Morgenausgabe Ar 131 A 66 -ty.Iahrgang lung ins Saus)„uMiuuc. Poftbezug 3.97 M. kiufchließli-h 60 St Sa zeit�ngs- und 72 Pf.Ppslbestkllq», bührsn. Auslandsabonnement s.s» Kt Pia Mona!; für Länder mit ermäßia» tew Drucksachenoorw 4.SS M." « r-r.BarwZris» erscheint wachenkSg- lich zweimal. Sonntags und Montags einmal, die Abendausgabe für Berlin und im Sande! mit dem Titel„Der . Abend". Illustrierte Sonntagsbeilagi »Voll und Ieü" Verlinee VoMdiott Zreiiag 18. März 1952 Groß-Äerlin 10 Z>f. Auswärts 15 Pf.. � ?i« einlvalt. Millimelerzeüe SO Tlf. Nsklamezeüe 2.- M.„Kleine An. zeigen" das fettgedruckte Wort ZO Vf. � lzulafsigzmei feitgedruckteWorie.jedes weitere Wort lO Pf- Rabatt lt. Tarif. Worte über ld Buchüaden jädlen für zwei Worte Arbeitsmarkt Millimeter. zsile 2ö Pf. Famiiienanzeigsu Zllilli» ....! bis Der Verlag behültfich basRechi der Ablehnung nicht genehmerAnzeigen»ort Asntvawrga« der GoziawemokvattMen Vavtei Devt5-" > Der sachliche Mut der Ztcgieruaa einer straffen Finanz- , polilik sei die bcsle'Gorantlx für dst'Fortdauer des„Systems". Wenn übrigens„System": die startläuse.nde Wie d er h o l u n g von Tatbeständen sei,, sei das a u s g e b a u t e st e S.y st e m in ganz Deutschland dic d e u t s ch n a t i o n a l e Parlaments r e d e. (Große Heiterkeit.) Herrn Oelze glaube ich nicht, daß ich bald pom Amt des Finanzministers erlost sein werde.■ Die sogenannte- nationale Opposition wird nicht den Mut-aufbringen, in dieser Wirt- schaftslage die Verantwortung für Preußens' Finanzen zu über- nehmen. Ausnahmsweise handelt sie klug daran.(Große Heiter- keit und Beifall.) Abg. Heilmann-Berlin(Soz.): Ein Trost ist Herrn Minister Klepper gewiß, wann immer er aus dem Zlmt scheidet. Sobald er draußen ist, werden ihn die Dentschnationalen auf Kosten seines Nachfolgers r ü:h m e n- Denn während seiner Amtszeit haben sie auch an-Höpker-Aichoif kein gutes Haar gelassen. Höpker-Aschoff ist zurückgetreten, weil er sich mit der Beseitigung der Aufrückungssperre der Beamten durch die Regierungsparteien nicht abfinden wollte. Ein Konflikt zwischen ihm'und mir über P e r s o n a l s r a g e n hat n i e- be- standen. Studienrat Herbers ist nicht Mitglied unserer Partei, unsi die O e l z l t a t e aus angeblichen Reden Severings und Löwen- steins sind gefälscht Die Frledcnsmöglichkeil von 1917 hat der dcuischuaiionale Reichskaazlcr Michaelis durch seine„Mic-Ich-es-auisasse-"Er- klärungeu gegenüber dem Friedensocrsuch des Papstes zrr- schlagen. (Zurufe rechts.) Herr Michaelis war organisierter DeutschnaNo- naler, bis er— wie so viele andere— es vargezngen hat, nicht mehr zur Hausmacht des Herrn Hugenberg zu gehören. (Heiterkeit.) Die a n g.e b l i ch e n Versprechungen der sozial- demokratischen Führer während der Revolution auf ein freies und leichtes Leben sind nie gemacht worden. Man braucht bloß die Rede zu lesen, die Friedrich E b e rt am 19. November 1918 im Zirkus Busch anläßlich der Wahl der Dalksbeauftragten gehalten hat, um zu wissen, daß wir schon damals erkannt und ausgesprochen haben, daß die Niederlage und die S e w a ltb? d in g ung an des Waffenstillstands lebensbedrohend für Deutschland seien und dost es eine ungeheure Aufgabe fei, dem deutschen Volt auch nur. die Existenz zu retten.(Zurufe rechts: Aber Scheidemannl) Scheide- die weitgehend bewaffnet ist, und über deren offensiv verfaffungsfeindlichen Charakter kein Zweifel besteht, hat rnU verfassungsmäßig gewährleisteten Freiheiten, mit dem Gesetz nicht das mindeste zu tun. Um Propaganda im Rahmsn der Gesetze zu treiben, braucht man nicht eine Bürgerkriegstruppe, deren Ziel es ist» Ruhe und Ordnung zu stören und die Verfassung umzuwälzen. Die„braune Armee" des Herrn Hitler und ihre Betätigung ist ein einziger Wider- spruch gegen seine Legalitätsbeteuerungen! Die Aktion der preußischen Polizei war deshalb nichts anderes als die Erfüllung einer Pflicht, zu der die preußische Regierung durch das Gesetz verpflichtet ist. Sic hätte sich sträflicher Unterlassung schuldig gemacht, wenn sie nickst gc- zeigt hätte, daß allen, die mit dem Feuer des Bürgerkrieges spielen, die Faust des Staates im Nacken sitzt! (Siehe auch 3. Seite.) Zustände in Brannschweig, 17. März.(Eigenbericht.) Der Vorsitzende der Ortsgruppe Brannschweig der SPD., Land- tagsabgeoedveter Thielemann, und Stadloerordneler Theisen als Der- treler des Eewerkschaftskartells ersuchten den Polizeipräsidenten am Donnerstag im Namen der republikanischen Vevölkeruog um Schuh gegen di«' täglichen Uebersälle der Nazis aus Repu- blikaner. Polizeipräsident Liefs erklärte, datz die braunschwei- gische Polizei zahlenmäfjig sehr schwach sei(im Lande Braunschwei� sind 600 Mann Schuhpolizei stationiert). Liesf wurde daraus hingewiesen, daß nur in Braunschweig und nur seit etwa 5 Monaten, seit Slagges in Sraunschweig regiere, die beklagens- werten unerträglichen Zustände herrschen. Nazis wollten die Behörden terrorisieren VrreitsS'ast und Abzug der SA. Vertrauliche Berichte, die in den letzten Tagen in Breslau bei den prornnziiellen Zentralleilungen der in der Eisernen Front zusammengeschlossenen Kampsverbände eingelaufen sind, lassen er- kennen, datz die Nationalsozialisten am vergangenen Sonntag für den Fall eines Wahlsieges ihres Führers umfangreiche Vorkehrungen zum Zwecke eine? gewaltsamen Auftretens gegen die Staatsbehörden getroffen hatten. Zn sämtlichen Kreisstädten und anderen größeren Ortschaften der Provinz Niederschlesien lagen die SA.-Iormalionen zum größten Teil seldmarschmähig ausgerüstet bereit, um auf eventuelle Anweisung der Münchener Parteileitung sofort losschlagen zu können. Da der erwartete Wahl- erfolg jedoch nicht einirat, wurden die nationalsozialistischen Trupps am Montagmorgcn überall schleunigst wieder aufgelöst. Die ein- zelnen SA,-Leute begaben sich in kleineren Gruppen möglichst un- auffällig in ihre Heimatorte zurück. Auch in Anhalt. Im Gebiet des kleinen Freistaates Anhalt hatten die Natto- naksozialisten in der Nacht zum Montag ähnliche Vorbereitungen getroksen wie in vielen Gegenden Preußens. Es lagen Befehle vor, sowohl für die Zusammenziehung der SA.- und SS.- Formationen als auch für den Austausch städtischer SA.-Leute auss Land und ländlicher SA-Leute in die Stadt. Die Polizei hatte zur Abwehr sämtliche Kräfte in Dessau zusammsn- gezogen und schickte verschiedentlich im Lause des Sonntags an- rückende SA.-Trupps in chre Orte zurück. U. a. wurden auch mehrere Verhaftungen vorgenommen. Beobachtet wurde ferner. daß alle SA-Leute mit feldmarschmäßigem Gepäck ausgerüstet waren. Wieder Naziwaffen beschlagnahmt. S t u k k g a r k. 17. März.(Elgeuberichl.) Zu dem Dorfe Loeckthal im wLrllembergischeu Unterland wur- den von Landjägern zwei Karabiner mit 80 Schuß Munition be- Klaggestan. t sich für schwach. 0 schlagnahmt. Waffen und Munition versuchte der nakionalsozia. listische SA.-Führer Gay bei einem Drillen zu verslecken. Nazis in der Ordnungspolizei! Umtriebe in Mecklenburg. Schwerin, 17. März.(Eigenbericht.) Der.Mecklenburgische Landtag nahm am Donnerstag den Staatshaushaltsplan mit 25 gegen 20 Stimmen an. In der Aussprache wandte sich der sozialdemokratische Redner M o l t m a n n gegen die nationalsoziali(tischen Um- triebe innerhalb der mecklenburgischen Ordnungspolizei. Die Diszi- plin der Ordnungspolizei sei durch diese Machenschaften der Ratio- nalsozialisten völlig zerstört. Der Rechtsregierung könne man den schweren Vorwurf nicht ersparen, daß sie die Dinge habe treiben lassen und nicht gegen die Mißstände eingeschritten sei. Protest gegen Nöbm. Eine Anfrage im Württembergischen Landtag. Stuttgart, 17. März.(Eigenbericht.) Im Württembergischen Landtag ist von sozial- demokratischer Seite in Sachen des Herrn Röhm von der Hitler- Partei folgende Anfrage an die Regierung gerichtet worden: Nach Ankündigung in der nationalsozialistischen Presse soll in einer am Samstag, dem 19. März 1932, stattfindenden öffentlichen Versammlung der Nationalsozialistischen Partei Hauptmann Rühm, der Stabschef des nationalsozialistischen Reichspräsident- schaftskandidaten Adolf Hitler, als Redner auftreten. Das öffentliche Auftreten dieses Mannes in Württemberg bedeutet eine unerhörte Provokation aller normal veranlagten und empfindenden Menschen, die eine schwere Gefahr darin erblicken müssen, daß die heranwachsend« Jugend Gelegenheit erhält, von«inem solchen Mann beeinflußt und auf Abweg« geleitet zu werden. Was gedenkt das Staatsministerium zu tun. diese Gefahr ab- zuwenden und den Skandal zu verhindern, den das öffentliche Auftreten dieses Mannes in Württemberg bedeuten würde? Einfache Gcsehesfprache. Die Zeitschrift des Deutschen Sprach- Vereins hat kürzlich die preußische Durchführungsverordnuna zu einem Reichsgefeß zum Anlaß genommen, an der sprachlichen Fassung dieser Verordnung Kritik zu üben. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, hat Ministervräsident Braun auf Grund dieser nicht ganz unberechtigten Kritik sämtliche Staats- minister daraufjjingewiesen, daß er einer schlickten, einfachen und verständlichen Sprache in den Gesetzen und Verordnungen eine staatspolitische Bedeutung beimesse. Alkoholverbok Laadessache. Dos Repräsentantenhaus in Washington hat mit 227 gegen 187 Stimemn beschlossen, die Ab- stimmunz über die Prohibttionsfrage den einzelnen Staaten zu überlassen. mann hat die Tatsache, daß da, Volk die Reste des Obrigkeitsstaats eines flüchtigen Monarchen weggeräumt hatte, in die Worte zu- fammengefaßt:„Das Volk hat auf der ganzen Linie gesiegt.' Damit hat er keineswegs gesagt, daß das Erbe des alten Regimes, der verlorene Krieg, leicht zu tragen wäre.(Sehr wahr! bei den Soz.) Völkerbund und Locarnopakt sollen nicht zwangsläufig gewesen sein wie der Dawes-Pakt, für den die Deulschnalionalen halb und halb gestimmt haben. Aber Völkerbundseintrill und Locarnopakt sind von einem Reichs- kabinett mit vier deutschnationalen Ministern vor- bereitet worden(Stürmische Zurufe rechts: Sie waren dagegen!) Einer dieser Minister, Herr Schiele, gehört noch heute dem Reichs- kabinett an. und die schwersten Vorwürfe der Deutschnationalen treffen also ehemalige Deutschnationale.(Sehr wahr! bei den Soz.) Herr Oelze hat uns unsere Stellungnahme zu hindenburg aus dem Jahre 1925 voraebalten. Ich habe hier aus 1925 auch einen Wahl- aufruf. der schließt: „Deutsche, die ihr noch an Ehre glaubt, tretet an und wäblt zum Reichspräsidenten des Deutschen Reiches das greise Haupt, in dem sich ein letzter Rest von Recht und Ehre unseres Volkes verkörpert, wählt hindenburg. gez. A d o l f h i t l e r." (Heiterkeit und lebhafte Zurufe.) Sie erklären es kür richtig, daß Sie damals hindenburg gewählt haben und heule gegen ihn stimmen. Sie haben Ihre Stellung zu hindenburg geändert. Wie können Sie uns aus der gleichen Tatsache einen Vorwurf machen? lSehr gut! bei den Soz.) Die Lüge, ich bätte in einer V e r- sammlung in Bernau gesagt, man müsse als Sozialdemokrat erst einen Schnaps trinken ehe man hindenburg wählen könne, ist unerlaubt dumm. Gregor Straßer hat erklärt, die Ratio- nalsozialisten wallten zur Macht, und wenn sie bis an die Kstöchel im Blut waten müßten. Einstweilen müssen nur wir jeden Tag bis an die knie durch den Dreck nalionalistischer Perleumdungen waten.(Sehr gut! links.) hier schreibt in seiner lebten Broschüre aus Vrincino Herr Leo Trobki, der Soziolfafchist Heitmann habe schon 1915 geschrieben, er gehe zum Hindenburg: er habe sich schon während des Weltkriens in Hinder.bura-Begeifteruna mit widerlichem Chauvinismus beiudelt. Und hier ist ein Stoß Flug- blätter der Nationalsozialisten, in denen behauatet wird, der heilmann kenne kein Vaterland, das Deutschland heißt. Können sich die Herren nicht oütigst darüber einigen, etwas weniaer ungeschickt zu lügen? Am inneren Wüiersornch der Behauptungen merkt doch der d"mmfte WäMer, daß es sich um Erfindungen handelt. Als Kriegsfreiwilliger und Kriegs- befchädiater verbitte ich mir die blöde Unter st ellung, daß ich Deutschland oder seinen Reichspräsidenten geschmäht habe.(Leb- hast« Zustimmung. Die M i t t e l v a r t e i e n. die vor dem preußischen Volks- entscheid so dräuende Reden gegen uns gehalten heben, haben in dieser Debatte bloß noch gesäuselt. Viel'eicht ist ibnen ansaedämmert, was Herr Wilhelm van Kries im„Berliner Lokal-Anzeiger" gs- schrieben hat. als die Deuttchnationalen hier einmal gegen den An- trag auf Auslösung des Landtags stimmten, daß sie im nächsten tandkag die gu'-n Chancen von henke nichk mehr hätten. Der„Völkische Beobachter' hat freilich daraufhin die deuttchnationale Landtag, fraktion als Sammlunq erbärmlicher Jammer» linge und Pantoffelhelden charakterisiert.(Große Heiterkeit.) Auch die K o m m u n i st« n haben über den Ausfall der Reichs- Präsidentenwahl nicht viel gesagt. Ueberlegen Sie einmal die Tat- fache, daß e, uns bei dieser entsetzlichen Wirischattslage gelungen ist, die Kommunisten zn völligem Stillstand zu verurteilen. (Sehr wahr! bei den Soz. Widerspruch bei der KPD.) Der„Vöt- tische Beobachter' kann sich das-nur so erklären, daß die Kommu- nisten hclmlich eine Million Wähler für Hitler ab k o m- mandiert haben!(Große hetterkeit.) Aber die„Rote Fahne' bestätigt den Erfolg der Eisernen Front und kündigt schärfste bolschewistische Selbstkritik an. In den Mittelpunkt des Kampfes will die KPD.„entsprechend den Direktiven der Komintern künftig die Verteidigung Chinas und der Sowjetunion stellen'. Es ist mir doch zweifelhaft, ob diese neugeschusterte Parole oen akuten Röten der deutschen Arbeiter vollkommen gerecht wird.(Heiterkeit und Beifall. Lärm bei den Kommunisten.) Das Verhältnis der Sozialdemokratie zu den Kommunisten ist klar. Wir sind nie gegen Einheit und Zusammenwirken, wenn die Kommunisten das politisch Richtige und Vernünftige tun wollen. Wir, freie Gewerkschaften, Sozialdemokratische Partei und Kommu- Nisten, haben z B. jetzt vor ungefähr l0 Jahren gemeinsam an die Reichsregierung die Forderung gestellt, daß jede anlirepublikanische Propaganda künftig streng bestrafk und jede Person, die gegen die Repnblikschußgesetze verstößt, sofort verhaftet werden soll. Unterschrieben haben für di« KPD. Dr. E r n st Meyer und Könen, der blecherne Heiland. Jetzt schreien die Kommunisten über Faschismus, wenn Reich und Staat ihren damaligen Forde- rungen nachkommen. Wenn die Kommunisten wieder so vernünftig und anständig werden wie damals nach dem Mord an Walter Rathenau, wird sich sofort wieder die Einheitsfront der Arbeiter unter unserer Führung zusammenschließen. Solange aber die Kommunisten wie am 9. August Arm in A r in mit Stahlhelm und Nazis zum Volksentscheid gegen Braun und Severing gehen, zum„Roten' Volksentscheid unter der Stahl- Helmparole:„Kameraden, holt die roten Fahnen nieder. Wir wollen unser altes Preußen wieder'— so lange herrscht zwischen uns Krieg und so lange beziehen die kommunistischen Funktionäre von unseren ausgeklärten und organisierten Arbeitern Prügel, daß sie nicht aus den Augen gucken können, wie zum Beispiel bei der süngsten Reichspräsidentenwahl.(Lebhafter Beifall bei den Sozial- demokraten, Lärm bei den Kommunisten.) Aus dieser unserer Taktik sollten die bürgerlichen Parteien lernen, wie sie mit den Nazis fertig werden können. Bittere Erfahrungen haben sie auf den Weg des Verstandes ge- bracht. Stahlhelm und Deutschnationale haben bei der Reichs- Präsidentenwahl erklären müssen, sie könnten sich der einseitigen Parteidiktatur der Nationalsozialisten nicht unterwerfen, weil Hitler nicht einmal die Existenz ihrer Organisation garantieren wolle,(hört, hört!) Herr D u e st e r b e r g hat wiederholt aus- gesprochen, kein französischer General in Versailles habe ihn so nieoerlrächlig behandelk wie Adolf Hitler,(hört, hört! links.) Mit einer Partei, die Diktatur predigt und deren Mittel die Gewalt ist, kann man nicht paktieren, kann man sich nicht koalieren. Aber die Deutsche Volkspartei hat sich selbst seit acht Jahren aus der Preußenregierung hinausmanöoriert, weil sie erst nicht ohne Deutschnationale, und seit Hilgenberg die Deutschnationalen in Preußen auf drei Dutzend hcrunterregiert hat, nicht ohne National- sozialisten regieren wollten. Genügen Ihnen Ihre Thüringer Erfahrungen nicht? Ihr nationalsozialistischer Regierungspartner hat Sie b e- schimpft, entehrt, geschlagen, gepeitscht. Mit solchen Kniffen nehmen Sie den Nazis nicht die demagogische Werbekrast. Wenn Sie als Partei weiterleben wollen, müssen Sie den M u t zum Kamps gegen die Nationalsozialisten haben. Diesen Kampf müssen Sie führen mit ehrlicher Staatstreue gegen die Leute, die im Kampf gegen das System kein Gesetz, keine Ordnung. keine Moral, kein Ehrenwort achten. Ich habe einmal den unver- gcßlichen Kollegen Joseph Heß gefragt, ob etwa das Zentrum im Reich mit den Nationalsozialisten zusammengehen werde. Er hat mir geantwortet, das Zentrum könne stets mit rechts oder mit links regieren, niemals aber mtt st a a t s f e i ttdli ch e ü, anarchistischen Extremisten wie den heutigen Nazis. (Sehr wahr! im Zentrum.) Herr K u b« hat das heute noch nicht verstanden.(Wg. Steuer: Ein reines Rschenerempsl fürs Zentrum. Lebhafter Widerspruch im Zentrum.) Ich' darf Herrn Steuer bitten, dem Zentrum seine Liebeserklärungen nicht auf Kosten meiner Redezett zu machen,(hetterkeit.) Sie können die Nazis nur schlagen, wenn Sie Ihren eigenen Wählern die volle Wahrheil sagen und jede Demagogie rück- sichlslos entlarven. Die Nazis versprechen in jedem Dorf Wegfall aller Hypotheken- Zinsen und Steuerlasten. Sie versprechen den Schweinemästern in Oldenburg und Schleswig-Holstein zollfreie Gerste und den übrigen Bauern völlige Einfuhrsperre. Den Arbettern hohe Tariflöhne, den Unternehmern billigste Arbeitskräfte. Sie versprechen Mietern und Hausbesitzern alles, was sie hören wollen. An Demagogie kann das keiner überbieten, und wenn Sie den deutschen Bauern vorlügen. es könne ihnen durch Zölle und Grenzsperre geholfen werden, jagen Sie lediglich das Land zu den Nazis. wahrheii, auch über die wirkliche Haltung der Sozialdemokratie. ist der einzige Panzer, der die bürgerlichen Parteien vor den Nazis schützen kann. (Zuruf: Dann werden unsere Mittelständler sa Sozialdemokraten. — Heiterkeit.) Wahrscheinlich nicht, aber einen Schuß Sozialismus im Blut braucht sogar der Wirtschaftsparteiler.(Widerspruch.) Im Aufruf zu dem Goethe-Iahr schreiben hindenburg und Brüning, Goethe habe prophetisch die Ausgaben einer neuen Gc- se l l sch a f t s o r d n un g auf der Basis wechselseitiger Hilfe vorausgesehen. Wenn Brüning und hindenburg sich zu dieser neuen Gesellschaftsordnung bekennen, werden die bornier- testen Mittelständler um gewisse neue Einsichten nicht herum- kommen. Die letzten zwei Jahre haben jeden intelligenten Menschen zu Zugestandnissen an die Idee des Sozialismus gezwungen, die er vor zwei Jahren noch weit von sich gewiesen hätte. (Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Welches Interesse hat denn eigeMlich der deutsche Mittelstand daran, daß Banken, Bergbau und Großeisenindustrie von Kapitalisten und nicht vom Staat betrieben werden? Die B e r l u st e muß der Staat doch tragen. Sagen Sie doch endlich Ihren Wählern die Wahrheit, daß wir die Barbierläden nich) sozialisieren wollten, sondern die großen kartellierten Grundindustrien. Und sagen Sie Ihren Bauern, daß Export eine deutsche Lebensnot- wendigkeit ist und Autarkie Verelendung und Verarmung be- deutet, hören Sie endlich mit der Lüge aus. die Sozialdemokratie bestünde aus geldgierigen Bonzen. Sagen Sie Ihren Wählern die Wahrheit, daß ohne die hunderttausende Funktionäre in Partei, Gewerkschaft und Genossenschaft, di« mit unendlichem Idealismus ohne einen Psennig Entschädigung arbeiten, die deutsche Arbeiterbewegung n'emals geworden wäre, was sie ist. Wenn die Landwirte in ihren Genosienschasten solch« Funktionäre erziehen, wie wir sie längst haben, ist die Sache der Bauern ge- wannen.(Lebhafte Zustimmung bei den Soz.) Und sagen Sie Ihren Bauern und Mittelständlern, daß heute in der Uebergangs- zeit nebeneinander Kapitalismus und Gemein- Wirtschaft bestehen müssen, rri« Chausseen und Eisen- bahnen nebeneinander sind. An solcher Aufklärung wird die Dem- agogie selbst eines Kube scheitern.(Sehr gm! bei den Soz.) Ich habe vor mir die Kriegsstammrolle des Herrn Kube, in der es unter Nr. 9 heißt:»Als kr'ensoerwendungssähiq infolge Reklamation zur Tätigkeit als Generalsekretär der Konservattveu enllasseu" Herr Kube. triegsverwenLungesahlg, ist während des ganzen Wettkrieges 21 Tage Garnisönsoldat gewesen. Im übrigen reklamiert!(Stürmisches hört, Hort! und große Be- roegung.) Etwas mehr Bescheidenheit, mein« Herren Kriegsdienst- o«rwelgerer!(Lebhaft« Zustimmung.) Und nun di« Frage: Welche Folgerungen zieht der Staat aus der Hindenburg-Wahl? Unsere acht bis neun Millionen Wähler haben wieder einmal Staat und Verfassung gerettet aus ihrer tiefen politischen Einsicht heraus. Aber wie oft wollen wir nach dem Wort des Herrn Goebbels noch um alles spielen?(Sehr gut! bei den Soz.) Am 13. März ist Hitler geschlagen worden Er bat zu seinem Unglück an den Wen des März keinen Wahrsager und keine Ealpurnia gehabt, die ihn vor Brutus-Straßer und Casfius-Gosbbels rechtzeitig gewarnt hätten.(Heiterkeit.) Auf diesen Lsrgleich bin ich durch den Ber- liner Stahlhelmführer von Stevhani gekommen, der erklärt hat, Hitler und die ganze hitlerei hätten etwas Römisches. Wenn ich nur wüßte, ob man in diesem Fall römisch mit oder obne h schreibt.(Andauernde Heiterkeit.) Herr Kube hat am 14. Ottober 1930. kurz ehe die Nationalsozialisten hier ihren positiven Bier- streik gegen das Parlament begonnen haben, erklärt, sie wollten die Demokratie mit den Mitteln der Demokratie umbringen. Muß die Demokratie dabei stillhalten?(Zuruf rechts: Jawohl!) Unsere Prinzipisntreue geht nicht bis zum Selbstmord! Im Gefamlgebiei Preußens war am Wahltage die SA. alarmbereit. Sie ist bewaffnet und schreckt vor keinem Hochverrat zurück. Aus dem vertraulichen Riescnmaterial, dos mir vorliegt. nur die eine Tatsache, daß die Herren z. B. genaue Auszeichnungen über den Bahnschub, sein Wafsenlager am Potsdamer Bahnhos, die Reseroeschlüssel, die Stichworte usw. gehabt haben. Alles im Ganbüro der SA., alles durch verrat einzelner Beamter! Herr Hitler hat eine bewaffnete Privatarmee, und die Republik hat die Pflicht, endlich zuzupacken und durchzugreifen. (Lebhaste Zustimmung.) Der Zustand, daß die Reichsregierung staatstreue und st aatsfeindlich- hochverräterische Organisationen gleichstellt, muß ein für allemal aus- hören.(Stürmischer Beifall.) Die ganze Schwierigkeit in der Politik besteht darin, daß sich Wort und Begriff selten decken. Der Führer der deutschen Sozial- demokraten in Böhmen heißt Czech, und der Führer der tschechischen Sozialdemokraten Remec, das beißt: der Deutsche.(Heiterkeit.) So ist e» oft in der Politik. Wir sprechen vom Kiassenkompf, und Sie treiben nackte Jnteressenpoiitik. Uns hindert der Klassenkampf nie- mals. nationale Einigkeit zu erhärten, denn die deutschen Arbeiter- intercssen können nur mit den Interessen der ganzen deutschen Nation wahrgenommen werden.(Sehr gut! bei den Soz.) Wir sprechen von international, Sie von deutsch. Aber international heißt lediglich zwischenstaatliche Friedenssichcrung unter freien Völkern. Jntcrnatwnalc Friedenspolitik ist gerade für Deutschland die einzige Möglichkeit nationaler Politik. Wir sind gute Preußen, aber deshalb keine schlechten Deutschen. Wir sind gute Deutsche. aber deswegen keine schlechten Europäer. Wir sind gute Euronäer und gute Weltbürger. Deutsche und Franzosen als Feinde müßten sich gegenseitig zugrunde richten, Leben können beide Völker nur als Freunde. Trotz aller Worte, trotz aller Verwirrungsphrasen. trotz aller Verleumdung— in unserem Lager ist Deutschland, der Staat, das Reich, In unserem Lager ist der Friede und die Mensch- lichteit. Darum gehört uns trotz alledem die Zukunft und dir Endsieg.(Lebhafter Beifall.) Abg, kölges(Z.) weist die Angriffe des Abg. Oelze auf das Zentrum scharf zurück. Die weitere Debatte wird auf Freitag, den 18. März, 10 llhr� vertagt. Zwischen die Stühle! Nugenberg „Glänzend habe ich mich placiert!" Billiger Zustiztarif für Nazis. Gemeinste Ebert-Beschimpfung kostet nur 500 Mark. Es ist in Moabit fast zur Erfahrungstatsache geworden: Das Urteil der ersten Instanz in politischen Prozessen gegen Nazis wird in der zweiten Instanz entweder gemildert oder aufgehoben. Die An- geklagten nehmen deshalb die erste Verhandlung gar nicht mehr be- sonders ernst und die Vorderrichter zucken über das Geschick, das ihren Urteilen zuteil wird, die Achseln. Das werden sie zweifelsohne auch hinsichtlich der Strafmilderung für den Redakteur des nationalsozialistischen„Roten Adlers", Sag«, tun, der wegen ge- meinster Beschimpfung von Ebert zu 1000 M. Geldstrafe verurteilt worden war und in der zweiten Verhandlung bloß mit einer Geldstrafe von 500 M. davonkam. Ueber die erste Verhandlung haben wir seinerzeit ausführlich berichtet. Der„Rote Adler", das eingegangene Naziblatt für den Gau Brandenburg. Halle einen Bericht über einen Prozeß gegen den Naziwanderredner Metzger mit der Ueberfchrift„Der Massen- mörder" versehen und von Ebert behauptet, er habe durch seine Beteiligung im Munitionsstreik tausende deutscher Arbeiter auf seinem Gewisien. Der Staatsanwalt hatte gegen Sage einen Monat Gefängnis beantragt: Das Gericht hatte ihn bloß wegen fahrlässiger Beleidigung zu der oben erwähnten Geldstraf« verurteilt. In der gestrigen Berufungsverhandlung beschränkten sich Staats- anwalt und Angeklagter auf die Berufung gegen das Strafmaß. Der Angeklagte Sage führte zu seiner Verteidigung an. daß der Artikel in seiner Abwesenheit in Satz gegeben worden sei und er ihn erst zu Gesicht bekommen habe, als das Blatt bereits verschickt war. Er habe gegen den Artikel Einspruch erhoben und sei, weil er mit ihm nicht einverstanden war, aus der Redaktion des„Roten Adlers" ausgeschieden. Der Staatsanwalt verharrte bei seinem Antrag auf einen Monat Gefängnis. Wohin würde das führen, erklärte er, wenn es zur Regel würde, daß die verantwortlichen Redakteure sich auf diese Weise von ihrer Verantwortung drücken wollten. Das Gericht milderte die Geldstrafe von 1000 M. auf 500 M. herab mit folgender Begründung: Bei der Strafzumesiung sei zu berücksichtigen gewesen erstens der Grad der Fahrlässigkeit und zweitens die Folgen der Tat. Der Angeklagte hat eine ziemlich grobe Fahrlässigkeit begangen. Wenn er auch stark überlastet war, so hatte er dafür sorgen müssen, daß ihm die Ueberschrift und Inhalt des Artikels telephonisch mitgeteilt werde, anderseits war als wahr zu unterstellen, daß er nach Einsicht in dem zur Anklage stehenden Artikel freiwillig aus der Redaktion ausgeschieden ist, weil er sich mit ihm nicht einverstanden erklären wollte. Was die Folgen der Tat betrifft, so liegt auf der Hand, daß wenn der Angeklagte der Täter gewesen wäre, er energisch bestraft werden müßte. Dem Reichspräsidenten Ebert ist hier das Schlimmste vorgeworfen worden, was W.erhanpt einem Deutschen vorgeworfen werden kann. Durch die Fahrlässigkeit des Angeklagten ist das pv- lllische Urteil der Leser vergiftet worden, sie haben eine ganz falsch« Auffassung von dem erhalten, was in Wirklichkeit vorgelegen hat. Da der Angeklagte bloß ein Gehalt von 250 M. bezieht, so erschienen 500 M. Geldstrafe angemessen. Aso wenn durch die fahrlässige Schuld eines„unverantwortlichen Nazi-Lerantwortlichen" einem verstorbenen Reichspräsidenten der Vorwurf des Landesverrats in taufenden Zeitungsexemplaren ver- breitet wird, so kostet das bloß 500 M. Hitler demaskiert flch. Die Sprache des Bürgerkrieges. Der braunschweigische Regierungsrat Hitler erläßt eine Erklärung, in der er von einem„V e r h a f t u n g s- und Beschlagnahmerummel" und von„Ver- fassungsbrüchen des herrschenden Systems" spricht. Die Konzentrierung der SA. sei erfolgt:„um bei der gesteigerten Hetzkampagne ihrer Gegner das wehrlose Ab- schlachten einzelner auf der Straße gehen- derSA.-und SS.- Männerdurchdie Genossen der Partei des Herrn Ministers Severing, des Reichsbanners, der Eisernen Front und auch der ihnen Wesens- und wahlocrverwandten Kommune zu verhindern." Die bekannten dummen Ausreden! Der Ton macht die Musik. Hitler scheint durch die sichere Niederlage so über- reizt, daß er alle Beherrschung verloren hat. Denn der Ton dieser Verlautbarung ist nicht nur total übergeschnappt, es ist vor allem der Ton eines Mannes, der den Bürger- krieg will und sich schon mitten im Bürger- krieg sieht! Diese Erklärung ist die beste Rechtfertigung des preu- ßischen Vorgehens! Wir geben den Wortlaut dieser Erklä- rung, deren größenwahnsinnige Sprache alles über Hitler sagt: „Das preußische Innenministerium hat den uns schon seit län- gerem bekannten Plan eines Ueberfalls auf die national- sozialistische Bewegung nunmehr ausgeführt. Der nach altem Rezept ausgezogene Verhaftungs- und Beschlag- nahmerummel soll der Oeffentlichteit die Meinung suggerieren, die Nationalsozialistische Partei und ihre Organisationen beabsichtig- ten, ungesetzliche Maßnahmen in einem Augenblick zu ergreifen, da die legale Entwicklung ihr ohnedies bereits die Stellung der stärksten Partei Deutschlands gegeben hat. Der preußische Innenminister Dr. h. c. Severing weiß, daß die legale Machtergreifung durch die NSDAP, nur noch eine Frage der Zeit ist. Der völlig« Verfall der SPD. des Herrn Ministers Severing ist durch die Reichspräsiden- tenwahl einwandfrei festgestellt. Run soll diese Polizeiaktion in letzter Minute eine neue Handhabe sein, auf dem Wege weite- rer. Ungesetzlich keiten und Verfassungsbrüche das herrschende System noch einmal zu retten. Minister Severing sieht den Beweis für die von ihm der NSDAP, unterstellten gesetzwidrigen Absichten in der am Tage der Reichspräsidentenwahl ersolgten Zusammenhaltung der S A. in ihren Vereinslokalen. Er teilt dabei der erstaunten Oesfent- lichteit mit. daß die Erhebungen seiner wachsamen Polizei ergeben hätten, daß diese Verfügung geraume Zeit vorher von der wA.- Führung ausgegeben worden sei. Das Haltlose, ja Absurde dieser neuen preußischen Polizeiaktion ergibt sich allein schon aus folgenden Feststellungen: 1. Die NSDAP, hat noch bei jeder bisherigen Wahl am Wahl- tage bzw. schon in der Nacht vorher ihre SA.- und Vertrauensleute zusammengezogen, weil diese die gesamte Wahlarbeit in der Nacht zum Wahltage und am Wahltage selbst durchzuführen haben. 2. Die nationalsozialistische Parteileitung hat insbesondere aber auch deshalb die SA.- und SS.-Männer an allen Wahltagen zu- sainmengefaßt. um bei der gesteigerten Hetzkampagne ihrer Gegner das wehrlose Abschlachten einzelner auf der Straße gehender SA.- und SS.- Männer durch die Genossen der Partei des Herrn Ministers Ssve- ring.' des Reichsbanners, der Eisernen Front und auch der ihnen wesen»- und w a h l v e r w a n d t e n Kommune zu oerhindern. Durch dies« Parteien sind erst in den letzten Wochen vierzig meiner Kameraden, die ihnen einzeln waffenlos in die Hände fielen, getötet worden. Tausend« wurken verletzt! Diese Maßnahme der Zusammenhaltung unserer SA.- Männer zu ihrem Schutz vor dem roten Unter- Menschentum war um so nötiger, als«s bekannllich der Polizei des Ministers Seoenng. sehr zum Unterschied ihrer sonstigen akt'- vistifchen Findigkeit, nicht gelungen ist, auch nur einen Bruchteil dieser Verbrechen aufzuklären oder gar der Täter habhaft zu werden. 3. Don der geplanten Zusammenhaltung der SA.° und SS.- Männer in ihren Vereinslpkalen wurde— um von mir voraus- gesehenen Manövern amtlicher und nichtamtlicher Stellen beizeiten vorzubeugen— in meinem Auftrag das R e i ch s i n n e n m i n i st e- rium durch meinen Stabschef in Kenntnis gesetzt. Stabs- chef Röhm teilte dies« beabsichtigte Maßnahme dem Vertreter des Retchsinnenministeriums eine Woche vorher amtlich mit. Ein Einspruch dagegen wurde nicht erhoben. 4. Die Richtigkeit dieser Mahnahme hat sich im übrigen da- durch erwiesen, daß am letzten Wahltage den sozialdemokratischen und kommunistischen Mordal sichten weniger Leute alz sonst zum Opfer fielen und die Polizeibehörden von einem im ganzen Reich wider Erwarten ruhigen Verlauf der Wahlhandlung zu berichten wußten. Bezüglich der anderen ins einzelne gehenden öffentlichen Bc- schuldigungen des Hern Severing gegen die NSDAP, habe ich sofort durch meine Partei dien st stellen Erhebungen vor- n e h m e n l a s s e n. In den bisher untersuchten Fällen hat sich bereits die völlige Halllosigkeit der Severingschen Unterstellungen ergeben. Im Laufe des Freitag ist mit dem Abschluß unserer Fest- stellungen zu rechnen. Ich werde dann durch meinen Stabs- chef der Oeffentlichkeit den Beweis liefern, daß es sich bei dem Vorgehen des Herrn Severing um ein Angstmanöver handelt, das die SPD. vor der nun einmal notwendig gewordenen Abrechnung durch das deutsche Volk bei den bevorstehenden Wahlen retten soll. Auch diese Aktion wird ebenso in ihrem Ausgange die un- bedingte Gesetzlichkeit der nationalsozialistischen Partei und ihrer Handlungen erweisen, wie umgekehrt den wirklichen Hintergedanken dieses polizeilichen Kunstgriffes enthüllen. Das W a h l ni a u ö v e r des Herrn Severing wird feine Parket nicht vor der kommenden Niederlage retten, gez. Adolf Hitler." So spricht nur jemand, der„um Sein oder Nichtsein würfelt"! Das ist der Mann, der am 10. April noch einmal nach der Macht greifen will, um seine Vürgerkriegsbanden loslassen zu können. Nun aber Schluß damit! Bundeskonferenz des Reichsbanners. Der Bundesvorstand des Reichsbanner» und die Sekretäre aller Gaue sind am Donnerstag und Freitag in Berlin zu einer Be- fprechung, die die Richtlinien für die kommenden Wahlarbeitcn fest- legen sollen, zusammengekommen. Skandal um den Rew-Forker„Ober". Wie„New Aar! American" meldet, sind die Bankkonten der Gattin des New-Vorker Oberbürgermeisters Walker auf Grund behördlichen Einschreitens oorlÄrfig gesperrt worden. Reichsgericht! Skandalöser Freispruch der Stahlhelmführer bestätigt. Leipzig, 17. März. Unter Verwerfung der von der örtlichen Staatsanwaltschaft ein- gelegten Revision hat das Reichsgericht heute das Urteil der Großen Strafkammer des Landgerichts I Berlin bestätigt, durch das die Bundesführer des Stahlhelms, Franz Scldte und Oberstleutnant a. D. Due st erborg, sowie der verantwortliche Redakteur der Zeitschrist„Stahlhelm", Wilhelm Kleipau, am 1. Dezember v. I. von der Anklage des Vergehens gegen das Republikschutzgesetz freigesprochen worden waren. Das Strafverfahren ging auf einen am Gedenktag der Reichs- gründung, dem 18. Januar o. I., in der Stahlhelm-Zeitung ver- öffentlichten Aufruf der beiden Bundesführer unter dem Titel „Kampf dem Zwischenreich" zurück, in dem es hieß, das deutsche Volk lebe seit dreizehn Jahren im undeutschen Zwischen reich des bismarckfeindlichen Marxis- mus, das die völkischen, sittlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Grundlagen der deutschen Nation vollständig zu zerstören drohe. In diesen Ausführungen hatte das Schöffengericht Berlin-Mitte eine Verächtlichmachung der verfassungsmäßig festgestellten republi- konischen Staatsform im Sinne des Republikschutzgesstzes erblickt und die drei Angeklagten zu Geldstrafen verurteilt, während das Berufungsgericht auf Grund entgegengesetzter Beweiswllrdigung zu feinem jetzt vom Reichsgericht bestätigten F r ei f p r u ch gelangt war. Es folgte dabei den Aussagen der Angeklagten, daß sich der Aufruf nicht gegen die deutsche Republik, sondern nur gegen die zur Herrschaft gelangte marxistische Wcltan- schauung richte und daß es ihnen(den Angeklagten) fern- gelegen habe, etwa zum Ausdruck zu bringen, daß die von ihnen ge- rügten Zustände auf die verfassungsmäßig festgestellte Staatsform Goethe-Fesiipiele bei Kroll. „Prometheus" und„pandora". Dr. Leyhausen, Spezialist für akademische Rhetorik, führt mit Schauspielern und Enthusiasten den G o e t h e s ch e n„Pro- m e t h« u s" und die„P a n d o r a" auf. Die Besucher dieser Fest- spiele waren nicht zahlreich. Die Konzentration auf den hohen Ge- dankenschwung wird schwierig, sowohl den Darstellern auf der Lühne wie den Zuhörern, die erstaunt sind, well die Mittel der erlisten Künstler und Dilettanten nicht ausreichen. Doch die Andacht der Wenigen ist groß.__ H. H. « zurückzuführen feien. Eine Verächllichmachung mußte unter diesen Umständen nach Auffassung des Berufungsgerichts schon um des- willen entfallen, weil die Herrschaft des Marxismus nicht notwendig mit der republikanischen Staatsform verbunden fei. Der Aufruf fei aber auch nicht geeignet gewesen, bei seinen Lesern die Vorstellung hervorzurufen, daß die durch den Marxismus verursachten Zu- stände irgendwie ihre Wurzel in der gegenwärtigen Staatsform hätten. Diese Feststellungen erachtete auch das Reichsgericht als für sich bindend und gelangte zu der Ucberzeugung. daß durch sie ohne Rechtsirrtum auch die Annahme des bedingten Vorsatzes einer Bc- leidigung der gegenwärtigen Staatsform ausgeschlossen sei. Der Senat sah sich daher auch nicht veranlaßt, auf die vom Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. Everling, geäußerten Zweifel an der Rechtsgültig- keit des Republikschutzgesstzes einzugehen, dessen Verfassungsmäßig- kell übrigens schon hinreichend bejaht worden sei. Kommunistische Schamlosigkeit. Sie drängen sich zur Beisetzung ihrer Opfer. Magdeburg. 17 März.(Eigenbericht.) In P ö m m e l t e, Kreis Calbe(Provinz Sachsen) fand am Witt- wochnachmittag die Beisetzung des Schufoführers des Reichsbanners Heinrich Paasch und dessen Freund Gustav Schneidewind statt, die zwei Tage vor dem ersten Wahlgang zur Reichspräsidentenwahl auf offener Straße nach einem Wortgefecht von dem Kommunisten Ernst Franke erschossen worden waren. Obwohl der Mörder Franke Mitglied der„Roten Hilfe" ist, waren die K o in m u n i st e» aus Gommern und Schönebeck mit fliegenden Sowjet- f a h n e n nach Pömmelte gekommen, um an der Beisetzung der beiden Opfer kommunistischer Bluthctze teilzunehmen. Ehe der große Trauerzug, den vor allem das Reichsbanner bildete, den Friedhof erreicht hatte, hatten sich die Kommunisten bereits des Sarges mit der Leiche des Genossen Schneidewtnd bemächtigt, so daß die Landjägerei ein Magdeburger Schupokommando alarmieren mußte, um die ordnungsgemäße Beisetzung zu sichern. Als Kamerad P ö tz o n g im Auftrag des Reichsbanners feine Trauerrede beendet hatte, bestieg ein k o m m u n i st l s ch e r Redner den Grabhügel. um für die kommunistische Partei eine Erklärung abzugeben. Von einem Landjäger wurde cr im Auftrage der Angehörigen der Totcn vom Grabe gewiesen. Die 150 nach Pönimelte kommandierten Koni- munistcn wurden darauf von der Magdeburger Schutzpolizei vom Friedhof gebracht, so daß dann die Trauerfeier nach einer kurzen Gedenkrede des Gauführers Willc-Magdeburg in würdiger Weife beendet werden konnte. Rußland unterwirst sich Japan. Indirekte Anerkennung des Mandschureischwindels. Tokio. 17. ZNürz. Me hier verlautet, hat die Regierung der Sowjetunion ihr Einverständnis mit der Ernennung des Präsidenten der chinesischen Ostbohu durch die neue mandschurische Regie- rung notifiziert. Diese Notifizierung wird hier begrüßt uud als indirekte Anerkennung des neuen Staates durch die Sowjel- union gewertet. Man fleht darin ein Zeichen der vereitwwigkeil Moskaus, den neuen Zustand bald muh formell auzuerkenuen, und auf dieser Basis mit Japan zu einer praktischen Zusammenarbeit zu gelangen. * Die Vereinigten Staaten haben dagegen klar zum Ausdruck ge- bracht, daß sie nicht gewillt sind, den vom japanischen Jmperialis- rnus geschaffenen Tatbestand anzuerkennen. Chinesische Repressalien gegen Bombenabwürfe. Paris, 17. März. Wie die Agsntur JndozKicifique aus Schanghai berichtet, hat der Stadtrat von chancstschau dem japanischen Konsul mitgeteilt, daß japanische Flieger, die wehrlose Städte bmnbardieren, künftig als außerhalb des Gesetzes stehend betrachtet werden wurden, da bei derartigen Tombenabwürfen Frauen und Kinder getätet worden seien. Derselben Agentur zufolge verzeichnen japanische �Berichte «binesische Truppenansammlungcn bei Lutschen und Sungkiang und chinesische Truppenbewegungen bei Schanghai längs der Estenbahn- linie Nanking-— Schanghai. Der Mandschurei-Aueschuß des Völkerbundes hat Schanghai verlassen und ist nach Nanking weitergereist, von wo er sich einige Tage später in die Mandschurei begeben wird. Oer Aufstand in der Rordmandschurei. Mandfchurla, 17. März. Die chinesischen Truppen, die vor kurzem hur gemeutert hatten, ziehen sich bei Dalainor zusammen und bedrohen von neuem Man- d-schuria. Bahnschutztruppen wurden gegen sie gesandt,«in großer Teil davon machte aber mit den Aufständischen gemeinsame Sache. Aus Veranlassung des japanischen Konsuls sind heute 70 japanische Frauen und Kinder nach Charbin abgereist. Zu der Mandschureircgierung bestehen Meinuvgsverschiedcu- heilen, die zu einer ernsten Srse zu führen drohen. Die Truppen sind mit General Matschangtschen unzufrieden, weil dieser bei der Uebernahme des KUegsministeriums nur persön- l i che Interessen im Auge gehabt haben soll. Eine starke Gruppe Ausständischer, die mit der neuen Regierung unzufrieden ist, hat Petuna eingenommen. Die Abteilung ist mit Artillerie versehen und befestigt ihre Stellungen in der er- oberten Stadt. Angebliche Vereinbarung. Schanghai, 17. März. Nach Meldungen aus chinesischer Quelle ist eine p r o v i s o r i- sche Vereinbarung zwischen China und Japan folgenden In- Halts abgeschlossen worden: 1. Die chinesischen Truppen bleiben in ihren gegenwärtigen Stellungen außerhalb der Zwanzigkilometerzone, während die japanischen Streitkräfte aus dem besetzten Se- biet zurückgezogen werden. 2. Die geräumten Gebiets werden der chinesischen Polizei und Verwaltung unterstellt. 3. Eine gemischte chinesisch-japanische Komtnisfion wird ein- gesetzt, die mit Unterstützung von Vertretern der neutralen Mächte die Zurückziehung der japanischen Streitkräfte und die Verwaltung der geräumten Gebiete überwachen soll.' *■ , Man beachte, daß diese Meldung aus chinesischer Quelle kommt: es erscheint schon überraschend, daß die Japaner überhaupt von Rückzug sprechen. Aber schließlich— vielleicht genügt ihnen fürs erste die Mandschurei, zumal Japans Finanzlage elend ist! Um die Sanierung der Oonaustaaien. Erst Verfiänöigung der Großmächte. Genf, 17. März. Die bereits vorliegenden Meldungen über die Besprechungen in der Frag« der wirtschaftlichen und finanziellen Sanierung der D o ndu sta ate n werden ergänzt durch die Mitteilung von der Unterredung, die die deutschen Vertreter. Ministerialdirektor Dr. P o s s e und Legationsrat von ch e e r e n, heute nachmittag mit dem französischen Ministerpräsidenten T a r d i e u hatten. Die deutschen Vertreter hatten während ihres hiesigen Ausenthalts außer- dem noch Besprechungen mit Vertretern Oesterreichs, Ungarns, Italiens� des Völkerbundssekrctariats, außerdem mit den technischen Sachverständigen der französischen Delegation......._......... Es verlautet, dast es Hch bei dMy U»üchhaMngc� hMptsächlich um die Frage gehandelt chat, w i e, die. Angelegcicheü.we i.t e r v ex* folgt werden soll..Man scheint übereingekommen zu sein, daß nunmehr entsprechend dem von Deutschland uiü) Italien vertretenen Standpunkt, i wie" bereits kurz• gemeldet, jetzt• zunächst' Deutschland. Italien, Frankreich und England sich auf diplomatischem Wege über die weitere Behandlung verständigen sollen. Hierbei liegt offenbar die Erwägung zugrunde, daß eine. Sanie- rung der südosteuropäischcn Staaten durch ein engeres han- ücls- und wirtschaftspolitischcs Zusammengehen der f um f D o n a u st a a t e n a l l e i n, ohne gleichzeitige � Sicherung der Absatzmöglichkeiten in den großen europaischen Absatz- gebieten, unpraktisch und vom Standpunkt anderer europäischer Staaten unmöglich ist. Die Genfer Besprechungen scheinen das Ergebnis gehabt zu haben, daß ein weiteres l f o l i e r t e s Vor- gehen eines einzelnen Landes in emer Frage, die von gesamt- europäischem Interesse ist, vermieden worden ist. Auf sran- zösischer Seite hat man nur als ersten Schritt ins Auge gefaßt,' einer engeren Ausammenarbeit Deutschlands, Frankreichs, Italiens und Englands zuzustimmen. Ein Ex-König beim Lügen ertappt. Oaö avgeleugnets Wahlmanifest Alfons' war doch echt! Paris, 17. März lEigcuberich!). Exkönig Alfons vou Spanien., der am Donuerslag von feiner Millclmeer.reise nach Frankreich zurückkehrte, erklärte Person- Nchkeite«. daß die kürzlich in der pariser, Piesfc verösientlichteu. royolistischen KunKgebungeu an das spanische Volk authentisch seien. Sie feien Im Einvernehmen mil spanischen Royalistcn, die in Paris wohnen, aucgcarbeiiei worden, sollten aber noch nicht verüffeulllcht werden. Die Royallsken hallen aber nach seiner Abreise von sich aus die veröfscnlllchung veranlaßt, worüber er sehr ungehalten sei. da er befürchte, daß man ihm vorwerse, die Gastfreundschaft Frankreichs mißbraucht zu haben. 'Als' das Manifest' veröffentlicht wurde, war Alfons' gerade In Kairo eingetroffen uiii> erließ dort sofort ein entschiedenes Dementi. Jetzt mutz er zugeben, daß die Kundgebung echt, aber fein Dementi erlogen war. Memellandtag einberufen. Mißtrauensvotum außer Zweifel. Der Landtag des Memelgekwets ist auf den 22. d. M. einberufen worden. Die Landesregierung hatte darum gebeten, damit sie sich dem Landtag vorstellen kann. Dem litauischen Generalkonsulat in Berlin sind nachts Fensterschechen eingeworfen worden. Der Generalkonsul, ein Reichs- deutscher, hat der Äegierung in. Kowno sein Amt zur B e r-> fügung gestellt. Der deutsche Geschäftsträger in London, Graf B e r n st o r f f, hat im Außenministerium die ernsten Auffassungen der Reichsregierung über die Lage im Memelland zum Ausdruck gebracht. Zaumus verhöhnt die llnterzeicbnermächte. feowao, 17. März. Außenminister Zaunius äußerte sich zu Vertretern der in- und ausländischen Presse über die Memelsrage. Er bestritt energisch, daß ihm von einem in der deutschen Presse viel erörterten Schritt der Unterzeichncrmächte etwas bekannt sei. Er nehme daher an. daß es sich bei diesen Deröfientlichungen entweder um eine Pro- vokation oder einen Vertrauensmißbrauch handele, durch die die Stimnumg der„Deutschtümler" im Memelgebiet gehoben werden soll«. Bei Meinungsverschiedenheiten über die Auslegung. des Msmeli'tatuts könnten die Unterzeichnermächts Litauen höchstens um Aufklärung bitten. Selbst eine Auflösung des Landtages dürfte zu einer M e i nurg so ertchiede rcheii mit den Unterzeichnermächten nicht führen, da diese Hinweise hierauf im Völkerbundsrat ohne Widerspruch aufgenommen hätten. Ter Fall Böttcher müsse von den übrigen Memelfragen getrennt werden. Falls der Landtag dem Direktorium dös Mißtrauen aus- sprechen sollte, würde es schwer sein, mit einem solchen Landtag weiter zu verhandeln. Was dann mit dem Landtag geschehen würde, könne sich jeder selbst vorstellen. Pfälzer Nazis im Maß. Einmal vnd nicht wieder. Einig« Nazis aus der Rheinpfalz überschritten in der vorigen Woche nachts die französische Grenze und beklebten die Schaufenster mehrerer jüdischer Kausleute in Weißenburg mit Wahlplakaten. Wie das„Echo de Paris" dazu aus Straßburg meldet, ist es den sran- zösifchen Behörden gelungen, die Persönlichkeiten der Zettel-' anklsder festzustellen. Es sind vier Bewohner des Dorfes Rechtenbach. Auf Grund eines französischen Grenzscheins konnten sie jeden Tag nach dem Elsaß kckmmen, um dort zu arbeiten. Den vier Nazis ist der Grenzschein entzogen worden. Der„Erbfeind" hätte m„welscher Tücke" die Nazis weiter ins Elsaß kommen lassen und sie dann festnehmen und einsperren können. Grohmütigerweise hat man das nicht getan. Die Nazipresse wird entweder die ganze Sache totschweigen oder verlangen, daß■ die Reichsregierung Liesen Burschen die Möglichkeit oerschasse, sich im Etfatz weiter mausig zu machen. Auch im selbständigen Irland besteht noch der.„Untertaneneid" der Wgeordneten für den britischen Äönig. Der neue Staats- und Ministerpräsident De V a l e r a erklärte im Landtag im Zusammen- hang mil der Freilassung der politischen Gefangenen, dieser, Eid verhindere gewisse Parteien,.ins Parlament cinzu-. irrten; er(rt. daher, abzuschaffen.......'.hi (Gewerkschaftliches stehe auch 1. Beilage.) Verantwortlich- für Vietor Schiff; Girtschcwer!schaftsbewegi2nq: I. Steiner; Feuilleton: Dr. John Schikzn?-zki: Lokales urü> Sonstiges: Fritz Karstadt; Anzeigen: Th. Hliwte; sämtlich In Berlin. Verlag: Borwär�s-Äerlag(5. m. b. H.. Berlin. Druck: Vorwärts-Buchdrucker?� uuti"Verlagsanstalt Paul Singer u. Co... Berlin SW..K8. Lindenstrafcs 2.. Kierzn 2 Beilagen. Bei rheumatischen Schmerzen aller Art haben sich Togal- Tabletten ganz hervorragend bewährt. Zahlreiche Dankschreiben über Togal bei vcralleten Leiden, bei denen'kein anderes Mittel half! Ein Versuch überzeugt! Frag. Sie Ihr. Arzt.— In all. Apoih. Ermäßigter Preis M. 1,23. 12.6 Lüh, 0.46 Chin., 74,3 Ac d acet saüc. GsK'ZW«! ♦.>37850 geirorea, Pfund Pf. Wolgehühner..... Pimid 0,55 Hühner Pfd. 0.70 Enten pm. 0.78 Hirschfleisch i"»' pfund 0.58 0.76 0,98 Rehfleisch 0.88 1.28 1.30 Vfldschwcin 0.70 0.78 0.98 Wmsi Hmitiasbetäälze psad w. Fleisch- u. Dampfwurst Pfand 0.70 Landleberwurst Pfand i.to 0.82 Jagdwurst..... Pfand s.10 0.84 Mettwurst Emansehw. All Ffard 0*85 Feine Leberwurst pm. 1,20 0.98 Zerveiat u. Salami Ffd. 1.10 0.98 Teewurst feine und grobe, Phjnd 1,18 Zen-elat l pead. a. Ffletwurst 1.25 ■Speck mager. Pfd. 0,55 fett, Pfund 0,88 SchinkcnspcckM.iPfd.-stvto.i4haibf. 0.44 Blodt käse(TlUltorArObilW., Pfd. OLK Dän. Schweizer.Pfund 0.60 Sieinbuscher nouiea... Pfund S.68 Briekäse n-Tiisiter»»Dteit pw. 0.68 Roh- u.Bratenschmah Pfund 0.42 Molkereibuticr. Pfand 134 WERTHEIM Zusendung von SM an. soweit Vorrd?. Leicht verderbliche Artikel werden nicht zugesandt. Gemüse 30 Friscltes Fleisch I Obst Pfund > Pf. Grüne Gurken pl Rot-,\Veife-,Wirstngkphl ptd. 0.67 Möhren u. rote Rüben 5 Pfd. 0.20 Blurpenkohl... Kopf en 0.25 Rhabarber Bund ce.2Pfd. 0.24 6.38 Malta-Kartofleln... 3 Pfund 0.48 Komerven �o- lunge SJhniltfeoSnan Leipziger Allerlei....... 0.78 Junge Erbsen«-!-> 0.98-nuf-ic 0.74 Junge Erbsen«hr tir... 1.15 Br. Spargel»--i» 1.80 dann 1.10 Stg.-SpargelädhrsJerk 1.95 denn 1.15 Senfgurken 0.63 Sellerie. 0.65 Erdbeeren.1.10 Pflaumen 038 Melange-Früchte...... 1.20 Williams-Birnen>fli>n)d>t1.05 135 Erdbeer-KaBfitttK 2 Pfd.-Eimer SSm. Kalbshaxe.......-. Pfand 0.34 Kalbskamm....... Pfand 0.49 Kalbsbrust u.-Rüdten Pfand 0.50 Kalbsroulade......Pfand 0.98 Kalbsschnitzel...... Pfand 1.28 Schwcincbauch,Eisbeino.sp. 0.60 Schweinekamm--.-Schutt ptd. 0.70 Kablerkamm u.-Schuft Pfand 0.76 Ja Berliner Bratwurst. Pfand 0 78 Gehäddes� bratf. Fett Pfund 0.54 Pfd. 44 pt Oed. 0.28 NsslschZMkiG«!» Pfund 44 Pf. Kastodnen-SthmorfL ohne Knochen Nastsdiseii-Rmilade Pfund PI. SdnreinsMbaKar Pfund 50 Pt. Apfeisinen Zitronen.... E6- u. Kochäpfel... 2 Pfand 0.35 Jaffa-Orangen.... 3 ptund 0.72 Bananen....... 3 Pfand 0.85 Kalifom. Äpfel.... 3 ptund 0.98 SS, Eäsetsrte... 32 p,. Kraustaase 4Spi. © S 13 Ptdi« för ww FL O.Glas 1931 FtsjUcweUerStcloacker pf. 1931 Wellener Riesling««-i 0.68 1930 Liebfraumilch Goidkai». 0.80 1930 Nittel Leiterchen«-»-i 0.90 1929 Maikammcrer Letten 1,15 1930 Wehlener Rosenberg 1.30 1925 Ohc-t. LaTour-Bardis 140 Maikammcrer ut. 0.77 su, 3.60 Dörkheimer rot l». 0.72- u-, 335 Fische .17, Kabeiiauu.Seeia{liSoJcopf 6 S Pt. Schellfisch........ Pfand 0.24 Filet v. Seelachs.... p«nd 0.24 Filet v. Kabeljau.... Pfand 6.28 Grüne Heringe.... 3 Pfand 0.32 Zander dflmren..... Pfand 0.33 Leb. Karpfen u. Schleie Pfd. 0,63 Lebende Forellen.. ptund 1.60 Scräucherti Büddinge....... Pfand 0.22 Sprotten... Kw- 0.28 Pfand 0.22 Seelachs o. Schellfisch Pfand 0.34 Flundern u. Fleckberinge Pfd 638 Spickaal... Pfand 1.60 Bnnd 0.34 Matjesheringe..... 3 s:od- 0.25 Fisdimarinad. doS'0.43 ö�'ßo58 Pt Kolonialwaren Makkarsni Harlgrieb-BraA Auszugmehl Pfd. 0.26 0.28 0.30 Meh!coiymp.)5pfd.-Ba-135 1.45 1=55 Kartoffelmehl..... Pfand 0.18 Sultaninen Pfand 938 9.58 S.7S Korinthen;... Pfand S.5S 6.65 Zitronat......... Pfand 0.95 Mandeln.. Pfand 139 1.78 1.98 Reis Pfd. 0.15 031 9.28 b-ua 0.12 Bohnen u. Linsen p-und 0.120.18 Pflaumen Pfd.0.24 035 osiai- 6.52 Aprikosen kaiifaFfd. 0.46 0.SS 0.83 fiebruwier Ksfles Pfund 3.60, 3.40«9 � 3.00, 2.60, 2.20. Jtr. 131• 49. 0 � 1 0 Frcitog, 13. Mörz 193! Die kür die k'reikeit starben Der 18. Mara und die Toten der deutschen Republik Die Berti net Arbeiterschaft anb die freiheitlich gesinnten Kreise der Reichs Hauptstadt aus dem Bürgertum ehren heute, wie sie es Zahr um Zahr am 18.!N ä r z tun. die Todesopfer der Renotufion von 1848, die vor 84 Zähren auf dem schlichten Friedhos am Friedrichshain in feierlichem Zuge zur letzten Ruhe gebettet wurden, wir Lebenden schreiten dahin an den einfachen Kreuzen und Steinen, deren Zuschriften durch wind und Wetter zerfressen und zum Teil kaum noch zu entziffern sind, wir weihen unseren Grufz denen, die einst für die deutsche Freiheit im Zeichen von Schwarzrotgold gefallen sind. Auf dem gleichen Friedhof ruhen die Männer, die im November 1918 ihr Leben sür die Republik opferten. Sie waren die würdigen Nachfahren derer, die drüben, jenseits des schmalen Weges, zur ewigen Ruhe beigesetzt sind. Aber in diesem Jahre des Kampfes gegen den Faschismus weilen angesichts dieser Grabstätten unsere Gedanken vor allem auch bei denen, die in den letzten Jahren durch die braunen chorden Hitlers gemeuchelt wurden. Wir denken an den gewaltigen Trauerzug, der an einem kalten Januarabend des Jahres 1930 den feige hinzemordeten jungen Genossen und Reichsbanner- kameraden Schneider ehrte. Wir erinnern uns des erschüttern- den Trauerzuges aus dem Jahre 192S, als der ohne jeden Grund niedergestreckte Genosse Schulz von Hunderttausenden von Berliner Arbeitern zu Grabe geleitet wurde. Wir all« haben mit Schmerz und Trauer den Tag im Gedächtnis, der uns die Meldung brachte, daß in Ahrensdorf ein Lastauto, das mit jungen Berliner Reichs- bannerkameraden besetzt war, von einem verhetzten Hakenireuzler beschossen wurde. Kurz hintereinander begruben wir damals zwei gemordete Berliner Proletarierjungen, zwei wertvolle, zwei ver- heißungsvolle Leben waren durch Mord ausgelöscht. Der Gräber sind viele. Ueberall in Deutschland sind s i e z u finden. Ueberall in Deutschland ist die blutige Spur stcht- bar, durch die das Hakenkreuz das Land geschändet hat. Wir wissen, daß auf unserer Seite Recht und Freiheit find und daß deshalb bei uns der Sieg sein muß urtb sein wird. Aber Wehmut und Trauer erfüllen uns im Anblick so vieler Gemordeter. wenn wir am 18. würz die Toten von 1848 ehren, dmm ehren wir zugleich die Toten der Republik. Unsere Gedanken sind auf dem Friedhof in Erkner, bei der Urnen- starte von Friedrichsfelde und bei der Totenstatt in Treptow. Die schönste Ehrung unserer Toten ist es, daß wir weiterkämpfen, und als ernsteste Mahnung gilt gerade in diesen Wochen und Monaten das Wort, das der Revolutionsdichter Ferdinand Freikigrath den Berliner Toten des Märzkampfes widmete: O, stcht aerüstet, seid bereit! O, schaffet, daß die Erde, Darin wir liegen strack und starr, ganz eine freie werde! Daß fürder der Gedanke nicht uns stören kann im Schlafen: Sje waren frei; doch wieder fetzt— und ewig!— sind sie Sklaven. Vor 25 Jahren. Im„Vorwärts' vom 19. März 1907 finden wir folgenden Bericht: „An einem Kränge, den die Parteischul« gesandt hatte, waren [ die Worte zu lesen: Der Sommer refft des Frühffngs Saaten, Es folgt der Juni auf den März... fch Die Fortsetzung: E'*' 0 Juni, komm und bring uns Taten, noch frischen Taten lechzt das Herz' war der Polizeifchere zum Opfer gefallen, die diesmal zahlreiche Verstümmelungen sonne vollständige Konfiskationen von Wid- mu-ngsworlen vorgenommen hatte.' Und woiter heißt es:„Wie schon gesagt, sind viele Kranz- inschriften der Schere des zensierenden Polizeileutnantz zum Opfer gefallen. Nur in einzelnen Fällen lassen die nach der ScHercnarteit Übriggebliebenen Reste der Widmung erkennen, welch großer Gefahr die staatliche Ruhe und Sicherheit dank der polizeilichen Fürsorge und ihrer scharfen Scher« entgangen ist... In den meisten Fällen ist nicht mehr zu erkennen, wie die beanstandeten Inschriften lauteten, denn sie sind vom ersten bis zum letzten Worte abgeschnitten, und statt der goldenen Buchstaben flattert ein kurzer Fetzen roten Bandes im Wind«, dem Besucher Zeugnis gebend von der wirklich uner- gründlichen Fürsorge der Polizei...' Heute sorgt die Polizei der Republik dafür, daß der Ehrengang zum Friedhof der Märzgefallenen würdig oerläuft. Vertreter der Polizei legten im vorigen Jcchre in Uniform einen Kranz mit der schwarzrotgoldenen Schleife der Republik nieder. Die Grube brennt weiter! Keine Hoffnung, die eingeschlossenen Bergleute zu retten Gchülerwagen umgestürzt. r,, fif Brüx(Tschechoslowakei), 17. März. Der Brand im Kohinorschacht dauert noch fort. Di« Arbeiten zur Eindämmung des Feuers werden noch einige Tage in Anspruch nehmen. Dann erst wird man daran gehen können, die vermißten acht Leute zu bergen. Die Annahme, daß sie sich zu den Wetterschächten ge- flüchtet haben, hat sich nicht bestätigt, so daß nicht zu hoffen ist. sie noch lebend aufzufinden. Namenloses Heldentum. Bei den Rettungsversuchen wurden wahre Heldentaten vollbracht. Ein Maschinist, der die Grundwasserpumpe zu bedienen hatte, blieb auf seinem Posten in dem Bewußtsein, durch sein« Flucht müßte die Grube ersaufen. Donnerstagmittag teilte er telephonssch mit, daß sich die Rauchschwaden näherten, und fragte, ob er seinen Platz verlassen dürfe. Ihm wurde geantwortet, bis zum äußersten auszuharren. Nach einigen Stunden teilte er mit, daß ihm Rauch und Gas« bereits den Weg zum Schacht abgeschnitten hätten, und daß«r sich zum Luftschacht begebe. Seitdem fehlt von ihm jede Spur. Donnerstagnachmittag lieh sich ein Bruder eines verschütte- ten Obersteigers, der Vater von sieben Kindern ist, an der Wand des 214 Meter breiten und 393 Meter tiefen Luftschachtez mit einem Seil hinab, obwohl er selbst Vater von einigen Kindern ist. Ihm schloß sich noch ein Bergmann an. Heber das Ergebnis ihrer Rettungsversuch« ist bisher noch nichts bekannt. Die Ursache des Unglücks soll auf Selbstentzündung der Kohle zurückzuführen sein. 400 Mann sind damit beschäftigt, das Feuer zu ersticken. Gelingt es nicht, so werden 1300 Arbeiter brotlos. Vlutlge Eheauseinanberfehung. Auf dem 3.. Polizeirevier in der Elsasser Straße erschien am Donnerstag gegen 4 Uhr nachmittags der 26.Jahre aste Schlächter Rudolf Neumann aus der Bergstraße 13. Der Mann hatte eine offenes Schlächtermesser in der Hand und erklärte den Beamten, daß sie in feine Wohnung gehen sollten, er hätte seine Frau soeben niedergestochen. Neumann wurde sofort festgenommen. Die Be- amten eilten in die auf dem Hof des Hauses im Keller gelegene Wohnung und fanden die Frau stark blutend vor: sie brachton sie zur Rettungsstelle, wo der Arzt einen Notverband anlegt«. Der Mann hatte ihr einen sechs Zentimeter langen Schnitt an der linken Halsseite beigebracht, der glücklicherweise nicht die Hauptschlagader «troffen hatte. Die Gründe zu der Tat sind in Ehezwistigkeiien zu en. Glückliche llmsionde verhüteten ein größeres Unglück. München, 17. März. wie die Reichsbahndirektion München mikkeilt, entgleiste heule nachmittag aus der Rebenbahn Eichstaett-Bahnhos— Eichstaett Stadt bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof der letzte Personenwagen eines Zuges vor einer weiche und stürzte auf der B r ü ck e. die über einen Altwassergraben der Altmühl führt, um. Der Zug war wegen des Schulschlusses stark besetzt. Elu schweres Unglück wurde vermieden, weil der Grabeu zum Teil ausgefüllt war. Es hoben sich acht Lelchtverlehtc, eine Frau und sieben Schüler, mit Prellungen und Hautabschürfungen gemeldet. Mesenbrand im Gteitiner Hafen. lOOO Fässer Schmieröl in Flammen. S t e l l i u. 17. Mörz. In dem Oellager der großen Tankanlagen der D a p o l i n- Gesellschaft brach heute mittag Feuer ans. Die gesamte Feuerwehr Stettins mit Unterstützung der Altdammer Freiwilligen Feuerwehr bekämpfte aus zahlreichen Schlanchleitmigen den Brand. Das Feuer ist vermutlich bei der Ausführung von Schweiß- arbeiten entstanden. Das Großseuer konnte erst am A b e n d gelöscht werden. Znsgesamt 1000 Fässer Schmieröl fielen den Flammen zum Opfer. Große Dienste leistete der Feuerwehr ein Feuerlöschboot, mit dessen Hilfe ollein 20 Schlauchleitungen gelegt werden konnten. Der Schaden ist durch Versicherung gedeckt. Ein rabiater Vaier. Mordversuch am eigenen Kinde wegen zwei Pfennigen. Das einzige Söhnchen des als rabiat bekannten Landwirtes Johann Selica in Latznow(Tschechoslowakei) hatte beim Einkauf 20 Heller gleich 2!4 Pfennige verloren. Darob geriet der Voter so in Wut, daß er dem Jungen eine Schlinge um den Hals warf und ihn am Stubenbalken erhängen wollte. Auf die furchtbaren Schreie des Kindes kamen Nachbarn und konnten gerade noch den Lindes- mord verhüten. Der Vater flüchtete, wurde aber inzwischen auf- gesunden und verhaftet. /b- gesetzt werden konnten. Das Ergebnis dieser Politik ist eine fast ausweglose wirk- schaflskalaslrophe. Die öffentlichen Haushalte werden erdrückt von den sozialen Lasten, während die Privatwirtschaft infolge der Aushöhlung der Kaufkraft der großen Verbrauchermasien bei sinkendem Absatz immer un- rentabler arbeitet. Die sogenannte„Senkung der Selbstkosten" auf dem Wege der Lohnsenkung hat in Wirklichkeit eine Steigerung der Selbstkosten nach sich gezogen, weil Zinslasten und fixe Kosten bei sinkender Produktion anteilig steigen mußten. Die„Pläne" der Privatwirtschaft sind— das liegt klar zu- tage— bankroll wie die Privatwirtschaft selbst. Frellich sind die sogenannten Wirtschaftsführer deshalb nicht bescheidener geworden, und wenn sie schon ihre Schulden nicht zahlen, so haben sie doch noch Geld genug, um Herrn Hitler, seine Privatarmee und seine Agitation für einen„deutschen Sozialismus"(nach den Wünschen der Schwerindustriellen) zu unterhalten. Wenn man jetzt daran geht, mit öffentlichen Mitteln die Privatwirtschaft aus dem Sumpf zu ziehen, wie man die bankrotten Banken mit öffentlichen Mitteln wieder saniert hat, dann darf man dabei nicht einen Augenblick diesen Bankroll der Ideen uud des Systems der privatwirtschafl vergessen. Eine Arbeitsbeschaffung, die etwa den Lohnabbau, den Abbau der sozialen Leistungen, die gesellschaftlich überlange Arbcllszeit fort- i bestehen ließe, würde nicht zu einer Trockenlegung des Sumpfes � der Wirtschaft führen, sondern nur zu einer Vertiefung des I Sumpfes. Das zur Arbeitsbeschaffung ausgebrachte Kapital wäre zum Fenster hinausgeworfen. Wie die Pläne zur Arbeitsbeschaffung auch aussehen mögen, sie sind alle mehr oder weniger Jnvestitionsarbeit e n. Solange aber die Konsumkraft nicht ganz wesentlich gesteigert sein wird, bleibt das Auseinanderklaffen zwischen Produkliviläl Absalzmöglichkeit, kann von einer Ueberwindung der Wirtschaftskrise keine Rede sein. Wenn die Unternehmer schon jetzt die Ende April ablaufenden Tarifverträge kündigen und zugleich ankünden, daß sie neue Tarif- vertrüge, wenn überhaupt, nur zu noch mehr verschlechterten Lohn- und Arbeitsbedingungen abschließen würden, dann ist es notwendig, jetzt schon mit aller Deutlichkeit auszusprechen, daß die Milliarden, die bereits aus öffentlichen Mitteln aufgebracht wurden, um die in Grund und Boden verwirtschafteten Unternehmungen der Land- Wirtschaft, der Industrie, des Bankgewerbes zu retten, nicht gegeben wurden, um eine Fortsetzung dieser Bankrottwirtschaft zu fördern oder auch nur zu dulden. Und die Fortsetzung des eohnabbaucs Ist die Fortsetzung dieser Vankrolkwirtschafl. Diese Erkenntnis fft die erste B o r a u s f c tz t u n g zur Ueber- Windung der Wirtschaftskrise. Nur wenn mit den Methoden und den Grundsätzen, die die Ursachen der Wirtschaftskrise sind, radikal gebrochen wird, kann diese überwunden werden. Die Arbeits- bcschaffung kann nicht mehr sein als ein A n st o h. der das Räder- werk wieder in Bewegung setzt. Funktionieren kann es nur, wenn alle Hemmungen ausgeschaltet werden, die es zum Stillstand gebracht haben. Gewerkschaften widerstehen der Krise. Für Eapeure und Komiker ist kein Platz. Diz Berliner Ort-verwalwng des Verbandes der Buch» bin der und Popiervsrarbeiter legte am Mittwoch in der General- Versammlung im Gewerkschaftshaus die Bilanz für dos Krisenjahr 1931 vor. Auch auf dieser Organisation lastet der Druck der Wirtschaftskrise, wie aus dem Geschäftsbericht des Ge- nosien I m h o f hervorging, mit ungeheurer Schwere. Das ganze Berichtsjahr stand im Zeichen der teilweisen und völligen Stillegung von Betrieben des Buchbinderei- und verwandten Gewerbes sowie des unaufhörlichen Ansteigens der Ar- beitslosigkeit. 24 Betriebe der Buchbinder-, Karton- und Luxus- papierbranche mit 502 Beschäftigten, darunter 400 weiblichen, wur- den iin Laufe des Berichtsjahres völlig stillgelegt und 20 Betriebe mit 268 Beschäftigten, davon 248 weiblichen, teilweise. Diese Be. triebsstillegungen und der weitere Rückgang der Konjunktur erklären auch das An st eigen der Arbeitslosigkeit im Berliner Buchbindercigewerb« von 5S37 Arbeitslosen zu Beginn des Be- niC VF �Pkauteo meB.Hinho« n»-"-"' V n«h i« halt nicht„leidet gehen- , deswegen wenige--„xk»mpf1 'T Boden verlieren-m , famos »oh-r schied ersten Derichtsstellen geführt werden, um den Mstgliedern zu ihrem Recht zu vorhelfen. In den Hausgehilfinnen» resp. Portier» kommern sind 81 Kolleginnen und Kollegen unserer Sektion als Arbeitsrichter tätig. Eine der wichtigsten Fragen für Hausgehilfinnen, die Errichtung eines Helmes. wird aller Wahrscheinlichkeit noch demnächst von der Organi. sation für Berlin gelöst weiden. Nicht minder bedeutungsvoll für die oorbenannte Berufsgruppe ist die Schaffung eines Tarif» vertrage, doch konnten in dieser Frage noch keine posstiven Er- folge erzielt werden. Als besonderen Erfolg im Jahre 1931 konnte die Organisation die Aufhebung der gewerbsmäßigen Stellenvermittlungen verbuchen. Mit dem Bund der Berliner Haus- und Grunobesitzer wurde vereinbart, daß ein« Kürzung der berests im Oktober 1931 gesenkten Löhn« der Wohnhaueportters und Hauswarte auf Grund der vier- ten Notoerordnung nicht eintritt. Der Vertrag wurde vom Reichs- arbestsmimster für allgeineinverbiiÄstich erklärt. Ebenfalls für all- gemeinverbindlich erklärt ist 0er Tarifvertrag für die in Siedlungen beschäftigten Portiers sowie der Tarifvertrog für die in Industrie- und Geschäftshäusern beschäftigten Hausangestellten. Ein weiterer allgemeinverbindlich erklärter Tarifvertrag besteht für die Wach» und Schließangestellten. Insgesamt hat die Sektion Haus- und Wachangestellte 22 Tarifverträge. Sintflut der Arbeitslofigkeit. Die Erhebung der Gewerksthasten. Die Erhebung der Verbände des Allgemeinen Deut- lchen Gewerkschaftsbundes über die Arbestslofigkest unter ihren Mitgliedern Ende Februar unterstreicht die Notwendig» keit, sofort und ohne Berzug dasWerk der Arbeits« beschaffung in die Hand zu nehmen. Wohl war Ende 1931 die Arbeitslosigkest unter den Mll» gliedern der Verbände mit 34L Proz., wozu noch 19,2 Proz. Kurz- arbester kamen, eine ganz außerordentlich hohe und anormale. Innerhalb eines Jahres— eines Jahres des verschärften Lohn- abbaues und der Notverordnungen— stieg die Arbeitslosigkeit in steiler Kurve von 34,8 auf 44,9 Proz an, während die Kurzarbeit von 19 2 auf 22,1 Proz. zunahm. Geht man die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in den einzelnen Verbänden durch, dann sucht man oergeben» nach einem Licht« blick, nach einem Anzeichen einer sich ankündenden Besserung. Weder in der sogenannten Konjunkturgruppe, erst recht nicht in der sogenannten Saisongruppe gibt es einen Beruf oder eine Industrie, wo ein Aufstieg des Beschäftigungsgrades zu erkennen wäre. Einzig bei den H u t a r b e i t e r n ist die Arbestslostgkest während der letzten drei Monate ständig gesunken, und zwar von 58,2 auf 46,1 Proz., während die Kurzarbeit von 23,3 auf 19 Proz. sank. Aber hier handelt es sich offenbar um Saisonelnflüsse, wobei zu bemerken ist, daß sowohl die Arbeitslosigkest wie auch die Kurz- arbeit immer noch um se 5 Proz. höher ist als vor einem Jahre. Im übrigen sind, von einzelnen unwesentlichen Schwankungen a>b- gesehen, nur Verschlechterungen im Beschäftigungsgrad zu beobachten. Diese Verschlechterung betrifft sowohl die Kon- sumgütertndustrien wie die Produktionsgüterindustrien. Ganz katastrophal liegen die Verhältnisse in der Saison- g r u p p e. Während im Februar 1931 hier die Arbeitslosigkeit mit 74,7 Proz. scheinbar nicht mehr zu übertreffen war, beträgt sie jetzt 88,4 Proz. Von den unvermeidlichen Reparaturarbeiten abgesehen, liegt das gesamte Baugewerbe mit seinen Nebenberufen v o l l st S n d i g st i l l. Im Baugewerk-bund beträgt die Arbeit?» losigkest 90,2 Proz., bei den Zimmerern 89,5 Proz., bei den Malern 89,1 Proz., bei den Steinarbeitern 87,2 Proz., während die Grobkeramik mit 76,4 Proz. und 7,5 Proz. Kurzarbeitern noch am ..günstigsten� dasteht. Gerade das vollständige Daniederliegen des Baugewerbes zeigt, daß die Arbeitsbeschaffung hier einsetzen muß. Es ist nur zu erklärlich, daß neben den Bauarbeitern am stärksten von der Arbestslostgkest die Holzarbeiter betroffen sind. Hier beträgt die Arbeitslosigkeit 64,2 Proz., wozu noch 11,7 Proz. Kurz- orbester kommen. Es muß immer wieder darauf hingewiesen werden, daß trotz der katastrophalen Arbeitslosigkest die Arbeits st reckung keine Fortschritte machen will. Während der lebten sechs Monate betrug die Kurzarbeit im Durchschnitt immer 26 Proz. Bei den Geträntearbeitern(Brauereiarbeitern) ist immerhin eine rühmliche Ausnahme zu oerzeichnen. Dort arbesten rund zwei Drittel der Arbeiter 49 Stunden die Woche, wo- durch die Arbeitslosigkest auf den verhältnismäßig niedrigen Stand von etwa 20 Proz.herabgedrückt worden ist. Diese Tatsache zeigt, daß die 40.Stunden-Woche keineswegs, wie die Unternehmer immer wieder behaupten möchten, ohne besondere Wirkung auf den Be- schäftigungsgrad ist. Das Reichsarbeitsministerium hat hier eine Pflicht zu erfüllen, die es nur zu lange vernachlässig hat. In seinen Schlußausführungen richtete Genosse Leube an die Versammlung ten Appell, auch im neuen Geschäftsjahre alle Kräfte zur eifrigen Propaganda für die Organisation anzuspannen. Bei den Wahlen zur Sektionslestung wurde Genosse Leube einstimmig wiedergewählt und auch die übrigen Posten der Sektionsleitung. Verwaltung, erweiterten Verwaltung sowie der Delegierten zur Generalversammlung von zuverlässigen Gewerkschaftern besetzt. Bekleidungsarbeiter stehen zusammen. Arbeit für die Mitglieder, Vertrauen für die Leitung. Die Filiale Berlin des Bekleidungsarbeiterver- band es hielt am Dienstag ihre Jahresgeneralver- s a m m l u n g ab. Auch in dieser Organisation hat sich noch kein Krisenjahr so katastrophal ausgewirkt wie das Jahr 1931. Der Bevollmächtigte Genosse Lehmann stellte in seinem Geschäftsbericht die Zahlen der Arbeitslosen in der Bekleidungsindustrie während der einzelnen Monat« des Berichtsjahres den Vergleichszahlen dos Jahres 1930 gegenüber. In den Monaten April bis Juli 1931 war in Berlin die Arbestslosigkeit sowohl in der Konfektionsbranche wie auch in der Herrenmaßschneiderei um 100 Proz. höher als in den gleichen Monaten des. vorhergehenden Jahres: in den Übrigen Monat?» des Berichtsjahres war die Arbeitslosigkeit durch- schnittlich um 50 Proz. hoher als im Jahre 1930. Am Schluß des Berichtsjahres wurden in Berlin 2023 arbeitslose Konfektions- arbester und 5786 Maßschneider gezählt, gegenüber 1722 arbeitslosen Konfektioneschneidern und 4392 Maßschneidern Ende 1930. Aus dieser ungeheuren Arbeitslosigkeit erklären sich auch die maßlosen Lohnabbauforderungen, die von den Unternehmern im vorigen Jahre gestellt wurden und die teilweise auf einen Lohnabbau bis zu 38 Proz. hinausliefen. Durch die energische Gegenwehr der Organisation gelang es, diese Forde- rungen auf ein wesentlich geringeres Maß zurückzuschrauber». Die Generalversammlung brachte ihr Vertrauen zur Orga- nisationsleitung dadurch zum Ausdruck, daß sie einstimmig den Genossen Lehmann als Bevollmächtigten und auch die übrigen Mit- glieder der Filialleitung wiederwählte. Die Bestätigung der Branchenleiter und Kommissionsmttglleder erfolgte ebenfalls ein- st i m m i g. Hinsichtlich der Umorganisation der Beitragskassierung stimmte die Generalversammlung dem von der Filialleitting zu dieser Frage gemachten Vorschlag nach längerer Debatte zu. Generalvertreter gesucht. Betrug an stellungslosen Angestellten. Angestellte, die längere Zeit arbeitslos waren, ergreifen gern sede Gelegenheit, um nur wieder eine Existenz zu erlangen. Ber- langt der Unternehmer eine Kaution, so werden schnell die Ver- wandten in Anspruch genommen. Die Angestellten sind sogar bereit, die Tätigkeit eines Prooisionsreisenden oder Bezirks(General-)ver- treters— wie es so schön in den gedruckten Anslellungsverträgen heißt— zu übernehmen. Sie erhalten das Recht, für die neue Firma einen bestimmten Bezirk zu bearbeiten Um die Sache recht schmack- hast zu machen, erklärt sich die Firma— nicht etwa im Vertrage, sondern mündlich— bereit, eingearbeitete Untervertreter zu stellen, die die Waren der Kundschaft verkaufen sollen. Es soll nur nebenbei erwähnt werden, daß nach den abgeschwssenen Ver- trägen Nebenabreden nur dann Gültigkest haben, wenn sie s ch r i f t- l i ch geschlossen sind. Die Angestellten sehen eine neue Existenz und schließen den Bertrag, über dessen Jnhall sie gewöhnlich zu spar aufgeklärt werden. Sie sind, wie uns vom ZdA. geschrieben wird, nach dem Vertrage verpflichtet, ein Warenlager einzu- richten und vorweg eine bestimmte Warenmenge gegen Bar- Zahlung abzunehmen. Die bestellte Warenmenge wird dem An- gestellten unter Nachnahme zugesandt. Dieser bemüht sich nun, zunächst in seinem Wohnort, den von ihm bezahlten Warenposten loszuwerden. Jetzt erst wird er darüber aufgeklärt, daß für den angebotenen Artikel kein Bedarf vor- Händen und die Ware minderwertig ist. Nun wird die Firma angerufen. Es wird nach Verbleib der Untervertreter gefragt oder der Rücktrist vom Berti aoe angekündigt. Die Firma bleibt hals- starrig, da sie die Schwierigkesten eine» Anfechtungsprozesses genau kenist. In diesem Falle muß die Klage vor den ordentlichen Gerichten— nicht etwa vor dem Arbeitsgericht— anhängig gemacht werden. Wenn einmal ein solcher Prozeß gewonnen wird. so fällt gewöhnlich die Zwangsvollstreckung fruchtlos aus. Der Gerichtsvollzieher findet in den seltensten Fällen den I ich aber oder das Geschäftslokal. Wir warnen alle Angestellten, Verträge dieser Art zu schließen!----'s»:<■■...r.% K�reie Gewerkfchafts-Iuaenö Berlin > Scut«. Eüdeu: Freitag, den 18. März, um 1S.30 Uhr. tagen dir Gruppen- Front. — Rsrdring: Jugendheim Sich — Lrrpt-w: Lugcndheim EU Irpnt.— RsuÜllp; Jugendheim Treptower chule, sonnenduraer SU flettftr. 3(am Bahnhc adheim Treptower Str. if Treptow).„Die Eiserne 93. Unsere Arbeiterführer: .... WW««tkp«M S-estraße. Fahrtenaussprache für Lindauer Straße(Baracken). Das Adlersbof! Jugendheim Adlersbcs. .■'et Weimarer Verfassung."— Die Sprechstund«, wt« üblich, heut« vou IS— 19 Uhr. >S?I irir ... istig« Sch° I Bismarckftr. 1._„Die Staatsgewalt nach der Weimarer — zeppelinplatz: Jug-ndbcim Turiner, Ecke i Ostern.— Sioinickeüiörf-Vft: Iug-ndheim Li lustig- Buch— dl« lustige SchallplatU.— i @�ut»endsiruppe des Zentralverbandes der AnaesteNten Heut«, Freitag, finden folgende Veranstaltungen statt: Südwest: Jugend. heim Jorckstr. 11cdEtdb..EI«r3S:de, 0.2S Likör-Eier........ 25 Ork 0.23 Vollrn. Relief-Haser».Siek. 0.10 Eurgrn. Os«-Sdiok.»OOgrTfl. 0.2S Burgen-tifl.Sortlrn 200gr Pdeg.0,80 Bürgin. Voilw.Tdiok.... 300gr 0.80 Curgm. Prolinen.SOOg-Padcg. 1,00 Burgm, Arg*nta"Schok. 2 Tft. 0.75 Blätterteig-Mischung.Pfd 1.00 llalbmond-Kaks m. Sdiek Pfd. 0.96 Keks-Ringe.......... Pfd. 0.80 Junger Kohlrabi...>/, Dt. 0.33 Gemüse Erbsen.....•/, Dt. 0.82 Jg. Erbsen miHeifem.«(, Dt. 0.74 Gem. Gemüse...>/, Dt. 1.60 Rote Beete..........>,, De 0.85 Sellerie...............■/, Ot. 0.66 Brechspargel e». K... D». 1.10 Apfelmus tafalfartig..>1, Dt 0,48 Pflaumen mit St«in..>/, Dt.0.58 Pflaumen ohn«stain»fiDt.0.72 Aprikosen Frudu...>), Dt. 0.95 Kirschen tdiwarx». St. 7, Dt. 0.90 Birnen u, Fruchi....... Dt. 0,88 Erdbeer-Kemlt. ca. 2 Pfd.. E. 0.33 Abhl-Erdbaer-Marm ea.2Pfd.E.0.88 Apfel-Mormalad« ca. 2 Pfd. E. 0.73 P.Uschrosen..... an 3 Stüde 0.80 Kletterrosen....an 3 Stüde 0.80 Pfl-ios'rosen..... siOdc 0.23 Lilienknollen...... an Stück 0.10 Gladiolen....... an 3 Stück 0.10 Begonien....an 2 Stück p.10 Auszugmehl...... an Pfd. 0.28 Auszugmehl..... 3Pfd.-Bti. 1.33 Kartoffelmehl......... Pfd. 0.18 Weizenpuder......... Pfd. 0.40 Mandeln«00........an Pfd. 1.30 Sultaninen.......... an Pfd. 0.38 Korinthen.............. Pfd. 0.56 Rosinen................ pfd. 0.60 Zitronat u. Orangeat pid. 0.80 Cocosrospel.......... Ptd. 0.33 Bruchreis............... pfd. 0.13 Burmareis.............. Pfd. 0.14 Eierbandnudeln...... Pfd. 0,44 Weiße Bohnen...an 2 Pfd. 0.25 Mischobst.......... an Pfd. 0.35 Pfirsiche............ an Pta. 0.48 Linsen............ an 2 P.'d. 0,23 Kaffee fön frisch 3er£stot....an Pfd. B"" Stallungen über 5 Mark unter F 6 Basrwald OÜ12 werden prompt erledigt Mengen- abgäbe vorbehalten WURSTWAR E N Konsum-Sülze....... pfd. 0.33 Fleisehwurst........... Pfd. 0.80 Dampfwurst........... ptd. 0.66 Wiener Würstchen...pu. 0.88 Jagdwurst............. p.d. 0.75 ßraunschw.Metlwurst pfd. 0,88 Bauern-Mettwurst....Pfd. 0.98 Landleberwu stHautm Pfd. 0.73 Feine Leberwurst.. enPfd. 0,98 Knoblauchwurst...... ptd 8.90 Cerve'afwurst...... an Pfd. 1.08 Schlackwurst,. F«ttd.an Pfd. 1.13 Schinkenspeck........ Pfd. 1.20 Grobe Holsteinor....Pfd. 1.28 Salami, ung Art........ Ptd. 1.00 Gek. Schinken...... v4Pfd. 0.29 Speck mag. Pfd.«.es fall Pfd. 0.68 U-BAH N HÖF H E R M A N N P L A T Z Plock wurst Pfund............ D E R 0.98 WEINE, SPIRITUOSEN 3! er Mitteler......... m. Fl. 0,53 SOerClüsser. Berg..m. Fl. 1.75 3l er Miersteiner....m. Fi. 0.85 28erOrzigerPichterm. Fi. 1.10 30si B.rnkastl Rosenb.rg m. Fl. 1.35 Kornähre..ca. I Litar m PI. 3.75 Bowlenwein 10 Ur. s.so, l»r. 0.55 foh innltb.arw. 101. 8.5« 1 Ltr. 0.68 Tarragona| f|(l o. Warmut 10 L 9 SO, II. I.UU FRISCH- FLEISCH Kalbs-Steak....... an Pfd. 1.28 Kalbs-Fricassä....an Pdf. 0.88 Rinder-Supaenfl..an Pfd. 0.44 Rinder-Roulade...an Pid 0.98 Hammelkeule... an Pfd. 0.98 Schweinebauch... an Pfd. 0,63 Kaßlcr Kamm Sckuft P'd 0.76 UND Bratenschmalz........ Pfd. 0.42 Margarine, Cocosfett 3 Pfd. 0.95 Tafelbutter............ Pfd 1.44 Harzer-Käse ea. I Pfd.-Pck. 0.28 Camembert»oiit 2 Schditi. 0.35 Briekäse voll«tt........ Pfa. 0.68 Holländer»oiif........ Pid. 0.>'4 Bayr.Schweizervollf.an Pfd. 0.93 Tilsiter n co 3S0ifa*ee«ae«e*eeoaPf||nd wCwW WILD UND GEFLÜGEL Gänse aatr........ an Pfd. 0.55 Wolgahühner...... an Ptd 0.55 Suppenhühner....an Pfd. 0.68 Fr.Bratpoulet*..... an Pfd 0.85 Puton............... an Pfd. 0.72 Hasen g«ch-fließenden Quellen des Kapitalmarktes für diese Zwecke SU erschließen.'■ Das Allerbcdcnklichste aber ist es, daß es falsche Pro- phelen gibt, die die Siuskellung des Wohnungsbaus direkt zum Programm erheben. C? gibt sine mächtige Jnieresientengruppe, für die eine solche For- derung eine„Slugeni»", nämlich ein Geschäft ist. Das sind die Hausbesitzer. Sie befinden sich in der Lage des Monopolisten. der ejn Interesse daran hat, daß das Angebot der von ihm feilgehaltenen Ware möglichst verknappt wird. Die Haus- besitzen erblicken in der Einstellung des öffentlichen Wohnungsbaues nicht pur eine günstige Aussicht dafür, daß der Leexstand von Woh- nchngen— der heute allerdings im wesentlichen auf hie Häuser mit Großwohnungen beschränkt ist— völlig aufhört, sondern darüber hinaus noch die Wohnungsmieten kräftig in die Höhe schnellen. Diese Perspektive wird auch ziemlich unverblümt in einem Puch angedeutet, das von der Hausbesitzerorganisation herausgegeben und zu dem ihr rühriger Aorsitzender Humor ein Vorwort geschrieben hat. Es heißt.„Bevölkerungsaufbau, Wohnungspolilik und Wirtschaft� und hat den gelchrten Herrn Dr. Nawratzki zum Verfasser. Dieses mit einem großen statistischen Apparat. arbei- Wirde Buch fordert ganz offen die Wiederherstellung der freien Wirtschaft im Wohnungswesen, das Aufhören der öffentlichen Bautätigkeit, die Aufhebung der Zwongsmieten für Altwohnungpn, ein«„entsprechende"' Senkung der Hauszinesteuer und die Vor- mietjmg der Neubauwohnungen unter Zugrundelegung der Gestehungskosten. Leider vergißt der..gelehrte Autor nur über seinen vielen Berechnungen-eine Schätzung- daMber, wie- hoch sich bei feinem Programm die Preten in den Mt-- und Nellbaiiwöhnuiigen für die proletarischen Familien" stcllemnrürden. Daß bei brutaler Wohnungspolitik der„subjektive Bedarf" an Wohnungen gedeckt wäre, glauben wir freilich auch. Die Nachfrage wäre nämlich tot- geschlagen. Nun passiert das Merkwürdige, daß das sonst sehr pernünftige „B e r l i n e r T a g e b l a t t" in einem Leitartikel mir der alarmie- renden Ueberschrift„Nicht mehr bauen! Arbeitsbeschaffung an der falschen Stelle" ausgerechnet für dieses Buch. Reklame macht und ohne den Versuch einer Nachprüfung seiner Argumente der Legende Borschub leistet, paß kein eigentlicher Wohnuiigsbcdarf vorhanden und öffentliche Wohnuugsbausörderung überflüssig ist. Sieht man nun bei Nawratzki näher zu, so bemerkt man mit Staunen, daß Nawratzki im wesentlichen olle bcvölkerungsstalistische Kamellen als neue Weisheiten anpreist. Es ist schon lange bekannt— besonders seit dem aus- gezeichneten Buch von Ernst Kahn„Der internationale G e b u r t e n st r e i k"—, daß der Geburtenüberschuß ständig zurück- geht und sich in berechenbarer Zeit in einen Sterbeüberschuß ver- wandeln wird, daß der stgrke Prozentsatz der Eheschließungen nur eine vorübergeheiche Erscheinung ist und dementsprechend der Woh- nungsbedarf, soweit er dieser wichtigsten Quelle entspringt, allmäh- lich zurückgehen muh. Gestritten wird nur darüber, mit welchen Größen man pie einzelnen Faktoren in Rechnung stellen kann. Die Tendenz als solche ist unbestritten und wird natürlich in einigen Jahren, vor allem vom Jahre 1949 an, einen starken Einfluß aus den Wohnungsbau ausüben.. Für den gegenwärtigen Wohnungsbsdarf sind die Feststellungen aber bedeutungslos, was von Kahn ausdrücklich gesagt worden ist. Das einzige neue Argument Nawratzkis ist lediglich, daß man bei der Untersuchung der Bevölkerungs.tendeiizsn einen Unterschied zwischen Stadt und Land machen muß, und zwar des- halb, well sich der Rückgang der Geburtenzahl in den Städten schon früher bemerkbar machte als auf dem Land. Nawratzki weist nach, daß schon von 199S ab in den Großstädte» ein bedeutender Abfall -in der relativen Geburtenhäufigkeit auftrat-, und das muß zur Folge haben, daß schon van jetzt an die Heiratshäufigkeit in den Städten— zum mindesten in den Großstädten—' sich ungünstiger 'entwickeln muß, als es sonst zu erwarren wäre. Aehnliches gilt auch, für die Sterbezahl. Folgt aber daraus, daß heute schon oder auch nur in den nächsten Jahren keine Wohnungen mehr ,in den größeren Städten gebaut werden sollen? Eine solche Schlußfolgerung wäre völlig unbagr ünd et, wird auch vvn-Nawratzki taum ge- wagt, und es- blieb dem„Berliner Tageblatt"- vorbehalten, päpst- licher als der Papst und unsozialer als der wisienschaftliche Jnter- esienoertreter der Hausbesitzer zu sein. Selbst wenn mein nämlich annähme, daß der Anteil der größeren Städte an dem Z u- wachs an Haushaltungen, den das Statistische Rsichsamt für das ganze Reich für das laufende und die nächsten Jahre auf 250 000 jährlich schätzt, allmählich wieder sinken sollte, so bleibt doch noch ein ungeheurer Wohnung s bedarf in diesen Städten bestehen. Roch immer muh die Zahl der wohupagslofen Haushalte auf einige Hunderttausende geschätzt werde», noch Immer geht die Zahl der abbruchreifen Wohnungen, die nur wegen der Wohnungsnot noch weiter bewohnt werden müssen, in die Hunderttausende. Noch immer bleibt also die Tatsache bestehen, daß, wenn im laufen- den Jahre 200 000 Wohnungen mit öffentlichen Unter- stlltzungen gebaut werden sollten, kaum der laufend ent- stehende Zuwachsbedarf an Wohnungen befriedigt wird— unabhängig von der Verteilung auf die einzelnen Städtgrößen und auf das flache Land, die für die Aufstellung des Wohnungsbau- Programms au sich nur sekundäre Bedeutung hat. Es bleibt bs- stehen, daß der drängende Nachholungsbedarf- an Wohnungen Noll) immer unbefriedigt bleibt, ganz zu schweigen davon, daß ein ge- wisser Leerftandvon Klein wo h n u n g e n notwendig ist, wenn die Freizügigkeit der arbeitenden Bevölkerung nicht auf dem Papier stehenbleiben soll.> Wenn man bei diesen unwiderleglichen Feststellungen nur immer wieder auf den Lee r st a nd von Neubauwohnungen hin- weist, um damit zu beweisen,-daß der„subjektive Wohnungsbedarf" bereits gedeckt ist, so darf daraus nur der Schluß gezogen werden, daß zum Test etwas am Bedarf vorbeigebaut wurde, d. h. man hat teilweise.zu lange den Bau- größerer Wohnungen fortgesetzt und den Älemwohnungsbau vernachlässigt. Gerade deshalb hat der sozioldeinoträtische Gesetzentwurf ausschließlich den Bau von einfachen Kleinwohnungen verlangt, die angesichts der stark gesunkenen Baukosten, zu.niedrigen Mieten erstellt werden können. Wenn es also einen dringenden Bedarf gibt. der ein Arbeitsbeschaffung s Programm recht- fertigt und dessen Befriedigung eine Borqus- fetzung für die Wiederbelebung der Wirtschaft ist. dann ist es in allererster Linie de r K lein» wohnungsbsdarf..Es muß mit öffentlicher Fpr- derpng gebaut, und es kann billig gebaut werden. Vorwärts also! Mieter und Wirtschaft brauchen es!• Llnmögliche Gchiffahrtspläne! Zieichsgeider für Hapag-Lloyd- und ohne Kontrolle? Die deutsche Großschiffahrt ist seit Monaten sanierun�p- reif. Daß die Säniening nur mit Reichsgeldern durchgeführt werden kann, steht fest. Was aber davon bisher bekannt geworden ist, muß dm Widerspruch der Oeffemlichkest hervorrufen, trotz aller Dementis über„unzutreffende Kombinationen". Drei Gründe sind es, die die Hapag-Lloyd-Union in die heutige schwierige Lage gebracht haben: Der katastrophale Rückgsng des Weltverkehrs--,- das Wettrüsten' zwischen Bremen und Hamburg und — wieven' einMal- �i eine �häi ch�i s pfi nst gie F i-nä n z p o l rt i k.' Der N o rd'll o y d hat-das Gefchäftsscchr 1931 mit einem kleinen Betriebsgewinn abgeschlossen: aber für den stark erhöhten Ab- schreibyngsbodorf ist nichts verdient.- Die Hapag hat sogar im Betrieb einen Verlust erlisten. Nun ist die Hapag an die deutschen Banken mit mehr als 90 Millionen Mark, der Lloyd mit mehr als 40 Millionen Mark kurzfristig verschuldet. Die Banken sind nur bereit, die Kredite zu 6 Prozent zu verlängern. Die Hypag-Lloyd-Union braucht aber, ui» ihren Betrieb fortführen zu können, mehr als 90 Millionen Mark neuep K g p i t a l. Diesen Betrag sollen R e i ch s ft e l l e n hergeben, nachdem man öffentlich noch-vor kurzem jeden Gedanken an«-ubpen- tionen mit gutzespielter Entrüstung abgeleugnet hatte. Zunächst haste Hapag-Lloyd bis zum 1. April.einen Kredit von 26 Millionen Mark erhasten, fast ausschließlich von der Reichs- kreditgcfellschaft. Dieser Kredit muß verlängert werden:' denselben Betrag soll ein Bankcnkonsortium lunter wesentlicher Beteiligung ösfentlicher Banken) neu geben. Für beide Kredite, 52 Millionen Mark, wird das Reich die Bürgschaft übernchmen. Die R e ich s p o st, die ein Interesse an der Aufrechterhaltung der Schiffahrtslinien hat, wird 10 Millionen Mark beisteuern— ob als Borschuh aus die Poslbeförderung oder als verlorenen Zu- schuh, ist zweifelhaft. Die Bank für Deutsche Industrie- Obligationen soll ebenfalls 10 Millionen Mark hergeben. Aus diesen Beträgen soll vor allem der am 1. April fällige Holland- Kredit in Höhe von 17 Millionen Mark abgelöst und die dafür verpfändeten HanGurg-Süd-Aktien ausgelöst werden. Schließlich soll das Reich 20 Millionen Mark ver- lorane Zuschüsse zahlen, damit etwa 300 000 Tonnen Schiffs- raiyn als altes Eisen ausrangiert- werden können. Diese Summe ist über Erwarten groß— sie soll die Möglichkest gewähre», neue und moderne Schiffe zu bauen! Wahrlich eine tolle Sache: weil zuviel Schiffe vorhanden sind, werden 300 000 Tonnen kapust ge- schlagen und sofort neue gebaut, obwohl niemand weiß, welche Entwicklung die Westschiffahrt nehmen wird! Für die Förderung des'Klsinwohnungsbaües hat man kein Geld— und hier? Damit die Abschreibungen aus Schiffe und Aktien vorgenommen werden können, soll das Kapital von Hapag und Lloyd im Ver- hältnis 10:Ä zusammengelegt werden, wodurch'227,5 Millionen Mark frei.werden.-.''' ll-ud.was t r hä l t--d a s-R-e ich:sür.-die(wenigstens-teil- wsife)...geschenkten. 40..Millionen.Mark, für. die Bürgschaft für 52 Millionen Mark? Nichts! Nicht einen Kontrollposten in der Verwaltung!. Die Gesellschaften werden nicht einmal zur Fusion gezwungen: der Aufsichtsrat wird vereinigst aber jede. Gesellschaft behäst ihren Vorstand. Das g e h t absolut n. ich t! Wenn Steuergelder zur Sanierung ersorderlich sind, dann nicht ohne Kon- trolle. Was dem Privakapital recht ist, ist dem Stäät UnddemSteuerzahlerbillig.- Bis Reichsbank am 15. März. Nur geringe Entlastunq.- Oer Einfluß der Vrosidentenwahl. ' Neue Oevisenabqaben Der Reichsbankausweis vom 15. März-zeigt- nur eine geringe Entlastung gegenüber der Vorwoche.. Die.Wechselbeständs...v.er- ringcrten sich um 4 aus 3264,3, die Loiicharkdarlchcn um 18.3 auf 200,2 Millionen Mark. Die Reichsschatzwechfelbestände- haben um 4,4 auf 38,6 Millionen Mark zugenommen. Die- fremden Gelder quf dem zinsfreien Girokonto vermehrten sich um 25,6 auf 344,5 Millionen Mark. Die geringe Entlastung der Kelchsbank muß gegenüber der bisherigen Entwicklung ausfallen. Aber es gibt Gründe genug dafür. Der Hauptgrund ist ein polit'scher. nämlich die Angst vieler kreise vor den Aolgen eines Hitler-Sieges bei den Präsidentenwahlen. Bei den Sparkassen haben sich in den Wochen vor dem 13. März die Einleger wieder Gelder geholt. Diele Industriesirmcn und Lauten Rauchen Sie lieber A Allen, Lockungen liegen b,oi.; Bergmanns Bunte Bilder von Walter Trier Wertvolle Stickerelen noch Prof. Poetter. _!__ U_______..._____'- JLB1...... i.--...... 1-Jl------- ir.; haben sich rar{ großen knssenmitteln eingedeckt, weil sie aus all« Falle gerüstet sein wollten. Dazu kam. daß nach der Oiskonlseutung auf 6 pro], Reichsbankgeld bei Ausleihungen gut« verdienstmög- lichkeilen bot, weil durch die Angst vor einem hiller- Sieg und die Verknappung des Geldmarktes die Z'nssilhe angezogen halten. Endlich ist die Reiche bank durch die Geldanspriiche für die landwirtschasl- lichc Frühjahrsbestellung in Anspruch genommen morden.(Dünger- kredite.) wir hören aler daß nach dem 13. März ans dem Geldmarkt sofort wieder eine fühlbare Entlastung eingetreten Ist. die sich im Reichsbankausweis freilich noch nicht bemerkbar machen kountc. Der Nolenumlauf hat sich um 6Z,7 auf 4113,2, der an Renten- bankscheinen um 3,2 auf 407.9 Millionen Mark verringert. Bei den Gold» und Devisenbeständen gab es wieder Abgänge Diese hängen mit Terminanspriichen des Auslandes außerhalb der Stillhalteforderungen kurz vor dem Aprll-Ultimo zusammea Die Goldbestände nahmen um 3,1 auf 876,8 die Devisenbestände um 14,7 auf 141,7 Millionen ab. Die blotendeckung durch Gold und Devisen blieb mit 24,8 Proz. gegenüber der Vorwoche unverändert. Neue Oiskontsenkungen im Ausland. Die Rank von England hat gestern ihren ZZankfah um ein weiteres halbes Prozent von 4 auf 3X Prozent gesenkt. Erst am 10. März war eine Diskontermäßigung von S auf 4 Prozent vorgenommen worden. Zu der gestrigen Sihung des Generalrals der äst er reicht. schen Nationaibank wurde eine Senkung des Wechseldiskonts von S aus 7 proz. beschlossen. Miiieldeuische Landesbank. OaS Krisenjahr 1931 gut überstanden. Auch die Laudesbanken und Girozentralen, die Reserven der Sparkassen verwalten, hatten im Jahr« 1981 große Belastungs- proben zu bestehen. Sie haben im allgemeinen— die Äheinische Landesbank ist wirklich«ine Ausnahme— ihre Aufgalen gl an- z e n d erfüllt. Dafür spricht auch der Abschluß der Mitteldeutschen La n de s b a n k, Girozentrale für Provinz Sachsen, Thüringen und Anhalt. Magdeburg. Obwohl die Sparkasseneinlagen von 83 Mill. Mark Ende Februar 1931 auf 19 Mill. Mark gegen Ende des Jahres zurückgingen(inzwischen sind sie wieder gestiegen), sind keinerlei Verluste eingetreten, so daß sämtliche offenen und stillen Re- serven bestehen blieben. Sehr bezeichnend und erfreulich für das Ansehen der Mitteldeutschen Lanöesbank ist, daß gerade in den Krisemnonaten die privaten GuthabenkoMen sich erheblich ver- mehrten. Der von 1.3 auf 1,6 Mill. gestiegene Rein- gewinn(bei 10 Mill. Mark begebenem Kapital) wird restlos zu Abschreibungen verwandt, so daß alle Wertpapiere mit den am Ende des Jahres gesprochenen Kursen zu Buche stehen. Handelsklassen und Kennzeichnung für Eier. Eine Verordnung über chandelsklassen für iziihnereler und über die Kennzeichnung von Hühnereiern(Cierverordnung) sieht eine Einteilung in zwei Gütegrnppen(vollfrisch und frisch) vor; sede der beiden Gütegruppen umfaßt 5 Gewichrsgruppeir. Von der Ein- reihung in die Handslsklassen werden auegeschlossen: Eier anderer Geflügelarten sowie Hühnereier unter 4ö Gramm, Schmutz-, Knick» und Brucheier, Kühlhouseier, konservierte Eier und ausgesprochen minderwertige Eier. Unter der Bezeichnung einer der Handelsklassen dürfen Eier nur angeboten, verkauft oder sonst in den Verkehr gebracht werden, wenn das einzelne Ei mit 5) e r k u n f t s b e z e i ch n u n g und Gewichtsgruppenkennzeichnung und die Verpackung mit genau vorgeschriebener Banderole und Kontrollzettel versehen ist. Außerdem muß im Verkaufsraum durch entsprechend« Schilder die Güte- und Gewichtsgruppe der zum Verkauf stehenden Eier kenntlich gemacht sein Die Berechtigung zur Kennzeichnung von Eiern und Packungen wird von einer schriftlichen Genehmigung eines besonderen Ueberwachungsausschusies abhängig gemacht. Angehören sollen diesen Ausschüssen je ein Vertreter der Landwirt- schaftskammer, der Crzeugerverbände. des Eierhandels und der Ver- braucherschaft. Die Genehmigung zur Kennzeichnung darf nur er» teilt werden an: Einzelerzeuger mit einem Bestand von mindestens 750 Legehennen, Genostenschaften und andere Zusammenschlüsse von Erzeugern, die nachweislich im Jahre mindestens 2 Millionen Stück deutsche Eier erfassen Zur Kennzeichnung eingeführter Eier dürfen nur Handelsfirmen berechtigt werden, die in dem Jahre vor Stellung ihres Genehmigungsantrags mindestens 2 Millionen Stück Eier in das Zollinland eingeführt haben Ths-etcr a.noüeiuftripiatz Pallas 7051 Täglich»>/. Uhi TmeiaerMt Operette in 3 Akter r. U J.Woltr u. Karl Bebr Musik von Hans Maj Regle: Heloz SaUeaborg -Tlleaterln dsr- Streseraannstr. Heute 8 Uhr Frernicre Das Ende vom Lied mit Fritr Kortner Rose-Theater irali Fniktertit Strsli U- I«L Wtidw°) Uli 8.15 Uhr Jettcben Qebcvl Tb. Im IMralspiIast Täglich 81;« Uhi Dar mt jroüa Erhlj 1 Käthe Dorsch öostalCründgens in i L;selott' öojsjislvitoSIUMele QüDtsdier UsIIMM-WM VerwalhiagsslcHc Berlfs Todesanzeigen Den Mitgliedern rar Nachricht, daß unser Kollege, der Ech osicr Wldelm Hochbauin geb. 21. Mai 1SS8, am 16. Mär, gc norden ist Die Einäscherung sindei am ssrel- lag, dem>8 März, mittag»>2 Uhr im Kremaior um Baumichulenweg Kiefholzstrah», Natt. Am lü. März starb an Herzleiden unser Kollege, der GUderarbeiler Paul psstt Die Einäscherung findet am Sonn- abend, dem>9. März nachm. 4t-» Uhr t u Krematorium Baumschulenweg Kielholzstraße, statt Ehre ihrem Andenken! Rege BeieUigung wird erwartet. vi« Oe<»ver»»»Hiine KLEINE ANZEIGE jedes Wort 10 Pf» PettQ d ucktesWoit «0 Pf».(»IM; 2 fertficdruckte Worte (Worte mtt Bich- als Ii ßudtsuben rählen für« Worte) Änn�hmedurdiden Ver ag, Unden»tr.3 (»/»0— Uhr) sSmt „vo vl fs'-Ftlialcn u.-Auiflabestel cn, so«rle alio Annon- cen-Expeditfonen I verhhme Jfc 9 tlO! IS. JUERGENS EiaoltBD Lzigal. Kolonie- straße 9. aanoisi' FadrUacu» ahrräoei i>»,—, 45,-. Mach» nims, SStlumciitec straß» 14-___ Sobosucht« Fahrräder 15/—, 20,-, 25�—, 80,-, 35—-. Machnow, Weinmeisterstr. 14. Ballonroder, fabrikneu, 84,—, an, mit Freilaus und Räcktrittbremsejeßi «s Alexandarplatz Neu» Wönigilr. 43 öpeiseeispalKt!- Ersaromerr, El». sorten, besteinge-! Rllcktrtttbremfe jeß» sithrt,� Lertreter 4Z,».. 45.—. 55.—. i, Engel» Ballonräder. Marl» sucht Lorenz, i user U. aislaanmllleas. u/szests um. ki-ellag.«ien>8. klare stsatsopsi' unter cen Linden 3» Uhr 3. Sinfonie-Konzert Leitung; Eridi Kleider Solist: Marcel W ftrisdi itaatl.Sdnusgieltiaus landarraenmarki :o t'h» Die natör- lldieioditer Sthiller-Theate» Cfaarlottcnburp. iO Uh» Die Oesdiwister Hieraut Die itsdioldigeii Tänl. S u. Si/sUlirj VERA SCHWARZt e.weilereAltriklloru« j etllneiTMet Charloitenstr.90-9Z Tel. Dönhoff 625 UraulflUirung; Heute SV« Uhr Kamarilla von r E Bettauer und o Licrey Vorverkauf onunterMen IGTägl.8U.I Nur uotih j Woa.eei B Wintej. ' Garten• Flore Z(Z»(taudicn erlaubt Sonnabenil und Sonntag je 2 Varstellungsn 4 übt und 8 Uhr 15— 4 Uhr kleine preise Wailenda-Trappe Diaz de Valesco Hakon v.Eichwald dsw. Stfidf.Oper Chanottenbure dismarcksttaße 34. Freitag,>8. März Turnus II Anlani 19 30 i/hi Manon Plahl, Talen. Pectncr, Bauman. Steter, Hey er. Ende gegen 22 45 U Vouuuttiine Tbeoter am BOlownlati 80« Uhi Androkius undderLöwe Komödie von Bernb. Sha» mir teliz Breeaan und Otto Wallbur» Begie. K H. Merun Staad. Sdilllir-nieatet i Uhi Die Geschwister Hierauf: OleMitidiDliügeD Theater desWestene Täglich N/« Uhi Die Dubarry in derRottcMnszenierung mit Mary Losseff Sonnabend 0,4 Uhr Sonntag 1:>3 Uhr Kai aus der Kiste Kinderkomödie Sonntag S Uhr Die Dubarry DeotsdiDi Tbeater 8 Uhr u Sonnmiepig v. Oerh.Haupimann Regle; Mai Reinhardt. l m\n-Tueaier Täglich i», Uhi Morgen gehts uns gut> Grete Hoslieliii Uux Hansen Orcbester Oa.os Bela »«/.uhr CAS1N0-THEA lER»1'« w» Lothringer Strohe 97, Cnwlderrnf Hob nur bl«3i.9(hirz Der Mann mit den zwei Frauen das groOe bunte Programm Am I. Ap il zum I Male PEPPIM A Operette in 3 Akten. Musik v. lt. Stolz. Juitchein 1-4 Personen: Parkett SO PI, Hauieun I— Mark Sessel uo Mark. hiuti urauffOhrung DES LUSTSPIELS: — Kleines Th.—■ Nur noeb 11 Tage I"iigl. S1/« Uhi msuseiaiie freie« 75 PI.— 5 M. Sonntag uacliiDittags 4 Uhi halbe Preise. nieiropoi-meaiet Täglich 81/« Uhr Der ktuOc Job. Strauli Opereilen-Erlolg Ein Lied der Liebe Sonntag 4"2 Uhr Die Fledermaus Ges. geschützt Leihhaus Lowicki aettauft zu un. glaublich billigen Preisen wenig g». tragen« sowie neu« Herrengard, rod«. Herren, u. Damen, vclze. Weitester Weg lohnt Keine Lombardware. P-inzenstrahe l05. cin» Trepp«. 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Eine brennende Liebe zu seinem Volk, eine glühende Sehnsucht, das Los der darbenden Brüder zu ändern und zu bessern, muß in seiner Seele gewohnt haben. Den endlos langen Tagen, die Schnauffer im kleinen Laden verbrachte, folgten die Nächte besessener Arbeit am Büchertisch zuhause. Wie viele geschichtliche Werke, Grammatiken und Lehrbücher mag«r so zwischen Abend und Morgen durchgearbeitet haben? Wie viele Tage staifh er blaß und übernächtig im Ladengewölb«, bi» die große Sehnsucht sich erfüllte und bis so viel heimlich zusammengespart war, daß Schnauffer für ein Jahr hinüber durste in da» benachlarte Heidelberg, wo freiheitlich gesinnte Männer wirkten; wo sie Geschichte nicht nur der Fürsten und Kriege, sondern der Völker und Ideen lehrten? Der erste proletarische Dichter war auch der erste Werkstudent in neuerer Zeit. Bon jetzt ab finden wir chn wälzrend der Semester an der Heidelberger Universität, während der Ferienmonate in Mann- heim, wo der Kaufmannsg«hilfe die Groschen und Taler zurücklegte für den Studenten. In Heidelberz hat Schnauffer wohl auch den Zusammenhang und die Bekanntschaft gefunden mit den Männern der 48er Jahr«.— Friedrich Hecker bewundert ihn jubelnd alz den endlich erstand«, i-n Dichter des- arbeitenden Volk«». Er ernennt ihn zu seinem persön- lichen Adiutanten.■ Cr ist es wohl auch gewesen, der den Druck der .Meuen Lieder für das deutsche Volk" im schweizerischen Rheinfelden veranlaßt oder gefördert hat. Diese Lieder, im Inland verboten und vernichtet, wo man ihrer habhaft werden konnte(und die heute zu den großen Seltenheiten deutscher Bibliotheken zählen), werden sofort vertont Alt und jung in Stadt und Land singt sie. Nicht nur jüngkingsfrtsche Hingabe an das Neue, das Werdends! Kampf, nicht gegen den Staat! Kampf gegen die Not, das Elend der Armen! Das Proletariat. Wir sind die armen Sünder Auf Gottes reicher Welt. Wir zeugen ihnen Kinder Fürs Schlacht- und Pflügerfeld, Wir sind der Fuß und sind die Hand! — Doch wester nichts im Staat. Wir bleiben arm und unbekannt, Das Proletariat! Ist ganz das Recht verrottet, Des armen Mannes Recht, Daß heute man verspottet Das hungernde Geschlecht?!— 0 glaub an keines Gottes Fluch, Du armes Volk der Tat, Und zeichne in d-in Fahnentuch „Das Proletariat!" Das Wort wird allen zeigen, Daß unser Leid sich regt, Daß stark der Puls der Zeiten in unfern. Adern schlägt. Wir sind nicht vor der Zukunft bang! Wir sind nicht ohne Rat! Und fertig steht zu jedem Gang Das Proletariat!! Groll und Zorn schuf den Rhythmus dieser Klage.— Kampf- begeisterung lebt in dem„Lied der armen Leute", von dem ein paar Strophen angeführt seien. Das Lied der armen Leute. Heran Ihr Proletarier! Heran zum Bruderbünde! Die Not ist groß, die Not ist schwer! Nichts als die Not ist um uns her. Und keine Hilf' zur Stunde. Was ist zu tun in solcher Zeil, In solcher Zeit der Leiden?— Der Reich« macht sich groß und breit! — Doch wo nach Recht ein Armer schreit, Da will man's ihm oestreiten. Fluch denen, die im Ueberfluß Uns kalt verhungern lassen! Den reichen Schindern keinen Gruß! Dem Recht den vollen freien Schuh Auf alle, die da prassen. Drum, Brüder Proletarier, Reicht euch zum Bund die Hände. Das Heil der Welt liegt in der Wehr! Ekn End' mit Schrecken frommt uns mehr Als Schrecken ohne Eichel Eines der verbreitetften Lieder Schnaufsers, das nach der Pcelodie des Studentenliedes„Mein Lebenslauf ist Lieb' und Lust" zu singen ist, war in den Monaten der 48« Republik: Der Feind geht um au! unserm Plan Und spinnt und sinnt Verrat. Wir aber treten frei heran, Gewillt zu freier Tat! Stolz rauscht vom Meer zur Fessemvand, Von, Fels zum Meer zursick: Hoch lebe unser Vaterland, Die deutsche Republik! Der alten Kämpfer Heilger Eid Lebt auch in unsrer Brust. Wir sind zu sterben ihm berest Und sterben ihn mit Lust. Was sie im Kampf und Tod oerband, Das ist auch unser Glück! Hoch lebe unser Vaterland, Dl- deutsche Republik! Bei Brüdern eines Standes sei Nicht Hader und nicht Zwist. So lang wir einig, stick wir frei Und trotzen jeder List! Der Geist, der einst uns alle band, Er kehre heut zurück! Hoch lebe unser Vaterland. Die deutsche Republik! Die Armut klagt, die Unschuld weint! Des Jammer» sei genug! Circh all» jetzt zum Kampfe eint! Des Volkes Stund« schlug: Ihr Bruder, auf! Die Wehr zur Hand! Erkämpft euch jetzt das Gluck, Und frei lei unser Vaterland, Die deutsche Republik! Und von der�Fahne des alten Kaiserreiches, die auch di<( Farben der alten und neuen Republik find, singt er begeistert: Schwarz-Rot-Gold. Schwarz, Rot und Gold, das sind die Farben, Di« stolz der deutsche Bürger trägt. Schwarz, Rqt und Gold, das sind die Farben, Für die er sich im Kampfe schlägt. Schwarz, Rot und Gold das sind die Farben, Drauf stolz das deutsche Auge ficht. Schwarz. Rot und Gold, das sind die Garben, Darin die Ernte Deutfchlands blüht! ik Die Bewegung der 48er Jahre hat Schnauffer hmausgeftellt in das Licht des Tages. Die Niederlage jener Männer war auch seine Niederlage. Der erste proletarische Dichter der Deutschen, der Werk- student, muß gleich vielen anderen das Vaterland verlassen. Di« Vereinigten Staaten von Nordamerika nehmen ihn auf. Im Dunkel, im Elend verliert sich seine Spur.— Er hat es gespürt, geahnt, gesungen: Bahn frei! Das Neue muß uns frommen! Das Alte will verkommen, Drum singen wir ein neues Lied Und werden's nicht zu singen müd': Bahn frei! Aber ein« höh«« Macht ließ ihn die nächste Zeit der Entwtck- lung nicht mehr sehen.— Sein Lebenswille war gebrochen. Das Herz schlägt nicht mehr im Blutkreis der Nation. Wenige Iah?« dauert die Verbannung für chn. 1854 meldet ein Freund nach Deutschland:„Schnauffer soll in Philadelphia gestorben sein. Genaues weiß ich nicht.. !-- Die 3n(el der tollwüttg'-n Damyirc. Von einer geheimnisvollen Seuche, die auf der Insel Trinidad wütet und von den englischen Behörden lange geheimgehalten worden sein soll, wird in der Pariser Eomocdia berichtet. Menschen und Tiere starben nach furchtbaren Krompfzustönden unter den schwersten Leiden Man er- kannte schließlich, daß die Opfer von der Tollwut ergrisfen waren. Wie aber botte sich dieses entsetzliche Leiden verbreiten können? Auch dieie Frage wurde gelöst: durch die aus der Insel hausenden Vampir-Fledermäuk. Zweifellos hat eine van ihnen sich von dem Plut eines tollen Hundes genährt, sich dadurch angesteckt und dann das Uebel weiter verbreitet, indem sie ihre Genolien biß. Jetzt sollen tollwütige Vamvire in großen Mengen die Waldegebietc im Süden der Insel bevölkern Man sieht sie selbst am hellerlichten Tage herumfliegen, und sie sind in einem so wilden Bustand, daß sie alle lel enden Wesen beißen die ihnen begegnen Man bat jetzt die strengsten Maßnahmen ergriffen, um diese kleinen Ungeheuer auszurotten. Aber dies ist außerordentlich schwierig, denn der Bevölkerung hat sich eine panische Furcht vor ocn tollen Vampiren bemächtigt, und der bloße Anblick eines solchen Tieres genügt, damit alles entsetzt sichere Zuflucht sucht. Eine merkwürdige Denkmünze. Im Jahre 1679 belagerten die Dänen mit einem starken Heere Hamburg, aber trotz aller Anstren- gungen gelang es ihnen nicht, die Stadt zu erobern, so daß sie schließlich unoerrichteter Sache wieder abziehen mußten Zum An- denken an diese Bslagerung prägten die.Hamburger eine Münze. die auf der einen Seite die Jnfchrist trug:„Der König von Däne- mark ist vor Hamburg gewesen Was er ausgerichtet hat, ist aus der anderen Seite zu lesen." Auf dieser stand— nichts. Das Gewicht d« Atmosphäre, die die Erde einhüllt, beträgt 526000 Milliarden Doppelzentner. Aus der Partei. Dem Andenken Hermana Mamands zu Ehren hat der Dar- stand der polnischen Sozialdemokratie die Warschauer Parlaments- redsn des verstorbenen Führers in einem starken Bande heraus- gegeben. Ob sie nun zu politischen, wirtschaftlichen oder kulturellen Fxagen gehalten waren, so wie Deutschland nur erwähnt wird, sind es eindringliche Appelle zur Aussöhnung und V e r st ä n- d i g u n g der"beiden Nachbarvölker. Freilich hat Diamand, der jahrelang am deutsch-polnischen Handelsvertrag leitend mitgearbeitet hat. zwar seine Warschauer, aber nicht die Berliner Ratifizierung erlebt...... pariemachrichten surGroß-Nerlin etaieaiangcn für Meie Robril gab Bertis SS LZ. Lwbealtrafje 3. stet» s» Oos Sejtrtsiefretartai Z. Hos. Z Treopes recht».»S richte« ?. Kreis. Achtung Parteigenossen! Heute, Freitag, den tS. März,»eranflat. teu die Kinderfreunde und Sozialistische Arbeiterjugend einen Werbeabend in der Kleist-Schule Levetzowstr. 2. Programm: Filmspielgruppe und Thor, Zelllagerreportage. Eintrill 80 Pf. Erwerbslose lö Pf. Wir bitten, die ÄinderfreUnde und Jugend durch Beteiligung zu unterstützen. t. Kreis. Sonntag, den 20. März, 9 Uhr, im Eartenfaa! des Saalbaues Friedrichshain, Äreisvertreterversammlung. Jahresbericht, Neuwahl, Siel. lunonahm.e zum Beztrksparteitag. Mitgliedsbücher und Mandate nicht ver. gössen. Um pünktliches Erscheinen wird gebeten. &. Kreis. Freitag, den 18. März, Kranzniederlegung für die Märzgefallenen oon. der„Eisernen Front" des Kreises Friedrichshain um 1.0 Uhr von Schmidts Gesellschaftshaus, Fruchtftr. ZSo, aus. 12. Kreis. Sonnabend, den t8. März, Kreisvorstandssitzung an bekannter Stelle. U. Kreis. Heute, Freitag, 19.30 Uhr, Sitzung des erweiterten Kreisvorstondes in alter Besetzung an bekannter Stelle. Kreisvertreteruersammlung Mon- tag, den 21. März. IB.' SreiI. Sonntag, den 20. März, 9.30 Uhr. im„Bürgerpark". Oberschöne. weide, Ostendstraße. Kreisvertretertag. Vortrag des Genossen'Hermann Harnisch. M. d. L.:„Unser Kampf um Preußen". Stellungnahme zum Dezirksparieitag. �..',.• 13. Kreis. Freitag, den 18. Marz, 19.30 Uhr. Fconeafetecstnade. „Märzstiirme Branfcn durchs Land." Im„Blumengarten" Oberichöne- weide, Osteudstr. 11/13. Mitwirkend«: Friedel Hall. Iugendorchester der � LAS. Trotz. Berlin, Ebert.Maaz. Quartett des De irischen Freidenker-Ber. iZ bandes. Ansprache: Klara Bohm-Schuch, R. d. Zi. Eintritt 30 Pf. � LI. Abt. Sonnabend, den 19. März, 19 Uhr, Funktionärsttzung bri Kroll, Utrechier Str. 21. St. Abj. Die Bezirksführer werden ersucht, di« Sreisvertreterausweise heut« ron ihren Gruppenführern abzuholen. Abt. Sonnabend, den 19. März, 20 Uhr, Funktionärsttzung mit den Kreis. Vertretern bei Goldschmidt. 3?. Abt. Achtuna! Die Kameradschaft Andrea» veranstaltet am 18. März, 20 Uhr, eine Werbekundgebuna in Schmidts Gefellschgftshous, Fruchtftr. 38a., zu der alle Genossen aufgefordert werden, zu erscheinen. Referent: Kamerad Dr. Pähl. Thema:„Das Reichsbanner in der Eisernen Front." Ohne Parteibuch kein Zutritt. 93. Abt. Sonntag, den 20. März, 9.30 Uhr, im„Gambrinus", Funktionär. sttzung mit den Kreisdeleaierten. Alle Funktionär« und Delegierten werden gebeten, pünktlich zu erscheinen. 181. Abt. Sonnabend, den 19. März. 20 Ubr, pünktlich, bei Laudahn, Uhlgitd. straße. Zusammenkunft aller Funktionäre zu wichtigen Besprechungen. Bezirksausschuß für Arbeilenvohlfahrt. 4. Kreis, Prenzlauer Berg. Freitag, den 18. März, 19.30 Uhr, wichtige Sitzung der'Arbeiterwohlfahrt, Aktenerledigung, im Zimmer 29 des Bezirksamtes, Deiiztger Str. 64. Arbeiterbilduugsschule. Seminar Dr. Karl Schröder,.Literatur in der deutschen Gegenwart". Heute abend spricht im Hörsaal, Lindepstr. 2. 2. Hof III, der Arbesterdichter Max Barthel über sein Werk:„Das Spiel mit der Puppe". Gäste dürfen an diesem Semiiinradend teilnehmen. Arbelksgemeiaschafl der Sinderfreunde Groß-Berlin. Kreisleilerfitzung, beute, vünktlich 19.30 Uhr, im Jugendheim Lindenstr. 4. Wir bitten; die Anträge für die GeneralveisamiU, '°WstmeestorI:"D�Merschulungskursu- beginnt beute und findet achttägig von 20 bis 22 Uhr im Jugendheim in Wilmersdorf, Will helmsaue . lmsaue 123, statt. Friedrichs Hain: Heute, zur Kranzniederlegung auf dem März. aefallenenfriedhof treisen sich die Abteilungen an ihren Treffpunkten wie folgt: Abt. Stralau und Freiheitsdrang: 14 Uhr, alle übrigen 14.30 Uhr. Allgemeiner Treffpunkt auf dem Echulhof Diestelmeperstr. 5/6. Krenzberg: Montag, den 21. März, 19-30 Uhr, Kreishelfersttzung, Jorckstr. 11. f Sterbetafel der Groß-Derliner Partei-Organisation 43. Abt. Am lö. März verstarb unser langjähriger Parteigenosse Paul Pätz. Böckhstr. 21. Ehre seinem Andenken. Einäscherung Sonnabend, den 1». März, 16.30 Uhr, Krematorium Baumschuleuweg. Um rege Beteiligung wird gebeten. 47. Abt. Unser Genosse Karl Nölte ist verstorben. Ehre seinem An. denken! Die Einäscherung findet am Sonnabend, dem 19. März, 18 Uhr, im Krematorium Baumschuleuweg statt. Um rege Beteiligung wird gebeten. SozialjgiMe Arbeiterjugend Groß-Zerlin Einsendungen für diese Rubrik nui an das Jugendllkretariat Berlin SW 68 Lindenstraße■ 2 vorn I Treppe rechts Alle ermerbslofen Genossen tresfes flch hente um 14L0 Uhr em Friedhof der Märzgefallenen im Friedrichshain zur Kranzniederlegung. Heute, Freitag, 18. März. 19Vo Ahr: Arkzmep?otz: Elisabethkirch str IS. Was bringen uns die kommenden Wahlen? — Eewerkschastshans:'Äöpenicker Str.- S2. Lachen links.— Rosenthaler Bor- stadt: Tieckstr. 18. Aus fernen Weltes— Zentrum: Weisenstr. 18. Heimabend. — Gesundbrunueu II: Koloniestc. 8. Marzgefallenenscier.— Arnimplatz:'Eon- nenburger Str. 2V. Krise der Weltanschauung.— Arosmalder Platz I: Die �rau und der Sozialismus. � Balkan: Mandelstr. 2. Märzgefallenenfeier.— Falkplatz II: Sonnenburger Str. 2b. Kamvfliederabend.— Helmholtzplatz: Kastanien- aEcc 8L Märzrevolution.— Hohenschönhausen: Freienwald er Str. 6. Tages- Politik.— Nordosten I: Danziger Str. 62. Kameradschaft— Freundschaft— Liebe.-— Weißeufee: Pankstr. 36. Märzgefallenenfeier.— Audrcasplatz I: Brdmmpstr. 1. Das Programm der NSDAP.— Baltenplatz: Tilsiter Str. 4'5. Die Präsidentenwahl.— Frankfurter Viertel: Frankfurter Allee 367. � Dis- kussionsabend.— Stralauer Viertel: Goßlerstr.' 62. Weltwirtschaftskrise.— Warschauer Viertel: Litauer Str. 18. Schallplattenabend.— Reichellderger Viertel: Reichenberger Straße 66. Lustiger Abend.— Süden: Porck- straße. 11.. Heimabend.— Friedenau: Oflenbacher Str. 5e. Sexuelle Fragen.— Schoneberg l: Hauptstr. 15. Freundschaft— Kameradschaft— Liebe.— Schöne- derg II: Hauptstr. 15. Unsere Fahrten.— Britz: Porchimer Allee. Arbeits. gemeinschait.— Lankwitz: Schulstraße. Vrogramm der NSDAP.— Neukölln I: Sander- Ecke Hobrechtstraße. Kommunistische Manifest.— Reuköllu II: Stein- metzftr. 94. Tagespolitik. Sämtliche Fahrtteilnehmer müssen kommen. Letzter Aumeldetcrmin.— Reuköllu III; Ziethenstr. 58. Kriegs- und Revolutions- Allgemeine Wetterlage. 4?d1aor4332,2däs. ÖtMolkenk«,® hsifer.O halb bedeck! Ä walicc,® bedeckt» fiej estAGra u pe I 1s)tebel,T!fewiWec©WKis!i!le Von Skandinavien sind wieder kühkers Luftmassen südwärts voraehrungen. Unseren Bezirk erreichten sie am Donnerstag in den Mitlagsstunden: neben dem Tempcraturrückgang, der besonders gegen abend füWar wak, machte sich der Einbruch, der lästeren, trockneren Lust� durch /stttschreikelid--Zlufheiteruitzg" bemerkbar...... Im Küstengebiet der Ostsee waren abends die Temperaturen schon unier den Gefrierpunkt gesunken. Die Wetterlage, die als wesentkiches Moment für unsere Wetterentwicklung«in Tief über dem westlichen Mütelmeer aufweist, macht das Anhalten der lühien nordöstlichen Luftströmung wahrscheinlich. Gleichzeitig wird aber das Mittel- meertief, dessen Augrichtung ungefähr nach Nordosten gerichtet ist und dessen nördlicher Ausläufer im Alpengebiet bereits starke Regen- fälle bringt, allmählich auf unser Wetter Einfluß gewinnen. * wetteraussichlen für Berlin: Wieder zunebmende Bewölkung, aber zunächst ohne wesentliche Niederschläge, Temperaturen nahe Null, nordöstliche Winde.— Für Deutschland: Im Süden und Süd- osten Regen- und Schneefälle, in Mitteldeutschland bewölkt ohne wesentliche Niederschläge, im Nordwesten und im Küstengebiet der Ostsee noch ziemlich heiter, allgemein wenig Temperaturänderung. «Lebutss».- SraBIfem«anner Straße. EntwiSnnz der z. Jrstarnatm. nale.— Neukölln VI: Treptower Straße So. Jitngeren.Abend.— Zierköllu V U: Karl-Marx-Schule. Sugend in Gesetz und Derfassmtg.— Renkölln VIII; Rntll. -Schul». Arbeitsgemeinschaft.— Reiriölln lX:-Schierkestr.- 44.-. Abend mit Schab- plätten und Büaiern.— Renkölln X: Taaespolltik.- Neukölln«: Flughafen. straße 68. Märzfeier.— Baumschulenweg: Ernstftr. 16. Konflikt im Osten.— Schöneweide!/: Berliner Str. Zll Mitgliederversammlung.— Treptow: Elsen- stroße 3. Japan— Ehina.—«dlershos: Bismar-kstr. 1. Funktchnärversammlung. Bohnsdorf: Wach'telstr. 1. Berliner Revolution 1848.— Faltenberg: LichtSilder. portrag.— Köpenick I: Grünauer Str. 5. Revolution 1848.— Köpenick n: Dahl. witzer Stv lö Völkerbund.— Hermsdorf: Roonstraße. Revolutronsieiew— Reintckendors-Op: Lindauer Str. 1.� Wie stehen wir zur Politik der KPD.?— Wittenau: Houptst.r Zö. Märzgefallenenfeier.— Karow: Frundsberostr. 9. Kommunistische Manifest.— Riederichönbanien: Lindenstr. 47. Tagespolitik.— Mahlsdori: Werbeferer in der Schule. Beginn: 20 Mr. Serbebezirk Tieraarten: Werbeveranstaltung gemeinsam mit den Kinder. freunden in der Aula des Kleist�pzeums, Lewetzowstr. 2. um 19.30 Uhr. Film— Ehor— Soielzruvpe— Zeltlaaerreportoge. Eintritt 30 Pst Erwerbslose lo Pf. Werbebellrk Lichtenberg: Wir beteiligen UNS an der Werbefeier IN Mahls- bor?. Treffpunkt 19L0 Uhr Bahnhof Li»tenberg.F-iedrichsseIde. Werbebezirk Pren-l-uer Berg und Wedbing: Morgen övrechchorvrobe. pstnlt- llch 20 Uhr,. in der Kapelle des Huseland.Hespitalz, RO 55, Fröbelstr. 17. Werbedezirk Westen: Spandau, Lindennfer 1. Mitgllederversammlung. Vorträge, Vereine und Versammlungen Reichsbanner„Schwarz-Rot-Gold". Geschäfts st eile: Berlin s 14 Cedastianstr 37—38 Sot 2 Tr. Kreis Süden. Der Kursus findet am Freitag, dem 18. März, um 20 Uhr statt.— Friedrichsbain. Kameradschokt Andreas.-Freitag, den 18. März, 20 Uhr, Werbeveränstaltuna in Schmidts Gesellschaftshäus. Fruchtstr. 86a. Referent: Kamerad Dr. Mstchler. Tbema: Das Reichsbonner in der Eikernen Front.— Schön-berq.Frteden-u(Orts-erein). S"nngbend, den 19. März. Bunter Poll im Bürgersaal des neuen Ratbauses. R'-d-llM). Wilde. Platz. Freunde und Gönner sind eingeladen Karten bei den Funktio. ' naren erbältlich.— Kameradschaft Insel.. Kamerad Fritz Siemann ist vlötilich verstarben. Trauerfeier Sennabend, den � 19. Mar?. 13 Uhr, Krematarliim Wilmersdorf. Berliner Sirotze. Rege Beteiligung er. wünscht.— Wasser'oorstibt-ilnna. Zug Köpenick. Ruderriege. Freitag, den 18 März, von 21—23 Uhr. Aastonrudern.— Sonntag, den 20.. März, ab 9 Uhr Arbeitsdienst. Lackieren der Boote. Pllichtveranstoltnna.— Beru-ui. Srun- abend, den 19. März, 20.30 Uhr, Versammlung im Vereinslokal. Deutscher Arbeiier-Sänqerbund. Gau Verlin. GcfchSsisstelle: p. Schneider. Bersin NO. SS. kfvfeiandstr. ZI. Sängerchor Berlln 1"00. Der nächste Uebnugsabend findest nicht am Freitag,' sondern Sonnabend, diu 19. März, in der Schnlaula Pgnll stp. 17. statt.' Berliner Dolkschor. Die Uebnngsit'inden am Freitag, bem 18. März lae- meinsam mit dem Kinderchor).' und Dienstag, dem 22. März, finden in den Audreosfestlälen', Berlin' O 27. Andrea-ckst:. 21. statt. Beainn vünktlich 19 dg Ubr. Indinidnalspnchosoaische Gr"nv-. Frau Sidanie R-iß spricht am Montag. dem 21. März, um/ 20 Uhr, im Kl',hha"s am Knie, Berliner Str. 27. über„Die vraktifche Anwen-rnng der Jndioidualfpychologic, dargestellt an mner Kinder- brhondl"nq". Gäste willkommen. Deutscher Esoerarto-Bund, Ortsgruppe Berlin. Freltaz, 20 Uhr, Konditorei Dobrin, Hackescher Markst SariaHs'I'Cher Esperanto.■»i-nck. Grunoe Centro: Freitag. Oen 18. M8'r. 19'-',''hr. im Meta lerdeiter-Verbandsha::«. Un'enstraBe 83/8'. Ei.o- gan" E'fässer S'r Terro Lerado ei coc!al'"sto.— Der 4, Kreis der"oria- listischen Part«! ha» e:ren E s p e r» n t o k n r s u s für Erwerbslose pincfichtei. Zusammenkimft'g den Fre'ia" von?/t3 b:s?/.ß Uhr In der Vb'ksMbVothek 64 CLe-esaall.— ICi n d e r»r u poe_Libereco": Frei as. den 18. Märr, 17—19 Uhr, in der Schale Danziger Straße Temo: Legtzdo e! diversaj razetpi. Zedern Sink» übet S Zahre e'ae Freikarke fürs Kino gibt in dieser Woche das bekannte Schubhau- Leiser(Filialen in allen Stadtteilen) beim Schuheinkauf. 14 Kinotheater hat Leiser extra für diesen Zweck ciemietet. um den Kindern weite Wege zu er- snaren. Aber auch den Eltern bietet Leiser in dieser Woche etwa? Besonderes: neue, reizende Kinderfchuhe zu sensationell billigen Preisen. Daß auch die ganz kleinen Kinder nickst etwa benachteiligt werden, versteht sich von selbst: jedes Kind unter acht Jahren erhält beim Schuheinkauf i.n dieser Woche ein schönes Geschenk von„Onkel Leiser*. Mas soll ich hente kochen? Ein Stoßseufzer vieler Hausfraue», den unsere fortschrittliche Zeit nun ebenfalls in den überlebten Wortschatz der Bergangen» heit verwiesen dost Heute beginnt die Hausfrau sorgenlos ihren Tag. Sanne und Ella, die Ilnaen Hazizfranrn. werden ihr zeitig genug raten, was und wie sie kochen soll. Viele. vräktische Winke haben sie bereit? gegeben, viel Willen über'neues Kochest sexmittett.'Ihr bester Rat aber tslt'nimm Sanella zu alkeist! Dir altrenennerte Firm, Zai'er's Kasfee-Szschöfi hat speziell für die Fest. tage einige auserlesene köstliche Aasseemikchungen zusammengestellt. Aber auch Kaiser's beliebter Häu-baltkossee und Kailer's Tee können sich aus jedem Oller. tisch seben lassen. Kaiser'? Schokoladen. Kakao, Pralinen und Backwaren bilden die willkommene Ergänzung dieser guten Dinge. Auch Mebl, Margarine, Man» dein. Rosinen, Gewürze und alle anderen Artikel zum Bocken bezieht die kluge ziauofrau am besten von Kaiser'?.— Dabei gibt c? bei Kaiser's noch Z Proz. Rabatt und stazu di« freudige Oster-Ueberraschung. Die weltbekannten Gummiwerke Fromm? Act«eisen darauf hin. daß sie ans Grund der Notperordnungen ihre Preise zweimal ordnung?gemöß gesenkt baben. Die grün-vi-lette Strrifenpackung. die srüber 1 M. kostete, bekommen Sie heute fiir 80 Pf. Diese den gesetzlichen Borschriften entsprechende Preis. senknng hat natürlich keinen schädlichen Einfluß auf die ausgezeichnete Qualität per Epezialmarken Fromms Art. 2 X von 1 KM. anl SO Pfw. Qualitäl unverändert Frisches Fleisch Kdlbskamm ohne Beilege, EM. 0,40 Schweinebauch o.Beüag, Pfd. 0.00 Schweineblatt o. Beilage, pm. 0,68 Schwetneschinibn.6eis. pzeieg,Ptd.v. 0,28 'Schellfisch ib.e.ls.... p-d. 0,24 'Rotbars.................. Pfd. 0,28 *Leb.Spiegelkarpf*prd.v. 0,68 'Zandercstroren-iraganzeB. Pfd. 0,32 'Grüne Heringe.... 3 Pfd. 0,32 Bücklinge.............. Pfd. von 0,22 Stückenflundern ger, pfd.0,32 Schellfisch geiSacheTt.....Pfd.0,34 Seelachs gerSnchert........ Pfd. 0,34 Sardinen..............« Dosen 0,88 Fischmarinaden%-Ltr.-D. 0,40 •in allen Häusern ausser Andreasstrasse Gemuse-Konserven.Dos« Kalif. Stangenspargel........ 1,98 Stangenspa: gel eitra.......... 2,05 Ko'sererbien.................... 1,30 Junge Erbsen fein............... 0,98 Junge Erbsen mitteifcin......... 0,74 Leipziger Allerlei............... 0,78 Spinat., 0,43 Junge Karotten................. 0,58 Jg. feine Schnittbohnen...... 0.52 Günse fl 55 gsfroran........ Pfd. von Weigabähnern 55 gefroren........ Pid. von wyaPw Suppenhühnern 70 frisch.......... Pfd. v>n wy m W Hasen g�O u. aOFgeworfcn. Pfd. von"W A Eanincben 1 0 im Kell, gefror., Stück von 8 jaaa'S Hirsebbraleno 70 Pfd. von AS« S&a In unserem Hause LEIPZIGER STRASSE - ,, U. Stock Ausstellung s Barlin zurZeit Goethes Msnsenahgoha vorbahaltan. Verkauf*«• wsit Verrat, flsiscn u. loI«h:verdarbil«hs Waren sind vom Versend ausseschlouan. Backartikel Welzenmehl...........«3.0,22 Auszugmehl......... pfd.von 0,26 Stadion-Mehl s-pfd-BesMi 1,45 Maispuder............... ptd. 0,30 Sultaninen........... ptd. von 0,38 Korinthen................. pm. 0,56 Rosinen..................... pfd. 0,50 Süsse Mandeln....... pm.1,30 Kokosraspel........... m 0,38 Zitronat................... Pfd. 0,95 Orangeat............ Pfd. 0,90 Bruchmakkaroni:....Pfd. 0,44 Backobst............. ptd. von 0,38 Erbsen.................... j pm. 0,33 Kaffee frifeh gehrannt.. Pfd. von 1 ,80 KrQn1al.SchckoladenpulV.O9S5 Obst- Konserven vo-« Apfeimus.......................... 0 48 Span. Aprikosen«/, fruoht...... 0,68 Hcidslbeeron................... 0,70 Kirschen rot. mit stein............. 0.90 Sauerkirschen mit Stein......... 0,98 M-rabeilen...................... 1,05 Pflaumen% Fracht................ 0.73 Stachelbeeren.................. 0,70 Wurstwaren ff. Leberwurst............ Pfd. 0,98 Mettwurst Eraonschir. An: Pfd. 0,85 Jagdwurst............... Pfd. 0,80 Hamb. gek. Mettwurst ptd. 7, ES Zerveiat od. Salami....pm. 0,92 Zervelct In Fettdarm...... Pfd. 1,25 Fleischwurst............. PM. 0,88 Fetter Speck.............. pm. 0,38 Dampfwurst............. pm. 0 70 Magerer Speck.......'.vM. 0,84 Weine zur Konfirmation Tarragona oder Muskat)'st Fi Montagna-Rolwein..... f! DE 1 929er N!ersta!ner 8ergl 0,3-�1 Weisser Tarragona..... i''iF1 Sannengartn.Krnhstackrll- 1929®r Ze!i.schw.H3rrg------ 1930 Oberh. Maikemni. Oeutscn. Weinbrand)' bl- Jnm.-Rum,- Verschnitt I 3.75 Insel Samos.,..i ur. 1,10 iitr 5,25 Dlsch.Wermut i ur. 1,C3 Eitr.4,75 Erdb.-.Kirschw. i it. 1,00» Vh 4,75 |'h Fl- Für den Hausputz; Se:fenflo:k.io£e.antg8v.PM. 0,45 Kernseife garant. reine hell-_ !?elhe,5teiLE:6-ol �-Pfd.-Fris.-lig. OjAs Schmierseifen i6-Pfd.-Eimer exki. Crieta.Ii Eiain AUbastftr öalrn.-Terp. 2,00 3,70 2,90 3,25 Hertie SelfenpuSver m.Schnitzeln'50/o 2Pakfte�i Pfd. 0|3� Hertie vliitenws ss' sesit. 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