Morgenausgabe 3lr 135 Ä 68 4y.Iahrgang WZchenllich 75 W.. monatNch 8,38 931 (iason 87 Ps monatlich für Znitel- lunft ins dausi im oarnns»ablbar. Postbezug 3.97 M. einschließlich sc> Pf. Po zeiwngs- und 72 Pf. Psstbeltellge- bühren. Auslandsadonnement �.85 M. pro Wonnl: für Länder mit ermäßig» tem Druchfachenvorw 4.SS M. Der„Vomvär'.a" erscheint wochentäg- lich zweimal. Sonntags und Momaas einmal, die Bdendausaabe für Berlm und ini Sandel mit dem Titel„Der W>end�, Illustrierte EonntaasbeUaa» »Volk und rleit� VevUner Vvttsblatt Goiintag 20. März 1SZ2 Groß-Äerlin 15 Vf. Auswärts 20 Pf. Die etufvalt. Milltmererzetl« ZV Pf. Reklamezeil? Z.- 931„Kleine An. zeigen" das settgsdruckte Wort 20 Pf. lzuläfstgzwei fettaedruckteWorte.jedes weitere Wort lll Pf. Rabatt lt. Tarif. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte Arbeitsmarkt Millimeter- zeile 25 Pf. Familienanzeigen Milli- meterzeile tk Pf. Anzeigenannahw« dn Sauptgefchäft Lindenstraße S, tnochentäglich von Sai, bis 17 Uhr. Der Verlag dehält sich dasiliecht der Ab- lehnung nicht genehmer Anzeigen vort Jentvaloesau der SoziawemokvatiMen Partei Deutschlands Revaktion und Verlag: Berlin SW 68. Lindenstr. 3 Kernlpr. Tönboli klz 7) 29-2—297 Ttlegramm-Adi.. Sozialdemokrat Berlin Vorwärts-Verlaa G. m. b. H. Postscheckkonto! Berlin 37 536.— Bankkonto: Bank der Sirbettet. Ängellellten u:tö Beamten. Lindenstr. 3 Dt B.u DiSr-Gej.. Devosttenk.. Zerulalemer Srr 65-66. Lim den Staat! Fort mit der privatarmee des Äürgerkrieas! Heute vor einem Zahr starb Hermann Müller. Seit einem Jahr ist die Sozialdemokratische Partei ohne diesen unermüdlichen, treuen und selbstlosen Führer ihren Weg weitermarschiert. Sie konnte es und sie kann um den Sieg werterkämpfen, well das geistige Erbgut ihrer Führer bei ihr in treuen Händen ist. Die Partei hat in diesem Jahre manche schwere Entscheidungen treffen müssen: sie sind wahrscheinlich alle so gefallen, wie Hermann Müller, wäre er noch unter uns, es gewünscht haben würde. Keiner von uns kann ihn ersetzen, aber wir alle haben viel von ihm gelernt. Es war die Art Hermann Müllers, bei auftauchenden Schwierigkeiten nicht die populärste, die für den Augenblick bequemste Lösung zu suchen, sondern die auf lange Sicht zweckmäßigste und erfolgversprechende. So hat Hermann Müller auch stets, wenn von der kommenden Reichs- Präsidentenwahl die Rede war, den Standpunkt ver- treten, daß der rechtsradikalen Gefahr durch Aufftellung eines gemeinsamen Kandidaten schon im ersten Wahlgang be- gegnet werden müsse. Man kann wohl sagen, daß die Schlacht am 13. März nach den Plänen Hermann Müllers geschlagen worden ist. * Wir alle haben von Hermann Müller gelernt, nicht nur die Führer, sondern auch die Massen. Mit Recht hat der Parteivorstand in seinem Aufruf vom 16. März den Funktionären und Mitgliedern der Partei für ihre glänzende Haltung im Kampfe Anerkennung und Dank ausgesprochen. Es hat sich gezeigt, daß diejenigen, die die„Hindenburg-Parole" für gefährlich hielten, die polt- tische Reife der Partei unterschätzt hatten. Die Kommunisten, die geglaubt hatten, mit ihrem russischen Reitergeneral gegen den preußischen Marschall Geschäfte machen zu können, stehen mit langen Gesichtern da. Die Diktaturparteien stützen sich auf urteilslose Massen, die leicht zu jeder Dummheit zu ver- leiten sind. Der 13. März hat aber gezeigt, daß es auf der anderen Seite im Lager der Sozialdemokratie Massen gibt, die nach eigener Ueberlegung und eigenem Urteil politisch handeln können. Wer sich auf solche Massen stützen kann, der genießt gegenüber seinen Gegnern einen Vorteil, der auf die Dauer ausschlaggebend wirken muß. Nach dem Erfolg des ersten Wahlgangs ist die Haltung der Partei im zweiten von vornherein gegeben. Die drei Wochen Zell bis dahin müssen gründlich ausgenützt werden, um den Sieg zu verdoppeln und zu verdreifachen. Gerade der österliche Burgfrieden gibt zur wirksamen Propaganda von Mund zu Mund die beste Gelegenheit. Ziel muß sein. am 10. April Hitler mit Hindenburg-Zetteln so zuzudecken, daß nicht viel mehr von ihm zu sehen i st. Eine gründliche Niederlage, die dem Faschismus am 10. April beigebracht wird, kann auch vierzehn Tage später bei den Landtagswahlen Wunder wirken. 1- Auf einem ganz anderen Felde liegen die neuesten Aus- einanderfetzungen. die sich zwischen dem Machtzentrum der Nationalsozialisten und der Staatsgewalt angesponnen haben. Die Rechtspresse verfährt mit gewohnter Inkonsequenz, wenn w einmal versichert, das Vorgehen Preußens gegen die P r i v a t a r m e e A d o l f H i t l e r s sei nur ein Wahl- manöv-r. und wenn sie das andere Mal erklärt, die preußische Polizeiaktion werde der NSDAP, nur neue Wähler zutreiben Wie diese Aktion wahlpolitisch wirken wird, ist in der Tat ni-hl vorauszusehen und ist auch verhältnismäßig belanglos Denn hier handelt es sich nicht darum, ob die eine oder die andere Partei ein paar Stimmen mehr oder weniger bekommt, hier handelt es sich um einen st a a t- lichen Notstand, der behoben werden muß, wenn die Allgemeinheit nicht den schlimmsten Gefahren ausgesetzt bleiben soll. Wie sehr die abnormen Zeitläufte alle Begriffe verwirrt haben, geht u. a. aus der Bemerkung eines rechtsgerichteten Blattes hervor, durch die preußische Aktion werde die Ver- sassung und das Rechtsempfinden verletzt. In dem Kapitel der Berfassung, das von den Rechten der Deutschen handelt. liest man vom Recht der Meinungsäußerung, der Freizügig- keil usw Wer nirgends liest man. daß jeder Deutsche das Recht hat. s ei n e e i g en e P r i v a t a r m e e zu unterhalten Die faktische Anerkennung dieses Grundsatzes womöglich unter der schönen Parole des„gleichen Rechts für alle", so daß Freunde und Feinde der Verfassung in gleicher Weise Kampf um Preußen! Severins spricht in Düsseldorf. Düsseldorf, IS. März.(Eigenbericht.) In der Düsseldorfer Festhalle sprach der Preußische Innenminister Severing am Sonnabend zur Prä- sidentenwahl und zur Preußen wähl. Seve- ring, der von der vieltausendköpfigen Menge stürmisch begrüßt wurde, führte n. a. aus: Am 10. April muß das deutsche Volk vollenden, was es am 13. März begonnen hat. Die Angstpsychose vor dem Nationalsozia- lismus ist im Verschwinden— das ist der Gewinn des ersten Wahl- ganges. Die großen Arbeitermossen haben die sozialdemokratische Parole, Hitler zu schlagen und Hindenburg zu wählen, Verständnis- voll und in fester Disziplin befolgt. Die große Kraftanstrengung, die alle Anhänger eines demokratischen und friedlichen Deutschlands am 10. April machen müssen, um den an sich gewissen Sieg des bis- herigen Reichspräsidenten überwältigend zu gestallen, muß eine wellere Etappe auf dem Wege der Niederzwingung des Faschismus sein Mit der Erinnerung daran, daß die Kommunisten die gleiche traurige Rolle beim preußischen Volksentscheid für die Landtagsaufläsung im vorigen Jahr gespielt hatten, leitete Seoering zu den Preußen wählen a m2 4. April nnd ihrer politischen Bedeutung über: Nicht nur in Preußen, sondern auch in anderen großen Ländern, wie in Bayern und Württemberg, wird zu den Landtagen gewählt. Es wäre verhängnisvoll, die Bedeutung dieser Wahlen für die Gestaltung der äußeren und inneren Politik zu unterschäßen. Sic sind oou gleicher Wichtigkeit wie die Reichs Präsidentenwahl. Der Nationalsoziakismüs hat die Höhe feiner Entwicklung überschritten, bleibt aber immer noch eine gefährliche Macht. Was er auf dem Wege über die Rcichspräsi- dentenwahl nicht erreichen wird, wird er in dner letzten Kraft- anstrenPlNg über die LandtagSlrahlen zu erringen versuchen. Die Beispiele natioiialsozialistischer Mitregierung in Thüringen und Braunschweig zeigen, was das deutsche Volk dabei zu verlieren hat. Schon, von dem Experiment in diesen beiden kleinen Ländern ist eine Welle der Beunruhigung und der größten Schwierig- leiten über die deutsche Politik ausgegangen. von größtem Unheil für Staat und Ivirtschast in Deutschland wäre es, wenn sich die gleichen Kräfte der Macht in Preußen und damit der Herrschost über Polizei und Schule bemächtigten. Bei der Bedeutung der preußischen Verwaltung für das Reich wür- den der Reichsregierung und ihrem Bestände aus einem Siege der Reaktion in Preußen die allerschwersten Gefahren erwachsen. Eines der Hauptoerdienstc. die die preußische Regierung seit Schassung der Republik für sich in Anspruch nehmen kann, ist das der unbedingten Reichstreue: sie hat stets die Gefahren für die Reichscinheit, die aus der unvollkommenen Reichsgliedcrung hervorgehen, durch eine zuverlässige Stützung der Reichspolitik«iberwunden. Ein Abweichen von diesem Kurs könnte zu einer schweren Erschütterung der Reichs- einhell führen. Minister S e v e r i n g umriß sodlfm die Arbeit, die Preußen im einzelnen unter festem republikanischem Kurs in den letzten Jahren geleistet hat. Es bleibt Preußens historisches Verdienst, die Vorherrschast einer bevorrechtigten Kaste in allen staatlichen Machtpositionen gebrochen nnd dem demokratischen Gedanken freie Lahn ge- schassen zu haben. Bezeichnend ist, daß in den beiden großen Bewegungen, die das neue Preußen zertrümmern möchten, im Stahlhelm und im Natio- nalsozialismus Hohenzollernprinzen als die Reprä- se n t a n t e n der Kaste führend sind, die ihre alte Vorherrschaft mit neuen Methoden wieder aufrichten will. Im Rheinland, das unter der Vorherrschaft des östlichen Großgrundbesitzes im alten Preußen am»leisten gelitten hat, werden sich alle«chichten der Bevölkerung in überwältigender Mehrheit zum Schutze des neuen Preußens und zur Sicherung derjenige» Errimgenschaften zusammenschließen, die es uns gebracht hat: Gleichberechtigung der Staatsbürger, Schuh der Schwachen, Toleranz gegen den anders Denkenden und eine Staatsgewalk, die vom Volke ausgeht! Man wird aber auch in den der Preußischen Regierung gcgnc- rischen Kreisen damit rechnen müssen, so schloß der Minister, daß sie die ihr zur Verfügung stehenden Machtmittel gegen Terror, Gewalt und illegale Pläne in vollem Umfange zur Anwendung bringen wird. Duldsamkeit hört da auf, wo sie durch Gewalt von anderer Seite mißbraucht werden soll. Man hat die preußische Aktion gegen die illegalen Pläne der sogenannten Sturmabteilungen der NSDAP, als Wahlmache, Sensationshascherei usw. abzutun ver» sucht. Wer mich kennt, weiß, daß mir von allen Sensationen die politischen am widerlichsten sind. Auch van Wahlmachc kann keine Rede sein. Wenn nicht die polizeilichen Feststellungen die Bewafs- nung der SA. an so vielen Stellen nachgewiesen hätten, waren die angestellten Recherchen und andere Maßnahmen überflüssig gewesen. Das waren sie nun aber leider nicht. Alle Ableugnungsversuche der Hjilerleute werden die Tatsache nicht aus der well schaffen. daß die Exerzitllm der sogenannten braunen Armee einen Grad er- reicht haben, den zu überschreiten kein Staat gestatten darf, der sich nicht selber preisgeben will. Vor dem zweiten Gang. Hitler rüstet für den 10. April.— Hvgcnberg macht schwach. Die ehemaligen Harzburger Bundesgenossen geben für den zweiten Wahlgang verschiedene Parolen aus. izitler will am 10. April siegen. Am Sonnabend hat in München eine Führcrtagung der NSDAP, stattgefunden. Dabei wurde die Parole ausgegeben, daß der 10. April zugleich der erste Teil des Kainpfes für den 24. April sein werde. In der Mitteilung der NSDAP, heißt e->: „Besonders bemerkenswert war, daß auch in der ausgedehnten Aussprache, an der sich fast alle Führer beteiligten, nicht einmal der von anderen Teilen der nationalen Opposition ausgesprochene Gedanke auftauchte: den begonnenen Kampf uni die Reichspräsidcntenwahl abzublasen und einzu-- stellen. Aeußcrste Kampsentschlossenheit war das hervorstechende Merkmal dieser Führerbesprechung". Vom„Würfeln um Sein oder Nichtsein" ist nicht mehr die Rede, man nimmt die Preußenwahl als Rückoersicherung für eine neue Niederlage am 10. April. Hu g e n b e r g läßt eine parteiamtliche Mitteilung über seine Stellung zuin zweiten Wahlgang verbreiten, in der zu- nächst versichert wird, daß die Zielsetzung von Hornburg unverändert bleibe. Dann heißt es: „Unsere Gründe gegen die Wahl Hindenburgs be- berechtigt wären, sich militärisch zu organisieren— müßte mit Naturnotwendigkeit zur Auslösung der Staatsgewalt wird zum Krieg aller gegen alle führen. Demgegenüber ist in aller Schärfe auszusprechen: So wenig es für die Polizei und für die Verbrecher ein gleiches Recht gibt, sich zu bewaffnen, so wenig kann es ein gleiches Recht für alle geben, militärische oder halbmilitärische Organisatio- nen aufzuziehen. Die Regierung, die solche Organisationen duldet, muß für ihren staatstreuen Charakter jede Garantie übernehmen können, sonst wird eine solche Duldung zu einem Verbrechen am Staat. *- Gibt es eine Regierung, die für die Privatarmee des Herrn Adolf Hitler eine solche Garantie zu übernehm-'n im- stände ist? Gegen eine Regierung, die dergleichen in Worten ausspräche, würde sich die Mehrheit des deutschen Volkes er- heben. u»n ihr ins Gesicht zu schreien, daß sie die U n- Wahrheit sagt. Man kann über die Entwicklungstendenzen in den Hitler-Truppen pielleicht verschiedener Meinung sein, daß sie in ihrsr gegenwärtigen Form und Seisteshältung eine ständiKe Drohung für den lnller.en Frj«- den des Landes bedeuten, könnte höchstens von parteipolitischen Berufslügnern abgeleugnet werden. Die ruhige und ordnungsliebende Mehrheit des Volkes, die eben erst am 13. März einen bewunderungswürdigen Be- weis ihrer Selbstdisziplin erbracht hat— sie hat ein Recht zu verlangen, daß sie von der ständigen Bedrohung durch die Soldtruppen eines modernen Vandcnführers befreit wird. Adolf Hitler mag reden, so oft er will, und er mag sich photo- graphieren lassen, soviel es ihm beliebt, daran will ihn keiner hindern. Aber der militärische Machtapparat, den er sich aufgezogen hat, muß zerschlagen werden! Eine Regie- rung, die das Notwendige mit fester Hand tut und die Gründe für ihr Handeln offen darlegt, kann des Beifalls einer vn- geheuren Mehrheit des Volkes gewiß sein. Eine Regierung aber, die etwa aus irgendwelchen vertraulich-oerschrobenen Gründen das Notwendige verhinderte, würde sickz dem Borniurf aussetzen, mit dem Staat, mit der Armee und mit dem Volksganzen va banque gespielt zu hahen. Die Mehrheit des Volkes hat zu den Legalttätsschwüren Hitlers kein Vertrauen. Sie will nicht hören, was Hitler schwört, sie will sehen, was der Staat tut! stehen fort. Solange keine entscheidende Kursänderung m Reich und Preußen erfolgt ist, stehen wir gegen ihn. Seine Dahl aber ist durch die Zahlen des ersten Mahlganges bereits entschieden. Die inzwischen eingeleitete oerschärfte Knebelung der nationalen Opposition läßt erkennen, daß auch im zweiten Wahlgange die staat- liehen Machtmittel zugunsten der Systemparteien mißbraucht werden sollen. Die Antwort auf all diese Willkür wird die Preußen» wähl geben. Ein neuer Einsag unserer Kräfte zum zweiten Wahlgangs der Reichspräsidentenwahl wäre eine zweck- lose, nur den Gegnern erwünschte Schwächung unserer Stoßkraft. Wir sind gegenüber der von uns vertretenen Sache verpflichtet, sie vor der Belastung mit dem Rückschlag zu schützen, den ein aussichtsloser Versuch bringt. Die Lage Deutschlands ist zu ernst, um Gefühls- und Parteipolitik zu trei- den... Wir beteiligen uns an einer solchen nicht. Die Lehren des letzten halben Jahres sind in diesem Punkte deutlich genug. Eine aktive Beteiligung der Deutschnationalen volkspartei an der zweiten Reichspräsidentenwahl kommt infolgedessen nicht in Frage. Alle Fragen treten heute hinter die eine zurück- Preußen! Die Deutschnationale Volkspartei und ihre schwarzweißroten Mit- kämpfer bekennen sich erneut zu dem Ziele der Harzburger Front und erheben den Ruf zur ehrlichen Sammlung aller nationalen, christlichen und sozialen Kräfte. Bei den bevorstehenden großen Länderwahlen gilt es jetzt einzusetzen. Es gilt, Preußen zu erobern. Hier liegt jetzt der Hebel zum Sturz des Systems. Der preußische Staat soll wieder Träger des Reichsgedankens, Kernstück eines na- tionalen Deutschlands, Wächter der todbedrohten Ostmark werden. Hier winkt das große Ziel. Auf dieses Ziel richtet sich unser leben- diger Siegeswille! gez. Dr. Hugenberg." Damit gibt Hugenberg stillschweigend die Stimm- abgäbe seiner Anhänger für Hitler frei. Man muß also damit rechnen, daß im zweiten Wahlgang die Hitler-Stimmen sich um die Duesterberg-Stimmen vermehren werden. Es muß also auch beim zweiten Wahlgang unter Einsatz der ganzen Kraft geschlagen werden, und erst recht am 24. April bei der Preußenwuhl! Das Pulverfaß in Kreiensen. Bürgerkriegsvorbereiiungen der Aazis im deiche Magges. mit Waffen, mindestens mit Steuerreform durch Notverordnung. Biersteuersenkung und Regelung der sZsteal« und Krast- fahrzeugsteuern. Der Reichspräsident hat am Sonnabend eine Rotverordnung erlassen, in der Bestimmungen über die Senkung der Bierfteuer, die Realsteuersperre und andere wirlschafts- und zollpolitische Blaß- nahmen enthalxtn sind. Für die Bier st euer sieht die neue Notoerardnung vor, daß die R e i ch s b i e r st e u e r um 3 Mark je Hektoliter gesenkt wird, während die Gemeindebier st euer grundsätzlich um 40 Proz. abgebaut wird. Das Ausmaß der Senkung bei den Gemeinden findet nur darin eine untere Grenze, daß der Steuersatz von 4 Mark je Hektoliter nicht unterschritten werden darf. Zur Eni- schädixmng der Gemeinden, in denen, die Biersteuer zu senken ist, stellt das Reich 28 Millionen Mark zur Verfügung. Noch nicht entschieden ist die Frage, wänn dseje neuen Biersteue�LtzS-ä n- Kraft treten. Die Regierung hqt vor, Anfang an den Stand? Punkt vertreten, daß ejn Abbau der Biersteuer nur dann durch, geführt wird, wenn die gesamte Steuersenkung dem B e r- braucher zugute kommt und dementsprechend der Literpreis um IS Pf. gesenkt wird. Da mit den Brauereien und den Gast» wirtsoerbänden noch kein« Einigung erzielt worden ist, hat sich der Reichsfinanzminister die Inkraftsetzung der Biersteuersenkung vor- behalten. Die ebenfalls in Aussicht genommene Senkung der Dronntweinmonopol-Abgabe mußte infolge technischer Schwierig- kellen noch ausgefetzt werden.' Die R e a l st« u e r s p e r r e. die durch Notoerordnung vom 1. Dezember 1930 angeordnet war, erstreckte sich nur auf das Rechnungsjahr 1931. Die neue Verordnung sieht eine Verlängerung dieser Sperre bis zum Schluß des Rechnungsjahres 1932 vor. Eine H e r a u s s e tz u n g der zur Zeit gellenden Sätze für R«alsteu«rn ist also bis zu dem genanMen Tennin ausgeschlossen. Lediglich für die Gemeinden, deren Steuersätze unter dem Landesdurchschnitt liegen, ist auch jetzt die Möglichkell zur Erhöhung der Realsteuer- sätze bis zum Landesdurchschnitt offengehalten. Im Jnteresie einer Belebung des Krafwerkehrs wird der Zu- schlag zur K r a f t f a h r z e u g st e u e r für das Rechnungsjahr 1932 von 19 auf 5 Proz. ermäßigt. Im fünften Teil der Notverordnung werden die Fristen für die Ermächtigungen der Landesregierungen bei den Spar- und G i r o k a f f e n, die notwendigen Maßnahmen zur Reform ihrer Organisation zu treffen, bis zum 30. September verlängert. Der Schluß der Verordnung behandelt zollpolitische Maß- nahmen. Di« vorgesehene Regelung des Systems der Einfuhrscheine schafft keinen neuen Zustand, sondern legalisiert lediglich den be- stehenden. Nach den neuen Bestimmungen können die Besitzer von Einfuhrjcheinen für Getreide und Hülsenfrüchte, also die Exporteur«, die gleiche Menge der vom Einfuhrschein-System erfaßten Waren, die sie exportiert haben, zollfrei oder zu ermäßigten Zollsätzen «inführen. Klagges gegen Hindenburg. Oer Reichsprösident darf in den Schulen nicht genannt werden. Braunschweig. 19. März.(Eigenbericht.) Nazi-Minister Klagges hat gegen den Lehrer Huch an der katholischen Schule in Vraunschweig ein Untersuchungsoer- fahren eingeleits. weil Huch in einer Schulstunde den Reichs- Präsidenten von Hindenburg gewürdigt hat. Der hannoversche„Volkswille" teilt mit: Die sensationellen Ent- hüllungen der preußischen Regierung über die Bürgerkriegsrüstun- gen der Nationalsozialisten, und im Zusammenhang damll die auf- sehenerregenden Waffensunde im Kreise Einbeck lenken die Aufmerksamkeit auf die Zustände im Süden der Provinz Han- nover. Im braunschwetgischen Kreise Ganders- heim, der sich mitten in die preußische Provinz Hannover hinein- schiebt, liegt der außerordentlich wichtige Eisenbahnknotenpunkt Kreiensen, der Schnittpunkt der Nordsüdlinie von Hamburg nach Franknfurt und München und der Ostwesllinie von Berlin nach dem Industrie- gebiet. In Kreiensen haben die Nationalsozialisten zwei große Nazikasernen eingerichtet, und zwar eine SS.-Lehrschule und eine SA.-Vorfllhrerschule. Die SS.-Schule ist in den früheren Nico-Werken und die SA.-Schule in der ehemaligen Waffen- fabrik Burgsmüller untergebracht. In beiden Kasernen befinden sich ständig etwa 300 SA.-Leute, die unter der Anleitung von ständigen Führern und Lehrern dort ausgebildet werden. Der Führerkreis fetzt sich zusammen aus ehe- maligen Offizieren und aus Berufssportlehrern, die die Aufgabe haben, die dorthin entsandten SA.-Leute„militärisch und Wehrsport- lich so auszubilden, daß sie zum gefechtsmäßigen Exerzieren im Verbände fähig sind". Das Hauptgewicht liegt in der mi l i t ä- rifchen Ausbildung. Dabei verdient besondere Beachtung der„Jnfanteriedienst(Exerzieren mit und ohne W a f f e)" Diesen Exerzierdienst mit Waffe sollte sich Herr Reichs- innenminifter Groener einmal unter die Lupe nehmen. Wie wir aus durchaus informierter Quelle wissen, erfolgt diese Waffcnausbildung sowohl am Znfanieriegewehr als auch an Rlafchinengewehren und mit Handgranaten. Die besondere Gefahr für die Provinz Hannover und die benachbarten preußischen Landkreise ist aber darin zu er- blicken, daß die Nazis mit den in Kreiensen vorhandenen CA.- Truppen jederzeit in der Lage sind, das Leinetal abzu- riegeln und die wichtigen Eisenbahnlinien in ihre Hand zu be- kommen. Nazis in der Waffenfabrik. Das ist der strategische Gesichtspunkt, der für die SA. beim Erwerb dieser Fabrikkasernen besonders ausschlaggebend war. Die Gefahr ist um so größer, als sich in der Röhe der Fabrik erhebliche Dassenmengen be- finden, die aus der Konkursmasse Bnrgmüller in Kreiensen noch lagern. Außerdem ist ein Teil der Waffenfabrik noch in Betrieb. Es sind dort ständig größere Mengen an Waffen. die zwecks Reparatur dort hingeschickt und in der Fabrik wieder hergestellt werden, nur durch eine Tür von den Unter- künsten der Naziführer und des Lehrpersonals getrennt. Die Nazis sind also jederzeit leicht in der Lage, ihre dort befindlichen SA-Mannschaften Handfeuerwaffen, auszurüsten. Aber auch andere Bürgerkriegsrequisiten sind in reichlichem Maße in Kreiensen vorhanden. So hat man in den Turm der Fabrik Sch einwerfer eingebaut, durch die am Freitag uns Sonnabend vor der Reichspräsidentenwahl die ganz« Gegend abgeleuchtet wurde. Daneben verfügen die Nazis auch noch über einen besonderen Scheinwerferwagen und einen Uebersallwagen. Auch Leuchtraketen und ähnliches Material ist in reichlichem Maße vorhanden. Die ganze Gegend ist an ven Tagen vor der Wahl durch das dauernde Ab» schießen von Leuchtraketen in ollergrößte Unruhe versetzt worden. Requisition nach Boxheimer Muffer. Die aus dem ganzen Reich dort zusammengezogenen Land- knechtshorden üben in der Gegeno einen wüsten Terror aus. Mittels dieses Terrors erreicht man es, daß z. B. die gesamte Verpflegung für die beiden SA.-Kasernen von den Bauern der Umgebung„freiwillig und kostenlos gelieferk wird". Diese freiwilligen Spenden gehen so vor sich, daß die Nazis mit Wagen zu den einzelnen Bauern fahren und diese auf die„Schwierigkeiten" hinweisen,„die es ihnen bereite, diese überschäumende Jugend von übermütigen Streichen, z. B. Flur- schaden aller Art. abzuhalten, die sich gegen unbeliebte und zurückhaltende Landbesitzer richten könnten". Nach solcher„Aufklärung" sind die Bauern dann natürlich gern bereit, den Nazis„freiwillig" Schweine, Schafe, Kartoffeln, Mehl uns andere Lebensmittel in reichlichem Maße zu lieferm Die Republi- kaner können ein Lisdchen singen von dem Terror der SA.-Hovden! Selbffhilfe? Zahlreiche Ueberfäll« und terroristische Akte zeigen, daß es höchste Zeit ist, daß sich der Herr Reichsinnenminister einmal um die Vorgänge in Kreiensen kümmert. Wie der zuständige Kreisdirektor in Gandersheim, Pini, im Gemeindeausschuß in Kreiensen erklärte, sei er n'cht in der Lage, für verstärkleu Schutz zu sorgen. Die Bürgerschaft müsse sich eben selbst helfen, eventuell durch Gründung einer Bürgerwehr. Sind Sie, Herr Reichsinnenminister Groener, auch der Auf» fassung, daß die Bürger sich durch Bürgerwehren, also durch Selbst- schütz, gegen diese Nazipest in Kreiensen wehren sollen? Soweit uns bekannt, steht diese Auffassung des Kreisdirektors in Ganders- heim im direkten Gegensatz zu der Auffassung der zuständigen Reichsstellen. Aber auch die preußischen Regierungsstellen müssen den Bor- gängen in Kreiensen volle Aufmerksamkeit schenken. Es hat auch einen hohen Grad von Wahrscheinlichkeit für sich, daß die Waffen- funde im Kreise Einbeck im Zusammenhang mit der Kreiensencr SA.-Kajern« stehen. es-- Was heißt hier noch Legalität? Notwendige Anmerkungen zu den Bürgerkriegsvorbereitungen der SA. Hermann Müllers Todestag. Am beutigen ersten Todestag Hermann Müllers— dessen auch im Rundfunk gestern abend ehrend gedacht wurde— wird der Parteivorstand durch Genossen Otto W e l s auf das Grab des entschlafenen Führers«inen Kranz nieder- legen. Im rumänischen Gefängnis Ihiglna wollte die Leitung eine Kommune-Gedenkfeier der kommunistischen Gefangenen durch Abtransport ihres Führers oerhindern. Es gab einen Auf- stand, bei dem zwei Aufseher schwer oerletzt worden sein sollen. Der Mörder des spanischen Premierministers Dato(1921, der Kjommunist C a f a n e l l a s, und feine Frau find in Sevilla ver- hastet worden. Er war seinerzeit nach Rußland geflüchtet. Auf die Veröffentlichung des preußischen Innenministers über die nationalsozialistischen Bürgerkriegspläne ist ein rundes, klares Dementi von feiten des Braunen Hauses niemals erfolgt. Die Er- widerungen Hitlers enthielten lediglich drei Feststellungen. 1. Feststellung: Die NSDAP, sei nach wie vor legal und erstrebe ihre Ziele mit legalen Mitteln. 2. Feststellung: Einzelbewaffnung bei einzelnen Gruppen oder einzelnen Mitgliedern sei möglich, werde aber von der Leitung nicht gebilligt. 3. F e st st e l l u n g: Di« Alarmierung' der SA. wird zuge- geben, aber mit harmlosen Erklärungen motiviert. Zu der 3. Feststellung sofort einige notwendige Anmerkungen. Keinem Menschen in Preußen ist es eingefallen, die Zusammen- Ziehung unbewaffneter Nationalsozialisten in ihren Verkehrslokalen während der Wahlnacht zu beanstanden. Hätte Herr Hitler nichts weiter beabsichtigt, als seine Anhänger von der Straße fernzu- halten, so hätte keine Polizeiverwaltung und kein Ministerium den geringsten Anlaß zum Einschreiten gehabt. Wenn heute der Ver- such gemacht wird, die Alarmierung der SA. als eine Borsichts- und Ordnungsmaßnahme hinzustellen, so ist das ein dreister Fälfchungs- und Täuschungsversuch unter der Parole„Frechheit, steh mir bei". Das vom preußischen Ministerium des Znnern veröffentlichte Material läßt zweifelsfrei erkennen, daß die SA. nicht in ihren Heimen und Verkehrslokalea zusammengezogen werden sollte, sondern im Gegenteil aus diesen Helmen und Verkehrslokalen heraus, versehen mit Proviant und Irausportmittelu. sich außer- halb der Slädle in militärisch organisierlea Bereitstellungsräumen aufzubauen hatte. Herr Groener in seiner Eigenschaft als Verfassungsminister läßt freilich erklären, daß ihm durch den sogenannten Chef des Stabes, den sattsam bekannten Herrn Röhm, über die Alarmierung der SA. rechtzeitig Mitteilung gemacht worden wäre. Wir stellen da- her die Frage an den Herrn Verfassungsminister: Ist ihm milgeleilt worden, daß die SA. sich in ihren Ver- fammlungsräumeu, Heimen und verkehrslo- knien sammeln sollte, oder ist Ihm mitgeteilt worden, daß die SA. aus ihren Versammlungsräumen. Verkehrslokalen und Heimen herausgezogen und außerhalb der Städte in genau vorbereiteten behelfsmäßigen Unterkünften zusammengezogen wer- den sollte? Zst ihm mitgeteilt worden, daß die SA. zur Sicherung ihrer Mitglieder in der Wahlnacht von der Straße ferngehalten werden sollte, oder wurde ihm mitgeteilt, daß die SA., versehen mit Proviant für mehrere Tage, versehen mit Anweisungen zur Bewaffnung und zur Requisikion von Kraslsahrzengeu sich außer- halb der Städte konzentrieren sollte? Der törichte Ablenkungsversuch, den die Hugenberg-�resse mft dem Hinweis auf die Eiserne Front unternommen hat, er- ledigt sich von selbst. Kein Mitglied des Reichsbanners, kein Mit» glied der Sozialdemokratischen Partei, kein Mitglied der Gewerk- schaften und der Sportorganisationen hat von feiten der Eisernen Front eine Anweisung erhalten, sich mit Proviant zu versehen, sich Waffen zu beschaffen, Lastfahrzeuge zu requirieren und außerhalb der Städte in Bereitstellungsräumen sich zu tonzentrieren. Es ist notwendig, auf diese Dinge hinzuweisen, damit Sach- verhalt und Fragenstellung nicht verwischt werden. Keine Lcgali- tätÄbeteuerung der Welt kann darüber hinwegtäuschen, daß eine von höherer Stelle an die Standarte 149 in Schneidemühl ergangene Anweisung besagt, daß die SA. die Dassen der legalen Landesverteidigung„be- schlagnahmen" soll. Wenn Herr Groener mitteilt, daß ihm ein großer Teil der Bor- gänge längst bekannt fei, so muß die Frage aufgeworfen werden: war dieser an die Standarte 149 in Schneide- mühl gerichtete Befehl auch Herrn Groener be- könnt? Aber sehen wir einmal von Herrn Groener ab und beachten wir einmal jene sonderbare Art von Entlastungsoffensive, die von rechtsbürgerlichen Blättern nicht Hugenberg- scher Prägung versucht wird. Da ist das Bestreben deutlich er- tennbar, das vom preußischen Ministerium des Innern vorgelegte Material zwar nicht zu bestreiten, aber als harmlose und dilettan- tische Spielerei abzutun. Ein unglaubliches Unterfangen! An dieser Angelegenheit ist nun wirklich nichts mehr zu bagatellisieren. und die Zeit ist vorbei, wo man sich mit onkelhaftem Wohlwollen über die Kinderstreiche der Nationalsozialisten lustig machen konnte. Wir stellen fest: Der von den Nationalsozialisten abgestrittene Zer- nierungsplan liegt im Original bei den preußischen Behörden. Es ist kein Plan, der zu einem unbestimmten Zeitpunkt in Krast ge- setzt werden soll; denn er sagt in seiner Einleitung ausdrücklich, daß die Meldung über beendete Dorbereilnagen bis zum 11. März ISA? unter dem Stichwort„Gute Fahrt" nach den Zentral- stellen der SA. zu leiten sei. Der Plan sieht eine Konzentration der gesamten Berliner SA. mit Ausnahme eines einzigen Sturmes außerhalb der Grenzen Berlins vor. Zugleich soll die SA. der gesamten Mark Branden- bürg in einem weiten Ring um Berlin herangeschoben werden, um dort in genau bezeichneten Bersammlungs- und Bereitstellung»- räumen Ausstellung zu nehmen. Da» hat das noch mit Legalität zu tun? Was hat das mit Schuh der SA. vor Ueberfällen, mit Ordnnngs- und Vorsichtsmaßnahmen zu tun? Und nochmals: war das dem Herrn Reichsinuenminister bekannt? Ueberprüft man rein militärisch das vorgefundene Ma- terial, so ergibt sich folgendes Bild: Die SA. Berlin sollte in einem größeren Umkreise ebenfalls konzentrisch versammelt werden. Uebcr die Einzelheiisn sagt die Mitteilung des preußischen Ministeriums nichts: man wird abwarten müssen, bis man die Details der Auf- Marschpläne erfährt. Auch der Schneidemühler Befehl und Befehl«. die anscheinend in Pommern und Hannover gefunden sind, deuten darauf hm, daß die SA. in völlig � durchorganisierten Bersamm- lungs- und Bereitstellungsräumen außerhalb der Städte aufgebaut werden sollte. Eine solche Maßnahme kann auch der gutgläubigste Tor nicht als Schutzmaßnahme vor Ueberfällen und Gewalttätig- leiten durch Andersdenkende hinstellen. Dom Standpunkt einer iiürgerkrlegsmaßigen(SemaÜoftion stnd gerade die Maßnahmen der �.-Führung entscheidend und wichtig. Die SA..Führung hak aus den Vorgängen beim Lapp'puksch gelernt. Sie hat eingesehen, daß es ein Fehler war, in Berlin selbst ein- zudringen und Berlin zu besetzen. Der dann ausbrechende General- streit hat die Kapp-Regierung sofort lahmgelegt und am fünften -tag auf die Knie gezwungen. Ganz anders wären die Dinge go- laufen, wenn man damals Berlin zerniert und von außen blockiert hätte. Dann war der Berliner Generalstreik eine unwirtsame Matz- nähme und konnte sich nur gegen die Urheber und Führer des «treiks wenden. Die SA.-Führung hat daher von ihrem Stand- punkt aus nur folgerichtig gehandelt, als sie die Anweisung gab, die Gesamtheit der SA. um Berlin herum aufzubauen. Ob sie allerdings Kräfte genug hatte, um eine Zernierung und Blockierung wirtsam durchzuführen, steht dahin. Man hört davon, dah bei der«A.-Führung selbst gcwisie Bedenken wegen des .viräfteverhältnisses bestanden haben, und datz daher in den Anord- nungsn auf die 5)ilse der Bevölkerung hingewiesen wird. Der Zweck der Operationen— das geht aus der Anlage des Planes deutlich hervor— war nicht die Eroberung Berlins, sondern die Kapitulation Berlins. Der chunger, die Abschneidung aller Zufuhren und die Unterbindung aller Nachrichten sollte Berlin als Wirtschaftszentrum, als Regie- rungs- und Verwaltungszentrum und schließlich als Wohnstadt für viel� Millionen Menschen zum Nachgeben zwingen. Man kann �-nen solchen Plan nur verstehen, wenn man auf Funde verweist, die vor kurzem die badische Kriminalpolizei gemacht hat. Das badische Ministerium des Innern scheint im Besitz von Plänen' zu sein, nach welchen eine systematische Aushungerung der Grotzstädte mit Hilfe der radikalisierten Landbevölkerung durchge- führt werden soll. Die Pläne passen ausgezeichnet zusammen. Fragt man nach dem politischen Sinn der Operation, so ergibt sich an Hand einiger lleberlegungen, vor allen Dingen aber auch nach dem unverdächiigen Zeugnis der Rechtspresse folgendes: Man hat im SA.-Lager, mitgerissen durch die faszinierenden Prophezeiungen des Dr. Goebbels, an einen Hitlerschen Siez in jedem Falle geglaubt. Der Sieg Hitlers, gleichviel, ob mit relativer oder absoluter Mehrheit errungen, sollte zum Nachstoßen ausgenutzt werden. Der Sieg Hitlers sollte das Signal sein für die un- mittelbare Machteroberung durch die NSDAP. In der Hugenberg-Presse war zu lesen, datz man illegale Auf- stände bei einem Siege Hitlers zu befürchten hätte und zu diesem Zweck Lorbereitungen getroffen habe. Seien wir einmal leicht- gläubig und nehmen diese Annahme als wahr hin: Was ist dann? Auch dann ist das Vorgehen der NSDAP, nichts anderes als illegal und ein Verstoß gegen Gesetz, Recht und Ver- s a s s u n g. Zum Niederschlagen irgendwelcher Aufstände von links ist die Staatsgewalt berufen, niemand anders. Der preußische Mi- nister des Indern hat wiederholt und mit aller Deutlichkeit betont, daß er von keiner Seite, auch von befreundeter republikanischer Seite, keine irgendwie geartete Hilfe für die Polizei annehmen werde. Wir sind sicher, daß der 5?err Reichswehrminister auf dem gleichen Standpunkt steht— jedensalls mutz man das aus seinen bisherigen Erklärungen schließen. Was sollten dann die Vorbereitungen zum Aufmarsch, zur Beschlag- nahm« von Waffen, zur Requisition von Kraft- f a h r z e.u g e n? Der Fall liegt diesmal so eindeutig, daß ein Ausweichen nicht mögstch- ist. Es kann keine Stell« in-Deutschland geben,. die ein derartiges Vorgehen mit noch fo großen Auslegungskünsten als legal bezeichnen könnte. Die Leichtgläubigkeit mancher Reichs- instanzen hat ja schon dazu geführt, daß der Begriff der Legalität in Tausenden von nationalsozialistischen Versammlungen unter stürmischem Gelächter der Anwesenden ironisiert wurde. Erst kürz- lich haben schlesische Gerichte und nach ihnen das Reichsgericht sich mit nationalsozialistischen Blättern beschäftigen müssen, die die wil- besten Gswaltsandrohunzen mit dem Zusatz versahen:„Selbstver- ständlich immer legal.* Der Begriff der Legalität hat [ich zu einem Spottwort ersten Ranges entwickelt, zu einer zynischen Verspottung der republikanischen Staatsgewalt. und die Zeit ist jetzt vorbei, wo hinter einer derartigen Tarnung noch Schutz möglich ist. Der Hinweis, daß die Nationalsozialisten ihre Pläne dem Herrn Reichsinnenminister zur Kenntnis vorgelegt hätten, ist für beide Teil«— für den 5)errn Reichs- innenmini st er und die NSDAP.— überaus ge- fährlich Kein Mensch in Deutschland wird auf eine Gannoven- laktik noch hereinfallen, die sich vor Begehen einer Straftat das berühmte Alibi beschafft. Die Zeiten sind vorbei, wo hier ncch mit Vertuschungen und Halbheiten gearbeitet werden konnte. Hier heißt es jetzt handeln und Konsequenzen ziehen! Einspruch der Gignaiarmächte. Litauische Vorstellung. Sowno, 19. März.(Lit. Tel.-Ag.) Die Vertreter Großbritanniens, Frankreichs und Italiens haben einzeln dem litauischen Außenminister Verbalnoten über den Stand- punkt ihrer Regierungen zu der Einsetzung des Direktoriums S i m a i t i s im Memelgehict überreicht. Die Noten behandeln außerdem die durch die Entsetzung Böttchers aufgeworfenen Rechtsfragen sowie die Möglichkeit einer Auflösung des M /m e l- L a n d t a g e s. Der Außenminister hat bei der Ent- gegennahme der Roten dargelegt, daß das Direktorium Siinaitis nach langwierigen Unterhaltungen konstituiert worden sei und daß man in Genf übereingekommen wäre, den Fall Böttcher nicht mit der Frage der Einsetzung des Direktoriums in Verbin- dung zu bringen. Er fügte hinzu, daß semer Ansicht nach ein« etwaige Auflösung des Memel-Landtages unter den gegenwärtigen Umständen in keiner Werse zu dem Ratsbeschluß oder den Bor- schriftcn des Memelstatuts in Widerspruch stehe. n Die litauische Meldung verschweigt, ob die Gesandten der Signatarmächte dem Herrn Zaunius sofort erwidert und ihm den Standpunkt gehörig klargemacht haben. Allerdmgs muß schon das getrennte Vorgehen der Großmächte statt eines gewiß viel eindrucksvolleren Kollektivschrittes lebhafte Zweifel an der Willensstärke der Signatarmächte hervor- rufen, die klaren demokratifch-parlamentarifchen Vorschriften des Memelstatuts durchzusetzen. Der Tscheka-Neumanu redet immer noch für die Ra- tionalsogialisten. Was redet er eigentlich in den Naziversanrm- lungen? 9wn. das ist furchtbar einfach: Er sagt alle Ge. meinheiten her. die er bei den Kommunisten über die Sozialdemokraten gelernt hat und erntet dafür den Beifall der Nationalsozialisten. Cr hat also nicht umzulernen brauchen. Denn Nazi oder Kozi— es bleibt sich eins. � Die legalen Llnfchuldslämmer. . £•*1/-..>..... WD Goebbels:„Wir würfeln am 12. März um Sein oder Richtsein.* „Mal herhören! heute nacht um 12 Uhr übernehmen wir die Macht.* „Berlin wird abgeriegelt, ein Relaisdienst nach München eingerichtet.* „Wir?— Wir wollten uns nur gegen einen putsch der Eisernen Front bzw. gegen den am Sonntagabend aus- brechenden Generalstreik verleidigen.* Goethe und die Gegenwart. Hermann Wendel in der Freien Sozialistischen Hochschule. In der Freien Sozialistischen Hochschule sprach Genosie Her- mann Wendel im Plenarsaal des ehemaligen Herrenhauses zum 1. Todestag Goethes über„Goethe und die Gegenwart". Sein Vortrag war in stärkster Eindringlichkeit eine Entgötllichung und Vermenschlichung Goethes. Im Namen des Reichsäusschllsses' für"sozialistische Bildungs- arbell«Mpiate Klar» Vo�pi-Schuch M VeranstaltugA Dr. Fortner sprach Goethes„Zueignung". Hermann Wendel sagte:„Als 1839 die Juli-Nevolution von Paris in Deutschland bekannt wurde, als Barrikaden errichtet waren, als Karl X. vertrieben war, eilte ein Vertrauter Goethes zu dem mehr als achtzigjährigen Manne und rief aus:„Was sagen Sie zu dem großen Ereignis?" Goethe stimmte zu, und der Be- suchcr fuhr fort:„Eine so erbärmliche Famllie, ein so erbärmliches Ministerium!" Goethe, erregt, meinte:„W ooon sprechen Sie? Ich denke au den Streit zwischen C u o r i e r und Saint H i l a i r e." Der Zwist zwischen zwei Naturwissenschaftlern, der uns herzlich belanglos dünkt, war ihm wichtiger als das große Ereignis, und es müßte uns fast scheinen, datz Goethe jeden politischen und historischen Nervs ermangelte. In Wahrheit war er historisch interessiert, wie in allem auch hier ein nachdenk- sicher Mensch. Freilich, als er mit Napoleon über die Schicksals- dramcn sprach und der Kaiser ihm sagte, daß heute die Politik das Schicksal sei, kam er nicht mit. Wie heute die Stellung zum Sozialismus die groß« Frage für stden Menschen ist, so war damals maßgebend die Stellung des Menschen zur Französischen Revolution. Goethe stand ihr rein verneinend gegenüber. Daran ändert auch die Legende von Valmy nichts. Wohl freilich erkannte er, daß Revo- lutionen nie Schuld des Volkes, sondern immer Schuld der Regie- rungen sind. Aber die Re volution war ihm die gräß- lichst« Erfüllung aus dieser Schuld, und in„Hermann und Dorothea" sagt er deutlich, daß er doch nie den Menschen in dieser schlimmen Verirrung wiedersehen möchte. Der große Genius behandelte die Revolution in zwei ab- g e j ch m a ck t e n Possen. Gewaltsamer Umsturz empfing von ihm Ablehnung, Abscheu, Widerwillen und Ekel. Das färbt sich sellst in seinen naturwissenschaftlichen Studien ab. Wenn man ihn gemäßigt liberal nennt, so war er mehr gemäßigt als liberal. Teilnahme des Volkes an der Regierung war ihm ein Unding, weil in der Masie die Gescheiten immer in der Minderhell seien. Die F r e i h e i t war ihm ein vager Begriff. Und was er über Demokratie sagte, erinnert an Stammtifchweisheit. Die Heilige'Allianz von 181S, die den Fürsten Sicherheit bot und ein Staudamm gegen jede Demokratie war, galt ihm als Ideal. Er war gegen Verfassung. Preßfrciheit und Eman- 3 i p a t i o n. Aber wenn man gerecht ist. so erkennt man, daß ihm alle diese Dinge viel weniger wichtig erschienen als den Menschen der Jugend von damals.„Ein garstig Lied, pfui, ein politisch Lied", sagte er, und mit Recht nannte man ihn das Z c I t a b l e h- nungsgenie! Außer Liebe und Freundschaft, Kunst und Wissenschast scheint er nichts zu wollen. Wohl kämpfte er in seiner Jugend in der Reihe der Männer von Sturm und Drang, und. sein Götz sagt: es lebe die Freiheit. Wohin aber Goechc damals trat, stieß er auf weichenden Moor- badey, und Deulschland war ein Platz, auf dem ein Schild hätte stehen können: Hier kann Schutt abgcladey werden. Das Leben stagnierte und war. muffig, es war Stille über Deutschland. Goethe kam aus dem Bürgertum, und wenn fein Frsund, der Medi- ziner Gall, sagte, er hätte Volksredner werden müssen, so„erschrak er nicht wenig, well er bei seiner Nation nichts zu reden fand." Von vben wäre es ihm nicht gestattet worden, und von unten bätte er kein Echo gefunden. Deshalb resignierte er und zog sich ins Privatleben zurück. Aber gerade vyn dorcher vollbrachte er seine genialische Leistung. In einer Zeit, da Ver Mensch sich noch nicht selber interessant war und nur Typen bestanden, ward ihm. was er schrieb, persönliches Bekenntnis. Seine Selbstmordgedanken reagierte er sich in„Werthers Leiden" ab, und sein ganzes Leben war Ausbau seiner Persönlichkeit. Goethe war ein einziger gewaltiger geistiger Verdauungsapparat. Alles„war er- quickt, mich zu erquicken." So wuchs er unablässig an Menschen und Dingen. Wenn je- -mand je. mit seinem Pfunde gewuchert hat, war es Goethe. Aber es war die Tragik Goethes, seiner Zeit und Deutschlands, daß er sich zum vollendeten Menschen nur cm porringen konnte, wenn er sich im Privatleben verkroch! Das erklärt feine dreifache Flucht. Er floh aus dem Bürgertum zum Hof, weil die Luft im Bürgertum ihm zu dünn war. Darum wurde er Herr von Goethe. Er floh aus der Gegenwart in die Vergangenheit. Deshalb sah er die Antike verschönt und idealisiert, obwohl er hätte wissen müssen, datz die Griechen des Altertums stark nach Knoblauch rochen. Er floh aus der Wirklichkeit in die Idee. Dadurch aber ward ihm die Welt ein einheitliches Ganzes. Er wollte die Natur enträtseln, um sie den Menschen Untertan zu machen. Er erkannte, daß wir im Grunde alle kollektive Wesen sind, wir mögen uns stellen, wie wir wollen. Deshalb nennen ihn Literarhistoriker, was gewiß übertrieben ist, den ersten deutschen Sozialisten. Gewiß ist sein Wort aus dem„Faust" ein vom Gipfel herabgesprochenes Wort:„Solch ein Gewimmel möcht ich sehn, auf freiem Grund mit freiem Volke stehn". Ueberall, bei Stein, Blume und Tier, forschte er Sein Ziel ist die Entwicklung des Menschen von der Barbarei zur Kultur. Für ihn war nach Kant der Mensch nie Mittel, nur Zweck. Das Gehirn, nicht die Faust war ihm maßgebend. Wenn in politischen Kaschemmen Krieg, Mord und Gewalttat deutsch genannt werden, war er der Un- deutscheste aller Deutschen. Die Revolution war ihm barbarischste Form des Fortschritts. Ihn beseelte der Gedanke: Alle menschlichen Gebrechen Sühnet reine Menschlichkeit. Deshalb. konnte er 1813 die Franzosen nicht hassen, weil der Nationalhaß für ihn unterste Stufe der Kultur war. Das machte chn zum Weltbürger und zum W e l t d i ch t c r. Deshalb ehrt ihn nicht nur Deutschland, sondern die Welt. Er dachte über- national. Wir, die wir Ideal« zur Wirklichkeit ausgestalten müssen, erkennen, daß der Soziasismus den Individualismus nicht ausschließt, sondern ergänzt. Goethes. Erkenntntsse werden heute durch den Faschismus geschändet. Aber wenn wir der Gewalttätig- keit mit einem Bande Goethe entgegentreten wollten, so handelten wir, als wenn wir einer Hyäne Pflanzenkost anempfehlen. Goethes Leben ist Aufruf zum tätigen Leben gegen die Ausnutzung mensch- licher Dummheit, und dem politischen Hokuspokus setzen wir Goethes Wort entgegen: Narre! Wenn es brennt, so lösche, Hat's gebrannt, bau wieder auf! Vertiefung in Goethe bedeutet nicht Abkehr von der Erde, fon- der» Handeln. Wir wollen nicht über Goethe schwatzen und nach- denken. Eine Welt geht unter? Nein, eine Welt geht auf! Deshalb die Aermel aufgekrempelt! Es steht im Faust: Im An- fang war die Tat! Zum Abschluß rezitierte Fortner Goethesche Verse. 3a Schwetzingen in Laden ging ein früherer Kommunist, ein Weinhäntllqr, der jetzt Nationalsozialist ist, auf den Stimmenkauf. Es gelang ihm auch, eine Stimme zu kaufen, wo- rüber das folgende Dokument ausgestellt wurde:„Herr Jakob E. bekommt für seine Stimme, die er Hitler gibt, bei der Reich-präsi- dentenwahl einen Liter W e i n. Schwetzingen,'5. März 1932 Peter Steddl. Jakob E." Dieser frühere Kommunist ist eine feine Marke! Zeichne die Sammellisten der Eisernen Frontl Schaffe Munition für den Wahihanipf. Klttlentiiingsn für Dic|e Sabril sink B e t U a gffi 68. embeaftroge 3, partemachrichten Groß-Berlin ftett an Bas Sejirtafatretariat 3 Hof. 2 Stensen rechts, zu richte» Achtunq! Stadtverordneienfraktionk In t»er Zeit vom 21. März bis 2. Aprll finden weder Frorktions- noch Stadtverordnetensitzunge» statt. 17. Kreis Lichtenberg. Deutscher Areidenker-Derband. Gruppen 33 und 36. Funktionärversammlung am Mittwoch, dem 23. Marz, W/i Uhr, bei Weauer. ssrant furter Allee 236. Die Funktionäre und Unter. SJiippenfafTicxcr der Ortschaften Lichtenberg, Karlshorst, Kaulsdorf, Biesdorf, Mahlsdorf, Marzahn, Hellcrsdorf mitssen der wichrigen Tagesordnung wegen vollzähng erscheinen.— Am Montag, den 21. Mörz, 18V?— 20 Uhr in der Bibliothek, Weichselstraße 28. Kirchenaustritt. Notar anwesend. Gebühr 2 M. Schulaufbau! 3. kreis Weddiug. Mittsoch, den ZA. Mar,, Versammlung der TIternbeiräl« bei Eargatz, llferstrüße IZ Ecke Martin. Opitz. Straße. Anfang 20 Uhr. Thema: Die Eltern. beiratswahlen 1332 und Liste„Schulaufbau". Referent: Richard Schröter. 5:reisohleulesihung der Zeitungskommissiou Grofz-Berlln. Dienstag, den 22. März, M/s. Uhr,, im Vorwärtsgebäude. Lindcnstraße 3, im Limmer der juristischen Sprechstunde, 1. Hof ptr. l.. Jeder Kreis muß vertreten fein. Montag, 21. März: 2. Kreis. Achtung Konsummitglieder! löV* Uhr, Armin iushallen, Bremerstraße 73, Äonsümmitgliederverfammruns der 26.,. 27., 28., 35., 81., 102. Und 100. Abgabestelle. Referent: Paul Lange. Geschäftsführer der Konsum- genossenfchast:„Wirtschaftskrise und die Konsumgenossenschaften". Als Ausweis gilt die Warenbezugskarts. Bor allen Dingen werden die Frauyn gebeten, anwesend zu fein. 13. Kreis. ißV, Ahr, ssraktionssißung in Tempeiihvf, Dorfstr. 42 14. Kreis. Montag, den A. März, 19.30 Uhr, Kreisvertreterverfammlung im Lokal Borgschloßhöhe. 5tarlsgartenstraße. Vortrag des Genossen Otto Meier: „Unser Kamvf um Preußen". Stellungnahme zum Bezirksparteitag. 10. Kreis. 20 Uhr, Kreisvorstandssitzung mit den Abteilungsleitern im bekannten Lokal. 6. Abt. 20 Uhr, Funktionärkonferenz bei Dobrohlaw. 11. Abt. Iüngerengrupve. Genossinnen und Genossen, die sich an der Öfter- fahrt(4 Torte) beteiligen wollen, melden sich bis spätestens Montag abend beim Gen offen K-�rl Bietb. Agticclaftt. 16b. 17. Abt. Ig'/, Ubr, Funktionärkonferenz bei Dose, Rordbafenstr. 6. 18. Abt, bei Sachse, Lindower Str. 26. wichtige Funkt ionarsitzung mit den Kreisdelegierten. Vollzähliges Erscheinen wird erwartet. 19. Abt. Uhr, Fi'nkti'märf'ßnng bei Schreoel. Grüntbaler Stx. 13. 23. Abt.?usammenkuvst der Be)»irksführer mit den im Februar gemoMten Kreisvertretern bei Grunewald, Kameruner Str. 19. Aeußerst wichtige Tagesordnung. 28. Abt. 20 Uhr bei Recheyberg, Ghoriner Str. 49. Funktionärsttzu�g. 40. Abt. 20 Uhr bei Förster. Dreib"ndstr. 11, Mitgliederversammlung.„Der K�mpf geht weiter". Referent M�r. Brinider. 53. Abt. Die GönossinngK und Genossen betcilig-n sich an der Konsumver- sammln na in den Arminiussälen, Bremer Str. 72/73. Wareneinkaufs. karte legitimiert.> 36. Abt. Mitgliederversammlüng bei Beutel, Kaiser- Friedrich- Str. 63. �Breusienwablen". Referent GenoGe Sennes. 80. Abt. 20 Uhr, Zusammenkunft jüngerer Parteimitgsieder bei Gürlich, Bcaasftr. 1.„Werden und Wesen des englischen Parlamentari«mus". Referent Michael Freund. Auch die älteren Parteimitglieder sind freund- lichst eingeladen. 94. Abt. 19V» Ubr. Zusammenkunft der jüngeren Parteimitglieder bei Kuh- fetd, L-ichtenrader Str. 58, nicht bei Schröder. 07. Abt. Die Zusammenkunft jüngerer Parteigenossen fällt wegen der Kreis- vertreterversammlung aus. Nächster Heimabend am 6. April. 124. Abt. Ahßerorhentliche Funktionärsi�ung im„Nordstern". D'lens'acf, 22. Mä?z: 1- Kreis. 15 Ubr.?usämmenk.nnft der erwerbslosen Parteimitglieder, an bekannter Stelle. Referent-Dr. Otto. Manchen.... 4.' Kreis. Pünrifich 17' Uhr.' K�samn�nVunft der erw''?<'slssom- Parteiniit» afteder im AlterLbeimu' Dan.'.iger.�te:. 6?. � Mitwirkeyde?- Martha.John Reziti''ti�n.en: Mau Daporowski, Gesang:-Fritz Boll, xniifi* • ka lisch« Begleitung: Gmil Äarth. Ansprache.' 3. Kreis. Arbeiterwohlfahrt. 15 Uhr, Zusammenkunft dyr erwerbslosen Parftimitglieder. im.Heim TUfiter Str. 4/5.„Geographie, Wirtschaft, Bolitik". Referent Wilhelm Tictgens. 14. Kreis. 15 Uhr. Zusammenkunft der erwerbslosen Parteimifalieder im Heim. Kanner Str. 42. Lichtbildervortrag.— Am Freitag, dem 25. März, 15 Uhr,' Kleinkunstbühne. 19. Kreis. 15 Uhr. Grwrrbslosen�usammenkunft im ftuaendheim, Pankow, Girfchstrafie. Geethe-Gcdenkfeier. Musik, Vortrag, Rezitationen. 19. Abt. FnnkHonärsibunq bei Stein. Holsteiner Ufer 14. 16. Abt. M.itasjederver'ommlung bei K'-ssger. Hussitenstr. 34 Gcke Schering- strafe...Dje Partei nach der Reichspräsidentenwahl". Referent Otto Meier. M. d. L. Z5. Abt. 10: Gruppe Zabkabend bei Röbrrg, Schloßstr. 45.„Der Kampf geht weiter." Referent Heinrich Fak.'bowic.',. 86. Abt. Funktionürsit-unq bei Görlitz, Ghausseestr. 19. IN. Abt. 20 Uhr hei Heimann. Waftersdorfcr Str. 100, außerordentliche Funktion ärkqnferew. Erscheinen aller ist Pflicht. 115. Abt. 19','� Uhr. Abrechnung im bekannten Lokal. 121. Abt. 20 Uhr Funktion.örsitzung an bekannter Stelle. Mittwoch, 23. März: S. L-eis. Arsi»vt»trctrrversammluna im Sif'otiaaartcn, Wilbeimsaue III. Bartraa de» Sendksen ssran�«»notier. M. d. R. Mttglied-bllch-r und Mandate lind ak» Anawe!» mitnibtinncn. 12.«reis. Kreisvcrtrctcruersammwna in Lickterselde. SchMna, ssestsäle, I�edlendarker Straße.„Der Kamps um Preußen." Referent S-ara Klauß. ncr, M. d. R. U. preis. Siduna aller Zeitiingskammisiiansmitglieder de»«reise» im Jde»s. flapno, Weichselsir. 8, Ig'/- Uhr. Bart rag de» Redaktianssekretärs Sc. nasicil Arndt itker:„Interessantes au» dem Redaktianssekretariat." 18. preis. 2h Uhr Ärcisvarfta.ndsfißung bei Salka«. 1. Bdt. Zahlqbend ftaMom-ginticmann im Lakai pleinent., Sophienstr. s. Gr. nade?l,tzc,,,nsrn: Preunentvahfen. wir und andere Parteien." 3. Abt. paWoHenbe an tzclanntcr Stelle. 4. Vit.?ahkatzrr,d bci Brandt». Stralauer Str. 10.„Zusend und Partei". Referent Willi Walff. BBmmmmBBmmmmmmm Rasen. . WWWW>>>WWW>... Schi»»«. tbt. Acitgliederaersammlunz w der„Reuen Ressource". Gartensir. 6. „Das Arhelisbeschaffungsy ragramm". Referent Richard Joachim. 8. Abt. Mitgliederversammlung im. NatlanaHaf. Biilamstr. 36.„Der Kampf geht weiter". Referent Jockel Meier. g. Abt. Zahl» und Dislussian-Obend im Lokal, Etephanstr. 11. Referent Hans Schmidt. M. Abt. Dlskussiansabend bei Sanbaw, gssenzburgcr Str. Z. lj. Abt. M Uhr, Zahlabenhe. in den bekannten Lokalen. 13. Abt. Mitgliedernersammlungen bei Mtusch, Bruilnenstr. Ith und bei Kurkawski, Fcldstr. Z.„Der Kampf geht weiter".'Referenten Genosse Judrian und Dr. Richard Lahmann. 17. Abt. Miigliedcrpersammlung in der Aula der Gemeindeschqle, Müller. straße 1Z8/läS.„Die deutschen Wahlen und ihre Bedeutung für die tnter. naiianale Wirtschaft. Referent Otta Bach. 18. Abt. Mitgliederversammlung in der Läwenbrauerer, Hachstr. 2.„Politische Lage. Referent Dr. Julius Moses M. d. R. Ib. Abt. Die Mitgliederversammlung fällt au». 2«. Abt. Mitgliederversammlung b«! Dabbert, Schulftr. 66.„Archertsbe. schaffungspläne". Referent Dr. Hans Adler.:, 21. Abt. Mitgliederversammlung im kleinen Saal der Pharus-Säle, Müller- straße 11?.„Unser Kampf um Preußen". Referent Emil Barth. 22- Abt. Mitgliederversammlung im gelben Saal der Hachschulbrauerei, See. straße.„Preußcnwahlen." Referent Erich Äuttner, M. d. L. 24. Abt. Mitgliederversammlung im Alterzheim. Danüger Str. 62.„Zwischen den Wahlen". Referentin Marie Kunert, M. d. R. 25. Abt. Die Zahlabende fallen am 23. Mär, au». Dafür IS Uhr Abteilung«. rarstattdssigung, 20 Uhr außerordentliche Funkt ionärsißung au bekauutcr Stelle. 28. Abt. 1. Gruvpe Zahlabend bei Schul,, Odecberger Str. 41.„Preußene wählen". Referent Cd. Zachert, M. d. L. 2. Gruppe bei Galder, Oder. .. berger Str. 39.„Der Kampf geht weiter". Referent©enofft Rahde 38. Abt. Mitgliederverfammlung in den Casino-Festsälen. Pappel-Ällee 16. Arbeitsbeschaffung"., Referent Dr. Sassau. 32. Abt. Mitgliederversammlung in Schmidts Gesellschaftsbaus, Fruchtstr. 36a. „Prsußenwahlen". Referent Dr. Norbert Marx. 33. Abt. Mitaliederoersammlung tLokal wird am Dienstag bekanntgegeben). Referent War Fechner M. d. L. 34. Abt. MitgliederversannnluNg In der Schnlaula Litauer Straß« 19-.Der Kamps gebt wekter". Referent Georg-pchwarz. 30. Abt. Mitgliederversammlung in der Echulaula Petersburger Str. 4. B-üitssche Lage und die Aufgaben der Partei." Referent Dr. Gregor Bienstack, 37. Abt. Mitgliederversammlung im Pahenhafer. Ländsb-rr-er Asscc 20/27. „Reichsprästdentenwähl— Preußenmahl." Referentiti Dr. Elsbeth Werchmann. 38. Abt. Mitgliederversammlung in Schmidts Gesellschaftsbaus, ffruchtüraße 36a. �Das Arbeitsbeschaffungsprogramm". Referent Dr. Ludwig Greil. 30. Abt. Mitgliederversammlung, 20 Uhr, im Baugewerkshaus, Großbesreu. itraße 26..Ein Zündhol,". Referent Dr. Ernst Back. 42. Abt. Mitgliedernersamml'-na in Klein» Festsälen, Blstcherstr. 61.„Arbeits. beschaffüng". Referent Adolf Dünnebacke. 43. Abt. Mitgliederiiersammlung in Aabes Festsälen, Fichtestr. 29. Zwischen den Bahlen". Referent Max Hendemann. 43. Abt. Mitgliederversammlung in der Schuiaula Farster Ecke Reichenberger Straße.„Ärbeitzbeschaffung". Referent Wilhelm Friede!. Abrechnung der Bezirksführcr am Dannerstag, dem 24. Märä, beim Kassterer. 46. Abt. Mitalicderverfammlvng in der Schulaula Giirliher Straße 51.„Der Kämpf geht weiter." R-fer-ntin Klara Bahm-Schuch, M. d. R. 47. Abt. Mitgli-derversammlung im Saale 1 des Gewerkfchaftshailfes Engel. ufer 24/25..Die Lehren aus der Wahl". Referent Genosse Haubach. 48. Aht. Mügliederveriammlnng im Dresdner Garten. Dresdner Straße 45. „Die politische Lage". Referent Robert Schmidt- 51. Abt. Mitgliederversammlung im Wohlfahrissaal ÄLniain.El!sabeth,Str. 6. ..Preußen in Abwehr". Refercnttn Dr. Hilde Werscheidex. M. d. L. 53. Abt. Mitgliederversammlung bei Last. Pläßcnsce, Straße 12:„Bon der Relchspräsidrnkenwohl ,ur Preußenn-ahl". Referent Dr. Alfred Knrach. 54, Abt. 20 Uhr Funktionärstßung im Jugendheim Rdnnenstr. 4. Die Mitglieder des Abteilungsvorstandes)o Stunde früher. 57. Abt.. Mitgliederversammlun". 20 Uhr, im Schiller-Restaurant, Bismarck- straße IlO.„Zwischen den Wahlen". Rcfcrcntin Mathilde Wurm. M. d. R. 58. Abt. Mitgltederversammlung, 26 Uhr. im Rankcnhauer, Rankestr. 4.„Mar. xismus und SPD." Referent Gottlieb. Reese. 80. Abt. Rirtgliedcrversommlung in der Schuloula Känigstr. 32.„Der Kampf gebt weiter". Referent Ernst Reumann. 91. Abt. Zusammenkunft der jüngeren Parteimitglieder bei Palm. Main,«! Siräße Ecke Bibrichstr.„Politische Lage". Referent Dr. Eberlein. 99a Abt. Mitglieberversamwlung, 20 Uhr. im Buschkrua, Rudawer Str.„Der Kampf geht weiter". Referent Hermann Harnisch. M. d. L. 114. Abt- fiahlahend 4.. Grup?«. bei- Schuler. Wüblischstr.. 36.„Der Kampf geht -weiter". Relerent' Genosse- Frkck.------.....•---- 115. Abt. Zusammenkunft dgr- jiwgeren Partcimiiglieder. bei Selpke. Krön- pr!n,enstr. Referent Alfred Markwiß. 119. Abt. Zusammenkunft der jüngeren Parteimitglied«): 20 Ubr hei Schade, Zdormaitmui. Ecke Ruschestr.„Der Kampf um Preußen". Referent Bern- bard Kriiger. 121. Abt. Zusammenkunft der jüngeren Parteimitglieder an bekannter Stelle. Barkräg und Aussprache- 136. Abt. Mitgliederversanimlung- im Schühenhaus, Restden,str. 1.„Zwischen de» Wahlen". Referent-Dr. Kurt Läwenstein, M. d. R. 139. Abt. Mitgliederversammlung im Alten Krug, Hamüstr.„Rechtspflege in der Republik". Referent Ernst Heilmann. M, d. L. 143. Abt. 19 Uhr Barslanbsstßunq mit den Bexirksführern beim Genossen Lchmann. Donnerstaa, 24. März: 1. Kreis. Kursus Bernstein..Demokratie im Sturm". 20 Mr. in der Sophien. schule, Beinmeisterstraße 4.5. 3. Kreis. Kreisvertretertag Id'-c Uhr-in den Pharus-Sälen. MWerstr. 142. „Unser Kampf um Preußen". Referent Q�d Meier, M. d. L. Stellungnahme ,ur Kandidatenaufstellung. 7. Kreis. Iv'a Uhr-Bikdungsausschuß-Eihung im Zugendheim Rastnenstr. 4.— lo Uhr Zusammenkunft der erwerbslosen Pcrteimitslisder im Jugendheim Rostnenstr. 4.„Friedrich Ebert". Referent Stadtrat Horlitz. 11. Abt. Zahlabend bei Niederstraß, Emdener Str. 52.„Der Kampf geht weiter". Referent Mar Hendemann. 88. Abt. Witgliede-rversämmlung 28 Uhr be! Schiebert. Berliner Str. 12..Znter» nationales Arbeitsrecht". Referent Otto Bach. Krauenveponfta'wngen. lUonfag, 21. März: 3. Abt. Der Frauenabend muß umständehalber ausfallen. 4. Abt. ZO Uhr bei Brandis, Stralauer Str. 10.„Ernstes und Heiteres". Bartragende Elfricde Wollmann. 8. Abt. 18 Uhr Helfeiinnensitzung bei Dobrahldw. 7. Abt. 28 Uhr in der„Reuen Ressource". Gartenstr. 6..-ReNgion und®o,ta. Nsmus". Referentin Susanne Räderckbraßmann. Die Mitglieder der Freien Schulgemeinde sind eingeladen. 14. Abt. Fraucnwerbcabend in der Schule Putbusser Str. Z. Mitwirkung der Kindersreunde-Grupv« Kumbaldt. 24e Abt. bei Wen,?-. Earm-n�-glpa-Str. 51.„Erg-ehung«UN ltoialtsnscheu Rtenschen". Referent Gotilieb.Reese.. �« 25. Abt. 20 Uhr pünktlich bei Schmidt. Kniprodeftr. 109 Ecke Kurische Str. „Der Kampf geht weiter". Referent Dr. Deutfchkran. 27. Abt. WA Uhx im Sportrestourant Eantianstr.„Kampfjahr 1932 und Aufgaben der Frauen". Referent Georg Maderhol,. M. d. L. 29. Abt. 20 Uhr bei Klug, Danziger Str. 71.„Unser Kampf um Preußen". Referent Eduard Zachert, M. d. L. 31. Wt. 20 Uhr bei Goldfchmidt, Stolpische Str. 36. Referentin Klara Bahm-Schuch, M. d. R.„,. 34. Abt. 19)4 Uhr bei Rsttrnann. Gubener Str.. 45.„Eherechtsreform". Rsfersntin Margarete Schenkalowskl. 35. Abt. 20 Uhr bei MUt, Voiqtstr. 38.„Wie diskutier« ich mit meinem Gegner". Referent Ernst Renmann_. 3«. Abt. bei Busch, Tilsiter Str 27. Referentin Maria Schroter. 38. Abt. im Patzenhofsr, Landsberger Allee 25/27.„Der Kampf geht weiter. Referentin Frida Licht. � 39. Abt. in der Suristlschen Sprechstunde, Andenstr. 3.„Was haben die Frauen vom..Dritten Reich" ,u erworben!" Ref-rcnt Dr. MilianSchamonn- 41. Abt. 20 Uhr bei Erdmonn, BeIle--ANianec-Str. Ecke Bergmannst:.„Das internatronale Kapital und das internationale Proletariat-'. Referent Dr. Walter Groß.. 42. Abt. 20 Uhr H-I Höhlle. B-rgmannstr. 69.„Die Frau IN der Krise der Gegenwart". Referentin Dr. Znditb Grünfeld. 43. Abt. bei Krepp, Plan-Ufer 75/76.„Unser Komps gegen den Faschismus— für soziale Rechtsansprüche der Arbeiterschaft". Referentin Lisa Albrecht. 44. Abt. bei Ewald, Skalitzer Str. 126.„Leben und Arbeit in Sowiet-Rußland" Referent Dr. Otto Ränchen.„,.,. 45. Abt. bei Binciex. Reichenberger Str. 104.„Gesund- Mütter— gesund- Kinder". Referent!» Margarete Bartz. 48. Abt. bei Ebwiltowski. Wranaelstr, 67 Eck- Taborstr.„Kranken, und Zn- validenversicherung nach der letzten Notverordnung". Referentin Dr. Klara Äeneianes 47. Abt. in der Schule W-ldemarstr. 77.„Unser Kampf für den Weltfrieden.' Referentin M->ria Arische....,_.. � 48. Abt. bei Buschmann. Ritterstr. 33.„Unser Kampf um Preußen" Re- serentin Gertrud Hanna. M. d. L.,,„„, 53. Abt. Der Franenabend fällt zugunsten der Äonsum-erkaufsNellenversamm lung am 21. März in den Arminius-Festsälen, Bremer-Straße, aus. 88. bis 72. Ab. 20 Uhr bei Werner, Berliner Str. 33.„Politische Lage". Re. serentin Marie Knnert. M. d. Ä......, 78. Abt. Frauenabend. Mühlenstr. 9 bei Hcchgeschürz. Thema: Sexuelle Er- Ziehung. der Jugend, 79. Abt.' 20 Uhr im Ledigenheim.„Der Kampf geht weiter". Referent Stadt- rat Earl Mermuth. 82. Abt. 20 Uhr bei Schelkhase. Abornstr. 15,.„Die Aufgaben der sozralcn Gertchtshilfe". Referentin Emmi Badenheimer. 88. Abt. bei Rohrmann, Hilbertstr. 19.„Unser Kampf um Preußen". Re. serentin Lcnny Iaduczrnski. »8. Abt. lltzr pünktlich hei Teich. Snesebeckstr. 135.„Unser Kampf UM Preußen." Rcserentin Luise Kodier, M. d. L. 99. Abt. Der für den 21. März geplante Frauenabend muß ausfallen. 183. Abt. bei Tromvter, Frischen. Ecke Luiseustr.„Familienleben und Wirt- schofiskrifess. Referentin Helene Schmitz. M. d. 2. 104.?'bt. bei Pomp, Hafselwerdcr- Ecke Fcnnstr.. Sozialhnaieniscku Forderunor» für die Prolstar!ersr->u— Gesundheitsfürsorge im„Dritten Reich"". Refc- rentill Dr. Frida Alexanäer. 117. Abt 20 Uhr hei Brunn. Türrschmidtstr. 40, Lichthrldervartrag des Genossen Dr. Georg Löwenii-in. Entsteh- na und Berhütun" von Fvauenkr-titkhsitei". 121. Abt.-20 Uhr bei Burkhardt, Drcskow-Allee am B-tz-ahof.„Unser.Kamvf um Arbeit und Frieden". Referent wird am Montagabend bekannt- gegeben. 124. Abt. bei Anders. Bahuhpfstr.„Die Lehre aus der Reichsvrästdentenwahl". Referent Wilbelm Tic-sens. � 131. Abt. in der Gem-inschastsfchul- Bismarckstr.„Die proletarische Frau in der neue! Dlchtuug". Referentin Paula Kurgaß. Dienctaii. 22. März: 13. Abi. bei Lausch, Bredow- Ecke Biclefstr.„Wie diskutiere ich mit meinem Gegner!" Referent Hcinz Löwi. 28. Abt. 20 Uhr bei Goldcr, Oderberger Str."39.„Die weltlich« Schule". Referent Rektor Schröter. 55. Ab», bei Reimer, Wilmersdorfcr Str. 21.„Strclfzüge durch den Orlent". Meiersntin Erna Büsing. 56.«bt.-20. Uhr bei Liersch- Kantstr. 62.„Ernste und heitere Rezitationen". Bortragende Frlcdel Hall. 57. Abt. A Uhr bei Dohrmann, Krumme Str. 32. Fartfetzunä der Vorlesung aus dem Buch.Mich hnnaens"»"n Georg Fink du-ch h!« Genossin Brg"--r. 75. Abt. 20 Uhr, im Lindenhcf, Wilhelmplatz.„Unser Kampf um die Äb°.- «vstuna". Referent-Dt. Ehhrlein. l »4. Abk.. hei.Knb'eto!. StJ&täet.jSlz.-Äst..Frauenarbeit im den Parlammtttn — Preußenwahlen". Referentin Marie Knnert, M, d..R.... 122. Abt. 20 Uhr bei: Porath,- Marmhner Str: 31..Arbeiterhaushalt— Preis- abbau— Lohnfenkuna". Referent Bernhard Kruacr. 129. Abt. im Türkischen Kelt, Breite Str. 14.„Ter Kampf geht weiter". Re- serentin Herta Gatthclf. Miitwoch, 23. ZNärz: 52. Abt. bei Wolter, Kaiscrin-Augusta-Ällee 52.„Heiterer Abend". Dar.- tragende Martha Zahn. 128. Abt. 20 Uhr bei Tempel, Prinzenallee 43. Dorn Bergas:„Es geht ums Ganze." 125. Abt. Der Frauenabend am 23. März fällt wegen der Schulentlassungs- � feker der Weltlichen Schule aus. 128. Abt. Wcrbeoeranstaltung bei Willner, Berliner Str. 82. Ansprach« der Genossin Käthe Kern:„Unser Kampf gegen das Dritte Reich— für eine soziale Republik." Sterbetafel der Gruß-Berliner Partei-Organisation 1 . 43. Abt. Am 15. Mär, ist unser alter Genosse Hermann Feuer, Urhan- siräße 129, nach langiährigem Leiden pcrstorben. Ehre seinem Andeuten. Einäscherung Dienstag. 22. März, 160, Uhr, Baumschulenweg. Rege Bc- teiligung ward erwartet. 125. Abt. Donnerstag, 17. März, verstarb unser Genosse Artur Krienke, Rennhahnkalonie. Derselbe war 30 Jahre Mitglied der Partei und in allen Situationen ein treuer Kämpfer und Werber für sie. Wir werden sein Andenken in Ehren bewahren. Einäscherung Dienstag. 22. März, 16»/- Uhr, Gerichtstraße. Rege Beteiligung erwartet der Borstand. Gewerkschaftliches siehe 3. Beilage. Verantwortlich siir Politik: Victor Schiff; Wirtschaft: S. Klingelhöstr: Gcwerkfchastsbeweguna: 3. Steiner; Feuilleton: Dr. John Schikawski; Lokales und Sonstiges: Fritz Kaeftädt; Anzeigen: Th. Glocke; sämtlich in Berlin. Verlag: Borwärts-Berlag®. m. b. Berlin. Druck: Barwärts-Buchdruckerrt und Berlagsaufialt Paul Singer u Ca.. BerUn SW. 68. Lllrdenstraße 3. Hierzu 4 Beilagen. » r« 1. 1»i«2 SPANDAUIR STIL* KGHIGSTSL Nr. 135» 49. Jahrgang 1. Beilage des Vorwärts Sonntag, 20. März 1932 Heide int Frühlingsanfang. Heute müßte auf dem Kalender die„20" ganz klein gedruckt sein, und statt der Zahl müßte ein Strauß Maiglöckchen oder ein Hund Ostei kätzdien den jungen Tag grüßen: der Frühling ist da. Es gibt solche Kalender: aber diese wenigen lassen sich zweimal an den Fingern herzählen.. Alle übrigen sind Untertan der Zahl und nidd der Zeit. Denn diese sdiwarzen und roten Zahlen auf den Kalenderblättern sind die stummen Mahner unserer Tage. Diese Zahlen vermögen Herzklopfen zu oerursachen, seitdem leider die Zeit weniger nach Frühlingstagen, sondern mehr nach Fälligkeilsterminen redinet. Für wie viele frohgemute Boots- oder Radbesitzer jeglidier Gattung mag der heulige Tag der letzte Termin zur Löschung ihrer Schuld sein? Dreimal bereits hatte der Mann vom Bootshaus und ebenso oft der Mann von der Motorradf abrik gesdiru-ben:„... wir wollen Ihnen deshalb noch einmal ein äußerstes Entgegenkommen zeigen, anderenfalls müßten wir jedoch zu unserem lebhaften Bedauern..." hun ist dieser letzte Tag des Entgegenkommens da und statt den Himmel voller Geigen zu sehen, beginnt heute tausendfach der Anfang vom Ende manchen Frühlingstraumes. Der Verkäufer ist eingenickt. In der eben vergangenen letzten Winterwochc veransialiete der Märkische Äreis des bürgerlichen Deutschen jlanu-Verbandes seine traditionelle Bootsansstellung in der chasenheidc. Die Sonne schien warm und hell durch die hohen Fenster des Ausstcllungssaalcs, wohlgefällig spiegelten sich die frisch und blank lackierten Äajaks und ilauus, und der Strom der Besucher ließ nichts zu wünschen übrig. Nur der Verkäufer vom ersten Bootsausstcllungsstand gleich am Eingang, der hatte die Arme über die Brust gekreuzt und machte ein Nickerchen. Denn was er den Schleutcn hätte sagen können, das sagten seine Prospekte, die er ausgebreitet hatte, mindestens ebenso gut. Dieser schlafende Verkäufer war bezeichnend genug für die gaiize Situation. Wer vor fünf Jahren um diese Zeit, eine Woche vor Ostern, zu einem Bootsbauer kam und wollte noch schnell ein Paddelboot haben, zu dem sagte der Boolsbaucr:„Tja, lieber ficrr, vielleicht in fünf Wochen, früher geht es nicht." iseule werden Paddelboote joadcr Zahl fast verschenkt. Gebrauchte natürlich. Trotzdem überraschte es. wie teuer die neuen Boote auf der Ausstellung waren. Für ewcn Faltboot-Einsitzcr, 4,ü0 Meter lang und v.öS Meter breit, einschließlich Zubehör verlangte man sage und schreibe 19ö Mark. Für einen Faltboot-Zwcisitzcr, 5,2V Meter long und 0,90 Meter breit, sogar bis zu 230 Mark. Alles Barpreisc, „Bezahlung hat vor Versand bzw. Erhalt durch Nachnahine zu erfolgen". Für ein 5,20-Meter-Paddclboot(Scharpie) aus Mahagoni wurden 210 Mark in bar verlangt, für ein ähnliches Boot, nur gc- klinkert, nicht weniger als 340 Mark. Eitze an der Havel gelegene Werft bot Nudcrboote an: der billigste offene Einer mit 620 Mark und ein gedeckter Einer mit Steuermann, auch als Zweier ohne fahrbar, der sollte nicht weniger als 820 Mart kosten! Selbst noch bei einem Angeltahn, in Eiche gebaut, standen 300 Mark als Barprcis verzeichnet. So und ähnlich war es mit allem anderen. Die Preise für brauchbare Zelte begannen mit 50 Mark, und ähnlich teuer marschierte der ganze kostspielige Zubehör hinter- drein. Wobei die Fabrikanten inunerhin noch mildernde Umstünde für sich in Anspruch nehmen können, denn von ihnen stammt ja im Grunde genommen die Mode nicht, in Nippcssachcn aus Havel und Dahme hcrumzukutschiercn. Allerdings können die Verkäufer bei derartigen Preisen getrost ein Nickerchen machen. Leere Aootsstände. Sitzt man also in den Werften noch auf erstaunlich hohen Rössern, so steht den Eignern von Bootshäusern das Wasser bis zum Halse. Es geht diesen Männern wie den Garagenbesitzern. Als vor drei Jahren ein Paddelboot noch 10 Mark Standgeld pro Monat kostete und zudem ein guter Bootsstand nur mit Mühe zu haben war, da mit einem Male wuchsen, angelockt durch die verschwende- rische Konjunktur, die Bootshäuser aus der Erde wie Pilze nach dem Regen. Jetzt in der Krise sitzt einer aus dem anderen und keiner bekommt Geld ein. Noch im vorigen Jahr sagten sich viele Fall- bootbcsitzer, warum sollen wir das Boot ständig mit nach Hause schleppen, lassen wir es doch für-4 oder 2 Mark im Monat gleich draußen- 5?eutc ist nicht mehr ein Faltboot in den Bootshäusern, schleunigst hat jeder den Stand gekündigt, das Boot noch 5)ause geholt und auf dem Boden verstaut. Das ist für die Besitzer pri- valer Bootshäuser ein orger Ausfall, wenn man bedenkt, welche starke Stellung sich das Fallboot im Wassersport der Nachkriegszeit erobert hatte. Ein Bootshausbcsitzer schildert seine Lage wie folgt: Er hat Platz für 200 Boote. In dieser oder jener Ecke war wohl immer noch ein Stand frei, aber im wesentlichen war in den letzten Jahren alles so gut wie vermietet. Jetzt ist die halste der Stände unvermietet. Das ist ein monatlicher Verlust von rund 500 Mark. Die übrigoebliebenen Bootsbcsitzer können entweder die Miete gar nicht mehr bezahle», oder die in Lohn und Gehalt Abgebauten zahlen nur schleppend. Bon Monat zu Monat werden die Rück- s'ände höher Der Mann meinte, sein Laden sehe einem Rcchtsbüro ähnlicher als einem Bootshaus. Jeden Tag figt er auf dem Amts- gerichc und ist dabei noch froh, wenn es schließlich zu einem mageren Vergleich mit kleinsten monatlichen Raten kommt. Und wenn die Schulden schon zu sehr aufgelaufen sind, bieten die Schuldner die Ucbcreignung des Bootes gegen Erlaß der rück- ständigen Miete an.„Aber— sagt der Besitzer—was soll ich denn mit den ganzen Booten ansangen, es ist doch kein Käufer da. Diese Schwierigkeiten haben die B c r c i n c glücklicherweise noch nicht. Hier wirkt die Solidarität der Mitglieder der Krise entgegen. Wer arbeitslos ist, dem wird der ohnedies niedrige Beitrag erlassen oder zum mindesten gestundet. Der arbeitslose Vereinspaddler oder -rüderer behält die Nutznießung seines Bootes und braucht am Wochenende auf die paar schönen Stunden der Entspannung vom Elend der Stadt nicht zu verzichten. Schwieriger ist es dagegen schon, Segelboote durchzuhalten. Wer als Segler bereits E H= „ewige Hilfe" bezieht, kann natürlich nicht mehr das teure Segel- bootstandgeld bezahlen. Die Folge sind fast unglaubliche Schleuder- verkaufe: gut erhaltene Segelboote mit 20 Quadratmeter Segel- jlächc, die neu 1000 Mark gelostet haben, find heute schon für 230 Mark zu kaufen. Und mit jedem verkauften Boot versinkt eine ganze Welt schöner Erinnerungen an glückliche, wunschlose Stunden. Motorräder im Keller. Ein schwacher Trost ist den Wassersporllern geblieben: den Motorradfahrern geht es nicht besser. Denn den vielen heute arbeite- losen Metallarbeitern, die sich noch in den letzten Monaten der bereits abklingenden Konjunktur eine Maschine zulegten, denen war damit noch nicht allzuviel gedient, daß sie ihr Rad beim Finanzamt abmeldeten. Zumal bis 220 Kubikzentimeter Hubraum ein Motor- rad überhaupt steuerfrei ist, eine ZOO-Kubikzentimeter-Maschine vierteljährlich 7 Mark und eine 7öO-Kubikzentimeter-Maschine vierteljährlich 16 Mark Äraftfahrzeugsteuer kostet. Entschieden wich- tiger war es für diese jungen Männer, von der Garagcnmiete los- zukommen. Wenn auch nicht mehr wie 1927 für eine Motorradbox 12 Mark gefordert werden, so sind für Arbeitslose selbst die jetzt wohl allgemein verlangten 7,50 Mark immer noch ein drückender Tribut. So gingen die Arbeitslosen und Abgebauten in die Garagen und nahmen zuerst dos Vorderrad von ihren Maschinen. Dann das Hinterrad, dann nahmen sie den Motor aus dem Rahmen, und alles wanderte, gut eingefettet, zur Ueberwintcrung in den Keller. Tausende von Motorrädern stehen oder standen in diesem krisenwinler in den kellern. Unterdessen stöhnen die Garagen- besitzcr. Doch wenn die Garagenbesitzer stöhnen, müßten die Motorrad besitzer eigentlich weinen, lieber ihre schönen Räder, die sie, durch die Not gezwungen, für ein Butterbrot weggeben müssen. Das Wüstenmodcll von Ebi, die 350er-Maschine des Typs Sahara, eine gute Solomaschine, die neu über 1000 Mark kostet, ist gebraucht. falls sie nicht mehr als 5000 Kilometer Falzet hinter sich hat, für 200 Mark zu hoben. Ein 750er-Harley-Davidson mit Beiwagen, 7000 Kilometer gefahren, von einem Fachmann tadellos gehalten. neu 2700 Mark, ist für 1000 Mark völlrg unverkäuflich. Genau so sind ja Motorboote unverkäuflich. Heute liegen die Dinge so. daß schwere Beiwagenmaschinen höchstens noch den Preis des Beiwagens erzielen, die Maschine gibt es zu. Am kommenden Sonntag ist Ostern. Einstmals hatten die Paddler und Ruderer uckd Motorradfahrer keine Sorgen, wohin sie fahren werden. An diesen Ostern wird die Fahrt ins Grüne etwas schwer werden. Uralzeffs Russengeschäft Die Raiffeisenbank unter Anklage— Uralzeff verteidigt sich llralzeff verteidigt sich. Uralzeff k l a g t o n. Er vcr- teidigt sich, indem er behauptet, dos Russengeschäft, diese mysteriöse Angelegenheit, die im Mittelpunkt der Berliner Verhandlung steht, sei ein reelles Geschäft gewesen: er klagt an, indem er die Raiss- cisen-Bank selbst wegen ungeheurer Verluste, die sie an ihm gehabt hat, verantwortlich macht. Er behauptet, daß die Raisseisen-Bant die Sicherheiten, die sie von ihm erhalten, verschleudert und ver- grübet habe. Haben Sic dem Gelddisponentcn der Raiffeisen-Bank, Rechts- onwalt und Notar Lange, etwas abgeben müssen? fragt der Vorsitzende. Uralzeff zögert mit der Antwort und sagt schließlich: Ja, 5 bis 15 Proz. von dem gewährten Kredit: Die Raiffeisen-Bank hätte keinen Pfennig verloren, wenn dort nicht eine unglaubllche Korruption geherrscht hätte, wenn der Autterueid zwischen den einzelnen Direktoren nicht so stark gewesen wäre. Zu den Sicher- h c i t c n, die die Raisfeisen-Bank für den gewährten 9-Millionen- Kredit gehabt hat, zählt Uralzeff auch das Aktienpaket der Oslwollc, das die Bank ihm verkauft hatte: es sollte ihm erst nach Bezahlung des ganzen Kaufpreises zur Verfügung stehen. Die Raiffeisen-Bank hatte, wie erinnerlich, mit den Aktien spekuliert, in sie 7 Millionen hineingesteckt; in Wirklichkeit waren sie nicht mehr als 1 bis'2 Mil- lionen wert: es gelang, sie Uralzeff anzudrehen. Es wäre ein fabel- lzostcs Geschäft, fabulierten ihm die d e u t s ch n a t i o n a l e n Herren, die Direktoren Dietrich, Scclmann, vor. Die Ucbcr- nähme der Aktien durch ihn war ein großer Tag. Zu den Sicher- Helten gehörte auch eine gelbe Ledertasche mit Perlen, Brillanten und Schmucksachen. Auch ein Stück aus dem Schatze des Zaren befand sich darunter. Die Tasche wurde in einen Bonktresor eingeschlossen. Als man ihn später einmal aufmochte, war die Tusche so gut wie leer. Die Schlüssel zum Tresor befanden sich in den Händen der beiden Direktoren Dietrich und Seelmann. Das Versahren gegen Uralzeff wegen Betruges wurde eingestellt. Man habe angenommen, sagt der Staatsanwalt, daß seine An- gaben über den Inhalt der Kassette vieles für sich hätten. Wo waren also die Juwelen geblieben? Nicht minder mysteriös war das Verschwinden von 86 Teppichen, von den 110, die als Sicherheit gegeben waren. Und die Bilder im Werte von eine Million Mark hingen heute noch in den Dillen der Direktoren, erklärt Uralzeff. Endlich ist man beim Rusjengeschäst. Die Raisseisen-Bank war Ende 1924 mißtrauisch geworden. Sie drängte aus Rückzahlung der Millionenkredite. Uralzeff vertröstete sie mit einem Spritschmuggelgeschäft mit Amerika und mit einem Russe ngeschäft. Sein Jugend- freund Stronrbcrg habe für 2 Millionen Dollar Chemikalien aus illegalem Wege nach Rußland geliefert. Er, Uralzeff, sei dabei mit 250 000 Dollar beteiligt. Sie wissen doch, hält ihm der Vorsitzende vor, es wird behauptet, daß dieses Russengeschäft in Wirklichkeit nicht existiert habe, und daß es auch keinen Stromberg gebe. Haben Sie irgendwelche Beweise, daß er existiert und daß Sie das Geschäft mit ihm gemacht haben? Nein, Beweise besitzt Uralzeff nicht, das Geschäft war ein Vertrauensgeschäft. Stromberg war eine exterri- toriale Persönlichkeit, er kam aus Sowjetrußland nach Deutschland, kaufte hier unter Umgehung der Handelsvertretung Waren ein und schickte sie noch Nußland. Er hatte in Hamburg ein Büro, dessen Adresse nicht ermittelt werden konnte, wohnte tin Polasthotcl, was nicht f e st g e st c l l t werden kann, besaß einen Privatsekretär namens Eberhard, dessen Aufenthalt Uralzeff unbekannt ist. Strombcrg kann in Moskau eingesperrt oder gar erschossen sein. Laut Vereinbarung mit diesem sollte Uralzeff seine Einlage per- sönlich zurückbekommen, der Kaufpreis sollte von der 5? a n- delsvertretung in Deutschland ausgezahlt werden. Mitte 1925 hieß es plötzlich, das russische Geschäft werde nun- mehr durch die P a r i s e r R u s s i s ch c Handelsdelegation zur Abwicklung gebracht werden. Der Prokurist der Bank, Krause, und Uralzeffs Schwager Pfeiffer fuhren nach Paris, um hier mit Stromberg in Verbindung zu treten. Sic wurden von einer Person, die sich als Stromberg bezeichnete, aus Nizza angerufen, erhielten auch zahlreiche Telegramme über die Ursache der verzögerten Ankunft des Herrn Stromberg und fuhren schließlich unverrichteter Dinge nach Berlin zurück. Ebenso er- folglos war eine zweite Fahrt Pfeiffers nach Paris. Es erschien bei ihm im Austrag van Strombcrg ein Herr K u r e n k a — ein Sowjctangestellter behauptet Uralzeff— und vertröstete auf kommende Dinge. Das war alles. Im September 1925 wurde Pfeiffer zum dritten Male, diesmal in Begleitung des Rechts anwalts Dr. Türk,»ach Paris geschickt. Türks Reisen nach Paris wiederholten sich später mehrmals. Uralzeffs Anspruch auf 5 Mil lionen, die er angeblich von der Russischen 5iandelsdelegation in Paris zu erhalten hatte, wurden von ihm an die Raifscisen-Bank abgetreten. Die Handelsvertretung stellte auf diese Summe einen Schuldschein aus. Die Raiffeisen-Bank wollte an dessen Stelle mehrere Schuldscheine aus geringere Summen haben. Auch die erhielt sie, gleich dem ersten unterschrieben von„Roscnscld und Leoine". Die Dokumente wurden in der Raiffeisen-Bank photo graphicrt. Die Nachforschungen in der Handelsvertretung ergaben, daß hier weder ein Rosenscld noch ein Livine in Stellung waren. Uralzeff behauptet, die Handelsvertretung habe ihre eigenen Angestellten verleugnet. Sie existierten ebenso wie Strombcrg. Es fei unerhört, an der Realität des Russcngeschäfts zu zweifeln. Es fei Tatsache, daß in der Pariser 5)andelsvertretung Akzepte mit dem Giro seiner Handelsgesellschaft Orion im Umlauf waren und der Raiffeisen-Bank vorgelegen haben. Wieso Strombcrg das Geld nicht gezahlt habe, begreife er nicht. Entweder habe er ihn getäuscht oder es sei ihm etwas zugestoßen. Er selbst sei voll- kommen unschuldig. Explosionskaiastrophe im Tunnel. Sechs Tote, zwanzig(Schwerverlehte. Madrid. IS. März. Z« Andorra ereignete sich am Sonnabend bei Tnnnelbante» für elektrische Zentrale« eine schwere Explosion. Dabei wurden S Arbeiter getötet und 20 schwerverletzt. schnupfIn rn iT.ngnrjpiPMna�F Ltrisil im GchuMeiß-prozeß. Drei Monate Gefängnis für Katzenellenbogen. Die 3. Ttrafkamurer des Landgerichts I fällte gestern. wie bereits im größten Teil der Abendausgabe mitgeteilt wurde, folgendes Urteil: Der Angeklagte Katzenellen- bogen wird wegen Bilanzverschleierung zu drei Mo« naten Gefängnis und 10 00� Mark Geldstrafe verurteilt oder im Richtbeitreibungsfakl« zu einem weiteren Monat Gefängnis. Der Angeklagte Penzlin wird an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von einem Monat zu 10 000 Mark Geldstrafe, im vttchtbeitreibungs falle zu einem Monat Gefängnis ver« urteilt. Bon der Anklage der Untreue wurde Katzen» ellenbogen freigosprochen. Das Verfahren gegen Katzen« ellenbogen und Penzlin wegen Prospektbetrugs wurde eingestellt. Die Angeklagten Sobernheim, lluhlmch und Funk wurden fr« igesprochru. Die Gefängnis st rafe gegen Katzenellenbogen wird als durch die erlitten« Untersuchungshaft als verbüßt betrachtet. In Her tlrieilsbegkündung führte der Borfitzen-de aus, daß sturmische Perioden im Wirtschafts- leben seit jeher ihren Niederschlag im Gecichtssaal fanden. Das Gericht fei kein Unter suchungsausschuß oder Enquetekomnnfsion für die Herausarbeitung einzelner Rechtsfragen. Es fei auch nicht feine Aufgabe gewesen, zimirechtlichen Ansprüchen den Weg zu bereiten. Die Aufgabe des Gerichts fei allein durch den Eröffnungsbeschluß begrenzt gewesen. Nu? was im Laufe der Perhanolungen Gegen- stand eigener Wahrnehmung geworden sei, habe dem Urteil zugrunde gelegt werden können. Bezüglich des P r o f p e k t b« t r u g e s fei das Verfahren e i n g e st e l l t worden, weil die Verjährungsfrist ein- getreten fei. Auch von der Anklage der Untreue seien die An- geklagten freigesprochen worden.— Dann werden in der Be- oründung ausführlich die der Anklage der B i l a n z o« r f ch l e i e- r u n g zugrunde liegenden Stützungskäuse, der Nutria- und Nordhefe- Komplex besprochen. Die Angeklagten haben, um dem Status ihres Unternehmens den Schein größter Liquidität zu geben, es zugelassen, daß die Bilanz viele Millionenbetroge als Bankguthaben aufwies, während in WirklichkeU nur einfache Forderungen in Frage standen. die auch nur hätten ausgewiesen werden dürfen. Sie haben also das im Aktienrecht so bedeutungsvolle Prinzip der Bilanz- wahrheit außer acht gelassen. Mildernde Um- stände waren den Angeklagten deshalb zu oersagen, aber es ist berücksichtigt worden, daß sie nickst vorbestraft sind. Erwachender Mittelstand. Nazis kümmern sich nicht um die Not des Kleinhandels. Oer deutsche Neklametag. Der Deutsche Reklame-Verband e. B. hält zurzeit seinen ersten deutschen Reklametag in Berlin ab. Die Tagung, die gestern begonnen hat und am Sonntagabend ihr Ende findet, hat das Interesse einer großen Zahl von wirtschaftlichen Verbänden ge- sunden. Am Sonnabendoormittag wurde die Veranstaltung im „Kaiserhof" eröffnet Der Vorsitzende des Verbandes, Dr. K n a p p. begrüßte die Vertreter der Reichs-, Staats- und Kommunalbehörden und die zahlreichen Gäste aus dem In- und Auslande. Die Reihe der Fachvorträge wurde eingeleitet durch einen Vortrag des Dr. Jng. Adolph über„Werbung und Industrie". An Stelle des verhinderten Reichsministers a. D. Grafen Könitz sprach Professor Brandt vom Institut für Marktsorjchung über„Werbung und Landwirtschaft", Heinrich G r ü n f e l d. der Vorsitzende des Einzel- handelsverbändes, behandelte das Thema:„Werbung und Einzel- Handel." Im weiteren Verlauf der Tagung, die als Sonnabend- abfchluß mit einem Gefellschaftsabend im„Kaiferhof" ihren Aus- klang fand, sprachen noch Dipl.-Ing. S u t t e r, Reichsminister a. D. Krahne über werbetechnische Fragen, und Dr. Krumbhaar, der Vorsitzende des Verbandes deutscher Zeitungsverleger, über: Zeitung und Werbung.„Gerade eine Zeitung", so führte Dr. Krumb- In der Sindl-Rrauerel in Weitzensee wurde eine bemerkenswerte Mittel st andskuadgebung abgehalten. Nicht weniger als 12 Gewerbe dieses verliner Bezirks, der mit am schwersten unter der Wirtschaftskrise leidet, hallen dazu ein- geladen: die Läcker-Zunung, die Zuhcherrn-Znnung. die Zrifiir. Innung, der Haus, und Grundbejiheroerein, die eadrnfchlächler. die Tischlermeister. Schneidermeister, Gastwirte, Obst- und Gemüse- Händler bis zur vereinigten Lauhandwerker-Znnung von Weiheosee. Also die offiziellen Znteresscnoerlrctungen des Weißenfeer Mittelstandes. Das Thema der Kundgebung hieß„M i t t e l st a n d i n N o t". Der Charakter der Zusammenkunft, die den großen Saal der Kindl- Brauerei bis auf den letzten Platz füllte, war eindeutig antikapita- listisch. Es fehlte nicht an starken Worten, wie Kampf dem Zins- wucher, Kampf den Riefenkonzernen, Kampf dem Warenhaus, trotz- dem war diese Kundgebung für die beginnende Ernüchterung weiter Mittelstandskreise symptomatisch. Seit langer Zeit zum erstenmal be- rauschte man sich nicht an billigen Redensarten, sondern die Weißen- seer Mittelständler bezogen die Plattform des heutigen Staates, sie meldeten Forderungen an, die die drückendste Not lindern sollen, und erklärten sich zur Mitarbeit an diesem„System" bereit. Daß die Kundgebung schließlich in vorgerückter Stunde von einer nationalsozialistischen Sprengkolonne zum Auffliegen gebracht wurde, ändert nichts an der Einstellung der er- drückenden Mehrheit der Besucher. Der Referent in Weihensee war der Führer der Arbeitsgemein- schaftsattion Mittelständler. E, s e l. Er schilderte die Not des Mittel- standes, schilderte, wie die Kleingewerbetreibenden im Laden stehen und es kommt kein Kunde, weil der Kunde von einst kein Geld mehr hat. Eine zerschlagene Kaufkraft bedeutet den Bettelstob für so und so viel mittelständlerische Existenzen. Und dann formulierte der Referent ganz richtig, daß die Not des Mittelstandes ans der Not der arbeitenden Masten geboren ist. Will man dem Mittelstand Helsen, muß man zuerst der Arbeiterschaf« helfen: beide Gruppen können ein gutes Stück Wegs gemeinsam machen. Der Referent sagte: ihr habt den verkrachten Bankfürsten Hun- derte von Millionen gegeben, warum gebt ihr nicht einmal auch uns ein paar hundert Millionen zur Ankurbelung der Kaufkraft. Gebt an die Arbeitslosen Gutscheine aus oder garantiert irgendeine andere Form des Konsumkredits, damit die Arbeits- losen in unsere Läden kommen und sich wieder einen Anzug, ein 5?emd und Stiefel kaufen können. Oder, meinte der Referent: 13 Jahre lang ist an den Häusern in Berlin so gut wie nichts mehr gemacht worden. Schluß jetzt mit der Verwahrlosung der Wohnungen. Gebt den Hausbesitzern die Hauszinssteuor zurück zu einem billigen Zinssatz und dann kann das Eroßreine- machen in Berlin beginnen, alle Bauhandwerke haben Arbeit. Schließlich verlangten die Weißenseer Mittelständler eine Art Still- Halteabkommen, ähnlich, wie es die ostdeutsche Landwirtschaft besitzt: den Schutz vor der Zwangsvollstreckung. Oder der Hauswirt soll nur den wirklich rückständigen Teil der Miete einklagen können und nicht vorsorglich das ganz« Geld für die ganze Vertragsdauer, wie es jetzt oft gemacht wird, wodurch der Gewerbetreibende zeitlebens der Schuldknecht des Hauswirts ist. Das ungefähr forderten die Weißen- seer Mittelständler. Ueber diese Forderungen, über diese Kundgebung, über diese ganze sich anbahnende Bewegung kann man diskutieren. Die Nazis vermochten das am Freitagabend nicht. Sic machten Radau mit ihrem Adolf. Adolf ist der Messias. Adolf wird helfen, kommt zu Adolf. Dabei wird der Mittelstand den Herrn Hitler wenig kümmern. Das war sage und schreibe alles, was die Weißenseer Lokalleuchten der Nazis ihren Wählern zu sagen hatten. Als sie ihre Litanei heruntergcbetet hatten, trat die aus Reinickendorf bezogene Sprengkolonne halbwüchsiger Rowdies in Aktion. Und um ein Haar hätten die Wähler Hitlers von den SA.-Strolchen Prügel bekommen. Es kam nicht dazu, die Nazis begnügten sich mit dem traurigen Ruhm, eine Mittelstandskundgebung, die sich be- mühte, einen Ausweg aus der Not zu finden, gesprengt zu haben. Niemand war darüber am Freitagabend empörter, als die Weißen- seer Mittelständler.„Wenn so das Dritte Reich aus- sieht," schimpften die Bäcker, Schlächter und Schneider. Im Dritten Reich würde rs noch viel heiterer aussehen, und sein Kommen zu verhindern, hat auch der Mittelstand alle Ursache. haar aus,„die durch'Ernst und Zuverlastigkeit das Vertrauen der Leferschast erworben hat, ist auch für die geschäftliche Werbung be- sonders wertvoll, da sich die Anteilnahme der Leserschaft gleicher- maßen auch auf den Anzeigenteil erstreckt." Besuch mit Revolvern. Frau schwerverletzt in ihrer Wohnung aufgefunden. In der Wohnung der 37 Jahre alten Frau Anna L. in der Müncheberger Straße spielt sich gestern nachmittag eine Schießerei ab, die noch nicht einwandfrei geklärt werden konnte. Fr. L. wurde nachmittags von zwei ihr osfenbär bekannten Männern, die Stachow und Franz heißen sollen, aufge- sucht. Während die Kinder, ein sechsjähriges Mädchen und ein fünf Jahre alter Junge, in der Küche spielten, trank Frau L. mit ihren Besuchern in der Stube Kaffee. Plötzlich fiel ein Schuß. Stachow und Franz verließen fluchtartig die Woh- n u n g. Als das Mädchen in die Stube eilte, fand es seine Mutter aus dem Sofa scheinbar leblos auf. Mit dem Ruf„Meine Mama ist tot— meine Mama ist tot!" lief die Kleine weinend auf den Flur. Nachbarn holten einen Arzt, der bei der Frau eine schwere Kopfverletzung durch einen Schuß feststellte. Frau L. wurde ins Krankenhaus am Friedrichshain gebracht, wo sie schwer darnieder- liegt. Es scheint bisher, daß Frau L. durch Fahrlässigkeit eines ihre? Besucher verletzt worden ist. Villige Osierreisen auf der Reichsbahn. Bei den von der Reichsbahn für Ostern auszugebenden Fest- tagsrückfahrkarten ist folgendes zu beachten: Die Festtagsrückfahrkarten gelten vom 23. Würz früh bis zum 4. April. 24 Uhr. Die hinfahrt kann erfolgen in den Tagen vom 23. bis 28. März einschl. und muß bis 28. März, 24 Uhr, beendet sein. Die Rückfahrt kann erfolgen vom 24. März, 12 Uhr, und muß bis 4. April, 24 Uhr. beendet sein. Die Festtagsrückfahrkarten haben eine Ermäßigung von 33� Proz. gegenüber dem normalen Fahrpreis. Sie werden diesmal von allen Stationen der Reichsbahn nach allen Stationen aus- gegeben. Nach Möglichkeit werden gedruckte Fahrkarten ausgehän- digt, Blankofahrkarten als Notbehelf. Ausgegeben werden die Festtagsrückfahrkarten durch die Fahr- V: kartenausgabcn der Reichsbahn und durch das Mitteleuropäische Reisebüro. Die Lösung erfolgt zweckmäßig möglichst frühzeitig, mindestens aber zwei Tags vor Antritt der Fahrt, um glatte Ab- Wicklung zu gewährleisten. Eilzüge, v-Züge, FD- und FFD-Züge können gegen Zahlung des tarifmäßigen Zuschlags benutzt werden. * Für den Reiseverkehr zu Ostern hat die Reichsbahn- direktion Berlin die nötigen Vorkehrungen getroffen. Neben Verstärkung der fahrplanmäßigen Züge sind vom 23. bis 27. März 169 Vor- und Nachzüge vorgesehen, die nach Bedarf ge- fahren werden und sich auf alle Richtungen oertellen. Aus dem Russischen übertragen von Werner Bergengruen. Aber dann kommt es ihm in den Sinn, wie sie es früher getrieben hat. Wer zpollte konnte mit ihr machen wozu er Lust hatte. Da kommt so ein Jammer über ihn, daß er sich am liebsten einen Strick um den Hals getan hätte. Und je länger das so geht, um so schlimmer wird es. Jeder einzelne Kram von damals kriecht ihm in den Schadest an alles muß er sich erinnern, wie jeden Tag ein anderer Kerl bei ihr ge- wesen ist, und so wird er trübselig, böse, sängt an zu saufen, säuft sich voll, kommt nach Hause, macht Krach, haut mit der Faust auf den Tisch: „Du Hurenstück, hast tausend Kerle bei dir gehabt, jeden Tag einen anderen!" Er schreit, zerschlägt das Geschirr, schmeißt alles im Hause herum, prügelt Gruscha und dann rauft er sich selbst die Haare aus und heult: „Gruschenka, verzeih mir Verfluchtem! Ich bin ja ein Vieh, der Teufel hat mich geritten, verzeih mir doch!" Der nächste Tag vergeht ruhig, dann geht es wieder los. Es wird immer schlimmer. Er liebt sie und quillt sie. Und zugleich quält er sich selbst. Und feit Gruscha verheiratet ist. da ist sie erst recht eine Schönheit geworden. Nicht nur im eigenen Dorf sagen das alle. Das wußten sie auch in der ganzen Gegend. Aber sie sprachen schlecht von ihr, wollten nicht vergessen, was früher gewesen war. Vsrgsht wieder eine Zeit. Der Kerl kommt ganz von Kräften, kann an nichts anderes mehr denken. Keine Stunde kann er es ohne Gruscha aushalten, und dabei hat er doch immer die asten Geschichten im Kops, immer wieder Gruscha mit besofsenen fremden Männern zusammen! Und dann säuft er, dann prügelt er Gruscha, dann weint er. Eines Tages kriegt er Krach mit einem besoffenen Hocker. Da schreit der: „Du sollst lieber auf deine Schlampe aufpassen! Kaum bist du aus dem Hause, hat sie Besuch. Die Katze läßt das Mausen nicht." Dem Kerl wird es dunkel vor den Augen. Das Blut springt ihm in den Kopf, daß er nichts mehr unterscheiden kann. Er torkelt, brüllt wie ein Tier, haut dem besoffenen Hocker über den Schädel, daß es ihn umschmeißt, und rast nach Hause. Zu Hause sitzt Gruscha am Tisch, legt Patience. Er stürzt sich auf sie wie ein Verrückter, packt sie an der Kehle, fängt an zu würqen. Schmeißt sie auf den Boden, fällt über sie her, drückt sie an sich, würgt sie... Sie röchelt schon, aber er drückt sie immer noch an sich und küßt sie und würgt sie... Wie er sie erwürgt hat, springt er auf. begießt alles im Hause mit Petroleum, steckt es an, läuft weg... Jetzt wird er wohl irgendwo auf der Walze sein." Der Mann ohne Gedächtnis war in Haltung und Be- wegungen ebenso unerschütterlich wie sonst, aber in seiner Stimme bebte eine kaum wahrnehmbare Erregung, und sein Blick hatte etwas Unruhiges und Flackerndes. Aber vielleicht habe ich mir das auch nur eingebildet... Wir fuhren weiter. Die sibirische Bahn hat nur ein Ge- leise, und darum steht der Zug oft für längere Zeit an den Haltestellen auf der Weiche. Darum strömten die Bauern aus den nächsten Dörfern zusammen und breiteten auf Bütten und Holzqestellen Dinge zum Verkauf aus, die auf Seh- und Geruchsnerven hungriger Menschen wie überirdische Phantome wirkten! In diesen Gegenden waren Fleisch. Fisch und Wild märchenhast billig. Dafür wurde aber auch nur in größeren Quantitäten abgegeben. Wer gebratenes Fleisch baben wollte, der mußte wenigstens ein Stück von mehreren Pfunden nehmen! Eine Ochsenleber wurde nur im ganzen abgegeben! Wer auf Fisch Appetit hatte, mu�te schon einen ganzen Karpfen oder Hecht von fünf bis sechs Pfund nehmen! Und das alles war unglaublich billig. Hat man aber kein Geld, so fällt jeder Unterschied zwischen billig und teuer weg. Höchstens ist das„Billig" noch erdttterndsr. wenn man sich klarmacht, daß für ein einziges Zehn-Kopeken-Stück ein aus- gshungerter und bis zum äußersten erschöpfter Mensch ge« sättigt werden könnte Wenn die Eskortemannschaften mit den Lebensmitteln, die sie für lljren eigenen Bedarf eingekauft hatten, in den Waggon zurückkamen, mit diesen schön gebratenen, mächtigen Fleischstücken, Lebern oder ganzem Geflügel, dann waren'die Qualen des ausgehöhlten Maoens und des geschärften Ge- ruchssinnes unbeschreiblich. Es waren richtige Tantalus- quälen. Im Munde hatte man ein Gefühl der Trockenheit, im Kopf Schwindel und dabei die deutliche Empfindung, daß der Körper sich von seiner eigenen Substanz nährte und sich da- bei selbst verbrauchte. Bei mir ging die Schwäche bereits so weit, daß ich nur noch mit Mühe gehen und stehen konnte und unwillkürlich augenblicks am Boden lag, sobald sich eine Möglichkeit dazu bot. In den letzten Tagen waren wir etwas weniger eng zusammengepfercht und es gab mehr Platz. Hätte man nicht auf allen Haltestellen alle diese aufreizende Herrlichkeit sehen müssen, so hätte der ans Hungern gewöhnte Organismus einigermaßen zur Ruhe kommen können, aber dieser er- bitternde Anblick und dieser aufpeitschende Geruch ließen einem immer wieder das Wasser im Munde zusammenlaufen. Unser Waggon war geräumiger geworden, und damit begann auch die Eskorte korrekter und freundlicher zu werden. Wir verfolgten mit Freude, wie wir allmählich weiterkamen, und glaubten das Ende unserer Lcidensfahrt schon voraus zu sehen. Die ungezählten Ansiedlungen. Dörfer, Haltestellen, Stationen glitten, hier und da von Feldern und Wäldern unterbrochen, den ganzen Tag über wie ein unendlicher Streifen an uns..vorbei. In der Fahrtrichtung tauchte am Horizont plötzlich ein stattliches Dorf mit einer großen Kirche auf, mit einsni Backsteingebäude— es mochte ein Krankenhaus oder eine Schule sein— und mit einigen steinernen Häusern inmitten der bäuerlichen Balkenhütten. Dann kamen wieder lange Zeit hindurch kleine Dörfchen mit strohgedeckten Hütten, un- ordentlich verstreut, grau, schief, krumm, offenbar jeden Augenblick zum Einsturz bereit. Alle diese Hütten waren ohne Fenster— vermutlich gingen die Fenster immer nach der Hofseite—, und so erinnerten diese Baulichkeilen an schmutzig- graue, auf die Felder geworfene kleine Kästchen. Menschen waren nicht zu sehen. Sie hatten ihre Kästchen weggeworfen und vergessen. Dann kamen wieder schneebedeckte Felder— unendlich, still, gleichförmig. Ganz überraschend kam der Wald uns entgegengelaufen, der ungeheure, hohe, dichte Wald, zwischen dem sich auf schmalem Pfade unser Zug wie eine Schlange durchwand. Die dichten Waldmauern faßten den Weg wie mächtige, undurchdringliche Schilde von beiden Seiten ein und verloren sich in eine unermeßliche Ferne. In der Dämme- rung schoben sich die Bergwände, mit weißen Tüchern gedeckt, naher aneinander, als drohten sie, sich plötzlich zusammen- zuschließen und die lange Reihe rasselnder Spielzeugkästche», die verlassen im Dunkel daherkrochen, zu zermalmen. (Fortsetzung folgt.) Erziehung zum Wert. Eine Ausheilung des städtischen Werklehrerseminars. Das Grunjdmotiv, das man der Ausstellung„Aus der Arbest des städtischen WerNehrerseminars" in der Klosterstroße 75 unterlegen tönretc,„Erziehung für die Freizeit", weist also in die Zukunft, in eine Zukuntt..v- vielleicht nicht mehr fern ist. Direktor Pros. Michel betonte».vstnung derAusstellung, daß alles, was er erreichen möchte, ja längst Bedürfnis ist: eine Abkehr von der rein oerstandesmstßigen Ausbildung auf unseren Schulen. Jeder Laubenkolonist, jeder Paddelbootbesitzer, die immer wieder an ihrem Bisitztum herumbchteln und arbeiten, hat ja schließlich die Sehn- sucht, sich zu entspannen in körperlicher, schaffender Arbeit. Die Schüler des Werklehrerfeminiaps sind zum überwiegen- den Teil Volksschullehrer, die erstweder in ganztägigem Cinjahreskurs oder in einem zweijährigen Halbtagskurs zum Werk- lehrer ausgebildet werden. Die Bestrebungen, den Werkunterricht in die Schule einzuführen, sind ja schon alt. Bereits in den acht- zigcr Jahren wurden die ersten Schülerwerkstätten in Leipzig ein- gerichtet. Im Lehrplan der Volksschule ist der Werkunterricht obli- gatorisch, wenn... geeignete Lehrkräfte und Werkstätten vorhanden sind. Das ist freilich meistens nicht der Fall. Und so steht die schöne Bestimmung nur auf dem Papier. An Schülern ist kein Mangel. Trotzdem jeder Lehrer seinen Vertreter bezahlen muß, also praktisch aus sein Gehalt aus die Dauer eines Jahres verzichtet, läßt er sich zum Werklehrer ausbilden, oder er opfert zwei Jahre hindurch nachmittags feine Freizeit, um das Ziel zu erreichen. Er erringt keine materiellen Vorteile: denn seine Entlohnung wird durch die Lehrbefähigung zum Werklehrer nicht höher; aber die ideellen Werte, die er sich schafft, wiegen alles auf. Die Ausstellung zeigt, wie auf dem städtischen Werklehrerseminar gearbeitet wird. Alle Arbeiten stehen aus hohem geschmacklichem Niveau. In vier Techniken wird unterrichtet: Holzbearbeitung, Papparbeit mit Buch- binden, Metallarbeit und für die Mädchen außerdem Weben. Die Arbeiten haben häufig Beziehung zum Unterricht. Wir nennen das Modell einer Postkutsche, Dampfmaschine, eine Windmühle, Wassermühle, Lokomotive. Feuerwehrauto, Modelle eines Flosses, von Booten aus der Südsee. eine mittelalterliche Wurfmaschine usw. usw Eine große Hafenanlage wurde von dem gesamten Kursus als Prüfungsarbeft in Holz und Metall ausgeführt. Da ist alles vorhanden, was in einem modernen Hafen zu sehen ist. Trockendock. Schwimmdock, Bagger, Krahn, Dampfer und Kähne, Zugbrücken, Wasserflugzeug, der Stopellauf eines Schiffes, ein Viadukt usw Und als Krönung der Ausstellung der kleine Theater- räum für ein Puppentheater. Die niedrig gespannt« Decke mft durchsichtigem Papier ornamental reich geschmückt, gibt durch das durchscheinende Licht dem Raum ein festliches Gepräge. Die Wände wurden in gemeinsamer Arbeit durch dekorative Figuren, in die geschickt Beleuchtungskörper hineingebaut wurden, geschmückt. Hier ist unter Verwendung von billigstem Material: Zeitungspapier. Draht, Blech von Manneladeneimern, Hobelspänen, Holzstückchen usw. etwas geschaffen, was richtunggebend sein kann für jeden, der einen Festraum gestatten soll. Der Besuch der Ausstellung kann nicht warm genug empfohlen werden. Sie ist vom 18. bis 23. März täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Zitlier und Harfe. Im Bürgersaal des Rathauses. Känigstraße. veran- stallele der Verband Deutscher Zither-Vereine ein Volistenkonzert, ix,-.>.en erstmaligen wohlgelungenen Versuch des Zusammenspiels von Zfther und Harfe brächte. Der Berliner tharfenvirtuose Fritz Post spielte mit dem Münchener Zfthermeister Fritz Mühlhölzl die „Legende" von Swoboda und die„Loreley-Fantasie" von Neswadba. Das Zusammenspiel ergab wirklich schöne Klangwirkung, besonders die„Loreley-Fantasie" gefiel den zahlreich erschienenen Zuhörern. Eine reiche Auswahl von klassischen und Konzertpiecen gab dem Zitherspieler Gelegenheit, gute Technik und schönen Vortrag zu beweisen: unter anderem das Konzert �.-Dur van Holz sowie die „Denezia-Fantasie" von Kollmaneck. Der Zitl>ervirwose erwies sich außerdem noch als Meister des Gitarrespiels, er spielte Standchen und Menuette mit viel Ersolg. Harsensoli von Fritz Post, darunter besonders wirkungsvoll die Nordisch« Ballade Us-Moll von Poeritz, Barcarole von Zabel unö eine Mazurka von Schuecker vervoll. ständigten den hübschen Konzertabend. Dem Konzert ging eine Perbandstagung voran, die zahlreiche Musikfreunde aus dein In- und Auslande vereinigte. Die Quelle im Walde Wasserfluten im ehemaligen Hof Jagdrevier Seit etwa einein halben Jahr sind die Bewohner von Btrkenwerder Zeugen eines eigenartigen Naturschauspiels: m dem nahen Staatsforst hat sich eine Quelle aufgetan, deren Wasser inunter zur Havelniederung abfließt. Die Anwohner sind darüber � jedoch gar nicht erbaut, denn da das Wasser kein Bett hat, ergießt ! es sich wahllos über mühselig kultiviertes Siedler- j l a n d. In den Kellern der Häuser steht das Wasser bereits einen { Meter hoch. Es macht einen überraschenden Eindruck, wenn ein von hohen Kiefern bestandener Forst plötzlich zum Luch wird. Ein in der Nähe der Gemarkung Birkenwerder unweit der Chaussee nach S u m m t gelegenes, einen guten halben Morgen großes Gebiet ist völlig versumpft. Dies ist auch die Stelle, an der das Wasser un- gehemmt und unaufhaltsam aus der Erde quillt. Die alten aus- getretenen Waldwege enden in dem neuerstandenen Ouellgebiet plötzlich im Wasser, lieber diesem Wasser erhebt sich noch vom letzten Sommer her Schnittgras und Farnkraut, Brombeer- und Wacholdersträucher. Es ist eine Frage der Zeit, wie lange sich die ! Kiefern in dem überschwemmten Gelände noch halten werden. An einem kleinen Abhang beginnt das Wasser nach dem in der Havelniederung liegenden Birkenwerder abzufließen Das � heißt, es ergießt sich nicht gerade wie ein Sturzbach aus dem Walde. � aber immerhin haben Siedler, die das Wasser auffingen, innerhalb ! S Minuten 20 Liter geschöpft. Das wären innerhalb einer Stunde 240 und im Laufe eines Tages knapp 60 Hektoliter. Es ist die Frage aufgetaucht, ob es sich nicht um plötzlich aufsteigendes Grund- wasser handele. Dem steht jedoch der Umstand entgegen, daß dann das tiefer gelegene Dorf Birkenwerder zuerst bettoffen sein müßte. Dies ist aber nicht der Fall. Auch der längs des Reichsbahndamms verlaufende Feuerschutzgraben zeigt kein Grundwasser. Es kommt hinzu, daß die von der Ueberschwemmung betroffenen Siedler ver- hältnismäßig hoch liegen und das Quellgsbiet im Walde weitere zwei Meter über einer durch die Siedlung laufenden Straße. Die in dieser Gegend beheimateten Siedler sehen nämlich schon der allernächsten Zukunft mit großer Sorge entgegen. Die Keller ihrer Landhäuschen sind voll Wasser gelaufen. Es sieht dort unten aus wie in einer Badeanstalt Das 22 a i s e r umspült bereits die obersten Keller stufen. Da die Häuser seinerzeit nicht im Hinblick aus derartige unvorhergesehene Wasserstände errichtet wurde», zersetzt das Wasser den Mörtel. Die Folge ist eine langsame, aber sichere Zermürbung des Fundaments. was sich selbstverständlich unmittelbar aus den Oberbau der Häuser auswirkt. Den Siedlern, meist Handwerkern, die nach Feierabend bei gegenseitiger Hilfe sich diese Häuser errichtet haben, droht das Dach über dem Kopf zusammenzubrechen, wenn das Wasser nicht abgeleitet wird. Nicht minder leiden die Gärten unter der Ueber- schwemmung. Obstbäume von einem halben Meter Umfang ver- mag ein Mann mit einer Hand zu bewegen, da die Bäume ja nicht mehr in festem Erdreich, sondern nur noch in Schlick stehe». Außer- dem drohen die Obstbäume einzugehen. Wer über die einstigen Gemüsebeete gehen wollte, würde sofort bis über die Knöchel ein- sinken. Zehnjährige Mühe und Arbeit um die vom Munde ab- gesparten Grundstücke erscheint umsonst gewesen. Ein in der Nähe befindlicher Fußballplatz ist zu einem großen See geworden. Erfreulicherweise hat nun die Gemeindevertretung Birkenwerder in einer ihrer letzten Sitzungen beschlossen, den bedrängten Siedlern zu helfen. Sobald es die Witterungsverhältnisse gestatten und das Erdreich froftfrei ist, wird mit der Anlage eines Drainagesystems be- gönnen. Dos Quellwasser wird dann durch Tonröhren zur Havel abgeleitet werden. Frühlingsanfang und schönes Wetter. Heute mild und größtenteils heiter. Heutc� Sonntag, ist kalendermäßig Frühlingsanfang, von linden Frühlingslüften ist vorerst aber noch recht wenig zu spüren. Zu Beginn der vergangenen Woche schien es. als ob sich endlich mildes Wetter einstellen würde. Durch einen neuen Kaltluft- einbrach ist diese Hoffnung jedoch abermals zunichte gemacht worden. Zunächst ist mit einem wesentlichen Ansteigen der Tempe- raturen. die zur Zeft sehr erheblich unter den Durchschnittstempe- raturen liegen, wohl kaum zu rechnen. Für heute, dem Frühlingsanfang im Schaltjahr, wird vom Amtlichen Wetterdienst trockenes Wetter bei größten- teils heiterem Himmel vorausgesagt. Die Temperaturen dürften tagsüber etwas höher als heute liegen. In der vergangenen Nacht wurden in der Innenstadt Berlins 1 Grad Wärme, in den Außenbezirken dagegen 1 bis 1% Grad Kälte gemessen. Die tief st en Temperaturen bettugen an einigen Stellen i m Reich heute früh Minus 5 Grad. In Ostpreußen ist wieder Schnee gefallen und in Ostdeutschland hat sich überall eine zusammenhängende Schneedecke gebildet. In ganz Süddeutschland und in Teilen von Mitteldeutsch- l a n d herrscht vielfach wolkenloses Wetter. In Norddeutsch- land, Sachsen und N o r d s ch l e s i e n ist der 5)immel meist bewölkt. Unser Gebiet liegt am Ostrand eines verbreiteten Hoch- druckgebiets, dessen Kern sich über dem Aermelkanal befindet. Unter dem Einfluß des Hochs dürfte Mitteleuropa auch am Sonntag noch verbleiben. Kellerbrand in der Großen frankfurter Straße. Durch einen Kellerbrand wurden gestern nachmittag die Be- wohner des Wohnhauses Große Frankfurter Straße 73 schwer gefährdet Der 5zof ist unterkellert und det etwa 130 Qua- dratmeter große Raum dient einer Bultergroßhandlung als Abstellplatz für alte Tonnen usw. Gegen 18 Uhr brach dort plötzlich Feuer aus. Die Flammen fanden an den leicht brennbaren ZNaterialien reiche Nahrung und in kurzer Zeit stand der Keller in Flammen. Als die Feuerwehr anrückte, war der 5)of und die Treppenhäuser stark verqualmt. Wege» der großen Gefahr wurden sofort zahlreiche Schlauchleitungen in Tätigkeit gesetzt und durch starkes Wassergeben gelang es, das Feuer bald einzukreisen. Tie Aufräumungsarbeiten dauerten bis in die späten Abendstunden. Acht Todesopfer der Kohinoorgrude. Eindringen in brennenden Schacht unmöglich. Brüx in Böhmen, lg. März. Die acht in der Kohinoorgrube von Bruch eingeschlossenen Berg- leute sind bis Freitag nicht geborgen, und man hat überhauvl keine Nachricht mehr von ihnen. Es wurde in den 383 Meter tiefen Schacht, der teilweise ganz v e r e i st ist. ein Seil mit Laterne, Glocke, Bleistift und Brief hinabgelassen. Als man es auswand, war nichts verändert. Die Verschütteten sind wahrscheinlich nicht mehr am Leben oder nicht bis zum Schacht gekommen. Alle Arbeit ist nun darauf gerichtet, das gänzliche Ausbrennen der Grube zu ver- hüten Die Grube hat ehedem 1300 Menschen Brot gegeben, der- zeit sind es noch rund 1200. Würde die Grube jetzt ganz aus- brennen, müßten alle diese Leute arbeitslos werden. In den letzten Tagen sind Klagen laut geworden, daß manches zur Sicherung des � Lebens der Bergleute verabsäumt worden ist, weil man sparen wollte. Die Bergungsarbeiten gehen sehr langsam vor sich. Das Vor- dringen ist infolge der Hitze unmöglich. Die Masken, Brillen, Anzüge usw. wurden in der Hitze vernichtet. Neue Fußgänsterwoche. Die„V e r k e h r s w a ch t B e r l i n- B r a n d e n b u r g e. V." veranstaltet in der Zeit vom 11 bis 16. April wiederum eine „F u ß g ä n g e r w o ch e". in der die Fußgänger auf die Inno- Haltung der Verkehrsvorschriften hingewiesen werden sollen. Es ist wieder die Verteilung einer besonderen Druckschrist„Fußgänger- regeln" beabsichtigt, deren endgültige Form noch vor Ostern in einer Besprechung im Polizeipräsidium festgelegt werden wird. Zlußer der Verteilung aus den Straßen sollen auch diesmal wieder die Spezialgeschäfte und Kaufhäuser bei der Verbreitung mithelfen. Wir haben stets viel geboten, aber in dieser S5cfl der Hol wollen mir unsere Leistungen auf das Äußerste erhöhen! Noch größer ist die Auswahl, nodx MorgfäUiger die Verarbeitung, noch bester sind die Stoffe als jemals, und noch niedriger die Preise! •Drum. Ihr Damen aller Figuren, oom xierllchcn Mach fisch bis zur iunonitchen Sradielnung: Auf sunt Osterkauf bei Qadiel! Ein großer Posten bildschöner Kostüme für Frühjahr unu Lebergang aus wertvollen Stoffen, in prächtiger Ausführung, Jacke auf vornehmem Futter, Röcke in neuzeitigen Formen ta 2 Serien nur 22:25: OasGadiqrscheFrQhliRgsvrunder; Frfihiahrs- Naniel in feinstem fltKlet gerne, aus rfliv wollenem f. cur D!»(00*' so',r elegjn cm Fu ter, mit aparter Biesaneaml.rung an beiden Seiten Kragen und Aermelautsehlage mit echt, tn Hermelin«alr- D«»er herrliche Mamel.der auch den ver- wShntesten Geschmack befriedigen wird, Ist m schwarz und marine. »od, 1» firoften Weilen, uor- rütig und kostet für grosse Weifen. Ein gio�er Posten Frühlings- Mäntel aus modernsten Tweedsloften, neue Muster und Formen, erstklassige Verarbeitung, ganz auf feinem Futter, In drei Serien .15:18:21: Ein großer Posten wundervoller Woll- und Tweedkleider darunter Original Wiener JerscykUider, aus guten Stoffen, in bester Verarbeit u. allen Ordnen in 3 Gruppen .8:14:19: Vornahm« _____ Nachmittagskleider aus Flaaesga Marocain und anderen wertvollen Steifes in allen QrSken und Faiben, auch in schwara für Trauer geeignet. werkschaften Deutschlands entwickeln am Mittwoch auf einem außer- ordentlichen Kongreß zu Berlin ein öffentliche» Arbeitsbefchaffungs- Programm. Organisiert« Arbeitsbeschaffung wird heute au» allen Kreisen verlangt. Ei« hat in allen Kreisen auch Gegner. Line planmäßige öffentliche Arbeitsbeschaffung erscheint uns unvermeidlich, weil die deutsche Volkswirtschaft jene Srlseu- reserven nicht tn ausreichendem Maße hat. au» deren wirksam- keil in freier Wirtschaft eine Ueberwindung der Depression und des gegenwärtigen Schrumpfungsprozesses möglich wäre. In normalen kapitaliftifchen Krifenabläufen ist eme besondere Arbeitsbeschaffung nicht nur überflüssig, sondern auch meist wir- kungslo». Jede normal» Krise erzeugt durch Preissenkung Kr»ditv»rbilligung und Lagerverkäufe, wenn im übrigen alle ver- tragsmäßig geregelten Einkommen unverändert fließen, an einem bestimmten Punkte de» krisenablaus« eine solche Nachfrage nach Konsum- und Produktionsgütern, daß die Wiederbelebung der Wirtschaft gewissermaßen automatisch erfolgt. Gerade dies« Vor- aussetzung aber ist in Deutschland nicht mehr erfüllt. Im Gegensatz zum normalen Krisenablaus haben wir für Deutschland festzustellen: Die Nominaleinkommen aus Löhnen sind in Deutschland schneller gesunken, al» dl« Ver- btlligung der Lebenshaltung die Lohnkaufkraft stärkte. Vertrag- lich geregelt« Geholtseinkommen der Angestellten und besonders der Beamten, eine der wichtigsten Krisenreseroen, wurden nicht nur nominell, sondern über die Aerbtlligung der Lebenshaltung hinaus verringert. Da es sich in beiden Fällen schließlich um Staatsakt« handelte, mußte ein« dritte, sonst stabil« Krisenreserv« angegriffen werden, nämlich der in normalen Krisen relativ gleich- bleibende Fluß der M i e t e i n n a h m e n. Normale Krisen ändern gewöhnlich auch»enig an dem Umfang der öffentlichen Au«- gaben. Diese vierte Krisenreserv« wurde im Prozeß der wirt- schaftlichen Leistungsschrumpfung, soweit echte Nachfrag« damit ver. knüpft ist. w allen öffentlichen Haushalten ganz gewaltig elnge» schränkt. verheerend war dt« Zerstörung von Krisenreserven auf d«M Kapitalmarkt. Milltardenbeträg««rwiesen sich. weit über alle Fehldieposttionen in normalen Konjunkturen hin. au», al» Fehlanlagen. Mehrabschreibungen und Abwertungen von Vermögen, schon erfolgt« und noch kommende, verhindern ein« für eine Dirtschaftsbelebung ausreichend« Kredit« und Kapital» v e r b i l l i g u n g. Die Fehldispositionen waren nicht wie sonst eine Ausnahme-, sondern eine Regelerscheinung, deshalb war die Aertrauenszerstörung bei den Kapitalanlegern ebenso allgemein: an den" Effekten wurden 50 und mehr Prozent des Nominalwerls verloren: jelbst die hohe Verzinsung und der billige Preis öfsent- (icher Wert» bot keinen genügenden Anreiz für die Kapitalanlage. Daß die Preise der wichtigsten G r u n d st o f f« in der Krise schneller sinken als die von Fertigwaren, ist im Zusammenwirken mit der Kapitaloerbilligung«ine Krisenreserve, die ln der Regel zur Be» lebung des Baumarktes führt. In Deutschland verhindert« die Hochhaltung der Monopolpreis» eine Belebung de» Baumarktes. Ebenso»erhindert sie d>e AusschSpfung der technischen Ueberlegen- holt der auf inländische Grundstoffe gestellten verarbeitenden In- dustrien beim Export. Die besonberea DeslaNoasmaßnahmea Veukschlands haben außerdem nicht konservierend, sondern zerstörend aus die Krisen reserven gewirkt. Die verordnete Cintommenssenkung schaltete durch eine unzureichende Preissenkung mehr Konsumenten kauftraft aus. als Produzentenkauftraft„gespart" wurde. Di« rentabilitätzerstö- rende Wirkung der fixen Kosten in der Produktion wurde vergrößert. Da die erforderliche Verlustbereinigung der Wer- mögensabwertung besonder« in der Kartell- und Monopol. Industrie meist nicht durchgeführt wurde, wirkt« die oerordnete Kostenentlastung als unproduktive Subvention. Die Zinssenkung besonders in der östlichen Landwirtschast hatte ebenfalls nur die Wirkung einer unproduktiven Subvention: die Stützung der schlechten Wirte verhinderte noch stärker als bisher die Bereinigung de» Gütermorkt». Die verordnete Verwendung von öffentlichen Wohnungsbaugeldern für Verwaltung?- und Unter st ützungszweck« beseitigte, während die freie Wirtschast zur Belebung des Baumarkts unsähig ist, die letzten Auftragsmöglichkeiten der Bauwirtschast, auf die die Kapazität der Industrie aber eingerichtet ist Dazu kommt noch ein wichtiges weiteres Moment: Parallel mit dem Baumarkt erfolgt in normal«n Krisenabläufen auch ein« Be» lebung der Produktionsmittelindustrie zur Ver- besserung alter und Errichtung neuer Anlagen. Auch diese Krisen- reserv« versagt heute, weil In der gdnzen Industrie selbst in den Zelten der Hochkonsunktur die Leistungsfähigkeit nicht ausgenutzt werden könnt«. Für neue Fabriken und Maschinen besteht sast kein Bedarf. Daraus ergibt sich: der Krisenmechanismus der freien kapitalistischen Wirtschost vermag in Deutschland ein« Wiederbelebung de» Wirt» schaftsleben« nicht herbeizuführen. Weil die Krisenreserven nicht vorhanden oder durch Sud» oentionspolltik nutzlos verbraucht find, ist ein» Belebung der Wirtschaft nur durch besondere Mahnahmen außerhalb der freien Wirtschaft möglich, d. h. durch Aufträge au» planmäßiger öffentlicher Arbeitsbeschosfung. So unabweisbar die Dringlichkeil, so notwendig ist Klarheit in der Zielsetzung der össenllichen Arbeilsbeschafsung. Die Erwartung wäre falsch, daß öffentlich« Arbeiten die Wirksamkeit des Krisenmechanismus, der zur Belebung führt, funktionell ersetzen könnten. Die Vergebung öffentlicher Arbeiten kann nur die weitere automatisch« Schrumpfung des Wirt- schaftslebens, und zwar nur auf ganz bestimmte Zeit oerhindern. Cs wäre eine Illusion, von der Vergebung öffentlicher Arbeiten grundsätzlich»ine Ankurbelung der Wirtschast zu erwarten, derart, daß e« dann dauernd von selbst weiter aufwärts geht. Oesf«ntlich« Arbeiten können nur oerhindern, daß die Nichtbenutzung von Produktionganlagen immer neue Verlust« bringt und die Ent- stehung neuer Verlust« immer mehr Arbeitslose erzeugt. Sie hab«n auch die Funktion, künstlich den Binnenmarkt in demsenigen Aus- maß zu stärken, in dem Gelder zur Vergebung öffentlicher Arbeiten vorhanden sind. Sie ersetzen in entsprechendem Umfang und auf bestimmte'Zeik hie Krisenreseroen, bleiben aber„Ersatz" wie jeder Ersatz. Oeffentsich«. Arbeiten sind eine Nothilfe bestn Verjagen de» kapitalistischen Wirtjchaftesystems: st««rfetzen aber nicht seine Funktionen, solang« e» besteht. Da innerhalb Deutschlands der Srisenmechanismu» versagt, kann die öffentliche Arbeilsbeschafsung nur die Ausgabe erfülle». den Binnenmarkt solange zu stützen und auch zu erweitern, bi» die Siluallon ln der Wellwirtfchaft sich verbessert und von außen wieder diejenigen Antriebe kommen, die in Deulfchland lahmgelegt wurden. Weil aber in der Weltwirtschafl Besferungszeichen nicht zu sehen sind, Deutschland Infolgedessen nicht warten darf, bi» der Schrumpfungsprozeß auch die letzten Befchäfliglen au» den Be- trieben wirft, wird die öffentliche Arbeilsbeschafsung zu einer volkswirtfchasllichen Not weudigkeit, vor der«, kein Ausweichen gibt. Dies« volkswirtschaftlich« Funktion der öffentlichen Arbeit ebe- schaffung macht ee auch unmöglich, daß bei ihrer Finanzierung auch nur der Anschein erweckt wird, als ob sie aus Kosten de» Ver- traue ns derjenigen gehen könnte, die dafür Geld hergeben, feien es Steuerzahler. Sparer oder Kapitalisten. Das heißt, es darf auch nicht der leiseste Anschein erweckt werden. daß durch die öffentliche Arbeitsbeschaffung die Währung bedroht würde. Mit Recht stand und steht diese Frag« im Mittelpunkt aller DtS» kusstonen über Arbeitsbeschafsungspiän«. Die durch öffentlich« Ar, bellen gewollte Stützung und aushilfsweise Anreicherung der Kauf- kraft des Binnenmarktes muß das Vertrauen fördern, sie darf es nicht gefährden. Eine künstlich« und plötzliche stark« Kre- ditauoweitung bei der R e i ch s b a n k muß unbedingt vermieden werden. Die Finanzierung der ösfentlichen Arbeitsbeschaffung muß sich absolut auf vorhandene Gelder, aus erreichbare in- und au». ländisch« Anleihen, aus ersparte Unterstützungen und zusätzlich« Stsuereinnahmen beschränken. Freilich braucht man gerade in diesem Punkte nicht klein, mutig zu sein. In Deutschland steht Geld für Arbeitsbeschafsung»- anleihen genug zur Verfügung. Die Banken haben auch nicht un- beträchtliche Mittel, um die Wechsel der ausführenden Firmen zu« nächst zu diskontieren, bi» die Anleihen voll gezeichnet sind. Aber das Ende aller Arbeitsdeschaffungspläne wäre mit Sicherheit da, bevor noch der erste Spatenstich finanziert wäre, wenn man mit Währungsexperimenten deginnen wollte. Auch di« psychologische Situation ist für die Finan» zierung durchaus günstig. Die meisten Industriebetrleb« unter- halten heute, wenn sie nicht hoffnungslos« Berlustbetrieb« sind, noch Guthaben In beträchtlicher Höh«. Der Schrumpfungeprozeß hat einen solchen Auftragshunger erzeugt, daß die Ausstcht auf Aufträge, wenn nur die Finanzierungsgrundsätze solid sind, die Geldbeschossung selbst erleichtern wird. Die bestimmte Aussicht auf «ine bessere Beschäftigung der Industrie, ohne daß Währungssorgen dabei entstehen können, mutz auch die Sparer und Kapita- listen leichter zur Kapitalanlage bewegen als bisher; denn jeder von ihnen sagt sich heut« nicht mit Unrecht, daß schließlich alles gefährdet und verloren sein wird, wenn dem Schrumpfungsprozeß kein Ende gemacht wird. Schließlich hat auch der W a h I a u s- gang vom 13. März, der den Beweis für den Sieg der Ver» rninst in Deutschland gebracht und di« Angst vor einem drohenden Chaos gebannt hat, das allgemeine Vertrauen innerhalb und außer- halb Deutschlands gestärkt, so daß die Finanzierung von oernüns- tigen Arbeitsbeschassungsplänen auch als Garantie gegen zukünftig« politisch« Gefahren empfunden wird. Die noch bestehenden Verlustquellen in Deutsch- land, di« am Vertrauen immer noch zehren, müssen allerdings so schleunigst und so gründlich wie möglich verstopft werden. Der Dankensanlerung ist die Verlustbereinigung in den großen Kartellindustrien noch immer nicht gefolgk. Hier hallen noch immer die Zinsen aller sauler Schulden die Ks» brikationskosten und Preise für das Inland hoch und die Groß- aktionäre Ichätzen ihr Vermögen immer noch nach Größen, die schon längst nur noch Verlustgrößen sind. Hier hat die Staatsgewalt einzugreifen und die erforderliche Vermögensbereinigung zu er- zwingen, fei es durch einen Druck auf die Gesellschaften selbst, sei es durch Verstaatlichung zu einer der ausgenutzten Ka- pazität entsprechenden Entschädigung in R«nt«nform. Das Fort- bestehen solcher Verlustquellen muß auch die bestfundierte Arbeit»- beschafsung gefährden, weil sowohl im Inland als im Ausland Miß- trauen und Angst vor neuen Verlusten aufrechierhalten werden. Möglichkeiten für Deutschland sind gegeben, die furchtbare augenblickliche Siluallon zu überwinden. Auch die Arbeitslosen. dieses heldenhafte vulderheer inmitten der well schuldhafl versagen- den kapitaNstischeu„wirlschaflsführertums", brauchen nicht weiter enlläuscht zu werden. Die planmäßige Arbeilsbeschafsung durch den Staat ist sinnvoll, notwendlg und eine unausweichliche volks- wirtschaftliche Pflicht, ver Srisenkongreh der Freien Gewerkschaften Deutschland wird eine für seine Vorfchläge empfängliche und für Talen bereite Oefsenllichkeil finden, wenn er am Mittwoch das Ohr Deutschland» suchen wird. IK— r. Ileue scK(hi£ Schuke m Ostern Billig und gut ist und bleibt stets unsere Geschäftsdevise Die Frühjahrssaison bringt diesmal ganz auffallend schöne Modelle in eleganten Damen- Schuhen. Selbst in den billigsten Preislagen gleichen sie äusser- lich den teuersten Modeschuhen. Das sind markante Fortschritte der deutschen Schuhindustrie, die es glänzend verstanden hat, der heutigen Zeit Rechnung tragend, für weniges Geld schöne Schuhe in den Handel zu bringen. Wir arbeiten nur mit den leistungsfähigsten Schuhfabriken. Sitllei* Tauentziensfr.l 9a, nahe Witfenbergploti, und Friedrichstr.75, Edce Jfigerttn ganz besonders billige Kaufgelegenheiten InHerren- �Q! Schuhen sind wir leistungs- fäh ig er denn je t: Rechtlose Obligationäre. Wie die OO.-Aanl ihre Treuhänderpflichten gegenüber den Hanomag-Obligationären wahrnimmt. Die Besitzer der hypothekarisch gesicherten Obligationenanleihe der Hannoverschen Maschinenbau A.-G.(Hauo- mag)— es handelt sich überwiegend um kleine Leute, die in diesen ursprünglich höchstwertigen Papieren ihre Spargelder an- legten— führen einen verzweifelten Kampf, und zwar ausgerech »et gegen die D D.- B a n k, die als Emittent und Treuhänder dieser Anleihe rechtlich die Interessen der Obligationäre wahrzu nehmen verpflichtet ist. Die Lage ist so: Die Forderungen der Obligationäre waren durch eine e r st st e l l i g e Hypothek auf die Grundstücke und Anlagen der Hanomag gesichert. Jetzt hat die Verwallung die Lokomotivproduktion stillgelegt und das wichtigste Aktioum, die L o k o m o t i v q u o t e, für S,3 Millionen Mark verkauft. Dadurch sind selbstverständlich sämtliche Anlagen und also auch die Hypothek stark entwertet: im Falle eines Konkurses würde der Ver- kauf der Anlagen und Grundstücke nur einen Bruchteil des früheren Wertes erbringen. Nun hätte der Treuhänder der Obligationenanleihe, die DD. Bank, die Pflicht gehabt, für die Wertminderung der Hypothek wenigstens einen Teil des Erlöses aus dem Ouotenverkauf für die Obligationäre zu fordern und sicherzustellen. Sie tat nichts dergleichen: ja. sie ließ sich selbst sogar aus diesem Erlös einen Betrag von 2,25 Ätillio� ne n Mark zahlen zur Ablösung eines von ihr ge- währten Kredits. Inzwischen hat sich die in Schmierigkeiten geratene Hanomag einem Vergleichsverfahren unterwerfen müssen. Wenn die Obligationäre auf pünktlicher Erfüllung ihrer Zins- und Tilgungsforderungen beständen, müßte Hanomag in Konkurs gehen. Die Obligationäre wollen den Ruin dieses für Hannover wichtigsten Werkes verhindern und sind zu Opfern bereit. Sie sind zur Herabsetzung des Zinssatzes auf die Hälfte, von f> auf 3 Prozent, bereit, verlangen aber die Zusicherung eines hö h.e r e n Zinssatzes, wenn die Hanomag in besseren Zeiten mehr als 4 Proz. Dividende verteilen sollte. Sie wollen auch die Tilgung durch Rückkauf zu den niedrigen Börsenkursen an Stelle der Auslosung zu 102 Proz. und die daraus entst henden Verluste auf sich nehmen. Sie verlangen aber von der DD.-Bant(die sich selbst aus dem Quotencrlös vorweg befriedigt hat!) die Zusicherung einer Quote von Z» Proz. im Konkursfall. Weder die Verwaltung der Hanomag noch die DD�-Bank ist zu Verhandlungen bereit. Nicht einmal der Einsetzung eines u n- abhängigen Schiedsgerichts, dessen Entscheidung sich die Obligationäre unterwerfen wollen, wurde zugest-mmt. Obwohl die DD.-Bank die starke Entwertung des Pfandes(der Hypothek) zu- gelassen hat— zu Lasten der Obligationäre und zu ihren eigenen Gunsten— und damit ihre Pflichten als Treuhänder aufs gröbste verletzt hat, zeigt sie kein Entgegenkommen, weil sie glaubt, daß die Obligationäre keinen Prozeß durchhalten können. Reichswerke in der Krise. (Zlektrowerke Sl-G senkt Dividende von 7 auf 5 proz. Die reichseigenc Elektrowerke A.-G., die mit einem Kapital von 90 ZNillionen Mark arbeitet, weist, für das Vetriebsjahr tgZl einen starken Rückgang der Stromerzeugung von 2,ZZ aus 1,76 Milliarden Kilowattstunden auf, nachdem 1930 die anhaltende Answärlsent- Wicklung des Unternehmens erstmalig unterbrochen war. I» dem Betriebsüberschuß, der mit 19.6 gegen rund 20,9 Millionen Mark nur einen verhältnismäßig kleinen Rückgang ausweist, kommt diese Absatzschrumpfung noch nicht zur Gel- bun g. Die Einnahmen aus Zinsen und Dividenden, die bei der zunehmenden Entwicklung des Unternehmens zu einer Holding-Ge- fellschaft(Verwaltungsgesellschaft) erhöhte Bedeutung gewinnen, sind mit 2,66 gegen 2,S6 Millionen leicht gestiegen. Auf der Aus- gabenseite sind bei kaum veränderten Unkosten von 2,8 Millionen Mark die Zinslasten von 3,6 auf 6,6 Millionen ganz beträchtlich gewachsen. Die Ursache dieser vermehrten Zinsausgaben steht im Zusammenhang mit der starken Schuldensteigerung, die zur Finan- zierung verschiedener Großbeteiligungen benötigt wurden. Die um- fangreichste Maßnahme dieser Art war die Mitwirkung bei der Gründung der Berliner Kraft- und Licht- A.-G., die zur Uebernahme von 21 Millionen Mark Aktien führte. In der Bilanz sind die Beteiligungen von 30,6 auf 63,7 Mil- lionen gestiegen, nachdem sie schon im vorhergehenden Jahre von 23,1 auf 30,6 Millionen gewachsen waren. Die Anlagewerte sind nur noch um 2,26 gegen 18.4 Millionen im Vorjahr gestiegen. Die Erneuerungsrücklage, der im Vorjahre 10,4 Millionen überwiesen wurden, konnte auf 7,2 Millionen gekürzt werden. Die Neuoer- fchuldung ist erheblich. So wurden von der Viag,' der Spitzen- gesellschaft der Rcichsbetriebe. 17,8 Millionen Darlehen genommen und gleichfalls zur Finanzierung der Beteiligungsgeschäfte ein- 7prozentige Inlandsanleihe in Höhe von 12 Millionen aufgelegt. Auch die übrigen Schulden sind noch von 23,8 auf 26,3 Millionen gestiegen. Andererseits sind die Forderungen von 9,8 auf 8,8 Mil- lionen gesunken.— Die Gehälter der. vier Vorstandsmitglieder sowie die Bezüge des Aussichtsrats werden für 1931 mit rund 286 616 M. angegeben. 0 Großhandelsindex-100,1. Die vom Statistischen Reichsamt für den 16. März berechnete Großhandelsindexziffer ist mit 100,1 gegenüber der Vorwoche un- wesentlich gesunken. Die Indexziffern der hauptgrnppen lauten: Agrarslosse 97,2(+ 0,2 Prozent), Kolonialwaren 88,9(— 1,9 Prozent). industrielle Rohstoffe und halbwaren 90,5(— 0,2 Prozent) und industrielle Fertigwaren 120,7(— 0,3 Prozent). Die Hapag-Lloyd-Ganierung. Auch hier Giaaishilfe.- Regelung nur für-1932.- Die Kreigabegelder. Die Unfähigkeit privatkapitalistischer Wirt» schaftsfllhrung rst so groß geworden, daß es nicht gelingt, die Sanierung auch imr eines der Großkonzerne ohne Staats- Hilfe durchzuführen. In welcher Weife das Reich nun auch bei der Sanierung der Großschiffahrt, der Hapag-Lloyd-Union, Hilfs- stellung leisten muß, haben wir bereits gestern im„Abend'" kurz mit- geteilt. Daß die Hapag-Lloyd-Unwn unverschuldet infolge der Entwicklung des Weltverkehrs in diese kritische Lage gekommen sei — wie Reichsoerkehrsminister Treviranus meinte—, davon kann absolut keine Rede sein. Auch die Tatsache, daß beide Reedereien im Jahre 1931 für 140 Millionen Mark Devisen abgeliefert haben, ist nur eine Selbstverständlichkeit. Schuld an der Entwicklung bis zur jetzigen Katastrophe ist in erster Linie ein übertriebener Optimismus, die Konkurrenz zwischen Hamburg und Bremen und eine leichtfinnige Finanz- Politik, die in der Hoffnung auf den Dollarsegen und der amerikanischen Freigabe allerdings auch ihren Grund hatte. Tatsache ist jedenfalls, daß das allgemeine Wettrüsten in der Weltschiffahrt stark mit dem Bau der„Bremen" und„Europa" ge- fördert wurde. Die aufgewendeten Suminen für meist überflüssigen Schiffbdu sind beträchtlich: beim Nordlloyd seit 1927 mindestens 160 Millionen Mark, bei der Hapag mindestens 60 Millionen Mark. Di« Folge war, daß kurzfristige Kredite in phantastischer Höhe aufgenommen wurden, die nur zum geringsten Teil in lang- fristige umgewandelt werden konnten. Jetzt werden die Werte der Schiffe, der Anlagen und der Beteiligungen aus etwa die Hälfte herabgeschrieben: dazu benötigt die.Hapag nicht weniger als 186 Millionen Mark und der Nordlloyd nicht weniger als 180 Millionen Mark. Das Kapital beider Gesellschaften wird im Verhältnis 10: 3 zusammengelegt, d. h. von 160 auf 48 Millionen Mark(nachdem beim Nordlloyd 6 Millionen Mark des jetzigen Kapitals vorweg eingezogen sind), so daß bei jeder Gesellschaft ein Buchgewinn von 112 Millionen Mark entsteht. Die Reserven— bei Hapag Eirde 1930 43,6 Millionen Mark und bei Nordlloyd 42 Millionen Mark— werden soweit a u f g«- l ö st, daß bei jeder Gesellschaft 4,8 Millionen Mark gesetzliche R-- serve(10 Proz. des Kapitals) und eine Spezialrsserv« von 24 Millionen Mark bestehen bleibt. Schließlich werden auch die im Sep- tembcr 1931 eingegangenen Freigabegclder von etwa 67 Mil- lionen Mark zu Abschreibungen verwandt. Eine Wiedererhöhung des Kapitals mußte unterbleiben, da die Banken sich weigerten, die neuen Aktien zu übernehmen. Sie haben nur ihre Kredite von 140 Millionen Mark um ein Jahr zmu Rcichsbankdiskont— jetzt 6 Proz.— verlängert. Zur hergäbe des für die Petriebsfortsührung dringend not- wendigen neuen Kredits in höhe von 46,4 Rlillionen Rlark erklärten sich die Banken erst bereit, als die Reichsregierung dafür die Bürgschaft übernahm. Die von Reichs st eilen gegebenen, am 1. April fälligen Kredite— je 8 Millionen Mark der Rcichskredit gesellschaft an jede Großreederei: je 1,5 Millionen Mark an Hamburg-Süd und Hansa: 6,6 Millionen Mark Arbeitsbeschasfungskredite— mußten unter Bürgschaft des Reichs verlängert werden. Für Bankkredite an die kleinen Reedereien— an die Trampschiffahrt— in Höhe von 7 Millionen Mark über- nimmt das Reich ebenfalls die Bürgschaft. Das Reich hat für seine Hilfe den Anspruch auf die Eingänge aus den F r e i g a b e f o rd eru n g e n von Hapag-Lloyd(etwa 170 Millionen Mark) erhalten, bis die Reichsbürgschast aufgehoben ist. Das ist aber ein fragwürdiger Posten: denn diese Frei- gabegelder«erden von Amerika ans den Reparationszahlungen Deutschlands an Amerika vergütet! Auf die Verwaltung der 5zapag-Lloyd-Umon nimmt das Reich nur g e r i n g e n E i n f l u ß. Von den 30 Mitgliedern des gemeinsamen Aufsichtsrats bedürfen acht der Zustimmung der Reichs- regierung: nur ein Mitglied wird von ihr ernannt. Jede Gesell- schost behält ihre» Vorstand. Die Sparmaßnahmen in der Verwaltung und im Betrieb sollen insgesamt 46 Millionen Mark in diesem Jahre ausmachen. Schließlich zahlt das Reich als glatten Zuschuß 23 Rlillionen matt Abwrackbeihilse. zu dem ausgesprochenen Zweck, alte Schiffe zu verschrotten und moderne Schiffe zu bauen. Das ist freilich nur eine Form, um ein wirtschaftlich unsinniges Subventionsgeschenk zu verbergen. Wochenprograrntn des Berliner Rundfunks. Konkurs einer großen französischen Textilfabrik. Eine der größten französischen Textflfahriken, die Gesellschaft für Leinen- Industrie, die über ein Kapital von 32 Millionen Franken verfügt. Izat Konkurs erklärt. Sonntag, 20. März. 6.45: Gymnastik. 7: Aus Hamburs: Hafenkonzert. 8: Für den Landwirt. 8.53: Morscnieicr. 10.05: Wellcrvorhcrsasc. II: Kinderstundc. 11.30: Dculsclicr Keklametas 1933. 12.30: Aus Fleusburs: Mittasskonzert. 14: Klternstund 14.36: Kinderchor. IS: Karin Michaelis zum 60. Geburtstas 15.30: Klaviermusik. 15.55: Hockey-Endspiel um den Silbcrschild. 16.35: Unterhaltunssmusik. 18:..Der Narr in-Christo Emanuel Quint" von Gerhart Hauptmann. 19.30: Lieder. 19.30: Sportnachrichten. 20: Tasesslossen. 20.30: Orchesterkonzert. 22: Wetter-, Tases- und Sportnachrichten. Danach Tanzmusik. Montag, 21. März. 6.30: Gymnastik AnschlieBend FrOhkonzert. 11.15: Schallplattenkonzert. 12.30: Wettermcfdunscn fflr den Landwirt. 14: Aus Köln: Konzert 15.26; Die Haasfrau als Käuferin. 15.40: Funkdienst und Wetterberatuns im Luftverkehr. 16.05: Die Entdeckuns des Tuberkelbazillus. 16.30: Finnische Musik. 17; Konzert. 17.30: Jugendstunde. 17.50: Unterhaltungsmusik. 18.40: Miiteiiungen des Arbeilsamts. 18.48: Gespräche mit Werkleuten. 19.15: Die Funkstundc teilt mit... 19.20: Stimme zum Tag. 19.30: Aus Leipzig: Konzert 20.45: Aus Goethes Arbeitszimmer im Frankfurter Ooethehaus. AnschlieBend: Aus Frank- lart a. M.:„Goethes Tod." Hörfolge. 22.30: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Danach Unterhaltungsmusik. Dienstag, 22. März. 6.30: Gymnastik. AnschlieBend Frühkonzert. 9.30: Reichsgedächtnisfeier in der Weimar-Halle. 11.25: Kranzniederlegung in der Förstengruft Weimar. 12.30: Aus Leipzig: Mittagskonzert 14.05: Aus Köln: Konzert 15.20: Der Film in der Wirtschaftskrise. 15.40; Kultur- und Landschaftseindrücke aas Sfldsiawien. 16.05, Vom deutschen Weinbau. 16.30: Unterhaltungsmusik. 17.25: Doktor Uebcrall erzählt 17.45: Bücherstunde. 18.15: August Schoitis liest eigene Prosa. 18.40.- Klassische Unterhaltungsmusik. 19.15: Die Funkstunde teilt mit., 19.20: Stimme zum Tag. 19.30: Reichssendung:„Faust" Der Tragödie 2. Teil von Goethe. 22.30: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Mittwoch, 23. März. 6.30; Gymnastik. Anschließend Frühkonzert. 9: Von der Deutschen Welle: Schulfunk. 11.15: Solistenkonzert. 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt. 14: Aus Köln: Konzort 15.20: Die moderne Frau im Roman. 15.40: Volksfeste in der Provence. 16.05: Programm der Aktuellen Abteilung. 16.30: Unterhaltungsmusik. 17.30: Jugendstunde. 17.50: Lieder. 18.10: Eine Viertelstunde Technik. 18.25; Mitteilungen des Arbeitsamts. 18.30: Klaviermusik. 18.55: Die Funkstundc teilt mit... 19: Stimme zum Tag. 19.10: Friede! Joachim liest eigene Prosa. 19.35: Neben dem Recht 20: Aus Wien: Aus klassischen Operetten. 22: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Danach Konzert arbeitsloser Blaskapellen. Donnerstag, 24. März. 6.30: Funkgymnastik. Anschließend Frühkonzert. 11.15: Mittagskonzert. 12.30: Die Viertelstunde für den Landwirt. 14: Aus Köln: Konzert. 16.20: Anderer Leute Kinder. 15.40: Frühiahrsarheiten im Obstgarten. 16.05; Dichter fliehen vom Schreibtisch. 16.30: Klaviertrios. 17.30: Jugendstunde. 17.50: Die Stellung des Künstlers in der Gesellschaft. 18.05: Wohlfahrtspflege und Eugenik. 18.30; Der Hörer und sein Apparat. 18.55; Die Funkstundc teilt mit. 19: Stimme zum Tag. 19.10; Aus' Leipzig: Aus deutschen Opern. 20.30: Jüngste Lyrik. 21: Tages- und Sportnachrichten. 21.10; Sinfonie-Orchcstcrkonrert. Danach Streichquartette. Freitag. 23. März. 8.55:. Morgenfeier. 10.05: Wettervorhersage. H: Orgelmsnlk. 11.30: Jugend und Autorität. 12: Mittagskonzert. 14;„Legende" von Martin Behcim- Schwarzbach. 14.30: Wie wir Ostern leiern. 15; Blasorchesterkonzerl. 16: Peter Mendelssohn liest eigene Prosa. 16.30: Bücherstunde. 17: Kammerorchesterkonzert. 18: Mesmcr und der Mcsmerismus. 18.30: Franz-Schubert- Lieder. 19:„Die Allgäucr Botschaft" von WUh. von Schramm. 19.20: Klavierkonzertc. 20: Ludwig Wüllner liest Szenen aus„Faust". 20.45:„Crucifixus." AnschlieBend Szenen aus dem Oratorium:„Jesus und seine Jünger" von Hugo Hermann. 21.45: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. 22: Aus Breslau- Orgelkonzert. 22.20:„Parsifal" von Wagner. III. Akt. Sonnabend, 26. März. 6.30: Fnnkgymnastik. AnschlieBend Frühkonzert. 11.15: Mittagskonzert. 12.30; Wettermeldungen für den Landwirt. 14: Aus Köln; Konzert. 15.20: Jugendstunde. 15.40: Vom Slundenschlag der Ewigkeit. 16.05: Mit dem Motorrad durch Belutschistan. 16.3«: Unterhaltungsmusik. Als Einlage: Zehn Minuten Elim. 18.20: Was sie berühmt gemacht hat 18.40: Oesterreichs Wirtschaftsnot. 19.05: Die Funkstunde teilt mit..' 19.10: Stimme zum Tag 19.2«: Sport- glossen. 19.30: Mitteilungen des Arbeitsamtes. 19.35: Die Erzählung der Woche. 20: Aus München: Konzert.' 22.80: Wetter-, Tages- und Sportnach- richten.; 22.35: Heiteres zu Ostern. 23: Gustav-Mahler-Konzert. Kölligswusterhausen Sonntag, 20. März. Ab 6.45: Ucbcrtragung aus Dc'rlhi. Ilf Goethes ReHgiosität. Anschließend Uebertragung aus Berlin. 15; piefrf erstünde, 13.30: Measchen im Kampf uma tägliche Brot. 16: Frömmigkeit als Leidenschaft. 18f Junge Generation spricht. 18.45: Neue religiöse Lyrik. 19: Aus Köln: Eine Stunde Kurzweil. Deutsch- landsender: 29: Aus Köln:„Der Waffenschmied von Worms", komische Oper von Lortzing. 22.10: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Anschließend Uebertragung aus Berlin. Montag, 21. März. 16: Pädagogischer Funk. 16.30: Aus Berlin: NachniUlagskouzert Deutsche Charaktere: Blücher. 18: Goethe und das deutsche Lied. 18.30; Sp�pispb für Anfänger. 18.55: Stunde des Lindwirts. AnschlieBend Uebertragung aus Berlin. Dienstag, 22. März. 16.30: Aus Königsberg: Nachmitlagskonrert. 77.30: Maschine als Schicksal. 17.50; Die. Ausbreitung des Christentums in der Welt. 18.11: Aus Franlrfurt am Main: Gedenkrede für Goethe. Deutschlaadsender: 19.30; Uebertragung aus Berlin, 22.50: Ajjs Hamburg; Spätkonzert. ' j Mittwoch, 23. März. 16: Pädagogischer Funk. 16.30; Aus Hamburg: Nachmittagskonzcrt 17.30; Universal reich, Großmacht und Kleinstaat in der Weltgeschichte. 18: Neue Bücher über Musik. 18.30: Pioniere und Abenteurer der Wirtschaft 18.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft 19: Ende des Kapitalismus? 19.30; Stunde des Beamten. Deutschiandsender: 20: Uebertragung aus Berlin. 22.15: Aus Weimar: Zum Goethe-Jahr. Anschließund Uebertragung aus Berlin. Donnerstag, 24 März. 16; Pädagogischer Funk. 16.30: Aus Leipzig: Goethe und Rom. 17: Aus Berlin: Nachmittagskonzert. 17.30; Oestcxreichisch-Deutsch— Preußisch- Deutsch. 18: Alter und neuer Mittelstand. 18.30; Spanisch für Fortgeschrittene. 18.50: Umbau, nicht Abbau der Sozialversicherung. 21.15: Zum Goethe-Jahr. Deutschlandsender: 19.10: Uebertragung aus Berlin. 20; Grüu- donnerstagsstupdc im Aachener Dom. 21: Tages- und Sportnachrichten. Anschließend Uebertragung aus Berlin. Freitag. 23. März. Ab 8.55: Uebertragung aus Berlin. II: Joseph Haydn: Geistliche Musik. 11.30: Der Sinn des Kriegserlebnisses. 12: Uebertragung aus, Berlin. 14: Jung- mädchenstunde. 14.20: Lebendige Goethe-Worte. 14.30: Christuslegenden aus dem 16. und 17. Jahrhundert. 15: Uebertragung aus Berlin. 16: Aus dorn Dom zu Osnabrück:„Düstere Mette." 16.30: Dichterstunde. 17; Uebertragung aus Berlin. Deutschiandsender; 18: Ans der Thomaskirche. Leipzig: Passionsmusik. 22: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Anscbl. Uebertragung aus Berlin. Sonnabend, 26. März. 16: Schöpferischer Diletlantismus als Berufsausgleich. 16.30: Aus Hamburg; Nachmittagskonzert. 17.30: Viertelstunde für die Gesundheit. 17.50: Viertel Stunde Funktechnik. 18.05: Deutsch für Deutsche. 18.30: Aus der Praxis des Arbeitsrechts. 18.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft. 19: Englisch für Anfänger. 19.30; Was heißt Glaube?' Anschließend Uebertragung aus Berlin f j 'ktyföx&ml Es macht unempfindlicher gegen Erkältung! SANOBL- 1?cm kisten OSTERFEST -S" mstw« Mo» TU TOO O- 10 W rOBQNAS-f0RM" _ KISTE" A" •»He»' Berlin WS, Französische Str. 21 und Zweiggeschäfte f . Ganz chir. m j n t in eleganter Linie, neuer Farbkompo- k sition; Tee- jAund Nachmit itagskleid in S Kunstseiden- ■ Ma rocain WMMWW Xx} Vi« groSe. svgentNicbe tdode: Da* elegante Trä- Krkleid mit abknöpf- rem Cape. Au* Flamen- ga. mit apartem Kunst- seiden- Harocain- Druck kombiniert Merz« die fesche Früh- Bngskappe mit Blu- menschmeck für nur FTott und elegant das neue Sakko- Kostüm In dem Modestoff Fresko. gestreift und einfarbig. Jacke auf Kunstseiden- Marocain gefüttert. der Rock mit Falten Die obige heue Hutkappeaus dem aparten Moteledgeflecht, nur Der Typ der neuen Mode: Der Mantel mit DI» rectoire- Revers, reicher Stepperei und Metallknöpfen. Aus Diagonal» Fantasie, auf Kunstseiden- Marocain. extra fesch Hierzu die floate, neu* Matelotglocke, feines Pedal inegeflecht, nur . ... Der modi- scheCharme: feine Plissees am jugendlichen Remplet mit losem Bolero: Afghalaine mit Kunstseiden Marotain Einfach s0 6 undhochmo* dern: Afghalaine- Tri- g e r• K I e i d; Blüschenaus- wechsel ba rt aus kunstseid. Maro- faln-Druck 975 Mit weißer Wollweste. das flotte.: praktische: Ripskostüm, t mit Tresse/ eingerollt. Jacke gefüttert. Rock mit Falten « JISO Hoch moderner Öeorget- te- Diagonal- Mantel, auf Kunstseiden Marocain: an Puffärmel und Schal effektvolle »Smokarbelt ja*00 l leganter Mantel: reiner Kammgarn Herren stoff. neue Streifen- Dessins. Aul Kunstseiden Marocain. Sehr fesch u. praktisch: k a melhaar- farb. Raglan. rein wollen aul Fut r. Für Rel- e, Stadt 45 bis Große 30 und Sport Oranlenftr.40 Am Oraaltnplais Chaimeertr.113 Könlgrtraße 33 Belm Slattlaar Bahnhof Am Bahnhof AI exander plats und DUd verboten!'/f///// Pie obigen Angebote stehen Ihnen ab Montag zur Verfügung!— Schriftliche Bestellungen können leider nicht berücksichtigt werden! ZU OSTERN # i••• Brutal• losch# Oerbyform- Soffianledor, gr. Inpensep� Obergr� co. em B e s u c h■•To i( h> 3'5 Chamäleon. Tasche ÄSSSlfcai'SKnt 85« 8.15 Üb/ Flors 3434 nauöien erlaub: itiaxdeValeoro, Wallende Trappe. Hakun von Klrh- wald m»einen I st Solisten und wellrre �tar•Nummern Heute st Vorstellnnzen 4 8. P.ISOnr. 4 ütir klalne Preist |0R. SCHAUSPIBLitAUSTägl.SU. 1 I Nn» rodt* Woct.en_| [ KuInuhKU l l/aäZtNItHUHU 1 lUlHOni.ailti tllliie Preh« teftdtw| fcignugiing* Rerfaumät Berlins VOlMSDUtlkie Tbtater am BQIowolati 31/» uhr und 8V4 Uhr Androklus und der Löwe Komödie von Bernh. Sbavs mit Kelj*. Bresnert und Otto Wal Iburg aegie: K. H. Viaron Staat!. Sdiillw■ toter 8 Uh» Clavlgo Deatsdies Tüeater 8 Uhr v Q«rh.Haupimanii rajli: Mai binbirdt. gMW» Charlouenair.W-ti Tel. Oän ho« 621 Hn Uhr Kamarilla von P. E Beitauer und 0 Uicrey llarvsrltaiit gianlubradia »•/.uh. CASINO-THEATER�.uh- LothrUkgei Strafe 37, • lUUfMUilllHIUliimHHIIMIIIIIIUtnUUUUlllllltllltlUtHitMM Clnwlderruriieli nar bisStl.M&rz Oer Mann mit den zwei Frauen a. d»s e rolle bunte Programm Am I Ap'll tum l. Male PEPPIWA Operette in 3 Akten. Musik v. k. Stolz. jui»ehein l-4 Personen Parken so Pt. Pauieun I— Mark Sessel(Ju Mark «««•■ cam aoese ein SuMta* Althoff./', Im de. A/M PBiMUS' PALAST Potsdamer«trade 1» Täglich S»o /»« 91$ Sonntag auch 3" KARSTADT U-IAHNNOS HftMAMNPUTT Ol* KAISTAOr-IAHNHOS Tltea.ier, LidtlspicU usw. Staats Theater de* M. Htra staBtsoper untap am Linnen IW» Uhr Carmen StaatlJibauspielbaus jmdinMomjrki H) Uh? Ooethe-Woche Musik zur Goethe- Zeit Sthlllei-Theatei Cbatlonenburg. 20 Uhr Clavigo S(fidf.Oper Chariotienbura dismarckstraBe 34 Sonntai.». Min Turnus II Anfang 10 Uhr Tnrandot Nenjeih. Burgwi kaj. Cailam. ßeumana. Pedmer.S1eier.Ha5 Gombcn, Ende 22 30 Uhr •yar. Thoator desWestens täglich!?/« Uhi Die Dubarry mit Mary Losseff Sonnabend>e4 Uhr Sonntag<*3 Uhr Ha! aus der Kiste KlnderkomUI* Sonma« i Uhr Die Dubarry Bniieste' pnti o,'» Teuetstar P at» 290 I»tiis IlMtr raglicn<«/« Uh! Morgen geht« uns gut* Qrete H»«kein, Hhx Hanseii Orctuter ua.es Iltis inairoDiMneaief rtgllch g<'< Uhr Der groSe Job. btrauH Opertues-Erfoli Sin Lied der UeDe Sonntag 4� Uhi Die Fiedermags V O A K S B M W W E E. W. Goethe-Gedenkfeier Karireitag, 26. März. 2ti Uhr,'in Thea'eram BDlowplasz Gedenkrede: Julius Bab nutwirkende eertrod BiiuierraBei- I ene triesch HCnrcrttior Fidtte Cccr£lnlo. N 0. D. A. S. Plaakarten M.SOu 2M bei Wertheim, Tietz.Bo'eu Bock KarsadtimKdW u anderKissed T eat rSa. Bülowlat? . Ii aiirlt/«»«•«■/>/ und liand r/�rZt rf flehen? KOchen H i m m e i Schönhauser Tor Im Palmeaeaali Kurze» Oastspiel WilhelmBendow 0« SileBts Jaaa-Orcbastar Roth Kotbaa n./« Uhr Das Ende vom Mod mit Flitz Kortner Tb. in Adniralspalast räglleh 81/« Uhi Oer biss graO«(rfotg! Käthe Dorsch Gustaf Orflndsens Lfselotf Singspill»idMrtSaiuiiiie Rose. Iheater 'itel, Fnotfiitn Strale IZ! Id. Wddiu- E 1 3421 3 Uhr Jeffcben ffeberi b und 9 Uhr Götter qntcr»ich Thestsr a.no!ien0ortpiatz Paus» rost räglleh«»/* Uhr TraneM! Operette In 3 Aktei «.lsil.VeirfD.Kvl Bebt Musik»on Hsns Maj Segle: Heinz Saltcekarg BreitKopf-saai, Steglitzer Str. 8S Karfreitag, 12 Uhr mittags Franz Heine, Parslfal- Vortrag m. Crläut. o. Flügel u. gefangl.MItwIrko, Karten 1 Mk.; Mud. und Schüler 50 Fr. Raab« A Rlothow, Steglitzer Straße 35 Moniap, den 21. Marz naehinittags 3 Uhr Achtung! Vereine! Veranstaltet Euer Sommerfest Im Rose-Garten! 1 Für>300 Pörsonen besten» geschützte PUtze- Keinerlei Risiko' Große Gewinnmöglicbkeiieo Eintragungen und genaue Auskünfte: Wochentag» n—i Chr I oder 8-9 U. abds. Im Theaferbüro (Dauer der Gartensaieon; Vom| 15. Mai(Pfingsten) bis Sonntag, den 4. September>932.) Am Ostersonnabend. dem 26. HErs 1932. bleiben unsere Geschäfte und Wechselstuben In Berlin und Vororten mit sämtlichen Kassen geschlossen, Nur für die Hinterlegung von Aktien zur Teilnahme an Generalversammlungen, sofern es sich um den letzten Tag der Hinterlegungsfrist handelt, und für Wechselzahlungen wird im Hauptgeschäft ein Schalter von 10 bis 12 Uhr vormittags geöffnet sein. Berlin, den 20. März 1932. Berliner Handels-Gesellschaft S, Bleictiröder Commerz- und Privat-Bank Aktiengesellschaft Darmstedter und Nationaibank Komm,-Ges. a. Akt. DelbrQck Schickler& Co. Deutsche Bank und Oisconto Gesellschatt Dresdner Bank J. Oreytus& Do. Bach& Co. 6. m. b. H. Mendelssohn& Co. Lazard Speyer-Eliissen K.a.A. Karnmermuslk- Abeod tir Itrllg«*lillhjtanltw Lieder v.J. Brahms Forellen- Quintett (Schüben) UnVIUbr. B«Mtt 1 1 '"ifjautsti* pfoibiibio-iitii .Wsttälii, Pumpen(»bt IV ■mihi n es, tilitöindortn Stf. 95 Teppiche •norm billig I Baael4. rolne« Hoarsani »,50 U,50 15,— Bett-Umrandungen schwere, sehr haitb. Haargarnwar*, I Läufer,'A Vorlagen IM.SO LKaferstoffe, Dt wandecken, Tlackdecken, Steppdecken, gute Qualitl an fabelhart billls! Teppidthans Zenlrom Siegfried Moses Spandausr Stralla*%0 CrOnav Laden«CO oe, pole Kapifän- HatUaSafc-.rsÄi C. Röcker, Berlin (.idHeaDeraerstiBlaSS. KSaig». 18S1 Kranken- und Gterbekasse b»z Em ollg.m. Verfehrswolkn bvstbiitlip ea Pvrlon.n unb oviwandten B«tulooeito"en „Eintracht"(L. a.&.) in L erlin »eichüttoftell« Berlin R»4. Mulodltr. 13 «ahatordaalffche Genera veriammlilNfT am StIHmoA, beut 20. Zlprtl 1532, adeitts 20 Uhr Tages ordnun»! 1 Antrag auf Benb.tung der Samtna? Berich: ebenes. Oer Ootftanb 3. TL: Karl Wenbt. Erfindet- Vorwärtsstrebende 10000 Mk. Belohnung Näheres kostenlos durch ». Erdmann» Co.. Ber ln SW 11 Homöopathie ffleroa-, B asen-, Leber-, Oallett-, Dam-, wo er« 0. flerreul. f Hepa* wnrtgarr 9 SMaidl-DorStfl. LUSLI 10-2, 4-7, stg.n Von der Belae zarflek Dr. Erich Hurwitz Paeharnt für Kelnfelden SebOnhaaaer Allee 87 Verz«»(S«En von Oranlenstrafle 143'«eh gegenüber Ornnlen-traße AS S-R. DP. RlaSChKO. Augenarzt S.n allzu»lätztichsn Tab meiner lieben Mannes, unfti*« Batet«. Schwiegeroaters und Großvater? »armann üplanke zeigen tielbetrüdl an Frau W. Krienke A. K teake and Fran Fr, Nctbaaer und Frao L> Freyc* Gisela als dn'tUfatb. Sindscheruttg im?2. Mdr». ifl'aUhr, im llrtmatariura cherichtiiroh» OiDtidiit Metaliarliiiter'llerliaDfi Verwattnagsstalle Berlin Tedesanielg« Den Mitgliedern«ut Nachricht, bat unser floüeg«, der Anschläger Hermann Krienke geb. 31. Zanuar iSSL am 17. Mär. genorden tlt Sie llinäschrrnng findet am Dienstag. dem 22 Mär,. Ifl's Uhr. tm Ätemaiorum Sertchlftraße Halt. Rege BaleUtgung wird ermariet. nsetiru» Am 12. März Nord unser Kollege. der Rohrleger Otto Behrendt geb. 28. Nooemder 1866 Die Beerdigung tzai bereits stattgesunden «dre ihr*« Andenlen Nie Grlsverwaltaaf. ladsr Art uafarl prslowan Paul Soll»»« »ormsls flobsrt Vojer Marlannenatr. S P 8, ObarbauM 1 303 lefenden •ithsam sind dl« KLEINEN 4NZEIQEN Ii derOcsamt auf lag e de« „Vorwlns- und trotzdem tmiiugn Für dl« wohltuenden Bewei s herzlicher Teilnahme bei rem Heimgange, meines lieben Mannes. unsere» lieben Vaters, Schwieuer- und Großvaters Ernst Obst sagen wir hiermit allen Verwandten und Freunden. insbesondere He rn Stadtrat Wendt. der Sozialdem. Parte. Bezirk XI. 80. Ahtl«.. der Vereintdung der Gast- und Schankw r e Berlin und Bezirk Sci'öneperg sowie dem A: belle, gessngverein.Pieundschaft und dem Aibetterradlihrerverein..Solidarität" unseren herzlichsten uank. SchSnebarg.den 20. März 1932 Frau Louise Obst nebst Angehörigen. .Zum Osterfest verkauft große Trauringfabrik direkt an Private tage» tat,«, masslTe, garaal.»ollkarätlge Ges. geschützt Trauringe Iking iSJgestemp. nur« socus 7.50 Mk. 1. Si.- leich' I, JgJ. mittel 11.50 I. b8i„ schwer I».75 1. JOO. leicht 15.50 ■».«.t.,. ,n 1- T00 mit el 10 SO UtalOJ pft 1, 900, schwer 17.— (aranttescnoin. llravlepon gratiz asiori a. nutnenfnen N. irllllencsiraße 3L H. PassBoei sti. IS "nnhotsttr flamn- Hermann Wiese•• Nr. Jahrgang Sonntag, 20 März 1932 Landarbeiterelend. Bei den Arbeitslosen in Schlesien und den Arbeitenden in Hinterpommern. Die Landarbeiterverhältnisse in Schlesien spotten vielfach jeder Beschreibung. Hier merkt man von den Segnungen der Kultur des 2i>. Jahrhunderts noch wenig. Zu den unwürdigsten Arbeits- bedingungen, niedrigem Lohn und übler Behandlung schuftet hier die ganze Familie für den Herrn Gutsbesitzer. Bater. Mutter und selbst die Kinder müssen helfen. Von früh bis spät abends. Den Achtstundentag kennt der Landarbeiter nicht. Dafür dars dann die ganze zahlreiche Familie in Löchern(Wohnung darf man so etwas nicht nennen) hausen. Großstadthinterhoswohnungen sind gegen der- artige Wohnstätten, tn denen die Landarbeiter heute oft noch vege- tiere» müssen. Prunkräume. Wenn nun diese ausgebeuteten, gekncchtelen Landarbeiter arbeitslos werden, dann geraten sie sofort in das größte Elend, weil sie keinen wirtschaftlichen Rückhalt besitzen. Ersparnisse konnten sie bei ihrem niedrigen Lohn nicht machen. Es bleibt ihnen nur die Arbeitslosenunterstützung, die aber, weil sie nach dem bisherigen Verdienst bemessen wird, sehr niedrig ist. Em Arbeiter mit 3 bis 4 Kindern erhält durchschnittlich 14 bis IS Mark wöchentlich. Die Frau bekommt nur Unterstützung, wenn sie mehr als 1l) Mark in der Woche verdient hat. Viele tausend Frauen bekommen deshalb nichts. Sechzehn Wochen Arbeitslosenunterstützung. Dann ist es Schluß. K r i s e n u n t e r st ü tz u n g gibt es für arbeitslose Land- arbeiter im Bereich des Landesarbcitsamts Schlesien nicht. Nun soll die Wohlfahrt eintreten. Wie ist eine Familie mit 5 oder 6 Köpfen mit wöchentlich 4 bis S Mark durchzuhalten? Wie ist einem Familienvater zumute, wenn er wochenlang keinerlei Unter st ützung bekommt, weil die Gemeinde verarmt oder der Gemeindevorsteher stur ist? In Schlesien ist nämlich der Gutsherr sehr oft auch Gemeindeoor- st e h e r. Ist er es nicht, so ist es sein Freund oder ein Mensch, der in jeder Beziehung von ihm abhängig ist: Und nun hat er die Möglichkeit, sich an mißliebigen Arbeitern zu rächen. Auf den schle- fischen Landarb eitcrdörfern spielt sich auf diese Weise jetzt manche Hungertragödie ab. Wenn der Großstädter an Landbewohner denkt, dann stellt er sich immer gesunde, kräftige, pausbäckige Menschen vor- die mit einem Lied auf den Lippen ihre Arbeit verrichten. Und wenn es auch nur ein Landarbeiter ist. Der hat doch sein Stückchen Eigen- land, das er selbst bebauen und für sich abernten kann. Dem kann es doch nie schlecht gehen! Man mutz einmal die Landarbeiter sehen, die etwa ein Jahr lang arbeitslos sind. Zerlumpte Menschenwracks sind das, die keinen anderen Gedanken haben als den, sich nur ein einziges Mal satt zu essen. Sie lassen alles mit sich ergehen. Nur satt essen wollen sie sich. Sie kennen nur ihren Hunger. Hunger, wo im Nachbarhause beim Bauern der Rauchfang voller Speckseiten hängt. Ein Stückchen Land gibt es für Landarbeiter nicht oder doch nur selten. Die Frauen und Kinder dieser Arbeitslosen leiden au alle» Proletarier» krankheiten, die es''bt:' von der Rachitis bis zur Tuberkulose. Hilfe dagegen, wie ,.e der Großstädter in seinen Fürsorgeeinrich- tungen hat, gibt es nicht für sie. In den Landarbeiterdärfern Schlesiens, Poimnerns und Ost- preußens sitzt eine Schicht Menschen, die schwerer leidet als die arbeitslosen Industriearbeiter. Kärglichere Unterstützung, keine Auf- heiterung oder Ablenkung. Für sie bedeutet die Arbeitslosigkeit verschärfte Knechtschaft. Beziehen sie Wohlfahrtsunter- stützung, so bezahlen sie jeden Pfennig dieser Unterstützung mit einer Erniedrigung. Viele Landarbeiter brauchten aber nicht arbeitslos zu sein. wenn ihre Arbeitgeber nicht zu den Kreisen gehörten, die Deutsch- land zur Katastrophe treiben wollen. Die Herren, die ihre Arbeiter immer beschäftigen könnten, entlassen sie jetzt oft, um die Kassen der öffentlichen Hand obsichllich zu belasten und so den Zu- sammenbruch schneller herbeizuführen. Ein Beispiel dafür sind die M af s e n e n tl a s s u n g e n am 1. Januar 1932 in Schlesien, trotzdem sie einzelnen Besitzern sehr geschadet haben. Sie sind aber durchgeführt worden, weil Katastrophenpolitik getrieben werden mußte. Die Äatastrophenpolitiker werden durch die Osthilfe noch subventioniert. Die Landarbeiter aber gehen als Opfer dieser Politik, als Opfer einer schwach- vollen Wirtschaftsweise zugrunde, wenn ihnen nicht bald geholfen wird. In Hinterpommern siehts nicht besser aus. Die Großagrarier haben es feit Jahren ausgezeichnet ver- standen, ihre Mißwirtschaft durch ständiges Geschrei über„d i e Not der Landwirtschaft" zu verdecken. Trotzdem sind viele von ihnen auch in der jüngsten Zeit noch in der Lage- gewesen, in ihrer persönlichen Lebenshaltung einen Luxus zu treiben, der yrit der nach außen geschrienen Not in kein Verhältnis zu bringen ist. Allerdings hat die durch' eine rückständige und unsinnige Be- tnebsführung der Landwirtschaft verschuldete Not auch eine ganze Anzahl Großagrarier betroffen. Aber wirkliche Not, u n v e r- schuldete Not herrscht aus dem Lande bei den L a n d a r- b c i t e r n. Auf einer Landarbeiterkonferenz in Hinterpommern vor einigen Tagen verlas ein Landarbeiter die Zahlen von drei Lohn- tüten aus dem letzten Vierteljahr. Diese Lohntüten liegen der Gauleitung Pommern des Deutschen Landarbeiter-Ver- bandes im Original vor. Sie sind mit dem Stempel der Gutsvcr- waltung der Kreissicdlung Rabuhn und der Unterschrift eines Herrn Traeger versehen. Dieser Landarbeiter(es handelt sich hier nicht etwa nur um einen Einzelfall) hat in drei Monaten nur einmal 73 Pf. Bargeld von der Gutsverwaltung ausgezahlt erhalten und hatte am Schließ dieses Vierteljahres noch einen Vorschuß von 1,10 Mark. Es handelt sich um einen voll arbeitsfähigen Landarbeiter. Gewiß, die Landarbeiter bekommen außer dem Barlohn auch Na- turalien. Doch diese Naturalien werden oftmals tm Haushalt voll aufgezehrt, besonders, wenn viele Kinder da find, die als Hofgänger noch nicht zu gebrauchen sind. Wenn'es diesem oder jenem Land- arbeiter wirklich gelingt, von den Naturalien die er sich womöglich mit feiner Familie am Munde absparte, etwas zu verkaufen, so sind doch die Preise für agrarische Produkte, die der Landwirt und der Landarbeiter erhalten, zur Zeit verhältnismäßig niedrig. Der Zwischenhandel macht erst die richtigen Preise. Wovon sollen die Landarbeiter die notwendigsten allerbescheidensten Ausgaben an Kleidung und Wäsche, Schuhzcug und Reparaturen, Mobiliar und Hausrat, Fahrad und Reparaturen,' Handwerkszeug. Brennmate- rigl Und Beleuchtung, Reinigungsmittel(Seife. Soda, Pugrmtteiy Arzt, Apotheke Körperpflege, Dildung. Schulbücher, Zeitungen und sonstige Ausgaben bestreiten? Für. Gcnußmittcl und Vcrgnügun- gen bleibe den Landarbeitern erst recht nichts übrig. Die Arbeitgebergruppen des pommerschen Landbundes haben jetzt obendrein für mehrere hinterpommersche Kreise den Tarif- oertrag zum 30 April 1932 gekündigt, um die über- aus trostlose Lebenslage der Landarbeiterschoft in Hinterpomntern noch mehr zu verschlechtern. Der Deutsche Landarbeiterband hat kürzlich daraus hingewiesen, daß durch die Entwertung des Deputats und die med- rigen Schweinepreise berests eine so starke Verelendung der Land- arbeiterschaft eingetreten ist, daß diese nicht mehr in der Lage ist, ihre Kinder ordnungsmäßig zu kleiden. Die Kinder gehen oft in Lumpen gehüllt einher und demonstrieren ungewollt die schreiende Not tn den Land- arbeiterfamllien. Man fragt sich, wie es möglich ist, daß Landarbeiter unter so elenden Lohnoerhältnissen arbeiten. Doch da auch die Arbeits- l o s i g k e i t auf dem Lande keine Seltenheit mehr ist. zwingt die Furcht vor der Arbeitslosigkeit die Laudarbeiter ins Joch. Unter diesen Umständen ist es um so mehr zu begrüßen, daß in Preußen nach der Revolution die politische Entrechtung der Handarbester beseitigt, das Koalitionsverbot aufgehoben und für Landarbeitersiedlungen, Landorbeiterwohnungsbau, die preü- ßifche Regierung Vorbildliches geschaffen hat. Die Land- arbeiter werden genau so, wie sie mit dem Deutschen Landarbeiter- Verband die Lcchnabbaupläne ihrer Arbeitgeber erfolgreich ab- schlagen werden, auch bei den Wahlen zum Preußischen Landtag ihre Pflicht tun. Theorie und Praxis. Thälmann als das kleinere Llebel. Unsere Gegner von links machen uns die Taktik des kleineren Ueüels zum schlimmsten Vorwurf. Als ob man vernünftigen Men- schen zumuten könne, sich aus das größere Ucbel zu ver- steifen.. In Breslau wird der Metallarbeiteroerband vom dem SAP.- Mann Ziegler geführt, der feine Sonderstellung und die seiner Splitterparten auf die Wneigung gegen den Standpunkt des kleineren Uebels hauptsächlich stützt. Eittgegen der gewerkschaftlichen Parole zur Reichspräsidcntenwahl für Hindenburg zu stimmen, suchte Z i e g l e r die Breslauer Mitglieder des Deutschen Metall- arheiteroerbandes für die kommunistische Parole einzu- fangen, für die indirekte Walilhilfe zugunsten der Nazis. Zu diesem Zweck zog Ziegler kurz vor der Wahl den Theoretiker der SAP., Dr. Stcrnberg, heran. Der Wissenschastler suchte den Metall- arbeitern die radikale Wahlparole mit der Begründung cinzutrich- tcrn, daß Thälmann das kleinere Uebel sei. Ein Uebel zwar, aber ein minder großes Uebel. Darüber wollen wir hier nicht streiten, sondern lediglich fest- stellen, daß die Taktik des kleineren Uebels auch von Leisten befolgt wird, die sich gebärden, als ob sie den Radikalismus in Erbpacht bekommen hätten. Sie haben nur bewiesen, daß man diese Taktik auch falsch anwenden kann. Freilich, im Vertrauen darauf, daß Sozialdemokratie und Ge- werkschaften mit dem kleineren ljebel des Faschismus fertig würden. konnten sich KPD. und SAP. den Luxus leisten, für das noch kleinere Uebel Propaganda zu machen. Zur Verkehrssicherheii. Kür Lastkrafitvaaen ist Beifahrer nötig. Die Hauptverkehrswacht, der all« am Straßenverkehr und an der. Verkehrssicherheit.intereffierien Organisationen angehören, hat an alle örttichen Vcrkehrswachten dos Ersuchen gerichtet, sich zu der Frage der Beifohblek auf L a st t ra f t f a h r z eu ge n zu äußern. Die Sektion Kraftfahrer der Ortsverwaltung Berlin des Gefamwerbandes, die zur Meinungsäußerung ebenfalls' aufgefordert ist, hat ihre Stellungnahme zu dem Beifahrerprablem sowohl' in technischer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht eingehend begründet. Der Gesamtoerband vertritt die Aussossung, daß das Stellen eines Beifahrers aus wirtschaftlichen. und Verkehrssicher- heitsgründen dringend erforderlich sei. Er verweist z. B. darauf, daß bei Reifenpannen in all den Fällen, in denen. die Reisen große Dimensionen haben, der Kraftfahrer nie in der Lage ist, ohne fremde Hilfe den defekten Reisen auszuwechseln. Beini Versagen �--MSMO- 1,5 ltr. 6/50 PS � TMMm: Q&M Der hochaniwickelle Slandard-Typl Neuzeitliches Fahrgestell, verwindungstreiet Niederrahmen, hierdurch überragend gute Straßenlage und Kurvensicherheil. laqerunq das' besonders gelungenen Vierzylinder-Hochleistungs- Motors in groß dimensionierten Gummilagem, keine Vibrationsüberlragurg auf Fahrgestell und V/agan Geräuschlosigkeit durch reichliche Verwendung von Gummi zur Schall- dämphmg leicht zu bedienendes Vierganggetriebe, vierler Gang Spar- und Schnell- gang Besonders breite und weiche Federn. Stoßdämpfer vom und hinten. Hohe Sicherheit durch neuzeitliche Oeldruck-V lerradbremse. Eindruckzentralschmierung. e-ADLEE PRIMUS" DER PRIMUS INTER PARES ADLER PRIMUS und ADLER TRUMPF WirUchaftliehkeit, Leistung und lange Lebensdauer sittd ihre Haupteigenschaften! Aus edlem Material in erstklassiger Verarbeitung nach den neuesten Errungenschaften der Technik gebaut, elegant geformt, ausgestattet mit Einrichtungen, wie man sie an teuren Luxuswagen findet, bieten sie den höchsten Gegenwert für die Anschaffungskosten. Preis der viersitzigen Ganzstahl-Limusine ab Werk ADLER PRIMUS rm 3350.. ADLERTRUMPF rm 3550.. Cabriolets in allen Ausführungen zu geringem Mehrpreis. ADLER TRUMPF Dar Schwingachswagen mit Frontantrieb! Tiefbett rahmen mit glatt durchgehenden« Boden, volle Ausnutzung der Wagenhöhe. Schwingachse vorn in jahrelang bewährter Ausführung. Neuartige Schwingachse hinten, senkrechte Stellung, kein Sturz der Räder.keme O und X-Slellung, dadurch verminderter Reifenverbrauch. Motor federnd in Gummi gelagert, Frontantrieb. Einzelradlenkung ohne Reibung, ohne Spiel. Vierganggetriebe, Z geräuschlose Gänge, vierter Gang als Spar- und Schnellgang. Stoßdämpfer vom Führersilz während der Fahrt einstellbar. Federaufhängung vom und hinten in Gummi, keine Chassisschmierung. Learlaufregulierung durch Vacuum. „ADLER TRUMPF- DER TRUMPF IN DER HAND SEINES BESITZERSl ADLERWERKE VORM. HEINRICH KLEYER A.G. FRANKFURT A. M. FIUALE BERLIN. BELLE-ALLIANCESTRASSE 6, UNTER DEN LINDEN 12-Ig UND ADLER.SALÖN AM ZOO. HARDENBERGSTRASSE»7a-e i STOLP l-Pom./ STUTTQART der Anlaßvorrichtung ist es dem Fahrer meist nicht möglich, die s6)wsrcn Motoren allein mit der Andrehkurbel anzuwerfen, so daß er auch in diesen Fällen auf eine Hilfe angewiesen ist. Das An- und Abkoppeln von Anhängern ist zumeist auch nicht ohne fremde Hilfe durchführbar. Wiederholt ist es schon vorgekommen, daß die automatischen Anhängerbrcmfen versagen, insbesondere bei nassem Wetter und auf abschüssigen Straßen. Das Fehlen des Beifahrers auf dem Anhänger wird in solchen Fällen nicht nur zu einer®e- fähr für den Kraftwagenführer, sondern auch für andere Menschen. Auch von der wirtschaftlichen Seite aus gesehen, bedeutet das Nichtftellen eines Beifahrers nur selten«inen Gewinn für den Unternehmer, wie an einem markanten Beispiel nachgewiesen wird. Die Benzinfirma Olex ist dazu übergegangen, die Mitfahrer der Anhänger-Tankzüge radikal abzubauen. Technisch begründet die Firma die Abbaumaßnahme mit dem Hinweis auf die selbst- tätigen Anhängerbremsen, die aber gerade bei den Last- kraftzllgen dieser Firma oft versagen. Die Folge der Abbaumaßnahme ist, daß die Kraftwagenfahrer, die sich mit den nicht betriebssicheren Fahrzeugen auf den Land- straßen ohne Mitfahrer behelfen müssen, ein bis zwei Tage länger unterwegs bleiben als bisher. Von einer Wirtschaftlichkeit kann mithin keine Rede sein, da die Einsparung bei Mitfahrern durch die Ausdehnung der Touren inehr als aufgewogen wird. Der Gesamtoerband kommt zu dein Schluß, daß die Ver- kehrssicherheit und der Schutz der Arbeitskraft gebieterisch verlange, den Fahrer eines Lastzuges nicht sich selbst zu überlassen, sondern ihm einen Beifahrer zu stellen. Begründete wirtschaftliche Bedenken gegen diese Forderung an den Gesetzgeber können auf keinen Fall geltend gemacht werden. Was wird mit der Invalidenversicherung? Verhandlungen mit der Angestelltenversicherung gescheitert Die Verhandlungen zur Durchführung einer Hilfsaktion der Angestelltenversicherung für die Invaliden- Versicherung sind gescheitert. Die Lanöesversicherungs» anftalten haben das Angebot der AB. abgelehnt, weil es mit Bedingungen belostet war, die seinen Wert für die IV. wesentlich einschränkten. Die RsA. hatte sich bereit erklärt, aus den Beständen der IV. an Schatzwcchseln einen Gesamtbetrag von 34 Millionen Mark anzukaufen, nachdem die Reich-dank der RsA. einen Lombard- kredit in etwa der gleichen Höhe einräumen wollte. Gleichzeitig sollte die AB. die ihr von der JV. geschuldeten Steigepungssätze im Betrage von 9,4 Millionen Mark sowie die von März bis Juni 1932 fällig werdenden, von der JV. zu ersetzenden Steigerungs- betrüge im Betrage von 9,6 Millionen Mark ebenfalls nicht in bar, sondern in Form von Schatzwechseln aus den Beständen der JV. erhalten. Nach wie vor ist also die Situation so: Die JV. ist bei der Post mit 49 Millionen Mark verschuldet. Sie braucht außerdem zur Auszahlung der Renten im März 19 Millionen, im April, Mai und Juni je 12 Millionen Mark, wobei die Kosten für Heilverfahren und Verwaltung nicht berücksichtigt sind. Die Beiträge reichen nicht zur Deckung der Renten. Di« Reichsregierung hat'bis jetzt noch leinen Weg zur Sanierung der JV. gewiesen. Diese Sanierung darf nicht weiter verzögert werden, denn die Schwierigkeiten der JV. sind durch das Reich verschuldet worden. Es handelt sich nicht, wie etwa bei den Banken, um eigenes Verschulden. „Gireik mit Krankenschein." In dem Bericht im„Abend" vom S. Februar über eine Ar- bsitsgerichtsoerhandlung war gesagt worden, daß 49 Arbeiter der Firma Bender-Tiefbau an einem Montag nicht zur Arbeit erschienen feien, da sie sich krank gemeldet und alle 49 arbeitsunfähig krank geschrieben wurden. Der Verband der Krankenkassen Berlins ist dieser Behauptung nachgegangen und hat von der zuständigen Krankenkasse die Mitteilung erhalten, daß in der fraglichen Zeit sich drei Mitglieder der Kasse, die zur Belegschaft der bestreikten Firma Bender-Tiefbau in Adlershof gehörten, sich arbeitsunfähig meldeten. Diese Mitglieder sind nach verhältnismäßig kurzer Zeit durch Nachuntersuchung arbeitsfähig geworden. Wir bedauern, daß diese Fälle in der Verhandlung vor dem Arbeitsgericht und damit auch in dem Bericht darüber derart ver- allgemeincrt wurden. Die Borsig-Hütien in Oberschlesieu. Kann ihre Stillegung vermieden werden? Reuthen. 19. Viärz. lim die beabsichtigte Stillegung der hart an der polnischen Grenze liegenden Borsigwerke-Hüttenbetriebe zu verhindern, die weitere 1699 Personen arbeitslos inachen würde, hat ein Ausschuß der Angestelltenschast dieser Betriebe in einer Denkschrift Vorschläge an alle maßgebenden Stellen ein- gereicht. Angestelllenschaft und Belegschaft der Borsigwerke-Hütten- betriebe hoffen, daß auch von staatlicher Seite alles geschehen werde, um der obcrschlesischen Wirtschaft diese wichtige Arbeitsstätte zu erhalten. In Amerika wird gemurmelt. Unzufriedenheit mit der Gewertschastsführung. In den Bereinigten Staaten sind die Gewerkschaften«die ein» zigen Unterstützungsträger bei Krankheit und Arbeitslosigkeit. Um so stärker wirkt sich die Arbeitslosigkeit auf die Finanzlage der Der- bände aus. Und um so begreiflicher ist der Wunsch, aus der Wirt- schaftskrise, der Arbeitslosigkeit wieder herauszukommen. Möglich, daß in dieser Situation von der Leitung des amerikanischen Gewerk- schastsbundes mehr erwartet wird, als sie tun kann. Erstaunlich ist jedenfalls, daß in Derbandszeitungen wie auch in der Tages- presse über den Mangel an geschlossener Führung des Gewerkschafts- bundes geklagt wird. Der Vorsitzende einer über 69999 Mitglieder zählenden Orga- nisation schreibt in seinem Verbartdsorgan, seit einiger Zeit bestehe da» unsichere Gefühl, daß der Gewerkschastsbuno aufhört, ein leben- diger Faktor in den �Angelegenheiten der Nation zu sein. Slm 9. Februar waren die Vertreter aller Verbände zu einer Konferenz in Washington gekommen, um über die wirtschaftliche Krise und entscheidende gesetzgeberische Maßnahmen im Interesse der Arbeiterschaft zu beraten. Ueber den Verlauf dieser Konferenz wird dann berichtet: .Nach der Begrüßung der Erschienenen verlas Präsident Green ein längeres Schriftstück, betitelt:„Der Appell der Ar- beiterjchaft an Volkswirtschaft und gesetzliche Hilfe." Während wir dieser Vorlesung unsere Aufmerksamkeit schenkten, hatten die meisten von uns das peinliche Gefühl, und es wurde uns zu unserem Entsetzen immer klarer, daß dieses ganze Dokument nur eine Wieder- holung der rednerischen Gemeinplätze war, die wir— ach, so oft— schon gehört hatten." Daß es sich hier nicht etwa um die Kritik einer radikalen Opposition handelt, zeigt die unmittelbare Fortsetzung dieser Aus- führungen:„Unsere Gedanken wanderten zurück zu dem großen JugsiräureSKsn der f ozialisten, Freidenker und Gewerkschaften Berlins Heute, Sonntag, den 20. März Adlerthof: Saal von Wöllsfeln. Bismarcks trabe. Beginn 11 Uhr. Weiherede: Rektor Wendlcke. Berlin: Volksbühne, Theater am Bülowplafi. Beginn Uhr. Berlin: Volk-bühne, Theater am Bülowplafi Beginn 12 Uhr. Hohen-Nenendorf: Rest.Zur Klause* a. Bahnhof. Beginn 10 Uhr. Weiherede: Willi Wölfl Köpenick: Aula d. Dorotheenschule, Oberspreesir Beginn 10 Uhr. Weiherede: Dr Kurl Löwensleln, M d.R. Lichtenberg: Aula der Schule Schbchiallee Beginn 10 Uhr. Nenkölln: Neue Welt, grober Saal, Hasenheide Beginn 10)4 Uhr Weihensee: Aula der weltlichen Schule. Park-. Ecke Amalienstrabe. Beginn 10 Uhr. Weiherede: Lehrer Weib. PROGRAMM: Musik, Gesangs-, Sprech- und Bewegungschöre. Rezitationen, Weiherede. In der VolksbQhne: Aufführung des lugendweihespiels von Waller May; „Zum Lande der Gerechten"„Der junge Chor, Leitung Hein«Tiessen In Nenkölln: Aufführung des Jugendweihespiels von Bruno Schönlank: „Seid g-weihtl" Eintrittspreis: Gastkarten 70 Pf,(Volksbühne und Neukölln 90 Pf), Kinderkarten 50 Pf. Eintrittskaiten sind am Tage der Weihen an den Kassen erhältlich. Alle Räume»erden>/, Stunde vor Beginn geöffnet. alten Mann, unserem lieben Samuel G o m p e r s. Wir dachten daran, was er wohl unternommen haben würde. Würde auch er einen geschrielencn Aufruf als einzigen Ausweg in einer Depression gleich der jetzigen betrachtet haben? Nein, tausendmal: Nein! ... Ist denn die höchste Instanz der Arbeiterbewegung u n- fähig dazu oder ist sie nicht gewillt, die Initiative zu ergreifen, am Konferenztisch zu sitzen und ihre Pläne zu entwickeln? Nur das, was wir tun, das zählt, nicht das, was wir sagen. Die Konferenz des Präsidenten Green war in der Tat e i n jämmerlicher Fehlgriff insofern, als keinerlei be» ftimmter oder fest umri ssener Plan vorgelegt wurde. wie der organisierten Arbeiterschaft unter den jetzigen Umständen geholfen werden könne____ Insoweit diese sArbeitslosigkeits-) Politik in Frage kommt, fühlen wir, daß der Bund keinen Erfolg hat und daß für seine Verjüngung eine herb« Notwendigkeit besteht. Wir lenken die Aufmerksamkeit der organisierten Arbeiterschaft nicht aus destruktiven Absichten auf diese Dinge, sondern um unseren Bund wieder mit dem alten Kampfgeist zu erfüllen." .Das läßt tief blicken", sagte Sabor. Die Arbeiislosigkeii in Krankreich. 40'Mil!ionen>Anleihe für das pariser Kunstgewerbe. Die Zahl der in Frankreich unter st ützten Arbeits- losen beträgt nach der am 12. März abgeschlossenen Statistik 394 94 7<244 871 Männer und 69 176 Frauen). Gegenüber der Vorwoche ist eine Zunahme von 6264 Arbeitslosen festzustellen. Außerdem haben ll 823 Arbeitslose, die kein Anrecht mehr auf die Unterstützung haben, die sogenannte Krisenunter- stützung erhalten, und schließlich sind 682 4 Kurzarbeiter unterstützt worden. Der Präfekt des Scine-Departements(Paris und Umgebung), der zugleich Oberbürgermeister von Paris ist, hat der Stadtverordnetenversammlung einen Vorschlag über die Auf- nähme einer 49-Millionen-Anleihe unterbreitet, deren Ertrag zur Erteilung von Auftrögen an das schwer unter der Arbeitslosigkeit leidende Pariser Kunstgewerbe verwandt werden soll. Es ist daran gedacht, Kunstgegenstände für die Stadt anzu- kaufen und einen Teil des Mobiliars der städtischen Gebäude zu erneuern. Iahres-Vertreterversammlung des AfA-Ortskartells Berlin morgen, Montag, den 21. Marz, 19.30 Uhr, im iSaal 5 des Berliner Gewerf. schaffsftanscs, Engelnscr 21/2». Tagioordnnng: Seschästo- und Sosscnbericht ISZ0. Sohlen. SpD.-Araklion im Gesamtoerband. Dienstag,>0.30 Uhr, in den Kammerfälen(großer Saal), Teltower Straße I L Dollversammlung der Betriebsräte des Gcsamtvcrbandcs. Neuwahl der Vertretung der Betriebsräte in der Bezirlsverwaltnng und Stellungnahme zur wirtschafts- und gemerlfchasf-politischen Luge. In Rücklicht aus die außerordentlich wichtige Tagesordnung ist das Gr. scheinen aller dem Grfamtncrband angehörenden Parteigenossen, welche Betriebsrat, Angestelltenrat, Arbeiterrat ober Betriedsobmann find, unter allen Umständen crsorderlich und unbedingte Pnrtcipslicht. SPD..Frattt»u der erwerbslosen graphischen Hilfsarbeiter. Morgen, Montag. 13 Uhr, bei Laudahn. Vortrag: Di« Gewerkschaften im voll. tischen Tageskampf. Referent: Hans Schwert. Erscheinen ist Pflicht. Berliner Gewerkschasksschule. Der nächste arbeitsrechtliche Informationo abend für Betriebsräte ist am Dienstag, dem 22. März, um 19 Uhr. "........... mehr im Saalgebastde des Gewerkschafts. Verbandes der Buchbinder, im Gewerk. .,........, i n gC, 3 T r., statt. Leiter des Aus- spracheabends ist der Genosse Dr. Ernst F r a e n k» l. Vorherige Anmeldung nicht erforderlich: Teilnehmerbeitrog wird nicht erhoben. t Freie'Gewerkfchafts-Iugenö Berlin Heute finden folgende Veranstaltungen statt: MädchcnknrsnS! Die Frau im neuen Deutschland. In der Bersammlunashall« der Genop hau«: S, 21, 17 bis U-Ba! — l9 ollcgs Rudolf 63 bis Briß Rat- of Grenzallee: U-Bahn bis U-Bahn SrenzaNee. ,.____».. Treffpunkt an den angegebenen Stationen um 9.30 Uhr.— Rordkreio: 19 Uhr, Jugendheim Graun-, Ecks Lorßingftraßs. Märzfsier.— Südkreis: 17 Uhr, Jugendheim Bergstr. 29. Ad 19 Uhr:„Als B-rlin-r Talschleich- mit der SttahlenfaNe 19.30 Uhr' Zieuwahl. agei» „Ar. icit-'r, 19.30"Üchr, S«v-r?schaftshaus, Eugelujer 24/Vj Saal 11, Hof pir. Tages. ordnung: Unsere Werbung 1932. fih Luaendgruppe des Zentralverbandes der Angestellten Sonntagsneranstaltung im Jua ab 19 Uhr; Eonntagsveranstalfung—--------.,___ ab 18 Illzr: Sonntagsneranstaltung im Jugendheim Bergstr. 29, Neukölln, _. Ballstraße In Gharlottenburg, im Jugendheim Wilkdenowstr. 5, ab 19 Uhr.— Morgen, Montag, finden folgende Veranstaltungen statt: Weddiag: Jugendheim Turin«.""""«—"...... Referent: Bernstein. straße. Aussprai so«.er □ frcuiAjl.• y M«--- c/s.*. Jugendheim Rastenburger Str. 16, F Tagesfragen." Leiter: Lamm.— Weiß« Limmer 3. Ausfprad enfe«: Jugendheim :„Gewerkschaftliche sioriusstr. 21. März- gefallenenfcier.— Britz: Städtisches Jugendheim, Rathaus. BrettspielabeirS. — Urban: Jugendheim Hobrecht-, Ecke Sanderstraße.~ Nisse in Frankreich. Vortrag:„Reiseerleb- Allgemeine Wetterlage. 49.März4932,abäs. �iT'r O- Qnomo ©wrltenlos.CS heitar.Ohalbbadecki ®r«lkig,»bedeckl;sRegeiVrGraüpe!fl Ma=Ncfjel,HGewi1tec(0)Winds?K!j Das Wetter zeigt zur Zcst ein Gebiet relativ hohen Druckes, das sich vom Balkan über Deutschland hinweg an die Westküste Frankreid)?, wo es seinen Schwerpunkt hat. und von da nordwärts bis Spitzbergen erstreckt. Tiefen Druck finden wir, langsam oft- wärts von ckend, westlich von Island, sowie über Nordosteuropa. Hier sowie üier Nordpolen, im Bereich« eines Teiltiefs, steigt der Druck zum Teil kräftig an, während er im Gebiet de« hohen. Druckes schwach steigt oder hier und da auch fällt. Diese Vorgänge lassen für Sonntag über Deutschlanv ein Gebiet mit sehr geringen Druck- gegensätzen, aber relativ hohen Druckes, als wetterbestimmend ver- muten. * Wellerauesichten für Berlin: Teils heiter, teils wolkig, etwas höhere Tagestemperaturen, keine nennenswerten Niederschlage, schwache Luftbewegung.— Für Deulschland: Im größeren Teile des Reiches beständiges Wetter, nur im Mrden vereinzsll gering- fügiger Niederschlag.' il R SoziMWeArbeitm'ugendGroß-Berlin Einsendungen für diese Rubrik nur an das Jugendsskietariai Berlin EW 68 Lindenstraße 2. vorn l Trepp» recht». Maittag, den 21. Mörz, Varsitzendenkonferenz im Preußischen Landtoz. Prinz. Albrecht, Str. 11. Zutritt nur mit Ausweis und Mitgliedsbuch. Heute, Sonntag. 20. ZNärz: straße cue:.WW._ Boltstanzabend Werbcbezirk im den Potsdamer Platz".— Friedrichebaaen: F .— Reukölln II: Kanner Straße. Zillc-Abend. Prenzlauer Berg: Mitgliedkroerfammlung. 20 Uf Uhr. IM Altr-s- beim Danziger Str. 62. Zusammenkunft der Vorsitzenden um 19 Uhr. Alle Sruppenabendc fallen aus. Werbebezirk Osten: Um 18 Uhr Heimabend. Litauer Ell. 18, ab 19 Uhr politisch-satirischer Abend mit dem Genossen Gulhett. Morgen. Montag. 21. März. 19 i/o Uhr: Hansa: Bochumer Str. 5d. Tagespolitik.— Moabit I~ W-ldens-r Str. 20/21. Jüngerenabend.— Moabit ll: Lehrter Str. 18/19. Fahrtdesprechnng.— Sport. Palast: Genthiner Str. 17. Kommunistische und Sozialistische Internationale. —«rnswalder Platz II: Rastenburger Str. 16. Kuizreserate.— Fallplatz I: Eonnenburger Str. 20. Gemeinschaftserziehung.— Falkplotz II: Sonnen. burger Str. 20. NSDAP, und KPD.— Humaanplatz: Elcimstr. 33/33. Fahrl- besprechung.— Nordosten II: Danziger Str. 62. Rattonalistische Seschichtsanf- fassung.— Schönhauser Barstadt: Eonnenburger Str. 20. Warum gegen Alkohol?— Luisenstadt: Besuch der Frauenveranstaltung der 48. Abt.— Chor- lattcuburg-TSd: Spreestraße. Bunter Abend.— Lichtenrade: Turnabend.— Baumschule»»-»: Ernststr. 16. Heimspiele.— Schtzuewcidc II: Berliner Str. 81. Arbeitsgemeinschaft.— Friedrichsselde: Gunterstr. 4L Lichtbildervartra- Vorträge, Vereine und Versammlungen Reichsbanner„Schwarz-Rot-Gold". Geschätt» stelle: Berlin(5. 14. Eebastwnstr. 87—38, Hot 2 Tr. tSanvorstand. Die JuaendUiterfttzuna findet nicht am 23., sondern am Mittwoch, dem 30. Marz, im Gaubstro statt.— Tieraarten fOct»- verein). Dienstag, den 22. Marz, 20 Uhr, Vollversammlung im Schultheiß. Patzenhofer, Turmstraße. Referent: Kamerad Oberleutnant-. D. Bathle. Thema: Erwache. Volk, erwache! Buchkontrolle.— Prenzlauer Berg.(Jung- bannet.) Dienstag, de» 22. Marz, Zusammenkunft an bekannter Stelle.— Friedrichshaiu.(BortruppJ Mittwoch, den 23. Marz. 19.43 Uhr, Jugendheim Ebertpstr. 12(Saal).— Steglitz.(Kameradschaft� Montag, den 21. Mörz, 20 Uhr, Mitgliederoersammlung im Restaurant Schulz. Birkbuschstr. 90. Rcsc. rent: Kamerad Frick. Thema:„Die legale und illegale Hitler-Beweaung".— Reukölla-Britz. Das Mustkkorvs veranstaltet am Sanntag. dem 27. März iL Osterfeieriag), in Kliems Festsalen, Hasenheide, sein 5. Jubiläumskonzrri, verbunden mit Gesang-, Tanz, und Artistendarbictungen. Ab 20.30 Uhr großer FeftbalL Eintrittskarten bei allen Funktionären zum Preis« von 70 Pf. er. häftficki. Abendkasse l M. bis 8 M. Kameradschaft: 20 Uhr ZugversantuUimg. Montag, den 21. Marz, Zug Löbe bei Schröder, Steinmetzstr. 52. Dienstag, den 22. März, Zug Ellert bei Krüger. Emfer Str. 86._ „Internationale Rundschau der Arbesf." Wer kann uns das Dezemberheft der„Internationalen Runid- schau der Arbeit", Jahrgang 1830 überlassen? Gest. Mitteilungen an das Radaktionssekretariat des„Vorwärts", SW. 68, Linden str. 3, erbeten. cu tflasseu ClMC'lA' SlC* duccU die . ü b e r 1 1 4 Millionen R M Gesamtgewinne 39. PREUSSISCH- SÜDDEUTSCHE KLASSENLOTTERIE n c, An AJk mtfehm und an aßlk,49-5 Uhr), sämtl. Vorwärts-Filialen u. Ausgabestellen, sowie alle Annoncen-Expeditionen | muie ij; '' in SZcbschlcr jetzt besonders billig! ca 8x2 1«,-. 19,— ca. 3Mix2tz4 24,—, 20,—, ca. 4x3 31,— 39,—. Teppich. Siirner, Berlin W., Pots, bamcdlratze__ 28b. Teppickkan» ttmii Lefeor«, Berlin, feit 49 Sah* ten nur Otanien* ftrafie 158. Sab- lunnserleichteruna Clin» iluffchlag Sve» itiallataloo lallen. frei.■_* Linoleum Gninot, Kolonie. fitatze 9._ und weniger losten wenig getragene, hochelegante Matz. I garderoden. Schen. Teppiche 5ei9 Herrenmoden, Arackoerleih, Fried. richstratze Uk, Ein. gang Elsasser Straße_* Damenmäntel und Kostilme, fesch und billig, direlt al Fabril. Damen. mäntelfabril Schra ge, jllosterstratze 99. Kochherde, .Kachelöfen eigener .Herstellung, lieber. nehme Töpserarber. ten, Osenbau. Prin. zenstratz» 59,__ sämtlicher Größen. Srarfcn, Läuser. flösse, Diwandecken fRODBl Möbel. Pohl, Jnnungomeister, Äckerstratze 139. An- Ileideschranl 99,—, Eichenbllsett 195,—. Schreibtisch 85,—. Schlafzimmer 495,—. Riesenauswahl. Touches, Chaiselongues, Po. lentmatratzen Auf. legema tragen, Me. tnubetten Walter Stargarderftraße achtzehn. Kein La. den.* 5—, Federbetten. Stand 29,—.(steine Inlaut Teilzablnngl Teilzadlnngl leilzadlunal billig, reell Speisezimmer, Eiche mit Nutz. bäum, lomplett 285,—. Möbelhans Prinzenftratze 64. An« stonlnrsmassc Metallbeltstellen, Sinderbettstellen, Eiserne Gartenmö, bei. Earl Schulz, Erste Berliner Eisen» möbelfabril stamm.. Ges., Berlin S. 59, Sasenheide 9, tag. lich von 9 bis 4 Uhr. Aus Sonlursmass«. Eiserne Garten- Möbel, Garderoben- ständer, Flaschen- 'chränle Carl Schulz, Erste Berli. ner Cisenmöbel-Fa. bril, Komm.-Ges., Berlin EW. 98, Lindenstratze 5., An« stonlursmasse Metallbettstellen ab stächen Külhes direlt an Private ab W-rlstatt zur Neuerösfnvng erhalten die ersten 59 stunden Sonderrabatt. stüchen-Masserer, Warschauerstr. 38/39, Fabrilgebäude, genilber Hochbahn und Stadtbahn. Speisezimmer 359.— bis 1599,—. stamerling, stasta. nienallee 56, Ecke Fehrbellinerstratze. Schleiflack. Schlafzimmer, moderne Form, zu. rllckgefetzt, lomplett 519 Marl. Moritz Sirschowitz, Slalitzer Straße 25._ Schlafzimmer, 189, entzückendes Uu®uftct.'lomplett bettstellen Usw. Carl 385.-. Riesenau-. Schulz, Erste Berli. S°.bl. Lindenberp ner Eisenmöbsl.Fa. bril stomm..Ses,, Berlin SW. 68, Lin. denstratze 5. Wichtig! fßr jedermann Täg. lich werden nerlaust anterbaltene Klei. derininde Berti. los 24,—, Betistellen Ub Melallbetten 12,- Kemmoden 12.-, Couchs o5, Bücherspinde Bhotoavparote.! tboue�naues 20,-_ Zchreiblifche 29,—, bnuser Allee (Rordring). CelLgsnYeilen,Prts» Bettlasten—.toueerre es.—, n-.eiKäj«, Gelegen. Patenimatra,<.*- Imeou« 29,- S/ heilen, Aiesenau«. Anflaaen ~--r, Pappell mahl.' PhototSuber, Papp-Iallee Nr. Büfette 48.—, Trn. ».�imeoueR.— Standst Ubren 48�- stlub» fessei, Klaviere Nie senauswabl, fvotl- bMia 899 Tevpjche, Speisezimmer, aui ----.. fl/ Prinzenftratze drei. undsünszig._* Anlleideschränle 189, mit Innenspie. gel 119,—, Riesen- Gutschein Gegen Einsendung dieses Scheins veröffentlichen wir koetenlos in der Zelt vom Li. bis 27. Marz 1932 eine private Kleine Anzeige Im Umfang© von 7 Worten Ceinschi.©Ines fetten Ueber- schrlftwortos). Bei größeren Anzeigen sind für Jedes weitere Wort 10 Pfennig zuzuzahlen. Heiratsineorate, Stellenmarkt sowie dem Verlag nicht genehme Anzeigen sind von der Aufnahme ausgeschlossen. Einsendungen mit Beifügung der Abonnementsquittung an Vorwärts-Verlag. Berlin SW 68, Llndenstr. 3 Piano, wenig user 28. auswahl. Linden.-. b°rg. Prinzenstratze I NtzsssslgzLsslNgss dreiundfünfzig.'>' Ostcranaebot«! Kaufen Sie jetzt: Ohne Anzahlung. Nähmaschinen, laut Schlafzimmer Eiche/?°t°erordnung, 19 lomplett 275,—,/ Prozent Ermätz.- ----- an,«, anna. Woche 2.—. bäum, 325 lomplett 1 Postlarte Spändauer Brücke 8 Banlow. Schmidt. (Bahnhof Börse)._ i(Itatze 1____*. "ai>»innnn.iw.iaBfel Gemeickschastler Speisezimmer, aui Zimmer, Gelegen, »intne? 99- Marl, laufen Möbel dillia erbaltrn lamvlett heittslauf. 175.—, frei Äau» Berlrn in der MSdelfabril»25,-, Herren,'m,! Anrichten»8,—. ao«and it— Marl Elsässerstr. 89—88, mer faft neu. tarn..Das versäume nie. °°r° l Treppe, tm pleti 295,-,>ed)Iaf. wand,. Schräg.., ���WMW����>genügt> Wschlafzim. Gebrauchte l,—. D°leg-nb-iis..��� NStlIWschi. S"»"® I 24 3Mt' ftllblen 835�. bokenstratze 24. stüch-n sarb'a"vd nigftadt 77«. lästert 68,—, Herren. «Nachnahme, aroma-! G-w-rlschastshaus tilcke haltbare der Melallarborter. azäce, Postscheck. T-ilzabluna bis zu lonto Nürnberg 12 Monaten ohne 29 929, Bürger», Aullchlaa mcister®ia?' Baumschulen Hof. stetten bei Gemün. den-Main. Spritzpumpen 29,— Mo' zimmer, fabrilneu, lomplett 268-, Wohnsalon, wenig benutzt 195.-. 199 stücken entzückende Madelle, aebranchte 48.—, Siaraardts Möbel, und Lom. bardlvelcher Prenz» lauer Straße sechs Ecke Linienstraße, stassaläuler Möbelhaus Reander. Anlleideschränle, 189 breit, nutz ... Marl. Lau.bau�liert ll5.-.!�P„-'-i�.7Zg� sihcrplatz Nr. 16. �chlalzimmerZ.d,, ffg�rgrrbinduna bis " Marliienstoss.''lA�'.Br.nXauer Tor: Luodratmeler 1,49, WZ-.«« �ch.' E-ra�en�bnlinie� »VASSS-S!-' i boraflr, stopenrcker» rj» ,f» Straße 114. Ionm)� oet'IC<1Kf witz 3790. Hieidunlisstocka. waschst usui. Hosen für Zimmerer und Maurer, Wilhelm Babr, Brnnnen-- stratze 78.__ ÄvHÜge "n'~' HifeitmorVi Speisezimmer. Eiche, «ei. lomplett. Gelegen. Pfandleth>«er. 255-, laufshaus. Sch�.�chlaIzimmer2S5,-. Häuser Allee 115,(I amf Modelle in Rordrrng,~--■— Möbel- UbcUmann nur Alezanderstratze 14—14i. Das Hans der guten Qualitäten. Rapide Preisherabletznng ohne Rücksicht aus Seibstl-sten! Alle» unter Borlriegsprelsen! stastantenallee 45. musik- iREJPumentst Grammophone, 10,— an,' Schall. platten 9,29 an, Plattentaulch� Er» satzteile, Revara, iure« billlast stö. venickerstratze 183». Piano«. Gelegenbeitsläute 175.- 275.- ge. brauchte, neue gro. tze Auswahl Teil» zahlung, ihllr Munzslcaße 89,' Röh Maschine», grotze Auswahl, Marl 85,— an, w Runbschiffchen und Eentralbobbin 95,—. Machnow, Wein- meisterstratze 14. verlauf br�ig�®c. H, Lichtenberg, gmilianstr. 26. | Fsthrradstf J Fahrradzubehör enorm billig, Wulst. reisen 9,99, Draht. reisen 9,75, Schläuche 9,85 M., Marlen. schläuche l,— M., Schlauchreifen 2r-l stetten 9,85, Pedale 0�5, Sättel 1,59. Taschen 9L5, Lenker Ballonräber, fabrilneu. 84.—, an, mit Frerlaus und Rücktrittbremse jetzt 42,-, 45,-, 55,—, Ballonräder, Marie Brennador, 79.—, Ballonräder Marie Stern. 68,—, 75,— Arcona jetzt 95,— Machnow, Wein. meisterstratze t4, Grötztes Fahrrad. Hans Deutschlands Radio Gebrauchte Fahrräder, 15,— _______________ Ike-w.fiSö 30,-, »OTtseiJ 0�0.' 35,—.- Machnow, gespannte Räder, Welnmersterftr. 14. 1,75 M., Dynamo.--- larnpe 8,75, oec- FtchoraddeSe» Storni 650. Mach, i.sfl, Schläuche 9,69, K'e �?ett«n 1,-. Pedalen Radio. Sprechmaschlnen, Netzanschlutzanlaae, lomplett mtt Röh, ren, Lautsprecher, anschlutzferttg, 49,—, Lautsprecher 4,75, 7,59, vierpoltg 18,—, 18,-, 22,—, Eustem 4,75, 6L9, Eleltra dosen 3,50, 5�0, Anoden, 100 Bolt, 3,25, 4,40, 4,95. Netz. Austausch Bargeldlos. Radioapparate, Gleichstrom, Wechsel. ström, Mustlinstru. meute, Photoappa. rate, Delegenheits. läufe. Reriichs Ra. diomustlhous, jetzt Londsbergerstr, 22, NäheAlexonderpiatz, Alexander 5575. lümgesiiml stahna« bisse. Platinabfälle Oueckstlder Kinn Metalle, Silber, schmelze Saldschmel zerei, Chnstianat stöventckerstraße 39 Haltestelle Adalbert, straße Rabia, alle whrenden Mar. len, ahne Anzah. stabngebisse. lung, ohne Ans. Edelmetallbruch, schlag bis 19 Mo. Oueckstlder Zinn natsraten. Herold. Blei. Cilberschmeiz« Reulölln, Kaiser. Ehristionat stöpe» Friedrich-Etr. 229, nickerstratze 29- lRanteufkelNraße.) � ShdU Boatoplanen, Quadratmeter 2,59, unoernäht 1,59, Zeltdahnstoff 1,49, Polle u. Solu. dowsli, stöpenicker Straße 114. ganno. witz 8799. vsllMstrki Siedler! Fenster und Türen snottbillig! Bau- tlschlerei Deisler, Möckernstratze 68. I»frKITlCÜI| Den!' an Deine Zulunft und lerne Sprachen in der Berlitz Säiool Leipzigerstratze 119 stursürstendamm26i Einzelunterricht, ssrlel. Zwei Wo. lenstunden 7" Marl monatlich. Rackow» lausmännische Privatschulen r und Grundstücks- öBPk8ii!a Höhere schule, Dr. A. Wilhelmstratze Handels W, un! Maschinen apparat»»/■ lä llkavoa. I Zimmer Fabritaevc Fahrräder 83,—. 85,—, 45<—. Mach. now, Weinmeister. straße 14. !i'80, Lchutzbleche Reparaturen Üilliast. Anoden 2L0, Groß-Accu 4,68, Sparröhren 2�6. Schönleinstr. 2.!-� 1 rate 28�~ gö � veranoa, vviigarren, o»,' 3*_"i*'_' iooo6�eItett fchöne Aus- � und, Werfe 8- Ansahlung Sonderl. Mt" F Fobttspcec — erni- now, Gelnmetl strotze 14, und Char, lottenburg, stant, stratze 93, ,1945. 73 74. 174, Auto, bus: 8 12, 14, 89, Untergrund bahn S-bönbauier Tor_* «Sche, „Soela", elsenbeln Feinlack. Büs-tl � 179 cm, sechsteilig, hshf 239.— M. Moritz M»°witz. Slalitzer ��-«9,- Küchen Gewaltiger Preisabbau! Kauft in der Spe» zialfabrtl größten Stils. Gebrüder Möller, stöpenicker. straße ISO, Eingang Zeuahofstraße (Schlestsches Tor). �r �°�7n,i�ikaA�««Nn7. mÄ 245.- ÄZe bändig 599 Küchen Küchen 85.-, Ein. vorrüttg. hode. 25.—: Pelz- zel. und Polster. Mäntel in: Seal, möbel spottbillig! Cleltrtl, Pechanill,! Rlesenanswahl!_______ Fohlen, rujstscher zangjährige Garan. breit), -lunlskanln 90,—; Ht! Setsäumen Ste 320,—, Belzjacken, slunl» 50,—; Bubilragen, Krawatten 4,— an. Reparaturen preiswert, gahlunaser» l-ichlerung, Kilrlch. nermeister R, Mi. chaeNs. Seit SO Sehten Große Fcanlsurterstr, 99, i«tage(am -strauabergerplatz) nicht diese Gelege», heit! �__ AnlltideschrSnl«. 180 breit, 110—- Jede Größe Rresen. auswahl,-�rbel. Haus Brinzenstr, 64. Schlaf, immer, Herrenzimmer, modern, lomplett (Bibliothel 239 fast neu, abzugeben. Kursllr. 4077. alenfee, stendamm Brabant Swbl._ Eichenbüfett. Anrichte, Bücher. schranl. dunlel, mo» dern, fast neu, ver. 189 breit komplett, lau« preiswert Möbelhaus! Seestratze 197, vorn Prinzenstratze >1 Nnls. Prachtpianv», ehnjährige Daran. e- natsraten 15.— Re» poraturen Silin. münzen, Anger höfers Pianofarte, fabril, Gr Franl furterstr,48,(Kirch. durchgang) Piano» 199,—. 150,—, 209,—, gebrauchte, Pianobaus Prin. zenstratze neunzig. Linlvian«», Mietviano« Über au« vreisweri Pianofabril Linl Brunnenstraße 35' Tonschön« Pianos, Hat. monium mtt Apparat, sofort spielbar. Monatsmiete 7.59, Kaufanrechnung, Gratisprospelte. Pianohaus Lützow. straße 68 Mietpianos Kausanrechnung. Bahrt, Schöneberg, Hauptstr. 1 Filiale: Tnrmstratze 74.' INSERIEREN .. ABER IM„VORWÄRTS" MUSS ES SEIN! Anreiganannabm«- Vorwärt» Verlag GmbH., Berlin SW 68, Lindeiuir. 3. Fernspr.: Dönhoff 292-297, alle Vorwärts-Sladtfllialen oder durch alle Annoncen-Expeditionen. Verlagtvertreferbesuch sowie Speziolofferten. Anzeigenkalkulation und Probenummem kostenlos und unverbindlich. baure�Äste' Vor. ottlage, direlt pam fördernde Besttzer. meiswert..Abendlurse für' Er, Sonderlehrgänge für berutsschul Pflichtige Jugend liche,— Prospeltl lostenlos.— Schnell, Tages», nur 199 Marl An. wachsene. zahlung. �Kleinste fädjet: Raten. Anfragen 3. Enn«, Sied. Wahl. Buchfüb, lunqs.Büro. walde hei Berlin. Eich. GSI1SN. tsulis und Balkon rung, Bilanzarbei, Un, Rechnen, Wechselverlehr, Korrespondenz, " M St»»» Ballonmarlisen, Hauszelte, Laube»! möbel, Teilzablune Sestattet. Kettner ernauersiratze 13,' Wochenendhäuser werden Wunsch serti> liefert, Baubuden. Zounpfähle, eiserne Gartentüren, Rüst. zeug. Stein«, Ze. ment, Kall. Britz, Cbauüeestratze 44, F 2 2676.• sprackliche Steno, graphie, Sprachen. — Deutsche und ausländische Sprach. lehret,' Lanbendanl Blstlnktee Einkauf. Sämilickies Mate. rial, Britz, Chaussee. straße 44. ss 2 2676.» Rösners kaufmännische Pri. vatschule Diplom. nach Sandelslebrer Ernst ge. Rösner. Neue Pro. menade 3, Börse. bahnhof. Weiden. dämm 9249 De» schlossene Jahres. und Halbjahres- Lehrgänge, höhere Lehrgänge, aner lännt als Siedlerpumpen, Zweiznlinder. Flü. gelpumnen, Zube. hör, Reparaturen biMgst. Auf Wunsch übernehme Auf. stellung Jauche. pumpen. Pumpen. fabril Garten. straße 78. Web. ding 8940,__ Holzhäuser preiswert, Liittge. mann. Razareth. ßrchstraße 53._ "{für Lanbeninu und Zäune das bissigste Material. Britz, Chaussee. straße 44. Tel. ss 2 2676. Ersatz für iserutsia>ule gemäß Erlaß 29. April 1931.- Biertel, jahreslurfe. Er, werbsloseu Schul. geld»Ermäßigung Anmeldung jede» zeit, Freiprospelt, Technische Brivatschule Barth, R, 4, Chaussee, straße 1 sOranien. burger Tor). Ma. schinenbau, Eleltro- technil. Tages., Abendschule. Kinderpsleae- und Haushaltge- ilflnneu- Ausbil» >ung im Fröbel. Oberlin. Institut, staatlich anerlannt. SW„ Wilhelm. straße 19. Aus. nähme jederzelt. RUHNKE___ i/jSr Post-Vcrsantlt Zentrale» Berlin STV19 GesdiÄfle fn TVrssn, HentbarR, Kiel, Düsseldorf. Köln, Mo�dtbarg, Essen, Elberfeld, Dortsaond, Basel nnd Z&rtch Mm jtfetkux nst Fabriken In Rathenow- Neue SdJeuse und Berlin 3733-37 A3 Größtes Spcziahfc schaff für Huqenqlascr Damen-Blusen E OO Crfept-Marocajn,Kanits�8t. Eleg.Blusencr«t>«Us-. roc. Kunsts�Plisseekr�Si. Damen-Pullover O OO reine Wolle, V« Aermel, 8t 9r75 Knaben-Einknöpfanzüge englisch ee-*> OO mustert« Stoffe, Hoee geittttert, lür ca.2 Jehre, Stück W/«r w Kinder-Kleider kuustceidene Tricot- Chsr- O OO mease, hübsche, helle Farben, für ca� 2 Jahre.. Stück Knaben-Mäntel an« Stoffen englischer Art*7 74 ganz gt-fötteri, für ca. 2 Jahre................ Siück* i* Jede weitere Gr. 0,60 mehr Jede weitere Gr. 0,50 mehr Jede weitere Gr 0,75 mehr Damen-Wäsche Strümpfe Batist-Pyjamas o oc farbig. KuSp form........ Stück Z,öO Popeline-Pyjamas,. eA gnie WnalitSt............. Stück Nachthemden farbiger Birlst, n j e apart garniert........... Stück Nach. Hemden Kunstseiden- ji qä Crfipe. mit Spitzen aragen, Stück Charmeuse-Unterkleider o o« elegant ausgestattet..... Stück£,7 0 Charmeuse- Unterkleider � OA m. handgestickt. Seidenmo.lv. St. A/Vü Hemdhosen Charmeuse, mit oo handgesticktem Motiv,. Stück O/VU Schlüpfer n nc EreppkusstMid........... Stück U,VO Damen-Strümpfe bflnstHehe Wascbseide, plattiert, guter Dauerstrumpf.............. Paar' Damen Strümpfe„Berti« Trumpf", feine künstilcbe Wasch- eeide neue Prühjahrefarben, Paar Damen-Strümpfe„Nertie Sold", edle Kunstseide, welch und elegant................ Paar, Damen-Strümpfe..Ingo Nr. 100", aus feiner Lemberg-, Kunstseide................. Paar. Herren- Socken reine Wolle. gerippt, gescbmackv.Melang..Faar I Herren-Socken Flor- Kunstseide, neneFrühjahrsdesslns, Paar Trikotagen Damen-Unterziehschlüpfer fein gewirkt, weiss and za-fe Farben.............. Stück 0,95,> Damen-Hemdchen fein gewirkt, weiss and ra-t« Farben........ Stück 1,45. 0,95, I Damen-Hemdhosen fein g©- wirkt, echt ägyptisch Mako, weiss und zarte Farben... Stück Damen-Schlupfer echt ägyptisch Mako, moderne Farben......... Stück 1,35, 1,10,' Trikot-Oberhemden für Herren....Stück 2,95, 1,95, Herren-Garnituren Jacke u. Bemkleid,leinfÄrbnGarnitur3,75,, Fescher Damenhot Fescher Damen Hut, gutes In viel n mode-en Stio. zweit, veraib� �irbcn 4,50 Herren-Artikel Nachthemden n on mit Kragen oder halsfrei, Stück£,j\j Popeline-Oberhemden« durchgeh. gefütu mit 1 Krag., 8L 4/OU Popeline-Oberhemden« qA weiss mit ErsatzmanscheUen, 8t. Schlafanzüge, 7g. elegante Veraibeitung,... Stück O// O Stehumlegekragen A Mako vierfach, mod. dorm, Stück U/OU Selbstbinder moderne M Ster f\ r%r reine Seide......... Stück 1,90,\J,zO W. R.-Krag3n mit feinem Wäsche«tofi bezogen, mo rv 1 rv derne Form.........Stück VZ/ I V/ Konfitüren Morzipon-Eier.__ 6 Stück 0,ZO Morzipon-Eier___ 3 Stück 0,25 Creme-Eier___ in Stanniol...6 Stück 0,25 Creme-Eier___ in Stanniol... 3 Stück\J,£5 Schokoladeneier n or massiv....... 3 Stück 0/20 Dessert-Eier ca. 100 g Knickebein- n no creme...... Stück U/äO Schokoladen-Eier-.- massiv, zerlegbar. St, U/OO Trumpf- Creme-Eier« o c 7 Stück im Karten... 0,55 Dragee-Eier- gefüllt......... Plnnd 0,60 Kiebitz- Eier——— Pfnud 0,45 Sahne-Trüffeleier- Stück 0,10 Sahne-Tröffeleier-—— stück Ü,2U Oster-Bonbonnieren, Präsent-Eier erster Firmen in reicher Auswahl Geschenkartikel Manschettenknöpfe..- doppels.,mass.Silb�Faar 1,40 Ostsrseifenfiguren wie Küken, Lämmeben. A« A Häschen.... Stück von U/ i U Ostereier aus feiner Toiifitt.ssifd rx o C a � 2 Stück 0/40261.0/40 BlausÜber-Eau deCoicgne IWwFLJ.CO.I.OO. 0,30, 0,25 Eleg. Parfümzerstäuber inBuntgli'sa Bl«»ikrl«t., � Stück 3,00, 2,25, 140, 0,90 Silberne Armbanduhren lür Damen, mit Elpsband. verschiedene Formen, i Jahr Ga- r mTC rantie.......... Stück O,/ O Hasenwagen n oc m. Spielzeug garBn SC. 0/ zO Stoffhasen liegend....... .Stück 0,95 Arbeifskörbem.Sioff---- detng, Stück i.90, 0,95, 0,50 Holländer Körbe——— Stück 0,95 Bolero-Kleid gut«, reinwolle«« Qualität, mit apart gestickter Weste I/ �7 5 Gobordine-Montel reinwoiL imprign. Ware, mitausknöpfb. Futter 28/00 Trager-Kleid gutes reinwollenes Gewebe Blase abknöptbar, aus modernem Strickstoff............... 40,00 Damen- Spangenschuhe Damen-Schnürschuhe echt braon Bcxcafi mlt Pdau- Mh{ braQn Bczcalf, tasieledergarmtuT. Blockabsatz,.„.. �„ descuderskrättlge.stta-,—— dellebt«» Kpcrttncdell pizierfiMge Qual, Paar 6,90 Paar 8,75 Damen-Handschuhe Kunsts�miiiescher Manschett«.. Paar 3,45 Damen- Handschuhe Napca uz. gesteppt, mod, ßchiapftonn. Paar 4,90 Fesche Bügeltasche(Abb. i) mit modernem Metallver-- r./� Rchlass. echt SafÜanleder 0,90 Derbytasche(Abb. 2) echtSafflanleder.neueForm., mit Sa.'fiangriff............ 4/90 Eleg. Slrassentasche(Abb. 3) echt Saffian, apart geflocht. Leder- griff. MeTallschlaufe mir— echt Eeptirenle er besetzt z ,90 Aparte Früh jahrstasche rAbb+j aus echil.aitig genarb.em echten Bafflanled.pbenmltleeohem— »eretelibaren Griff........ 9�5 ■: f.'■'i•, V:, ■' j.'■ u>: Das schöne Helm Hn Einfamilienhaus TFTiTFfflWtllfffaW kann heute ei n jeder erschwingen In unserer G C 0 ß S 1 6(1 1 U Hg BfltZ werden im taufe der Monate April bis September eine kleine Zahl Einfamilienhäuser von 2'/, bis 41/, Zimmern mit Garten, Bad u. Waschküche frei. Die herabgesetzten Mieten betragen für 2,/2-Zimmer-Käuser RM 7�.- für S'/z-Zimmer-Hauser RM 75.- für 4l/2-Zimmer-Häuser RM 88.- Anfragen und Besichtigung ,, E I N F A Berlin- Britz, Fritz-Reuter-Allee<56, werktäglich 8— 5, Sonntags 2—4 Uhr. Aktiva General-Bilanz zum 31. Dezember 193! Passiva Kasse, Guthaben bei Noten- and Abrechnungsbanken und fällige Zins- und Dividendenscheine Wechsel- und unverzinsliche Schatzanweisungen Nosiroguthahen bei Banken und Bankfirmen... davon innerhalb 7 Tagen fällig................ Lombards gegen börsengängige Wertpapiere.... Eigene Wertpapiere........................... davon nora. KM. 63 000,— eigene Aktien...... Pfandbriefe aus der Ausländsanleihe............ Zwisdienkreditc und Schuldner in laufender Rechnung...................................... davon gedeckt.................................. Schuldner aus Reidisfonds........................ Beteiligungen.................................... Bankgebäude................................... /. Abschreibungen.............................. Sonstige Immobilien.............................. Mobil ien........................................ •/. Abschreibungen.............................. Transitorische Posten............................ Aval- und Bürgscfaaftsscfauldner................... M 16169 626,84 63 000,— 113391111,97 2647 779.60 217 79.6 57 166.48 57'65.48 3 495 032- m 1 406'36.15 10 79• 921./9 17 929 19,.77 2 759589.90 12 165 664,76 21 072703- 113 4605253» 22 261 134,91 7 978 888.73 2 400 000.— 36 J 000,— 1.— 159 S35.51 I 21 2 944 700,33 Aktienkapital.................................... Reservefonds.................................... Pensionsreservefonds........................1' Rücklagen für schwebend© GcsÄäfte............ Ausländsanleihe.............................. � Gläubiger............................i.!.'!!!"!!! davon innerhalb 7 Tagen fällig............W. darüber hinaus bis zu 3 Monaten fällig 1!'1! nach mehr als 3 Monaten fällig.............. Reichsfonds......................... Transitorisdie Posten........ Aval- und Bürgschaftsverpflichtungen........... Eigene IndossareemsverbindlichkeiieD aus weiterbegebenen Wechseln............-.......... davon in spätestens Ü Tagen fällig Gewinn............................... Vortrag aus 1930.......... 1...!... Reingewinn................................... ZX 30 373 282,41 43 601 144.26 '6. 63859.93 3 495 032.— 15 844 816,— 3337 023,97 241 786.4' 3 480 So6�6 ZU 34 30ü 000.— 4 OdO 0 0.- 30) 0 Ü.— 1 5« 0' 0'.— 21 071 5'7 2! 122 038 28 00 25 247 671.59 761491,96 3 722 632,96 212944 700 33 Aufwand Gewinn- und Vcriuslrechnunfi zum 31. Dezember ID31 Ertrag Abschreibungen Unkosten..... Gewinn------- m 3 4 43,08 Z 283 4 5 60 3 72' 65 9 631, 0<-3�4 Vortrag aus 1930 Zinsen............ Provisionen...... m 24 7 6,40 4 795.S4" �9 1 274 M7.25 6 31 1 03.64 Berlin, den 31. Dezember 19S1 Deutsche Bau- und Bedenbank AKTlENGESfiLLSCHAFT Dr. Kimp®r Dr. Friedrichs Wildermath Dr. Ohlmer Dr. Sarrazin Zeh! Die vorstehende General-Bilanz nebst Gewinn- und Verlustredioung haben wir geprüft und mit den ordnungsgemäll geführten Ges'chaftsbüiera in L hereinstimm ung gefunden. Berlin, den& Märs 1932 Deuische Bevit raste besinnungslos dem Ende zu. Kaum war der letzte Akkord verklungen, da sprang D'Albert auf und rannte, ohne die Zuhörer auch nur zu beachten, zurück ins Künstlerzimmer. (55 Vurde ein Skandal. Das Publikum war außer sich, es war nur zu wohlerzogen, um seiner Empörung enffprechendcn Ausdruck verleihen Z» können. Nur einige Herren schimpften laut und nachdrücklich. Ucberall bildeten sich Gruppen, die lebhaft und empört diskutierten. Einige Jugendliche aber lachten und versuchten ihre Umgebung zu beruhigen:„Laßt ihn doch zufrieden, er wird schon wieder zu sich kommen! Er lebt wieder mal in Scheidung— wer ist da nicht schlechter Laune!" In dem kleinen mit Lorbeer und Photographien berühmter Musiker geschmückten Zimmer aber saß D'Albert und starrte auf die eng beschriebene Partitur, di« vor ihm auf dem Tisch lag. Diese Spieher, diese verfluchten 5lrämerseelen— was wußten sie davon, wie es in ihm gärte, wie sich Rhythmen und Melodien in ihm formten und ans Licht drängten. Was verstanden sie von dem un- («dingten Muß des Kontponi«rens, das die Seele wie«in Dämon gepackt hielt. Er konnte einfach nicht in sich hineinpressen, was nach Leben schrie,«r konnte nicht spicfcn, bevor der Dämon befriedigt rvar. Er fuhr aus, als£eftcrbi v' � V. 1 v/v->> ISM I DS9«-W??."KM loumaMou�Ieppicke dewabrtes Morkenfabrikatous bestem bewäbrtes Haargarn m Franse .ji-jM69-"sS84- M103.-'M1R- H Toumay-Velour in besonders schönen PerserMustem. Alleinverkauf dieser Muster ujp das ganze Deutsche Reich "I61.-Ci87-Sl19- «B, r.-ss 'Mß&mväm'nk- "tiß'BrmSSk- M21-E�32.- Bettumrandungen BO'JClö, modern gemustert�y ca rein.Hoarqam/lläufercaw«340 1)K3W u.2Be(tvoplQqen 02 67*130 lw. W JLq.u.ferstoffe� Örauclstreines Haargarn, modStreifen Bouclftmod.Qemustert. neiaHoargom, guteauaiitat.in vielen Farven cs.67ct.255 ca.90crn./ia5<:4l20crn./.45 6rrr.rr.CX PrEMtr.�-, brr.Mtr.O? ToumayVelour-Läuferj moderne Muster u,ftrtien. Mtr. ca.70cm.t>rt,nur soweit Vorrot N schwcr.doppeiseihg.Piusch qewebe, Perserujnoa�/.ßS M uster. volle Gr63e JAj. Diwanruckwände hervorrag.ftersermusr.285 ca.90>:180m.Franse 0. Daunendecken Kun$tseic.Damasr.ßückseite dsunegdichtersatin, beste „jppdecken Satin.doDpeiseitig,-».- moderne Tarsen m. yoü Zierstich, ca.150*200 /, Schlafdecken Wongemischt mitrei«ZOO fsnkante.ca140I190 0- Dekorationsstoffe ßardinenstoffe Kunstseide indantne bedruexr i.'/iei.Fari>en ,ca.l3 0 m.Dr.,""" nvrso.'/eit Vorrat; M: öardinensi, Edel-Tüll.mod.kiare i Muster.calOOcm.br.f' I® q se J moderne Grundstoffe m. Einsatz tesate ftrHqeFenster-Dekorationen1 nlrfSvorVatWi)/?„Ailraum-Gardinegesgöch,, fqrjeden T- n-:— n— i Raum qeeianÄtekönsfißngarnif.Q Flügel. rTiCs .mih viui 1 1" w u 1 u»«» v y c»v' Raum geeignefeKunstlergonnit.Q Flügel. jrOfS 1Qucpbehana,voiie Schaibreife.Fensfen V/1 Verkauf jfur Veivet'Klssenpkrifen/ r j zum Aussuchen, Stck.�Kft Wo es zuerst Frühlmg wird. Vom Zauber der Bergstraße. Die Bergstraße in» Frühling! Das ist längst ein Begriff geworden, der sich seit Generationen fortpflanzt auf alle, die in Deutschland reisen, auf alle Menschen überhaupt, die was von Frühlingszauber und Blütenduft wissen wollen. Zu Fuß muß man gehen, will man von dem unübersehbaren weiß-roten Blütenmeer so richtig umfangen werden. Pfirsiche, Mandeln, Kirschen, Aepfel, Birnen— alles atmet und strotzb Zartes Grün tragen die Buchen und Erlen, dunkel stehen die Tannen da. Ein einziger Garten tut sich auf, gegen den alles Menschenwerk ein kümmerliches Gestümper ist. Geht mit auf halbe Höhe, durch Hohlwege zwischen Weinbergen hin. Jede Kehre bringt neue Blicke bezaubernder Schönheit. Dann geht's hin- auf auf die Höhe von Melibokus. Dort hat man einen Blick, der wert ist, genossen zu werden. Weit liegt die rheinische Ebene vor uns. Matt schimmert durch den opalisierenden Dunst der Rhein herüber, Worms grüßt mit seinem Dom, Oppenheim mit seiner Katharinenkirche: in der Ferne leuchtet das goldene Mainz und im Norden schließt der T a u n u s ein festliches Bild ohnegleichen ab. Tief unter den Füßen die schmucken, sauberen Kurorte der Bergstraße. Jugenheim, Seeheim, Alsbach, Auerbach und wie sie alle heißen mögen. Diese Landschaft ist ohne Aus- dringiichkeit, sie hat eine noble Gebärde der Selbstverständlichkeit und bezaubert in ihrer Anmut. Mögen unten auf der Landstraße die Autos zwischen Heidelberg und Darmstadt sausen, nur einen flüchtigen Blick auf diese Wunderpracht gönnend. Die, die drinnen sitzen, haben die Bergstrahe nicht gesehen. Wer sie sehen will, der soll ein paar Tage ruhig hier bleiben und vor allem die stillen Abende genießen. Los vom Geschwindigkeitsteufel, man soll wieder sehen und fühlen in stiller Beschaulichkeit. Dann hat die Bergstraße aber noch ein zweites, ein viel mut- willigeres Gesicht: das ist im Herbst, wenn all das zarte Blühen und Duften zur reifen Frucht ward und ihren süßen Saft an durstige Kehlen verschenkt. Da rüstet alles zur Weinlese, in Auer- dach, in Bensheim und in Heppenheim, da duftet jetzt— der Most! Alles ist in Erwartung, wie der Wein ausfällt. Große Feste wer- den gefeiert. Gar das Bensheimer Winzerfest! Der Marktplatz wird in eine mit hohen Mauern umgebene Festung verwandelt, in der überströmende Freude den Sorgen des Tages lachend keinen Einlaß gewährt. Das glückselige„Da— sein" hat alle erfaßt. Die drei Freuden„Weck, Worscht und Woi* locken in jeder Weinnische, auf dem Tanzboden drehen Buben und Maderle ganz zünftig den alten, ehrlichen Walzer. Die Bensheimer Garde zieht auf, Schüsse tönen, und die Luft ist voll von Weindunst. Fein schmecken sie, die„Bensheimer Kalkgassen",„Streichling", die„Auerbacher Rott" und die Weine der hessischen Weinboudomäne in Heppenheim. Drei Tage dauert das Jubilieren, und ein hart arbeitendes Volk heimst den Ertrag einer Jahresarbeit. Viele Burgruinen schauen still und ernst herab. Sie wissen von Not und Tod der uralten Heerstraße, der„»trata montana" der Römer. Landsknechte und Ritter zogen auf und ab des Landes. Jeder prägte dem sonnigen Land seine Spuren auf, jeder ließ ein Tröpslein seines Blutes hier. Uralt sind die Orte. Größtenteils schon im 8. und 9. Jahrhundert gegründet. Der Dreißigjährige Krieg brachte Schweden, Spanier, Franzosen. Oesterreicher, Bayern und all die bunten Haufen von Söldlingen. Hei. mag denen unser Wein geschmeckt haben! Blühende Gemeinwesen sanken in Schutt und Asche. So das stolze Zwingenberg mit seinen zwei Festungen. Im 17. Jahrhundert wurde die Bergstraße durch die französischen Heere, die die Pfalz verwüsteten, fürchterlich mitgenommen. Aber immer wieder verjüngte sie sich, immer wieder brach der nicht zu zerschmetternde Lebenswille der Bewohner durch. An all das denkt man, wenn der Wein feurig die Kehle herunterrinnt. Das ist im Herbst, da ist feuriges, lautes, übermütiges Leben in der Berg- straße. Jetzt aber, im kommenden Frühling, geht es ganz träume- risch-zart, leise und behutsam zu. Blühen und Duften und eine Landschaft von ganz faszinierendem Reiz! Charloitenburg rüstet zur Landiaaswahl. In ihrer Versammlung im„Türkischen Zelt" wurde den Kreisvertretern des Kreises Charlottenburg Ge- legenheit gegeben, Vorschläge für ihren Kandidaten zur preußischen Landtagswahl zu machen. Einleitend gab Landtagsabgeordneter Genosse Otto Meier einen Rückblick auf die Politik der preußi- schen Regierung, die in den leten Legislaturperioden zu keinem Zeitpunit eine rein sozialistische war. Wenn es auch gelang, bei den Wahlen im Jahre 1928 die Regierungsmehrheit zu verbessern, so waren auch dieser Regierung Hemmungen auferlegt, die nun einmal jede Koalition mit sich bringt. Die Landtagsfraktion hat trotz schwerwiegender Bedenken, besonders bei Entschcioungen auf kulturpolitisch-weltanschaulichen Gebieten, nie den Rücktritt unserer Minister auch nur in Erwägung gezogen, denn Austritt aus der Regierung hätte den Sieg der Reaktion bedeutet. So aber war urid ist der Freistaat Preußen der Fels, auf dem unsere demokratische Republik ruht. Durch eine ungehemmte Hetz- agitation oersuchte man die Verdienste der Regierung Otto Braun zu schmälern. Jetzt wollen die Nazis, denen wir am 13. März eine gewaltige Schlappe beigebracht haben, über Preußen zur Macht gelangen. Es geht nun um das Schicksal der Demokratie. Die Zukunft der deutschen Arbeiterbewegung steht auf dem Spiel. Wir müssen für diesen Kampf alles an Kräften hergeben, aber wir könnezi es auch, denn unser Mut ist ungebrochen! Die anschließend« Aussprache ergab, daß der flammende Appell des Genossen Otto Meier die Zustimmung der Delegierten gesunden hatte. Als Abgeordneten für unsere Liste im Wahlkreis Potsdam II brachte man wieder den Genossen Amhoff durch Zuruf in Vorschlag. Zum Bezirksparteitag lagen keine Al änderungsvorfchläge für die Zusammensetzung des Bezirksvorstandes vor. Ein Antrag, in den erweiterten Vorstand eine zweite Frau, und zwar die Genossin Sicdow, zu wählen, fand die Zustimmung der Delegierten. Mit einen, begeisterten Hoch auf die Sozialdemokratie schloß der zweite Kreisleiter. Genosse Hammer, die Kreisvertreterversammlung. Falschmünzerwerkstätte in der Gipsstraße. Ein gewisser Fritz Dahlmann hatte in der Küche seiner Wohnung in der Gipsstraße eine gut eingerichtete Falschgeldfabrik in Betrieb, durch die er bei kleinen Geschäftsleuten für etwa 600 Mark Falschgeld in Umlauf gebracht hatte Das Schöffengericht Berlin-Mitte oerurteilte D. wegen Münzvsrbrechsns zu einem Jahr sechs Monaten Gsfäng- nis. Zwei Mitangeklagte wurden wegen Beihllse zu je drei Mo- uaten Gefängnis verurteilt. Sozialistische Studentenschaft Berlin. Alle Genossen b-tcilia-n sich an der Ostersahrt in die Plauenschen Berae. ssrcffpuntl: Scht-slscher Bahnhof sBororibahn). Sonntag. 2S. Mä», 8 Uhr. Bhfahrt 8.28 Uhr, Zial ssinsicnwaide. anschließend Wanderung naiii der � in dl?e> ,-fit itf ferrf nn't tni kfiWnrtPn Aid I Arbelterbildungsschule. geutrallurfns Sicca fällt tun Dienstag. 22. März, aas. »MMMAMWÄ flllgltefierl Ans UnlaQ der Osterfeieilagc bleiben die Eütoräatr.c von Freitag, den 25. Nlatj, bis Montag, den 28. MSrz, geschlossen. Donnerstag, ben 24. Mörz, ist am 4 Ahr vüroschlnh. ßSitting! ßöifcnß! GeBcrasversaiRiKjcnö! Unsere ordentliche Generaloer soinmlnng kür dns!. Quartal 1932 findet am 0. Mal 1932 stall. Ankrage»azn müssen bis spSkessens den 2. April 1932. nachm. 1 Ahr. im vesshe der Orinermaltnni, sein. Sie Mahltörper.veriammlnngen finden in der Zeit vom IS.— 20. April 1932 Na». Aenonmeldnngen der Deieelerten m0ssen bis fpSIcflcno 2. Mai 1932 erledigt werden. Aäiftmgl Atittangi yemaiteDgsGjsköiieöe?! Alle fälligen Liquidationen müssen bis Dienstaa. den 22 Mär», im Bestye der Berwattung sein. AuszaNung der Liquidationen erfolpj am Donnerstag, dem 24. März, bis 6 Uhr adends. Vienskeg. den 22. MSrz. abends v Ahr. im Aartsrrefaal des Veebandshauses. eifllffec S.rosze 66 SS. Eingang B Brandten-VcrsaiEliiiiUmg öer Eeo» u. GeMidinmKsßilosser Tagesordnung: I. Jahresbericht. 2 Disluisson. 3 Kassenbericht. 4 Berich! der Revisoren. 5. Emueoennahme u n Berschläzen zur Reuwohi der Branchcnieiiung. 8. Branchenaugeiegenheuen und Ber- schiedenes Ohne Milgliedsbuch kein Zutritt. Der wichtiorn Tagesordnung wegen ist vollzähliges Erscheinen nolwcndig. Mit-woch, den 23. Marz. nachm. 1 Ahr, im Aerbandshans. Linienfirafze 83 85. Zimmer 211, Slfasser Strasse 88,88, Eingang B Erwertiskosen- VersammlünS Ger Sclirle�er unfl Heller Tagesordnung: I. Jahresbericht. 2. Beidands» und Branchenangelegem heilen 8. Verschiedenes. Milgliedsbuch leqitiwiertl Zahlreicher Äeiuch wird erwartet. Miliwoch. den 23. Mörz, abend» Ahr. in den Alhambra- FeslsSIen. Malinerkheaterfir. 14-15 SemewSLme VeiSLMMwng treibe verirsdK-ttttdz organ Isicittn Arbeiter und Acgesiellicxi der Berliner sdmaßislroüa- beüriebe Tagesordnung: »Die Lage ln der Schmachstro«. intustrie.— DooArbeilsveschal sunosprogramr».-- Re'rrenten, Zkollrgr Dr. Olto Suhr vom AlA-Bur.d: Ziollege Schiiestedt vom Dcunchen MeiaUardetter. Verband. Bei der Wtchtigkeil der Tagesordnung erwarten wir dekiimml das Erscheinen aller ireiaeweriichalUich orgairisicrten «libeiter und Angeiiellien. Ausweis: BiiigiiedsduS der zu- N ä» d i g e n Beruisorgantsation und Firmcnausweis. vonnersiog den 24. März. adends z Ahr. im Gemertschafl». Haus, Engeluser 24/25. Grosser Saal VrsniÄen-serzsmMiunS der Hoi&rieLer und Helfer Tagesordnung: 1 Jahresbericht. z. Verbands- und Branchenangilegen- heilen 8. Verschiedenes. Rtiigliedsbirch legitimiert! Zahlreicher Besuch w.rd erwartet. »(vlvkkS. EramsrHLiter! Donnerstag, den 24 März. abends Z Ahr. im Lokal von woll- fchläger, Adalbartfirahe 21 HrLRSlev-VerssminliniS der HralifarlieUer Tagesordnung: l. Die wirtschaftliche Lage in unserer Branche S. Verdondsangelegenheilen und Vev schiedenes Oh»» Milgliedsbuch kein Zutritt. Zahlreiches Erscheinen wird erwartet Die Orlsverwallung. Tieefcstraße 40 7 Zimmer|. Etage, auch für Ledigenheim,? un-Ion etc. p r el swert Cronobssitz, RitsrslMi, fncrltrcl.«m wird Mutti wohl kaum wieder kaufen— wie jetzt bei uns HmMMAbi Unsere Abbildungen: Unsere großen Schlager: evs kameihoorferbigem Stoff, fiotfer ßceton-Slm-Reinickcxidorf~0., Bcrncr Strafe 31«» Gute Aboag- und Straßenbihnverbindungenl inormer Preisabbau Fahrräder, Fahrrad- aud Motorradrahohör za noch Dledasewcsenea Preisen.- Spoilal.Fnhrrfider schon ffir»3.-. 35... 4«.., 45... Ballonrttder 40., 45... 50... Stern.Bäder Jetzt bedeutend billiger, 55.-,60.., varchromtOS.- Areana,dle Prlzlslons- mat ke. Jetzt schon(ür SO., vsreh t omt. Brcnnabar. RalloorUder 10,-. stcrn.BaUooräder C3,-, lO.-, 75.-. Orlg- Arcona-Balionrärler OB.. bis 115.� B.z..Käder6B.., tO..,75... Trans. port.RädorTS...5... 10... Jugendräder-'15.. an. Rai ler 0,05.1,50. Rahmen l5..,IS..,2Ö.-.ea.� Fahrrad-. Auto- nnd Motorradiobobör enorm billig. IVähmascblaen 95.-, 05.* Radio- Spreeh. apparato- Seballplatten Riesenauswahl. Neuer Katalog nseb seewärts grstls. Wcrtlmsister Sawall führt nur Arcona Rad. irait Machnow. Filiale: Cbarlottouburgt, Wlndscbeldstr.. Ecke Kantatr. 9. Filiale: Kontatr. 54. OrBsstea Fahrradhaua OauUcblaads.———— .m. . H. B E R L I N C. Wcinmeialerslr. 14 Siedlung Kindelwald bei Berlin-Hermsdorf Herrlkhe Hochwald-GrundstOkke Prospekte u. Ausküm.e Sgl. v. S-l? Uhr eiionlcke, Nordbstin, HohenrollernstraBe 38. Fernruf 0 7 Heimsaort 0884. Ingenieurschule Bad Sulza I. Th. Maschinanbau, Elektrotechnik, Gas und Wasser, Workmeisterabteilung J&dim auch bis 18 Monats-Raten Berlin W8. Leipziger Strasse 122-123 Abonniert die Zeitung der Hand- und Hopfarbeiter! Ich abonniere die volle Ausgabe des„Vorwärts� zweimal täglich frei ins chaus zum Preise von 3,2ö Mk. pro Monat(pro Woche 75 Pf.). Ich abonniere den„Sonntag-Vorwärts� zum Preise von 33 Ps. pro Monat. Ausfüllen und einsenden an den Verlag des„Vorwärts". Berlin SV öS. Lindenstraße 3. Arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde. z Ächtung! Ostcrfahrt! Fahrscheine müssen bereits zwei Tage !»or der Abfahrt gelöst werden. Prenzlauer Berg. Abt. Freiheit und Hermann Müller: Die siir ™J| Dienstag, den 22. März, angeschtc Elrcrnocrsaniinlung fällt wegen VMij der Äcrbcfeicr der weltlichen schulen aus. Neuer Termin wird 'ÄtZ»l>ä> bekanntgegeben. Mittwoch. ZU Uhr, Sonncnburger Etr. 30, gusaiilmenkunft der Osterfahrtteilnehmer und deren Eltern. Am Donnerstag fallen bereits alle Ärnppcnvcranstaltungen aus. Wiederbeginn Montag, den 4. April. Freitag, 8 Uhr, Bahnhof Schönhauser Alce, Treffpunkt zur Osterfahrt. Friedrichshain. Montag, den 21. März, 1ö Uhr, Filmvorstellung:„Haupt- niann von Köpenick", im Filmpalast«Sroße Frankiurter Str. ZI. Karlen»iir 2U Pf. find in allen Abteilungen und an den Treffplätzen zu haben. Die Abteilungen treffen sich 11.80 Uhr an ihren Treffplätzcn. Dienstag, den 23. Wärz, 18 Uhr, erscheinen alle Roten Falken im Heim Litauer Str. 18. Mittwoch, 18 Uhr, Volkcrschau der Nestsaltc», Litauer Str 18. Treffen aller Nestfalken 17.30 Uhr an ihren Treffplätzcn. Ende 1S.45 Uhr. Abteilung Landsberger Platz: Montag und Dienstag, die Abteilungsabende fallen aus. Dienstag, 19.45 Uhr, Abt.-EItcrnvcrsammlung im Heim Diestelmeperstr. 5/6. Vreuzberg. Äreishelservcrsautmlung, morgen, Montag, im Jugendheim Porckstr. 11. Da reichhaltige Tagesordnung, Beginn 10.30 ilhr. Um pünktliches vollzähliges Erscheinen wird gebeten. Die Selserinformationen sind von den Abteilungsleitern abzuholen. Der für Dienstag, den 32. März, geplante Elternabend der Abteilungen Schlesisches Tor und Görlitzer Etrasie wird wegen der Werbcfeicr der weltlichen Schulen verlegt. Neuer Termin wird noch bekanntgegeben. Treptow. Mittwoch, den 23. März, Krcishelfcrsitzung im Jugendheim Baumschulcnweg, Ernststratzc. Beginn 20 Uhr. Die Helfer der Abteilung Johannisthal müssen püntuich 19 Uhr dort fein. Lauro de Bosis: Herne Besuch des Märzgefallenenfriedhofcs. Treffpunkt: 9 Uhr Elsen-, Ecke Plesscr Etrasie. »reis Steglitz, Abt. Steglitz. Dienstag, 17 Uhr, Jugendheim Albrechtstr. 17, Rote und Iungfalken. Eine Stunde mit Goethe. Freitag Ssterfahrl. Abt. Lichtcrfelde: Mittwock), 17, Uhr, Oberrcalschulc Ringstr. 3, Falkcnvoll- Versammlung. 27. und 28. März Ostcrfahrt. Neukölln. Helferkrcis: Die Jahresversammlung des Kreises wird wegen Fusammcnfallens verschiedener Termine verlegt vom 21. März auf Donnerstag. den 31. März, Karl-Marx-Schule Die Berichtsbogen Februar sieben bei einigen Abteilungen noch aus. Arbeitsstunde morgen, Montag. Für die Ostern zur Entlassung kommenden Roten Falken veranstaltet am Mittwoch, deni 23. März, 10 Uhr, die SAI. eine Wcrbcfeier im Borstandssaal Kanner Strasse. Abteilung Jungvolk: Alle Osterfahrtteilnehmer müssen Dienstag um 17 Uhr in der Gruppe sein. Alle anderen Fallen ebenfalls. Lichtenberg. Am Sonntag, dem 20. März, beteiligen wir uns oll« an der Märzfeier im Jugendheim Karlshorst, Trcskowallec, um 16 Uhr. Treffpunkt Ren- Lichtenberg: 15 Uhr an der„Roten Insel"; Nord: 15 Ubr am Bahnhof Lichtenberg-Friedrichsfelde: Mohlsdorf: 11.30.Uhr am Bahnhof Mahlsdorf. Achtung! Am Montag, deni 21. März, 18 Uhr, findet im Jugend- heim Gunterftrasie der Flötenkurfüs statt. Hohcnschöuhausen. Heute, 15 Uhr. Kasperlevorstellung vom Bezirksamt in der Schulaula Roedernstrasic. Montag, den 21. März, Spielen von 17—19 Ubr, Schulbaracke Dingelstedtcr Strasse. Nächster Gruppenabend Donnerstag, den 31, März, Jugendheim Frcienwaldcr Strasse. Eharlottenburg. Jungfalken, Gruppe Karl Marx. Sonntag. 16 Uhr. Bunter Elternnachmittag im Heim, Rofinenstr. 1.— Fallen um 14.30 Uhr mit Turnschuhen. Vriefkasten Ser�edakiion. 8. 57. Den Bezug des Krankengeldes müssen Sie der Persicherungsanstalt mitteilen. Da Ihr Krankengeld mehr derräg: als die Invalidenrente, so ruht die letztere in voller Höhe. Die Rente wird erst wieber nach Wegfall des Krankengeldes gezahlt. Die Weiterzahlung der Rente kann von keiner Behörde angeordnet werden. Einen Antrag auf Erlass der Sauszinsstcuer können Sie stellen.— E. K. Ja. wenn der Hauswirt oder Bcrwoltcr sich weigert zu unten. schreiben.— H. S. Der Antrag auf Namensänderung ist an das Amtsgericht ZU richten. Der Iustizministcr entscheidet nur auf Beschwerde. In dem Antrage sind die talsälylichcn Bcrhältnissc, welche ihn begründen, darzuiegeit. Die Haus-Veriimann-Zigaretlenfobrik Zl.-G. veranstaltet gc- mcinjani mit der Diretlwn des drauistaiises D efa l a B. G. am Mittwoch, dem 23. März,»achmittaps 3 Uhr, den ersten„Klaff c"- K i» d e r n a ch m i t t a p in den Räumen des Desaka-Kaufhanses B. G.. Klostcrstraßc 21/24. Der Eintritt ist frei. Die Mitwirkenden sind: chans Philipp Weitz. die Iugcndschriststcllerin Joscpha Metz und der Zauberkünstler Rio Aliba. Die Veranstaltung ist außerdem mit einer Ausstellung und praktischen Vorführung fertiger Handarbeiten von Bergmami-„Älasse"-Stickercien nebst einem er- läuternden Vortrag„Jede Frau ihre eigene Künstlerin" verbunden. — Jedes Kind erhält ein Geschenk. Freie Zulaßkarten sind in den Deiaka-Häusern, Klosterstraße 21/24 und Zimmcrstrahe 16/18 er- hältlich. Trinkt Fachiagcr. 18t7 schrieb Goethe an sein- Schwiegertochter Ottilie: „... die nächsten vier Wochen sollen Wunder leisten. Hierzu wünsche aber mit F a ch i n q c r Wasser und weissem Wein vorzüglich begünstigt zu werden, das eine zu Bcfrenung des Geistes, dos andere zu dessen Anregung... W. v. Goethe."— Auch heute hcisst die Parole des Tages noch: „Fachingcr befreit den Geist!" Für Ostern und dcn grossen April-Umzug bring! das altbekannte Teppich- spezialHaus Emil Lcfdprc. Berlin, feil 19 Jahren nur Oranienstr. 158, Nähe Moritzplatz, in allen Abteilungen seiner Ricsenläger besonders preiswerte Angebote in Teppichen, Läuserslosfcn, Gardinen, Möbelstoffen. Tisch, und Diaandeckcn, Steppdecke» usw. Spczialtatalog aus Wunsch kostenlos und portofrei! Da, neu eröffnet- Tepp ich. Sau« Spandauer Strasse 2». grüner Laden, bringt zu Ostern und für de» Umzug sehr schöne Teppiche. Divandeckcn. Tisch- decken. Steppdecken. Läuferstofse usw. zu seusationcll billigen Preisen, und lohnt sich«ine Besichtigung. Frühling bei H. Joseph u€»• Der Frühling hat sein« Porboie» in Gcsiolt der neuen Frühjahrsmode auch iu das festlich zum Osterfest geschmückte Waren- Haus H. Joseph u. Co., Neukölln, Berliner Strasse 51— 55 gesandt. Davon legte ein beredtes Zeugnis ab die unter grossem Beifall des zahlreich erschienenen Publikums staltgcfundcne Modenschau im Erfrischungsraum dieses bekannten »aufcs. Dort konnte man alle Neuheiten der Frühjalirsmode hcwundcrn. Der wollenen Flaufchmantel in der beliebten Kainclliaarfarbe in flotter Sportform für 11,75. Ein schönes Nachmittagskleid aus Kunstfeiden-Marocain mit zwei. farbiger Kragengarnitur gibt es schon für 9,75 und ein modern«« scbr iuaend- lichcs Wollkleid aus Crepe Eaid kastcl 13,50, moderne Blusen aus Kunstscldc». Marocoin in moderner Aufmachung schon für 9,75. Aber auch der Herr darf in seiner Bekleidung nicht zu kurz komme». Der Frühsabrsmantel in der beliebten Echlupfforn, 28,— und 38,— und in den gleichen Preislagen auch Anzüge per- fchicdenstcr Art. »«iitzeiKObixak»« vorbehalten! Verkaut nur soweit Vorrat! BILLIGER Hervorragendes an Auswahl, Qualität und niedrigen Preisen! Alle Neuheiten der Frühjahrsmode 1932 mit Geschmack und Sachkenntnis ausgewäht.../ Aoischlaghut Ri paba i) d earnitur sehr kJeidsam und billig.... \\'/rZ 275 Blocks ngo Jugend!. Form< mit hübscher üntergaruitur" ItlatClOt aus Zackenmottled aparte Rips- bandgaxnitur. canotier aus FJorinageflecht mit Unterblende| aparte Form.. Große Glocße i elegante Form, I fJolte.zweifarbige| Bandgaraiturcn.' \CiMdeMeiduuq., UtccuMcidutoty, U&xewxciikei Madchenmantel___ artig, mit KunslseidcD-Satlclfutter und Aerme) garnierung ab Oröbe 60> wß MEdchenmantel— ans gutem Frisch, entztlckcnd« Ca � 8chtdtergarnienuigabGröße60 Apart. Mädchenkield- aus Woll- Romaine. Boleroform, Cg K uns tseid.-Marocain weste, Gr.ÖO vß■ m A0 FetchetHädchenkleid ReinwolleuCrepeCaidroodcmo j t| En Schultergarnierune* Größe 60> I Knabeft-MSntei tMÄhr. moderne, baltbare Stoffe. 11,90, ReizendeAnzQgcs-sj.hre Anknöpf- oder Kittelform. 10 75, 7.50 8.50 Herren-AnzOge nmdu Frühjahr, moderne Farben in grau und braun... 38.00, Herren-Sportanzflge gute Paßform, ecdiegene Qualität, moderne Farben 38.00, Herren-Anzage, oder zweireihig, blau Kammgarn, haltbare Qualität 45.00, Frühjahrsmantel beliebte Schlupfform, in blau und farbig....... 38.-, Knickerbocker H-rr«» Ä und Jünglinge, moderne Stoffe, CT)«�5« gute Verarbeitung,•..12.50, vß Windjacken mrHerr«n<.nd Jünglinge, bewährte Qualität 0.50» 28.00 28.00 35.00 28.00 6.50 Sporthemden mit festem Kragen und Binder.... 3.00, Oderhemden farbig, durchgehend, Popeline, aparte Muster Oberhemden am u ropeime mit Kragen und abknöpf baren Er- satzmanschettea....... Selbstbinder in aparten Mustern, zum Teil reine ScidelaOO# HerrenhOte in moderneu Farben und Formen..... 3.00, HerrenaporttnUtzen ,« guten Stoffen, in vorz ö glicher Au s- führong......... 2.90 3.95 7.50 0.95 2.90 0.95 dcM*euwäscUc, iCocseüs, hflodcwaceu, Siciiwrfc, Txikoia�u Damenmantei FrOhjahrs Kostüm besonders fesch mit reinwollen. Rips, Rock doppeltenOberärmeln mit 2 tiefeingelegt. Fal- kleidsame Form len, Kunstseidenfnltcr 10y5 W Damenmantel jug�ndlicheForm, ganz mit Kunstseiden- Marocaiu gefuttert Damenmantei elegante Form, Boucle, angearb. Schal, Maro» cain-KunstseidenfulL 2.25 Nachthemden«». ilst mit Miile-Fleurs-Besatz 2.05, Hemdhosen W-i-«-,- 0 fd moiiv und Klöppolspitze. 2.50, 8 WM O# Unterkleider», Kun.uei. RA den Charme tue mit Motiv 4.05, Strumpfhaltergürtel �_ Jacquard, gefüttert, mit vier Haltern Hüfthalter Jacquard, seilh'ch zum Haken, mit Gummiteilen und \-ier Haltern........ 2.75, 1.75 Korseletts prima Drei!, mit Damen-Pyjamas 9 QA-»-1 u�t-ra? � R tist, Knopfform, Milletleum-Besalz �m�%ß— m-ww 2Ae Kleiderpassen Georgeue mit4 QCö �ünstseidcu- Spachtel-Applikation« 4 tßdß Im M» Kleiderpassen � TR anj! Georgette, mit Spacbtelspitze OdOo m chW Hemdhosen rarbi�B.ti8t A AR Bubikragen«n.. G-org.o,'S TR mit Valenciennesspitzen n. Einsatz mit Plisschbelfchen, neue Form.. mPO m dß Wottwauu, UomUcUuUc, JMccwaceu, QcscUeuUaciikti Sport-Pullover oh»« Ärmoi. cngL meliert. Stück 2,75, 1.05, Dameo-Puiiover. Farbensortiments.. Stück 2.85 Lnmberbluten rein» Wolle, SmcV 5.90, 4.90, Damen-Schlopfhandschusi. Waschleder-ImiUIion.... Paar Damen-Handschuhe Schlupfform, künstliche Waschseide. moderne Farben...... Damen-etacManOscIrah. moderne Schlopffonn, vornehm© Ausstattung....... PrinzeBröcke mit Stickerei n. Handklöppelspitze Tragerhemden farbigem Batist, mit Spitzenmodv Damenstrümpfe vr,n�. Ä__ Ifehe Waschseide, in modernen Farben...... Paar 1,25 U*ß*ß Damenstrümpfe b.-.nst..__ Ucbe Waschseide,.Prinzeß", mit»Ü vierfacher Sohle..... Paar m Mwßhß DemenstrOmpfe sp�ai.___ strumpf �Waschgold-, Bemberg T| K k&Dstllche Waschseide.Paar m Damen-Schlüpfer«cht Mako, moderne Farben 1,45 1.25 Damenhemdchen oder Hemdhosen echt Mako S Stuck 1.45 0.05 WO M 4M Bunsfseidene HfiRltiChGIl Unterziehschlüpfer 4«ne a Plana".......... I 0»Öar �sflva 0.95 1.25 1.95 3.90 0.95 1.65 3.90 Frühstückstaschen Rind. Jeder, zum ümhfineen, mit Blech- cia-:atz und verstellbarem Riemen Schulmappen aiuRmdlfder, Longrain oder Slieraarbe, für Knaben und Mädchen....... Besorgungtiatchen mit Reiß Verschluß, praktisch, 28 cm groß, aus Leder, in verschiedenen Farben.......... Derbytasche, echt Leder, mit verstellb3ügel,ver8chiedeneFarbcn Chamäleon die sehr elegant ausgeltthrte Handtasche..... 095 3.75 2.95 3.95 4.95 4 Seifen-Ostereier and A 1 Küken in Cellophanbeutcl... 6�1 Geschenkkarton mil fe™,. 1 tem Modeparfüm und 2 Sick. Seife B Bürstengarnitur mü-tp-g-il und 2 Bürsten...... 2.45,■' Ringe SUbcnSOOflOOgeslenipelt A mit0ui.\slemu-MarkrasiteSL1.45, Ohrringe Silher800,tK