchen und nicht, wie es bedauerlicher- man täusche sich doch nicht über die Dinge, wie sie wirk furt, sondern in der klassenbewußten Arbeiterschaft ganz weise auf dem letzten Berliner Gewerkschaftskongreß gelich sind. Deutschlands getheilt wird. schehen ist, die Behandlung der Sozialgesetzgebung einfach Ein Unterschied in der Beurtheilung dieses Vorganges aus Scheu vor dem polizeilichen Einschreiten abzulehnen. Bielen, wie sie von einer Anzahl sozialreformatorisch anEine Gewerkschaftsbewegung mit nur praktischen" dürfte nur insoweit vorhanden sein, als in weiten Kreisen Die künstliche Ausscheidung der Gesetzgebungs Fragen Bielen, wie sie von einer Anzahl sozialreformatorisch ander deutschen klassenbewußten Arbeiterschaft das Fiasko, das würde sonst zur Versumpfung der Gewerkschaftsbewegung land, nach ausländischem und speziell englischem Muster, gehauchter Gelehrten und Bureaukraten bei uns in Deutschder Gewerkschaftstongreß gemacht hat, als nach Lage der führen". angestrebt wird sie ist neben der Existenz einer großen Sache unvermeidlich, vorausgesehen und deshalb auch mit Das klingt nun zwar sehr tapfer, aber dahinter steckt sozialdemokratischen Arbeiterpartei nur in sehr beschränktem großem Gleichmuthe ertragen wurde. Andere Kreise derselben nichts. Eine Operation, die damit beginnt, daß sie als laße möglich. Daran ändert auch der Umstand nichts, daß Arbeiterschaft sind dagegen zweifellos durch das negative Ergebnis der Verhandlungen überrascht worden, sie glauben sicher rechnet, daß die Organisationen, auf die ſie ſich ſtützen sich in unseren eigenen Reihen Leute befinden, die durch ihren will und muß, bei dem ersten praktischen Versuche in die Drang nach praktischer Thätigkeit immer nicht, daß dasselbe in den allgemeinen Verhältnissen seinen Grund hat und sie suchen deshalb nach den be. Luft fliegen werden, ist von vornherein verunglückt. Unsere dem Versuche geführt werden, neben unseren weitaussonderen Ursachen und glauben, wenn letztere beseitigt Frankfurter Pfadfinder scheinen auch keine Ahnung davon schauenden Zielen fleine Verbesserungsversuche nebenher zu zu haben, welche Unsumme von Arbeit, Schwierig machen. wären, dann lassen sich auch günstigere Erfolge erzielen. Wir sind weit entfernt, wegen dieses Strebens irgend = - wieder zu Dieser letzteren Auffassung ist ersichtlich die Frank. feiten und Störungen für die Leitung eines gewerkfurter Versammlung und deren Referent gewesen. Der schaftlichen Zentralverbandes die polizeiliche Auflösung jemand einen Vorwurf zu machen. Wir halten dasselbe lettere findet die Ursache des Mißerfolges in der eines solchen im Gefolge hat. Wir aber behaupten, ein sogar für nothwendig und unterstützen es, wo es sich innerallgemeiner Gewerkschaftstongreß mit politischer Tages: halb der nothwendigen Grenzen hält. Aber zur Hauptsache Begrenzung der werkschaftskongresses wie der Gewerkschaften überhaupt. ordnung wäre mit der Gefahr einer umfänglicheren Auf- in unserer Bewegung darf dieses Streben nicht werden. Wir behaupten weiter, daß, so lange wir eine große Dieselben haben bisher im wesentlichen sich darauf be- lösung der zentralisirten Gewerkschaften viel zu theuer beerkauft. Zu engen Aufgaben des Ge= schränkt, das Unterstützungswesen und Streitangelegenheiten Berwirklichung dieses Planes tommen, die Leiter der ein- den Borkampf für die politische Freiheit überhaupt, und schränkt, das Unterstützungswesen und Streikangelegenheiten erkauft. Es wird aber in absehbarer Zeit auch nicht zur politische Arbeiterpartei in Deutschland haben werden, welche zu regeln, sie müßten aber eine weitgreifendere Thätigkeit zelnen Gewerkschaftsorganisationen werden sich dem stets die soziale Emanzipation der Arbeiterklasse im beentfalten und vor allem an den sozialpolitischen Gesetzgebungswidersetzen, und sie müssen dies thun im Interesse der fondern übernommen hat, es Sache dieser Partei ist, die fragen thätigen Antheil nehmen. Um Einheitlichkeit in diese Existenz ihrer Organisationen. Gerade um dieses Planes Aufgaben zu lösen, welche der Frankfurter Vorschlag den Bewegung hinein zu bringen, welche bisher noch fehlt, sollen willen, der jetzt von Frankfurt aus wieder zur Diskussion allgemeinen Gewerkschaftskongressen überweisen möchte. ,, die Vertrauensmänner der deutschen Gewerkschaftskartelle, gestellt wird, der aber vor Jahren von der Generalkommission Wir lassen den Einwurf, daß die Parteitage für solche jowie die Vertrauensmänner der einzelnen Branchen mehr der Gewerkschaften schon angeregt worden ist, also durch- Aufgaben keine Zeit haben und daß dort die nöthigen Fühlung und Verbindung mit einander zu erhalten suchen und darauf hinarbeiten, daß fünftig in bestimmten Zwischen- aus nicht neu iſt, fam es ja in den Gewerkschaften Spezialkenntnisse fehlen, nicht gelten. Ein Blick auf die und darauf hinarbeiten, daß künftig in bestimmten Zwischen selbst zu jenen Auseinandersetzungen mit der General Verhandlungsgegenstände unserer Parteitage und die Art, räumen neben den Kongressen der Gewerkschaften regelmäßig fommission, welche die Existenz der letzteren in Frage stellten. wie dort die Verhandlungen geführt worden sind, widerein allgemeiner deutscher Gewerkschaftskongreß stattfindet, mit ein paar fühnen Worten ist also diese praktische legen diesen Einwurf. Ein Vergleich unserer Parteitage welcher von öffentlich gewählten Delegirten beschickt ist und mit den beiden allgemeinen Gewerkschaftskongressen läßt die Stellung der Arbeiter zu den einzelnen Fragen der Schwierigkeit nicht beseitigt. Sozialgesetzgebung einheitlicher als bisher regelt". Aber von dieser Seite der Frage ganz abgesehen, liegt die letzteren weit gegen die ersteren zurückstehen, auch was Die Gewerkschaften, gleichgiltig ob zentralisirt oder denn wirklich ein Bedürfniß vor, neben den zahlreichen die Behandlung der allgemeinen praktischen Arbeiteriuters lokal organisirt, sollen also offen, neben ihrer Aufgabe, Kongressen und Generalversammlungen der einzelnen Ge- effen betrifft. Es besteht also gar kein Bedürfniß nach einem Drgan, auf die Lohn- und Arbeitsverhältnisse ihrer Mitglieder ein- werkschaften und Berufen und den allgemeinen Parteitagen, 29] ihm Rienzi. Der letzte der römischen Volkstribunen. Roman von Edward Lytton Bulwer. Ist der Baron allein?" fragte Adrian. " Wohl nicht, edler Ritter; ein fremder Herr ist bei doch für Euch wird er zu sprechen sein." das die Erfolge seiner Klugheit: eine außerordentliche Selbst- alten normännischen Geschlechts, von dem Monreal, wenn sucht und eine zu große Zuversicht auf die Resultate seiner auch in der Provence geboten, abzustammen sich rühmte, eigenen Erfahrungen. Wenn er auch allgemein für einen klein und zart, und deren Finger, der Sitte der Zeit gemäß, gewandten Diplomaten galt, so war ihm doch nur die Lift mit Edelsteinen bedeckt waren auf den goldenen Griff des Intriganten, nicht die Vorsicht des Staatsmannes eines großen Schwertes ftüßte, auf dessen Scheide die funstreich gearbeitet waren, die das eigen. Der Stolz jedoch, der ihn im Glück übermüthig Silberlilien machte, hielt ihn auch im Unglück aufrecht. In den Abzeichen der provençalischen Brüderschaft zu Jerusalem früheren Schicksalen eines Lebens, er meistens darstellten. Guten Morgen!" sagte Stephan zu dem eintretenden in der Verbannung zubrachte, hatte er manche edle der Kraft, der Ausdauer Eigenschaften der Kraft, und wirt Adrian, setzt Euch und lernt in diesem ritterlichen Besuch Der Diener öffnete die Thüre, durch die mancher lichen Seelengröße entwickelt, welche bewiesen, daß den berühmten Herrn von Monreal teunen." neidische und spähende Blick drang, und Adrian wurde durch seine Fehler mehr eine Folge der Verhältnisse, als einen Pagen empfangen, der der besondere Liebling des seinem Wesen eigenthümlich waren. Sein zahlreiches und alten Herrn war. Durch ein anderes, großes und einsames edles Geschlecht war stolz auf sein Oberhaupt und Bimmer trat Adrian in ein kleines Kabinet, in dem er mit recht, denn er war der fähigste und geehrteste, nicht allein von dem Zweige des Colonna, sondern vielleicht seinen Verwandten fand. auch von noch mächtigeren Familien. Gut, laß mich ein. Ich will mich nach seinem Befinden erkundigen." " Ah!" sagte Monreal lächelnd, indem er Adrian be grüßte, und wie befindet sich die Dame zu Hause?" " Ihr irrt Euch, Herr Nitter," bemerkte Stephan,„ mein junger Verwandter ist nicht verheirathet; das ist in der That, wie der Papst Bonifacius sagte, als er auf dem Krantenbett lag und sein Beichtvater ihn auf Abraham's Vor einem mit Papieren bedeckten Tisch saß der alte Neben Stephan Colonna faß an demselben Tisch ein Schooß vertröstete, das ist ein um so größerer Genuß, je Colonna; ein mit Belzwerk reich besetztes Gewand umhüllte seine stattliche Gestalt; unter einer runden Müße Mann von edlem Aeußern, ungefähr dreiunddreißig bis weiter er noch entfernt liegt." Ihr werdet meinen Frrthum entschuldigen," erwiderte brangen einige graue Locken hervor, und fielen auf einen vierunddreißig Jahre alt, in welchem Adrian gleich Walter Die persönliche Erscheinung Monreal. Langen und ehrwürdigen Bart. In den Zügen des alten von Monreal erkannte. ,, Aber nicht," entgegnete Adrian ,,, Eure Nachlässigkeit, Patriziers, der sein achtzigstes Jahr längst zurückgelegt dieses berühmten Ritters entsprach keineswegs dem Schrecken, hatte, bemerkte man noch die Spuren einer Liebenswürdig den sein Name allgemein erregt hatte. Seine Züge waren daß Ihr Euch nicht persönlich von der Thatsache habt keit, durch die er sich in seinem Mannesalter ausgezeichnet regelmäßig und fast von weiblicher Anmuth und Bart- überzeugen wollen. Ich bin ihm mehr Dank schuldig, als hatte. Seine, wenn auch tiefliegenden Augen waren noch heit. Sein schönes langes Haar umwallte frei die weiße Ihr wißt, edler Stephan, und er versprach mir, mich zu dunkel und lebendig und glänzten in allem Feuer der und glatte Stirne; das kriegerische Leben und die italienische besuchen, um meinen Dant entgegenzunehmen." Ich versichere Euch," antwortete Monreal ,,, daß ich Jugend, sein Mund, gefällig, doch halb satirisch lächelnd, Sonne hatten nur wenig die gesunde Gesichtsfarbe gebräunt, und seine ganze Erscheinung war einnehmend und gebieterisch, die noch ihre Jugendblüthe behauptete. Seine lichtbraunen die Einladung nicht vergessen habe; aber bisher hatte ich mehr die hohe Abstammung, die schlaue Gewandt- Augen waren groß, glänzend und durchdringend, und ein so wichtige Geschäfte in Rom, daß ich gezwungen war, heit und die kühne Tapferkeit des Patriziers andeutend, furzer, mit soldatischer Bierlichkeit gehaltener Schnurr- und meine Ungeduld, unsere Bekanntschaft zu erneuern, zu als seine Heuchelei und den zur Gewohnheit gewordenen Backenbart, etwas dunkler als das Haar, gaben ihm ein zügeln." friegerisches Ansehen, aber mehr jenes, das den Helden der„ Also Ihr hattet Euch schon vorher kennen gelernt," Sinn für Unterdrückung und Gewaltthätigkeit. Stephan Colonna war, ohne gerade ein aller Gefahren Höfe und Turniere, als das den Räuberhauptmann hätte fagte Stephan, und wie?" Edler Herr, unsere erste Bekanntschaft steht zu einer spottender Held zu sein, in der That tapferer, als die errathen lassen. Der Ritter schien in lebhafter Unterhaltung begriffen, Dame in Beziehung," erwiderte Monreal, entschuldigt meisten Römer, obgleich er fest an dem italienischen Grundsatz hielt, nie einen Feind zu bekämpfen, so lange es möglich indem er sich zu dem Colonna leicht hinüberbog, und seine mein Schweigen." - die nach der gewöhnlichen Bildung des ist, ihn zu überlisten. Zwei Fehler jedoch verminderten beiden Hände " ( Fortsetzung folgt.) Der Londoner Kongre und die Anarchisten.") London, den 18. Juli. man " " Ges Die es von Frankfurt aus verlangt wird. Wohl aber be-| demokraten sich dagegen erheben, daß die An- organ des Fürsten Bismarck die, Hamb. Nachr.", in zwei Leit, steht die Gefahr, daß, wenn die Frankfurter Vorschläge ver- archisten aus dem Kongreß ausschließt. Es wäre sehr artikeln, deren einer das Resultat der letzten Ersatz- und Stichwirklicht würden, damit der Anlaß zu Eifersüchteleien, voreilig, darin einen Beweis theoretischer Unklarheit zu erwahlen beleuchtet, während der andere das Vorgehen der Reibereien und Bänkereien noch in viel größerem Umfange blicken. Hier, wo es alltäglich vorkommt, daß Leute aus den sächsischen Behörden gegen die Sozialdemokraten speziell in gegeben würde, als dies leider heute schon vielfach der für irgend einen gemeinsamen Zweck politischen Charakters dem Rosenow'schen Fall als nachahmenswerth für die anderen verschiedensten, sich untereinander bitter befehenden Parteien Fall ist. Man lese doch die Berichte des letzten( Proteft gegen eine Gesezvorlage, ein auswärtiges Unter Landtage hinstellt, so lange nicht vom Reiche aus ein neues Gewerkschaftstongresses aufmerksam. Was hatten denn nehmen 2c.) zusammentreten, muß es daher manchem befremdend Sozialistengesetz geschaffen ist. So lange man die Sozialdie dort mit besonderer Vorliebe zum besten erscheinen, daß Leute, die sich zum Sozialismus bekennen demokratie wie andere Parteien behandle, fie als gleichgegebenen Redensarten, wie z. B. die vom souveränen Volk und das thun die Anarchisten gegenwärtig- wegen Abweichungen berechtigten Faktor unseres politischen Lebens ansehe, müsse der deutschen Gewerkschaften u. a. für einen Zweck als den, in einzelnen Punkten der Doktrin oder Taktik von einer Be- auch ihr Einfluß steigen; das höre auf, wenn sie als staatseinen tünstlichen Gegensatz zwischen Gewerkschaften und rathung ausgeschlossen werden sollen, wo es sich um Formulirung verbrecherische Partei" stigmatisirt und das öffentliche BePartei zu konstruiren. Charakteristisch ist es doch auch, von Forderungen der Arbeiterklasse handelt, die das ganze Gebiet wußtsein gegen sie aufgerüttelt werde. Das Bismarck'sche daß dem Kongreß schließlich von allen deutschen Gewerk des modernen Wirthschaftslebens umfaffen. schaftsblättern dasjenige zur eventuellen Benutzung der General- darüber aufkommen zu lassen, aus welchen Gründen eine be- erinnert daran, daß dieselbe Stigmatifirung als„ staatsEs handelt sich also, von vornherein gar keinen Irrthum Wort will leider nicht recht verfangen; die„ Germania" tommission empfohlen wurde, welches von jeher am aller- schränkende Vorschrift für den Kongreßbesuch für nothwendig verbrecherische Partei" von demselben Bismarck auch gegen entschiedensten seine Unabhängigkeit gegenüber der politischen erachtet wird alles zu vermeiden, was der gefliffentlich das Zentrum und sogar erst in den letzten Tagen verlangt Arbeiterbewegung betonte und dessen bisheriger Hedakteur propagirten Ansicht Vorschub leistet, dieselbe sei der Deckmantel sei. Da nun", bemerkt das ultramontane Blatt, das lezzthin ja das interessante Geständniß ablegte, daß es zu für dogmatischen Meinungszwang und persönlicher Rachsucht. Zentrum im Reichstag, freilich zum großen Aerger des seinen speziellen Aufgaben gehörte, sich gegen die sozial- Vor einigen Tagen brachte der Vorwärts" einen Brief aus Fürsten Bismarck, die ausschlaggebende Partei ist, so würde demokratische Partei und ihre Organe stets als auf Vor- Holland, worin berichtet wurde, daß die Holländische Soziales Gelbstmord begehen, wenn es ganz abgesehen von poften befindlich zu betrachten. Demokratische Partei beschlossen habe, auf dem Kongreß die Nicht- anderen Gründen, die gegen Ausnahmegefeße überhaupt Daß bei solcher Lage die deutsche klassenbewußte bundes zu beantragen, angesichts der maßlos verleumderischen würde. Im übrigen würden die Sozialdemokraten selbst zulaffung der Delegirten des( Nieuwenhuis'schen) Sozialisten sprechen- ein solches„ Spezialgeset" mit votiren helfen Arbeiterschaft besondere Anstrengungen machen soll, um Artikel, die das Organ jenes Bundes über das organisirende eine Institution lebensfähig zu machen, welche einerseits Komitee des Kongresses gebracht habe. Ich habe die Artikel ein solches Ausnahmegesetz geger sie nur zu gern sehen; es altbewährte, mit großen Opfern erreichte Organisationen nicht gesehen, zweifle aber teinen Augenblick daran, wäre die beste Propaganda für ſie." wie all der anderen in ihrer Existenz bedroht und andererseits die Gefahr in daß sie aus Gift und Lüge wider alles zusammen Auf die Hilfe des Zentrums, so sich birgt, den Keim der Zwietracht unter den gesetzt sind, was auf dem einst von Nieuwenhuis so Parteien, welche die Anständigkeit des Fürsten BisArbeitern zu hegen und zu pflegen, dem können wir nicht entschieden vertretenen Standpunkt steht. Wie wäre sonst Play mard am eigenen Leibe erfahren haben, kann der verzustimmen. Wenn es deshalb in dem Bericht über die für sie im Recht voor Allen". Aber ein Grund zum Ausschluß flossene Reichskanzler nicht rechnen. Seine Hoffnung sett Frankfurter Verhandlungen heißt: von Nieuwenhuis oder Coben aus dem Internationalen Kongreß er daher auf die Einzel- Landtage, in denen, dank des „ Die Gewerkschaftskartelle aller Orte, sowie die gewerkschaft sind sie nicht. Eine bestimmte Organisation oder eine in ge- Klaffenwahlrechts, die besitzenden Klassen die Oberhand lich organisirten Arbeiter überhaupt, werden aufgefordert, obige schlossenem Rahmen wirkende Partei kann von ihren Angehörigen Vorschläge in der nächsten Zeit in öffentlicher Gewerkschafts- verlangen, in ihrer Kritik bei der Wahrheit zu bleiben und den haben und ungehindert von Reichsgesetzen für jede Willkür, versammlung recht rege zu diskutiren und über sie Beschluß zu zutreten. Der Internationale Kongreß fann in dieser hinsicht raum haben. Wenn sich das Reich scheut, den Kampf neben ihnen Stämpfenden mit fachlichen Argumenten gegenüber die gegen die Sozialdemokratie geübt wird, freien Spielfaffen" so haben wir gegen das Diskutiren der Vorschläge nichts. nur Wünsche und Erwartungen aussprechen. Disziplin über mit der Sozialdemokratie aufzunehmen, so ist es Pflicht der Den Arbeitern aber können wir nur den Rath geben, sich feine Sigungen hinaus fann er nicht ausüben. Ein Versuch in Einzelstaaten, vor die Bresche zu treten, um ihrerseits der recht genau zu überlegen, welche Wirkungen die Verwirt- dieser Richtung müßte zu endlosen Rekriminationen führen. Der Umsturzpartei mit allen Mitteln der Landesgeseßgebung Kongreß ist kein Sittentribunal. entgegenzutreten," so radamontirt die alte Reichsrakete, lichung der Vorschläge haben kann. Es giebt nur einen Gesichtspunkt, von dem er sich bei der und mag sich des Beifalls des Königs Stumm erfreuen; Frage der Zulassung von Delegirten bestimmen lassen darf, und das ist die Vorsorge für eine gedeihliche Erledigung für den Gründer" der Reichseinheit kann es keinen feiner Aufgaben. Gewiß, dazu gehört auch guter Wille der würdigeren Abschluß geben, als die Reichseinheit zu zereinzelnen Theilnehmer, aber da es uns nun einmal nicht geschlagen, um seinen seinen reaktionären Haß zu befriedigen. geben ist, Herz und Nieren zu prüfen, muß dieser überall da Wenn er nur die Macht hätte; aber wie in den letzten vorausgesetzt werden, wo Gemeinsamkeit der Ziele bekannt wird, Jahren seiner Herrschaft gelingt ihm nichts mehr". Er Je näher der Internationale Kongreß rückt, umso mehr zeigt und gegen böswillige Störungen hat der Kongreß sein Bureau. ftigmatisirt nicht mehr die Sozialdemokratie, er kann nur es sich, daß auch er nicht ohne seine Anarchisten- Debatte abgehen Nun ist aber Gemeinsamkeit der Ziele ein sehr unbestimmter noch sich und seine Anhänger stigmatifiren und an den wird. Die Anarchisten entfalten eine fieberhafte Thätigkeit, eine Begriff und gewährleistet, selbst überall guten Willen voraus- Pranger stellen. möglichst starte Anzahl von Delegirten von Anfang an in den gefeßt, noch keineswegs eine gedeihliche Erledigung der Aufgaben Kongreß hineinzubringen, um dann sofort eine Debatte über die des Kongresses, wenn nicht von vornherein ein gemeinsamer - Gegen die Sozialdemokratie! Im Reichsvom Brüsseler und Züricher Kongreß aufgestellten Bulaß- Boden der Debatte gegeben ist. Das ist so sehr und Staats- Anzeiger" wird folgende Verfügung des Kriegsbedingungen zu provoziren. Und daß sie damit nicht allein da- allgemein anerkannt, hat sich so allgemein als nothwendig er- ministers abgedruckt: Es wird hiermit zur allgemeinen Kenntniß ftehen, zeigen die von den Holländern Nieuwenhuis'scher Obser- wiesen, daß heute gar keine internationale Konferenzen mehr gebracht, daß den Unteroffizieren und Mannschaften dienstlich vanz und einigen englischen Arbeitervereinen eingebrachten Anträge stattfinden, ohne daß man sich von vornherein das Feld der verboten ist: 1. jede Betheiligung an Vereinigungen, Berfammauf Umftoßung jener Beschlüsse. Debatte absteckt. Man muß mindestens über gewisse Funda- lungen, Festlichkeiten, Geldsammlungen, zu der nicht vorher besondere Es ist nicht anzunehmen, daß jene Anträge durchgehen mentalprinzipien vorher einig sein, wenn eine in der Zeit dienstliche Erlaubniß ertheilt ist, 2. fede Dritten erkennbar gemachte werden, ich glaube nicht einmal, daß das Verlangen der Anbeschränkte Berathung irgend einen Zweck haben soll. Und die Bethätigung revolutionärer oder fozialdemokratischer archisten, sich an den Arbeiten des Kongresses zu betheiligen, bei Beit des Internationalen Sozialinen- und Gewerkschafts- finnung insbesondere durch entsprechende Ausrufe, Gefänge oder der Mehrheit von ihnen sehr intensiv ist. Mir wenig fongreffes wahrlich beschränkt genug. In im ähnliche Kundgebungen, 3. das Halten und die Verbreitung ftens ift es unverständlich, wie man ernstlich bas Grunde genommen fünf Tagen foll in dreisprachig revolutionärer oder sozialdemokratischer Schriften, sowie jede Bedürfniß verspüren kann, mit Leuten kollegialisch zu berathen, geführter Debatte Stellung zu einer ganzen Reihe politischer Einführung solcher Schriften in Kasernen oder sonstige Dienstdie man jahraus, jahrein nicht müde wird, als forruptes Ge- und wirthschaftlicher Forderungen und Probleme genommen lokale. Ferner ist sämmtlichen Angehörigen des aktiven Heeres findel zu denunziren. Zudem werden ja auch schon die nöthigen werden. Da ist doch das mindeste Erforderniß, daß man über dienstlich befohlen, von jedem zu ihrer Kenntniß gelangenden Vorbereitungen für einen Gegentongreß getroffen, der hinterher die Natur der zur Verwirklichung diefer Forderungen gegebenen Vorhandensein revolutionärer oder sozialdemokratischer Schriften sein Anathema über die böse Sozialdemokratie zum besten zu Mittel einigermaßen vorher im Reinen ist. in Kafernen oder anderen Dienstlokalen sofort dienstliche Anzeige geben haben wird. Das und nicht mehr verlangt die Züricher zu erstatten. Diese Verbote und Befeble gelten Es liegt auf der Hand, daß die Perspektive eines Resolution. In einem Artikel von E. Malatesta in der auch für die zu Uebungen eingezogenen solchen anarchistischen Gegen- oder Sonderkongresses niemand letzten Nummer des Keir Hardie'schen„ Labour Leader" über den und für die zu kontrollversammlungen eins Wollen die Anarchisten und ihre Freunde Kongreß lese ich:" Offenbar wollen die Sozialdemokraten den berufenen Personen des Beurlaubtenstandez, einen eigenen Kongreß abbalten, so fann man ihnen nur Glück Arbeitern ihr besonderes Programm aufzwingen." Genau das welche gemäß§6 des Militär Strafgesezbuchs und§ 38 B1 dazu wünschen und es ihnen überlassen, wie sie die grundfäß- Gegentheil ist der Fall. Wer aufzwingen will, sind die Anarchisten des Reichs- Militärgefezes bis zum Ablauf des Tages der Wiederliche Gegnerschaft gegen jedes Repräsentativsystem mit den und ihre Verbündeten. Sie kommen mit der vorgefaßten Idee entlassung bezw. der Kontrollversammlung den Vorschriften des Voraussetzungen eines Kongresses in Einklang zu bringen verzum Kongreß, daß die Arbeiter von gewiffen Mitteln des politischen Militär- Strafgesetzbuchs unterstehen. mögen. Die große Wahrscheinlichkeit ist, daß das so deutlich sich Kampfes, vom ganzen Gefeßgebungsapparat des Staates, Wahl- Der Geist, aus dem die Verordnung, die übrigens nur eine abzeichnende Doppelspiel auf die große Mehrheit der Delegirten recht 2c. feinen Gebrauch machen dürfen. Nun lese man die zum Zusammenfassung früherer ähnlicher Verordnungen, erwachsen ist, zum Internationalen Sozialistenkongreß nur die Wirkung haben Kongreß eingelaufenen Anträge durch und sage fich, ob sie nicht, ist bekannt. Daß man mit solchen Mittelche der Entwickelung wird, sie zur Beschleunigung der Abstimmung im Sinne der soweit sie nicht reine Formalitäten betreffen, sammt und sonders unserer Partei nicht Abbruch thun kann, könnte man schon im Züricher Beschlüsse zu veranlassen. Man wird kurzen Prozeß durch diese Auffassung schon von vornherein abgeurtheilt sind, Kriegsministerium wissen. mit Leuten machen wollen, die nur gekommen sind, dem Rongreß ob nicht bei jedem von ihnen der Streit von neuem ausbrechen- Beendigung des deutsch spanischen Zoll. Zeit wegzunehmen, ihm Knüppel in den Weg zu werfen. müßte, nicht ob diese oder jene Form der Aktion, ob die An frieges. Der Reichs- Anzeiger" meldet: Nachdem die spanische Diese Voraussicht läßt es uns zeitgemäß erscheinen, der rufung der Gesetzgebung im fpeziellen Fall gerathen ist oder Regierung die geeigneten Borkehrungen dazu getroffen hat, daß Frage einige Worte zu widmen, nach welchen Grundsäßen der nicht, sondern ob man überhaupt an die Gesetzgebung gehen vom 25. Juli ab auf die deutschen Boden- und Industrie- ErRongreß diesen Gegenstand am besten zur Entscheidung bringen dürfe. Das meritorische, die Substanz der zu verhandelnden zeugnisse bei der Einfuhr in Spanien, Kuba und Puerto Offenbar handelt es sich da nicht um eine einfache Machtfrage, Streit der Doktrinäre, den die Praxis längst entschieden hat, ob Kolumne der dortigen Zolltarife, angewendet werden wird, ist Fragen wird in den Hintergrund gedrängt durch den ewigen Rico der sogenannte Minimaltarif, das ist die zweite fondern in hohem Grade um eine Frage des Rechts. Und es wir uns unserer Nase zum Riechen bedienen dürfen. Das bedingt auch deutscherseits das Erforderliche veranlaßt, damit von dem genügt nicht, das Bewußtsein feines guten Rechts für sich zu haben, eine Beitverwüftung, wie sie ärger nicht gedacht werden kann, felben Tage ab die Erzeugnisse Spaniens und seiner überseeischen man muß auch im stande sein, anderen anderen die Ueber- bas stellt jebe Verständigung über irgend eine aktuelle Forderung Besitzungen nach dem allgemeinen deutschen Bolltarife - ohne zeugung beizubringen, daß man aus befferen Motiven handelt in Zweifel, das macht den Kongreß aus einer Zusammenkunft Buschläge abgefertigt werden. als Die der Ranküne, der Ausschlußsucht, der Unluft, die Stimme der Kritik zu vernehmen. Der Internationale Ron sur Verständigung über praktische Fragen der Arbeiterpolitik zu Ein Parteitag der deutsch fozialen Re. greß verliert einen großen Theil seines Werthes, wenn er die Die Züricher Resolution ist so weitherzig gefaßt, wie nur formpartei( Antisemiten) soll Ende September oder Anfang öffentliche Meinung a priori gegen fich einnimmt, wenn er sich möglich. Sie sagt nicht, die Arbeiter müssen unter allen Umständen Oktober in Halle a. S. stattfinden. zu einem Verfahren hinreißen läßt, bei dem er als eine Körper- fich an Wahlkämpfen 2c. betheiligen, nicht, die Arbeiter müssen fchaft intoleranter dogmatischer Settirer erscheint. Sage man nicht, die Erfüllung ihrer Emanzipation, die Hebung ihrer Lage lediglich ein Antisemit sich um das Reichstags Mandat bewerben. Das In Brandenburg- Weft havelland will auch der Kongreß hat mit der öffentlichen Meinung nicht zu rechnen, weil vom Staat und der Gesetzgebung verlangen. Niemand würde sich halbe Dutzend Kandidaten wird bis zur Ausschreibung der Wahl sie die Meinung der Gegner ist. Erstens ist sie nicht nur die energischer dagegen wenden, die Arbeiter ausschließlich auf den Staat, voll werden. Meinung der Gegner und zweitens giebt es verschiedene Arten von auf die Hilfe von oben verweisen zu wollen, als der Schreiber dieses Gegnern. Es wäre eine verhängnißvolle Selbsttäuschung, die Phrase, Artikels. Ich möchte beileibe nicht ein Geschlecht von Staats-- Der Reichstag3- Abgeordnete für die West daß das Urtheil der Gegner immer genau das Gegentheil des ftipendiaten heranwachsen sehen. Aber zwischen Maßhalten in prie gnis, Generalmajor 3. D. von Podbielski, soll nach einer wirklichen Sachverhalts ausdrückt, für mehr als eine Ueber der Inanspruchnahme des Staates und Verbot derfelben ist Meldung der" Post" zum Generallieutenant befördert worden treibung einer bedingten Wahrheit nehmen. Wie stark auch der ein gewaltiger Unterschied. Die Züricher Resolution läßt die sein. Ob diese militärische Rangerhöhung auf parlamentarische politische oder Klassengegensay, er füllt nicht das ganze Leben Frage, wann und wo die Anrufung des Staates oder Verdienste des Herrn zurückzuführen ist, wissenwir nicht. unferer Zeit aus, er beherrscht nicht das ganze Denfen und die Theilnahme am politischen Rampf gerechtfertigt ist, Fühlen der Individuen. Es giebt noch Punkte, wo wir mindestens zunächst offcn, fie empfiehlt nur, aber sie befiehlt nicht, sie ist schreibt das„ Lüdenscheider Tageblatt": Bor wenigen Tagen - Gefängniß Unwesen. Unter dieser Spigmarke mit einem großen Theil der Gegner auf gemeinsamem Boden durchaus undogmatisch. Sie sagt, wer nicht auf diesem brachten wir die Nachricht von der seltsamen Behandlung, die stehen. Und umfomehr, je vorgeschrittener das Land, je höher undogmatischen Standpunkt steht, wer aprioristisch den sozialdemokratischen Redakteuren im Gefängniß zu theil geworden seine politische Entwickelung im Sinne moderner Demokratie. politischen Kampf, die Inanspruchnahme der Gesetzgebung verft. Bekanntlich ist den Herren im Widerspruch mit den klaren Der Kongreß wird in einem Lande abgehalten werden, wo wirft, mit dem ist jede Diskussion über den Spezialfall Zeit- Bestimmungen des Gefeßes die Selbstbeschäftigung verweigert die Freiheit der Nede höher geschätzt wird, als irgendwo sonst vergeudung, und da die den Delegirten zugemessene Zeit sehr worden. Wenn wir heute auf diese Angelegenheit zurückin der Welt, wo eine Achtung vor der Ueberzeugung des Neben: fnapp, sehr foftbar ist, ersuchen wir ihn, vom Kongreß wegzu- fommen, so geschieht es, weil wir glauben, daß mehr wie menschen der Maffe der Angehörigen aller Barteien in Fleisch bleiben. Das elementare Erforderniß ersprießlicher Diskussion, eine zufällige Anordnung und Blut übergegangen ist, die dem an die Sitten des Polizei der gemeinsame Boden der Verhandlung fehlt, eine Einigung ist betracht kommenden Gefängnisse hierbei im Spiele ist. zufällige Anordnung des zufälligen Leiters der in So= und Militärstaates Gewohnten zunächst unfaßbar erscheint. Statt von vornherein ausgeschlossen, wir sprechen zwei verschiedene weit wir unterrichtet sind, handelt es sich in beiden Fällen, aller Beispiele, die darüber anzuführen wären, braucht man nur Sprachen, für die es feinen Dollmetscher giebt. in Dortmund und Hameln, um Gefängnisse, welche dem auf die Rückwirkung zu verweisen, die diese Zustände auf Das muß dem Publikum von vornherein klar gemacht werden, Minister des Innern unterftehen, im Gegensatz zu den fo festländische Revolutionäre auszuüben pflegen, die sich hier nieder- ohne Leidenschaft, ohne Gehäffigkeit. Und das wird es verstehen. genannten„ Gerichtsgefängnisfen", die zum Ressort des Juftizlaffen. Die Malatesta Merlino, die Krapotkin und Louise Im Lande der größten Meinungsfreiheit herrscht auch das größte ministers gehören. Dieser Dualismus ist an sich schon eigenaring; Michel find in England aus Propagandisten der" That" zu Berständniß für die Vorbedingungen zweckmäßigen Handelns. er wird es aber ungleich mehr, da für die beiden Kategorien von reinen Propagandisten der Doktrin geworden, die von der Sozial- Querköpfe und Böswillige giebt es natürlich allerorts, aber so Gefängnissen völlig verschiedene Vorschriften bestehen. demokratie eben nur ihre Staats- und Gefeßgebungs- Gegnerschaft laut sie auch schreien, braucht man sie doch nicht für die Träger den Gerichtsgefängnissen werden, in Uebereinstimmung mit In trennt. Und aer in England sehen wir denn auch, neben allerhand der öffentlichen Meinung zu nehmen. In Zürich ist der große S 15, 3 des Reichs- Strafgesetzbuches, unseres Wissens niemals Intriganten, ehrliche, gescheite und bewährte Sozial Fehler gemacht worden, daß man lange des Schwierigkeiten bereitet, wenn ein Inhaftirter sich selbst bebattirt und den Standalmachern zeit und schäftigen will, auch wird würdigen Infassen in Verfolg einer *) Wir haben uns über diese Frage bereits ausgesprochen, und können durch die Ausführungen unseres geschäßten Mit- elegenheit gegeben bat, das Publikum zu humanen Strafvollstreckung jede zulässige Erleichterung gewährt. arbeiters, soweit sie ein größeres Entgegenkommen, als uns gut täuschen und sich als ein Opfer der Intoleranz Singegen kommt in der Behandlung der Gefangenen, welche in ſchien, zu befürworten scheinen, in unserer Auffassung nicht er- binzustellen. Möge er in London nicht wieder der dem Polizeiminister unterstellten Kategorie Gefängnisie unterschrecken kann. würde. einem Konzil über Doktrinen. Politische Uebersicht. schüttert werden. Im Gegentheil die Gleichheit der Grund- holt werden! anschauung und der letzten Schlußfolgerung bestärkt uns nur in unserer Ansicht. Wir sind wahrlich für Gerechtigkeit, allein wo böser Wille vorliegt, ist„ Nachgiebigkeit" Schwäche. Und den Engländern dies für den vorliegenden Fall klar zu machen, wird nicht schwer fallen. R. d. V. Berlin, 23. Juli. Die Gegner der Sozialdemokratie sind zu anständig gegen die Sozialdemokratie, so leitartikelt das LeibM 3 gebracht werden, ein Prinzip zur Anwendung, welches sich von den für Zuchthäuser geltenden Vorschriften nur wenig entfernt. Eine der einschneidendsten Bestimmungen in diefer Richtung ist die, daß in der leztgedachten Kategorie Gefängnisse nur solche Arbeiten geduldet werden, welche in dem Gefängniß eingeführt sind. Literarische Thätigkeit aber gehört nicht dazu. Was Wunder, = wenn die betreffenden Direktoren nun einen in ihr Machtbereich dem Genossen Martin wörtlich gefagt, er folle fich in 13oll für Weizen auf 60 Dere, für Weizenmehl auf überlieferten Redakteur zwingen, unter Umständen in Gemeinschaft Acht nehmen, wiederzukommen; er würde sonst 2 Kronen pro 100 Kilogramm. Türkei. Partei- Nachrichten. mit gemeinen Verbrechern, geifttödtende, mechanische Arbeit zu dieselben Vergünstigungen, wie bisher, nicht verrichten! Der Schaden liegt im System! So lange durch Gesez mehr zu genießen haben. Martin ist förperlich schwächdarin keine Wandlung geschaffen ist, bleibt nichts anderes übrig, lich und zudem hochgradig nervös, so daß der Anstaltsarzt trob Aus den Aufstandsgebieten. Die„ Daily News" als daß die Redakteure, welche Aufforderung erhalten, fich zur mehrfacher Einsprache von Straßburg aus die Selbstbeköstigung meldet aus Athen unter dem 22. d.: Eine Bande türkischer Strafverbüßung in einem dem Minister des Junern unterstehenden und Selbstbeschäftigung damals noch für ihn durchgesezt hat. Irregulärer überfiel und tödtete in der Nähe von Herakleion Gefängniß zu stellen, sofort sich an den Minister wenden, um die Nun hat er wieder ein Jahr und ich nehme an, daß der 15 Chriften, einschließlich zweier Priester. Die Christen in Erlaubniß zu literarischer Thätigkeit zu erwirken. Für die Ab- Direktor seine Drohung von jener Zeit heute zur Wahrheit Herakleion tödteten gestern 6 Muselmanen. geordneten des preußischen Landtages aber dürfte die Pflicht vorliegen, gemacht hat. Sollte dies der Fall sein, so würde es für Martin's Die Times" melden aus Konstantinopel unter dem 21. d. M.: dieser Seite des Gefängnißwesens bei nächster Gelegenheit einige Ronstitution wie ich ihn fenne- nur ein langfames Sterben In Ordu tamen Megeleien vor. Nach einer Mittheilung des Aufmerksamkeit entgegenzubringen. Uns scheint dringend geboten, bedeuten. Vielleicht trägt diese Anregung dazu bei, über die Ministers des Innern sind 25 Armenier hierbei umgekommen. für das Gefängnißwesen eine einheitliche Strafvollstreckungs- Behandlung Martin's durch die Gefängnißdirektion bezw. vorschrift zu erlassen, wozu erforderlich sein wird, zunächst den das Ministerium in Straßburg etwas näheres zu erfahren. Dualismus im Gefängnißwesen zu beseitigen. Nicht zum ge- Auch im Fall Kauffmann ist die Oeffentlichkeit ja nur durch einen ringsten macht sich dieser Dualismus auch fund in der ver: 3ufall von den Gefängnißleiden unseres Genossen unterrichtet schiedenen Stellung der Gefängnißbeamten. Die Beamten der worden. Gefängnisse des Ministers des Junern haben andere Rang verbältnisse und andere Gebührnisse wie die der Gerichtsgefängnise. Ein Grund dafür ist nicht einzusehen. Es wäre zu wünschen, daß die Preise während der Parlamentsferien die Gefängnißfrage ausgiebig erörtert, damit ein reichhaltiges Material zusammengebracht wird, welches den demnächstigen Verhandlungen im Abgeordnetenhause sehr zu statten kommen dürfte. Die Rheinisch- Westfälische Arbeiterzeitung" schreibt in der gleichen Sache: Die Verweigerung der Selbstbeschäftigung für Kauffmann und Block beruht anscheinend auf einer Verfügung des Ministers des Junern v. d. Recke. Diesem sind die beiden Gefängnißanstalten in Münster und Hameln in letter Instanz unterstellt, nicht wie die Gerichtsgefängnisse der Staatsanwalt schaft und oberinstanzlich dem Justisminister. Die Verfügung des Ministers des Innern ist wahrscheinlich eine generelle. " Das genannte Blatt berichtete schon früher, daß die Ges fängniß- Direktion in Münster den Antrag auf Selbstbeköstigung Block's unter Hinweis auf einen ministeriellen Erlaß ab gelehnt habe. Kolmar i. Elf., 23. Juli.( Privatmittheilung des Vorwärts".) Die von den Gegnern mit aller Kraft bekämpfte Wahl unseres Genossen Bueb in den Bezirksrath von Ober- Elsaß wurde heute anerkannt. Schweiz. d. M. brennen. Internationaler Arbeiter- Kongres in London. Wegen der großen Zahl von Delegirten, die aus allen Theilen der Kulturwelt angemeldet sind, hat das Organisations- Komitee die große Queen's Hall, Langham Place, als Ort bestimmt, wo die Sigungen des Kongresses abgehalten werden sollen. Die Halle hat Sigpläge für 3000 Personen. Das Publikum hat bei den Kongreßßigungen felbstverständlich Zutritt. 15. b. W. enthält den Wortlaut des Bundesbankgesetzes mit AnZürich, 21. Juli.( Eig. Bericht.) Das Bundesblatt vom In Arnstadt i. Th. sprach kürzlich Reichstags- Abgeordneter fegung der Referendumsfrist auf 13. Ottober. Sofort haben die Gegner in Lausanne mit wahrhaft affenartiger Geschwindigkeit Bock in einer Versammlung über die Reichstags- Verhandlungen. die Referendumsbogen zur Unterschrift gegen das Gesetz an alle Die Versammlung erklärte sich mit der Thätigkeit unferer Bankiers, Börsenjobber, Aktionäre, Spekulanten, Bundesfeinde Fraktion einverstanden. Weiter wurde, nach einem Referate des. und die gewerbsmäßigen Reinsager versandt. Die welsche Obstruktion felben Redners, der Beschluß gefaßt, beim Magistrat die Gr und Plutokratie ist also wieder an der Arbeit und sie wird auch richtung eines Gewerbegerichts zu beantragen. Zum Delegirten für den internationalen Arbeiterkongreß in London wurde die erforderlichen 30 000 Unterschriften aufbringen. Die Volksabstimmung über die Disziplinarordnung, das Genosse Joos aus Gotha und zum Vertrauensmann der Partei Viehhandels- Gesetz und das Eisenbahnrechnungs- Gesetz ist vom einstimmig der Handschuhmacher Fr. Gilet( Adresse: Arnstadt, Alle für den Wahlkreis Bundesrath auf den 4. Oktober angesetzt. Es wird also wohl Wachsenburger Allee 6) gewählt. bald die Agitation für und gegen diese Gefeße, namentlich be- Schwarzburg- Sondershausen bestimmten Korrespondenzen sind an züglich des legeren, auf der ganzen Linie in heftigster Weise ent- diesen zu richten. 3um Fall Rosenow. Die Sächf. Arb.- 3tg." be In Pforzheim haben unsere Genoffen nun auch Vertretung Leider leisten in diesen rein plutokratischen, volts- und im Stadtrath erlangt. Bei der dieser Tage durch den Bürgerhandelt in einem vortrefflichen Artikel die Internirung unseres bundesfeindlichen Kämpfen auch die welschen„ Sozialdemokraten", ausschuß vorgenommenen Wahl von neun Stadträthen bekamen im Genossen in Chemnitz. Sie weist aus der Entstehungsgeschichte speziell die des Kantous Waadt, ihr Theil. Es ist offen aussie zwei Site. und dem Wortlaute des Gesetzes nach, daß die Maßregel der gesprochen und konstatirt worden von einem Neuenburger DeleAmishauptmannschaft Chemniß zweifellos gesezwidrig ist. Bon girten auf der Generalversammlung des Grütlivereins in 30- Aus dem Elsaß. Am 23. Auguft wird in der Schlucht der Zulässigkeit einer solchen Internirung steht gar nichts in dem fingen, daß diese eingefleischte Föderalisten sind und so gegen bei Martir ch auf französischem Geviete eine von den Genossen Gesetze. Unser Dresdener Parteiblatt schließt seine. Ausführungen das eigene Interesse die kapitalistischen Umtriebe unterstüßen. des ganzen Oberelsaß geplante Volksversammlung abgehalten. folgendermaßen: Udvolat Fauquez in Lausanne, der Redakteur des„ Grüili", Als Referenten dazu sind ausersehen die Genossen August „ Wir sind darum der Meinung, daß Genosse Rosenow scheint der Führer dieser merkwürdigen Spielart von Sozial Bebel, Mitglied des deutschen Reichstags, und Jules auf Beschwerde bei der Oberbehörde die Zurückziehung demokratie zu sein. Guesde, Mitglied der französischen Deputirtenkammer. Die der Maßregel durchsetzen wird. Wenn er das aber auch französische Behörde hat die Genehmigung zu der Versammlung erreicht, so bleibt doch nichtsdestoweniger die Thatsache bestehen, bereits ertheilt. daß eine sächsische Behörde einer neuen Versuch gemacht hat, Polizeiliches, Gerichtliches 2c. uns gegenüber einem Gefeße eine Auslegung zu geben, die ihm -Durch den Bericht über eine Gerichtsverhandlung sollte nicht zukommt und die andern gegenüber unseres Wissens noch Am Vorabend des Kongreffes bereitete die Arbeiter- Bevöl- bas Voltsblatt für Harburg" den Polizeisergeanten nicht verfucht worden ist. Das Gesez ist gemacht worden, um der Polizei eine Handhabe zu geben, gemeine Verbrecher be- ferung der Stadt, die in den letzten Gemeindewahlen von den Gengel in Wilhelmsburg beleidigt haben. Der verantwortliche fondern Maßregelungen zu unterwerfen, ihnen die Möglichkeit Sozialdemokraten gewonnen worden war, den Delegirten einen Redakteur Thiel in Harburg war deshalb vom dortigen der Wiederholung ihrer Thaten zu erschweren begeisterten Empfang. Die Delegirten wurden von dem Bahnhof Schöffengericht zu vier Wochen Gefängniß verurtheilt worden. dazu geeignet ist oder nicht, mag unerörtert bleiben nach dem Volkshaus( Maison du Peuple) der Partei von einer Das Landgericht in Stade als Berufungsinstans erkannte dagerade Sozialdemokraten gegenüber wird es in einer bisher nicht Wenge begleitet, die man auf zirka 20 000 Köpfe schätzt. An gegen auf Freisprechung, während der Staatsanwalt Erhöhung dagewesenen und nach unserer Meinung ganz unzulässigen Weife der Spitze des Zuges, fünf rothe Banner voran- der Strafe auf zwei Monate Gefängniß beantragt hatte. angewendet. Daß es als Rampfmittel gegen die Sozialdemokratie getragen wurden, marschirten die Genoffen Jules Guesde, Delory, Bürgermeister von angewendet werden soll, ist von den Veranlaffern des Gesetzes und Lille, Paul Lafargue mindestens nicht ausgesprochen worden und diese Anwendung ist Siauve- Evansy, Redakteur des Liller Tageblattes Réveil du auch in der That neu. Sie ist neu, bis sie von noch Neuerem Arbeiterlied von Pottier, dessen Refrain von der Menge gewierigen Vernehmungen und Verhandlungen ausgearbeitete Nord". Drei Musikorchester spielten die Internationale", das Der mit Hilfe des Berliner Gewerbegerichts nach langüberholt werden wird. fungen wurde. Auf dem Durchmarsch wiederhallten die Straßen Minimallohntarif für die Herren und Knaben. von vieltaufendtönigen Hochrufen auf die Arbeiterpartei, die konfettion ist nunmehr fertig gestellt und wird jetzt an die Delegirten, auf Jules Guesde und Delory. Kein Zwischenfall betheiligten Konfektionäre und an die Zwischenmeister versandt. Die störte die großartige Kundgebung, dank der Abwesenheit der endgiltige Entscheidung über diesen Tarif wird in allernächster lieben Polizei und der Umsicht der 300 Partei- Ordner. Zeit gefällt werden. ob es und Greiz, 21. Juli.( Nat.- 3tg.) Sierselbst fand eine Verfamm lung der vereinigten Jnnungen statt, welche Stellung nahm gegen die Bäckereiverordnung des Bundesraths. Dabei ereignete fich der gewiß feltene Zwischenfall, daß der überwachende Gendarmeries Wachtmeister Bebel in Schuh nahm. Einer der Redner äußerte nämlich:„ Es hat sich ein Abgeordneter im Reichstag die Frechheit erlaubt, zu behaupten, daß von den Bäckern 80 pCt. an der Bäckerkräße leiden. Wenn ich den Ausdruck Frechheit gebrauche... Da erhob sich der aufsichtführende Beamte und forderte den Redner auf, von Reichstags Abgeordneten derlei Ausdrücke nicht zu brauchen. " $ Reutlingen, 21. Juli. Hier wurde ein Landes- Hand. werkerverband für Württemberg gegründet, welcher zünstlerische Biele verfolgt. Darmstadt, 23. Juli. Bei den heutigen Debatten über den Staatsvertrag mit Preußen betreffend die Verstaatlichung der hessischen Ludwigsbahn sekten auch die Minister mit aller Energie für die Vorlage ein, die u. a. von Genossen Ulrich sehr scharf angegriffen wurde. Frankreich. Paris, 22. Juli.( Eig. Ber.) Der vierzehnte Parteitag der franzöfifchen Sozialdemokratie wurde gestern in Lille eröffnet. dem B " Im Voitshause begrüßte Guesde das sozialdemokratische Lille und die Parteivertreter aus ganz Frankreich. Hierauf begab man sich wieder in geordnetem Zuge nach dem großen Blaze, wo den Delegirten zu Ehren ein Konzert gegeben wurde. In der Eröffnungs Sigung befaßte sich der kongreß mit der Mandatsprüfung und der Berichterstattung. Es find 315 Delegirte anwesend, die 800 Parteigruppen, Gewerkschaften oder Gewerkschaftsverbände aus 318 Städten vertreten. Außerdem haben 110 Gemeinderäthe ZustimmungsErklärungen geschickt. J Italien. " Soziale Mebersicht. " Die Strafanstalte- Verwaltung in Moabit hat sich eine eigene Druckerei zugelegt und darin die„ Statistik der Straf anstalten und Gefängnisse für den 1. April 1894/95" herstellen lassen. Der„ Voss. 3tg." wird darüber geschrieben:" Da das Werk nur aus schwierigen Tabellen mit zahlreichem Zifferusah besteht, so läßt sich daraus auf den Umfang des ganz neuen Materials und die Vorzüglichkeit der Arbeitsfräfte schließen. Dabei ist das Werk bedeutend billiger, als es durch Privat- Druckereien herzustellen bisher möglich war, woraus abermals der Schluß zu ziehen ist, daß es durch Ge. fangene, die nicht dem allgemeinen deutschen Buchdrucker- Tarif unterliegen, hergestellt ist. Dieser Leistung werden mithin sicher noch andere folgen, und so können die Buchdrucker, die die Ge fängnisse mit erhalten müffen, zusehen, wie ihnen durch Straf gefangene auch noch das Brot genommen wird." Wenn die Gefängnißverwaltung die Statistik ihres Ressorts von Gefangenen herstellen läßt, so ist das natürlich bedauerlich im Interesse der freien Arbeiter, die souft dazu nöthig wären. Aber sie drückt durch die Herstellung des eigenen Bedarfs in eigener Regie die Arbeitspreise der Buchdruckergehilfen nicht herab. Diese Wirkung auf den Arbeitspreis hat die Gefängnißarbeit aber da, wo Gefangene einem Unternehmer als billige Arbeitsträfte vermiethet werden, wie das z. B. in der Holz, Schuhund Strumpfwaarenbranche feit Anno Toback der Fall ist. Darüber hat sich indessen noch felten ein Buchdruckereibesiger aufgeregt. Es schadet ihnen daher gar nichts, wenn sie jetzt immer deutlicher spüren, daß Papa Fiskus auch ihnen keine Extrawurst mehr braten will. Der von Guesde verlesene Jahresbericht stellt die Darmstadt, 22. Juli.( Eig. Ber.) In der Zweiten Kammer Fortschritte der Partei im ganzen Lande feft. In den letzten haben die antisemitischen Abgeordneten Röhler, Cähn und Ripp Gemeindewahlen sind beiläufig 200 Gemeinderäthe gewonnen bezüglich eines am 15. September 1895 von dem Kreisrath in worden. Die Stimmenzahl hat sich im Vergleich mit den Erbach erlassenen Verbots einer öffentlichen Volksversammlung Gemeindewahlen Don 1892 verdoppelt: von 157 000 ist zu Bönig im Odenwald den Antrag gestellt, die Rammer möge sie auf mehr als 300.000 gestiegen. Seit Dem vor dieses Verbot als gegen das in Hessen bestehende unbeschränkte jährigen Kongreß hat die Partei in einer Reihe von neuen Versammlungsrecht und demnach gegen die Verfaffung gerichtet Departements Wurzeln geschlagen: in Orne, Calvados, Vaucluse, zu bezeichnen. Der Berichterstatter Freiherr v. Köth( ultr.) Unter- und Oberalpen, Ostpyrenäen 2c. beantragte namens des Ausschusses, die Kammer möge Paul Lafargue bespricht die Ausbreitung der Partei Der erhobenen Beschwerde feine Folge geben. Bum auf Kosten der halben Sozialisten, der Radikalen, die immer Erlaß des Verbotes habe wohlbegründeter Anlaß vor mehr gezwungen find, ganze Sozialisten zu werden. gelegen, da bei einer Versammlung unter freiem Himmel die Beglückwünschungs Schreiben sind am ersten Tage eindurch Musik und Getränke erhitzten jungen Leute leicht Ruhe- gelaufen von der Parteileitung der deutschen Sozialdemokratie, störungen verursachen könnten. Der ultramontane Abgeordnete von der belgischen, dänischen, italienischen und spanischen Dr. Schmitt protestirte gegen das Verhalten seines Fraktions- Sozialdemokratie. genoffen Röth. Ebenso that dies der Zentrumsabgeordnete Der Kongreß wird drei Tage dauern und drei Sigungen Wafferburg, welcher unserem Genossen Ulrich energisch sekundirte täglich abhalten. und mit demselben mit Entschiedenheit das Vorgehen der Re- Spuller, einer der eifrighten Anhänger Gambetta's, gierungsorgane und die Stellung der Regierung bekämpfte. der mehrmals dem Präsidium der Kammer und Ministerien Gründungen in Deutschland. Im ersten Halbjahr 1896 Bei der Abstimmung wurde der Antrag der Antisemiten angehört hatte, in legter Zeit aber nur noch selten hervortrat, wurden nach einer Zusammenstellung im„ Deutsch. Det." abgelehnt mit allen gegen 10 Stimmen. Dafür stimmten nur die ist heute im Alter von 61 Jahren gestorben. gegründet 95 Gesellschaften mit einem Nominalkapital von Sozialdemokraten, die Antisemiten und vier Abgeordnete vom Zentrum. Die Verhandlung lehrte wieder zur Evidenz, wie 151 029 000 m. In den letzten vier Jahren wurden gegründet: 1895 Rom, 22. Juli. Die Deputirtentammer genehmigte 1894 1893 1892 wenig bei volfsfreiheitlichen Fragen mit wenigen Ausnahmen 162 92 95 127 auf das Zentrum Verlaß ist. den Gesezentwurf betreffend die Aufhebung der AusGesellschaften 248 804 88 259 77 251 79 825 uhrzölle für Schwefel, ebenso den Gefeßentwurf be- Rapital in 1000 m. züglich der Wohlthätigkeitsveranstaltungen(?) für Sizilien. Sodann wurde die Konvention mit Sansibar und das Handelss kommen auf: Landwirthschaft 5 170 000 Von dem im Jahre 1896 in Gesellschaften angelegten Rapital Bergbau, Hütten, übereinkommen mit Bulgarien genehmigt. Hierauf vertagte fich Salinen 21 250 000, Stein- und Erden Industrie 8 160 000, die Kammer auf unbestimmte Zeit. Maschinenbau 13 690 000, Chemische Industrie 8 760 000, Bahnen Rom, 22. Juli. Deputirtenkammer. Bor Auf- 19 128 000, Textil Industrie 8 200 000, Papier, Leder- und HolzBehandlung politischer Gefangener. hebung der Sigung erklärte der Kriegsminister General Pelloux Industrie 1 650 000, Brauereien 12 575,000. Baugewerbe Genoffe Jäch theilt uns folgendes Erlebniß aus der Zeit, in Beantwortung mehrerer Anfragen, die Regierung hoffe, in 18 125 000, Banten 16 037 000, Transport Unternehmen außer wo er die Elsaß- Lothringische Bolts- 31g." redigirte, mit: wenigen Tagen indirekt Nachrichten über die Gefangenen Bahnen 8 480 000 M. Durch die Affäre Kauffmann- Harburg ist die Behandlung, in Schoa zu erhalten. Der Ministerpräsident di Rudini welche fozialdemokratische Redakteure in deutschen Gefängniffen fügte hinzu, die Regierung habe bis jezt alles mögliche gethan, Merbau i. S. haben einen Verband gebildet behufs gemein Kartellwesen. Die Besitzer von 8 Dampfsiegeleien in zu erdulden haben, wieder in den Vordergrud des Interesses um Nachrichten über die Gefangenen zu erhalten und um sie schaftlicher Verwerthung der von ihnen hergestellten beziehentlich gerückt worden. Auch ich kann dazu einen Beitrag liefern. Als zu unterstüßen, sowie um sich mit Menelik behufs Erlangung herzustellenden Ziegelsteine von Normalformat und großen ich Ende des Jahres 1894 meine viermonatliche Gefängnißstrafe ihrer Befreiung in Verbindung zu setzen. setzen. Di Rudini Format" innerhalb Werdau und der umliegenden Orte. Nach im Bezirksgefängniß zu Mülhausen i. E. antrat, ersuchte erklärte, die Regierung habe nicht im Sinne, ben Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages ist jeder Gesellschafter ich um Selbstbeschäftigung. Diese wurde mir vom Ministerium einen hartnäckigen Krieg in Straßburg verweigert unter der Begründung, daß ich der Gefangenen zu führen, sie sei jedoch ihrer zur Lieferung der von der Gesellschaft verkauften Ziegel in dem schon mehrfach vorbestraft sei. Ich wies sofort auf das Pflichten eingebent; sie wisse, daß sie dem Regus viele felben Verhältniß berechtigt und verpflichtet, in welchem die von Unzutreffende dieser Begründung hin, indem ich mich darauf Schwierigkeiten bereiten fönne, sie werde nicht seinen foschafter steht. Den Gesellschaftern ist es untersagt, nach Orten ihm deklarirte Produktion zu der Gesammtproduktion aller Gesell berief, daß ich bisher nur einmal, und zwar wegen Beamten übertriebenen, anmaßenden Forderungen innerhalb des Verkauiskreises der Gesellschaft Ziegel ohne schrifte beleidigung, mit 14 Tagen vorbestraft sei. Trozdem blieb es bei nachgeben. Die Regierung sei nicht absolut ab der ersten Entscheidung. Als ich nach mehr als dreimonatlicher geneigt, einen Friedensvertrag abzuschließen, liche Anweisung des geschäftsführenden Borstehers zu liefern, oder Haft dabei ertappt wurde, daß ich einige Bettel vollgeschrieben fete jedoch nicht zu viel Vertrauen in die solche, außer zu Betriebsanlagen in der eigenen Ziegelei, für sich hatte, wurde ich in eine feuchte unterirdische Belle Wirtsamteit eines solchen Vertrages. Die Be- 8 verwenden oder sich an dem Betrieb von Ziegeleien, welche dem Verband nicht beigetreten find, gebracht. Nach fünftägigem Aufenthalt dort waren meine Hals freiung der Gefangenen tönne ein Grund sein, diesen Vertrag Die Innehaltung zu betheiligen. ihrer Verpflichtungen wird von ben und Rückenmusfeln so start angeschwollen und ich litt zugleich abzuschließen, aber die Regierung würde einem Frieden nur unter Gesellschaften burch Hinterlegung von Sola Wechseln unter einer so starten Gemüthsdepression, daß der Gefängniß den Bedingungen zustimmen, welche sie früher der Kammer aus nach Höhe nnr 500 g. für 500 000 Stück deklarirte Produktion arzt mein Gesuch auf Strafaussetzung befürwortete und einandergesetzt habe, und niemals einem Frieden, der ihr aufgewährleiste durchsetzte. Ich führe diese Erfahrungen heute deshalb an, weil gezwungen würde oder welcher der Würde des Landes zuwider ich Grund zu der Befürchtung zu haben glaube, daß Genosse laufe.( Lebhafter Beifall.) Martin, der augenblicklich in derselben Anstalt weilt, in ähnlich harter Weise behandelt wird. Kurz vor Beendigung feiner legten einjährigen Gefängnißftrafe hat der dortige Direktor Befreiung = In Zwidau und Umgegend besteht ein Ring der Ziegelei. befizer, dem im vorigen Jahre 25 Produzenten angehörten. Norwegen. Einen Minimaltarif für die Berechnung der Druck. Chriftiania, 22. Juli. Der Storthing erhöhte den arbeiten hat die Innung Dresdener Buchdruckereibefizer mittags Gewerkschaftliches. Sie fordern nun beschlossen. Jeder der Junung angehörige Buchdruckereibefizer| Es wird nun die Vermittlung des Gewerbegerichts angerufen| Trinkgelbes bildet die Unterscheidung der Frage, ob das zrink foll gezwungen werden, nach diesem Tarif seinen Kunden die werden. geld nur bei Gelegenheit einer Amtshandlung Preise zu stellen. And Zwickau. Sämmtliche Förderleute der gegeben wurde oder direkt für dieselbe. Das erstere ist Tiefbauschächte des Erzgebirgischen Steinkohlenbau- Aktien- ftraflos und dem Empfänger unbenommen anzunehmen, das letztere aber ist strafbar. Das Landgericht& yck nahm nun das Vorliegen Vereins verweigerten am Montag früh die Anfahrt und forderten der zweiten Alternative an, als es am 2. Mai 1896 den Zollunerwartet Lohnerhöhung. Auf Zureden eines Beamten geduldeten einnehmer Leopold Huck in Frunsten wegen Vergehens im Amte Die Fahrraddienstmänner Berlins, die bei ihrer Direktion ſie ſich bis zur Ausfahrt, die nachmittags 4 Uhr erfolgte. Berg- in zwei Fällen zu einer Geldstrafe von 200 M. ev. substitutarisch um Erniedrigung der Pachtsumme für die entliehenen Fahrräder verwalter Däbris gestand ihnen nun Erhöhung der Geding zu 20 Tagen Gefängniß auf grund des oben erwähnten Gesetzes vorstellig wurden, haben in ihrer Mehrzahl am Mittwoch Abend fäße und Auszahlung von nicht unter 70 Pf. Ausbeute pro verurtheilte. Der Angeklagte, der als Beamter vereidigt ist und beschlossen, Donnerstag früh durch ein Schreiben, das die Unter- Schicht( Buschlag zum Schichtlohn für Gedingearbeiten) zu. Bu feit einiger Zeit im Kreise Oletko angestellt ist, scheint ein einschriften der Fahrer trägt, die Kündigung einzureichen. Die Neujahr sollen ihnen auch die Schichtlöhne, welche jetzt für dieſe Dienstleute, denen die Direktion für später eine Reduktion der zu Arbeiterklasse, die viel Verheirathete aufweist, 1,60 bis 2,20 m. gefleischter Feinschmecker zu sein, dem besonders Krebse über alles gehen. Was den ersten Fall anlangt, so kam der Händler zahlenden Summe in Aussicht stellte, lehnen es ab, auf die Ver- betragen, aufgebeffert werden. Es gährt überhaupt unter den Nowikoff aus Rußland seit 10 Jahren wiederholt und ganz besprechungen einzugehen, da es unter den augenblicklichen hiesigen Bergarbeitern; sie sind mit dem Vorgehen der Förder- fonders häufig in den Jahren 1892 und 1893 über die Verhältnissen unmöglich sei, noch länger zu den alten leute vollständig einverstanden. Grenze und brachte Krebse nach Jrunsken. Giner der Bedingungen zu arbeiten. Die Forderung der Bediensteten besagt, daß der tägliche Pachtpreis von 1,60 m. auf i m. In der Schuhfabrik von D. und E. Kalischer in besten Abnehmer, wenigstens was die Zahl der Krebse erniedrigt werden soll. Ein großer Theil der Fahrer hat seine Groißsch i. S. haben am Sonnabend sämmtliche 3 wider anlangt, war der Angeflagte, weniger qualifizirte er sich als Abnehmer, wenn es ans Bezahlen ging, gestellte Raution bereits abgefahren und viele haben bei der wegen einer Lohnreduktion von 20-30 pet. die Arbeit nieder- jedoch Direktion bereits ein Schuldkonto, an dessen Tilgung unter den gelegt. Der Thüringer Tribüne" wird aus den Kreisen der denn er zahlte regelmäßig 20 Pf. weniger für das Schock, als bisherigen Bedingungen nicht zu denken ist. Von der sofortigen Ausständigen geschrieben: Die betroffenen Zwicker waren der Frunster Händler. Nowikoff als erfahrener Russe, fand das Arbeitseinstellung mußte Abstand genommen werden, da eine schon bereit, den Herren Kalischer Konzessionen zu machen, noch sehr bescheiden, wenigstens äußerte er auf einen diesbezüglichen achttägige Ründigung vereinbart ist und die Fahrer laut Kontrakt indem sie einen 5-10 prozentigen Lohnabzug zugestehen Vorhalt: Aber der Herr ist doch eben auf dem Zollamt!" Die wollten. Die Fabrikanten haben Zwickmaschinen für den eventuellen Schaden mit der Raution haften müßten. an- Frage des Gerichts, ob er zu diesem Preise hätte verkaufen wollen, geschafft und sich geäußert, die Zwicker müßten die dadurch ent- verneinte Nowifoff. Einmal wollte der Angeklagte dem Zeugen An die Einsetzer( Tischler) Berlins! Kollegen! Die standenen Kosten zahlen. Für die Maschinen müssen die Herren Nowikoff, wie das Gericht meint, seine Macht fühlen lassen, inlegte öffentliche Einfeger- Bersammlung am Sonntag, den 19. Juli 25 pet. abschreiben sowie auch das dazu verwendete Kapital dem er ihm eines Abends den Zutritt verweigerte; es fei schon beschloß: 1. Streiftarten herauszugeben, um den Kollegen mit 5 pCt. verzinsen. Und das sollen die Zwicker tragen! zu spät, er könne ihn nicht mehr über die Grenze lassen, erklärte er Gelegenheit zu geben, darauf zum Streiffonds zu zeichnen; ihm. Erst eine reichliche Portion Krebse erschlossen dem Händler den In Hamburg stellten gegen 30 Arbeiter der Berliner Weg. Das Gericht nahm an, daß die Abfertigung und der 2. Tarife( gedruckt) herauszugeben, damit die Kollegen über die zu verlangenden Breise informirt sind und diese Preise Asphaltgesellschaft von Reh u. Co. die Arbeit ein, geringere Preis für die Krebse in dem Verhältnisse von Leistung beim Eingehen eines Arbeitsverhältnisses zu den ihrigen weil ein Kamerad entlassen werden sollte. zu Gegenleistung stünden. Aehnlich verfuhr Huck mit dem machen; 3. an allen kommenden Sonntagen, vor- Erhöhung des Stundenlohnes von 35 auf 40 Pf. Wie dem Krebshändler Adam, der in Polen einige Seen gepachtet hatte, von 9 bis 11 Uhr in folgenden fünf Hamb. Echo" mitgetheilt wurde, waren an den betreffenden und den Ertrag an Krebsen aus denselben nach Berlin versandte. Lokalen freiwillige Beiträge zum Streitfonds entgegenzunehmen: Arbeiter hinsichtlich seines Arbeitspensums Anforderungen ge- Da er sehr oft gezwungen war, auch des Sonntags zu liefern, Franz Gleinert, Müllerstr. 7a; Richard Babiel, ſtellt worden, die er bei seiner infolge der jetzt herrschenden Hiße mußte er nach der Feststellung des Gerichts den Angeklagten Rosenthalerstr. 57; Fris Felgentreff.( Bur alten Linde) doppelt beschwerlichen Thätigkeit einfach nicht bewältigen konnte. günstig stimmen, damit er ihm auch des Sonntags abfertigte, am Rottbuser Thor; Friz Wilke, Andreasstr. 26; H. Werner, Acht Arbeiter betheiligen sich nicht an dem Streit. Bülowstr. 59. Gleichzeitig gelangen die Tarife dafelbst zur Aus- nannte Berliner Gesellschaft ist gegenwärtig mit dem Asphaltiren was er gar nicht nöthig habe, wie er von Zeit zu Zeit in ErEr erhielt deshalb die Krebse unentgeltlich, innerung brachte. gabe. Kollegen, betheiligt Euch recht rege an den Sammlungen; verschiedener Straßen Hamburgs beschäftigt. nahm sich aber dabei oft 1-1/ 2 Schock von den besten Krebsen zeigt, daß Ihr gewillt seid, Eure Lage zu verbessern. Die Lohnbewegung in der Schweiz. Aus Zürich schreibt zum Preise von 15 M.! In seiner Revision gegen das Fünfer Kommission. J. A.: Wittig. Lehmann. unser Korrespondent: In Freiburg haben die Schmiede Urtheil behauptete der Angeklagte, es habe sich in den kritischen gehilfen nach elfwöchentlichem Streit gesiegt Fällen um teine Amtsausübung gehandelt, sondern nur um Ge und folgendes erreicht: 101/ 2ftündige Arbeitszeit, Lohnerhöhung, fälligkeiten bei Gelegenheit derselben. Das Reichsgericht verExtraentschädigung der Ueberstunden, für jeden Arbeiter ein warf jedoch die Revision des Angeklagten. Einzelbett und Freizügigkeit für Kost und Logis. Drei Meister batten nach 3 beziehungsweise 7 Wochen die Forderungen be willigt und zwei gaben nach 11 Wochen nach. Bemerkenswerth ist, daß sich kein Streitbrecher eingefunden hat. Seidenfabrik Henneberg'schen nahm eine Anzahl Arbeiter die Beschäftigung wieder auf, andere bleiben ausgesperrt. Mit dieser Nache begnügt sich aber der Kunstmäcen, Hoflieferant und serbische Konsul nicht, er hat auch andere Seidenfabriken, so eine in Arth, am Fuße des Rigi, veranlaßt, feinen der ausgesperrten Arbeiter einzustellen. Die schweizerischen Ringbrauereien haben vereinbart und den ausgesperrten Arbeitern erklärt, daß sie drei Jahre lang in feiner schweizerischen Ringbrauerei und auch in teiner süddeutschen Verbandsbrauerei wieder in Die Suppe wird wohl auch hier Arbeit genommen würden. nicht so heiß gegessen werden, als sie gekocht wird. Die Arbeiter Union St. Gallen hat dem Präsidenten des Brauerrings, Jürlimann in Zürich, einen Vermittelungsvorschlag unterbreitet, welcher die außer kraft gefeßte Arbeitsordnung nach Revision einiger Punkte wieder einführen, die ausgesperrten und stellenlofen Gehilfen wieder eingestellt haben will, wogegen anderer feits der Boykott aufgehoben werden soll. Achtung, Lederarbeiter( Portefeuiller)! Die Lohndifferenzeu bei der Firma W. Guttsmann in Berlin, Dresdenerstr. 75, find erledigt, und zwar erreichten die Kollegen durch ihre Einmüthigkeit eine Lohnerhöhung bis zu 20 pet. und die Aushängung des Lariss. Kollegen, laßt Euch dieses ein Ansporn sein zur weiteren Bewegung. Durch Kampf zum Sieg! Die Lohntommission. J. A.: E. Brückner, Memelerstr. 58, parterre. Wie kräftig der Streik der Former und Gießer Berlins wirkt, ergiebt sich aus einem Zirkular, das die Firma Arndt und Marcus an ihre Kunden versandte. Es heißt darin:„ Auch wir sind hierdurch( durch den Streit) in Mit leidenschaft gezogen und müssen wir für die vorliegenden Ordres eine etwas längere Lieferzeit beanspruchen. Wir bitten unsere verehrte Kundschaft in anbetracht der obwaltenden Um stände uns diese zu bewilligen." Achtung, Metallarbeiter! Der Ausstand der Arbeiter der Maschinenbau- Abtheilung der Eisengießerei und Werkzeugmaschinen- Fabrik von Karl Schöning in Berlin, N., Ufer straße 12/13, dauert unverändert fort. Den Arbeitern dieser Fabrik machen wir bekannt, daß die zu Donnerstag angefeßte Bersammlung durch ein Bersehen zu spät angemeldet wurde und beher erst heute, Freitag, den 24. Juli, abends 71/2 Uhr stattfinden kann. Die Fabrikleitung versucht nun durch Anschlag am Thor der Fabrik, den wahren Grund der Arbeitsniederlegung zu verdunkeln. Dem gegenüber bemerken wir, daß sämmtliche in diesem Anschlag angegebenen Punkte der Wahrheit nicht entsprechen. Wir werden in der heute Abend stattfindenden Versammlung den Arbeitern der Schöning'schen Fabrik darüber genügende Aufklärung unterbreiten. Gleichzeitig werden wir Herrn Schöning Gelegenheit geben, seine Ansicht dort vorzutragen und zu vertreten. Der Vorstand des Berliner Metallarbeiter Verbandes. Das Protokoll des Internationalen Bergarbeiter: Kongreffes in Aachen ist soeben erschienen und zum Preise von 20 Pf. vom Berlage der Deutschen Berg- und Hütten arbeiter Beitung" in Bochum zu beziehen. Dem Protofoll ist ein Vorwort des Reichstags- Abgeordneten Heinrich Möller in Weitmar beigegeben. der Gerichts- Beitung. er Die ges = In Versammlungen. Die Generalversammlung des Vereins der Zimmerer fand am 19. Juli bei Cohn in der Beuthstraße statt. Vor Ein treten in die Tagesordnung ehrten die Versammelten das Andenken der inzwischen verstorbenen Kameraden H. Sachs und Schulz in der üblichen Weise. Hierauf sprach Genosse Faber in ausführlicher Weise über das Thema: Die Stellung der Presse und Behörden bei Lohnbewegungen. Eine Diskussion über den Vortrag fand nicht statt. Sodann verlas der Kassirer Dummer die Abrechnung vom zweiten Quartal 1896. Demnach beträgt die Einnahme 1658,09 m., die Ausgabe 2215,50 M., das Ge sammtvermögen inklusive Bestand vom ersten Quartal beläuft fich auf 2457,37 M. Gewählt wurden als Revisoren Kottlow, Krause und Juppenlah. Nach Regelung einiger interner Bereinsangelegenheiten erfolgte der Schluß der Versammlung. " Ueber die Ergebnisse des Schneider- und Näherinnen kongresses in Eisenach berichtete Frau Klara Bettin. Stuttgart in einer öffentlichen Versammlung, welche am 20. Juft bei Boltz in der Alten Jakobstraße tagte. Rednerin führte aus, daß der Bericht der Fünfer- Kommission einer eingehenden Kritik unterzogen theils wurde; wurde das Fallen laffen der Forderung nach Betriebswerkstätten, theils auch das Ein türkischer Hochftapler. Türken und Bulgaren gaben fpäte Eintreten der Berliner Kollegenschaft in die Lohnbewegung sich gestern in dem Sigungssaale der zweiten Straffammer am gemißbilligt. Es sei aber der Fünfer- Kommission, die einen Landgericht ein Rendezvous. Ein türkischer Hochstapler wurde schweren Stand gehabt, gelungen, nachzuweisen, daß aus der Untersuchungshaft vorgeführt. Mit verkreuzten Armen nach allen Richtungen forrekt gehandelt sei. Solche einneigte Ahmet Feyzonhoff dreimal sein Antlig zur Erde, schneidenden, und die ganze Industrie umwälzenden Forderungen, als er beim Betreten des Saales des Gerichtshofes anfichtig wie die Kollegenschaft sie erhoben habe, seien nicht auf den ersten An die Metallarbeiter Berlins! Die Firma A. Fleck wurde. F. giebt an, am 20. März 1870 in Sofia geboren, aber Ansturm zu erringen; dazu gehöre vielmehr eine jahrelange plan Söhne in Hamburg, Amfinfstr. 31, fucht Arbeiter. Haltet Muhamedaner und türkischer Unterthan zu sein. Sein Bater, mäßige und machtvolle Agitation und Organisation. Demnach den Zuzug fern, fallt uns nicht in den Rücken! Die Firma hat der vor mehreren Monaten gestorben ist, habe in Stambul ein stehe der große moralische Erfolg der Bewegung fest. Die ihre sämmtlichen Arbeiter ausgesperrt. Herr Fleck ist persönlich Manufakturivaaren- Geschäft betrieben. Im Herbst v. J. ist bürgerlichen Kreise wurden, veranlaßt durch das ungeheuere er an der Universität Medizin studirt Elend der Arbeiterinnen, gezwungen, Stellung zu nehmen; in Berlin anwesend. Mit Gruß! Die Streitkommission der Aus-& von Wien, wo gesperrten der Metallwaarenfabrik A. Fleck Söhne. J. A.: haben will, nach Berlin gekommen, um hier seine Studien gleichfalls mußten die gesetzgeberischen Gewalten sich damit be fortzusehen. E. Ackermann, Woltmannstr. 37. Hier soll des Betruges und der faffen. Diese Sympathie sei sicherlich nicht dauernd, daher Unterschlagung schuldig gemacht haben. Auf die Frage des Vor- müßten die Berufsgenossen durch eine weitere planmäßige Arbeit fizzenden, Landgerichtsraths Herzog, wie der Angeklagte hier von unten herauf ihre Interessen wahrzunehmen fuchen. Rednerin habe seinen Studien obliegen wollen, da er der deutschen Sprache giebt dann einen Ueberblick der Stellungnahme des Rongresses so wenig mächtig sei, wie er behaupte, erwidert er, er habe zu den bekannten Forderungen, welche an die Gesetzgebung zu wenigstens das System der deutschen Medizin erfaffen wollen. stellen sind. Wenn auch die ganze Sozialpolitit gegenwärtig Er hatte es verstanden, sich in raffinirter Weise bei dem Arbeiter verstummt" und unter der neuen Aera Brefeld wenig zu ers Schulze'schen Ehepaare in Schöneberg einzuführen, wodurch er warten sei, um so wichtiger und nothwendiger ist es, daß der Adreffen der Mitglieder der Generalkommission. sich für die Zeit vom 16. November 1895 bis zum 1. April d J. eherne Schritt der Arbeiterbataillone dahinter steht.( Lebhafter C. Legien, Hamburg, Bollvereinsniederlage, Wilhelmstr. 8, Wohnung und freie Station verschaffte. Er hat dem Ehepaar Beifall). In der Diskussion versuchte Frau Dm och neue An1 Tr. A. Roeste, Hamburg- Eimsbüttel, Meißnerstr. 5, S. I. vorgeschwindelt, daß er ein Stipendium von der türkischen Re- hänger für ihre im Niedergang begriffene lokale Richtung zu A. Bringmann, Hamburg- Barmbet, Feßlerstr. 28, 1 Tr. Bierung erhalte, daß ihm aber sein Geld und sein Paß bei Ge- gewinnen. Sie fand damit bei der Versammlung indeß wenig legenheit einer Eisenbahnfahrt gestohlen worden sei. Er erhalte Anklang. Timm schilderte die Thätigkeit jener Richtung Frau W. Kähler, Wandsbek, Königstr. 57. G. Sabath, aber, sobald er immatrikulirt fei, von seinem Vater Geld. bei der letzten Bewegung. Trotzdem Gelder für den Streit geHamburg- St. Georg, Brennerstr. 56, 4 Tr. Dieser sei Mitglied des türkischen Ministeriums und Tuchlieferant sammelt wurden, habe man nichts dazu beigetragen, wohl aber Ans Langenbielan wird telegraphirt, daß die ausständigen für die Armee des Sultans. Die Leute haben ihm Glauben ge- jederzeit der einheitlichen Bewegung die größten Schwierigkeiten Arbeiter der Weberei von B. Neugebauer Söhne sämmt- fchenkt, da er bald mit dem Vater, bald mit dem Sohne bereitet. Frau Wengels räth, sich nicht mit der Frau Dmoch lich entlassen worden sind. Diese hatten bekanntlich den Ver- Schulze zur türkischen Botschaft ging, doch haben dieselben nie zu befassen, deren zerstörende Thätigkeit sei schon so bekannt, mittlungsvorschlag, mit 1/4 Stunde Verkürzung der Arbeitszeit ein Wort von der Unterhaltung verstanden, da immer nur daß sie damit nirgends mehr Anklang fände. Mit einem Hoch und einigen geringfügigen Lohnerhöhungen vorlieb zu nehmen, türkisch gesprochen wurde. Der Angeklagte giebt zögernd zu, daß auf die Arbeiterbewegung wurde die Versammlung geschlossen. abgelehnt und in geheimer Abstimmung die Fortsetzung des Streits er dort nur gebettelt hat. Er hat stets sehr fein gespeist. Auf Die Freie Vereinigung der Betriebswerkstättenmit allen gegen eine Stimme beschlossen. diese Weise ist er 600 m. schuldig geworden. Die armen Leute Besitzer der Berliner Damenmäntel Konfettion" Auf der Werft der Flensburger Schiffsbau Gebaben sich seinethalben bei Bäckern, Schlächtern und Kaufleuten bielt gestern Abend in Rühne's Festsälen ihre erste ordentliche Am 1. April gab er an, eine fellschaft, welche über 1500 Arbeiter beschäftigt, stellten 700 schwer in Schulden gestürzt. Sigung ab. Der Vorsitzende, Herr Ludwig Heyl, theilte bis 800 Arbeiter die Arbeit ein, weil die Direktion die geforderte wichtige Visite beim Botschafter machen zu müssen. Lohnerhöhung verweigerte. Wegen des Streiks hat die Werft Kragen, Chemisett, Regenschirm lieb sich dazu von seinem seinem Wirth Zylinderhut, Shlips, mit, daß seit Konstituirung des Vereins sich eine stattliche Bahl von Kollegen als Mitglieder haben einschreiben lassen und fast und Ueberzieher und ihren ganzen Betrieb eingestellt. tehrte nicht wieder. Nach einigen Tagen zog der Sohn täglich neue Anmeldungen erfolgen. Herr Liebert hielt einen furzen sachlichen Vortrag, in Ueber gute Fortschritte der internationalen Beziehungen bei der Botschaft Erkundigungen ein, erfuhr hier, daß von einem der Arbeiter berichtet die Rheinische Zeitung" aus Solingen: Stipendium gar teine Rede fei, und auf dem Rückwege begegnete welchem er klar zu machen suchte, daß die Hauptaufgaben des Die Sheffielder Arbeiter, die die hiesigen streifenden Federmeffer- der Sohn dem Angeklagten in der Potsdamerstraße und bewirkte Vereins zunächst darin beständen, für einen besseren Nachwuch 3 reider mit namhaften Geldbeträgen fortwährend unterstüßen, dessen Verhaftung. Bei den türkischen und und bulgarischen an Arbeiterinnen zu sorgen. Dies soll durch eine bessere Ausbildung der jungen Mäntelnäherinnen erreicht werden. haben für ein Hand in Hand gehen mit der Solinger Arbeiter Zeugen führte sich der Angeklagte mit gleichen Schwindeleien ein. Der Vortragende empfahl sodann die Einführung einer gemeinschaft bereits die lebhaftesten Sympathien bekundet. In London Dr. Foy bezeichnete den Angeklagten, der bei ihm Deutsch lernen follen nunmehr die Wege zur Gründung einer internatio- wollte, aber nie ernste Anstalten dazu gemacht hat, als sehr be famen aus und Geschäftsordnung. nalen Assoziation sämmtlicher in der Schneideschränkt aber schlau. Daß er ein Zürte sei, gehe aus seiner man allseitig zu, doch glaubte man an dem vom Vortragenden werkzeug Industrie beschäftigten Arbeiter Sprache hervor, doch sei er ein sehr ungebildeter Türke, der das vorgelegten Entwurf noch einige Aenderungen vornehmen zu geebnet werden. Die Solinger Arbeiterschaft stellt daher den Türkische höchst unorthographisch schreibe und zum Schreiben müffen und beauftragte deshalb den Vorstand, eine neue Vorlage zu entwerfen, welche möglichst allen Anforderungen entspricht. Antrag auf Einberufung eines im nächsten Jahre abzuhaltenden eines Sates eine halbe Stunde brauche. Wie er Student ſein Die Einrichtung von Lehrstellen wurde einstimmig beschlossen und internationalen Kongresses sämmtlicher in der Kleineiſen könne, verstehe er nicht. Das Urtheil des Gerichtshofes lautete tam man dahin überein, es zunächst mit einer vi er wöchent Industrie von England, Frankreich, Deutschland, Böhmen und auf neun Monate Gefängniß. lichen to stenfreien Lehrzeit zu versuchen. Zur Annahme Oberösterreich beschäftigten Arbeiter. Für Deutschland kommen Leipzig, 22. Juli.( Reichsgericht.) Beamte sollen von jungen Mädchen behufs Ausbildung haben sich bereit erklärt: hauptsächlich Solingen und Thüringen in betracht. Bei allen teine Trinkgelder nehmen! Dies untersagt tlar und 5. Warnstedt, Reinickendorferstr. 7a; Julius Liebert, Weinbergs. H. Mehrforderungen der hiesigen Arbeiter berufen sich die Fabri- bündig der§ 331 des Str.-G.-B., wo es heißt: ein Beamter, weg 11b; Sorgaß, Manteuffelstr. 70'; Bohna, Neue Königftr. 20; fanten auf die Sheffielder Konkurrenz. Durch die Verbindung welcher für eine in sein Amt einschlagende, an sich Stolzmann, Zionsfirchstr. 12; Maaß, Swinemünderstr. 148; der Sheffielder und Solinger Arbeiterschaft wird allen unwahren nicht pflichtwidrige Handlung Geschenke oder andere Vortheile Ladwig, Urbanstr. 68. Angaben über die Lohnverhältnisse hüben und drüben eins für annimmt, fordert oder sich versprechen läßt, wird mit Geldstrafe allemal ein Riegel vorgeschoben werden. bis zu 300 M. oder mit Gefängniß bis zu 6 Monaten bestraft. 0 Er Dem stimmte Die Küfer und Faßbinder der Firma Lindgens und Im Gegensage zu dem folgenden Paragraphen, der sich s gen Depeschen und lehte Nachrichten. Söhne in Mülheim a. Rh. stehen im Streit, um eine Er: Annahme von Geschenken für eine die Verlegung einer höhung des Stundenlohns von 35 auf 40 Pf. durchzusetzen. Amts oder Dienstpflicht in sich schließende Handlung wendet, Barcelona, 22. Juli. Ein reicher Fabrikant Namens Ribot ist das Charakteristische des§ 331, daß eine in das Amt des wurde verhaftet und dem Kriegsgerichte überwiesen, weil er einen Die Konfektarbeiter Frankfurt a. M. find mit ihrem Beamten einschlagende an sich nicht pflichtwidrige Anarchisten am Tage nach der großen durch die Anarchisten vers Gesuch um Lohnaufbesserungen von sämmtlichen Unternehmern, Handlung desselben belohnt wird oder werden soll. Die Grenze anlaßten Explosion bei sich verborgen hatte. Man nimmt an, die von der Lohukommission besucht wurden, abgewiesen worden. I zivischen der Annahme des erlaubten und der des unerlaubten daß Ribot dies nur aus Furcht gethan habe. Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Vading in Berlin. Hierzu 1 Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 171. Lokales. Buchdruckerei- Hilfsarbeiter! Der Wichtigkeit der Tages. ordnung wegen fordern wir Euch zu regem Besuch der heute Abend 8 Uhr in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20, statt findenden Versammlung auf. Die Streitkommission. = = Freitag, den 24. Juli 1896. Wir 13. Jahrg. wortlichen Vernehmung vor dem Untersuchungsrichter verhaftet alle diejenigen Stationsverbindungen, welche durch den Ueberworden. Wie der Volts- Zeitung" mitgetheilt wird, hat die gang in die höhere Preiszone dann eine Vertheuerung erfahren Nowack ihr abscheuliches Gewerbe in der frechsten Weise be- würden, die bisherigen Monatstartenpreise beibehalten sollen. Tages- trieben; sie hat die unerfahrenen Dienstmädchen überredet, vorerst Stellungen als Kellnerinnen in obskuren Kneipen anzunehmen und Schematisirungen, wie sie eine spezifische Eigenart, wenn auch Diese Fahrpreiserhöhung ist das Ergebniß einer jener sich auch sonst der gewerbsmäßigen Kuppelei schuldig gemacht. teine Bierde bureaukratischer Verwaltungen sind. Das Schema Das strafrechtliche Einschreiten gegen die Nowack ist auf grund sagt einmal: Ueber die fünfte Station hinaus darf niemand auf Zur Frage der Stadtbahn Uebelftände wird uns ge der Denunziation eines Tuchmachers aus Schwiebus erfolgt, der Stadtbahn für den einfachen Fahrpreis fahren. Wird aber schrieben: Die unerträglichen Uebelstände im Stadtbahn- Verkehr deffen beide schöne Töchter im Alter von 17 und 19 Jahren irgendwo eine Station eingelegt, so verkürzt sich für alle durch Ueberfüllung der Eisenbahn- Wagen fordern mit immer durch die Machinationen der Kupplerin ins Berderben gestürzt benachbarten Stationen die einfache Strecke. Wie leicht fönnte größerer Dringlichkeit eine durchgreifende Abhilfe, die nur auf worden sind. durch eine einfache Verfügung" diesem Widersinn abgeholfen einem Wege, darüber sind die erfahrensten Eisenbahn- Techniker Aus den Nachbarorten. werden! Aber das widerstreitet dem Schema F. einig geschaffen werden kann durch die Umwandlung des Auch nicht einmal die- Leerzüge, welche Sonntags von Dampfwagen Betriebes in den elektrischen. Keine Bahn- und Umgegend! Das unlängst vom Arbeiter- Bildungsverein dürfen in Baumschulen weg halten. An die Parteigenoffen von Tempelhof, Mariendorf Johannisthal- Niederschönweide nach Berlin abgelaffen werden, strecke eignet sich so vorzüglich zu elektrischem Betriebe wie verbreitete Flugblatt mit der Aufforderung, sich der einzig für den Bewohnern des Ortes an die Eisenbahn- Direktion gerichtetes Denn auf ein von gerade die Stadtbahn. Der Betrieb würde ein viel weniger unsere Ortschaften in betracht kommenden Organisation an- Gesuch, in anbetracht der unverhältnißmäßig geringen Zahl von gefährlicher sein, die Lokomotiven fallen ganz fort, die Züge zuschließen, hat leider nicht die erwünschte Wirkung gehabt. Da fahrplanmäßigen( im ganzen 8) Zügen, welche Sonntags bei fönnen tura fein, im Ein- Minutenverkehr einander folgen die Beiträge so gering find( 20 Pf. monatlich) die bei länger Baumschulenweg hielten, wenigstens die des abends um 93, 108, und machen bei der Einfachheit der Betriebsmittel gar nicht als 3 Wochen dauernder Arbeitslosigkeit oder Krankheit auch 1038 und 117 von Johannisthal für die Ausstellung abs einen so riesigen Apparat von telegraphischen Signalmitteln noch erlassen werden, so glauben wir, daß nur Interessenlosigkeit gehenden vier Leerzüge in Baumschulenweg zur Aufnahme von mehr nöthig! Die Einrichtung des elektrischen Betriebes der Stadt- und mangelnde Erkenntniß ihrer Klassenlage der Grund ist, nach Berlin wollenden Fahrgästen halten zu lassen, ist den bahn wird aber eine faft gebieterische Nothwendig rufen diesen deshalb zu: Sucht Euch im engsten Zusammenschluß bündig wieder der Bescheid geworden, daß dem Antrage aus Petenten jetzt vom Direktions- Präsidenten Kranold kurz und feit, wenn die elektrische Hochbahn fertig wird. Es wäre doch mit Gleichgesinnten über Eure wahren Interessen Aufklärung zu im höchsten Grade wünschenswerth, daß Stadtbahnund Hoch- verschaffen, um Betriebsrücksichten nicht entsprochen werden bahn direkt ineinander übergehen und das lästige und isolirt dazustehen. Hierbei muß im tommenden politischen Kampfe nicht önne". Welcher Art die Betriebsrücksichten" sein zeitraubende Umsteigen vermieden würde. Viele Tausende für stand hingewiesen werden, der unferen Parteiverhältnissen auch auf einen Uebeleinen Uebel sollen, ist natürlich nicht gesagt. Etationsanlagen, Sicherheitsvorkehrungen und umständliche Treppen zum Nachtheil gereicht. Wir haben in Tempelhof und Marienbindernisse würden erspart, wenn es möglich wäre, den Assessoren- dorf feinen Saal zu Versammlungen zur Verfügung. Durch horizont im Eisenbahnministerium zu erweitern und für diese festes Busammenhalten aller Parteigenoffen ist es aber möglich, wichtige Aufgabe Verständniß zu verbreiten.( Der Stadtbahn auch hierin Wandel zu schaffen. Auch aus diesem Grunde verkehr könnte auch durch ein Seil ohne Ende viel sicherer und fordern wir alle noch nicht organisirten Parteigenossen auf, dem Stationen. billiger mit fog. stationären Maschinen betrieben werden.) Jeden Arbeiter- Bildungsverein für Mariendorf und Umgegend beizu falls ist der elektrische Betrieb der nächstliegende, der dem zunehmenden treten. Gleichzeitig machen wir auf die am 26. d. Wi. in MarienVerkehr am besten anzupassen wäre, es brauchten nicht mehr wie felde bei Teutsch bein stattfindende Versammlung aufheute massenhaft leere Wagen als todte Last in langen Zügen merksam, in welcher Herr Dr. Weyl einen Vortrag über Natur- Swinemünde mitgeschleppt werden, kurz eine Anzahl von Betriebs- Erkunde halten wird. Der Vorstand. leichterungen würden mit Verkehrsbequemlichkeiten Hand in Hand gehen. Wilmersdorf. Der Gastwirth Boy, Berliner- und Bergstraßen- Ecke, hat sich verpflichtet, sein Lokal der Arbeiterschaft Bur Nahrungsmittel- Kontrolle. Am Dienstag Vormittag zu Versammlungen herzugeben, sowie den Vorwärts" auszu find in der Zentral- Markthalle nach erfolgter Einlieferung einem legen und sein Personal der Organisation der Gastwirthsgehilfen Wien. Händler 37 Riften geräucherte Schellfische, etwa 480 Kilogramm zu entnehmen. Die 2ofaltommission. schwer, und einem anderen Händler 15 Kisten derselben Waare, im Gewicht von ungefähr 200 Kilogramm, beschlagnahmt worden, weil die Fische verdorben waren. Sie wurden der Abdeckerei überwiesen. Die Telegraphenämter find, nach Mittheilung eines Berichterstatters, neuerdings wieder angewiesen worden, bei der Wortzählung der aufgelieferten Depeschen den willkürlichen Wortzusammenziehungen entgegenzutreten und alle derartigen, dem Sprachgebrauche nicht entsprechenden Zusammen ziehungen als zwei selbständige Worte zu berechnen. = " Hamburg " Witterungsübersicht vom 23. Juli 1896. BarometerStand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke ( Stala 1-12) 761 M 762 Berlin 762 MSM WNW Wiesbaden München 765 Still 765 NW 761 Haparanda. Petersburg. 752 SM 759 GSD 763 WSW 758 M • 766 • 343 Wetter Temperatur ( 5° 6.4° R.) wolfig heiter 16 16 wolfig 17 wolkenlos 16 Regen 16 wolkig 20 Nebel 16 bedeckt 20 wolfig 15 heiler wolkenlos 14 13 3222211 Wetter Prognose für Freitag, den 24. Juli 1896. westlichen Winden; teine oder unerhebliche Niederschläge. Ziemlich heiter bei steigender Temperatur mit schwachen südBerliner Wetterbureau. Gewerbe- Ausstellung 1896. Die Hanssuchung bei Frau Gürtler in Rixdorf' Cork Hobrechtstr. 81, hatte nicht, wie von einem Berichterstatter mit Aberdeen. getheilt wurde, den Zweck, anarchistische Schriften, sondern Paris. finden; nachdem die Beamten in der Wohnung Koschmann's in Kleidungsstücke des Anarchisten Koschmann aufzu der Kirchhofstraße vergebens gehaussucht hatten, statteten sie der Frau Gürtler einen Besuch ab, in der Annahme, daß sich die bei ihr in Kost war. Frau Gürtler, welche sich seit Jahresfrist gesuchten Kleider bei ihr finden könnten, da Koschmann früher Das kann zu endlosen Weitläufigkeiten Anlaß geben. Denn von jeder politischen und agitatorischen Thätigkeit fern hält, legt Werth auf diese Richtigstellung, da sie eine geschäftliche Schädie Ansichten darüber, was eine sprachgebräuchliche Wort- digung befürchtet, wenn ihr Name mit dem Vertrieb und der zufammenziehung ist, was nicht, gehen weit auseinander. Aufbewahrung anarchistischer Schriften in Verbindung gefressen, Schwerlich sind die Schalterbeamten dafür unbedingte Autoritäten. bracht wird. Vor nächtlicher Ruheftörung, die an Zivilisten schwer geahndet wird, braucht unser Kriegsheer nicht zurückzuschrecken. Wie uns mitgetheilt wird, zog in der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag um 123/4 Uhr eine Abtheilung Soldaten mit flingenden Trommeln und Pfeifen durch die Werststraße in Moabit und verschwand schließlich in der Kaserne des 4. Garde: regiments. Es muß das äußerst angenehm gewesen sein für die schlafenden Einwohner, besonders solche, die krank daruiederlagen, so aus ihrer Nachtruhe aufgeschreckt zu werden. Da so mancher harmlose Wanderer, der fich mit bloßem Singen nachts vergnügte, schon einer exemplarischen Strafe verfallen ist, wäre es recht wünschenswerth zu erfahren, ob dem Militär die nächtliche Mufit ausdrücklich erlaubt wurde, oder ob hierzu eine Erlaubniß seitens der Polizei- Organe überhaupt nicht erforderlich ist. Der in der Druckerei von Sittenfeld verunglückte Knabe hatte, wie uns mitgetheilt wird, nachmittags zwischen drei und vier Uhr sich spielerischerweise an der Transmission des Fahr fluhls zu schaffen gemacht. Sein einer Daumen wurde vom Transmissionsriemen erfaßt und ihm abgerissen. Erst nach diesem Unglücksfall ist der Raum, wo die Transmission angebracht war, durch eine Thür abgesperrt worden, wie man den Brunnen zuzudecken pflegt, wenn das Kind hineingefallen ist. Die Haussuchungen nach den Roschmann'schen Anzügen werden von einem Berichterstatter mit dem bekannten Risten attentat" auf den Polizei- Obersten Krause in Verbindung gebracht, das noch immer der Aufklärung harrt. Nachmittag in Nieder- Schönhausen einen immerhin ziemlich gut Leichtfertige Handhabung einer Schußwaffe führte gestern verlaufenden Unfall herbei. Auf dem Grundstück des Gärtners Müller vergnügte sich dessen 13 jähriger Sohn damit, nach der Scheibe mit einem Teschin zu schießen. Eine Kugel flog an der Scheibe vorbei in den Nachbargarten und traf hier den mit Gärtnerarbeiten beschäftigten Militärinvaliden K. Dem K. wurde das rechte Ohrläppchen abgerissen. Jedenfalls ist es eine unverantwortliche Leichtfertigkeit des Vaters, einem 13 jährigen Knaben ein Feuergewehr in die Hände zu geben. Abend 10 Uhr den Vorgang mit dem Gendarm im Dewein'schen Zeugenaufruf. Diejenigen Personen, welche am Sonntag Lokale zu Weißensee mit angesehen haben, werden gebeten, ihre Adresse bei Ernst Geißler in Weißensee, Metzer straße 22 I, abzugeben. größten Theile beendigt. Nur selten noch sieht man Kornmandeln Die Roggenernte in der Umgebung Berlins ist zum auf dem Felde stehen. Der Ausfall der Ernte, welche durch das warme trockene Wetter der letzten Zeit sehr begünstigt wurde, ist in den meisten Fällen ein recht befriedigender. Das Getreide ist stark und lang im Stroh und der Körnerertrag ist durchaus zu friedenstellend. In der Nähe von Rosenthal geriethen durch die Unvorsichtigkeit mit Streich hölzern spielender Kinder sechs Mandeln Roggen in Brand und wurden vernichtet. " Wie eine Selbst der Pleitegeier findet im Theater Alt- Berlin nichts zu Der Konkurs über die Gesellschaft mit beschränkter Direktor Herrn Paul Blumenreich und dessen Stellvertreter Herrn Haftpflicht„ Theater Alt- Berlin" ist am 16. d. Mts. von dem Grangé bei dem Amtsgericht I angemeldet worden. hiesige Korrespondenz erfährt, ist aber das gerichtliche Konkurs. verfahren von der zuständigen Behörde wegen Mangels derselben Seite folgende Einzelheiten über die Gründung und an masse abgelehnt worden. Ferner werden uns von den Niedergang des Theaters Alt- Berlin" mitgetheilt: Die Ge= sellschaft war mit einem Stammkapital von 115 000 m. gegründet; unter den Gesellschaftern, die zumeist an der Erbauung des Theaters betheiligt waren, finden wir Herrn Baumeister Sehring mit 9000 M., Herrn Schriftsteller Paul Blumenreich mit 1000 M. betheiligt. Leider arbeitete, wie sich jetzt herausgestellt hat, die Gesellschaft vor Eröffnung ihres Theaters mit Unterbilanz, wovon jedoch die Ges Q m sellschafter bis zum 15. Mai keine Ahnung hatten. unfähig und an diesem Tage wurde eine Versammlung der 22. Mai bereits war Theater Alt Berlin" zahlungs. Gesellschafter einberufen. Herr Direktor Blumenreich trat für Weitererhaltung des Kunstinstitutes ein, das man über Wasser halten müsse, weil dasselbe eine Probestufe für das im Herbst zu er Herrr Baumeister Sehring bereit, der übrigens Hauptgläubiger öffnende Theater des Westens" bilden solle und nun fand sich mit 127 000 m. ist, noch einige tausend Mart zu zahlen, wofür ihm der Fundus zum Preise von 40 pet. des Anschaffungswerthes verschrieben wurde. Ebenso wurden dem Gesellschafter Michael Stemmler für eine Darlehnsforderung von 60 000. Werthe von 62 000 M. zedirt. Damals hätte schon der Konkurs angemeldet werden müssen, wenn nicht Herr Baumeister Sehring, der ja allerdings gedeckt war, finanziell beigesprungen wäre. Die Einnahmen betrugen durchschnittlich täglich 300-400 m., so daß tein Tag ohne Unterbilanz verging. Angestellte, die 75 M. zu fordern hatten, mußten eine Quittung in der Höhe dieser Summe unterschreiben, erhielten jedoch nur 50 m. Von dieser Geschäftshandhabung ist übrigens gestern bereits die Die Passiva des beaters" Alt- Berlin" betragen 210 000 m. Die Gläubiger Staatsanwaltschaft verständigt worden. sind zusammengetreten, um die zur Erhebung des Konkurses schwer Geschädigten hoffen auf diese Weise noch etwas nothwendige Summe von 4000 M. aufzubringen. Die Das Petroleum als Mittel zum Auffrischen des Küchenfeners hat wieder einmal Unheil gestiftet. Die in der Hochmeisterstraße wohnhafte Schneiderin Jakobs griff gestern Vormittag, als das Feuer nicht in Bug kommen wollte, zur Petroleumtanne. Die herausfließende Flüssigkeit entzündete sich natürlich sofort und leitete die Flamme ins Innere des Gefäßes, das mit lautem Ruall explodirte. Der brennende Inhalt ergoß sich über Die brandenburgische Fischerei- Schuhgenossenschaft hat die J., welche glücklicherweise Geistesgegenwart genug besaß, sich jetzt durch Aussehen von Krebsen den Versuch gemacht, die Gagen pro Mai und Juni je 44 000 M., fofort in einige im Waschfaß liegende nasse Garderobestücke zu die in ihrem Bezirk gelegenen Gewäffer wieder mit diesen wickeln und so die Flammen zu ersticken. Durch den Knall und Thieren zu bevölkern, und zur Förderung dieses Versuches die den Schrei der Frau J. waren Nachbarn herbeigelockt worden, Mitglieder aufgefordert, in den nächsten zwei Jahren den Krebs deren vereinten Anstrengungen es gelang, das entstehende Feuer, fang in möglichst geringem Umfange auszuüben. Besonders aber das den Fußboden und den Küchentisch ergriffen hatte, zu die vom Kopf bis zum Schwanzende nicht 10 Zentimeter messen, wird darauf aufmerksam gemacht, daß der Fang von Krebsen, Wann werden die Frauen endlich flug werden und dieses gefährliche Experiment unterlassen? Mit Kienholz oder mit Geldstrafe bis zu 150 M. oder entsprechender Haft bestraft selbst gewöhnlichen Holzsplittern läßt sich überall rasch Feuer wird. Bei der gleichen Strafe ist übrigens auch der Fang von anmachen. Wenn es aber schon Petroleum sein soll, so gieße Karpfen, die nicht 28 Zentimeter messen, verboten. man dasselbe erst auf die Kohlenschaufel und von da ins Feuer. In letzterer Form vermeidet man auch die Gefahr. Dämpfen. Von seinem eigenen Wagen überfahren wurde am Mittwoch Abend gegen 5 Uhr in der Reinickendorferstraße der 55 jährige Kutscher Josef Breß aus der Schulzendorferstraße Nr. 20. Er wurde so schwer verletzt, daß ein Schuhmann des 57. Neviers ihn in ein Krankenhaus bringen mußte. aus der Masse retten zu können. Im Theater Alt- Berlin" liegt fast alles unter Siegel. Gestern wurden die Vorhänge des Theaters von der Expedition eines hiesigen Lokalblattes, welches 1100 Mart für Annoncen zu fordern hat, gepfändet. Herr Paul Blumenreich, welcher Forderungen in der Höhe von 12 000 und 9600 Mart an die Gesellschaft Theater Alt- Berlin" Verzicht geleistet haben. hat, soll angeblich auf diese Summen zu gunsten der Gläubiger " Als Uebungsplatz für das dritte Armeekorps ist ein etwa eine Quadratmeile großes Gelände, drei Meilen nord westlich von Berlin, in Aussicht genommen. Es erstreckt sich auf die Gutsbezirke und Dorfgemeinden Dammsbrück, Hohehorst, Schönwalde, Bößow, Falkenhagener Forst; auch ein See, der fistalisches Gebiet. Die nächste Bahnstation ist Falkenhagen Falkenhagener, liegt darin. Zum größten Theil ist es forstSeegefeld. Läßt sich denn gar kein Dedland für dieſe Diese Großmutb des Herrn Paul Blumenreich flingt zwar Die Leichen zweier Mädchen wurden am Donnerstag Uebungspläge auftreiben? sehr edel, wir verstehen aber nicht, wie einer der Haupts Morgen fast zu gleicher Zeit im Wasser gefunden. Aus dem Mit der Betriebseröffnung der neuen Stadtbahn- gründer überhaupt noch Forderungen geltend machen Goldfischteiche landete ein Schuhmann des 33. Reviers ein er= trunkenes Mädchen, das kaum älter als 11-12 Jahre gewesen Monats wird stattfinden können, tritt dann für die ganzen Station Savignyplak, die voraussichtlich am 1. nächsten tann. fein wird. Ob es verunglückt oder freiwillig ins Wasser ge Stadt- und Ringbahnstrecken Die Differenzen, die zwischen dem Arbeits- Ausschuß gangen ist, läßt sich nicht sagen. Die Persönlichkeit war noch Charlottenburg" und" Friedrichstraße", andererseits zwischen wessen Hände die Verwahrung der Fundsachen übers einerseits zwischen Bahnhof und dem Amtsvorstande in Treptow darüber schwebten, in nicht festzustellen. Das Mädchen, eine hübsche Blondine, trug Station Boologischer Garten" und" Wedding" sowie 30olog. gehen solle, sind jetzt als beigelegt zu betrachten. Bekanntlich ein blaues Kleid, einen rothen Unterrock, schwarze Strümpfe Garten" und" Schöneberg" eine Verschiebung fämmtlicher glaubte der Arbeits- Ausschuß im Interesse der Ausstellungs und Knöpfschuhe.- An der Weidendammer Brücke fand man die Zeiche eines etwa 20 Jahre alten Mädchens mit dunkelblondem Fünfftationenstrecken ein und damit eine Erhöhung des besucher zu handeln, wenn er die Sachen selbst in Verwahrung Dunklen Blouse, einem grünen Rock, schwarzen Strümpfen und Fahrten, welche bisher nur fünf Stationen umfaßten und stattgefunden, daß die Fundsachen während der ersten Haar. Es war bekleidet mit einem schwarzen Umhang, einer Fahrpreises auf das Doppelte auch für alle diejenigen nimmt. Es hat nun zwischen beiden dahin eine Verständigung Denn bekanntlich haben so- vier Wochen beim Arbeits- Ausschuß verbleiben und ab. Handschuhen. Die Toote, die ebenfalls unbekannt ist, trug also nur 10 bezw. 15 Pf. kofteten. Storallenohrringe und einen goldenen Ring am vierten Finger Minister alle Gesuche der Charlottenburger Interessenten um nicht abgeholten Sachen dem Amtsvorsteher in Treptow über wohl die Eisenbahn- Direktion Berlin als auch der Eisenbahn- zufordern find. Nach Ablauf dieser Frist werden dann die noch der linken Hand. Beibehaltung des Fünsstationenpreises für die Strecke Charlotten- wiefen. Gefunden und abgeliefert sind jetzt 621, als verloren Eine jener gewiffenlosen Gefindevermietherinnen, die burg- Friedrichstraße auch nach der Einfügung der neuen gemeldet 590 Gegenstände. Unter den gestern gefundenen Gegens vor den Miethskomtoren arme, außer Stellung befindliche Dienst( sechsten) Station Savignyplay unter Hinweis auf die einständen befindet sich ein tadelloser Ein hundertmarks boten anlocken, um sie später der Prostitution in die Arme zu schlägigen Tarifbestimmungen rundweg abgelehnt. Und nur für die fchein, ferner ein Gebiß mit 16 Zähnen, das in Kairo führen, ist am Mittwoch Mittag an Gerichtsstelle in der Person Monatstarten ist die Vergünstigung zugestanden worden, gefunden wurde und sehr wahrscheinlich beim felreiten einer der unverehelichten Bertha Nowad furz nach ihrer veraut- daß dieselben auch nach Jubetriebnahme des neuen Bahnhofs für Dame aus dem Mund gefallen sein dürfte. Versammlungen. Einer unglaublichen Nohheit machte fich am Dienstag die Frage stellt, ob weitere Bengen vernommen wer- zu einem gewissen 3wede einzutafsiren. Dann Abend während der Illumination am Neuen See" ein Aus den follen, da die Aussagen der bisherigen Zeugen aber war der Begriff der Deffentlichkeit unter feinen Umstellungsbesucher schuldig. Der betreffende Herr hatte auf einem die Sachlage schon geklärt hätten. Da Jahn auf ständen gedeckt. Auf solch ein Urtheil tönnen sich in Sachsen Stuhle des Stuhlverleihinftituts Platz genommen und erwiderte Vernehmung gerade der übrigen als wichtigsten Zeugen gewiß die ältesten Leute nicht besinnen". die hösliche Frage eines der uniformirten Knaben nach dem Billet besteht, zieht sich der Gerichtshof zurück, um nach einer etwa Eine wichtige Entscheidung für Eisenbahn- Reisende mit einem fräftigen Faustschlage, den er dem Knaben mitten ins 40 Minuten währenden Berathung zu verkünden, daß die Ver- fällte die Straffammer am Landgericht zu Mez. Eine Frau, Gesicht versezte. Der Geschlagene, der in der Bülowstraße 56 nehmung der übrigen Zeugen abgelehnt sei. Der Staats- welche mit einer ihr geschenkten Rückfahrtkarte von wohnende 15jährige Otto Ulbrich, fiel sofort zu Boden und anwalt begründet hierauf die Anklage dahin, daß Jahn gar Metz nach Saarbrücken juhr und des Betruges angeklagt war, mußte in die Sanitätswache geführt werden, wo ein Bruch des nicht berechtigt war, als Buchbinder über die 3- wurde freigesprochen. Das Gericht erklärte die Bemerkung Nasenbeins konstatirt wurde. Nach Anlegung eines Verbandes stände in einer Velvetfabrit zu sprechen, er mithin auf dem Billet nicht übertragbar", als nicht au wurde er nach Hause geschafft. Der schlagfertige Ausstellungs- feinen Anspruch auf" Wahrnehmung berechtigter Interessen" Recht bestehend und sprach die Angeklagte frei, weil jede besucher erwies sich als ein Engländer. habe. Er habe in leichtfertiger Weise Behauptungen Vermögensschädigung feble. Das Schöffengericht hatte vordeur Die Staatsanwaltschaft wird auf Zu einer blutigen Schlägerei fam es am Donnerstag aufgestellt, von denen er wußte, daß sie nicht wahr seien, wie es in ähnlichem Sinne erkannt. Nachmittag 32 Uhr aus bisher nicht aufgeklärter Veran- die Beugenaussagen erwiesen hätten; er habe mithin die Absicht der dem Wege der Revision die Entscheidung des Reichsgerichts laffung unter den Beduinen in„ Kairo". Die Braunen Beleidigung gehabt. Da Jahn trotz seiner vielen Vorstrafen sich herbeizuführen suchen. bearbeiteten sich anfangs mit Fäusten und Peitschen, griffen nicht gebessert" babe, beantrage er einen Monat Ge später aber auch zu Steinen und und Eisen- fängniß! Der Vertheidiger Dr. Herzfeld hält im Stangen. Etwa 25 bis 30 Wann betheiligten sich aner Gegensaß hierzu sämmtliche angeblichen oder wirklichen BePrügelei. Alle Bemühungen einiger Direktionsbeamten, sie hauptungen für erwiesen, da sie auch Dr. Mengers nicht zu In einer öffentlichen Versammlung der Klempner, die auseinanderzubringen, hatte teinen Erfolg. Erst nachdem ein entkräften vermochte; andererseits würden auch die übrigen geGendarm eingegriffen hatte und nachdem einige der Haupt- ladenen Zeugen noch weit schlimmeres ausgefagt haben. am 23. Juli bei Cohn, Beuthstr., tagte, hielt Genosse Dr. Pinn betheiligten von ihren eigenen Landsleuten in den Eselsstall ge- Schon hieraus sei ersichtlich, daß die ganze Anklage unbegründet fei, einen beifällig aufgenommenen Vortrag über:" Feudalsystem und fperrt worden waren, beruhigten sich die Gemüther. Darüber er beantrage mithin fostenlose Freisprechung. I a hn ver Bunstwesen". Eine längere Diskussion entspann sich über die Abs war aber immerhin wohl eine halbe Stunde vergangen und es theidigt sich ebenfalls gegen die Vorwürfe des Staatsanwalts, rechnung von der letzten Lohnbewegung, in der die Lässigkeit hatte mittlerweile zum theil noch erhebliche Verlegungen an von dem er sich keine Vorschriften werde machen lasse, ob er die einzelner Kollegen, welche die ihnen anvertrauten Listen und Bons Es sollen in den Köpfen und anderen Körpertheilen zahlreicher Kämpfenden Rechte anderer auch wahrnehmen könne; ihm sei es um Beseitigung bisher nicht abgerechnet haben, bemängelt wurde. abgesetzt. dieser Zustände zu thun gewesen, die niemand bestritten habe Bukunft Maßregeln getroffen werden, ähnliche Vorkommnisse zut und die zu beweisen er Duzende von Zeugen hätte vorschlagen verhüten. Nachdem von mehreren Rednern auf das Vorgehen tönnen. Wenn ihm entgegengehalten worden sei, daß sich die der Metallindustriellen hingewiesen worden war, gelangte einArbeiter gegen die überlange Arbeitszeit ja nicht gefträubt und stimmig eine Resolution zur Annahme, wonach sich die VerEine für die Serumtherapie höchst wichtige Entdeckung sich über die Zustände in der Fabrik nicht beichwert hätten, dann sammlung mit der Bewegung der Former solidarisch erklärt und hat Prof. Widal einer Pariser medizinischen Gesellschaft mit brauche er doch nur darauf hinzuweisen, daß der einzige Grund die Klempner verpflichtet, wöchentlich 50 Pf. für den öffentlichen getheilt. Die Entdeckung besteht in einem diagnostischen Hilfs hierfür in der Furcht vor Entlassung zu suchen sei. Fonds der Metallarbeiter abzuführen. Zum Schluß wurde aufmittel des Typhus und beruht auf einer Veränderung der Das Gericht scheine aber selbst von der Wahrheit dieser Schilde gefordert, die Werkstätte von Sundorff, August itraße 89 Lebenseigenschaften der Typhusbazillen, wenn diesen ein Tropfen rungen überzeugt zu sein, da es auf die Vernehmung der übrigen zu meiden, indem daselbst wieder die zehnstündige Arbeitszeit Blut oder Blutferum eines Typhusfraufen zugesetzt wird. Beugen verzichtet habe; schon aus diesem Grunde beantrage er eingeführt ist und die übliche Lohnreduzirung vorgenommen Während nämlich die lebenden Typhusbazillen fich mit Hilfe ebenfalls seine Freisprechung. Das Urtheil lautete dahin, wurde. von Geißelfäden in der ihnen genehmen Flüssigkeit hin daß Jahn die Wahrnehmung berechtigter Interessen nicht zustehe, Im Verein deutscher Schuhmacher( Filiale III) sprach und her bewegen, verlieren sie im selben Augenblick, auch die Uebelstände in der Fabrik durch die Zeugenaussagen am 20. Juli Herr Dr. Böhm in einem recht interessanten Vorwo man ein Tröpfchen Serum von einem Typhusfranken hinzu- nicht bewiesen seien! Aber ebenso wenig sei erwiesen, daß Jahn trag über das Naturheilverfahren". Unter Vereinsangelegen setzt, ihre Bewegungsfähigkeit, tleben in Waffen zusammen und die ihm zugeschobenen Aeußerungen gethan habe. Nur aus heiten standen einige Ersatzwahlen zur Erledigung und wurde sterben ab. Der Versuch wurde mit dem gleichen positiven Er- diesem Grunde habe sich das Gericht veranlaßt gesehen, auf das Mitglied Scholz zum Kassirer und Schonunger zum folge mit dem Blute vieler Typhöser wiederholt, während das Freisprechung zu erkennen. Die Kosten sind der Staats: Revisor gewählt. Blut anderer Erkrankter Prof. Widal benutzte das Serum fasse aufzuerlegen. von Nephritis, Tuberkulose, Pneumonie, Gelbsucht, Rheumatismus 2c. teinen modifizirenden Einfluß auf die Vitalität des Typhusbazillus ausübte. Neben der erwähnten, mehr theoretischen Wichtigkeit des Befundes leuchtet seine Bedeutung für eine schnelle und sichere Diagnose der unter Umständen sehr schwer erfennbaren Krankheit hervor. Kunst und Wissenschaft. Gerichts- Beitung. " durch die Notiz beleidigt s uhr an geöffnet. Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Aufklärung, abends 9 Uhr, weil er Borsigender falender find zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelity. 49, v. 2 Tr. Freitag. 1 Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Aenderungen im Vereins Ad. Neumann, Basewalterstraße 3. Uebungshunde Abends 9-11 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Collegia, Adalbertstr. 21 bei Roll. Kaiser'scher Männerchor, Schönhauser Allee 28, bei stelle.-Nord, Veteranenstr. 18 bei Schulz.- BuchbinderMännerchor, Holzmarttitr. 3 bei Deter. Maiglöckchen I, Lind ower straße 26 bet Sachs. Gemüthlichkeit, Neue Friedrichstraße 44 bei Das Gericht Röllig. Typographia, Cohn's Restaurant( großer Saal), BeuthStraße 20. Mheingold, Weinstr. 11 bei Feind. Melodia, Nixdorf, Fris, Naunynstr. 86 bei Frig Bubett. Bergstr. 162 bei Thomas. Brandenburger Männer Gefa ngverein in Brandenburg a. H., Freie Liebertafel, Strauß Freie Gänger, Schmargendorf, Warnemünderstraße bei mi. Care. Mengerts Boltsgarten, Bergstraße. berge: ftraße 3 bei Birt. Nordwacht, Chauffeeftr. 72 bei Meißner. Sängertreis( Weißensee), König- Chauffee, bet Pfeiffenmüller. sustige Sänger, Potsdam, Brandenburger Kommunikation Nr. 16 bet Glaser. Marten. de kantstraße, bei Wertens. Rofenthaler Borstadt, Usedomftr. 33. Satobitraße Nr. 87-88 bei Camprecht. bet - Bieber'scher Männerchor, Ackerstr. 128 Ber= Geselligtett, Hennigsdorf, Böhmert's Ganhaus. einte Ganges brüber, Moabit, Berlebergerfir. 28 bei Hermerschmidt. Wacht auf I, Sorgenfrei, Admiralstr. 18 c, Märkischer Hof. Treu und Einigtett, Rigdorf, Pring 58 Reden. Frohsinn, Rummelsburg, Göthestraße, Metallarbeiter( D), Blumenftr. 46. Morgenroth 2, Charlottenburg, Bismarckstr. 74 bei Krause. Froh Hoffnung ( Berlin W.), Pallasstraße Nr. 16 bei Faller. Brüderschaft, Alte Rosalia, Blumenstraße 46 bet Ein. Tomaticheck. Gyrene, Rosenthalerstr. 57 bei Julius Wernau. Fortschritt' tracht III, Eberswalde, Eisenbahnstr. 66 bet Hagewald. Liedes Echo, Reichenberg erftr. 118 bet Röpnickerstr. 38 bet Peutert Lorbeerzweig, Schönhauser Adee 135 bei Ramlom. öppen. Borwärts III, Lichtenberg- Friedrichsfelde, Prinzen- Allee 6 bet Karl Schulz. Matenzweig, Liebertafel der Stellmacher, Rosenthalerstr. 57 bet Wernau. Weiße Rose III, Rigdorf, Karlsgarten und WißmannstraßenGeorgina, Görligerstr. 52 bet Vogel.- 2iberté, Ecke bei Bode. Wrangelitr 84 bei Redenz. Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Alle Buschriften find zu senden an Hermann Jahn, Schönhauser Allee 177 c. Freitag: Mustverein Hoffnung- Oft, Große Frautfurteritraße 183 bet Gesellige Lotterieklub Fortuna, Görligerfir 50 bei Siewert. Bereinigung„ Biegniger Schwetz", Reichenbergerſtr. 83 bei Fied. Verein der Tanzmeister tagt jeden Freitag Abend Annenstr. 16. Arbeiter- Raudherbund Berlins und Umgegend. Aenderungen im Bereinstalender find zu richten an Otto Schulz, Kottbuferdamm 72. Freitag: apfelblüthe, Hochstädterstr. 30 bet Graminsky.- Südost, Wienerftraße 63, bei Felste. Zn dem Bericht der Hutmacher- Versammlung, der in Die Mittheilung wahrer Thatsachen eine Beleidigung. unserer Dienstagsnummer veröffentlicht wurde, sendet uns der In der Brandenburger Zeitung"( Nr. 29 v. J.) war die Mit Schriftführer der Versammlung eine kleine Richtigstellung. In theilung gebracht worden, daß gegen den Spediteur Siegel und dem Bericht beißt es, daß der Lohnkommission der Vorwurf Genossen in Brandenburg eine Vor untersuchung wegen gemacht wurde, sie habe die Kollegenschaft über die thatsächlichen eineides beim Amtsgericht eröffnet sei. Veranlassung zu Verhältnisse hinweggetäuscht und hätte somit unehrenhaft ge dieser Mittheilung gab der Umstand, daß Siegel und Genossen handelt. Dieser Vorwurf richtete sich nicht gegen die Kommission, den angeblichen Meineid in einer Sache geleistet haben sondern gegen zwei Berufskollegen, von denen unser Berichtsollten, in welcher der frühere Redakteur Simon der erstatter irrthümlich annahm, sie gehören zur Kommission. Wie Brandenburger Zeitung" vom Schöffengericht zu 150. im Bericht bemerkt, wiesen die Angegriffenen sehr entschieden Die Zustände in der Velvetfabrik von Mengers n. Söhne Geldstrafe und der Kaufmann Bernhard Hagen zu 6 Monaten diesen Vorwurf zurück. waren am Mittwoch wieder einmal Gegenstand einer Gerichtsver- dam hatte später das Urtheil gegen Hagen auf 2 Monate Ge- oft- Schule, Waldemariir. 14: Nationalötonomie, Gefängniß verurtheilt worden waren. Die Straffammer in PotsArbeiter- Bildungsschule. Freitag Abend 9 Uhr bis 10% Uhr: Süb. ( Die Marr handlung vor dem Schöffengericht des Amtsgericht I. Im vorigen fängniß heruntergesetzt. Auf Beranlassung des letzteren war Engels'schen Lehren. Werth, Mehrwert h, Kapital.) Herr Dr. Alfred BernJahre hatte in drei öffentlichen Versammlungen Genosse Nord Schule, Mülleritr. 179 a: ( Dis Jahn auf grund von ihm zugegangenen brieflichen und münd- dann Ende vorigen Jahres gegen Siegel und Genossen die Vor: wichtigsten Gefeße für die funft des öffentlichen Rebens. Lehre vom Aufbau Das Verfahren ist eines Bortrages.) Herr Heinrich Schulz. Die Schulräume sind zur Belichen Mittheilungen einer Anzahl Arbeiter und Arbeiterinnen, untersuchung wegen Meineides eröffnet. Diese Thatsachen sind ge- nugung der Bibliothet und des reichhaltigen Beitschriftenmaterials schon von die Zustände in obengenannter Fabrik zum Gegenstand friner später wieder eingestellt worden. richtsnotorisch. Siegel hat sich durch die Notiz beleidigt Ausführungen gemacht. Dabei sollte in einer Versammlung am 1. Juli v. J. von Jahn" behauptet" worden sein, daß die gefeßgefühlt und auf seine Veranlassung wurde gegen den Sebastianstr. 72 bet Ferger. durch lichen Bausen nicht innegehalten und die Strafgelder nicht im Redakteur B. Hugo Anklage erhoben, einer Mittheilung erweislich wahren Thatsache Interesse der Arbeiter verwandt würden; die Arbeiter in der Appreturanſtalt seien gezwungen, bei 40 Grad pige 14 bis Siegel beleidigt hätte. Die Sache wurde am 22. Juli vor dem 15 Stunden zu arbeiten; von einem zwar vorhandenen Arbeiter. Schöffengericht unter Vorsitz des Gerichtsaffeffors Bäthke verhandelt. Der Amtsanwalt Oberfekretär Zimmermann hielt die ausschuß bekomme man nichts zu erfahren und wer sich beschwere, Anklage aufrecht und beantragte auf grund der werde einfach entlassen. Desgleichen lassen die Reinlichkeitsverhältnisse viel zu wünschen übrig; Ankleideräume für Männer und Frauen§§ 185 und 186 eine Woche Gefängniß. gesondert existiren nicht und das Trinkwasser der Fabrik sei nicht hielt eine Beleidigung nach§ 186 nicht für vorliegend, zu genießen. Bei allen diesen Zuständen schwanke der Lohn der wohl aber sei eine solche nach§ 185 vorhanden. Die Mit Arbeiterinnen und Arbeiter zwischen 8 und 15 M. u. s. w. Auf grund eröffnet sei, fei geeignet, denselben öffentlich herabzusetzen theilung, daß gegen einen Bürger eine Voruntersuchung dieser Schilderungen in der Versammlung hatte der Mitinhaber und daher beleidigend. Die Thatsache, daß gegen jemand der Firma Dr. Mengers gegen Jahn Strafantrag wegen öffent: eine Voruntersuchung eröffnet worden ist, folle nicht früher in schaft Folge gegeben und die Anklage erhoben hatte. In dem einen die Deffentlichkeit kommen, bis diefes in öffentlicher Verhandlung Fall war die Verhandlung vertagt worden, weil Jahn um diese mitgetheilt worden sei. Obwohl das Gericht in diesem Falle die Sache milde aufgefaßt habe, weil der angebliche Meineid in Zeit in Blößensee eine dreimonatige Gefängnißstrafe verbüßte einer Sache geleistet sein sollte, in welcher ein Redakteur des Wörtherstr. 19 bit echmidt. Als aber dann und angeblich nicht aufzufinden war." in diesem Jahre der erfte Termin stattfand, wurde angeklagten Blattes zu 150 Mark Geldstrafe verurtheilt ist, wurde dem Angeklagten der Schutz des§ 193 doch nicht zuJahn auf Antrag Antrag des Vertheidigers Dr. Herzfeld freigesprochen, weil Dr. Mengers nach der Ansicht gebilligt, weil er die berechtigten Interessen in anderer Weise des Vertheidigers, die sich auch das Schöffengericht aneignete, als hätte wahrnehmen müssen; es wurde auf 50 Mart Geld Privatperson gar nicht beleidigt und demnach zur Stellung eines ftra fe eventuell 5 Tage Gefängniß erkannt. Strafantrages gar nicht berechtigt sein konnte. Gegen dieses Dresden, 22. Juli.( Eigener Bericht.)( Keine öffentfreisprechende Urtheil hatte aber der Staatsanwalt bei entgegen.liche Geldsammlung.) Am 2. Mai ds. Js. ist in einer gefeßter Ansicht Berufung eingelegt, der auch vom Landgericht Schautwirthschaft an der Jakobistraße vom Maurer Eisold zu insofern stattgegeben wurde, als es die Sache, weil einige gunsten des Maurerstreiks Geld gesammelt worden. Der GenRevisionsgründe vorhanden waren, zur nochmaligen Ent- barm Weigel hat dies gesehen, den Sammler ruhig seines Amtes scheidung an die erste Justanz, also das Schöffengericht walten lassen, um ihm dann die Liste konfisziren zu zurückverwies. Die gegen diese Entscheidung beim Rammer- tönnen, nachdem 11 M. darauf gezeichnet waren. Eifold gericht eingelegte Revision war mit der Begründung zurückgewiesen bekam ein auf 20 M. lautendes Strafmandat, weil er einer worden, daß Dr. Mengers als Mitinhaber der Firma thatsäch- polizeilichen und stadträthlichen Bekanntmachung zuwider eine lich berechtigt sei, im Namen der Firma oder auch persönlich öffentliche Geldsammlung" inszenirt haben sollte. Das Schöffen den Antrag wegen Beleidigung zu stellen. Vor etwa 4 Wochen gericht sprach ihn frei und begründete dies Urtheil damit, daß aber wurde der Termin auf Antrag Jahn's vertagt, weil gerade hier der Begriff der Oeffentlichkeit nicht gedeckt sei, weil nicht die wichtigsten der von ihm geladenen Beugen nicht erschienen widerlegt wurde, daß der Angeklagte nur unter den Maurern seines Baues, also in einem individuell begrenzten Personenkreis In der geftrigen Verhandlung erklärte Jahn zunächst, daß gesammelt habe. Das Gericht sagte damals, wenn man diese er selbst gar keine Behauptungen aufgestellt, andererseits aber Sammlung als öffentliche betrachten wollte, so man dies Sammlung, bereit sei, den Beweis der Wahrheit durch Vernehmung der be- müßte die mit jeder antragten und nur zum theil geladenen Zeugen anzutreten, während etwa unter einer Gevatterschaft veranstaltet er aber die ihm von der Auflage untergeschobenen Aeußerungen würde, auch thun und den Veranstalter bestrafen. Der bestritt. Andererseits berief er sich auf§ 193 der St.-P.-D. Angeflagte wurde also freigesprochen. Die Freisprechung wegen Wahrnehmung berechtigter Interessen, da er von den be- eines Sozialdemokraten ist aber in dem herrlichen Sachsen eine treffenden Arbeitern als Referent beauftragt war, über die Uebel- zu bedenkliche Sache. So legte denn der Amtsanwalt Berufung stände in der Fabrit zu sprechen, um deren Beseitigung zu er ein. Um zu kontrolliren, ob die Maurer wirklich alle von ein wirken. Die Polizeibeamten und der Zeuge Schüler vermochten und demselben Baue feien, war die Staatsanwaltschaft auf den nicht zu befunden, ob Jahn die Aeußerungen in der Vers lugen Gedanken gekommen, die Lohnliste von dem betr. Baufammlung gethan habe. Dr. Mengers erklärte, daß unternehmer einzufordern und sie als Belastungsmaterial vor: die Arbeiter in der Appreturanstalt und Sengerei zum zulegen. Und richtig, man vergleicht die Namen auf der konfis. theil ältere Arbeiter seien und nur das Gnadenbrot bekämen, zirten Sammelliste mit denen auf der Lohuliste und sie stimmten daß sie aber wochenlang in der Hige bis 30 Grad 14-15 Stunden in keinem Falle überein. Ein freudiges Lächeln umspielte den gearbeitet hätten, vermochte er nicht zu bestreiten; ebensowenig, Mund des Staatsanwaltes ob feine gelungenen Jdee. Aber ach, daß das Trinkwasser der Fabrik ungenießbar sei. Daß der bitterer Wermuth sollte ihm in feiner Freude geträufelt werden. Plöys halle des Leffing- Gymnasiums, Pantfit. 9-10.- kraft- und Artinen Arbeiterausschuß jemals mit der Fabrikleitung und den lich rief nämlich der Maurer: Nee, häruse, das is Sie ja doch die lub Berolina. Jeden Dienstag und Freitag Uebungsstunde bei Grüßner, Waldemarstr. 42. Kraft- Turnverein offnung, abends von 9-11 1hr Arbeitern verhandelt habe, vermochte er ebensowenig zu be- richtige Lohnliste gar nich!" Wian erschrat und richtig, es war die bet Nowal, Manteuffeliraße 9.- Jugend- Athletentiub Junge Kraft" haupten. Im übrigen feien sämmtliche Werkführer und Meister der Lohnliste von einem Unternehmer eingefordert worden, der der übt jeden Montag und Freitag, abends von 8-10 Uhr," bet Fickert, StallFabrit angewiesen, für Durchführung der gefeßlichen Bestimmungen Sache ganz fremd gegenüberstand. Nun wurde der Unternehmer schreiberstr. 19. Stenographenverein Stolze, Sindenftr. 106 bet Bubeil. Uebungsstunde zu forgen. Ueber die Verwendung der Strafgelder war ihm des betreffenden Baues mit großer Mühe ausfindig gemacht, 8-11 abends. Zentral- Kranken- und Sterbekasse der Deutschen Wagenbauer, nichts bekannt; betr. der Ankleideräume erklärte er, daß um die rechte Lohnlifte einzuziehen. Die Verhandlung wurde folche in der Fabrit nicht existiren!" Auf die Frage Jahn's, auf 4 Stunden ausgesetzt. Auf der richtigen Liste stimmten Name Berlin, Bezirk IV. Bersammlung am Sonntag, den 26. Jult, vormittags 10 Uhr, Planteuffelft. 46 bei Liewald. Tagesordnung: Abrechnung und ob ihm als Jurist die Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung nicht für Name. Der Vorsitzende fragte den Staatswahl der Ortsverwaltung. bekannt seien, blieb er die Antwort schuldig; was die gefeßlichen anwalt ißner, ob er seine Berufung nicht Pausen anbelange, so seien dieselben immer inne gehalten zurückziehen wollte, dieser antwortete mit worden. Der Zeuge, Arbeiter Schwarz. bestätigt indeß nein und beantragt Aufhebung des Urtheils und angemessene" im wesentlichen die Jahn zugeschobenen Behauptungen, die Bestrafung. Es kommt zur Verwerfung der staatsHamburg, 23. Juli. Als der Dampfer Prinzeß aber, was auch die bisherigen Zeugen bekundeten, von anderen anwaltschaftlichen Berufung. Die Kosten zahlt der Staat. Personen in der fraglichen Versammlung gethan worden sind; Man hat in doppelter Beziehung Bedenken getragen, den Heinrich heute früh nach Helgoland abfabren wollte, traf die Reinlichkeitsverhältnisse seien äußerst mangelhaft. Angeklagten zu verurtheilen. So bieß es in den Entscheidungs- das Rad desselben einen neben ihm liegenden Schlepper und Diese lettere Bemerkung des Beugen unterbricht der Bor gründen. Einmal konnte seine Handlung nicht als Gamm- bohrte diesen in den Grund. Die Mannschaft des Schleppers wurde mit großer Mühe gerettet. Die Prinzeß Heinrich" ist figende mit den Worten: Nun, in der Kaserne geht's Iung im Sinne der betreffenden Verordnung auch nicht besonders reinlich her, viel weniger erst in der angesehen werden, weil sich die Maurer in einer nur leicht beschädigt, fuhr aber nicht ab, da sie reparirt werden Fabrik!" Fahn bemerkte dem Vorsitzenden, daß die Gewerbe- vorangegangenen Versammlung zur Leistung, muß. Die Passagiere wurden zum theil mit der Bahn nach CurOrdnung aber darüber Bestimmungen vorschreibe und sich die diese 3 Betrages verpflichtet hatten. G. hatte haven befördert. Ein Dynamitattentat wurde gegen den Gendarmen Arbeiter in der Fabrik die Kaserne nicht als Vorbild zu nehmen also nichts anderes gethan, als im Auftragel hätten, worauf worauf der Vorsitzende schweigt und nur feiner Rollegen deren pflichtmäßige Beiträgel Rordigly in Kochlowit geplant. Um 122 Uhr nachts wurden waren. " " Gold. " Ber Gelang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Quartettverein Wedding, Abends 8 Uhr, bet Echäfer, Neue Hochiraße 49. Gesangs verein ilarta, abends 8% Uhr, Szung Blumenftr. 46 bet Tomascheck. Karthaus'scher Gesangverein. Uebungsjunde: abeurs 9 Uhr 8ither flub Alpengruß"( Direktion bei Wiedemann, Blumenftr. 38. A. Woltewig), bet G. Gomoll, Waldemarstr. 38, abends 9 Uhr. Privatbeater verem Crescendo, 9 Uhr, bei Schulz, Buibuferstr. 85. gnügungsverein Thus nelda, abends 8 Uhr, bei Bubeil, Lindenstr. 108. Mufitverein offnung( ft), abends von 9-11 Uhr. Uebungsnunde Große Frantfurierfiraße 133 bei Gold. Tanibourverein Frei- weg. Bitherklub Waldrose, uebungsstunde bei Oberschmidt, Weinbergsweg 11.Verein Grüns abends 9 Uhr, Danteuffelstr. 86, Parterre: Restaurant. Vergnügungsverein anne, abends 9 Uhr, bei kaifer, Martusjiraße 8. Im Brand, Sigung abends 9 Uhr bei Feind, Weinstr. 11. Gesangs verein der Bauanschläger Beritus, abends s uhr bei Spät, Wem ftraße 28. Zurnverein Fichte. Mitglied des deutschen Arbeiter- Turnerbundes. Jeden Dienfiag und Freitag, abends von 8-10 Uhr: 2. Männerabtheilung Staligerstraße 55-66.4. Männerabtheilung Stephanstraße 3.- 5. Wanner1. Lehrlingsabtheilung Friedenstr. 37. abtheilung Acterstr. 67. Damenabtheilung Mariannen= 8. Lehrlingsabtheilung Boechstraße 27. £ urnverein Gesundbrunnen. Die erste Männerturnt heute Abend Don 8% 10% 11hr in der Zurn= abtheilung Ufer 1a. Vermischtes. " fürzlich die Bewohner des Gebäudes, m welchem Gendarm| Von der Nenen Zeit"( Stuttgart, J. S. W. Diet' Berlag) ist soeben das Korditzky wehnt, sowie die benachbarten Einwohner durch eine bestige Detonation aus dem Schlafe geweckt. Erschreckt eilte ein jeder aus Fenster und man gewahrte, daß gegen die Wohnung des vorgenannten Gendarmerie- Beamten ein Dynamitattentat ge= plant war, indem an die Mauer, und zwar direkt unter das Fenster, eine Dynamitpatrone gelegt war, welche aber nur Schaden an der Mauer, dagegen anderes Unheil nicht anrichtete. Noch im Laufe des Vormittags wurden, wie der ,, K. A." berichtet, zwei dieser That Verdächtige verhaftet. " 43 Heft des 14. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Finis Poloniae? Bon Karl Kautsky( Schluß). Das Grundeigenthum auf Java. Von H. van Kol. Die Publikationen des Labour Department des englischen Handelsministertums( Board of Trade). Bon Dr. G. Hugo. Notizen: Einiges von der Unfallversicherung in den Bereinigten Staaten von Nordamerifa. Feuilleton: Das Ende vom Liede. Eine Geschichte von Konrad Telmann.( Fortsetzung.) Ethische Kultur". Die Nummer 30 des 4. Jahrgangs vom 25. Jult 1896 ( Ferd. Dümmler's Berlagsbuchhandlung) hat folgenden Absolute Ethit oder Entwickelungsethit. Juhalt: Kaffeeklatschpolitit. Antwort an Dr. Natorp von F. Staudinger. Lebensspiegelungen. Geschlechtliche Gtlaveret und soziale Ethit. Vermischtes. Aus der ethischen Bewegung. München, 23. Juli. Nach einer Meldung der Blätter aus eue Revne". Tegernsee tenterte in der Nacht zum 21. d. M., früh 2 Uhr, ein Boot mit 4 Personen auf dem Tegernsee. 2 Jnfassen wurden gerettet. Die beiden anderen, ein Badergebilfe aus Pondorf, Bezirksamt Neuenburg am Walde, sowie eine Münchener Kellnerin ertranten. Die Leichen sind bis jetzt noch nicht aufgefunden worden. Tetschen, 23. Juli. Im oberen Elbethal gingen gestern furchtbare Gewitter nieder, welche in den Obstgärten und an den Getreidefeldern großen Schaden anrichteten. Schnee und Hagel fielen stundenlang hernieder. Eingelaufene Druckschriften. Vou der Gleichheit, Zeitschrift für die Intereffen der Arbeiterinnen( Stutt gart, J. H. W. Die B' Berlag) ift uns soeben die Nr. 14 des 6. Jahrgangs zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Wirthschaft, Horatio! Wirthschaft! Vorläufiges über die Thätigkeit der englischen Fabritinspettorinnen im letzten Berichtsjahre. Aus der Be= wegung. Bebel's Rebe im Reichstage für die Gleichberechtigung der Frau in der Ehe. Bon der Pariser Kleinindustrie. Aus dem Norden Englands. Von Helene Simon. Der Sohn( Gedicht). Bon Ada Negri. Feuilleton: Eine Waise. Von Hedwig Wigger. Nachrichten. Für den Zubalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 24. Juli. Neues Opern- Theater. ( Kroll.) Lohengrin. Deutsches Theater. Der Fall Clémenceau. Teing Theater. Waldmeister. Berliner Theater. Fiddicke u. Sohn. Schiller- Theater. Die Frauenfrage. Neues Theater. Tata- Toto. Kleine " 1 1 Schultindern in Spandau. Berminderung des naturkundlichen unter richts an den Oppelner Boltsschulen. University- Extension in Bern. Gewerbesteuer nach der Arbeiterzahl in Braunschweig. Von der Wiener Wochenschrift Die Zeit" ift soeben das 94. Seft erfchtenen. Aus dem Juhalt desselben heben wir hervor: Lassalleana. Von K. Anaftafius Grün als Politiker.( Ungedruckte Briefe des Grafen Anton Auersperg.) Das amerikanische Jteal. Bon Dr. Harry J. Furber. Heinrich v. Treitschfe Judaismus und Hellenismus. Von Mathias Acher. als Politiker. Von S. Lublinski. Der Bergsport. Von Prof. Dr. Guido Eugen Lammer. Der erste Jahrgang des„ Pan". Von Franz Servaes. Bücher. ,, L'écriture artiste." Die Woche. Bon Hermann Bahr. Abonnements Revue der Revuen. Ofe of Olehurst. Von Vernon Lee. = 5 Mart nimmt die Adminiauf diese Wochenschrift vierteljährlich 3 fl. firation Wien, IX 3, Günthergasse 1, entgegen. Probenummern gratis Rühle, Otto, Sechs Jahre in einem fächsischen Lehrerseminare. III. Theil. Wie in Oscha Bensuren gemacht werden. Leipzig 1896. Aug. Schupp 29 G. 8°. Bürgerliches Gefehbuch für das Deutsche Reidy. Gemeinverständlich erläutert und mit Sachregister versehen von Dr. jur. Werner Brandis, vor mals Amtsrichter und Eisenbahn- Syndikus. 1. Lieferung. 16 G. 8°. 30 f. Leipzig. Emil Stod's Berlag. 1896. Almer, R. Th., Bureaukratismus in der Schule. Die grundlose Auswetfung eines Schülers aus einem badischen Realgymnasium. Stuttgart 1896. Ver lag von Robert Luz. 44 S. 80. Preis 50 Pf. und franco. Die Wochenschrift für Polttit, Wissenschaft, Kunst und öffentliches Leben Neue Revue" veröffentlicht in Heft Nr. 30( 7. Jahrgang) vom 22. Juli 1896 folgende Auffäße: N. Schüller: Der Sozialismus in Frankreich; S. Rosenfeld: Seilstätten für Lungensch windsucht; D. Jespersen: Universitätsleben in England; A. v. Falstein: Dissonanzen; Literatur; Miniaturbilder aus der Zeit. sosiale Pravis, Zentralblatt für Sozialpolitit" enthält in threr neuesten Nr. 43 folgende leitende Auffäge: Die Wiener politischen Parteien und die Boltsbildung. Von Privatdozent Dr. L. M. Hartmann. Der Bor Entwurf eines deutschen Handels- Gesetzbuchs. Von Dr, jur. M. Quard. Aus dem Notizentheil heben wir hervor: Kooperative Dockarbeit in Schottland. Arbeitszeit in Japan. Gefängnißarbeit in der deutschen Marmorinduftr te.- Wachsthum der todten Hand in Preußen. Städtische Apotheke als Kampfmittel gegen hohe Rechnungen für Wiesbaden. Straßenbahn- Angestellte und städtische Verwaltung in Leipzig. Sonntags: ruhe in städtischen Gasanstalten. Interessen- Konflikte der Gemeindevertreter. Holländische Gefeßgebung. Meiningischer Städtetag. Bierboyfott in der Echweiz. Sozialistischer Gewerkschafts- und Arbeiter verband für Nordamerika. Schneiderbewegung gegen das Schwigfyftem in Deutschland. Berband der Vereine der Buchdrucker, Schriftgteßer und verwandter Berufe Desterreichs. Der deutsche Arbeiterschuß in der Praxis. Von Frau Elisabeth Gnaud- Kühne. Gejegliche Regelung der Heimarbeit. Vorbericht für Desterreich. Borgehen der Handelstammer zu Bielefeld für freiwilligen 9 Uhr- Ladenschluß. Bekämpfung der Nebenarbeiten von Handwerksgefellen durch Innungen Ausbau des Elberfelder Systems in Stolp i. P. Regensburger Armenpflege- Rosten von 1840-1893. Polizeiverordnung gegen gewerbliche Beschäftigung von norr. Rudolf, Kein Rechtsschuß bei der heutigen Juftts! Darstellung intereffanter Rechtsfälle. 65 S. 8°. Berlin C., J. M. Spaeth's Verlag. Briefkasten der Redaktion. B. S., Wilhelmshaven. Ihre Erklärung ist für uns durch den Entscheid der Kommission erledigt, der in der Nummer vom 21. Juli veröffentlicht ist. R. S. 100. 1. Diese Brauerei gehörte dem Ring an, ist 2. Groß aber gleich zu Anfang des Boykotts ausgetreten. görschenstr. 40. Zur Zeit ist derselbe aber nicht anwesend. S. 2000. Sonntags von 10 bis 12 Uhr vormittags und Donnerstags von 1 bis 3 Uhr nachmittags. Apollo- Theater tung! Töpfer! Achtung!|| Viktoria- Brauerei und Konzert- Garten Friedrichstraße 218. Dir. J. Glück. Stürmischer Lacherfolg! Ein Abenteuer im Harem. Burleske in 1 Akt von W. Mannstädt. Musik von Paul Lincke. Eine Scene im Zoologisch. Garten ausgeführt Senetts- Troupe. von der Ferner: National Theater. Die Reise durch 20 Kunstkräfte ersten Ranges. die Gewerbe- Ausstellung. Residenz- Theater. Der Stellvertreter. Erlauben Sie Madame! Adolph Ernst- Theater. Charley's Taute. Belle- Alliance- Theater. Der Goldfuchs. Friedrich- Wilhelmstädt. KonzertRasseneröffnung 612 Uhr. 7 llhr. Auf. der Vorstell. 8 1br. Hiermit die traurige Nachricht, daß unser Kollege 194/4 Robert Böring nach langen schweren Leiden am Dienstag, den 21. Juli, nachm. 3 Uhr, im Krankenbaufe oabit" verstorben ist. " mittag 5 Uhr von der Leichenhalle in Die Beerdigung findet Sonntag NachPankow, Kommunikationsweg, aus statt. Um zahlreiche Betheiligung bittet Die Kommission. Verband aller in der Metallindustrie besch. Arbeiter Berlins und Umgegend. Ronzert Todes- Anzeige. Am 20. Juli starb unser Mitglied, der Metallabeiter Kaufmann's Variété. Budapester park. Spezialitäten- Borſtedung Possen- u. Operetten- Theater Apollo Theater. Spezialitäten- Bor ftellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Adolph Ernst- Theater. Letter Monat unter Direktion Adolph Ernst. Anfang 8 Uhr. Charley's Tante. Schwant in drei Akten von Brandon Thoma 3. Repertoirstück des Globe- Theaters in London. Borher: Die Bajazzi. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Der Sommer- Garten ist geöffnet. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Freitag, abends 8 Uhr: Die Frauenfrage. Sonnabend, abends 8 Uhr: Vergnügte Flitterwachen. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Direktion: Max Samst. Die Reise durch die Gewerbe Ausstellung. Große Poffe mit Gesang von Hugo Busse. Hegie: Fritz Schäfer. Morgen: Dieselbe Vorstellung. National- Theatergarten. Großes Konzert.- Theaterstücke. Spezialitäten 1. Ranges. Direktion: Gebrüder Herrnfeld. Heute, Freitag, den 24. Juli 1896: Gefälschte Jungen. Operette von J. Arnim. Mufit von Schindler. Ferner zum 24. Male: Die Welt geht unter. Original Luftspiel • von Donat Herrnfeld. Anf. 8 Uhr. Vorzugskarten gelten. Voranzeige. Auf vielseitiges Verlangen Mittwoch, den 29. Juli: Einmalige Aufführung: Der Klabrias Partic. Numerirte Billets sind zu dieser Vorstellung im Theater Bureau vorm. von 9 bis 2 Uhr zu haben. M Alt- Berlin. Sonnabend: Grosse BlumenIllumination. Eintritt 25 Pf. von 5 Uhr ab 50 Pf. Theaterside. Reichshallen- Garten Alexanderplatz- Theater. Alexanderstr: 40. Direktion: May Sam ft. Novitat! Die offizielle Frau. Schauspiel in 4 Aften nach Savoges Rourau von J. Lehmann. Morgen: Dieselbe Vorstellung. W. Noack's Sommer- Theater. Brunnenstr. 16. Täglich: Konzert und Theater- Vorstellung. Im Saal: Gr. Ball. Die Kandidaten- Wahl. Luftspiel in 1 Att von Kotzebue. Neu! Neu! Leipziger Straße, am Dönboffsplay. Täglich Täglich Oskar Nolte, am Lungenbrand. 249/1 Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, den 24. Juli, nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des Domkirchhofs in der Müllerstraße aus statt. Um rege Betheiligung bittet Der Vorstand. Erklärung. Ich erkläre hiermit, daß ich mich davon überzeugt habe, daß der in Nr. 246 der in Mannheim erscheinenden ,, Volksstimme" vom 22. Oftober 1895 geäußerte Verdacht, die Mitglieder des fozialdemokratischen Vereins ,, Vorwärts" in Mannheim hätten sich von nationalliberaler Seite Gelder zur Bekämpfung des von der sozialdemokratischen Partei Mannheims als Kandidaten für den badischen Landtag aufgestellten Kaufmanns Dreesbach geben lassen, unbegründet ist. Achtung! H. Kessler. Achtung! Künstl. Zähne v. 3 M. an, Theilz. wöchentl. I M., wito abgeholt. Zahu ziehen, Bahnreinigen, Nervtödten bei Bestellung umfonn. Gudtel, Lanfigerplay 2, Eljasjerer. 12 Ein grosses Vereinszimmer, 60-80 Personen fass., ist für Freitag noch zu vergeb. Ch. Sauermann, Adalbertstr. 8. Nußbaum Einrichtung, bestellte Arbeit, neu, umitändehalver m. größerem Verlust verkäuflich. Händler verbeten. Admiralstr. 8 vorn 1 Tr. lints. = Lützowstrasse 111/112 ( nahe Potsdamer Brücke). ( Garten resp. Saal.) Heute fowie täglich( außer Sonnabend): Stettiner Sänger CAN ( Meysel, Pietro, Castan's Panopticum. Neu!! Neu!! Neu!! hochsensationelle Neuheiten die ein Jeder Britton, Steidl, Krone, Röhl sehen muss! und Schrader). Anfang präzise 8 Uhr. Entree 50 Pf. Im Vorverkauf sind Billets à 40 Pf. und Familienbillets à 1 M. ( fir 3 Personen giltig) zu haben. ( Siehe Blafate.) Zum Schluß: Cavalleria schufticana. Sonnabend, den 25. Juli: Soirée in Albrechtshof in Steglitz. 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Tages Ordnung: = Zentral- Kranken- Staffe der Achtung! Maurer! Achtung! Tapezirer( Filiale I). Freitag, den 24. Juli, abds. 81/2 Uhr, in Bubeil's Restaurant 1. Lindenstraße 106: Versammlung. Tagesordnung: 14. Stiftungs- Fest des 130/7 Abrechnung des 2. Duart. 1896 Vereins zur Wahrung der Interessen der Maurer ath und Gefundheitspflege2. Vortrag des Herrn Dr. über Armuth 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Gäste willkommen. Berlins und Umgegend 178/1 am Sonnabend, den 25. Juli, im Schweizer Garten Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. J. A.: P. Engel. Puhlmann's Vaudeville- Theater. Schönhauser Allee 148. Täglich: Großes Konsert, Cheaterund Spezialitäten- Vorstellung. Concordia- Trio, Thee three Marit's tom. Excent. Ach. Origl. Satour, Krokodilmensch. Geschw. Terney, Tra Konzert, am Königsthor, bestehend aus Theater und Spezialitäten- Vorstellung. Anfang des Konzerts um 4 Uhr. Von 6 Uhr ab im Saale: TANZ. Um 10 Uhr: Kinder- Fackelzug, zu dem jedes Kind eine Stocklaterne gratis erhält. Entree, Programm infl. Tanz, für Herrn 50 Pf., für Damen 30 Pf. Die Kaffeküche ist von 4 Uhr an geöffnet. Billets sind bei sämmtlichen Vorstandsmitgliedern und in den bekannten Bablftellen des Vereins zu haben. Der Vorstand. Um rege Betheiligung bittet Achtung!> pej. Hegino- Truppe, Akrob, Lotty Lese- und Diskutir- Klub Entree 30 Pfennige. Feldschlößchen Bereinsangelegenheiten und Ausgabe der Billets zu dem am 28. August 142 Müllerstraße 142. im Lotale Sanssouci stattfindenden Sommerfest. " Der Vorstand. 199/13 Telephon: Amt Moabit 1213. Täglich: Kutscher, Rollkutscher, Möbeltransport- Konzert, Theater. und Speditionsarbeiter. Spezialitäten- Vorstellung. Sonntag, den 26. Juli, abends 6 Uhr, im Englischen Das Fest der Handwerker. Garten, Alexanderstraße 27e: Oeffentliche Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Pörsch. 2. Diskussion. 3. Aufstellung von awei Kandidaten zu den Gewerbegerichtswahlen. 244/5 Nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein und Tanz. Um zahlreiches Erscheinen ersuchen Die Einberufer. Sonntags: Großer Ball. Mittwochs: Tanzkränzchen. Theodor Boltz, Defonom. Julius Wernau's Festsäle und Garten Schwedterstraße 23/24. ,, Süd- Ost Der Sommernachtsball verbunden mit 101/6 Vokal- und Instrumental- Konzert nicht findet der Lokalsperre halber am 18. Juli in W. Jakob's Park- Restaurant, sondern am 25. Juli in Otto's Restaurant zum Karpfenteich statt. Die Billets behalten volle Giltigkeit. Von 8 Uhr ab im Saale: Tanz. Liter 60 Pf. Liter 60 Pf. Die Kaffeeküche ist geöffnet. Anfang nachmittags 5 Uhr. Billets à 20 pr. find in allen mit Plakaten versehenen Geschäften und bei den Mitgliedern des Klubs zu haben. Da für Play, Amüsement, gute und billige Speisen und Getränke genügend Sorge getragen ist, bittet um außergewöhnlich regen Besuch Das Comité. Achtung! Rixdorf. Achtung! Jeden Montag u. Mittwoch Deutscher Metallarbeiter- Verband. Große Deutscher Holzarbeiter- Verband. Spezialitäten Vorsteung ( Zahlstelle Berlin). bri freiem Entree. Säle zu Versammlungen und Festlich Dienstag, den 28. Juli, abends 8 Uhr, in Keller's feiten. Vereinszimmer und 2 KegelFestfälen, Koppenstraße Nr. 29: bahnen zu vergeben. Telephon Amt III Nr. 2440. Außerordentliche General- Versammlung Elysium, no. 40. Tages- Ordnung: 1. Antrag des Vorstandes und des Ausschusses auf Erhebung eines Extrabeitrags von 10 Pf. pro Woche auf ein Vierteljahr. 2. Beschlußfaffung über die Lohnbewegung der Drechsler. Jedes Mitglied ist verpflichtet, in dieser Versammlung zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimirt. 802/5 Die Ortsverwaltung. Hente Abend bei Schöning, Köpnickerstraße Nr. 68: Sigung der Ortsverwaltung. Bentral- Krankenkaffe der Buchbinder ( Verwaltungsstelle Berlin). Landsberger Allee 5554L"] Jeden Sonntag: Garten- Konzert u. Ball. Für Vereine noch Sonnabende frei. Treptow Restaurant Neue Krug- Allee 4. Z. Eichbusch. Sonnabend, den 25. Juli: Großer Sommernachts- Ball. Sonnabend, 25. Juli, in den Viktoria- Sälen, Hermannstr. 48-50: Sommernachts- Ball verbunden mit Vokal- und Instrumental- Konzert ausgeführt von Zivil- Berufsmusikern, Auftreten der beliebten Volksbumoristen Gebrüder Schäg, unter Mitwirkung von Mitgliedern des Zither- Bereins ,, Heimathklänge"( Berlin). Anfang des Konzerts 8 Uhr. Nach dem Konzert: Tanz. Herren 50 Pf. extra. Billets à 20 Pf. find bei F. Steinführ, Ropfstr. 45; B. Grüning, Berliner. ftraße 74; Pospischil, Steinmeßstraße 68 und in den Zahlstellen zu haben. Das Comité. 2786b Achtung! Britz. Atung! Am Sonntag, den 26. Juli cr., in Bethge's Konzert- Park, Chaufferstraße 39( Endstation der Pferdebahn): Gr. Pracht- Illumination des ganzen Etablissements. Berloosung von sehr schönen Gegenständen. Humoristische Polonaise, 22415 Am Sonnabend, den 25. Juli 1896, abends 82 Uhr, in wie folche noch nie stattgefunden hat. Cohn's Festsälen, Beuthstrasse 21-22: Haupt- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Kassenbericht pro 2. Quartal 1896. 2. Kontrollbericht. 3. Vortrag. 4. Verschiedenes. Die Ortsverwaltung. 27/1 Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter. Sonnabend, den 25. Juli, abends 81/2 Uhr, im Lokal des Herrn Jul. Henke, Naunynstraße Nr. 27: General- Versammlung. Tages: Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten F. Zubeil. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom 2. Quartal 1896. 8. Antrag des Borstandes betreffend Erlassung der Beiträge während der Streifzeit. 4. Vereinsangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. Um zahlreichen Besuch ersucht Der Vorstand. Heute Abend: Dorlandskkung. 272/2 Buchdruck- Maschinenmeister. Entree frei! Diverse Ueberraschungen. Anfang 8 Uhr. Hierzu ladet ergebenst ein Grorg Schulmeistrat. Allen Freunden und Genoffen empfehle mein 54198* Weiß- und Bairischbier- Lokal, Großes Volksfeff bei hochinteressantem, abwechselndem Programm. Billet 20 Pf. Tang 50 f. 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Die Entgegennahme der Beiträge und Umschreibung der Arbeitskarten findet des Stiftungsfestes wegen am Sonnabend nicht statt; dagegen am Sonntag von 8-1 Uhr. Die Arbeitskarte Nr. 879 des Karl Droge wird hiermit wegen Prinzipverlegung für ungiltig erklärt. Die Lohnkommission der Putzer Berlins und Umgegend. Schäftebranche! Verein deutscher Schuhmacher, Filiale V. 131/10 findet. Reklamationen finden nach Freitag feine Berücksichtigung. Der With, Gozłowskyftr. 36. 2792b Stolpe bei Wannsee Restaurant Lindenhof Besitzerin Wwe. Mattausch empfiehlt Vereinen u. Gesellschaften seine inmitten herrlicher Waldung, unweit des Wannsees und Stolpe= fees gelegenen Lokalitäten.[ 52882* Verwaltung der Kochanstalt Städt. Schlachthof verkauft von heute ab täglich( Sonntags vorm. von 7-9 Uhr): Sonnabend, den 25. Juli, abends 9 Uhr, bei Babiel, Rofen Gekochtes Rindfleisch thalerstraße 57: Versammlung. 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